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Rath AG

Annual Report Apr 30, 2010

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Annual Report

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Geschäftsbericht

Inhalt

Kennzahlen

Vorwort des Vorstandes 3
Bericht des Aufsichtsrates 7
Corporate Governance Bericht 8
Organe der Gesellschaft 8
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 9
Konzernlagebericht 11
Aktie 16
Konzernabschluss
Bilanz 17
Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung 18
Geldflussrechnung 19
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 20
Anhang 21
Bestätigungsvermerk 46
Glossar 47
Adressen 51
Impressum 52

Kennzahlen

2007
TEUR
2008
TEUR
2009
TEUR
Umsatz 83.658 89.382 77.693
Veränderung in % -3,2 6,8 -13,1
EBIT 3.819 2.105 943
EBIT Marge in % 4,6 2,4 1,2
EBT 2.151 -597 -930
Operativer Cash flow -3.486 3.811 6.790
Eigenkapitalquote in % 44,8 40,7 41,7
Eigenkapitalrendite in % 2,7 -1,7 -0,6
Working Capital in % 133,6 123,3 119,8
ROCE in % 4,3 2,0 2,4
WACC in % 8,2 8,0 7,8
Investitionen in Sachanlagen 8.600 7.409 2.546
Abschreibungen 5.338 7.206 5.827
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 642 644 551
Anzahl der konsolidierten Gesellschaften 9 9 8

Jahresabschluss 2009 der Rath Gruppe

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre!

Am Beginn des vergangenen Jahres haben noch alle gehofft, dass sich die Wirtschaft rasch erholt. Nunmehr müssen wir uns eingestehen, dass wir mitten in der größten Krise seit den 1920er Jahren stecken. So sank die Produktionsleistung im Jahre 2009 in Österreich um 12% und in Deutschland sogar um 16% im Vergleich zu 2008. Im Bereich Feuerfest ist es in Deutschland zu einem Umsatzrückgang von

etwa 24% gekommen. Internationale börsennotierte Unternehmen sprechen von ähnlichen Werten. In dem abgelaufenen Jahr konnten wir uns gegen den Trend stemmen und verloren nur 12% unseres Umsatzes. Dies ist unserer Diversifikation auf unterschiedlichste Kundengruppen und dem einzigartigen Produktspektrum in Europa zu verdanken.

Unsere Kompetenz in der Konstruktion von Feuerfest-Konzepten zur Verbesserung der Energieeffizienz der Anlagen unserer Kunden war besonders wichtig. Im Bereich des Projektgeschäftes konnten wir bei der Auskleidung von Ofenanlagen punkten.

3

Für das Jahr 2010 verkünden uns die Wirtschaftsforscher positive Prognosen, wobei wir dabei leicht vergessen, dass diese Vorjahresvergleiche auf Krisenzahlen verweisen, die eigentlich weit unter den Werten von 2008 liegen. Das Gröbste sollte hinter uns liegen, aber die Rückkehr zum Niveau von 2008 wird noch ein steiniger und langer Weg werden.

Investitionen der Kunden, die im Jahr 2009 noch einen gewissen Ausgleich bewirkten, werden wir im Jahr 2010 in dieser Höhe nicht erwarten können. Neue Anlagen werden kaum gebaut werden, dafür werden die Reparaturen wieder zunehmen. Ob wir daher den Umsatz des Vorjahres erreichen oder übertreffen können, ist mehr als ungewiss.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat bedanken sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren hervorragenden Einsatz auch in einem merklich schwierigeren wirtschaftlichen Umfeld. Auch wenn dieser Einsatz im abgelaufenen Jahr ein wenig unbelohnt geblieben ist, so sehen wir uns gut gerüstet das Jahr 2010 bestmöglich zu meistern und gemeinsam gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Der Vorstand

5

Unser unternehmerisches Handeln basiert auf Verantwortung, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Offenheit. Diese Werte sind im gesamten Unternehmen gleichermaßen anerkannt und umgesetzt.

Spitzentechnologie für individuelle Feuerfestlösungen

Wir definieren uns als Feuerfestanbieter, der die Prozesse des Kunden versteht und dank unseres breiten Produktportfolios die optimale Lösung bietet. Wir liefern Feuerfestprodukte sowie Gesamtlösungen. Unsere Produkte sind gekennzeichnet durch hochwertige Produkteigenschaften und präzise Bearbeitungstechniken. Unsere Dienstleistungen zeichnen sich durch Vielseitigkeit und Flexibilität aus.

Spezialisten bringen bessere Leistungen

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Themen berichtet. Im Jahr 2009 hat die Finanzkrise nunmehr auch die Rath Gruppe erfasst. Deren Auswirkung hat uns intensiv beschäftigt. Die Mitglieder des Vorstands haben über die Entwicklung berichtet. Aktuelle Einzelthemen und Entscheidungen wurden in Gesprächen zwischen dem Vorstand und dem Präsidium des Aufsichtsrates laufend erörtert. Für das Jahr 2009 haben wir eine Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäftsund Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten.

Im Geschäftsjahr 2009 fanden sieben Aufsichtsratssitzungen statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen, die seit ihrer Bestellung stattgefunden haben, persönlich teil.

In den Sitzungen vom 18. und 23. Februar 2009 wurde über das abgelaufene Jahr und die aktuelle Marktsituation intensivst diskutiert und mögliche Zukunftsszenarien durchgesprochen. Weiters wurde der Tätigkeitsbericht zur Emittenten-Compliance-Richtlinie zur Kenntnis genommen. In der a.o. Sitzung vom 17. April 2009 wurden Jahresabschluss und Lagebericht 2008 sowie Konzernjahresabschluss und -lagebericht 2008 geprüft, der Jahresabschluss 2008 entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt und der Vorschlag für die Gewinnverteilung für 2008 gebilligt. Am 24. April 2009 wurden die Änderungen der Satzung in Vorgriff des im zweiten Halbjahr erwarteten AktRÄG 2009, der Vorschlag zur Wahl der Wirtschaftsprüfer sowie der Kauf des Zwerganteils an der Inerta Keramik GmbH und deren Verschmelzung auf die Rath GmbH beschlossen. Die Sitzung am 18. Juni 2009 diente der Vorbereitung der Hauptversammlung. In der Sitzung vom 28. September 2009 wurde unter anderem der Verkauf eines nicht betriebsnotwendigen Grundstückes beschlossen. Am 17. Dezember 2009 wurden das Budget und der Gesamtinvestitionsplan für das Jahr 2010 festgelegt.

Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. In allen Sitzungen der Ausschüsse waren alle jeweiligen Ausschussmitglieder anwesend.

Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2009 zweimal zusammengetreten. Am 17. April 2009 hat der Prüfungsausschuss die Schlussbesprechung durchgeführt. Es wurden Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und -lagebericht geprüft, dem Aufsichtsrat die Feststellung des Jahresabschlusses empfohlen und der Vorschlag

Bericht des Aufsichtsrates

des Vorstands für die Verteilung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2008 zur Kenntnis genommen. Am 3. Dezember 2009 haben die Abschlussprüfer über den Stand der Vorprüfung der Jahres- und Konzernjahresabschlussprüfung informiert.

Der Strategieausschuss hat im Jahr 2009 einmal in Anwesenheit aller Aufsichtsratsmitglieder getagt. Am 9. September 2009 informierte sich der Aufsichtsrat vor Ort über die Investitionstätigkeit und strategische Ausrichtung von zwei Standorten.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2009 und der Lagebericht des Vorstandes sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 und der Konzernlagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 18. Juni 2009 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 20. April 2010 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahres-

abschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2009 und den Lagebericht des Vorstandes sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009, den Konzernlagebericht des Vorstandes und den Corporate Governance Bericht geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 (4) AktG festge-

Wien, am 20. April 2010

stellt.

Dr. Heinz Kessler Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

Grundsatz

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Rath AG sowie die Geschäftsführer der Unternehmen der Rath Gruppe sind sich der besonderen Verantwortung als Vertreter eines traditionsreichen börsennotierten Familienunternehmens bewusst, und erklären die Grundsätze eines von Ethik geprägten Handelns gegenüber Aktionären, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie dem gesellschaftlichen Umfeld als oberste Maxime.

Dies umfasst nicht nur die strikte Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften, sondern auch das Bekenntnis zu Corporate Governance und ähnlichen Grundsätzen zukunftsorientiertem, nachhaltigem umweltbewussten Wirtschaftens.

Soweit die Regeln der Größe unseres Unternehmens angemessen sind, werden diese von den Organen der Gesellschaft eingehalten.

Grundlage

Als an der Wiener Börse notierendes Unternehmen bezieht sich Rath auf den von dem Österreichischer Arbeitskreis für Corporate Governance verfassten Kodex in der Version vom Jänner 2010. Der genaue Wortlaut und weiterführende Details hierzu sind unter www.corporate-governance.at nachzulesen.

IV. Vorstand

    1. Als Unternehmen im standard market auction der Wiener Börse kann der Vorstand auch nur aus einem einzigen Mitglied bestehen. Bei zwei Vorständen bedarf es keines Vorsitzenden.
    1. Aufgrund der Größe des Unternehmens gibt es keine eigene Abteilung für interne Revision. Die Aufgaben werden vom Konzerncontrolling sowie der Stabstelle Qualitätsmanagement ausgeführt.
    1. Der variable Anteil der Bezüge ist an das EBT geknüpft. Bis zu 50% des Gesamtbezuges sind variabel. Zusagen zu einer betrieblichen Altersversorgung bestehen nicht. Eine D&O-Versicherung ist für den Vorstand abgeschlossen.
    1. Es liegt im persönlichen Ermessenspielraum jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes, ob er seine Vergütung veröffentlicht.

V. Aufsichtsrat

    1. Die Vergütung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Die Verteilung obliegt dem Aufsichtsrat selbst.
    1. Als kleines börsennotiertes Familienunternehmen ist die Bindung zur Familie die zentrale Säule der Gesellschaft. Daher lehnt sich der Aufsichtsrat an die Leitlinien an, ohne diese jedoch voll inhaltlich umzusetzen.

VI. Transparenz und Prüfung

    1. Die Gesellschaft erstellt ihre Zwischenmitteilungen für das 1. und 3. Quartal nicht nach IFRS.
    1. Die Veröffentlichungen erfolgen in deutscher Sprache.
    1. Meldungen über Director's Dealing werden über die FMA veröffentlicht.
    1. Ein adäquates Risk-Management ist installiert. Dazu werden laufende Verbesserungen in die Prozesse eingearbeitet. Eine Evaluierung durch die Abschlussprüfer ist nicht erfolgt.

Organe der Gesellschaft

Mitglieder des Aufsichtsrates

Präs. Dr. Heinz Kessler unabhängig; Erstbestellung am 28.7.1999; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
(Vorsitzender) Austria Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit Privatstiftung (Vors.Stv.)
Ceská spoˇ ˇ ritelna, a.s. (Vors.Stv.)
DIE ERSTE österreichische Spar-Casse Privatstiftung
Erste Bank der oesterreichischen Sparkassen AG (Vors.Stv.)
Erste Group Bank AG* (Vors.)
Nettingsdorfer Papierfabrik Management AG (Vors.)
Reform-Werke Bauer & Co. Gesellschaft m.b.H. (Vors.)
Reform-Werke Bauer & Co. Holding Aktiengesellschaft (Vors.)
Dr. Ernst Rath (Vorsitzender Stv.) gewählt seit 27.6.2008; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Geschäftsführer der Rath Holding GmbH
Dkfm. Paul Rath gewählt seit 14.9.1989; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Geschäftsführer der Rath Holding GmbH
WP Mag. Philipp Rath gewählt seit 17.7.2003; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Wirtschaftsprüfer Agitas

Erklärung der gestzlichen Vertreter

Dr. Gerd Unterburg unabhängig; gewählt seit 12.7.2005; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013 Vizepräsident des Verwaltungsrates der Hoerbiger Holding AG, Zug/Schweiz

MMag. Christian B. Maier unabhängig; gewählt seit 27.6.2008; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013 Finanzvorstand der Constantia Industries AG

* Börsennotierte Gesellschaften

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Prüfungsausschuss Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender)
MMag. Christian B. Maier (Finanzexperte)
WP Mag. Philipp Rath
Strategieausschuss Dr. Gerd Unterburg (Vorsitzender)
Dr. Ernst Rath
WP Mag. Philipp Rath
Vorstand
Mag. Georg Rath Marketing und Vertrieb, Finanz- und
Rechnungswesen, Qualitätsmanagement
Geburtsjahr: 1970; Erstbestellung: 01.07.2006
Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Produktion, Forschung & Entwicklung,
Personalwesen
Geburtsjahr: 1968; Erstbestellung: 01.07.2006

Aktualisierte Informationen zu der Umsetzung des Kodex und Anpassungen aufgrund von gesetzlichen Veränderungen sind auf der Homepage der Rath Gruppe (www.rath-group.com) zu finden.

Vertiefende Anfragen werden vom IR-verantwortlichen Vorstandsmitglied während des Jahres oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung beantwortet.

Wien, 16. April 2010

Mag. Georg Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Satz 3 BörseG

Nach bestem Wissen versichert der Vorstand der Rath AG, dass der Jahresabschluss im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rath AG sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt.

Weiters versichert der Vorstand der Rath AG, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis oder die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage entsteht, und dass er die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen sie ausgesetzt sind, beschreibt.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2009 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Wien, den 16. April 2010

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

9

Eisen und Stahl

Häusliche Feuerstätten

Keramik

Energie- und Umwelttechnik

Chemie und Petrochemie

Kalk und Zement

Glas

Konzernlagebericht

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Organisation

Das Jahr 2009 stand auch im Feuerfestbereich voll im Zeichen der Krise. Um dieser entgegenzuwirken, hat die Rath Gruppe eines ihrer drei Feuerleichtsteinwerke mit 30. Juni geschlossen. Durch die geringeren Bedarfe im Markt konnten die Kapazitäten ohne Kundenverluste auf die zwei anderen Werke verlagert werden.

Einen weiteren Schritt zur Vereinfachung der organisatorischen und rechtlichen Struktur hat die Rath Gruppe im August 2009 gesetzt: Die Rath GmbH, die deutsche Gesellschaft der Rath Gruppe, hat die fehlenden 6% der Inerta Keramik GmbH, der Grundbesitzgesellschaft des Standortes Bennewitz, übernommen und diese hernach durch eine aufnehmende Verschmelzung rückwirkend zum 1.1.2009 in sich integriert.

Die vereinfachte Konzernstruktur ist im Anhang dargestellt. Zweigniederlassungen bestehen keine.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die Diversifikation in unterschiedlichste Industrien hat dazu geführt, dass die Rath Gruppe ihre Abhängigkeit von einer einzigen Kundengruppe reduziert hat. In Zeiten einer gesamtwirtschaftlichen Krise, in welche die Industrie im Jahr 2009 endgültig geraten ist, hat dies zwar nicht eine Umsatzreduktion verhindern, aber es hat immerhin eine dämpfende Wirkung entfalten können.

Unsere wichtigste Branche ist mit einem Anteil von knapp unter einem Drittel noch immer die Stahlindustrie. Der Rückgang der Stahlproduktion in der EU27 wird mit 30% für das Jahr 2009 angegeben. Die Rath Gruppe konnte jedoch den Rückgang im Bereich Flüssigstahl, der Erzeugung von Rohstahl, durch Projekte in der Sekundärmetallurgie kompensieren. Im letzten Jahr haben wir die Feuerfestauskleidungen einiger bestehender aber auch von neuen Wärmebehandlungsöfen ausliefern können. In diesen werden unter anderem auch die Stahlkomponenten für die Energieerzeugung aus Wind hergestellt.

Der Trend zur Energieautarkie hat sich auch noch im Jahr 2009 fortgesetzt. Der Wunsch der Haushalte im Alpenraum nach holzbeheizten Anlagen war ungebrochen. Daher hat sich auch dieser Bereich positiv entwickelt.

Ähnlich gut ging es im Bereich der Energie- und Umwelttechnik, wo wir unter anderem Biomasse-Anlagen für die Gemeinden lieferten.

Alle anderen Branchen wie die chemische und petrochemische Industrie, die Glasindustrie, die keramische Industrie aber auch die Nicht-Eisen-Industrie sind mit dem allgemeinen Trend des jeweiligen Geschäftsfeldes gesunken. So hatten die wichtigsten globalen Glashersteller einen Umsatzrückgang von gut 20% zu verkraften. Ähnliches gilt auch für die weltweit verkaufte Produktionsmenge von Primäraluminium, die um etwa 20% (ohne China) sank, wobei dort noch zusätzlich ein Preisverfall von etwa 35% stattgefunden hat.

Der Anteil des Projektgeschäftes stieg auch im Jahr 2009 weiter an. Haupttreiber war die Sekundärmetallurgie, für die wir einige Neubauprojekte noch fertig stellten. Bei der Projektabwicklung helfen uns einerseits unsere Kompetenz bei Engineering-Leistungen des eigenen Hauses und andererseits das Einsatz-Knowhow unserer einzigartig breiten Produktpalette. Für jede Anwendung können wir so die optimale Materialkombination im Hinblick auf Energieeffizienz der Anlage und Lebenszeit der eingesetzten Produkte auswählen.

Alle großen Investitionen der letzten Jahre wurden bereits zum Jahreswechsel 2008/2009 fertig gestellt. Da wir nun in allen Produktionsbereichen relativ gut aufgestellt sind, konnten wir uns im abgelaufenen Jahr auf die reinen Ersatzinvestitionen konzentrieren.

Im Jahre 2009 wurde nun auch unser letztes Werk am Standort Newark (DE), USA nach ISO 9001:2000 zertifiziert. Damit können wir auch am amerikanischen Markt dieselben Standards wie in Europa bieten.

Geschäftsverlauf Umsatzentwicklung

Die breite Kundenbasis hat dazu geführt, dass sich die Rath Gruppe im Jahr 2009 verhältnismäßig gut behaupten konnte. Die Wettbewerber im Feuerfestbereich mussten sich mit Rückgängen um die 30% auseinandersetzen. Von unserem Projektgeschäft getragen, reduzierte sich der Umsatz der Rath Gruppe von 89,4 Mio. € nur auf 77,7 Mio. €, das entspricht einer Verringerung von 13%.

Gestützt durch das Projektgeschäft, das nunmehr einen Anteil von 35% erreicht hat, konnte die österreichische Gesellschaft sogar einen konsolidierten Umsatzanstieg verzeichnen. Die anderen Gesellschaften mussten einen Rückgang hinnehmen, der sich je Land unterschiedlich stark ausprägte. Der Vertrieb in der Ukraine verlief dabei am schleppendsten.

Konzernlagebericht

Konsolidierter Umsatzanteil [%]

nach Gesellschaften 2008 2009
Aug. Rath jun. GmbH 35,0 43,1
Rath GmbH 36,7 33,4
Rath Hungaria Kft. 11,6 8,1
Rath USA, Inc. 10,2 10,0
Rath Vertriebsgesellschaften 6,4 5,4

Ertragslage

Bedingt durch das schwierige Umfeld im Jahr 2009 konnte mit einem negativen Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) von -0,9 Mio. € das Vorjahr mit -0,6 Mio. € nicht gehalten werden.

In diesem Ergebnis sind einmalige Restrukturierungsaufwendungen von 2,0 Mio. € einerseits für die endgültige Schließung des Standortes Leoben, als auch für Personalabbau und zukünftig nicht mehr auflaufende Kosten enthalten.

Der Materialaufwand im Verhältnis zur Betriebsleistung ist leicht gestiegen. Dies resultiert vor allem in der Reduktion der erzielbaren Verkaufspreise am Markt und den erst spät leicht und dann auch nur geringfügig gesunkenen Rohstoffpreisen. Trotz des stark angestiegenen Projektumsatzes (+18%) konnten demgegenüber die Fremdleistungen für Montagen gehalten werden. Die Personalkosten sind im Verhältnis zum Umsatz trotz der Zusatzaufwendungen, die mit Mitarbeiterreduktion einhergehen, leicht zurückgegangen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten parallel zum Umsatz reduziert werden. Dabei kam es zu Verschiebungen in den einzelnen Positionen: Die Wartungskosten der Maschinen konnten stark gesenkt werden, was auch in der Schließung der sehr reparaturanfälligen Anlagen in Leoben begründet ist. Auch die Rechts- und Beratungsaufwendungen wurden stark eingeschränkt, demgegenüber steht ein Anstieg bei den Leasingaufwendungen, die aus der Auslagerung des Fuhrparkmanagements resultiert.

Im Jahr 2008 ist die Abschreibung durch die vorzeitige Abwertung der Anlagen von Leoben stark gestiegen. Im abgelaufenen Jahr ist die Höhe der Abschreibungen wieder auf ein normales Maß gesunken. Mit einer Anlagenquote (Buchwert/Anschaffungskosten) von 29% sind die Maschinen der Rath Gruppe noch in einem fast neuwertigen Zustand. Die Quote liegt deutlich über den Vergleichszahlen des Wettbewerbs.

Das Finanzergebnis hat sich durch das niedrigere Zinsniveau um 0,8 Mio. € verbessert.

Alles in allem konnten diese positiven Effekte den Umsatz- und damit den Deckungsbeitragsrückgang nicht wettmachen.

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Rath Gruppe sank von 84,0 Mio. € auf 77,3 Mio. €. Dies liegt vor allem in der Reduktion des Anlagenvermögens begründet, da aufgrund der unsicheren Zeiten schon frühzeitig die Investitionen auf ein Mindestmaß reduziert worden sind. Das Umlaufvermögen im Verhältnis zum Umsatz konnte um 9% reduziert werden. Im Bereich der Vorräte konnten die Rohstoffe um 24% gegenüber dem Vorjahr reduziert werden, gleichzeitig stieg jedoch der Anteil an Fertigerzeugnissen um 5% an. Dies resultiert daraus, dass der Lagerbestand von abrufbereiten

jedoch noch nicht vom Kunden abgeholten Waren gestiegen ist. Dennoch konnte dadurch 2,8 Mio. € an gebundenem Kapital freigesetzt werden.

Durch verbessertes Cash Management konnten wir die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sogar erhöhen (+0,9 Mio. €). In Summe hat sich dadurch das Working Capital um 3,7 Mio. € reduziert. Dies hat dazu geführt, dass die Eigenkapitalquote von 40,7% wieder auf 41,7% angestiegen ist.

Mit den geringeren Abschreibungen, dem verbesserten Working Capital und den geringeren Zinsleistungen konnte der operative Cashflow des Vorjahres von 3,8 Mio. € auf 6,8 Mio. € gesteigert werden. Detaillierte Zahlen dazu sind in der Konzerngeldflussrechnung dargestellt.

Für das Jahr 2009 wird der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, den Verlust auf neue Rechnung vorzutragen. Erst bei positiven operativen Zahlen und bei einer nachhaltigen Verbesserung des konjunkturellen Umfeldes kann es zu einer Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen kommen.

Der Börsenkurs stieg von 5,30 € (31.12.2008) auf 8,01 € am 31.12.2009. Dies entspricht einer Steigerung von 51,1% und basiert im Wesentlichen auf der Verbesserung des allgemeinen Börsenklimas (ATX: +42,5%).

12

Nachtragsbericht

Es gibt keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben.

Prognosebericht Unternehmensentwicklung

Nachdem unsere Prognosen des vergangenen Jahres von bis zu minus 40% nur in Teilbereichen unserer Aktivitäten eingetreten sind, müssten wir für dieses Jahr angesichts der vielen optimistischen Aussagen über die Zukunft wieder von Umsatzwachstum sprechen. Aber bei dem noch immer unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfeld ist eine positive Umsatzprognose noch nicht angebracht. Die Basis unseres geringen Rückganges im abgelaufenen Jahr war die Investitionstätigkeit unserer Kunden in neue Ofenanlagen. In diesem Bereich erwarten wir im aktuellen Jahr eine deutliche Reduktion des Geschäftes. Inwieweit nun die laufenden Erfordernisse an Reparatur- oder Verschleissmaterial diesen Rückgang kompensieren werden, hängt sehr von der tatsächlich eintretenden wirtschaftlichen Erholung ab.

Der Auftragsbestand zum 31.12.2009 lässt uns jedenfalls nicht auf eine explosive Stärkung der Konjunktur hoffen. Der Preiskampf und damit die Margenerosion werden in den nächsten Monaten noch dramatisch zunehmen, da viele Feuerfest-Unternehmen nur noch zu Grenzkosten verkaufen, um ihre Anlagen nicht gänzlich stillzulegen.

Daher ist es umso wichtiger, in unseren Produktionseinheiten Kapazitäten zusammenzulegen, um möglichst effizient weiter zu fertigen. Es ist sinnvoller in einem voll ausgelasteten Werk, als in zwei Werken mit einer Teilauslastung, zu produzieren. Die kontinuierliche Verbesserung in allen Bereichen wird weiter fortgesetzt. In Teilbereichen werden wir auch noch im heurigen Jahr Kurzarbeitsmodelle in den Produktionseinheiten umsetzen, die wir bisher aus Kostengründen nicht realisiert haben.

Die weitere Intensivierung der Branchenlösungen wird uns auch in Zukunft helfen gegen den Trend besser der Krise gewachsen zu sein.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Hauptaufgabe eines Risikomanagementsystems ist die Früherkennung von möglichen Risiken und bei Identifizierung solcher der rasche Einsatz von Gegenmaßnahmen. Dazu haben wir ein Risikomanagementsystem erstellt und die wichtigsten Risiken identifiziert. Diese werden laufend analysiert und auf ihre Wichtigkeit geprüft bzw. die möglichen Maßnahmen evaluiert. Die Einhaltung wird im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems an den Standorten überwacht.

Chancen und Risiken

Die Risiken am Energie- und Rohstoffmarkt sind in Anbetracht des konjunkturellen Umfeldes in den Hintergrund getreten. Bei der Einführung von REACH, der europäischen Chemikalienverordnung, wurden die betroffenen Produkte bei der ECHA (Europäische Chemikalien-Agentur) angemeldet. Im Bereich der Aluminiumsilikatwollen wurde jedoch eine Verschärfung der Registrierungsanforderung in Aussicht gestellt. Im Augenblick befindet sich dieses Produkt auf der sogenannten Kandidatenliste (Annex XV) von Produkten mit besonderer Besorgniserregung. Damit könnte ein Autorisierungsverfahren für diese Wolle notwendig werden, was zu höheren Kosten bei der Registrierung führen würde. Ersatzprodukte für diese Wolle sind nur in Teilbereichen am Markt und werden von uns auch erzeugt und vertrieben.

Im Projektgeschäft kam es einerseits zu einer geringen Risikoerhöhung durch die gestiegene Anzahl an abgewickelten Projekten, andererseits waren diese eher Wiederholungen bekannter Ofentypen und damit nicht risikoreicher. Um dem zu erwartenden Rückgang im Projektgeschäft im laufenden Jahr entgegenzuwirken, werden wir sicher auch Pilotanlagen umsetzen. Da wir aber auf eine breite Erfahrung über die Fähigkeiten unserer eigenen Produkte in den unterschiedlichsten Branchen aufbauen können, sollte uns dies helfen, das Risiko in einer Neuanlage nicht zu unterschätzen.

Die Risiken der Einzelgeschäfte sind aufgrund ihrer Größenordnung überschaubar. Der Wert an Forderungsausfällen im Geschäftsjahr lag bei 0,4 % des Umsatzes.

Forschungsbericht

In Zeiten wie diesen ist es besonders wichtig mit neuen Produkten sich vom Mitbewerb abzuheben, um dem Kunden mehr als nur den Preis als Entscheidungskriterium zur Verfügung zu stellen.

Aufgrund neuester Erkenntnisse aus der Forschung haben wir gegen Ende des Jahres 2009 und noch im ersten Quartal 2010 viele neue Forschungsprojekte ins Leben gerufen. Dabei wird im Rahmen von Diplomarbeiten oder gemeinsam mit universitären Forschungseinrichtungen an der Weiterentwicklung oder gar Neuentwicklung von einzelnen Produkten gearbeitet. Aufgrund immer höherer Anforderungen an das Feuerfest-Material werden jedoch auch laufend mit den Kunden kleine Verbesserungen erarbeitet.

Daher hat sich die F&E-Quote schon im Jahr 2009 auf 1,0% (2008: 0,8%) erhöht.

Corporate Responsibility

Arbeitnehmer

Die Verbindung des Unternehmens mit seinen Mitarbeitern sollte immer eine besondere sein. In Zeiten der Krise wird diese jedoch in den meisten Fällen auf eine harte Probe gestellt. Vor allem in einem Familienbetrieb stellt sich die grundsätzliche Frage, wie auf marktbedingten Arbeitsrückgang zu reagieren ist. Ziel sollte es sein, seine Mannschaft zu erhalten ohne aber die Liquiditätssituation und das gesamte Unternehmen zu gefährden.

In manchen Ländern gibt es nicht einmal Kurzarbeitsmodelle, die die Fragestellung entschärfen könnte. Manche Länder wie Österreich haben zwar ein solches Modell, dieses ist aber so teuer, dass es der Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens nicht förderlich ist. In einer Krise, die einen überschaubaren Zeithorizont hat, kann man sich kurzfristig damit vielleicht helfen, aber bei einer so unbestimmten konjunkturellen Situation wie der aktuellen, führt es zwangsläufig zu einer nicht finanzierbaren Kostensteigerung und einer noch zusätzlichen Verschlechterung der Effizienz. Einzig in Deutschland gibt es ein passables Modell, das wir in Anwendung haben.

So musste die Rath Gruppe ihren Mitarbeiterstand drastisch auf ihre Stammmannschaft hin reduzieren. Dies ist leider nicht ohne Kündigungen abgelaufen. Somit hat sich der Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt um knapp 14,6% reduziert. Darin ist die schon erwähnte Werksschließung in Leoben enthalten.

Mitarbeiterstand im

Jahresdurchschnitt 2008 2009
Österreich 199 152
Deutschland 246 235
Ungarn 140 109
USA 42 42
Rest der Welt 17 13
644 551

Die Mitarbeiteranzahl zum Stichtag 31.12. hat sich von 616 im Jahr 2008 auf 548 im Jahr 2009 reduziert.

Umwelt

Wir betreiben an allen Standorten der Rath Gruppe aktiven Umweltschutz. Dies bedeutet nicht nur die gesetzlichen und behördlichen Auflagen zu erfüllen, sondern darüber hinaus auch bessere Resultate als gefordert zu erzielen. Neben den zumeist behördlich kontrollierten Emissions- und Immissionswerten versuchen wir durch Abfallvermeidung, Abfalltrennung und sachgerechter Abfallentsorgung die Umwelt zu schonen.

Angaben gemäß § 243a UGB

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der Rath AG und deren Übertragung sind nicht bekannt.

Die Aktionärsstruktur hat sich nach unserem Wissen zum Bilanzstichtag nicht wesentlich geändert:

14

Konzernlagebericht

Im Jahr 2009 hat Dr. Ernst Rath Käufe von etwa 1% des Stammkapitals gemeldet. Im Jahr 2010 hat er einen weiteren Zukauf von gut 1% der Stammaktien getätigt.

In der Rath AG gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen.

Der Vorstand der Rath AG besitzt keine über das gesetzliche Maß hinausgehenden Befugnisse Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

Wien, 16. April 2010

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Vorstandsmitglied Vorstandsmitglied

Aktie

Börsekennzahlen gemäß § 93 (1) BörseG

ISIN: AT0000767306 Anzahl der Aktien: 1.500.000
Wertpapierkürzel: RAT Gesamtzahl der Aktien: 1.500.000
Marktsegment: Standard Market Auction Aktienkurs 31.12.2009: 8,01 €
Handelssegment: Amtlicher Handel Börsenkapitalisierung: 12.015.000,00 €
Aktiengattung: Stimmberechtigte nenn
betragslose Stückaktien
Gewinn/Aktie: - 0,33 €
betragslose Stückaktien Gewinn/Aktie: - 0,33 €

Der Kursverlauf der Rath Aktie im Jahr 2009

Konzernbilanz

Anhangs
angabe
31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen (1) 36.313 40.633
Immaterielle Vermögenswerte (2) 624 439
Sonstiges Finanzvermögen (3) 632 609
Latente Steuern (12) 3.736 3.024
41.305 44.705
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (4) 19.686 21.405
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 11.077 12.152
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (6) 1.827 1.522
Liquide Mittel (7) 3.350 4.224
35.941 39.303
Summe Aktiva 77.246 84.008
PASSIVA
Eigenkapital (8)
Grundkapital 10.905 10.905
Kapitalrücklagen 1.118 1.118
Freie Rücklagen 21.392 21.956
Währungsdifferenzen -1.153 -140
32.262 33.839
Minderheitsanteile -12 353
32.250 34.192
Langfristige Verbindlichkeiten
Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (9) 2.869 2.965
Finanzverbindlichkeiten (10) 11.192 14.105
Investitionszulage 120 120
Latente Steuern (12) 814 755
14.995 17.945
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten (10) 17.893 19.628
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (13) 7.709 6.851
Rückstellungen aus laufenden Ertragsteuern (12) 163 59
Rückstellungen (11) 2.718 3.699
Investitionszulage 66 160
Sonstige Verbindlichkeiten (14) 1.452 1.474
30.001 31.871
Summe Passiva 77.246 84.008

Konzerngewinn- und verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung

Anhangs
angabe
2009
TEUR
2008
TEUR
Umsatzerlöse (17) 77.693 89.382
Bestandsveränderung (18) 85 111
Aktivierte Eigenleistungen 0 203
Andere betriebliche Erträge (20) 675 683
Materialaufwand und bezogene Leistungen (23) -35.494 -39.354
Personalaufwand (24) -20.978 -24.308
Planmäßige Abschreibung -5.850 -7.171
Übrige betriebliche Aufwendungen (19) -15.188 -17.442
Ordentliches Betriebsergebnis (EBIT) 943 2.105
Finanzerträge (21) 1.271 1.253
Finanzaufwendungen (20) -3.145 -3.955
Finanzergebnis -1.873 -2.702
Ergebnis vor Steuern (EBT) -930 -597
Steuern vom Einkommen 435 -847
Konzernergebnis -495 -1.444
Zurechenbar zu
Aktionären der Muttergesellschaft -490 -1.478
Minderheitsgesellschaftern -6 34
Konzernergebnis -495 -1.444
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.4 -0,33 -0,99
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.4 -0,33 -0,99
2009
TEUR
2008
TEUR
Konzernergebnis nach Ertragssteuern -495 -1.444
Währungsumrechnung -1.013 125
Gesamtkonzernergebnis nach Steuern -1.508 -1.319
Gesamtergebnis zurechenbar zu Eigentümern der Muttergesellschaft -1.502 -1.353
nicht beherrschende Anteile -6 34
Gesamtkonzernergebnis -1.508 -1.319

Konzerngeldflussrechnung

Anhangs
angabe
2009
TEUR
2008
TEUR
Geldflüsse aus der Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis vor Steuern -930 -597
Abschreibungen (20) 5.850 7.171
Investitionszuschüsse -94 -110
Zuschreibungen/Abschreibungen auf Finanzanlagen -23 35
Veränderung langfristiger Rückstellungen -96 -313
Zinsaufwand 1.614 2.428
6.321 8.614
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Vorräte 1.719 -2.072
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.075 1.084
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte -305 1.191
Lieferantenverbindlichkeiten 858 -165
Rückstellungen -981 -14
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten -22 -305
Währungsumrechnungsbedingte Veränderungen -237 -299
8.429 8.034
Gezahlte Zinsen -1.568 -1.986
Gezahlte Ertragsteuern -69 -2.262
6.792 3.786
Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit
Erwerb von Anlagen (1) -2.546 -7.409
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 15 135
-2.531 -7.274
Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
Nettoveränderung aus Finanzierungen -4.648 6.376
Ergebnisneutrale Eigenkapitalveränderung -432 0
Gezahlte Dividenden 0 -600
-5.080 5.776
Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen
aus der Umrechnung von liquiden Mitteln in andere Währungen -53 23
Nettozunahme von liquiden Mitteln -873 2.312
Liquide Mittel zu Beginn des Jahres 4.224 1.912
Liquide Mittel am Ende des Jahres 3.351 4.224

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

20 Grundkapital rücklagen
Kapital-
Währungsum
Unterschiede
rechnung
Kumulierte
Ergebnisse
Summe heitsanteile
Minder-
Eigenkapital
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 31. Dezember 2007 10.905 1.118 -265 24.033 35.791 319 36.110
Gesamtperiodenergebnis 0 0 125 -1.478 -1.353 34 -1.319
Dividendenausschüttung 0 0 0 -600 -600 0 -600
Stand am 31. Dezember 2008 10.905 1.118 -140 21.955 33.838 353 34.191
Gesamtperiodenergebnis 0 0 -1.013 -490 -1.503 -6 -1.509
Veränderung Minderheitenanteil 0 0 0 -73 -73 -359 -432
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 0 0
Stand am 31. Dezember 2009 10.905 1.118 -1.153 21.392 32.262 -12 32.250

1. Das Unternehmen

Die Rath AG und Tochtergesellschaften (in der Folge "Rath Gruppe" genannt) erzeugt Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA.

Die Aktien der Rath AG notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".

2. Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- u. Bewertungsmethoden

2.1. Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Rath Gruppe zum 31. Dezember 2009 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board ("IASB") herausgegebenen Financial Reporting Standards ("IFRS"), einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committees ("IFRIC"), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Rath Gruppe zugrunde.

Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode), aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

2.2. Änderungen und Erweiterung der IFRS

Die Änderungen von IFRSs und Interpretationen des IFRIC wirken sich wie folgt auf den Konzernabschluss der Rath Gruppe aus:

Der im Berichtsjahr erstmals verpflichtend anzuwendende IAS 1 (revised) und IFRS 8 (1.1.2009) wurden bereits in den Vorjahren frühzeitig angewendet. Die ebenfalls mit 1.1.2009 erstmals verpflichtend anzuwendende Interpretation IFRIC 9, IFRIC 13, IFRIC 14 und IFRS 1, IAS 23, IAS 27, IAS 32, IAS 39 sind im Berichtsjahr für den Konzernabschluss unwesentlich.

Folgende Standards, Änderungen zu Standards und Interpretationen sind verpflichtend erst in Berichtsperioden, die nach dem 1.1.2009 beginnen, anzuwenden (auf die Anwendung des Wahlrechts zur freiwilligen vorzeitigen Anwendung wurde verzichtet):

  • IFRS 1 (revised)
  • IFRS 3 (revised)
  • IAS 27 (Änderung)
  • IAS 32 (Änderung)
  • IFRIC 12
  • IFRIC 15
  • IFRIC 16
  • IFRIC 17
  • IFRIC 18

2.3. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Muttergesellschaft ist die Rath AG, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss ("Control") der Muttergesellschaft stehen ("Tochtergesellschaften"), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst die Rath AG nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und wesentliche unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert.

Konzernanhang

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft noch folgende Unternehmen:

Name Konzernanteil [%] Einbeziehungsmethode
Aug. Rath jun. GmbH, Österreich 100 Vollkonsolidierung
Rath GmbH, Deutschland 100 Vollkonsolidierung
Rath Hungaria Kft., Ungarn 100 Vollkonsolidierung
Rath USA Inc., USA 100 Vollkonsolidierung
Rath Zarotechnika spol. s r.o., Tschechien 100 Vollkonsolidierung
Rath Polska Sp. z o.o., Polen 100 Vollkonsolidierung
Rath SAS, Frankreich 95 Vollkonsolidierung
Rath Ukrajina TOW, Ukraine 100 Vollkonsolidierung

Im Geschäftsjahr wurde mit Wirkung 1. Jänner 2009 die INERTA KERAMIK GmbH auf die Rath GmbH verschmolzen, siehe Pkt 3.8 hinsichtlich der Veränderung der Minderheiten Anteile.

2.4. Währungsumrechnung

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der Rath AG ist der Euro.

Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in EUR erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Einzelabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierende Wertanpassungen in EUR erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen hieraus werden ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Nicht realisierte Währungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen, die als Teil der Nettoinvestition in einer Konzerngesellschaft betrachtet werden, werden ebenfalls erfolgsneutral im Posten "Unterschiede aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst.

Insbesondere folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

Stichtagskurs
31.12.2009
Stichtagskurs
31.12.2008
Durchschnittskurs
1–12 2009
Durchschnittskurs
1–12 2008
USD 1,441 1,390 1,424 1,470
HUF 270,420 266,700 279,271 251,510
CZK 26,473 26,880 26,367 24,950
PLN 4,105 4,150 4,346 3,510

entspricht 1 Euro.

22

Quelle: Oesterreichische Nationalbank (www.oenb.at)

2.5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten die angefallen sind, um den Gegenstand in seinen derzeitigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt 3 bis 15 Jahre.

b) Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen für Mietobjekte werden die geschätzten Aufwendungen für deren Wiederherstellung bzw. die Abbruchkosten aktiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen beinhalten Einzelkosten sowie angemessene variable und fixe Gemeinkosten. Die Fremdkapitalkosten werden wegen Unwesentlichkeit nicht angesetzt.

In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn sie zu einer wesentlichen Erhöhung der künftigen Nutzungsmöglichkeit des Gegenstandes (z.B. durch erweiterte Einsatzmöglichkeiten oder eine signifikante Verlängerung der Nutzungsdauer) führen.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Gegenstandes. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende Nutzungsdauern angenommen:

Nutzungsdauer in Jahren

von bis
Gebäude 10 50
Maschinen 5 25
Geschäftsausstattung 3 10

c) Vermögenswerte aus Miet- und Leasingverhältnissen

Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf die Rath Gruppe über (Finanzierungs-Leasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestzahlungen. Der angesetzte Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit angesetzt.

d) Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.

Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.

e) Finanzvermögen

Alle Wertpapiere werden als "available for sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten (fair value), in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers bzw. bei dauerhafter Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsekurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.

f) Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.

Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.

Konzernanhang

Fertigungsaufträge werden, sofern die Voraussetzungen des IAS 11 vorliegen, nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (Percentage of Completion) bilanziert. Nach der Teilgewinnrealisierungsmethode werden die aufgewandten Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlages unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie als Umsatzerlöse ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad wird in der Regel im Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand ermittelt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Rückstellungen gedeckt, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt werden. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passiviert.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.

Seit dem 1. Jänner 2005 unterliegt die Rath Gruppe dem europäischen Emissionshandelssystem. Im Rahmen dieses Systems erhalten die betroffenen Unternehmen Emissionszertifikate, die innerhalb von vier Monaten nach Ablauf eines Kalenderjahres entsprechend dem tatsächlichen Ausstoß des Jahres an die zuständige Behörde zurückgegeben werden müssen. Übersteigen die tatsächlichen Emissionen die zugeteilten Zertifikate pro Jahr, müssen die fehlenden Zertifikate zugekauft werden.

Zugekaufte Zertifikate werden als sonstige Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und zum Zeitpunkt der Abführung der Zertifikate an die zuständige Behörde ausgebucht. Sofern der vorhandene Bestand an Emissionszertifikaten die voraussichtlichen Verpflichtungen nich deckt, werden Rückstellungen gebildet.

Unentgeltlich erworbene Zertifikate werden nicht bilanziert. Erlöse aus dem Verkauf dieser Rechte werden ertragswirksam vereinnahmt.

Die Rath Gruppe verfügte über ausreichende Gratiszertifikate im Geschäftsjahr, daher wurden keine Zertifikate angeschafft oder verkauft.

h) Flüssige Mittel

Flüssige Mittel umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten.

i) Wertminderung

Bei Vermögenswerten wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Bei dieser Überprüfung ermittelt die Rath Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Der Nutzwert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cash Flows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer, unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein eigenständiger Cash Flow festgestellt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cash Flow ermittelt werden kann (cash generating unit). Die Rath Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "cash generating unit".

Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.

Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nutzwert.

j) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Pensionsverpflichtungen

Aufgrund von Einzelzusagen ist die Rath Gruppe verpflichtet, an insgesamt 2 Pensionsbezieher/leitende Angestellte nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.

Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation - DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit method - PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10% des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2008 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2009 2008
Zinssatz 5,50% 5,75%
Pensionssteigerungen 2,25% 2,50%
Pensionsalter Männer 65 Jahre 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

Abfertigungsverpflichtungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die Rath Gruppe verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31.12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Die Ermittlung der Rückstellung erfolgt nach der projected unit credit method. Dabei wird der Barwert der künftigen Zahlungen bis zu jenem Zeitpunkt angesammelt, in dem die Ansprüche bis zu ihrem Höchstbetrag entstehen (25 Jahre). Die Berechnung erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10% des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2008 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2009 2008
Zinssatz 5,50% 5,75%
Bezugssteigerungen 2,75% 3,00%
Pensionsalter Frauen 56,5 Jahre 56,5 Jahre
Pensionsalter Männer 61,5 bis 65 Jahre 61,5 bis 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 2008-P

Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt die Rath Gruppe ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53% des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Rath Gruppe ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

Sonstige langfristige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern

Aufgrund kollektivvertraglicher Vereinbarungen ist die Rath Gruppe in Österreich verpflichtet, an Mitarbeiter Jubiläumsgelder nach Maßgabe der Erreichung bestimmter Dienstjahre (ab 15 Dienstjahren) zu leisten. Für diese Verpflichtung wurde eine Rückstellung gebildet.

k) Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für die Rath Gruppe eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.

l) Steuern

Der Ertragsteueraufwand (die Ertragsteuergutschrift) umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der Rath Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der balance sheet liability method für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und den bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Weiters wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen.

25

Konzernanhang

Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25%, in Deutschland von 31%, in Ungarn von 19% (31.12.2008: 16%) und in den USA von 42,7% zugrunde gelegt.

m) Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).

n) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.

o) Derivative Finanzinstrumente

Die Rath Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern.

Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die Rath Gruppe bei Auflösung des Geschäftes zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt.

p) Umsatzrealisierung

Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.

Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrages verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandspositionen. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

q) Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträge

Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "available for sale" Wertpapiere.

Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge.

Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der effektiven Zinsenmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.

r) Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet.
  • Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zu Grunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.

26

3. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Sachanlagen

Grundstücke
und Gebäude
Maschinen Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Zahlungen und
Anlagen in Bau
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2008 21.162 68.215 11.554 3.493 104.424
Zugänge 1.231 4.773 392 903 7.299
Abgänge 0 -502 -107 0 -610
Umbuchungen 768 1.929 17 -2.713 0
Wechselkursänderung 7 -317 -8 -76 -395
Stand am 31.12.2008 23.168 74.097 11.846 1.607 110.718
Zugänge 378 953 195 964 2.489
Abgänge -185 -3.137 -670 0 -3.992
Umbuchungen 24 486 54 -937 -373
Währungskursänderungen -120 -428 -33 -1 -581
Stand am 31.12.2009 23.265 71.972 11.392 1.634 108.262
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2008 10.718 46.962 6.512 0 64.192
Planmäßige Abschreibungen 984 5.525 530 0 7.040
Abgänge 0 -474 -105 0 -579
Währungskursänderungen -11 -534 -23 0 -568
Stand am 31.12.2008 11.691 51.480 6.914 0 70.085
Planmäßige Abschreibungen 852 4.377 376 0 5.606
Abgänge -184 -2.750 -655 0 -3.589
Währungskursänderungen -16 -115 -23 0 -153
Stand am 31.12.2009 12.344 52.992 6.613 0 71.949
Buchwert am 1.1.2008 10.444 21.253 5.042 3.493 40.232
Buchwert am 31.12.2008 11.477 22.618 4.932 1.607 40.633
Buchwert am 31.12.2009 10.921 18.980 4.779 1.634 36.313

Die Summe der Umbuchungen von TEUR -373 betreffen die immateriellen Vermögenswerte, die im Geschäftsjahr 2009 von geleisteten Zahlungen und Anlagen in Bau auf Computer, Software und Lizenzen umgebucht wurden.

In den Positionen Gebäude sowie Maschinen und Geschäftsausstattung sind im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverträgen geleaste Hallen und Produktionsanlagen mit Buchwert von TEUR 5.502 (31.12.2008: TEUR 6.482) enthalten.

Die Mindestlaufzeit der Verträge entspricht dabei im Wesentlichen der Nutzungsdauer dieser Anlagen. Die aus diesen Verträgen bestehende Leasingverbindlichkeit ist unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Konzernanhang

In der Position Planmäßige Abschreibung sind im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen enthalten. Im Vorjahr waren dies für den Standort Leoben TEUR 1.316.

Der Buchwert der als Sicherstellung für langfristige Fremdfinanzierungen verpfändeten Grundstücke und Gebäude beträgt:

Stand 31.12.2009
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
IKB Deutsche Industriebank 294,3 Grundschuld in Höhe TEUR 1.790
Postbank Köln 2.264,7 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
2.559,0
Stand 31.12.2008
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
IKB Deutsche Industriebank 490,5 Grundschuld in Höhe TEUR 1.790
Postbank Köln 2.891,5 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
3.382,0

Den gewährten Sicherstellungen gegenüber der IKB stehen offene Kredite in Höhe von TEUR 294 (31.12.2008: TEUR 491) und gegenüber der Postbank Köln in Höhe von TEUR 2.265 (31.12.2008: TEUR 2.891) gegenüber. Der Kredit gegenüber der IKB läuft im Jahr 2011 und der Kredit gegenüber der Postbank Köln läuft im Jahr 2013 aus.

Für Investitionen erhaltene Subventionen (Invest-Zuschüsse) sind in der Bilanz auf der Passivseite ausgewiesen.

(2) Immaterielle Vermögenswerte

Computer Software
und Lizenzen
Kundenstock Summe
TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2008 1.647 500 2.147
Zugänge 110 0 110
Umbuchungen 0 0 0
Währungskursänderungen -10 0 -10
Stand am 31.12.2008 1.747 500 2.247
Zugänge 57 0 57
Abgänge -14 0 -14
Umbuchungen 373 0 373
Währungskursänderungen -65 0 -65
Stand am 31.12.2009 2.097 500 2.597
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2008 1.581 100 1.681
Planmäßige Abschreibungen 31 100 131
Währungskursänderungen -3 0 -3
Stand am 31.12.2008 1.609 200 1.809
Planmäßige Abschreibungen 144 100 244
Abgänge -14 0 -14
Währungskursänderungen -67 0 -67
Stand am 31.12.2009 1.672 300 1.972
Buchwert am 1.1.2008 66 400 466
Buchwert am 31.12.2008 138 300 438
Buchwert am 31.12.2009 425 200 625

In den Umbuchungen in Höhe von TEUR 373 sind Kosten für die Selbsterstellung der Produktionsplanungssoftware in Höhe von TEUR 227 enthalten.

(3) Sonstiges Finanzvermögen

Anschaffungs
kosten
31.12.2008
(+) Zugänge
(-) Abgänge
Anschaffungs
kosten
31.12.2009
Buchwert
31.12.2009
Buchwert
31.12.2008
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 753 0 753 632 610

Die Wertpapiere wurden als "zur-Veräußerung-verfügbar" im Sinne des IAS 39 klassifiziert. Sie umfassen Anteile an drei Investmentfonds und dienen der Deckung der Pensionsrückstellungen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG.

29

(4) Vorräte

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.201 9.502
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren brutto 13.643 12.372
Wertberichtigung auf Fertigerzeugnisse und Handelswaren -1.158 -469
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren netto 12.486 11.903
19.686 21.405

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Forderungen an Dritte 10.491 12.136
Forderungen an Dritte gem. IAS 11 (percentage of completion method) 570 0
Forderungen an beteiligten Unternehmen 16 16
11.077 12.152

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 609 (31.12.2008: TEUR 312) abgesetzt.

(6) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Forderungen gegenüber Finanzämtern 1.215 318
ARA 317 249
Übrige 295 955
1.827 1.522

(7) Liquide Mittel

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 3.334 4.196
Kassenbestand 16 28
3.350 4.224

Die liquiden Mittel sind frei verfügbar.

(8) Eigenkapital

Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der Rath AG mit TEUR 10.905 ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen.

Die Stückaktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählen das Recht auf die Auszahlung der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung.

Die einbehaltenen Ergebnisse resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten.

Die im Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen (31.12.2009: TEUR 1.118; 31.12.2008: TEUR 1.118) dürfen gemäß § 130 Abs 3 des österreichischen Aktiengesetzes nur zum Ausgleich eines ansonsten im Einzelabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.

Zum 31. Dezember 2009 halten Rath und einzelne Tochtergesellschaften keine eigenen Aktien der Rath AG.

Konzernanhang

Die Unterschiede aus der Währungsumrechnung umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen entstanden sind.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital (Minderheitsanteile) betreffen die Aug. Rath jun. GmbH, Österreich und die Rath SAS, Frankreich.

Durch den Kauf der restlichen 6% Anteile an der INERTA KERAMIK GmbH kommt es zu einer Verschiebung innerhalb der kumulierten Ergebnisse und Minderheitenanteile.

(9) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 2.134 2.240
Rückstellungen für Abfertigungen 735 725
2.869 2.965
Pensionen Abfertigungen
2009
TEUR
2008
TEUR
2009
TEUR
2008
TEUR
Herleitung der Defined Benefit Obligation (DBO)
Stand am 1.1. 1.988 2.082 617 852
Dienstzeitaufwand 0 0 29 42
Zinsenaufwand 109 100 36 42
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr -161 -161 -64 -247
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr -8 -33 -49 -72
Stand am 31.12. 1.928 1.988 569 617
Herleitung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Defined Benefit Obligation (DBO) 1.928 1.988 569 617
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) 206 252 166 120
Rückstellung am 31.12. 2.134 2.240 735 907
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand
Dienstzeitaufwand 0 0 29 42
Zinsenaufwand 109 100 36 42
Realisierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) -54 -70 -3 12
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 55 30 62 96
Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Rückstellung am 1.1. 2.240 2.371 737 906
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 55 30 62 96
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr -161 -161 -64 -265
Rückstellung am 31.12. 2.134 2.240 735 737
Entwicklung der kumulierten aktuarischen Gewinne/Verluste
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 1.1. 252 289 120 55
Amortisierung des aktuarischen Gewinnes / Verlustes im Geschäftsjahr -54 -70 -3 -6
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr 8 33 49 71
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 31.12. 206 252 166 120
2009
TEUR
2008
TEUR
2007
TEUR
Historische Information - Pensionen
Erwartete DBO am Ende der Periode 1.928 1.988 2.082
Erfahrungsbedingte Berichtigungen 15 5 5
Historische Information - Abfertigungen
Erwartete DBO am Ende der Periode 669 616 852
Erfahrungsbedingte Berichtigungen 49 -97 -19

Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr TEUR 161 (31.12.2008: TEUR 161).

(10) Finanzverbindlichkeiten

Langfristig
TEUR
31.12.2009
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Langfristig
TEUR
31.12.2008
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 0 11.406 11.406 0 14.252 14.252
Exportdarlehen 0 2.963 2.963 0 1.963 1.963
Investitionskredit 6.782 2.432 9.214 8.512 2.523 11.035
Verbindlichkeiten gegenüber and. Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 4.410 1.092 5.502 5.593 889 6.482
11.192 17.893 29.085 14.105 19.627 33.732

Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

davon Restlaufzeit
unter 1 Jahr
davon Restlaufzeit
zwischen 2 und 5
Jahren
davon Restlaufzeit
über 5 Jahre
2009 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 11.406 11.406 0 0
Exportdarlehen 2.963 2.963 0 0
Investitionskredit 9.214 2.432 6.782 0
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 5.502 1.092 3.870 539
29.085 17.893 10.653 539
davon Restlaufzeit
unter 1 Jahr
davon Restlaufzeit
zwischen 2 und 5
Jahren
davon Restlaufzeit
über 5 Jahre
2008 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 14.252 14.252 0 0
Exportdarlehen 1.963 1.963 0 0
Investitionskredit 11.036 2.523 8.512 0
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 6.482 889 4.715 878
33.733 19.627 13.227 878

Konzernanhang

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Finanzierung Währung Buchwert
zum
31.12.2009
TEUR
Effektiv
verzinsung
2009
%
Buchwert
zum
31.12.2008
TEUR
Effektiv
verzinsung
2008
%
Zinsen
fix/variabel
Fälligkeit
Kontokorrentkredit EUR 10.497 1,88 - 3,95 13.334 2,97 - 5,15 variabel < 1 Jahr
Kontokorrentkredit USD 909 2,75 918 2,5 variabel < 1 Jahr
Exportdarlehen EUR 2.963 3,9 1.963 3,9 variabel < 1 Jahr
Investitionskredit EUR 9.214 3,00 - 5,85 11.036 3,25 - 6,05 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing EUR 1.364 3,5 1.421 3,9 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing USD 4.137 6,4 - 8,0 5.061 6,4 – 8,0 fix > 1 Jahr
29.084 33.733

Details zu den gewährten Sicherheiten sind unter Pkt. 3.1 dargestellt. Für einen Teil der o.a. übrigen Kredite wurde ein Zinsswap abgeschlossen, nähere Angaben sind unter Pkt. 4.1 dargestellt. Die Marktwerte der variablen verzinsten Finanzverbindlichkeiten weichen nicht wesentlich von den Buchwerten ab. Die fix verzinsenten Finanzverbindlichkeiten haben einen Marktwert von TEUR 4.230 (31.12.2008: TEUR 5.217).

(11) Rückstellungen Gewähr
leistung
Noch nicht
konsumierte
Urlaube
Sonstige Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1.1.2008 730 987 1.996 3.713
Verbrauch -399 -222 -480 -1.101
Neubildung 0 26 1.061 1.087
Stand 31.12.2008 331 791 2.577 3.699
Verbrauch -241 -234 -1.643 -2.118
Neubildung 0 42 1.095 1.137
Stand 31.12.2009 90 599 2.029 2.718
Davon kurzfristig 90 599 2.029 2.718

Die Rückstellungen für Gewährleistungen betreffen die Kosten der erwarteten Reklamationen für die sich noch im Gewährleistungszeitraum (3 Jahre) befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist der Barwert der auf Basis von Erfahrungswerten durchgeführten bestmöglichen Schätzung dieser Kosten.

Die Rückstellung für noch nicht konsumierte Urlaube stellt den erwarteten Aufwand für die noch nicht konsumierten Urlaube dar.

Die Rückstellung für sonstige beinhaltet im Wesentlichen vertragsmäßig vereinbarte Rückbaukosten an einem Standort, Personalkosten, Beratungskosten und die Kosten des Zinsswaps.

(12) Ertragsteuern

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2009
TEUR
2008
TEUR
Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr (tatsächliche Steuer) 537 1.444
Körperschaftsteuer-Nachzahlung für Vorjahre -364 555
Latente Steuer -608 -1.152
-435 847

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Aktive latente Steuern
Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften 398 355
Personalrückstellungen -65 -34
Sonstige 217 158
Verlustvorträge 3.186 2.546
3.736 3.025
Passive latente Steuern
Sachanlagen 772 699
Sonstige 42 56
814 755
Latente Steuern (netto) 2.922 2.270

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von TEUR 9.357 (31.12.2008: TEUR 8.266) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist. Auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 5.252 (31.12.2008: TEUR 4.036) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind im Wesentlichen unbegrenzt vortragsfähig.

Im Jahr 2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25% erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenem Ertragsteueraufwand stellen sich wie folgt dar:

2009
TEUR
2008
TEUR
Ergebnis vor Steuern -930 -597
Erwartete Steuerbelastung 25% 25%
-233 -149
Verminderung der Steuerbelastung durch:
Forschungs- und Investitionsförderungen -93 -40
Niedrigerere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften -6 -15
Auswirkung der Änderung des Steuersatzes -7 0
Erhöhung der Steuerbelastung durch:
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 10 6
Nicht angesetzte latente Steuer 136 114
Niedrigere Steuersätze auf Verluste bei ausländischen Tochtergesellschaften 14 93
Höhere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften 109 291
Nachzahlung für Vorjahre -364 555
Sonstige 0 -9
Effektive Steuerbelastung -435 846

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 7.104 6.552
Verbindlichkeiten gegenüber beteiligten Unternehmen 605 299
7.709 6.851

(14) Sonstige Verbindlichkeiten

Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
31.12.2009
Summe
TEUR
Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
31.12.2008
Summe
TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten
Finanzamt 0 298 298 0 26 26
Krankenkassen 0 383 383 0 260 260
Übrige 0 770 770 0 1.188 1.188
0 1.451 1.451 0 1.474 1.474

(15) Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung

In der nachfolgenden Tabelle, im Bereich Projektumsatz sind im Geschäftsjahr 2009 TEUR 344 (31.12.2008: TEUR 0) für Percentage of completion enthalten, die Kosten für diese Projekte belaufen sich auf TEUR 321 (31.12.2008: TEUR 0).

Die Darstellung der Segmente erfolgt nach Regionen. Die Segmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen des Konzerns. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden den einzelnen Regionen zugeordnet. Sie umfassen Vermögenswerte und Aufwendungen der Konzernverwaltung und langfristige Finanzierungen. Die Verrechnung zwischen den einzelnen Regionen erfolgt auf drittüblicher Basis.

Die Segmentinformationen unterliegen dem gleichen Ausweisbilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie der Konzernabschluss.

Die Segmentierung umfasst folgende Regionen:

Österreich: Rath AG, Aug. Rath jun. GmbH
Deutschland: Rath GmbH (VJ: Rath GmbH und INERTA KERAMIK GmbH)
Ungarn: Rath Hungaria Kft.
Rest Europa: Rath Zarotechnika spol s r.o., Rath Polska Sp. Z o.o., Rath Ukrajina TOW, Rath SAS
USA: Rath USA Inc. (Teilkonzern) - Rath Inc., Rath Refractories Inc.

Die Segmentierung nach Regionen erfolgt beim Umsatz nach dem Sitz der Kunden, bei Vermögenswerten nach dem Ort, an dem sich die Gegenstände befinden.

Gewölbebrotbackofen

Konzernanhang

Segmentierung nach Regionen

Österreich Deutschland Ungarn Rest Europa USA Konsolidierung Summe
2009 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 19.526 18.838 5.704 955 5.761 0 50.784
Projektaufträge 13.936 7.133 626 3.214 2.001 0 26.909
Innenumsätze 5.254 6.999 5.913 19 0 -18.185 0
Summe 38.716 32.970 12.243 4.187 7.762 -18.185 77.694
Segmentergebnis (EBIT) -364 1.754 198 -247 -651 253 943
Finanzerträge 4.136 223 992 170 7 -4.257 1.271
Finanaufwendungen -5.050 -167 -1.418 -189 -507 4.186 -3.144
Finanzergebnis -914 56 -426 -18 -500 -70 -1.873
Ergebnis vor Steuer -1.278 1.810 -228 -265 -1.151 183 -930
Verschmelzungsergebnis 0 -1.025 0 0 0 1.025 0
Ertragsteuern 315 -149 112 42 86 29 435
Jahresergebnis -963 636 -116 -223 -1.065 1.236 -495
Segmentvermögen 33.412 35.307 12.706 2.063 14.369 -20.610 77.246
Segmentverbindlichkeiten 30.508 12.061 8.445 1.978 11.030 -19.026 44.996
Investitionen 1.847 1.394 377 77 367 -1.516 2.545
Abschreibungen 1.420 2.402 712 53 1.242 -2 5.827
Österreich Deutschland Ungarn Rest Europa USA Konsolidierung Summe
2008 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 20.769 26.715 9.357 713 9.059 0 66.613
Projektaufträge 10.407 6.131 1.062 5.170 0 0 22.770
Innenumsätze 8.992 10.120 4.305 0 0 -23.418 0
Summe 40.168 42.966 14.724 5.883 9.059 -23.418 89.383
Segmentergebnis (EBIT) -2.408 5.149 -436 148 -612 264 2.105
Finanzerträge 2.168 170 816 168 5 -2.074 1.253
Finanaufwendungen -1.480 -2.464 -1.408 -201 -334 1.932 -3.954
Finanzergebnis 688 -2.294 -592 -33 -329 -142 -2.702
Ergebnis vor Steuer -1.720 2.855 -1.028 115 -941 122 -597
Ertragsteuern 987 -2.057 160 -40 133 -31 -847
Jahresergebnis -733 798 -868 75 -808 92 -1.444
Segmentvermögen 35.396 43.431 13.807 3.007 15.313 -26.946 84.008
Segmentverbindlichkeiten 34.528 14.415 9.365 2.408 14.322 -25.222 49.816
Investitionen 2.380 1.261 1.192 75 2.502 0 7.409
Abschreibungen 3.127 2.434 617 63 965 0 7.206

(16) Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen

2009 2008
TEUR TEUR
Materialaufwand 20.466 22.571
Aufwendungen für bezogene Leistungen 15.028 16.783
35.494 39.354

(17) Personalaufwand

2009 2008
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 16.388 19.066
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 4.106 4.733
Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse 101 108
Aufwand für Abfertigungen und Jubiläumsgelder 190 199
Sonstiger Personalaufwand 193 201
20.978 24.307
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand:
Angestellte 161 179
Arbeiter 389 466
551 645

Teilzeitbeschäftigte sind in dieser Aufstellung arbeitszeitaliquot berücksichtigt.

(18) Sonstige betriebliche Erträge

2009 2008
TEUR TEUR
Erträge aus Vorperioden 126 16
Auflösung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen von Forderungen 124 94
Erträge aus Mieten 121 125
Förderungen/Zuschüsse 104 110
Schadensfall Brand Mönchengladbach 0 240
Übrige 200 98
675 683

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2009
TEUR
2008
TEUR
Instandhaltungen 2.495 3.304
Ausgangsfrachten und Aufwendungen für Fuhrpark 2.517 2.565
Miet- und Leasingaufwand 1.186 933
Reise und Fahrtaufwendungen 975 960
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 879 1.203
EDV- und Kommunikationsaufwendungen 788 869
Versicherungen 624 661
Provisionen an Dritte 443 433
Werbung und Repräsentation 425 378
Übrige Aufwendungen 4.478 5.717
15.188 17.442

Die Übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Forderungsverluste, Betriebskosten, Büromaterial, Entsorgungskosten etc.

(20) Finanzaufwendungen

2009
TEUR
2008
TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.568 1.986
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 35
Bewertung Zinsswap 46 442
Kursdifferenzen 1.531 1.492
3.145 3.955

(21) Finanzerträge

2009
TEUR
2008
TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge 89 254
Zuschreibungen auf Finanzanlagen 23 0
Kursdifferenzen 1.159 999
1.271 1.253

(22) Forschung und Entwicklung

In den Aufwendungen sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten von:

2009
TEUR
2008
TEUR
Personalkosten 572 415
Technische Prüfkosten 195 236
767 651

4. Sonstige Angaben

4.1. Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente.

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2009 31.12.2008
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
TEUR
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
TEUR
Zinsswap 4.500 4,35 -488 4.500 4,35 -442

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Der beizulegende Zeitwert wurde auf Basis von Marktpreisen ermittelt und ist in der Position Rückstellungen inkludiert.

Marktrisiko

Die für die Rath Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und die Risiken, die aus Preisschwankungen von Rohstoffen und Energie resultieren. Das Ziel des Risikomanagements ist hier, durch die Überwachung und Steuerung dieser Risiken unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen eventuelle Verluste zu minimieren.

Zinsenänderungsrisiko

Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen nur aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten, die Angabe des effektiven Zinssatzes und der Restlaufzeiten sowie Informationen über bestehende Sicherungsgeschäfte sind in Pkt. 3.c enthalten.

Währungsänderungsrisiko

Die Rath Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD und HUF-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.

Konzernanhang

Kreditrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:

31.12.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Forderung aus Lieferungen und Leistungen 11.077 12.152
Liquide Mittel 3.350 4.224
veräußerbare Wertpapiere aus dem Anlagevermögen 632 610
Sonstige Forderungen 1.827 1.522
16.886 18.508

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Forderungen gegenüber Großkunden, brutto 4.985 2.905
Forderungen gegenüber übrigen Kunden, brutto 6.701 9.559
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 11.686 12.464
Wertberichtigungen -609 -312
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.077 12.152

Etwa 45% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden.

Die Alterstruktur der Forderungen sowie die erfassten Wertberichtigungen stellen sich wie folgt dar:

31.12.2009
Brutto
TEUR
31.12.2009
WB
TEUR
31.12.2008
Brutto
TEUR
31.12.2008
WB
TEUR
Noch nicht fällig 4.324 0 3.739 0
Überfällig 0 - 90 Tage 5.492 0 6.855 0
Überfällig 91 - 180 Tage 1.402 -548 1.246 -260
Überfällig 181 - 360 Tage 467 -61 623 -52
Überfällig mehr als ein Jahr 0 0 0 0
11.686 -609 12.464 -312

Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können. Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäquate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien zu ermöglichen.

Die folgende Aufstellung zeigt die vertraglichen Fälligkeiten sowie die erwarteten Zinszahlungen von finanziellen Schulden.

40

Summe
Vertragliche Cash Flows
31.12.2009 Buchwert
TEUR
vertragliche
Cash Flows
TEUR
< 6 Monate
TEUR
6-12
Monate
TEUR
1-2
Jahre
TEUR
2-5
Jahre
TEUR
> 5
Jahre
TEUR
Nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten 23.583 24.584 11.491 3.044 2.350 7.698 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
5.502 6.590 719 719 1.363 3.211 578
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
7.709 7.709 7.709 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.451 1.451 1.451 0 0 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 488 1.368 86 86 171 513 513
38.732 41.702 21.455 3.849 3.885 11.422 1.091
Summe Vertragliche Cash Flows
Buchwert vertragliche
Cash Flows
< 6 Monate 6-12
Monate
1-2
Jahre
2-5
Jahre
> 5
Jahre
31.12.2008 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Nicht-derivative finanzielle
Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten 27.251 27.955 14.377 2.059 2.634 8.885 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
6.482 9.670 653 653 1.234 6.188 941
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
6.851 6.851 6.851 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 1.474 1.474 1.474 0 0 0 0
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Zinsswaps 442 1.616 90 90 180 539 718
42.500 47.566 23.445 2.802 4.048 15.612 1.659

Währungsrisiko

31.12.2009 31.12.2008
EUR USD HUF Andere EUR USD HUF Andere
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen
8.001 1.297 670 1.109 7.981 1.600 972 1.599
Finanzielle Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten -18.863 -909 -3.808 0 -22.155 -1.092 -3.998 0
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs
Leasing
-1.364 -4.137 0 0 -1.421 -5.061 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
-6.994 -224 -431 -60 -5.543 -296 -709 -289
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -993 0 -293 -164 -2.379 0 -194 -183
Nettoexposition -20.213 -3.973 -3.862 885 -23.517 -4.849 -3.929 1.127

Konzernanhang

Die Umrechnungskurse sind unter Pkt. 2.4 dargestellt.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Wechselkursänderungen auf das Periodenergebnis der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2008 erstellt, obwohl die reale Entwicklung von den zu dieser Zeit getroffenen Erwartungen abweicht.

31.12.2009 USD
TEUR
HUF
TEUR
Andere
TEUR
Summe
TEUR
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 107 12 12 130
Effekt auf das Eigenkapital -334 -426 32 -728
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis -107 -12 -12 -130
Effekt auf das Eigenkapital 334 426 -32 728
31.12.2008 USD
TEUR
HUF
TEUR
Andere
TEUR
Summe
TEUR
10%ige Stärkung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis 81 87 -10 158
Effekt auf das Eigenkapital -99 -444 -73 -616
10%ige Schwächung des EUR
Effekt auf das Periodenergebnis -81 -87 10 -158
Effekt auf das Eigenkapital 99 444 73 616

Zinsänderungsrisiko

Buchwert
2009 2008
TEUR TEUR
Fix verzinste Instrumente
Finanzielle Verbindlichkeiten 4.137 5.061
4.137 5.061
Variabel verzinste Instrumente
Finanzielle Verbindlichkeiten 24.947 28.672
24.947 28.672

Die Rath Gruppe bewertet keine fix verzinsten finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert und verwendet zum Stichtag keine Derivate als Hedge Instrumente für Fair Value Hedges. Eine Änderung des Zinssatzes in Bezug auf fix verzinste Instrumente würde keine Auswirkung auf die Konzerngewinn- und Verlustrechnung haben.

Die folgende Sensitivitätsanalyse zeigt die Auswirkungen von Zinssatzänderungen in Bezug auf variabel verzinste Instrumente auf das Periodenergebnis und auf das Eigenkapital der Rath Gruppe. Die Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben. Die Analyse wurde auf gleicher Basis auch für das Geschäftsjahr 2008 erstellt.

Gewinn/Verlust Eigenkapital
31.12.2009 Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Variabel verzinste Instrumente -249 249 -249 249
Zinsswaps 45 -45 45 -45
Cash Flow Sensitivität netto -204 204 -204 204

Konzernanhang

Gewinn/Verlust Eigenkapital
31.12.2008 Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Erhöhung
um 1 %
TEUR
Senkung
um 1 %
TEUR
Variabel verzinste Instrumente -287 287 -287 287
Zinsswaps 45 -45 45 -45
Cash Flow Sensitivität netto -242 242 -242 242

Zeitwerte

Die folgende Aufstellung zeigt die Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten in Verhältnis zu deren Buchwerten:

31.12.2009 31.12.2008
Buchwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Buchwert
TEUR
Zeitwert
TEUR
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 632 632 610 610
632 632 610 610
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Vermögenswerte
Forderungen 12.904 12.904 13.674 13.674
Liquide Mittel 3.350 3.350 4.224 4.224
16.254 16.254 17.898 17.898
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Verbindlichkeiten
Zinsswaps -488 -488 -442 -442
-488 -488 -442 -442
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten
Bankverbindlichkeiten -23.580 -23.580 -27.245 -27.245
Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing -5.501 -5.594 -6.482 -6.638
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -7.709 -7.709 -6.837 -6.837
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -1.450 -1.450 -2.756 -2.756
-38.240 -38.333 -43.320 -43.476

Der Zeitwert der Finanzanlagen und Finanzverbindlichkeiten weicht nicht wesentlich von dem jeweiligen Buchwert ab. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in 4.1. dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Hierachie der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die folgende Aufstellung analysiert die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Instrumente nach der Art der Bewertungsmethode. Dazu wurden drei Levels von Bewertungsmethoden definiert:

  • Level 1: Preisnotierung für identische Vermögenswerte oder Schulden auf einem aktiven Markt (ohne Anpassung).
  • Level 2: Inputs, die für Vermögenswerte oder Schulden entweder direkt (z.B. als Preise) oder indirekt (z.B. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind und nicht unter Level 1 fallen.
  • Level 3: Inputs für Vermögenswerte oder Schulden, die keine am Markt beobachtbaren Daten darstellen.

43

31.12.2009 Level 1
TEUR
Level 2
TEUR
Level 3
TEUR
Total
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 632 0 0 632
632 0 0 632
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 -488 0 -488
0 -488 0 -488
Total 632 -488 0 144
31.12.2008 Level 1
TEUR
Level 2
TEUR
Level 3
TEUR
Total
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 610 0 0 610
610 0 0 610
Finanzielle Verbindlichkeiten
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 0 -442 0 -442
0 -442 0 -442
Total 610 -442 0 168

Kapitalmanagement

Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Gesellschaftern, Banken und Kreditoren so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höherem Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten, operativen Flexibilität zu erzielen.

Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalrendite dar; diese wird vom Management laufend überwacht und definiert sich als Jahresergebnis bezogen auf das Eigenkapital.

4.2. Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten

Haftungsverhältnisse

Die Rath Gruppe hat folgende Haftungsverhältnisse übernommen:

31.12.2009 31.12.2008
TEUR TEUR
Haftrücklässe für Geschäftspartner 2.301 2.123

Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft.

Offene Rechtstreitigkeiten

Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.

4.3. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahe stehenden Personen und Unternehmen bzw. deren Transaktionen mit der Rath Gruppe zählen:

  • Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer Mietaufwendungen inkl. BK: 2009 TEUR 143; 2008 TEUR 132
  • Dr. Ernst Rath Gesellschaft mbH Beratungsleistungen: 2009 TEUR 7; 2008 TEUR 29
  • Dkfm. Paul Rath Gesellschaft mbH Zinsaufwendungen: 2009 TEUR 8; 2008 TEUR 14

• Rath Holding GmbH keine Tranksaktionen im Jahr 2009 und 2008

• Ankauf des 6% Anteils an der INERTA KERAMIK GmbH von der Dr. Ernst Rath GmbH und Dkfm. Paul Rath GmbH TEUR 432.

Zum 31. Dezember 2009 bestehen offene Verbindlichkeiten gegenüber der Dkfm. Paul Rath GmbH in Höhe von TEUR 293 (31.12.2008: TEUR 285).

Vorstand der Rath AG, Wien

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Mag. Georg Rath

Aufsichtsrat der Rath AG, Wien

Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender) Dr. Ernst Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dkfm. Paul Rath Mag. Philipp Rath Dr. Gerd Unterburg MMag. Christian B. Maier

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten im Jahr 2009 Bruttobezüge in Höhe von insgesamt TEUR 311 (31.12.2008: TEUR 300), davon TEUR 0 (31.12.2008: TEUR 0) als ergebnisabhängige Bestandteile. An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 45 (31.12.2008: TEUR 39), sowie für Pensionszahlungen TEUR 161 (31.12.2008: TEUR 161).

4.4. Prüfungsaufwand

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH betragen in Summe TEUR 62, wovon TEUR 57 auf die Prüfung des Konzernabschlusses (einschließlich Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) und TEUR 5 auf andere Beratungsleistungen entfallen.

4.5. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbaren Anteiles des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.

2009 2008
Den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Anteile des Konzernergebnisses in TEUR -490 -1.478
Gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf 1.500.000 1.500.000
Gewinn je Aktie in EUR -0,33 -0,99
Gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR 0,00 0,00

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind nach dem Abschluss des Geschäftsjahres für die Rath Gruppe keine wesentlichen Ereignisse von besonderer Bedeutung eingetreten.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde am 16. April 2010 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt.

Wien, 16. April 2010

Der Vorstand

Wir haben den Konzernabschluss der

Rath Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung/ Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 16. April 2010

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Yann-Georg Hansa Mag. Helmut Kerschbaumer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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Fachterminologie

Aluminiumsilikatwolle (ASW) Aluminiumsilikatwolle: Diese Wolle ist eine Untergruppe der Hoch
temperaturwollen. In einem Schmelzverfahren wird aus Alumini
umoxid (Tonerde) und Siliziumoxid (Quarzsand) eine künstliche
Mineralfaser hergestellt und zu Wolle versponnen. Diese ist für die
Temperaturbereiche von 1250 bis 1400°C klassifiziert
feuerfest Bezeichnung für keramische Erzeugnisse mit einer Anwendungs
temperatur zwischen 600 - 2000°C
Feuerleichtsteine (FL) Steine mit einer Rohdichte von 0,5 - 1,5 kg/m3
; zum Vergleich: ein
Vormauerziegel verfügt über eine Rohdichte von 2,04 kg/m3
Hochtemperaturwolle (HTW) keramische Fasern für ein Anwendungsgebiet zwischen 900 -
1600°C
ISO 9001 Dies ist eine internationale Norm, die Grundanforderungen an ein
betriebliches Qualitäts-Management-System stellt. Dieses geht
über eine reine Qualitätssicherung des Produktes hinaus und
schreibt umfangreiche Maßnahmen, die die gesamten Abläufe
innerhalb eines Unternehmens eindeutig festlegen, vor.
Massen Ungeformte Erzeugnisse in Form von Betonen, Mörteln und Klebern
Projekte Aufträge für Materiallieferungen inklusive Engineering und Montage
Steine dichte geformte Erzeugnisse mit einer Rohdichte >1,5 kg/m3
Vakuumformteile (VFT) aus Hochtemperaturwolle gefertigte Formteile

Betriebswirtschaftliche Begriffe und Kennzahlen

Agio Aufgeld
aktuarischer Gewinn/Verlust aktueller Gewinn/Verlust
available for sale zur Veräußerung verfügbar
AVÖ Aktuarvereinigung Österreichs; Interessensvertretung der österrei
chischen Aktuare, Versicherungsmathematiker und versicherungs
mathematischen Sachverständigen. Die AVÖ veröffentlicht die
Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions- und
Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden.
Balance sheet liability method Methode zur Ermittlung der latenten Steuern
Barwert Der Barwert entspricht dem Wert den eine zukünftig anfallende
Zahlungsreihe in der Gegenwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es
der Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit (zum Zeitpunkt 0).
Cash generating unit Zahlungsmittelgenerierende Einheit
Capital employed Summe aus Eigenkapital, Steuerrückstellungen (ohne latente Steu
ern) und zinspflichtige Verbindlichkeiten. Im Eigenkapital sind die
Anteile fremder Gesellschafter enthalten.
Corporate Governance Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrol
le von Unternehmen, festgehalten im österreichischen Corporate
Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar.
DBO (Defined benefit obligation) Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche
auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der
Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Ver
fahren, nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwart
schaftsbarwertverfahren (projected unit credit method). Die DBO
entspricht der PBO (projected benefit obligation).
Disagio Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag
einer Verbindlichkeit
EBIT (Earnings before interest and tax) Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis

Glossar

EBIT Marge Prozentueller Anteil des EBITs am Umsatz
EBT (Earnings before tax) Ergebnis vor Steuern
Eigenkapitalquote Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital
Eigenkapital-Rendite Gewinn dividiert durch Eigenkapital
Fair value Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer
Finanzinstrumente mit dem beizulegenden Zeitwert
Finanzierungs-Leasing Beim Finanzierungs-Leasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine
feste Leasingrate für eine bestimmte Grundmietzeit überlassen.
Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht gekündigt
werden. Der Leasing-Nehmer muss die objektbezogenen Risiken
tragen. Hierzu gehören das Risiko von Zerstörung oder Diebstahl.
Beim Finanzierungs-Leasing wird zumeist eine Anzahlung oder eine
erhöhte erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertragsge
staltung ist zwischen Vollamortisationsverträgen und Teilamortisa
tionsverträgen zu unterscheiden.
IAS (International accounting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS)
IAASB (International auditing and assurance standards board) Internationales Gremium für Prüfungs- und Haftungsstandards
IASB (International accounting standards board) Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungs
standards
IFAC (International federation of accountants) Internationale Vereinigung der Wirtschaftsprüfer
IFRIC (International financial reporting interpretations committees) Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungs
standards
IFRS (International financial reporting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS)
ISA (International standards on auditing) Internationale Prüfungsstandards
KStG Körperschaftsteuergesetz
öEStG österreichisches Einkommensteuergesetz
Percentage of completion Fertigstellungsgrad eines Projektes
PUC (Projected unit credit method) Versicherungsmathematische Bewertungsmethode
ROCE (Return on capital employed) Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und
capital employed.
Sensitivitätsanalyse Die Sensitivitätsanalyse dient dazu, Zusammenhänge zwischen
den Eingangsdaten von Modellrechnungen und den Zielwerten von
Alternativen zu identifizieren
UGB Unternehmensgesetzbuch
WACC (Weighted average cost of capital) Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu
den Discounted-Cash-Flow-Verfahren der Unternehmensbewertung
gehörenden Ansatz. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkos
ten werden verwendet, um die Mindestrendite für Investitionspro
jekte zu bestimmen.
Working capital Absoluter Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige
Fremdkapital; Vorräte plus kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände minus kurzfristige Steuerrückstellungen
minus übrige kurzfristige Rückstellungen minus Lieferantenver
bindlichkeiten minus übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Zinsswap Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter Zah
lungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Die Zahlungsströme
basieren auf festen und variablen Zinssätzen; zur Absicherung
gegen Zinssatzänderungen

Der Begriff "Mitarbeiter" wird aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

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Standorte

Krummnußbaum, Niederösterreich (A)

Bennewitz, Sachsen (D)

Milledgeville, Georgia (USA)

Mönchengladbach, Nordrhein-Westfalen (D)

Meißen, Sachsen (D)

Budapest, Ungarn (H)

Wirges, Rheinland-Pfalz (D)

Rath AG Walfischgasse 14 A-1015 Wien Tel.: +43 (1) 513 44 27-0 Fax: +43 (1) 513 44 27-87

Aug. Rath jun. GmbH Hafnerstraße 3 A-3375 Krummnußbaum Tel.: +43 (2757) 24 01-0 Fax: +43 (2757) 24 01-86

Rath Hungaria Kft. Porcelán utca 1 H-1106 Budapest Tel.: +36 (1) 43 300 43 Fax: +36 (1) 26 190 52

Rath USA Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Tel.: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Rath Refractories Inc. 290 Industrial Park Drive Milledgeville, GA 31061 Tel.: +1 (478) 452 0015 Fax: +1 (478) 452 0070

Rath Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Tel.: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Rath GmbH Ossietzkystraße 37/38 D-01662 Meißen Tel.: +49 (3521) 46 45-0 Fax: +49 (3521) 46 45-86

Rath Žárotechnika spol. s r.o. Vorlešska 290 CZ-544 01 Dvur Králové nad Labem Tel.: +420 (499) 321 577 Fax: +420 (499) 321 003 °

Rath Polska Sp. z o.o. ul. Fabryczna 1 PL-42 530 Dabrowa Górnicza Tel.: +48 (32) 268 47 01 Fax: +48 (32) 268 47 02 ˛

Rath SAS 60, route principale du Port F-92637 Gennevilliers Cedex Tel.: +33 (1) 47 92 80 62 Fax: +33 (1) 47 92 80 22

Rath Ukrajina TOW Prospekt Osvoboshdenije Donbassa 8b Office 206 UA-83048 Donezk Tel: +380 (62) 345 33 06 Fax: +380 (62) 345 63 26

Impressum

Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

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Geschäftsbericht

Inhalt

Jahresabschluss 2009 der Rath Aktiengesellschaft

Lagebericht 1
Erklärung der gesetzlichen Vertreter 1
Bilanz 2
Gewinn- und Verlustrechnung 3
Anhang 4
Bericht des Aufsichtsrates 8
Bestätigungsvermerk 8

Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Nach den großen Veränderungen in den letzten zwei Jahren in der Rath AG gab es im Jahr 2009 keine Veränderung in der Holdinggesellschaft der Rath Gruppe.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Aufgrund des gesunkenen Umsatzes der Gruppe insgesamt sind auch die übrigen Erträge aus den Konzernverrechnungen für Marketing, Finanzwesen, Einkauf sowie Qualitätsmanagement gesunken. Damit verringerte sich die Betriebsleistung mit 2,9 Mio. € um 5% zum Vorjahr (VJ: 3,0 Mio. €).

Die Personalkosten haben die größte Veränderung erfahren. Durch Personalmaßnahmen wurde der Mitarbeiterstand im ersten Halbjahr um 26% reduziert. Augenscheinlich reduzierte sich daher der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr nur um 0,3 Mio. € auf 1,5 Mio. €, was einer Reduktion von 14% entspricht. Durch die Teilnahme der Mitarbeiter an dem System der Mitarbeitervorsorgekassa war der Abfertigungsaufwand gering. Beim Vergleich des ersten und zweiten Halbjahres zeigt sich aber, dass damit ein Einsparungseffekt von 0,6 Mio. € für ein gesamtes Jahr gehoben werden konnte.

Dadurch konnte das Betriebsergebnis (EBIT) mit TEUR -233 (VJ: TEUR -478) um 51% verbessert werden. Durch eine zusätzliche Beteiligungsabschreibung konnte der Jahresüberschuss von 1,2 Mio. € des Vorjahres nicht gehalten werden. Somit weist die Rath AG einen Bilanzverlust von 651 TEUR aus.

Details dazu sind im Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft und in dessen Anhang zu finden.

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Rath AG sank auf 21,7 Mio. € (VJ: 24,5 Mio. €). Dies liegt vor allem daran, dass die Bilanz verkürzt wurde: Die Ausleihungen gegenüber der amerikanischen Konzerntochter wurden in den USA in Eigenkapital (1,8 Mio. €) umgewandelt und in der Rath AG abgewertet; zusätzlich wurden weitere Abwertungen auf die Beteiligung der USA durchgeführt.

Auf der Passiv-Seite zeigt sich das Eigenkapital nahezu unverändert. Der Fremkapitalanteil verringert sich durch die Rückführung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Eigenkapitalquote stieg somit auf 66,2% (VJ: 61,3%).

Aufgrund des negativen Ergebnisses wird der Vorstand für das Jahr 2009 keine Dividende vorschlagen.

Der Börsenkurs stieg von 5,30 € (31.12.2008) auf 8,01 € am 31.12.2009. Dies entspricht einer Steigerung von 51,1% und ist dem allgemeinem Börseklima zuzuordnen.

Details zur Vermögens- und Ertragslage sind im Jahresabschluss und im Anhang der Rath Aktiengesellschaft zu finden.

Nachtragsbericht

Im Jahr 2009 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Prognosebericht

Als reine Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab.

Aufgrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes ist aktuell kein Trend über die voraussichtliche Entwicklung des Ergebnisses vernünftig vorherzusagen.

Forschungsbericht

Im Jahr 2009 wurden die Forschungsprojekte durch eine zentrale Koordinationsstelle für die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in der Rath Aktiengesellschaft koordiniert, um Mehrgleisigkeiten in den einzelnen Landesgesellschaften zu verhindern. Die Kosten fallen jedoch in den einzelnen Tochtergesellschaften an.

Corporate Responsibility

Die Themen Arbeitnehmer und Umwelt, der Corporate Governance Bericht sowie der Risikobericht sind im Jahresfinanzbericht der Rath Gruppe dargestellt. Daher wird von einer vertiefenden Ausführung an dieser Stelle Abstand genommen.

Wien, 16. April 2010

Mag. Georg Rath e.h. Vorstandsmitglied

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h. Vorstandsmitglied

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Satz 3 BörseG

Nach bestem Wissen versichert der Vorstand der Rath AG, dass der Jahresabschluss im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rath AG sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt.

Weiters versichert der Vorstand der Rath AG, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis oder die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage entsteht, und dass er die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen sie ausgesetzt sind, beschreibt.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2009 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Wien, den 16. April 2010

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

A K T I V A P A S S I V A
31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
EUR TEUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Gewerbliche Schutzrechte und
Grundkapital
I.
10.905.000 10.905
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus II. Kapitalrücklagen
abgeleitete Lizenzen 163.285 Gebundene
30
1.118.067 1.118
II. Sachanlagen III. Gewinnrücklagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 78.191 107 Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 2.972.839 2.973
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 144
IV. Bilanzverlust
III. Finanzanlagen davon Gewinnvortrag EUR 518; Vorjahr EUR 518 -650.674 0
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 16.203.066 17.203 14.345.232 14.996
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 1.782
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 428.097 B. Rückstellungen
376
16.631.163 19.361
16.872.639 1. Rückstellungen für Abfertigungen
19.642
3.790 3
B. Umlaufvermögen 2. Rückstellungen für Pensionen 1.248.694 1.283
3. Sonstige Rückstellungen 144.490 195
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.396.974 1.481
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 4.470.257 C. Verbindlichkeiten
4.606
3. Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 16.711 16 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.080.000 7.082
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 1.597 52 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 291.371 213
4.488.565 4.674 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen 478.595 576
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 104.092 4. Sonstige Verbindlichkeiten
6
84.085 134
4.592.657 4.680 davon aus Steuern EUR 43.903; Vorjahr TEUR 88
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 22.035;
C. Rechnungsabgrenzungsposten Vorjahr TEUR 31
5.934.051 8.005
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 210.961 160
21.676.257 24.482 21.676.257 24.482
Verbindlichkeiten aus Garantien 1.513 2

Bilanz

Gewinn- und Verlustrechnung

2009
EUR
2008
TEUR
1. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0 20
b) Übrige 2.846.984 2.973
2.846.984 2.993
2. Personalaufwand
a) Gehälter -1.125.648 (1.319)
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -45.037 (10)
c) Aufwendungen für Altersvorsorge -58.065 (128)
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -270.757 (302)
-1.499.507 (1.759)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -88.843 (62)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (Übrige) -1.491.984 (1.650)
5. Zwischensumme aus Z 1 bis Z 4 (Betriebsergebnis) -233.351 (478)
6. Erträge aus Beteiligungen davon aus verb. Unternehmen: € 4.000.000; Vorjahr: TEUR 2.000 4.000.000 2.000
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen: € 58.608; Vorjahr: TEUR 61 58.608 61
8. Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagen 587 11
9. Sonstige Zinsenerträge 14.258 17
10. Aufwendungen aus Finanzanlagen -4.297.909 0
davon a) Abschreibungen: € 4.297.908; Vorjahr: TEUR 0
davon b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen: € 3.297.908; Vorjahr: TEUR 0
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -193.387 (394)
12. Zwischensumme aus Z 6 bis Z 11 (Finanzergebnis) -417.842 1.695
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -651.192 1.217
14. Steuern vom Einkommen 0 (5)
15. Jahresüberschuss -651.192 1.212
16. Zuweisung zu Gewinnrücklagen (freie Rücklagen) 0 (1.212)
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 518 1
18. Bilanzgewinn -650.674 1

Konzernbeziehungen

Anteile an verbundenen Unternehmen
des Vollkonsolidierungskreises
Beteiligung [%] Unternehmensrechtliches
Eigenkapital zum
31.12.2009 in EUR
Unternehmensrechtlicher
Jahresüberschuss 2009
in EUR
Rath GmbH, Meißen 100,00 23.575.000 5.928.000
Rath Hungaria Kft., Budapest 100,00 3.706.911 -488.877
Rath USA Inc. (Teilkonzern) Newark
(inkl. Rath Inc. und Rath Refractories Inc.)
100,00 2.678.472 -1.714.583
Chamottewaren- und Thonöfenfabrik
Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum
99,98 2.211.000 -658.000
Rath Zarotechnika spol. s r.o., Dvur Kralove 100,00 743.000 65.000
Rath Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza 100,00 -405.122 -166.098
Rath SAS, Gennevilliers 95,00 -238.000 -107.000
Rath Ukrajina TOW, Donezk 100,00 -97.000 -53.000

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften (UGB) und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

2. Anlagevermögen

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Software und Lizenzen 3 - 4 Jahre
----------------------- -------------

b) Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender Abschreibungssätze vorgenommen:

von bis
Gebäude 3% 10%
Technische Anlagen und Maschinen 10% 20%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% 25%

Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte wird die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang dargestellt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

c) Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet.

Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen von € 4.297.908 (Vorjahr 0) vorgenommen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

4. Rückstellungen

a) Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Die Abfertigungsrückstellungen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechnungszinssatz 5,5%, Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, ermittelt.

Anhang

b) Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Teilwertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,5% unter Beachtung des Fachgutachtens KFS-RL3 des Fachsenats für Handelsrecht und Revision in der Fassung vom 5. Mai 2004 berechnet.

c) Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 5,5%, Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, Fluktuation 5%, ermittelt.

d) Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

6. Währungsumrechnung im Einzelabschluss

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, einschließlich jenen gegenüber Kreditinstituten, sind zu dem am Bilanzstichtag gültigen Referenzkurs der Europäischen Zentralbank bewertet.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

a) Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens nach einzelnen Posten ist im Anlagenspiegel (Seite 7) dargestellt.

b) Finanzanlagen

Die Konzernstruktur zum 31.12.2009 wird im Geschäftsbericht der Rath Gruppe dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Kapital

Das Grundkapital beträgt € 10.905.000 und setzt sich aus 1,500.000 Stückaktien zusammen.

4. Sonstige Rückstellungen

31.12.2009
EUR
31.12.2008
EUR
Nicht konsumierte Urlaube 39.660 70.769
Sonstige 104.830 124.510
144.490 195.279

5. Verbindlichkeiten

Bezüglich des Fristigkeitenspiegels verweisen wir auf Seite 7.

Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind gehaltsabhängige Abgaben sowie noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

6. Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen a) Haftungsverhältnisse

Geschäftsjahr
in EUR
VJ in
TEUR
Garantien 1.513 2

Darüber hinaus hat die Gesellschaft für die Rath Refractories Inc., USA, (Tochtergesellschaft der Rath USA Inc., Newark, USA) eine Garantieerklärung an die GE Capital Public Finance, Inc., abgegeben.

Für die Aug. Rath jun. GmbH wurden zugunsten der Bank Austria AG Patronatserklärungen in der Höhe von EUR 7.700.000 ausgestellt.

b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden Geschäftsjahres der folgenden fünf Geschäftsjahre
2009 2008 2009 2008
EUR TEUR EUR TEUR
Verpflichtung aus Miet- und Leasingverträgen 291.624 245 526.627 296

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen zum größten Teil aus Konzernumlagenverrechungen.

2. Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2009 wurden durchschnittlich 16 (VJ: 18) Arbeitnehmer beschäftigt.

In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von EUR 14.018 (VJ: TEUR 16) enthalten.

3. Steuern vom Einkommen

Der aktive latente Steuerbetrag in Höhe von EUR 57.643 (VJ in TEUR 67) wurde nicht bilanziert.

4. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des § 244 UGB. Im Jahr 2005 wurde ein Steuerumlagevertrag gem. § 9 Abs. 8 KStG 1988 (Gruppenträger Rath AG – Gruppenmitglied Aug. Rath jun. GmbH) zum Zweck der Gruppenbesteuerung abgeschlossen.

Die auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH betragen in Summe EUR 62.000 wovon EUR 12.000 auf die Prüfung des Jahresabschlusses und EUR 50.000 auf andere Bestätigungsleistungen (einschließlich Abschlüssen einzelner verbundener Unternehmen) entfallen.

D. Organe der Gesellschaft

Als Vorstandsmitglieder der Rath Aktiengesellschaft sind seit 01.07.2006 Herr Mag. Georg Rath und Herr Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath tätig.

Die Bruttobezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr EUR 310.992.

Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Aufsichtsrat tätig:

Dr. Heinz Kessler, Wien (Vorsitzender) Dr. Ernst Rath, Wien (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dkfm. Paul Rath, Wien Mag. Philipp Rath, Wien Dr. Gerd Unterburg, Hinterbrühl MMag. Christian Maier, Wien

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für ihre Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2009 Vergütungen von EUR 45.500 (VJ: TEUR 39) gewährt.

Wien, am 16.04.2010

6

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Verbindlichkeitenspiegel
Bilanzwert Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren Restlaufzeit von über 5 Jahren
31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
31.12.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
Bankverbindlichkeiten 5.080.000 7.082 4.540.000 6.002 540.000 1.080 0 0
Verbindlichkeiten aus L & L 291.371 213 291.371 213 0 0 0 0
Verbindl. gegenüber verb. Unternehmen 478.595 575 478.595 575 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 84.085 134 84.085 134 0 0 0 0
5.934.051 8.004 5.394.051 6.924 540.000 1.080 0 0

Anlagenspiegel

(Beträge in Euro)

Herstellungskosten
Anschaffungs/
01.01.2009
Zugänge Abgänge Umbuchungen Herstellungskosten
Anschaffungs/
31.12.2009
Abschreibungen
Kumulierte
31.12.2009
Buchwert
31.12.2008
Buchwert
Abschreibungen
Geschäftsjahres
des laufenden
Zuschreibungen
Geschäftsjahres
des laufenden
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen 230.799 44.810 0 144.480 420.089 256.804 163.285 30.432 56.437 0
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 273.571 14.169 46.734 0 241.005 162.814 78.191 106.601 32.406 0
2. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau 144.480 0 0 -144.480 0 0 0 144.480 0 0
418.051 14.169 46.734 -144.480 241.005 162.814 78.191 251.081 32.406 0
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.770.114 1.516.200 0 1.781.708 30.068.022 13.864.956 16.203.066 17.203.066 4.297.908 0
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen 1.781.708 0 0 -1.781.708 0 0 0 1.781.708 0 0
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 395.437 51.019 0 0 446.456 18.358 428.098 376.491 17.660 18.248
28.947.258 1.567.219 0 0 30.514.478 13.883.314 16.631.164 19.361.264 4.315.568 18.248
29.596.107 1.626.198 46.734 0 31.175.572 14.302.932 16.872.640 19.642.777 4.404.411 18.248

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Anlagen zum Anhang

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben erfüllt. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und die Geschäftsführung überwacht. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Themen berichtet. Für das Jahr 2009 haben wir eine Evaluierung der Aufsichtsratstätigkeit vorgenommen, die keine Besonderheiten ergeben hat.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert. Die Ausschüsse des Aufsichtsrats berichteten in den Sitzungen über ihre Tätigkeiten.

Im Geschäftsjahr 2009 fanden sieben Aufsichtsratssitzungen statt. Alle Mitglieder nahmen mit wenigen Ausnahmen an allen Sitzungen, die seit ihrer Bestellung stattgefunden haben, persönlich teil. Weiterführende Details zu den Sitzungen entnehmen Sie bitte dem Jahresfinanzbericht der Rath Gruppe. Daher wird von einer vertiefenden Ausführung an dieser Stelle Abstand genommen.

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss der

Rath Aktiengesellschaft,

Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 31. Dezember 2009, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der

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Ausschüsse

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert. In allen Sitzungen der Ausschüsse waren alle jeweiligen Ausschussmitglieder anwesend. Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2009 zweimal zusammengetreten. Der Strategieausschuss hat im Jahr 2009 einmal in Anwesenheit aller Aufsichtsratsmitglieder getagt.

Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2009 und der Lagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 18. Juni 2009 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 20. April 2010 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2009 und den Lagebericht des Vorstandes und den Corporate Governance Bericht geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 96 (4) AktG festgestellt.

Wien, am 20. April 2010

Dr. Heinz Kessler Vorsitzender des Aufsichtsrates

Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2009 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner 2009 bis zum 31. Dezember 2009 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 16. April 2010

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Yann-Georg Hansa Mag. Helmut Kerschbaumer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

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