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Rath AG

Annual Report Apr 30, 2013

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Annual Report

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Geschäftsbericht

Geschäftsbericht 2012

der Rath Gruppe

Kennzahlen 4
Vorwort des Vorstandes 5
Bericht des Aufsichtsrates 9
Corporate Governance Bericht 10
Organe der Gesellschaft 10
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 11
Konzernlagebericht 13
Aktie 18
Konzernabschluss
Bilanz 19
Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung 20
Geldflussrechnung 21
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 22
Anhang 23
Bestätigungsvermerk 52
Glossar 53
Adressen 55
Impressum 56

Kennzahlen

2010
TEUR
2011
TEUR
2012
TEUR
Umsatz 74.867 81.678 86.671
Veränderung in % -3,6 9,1 6,1
EBIT 2.722 4.026 2.233
EBIT Marge in % 3,6 4,9 2,6
EGT 1.464 2.987 860
Operativer Cash flow 6.669 5.798 -916
Eigenkapitalquote in % 43,7 42,7 43,0
Eigenkapitalrendite in % 0,6 6,6 1,7
Working Capital in % 97,3 89,0 89,2
ROCE in % 7,4 8,4 4,1
WACC in % 7,9 8,0 6,5
Investitionen in Sachanlagen 2.218 5.783 2.971
Abschreibungen 3.661 3.642 3.862
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 549 575 614
Anzahl der konsolidierten Gesellschaften 8 8 11

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Nachdem sich im abgelaufenen Jahr trotz Umsatzsteigerung nicht auch das Ergebnis erhöhte, wurden Änderungen im Unternehmen notwendig. Das Jahr 2012 stand daher im Zeichen von organisatorischen Anpassungen in der Unternehmensgruppe:

Die im letzten Jahresfinanzbericht angeführten Prozessmängel in der Produktion konnten an den betroffenen Standorten nicht rasch genug behoben werden. Dies hat den Vorstand veranlasst, eine Änderung der Organisationsstruktur umzusetzen. Im Zuge dessen wurde in den USA die Führung am Standort in Milledgeville ausgetauscht. Auch in Krummnußbaum kam es zu einer Änderung in der Geschäftsführung. Im Mai 2012 wurde Herr Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sitzenfrey als Head of Operations aufgenommen. In der Aufsichts-

ratsitzung im Dezember 2012 wurde er schließlich zum COO und zum dritten Vorstandsmitglied bestellt.

Organisatorische Veränderungen bedürfen einer offenen Kommunikation, welche durch regelmäßige Meetings erreicht wird.

Auch im Vertrieb haben wir die Weichen für weiteres Wachstum durch eine Anpassung der Struktur gestellt: Der regionale Vertrieb wird dem Branchenvertrieb in den nächsten fünf Jahren gänzlich weichen. Damit wird sichergestellt, dass Erfolge in einer Anwendung auch schnell weltweit umgesetzt werden.

Das wirtschaftliche Umfeld bleibt weiterhin volatil und schwer planbar. Die Herausforderungen durch stark schwankende Auslastungen werden sich weiter verstärken. Darauf gilt es rasch mit flexibleren Beschäftigungsmodellen, Urlaubs- bzw. Überstundenabbau sowie Reduktion der Leiharbeiter zu reagieren. Die schwächere Zeit wird für Instandhaltungsmaßnahmen genützt, um bei Vollauslastung effizient und ohne erzwungene Unterbrechungen arbeiten zu können.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand bedanken sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz im abgelaufenen Jahr.

Nur Kunden, die darauf vertrauen können, dass unser Wissen und unsere Fähigkeiten ihre Feuerfest-Probleme lösen, sichern unsere Zukunft.

Der Vorstand

7

Unser unternehmerisches Handeln basiert auf Verantwortung, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Offenheit. Diese Werte sind im gesamten Unternehmen gleichermaßen anerkannt und umgesetzt.

Spitzentechnologie schafft Vertrauen.

Wir definieren uns als Feuerfestanbieter, der die Prozesse des Kunden versteht und dank unseres breiten Produktportfolios die optimale Lösung bietet. Wir liefern Feuerfestprodukte sowie Gesamtlösungen. Unsere Produkte sind gekennzeichnet durch hochwertige Produkteigenschaften und präzise Bearbeitungstechniken. Unsere Dienstleistungen zeichnen sich durch Vielseitigkeit und Flexibilität aus.

Wir sind die Experten für Ihre Anforderungen.

Konzernstruktur

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir uns laufend mit der Entwicklung der Rath Gruppe befaßt. Wir haben uns dabei intensiv mit dem Vorstand über die aktuelle Situation ausgetauscht und die Chancen und Risiken regelmäßig erörtert.

Bei besonderen Ereignissen hat der Vorstand das Präsidium des Aufsichtsrates umgehend informiert und die Handlungsoptionen erörtert. Wir haben daher die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Im Jahr 2013 haben wir eine Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit für das Vorjahr vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten.

Im Geschäftsjahr 2012 fanden sechs Aufsichtsratsitzungen statt. Die 100%ige Anwesenheitsquote der Aufsichtsratsmitglieder dokumentiert das starke Interesse an der Gesellschaft.

In der Sitzung vom 15. März 2012 wurde die Mehrjahresplanung vorgestellt sowie weitere Investitonsprojekte beschlossen. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen und die Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit des Vorjahres wurde besprochen. In der Sitzung vom 16. April 2012 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2011 sowie Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2011 geprüft, der Jahresabschluss 2011 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung aus dem Geschäftsjahr 2011 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl der Wirtschaftsprüfer beschlossen und die Hauptversammlung vorbereitet. Die Sitzung am 26. Juni 2012 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der Sitzung vom 29. August 2012 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert sowie über die aktuelle Geschäftslage befunden. Am 12. November 2012 wurde über das Budget und die geplanten Investitionsmaßnahmen diskutiert. In der letzten Sitzung des Jahres am 14. Dezember 2012 wurde das Budget für das Jahr 2013 genehmigt. Weiters wurde die Erweiterung des Vorstandes beschlossen und die Geschäftsverteilung entsprechend angepasst.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. In den Sitzungen der Ausschüsse war eine rege Teilnahme der Mitglieder zu verzeichnen.

Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2012 zweimal zusammengetreten. Am 11. März 2012 hat der Prüfungsausschuss die Schlussbesprechung durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers empfohlen. In der Sitzung am 4. Dezember 2012 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung berichtet. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2012 dreimal getagt. Die erste Sitzung am 29. Februar 2012 war Referaten von externen und internen Vortragenden zu technischen Themen verschiedener Feuerfestprodukte gewidmet. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 9. Mai 2012 bildete die Strategie der F&E Projekte. Die Sitzung vom 29. August 2012 beschäftigte sich mit der Planung zur Optimierung der Werksund Produktions-Strukturen im Firmenverbund.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2012 und der Lagebericht des Vorstandes sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 und der Konzernlagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 26. Juni 2012 als Abschlussprüfer gewählten PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, 1030 Wien, Erdbergstraße 200, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 25. April 2013 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2012 und den La-

gebericht des Vorstandes sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012, den Konzernlagebericht des Vorstandes und den Corporate Governance Bericht geprüft und gebilligt. Der Gewinnverteilungsvorschlag des Vorstandes wurde genehmigt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 (4) AktG festgestellt.

Wien, am 25. April 2013

Dr. Heinz Kessler Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

Grundsatz

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Rath AG sowie die Geschäftsführer der Unternehmen der Rath Gruppe sind sich der besonderen Verantwortung als Vertreter eines traditionsreichen börsennotierten Familienunternehmens bewusst, und erklären die Grundsätze eines von Ethik geprägten Handelns gegenüber Aktionären, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie dem gesellschaftlichen Umfeld als oberste Maxime.

Dies umfasst nicht nur die strikte Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften, sondern auch das Bekenntnis zu Corporate Governance und ähnlichen Grundsätzen zukunftsorientiertem, nachhaltigem umweltbewussten Wirtschaftens.

Soweit die Regeln der Größe unseres Unternehmens angemessen sind, werden diese von den Organen der Gesellschaft eingehalten. Abweichungen sind nachstehend angeführt.

Grundlage

Als an der Wiener Börse notierendes Unternehmen bezieht sich Rath auf den von dem Österreichischer Arbeitskreis für Corporate Governance verfassten Kodex in der Version vom Juli 2012. Der genaue Wortlaut und weiterführende Details hierzu sind unter www.corporate-governance. at nachzulesen.

Bericht zum Corporate Governance Kodex

IV. Vorstand

    1. Als Unternehmen im standard market auction der Wiener Börse kann der Vorstand auch nur aus einem einzigen Mitglied bestehen. Bei mehreren Vorstandsmitgliedern bedarf es keines Vorsitzenden.
    1. Aufgrund der Größe des Unternehmens gibt es keine eigene Abteilung für interne Revision. Die Aufgaben werden vom Konzerncontrolling sowie der Stabstelle Qualitätsmanagement ausgeführt.
    1. Im Jahre 2012 wurden folgende Gesamtbezüge ausbezahlt:
Mag. Georg Rath TEUR 205,2
Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath TEUR 207,4
  1. Der variable Anteil der Bezüge ist an das EBT geknüpft. Bis zu 50 % des Grundbezuges können variabel sein. Zusagen zu einer betrieblichen Altersversorgung bestehen nicht. Eine D&O-Versicherung ist für den Vorstand abgeschlossen.

V. Aufsichtsrat

    1. Die Vergütung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Die Verteilung obliegt dem Aufsichtsrat selbst.
    1. Als kleines börsennotiertes Familienunternehmen sieht die Rath AG die Bindung zur Familie als die zentrale Säule der Gesellschaft. Daher sind die Leitlinien für den Aufsichtsrat eine wichtige Vorgabe, die jedoch nur in angemessener Weise umgesetzt werden.

VI. Transparenz und Prüfung

    1. Die Gesellschaft erstellt ihre Zwischenmitteilungen für das 1. und 3. Quartal nach § 87 (6) BörseG.
    1. Die Veröffentlichungen erfolgen in deutscher Sprache.
    1. Meldungen über Director's Dealing werden über die FMA veröffentlicht.
    1. Ein adäquates Risk-Management ist installiert. Dazu werden laufende Verbesserungen in die Prozesse eingearbeitet. Eine Evaluierung durch die Abschlussprüfer erfolgt nicht.

Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Aufsichtsrates

Präs. Dr. Heinz Kessler
(Vorsitzender)
unabhängig; Geburtsjahr: 1938; Erstbestellung am 28.7.1999; bestellt bis zur Hauptversamm
lung im Jahre 2013; Vorsitzender Stellvertreter des Aufsichtsrates der Erste Bank AG
Dr. Ernst Rath
(Vorsitzender Stv.)
Geburtsjahr: 1938; gewählt seit 27.6.2008; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013;
Geschäftsführer der Rath Holding GmbH
Dkfm. Paul Rath Geburtsjahr: 1934; gewählt seit 14.9.1989; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013;
Geschäftsführer der Rath Holding GmbH
WP Mag. Philipp Rath Geburtsjahr: 1966; gewählt seit 17.7.2003; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013;
Wirtschaftsprüfer und Steuerberater sowie Partner von Grant Thornton Unitreu GmbH
Dr. Gerd Unterburg unabhängig; Geburtsjahr: 1940; gewählt seit 12.7.2005; bestellt bis zur Hauptversammlung
im Jahre 2013; Vizepräsident des Verwaltungsrates der Hoerbiger Holding AG
MMag. Christian B. Maier unabhängig; Geburtsjahr: 1966; gewählt seit 27.6.2008; bestellt bis zur Hauptversammlung
im Jahre 2013; Finanzvorstand der Allgemeine Baugesellschaft – A. Porr Aktiengesellschaft

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Prüfungsausschuss Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender)
MMag. Christian B. Maier (Finanzexperte)
WP Mag. Philipp Rath
Strategieausschuss Dr. Gerd Unterburg (Vorsitzender)
Dr. Ernst Rath
WP Mag. Philipp Rath

Mitglieder des Vorstandes

Mag. Georg Rath Marketing und Vertrieb, Finanz- und
Rechnungswesen, IR sowie Qualitätsmanagement
Geburtsjahr: 1970; Erstbestellung: 01.07.2006
Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Forschung & Entwicklung, Personalwesen, Einkauf
Geburtsjahr: 1968; Erstbestellung: 01.07.2006
Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sitzenfrey Produktion
Geburtsjahr: 1976; Erstbestellung: 01.01.2013

Aktualisierte Informationen zu der Umsetzung des Kodex und Anpassungen aufgrund von gesetzlichen Veränderungen sind auf der Homepage der Rath Gruppe (www.rath-group.com) zu finden.

Vertiefende Anfragen werden vom IR-verantwortlichen Vorstandsmitglied während des Jahres oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung beantwortet.

Wien, 25. April 2013

Mag. Georg Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Z 3 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden IFRS-Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2012 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Wien, 25. April 2013

Mag. Georg Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

Girls' Day 24. April 2012 Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum

Familien- und Kinderfest

  1. August 2012 Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum

Tag der offenen Tür 22. September 2012 Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum

Abg z. NÖ Landtag Karl Moser, NR Günter Kößl

Alle Achtung Award der AUVA

  1. Oktober 2012 Verleihung in Wien

Verein die möwe - Kinderschutzzentren

Rath unterstützt den Verein mit einer Geldspende

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Rath Gruppe hat Produktionen in den Ländern Österreich, Deutschland, Ungarn sowie den USA. Diese Staaten bezeichnen wir als Heimmarkt (Inland) für die Gruppe, andere Länder dagegen als Ausland. Daher ist dieses "inländische" Wachstum auch von hoher Bedeutung für die Entwicklung von Rath.

Im Jahr 2011 waren sich die Experten bezüglich der Konjunktur in den europäischen Ländern uneinig. Manche sprachen von einem zu erwartenden Einbruch 2012, der wohl durch geldpolitische Maßnahmen der EZB gedämpft werden konnte. In Österreich und Deutschland konnte noch ein leichtes BIP-Wachstum erzielt werden, in der EU27 haben die Turbulenzen der südeuropäischen Länder jedoch zu einer Schrumpfung der dortigen Wirtschaft geführt. Aufgrund der politischen Irritationen in Ungarn wird sich das BIP im Jahr 2012 laut Prognosen der EU-Kommission um etwa -1,7 % reduziert haben. Die USA zeigt sich dagegen weiter gefestigt und konnten eine Steigerung des Wirtschaftswachstums von +2,2 % (VJ +1,6 %) erzielen. Die Euphorie um die Energievorkommen und die Reindustrialisierung des Landes hat einen positiven Effekt auf die allgemeine Stimmung gehabt.

Bei Betrachtung der Industrieproduktion zeichnet sich jedoch ein weitaus differenzierteres Bild:

Werte für 2012 [%] BIP Industrieproduktion
Österreich + 0,7 + 3,7
Deutschland + 0,7 - 1,1
Ungarn - 1,7 - 1,6
EU27 - 0,6 - 2,1
USA + 2,2 + 2,8

Bei der Sachgütererzeugung sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern weitaus größer als beim Vergleich des BIP. Die Reduktion der Industrieproduktion in Deutschland erklärt auch trotz positiven BIP die grundsätzliche Schwäche beim Absatz von Investitionsgütern. Dies begründet auch den Rückgang des Umsatzes in der deutschen Feuerfestindustrie im Jahr 2012 von -10 %.

Diese negative Tendenz im Jahr 2012 wird auch in wichtigen Abnehmerbranchen wie Stahl, Glas und Aluminium deutlich. Die Rohstahlproduktion ist in Europa um -4,5 % gesunken, aber auch die weltweiten Tonnagen steigen mit +1,4 % langsamer als im Vorjahr (+5,4 %). Die drei größten börsennotierten Glasproduzenten haben einen Umsatzrückgang von 3,9 % verkraften müssen. Auch die Produktionsmengen für Rohaluminium sind in der Welt (ohne China) um -0,3 % gesunken.

Geschäftsverlauf

Organisation

Die im Konzernabschluss inkludierten Unternehmen sind im Anhang dargestellt. Zweigniederlassungen bestehen keine.

Umsatzentwicklung

In Anbetracht dieses schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes ist die Umsatzentwicklung der Rath Gruppe positiv zu sehen.

Der Umsatz konnte im abgelaufenen Jahr von 81,7 Mio. € um + 6,1 % auf 86,7 Mio. € gesteigert werden. Die größten Steigerungen gab es dabei im Segment der Exportländer +26,2 % (6,9 Mio. € nach 5,5 Mio. € im Vorjahr und im Segment USA mit +9,3 % (13,1 Mio. € nach 12,0 Mio. € im Vorjahr). Dabei sind die tschechische und ukrainische sowie die sehr gut gestartete mexikanische Gesellschaft besonders hervorzuheben.

Konsolidierter Umsatzanteil [%]

nach Segmenten 2012 2011
Österreich 32,7 32,7
Deutschland 35,9 36,9
Ungarn 8,4 9,0
USA 15,2 14,7
Rest (Exportländer) 7,9 6,7
100,0 100,0

Bei den einzelnen Kundengruppen haben wir vor allem von neuen Projekten im Bereich der Energie- und Umwelttechnik in den CEE-Ländern profitiert. Ein weiterer schöner Erfolg ist für uns die Glasindustrie: Bei Anlagenhaltbarkeiten von bis zu 18 Jahren ist die Branche beim Lieferantenwechsel grundsätzlich zurückhaltend. Wir definierten vor sechs Jahren die Glasindustrie als einen neuen Zielmarkt. Inzwischen haben wir uns in diesem Bereich vom Newcomer zum respektierten Lieferanten entwickelt. Schließlich haben unsere Kunden auch wieder verstärkt in Anlagen für die Wärmebehandlung von Stahl investiert. Das Vorkrisenniveau haben wir in dieser Industrie aber noch nicht erreichen können.

Neben reinen Materiallieferungen machen wir im Rahmen von Projekten auch das Engineering der Feuerfest-Auskleidung. Dabei geht es auf Basis der Kundenvorgaben um die Auswahl des Materials, die Ermittlung der Stücklisten sowie um die Erstellung von Lieferplänen für den Einbau vor Ort. In vielen Fällen stellen wir auch eine Baustellenaufsicht bzw. eine Montagetruppe zur Verfügung. Der Umsatz in diesem Projektgeschäft ist von 24,5 Mio. € auf nunmehr 28,1 Mio. € (+14,9 %) weiter gestiegen. Damit konnten wir den Anteil wieder auf über 30 % des Gesamtumsatzes steigern. Mit unserer Engineering-Kompetenz sind wir in der Lage, am Weltmarkt wettbewerbsfähig zu sein.

Ertragslage

Im Jahr 2010 konnten wir unsere Lagerbestände reduzieren. Mit Anspringen der Umsätze im Jahr 2011 haben wir zur Verbesserung unserer Lieferfähigkeit das Lager an Fertigwaren in Höhe von 6,1 Mio. € erhöht. Im abgelaufenen Jahr haben wir diese Politik nicht mehr weiterverfolgt (+0,0 Mio. €). Die über den Jahreswechsel 2011/2012 auf Lager liegenden Projektmaterialien sind inzwischen verbaut und abgerechnet.

Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung ergibt sich eine ähnliche Betriebsleistung wie 2011. Der Materialverbrauch konnte von 29,7 Mio. € um -10,9 % auf 26,5 Mio. € gesenkt werden. Dies wurde vor allem durch Produkte mit geringerem Rohstoffeinsatz verursacht. Auch die bezogenen Leistungen und im Speziellen die Energiekosten profitierten von fallenden Strom- und Gaskosten.

Damit konnte der Rohertrag von 44,5 Mio. € um 2,5 Mio. € auf 47,0 Mio. € erhöht werden. Dieser positive Effekt wurde durch den erhöhten Personalaufwand und die gestiegenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen überkompensiert. Die Personalaufwendungen mussten aufgrund von technischen Schwierigkeiten in der Fertigung von 23,4 Mio. € auf 25,7 Mio. € überproportional erhöht werden. Als Konsequenz kam es zur Veränderung im Management der lokalen Geschäftsführungen. Auch der Aufbau des Vertriebes in Lateinamerika und einer Neustrukturierung der Vertriebsorganisation führte zunächst nur zu Kostenerhöhungen. Diese sind zum Teil auch in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (15,2 Mio. € nach 13,4 Mio. € im Vorjahr) enthalten. Hier stiegen durch vermehrte Marketingaktivitäten (u.a. Messen, Prospekte) und höherer Beratungsleistung (u.a. Effizienzsteigerung, Personalsuche) die Kosten stark an.

Die ungünstige Entwicklung der Währungen HUF und USD führte zu einer zusätzlichen Belastung des Finanzergebnisses, das mit -1,4 Mio. € unter dem Vorjahr (-1,0 Mio. €) abschloss.

Alles in allem konnte daher die Rath Gruppe nur ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) von 0,9 Mio. € (VJ 3,0 Mio. €) erzielen.

Vermögens- und Finanzlage

Im Jahr 2011 haben wir die große Werkserweiterung am Standort Milledgeville durchgeführt. Die Inbetriebnahme erfolgte im ersten Quartal 2012. An den anderen Standorten waren wir dagegen bei der Beschaffung von Neuanlagen zurückhaltender. So investierten wir nach 5,8 Mio. € im Vorjahr nur 3,0 Mio. €. Damit sanken die Investitionen hinter den Wert der Abschreibungen (3,9 Mio. €). Somit reduzierte sich das langfristige Vermögen um -1,6 % auf 43,3 Mio. €.

Der Rohstoff- bzw. Handelswarenbestand stieg an. Ebenso führten die besseren Umsätze zu einem Aufbau unserer Forderungen gegenüber den Kunden. Diese Veränderungen wurden über den Zahlungsmittelbestand finanziert.

Auf der Passivseite wirkten sich die höheren Währungsdifferenzen trotz positivem Vorjahr leicht negativ auf das Eigenkapital aus. In den Verbindlichkeiten kam es hauptsächlich durch auslaufende Leasingverträge zu einer Verschiebung in den Fristigkeiten.

Dennoch konnte die Eigenkapitalquote leicht von 42,8 % auf 43,0 % gesteigert werden.

Der betriebliche Cashflow drehte von positiven 5,8 Mio. € auf negative 0,9 Mio. €. Hauptursache waren gestiegene Forderungen und gesunkene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie eine höhere Ertragsteuerbelastung.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigen sich im ersten Quartal abgeschwächt. Der Vorstand wird daher der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Börsenkurs stieg im abgelaufenen Jahr von 6,80 € (29.12.2011) auf 8,50 € am 28.12.2012 an. Die Börsenkapitalisierung beträgt somit zum Jahresende 12,8 Mio. €.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Seit dem 1. Jänner 2013 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben, eingetreten.

Prognosebericht

Unternehmensentwicklung

Im Jahr 2013 wird sich die uneinheitliche Entwicklung der einzelnen Länder fortsetzen. Die Schere zwischen der BIP-Änderung und der Steigerung bzw. Reduktion der Industrieproduktion wird deutlich verstärkt werden. Dabei sind die politischen und finanziellen Rahmenbedingungen der einzelnen Länder von großer Bedeutung.

Starteten wir im Jänner noch ganz zuversichtlich in das neue Jahr, ist diese Hoffnung im Februar und März schwer getrübt worden. Die Umsätze sind zurückgegangen und alle Entscheidungen zu Investitionen werden verschoben.

Wir erwarten, dass sich die einzelnen Industrien unterschiedlich entwickeln, und glauben, dass sich der Umsatz der Rath Gruppe im Jahr 2013 ähnlich dem des Jahres 2012 entwickeln sollte. Dies wird aber sehr stark davon abhängen, wann sich die Kunden wieder in einem ausreichend sicheren Wirtschaftsumfeld zu Investitionsentscheidungen durchringen werden.

Im Bereich der Produktion laufen Effizienzsteigerungsprogramme und bei den Produkten eine Qualitätsoffensive, die beide mithelfen sollen, das Ergebnis gegenüber 2012 zu verbessern. Eine Unterauslastung der Werke durch die Verzögerung von Investitionsentscheidungen bei den Kunden kann den Erfolg dieser Arbeit jedoch schnell schmälern.

Risikobericht Risikomanagementsystem

Das interne Kontrollsystem der Rath Gruppe basiert in der Regel auf prozessabhängigen Prüfschritten. Diese bestehen einerseits aus technischen Einrichtungen wie Zutrittskontrollen, Passwörter oder Netzwerkabsicherungen und andererseits aus organisatorischen Prüfungen wie Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennung sowie Freigabekriterien in den einzelnen Prozessschritten. Diese Prozesse werden laufend durch das Prozessmanagement evaluiert.

Prozessmanagement wird oft als Mittel zur Verbesserung der Produktqualität verstanden, dabei kann aber muss ein funktionierendes Qualitätsmanagement (QM) nicht zu einem verbesserten Produkt führen. In Wirklichkeit geht es um die Dokumentation aller Abläufe in einem Unternehmen und das dokumentierte Verhalten bei Abweichungen. Nur so kann man von Fehlern lernen und sich stetig weiter verbessern. Dieses Denken in Prozessen ist in der ISO 9001:2008 verankert.

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist gewährleistet, dass diese frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Die konzernweite Analyse der Risiken erfolgt zumindest einmal jährlich im Managementteam und notwendige Anpassungen werden laufend im Vorstand evaluiert. Die Einhaltung der Maßnahmen wird durch Abarbeiten von "To-do-Listen" durch den Prozessmanager an den einzelnen Standorten überwacht.

Chancen und Risiken

Die größten Risiken entstehen meist durch fehlerhafte Prozesse bzw. durch mangelnde Verfolgung der Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen. Gleichzeitig ist dies eine Chance, sich täglich zu verbessern. Dieses Prozessdenken gilt es in Zukunft noch besser zu verinnerlichen.

Die Risiken der Einzelgeschäfte sind aufgrund ihrer Größenordnung überschaubar. Im Projektgeschäft sind die Risiken naturgemäß bedeutender, wobei diese durch oben benannte Prozesse minimiert werden. Dabei wird auch ein großes Augenmerk auf systematische Planungsfehler gelegt. Dies können mögliche nachteilige Vertragsbedingungen des Auftraggebers oder mangelnde Kontrolle von zugekauften Waren und Dienstleistungen sein.

Weiterführende Informationen gemäß § 243 (3) Z 5 UGB sind im Anhang erläutert.

Forschungsbericht

Unter Spitzentechnologie verstehen wir auch herausragende Produkte, die sich im internationalen Wettbewerb sehen lassen können. Solche Innovationen lassen sich nur in Zusammenarbeit mit den besten Forschungseinrichtungen erarbeiten.

Im Jahr 2012 konnte ein universitäres Projekt mit Fokus auf die Glasindustrie mit einer ersten großtechnischen Produktion erfolgreich abgeschlossen werden.

Ein durch den Klima- und Energiefonds des Bundes gefördertes Projekt hatte die Optimierung des Brennprozesses von Hochtemperatursteinen zum Ziel: Mit orts- und zeitaufgelösten Simulationsdaten wurden Aussagen über die Temperaturverteilung in den Formteilen und notwendige Verbesserungen an der Heißgasführung im Ofen gewonnen, um die Qualität der Feuerfeststeine zu erhöhen und gleichzeitig den Energieeintrag in den Brennofen zu verringern. Der spezifische Energieverbrauch reduzierte sich um etwa 10 % bei gleichzeitiger Erhöhung der Produktivität um etwa 15 %.

In allen Produktgruppen werden Forschungsprojekte für neue Materialien durchgeführt und parallel ständig an der technologischen Verbesserung der Fertigungsprozesse und bestehender Produkte gearbeitet.

Der F&E-Aufwand ist von 0,7 Mio. € auf 0,9 Mio. € angestiegen. Die F&E-Quote erhöhte sich somit auf knapp 1,1 % (VJ 0,9 %).

Corporate Responsibility

Arbeitnehmer

Anfang Jänner 2012 waren aufgrund einer besseren Auftragslage bereits 593 Mitarbeiter tätig. Im letzten Jahresdrittel erhöhte sich die Anzahl der Arbeiter und Angestellten erneut deutlich, sodass mit Ende des Geschäftsjahres 625 Personen beschäftigt waren. Die meisten neuen Beschäftigten nahmen ihre Tätigkeit in den USA, Deutschland und in der Konzernmuttergesellschaft auf.

Mitarbeiterstand im
Jahresdurchschnitt
2011 2010
Österreich 170 161
Deutschland 244 228
Ungarn 118 115
USA 59 52
Rest der Welt 23 18
614 575

Die Flexibilisierung der Arbeitszeit in Europa wird im globalen Wettbewerb zu einer zentralen Frage: In den USA löst eine besondere Lage der Arbeitszeit (Nachtschicht, Wochenende) keine weiteren Zuschläge aus, wodurch größere Aufträge ohne Zusatzkosten kurzfristig effizient abgearbeitet werden können.

Mitarbeiter mit körperlichen oder geistigen Behinderungen wurden im Durchschnitt im Ausmaß von 2,5 % beschäftigt, wobei diese vor allem in Österreich und Deutschland ihre Tätigkeit ausübten.

Frauenförderung

Der Anteil an weiblichen Mitarbeitern beträgt bei Angestellten 38 % und bei Arbeitern 6 %. In der Unternehmensleitung der Rath Aktiengesellschaft und den produzierenden Tochtergesellschaften ist der Anteil der Frauen weiterhin bei 12,5 %. Insgesamt beträgt der Frauenanteil 17 %. Der Aufsichtsrat ist bislang mit keiner Frau besetzt. Die nächste Wahl in den Aufsichtsrat erfolgt bei der Hauptversammlung 2013.

Die positive Einstellung des Managements für die Gewinnung von Frauen für technische Berufe wird durch aktive Teilnahme am "Girls' Day" unterstrichen. Bislang gelang es vor allem in den Bereichen Forschung & Entwicklung und Labor einen hohen Frauenanteil zu erreichen. Eine ausgewogene Geschlechterverteilung wird aber in allen Funktionsbereichen im Unternehmen angestrebt.

Umwelt

Wir betreiben an allen Standorten der Rath Gruppe aktiven Umweltschutz. Dies bedeutet nicht nur die gesetzlichen und behördlichen Auflagen zu erfüllen, sondern darüber hinaus auch bessere Resultate als gefordert zu erzielen.

Im abgelaufenen Jahr haben wir das Energiemanagementsystem unserer vier deutschen Standorten überprüfen lassen. Daher sind wir nun berechtigt, auch das Zertifikat ISO 50001 in der deutschen Gesellschaft zu führen. Eine Ausrollung an andere Standorte ist in Vorbereitung.

Wie schon im F&E-Bericht beschrieben, arbeiten wir an der Verbesserung der Energieeffizienz unserer Anlagen. Auch in unserem Ofen in Milledgeville haben wir trotz geringerer US-Anforderungen den Stand der Technik umgesetzt. Mit Wärmetauschern und besonders dämmender Auskleidung versuchen wir, den Energiebedarf zu senken, ohne den Sinterungsprozess des Produktes zu verschlechtern.

Angaben gemäß § 243a UGB

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der Rath Aktiengesellschaft. Bezüglich der Übertragung von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.

Aufgrund der Reduktion der Meldeschwelle von 5 % auf 4 % hat ein Aktionär seinen Anteil zum ersten Mal bekannt gemacht:

In der Rath Aktiengesellschaft gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen.

In der am 21. Juni 2011 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung der Rath Aktiengesellschaft wurde dem Vorstand die Ermächtigung gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG erteilt, Aktien bis zu einem Anteil von 10 % am Grundkapital zurückzukaufen und hiernach wieder zu veräußern. Geschäfte auf Basis dieses Beschlusses fanden im Berichtsjahr nicht statt. Eigene Aktien besitzt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht.

Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen, die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

Wien, 25. April 2013

Mag. Georg Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

Börsekennzahlen gemäß § 93 (1) BörseG

ISIN: AT0000767306 Anzahl der Aktien: 1.500.000
Wertpapierkürzel: RAT Gesamtzahl der Aktien: 1.500.000
Marktsegment: Standard Market Auction Aktienkurs 28.12.2012: 8,50 €
Handelssegment: Amtlicher Handel Börsenkapitalisierung: 12.750.000,00 €
Aktiengattung: Stimmberechtigte nenn
betragslose Stückaktien
Gewinn/Aktie: 0,39 €
betragslose Stückaktien Gewinn/Aktie: 0,39 €

Kursentwicklung der Rath Aktie und des ATX im Jahr 2012 im Vergleich

Konzernbilanz

Anhangs
angabe
31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen (1) 37.394 38.104
Immaterielle Vermögenswerte (2) 261 391
Finanzielle Vermögenswerte (3) 666 624
Latente Steueransprüche (12) 4.281 4.155
42.603 43.274
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (4) 20.139 19.132
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (5) 13.508 11.910
Sonstige Vermögenswerte (6) 20 317
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (7) 3.810 6.649
37.477 38.008
Summe Aktiva 80.079 81.282
PASSIVA
Eigenkapital (8)
Grundkapital 10.905 10.905
Kapitalrücklagen 1.118 1.118
Währungsdifferenzen -1.597 -1.138
Kumulierte Ergebnisse 24.004 23.862
34.430 34.747
Nicht beherrschende Anteile 3 2
34.433 34.749
Langfristige Verbindlichkeiten
Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (9) 2.420 2.675
Finanzverbindlichkeiten (10) 4.768 7.310
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen u. sonstige Verbindlichkeiten (13) 71 113
Derivative Finanzinstrumente 120 120
Rückstellungen (11) 235 229
Latente Steuerschulden (12) 297 1.217
7.911 11.664
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten (10) 25.178 20.911
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen u. sonstige Verbindlichkeiten (13) 9.910 10.621
Rückstellungen aus laufenden Ertragsteuern (12) 391 1.279
Rückstellungen (11) 1.501 1.467
Derivative Finanzinstrumente 756 594
37.736 34.871
Summe Passiva 80.079 81.282

Konzerngewinn- und verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung

Anhangs
angabe
2012
TEUR
2011
TEUR
Umsatzerlöse (14) 86.671 81.678
Bestandsveränderung 32 6.117
Aktivierte Eigenleistungen 0 86
Andere betriebliche Erträge (17) 412 907
Materialaufwand und bezogene Leistungen (15) -40.084 -44.320
Personalaufwand (16) -25.724 -23.426
Planmäßige Abschreibung (1) (2) -3.862 -3.642
Übrige betriebliche Aufwendungen (18) -15.213 -13.375
Ordentliches Betriebsergebnis (EBIT) 2.233 4.026
Finanzerträge (19) 395 1.188
Finanzaufwendungen (20) -1.768 -2.227
Finanzergebnis -1.373 -1.039
Ergebnis vor Steuern (EBT) 860 2.987
Steuern vom Einkommen (12) -268 -693
Konzernergebnis 593 2.294
Zurechenbar zu den
Aktionären der Muttergesellschaft 591 2.293
Nicht beherrschende Anteile 2 1
Konzernergebnis 593 2.294
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.5 0,39 1,53
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.5 0,39 1,53
2012
TEUR
2011
TEUR
Konzernergebnis nach Ertragsteuern 593 2.294
Währungsumrechnung -459 -225
Sonstiges Konzernergebnis nach Steuern 134 2.069
Gesamtkonzernergebnis nach Steuern 134 2.069
Gesamtergebnis zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft 131 2.068
nicht beherrschende Anteile 2 1
Gesamtkonzernergebnis 134 2.069
Ergebnis je Aktie 0,39 1,53

Konzerngeldflussrechnung

Anhangs
angabe
2012
TEUR
2011
TEUR
Ergebnis vor Steuern 860 2.987
Abschreibungen (1) (2) 3.862 3.642
Derivative Finanzinstrumente 162 175
Veränderung langfristiger Rückstellungen -249 -46
Zinsertrag (19) -68 -50
Zinsaufwand (20) 1.192 1.316
5.760 8.024
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Vorräte -1.006 -3.324
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen -1.598 597
Sonstige Vermögenswerte 297 -156
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen u. sonstige Verbindlichkeiten -752 2.446
Rückstellungen 34 72
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung -459 -225
Geldflüsse aus der Geschäftstätigkeit 2.275 7.434
Erhaltene Zinsen 68 50
Gezahlte Zinsen -1.192 -1.315
Gezahlte Ertragsteuern -2.066 -371
Nettomittelzuflüsse aus Geschäftstätigkeit -916 5.798
Erwerb von Sachanlagen (1) -2.928 -5.783
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (2) -43 -43
Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit -2.971 -5.826
Rückzahlung von Finanzschulden -5.075 -3.812
Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzschulden 6.800 5.433
Gezahlte Dividenden -450 0
Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit 1.275 1.621
Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen
aus der Umrechnung von Zahlungsmitteln und
Zahlungsmitteläquivalenten in andere Währungen
-389 -73
Nettozunahme von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten -2.839 1.694
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Jahres (7) 6.649 4.955
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Jahres (7) 3.810 6.649

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Grundkapital rücklagen
Kapital-
Unterschiede
Währungsum
rechnung
Kumulierte
Ergebnisse
Summe beherrschende
Anteile
nicht
Eigenkapital
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 31. Dezember 2010 10.905 1.118 -913 21.569 32.679 1 32.680
Periodengewinn 2011 0 0 0 2.293 2.293 1 2.294
Währungsumrechnung 0 0 -225 0 -225 0 -225
Gesamtperiodenergebnis 0 0 -225 2.293 2.068 1 2.069
Stand am 31. Dezember 2011 10.905 1.118 -1.138 23.862 34.747 2 34.749
Periodengewinn 2012 0 0 0 591 591 2 593
Währungsumrechnung 0 0 -459 0 -459 0 -459
Gesamtperiodenergebnis 0 0 -459 591 131 2 134
Dividendenausschüttung 0 0 0 -450 -450 0 -450
Stand am 31. Dezember 2012 10.905 1.118 -1.597 24.004 34.430 3 34.433

1. Das Unternehmen

Die Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, 1010 Wien und Tochtergesellschaften (in der Folge "Rath Gruppe" genannt) erzeugt Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA, darüber hinaus gibt es Vertriebsgesellschaften in Frankreich, Tschechien, Polen, Ukraine sowie in Mexiko, Argentinien und Brasilien.

Die Aktien der Rath Aktiengesellschaft "Muttergesellschaft" notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".

2. Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1.Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Rath Gruppe zum 31. Dezember 2012 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board ("IASB") herausgegebenen International Financial Reporting Standards ("IFRS"), einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committees ("IFRIC"), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind und den ergänzenden Bestimmungen des § 245a Abs. 1 UGB aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive Derivate).

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Rath Gruppe zugrunde.

Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode) aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde am 25. April 2013 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. Der Jahresabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen wird, wird am 25. April 2013 dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt.

2.2.Änderungen und Erweiterung der IFRS

Neue und geänderte Standards, die von der Gesellschaft angewendet werden

Es gibt keine IFRS oder IFRIC-Interpretationen, die erstmals im Geschäftsjahr 2012 verpflichtend anzuwenden waren und für die ein wesentlicher Einfluss auf die Gesellschaft erwartet wird.

Neue von der Europäischen Union noch nicht übernommene und nicht vorzeitig angewendete Standards, Änderungen und Interpretationen.

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag teilweise noch nicht von der EU übernommen und für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewandt.

Standard/Interpretation/Änderung Zeitpunkt des
Inkrafttretens
Erwartete Auswirkungen
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und
Bewertung
1. Jän. 2015 Änderung der bilanziellen Behandlung von
Änderungen des beizulegenden Zeitwertes bei
Finanzinstrumenten, die zuvor "als zur Veräu
ßerung verfügbar" klassifiziert wurden.
IFRS 10 Konzernabschlüsse 1. Jän. 2014 Keine
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen
Unternehmen
1. Jän. 2014 Volle Auswirkungen werden derzeit beurteilt
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1. Jän. 2013 Volle Auswirkungen werden derzeit beurteilt
IAS 1 Darstellung des Abschlusses:
Änderungen bei der Darstellung des sonstigen
Ergebnisses
1. Jul. 2012 Volle Auswirkungen werden derzeit beurteilt
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 1. Jän. 2013 Volle Auswirkungen werden derzeit beurteilt
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 1. Jän. 2014 Keine

Davon abgesehen gibt es keine anderen IFRS oder IFRIC-Interpretationen, die noch nicht in Kraft getreten sind und für die ein wesentlicher Einfluss auf die Gesellschaft erwartet wird.

2.3.Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Muttergesellschaft ist die Rath Aktiengesellschaft, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss ("Control") der Muttergesellschaft stehen ("Tochtergesellschaften"), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50 %. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst die Rath Aktiengesellschaft nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und wesentliche unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft noch folgende Unternehmen:

Name Konzernanteil [%] Einbeziehungsmethode
Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Österreich 100*) Vollkonsolidierung
Rath GmbH, Deutschland 100 Vollkonsolidierung
Rath Hungaria Kft., Ungarn 100 Vollkonsolidierung
Rath USA Inc. Newark, USA 100 Vollkonsolidierung
Rath zarotechnika spol. s r.o., Tschechien 100 Vollkonsolidierung
Rath Polska Sp. z o.o., Polen 100 Vollkonsolidierung
Rath SAS, Frankreich 95 Vollkonsolidierung
Rath Ukrajina TOW, Ukraine 100 Vollkonsolidierung
Rath Group S. de R.L. de C.V., Mexiko 100 Vollkonsolidierung
Rath Group S.R.L., Argentinien 100 Vollkonsolidierung
Rath Group Brasil Ltda., Brasilien 100 Vollkonsolidierung

*) gerundet von 99,98 %, die Gesellschaften in Mexiko, Argentinien und Brasilien wurden im Jahr 2012 gegründet.

2.4.Währungsumrechnung

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen operiert, entspricht. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die Berichtswährung der Rath Aktiengesellschaft darstellt.

Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in EUR erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Jahresabschlüssen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der Rath Aktiengesellschaft ist der Euro.

Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Jahresabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierende Wertanpassungen in EUR erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Nicht realisierte Währungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen, die als Teil der Nettoinvestition in einer Konzerngesellschaft betrachtet werden, werden ebenfalls erfolgsneutral im Posten "Unterschiede aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst.

Folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

Stichtagskurs
31.12.2012
Stichtagskurs
31.12.2011
Durchschnittskurs
1-12 2012
Durchschnittskurs
1–12 2011
USD 1,319 1,294 1,289 1,392
HUF 292,300 314,580 294,474 279,373
CZK 25,151 25,787 25,217 24,590
PLN 4,074 4,458 4,245 4,121

entspricht 1 Euro.

Quelle: Oesterreichische Nationalbank (www.oenb.at)

2.5.Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten die angefallen sind, um den Gegenstand in seinen derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren. Es existieren keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer. Fremdkapitalkosten werden aufgrund von nicht vorhandenen qualifizierten Vermögenswerten nicht angesetzt.

Gewinne und Verluste aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der immateriellen Vermögenswerte ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

b) Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten, die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen für Mietobjekte werden die geschätzten Aufwendungen für deren Wiederherstellung bzw. die Abbruchkosten aktiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen beinhalten die direkt der Herstellung zurechenbaren Aufwendungen. Fremdkapitalkosten werden aufgrund von nicht vorhandenen qualifizierten Vermögenswerten nicht angesetzt.

In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmbar sind.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögenswertes. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende Nutzungsdauern angenommen:

Nutzungsdauer in Jahren
von bis
Gebäude 10 35
Maschinen 10 20
Geschäftsausstattung 5 15

Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.

c) Vermögenswerte aus Miet- und Leasingverhältnissen

Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf die Rath Gruppe über (Finanzierungs-Leasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestleasingzahlungen. Der angesetzte Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit angesetzt.

Beim Finanzierungsleasing werden aus Sicht des Leasingnehmers die zugrunde liegenden Leasingobjekte mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen zum Anschaffungszeitpunkt aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Den aktivierten Vermögenswerten steht jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber.

d) Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.

Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.

e) Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: Ausleihungen und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale). Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Alle Wertpapiere werden als "available for sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert unter Einbeziehung von Transaktionskosten, in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers bzw. bei objektiven Hinweisen auf Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Etwaige Wertaufholungen werden bis zu den Anschaffungskosten über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt. Sobald der beizulegende Zeitwert die Anschaffungskosten übersteigt, werden diese Veränderungen im Eigenkapital erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsekurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.

Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

f) Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.

Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.

Fertigungsaufträge werden, sofern die Voraussetzungen des IAS 11 vorliegen, nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (Percentage of Completion) bilanziert. Nach der Teilgewinnrealisierungsmethode werden die aufgewandten Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlages unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad wird in der Regel im Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand ermittelt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Rückstellungen gedeckt, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passiviert.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.

Seit dem 1. Jänner 2005 unterliegt die Rath Gruppe dem europäischen Emissionshandelssystem. Im Rahmen dieses Systems erhalten die betroffenen Unternehmen Emissionszertifikate, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres entsprechend dem tatsächlichen Ausstoß des Jahres an die zuständige Behörde zurückgegeben werden müssen. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate pro Jahr, müssen die fehlenden Zertifikate zugekauft werden.

Die Rath Gruppe verfügte über ausreichend Gratiszertifikate.

h) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten.

i) Wertminderung

Bei Vermögenswerten, außer Vorräten, latenten Steueransprüchen und finanziellen Vermögenswerten, wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Liegen Anhaltspunkte vor, ermittelt die Rath Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Der Nutzwert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cash Flows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer, unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein von einander unabhängiger Cash Flow generiert werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächstgrößere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cash Flow ermittelt werden kann (cash generating unit). Die Rath Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "cash generating unit".

Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.

Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und erzielbarer Betrag.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte einer Wertminderung vor.

j) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Pensionsverpflichtungen

Aufgrund von Einzelzusagen ist die Rath Gruppe verpflichtet, an insgesamt 2 Pensionsbezieher/leitende Angestellte nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.

Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation - DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit method - PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10 % des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Lebenserwartung der betroffenen Personen ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2012 2011
Zinssatz 3,50 % 4,50 %
Pensionssteigerungen 2,25 % 2,25 %
Pensionsalter 65 Jahre 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

27

Abfertigungsverpflichtungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31.12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Die Ermittlung der Rückstellung erfolgt nach der "projected unit credit method". Dabei wird der Barwert der künftigen Zahlungen bis zu jenem Zeitpunkt angesammelt, in dem die Ansprüche bis zu ihrem Höchstbetrag entstehen (25 Jahre). Die Berechnung erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10 % des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2012 und 31. Dezember 2011 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2012 2011
Zinssatz 3,50 % 4,50 %
Bezugssteigerungen 2,75 % 2,75 %
Pensionsalter 56,5 - 65 Jahre 56,5 - 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt die Rath Gruppe ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53 % des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Rath Gruppe ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

k) Rückstellungen

Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die Rath Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Bestehen bei einer Sachanlage Rückbauverpflichtungen zum Ende der Nutzungsdauer, so werden die Aufwendungen dafür als Rückstellung für Entsorgungskosten passiviert und als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage aktiviert.

Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.

l) Steuern

Die effektive Steuerbelastung umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der Rath Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Weiters wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25 %, in Deutschland von 31 %, in Ungarn von 10 % und in den USA von 41,5 % zugrunde gelegt.

m) Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages nach Abzug von Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).

n) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.

o) Derivative Finanzinstrumente

Die Rath Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern.

Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die Rath Gruppe bei Auflösung des Geschäftes zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt. Wertschwankungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

p) Umsatzrealisierung

Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.

Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrages verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandspositionen. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

q) Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträge

Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "available for sale" Wertpapieren.

Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge.

Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.

r) Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können. Zu den in der Bilanz nicht erfassten Verpflichtungen und Wertminderungen aufgrund von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat, die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • • Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet. Der Konzern ermittelt den angemessenen Abzinsungssatz zum Ende eines jeden Jahres. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währungen lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensionsund Abfertigungsveröffentlichungen entsprechen.
  • • Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zugrunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.
  • • Wertberichtigungen bei Vorräten werden nach einer Lagerdauer durchgeführt, es werden jene Vorräte einer Wertberichtigung unterzogen (bis zu 100 %), welche sich innerhalb eines Jahres nicht verkaufen lassen.

3. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Sachanlagen

Grundstücke
und Gebäude
Maschinen Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Zahlungen und
Anlagen in Bau
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2011 22.876 72.829 10.981 2.662 109.346
Zugänge 296 1.564 178 3.745 5.783
Abgänge 0 -257 -33 0 -290
Umbuchungen 23 2.208 124 -2.360 -5
Wechselkursänderung -339 -418 -112 65 -804
Stand am 31.12.2011 22.856 75.926 11.138 4.112 114.032
Zugänge 1.157 953 264 553 2.928
Abgänge -107 -141 -64 0 -312
Umbuchungen 394 2.831 332 -3.556 0
Währungskursänderungen 185 311 52 -125 423
Stand am 31.12.2012 24.485 79.880 11.721 984 117.070
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2011 11.324 55.715 6.421 0 73.461
Abschreibungen 532 2.545 270 0 3.347
Abgänge 0 -242 -30 0 -272
Umbuchungen 0 -2 2 0 0
Währungskursänderungen -72 -419 -115 0 -606
Stand am 31.12.2011 11.784 57.597 6.548 0 75.929
Abschreibungen 647 2.754 279 0 3.686
Abgänge 0 -141 -68 0 -209
Umbuchungen 0 0 0 0 0
Währungskursänderungen 44 176 57 0 270
Stand am 31.12.2012 12.476 60.387 6.816 0 79.676
Buchwert am 1.1.2011 11.552 17.114 4.560 2.662 35.885
Buchwert am 31.12.2011 11.072 18.329 4.590 4.112 38.104
Buchwert am 31.12.2012 12.009 19.493 4.906 984 37.394

Im Posten Gebäude sowie Maschinen und Geschäftsausstattung sind im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverträgen geleaste Hallen und Produktionsanlagen mit Buchwert von TEUR 2.349 (31.12.2011: TEUR 3.610) enthalten. Die aus diesen Verträgen bestehende Leasingverbindlichkeit ist unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die tatsächlich verrechneten Leasingzahlungen werden in eine Tilgungs- und Zinskomponente aufgeteilt. Diese Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren.

Im Posten Abschreibungen sind im Berichtsjahr keine Wertminderungen enthalten.

Der Buchwert der als Sicherstellung für langfristige Fremdfinanzierungen verpfändeten Grundstücke und Gebäude beträgt:

Stand 31.12.2012
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
Postbank Köln 384,3 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
384,3
Stand 31.12.2011
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
Postbank Köln 1.001,1 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
1.001,1

Den gewährten Sicherstellungen stehen offene Kredite der Postbank Köln in Höhe von TEUR 384 (31.12.2011: TEUR 1.001) gegenüber. Der Kredit gegenüber der Postbank Köln läuft im Jahr 2013 aus.

Für Investitionen erhaltene Subventionen (Invest-Zuschüsse) sind in der Bilanz auf der Passivseite ausgewiesen.

(2) Immaterielle Vermögenswerte

Computer Software
und Lizenzen
Kundenstock Summe
TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2011 2.612 500 3.112
Zugänge 43 0 43
Umbuchungen 4 0 4
Währungskursänderungen -136 0 -136
Stand am 31.12.2011 2.523 500 3.023
Zugänge 43 0 43
Währungskursänderungen 10 0 10
Stand am 31.12.2012 2.577 500 3.077
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2011 2.089 400 2.489
Abschreibungen 179 100 279
Währungskursänderungen -136 0 -136
Stand am 31.12.2011 2.132 500 2.632
Abschreibungen 176 0 176
Währungskursänderungen 9 0 9
Stand am 31.12.2012 2.316 500 2.817
Buchwert am 1.1.2011 523 100 623
Buchwert am 31.12.2011 391 0 391
Buchwert am 31.12.2012 261 0 261

(3) Finanzielle Vermögenswerte

Anschaffungs
kosten
31.12.2011
(+) Zugänge
(-) Abgänge
31.12.2012
Anschaffungs
kosten
31.12.2012
Buchwert
31.12.2012
Buchwert
31.12.2011
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Beteiligungen 5 0 5 5 5
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 753 0 753 661 619
758 0 758 666 624

Die ausgewiesene Beteiligung betrifft die FEAL GmbH, Sitz in Hamm (DE), an der die Muttergesellschaft 16,67 % hält. Die Wertpapiere wurden als "zur-Veräußerung-verfügbar" im Sinne des IAS 39 klassifiziert. Sie umfassen Anteile an drei Investmentfonds und dienen der Deckung der Rückstellungen für Pensionen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG.

(4) Vorräte

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.896 6.997
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren brutto 14.317 13.231
Wertberichtigung auf Fertige Erzeugnisse und Handelswaren -1.074 -1.096
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren netto 13.241 12.135
20.139 19.132

Veränderungen der Wertberichtigung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter Materialaufwand dargestellt.

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Forderungen an Dritte 12.294 11.094
Forderungen gegenüber Finanzämtern 950 515
Übrige 263 301
13.508 11.910

Von den Forderungen an Dritte wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 209 (31.12.2011: TEUR 268) abgesetzt.

(6) Sonstige Vermögenswerte

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Abgegrenzte Aufwendungen 20 317

(7) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 3.790 6.627
Kassenbestand 20 22
3.810 6.649

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar.

(8) Eigenkapital

Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der Rath Aktiengesellschaft mit TEUR 10.905 ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen. Die Aktien sind zur Gänze einbezahlt.

Die im Jahresabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen (31.12.2012: TEUR 1.118; 31.12.2011: TEUR 1.118) dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.

Die kumulierten Ergebnisse resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten.

Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die Muttergesellschaft weist zum 31. Dezember 2012 einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.197 aus. Demnach wird der Vorstand der Hauptversammlung keine Dividende vorschlagen.

Zum 31. Dezember 2012 werden wie im Vorjahr keine eigenen Aktien der Rath Aktiengesellschaft gehalten. Es werden keine Anteile (31.12.2011: keine) für die Ausgabe aufgrund von Optionen und Verkaufsverträgen zurückgehalten.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital (nicht beherrschende Anteile) betreffen die Charmottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH, Österreich und die Rath SAS, Frankreich.

(9) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 1.879 1.965
Rückstellungen für Abfertigungen 541 710
2.420 2.675
Pensionen Abfertigungen
2012
TEUR
2011
TEUR
2012
TEUR
2011
TEUR
Herleitung der Defined Benefit Obligation (DBO)
Stand am 01.01. 2.165 2.122 661 605
Dienstzeitaufwand 0 0 17 17
Zinsenaufwand 93 90 29 27
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr -179 -178 -215 -8
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr 174 131 124 20
Stand am 31.12. 2.253 2.165 616 661
Herleitung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Defined Benefit Obligation (DBO) 2.253 2.165 616 661
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) -374 -200 -75 49
Rückstellung am 31.12. 1.879 1.965 541 710
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand
Dienstzeitaufwand 0 0 17 17
Zinsenaufwand 93 90 29 27
Realisierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) 0 0 0 -2
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 93 90 46 42
Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Rückstellung am 1.1. 1.965 2.053 710 676
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 93 90 46 42
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr -179 -178 -215 -8
Rückstellung am 31.12. 1.879 1.965 541 710
Entwicklung der kumulierten aktuarischen Gewinne/Verluste
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 1.1. -200 -69 49 71
Amortisierung des aktuarischen Gewinnes / Verlustes im Geschäftsjahr 0 0 0 -2
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr -174 -131 -124 -20
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 31.12. -374 -200 -75 49
2012 2011 2010 2009 2008
Historische Information - Pensionen TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Erwartete DBO am Ende der Periode 2.078 2.042 1.867 1.928 1.988
Erfahrungsbedingte Berichtigungen 0 -148 -80 15 5
Historische Information - Abfertigungen
Erwartete DBO am Ende der Periode 689 634 602 669 616
Erfahrungsbedingte Berichtigungen -66 -20 -32 49 -97

Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr TEUR 179 (31.12.2011: TEUR 178).

(10) Finanzverbindlichkeiten

31.12.2012 31.12.2011
Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 0 15.047 15.047 0 10.780 10.780
Exportdarlehen 0 2.963 2.963 0 2.963 2.963
Investitionskredit 2.843 6.744 9.587 5.047 5.821 10.868
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 1.925 424 2.349 2.263 1.347 3.610
4.768 25.178 29.946 7.310 20.911 28.221

Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

davon Restlaufzeit
unter 1 Jahr
davon Restlaufzeit
zwischen 2 und 5
Jahren
davon Restlaufzeit
über 5 Jahre
2012 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 15.047 15.047 0 0
Exportdarlehen 2.963 2.963 0 0
Investitionskredit 9.587 6.744 2.843 0
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 2.349 424 1.925 0
29.946 25.178 4.768 0
Jahren
2011 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 10.780 10.780 0 0
Exportdarlehen 2.963 2.963 0 0
Investitionskredit 10.868 5.821 5.047 0
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 3.610 1.347 2.263 0
28.221 20.911 7.310 0

davon Restlaufzeit unter 1 Jahr

davon Restlaufzeit zwischen 2 und 5 davon Restlaufzeit über 5 Jahre

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Finanzierung Währung Buchwert
zum
31.12.2012
TEUR
Effektiv
verzinsung
2012
%
Buchwert
zum
31.12.2011
TEUR
Effektiv
verzinsung
2011
%
Zinsen
fix/variabel
Fälligkeit
Kontokorrentkredit EUR 13.926 1,5 - 2,89 9.713 2,2 - 3,59 variabel < 1 Jahr
Kontokorrentkredit USD 1.121 1,95 1.067 2,5 variabel < 1 Jahr
Exportdarlehen EUR 2.963 2,6 2.963 3,0 variabel < 1 Jahr
Investitionskredite EUR 7.240 2,5 - 4,85 7.935 3,0 - 5,85 variabel > 1 Jahr
Investitionskredite USD 2.347 1,83 2.933 1,83 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing EUR 1.249 2,9 1.249 2,9 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing USD 1.100 6,4 - 8,0 2.361 6,4 - 8,0 fix > 1 Jahr
29.946 28.221

Details zu den gewährten Sicherheiten sind unter Pkt. 3.1 dargestellt. Über die gewährten Sicherheiten existieren keine weiteren Bedingungen die die Rath Gruppe zu erfüllen hat.

Für einen Teil der variablen Kredite existiert ein Zinsswap - nähere Angaben sind unter Pkt. 4.1 dargestellt.

Die Marktwerte der variablen verzinsten Finanzverbindlichkeiten weichen nicht wesentlich von den Buchwerten ab. Die fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten haben einen Marktwert von TEUR 1.100 (31.12.2011: TEUR 2.361).

(11) Rückstellungen

Gewähr
leistung
Personal Sonstige Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Jänner 2011 90 172 1.354 1.616
Verbrauch 0 -170 -128 -298
Neubildung 32 335 11 378
Stand 31. Dezember 2011 122 337 1.237 1.696
Verbrauch 0 -337 -700 -700
Neubildung 14 747 316 740
Stand 31. Dezember 2012 136 747 853 1.736
Davon langfristig 0 0 235 235
Davon kurzfristig 136 747 618 1.501
136 747 853 1.736

Die Rückstellungen für Gewährleistungen betreffen die Kosten der erwarteten Reklamationen der nächsten 12 Monate.

Die langfristige Rückstellung betrifft die vertragsmäßig vereinbarten Rückbaukosten an einem Standort. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen beinhalten unter anderem Beratungskosten. Die kurzfristigen Rückstellungen werden im Wesentlichen nächstes Jahr zur Zahlung gebracht.

(12) Ertragsteuern

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2012
TEUR
2011
TEUR
Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr 1.178 1.086
Körperschaftsteuer-Nachzahlung für Vorjahre 0 19
Latente Steuer -911 -411
268 694

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Latente Steueransprüche
Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften 297 312
Personalrückstellungen -193 -115
Sonstige -161 -167
Verlustvorträge 4.338 4.125
4.281 4.155
Latente Steuerschulden
Sachanlagen 297 1.203
Sonstige 0 14
297 1.217
Latente Steuern (netto) 3.984 2.938

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von TEUR 12.710 (31.12.2011: TEUR 10.919) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist. Auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 12.774 (31.12.2011: TEUR 10.689) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig.

Es besteht ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath Aktiengesellschaft – Gruppenmitglied Chamottewarenund Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25 % erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenen Ertragssteueraufwand stellen sich wie folgt dar:

2012
TEUR
2011
TEUR
Ergebnis vor Steuern 860 2.987
Erwartete Steuerbelastung 25 % 25 %
215 747
Verminderung der Steuerbelastung durch:
Forschungs- und Investitionsförderungen 0 -8
Niedrigere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften 0 -11
Höhere Steuersätze auf Verluste bei ausländischen Tochtergesellschaften -152 -14
In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge 0 -375
2012
TEUR
2011
TEUR
Erhöhung der Steuerbelastung durch:
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 148 89
Niedrigere Steuersätze auf Verluste bei ausländischen Tochtergesellschaften 0 79
Höhere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften 0 69
Nachzahlung für Vorjahre 0 19
Sonstige 57 99
Effektive Steuerbelastung 268 694

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 7.977 8.553
Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 0 59
Sonstige Verbindlichkeiten 2.004 2.122
9.981 10.734
davon langfristig 71 113

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Finanzamt 473 495
Krankenkassen 100 113
nicht konsumierte Urlaube 509 533
Übrige 922 981
2.004 2.122

(14) Umsatzerlöse und Geschäftssegmentberichterstattung

Die Darstellung der Geschäftssegmente erfolgt nach Regionen. Die Geschäftssegmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen des Konzerns. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden den einzelnen Geschäftssegmenten nur so weit zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Geschäftssegmenten zuordenbar waren. Sie umfassen Vermögenswerte und Aufwendungen der Konzernverwaltung und langfristige Finanzierungen.

Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf drittüblicher Basis.

Die Geschäftssegmentinformationen unterliegen den gleichen Ausweisbilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss.

Die Geschäftssegmentierung umfasst folgende Regionen:

Österreich: Rath Aktiengesellschaft, Chamottewaren und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH
Deutschland: Rath GmbH
Ungarn: Rath Hungaria Kft.
USA: Rath USA Inc. (Teilkonzern) - Rath Inc., Rath Refractories Inc.
Rest: Rath žárotechnika spol. s r.o, Rath Polska Sp. z o.o., Rath SAS, Rath Ukrajina TOW,
Rath Group S. de R.L. de C.V., Rath Group S.R.L., Rath Group Brasil Ltda.

Die Geschäftssegmentierung nach Regionen erfolgt beim Umsatz nach dem Sitz der Kunden, bei Vermögenswerten nach dem Ort, an dem sich die Vermögenswerte befinden.

Geschäftssegmentierung nach Regionen

Österreich Deutschland Ungarn USA Rest Konsolidierung Summe
2012 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 19.750 19.421 5.772 10.643 2.936 0 58.522
Projektaufträge 8.563 11.670 1.469 2.498 3.949 0 28.149
Innenumsätze 9.755 9.428 5.236 59 0 -24.479 0
Summe 38.069 40.519 12.477 13.200 6.885 -24.479 86.671
Segmentergebnis (EBIT) -1.355 3.370 523 -1.013 210 499 2.333
Finanzerträge 464 0 1 1 2 -73 395
Finanzaufwendungen -951 -176 -161 -343 0 -138 -1.769
Finanzergebnis -487 -176 -160 -342 2 -210 -1.373
Ergebnis vor Steuer -1.842 3.194 363 -1.355 212 289 860
Ertragsteuern 441 -1.092 -68 562 -38 -72 -268
Jahresergebnis -1.401 2.102 295 -793 173 217 593
Segmentvermögen 48.728 32.380 12.544 19.272 3.247 -36.089 80.079
Segmentverbindlichkeiten 43.990 8.582 9.124 17.604 1.767 -35.420 45.647
Investitionen 704 974 236 1.057 0 0 2.971
Abschreibungen 1.156 1.383 317 951 55 0 3.862
Österreich Deutschland Ungarn USA Rest Konsolidierung Summe
2011 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 19.411 19.517 6.349 10.174 1.722 0 57.174
Projektaufträge 7.289 10.632 1.005 1.845 3.734 0 24.501
Innenumsätze 9.304 8.956 4.329 167 15 -22.771 0
Summe 36.005 39.106 11.682 12.186 5.470 -22.771 81.678
Segmentergebnis (EBIT) 142 3.237 218 -76 271 234 4.026
Finanzerträge 191 122 2 257 147 469 1.188
Finanzaufwendungen -1.110 -216 -748 -264 -13 124 -2.227
Finanzergebnis -919 -94 -746 -7 134 592 -1.039
Ergebnis vor Steuer -777 3.143 -528 -83 405 827 2.987
Ertragsteuern 567 -994 11 35 -106 -206 -693
Jahresergebnis -210 2.149 -517 -48 300 620 2.294
Segmentvermögen 41.600 35.069 12.176 20.461 2.927 -30.951 81.282
Segmentverbindlichkeiten 36.928 11.373 9.276 17.971 1.737 -30.749 46.533
Investitionen 1.321 1.444 218 2.812 32 0 5.826
Abschreibungen 1.272 1.230 336 761 43 0 3.642

(15) Materialaufwand und bezogene Leistungen

2012 2011
TEUR TEUR
Materialaufwand 26.488 29.728
Aufwendungen für bezogene Leistungen 13.595 14.592
40.084 44.320

(16) Personalaufwand

2012 2011
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 20.231 19.114
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 4.426 3.930
Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse 109 98
Aufwand für Abfertigungen 265 44
Sonstiger Personalaufwand 692 240
25.724 23.427
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand:
Angestellte 211 198
Arbeiter 403 377
614 575
Mitarbeiterzahl zum 31.12.2012:
Angestellte 217 199
Arbeiter 408 394
625 593

Teilzeitbeschäftigte sind in dieser Aufstellung arbeitszeitaliquot berücksichtigt.

(17) Andere betriebliche Erträge

2012
TEUR
2011
TEUR
Erträge aus Vorperioden 26 118
Auflösung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen von Forderungen 18 347
Erträge aus Mieten 52 82
Förderungen/Zuschüsse 58 174
Schadensfälle, Versicherungsvergütungen 4 7
Übrige 254 179
412 907

41

(18) Übrige betriebliche Aufwendungen

2012
TEUR
2011
TEUR
Instandhaltungen 3.117 3.012
Ausgangsfrachten und Aufwendungen für Fuhrpark 3.447 3.391
Miet- und Leasingaufwand 1.039 1.033
Reise- und Fahrtaufwendungen 562 573
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 853 698
EDV- und Kommunikationsaufwendungen 796 827
Versicherungen 439 416
Provisionen an Dritte 268 396
Werbung und Repräsentation 562 406
Beratung F&E, technische Prüfkosten 222 167
Übrige Aufwendungen 3.908 2.457
15.213 13.375

Die übrigen Aufwendungen beinhalten wie im Vorjahr im Wesentlichen Kosten für Forderungsverluste, Betriebskosten, Büromaterial, Entsorgungskosten etc.

(19) Finanzerträge

2012
TEUR
2011
TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge 68 50
Kursdifferenzen 327 1.138
395 1.188

(20) Finanzaufwendungen

2012
TEUR
2011
TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.192 1.315
Bewertung Zinsswap 162 176
Kursdifferenzen 415 736
1.768 2.227

(21) Forschung und Entwicklung

In den Aufwendungen sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten, die den Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 nicht erfüllen:

2012
TEUR
2011
TEUR
Personalkosten 706 549
Technische Prüfkosten 222 167
928 716

4. Sonstige Angaben

4.1.Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente.

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2012 31.12.2011
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
TEUR
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
TEUR
Zinsswap 4.500 4,35 -876 4.500 4,35 -714

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis von Marktpreisen ermittelt und ist in einer separaten Position dargestellt.

Marktrisiko

Die für die Rath Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und die Risiken, die aus Preisschwankungen von Rohstoffen und Energie resultieren. Das Ziel des Risikomanagements ist hier, durch die Überwachung und Steuerung dieser Risiken unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen eventuelle Verluste zu minimieren.

Zinsänderungsrisiko

Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen nur aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten sind in nachfolgenden Tabellen enthalten.

Währungsänderungsrisiko

Die Rath Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD- und HUF-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.

Kreditrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 13.508 11.910
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.810 6.649
Veräußerbare Wertpapiere aus dem Anlagevermögen 666 624
17.984 19.183

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

31.12.2012
TEUR
31.12.2011
TEUR
Forderungen gegenüber Großkunden, brutto 3.377 2.858
Forderungen gegenüber Übrige, brutto 10.340 9.321
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, brutto 13.717 12.179
Wertberichtigungen -209 -270
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto 13.508 11.910

Etwa 25 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden.

Die Altersstruktur der Forderungen sowie die erfassten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2012
Brutto
TEUR
31.12.2012
WB
TEUR
31.12.2011
Brutto
TEUR
31.12.2011
WB
TEUR
Noch nicht fällig 5.075 0 4.498 0
Überfällig 0 - 90 Tage 6.447 0 5.713 0
Überfällig 91 - 180 Tage 1.646 -188 1.459 -221
Überfällig 181 - 360 Tage 549 -21 486 -25
Überfällig mehr als ein Jahr 0 0 0 0
13.717 -209 12.156 -246

Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäquate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien zu ermöglichen.

Die folgende Aufstellung zeigt die vertraglichen Fälligkeiten sowie die erwarteten Zinszahlungen von finanziellen Schulden.

Summe Vertragliche Cash Flows
31.12.2012 Buchwert
TEUR
vertragliche
Cash Flows
TEUR
< 6 Monate
TEUR
6-12
Monate
TEUR
1-2
Jahre
TEUR
2-5
Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten 27.597 28.046 15.107 3.044 6.267 3.627 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
2.349 2.554 270 270 514 1.500 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstigen
Verbindlichkeiten
9.981 9.981 9.910 0 71 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 876 593 49 49 99 296 99
40.803 41.174 25.337 3.364 6.951 5.424 99
Summe Vertragliche Cash Flows
31.12.2011 Buchwert
TEUR
vertragliche
Cash Flows
TEUR
< 6 Monate
TEUR
6-12
Monate
TEUR
1-2
Jahre
TEUR
2-5
Jahre
TEUR
> 5 Jahre
TEUR
Nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten 24.611 25.074 10.855 3.044 5.344 5.830 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
3.610 3.930 777 777 1.461 916 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstigen
Verbindlichkeiten
10.734 10.734 10.622 0 113 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 714 770 64 64 128 385 128
39.669 40.508 22.318 3.885 7.046 7.131 128

Währungsrisiko

31.12.2012 31.12.2011
EUR USD HUF Andere EUR USD HUF Andere
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und sonstige Forderungen
7.077 3.115 981 2.334 7.047 2.636 857 1.370
Finanzielle Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten -23.479 -1.121 -2.997 0 -17.373 -4.000 -3.238 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
-1.249 -1.100 0 0 -1.249 -2.361 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstigen
Verbindlichkeiten
-7.058 -784 -1.215 -924 -7.507 -1.900 -859 -715
Nettoexposure -24.709 110 -3.231 1.410 -19.082 -5.625 -3.240 655

Die Umrechnungskurse sind unter Pkt. 2.4. dargestellt.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2011 erstellt, obwohl die reale Entwicklung von den zu dieser Zeit getroffenen Erwartungen abweicht.

31.12.2012 USD
TEUR
HUF
TEUR
Andere
TEUR
Summe
TEUR
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 79 -30 14 64
Effekt auf das Eigenkapital -167 -342 -142 -650
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis -79 30 -14 -64
Effekt auf das Eigenkapital 167 342 142 650
31.12.2011 USD
TEUR
HUF
TEUR
Andere
TEUR
Summe
TEUR
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 5 52 29 86
Effekt auf das Eigenkapital -249 -290 -116 -655
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis -5 -52 -29 -86
Effekt auf das Eigenkapital 249 290 116 655

Zinsänderungsrisiko

Buchwert
2012 2011
TEUR TEUR
Fix verzinste Instrumente
Finanzielle Verbindlichkeiten 1.100 2.361
1.100 2.361
Variabel verzinste Instrumente
Finanzielle Verbindlichkeiten 28.847 25.860
28.847 25.860

Die Rath Gruppe bewertet keine fix verzinsten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und verwendet zum Stichtag keine Derivate als Hedge Instrumente für Fair Value Hedges. Eine Änderung des Zinssatzes in Bezug auf fix verzinste Instrumente würde keine Auswirkung auf die Konzerngewinn und -verlustrechnung haben.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Zinssatzänderungen in Bezug auf variabel verzinste Instrumente auf das Periodenergebnis und auf das Eigenkapital der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2011 erstellt.

Gewinn/Verlust
Eigenkapital
31.12.2012 Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Variabel verzinste Instrumente -288 288 -288 288
Zinsswaps 45 -45 45 -45
Sensitivität netto -243 243 -243 243
Gewinn/Verlust Eigenkapital
31.12.2011 Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Variabel verzinste Instrumente -259 259 -259 259
Zinsswaps 45 -45 45 -45
Sensitivität netto -214 214 -214 214

Zeitwerte

Die folgende Aufstellung zeigt die Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Verhältnis zu deren Buchwerten:

31.12.2012 31.12.2011
Buchwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Buchwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 666 666 624 624
666 666 624 624
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen 13.528 13.528 12.227 12.227
Zahlungsmittel 3.810 3.810 6.649 6.649
17.338 17.338 18.876 18.876
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten
Zinsswaps -876 -876 -714 -714
-876 -876 -714 -714
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten -27.597 -27.597 -24.611 -24.611
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing -2.349 -3.126 -3.610 -5.859
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten -9.981 -9.981 -10.981 -10.981
-39.927 -40.704 -39.202 -41.451

Der Zeitwert der Finanzanlagen und Finanzverbindlichkeiten weicht nicht wesentlich von dem jeweiligen Buchwert ab. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in Pkt. 4.1 dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Hierachie der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die folgende Aufstellung analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:

  • Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung).
  • Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (z.B. als Preise) oder indirekt (z.B. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen.
  • Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbaren Daten darstellen.
31.12.2012 Level 1
TEUR
Level 2
TEUR
Level 3
TEUR
Total
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 661 0 5 666
661 0 5 666
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 -876 0 -876
0 -876 0 -876
Total 661 -876 5 -210
31.12.2011 Level 1
TEUR
Level 2
TEUR
Level 3
TEUR
Total
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 619 0 5 624
619 0 5 624
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 -714 0 -714
0 -714 0 -714
Total 619 -714 5 -90

Kapitalmanagement

Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Aktionären, Banken und Lieferanten so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höheren Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten, operativen Flexibilität zu erzielen. Weder die Muttergesellschaft noch ihre Tochtergesellschaften unterliegen satzungsmäßigen und externen Mindestkapitalanforderungen. Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzern-Gesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, flüssigen Mitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst. Die Kapitalstruktur wird laufend kontrolliert. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Die Gesamtstrategie der Gruppe wurde gegenüber 2011 nicht verändert. Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalrendite dar; diese wird vom Management laufend überprüft und definiert sich als Jahresergebnis bezogen auf das Eigenkapital.

4.2.Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse

Die Rath Gruppe hat folgende Haftungsverhältnisse übernommen:

31.12.2012 31.12.2011
TEUR TEUR
Haftrücklässe für Geschäftspartner 1.824 1.961

Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft. Rücknahmeverpflichtungen die über die branchenüblichen Gewährleistungen hinausgehen, liegen nicht vor. Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem Management derzeit nicht bekannt.

Offene Rechtstreitigkeiten

Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen wie im Vorjahr keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.

4.3.Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche Transaktionen mit nahestehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahestehenden Personen und Unternehmen bzw. deren Transaktionen mit der Rath Gruppe zählen:

  • • Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer Mietaufwendungen inkl. BK: 2012 TEUR 146; 2011 TEUR 143
  • • Dkfm. Paul Rath Gesellschaft mbH Zinsaufwendungen: 2012 TEUR 0; 2011 TEUR 3 Verbindlichkeiten: 2012 TEUR 0; 2011 TEUR 59
  • • Rath Holding GmbH keine Transaktionen im Jahr 2012 und 2011 Forderungen: 2012 TEUR 1; 2011 TEUR 1

Vorstand der Rath Aktiengesellschaft, Wien

Mag. Georg Rath Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sitzenfrey (ab 1. Jänner 2013)

Aufsichtsrat der Rath Aktiengesellschaft, Wien

Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender) Dr. Ernst Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) MMag. Christian B. Maier Dkfm. Paul Rath Mag. Philipp Rath Dr. Gerd Unterburg

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten im Jahr 2012 Bruttobezüge in Höhe von insgesamt TEUR 413 (VJ TEUR 316), davon TEUR 95 (VJ TEUR 0) als ergebnisabhängige Bestandteile. An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 44 (VJ TEUR 44), sowie für Pensionszahlungen TEUR 179 (VJ TEUR 178).

4.4.Prüfungsaufwand

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer PwC Wirtschaftsprüfung GmbH betragen in Summe TEUR 50 (VJ TEUR 50), wovon TEUR 22 (VJ TEUR 22) auf die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) entfallen.

4.5.Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbaren Anteiles des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.

2012 2011
Den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Anteile des Konzernergebnisses in TEUR 591 2.293
Gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf 1.500.000 1.500.000
Gewinn je Aktie in EUR 0,39 1,53
Gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR 0,00 0,30

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres für die Rath Gruppe keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde am 19. April 2013 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt und am 25. April 2013 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung vorgelegt.

Wien, 25. April 2013

Der Vorstand

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sitzenfrey e.h.

Anstelle von Weihnachtsgeschenken ging auch 2012 wieder eine Spende an die möwe – Kinderschutzzentren.

Vor 24 Jahren wurde die möwe gegründet, um misshandelten und missbrauchten Kindern und Jugendlichen zu helfen. Als erste Organisation Österreichs hat sich die möwe dieses Tabubereichs angenommen und durch kostenlose therapeutische Hilfe für betroffene Kinder und Jugendliche sowie durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit die Problematik ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt.

Weitere Infos unter www.die-moewe.at

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2012 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2012, die gesonderte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzenden Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzenden Anforderungen des § 245a Abs. 1 UGB.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 25. April 2013

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Gerhard Prachner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Fachterminologie

Aluminiumsilikatwolle (ASW) Aluminiumsilikatwolle: Diese Wolle ist eine Untergruppe der Hoch
temperaturwollen. In einem Schmelzverfahren wird aus Alumini
umoxid (Tonerde) und Siliziumoxid (Quarzsand) eine künstliche
Mineralfaser hergestellt und zu Wolle versponnen. Diese ist für die
Temperaturbereiche von 1250 bis 1400°C klassifiziert
Betonfertigteile (BFT) in Formen gegossene Betone
feuerfest Bezeichnung für keramische Erzeugnisse mit einer Anwendungs
temperatur zwischen 600 bis 2000°C
Feuerleichtsteine (FL) Steine mit einer Rohdichte von 0,5 - 1,5 kg/dm3
; zum Vergleich: ein
Vormauerziegel verfügt über eine Rohdichte von 2,04 kg/dm3
Hochtemperaturwolle (HTW) keramische Fasern für ein Anwendungsgebiet zwischen 900 bis
1600°C
ISO 9001 Dies ist eine internationale Norm, die Grundanforderungen an ein
betriebliches Qualitäts-Management-System stellt. Dieses geht
über eine reine Qualitätssicherung des Produktes hinaus und
schreibt umfangreiche Maßnahmen, die die gesamten Abläufe
innerhalb eines Unternehmens eindeutig festlegen, vor.
Massen Ungeformte Erzeugnisse in Form von Betonen, Mörteln und Klebern
Projekte Aufträge für Materiallieferungen inklusive Engineering und Montage
Steine dichte geformte Erzeugnisse mit einer Rohdichte >1,5 kg/m3
Vakuumformteile (VFT) aus Hochtemperaturwolle gefertigte Formteile

Betriebswirtschaftliche Begriffe und Kennzahlen

Agio Aufgeld
aktuarischer Gewinn/Verlust aktueller Gewinn/Verlust
available for sale zur Veräußerung verfügbar
AVÖ Aktuarvereinigung Österreichs; Interessensvertretung der österrei
chischen Aktuare, Versicherungsmathematiker und versicherungs
mathematischen Sachverständigen. Die AVÖ veröffentlicht die
Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions- und
Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden.
Barwert Der Barwert entspricht dem Wert den eine zukünftig anfallende
Zahlungsreihe in der Gegenwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es
der Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit (zum Zeitpunkt 0).
Cash generating unit Zahlungsmittelgenerierende Einheit
Corporate Governance Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrol
le von Unternehmen, festgehalten im österreichischen Corporate
Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar.
DBO (Defined benefit obligation) Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche
auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der
Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Ver
fahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwart
schaftsbarwertverfahren (projected unit credit method). Die DBO
entspricht der PBO (projected benefit obligation).
Disagio Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag
einer Verbindlichkeit
EBIT (Earnings before interest and tax) Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis

Glossar

EBIT Marge Prozentueller Anteil des EBITs am Umsatz
EBT (Earnings before tax) Ergebnis vor Steuern
Eigenkapitalquote Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital
Eigenkapital-Rendite Gewinn dividiert durch Eigenkapital
Fair value Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer
Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert
Finanzierungs-Leasing Beim Finanzierungs-Leasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine
feste Leasingrate für eine bestimmte Grundmietzeit überlassen.
Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht gekündigt
werden. Der Leasing-Nehmer muss die objektbezogenen Risiken
tragen. Hierzu gehören das Risiko von Zerstörung oder Diebstahl.
Beim Finanzierungs-Leasing wird zumeist eine Anzahlung oder eine
erhöhte erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertragsge
staltung ist zwischen Vollamortisationsverträgen und Teilamortisa
tionsverträgen zu unterscheiden.
IAASB (International auditing and assurance standards board) Internationales Gremium für Prüfungs- und Haftungsstandards
IAS (International accounting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS)
IASB (International accounting standards board) Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungs
standards
IFAC (International Federation of Accountants) Internationale Vereinigung der Wirtschaftsprüfer
IFRIC (International financial reporting interpretations committees) Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungs
standards
IFRS (International financial reporting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS)
ISA (International Standards on Auditing) Internationale Prüfungsstandards
Percentage of completion Fertigstellungsgrad eines Projektes
PUC (Projected unit credit method) Versicherungsmathematische Bewertungsmethode
ROCE (Return on capital employed) Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und
capital employed
Sensitivitätsanalyse Die Sensitivitätsanalyse dient dazu, Zusammenhänge zwischen
den Eingangsdaten von Modellrechnungen und den Zielwerten von
Alternativen zu identifizieren
WACC (Weighted average cost of capital) Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu
den Discounted-Cash-Flow-Verfahren der Unternehmensbewertung
gehörenden Ansatz. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkos
ten werden verwendet, um die Mindestrendite für Investitionspro
jekte zu bestimmen.
Working capital Absoluter Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige
Fremdkapital; Vorräte plus kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände minus kurzfristige Steuerrückstellungen
minus übrige kurzfristige Rückstellungen minus Lieferantenver
bindlichkeiten minus übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Zinsswap Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter Zah
lungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Die Zahlungsströme
basieren auf festen und variablen Zinssätzen; zur Absicherung
gegen Zinssatzänderungen

Der Begriff "Mitarbeiter" wird aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Rath Aktiengesellschaft Walfischgasse 14 A-1015 Wien Tel.: +43 (1) 513 44 27-0 Fax: +43 (1) 513 44 27-87

Aug. Rath jun. GmbH Hafnerstraße 3 A-3375 Krummnußbaum Tel.: +43 (2757) 24 01-0 Fax: +43 (2757) 24 01-86

Rath GmbH Ossietzkystraße 37/38 D-01662 Meißen Tel.: +49 (3521) 46 45-0 Fax: +49 (3521) 46 45-86

Rath Hungaria Kft. Porcelán utca 1 H-1106 Budapest Tel.: +36 (1) 43 300 43 Fax: +36 (1) 26 190 52

Rath žárotechnika spol. s r.o. Vorlešska 290 CZ-544 01 Dvur Králové nad Labem Tel.: +420 (499) 321 577 Fax: +420 (499) 321 003 °

Rath Polska Sp. z o.o. ul. Budowlanych 11 PL-41 303 Dabrowa Górnicza Tel.: +48 (32) 268 47 01 Fax: +48 (32) 268 47 02 ˛

Rath SAS 3, rue du Colonel Moll F-75017 Paris Tel.: +43 (1) 513 44 26-0 Fax: +43 (1) 513 44 26-86 Rath Ukrajina TOW Prospekt Osvoboshdenije Donbassa 8b Office 206 UA-83048 Donezk Tel: +380 (62) 345 33 06 Fax: +380 (62) 345 63 26

Rath USA Inc. / Rath Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Tel.: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Rath Refractories Inc. 290 Industrial Park Drive Milledgeville, GA 31061 Tel.: +1 (478) 452 0015 Fax: +1 (478) 452 0070

Rath Group S.R.L. Alte Brown No 1065 1704 Ramos Mejia Provincia de Buenos Aires Argentina Tel.: +54 (11) 4656 0143 / 4654 8869

Rath Group Brasil Ltda. Rua Francisco Souza dos Santos 456, Jardim Limoeiro 29164-053, Serra/ES BRAZIL Tel. und Fax: +55 (27) 3328 8250

Rath Group S. de R.L. de C.V. Carretera a Agua Fría # 499 AF2 AMB Agua Fría Industrial Park Apodaca, Nuevo León México, CP 66600 Tel.: +52 (81) 8215 3500 Fax: +52 (81) 8215 3508

Impressum

Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

Geschäftsbericht

Inhalt

2

Jahresabschluss 2012 der Rath Aktiengesellschaft

Lagebericht 3
Bilanz 4
Gewinn- und Verlustrechnung 5
Anhang 6
Bestätigungsvermerk 10
Bericht des Aufsichtsrates 11
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 11

Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Rath Aktiengesellschaft ist ein auf der Wiener Börse im amtlichen Handel (standard market auction) notiertes Unternehmen. Gemäß § 10 AktG idF des GesRÄG 2011 müssen alle Aktien bei einer Wertpapiersammelbank nach § 1 Abs 3 DepotG oder einer gleichwertigen ausländischen Einrichtung hinterlegt sein. Mit Genehmigung des Handelsgerichts Wien vom 2. Oktober 2012 wurde das Kraftloserklärungsverfahren von nicht depotgeführten Aktien eingeleitet. Nach Abschluss des Verfahrens sind 212 Stückaktien nicht hinterlegt und mit Beschluss des Vorstandes vom 28. Jänner 2013 für kraftlos erklärt worden. Die vermögensrechtliche Stellung als Aktionär bleibt davon unberührt.

Die Rath Aktiengesellschaft, die als Holdinggesellschaft der Rath Gruppe fungiert, beschäftigt sich mit der Koordination der Marketing-, IT-, F&E-, Einkaufs-, QM- sowie der Personalaktivitäten des Konzerns. Eine weitere zentrale Funktion ist das gesellschaftsübergreifende Finanzwesen und Beteiligungsmanagement. Zweigniederlassungen bestehen keine.

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Externe Umsätze gibt es in der Rath Aktiengesellschaft keine. Aus den Konzernverrechnungen für Marketing, Finanzwesen, F&E, Einkauf sowie Prozessmanagement ergeben sich die Umsatzerlöse, die im Jahre 2012 aufgrund des gestiegenen Konzernumsatzes um 10% von 2,6 Mio. € im Vorjahr auf 2,9 Mio. € angestiegen sind.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer Erhöhung der Mitarbeiterzahl um knapp 0,4 Mio. € oder 28% von 1,5 Mio. € auf 1,9 Mio. €. Im Sinne einer strategischen Weiterentwicklung der Unternehmensgruppe wurden ein Konzernverantwortlicher für die Produktion (nunmehr Vorstandsmitglied) sowie zusätzliche Mitarbeiter im Marketing und Vertrieb eingestellt. Eine starke Erhöhung der Personalkosten gab es wiederum aufgrund der versicherungsmathematischen Anpassung der Pensionsrückstellungen ehemaliger Vorstandsmitglieder. Dadurch sank im abgelaufenen Jahr das Betriebsergebnis von -0,3 Mio. € auf -0,8 Mio. €.

Als Dividenden wurden im Jahr 2012 2,0 Mio. € (VJ 2,0 Mio. €) an die Mutter ausgeschüttet. Das Finanzergebnis wurde durch geringere Zinsaufwendungen und höhere Erträge infolge weiterer Synergien bei der Finanzierung der Unternehmensgruppe verbessert.

Trotz eines besseren Finanzergebnisses konnte die Gesellschaft das Vorjahresergebnis in der Höhe von 1,1 Mio. € nicht erreichen. Im Jahr 2012 beträgt der Jahresüberschuss 0,9 Mio. €.

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Rath Aktiengesellschaft stieg von 32,5 Mio. € auf 35,9 Mio. €. Aufgrund der weiteren Bündelung der Finanzierung der Gesellschaft über die Mutter ist der Forderungsbestand gegenüber den Töchtern gestiegen.

Aus obigem Grund ist auch die Passiv-Seite der Bilanz und hier vor allem der Fremdkapitalanteil angestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt nunmehr auf 45,1% (VJ 48,3%).

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zeigen sich im ersten Quartal abgeschwächt. Daher wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen. Der Börsenkurs stieg im abgelaufenen Jahr von 6,80 € (29.12.2011) auf 8,50 € am 28.12.2012 an. Die Börsenkapitalisierung beträgt somit zum Jahresende 12,8 Mio. €.

Nachtragsbericht

Im Jahr 2013 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Prognosebericht

Als reine Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab. Durch das wirtschaftliche Umfeld im ersten Quartal ist die Prognose für das Gesamtjahr gedämpft. Ein zum Vorjahr vergleichbares Ergebnis gilt schon als Erfolg.

Risikobericht

Das interne Kontrollsystem wird über Prozessmanagement sichergestellt. Dort sind Unterschriftenordnungen und Freigabeberechtigungen auf Basis eines Vier-Augen-Prinzips, aber auch Trennungen von kritischen Funktionen in allen Bereichen des Unternehmens hinterlegt. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist sichergestellt, dass diese frühzeitig erkannt und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können. Besondere Risiken können durch die Finanzierungsfunktion der Holdinggesellschaft entstehen. Dazu werden laufend die Wechselkurse und die Zinsentwicklung überwacht. Darauf aufbauend werden die Entscheidungen für die einzelnen Maßnahmen des Cashpoolings getroffen.

Weiterführende Informationen gemäß § 243 (3) Z 5 UGB sind im Anhang erläutert.

Forschungsbericht

Die Rath Aktiengesellschaft nimmt zentrale Funktionen im Bereich der F&E wahr. Hier werden die einzelnen Projekte geplant, koordiniert und bei der Umsetzung begleitet. Es werden auch aus der Holding heraus Prüfgeräte für gruppenweite Aktivitäten zur Verfügung gestellt.

Corporate Responsibility

Im Geschäftsjahr 2012 wurden durchschnittlich 20 (VJ 16) Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Rath Aktiengesellschaft hat einen Frauenanteil von 43%. Der Vorstand besteht nur aus männlichen Mitgliedern. Der Aufsichtsrat ist bis zur Hauptversammlung 2013 ausschließlich männlich besetzt.

Angaben gemäß § 243a UGB

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der Rath Aktiengesellschaft. Bezüglich der Übertragung von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.

Aufgrund der Reduktion der Meldeschwelle von 5% auf 4% hat ein Aktionär seinen Anteil zum ersten Mal bekannt gemacht:

Aktionärsstruktur 31.12.2012
Rath Holding GmbH 66,7 %
Rath Familienmitglieder 13,8 %
Pioneer Investments Austria GmbH 4,8 %
Streubesitz 14,7 %

In der Rath Aktiengesellschaft gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen.

In der am 21. Juni 2011 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung der Rath Aktiengesellschaft wurde dem Vorstand die Ermächtigung gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG erteilt, Aktien bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zurückzukaufen und hiernach wieder zu veräußern. Geschäfte auf Basis dieses Beschlusses fanden im Berichtsjahr nicht statt. Eigene Aktien besitzt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht.

Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen, die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

Wien, 25. April 2013

Mag. Georg Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

A K T I V A P A S S I V A
31.12.2012
EUR
31.12.2011
TEUR
31.12.2012
EUR
31.12.2011
TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und
Grundkapital
I.
10.905.000 10.905
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus II. Kapitalrücklagen
abgeleitete Lizenzen 27.450 78 Gebundene 1.118.067 1.118
II. Sachanlagen III. Gewinnrücklagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 357.106 129 Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 2.972.839 2.973
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.446 362
IV. Bilanzgewinn
III. Finanzanlagen (davon Verlustvortrag EUR 248.111;
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.703.457 16.622 Vorjahr Verlustvortrag TEUR 421) 1.197.327 698
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 440.972 417 16.193.233 15.694
17.144.429 17.039 B. Rückstellungen
17.648.431 17.608
B. Umlaufvermögen 1. Rückstellungen für Abfertigungen 8.270 6
2. Rückstellungen für Pensionen 1.952.890 1.871
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3. Sonstige Rückstellungen 1.053.555 876
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 3.014.715 2.753
davon aus Dividenden EUR 2.000.000;
Vorjahr TEUR 2.000 17.766.981 13.597 C. Verbindlichkeiten
2. Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 543 1 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.146.974 7.933
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 2.457 172 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 97.194 408
17.769.981 13.769 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 2.310.204 5.653
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 366.395 881 4. Sonstige Verbindlichkeiten 107.915 44
18.136.376 14.650 davon aus Steuern EUR 11.861; Vorjahr TEUR 12
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 22.299;
C. Rechnungsabgrenzungsposten Vorjahr TEUR 23
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 85.430 227 16.662.288 14.038
35.870.236 32.485 35.870.236 32.485
Verbindlichkeiten aus Garantien 0 0

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

2012
EUR
2011
TEUR
1. Umsatzerlöse 2.908.920 2.716
2. Personalaufwand
a) Gehälter -1.298.396 (1.045)
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -15.587 (13)
c) Aufwendungen für Altersvorsorge -265.768 (158)
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -293.753 (246)
-1.873.504 (1.462)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -136.149 (103)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (Übrige) -1.746.900 (1.437)
5. Zwischensumme aus Z 1 bis Z 4 (Betriebsergebnis) -847.633 (286)
6. Erträge aus Beteiligungen (davon aus verb. Unternehmen: € 2.000.000; Vorjahr: TEUR 2.000) 2.000.000 2.000
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
(davon aus verbundenen Unternehmen: € 237.984; Vorjahr: TEUR 138) 237.984 152
8. Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagen 29.593 15
9. Sonstige Zinsenerträge 193.432 63
10. Aufwendungen aus Abschreibung Finanzanlagen 0 (20)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -658.910 (800)
12. Zwischensumme aus Z 6 bis Z 11 (Finanzergebnis) 1.802.099 1.410
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 954.466 1.124
14. Steuern vom Einkommen -5.250 (5)
15. Jahresüberschuss 949.216 1.119
16. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 248.111 (421)
17. Bilanzgewinn 1.197.327 698

Konzernbeziehungen

Anteile an verbundenen Unternehmen
des Vollkonsolidierungskreises
Beteiligung [%] Unternehmensrechtliches
Eigenkapital zum
31.12.2012
in EUR
Unternehmensrechtlicher
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag 2012
in EUR
Rath GmbH, Meißen 100,00 26.099.765 2.100.965
Rath Hungaria Kft., Budapest 100,00 3.180.708 380.360
Rath USA Inc. (Teilkonzern) Newark
(inkl. Rath Inc. und Rath Refractories Inc.)
100,00 1.661.782 271.261
Chamottewaren- und Thonöfenfabrik
Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum
99,98 3.259.791 -745.109
Rath žárotechnika spol. s r.o., Dvu˚r Králové 100,00 1.225.308 174.693
Rath Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza 100,00 92.000 3.000
Rath SAS, Gennevilliers 95,00 65.000 33.000
Rath Ukrajina TOW, Donezk 100,00 125.000 70.000
Rath Group S. de R.L. de C.V., Apodaca 100,00 22.000 22.000
Rath Group S.R.L., Ramos Mejia 100,00 -48.000 -72.000
Rath Group Brasil Ltda., Serra 100,00 -1.000 -57.000

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss in der geltenden Fassung wurde unter Beachtung des UGB und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

2. Anlagevermögen

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Software und Lizenzen 3 - 4 Jahre

b) Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender Abschreibungssätze vorgenommen:

von bis
Gebäude 3 % 10 %
Technische Anlagen und Maschinen 10 % 20 %
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10 % 25 %

Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte wird die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang dargestellt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

c) Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet.

Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von € 0,00 (VJ TEUR 20) vorgenommen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

4. Rückstellungen

6

a) Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 3,5 %, Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, ermittelt.

Anhang

b) Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,5 % unter Beachtung des Fachgutachtens KFS-RL3 des Fachsenats für Handelsrecht und Revision in der Fassung vom 5. Mai 2004 ermittelt.

c) Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 3,5 %, Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, Fluktuation 5 %, ermittelt.

d) Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

6. Währungsumrechnung im Einzelabschluss

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, einschließlich jenen gegenüber Kreditinstituten, sind zu dem am Bilanzstichtag gültigen Referenzkurs der Europäischen Zentralbank bewertet.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Seite 9) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Kapital

Das Grundkapital beträgt € 10.905.000,00 und setzt sich aus 1,500.000 Stückaktien zusammen.

4. Sonstige Rückstellungen

31.12.2012
EUR
31.12.2011
EUR
Nicht konsumierte Urlaube 47.440 34.660
Übrige 1.006.115 833.009
1.053.555 867.669

Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für die drohenden Verluste aus einem Zinsswap-Derivativ € 876.186,00 (VJ TEUR 714).

5. Verbindlichkeiten

Bezüglich des Fristigkeitenspiegels verweisen wir auf Seite 9.

Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen gehaltsabhängige Abgaben, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden, erfasst.

6. Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen

a) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat für die Rath Refractories Inc., USA, (Tochtergesellschaft der Rath USA Inc., Newark, USA) eine Patronatserklärung an die GE Capital Public Finance, Inc., abgegeben.

Für die Aug. Rath jun. GmbH wurden zugunsten der Bank Austria AG Patronatserklärungen in der Höhe von € 7.700.000,00 (VJ TEUR 7.700) ausgestellt.

Für die Rath Hungaria Kft. wurde zugunsten der UniCredit Bank Hungary Zrt. eine Patronatserklärung in der Höhe von € 3.657.143,00 (VJ TEUR 3.657) abgegeben.

b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden Geschäftsjahres der folgenden fünf Geschäftsjahre
2012
EUR
2011
TEUR
2012
EUR
2011
TEUR
Verpflichtung aus Miet- und Leasingverträgen 263.553 190 1.054.349 320

7. Anhangangaben zu Finanzinstrumenten

Zinssicherung

Zur Absicherung des Zinssicherheitsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zinsswaps (4,35 % Fixzins) mit Nominale in der Höhe von € 4,5 Mio. und einer Laufzeit bis Juni 2018 abgeschlossen. Der negative Marktwert zum 31.12.2012 beträgt € 876.186 (VJ TEUR 714).

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bestehen zum größten Teil aus Konzernumlagenverrechungen.

2. Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2012 wurden durchschnittlich 20 (VJ 16) Arbeitnehmer beschäftigt.

In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von € 15.587,00 (VJ TEUR 13) enthalten.

3. Steuern vom Einkommen

Der aktive latente Steuerbetrag in Höhe von € 136.611,00 (VJ TEUR 115) wurde nicht bilanziert.

4. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des § 244 UGB. Im Jahr 2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen. Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer PwC Wirtschaftsprüfung GmbH betragen in Summe € 32.250,00 wovon € 10.500,00 auf die Prüfung des Jahresabschlusses und € 21.750,00 auf andere Beratungsleistungen entfallen.

D. Organe der Gesellschaft

Als Vorstandsmitglieder der Rath Aktiengesellschaft sind seit 01.07.2006 Herr Mag. Georg Rath und Herr Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath tätig. Die Bruttobezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr € 412.640,00 (VJ TEUR 316).

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Aufsichtsrat tätig:

Dr. Heinz Kessler, Wien (Vorsitzender) Dr. Ernst Rath, Wien (Stellvertreter des Vorsitzenden) MMag. Christian Maier, Wien Dkfm. Paul Rath, Wien Mag. Philipp Rath, Wien Dr. Gerd Unterburg, Hinterbrühl

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für ihre Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2012 Vergütungen von € 44.150,00 (VJ TEUR 44) gewährt.

Wien, am 25.04.2013

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sitzenfrey

Verbindlichkeitenspiegel
Bilanzwert Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren Restlaufzeit von über 5 Jahren
31.12.2012
EUR
31.12.2011
TEUR
31.12.2012
EUR
31.12.2011
TEUR
31.12.2012
EUR
31.12.2011
TEUR
31.12.2012
EUR
31.12.2011
TEUR
Bankverbindlichkeiten 14.146.974 7.933 11.800.000 5.293 2.346.974 2.640 0 0
Verbindlichkeiten aus L & L 97.194 408 97.194 408 0 0 0 0
Verbindl. gegenüber verb. Unternehmen 2.310.204 5.653 2.310.204 5.653 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 107.915 44 107.915 44 0 0 0 0
16.662.288 14.038 14.315.314 11.398 2.346.974 2.640 0 0

Anlagenspiegel

(Beträge in Euro)

Herstellungskosten
Anschaffungs/
01.01.2012
Zugänge Abgänge Umbuchungen Herstellungskosten
Anschaffungs/
31.12.2012
Abschreibungen
Kumulierte
31.12.2012
Buchwert
31.12.2011
Buchwert
Abschreibungen
Geschäftsjahres
des laufenden
Zuschreibungen
Geschäftsjahres
des laufenden
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen 459.713,76 8.900,00 0,00 0,00 468.613,76 441.163,76 27.450,00 78.473,00 59.923,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 342.049,25 43.021,13 5.533,59 256.201,05 635.737,84 278.631,84 357.106,00 129.184,00 70.742,18 0,00
2. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau 361.629,35 14.017,33 0,00 -256.201,05 119.445,63 0,00 119.445,63 361.629,35 0,00 0,00
703.678,60 57.038,46 5.533,59 0,00 755.183,47 278.631,84 476.551,63 490.813,35 70.742,18 0,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.486.908,04 81.505,12 0,00 0,00 30.568.413,16 13.864.956,01 16.703.457,15 16.621.952,03 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 446.455,71 0,00 0,00 0,00 446.455,71 5.483,92 440.971,79 416.862,98 5.483,92 29.592,73
30.933.363,75 81.505,12 0,00 0,00 31.014.868,87 13.870.439,93 17.144.428,94 17.038.815,01 5.483,92 29.592,73
32.096.756,11 147.443,58 5.533,59 0,00 32.238.666,10 14.590.235,53 17.648.430,57 17.608.101,36 136.149,10 29.592,73

9

Anlagen zum Anhang

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2012, die Gewinnund Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 25. April 2013

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Gerhard Prachner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir uns laufend mit der Entwicklung der Rath Gruppe befaßt. Wir haben uns dabei intensiv mit dem Vorstand über die aktuelle Situation ausgetauscht und die Chancen und Risiken regelmäßig erörtert.

Bei besonderen Ereignissen hat der Vorstand das Präsidium des Aufsichtsrates umgehend informiert und die Handlungsoptionen erörtert. Wir haben daher die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Im Jahr 2013 haben wir eine Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit für das Vorjahr vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrates berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten.

Im Geschäftsjahr 2012 fanden sechs Aufsichtsratsitzungen statt. Die 100%ige Anwesenheitsquote der Aufsichtsratsmitglieder dokumentiert das starke Interesse an der Gesellschaft.

In der Sitzung vom 15. März 2012 wurde die Mehrjahresplanung vorgestellt sowie weitere Investitonsprojekte beschlossen. Der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie wurde zur Kenntnis genommen und die Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit des Vorjahres wurde besprochen. In der Sitzung vom 16. April 2012 wurden der Jahresabschluss und Lagebericht 2011 sowie Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2011 geprüft, der Jahresabschluss 2011 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung aus dem Geschäftsjahr 2011 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl der Wirtschaftsprüfer beschlossen und die Hauptversammlung vorbereitet. Die Sitzung am 26. Juni 2012 diente vorwiegend der Vorbesprechung zur Hauptversammlung. In der Sitzung vom 29. August 2012 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert sowie über die aktuelle Geschäftslage befunden. Am 12. November 2012 wurde über das Budget und die geplanten Investitionsmaßnahmen diskutiert. In der letzten Sitzung des Jahres am 14. Dezember 2012 wurde das Budget für das Jahr 2013 genehmigt. Weiters wurde die Erweiterung des Vorstandes beschlossen und die Geschäftsverteilung entsprechend angepasst.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. In den Sitzungen der Ausschüsse war eine rege Teilnahme der Mitglieder zu verzeichnen.

Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2012 zweimal zusammengetreten. Am 11. März 2012 hat der Prüfungsausschuss die Schlussbesprechung durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses sowie die Auswahl des Wirtschaftsprüfers empfohlen. In der Sitzung am 4. Dezember 2012 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung berichtet. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2012 dreimal getagt. Die erste Sitzung am 29. Februar 2012 war Referaten von externen und internen Vortragenden zu technischen Themen verschiedener Feuerfestprodukte gewidmet. Den Schwerpunkt der Sitzung vom 9. Mai 2012 bildete die Strategie der F&E Projekte. Die Sitzung vom 29. August 2012 beschäftigte sich mit der Planung zur Optimierung der Werksund Produktions-Strukturen im Firmenverbund.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2012 und der Lagebericht des Vorstandes sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 und der Konzernlagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 26. Juni 2012 als Abschlussprüfer gewählten PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, 1030 Wien, Erdbergstraße 200, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 25. April 2013 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2012 und den Lagebericht des Vorstandes sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012, den Konzernlagebericht des Vorstandes und den Corporate Governance Bericht geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt. Der Gewinnverteilungsvorschlag des Vorstandes wurde genehmigt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 (4) AktG festgestellt.

Wien, am 25. April 2013

Dr. Heinz Kessler Vorsitzender des Aufsichtsrates

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Z 3 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden IFRS-Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2012 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Wien, 25. April 2013

Mag. Georg Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. (FH) Jörg Sitzenfrey e.h. Vorstandsmitglied

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