AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Rath AG

Annual Report Apr 30, 2009

783_10-k_2009-04-30_9d6f82fe-873a-4ffb-ab99-d2761036e8f2.pdf

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Geschäftsbericht

The Communist Contract of Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contract Contra

Kennzahlen

Organe der Gesellschaft $\overline{2}$
Vorwort des Vorstandes 3
Konzernlagebericht 7
Aktie 12 2
Konzernabschluss
Bilanz 13
Gewinn- und Verlustrechnung 14
Geldflussrechnung 15
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 16
Anhang 17
Bestätigungsvermerk 38
Bericht des Aufsichtsrates 39
Glossar 40
Adressen 43
Impressum 44

Kennzahlen

2006
TEUR
2007
TEUR
2008
TEUR
Umsatz 86.389 83.658 89.382
Veränderung in % -3,2 6,8
EBIT 7,334 3,819 2,105
EBIT Marge in % 8,5 4,6 2,4
EBT 6.571 2.151 -597
Operativer Cash flow 15.947 -3.486 3.811
Eigenkapitalquote in % 48,8 44,8 40,7
Eigenkapitalrendite in % 11,2 2,7 -1,7
Working Capital in % 147,4 133,6 123,3
ROCE in % 9,7 4,3 1,9
WACC in % 8,7 8,2 8,0
Investitionen in Sachanlagen 12.900 8.600 7.409
Abschreibungen 4.047 5.338 7.206
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 604 642 644
Anzahl der konsolidierten Gesellschaften 8 9 9

Jahresabschluss 2008

der Rath Gruppe

Mitglieder des Aufsichtsrates

Prof. Dr. Franz Eckert unabhängig; gewählt seit 14.09.1989; bestellt bis zur Hauptversammlung am 27.06.2008
(Vorsitzender bis 27.06.2008) Nach all den langen Jahren, in denen die Rath Gruppe durch das engagierte Mitwirken von Prof. Dr.
Franz Eckert im Aufsichtsrat inspiriert wurde, stand er für eine weitere Funktionsperiode nicht mehr
zur Verfügung. Wir bedanken uns für die wertvolle Arbeit, die immer von Ausgleich und Miteinander
geprägt war.
Präs. Dr. Heinz Kessler unabhängig; gewählt seit 28.07.1999; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
(Vorsitzender Stv. bis 27.06.2008) Aufsichtsratsvorsitzender der Erste Group Bank AG
(Vorsitzender seit 27.06.2008) Aufsichtsrat (Vorsitzender Stv.) der UNIQA Versicherungen AG
Dr. Ernst Rath
(Vorsitzender Stv. seit 27.06.2008)
gewählt am 27.06.2008; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
MMag. Christian B. Maier unabhängig; gewählt seit 27.06.2008; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Dkfm. Paul Rath gewählt seit 14.09.1989; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
WP Mag. Philipp Rath gewählt seit 17.07.2003; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013
Dr. Gerd Unterburg unabhängig; gewählt seit 12.07.2005; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2013

In obiger Aufstellung sind nur die Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften dargestellt.

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Prüfungsausschuss: Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender), WP Mag. Philipp Rath (Finanzexperte)
Dkfm. Paul Rath (bis 27.06.2008), MMag. Christian B. Maier (seit 27.06.2008)
Strategieausschuss: Dr. Gerd Unterburg (Vorsitzender), Dr. Ernst Rath (seit 27.06.2008), WP Mag. Philipp Rath
Vorstand
Mag. Georg Rath Vorstand für Marketing und Vertrieb, Finanz- und Rechnungswesen, Qualitätsmanagement
Geburtsiahr 1970: Erstbestellung: 01.07.2006
Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Vorstand für Produktion, Forschung & Entwicklung, Personalwesen
Geburtsjahr 1968; Erstbestellung: 01.07.2006

Sehr geehrte Damen und Herren!

Sehr geehrte Aktionäre!

Die schon in den letzten Jahren durchgeführte Diversifikation der Kundengruppen kann in Zeiten wie diesen eine ungeheure Chance für die Unternehmensgruppe darstellen.

Rath hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten in seiner Expansion darauf konzentriert, das gesamte Feuerfestspektrum auf Basis von Tonerde mit spezialisierten Werken abzudecken. Nunmehr ist die Rath Gruppe das einzige Unternehmen europaweit, das dieses breite Produktportfolio aus eigener Produktion anbieten kann.

Gleichzeitig haben wir uns immer stärker auf das Projektgeschäft konzentriert. Dabei bietet Rath nicht nur das Feuerfestmaterial, sondern auch das Engineering und die Montageüberwachung an. Dieser Schritt war notwendig, um sich von einem austauschbaren Materiallieferanten zu einem strategischen Partner für die Ofen- und Anlagenbauer zu entwickeln. Heute bieten wir dieses Engineering Know how aus vier spezialisierten technischen Büros europaweit an.

In den letzten beiden Jahren haben wir dann die Fokussierung auf unterschiedliche Branchen intensiviert. Dazu haben wir Teams aus Vertrieb und Produktmanagement zusammengestellt, die die Stütze des technischen Know hows für unsere Kunden sind.

Diese Struktur führt nun dazu, dass keine Industrie mehr als 30% Anteil am Umsatz hat. Die teilweise prognostizierten Umsatzrückgänge in der Stahlindustrie um mehr als 50% sollten daher nur eine vergleichsweise geringere Auswirkung auf die Rath Gruppe haben.

Mit der Fertigstellung des Werkes in Milledgeville im Jahr 2006 und der Eröffnung der neuen Vakuumformerei in Newark im Dezember 2008, haben wir uns auch in Amerika dahingehend entschieden, diese Stoßrichtung auch auf dem dortigen Markt umzusetzen. Mit Unterstützung aus Europa ist in Amerika ein Engineering-Büro im Aufbau. Eine kleine Montagetruppe ist dort auch schon installiert.

Gleichzeitig haben wir begonnen unsere Kapazitäten rechtzeitig zu redimensionieren, um die Fixkosten dem Umsatz entsprechend anzupassen. Daher wurde im Februar beschlossen, das dritte Feuerleichtsteinwerk in Leoben zu schließen. Auch für alle anderen Produktbereiche bestehen bereits Planungen um die Kapazitäten an die Nachfrage schnell anzugleichen.

Unsere spezifische Unternehmensaufstellung sehen wir als große Chance, um der ungewissen Zukunft der Weltwirtschaft hoffnungsvoll entgegenzusehen. Der Feuerfestmarkt wird zwar ein hart umkämpfter und daher ein margenärmerer Markt für die nächsten Monate sein, aber die erfolgreichen Unternehmen werden gestärkt aus der Krise hervorgehen.

Prognosen über die künftige Entwicklung der Weltwirtschaft sind schwierig. Der Weg wird in den nächsten Monaten ein sehr steiniger werden. Wir sehen uns aber gut gerüstet mit unseren Mitarbeitern und auch Aktionären diesen erfolgreich fortzusetzen.

Der Vorstand

Unser unternehmerisches Handeln basiert auf Verantwortung, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Offenheit. Diese Werte sind im gesamten Unternehmen gleichermaßen anerkannt und umgesetzt.

Spitzentechnologie für individuelle Feuerfestlösungen

Wir definieren uns als Feuerfestanbieter, der die Prozesse des Kunden versteht und dank unseres breiten Produktportfolios die optimale Lösung bietet. Wir liefern Feuerfestprodukte sowie Gesamtlösungen. Unsere Produkte sind gekennzeichnet durch hochwertige Produkteigenschaften und präzise Bearbeitungstechniken. Unsere Dienstleistungen zeichnen sich durch Vielseitigkeit und Flexibilität aus.

Spezialisten bringen bessere Leistungen

75"\$A7'\$5K

0B\$5 K5" H.3

\$A402

.\$40\$ K5" \$HA7.\$40\$

KB30.\$ \$K\$ABHHH\$5

3B

+

0.H\$0B\$5 \$H33

Konzernlagebericht Exercise

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Organisation

"Spitzentechnologie für individuelle Feuerfestlösungen", der Leitspruch der Rath Gruppe, stand im Jahr 2008 verstärkt im Fokus. Dies zeigte sich einerseits durch Schulung der Vertriebsmitarbeiter auf die Problemstellung der Kunden sowie gemeinsamer Team-Veranstaltungen und andererseits durch die Vereinfachung der internen Prozesse zur Beschleunigung der Kundenabwicklung. Daneben lief die Konsolidierung der großen Investitionen der vergangenen Jahre im Bereich der Produktion weiter.

Die organisatorische und rechtliche Struktur blieb unverändert und ist detailliert im Anhang dargestellt. Zweigniederlassungen gibt es keine.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2008 hat sich sehr unterschiedlich entwickelt.

Der Bereich der häuslichen Feuerstätten hat sehr schwach begonnen. Im zweiten Halbjahr sind jedoch die Umsätze stark angestiegen. Diese Entwicklung war vor allem von der Energiepreissteigerung getragen, die die Endkunden dazu bewegte, auf alternative Heizsysteme umzusteigen.

Die Energie und Umwelttechnik entwickelte sich aufgrund oben beschriebener Faktoren auch besser als im Vorjahr. Der Trend zu Biomasse-Anlagen hat sich wieder verstärkt, nachdem im Jahr 2007 die Versorgung mit Holzpellets nicht gewährleistet werden konnte.

Der Umsatzanteil der chemischen und petrochemischen Industrie nahm im Jahr 2008 weiter zu, da die hochmodernen Anlagen in unserem Werk in Milledgeville (USA) die Wettbewerbsvorteile gegenüber den Mitbewerbsprodukten voll ausspielen konnten.

Unsere verstärkte Bearbeitung der Glasindustrie hat nun erste Früchte getragen. Alle wichtigen Anlagenbauer erteilten uns im Jahr 2008 kleinere oder auch größere Aufträge. Auch bei den wichtigsten europäischen Glasherstellern konnten wir unsere Kompetenz unter Beweis stellen.

In der Stahlindustrie konnten wir nicht das Vorjahresniveau erreichen. Dies obwohl das vierte Quartal entgegen dem Trend ein sehr starkes war. Aber den Rückstand aus dem 3. Quartal konnten wir damit nicht mehr ausgleichen.

Der Trend der Schwäche der keramischen Industrie (Sanitär- und Geschirrporzellan, Ziegel, Fliesen sowie die Grobkeramik) setzte sich auch 2008 fort. Die Anzahl an Neuanlagen nimmt stetig ab. Einzig der kleine Bereich der technischen Keramik mit ihren speziellen Anforderungen (aggressive Atmosphären und hohen Temperaturen) kann eine stetige Steigerung verzeichnen.

Der Anteil des Projektgeschäftes stieg im Jahr 2008 weiter an. Dies liegt an unserer langfristig ausgerichteten Partnerschaft mit den Industrieanlagen- und -ofenbauern, die wir bei der Verbesserung der Ofenanlagen unterstützen. Dabei liegt der Schwerpunkt bei der Erhöhung der Energieeffizienz und der Verlängerung der Haltbarkeit der Aggregate. Hier kommt uns das in Europa einzigartige breite Produktportfolio aus eigenem Haus zu Gute.

Die Investitionen in Budapest und Krummnußbaum konnten im Jahre 2008 nun abgeschlossen werden. Damit konnten wir beginnen Effizienzpotentiale in den Fertigungen zu heben.

In Newark (USA) haben wir zum Jahreswechsel eine neue Vakuumformteilfertigung installiert. Damit können wir nun auch Produkte aus dem mittleren Temperaturbereich wieder am amerikanischen Markt anbieten, die durch die Wechselkursschwankungen verloren gingen. In Milledgeville wurde eine zweite kleinere Presse installiert, die die Flexibilität bei der Fertigung erhöhen soll.

Geschäftsverlauf Umsatzentwicklung

Trotz der sich eintrübenden Konjunktur im letzten Quartal 2008 konnten wir den Umsatz um 6,8 % auf 89,4 Mio. € (VJ: 83.7 Mio. €) steigern.

Am besten hat sich die amerikanische Gesellschaft mit ihren Werken in Milledgeville und Newark entwickelt. Die USA-Gruppe konnte eine Steigerung von 32 % im Verhältnis zum Vorjahr erzielen. Dies hat einerseits mit der besseren Kapazitätsauslastung im neuen Werk im Süden und andererseits auch mit dem günstigeren Wechselkurs (1,39 USD/EUR) im Vergleich zum Vorjahr (1,47 USD/EUR) zu tun. Ebenfalls gut hat sich die tschechische Vertriebsniederlassung entwickeln können. Unter ihren Erwartungen blieb nur die österreichische Gesellschaft, die den Rückgang im keramischen Bereich nicht kompensieren konnte.

Konsolidierter Umsatzanteil [%]

nach Gesellschaften 2007 2008
Aug. Rath jun. GmbH 38.8 35.0
Rath GmbH 36.8 36.7
Rath Hungaria Kft. 11.4 11,6
Rath USA, Inc. 8.2 10,2
Rath Vertriebsgesellschaften 4.8 6,4

Ertragslage

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) liegt mit - 0,6 Mio. € im Jahr 2008 weit unter dem Niveau von 2007 (2,2 Mio. €).

Der Materialaufwand im Verhältnis zur Betriebsleistung ist gleich geblieben. Bei den Mitarbeitern konnten wir nicht nur eine Verbesserung in Prozenten sondern auch in absoluten Zahlen erreichen. Dies hängt an einer konsequenten Optimierung der Prozesse und der damit einhergehenden Effizienz unserer Mitarbeiter.

Die Abschreibungen sind drastisch von 5,3 Mio. € auf 7,2 Mio. € (+36 %) gestiegen. Dies liegt einerseits am Abschluss des Investitionsprogrammes in Österreich, Ungarn und Amerika, das sich mit 11 %-Punkten niederschlägt und andererseits an der vorzeitigen Abschreibung der Maschinen und Anlagen am Standort Leoben (25 %-Punkte). Dies ist auch der Hauptgrund für die Reduktion des EBT. Diese Vorgehensweise hat sich inzwischen vor den Hintegrund der im Februar 2009 gefällten Entscheidung als richtig erwiesen.

Weitere Einflussfaktoren waren der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (+ 0,7 Mio. €) wobei diese vor allem im Verhältnis zur Betriebsleistung gleichbleibend gestiegen sind. Das Finanzergebnis (- 2,7 Mio. €) hat sich aufgrund der gestiegenen Fremdfinanzierung für die Investitionen sowie aufgrund von Bewertung eines Finanzderivatives (Details sind im Anhang zu finden) verschlechtert.

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Rath Gruppe stieg von 80.6 Mio. € auf 84,0 Mio. €. Dies resultiert vorwiegend im Aufbau der Lagerstände bei gleichzeitigem aber geringerem Rückgang der Forderungen. Dies resultiert aus der langsam beginnenden Verschiebung von Projekten aus dem 4. Quartal in das neue Jahr bzw. einer Anarbeitung von Projekten für das Jahr 2009. Ebenso stiegen die liquiden Mittel stark an (+2,3 Mio. EUR).

Finanziert wurde der Vermögensanstieg durch die Erhöhung der Aufnahme von Fremdkapital. Damit beträgt die Eigenkapitalguote immer noch 40.7 % (VJ: 44.8 %).

Der operative Cashflow ist wieder auf 3,8 Mio. € (VJ: - 3,5 Mio. €) gestiegen. Detaillierte Zahlen dazu sind in der Konzerngeldflussrechnung dargestellt.

Für das Jahr 2008 wird daher der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, keine Dividende auszuzahlen. In den aktuell unsicheren Zeiten ist es für das Unternehmen besser alle Kapitalreserven im Unternehmen zu halten.

Der Börsenkurs fiel von 20,50 € (31.12.2007) auf 5,30 € am 31.12.2008. Dies entspricht einer Reduktion von 74.1 % und ist dem allgemeinem Börseklima zuzuschreiben.

Nachtragsbericht

Zum 30.6.2009 wird das Werk in Leoben geschlossen. Die dort produzierten Mengen werden auf die anderen Feuerleichtsteinwerke aufgeteilt.

Weitere berichtspflichtige Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben, gibt es nicht.

Prognosebericht Unternehmensentwicklung

Auf Basis der gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit ist es zur Zeit nicht möglich, eine verlässliche Prognose für das Jahr 2009 abzugeben. Nachdem das 4. Quartal 2008 noch kaum von der schwächelnden Koniunktur beeinträchtigt worden ist, spüren wir nun auch die Reduktion der Investitionstätigkeit der Kunden. Die zum Jahreswechsel eigentlich gut gefüllten Auftragsbücher erleiden eine Erosion: Entweder werden Aufträge monatlich nach hinten verschoben oder die bereits erteilten Aufträge werden gleich zur Gänze storniert. Neue Aufträge werden dagegen nur schleppend vergeben. Eine generelle Aussage über die künftige Auftragslage ist jedoch nicht möglich, da die Entwicklung der Kunden von ihrem Branchenumfeld und von ihrer eigenen Finanzkraft abhängig ist. Wir rechnen daher mit einem deutlich niedrigeren Umsatz, der bis zu -30 % betragen kann.

Ein kontinuierliches Verbesserungsprogramm soll die Effizienz trotz sinkender Auslastungen in den Werken sicherstellen. Zusätzlich haben wir schon zum Jahreswechsel mit dem Personalabbau in den Unternehmensteilen mit den erwartet stärksten Umsatzrückgängen begonnen. Daher streben wir im Jahr 2009 wieder an. ein positives Ergebnis zu erzielen.

Konzernlagebericht

Gleichzeitig arbeiten wir auch weiter an der Standardisierung unserer Prozesse. So wollen wir nach der erfolgreichen Zertifizierung des US-Werkes in Milledgeville nach ISO 9001:2000 auch noch das Werk in Newark auditieren lassen.

Die strategische Ausrichtung der Gruppe zu Branchenlösungen wird weitergeführt werden. Insbesondere werden wir das Marketing und den Vertrieb gegen den Trend weiter verstärken. Die Erhöhung unserer technischen Kompetenz bei der Lösung von individuellen Problemen werden wir durch Schulungen weiter erhöhen.

Die schon in den letzten Jahren begonnene Ausweitung auf zusätzliche Branchen macht uns nun unabhängiger vom koniunkturellen Schicksal einzelner Kundengruppen und sollte die Auswirkungen der Krise abschwächen.

Risikobericht Risikomanagementsystem

Die Hauptaufgabe eines Risikomanagementsystems ist die Früherkennung von möglichen Risiken und bei Identifizierung solcher der rasche Einsatz von Gegenmaßnahmen. Daher haben wir im letzten Jahr die internen Kontrollen weiter verfeinert. Die Einhaltung wird im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems laufend an den Standorten überprüft. Auch das Berichtswesen wird kontinuierlich verbessert sowie die Zielvorgaben genauer definiert.

Chancen und Risiken

Aufgrund der Schrumpfung der Weltwirtschaft ist am Energieund Rohstoffmarkt eine Entspannung eingetreten. Damit ist aus

diesem Bereich eine geringere Gefährdung zu erwarten. Entsprechend REACH, der europäischen Chemikalienverordnung, wurden die betroffenen Produkte vorregistriert und daher sind auch aus dieser Richtung keine Risiken zu erwarten.

Im Jahr 2008 haben wir die Arbeiten bei der Standardisierung der Projektgeschäfte fortgesetzt. In solchen Projekten bieten wir neben der gesamten Produktpalette vor allem auch Engineering- und Montageleistungen mit an. Diese Vorgangsweise ist eine Chance sich vom Wettbewerb zu differenzieren und die Kundenbindung weiter auszubauen. Wie schon weiter oben erläutert, ist dieser Bereich ein wachsender in der Rath Gruppe. Durch die Reduktion beim Bau von Neuanlagen wird sich das Risiko dabei auch weiter reduzieren.

Die Risiken der Einzelgeschäfte sind aufgrund ihrer Größenordnung überschaubar. Der Wert an Forderungsausfällen im Geschäftsjahr lag bei 0,5 % des Umsatzes.

Forschungsbericht

Nur durch eine aktive Forschungsarbeit können wir heute dafür sorgen, dass wir morgen noch ertragsstarke Produkte verkaufen können. Im Jahr 2008 haben wir die kundenspezifischen Anforderungen je Branche zusätzlich in die Forschungsarbeit eingebaut.

Wir schreiten aber nicht nur bei der Materialentwicklung voran, sondern gründen mit anderen KMU's Kooperationen, um unsere Serviceleistungen zu erweitern.

$\mathbf{g}$

Corporate Responsibility

Arbeitnehmer

Ein Unternehmen wird immer von dem besonderen Einsatz seiner Mitarbeiter getragen. Daher bemühen wir uns auch die sozialen Rahmenbedingungen stetig weiter zu verbessern.

Dies hat unter anderem dazu geführt, dass der Aug. Rath jun. GmbH, Osterreich, im März 2008 das Grundzertifikat Audit "berufundfamilie" vom österreichischen Bundesministerium für Gesundheit. Familie und Jugend verliehen wurde. Diese Prämierung ist ein Ansporn für uns, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch weiter auszubauen.

Mitarbeiterstand im
Jahresdurchschnitt
2007 2008
Österreich 212 199
Deutschland 241 246
Ungarn 148 140
USA 24 42
Rest der Welt 17 17
642 644

Die Mitarbeiterzahlen haben sich zum 31.12.2008 von 642 auf 616 reduziert. Dies liegt an der schon eingeleiteten Anpassung der Mannschaft an die generellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Umwelt

Wir betreiben an allen Standorten der Rath Gruppe aktiven Umweltschutz. Dies bedeutet nicht nur die gesetzlichen und behördlichen Auflagen zu erfüllen, sondern darüber hinaus auch bessere Resultate als gefordert zu erzielen. Neben den zumeist behördlich kontrollierten Emissions- und Immissionswerten versuchen wir durch Abfallvermeidung. Abfalltrennung und sachgerechter Abfallentsorgung die Umwelt zu schonen.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Rath AG sowie die Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der Unternehmen der Rath Gruppe, sind sich der besonderen Verantwortung als Vertreter eines traditionsreichen, börsennotierten Familienunternehmens bewusst, und erklären die Grundsätze eines von Ethik geprägten Handelns gegenüber Aktionären, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie dem gesellschaftlichen Umfeld als oberste Maxime.

Dies umfasst nicht nur die strikte Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften, sondern auch das Bekenntnis zu Corporate Governance und ähnlichen Grundsätzen zukunftsorientiertem, nachhaltigem umweltbewussten Wirtschaftens.

Soweit die Regeln der Größe unseres Unternehmens angemessen sind, werden diese sowohl vom Aufsichtsrat als auch vom Vorstand eingehalten.

Details und weiterführende Informationen zu der Umsetzung des Kodex sind auf der Homepage der Rath Gruppe (www.rath-group. com) zu finden.

Angaben gemäß § 243a UGB

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der Rath AG und deren Übertragung sind nicht bekannt.

An der Aktionärsstruktur hat sich nach unserem Wissen zum Bilanzstichtag nichts Wesentliches geändert.

Im Jahr 2009 haben Rath-Familienmitglieder Käufe von etwa 1 % des Stammkapitals gemeldet.

In der Rath AG gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen.

Der Vorstand der Rath AG besitzt keine über das gesetzliche Maß hinausgehenden Befugnisse Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

$10$

Konzernlagebericht

Abweichungen zum Kodex

Im Sinne des Corporate Governance Codex geben wir folgende Abweichungen bekannt:

IV Vorstand

    1. Als Unternehmen im auction market der Wiener Börse kann der Vorstand auch nur aus einem einzigen Mitglied bestehen. Bei zwei Vorständen bedarf es keines Vorsitzenden.
    1. Aufgrund der Größe des Unternehmens gibt es keine eigene Abteilung für interne Revision. Die Aufgaben werden vom Konzerncontrolling sowie der Stabstelle Qualitätsmanagement ausgeführt.
    1. Der variable Anteil der Bezüge ist an das EBT geknüpft. Bis zu 50 % des Gesamtbezuges sind variabel. Zusagen zu einer betrieblichen Altersversorgung bestehen nicht. Eine D&O-Versicherung ist für den Vorstand abgeschlossen.
    1. Es liegt im persönlichen Ermessensspielraum jedes einzelnen Vorstandsmitgliedes, ob er seine Vergütung veröffentlichen lässt.

V. Aufsichtsrat

  1. Die Vergütung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Die Verteilung obliegt dem Aufsichtsrat selbst.

  2. Als börsennotiertes Familienunternehmen ist die Bindung zur Familie die zentrale Säule unserer Gesellschaft. Daher lehnt sich der Aufsichtsrat an die Leitlinien an, ohne diese jedoch vollinhaltlich umzusetzen.

VI. Transparenz und Prüfung

    1. Die Gesellschaft hält die gesetzlichen Fristen für die Veröffentlichung ihrer Berichte ein.
    1. Nur die gesetzlichen Mindestanforderungen werden auf der Homepage veröffentlicht.
    1. Ein der Unternehmensgröße adäquates Risk-Management ist in Umsetzung. Eine Evaluierung durch die Abschlussprüfer ist noch nicht durchaeführt.

Entsprechende Anfragen können sowohl vom Vorstand während des Jahres, oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung beantwortet werden.

Wien, 14. April 2009

Der Vorstand

Mag. Georg Rath e.h.

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Satz 3 BörseG

Nach bestem Wissen versichert der Vorstand der Rath AG, dass der Jahresabschluss im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rath AG sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt.

Weiters versichert der Vorstand der Rath AG, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis oder die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass er die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen sie ausgesetzt sind, beschreibt.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2008 endenden Geschäfts-

jahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Ent-

Wien, 14. April 2009

Mag. Georg Rath e.h.

wicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Der Kursverlauf der Rath Aktie im Jahr 2008

Börsekennzahlen gemäß § 93 (1) BörseG

ISIN: AT0000767306
Wertpapierkürzel: RAT
Marktsegment: Standard Market Auction
Handelssegment: Amtlicher Handel
Aktiengattung: Stimmberechtigte nenn-
betragslose Stückaktien
Anzahl der Aktien: 1.500.000
Gesamtzahl der Aktien: 1.500.000
Aktienkurs 31.12.2008: $5.30 \in$
Börsenkapitalisierung: 7.950.000,00 €
Gewinn/Aktie: - 0,99 €

Konzernbilanz

Anhangs-
angabe
31.12.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen (1) 40.633 40.233
Immaterielle Vermögenswerte (2) 439 466
Sonstiges Finanzvermögen (3) 609 645
Latente Steuern (12) 3.024 2.068
44.705 43.412
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (4) 21.405 19.333
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (5) 12.152 13.236
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (6) 1.522 2.713
Liquide Mittel (7) 4.224 1.912
39.303 37.194
Summe Aktiva 84.008 80.606
PASSIVA
Eigenkapital (8)
Grundkapital 10.905 10.905
Kapitalrücklagen 1.118
21.956
1.118
23.433
Freie Rücklagen
Währungsdifferenzen $-140$ $-265$
Konzernbilanzverlust/Gewinn $\theta$
33.839
600
35.791
Minderheitsanteile 353
34.192
319
36.110
Langfristige Verbindlichkeiten
Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (9) 2.965 3.278
Finanzverbindlichkeiten (10) 14.105 12.485
Investitionszulage 120 120
Latente Steuern (12) 755 642
17.945 16.525
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
19.628 14.872
(10)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (13) 6.851 7.016
Rückstellungen aus laufenden Ertragsteuern 59
3.699
321
3.713
Rückstellungen (11)
Investitionszulage 160 270
Sonstige Verbindlichkeiten (14) 1.474
31.871
1.779
27.971
Summe Passiva
84.008 80.606

Konzerngewinn- und verlustrechnung

Anhangs-
angabe
2008
TEUR
2007
TEUR
Umsatzerlöse (15) 89.382 83.658
Bestandsveränderung 111 4.017
Aktivierte Eigenleistungen 203 119
Sonstige betriebliche Erträge (18) 683 827
Materialaufwand und bezogene Leistungen (16) $-39.354$ $-38.348$
Personalaufwand (17) $-24.308$ $-24.409$
Planmäßige Abschreibung $-7.171$ $-5.311$
Sonstige betriebliche Aufwendungen (19) $-17.442$ $-16.707$
Ordentliches Betriebsergebnis (EBIT) 2.105 3.846
Finanzerträge (21) 1.253 257
Finanzaufwendungen (20) $-3.955$ $-1.952$
Finanzergebnis $-2.702$ $-1.695$
Ergebnis vor Steuern (EBT) $-597$ 2.151
Steuern vom Einkommen (12) $-847$ $-1.193$
Konzernergebnis $-1.444$ 958
Zurechenbar zu
Aktionären der Muttergesellschaft $-1.478$ 916
Minderheitsgesellschaftern 34 42
Konzernergebnis $-1.444$ 958
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.4 $-0,99$ 0,61
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.4 $-0,99$ 0,61

Konzerngeldflussrechnung

2008
TEUR
2007
TEUR
Geldflüsse aus der Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis vor Steuern $-597$ 2.151
Abschreibungen 7.171 5.311
Investitionszuschüsse $-110$ $-270$
Abschreibungen auf Finanzanlagen 35 27
Veränderung langfristiger Rückstellungen $-313$ 2
Ergebnis aus Anlagenverkäufen $\overline{0}$ $\mathbf{0}$
Zinsaufwand 2.428 1.578
8.614 8.799
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Vorräte $-2.072$ $-5.067$
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.084 $-1.137$
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.191 $-1.095$
Lieferantenverbindlichkeiten $-165$ 995
Rückstellungen $-14$ $-1.307$
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten $-305$ 448
Währungsumrechnungsbedingte Veränderungen $-274$ $-1.095$
8.058 541
Netto gezahlte Zinsen $-1.986$ $-1.578$
Gezahlte Ertragsteuern $-2.262$ $-2.449$
3.811 $-3.486$
Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit
Erwerb von Sachanlagen $-7.409$ $-9.076$
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 135 1.678
$-7.275$ $-7.398$
Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
Nettoveränderung aus Finanzierungen 6.376 7.380
Gezahlte Dividenden $-600$ $-750$
5.776 6.630
Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen
aus der Umrechnung von liquiden Mitteln in andere Währungen $\boldsymbol{0}$ $-212$
Nettozunahme von liquiden Mitteln 2.312 $-4.466$
Liquide Mittel zu Beginn des Jahres 1.912 6.378
Liquide Mittel am Ende des Jahres 4.224 1.912

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

Grundkapital rücklagen
Kapital-
Einbehaltene
Ergebnisse
Unterschiede
Währungsum-
rechnung
Bilanzgewinn
Konzern
Summe heitsanteile
Minder-
Eigenkapital
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 31. Dezember 2006 10.905 1.118 23.117 158 750 36.048 277 36.325
Dividendenausschüttung $-750$ $-750$ $-750$
Wechselkursänderungen $-423$ $-423$ $-423$
Konzernergebnis 0 316 0 600 916 42 958
Stand am 31. Dezember 2007 10.905 1.118 23.433 $-265$ 600 35.791 319 36.110
Dividendenausschüttung 0 $-600$ -600 -600
Wechselkursänderungen 125 125 125
Konzernergebnis 0 $-1.477$ 0 $-1.477$ 34 $-1.443$
Stand am 31. Dezember 2008 10.905 1.118 21.956 $-140$ 33.839 353 34.192

1. Das Unternehmen

Die Rath AG und Tochtergesellschaften (in der Folge "Rath Gruppe" genannt) erzeugt Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich. Deutschland. Ungarn und den USA.

Die Aktien der Rath AG notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".

2. Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- u. Bewertungsmethoden

2.1. Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Rath Gruppe zum 31. Dezember 2008 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen Financial Reporting Standards (IFRS), einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committees (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Rath Gruppe zugrunde.

Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR (TEUR, gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode), aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Aufgrund geänderten Ausweises von Bilanzposten wurden die Vorjahreszahlen angepasst.

2.2. Änderungen und Erweiterung der IFRS

Die folgenden Anpassungen von Standards des International Accounting Standards Board (IASB) und neue Interpretationen traten in 2008 in Kraft:

Zum 1. Jänner 2008:

  • IFRIC 11 (Anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen)
  • IFRIC 12 (Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen)
  • IFRIC 14 (Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswerts, Mindestfinanzierungsvorschriften und ihre Wechselwirkung)

Zum 1. Juli 2008:

• IAS 39/IFRS 7 (Möglichkeit zur Umklassifizierung von nicht derivativen Finanzinstrumenten)

Unmittelbare Auswirkungen für den Konzernabschluss der Rath Gruppe ergaben sich daraus nicht.

• Vorzeitige Anwendung von IFRS 8 (Geschäftssegmente)

Für Geschäftsjahre, die ab dem 1. Jänner 2009 beginnen, ist der Standard IFRS 8 anzuwenden. Der neue Standard verlangt berichtspflichtige operative Segmente, die bestimmte Kriterien erfüllen und der Führungsorganisation entsprechen müssen (Management Approach), Die Rath Gruppe hat sich für eine vorzeitige Anwendung des IFRS 8 beginnend mit dem 1. Jänner 2006 entschieden.

Weitere neue oder überarbeitete Standards, die von der EU übernommen wurden:

Die Änderungen zu IAS 1 (erweitert 2007) "Darstellung des Abschlusses", die auf Geschäftsjahre anzuwenden sind, die am oder nach dem 1. Jänner 2009 beginnen, betreffen im Wesentlichen geänderte Bezeichnungen für Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Geldflussrechnung, die Erweiterung der Angaben zu bestimmten Eigenkapitalveränderungen (Kumulierte übrige Konzernergebnisse) und die Verpflichtung zur Offenlegung einer Eröffnungsbilanz für die erste von einer rückwirkenden Bilanzierungsänderung betroffene dargestellte Periode. Die Änderungen zu IAS 1 sind für den Rath Konzern relevant.

Ab 2009 wurden von der EU folgende in Kraft getretene Standards ebenfalls übernommen, die für die Rath Gruppe von keiner wesentlichen Bedeutung sein dürften:

  • IFRS2 (Aktienbasierte Vergütung)
  • IAS 23 (Fremdkapitalkosten) $\bullet$
  • IAS 32 (Darstellung von Finanzinstrumenten)
  • IFRIC 13 (Kundenbindungsprogramme) $\bullet$

Weitere noch nicht in Kraft getretene neue oder überarbeitete Standards, die noch nicht von der EU übernommen wurden:

Der IASB hat am 10. Jänner 2008 die überarbeiteten Fassungen des IFRS 3 (überarbeitet 2008) "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 (erweitert 2008) "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS" veröffentlicht. Die wesentlichen Änderungen gegenüber der bisherigen Fassung dieser Standards lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Gemäß IFRS 3 (überarbeitet 2008) sind Transaktionskosten im direkten Zusammenhang mit einem Unternehmenszusammenschluss künftig nicht mehr Bestandteil des Kaufpreises für das erworbene Unternehmen, sondern in der Regel ergebniswirksam zu erfassen. Für mögliche Anpassungen der Anschaffungskosten in Abhängigkeit von künftigen Ereignissen, die im Erwerbszeitpunkt als Verbindlichkeit

zu erfassen sind, ist in der Folgebewertung keine Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes mehr möglich.

Für die bilanzielle Behandlung von Minderheitenanteilen sieht die neue Fassung des IFRS 3 ein Wahlrecht zum Ansatz der Minderheitenanteile inklusive des auf sie entfallenden Geschäfts- oder Firmenwertes oder aber, wie bisher, lediglich zum beizulegenden Zeitwert der auf die Minderheiten entfallenden identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden vor.

Im Falle eines sukzessiven Unternehmenserwerbes sind die Unterschiede zwischen Buchwert und beizulegendem Zeitwert der bisher gehaltenen Anteile zum Erwerbszeitpunkt erfolgswirksam zu erfassen.

Mit den Änderungen des IAS 27 wird zur Bilanzierung von Transaktionen mit Minderheiten die Anwendung des "Economic Entity Approach" verpflichtend. Änderungen in der Beteiligungsquote ohne Verlust der Beherrschung sind ausschließlich als Eigenkapitaltransaktion zu erfassen. Bei Verlust der Beherrschung eines Tochterunternehmens sind hingegen die konsolidierten Vermögenswerte und Schulden auszubuchen. Ein verbleibendes Investment an dem vormaligen Tochterunternehmen ist beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten und sich hierbei ergebende Differenzen sind ergebniswirksam zu erfassen.

Eine weitere Änderung des IAS 27 betrifft die Allokation von auf die Minderheiten entfallenden Verlusten. Während nach den derzeit geltenden Regelungen des IAS 27 Verluste, die den Buchwert der Minderheitenanteile übersteigen den Mehrheitsgesellschaftern zugerechnet werden, kann der Buchwert der Minderheitenanteile künftig auch negativ werden.

Die neue Fassung des IFRS 3 ist prospektiv auf Unternehmenszusammenschlüsse anzuwenden, deren Erwerbszeitpunkt in Berichtsperioden fällt, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt, jedoch begrenzt auf Berichtsperioden, die am oder nach dem 30. Juni 2007 beginnen. Die Änderungen des IAS 27 sind auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist erlaubt. Eine frühere Anwendung eines der beiden Standards setzt jedoch die gleichzeitige frühere Anwendung des jeweils anderen Standards voraus.

Nachfolgende in 2009 in Kraft getretene Standards wurden von der EU ebenfalls noch nicht übernommen. Für die Rath Gruppe dürften diese von keiner wesentlichen Bedeutung sein:

  • (Konzern- und Einzelabschluss) IAS 27
  • IFRIC 15 (Bestimmte Immobilienverkäufe)
  • IFRIC 16 (Absicherungen einer Nettoinvestition in einem ausländischen Geschäftsbetrieb)
  • IFRIC 17 (Sachdividenden)
  • IAS 39 (Eligible Hedged Items)
  • IFRIC 18 (Übertragungen von Vermögenswerten durch Kunden)
  • IFRS1 (Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards)
  • IAS 39 (Anwendung der Umklassifizierungsregelungen)
  • IFRS7 (Angaben zur Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte sowie zum Liquiditätsrisiko)

2.3. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Muttergesellschaft ist die Rath AG, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss (Control) der Muttergesellschaft stehen (Tochtergesellschaften), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst die Rath AG nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und wesentliche unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft noch folgende Unternehmen:

Name Konzernanteil [%] Einbeziehungsmethode
Aug. Rath jun. GmbH, Österreich 100 Vollkonsolidierung
Rath GmbH, Deutschland 100 Vollkonsolidierung
Inerta Keramik GmbH, Deutschland 94 Vollkonsolidierung
Rath Hungaria Kft., Ungarn 100 Vollkonsolidierung
Rath USA Inc., USA 100 Vollkonsolidierung
Rath Zarotechnika spol. s r.o., Tschechien 100 Vollkonsolidierung
Rath Polska Sp. z o.o., Polen 100 Vollkonsolidierung
Rath SAS, Frankreich 95 Vollkonsolidierung
Rath Ukrajina TOW, Ukraine 100 Vollkonsolidierung

2.4. Währungsumrechnung

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der Rath AG ist der Euro.

Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in EUR erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Einzelabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierende Wertanpassungen in EUR erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet.

Nicht realisierte Währungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen, die als Teil der Nettoinvestition in einer Konzerngesellschaft betrachtet werden, werden ebenfalls erfolgsneutral im Posten "Unterschiede aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst.

Insbesondere folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

Stichtagskurs
31.12.2008
Stichtagskurs
31.12.2007
Durchschnittskurs
$1 - 122008$
Durchschnittskurs
$1 - 122007$
USD 1.390 1.472 1.470 1,380
HUF 266,700 253,730 251,510 251,370
CZK 26,880 26.628 24.950 27,733
PLN 4.150 3,594 3,510 3.775

entspricht 1 Euro.

Quelle: Oesterreichische Nationalbank (www.oenb.at)

2.5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt 3 bis 15 Jahre.

b) Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen für

$19 -$

Mietobjekte werden die geschätzten Aufwendungen für deren Wiederherstellung bzw. die Abbruchkosten aktiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen beinhalten Einzelkosten sowie angemessene variable und fixe Gemeinkosten. Fremdkapitalkosten werden nicht angesetzt.

In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn sie zu einer wesentlichen Erhöhung der künftigen Nutzungsmöglichkeit des Gegenstandes (z.B. durch erweiterte Einsatzmöglichkeiten oder eine signifikante Verlängerung der Nutzungsdauer) führen.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Gegenstandes. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende Nutzungsdauern angenommen:

Nutzungsdauer in Jahren
von bis
Gebäude 10 50
Maschinen 25
Geschäftsausstattung

c) Vermögenswerte aus Miet- und Leasingverhältnissen

Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf die Rath Gruppe über (Finanzierungs-Leasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestzahlungen. Der angesetzte Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit angesetzt.

d) Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.

Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.

e) Finanzvermögen

Alle Wertpapiere werden als "available for sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten (fair value), in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers bzw. bei dauerhafter Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsekurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.

f) Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag hewertet

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.

Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.

Fertigungsaufträge werden, sofern die Voraussetzungen des IAS 11 vorliegen, nach der Teilgewinnrealisierungsmethode (Percentage of Completion) bilanziert. Nach der Teilgewinnrealisierungsmethode werden die aufgewandten Herstellungskosten zuzüglich eines dem Fertigstellungsgrad entsprechenden Gewinnaufschlages unter den Forderungen aus Fertigungsaufträgen sowie als Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Fertigstellungsgrad wird in der Regel im Verhältnis der angefallenen Aufwendungen zum erwarteten Gesamtaufwand ermittelt. Zu erwartende Auftragsverluste sind durch Rückstellungen gedeckt, die unter Berücksichtigung der erkennbaren Risiken ermittelt. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen passiviert.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.

$20$

h) Flüssige Mittel

Flüssige Mittel umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten.

i) Wertminderung

Bei Vermögenswerten wird ieweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

Bei dieser Überprüfung ermittelt die Rath Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Der Nutzwert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cashflows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer, unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein eigenständiger Cashflow festgestellt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cashflow ermittelt werden kann (cash generating unit). Die Rath Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "cash generating unit".

Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.

Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nutzwert.

i) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Pensionsverpflichtungen

Aufgrund von Einzelzusagen ist die Rath Gruppe verpflichtet, an insgesamt 2 Pensionsbezieher/leitende Angestellte nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.

Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation - DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit method - PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert (aktuarischer Gewinn/Verlust) wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10 % des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter (Korridormethode).

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2007 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2008 2007
Zinssatz 5.75% $5.0\%$
Pensions- und Bezugssteigerungen 2.50% 2,5 % bis 4,0 %
Pensionsalter Männer 65 Jahre 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 1999-P

Abfertigungsverpflichtungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist Rath verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31.12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Die Ermittlung der Rückstellung erfolgt nach der projected unit credit method. Dabei wird der Barwert der künftigen Zahlungen bis zu jenem Zeitpunkt angesammelt, in dem die Ansprüche bis zu ihrem Höchstbetrag entstehen (25 Jahre). Die Berechnung erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10 % des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2007 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2008 2007
Zinssatz 5.75% 5.0%
Pensions- und Bezugssteigerungen 3.00% 4.0%
Pensionsalter Frauen 56,5 Jahre 56,5 Jahre
Pensionsalter Männer 61,5 bis 65 Jahre 61,5 bis 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 2008-P AVÖ 1999-P

Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt Rath ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53 % des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Rath ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

Sonstige langfristige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern

Aufgrund kollektivvertraglicher Vereinbarungen ist Rath in Österreich verpflichtet, an Mitarbeiter Jubiläumsgelder nach Maßgabe der Erreichung bestimmter Dienstjahre (ab 15 Dienstjahren) zu leisten. Für diese Verpflichtung wurde eine Rückstellung gebildet.

k) Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für Rath eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.

I) Steuern

Der Ertragsteueraufwand (die Ertragsteuergutschrift) umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der Rath Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der balance sheet liability method für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und deren bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steu-

$22$

erwerten. Weiters wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25 %, in Deutschland von 31 %, in Ungarn von 16 % und in den USA von 42,7 % zugrunde gelegt.

m) Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).

n) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.

o) Derivative Finanzinstrumente

Die Rath Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern.

Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die Rath Gruppe bei Auflösung des Geschäftes zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt.

p) Umsatzrealisierung

Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.

Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrages verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag ieweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandspositionen. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

g) Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträge

Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "available for sale" Wertpapiere.

Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge.

Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der effektiven Zinsenmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.

r) Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Frstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Frmessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz. Pensionsantrittsalter. Lebenserwartung. Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet.
  • Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zu Grunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.

23

3. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Sachanlagen

Grundstücke
und Gebäude
Maschinen Geschäfts-
ausstattung
Geleistete
Zahlungen und
Anlagen in Bau
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2007 20.545 61.037 11.152 4.330 97.064
Zugänge 241 4.538 662 3.117 8.558
Abgänge $\overline{0}$ $-170$ $-70$ $-15$ $-255$
Umbuchungen 426 3.491 $\mathbf{0}$ $-3.917$ 0
Wechselkursänderung $-50$ $-681$ $-190$ $-22$ $-943$
Stand am 31.12.2007 21.162 68.215 11.554 3.493 104.424
Zugänge 1.231 4.773 392 903 7.299
Abgänge $\theta$ $-502$ $-107$ $\overline{0}$ $-610$
Umbuchungen 768 1.929 17 $-2.713$ 0
Wechselkursänderungen 7 $-317$ $-8$ $-76$ $-395$
Stand am 31.12.2008 23.168 74.097 11.846 1.607 110.718
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2007 9.932 43.125 6.353 $\boldsymbol{0}$ 59.410
Planmäßige Abschreibungen 794 4.143 250 $\boldsymbol{0}$ 5.187
Abgänge $\mathbf{0}$ $-141$ $-67$ $\boldsymbol{0}$ $-208$
Währungskursänderungen -8 $-165$ $-24$ $\bf{0}$ $-197$
Stand am 31.12.2007 10.718 46.962 6.512 $\pmb{0}$ 64.192
Planmäßige Abschreibungen 984 5.525 530 $\boldsymbol{0}$ 7.040
Abgänge $\theta$ $-474$ $-105$ $\boldsymbol{0}$ $-579$
Währungskursänderungen $-11$ $-534$ $-23$ 0 $-568$
Stand am 31.12.2008 11.691 51.480 6.914 $\pmb{0}$ 70.085
Buchwert am 1.1.2007 10.613 17.912 4.799 4.330 37.654
Buchwert am 31.12.2007 10.444 21.253 5.042 3.493 40.232
Buchwert am 31.12.2008 11.477 22.618 4.932 1.607 40.633

In den Positionen Gebäude sowie Maschinen und Geschäftsausstattung sind im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverträgen geleaste Hallen und Produktionsanlagen mit Buchwert von TEUR 6.482 (31.12.2007: TEUR 7.437) enthalten. In der Position "Planmäßige Abschreibungen" ist auch die vorzeitige Abschreibung auf Maschinen und Anlagen aus dem Standort Leoben enthalten TEUR 1.316.

Die Mindestlaufzeit der Verträge entspricht dabei im Wesentlichen der Nutzungsdauer dieser Anlagen. Die aus diesen Verträgen bestehende Leasingverbindlichkeit ist unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Der Buchwert der als Sicherstellung für langfristige Fremdfinanzierungen verpfändeten Grundstücke und Gebäude beträgt:

Stand 31.12.2008
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
IKB Deutsche Industriebank 491 Grundschuld in Höhe von TEUR 1.790
Postbank Köln 2.892 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
3.382
Stand 31.12.2007
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
IKB Deutsche Industriebank 687 Grundschuld in Höhe von TEUR 1.790
Postbank Köln 3.741 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
4.428

Für Investitionen erhaltene Subventionen (Invest-Zuschüsse) sind in der Bilanz auf der Passivseite ausgewiesen.

(2) Immaterielle Vermögenswerte

Computer Software
und Lizenzen
Kundenstock Summe
TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2007 1.568 0 1.568
Zugänge 18 500 518
Umbuchungen $\mathbf{0}$ 0 $\mathbf{0}$
Währungskursänderungen 61 0 61
Stand am 31.12.2007 1.647 500 2.147
Zugänge 110 $\overline{0}$ 110
Umbuchungen $\Omega$ $\overline{0}$ $\Omega$
Währungskursänderungen $-10$ $\overline{0}$ $-10$
Stand am 31.12.2008 1.747 500 2.247
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2007 1.496 $\overline{0}$ 1.496
Planmäßige Abschreibungen 24 100 124
Währungskursänderungen 61 $\Omega$ 61
Stand am 31.12.2007 1.581 100 1.681
Planmäßige Abschreibungen 31 100 131
Währungskursänderungen $-3$ $\Omega$ $-3$
Stand am 31.12.2008 1.609 200 1.809
Buchwert am 1.1.2007 72 $\underline{\mathbf{0}}$ 72
Buchwert am 31.12.2007 66 400 466
Buchwert am 31.12.2008 138 300 438

(3) Sonstiges Finanzvermögen

Anschaffungs-
kosten
31.12.2007
(+) Zugänge
(-) Abgänge
Anschaffungs-
kosten
31.12.2008
Buchwert
31.12.2008
Buchwert
31.12.2007
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 753 753 610 645

Die Wertpapiere wurden als "zur-Veräußerung-verfügbar" im Sinne des IAS 39 klassifiziert. Sie umfassen Anteile an drei Investmentfonds und dienen der Deckung der Pensionsrückstellungen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG.

Die Wertminderungen der Wertpapiere werden als dauerhaft eingestuft und entsprechend den Vorschriften des IAS 39 sind die aufgelaufenen Verluste über die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

(4) Vorräte

2008
TEUR
2007
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.502 8.286
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren brutto 12,372 11.834
Wertberichtigung auf Erzeugnisse und Handelswaren $-469$ $-787$
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren netto 11.903 11.047
21.405 19.333

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

2008
TEUR
2007
TEUR
Forderungen an Dritte 12.136 13.095
Forderungen an Dritte gem. IAS 11 (percentage of completion method) 125
Forderungen an beteiligten Unternehmen 16 16
12.152 13.236

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 312 (31.12.2007: TEUR 380) abgesetzt.

(6) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

2008
TEUR
2007
TEUR
Forderungen gegenüber Finanzämtern 318 1.825
ARA 249 156
Übrige 955 732
1.522 2.713

(7) Liquide Mittel

2008
TEUR
2007
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 4.196 1.870
Kassenbestand 28 42
Summe der liquiden Mittel laut Bilanz 4.224 1.912

Die liquiden Mittel sind, bis auf TEUR 310 (31.12.2007: TEUR 307), frei verfügbar. Der nicht frei verfügbare Betrag stammt aus dem Kaufvertrag zwischen der Aug. Rath jun. GmbH, Österreich, und der Magindag Verwaltungs- und BeteiligungsgmbH, Österreich.

(8) Eigenkapital

Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der Rath AG mit TEUR 10.905 ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen.

Die Stückaktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählen das Recht auf die Auszahlung der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung.

Die einbehaltenen Ergebnisse resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten.

Die im Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen (31.12.2008: TEUR 1.118; 31.12.2007: TEUR 1.118) dürfen gemäß § 130 Abs 3 des österreichischen Aktiengesetzes nur zum Ausgleich eines ansonsten im Einzelabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.

Zum 31. Dezember 2008 halten Rath und einzelne Tochtergesellschaften keine eigenen Aktien der Rath AG.

Die Unterschiede aus der Währungsumrechnung umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen entstanden sind.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital (Minderheitsanteile) betreffen die Inerta Keramik GmbH, Deutschland, die Aug. Rath jun. GmbH, Österreich, und die Rath SAS, Frankreich.

Im Geschäftsjahr wurden € 600.000 Dividende zu Lasten des Bilanzgewinnes zum 31. Dezember 2007 ausgeschüttet.

$27$

(9) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

2008
TEUR
2007
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 2.240 2.371
Rückstellungen für Abfertigungen 725 907
2.965 3.278
Pensionen Abfertigungen
2008
TEUR
2007
TEUR
2008
TEUR
2007
TEUR
Herleitung der Defined Benefit Obligation (DBO)
Stand am 1.1. 2.082 2.213 852 812
Dienstzeitaufwand 2.240 2.371 725 907
Zinsenaufwand 0 $\mathbf{0}$ 0 $\bf{0}$
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr 0 $\mathbf{0}$ $\theta$ 0
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr 0 $\mathbf{0}$ 0 0
Stand am 31.12. 4.322 4.584 1.577 1.719
Herleitung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Defined Benefit Obligation (DBO) 1.988 2.082 616 852
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) 252 289 109 55
Rückstellung am 31.12. 2.240 2.371 725 907
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand
Dienstzeitaufwand 0 $\mathbf{0}$ 42 40
Zinsenaufwand 100 107 42 36
Realisierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) $-70$ $\mathbf{0}$ 0 0
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 30 107 84 76
Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Rückstellung am 1.1. 2.371 2.391 907 885
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 30 107 83 76
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr $-161$ $-127$ $-265$ -54
Rückstellung am 31.12. 2.240 2.371 725 907
Entwicklung der kumulierten aktuarischen Gewinne/Verluste
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 1.1. 289 178 55 73
Amortisierung des aktuarischen Gewinnes / Verlustes im Geschäftsjahr $-70$ $\mathbf{0}$ 0 0
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr 33 111 54 -18
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 31.12. 252 289 109 55
2008
TEUR
2007
TEUR
2006
TEUR
Historische Information - Pensionen
Erwartete DBO am Ende der Periode 1.988 2.082 2.213
Erfahrungsbedingte Berichtigungen 5 5 68
Historische Information - Abfertigungen
Erwartete DBO am Ende der Periode 616 852 812
Erfahrungsbedingte Berichtigungen $-97$ $-19$ 23

Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr TEUR 161 (2007: TEUR 127).

davon Restlaufzeit davon Restlaufzeit davon Restlaufzeit

(10) Finanzverbindlichkeiten

31.12.2008 31.12.2007
Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit $\mathbf 0$ 14.252 14.252 0 8.712 8.712
Exportdarlehen $\mathbf{0}$ 1.963 1.963 0 3.520 3.520
Investitionskredit 8.512 2.523 11.036 7.022 1.948 8.970
Verbindlichkeiten gegenüber and. Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 5.593 889 6.482 5.463 692 6.155
14.105 19.628 33.733 12.485 14.872 27.357

Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

unter 1 Jahr davon Restlaufzeit davon Restlaufzeit davon Restlaufzeit
zwischen 2 und 5
Jahren
über 5 Jahre
2008 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 14.252 14.252 0 0
Exportdarlehen 1.963 1.963 0 0
Investitionskredit 11.036 2.523 8.512 0
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 6.482 889 4.715 878
33.733 19.628 13.227 878
unter 1 Jahr zwischen 2 und 5
Jahren
über 5 Jahre
2007 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 8.712 8.712 0 0
Exportdarlehen 3.520 3.520 0
Investitionskredit 8.970 1.948 7.022 $\mathbf{0}$
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 6.155 692 4.611 852
27.357 14.872 11.633 852

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Finanzierung Währung Buchwert
zum
31.12.2008
TEUR
Effektiv-
verzinsung
2008
$\%$
Buchwert
zum
31.12.2007
TEUR
Effektiv-
verzinsung
2007
$\%$
Zinsen
fix/variabel
Fälligkeit
Kontokorrentkredit EUR 13.334 $2,97 - 5,15$ 8.712 $3.5 - 6.75$ variabel $<$ 1 Jahr
Kontokorrentkredit USD 918 2,5 0 variabel $<$ 1 Jahr
Exportdarlehen EUR 1.963 3,9 3.520 4.75 variabel $<$ 1 Jahr
Investitionskredit EUR 11.036 $3.25 - 6.05$ 8.970 $3.6 - 5.55$ variabel $>1$ Jahr
Finanzierungs-Leasing EUR 1.421 3,9 1.475 4.70 variabel $>1$ Jahr
Finanzierungs-Leasing USD 5.061 $6.4 - 8.0$ 4.680 $6.4 - 6.65$ fix $> 1$ Jahr
33.733 27.357

Details zu den gewährten Sicherheiten sind unter Pkt. 3 (1) dargestellt. Für einen Teil der o.a. übrigen Kredite wurde ein Zinsswap abgeschlossen, nähere Angaben sind unter Pkt. 4.1. dargestellt. Die Marktwerte der Finanzverbindlichkeiten weichen nicht wesentlich von den Buchwerten ab.

(11) Rückstellungen

. . Gewähr-
leistung
Noch nicht
konsumierte
Urlaube
Sonstige Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1.1.2007 1.726 940 2.354 5.020
Verbrauch $-1.073$ $\mathbf{0}$ $-358$ $-1.431$
Neubildung 77 47 $\theta$ 124
Stand 31.12.2007 730 987 1.996 3.713
Verbrauch $-399$ $-222$ $-480$ $-1.101$
Neubildung $\overline{0}$ 26 1.061 1.087
Stand 31.12.2008 331 791 2.577 3.699
Davon kurzfristig 331 791 2.577 3.699

Die Rückstellungen für Gewährleistungen betreffen die Kosten der erwarteten Reklamationen für die sich noch im Gewährleistungszeitraum (2 Jahre) befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist der Barwert der auf Basis von Erfahrungswerten durchgeführten bestmöglichen Schätzung dieser Kosten.

Die Rückstellung für noch nicht konsumierte Urlaube stellt den erwarteten Aufwand für die noch nicht konsumierten Urlaube dar.

Die Rückstellung für sonstige beinhaltet im Wesentlichen vertragsmäßig vereinbarte Rückbaukosten an zwei Standorten, Personalkosten, Beratungskosten und die Kosten des Zinsswaps.

(12) Ertragsteuern

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2008
TEUR
2007
TEUR
Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr (tatsächliche Steuer) 1.444 1.392
Körperschaftsteuer-Nachzahlung für Vorjahre 555
Latente Steuer $-1.152$ $-199$
847 1.193

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:

2008
TEUR
2007
TEUR
Aktive latente Steuern
Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften 355 369
Vorräte $\Omega$ 97
Personalrückstellungen $-34$ 23
Sonstige 158 134
Verlustvorträge 2.546 1.445
3.024 2.068
Passive latente Steuern
Sachanlagen 699 387
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen $\theta$ 97
Personalrückstellungen $\theta$ 64
Sonstige Rückstellungen $\Omega$ 45
Sonstige 56 49
755 642
Latente Steuern (netto) 2.269 1.426

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von TEUR 8.266 (2007: TEUR 4.444) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist. Auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 4.036 (2007: TEUR 3.033) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen der einzelnen Gesellschaften aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25 % erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenem Ertragsteueraufwand stellen sich wie folgt dar:

2008
TEUR
2007
TEUR
Ergebnis vor Steuern $-597$ 2.151
Erwartete Steuerbelastung 25% 25%
$-149$ 538
Verminderung der Steuerbelastung durch:
Forschungs- und Investitionsförderungen $-40$ $-40$
Niedrigere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften $-15$ $\Omega$
Erhöhung der Steuerbelastung durch:
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 6 $\Omega$
Nicht angesetzte latente Steuer 114 311
Niedrigere Steuersätze auf Verluste bei ausländischen Tochtergesellschaften 93 17
Höhere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften 291 733
In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge $\Omega$ $-241$
Nachzahlung für Vorjahre 555 $\Omega$
Sonstige -9 $-127$
Effektive Steuerbelastung 847 1.193

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

2008
TEUR
2007
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 6.552 6.731
Verbindlichkeiten gegenüber beteiligter Unternehmen 299 285
6.851 7.016

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

(14) Sonstige Verbindlichkeiten

Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
31.12.2008
Summe
TEUR
Langfristig
TEUR
Kurzfristig
TEUR
31.12.2007
Summe
TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten
Finanzamt 26 26 156 156
Krankenkassen 260 260 265 265
Übrige 1.188 1.188 1.358 1.358
1.474 1.474 1.779 1.779

Sämtliche sonstige Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

(15) Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung

Die Darstellung der Segmente erfolgt nach Regionen. Die Segmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen des Konzerns. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden den einzelnen Segmenten nur so weit zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Segmenten zuordenbar waren. Nicht auf diese Weise zuordenbare Posten sind in der Spalte "Sonstige" ausgewiesen. Sie umfassen Vermögenswerte und Aufwendungen der Konzernverwaltung und langfristige Finanzierungen. Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf drittüblicher Basis.

$\mathcal{L}_{\mathcal{A}}$

Die Segmentierung umfasst folgende Regionen:

Österreich: Rath AG, Aug. Rath jun. GmbH
Deutschland: Rath GmbH, Inerta Keramik GmbH
Ungarn: Rath Hungaria Kft.
Rest Europa: Rath Zarotechnika spol s r.o., Rath Polska Sp. Z o.o., Rath Ukrajina TOW, Rath SAS
USA: Rath USA Inc. (Teilkonzern) - Rath Inc., Rath Refractories Inc.

Die Segmentierung nach Regionen erfolgt beim Umsatz nach dem Sitz der Kunden, bei Vermögenswerten nach dem Ort, an dem sich die Gegenstände befinden.

Segmentierung nach Regionen

Osterreich Deutschland Ungarn Rest Europa USA Konsolidierung Summe
2008 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 20.769 26.715 9.357 713 9.059 $\mathbf{0}$ 66.613
Projektaufträge 10.407 6.131 1.062 5.170 $\mathbf{0}$ $\Omega$ 22.770
Innenumsätze 8.992 10.120 4.305 0 0 $-23.418$ $\theta$
Summe 40.168 42.966 14.724 5.883 9.059 $-23.418$ 89.383
Segmentergebnis (EBIT) $-2.408$ 5.149 $-436$ 148 $-612$ 264 2.105
Finanzerträge 168 170 816 168 5 $-74$ 1.253
Finanzaufwendungen $-1.480$ $-464$ $-1.408$ $-201$ $-334$ $-68$ $-3.954$
Finanzergebnis $-1.312$ $-294$ $-592$ -33 $-329$ $-142$ $-2.702$
Ertragsteuern 987 $-2.057$ 160 $-40$ 133 $-31$ $-847$
Jahresergebnis $-2.733$ 2.798 $-868$ 75 $-808$ 92 $-1.444$
Segmentvermögen 35.396 43.431 13.807 3.007 15.313 $-26.946$ 84.008
Segmentverbindlichkeiten 34.528 14.415 9.365 2.408 14.322 $-25.222$ 49.816
Investitionen 2.380 1.261 1.192 75 2.502 $\overline{0}$ 7.409
Abschreibungen 3.127 2.434 617 63 965 $\mathbf{0}$ 7.206
Osterreich Deutschland Ungarn Rest Europa USA Konsolidierung Summe
2007 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 21.591 26.437 9.152 258 6.855 0 64.293
Projektaufträge 10.826 4.418 363 3.758 $\mathbf{0}$ 0 19.365
Innenumsätze 7.046 8.942 4.844 0 $\mathbf{0}$ $-20.832$ 0
Summe 39.463 39.797 14.359 4.016 6.855 $-20.832$ 83.658
Segmentergebnis (EBIT) $-483$ 5.594 $-38$ $-103$ $-643$ $-481$ 3.846
Finanzerträge 120 125 126 61 14 $-189$ 257
Finanzaufwendungen $-924$ $-288$ $-277$ $-39$ $-613$ 189 $-1.952$
Finanzergebnis $-804$ $-163$ $-151$ 22 $-599$ 0 $-1.695$
Ertragsteuern 231 $-1.500$ -9 11 $-80$ 154 $-1.193$
Jahresergebnis $-1.056$ 3.931 $-198$ $-70$ $-1.322$ $-327$ 958
Segmentvermögen 32.626 40.790 13.080 2.315 11.332 $-19.537$ 80.606
Segmentverbindlichkeiten 30.759 12.853 7.540 1.776 8.080 $-16.512$ 44.496
Investitionen 3.867 2.545 2.032 21 612 $\theta$ 9.077
Abschreibungen 1.539 2.400 489 55 855 0 5.338

(16) Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen

2008 2007
TEUR TEUR
Materialaufwand 22.571 25.841
Aufwendungen für bezogene Leistungen 16.783 12.507
39.354 38.348

(17) Personalaufwand

2008
TEUR
2007
TEUR
Löhne und Gehälter 19.066 19.195
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 4.733 4.761
Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse 108 67
Aufwand für Abfertigungen und Jubiläumsgelder 199 157
Sonstiger Personalaufwand 201 229
24.307 24.409
Durchschnittlicher Mitarbeiterstand:
Angestellte 179 190
Arbeiter 466 452
644 642

Teilzeitbeschäftigte sind in dieser Aufstellung arbeitszeitaliquot berücksichtigt.

(18) Sonstige betriebliche Erträge

2008 2007
TEUR TEUR
Erträge aus Mieten 125 187
Schadensfall Brand Mönchengladbach 240
Förderungen/Zuschüsse 110 78
Erträge aus Vorperioden 16 62
Auflösung von Rückstellungen bzw. Wertberichtigungen von Forderungen 94 354
Übrige 98 146
683 827

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2008 2007
TEUR TEUR
Instandhaltungen 3.304 3.644
Ausgangsfrachten und Aufwendungen für Fuhrpark 2.565 3.263
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 1.203 924
Reise- und Fahrtaufwendungen 960 955
Miet- und Leasingaufwendungen 933 903
Versicherungen 661 548
Schadensfälle, Reklamationen 566 87
EDV-Aufwand 560 469
Steuern übrige, nicht Gewinn bezogen 450 337
Forderungsverluste 450 266
Übrige Aufwendungen *) 5.790 5.311
17.442 16.707

*) Die Übrigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Kosten für Kommunikation, Technische Prüfkosten, Schulungen etc.

(20) Finanzaufwendungen

2008 2007
TEUR TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.986 1.578
Abschreibungen auf Finanzanlagen 35 27
Bewertung Zinsswap 442
Kursdifferenzen 1.492 347
3.954 1.952

(21) Finanzerträge

2008 2007
TEUR TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge 254 101
Kursdifferenzen 999 156
1.253 257

(22) Forschung und Entwicklung

In den Aufwendungen sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten von:

2008 2007
TEUR TEUR
Personalkosten 415 396
Technische Prüfkosten 236 328
651 724

4. Sonstige Angaben

4.1. Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente.

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2008 31.12.2007
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
TEUR
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
$\%$
Beizulegender
Zeitwert
$\%$
Zinsswap 4.500 4.35 $-442$ 1.710 4.15 10

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis von Marktpreisen ermittelt und sind in der Position Rückstellungen inkludiert.

Marktrisiko

Die für die Rath Gruppe wesentlichsten Marktrisiken sind das Fremdwährungsrisiko, das Zinsänderungsrisiko und die Risiken, die aus Preisschwankungen von Rohstoffen und Energie resultieren. Das Ziel des Risikomanagements ist hier, durch die Überwachung und Steuerung dieser Risiken unter Berücksichtigung von Risiken und Chancen eventuelle Verluste zu minimieren.

Zinsenänderungsrisiko

Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen nur aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten, die Angabe des effektiven Zinssatzes und der Restlaufzeiten sowie Informationen über bestehende Sicherungsgeschäfte sind in Anhangsangabe (20) enthalten.

Währungsänderungsrisiko

Die Rath Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD und HUF-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.

Kreditrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird und gegenüber keinem Kunden mehr als 10 % der gesamten Forderungen aushaften. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:

31.12.2008
TEUR
31.12.2007
TEUR
Forderung aus Lieferungen und Leistungen 12.152 13.236
Liquide Mittel 4.224 1.912
Sonstige Forderungen 1.522 2.713
17.898 17.861

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

31.12.2008 31.12.2007
TEUR TEUR
Forderungen gegenüber Großkunden, brutto 2.905 2.856
Forderungen gegenüber übrigen Kunden, brutto 9.559 10.760
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 12.464 13.616
Wertberichtigungen $-312$ $-380$
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12.152 13.236

Etwa 24% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 10 Großkunden.

Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Zeitwerte

Der Zeitwert der Finanzanlagen und Finanzverbindlichkeiten weicht nicht wesentlich vom jeweiligen Buchwert ab. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in 4.1. dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten nicht aufbringen zu können.

Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläguivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäguate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien zu ermöglichen.

Kapitalmanagement

Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Gesellschaftern, Banken und Kreditoren so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höherem Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten, operativen Flexibilität zu erzielen.

Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalrendite dar; diese wird vom Management laufend überwacht und definiert sich als Jahresergebnis bezogen auf das Eigenkapital.

4.2. Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten

Haftungsverhältnisse

Rath hat folgende Haftungsverhältnisse übernommen:

31.12.2008 31.12.2007
TEUR TEUR
Haftrücklässe für Geschäftspartner 2.123 2.588

Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft.

Offene Rechtstreitigkeiten

Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen keine wesentlichen offenen Rechtstreitigkeiten vor.

4.3. Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahe stehenden Personen und Unternehmen bzw. deren Transaktionen mit der Rath Gruppe zählen:

  • Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer Mietaufwendungen inkl. BK: 2008 TEUR 132; 2007 TEUR 121
  • Dr. Ernst Rath Gesellschaft mbH Beratungsleistungen: 2008 TEUR 29; 2007 TEUR 47
  • Dkfm. Paul Rath Gesellschaft mbH Zinsaufwendungen: 2008 TEUR 14: 2007 TEUR 13
  • Rath Holding GmbH keine Tranksaktionen im Jahr 2008 und 2007

Zum 31. Dezember 2008 bestehen nur offene Verbindlichkeiten gegenüber der Dkfm. Paul Rath GmbH in Höhe von TEUR 285 (2007: TEUR 271).

Vorstand der Rath AG, Wien

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Mag. Georg Rath

36

Aufsichtsrat der Rath AG. Wien

bis 27.6.2008 ab 27.6.2008
Prof. Dr. Franz Eckert (Vorsitzender) Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender)
Dr. Heinz Kessler (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dr. Ernst Rath (Stellvertreter des Vorsitzenden)
Dkfm. Paul Rath Dkfm. Paul Rath
Mag. Philipp Rath Mag. Philipp Rath
Dr. Gerd Unterburg Dr. Gerd Unterburg
MMag. Christian B. Maier

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten im Jahr 2008 Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 300 (2007: TEUR 300), davon TEUR 0 (2007: TEUR 54) als ergebnisabhängige Bestandteile. An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 39 (2007: TEUR 38).

4.4. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbaren Anteiles des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.

2008 2007
Den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Anteile des Konzernergebnisses in TEUR $-1.478$ 916
Gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf 1.500.000 1.500.000
Gewinn je Aktie in EUR $-0.99$ 0.61
Gezahlte Dividende für Geschäftsjahr je Aktie in EUR 0.00 0.40

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

In der Aufsichtsratsitzung vom 23. Februar 2009 wurde beschlossen, das Werk Leoben zum 30. Juni 2009 zu schließen. Die dort produzierten Mengen werden auf die anderen Feuerleichtsteinwerke aufgeteilt.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde am14. April 2009 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt.

Wien. 14. April 2009

Der Vorstand

Mag. Georg Rath e.h.

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Wir haben den Konzernabschluss der

Rath Aktiengesellschaft, Wien.

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2008 endende Geschäftsiahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden: die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung

des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 14. April 2009

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Yann-Georg Hansa e.h. Mag. Helmut Kerschbaumer e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

38

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr fünf Mal umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert.

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert: Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2008 drei Mal und der Strategieausschuss drei Mal zusammengetreten. In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und darüber dem Aufsichtsrat berichtet. In allen Ausschüssen waren alle jeweiligen Ausschussmitglieder anwesend.

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2008 und der Lagebericht des Vorstandes sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 und der Konzernlagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 27. Juni 2008 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 17. April 2009 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2008 und den Lagebericht des Vorstandes einschließlich des Vorschlages über die Gewinnverteilung sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 und den Konzernlagebericht des Vorstandes geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 125 Abs. (2) AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich weiters dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinnes an.

Wien, am 24. April 2009

Dr. Heinz Kessler

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Fachterminologie

40

feuerfest Bezeichnung für Erzeugnisse mit einer Anwendungstemperatur
zwischen 600 - 2000°C
Feuerleichtsteine Steine mit einer Rohdichte von 0,5 - 1,6 kg/m 3 ; zum Vergleich: ein
Vormauerziegel verfügt über eine Rohdichte von 2,04 kg/m 3
Hochtemperaturwolle (HTW) Künstliche Mineralfaser für ein Anwendungsgebiet zwischen
$900 - 1600^{\circ}$ C
ISO 9001 Dies ist eine internationale Norm, die Grundanforderungen an ein
betriebliches Qualitäts-Management-System stellt. Dieses geht über
eine reine Qualitätssicherung des Produktes hinaus und schreibt
umfangreiche Maßnahmen, die die gesamten Abläufe innerhalb eines
Unternehmens eindeutig festlegen, vor.
Massen Ungeformte Erzeugnisse in Form von Betonen, Mörteln und Klebern
Projekte Aufträge für Materiallieferungen inklusive Engineering und Montage
Steine dichte geformte Erzeugnisse mit einer Rohdichte >1,6 kg/m 3
Vakuumformteile (VFT) aus Hochtemperaturwolle gefertigte Formteile

Betriebswirtschaftliche Begriffe und Kennzahlen

Agio Aufgeld
aktuarischer Gewinn/Verlust aktueller Gewinn/Verlust
available for sale zur Veräußerung verfügbar
AVÖ Aktuarvereinigung Österreichs; Interessensvertretung der öster-
reichischen Aktuare, Versicherungsmathematiker und versiche-
rungsmathematischen Sachverständigen. Die AVÖ veröffentlicht die
Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions- und
Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden.
Balance sheet liability method Methode zur Ermittlung der latenten Steuern
Barwert Der Barwert entspricht dem Wert den eine zukünftig anfallende Zah-
lungsreihe in der Gegenwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es der
Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit (zum Zeitpunkt 0).
Capital employed Summe aus Eigenkapital, Steuerrückstellungen (ohne latente Steu-
ern) und zinspflichtige Verbindlichkeiten. Im Eigenkapital sind die
Anteile fremder Gesellschafter enthalten.
Cash generating unit Zahlungsmittelgenerierende Einheit
Corporate Governance Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrol-
le von Unternehmen, festgehalten im österreichischen Corporate
Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar.
D&O Versicherung (Director's & Officer's Insurance) Managementhaftpflichtversicherung
DBO (Defined benefit obligation) Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche
auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der
Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren,
nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbar-
wertverfahren (projected unit credit method). Die DBO entspricht der
PBO (projected benefit obligation).
Disagio Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag
einer Verbindlichkeit
EAT (Earnings after tax) Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss
EBIT (Earnings before interest and tax) Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis
EBIT Marge Prozentueller Anteil des EBITs am Umsatz

Glossar

EBT (Earnings before tax) Ergebnis vor Steuern
EGT Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; EBIT ohne außeror-
dentliche Erträge/Aufwendungen
Eigenkapitalquote Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital
Eigenkapital-Rendite Gewinn dividiert durch Eigenkapital
Fair value Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer Finanz-
instrumente mit dem beizulegenden Zeitwert
Finanzderivativ Finanzsicherungsgeschäft
Finanzierungs-Leasing Beim Finanzierungs-Leasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine
feste Leasingrate für eine bestimmte Grundmietzeit überlassen.
Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht gekündigt wer-
den. Der Leasing-Nehmer muss die objektbezogenen Risiken tragen.
Hierzu gehören das Risiko von Zerstörung oder Diebstahl. Beim
Finanzierungs-Leasing wird zumeist eine Anzahlung oder eine erhöh-
te erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertragsgestaltung
ist zwischen Vollamortisationsverträgen und Teilamortisationsverträ-
gen zu unterscheiden.
IAS (International accounting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS)
IASB (International accounting standards board) Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungs-
standards
IFRIC (International financial reporting interpretations committees) Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungs-
standards
IFRS (International financial reporting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS)
KMU kleinere und mittlere Unternehmen
öEStG österreichisches Einkommensteuergesetz
Operating-Leasing Die hierbei abgeschlossenen Verträge entsprechen normalen Miet-
verträgen. Sie können von beiden Vertragsparteien kurzfristig gekün-
digt werden. Wird der Vertrag gekündigt, kann der Leasing-Nehmer
das Wirtschaftsgut ohne weitere Verpflichtungen zurückgeben. Der
Leasinggegenstand muss bei diesem Vertragstyp beim Leasing-
Geber aktiviert werden. Leasingraten sind beim Leasing-Nehmer
Betriebsausgaben und beim Leasing-Geber Betriebseinnahmen.
Percentage of completion Fertigstellungsgrad eines Projektes
PUC (Projected unit credit method) Versicherungsmathematische Bewertungsmethode
ROCE (Return on capital employed) Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und capital
employed.
UGB Unternehmensgesetzbuch
WACC (Weighted average cost of capital) Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu den
Discounted-Cash-Flow-Verfahren der Unternehmensbewertung ge-
hörenden Ansatz. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten
werden verwendet, um die Mindestrendite für Investitionsprojekte zu
bestimmen.
Working capital Absoluter Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige
Fremdkapital; Vorräte plus kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände minus kurzfristige Steuerrückstellungen
minus übrige kurzfristige Rückstellungen minus Lieferantenverbind-
lichkeiten minus übrige kurzfristige Verbindlichkeiten.
Zinsswap Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter Zah-
lungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Die Zahlungsströme
basieren auf festen und variablen Zinssätzen; zur Absicherung gegen
Zinssatzänderungen.

Der Begriff "Mitarbeiter" wird aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

Standorte

Krummnußbaum,
Niederösterreich (A)

Bennewitz, Sachsen $(D)$

Milledgeville,
Georgia (USA)

Mönchengladbach,
Nordrhein-Westfalen (D)

Meißen, Sachsen (D)

Budapest,
Ungarn (H)

Rath AG Walfischgasse 14 A-1015 Wien Tel.: +43 (1) 513 44 27-0 Fax: +43 (1) 513 44 27-87

Aug. Rath jun. GmbH Hafnerstraße 3 A-3375 Krummnußbaum Tel.: +43 (2757) 24 01-0 Fax: +43 (2757) 24 01-86

Rath Hungaria Kft. Porcelán utca 1 H-1106 Budapest Tel.: +36 (1) 43 300 43 Fax: +36 (1) 26 190 52

Rath USA Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Tel.: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Bath Refractories Inc. 290 Industrial Park Drive Milledgeville, GA 31061 Tel.: +1 (478) 452 0015 Fax: +1 (478) 452 0070

Rath Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Tel.: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Rath GmbH Ossietzkystraße 37/38 D-01662 Meißen Tel.: +49 (3521) 46 45-0 Fax: +49 (3521) 46 45-86

Inerta Keramik GmbH Leulitzer Straße 6a D-04828 Bennewitz Tel.: +49 (3425) 89 48-0 Fax: +49 (3425) 89 48-13

Rath Žárotechnika spol. s r.o. Vorlešska 290 CZ-544 01 Dvůr Králové nad Labem Tel.: +420 (499) 321 577 Fax: +420 (499) 321 003

Rath Polska Sp. z o.o. ul. Fabryczna 1 PL-42 530 Dabrowa Górnicza Tel.: +48 (32) 268 47 01 Fax: +48 (32) 268 47 02

Rath SAS 60, route principale du Port F-92637 Gennevilliers Cedex Tel.: +33 (1) 47 92 80 62 Fax: +33 (1) 47 92 80 22

Rath Ukrajina TOW Prospekt Osvoboshdenije Donbassa 8b Office 206 UA-83048 Donezk Tel: +380 (62) 345 33 06 Fax: +380 (62) 345 63 26

THE IMPRESSUM

Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger:
Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien
IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com
e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

Geschäftsbericht

Inhalt

Jahresabschluss 2008 der Rath Aktiengesellschaft

Lagebericht 1
Bilanz 2
Gewinn-
und
Verlustrechnung
3
Anhang 4
Bestätigungsvermerk 8
Bericht
des
Aufsichtsrates
8
Gewinnverteilungsvorschlag 8

2008 Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen

Nach den großen Veränderungen in den letzten zwei Jahren in der Rath AG gab es im Jahr 2008 keine Veränderung in der Holdinggesellschaft der Rath Gruppe.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Aufgrund des gesteigerten Umsatzes der Gruppe insgesamt sind auch die übrigen Erträge aus den Konzernverrechnungen für Marketing, Finanzwesen, Einkauf sowie Qualitätsmanagement gestiegen. Damit liegt nun die Betriebsleistung mit 3,0 Mio. € um knapp 35 % über dem Vorjahr (VJ: 2,2 Mio. €).

Haupttreiber der Kosten sind die Personalkosten gewesen. Durch die Aufstockung des Konzernrechnungswesens und des Controllings um drei Personen sowie durch die Verstärkung des Projektmanagements stiegen die Personalaufwendungen um 52,8 % von 1,2 auf 1,8 Mio. €. Der Jahresüberschuss blieb daher mit etwa 1,2 Mio. € auf dem Vorjahresniveau (VJ: 1,3 Mio. €).

Details dazu sind im Jahresabschluss der Rath AG und in dessen Anhang zu finden.

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Rath AG stieg auf 24,5 Mio. € (VJ: 22,4 Mio. €). Dies liegt vor allem daran, dass die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen auf 4,6 Mio. € (VJ: 2,5 Mio. €) gestiegen sind.

Demgegenüber war auch ein Anstieg der Finanzverbindlichkeiten und der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zu verzeichnen.

Die Eigenkapitalquote ging daher auf 61,3 % (VJ: 64,2 %) zurück.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit blieb zwar im Einzelabschluss annähernd gleich zum Vorjahr, im Konzernabschluss nach IFRS sank dieses jedoch von 2,2 Mio. € auf - 0,6 Mio. €. Für das Jahr 2008 wird daher der Vorstand der Hauptversammlung vorschlagen, keine Dividende auszuzahlen. In den aktuell unsicheren Zeiten ist es für das Unternehmen besser alle Kapitalreserven zu halten.

Der Börsenkurs fiel von 20,50 € am 31.12.2007 auf 5,30 € am 31.12.2008. Dies entspricht einer Reduktion von 74,1 % und ist dem allgemeinem Börseklima zuzuschreiben.

Details zur Vermögens- und Ertragslage sind im Jahresabschluss und im Anhang der Rath AG zu finden.

Nachtragsbericht

Im Jahr 2009 gab es keine berichtspflichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanzund Ertragslage haben.

Prognosebericht

Als reine Holdinggesellschaft hängt die Performance der Gesellschaft von den Umsätzen der Tochtergesellschaften und den ihnen verrechenbaren Leistungen ab.

Aufgrund des unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes ist aktuell kein Trend über die voraussichtliche Entwicklung des Ergebnisses vernünftig vorherzusagen.

Forschungsbericht

Im Jahr 2008 wurden die Forschungsprojekte durch eine zentrale Koordinationsstelle für die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in der Rath AG koordiniert, um Mehrgleisigkeiten in den einzelnen Landesgesellschaften zu verhindern. Die Kosten fallen jedoch in den einzelnen Tochtergesellschaften an.

Corporate Responsibility

Die Themen Arbeitnehmer, Umwelt sowie Corporate Governance sind im Konzernlagebericht der Rath Gruppe dargestellt. Daher wird von einer vertiefenden Ausführung an dieser Stelle Abstand genommen.

Wien, am 31. März 2009

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

1

K T I V A
A
P A S S I V A
31.12.2008 31.12.2007 31.12.2008 31.12.2007
EUR TEUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
Immaterielle Vermögensgegenstände
I.
Grundkapital
I.
10.905.000 10.905
Gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus Kapitalrücklagen
II.
abgeleitete Lizenzen 30.432 19 Gebundene 1.118.067 1.118
Sachanlagen
II.
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.601 131 Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 2.972.839 1.761
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 144.480 109
IV. Bilanzgewinn
III. Finanzanlagen davon Gewinnvortrag EUR 518; Vorjahr TEUR 8 518 600
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.203.066 17.203 14.996.424 14.384
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.781.708 1.782
Wertpapiere des Anlagevermögens
3.
376.491 365 B. Rückstellungen
19.361.265 19.350
19.642.778 19.609 1. Rückstellungen für Abfertigungen 2.918 6
B. Umlaufvermögen 2. Rückstellungen für Pensionen 1.283.029 1.268
3. Sonstige Rückstellungen 195.279 182
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
I.
1.481.226 1.456
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 130
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 4.606.661 2.498 C. Verbindlichkeiten
3. Forderungen gegenüber Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 15.625 16 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.082.209 6.215
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 51.708 2 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 213.181 245
4.673.995 2.646 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen 575.416
Unternehmen 0 0
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
II.
5.676 87 4. Sonstige Verbindlichkeiten
4.679.670 2.733 davon aus Steuern EUR 88.015; Vorjahr TEUR 82
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit
C. Rechnungsabgrenzungsposten EUR 30.705; Vorjahr TEUR 17 133.872 117
8.004.679 6.577
Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 159.881 75
24.482.329 22.417 24.482.329 22.417
Verbindlichkeiten aus Garantien 1.519 25

Bilanz

2

Gewinn- und Verlustrechnung

2008
EUR
2007
TEUR
1. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 20.169 0
b) Übrige 2.972.524 2.222
2.992.693 2.222
2. Personalaufwand
a) Gehälter -1.318.666 (863)
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -10.824 (17)
c) Aufwendungen für Altersvorsorge -127.429 (55)
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben
sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -302.228 (216)
-1.759.147 (1.151)
3. Abschreibungen
auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -62.108 (54)
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen (Übrige) -1.650.206 (1.517)
5. Zwischensumme aus Z 1 bis Z 4 (Betriebsergebnis) -478.768 (500)
6. Erträge aus Beteiligungen davon aus verb. Unternehmen: €
2.000.000; Vorjahr: TEUR 2.000
2.000.000 2.000
7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon aus verbundenen Unternehmen: €
61.294; Vorjahr: TEUR 61
61.294 61
8. Erträge aus Zuschreibung Finanzanlagen 11.177 1
9. Sonstige Zinsenerträge 16.893 18
10. Aufwendungen aus Finanzanlagen davon a) Abschreibungen: €
0; Vorjahr: TEUR -18
0 (18)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -393.507 (265)
12. Zwischensumme aus Z 6 bis Z 11 (Finanzergebnis) 1.695.858 1.797
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 1.217.089 1.297
14. Steuern vom Einkommen -5.250 (5)
15. Jahresüberschuss 1.211.893 1.292
16. Zuweisung zu Gewinnrücklagen (freie Rücklagen) -1.211.893 -700
17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 518 8
18. Bilanzgewinn 518 600

Konzernbeziehungen

Anteile an verbundenen Unternehmen
des Vollkonsolidierungskreises
Beteiligung [%] Unternehmensrechtliches
Eigenkapital zum
31.12.2008 in EUR
Unternehmensrechtlicher
Jahresüberschuss 2008
in EUR
Rath GmbH, Meißen 100,00 23.414.353 2.043.748
Rath Hungaria Kft., Budapest 100,00 4.254.302 -1.033.605
Rath USA Inc. (Teilkonzern) Newark
(inkl. Rath Inc. und Rath Refractories Inc.)
100,00 989.926 -807.772
Chamottewaren- und Thonöfenfabrik
Aug. Rath jun. GmbH, Krummnußbaum
99,98 2.870.932 -2.944.148
Rath Zarotechnika spol. s r.o., Dvur Kralove 100,00 678.000 165.000
Rath Polska Sp. z o.o., Dabrowa Gornicza 100,00 96.000 -20.000
Inerta-Keramik GmbH, Bennewitz 94,00 5.091.573 694.751
Rath SAS, Gennevilliers 95,00 -131.000 -25.000
Rath Ukrajina TOW, Donezk 100,00 -44.000 -43.000

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften (UGB) und der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurden der Grundsatz der Einzelbewertung und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohende Verluste wurden berücksichtigt.

2. Anlagevermögen

a) Immaterielle Vermögensgegenstände

Die erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Software und Lizenzen 3 - 4 Jahre

b) Sachanlagevermögen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet.

Die planmäßigen Abschreibungen werden unter Zugrundelegung folgender Abschreibungssätze vorgenommen:

von bis
Gebäude 3% 10%
Technische Anlagen und Maschinen 10% 20%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10% 25%

Von den Zugängen in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, von den Zugängen in der zweiten Hälfte wird die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. In der Entwicklung des Anlagevermögens werden sie als Zu- und Abgang dargestellt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn die Wertminderungen voraussichtlich von Dauer sind. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

c) Finanzanlagen

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Abschreibungen zur Berücksichtigung von Wertminderungen, bewertet.

Ausleihungen und Wertpapiere des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten bilanziert.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn Wertminderungen eingetreten sind oder wenn der zum Abschlussstichtag beizulegende Wert niedriger ist als der Buchwert. Im Geschäftsjahr wurden Zuschreibungen von EUR 11.177,37 vorgenommen.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Einzelrisiken der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

4. Rückstellungen

4

a) Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen

Die Abfertigungsrückstellungen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechnungszinssatz 5,5 %, Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, ermittelt.

Anhang

b) Pensionsrückstellungen

Die Rückstellung für Pensionen wird nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Gegenwartswertverfahren auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,5 % unter Zugrundelegung der Berechnungstafeln von Pagler & Pagler berechnet.

c) Jubiläumsgeldrückstellung

Die Rückstellungen für Jubiläen werden nach finanzmathematischen Grundsätzen mit den Parametern Rechenzinssatz 5,5 %, Pensionseintrittsalter gemäß Übergangsregelung der Pensionsreform, Fluktuation 5 %, ermittelt.

d) Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

5. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht angesetzt.

6. Währungsumrechnung im Einzelabschluss

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, einschließlich jenen gegenüber Kreditinstituten, sind zu dem am Bilanzstichtag gültigen Referenzkurs der Europäischen Zentralbank bewertet.

B. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

a) Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens nach einzelnen Posten ist im Anlagenspiegel (Seite 7) dargestellt.

b) Finanzanlagen

Die Konzernstruktur zum 31.12.2008 wird im Geschäftsbericht der Rath Gruppe dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die gesamten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3. Kapital

Das Grundkapital beträgt € 10.905.000 und setzt sich aus 1,500.000 Stückaktien zusammen.

4. Sonstige Rückstellungen

31.12.2008
EUR
31.12.2007
EUR
Nicht konsumierte Urlaube 70.769 44.972
Sonstige 124.510 137.123
195.279 182.095

5. Verbindlichkeiten

Bezüglich des Verbindlichkeitenspiegels verweisen wir auf Seite 7.

Im Posten sonstige Verbindlichkeiten sind gehaltsabhängige Abgaben sowie noch nicht abgerechnete Lieferungen und Leistungen enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.

6. Haftungsverhältnisse, Verpflichtungen aus der Nutzung von Sachanlagen

a) Haftungsverhältnisse

Geschäftsjahr
in EUR
VJ in
TEUR
Garantien 1.519 25

Darüber hinaus hat die Gesellschaft für die Rath Refractories Inc., USA, (Tochtergesellschaft der Rath USA Inc., Newark, USA) eine Garantieerklärung an die GE Capital Public Finance, Inc., abgegeben. Der daraus aushaftende Betrag gegenüber der GE Capital Public Finance, Inc., USA, beträgt USD 7.269.612 (2007: TUSD 5.816).

Anhang

Weiters wurde im Jahr 2008 eine Patronatserklärung zugunsten der Bank Austria AG in der Höhe von USD 1.500.000 für einen Kontokorrentkredit für die Rath Refractories Inc. unterzeichnet.

Für die Aug. Rath jun. GmbH bestehen 2 Patronatserklärungen in der Gesamthöhe von EUR 6.700.000, sowie eine Wechselerklärung für die Verbindlichkeit in Höhe von EUR 1.963.000 gegenüber der Erste Bank AG.

b) Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden Geschäftsjahres der folgenden fünf Geschäftsjahre
2008 2007 2008 2007
EUR TEUR EUR TEUR
Verpflichtung aus Miet- und Leasingverträgen 245.395 185 296.065 247

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen zum größten Teil aus Konzernumlagenverrechungen.

2. Personalaufwand

Im Geschäftsjahr 2008 wurden durchschnittlich 18 (VJ: 12) Arbeitnehmer beschäftigt.

In den Aufwendungen für Abfertigungen sind Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen in Höhe von EUR 16.406 (VJ: TEUR 9) enthalten

3. Steuern vom Einkommen

Der aktive latente Steuerbetrag in Höhe von EUR 67.204 (VJ in TEUR 61) wurde nicht bilanziert.

4. Sonstige Angaben

Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinne des § 244 UGB.

D. Organe der Gesellschaft

Als Vorstandsmitglieder der Rath Aktiengesellschaft, Wien, sind seit 01.07.2006 Herr Mag. Georg Rath und Herr Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath tätig.

Die Bruttobezüge des Vorstandes betrugen im Geschäftsjahr EUR 300.140. Im Geschäftsjahr waren folgende Mitglieder als Aufsichtsrat tätig: Prof. Dr. Franz Eckert, Alland (Vorsitzender) bis 27.06.2008 Dr. Heinz Kessler, Wien (Stellvertreter des Vorsitzenden), ab 27.06.2008 (Vorsitzender) Dkfm. Paul Rath, Wien Mag. Philipp Rath, Wien Dr. Gerd Unterburg, Hinterbrühl Dr. Ernst Rath ab 27.06.2008 (Stellvertreter des Vorsitzenden) MMag. Christian B. Maier ab 27.06.2008

An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden für ihre Tätigkeiten im Berichtsjahr 2008 Vergütungen von EUR 39.050 (VJ: TEUR 37,5) gewährt.

Wien, am 10. April 2009

6

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Verbindlichkeitenspiegel
Bilanzwert Restlaufzeit bis zu 1 Jahr Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren Restlaufzeit von über 5 Jahren
31.12.2008
EUR
31.12.2007
TEUR
31.12.2008
EUR
31.12.2007
TEUR
31.12.2008
EUR
31.12.2007
iTEUR
31.12.2008
EUR
31.12.2007
TEUR
Bankverbindlichkeiten 7.082.209 6.215 6.002.209 4.595 1.080.000 1.620 0 0
Verbindlichkeiten aus L & L 213.181 246 213.181 246 0 0 0 0
Verbindl. gegenüber verb. Unternehmen 575.416 0 575.416 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 133.872 116 133.872 116 0 0 0 0
8.004.679 6.577 6.924.678 4.957 1.080.000 1.620 0 0

Anlagenspiegel

(Beträge in Euro)

Herstellungskosten
Anschaffungs/
01.01.2008
Zugänge Abgänge Umbuchungen Herstellungskosten
Anschaffungs/
31.12.2008
Abschreibungen
Kumulierte
31.12.2008
Buchwert
31.12.2007
Buchwert
Abschreibungen
Geschäftsjahres
des laufenden
Zuschreibungen
Geschäftsjahres
des laufenden
Immaterielle Vermögensgegenstände
I.
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen 203.012 27.786 0 0 230.799 200.367 30.432 18.488 0 15.842
Sachanlagen
II.
1. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 256.711 23.134 6.274 0 273.571 166.970 106.601 131.257 0 46.266
2. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau 109.200 35.280 0 0 144.480 0 144.480 109.200 0 0
365.911 58.414 6.274 0 418.051 166.970 251.081 240.457 0 46.266
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.770.114 0 0 0 26.770.114 9.567.048 17.203.066 17.203.066 0 0
2. Ausleihungen an verb. Unternehmen 1.781.708 0 0 0 1.781.708 0 1.781.708 1.781.708 0 0
Wertpapiere des Anlagevermögens
3.
395.437 0 0 0 395.437 18.945 376.491 365.314 11.177
28.947.259 0 0 0 28.947.259 9.585.993 19.361.265 19.350.088 11.177 0
29.516.182 86.200 6.274 0 29.596.107 9.953.330 19.642.778 19.609.033 11.177 62.108

7

Anlagen zum Anhang

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Wir haben den Jahresabschluss der

Rath Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rah-

Bericht des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr fünf Mal umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert.

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert: Der Prüfungsausschuss ist im Jahr 2008 drei Mal und der Strategieausschuss drei Mal zusammengetreten. In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und darüber dem Aufsichtsrat berichtet. In allen Ausschüssen waren alle jeweiligen Ausschussmitglieder anwesend.

Der Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2008 und der Lagebericht des Vorstandes sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 und der Konzernlagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 27. Juni 2008 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerbe-

Gewinnverteilungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2008 schließt mit einem Bilanzgewinn von € 518. Um die Kapitalstruktur des Unternehmens weiter zu stärmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Unternehmens in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, am 10. April 2009

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Yann-Georg Hansa e.h. Mag. Helmut Kerschbaumer e.h.
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

ratungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehenworden. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 17. April 2009 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Rath Aktiengesellschaft zum 31. Dezember 2008 und den Lagebericht des Vorstandes einschließlich des Vorschlages über die Gewinnverteilung sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 und den Konzernlagebericht des Vorstandes geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 125 Abs. (2) AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich weiters dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinnes an.

Wien, am 24. April 2009

Dr. Heinz Kessler Vorsitzender des Aufsichtsrates

ken schlägt der Vorstand vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Satz 3 BörseG

Nach bestem Wissen versichert der Vorstand der Rath AG, dass der Jahresabschluss im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rath AG sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt.

Weiters versichert der Vorstand der Rath AG, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis oder die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage entsteht, und dass er die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen sie ausgesetzt sind, beschreibt.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2008 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Wien, am 8. April 2009

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.