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Rath AG

Annual Report Apr 30, 2012

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Annual Report

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Geschäftsbericht

Geschäftsbericht 2011 der Rath Gruppe

Kennzahlen 4
Vorwort des Vorstandes 5
Bericht des Aufsichtsrates 9
Corporate Governance Bericht 10
Organe der Gesellschaft 10
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 11
Konzernlagebericht 13
Aktie 18
Konzernabschluss
Bilanz 19
Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung 20
Geldflussrechnung 21
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 22
Anhang 23
Bestätigungsvermerk 52
Glossar 53
Adressen 55
Impressum 56

Kennzahlen

2009
TEUR
2010
TEUR
2011
TEUR
Umsatz 77.693 74.867 81.678
Veränderung in % -13,1 -3,6 9,1
EBIT 943 2.722 4.026
EBIT Marge in % 1,2 3,6 4,9
EGT -930 1.464 2.987
Operativer Cash flow 6.790 6.669 5.972
Eigenkapitalquote in % 41,7 43,7 42,7
Eigenkapitalrendite in % -0,6 0,6 6,6
Working Capital in % 119,8 97,3 89,0
ROCE in % 2,4 7,4 8,4
WACC in % 7,8 7,9 8,0
Investitionen in Sachanlagen 2.546 2.218 5.783
Abschreibungen 5.827 3.661 3.642
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 551 549 575
Anzahl der konsolidierten Gesellschaften 8 8 8

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Wir können auf ein gutes Jahr 2011 zurückblicken: Die Umsätze der Rath Gruppe sind um 9% gestiegen und der Gewinn (EBT) hat sich verdoppelt. Für die gute Arbeit im vergangenen Jahr bedanken sich daher der Vorstand und der Aufsichtsrat bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

herzlich. Den Aktionärinnen und Aktionären wollen wir unseren Dank für ihre Treue zur Rath Gruppe ausdrücken, indem wir der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende vorschlagen werden.

Die Auslastung der Produktionen war im vergangenen Jahr wieder gut. Dennoch können wir uns nicht auf den Erfolgen ausruhen, denn der konjunkturelle Ausblick ist unsicher. Daher werden wir weiter an der Verbesserung der Material- und Energieeffizienz unserer Werke arbeiten. Dazu haben wir einige Projekte am Laufen. Die wichtigste Maßnahme war die Installation eines neuen Ofens in unserem Werk in Milledgeville, der im Februar 2012 in

Betrieb gegangen ist. Nach allen Berechnungen sollten die Energiekosten für die Herstellung unserer Produkte an diesem Standort dadurch sinken.

Die auch schon im letzten Jahr an dieser Stelle erwähnte höhere Anforderung an unsere Flexibilität bei der Kundenbetreuung wollen wir nicht unerwähnt lassen. Dabei geht es nicht nur um schnelle Reaktionszeiten auf Anfragen und Wünsche der Kunden, sondern auch um die rasche Abwicklung der Aufträge. Dies führt zu Auslastungsschwankungen unserer Produktionen, die damit kosteneffizient umgehen müssen.

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Trotz aller Unsicherheit sind wir für das heurige Jahr noch optimistisch. Die im Haus befindlichen Projekte und Aufträge lassen uns auf ein zufriedenstellendes Jahr 2012 hoffen. Auch die Erweiterung in die Region von Lateinamerika, die wir

mit der Gründung von Vertriebsgesellschaften im heurigen Jahr gestartet haben, eröffnet uns neue Potentiale und Chancen. Der Bedarf an hochwertigen Materialien in Lateinamerika ist vorhanden. Erste Aufträge zeigen uns, dass dieser Schritt ein richtiger war, weshalb weitere folgen werden.

Der Vorstand

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Unser unternehmerisches Handeln basiert auf Verantwortung, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Offenheit. Diese Werte sind im gesamten Unternehmen gleichermaßen anerkannt und umgesetzt.

Spitzentechnologie für individuelle Feuerfestlösungen

Wir definieren uns als Feuerfestanbieter, der die Prozesse des Kunden versteht und dank unseres breiten Produktportfolios die optimale Lösung bietet. Wir liefern Feuerfestprodukte sowie Gesamtlösungen. Unsere Produkte sind gekennzeichnet durch hochwertige Produkteigenschaften und präzise Bearbeitungstechniken. Unsere Dienstleistungen zeichnen sich durch Vielseitigkeit und Flexibilität aus.

Spezialisten bringen bessere Leistungen

*) gerundet

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

vor dem Hintergrund der allgemein verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung in unseren Abnehmerbranchen ist das Jahr 2011 ingesamt positiv für Rath Gruppe ausgelaufen. Wir haben uns intensiv mit dem Vorstand über die aktuelle Situation ausgetauscht und die Chancen und Risiken regelmäßig erörtert.

Aktuelle Einzelthemen und Entscheidungen wurden in Gesprächen zwischen dem Vorstand und dem Präsidium des Aufsichtsrates laufend erörtert. Wir haben daher die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Themen berichtet. Auch für das Jahr 2011 haben wir eine Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäftsund Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten.

Im Geschäftsjahr 2011 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Das rege Interesse wird durch die Anwesenheitsquote von 96% gut dokumentiert.

In der Sitzung vom 26.1.2011 wurde der Ausbau des Werkes in Milledgeville/USA vorgestellt. In der Sitzung vom 8.3.2011 wurde über das abgelaufene Jahr und die aktuelle Geschäftslage diskutiert. Weiters wurde der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie zur Kenntnis genommen und die Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit des Vorjahres durchgeführt. In der Sitzung vom 15.4.2011 wurden Jahresabschluss und Lagebericht 2010 sowie Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2010 geprüft, der Jahresabschluss 2010 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für 2011 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl der Wirtschaftsprüfer beschlossen und die Hauptversammlung vorbereitet. Abschließend wurde noch die Investitionsentscheidung in Milledgeville/USA erörtert und genehmigt. In der Sitzung vom 30.8.2011 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert, sowie über die aktuelle Geschäftslage und über die Expansion nach Lateinamerika befunden. Am 24.11.2011 wurde über die Geschäftslage und die laufenden Projekte berichtet, sowie das Budget und der Investitionsplan für das Jahr 2012 genehmigt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. In den Sitzungen der Ausschüsse war eine rege Teilnahme der Mitglieder zu verzeichnen.

Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2011 zweimal zusammengetreten. Am 8.4.2011 hat der Prüfungsausschuss die Schlussbesprechung durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses empfohlen. Am 2.12.2011 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2011 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung bildete ein Überblick über den asiatischen Markt und die dortigen Potenziale für Rath.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 und der Lagebericht des Vorstandes sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 und der Konzernlagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 21.6.2011 als Abschlussprüfer gewählten PwC INTER-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 1030 Wien, Erdbergstraße 200, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 11.4.2012 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 und den Lagebericht des Vorstandes so-

wie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011, den Konzernlagebericht des Vorstandes und den Corporate Governance Bericht geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt. Der Gewinnverteilungsvorschlag des Vorstands wurde genehmigt.

Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 (4) AktG festgestellt.

Wien, am 16. April 2012

Dr. Heinz Kessler Vorsitzender des Aufsichtsrates

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Corporate Governance Bericht

Grundsatz

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Rath AG sowie die Geschäftsführer der Unternehmen der Rath Gruppe sind sich der besonderen Verantwortung als Vertreter eines traditionsreichen börsennotierten Familienunternehmens bewusst, und erklären die Grundsätze eines von Ethik geprägten Handelns gegenüber Aktionären, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie dem gesellschaftlichen Umfeld als oberste Maxime.

Dies umfasst nicht nur die strikte Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften, sondern auch das Bekenntnis zu Corporate Governance und ähnlichen Grundsätzen zukunftsorientiertem, nachhaltigem umweltbewussten Wirtschaftens.

Soweit die Regeln der Größe unseres Unternehmens angemessen sind, werden diese von den Organen der Gesellschaft eingehalten.

Grundlage

Als an der Wiener Börse notierendes Unternehmen bezieht sich Rath auf den von dem Österreichischer Arbeitskreis für Corporate Governance verfassten Kodex in der Version vom Jänner 2010. Der genaue Wortlaut und weiterführende Details hierzu sind unter www.corporate-governance.at nachzulesen.

Abweichungen zum Kodex

IV. Vorstand

    1. Als Unternehmen im Standard Market Auction der Wiener Börse kann der Vorstand auch nur aus einem einzigen Mitglied bestehen. Bei zwei Vorständen bedarf es keines Vorsitzenden.
    1. Aufgrund der Größe des Unternehmens gibt es keine eigene Abteilung für interne Revision. Die Aufgaben werden vom Konzerncontrolling sowie der Stabstelle Qualitätsmanagement ausgeführt.
    1. Der variable Anteil der Bezüge ist an das EBT geknüpft. Bis zu 50% des Grundbezuges können variabel sein. Zusagen zu einer betrieblichen Altersversorgung bestehen nicht. Eine D&O-Versicherung ist für den Vorstand abgeschlossen.
    1. Es liegt im persönlichen Ermessenspielraum jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes, ob er seine Vergütung veröffentlicht.

V. Aufsichtsrat

    1. Die Vergütung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Die Verteilung obliegt dem Aufsichtsrat selbst.
    1. Als kleines börsennotiertes Familienunternehmen sieht die Rath AG die Bindung zur Familie als die zentrale Säule der Gesellschaft. Daher sind die Leitlinien für den Aufsichtsrat eine wichtige Vorgabe, die jedoch nur in angemessener Weise umgesetzt werden.

VI. Transparenz und Prüfung

    1. Die Gesellschaft erstellt ihre Zwischenmitteilungen für das 1. und 3. Quartal nach § 86 (6) BörseG.
    1. Die Veröffentlichungen erfolgen in deutscher Sprache.
    1. Meldungen über Director's Dealing werden über die FMA veröffentlicht.
    1. Ein adäquates Risk-Management ist installiert. Dazu werden laufende Verbesserungen in die Prozesse eingearbeitet. Eine Evaluierung durch die Abschlussprüfer ist nicht erfolgt.

Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Aufsichtsrates

Präs. Dr. Heinz Kessler
(Vorsitzender)
unabhängig; Erstbestellung am 28.7.1999; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Vorsitzender des Aufsichtsrates der Erste Group Bank AG
Dr. Ernst Rath
(Vorsitzender Stv.)
gewählt seit 27.6.2008; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Geschäftsführer der Rath Holding GmbH
Dkfm. Paul Rath gewählt seit 14.9.1989; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Geschäftsführer der Rath Holding GmbH
WP Mag. Philipp Rath gewählt seit 17.7.2003; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Wirtschaftsprüfer und Partner von GRANT Thornton UNITREU GmbH
Dr. Gerd Unterburg unabhängig; gewählt seit 12.7.2005; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Vizepräsident des Verwaltungsrates der Hoerbiger Holding AG
MMag. Christian B. Maier unabhängig; gewählt seit 27.6.2008; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Finanzvorstand der Allgemeine Baugesellschaft – A. Porr Aktiengesellschaft

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Prüfungsausschuss Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender) MMag. Christian B. Maier (Finanzexperte) WP Mag. Philipp Rath Strategieausschuss Dr. Gerd Unterburg (Vorsitzender) Dr. Ernst Rath WP Mag. Philipp Rath

Mitglieder des Vorstandes

Mag. Georg Rath Marketing und Vertrieb, Finanz- und
Rechnungswesen, IR sowie Qualitätsmanagement
Geburtsjahr: 1970; Erstbestellung: 1.7.2006
Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Produktion, Forschung & Entwicklung, Personalwesen
Geburtsjahr: 1968; Erstbestellung: 1.7.2006

Aktualisierte Informationen zu der Umsetzung des Kodex und Anpassungen aufgrund von gesetzlichen Veränderungen sind auf der Homepage der Rath Gruppe (www.rath-group.com) zu finden.

Vertiefende Anfragen werden vom IR-verantwortlichen Vorstandsmitglied während des Jahres oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung beantwortet.

Wien, 11. April 2012

Mag. Georg Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Z 3 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den IFRS Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2011 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Wien, den 11. April 2012

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Eisen und Stahl

Häusliche Feuerstätten

Keramik

Energie- und Umwelttechnik

Chemie und Petrochemie

Nichteisen Metall

Glas

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Organisation

Im vergangenen Jahr gab es keine Änderungen in der Konzernstruktur. Die Gesellschaften zur Erschließung der lateinamerikanischen Märkte sind erst im Aufbau.

Die im Konzernabschluss inkludierten Unternehmen sind im Anhang dargestellt. Zweigniederlassungen bestehen keine.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der realen BIP's in den europäischen Staaten (EU27) und den USA war im Jahr 2011 wieder positiv (+1,6%). Die Wachstumsraten waren jedoch nicht so stark wie im Jahre 2010 (EU: +2,0%, USA: +3,0%). Es zeichnete sich eine Verlangsamung des Aufschwunges schon im zweiten Halbjahr deutlich ab.

Die Industrieproduktion stieg – nach vorläufigen Zahlen – in Österreich um 7% und in Deutschland um 8%. In Europa insgesamt (EU27) war der Anstieg mit 3,3% nicht so deutlich. Besser war es in den USA (4,5%).

Gemäß Veröffentlichungen aus den Bereichen der Stahl-, der Aluminium- und der Glasindustrie konnten diese Branchen moderate Umsatz- oder Produktionssteigerungen erzielen. Trotz der beeindruckenden allgemeinen Zahlen in Deutschland, sind die Steigerungen im Rahmen der einzelnen Industrien recht unterschiedlich. Als Beispiel sei hier die Steigerung der Rohstahlproduktion in Deutschland von nur 1% angeführt, die damit deutlich hinter der Entwicklung der deutschen Industrieproduktion zurückblieb.

Auch in den Schwellenländern kam es zu einem Rückgang des Wachstums, da die Inflation und deren Bekämpfung im Vordergrund stand und steht. Im Nahen Osten führte der arabische Frühling zu Turbulenzen, die sich sehr unterschiedlich auf die einzelnen Volkswirtschaften auswirkte. Eine Besserung ist dahingehend noch nicht in Sicht.

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Gemessen an der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung ist das Jahr 2011 insgesamt sehr positiv für die Rath Gruppe ausgelaufen.

Der Umsatz konnte im abgelaufen Jahr von 74,9 Mio. € auf 81,7 Mio. € (+ 9,1%) gesteigert werden.

Bei den einzelnen Segmenten sind die deutsche und die amerikanische Gesellschaft besonders hervorzuheben. Die deutsche Gesellschaft konnte ihren konsolidierten Umsatz um 30% von 23,2 Mio. € auf 30,1 Mio. € steigern. In Amerika erzielten wir eine Steigerung um 23% auf 12,0 Mio. € (VJ: 9,7 Mio. €). Beide profitierten vor allem vom Boom in der keramischen Industrie.

Besonders erwähnenswert sind die polnische und ukrainische Gesellschaft, die ihre Umsätze zum Teil mehr als verdoppeln konnten.

Eine Auswertung für die deutsche Region zeigt exemplarisch die Veränderung der Märkte: Der Umsatz mit deutschen Auftraggebern ist zwar um 10,5% auf 33,9 Mio. € gestiegen. Die verkauften Produkte wurden jedoch in vielen Fällen nicht mehr in Deutschland eingebaut, sondern sie wurden im Auftrag der Kunden in andere Länder exportiert. Daher ist der Anteil an Waren und Dienstleistungen, die in Deutschland verblieben sind, effektiv sogar um 3,5% oder knapp 1,0 Mio. € zurückgegangen. Alles in allem führt dies zu einer Reduktion des deutschen Anteils am Gesamtumsatz (nach Lieferländern) von 36,6% auf 32,4%. Dies zeigt eindrucksvoll die Stärke der Leistungsfähigkeit der Rath Gruppe.

Konsolidierter Umsatzanteil [%]

nach Gesellschaften 2011 2010
Aug. Rath jun. GmbH 32,7 41,5
Rath GmbH 36,9 31,0
Rath Hungaria Kft. 9,0 9,2
Rath USA, Inc. 14,7 13,0
Rath Vertriebsgesellschaften 6,7 5,3
100,0 100,0

Die Belieferung unterschiedlichster Branchen, wie etwa Stahl, Keramik und Aluminium hat den Vorteil, die auftretende Abschwä-

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Stahlindustrie konnte sich weiter leicht erholen, da dort erneut verstärkt in Erweiterungen investiert wurde. Wirklich herausragend entwickelten sich die keramische Industrie und die Aluminiumindustrie. Bei der keramischen Industrie wurden wieder Neuinvestitionen getätigt. Im Bereich der Aluminiumindustrie wurden wieder verstärkt Generalsanierungen bestehender Anlagen nachgefragt. In all diesen Industrien konnten wir unsere Umsätze stärker steigern als es die moderaten Steigerungen bei den Abnehmern erwarten ließen.

Unser Projektgeschäft konnte nach einem schwachen Start ein Umsatzplus von 2,9 Mio. € oder 13,4% erzielen. Der Umsatz stieg von 21,6 Mio. € auf 24,5 Mio. €. Dabei gab es auch in diesem Bereich einige Veränderungen:

Die schon vorhin erwähnte keramische Industrie, im Speziellen die Hersteller von technischer Keramik und die Porzellanproduzenten, erlebt auch bei den Neubau-Projekten einen außereuropäischen Boom. In Europa liegt diese Industrie darnieder, weil die Produktion in die Türkei, nach Asien oder Lateinamerika verlagert wurde oder noch immer wird. In diesen Regionen erschweren jedoch einheimische Feuerfestproduzenten durch besonders niedrige Preise einen kostendeckenden Vertrieb. Die Kundenbedürfnisse sind dort anders gewichtet, was den Verkauf von hochwertiger Ware erschwert: Billige Feuerfest-Auskleidungen müssen öfters gewartet werden. Damit verursachen sie auch höhere laufende Instandhaltungsarbeiten, die aber aufgrund der geringen Personalkosten nicht so sehr wie in Europa ins Gewicht fallen. Der Vorteil der Anlagensicherheit und -verfügbarkeit ist in dieser Region daher nicht so leicht vermittelbar. Bei den von uns abgewickelten Aufträgen schätzten jedoch die Kunden einerseits unsere langjährige Kompetenz bei der kosteneffizienten Auslegung von Ofenanlagen und andererseits die große Materialauswahl aus eigenen Produktionswerken - wie Dämmmaterialen aus Feuerleichtsteinen und Hochtemperaturwolle sowie dichte Steine und Betone als Schutzschicht gegenüber aggressiven Atmosphären und mechanischem Abrieb.

Dagegen hat das Projektgeschäft mit der chemischen Industrie erwartungsgemäß schlechter abgeschnitten: Nachdem wir im Jahr 2010 ein großes Projekt abgeschlossen haben, gab es in diesem Bereich keinen vergleichbaren Folgeauftrag. Dabei handelte es sich um ein Projekt in Indien, wo der Kunde trotz der höheren europäischen Preise auf eine Konstruktion und den Materialien aus der EU bestand. Daher sank der Projektumsatz in dieser Industrie fast auf das Niveau des Jahres 2009 zurück.

Ertragslage

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) der Rath Gruppe konnte um 104% von 1,5 Mio. € auf 3,0 Mio. € verbessert werden. Für diesen Erfolg dankt der Vorstand allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Hauptkostentreiber waren im abgelaufenen Jahr die Materialkosten. Diese sind von 18,6 Mio. € um fast 60% auf 29,7 Mio. € gestiegen. Diese Steigerung resultiert aus mehreren Komponenten: Eine um 26% höhere Betriebsleistung als im Vorjahr erfordert einen höheren Materialeinsatz. Die stärker nachgefragten hochwertigeren Feuerfestmaterialien führten auch zu verfahrenstechnischen Herausforderungen, die sich negativ auf die Kostenstruktur auswirkten. Schließlich kam es zu höheren Rohstoffkosten, die zum Beispiel im Bereich von Zirkonoxid um bis zu 73% gestiegen sind. Teilweise ist die Entwicklung so sprunghaft, dass keine Jahreskontrakte mehr abgeschlossen werden können. Damit ist eine Kostenplanung schwieriger geworden.

Die Personalkosten sind nach einem Rückgang (-3%) im Vorjahr wieder von 21,3 Mio. € auf 23,4 Mio. € angestiegen (+10%). Durch die höhere Auslastung der Produktionswerke wurden zusätzliche Mitarbeiter aufgenommen. Im Verhältnis zur Betriebsleistung sanken die Personalkosten von 30% auf 26% im Jahre 2011.

Somit stieg das EBIT von 2,7 Mio. € auf 4,0 Mio. €, was einer Steigerung von 47,9% entspricht.

Das Finanzergebnis konnte leicht verbessert werden, da die Zinssätze weiterhin günstig waren und gleichzeitig die Gewinne aus Währungsdifferenzen von 0,1 Mio. € auf 0,4 Mio. € gesteigert werden konnten.

Vermögens- und Finanzlage

Im Jahr 2011 haben wir wieder mehr investiert: Zur Verbesserung der Effizienz unseres Standortes in Georgia haben wir einen weiteren Ofen in einer neu erbauten Halle installiert. Die Bauarbeiten sind erst Ende Jänner 2012 fertig gestellt worden, sodass im Anlagever-

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mögen ein Wertzuwachs zu erkennen ist, dies aber auf die Höhe der Abschreibungen noch keine Auswirkungen hatte. Die Gesamtinvestitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 5,8 Mio. € (VJ: 2,2 Mio. €).

Die Bestände sind zur Verbesserung der Lieferfähigkeit erhöht worden. Zwei auf Kundenwunsch nicht mehr auslieferbare Projekte haben die Vorräte noch zusätzlich vergrößert. Damit erhöhte sich das Gesamtvermögen der Rath Gruppe von 74,7 Mio. € auf 81,3 Mio. €.

Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten durch die amerikanische Investition wieder angestiegen. Dies hat dazu geführt, dass die Eigenkapitalquote leicht von 43,7% auf 42,8% gesunken ist.

Unsere Gruppe erwirtschaftete einen operativen Cashflow in Höhe von 6,0 Mio. € (VJ: 6,8 Mio. €). Detaillierte Zahlen dazu sind in der Konzerngeldflussrechnung dargestellt.

Aufgrund des positiven Ergebnisses wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, eine Dividende von 0,30 € pro Aktie auszuschütten.

Der Börsenkurs sank von 9,00 € (31.12.2010) auf 6,80 € am 31.12.2011. Die Börsenkapitalisierung war damit zu diesem Stichtag 10,2 Mio. € (VJ: 13,5 Mio. €). Der Buchwert pro Aktie ist dagegen von 21,79 € auf 23,17 € gestiegen.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Seit dem 1. Jänner 2012 sind keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben, eingetreten.

Prognosebericht

Unternehmensentwicklung

Die Prognosen für das Jahr 2012 sind weiterhin sehr uneinheitlich: Zwischen marginalem Wachstum oder doch einer Stagnation ist im europäischen Raum alles möglich. Die Rezessionsängste sind jedoch mehr in den Hintergrund getreten. Eine Abschwächung in Europa wird es jedoch geben.

Auf Basis dieser Prognosen ist eine genaue Vorschau schwer. Die Stahlindustrie ist aktuell unterausgelastet, aber andere Branchen lassen uns hoffen: Ob die keramische Industrie auch im Jahr 2012 die Erfolge des Vorjahres wiederholen kann, ist noch fraglich. In der Aluminiumindustrie und der Glasindustrie sehen wir eine stabile Situation.

Die Rath Gruppe geht daher davon aus, dass sie den Umsatz des Jahres 2011 leicht übertreffen wird. Die aktuelle Auftragslage läßt uns ein weiteres gutes Jahr erwarten. Wir erhoffen uns auch die ersten kleinen Erfolge durch unsere neuen Vertriebsniederlassungen in Lateinamerika. Dazu haben wir neue Mitarbeiter engagiert, die die Märkte und unsere Produkte sehr gut kennen.

Im Bereich der Kosten werden einerseits die Energiepreise und andererseits die Rohstoffkosten weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Deren Entwicklung ist noch nicht einzuschätzen.

Risikobericht Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist gewährleitet, dass diese frühzeitig erkannt werden und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Die konzernweite Analyse der Risiken wird im Vorstand bewertet und die Einhaltung der Maßnahmen im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems an den Standorten überwacht.

Die Risiken der Einzelgeschäfte sind aufgrund ihrer Größenordnung überschaubar. Der Wert an Forderungsausfällen im Geschäftsjahr lag unverändert zum Vorjahr bei 0,2% des Umsatzes.

Chancen und Risiken

Wie schon in der Prognose erläutert, ist die größte Unbekannte die Entwicklung der Rohstoffpreise. Bei der Herstellung von hochwertigen Produkten ist der Wert des Materialeinsatzes hoch und daher ist die Volatilität auf den Rohstoffmärkten für das Unternehmen von Bedeutung. Gegenüber einer kleinen Anzahl von Rohstoffanbietern ist es eine Herausforderung, seine Preis- und Qualitätsvorstellungen durchzusetzen.

Projekte im Bereich der Erhöhung der Energieeffizienz in unseren Werken sind in Umsetzung. Diese sollten eine Linderung der Kos-

tensituation herbeiführen. Mit dem neuen Ofen in unserem Werk in Milledgeville sollte die Kostenstruktur an diesem Standort und damit die Wettbewerbsfähigkeit der dort hergestellten Produkte weiter verbessert werden können.

Das Umsatzpotential in neuen Märkten wird mit der Eröffnung von Vertriebsniederlassungen in Lateinamerika erschlossen werden. Gleichzeitig kann die Rath Gruppe die Abhängigkeit von der europäischen Region weiter reduzieren.

Im Jahr 2011 hat die ECHA (Europäische Chemikalien Agentur) zwei weitere Produkttypen der Aluminiumsilikatwollen auf die sogenannte Kandidatenliste (Annex XV der europäischen Chemikalienverordnung REACH) gesetzt. Daraus ergab sich für Rath praktisch keine Veränderung zur bestehenden Situation. Die bereits schon jetzt empfohlenen Handlungsanweisungen für die Handhabung dieser Produkte bleiben dadurch unberührt. Wir beschäftigen uns dennoch weiter mit der Suche nach Ersatzstoffen, die jedoch noch kein positives Ergebnis erzielen konnte.

Forschungsbericht

Neue Produkte sind der Garant für die Erhaltung des Vorsprunges gegenüber billigen Wettbewerbern. Daher sucht Rath gemeinsam mit universitären Einrichtungen und Forschungsanstalten nach neuen Möglichkeiten. Mehrere Produktideen konnten schon im Labormaßstab überzeugen. Jetzt geht es an die Umsetzung in der großtechnischen Fertigung. Aus Erfahrung wissen wir, dass diese eine Zeit benötigt und die Früchte des Erfolges erst in den nächsten Jahren sichtbar werden. Eine genaue Beschreibung ist aus Wettbewerbsgründen an dieser Stelle nicht möglich. In der Zwischenzeit verbessern wir permanent unsere Produkte mit unseren Kunden, um uns vom Wettbewerb weiter abgrenzen zu können.

Der F&E-Aufwand lag bei 0,7 Mio. €. Die F&E-Quote sank leicht auf 0,9% (VJ: 1,0%).

Corporate Responsibility

Arbeitnehmer

Aufgrund der verbesserten Auftragslage, die uns in Teilbereichen wieder an die Kapazitätsgrenzen gebracht hat, stieg der Personalstand wieder an.

Mitarbeiterstand im
Jahresdurchschnitt
2011 2010
Österreich 161 149
Deutschland 228 233
Ungarn 115 104
USA 52 46
Rest der Welt 18 17
575 549

Zum Jahreswechsel ist der Personalaufbau besonders deutlich: Im Vergleich zum Vorjahr hatten wir nun 593 (VJ: 554) Mitarbeiter beschäftigt.

Die großen Herausforderungen für die Zukunft bleiben dieselben: Die Flexibilisierung der Arbeitszeitmodelle und der Fachkräftemangel. Techniker und vor allem Technikerinnen sind kaum verfügbar. Dies betrifft nicht nur die Forschung und Verfahrenstechnik, sondern auch Ingenieure in unseren Projektabteilungen.

Frauenförderung

Die Rath Gruppe hatte bei den Beschäftigten wie im Vorjahr einen Frauenanteil von etwa 18%. Im Management beträgt der Anteil unverändert 12,5%. Der Aufsichtsrat ist bisher mit keiner Frau besetzt. Die nächste reguläre Wahl in den Aufsichtsrat erfolgt in der Hauptversammlung 2013.

Es ist das Ziel des Rath-Managements, bei der Besetzung eine ausgewogene Verteilung in allen Bereichen sicherzustellen. Dies scheitert aber in vielen Fällen am mangelnden Interesse weiblicher Bewerber vor allem in technischen Berufen.

Umwelt

Wir betreiben an allen Standorten der Rath Gruppe aktiven Umweltschutz. Dies bedeutet nicht nur die gesetzlichen und behördlichen Auflagen zu erfüllen, sondern darüber hinaus auch bessere Resultate als gefordert zu erzielen. Neben den zumeist auch behördlich kontrollierten Emissions- und Immissionswerten versuchen wir durch Abfallvermeidung, Abfalltrennung und sachgerechter Abfallentsorgung die Umwelt zu schonen.

Angaben gemäß § 243a UGB

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der Rath AG. Bezüglich der Übertragung von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.

Die Aktionärsstruktur hat sich nach unserem Wissen zum Bilanzstichtag nicht wesentlich geändert:

In der Rath AG gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen.

In der am 21. Juni 2011 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung der Rath Aktiengesellschaft wurde dem Vorstand die Ermächtigung gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG erteilt, Aktien bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zurückzukaufen und hernach wieder zu veräußern. Geschäfte auf Basis dieses Beschlusses fanden im Berichtsjahr nicht statt. Eigene Aktien besitzt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht.

Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

Wien, 13. April 2012

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Betonformteile

… werden aus dem breiten Sortiment unterschiedlichster Betone hergestellt. Diese Bauteile finden dann ihre Anwendung, wenn dichte Steine aufgrund der Komplexität der Formteile nicht mehr gepresst werden können, oder die Stückzahlen für ein anderes Formgebungsverfahren zu gering sind.

Börsekennzahlen gemäß § 93 (1) BörseG

ISIN: AT0000767306 Anzahl der Aktien: 1.500.000
Wertpapierkürzel: RAT Gesamtzahl der Aktien: 1.500.000
Marktsegment: Standard Market Auction Aktienkurs 30.12.2011: 6,80 €
Handelssegment: Amtlicher Handel Börsenkapitalisierung: 10.200.000,00 €
Aktiengattung: Stimmberechtigte nenn
betragslose Stückaktien
Gewinn/Aktie: 1,53 €
betragslose Stückaktien Gewinn/Aktie: 1,53 €

Kursentwicklung der Rath Aktie und des ATX seit 1.1.2011 im Vergleich

18

Konzernbilanz

Anhangs
angabe
31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen (1) 38.104 35.885
Immaterielle Vermögenswerte (2) 391 623
Finanzielle Vermögenswerte (3) 624 639
Latente Steueransprüche (12) 4.155 4.154
43.274 41.301
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (4) 19.132 15.808
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (5) 11.910 12.507
Sonstige Vermögenswerte (6) 317 161
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (7) 6.649 4.955
38.008 33.431
Summe Aktiva 81.282 74.732
PASSIVA
Eigenkapital (8)
Grundkapital 10.905 10.905
Kapitalrücklagen 1.118 1.118
Freie Rücklagen 23.862 21.569
Währungsdifferenzen -1.138 -913
34.747 32.679
Nicht beherrschende Anteile 2 1
34.749 32.680
Langfristige Verbindlichkeiten
Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (9) 2.675 2.729
Finanzverbindlichkeiten (10) 7.310 8.213
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen u. sonstige Verbindlichkeiten (13) 113 52
Derivative Finanzinstrumente 120 120
Rückstellungen (11) 229 221
Latente Steuerschulden (12) 1.217 1.736
11.664 13.071
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten (10) 20.911 18.386
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen u. sonstige Verbindlichkeiten (13) 10.621 8.236
Rückstellungen aus laufenden Ertragsteuern (12) 1.279 545
Rückstellungen (11) 1.467 1.395
Derivative Finanzinstrumente 594 419
34.871 28.981
Summe Passiva 81.282 74.732

Konzerngewinn- und verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung

Anhangs
angabe
2011
TEUR
2010
TEUR
Umsatzerlöse (14) 81.678 74.867
Bestandsveränderung 6.117 -5.449
Aktivierte Eigenleistungen 86 78
Andere betriebliche Erträge (17) 907 763
Materialaufwand und bezogene Leistungen (15) -44.320 -28.988
Personalaufwand (16) -23.426 -21.281
Planmäßige Abschreibung (1) (2) -3.642 -3.661
Übrige betriebliche Aufwendungen (18) -13.375 -13.606
Ordentliches Betriebsergebnis (EBIT) 4.026 2.722
Finanzerträge (19) 1.188 615
Finanzaufwendungen (20) -2.227 -1.873
Finanzergebnis -1.039 -1.259
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.987 1.464
Steuern vom Einkommen (12) -693 -1.274
Konzernergebnis 2.294 190
Zurechenbar zu den
Aktionären der Muttergesellschaft 2.293 177
Nicht beherrschende Anteile 1 13
Konzernergebnis 2.294 190
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.5 1,53 0,12
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.5 1,53 0,12
2011
TEUR
2010
TEUR
Konzernergebnis nach Ertragssteuern 2.294 190
Währungsumrechnung -225 240
Gesamtkonzernergebnis nach Steuern 2.069 430
Gesamtergebnis zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft 2.068 417
nicht beherrschende Anteile 1 13
Gesamtkonzernergebnis 2.069 430
Ergebnis je Aktie 1,53 0,12

Konzerngeldflussrechnung

Anhangs
angabe
2011
TEUR
2010
TEUR
Konzernergebnis vor Steuern 2.987 1.464
Abschreibungen (1) (2) 3.642 3.661
Derivative Finanzinstrumente 175 51
Veränderung langfristiger Rückstellungen -46 -132
Zinsertrag (19) -50 -61
Zinsaufwand (20) 1.491 1.371
8.199 6.354
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Vorräte -3.324 3.878
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 597 80
Sonstige Vermögenswerte -156 156
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen u. sonstige Verbindlichkeiten 2.446 -1.059
Rückstellungen 72 -622
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung -225 -448
Geldflüsse aus der Geschäftstätigkeit 7.608 8.339
Erhaltene Zinsen 50 61
Gezahlte Zinsen -1.315 -1.321
Gezahlte Ertragsteuern -371 -411
Nettomittelzuflüsse aus Geschäftstätigkeit 5.972 6.669
Erwerb von Sachanlagen (1) -5.783 -2.218
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (2) -43 -390
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 0 65
Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit -5.826 -2.543
Rückzahlung von Finanzschulden -3.812 -4.736
Einzahlung aus der Aufnahme von Finanzschulden 5.433 2.250
Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit 1.621 -2.486
Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen
aus der Umrechnung von Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente in anderen Währungen
-73 -36
Nettozunahme von Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.694 1.604
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Jahres (7) 4.955 3.351
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Jahres (7) 6.649 4.955

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

22 Grundkapital rücklagen
Kapital-
Währungsum
Unterschiede
Kumulierte
Ergebnisse
Summe beherrschende
nicht
Eigenkapital
Summe
TEUR TEUR rechnung
TEUR
TEUR TEUR Anteile
TEUR
TEUR
Stand am 31. Dezember 2009 10.905 1.118 -1.153 21.392 32.262 -12 32.250
Periodengewinn 2010 0 0 0 177 177 13 190
Währungsumrechnung 0 0 240 0 240 0 240
Gesamtperiodenergebnis 0 0 240 177 417 13 430
Stand am 31. Dezember 2010 10.905 1.118 -913 21.569 32.679 1 32.680
Periodengewinn 2011 0 0 0 2.293 2.293 1 2.294
Währungsumrechnung 0 0 -225 0 -225 0 -225
Gesamtperiodenergebnis 0 0 -225 2.293 2.068 1 2.069
Stand am 31. Dezember 2011 10.905 1.118 -1.138 23.862 34.747 2 34.749

Werk Krummnußbaum 1891

1. Das Unternehmen

Die Rath AG, Walfischgasse 14, 1010 Wien und Tochtergesellschaften (in der Folge "Rath Gruppe" genannt) erzeugt Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA.

Die Aktien der Rath AG notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".

2. Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- u. Bewertungsmethoden

2.1. Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Rath Gruppe zum 31. Dezember 2011 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board ("IASB") herausgegebenen International Financial Reporting Standards ("IFRS"), einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committees ("IFRIC"), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis der historischen Anschaffungs-/Herstellungskosten, eingeschränkt durch die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten sowie durch die erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten (inklusive Derivate).

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Rath Gruppe zugrunde.

Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode) aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden Umgliederungen vorgenommen.

2.2. Änderungen und Erweiterung der IFRS

Neue und geänderte Standards, die von der Gesellschaft angewendet werden

Es gibt keine IFRS oder IFRIC-Interpretationen, die erstmals im Geschäftsjahr 2011 verpflichtend anzuwenden waren und für die ein wesentlicher Einfluss auf die Gesellschaft erwartet wird.

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag noch nicht von der EU übernommen und für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewandt.

Standard/Interpretation/Änderung Zeitpunkt des
Inkrafttretens
Erwartete Auswirkungen
IFRS 9 Finanzinstrumente:
Klassifizierung und Bewertung
1. Jän. 2015 Änderung der bilanziellen Behandlung von
Änderungen des beizulegenden Zeitwertes bei
Finanzinstrumenten, die zuvor "als zur Veräu
ßerung verfügbar" klassifiziert wurden.
IFRS 10 Konzernabschlüsse 1. Jän. 2013 Keine
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen
Unternehmen
1. Jän. 2013 Volle Auswirkungen werden derzeit beurteilt
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1. Jän. 2013 Volle Auswirkungen werden derzeit beurteilt
IAS 1 Darstellung des Abschlusses:
Änderungen bei der Darstellung des sonstigen
Ergebnisses
1. Jul. 2012 Volle Auswirkungen werden derzeit beurteilt
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 1. Jän. 2013 Volle Auswirkungen werden derzeit beurteilt

Davon abgesehen gibt es keine anderen IFRS oder IFRIC-Interpretationen, die noch nicht in Kraft getreten sind und für die ein wesentlicher Einfluss auf die Gesellschaft erwartet wird.

2.3. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Muttergesellschaft ist die Rath AG, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss ("Control") der Muttergesellschaft stehen ("Tochtergesellschaften"), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Dies ist regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Konzernanhang

Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst die Rath AG nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und wesentliche unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert.

Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. Ein aus dem Erwerb eines nicht beherrschenden Anteils entstehender Unterschiedsbetrag zwischen der gezahlten Leistung und dem betreffenden Anteil an dem Buchwert des Nettovermögens des Tochterunternehmens wird im Eigenkapital erfasst. Gewinne und Verluste, die bei der Veräußerung von nicht beherrschenden Anteilen entstehen, werden ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft noch folgende Unternehmen:

Name Konzernanteil [%] Einbeziehungsmethode
Aug. Rath jun. GmbH, Österreich 100*) Vollkonsolidierung
Rath GmbH, Deutschland 100 Vollkonsolidierung
Rath Hungaria Kft., Ungarn 100 Vollkonsolidierung
Rath USA Inc. Newark, USA 100 Vollkonsolidierung
Rath zarotechnika spol. s r.o., Tschechien 100 Vollkonsolidierung
Rath Polska Sp. z o.o., Polen 100 Vollkonsolidierung
Rath SAS, Frankreich 95 Vollkonsolidierung
Rath Ukrajina TOW, Ukraine 100 Vollkonsolidierung

*) gerundet von 99,98%

2.4. Währungsumrechnung

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der Rath AG ist der Euro.

Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in EUR erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Einzelabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierende Wertanpassungen in EUR erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden als eigener Posten in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Nicht realisierte Währungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen, die als Teil der Nettoinvestition in einer Konzerngesellschaft betrachtet werden, werden ebenfalls erfolgsneutral im Posten "Unterschiede aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst.

Folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

Stichtagskurs
31.12.2011
Stichtagskurs
31.12.2010
Durchschnittskurs
1-12 2011
Durchschnittskurs
1–12 2010
USD 1,294 1,322 1,392 1,326
HUF 314,580 277,600 279,373 275,480
CZK 25,787 25,170 24,590 25,284
PLN 4,458 3,996 4,121 3,995

entspricht 1 Euro.

Quelle: Oesterreichische Nationalbank (www.oenb.at)

2.5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten die angefallen sind, um den Gegenstand in seinen derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibung erfolgt linear über eine geschätzte Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahre. Es existieren keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer.

Gewinne und Verluste aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der immateriellen Vermögenswerte ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

b) Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen für Mietobjekte werden die geschätzten Aufwendungen für deren Wiederherstellung bzw. die Abbruchkosten aktiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen beinhalten die direkt der Herstellung zurechenbaren Aufwendungen. Fremdkapitalkosten wurden aufgrund von nicht vorhandenen qualifizierten Vermögenswerten nicht angesetzt.

In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass daraus dem Konzern zukünftig wirtschaftlicher Nutzen zufließen wird und die Kosten verlässlich bestimmbar sind.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Gegenstandes. Die Restbuchwerte und wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden zu jedem Bilanzstichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende Nutzungsdauern angenommen:

Nutzungsdauer in Jahren
von bis
Gebäude 10 35
Maschinen 10 20
Geschäftsausstattung 5 15

Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschiedsbetrag zwischen den Veräußerungserlösen und den Buchwerten der Sachanlagen ermittelt und im Posten "andere betriebliche Erträge" bzw. "übrige betriebliche Aufwendungen" in der Gewinnund Verlustrechnung erfasst.

c) Vermögenswerte aus Miet- und Leasingverhältnissen

Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf die Rath Gruppe über (Finanzierungs-Leasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestleasingzahlungen. Der angesetzte Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit angesetzt.

Beim Finanzierungsleasing werden aus Sicht des Leasingnehmers die zugrunde liegenden Leasingobjekte mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen zum Anschaffungszeitpunkt aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Den aktivierten Vermögenswerten steht jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber.

25

Konzernanhang

d) Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.

Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.

e) Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden in die folgenden Kategorien unterteilt: Ausleihungen und Forderungen und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (available for sale). Die Klassifizierung hängt von dem jeweiligen Zweck ab, für den die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Das Management bestimmt die Klassifizierung der finanziellen Vermögenswerte beim erstmaligen Ansatz.

Alle Wertpapiere werden als "available for sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten (fair value), in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers bzw. bei dauerhafter Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Etwaige Wertaufholungen werden bis zu den Anschaffungskosten über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt. Sobald der Zeitwert die Anschaffungskosten übersteigt, werden diese Veränderungen im Eigenkapital erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsekurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.

Ausleihungen und Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert.

f) Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.

Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.

Fertigungsaufträge werden, sofern die Voraussetzungen des IAS 11 vorliegen, nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (Percentage of Completion) bilanziert. Nach der Teilgewinnrealisierungsmethode werden die aufgewandten Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlages unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad wird in der Regel im Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand ermittelt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Rückstellungen gedeckt, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passiviert.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.

Seit dem 1. Jänner 2005 unterliegt die Rath Gruppe dem europäischen Emissionshandelssystem. Im Rahmen dieses Systems erhalten die betroffenen Unternehmen Emissionszertifikate, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres entsprechend dem tatsächlichen Ausstoß des Jahres an die zuständige Behörde zurückgegeben werden müssen. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate pro Jahr, müssen die fehlenden Zertifikate zugekauft werden.

Zugekaufte Zertifikate werden als sonstige Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und zum Zeitpunkt der Abführung der Zertifikate an die zuständige Behörde ausgebucht. Sofern der vorhandene Bestand an Emissionszertifikaten die voraussichtlichen Verpflichtungen nicht deckt, werden Rückstellungen gebildet.

Unentgeltlich erworbene Zertifikate werden in den immateriellen Vermögenswerten mit Wert "null" bilanziert. Erlöse aus dem Verkauf dieser Rechte werden ertragswirksam vereinnahmt.

Die Rath Gruppe verfügte über ausreichend Gratiszertifikate.

h) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten.

i) Wertminderung

Bei Vermögenswerten, außer Vorräte und latente Steueransprüche, wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Liegen Anhaltspunkte vor, ermittelt die Rath Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Der Nutzwert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cash Flows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer, unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein von einander unabhängiger Cash Flow generiert werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cash Flow ermittelt werden kann (cash generating unit). Die Rath Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "cash generating unit".

Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.

Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nutzwert.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte einer Wertminderung vor.

j) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Pensionsverpflichtungen

Aufgrund von Einzelzusagen ist die Rath Gruppe verpflichtet, an insgesamt 2 Pensionsbezieher/leitende Angestellte nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.

Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation - DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit method - PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10% des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Lebenserwartung der betroffenen Personen ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2010 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2011 2010
Zinssatz 4,50% 4,40%
Pensionssteigerungen 2,25% 2,25%
Pensionsalter Männer 65 Jahre 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

Hochtemperaturwolle

… wird aus keramischen Fasern für Anwendungsgebiete zwischen 900 – 1600°C hergestellt. Hochtemperaturwollen sind ultraleichte Dämmstoffe, die aufgrund ihrer Eigenschaften die effizienteste Form der Wärmedämmung im Industrieofenbau darstellen.

Konzernanhang

Abfertigungsverpflichtungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31.12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Die Ermittlung der Rückstellung erfolgt nach der "projected unit credit method". Dabei wird der Barwert der künftigen Zahlungen bis zu jenem Zeitpunkt angesammelt, in dem die Ansprüche bis zu ihrem Höchstbetrag entstehen (25 Jahre). Die Berechnung erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10% des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2010 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2011 2010
Zinssatz 4,50% 4,50%
Bezugssteigerungen 2,75% 2,75%
Pensionsalter Frauen 56,5 Jahre 56,5 Jahre
Pensionsalter Männer 61,5 bis 65 Jahre 61,5 bis 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt die Rath Gruppe ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53% des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Rath Gruppe ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

Sonstige langfristige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern

Aufgrund kollektivvertraglicher Vereinbarungen ist die Rath Gruppe in Österreich verpflichtet, an Mitarbeiter Jubiläumsgelder nach Maßgabe der Erreichung bestimmter Dienstjahre (ab 15 Dienstjahren) zu leisten. Für diese Verpflichtung wurde auf Basis einer finanzmathematischen Berechnung mit einem Zinssatz von 4,5% (31.12.2010: 4,5%) eine Rückstellung gebildet.

k) Rückstellungen

Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die Rath Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Bestehen bei einer Sachanlage Rückbauverpflichtungen zum Ende der Nutzungsdauer, so werden die Aufwendungen dafür als Rückstellung für Entsorgungskosten passiviert und als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage aktiviert.

Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.

l) Steuern

Die effektive Steuerbelastung umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der Rath Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der Verbindlichkeitenmethode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Weiters wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25%, in Deutschland von 31%, in Ungarn von 10% und in den USA von 41,5% zugrunde gelegt.

m) Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages nach Abzug von Transaktionskosten erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).

n) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.

o) Derivative Finanzinstrumente

Die Rath Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern.

Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die Rath Gruppe bei Auflösung des Geschäftes zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt. Wertschwankungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

p) Umsatzrealisierung

Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.

Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrages verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandspositionen. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

q) Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträge

Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "available for sale" Wertpapieren.

Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge.

Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.

r) Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können. Zu den in der Bilanz nicht erfassten Verpflichtungen und Wertminderungen aufgrund von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat, die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • • Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet. Der Konzern ermittelt den angemessenen Abzinsungssatz zum Ende eines jeden Jahres. Bei der Ermittlung des Abzinsungssatzes legt der Konzern den Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde, die auf die Währungen lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeiten denen der Pensionsund Abfertigungsveröffentlichungen entsprechen.
  • • Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zu Grunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.

29

3. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Sachanlagen

Grundstücke
und Gebäude
Maschinen Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Zahlungen und
Anlagen in Bau
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2010 23.265 71.972 11.392 1.634 108.262
Zugänge 20 799 232 1.167 2.218
Abgänge -72 -8 -43 0 -123
Umbuchungen 45 745 -663 -137 -10
Wechselkursänderung -382 -679 63 -2 -1.000
Stand am 31.12.2010 22.876 72.829 10.981 2.662 109.346
Zugänge 296 1.564 178 3.745 5.783
Abgänge 0 -257 -33 0 -290
Umbuchungen 23 2.208 124 -2.360 -5
Währungskursänderungen -339 -418 -112 65 -804
Stand am 31.12.2011 22.856 75.926 11.138 4.112 114.032
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2010 12.343 52.992 6.613 0 71.949
Abschreibungen 203 2.682 357 0 3.242
Abgänge -67 -7 -43 0 -117
Umbuchungen 0 529 -529 0 0
Währungskursänderungen -1.155 -481 23 0 -1.613
Stand am 31.12.2010 11.324 55.715 6.421 0 73.461
Abschreibungen 532 2.545 270 0 3.347
Abgänge 0 -242 -30 0 -272
Umbuchungen 0 -2 2 0 0
Währungskursänderungen -72 -419 -115 0 -606
Stand am 31.12.2011 11.784 57.597 6.548 0 75.929
Buchwert am 1.1.2010 10.922 18.980 4.779 1.634 36.315
Buchwert am 31.12.2010 11.552 17.114 4.560 2.662 35.885
Buchwert am 31.12.2011 11.072 18.329 4.589 4.112 38.104

Im Posten Gebäude sowie Maschinen und Geschäftsausstattung sind im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverträgen geleaste Hallen und Produktionsanlagen mit Buchwert von TEUR 3.610 (31.12.2010: TEUR 4.750) enthalten. Die aus diesen Verträgen bestehende Leasingverbindlichkeit ist unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die tatsächlich verrechneten Leasingzahlungen werden in eine Tilgungs- und Zinskomponente aufgeteilt. Diese Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 10 Jahren.

Im Posten Abschreibungen sind im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten.

Der Buchwert der als Sicherstellung für langfristige Fremdfinanzierungen verpfändeten Grundstücke und Gebäude beträgt:

Stand 31.12.2011
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
IKB Deutsche Industriebank 0,0 Grundschuld in Höhe von TEUR 1.790
Postbank Köln 1.011,1 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
1.011,1
Stand 31.12.2010
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
IKB Deutsche Industriebank 98,1 Grundschuld in Höhe von TEUR 1.790
Postbank Köln 1.637,9 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
1.736,0

Den gewährten Sicherstellungen gegenüber der IKB stehen offene Kredite in Höhe von TEUR 0 (31.12.2010: TEUR 98) und gegenüber der Postbank Köln in Höhe von TEUR 1.011 (31.12.2010: TEUR 1.638) gegenüber. Der Kredit gegenüber der IKB lief im Jahr 2011 und der Kredit gegenüber der Postbank Köln läuft im Jahr 2013 aus.

Für Investitionen erhaltene Subventionen (Invest-Zuschüsse) sind in der Bilanz auf der Passivseite ausgewiesen.

Rath Biokamin

… über die Planung …

… bis zur Umsetzung

(2) Immaterielle Vermögenswerte

Computer Software
und Lizenzen
Kundenstock Summe
TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2010 2.097 500 2.597
Zugänge 390 0 390
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 11 0 11
Währungskursänderungen 115 0 115
Stand am 31.12.2010 2.612 500 3.112
Zugänge 43 0 43
Umbuchungen 4 0 4
Währungskursänderungen -136 0 -136
Stand am 31.12.2011 2.523 500 3.023
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2010 1.672 300 1.972
Abschreibungen 300 100 400
Abgänge 0 0 0
Währungskursänderungen 116 0 116
Stand am 31.12.2010 2.089 400 2.489
Abschreibungen 179 100 279
Währungskursänderungen -136 0 -136
Stand am 31.12.2011 2.132 500 2.632
Buchwert am 1.1.2010 424 200 624
Buchwert am 31.12.2010 523 100 623
Buchwert am 31.12.2011 391 0 391

32

(3) Finanzielle Vermögenswerte

Anschaffungs
kosten
31.12.2010
(+) Zugänge
(-) Abgänge
31.12.2011
Anschaffungs
kosten
31.12.2011
Buchwert
31.12.2011
Buchwert
31.12.2010
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Beteiligungen 5 0 5 5 5
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 753 0 753 619 634
758 0 758 624 639

Die ausgewiesene Beteiligung betrifft die FEAL GmbH, Sitz in Hamm (DE) an der die Muttergesellschaft 16,67% hält. Die Wertpapiere wurden als "zur-Veräußerung-verfügbar" im Sinne des IAS 39 klassifiziert. Sie umfassen Anteile an drei Investmentfonds und dienen der Deckung der Rückstellungen für Pensionen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG.

(4) Vorräte

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.997 6.240
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren brutto 13.231 10.402
Wertberichtigung auf Fertigerzeugnisse und Handelswaren -1.096 -834
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren netto 12.135 9.568
19.132 15.808

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Forderungen an Dritte 11.094 11.350
Forderungen an Dritte gem. IAS 11 (percentage of completion method) 0 413
Forderungen gegenüber Finanzämtern 515 523
Übrige 301 221
11.910 12.507

Von den Forderungen an Dritte wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 268 (31.12.2010: TEUR 506) abgesetzt. Den Forderungen gem. IAS 11 stehen Kosten von TEUR 0 (31.12.2010: TEUR 315) gegenüber.

(6) Sonstige Vermögenswerte

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
ARA 317 161

(7) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 6.627 4.941
Kassenbestand 22 14
6.649 4.955

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar.

(8) Eigenkapital

Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der Rath AG mit TEUR 10.905 ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen. Die Aktien sind zur Gänze einbezahlt.

Die im Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen (31.12.2011: TEUR 1.118; 31.12.2010: TEUR 1.118) dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Einzelabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.

Die freie Rücklage resultiert aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten.

Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die Muttergesellschaft weist zum 31. Dezember 2011 einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 698 aus. Demnach wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von TEUR 450 vorschlagen.

Zum 31. Dezember 2011 werden keine eigenen Aktien der Rath AG gehalten. Es werden keine Anteile (31.12.2010: keine) für die Ausgabe aufgrund von Optionen und Verkaufsverträgen zurückgehalten.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital (nicht beherrschende Anteile) betreffen die Aug. Rath jun. GmbH, Österreich und die Rath SAS, Frankreich.

Vakuumformteile

… werden aus Mineralwollen und Hochtemperaturwollen hergestellt. Je nach Rohstoff können diese Formteile bis 1800°C Anwendungstemperatur eingesetzt werden.

Durch ihre gute Temperaturwechselbeständigkeit werden sie häufig in Spezialöfen mit kurzen Zyklen (Laboröfen) eingesetzt.

(9) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 1.965 2.053
Rückstellungen für Abfertigungen 710 676
2.675 2.729

Konzernanhang

Pensionen Abfertigungen
2011
TEUR
2010
TEUR
2011
TEUR
2010
TEUR
Herleitung der Defined Benefit Obligation (DBO)
Stand am 1.1. 2.122 1.928 605 569
Dienstzeitaufwand 0 0 17 17
Zinsenaufwand 90 102 27 31
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr -178 -169 -8 -100
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr 131 261 20 88
Stand am 31.12. 2.165 2.122 661 605
Herleitung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Defined Benefit Obligation (DBO) 2.165 2.122 661 605
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) -200 -69 49 71
Rückstellung am 31.12. 1.965 2.053 710 676
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand
Dienstzeitaufwand 0 0 17 17
Zinsenaufwand 90 102 27 31
Realisierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) 0 -14 -2 -7
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 90 88 42 41
Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Rückstellung am 1.1. 2.053 2.134 676 735
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 90 88 42 41
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr -178 -169 -8 -100
Rückstellung am 31.12. 1.965 2.053 710 676
Entwicklung der kumulierten aktuarischen Gewinne/Verluste
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 1.1. -69 206 71 166
Amortisierung des aktuarischen Gewinnes / Verlustes im Geschäftsjahr 0 -14 -2 -7
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr -131 -261 -20 -88
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 31.12. -200 -69 49 71
2011
TEUR
2010
TEUR
2009
TEUR
2008
TEUR
2007
TEUR
Historische Information - Pensionen
Erwartete DBO am Ende der Periode 2.042 1.867 1.928 1.988 2.082
Erfahrungsbedingte Berichtigungen -148 -80 15 5 5
Historische Information - Abfertigungen
Erwartete DBO am Ende der Periode 634 602 669 616 852
Erfahrungsbedingte Berichtigungen -20 -32 49 -97 -19

Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr TEUR 178 (31.12.2010: TEUR 169).

(10) Finanzverbindlichkeiten

31.12.2011 31.12.2010
Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 0 10.780 10.780 0 10.782 10.782
Exportdarlehen 0 2.963 2.963 0 2.963 2.963
Investitionskredit 5.047 5.821 10.868 4.714 3.390 8.104
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 2.263 1.347 3.610 3.499 1.251 4.750
7.310 20.911 28.221 8.213 18.386 26.599

Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

davon Restlaufzeit
unter 1 Jahr
davon Restlaufzeit
zwischen 2 und 5
Jahren
davon Restlaufzeit
über 5 Jahre
2011 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 10.780 10.780 0 0
Exportdarlehen 2.963 2.963 0 0
Investitionskredit 10.868 5.821 5.047 0
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 3.610 1.347 2.263 0
28.221 20.911 7.310 0
unter 1 Jahr zwischen 2 und 5
Jahren
über 5 Jahre
2010 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 10.782 10.782 0 0
Exportdarlehen 2.963 2.963 0 0
Investitionskredit 8.104 3.390 4.714 0
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 4.750 1.251 2.911 588
26.599 18.386 7.625 588

davon Restlaufzeit

davon Restlaufzeit

davon Restlaufzeit

Konzernanhang

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Finanzierung Währung Buchwert
zum
31.12.2011
TEUR
Effektiv
verzinsung
2011
%
Buchwert
zum
31.12.2010
TEUR
Effektiv
verzinsung
2010
%
Zinsen
fix/variabel
Fälligkeit
Kontokorrentkredit EUR 9.713 2,2 - 3,59 9.765 1,88 - 2,98 variabel < 1 Jahr
Kontokorrentkredit USD 1.067 2,5 1.017 2,75 variabel < 1 Jahr
Exportdarlehen EUR 2.963 3,0 2.963 3,0 variabel < 1 Jahr
Investitionskredite EUR 7.935 3,00 - 5,85 8.104 3,00 - 5,85 variabel > 1 Jahr
Investitionskredite USD 2.933 1,83 0 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing EUR 1.249 2,9 1.305 2,9 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing USD 2.361 6,4 - 8,0 3.445 6,4 - 8,0 fix > 1 Jahr
28.221 26.599

Details zu den gewährten Sicherheiten sind auf Seite 31 dargestellt. Über die gewährten Sicherheiten existieren keine weiteren Bedingungen die die Rath Gruppe zu erfüllen hat.

Für einen Teil der o.a. variablen Kredite existiert ein Zinsswap – nähere Angaben sind unter Pkt. 4.1 dargestellt.

Die Marktwerte der variablen verzinsten Finanzverbindlichkeiten weichen nicht wesentlich von den Buchwerten ab. Die fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten haben einen Marktwert von TEUR 3.445 (31.12.2010: TEUR 3.873).

(11) Rückstellungen

Gewähr
leistung
Sonstige Summe
TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Jänner 2010 90 1.541 1.631
Verbrauch 0 -318 -318
Neubildung 0 303 303
Stand 31. Dezember 2010 90 1.526 1.616
Verbrauch 0 -298 -298
Neubildung 32 346 378
Stand 31. Dezember 2011 122 1.574 1.696
Davon langfristig 0 229 229
Davon kurzfristig 122 1.345 1.467
122 1.574 1.696

Die Rückstellungen für Gewährleistungen betreffen die Kosten der erwarteten Reklamationen für die sich noch im Gewährleistungszeitraum (3 Jahre) befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist der Barwert der auf Basis von Erfahrungswerten durchgeführten bestmöglichen Schätzung dieser Kosten.

Die langfristige Rückstellung betrifft die vertragsmäßig vereinbarten Rückbaukosten an einem Standort. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalkosten und Beratungskosten.

(12) Ertragsteuern

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2011
TEUR
2010
TEUR
Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr (tatsächliche Steuer) 1.086 793
Körperschaftsteuer-Nachzahlung für Vorjahre 19 0
Latente Steuer -411 481
693 1.274

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Latente Steueransprüche
Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften 312 326
Personalrückstellungen -115 -86
Sonstige -167 11
Verlustvorträge 4.125 3.903
4.155 4.154
Latente Steuerschulden
Sachanlagen 1.203 1.708
Sonstige 14 28
1.217 1.736
Latente Steuern (netto) 2.938 2.418

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von TEUR 10.919 (31.12.2010: TEUR 8.696) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist. Auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 10.689 (31.12.2010: TEUR 8.092) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig.

Es besteht ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25% erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenen Ertragssteueraufwand stellen sich wie folgt dar:

2011
TEUR
2010
TEUR
Ergebnis vor Steuern 2.987 1.464
Erwartete Steuerbelastung 25% 25%
747 366
Verminderung der Steuerbelastung durch:
Forschungs- und Investitionsförderungen -8 -31
Niedrigere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften -11 -9
Höhere Steuersätze auf Verluste bei ausländischen Tochtergesellschaften -14 0
In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge -375 0
Auswirkung der Änderung des Steuersatzes 0 139
2011
TEUR
2010
TEUR
Erhöhung der Steuerbelastung durch:
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 89 6
Nicht angesetzte latente Steuer 0 369
Niedrigere Steuersätze auf Verluste bei ausländischen Tochtergesellschaften 79 245
Höhere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften 69 61
Nachzahlung für Vorjahre 19 0
Sonstige 99 128
Effektive Steuerbelastung 693 1.274

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 8.553 6.199
Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 59 156
Sonstige Verbindlichkeiten 2.122 1.934
10.734 8.289
davon langfristig 113 52

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Finanzamt 495 210
Krankenkassen 113 285
nicht konsumierte Urlaube 533 545
Übrige 981 894
2.122 1.934

(14) Umsatzerlöse und Geschäftssegmentberichterstattung

Die Darstellung der Geschäftssegmente erfolgt nach Regionen. Die Geschäftssegmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen des Konzerns. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden den einzelnen Geschäftssegmenten nur so weit zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Geschäftssegmenten zuordenbar waren. Sie umfassen Vermögenswerte und Aufwendungen der Konzernverwaltung und langfristige Finanzierungen.

Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf drittüblicher Basis.

Die Geschäftssegmentinformationen unterliegen den gleichen Ausweisbilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss. In der nachfolgenden Tabelle, im Bereich Projektumsatz sind im Geschäftsjahr 2011 TEUR 0 (31.12.2010: TEUR 413) für "percentage of completion" enthalten, die Kosten für diese Projekte belaufen sich auf TEUR 0 (31.12.2010: TEUR 315).

Die Geschäftssegmentierung umfasst folgende Regionen:

Österreich: Rath Aktiengesellschaft, Aug. Rath jun. GmbH
Deutschland: Rath GmbH
Ungarn: Rath Hungaria Kft.
Rest Europa: Rath zarotechnika spol s r.o., Rath Polska Sp. z o.o., Rath Ukrajina TOW, Rath SAS
USA: Rath USA Inc. (Teilkonzern) - Rath Inc., Rath Refractories Inc.

Die Geschäftssegmentierung nach Regionen erfolgt beim Umsatz nach dem Sitz der Kunden, bei Vermögenswerten nach dem Ort, an dem sich die Gegenstände befinden.

Konzernanhang

Geschäftssegmentierung nach Regionen

Österreich Deutschland Ungarn Rest Europa USA Konsolidierung Summe
2011 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 19.411 19.517 6.349 1.722 10.174 0 57.174
Projektaufträge 7.289 10.632 1.005 3.734 1.845 0 24.504
Innenumsätze 9.304 8.956 4.329 15 167 -22.771 0
Summe 36.005 39.106 11.682 5.470 12.186 -22.771 81.678
Segmentergebnis (EBIT) 142 3.237 218 271 -76 234 4.026
Finanzerträge 191 122 2 147 257 469 1.188
Finanaufwendungen -1.110 -216 -748 -13 -264 124 -2.227
Finanzergebnis -919 -94 -746 134 -7 592 -1.039
Ergebnis vor Steuer -777 3.143 -528 405 -83 827 2.987
Verschmelzungsergebnis 0 0 0 0 0 0 0
Ertragsteuern 567 -994 11 -106 35 -206 -693
Jahresergebnis -210 2.149 -517 300 -48 620 2.294
Segmentvermögen 41.600 35.069 12.176 2.927 20.461 -30.951 81.282
Segmentverbindlichkeiten 36.928 11.373 9.276 1.737 17.971 -30.749 46.533
Investitionen 1.321 1.444 218 32 2.812 0 5.826
Abschreibungen 1.272 1.230 336 43 761 0 3.642
Österreich Deutschland Ungarn Rest Europa USA Konsolidierung Summe
2010 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 18.719 18.577 5.541 1.478 8.976 0 53.291
Projektaufträge 12.332 4.655 1.318 2.506 766 0 21.576
Innenumsätze 7.757 9.956 4.169 8 19 -21.910 0
Summe 38.808 33.188 11.029 3.992 9.761 -21.910 74.868
Segmentergebnis (EBIT) 146 2.472 32 465 -881 488 2.723
Finanzerträge 1.563 -1.284 5 0 2 329 615
Finanaufwendungen -1.196 -167 -223 -19 -361 225 -1.740
Finanzergebnis 367 -1.451 -218 -19 -359 554 -1.126
Ergebnis vor Steuer 513 1.021 -186 447 -1.240 1.042 1.596
Verschmelzungsergebnis 0 0 0 0 0 0 0
Ertragsteuern -120 -739 -162 -119 93 -227 -1.274
Jahresergebnis 393 282 -348 328 -1.147 682 190
Segmentvermögen 30.628 36.106 12.915 2.335 16.062 -23.314 74.732
Segmentverbindlichkeiten 27.333 12.575 9.108 1.889 13.573 -22.426 42.052
Investitionen 650 1.587 68 32 367 0 2.704
Abschreibungen 1.181 1.253 347 51 829 0 3.661

(15) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

2011 2010
TEUR TEUR
Materialaufwand 29.728 18.646
Aufwendungen für bezogene Leistungen 14.592 10.342
44.320 28.988

(16) Personalaufwand

2011 2010
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 19.114 17.092
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 3.930 3.799
Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse 98 89
Aufwand für Abfertigungen und Jubiläumsgelder 44 123
Sonstiger Personalaufwand 240 179
23.426 21.281
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand:
Angestellte 198 194
Arbeiter 377 355
575 549

Teilzeitbeschäftigte sind in dieser Aufstellung arbeitszeitaliquot berücksichtigt.

(17) Andere betriebliche Erträge

2011
TEUR
2010
TEUR
Erträge aus Vorperioden 118 82
Auflösung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen von Forderungen 347 73
Erträge aus Mieten 82 99
Förderungen/Zuschüsse 174 119
Schadensfälle, Versicherungsvergütungen 7 124
Übrige 179 266
907 763

41

(18) Übrige betriebliche Aufwendungen

2011
TEUR
2010
TEUR
Instandhaltungen 3.012 2.131
Ausgangsfrachten und Aufwendungen für Fuhrpark 3.391 2.917
Miet- und Leasingaufwand 1.033 1.071
Reise- und Fahrtaufwendungen 573 760
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 698 915
EDV- und Kommunikationsaufwendungen 827 752
Versicherungen 416 504
Provisionen an Dritte 396 366
Werbung und Repräsentation 406 368
Beratung F&E, technische Prüfkosten 167 163
Übrige Aufwendungen 2.457 3.659
13.375 13.606

Die übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Forderungsverluste, Betriebskosten, Büromaterial, Entsorgungskosten etc.

(19) Finanzerträge

2011
TEUR
2010
TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge 50 61
Kursdifferenzen 1.138 554
1.188 615

(20) Finanzaufwendungen

2011
TEUR
2010
TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.315 1.321
Bewertung Zinsswap 176 50
Kursdifferenzen 736 502
2.227 1.873

(21) Forschung und Entwicklung

In den Aufwendungen sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten von:

2011
TEUR
2010
TEUR
Personalkosten 549 618
Technische Prüfkosten 167 163
716 781

4. Sonstige Angaben

4.1. Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente.

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2011 31.12.2010
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
TEUR
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
TEUR
Zinsswap 4.500 4,35 -714 4.500 4,35 -538

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis von Marktpreisen ermittelt und ist in der Position Rückstellungen inkludiert.

Marktrisiko

Die für die Rath Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und die Risiken, die aus Preisschwankungen von Rohstoffen und Energie resultieren. Das Ziel des Risikomanagements ist hier, durch die Überwachung und Steuerung dieser Risiken unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen eventuelle Verluste zu minimieren.

Zinsänderungsrisiko

Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen nur aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten sind in nachfolgenden Tabellen enthalten.

Währungsänderungsrisiko

Die Rath Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD- und HUF-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.

Dichte Steine

… sind geformte Erzeugnisse mit einer Rohdichte von >1,5 kg/m3 .

Für jeden Anwendungsfall kann durch eine entsprechende Rohstoffkombinationen eine optimale Haltbarkeit erzielt werden.

Konzernanhang

Kreditrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 11.910 12.507
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 6.649 4.955
Veräußerbare Wertpapiere aus dem Anlagevermögen 624 634
Sonstige Vermögenswerte 317 161
19.499 18.257

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

31.12.2011
TEUR
31.12.2010
TEUR
Forderungen gegenüber Großkunden, brutto 2.858 4.753
Forderungen gegenüber Übrige, brutto 9.321 8.260
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, brutto 12.179 13.013
Wertberichtigungen -270 -506
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto 11.910 12.507

Etwa 25% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden.

Die Altersstruktur der Forderungen sowie die erfassten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2011
Brutto
TEUR
31.12.2011
WB
TEUR
31.12.2010
Brutto
TEUR
31.12.2010
WB
TEUR
Noch nicht fällig 4.498 0 4.815 0
Überfällig 0 - 90 Tage 5.713 0 6.116 0
Überfällig 91 - 180 Tage 1.459 -221 1.562 -456
Überfällig 181 - 360 Tage 486 -25 521 -51
Überfällig mehr als ein Jahr 0 0 0 0
12.156 -246 13.013 -506

Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäquate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien zu ermöglichen.

44

Die folgende Aufstellung zeigt die vertraglichen Fälligkeiten sowie die erwarteten Zinszahlungen von finanziellen Schulden.

Summe Vertragliche Cash Flows
31.12.2011 Buchwert
TEUR
vertragliche
Cash Flows
TEUR
< 6 Monate
TEUR
6-12
Monate
TEUR
1-2
Jahre
TEUR
2-5
Jahre
TEUR
> 5
Jahre
TEUR
Nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten 24.611 25.074 10.855 3.044 5.344 5.830 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
3.610 3.930 777 777 1.461 916 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
10.734 10.734 10.622 0 113 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 714 770 64 64 128 385 128
39.669 40.508 22.317 3.885 7.046 7.131 128
Summe Vertragliche Cash Flows
31.12.2010 Buchwert
TEUR
vertragliche
Cash Flows
TEUR
< 6 Monate
TEUR
6-12
Monate
TEUR
1-2
Jahre
TEUR
2-5
Jahre
TEUR
> 5
Jahre
TEUR
Nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten 21.849 22.459 10.835 3.044 3.240 5.340 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
4.750 5.503 768 768 1.485 1.894 588
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
8.289 8.147 8.095 0 52 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 539 833 64 64 128 385 192
35.427 36.942 19.762 3.876 4.905 7.619 780

Feuerleichtsteine

… sind Steine mit einer Rohdichte von 0,5 – 1,5 kg/m3 . Chemische und physikalische Eigenschaften ermöglichen es, unterschiedlichste Anforderungen optimal zu erfüllen. Die Rohdichte ist so eingestellt, dass bei maximaler Temperatur in der Anwendung die minimale Wärmeleitfähigkeit erzielt werden kann.

45

Konzernanhang

Währungsrisiko

31.12.2011 31.12.2010
EUR USD HUF Andere EUR USD HUF Andere
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen uns sonstige Forderungen
7.047 2.636 857 1.370 6.996 1.956 1.785 1.027
Finanzielle Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten -17.373 -4.000 -3.238 0 -17.269 -1.017 -3.563 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
-1.249 -2.361 0 0 -1.305 -3.445 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
-7.507 -1.900 -859 -715 -6.504 -417 -849 -377
Nettoexposure -19.082 -5.625 -3.240 655 -18.082 -2.923 -4.234 650

Die Umrechnungskurse sind unter Pkt. 2.4. dargestellt.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2010 erstellt, obwohl die reale Entwicklung von den zu dieser Zeit getroffenen Erwartungen abweicht.

31.12.2011 USD
TEUR
HUF
TEUR
Andere
TEUR
Summe
TEUR
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 5 52 29 86
Effekt auf das Eigenkapital -249 -290 -116 -655
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis -5 -52 -29 -86
Effekt auf das Eigenkapital 249 290 116 655
31.12.2010 USD
TEUR
HUF
TEUR
Andere
TEUR
Summe
TEUR
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 115 35 6 156
Effekt auf das Eigenkapital -249 -381 -42 -672
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis -115 -35 -6 -156
Effekt auf das Eigenkapital 249 381 42 672

Zinsänderungsrisiko

Buchwert
2011 2010
TEUR TEUR
Fix verzinste Instrumente
Finanzielle Verbindlichkeiten 2.361 3.445
2.361 3.445
Variabel verzinste Instrumente
Finanzielle Verbindlichkeiten 25.860 23.154
25.860 23.154

Die Rath Gruppe bewertet keine fix verzinsten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und verwendet zum Stichtag keine Derivate als Hedge Instrumente für Fair Value Hedges. Eine Änderung des Zinssatzes in Bezug auf fix verzinste Instrumente würde keine Auswirkung auf die Konzerngewinn und -verlustrechnung haben.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Zinssatzänderungen in Bezug auf variabel verzinste Instrumente auf das Periodenergebnis und auf das Eigenkapital der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2010 erstellt.

Gewinn/Verlust Eigenkapital
31.12.2011 Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Variabel verzinste Instrumente -259 259 -259 259
Zinsswaps 45 -45 45 -45
Cash Flow Sensitivität netto -214 214 -214 214
Gewinn/Verlust Eigenkapital
31.12.2010 Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Variabel verzinste Instrumente -232 232 -232 232
Zinsswaps 45 -45 45 -45
Cash Flow Sensitivität netto -187 187 -187 187

Massen

… sind ungeformte Erzeugnisse in Form von Betonen, Mörteln und Klebern.

Rath Feuerfestmassen bieten ein breites Werkstoffspektrum mit höchstem technischen Anspruch an.

Konzernanhang

Zeitwerte

Die folgende Aufstellung zeigt die Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im Verhältnis zu deren Buchwerten:

31.12.2011 31.12.2010
Buchwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Buchwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 624 624 634 634
624 624 634 634
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen 12.227 12.227 12.668 12.668
Zahlungsmittel 6.649 6.649 4.955 4.955
18.875 18.875 17.623 17.623
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten
Zinsswaps -714 -714 -539 -539
-714 -714 -539 -539
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten -24.611 -24.611 -21.849 -21.849
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing -3.610 -5.859 -4.750 -5.915
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten -10.981 -10.981 -8.147 -8.147
-39.202 -41.451 -34.746 -35.911

Der Zeitwert der Finanzanlagen und Finanzverbindlichkeiten weicht nicht wesentlich von dem jeweiligen Buchwert ab. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in 4.1. dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Hierachie der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die folgende Aufstellung analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:

  • Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung).
  • Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (z.B. als Preise) oder indirekt (z.B. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen.
  • Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbaren Daten darstellen.
31.12.2011 Level 1
TEUR
Level 2
TEUR
Level 3
TEUR
Total
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 624 0 0 624
624 0 0 624
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 -714 0 -714
0 -714 0 -714
Total 624 -714 0 -90
31.12.2010 Level 1
TEUR
Level 2
TEUR
Level 3
TEUR
Total
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 634 0 0 634
634 0 0 634
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 -539 0 -539
0 -539 0 -539
Total 634 -539 0 95

Kapitalmanagement

Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Aktionären, Banken und Lieferanten so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höheren Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten, operativen Flexibilität zu erzielen. Weder die Muttergesellschaft noch ihre Tochtergesellschaften unterliegen satzungsmäßigen und externen Mindestkapitalanforderungen. Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzern-Gesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, Flüssigen Mitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Die Gesamtstrategie der Gruppe wurde gegenüber 2010 nicht verändert. Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalrendite dar; diese wird vom Management laufend überwacht und definiert sich als Jahresergebnis bezogen auf das Eigenkapital.

4.2. Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse

Die Rath Gruppe hat folgende Haftungsverhältnisse übernommen:

31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR
Haftrücklässe für Geschäftspartner 1.961 1.865

Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft. Rücknahmeverpflichtungen die über die branchenüblichen Gewährleistungen hinausgehen, liegen nicht vor. Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem Management derzeit nicht bekannt.

Offene Rechtstreitigkeiten

Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.

Konzernanhang

4.3. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahe stehenden Personen und Unternehmen bzw. deren Transaktionen mit der Rath Gruppe zählen:

  • • Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer Mietaufwendungen inkl. BK: 2011 TEUR 143; 2010 TEUR 138
  • • Dr. Ernst Rath Gesellschaft mbH Beratungsleistungen: 2011 TEUR 0; 2010 TEUR 0
  • • Dkfm. Paul Rath Gesellschaft mbH Zinsaufwendungen: 2011 TEUR 3; 2010 TEUR 6 Verbindlichkeiten: 2011 TEUR 59; 2010 TEUR 156
  • • Rath Holding GmbH keine Tranksaktionen im Jahr 2011 und 2010 Forderungen: 2011 TEUR 1; 2010 TEUR 1

Vorstand der Rath AG, Wien

Mag. Georg Rath Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath

Aufsichtsrat der Rath AG, Wien

Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender) Dr. Ernst Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) MMag. Christian B. Maier Dkfm. Paul Rath Mag. Philipp Rath Dr. Gerd Unterburg

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten im Jahr 2011 Bruttobezüge in Höhe von insgesamt TEUR 316 (VJ: TEUR 313), davon TEUR 0 (VJ: TEUR 0) als ergebnisabhängige Bestandteile. An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 44 (VJ: TEUR 44), sowie für Pensionszahlungen TEUR 178 (VJ: TEUR 169).

4.4. Prüfungsaufwand

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer PwC INTER-TREUHAND GmbH betragen in Summe TEUR 50, wovon TEUR 22 auf die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) entfallen.

4.5. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbaren Anteiles des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.

2011 2010
Den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Anteile des Konzernergebnisses in TEUR 2.293 177
Gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf 1.500.000 1.500.000
Gewinn je Aktie in EUR 1,53 0,12
Gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR 0,00 0,00

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.

50

Konzernanhang

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres für die Rath Gruppe keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde am 11. April 2012 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt und am 16. April 2012 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung vorgelegt.

Wien, 13. April 2012

Der Vorstand

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Anstelle von Weihnachtsgeschenken ging auch 2011 wieder eine Spende an die möwe – Kinderschutzzentren.

Vor 23 Jahren wurde die möwe gegründet, um misshandelten und missbrauchten Kindern und Jugendli chen zu helfen. Als erste Organisation Österreichs hat sich die möwe dieses Tabubereichs ange nommen und durch kostenlose therapeutische Hilfe für betroffene Kinder und Jugendliche sowie durch konti nuierliche Öffentlichkeitsarbeit die Problematik ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt.

Weitere Infos unter www.die-moewe.at

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2011 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2011, die gesonderte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Entwicklung des Konzerneigenkapitals für das am 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2011 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 13. April 2012

PwC INTER-TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Gerhard Prachner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

52

Fachterminologie

Aluminiumsilikatwolle (ASW) Aluminiumsilikatwolle: Diese Wolle ist eine Untergruppe der Hoch
temperaturwollen. In einem Schmelzverfahren wird aus Alumini
umoxid (Tonerde) und Siliziumoxid (Quarzsand) eine künstliche
Mineralfaser hergestellt und zu Wolle versponnen. Diese ist für die
Temperaturbereiche von 1250 bis 1400°C klassifiziert
Betonfertigteile (BFT) in Formen gegossene Betone
feuerfest Bezeichnung für keramische Erzeugnisse mit einer Anwendungs
temperatur zwischen 600 bis 2000°C
Feuerleichtsteine (FL) Steine mit einer Rohdichte von 0,5 - 1,5 kg/m3
; zum Vergleich: ein
Vormauerziegel verfügt über eine Rohdichte von 2,04 kg/m3
Hochtemperaturwolle (HTW) keramische Fasern für ein Anwendungsgebiet zwischen 900 bis
1600°C
ISO 9001 Dies ist eine internationale Norm, die Grundanforderungen an ein
betriebliches Qualitäts-Management-System stellt. Dieses geht
über eine reine Qualitätssicherung des Produktes hinaus und
schreibt umfangreiche Maßnahmen, die die gesamten Abläufe
innerhalb eines Unternehmens eindeutig festlegen, vor.
Massen Ungeformte Erzeugnisse in Form von Betonen, Mörteln und Klebern
Projekte Aufträge für Materiallieferungen inklusive Engineering und Montage
Steine dichte geformte Erzeugnisse mit einer Rohdichte >1,5 kg/m3
Vakuumformteile (VFT) aus Hochtemperaturwolle gefertigte Formteile

Betriebswirtschaftliche Begriffe und Kennzahlen

Agio Aufgeld
aktuarischer Gewinn/Verlust aktueller Gewinn/Verlust
available for sale zur Veräußerung verfügbar
AVÖ Aktuarvereinigung Österreichs; Interessensvertretung der österrei
chischen Aktuare, Versicherungsmathematiker und versicherungs
mathematischen Sachverständigen. Die AVÖ veröffentlicht die
Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions- und
Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden.
Barwert Der Barwert entspricht dem Wert den eine zukünftig anfallende
Zahlungsreihe in der Gegenwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es
der Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit (zum Zeitpunkt 0).
Cash generating unit Zahlungsmittelgenerierende Einheit
Corporate Governance Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrol
le von Unternehmen, festgehalten im österreichischen Corporate
Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar.
DBO (Defined benefit obligation) Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche
auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der
Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Ver
fahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwart
schaftsbarwertverfahren (projected unit credit method). Die DBO
entspricht der PBO (projected benefit obligation).
Disagio Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag
einer Verbindlichkeit
EBIT (Earnings before interest and tax) Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis

53

Glossar

EBIT Marge Prozentueller Anteil des EBITs am Umsatz
EBT (Earnings before tax) Ergebnis vor Steuern
Eigenkapitalquote Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital
Eigenkapital-Rendite Gewinn dividiert durch Eigenkapital
Fair value Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer
Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert
Finanzierungs-Leasing Beim Finanzierungs-Leasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine
feste Leasingrate für eine bestimmte Grundmietzeit überlassen.
Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht gekündigt
werden. Der Leasing-Nehmer muss die objektbezogenen Risiken
tragen. Hierzu gehören das Risiko von Zerstörung oder Diebstahl.
Beim Finanzierungs-Leasing wird zumeist eine Anzahlung oder eine
erhöhte erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertragsge
staltung ist zwischen Vollamortisationsverträgen und Teilamortisa
tionsverträgen zu unterscheiden.
IAASB (International auditing and assurance standards board) Internationales Gremium für Prüfungs- und Haftungsstandards
IAS (International accounting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS)
IASB (International accounting standards board) Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungs
standards
IFAC (International Federation of Accountants) Internationale Vereinigung der Wirtschaftsprüfer
IFRIC (International financial reporting interpretations committees) Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungs
standards
IFRS (International financial reporting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS)
ISA (International Standards on Auditing) Internationale Prüfungsstandards
Percentage of completion Fertigstellungsgrad eines Projektes
PUC (Projected unit credit method) Versicherungsmathematische Bewertungsmethode
ROCE (Return on capital employed) Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und
capital employed
Sensitivitätsanalyse Die Sensitivitätsanalyse dient dazu, Zusammenhänge zwischen
den Eingangsdaten von Modellrechnungen und den Zielwerten von
Alternativen zu identifizieren
WACC (Weighted average cost of capital) Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu
den Discounted-Cash-Flow-Verfahren der Unternehmensbewertung
gehörenden Ansatz. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkos
ten werden verwendet, um die Mindestrendite für Investitionspro
jekte zu bestimmen.
Working capital Absoluter Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige
Fremdkapital; Vorräte plus kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände minus kurzfristige Steuerrückstellungen
minus übrige kurzfristige Rückstellungen minus Lieferantenver
bindlichkeiten minus übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Zinsswap Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter Zah
lungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Die Zahlungsströme
basieren auf festen und variablen Zinssätzen; zur Absicherung
gegen Zinssatzänderungen

Der Begriff "Mitarbeiter" wird aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Rath AG Walfischgasse 14 A-1015 Wien Tel.: +43 (1) 513 44 27-0 Fax: +43 (1) 513 44 27-87

Aug. Rath jun. GmbH Hafnerstraße 3 A-3375 Krummnußbaum Tel.: +43 (2757) 24 01-0 Fax: +43 (2757) 24 01-86

Rath Hungaria Kft. Porcelán utca 1 H-1106 Budapest Tel.: +36 (1) 43 300 43 Fax: +36 (1) 26 190 52

Rath USA Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Tel.: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Rath Refractories Inc. 290 Industrial Park Drive Milledgeville, GA 31061 Tel.: +1 (478) 452 0015 Fax: +1 (478) 452 0070

Rath Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Tel.: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Rath GmbH Ossietzkystraße 37/38 D-01662 Meißen Tel.: +49 (3521) 46 45-0 Fax: +49 (3521) 46 45-86

Rath žárotechnika spol. s r.o. Vorlešska 290 CZ-544 01 Dvur Králové nad Labem Tel.: +420 (499) 321 577 Fax: +420 (499) 321 003 °

Rath Polska Sp. z o.o. ul. Fabryczna 1 PL-42 530 Dabrowa Górnicza Tel.: +48 (32) 268 47 01 Fax: +48 (32) 268 47 02 ˛

Rath SAS 60, route principale du Port F-92637 Gennevilliers Cedex Tel.: +43 (1) 513 44 26-0 Fax: +43 (1) 513 44 26-86

Rath Ukrajina TOW Prospekt Osvoboshdenije Donbassa 8b Office 206 UA-83048 Donezk Tel: +380 (62) 345 33 06 Fax: +380 (62) 345 63 26

Impressum

Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

Geschäftsbericht

2011

Inhalt

2

Jahresabschluss 2011 der Rath Aktiengesellschaft

Lagebericht 3
Bilanz 4
Gewinn- und Verlustrechnung 5
Anhang 6
Bestätigungsvermerk 10
Bericht des Aufsichtsrates 11
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 11

Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Rath AG, die als Holdinggesellschaft der Rath Gruppe fungiert, beschäftigt sich mit der Koordination der Marketing-, F&E-, Einkaufs-, QM- sowie der Personalaktivitäten des Konzerns. Eine weitere zentrale Funktion ist das gesellschaftsübergreifende Finanzwesen und Beteiligungsmanagement.

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung und Ertragslage

Externe Umsätze gibt es in der Rath AG keine. Aus den Konzernverrechnungen für Marketing, Finanzwesen, Einkauf sowie Qualitätsmanagement ergeben sich die Umsatzerlöse, die im Jahre 2011 aufgrund des gestiegenen Konzernumsatzes wieder um etwa 10% von 2,5 Mio. € im Vorjahr auf 2,7 Mio. € angestiegen sind.

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um knapp 0,2 Mio. € oder 16% von 1,3 Mio. € auf 1,5 Mio. €. Neben der kollektivvertraglichen Gehaltssteigerung und einer zusätzlichen Mitarbeiterin resultiert diese Erhöhung vor allem aus der Anpassung der versicherungsmathematisch errechneten Rückstellung für Pensionen und der Übertragung aus der Chamottewaren- und Thonöfenfabrik Aug. Rath jun. GmbH.

Das Betriebsergebnis stieg von -0,6 Mio. € auf -0,3 Mio. € im abgelaufenen Jahr an.

Als Dividende wurden im Jahr 2011 2,0 Mio. € (VJ: 1,5 Mio. €) an die Mutter ausgeschüttet. Damit konnte die Rath AG ein deutlich verbessertes Ergebnis in der Höhe von 1,1 Mio. € (VJ: 0,2 Mio. €) erzielen.

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Rath AG stieg von 21,4 Mio. € auf 32,4 Mio. €. Im Jahre 2011 haben wir eine Reorganisation der konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten durchgeführt und diese in der Rath AG zusammengefasst.

Auf der Passiv-Seite stieg gleichzeitig der Fremdkapitalanteil, da wir nun vermehrt die Kredite über die Rath AG an die Tochterunternehmen weiterreichen. Die Eigenkapitalquote liegt nunmehr auf 48,3%.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind noch immer nicht stabil, dennoch wird die Rath AG einen Teil des Gewinnes ausschütten. Der Vorstand wird der Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,30 € pro Aktie vorschlagen.

Der Börsenkurs sank von 9,00 € (31.12.2010) auf 6,80 € am 31.12.2011. Die Börsenkapitalisierung war damit zu diesem Stichtag 10,2 Mio. €.

Nachtragsbericht

Im Jahr 2012 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Prognosebericht

Als reine Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab. Die Rath Gruppe geht davon aus, dass sie den Umsatz des Jahres 2011 leicht übertreffen wird. Damit sollte auch ein besseres Ergebnis für die Rath AG erzielbar sein.

Risikobericht

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist gewährleistet, dass diese frühzeitig erkannt werden können und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Besondere Risiken können durch die Finanzierungsfunktion der Holdinggesellschaft entstehen. Dazu werden laufend die Wechselkurse und die Zinsentwicklung überwacht. Darauf aufbauend werden die Entscheidungen für die einzelnen Maßnahmen des Cash poolings getroffen.

Forschungsbericht

Die Rath AG nimmt zentrale Funktionen im Bereich der F&E wahr. Hier werden die einzelnen Projekte geplant und koordiniert. Es werden auch aus der Holding heraus Prüfgeräte zur Verfügung gestellt.

Corporate Responsibility

Im Geschäftsjahr 2011 wurden durchschnittlich 16 (VJ: 13) Arbeitnehmer beschäftigt.

Die Rath AG hat einen Frauenanteil von etwa 50%. Der Vorstand besteht nur aus männlichen Mitgliedern. Der Aufsichtsrat ist bisher mit keiner Frau besetzt. Die nächste reguläre Wahl in den Aufsichtsrat erfolgt in der Hauptversammlung 2013.

Angaben gemäß § 243a UGB

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der Rath AG. Bezüglich der Übertragung von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.

Die Aktionärsstruktur hat sich nach unserem Wissen zum Bilanzstichtag nicht wesentlich geändert:

Aktionärsstruktur 31.12.2011
Rath Holding GmbH 67 %
Rath Familienmitglieder 13 %
Streubesitz 20 %

In der Rath AG gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen.

In der am 21. Juni 2011 abgehaltenen ordentlichen Hauptversammlung der Rath Aktiengesellschaft wurde dem Vorstand die Ermächtigung gemäß § 65 Abs 1 Z 8 AktG erteilt, Aktien bis zu einem Anteil von 10% am Grundkapital zurückzukaufen und hiernach wieder zu veräußern. Geschäfte auf Basis dieses Beschlusses fanden im Berichtsjahr nicht statt. Eigene Aktien besitzt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag nicht.

Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen, die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

Wien, 13. April 2012

Mag. Georg Rath e.h.
Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

A K T I V A P A S S I V A
31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Grundkapital
I.
10.905.000 10.905
Gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus II. Kapitalrücklagen
abgeleitete Lizenzen 78.473 126 Gebundene 1.118.067 1.118
II. Sachanlagen III. Gewinnrücklagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 129.184 143 Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 2.972.839 2.973
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 361.629 36
IV. Bilanzgewinn/-verlust
III. Finanzanlagen davon Verlustvortrag EUR 420.634;
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.621.952 16.208 Vorjahr Verlustvortrag TEUR 651 698.094 (421)
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 416.863 422 15.694.000 14.575
17.038.815 16.630 B. Rückstellungen
17.608.101 16.935
B. Umlaufvermögen 1. Rückstellungen für Abfertigungen 6.110 4
2. Rückstellungen für Pensionen 1.871.493 1.892
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3. Sonstige Rückstellungen 875.669 690
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.753.272 2.586
davon aus Dividenden EUR 2.000.000;
Vorjahr TEUR 1.500 13.596.666 4.122 C. Verbindlichkeiten
2. Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 543 1 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.933.230 4.040
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 171.700 1 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 407.869 169
13.768.908 4.124 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 5.652.704 0
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 881.441 213 4. Sonstige Verbindlichkeiten 43.945 53
14.650.349 4.337 davon aus Steuern EUR 11.861; Vorjahr TEUR 10
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 22.299;
C. Rechnungsabgrenzungsposten Vorjahr TEUR 25
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 226.570 151 14.037.748 4.262
32.485.020 21.423 32.485.020 21.423
Verbindlichkeiten aus Garantien 0 0

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

2011
EUR
2010
TEUR
1. Umsatzerlöse 2.716.198 2.458
2. Personalaufwand
a) Gehälter -1.045.483 (965)
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -12.985 (11)
c) Aufwendungen für Altersvorsorge -157.604 (55)
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -246.212 (228)
-1.462.284 (1.259)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -102.658 (95)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (Übrige) -1.436.937 (1.713)
5. Zwischensumme aus Z 1 bis Z 4 (Betriebsergebnis) -285.682 (609)
6. Erträge aus Beteiligungen davon aus verb. Unternehmen: € 2.000.000; Vorjahr: TEUR 1.500 2.000.000 1.500
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen: € 137.774,91; Vorjahr: TEUR 2 152.085 2
8. Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagen 14.515 0
9. Sonstige Zinsenerträge 62.910 30
10. Aufwendungen aus Abschreibung Finanzanlagen -19.726 (6)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -800.124 (687)
12. Zwischensumme aus Z 6 bis Z 11 (Finanzergebnis) 1.409.660 839
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.123.979 230
14. Steuern vom Einkommen -5.250 0
15. Jahresüberschuss 1.118.729 230
16. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -420.634 (651)
17. Bilanzgewinn 698.094 (421)

Konzernbeziehungen

Anteile an verbundenen Unternehmen
des Vollkonsolidierungskreises
Beteiligung [%] Unternehmensrechtliches
Eigenkapital zum
31.12.2011
Unternehmensrechtlicher
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag 2011
in EUR in EUR
Rath GmbH, Meißen 100,00 25.751.450 2.203.867
Rath Hungaria Kft., Budapest 100,00 2.599.386 -502.995
Rath USA Inc. (Teilkonzern) Newark
(inkl. Rath Inc. und Rath Refractories Inc.)
100,00 1.423.603 -311.073
Chamottewaren- und Thonöfenfabrik
Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum
99,98 2.799.188 152.899
Rath zarotechnika spol. s r.o., Dvur Kralove 100,00 1.024.702 128.712
Rath Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza 100,00 1.570 -5.339
Rath SAS, Gennevilliers 95,00 24.000 -15.000
Rath Ukrajina TOW, Donezk 100,00 227.129 183.723

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 wurde unter Beachtung des Unternehmensgesetzbuches (UGB) in der geltenden Fassung, und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

2. Anlagevermögen

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Software und Lizenzen 3 - 4 Jahre
----------------------- -------------

b) Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender Abschreibungssätze vorgenommen:

von bis
Gebäude 3% 10%
Technische Anlagen und Maschinen 10% 20%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% 25%

Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte wird die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang dargestellt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

c) Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet.

Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von € 19.726 (Vorjahr TEUR 6) vorgenommen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

4. Rückstellungen

6

a) Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Die Rückstellungen für Abfertigungen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechnungszinssatz 4,5 %, Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, ermittelt.

Anhang

b) Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,5 % unter Beachtung des Fachgutachtens KFS-RL3 des Fachsenats für Handelsrecht und Revision in der Fassung vom 5. Mai 2004 ermittelt.

c) Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 4,5 %, Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, Fluktuation 5 %, ermittelt.

d) Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

6. Währungsumrechnung im Einzelabschluss

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, einschließlich jenen gegenüber Kreditinstituten, sind zu dem am Bilanzstichtag gültigen Referenzkurs der Europäischen Zentralbank bewertet.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Seite 9) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Kapital

Das Grundkapital beträgt € 10.905.000 und setzt sich aus 1,500.000 Stückaktien zusammen.

4. Sonstige Rückstellungen

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
Nicht konsumierte Urlaube 34.660 27.960
Übrige 841.009 662.095
875.669 690.055

Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für die drohenden Verluste aus einem Zinsswap-Derivativ € 714.609 (Vorjahr TEUR 539).

5. Verbindlichkeiten

Bezüglich des Fristigkeitenspiegels verweisen wir auf Seite 9.

Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen gehaltsabhängige Abgaben, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

6. Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen

a) Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat für die Rath Refractories Inc., USA, (Tochtergesellschaft der Rath USA Inc., Newark, USA) eine Patronatserklärung an die GE Capital Public Finance, Inc., abgegeben.

Für die Aug. Rath jun. GmbH wurden zugunsten der Bank Austria AG Patronatserklärungen in der Höhe von € 7.700.000 (VJ TEUR 7.700) ausgestellt.

Für die Rath Hungaria Kft. wurde zugunsten der UniCredit Bank Hungary Zrt. eine Patronatserklärung in der Höhe von € 3.657.143 (VJ TEUR 3.657) abgegeben.

b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden Geschäftsjahres der folgenden fünf Geschäftsjahre
2011 2010 2011 2010
EUR TEUR EUR TEUR
Verpflichtung aus Miet- und Leasingverträgen 190.375 283 320.089 558

7. Anhangangaben zu Finanzinstrumenten

Zinssicherung

Zur Absicherung des Zinssicherheitsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zinsswaps (4,35 % Fixzins) mit Nominale in der Höhe von € 4,5 Mio. und einer Laufzeit bis Juni 2018 abgeschlossen. Der negative Marktwert zum 31.12.2011 beträgt € 714.609 (VJ TEUR 539).

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse bestehen zum größten Teil aus Konzernumlagenverrechungen.

2. Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2011 wurden durchschnittlich 16 (VJ 13) Arbeitnehmer beschäftigt.

In den Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sind Leistungen in Höhe von € 12.985 (VJ TEUR 10) enthalten.

3. Steuern vom Einkommen

Der aktive latente Steuerbetrag in Höhe von € 114.599 (VJ TEUR 105) wurde nicht bilanziert.

4. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des § 244 UGB. Im Jahr 2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen. Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer PwC Inter-Treuhand GmbH betragen in Summe € 32.250, wovon € 10.500 auf die Prüfung des Jahresabschlusses und € 21.750 auf andere Beratungsleistungen entfallen.

D. Organe der Gesellschaft

Als Vorstandsmitglieder der Rath Aktiengesellschaft sind seit 01.07.2006 Herr Mag. Georg Rath und Herr DI Dr. Matthias Rath tätig.

Die Bruttobezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr € 316.139 (VJ TEUR 313).

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Aufsichtsrat tätig:

Dr. Heinz Kessler, Wien (Vorsitzender) Dr. Ernst Rath, Wien (Stellvertreter des Vorsitzenden) MMag. Christian B. Maier, Wien Dkfm. Paul Rath, Wien Mag. Philipp Rath, Wien Dr. Gerd Unterburg, Hinterbrühl

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für ihre Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2011 Vergütungen von € 44.150 (VJ TEUR 44) gewährt.

Wien, am 13. April 2012

8

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Verbindlichkeitenspiegel
Bilanzwert Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren Restlaufzeit von über 5 Jahren
31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
31.12.2011
EUR
31.12.2010
TEUR
Bankverbindlichkeiten 7.933.230 4.040 5.293.323 4.040 2.639.907 0 0 0
Verbindlichkeiten aus L & L 407.869 169 407.869 169 0 0 0 0
Verbindl. gegenüber verb. Unternehmen 5.652.704 0 5.652.704 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 43.945 52 43.945 52 0 0 0 0
14.037.748 4.261 11.397.841 4.261 2.639.907 0 0 0

Anlagenspiegel

(Beträge in Euro)

Herstellungskosten
Anschaffungs/
01.01.2011
Zugänge Abgänge Herstellungskosten
Anschaffungs/
31.12.2011
Abschreibungen
Kumulierte
31.12.2011
Buchwert
31.12.2010
Buchwert
Abschreibungen
Geschäftsjahres
des laufenden
Zuschreibungen
Geschäftsjahres
des laufenden
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen 444.831 14.883 0 459.714 381.241 78.473 126.390 62.800 0
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 319.352 28.547 5.850 342.049 212.865 129.184 143.097 39.859 0
2. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau 35.884 325.745 0 361.629 0 361.629 35.884 0 0
355.236 354.292 5.850 703.678 212.865 490.813 178.981 39.859 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.073.022 413.887 0 30.486.908 13.864.956 16.621.952 16.208.066 0 0
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 446.456 0 0 446.456 29.593 416.863 422.074 19.726 14.515
30.519.478 413.887 0 30.933.364 13.894.549 17.038.815 16.630.140 19.726 14.515
31.319.545 783.062 5.850 32.096.756 14.488.655 17.608.101 16.935.511 122.385 14.515

9

Anlagen zum Anhang

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2011 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2011, die Gewinnund Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2011 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember 2011 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 13. April 2012

PwC INTER-TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Gerhard Prachner Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

10

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

vor dem Hintergrund der allgemein verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung in unseren Abnehmerbranchen ist das Jahr 2011 ingesamt positiv für Rath Gruppe ausgelaufen. Wir haben uns intensiv mit dem Vorstand über die aktuelle Situation ausgetauscht und die Chancen und Risiken regelmäßig erörtert.

Aktuelle Einzelthemen und Entscheidungen wurden in Gesprächen zwischen dem Vorstand und dem Präsidium des Aufsichtsrates laufend erörtert. Wir haben daher die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Themen berichtet. Auch für das Jahr 2011 haben wir eine Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäftsund Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten.

Im Geschäftsjahr 2011 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Das rege Interesse wird durch die Anwesenheitsquote von 96% gut dokumentiert.

In der Sitzung vom 26.1.2011 wurde der Ausbau des Werkes in Milledgeville/USA vorgestellt. In der Sitzung vom 8.3.2011 wurde über das abgelaufene Jahr und die aktuelle Geschäftslage diskutiert. Weiters wurde der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie zur Kenntnis genommen und die Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit des Vorjahres durchgeführt. In der Sitzung vom 15.4.2011 wurden Jahresabschluss und Lagebericht 2010 sowie Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2010 geprüft, der Jahresabschluss 2010 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für 2011 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl der Wirtschaftsprüfer beschlossen und die Hauptversammlung vorbereitet. Abschließend wurde noch die Investitionsentscheidung in Milledgeville/USA erörtert und genehmigt. In der Sitzung vom 30.8.2011 wurde der Halbjahresfinanzbericht diskutiert, sowie über die aktuelle Geschäftslage und über die Expansion nach Lateinamerika befunden. Am 24.11.2011 wurde über die Geschäftslage und die laufenden Projekte berichtet, sowie das Budget und der Investitionsplan für das Jahr 2012 genehmigt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. In den Sitzungen der Ausschüsse war eine rege Teilnahme der Mitglieder zu verzeichnen.

Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2011 zweimal zusammengetreten. Am 8.4.2011 hat der Prüfungsausschuss die Schlussbesprechung durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses empfohlen. Am 2.12.2011 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert.

Der Strategieausschuss hat im Jahr 2011 einmal getagt. Den Schwerpunkt der Sitzung bildete ein Überblick über den asiatischen Markt und die dortigen Potenziale für Rath.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 und der Lagebericht des Vorstandes sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 und der Konzernlagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 21.6.2011 als Abschlussprüfer gewählten PwC INTER-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, 1030 Wien, Erdbergstraße 200, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 11.4.2012 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2011 und den Lagebericht des Vorstandes sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011, den Konzernlagebericht des Vorstandes und den Corporate Governance Bericht geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt. Der Gewinnverteilungsvorschlag des Vorstands wurde genehmigt.

Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 (4) AktG festgestellt.

Wien, am 16. April 2012

Dr. Heinz Kessler Vorsitzender des Aufsichtsrates

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Z 3 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den IFRS Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2011 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Wien, den 11. April 2012

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

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