AI Terminal

MODULE: AI_ANALYST
Interactive Q&A, Risk Assessment, Summarization
MODULE: DATA_EXTRACT
Excel Export, XBRL Parsing, Table Digitization
MODULE: PEER_COMP
Sector Benchmarking, Sentiment Analysis
SYSTEM ACCESS LOCKED
Authenticate / Register Log In

Rath AG

Annual Report Apr 30, 2008

783_10-k_2008-04-30_d6939bd1-44cb-4e26-a5d5-c4d2aeec3ada.pdf

Annual Report

Open in Viewer

Opens in native device viewer

Geschäftsbericht

Kennzahlen

Personalien 2
Vorwort des Vorstandes 3
Konzernlagebericht 7
Aktie 12
Konzernabschluss
Bilanz 13
Gewinn- und Verlustrechnung 14
Geldflussrechnung 15
Anhang 16
Entwicklung des Konzerneigenkapitals 25
Bericht des Aufsichtsrates 39
Bestätigungsvermerk 40
Glossar 41
Adressen 43
Impressum 44

Kennzahlen

2005
UGB
TEUR
2006
UGB
TEUR
2006
IFRS
TEUR
2007
IFRS
TEUR
Umsatz 74,5 86,4 86,4 83,7
Veränderung in % 20,4 16,0 -3,2
EBIT 4,4 4,8 7,3 3,8
EBIT Marge in % 5,9 5,6 8,5 4,6
EGT 4,1 4,2 6,6 2,2
EBT 4,1 6,6 6,6 2,2
Operativer Cash Flow 7,1 16,4 15,9 -3,5
Eigenkapitalquote 49,3 50,1 48,8 44,8
Eigenkapitalrendite in % 12,0 12,3 11,2 2,7
Working Capital 110,6 93,5
ROCE 8,5 10,1 9,7 4,3
WACC 8,7 8,2
Investitionen in Sachanlagen 7,3 12,9 12,9 8,6
Abschreibungen 3,4 4,0 4,0 5,3
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 569 604 604 642
Anzahl der konsolidierten Gesellschaften 9 8 8 9

Jahresabschluss 2007 der Rath Gruppe

Mitglieder des Aufsichtsrates

Prof. Dr. Franz Eckert unabhängig; gewählt seit 14.09.1989; bestellt bis zur Hauptversammlung
(Vorsitzender) im Jahre 2008
Präs. Dr. Heinz Kessler unabhängig; gewählt seit 28.07.1999; bestellt bis zur Hauptversammlung
(Vorsitzender Stv.) im Jahre 2008
Aufsichtsratsvorsitzender der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG
Aufsichtsrat (Vorsitzender Stv.) der UNIQA Versicherungen AG
Dkfm. Paul Rath gewählt seit 14.09.1989; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2008
WP Mag. Philipp Rath gewählt seit 17.07.2003; bestellt bis zur Hauptversammlung im Jahre 2008
Dr. Gerd Unterburg unabhängig; gewählt seit 12.07.2005; bestellt bis zur Hauptversammlung im
Jahre 2008

In obiger Aufstellung sind nur die Aufsichtsratsmandate in börsennotierten Gesellschaften dargestellt.

Ausschüsse des Aufsichtsrates

Prüfungsausschuss: Dr. Heinz Kessler (Vorsitzender), WP Mag. Philipp Rath (Finanzexperte), Dkfm. Paul Rath Strategieausschuss: Dr. Gerd Unterburg (Vorsitzender), WP Mag. Philipp Rath Nominierungs- und Vergütungsausschüsse bestehen aufgrund der Größe des Aufsichtsrates (5 Mitglieder) nicht.

Vorstand

Mag. Georg Rath Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Sehr geehrte Damen und Herren!

Sehr geehrte Aktionäre!

Das Berichtsjahr war durch die Neuausrichtung der Rath Gruppe von einem produktionsorientierten zu einem vertriebsorientierten Unternehmen geprägt. Dies führte zu nicht vollständig ausgelasteten Werken und hat sich auf das Ergebnis 2007 der Rath Gruppe ausgewirkt.

Die neu geschaffenen Branchenvertriebsteams verdeutlichen unsere Kernbotschaft "Spitzentechnologie für individuelle Feuerfestlösungen" und unterstützen unsere Kunden bei ihren anwendungsspezifischen Feuerfest-Problemen. Im Gegensatz zu unserem Wettbewerb bieten wir ein breites Produktspektrum aus eigenem Haus an. Dadurch ist es uns möglich, für die Ofenauskleidungen beim Kunden immer das optimale Feuerfest-Material in höchster Rath-Qualität auszuwählen, wodurch wir der ideale Partner für alle Feuerfest-Anwendungen sind.

Zusätzlich haben wir mit unseren technischen Büros, die sowohl das Engineering als auch die Montage durchführen, das nötige Know How um Feuerfest-Gesamtlösungen zum Nutzen des Kunden anzubieten.

In Zeiten von extrem steigenden Energiekosten und immer stärkerem Umweltbewusstsein sind unsere Produkte Garant für Energieeinsparung und Umweltschonung. Daher arbeiten wir nicht nur mit den Kunden sondern auch in unse-

ren eigenen Werken an einer Effizienzsteigerung der Ofenanlagen ohne jedoch die Flexibilität dieser einzuschränken. In einer von immer aggressiverem Wettbewerb aus dem asiatischen Raum geprägten Zeit streben wir täglich danach, unsere Kunden durch schnelle Reaktions- und kurze Lieferzeiten als langfristige Partner an uns zu binden.

Wir arbeiten daher weiter daran, nicht nur bestehende Märkte intensiver zu bearbeiten sondern auch interessante Beteiligungsobjekte in neuen Ländern zu suchen.

Mit dem Vertrauen der Aktionäre hoffen wir diesen Weg fortsetzen zu können und das Unternehmen mit Hilfe des Engagements unserer Mitarbeiter positiv zu entwickeln.

Der Vorstand Wien, im April 2008

3

Unternehmensleitbild

4

Unser unternehmerisches Handeln basiert auf Verantwortung, Zuverlässigkeit, Flexibilität und Offenheit. Diese Werte sind im gesamten Unternehmen gleichermaßen anerkannt und umgesetzt.

Spitzentechnologie für individuelle Feuerfestlösungen

Wir definieren uns als Feuerfestanbieter, der die Prozesse des Kunden versteht und dank unseres breiten Produktportfolios die optimale Lösung bietet. Wir liefern Feuerfestprodukte sowie Gesamtlösungen. Unsere Produkte sind gekennzeichnet durch hochwertige Produkteigenschaften und präzise Bearbeitungstechniken. Unsere Dienstleistungen zeichnen sich durch Vielseitigkeit und Flexibilität aus.

Spezialisten bringen bessere Leistungen

Rath International

Länder mit Produktionswerken

  • Länder mit Rath Kunden
  • Länder mit Entwicklungspotenzial

Wirtschaftsbericht

Geschäft und Rahmenbedingungen Organisation

Nach Strukturänderung, Kapazitätszukauf im Jahr 2007 und Produktbereinigung wurde im Jahr 2007 ein weiterer Expansionsschritt gesetzt. Im Mai wurde Rath Ukraine TOB gegründet, die eine intensivere Marktbearbeitung in der Ukraine und Russland sicherstellen soll. Dieses Vertriebsbüro ist mit mehreren Mitarbeitern besetzt worden, die nicht nur Vertriebsaufgaben, sondern auch technische Hilfestellungen beim Kunden leisten können. Damit wollen wir in diesen aufstrebenden Märkten Rath Gruppe als Spezialist für Feuerfestlösungen verankern.

Die rechtliche Struktur ist im Anhang dargestellt. Zweigniederlassungen bestehen nicht.

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2007 war durch unterschiedliche Entwicklungen gekennzeichnet:

Aufgrund der Erhöhung der deutschen Mehrwertsteuer zum 1.1.2007 von 16 % auf 19 %, kam es im Bereich der häuslichen Feuerstätten zu Vorziehkäufen, die sich im guten Umsatz des Jahres 2006 ausgedrückt haben. Dies hat sich auf den Absatz im Jahr 2007 ausgewirkt.

Zum 31.12.2006 haben wir die Produktgruppe "Untergussmaterialien" an einen Wettbewerber verkauft, um unsere Produktpalette zu bereinigen. Daher konnten wir in den Gießereien den Umsatz des Vorjahres nicht mehr erreichen.

Bei den Industrieanlagen, vor allem im Bereich der Stahlweiterverarbeitung, konnten wir weiter gemeinsam mit Ofenbauern Auskleidungssysteme zur Erhöhung der Energieeffizienz installieren. Auch bei Projekten in der chemischen Industrie haben wir den Absatz gesteigert. Insgesamt haben wir im Jahr 2007 weniger Projekte abschließen können.

Das Wachstum in der chemischen Industrie basiert vor allem auf den Produkten aus dem neuen Werk in Milledgeville (Georgia, USA). In diesem Werk hatten wir noch mit Anfangsproblemen zu kämpfen, können aber jetzt mit dieser hochmodernen Fertigungsstätte in den USA den lokalen Markt mit qualitativ hochwertigen Produkten bedienen. Zusätzlich wollen wir die Wechselkurssituation vom schwachen Dollar ausnützen und verstärkt Waren von Amerika nach Europa und Asien bringen.

Sowohl die Werke der Vakuumformteile, als auch jene der Feuerleichtsteine, haben im Jahr 2007 an ihren jeweiligen Kapazitätsgrenzen gearbeitet. Dies obwohl mit 1.1.2007 neue Kapazitäten durch den Kauf des Feuerleichtsteinwerkes in Leoben hinzugekommen sind. Nicht so jedoch die Fertigung von Hochtemperaturwolle. Hier war das Nachlassen der Ersatzinvestitionen in der keramischen Industrie spürbar. Somit konnten wir die neuen Kapazitäten für Aluminiumoxidwolle noch nicht voll ausfüllen.

Effizienzsteigerungsmaßnahmen in Krummnußbaum und Budapest werden erst im Jahr 2008 wirksam werden. Gleichzeitig wurden diese Investitionen im Hinblick auf die Erhaltung und Verbesserung unseres hohen Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltanspruches vorgenommen.

Verkaufte Tonnagen [to] 2007
dichte Steine 25.973
ungeformte Produkte 12.147
Feuerleichtsteine 12.660
Hochtemperaturwolle 1.753
Vakuumformteile 867

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Im Jahr 2007 blieb der konsolidierte Konzernumsatz unter Berücksichtigung des verkauften Untergussmaterials mit 83,7 Mio. € (VJ: 83,5 Mio. €) nahezu konstant.

Erfreulich war die Entwicklung insbesondere in unserem neuen Werk in Milledgeville, wo ein unkonsolidiertes Umsatzplus in Höhe von 21,5 % erzielt wurde. Rath Ukraine TOB hat in ihrem Rumpfgeschäftsjahr noch nichts zum Umsatz beitragen können.

Konsolidierter Umsatzanteil [%] nach Gesellschaften 2007

Aug. Rath jun. GmbH 38,8
Rath GmbH 36,8
Rath Hungaria zRt. 11,4
Rath USA, Inc. 8,2
Rath Zarotechnika spol. s r.o. 2,5
Rath Polska Sp. z o.o. 1,9
Rath SAS 0,3
Rath Ukraine TOB 0,1

Konzernlagebericht

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (2,151 Mio. €) liegt im Jahr 2007 unter dem Niveau von 2006 bereinigt um den Verkauf der Untergussmaterialien (4,092 Mio. €). Dies ist vor allem von vier Einfl ussfaktoren abhängig:

  • • Abschreibungen (+ 1,3 Mio. €): Durch das neue Werk in Leoben, die neue Anlage in Mönchengladbach und das erste volle Geschäftsjahr in Milledgeville sind die Abschreibungen gestiegen.
  • • Personalkosten (+ 2,0 Mio. €): Die Personalkosten sind, auf grund der gestiegenen Mitarbeiteranzahl um etwa 40 Perso nen, im Jahresdurchschnitt angestiegen. Dies beruht vor allem auf dem neuen Werk in Leoben. Darin sind auch zusätzliche Mitarbeiter im Vertrieb enthalten, die jedoch noch keine zusätzlichen Umsätze generieren konnten.
  • • Währungsverluste (+ 0,8 Mio. €): In den übrigen Aufwendungen sind Währungsdifferenzen aufgrund der Dollarschwäche enthalten, die das EGT maßgeblich beeinfl ussten.
  • • Zinsaufwand (+ 1,0 Mio. €): Durch die Zunahme an Fremdmit teln zur Finanzierung der Investitionen ist auch der Zinsaufwand stark gestiegen.
  • • Sowohl in Milledgeville, wo wir noch nicht unser geplantes Kapazitätsniveau erreicht haben, als auch in Leoben, wo wir die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2008 abschließen werden, haben wir noch Anfangsverluste erlitten.

8

Vermögens- und Finanzlage

Das Gesamtvermögen der Rath Gruppe stieg von 74,4 Mio. € auf 80,6 Mio. €. Dies resultiert einerseits aus den Investitionen in Sachanlagen in die neuen bzw. erweiterten Produktionsstätten in Mönchengladbach und Leoben, sowie in den begonnenen Verbesserungsinvestitionen in Budapest und Krummnußbaum. Andererseits sind die Vorräte an Rohstoffen in Milledgeville und Leoben aufgebaut worden. Das Lager an Fertigerzeugnissen in Mönchengladbach wurde aufgestockt, um kurzfristig lieferfähig zu sein.

Die Erhöhung der Aktiva führt zur Steigerung der Verbindlichkeiten in der Rath Gruppe. Trotzdem beträgt die Eigenkapitalquote immer noch 44,8 % (VJ: 48,8%).

Der operative Cash Flow ist auf – 3,5 Mio. € (VJ: + 15,9 Mio. €) gesunken. Detaillierte Zahlen dazu sind in der Konzerngeldfl ussrechnung dargestellt.

Das Ergebnis liegt unter dem des Vorjahres. Daher wird der Vorstand der Hauptversammlung eine Dividende von 0,40 € pro Aktie vorschlagen. Die Dividende entspricht dem langjährigen Niveau – ohne die Erhöhung aufgrund außerordentlicher Erträge im Jahr 2006.

Der Börsenkurs stieg von 17,54 € (31.12.2006) auf 20,50 € am 31.12.2007. Dies entspricht einer Steigerung von 16,9 %.

Nachtragsbericht

Im Jahr 2008 gab es keine berichtspfl ichtigen Ereignisse, die eine besondere Bedeutung für die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Prognosebericht Unternehmensentwicklung

Für das Jahr 2008 erwarten wir uns bei einer weiterhin belebten Konjunktur eine Steigerung des Umsatzes. Die gute Auftragslage sollte in erster Linie durch die weiterhin starken Investitionstätigkeiten zur Reduktion des Energieverbrauches beitragen. Die vollen Auftragsbücher in den Bereichen Feuerleichtsteine und dichte Feuerfestmaterialien in Amerika stimmen uns positiv.

Die zusätzliche Steigerung der Erlöse soll vor allem durch zwei Produktgruppen getragen werden: Aluminiumoxidwolle und Feuerleichtsteine.

Konzernlagebericht

Im April wird die Betonteilfertigungslinie in Budapest fertig gestellt, wodurch wir weitere Effizienzsteigerungen erzielen werden. Ebenso wird die Automatisierung der Produktion in Krummnußbaum eine Erhöhung der Ertragszahlen herbeiführen. Zusätzlich arbeiten wir laufend an der Verbesserung des Qualitätsmanagements, um die Risiken bei Projektgeschäften weiter zu reduzieren. So haben wir es auch geschafft, unser neues Werk in Leoben innerhalb von fünf Monaten auf unseren ISO-Standard zu bringen.

Die strategische Ausrichtung der Gruppe soll weitergeführt werden. Zusätzliche Vertriebsmitarbeiter werden die bestehenden Vertriebsteams verstärken und neue Kunden gewinnen. Darüber hinaus wollen wir die technische Kompetenz bei der Lösung von individuellen Problemen durch eine stärkere Fokussierung der Organisation auf Branchen erhöhen.

Die Ausweitung auf zusätzliche Branchen macht uns unabhängiger vom konjunkturellen Schicksal einzelner Kundengruppen und sollte ein kontinuierliches Wachstum erleichtern.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Die Hauptaufgabe eines Risikomanagementsystems ist die Früherkennung von möglichen Risiken und bei Identifizierung solcher die rasche Einleitung von Gegenmaßnahmen. Daher haben wir im letzten Jahr die internen Kontrollen weiter verfeinert und den allgemeinen Grundsatz des Vier-Augen-Prinzips durchgängig eingeführt. Die Einhaltung wird im Rahmen des Qualitätsmanagementsystems laufend an den Standorten überprüft. Auch das Berichtswesen wird kontinuierlich verbessert sowie die Zielvorgaben genauer definiert.

Chancen und Risiken

Im Jahr 2007 haben wir versucht, die Struktur in den Projekten zu konsolidieren, um die Risiken im Projektgeschäft zu reduzieren. Auf dieser Basis wollen wir dieses im Jahr 2008 weiter forcieren. In solchen Projekten bieten wir neben der gesamten Produktpalette vor allem auch Engineering- und Montageleistungen mit an. Diese Vorgangsweise ist eine Chance, sich vom Wettbewerb zu differenzieren und die Kundenbindung weiter auszubauen.

Die Risiken der Einzelgeschäfte sind aufgrund ihrer Größenordnung überschaubar. Die im Vorjahr begonnene Installierung eines eigenen Qualitätsmanagementsystems für die Projektabwicklung schreitet zügig voran.

Forschungsbericht

Im Jahr 2007 wurden die Forschungsaktivitäten weitergeführt und ausgebaut. Als Spezialanbieter im feuerfesten Hochtemperaturbereich ist es besonders wichtig, die Wünsche der Kunden schon frühzeitig zu erkennen und mit diesen gemeinsam Lösungen zu erarbeiten. Nur durch eine aktive Forschungsarbeit können wir heute dafür sorgen, dass wir morgen noch ertragsstarke Produkte verkaufen können.

So haben wir in einem ersten Schritt die Struktur der Forschung und Entwicklung an die einzelnen Produktgruppen angepasst und werden im Jahr 2008 als zweiten Schritt die Fokussierung auf Kundengruppen in die Forschungsthemen einarbeiten. Dieser Prozess ist noch nicht abgeschlossen. Dazu haben wir Forschungsteams zusammengestellt, die nicht nur aus Entwicklern, sondern auch aus Vertriebs- und Produktionsmitarbeitern bestehen. Somit soll in jedem Projektteam die Vertriebsorientierung nie verloren gehen.

Die Kooperationen mit den keramischen Universitäten, vor allem in Deutschland, soll durch weitere Diplomanden gestärkt werden. So gelingt es frühzeitig potentielle Mitarbeiter zu erkennen und für uns zu gewinnen.

Corporate Responsibility Arbeitnehmer

Ein Unternehmen wird immer von dem besonderen Einsatz seiner Mitarbeiter getragen. Daher bemühen wir uns auch, die sozialen Rahmenbedingungen stetig weiter zu verbessern. Dies hat unter anderem dazu geführt, dass der Aug. Rath jun. GmbH, Österreich, im März 2008 das Grundzertifikat Audit "berufundfamilie" vom österreichischen Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend verliehen wurde. Diese Prämierung ist ein Ansporn für uns,

Um die Mitarbeiter noch besser bei den zukünftigen Herausforderungen unterstützen zu können, koordinieren wir konzernweit die Fortbildungs- und Schulungsmaßnahmen.

die Vereinbarkeit von Beruf und Familie noch weiter auszubauen.

In strukturierten Mitarbeitergesprächen erarbeiten wir nachvollziehbare Ziele und damit verbundene Prämienvereinbarungen.

Mitarbeiterstand im Jahresdurchschnitt 2007
Österreich 212
Deutschland 241
Ungarn 148
USA 24
Rest der Welt 17
642

Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen von 604 auf 642 (im Jahresdurchschnitt) ist vor allem in der Übernahme des Feuerleichtsteinwerkes in Leoben begründet.

Umwelt

Wir betreiben an allen Standorten der Rath Gruppe aktiven Umweltschutz. Dies bedeutet nicht nur die gesetzlichen und behördlichen Auflagen zu erfüllen, sondern darüber hinaus auch bessere Resultate als gefordert zu erzielen. Neben den zumeist behördlich kontrollierten Emissions- und Immissionswerten versuchen wir durch Abfallvermeidung, Abfalltrennung und sachgerechter Abfallentsorgung die Umwelt zu schonen.

Corporate Governance

Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Rath AG sowie die Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer der Unternehmen der Rath Gruppe, sind sich der besonderen Verantwortung als Vertreter eines traditionsreichen, börsennotierten Familienunternehmens bewusst, und erklären die Grundsätze eines von Ethik geprägten Handelns gegenüber Aktionären, Mitarbeitern, Kunden und Lieferanten sowie dem gesellschaftlichen Umfeld als oberste Maxime.

Dies umfasst nicht nur die strikte Einhaltung aller Gesetze und Vorschriften, sondern auch das Bekenntnis zu Corporate Governance und ähnlichen Grundsätzen zukunftsorientiertem, nachhaltigem umweltbewussten Wirtschaftens.

Soweit die Regeln der Größe unseres Unternehmens angemessen sind, werden diese sowohl vom Aufsichtsrat als auch von der Geschäftsführung eingehalten.

Details und weiterführende Informationen zu der Umsetzung des Kodexes sind auf der Homepage der Rath Gruppe (www.rathgroup.com) zu finden.

Angaben gemäß § 243a UGB

Die Zusammensetzung des Kapitals ist im Anhang näher erläutert. Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte der Rath AG und deren Übertragung sind nicht bekannt.

An der Aktionärsstruktur hat sich nach unserem Wissen seit der letzten Hauptversammlung nichts geändert.

Aktionärsstruktur [%] 31.12.2007
Rath Holding GmbH 66
Rath Familienmitglieder 10
Streubesitz 24

In der Rath AG gibt es keine Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.

Bezüglich des Aufsichtsrates und des Vorstandes sowie der Satzung gibt es keine vom Gesetz abweichenden Regelungen.

Der Vorstand der Rath AG besitzt keine über das gesetzliche Maß hinausgehenden Befugnisse Aktien auszugeben oder zurückzukaufen.

Im Falle eines Kontrollwechsels gibt es keine Vereinbarungen die wirksam werden. Im Falle eines öffentlichen Übernahmeangebotes sind keine Entschädigungsleistungen vereinbart.

Abweichungen zum Kodex

Im Sinne des Corporate Governance Kodex geben wir folgende Abweichungen bekannt:

IV. Vorstand

    1. Als Unternehmen im Standard Market Auction der Wiener Börse kann der Vorstand auch nur aus einem einzigen Mitglied bestehen. Bei zwei Vorständen bedarf es keines Vorsitzenden.
    1. Aufgrund der Größe des Unternehmens gibt es keine eigene Abteilung für interne Revision. Die Aufgaben werden vom Konzerncontrolling sowie der Stabstelle Qualitätsmanagement ausgeführt.
    1. Der variable Anteil der Bezüge ist an das EBT geknüpft. Bis zu 50 % des Gesamtbezuges sind variabel. Zusagen zu einer betrieblichen Altersversorgung bestehen nicht.
    1. In der Satzung ist keine Altersgrenze vorgesehen.

V. Aufsichtsrat

  1. Die Vergütung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Die Verteilung obliegt dem Aufsichtsrat selbst.

Konzernlagebericht

  1. Als börsennotiertes Familienunternehmen ist die Bindung zur Familie die zentrale Säule der Gesellschaft. Daher lehnt sich der Aufsichtsrat an die Leitlinien an, ohne diese jedoch vollinhaltlich umzusetzen.

VI. Transparenz und Prüfung

    1. Die Gesellschaft hält die gesetzlichen Fristen für die Veröffentlichung ihrer Berichte ein.
    1. Nur die gesetzlichen Mindestanforderungen werden auf der Homepage veröffentlicht.
    1. Ein der Unternehmensgröße adäquates Risk-Management ist in Umsetzung. Eine Evaluierung durch die Abschlussprüfer ist noch nicht durchgeführt.

Entsprechende Anfragen können sowohl vom Vorstand während des Jahres, oder vom Vorsitzenden des Aufsichtsrates in der Hauptversammlung beantwortet werden.

Wien, 8. April 2008

Der Vorstand

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 82 (4) Satz 3 BörseG

Nach bestem Wissen versichert der Vorstand der Rath AG, dass der Jahresabschluss im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellt wurde und ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Rath AG sowie der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen vermittelt.

Weiters versichert der Vorstand der Rath AG, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis oder die Lage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass er die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen sie ausgesetzt sind, beschreibt.

Die Ergebnisse des zum 31. Dezember 2007 endenden Geschäftsjahres lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Wien, 8. April 2008

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Aktie

Der Kursverlauf der Rath Aktie im Jahr 2007

Börsekennzahlen gemäß § 93 (1) BörseG

ISIN: AT0000767306 Anzahl der Aktien: 1.500.000
Wertpapierkürzel: RAT Gesamtzahl der Aktien: 1.500.000
Marktsegment: Standard Market Auction Aktienkurs 28.12.2007: € 20,50
Handelssegment: Amtlicher Handel Börsenkapitalisierung: € 30.750.000,00
Aktiengattung: Stimmberechtigte nenn
betragslose Stückaktien
Gewinn/Aktie: € 0,61
betragslose Stückaktien Gewinn/Aktie: € 0,61

Konzernbilanz

Anhangs
angabe
31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen (1) 40.233 37.654
Immaterielle Vermögenswerte (2) 466 71
Sonstiges Finanzvermögen (3) 645 671
Latente Steuern (12) 2.068 1.622
43.412 40.018
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte (4) 19.333 14.266
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 13.236 12.099
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (6) 2.713 1.618
Liquide Mittel (7) 1.912 6.378
37.194 34.361
Summe Aktiva 80.606 74.379
PASSIVA
Eigenkapital (8)
Grundkapital 10.905 10.905
Kapitalrücklagen 1.118 1.118
Freie Rücklagen 23.433 23.117
Währungsdifferenzen -265 158
Konzernbilanzgewinn 600 750
Minderheitsanteile 319 277
36.110 36.325
Langfristige Verbindlichkeiten
Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (9) 3.407 3.389
Finanzverbindlichkeiten (10) 12.485 10.574
Investitionszulage 120 390
Latente Steuern (12) 642 395
16.654 14.748
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten (10) 14.872 9.335
Anzahlungen von Kunden 0 61
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (13) 7.016 5.737
Rückstellungen aus laufenden Ertragsteuern (12) 321 1.378
Rückstellungen (11) 3.584 4.907
Investitionszulage 270 270
Sonstige Verbindlichkeiten (14) 1.779 1.619
27.842 23.306
Summe Passiva 80.606 74.379

Konzerngewinn- und verlustrechnung

Anhangs
angabe
2007
TEUR
2006
TEUR
Umsatzerlöse (15) 83.658 86.389
Bestandsveränderung 4.017 -976
Aktivierte Eigenleistungen 119 56
Übrige betriebliche Erträge (18) 827 2.929
Materialaufwand und bezogene Leistungen (16) -38.348 -40.504
Personalaufwand (17) -24.409 -22.437
Planmäßige Abschreibung -5.338 -4.047
Übrige betriebliche Aufwendungen (19) -16.707 -14.076
Ordentliches Betriebsergebnis (EBIT) 3.819 7.334
Finanzerträge (21) 257 207
Finanzaufwendungen (20) -1.925 -970
Finanzergebnis -1.668 -763
Ergebnis vor Steuern (EBT) 2.151 6.571
Steuern vom Einkommen (12) -1.193 -2.497
Konzernergebnis 958 4.074
Zurechenbar zu
Aktionären der Muttergesellschaft 916 4.025
Minderheitsgesellschaftern (12) 42 49
Konzernergebnis 958 4.074
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.4 0,611 2,683
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 4.4 0,611 2,683

Konzerngeldflussrechnung

2007
TEUR
2006
TEUR
Geldflüsse aus der Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis vor Steuern 2.151 6.571
Abschreibungen 5.338 4.047
Investitionszuschüsse -270 -115
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 16
Veränderung langfristiger Rückstellungen 2 -63
Ergebnis aus Anlagenverkäufen 0 -2
Zinsenaufwand 1.925 954
9.146 11.408
Veränderungen im Nettoumlaufvermögen
Vorräte -5.067 -14
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.137 -233
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte -1.095 6.763
Lieferantenverbindlichkeiten 995 -587
Rückstellungen -1.307 1.697
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 448 -200
Währungsumrechnungsbedingte Veränderungen -1.095 -465
888 18.369
Gezahlte Zinsen -1.925 -954
Gezahlte Ertragsteuern -2.449 -1.468
-3.486 15.947
Geldflüsse aus der Investitionstätigkeit
Erwerb von Sachanlagen -9.076 -12.933
Erlöse aus dem Verkauf von Sachanlagen 1.678 846
-7.398 -12.087
Geldflüsse aus der Finanzierungstätigkeit
Nettoveränderung aus Finanzierungen 7.380 979
Gezahlte Dividenden -750 -600
6.630 379
Zahlungsunwirksame Währungsdifferenzen
aus der Umrechnung von liquiden Mitteln in andere Währungen -212 -37
Nettoabnahme/-zunahme von liquiden Mitteln -4.466 4.202
Liquide Mittel zu Beginn des Jahres 6.378 2.176
Liquide Mittel am Ende des Jahres 1.912 6.378

1. Das Unternehmen

Die Rath AG und Tochtergesellschaften (in der Folge "Rath Gruppe" genannt) erzeugt Feuerfestwerkstoffe für industrielle Abnehmer und Gewerbebetriebe. Die wesentlichen Absatzmärkte liegen im Gebiet der Europäischen Union, in Osteuropa und in den USA. Sitz der Muttergesellschaft ist Wien. Produktionsstätten befinden sich in Österreich, Deutschland, Ungarn und den USA.

Die Aktien der Rath AG notieren an der Wiener Börse im Segment "Standard Market Auction".

2. Grundsätze der Rechnungslegung und Bilanzierungs- u. Bewertungsmethoden

2.1.Grundsätze der Rechnungslegung

Der Konzernabschluss der Rath Gruppe zum 31. Dezember 2007 wurde erstmals in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board ("IASB") herausgegebenen Financial Reporting Standards ("IFRS"), einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committees ("IFRIC"), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der IFRS auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind in Abschnitt 6 dargestellt.

Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen die einheitlichen Rechnungslegungsmethoden der Rath Gruppe zugrunde. Diese Rechnungslegungsmethoden sind auf die dargestellten Perioden und auf die IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Jänner 2006 einheitlich angewendet.

Der Konzernabschluss ist in 1.000 EUR ("TEUR", gerundet nach kaufmännischer Rundungsmethode), aufgestellt. Bei Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können durch Verwendung automatisierter Rechenhilfen rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten.

2.2.Änderungen und Erweiterung der IFRS

Die Änderungen bestehender IAS und neuer IFRS sowie IFRIC-Interpretationen, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, wurden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses beachtet.

Folgende Standards, Änderungen zu Standards und Interpretationen wurden bis zum 31. Dezember 2007 verabschiedet, sind jedoch verpflichtend erst in Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Jänner 2008 beginnen, anzuwenden (auf die Anwendung des Wahlrechts zur freiwilligen vorzeitigen Anwendung wurde verzichtet):

  • • IAS 1 (Darstellung des Abschlusses)
  • • IAS 23 (Fremdkapitalkosten)
  • • IFRIC 12 (Dienstleistungskonzessionsvereinbarungen)
  • • IFRIC 13 (Programme zur Kundenbindung)
  • • IFRIC 14 (IAS 19 Die Obergrenze von Vermögenswerten bei leistungsorientierten Plänen, Mindestfinanzierungsanforderungen und ihre Wechselwirkung)

Aus diesen Standards, Änderungen zu Standards und Interpretationen werden sich voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben bzw. diese haben für den Konzern teilweise keine Bedeutung.

• IFRS 8 (Geschäftssegmente) wird vorzeitig angewandt.

2.3.Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden

Muttergesellschaft ist Rath AG, Wien. In den Konzernabschluss sind alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss ("Control") der Muttergesellschaft stehen ("Tochtergesellschaften"), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen. Die Einbeziehung einer Tochtergesellschaft beginnt mit dem Zeitpunkt der Erlangung des beherrschenden Einflusses und endet bei dessen Wegfall.

Die erstmalige Einbeziehung einer Tochtergesellschaft erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Zuordnung der Anschaffungskosten auf die zur erworbenen Gesellschaft gehörigen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden. Der den beizulegenden Zeitwert dieses Nettovermögens übersteigende Betrag der Anschaffungskosten wird als Firmenwert angesetzt. Falls der beizulegende Wert des übernommenen Nettovermögens über den Anschaffungskosten liegt, erfasst Rath AG nach nochmaliger kritischer Würdigung der Ansetzbarkeit und Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden den übersteigenden Betrag erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Konzerninterne Transaktionen, Forderungen, Verbindlichkeiten und wesentliche unrealisierte Gewinne und/oder Verluste (Zwischenergebnisse) werden eliminiert.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der Muttergesellschaft noch folgende Unternehmen:

Name Konzernanteil [%] Einbeziehungsmethode
Aug. Rath jun. GmbH, Österreich 100 Vollkonsolidierung
Rath GmbH, Deutschland 100 Vollkonsolidierung
Inerta Keramik GmbH, Deutschland 94 Vollkonsolidierung
Rath Hungaria zRt., Ungarn 100 Vollkonsolidierung
Rath USA Inc., USA 100 Vollkonsolidierung
Rath Zarotechnika spol. s r.o., Tschechien 100 Vollkonsolidierung
Rath Polska Sp. z o.o., Polen 100 Vollkonsolidierung
Rath SAS, Frankreich 95 Vollkonsolidierung
Rath Ukraine TOB, Ukraine 100 Vollkonsolidierung

2.4.Währungsumrechnung

Geschäftstransaktionen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der Rath AG ist der Euro.

Die einzelnen Konzerngesellschaften erfassen Geschäftsfälle in ausländischer Währung mit dem Devisenmittelkurs am Tag der jeweiligen Transaktion. Die Umrechnung der am Bilanzstichtag in Fremdwährung bestehenden monetären Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in EUR erfolgt mit dem an diesem Tag gültigen Devisenmittelkurs. Daraus resultierende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden im Geschäftsjahr erfolgswirksam erfasst.

Umrechnung von Einzelabschlüssen in ausländischer Währung

Die funktionale Währung der außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochtergesellschaften ist die jeweilige Landeswährung. Die Umrechnung aller im Einzelabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierende Wertanpassungen in EUR erfolgt mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden mit dem durchschnittlichen monatlichen Devisenmittelkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Daraus seit dem 1. Jänner 2006 bzw. 1. Jänner 2007 entstandene Fremdwährungsgewinne und -verluste werden erfolgsneutral im Posten "Unterschiede aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst.

Nicht realisierte Währungsdifferenzen aus langfristigen konzerninternen Gesellschafterdarlehen, die als Teil der Nettoinvestition in einer Konzerngesellschaft betrachtet werden, werden ebenfalls erfolgsneutral im Posten "Unterschiede aus der Währungsumrechnung" im Eigenkapital erfasst.

Insbesondere folgende Wechselkurse sind für den Konzernabschluss wesentlich:

Stichtagskurs
31.12.2007
Stichtagskurs
31.12.2006
Durchschnittskurs
1–12 2007
Durchschnittskurs
1–12 2006
USD 1,4721 1,3170 1,3797 1,2630
HUF 253,73 251,77 251,37 264,11
CZK 26,628 27,485 27,733 28,266
PLN 3,5935 3,831 3,775 3,900

entspricht 1 Euro.

Quelle: Oesterreichische Nationalbank (www.oenb.at)

2.5.Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

a) Immaterielle Vermögenswerte

Einzeln erworbene immaterielle Vermögenswerte werden beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Die Anschaffungskosten eines immateriellen Vermögenswertes, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, entsprechen seinem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Nach erstmaligem Ansatz werden immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Die planmäßige Nutzungsdauer beträgt 3 bis 15 Jahre.

b) Sachanlagen

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten die angefallen sind, um den Gegenstand an bzw. in seinen derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Aufgrund der vertraglichen Verpflichtungen für Mietobjekte werden die geschätzten Aufwendungen für deren Wiederherstellung bzw. die Abbruchkosten aktiviert. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen beinhalten Einzelkosten sowie angemessene variable und fixe Gemeinkosten. Bei Investitionsprojekten, für die ein längerer Errichtungszeitraum erforderlich ist, werden darüber hinaus Fremdkapitalkosten angesetzt.

In späteren Perioden für einen Gegenstand anfallende Kosten werden nur dann aktiviert, wenn sie zu einer wesentlichen Erhöhung der künftigen Nutzungsmöglichkeit des Gegenstandes (z.B. durch erweiterte Einsatzmöglichkeiten oder eine signifikante Verlängerung der Nutzungsdauer) führen.

Die Abschreibung der immateriellen Vermögenswerte und der abnutzbaren Sachanlagen erfolgt linear über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des jeweiligen Gegenstandes. Bei der Ermittlung der Abschreibungssätze wurden unverändert gegenüber dem Vorjahr folgende Nutzungsdauern angenommen:

Nutzungsdauer in Jahren
von bis
Gebäude 10 50
Maschinen 5 25
Geschäftsausstattung 3 10

c) Vermögenswerte aus Miet- und Leasingverhältnissen

Gehen bei gemieteten oder geleasten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf Rath Gruppe über (Finanzierungs-Leasing), werden diese Gegenstände als Vermögenswert bilanziert. Der Wertansatz bei Abschluss des Vertrages erfolgt dabei zum niedrigeren Wert aus dem beizulegenden Zeitwert des Gegenstandes zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder dem Barwert der künftig zu leistenden Mindestzahlungen. Der angesetzte Betrag wird gleichzeitig als Finanzverbindlichkeit angesetzt.

d) Zuschüsse der öffentlichen Hand

Zuschüsse der öffentlichen Hand für Kostenersätze werden in jener Periode als sonstiger betrieblicher Ertrag erfasst, in der die entsprechenden Kosten anfallen, außer der Zufluss des Zuschusses hängt von noch nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit eintretenden Bedingungen ab.

Investitionszuschüsse werden ab dem Zeitpunkt der verbindlichen Zusage als Passivposten angesetzt und nach Maßgabe der Abschreibung der zugrunde liegenden Anlagen erfolgswirksam realisiert.

e) Finanzvermögen

Alle Wertpapiere werden als "available for sale" klassifiziert. Deren Bewertung erfolgt im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten (fair value), in späteren Perioden zum jeweils aktuellen beizulegenden Zeitwert. Die Wertänderungen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst und erst bei Realisierung durch Verkauf des Wertpapiers bzw. bei dauerhafter Wertminderung in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.

Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ergeben sich aus dem Börsekurs zum Bilanzstichtag. Die Erfassung der Wertpapiere erfolgt jeweils zum Erfüllungstag.

f) Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle Kosten des Erwerbes und der Be- und Verarbeitung sowie sonstige Kosten die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und Zustand zu versetzen. Die Herstellungskosten beinhalten dabei alle Einzelkosten sowie systematisch zugerechnete mit der Herstellung anfallende variable und fixe Gemeinkosten auf Basis einer durchschnittlichen Auslastung der Produktionsanlagen. Die Kosten pro Einheit werden nach dem gleitenden Durchschnittspreisverfahren ermittelt.

Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus den erwarteten Verkaufserlösen abzüglich der auf Basis von Erfahrungswerten festgelegten noch anfallenden Herstellungs- und Vertriebskosten.

Bei Fertigungsaufträgen erfolgt die Bewertung zu Herstellungskosten zuzüglich der bereits entsprechend dem Leistungsfortschritt erfassten Auftragsgewinne abzüglich erhaltener Anzahlungen.

g) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen für erwartete uneinbringliche Teile bilanziert. Die Bewertung sonstiger Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen.

h) Flüssige Mittel

Flüssige Mittel umfassen Bargeld und jederzeit verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten.

i) Wertminderung

Bei Vermögenswerten wird jeweils zum Bilanzstichtag überprüft, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Bei Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer erfolgt eine solche Überprüfung auch ohne Anhaltspunkt kurz vor jedem Bilanzstichtag. Anlässlich der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS am 1. Jänner 2006 führte die Rath Gruppe ebenfalls eine solche Überprüfung durch.

Bei dieser Überprüfung ermittelt die Rath Gruppe den für den Vermögenswert erzielbaren Betrag. Dieser entspricht dem höheren Betrag aus Nutzwert oder Nettoveräußerungspreis. Liegt der erzielbare Betrag unter dem Buchwert des Vermögenswertes, erfolgt die ergebniswirksame Erfassung eines Wertminderungsaufwandes in Höhe dieses Unterschiedsbetrages.

Der Nutzwert des Vermögenswertes entspricht dem Barwert der geschätzten künftigen Cash Flows aus seiner fortgesetzten Nutzung und seiner Veräußerung am Ende der Nutzungsdauer, unter Zugrundelegung eines marktüblichen und an die spezifischen Risiken des Vermögenswertes angepassten Zinssatzes vor Steuern. Kann für einen einzelnen Vermögenswert kein eigenständiger Cash Flow festgestellt werden, erfolgt die Ermittlung des Nutzwertes für die nächste größere Einheit, zu der dieser Vermögenswert gehört und für die ein eigenständiger Cash Flow ermittelt werden kann (cash generating unit). Die Rath Gruppe definiert die einzelnen Gesellschaften als "cash generating unit".

Der Nettoveräußerungspreis entspricht dem für den betroffenen Gegenstand am Markt unter unabhängigen Dritten erzielbaren Erlös abzüglich anfallender Veräußerungskosten.

Ein späterer Wegfall der Wertminderung führt zu einer erfolgswirksamen Wertaufholung bis zum geringeren Wert aus fortgeschriebenen ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nutzwert.

j) Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern

Pensionsverpflichtungen

Aufgrund von Einzelzusagen ist die Rath Gruppe verpflichtet, an insgesamt 2 Pensionsbezieher/leitende Angestellte nach deren Eintreten in den Ruhestand Pensionszahlungen zu leisten.

Die Bilanzierung dieser Verpflichtung erfolgt gemäß IAS 19. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation - DBO) ermittelt. Die Ermittlung der DBO erfolgt nach dem Verfahren laufender Einmalprämien (projected unit credit method - PUC). Bei diesem Verfahren werden die auf Basis realistischer Annahmen ermittelten künftigen Zahlungen über jenen Zeitraum angesammelt, in dem die jeweiligen Anspruchsberechtigten diese Ansprüche erwerben. Die Berechnung des erforderlichen Rückstellungswertes erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10 % des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2007 und 31. Dezember 2006 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2007 2006
Zinssatz 5,0 % 4,5 %
Pensions- und Bezugssteigerungen 2,5 % bis 4,0 % 2,5 % bis 4,0 %
Pensionsalter Männer 65 Jahre 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 1999-P AVÖ 1999-P

Abfertigungsverpflichtungen

Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist Rath verpflichtet, an alle Mitarbeiter in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig und beträgt zwischen 2 und 12 Monatsbezügen. Mit Wirkung zum 31.12.2002 wurde von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sämtliche Abfertigungs-Altanwartschaften einzufrieren und alle Mitarbeiter in das neue System "Mitarbeiter-Vorsorgekasse" zu übernehmen. Für diese eingefrorene Verpflichtung wird eine Rückstellung gebildet.

Die Ermittlung der Rückstellung erfolgt nach der PUC. Dabei wird der Barwert der künftigen Zahlungen bis zu jenem Zeitpunkt angesammelt, in dem die Ansprüche bis zu ihrem Höchstbetrag entstehen (25 Jahre). Die Berechnung erfolgt für den jeweiligen Bilanzstichtag durch Gutachten eines Versicherungsmathematikers.

Ein Unterschied zwischen dem auf Basis der zugrunde gelegten Annahmen im Voraus ermittelten Rückstellungsbetrag und dem tatsächlich eingetretenen Wert ("aktuarischer Gewinn/Verlust") wird so lange nicht als Teil der Rückstellung erfasst, als dieser innerhalb von 10 % des tatsächlichen Wertes liegt. Bei Übersteigen der 10%-Grenze erfolgt die Erfassung des diese Grenze übersteigenden Betrages verteilt über die durchschnittliche Restdienstzeit aller Mitarbeiter ("Korridormethode").

Den Berechnungen zum 31. Dezember 2007 und 31. Dezmeber 2006 liegen folgende Annahmen zugrunde:

2007 2006
Zinssatz 5,0 % 4,5 %
Pensions- und Bezugssteigerungen 4,0 % 4,0 %
Pensionsalter Frauen 56,5 Jahre 56,5 Jahre
Pensionsalter Männer 61,5 bis 65 Jahre 61,5 bis 65 Jahre
Lebenserwartung AVÖ 1999-P AVÖ 1999-P

Für alle aufrechten österreichischen Arbeitsverhältnisse nach dem 31. Dezember 2002 zahlt Rath ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses monatlich 1,53 % des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeiter-Vorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Rath ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet. Für dieses beitragsorientierte Versorgungsmodell ist daher keine Rückstellung zu bilden.

Sonstige langfristige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern

Aufgrund kollektivvertraglicher Vereinbarungen ist Rath in Österreich verpflichtet, an Mitarbeiter Jubiläumsgelder nach Maßgabe der Erreichung bestimmter Dienstjahre (ab 15 Dienstjahren) zu leisten. Für diese Verpflichtung wurde eine Rückstellung gebildet.

k) Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn für Rath eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber einem Dritten aufgrund eines vergangenen Ereignisses besteht und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtung zu einem Abfluss von Ressourcen führen wird und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.

Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der die bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen Ausgabe darstellt. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.

l) Steuern

Der Ertragsteueraufwand (die Ertragsteuergutschrift) umfasst die tatsächlichen Steuern und die latenten Steuern. Bei direkt im Eigenkapital erfassten Transaktionen wird auch die damit zusammenhängende Ertragsteuer erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die tatsächliche Steuer für die einzelnen Gesellschaften der Rath Gruppe errechnet sich aus dem steuerpflichtigen Einkommen der Gesellschaft und dem im jeweiligen Land anzuwendenden Steuersatz.

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt nach der balance sheet liability method für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden im IFRS-Konzernabschluss und deren bei den einzelnen Gesellschaften bestehenden Steuerwerten. Weiters wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede. Aktive Steuerabgrenzungen werden nicht angesetzt, wenn es nicht wahrscheinlich ist, dass der enthaltene Steuervorteil realisierbar ist. Der Ermittlung der Steuerabgrenzung wurde in Österreich ein Steuersatz von 25 %, in Deutschland von 38,5 %, in Ungarn von 16 % und in den USA von 42,7 % zugrunde gelegt.

m) Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden bei Zuzählung in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrages erfasst. Ein Agio, Disagio oder sonstiger Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung nach der effektiven Zinsenmethode verteilt realisiert und im Finanzergebnis ausgewiesen (fortgeführte Anschaffungskosten).

n) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt bei Entstehen der Verbindlichkeit in Höhe des beizulegenden Zeitwertes der erhaltenen Leistungen. In der Folge werden diese Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sonstige nicht aus Leistungsbeziehungen resultierende Verbindlichkeiten werden mit ihrem Zahlungsbetrag angesetzt.

o) Derivative Finanzinstrumente

Die Rath Gruppe verwendet derzeit ausschließlich Zinsswaps, um bestehende Risiken aus Zinssatzänderungen zu vermindern.

Der beizulegende Zeitwert für Zinsswaps entspricht jenem Wert, den die Rath Gruppe bei Auflösung des Geschäftes zum Bilanzstichtag erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei werden aktuelle Marktverhältnisse, vor allem das aktuelle Zinsenniveau, berücksichtigt.

p) Umsatzrealisierung

Erträge aus Lieferungen (Warengeschäft) werden realisiert, wenn alle wesentlichen Risiken und Chancen aus dem gelieferten Gegenstand auf den Käufer übergegangen sind. Erträge aus nicht mit einem Fertigungsauftrag zusammenhängenden Dienstleistungen werden im Ausmaß der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen erfasst.

Ist bei Fertigungsaufträgen (Projektgeschäft) das Ergebnis eines Auftrages verlässlich schätzbar, erfolgt die Erfassung der Erträge und Auftragskosten entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag jeweils als Umsatzerlöse und den entsprechenden Aufwandspositionen. Ein erwarteter Verlust aus dem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

q) Finanzierungsaufwendungen und Finanzerträge

Der Finanzaufwand umfasst die für die aufgenommenen Fremdfinanzierungen und Finanzierungs-Leasinggeschäfte anfallenden Zinsen, zinsenähnliche Aufwendungen und Spesen, mit der Finanzierung zusammenhängende Währungskursgewinne/-verluste und Ergebnisse von Sicherungsgeschäften sowie dauerhafte Wertminderungen von "available for sale" Wertpapiere.

Die Finanzerträge beinhalten die aus der Veranlagung von Finanzmitteln realisierten Zinsen, Dividenden und ähnliche Erträge.

Die Zinsen werden auf Basis des Zeitablaufes nach der effektiven Zinsenmethode abgegrenzt. Die Realisierung der Dividenden erfolgt zum Zeitpunkt des Beschlusses der Dividendenausschüttung.

r) Unsicherheiten bei Ermessensbeurteilungen und Annahmen

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Ermessensbeurteilungen und die Festlegung von Annahmen über künftige Entwicklungen durch die Unternehmensleitung, die den Ansatz und den Wert der Vermögenswerte und Schulden, die Angabe von sonstigen Verpflichtungen am Bilanzstichtag und den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen während des Geschäftsjahres wesentlich beeinflussen können.

Bei den folgenden Annahmen besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung von Vermögenswerten und Schulden im nächsten Geschäftsjahr führen können:

  • • Für die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen werden Annahmen für Zinssatz, Pensionsantrittsalter, Lebenserwartung, Fluktuation und künftige Bezugserhöhungen verwendet.
  • • Dem Ansatz der aktiven latenten Steuern liegt die Annahme zu Grunde, dass in Zukunft ausreichende steuerliche Einkünfte erwirtschaftet werden, um bestehende Verlustvorträge zu verwerten.

21

3. Erläuterungen zu den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

(1) Sachanlagen

Grundstücke
und Gebäude
Maschinen Geschäfts
ausstattung
Geleistete
Zahlungen und
Anlagen in Bau
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2006 19.916 53.131 10.750 801 84.598
Zugänge 277 7.371 549 4.722 12.919
Abgänge 0 -130 -201 0 -331
Umbuchungen 394 704 96 -1.196 -2
Wechselkursänderung -42 -39 -42 3 -120
Stand am 31.12.2006 20.545 61.037 11.152 4.330 97.064
Zugänge 241 4.538 662 3.117 8.558
Abgänge 0 -170 -70 -15 -255
Umbuchungen 426 3.491 0 -3.917 0
Wechselkursänderungen -50 -681 -190 -21 -942
Stand am 31.12.2007 21.162 68.215 11.554 3.494 104.425
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2006 9.325 40.614 5.559 0 55.498
Planmäßige Abschreibungen 609 2.670 710 0 3.989
Wechselkursänderungen -2 -159 84 0 -77
Stand am 31.12.2006 9.932 43.125 6.353 0 59.410
Planmäßige Abschreibungen 794 4.143 250 0 5.187
Abgänge 0 -141 -67 0 -208
Wechselkursänderungen -8 -165 -24 0 -197
Stand am 31.12.2007 10.718 46.962 6.512 0 64.192
Buchwert am 1.1.2006 10.591 12.517 5.191 801 29.100
Buchwert am 31.12.2006 10.613 17.912 4.799 4.330 37.654
Buchwert am 31.12.2007 10.444 21.253 5.042 3.494 40.233

In den Positionen Gebäude sowie Maschinen und Geschäftsausstattung sind im Rahmen von Finanzierungs-Leasingverträgen geleaste Hallen und Produktionsanlagen mit Buchwert von TEUR 7.437 (31.12.2006: TEUR 7.743) enthalten. Die Mindestlaufzeit der Verträge entspricht dabei im Wesentlichen der Nutzungsdauer dieser Anlagen. Die aus diesen Verträgen bestehende Leasingverbindlichkeit ist unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen.

Der Buchwert der als Sicherstellung für langfristige Fremdfinanzierungen verpfändeten Grundstücke und Gebäude beträgt:

Stand 31.12.2007
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
IKB Deutsche Industriebank 687 Grundschuld in Höhe von TEUR 1.790
Postbank Köln 3.741 Sicherungsübereignung in Höhe von TEUR 4.000
4.428
Stand 31.12.2006
Kreditinstitut TEUR Art der Besicherung
IKB Deutsche Industriebank 883 Grundschuld in Höhe von TEUR 1.790
IKB Deutsche Industriebank 32 Grundschuld in Höhe von TEUR 1.278
915

Im Geschäftsjahr wurden keine Fremdkapitalzinsen aktiviert.

Für Investitionen erhaltene Subventionen (Invest-Zuschüsse) sind in der Bilanz auf der Passivseite ausgewiesen.

(2) Immaterielle Vermögenswerte und Firmenwert

Computer Software
und Lizenzen
Kundenstock Summe
TEUR TEUR TEUR
Anschaffungskosten
Stand am 1.1.2006 1.549 0 1.549
Zugänge 14 0 14
Umbuchungen 3 0 3
Wechselkursänderungen 2 0 2
Stand am 31.12.2006 1.568 0 1.568
Zugänge 18 500 518
Wechselkursänderungen 61 0 61
Stand am 31.12.2007 1.647 500 2.147
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2006 1.437 0 1.437
Planmäßige Abschreibungen 57 0 57
Wechselkursänderungen 2 0 2
Stand am 31.12.2006 1.496 0 1.496
Planmäßige Abschreibungen 24 100 124
Wechselkursänderungen 61 0 61
Stand am 31.12.2007 1.581 100 1.681
Buchwert am 1.1.2006 112 0 112
Buchwert am 31.12.2006 71 0 71
Buchwert am 31.12.2007 64 400 466

(3) Sonstiges Finanzvermögen

Anschaffungs
kosten
31.12.2006
(+) Zugänge
(-) Abgänge
Anschaffungs
kosten
31.12.2007
Buchwert
31.12.2007
Buchwert
31.12.2006
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Zur Veräußerung verfügbare Wertpapiere 759 -6 753 645 671

Die Wertpapiere wurden als "available for sale" im Sinne des IAS 39 klassifiziert. Sie umfassen Anteile an drei Investmentfonds und dienen der Deckung der Pensionsrückstellungen gemäß den Bestimmungen der §§ 14 und 116 öEStG.

Die Wertminderungen der Wertpapiere werden als dauerhaft eingestuft und entsprechend den Vorschriften des IAS 39 sind die aufgelaufenen Verluste, die bis zum 31. Dezember 2005 im Eigenkapital ausgewiesen wurden, ab dem 1. Jänner 2006 über die Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

(4) Vorräte

31.12.2007
in TEUR
31.12.2006
in TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 8.286 3.648
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren brutto 11.834 11.611
Wertberichtigung auf Erzeugnisse und Handelswaren -787 -993
Unfertige/Fertige Erzeugnisse und Handelswaren netto 11.047 10.618
19.333 14.266

(5) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Forderungen an Dritte 13.095 12.083
Forderungen an Dritte gem. IAS 11 (percentage of completion method) 125 0
Forderungen an nahestehende Unternehmen und Personen 16 16
13.236 12.099

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 380 (31.12.2006: TEUR 241) abgesetzt.

(6) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Sonstige 2.713 1.618

Im Wesentlichen beinhaltet die Position sonstige Forderungen und Vermögenswerte, Steuerforderungen gegenüber lokalen Finanzämtern.

(7) Liquide Mittel

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 1.870 6.311
Kassenbestand 42 67
Summe der liquiden Mittel laut Bilanz 1.912 6.378

Die liquiden Mittel sind, bis auf TEUR 307, frei verfügbar. Der nicht frei verfügbare Betrag in Höhe von TEUR 307 stammt aus dem Kaufvertrag zwischen der Aug. Rath jun. GmbH, Österreich, und der Magindag Verwaltungs- und BeteiligungsgmbH, Österreich.

Grundkapital rücklagen
Kapital
Einbehaltene
Ergebnisse
Unrealisierte
Bewertungs
ergebnisse
Unterschiede
Währungsum-
rechnung
Bilanzgewinn
Konzern
Summe heitsanteile
Minder-
Eigenkapital
Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand am 31. Dezember 2005 10.905 1.118 19.914 -72 6 600 32.471 228 32.699
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 -600 -600 0 -600
Wechselkursänderungen 0 0 0 0 152 0 152 0 152
Konzernergebnis 0 0 3.203 72 0 750 4.025 49 4.074
Stand am 31. Dezember 2006 10.905 1.118 23.117 0 158 750 36.048 277 36.325
Dividendenausschüttung 0 0 0 0 0 -750 -750 0 -750
Wechselkursänderungen 0 0 0 0 -423 0 -423 0 -423
Konzernergebnis 0 0 316 0 0 600 916 42 958
Stand am 31. Dezember 2007 10.905 1.118 23.433 0 -265 600 35.791 319 36.110

(8) Eigenkapital

Als Grundkapital wird unverändert gegenüber dem Vorjahr das Nominalkapital der Rath AG mit TEUR 10.905 ausgewiesen. Es setzt sich aus 1.500.000 Stück nennwertlosen Stückaktien zusammen.

Die Stückaktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählen das Recht auf die Auszahlung der von der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung. Die Dividende richtet sich nach dem im unternehmensrechtlichen Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzgewinn. Demnach ist für das Geschäftsjahr 2007 ein Betrag bis zu EUR 600.424 ausschüttungsfähig. Der Vorstand schlägt vor, davon EUR 600.000 auszuschütten und EUR 424 auf neue Rechnung vorzutragen.

Die einbehaltenen Ergebnisse resultieren aus den im Konzern erwirtschafteten vorgetragenen Gewinnen und Verlusten.

Die im Einzelabschluss der Muttergesellschaft ausgewiesenen gebundenen Kapitalrücklagen (31.12.2007: TEUR 1.118; 31.12.2006: TEUR 1.118) dürfen gemäß § 130 Abs. 3 des österreichischen Aktiengesetzes nur zum Ausgleich eines ansonsten im Einzelabschluss der Muttergesellschaft auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden.

Zum 31. Dezember 2007 halten Rath und einzelne Tochtergesellschaften keine eigenen Aktien der Rath AG.

Die Unterschiede aus der Währungsumrechnung umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen entstanden sind.

Die Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital (Minderheitsanteile) betreffen die Inerta Keramik GmbH, Deutschland, die Aug. Rath jun. GmbH, Österreich, und Rath SAS, Frankreich.

Entwicklung des Konzerneigenkapitals

(9) Verpfl ichtungen gegenüber Arbeitnehmern

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Rückstellungen für Pensionen 2.371 2.391
Rückstellungen für Abfertigungen 907 885
Rückstellungen für Jubiläumsgelder 129 113
3.407 3.389
Pensionen Abfertigungen
2007
TEUR
2006
TEUR
2007
TEUR
2006
TEUR
Herleitung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Defi ned Benefi t Obligation (DBO) 2.082 2.213 852 812
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) 289 178 55 73
Rückstellung am 31.12. 2.371 2.391 907 885
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand
Dienstzeitaufwand 0 0 40 42
Zinsenaufwand 107 93 36 32
Aufwand am 31.12. 107 93 76 74
Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung
Rückstellung am 1.1. 2.391 2.367 885 972
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasster Aufwand 107 93 76 74
Auszahlungen (Leistungen) im Geschäftsjahr -127 -69 -54 -161
Rückstellung am 31.12. 2.371 2.391 907 885
Entwicklung der kumulierten aktuarischen Gewinne/Verluste
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 1.1. 178 0 73 0
Aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) im Geschäftsjahr 111 178 -18 73
Kumulierter aktuarischer Gewinn (+) / Verlust (-) am 31.12. 289 178 55 73

Die Pensionszahlungen an die Pensionsbezieher betrugen im Geschäftsjahr TEUR 162 (2006: TEUR 69).

(10) Finanzverbindlichkeiten

Langfristig
TEUR
31.12.2007
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Langfristig
TEUR
31.12.2006
Kurzfristig
TEUR
Summe
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 0 8.712 8.712 0 2.101 2.101
Exportdarlehen 0 3.520 3.520 0 3.532 3.532
Übrige 7.022 1.948 8.970 3.835 2.964 6.799
Verbindlichkeiten gegenüber and. Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 5.463 692 6.155 6.739 738 7.477
12.485 14.872 27.357 10.574 9.335 19.909

Die Fristigkeiten von Finanzverbindlichkeiten stellen sich zum 31. Dezember wie folgt dar:

davon Restlaufzeit
unter 1 Jahr
davon Restlaufzeit
zwischen 2 und 5
Jahren
davon Restlaufzeit
über 5 Jahre
2007 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 8.712 8.712 0 0
Exportdarlehen 3.520 3.520 0 0
Übrige 8.970 1.948 7.022 0
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 6.155 692 4.611 852
27.357 14.872 11.633 852
davon Restlaufzeit
unter 1 Jahr
davon Restlaufzeit
zwischen 2 und 5
Jahren
davon Restlaufzeit
über 5 Jahre
2006 TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Kontokorrentkredit 2.101 2.101 0 0
Exportdarlehen 3.532 3.532 0 0
Übrige 6.799 2.964 2.703 1.132
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Gläubigern
Finanzierungs-Leasing 7.477 738 5.087 1.652
19.909 9.335 7.790 2.784

Die wesentlichen Konditionen der Finanzverbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Art der Finanzierung Währung Buchwert
zum
31.12.2007
TEUR
Effektiv
verzinsung
2007
%
Buchwert
zum
31.12.2006
TEUR
Effektiv
verzinsung
2006
%
Zinsen
fix/variabel
Fälligkeit
Kontokorrentkredit EUR 8.712 3,5 – 6,75 2.101 3,5 – 6,55 variabel < 1 Jahr
Exportdarlehen EUR 3.520 4,75 3.532 4,75 fix < 1 Jahr
Übrige EUR 8.970 3,6 – 5,55 6.799 3,6 – 5,17 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing EUR 1.475 4,70 1.527 4,50 variabel > 1 Jahr
Finanzierungs-Leasing USD 4.680 6,4 – 6,65 5.950 6,4 – 6,65 fix > 1 Jahr
27.357 19.909

Für einen Teil der o.a. übrigen Kredite wurde ein Zinsswap abgeschlossen, nähere Angaben finden Sie unter Pkt. 4.1.

(11) Rückstellungen

Gewähr
leistung
Noch nicht
konsumierte
Urlaube
Sonstige Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1.1.2006 987 857 1.443 3.287
Verbrauch 0 0 -483 -483
Neubildung 739 83 1.281 2.103
Stand 31.12.2006 1.726 940 2.241 4.907
Verbrauch -1.073 0 -374 -1.447
Neubildung 77 47 0 124
Stand 31.12.2007 730 987 1.867 3.584
Davon kurzfristig 730 987 1.867 3.584

Die Rückstellungen für Gewährleistungen betreffen die Kosten der erwarteten Reklamationen für die sich noch im Gewährleistungszeitraum (3 Jahre) befindlichen Produkte. Der rückgestellte Betrag ist der Barwert der auf Basis von Erfahrungswerten durchgeführten bestmöglichen Schätzung dieser Kosten.

Die Rückstellung für noch nicht konsumierte Urlaube stellt den erwarteten Aufwand für die noch nicht konsumierten Urlaube dar.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Abbruchkosten, Personalkosten, Beratungskosten.

(12) Ertragsteuern

Der Steueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

2007
TEUR
2006
TEUR
Körperschaftsteuer für das Geschäftsjahr (tatsächliche Steuer) 1.392 2.246
Latente Steuer -199 251
1.193 2.497

Temporäre Unterschiede zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und dem jeweiligen steuerlichen Wertansatz wirken sich wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesenen latenten Steuern aus:

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Aktive latente Steuern
Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften 369 382
Vorräte 97 0
Personalrückstellungen 23 123
Sonstige 134 44
Verlustvorträge 1.445 1.073
2.068 1.622
Passive latente Steuern
Sachanlagen 387 376
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 125 0
Personalrückstellungen 64 13
Sonstige Rückstellungen 45 0
Sonstige 21 6
642 395
Latente Steuern (netto) 1.426 1.227

Aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen kann davon ausgegangen werden, dass die aus einbehaltenen Gewinnen resultierenden Unterschiedsbeträge zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem anteiligen Eigenkapital der im Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen im Wesentlichen steuerfrei bleiben. Daher wurde dafür keine Steuerabgrenzung vorgenommen.

Die latenten Steuern auf die Verlustvorträge in Höhe von TEUR 4.444 (2006: TEUR 3.320) wurden aktiviert, da auf Basis der bestehenden Planungsrechnungen ihre Nutzung durch Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen wahrscheinlich ist. Auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 3.033 (2006: TEUR 3.788) wurde keine latente Steuer aktiviert, da zum Stichtag die Verrechnung mit künftigen steuerlichen Gewinnen aus derzeitiger Sicht nicht wahrscheinlich ist. Die Verlustvorträge sind unbegrenzt vortragsfähig.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen der unter Anwendung des österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25 % erwarteten Steuerbelastung und dem ausgewiesenem Ertragsteueraufwand stellen sich wie folgt dar:

2007
TEUR
2006
TEUR
Ergebnis vor Steuern 2.151 6.571
Erwartete Steuerbelastung 25% 25%
538 1.643
Verminderung der Steuerbelastung durch:
Forschungs- und Investitionsförderungen -40 -71
Niedrigere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften 0 -105
Erhöhung der Steuerbelastung durch:
Nicht angesetzte latente Steuer auf Verluste des Jahres 311 733
Niedrigere Steuersätze auf Verluste bei ausländischen Tochtergesellschaften 17 0
Höhere Steuersätze auf Gewinne bei ausländischen Tochtergesellschaften 733 647
In den Vorjahren nicht berücksichtigte Verlustvorträge -243 -219
Sonstige -127 -131
Effektive Steuerbelastung 1.193 2.497

(13) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Dritten 6.731 5.465
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen und Personen 285 272
7.016 5.737

Sämtliche Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

(14) Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Sonstige Verbindlichkeiten
Finanzamt 156 107
Krankenkassen 265 233
Sonstige 1.358 1.233
1.779 1.573

Sämtliche sonstige Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr.

(15) Umsatzerlöse und Segmentberichterstattung

Die Darstellung der Segmente erfolgt nach Regionen. Die Segmentierung nach Regionen entspricht dem internen Berichtswesen des Konzerns. Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge wurden den einzelnen Segmenten nur so weit zugeordnet, als diese unmittelbar oder mittels eines vernünftigen Verfahrens zu den jeweiligen Segmenten zuordenbar waren. Nicht auf diese Weise zuordenbare Posten sind in der Spalte "Sonstige" ausgewiesen. Sie umfassen Vermögenswerte und Aufwendungen der Konzernverwaltung und langfristige Finanzierungen. Die Verrechnung zwischen den einzelnen Segmenten erfolgt auf drittüblicher Basis.

Die Segmentierung umfasst folgende Regionen:

Österreich: Rath AG, Aug. Rath jun. GmbH
Deutschland: Rath GmbH, Inerta Keramik GmbH
Ungarn: Rath Hungaria zRt.
Rest Europa: Rath Zarotechnika spol. s r.o., Rath Polska Sp. z o.o., Rath Ukraine TOB, Rath SAS
USA: Rath USA Inc. (Teilkonzern) - Rath Inc., Rath Refractories Inc.

Die Segmentierung nach Regionen erfolgt beim Umsatz nach dem Sitz der Kunden, bei Vermögenswerten nach dem Ort, an dem sich die Gegenstände befinden.

Segmentierung nach Regionen

Österreich Deutschland Ungarn Rest Europa USA Konsolidierung Summe
2007 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 21.591 26.437 9.152 258 6.855 0 64.293
Projektaufträge 10.826 4.418 363 3.758 0 0 19.365
Innenumsätze 7.046 8.942 4.844 0 0 -20.832 0
Summe 39.463 39.797 14.359 4.016 6.855 -20.832 83.658
Segmentergebnis (EBIT) -510 5.594 -38 -103 -643 -481 3.819
Finanzerträge 120 125 126 61 14 189 257
Finanzaufwendungen -897 -288 -277 -39 -613 189 -1.925
Finanzergebnis -640 -163 -151 22 -599 0 -1.531
Ertragsteuern 231 -1.500 -9 11 -80 154 -1.193
Jahresergebnis -919 3.931 -197 -70 -1.322 -464 958
Segmentvermögen 32.626 40.790 13.080 2.315 11.332 -19.537 80.606
Segmentverbindlichkeiten 30.759 12.853 7.540 1.776 8.080 -16.512 44.496
Investitionen 3.867 2.545 2.032 21 612 0 9.077
Abschreibungen 1.539 2.400 489 55 855 0 5.338
Österreich Deutschland Ungarn Rest Europa USA Konsolidierung Summe
2006 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Warenaufträge 26.990 22.270 8.490 2.450 5.580 0 65.780
Projektaufträge 8.720 9.219 0 2.670 0 0 20.609
Innenumsätze 8.200 11.040 7.730 0 60 -27.030 0
Summe 43.910 42.529 16.220 5.120 5.640 -27.030 86.389
Segmentergebnis (EBIT) -214 7.406 1.583 24 -1.503 38 7.334
Finanzerträge 173 96 0 15 149 -226 207
Finanzaufwendungen -594 -157 -80 0 -365 226 -970
Finanzergebnis -421 -61 -80 15 -216 0 -763
Ertragsteuern -4 -1.918 -296 -28 -57 -194 -2.497
Jahresergebnis -639 5.427 1.207 11 -1.776 -156 4.074
Segmentvermögen 29.826 36.487 11.838 2.460 12.705 -18.937 74.379
Segmentverbindlichkeiten 31.293 6.878 6.033 1.894 10.788 -18.832 38.054
Investitionen 1.116 3.734 2.079 56 5.948 0 12.933
Abschreibungen 1.190 1.949 298 59 551 0 4.047

(16) Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen

2007 2006
TEUR TEUR
Materialaufwand 25.841 28.267
Aufwendungen für bezogene Leistungen 12.507 12.237
38.348 40.504

(17) Personalaufwand

2007 2006
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 19.195 17.839
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Beiträge 4.761 4.369
Beiträge zur Mitarbeitervorsorgekasse 67 74
Aufwand für die leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen 0 16
Aufwand für Abfertigungen und Jubiläumsgelder 157 0
Sonstiger Personalaufwand 229 139
24.409 22.437
Der durchschnittliche Mitarbeiterstand stellt sich wie folgt dar:
2007 2006
Angestellte 190 200
Arbeiter 452 404
642 604

Teilzeitbeschäftigte sind in dieser Aufstellung arbeitszeitaliquot berücksichtigt.

(18) Sonstige betriebliche Erträge

2007 2006
TEUR TEUR
Übrige
Verkauf eines Teilbetriebes 0 2.500
Erträge aus Mieten 187 73
Förderungen/Zuschüsse 78 124
Erträge aus Vorperioden 62 78
Auflösung von Rückstellungen 354 66
Sonstige 146 88
827 2.929

(19) Sonstige betriebliche Aufwendungen

2007 2006
TEUR TEUR
Instandhaltungen 3.644 2.826
Ausgangsfrachten und Aufwendungen für Fuhrpark 3.263 3.506
Reise- und Fahrtaufwendungen 955 787
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 924 742
Miet- und Leasingaufwendungen 903 821
Kursverluste 767 69
Provisionen 581 910
Versicherungen 548 479
EDV-Aufwendungen 469 285
Technische Prüfkosten 328 298
Werbung und Repräsentation 318 257
Entsorgungskosten 269 261
Forderungsverluste 266 260
Betriebskosten 260 200
Aufwand aus Vorperioden 250 0
Steuern übrige, nicht Gewinn bezogen 194 353
Kommunikationsaufwendungen 193 235
Arbeitsschutz- und Arbeitskleidung 152 124
Berufsvertretungen 125 117
Büromaterial und Fachliteratur 119 136
Schadensfälle, Reklamationen 87 1.008
Aufsichtsratsvergütung 37 37
Übrige Aufwendungen 2.055 365
16.707 14.076

(20) Finanzaufwendungen

2007 2006
TEUR TEUR
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.925 970

(21) Finanzerträge

2007 2006
TEUR TEUR
Zinsen und ähnliche Erträge 257 207

(22) Forschung und Entwicklung

In den Aufwendungen sind Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen enthalten von:

2007 2006
TEUR TEUR
Personalkosten 396 445
Forschungs- und Entwicklungskosten 328 298
724 743

4. Sonstige Angaben

4.1.Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente umfassen sowohl originäre als auch derivative Finanzinstrumente.

Zu den im Konzern bestehenden originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die derivativen Finanzinstrumente setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2007 31.12.2006
Darlehensbetrag
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
TEUR
Referenzwert
%
Beizulegender
Zeitwert
%
Zinsswap 1.710 4,15 10 0 0

Die derivativen Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung der bei Darlehen bestehenden Zinsänderungsrisiken. Der Referenzwert umfasst die Bezugsbasis der zum Bilanzstichtag offenen derivativen Instrumente. Die tatsächlich fließenden Beträge stellen nur einen Bruchteil dieser Werte dar. Die beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis von Marktpreisen ermittelt.

Zinsenänderungsrisiko

Risiken aus der Veränderung des Zinsenniveaus bestehen im Wesentlichen nur aus der langfristigen Fremdfinanzierung. Eine Aufstellung aller wesentlichen verzinslichen Verbindlichkeiten, die Angabe des effektiven Zinssatzes und der Restlaufzeiten sowie Informationen über bestehende Sicherungsgeschäfte sind in Anhangsangabe (12) enthalten.

Währungsänderungsrisiko

Die Rath Gruppe agiert international und ist daher vermehrt Wechselkursrisiken ausgesetzt, vor allem im USD-Bereich. Diese Risiken werden derzeit nicht durch Finanzderivate abgesichert, wodurch Kursgewinne und -verluste aus Fremdwährungstransaktionen auftreten können.

Kreditrisiko

Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar, da keine Aufrechnungsvereinbarungen bestehen. Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird und gegenüber keinem Kunden mehr als 10 % der gesamten Forderungen aushaften. Das Ausfallsrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären sowie bei derivativen Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Finanzinstitute mit hoher Bonität handelt.

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt gleichzeitig das maximale Kreditrisiko dar. Zu den finanziellen Vermögenswerten zählen zum Stichtag:

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Forderung aus Lieferungen und Leistungen 13.236 12.099
Liquide Mittel 1.912 6.378
Sonstige Forderungen 2.713 1.618
17.861 20.095

Das maximale Kreditrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Kundengruppen stellt sich zum Stichtag wie folgt dar:

31.12.2007
TEUR
31.12.2006
TEUR
Forderungen gegenüber Großkunden, brutto 2.856 3.245
Forderungen gegenüber übrigen Kunden, brutto 10.760 9.095
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, brutto 13.616 12.340
Wertberichtigungen -380 -241
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.236 12.099

Etwa 22% der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des abgelaufenen Geschäftsjahres resultieren aus den Geschäftsbeziehungen mit 6 Großkunden.

Der Nennwert von finanziellen Vermögenswerten, verringert um allfällige geschätzte Abzüge, entspricht dem beizulegenden Zeitwert.

Zeitwerte

Der Zeitwert der Finanzanlagen und Finanzverbindlichkeiten ist bei den jeweiligen Posten dargestellt. Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente kann der in 4.1. dargestellten Tabelle entnommen werden. Der Zeitwert der übrigen originären Finanzinstrumente entspricht aufgrund der täglichen bzw. kurzfristigen Fälligkeiten im Wesentlichen dem Buchwert.

Liquiditätsrisiko

Vorsichtiges Liquiditätsrisikomanagement ist die Gewährleistung für das Vorhandensein ausreichender Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie die Möglichkeit der Finanzierung über adäquate Kreditlinien. Aufgrund der dynamischen Natur der zugrunde liegenden Geschäfte wird versucht, eine flexible Kapitalbeschaffung durch bereitgestellte Kreditlinien zu ermöglichen.

Kapitalmanagement

Ziel des Managements ist es, die Kapitalausstattung im Sinne der Anforderungen von Gesellschaftern, Banken und Kreditoren so zu gestalten, dass eine optimale Entwicklung des Konzerns gewährleistet werden kann. Das Management versucht, ein ausgeglichenes Niveau zwischen möglichem höherem Ergebnis und Eigenkapital bei niedrigerem Verschuldensgrad und der notwendigen, teilweise durch Fremdkapital bereitgestellten, operativen Flexibilität zu erzielen.

Zentrale Größe in der Überwachung stellt die Eigenkapitalrendite dar; diese wird vom Management laufend überwacht und definiert sich als Jahresergebnis bezogen auf das Eigenkapital.

4.2.Sonstige Verpflichtungen und ungewisse Verbindlichkeiten

Bürgschaften und Garantien

Rath hat folgende Bürgschaften und Garantien übernommen:

31.12.2007 31.12.2006
TEUR TEUR
Haftrücklässe für Geschäftspartner 2.588 1.678

Die Haftrücklässe für Geschäftspartner betreffen im Wesentlichen das Projektgeschäft.

Offene Rechtstreitigkeiten

Zum Zeitpunkt der Jahresabschlussarbeiten lagen keine offenen Rechtstreitigkeiten vor.

4.3.Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Sämtliche Transaktionen mit nahe stehenden Personen und Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Zu den nahe stehenden Personen und Unternehmen bzw. deren Transaktionen mit der Rath Gruppe zählen:

  • • Hausinhabung Walfischgasse, Dr. Ernst Rath und Mitbesitzer Mietaufwendungen: 2007 TEUR 121; 2006 TEUR 93
  • • Dr. Ernst Rath Gesellschaft mbH Beratungsleistungen: 2007 TEUR 47; 2006 TEUR 23
  • • Dkfm. Paul Rath Gesellschaft mbH Zinsaufwendungen: 2007 TEUR 13; 2006 TEUR 10
  • • Rath Holding GmbH keine Tranksaktionen im Jahr 2007 und 2006

Zum 31. Dezember 2007 bestehen nur offene Verbindlichkeiten gegenüber der Dkfm. Paul Rath GmbH in Höhe von TEUR 271 (2006: TEUR 258).

Vorstand der Rath AG, Wien

Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath Mag. Georg Rath Olaf Jansen (bis 28. Februar 2007)

Aufsichtsrat der Rath AG, Wien

Prof. Dr. Franz Eckert (Vorsitzender) Dr. Heinz Kessler (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dkfm. Paul Rath Mag. Philipp Rath Dr. Gerd Unterburg

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten im Jahr 2007 Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 354 (2006: TEUR 785), davon TEUR 65 (2006: TEUR 120) als ergebnisabhängige Bestandteile. An Organe der Konzernleitung wurden keine Kredite oder Vorschüsse gewährt. Die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrates beliefen sich im Berichtsjahr auf TEUR 38 (2006: TEUR 38).

4.4.Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich durch Division des den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbaren Anteiles des Konzernergebnisses durch die gewichtete Anzahl der sich im Umlauf befindlichen Stammaktien während des Jahres.

2007 2006
Den Aktionären der Muttergesellschaft zurechenbare Anteile des Konzernergebnisses in TEUR 916 4.025
Gewichtete Anzahl der Aktien im Umlauf 1.500.000 1.500.000
Gewinn je Aktie in EUR 0,61 2,7
Gezahlte Dividende je Aktie in EUR 0,40 0,50

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da sich keine Finanzinstrumente mit Verwässerungseffekt im Umlauf befinden.

5. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gibt keine besonderen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.

6. Erläuterungen zur erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses nach IFRS

Der vorliegende Konzernabschluss der Rath Gruppe wurde erstmals nach den Vorschriften der IFRS aufgestellt. Rath hat dabei die in Abschnitt 2. dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erstmals in der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Jänner 2006 angewendet.

Bei Erstellung der IFRS-Eröffnungsbilanz ergaben sich zahlreiche Anpassungserfordernisse zwischen den nach UGB bestehenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften und den Anforderungen nach IFRS. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung der nach UGB erstellten Konzernbilanz auf IFRS:

1.1.2006 31.12.2006
UGB Überleitung IFRS UGB Überleitung IFRS
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Hinweis
AKTIVA
Langfristiges Vermögen
Sachanlagen 27.552 1.554 29.106 36.152 1.502 37.654 b) c)
Immaterielle Vermögenswerte u. Firmenwert 112 0 112 71 0 71
Sonstiges Finanzvermögen 686 0 686 671 0 671 e)
Latente Steuern 348 1.462 1.810 154 1.468 1.622 l)
28.698 3.016 31.714 37.048 2.970 40.018
Kurzfristiges Vermögen
Vorräte 14.252 0 14.252 14.265 0 14.266 f)
Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen 11.866 0 11.866 12.099 0 12.099 g)
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 8.382 0 8.382 1.619 0 1.618
Liquide Mittel 2.176 0 2.176 6.378 0 6.378
36.676 0 36.676 34.361 0 34.361
Summe Aktiva 65.374 3.016 68.390 71.409 2.970 74.379
1.1.2006 31.12.2006
UGB Überleitung IFRS UGB Überleitung IFRS
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR Hinweis
PASSIVA
Eigenkapital
Grundkapital 10.905 0 10.905 10.905 0 10.905
Kapitalrücklagen 1.118 0 1.118 1.118 0 1.118
Freie Rücklagen, inkl. Zuschüsse 19.990 783 20.773 23.480 551 24.031
Währungsdifferenzen 0 0 0 0 -6 -6
Anteile anderer Gesellschafter 228 0 228 277 0 277
32.241 783 33.024 35.780 545 36.325
Langfristige Verbindlichkeiten
Verpfl ichtungen gegenüber Arbeitnehmern 3.072 267 3.339 2.886 503 3.389 j)
Finanzverbindlichkeiten 8.233 1.577 9.810 9.047 1.527 10.574 m)
Investitionszulagen 600 0 600 390 0 390
Latente Steuern 0 389 389 0 395 395 l)
11.905 2.233 14.138 12.323 2.425 14.748
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 9.181 0 9.181 9.335 0 9.335 m)
Anzahlungen von Kunden 0 0 0 61 0 61
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
6.323 0 6.323 5.737 0 5.737
Rückstellungen aus Ertragsteuern 406 0 406 1.378 0 1.378
Rückstellungen 3.323 0 3.323 4.907 0 4.907
Investitionszulagen 176 0 176 270 0 270
Sonstige Verbindlichkeiten 1.819 0 1.819 1.619 0 1.619
21.228 0 21.228 23.306 0 23.306
Summe Passiva 65.374 3.016 68.390 71.409 2.970 74.379

Die nach IFRS erstellte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Jahr 2006 weicht wie folgt von der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach UGB ab:

UGB IFRS
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 86.389 0 86.389
Bestandsveränderung -976 0 -976
Aktivierte Eigenleistungen 56 0 56
Andere betriebliche Erträge 430 2.500 2.929
Materialaufwand und Aufwendungen für bezogene Leistungen -40.504 0 -40.504
Personalaufwand -22.464 27 -22.437
Planmäßige Abschreibungen -3.995 -52 -4.047
Übrige betriebliche Aufwendungen -14.076 0 -14.076
Ordentliches Betriebsergebnis (EBIT) 4.860 2.475 7.334
Ordentliches Finanzergebnis -638 -125 -763
A.O. Ergebnis 2.500 -2.500 0
Ergebnis vor Steuern (EBT) 6.722 -150 6.571
Steuern vom Einkommen -2.497 0 -2.497
Konzernergebnis nach Steuern 4.225 -150 4.074

Die wesentlichen Überleitungen haben folgende Ursachen:

  • a) Firmenwerte aus Akquisitionen wurden nach UGB sofort mit dem Eigenkapital verrechnet. Nach IFRS machte die Rath Gruppe von der Erleichterungsbestimmung des IFRS 1.13 und B2 (i) Gebrauch und erfasste daher diese Firmenwerte nicht in der IFRS-Eröffnungsbilanz. Da die Firmenwerte nicht planmäßig abgeschrieben werden, ergab sich daraus keine Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung.
  • b) Bestimmte nach UGB als Operating-Leasing erfasste Leasingverträge sind nach IFRS als Finanzierungs-Leasing zu klassifizieren. Dadurch waren nach IFRS am 1. Jänner 2006 Sachanlagen in Höhe von TEUR 1.554 (31.12.2006: TEUR 1.502) zusätzlich zu aktivieren und Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.577 (31.12.2006: TEUR 1.527) zu erfassen. Die zusätzlichen Abschreibungen für das Jahr 2006 betragen TEUR 52, der Zinsenaufwand TEUR 64. Die nach UGB in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und nach IFRS als Tilgung erfassten Leasingraten betragen TEUR 108.
  • c) Nach IFRS sind alle Wertpapiere als "available for sale" klassifiziert und erfolgsneutral über Eigenkapital mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bewertung nach UGB erfolgte zu Anschaffungskosten abzüglich Abschreibungen bei nicht nur vorübergehender Wertminderung. Zum 1. Jänner 2006 lagen die beizulegenden Zeitwerte um TEUR 72 (31.12.2006: TEUR 88) unter den Anschaffungskosten. In der Gewinn- und Verlustrechnung 2006 ergaben sich keine Auswirkungen.
  • d) Derivative Finanzinstrumente sind nach IFRS mit ihrem beizulegenden Zeitwert in der Bilanz zu erfassen. Sowohl am 1. Jänner 2006 als auch am 31. Dezember 2006 gab es keine derivativen Finanzinstrumente.
  • e) Die Rath Gruppe setzt die Vorräte nach UGB zu Einzelkosten inkl. angemessenen variablen und fixen Gemeinkosten an. Dadurch ergeben sich zu gemäß IAS 11 keine wesentlichen Bewertungsunterschiede.
  • f) Bei Fertigungsaufträgen erfolgt nach IFRS die Realisierung des Auftraggewinnes nach Maßgabe des Fertigstellungsgrades des Auftrages und der Ausweis der teilrealisierten Umsätze unter den Forderungen. Nach UGB werden die Herstellungskosten als noch nicht abrechenbare Leistungen unter den Vorräten aktiviert und der Auftragsgewinn erst bei Fertigstellung des Auftrages realisiert. Sowohl am 1. Jänner 2006 als auch am 31. Dezember 2006 gab es keine, nach unserer Definition, offene Fertigungsaufträge.
  • g) Nach UGB erfolgte die Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen nach in Österreich anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen. Nach IFRS ist die Verpflichtung in Höhe des DBO und noch nicht realisierter aktuarischer Gewinne und Verluste ausgewiesen (Unterschied am 1.1.2006: TEUR 222 und am 31.12.2006: TEUR 267). Der Pensionsaufwand nach IFRS ergibt sich aus Erhöhung der DBO und ist um TEUR 24 höher als der nach UGB erfasste Aufwand. Die Rath Gruppe machte vom Wahlrecht nach IFRS 1.20 Gebrauch und erfasste in der IFRS-Eröffnungsbilanz alle aktuarischen Gewinne und Verluste.

  • h) Nach UGB erfolgte die Bilanzierung der Abfertigungsverpfl ichtungen nach in Österreich anerkannten fi nanzmathematischen Grundsätzen. Nach IFRS ist die Verpfl ichtung in Höhe des DBO und noch nicht realisierter aktuarischer Gewinne und Verluste ausgewiesen (Unterschied am 1.1.2006: TEUR -40 und am 31.12.2006: TEUR 151). Der Abfertigungsaufwand nach IFRS ergibt sich aus Erhöhung der DBO und ist um TEUR 74 höher als der nach UGB erfasste Aufwand. Die Rath Gruppe machte vom Wahlrecht nach IFRS 1.20 Gebrauch und erfasste in der IFRS-Eröffnungsbilanz alle aktuarischen Gewinne und Verluste.

  • i) Die Bilanzierung latenter Steuern nach UGB erfolgt gegenüber IFRS nach anderen konzeptionellen Grundsätzen. Wesentlicher Unterschied ist dabei, dass nach UGB keine aktiven latenten Steuern aus bestehenden Verlustvorträgen angesetzt werden. Aus diesen Gründen liegen zum 1. Jänner 2006 die angesetzten aktiven latenten Steuern (nach Abzug der passiven latenten Steuern) nach IFRS um TEUR 1.073 über den Werten nach UGB (31.12.2006: TEUR 1.073). Der Steueraufwand für 2006 nach IFRS unterscheidet sich nicht gegenüber den im UGB-Abschluss ausgewiesenen Aufwand.
  • j) Die Rath Gruppe machte von der in IFRS 1.13. enthaltenen Erleichterung Gebrauch und stellte in der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Jänner 2006 sämtliche Umrechnungsdifferenzen aus der Konsolidierung der ausländischen Tochterunternehmen auf Null. Die nach diesem Zeitpunkt entstehenden Differenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen.
  • k) Alle Überleitungen, die bereits vor dem 1. Jänner 2006 erfolgswirksam gewesen wären, wurden in der IFRS-Eröffnungsbilanz zum 1. Jänner 2006 im Posten freie Rücklagen ausgewiesen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde am 8. April 2008 vom Vorstand der Gesellschaft aufgestellt.

Wien, 8. April 2008

Der Vorstand

Mag. Georg Rath e.h. Dipl.-Ing. Dr. Matthias Rath e.h.

Wir haben den Konzernabschluss der

Rath Aktiengesellschaft, Wien,

für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2007, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2007 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2007 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2007 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 8. April 2008

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Yann-Georg Hansa e.h. Mag. Helmut Kerschbaumer e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr sechs Mal umfassend über alle relevanten Fragen der Geschäftsentwicklung, einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements in der Gesellschaft und in den Konzernunternehmen ausgetauscht. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichtes über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns, die Personalsituation sowie die Investitions- und Akquisitionsvorhaben unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde gesondert informiert.

Vom Aufsichtsrat sind zwei Ausschüsse installiert: Der Bilanzausschuss ist im Jahr 2007 zwei Mal und der Strategieausschuss drei Mal zusammengetreten. In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und darüber dem Aufsichtsrat berichtet. In allen Ausschüssen waren alle jeweiligen Ausschussmitglieder anwesend.

Der Jahresabschluss der Rath AG zum 31. Dezember 2007 und der Lagebericht des Vorstandes sowie der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 und der Konzernlagebericht des Vorstandes sind unter Einbeziehung der Buchführung, von der durch die Hauptversammlung vom 26. Juni 2007 als Abschlussprüfer gewählten KPMG Austria GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Bilanzausschuss des Aufsichtsrates hat das Ergebnis der Abschlussprüfung am 11. April 2008 unter Einbeziehung der Wirtschaftsprüfer analysiert und dem Aufsichtsrat die Billigung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses empfohlen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Rath AG zum 31. Dezember 2007 und den Lagebericht des Vorstandes einschließlich des Vorschlages über die Gewinnverteilung sowie den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 und den Konzernlagebericht des Vorstandes geprüft und ohne Beanstandungen gebilligt.

Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 125 Abs. (2) AktG festgestellt. Der Aufsichtsrat schließt sich weiters dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinnes an.

Wien, am 18. April 2008

Prof. Dr. Franz Eckert Vorsitzender des Aufsichtsrates

Fachterminologie

feuerfest Bezeichnung für Erzeugnisse mit einer Anwendungstemperatur
zwischen 600 - 2000°C
Feuerleichtsteine Steine mit einer Rohdichte von 0,5 - 1,6 kg/m3
; zum Vergleich: ein
Vormauerziegel verfügt über eine Rohdichte von 2,04 kg/m3
Hochtemperaturwolle (HTW) Künstliche Mineralfaser für ein Anwendungsgebiet zwischen
900 - 1600°C
ISO 9001 Dies ist eine internationale Norm, die Grundanforderungen an ein
betriebliches Qualitäts-Management-System stellt. Dieses geht über
eine reine Qualitätssicherung des Produktes hinaus und schreibt
umfangreiche Maßnahmen, die die gesamten Abläufe innerhalb eines
Unternehmens eindeutig festlegen, vor.
Massen Ungeformte Erzeugnisse in Form von Betonen, Mörteln und Klebern
Projekte Aufträge für Materiallieferungen inklusive Engineering und Montage
Steine dichte geformte Erzeugnisse mit einer Rohdichte >1,6 kg/m3
Vakuumformteile (VFT) aus Hochtemperaturwolle gefertigte Formteile

Betriebswirtschaftliche Begriffe und Kennzahlen

Agio Aufgeld
aktuarischer Gewinn/Verlust aktueller Gewinn/Verlust
available for sale zur Veräußerung verfügbar
AVÖ Aktuarvereinigung Österreichs; Interessensvertretung der öster
reichischen Aktuare, Versicherungsmathematiker und versiche
rungsmathematischen Sachverständigen. Die AVÖ veröffentlicht die
Rentenversicherungssterbetafeln, nach denen die Pensions- und
Abfertigungsverpflichtungen berechnet werden.
Balance sheet liability method Methode zur Ermittlung der latenten Steuern
Barwert Der Barwert entspricht dem Wert den eine zukünftig anfallende Zah
lungsreihe in der Gegenwart besitzt. Anders ausgedrückt ist es der
Wert aller Zahlungen am Anfang der Laufzeit (zum Zeitpunkt 0).
Capital employed Summe aus Eigenkapital, Steuerrückstellungen (ohne latente Steu
ern) und zinspflichtige Verbindlichkeiten. Im Eigenkapital sind die
Anteile fremder Gesellschafter enthalten.
Cash generating unit Zahlungsmittelgenerierende Einheit
Corporate Governance Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrol
le von Unternehmen, festgehalten im österreichischen Corporate
Governance Kodex. Der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar.
DBO (Defined benefit obligation) Barwert aller verfallbaren und unverfallbaren erdienten Ansprüche
auf der Basis des geschätzten Gehaltsniveaus zum Zeitpunkt der
Pensionierung. Das einzige versicherungsmathematische Verfahren,
nach dem die DBO ermittelt werden darf, ist das Anwartschaftsbar
wertverfahren (projected unit credit method). Die DBO entspricht der
PBO (projected benefit obligation).
Disagio Unterschiedsbetrag zwischen Ausgabe- und Rückzahlungsbetrag
einer Verbindlichkeit
EAT (Earnings after tax) Ergebnis nach Steuern/Jahresüberschuss

Glossar

EBIT (Earnings before interest and tax) Ergebnis vor Zinsen und Steuern, Betriebsergebnis
EBIT Marge Prozentueller Anteil des EBITs am Umsatz
EBT (Earnings before tax) Ergebnis vor Steuern
EGT Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit; EBIT ohne außeror
dentliche Erträge/Aufwendungen
Eigenkapitalquote Eigenkapital dividiert durch Gesamtkapital
Eigenkapital-Rendite Gewinn dividiert durch Eigenkapital
Fair value Bewertung von Finanzinstrumenten einschließlich derivativer Finanz
instrumente mit dem beizulegenden Zeitwert
Finanzierungs-Leasing Beim Finanzierungs-Leasing wird das Wirtschaftsgut gegen eine
feste Leasingrate für eine bestimmte Grundmietzeit überlassen.
Während der Grundmietzeit kann der Vertrag nicht gekündigt wer
den. Der Leasing-Nehmer muss die objektbezogenen Risiken tragen.
Hierzu gehören das Risiko von Zerstörung oder Diebstahl. Beim
Finanzierungs-Leasing wird zumeist eine Anzahlung oder eine erhöh
te erste Leasingrate vereinbart. Entsprechend der Vertragsgestaltung
ist zwischen Vollamortisationsverträgen und Teilamortisationsverträ
gen zu unterscheiden.
IAS (International accounting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (siehe IFRS)
IASB (International accounting standards board) Internationales Gremium zur Festlegung von Rechnungslegungs
standards
IFRIC (International financial reporting interpretations committees) Internationales Komitee für die Auslegung der Rechnungslegungs
standards
IFRS (International financial reporting standards) Internationale Rechnungslegungsstandards (vormals IAS)
öEStG österreichisches Einkommensteuergesetz
Operating-Leasing Die hierbei abgeschlossenen Verträge entsprechen normalen Miet
verträgen. Sie können von beiden Vertragsparteien kurzfristig gekün
digt werden. Wird der Vertrag gekündigt, kann der Leasing-Nehmer
das Wirtschaftsgut ohne weitere Verpflichtungen zurückgeben. Der
Leasinggegenstand muss bei diesem Vertragstyp beim Leasing
Geber aktiviert werden. Leasingraten sind beim Leasing-Nehmer
Betriebsausgaben und beim Leasing-Geber Betriebseinnahmen.
Percentage of completion Fertigstellungsgrad eines Projektes
PUC (Projected unit credit method) Versicherungsmathematische Bewertungsmethode
ROCE (Return on capital employed) Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Quotient aus EBIT und capital
employed.
UGB Unternehmensgesetzbuch
WACC (Weighted average cost of capital) Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten; bezeichnet einen zu den
Discounted-Cash-Flow-Verfahren der Unternehmensbewertung ge
hörenden Ansatz. Die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten
werden verwendet, um die Mindestrendite für Investitionsprojekte zu
bestimmen.
Working capital Absoluter Überschuss des Umlaufvermögens über das kurzfristige
Fremdkapital; Vorräte plus kurzfristige Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände minus kurzfristige Steuerrückstellungen
minus übrige kurzfristige Rückstellungen minus Lieferantenverbind
lichkeiten minus übrige kurzfristige Verbindlichkeiten.
Zinsswap Vereinbarung über den Austausch unterschiedlich gestalteter Zah
lungsströme für einen bestimmten Zeitraum. Die Zahlungsströme
basieren auf festen und variablen Zinssätzen; zur Absicherung gegen
Zinssatzänderungen.

Der Begriff "Mitarbeiter" wird aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.

42

Rath AG Walfischgasse 14 A-1015 Wien Tel.: +43 (1) 513 44 27-0 Fax: +43 (1) 513 44 27-87

Aug. Rath jun. GmbH Hafnerstraße 3 A-3375 Krummnußbaum Tel.: +43 (2757) 24 01-0 Fax: +43 (2757) 24 01-86

Rath Hungaria zRt. Porcelán utca 1 H-1106 Budapest Tel.: +36 (1) 43 300 43 Fax: +36 (1) 26 190 52

Rath USA Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Tel.: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Rath Refractories Inc. 290 Industrial Park Drive Milledgeville, GA 31061 Tel.: +1 (478) 452 0015 Fax: +1 (478) 452 0070

Rath Inc. 300 Ruthar Drive, Suite 1 Newark, DE 19711 Fax: +1 (302) 294 4446 Fax: +1 (302) 294 4451

Rath GmbH Ossietzkystraße 37/38 D-01662 Meißen Tel.: +49 (3521) 46 45-0 Fax: +49 (3521) 46 45-86

Inerta Keramik GmbH Leulitzer Straße 6a D-04828 Bennewitz Tel.: +49 (3425) 89 48-0 Fax: +49 (3425) 89 48-13

Rath Žárotechnika spol. s r.o. Vorlešska 290 CZ-544 01 Dvur Králové nad Labem Tel.: +420 (499) 321 577 Fax: +420 (499) 321 003 °

Rath Polska Sp. z o.o. ul. Fabryczna 1 PL-42-530 Dabrowa Górnicza Tel.: +48 (32) 268 47 01 Fax: +48 (32) 268 47 02 ˛

Rath SAS 60, route principale du Port F-92637 Gennevilliers Cedex Tel.: +33 (1) 47 92 80 62 Fax: +33 (1) 47 92 80 22

Rath Ukraine TOB Prospekt Osvoboshdenije Donbassa 8b Office 206 UA-83048 Donezk Tel: +380 (62) 345 33 06 Fax: +380 (62) 345 63 26

Impressum

Impressum: Eigentümer, Herausgeber und Verleger: Rath Aktiengesellschaft, Walfischgasse 14, A-1015 Wien IR- und Compliance-Verantwortlicher: Georg Rath

Internet: www.rath-group.com e-mail: [email protected]

Satz und Druckfehler vorbehalten

Talk to a Data Expert

Have a question? We'll get back to you promptly.