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Rath AG

Annual Report Apr 29, 2011

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Annual Report

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Geschäftsbericht

Geschäftsbericht 2010

der Rath Gruppe

Kennzahlen 4
Vorwort des Vorstandes 5
Bericht des Aufsichtsrates 9
Corporate Governance Bericht 10
Organe der Gesellschaft 10
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 11
Konzernlagebericht 13
Aktie 18
Konzernabschluss
Bilanz 19
Gewinn-
und
Verlustrechnung,
Gesamtergebnisrechnung
20
Geldflussrechnung 21
Entwicklung
des
Konzerneigenkapitals
22
Anhang 23
Bestätigungsvermerk 52
Glossar 53
Adressen 55
Impressum 56

Kennzahlen

2008
TEUR
2009
TEUR
2010
TEUR
Umsatz 89.382 77.693 74.867
Veränderung in % 6,8 -13,1 -3,6
EBIT 2.105 943 2.722
EBIT Marge in % 2,4 1,2 3,6
EBT -597 -930 1.464
Operativer Cash flow 3.811 6.790 6.669
Eigenkapitalquote in % 40,7 41,7 43,7
Eigenkapitalrendite in % -1,7 -0,6 -0,6
Working Capital in % 123,3 119,8 97,3
ROCE in % 2,0 2,4 7,4
WACC in % 8,0 7,8 6,0
Investitionen in Sachanlagen 7.409 2.546 2.218
Abschreibungen 7.206 5.827 3.661
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 644 551 549
Anzahl der konsolidierten Gesellschaften 9 8 8

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Wie erwartet, war das Jahr 2010 kein leichtes für die Rath Gruppe. Die letztjährigen Prognosen an dieser Stelle sind leider Realität geworden. Wir haben geahnt, dass die Investitionsneigung der Unternehmen schwach bleiben wird. Das Reparaturgeschäft konnte diesen Rückgang dennoch nicht ganz ausgleichen.

Die Produktionsleistung stieg in Europa wieder an, sie befindet sich aktuell aber in etwa auf dem Niveau von 2005 (eurostat). Dies zeigt auch deutlich, warum generell so wenig in Europa investiert wird. Dafür werden in den Schwellenländern große Anstrengungen unternommen, die Wertschöpfung im eigenen Land aufzubauen. Dies bedeutet für Rath, dass die Zukunft noch weitaus stärker als bisher im Export liegen wird.

Export bedeutet aber auch, in den Wettbewerb mit relativ billigen, aber nicht unbedingt günstigen lokalen Anbietern zu treten. Daher sind Qualität, Service und Flexibilität die wichtigsten Eigenschaften, um sich vom Wettbewerb

abzuheben. Dies sind die Säulen unseres Anspruches an uns selbst. Dahingehend werden wir unsere Anstrengungen noch weiter intensivieren müssen.

Die Zeiten sind vorbei, in denen wir gegen Globalisierung wettern oder die Wirtschaft durch Handelsbarrieren abkoppeln können. Die Kommunikation ist durch Internet und e-Mail weitaus einfacher geworden, sodass der Begriff "Region" in der Wirtschaft keine Bedeutung mehr hat, auch wenn man uns Anderes glauben machen möchte.

5

Daher wird es für jeden einzelnen von uns – egal ob in der Produktion oder im Vertrieb – noch wichtiger werden, flexibel auf die Wünsche des Kunden einzugehen, und unseren Auftraggebern ein herausragendes Service zu bieten. Starre Arbeitspläne und –zeiten werden zukünftig der Vergangenheit angehören, wenn

wir unser Lohn- und Gehaltsniveau erhalten wollen. Dies bedarf einer gemeinsamen Anstrengung von Arbeitnehmern und -gebern.

Für die gute Arbeit im vergangenen Jahr bedanken sich der Vorstand und der Aufsichtsrat herzlich bei allen Mitarbeitern. Es ist nicht leicht, bei geringerem Umsatz ein besseres Ergebnis zu erwirtschaften. Damit haben wir aber die Basis gelegt, um wieder zu expandieren und damit unsere lokalen Arbeitsplätze besser abzusichern.

Der Vorstand

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Unser unternehmerisches Handeln basiert auf Verantwortung, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Offenheit. Diese Werte sind im gesamten Unternehmen gleichermaßen anerkannt und umgesetzt.

Spitzentechnologie für individuelle Feuerfestlösungen

Wir definieren uns als Feuerfestanbieter, der die Prozesse des Kunden versteht und dank unseres breiten Produktportfolios die optimale Lösung bietet. Wir liefern Feuerfestprodukte sowie Gesamtlösungen. Unsere Produkte sind gekennzeichnet durch hochwertige Produkteigenschaften und präzise Bearbeitungstechniken. Unsere Dienstleistungen zeichnen sich durch Vielseitigkeit und Flexibilität aus.

Spezialisten bringen bessere Leistungen

*) gerundet

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das abgelaufene Jahr war trotz der beginnenden Aufhellung der Wirtschaft sowie der positiven Signale der weltweiten Konjunktur kein leichtes. Wir haben daher intensiv mit dem Vorstand über die aktuelle Situation diskutiert und die Entwicklungen erörtert. Aktuelle Einzelthemen und Entscheidungen wurden in Gesprächen zwischen dem Vorstand und dem Präsidium des Aufsichtsrates laufend erörtert. Wir haben daher die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Themen berichtet. Auch für das Jahr 2010 haben wir eine Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäftsund Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten.

Im Geschäftsjahr 2010 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen persönlich teil.

In der Sitzung vom 23.2.2010 wurde über das abgelaufene Jahr und die aktuelle Geschäftslage diskutiert. Weiters wurde der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie zur Kenntnis genommen sowie die Änderung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates beschlossen. In der Sitzung vom 20.4.2010 wurden Jahresabschluss und Lagebericht 2009 sowie Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2009 geprüft, der Jahresabschluss 2009 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für 2009 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl der Wirtschaftsprüfer beschlossen. Die Sitzung am 17.6.2010 diente der Vorbereitung der Hauptversammlung. In der Sitzung vom 30.9.2010 wurde über den Status der Rath USA berichtet und Änderungen im Reporting beschlossen. Am 17.12.2010 wurde aus den Ausschüssen und über die Geschäftslage berichtet sowie das Budget und der Investitionsplan für das Jahr 2011 genehmigt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. In allen Sitzungen der Ausschüsse waren alle jeweiligen Ausschussmitglieder anwesend.

Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2010 zweimal zusammengetreten. Am 20.4.2010 hat der Prüfungsausschuss die Schlussbesprechung durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft, dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses empfohlen und der Vorschlag des Vorstands für die Verteilung des Bilanzverlustes des Geschäftsjahres 2009 zur Kenntnis genommen. Am 3.12.2010 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert.

Der Strategieausschuss hat im Jahr 2010 zweimal in Anwesenheit aller Ausschussmitglieder getagt. Auch die anderen Aufsichtsratsmitglieder bekundeten ihr Interesse an den strategischen Belangen der Gesellschaft durch ihre Anwesenheit. Die Sitzung am 5.5.2010 fand im Werk Krummnußbaum statt. Der Aufsichtsrat informierte sich vor Ort über die Veränderungen im Werk und diskutierte über die Maßnahmen nach der Krise. In der Sitzung vom 6.10.2010, die im Werk Budapest stattfand, wurde über die Optimierung der Werksstandorte gesprochen sowie über die strategische Ausrichtung des Vertriebes.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 und der Lagebericht des Vorstandes sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 und der Konzernlagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 17.6.2010 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 8.4.2011 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der

Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 und den Lagebericht des Vorstandes sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010, den Konzernlagebericht des Vorstandes und den Corporate Governance Bericht geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 (4) AktG festgestellt.

Wien, am 15. April 2011

Dr. Heinz Kessler Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

Grundsatz

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Rath AG sowie die Geschäftsführer der Unternehmen der Rath Gruppe sind sich der besonderen Verantwortung als Vertreter eines traditionsreichen börsennotierten Familienunternehmens bewusst, und erklären die Grundsätze eines von Ethik geprägten Handelns gegenüber Aktionären, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie dem gesellschaftlichen Umfeld als oberste Maxime.

Dies umfasst nicht nur die strikte Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften, sondern auch das Bekenntnis zu Corporate Governance und ähnlichen Grundsätzen zukunftsorientiertem, nachhaltigem umweltbewussten Wirtschaftens.

Soweit die Regeln der Größe unseres Unternehmens angemessen sind, werden diese von den Organen der Gesellschaft eingehalten.

Grundlage

Als an der Wiener Börse notierendes Unternehmen bezieht sich Rath auf den von dem Österreichischer Arbeitskreis für Corporate Governance verfassten Kodex in der Version vom Jänner 2010. Der genaue Wortlaut und weiterführende Details hierzu sind unter www.corporate-governance.at nachzulesen.

Abweichungen zum Kodex

IV. Vorstand

    1. Als Unternehmen im standard market auction der Wiener Börse kann der Vorstand auch nur aus einem einzigen Mitglied bestehen. Bei zwei Vorständen bedarf es keines Vorsitzenden.
    1. Aufgrund der Größe des Unternehmens gibt es keine eigene Abteilung für interne Revision. Die Aufgaben werden vom Konzerncontrolling sowie der Stabstelle Qualitätsmanagement ausgeführt.
    1. Der variable Anteil der Bezüge ist an das EBT geknüpft. Bis zu 50% des Gesamtbezuges sind variabel. Zusagen zu einer betrieblichen Altersversorgung bestehen nicht. Eine D&O-Versicherung ist für den Vorstand abgeschlossen.
    1. Es liegt im persönlichen Ermessenspielraum jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes, ob er seine Vergütung veröffentlicht.

V. Aufsichtsrat

    1. Die Vergütung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Die Verteilung obliegt dem Aufsichtsrat selbst.
    1. Als kleines börsennotiertes Familienunternehmen ist die Bindung zur Familie die zentrale Säule der Gesellschaft. Daher lehnt sich der Aufsichtsrat an die Leitlinien an, ohne diese jedoch voll inhaltlich umzusetzen.

VI. Transparenz und Prüfung

    1. Die Gesellschaft erstellt ihre Zwischenmitteilungen für das 1. und 3. Quartal nicht nach IFRS.
    1. Die Veröffentlichungen erfolgen in deutscher Sprache.
    1. Meldungen über Director's Dealing werden über die FMA veröffentlicht.
    1. Ein adäquates Risk-Management ist installiert. Dazu werden laufende Verbesserungen in die Prozesse eingearbeitet. Eine Evaluierung durch die Abschlussprüfer ist nicht erfolgt.

Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Aufsichtsrates

Präs. Dr. Heinz Kessler
(Vorsitzender)
unabhängig; Erstbestellung am 28.7.1999; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Vorsitzender des Aufsichtsrates der Erste Group Bank AG
Dr. Ernst Rath (Vorsitzender Stv.) gewählt seit 27.6.2008; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Geschäftsführer der Rath Holding GmbH
Dkfm. Paul Rath gewählt seit 14.9.1989; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Geschäftsführer der Rath Holding GmbH
WP Mag. Philipp Rath gewählt seit 17.7.2003; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Wirtschaftsprüfer Agitas
Dr. Gerd Unterburg unabhängig; gewählt seit 12.7.2005; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Vizepräsident des Verwaltungsrates der Hoerbiger Holding AG
MMag. Christian B. Maier unabhängig; gewählt seit 27.6.2008; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Finanzvorstand der Constantia Industries AG

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Prüfungsausschuss Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender) MMag. Christian B. Maier (Finanzexperte) WP Mag. Philipp Rath Strategieausschuss Dr. Gerd Unterburg (Vorsitzender) Dr. Ernst Rath WP Mag. Philipp Rath

Mitglieder des Vorstandes

Mag. Georg Rath Marketing und Vertrieb, Finanz- und
Rechnungswesen, IR sowie Qualitätsmanagement
Geburtsjahr: 1970; Erstbestellung: 1.7.2006
Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Produktion, Forschung & Entwicklung, Personalwesen
Geburtsjahr: 1968; Erstbestellung: 1.7.2006

Aktualisierte Informationen zu der Umsetzung des Kodex und Anpassungen aufgrund von gesetzlichen Veränderungen sind auf der Homepage der Rath Gruppe (www.rath-group.com) zu finden.

Vertiefende Anfragen werden vom IR-verantwortlichen Vorstandsmitglied während des Jahres oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung beantwortet.

Wien, 8. April 2011

Mag. Georg Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Z 3 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2010 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Wien, den 8. April 2011

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Eisen und Stahl

Häusliche Feuerstätten

Keramik

Energie- und Umwelttechnik

Chemie und Petrochemie

Kalk und Zement

Glas

Konzernlagebericht

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Organisation

Der europäische Markt ist trotz des wiederkehrenden Optimismus noch nicht zu alter Größe zurückgekehrt. Daher wendet sich auch die Rath Gruppe neuen Absatzmärkten zu:

Mit April 2010 wurde mit 5 Partnern eine deutsche Gesellschaft gegründet, die wiederum eine 100%-ige indische Tochter besitzt. Diese beschäftigt sich mit dem Verkauf von Produkten der Partnerunternehmen in die Stahlindustrie. Dies ist für Rath ein erster Schritt den indischen Markt zu bearbeiten. Bisher hatten wir nur indirekt Projekte gemeinsam mit unseren europäischen Kunden in dieser Region abgewickelt. Nunmehr versuchen wir den Markt direkter zu betreuen.

Die im Konzernabschluss inkludierten Unternehmen sind im Anhang dargestellt. Zweigniederlassungen bestehen keine.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Jahr 2010 war noch immer ein schwieriges für die Rath Gruppe. Die Konjunktur stieg zwar stetig an, aber dies konnte Rath noch nicht in Umsatzerfolge ummünzen.

Als Beispiel sei an dieser Stelle die Stahlindustrie genauer beleuchtet:

In der Primärmetallurgie wird Feuerfestmaterial im direkten Kontakt mit dem Eisen als Verschleißmaterial benötigt, wobei dort fast ausschließlich Magnesit Verwendung findet. Rath als Produzent von Aluminiumoxid basierten Produkten ist nur in einzelnen Nischen Lieferant. Im Jahr 2010 stieg nun die Produktion von Roheisen in der EU27 um 24 % (Datenbasis: World Steel Association), der Absatz von Rath mit Verschleißmaterial dagegen um 77 %. Da aber die Produktionsmengen an Rohstahl noch immer etwa um 17 % unter der Höchstmarke von 2007 liegen, sind die Produktions-Kapazitäten in der europäischen Stahlindustrie noch nicht gänzlich ausgelastet.

In der Sekundärmetallurgie kann Rath für die unterschiedlichsten Anwendungen mit seiner breiten Produktpalette punkten. Viele Investitionen wurden erst im Jahr der Krise in 2009 abgeschlossen. Dies war auch der Hauptgrund, dass Rath geringere Umsatzrückgänge als der Wettbewerb zu verzeichnen hatte. Aufgrund der nach wie vor noch nicht voll ausgelasteten Werke und der daher noch nicht notwendigen neuen Kapazitäten, wurden jedoch im Jahr 2010 keine wesentlichen Investitionen in Europa vorgenommen. Diese finden außerhalb von Europa statt.

Laut Meldung der wichtigsten Glasproduzenten der Welt hat sich die Glasindustrie im Jahr 2010 stabilisiert und konnte eine Steigerung (+7 %) erzielen. Die Planung und der Bau von neuen Schmelzwannen bedürfen jedoch einer Planungszeit von etwa 2 Jahren. Somit war das Jahr 2010 für Rath in diesem Bereich noch rückläufig. Erst im Jahr 2011 kann mit einer Erholung gerechnet werden.

Auch die Aluminiumindustrie hat im Jahr 2010 wieder mehr (+4 %) außerhalb von China produziert, wie aus den Geschäftsberichten der wichtigsten Unternehmen in der Aluminiumindustrie zu entnehmen ist. Auch Rath konnte von diesem Trend mehr als deutlich profitieren und ist weitaus stärker (+98 %) gewachsen.

Eine weitere negative Nachwirkung der Krise ist, dass die Kunden ihr Misstrauen gegenüber asiatischen Billigprodukten verloren haben. Damit müssen wir uns am europäischen und amerikanischen Markt verstärkt mit dem chinesischen oder indischen Preisniveau auseinandersetzen. In vielen Fällen werden die technischen Nachteile, wie verkürzte Lebensdauer der Produkte in Kauf genommen um billiger zu werden. Damit stehen die Deckungsbeiträge weiter stark unter Druck.

Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung

Die großen Umwälzungen in den unterschiedlichsten Industrien, in denen Rath tätig ist, haben auch die Kundenstruktur der Rath Gruppe verändert.

Der Anteil der Stahlindustrie am Gesamtumsatz ist von einem knappen Drittel auf gut 21 % zurückgegangen. Dagegen hat sich der Umsatz mit der chemischen und petrochemischen Industrie mehr als verdoppelt und liegt nun knapp vor den häuslichen Feuerstätten an zweiter Stelle. Positiv seien noch die Nicht-Eisen-Metall-Industrie sowie der Sonderofenbau erwähnt. Im letzteren Segment profitierte Rath von einer gestiegenen Forschungs- und Entwicklungstätigkeit, die zu einer erhöhten Nachfrage nach Laboröfen und thermischen Analysegeräten geführt hat. In diesem Bereich zahlen sich die hohe Qualität und die Kompetenz bei der Bearbeitung unserer Bauteile für den Sonderofenbau aus.

Wie schon eingangs erwähnt, ist Rath vor allem am europäischen und dem nordamerikanischen Kontinent präsent. Da die europäische Region weiterhin noch nicht zu alter Stärke zurückgekehrt ist, konnte der Umsatz im Jahre 2010 nicht ganz gehalten werden. Der Umsatz hat sich von 77,7 Mio. € auf 74,9 Mio. € (-3,6 %) reduziert.

Konzernlagebericht

Der Anteil an Lieferungen in die EU hat sich dabei auf 78 % (VJ: 84 %) reduziert. Am schwächsten haben sich die Absätze in Deutschland entwickelt. Dies liegt vor allem an den deutschen Anlagen- und Ofenbauern, die weniger Projekte in Europa abgewickelt haben und bei außereuropäischen Anlagen auf Feuerfestmaterialien des Lieferlandes zurückgreifen müssen.

Der Projektumsatz ist um 21 % gesunken und liegt nun bei 29 % (VJ: 35 %). Dabei ist kein Unterschied zwischen dem Neuanlagengeschäft mit Ofen- und Anlagenbauern sowie dem Reparaturgeschäft von bestehenden Anlagen mit dem Anlagenbetreiber selbst zu erkennen. Es zeigt nur einmal mehr, dass die Kapazitäten noch nicht voll ausgelastet sind und damit die Reparaturen ebenso nicht so dringlich vorangetrieben werden.

Bei den einzelnen Konzerngesellschaften ist die Steigerung in Amerika, aufgrund der guten Geschäfte mit der chemischen Industrie besonders hervorzuheben.

Konsolidierter Umsatzanteil [%]
nach Gesellschaften
2009 2010
Aug. Rath jun. GmbH 43,1 41,5
Rath GmbH 33,5 31,0
Rath Hungaria Kft. 8,4 9,2
Rath USA, Inc. 9,7 13,0
Rath Vertriebsgesellschaften 5,3 5,3

Ertragslage

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) der Rath Gruppe konnte von einem Vorjahresverlust von -0,9 Mio. € auf einen Gewinn von 1,5 Mio. € verbessert werden.

In den Jahren 2005 bis 2009 haben wir knapp 40 Mio. € in Sachanlagen investiert. Damit haben wir vor allem die neue Steinfabrik in den USA errichtet, die Erweiterung unserer Betonfertigteilanlage abgeschlossen, die Verdoppelung der Produktion von Aluminiumoxidwolle erreicht und den Ausbau der Feuerleichtsteinproduktion sowie der Vakuumformteilfertigung vollendet. Obwohl die Anlagen der Rath Gruppe im Verhältnis zum Mittbewerb sehr neu sind, waren die Restbuchwerte dennoch nicht viel höher. Daher haben wir uns eingehend mit unseren Abschreibungsgrundsätzen auseinandergesetzt. Beim Vergleich der angewendeten Nutzungsdauer und den tatsächlichen durchschnittlichen Laufzeiten der Maschi-

nen, haben wir größere Unterschiede aufgedeckt und deshalb neue Konzernrichtlinien verabschiedet, die diese tatsächlichen Anlagenlaufzeiten unter Berücksichtigung eines zeitlichen Sicherheitsabschlages widerspiegeln. Bei Anwendung dieser neuen Richtlinien schon im Jahr 2009 wäre das Ergebnis um etwa 2,1 Mio. € positiv beeinflusst worden. Somit haben wir trotz Umsatzrückgang im abgelaufenen Jahr das Ergebnis (EBT) leicht um 0,2 Mio. € verbessern können.

Der Materialaufwand ist zwar im Verhältnis zur Betriebsleistung stark gesunken, unter Berücksichtigung des drastischen Lagerabbaues aber leicht gestiegen. Dies spiegelt den vorher schon angesprochenen Margendruck, dem wir auf den Märkten ausgesetzt sind, wider.

Die Personalkosten sind leicht (-3 %) gesunken, da wir noch in einem Werk Kurzarbeit gefahren sind. Demgegenüber haben wir weiter in die Forschung und Entwicklung sowie den Vertrieb investiert.

Das Finanzergebnis hat sich im Großen und Ganzen durch die Kursdifferenzen im Bereich des EUR/USD verbessert.

Diese Veränderungen führten dazu, dass wir trotz Umsatzrückganges und Deckungsbeitragsverlusten das Ergebnis wie angeführt leicht verbessern konnten.

Vermögens- und Finanzlage

Im Jahr 2010 haben wir verhalten investiert. Das Anlagevermögen ist nahezu gleich geblieben. Durch einen konsequenten Lagerabbau sind die Bestände um 3,9 Mio. € oder 19,7 % gesunken. Das Gesamtvermögen der Rath Gruppe sank damit von 77,3 Mio. € auf 74,7 Mio. €. Das Umlaufvermögen im Verhältnis zum Umsatz konnte um einen weiteren Prozentpunkt reduziert werden.

Auf der Passivseite konnten durch den positiven Cashflow Verbindlichkeiten rückgeführt werden. Dies hat dazu geführt, dass die Eigenkapitalquote von 41,7 % auf 43,7 % angestiegen ist.

Vom Bestandsabbau getragen, reduzierte sich das Working Capital um 3,9 Mio. € oder 9,6 % auf 21,4 Mio. €. Die Working Capital Ratio sank damit auf 28,5 % (VJ: 30,4 %).

Der operative Cashflow in Höhe von 6,7 Mio. € konnte fast (VJ: 6,8 Mio. €) gehalten werden. Detaillierte Zahlen dazu sind in der Konzerngeldflussrechnung dargestellt.

Im Jahr 2010 wird der Jahresüberschuss für den Ausgleich des Verlustvortrages des Vorjahres verwendet. Der Vorstand wird daher der Hauptversammlung keine Dividendenausschüttung vorschlagen.

Der Börsenkurs stieg von 8,01 € (31.12.2009) auf 9,00 € am 31.12.2010. Dies entspricht einer Steigerung von 12,4 %. Die Börsenkapitalisierung entspricht somit 13,5 Mio. €.

Nachtragsbericht

Es gibt keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben.

Prognosebericht Unternehmensentwicklung

Im Vorjahr war es nicht einfach eine Prognose abzugeben, da die Unsicherheiten der Märkte noch offenkundig waren. Für 2011 ist es nicht anders. Trotzdem sind wir für das Gesamtjahr vorsichtig optimistisch. Wie sich die Erholung auf die einzelnen regionalen Märkte und damit auf die Rath Gruppe auswirkt, ist nur mit großen Vorbehalten vorherzusagen.

Auch Rath geht von einem Umsatzwachstum aus, die Höhe ist aber sehr von der Investitionstätigkeit in Europa und Amerika abhängig. Auch der Druck auf die Preise wird weiter zunehmen, da die Kunden immer sensibler auf die Preisgestaltung reagieren.

Daher werden wir uns auch verstärkt am asiatischen Markt präsentieren, um von den dort vorhandenen Wachstumsraten profitieren zu können. Einen ersten Schritt dazu haben wir schon im letzten Jahr mit der Unternehmensgründung für den indischen Markt vollzogen. Dieser sollte bereits gegen Ende dieses Jahres zu Erfolgen führen.

In den Produktionen werden wir durch kontinuierliche Verbesserungen fortfahren, an der Erhöhung der Effizienz zu arbeiten. Weiters werden wir die Produktpalette durch Verbesserung des Einkaufes abrunden, um kostengünstigere Gesamtpackages für Projekte anbieten zu können.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass Risiken regelmäßig analysiert und bewertet werden. Nur so ist sichergestellt, dass diese frühzeitig erkannt werden können und im Eintrittsfall rasch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können.

Die konzernweite Analyse der Risiken wird im Vorstand bewertet und die Einhaltung der Maßnahmen im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems an den Standorten überwacht.

Chancen und Risiken

Das Thema Energie kann durch die steigende Nachfrage und die aktuellen Entwicklungen einerseits im Bereich der Produktion zu erhöhten Kosten führen, bietet andererseits eine Chance für den Vertrieb, wieder vermehrt das Thema Energieeffizienz und alternative Energiequellen aus Biomasse in den Mittelpunkt zu rücken.

Die Rohstoffproblematik bleibt weiter ein wichtiges Thema, das auch von der europäischen Kommission als solches erfasst und beobachtet wird.

Im Bereich der Aluminiumsilikatwollen wurde die im letzten Jahr erwartete Verschärfung der Anwendungsbeschränkung nicht umgesetzt, und eine Änderung ist offen. Damit befindet sich dieses Produkt noch immer auf der sogenannten Kandidatenliste (Annex XV) der europäischen Chemikalienverordnung von Produkten mit besonderer Besorgniserregung.

Im Projektgeschäft kann es beim Eintritt in neue Märkte zu Abschlägen bei der Auftragserteilung kommen, da es ohne Referenzanlagen in den jeweiligen Ländern zum Teil schwer ist, das Vertrauen für die Auftragserteilung zu erhalten.

Die Risiken der Einzelgeschäfte sind aufgrund ihrer Größenordnung überschaubar. Der Wert an Forderungsausfällen im Geschäftsjahr lag bei 0,2 % des Umsatzes.

Forschungsbericht

Um weiter einen technischen Vorsprung vor den asiatischen Mitbewerbern zu halten, bedarf es einer intensiven Entwicklungstätigkeit. Daher arbeiten wir mit unseren Kunden an der Verbesserung bestehender Produkte und bearbeiten viele Ideen, um ganz neue Produkte zu kreieren. Dieser Prozess ist leider langwierig und mit Rückschlägen verbunden. So kann ein im Labormaßstab erzeugtes Produkt mit ausgezeichneten Eigenschaften im normalen Produktionsprozess nicht dargestellt oder nur mit adaptierten Ergebnissen realisiert werden.

Der F&E-Aufwand blieb nominell auf Vorjahresniveau von 0,8 Mio. €. Die F&E-Quote stieg jedoch auf 1,0 % (2009: 0,8 %).

Corporate Responsibility

Arbeitnehmer

Der Start ins Jahr 2010 hat die Mitarbeiter auf eine harte Probe gestellt. Die Vorzeichen der Verbesserung der Konjunktur haben sich erst recht spät eingestellt, sodass lange Unsicherheit bei den einzelnen Mitarbeitern geherrscht hat. Das letzte Werk mit Kurzarbeit konnten wir erst wieder im September anfahren.

Mitarbeiterstand im
Jahresdurchschnitt
2009 2010
Österreich 152 149
Deutschland 235 233
Ungarn 109 104
USA 42 46
Rest der Welt 13 17
551 549

Unsere Bemühungen, die Stammmannschaft trotz schwachem Jahresbeginn zu erhalten, helfen uns heute. Gegen Ende des Jahres sind wir in Teilbereichen der Fertigung wieder an die Grenzen

der Kapazitäten gestoßen. Somit ist die Mitarbeiteranzahl zum Jahreswechsel von 548 im Vorjahr auf 554 Mitarbeiter heuer leicht gestiegen.

Zwei große Herausforderungen werden uns die nächsten Jahre beschäftigen: Ausreichend geschultes Personal und die Anwendung von für alle Seiten vertretbare flexible Arbeitszeitmodelle. Techniker und vor allem Technikerinnen sind sehr spärlich verfügbar. Dies betrifft nicht nur die Forschung, sondern auch die klassischen Berufe wie Elektriker, Schlosser und Elektroniker. Bei der Flexibilisierung der Arbeitszeiten besteht noch Handlungsbedarf, da Kunden nicht verwaltet sondern intensiv betreut werden wollen. Diese entscheiden sich immer später und sind in vielen Fällen nicht bereit Vorräte auf Lager zu halten. Dies zwingt die eigene Fertigung flexibel zu reagieren und unterschiedlichste Auslastungsgrade bewältigen zu können.

Frauenförderung

Die Rath Gruppe hat einen Frauenanteil von etwa 18 %. Im Management sieht die Situation bedingt durch den Pensionsantritt einer technischen Geschäftsführerin nicht besser aus. Hier haben wir einen Anteil von 12,5 % (Vorjahr: 22,2 %). Der Aufsichtsrat ist bis zur Hauptversammlung 2013 nur männlich besetzt.

Dass jede Abteilung, die nur männlich oder nur weiblich dominiert ist, ein erhöhtes zwischenmenschliches Konfliktpotential beinhaltet, ist bekannt. Daher ist es das Ziel des Rath-Managements, bei der Besetzung in allen Bereichen eine ausgewogene Verteilung sicherzustellen. In vielen Fällen, wie auch bei der letzten Neubesetzung einer freigewordenen Geschäftsführungsposition, hat sich jedoch keine Frau beworben.

Die österreichische Tochtergesellschaft ist vom Familienministerium für die besondere Vereinbarkeit von Beruf und Familie ausgezeichnet worden. Wir versuchen, für die unterschiedlichsten Arbeitsplätze mit flexiblen Arbeitszeitmodellen die Wünsche der Mitarbeiter zu berücksichtigen.

Konzernlagebericht

Umwelt

Wir betreiben an allen Standorten der Rath Gruppe aktiven Umweltschutz. Dies bedeutet nicht nur die gesetzlichen und behördlichen Auflagen zu erfüllen, sondern darüber hinaus auch bessere Resultate als gefordert zu erzielen. Neben den zumeist behördlich kontrollierten Emissions- und Immissionswerten versuchen wir durch Abfallvermeidung, Abfalltrennung und sachgerechter Abfallentsorgung die Umwelt zu schonen.

Angaben gemäß § 243a UGB

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. In der Satzung gibt es keine Beschränkungen hinsichtlich der Ausübung der Stimmrechte der Rath AG. Bezüglich der Übertragung von Stimmrechten sind der Gesellschaft keine Beschränkungen bekannt.

Die Aktionärsstruktur hat sich nach unserem Wissen zum Bilanzstichtag nicht wesentlich geändert:

Im Jahr 2010 hat Dr. Ernst Rath Käufe von etwa 1 % des Grundkapitals gemeldet.

In der Rath AG gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen.

Der Vorstand der Rath AG besitzt keine über das gesetzliche Maß hinausgehenden Befugnisse Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen, die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Wien, 8. April 2011

Drehrohrofen für Sondermüllverbrennung

Aktie

Börsekennzahlen gemäß § 93 (1) BörseG

ISIN: AT0000767306 Anzahl der Aktien: 1.500.000
Wertpapierkürzel: RAT Gesamtzahl der Aktien: 1.500.000
Marktsegment: Standard Market Auction Aktienkurs 30.12.2009: 9,00 €
Handelssegment: Amtlicher Handel Börsenkapitalisierung: 13.500.000,00 €
Aktiengattung: Stimmberechtigte nenn
betragslose Stückaktien
Gewinn/Aktie: 0,12 €
betragslose Stückaktien Gewinn/Aktie: 0,12 €

Der Kursverlauf der Rath Aktie im Jahr 2010

Konzernbilanz

Anhangs
angabe
31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
AK TIVA
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen (1) 35.885 36.313
Immaterielle Vermögenswerte (2) 623 624
Finanzielle Vermögenswerte (3) 639 632
Latente Steueransprüche (12) 4.154 3.736
41.301 41.305
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (4) 15.808 19.686
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (5) 12.507 12.587
Sonstige Vermögenswerte (6) 161 317
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (7) 4.955 3.350
33.431 35.941
Summe Aktiva 74.732 77.246
PA S SIVA
Eigenkapital (8)
Grundkapital 10.905 10.905
Kapitalrücklagen 1.118 1.118
Freie Rücklagen 21.569 21.392
Währungsdifferenzen -913 -1.153
32.679 32.262
Nicht beherrschende Anteile 1 -12
32.680 32.250
Langfristige Verbindlichkeiten
Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (9) 2.729 2.869
Finanzverbindlichkeiten (10) 8.213 11.192
Investitionszulage 52 120
Rückstellungen (11) 221 213
Latente Steuerschulden (12) 1.736 814
12.951 15.208
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten (10) 18.386 17.893
Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen u. sonstige Verbindlichkeiten (13) 7.602 9.161
Rückstellungen aus laufenden Ertragsteuern (12) 545 163
Rückstellungen (11) 2.478 2.505
Investitionszulage 90 66
29.101 29.788
Summe Passiva 74.732 77.246

Konzerngewinn- und verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung

Anhangs
angabe
2010
TEUR
2009
TEUR
Umsatzerlöse (14) 74.867 77.693
Bestandsveränderung -5.449 85
Aktivierte Eigenleistungen 78 0
Andere betriebliche Erträge (17) 763 675
Materialaufwand und bezogene Leistungen (15) -28.988 -34.564
Personalaufwand (16) -21.281 -21.908
Planmäßige Abschreibung (1) (2) -3.661 -5.850
Übrige betriebliche Aufwendungen (18) -13.606 -15.188
Ordentliches Betriebsergebnis (EBIT) 2.722 943
Finanzerträge (19) 615 1.271
Finanzaufwendungen (20) -1.873 -3.145
Finanzergebnis -1.259 -1.874
Ergebnis vor Steuern (EBT) 1.464 -930
Steuern vom Einkommen (12) -1.274 435
Konzernergebnis 190 -495
Zurechenbar zu
Aktionären der Muttergesellschaft 177 -490
Nicht beherrschende Anteile 13 -6
Konzernergebnis 190 -495
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.5 0,12 -0,33
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.5 0,12 -0,33
2010
TEUR
2009
TEUR
Konzernergebnis nach Ertragssteuern 190 -495
Währungsumrechnung 240 -1.013
Gesamtkonzernergebnis nach Steuern 430 -1.508
Gesamtergebnis zurechenbar zu Aktionären der Muttergesellschaft 417 -1.502
nicht beherrschende Anteile 13 -6
Gesamtkonzernergebnis 430 -1.508

Konzerngeldflussrechnung

Anhangs
angabe
2010
TEUR
2009
TEUR
Geldflüsse aus der Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis vor Steuern 1.464 -930
Abschreibungen (1) (2) 3.661 5.850
Investitionszuschüsse -44 -94
Zuschreibungen/Abschreibungen auf finanzielle Vermögenswerte 0 -23
Veränderung langfristiger Rückstellungen -140 -96
Zinsertrag (19) -61 -89
Zinsaufwand (20) 1.371 1.614
6.252 6.232
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Vorräte 3.878 1.719
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 80 1.075
Sonstige Vermögenswerte 156 -305
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen u. sonstige Verbindlichkeiten -1.559 836
Rückstellungen -19 -981
Währungsumrechnungsbedingte Veränderung -448 -237
8.340 8.339
Erhaltene Zinsen 61 89
Gezahlte Zinsen -1.321 -1.568
Gezahlte Ertragsteuern -411 -69
6.669 6.791
Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit
Erwerb von Sachanlagen (1) -2.218 -2.489
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten (2) -390 -57
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 65 15
-2.543 -2.531
Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
Nettoveränderung aus Finanzierungen -2.486 -4.648
Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung 0 -432
-2.486 -5.080
Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen
aus der Umrechnung von Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente in anderen Währungen -36 -53
Nettozunahme von Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.604 -873
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Jahres (7) 3.351 4.224
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Jahres (7) 4.955 3.351

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

22 Grundkapital rücklagen
Kapital-
Unterschiede
Währungsum
Kumulierte
Ergebnisse
Summe beherrschende
nicht
Eigenkapital
Summe
TEUR TEUR rechnung
TEUR
TEUR TEUR Anteile
TEUR
TEUR
Stand am 31. Dezember 2008 10.905 1.118 -140 21.955 33.838 353 34.191
Periodenverlust 2009 0 0 0 -490 -490 -6 -496
Währungsumrechnung 0 0 -1.013 0 -1.013 0 -1.013
Gesamtperiodenergebnis 0 0 -1.013 -490 -1.503 -6 -1.509
Veränderung nicht beherrschende Anteile 0 0 0 -73 -73 -359 -432
Stand am 31. Dezember 2009 10.905 1.118 -1.153 21.392 32.262 -12 32.250
Periodengewinn 2010 0 0 0 177 177 13 190
Währungsumrechnung 0 0 240 0 240 0 240
Gesamtperiodenergebnis 0 0 240 177 417 13 430
Stand am 31. Dezember 2010 10.905 1.118 -913 21.569 32.679 1 32.680

1. Das Unternehmen

Die Rath AG und Tochtergesellschaften (in der Folge "Rath Gruppe" genannt) erzeugt Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Walfischgasse 14, 1010 Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA.

Die Aktien der Rath AG notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".

2. Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- u. Bewertungsmethoden

2.1.Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Rath Gruppe zum 31. Dezember 2010 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board ("IASB") herausgegebenen International Financial Reporting Standards ("IFRS"), einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committees ("IFRIC"), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Rath Gruppe zugrunde.

Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode), aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte teilweise angepasst.

2.2.Änderungen und Erweiterung der IFRS

Die Änderungen bestehender IAS und IFRS, neuer IFRS sowie IFRIC-Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, wurden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses der Rath Gruppe beachtet.

Erstmalig angewandte Standards und Interpretationen

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind im Geschäftsjahr 2010 erstmals anzuwenden:

Standard Inhalt Inkrafttreten1)
IFRIC 12 Service-Konzessionsverträge 30. März 2009
IAS 27 (2008) Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS 1. Juli 2009
IFRS 3 (2008) Unternehmenszusammenschlüsse 1. Juli 2009
IFRIC 16 Sicherungen von Nettoinvestitionen in ausländischen Tochtergesellschaften 1. Juli 2009
IAS 39 Geeignete Grundgeschäfte 1. Juli 2009
IAS 39 / IFRS 7 Datum des Inkrafttretens der Umklassifizierungen 13. September 2009
IFRIC 17 Sachdividenden an Eigentümer 1. November 2009
IFRIC 18 Übertragung von Vermögenswerten von Kunden 1. November 2009
IFRS 2 Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Konzern, die in bar erfüllt werden 1. Jänner 2010
IFRIC 15 Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien 1. Jänner 2010
diverse Standards Verbesserungen zu den IFRS 2009 1. Jänner 2010

1) Die Regelungen sind jeweils für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens entsprechend der jeweiligen EU-Verordnung beginnen.

IFRS 3 (2008): Unternehmenszusammenschlüsse und IAS 27 (2008): Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS

Die wesentlichsten Neuerungen der überarbeiteten Version des IFRS 3 lassen sich wie folgt zusammenfassen: Für die bilanzielle Behandlung von nicht beherrschenden Anteilen (bisher: Minderheitenanteile) sieht die neue Fassung des IFRS 3 ein Wahlrecht zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert oder dem anteiligen identifizierbaren Nettovermögen vor. Für sukzessive Unternehmenserwerbe erfolgt im Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung eine erfolgswirksame Neubewertung bereits bestehender Anteile an dem erworbenen Unternehmen. Der Geschäfts- oder Firmenwert ermittelt sich im Anschluss als Differenz zwischen dem neubewerteten Beteiligungsbuchwert zuzüglich Kaufpreiszahlungen für den Erwerb der neuen Anteile zuzüglich Minderheitsanteile abzüglich des erworbenen Nettovermögens. Weiters sind Anschaffungsnebenkosten aufwandswirksam zu erfassen.

23

Die wesentlichen Änderungen des überarbeiteten IAS 27 lassen sich wie folgt zusammenfassen: Änderungen in der Beteiligungsquote ohne Verlust der Beherrschung sind ausschließlich als Eigenkapitaltransaktionen zu erfassen. Bei Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens sind die konsolidierten Vermögenswerte und Schulden auszubuchen. Neu geregelt ist, dass ein verbleibendes Investment an dem vormaligen Tochterunternehmen beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten ist und dass sich hierbei ergebende Differenzen ergebniswirksam zu erfassen sind. Aus der erstmaligen Anwendung von IAS 27 (2008) ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Weitere Erstanwendungen

Die Erstanwendung der weiteren geänderten oder neugefassten Standards und Interpretationen hatte keine Auswirkung auf den vorliegenden Konzernabschluss.

Bereits von der EU übernommene, aber noch nicht angewandte Standards und Interpretationen

Folgende Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen sind zum Bilanzstichtag bereits von der EU übernommen, aber für das Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden auch nicht vorzeitig angewandt:

Standard Inhalt Inkrafttreten1)
IAS 32 Einstufung von Bezugsrechten 1. Februar 2010
diverse Standards Verbesserungen zu den IFRS 2010 30. Juni 2010
IFRIC 19 Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten 1. Juli 2010
IAS 24 (2009) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen 1. Jänner 2011
IFRIC 14 Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen 1. Jänner 2011

1) Die Regelungen sind jeweils für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem Datum des Inkrafttretens entsprechend der jeweiligen EU-Verordnung beginnen.

Es wird erwartet, dass sich aus den Änderungen oder Neufassungen von Standards und Interpretationen keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Rath Gruppe ergeben werden. Eine freiwillige vorzeitige Anwendung ist nicht geplant.

2.3.Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Muttergesellschaft ist die Rath AG, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss ("Control") der Muttergesellschaft stehen ("Tochtergesellschaften"), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst die Rath AG nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und wesentliche unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft noch folgende Unternehmen:

Name Konzernanteil [%] Einbeziehungsmethode
Aug. Rath jun. GmbH, Österreich 100*) Vollkonsolidierung
Rath GmbH, Deutschland 100 Vollkonsolidierung
Rath Hungaria Kft., Ungarn 100 Vollkonsolidierung
Rath USA Inc., USA
Rath Inc.
Rath Refractories Inc.
100 Vollkonsolidierung
Rath zarotechnika spol. s r.o., Tschechien 100 Vollkonsolidierung
Rath Polska Sp. z o.o., Polen 100 Vollkonsolidierung
Rath SAS, Frankreich 95 Vollkonsolidierung
Rath Ukrajina TOW, Ukraine 100 Vollkonsolidierung

*) gerundet

2.4.Währungsumrechnung

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der Rath AG ist der Euro.

Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in EUR erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Einzelabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierende Wertanpassungen in EUR erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Nicht realisierte Währungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen, die als Teil der Nettoinvestition in einer Konzerngesellschaft betrachtet werden, werden ebenfalls erfolgsneutral im Posten "Unterschiede aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst.

Stichtagskurs
31.12.2010
Stichtagskurs
31.12.2009
Durchschnittskurs
1-12 2010
Durchschnittskurs
1–12 2009
Durchschnittskurs
1–12 2008
USD 1,322 1,441 1,326 1,424 1,470
HUF 277,600 270,420 275,480 279,271 251,510
CZK 25,170 26,473 25,284 26,367 24,950
PLN 3,996 4,105 3,995 4,346 3,510

Insbesondere folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

entspricht 1 Euro.

Quelle: Oesterreichische Nationalbank (www.oenb.at)

2.5.Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten die angefallen sind, um den Gegenstand in seinen derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt 3 bis 15 Jahre. Es existieren keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer.

b) Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen für Mietobjekte werden die geschätzten Aufwendungen für deren Wiederherstellung bzw. die Abbruchkosten aktiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen beinhalten Einzelkosten sowie angemessene variable und fixe Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten wurden aufgrund von nicht vorhandenen qualifizierten Verbindlichkeiten nicht angesetzt.

In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn sie zu einer wesentlichen Erhöhung der künftigen Nutzungsmöglichkeit des Gegenstandes (z.B. durch erweiterte Einsatzmöglichkeiten oder eine signifikante Verlängerung der Nutzungsdauer) führen.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Gegenstandes. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende Nutzungsdauern angenommen:

Nutzungsdauer in Jahren
------------------------- --
von bis
Gebäude 10 35
Maschinen 10 20
Geschäftsausstattung 5 15

c) Vermögenswerte aus Miet- und Leasingverhältnissen

Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf die Rath Gruppe über (Finanzierungs-Leasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestzahlungen. Der angesetzte Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit angesetzt.

Beim Finanzierungsleasing werden aus Sicht des Leasingnehmers die zugrunde liegenden Leasingobjekte mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen zum Anschaffungszeitpunkt aktiviert und über die Nutzungsdauer abgeschrieben. Den aktivierten Vermögenswerten stehen jeweils der Barwert der Verbindlichkeit aus den noch offenen Leasingzahlungen zum Bilanzstichtag gegenüber.

d) Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.

Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.

e) Finanzielle Vermögenswerte

Alle Wertpapiere werden als "available for sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten (fair value), in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers bzw. bei dauerhafter Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Etwaige Wertaufholungen werden bis zu den Anschaffungskosten über die Gewinn- und Verlustrechnung geführt. Sobald der Zeitwert die Anschaffungskosten übersteigt, werden diese Veränderungen im Eigenkapital erfasst.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsekurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.

f) Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.

Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.

Fertigungsaufträge werden, sofern die Voraussetzungen des IAS 11 vorliegen, nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (Percentage of Completion) bilanziert. Nach der Teilgewinnrealisierungsmethode werden die aufgewandten Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlages unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad wird in der Regel im Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand ermittelt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Rückstellungen gedeckt, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passiviert.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.

Seit dem 1. Jänner 2005 unterliegt die Rath Gruppe dem europäischen Emissionshandelssystem. Im Rahmen dieses Systems erhalten die betroffenen Unternehmen Emissionszertifikate, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres entsprechend dem tatsächlichen Ausstoß des Jahres an die zuständige Behörde zurückgegeben werden müssen. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate pro Jahr, müssen die fehlenden Zertifikate zugekauft werden.

Zugekaufte Zertifikate werden als sonstige Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und zum Zeitpunkt der Abführung der Zertifikate an die zuständige Behörde ausgebucht. Sofern der vorhandene Bestand an Emissionszertifikaten die voraussichtlichen Verpflichtungen nicht deckt, werden Rückstellungen gebildet.

Unentgeltlich erworbene Zertifikate werden nicht bilanziert. Erlöse aus dem Verkauf dieser Rechte werden ertragswirksam vereinnahmt.

Die Rath Gruppe verfügte über ausreichende Gratiszertifikate.

h) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten.

i) Wertminderung

Bei Vermögenswerten außer Vorräten und latente Steueransprüche, wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Liegen Anhaltspunkte vor, ermittelt die Rath Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Der Nutzwert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cash Flows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer, unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein von einander unabhängiger Cash Flow generiert werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cash Flow ermittelt werden kann (cash generating unit). Die Rath Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "cash generating unit".

Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.

Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nutzwert.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Anhaltspunkte einer Wertminderung vor.

j) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Pensionsverpflichtungen

Aufgrund von Einzelzusagen ist die Rath Gruppe verpflichtet, an insgesamt 2 Pensionsbezieher/leitende Angestellte nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.

Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation - DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit method - PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10 % des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Lebenserwartung der betroffenen Personen ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2009 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2010 2009
Zinssatz 4,40% 5,50%
Pensionssteigerungen 2,25% 2,25%
Pensionsalter Männer 65 Jahre 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

Abfertigungsverpflichtungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31.12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Die Ermittlung der Rückstellung erfolgt nach der projected unit credit method. Dabei wird der Barwert der künftigen Zahlungen bis zu jenem Zeitpunkt angesammelt, in dem die Ansprüche bis zu ihrem Höchstbetrag entstehen (25 Jahre). Die Berechnung erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10 % des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2010 und 31. Dezember 2009 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2010 2009
Zinssatz 4,50% 5,50%
Bezugssteigerungen 2,75% 2,75%
Pensionsalter Frauen 56,5 Jahre 56,5 Jahre
Pensionsalter Männer 61,5 bis 65 Jahre 61,5 bis 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt die Rath Gruppe ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53 % des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Rath Gruppe ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

Sonstige langfristige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern

Aufgrund kollektivvertraglicher Vereinbarungen ist die Rath Gruppe in Österreich verpflichtet, an Mitarbeiter Jubiläumsgelder nach Maßgabe der Erreichung bestimmter Dienstjahre (ab 15 Dienstjahren) zu leisten. Für diese Verpflichtung wurde auf Basis einer finanzmathematischen Berechnung mit einem Zinssatz von 4,5 % (31.12.2009: 5,5 %) eine Rückstellung gebildet.

k) Rückstellungen

Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die Rath Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Bestehen bei einer Sachanlage Rückbauverpflichtungen zum Ende der Nutzungsdauer, so werden die Aufwendungen dafür als Rückstellung für Entsorgungskosten passiviert und als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Sachanlage aktiviert.

Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.

l) Steuern

Die effektive Steuerbelastung umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der Rath Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der balance sheet liability method für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Weiters wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25 %, in Deutschland von 31 %, in Ungarn von 10 % (31.12.2009: 19%) und in den USA von 42,7 % zugrunde gelegt.

m)Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der Effektivzinsmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).

n) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.

o) Derivative Finanzinstrumente

Die Rath Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern.

Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die Rath Gruppe bei Auflösung des Geschäftes zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt.

p) Umsatzrealisierung

Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.

Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrages verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandspositionen. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

q) Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträge

Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "available for sale" Wertpapiere.

Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge.

Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.

r) Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können. Zu den in der Bilanz nicht erfassten Verpflichtungen und Wertminderungen aufgrund von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Haftungsverhältnissen werden regelmäßig Einschätzungen vorgenommen, ob eine bilanzielle Erfassung im Abschluss zu erfolgen hat, die Schätzungen und die zugrunde liegenden Annahmen werden fortlaufend überprüft. Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich die genannten Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt und die Prämissen entsprechend angepasst.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • • Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet.
  • • Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zu Grunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.

3. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Sachanlagen

Grundstücke
und Gebäude
Maschinen Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Zahlungen und
Anlagen in Bau
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
23.168 74.097 11.846 1.607 110.718
378 953 195 964 2.489
-185 -3.137 -670 0 -3.992
24 486 54 -937 -373
-120 -428 -33 -1 -581
23.265 71.972 11.392 1.634 108.262
20 799 232 1.167 2.218
-72 -8 -43 0 -123
45 745 -663 -137 -11
-382 -679 63 -2 -1.000
22.876 72.828 10.980 2.662 109.346
11.691 51.480 6.914 0 70.085
852 4.377 376 0 5.606
-184 -2.750 -655 0 -3.589
-16 -115 -23 0 -153
12.343 52.992 6.613 0 71.949
3.242
-117
0 529 -529 0 0
-1.155 -481 23 0 -1.613
11.325 55.715 6.421 0 73.461
11.477 22.617 4.932 1.607 40.633
10.921 18.979 4.779 1.634 36.313
35.885
203
-67
11.551
2.682
-7
17.113
357
-43
4.558
0
0
2.662

In den Positionen Gebäude sowie Maschinen und Geschäftsausstattung sind im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverträgen geleaste Hallen und Produktionsanlagen mit Buchwert von TEUR 4.750 (31.12.2009: TEUR 5.502) enthalten. Die aus diesen Verträgen bestehende Leasingverbindlichkeit ist unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Die tatsächlich verrechneten Leasingzahlungen werden in eine Tilgungs- und Zinskomponente aufgeteilt. Diese Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 11 Jahren.

In der Position Abschreibungen sind im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten.

30

Die Änderung der Nutzungsdauer hat auf den Abschreibungsaufwand des Geschäftsjahres eine positive Auswirkung in Höhe von TEUR 2.060.

Der Buchwert der als Sicherstellung für langfristige Fremdfinanzierungen verpfändeten Grundstücke und Gebäude beträgt:

Stand 31.12.2010
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
IKB Deutsche Industriebank 98,1 Grundschuld in Höhe von TEUR 1.790
Postbank Köln 1.637,9 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
1.736,0
Stand 31.12.2009
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
IKB Deutsche Industriebank 294,3 Grundschuld in Höhe von TEUR 1.790
Postbank Köln 2.264,7 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
2.559,0

Den gewährten Sicherstellungen gegenüber der IKB stehen offene Kredite in Höhe von TEUR 98 (31.12.2009: TEUR 294) und gegenüber der Postbank Köln in Höhe von TEUR 1.638 (31.12.2009: TEUR 2.265) gegenüber. Der Kredit gegenüber der IKB läuft im Jahr 2011 und der Kredit gegenüber der Postbank Köln läuft im Jahr 2013 aus.

Für Investitionen erhaltene Subventionen (Invest-Zuschüsse) sind in der Bilanz auf der Passivseite ausgewiesen.

(2) Immaterielle Vermögenswerte

Computer Software
und Lizenzen
Kundenstock Summe
TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2009 1.747 500 2.247
Zugänge 57 0 57
Abgänge -14 0 -14
Umbuchungen 373 0 373
Währungskursänderungen -65 0 -65
Stand am 31.12.2009 2.097 500 2.597
Zugänge 390 0 390
Abgänge 0 0 0
Umbuchungen 11 0 11
Währungskursänderungen 115 0 115
Stand am 31.12.2010 2.612 500 3.112
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2009 1.609 200 1.809
Abschreibungen 144 100 244
Abgänge -14 0 -14
Währungskursänderungen -67 0 -67
Stand am 31.12.2009 1.672 300 1.972
Abschreibungen 300 100 400
Abgänge 0 0 0
Währungskursänderungen 116 0 116
Stand am 31.12.2010 2.089 400 2.489
Buchwert am 1.1.2009 138 300 438
Buchwert am 31.12.2009 424 200 624
Buchwert am 31.12.2010 523 100 623

(3) Finanzielle Vermögenswerte

Anschaffungs
kosten
31.12.2009
(+) Zugänge
(-) Abgänge
31.12.2010
Anschaffungs
kosten
31.12.2010
Buchwert
31.12.2010
Buchwert
31.12.2009
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Beteiligungen 0 5 5 5 0
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 753 0 753 634 632
753 5 758 639 632

Die ausgewiesene Beteilgung betrifft die FEAL GmbH, Sitz in Hamm (DE) an der die Muttergesellschaft 16,67 % hält. Die Wertpapiere wurden als "zur-Veräußerung-verfügbar" im Sinne des IAS 39 klassifiziert. Sie umfassen Anteile an drei Investmentfonds und dienen der Deckung der Pensionsrückstellungen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG.

(4) Vorräte

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 6.240 7.201
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren brutto 10.402 13.643
Wertberichtigung auf Fertigerzeugnisse und Handelswaren -834 -1.158
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren netto 9.568 12.486
15.808 19.686

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Forderungen an Dritte 11.350 10.491
Forderungen an Dritte gem. IAS 11 (percentage of completion method) 413 570
Forderungen an beteiligten Unternehmen 1 16
Forderungen gegenüber Finanzämtern 523 1.215
Übrige 220 295
12.507 12.587

Von den Forderungen an Dritte wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 506 (31.12.2009: TEUR 609) abgesetzt.

Den Forderungen gemäß IAS 11 stehen Kosten von TEUR 315 (31.12.2009: TEUR 456) gegenüber.

(6) Sonstige Vermögenswerte

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
ARA 161 317

(7) Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 4.941 3.334
Kassenbestand 14 16
4.955 3.350

Die Guthaben bei Kreditinstituten sind frei verfügbar.

(8) Eigenkapital

Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der Rath AG mit TEUR 10.905 ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen. Die Aktien sind zur Gänze einbezahlt.

Die Stückaktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt das Recht auf die Auszahlung der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung.

Die im Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen (31.12.2010: TEUR 1.118; 31.12.2009: TEUR 1.118) dürfen gemäß § Abs. 3 des österreichischen Aktiengesetzes nur zum Ausgleich eines ansonsten im Einzelabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.

Die freie Rücklage resultiert aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten.

Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die Muttergesellschaft weist zum 31. Dezember 2010 einen Bilanzverlust in Höhe von TEUR 421 aus. Demnach wird der Vorstand der Hauptversammlung einen Vortrag des Bilanzverlustes auf neue Rechnung vorschlagen.

Zum 31. Dezember 2010 werden keine eigenen Aktien der Rath AG gehalten. Es werden keine Anteile (31.12.2009: keine) für die Ausgabe aufgrund von Optionen und Verkaufsverträgen zurückgehalten.

Die Unterschiede aus der Währungsumrechnung umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen entstanden sind.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital (nicht beherrschende Anteile) betreffen die Aug. Rath jun. GmbH, Österreich und die Rath SAS, Frankreich.

(9) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 2.053 2.134
Rückstellungen für Abfertigungen 676 735
2.729 2.869
Pensionen Abfertigungen
2010
TEUR
2009
TEUR
2010
TEUR
2009
TEUR
Herleitung der Defined Benefit Obligation (DBO)
Stand am 1.1. 1.928 1.988 569 617
Dienstzeitaufwand 0 0 17 29
Zinsenaufwand 102 109 31 36
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr -169 -161 -100 -64
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr 261 -8 88 -49
Stand am 31.12. 2.122 1.928 605 569
Herleitung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Defined Benefit Obligation (DBO) 2.122 1.928 605 569
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) -69 206 71 166
Rückstellung am 31.12. 2.053 2.134 676 735
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand
Dienstzeitaufwand 0 0 17 29
Zinsenaufwand 102 109 31 36
Realisierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) -14 -54 -7 -3
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 88 55 41 62
Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Rückstellung am 1.1. 2.134 2.240 735 737
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 88 55 41 62
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr -169 -161 -100 -64
Rückstellung am 31.12. 2.053 2.134 676 735
Entwicklung der kumulierten aktuarischen Gewinne/Verluste
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 1.1. 206 252 166 120
Amortisierung des aktuarischen Gewinnes / Verlustes im Geschäftsjahr -14 -54 -7 -3
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr -261 8 -88 49
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 31.12. -69 206 71 166
2010
TEUR
2009
TEUR
2008
TEUR
2007
TEUR
Historische Information - Pensionen
Erwartete DBO am Ende der Periode 1.867 1.928 1.988 2.082
Erfahrungsbedingte Berichtigungen -80 15 5 5
Historische Information - Abfertigungen
Erwartete DBO am Ende der Periode 602 669 616 852
Erfahrungsbedingte Berichtigungen -32 49 -97 -19

Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr TEUR 169 (31.12.2009: TEUR 161).

(10) Finanzverbindlichkeiten

31.12.2010 31.12.2009
Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 0 10.782 10.782 0 11.406 11.406
Exportdarlehen 0 2.963 2.963 0 2.963 2.963
Investitionskredit 4.714 3.390 8.104 6.782 2.432 9.214
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 3.499 1.251 4.750 4.410 1.092 5.502
8.213 18.386 26.599 11.192 17.893 29.085

Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

davon Restlaufzeit
unter 1 Jahr
davon Restlaufzeit
zwischen 2 und 5
Jahren
davon Restlaufzeit
über 5 Jahre
2010 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 10.782 10.782 0 0
Exportdarlehen 2.963 2.963 0 0
Investitionskredit 8.104 3.390 4.714 0
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 4.750 1.251 2.911 588
26.599 18.386 7.625 588
davon Restlaufzeit
unter 1 Jahr
davon Restlaufzeit
zwischen 2 und 5
Jahren
davon Restlaufzeit
über 5 Jahre
2009 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 16.887 11.406 0 0
Exportdarlehen 2.963 2.963 0 0
Investitionskredit 3.733 2.432 6.782 0
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 5.502 1.092 3.870 539
29.085 17.893 10.652 539

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Finanzierung Währung Buchwert
zum
31.12.2010
TEUR
Effektiv
verzinsung
2010
%
Buchwert
zum
31.12.2009
TEUR
Effektiv
verzinsung
2009
%
Zinsen
fix/variabel
Fälligkeit
Kontokorrentkredit EUR 9.765 1,88 - 2,98 10.497 1,88 - 3,95 variabel < 1 Jahr
Kontokorrentkredit USD 1.017 2,75 909 2,75 variabel < 1 Jahr
Exportdarlehen EUR 2.963 3,0 2.963 3,9 variabel < 1 Jahr
Investitionskredit EUR 8.104 3,00 - 5,85 9.214 3,00 - 5,85 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing EUR 1.305 2,9 1.364 3,5 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing USD 3.445 6,4 - 8,0 4.137 6,4 - 8,0 fix > 1 Jahr
26.599 29.084

Details zu den gewährten Sicherheiten sind unter Pkt. 3.1 dargestellt. Über die gewährten Sicherheiten hinaus existieren keine weiteren Bedingungen die die Rath-Gruppe zu erfüllen hat.

Für einen Teil der o.a. variablen Kredite existiert ein Zinsswap - nähere Angaben sind unter Pkt. 4.1 dargestellt.

Die Marktwerte der variablen verzinsten Finanzverbindlichkeiten weichen nicht wesentlich von den Buchwerten ab. Die fix verzinsten Finanzverbindlichkeiten haben einen Marktwert von TEUR 3.873 (31.12.2009: TEUR 4.230).

(11) Rückstellungen

Gewähr
leistung
Noch nicht
konsumierte
Urlaube
Sonstige Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1.1.2009 331 791 2.577 3.699
Verbrauch -241 -234 -1.643 -2.118
Neubildung 0 42 1.095 1.137
Stand 31.12.2009 90 599 2.029 2.718
Verbrauch 0 -254 -318 -572
Neubildung 0 200 353 553
Stand 31.12.2010 90 545 2.064 2.699
Davon langfristig 0 0 221 221
Davon kurzfristig 90 545 1.843 2.478
90 545 2.064 2.699

Die Rückstellungen für Gewährleistungen betreffen die Kosten der erwarteten Reklamationen für die sich noch im Gewährleistungszeitraum (3 Jahre) befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist der Barwert der auf Basis von Erfahrungswerten durchgeführten bestmöglichen Schätzung dieser Kosten.

Die Rückstellung für noch nicht konsumierte Urlaube stellt den erwarteten Aufwand für die noch nicht konsumierten Urlaube dar.

Die langfristige Rückstellung betrifft die vertragsmäßig vereinbarten Rückbaukosten an einem Standort. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Beratungskosten und die Kosten des Zinsswaps.

(12) Ertragsteuern

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2010
TEUR
2009
TEUR
Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr (tatsächliche Steuer) 793 537
Körperschaftsteuer-Nachzahlung für Vorjahre 0 -364
Latente Steuer 481 -608
1.274 -435

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Latente Steueransprüche
Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften 326 398
Personalrückstellungen -86 -65
Sonstige 11 217
Verlustvorträge 3.903 3.186
4.154 3.736
Latente Steuerschulden
Sachanlagen 1.708 772
Sonstige 28 42
1.736 814
Latente Steuern (netto) 2.418 2.922

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von TEUR 8.696 (31.12.2009: TEUR 9.357) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist. Auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 8.092 (31.12.2009: TEUR 5.252) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig.

Es besteht ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25 % erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellen sich wie folgt dar:

2010
TEUR
2009
TEUR
Ergebnis vor Steuern 1.464 -930
Erwartete Steuerbelastung 25% 25%
366 -233
Verminderung der Steuerbelastung durch:
Forschungs- und Investitionsförderungen -31 -93
Niedrigere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften -9 -6
Auswirkung der Änderung des Steuersatzes 0 -7
2010
TEUR
2009
TEUR
Erhöhung der Steuerbelastung durch:
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 6 10
Nicht angesetzte latente Steuer 369 136
Auswirkung der Änderung des Steuersatzes 139 0
Niedrigere Steuersätze auf Verluste bei ausländischen Tochtergesellschaften 245 14
Höhere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften 61 109
Nachzahlung für Vorjahre 0 -364
Sonstige 128 0
Effektive Steuerbelastung 1.274 -434

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 6.199 7.104
Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 156 605
Sonstige Verbindlichkeiten 1.247 1.451
7.602 9.160

Die sonstigen Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Finanzamt 210 298
Krankenkassen 285 383
Übrige 752 770
1.247 1.451

(14) Umsatzerlöse und Geschäftssegmentberichterstattung

In der nachfolgenden Tabelle, im Bereich Projektumsatz sind im Geschäftsjahr 2010 TEUR 413 (31.12.2009: TEUR 570) für Percentage of completion enthalten, die Kosten für diese Projekte belaufen sich auf TEUR 315 (31.12.2009: TEUR 456).

Die Darstellung der Geschäftssegmente erfolgt nach Regionen. Die Geschäftssegmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen des Konzerns. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden den einzelnen Geschäftssegmenten nur so weit zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Geschätfssegmenten zuordenbar waren. Nicht auf diese Weise zuordenbare Posten sind in der Spalte "Sonstige" ausgewiesen. Sie umfassen Vermögenswerte und Aufwendungen der Konzernverwaltung und langfristige Finanzierungen. Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf drittüblicher Basis.

Die Geschäftssegmentinformationen unterliegen den gleichen Ausweisbilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss. Es existieren keine Tauschgeschäfte in den ausgewiesenen Umsatzerlösen.

Die Geschäftssegmentierung umfasst folgende Regionen:

Österreich: Rath AG, Aug. Rath jun. GmbH
Deutschland: Rath GmbH
Ungarn: Rath Hungaria Kft.
Rest Europa: Rath zarotechnika spol s r.o., Rath Polska Sp. z o.o., Rath Ukrajina TOW, Rath SAS
USA: Rath USA Inc. (Teilkonzern) - Rath Inc., Rath Refractories Inc.

Die Geschäftssegmentierung nach Regionen erfolgt beim Umsatz nach dem Sitz der Kunden, bei Vermögenswerten nach dem Ort, an dem sich die Gegenstände befinden.

Geschäftssegmentierung nach Regionen

Österreich Deutschland Ungarn Rest Europa USA Konsolidierung Summe
2010 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 18.719 18.577 5.541 1.478 8.976 0 53.291
Projektaufträge 12.332 4.655 1.318 2.506 766 0 21.576
Innenumsätze 7.757 9.956 4.169 8 19 -21.910 0
Summe 38.808 33.188 11.029 3.992 9.761 -21.910 74.868
Segmentergebnis (EBIT) 146 2.472 32 465 -881 488 2.723
Finanzerträge 1.563 -1.284 5 0 2 329 615
Finanaufwendungen -1.196 -167 -223 -19 -361 225 -1.740
Finanzergebnis 367 -1.451 -218 -19 -359 554 -1.126
Ergebnis vor Steuer 513 1.021 -186 447 -1.240 1.042 1.596
Verschmelzungsergebnis 0 0 0 0 0 0 0
Ertragsteuern -120 -739 -162 -119 93 -227 -1.274
Jahresergebnis 393 282 -348 328 -1.147 682 190
Segmentvermögen 30.628 36.106 12.915 2.335 16.062 -23.314 74.732
Segmentverbindlichkeiten 27.333 12.575 9.108 1.889 13.573 -22.426 42.052
Investitionen 650 1.587 68 32 367 0 2.704
Abschreibungen 1.181 1.253 347 51 829 0 3.661
Österreich Deutschland Ungarn Rest Europa USA Konsolidierung Summe
2009 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 19.526 18.838 5.704 955 5.761 0 50.784
Projektaufträge 13.936 7.133 626 3.214 2.001 0 26.909
Innenumsätze 5.254 6.999 5.913 19 0 -18.185 0
Summe 38.716 32.970 12.243 4.187 7.762 -18.185 77.694
Segmentergebnis (EBIT) -364 1.754 198 -247 -651 253 943
Finanzerträge 4.136 223 992 170 7 -4.257 1.271
Finanaufwendungen -5.050 -167 -1.418 -189 -507 4.186 -3.144
Finanzergebnis -914 56 -426 -18 -500 -70 -1.873
Ergebnis vor Steuer -1.278 1.810 -228 -265 -1.151 183 -930
Verschmelzungsergebnis 0 -1.025 0 0 0 1.025 0
Ertragsteuern 315 -149 112 42 86 29 435
Jahresergebnis -963 636 -116 -223 -1.065 1.236 -495
Segmentvermögen 33.412 35.307 12.706 2.063 14.369 -20.610 77.246
Segmentverbindlichkeiten 30.508 12.061 8.445 1.978 11.030 -19.026 44.996
Investitionen 1.847 1.394 377 77 367 -1.516 2.545
Abschreibungen 1.420 2.402 712 53 1.242 -2 5.827

(15) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

2010 2009
TEUR TEUR
Materialaufwand 18.646 20.466
Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.342 14.098
28.988 34.564

(16) Personalaufwand

2010 2009
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 17.092 17.318
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 3.799 4.106
Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse 89 101
Aufwand für Abfertigungen und Jubiläumsgelder 123 190
Sonstiger Personalaufwand 179 193
21.281 21.908
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand:
Angestellte 194 161
Arbeiter 355 389
549 551

Teilzeitbeschäftigte sind in dieser Aufstellung arbeitszeitaliquot berücksichtigt.

(17) Andere betriebliche Erträge

2010 2009
TEUR TEUR
Erträge aus Vorperioden 82 126
Auflösung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen von Forderungen 73 124
Erträge aus Mieten 99 121
Förderungen/Zuschüsse 119 104
Schadensfälle, Versicherungsvergütungen 124 0
Übrige 266 200
763 675

(18) Übrige betriebliche Aufwendungen

2010
TEUR
2009
TEUR
Instandhaltungen 2.131 2.495
Ausgangsfrachten und Aufwendungen für Fuhrpark 2.917 2.517
Miet- und Leasingaufwand 1.071 1.186
Reise- und Fahrtaufwendungen 760 975
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 915 879
EDV- und Kommunikationsaufwendungen 752 788
Versicherungen 504 624
Provisionen an Dritte 366 443
Werbung und Repräsentation 368 425
Beratung F&E, technische Prüfkosten 163 378
Übrige Aufwendungen 3.659 4.478
13.606 15.188

Die übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Forderungsverluste, Büromaterial, Entsorgungskosten etc.

(19) Finanzerträge

2010
TEUR
2009
TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge 61 89
Zuschreibungen auf Finanzanlagen 0 23
Kursdifferenzen 554 1.159
615 1.271

(20) Finanzaufwendungen

2010
TEUR
2009
TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.321 1.568
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0
Bewertung Zinsswap 50 46
Kursdifferenzen 502 1.531
1.873 3.145

(21) Forschung und Entwicklung

In den Aufwendungen sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten von:

2010
TEUR
2009
TEUR
Personalkosten 618 572
Technische Prüfkosten 163 378
781 950

4. Sonstige Angaben

4.1.Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente.

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2010 31.12.2009
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
TEUR
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
TEUR
Zinsswap 4.500 4,35 -538 4.500 4,35 -488

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis von Marktpreisen ermittelt und ist in der Position Rückstellungen inkludiert.

Marktrisiko

Die für die Rath Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und die Risiken, die aus Preisschwankungen von Rohstoffen und Energie resultieren. Das Ziel des Risikomanagements ist hier, durch die Überwachung und Steuerung dieser Risiken unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen eventuelle Verluste zu minimieren.

Zinsenänderungsrisiko

Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen nur aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten, die Angabe des effektiven Zinssatzes und der Restlaufzeiten sowie Informationen über bestehende Sicherungsgeschäfte sind in Pkt. 3.10 enthalten.

Währungsänderungsrisiko

Die Rath Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD und HUF-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.

Kreditrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Forderung aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 12.507 12.587
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4.955 3.350
veräußerbare Wertpapiere aus dem Anlagevermögen 634 632
Sonstige Vermögenswerte 161 317
18.257 16.886

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

31.12.2010
TEUR
31.12.2009
TEUR
Forderungen gegenüber Großkunden, brutto 4.753 4.985
Forderungen gegenüber Übrige, brutto 8.260 8.211
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, brutto 13.013 13.196
Wertberichtigungen -506 -609
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen, netto 12.507 12.587

Etwa 38 % der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden.

Die Altersstruktur der Forderungen sowie die erfassten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2010
Brutto
TEUR
31.12.2010
WB
TEUR
31.12.2009
Brutto
TEUR
31.12.2009
WB
TEUR
Noch nicht fällig 4.815 0 5.835 0
Überfällig 0 - 90 Tage 6.116 0 5.492 0
Überfällig 91 - 180 Tage 1.562 -456 1.402 -548
Überfällig 181 - 360 Tage 521 -51 467 -61
Überfällig mehr als ein Jahr 0 0 0 0
13.013 -506 13.196 -609

Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäquate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien zu ermöglichen.

Die folgende Aufstellung zeigt die vertraglichen Fälligkeiten sowie die erwarteten Zinszahlungen von finanziellen Schulden.

Summe
31.12.2010 Buchwert
TEUR
vertragliche
Cash Flows
TEUR
< 6 Monate
TEUR
6-12
Monate
TEUR
1-2
Jahre
TEUR
2-5
Jahre
TEUR
> 5
Jahre
TEUR
Nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten 21.849 22.459 10.835 3.044 3.240 5.340 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
4.750 5.504 768 768 1.485 1.894 588
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
7.602 8.956 8.956 0 0 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 539 834 64 64 128 385 192
34.740 37.753 20.624 3.877 4.854 7.618 780
Summe
Buchwert vertragliche
Cash Flows
< 6 Monate 6-12
Monate
1-2
Jahre
2-5
Jahre
> 5
Jahre
31.12.2009 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten 23.583 24.583 11.491 3.044 2.350 7.698 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
5.502 6.590 719 719 1.363 3.211 578
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
9.160 9.160 9.160 0 0 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 488 1.369 86 86 171 513 513
38.733 41.702 21.456 3.849 3.884 11.422 1.091

Währungsrisiko

31.12.2010 31.12.2009
EUR USD HUF Andere EUR USD HUF Andere
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen uns sonstige Forderungen
6.996 1.956 1.785 1.027 8.001 1.297 670 1.109
Finanzielle Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten -17.269 -1.017 -3.563 0 -18.863 -909 -3.808 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
-1.305 -3.445 0 0 -1.364 -4.137 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen und sonstige
Verbindlichkeiten
-5.959 -417 -849 -377 -7.987 -224 -724 -224
Nettoexposure -17.537 -2.923 -2.627 650 -20.213 -3.973 -3.862 885

Die Umrechnungskurse sind unter Pkt. 2.4 dargestellt.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2009 erstellt, obwohl die reale Entwicklung von den zu dieser Zeit getroffenen Erwartungen abweicht.

31.12.2010 USD
TEUR
HUF
TEUR
Andere
TEUR
Summe
TEUR
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 115 35 6 156
Effekt auf das Eigenkapital -249 -381 -42 -671
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis -115 -35 -6 -156
Effekt auf das Eigenkapital 249 381 42 671
31.12.2009 USD
TEUR
HUF
TEUR
Andere
TEUR
Summe
TEUR
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 107 12 12 130
Effekt auf das Eigenkapital -334 -426 -32 -792
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis -107 -12 -12 -130
Effekt auf das Eigenkapital 334 426 32 792

Zinsänderungsrisiko

Buchwert
2010 2009
TEUR TEUR
Fix verzinste Instrumente
Finanzielle Verbindlichkeiten 3.445 4.137
3.445 4.137
Variabel verzinste Instrumente
Finanzielle Verbindlichkeiten 23.154 24.948
23.154 24.948

Die Rath Gruppe bewertet keine fix verzinsten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und verwendet zum Stichtag keine Derivate als Hedge Instrumente für Fair Value Hedges. Eine Änderung des Zinssatzes in Bezug auf fix verzinste Instrumente würde keine Auswirkung auf die Konzerngewinn und -verlustrechnung haben.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Zinssatzänderungen in Bezug auf variabel verzinste Instrumente auf das Periodenergebnis und auf das Eigenkapital der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2009 erstellt.

Gewinn/Verlust Eigenkapital
Erhöhung
um 1 %
Senkung
um 1 %
Erhöhung
um 1 %
Senkung
um 1 %
31.12.2010 TEUR TEUR TEUR TEUR
Variabel verzinste Instrumente -232 232 -232 232
Zinsswaps 45 -45 45 -45
Cash Flow Sensitivität netto -187 187 -187 187
Gewinn/Verlust Eigenkapital
31.12.2009 Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Variabel verzinste Instrumente -249 249 -249 249
Zinsswaps 45 -45 45 -45
Cash Flow Sensitivität netto -204 204 -204 204

Zeitwerte

Die folgende Aufstellung zeigt die Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Verhältnis zu deren Buchwerten:

31.12.2010 31.12.2009
Buchwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Buchwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 634 634 632 632
634 634 632 632
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen 12.668 12.668 12.904 12.904
Zahlungsmittel 4.955 4.955 3.350 3.350
17.624 17.624 16.254 16.254
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten
Zinsswaps -539 -539 -488 -488
-539 -539 -488 -488
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten -21.849 -21.849 -23.580 -23.580
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing -4.750 -5.915 -5.501 -6.397
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten -7.602 -7.602 -9.161 -9.161
-34.201 -35.366 -38.240 -39.136

Der Zeitwert der Finanzanlagen und Finanzverbindlichkeiten weicht nicht wesentlich von dem jeweiligen Buchwert ab. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in 4.1. dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Hierachie der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die folgende Aufstellung analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:

  • Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung).
  • Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (z.B. als Preise) oder indirekt (z.B. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen.
  • Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbaren Daten darstellen.
31.12.2010 Level 1
TEUR
Level 2
TEUR
Level 3
TEUR
Total
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 634 0 0 634
634 0 0 634
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 -539 0 -539
0 -539 0 -539
Total 634 -539 0 95
31.12.2009 Level 1
TEUR
Level 2
TEUR
Level 3
TEUR
Total
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 632 0 0 632
632 0 0 632
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 -488 0 -488
0 -488 0 -488
Total 632 -488 0 144

Kapitalmanagement

Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Aktionären, Banken und Lieferanten so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höherem Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten, operativen Flexibilität zu erzielen. Weder die Muttergesellschaft noch ihre Tochtergesellschaften unterliegen satzungsmäßigen und externen Mindestkapitalanforderungen. Ziel des Kapitalmanagements ist einerseits, den Fortbestand ("going concern") der Konzern-Gesellschaften sicherzustellen und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu maximieren. Die Kapitalstruktur besteht aus Finanzschulden, Flüssigen Mitteln und Eigenkapital, das den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbar ist und Grundkapital, Kapitalrücklagen sowie Gewinnrücklagen umfasst. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und die Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Die Gesamtstrategie der Gruppe wurde gegenüber 2009 nicht verändert. Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalrendite dar; diese wird vom Management laufend überwacht und definiert sich als Jahresergebnis bezogen auf das Eigenkapital.

4.2.Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse

Die Rath Gruppe hat folgende Haftungsverhältnisse übernommen:

31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR
Haftrücklässe für Geschäftspartner 1.865 2.123

Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft. Rücknahmeverpflichtungen die über die branchenüblichen Gewährleistungen hinausgehen, liegen nicht vor. Weitere Chancen und Risiken aus außerbilanziellen Geschäften sind dem Management derzeit nicht bekannt.

Offene Rechtstreitigkeiten

Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.

4.3.Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahe stehenden Personen und Unternehmen bzw. deren Transaktionen mit der Rath Gruppe zählen:

  • • Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer Mietaufwendungen inkl. BK: 2010 TEUR 138; 2009 TEUR 143 Verbindlichkeiten: 2010 TEUR 0; 2009 TEUR 0
  • • Dr. Ernst Rath Gesellschaft mbH Beratungsleistungen: 2010 TEUR 0; 2009 TEUR 7 Verbindlichkeiten: 2010 TEUR 0; 2009 TEUR 0
  • • Dkfm. Paul Rath Gesellschaft mbH Zinsaufwendungen: 2010 TEUR 6; 2009 TEUR 8 Verbindlichkeiten: 2010 TEUR 156; 2009 TEUR 293
  • • Rath Holding GmbH keine Tranksaktionen im Jahr 2010 und 2009 Forderungen: 2010 TEUR 1; 2009 TEUR 16
  • • Ankauf des 6% Anteils an der INERTA KERAMIK GmbH von Dr. Ernst Rath GmbH und Dkfm. Paul Rath GmbH 2010 TEUR 0; 2009 TEUR 432

Im Bezug auf vom Vorstand und/oder Aufsichtsrat gehaltenen Aktien, wird auf die Ausführungen im Lagebricht verwiesen.

Vorstand der Rath AG, Wien

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Mag. Georg Rath

Aufsichtsrat der Rath AG, Wien

Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender) Dr. Ernst Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dkfm. Paul Rath Mag. Philipp Rath Dr. Gerd Unterburg MMag. Christian B. Maier

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten im Jahr 2010 Bruttobezüge in Höhe von insgesamt TEUR 313 (31.12.2009: TEUR 311), davon TEUR 0 (31.12.2009: TEUR 0) als ergebnisabhängige Bestandteile. An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 44 (31.12.2009: TEUR 45), sowie für Pensionszahlungen auf TEUR 169 (31.12.2009: TEUR 161).

4.4.Prüfungsaufwand

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH betragen in Summe TEUR 65, wovon TEUR 57 auf die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) und TEUR 8 auf andere Beratungsleistungen entfallen.

4.5.Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbaren Anteiles des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.

2010 2009
Den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Anteile des Konzernergebnisses in EUR 177.000 -490.000
Gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf 1.500.000 1.500.000
Gewinn je Aktie in EUR 0,12 -0,33
Gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR 0,00 0,00

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres für die Rath Gruppe keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde am 8. April 2011 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt und dem Aufsichtsrat zur Prüfung und Billigung vorgelegt.

Wien, 8. April 2011

Der Vorstand

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Anstelle von Weihnachtsgeschenken ging auch 2010 wieder eine Spende an die Kinderschutzzentren des Vereins die möwe.

Vor knapp 20 Jahren wurde die möwe gegründet, um misshandelten und missbrauchten Kindern und Jugendlichen zu helfen. Als erste Organisation Österreichs hat sich die möwe dieses Tabubereichs angenommen und durch kostenlose therapeutische Hilfe für betroffene Kinder und Jugendliche sowie durch kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit die Problematik ins gesellschaftliche Bewusstsein gerückt.

Weitere Infos unter www.die-moewe.at

Wir haben den Konzernabschluss der

Rath Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2010, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung/ Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme

dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2010 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 8. April 2011

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Yann-Georg Hansa Mag. Helmut Kerschbaumer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Fachterminologie

Aluminiumsilikatwolle (ASW) Aluminiumsilikatwolle: Diese Wolle ist eine Untergruppe der Hoch
temperaturwollen. In einem Schmelzverfahren wird aus Alumini
umoxid (Tonerde) und Siliziumoxid (Quarzsand) eine künstliche
Mineralfaser hergestellt und zu Wolle versponnen. Diese ist für die
Temperaturbereiche von 1250 bis 1400°C klassifiziert
Betonfertigteile (BFT) in Formen gegossene Betone
feuerfest Bezeichnung für keramische Erzeugnisse mit einer Anwendungs
temperatur zwischen 600 bis 2000°C
Feuerleichtsteine (FL) Steine mit einer Rohdichte von 0,5 - 1,5 kg/m3
; zum Vergleich: ein
Vormauerziegel verfügt über eine Rohdichte von 2,04 kg/m3
Hochtemperaturwolle (HTW) keramische Fasern für ein Anwendungsgebiet zwischen 900 bis
1600°C
ISO 9001 Dies ist eine internationale Norm, die Grundanforderungen an ein
betriebliches Qualitäts-Management-System stellt. Dieses geht
über eine reine Qualitätssicherung des Produktes hinaus und
schreibt umfangreiche Maßnahmen, die die gesamten Abläufe
innerhalb eines Unternehmens eindeutig festlegen, vor.
Massen Ungeformte Erzeugnisse in Form von Betonen, Mörteln und Klebern
Projekte Aufträge für Materiallieferungen inklusive Engineering und Montage
Steine dichte geformte Erzeugnisse mit einer Rohdichte >1,5 kg/m3
Vakuumformteile (VFT) aus Hochtemperaturwolle gefertigte Formteile

Betriebswirtschaftliche Begriffe und Kennzahlen

Aufgeld
aktueller Gewinn/Verlust
zur Veräußerung verfügbar
Aktuarvereinigung Österreichs; Interessensvertretung der österrei
chischen Aktuare, Versicherungsmathematiker und versicherungs
mathematischen Sachverständigen. Die AVÖ veröffentlicht die
Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions- und
Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden.
Methode zur Ermittlung der latenten Steuern
Der Barwert entspricht dem Wert den eine zukünftig anfallende
Zahlungsreihe in der Gegenwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es
der Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit (zum Zeitpunkt 0).
Zahlungsmittelgenerierende Einheit
Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrol
le von Unternehmen, festgehalten im österreichischen Corporate
Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar.
Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche
auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der
Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Ver
fahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwart
schaftsbarwertverfahren (projected unit credit method). Die DBO
entspricht der PBO (projected benefit obligation).
Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag
einer Verbindlichkeit
Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis

Glossar

EBIT Marge Prozentueller Anteil des EBITs am Umsatz
EBT (Earnings before tax) Ergebnis vor Steuern
Eigenkapitalquote Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital
Eigenkapital-Rendite Gewinn dividiert durch Eigenkapital
Fair value Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer
Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert
Finanzierungs-Leasing Beim Finanzierungs-Leasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine
feste Leasingrate für eine bestimmte Grundmietzeit überlassen.
Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht gekündigt
werden. Der Leasing-Nehmer muss die objektbezogenen Risiken
tragen. Hierzu gehören das Risiko von Zerstörung oder Diebstahl.
Beim Finanzierungs-Leasing wird zumeist eine Anzahlung oder eine
erhöhte erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertragsge
staltung ist zwischen Vollamortisationsverträgen und Teilamortisa
tionsverträgen zu unterscheiden.
IAASB (International auditing and assurance standards board) Internationales Gremium für Prüfungs- und Haftungsstandards
IAS (International accounting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS)
IASB (International accounting standards board) Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungs
standards
IFRIC (International financial reporting interpretations committees) Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungs
standards
IFRS (International financial reporting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS)
KStG Körperschaftsteuergesetz
öEStG österreichisches Einkommensteuergesetz
Percentage of completion Fertigstellungsgrad eines Projektes
PUC (Projected unit credit method) Versicherungsmathematische Bewertungsmethode
ROCE (Return on capital employed) Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und
capital employed
Sensitivitätsanalyse Die Sensitivitätsanalyse dient dazu, Zusammenhänge zwischen
den Eingangsdaten von Modellrechnungen und den Zielwerten von
Alternativen zu identifizieren
WACC (Weighted average cost of capital) Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu
den Discounted-Cash-Flow-Verfahren der Unternehmensbewertung
gehörenden Ansatz. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkos
ten werden verwendet, um die Mindestrendite für Investitionspro
jekte zu bestimmen.
Working capital Absoluter Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige
Fremdkapital; Vorräte plus kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände minus kurzfristige Steuerrückstellungen
minus übrige kurzfristige Rückstellungen minus Lieferantenver
bindlichkeiten minus übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter Zah

Der Begriff "Mitarbeiter" wird aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Rath AG Walfischgasse 14 A-1015 Wien Tel.: +43 (1) 513 44 27-0 Fax: +43 (1) 513 44 27-87

Aug. Rath jun. GmbH Hafnerstraße 3 A-3375 Krummnußbaum Tel.: +43 (2757) 24 01-0 Fax: +43 (2757) 24 01-86

Rath Hungaria Kft. Porcelán utca 1 H-1106 Budapest Tel.: +36 (1) 43 300 43 Fax: +36 (1) 26 190 52

Rath USA Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Tel.: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Rath Refractories Inc. 290 Industrial Park Drive Milledgeville, GA 31061 Tel.: +1 (478) 452 0015 Fax: +1 (478) 452 0070

Rath Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Tel.: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Rath GmbH Ossietzkystraße 37/38 D-01662 Meißen Tel.: +49 (3521) 46 45-0 Fax: +49 (3521) 46 45-86

Rath žárotechnika spol. s r.o. Vorlešska 290 CZ-544 01 Dvur Králové nad Labem Tel.: +420 (499) 321 577 Fax: +420 (499) 321 003 °

Rath Polska Sp. z o.o. ul. Fabryczna 1 PL-42 530 Dabrowa Górnicza Tel.: +48 (32) 268 47 01 Fax: +48 (32) 268 47 02 ˛

Rath SAS 60, route principale du Port F-92637 Gennevilliers Cedex Tel.: +43 (1) 513 44 26-0 Fax: +43 (1) 513 44 26-86

Rath Ukrajina TOW Prospekt Osvoboshdenije Donbassa 8b Office 206 UA-83048 Donezk Tel: +380 (62) 345 33 06 Fax: +380 (62) 345 63 26

Impressum

Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

Geschäftsbericht

Inhalt

Jahresabschluss 2010 der Rath Aktiengesellschaft

Lagebericht 3
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter 3
Bilanz 4
Gewinn- und Verlustrechnung 5
Anhang 6
Bericht des Aufsichtsrates 10
Bestätigungsvermerk 11

Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Die Rath AG, die als Holdinggesellschaft der Rath Gruppe fungiert, beschäftigt sich mit der Koordination der Marketing-, F&E-, Einkaufs-, QM- sowie der Personalaktivitäten des Konzerns. Eine weitere zentrale Funktion ist das gesellschaftsübergreifende Finanzwesen und Beteiligungsmanagement.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Die übrigen Erträge aus den Konzernverrechnungen für Marketing, Finanzwesen, Einkauf sowie Qualitätsmanagement sanken aufgrund des geringeren Umsatzes der Einzelgesellschaften. Damit reduzierte sich die Betriebsleistung um etwa 14 % von 2,9 Mio. € im Vorjahr auf 2,5 Mio. €.

Die Personalkosten sind, wie schon im letztjährigen Jahresabschluss angesprochen, weiter gesunken. Durch den Abbau von Mitarbeitern im ersten Halbjahr 2009 ist der gesamte Einsparungseffekt erst im Jahr 2010 zur Gänze sichtbar geworden. Der Personalaufwand sank im Vergleich zum Vorjahr um weitere 0,2 Mio. € (nach 0,3 Mio. € in 2009) von 1,5 Mio. € auf 1,3 Mio. €. Das Betriebsergebnis (EBIT) beträgt -0,6 Mio. € nach -0,2 Mio. € im Vorjahr.

Aufgrund der schwächeren Ergebnisse der verbundenen Gesellschaften wurden nur 1,5 Mio. € (VJ: 4,0 Mio. €) an die Mutter als Dividende ausgeschüttet. Durch den Wegfall der Sonderabschreibungen aus dem Jahr 2009 konnte dennoch ein Jahresüberschuss von 0,2 Mio. € (VJ: -0,7 Mio. €) erwirtschaftet werden.

Details dazu sind im Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft und in dessen Anhang zu finden.

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Rath AG sank auf 21,4 Mio. € (VJ: 21,7 Mio. €).

Auf der Passiv-Seite verringerte sich der Fremdkapitalanteil durch die Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Eigenkapitalquote stieg somit auf 68,0 % (VJ: 66,2 %).

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind noch keineswegs stabil. Die Rath Gruppe wird kontinuierlich daran arbeiten, das Working Capital zu reduzieren und die Liquidität zu optimieren.

Im Jahr 2010 wird der Jahresüberschuss für den Ausgleich des Verlustvortrages des Vorjahres verwendet. Der Vorstand wird daher der Hauptversammlung keine Dividendenausschüttung vorschlagen.

Der Börsenkurs stieg von 8,01 € (31.12.2009) auf 9,00 € am 30.12.2010. Dies entspricht einer Steigerung von 12,4 %.

Details zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über die Verwendung von Finanzinstrumenten sind im Jahresabschluss und im Anhang der Rath Aktiengesellschaft zu finden.

Nachtragsbericht

Im Jahr 2010 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Prognosebericht

Als reine Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab. Details zu deren Prognosen sind im Lagebericht der Rath Gruppe dargestellt.

Forschungsbericht / Corporate Responsibility

Die Themen Forschung, Mitarbeiter, Frauenförderung sowie Umwelt, der Corporate Governance-Bericht sowie der Risikobericht sind im Jahresfinanzbericht der Rath Gruppe dargestellt. Daher wird von einer vertiefenden Ausführung an dieser Stelle Abstand genommen.

Wien, 8. April 2011

Mag. Georg Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Z 3 BörseG

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2010 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Wien, den 8. April 2011

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

A K T I V A P A S S I V A
31.12.2010
EUR
31.12.2009
TEUR
31.12.2010
EUR
31.12.2009
TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Grundkapital
I.
10.905.000 10.905
Gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus II. Kapitalrücklagen
abgeleitete Lizenzen 126.390 163 Gebundene 1.118.067 1.118
II. Sachanlagen III. Gewinnrücklagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 143.097 78 Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 2.972.839 2.973
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.884 0
IV. Bilanzverlust
III. Finanzanlagen davon Verlustvortrag EUR 650.474;
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.208.066 16.203 Vorjahr Gewinnvortrag EUR 518 -420.634 (651)
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 422.074 428 14.575.272 14.345
16.630.140 16.631 B. Rückstellungen
16.935.511 16.872
B. Umlaufvermögen 1. Rückstellungen für Abfertigungen 4.480 4
2. Rückstellungen für Pensionen 1.891.939 1.249
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3. Sonstige Rückstellungen 690.055 144
1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 2.586.474 1.397
davon aus Dividenden EUR 1.500.000;
Vorjahr TEUR 4.000 4.121.990 4.470 C. Verbindlichkeiten
2. Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 543 17 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.040.000 5.080
3. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.325 2 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 169.255 291
4.123.858 4.489 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 0 479
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 213.213 104 4. Sonstige Verbindlichkeiten 52.118 84
4.337.071 4.593 davon aus Steuern EUR 10.211; Vorjahr TEUR 44
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 24.836;
C. Rechnungsabgrenzungsposten Vorjahr TEUR 22
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 150.537 211 4.261.373 5.934
21.423.119 21.676 21.423.119 21.676
Verbindlichkeiten aus Garantien 0 2

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

2010
EUR
2009
TEUR
1. Sonstige betriebliche Erträge
a) Übrige 2.457.871 2.847
2.457.871 2.847
2. Personalaufwand
a) Gehälter -965.094 (1.126)
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -11.018 (45)
c) Aufwendungen für Altersvorsorge -55.171 (58)
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -228.432 (270)
-1.259.716 (1.499)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -95.405 (89)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (Übrige) -1.711.949 (1.492)
5. Zwischensumme aus Z 1 bis Z 4 (Betriebsergebnis) -609.199 (233)
6. Erträge aus Beteiligungen davon aus verb. Unternehmen: € 1.500.000; Vorjahr: TEUR 4.000 1.500.000 4.000
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen: € 1.945; Vorjahr: TEUR 58 1.945 58
8. Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagen 0 1
9. Sonstige Zinsenerträge 29.882 14
10. Aufwendungen aus Finanzanlagen -6.024 (4.298)
davon a) Abschreibungen: € 6.024; Vorjahr: TEUR 4.298
davon b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen: € 0; Vorjahr: TEUR 4.298
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -686.564 (193)
12. Zwischensumme aus Z 6 bis Z 11 (Finanzergebnis) 839.239 (418)
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit = Jahresüberschuss/-fehlbetrag 230.040 (651)
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -650.674 0
15. Bilanzverlust -420.634 (651)

Konzernbeziehungen

Anteile an verbundenen Unternehmen
des Vollkonsolidierungskreises
Beteiligung [%] Unternehmensrechtliches
Eigenkapital zum
31.12.2010
in EUR
Unternehmensrechtlicher
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag 2010
in EUR
Rath GmbH, Meißen 100,00 25.047.584 1.705.000
Rath Hungaria Kft., Budapest 100,00 3.459.343 -159.502
Rath USA Inc. (Teilkonzern) Newark
(inkl. Rath Inc. und Rath Refractories Inc.)
100,00 1.066.566 -1.850.983
Chamottewaren- und Thonöfenfabrik
Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum
99,98 2.644.000 434.000
Rath zarotechnika spol. s r.o., Dvur Kralove 100,00 846.000 102.000
Rath Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza 100,00 -405.250 -27.500
Rath SAS, Gennevilliers 95,00 47.000 354.000
Rath Ukrajina TOW, Donezk 100,00 -95.300 -9.300

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften (UGB) und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

2. Anlagevermögen

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Software und Lizenzen 3 - 4 Jahre
----------------------- -------------

b) Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender Abschreibungssätze vorgenommen:

von bis
Gebäude 3% 10%
Technische Anlagen und Maschinen 10% 20%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% 25%

Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte wird die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang dargestellt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

c) Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet.

Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von € 6.024 (Vorjahr € 4.297.908) vorgenommen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

4. Rückstellungen

6

a) Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Die Abfertigungsrückstellungen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechnungszinssatz 4,5 %, Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, ermittelt.

Anhang

b) Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,5 % unter Beachtung des Fachgutachtens KFS-RL3 des Fachsenats für Handelsrecht und Revision in der Fassung vom 5. Mai 2004, ermittelt.

c) Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 4,5 %, Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, Fluktuation 5 %, ermittelt.

d) Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

6. Währungsumrechnung im Einzelabschluss

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, einschließlich jenen gegenüber Kreditinstituten, sind zu dem am Bilanzstichtag gültigen Referenzkurs der Europäischen Zentralbank bewertet.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel (Seite 9) dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Kapital

Das Grundkapital beträgt € 10.905.000 und setzt sich aus 1,500.000 Stückaktien zusammen.

4. Sonstige Rückstellungen

31.12.2010
EUR
31.12.2009
EUR
Nicht konsumierte Urlaube 27.960 39.660
Übrige 662.095 104.830
690.055 144.490

Die übrigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen die Rückstellung für die drohenden Verluste aus Zinsswap (€ 539.035).

5. Verbindlichkeiten

Bezüglich des Fristigkeitenspiegels verweisen wir auf Seite 9.

In der Position sonstige Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen gehaltsabhängige Abgaben, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

6. Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen

a) Haftungsverhältnisse

Geschäftsjahr
in EUR
VJ in
TEUR
Garantien 0 2

Die Gesellschaft hat für die Rath Refractories Inc., USA, (Tochtergesellschaft der Rath USA Inc., Newark, USA) eine Patronatserklärung an die GE Capital Public Finance, Inc., abgegeben.

Für die Aug. Rath jun. GmbH wurden zugunsten der Bank Austria AG Patronatserklärungen in der Höhe von € 7.700.000 ausgestellt.

Im Jahr 2010 wurde für die Rath Hungaria Kft. zugunsten der UniCredit Bank Hungary Zrt. eine Patronatserklärung in der Höhe von € 3.657.143 abgegeben.

7

b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden Geschäftsjahres der folgenden fünf Geschäftsjahre
2010 2009 2010 2009
EUR TEUR EUR TEUR
Verpflichtung aus Miet- und Leasingverträgen 282.678 292 558.418 527

7. Anhangangaben zu Finanzinstrumenten

Zinssicherung

Zur Absicherung des Zinssicherheitsrisikos wurde ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zinsswaps (4,35 % Fixzins) mit Nominale in der Höhe von € 4,5 Mio. und einer Laufzeit bis Juni 2018 abgeschlossen. Es wurde eine Drohverlustrückstellung in der Höhe von € 539.035 gebildet.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen zum größten Teil aus Konzernumlagenverrechungen.

2. Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2010 wurden durchschnittlich 13 (Vorjahr: 16) Arbeitnehmer beschäftigt.

In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von EUR 10.328 (Vorjahr: TEUR 14) enthalten.

3. Steuern vom Einkommen

Der aktive latente Steuerbetrag in Höhe von EUR 105.013 (Vorjahr: TEUR 56) wurde nicht bilanziert.

4. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des § 244 UGB. Im Jahr 2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen. Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH betragen in Summe EUR 37.000, wovon EUR 12.000 auf die Prüfung des Jahresabschlusses und EUR 25.000 auf andere Bestätigungsleistungen entfallen.

D. Organe der Gesellschaft

Als Vorstandsmitglieder der Rath Aktiengesellschaft sind seit 01.07.2006 Herr Mag. Georg Rath und Herr Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath tätig. Die Bruttobezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr EUR 313.352 (VJ: TEUR 311).

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Aufsichtsrat tätig:

Dr. Heinz Kessler, Wien (Vorsitzender) Dr. Ernst Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dkfm. Paul Rath, Wien Mag. Philipp Rath, Wien Dr. Gerd Unterburg, Hinterbrühl MMag. Christian B. Maier, Wien

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für ihre Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2010 Vergütungen von EUR 44.350 (VJ: TEUR 46) gewährt.

Wien, am 8. April 2011

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Verbindlichkeitenspiegel
Bilanzwert Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren Restlaufzeit von über 5 Jahren
31.12.2010
EUR
31.12.2009
TEUR
31.12.2010
EUR
31.12.2009
TEUR
31.12.2010
EUR
31.12.2009
TEUR
31.12.2010
EUR
31.12.2009
TEUR
Bankverbindlichkeiten 4.040.000 5.080 4.040.000 4.540 0 540 0 0
Verbindlichkeiten aus L & L 169.255 291 169.255 291 0 0 0 0
Verbindl. gegenüber verb. Unternehmen 0 479 0 479 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 52.118 84 52.118 84 0 0 0 0
4.261.373 5.934 4.261.373 5.394 0 540 0 0

Anlagenspiegel

(Beträge in Euro)

Zugänge Abgänge Umbuchungen Kumulierte Abschreibungen Buchwert 31.12.2010 Buchwert 31.12.2009 Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres Zuschreibungen des laufenden Geschäftsjahres I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 420.089 24.742 0 0 444.831 318.441 126.390 163.285 61.637 0 II. Sachanlagen 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 241.005 98.700 20.352 0 319.352 176.255 143.097 78.191 33.768 0 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0 35.884 0 0 35.884 35.884 0 0 0 241.005 134.584 20.352 0 355.237 176.255 178.981 78.191 33.768 0 III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.068.022 5.000 0 0 30.073.022 13.864.956 16.208.066 16.203.066 0 0 2. Wertpapiere des Anlagevermögens 446.456 0 0 0 446.456 24.382 422.074 428.098 22.704 16.679 30.514.478 5.000 0 0 30.519.478 13.889.338 16.630.140 16.631.164 22.704 16.679 31.175.572 164.326 20.352 0 31.319.546 14.384.034 16.935.511 16.872.640 118.109 16.679 Anschaffungs/ Herstellungskosten 01.01.2010 Anschaffungs/ Herstellungskosten 31.12.2010

Anlagen zum Anhang

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das abgelaufene Jahr war trotz der beginnenden Aufhellung der Wirtschaft sowie der positiven Signale der weltweiten Konjunktur kein leichtes. Wir haben daher intensiv mit dem Vorstand über die aktuelle Situation diskutiert und die Entwickungen erörtert. Aktuelle Einzelthemen und Entscheidungen wurden in Gesprächen zwischen dem Vorstand und dem Präsidium des Aufsichtsrates laufend erörtert. Wir haben daher die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Themen berichtet. Auch für das Jahr 2010 haben wir eine Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten. Im Geschäftsjahr 2010 fanden fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen persönlich teil.

In der Sitzung vom 23.2.2010 wurde über das abgelaufene Jahr und die aktuelle Geschäftslage diskutiert. Weiters wurde der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie zur Kenntnis genommen sowie die Änderung der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates beschlossen. In der Sitzung vom 20.4.2010 wurden Jahresabschluss und Lagebericht 2009 sowie Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2009 geprüft, der Jahresabschluss 2009 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für 2009 gebilligt. Weiters wurde der Vorschlag zur Wahl der Wirtschaftsprüfer beschlossen. Die Sitzung am 17.6.2010 diente der Vorbereitung der Hauptversammlung. In der Sitzung vom 30.9.2010 wurde über den Status der Rath USA berichtet und Änderungen im Reporting beschlossen. Am 17.12.2010 wurde aus den Ausschüssen und über die Geschäftslage berichtet sowie das Budget und der Investitionsplan für das Jahr 2011 genehmigt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. In allen Sitzungen der Ausschüsse waren alle jeweiligen Ausschussmitglieder anwesend.

Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2010 zweimal zusammengetreten. Am 20.4.2010 hat der Prüfungsausschuss die Schlussbesprechung durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft, dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses empfohlen und der Vorschlag des Vorstands für die Verteilung des Bilanzverlustes des Geschäftsjahres 2009 zur Kenntnis genommen. Am 3.12.2010 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert.

Der Strategieausschuss hat im Jahr 2010 zweimal in Anwesenheit aller Ausschussmitglieder getagt. Auch die anderen Aufsichtsratsmitglieder bekundeten ihr Interesse an den strategischen Belangen der Gesellschaft durch ihre Anwesenheit. Die Sitzung am 5.5.2010 fand im Werk Krummnußbaum statt. Der Aufsichtsrat informierte sich vor Ort über die Veränderungen im Werk und diskutierte über die Maßnahmen nach der Krise. In der Sitzung vom 6.10.2010, die im Werk Budapest stattfand, wurde über die Optimierung der Werksstandorte gesprochen sowie über die strategische Ausrichtung des Vertriebes.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 und der Lagebericht des Vorstandes sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 und der Konzernlagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 17.6.2010 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 8.4.2011 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2010 und den Lagebericht des Vorstandes sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010, den Konzernlagebericht des Vorstandes und den Corporate Governance Bericht geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 (4) AktG festgestellt.

Wien, am 15. April 2011

Dr. Heinz Kessler Vorsitzender des Aufsichtsrates

Wir haben den Jahresabschluss der

Rath Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2010, die Gewinnund Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2010 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2010 bis zum 31. Dezember 2010 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 8. April 2011

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Yann-Georg Hansa Mag. Helmut Kerschbaumer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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