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Raiffeisen Bank International AG

Quarterly Report Nov 28, 2012

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Quarterly Report

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Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal 2012

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen Bank International Konzern 2012 Veränderung 2011
Monetäre Werte in € Millionen
Erfolgsrechnung 1.1.-30.9. 1.1.-30.9.
Zinsüberschuss 2.596 -4,7% 2.724
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -623 -20,2% -782
Provisionsüberschuss 1.120 -0,4% 1.125
Handelsergebnis 220 -24,7% 293
Verwaltungsaufwendungen -2.336 2,2% -2.287
Periodenüberschuss vor Steuern 1.115 8,1% 1.032
Periodenüberschuss nach Steuern 889 17,0% 760
Konzern-Periodenüberschuss 842 13,0% 745
Bilanz 30.9. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 24.777 -3,8% 25.748
Forderungen an Kunden 83.769 2,7% 81.576
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.773 -3,2% 37.992
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 70.942 6,3% 66.747
Eigenkapital 11.136 1,8% 10.936
Bilanzsumme 147.128 0,1% 146.985
Kennzahlen 1.1.-30.9. 1.1.-30.9.
Return on Equity vor Steuern 14,1% 0,4 PP 13,6%
Return on Equity nach Steuern 11,2% 1,2 PP 10,0%
Konzern-Return on Equity 11,7% 0,7 PP 11,0%
Cost/Income Ratio 60,1% 4,4 PP 55,8%
Return on Assets vor Steuern 1,00% 0,01 PP 0,99%
Nettozinsspanne 2,32% -0,29 PP 2,61%
NPL Ratio 10,0% 1,6 PP 8,4%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,16% -0,19 PP 1,36%
Neubildungsquote (Ø Forderungen) 1,00% -0,32 PP 1,32%
Bankspezifische Kennzahlen1 30.9. 31.12.
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 68.781 -10,8% 77.150
Gesamte Eigenmittel 12.416 -3,4% 12.858
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.723 -11,8% 7.624
Überdeckungsquote 84,7% 16,0 PP 68,6%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,2% 1,1 PP 9,0%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,1% 0,9 PP 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,7% 0,8 PP 9,9%
Eigenmittelquote 14,8% 1,3 PP 13,5%
Aktienkennzahlen 1.1.-30.9. 1.1.-30.9.
Gewinn je Aktie in € 3,55 16,1% 3,06
Schlusskurs in € (30.9.) 28,19 27,2% 22,16
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 29,29 -35,1% 45,10
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 18,64 -2,9% 19,19
Anzahl der Aktien in Millionen (30.9.) 195,51 195,51
Marktkapitalisierung in € Millionen (30.9.) 5.510 27,2% 4.331
Ressourcen 30.9. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag 60.632 2,3% 59.261
Geschäftsstellen 3.115 6,4% 2.928
Anzahl Kunden in Millionen 14,1 1,8% 13,8

1 Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG) zur Veranschaulichung. Die RBI als Teil des RZB-Konzerns unterliegt als Konzern nicht den Vorschriften des BWG.

RBI auf dem Kapitalmarkt 3
Lagebericht des Konzerns 7
Entwicklung der Märkte 7
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 9
Bilanzentwicklung 17
Risikomanagement 20
Ausblick 22
Segmentbericht 23
Konzernzwischenabschluss 56
Gesamtergebnisrechnung 56
Erfolgsrechnung 56
Bilanz 59
Eigenkapitalveränderungsrechnung 60
Kapitalflussrechnung 60
Segmentberichterstattung 61
Anhang 66

Impressum/Disclaimer 99

Mit RBI wird in diesem Bericht der RBI-Konzern bezeichnet. Ist dagegen die Raiffeisen Bank International AG gemeint, wird der Begriff RBI AG verwendet.

In den Tabellen und Grafiken können sich Rundungsdifferenzen ergeben. Die Veränderungswerte in den Tabellen basieren auf nicht gerundeten Ausgangswerten.

RBI auf dem Kapitalmarkt

Trotz Schuldenkrise positive Impulse auf den Kapitalmärkten

Ungeachtet teils günstiger Einflüsse waren die Kapitalmärkte zu Beginn des dritten Quartals 2012 zunächst weiterhin von der europäischen Schuldenkrise geprägt. So zog eine Abstufung Italiens durch die Ratingagentur Moody's Mitte Juli ein Downgrade von 13 italienischen Banken nach sich. Als in Spanien einzelne Provinzen von der Zentralregierung Finanzhilfe erbaten, stiegen die Renditen für zehnjährige Staatsanleihen des Landes über die Sieben-Prozent-Marke. Daneben beunruhigte die Sorge, dass Griechenland bei seinen Sparbemühungen die Anforderungen der Troika aus EZB, IWF und Europäischer Kommission nicht erfüllen könnte, die Märkte. Der Beschluss unerwartet weitgehender Maßnahmen zur Bekämpfung der Schuldenkrise auf dem EU-Gipfel Ende Juni und die von der EZB sowie der deutschen und französischen Regierung im Juli signalisierte Bereitschaft zur Rettung des Euro konnten vor diesem Hintergrund nur begrenzt für Entspannung sorgen.

Einen positiven Impuls lieferten Anfang August unverhofft gute Arbeitsmarktdaten aus den USA, die aber wenig später von unerwartet schlechten Handelsdaten aus China überschattet wurden. Eine Belastung der Märkte brachte zudem die Uneinigkeit in der Frage, ob der Europäische Stabilitätsmechanismus (ESM) eine Banklizenz erhalten soll, auf deren Grundlage er unbeschränkt Mittel von der EZB leihen könnte. Zuversichtlich stimmte dagegen später das Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts, das den ESM als grundsätzlich verfassungsgemäß bewertete und dem Rettungsschirm damit die Aufnahme seiner Arbeit ermöglichte.

Anfang September wirkten sich die Ankündigung von Moody's, den Ausblick für die Kreditwürdigkeit der EU von stabil auf negativ zu senken, sowie mäßige europäische – insbesondere südeuropäische – Konjunkturdaten zwar wieder ungünstig aus. Dem stand aber der positive Einfluss der Bekanntgabe der EZB gegenüber, in unbegrenztem Ausmaß Anleihen der in Bedrängnis geratenen Staaten kaufen zu wollen. Noch im selben Monat beschlossen auch die Notenbanken der USA und Japans, ihre Geldpolitik zu lockern, und bewirkten damit einen Aufschwung auf den Kapitalmärkten.

Entwicklung der RBI-Aktie

Die Aktie der RBI gewann im dritten Quartal 9,5 Prozent an Wert und übertraf damit den ATX, der in dieser Zeit lediglich 5,8 Prozent zunahm. Demgegenüber legte der EURO STOXX Banks um 12,8 Prozent zu.

Nachdem die Aktie der RBI mit € 25,75 in den Juli gestartet war, verzeichnete sie – vor allem beeinflusst von den negativen Entwicklungen in Spanien und Griechenland – am 24. Juli 2012 mit € 23,66 ihren tiefsten Schlusskurs im vergangenen Quartal. Im weiteren Verlauf profitierte die Aktie von der positiven Atmosphäre auf den Kapitalmärkten und erreichte Mitte August mit € 29,01 ein Zwischenhoch. Getragen von der Ankündigung der EZB, unbegrenzt Anleihen von Krisenstaaten zu kaufen, erreichte die RBI-Aktie am 14. September nach einem kurzen Einbruch ihr Quartalshoch von € 29,29. Danach gab sie bis zum letzten Handelstag im dritten Quartal auf € 28,19 nach, stieg jedoch nach Ende des Berichtszeitraums wieder und notierte zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 23. November 2012 bei € 32,69.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2012 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Erfolgreiche Anleiheemissionen

Die Einigung des EU-Gipfels Ende Juni auf einen Pakt für Wachstum und Beschäftigung mit Investitionen von € 120 Milliarden sowie der ebenfalls bei diesem Gipfel erzielte Konsens, dass der Rettungsfonds des Euroraums angeschlagenen Banken direkt Kapital zur Verfügung stellen darf, beflügelten die Rentenmärkte. Dieses positive Marktumfeld nutzte die RBI, indem sie Anfang Juli eine fünfjährige Benchmark-Anleihe mit einem Volumen von € 750 Millionen begab.

Nach Quartalsende emittierte die RBI eine nachrangige Anleihe mit einem Volumen von CHF 250 Millionen und einer Laufzeit von zehn Jahren. Darüber hinaus lud sie am 10. Oktober die Gläubiger einer Ergänzungskapital-Anleihe mit erster Kündigungsmöglichkeit seitens der Emittentin Ende Oktober 2012 zum Umtausch gegen eine neue kündbare nachrangige Anleihe der RBI ein. Das Umtauschangebot wurde zu knapp 50 Prozent angenommen, wofür die neue Anleihe in einem Nennbetrag von rund € 290 Millionen begeben wurde. Während die neue Schuldverschreibung den Gläubigern eine – im Vergleich zu den Konditionen nach dem Kündigungstermin – höhere Rendite bot, bestand der Nutzen des Umtauschs für die RBI in der voraussichtlich vollen regulatorischen Anrechenbarkeit als Tier-2-Kapital bis zur ersten Kündigungsmöglichkeit der Anleihe in fünf Jahren.

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Im dritten Quartal 2012 bot die RBI interessierten Investoren auf Roadshows in Paris, Hong Kong und Singapur die Möglichkeit zur persönlichen Information. Darüber hinaus gab der Vorstand institutionellen Anlegern Ende September auf einer Investorenkonferenz in London Auskunft über aktuelle Unternehmensentwicklungen. Im Anschluss an die Konferenz lud die RBI zu einem Analystentreffen, das 21 der 30 Aktienanalysten, die die Bank covern, besuchten. Neben den 30 Aktienanalysten covern 16 Anleiheanalysten die RBI, was diese zum meistgecoverten Unternehmen Österreichs macht.

Am 29. August 2012 veranstaltete die RBI anlässlich der Veröffentlichung ihrer Halbjahresergebnisse eine Telefonkonferenz, an der rund 150 Analysten und Investoren teilnahmen. Nach Ende des Berichtszeitraums beteiligte sich die RBI an weiteren Roadshows in New York und nochmals in Singapur sowie Hong Kong. Darüber hinaus war sie bei einer Investorenkonferenz im österreichischen Stegersbach vertreten.

Die RBI ist bestrebt, die Marktteilnehmer stets bestmöglich zu informieren. Im Sinn der stetigen Optimierung ihres Informationsangebots stellt sie Präsentationen im Rahmen von Telefonkonferenzen sowie wichtigen Veranstaltungen als Webcasts online bereit. Diese können jederzeit unter www.rbinternational.com Investor Relations Berichte & Präsentationen Präsentationen & Webcasts abgerufen werden.

Aktienkennzahlen und Details zur Aktie

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse. Sie ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem EURO STOXX Banks, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hält rund 78,5 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.

Kurs zum 30. September 2012 € 28,19
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im dritten Quartal 2012 € 29,29 / € 23,66
Gewinn je Aktie vom 1. Jänner bis zum 30. September 2012 € 3,55
Marktkapitalisierung zum 30. September 2012 € 5,510 Milliarden
Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2012 147.517 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im dritten Quartal 2012 € 257 Millionen
Streubesitz zum 30. September 2012 rund 21,5%
ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. September 2012 195.505.124

Details zum Rating

Rating-Agentur Langfrist-Rating Kurzfrist-Rating Ausblick
Moody's Investors Service A2 P-1 stable
Standard & Poor's A A-1 negative
Fitch Ratings A F1 stable

Finanzkalender 2013

6. Februar 2013 Beginn der Quiet Period
20. Februar 2013 Vorläufige Geschäftszahlen 2012
13. März 2013 Beginn der Quiet Period
10. April 2013 Geschäftsbericht 2012, Analystenkonferenz, Conference Call
11. April 2013 RBI Investor Presentation, London
14. Mai 2013 Beginn der Quiet Period
28. Mai 2013 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
26. Juni 2013 Hauptversammlung
3. Juli 2013 Ex-Dividendentag und Dividendenzahlung
8. August 2013 Beginn der Quiet Period
22. August 2013 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
13. November 2013 Beginn der Quiet Period
27. November 2013 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138 Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien, Österreich

Lagebericht des Konzerns

Entwicklung der Märkte

Wachstumsverlangsamung in CEE

Das Wirtschaftswachstum in Zentral- und Osteuropa (CEE) lässt 2012 – geprägt von der Entwicklung in der Eurozone – gegenüber dem Vorjahr generell nach. Für Zentraleuropa (CE) wird für das laufende Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,1 Prozent p. a. prognostiziert, während für Südosteuropa (SEE) lediglich ein Plus von 0,1 Prozent erwartet wird. Am optimistischsten wird das Wachstum weiterhin für die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) mit 3,4 Prozent eingeschätzt. Die Wirtschaft in der Gesamtregion CEE sollte damit – nach 3,7 Prozent im Vorjahr – 2012 um 2,4 Prozent wachsen.

Die Region CE (Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik sowie Ungarn) präsentiert sich in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung weiterhin uneinheitlich. Während vor allem Polen und die Slowakei trotz einer Verlangsamung gegenüber 2011 nach wie vor robustes Wachstum generieren, zeigt sich die wirtschaftliche Entwicklung in den übrigen CE-Ländern deutlich gebremst. Angesichts anhaltender Sparanstrengungen, aber auch struktureller Probleme werden Slowenien, die Tschechische Republik und Ungarn 2012 sogar eine Schrumpfung ihrer Wirtschaftsleistung gegenüber dem Vorjahr hinnehmen müssen. Generell bleibt die Region CE stark von Exporten – vor allem in die Eurozone – abhängig. Insgesamt ist für CE von einem Wachstum von 1,1 Prozent im Jahr 2012 und einer leichten Verbesserung auf 1,6 Prozent im Jahr 2013 auszugehen.

In der Region SEE (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien sowie Serbien), die durch die Rezession in den südeuropäischen Euroländern generell am stärksten beeinträchtigt ist, dürfte die Wirtschaft 2012 mit einem Plus von rund 0,1 Prozent nur sehr geringfügig zulegen. Verantwortlich dafür sind nicht nur rückläufige Exporte in benachbarte südeuropäische Euroländer, die unter Druck geraten sind. Auch die Finanzmärkte agieren vorsichtig, sodass ausländische Direktinvestitionen verhalten bleiben. Wenig positiv stellt sich auch weiterhin die Lage am Balkan dar. Bulgarien konnte als einziges der SEE-Länder in allen Quartalen seit Mitte 2010 ein Wachstum vorweisen. In Rumänien sorgen die schwache landwirtschaftliche Produktion, eine Kontraktion im Bausektor und wahrscheinliches Nullwachstum bei der Industrieproduktion für einen Rückgang des BIP in der zweiten Jahreshälfte 2012. Auch Kroatien und Serbien mussten in den ersten drei Quartalen 2012 eine Kontraktion von 2,0 Prozent bzw. 1,8 Prozent hinnehmen. Albanien sowie Bosnien und Herzegowina – für die allerdings keine BIP-Quartalszahlen verfügbar sind – zeigen ebenfalls eine verhaltene Entwicklung. Insgesamt dürften Bosnien und Herzegowina, Kroatien sowie Serbien 2012 kein Wachstum aufweisen, und auch 2013 ist nur eine moderate Aufhellung der Konjunktur realistisch. In SEE wird für das kommende Jahr mit einem realen BIP-Wachstum von 1,6 Prozent gerechnet.

Das Wirtschaftswachstum in der GUS (Belarus, Russland und Ukraine) ist im Vergleich zu CE und SEE weniger abhängig von der Entwicklung in der Eurozone, sodass sich die Wachstumsschwäche der Eurozone nicht so stark auswirkt. Russland profitierte weiterhin von den hohen Ölpreisen, während die Ukraine unter der nachlassenden Stahlkonjunktur leidet. Da das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2012 schwächer ausfallen wird als in der ersten, ist für das Gesamtjahr 2012 in dieser Region nur ein Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent zu erwarten. Bereits für 2013 wird aufgrund des verbesserten Ausblicks in der Eurozone jedoch wieder ein leicht höherer BIP-Anstieg von 3,8 Prozent prognostiziert.

Region/Land 2011 2012e 2013f 2014f
Polen 4,3 2,5 2,5 3,8
Slowakei 3,3 2,4 2,0 3,0
Slowenien -0,2 -1,3 -1,0 1,0
Tschechische Republik 1,7 -0,9 0,5 1,8
Ungarn 1,6 -1,0 0,5 1,5
CE 3,1 1,1 1,6 2,8
Albanien 3,1 2,0 3,0 4,0
Bosnien und Herzegowina 1,3 -1,0 0,5 2,0
Bulgarien 1,7 1,5 1,5 3,5
Kroatien 0,0 -1,8 1,0 2,0
Kosovo 4,5 3,0 4,0 4,0
Rumänien 2,5 0,5 2,0 3,0
Serbien 1,6 -1,0 1,0 2,0
SEE 1,8 0,1 1,6 2,8
Belarus 5,3 2,0 3,0 4,0
Russland 4,3 3,7 3,9 4,0
Ukraine 5,2 0,5 2,5 4,5
GUS 4,4 3,4 3,8 4,0
CEE 3,7 2,4 2,9 3,6
Österreich 2,7 1,0 0,9 1,5
Deutschland 3,1 0,7 0,8 1,3
Eurozone 1,5 -0,5 0,2 1,1

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Auswirkungen auf den Bankensektor

In einigen großen CEE-Bankenmärkten (Russland, Slowakei, Tschechische Republik und Ukraine) stabilisierte sich die Situation bei den notleidenden Krediten im Jahr 2011, und dieser Trend hielt auch in der ersten Hälfte 2012 an. In Polen dagegen leidet die Kreditqualität derzeit unter der Abkühlung im überhitzten Bausektor. Auch in Ungarn, Slowenien und den meisten SEE-Ländern nehmen die notleidenden Kredite weiter zu. Positiver präsentiert sich das Bild beim Kredit- und Einlagenwachstum: In den meisten CE-Märkten und in Russland nehmen die Einlagen zumindest im selben Maß zu wie die Ausleihungen. Damit zeichnet sich – vor allem auf CEE-Bankenmärkten mit erheblichem Wachstumspotenzial wie Polen, der Slowakei, der Tschechischen Republik sowie Russland – eine fortgesetzte Erholung der Kreditvolumina und Bankenaktiva ab. In Slowenien, Ungarn und SEE hingegen zeigt sich das Kreditwachstum verhalten. In Summe lag das Kreditwachstum auf Eurobasis 2011 in CEE mit 13,1 Prozent etwa auf dem Niveau von 2010 (15 Prozent). Auch längerfristig erscheinen ähnliche Wachstumsraten – im Einklang mit entsprechenden Einlagenzuwächsen – möglich.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Konzern-Periodenüberschuss plus 13 Prozent

Deutlich geringere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen und ein durch Sondereffekte geprägtes übriges Ergebnis sorgten dafür, dass der Periodenüberschuss der ersten drei Quartale 2012 mit € 1.115 Millionen den Vergleichswert des Vorjahres um 8 Prozent oder € 83 Millionen übertraf. Das übrige Ergebnis enthielt dabei Veräußerungsergebnisse aus dem – vorwiegend in der ersten Jahreshälfte erfolgten – Verkauf von Wertpapieren des zur Veräußerung verfügbaren Bestands der Konzernzentrale von € 156 Millionen und Erträge aus dem vorzeitigen Rückkauf von Hybridanleihen (Hybrid Tier-1-Capital) von € 113 Millionen. Der Konzern-Periodenüberschuss stieg um 13 Prozent oder € 97 Millionen auf € 842 Millionen. Hauptgrund dafür war eine geringere Steuerbelastung, die durch den Anstieg der Minderheitenanteile zum Teil kompensiert wurde.

In den ersten neun Monaten 2012 erzielte die RBI ein Betriebsergebnis von € 1.549 Millionen, das damit um 15 Prozent oder € 264 Millionen unter dem Vergleichswert des Vorjahres blieb. Dabei gingen die Betriebserträge um 5 Prozent zurück – hauptsächlich verursacht durch ein geringeres Zinsergebnis und ein schwächeres Handelsergebnis. Die Verwaltungsaufwendungen nahmen, getrieben vor allem vom Personalaufwand, um 2 Prozent zu. Im Quartalsvergleich ging das Betriebsergebnis um 18 Prozent zurück, vorwiegend hervorgerufen durch das stark rückläufige Handelsergebnis und gestiegene Verwaltungsaufwendungen.

Erwerb der Polbank im zweiten Quartal

Am 30. April 2012 erfolgte das formelle Closing der Übernahme eines 70-Prozent-Anteils an der Polbank EFG S.A. (Polbank), Warschau. Die Polbank wurde per 1. Mai 2012 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.

Betriebserträge durch Zins- und Handelsergebnis belastet

Die Betriebserträge gingen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 214 Millionen auf € 3.885 Millionen zurück. Zurückzuführen war dies überwiegend auf eine Abnahme des Zinsergebnisses (minus € 128 Millionen) infolge leicht gesunkener Zinsmargen und niedrigerer Volumina sowie auf ein geringeres Handelsergebnis (minus € 72 Millionen).

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen bei € 623 Millionen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen lagen in den ersten neun Monaten dieses Jahres mit € 623 Millionen um € 158 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode. Zu starken Rückgängen kam es vor allem in Ungarn (minus € 226 Millionen), wo die Kreditrisikovorsorgen allerdings nach wie vor auf hohem Niveau lagen. Russland verzeichnete gegenüber der Vorjahresperiode einen deutlichen Rückgang von € 34 Millionen. In der Slowakei, Rumänien, Polen, China und der Konzernzentrale sorgten diverse Einzelfälle für Neudotierungen der Kreditrisikovorsorgen für Firmenkunden. Der Anstieg in Polen war aber auch durch die Erstkonsolidierung der Polbank verursacht.

Der Bestand an notleidenden Krediten (Non-performing Loans, NPL) an Nichtbanken nahm seit Jahresbeginn um € 1.285 Millionen auf € 8.340 Millionen zu. Davon entfielen auf die Polbank zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung € 478 Millionen. Die Polbank wies zu diesem Zeitpunkt eine Coverage Ratio (Kreditrisikovorsorgen im Verhältnis zu den NPL ohne Berücksichtigung von Sicherheiten) von 89 Prozent auf. Währungseffekte erhöhten den Bestand um € 159 Millionen. Der um die Polbank und Währungseffekte bereinigte Zuwachs an NPL von € 621 Millionen resultierte vor allem aus Einzelfällen bei Großkunden. Dadurch kam es seit Jahresbeginn zu einem Anstieg der NPL Ratio um 1,6 Prozentpunkte auf 10,0 Prozent. Die Coverage Ratio verringerte sich um 2,6 Prozentpunkte auf 65,8 Prozent.

ROE vor Steuern bei 14 Prozent

Der Return on Equity (ROE) vor Steuern – basierend auf einem Periodenüberschuss vor Steuern von € 1.115 Millionen (plus 8 Prozent) und einem durchschnittlichen Eigenkapital von € 10,6 Milliarden (plus 5 Prozent) – erreichte 14,1 Prozent. Damit lag er um 0,4 Prozentpunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres.

Gewinn je Aktie plus € 0,49

Der Konzern-Periodenüberschuss betrug nach Abzug der Dividende auf das Partizipationskapital € 692 Millionen. Bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der Aktien von 194,8 Millionen resultierte daraus ein Gewinn je Aktie von € 3,55 – dies entspricht einem Plus von € 0,49 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Bilanzsumme konstant

Die Bilanzsumme der RBI lag zum 30. September 2012 mit € 147,1 Milliarden leicht über dem Jahresendwert 2011. Durch die erstmalige Einbeziehung der Polbank stieg sie dabei um € 6,0 Milliarden, Währungseffekte trugen weitere € 0,9 Milliarden bei, obwohl der Wertpapierbestand deutlich sank. Die Loan/Deposit Ratio, d. h. die Deckung der Kundenkredite durch Einlagen, verbesserte sich gegenüber dem Jahresende 2011 um 4 Prozentpunkte auf 118 Prozent.

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Veränderung Veränderung
in € Millionen 2012 2011 absolut in %
Zinsüberschuss 2.596 2.724 -128 -4,7%
Provisionsüberschuss 1.120 1.125 -4 -0,4%
Handelsergebnis 220 293 -72 -24,7%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -52 -42 -10 23,6%
Betriebserträge 3.885 4.099 -214 -5,2%
Personalaufwand -1.178 -1.141 -37 3,3%
Sachaufwand -884 -884 1 -0,1%
Abschreibungen -274 -262 -13 4,9%
Verwaltungsaufwendungen -2.336 -2.287 -49 2,2%
Betriebsergebnis 1.549 1.813 -264 -14,6%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -623 -782 158 -20,2%
Übrige Ergebnisse 190 1 189 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 1.115 1.032 83 8,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -226 -272 46 -16,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 889 760 129 17,0%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -47 -14 -32 225,5%
Konzern-Periodenüberschuss 842 745 97 13,0%

Das Ergebnis im Vorjahresvergleich

Zinsüberschuss

In den ersten neun Monaten 2012 ging der Zinsüberschuss gegenüber der Vergleichsperiode 2011 um 5 Prozent oder € 128 Millionen auf € 2.596 Millionen zurück. Innerhalb der Betriebserträge stellt dieser Posten mit einem Anteil von 67 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) unverändert die größte Ertragskomponente dar. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr resultierte überwiegend aus niedrigeren Zinserträgen – diese hatten infolge von Wertpapierverkäufen abgenommen –, geringeren Zinsmargen vor allem bei den Forderungen an Kreditinstitute sowie aus der niedrig verzinsten Veranlagung von Überliquidität der Konzernzentrale. Die Nettozinsspanne (das Verhältnis des Zinsüberschusses zur durchschnittlichen Bilanzsumme) reduzierte sich im Jahresabstand um 29 Basispunkte auf 2,32 Prozent.

In Ungarn sank der Zinsüberschuss aufgrund von Volumenrückgängen im Geschäft mit Privatkunden sowie höherer Refinanzierungskosten. Eine gegenläufige Geschäftsentwicklung zeichnete sich in Russland ab, wo der Zinsüberschuss durch höhere Volumina und leicht verbesserte Margen im Kundengeschäft sowie ein höheres Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten gesteigert werden konnte. Die Nettozinsspanne stieg hier um 30 Basispunkte auf 4,75 Prozent. In der Ukraine erhöhte sich die Zinsmarge dank der Aufwertung der lokalen Währung sowie einer günstigeren Refinanzierung um 65 Basispunkte auf 6,79 Prozent.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss verzeichnete gegenüber der Vergleichsperiode einen leichten Rückgang um € 4 Millionen auf € 1.120 Millionen. Geringere Kreditgebühren in Rumänien sowie gesunkene Volumina in Ungarn wirkten sich hier negativ auf das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft aus, das damit insgesamt um 14 Prozent oder € 30 Millionen abnahm. Gegenläufig entwickelte sich das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das volumenbedingt – vorwiegend durch Zunahmen in Russland und der Ukraine – um 7 Prozent oder € 33 Millionen auf € 486 Millionen zulegte. Auch das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft wuchs volumenbedingt um 9 Prozent oder € 21 Millionen an. Das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft hingegen ging wegen geringerer Transaktionsvolumina um 8 Prozent auf € 86 Millionen zurück. Zusätzliche Gebühren verringerten auch das Ergebnis aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds um 22 Prozent oder € 5 Millionen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis ging im Jahresvergleich um 25 Prozent oder € 72 Millionen auf € 220 Millionen zurück. Zwar war hier in der Konzernzentrale ein Anstieg der währungsbasierten Transaktionsvolumina zu verzeichnen, aufgrund der starken Fremdwährungsvolatilitäten ergab sich jedoch ein negatives Bewertungsergebnis von € 60 Millionen. Ein weiterer Grund für den Rückgang lag in Bewertungsverlusten für derivative Finanzinstrumente in Ungarn. In Belarus wiederum war das Ergebnis vor allem durch die Hochinflation negativ beeinflusst. Allerdings war das Handelsergebnis in der Vergleichsperiode 2011 aufgrund einer strategischen Währungsposition und der Entwicklung des belarussischen Rubels außerordentlich hoch ausgefallen.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Das sonstige betriebliche Ergebnis sank von minus € 42 Millionen in der Vorjahresperiode auf minus € 52 Millionen im Berichtszeitraum. Maßgeblich beeinflusst wurde es durch die höhere Bankenabgabe in Österreich und durch die Einführung einer Bankenabgabe in der Slowakei. Die Auflösung sonstiger Rückstellungen insbesondere in Kroatien, Ungarn und Russland beeinflusste das Ergebnis hingegen positiv.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 49 Millionen auf € 2.336 Millionen. Ohne Berücksichtigung der Polbank wäre hier jedoch eine Reduktion erzielt worden. Aufgrund der geringeren Erträge nahm die Cost/Income Ratio um 4,4 Prozentpunkte auf 60,1 Prozent zu.

Die größte Position unter den Verwaltungsaufwendungen war mit einem Anteil von 50 Prozent der Personalaufwand, der insgesamt um 3 Prozent oder € 37 Millionen auf € 1.178 Millionen anstieg. Während er in Russland aufgrund von Gehaltsanpassungen zunahm, sank er in Ungarn, der Tschechischen Republik und Rumänien.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg im Jahresabstand um 1.639 auf 61.645. Dies resultiert aus der Einbeziehung der Polbank (plus 3.310 Mitarbeiter) sowie aus Zugängen in Albanien (plus 83 Mitarbeiter) und der Slowakei (plus 60 Mitarbeiter). Dem standen Rückgänge durch Personalabbau in der Ukraine (minus 574 Mitarbeiter), Russland (minus 453 Mitarbeiter), Rumänien (minus 266 Mitarbeiter), Ungarn (minus 237 Mitarbeiter), Kroatien (minus 75 Mitarbeiter) und Bulgarien (minus 68 Mitarbeiter) gegenüber. Ohne Berücksichtigung der Polbank wäre ein Rückgang der Mitarbeiterzahl um 1.671 erzielt worden.

Der Sachaufwand blieb mit € 884 Millionen auf dem Niveau der Vorjahresperiode. Die größten Rückgänge ergaben sich hier beim Werbe- und Repräsentationsaufwand (minus 26 Prozent), beim Rechts- und Beratungsaufwand (minus 11 Prozent) und beim Kommunikationsaufwand (minus 4 Prozent). Dagegen verzeichneten der IT-Aufwand (plus 12 Prozent) und der Raumaufwand (plus 4 Prozent) die größten Steigerungen. In Polen sorgte die Einbeziehung der Polbank für eine Zunahme des Sachaufwands.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich um 5 Prozent oder € 13 Millionen auf € 274 Millionen. Zurückzuführen ist dies größtenteils auf die Implementierung neuer Software, insbesondere eines Kernbanksystems in der Ukraine.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 158 Millionen auf € 623 Millionen zurück. Die einzelnen Länder zeigten dabei eine uneinheitliche Entwicklung. So musste in Ungarn in den ersten neun Monaten 2012 deutlich weniger vorgesorgt werden als 2011, sodass die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen mit € 147 Millionen um € 226 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode blieben. Dies lag vor allem an den im Vorjahr vorgenommenen Wertberichtigungen, die durch die gesetzlich vorgegebene Möglichkeit zur vorzeitigen Rückzahlung von Fremdwährungskrediten zu einem deutlich unter dem Marktkurs liegenden Wechselkurs erforderlich geworden waren. In Russland kam es durch eine Verbesserung der Kundenratings sogar zu Auflösungen. Einen deutlichen Anstieg verzeichneten die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen hingegen in Polen (plus € 41 Millionen), nicht zuletzt hervorgerufen durch die Einbeziehung der Polbank. Diverse Einzelfälle sorgten in der Slowakei, Rumänien, China und der Konzernzentrale für Neudotierungen der Kreditrisikovorsorgen für Firmenkunden.

Die Neubildungsquote, berechnet auf Grundlage des durchschnittlichen Volumens an Kundenforderungen, ging um 0,32 Prozentpunkte auf 1,00 Prozent zurück.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse, die sich aus dem Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen und dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen zusammensetzt, stieg gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um € 189 Millionen auf € 190 Millionen.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen drehte dabei – beeinflusst durch einen Sondereffekt – von minus € 146 Millionen im Vorjahr auf plus € 299 Millionen in der Berichtsperiode. So brachte der Verkauf von Staatsanleihen aus dem zur Veräußerung verfügbaren Wertpapierbestand der Konzernzentrale ein Veräußerungsergebnis von € 156 Millionen. Darüber hinaus wurden durch Verkäufe von Wertpapieren aus dem Fair-Value-Bestand Erträge von € 65 Millionen generiert, die überwiegend in der Konzernzentrale anfielen. Des Weiteren führte die Bewertung von Wertpapieren des Fair-Value-Bestands in den ersten neun Monaten 2012 zu einem Gewinn von € 65 Millionen, während hier in der Vergleichsperiode des Vorjahres ein Verlust von € 96 Millionen verzeichnet worden war. Das Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen erhöhte sich aufgrund eines Einmaleffekts in der Vergleichsperiode ebenfalls um € 67 Millionen.

Gegenläufig entwickelte sich das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten: Nach einem positiven Ergebnis von € 149 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres entstand hier im Berichtszeitraum ein Verlust von € 108 Millionen, verursacht im Wesentlichen von einer Fair Value Option. Das Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten reduzierte sich

von plus € 51 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf minus € 268 Millionen. Den Verbindlichkeiten standen allerdings positive Bewertungen von sonstigen Derivaten in gleicher Höhe gegenüber. Für einen Rückgang des Bewertungsergebnisses der eigenen Emissionen der RBI war hauptsächlich das sinkende langfristige Zinsniveau verantwortlich, während die Auswirkung des höheren Credit Spread der RBI nur minus € 72 Millionen betrug. Darüber hinaus wurden aus dem Rückkauf von Hybridanleihen Erträge von € 113 Millionen erzielt.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand verringerte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 46 Millionen auf € 226 Millionen. Die Steuerquote betrug damit 20 Prozent (Vergleichsperiode 2011: 26 Prozent). Die Hauptgründe für den Rückgang liegen im Ansatz aktiver latenter Steuern auf Bewertungsverluste aus Verbindlichkeiten sowie in Steuernachzahlungen in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Q3/2012 Q2/2012 Veränderung Veränderung
in € Millionen absolut in %
Zinsüberschuss 834 8861 -52 -5,9%
Provisionsüberschuss 400 375 25 6,7%
Handelsergebnis 54 851 -31 -36,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -16 -28 12 -42,4%
Betriebserträge 1.272 1.318 -47 -3,5%
Personalaufwand -411 -386 -24 6,3%
Sachaufwand -311 -289 -22 7,7%
Abschreibungen -97 -89 -7 8,2%
Verwaltungsaufwendungen -818 -764 -54 7,1%
Betriebsergebnis 453 554 -101 -18,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -224 -247 23 -9,5%
Übrige Ergebnisse -42 -64 22 -35,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 188 243 -55 -22,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -32 -83 50 -60,9%
Periodenüberschuss nach Steuern 155 160 -4 -2,7%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -14 0 -14
Konzern-Periodenüberschuss 141 160 -18 -11,5%

Das Ergebnis im Quartalsvergleich

1Umgliederung von Zinsbestandteilen im Zusammenhang mit der Bewertung von Fremdwährungsderivaten.

Zinsüberschuss

Im Vergleich zum zweiten Quartal 2012 sank der Zinsüberschuss im dritten Quartal um 6 Prozent oder € 52 Millionen auf € 834 Millionen. Die Zinsmarge reduzierte sich im Quartalsvergleich um 12 Basispunkte auf 2,23 Prozent. Ausschlaggebend dafür waren niedrigere Zinserträge infolge von Wertpapierverkäufen in der Konzernzentrale sowie schwächere Zinserträge aus Kundenforderungen in Rumänien, denen allerdings verbesserte Margen in Russland gegenüberstanden.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss verzeichnete gegenüber dem zweiten Quartal 2012 einen Zuwachs um € 25 Millionen auf € 400 Millionen. Volumenbedingt profitierten hier der Zahlungsverkehr mit € 8 Millionen sowie das Ergebnis aus der Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten mit € 4 Millionen. Serviceleistungen wie beispielsweise Inkassotätigkeiten ließen auch das Ergebnis aus sonstigen Bankdienstleistungen um € 4 Millionen ansteigen. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sowie das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft nahmen ebenfalls um jeweils € 3 Millionen zu.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis reduzierte sich gegenüber dem zweiten Quartal um 37 Prozent oder € 31 Millionen auf € 54 Millionen. Auslöser dafür waren vorwiegend Bewertungsverluste aus Fremdwährungs-Swaps in der Konzernzentrale und in Ungarn.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Im dritten Quartal 2012 betrug das sonstige betriebliche Ergebnis minus € 16 Millionen und lag damit um € 12 Millionen über dem Wert des Vorquartals. Hauptgrund für diese Verbesserung war der Umstand, dass die Bankenabgabe in Ungarn geringer ausfiel, weil hier ein Teil der Verluste aus der Umsetzung des Regierungsprogramms zur begünstigten Konvertierung von Fremdwährungskrediten an Privatpersonen angerechnet werden konnte.

Verwaltungsaufwendungen

Mit € 818 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im dritten Quartal 2012 um € 54 Millionen über dem Wert des Vorquartals von € 764 Millionen.

Der Personalaufwand stieg dabei um 6 Prozent oder € 24 Millionen auf € 411 Millionen. Die größten Steigerungen ergaben sich hier in der Konzernzentrale, in der Tschechischen Republik sowie durch die Einbeziehung der Polbank in Polen.

Der Sachaufwand wuchs aufgrund mehrerer kleiner Aufwandsposten um 8 Prozent oder € 22 Millionen auf € 311 Millionen.

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte nahmen im Quartalsvergleich um 8 Prozent oder € 7 Millionen auf € 97 Millionen zu. Zurückzuführen ist dies größtenteils auf die Implementierung neuer Software, insbesondere eines Kernbanksystems in der Ukraine.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen fielen im dritten Quartal um € 23 Millionen geringer aus als im Vorquartal. Niedrigere Vorsorgen wurden vor allem in Ungarn und Polen gebildet, während in Russland aufgrund diverser Einzelfälle eine Zunahme zu verzeichnen war.

Der Zuwachs des Bestands an notleidenden Krediten an Nichtbanken lag im dritten Quartal 2012 bei € 51 Millionen (davon Währungseffekte: minus € 2 Millionen) und damit auf dem niedrigsten Niveau seit Jahresbeginn. Allerdings war das Vorquartal vor allem durch die Einbeziehung der Polbank Anfang Mai und durch Einzelfälle in Ungarn und Polen geprägt gewesen. Die NPL Ratio stieg im Quartalsvergleich um 0,2 Prozentpunkte auf 10,0 Prozent, die Coverage Ratio erhöhte sich geringfügig auf 65,8 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die übrigen Ergebnisse verbesserten sich im Quartalsvergleich um € 22 Millionen auf minus € 42 Millionen. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen erhöhte sich dabei im Quartalsvergleich um € 54 Millionen, beeinflusst vor allem durch ein positives Bewertungsergebnis aus den zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten hingegen verschlechterte sich gegenüber dem zweiten Quartal um € 33 Millionen auf minus € 88 Millionen. Ausschlaggebend dafür waren niedrigere positive Ergebnisse aus den sonstigen Derivaten (Rückgang von € 24 Millionen) sowie ein leicht höherer Bewertungsverlust aus den zum Marktwert bewerteten Verbindlichkeiten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Steueraufwand ging im dritten Quartal auf € 32 Millionen zurück (Vorquartal: € 83 Millionen). Der Ansatz aktiver latenter Steuern – überwiegend auf Bewertungsverluste aus Verbindlichkeiten – führte zu einem Rückgang der Steuerquote auf 17 Prozent gegenüber 34 Prozent im Vorquartal.

Bilanzentwicklung

Die Bilanzsumme der RBI lag zum 30. September 2012 mit € 147,1 Milliarden leicht über dem Jahresendwert 2011. Dabei brachte die erstmalige Einbeziehung der Polbank Anfang Mai 2012 einen Zuwachs um € 6,2 Milliarden, Währungseffekte führten zu einem weiteren Anstieg um € 0,9 Milliarden. Per Saldo bedeutet dies einen organischen Rückgang der Konzernbilanzsumme um rund 5 Prozent.

Aktiva

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Forderungen an Kreditinstitute (nach Kreditrisikovorsorgen) 24.605 16,7% 25.493 17,3%
Forderungen an Kunden (nach Kreditrisikovorsorgen) 78.280 53,2% 76.778 52,2%
Wertpapiere und Beteiligungen 17.153 11,7% 19.864 13,5%
Sonstige Aktiva 27.090 18,4% 24.850 16,9%
Aktiva gesamt 147.128 100,0% 146.985 100,0%

Von der Struktur her erfuhr die Bilanz aktivseitig leichte Veränderungen. Die Forderungen an Kunden nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen – sie erhöhten sich um € 1,5 Milliarden auf € 78,3 Milliarden – dominieren mit einem Anteil von 53 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) weiterhin die Aktivseite. Während die erstmalige Einbeziehung der Polbank aber insgesamt zu einem Anstieg der Kundenforderungen (netto) – insbesondere im Retail-Kundenbereich – um € 4,8 Milliarden führte, gingen die Forderungen an Firmenkunden deutlich zurück. Verkäufe von – vor allem zur Veräußerung verfügbaren – Wertpapieren verringerten auch den Bilanzposten Wertpapiere und Beteiligungen um netto € 2,4 Milliarden. Umgekehrt nahm der Bestand an liquiden Mitteln weiter zu: Die Barreserve, die im Wesentlichen aus täglich fälligen Guthaben bei Zentralbanken besteht, stieg um € 2,1 Milliarden auf € 13,5 Milliarden.

Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.773 25,0% 37.992 25,8%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 70.942 48,2% 66.747 45,4%
Eigenmittel 14.890 10,1% 15.087 10,3%
Übrige Passiva 24.523 16,7% 27.159 18,5%
Passiva gesamt 147.128 100,0% 146.985 100,0%

Die Passivseite der Bilanz war durch höhere Einlagen von Kunden (plus 6 Prozent oder € 4,2 Milliarden) gekennzeichnet. Die Einlagen von Retail-Kunden, hier vor allem Privatpersonen, stiegen um € 4,9 Milliarden, und zwar überwiegend in Polen, Russland und in der Tschechischen Republik. Der Firmenkundenbereich hingegen verzeichnete einen Rückgang um € 0,8 Milliarden, der vor allem auf geringeren Einlagen von Großkunden beruhte. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten gingen um rund 3 Prozent oder € 1,2 Milliarden zurück. Ein Rückgang der Einlagen von Geschäftsbanken um € 2,3 Milliarden wurde dabei zur Hälfte durch höhere Einlagen von Zentralbanken kompensiert. Der Bilanzposten verbriefte Verbindlichkeiten sank um 9 Prozent oder € 1,3 Milliarden, in erster Linie hervorgerufen durch die Rückzahlung der zweiten von drei im Jahr 2009 emittierten staatsgarantierten Anleihen im Volumen von € 1,25 Milliarden im Februar 2012. Das Nachrangkapital ging hauptsächlich wegen des Rückkaufs von Hybridkapital in Höhe von € 359 Millionen um € 0,4 Milliarden auf € 3,8 Milliarden zurück.

Die Loan/Deposit Ratio verbesserte sich seit Jahresbeginn um 4 Prozentpunkte auf 118 Prozent.

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Kundeneinlagen 70.942 56,9% 66.747 54,2%
Mittel- und langfristiges Funding 23.241 18,7% 23.903 19,4%
Kurzfristiges Funding 26.634 21,4% 28.456 23,1%
Nachrangige Verbindlichkeiten 3.754 3,0% 4.151 3,4%
Gesamt 124.572 100,0% 123.257 100,0%

Funding-Struktur

Auch im dritten Quartal nutzte die RBI die Geld- und Kapitalmärkte aktiv und konnte dadurch ihren Jahresbedarf an kapitalmarktsensitivem Funding bereits zur Gänze decken. So platzierte sie Anfang Juli eine erstrangige Benchmark-Anleihe im Ausmaß von € 750 Millionen, die mit fünf Jahren die längste seit Beginn der Finanzkrise erzielte Laufzeit in diesem Volumen aufweist. Unterstützt vom verbesserten Marktumfeld begab die RBI Anfang Oktober eine nachrangige Anleihe mit zehn Jahren Laufzeit im Volumen von CHF 250 Millionen und führte zudem einen Umtausch von Ergänzungskapital in nachrangige Emissionen durch.

Bis Ende des dritten Quartals wurde auch ein wesentlicher Teil der von den Netzwerkbanken geplanten Finanzierungen aus externen Quellen umgesetzt. Dies erfolgte hauptsächlich über Finanzierungen von supranationalen Institutionen. Diese tragen damit positiv zur Entwicklung der lokalen stabilen Funding Ratio (LLSFR) der RBI bei.

Eigenkapital

Das bilanzielle Eigenkapital der RBI, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzern-Periodenüberschuss und dem Kapital der nicht beherrschenden Anteile zusammensetzt, stieg gegenüber dem Jahresultimo 2011 um 2 Prozent oder € 200 Millionen auf € 11.136 Millionen. Das Gesamtergebnis betrug € 1.014 Millionen und beinhaltet neben dem Periodenüberschuss nach Steuern von € 889 Millionen vor allem die Währungsdifferenzen von € 208 Millionen sowie die Ergebnisse aus dem zur Veräußerung verfügbaren Wertpapierbestand von minus € 144 Millionen, die im Wesentlichen durch Umgliederung realisierter Gewinne in die Erfolgsrechnung entstanden. In der Berichtsperiode wurden Dividenden in Höhe von € 455 Millionen ausgeschüttet, darunter die in der Hauptversammlung vom Juni 2012 beschlossene Dividende auf das Grundkapital der RBI von € 1,05 je Aktie (in Summe € 205 Millionen) sowie die Dividende auf das Partizipationskapital von € 200 Millionen. Darüber hinaus sank das bilanzielle Eigenkapital durch den Kauf eines Minderheitenanteils von 24 Prozent an der Raiffeisenbank a.s., Prag, um € 245 Millionen, durch den Kauf eines Minderheitenanteils von 13 Prozent an der Tatra banka, a.s., Bratislava, um € 133 Millionen sowie durch den Kauf eines Minderheitenanteils von 3 Prozent an der Raiffeisen Bank d.d. Bosna i Hercegovina, Sarajevo, um € 5 Millionen.

Eigenmittel gemäß BWG

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.

Per 30. September 2012 betrugen die konsolidierten Eigenmittel der RBI gemäß BWG € 12.416 Millionen. Dies entspricht einem Rückgang von 3 Prozent oder € 442 Millionen. Während sich der Effekt aus der Umstellung der Berechnung auf internationale Rechnungslegung im zweiten Quartal mit € 497 Millionen positiv auswirkte, reduzierte sich das Kernkapital durch den Kauf eines Anteils von 13 Prozent an der Tatra banka a.s., durch den Kauf eines Anteils von 24 Prozent an der Raiffeisenbank a.s. sowie durch den Kauf eines Minderheitenanteiles von 3 Prozent an der Raiffeisen Bank d.d. Bosna i Hercegovina, Sarajevo, durch die RBI um insgesamt € 383 Millionen. Der Rückkauf von hybridem Tier-1-Kapital von externen Investoren reduzierte das Kernkapital um € 359 Millionen, die Einbeziehung der Polbank führte Anfang Mai zu einer weiteren Reduktion um € 226 Millionen. Die Währungsentwicklung hingegen wirkte sich mit € 198 Millionen in Summe positiv aus: Während sich der serbische Dinar negativ entwickelte, führte die Aufwertung der ukrainischen Hryvna, des ungarischen Forint und des polnischen Zloty per Saldo zu einer Erhöhung der Eigenmittel. Die ergänzenden Eigenmittel lagen mit einem Rückgang um € 24 Millionen auf € 3.344 Millionen leicht unter dem Wert zum Jahresende 2011, und auch das kurzfristige nachrangige Kapital verringerte sich um € 1 Million auf € 99 Millionen.

Den Eigenmitteln stand ein um € 901 Millionen verringertes Eigenmittelerfordernis von € 6.723 Millionen gegenüber. Dieser Rückgang resultiert vor allem aus einer Reduktion des Eigenmittelerfordernisses für das Kreditrisiko um € 670 Millionen auf € 5.502 Millionen. Neben rückläufigen Volumina in einigen Märkten sind dafür vor allem die im Zusammenhang mit den Vorgaben der Europäischen Bankenaufsichtsbehörde (EBA) eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung des Kapitalerfordernisses durch Capital-Clean-up-Projekte verantwortlich. Darüber hinaus wirkte sich auch die Umstellung der Risikoberechnung der russischen Tochterbank auf den IRB-Ansatz positiv aus. Das Erfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten und Waren verringerte sich um € 214 Millionen auf € 306 Millionen. Hervorgerufen wurde dies einerseits durch die vor dem Hintergrund der EBA-Vorgaben eingeleiteten Maßnahmen zur Reduktion des Nicht-Kerngeschäfts mit Fokus auf Marktrisikopositionen und andererseits durch eine Aktualisierung des internen Berechnungsmodells. Dadurch halbierte sich auch das Erfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen um € 76 Millionen auf € 64 Millionen. Einen leichten Anstieg zeigte hingegen das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko, das – nach € 792 Millionen zum Jahresende 2011 – nunmehr € 851 Millionen betrug. Hier wirkte sich neben der Polbank-Konsolidierung auch ein Anstieg des Erfordernisses in der RBI AG aus. Die Einbeziehung der Polbank erhöhte das Eigenmittelerfordernis um € 298 Millionen.

Insgesamt brachte dies eine Verbesserung der Überdeckungsquote um 16,0 Prozentpunkte auf 84,7 Prozent oder € 5.692 Millionen. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergab sich eine Core Tier 1 Ratio von 10,2 Prozent und eine Kernkapitalquote von 10,7 Prozent. Die Eigenmittelquote erhöhte sich auf 14,8 Prozent.

Risikomanagement

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling. Dieses bildet einen integralen Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.

Kreditportfoliostrategie

Zur aktiven Steuerung des Kreditportfolios bestehen bei der RBI eigene Kreditportfolio-Komitees, die die Kreditportfoliostrategie für die unterschiedlichen Kundensegmente festlegen. Als Grundlage für die Definition von Kreditvergaberichtlinien und Limite zur Ausrichtung des Kreditportfolios dienen Analysen interner Research-Abteilungen sowie des Portfolio Managements. Die Kreditportfoliostrategien werden dabei regelmäßig an die geänderten Marktaussichten angepasst.

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Unsicherheit hinsichtlich einiger europäischer Staaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Slowenien und Spanien) standen in den vergangenen Quartalen vor allem Forderungen gegenüber Staaten und Gemeinden sowie Banken aus diesen Ländern im Fokus der Portfoliosteuerung. Bestehende Aushaftungen wurden kontinuierlich evaluiert, und wo erforderlich wurden Limite reduziert. Insgesamt beträgt das Kreditobligo der RBI für diese Staaten und Gemeinden sowie Banken € 1.469 Millionen (31.12.2011: € 2.547 Millionen) und stellt somit keine wesentliche Risikokonzentration dar. Neben regulatorischen Erfordernissen in den Kernmärkten der RBI dient das Engagement in Staatspapieren hauptsächlich der Verstärkung des Liquiditätspuffers der RBI.

Das Management notleidender Kredite war im Berichtszeitraum weiterhin einer der Schwerpunkte im Risikomanagement. Ziele und Maßnahmen bezogen sich dabei auf die verbesserte Früherkennung potenzieller Problemfälle sowie einen raschen und effizienten Abbau des Bestands an notleidenden Krediten.

Liquiditätsposition

Die RBI war dank ihrer guten Liquiditätsposition bereits im Geschäftsjahr 2011 kaum von den Spannungen auf den internationalen Finanzmärkten betroffen. Diese hohe Stabilität konnte in den ersten drei Quartalen 2012 beibehalten werden. Zur Steuerung des Liquiditätsrisikos verwendet die RBI ein seit Langem etabliertes und bewährtes Limitkonzept, das auf Basis vertraglicher und historisch beobachteter Mittelzu- und -abflüsse einen hohen Liquiditätsüberhang für kurzfristige Laufzeiten einfordert. Auch für mittel- und längerfristige Laufzeitbänder bestehen entsprechende Limite, die wiederum die Auswirkungen einer möglichen Verteuerung der Refinanzierung auf das Geschäftsergebnis der RBI

begrenzen. Neben dem Limitkonzept werden auch die Auswirkungen potenzieller Markt- und Namenskrisenszenarien (Liquiditätsstresstests) regelmäßig evaluiert.

Die Liquiditätsposition der RBI unterliegt einem regelmäßigen Monitoring und ist in der Meldung des RZB-Konzerns im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten.

Regulatorisches Umfeld – Basel II und III

Die RBI beschäftigt sich auch im laufenden Geschäftsjahr intensiv mit den regulatorischen Entwicklungen. Ein Großteil der Änderungen ergibt sich aus der EU-Richtlinie CRD III (Capital Requirements Directive) und der von der EU-Kommission vorgeschlagenen, noch weitergehenden Verordnung CRD IV/CRR (Capital Requirements Regulation). Der potenzielle Einfluss der neuen bzw. geänderten gesetzlichen Regelungen auf die RBI wurde eingehend analysiert, und es wurden auch bereits entsprechende interne Richtlinien erlassen. Neben den bereits aufgenommenen Vorbereitungen im Zusammenhang mit den neuen Basel-III-Regelungen steht weiterhin die möglichst flächendeckende Implementierung des fortgeschrittenen Basel-II-Ansatzes im Fokus des Risikomanagements. Die RBI verwendet die dafür ermittelten Parameter und Ergebnisse auch für interne Management-Informationszwecke und Steuerungsmaßnahmen. Darüber hinaus investiert sie weiterhin in die Verbesserung ihrer Risikomanagement-Systeme.

Ausblick

Im Zuge der sich aus heutiger Sicht abzeichnenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung insbesondere in CEE peilen wir mittelfristig und einschließlich der Akquisition der Polbank einen Return on Equity vor Steuern von rund 15 Prozent an. Hierbei sind künftige Akquisitionen, etwaige Kapitalerhöhungen sowie heute noch nicht absehbare regulatorische Anforderungen nicht berücksichtigt.

Für 2012 gehen wir aufgrund des wirtschaftlichen Umfelds und der restriktiven regulatorischen Bestimmungen von einem stabilen Geschäftsvolumen aus. Unter Kundengesichtspunkten planen wir, dass der Bereich Corporate Customers weiter das Rückgrat des Geschäfts bilden soll, und der Bereich Retail Customers mittelfristig einen größeren Anteil am Geschäftsvolumen des Konzerns einnehmen soll als bisher.

Vor dem Hintergrund der sich ständig verändernden regulatorischen Anforderungen sowie einer weiteren Stärkung der Bilanzstruktur überprüfen wir laufend Höhe und Struktur unserer Eigenmittel, um zeitnah und flexibel agieren zu können. Dabei stellt weiterhin, abhängig von der weiteren Entwicklung der Märkte, auch die Durchführung einer Kapitalerhöhung eine mögliche Option dar.

Angesichts der Wirtschaftsaussichten bleibt die Lage in einigen unserer Märkte angespannt. Für die nächsten Monate erwarten wir daher einen leichten Anstieg des Volumens der notleidenden Kredite, vor allem getrieben durch höhere Ausfälle in Ungarn, aber auch in den südosteuropäischen Ländern. Insgesamt erwarten wir eine stabile bis leicht steigende Neubildungsquote.

Für das Jahr 2012 gehen wir von höheren Bankenabgaben als im Vorjahr aus. Diese werden in Österreich und CEE voraussichtlich zu einer Ergebnisbelastung von rund € 160 Millionen führen.

Der Fundingbedarf für 2012 ist gedeckt.

Auch 2012 widmen wir der Kostenentwicklung erhöhte Aufmerksamkeit. Dazu wurden in der gesamten Gruppe Kostensenkungsprogramme aufgesetzt. Ohne Berücksichtigung der Polbank gehen wir auf Gruppenebene von einer flachen Kostenentwicklung aus, inklusive Polbank erwarten wir eine geringfügige Kostensteigerung.

Segmentbericht

Einteilung der Segmente

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center

Segmentüberblick

Der Periodenüberschuss vor Steuern der RBI stieg im Vergleich zu den ersten drei Quartalen des Vorjahres um 8 Prozent auf € 1.115 Millionen. Die schon seit Anfang des Jahres 2012 spürbaren Wachstumsunterschiede zwischen den einzelnen Segmenten hielten dabei auch im dritten Quartal an. So stieg im Segment Russland der Periodenüberschuss vor Steuern von einer bereits hohen Basis deutlich weiter an. Auch in Zentraleuropa erhöhte er sich signifikant, hier allerdings von einem durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld im Vorjahr niedrigen Niveau aus. In Südosteuropa blieb der Periodenüberschuss vor Steuern nahezu unverändert, und GUS Sonstige meldete einen Ergebnisrückgang. Die funktionalen Segmente zeigten mit Ausnahme von Group Markets im Periodenvergleich Ergebnisrückgänge.

In Zentraleuropa stieg der Periodenüberschuss vor Steuern dank eines Rückgangs der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Ungarn trotz der Erstkonsolidierung der Polbank von € 13 Millionen auf € 152 Millionen. Die Bilanzaktiva nahmen im Jahresabstand um 17 Prozent auf € 41,6 Milliarden zu.

Die Region Südosteuropa verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2012 mit € 261 Millionen einen beinahe unveränderten Periodenüberschuss vor Steuern. Dabei kam es zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses, der jedoch durch eine Reduktion der Verwaltungsaufwendungen weitgehend kompensiert werden konnte. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 3 Prozent auf € 21,9 Milliarden.

Russland leistete mit einem Periodenüberschuss vor Steuern von € 485 Millionen den größten regionalen Ergebnisbeitrag. Der erzielte Anstieg um 69 Prozent resultiert vor allem aus einer Zunahme der Betriebserträge. Die Bilanzaktiva des Segments stiegen im Periodenvergleich um 11 Prozent auf € 15,4 Milliarden.

Im Segment GUS Sonstige sank der Periodenüberschuss vor Steuern um 43 Prozent auf € 82 Millionen, wofür überwiegend ein Rückgang des Handelsergebnisses – nach Sondereffekten im Vorjahr – verantwortlich war. Die Bilanzaktiva des Segments reduzierten sich im Jahresabstand um 6 Prozent auf € 6,4 Milliarden.

Das Segment Group Corporates verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2012 einen Rückgang des Periodenüberschusses vor Steuern um 7 Prozent auf € 288 Millionen, überwiegend hervorgerufen durch eine Zunahme der Verwaltungsaufwendungen. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 6 Prozent auf € 20,3 Milliarden.

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets verdoppelte sich im Periodenvergleich auf € 238 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war eine Steigerung der übrigen Ergebnisse durch den Verkauf von Wertpapieren, während die Betriebserträge deutlich rückläufig waren. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand um 30 Prozent auf € 20,1 Milliarden.

Im Segment Corporate Center nahm der Periodenüberschuss vor Steuern durch einen Rückgang der übrigen Ergebnisse trotz einer Zunahme des Zinsüberschusses um insgesamt 52 Prozent auf € 156 Millionen ab. Die Bilanzaktiva stiegen im Periodenvergleich um 12 Prozent auf € 59,0 Milliarden.

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 1.117 1.218 -8,3% 375 376 -0,4%
Verwaltungsaufwendungen -723 -708 2,1% -264 -238 10,9%
Betriebsergebnis 394 509 -22,7% 111 139 -19,8%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -293 -484 -39,5% -94 -124 -24,0%
Übrige Ergebnisse 51 -12 24 9 168,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 152 13 >500,0% 41 24 71,1%
Aktiva 41.601 35.608 16,8% 41.601 41.450 0,4%
Nettozinsspanne 2,68% 3,24% -0,56 PP 2,55% 2,67% -0,12 PP
Return on Equity vor Steuern 6,9% 0,6% 6,3 PP 5,5% 3,3% 2,2 PP

Zentraleuropa

In Zentraleuropa vervielfachte sich der Periodenüberschuss vor Steuern in den ersten drei Quartalen 2012 von € 13 Millionen auf € 152 Millionen. Während deutlich niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen das Ergebnis der Region verbesserten, wurde es durch die Erstkonsolidierung der Polbank belastet. Der Return on Equity vor Steuern stieg um 6,3 Prozentpunkte auf 6,9 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss der Region zeigte sich insgesamt rückläufig und sank im Periodenvergleich um 9 Prozent auf € 774 Millionen. Den größten Rückgang verzeichnete dabei mit minus 25 Prozent auf € 177 Millionen Ungarn, hervorgerufen vor allem durch die vorzeitige Tilgung von Fremdwährungskrediten. Dank der Einbeziehung der Polbank stieg hingegen der Zinsüberschuss in Polen um 30 Prozent. In den restlichen Ländern der Region kam es durch gestiegene Volumina im sehr kompetitiven Umfeld zu höheren Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen. Mit einem Rückgang der Nettozinsspanne um 56 Basispunkte auf 2,68 Prozent verringerte sich die Profitabilität im Segment insgesamt, während die Bilanzaktiva – überwiegend aufgrund der Einbeziehung der Polbank – im Jahresabstand um 17 Prozent oder € 6,0 Milliarden auf € 41,6 Milliarden anstiegen. Die Kreditrisikoaktiva hingegen reduzierten sich um 10 Prozent von € 23,9 Milliarden auf € 21,4 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss des Segments ging im Periodenvergleich um insgesamt 1 Prozent oder € 5 Millionen auf € 363 Millionen zurück. Dabei stieg das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr um 2 Prozent auf € 149 Millionen, während das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft aufgrund rückläufiger Geschäftsvolumina und Transaktionszahlen vorwiegend in Ungarn um 12 Prozent auf € 48 Millionen sank. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft blieb im Periodenvergleich mit € 111 Millionen beinahe unverändert.

Das Handelsergebnis des Segments Zentraleuropa ging im Periodenvergleich um 75 Prozent auf € 7 Millionen zurück. Dabei reduzierte sich das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft von € 25 Millionen auf € 2 Millionen. Am stärksten fiel hier – hervorgerufen durch das Bewertungsergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten – der Rückgang in Ungarn aus. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft blieb mit € 5 Millionen im Periodenvergleich unverändert.

Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region blieb negativ, verbesserte sich jedoch dank mehrerer kleiner Aufwands- und Ertragsposten in den ersten drei Quartalen 2012 von minus € 29 Millionen leicht auf minus € 27 Millionen. Die Neueinführung einer Bankenabgabe in der Slowakei belastete das Ergebnis mit € 18 Millionen. Umgekehrt verringerte sich die Bankenabgabe in Ungarn um € 13 Millionen, weil die Verluste aus der gesetzlich vorgeschriebenen Möglichkeit zur Rückzahlung von Fremdwährungskrediten zum Teil gegengerechnet werden konnten.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen trotz der Einbeziehung der Polbank gegenüber der Vergleichsperiode nur um 2 Prozent auf € 723 Millionen. So konnte insbesondere durch einen Standortabbau und eine Verminderung des Mitarbeiterstands in Ungarn sowie in der Tschechischen Republik eine Verringerung des Personalaufwands erreicht werden. Der Sachaufwand des Segments blieb mit € 298 Millionen beinahe unverändert, die Einbeziehung der Polbank wurde hier durch Kostensenkungen in allen Ländern der Region egalisiert. Die Verwaltungsaufwendungen im Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten der Direktbank ZUNO in der Tschechischen Republik und der Slowakei sanken im Periodenvergleich um 14 Prozent auf € 18 Millionen. Ebenfalls überwiegend aufgrund der Einbeziehung der Polbank stiegen die Abschreibungen im Berichtszeitraum um € 8 Millionen auf € 78 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments erhöhte sich im Jahresabstand um 287 auf 848, primär hervorgerufen durch die Einbeziehung der Polbank. Die Cost/Income Ratio der Region nahm trotz einer Verbesserung der Kostenstruktur aufgrund rückläufiger Betriebserträge um 6,6 Prozentpunkte auf 64,7 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen des Segments sanken insgesamt um 40 Prozent auf € 293 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war Ungarn, wo die politischen und wirtschaftlichen Gegebenheiten in der Vergleichsperiode zusätzliche pauschalierte Einzelwertberichtigungen erforderlich gemacht hatten, insbesondere aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Möglichkeit zur vorzeitigen Rückzahlung von Fremdwährungskrediten zu einem deutlich unter dem Marktkurs liegenden Wechselkurs. Diese Wertberichtigungen hatten der Abdeckung möglicher Verluste aus derartigen Rückführungen sowie der allgemein verschlechterten Kreditqualität gedient. Insgesamt reduzierten sich die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen im Periodenvergleich um 26 Prozent auf € 285 Millionen. Während sie in Ungarn zurückgingen, waren im Zusammenhang mit großen Firmenkunden in Polen und der Slowakei sowie mit Privatpersonen in der Slowakei zusätzliche Dotierungen erforderlich. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen der Region betrugen im Berichtszeitraum € 11 Millionen und sanken damit im Jahresabstand um € 90 Millionen. Dabei fiel in Ungarn die größte Veränderung an, da durch die hohe Anzahl von Wertberichtigungen in der Vergleichsperiode nun deutlich niedrigere Dotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen erforderlich wurden. Zusätzlich konnten die Auflösungen von Portfolio-Wertberichtigungen für Privatkunden in der Tschechischen Republik nahezu verdoppelt werden. Der Anteil der notleidenden Kredite von Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments Zentraleuropa betrug zum Ende der Berichtsperiode 11,1 Prozent (plus 1,9 Prozentpunkte im Jahresabstand).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa drehten von minus € 12 Millionen auf plus € 51 Millionen. Ebenso verhielt es sich mit dem hier enthaltenen Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das aufgrund von Bewertungsgewinnen bei Wertpapieren von minus € 17 Millionen auf plus € 39 Millionen

zunahm. In Ungarn lieferte das Ergebnis aus der Bewertung von Kommunalschuldverschreibungen einen positiven Beitrag von € 34 Millionen.

Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten der Region verdreifachte sich auf Basis von Zuwächsen in allen Ländern der Region im Periodenvergleich nahezu auf insgesamt € 14 Millionen. Besonders positiv schlugen sich dabei Bewertungsgewinne aus diversen Absicherungsgeschäften zur Anpassung der Währungs- und Zinsstruktur in der Tschechischen Republik nieder.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen um 11 Prozent auf € 61 Millionen. Die Steuerquote erreichte den hohen Wert von 40 Prozent – wie schon in der Vergleichsperiode hervorgerufen durch die Situation in Ungarn, wo die erlittenen Verluste nicht zur Gänze durch Aktivierung entsprechender Verlustvorträge steuerlich geltend gemacht werden konnten.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile drehte im Periodenvergleich von minus € 36 Millionen auf plus € 72 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

Tschechische Republik

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 197 214 -7,9% 64 67 -4,6%
Provisionsüberschuss 92 95 -4,0% 31 31 -1,0%
Handelsergebnis 5 4 11,6% 1 1 -8,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 5 2 88,7% 3 0 >500,0%
Betriebserträge 298 316 -5,7% 99 99 -0,8%
Verwaltungsaufwendungen -168 -182 -7,5% -60 -53 13,8%
Betriebsergebnis 130 134 -3,3% 38 47 -17,3%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-35 -57 -38,4% -15 -14 6,7%
Übrige Ergebnisse 14 13 12,5% 7 1 362,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 109 89 21,3% 30 34 -11,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -24 -20 18,7% -7 -7 -11,7%
Periodenüberschuss nach Steuern 85 69 22,0% 24 27 -10,9%
Aktiva 9.054 8.988 0,7% 9.054 8.890 1,8%
Forderungen an Kunden 6.368 6.799 -6,3% 6.368 6.289 1,3%
davon Corporate % 43,6% 43,3% 0,3 PP 43,6% 42,9% 0,7 PP
davon Retail % 56,2% 56,6% -0,4 PP 56,2% 56,8% -0,7 PP
davon in Fremdwährung % 6,8% 6,6% 0,2 PP 6,8% 7,0% -0,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 6.317 6.004 5,2% 6.317 6.135 3,0%
Loan/Deposit Ratio 100,8% 113,2% -12,4 PP 100,8% 102,5% -1,7 PP
Return on Equity vor Steuern 23,9% 20,7% 3,1 PP 18,5% 20,7% -2,1 PP
Return on Equity nach Steuern 18,6% 16,1% 2,5 PP 14,5% 16,1% -1,7 PP
Cost/Income Ratio 56,5% 57,6% -1,1 PP 61,0% 53,2% 7,8 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.044 3.171 -4,0% 3.044 3.001 1,4%
Geschäftsstellen 132 128 3,1% 132 131 0,8%
Anzahl Kunden 487.292 435.751 11,8% 487.292 485.652 0,3%
Ungarn
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 177 236 -24,9% 57 64 -10,8%
Provisionsüberschuss 57 68 -15,6% 20 19 4,1%
Handelsergebnis -45 10 -26 -16 63,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -25 -50 -49,2% 1 -16
Betriebserträge 164 264 -37,9% 51 51 0,7%
Verwaltungsaufwendungen -145 -165 -12,3% -48 -48 0,0%
Betriebsergebnis 20 100 -80,4% 3 2 13,3%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -147 -373 -60,6% -39 -62 -37,4%
Übrige Ergebnisse 35 -25 19 8 148,7%
Periodenfehlbetrag vor Steuern -93 -299 -69,0% -17 -52 -67,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -4 13 3 -7
Periodenfehlbetrag nach Steuern -97 -286 -66,2% -14 -59 -75,5%
Aktiva 7.401 8.290 -10,7% 7.401 7.392 0,1%
Forderungen an Kunden 5.434 5.919 -8,2% 5.434 5.493 -1,1%
davon Corporate % 56,0% 51,9% 4,1 PP 56,0% 54,6% 1,4 PP
davon Retail % 38,6% 45,0% -6,4 PP 38,6% 40,1% -1,5 PP
davon in Fremdwährung % 62,2% 71,3% -9,1 PP 62,2% 67,4% -5,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 4.984 4.883 2,1% 4.984 4.768 4,5%
Loan/Deposit Ratio 109,0% 121,2% -12,2 PP 109,0% 115,2% -6,2 PP
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 88,1% 62,4% 25,8 PP 94,7% 95,3% -0,6 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.904 3.188 -8,9% 2.904 2.916 -0,4%
Geschäftsstellen 125 144 -13,2% 125 134 -6,7%
Anzahl Kunden 631.653 646.256 -2,3% 631.653 639.151 -1,2%
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 186 147 26,5% 82 61 33,1%
Provisionsüberschuss 112 102 9,4% 43 38 13,6%
Handelsergebnis 19 17 8,6% -2 10
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 11 -61,7% -3 4
Betriebserträge 321 278 15,5% 120 114 5,9%
Verwaltungsaufwendungen -215 -151 41,9% -93 -72 28,9%
Betriebsergebnis 106 127 -16,0% 28 42 -33,6%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-77 -36 115,2% -28 -41 -32,2%
Übrige Ergebnisse 0 0 490,7% 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 30 91 -67,5% 0 0
Steuern vom Einkommen und Ertrag -8 -19 -60,8% -1 -1 41,8%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern
22 71 -69,3% -1 0 221,9%
Aktiva 13.711 7.234 89,6% 13.711 13.727 -0,1%
Forderungen an Kunden 10.561 5.347 97,5% 10.561 10.588 -0,3%
davon Corporate % 32,3% 60,6% -28,2 PP 32,3% 32,0% 0,4 PP
davon Retail % 67,6% 38,6% 29,0 PP 67,6% 68,0% -0,4 PP
davon in Fremdwährung % 54,0% 39,7% 14,3 PP 54,0% 54,9% -0,8 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.920 4.098 93,3% 7.920 8.138 -2,7%
Loan/Deposit Ratio 133,3% 130,5% 2,9 PP 133,3% 130,1% 3,2 PP
Return on Equity vor Steuern 3,7% 17,2% -13,5 PP
Return on Equity nach Steuern 2,7% 13,5% -10,8 PP
Cost/Income Ratio 66,9% 54,4% 12,4 PP 76,9% 63,2% 13,7 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 6.471 3.149 105,5% 6.471 6.218 4,1%
Geschäftsstellen 422 116 263,8% 422 443 -4,7%
Anzahl Kunden 935.310 -4,7%

Erstkonsolidierung der Polbank seit 1. Mai 2012

Slowakei

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 217 227 -4,3% 70 70 -0,8%
Provisionsüberschuss 96 97 -0,1% 33 33 -0,2%
Handelsergebnis 6 0 2 1 74,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -11 7 -9 0 >500,0%
Betriebserträge 309 331 -6,5% 96 104 -7,6%
Verwaltungsaufwendungen -178 -190 -6,4% -56 -58 -3,8%
Betriebsergebnis 131 141 -6,6% 40 46 -12,3%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -24 -5 415,2% -8 -4 133,4%
Übrige Ergebnisse 2 1 150,7% -2 0 >500,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 109 137 -20,2% 30 42 -28,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -25 -28 -9,2% -7 -9 -17,5%
Periodenüberschuss nach Steuern 84 109 -23,0% 23 33 -31,4%
Aktiva 9.794 9.453 3,6% 9.794 9.823 -0,3%
Forderungen an Kunden 6.652 6.536 1,8% 6.652 6.650 0,0%
davon Corporate % 49,5% 53,0% -3,6 PP 49,5% 50,1% -0,6 PP
davon Retail % 50,3% 46,7% 3,6 PP 50,3% 49,7% 0,6 PP
davon in Fremdwährung % 0,7% 1,0% -0,2 PP 0,7% 1,0% -0,2 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 7.213 7.037 2,5% 7.213 7.325 -1,5%
Loan/Deposit Ratio 92,2% 92,9% -0,7 PP 92,2% 90,8% 1,4 PP
Return on Equity vor Steuern 15,5% 20,8% -5,4 PP 12,3% 16,4% -4,1 PP
Return on Equity nach Steuern 11,9% 16,6% -4,7 PP 9,3% 13,0% -3,7 PP
Cost/Income Ratio 57,5% 57,4% 0,1 PP 58,4% 56,1% 2,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.823 3.807 0,4% 3.823 3.819 0,1%
Geschäftsstellen 152 156 -2,6% 152 152 0,0%
Anzahl Kunden 830.408 770.491 7,8% 830.408 818.395 1,5%

Slowenien

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 18 23 -21,3% 6 6 -0,6%
Provisionsüberschuss 6 6 1,6% 2 2 19,4%
Handelsergebnis 0 0 231,1% 0 0 -4,8%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 -26,6% 0 0 -73,1%
Betriebserträge 25 30 -15,8% 8 8 2,4%
Verwaltungsaufwendungen -18 -20 -10,5% -6 -6 3,0%
Betriebsergebnis 7 9 -27,4% 2 2 0,8%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -9 -13 -31,4% -4 -3 43,2%
Übrige Ergebnisse 0 -1 -75,2% -1 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern -3 -5 -50,6% -2 0 359,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 0 224,3% 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern -2 -5 -53,7% -2 -1 311,6%
Aktiva 1.651 1.668 -1,0% 1.651 1.629 1,4%
Forderungen an Kunden 1.275 1.342 -5,0% 1.275 1.269 0,4%
davon Corporate % 62,5% 62,4% 0,1 PP 62,5% 62,1% 0,4 PP
davon Retail % 31,3% 31,5% -0,2 PP 31,3% 31,6% -0,3 PP
davon in Fremdwährung % 5,0% 6,7% -1,7 PP 5,0% 5,5% -0,5 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 489 402 21,7% 489 467 4,9%
Loan/Deposit Ratio 260,4% 333,6% -73,2 PP 260,4% 271,9% -11,5 PP
Return on Equity vor Steuern
Return on Equity nach Steuern
Cost/Income Ratio 73,0% 68,7% 4,3 PP 73,5% 73,0% 0,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 321 342 -6,1% 321 326 -1,5%
Geschäftsstellen 17 17 0,0% 17 17 0,0%
Anzahl Kunden 67.914 67.823 0,1% 67.914 67.718 0,3%
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 965 1.016 -5,0% 318 317 0,5%
Verwaltungsaufwendungen -516 -554 -6,9% -174 -165 5,7%
Betriebsergebnis 449 462 -2,8% 144 152 -5,1%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-200 -194 3,3% -72 -67 6,9%
Übrige Ergebnisse 13 -8 1 -9
Periodenüberschuss vor Steuern 261 260 0,4% 72 75 -3,6%
Aktiva 21.866 22.630 -3,4% 21.866 22.292 -1,9%
Nettozinsspanne 3,87% 4,08% -0,21 PP 3,68% 3,92% -0,24 PP
Return on Equity vor Steuern 17,1% 17,2% -0,1 PP 14,0% 14,1% -0,1 PP

Südosteuropa

In Südosteuropa, wo die wirtschaftliche Entwicklung schwach verlief, blieb der Periodenüberschuss vor Steuern gegenüber der Vergleichsperiode mit € 261 Millionen beinahe unverändert. Dabei wurde ein Rückgang des Betriebsergebnisses durch eine Reduktion der Verwaltungsaufwendungen weitgehend kompensiert. Der Return on Equity vor Steuern sank geringfügig um 0,1 Prozentpunkte auf 17,1 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments reduzierte sich um 5 Prozent auf € 654 Millionen. Zurückzuführen ist dies auf die Entwicklung in mehreren Ländern der Region: In Kroatien etwa sanken die Kreditvolumina sowie die Margen beim Neugeschäft, in Bulgarien führte die Anpassung der erwarteten Zahlungsströme für notleidende Kredite zu einem Rückgang des Zinsüberschusses. In Rumänien wurde zwar ein Anstieg des Zinsüberschusses um 17 Prozent erzielt, dieser war allerdings überwiegend durch eine Umgliederung verursacht und ging zulasten des um 19 Prozent gesunkenen Provisionsüberschusses. Die Nettozinsspanne des Segments sank um 21 Basispunkte auf 3,87 Prozent. Auch die Bilanzaktiva reduzierten sich im Jahresabstand von € 22,6 Milliarden auf € 21,9 Milliarden, die Kreditrisikoaktiva gingen um 20 Prozent auf € 13,2 Milliarden zurück.

Der Provisionsüberschuss lag mit € 241 Millionen um 12 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr leistete hier mit € 131 Millionen weiterhin den größten Beitrag und blieb im Periodenvergleich unverändert, während der Ertrag aus dem Kredit- und Garantiegeschäft um 58 Prozent auf € 21 Millionen zurückging. Verantwortlich dafür war die Entwicklung in Rumänien, wo der Provisionsüberschuss neben der bereits erwähnten Umgliederung auch aufgrund gesunkener Preise insbesondere im Retail-Geschäft abnahm. Die Erträge aus dem Devisen-, Valutenund Edelmetallgeschäft, die überwiegend aus Kroatien und Rumänien stammten, stiegen im Periodenvergleich hingegen um 2 Prozent auf € 51 Millionen. Umgekehrt sank der Ertrag aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds aufgrund der Entwicklung in Kroatien um 34 Prozent auf € 5 Millionen.

Das Handelsergebnis des Segments Südosteuropa stieg im Periodenvergleich um 63 Prozent auf € 43 Millionen. Ein signifikant höheres Ergebnis wurde dabei mit € 28 Millionen im zinsbezogenen Geschäft verzeichnet, wofür vor allem die aufgrund geringerer Rendite-Spreads gestiegenen Bewertungserträge aus Anleihen des Handelsbestands in Kroatien verantwortlich zeichneten. Demgegenüber sank der Ertrag aus dem währungsbezogenen Geschäft auf € 15 Millionen, überwiegend bedingt durch einen Rückgang des Bewertungsergebnisses von Forward-Transaktionen in Rumänien.

Das sonstige betriebliche Ergebnis reduzierte sich im Periodenvergleich um 4 Prozent auf € 27 Millionen. Hier wirkten sich zwar Auflösungen von sonstigen Rückstellungen in mehreren Ländern der Region positiv aus, die Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft waren jedoch aufgrund des geringeren Neugeschäfts in Kroatien rückläufig.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments verringerten sich im Periodenvergleich um insgesamt 7 Prozent auf € 516 Millionen. So konnten die Personalaufwendungen durch einen Rückgang des Personalstands insbesondere in Rumänien gesenkt werden. Auch die Sachaufwendungen nahmen durch eine Reduktion des Werbe- und Repräsentationsaufwands vor allem in Rumänien und Kroatien um insgesamt 7 Prozent auf € 221 Millionen ab. Ebenso verminderten sich die Abschreibungen der Region um 13 Prozent auf € 70 Millionen, wofür überwiegend Abschreibungen auf Sachanlagen und vermietete Leasinganlagen in Kroatien verantwortlich waren. Angesichts des im Vergleich zu den Betriebserträgen stärkeren Rückgangs der Verwaltungsaufwendungen verbesserte sich die Cost/Income Ratio um 1,1 Prozentpunkte auf 53,5 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen des Segments stiegen im Periodenvergleich um 3 Prozent auf € 200 Millionen. Dabei nahmen die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen um 3 Prozent oder € 7 Millionen auf € 215 Millionen zu, wofür überwiegend eine Erhöhung in Rumänien verantwortlich war. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergaben sich in der Berichtsperiode Nettoauflösungen von € 14 Millionen, die überwiegend in Bulgarien anfielen. Darüber hinaus sorgte in Kroatien die Neubewertung der Sicherheiten für eine Verbesserung bei den Einzelwertberichtigungen. Der Anteil der notleidenden Kredite von Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments stieg im Jahresabstand – insbesondere aufgrund mehrerer Einzelfälle im Corporate-Customers-Bereich – um 2,2 Prozentpunkte auf 12,5 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments drehten im Periodenvergleich von minus € 8 Millionen auf plus € 13 Millionen – ebenso wie das Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das von minus € 4 Millionen auf plus € 19 Millionen zunahm. Hervorgerufen wurde dies vor allem durch höhere Erträge aus der Bewertung von Staatsanleihen in Rumänien, wo ein Rückgang der Renditen verzeichnet wurde, sowie durch die Veräußerung von Unternehmensanleihen in Serbien. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten hingegen sank aufgrund von Bewertungsverlusten in Kroatien im Periodenvergleich um € 2 Millionen auf minus € 4 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag der Region nahmen im Jahresabstand um 1 Prozent auf € 32 Millionen zu, die Steuerquote blieb jedoch mit 12 Prozent nahezu unverändert.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile sank um 1 Prozent auf € 215 Millionen.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments:

Albanien

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 59 66 -10,6% 17 20 -13,7%
Provisionsüberschuss 6 6 -9,4% 2 2 5,3%
Handelsergebnis 14 10 34,7% 5 4 38,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0 -76,6%
Betriebserträge 78 82 -5,4% 25 26 -3,5%
Verwaltungsaufwendungen -29 -27 6,6% -10 -11 -6,7%
Betriebsergebnis 49 55 -11,4% 15 15 -1,2%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -12 -17 -29,4% -6 -2 168,7%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 36 37 -3,1% 9 13 -30,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -4 -4 -9,9% -1 -1 -30,4%
Periodenüberschuss nach Steuern 32 33 -2,2% 8 11 -31,0%
Aktiva 2.361 2.156 9,5% 2.361 2.356 0,2%
Forderungen an Kunden 968 855 13,2% 968 977 -1,0%
davon Corporate % 67,9% 62,2% 5,7 PP 67,9% 67,3% 0,6 PP
davon Retail % 32,1% 37,8% -5,7 PP 32,1% 32,7% -0,6 PP
davon in Fremdwährung % 67,8% 65,5% 2,4 PP 67,8% 67,5% 0,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.116 1.840 15,0% 2.116 2.085 1,5%
Loan/Deposit Ratio 45,7% 46,5% -0,7 PP 45,7% 46,9% -1,1 PP
Return on Equity vor Steuern 27,0% 26,5% 0,6 PP 17,8% 25,1% -7,3 PP
Return on Equity nach Steuern 24,1% 23,4% 0,7 PP 15,8% 22,4% -6,5 PP
Cost/Income Ratio 37,6% 33,3% 4,2 PP 40,3% 41,7% -1,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.419 1.378 3,0% 1.419 1.419 0,0%
Geschäftsstellen 105 104 1,0% 105 105 0,0%
Anzahl Kunden 698.367 689.725 1,3% 698.367 683.625 2,2%

Bosnien und Herzegowina

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 54 59 -7,8% 18 18 1,7%
Provisionsüberschuss 23 23 -0,2% 8 8 3,0%
Handelsergebnis 1 1 36,2% 0 0 17,5%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 4 -94,5% 0 -1
Betriebserträge 79 87 -9,0% 27 26 5,0%
Verwaltungsaufwendungen -45 -47 -4,2% -15 -15 0,8%
Betriebsergebnis 34 39 -14,7% 12 11 11,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -15 -12 23,6% -4 -5 -15,9%
Übrige Ergebnisse 2 -1 0 0 -16,1%
Periodenüberschuss vor Steuern 20 26 -22,7% 7 5 37,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -2 -2 37,4% -1 -1 34,6%
Periodenüberschuss nach Steuern 18 24 -26,5% 7 5 37,7%
Aktiva 1.990 2.144 -7,2% 1.990 2.031 -2,0%
Forderungen an Kunden 1.307 1.373 -4,8% 1.307 1.310 -0,2%
davon Corporate % 41,7% 43,5% -1,8 PP 41,7% 41,9% -0,2 PP
davon Retail % 57,6% 55,2% 2,4 PP 57,6% 57,5% 0,1 PP
davon in Fremdwährung % 74,7% 73,4% 1,3 PP 74,7% 75,4% -0,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.521 1.611 -5,6% 1.521 1.557 -2,3%
Loan/Deposit Ratio 85,9% 85,3% 0,7 PP 85,9% 84,1% 1,8 PP
Return on Equity vor Steuern 11,0% 14,3% -3,3 PP 12,1% 8,5% 3,6 PP
Return on Equity nach Steuern 9,8% 13,4% -3,6 PP 10,8% 7,5% 3,3 PP
Cost/Income Ratio 57,4% 54,5% 2,9 PP 56,7% 59,0% -2,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.558 1.583 -1,6% 1.558 1.552 0,4%
Geschäftsstellen 98 98 0,0% 98 98 0,0%
Anzahl Kunden 489.483 636.818 -23,1% 489.483 496.347 -1,4%

Bulgarien

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 103 126 -18,6% 30 36 -14,5%
Provisionsüberschuss 28 28 0,1% 10 9 1,1%
Handelsergebnis 4 6 -30,7% 2 1 34,8%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 0 0 31,3%
Betriebserträge 134 160 -16,2% 42 46 -10,0%
Verwaltungsaufwendungen -69 -73 -5,6% -23 -23 -2,5%
Betriebsergebnis 65 87 -25,0% 19 23 -17,5%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-51 -50 2,0% -22 -15 52,7%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0
Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor
Steuern 14 37 -61,8% -3 8
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -3 -73,0% 1 -1
Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach
Steuern 13 34 -60,7% -2 8
Aktiva 3.581 3.705 -3,4% 3.581 3.820 -6,3%
Forderungen an Kunden 2.893 2.927 -1,2% 2.893 2.901 -0,2%
davon Corporate % 45,5% 44,0% 1,5 PP 45,5% 44,5% 1,1 PP
davon Retail % 53,9% 55,5% -1,6 PP 53,9% 55,0% -1,1 PP
davon in Fremdwährung % 75,6% 79,5% -4,0 PP 75,6% 76,2% -0,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.227 2.124 4,9% 2.227 2.216 0,5%
Loan/Deposit Ratio 129,9% 137,8% -7,9 PP 129,9% 130,9% -1,0 PP
Return on Equity vor Steuern 3,9% 10,2% -6,3 PP 6,6%
Return on Equity nach Steuern 3,7% 9,3% -5,6 PP 6,1%
Cost/Income Ratio 51,3% 45,6% 5,7 PP 54,1% 49,9% 4,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 3.136 3.346 -6,3% 3.136 3.151 -0,5%
Geschäftsstellen 184 189 -2,6% 184 184 0,0%
Anzahl Kunden 786.863 763.485 3,1% 786.863 786.667 0,0%

Kroatien

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 114 134 -14,9% 36 39 -7,1%
Provisionsüberschuss 43 50 -13,5% 16 13 19,0%
Handelsergebnis 18 -3 5 7 -29,8%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 23 19 15,9% 7 7 7,9%
Betriebserträge 198 200 -1,2% 64 66 -2,8%
Verwaltungsaufwendungen -104 -115 -9,7% -35 -32 9,2%
Betriebsergebnis 94 85 10,3% 30 35 -13,9%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -34 -44 -22,7% -12 -18 -35,9%
Übrige Ergebnisse -6 -6 1,3% -4 -4 -18,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 54 35 52,8% 15 12 20,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -10 -7 49,5% -3 -2 40,9%
Periodenüberschuss nach Steuern 44 28 53,7% 12 10 16,4%
Aktiva 5.293 5.490 -3,6% 5.293 5.159 2,6%
Forderungen an Kunden 3.694 3.809 -3,0% 3.694 3.710 -0,4%
davon Corporate % 41,2% 39,2% 2,0 PP 41,2% 41,0% 0,2 PP
davon Retail % 48,2% 49,1% -1,0 PP 48,2% 48,3% -0,1 PP
davon in Fremdwährung % 64,3% 67,8% -3,5 PP 64,3% 65,4% -1,1 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.159 3.150 0,3% 3.159 2.965 6,5%
Loan/Deposit Ratio 117,0% 120,9% -4,0 PP 117,0% 125,1% -8,2 PP
Return on Equity vor Steuern 9,5% 6,0% 3,6 PP 7,7% 6,2% 1,5 PP
Return on Equity nach Steuern 7,7% 4,8% 2,9 PP 6,2% 5,2% 1,0 PP
Cost/Income Ratio 52,6% 57,5% -5,0 PP 53,8% 47,9% 5,9 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.056 2.102 -2,2% 2.056 2.070 -0,7%
Geschäftsstellen 79 81 -2,5% 79 79 0,0%
Anzahl Kunden 482.265 538.202 -10,4% 482.265 487.323 -1,0%
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 29 29 1,8% 9 10 -1,1%
Provisionsüberschuss 6 6 4,5% 2 2 3,2%
Handelsergebnis 0 0 >500,0% 0 0 -7,9%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 -24,5% 0 0
Betriebserträge 35 34 2,6% 12 12 -1,6%
Verwaltungsaufwendungen -19 -19 3,6% -6 -6 -0,3%
Betriebsergebnis 16 15 1,5% 5 5 -3,1%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -4 -3 41,9% -1 -2 -44,8%
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0 52,2%
Periodenüberschuss vor Steuern 12 12 -4,5% 4 3 15,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -1 -1 11,4% 0 0 -2,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 10 11 -6,2% 4 3 17,7%
Aktiva 649 702 -7,5% 649 635 2,2%
Forderungen an Kunden 427 421 1,3% 427 428 -0,3%
davon Corporate % 36,2% 32,0% 4,2 PP 36,2% 34,5% 1,7 PP
davon Retail % 63,8% 68,0% -4,2 PP 63,8% 65,5% -1,7 PP
davon in Fremdwährung % 0,0% 0,0% 0,0 PP 0,0% 0,0% 0,0 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 524 580 -9,7% 524 521 0,6%
Loan/Deposit Ratio 81,4% 72,6% 8,8 PP 81,4% 82,2% -0,8 PP
Return on Equity vor Steuern 17,9% 18,3% -0,4 PP 18,2% 14,8% 3,4 PP
Return on Equity nach Steuern 15,9% 16,5% -0,6 PP 16,2% 12,9% 3,3 PP
Cost/Income Ratio 55,5% 55,0% 0,5 PP 55,2% 54,5% 0,7 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 697 717 -2,8% 697 708 -1,6%
Geschäftsstellen 54 52 3,8% 54 54 0,0%
Anzahl Kunden 269.087 245.849 9,5% 269.087 262.318 2,6%

Rumänien

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 229 196 17,2% 71 79 -9,9%
Provisionsüberschuss 109 134 -18,6% 42 33 27,2%
Handelsergebnis 7 11 -38,5% 2 -1
Sonstiges betriebliches Ergebnis 1 2 -8,3% 1 0
Betriebserträge 346 342 1,3% 116 111 5,0%
Verwaltungsaufwendungen -194 -214 -9,5% -66 -61 9,4%
Betriebsergebnis 153 128 19,5% 50 50 -0,3%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -74 -52 43,2% -25 -22 14,8%
Übrige Ergebnisse 6 -5 2 -7
Periodenüberschuss vor Steuern 84 71 19,3% 27 22 22,8%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -12 -11 13,3% -4 -3 9,0%
Periodenüberschuss nach Steuern 72 60 20,4% 23 18 25,3%
Aktiva 6.090 6.292 -3,2% 6.090 6.401 -4,9%
Forderungen an Kunden 4.217 4.404 -4,3% 4.217 4.223 -0,1%
davon Corporate % 35,3% 37,3% -2,1 PP 35,3% 35,4% -0,1 PP
davon Retail % 62,0% 60,2% 1,8 PP 62,0% 62,3% -0,3 PP
davon in Fremdwährung % 56,9% 52,1% 4,8 PP 56,9% 55,3% 1,6 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 3.813 3.758 1,5% 3.813 3.692 3,3%
Loan/Deposit Ratio 110,6% 117,2% -6,6 PP 110,6% 114,4% -3,8 PP
Return on Equity vor Steuern 23,4% 19,6% 3,8 PP 21,4% 16,1% 5,2 PP
Return on Equity nach Steuern 20,1% 16,6% 3,4 PP 18,4% 13,6% 4,8 PP
Cost/Income Ratio 55,9% 62,6% -6,7 PP 57,0% 54,7% 2,3 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 5.660 6.065 -6,7% 5.660 5.821 -2,8%
Geschäftsstellen 530 544 -2,6% 530 541 -2,0%
Anzahl Kunden 1.955.123 1.956.099 0,0% 1.955.123 1.961.283 -0,3%
Serbien
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 66 81 -17,8% 21 22 -3,6%
Provisionsüberschuss 26 25 1,6% 9 9 -3,8%
Handelsergebnis 0 2 1 -2
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4 3 18,2% 2 2 15,8%
Betriebserträge 96 112 -14,3% 33 30 7,7%
Verwaltungsaufwendungen -57 -59 -4,6% -19 -17 10,8%
Betriebsergebnis 39 52 -25,3% 13 13 3,4%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -9 -15 -40,4% -2 -4 -46,0%
Übrige Ergebnisse 11 4 170,2% 3 3 2,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 41 41 -1,5% 14 11 22,2%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -3 -3 -6,8% -1 -1 77,2%
Periodenüberschuss nach Steuern 38 38 -1,0% 12 11 18,4%
Aktiva 1.975 2.214 -10,8% 1.975 1.952 1,1%
Forderungen an Kunden 1.280 1.348 -5,1% 1.280 1.241 3,1%
davon Corporate % 55,9% 54,1% 1,9 PP 55,9% 55,2% 0,7 PP
davon Retail % 41,2% 42,8% -1,6 PP 41,2% 42,0% -0,7 PP
davon in Fremdwährung % 67,7% 65,4% 2,3 PP 67,7% 72,0% -4,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 1.165 1.139 2,3% 1.165 1.052 10,8%
Loan/Deposit Ratio 109,8% 118,4% -8,5 PP 109,8% 117,9% -8,1 PP
Return on Equity vor Steuern 11,7% 11,1% 0,5 PP 12,5% 10,0% 2,5 PP
Return on Equity nach Steuern 10,8% 10,2% 0,6 PP 11,3% 9,4% 1,9 PP
Cost/Income Ratio 59,2% 53,2% 6,0 PP 59,2% 57,5% 1,7 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 1.776 1.772 0,2% 1.776 1.761 0,9%
Geschäftsstellen 85 85 0,0% 85 84 1,2%
Anzahl Kunden 526.210 499.849 5,3% 526.210 517.591 1,7%
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 834 640 30,4% 279 266 4,8%
Verwaltungsaufwendungen -360 -335 7,5% -122 -116 5,4%
Betriebsergebnis 474 305 55,5% 157 150 4,4%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
13 -21 -1 14
Übrige Ergebnisse -2 3 -3 10
Periodenüberschuss vor Steuern 485 287 69,3% 153 175 -12,5%
Aktiva 15.443 13.975 10,5% 15.443 17.041 -9,4%
Nettozinsspanne 4,75% 4,44% 0,30 PP 4,65% 4,41% 0,24 PP
Return on Equity vor Steuern 43,1% 30,3% 12,7 PP 40,3% 45,1% -4,8 PP

Russland

In Russland stieg der Periodenüberschuss vor Steuern im Periodenvergleich um 69 Prozent auf € 485 Millionen. Die Gründe dafür waren eine deutliche Steigerung der Betriebserträge sowie der sehr niedrige Bedarf an der Neubildung von Kreditrisikovorsorgen. Trotz eines Anstiegs der Verwaltungsaufwendungen verbesserte sich die Produktivität, sodass die Cost/Income Ratio im Periodenvergleich um 9,2 Prozentpunkte auf 43,2 Prozent sank. Der Return on Equity vor Steuern stieg signifikant um 12,7 Prozentpunkte auf 43,1 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss stieg in Russland im Periodenvergleich um 28 Prozent oder € 119 Millionen auf € 551 Millionen. Neben einer laufenden Ausweitung des Kreditportfolios bei Privatpersonen und großen Firmenkunden seit Anfang 2012 beruhte dieser Zuwachs auf dem signifikant gestiegenen Zinsertrag aus derivativen Finanzinstrumenten, der dank höherer Transaktionszahlen und größerer Transaktionsvolumina auf € 101 Millionen zunahm. Das Segment wies im Periodenvergleich einen Anstieg der Nettozinsspanne um 30 Basispunkte auf 4,75 Prozent aus, die Bilanzaktiva stiegen um 11 Prozent auf € 15,4 Milliarden. Die Kreditrisikoaktiva sanken hingegen um 14 Prozent auf € 9,7 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss des Segments wuchs gegenüber der Vergleichsperiode um 21 Prozent oder € 37 Millionen auf € 211 Millionen. Dabei lag der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr um 23 Prozent über dem Vorjahreswert und lieferte mit € 74 Millionen weiterhin den größten Beitrag zum Provisionsüberschuss. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sowie das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft trugen weitere € 49 Millionen bzw. € 57 Millionen bei.

Das Handelsergebnis stieg im Periodenvergleich um 73 Prozent auf € 65 Millionen. Dabei erhöhte sich das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft um € 18 Millionen auf € 52 Millionen, wofür überwiegend höhere Bewertungserträge aus Währungs-Swaps des Eigenhandels sowie aus Fremdwährungspositionen verantwortlich waren. Ebenso legte das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft aufgrund der Bewertung des Bestands des Handelsbuchs bei rückläufigem Zinsniveau um € 9 Millionen auf € 13 Millionen zu.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments drehte – vor allem aufgrund der Auflösung der sonstigen Rückstellungen für in der Berichtsperiode erfolgreich abgeschlossene Rechtsfälle – von minus € 3 Millionen auf plus € 8 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen um 8 Prozent auf € 360 Millionen. Verantwortlich dafür war vorwiegend eine Zunahme des Personalaufwands aufgrund von Gehaltserhöhungen zum Ende des Vorjahres. Darüber hinaus erhöhten sich der Sachaufwand für die Einlagensicherung sowie der Rechts- und Beratungsaufwand. Die Anzahl der Geschäftsstellen blieb mit 193 im Jahresabstand nahezu unverändert. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich dank des deutlichen Anstiegs der Betriebserträge im Periodenvergleich um 9,2 Prozentpunkte auf 43,2 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Bei den Kreditrisikovorsorgen ergab sich eine Nettoauflösung von € 13 Millionen, womit sich diese Position gegenüber der Vergleichsperiode um € 34 Millionen verbesserte. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen nahmen – überwiegend im Zusammenhang mit Privatkunden – um € 5 Millionen auf € 6 Millionen zu. Demgegenüber war bei den Portfolio-Wertberichtigungen eine Nettoauflösung in Höhe von € 17 Millionen zu verzeichnen, aus der sich im Periodenvergleich eine Verbesserung um € 37 Millionen ergab. Grund dafür war eine Erhöhung der Portfolioqualität, da Neugeschäft vor allem mit Kunden mit besserem Rating abgeschlossen wurde und alte Kredite mit schlechterem Kunden-Rating abreiften. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio sank im Jahresabstand um 0,1 Prozentpunkte auf 5,8 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Russland drehten im Periodenvergleich von plus € 3 Millionen auf minus € 2 Millionen. Hier ging vor allem das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von zuvor € 4 Millionen auf minus € 5 Millionen zurück, hervorgerufen primär durch Bewertungsergebnisse aus zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos durchgeführten Zins-Swap-Transaktionen. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen stammte überwiegend aus der Veräußerung von Wertpapieren und stieg auf € 3 Millionen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen auf € 103 Millionen, die Steuerquote reduzierte sich dabei um 5,6 Prozentpunkte auf 21 Prozent.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile nahm um 80 Prozent auf € 379 Millionen zu.

Russland

Die nachfolgende Tabelle enthält das Landesergebnis für Russland. Abweichungen zu den für das Segment Russland angegebenen Werten resultieren aus der unterschiedlichen Allokation des Eigenkapitals: In der Landesdarstellung basieren die Kennzahlen auf dem bilanziellen Eigenkapital, während auf Segmentebene das Eigenkapital auf dem tatsächlichen Eigenkapitalverbrauch basiert.

in € Millionen 1.1.-30.9.
2012
1.1.-30.9.
2011
Verände
rung
Q3/2012 Q2/2012 Verände
rung
Zinsüberschuss 551 432 27,6% 189 178 6,2%
Provisionsüberschuss 211 174 21,4% 76 71 6,9%
Handelsergebnis 65 37 72,8% 9 15 -40,6%
Sonstiges betriebliches Ergebnis 8 -4 5 2 113,0%
Betriebserträge 834 639 30,6% 279 266 4,8%
Verwaltungsaufwendungen -360 -335 7,5% -122 -116 5,4%
Betriebsergebnis 474 304 56,0% 157 150 4,4%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
13 -21 -1 14
Übrige Ergebnisse -2 4 -3 10
Periodenüberschuss vor Steuern 485 286 69,3% 153 175 -12,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -103 -76 34,2% -26 -39 -34,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 383 210 82,1% 127 135 -6,0%
Aktiva 15.443 13.975 10,5% 15.443 17.041 -9,4%
Forderungen an Kunden 9.113 9.219 -1,2% 9.113 9.492 -4,0%
davon Corporate % 64,5% 72,5% -8,0 PP 64,5% 68,6% -4,1 PP
davon Retail % 35,5% 27,2% 8,3 PP 35,5% 31,4% 4,1 PP
davon in Fremdwährung % 47,4% 47,7% -0,3 PP 47,4% 52,7% -5,3 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 10.088 9.270 8,8% 10.088 10.625 -5,1%
Loan/Deposit Ratio 90,3% 99,5% -9,1 PP 90,3% 89,3% 1,0 PP
Return on Equity vor Steuern 34,5% 21,4% 13,1 PP 31,1% 35,2% -4,0 PP
Return on Equity nach Steuern 27,2% 15,7% 11,5 PP 25,9% 27,3% -1,3 PP
Cost/Income Ratio 43,2% 52,5% -9,3 PP 43,8% 43,6% 0,2 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 8.018 8.697 -7,8% 8.018 8.015 0,0%
Geschäftsstellen 193 192 0,5% 193 193 0,0%
Anzahl Kunden 2.216.261 2.032.056 9,1% 2.216.261 2.283.450 -2,9%
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 462 498 -7,1% 163 154 5,7%
Verwaltungsaufwendungen -278 -248 12,1% -96 -92 5,3%
Betriebsergebnis 184 249 -26,2% 67 63 6,2%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -76 -99 -23,4% -26 -27 -4,5%
Übrige Ergebnisse -27 -8 228,4% -14 -6 138,5%
Periodenüberschuss vor Steuern 82 142 -42,6% 27 30 -10,7%
Aktiva 6.356 6.758 -6,0% 6.356 6.518 -2,5%
Nettozinsspanne 6,49% 6,17% 0,32 PP 6,62% 6,45% 0,17 PP
Return on Equity vor Steuern 14,0% 26,6% -12,6 PP 13,7% 15,3% -1,6 PP

GUS Sonstige

Im Segment GUS Sonstige ging der Periodenüberschuss vor Steuern in den ersten drei Quartalen 2012 im Periodenvergleich um 43 Prozent auf € 82 Millionen zurück. In Belarus war dabei im vierten Quartal 2011 eine Anpassung der Berichterstattung vorgenommen worden, weil angesichts der instabilen Währungssituation für zumindest drei Wirtschaftsjahre die Rechnungslegung für Hochinflationsländer eingeführt wurde. Dies führte in den ersten drei Quartalen 2012 zu einer Ergebnisbelastung von insgesamt € 11 Millionen. Niedrigere Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen wirkten sich hingegen deutlich positiv auf das Ergebnis aus. Der Return on Equity vor Steuern des Segments sank um 12,6 Prozentpunkte auf 14,0 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments blieb im Periodenvergleich mit € 317 Millionen nahezu unverändert. Dabei nahm der Zinsüberschuss in der Ukraine um 6 Prozent zu, primär hervorgerufen durch höhere Erträge aus Kundenkrediten infolge aktivseitig höherer Margen sowie durch die Aufwertung der ukrainischen Hryvna. In Belarus hingegen reduzierte sich der Zinsüberschuss im Periodenvergleich, wofür einerseits die Währungsentwicklung in Kombination mit einem höheren Anteil des in lokaler Währung erzielten Zinsüberschusses und andererseits ein Rückgang des Kreditvolumens verantwortlich zeichneten. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 6 Prozent auf € 6,4 Milliarden, die Nettozinsspanne nahm um 32 Basispunkte auf 6,49 Prozent zu. Die Kreditrisikoaktiva gingen um 9 Prozent auf € 5,1 Milliarden zurück.

Der Provisionsüberschuss des Segments nahm im Periodenvergleich um 17 Prozent auf € 153 Millionen zu, wozu die stark gestiegenen Erträge aus dem Zahlungsverkehr mit insgesamt € 111 Millionen weiterhin den wichtigsten Beitrag leisteten. Die in der Ukraine erzielte Ertragssteigerung war auf höhere Transaktionszahlen sowohl bei Privat- als auch bei Firmenkunden zurückzuführen. Das Ergebnis des ukrainischen Abwicklungshauses UPC (Ukrainian Processing Center) stieg in den ersten drei Quartalen 2012 um 33 Prozent auf € 8 Millionen. Ebenso erhöhte sich das Ergebnis aus dem Devisen-, Valutenund Edelmetallgeschäft aufgrund einer Anpassung der Preise für diese Art von Finanzdienstleistungen in Belarus im Periodenvergleich um 22 Prozent auf € 31 Millionen.

Das Handelsergebnis der Region reduzierte sich im Jahresabstand von plus € 52 Millionen auf minus € 5 Millionen. Dabei sank das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft von € 48 Millionen auf minus € 6 Millionen. Hier erbrachte eine strategische Währungsposition, die in Belarus zur Absicherung des Eigenkapitals eingegangen worden war, in der Berichtsperiode nur einen Bewertungsgewinn von knapp € 1 Million, nachdem in der Vergleichsperiode durch die Währungsabwertung des belarussischen Rubels ein Gewinn von € 52 Millionen ausgewiesen worden war. Zusätzlich wurde das Handelsergebnis durch die Anwendung der Rechnungslegung für Hochinflationsländer in Belarus mit € 16 Millionen belastet. Auch der Ertrag aus dem zinsbezogenen Geschäft sank – vor allem aufgrund geringerer Erträge aus der Bewertung von festverzinslichen Wertpapieren in der Ukraine – im Periodenvergleich um € 4 Millionen auf unter € 1 Million.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments, bestehend aus mehreren kleinen Aufwands- und Ertragsposten, reduzierte sich aufgrund niedrigerer Auflösungen der sonstigen Rückstellungen im Periodenvergleich um 61 Prozent auf minus € 2 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 12 Prozent auf € 278 Millionen. Währungsbedingt ergab sich etwa in der Ukraine auf Eurobasis ein leichter Zuwachs der Personalaufwendungen, obwohl in lokaler Währung durch den Abbau von Mitarbeitern ein Rückgang erzielt werden konnte. Eine Zunahme verzeichneten auch die Abschreibungen, hauptsächlich verursacht durch IT-Investitionen in das neue Kernbanksystem und die Abschreibung der nicht mehr verwendeten Systeme in der Ukraine. Darüber hinaus führte in Belarus die Aufwertung der Sachanlagen zu einer Erhöhung der Abschreibungen. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge bei insgesamt gestiegenen Verwaltungsaufwendungen und der starken Aufwertung der ukrainischen Hryvna erhöhte sich die Cost/Income Ratio um 10,3 Prozentpunkte auf 60,2 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen der Region gingen im Periodenvergleich um 23 Prozent auf € 76 Millionen zurück. Der bei den Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen verzeichnete Rückgang um € 18 Millionen wurde dabei primär durch die Verbesserung der Portfolioqualität bei Privatpersonen in der Ukraine verursacht. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich wie in der Vergleichsperiode eine Nettoauflösung, die mit € 11 Millionen jedoch doppelt so hoch ausfiel wie in der Vergleichsperiode. Hintergrund waren deutlich niedrigere Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen in Belarus infolge des reduzierten Kreditportfolios sowie höhere Nettoauflösungen in der Ukraine. Der Anteil der notleidenden Kredite am gesamten Kreditportfolio betrug 31,3 Prozent (plus 3,2 Prozentpunkte im Jahresabstand) und blieb damit weiterhin der höchste aller Segmente, wenn auch mit deutlichen regionalen Unterschieden (Belarus: 1,5 Prozent, Ukraine: 37,4 Prozent).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken im Periodenvergleich von minus € 8 Millionen auf minus € 27 Millionen deutlich, wofür vor allem ein Rückgang des Ergebnisses aus der Bewertung der Finanzinvestitionen verantwortlich war. Dieser wurde primär durch Bewertungsverluste hervorgerufen, die sich infolge einer Ausweitung der Rendite-Spreads aus dem zu Marktwerten bilanzierten Bestand an festverzinslichen ukrainischen Staatsanleihen ergaben. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments gingen in erster Linie aufgrund des rückläufigen Periodenüberschusses vor Steuern in Belarus und in der Ukraine auf € 27 Millionen zurück. Die Steuerquote stieg hingegen – überwiegend durch die Bildung aktiver latenter Steuern auf die Ergebnisdifferenzen zwischen IFRS- und Steuerbilanz – um 6 Prozentpunkte auf 33 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile sank um 46 Prozent auf € 51 Millionen.

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 50 61 -19,0% 17 18 -4,7%
Provisionsüberschuss 44 36 20,4% 16 16 1,7%
Handelsergebnis -10 47 -2 -3 -31,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1 0 >500,0% 0 0 -48,6%
Betriebserträge 82 144 -42,9% 30 30 1,9%
Verwaltungsaufwendungen -48 -43 12,2% -17 -17 1,1%
Betriebsergebnis 34 101 -66,4% 13 13 3,0%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -2 -21 -90,8% -1 0
Übrige Ergebnisse 0 0 0 0 -85,0%
Periodenüberschuss vor Steuern 32 80 -60,1% 12 13 -4,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag -12 -20 -36,2% -4 -5 -15,1%
Periodenüberschuss nach Steuern 20 61 -67,7% 8 8 2,2%
Aktiva 1.331 1.347 -1,2% 1.331 1.314 1,3%
Forderungen an Kunden 789 874 -9,8% 789 795 -0,7%
davon Corporate % 72,4% 65,9% 6,6 PP 72,4% 74,1% -1,7 PP
davon Retail % 27,6% 34,1% -6,6 PP 27,6% 25,9% 1,7 PP
davon in Fremdwährung % 73,4% 58,4% 15,0 PP 73,4% 74,4% -0,9 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 850 754 12,8% 850 799 6,4%
Loan/Deposit Ratio 92,8% 116,0% -23,2 PP 92,8% 99,4% -6,7 PP
Return on Equity vor Steuern 24,1% 66,6% -42,5 PP 26,5% 28,9% -2,5 PP
Return on Equity nach Steuern 14,7% 50,5% -35,7 PP 17,2% 17,6% -0,4 PP
Cost/Income Ratio 58,6% 29,8% 28,8 PP 56,5% 57,0% -0,4 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 2.168 2.234 -3,0% 2.168 2.192 -1,1%
Geschäftsstellen 100 96 4,2% 100 100 0,0%
Anzahl Kunden 685.846 797.017 -13,9% 685.846 684.727 0,2%

Ukraine

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Zinsüberschuss 266 251 6,1% 89 88 2,0%
Provisionsüberschuss 109 95 14,8% 40 36 12,5%
Handelsergebnis 5 7 -33,3% 3 1 225,3%
Sonstiges betriebliches Ergebnis -1 -1 -2,6% 0 -1 -91,8%
Betriebserträge 378 351 7,7% 133 123 7,8%
Verwaltungsaufwendungen -230 -205 12,1% -79 -74 6,3%
Betriebsergebnis 149 146 1,6% 54 49 10,1%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
-73 -78 -5,6% -25 -26 -7,0%
Übrige Ergebnisse -27 -8 222,3% -14 -6 136,9%
Periodenüberschuss vor Steuern 48 60 -19,5% 15 16 -9,4%
Steuern vom Einkommen und
Ertrag -14 -18 -21,0% -4 -5 -19,0%
Periodenüberschuss nach
Steuern 34 42 -18,9% 10 11 -4,9%
Aktiva 4.978 5.341 -6,8% 4.978 5.148 -3,3%
Forderungen an Kunden 3.932 4.158 -5,4% 3.932 4.121 -4,6%
davon Corporate % 51,4% 49,9% 1,5 PP 51,4% 51,0% 0,4 PP
davon Retail % 48,6% 50,1% -1,5 PP 48,6% 49,0% -0,4 PP
davon in Fremdwährung % 53,5% 58,0% -4,5 PP 53,5% 54,4% -0,9 PP
Verbindlichkeiten an Kunden 2.607 2.543 2,5% 2.607 2.684 -2,9%
Loan/Deposit Ratio 150,8% 163,5% -12,6 PP 150,8% 153,5% -2,7 PP
Return on Equity vor Steuern 7,8% 10,6% -2,8 PP 6,8% 11,1% -4,3 PP
Return on Equity nach Steuern 5,5% 7,4% -1,9 PP 4,9% 7,6% -2,7 PP
Cost/Income Ratio 60,7% 58,4% 2,4 PP 59,6% 60,5% -0,9 PP
Mitarbeiter zum Stichtag 14.493 15.528 -6,7% 14.493 14.874 -2,6%
Geschäftsstellen 826 917 -9,9% 826 825 0,1%
Anzahl Kunden 3.033.169 3.402.385 -10,9% 3.033.169 3.126.885 -3,0%
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 453 452 0,1% 137 156 -12,1%
Verwaltungsaufwendungen -130 -102 27,4% -49 -46 4,7%
Betriebsergebnis 323 350 -7,8% 89 110 -19,2%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -52 -36 45,5% -31 -21 49,0%
Übrige Ergebnisse 18 -6 16 -1
Periodenüberschuss vor Steuern 288 308 -6,6% 74 89 -16,4%
Aktiva 20.293 21.596 -6,0% 20.293 20.817 -2,5%
Nettozinsspanne 1,91% 1,91% 0,00 PP 1,82% 1,99% -0,17 PP
Return on Equity vor Steuern 22,1% 24,8% -2,7 PP 16,9% 19,2% -2,4 PP

Group Corporates

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Corporates nahm in den ersten drei Quartalen 2012 gegenüber der Vergleichsperiode um 7 Prozent auf € 288 Millionen ab. Verantwortlich dafür waren eine Steigerung der Verwaltungsaufwendungen sowie erhöhte Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Der Return on Equity vor Steuern verringerte sich um 2,7 Prozentpunkte auf 22,1 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments blieb mit € 308 Millionen in den ersten drei Quartalen 2012 gegenüber der Vergleichsperiode beinahe unverändert. In der Konzernzentrale sorgte dabei eine Verbesserung der aktivseitigen Margen trotz rückläufiger Geschäftsvolumina für eine solide Geschäftsentwicklung, und auch die Geschäftsstellen in Asien verzeichneten im Periodenvergleich einen stabilen Zinsüberschuss von € 77 Millionen. Bei der Tochterbank auf Malta kam es dank besserer Margen sogar zu einem Zuwachs des Zinsüberschusses um 15 Prozent auf € 23 Millionen. Die Nettozinsspanne des Segments Group Corporates blieb mit 1,91 Prozent auf dem Niveau der Vorjahresvergleichsperiode. Die Bilanzaktiva sanken im Jahresabstand aufgrund der Verringerung des Kreditvolumens um 6 Prozent oder € 1,3 Milliarden auf € 20,3 Milliarden, die Kreditrisikoaktiva reduzierten sich noch etwas stärker, und zwar um 15 Prozent auf € 12,4 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss nahm im Periodenvergleich um 9 Prozent oder € 12 Millionen auf € 119 Millionen ab. Dabei stiegen jedoch die in der Konzernzentrale erzielten Erträge. Sie beruhten vorwiegend auf Lead-Arranger-Aktivitäten bei Anleiheemissionen österreichischer und internationaler Kunden sowie auf den Erträgen aus dem Kredit- und Projektfinanzierungsgeschäft, die sich besonders positiv entwickelten. Bei den Konzerneinheiten in den USA und in Singapur kam es hingegen zu Rückgängen des Provisionsüberschusses.

Das Handelsergebnis des Segments wuchs auf € 20 Millionen deutlich an. So stiegen in den Profitcenters der Konzernzentrale die Bewertungsgewinne aus dem währungs- und zinsbezogenen Geschäft mit Finanzinstrumenten, in der Filiale in Malaysia wiederum wirkte sich das Ergebnis aus der Bewertung einer Option auf Aktienkauf deutlich positiv aus.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen vor allem aufgrund der im Jahr 2012 optimierten Kostenallokation der Konzernzentrale im Periodenvergleich um 27 Prozent auf € 130 Millionen. Das Segment umfasste am Ende der Berichtsperiode 8 Geschäftsstellen. Die Cost/Income Ratio nahm um 6,1 Prozentpunkte auf 28,8 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen in der Berichtsperiode von € 36 Millionen auf € 52 Millionen. Während in China Nettodotierungen in Höhe von € 57 Millionen vorgenommen wurden, kam es in der Konzernzentrale aufgrund des rückläufigen Kundenportfolios sowie einer Anpassung der historischen Ausfallraten zu einer Nettoauflösung von Portfolio-Wertberichtigungen im Ausmaß von € 34 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditportfolio des Segments stieg um 0,93 Prozentpunkte auf 4,6 Prozent zum Ende der Berichtsperiode.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments drehten im Periodenvergleich von minus € 6 Millionen auf plus € 18 Millionen. Die Erträge aus Finanzinvestitionen stiegen dabei aufgrund eines Einmaleffekts durch den Verkauf von im Wert deutlich gestiegenen Aktien, die ursprünglich als Sicherheit im Zusammenhang mit einem Kreditvertrag übernommen worden waren. Darüber hinaus waren in den übrigen Ergebnissen die Ergebnisse aus Marktbewertungen von in der Konzernzentrale gehaltenen Unternehmensanleihen sowie von diversen Wertpapieren der Tochterbank auf Malta enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag nahmen gegenüber der Vergleichsperiode um 12 Prozent auf € 71 Millionen zu, die Steuerquote stieg um 4 Prozentpunkte auf 25 Prozent.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile ging hingegen um 11 Prozent auf € 217 Millionen zurück.

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 275 374 -26,4% 88 87 1,5%
Verwaltungsaufwendungen -192 -197 -2,6% -65 -70 -7,3%
Betriebsergebnis 83 176 -53,1% 23 17 38,6%
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen -19 -8 143,6% 0 -24
Übrige Ergebnisse 174 -66 20 16 24,4%
Periodenüberschuss vor Steuern 238 102 133,7% 44 9 382,2%
Aktiva 20.068 28.565 -29,7% 20.068 21.840 -8,1%
Nettozinsspanne 0,70% 0,83% -0,13 PP 0,82% 0,61% 0,21 PP
Return on Equity vor Steuern 28,0% 9,2% 18,8 PP 14,2% 16,6% -2,4 PP

Group Markets

Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Group Markets stieg im Jahresabstand vor allem aufgrund einer Verbesserung des Ergebnisses aus Finanzinvestitionen um € 136 Millionen auf € 238 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern nahm um 18,8 Prozentpunkte auf 28,0 Prozent zu.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments sank im Periodenvergleich um 25 Prozent auf € 128 Millionen. Hauptgründe dafür waren das Abreifen und der Verkauf von Teilen des sogenannten High-Quality-Wertpapierportfolios, dessen Ertrag in der Folge gegenüber der Vergleichsperiode um € 67 Millionen auf € 15 Millionen abnahm. Daneben wirkten auch die weitere Verringerung des Geschäftsvolumens mit hochliquiden Anleihen von Finanzinstitutionen sowie die fortgesetzt verhaltene Risikopositionierung dämpfend auf den Zinsüberschuss. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 30 Prozent auf € 20,1 Milliarden, die Nettozinsspanne ging durch den Abbau des High-Quality-Wertpapierportfolios sowie durch den deutlichen Anstieg des Geschäftsvolumens der Konzernzentrale mit Repo-Transaktionen um 13 Basispunkte auf 0,70 Prozent zurück. Die Kreditrisikoaktiva reduzierten sich um 44 Prozent auf € 3,3 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss des Segments ging im Periodenvergleich um 17 Prozent auf € 76 Millionen zurück. Dabei verzeichnete das Profitcenter Financial Institutions wegen des rückläufigen Kreditvolumens einen Rückgang des Provisionsüberschusses, der jedoch durch höhere Ergebnisse aus Dienstleistungen in den Bereichen Cash Management und Garantien im Export- bzw. Handelsgeschäft teilweise kompensiert werden konnte. Die Provisionserträge des Profitcenters Capital Markets sanken vorwiegend infolge einer Reduktion des Geschäftsvolumens. Einen stabilen Beitrag aus dem Wertpapiergeschäft lieferte mit € 6 Millionen der Bereich Private Banking und Vermögensverwaltung der Tochtergesellschaft Kathrein Privatbank AG in Wien, und auch der Provisionsüberschuss der Raiffeisen Centrobank Gruppe blieb aufgrund der Erträge aus der Beratung von Firmenkunden bei Primärmarkttransaktionen mit € 7 Millionen unverändert.

Das Handelsergebnis des Segments ging in den ersten drei Quartalen 2012 um 30 Prozent auf € 62 Millionen zurück. Mit € 37 Millionen lieferte die Raiffeisen Centrobank dazu einen wesentlichen, wenn auch um 3 Prozent gesunkenen Beitrag, der überwiegend auf dem positiven Bewertungsergebnis der ausgegebenen Zertifikate und strukturierten Schuldverschreibungen im aktien- und indexbezogenen Geschäft beruhte. Die Konzernzentrale steuerte aufgrund der Reduktion der Risikopositionen aus dem Eigenhandel mit großteils festverzinslichen Finanzinstrumenten sowie aus strukturierten Produkten deutlich weniger bei als in der Vergleichsperiode. Aus der Bewertung von begebenen Kapitalgarantien resultierte ein Bewertungsverlust von € 17 Millionen (minus € 14 Millionen in der Vergleichsperiode).

Das sonstige betriebliche Ergebnis halbierte sich im Periodenvergleich auf € 9 Millionen. Es beinhaltet die um 13 Prozent auf € 7 Millionen gesunkenen Erträge der Raiffeisen Centrobank Gruppe, die primär aus dem Warenhandel der Spezialgesellschaften in den USA und Deutschland stammen. In der Vergleichsperiode waren hier auch noch die mittlerweile ins Corporate Center umgegliederten Erträge der F.J. Elsner Trading GmbH in Höhe von € 9 Millionen ausgewiesen worden.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments Group Markets sanken im Periodenvergleich überwiegend aufgrund geringerer Geschäftsvolumina, die unter anderem für die Kostenallokation in der Konzernzentrale herangezogen wurden, um 3 Prozent auf € 192 Millionen. Die Cost/Income Ratio nahm aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge um 17,1 Prozentpunkte auf 70,0 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen stiegen im Periodenvergleich vor allem aufgrund einer Einzelwertberichtigung in der Konzernzentrale von € 8 Millionen auf € 19 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Gesamtkreditobligo des Segments betrug 1 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments drehten im Periodenvergleich von minus € 66 Millionen auf plus € 174 Millionen. Dabei nahm vor allem das Ergebnis aus Finanzinvestitionen aufgrund des bereits erwähnten Verkaufs von Teilen des High-Quality-Wertpapierportfolios der Konzernzentrale signifikant zu. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten der Konzernzentrale fiel hingegen durch Closeout-Zahlungen im Zusammenhang mit dem Verkauf von Teilen des Wertpapierportfolios geringer aus als in der Vergleichsperiode. Die zwischen den Profitcenters Capital Markets und Treasury der Konzernzentrale eingegangenen Hedgings, die der Absicherung der Zinsstruktur und dem Management des Zinsrisikos des Wertpapierportfolios dienen, verursachten in diesem Segment Aufwendungen von € 57 Millionen. Die korrespondierende Buchung als Ertrag erfolgte im Segment Corporate Center.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments stiegen auf € 65 Millionen, die Steuerquote lag mit 27 Prozent jedoch um 2 Prozentpunkte unter dem Niveau der Vergleichsperiode.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile stieg um 142 Prozent auf € 173 Millionen.

1.1.-30.9. 1.1.-30.9. Verände Q3/2012 Q2/2012 Verände
in € Millionen 2012 2011 rung rung
Betriebserträge 465 376 23,7% 5 360 -98,7%
Verwaltungsaufwendungen -233 -205 14,0% -81 -72 13,5%
Betriebsergebnis 232 171 35,4% -77 289
Nettodotierungen zu
Kreditrisikovorsorgen
3 60 -94,7% 0 1 -84,7%
Übrige Ergebnisse -79 93 -98 -87 12,9%
Periodenüberschuss/-fehlbetrag
vor Steuern 156 324 -51,9% -175 203
Aktiva 59.018 52.695 12,0% 59.018 61.487 -4,0%
Nettozinsspanne 1,13% 1,07% 0,05 PP 0,11% 2,59% -2,49 PP
Return on Equity vor Steuern 8,8% 23,0% -0,6 PP 37,1%

Corporate Center

Im Segment Corporate Center sank der Periodenüberschuss vor Steuern aufgrund des Rückgangs der sonstigen Ergebnisse sowie geringerer Nettoauflösungen von Kreditrisikovorsorgen gegenüber der Vergleichsperiode um 52 Prozent auf € 156 Millionen. Der Return on Equity vor Steuern betrug 8,8 Prozent.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg im Periodenvergleich um 37 Prozent auf € 478 Millionen. Erzielt wurde dieser – trotz höherer Kosten für eigene Emissionen – erreichte Zuwachs durch eine Erhöhung des Verrechnungssatzes der Liquiditätskosten an die konzerninternen Refinanzierungsempfänger. Die konzerninternen Dividendenerträge blieben im Periodenvergleich nahezu unverändert, während die Erträge aus internen Finanzierungen im Rahmen des Netzwerks der RBI im Periodenvergleich zurückgingen. Umgekehrt wirkten sich die volumenbedingt geringeren Aufwendungen des Profitcenters Treasury der Konzernzentrale für eigene Emissionen positiv auf den Zinsüberschuss aus. Auch die Zinsaufwendungen von € 28 Millionen für das Nachrangkapital der RBI AG sind in diesem Segment ausgewiesen. Die Aktiva des Segments nahmen insbesondere aufgrund des Aufbaus von Liquiditätsreserven sowie der organisatorischen Verschiebung eines Teils des Volumens von Group Markets in das Segment Corporate Center im Jahresabstand um 12 Prozent auf € 59,0 Milliarden zu. Die Kreditrisikoaktiva erhöhten sich um 6 Prozent auf € 18,8 Milliarden.

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich im Periodenvergleich ebenfalls um 27 Prozent auf minus € 30 Millionen. Zurückzuführen war dies insbesondere auf geringere Provisionszahlungen der Konzernzentrale für Länderrisikoversicherungen bei Finanzierungen im Ausland.

Das Handelsergebnis des Segments reduzierte sich von € 49 Millionen auf minus € 15 Millionen, hervorgerufen durch die Bewertung diverser Fremdwährungs- und Zinsfinanzinstrumente, die aus Steuerungsgründen gehalten werden. Hier schlug sich auch ein Rückgang der Ergebnisse aus der Bewertung der Cross Currency Interest Rate Swaps nieder, die zur Währungsabsicherung der Finanzierungsstruktur der RBI überwiegend im Zusammenhang mit US-Dollar-Geschäften abgeschlossen worden waren.

Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments stieg – trotz der von der Konzernzentrale zu leistenden Bankenabgabe, die das Ergebnis mit € 77 Millionen etwas stärker belastete als in der Vergleichsperiode – von zuvor € 18 Millionen auf € 32 Millionen. Ausschlaggebend für diesen Zuwachs waren die etwas höheren internen Verrechnungen zwischen diversen Konzerneinheiten sowie ein positiver Beitrag von € 7 Millionen aus dem Warenhandel der F.J. Elsner Trading GmbH.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen um 14 Prozent oder € 29 Millionen auf € 233 Millionen, überwiegend hervorgerufen durch eine Reduktion der an die anderen funktionalen Segmente verrechneten Aufwendungen. Die einzige im Segment ausgewiesene Geschäftsstelle ist die Konzernzentrale.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen spielen aufgrund des konzerninternen Geschäftscharakters des Segments generell eine untergeordnete Rolle. Es kam jedoch im Zusammenhang mit einigen Kunden des Profitcenters Special Customers in der Konzernzentrale zu einer Nettoauflösung der in Vorperioden vorgenommenen Kreditrisikovorsorgen im Ausmaß von € 3 Millionen. Im Periodenvergleich fiel dieser Wert jedoch deutlich geringer aus, da es hier im Vorjahr aufgrund der Umwandlung eines Kredits zu einer Auflösung von € 60 Millionen gekommen war.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse reduzierten sich im Periodenvergleich von € 93 Millionen auf minus € 79 Millionen. Zwar leisteten hier die Erträge aus den mit dem Profitcenter Capital Markets (Segment Group Markets) abgeschlossenen Zinssicherungsgeschäften mit € 57 Millionen sowie ein Veräußerungsgewinn von € 113 Millionen aus dem vorzeitigen Rückkauf eines Teils des Hybridkapitals positive Beiträge. Umgekehrt belastete jedoch die Bewertung der eigenen Emissionen (minus € 72 Millionen) sowie der sonstigen derivativen Finanzinstrumente das Ergebnis. Das hier ebenfalls enthaltene Ergebnis aus Finanzinvestitionen drehte überwiegend aufgrund der Bewertung von Wertpapieren von minus € 78 Millionen auf plus € 20 Millionen.

In diesem Segment fiel im Berichtszeitraum ein Steuerertrag von € 131 Millionen nach € 23 Millionen in der Vergleichsperiode an. Zurückzuführen war dieser Anstieg vor allem auf die in diesem Segment ausgewiesenen Dividendenerträge, die nicht in die Steuerbemessungsgrundlage einfließen. Darüber hinaus beruhte die Zunahme auf einem Rückgang des latenten Steueraufwands auf Bewertungsergebnisse, die vor allem die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten betrafen.

Der Periodenüberschuss nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile sank um 17 Prozent auf € 286 Millionen.

Konzernzwischenabschluss

(Zwischenbericht zum 30. September 2012)

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011 Veränderung
Zinserträge 4.959 4.857 2,1%
Zinsaufwendungen -2.363 -2.133 10,8%
Zinsüberschuss [2] 2.596 2.724 -4,7%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] -623 -782 -20,2%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 1.973 1.942 1,6%
Provisionserträge 1.377 1.352 1,9%
Provisionsaufwendungen -257 -228 12,9%
Provisionsüberschuss [4] 1.120 1.125 -0,4%
Handelsergebnis [5] 220 293 -24,7%
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten [6] -108 149
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] 299 -146
Verwaltungsaufwendungen [8] -2.336 -2.287 2,2%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] -52 -42 23,6%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen -2 -3 -39,8%
Periodenüberschuss vor Steuern 1.115 1.032 8,1%
Steuern vom Einkommen und Ertrag [10] -226 -272 -16,8%
Periodenüberschuss nach Steuern 889 760 17,0%
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -47 -14 225,5%
Konzern-Periodenüberschuss 842 745 13,0%

Überleitung zum Gesamtergebnis

Gesamt Eigenanteil Fremdanteil
1.1.-30.9. 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. 1.1.-30.9. 1.1.-30.9.
in € Millionen 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Periodenüberschuss nach Steuern 889 760 842 745 47 14
Währungsdifferenzen 208 -350 182 -327 26 -23
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
208 -327 182 -327 26 -23
Absicherung Nettoinvestition (Capital
Hedge)
0 15 0 15 0 0
Hyperinflation 26 0 23 0 3 0
Gewinne/Verluste aus Derivaten, die
Schwankungen zukünftiger Cash-Flows
absichern
-1 -46 -1 -46 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
-1 -46 -1 -46 0 0
Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten
-144 -8 -144 -8 0 0
davon unrealisierte Gewinne/Verluste
der Periode
3 -2 3 -2 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
-147 -5 -147 -5 0 0
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital
erfasste Ergebnisse
36 10 36 10 0 0
davon in die Erfolgsrechnung
umgegliederte Gewinne/Verluste
37 0 37 0 0 0
Sonstiges Ergebnis 125 -379 96 -356 29 -23
Gesamtergebnis 1.014 380 939 389 75 -9

Gewinn je Aktie

in € 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011 Veränderung
Gewinn je Aktie 3,55 3,06 0,49

Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich der Dividende auf das Partizipationskapital bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. September 2012 war dies 194,8 Millionen (30. September 2011: 194,5 Millionen).

Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q4/2011 Q1/2012 Q2/2012 Q3/2012
Zinsüberschuss 943 875 886 834
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -282 -153 -247 -224
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 661 722 639 611
Provisionsüberschuss 365 346 375 400
Handelsergebnis 70 82 85 54
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten 264 35 -55 -88
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 5 261 -8 46
Verwaltungsaufwendungen -834 -753 -764 -818
Sonstiges betriebliches Ergebnis -190 -8 -28 -16
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 0 -2 0
Periodenüberschuss vor Steuern 342 685 243 188
Steuern vom Einkommen und Ertrag -127 -111 -83 -32
Periodenüberschuss nach Steuern 214 574 160 155
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 8 -33 0 -14
Konzern-Periodenüberschuss 222 541 160 141
in € Millionen Q4/2010 Q1/2011 Q2/2011 Q3/2011
Zinsüberschuss 871 884 897 943
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -281 -208 -197 -377
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 590 676 700 566
Provisionsüberschuss 403 357 380 388
Handelsergebnis 70 123 133 37
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten 43 3 38 108
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 1 25 -13 -158
Verwaltungsaufwendungen -827 -753 -761 -772
Sonstiges betriebliches Ergebnis 11 -24 -3 -15
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 0 -2 0 0
Periodenüberschuss vor Steuern 290 405 473 153
Steuern vom Einkommen und Ertrag 34 -100 -101 -71
Periodenüberschuss nach Steuern 324 305 372 82
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -20 -35 -27 48
Konzern-Periodenüberschuss 304 270 345 130

Bilanz

Aktiva Anhang 30.9.2012 31.12.2011 Veränderung
in € Millionen
Barreserve 13.526 11.402 18,6%
Forderungen an Kreditinstitute [12, 33] 24.777 25.748 -3,8%
Forderungen an Kunden [13, 33] 83.769 81.576 2,7%
Kreditrisikovorsorgen [14] -5.661 -5.053 12,0%
Handelsaktiva [15, 33] 9.880 10.617 -6,9%
Derivative Finanzinstrumente [16, 33] 1.411 1.405 0,4%
Wertpapiere und Beteiligungen [17, 33] 14.136 16.535 -14,5%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [33] 5 5 -3,8%
Immaterielle Vermögenswerte [18] 1.330 1.066 24,8%
Sachanlagen [19] 1.602 1.511 6,0%
Sonstige Aktiva [20, 33] 2.353 2.174 8,3%
Aktiva gesamt 147.128 146.985 0,1%
Passiva
in € Millionen
Anhang 30.9.2012 31.12.2011 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [21, 33] 36.773 37.992 -3,2%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [22, 33] 70.942 66.747 6,3%
Verbriefte Verbindlichkeiten [23, 33] 13.103 14.367 -8,8%
Rückstellungen [24] 677 771 -12,2%
Handelspassiva [25, 33] 8.768 9.715 -9,7%
Derivative Finanzinstrumente [26, 33] 519 792 -34,5%
Sonstige Passiva [27, 33] 1.456 1.515 -3,9%
Nachrangkapital [28] 3.754 4.151 -9,6%
Eigenkapital [29] 11.136 10.936 1,8%
Konzern-Eigenkapital 9.406 8.825 6,6%
Konzern-Periodenüberschuss 842 968 -12,9%
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 888 1.143 -22,3%
Passiva gesamt 147.128 146.985 0,1%

Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der
nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2012 593 2.500 2.571 3.161 968 1.143 10.936
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 18 18
Gewinnthesaurierung 0 0 0 563 -563 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -405 -50 -455
Gesamtergebnis 0 0 0 96 842 75 1.014
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
1 0 6 0 0 0 7
Sonstige
Veränderungen
0 0 0 -86 0 -297 -383
Eigenkapital 30.9.2012 595 2.500 2.576 3.735 842 888 11.136
in € Millionen Gezeich
netes
Kapital
Partizipations
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
Perioden
überschuss
Kapital der
nicht
beherrschenden
Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2011 593 2.500 2.568 2.590 1.087 1.066 10.404
Kapitaleinzahlungen 0 0 0 0 0 54 54
Gewinnthesaurierung 0 0 0 683 -683 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 -404 -58 -463
Gesamtergebnis 0 0 0 -356 745 -9 380
Eigene Aktien/Share
Incentive Program
0 0 3 0 0 0 3
Sonstige
Veränderungen
0 0 0 -30 0 -1 -31
Eigenkapital 30.9.2011 593 2.500 2.571 2.886 745 1.052 10.348

Kapitalflussrechnung

in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode 11.402 4.807
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 3.339 3.131
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -332 184
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit -874 -318
Effekte aus Wechselkursänderungen -10 -270
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode 13.526 7.534

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist entweder ein Land oder ein Geschäftsfeld. Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa
  • Südosteuropa
  • Russland
  • GUS Sonstige
  • Group Corporates
  • Group Markets
  • Corporate Center
1.1.-30.9.2012 Zentral Südost Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Corporates
Zinsüberschuss 774 654 551 317 308
Provisionsüberschuss 363 241 211 153 119
Handelsergebnis 7 43 65 -5 20
Sonstiges betriebliches Ergebnis -27 27 8 -2 6
Betriebserträge 1.117 965 834 462 453
Verwaltungsaufwendungen -723 -516 -360 -278 -130
Betriebsergebnis 394 449 474 184 323
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -293 -200 13 -76 -52
Übrige Ergebnisse 51 13 -2 -27 18
Periodenüberschuss vor Steuern 152 261 485 82 288
Steuern vom Einkommen und Ertrag -61 -32 -103 -27 -71
Periodenüberschuss nach Steuern 91 230 383 54 217
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -19 -15 -3 -4 0
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 72 215 379 51 217
Anteil am Ergebnis vor Steuern 9,1% 15,7% 29,2% 4,9% 17,3%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 21.439 13.150 9.700 5.120 12.393
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.916 1.261 935 498 1.061
Aktiva 41.601 21.866 15.443 6.356 20.293
Verbindlichkeiten 37.705 18.939 13.066 5.266 14.315
Nettozinsspanne 2,68% 3,87% 4,75% 6,49% 1,91%
NPL Ratio 11,1% 12,5% 5,8% 31,3% 4,6%
Coverage Ratio 61,8% 59,8% 97,1% 68,5% 61,1%
Cost/Income Ratio 64,7% 53,5% 43,2% 60,2% 28,8%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 1,86% 1,76% -0,29% 1,88% 0,31%
Neubildungsquote (Ø Forderungen) 1,46% 1,69% -0,19% 2,02% 0,20%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.948 2.042 1.502 779 1.734
Return on Equity vor Steuern 6,9% 17,1% 43,1% 14,0% 22,1%
Geschäftsstellen 848 1.135 193 927 8
1.1.-30.9.2012 Group Corporate Überleitung Gesamt
in € Millionen Markets Center
Zinsüberschuss 128 478 -614 2.596
Provisionsüberschuss 76 -30 -13 1.120
Handelsergebnis 62 -15 44 220
Sonstiges betriebliches Ergebnis 9 32 -104 -52
Betriebserträge 275 465 -686 3.885
Verwaltungsaufwendungen -192 -233 98 -2.336
Betriebsergebnis 83 232 -588 1.549
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -19 3 0 -623
Übrige Ergebnisse 174 -79 42 190
Periodenüberschuss vor Steuern 238 156 -546 1.115
Steuern vom Einkommen und Ertrag -65 131 0 -226
Periodenüberschuss nach Steuern 173 287 -546 889
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 0 -1 -4 -47
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 173 286 -551 842
Anteil am Ergebnis vor Steuern 14,3% 9,4% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 3.273 18.783 -15.076 68.781
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 371 1.550 -868 6.723
Aktiva 20.068 59.018 -37.516 147.128
Verbindlichkeiten 27.002 40.114 -20.415 135.992
Nettozinsspanne 0,70% 1,13% 2,32%
NPL Ratio 1,0% 10,0%
Coverage Ratio 76,4% 0,0% 65,8%
Cost/Income Ratio 70,0% 50,2% 60,1%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,84% -0,03% 1,16%
Neubildungsquote (Ø Forderungen) 0,82% -0,13% 1,00%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.134 2.351 -1.907 10.582
Return on Equity vor Steuern 28,0% 8,8% 14,1%
Geschäftsstellen 3 1 3.115
1.1.-30.9.2011 Zentral Südost Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Corporates
Zinsüberschuss 848 689 432 316 309
Provisionsüberschuss 368 272 174 131 132
Handelsergebnis 30 26 37 52 8
Sonstiges betriebliches Ergebnis -29 28 -3 -1 4
Betriebserträge 1.218 1.016 640 498 452
Verwaltungsaufwendungen -708 -554 -335 -248 -102
Betriebsergebnis 509 462 305 249 350
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -484 -194 -21 -99 -36
Übrige Ergebnisse -12 -8 3 -8 -6
Periodenüberschuss vor Steuern 13 260 287 142 308
Steuern vom Einkommen und Ertrag -55 -31 -76 -38 -63
Periodenüberschuss nach Steuern -42 229 210 104 245
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile 6 -12 0 -10 0
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile -36 217 210 94 245
Anteil am Ergebnis vor Steuern 0,9% 18,1% 20,0% 9,9% 21,4%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 23.862 16.515 11.331 5.605 14.610
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 2.153 1.550
Aktiva 1.098 541 1.229
35.608 22.630 13.975 6.758 21.596
Verbindlichkeiten 32.884 19.695 12.078 5.793 15.056
Nettozinsspanne 3,24% 4,08% 4,44% 6,17% 1,91%
NPL Ratio 9,1% 10,3% 5,9% 28,1% 3,6%
Coverage Ratio 63,3% 62,9% 107,3% 71,6% 75,5%
Cost/Income Ratio 58,2% 54,6% 52,4% 49,9% 22,6%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 2,76% 1,56% 0,29% 2,38% 0,31%
Neubildungsquote (Ø Forderungen) 1,38% 1,66% 0,11% 2,81% 0,20%
Durchschnittliches Eigenkapital 2.774 2.018 1.259 713 1.654
Return on Equity vor Steuern 0,6% 17,2% 30,3% 26,6% 24,8%
1.1.-30.9.2011 Group Corporate Überleitung Gesamt
in € Millionen Markets Center
Zinsüberschuss 171 349 -390 2.724
Provisionsüberschuss 91 -41 -3 1.125
Handelsergebnis 89 49 1 293
Sonstiges betriebliches Ergebnis 23 18 -82 -42
Betriebserträge 374 376 -473 4.099
Verwaltungsaufwendungen -197 -205 64 -2.287
Betriebsergebnis 176 171 -409 1.813
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen -8 60 0 -782
Übrige Ergebnisse -66 93 5 1
Periodenüberschuss vor Steuern 102 324 -404 1.032
Steuern vom Einkommen und Ertrag -30 23 -1 -272
Periodenüberschuss nach Steuern 72 347 -405 760
Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile -1 -1 4 -14
Periodenüberschuss nach
Abzug der nicht beherrschenden Anteile 71 346 -402 745
Anteil am Ergebnis vor Steuern 7,1% 22,6% 100,0%
Risikoaktiva (Kreditrisiko) 5.835 17.687 -15.011 80.433
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 1.277 1.510 -1.290 8.068
Aktiva 28.565 52.695 -33.460 148.368
Verbindlichkeiten 27.742 52.527 -27.756 138.020
Nettozinsspanne 0,83% 1,07% 2,61%
NPL Ratio 10,2% 8,4%
Coverage Ratio 88,0% 70,5%
Cost/Income Ratio 52,9% 54,5% 55,8%
Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) 0,19% -0,47% 1,36%
Neubildungsquote (Ø Forderungen) 0,85% 0,00% 1,32%
Durchschnittliches Eigenkapital 1.478 1.881 -1.687 10.091
Return on Equity vor Steuern 9,2% 23,0% 13,6%
Geschäftsstellen 4 1 2.933

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss der RBI wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt.

Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2012 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2011 (vgl. Geschäftsbericht 2011, Seite 150 ff.). Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2012 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt. Die Anwendung dieser Standards hatte keinen Einfluss auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Im Vergleich mit dem Konzernabschluss 2011 gab es keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Im Zusammenhang mit dem Rückkauf von Hybridkapital wurde in den Erläuterungen zur Erfolgsrechnung die Anhangsangabe (6) "Ergebnis aus Derivaten und designierten Verbindlichkeiten" in "Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten" umbenannt. Um den Ertrag aus dem Rückkauf von Hybridkapital gesondert darstellen zu können, wurde die Anhangsangabe um das Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten erweitert.

Der Zwischenbericht zum dritten Quartal 2012 wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen (Regelwerk prime market der Wiener Börse).

Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, so werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Davon betroffen sind im Wesentlichen die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft, der beizulegende Wert und die Wertminderung von Finanzinstrumenten, die latenten Steuern und die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie Berechnungen zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und der im Zuge der Erstkonsolidierung aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Die tatsächlichen Werte können von den geschätzten Werten abweichen.

Neben den Informationen zu Risiken aus Finanzinstrumenten in den einzelnen Anhangangaben enthält insbesondere das Kapitel Risikobericht ausführliche Darstellungen zu den Themen Kreditrisiko, Länderrisiko, Konzentrationsrisiko, Marktrisiko und Liquiditätsrisiko.

Währungen

Kurse in Währung pro € 2012 2011
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
30.9. 1.1.-30.9. 31.12. 1.1.-30.9.
Albanischer Lek (ALL) 140,190 139,165 138,930 140,606
Belarus Rubel (BYR) 10.870,000 10.649,000 10.800,000 5.741,360
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,956
Britisches Pfund (GBP) 0,798 0,815 0,835 0,875
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachischer Tenge (KZT) 194,020 191,605 191,720 206,009
Kroatische Kuna (HRK) 7,447 7,523 7,537 7,424
Moldauischer Lei (MDL) 15,932 15,478 15,074 16,528
Litauischer Litas (LTL) 3,453 3,453 3,453 3,453
Polnischer Zloty (PLN) 4,104 4,215 4,458 4,032
Rumänischer Lei (RON) 4,538 4,431 4,323 4,213
Russischer Rubel (RUB) 40,140 40,185 41,765 40,778
Schwedische Krone (SEK) 8,450 8,727 8,912 8,998
Schweizer Franken (CHF) 1,210 1,205 1,216 1,237
Serbischer Dinar (RSD) 115,032 112,780 104,641 102,088
Singapur-Dollar (SGD) 1,585 1,619 1,682 1,760
Tschechische Krone (CZK) 25,141 25,198 25,787 24,435
Türkische Lira (TRY) 2,320 2,321 2,443 2,297
Ukrainische Hryvna (UAH) 10,290 10,270 10,298 11,195
Ungarischer Forint (HUF) 284,890 291,577 314,580 272,022
US-Dollar (USD) 1,293 1,289 1,294 1,410

Veränderungen im Konsolidierungskreis

Anzahl Einheiten Vollkonsolidierung Equity-Methode
30.9.2012 31.12.2011 30.9.2012 31.12.2011
Stand Beginn der Periode 135 132 1 1
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 15 8 0 0
Im Berichtsjahr ausgeschieden -8 -5 0 0
Stand Ende der Periode 142 135 1 1

Erwerb der Polbank

Am 30. April 2012 erfolgte das formelle Closing zur Übernahme eines 70-Prozent-Anteils an der Polbank EFG S.A., Warschau. Die Polbank wurde per 1. Mai 2012 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Der vorläufige Barkaufpreis für den 70-Prozent-Anteil betrug € 460 Millionen. Unmittelbar nach dem Closing machte die Verkäuferin Eurobank EFG von der vereinbarten Put-Option Gebrauch und veräußerte ihren 30-Prozent-Anteil an der Polbank an die RBI um mindestens € 176 Millionen. Überdies wurde eine Wertanpassung zugunsten der RBI von € 30 Millionen vereinbart. Darüber hinaus wurde eine von der Verkäuferin durchgeführte Kapitalerhöhung der Polbank in Höhe von € 210 Millionen, die durch die RBI zum Nominalwert übernommen wurde, abgegolten.

Zum Zeitpunkt der Fertigstellung dieses Konzernabschlusses waren die notwendigen Marktbewertungen und sonstigen Berechnungen noch nicht fertig gestellt, sodass die Erstkonsolidierung auf Grundlage der vorläufigen erstellten Eröffnungsbilanz erfolgte. Die endgültige übertragene Gegenleistung ist abhängig vom testierten Eigenkapital in der Schlussbilanz der Polbank bzw. der Raiffeisen Bank Polska. Beträge über dem im Kaufvertrag garantierten Eigenkapital werden 1:1 bezahlt.

Die auf das Retailgeschäft ausgerichtete Polbank verfügte über ein Netzwerk von 327 Geschäftsstellen und 3.065 Mitarbeiter und betreute mehr als 700.000 Kunden. Die Bilanzsumme belief sich zum Erstkonsolidierungszeitpunkt auf € 6.192 Millionen, wovon € 4.827 Millionen auf Kundenforderungen (nach Risikovorsorgen) entfielen. Die Kundeneinlagen beliefen sich auf € 3.528 Millionen, und das Eigenkapital betrug € 645 Millionen.

Die folgende Tabelle fasst die übertragene Gegenleistung für den Erwerb der Polbank und die angesetzten erworbenen Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammen:

in € Millionen 30.4.2012
Barreserve 340
Forderungen an Kreditinstitute 112
Forderungen an Kunden (nach Kreditrisikovorsorgen) 4.827
Wertpapiere und Beteiligungen 700
Immaterielle Vermögenswerte 24
Marke Polbank 48
Kundenbeziehungen 17
Sachanlagen 35
Sonstige Aktiva 89
Aktiva 6.192
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.959
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 3.528
Rückstellungen 11
Sonstige Passiva 42
Reinvermögen 651
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 0
Reinvermögen nach Abzug der nicht beherrschenden Anteile 651
Übertragene Gegenleistung1 816
Firmenwert 165
in € Millionen 30.4.2012
Anschaffungskosten 816
Liquide Mittel 340
Cash-Flow für den Unternehmenserwerb 476

1Die übertragene Gegenleistung basiert auf einem garantierten Eigenkapital der Polbank bzw. der Raiffeisen Bank Polska. Die endgültige übertragene Gegenleistung ist abhängig vom testierten Eigenkapital in der Schlussbilanz der Polbank. bzw.der Raiffeisen Bank Polska. Beträge über dem garantierten Eigenkapital werden 1:1 bezahlt.

Im Zuge der vorläufigen Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 wurde der bestehende Kundenstock der Polbank als separat zu bilanzierender immaterieller Vermögenswert identifiziert. Die Anschaffungskosten des bestehenden Kundenstocks betrugen zum 1. Mai 2012 € 17 Millionen, die Abschreibungsdauer wurde mit 7 Jahren festgelegt. Weiters wurde im Zuge der vorläufigen Kaufpreisallokation der Markenname der Polbank als separat zu bilanzierender immaterieller Vermögenswert identifiziert. Die Anschaffungskosten der Marke betrugen zum 1. Mai 2012 € 48 Millionen.

Ein Geschäfts- oder Firmenwert ist aus dem Erwerb der Polbank deshalb entstanden, weil die Kosten des Zusammenschlusses eine Kontrollprämie beinhalten. Die gezahlte Gegenleistung beinhaltet außerdem Beträge, die die Vorteile aus erwarteten Synergien, wie verstärktes Cross-Selling-Potenzial, die Reduktion von Verwaltungskosten oder nicht bilanzierte Vermögenswerte wie zum Beispiel die Belegschaft, berücksichtigen.

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Mai bis 30. September 2012 erfasste Verlust nach Steuern der Polbank betrug € 28 Millionen.

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
430 484
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
138 210
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten
178 -44
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 3.613 3.255
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen
Vermögenswerten
174 345
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
-2.250 -2.125
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen 1 2
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 99 111
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen -1.269 -1.207
Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 1.115 1.032

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 4.959 4.857
Zinserträge 4.923 4.814
aus Guthaben bei Zentralbanken 56 44
aus Forderungen an Kreditinstitute 322 336
aus Forderungen an Kunden 3.678 3.473
aus Wertpapieren 443 591
aus Leasingforderungen 163 164
aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto 262 206
Laufende Erträge 16 16
Zinsähnliche Erträge 20 27
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 0 0
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt -2.363 -2.133
Zinsaufwendungen -2.332 -2.103
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken -2 -8
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -633 -479
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden -1.196 -984
für verbriefte Verbindlichkeiten -341 -465
für Nachrangkapital -160 -166
Zinsähnliche Aufwendungen -31 -30
Gesamt 2.596 2.724

(3) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Einzelwertberichtigungen -719 -687
Zuführung zu Risikovorsorgen -1.117 -1.121
Auflösung von Risikovorsorgen 458 438
Direktabschreibungen -109 -55
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 49 51
Portfolio-Wertberichtigungen 90 -101
Zuführung zu Risikovorsorgen -284 -385
Auflösung von Risikovorsorgen 373 285
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 6 6
Gesamt -623 -782

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Zahlungsverkehr 486 453
Kredit- und Garantiegeschäft 190 221
Wertpapiergeschäft 86 93
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 263 242
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 16 20
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 31 32
Kreditderivatgeschäft 0 2
Sonstige Bankdienstleistungen 48 62
Gesamt 1.120 1.125

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Zinsbezogenes Geschäft 79 141
Währungsbezogenes Geschäft 162 163
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 11 -4
Kreditderivatgeschäft -13 4
Sonstiges Geschäft -19 -11
Gesamt 220 293

Der im Handelsergebnis ausgewiesene Refinanzierungsaufwand für Handelsaktiva betrug € 49 Millionen (Vergleichsperiode: € 74 Millionen).

(6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 5 5
Ergebnis aus Kreditderivaten 6 16
Ergebnis aus sonstigen Derivaten 37 77
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Verbindlichkeiten
-268 51
Ergebnis aus dem Rückkauf von Verbindlichkeiten 112 0
Gesamt -108 149

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltende Wertpapiere 3 -2
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 3 -2
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 0 0
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 10 -58
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen -4 -66
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 14 8
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewerteten Wertpapieren 130 -86
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren 65 -96
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 65 10
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 156 0
Gesamt 299 -146

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Personalaufwand -1.178 -1.141
Sachaufwand -884 -884
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -274 -262
Gesamt -2.336 -2.287
in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten 35 31
Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten 580 683
Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten -545 -652
Nettoergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen -2 -2
Ergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen 56 63
Aufwendungen aus der Vermittlung von Dienstleistungen -58 -65
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 25 29
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating-Leasing
(Immobilien)
18 16
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
-1 -5
Sonstige Steuern -140 -119
davon Bankenabgaben -114 -95
Firmenwertabschreibungen -1 -3
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger
Rückstellungen
13 -1
Sonstige betriebliche Erträge 38 43
Sonstige betriebliche Aufwendungen -37 -31
Gesamt -52 -42

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

(10) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Millionen 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag -225 -245
Inland -11 -23
Ausland -214 -222
Latente Steuern -2 -27
Gesamt -226 -272

Erläuterungen zur Bilanz

(11) Bilanz nach Bewertungskategorien

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.9.2012 31.12.2011
Handelsaktiva 10.727 11.595
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte 8.710 7.360
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 762 3.866
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 5 5
Kredite und Forderungen 118.678 115.807
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 4.707 5.348
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 564 426
Sonstige Aktiva 2.976 2.577
Aktiva gesamt 147.128 146.985

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie "Handelsaktiva" ausgewiesen. Die Bewertungskategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen und festverzinsliche Wertpapiere. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.9.2012 31.12.2011
Handelspassiva 9.219 10.464
Finanzielle Verbindlichkeiten 122.826 121.426
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
3.202 3.346
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 68 43
Rückstellungen 677 771
Eigenkapital 11.136 10.936
Passiva gesamt 147.128 146.985

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden als Handelspassiva ausgewiesen.

(12) Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Inland 12.363 13.127
Ausland 12.415 12.621
Gesamt 24.777 25.748

In den Forderungen an Kreditinstitute sind € 5.564 Millionen (31.12.2011: € 3.577 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

(13) Forderungen an Kunden

Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition):

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Öffentlicher Sektor 1.663 1.356
Firmenkunden – Große Firmenkunden 52.184 55.222
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 3.746 3.674
Retail-Kunden – Privatpersonen 23.446 19.004
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.660 2.291
Sonstige 69 28
Gesamt 83.769 81.576

In den Forderungen an Kunden sind € 1.662 Millionen (31.12.2011: € 1.469 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Inland 8.858 7.855
Ausland 74.911 73.721
Gesamt 83.769 81.576

(14) Kreditrisikovorsorgen

Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Asset-Klassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Kreditinstitute 173 228
Öffentlicher Sektor 11 6
Firmenkunden – Große Firmenkunden 2.784 2.619
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 468 427
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.894 1.524
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 331 249
Gesamt 5.661 5.053

(15) Handelsaktiva

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.449 3.107
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 230 210
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 6.868 7.293
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 334 7
Gesamt 9.880 10.617

(16) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair Value Hedge
564 426
Positive Marktwerte aus Kreditderivaten 2 75
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 845 904
Gesamt 1.411 1.405

(17) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 13.473 15.837
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 199 254
Unternehmensanteile 465 444
Gesamt 14.136 16.535

(18) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Firmenwerte 582 408
Software 554 531
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 194 126
Gesamt 1.330 1.066

(19) Sachanlagen

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 735 610
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 114 121
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 419 449
Vermietete Leasinganlagen 335 332
Gesamt 1.602 1.511

(20) Sonstige Aktiva

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Steuerforderungen 532 418
Laufende Steuerforderungen 59 60
Latente Steuerforderungen 473 358
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 93 108
Rechnungsabgrenzungsposten 217 261
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 771 458
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 59 51
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) 63 27
Umlaufvermögen 150 174
Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges 21 7
Übrige Aktiva 448 671
Gesamt 2.353 2.174

(21) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Inland 19.838 20.649
Ausland 16.935 17.343
Gesamt 36.773 37.992

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind € 1.539 Millionen (31.12.2011: € 1.549 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

(22) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Öffentlicher Sektor 1.339 1.318
Firmenkunden – Große Firmenkunden 32.394 33.187
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.437 2.439
Retail-Kunden – Privatpersonen 30.123 25.422
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 3.934 3.723
Sonstige 715 658
Gesamt 70.942 66.747

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden sind € 2.625 Millionen (31.12.2011: € 3.720 Millionen) aus Repo-Transaktionen enthalten.

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Inland 5.904 6.102
Ausland 65.038 60.645
Gesamt 70.942 66.747

(23) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Begebene Schuldverschreibungen 12.232 12.762
Begebene Geldmarktpapiere 126 829
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 745 776
Gesamt 13.103 14.367

(24) Rückstellungen

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Abfertigungen 61 60
Pensionen 24 23
Steuern 113 173
Laufende 91 156
Latente 22 17
Garantien und Bürgschaften 131 151
Offene Rechtsfälle 72 90
Unverbrauchter Urlaub 52 52
Bonuszahlungen 174 177
Restrukturierung 6 2
Sonstige 46 42
Gesamt 677 771

(25) Handelspassiva

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 7.404 8.406
Zinssatzgeschäft 5.904 6.391
Wechselkursgeschäft 659 1.367
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 805 566
Kreditderivatgeschäft 22 68
Sonstiges Geschäft 13 14
Leerverkauf von Handelsaktiva 592 566
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 5 0
Emittierte Zertifikate 768 743
Gesamt 8.768 9.715

(26) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Fair Value Hedge
67 37
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39
Cash-Flow Hedge
2 5
Negative Marktwerte aus Kreditderivaten 2 13
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 449 736
Gesamt 519 792

(27) Sonstige Passiva

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 80 124
Rechnungsabgrenzungsposten 236 188
Dividendenverbindlichkeiten 1 0
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 857 417
Wertanpassung Portfolio Fair Value Hedges 56 22
Übrige Passiva 224 764
Gesamt 1.456 1.515

(28) Nachrangkapital

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Hybrides Kapital 450 819
Nachrangige Verbindlichkeiten 2.673 2.729
Ergänzungskapital 631 603
Gesamt 3.754 4.151

(29) Eigenkapital

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Konzern-Eigenkapital 9.406 8.825
Gezeichnetes Kapital 595 593
Partizipationskapital 2.500 2.500
Kapitalrücklagen 2.576 2.571
Gewinnrücklagen 3.735 3.161
Konzern-Periodenüberschuss 842 968
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 888 1.143
Gesamt 11.136 10.936

Das gezeichnete Kapital der RBI AG beträgt gemäß Satzung € 596 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 557.295 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 595 Millionen.

(30) Risikobericht

Aktives Risikomanagement stellt für die RBI eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv erkennen, einstufen und steuern zu können, verfügt der Konzern über ein umfassendes Risikomanagement und -controlling. Dieses ist integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und wird permanent weiterentwickelt. Die Risikosteuerung der RBI ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken, Beteiligungsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen. Betreffend die Grundzüge und die Organisation des Risikomanagements wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2011 verwiesen.

Ökonomisches Kapital

Für die Gesamtbanksteuerung bildet das ökonomische Kapital eine wichtige Grundlage. Es beschreibt das interne Kapitalerfordernis für alle Risikoarten auf Basis von vergleichbaren internen Modellen und ermöglicht so eine gesamthafte Darstellung des Risikoprofils des Konzerns. Es dient damit als wichtiges Instrument in der Konzernrisikosteuerung und wird für die risikoadjustierte Geschäftssteuerung und Performance-Messung herangezogen. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zu dem ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Return on Risk Adjusted Capital, RORAC).

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil Kreditrisiko Firmenkunden 2.346 26,9% 3.724 39,4% Kreditrisiko Privatpersonen 2.423 27,8% 1.968 20,8% Kreditrisiko öffentlicher Sektor 970 11,1% 738 7,8% Kreditrisiko Kreditinstitute 291 3,3% 566 6,0% Marktrisiko 809 9,3% 701 7,4% Operationelles Risiko 769 8,8% 863 9,1% Liquiditätsrisiko1 163 1,9% – – Beteiligungsrisiko 172 2,0% 29 0,3% Sonstige Sachanlagen1 369 4,2% – – Risikopuffer 415 4,8% 859 9,1% Gesamt 8.727 100,0% 9.447 100,0%

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital:

1 Neue Position auf grund der Weiterentwicklung in der ökonomischen Kapitalberechnung

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit:

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.20111 Anteil
Österreich 1.580 18,1% 2.301 24,4%
Zentraleuropa 3.207 36,7% 2.535 26,8%
Südosteuropa 1.741 19,9% 1.668 17,7%
Russland 1.145 13,1% 1.144 12,1%
GUS Sonstige 770 8,8% 593 6,3%
Restliche Welt 284 3,3% 347 3,7%
Risikopuffer und Diversifikationseffekte2 0 0,0% 859 9,1%
Gesamt 8.727 100,0% 9.447 100,0%

1 Erweiterung des Vorjahres unter Berücksichtigung des Risikopuffers

2 Risikopuffer und Diversifikationseffekte werden nun den Regionen zugeordnet Mit Beginn 2012 wurden Weiterentwicklungen zur ökonomischen Kapitalberechnung eingeführt. Das betrifft die nun explizite Quantifizierung des Liquiditätsrisikos sowie des Risikos aus sonstigen Sachanlagen. Ebenso wurde im Kreditrisiko ein neues Multifaktormodell eingeführt, das auch Konzentrationsrisiken besser berücksichtigt. Dabei wurde auch die Berechnung des Beteiligungsrisikos umgestellt, das nun separat ausgewiesen wird. Durch die zusätzliche Berücksichtigung weiterer Risiken wurde der Puffer für sonstige Risiken reduziert. Dementsprechend ist ein Vergleich mit den Zahlen zum Jahresende 2011 nur bedingt aussagekräftig.

Kreditrisiko

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach Basel II)

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorisch versus IFRS, also unternehmensrechtlich) sowie der unterschiedlichen Darstellungen des Kreditvolumens.

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Barreserve 11.576 9.348
Forderungen an Kreditinstitute 24.777 25.748
Forderungen an Kunden 83.769 81.576
Handelsaktiva 9.880 10.617
Derivative Finanzinstrumente 1.411 1.405
Wertpapiere und Beteiligungen 13.473 15.837
Sonstige Aktiva 247 240
Eventualverbindlichkeiten 11.704 13.280
Kreditrisiken 10.656 12.625
Widerrufliche Kreditzusagen 16.731 14.848
Ausweisunterschiede -4.160 1.177
Gesamt 180.065 186.700

Bilanzposten enthalten nur Kreditrisikoanteile

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Ratingstufen. Das Kundenrating erfolgt dabei für die unterschiedlichen Forderungsklassen getrennt. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoringmodelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Ratingstufen werden nach Geschäftssegmenten getrennt ermittelt. Wahrscheinlichkeiten der gleichen ordinalen Ratingeinstufung (z. B. 1,5 für Firmenkunden, A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) sind daher zwischen den Segmenten nicht direkt vergleichbar.

Die Ratingmodelle in den wesentlichen Non-Retail-Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sind konzernweit einheitlich und sehen jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Scorecards für Retail-Forderungsklassen werden länderspezifisch nach konzernweit einheitlichen Richtlinien erstellt. Sowohl für die Ratingerstellung als auch für die Validierung stehen Softwareinstrumente (z. B. Unternehmensbewertung, Rating- und Ausfalldatenbank) zur Verfügung.

Kreditportfolio – Firmenkunden

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo nach internem Rating für Firmenkunden (Großkunden und mittelgroße Kunden). Für die Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos sind zusätzlich Sicherheiten und Erlösquoten bei Ausfall zu berücksichtigen.

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
0,5 Minimales Risiko 1.040 1,3% 1.266 1,4%
1,0 Ausgezeichnete Bonität 8.820 10,9% 7.900 8,9%
1,5 Sehr gute Bonität 8.707 10,7% 8.939 10,0%
2,0 Gute Bonität 11.617 14,3% 12.746 14,3%
2,5 Solide Bonität 12.239 15,1% 15.630 17,5%
3,0 Akzeptable Bonität 12.704 15,6% 14.552 16,3%
3,5 Erhöhtes Risiko 12.017 14,8% 12.506 14,0%
4,0 Schwache Bonität/Substandard 4.837 6,0% 6.384 7,2%
4,5 Sehr schwache Bonität/ausfallgefährdet 2.997 3,7% 3.803 4,3%
5,0 Ausfall 5.086 6,3% 4.610 5,2%
NR Nicht geratet 1.210 1,5% 831 0,9%
Gesamt 81.273 100,0% 89.166 100,0%

Das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden sank im Vergleich zum Jahresende um € 7.892 Millionen auf € 81.273 Millionen. Das größte Segment betreffend Firmenkunden zum Ende des dritten Quartals war Group Corporates mit € 32.113 Millionen, gefolgt von Zentraleuropa mit € 18.709 Millionen und Südosteuropa mit € 10.562 Millionen. Der Rest verteilte sich auf Russland mit € 9.557 Millionen, GUS Sonstige mit € 3.777 Millionen, Group Markets mit € 5.560 Millionen und Corporate Center mit € 994 Millionen.

Der Anteil von Forderungen mit erhöhtem Kreditrisiko oder noch schwächerer Bonität ging leicht von 25,4 Prozent auf 24,5 Prozent zurück. Der Anteil der guten Bonitäten bis hin zu minimalem Risiko stieg von 34,6 Prozent auf 37,1 Prozent. Diese Verbesserung resultierte einerseits aus Bonitätssteigerungen bestehender Kunden, die zur Anhebung der internen Ratings führten. Andererseits spiegelt sich darin die aktive Steuerung des Kreditportfolios wider, auf deren Basis das Wachstum des Portfolios stark auf wirtschaftlich prosperierende Märkte wie z. B. Russland oder Asien ausgerichtet wird, und Neukredite durch hohe Kreditvergabestandards überwiegend an Kunden mit guter Bonität vergeben werden.

Das Segment Group Corporates wies im Vergleich zum Jahresende 2011 mit einem Minus von € 5.171 Millionen den höchsten Rückgang auf. Dieser war mit € 3.999 Millionen überwiegend auf Rückgänge im Kreditgeschäft in China und bei gegebenen Garantien in Österreich zurückzuführen.

Der Anteil der Klasse "Ausfall" gemäß Basel II (Rating 5,0) betrug 6,3 Prozent des Kreditobligos (€ 5.086 Millionen).

Die nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Zentraleuropa 18.709 23,0% 18.649 20,9%
Westeuropa 9.863 12,1% 11.658 13,1%
Südosteuropa 10.562 13,0% 11.230 12,6%
Russland 9.557 11,8% 10.795 12,1%
Österreich 15.622 19,2% 17.215 19,3%
GUS Sonstige 3.777 4,6% 4.094 4,6%
Asien 7.263 8,9% 8.547 9,6%
Sonstige 5.918 7,3% 6.976 7,8%
Gesamt 81.273 100,0% 89.166 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Groß- und Einzelhandel 21.297 23,8% 23.672 24,2%
Fertigung/Produktion 18.802 21,0% 21.157 21,7%
Immobilien 10.166 11,4% 10.418 10,7%
Finanzintermediation 9.049 10,1% 9.300 9,5%
Bauwesen 6.698 7,5% 7.324 7,5%
Transport, Lagerung und Verkehr 3.457 3,9% 3.681 3,8%
Sonstige Branchen 20.085 22,4% 22.079 22,6%
Gesamt 89.553 100,0% 97.632 100,0%

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Ratingmodell, das sowohl die individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit als auch die zur Verfügung stehenden Sicherheiten berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich demnach wie folgt dar:

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
6,1 Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko 3.428 41,4% 2.847 33,6%
6,2 Gute Projektbonität – geringes Risiko 2.713 32,8% 3.265 38,6%
6,3 Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko 1.302 15,7% 1.241 14,7%
6,4 Schwache Projektbonität – hohes Risiko 318 3,8% 676 8,0%
6,5 Ausfall 498 6,0% 419 5,0%
NR Nicht geratet 18 0,2% 18 0,2%
Gesamt 8.279 100,0% 8.466 100,0%

Das Kreditobligo der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen betrug zum Ende des dritten Quartals 2012 € 8.279 Millionen. Mit 74,2 Prozent machten hier die beiden besten Bonitätsstufen "Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko" und "Gute Projektbonität – geringes Risiko" den Hauptanteil aus. Das ist im Wesentlichen auf die hohe Gesamtbesicherung derartiger Spezialfinanzierungen zurückzuführen. Der Anteil der nicht gerateten Finanzierungen blieb im Vergleich zum Jahresende 2011 mit € 18 Millionen unverändert.

Kreditportfolio – Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Die Tabelle zeigt die Retail-Forderungen der RBI:

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Retail-Kunden – Privatpersonen 25.689 89,8% 20.778 89,0%
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.926 10,2% 2.568 11,0%
Gesamt 28.615 100,0% 23.346 100,0%
davon notleidende Kredite 2.982 10,4% 2.452 10,5%
davon Einzelwertberichtigungen 1.580 5,5% 1.499 6,4%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 645 2,3% 275 1,2%

Der Gesamtbetrag der Retail-Forderungen verteilt sich wie folgt auf die Segmente:

30.9.2012 Zentral- Südost- Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 13.926 6.665 3.407 1.678 12
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.958 762 49 157 0
Gesamt 15.885 7.427 3.456 1.835 12
davon notleidende Kredite 1.447 612 202 716 1
davon Einzelwertberichtigungen 540 382 175 477 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 539 63 15 28 0
31.12.2011 Zentral- Südost- Russland GUS Group
in € Millionen europa europa Sonstige Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 9.659 6.615 2.781 1.711 12
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.528 846 48 146 0
Gesamt 11.187 7.461 2.829 1.857 12
davon notleidende Kredite 929 576 212 729 1
davon Einzelwertberichtigungen 457 372 185 480 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 174 65 7 28 0

Im Vergleich zum Jahresende 2011 stieg das Retail-Kreditportfolio im dritten Quartal 2012 um 22,6 Prozent oder € 5.269 Millionen auf € 28.615 Millionen. Durch den Kauf der Polbank erhöhte sich das Retailexposure zum Stichtag 30. September 2012 um € 5.073 Millionen.

Das größte Volumen wird mit € 15.885 Millionen im Segment Zentraleuropa ausgewiesen. Gegenüber dem Jahresende 2011 zeigte sich ein Anstieg von € 4.698 Millionen, der auf den Kauf der Polbank zurückzuführen ist und vom Rückgang des Retailportfolios in Ungarn und Tschechien teilweise kompensiert wurde. An zweiter Stelle lag Südosteuropa mit € 7.427 Millionen. Verglichen mit dem Jahresende 2011 ist das ein leichter Rückgang.

Die Tabelle zeigt die Retail-Forderungen gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Hypothekarkredite 14.348 50,1% 10.679 45,7%
Verbraucherkredite 5.970 20,9% 5.708 24,5%
Kfz-Kredite 2.435 8,5% 2.149 9,2%
Überziehungen 2.085 7,3% 1.754 7,5%
KMU Finanzierung 1.905 6,7% 1.020 4,4%
Kreditkarten 1.871 6,5% 2.036 8,7%
Gesamt 28.615 100,0% 23.346 100,0%

Der Anteil von Fremdwährungskrediten im Retailportfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursänderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die in manchen Ländern häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kreditnehmer berücksichtigt.

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Euro 4.075 38,5% 3.322 42,3%
Schweizer Franken 5.054 47,8% 2.903 37,0%
US-Dollar 1.295 12,2% 1.445 18,4%
Andere Fremdwährungen 155 1,5% 187 2,4%
Kredite in Fremdwährungen 10.579 100,0% 7.857 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 37,0% 33,7%

Bei fast allen Fremdwährungskrediten kam es aufgrund des Kaufs der Polbank im Vergleich zum Jahresende 2011 zu einem Volumenzuwachs.

Kreditportfolio – Kreditinstitute

Die Forderungsklasse Kreditinstitute enthält in der Mehrzahl Banken und Wertpapierunternehmen. Das interne Rating-Modell dafür basiert auf einem Peer-Group-orientierten Ansatz, in dem sowohl qualitative als auch quantitative Informationen berücksichtigt werden. Das finale Rating für diese Kundengruppe ist durch das Länder-Rating des jeweiligen Heimatlandes begrenzt.

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten in dieser Asset-Klasse werden aufgrund der geringen Anzahl an Kunden (beziehungsweise an beobachtbaren Ausfällen) in einzelnen Ratingstufen durch eine Kombination interner und externer Daten ermittelt.

in € Millionen Anteil 31.12.2011 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 94 0,3% 85 0,2%
A2 Sehr gute Bonität 850 2,5% 3.409 8,8%
A3 Gute Bonität 22.028 63,6% 24.221 62,4%
B1 Solide Bonität 7.541 21,8% 5.233 13,5%
B2 Zufriedenstellende Bonität 1.815 5,2% 2.993 7,7%
B3 Adäquate Bonität 899 2,6% 1.277 3,3%
B4 Fragliche Bonität 438 1,3% 621 1,6%
B5 Höchst fragliche Bonität 418 1,2% 370 1,0%
C Ausfallgefährdet 184 0,5% 184 0,5%
D Ausfall 291 0,8% 352 0,9%
NR Nicht geratet 83 0,2% 83 0,2%
Gesamt 100,0% 38.830 100,0%

Das gesamte Kundenobligo betrug im dritten Quartal 2012 € 34.640 Millionen und wies damit einen Rückgang von € 4.189 Millionen auf. Der Schwerpunkt in dieser Kundengruppe lag mit € 22.028 Millionen oder 63,6 Prozent in der Rating-Klasse A3, die im Vergleich zum Jahresende einen Rückgang von € 2.193 Millionen zeigte. Dieser resultierte aus dem Rückgang von Bond- und Money Market-Geschäften im Segment Group Markets (€ 2.294 Millionen). Mit € 29.604 Millionen oder 85,5 Prozent hatte das Segment Group Markets den größten Anteil am Kreditportfolio gegenüber Kreditinstituten, gefolgt vom Segment Group Corporates mit € 1.506 Millionen oder 4,3 Prozent.

Die Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Derivate 11.825 34,1% 12.464 32,1%
Geldmarkt 11.795 34,0% 13.127 33,8%
Repo 5.126 14,8% 2.681 6,9%
Forderungen 3.208 9,3% 4.984 12,8%
Anleihen 2.024 5,8% 4.450 11,5%
Sonstige 662 1,9% 1.123 2,9%
Gesamt 34.640 100,0% 38.830 100,0%

Kreditportfolio – Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen souveräne Staaten, Zentralbanken sowie regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating:

in € Millionen Anteil 31.12.2011 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 9.783 35,9% 9.567 35,6%
A2 Sehr gute Bonität 963 3,5% 465 1,7%
A3 Gute Bonität 4.159 15,3% 4.519 16,8%
B1 Solide Bonität 2.535 9,3% 1.786 6,6%
B2 Zufriedenstellende Bonität 616 2,3% 758 2,8%
B3 Adäquate Bonität 3.723 13,7% 5.513 20,5%
B4 Fragliche Bonität 3.046 11,2% 2.254 8,4%
B5 Höchst fragliche Bonität 2.165 7,9% 1.659 6,2%
C Ausfallgefährdet 169 0,6% 156 0,6%
D Ausfall 88 0,3% 139 0,5%
NR Nicht geratet 9 0,0% 77 0,3%
Gesamt 27.257 100,0% 26.893 100,0%

Im Vergleich zum Jahresende 2011 stieg das Kreditobligo aus dem öffentlichen Sektor um € 364 Millionen auf € 27.257 Millionen, das entspricht einem Anteil von 15,1 Prozent am gesamten Kreditobligo. Die Klasse "Ausgezeichnete Bonität" (Rating A1) wies mit 35,9 Prozent den höchsten Anteil aus, was auf gestiegene Einlagen bei der Oesterreichischen Nationalbank zurückzuführen war.

Der mittlere Bonitätsbereich von "Gute Bonität" (Rating A3) bis "Adäquate Bonität" (Rating B3) folgt mit 40,6 Prozent. Das hohe Obligo in den mittleren Ratingstufen resultierte vor allem aus Einlagen der Netzwerkbanken in Zentral- und Südosteuropa bei deren lokalen Zentralbanken. Sie dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden. Die Forderungen in den Rating-Klassen B4 und B5 betrugen € 5.211 Millionen oder 19,1 Prozent der Gesamtforderungen. Sie beinhalteten in erster Linie Veranlagungen bei Zentralbanken und Zentralstaaten in den Segmenten Zentral- und Südosteuropa. Die Forderungen im unteren Bonitätsbereich (Rating C und D) gingen zurück, was zum Großteil auf der Restrukturierung von Kommunalfinanzierungen in Ungarn beruhte.

Die Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Forderungen 13.234 48,6% 9.023 33,6%
Anleihen 12.633 46,3% 13.106 48,7%
Derivate 865 3,2% 1.028 3,8%
Sonstige 525 1,9% 3.736 13,9%
Gesamt 27.257 100,0% 26.893 100,0%

Die Tabelle zeigt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" (Rating B3 und darunter):

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.2011 Anteil
Ungarn 2.438 26,5% 1.912 19,5%
Rumänien 2.001 21,7% 2.000 20,4%
Kroatien 1.089 11,8% 1.304 13,3%
Albanien 968 10,5% 1.218 12,4%
Ukraine 816 8,9% 993 10,1%
Sonstige 1.889 20,5% 2.371 24,2%
Gesamt 9.201 100,0% 9.798 100,0%

Das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich "Non Investment Grade" sank im Vergleich zum Jahresende 2011 um € 597 Millionen auf € 9.201 Millionen und resultierte vor allem aus Einlagen der Konzerneinheiten bei lokalen Zentralbanken in Zentral- und Südosteuropa. Diese dienen zur Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität und waren daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden.

Das Kreditobligo der europäischen Peripheriestaaten (Griechenland, Irland, Italien, Portugal, Slowenien und Spanien) gegenüber dem öffentlichen Sektor betrug € 352 Millionen (Jahresende 2011: € 470 Millionen) und stellt somit für die RBI keine wesentliche Risikokonzentration dar.

Notleidende Kredite und Kreditrisikovorsorgen

Die nachstehende Tabelle stellt den Anteil der notleidenden Kredite (NPL) unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil dazu bereitgestellter Kreditrisikovorsorgen dar:

NPL NPL Ratio Coverage Ratio
in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011 30.9.2012 31.12.2011 30.9.2012 31.12.2011
Firmenkunden 5.300 4.591 9,5% 7,8% 61,4% 66,3%
Retail-Kunden 2.982 2.452 11,4% 11,5% 74,6% 72,3%
Öffentlicher Sektor 58 12 3,5% 0,9% 19,8% 48,2%
Summe Nichtbanken 8.340 7.056 10,0% 8,6% 65,8% 68,4%
Kreditinstitute 225 241 0,9% 0,9% 76,6% 94,3%
Gesamt 8.565 7.297 7,9% 6,8% 66,1% 69,3%

Die folgende Tabelle stellt den Anteil der notleidenden Kredite unter den Ausleihungen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) sowie den Anteil dazu bereitgestellter Kreditrisikovorsorgen nach Segmenten dar:

NPL NPL Ratio Coverage Ratio
in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011 30.9.2012 31.12.2011 30.9.2012 31.12.2011
Zentraleuropa 3.379 2.480 10,5% 9,0% 61,8% 60,8%
Südosteuropa 1.861 1.726 11,0% 9,8% 59,4% 58,5%
Russland 529 525 4,0% 4,4% 97,1% 100,1%
GUS Sonstige 1.492 1.506 26,9% 26,4% 68,5% 68,2%
Group Corporates 860 654 4,4% 2,8% 61,2% 79,1%
Group Markets 443 405 2,0% 1,8% 74,2% 95,7%
Gesamt 8.565 7.297 7,9% 6,8% 66,1% 69,3%

Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung der notleidenden Kredite unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten "Forderungen an Kunden" und "Forderungen an Kreditinstitute" (ohne außerbilanzielle Geschäfte) im dritten Quartal 2012 bzw. im Gesamtjahr 2011:

in € Millionen Stand
1.1.2012
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
30.9.2012
Firmenkunden 4.591 77 83 1.236 -687 5.300
Retail-Kunden 2.452 428 74 748 -720 2.982
Öffentlicher Sektor 12 0 1 46 -2 58
Summe Nichtbanken 7.056 505 159 2.030 -1.408 8.340
Kreditinstitute 241 0 0 15 -32 225
Gesamt 7.297 505 159 2.045 -1.440 8.565
in € Millionen Stand
1.1.2011
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Währungs
differenzen
Zugänge Abgänge Stand
31.12.2011
Firmenkunden 4.381 0 -88 1.667 -1.369 4.591
Retail-Kunden 2.396 0 -57 891 -779 2.452
Öffentlicher Sektor 12 0 0 4 -4 12
Summe Nichtbanken 6.790 0 -145 2.562 -2.151 7.056
Kreditinstitute 268 0 2 97 -126 241
Gesamt 7.058 0 -143 2.660 -2.277 7.297

Der Bereich Firmenkunden verzeichnete in den ersten drei Quartalen 2012 einen Anstieg an notleidenden Krediten um insgesamt 15 Prozent oder € 709 Millionen auf € 5.300 Millionen. Besonders deutlich fielen die Zuwächse dabei in Zentraleuropa mit 36 Prozent oder € 899 Millionen, in Group Corporates mit 32 Prozent oder € 207 Millionen und in Südosteuropa mit 9 Prozent oder € 99 Millionen aus. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo stieg um 1,7 Prozent auf 9,5 Prozent. Die Kreditrisikovorsorgen stiegen um 7 Prozent oder € 206 Millionen auf € 3.253 Millionen, gleichzeitig sank die Deckungsquote um 5,0 Prozentpunkte auf 61,4 Prozent.

Im Retail-Bereich stiegen die notleidenden Kredite um 22 Prozent oder € 530 Millionen auf € 2.982 Millionen. Der Großteil des Anstiegs entfiel dabei auf Zentraleuropa mit 56 Prozent oder € 517 Millionen (die Einbeziehung der Polbank machte € 475 Millionen aus). Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo sank leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent. Die gesamten Kreditrisikovorsorgen für Retail-Kunden stiegen um 25 Prozent oder € 452 Millionen auf € 2.225 Millionen, parallel dazu verbesserte sich die Deckungsquote um 2,3 Prozentpunkte auf 74,6 Prozent.

Der Stand an notleidenden Krediten im Bereich Kreditinstitute lag zum Ende des dritten Quartals 2012 bei € 225 Millionen, wofür € 172 Millionen an Kreditrisikovorsorgen gebildet wurden.

Der Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung von Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen im dritten Quartal:

in € Millionen Stand
1.1.2012
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Währungs
differenzen
Stand
30.9.2012
Einzelwert
berichtigungen
4.441 90 1.177 -458 -559 76 4.766
Portfolio
Wertberichtigungen
763 336 284 -373 0 17 1.026
Gesamt 5.204 425 1.461 -832 -559 92 5.792

1Zuführung inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen. 2 Verbrauch inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio der RBI ist sowohl nach Regionen als auch nach Branchen gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist. Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten wider. Die folgende Tabelle stellt die Kreditobligos aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden und gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.20111 Anteil
Österreich 41.725 23,2% 43.687 23,4%
Zentraleuropa 48.572 27,0% 42.630 22,8%
Polen 14.882 8,3% 8.808 4,7%
Slowakei 11.568 6,4% 11.862 6,4%
Tschechische Republik 10.995 6,1% 10.937 5,9%
Ungarn 9.195 5,1% 8.883 4,8%
Sonstige 1.932 1,1% 2.140 1,1%
Europäische Union 23.419 13,0% 26.501 14,2%
Großbritannien 6.764 3,8% 7.365 3,9%
Deutschland 6.037 3,4% 7.492 4,0%
Frankreich 5.355 3,0% 3.170 1,7%
Niederlande 1.776 1,0% 2.951 1,6%
Sonstige 3.489 1,9% 5.522 3,0%
in € Millionen 30.9.2012 Anteil 31.12.20111 Anteil
Südosteuropa 25.125 14,0% 26.717 14,3%
Rumänien 8.147 4,5% 8.558 4,6%
Kroatien 5.861 3,3% 6.163 3,3%
Bulgarien 4.311 2,4% 4.328 2,3%
Serbien 2.226 1,2% 2.549 1,4%
Sonstige 4.579 2,5% 5.119 2,7%
Russland 18.037 10,0% 18.485 9,9%
Ferner Osten 10.082 5,6% 12.278 6,6%
China 5.014 2,8% 6.556 3,5%
Sonstige 5.068 2,8% 5.722 3,1%
GUS Sonstige 7.498 4,2% 7.787 4,2%
Ukraine 5.898 3,3% 6.372 3,4%
Sonstige 1.600 0,9% 1.415 0,8%
USA 3.914 2,2% 5.231 2,8%
Restliche Welt 1.692 0,9% 3.385 1,8%
Gesamt 180.065 100,0% 186.700 100,0%

1Adaptierung des Vorjahres aufgrund geänderter Zuordnung.

Die RBI ist in keinem der so genannten europäischen Peripheriestaaten durch Tochterbanken vertreten. Es bestehen aber Forderungen gegenüber Kunden in diesen Ländern, die aus Kreditfinanzierungen und dem Kapitalmarktgeschäft resultieren. Der Konzern hält Staatsanleihen dieser Länder, die mit einen Kreditobligo von € 352 Millionen (Jahresende 2011: € 470 Millionen) für die RBI keine wesentliche Risikokonzentration darstellen.

Marktrisiko

Das Marktrisikomanagement basiert auf den Zahlen eines internen Modells, das den Value-at-Risk (VaR)für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads und Aktienindizes errechnet. Das Modell bestand den Begutachtungsprozess der österreichischen Finanzmarktaufsicht und der Oesterreichischen Nationalbank und wird für die Berechnung des regulatorischen Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken verwendet.

Die nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handels- und Bankbuch je Risikoart dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Anleihebüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% 1d VaR per Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Währungsrisiko1 63 61 51 79 64
Zinsrisiko 15 18 13 29 46
Credit-Spread-Risiko 20 17 12 20 11
Aktienpreisrisiko 2 2 2 2 2
Gesamt 71 70 62 77 51

1Das gesamte Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko aus Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Auswertung zeigt den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis der erwarteten Mittelzuflüsse und der zusätzlich realisierbaren Liquidität (Counterbalancing Capacity) zu den Mittelabflüssen (Liquiditäts-Ratio) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulierter Basis unter Einbeziehung aller Bilanzkonten und außerbilanziellen Geschäfte. Basierend auf Expertenmeinungen und statistischen Analysen und unter Berücksichtigung länderspezifischer Unterschiede fließen in diese Berechnung auch Annahmen für die Prolongation von definierten Aktivposten, für den so genannten Bodensatz bei Kundeneinlagen und für die Realisierung von zusätzlicher Liquidität (insbesondere mittels notenbankfähiger Aktiva und Sicherheiten im Wertpapierleihegeschäft) ein.

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Laufzeit 1 Woche 1 Monat 1 Jahr 1 Woche 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 16.832 13.981 13.452 20.692 17.937 7.094
Liquiditäts-Ratio 135% 119% 110% 175% 130% 105%

Mit der Übernahme der Polbank im zweiten Quartal 2012 kam es zu einer Abnahme des Liquiditätsüberhangs in den kurzen Laufzeitenbändern im Vergleich zum Jahresende 2011. Vor allem die Liquiditäts-Ratio für das Laufzeitband von einer Woche verringerte sich dadurch stark, da die davor für die Akquisition kurzfristig gehaltenen Mittel mit der Übernahme in längerfristige Refinanzierungsgeschäfte mit der Polbank übergeführt wurden. Der von der RBI gehaltene Liquiditätspuffer wurde dagegen nur moderat zurückgefahren. Damit ist sichergestellt, dass der Konzern auch in Krisensituationen über ausreichend liquide Mittel verfügt, um alle kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen erfüllen zu können.

Sonstige Erläuterungen

(31) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Eventualverbindlichkeiten 11.704 13.280
Weitergegebene Wechsel 52 44
Avalkredite 6.951 7.418
Sonstige Bürgschaften 2.285 2.699
Akkreditive 2.364 3.072
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 52 48
Kreditrisiken 10.656 12.625
Unwiderrufliche Kreditzusagen/Stand-by Facilitys 10.656 12.625
Bis 1 Jahr 4.352 4.843
Über 1 Jahr 6.304 7.782

(32) Derivative Finanzinstrumente

Das Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte stellt sich per 30. September 2012 wie folgt dar:

Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 57.095 88.146 53.712 198.952 7.146 -6.347
Wechselkurs- und
Goldverträge 46.273 12.374 2.386 61.033 921 -718
Wertpapierbezogene
Geschäfte 1.614 1.254 376 3.245 174 -821
Warentermingeschäfte 170 77 22 269 8 -8
Kreditderivate 497 1.576 228 2.301 28 -24
Edelmetallgeschäfte 46 27 19 91 2 -5
Gesamt 105.696 103.454 56.743 265.892 8.280 -7.923

Das Gesamtvolumen noch nicht abgewickelter derivativer Finanzprodukte stellt sich per 31. Dezember 2011 wie folgt dar:

Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 67.754 132.690 79.387 279.831 7.542 -7.087
Wechselkurs- und
Goldverträge
51.887 8.972 1.895 62.753 896 -1.425
Wertpapierbezogene
Geschäfte
1.453 1.145 382 2.981 82 -591
Warentermingeschäfte 155 84 25 264 13 -10
Kreditderivate 1.017 2.127 753 3.898 164 -80
Edelmetallgeschäfte 14 21 14 49 0 -5
Gesamt 122.282 145.038 82.455 349.775 8.698 -9.198

(33) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere keine Großgeschäfte, mit nahestehenden Personen abgeschlossen.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, wobei unter Mutterunternehmen die Raiffeisen-Landesbanken-Holding GmbH, Wien, und die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen sind:

30.9.2012
in € Millionen
Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
nehmen
At-equity
bewertete
Unternehmen
Sonstige
Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 10.215 219 237 181
Forderungen an Kunden 0 1.250 396 296
Handelsaktiva 0 75 11 2
Wertpapiere und Beteiligungen 0 342 2 175
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 1 14 38 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.352 286 5.313 80
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 1.000 578 373
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Handelspassiva 0 29 0 1
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 1 9 0 0
Nachrangkapital 51 0 0 0
Gegebene Garantien 0 67 20 20
Erhaltene Garantien 0 1.216 150 3
31.12.2011 Mutter
unternehmen
Verbundene
Unter
At-equity
bewertete
Sonstige
Beteiligungen
in € Millionen nehmen Unternehmen
Forderungen an Kreditinstitute 11.017 223 235 214
Forderungen an Kunden 0 1.237 406 356
Handelsaktiva 0 29 17 3
Wertpapiere und Beteiligungen 0 292 2 301
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 0 5 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 1 9 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.006 3 6.002 156
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1 442 243 563
Verbriefte Verbindlichkeiten 1
0
0 0 0
Handelspassiva 0 16 37 2
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 4 1 1 0
Nachrangkapital 521 0 0 0
Gegebene Garantien 0 61 71 23
Erhaltene Garantien 0 414 146 3

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen infolge Änderung der Zuordnung

30.9.2012 31.12.2011
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 2.601 8.022 104 2.862 8.630 103
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 169 7.443 104 167 8.002 103
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
167 63 0 198 12 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
1.932 517 0 2.497 610 0
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 334 0 0 0 7 0
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
5.942 2.747 21 5.056 2.269 35
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
111 82 5 130 119 5
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
5.831 2.665 15 4.926 2.150 30
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
349 0 0 3.487 0 0
Sonstige Beteiligungen2 52 0 0 65 0 0
Schuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere
297 0 0 3.422 0 0
Aktien und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
0 0 0 0 0 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 564 0 0 426 0
Positive Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
1 Inklusive sonstige Derivate
0 564 0 0 426 0

(34) Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

Enthält nur börsenotierte Unternehmen.

30.9.2012 31.12.2011
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 825 8.320 74 671 9.681 112
Negative Marktwerte derivativer
Finanzinstrumente 1
233 7.602 19 105 8.992 57
Tag-/Festgelder des Handelsbestands 0 5 0 0 0 0
Leerverkauf von Handelsaktiva 592 0 0 565 0 0
Emittierte Zertifikate 0 713 55 0 688 55
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0 3.202 0 0 3.346 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 3.202 0 0 3.346 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 68 0 0 43 0
Negative Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
0 68 0 0 43 0

1Inklusive sonstige Derivate

Level I Notierte Marktpreise

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Bewegungen zwischen Level I und Level II.

Grundsätzlich war in den ersten neuen Monaten die Liquidität der im Portfolio gehaltenen Finanzinstrumente sehr gut. Bei einigen Anleihen wurde im Berichtszeitraum auf preisbasierte Bewertung umgestellt (€ 416 Millionen).

(35) Aufsichtsrechtliche Eigenmittel

Die RBI bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Bankengruppen, da sie Teil der RZB-Kreditinstitutsgruppe ist. Die nachfolgenden Zahlen haben daher lediglich Informationscharakter.

Im zweiten Quartal wurde die Berechnung der konsolidierten Eigenmittel und des konsolidierten Eigenmittelverbrauchs von österreichischer (UGB/BWG) auf internationale Rechnungslegung (IFRS) umgestellt. Das Ergebnis dieser Umstellung ist eine Verbesserung der Eigenmittelüberdeckung um € 497 Millionen.

Die Eigenmittel der RBI (ermittelt gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006) setzen sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Eingezahltes Kapital 5.657 4.933
Erwirtschaftetes Kapital 2.802 3.031
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 848 1.171
Hybrides Kapital 441 800
Immaterielle Vermögenswerte -736 -501
Kernkapital (Tier-1-Kapital) 9.013 9.434
Abzugsposten vom Kernkapital -16 -19
Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) 8.997 9.415
Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG 635 599
Berücksichtigungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 229 234
Stille Reserven 0 0
Langfristiges nachrangiges Kapital 2.480 2.536
Ergänzende Eigenmittel (Tier-2-Kapital) 3.344 3.368
Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen -16 -19
Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) 3.328 3.349
Abzugsposten Versicherungen -8 -7
Zur Umwidmung in Tier-3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier-2-
Kapital (Tier-3-Kapital) 99 100
Gesamte Eigenmittel 12.416 12.858
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.723 7.624
Eigenmittelüberschuss 5.693 5.234
Überdeckungsquote 84,7% 68,6%
Core Tier 1 Ratio, gesamt 10,2% 9,0%
Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko 13,1% 12,2%
Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt 10,7% 9,9%
Eigenmittelquote 14,8% 13,5%

Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:

in € Millionen 30.9.2012 31.12.2011
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG 68.781 77.150
davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko
gemäß §§ 22a bis 22h BWG
5.502 6.172
Standardansatz 2.445 3.056
Auf internen Ratings basierender Ansatz 3.057 3.116
Abwicklungsrisiko 0 0
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln,
Substanzwerten und Waren
306 520
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen 64 140
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 851 792
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 6.723 7.624

(36) Durchschnittliche Mitarbeiterzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:

Vollzeitäquivalente 1.1.-30.9.2012 1.1.-30.9.2011
Inland 2.669 2.687
Ausland 58.976 57.319
Gesamt 61.645 60.006

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