Quarterly Report • Aug 31, 2010
Quarterly Report
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| Raiffeisen International Konzern Monetäre Werte in € Millionen |
2010 | Veränderung | 2009 |
|---|---|---|---|
| Erfolgsrechnung | 1.1.-30.6. | 1.1.-30.6. | |
| Zinsüberschuss | 1.430 | - 4,4% | 1.496 |
| Kreditrisikovorsorgen | - 560 | - 42,2% | - 969 |
| Provisionsüberschuss | 599 | 2,3% | 585 |
| Handelsergebnis | 94 | - 21,0% | 119 |
| Verwaltungsaufwendungen | - 1.207 | 5,6% | - 1.143 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 304 | 97,8% | 154 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 212 | 78,2% | 119 |
| Konzern-Periodenüberschuss (nach Minderheiten) | 171 | 118,6% | 78 |
| Bilanz | 30.6. | 31.12. | |
| Forderungen an Kreditinstitute | 9.217 | - 10,6% | 10.310 |
| Forderungen an Kunden | 52.370 | 3,7% | 50.515 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 19.946 | - 0,8% | 20.110 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 43.255 | 1,6% | 42.578 |
| Eigenkapital (inklusive Minderheiten und Gewinn) | 7.469 | 6,7% | 7.000 |
| Bilanzsumme | 78.115 | 2,4% | 76.275 |
| Kennzahlen | 1.1.-30.6. | 1.1.-30.6. | |
| Return on Equity vor Steuern | 8,6% | 3,7 PP | 4,9% |
| Return on Equity nach Steuern | 6,0% | 2,2 PP | 3,8% |
| Konzern-Return on Equity nach Minderheiten | 5,6% | 2,7 PP | 2,9% |
| Cost/Income Ratio | 57,6% | 6,0 PP | 51,6% |
| Return on Assets vor Steuern | 0,79% | 0,41 PP | 0,38% |
| Neubildungsquote (Ø Risikoaktiva, Kreditrisiko) | 2,15% | - 1,21 PP | 3,36% |
| Bankspezifische Kennzahlen1 | 30.6. | 31.12. | |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko) | 51.585 | 3,0% | 50.090 |
| Gesamte Eigenmittel | 8.522 | 2,3% | 8.328 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis | 5.235 | 2,3% | 5.117 |
| Überdeckungsquote | 62,8% | 0,0 PP | 62,8% |
| Core Tier 1 Ratio (ohne Hybridkapital), gesamt | 9,2% | 0,0 PP | 9,2% |
| Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko | 13,9% | - 0,2 PP | 14,1% |
| Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt | 11,0% | 0,0 PP | 11,0% |
| Eigenmittelquote | 13,0% | 0,0 PP | 13,0% |
| Aktienkennzahlen | 30.6. | 30.6. | |
| Gewinn je Aktie in € 2 | 0,91 | 0,60 | 0,31 |
| Kurs in € | 31,49 | 27,2% | 24,75 |
| Höchstkurs (Schlusskurs) in € | 42,75 | 43,4% | 29,82 |
| Tiefstkurs (Schlusskurs) in € | 30,19 | 132,2% | 13,00 |
| Anzahl der Aktien in Millionen | 154,67 | 0,0% | 154,67 |
| Marktkapitalisierung in € Millionen | 4.870 | 27,2% | 3.828 |
| Ressourcen | 30.6. | 31.12. | |
| Mitarbeiter zum Stichtag | 55.994 | - 0,9% | 56.530 |
| Geschäftsstellen | 2.959 | - 2,0% | 3.018 |
1Gemäß österreichischem Bankwesengesetz (BWG). Die Raiffeisen International als Teil des RZB-Konzerns unterliegt nicht den Vorschriften des BWG.
2Bereinigt um das kalkulatorische Entgelt für das Genussrechtskapital läge der Gewinn je Aktie bei € 1,11 (1.1.-30.6.2009: € 0,51).
| Raiffeisen International im Überblick | 3 |
|---|---|
| Aktie der Raiffeisen International | 4 |
| Halbjahreslagebericht des Konzerns | 8 |
| Gesamtwirtschaftliches Umfeld | 8 |
| Finanz- und Ergebnisentwicklung | 10 |
| Positionen der Erfolgsrechnung im Detail | 12 |
| Bilanzentwicklung | 20 |
| Ausblick unverändert | 26 |
| Segmentberichte | 27 |
| Regionale Segmente | 27 |
| Geschäftsbereiche | 41 |
| Konzernzwischenabschluss | 46 |
| Gesamtergebnisrechnung | 46 |
| Erfolgsentwicklung | 48 |
| Bilanz | 49 |
| Eigenkapitalentwicklung | 50 |
| Anhang | 55 |
| Erklärung der gesetzlichen Vertreter | 74 |
| Finanzkalender/Impressum/Disclaimer | 75 |
Die Raiffeisen International ist eine der führenden Bankengruppen in Zentral- und Osteuropa. Zum Ende der Berichtsperiode umfasste sie 15 Banken und zahlreiche weitere Finanzdienstleistungsunternehmen in 17 Märkten. In 5 davon rangieren die Netzwerkbanken der Raiffeisen International gemessen an ihrer Bilanzsumme unter den Top-3-Banken des Landes. In ihren fast 3.000 Geschäftsstellen betreuten zum 30. Juni 2010 rund 56.000 Mitarbeiter mehr als 14,7 Millionen Kunden.
| Daten per 30. Juni 2010 |
Bilanzsumme in € Millionen |
Veränderung1 | Geschäfts stellen |
Mitarbeiter |
|---|---|---|---|---|
| Albanien | 1.955 | 6,1% | 104 | 1.313 |
| Belarus | 1.321 | 7,9% | 96 | 2.160 |
| Bosnien und Herzegowina | 2.198 | - 5,5% | 101 | 1.659 |
| Bulgarien | 3.880 | - 3,0% | 191 | 3.201 |
| Kasachstan | 78 | 5,8% | 1 | 10 |
| Kosovo | 652 | - 3,0% | 52 | 691 |
| Kroatien | 6.016 | 2,0% | 84 | 2.238 |
| Polen | 6.375 | 2,2% | 125 | 3.008 |
| Rumänien (inkl. Moldau) | 5.818 | - 5,6% | 542 | 5.997 |
| Russland | 13.016 | 11,4% | 202 | 8.361 |
| Serbien | 2.552 | - 7,6% | 98 | 1.938 |
| Slowakei | 9.133 | - 2,0% | 158 | 3.638 |
| Slowenien | 1.594 | 0,7% | 17 | 357 |
| Tschechische Republik | 7.909 | 2,2% | 110 | 2.646 |
| Ukraine | 5.888 | 18,2% | 933 | 15.224 |
| Ungarn | 8.628 | - 1,7% | 144 | 3.158 |
| Zwischensumme | 77.013 | 2,3% | 2.958 | 55.599 |
| Sonstige/Konsolidierung | 1.102 | – | 1 | 395 |
| Summe Raiffeisen International | 78.115 | 2,4% | 2.959 | 55.994 |
1 Veränderung der Bilanzsumme gegenüber 31. Dezember 2009. Das Wachstum in lokalen Währungen weicht infolge schwankender Euro-Wechselkurse ab.
Die Raiffeisen International-Aktie notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse und ist in einigen der national und international wichtigsten Indizes, so etwa dem ATX und dem DJ Euro Stoxx, enthalten. Die Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) hält 72,8 Prozent der Raiffeisen International-Aktien. Mit einer Bilanzsumme von € 152 Milliarden zum 30. Juni 2010 ist die RZB Österreichs drittgrößte Bank und das Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe, der größten Bankengruppe Österreichs. Die verbleibenden Aktien befinden sich im Streubesitz.
Die zum Ende des ersten Quartals einsetzende Erholung der Weltwirtschaft gewann im zweiten Quartal weiter an Dynamik und sorgte damit allgemein für eine allmähliche Rückkehr des allgemeinen Vertrauens in die Märkte. Gestützt wurden die positiven Zahlen durch deutlich anziehende Unternehmensgewinne, die aus einer höheren Nachfrage sowie erfolgreichen Restrukturierungen resultierten.
Die Aktienmärkte konnten von den guten fundamentalen Nachrichten jedoch nicht profitieren, da die Sorgen um die Stabilität des Euro und befürchtete Zahlungsschwierigkeiten einiger europäischer Länder die Stimmung belasteten. Im Fokus stand dabei insbesondere Griechenland. Auch der Finanzsektor sorgte wegen in Schwierigkeiten geratener spanischer Banken bzw. Sparkassen wieder für negative Schlagzeilen. Der von EU und IWF kurzfristig ins Leben gerufene Rettungsschirm für hoch verschuldete Euroländer im Umfang von € 750 Milliarden sowie Bemühungen zur Haushaltskonsolidierung in den meisten Euroländern wirkten gegen Ende des zweiten Quartals aber allmählich beruhigend auf die Marktteilnehmer und stoppten die Talfahrt des Euro. Ungeachtet dessen war auch das zweite Quartal von starker Volatilität auf den Finanzmärkten geprägt.
Am 20. April markierte die Aktie der Raiffeisen International mit einem Stand von € 39,80 ihr Quartalshoch. Auslöser dafür war die am 19. April erfolgte Veröffentlichung weiterer Details zur geplanten Fusion, die vom Markt sehr positiv aufgenommen wurde und zu einem Kurszuwachs im zweistelligen Prozentbereich führte. Kurz darauf gab die Aktie in einem insgesamt schwachen Börseumfeld zwar wieder nach, konnte sich aber besser behaupten als der österreichische Aktienindex ATX. Hauptverantwortlich für die Kursverluste besonders auf den europäischen Märkten waren die Schwäche des Euro und die befürchteten Zahlungsprobleme einiger Eurostaaten.
Ihren tiefsten Stand verzeichnete die Aktie der Raiffeisen International am 8. Juni bei € 30,19. Zu Ende des zweiten Quartals notierte die Aktie bei € 31,49, womit sie vom 1. April bis zum 30. Juni in Summe 11 Prozent nachgab. Der ATX und der Euro Stoxx Banks büßten im gleichen Zeitraum 13 bzw. 8 Prozent ein. Bis zum Redaktionsschluss dieses Berichts am 26. August setzte sich der volatile Kursverlauf weiter fort, zuletzt notierte die Aktie bei € 32,83.
Kursentwicklung seit 1. Jänner 2010 im Vergleich zu ATX und DJ Euro Stoxx Banks
Am 8. Juli 2010 fand die ordentliche Hauptversammlung der Raiffeisen International statt. Wie schon in den vergangenen Jahren zählte sie damit zu den bestbesuchten der jüngeren Kapitalmarktgeschichte Österreichs.
Für das Geschäftsjahr 2009 der Raiffeisen International wurde die Ausschüttung einer Dividende von € 0,20 je dividendenberechtigter Stammaktie beschlossen, welche am 16. Juli 2010 an die Aktionäre ausgezahlt wurde. Die Ausschüttungssumme betrug damit insgesamt rund € 30,7 Millionen.
Neben den üblichen Themen einer ordentlichen Hauptversammlung stand diesmal auch die Abstimmung über die Verschmelzung der Raiffeisen International Bank-Holding AG mit der Cembra Beteiligungs AG auf der Tagesordnung. Mit klarer Mehrheit stimmten die Aktionäre für diese Verschmelzung und genehmigten den Verschmelzungsvertrag. Das Vermögen der übertragenden Gesellschaft Cembra umfasst im Wesentlichen das von der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) in einem vorgelagerten ersten Schritt abgespaltene Kommerzkundengeschäft der RZB sowie die damit in Zusammenhang stehenden Beteiligungen. Die mit der Rolle der RZB als Spitzeninstitut der Raiffeisen Bankengruppe Österreich verbundenen Geschäftssegmente und Beteiligungen sind von diesen Schritten nicht betroffen und verbleiben zur Gänze in der RZB. Das fusionierte Unternehmen wird ab dem Zeitpunkt der Firmenbucheintragung, die voraussichtlich im vierten Quartal 2010 erfolgen wird, als Raiffeisen Bank International AG firmieren.
Gleichzeitig haben die Aktionäre auch der zur Durchführung der Verschmelzung erforderlichen Kapitalerhöhung ihre Zustimmung erteilt. Das Grundkapital der Raiffeisen International wird somit durch die Ausgabe von 40.837.624 neuen Stammaktien von rund € 471,7 Millionen um rund € 124,6 Millionen auf rund € 596,3 Millionen erhöht. Diese Aktien werden dem Alleinaktionär der Cembra, der Raiffeisen International Beteiligungs GmbH, als Gegenleistung für das übertragene Gesellschaftsvermögen – zusätzlich zu den bisher von Cembra an der Raiffeisen International gehaltenen Aktien – gewährt.
Nach Durchführung dieser Transaktionen wird der Streubesitz der Raiffeisen International, die auch als Raiffeisen Bank International weiterhin an der Wiener Börse notieren wird, rund 21,5 Prozent betragen, während er bislang bei rund 27,2 Prozent liegt. Der indirekte Anteil der RZB an den ausgegebenen Aktien wird rund 78,5 Prozent betragen. Bislang liegt der indirekte Anteil der RZB an der Raiffeisen International bei gerundet 72,8 Prozent.
Des Weiteren wurden sieben neue Aufsichtsratsmitglieder gewählt, wodurch sich mit Eintragung der Verschmelzung ins Firmenbuch die Anzahl der Kapitalvertreter im Aufsichtsrat der Raiffeisen Bank International auf zehn erhöhen wird.
Die Berichte und Präsentationen zur Hauptversammlung 2010 sowie eine Videoaufzeichnung der Vorstandspräsentationen stehen unter www.ri.co.at Investor Relations Veranstaltungen Hauptversammlung zur Verfügung.
Neben den Vorbereitungen zur Hauptversammlung war die Investor-Relations-Arbeit im zweiten Quartal weiterhin deutlich geprägt von den Verschmelzungsüberlegungen zwischen Raiffeisen International und Cembra. So wurden mit Investoren, staatlichen Institutionen, Analysten und Rating-Agenturen zahlreiche Telefonkonferenzen, Group Meetings und One-on-Ones durchgeführt. Des Weiteren fand ein Investorentreffen mit rund 30 Teilnehmern zu diesem Thema statt. Im Vordergrund all dieser Gespräche standen Details der Verschmelzung sowie die Erläuterung der Vorteile und Beweggründe für die Transaktion.
Die Raiffeisen International ist bemüht, ihre Initiativen zur Kommunikation mit dem Kapitalmarkt ständig weiterzuentwickeln, um die Marktteilnehmer stets bestmöglich informiert zu halten. Deshalb werden seit Beginn dieses Jahres Präsentationen im Rahmen von Telefonkonferenzen auch im Internet als sogenannte "Webcasts" bereitgestellt. Sie können jederzeit unter www.ri.co.at Investor Relations Berichte & Finanzdaten Präsentationen auch nachträglich abgerufen werden.
| Kurs zum 30. Juni 2010 | € 31,49 |
|---|---|
| Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im zweiten Quartal 2010 | € 39,80 / € 30,19 |
| Gewinn je Aktie für das erste Halbjahr 2010 | € 0,91 |
| Bereinigt um das kalk. Entgelt für das Genussrechtskapital | € 1,11 |
| Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2010 | € 4,870 Milliarden |
| Durchschn. Tagesumsatz (Einzelzählung) im zweiten Quartal 2010 | 379.051 Stück |
| Börseumsatz (Einzelzählung) im zweiten Quartal 2010 | € 792 Millionen |
| Streubesitz zum 30. Juni 2010 | 27,2 % |
| ISIN | AT0000606306 |
|---|---|
| Ticker-Symbole | RIBH (Wiener Börse) |
| RIBH AV (Bloomberg) | |
| RIBH.VI (Reuters) | |
| Marktsegment | Prime Market |
| Emissionskurs je Aktie beim Börsegang (25. April 2005) | € 32,50 |
| Emissionskurs je Aktie bei der Kapitalerhöhung (5. Oktober 2007) | € 104,00 |
| Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. Juni 2010 | 154.667.500 |
E-Mail: [email protected] Internet: www.ri.co.at Investor Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefax: +43-1-71 707-2138
Raiffeisen International Bank-Holding AG, Investor Relations Am Stadtpark 3, 1030 Wien, Österreich
In der zweiten Jahreshälfte 2009 setzte in der europäischen Wirtschaft eine Erholung ein, die auch im ersten Quartal 2010 weiter anhielt. So konnten die Staaten der EU-27 in den ersten drei Monaten des Jahres wieder ein BIP-Wachstum von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal vorweisen, nachdem sie 2009 insgesamt einen Rückgang von real 4,1 Prozent erlitten hatten.
Trotz des nach wie vor schwierigen Umfelds konnte sich auch die Wirtschaft in den CEE-Ländern im ersten Quartal 2010 weiter erholen und damit die Trendwende des Vorjahres vorerst bestätigen. Während Polen über das gesamte Jahr 2009 hinweg positive Wachstumsraten ausgewiesen hatte, erreichten die Slowakei sowie Slowenien im zweiten Quartal 2009 wieder ein positives Quartalswachstum, die Tschechische Republik folgte im dritten Quartal. Im ersten Quartal 2010 brachte auch Ungarn mit einem Quartalszuwachs die Rezession offiziell hinter sich. Insgesamt wies die CEE-Region 2009 jedoch noch einen BIP-Rückgang von 1,7 Prozent aus.
Regional gesehen überzeugte im ersten Quartal 2010 vor allem die GUS-Region mit positiven Wachstumsraten. Russland erreichte für die ersten drei Monate einen BIP-Zuwachs von 2,9 Prozent im Jahresvergleich, und auch die Ukraine erlebte mit einem Plus von 4,8 Prozent p.a. erstmals seit dem dritten Quartal 2008 wieder eine Aufwärtsentwicklung. Entsprechend positiv sieht die Raiffeisen International die Erholung der GUS-Region für 2010. Dazu sollte nicht zuletzt der Basiseffekt aus dem Rückgang der Wirtschaftsleistung im Vorjahr beitragen, der 2009 gerade in der GUS-Region mit 8,3 Prozent p.a. besonders deutlich ausfiel.
Lediglich die Länder Südosteuropas hinken der Wirtschaftserholung der gesamten CEE-Region weiter hinterher. Hier sind es vor allem Rumänien, Bulgarien sowie Kroatien, die auch im ersten Quartal 2010 durchwegs noch Rückgänge gegenüber dem Vorjahr erlitten. Maßnahmen zur Budgetkonsolidierung, Steuererhöhungen, Lohnkürzungen sowie die wirtschaftliche Verflechtung mit südeuropäischen Staaten wirken hier negativ auf das Wachstum. Angesichts dessen erwartet die Raiffeisen International für die Region Südosteuropa im Jahr 2010 insgesamt einen BIP-Rückgang um 1,5 Prozent p.a., der damit jedoch deutlich hinter dem Vorjahreswert von minus 5,6 Prozent p.a. zurückbleiben wird.
Insgesamt sollte sich die Erholung der CEE-Volkswirtschaften im zweiten Quartal 2010 weiter fortsetzen bzw. sogar noch beschleunigen. Wie in den vergangenen Quartalen wird das Wachstum dabei vor allem durch eine erhöhte Exportnachfrage getrieben sein. Die Inlandsnachfrage hingegen dürfte weiterhin schwach bleiben, zumal gestiegene Arbeitslosigkeit, Steuererhöhungen, Pensions- und Lohnkürzungen sowie eine geringere Kreditnachfrage den privaten Konsum dämpfen.
Die nach wie vor angespannte Wirtschaftslage spiegelt sich weiterhin in erhöhten Kreditausfallraten wider. Da dies in CEE zu einem guten Teil auf einer Vertrauenskrise beruht, kommt der Politik des IWF auch künftig eine zentrale Rolle zu. Nicht zuletzt kann die Verlängerung auslaufender Kreditlinien beim IWF dazu beitragen, das wieder aufkeimende Vertrauen der Investoren in die Region zu untermauern. Dennoch bleiben die Risikoprämien weiterhin hoch, und die Ereignisse um Griechenland haben gezeigt, wie fragil die Finanzmärkte nach wie vor sind. Insgesamt keimt das Interesse der Investoren an der CEE-Region jedoch wieder spürbar auf, der Konvergenzprozess bleibt nach Ansicht der Raiffeisen International damit weiterhin intakt.
Die Raiffeisen International erwirtschaftete in der ersten Jahreshälfte 2010 ein Konzernergebnis nach Steuern und Minderheiten von € 171 Millionen, das damit mehr als doppelt so hoch war wie das Halbjahresergebnis 2009. Obwohl das operative Ergebnis um 17 Prozent zurückging, bewirkten die um 42 Prozent niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen eine deutliche Verbesserung des Konzernergebnisses im Periodenvergleich.
Durch das angespannte wirtschaftliche Umfeld und die negativen Entwicklungen der Wechselkurse hatte sich die Bonität der Kreditnehmer verschlechtert, sodass der Konzern 2009 deutlich höhere Kreditrisikovorsorgen bilden musste. In der Raiffeisen International hatte die Finanz- und Wirtschaftskrise eine selektive Kreditvergabepolitik zur Folge, die zu einem Rückgang des Geschäftsvolumens führte. In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2010 war jedoch wieder eine leichte Erholung spürbar. Die Mehrzahl der CEE-Währungen wertete in der Berichtsperiode auf.
Das operative Ergebnis der Raiffeisen International ging in der ersten Jahreshälfte 2010 gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um insgesamt 17 Prozent oder € 183 Millionen auf € 889 Millionen zurück. Hauptgründe dafür waren vor allem der niedrigere Zinsüberschuss, das schwächere Handelsergebnis und das negative sonstige betriebliche Ergebnis. Im Vergleich zum ersten Quartal des Geschäftsjahres war im zweiten Quartal jedoch bereits eine Erholung um 8 Prozent zu verzeichnen. Sie beruhte auf einem insbesondere margenbedingt um 7 Prozent verbesserten Zinsüberschuss und einem um 12 Prozent erhöhten Provisionsüberschuss.
Der Zinsüberschuss ging im ersten Halbjahr 2010 insgesamt um 4 Prozent oder € 66 Millionen auf € 1.430 Millionen zurück. Die wesentlichen Einflussfaktoren waren hier die Refinanzierungskosten und die Kreditvolumina, die sich in den einzelnen Ländern allerdings unterschiedlich entwickelten. Ein Plus von 2 Prozent wurde beim Provisionsüberschuss verzeichnet: Im Zahlungsverkehr gab es hier einen deutlichen Zuwachs von € 17 Millionen, im Wesentlichen aufgrund gestiegener Transaktionsvolumina. Auch im Wertpapiergeschäft zeichnete sich eine leichte Erholung ab, auf deren Basis die Erträge hier um € 8 Millionen stiegen. Die Erträge aus der Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten erhöhten sich durch verstärkte Vertriebsaktivitäten ebenfalls um € 7 Millionen. Negativ entwickelte sich hingegen das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft, das durch eine geringere Nachfrage nach Devisentransaktionen um 13 Prozent oder € 22 Millionen zurückging. Das Handelsergebnis erreichte € 94 Millionen und blieb damit um 21 Prozent unter dem Wert der Vorjahresperiode. Dabei verringerten sich die Erträge sowohl aus dem zins- als auch aus dem währungsbezogenen Geschäft. Das sonstige betriebliche Ergebnis drehte vornehmlich wegen im Periodenvergleich unterschiedlicher Rückstellungsbewegungen und der neu geschaffenen Bankensonderabgabe in Ungarn von € 16 Millionen auf minus € 27 Millionen.
Die Verwaltungsaufwendungen stiegen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 6 Prozent auf € 1.207 Millionen. Dieser Anstieg wurde einerseits durch die Aufwertungen einiger CEE-Währungen verursacht, andererseits erhöhten sich z.B. der Rechts- und Beratungsaufwand, der IT-Aufwand und die Abschreibungen auf Sachanlagen. Der Rückgang der Betriebserträge um 5 Prozent und die Zunahme der Verwaltungsaufwendungen um 6 Prozent führte auch zu einem Anstieg der Cost/Income Ratio, die mit 57,6 Prozent um 6,0 Prozentpunkte über jener der Vergleichsperiode des Vorjahres lag.
Die Anzahl der Mitarbeiter (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) wurde gegenüber dem Vorjahr, in dem auf die Wirtschaftskrise mit deutlichen Einsparungen bei den Personalressourcen reagiert worden war, nur noch geringfügig angepasst. Zum 30. Juni 2010 sank sie gegenüber dem Jahresultimo 2009 um 1 Prozent oder 536 Personen auf 55.994 Mitarbeiter. Die größten Rückgänge wurden in den Segmenten Südosteuropa (minus 336) und Russland (minus 247) verzeichnet.
Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen konnten in der ersten Jahreshälfte 2010 aufgrund verbesserter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und Maßnahmen zur Stabilisierung des Kreditportfolios deutlich reduziert werden. Mit € 560 Millionen lagen sie um 42 Prozent oder € 409 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode des Vorjahres (€ 969 Millionen). In absoluten Zahlen entfiel der höchste Rückgang mit minus € 185 Millionen auf Russland – er beruhte auf der Verbesserung der Bonität einiger Kreditnehmer sowie auf Restrukturierungsmaßnahmen. Auch im Segment GUS Sonstige sanken die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen aufgrund der im Zuge der Wirtschaftskrise eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen um beachtliche € 105 Millionen.
Die notleidenden Kredite erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2009 um € 982 Millionen auf € 5.424 Millionen. Ein Teil dieses Anstiegs (€ 265 Millionen) war durch Währungskursveränderungen bedingt. Die verbleibenden € 717 Millionen resultierten großteils aus Zentraleuropa (€ 285 Millionen) und GUS Sonstige (€ 217 Millionen). Die Non-Performing Loan Ratio (Anteil der notleidenden Kredite am Kundenkreditbestand) stieg gegenüber dem Jahresende 2009 um 1,6 Prozentpunkte auf 10,4 Prozent. Setzt man die Non-Performing Loans ins Verhältnis zum Gesamtkreditrisiko (Forderungen, Wertpapiere sowie außerbilanzmäßige Posten), ergibt sich ein Wert von 6,0 Prozent (nach 5,1 Prozent zum Jahresende 2009).
In der Berichtsperiode entwickelte sich das operative Geschäft zwar rückläufig, doch führten die stark verringerten Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zu einer signifikanten Erholung der Ergebnisse und somit zu einer Verbesserung der Rentabilitätszahlen. Das der Berechnung zugrunde liegende durchschnittliche Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Genussrechtskapitals sowie positiver Währungseffekte gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 11 Prozent auf € 7,1 Milliarden. Der Anstieg des Ergebnisses vor Steuern lag mit 98 Prozent bei weitem über jenem des durchschnittlichen Eigenkapitals, sodass auch der Return on Equity gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 3,7 Prozentpunkte auf 8,6 Prozent anstieg.
Der Return on Equity nach Steuern nahm um 2,2 Prozentpunkte auf 6,0 Prozent zu. Der Konzern-Return on Equity verbesserte sich aufgrund weniger stark angestiegener Fremdanteile um 2,7 Prozentpunkte auf 5,6 Prozent. Der Gewinn je Aktie belief sich auf € 0,91 und verzeichnete damit einen Zuwachs von € 0,60.
Die Bilanzsumme der Raiffeisen International stieg gegenüber dem Jahresultimo 2009 um 2 Prozent oder € 1,8 Milliarden auf € 78,1 Milliarden. Während hier Währungseffekte zu einem Anstieg der Bilanzsumme von 3 Prozent oder € 2,7 Milliarden führten, war organisch ein Rückgang um rund 1 Prozent zu verzeichnen.
Auf der Aktivseite stiegen die Kredite an Kunden um 4 Prozent oder € 1,9 Milliarden, die Forderungen an Kreditinstitute hingegen sanken um 11 Prozent oder € 1,1 Milliarden. Überschüssige Liquidität wurde weiterhin in Wertpapieren und Beteiligungen veranlagt, woraus ein Anstieg dieser Position von € 1,8 Milliarden resultierte.
Passivseitig gab es nur marginale Veränderungen. Der größte Anstieg wurde bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verzeichnet (plus 2 Prozent oder € 0,7 Milliarden). Die Loan/Deposit Ratio, also die Deckung der Kundenkredite durch entsprechende Einlagen, stieg gegenüber dem Jahresultimo 2009 um 2 Prozentpunkte auf 121 Prozent.
Das bilanzielle Eigenkapital der Raiffeisen International (inklusive Konzern-Periodenüberschuss und Anteile anderer Gesellschafter) stieg seit Jahresbeginn um 7 Prozent oder € 469 Millionen auf € 7.469 Millionen. Dieser Anstieg resultierte einerseits aus dem in der Berichtsperiode erzielten Periodenüberschuss von € 212 Millionen und andererseits aus dem sonstigen Ergebnis, das vor allem durch die Währungsdifferenzen (inklusive Capital Hedge) in Höhe von € 357 Millionen geprägt war. Dem stand eine Verringerung durch Dividendenzahlungen in Höhe von € 109 Millionen gegenüber.
Im Berichtszeitraum wurden 40 Tochterunternehmen aufgrund von geänderten Wesentlichkeitsgrenzen endkonsolidiert. Die Vergleichbarkeit mit der Vorjahresperiode ist dennoch gewährleistet, weil die Veränderungen des Konsolidierungskreises auf die einzelnen Posten der Erfolgsrechnung keinen wesentlichen Einfluss nahmen. Die Währungsschwankungen in den CEE-Ländern beeinflussten die Erfolgsposten hingegen deutlich. Dabei lagen die meisten CEE-Währungen bei den der Erfolgsrechnung zugrunde liegenden Durchschnittskursen im Plus. Insbesondere werteten der polnische Zloty um 10 Prozent und der russische Rubel um 9 Prozent stark auf. Dagegen gaben der serbische Dinar, der albanische Lek und der weißrussische Rubel jeweils um 7 Prozent nach.
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | Veränderung | 1.1.-30.6.2009 | 1.1.-30.6.2008 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 1.430 | - 4,4% | 1.496 | 1.498 |
| Provisionsüberschuss | 599 | 2,3% | 585 | 703 |
| Handelsergebnis | 94 | - 21,0% | 119 | 92 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 27 | – | 16 | - 11 |
| Betriebserträge | 2.096 | - 5,4% | 2.215 | 2.281 |
| Personalaufwand | - 566 | 4,1% | - 544 | - 612 |
| Sachaufwand | - 507 | 5,8% | - 480 | - 521 |
| Abschreibungen | - 134 | 11,8% | - 120 | - 117 |
| Verwaltungsaufwendungen | - 1.207 | 5,6% | - 1.143 | - 1.250 |
| Betriebsergebnis | 889 | -17,1% | 1.072 | 1.031 |
Operatives Ergebnis im Periodenvergleich
Die Betriebserträge verringerten sich im ersten Halbjahr 2010 um 5 Prozent oder € 119 Millionen auf € 2.096 Millionen. Zurückzuführen war dies vor allem auf einen um 4 Prozent geringeren Zinsüberschuss und ein um 21 Prozent geringeres Handelsergebnis. Die Entwicklung in den Segmenten verlief dabei unterschiedlich: Das Segment Zentraleuropa lieferte mit € 767 Millionen den höchsten Beitrag zu den Betriebserträgen und verbesserte sich aufgrund eines deutlich höheren Zinsüberschusses gleichzeitig um 7 Prozent oder € 47 Millionen. Das Segment Südosteuropa trug € 674 Millionen zum operativen Ergebnis bei. Die Betriebserträge gingen hier im Vergleich zur Vorjahresperiode um 5 Prozent oder € 39 Millionen zurück. Dabei blieb der Zinsüberschuss im Periodenvergleich stabil, das Handelsergebnis halbierte sich jedoch, und der Provisionsüberschuss nahm um 7 Prozent ab. Im Segment Russland gingen die Betriebserträge um 14 Prozent oder € 64 Millionen auf € 390 Millionen zurück. Der Zinsüberschuss sank hier um fast ein Drittel, obwohl ein starker Rückgang aufgrund geringerer Geschäftsvolumina durch ein gutes Handelsergebnis zum Teil ausgeglichen werden konnte. Das Segment GUS Sonstige verzeichnete einen volumenbedingten Rückgang der Betriebserträge von 5 Prozent oder € 16 Millionen auf € 339 Millionen.
Beim Zinsüberschuss ergab sich in der Berichtsperiode ein Rückgang von 4 Prozent oder € 66 Millionen auf € 1.430 Millionen. Der Rückgang gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres lag damit unter jenem der durchschnittlichen Bilanzsumme in Höhe von 5 Prozent. Insgesamt sanken die Zinserträge um 19 Prozent oder € 562 Millionen auf € 2.408 Millionen. Hauptverantwortlich für diese Entwicklung waren die Zinserträge aus Forderungen an Kunden, die aufgrund geringerer Volumina, eines verlangsamten Neugeschäfts und geringerer Marktzinssätze um € 442 Millionen zurückgingen. Prozentuell betrachtet reduzierten sich die Zinserträge aus derivativen Finanzinstrumenten mit minus 59 Prozent oder € 56 Millionen am stärksten, wofür ebenfalls geringere Volumina verantwortlich waren.
Die Zinsaufwendungen fielen insgesamt um 34 Prozent oder € 497 Millionen auf € 977 Millionen. Für diesen Rückgang waren die Zinsaufwendungen gegenüber Kunden und Kreditinstituten maßgeblich, die wegen des in den meisten Ländern geringeren Zinsniveaus ebenfalls um 32 bzw. 45 Prozent deutlich sanken.
In Zentraleuropa verbesserte sich der Zinsüberschuss gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 16 Prozent oder € 75 Millionen auf € 539 Millionen. Den höchsten Anstieg verzeichnete Polen mit 60 Prozent oder € 31 Millionen, hervorgerufen durch niedrigere Refinanzierungskosten und die Währungsaufwertung. Der Zinsüberschuss in der Tschechischen Republik stieg aufgrund gesunkener Refinanzierungskosten, eines höheren Kreditvolumens bei Retail-Kunden und höherer Zinserträge aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren um 17 Prozent oder € 20 Millionen. In der Slowakei nahm das Zinsergebnis um 14 Prozent oder € 17 Millionen zu, im Wesentlichen infolge einer verbesserten Margensituation.
In Südosteuropa lag der Zinsüberschuss mit € 445 Millionen leicht über dem Vorjahresniveau. In Rumänien und Kroatien stieg er aufgrund gesunkener Refinanzierungskosten bei Banken und geringerer Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen, in Serbien ging er aufgrund geringerer Margen sowie der deutlichen Währungsabwertung um 22 Prozent oder € 14 Millionen zurück.
In Russland sank der Zinsüberschuss um 31 Prozent oder € 117 Millionen auf € 256 Millionen. Verantwortlich dafür waren gesunkene Volumina sowohl im Privatkunden- als auch im Firmenkundenbereich infolge der selektiven Kreditvergabepolitik und des seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise geringeren Neugeschäfts. Dies führte zu einer für die Ertragssituation unvorteilhaften Überliquidität. Auch im Bereich der Derivate wurden die Volumina nach den Höchstständen des Jahres 2009 wieder zurückgefahren.
Der Zinsüberschuss im Segment GUS Sonstige blieb mit € 245 Millionen um 1 Prozent oder € 4 Millionen unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Einerseits sank hier der Zinsüberschuss in der Ukraine aufgrund des rückläufigen Kundenportfolios um 5 Prozent oder € 10 Millionen, andererseits stieg er in Belarus dank einer verbesserten Refinanzierungssituation (gesunkene Zinsaufwendungen gegenüber Banken) um 16 Prozent oder € 6 Millionen.
Die Nettozinsspanne (Verhältnis des Zinsüberschusses zur durchschnittlichen Bilanzsumme) lag im ersten Halbjahr 2010 bei 3,72 Prozent und blieb mit einem Anstieg von 2 Basispunkten gegenüber der Vorjahresperiode nahezu unverändert.
Der Provisionsüberschuss stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 2 Prozent oder € 14 Millionen auf € 599 Millionen. Den größten Beitrag dazu lieferte das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, die um 6 Prozent oder € 17 Millionen auf € 273 Millionen zunahmen. Am stärksten wuchs es dabei infolge gestiegener Transaktionsvolumina in Russland mit € 7 Millionen und in Zentraleuropa mit € 6 Millionen. Das Ergebnis aus der Kreditbearbeitung und dem Avalgeschäft verbesserte sich um 5 Prozent oder € 5 Millionen auf € 101 Millionen, vor allem aufgrund höherer Volumina im Garantiegeschäft in den Segmenten Zentraleuropa und Russland.
Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft gab hingegen um 13 Prozent oder € 22 Millionen nach, hervorgerufen durch eine geringere Nachfrage nach Devisentransaktionen vornehmlich in Russland, der Ukraine, Ungarn und Kroa-
tien. Eine leichte Erholung zeichnete sich im Wertpapiergeschäft ab, dessen Erträge sich um 48 Prozent oder € 8 Millionen auf € 23 Millionen erhöhten. Der Großteil davon wurde im Segment Zentraleuropa erzielt, wo etwa in Ungarn höhere Provisionserträge auf Kommunalanleihen generiert werden konnten. Im Segment Russland wurden erstmals seit Ausbruch der Krise wieder Wertpapieremissionsgeschäfte durchgeführt. Die Erträge aus der Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten stiegen um 49 Prozent oder € 7 Millionen, speziell aufgrund verstärkter Versicherungsaktivitäten in Südosteuropa.
Das Handelsergebnis verringerte sich um 21 Prozent oder € 25 Millionen auf € 94 Millionen. Die wesentlichen Ertragskomponenten stammten hier aus dem zins- und dem währungsbezogenen Geschäft.
Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft fiel um 13 Prozent oder € 8 Millionen auf € 57 Millionen. Stark rückläufig zeigte sich dabei das Ergebnis im Segment Zentraleuropa (minus € 28 Millionen) und Südosteuropa (minus € 10 Millionen). Die Gründe dafür lagen vorwiegend in geringeren Bewertungsgewinnen bzw. eingetretenen Bewertungsverlusten aus Zinsderivaten (Zinsswaps, Zinstermingeschäfte). In Russland hingegen stieg das Ergebnis aufgrund höherer Zinserträge aus festverzinslichen Wertpapieren um € 21 Millionen. In der Ukraine sorgte ein Bewertungsgewinn aus ukrainischen Staatsanleihen, der durch ein besseres Länderrating verursacht war, für einen Anstieg von € 4 Millionen.
Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft sank insgesamt um 34 Prozent oder € 18 Millionen auf € 34 Millionen. In Russland stieg es allerdings aufgrund von Bewertungsgewinnen aus Devisentransaktionen für Absicherungsmaßnahmen um € 40 Millionen. Im Segment Südosteuropa hingegen sank das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft um € 26 Millionen, und im Segment Zentraleuropa führten Bewertungsverluste aus Devisenterminkontrakten – insbesondere in Rumänien und Polen – zu einer Reduktion um € 3 Millionen. In Österreich (dargestellt in der Spalte Überleitung der Segmentberichterstattung) fiel das Ergebnis aufgrund eines Bewertungsverlustes aus einer Fremdwährungsposition im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 18 Millionen. Im Segment GUS Sonstige verringerte sich das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft um € 11 Millionen. In der Vergleichsperiode des Vorjahres war hier ein hoher Bewertungsgewinn aus einer strategischen Währungsposition zur Absicherung des Eigenkapitals in Belarus erzielt worden, deren Wert nun aufgrund der Kursentwicklung des weißrussischen Rubels deutlich zurückging.
Das sonstige betriebliche Ergebnis drehte von € 16 Millionen im ersten Halbjahr 2009 auf minus € 27 Millionen in der Berichtsperiode. Aus der Dotierung von sonstigen Rückstellungen resultierte im ersten Halbjahr 2010 ein Aufwand von € 6 Millionen, der überwiegend durch die Bildung von Rückstellungen für laufende Rechtsfälle in Russland, Ungarn und der Ukraine verursacht wurde. In der Vergleichsperiode des Vorjahres waren hingegen aus der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von € 6 Millionen entstanden. Des Weiteren wurde angesichts der Entscheidung des ungarischen Parlaments, von Banken und Finanzdienstleistern eine Abgabe auf Basis von deren Bilanzsumme einzufordern, für das erste Halbjahr 2010 ein aliquoter Betrag von € 18 Millionen rückgestellt.
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6 Prozent oder € 64 Millionen auf € 1.207 Millionen. Dieser Anstieg war großteils auf die Währungsaufwertungen in mehreren CEE-Ländern – insbesondere die Aufwertung des polnischen Zloty, des russischen Rubels, des ungarischen Forint und der tschechischen Krone – zurückzuführen. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge von 5 Prozent und der um 6 Prozent gestiegenen Verwaltungsaufwendungen stieg die Cost/Income Ratio gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 6,0 Prozentpunkte auf 57,6 Prozent.
Der Personalaufwand stieg gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 4 Prozent oder € 22 Millionen auf € 566 Millionen. Er stellte mit einem Anteil von 47 Prozent den größten Posten in den Verwaltungsaufwendungen dar. Der Hauptgrund des Anstiegs lag in den Aufwertungen einiger CEE-Währungen. In lokaler Währung kam es aufgrund einer geringeren Mitarbeiteranzahl teils zu leichten Rückgängen des Personalaufwands, teils wurden aufgrund von wieder einsetzenden Bonuszahlungen auch leichte Steigerungen verzeichnet.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im ersten Halbjahr 2010 betrug 56.291 und lag damit um 5.678 Personen unter dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Sie sank in Russland um 14 Prozent oder 1.387 Mitarbeiter, in GUS Sonstige um 9 Prozent oder 1.675 Mitarbeiter, in Südosteuropa um 9 Prozent oder 1.756 Mitarbeiter und in Zentraleuropa um 7 Prozent oder 908 Mitarbeiter. In Österreich kam es zu einem Anstieg von 14 Prozent oder 46 Mitarbeitern.
Die Zahl der Mitarbeiter zum 30. Juni 2010 betrug 55.994, dies bedeutet einen Rückgang von 1 Prozent oder 536 Mitarbeitern gegenüber dem Jahresende 2009. Nach Segmenten betrachtet ging die Zahl in Russland um 3 Prozent oder 247 Mitarbeiter und in Südosteuropa um 2 Prozent oder 336 Mitarbeiter zurück. Kleine Veränderungen in der Anzahl der Mitarbeiter zum Stichtag ergaben sich in GUS Sonstige (minus 11 Mitarbeiter) und in Zentraleuropa (plus 12 Mitarbeiter). Österreich verzeichnete einen Zuwachs von 7 Prozent oder 24 Mitarbeitern.
Der Sachaufwand stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 6 Prozent oder € 28 Millionen auf € 507 Millionen. Der bei weitem größte Posten war hier mit € 149 Millionen der Raumaufwand. Dabei gingen die Mietaufwendungen infolge der Schließung von Geschäftsstellen in Russland, der Ukraine und Rumänien sowie neu verhandelten günstigeren Konditionen in Russland um 3 Prozent oder € 5 Millionen zurück. Aufwandserhöhungen ergaben sich im
Rechts- und Beratungsbereich (plus 21 Prozent oder € 9 Millionen) im Zusammenhang mit der bevorstehenden Fusion. Der IT-Aufwand stieg aufgrund höherer Servicierungskosten von Softwaresystemen (z.B. Basel II, Group Data Warehouse) um 20 Prozent oder € 14 Millionen.
Die Zahl der Geschäftsstellen wurde im Vergleich zum 30. Juni 2009 um 208 auf 2.959 reduziert. Durch Standortoptimierungen ging die Zahl im Segment GUS Sonstige um 119 (davon 110 in der Ukraine) und in Russland um 28 Geschäftsstellen zurück. In Südosteuropa sank die Zahl der Geschäftsstellen um 33 und in Zentraleuropa um 29.
Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 12 Prozent oder € 14 Millionen auf € 134 Millionen. Davon entfielen € 78 Millionen auf Sachanlagen, € 40 Millionen auf immaterielle Vermögenswerte und € 16 Millionen auf vermietete Leasinganlagen. Im Berichtszeitraum wurden konzernweit Investitionen in Höhe von € 146 Millionen vorgenommen. In eigene Sachanlagen flossen davon 51 Prozent (€ 74 Millionen). Auf Investitionen in immaterielle Vermögenswerte entfielen 33 Prozent (€ 49 Millionen), die zum überwiegenden Teil Softwaresysteme betrafen. Der Rest wurde in Vermögenswerte des operativen Leasinggeschäfts investiert.
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | Veränderung | 1.1.-30.6.2009 | 1.1.-30.6.2008 |
|---|---|---|---|---|
| Betriebsergebnis | 889 | - 17,1% | 1.072 | 1.031 |
| Kreditrisikovorsorgen | - 560 | - 42,2% | - 969 | - 201 |
| Übrige Ergebnisse | - 25 | - 149,0% | 50 | 13 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 304 | 97,8% | 154 | 843 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 92 | 165,1% | - 35 | - 196 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 212 | 78,2% | 119 | 646 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | - 41 | 1,2% | - 41 | - 81 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 171 | 118,6% | 78 | 566 |
Entwicklung des Konzernüberschusses im Periodenvergleich
Aufgrund deutlich verbesserter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und von Maßnahmen zur Stabilisierung des Kreditportfolios konnten die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen (Saldo aus Zuführungen und Auflösungen von Vorsorgen für das Kreditgeschäft sowie Direktabschreibungen und Erträgen aus Eingängen auf abgeschriebene Forderungen) im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich zurückgefahren werden. Sie lagen mit € 560 Millionen im ersten Halbjahr 2010 um 42 Prozent oder € 409 Millionen unter dem Wert für das erste Halbjahr 2009. Von den Nettodotierungen entfielen € 493 Millionen auf Einzelwertberichtigungen (minus € 326 Millionen) und € 68 Millionen auf Portfolio-Wertberichtigungen (minus € 83 Millionen).
Der größte Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen wurde im Segment Russland verzeichnet, wo sie gegenüber der ersten Jahreshälfte 2009 um € 185 Millionen sanken. Ausschlaggebend dafür waren die bereits im Zuge der Wirtschaftskrise eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen sowie die Verbesserung der Bonität der Kreditnehmer infolge des freundlicheren ökonomischen Umfelds. Ungeachtet dessen musste jedoch für neue notleidende Kredite vorgesorgt werden. So wurden in der Berichtsperiode Einzelwertberichtigungen von netto € 93 Millionen gebildet. Durch Kreditrückzahlungen und einen geringeren Zuwachs der im Verzug stehenden Kredite an Retail-Kunden kam es aber per Saldo zu Auflösungen bei Portfolio-Wertberichtigungen in Höhe von € 27 Millionen.
Stark rückläufig zeigten sich auch die Nettodotierungen im Segment GUS Sonstige, die um 40 Prozent oder € 105 Millionen auf € 156 Millionen zurückgingen. Von den Nettodotierungen entfielen € 124 Millionen auf Einzelwertberichtigungen (davon Ukraine: € 115 Millionen) und € 33 Millionen auf Portfolio-Wertberichtigungen (davon Ukraine: € 34 Millionen). Restrukturierungen und Neuverhandlungen von Kreditkonditionen sowie eine verbesserte Rückzahlungsquote wirkten sich in der Ukraine positiv auf die Kreditrisikovorsorgen aus. Die Nettodotierungen betrafen hier je zur Hälfte Firmenkunden und Retail-Kunden.
Deutliche Rückgänge ergaben sich auch im Segment Südosteuropa. Hier sanken die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 39 Prozent oder € 88 Millionen auf € 139 Millionen. In Rumänien wurde aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen und Verkäufen notleidender Kredite um € 55 Millionen weniger als im Vorjahr dotiert. In Bulgarien blieben die Nettodotierungen mit € 42 Millionen fast unverändert auf dem Niveau der Vorjahresperiode und betrafen sowohl Kredite für Firmen- als auch für Retail-Kunden.
Mit € 198 Millionen waren die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen im Segment Zentraleuropa am höchsten, auch wenn sie gegenüber dem Wert der Vorjahresperiode um 14 Prozent oder € 31 Millionen abnahmen. In Ungarn wurden Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 80 Millionen vorgenommen und lagen damit infolge geringerer Ausfallraten sowie von Forderungsverkäufen um € 44 Millionen unter dem Wert der Vergleichsperiode. In der Tschechischen Republik wurden € 42 Millionen an Kreditrisikovorsorgen neu dotiert (plus € 5 Millionen), überwiegend hervorgerufen durch einen Anstieg notleidender Kredite im Privatkundenbereich. Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in der Slowakei stiegen um € 8 Millionen auf € 38 Millionen und wurden zum überwiegenden Teil für Kredite und Projektfinanzierungen im Großkundenbereich gebildet.
Die Risikokennzahlen der Raiffeisen International konnten im ersten Halbjahr 2010 deutlich verbessert werden: Die Risk/Earnings Ratio fiel von 64,7 Prozent auf 39,2 Prozent. Auch die Neubildungsquote – das Verhältnis der Kreditrisikovorsorgen zu den durchschnittlichen Kreditrisikoaktiva – ging gegenüber der Vergleichsperiode um 1,21 Prozentpunkte auf 2,15 Prozent.
Die übrigen Ergebnisse drehten gegenüber der Vergleichsperiode von € 50 Millionen auf minus € 25 Millionen. Diese Entwicklung wurde wesentlich durch das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten bestimmt, das in der ersten Jahreshälfte 2010 durch einen Bewertungsverlust von € 36 Millionen im Derivatgeschäft geprägt war. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen – das im Wesentlichen die Bewertungs- und Veräußerungsergebnisse von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren enthält – belief sich auf € 15 Millionen nach € 31 Millionen in der Vorjahresperiode. Wesentlichen Einfluss hatte hier ein unrealisiertes Bewertungsergebnis von minus € 10 Millionen, das sich einerseits aus Abwertungen in Ungarn und Russland und andererseits aus Wertaufholungen in der Ukraine, der Slowakei und Tschechien zusammensetzte. Aus der Veräußerung von festverzinslichen Wertpapieren resultierte ein Gewinn in Höhe von € 22 Millionen, der hauptsächlich in den rumänischen, russischen und ukrainischen Netzwerkeinheiten erzielt wurde. Verluste aus Endkonsolidierungen – in der Berichtsperiode wurden aufgrund geänderter Wesentlichkeitsgrenzen 40 Tochterunternehmen endkonsolidiert – belasteten die übrigen Ergebnisse mit € 3 Millionen.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 165 Prozent oder € 57 Millionen auf € 92 Millionen. Dieser starke Zuwachs beruht vor allem auf der Entwicklung in Russland und der Ukraine. Während der effektive Steueraufwand in Russland in der Vergleichsperiode des Vorjahres mit 20 Prozent angesetzt wurde, wurde er für das erste Halbjahr 2010 aufgrund des Anstiegs steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen auf 26 Prozent erhöht. In der Ukraine wiederum wurden die im ersten Halbjahr 2009 auf Verlustvorträge gebildeten latenten Steuern in der Berichtsperiode aufgelöst. Der im Verhältnis zum Periodenüberschuss vor Steuern überproportionale Anstieg der Steuern führte daher zu einer Erhöhung der Steuerquote von 22,6 Prozent auf 30,2 Prozent.
Nach Steuern belief sich der Periodenüberschuss auf € 212 Millionen. Dies bedeutet einen Anstieg von 78 Prozent oder € 93 Millionen. Auf die Anteile anderer Gesellschafter entfielen € 41 Millionen des Periodenüberschusses.
Der auf die Aktionäre der Raiffeisen International entfallende Konzern-Periodenüberschuss betrug € 171 Millionen, und damit um 119 Prozent oder € 93 Millionen mehr als in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Daraus errechnete sich nach Abzug einer anteiligen Dividende für das Genussrechtskapital (€ 30 Millionen) ein Gewinn je Aktie von € 0,91 (Vorjahr: € 0,31). Diese Dividende wurde ebenso in der Kennzahlenberechnung der Vergleichsperiode berücksichtigt. Ohne Berücksichtigung des Entgelts für das Genussrechtskapital läge der Gewinn je Aktie bei € 1,11 und in der Vergleichsperiode des Vorjahres bei € 0,51.
Die Bilanzsumme der Raiffeisen International nahm im Vergleich zum Jahresultimo 2009 um € 1,8 Milliarden oder 2 Prozent auf € 78,1 Milliarden zu. Auf der Aktivseite stiegen die Forderungen an Kunden (plus € 1,9 Milliarden) und die Wertpapierveranlagungen (plus € 1,8 Milliarden), die Forderungen an Kreditinstitute gingen hingegen um € 1,1 Milliarden zurück. Passivseitig waren leichte Erhöhungen in nahezu allen Posten zu verzeichnen. Per 1. Jänner 2010 wurden 40 Tochterunternehmen aufgrund geänderter Wesentlichkeitsgrenzen endkonsolidiert, was jedoch keinen nennenswerten Einfluss auf die Entwicklung der Bilanzsumme hatte.
In der ersten Jahreshälfte 2010 legte die Mehrzahl der Währungen in den CEE-Ländern spürbar zu, nachdem die vergangenen zwei Jahre durch deutliche Währungsabwertungen gekennzeichnet gewesen waren. Die größten Aufwertungen gegenüber dem Jahresultimo 2009 zeigten sich in den Stichtagskursen der folgenden Währungen: ukrainische Hryvna plus 16 Prozent, russischer Rubel plus 11 Prozent, weißrussischer Rubel plus 10 Prozent. Dagegen gaben der serbische Dinar um 9 Prozent und der ungarische Forint um 6 Prozent nach. Diese Währungseffekte führten zu einem Anstieg der Bilanzsumme um 3 Prozent, während die organische Entwicklung die Bilanzsumme um rund 1 Prozent reduzierte.
Die Forderungen an Kunden nach Abzug der Kreditrisikovorsorgen dominierten die Aktivseite mit einem Anteil von 62 Prozent an der Konzernbilanzsumme. Das Kreditvolumen an Kunden stieg seit dem Jahresende 2009 um 4 Prozent oder € 1,9 Milliarden auf € 52,4 Milliarden an. Bei den Krediten an Firmenkunden wurde dabei ein Anstieg von € 1,3 Milliarden verzeichnet, bei Retail-Kunden betrug das Plus € 0,6 Milliarden. Von diesen Zuwächsen waren alle Segmente betroffen. Das Verhältnis Kundenkredite zu Kundeneinlagen stieg gegenüber dem Jahresultimo 2009 um 2 Prozentpunkte auf 121 Prozent. Der Bestand an Kreditrisikovorsorgen, der überwiegend Kredite an Kunden betrifft, erhöhte sich um 20 Prozent oder € 0,6 Milliarden auf € 3,7 Milliarden.
Die Forderungen an Kreditinstitute sanken um 11 Prozent oder € 1,1 Milliarden auf € 9,2 Milliarden. Dabei gingen die Kredite an Geschäftsbanken um € 1,4 Milliarden zurück, jene an Zentralbanken stiegen um € 0,3 Milliarden. Ihr gemeinsamer Anteil an der Bilanzsumme reduzierte sich um 2 Prozentpunkte auf 12 Prozent.
Das gesamte Volumen an Wertpapieren und Beteiligungen betrug zum 30. Juni 2010 € 12,9 Milliarden. Gegenüber dem Jahresende 2009 bedeutet dies einen Zuwachs von 17 Prozent oder € 1,9 Milliarden. Der Trend, Überliquidität in Wertpapieren zu veranlagen, setzte sich damit auch 2010 fort. Die Veranlagungen erfolgten überwiegend in refinanzierungsfähigen Schuldtiteln öffentlicher Stellen. Ihr Anteil an der Bilanzsumme stieg auf 17 Prozent (plus 3 Prozentpunkte).
Die übrigen Aktiva gingen, hauptsächlich aufgrund der Reduktion der Barreserve, um 3 Prozent oder € 0,2 Milliarden auf € 7,3 Milliarden zurück, ihr Anteil an der Bilanzsumme lag damit bei 9 Prozent (minus 1 Prozentpunkt). Hier wurde die bei den Zentralbanken veranlagte Überliquidität sukzessive abgebaut. Die immateriellen Vermögenswerte stiegen um 11 Prozent auf € 1,1 Milliarden an. Der Anstieg der Firmenwerte war dabei zur Gänze durch Währungskursveränderungen bedingt. Er belief sich auf € 654 Millionen (davon € 281 Millionen in der russischen und € 243 Millionen in der ukrainischen Konzerneinheit).
Die Passivstruktur der Bilanz zeigte gegenüber dem Jahresende 2009 nur marginale Veränderungen: Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kunden verringerte sich zwar um 1 Prozentpunkt, dennoch dominierten sie mit einem Anteil von 55 Prozent weiterhin die Passivseite. Der Anteil der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sank um 1 Prozentpunkt auf 26 Prozent. Eine leichte Verschiebung gab es im Eigen- und Nachrangkapital (plus 1 Prozentpunkt). Der Anteil der übrigen Passiva erhöhte sich um 1 Prozentpunkt auf 6 Prozent.
Struktur der Bilanzpassiva
Die Kundeneinlagen beliefen sich auf € 43,3 Milliarden und stiegen damit erstmals seit Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise wieder leicht um 2 Prozent oder € 0,7 Milliarden an. Die Sichteinlagen wuchsen dabei um 9 Prozent oder € 1,5 Milliarden, die Termineinlagen gingen um 4 Prozent oder € 0,9 Milliarden zurück. Regional betrachtet zeigten sich die größten Zuwächse – unterstützt durch die Währungsaufwertungen – in Russland und GUS Sonstige.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten lagen mit € 19,9 Milliarden nur um 1 Prozent unter dem Jahresendniveau 2009. Leichte Rückgänge wurden hier vor allem bei den Einlagen von Zentralbanken verzeichnet (minus € 0,2 Milliarden), die Einlagen von Geschäftsbanken blieben stabil. Regional betrachtet kam es zu Verschiebungen von Südosteuropa (minus € 0,6 Milliarden), Russland (minus € 0,4 Milliarden) und Sonstige (minus € 0,4 Milliarden) zu Österreich (plus € 1,3 Milliarden).
Die übrigen Passiva stiegen um 18 Prozent oder € 0,7 Milliarden auf € 4,9 Milliarden an. Hauptgründe dafür waren Anstiege der negativen Marktwerte von Derivaten sowie der Verbindlichkeiten aus dem Zahlungsverkehr aufgrund zeitlicher Buchungsdifferenzen.
Das aus Konzern-Eigenkapital, Konzern-Periodenüberschuss und Fremdanteilen bestehende bilanzielle Eigenkapital der Raiffeisen International stieg gegenüber dem Jahresultimo 2009 um 7 Prozent oder € 469 Millionen auf € 7.469 Millionen an.
Das Konzern-Eigenkapital, das sich aus gezeichnetem Kapital, Genussrechtskapital, Kapitalrücklagen und Gewinnrücklagen zusammensetzt, erhöhte sich um € 510 Millionen auf € 6.300 Millionen. Der Anstieg beruhte allein auf den Gewinnrücklagen, die im Wesentlichen durch die Gewinnthesaurierung und das sonstige Ergebnis zunahmen. Die Währungsdifferenzen – die größte Komponente im sonstigen Ergebnis – beliefen sich inklusive der damit in Zusammenhang stehenden Kapitalabsicherungsmaßnahmen (Capital Hedge, minus € 8 Millionen) auf € 350 Millionen. Die Dividende für das Genussrechtskapital reduzierte das Konzern-Eigenkapital um € 60 Millionen, während die Dividende auf das Grundkapital erst im Juli 2010 zur Auszahlung gelangte. Der Konzern-Periodenüberschuss betrug in der ersten Jahreshälfte 2010 € 171 Millionen.
Die Anteile anderer Gesellschafter (Minderheitenanteile am Kapital) blieben konstant bei € 998 Millionen. Die Währungseffekte verursachten hier lediglich ein Plus von € 7 Millionen. Auf die Minderheiten entfiel ein Periodenergebnis von € 41 Millionen. Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2009 in Höhe von € 49 Millionen verminderten die Fremdanteile.
Die Raiffeisen International bildet keine eigene Kreditinstitutsgruppe im Sinn des österreichischen Bankwesengesetzes (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen für Banken. Kreditrisiko und Marktrisiko werden grundsätzlich nach dem Standardansatz gemäß § 22 BWG berechnet, wobei das Kreditrisiko für Forderungen an Banken, Corporates und Sovereigns in den Netzwerkbanken in Kroatien, Rumänien, der Slowakei, der Tschechischen Republik
Zusammensetzung des Eigenmittelerfordernisses
und Ungarn nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRB) berechnet wird. Ab April 2010 wurde erstmals auch ein Großteil der Forderungen an Privatkunden in der Slowakei nach diesem Ansatz berechnet. Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen des BWG ermittelt und gehen in die Berechnung der RZB-Kreditinstitutsgruppe ein.
Im Berichtszeitraum erhöhten sich die konsolidierten Eigenmittel gemäß BWG um 2 Prozent oder € 193 Millionen auf € 8.522 Millionen. Nicht darin enthalten ist der laufende Gewinn des Berichtszeitraums, weil er aufgrund von in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften in der Rechnung noch nicht berücksichtigt werden darf.
Das Kernkapital (Tier 1) verzeichnete gegenüber dem Jahresende 2009 einen Anstieg von 2 Prozent oder € 139 Millionen und betrug zum 30. Juni 2010 € 7.211 Millionen. Positiv beeinflusst wurde das Kernkapital von den Aufwertungen der ukrainischen Hryvna um 16 Prozent, des russischen Rubels um 11 Prozent und des weißrussischen Rubels um 10 Prozent. Negative Auswirkungen hatte die Währungsabwertung des serbischen Dinars um 9 Prozent.
Die ergänzenden Eigenmittel nahmen um 5 Prozent oder € 52 Millionen auf € 1.154 Millionen zu. Das langfristige nachrangige Eigenkapital zeigte dabei aufgrund einer in Rumänien begebenen Tier-2- Emission im Volumen von € 25 Millionen und aufgrund der Währungsaufwertungen einen Anstieg. Andererseits reduzierten auslaufende Tier-2-Emissionen im Volumen von € 25 Millionen die ergänzenden Eigenmittel.
Das anrechenbare kurzfristige Nachrangkapital (Tier 3) stieg aufgrund auslaufenden Tier-2-Kapitals um 15 Prozent oder € 25 Millionen auf € 208 Millionen. Positiv wurde das kurzfristige Nachrangkapital von auslaufendem Tier-2-Kapital und Währungsaufwertungen beeinflusst, negativ durch abgereiftes Tier-3-Kapital in Russland.
Das Eigenmittelerfordernis nahm um 2 Prozent oder € 118 Millionen auf € 5.235 Millionen zu. Das nach Standardansatz berechnete Kreditrisiko stieg um € 24 Millionen auf € 2.886 Millionen. Das Kreditrisiko nach IRB-Ansatz erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende um € 95 Millionen auf € 1.241 Millionen. Dabei stieg das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko in absoluten Zahlen betrachtet am stärksten, wofür großteils die Währungsaufwertungen verantwortlich waren. Das Erfordernis für das Marktrisiko wuchs um € 17 Millionen auf € 153 Millionen, jenes für das operationelle Risiko um € 23 Millionen auf € 597 Millionen. Einzig das Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen sank um € 41 Millionen auf € 358 Millionen.
Der Eigenmittelüberschuss betrug zum 30. Juni 2010 € 3.287 Millionen oder 62,8 Prozent. Gegenüber dem Jahresende 2009 wuchs er somit um € 75 Millionen. Die Überdeckungsquote blieb unverändert, während die Kernkapitalquote – bezogen auf das Kreditrisiko – um 0,2 Prozentpunkte auf 13,9 Prozent sank. Die Kernkapitalquote – bezogen auf das gesamte Risiko – belief sich auf 11,0 Prozent und blieb somit gegenüber dem Jahresende 2009 unverändert. Die Eigenmittelquote erreichte 13,0 Prozent. Die Core Tier 1 Ratio (Kernkapital Tier 1 abzüglich Hybridkapital bezogen auf das Gesamtrisiko) betrug 9,2 Prozent.
Die aktive Steuerung von Risiken ist für die Raiffeisen International als Bank-Holding eine Kernkompetenz. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, baute sie bereits in der Vergangenheit ein umfassendes Risikomanagement auf, das permanent weiterentwickelt wird. Die Risikosteuerung der Raiffeisen International ist darauf ausgerichtet, den bewussten Umgang mit und das professionelle Management von Kredit- und Länderrisiken, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie operationellen Risiken sicherzustellen.
Im Berichtszeitraum waren weiterhin die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise prägend für die Weiterentwicklung des Risikomanagements der Raiffeisen International. Angesichts eines steigenden Anteils der Non-Performing Loans am Kreditportfolio wurde das Sanierungsmanagement in der Berichtsperiode weiter ausgebaut.
So intensivierte das Retail-Risikomanagement das Problemkreditmanagement und unterstützte weiter die Durchführung von Restrukturierungen von Krediten. Bereits 2009 wurde ein umfassendes Restrukturierungskonzept für Retail-Kunden erstellt, das nun schrittweise in den einzelnen Ländern umgesetzt wird. Vereinbarungen, die typischerweise bei Restrukturierungen mit Kunden getroffen werden, betreffen die
Verlängerung von Darlehenslaufzeiten, die Bereitstellung zusätzlicher Sicherheiten und die vorübergehende Reduktion von Raten – unter Beibehaltung des Darlehensbarwerts.
Das Sanierungsmanagement für Firmenkunden baut auf einer eindeutigen Definition des Risikostatus jedes einzelnen Kunden im Rahmen eines Frühwarnsystems auf, wobei die Zuordnung zu einem bestimmten Risikostatus durch eine teilautomatisierte, IT-gestützte Ursache-Wirkungs-Analyse erfolgt. Dadurch ist es der Raiffeisen International möglich, ihre Kunden möglichst frühzeitig zu unterstützen und gegebenenfalls Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Eine entsprechende unabhängige Stelle für die Risiko-Früherkennung wurde auch im Geschäftsbereich der Finanzinstitutionen konzernweit als Standard etabliert.
Neben diesen Weiterentwicklungen im Kreditrisikomanagement stand die Akquisition von Kundeneinlagen im speziellen Fokus. Die damit verbundenen Maßnahmen zielen vor allem auf eine Verringerung der Liquiditäts- und Transferrisiken ab.
Im Berichtszeitraum wurde das Portfolio der Raiffeisen International als Teil des RZB-Konzerns mehreren Stresstests zur Analyse der Finanzmarktstabilität unterzogen. Mit diesen Analysen werden die Auswirkungen verschiedener volkswirtschaftlicher Entwicklungen untersucht. Simuliert werden insbesondere die direkten und indirekten Effekte bestimmter Szenarien (z.B. BIP-Wachstumsraten, Währungskurse, Credit Spreads etc.) auf die zukünftigen Kapitalerfordernisse, notwendige Kreditrisikovorsorgen sowie Ertrags- und Kapitalkomponenten.
Weiters wurden die Vorbereitungen für die volle Integration des Risikomanagements der Raiffeisen International und der Raiffeisen Zentralbank im Zuge der geplanten Fusion begonnen. Diese betreffen vor allem die Zusammenführung des Kreditvergabeprozesses sowie die Einreichung notwendiger Anträge und Unterlagen bei der österreichischen Finanzmarktaufsicht für die Berechnung des Eigenmittelerfordernisses für Kreditrisiken nach dem auf internen Ratings basierenden (IRB) Ansatz.
Der Anwendung und weitgehend flächendeckenden Implementierung fortgeschrittener Ansätze zu Basel II wird im ganzen Konzern hohe Bedeutung beigemessen. Die Raiffeisen International Bank-Holding unterliegt zwar selbst nicht diesen Regelungen, die Anwendung ist jedoch für mehrere Tochterinstitute und im Rahmen der RZB-Kreditinstitutsgruppe verpflichtend. In der Raiffeisen International werden die Ergebnisse für interne Steuerungs- und Management-Informationszwecke verwendet.
Für die Ermittlung des gemäß Basel-II-Vorschriften vorzuhaltenden Eigenkapitals für Kreditrisiken wird vorwiegend der sogenannte Standardansatz angewendet. In der Slowakei, der Tschechischen Republik, Ungarn, Rumänien und Kroatien erteilten die Aufsichtsbehörden den dortigen Netzwerkbanken bereits in den vergangenen Jahren die Genehmigung, das Kreditrisiko von Kommerzkunden und Kreditinstituten sowie jenes des öffentlichen Sektors nach dem auf internen Ratings basierenden Ansatz (IRB) zu berechnen. Seit 1. April 2010 kommt der IRB-Ansatz nun erstmals auch im Retail-Bereich – für Privatpersonen sowie kleine und mittlere Unternehmen in der Slowakei – zum Einsatz. Es ist vorgesehen, den IRB-Ansatz sukzessive in weiteren Ländern und für weitere Forderungsklassen anzuwenden. Für die Raiffeisen International ergibt sich daraus der Vorteil, dass Kreditportfolio-Risiken noch exakter beziffert und gesteuert werden können.
Das Eigenmittelerfordernis gemäß Basel II für das Marktrisiko wird mittels Standardansatz berechnet. Für die Bemessung und Begrenzung des Zinsänderungsrisikos im Bankbuch erfolgt für aufsichtsrechtliche Zwecke eine Simulation der Barwertänderung des Bankbuchs unter Annahme einer simultanen Zinserhöhung für alle Laufzeiten und Währungen. Die notwendigen Schlüsselannahmen für die Zinsbindung werden dabei im Einklang mit regulatorischen Vorgaben und aufgrund interner Statistiken und Erfahrungswerte getroffen.
Die Liquiditätsposition der Raiffeisen International unterliegt einem regelmäßigen Monitoringprozess und ist im Rahmen der Meldung für den RZB-Konzern im wöchentlichen Reporting an die österreichische Bankenaufsicht enthalten. Diese aufsichtsrechtliche Meldung stellt die erwarteten Mittelzu- und abflüsse sowie die realisierbare zusätzliche Liquidität in detaillierter Form für unterschiedliche Laufzeitbänder und Währungen dar.
Für die Kapitalunterlegung des operationellen Risikos gemäß Basel II verwendet die Raiffeisen International derzeit den Standardansatz. Nach einer mehrjährigen Implementierungsphase wendet seit 1. Jänner 2010 auch die Raiffeisen Bank Aval in der Ukraine dieses Modell an, sodass sich alle wesentlichen Konzerneinheiten am Standardansatz orientieren.
Im Jahr 2010 peilen wir beim Geschäft mit Corporate-Kunden eine selektive Intensivierung des Kreditgeschäfts an. Besonderes Augenmerk soll dabei auf das Geschäft mit Kunden aus dem Mid-Market-Bereich und auf ausgewählte Branchen gelegt werden. Zudem soll das Provisionsgeschäft, etwa durch gezieltes Cross Selling, weiter gestärkt werden.
Im Geschäftsbereich Retail Customers streben wir für 2010 ein Wachstum der Kreditvergabe an. Der Fokus soll zunächst auf dem Cross Selling mit ausgewählten Kreditangeboten, etwa Konsumentenkrediten und Kreditkarten, liegen. Auch die Kundeneinlagen sollen weiter gesteigert werden, wofür wir uns von der Direktbank, die 2010 ihren operativen Geschäftsbetrieb aufnehmen soll, positive Impulse erwarten. Ein weiteres Ziel besteht darin, das Geschäft mit vermögenden Privatkunden, insbesondere mit Provisionsprodukten, auszubauen.
Auch wenn die Kreditnachfrage 2010 insgesamt verhalten bleiben dürfte, rechnen wir aus heutiger Sicht für die Raiffeisen International mit einem leichten Anstieg der Ausleihungen an Kunden im Jahresverlauf.
Das im Berichtsjahr eingeführte strikte Kostenmanagement wird auch 2010 fortgesetzt. So soll der Ausbau des Geschäftsstellennetzes nur selektiv vorangetrieben werden. Dabei können auch bestehende Standorte geschlossen oder verlegt werden, sodass die Gesamtzahl im Jahr 2010 etwa gleich bleiben dürfte.
Die einzelnen Länder Zentral- und Osteuropas stellen die kleinsten Steuerungseinheiten der Raiffeisen International dar. Länder, die eine ähnliche langfristige wirtschaftliche Entwicklung erwarten lassen sowie ein vergleichbares volkswirtschaftliches Profil aufweisen, werden zu regionalen Segmenten zusammengefasst. Unter Berücksichtigung der im IFRS 8 geforderten Schwellenwerte wurden insgesamt vier regionale Segmente festgelegt, wodurch eine transparente und übersichtliche Berichterstattung erzielt wird. Der Schwellenwert liegt nach IFRS 8 bei jeweils 10 Prozent der Kenngrößen Betriebserträge, Gewinn nach Steuern sowie Segmentvermögen.
Zum 30. Juni 2010 bestanden folgende Segmente, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:
Dieses Segment umfasst die fünf am 1. Mai 2004 der EU beigetretenen Staaten Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn. Es handelt sich dabei nicht nur um die am weitesten entwickelten Bankenmärkte in CEE, sondern auch um jene Märkte, in denen die Raiffeisen International am frühesten präsent war.
Südosteuropa
Zu Südosteuropa zählen Albanien, Bosnien und Herzegowina, der Kosovo, Kroatien, Moldau, Serbien und die beiden am 1. Jänner 2007 der EU beigetretenen Staaten Bulgarien und Rumänien. Moldau wird aufgrund der engen ökonomischen Verbindung mit Rumänien und der entsprechenden Steuerung im Konzern in diesem Land erfasst.
Russland
Dieses Segment umfasst die Ergebnisse der Raiffeisen International-Gesellschaften in der Russischen Föderation. In Russland ist der Konzern unter anderem mit einer Bank, einer Leasinggesellschaft sowie einer Kapitalanlagegesellschaft vertreten.
GUS Sonstige
Dieses Segment besteht aus Belarus, Kasachstan und der Ukraine.
Die im Segmentbericht angegebenen Werte werden den auch für die Zusammenstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Einzelabschlüssen nach IFRS entnommen. Abweichungen zu lokal publizierten Daten sind möglich, da lokal unterschiedliche Bewertungsregelungen – einerseits innerhalb der IFRS und andererseits zwischen den IFRS und den in den einzelnen Ländern jeweils geltenden Rechnungslegungsstandards – sowie abweichende Konsolidierungskreise zugrunde liegen können.
Alle regionalen Segmente der Raiffeisen International verbesserten im ersten Halbjahr 2010 ihre Ergebnisse. Der im Periodenvergleich erzielte Anstieg der Vorsteuerergebnisse resultierte dabei hauptsächlich aus den deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen.
Die Ertragskraft des Konzerns blieb weitgehend gewahrt: Die Betriebserträge lagen nur um 5 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode, während die Verwaltungsaufwendungen in lokalen Währungen betrachtet auf dem Niveau der Vorperiode blieben. Damit erwiesen sich die ab Einsetzen der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008 und 2009 intensivierten Maßnahmen zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung als nachhaltig erfolgreich.
Die ausgewogene Steigerung der Kundenforderungen in den ersten beiden Quartalen spiegelte dabei die moderate Fortsetzung der konjunkturellen Erholung wider. Gleichzeitig führten die Auswirkungen der Wirtschaftskrise der vergangenen Perioden jedoch zu einem weiterhin steigenden Anteil der notleidenden Kredite.
Die Region Südosteuropa wies im zweiten Quartal 2010 mit € 169 Millionen erneut den größten Anteil aller Segmente am Periodenüberschuss vor Steuern aus. Verantwortlich dafür waren die deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Die Bilanzaktiva des Segments sanken im Jahresabstand um 4 Prozent.
Zentraleuropa erzielte mit € 128 Millionen den zweithöchsten Periodenüberschuss vor Steuern. Positiv auf das Vorsteuerergebnis wirkten sich hier Anstiege im Zins- und im Provisionsüberschuss aus. Die Bilanzaktiva blieben im Jahresabstand fast unverändert.
In Russland vervielfachte sich das Vorsteuerergebnis auf € 114 Millionen. Der starke Anstieg gegenüber der Vergleichsperiode war auch hier eine Folge der deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sowie eines positiven Handelsergebnisses. Die Bilanzaktiva des Segments erhöhten sich im Jahresvergleich um 4 Prozent.
Das Segment GUS Sonstige erwirtschaftete nach einem Verlust in der Vergleichsperiode einen Periodenüberschuss vor Steuern von € 34 Millionen. Die geringeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beeinflussten das Vorsteuerergebnis auch dieses Segments im Periodenvergleich positiv. Die Bilanzaktiva erhöhten sich im Jahresvergleich um 4 Prozent.
Die regionale Struktur der Konzernaktiva veränderte sich im Jahresabstand nur unwesentlich. Zentraleuropa hielt seinen Anteil von 44 Prozent, der zweitgrößte Anteil entfiel auf das Segment Südosteuropa mit 30 Prozent (minus 1 Prozentpunkt), gefolgt von Russland mit 17 Prozent (plus 1 Prozentpunkt) und GUS Sonstige mit 9 Prozent.
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 539 | 464 | 16,2% |
| Kreditrisikovorsorgen | - 198 | - 229 | - 13,6% |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 341 | 235 | 45,1% |
| Provisionsüberschuss | 226 | 200 | 13,1% |
| Handelsergebnis | 29 | 58 | - 50,8% |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | - 11 | 5 | – |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | - 7 | 22 | – |
| Verwaltungsaufwendungen | - 424 | - 400 | 6,1% |
| davon Personalaufwand | - 208 | - 189 | 10,0% |
| davon Sachaufwand | - 177 | - 174 | 1,6% |
| davon Abschreibungen | - 40 | - 37 | 7,3% |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 27 | - 2 | – |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 1 | 0 | – |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 128 | 118 | 8,6% |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 31 | - 27 | 14,0% |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 97 | 91 | 7,0% |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | - 27 | - 32 | - 15,5% |
| Periodenüberschuss nach Minderheiten | 70 | 58 | 19,4% |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 28,8% | 51,6% | - 22,8 PP |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 27,7% | 48,9% | - 21,2 PP |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 21.520 | 21.943 | - 1,9% |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 1.967 | 2.004 | - 1,8% |
| Aktiva1 | 33.598 | 33.615 | - 0,1% |
| Verbindlichkeiten1 | 30.990 | 31.243 | - 0,8% |
| Cost/Income Ratio | 55,3% | 55,6% | - 0,3 PP |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 3.008 | 2.445 | 23,0% |
| Return on Equity vor Steuern | 8,5% | 9,6% | - 1,1 PP |
| Return on Equity nach Minderheiten | 6,1% | 6,7% | - 0,6 PP |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 12.963 | 13.871 | - 6,5% |
| Geschäftsstellen1 | 554 | 583 | - 5,0% |
1 Stichtagswerte zum 30. Juni In Zentraleuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern in der Berichtsperiode mit € 128 Millionen um 9 Prozent oder € 10 Millionen über dem Wert der Vergleichsperiode. Während die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken, war überwiegend der gestiegene Zins- und Provisionsüberschuss für das gute Vorsteuerergebnis verantwortlich. Der Return on Equity vor Steuern ging um 1,1 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent zurück.
Der Zinsüberschuss erhöhte sich im ersten Halbjahr 2010 um 16 Prozent auf € 539 Millionen. Dabei verzeichneten alle Länder der Region einen Zuwachs. Besonders stark fiel die Steigerung – vor allem dank des deutlich niedrigeren Zinsaufwands für Kundeneinlagen – in Polen aus. Die Netzwerkeinheit in der Tschechischen Republik verzeichnete ebenfalls einen erheblichen Zuwachs, der vorwiegend durch höhere Erträge aus Krediten für Retail-Kunden und bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren sowie durch sinkende Refinanzierungskosten erzielt wurde. In der Slowakei profitierte die Raiffeisen International von erhöhten aktivseitigen Margen im Zusammenhang mit den Veränderungen der lokalen Zinskurve. In Ungarn blieb der Zinsüberschuss aufgrund der im Lauf des vergangenen Wirtschaftsjahres abgeschwächten Kreditvergabe an Großfirmenkunden im Periodenvergleich beinahe unverändert. Das Geschäft im Segment Zentraleuropa präsentierte sich im Periodenvergleich weiterhin profitabel, da sich die Nettozinsspanne gegenüber dem ersten Halbjahr 2009 um 49 Basispunkte auf 3,20 Prozent erhöhte. Die Aktiva des Segments blieben im Jahresabstand insgesamt unverändert, die Kreditrisikoaktiva sanken durch eine Reduktion von höher gewichteten Aktivbeständen von € 21,9 Milliarden um 2 Prozent auf € 21,5 Milliarden. Die erstmalige Anwendung des auf internen Ratings basierenden Ansatzes für einen Großteil der Forderungen an Privatkunden in der Slowakei führte hier allerdings zu einer Erhöhung von € 0,2 Milliarden.
Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen des Segments sanken in der Berichtsperiode um 14 Prozent oder € 31 Millionen auf € 198 Millionen. Dabei gingen die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen im Periodenvergleich um 23 Prozent auf € 133 Millionen zurück. Die höchsten Nettodotierungen wurden hier in Ungarn und Polen bei Firmenkunden vorgenommen. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen hingegen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 13 Prozent auf € 65 Millionen. Sie erfolgten überwiegend in der Tschechischen Republik für Privatkunden und in der Slowakei für Großkunden. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio stieg im Jahresabstand um 2,67 Prozentpunkte auf 7,98 Prozent.
Der Provisionsüberschuss wuchs in allen Ländern der Region mit Ausnahme von Ungarn und erhöhte sich insgesamt um 13 Prozent oder € 26 Millionen auf € 226 Millionen. Den absolut gesehen größten Ertragszuwachs auf insgesamt € 32 Millionen erzielten hier die Kreditbearbeitung und das Avalgeschäft. Erzielt wurde er überwiegend in Polen und in der Tschechischen Republik, in der insbesondere die Garantievolumina anstiegen. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft stieg um 4 Prozent auf € 72 Millionen, obwohl Ungarn aufgrund des rückläufigen Neugeschäfts mit Fremdwährungskrediten einen Rückgang verzeichnete. Das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr und aus Kontodienstleistungen entwickelte sich in allen Ländern der Region positiv und erhöhte sich im Periodenvergleich insgesamt um 8 Prozent auf € 88 Millionen. In der Slowakei legte der Provisionsüberschuss dank der Ende 2009 erfolgten Einführung der Retail-Produktpalette um € 2 Millionen zu. Das Wertpapiergeschäft wuchs aufgrund der wieder zunehmenden Kundenaktivitäten – insbesondere in Ungarn – gegenüber der Vergleichsperiode um 41 Prozent auf € 13 Millionen.
Das Handelsergebnis des Segments Zentraleuropa lag mit € 29 Millionen um 51 Prozent unter dem Wert der Vergleichsperiode. Dieser Rückgang betraf alle Länder der Region mit Ausnahme von Ungarn und Slowenien. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft sank dabei um 10 Prozent von € 31 Millionen auf € 28 Millionen, wofür vor allem das wegen niedrigerer Währungsvolatilität geringere Ergebnis in Polen verantwortlich war. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft reduzierte sich von € 25 Millionen auf minus € 3 Millionen. Hervorgerufen wurde dies überwiegend durch den Entfall von Bewertungsgewinnen aus Zinsswap-Transaktionen und festverzinslichen Anleihen in der Slowakei sowie durch Bewertungsverluste aus Zinsswap-Transaktionen in der Tschechischen Republik. Der Ertrag aus dem aktien- und indexbezogenen Geschäft hingegen verdoppelte sich im Periodenvergleich auf € 2 Millionen und fiel fast zur Gänze in Ungarn an.
Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug minus € 11 Millionen und ging ganz überwiegend auf Bewertungsverluste aus Absicherungsgeschäften in der Tschechischen Republik und in Slowenien zurück, die zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen worden waren.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug minus € 7 Millionen. Darin enthalten sind Bewertungsgewinne aus Wertpapieren in der Tschechischen Republik und der Slowakei, denen jedoch deutlich höhere Verluste in Ungarn gegenüberstanden.
Die Verwaltungsaufwendungen des Segments erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 6 Prozent oder € 24 Millionen auf € 424 Millionen. Der durchschnittliche Personalstand sank im Jahresabstand zwar insgesamt um 7 Prozent auf 12.963 Mitarbeiter. Dennoch erhöhten sich – vor allem in Polen und Ungarn – die Personalaufwendungen um insgesamt 10 Prozent oder € 19 Millionen auf € 208 Millionen, da in der Vergleichsperiode keine Bonuszahlungen angefallen waren. Der Sachaufwand stieg im Periodenvergleich um 2 Prozent auf € 177 Millionen, und auch die Abschreibungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 7 Prozent auf € 40 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen wurde im Jahresabstand um 5 Prozent oder 29 Standorte auf 554 reduziert. Die Cost/Income Ratio der Region verbesserte sich um 0,3 Prozentpunkte auf 55,3 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis der Region betrug minus € 27 Millionen. Im Wesentlichen waren dafür nicht ertragsabhängige Steuern in Höhe von € 17 Millionen, die überwiegend in Ungarn und der Slowakei anfielen, verantwortlich. Das operative Leasinggeschäft leistete einen positiven Beitrag von € 4 Millionen. Überdies wurde durch die Entscheidung des ungarischen Parlaments, von Banken und Finanzdienstleistern eine Abgabe auf Basis von deren Bilanzsumme einzufordern, für das erste Halbjahr 2010 ein aliquoter Betrag von € 18 Millionen rückgestellt.
Aufgrund der aus Wesentlichkeitsgründen durchgeführten Endkonsolidierung von überwiegend in der Tschechischen Republik und Ungarn beheimateten Projektgesellschaften verzeichnete das Segment ein positives Ergebnis aus Endkonsolidierungen in Höhe von € 1 Million.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 14 Prozent auf € 31 Millionen. Die Steuerquote in der Region erhöhte sich um 1 Prozentpunkt auf 24 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten belief sich auf € 70 Millionen.
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 445 | 443 | 0,3% |
| davon laufendes Ergebnis at-equity bewerteter | |||
| Unternehmen | - 1 | 0 | – |
| Kreditrisikovorsorgen | - 139 | - 227 | - 38,7% |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 306 | 216 | 41,2% |
| Provisionsüberschuss | 186 | 200 | - 7,2% |
| Handelsergebnis | 25 | 56 | - 55,6% |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | - 9 | - 3 | 245,1% |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 7 | 8 | - 10,3% |
| Verwaltungsaufwendungen | - 357 | - 362 | - 1,4% |
| davon Personalaufwand | - 154 | - 157 | - 2,2% |
| davon Sachaufwand | - 152 | - 157 | - 2,7% |
| davon Abschreibungen | - 50 | - 48 | 5,3% |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 19 | 14 | 37,9% |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | - 7 | 0 | – |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 169 | 129 | 30,6% |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 24 | - 22 | 9,1% |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 145 | 108 | 34,9% |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | - 10 | - 2 | 403,2% |
| Periodenüberschuss nach Minderheiten | 136 | 106 | 28,2% |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 38,0% | 56,7% | - 18,7 PP |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 41,5% | 58,1% | - 16,6 PP |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 15.853 | 17.163 | - 7,6% |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 1.478 | 1.553 | - 4,8% |
| Aktiva1 | 22.989 | 23.937 | - 4,0% |
| Verbindlichkeiten1 | 20.242 | 21.202 | - 4,5% |
| Cost/Income Ratio | 52,9% | 50,7% | 2,2 PP |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 2.262 | 1.966 | 15,1% |
| Return on Equity vor Steuern | 14,9% | 13,2% | 1,7 PP |
| Return on Equity nach Minderheiten | 13,4% | 12,1% | 1,3 PP |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 17.162 | 18.918 | - 9,3% |
| Geschäftsstellen1 | 1.173 | 1.206 | - 2,7% |
1 Stichtagswerte zum 30. Juni
In Südosteuropa lag der Periodenüberschuss vor Steuern in der Berichtsperiode mit € 169 Millionen um 31 Prozent oder € 40 Millionen über dem Wert der Vergleichsperiode. Positiv beeinflusst wurde das Vorsteuerergebnis hier primär von den deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Der Return on Equity vor Steuern verbesserte sich im Periodenvergleich um 1,7 Prozentpunkte auf 14,9 Prozent.
Der Zinsüberschuss stieg geringfügig um 0,3 Prozent oder € 2 Millionen auf € 445 Millionen. Für einen Zuwachs in Rumänien waren hier hauptsächlich niedrigere Kosten für Kunden- und Bankeneinlagen verantwortlich. Auch in Kroatien beeinflussten die geringeren Kosten für Kundeneinlagen den Zinsüberschuss positiv. In Serbien hingegen führten ein Rückgang der Kundenforderungen aufgrund des gesunkenen Neugeschäfts und verringerte Margen zu einem Rückgang des Zinsüberschusses. Insgesamt erhöhte sich die Nettozinsspanne um 21 Basispunkte auf 3,82 Prozent. Die Bilanzaktiva des Segments gingen im Jahresabstand um 4 Prozent auf € 23,0 Milliarden zurück, und auch die Kreditrisikoaktiva sanken aufgrund des rückläufigen Kreditvolumens und eines höheren Besicherungsniveaus im Corporate-Bereich von € 17,2 Milliarden um 8 Prozent auf € 15,9 Milliarden. In Rumänien wurde seit Juli 2009 und in Kroatien seit Oktober 2009 für bestimmte Assetklassen erstmals der Basel-II-IRB-Ansatz angewendet, woraus sich jedoch keine nennenswerten Auswirkungen auf die Höhe der Risikoaktiva ergaben.
Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen des Segments sanken um 39 Prozent oder € 88 Millionen auf € 139 Millionen. In Rumänien verringerten sich die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen auf etwa die Hälfte des Werts der Vergleichsperiode. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen betrugen insgesamt € 143 Millionen. Die höchsten Werte wurden hier in Bulgarien – überwiegend für Kredite an Firmen- und Retail-Kunden – und in Rumänien für Privatkunden verzeichnet. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen ergaben einen positiven Wert von € 3 Millionen und stammten fast zur Gänze aus Auflösungen im Zusammenhang mit dem Privatkunden-Portfolio in Kroatien. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio nahm im Jahresabstand um 2,25 Prozentpunkte auf 7,46 Prozent zu, blieb damit aber weiterhin der niedrigste aller Regionen.
Der Provisionsüberschuss lag mit € 186 Millionen um 7 Prozent unter jenem der Vergleichsperiode. Der Zahlungsverkehr steuerte dazu mit € 84 Millionen den größten Anteil bei und lag damit um 1 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Aus Kreditbearbeitung und Avalgeschäft resultierte ein Ertrag von € 46 Millionen. Im Periodenvergleich bedeutet dies eine Reduktion von 13 Prozent, die überwiegend in Rumänien verursacht wurde. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sanken um 25 Prozent oder € 10 Millionen auf € 30 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war die Entwicklung in Kroatien, wo sich das Ergebnis durch geringere Transaktionsvolumina nahezu halbierte. Das Wertpapiergeschäft hingegen verdoppelte sich aufgrund der wieder zunehmenden Kundenaktivitäten und steuerte weitere € 4 Millionen zum Provisionsüberschuss bei.
Das Handelsergebnis in Südosteuropa sank von € 56 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 25 Millionen. Dabei ging das währungsbezogene Geschäft im Periodenvergleich um 61 Prozent von € 41 Millionen auf € 16 Millionen zurück, was überwiegend auf niedrigeren Erträgen aus in der Berichtsperiode durchgeführten Forward-Transaktionen beruhte. Im zinsbezogenen Geschäft wurde ein Ergebnis von € 9 Millionen verzeichnet, das fast zur Gänze in Albanien anfiel und aus der Bewertung von festverzinslichen Wertpapieren resultierte.
Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von minus € 9 Millionen stammte fast ausschließlich aus Absicherungsgeschäften in Kroatien, die zur Anpassung der Währungsstruktur abgeschlossen worden waren.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen ging von € 8 Millionen auf € 7 Millionen leicht zurück. Es beruhte überwiegend auf Bewertungsgewinnen aus festverzinslichen Schuldverschreibungen in Rumänien, die mit dem weiter gesunkenen Zinsniveau in diesem Markt im Zusammenhang standen.
Die Verwaltungsaufwendungen des Segments blieben mit insgesamt € 357 Millionen um 1 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei sanken die Personalaufwendungen um € 3 Millionen auf € 154 Millionen, während sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter um 9 Prozent oder 1.756 auf 17.162 Personen reduzierte. Die Sachaufwendungen sanken um 3 Prozent auf € 152 Millionen. In Rumänien wirkte sich hier die Reduktion des Raumaufwands aufgrund der Schließung einiger Geschäftsstellen positiv aus. Die Abschreibungen erhöhten sich um 5 Prozent auf € 50 Millionen. Ausgehend von 1.206 Geschäftsstellen zum Ende der Vergleichsperiode sank deren Anzahl insgesamt um 3 Prozent auf 1.173. Die Cost/Income Ratio stieg um 2,2 Prozentpunkte auf 52,9 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vergleichswert des Vorjahres um 38 Prozent auf € 19 Millionen. Darin waren vor allem Erträge aus dem operativen Leasinggeschäft in Höhe von € 14 Millionen enthalten, die überwiegend in Kroatien erwirtschaftet wurden.
Aufgrund der Endkonsolidierung von Projektgesellschaften, die ihren Sitz überwiegend in Rumänien hatten, aus Wesentlichkeitsgründen verzeichnete das Segment ein negatives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 7 Millionen.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag wuchsen gegenüber der Vergleichsperiode um 9 Prozent auf € 24 Millionen. Die Steuerquote in der Region lag mit 14 Prozent dennoch um 3 Prozentpunkte unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten betrug € 136 Millionen.
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 256 | 373 | - 31,3% |
| Kreditrisikovorsorgen | - 67 | - 252 | - 73,6% |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 190 | 122 | 56,0% |
| Provisionsüberschuss | 102 | 99 | 3,5% |
| Handelsergebnis | 41 | - 20 | – |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | - 15 | 17 | – |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 0 | 2 | - 84,2% |
| Verwaltungsaufwendungen | - 198 | - 192 | 3,1% |
| davon Personalaufwand | - 97 | - 91 | 6,6% |
| davon Sachaufwand | - 78 | - 86 | - 9,3% |
| davon Abschreibungen | - 24 | - 16 | 50,5% |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 10 | 2 | – |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 3 | 0 | – |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 114 | 29 | 288,2% |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 29 | - 6 | 389,3% |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 84 | 23 | 262,2% |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | 0 | - 2 | - 94,5% |
| Periodenüberschuss nach Minderheiten | 84 | 21 | 295,4% |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 25,6% | 12,8% | 12,8 PP |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 24,1% | 12,6% | 11,5 PP |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 8.540 | 9.014 | - 5,3% |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 890 | 839 | 6,0% |
| Aktiva1 | 13.016 | 12.476 | 4,3% |
| Verbindlichkeiten1 | 11.133 | 10.999 | 1,2% |
| Cost/Income Ratio | 50,8% | 42,4% | 8,4 PP |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 1.089 | 1.086 | 0,2% |
| Return on Equity vor Steuern | 20,9% | 5,4% | 15,5 PP |
| Return on Equity nach Minderheiten | 15,6% | 3,9% | 11,7 PP |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 8.412 | 9.799 | - 14,2% |
| Geschäftsstellen1 | 201 | 229 | - 12,2% |
1 Stichtagswerte zum 30. Juni
Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments Russland erhöhte sich im ersten Halbjahr 2010 um € 85 Millionen auf € 114 Millionen. Hauptgrund für diesen Zuwachs waren die im Vorjahresvergleich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen. Darüber hinaus war das Handelsergebnis im Gegensatz zum negativen Wert der Vergleichsperiode deutlich positiv. Der Return on Equity vor Steuern wuchs dadurch um 15,5 Prozentpunkte auf 20,9 Prozent.
Der Zinsüberschuss des Segments sank um 31 Prozent oder € 117 Millionen auf € 256 Millionen. Dieser Rückgang beruhte zum Großteil auf einer Reduktion des Kreditportfolios bei Firmen- und Retail-Kunden, während die im Vergleich zum Kerngeschäft weniger profitable Veranlagung des Liquiditätsüberschusses bei der Nationalbank und bei sonstigen Banken zunahm. Überdies wirkte sich die selektive Neukreditvergabe weiterhin ertragsmindernd aus. Die Nettozinsspanne der Region verringerte sich im ersten Halbjahr insgesamt um 1,24 Prozentpunkte auf 4,15 Prozent. Dabei verbesserte sich jedoch die Quartals-Nettozinsspanne im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal 2010 von 3,97 Prozent auf 4,33 Prozent. Die Bilanzaktiva erhöhten sich im Jahresabstand um 4 Prozent oder € 0,5 Milliarden auf € 13,0 Milliarden. Demgegenüber reduzierten sich die Kreditrisikoaktiva deutlich um 5 Prozent auf € 8,5 Milliarden, überwiegend aufgrund der weiterhin steigenden Besicherungsquote bei Financial Institutions und Firmenkunden sowie durch den Volumenabbau im öffentlichen Sektor.
Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken deutlich von € 252 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 67 Millionen, wofür sowohl die Einzelwertberichtigungen als auch die portfoliobasierten Wertberichtigungen verantwortlich waren. Die Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen lagen mit € 93 Millionen um 56 Prozent unter dem Wert für das erste Halbjahr 2009. Hauptgründe dafür waren eine Verbesserung der Ratingstruktur, zusätzlich eingeholte Sicherheiten und das allgemein verbesserte Kreditumfeld. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen ergaben aufgrund der Reduktion des Kreditportfolios und daraus resultierender Auflösungen von bestehenden Vorsorgen überhaupt einen positiven Betrag in Höhe von € 27 Millionen. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio erhöhte sich im Jahresabstand um 4,02 Prozentpunkte auf 11,22 Prozent.
Der Provisionsüberschuss erhöhte sich um 4 Prozent oder € 3 Millionen auf € 102 Millionen. Im Zahlungsverkehr verbesserte sich hier das Ergebnis aufgrund des höheren Transaktionsvolumens um 21 Prozent auf € 42 Millionen und lieferte damit den größten Beitrag zum Provisionsüberschuss. Das Ergebnis aus der Kreditbearbeitung und dem Avalgeschäft erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode wegen des höheren Volumens an ausgestellten Garantien um 17 Prozent oder € 2 Millionen auf € 17 Millionen. Die Erträge aus dem Wertpapiergeschäft legten in der Berichtsperiode ebenfalls auf € 6 Millionen zu. Die Erträge aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sanken hingegen aufgrund des Rückgangs der Fremdwährungstransaktionen gegenüber der Vergleichsperiode um 29 Prozent auf € 24 Millionen.
Das Handelsergebnis drehte von minus € 20 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 41 Millionen im ersten Halbjahr 2010. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft verdoppelte sich dabei fast auf € 43 Millionen, die Bewertungsgewinne resultierten hier großteils aus der weiterhin rückläufigen Zinsentwicklung festverzinslicher Anleihen und Schuldverschreibungen sowie der Zunahme des Handelsportfolios. Nach dem Verlust von € 42 Millionen in der Vergleichsperiode betrug das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft minus € 2 Millionen und stammte vor allem aus der Bewertung von Devisentermingeschäften infolge geänderter Terminkurse und der Bewertung von Währungsswaps. Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten betrug in der Berichtsperiode minus € 15 Millionen. Es beruhte primär auf Bewertungsergebnissen aus Zinsswaps, die zur Reduktion des Zinsstrukturrisikos abgeschlossen worden waren.
Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen leicht um insgesamt 3 Prozent auf € 198 Millionen. Die Personalaufwendungen erhöhten sich dabei um 7 Prozent oder € 6 Millionen auf € 97 Millionen. Demgegenüber sank die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter im Jahresvergleich um 14 Prozent auf 8.412 Personen. Vor allem der Personalstand in den Filialen wurde dabei reduziert, was allerdings nur geringen Einfluss auf die Personalaufwendungen hatte. Der Sachaufwand verringerte sich um 9 Prozent oder € 8 Millionen auf € 78 Millionen. Abschreibungen auf laufende Investitionen bei diversen Umbaumaßnahmen führten zu einer Erhöhung der Abschreibungen um € 8 Millionen auf € 24 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen reduzierte sich im Jahresabstand um 12 Prozent oder 28 Standorte auf 201. Die Cost/Income Ratio der Region erhöhte sich aufgrund der rückläufigen Betriebserträge um 8,4 Prozentpunkte auf 50,8 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug minus € 10 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren Dotierungen zu sonstigen Rückstellungen, die überwiegend für einen Rechtsfall im Zusammenhang mit der Schließung einer Filiale gebildet wurden, sowie Aufwendungen für nicht ertragsabhängige Steuern.
Aufgrund der Endkonsolidierung einer Asset-Management-Gesellschaft aus Wesentlichkeitsgründen verzeichnete das Segment ein positives Ergebnis aus Endkonsolidierungen von € 3 Millionen.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um € 23 Millionen auf € 29 Millionen. Eine Zunahme der nicht abzugsfähigen Aufwendungen führte zu einer deutlich höheren Steuerbelastung und damit auch zu einem Anstieg der Steuerquote um 5 Prozentpunkte auf 26 Prozent. Der Periodenüberschuss nach Minderheiten wuchs um € 63 Millionen auf € 84 Millionen.
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 245 | 249 | - 1,4% |
| Kreditrisikovorsorgen | - 156 | - 261 | - 40,1% |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 89 | - 12 | – |
| Provisionsüberschuss | 82 | 83 | - 1,4% |
| Handelsergebnis | 16 | 24 | - 31,3% |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | - 1 | 1 | – |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 15 | 12 | 25,9% |
| Verwaltungsaufwendungen | - 163 | - 155 | 4,9% |
| davon Personalaufwand | - 83 | - 83 | - 0,1% |
| davon Sachaufwand | - 60 | - 54 | 11,4% |
| davon Abschreibungen | - 19 | - 18 | 7,8% |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 4 | 1 | – |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 0 | 0 | – |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern | 34 | - 48 | – |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 10 | 12 | – |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Steuern | 24 | - 36 | – |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | - 3 | - 1 | 204,6% |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag nach Minderheiten | 20 | - 37 | – |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 7,6% | - 21,2% | 28,8 PP |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 6,8% | - 19,5% | 26,3 PP |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 5.438 | 6.738 | - 19,3% |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 530 | 605 | - 12,4% |
| Aktiva1 | 7.287 | 7.001 | 4,1% |
| Verbindlichkeiten1 | 6.241 | 6.100 | 2,3% |
| Cost/Income Ratio | 48,0% | 43,7% | 4,3 PP |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 740 | 764 | - 3,3% |
| Return on Equity vor Steuern | 9,2% | – | 21,8 PP |
| Return on Equity nach Minderheiten | 5,9% | – | 16,2 PP |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 17.363 | 19.038 | - 8,8% |
| Geschäftsstellen1 | 1.030 | 1.149 | - 10,4% |
1 Stichtagswerte zum 30. Juni
Der Periodenüberschuss vor Steuern des Segments GUS Sonstige erhöhte sich in der Berichtsperiode um € 82 Millionen auf € 34 Millionen. Dieses positive Vorsteuerergebnis konnte vor allem aufgrund der deutlich niedrigeren Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen erzielt werden. Der Return on Equity vor Steuern war dadurch positiv und betrug 9,2 Prozent.
Der Zinsüberschuss des Segments sank insgesamt um 1 Prozent oder € 4 Millionen auf € 245 Millionen. In der Ukraine wirkten sich hier die Portfolioreduktion, das selektive Neugeschäft sowie Kredit-Restrukturierungsmaßnahmen ertragsmindernd aus. In Belarus hingegen führte vor allem eine Verschiebung der Refinanzierung von Kreditinstituten zu günstigeren Kundeneinlagen zu einem Anstieg des Zinsüberschusses. Die Bilanzaktiva erhöhten sich im Jahresabstand um 4 Prozent oder € 0,3 Milliarden auf € 7,3 Milliarden, und auch die Nettozinsspanne stieg um 72 Basispunkte auf 7,28 Prozent. Die Kreditrisikoaktiva hingegen sanken um 19 Prozent auf € 5,4 Milliarden. Obwohl das Kreditvolumen an den öffentlichen Sektor zunahm, kam es hier durch eine Verbesserung des Länderratings der Ukraine zu einer geringeren Gewichtung. Überdies erhöhte sich der Bestand an Kreditbesicherungen.
Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen sanken insgesamt um 40 Prozent von € 261 Millionen auf € 156 Millionen. In der Ukraine waren wegen niedrigerer Zuwächse bei den notleidenden Krediten sowie Restrukturierungsmaßnahmen deutlich geringere Vorsorgen erforderlich als in der Vergleichsperiode, sie blieben aber weiterhin auf relativ hohem Niveau. In Belarus stiegen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in den ersten zwei Quartalen 2010 sogar leicht auf € 7 Millionen. Auf Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen entfielen in der Region insgesamt € 124 Millionen, die überwiegend Kredite an Privatkunden in der Ukraine betrafen. Die Nettodotierungen zu Portfolio-Wertberichtigungen zeigten im Periodenvergleich einen Anstieg auf € 33 Millionen, der ausschließlich im Zusammenhang mit Krediten an Großfirmenkunden in der Ukraine stand. Der Anteil der Non-Performing Loans am Kreditportfolio stieg im Jahresabstand insgesamt um 9,03 Prozentpunkte auf 24,52 Prozent. Nach Ländern betrachtet lag er in Belarus bei 3,96 Prozent und in der Ukraine bei 29,14 Prozent.
Der Provisionsüberschuss verzeichnete im Periodenvergleich insgesamt einen leichten Rückgang von 1 Prozent oder € 1 Million auf € 82 Millionen. Der Ertrag aus dem Zahlungsverkehr, der sich in allen Ländern der Region erhöhte, legte insgesamt um 5 Prozent oder € 3 Millionen auf € 57 Millionen zu und lieferte damit den wichtigsten Beitrag zum Provisionsüberschuss. Das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft hingegen sank aufgrund der Einstellung der Vergabe von Fremdwährungskrediten an Privatkunden in der Ukraine gegenüber der Vergleichsperiode um 25 Prozent auf € 19 Millionen.
Das Handelsergebnis sank – überwiegend wegen der Reduktion des währungsbezogenen Geschäfts – von € 24 Millionen auf € 16 Millionen. Aufgrund der zum Vorjahr gegenläufigen Kursentwicklung des weißrussischen Rubels stand einem Bewertungsgewinn aus einer strategischen Währungsposition, die zur Absicherung des Eigenkapitals in Belarus besteht, von € 19 Millionen in der Vergleichsperiode im Berichtszeitraum ein Bewertungsverlust von € 1 Million gegenüber. Der Ertrag aus dem zinsbezogenen Geschäft, der zur Gänze in der Ukraine erzielt wurde, verdoppelte sich auf € 7 Millionen. Die Wertzuschreibungen bei fixverzinslichen Wertpapieren und Anleihen resultierten zum Teil aus der Verbesserung des Länderratings der Ukraine.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen betrug € 15 Millionen. Positiv wirkten sich hier Bewertungsgewinne aus dem zu Marktwerten bilanzierten festverzinslichen Wertpapierbestand in der Ukraine aus. Die Verwaltungsaufwendungen des Segments erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 5 Prozent oder € 8 Millionen auf € 163 Millionen. Dabei blieben die Personalaufwendungen mit € 83 Millionen allerdings unverändert. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter in der Region ging um 9 Prozent oder 1.675 Personen auf 17.363 zurück. Die Anzahl der Geschäftsstellen in der Ukraine und in Belarus wurde um insgesamt 10 Prozent oder 119 Standorte auf 1.030 optimiert. Der Sachaufwand erhöhte sich – überwiegend durch den Anstieg der IT-Aufwendungen in der Ukraine – um 11 Prozent oder € 6 Millionen auf € 60 Millionen. Die Abschreibungen lagen mit € 19 Millionen leicht über dem Niveau der Vergleichsperiode. Aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge stieg die Cost/Income Ratio in der Region um 4,3 Prozentpunkte auf 48,0 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis des Segments betrug minus € 4 Millionen. Es resultierte aus mehreren kleineren Aufwands- und Ertragsposten sowie geringeren Auflösungen der sonstigen Rückstellungen, meist für laufende Rechtsfälle in der Ukraine.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betrugen € 10 Millionen. Nach einem Fehlbetrag in der Vergleichsperiode betrug der Periodenüberschuss nach Minderheiten € 20 Millionen.
Die Raiffeisen International ist – neben der Einteilung in geografische Segmente – in Geschäftsbereiche gegliedert, die der internen Organisation und Berichtsstruktur entsprechen. Das Geschäft des Konzerns wird in folgende Bereiche geteilt:
Corporate Customers umfasst das Geschäft mit lokalen und internationalen mittleren und großen Unternehmen. Retail Customers beinhaltet Privatkunden sowie Klein- und Mittelbetriebe mit einem Umsatz von in der Regel maximal € 5 Millionen. Treasury umfasst den Eigenhandel des Treasury und das nur in einigen Konzerneinheiten betriebene Investment Banking. Participations and Other umfasst neben nicht-bankspezifischen Aktivitäten auch die Verwaltung von Beteiligungen. Weiters sind andere bereichsübergreifende Funktionen enthalten, speziell in der Muttergesellschaft Raiffeisen International Bank-Holding AG.
| 1.1.-30.6.2010 in € Millionen |
Corporate Customers |
Retail Customers |
Treasury | Participations and Other |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 459 | 824 | 64 | 83 | 1.430 |
| Kreditrisikovorsorgen | - 219 | - 341 | 1 | - 1 | - 560 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 240 | 483 | 65 | 82 | 870 |
| Provisionsüberschuss | 198 | 396 | 0 | 5 | 599 |
| Handelsergebnis | 4 | 0 | 92 | - 2 | 94 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 0 | - 1 | - 36 | 0 | - 36 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | - 17 | 0 | 32 | 0 | 15 |
| Verwaltungsaufwendungen | - 247 | - 828 | - 45 | - 87 | - 1.207 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 18 | 9 | 0 | - 54 | - 27 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 0 | 0 | 0 | - 3 | - 3 |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor | |||||
| Steuern | 196 | 59 | 108 | - 59 | 304 |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 26.553 | 16.048 | 5.472 | 3.513 | 51.585 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 2.316 | 1.630 | 993 | 295 | 5.235 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 9.254 | 43.906 | 1.364 | 1.768 | 56.291 |
| Cost/Income Ratio | 36,3% | 67,4% | 29,0% | – | 57,6% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 3.598 | 2.281 | 776 | 436 | 7.091 |
| Return on Equity vor Steuern | 10,9% | 5,2% | 28,0% | – | 8,6% |
| 1.1.-30.6.2009 in € Millionen |
Corporate Customers |
Retail Customers |
Treasury | Participations and Other |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 521 | 868 | - 9 | 116 | 1.496 |
| Kreditrisikovorsorgen | - 386 | - 579 | - 1 | - 3 | - 969 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 136 | 288 | - 10 | 113 | 527 |
| Provisionsüberschuss | 191 | 388 | 1 | 4 | 585 |
| Handelsergebnis | - 8 | 0 | 126 | 0 | 119 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 6 | 0 | 13 | 0 | 19 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | - 1 | 0 | 27 | 5 | 31 |
| Verwaltungsaufwendungen | - 220 | - 813 | - 43 | - 67 | - 1.143 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 21 | 7 | 0 | - 12 | 16 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor | |||||
| Steuern | 126 | - 130 | 115 | 42 | 154 |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 27.704 | 17.337 | 5.920 | 3.740 | 54.701 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 2.380 | 1.661 | 995 | 309 | 5.345 |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 9.825 | 48.488 | 1.480 | 2.176 | 61.969 |
| Cost/Income Ratio | 30,2% | 64,4% | 36,3% | 62,5% | 51,6% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 3.207 | 1.956 | 687 | 395 | 6.245 |
| Return on Equity vor Steuern | 7,8% | – | 33,6% | 21,4% | 4,9% |
1 Stichtagswerte zum 30. Juni
Der Geschäftsbereich Corporate Customers verzeichnete in der Berichtsperiode mit einem Anstieg des Periodenüberschusses vor Steuern um 56 Prozent auf € 196 Millionen eine deutliche Ergebnisverbesserung. Hauptverantwortlich dafür war der Rückgang der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um 43 Prozent oder € 167 Millionen auf € 219 Millionen.
Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs sanken von € 726 Millionen auf € 679 Millionen und blieben somit um 6 Prozent unter dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Rückgang des Zinsüberschusses ging überwiegend auf das Geschäft mit Großkunden in Russland und in Polen zurück. Der Provisionsüberschuss stieg hingegen um 4 Prozent auf € 198 Millionen. Dieser Zuwachs stand im Zusammenhang mit den höheren Provisionserträgen bei Großkunden, und zwar ebenfalls in Russland und in Polen.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen lag bei minus € 17 Millionen. Es resultierte aus den zu Marktwerten bewerteten Wertpapieren von Kommunalkörperschaften in Ungarn, die einen kreditähnlichen Charakter aufweisen.
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich trotz einer Verringerung der Mitarbeiterzahl um 13 Prozent auf € 247 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren Steigerungen in Zentraleuropa, die zum Teil auf die Währungsaufwertungen zurückgingen. Da die Betriebserträge im Gegensatz dazu sanken, stieg die Cost/Income Ratio um 6,1 Prozentpunkte auf 36,3 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis sank um 15 Prozent auf € 18 Millionen, die zum überwiegenden Teil aus dem Geschäftsfeld Operating Leasing und hier insbesondere aus der kroatischen Leasingeinheit stammen.
Die Kreditrisikoaktiva betrugen € 26,6 Milliarden. Dies bedeutet gegenüber dem Wert der Vergleichsperiode einen überwiegend volumenbedingten Rückgang von 4 Prozent.
Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs Corporate Customers stieg aufgrund des Zuwachses im Ergebnis um 3,1 Prozentpunkte auf 10,9 Prozent.
Der Periodenüberschuss vor Steuern des Geschäftsbereichs Retail Customers betrug in der Berichtsperiode € 59 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode noch ein Verlust von € 130 Millionen ausgewiesen worden war. Diese positive Entwicklung war auf die geringeren Dotierungen zu Kreditrisikovorsorgen zurückzuführen.
Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs waren mit € 1.229 Millionen gegenüber der Vergleichsperiode um 3 Prozent rückläufig. Der Zinsüberschuss sank dabei um 5 Prozent auf € 824 Millionen. Besonders davon betroffen waren die Ukraine und Rumänien, wo sich die Zinserträge dieses Kundenbereichs volumenbedingt stark reduzierten. In Ungarn und in der Tschechischen Republik hingegen wuchs der Zinsüberschuss, wofür vor allem niedrigere Refinanzierungskosten verantwortlich waren. Der Provisionsüberschuss zeigte eine positive Entwicklung und erhöhte sich um 2 Prozent auf € 396 Millionen, insbesondere durch Ertragsverbesserungen bei Privatkunden und im Affluent Banking.
In der Berichtsperiode stiegen die Verwaltungsaufwendungen des Geschäftsbereichs nur um 2 Prozent auf € 828 Millionen. Einsparungen durch einen deutlichen Abbau von Mitarbeitern im Filialbereich (minus 9 Prozent) standen aufwandserhöhende Währungseffekte gegenüber. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich dadurch und aufgrund des Rückgangs der Betriebserträge um 3,0 Prozentpunkte auf 67,4 Prozent.
Das sonstige betriebliche Ergebnis stieg gegenüber der Vergleichsperiode um € 2 Millionen auf € 9 Millionen. Das Geschäftsfeld Operating Leasing lieferte dazu mit € 5 Millionen den größten Beitrag.
Die Kreditrisikoaktiva des Geschäftsbereichs Retail Customers sanken aufgrund einer restriktiveren Kreditvergabe in der Berichtsperiode um 7 Prozent auf € 16,0 Milliarden.
Der Return on Equity vor Steuern war im Gegensatz zur Vergleichsperiode mit 5,2 Prozent positiv.
Der Geschäftsbereich Treasury erzielte in der Berichtsperiode ein Vorsteuerergebnis von € 108 Millionen und verzeichnete damit gegenüber der Vergleichsperiode einen moderaten Rückgang von 6 Prozent. Im Detail kam es jedoch zu deutlichen Verschiebungen in der Ergebnisstruktur.
Die Betriebserträge des Geschäftsbereichs stiegen im Periodenvergleich um 31 Prozent auf € 156 Millionen. Der Zinsüberschuss erhöhte sich dabei von minus € 9 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 64 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren sinkende Refinanzierungskosten durch die verbesserte Liquiditätssituation überwiegend in Polen, Rumänien und der Ukraine sowie ein durch das veränderte Zinsniveau in den CEE-Ländern verbessertes Fristentransformationsergebnis.
Das Handelsergebnis von € 92 Millionen (minus 27 Prozent) wurde überwiegend durch die Aufwertung des Wertpapierbestands in Russland und Ungarn positiv beeinflusst.
Das Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten von minus € 36 Millionen (Vorjahr: € 13 Millionen) beruhte vor allem auf Bewertungsverlusten aus Zinsswaps in Russland und Kroatien.
Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen lag bei € 32 Millionen und damit um 19 Prozent über dem Wert der Vergleichsperiode. Es resultierte großteils aus Bewertungsgewinnen aus festverzinslichen Wertpapieren in Rumänien und der Ukraine.
Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich – vorwiegend aufgrund von Währungseffekten – trotz eines Mitarbeiterrückgangs um 8 Prozent im Periodenvergleich um 4 Prozent auf € 45 Millionen. Die Betriebserträge stiegen insgesamt um 31 Prozent auf € 156 Millionen. Daraus resultierte eine Verbesserung der Cost/Income Ratio um 7,3 Prozentpunkte auf 29,0 Prozent.
Das gesamte Eigenmittelerfordernis blieb im Jahresabstand fast unverändert und betrug € 993 Millionen. Der Anstieg des Trading-Portfolios wurde durch eine Reduktion der offenen Devisenposition und des Kreditrisikos kompensiert.
Der Return on Equity vor Steuern des Geschäftsbereichs sank um 5,6 Prozentpunkte auf 28,0 Prozent.
Der Periodenfehlbetrag vor Steuern des Geschäftsbereichs Participations and Other betrug € 59 Millionen. Der Zinsüberschuss sank gegenüber der Vergleichsperiode um 29 Prozent auf € 83 Millionen. Das Ergebnis war im Periodenvergleich hauptsächlich deshalb negativ, weil es die kalkulatorischen Ergebnisse aus der Veranlagung des Eigenkapitals enthält, die überwiegend durch das gesunkene Zinsniveau in der Ukraine im Berichtszeitraum stark abnahmen.
Neben den Ergebnissen aus Beteiligungen und Nicht-Bankaktivitäten enthält dieser Geschäftsbereich auch die Kosten der zentralen Konzernsteuerung, die im Periodenvergleich stabil waren. Diese verbleiben nach internen Richtlinien in diesem Geschäftsbereich und werden nicht auf die anderen Bereiche aufgeteilt.
| in € Millionen | Anhang | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Zinserträge | 2.407,8 | 2.969,5 | - 18,9% | |
| Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen |
- 0,9 | 0,5 | – | |
| Zinsaufwendungen | - 976,8 | - 1.474,2 | - 33,7% | |
| Zinsüberschuss | (2) | 1.430,1 | 1.495,8 | - 4,4% |
| Kreditrisikovorsorgen | (3) | - 559,9 | - 968,5 | - 42,2% |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 870,2 | 527,3 | 65,1% | |
| Provisionserträge | 705,1 | 694,2 | 1,6% | |
| Provisionsaufwendungen | - 106,6 | - 109,4 | - 2,6% | |
| Provisionsüberschuss | (4) | 598,5 | 584,8 | 2,3% |
| Handelsergebnis | (5) | 94,0 | 118,9 | - 21,0% |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | (6) | - 36,4 | 19,0 | – |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | (7) | 14,7 | 31,3 | - 53,0% |
| Verwaltungsaufwendungen | (8) | - 1.207,3 | - 1.143,1 | 5,6% |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | (9) | - 26,7 | 15,5 | – |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | - 3,0 | 0,1 | – | |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 304,0 | 153,8 | 97,8% | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 91,9 | - 34,7 | 165,1% | |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 212,1 | 119,1 | 78,2% | |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | - 41,5 | - 41,0 | 1,2% | |
| Konzern-Periodenüberschuss | 170,6 | 78,1 | 118,6% |
| Eigenanteil | Fremdanteil | |||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.-30.6. | 1.1.-30.6. | 1.1.-30.6. | 1.1.-30.6. | |
| in € Millionen | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 171 | 78 | 41 | 41 |
| Währungsdifferenzen | 358 | - 232 | 7 | 6 |
| Absicherung Nettoinvestition (Capital Hedge) | - 8 | - 18 | 0 | 0 |
| Cash-Flow Hedge | 5 | 9 | 0 | 0 |
| Bewertungsänderungen zur Veräußerung verfügbarer finanzieller Vermögenswerte (AfS) |
- 26 | 3 | 0 | 0 |
| Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse |
1 | - 2 | 0 | 0 |
| Sonstiges Ergebnis | 330 | - 240 | 7 | 6 |
| Gesamtergebnis | 501 | - 162 | 48 | 47 |
| in € | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Gewinn je Aktie | 0,91 | 0,31 | 0,60 |
Der Gewinn je Aktie errechnet sich aus dem Konzern-Periodenüberschuss abzüglich des Entgelts für das Genussrechtskapital und der durchschnittlichen Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. Juni 2010 waren das gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres unverändert 153,7 Millionen.
Da keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf waren, entspricht der unverwässerte Gewinn je Aktie dem verwässerten Gewinn je Aktie.
| in € Millionen | Q3/2009 | Q4/2009 | Q1/2010 | Q2/2010 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 728,7 | 712,1 | 689,9 | 740,2 |
| Kreditrisikovorsorgen | - 396,5 | - 372,9 | - 294,8 | - 265,1 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 332,2 | 339,2 | 395,1 | 475,1 |
| Provisionsüberschuss | 321,6 | 316,7 | 282,5 | 316 |
| Handelsergebnis | 27,8 | 39,7 | 57,6 | 36,4 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | - 13,5 | 2,7 | - 18,6 | - 17,8 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 12,2 | - 2,2 | 54,6 | - 39,9 |
| Verwaltungsaufwendungen | - 534,9 | - 591,7 | - 584,6 | - 622,7 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 12,6 | - 23,3 | - 17,3 | - 9,4 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 0 | 0 | - 3,1 | 0,1 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 132,8 | 81,1 | 166,2 | 137,8 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 36,3 | - 9,5 | - 42,1 | - 49,8 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 96,6 | 71,4 | 124,0 | 88,1 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | - 19 | - 14,9 | - 24,1 | - 17,4 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 77,6 | 56,6 | 99,9 | 70,7 |
| in € Millionen | Q3/2008 | Q4/2008 | Q1/2009 | Q2/2009 |
|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 844,1 | 890,3 | 767,1 | 728,6 |
| Kreditrisikovorsorgen | - 164,2 | - 414,8 | - 445,2 | - 523,4 |
| Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen | 679,9 | 475,5 | 321,9 | 205,2 |
| Provisionsüberschuss | 394,9 | 398,6 | 293,7 | 291,0 |
| Handelsergebnis | 35,2 | 40,3 | 45,6 | 73,3 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | - 6,3 | - 21,0 | - 4,9 | 23,9 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 10,8 | - 35,8 | - 2,9 | 34,2 |
| Verwaltungsaufwendungen | - 689,6 | - 693,4 | - 573,6 | - 569,5 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 6,4 | 1,8 | 3,7 | 11,9 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | - 0,2 | 2,2 | 0,1 | 0,0 |
| Periodenüberschuss vor Steuern | 418,3 | 168,2 | 83,6 | 70,0 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 99,3 | - 55,3 | - 19,9 | - 14,8 |
| Periodenüberschuss nach Steuern | 319,0 | 112,9 | 63,7 | 55,3 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg | - 23,2 | 7,7 | - 7,5 | - 33,5 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 295,8 | 120,6 | 56,2 | 21,8 |
| Aktiva in € Millionen |
Anhang | 30.6.2010 | 31.12.2009 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Barreserve | 3.607 | 4.180 | -13,7% | |
| Forderungen an Kreditinstitute | (11,30) | 9.217 | 10.310 | -10,6% |
| Forderungen an Kunden | (12,30) | 52.370 | 50.515 | 3,7% |
| Kreditrisikovorsorgen | (13) | - 3.685 | - 3.084 | 19,5% |
| Handelsaktiva | (14,30) | 3.764 | 3.709 | 1,5% |
| Derivative Finanzinstrumente | (15,30) | 266 | 333 | -20,2% |
| Wertpapiere und Beteiligungen | (16,30) | 9.109 | 7.271 | 25,3% |
| Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen | (30) | 5 | 5 | -12,3% |
| Immaterielle Vermögenswerte | (17) | 1.077 | 972 | 10,8% |
| Sachanlagen | (18) | 1.291 | 1.244 | 3,8% |
| Sonstige Aktiva | (19,30) | 1.094 | 820 | 33,4% |
| Aktiva gesamt | 78.115 | 76.275 | 2,4% |
| Passiva in € Millionen |
Anhang | 30.6.2010 | 31.12.2009 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (20,30) | 19.946 | 20.110 | -0,8% |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | (21,30) | 43.255 | 42.578 | 1,6% |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | (22,30) | 2.434 | 2.527 | -3,7% |
| Rückstellungen | (23,30) | 366 | 312 | 17,5% |
| Handelspassiva | (24,30) | 602 | 514 | 17,1% |
| Derivative Finanzinstrumente | (25,30) | 562 | 259 | 116,6% |
| Sonstige Passiva | (26,30) | 910 | 505 | 80,2% |
| Nachrangkapital | (27,30) | 2.571 | 2.470 | 4,1% |
| Eigenkapital | (28) | 7.469 | 7.000 | 6,7% |
| Konzern-Eigenkapital | 6.300 | 5.790 | 8,8% | |
| Konzern-Periodenüberschuss | 171 | 212 | -19,6% | |
| Anteile anderer Gesellschafter | 998 | 998 | 0,0% | |
| Passiva gesamt | 78.115 | 76.275 | 2,4% |
| in € Millionen | Gezeich netes Kapital |
Genuss rechts kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Konzern Perioden überschuss |
Anteile anderer Gesell schafter |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||||||
| 1.1.2009 | 469 | 0 | 2.568 | 1.577 | 982 | 923 | 6.518 |
| Gewinnthesaurierung | 0 | 0 | 0 | 839 | - 839 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | - 143 | - 42 | - 185 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | - 240 | 78 | 47 | - 115 |
| Eigene Aktien/Share Incentive Program |
0 | 0 | - 1 | 0 | 0 | 0 | - 1 |
| Sonstige Veränderungen |
0 | 0 | 0 | - 33 | 0 | 31 | - 2 |
| Eigenkapital 30.6.2009 |
469 | 0 | 2.567 | 2.143 | 78 | 959 | 6.215 |
| in € Millionen | Gezeich netes Kapital |
Genuss rechts kapital |
Kapital rücklagen |
Gewinn rücklagen |
Konzern Perioden überschuss |
Anteile anderer Gesell schafter |
Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||||||
| 1.1.2010 | 469 | 600 | 2.569 | 2.152 | 212 | 998 | 7.000 |
| Kapitaleinzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4 | 4 |
| Gewinnthesaurierung | 0 | 60 | 0 | 152 | - 212 | 0 | 0 |
| Dividendenzahlungen | 0 | - 60 | 0 | 0 | 0 | - 49 | - 109 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 330 | 171 | 48 | 549 |
| Eigene Aktien/Share | |||||||
| Incentive Program | 0 | 0 | - 1 | 0 | 0 | 0 | - 1 |
| Sonstige | |||||||
| Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 29 | 0 | - 3 | 26 |
| Eigenkapital | |||||||
| 30.6.2010 | 469 | 600 | 2.568 | 2.663 | 171 | 998 | 7.469 |
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode | 4.180 | 7.130 |
| Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit | 330 | - 7 |
| Cash-Flow aus Investitionstätigkeit | - 963 | - 492 |
| Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit | - 5 | - 98 |
| Effekte aus Wechselkursänderungen | 66 | - 306 |
| Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode | 3.607 | 6.227 |
Die Raiffeisen International berichtet nach folgenden operativen Segmenten, für die als Zuordnungskriterium jeweils der Sitz der einzelnen Geschäftsstellen dient:
Zentraleuropa
Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik und Ungarn
Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Zwischenergebniseliminierung und aus Konsolidierungen zwischen den Segmenten sowie Ergebnisse, die in der Holding (Head Office) anfallen. Dies beinhaltet auch die Refinanzierung von Beteiligungen in der Muttergesellschaft.
| 1.1.-30.6.2010 | Zentral | Südost | Russland | GUS | Überleitung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in € Millionen | europa | europa | Sonstige | |||
| Zinsüberschuss | 539,2 | 444,7 | 256,4 | 245,1 | - 55,3 | 1.430,1 |
| davon laufendes Ergebnis at | ||||||
| equity bewerteter Unternehmen | 0,0 | - 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | - 0,9 |
| Kreditrisikovorsorgen | - 197,8 | - 139,2 | - 66,5 | - 156,4 | 0,0 | - 559,9 |
| Zinsüberschuss/-fehlbetrag nach Kreditrisikovorsorgen |
341,4 | 305,5 | 189,9 | 88,7 | - 55,3 | 870,2 |
| Provisionsüberschuss | 226,4 | 185,9 | 102,5 | 81,5 | 2,3 | 598,5 |
| Handelsergebnis | 28,7 | 24,7 | 41,1 | 16,4 | - 16,9 | 94,0 |
| Ergebnis aus derivativen | ||||||
| Finanzinstrumenten | - 11,4 | - 9,2 | - 14,9 | - 0,8 | - 0,2 | - 36,4 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | - 7,1 | 6,8 | 0,3 | 14,7 | 0,0 | 14,7 |
| - | ||||||
| Verwaltungsaufwendungen | - 424,4 | - 356,6 | - 198,3 | - 162,9 | - 65,1 | 1.207, 3 |
| davon Personalaufwand | - 207,7 | - 154,0 | - 96,7 | - 83,1 | - 24,7 | - 566,1 |
| davon Sachaufwand | - 177,2 | - 152,3 | - 78,1 | - 60,4 | - 39,5 | - 507,5 |
| davon Abschreibungen | - 39,6 | - 50,2 | - 23,5 | - 19,4 | - 1,0 | - 133,7 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | - 27,1 | 19,1 | - 9,7 | - 3,7 | - 5,4 | - 26,7 |
| Ergebnis aus Endkonsolidierungen | 1,4 | - 7,2 | 2,8 | 0,0 | 0,0 | - 3,0 |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor | ||||||
| Steuern | 127,9 | 169,0 | 113,7 | 34,0 | - 140,5 | 304,0 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 31,0 | - 23,7 | - 29,3 | - 10,2 | 2,2 | - 91,9 |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag | ||||||
| nach Steuern | 96,9 | 145,3 | 84,3 | 23,8 | - 138,3 | 212,1 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg |
- 27,3 | - 9,8 | - 0,1 | - 3,4 | - 0,9 | - 41,5 |
| Konzern-Periodenüberschuss/- | ||||||
| fehlbetrag | 69,7 | 135,5 | 84,2 | 20,4 | - 139,2 | 170,6 |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 28,8% | 38,0% | 25,6% | 7,6% | – | 100,0% |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 27,7% | 41,5% | 24,1% | 6,8% | – | 100,0% |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 21.520 | 15.853 | 8.540 | 5.438 | 234 | 51.585 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 1.967 | 1.478 | 890 | 530 | 371 | 5.235 |
| Aktiva1 | 33.598 | 22.989 | 13.016 | 7.287 | 1.225 | 78.115 |
| Verbindlichkeiten1 | 30.990 | 20.242 | 11.133 | 6.241 | 2.039 | 70.645 |
| Cost/Income Ratio | 55,3% | 52,9% | 50,8% | 48,0% | – | 57,6% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 3.008 | 2.262 | 1.089 | 740 | - 7 | 7.091 |
| Return on Equity vor Steuern | 8,5% | 14,9% | 20,9% | 9,2% | – | 8,6% |
| Konzern-Return on Equity nach Minderheiten |
6,1% | 13,4% | 15,6% | 5,9% | – | 5,6% |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 12.963 | 17.162 | 8.412 | 17.363 | 391 | 56.291 |
| Geschäftsstellen1 | 554 | 1.173 | 201 | 1.030 | 1 | 2.959 |
1 Stichtagswerte zum 30. Juni
| 1.1.-30.6.2009 in € Millionen |
Zentral europa |
Südost europa |
Russland | GUS Sonstige |
Überleitung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zinsüberschuss | 464,2 | 443,2 | 373,5 | 248,5 | - 33,7 | 1.495,8 |
| davon laufendes Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen Kreditrisikovorsorgen |
0,0 - 228,8 |
0,5 - 226,9 |
0,0 - 251,7 |
0,0 - 261,0 |
0,0 – |
0,5 - 968,5 |
| Zinsüberschuss nach | ||||||
| Kreditrisikovorsorgen | 235,3 | 216,3 | 121,8 | - 12,5 | - 33,7 | 527,3 |
| Provisionsüberschuss | 200,2 | 200,3 | 99,0 | 82,7 | 2,6 | 584,8 |
| Handelsergebnis | 58,3 | 55,7 | - 19,7 | 23,9 | 0,8 | 118,9 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten |
4,6 | - 2,7 | 17,5 | 0,8 | - 1,2 | 19,0 |
| Ergebnis aus Finanzinvestitionen | 21,8 | 7,6 | 1,7 | 11,7 | - 11,5 | 31,3 |
| - 1.143, |
||||||
| Verwaltungsaufwendungen | - 400,2 | - 361,7 | - 192,4 | - 155,4 | - 33,5 | 1 |
| davon Personalaufwand | - 188,9 | - 157,4 | - 90,7 | - 83,1 | - 23,7 | - 543,8 |
| davon Sachaufwand | - 174,4 | - 156,6 | - 86,1 | - 54,2 | - 8,4 | - 479,8 |
| davon Abschreibungen | - 36,9 | - 47,7 | - 15,6 | - 18,0 | - 1,4 | - 119,6 |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis Ergebnis aus Endkonsolidierungen |
- 2,3 0,1 |
13,9 0,0 |
1,5 0,0 |
0,5 0,0 |
2,1 0,0 |
15,5 0,1 |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag vor Steuern |
117,8 | 129,3 | 29,3 | - 48,3 | - 74,5 | 153,8 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | - 27,2 | - 21,7 | - 6,0 | 12,1 | 8,1 | - 34,7 |
| Periodenüberschuss/-fehlbetrag | ||||||
| nach Steuern | 90,6 | 107,7 | 23,3 | - 36,2 | - 66,4 | 119,1 |
| Anteile anderer Gesellschafter am Erfolg |
- 32,3 | - 1,9 | - 2,0 | - 1,1 | - 3,7 | - 41,0 |
| Konzern-Periodenüberschuss/- | ||||||
| fehlbetrag | 58,4 | 105,7 | 21,3 | - 37,3 | - 70,1 | 78,1 |
| Anteil am Ergebnis vor Steuern | 51,6% | 56,7% | 12,8% | - 21,2% | – | 100,0% |
| Anteil am Ergebnis nach Steuern | 48,9% | 58,1% | 12,6% | - 19,5% | – | 100,0% |
| Risikoaktiva (Kreditrisiko)1 | 21.943 | 17.163 | 9.014 | 6.738 | - 156 | 54.701 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis1 | 2.004 | 1.553 | 839 | 605 | 344 | 5.345 |
| Aktiva1 | 33.615 | 23.937 | 12.476 | 7.001 | 833 | 77.862 |
| Verbindlichkeiten1 | 31.243 | 21.202 | 10.999 | 6.100 | 2.104 | 71.648 |
| Cost/Income Ratio | 55,6% | 50,7% | 42,4% | 43,7% | – | 51,6% |
| Durchschnittliches Eigenkapital | 2.445 | 1.966 | 1.086 | 764 | - 17 | 6.245 |
| Return on Equity vor Steuern | 9,6% | 13,2% | 5,4% | – | – | 4,9% |
| Konzern-Return on Equity nach Minderheiten |
6,7% | 12,1% | 3,9% | – | – | 2,9% |
| Durchschnittliche Mitarbeiterzahl | 13.871 | 18.918 | 9.799 | 19.038 | 343 | 61.969 |
1 Stichtagswerte zum 30. Juni
Die Konzernabschlüsse der Raiffeisen International werden in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS-Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) aufgestellt.
Der vorliegende Zwischenbericht zum 30. Juni 2010 steht im Einklang mit IAS 34. Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2009. Standards und Interpretationen, die seit 1. Jänner 2010 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt.
Im März 2010 übernahm die EU IFRIC 16 (Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb). IFRIC 16 ist spätestens auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen. Die Raiffeisen International wendete IFRIC 16 für das Geschäftsjahr 2010 erstmals an. Die Interpretation stellt klar, was als Risiko bei der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb anzusehen ist und wo innerhalb des Konzerns das Sicherungsinstrument zur Minderung dieses Risikos gehalten werden darf. Für den vorliegenden Zwischenbericht der Raiffeisen International ergeben sich hieraus erfolgsneutrale Bewertungsverluste in Höhe von € 1 Million.
Der Bericht zum ersten Halbjahr 2010 der Raiffeisen International Bank-Holding AG wurde weder einer vollständigen Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen.
| Vollkonsolidierung | Equity-Methode | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Einheiten | 1.1.- | 2009 | 1.1.- | 2009 | ||
| 30.6.2010 | 30.6.2010 | |||||
| Stand Beginn der Periode | 135 | 131 | 1 | 1 | ||
| Im Berichtsjahr erstmals einbezogen | 1 | 8 | 0 | 0 | ||
| Im Berichtsjahr verschmolzen | 0 | - 3 | 0 | 0 | ||
| Im Berichtsjahr ausgeschieden | - 40 | - 1 | 0 | 0 | ||
| Stand Ende der Periode | 96 | 135 | 1 | 1 |
Das folgende Unternehmen wurde im ersten Halbjahr 2010 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:
| Name | Anteil | Stichtag | Grund |
|---|---|---|---|
| Centralised Raiffeisen International Services & Payments S.R.L., Bukarest | |||
| (RO) | 100,0% | 1.1. | Operativ tätig |
In der Berichtsperiode wurden 40 Tochterunternehmen aufgrund geänderter Wesentlichkeitsgrenzen endkonsolidiert.
In der nachfolgenden Tabelle ist die Erfolgsrechnung gemäß den in IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des Handelsbestands |
- 86,4 | 299,1 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten |
122,0 | 141,9 |
| Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten | 6,3 | 5,0 |
| Ergebnis aus Krediten und Forderungen | 1.591,1 | 1.693,6 |
| Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerten |
104,2 | 86,2 |
| Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
- 976,6 | - 1.463,6 |
| Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen | - 7,6 | 3,2 |
| Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) | 190,4 | - 69,5 |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | - 639,3 | - 542,2 |
| Periodenüberschuss vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 304,1 | 153,8 |
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt | 2.407,8 | 2.969,5 |
| Zinserträge | 2.399,1 | 2.963,4 |
| aus Guthaben bei Zentralbanken | 32,6 | 62,5 |
| aus Forderungen an Kreditinstitute | 51,1 | 67,8 |
| aus Forderungen an Kunden | 1.951,6 | 2.393,6 |
| aus Wertpapieren | 212,5 | 199,3 |
| aus Leasingforderungen | 112,5 | 145,2 |
| aus derivativen Finanzinstrumenten (Non-Trading), netto | 38,8 | 94,9 |
| Laufende Erträge | 5,3 | 2,5 |
| Zinsähnliche Erträge | 3,4 | 3,6 |
| Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen | - 0,9 | 0,5 |
| Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt | - 976,8 | - 1.474,2 |
| Zinsaufwendungen | - 974,9 | - 1.471,4 |
| für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken | - 0,2 | - 10,6 |
| für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | - 267,9 | - 489,3 |
| für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | - 582,4 | - 861,7 |
| für verbriefte Verbindlichkeiten | - 62,3 | - 67,5 |
| für Nachrangkapital | - 62,1 | - 42,3 |
| Zinsähnliche Aufwendungen | - 1,9 | - 2,9 |
| Zinsüberschuss | 1.430,1 | 1.495,8 |
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Einzelwertberichtigungen | - 492,6 | - 819,2 |
| Zuführung zu Risikovorsorgen | - 806,6 | - 967,9 |
| Auflösung von Risikovorsorgen | 327,8 | 163,6 |
| Direktabschreibungen | - 28,2 | - 25,6 |
| Eingänge auf abgeschriebene Forderungen | 14,4 | 10,7 |
| Portfolio-Wertberichtigungen | - 68,5 | - 151,0 |
| Zuführung zu Risikovorsorgen | - 273,2 | - 309,0 |
| Auflösung von Risikovorsorgen | 204,7 | 158,1 |
| Erlöse aus dem Verkauf von Krediten | 1,2 | 1,7 |
| Gesamt | - 559,9 | - 968,5 |
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Zahlungsverkehr | 273,5 | 257,0 |
| Kreditbearbeitung und Avalgeschäft | 100,6 | 95,5 |
| Wertpapiergeschäft | 23,3 | 15,8 |
| Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft | 145,3 | 167,3 |
| Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds | 11,4 | 11,4 |
| Vermittlung von Eigen- und Fremdprodukten | 20,5 | 13,7 |
| Kreditderivatgeschäft | - 0,2 | - 0,8 |
| Sonstige Bankdienstleistungen | 24,1 | 24,9 |
| Gesamt | 598,5 | 584,8 |
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Zinsbezogenes Geschäft | 56,9 | 65,4 |
| Währungsbezogenes Geschäft | 34,2 | 51,7 |
| Aktien-/indexbezogenes Geschäft | 2,2 | 1,3 |
| Sonstiges Geschäft | 0,6 | 0,4 |
| Gesamt | 94,0 | 118,9 |
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus dem Hedge Accounting | 0,9 | 3,6 |
| Ergebnis aus Kreditderivaten | - 0,2 | - 1,1 |
| Ergebnis aus sonstigen Derivaten | - 37,1 | 16,4 |
| Gesamt | - 36,4 | 19,0 |
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Ergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity | 2,3 | - 1,5 |
| Bewertungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity | 1,7 | - 1,5 |
| Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren Held-to-Maturity | 0,6 | 0,0 |
| Ergebnis aus Unternehmensanteilen | 1,0 | 2,7 |
| Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen | 0,0 | - 0,1 |
| Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen | 1,0 | 2,8 |
| Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten | ||
| Wertpapieren | 11,5 | 30,1 |
| Bewertungsergebnis aus Wertpapieren | - 10,2 | 29,8 |
| Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren | 21,7 | 0,3 |
| Gesamt | 14,7 | 31,3 |
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Personalaufwand | - 566,1 | - 543,8 |
| Sachaufwand | - 507,5 | - 479,8 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | - 133,7 | - 119,5 |
| Gesamt | - 1.207,3 | - 1.143,1 |
| in € Millionen | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse aus bankfremden Tätigkeiten | 21,3 | 67,0 |
| Aufwendungen aus bankfremden Tätigkeiten | - 17,2 | - 63,7 |
| Ergebnis aus der Vermittlung von Dienstleistungen | 1,8 | 1,0 |
| Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) | 18,6 | 21,6 |
| Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating Leasing (Immobilien) | 4,2 | 1,5 |
| Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen | ||
| Vermögenswerten | - 1,8 | - 2,3 |
| Sonstige Steuern | - 43,7 | - 26,3 |
| Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge | 0,0 | 0,0 |
| Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen | - 6,4 | 6,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 12,4 | 24,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 15,9 | - 14,0 |
| Gesamt | - 26,7 | 15,5 |
In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte der nach IAS 39 definierten Bewertungskategorien angeführt:
| Aktiva nach Bewertungskategorien in € Millionen |
30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Handelsaktiva | 4.003 | 4.021 |
| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte |
4.200 | 3.234 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 142 | 119 |
| Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen | 5 | 5 |
| Kredite und Forderungen | 62.571 | 62.709 |
| Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte | 4.800 | 3.950 |
| Derivate für Sicherungsmaßnahmen | 27 | 22 |
| Sonstige Aktiva | 2.368 | 2.215 |
| Aktiva gesamt | 78.115 | 76.275 |
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen und die sonstigen Beteiligungen. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt. In den sonstigen Aktiva sind immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.
| Passiva nach Bewertungskategorien in € Millionen |
30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Handelspassiva | 1.121 | 723 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 69.116 | 68.190 |
| Derivate für Sicherungsmaßnahmen | 43 | 50 |
| Rückstellungen | 366 | 312 |
| Eigenkapital | 7.469 | 7.000 |
| Passiva gesamt | 78.115 | 76.275 |
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Giro- und Clearinggeschäft | 2.057 | 2.125 |
| Geldmarktgeschäft | 6.996 | 7.904 |
| Kredite an Banken | 162 | 278 |
| Leasingforderungen | 1 | 2 |
| Forderungspapiere | 1 | 1 |
| Gesamt | 9.217 | 10.310 |
Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Zentraleuropa | 679 | 1.007 |
| Südosteuropa | 1.031 | 1.148 |
| Russland | 1.070 | 559 |
| GUS Sonstige | 568 | 466 |
| Österreich | 4.673 | 5.673 |
| Sonstige | 1.196 | 1.457 |
| Gesamt | 9.217 | 10.310 |
Die Forderungen an Kreditinstitute verteilen sich auf folgende Banksegmente:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Zentralbanken | 2.214 | 1.951 |
| Geschäftsbanken | 6.982 | 8.336 |
| Multilaterale Entwicklungsbanken | 21 | 23 |
| Gesamt | 9.217 | 10.310 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Kreditgeschäft | 29.201 | 26.724 |
| Geldmarktgeschäft | 2.448 | 2.148 |
| Hypothekarforderungen | 17.072 | 17.875 |
| Angekaufte Forderungen | 559 | 499 |
| Leasingforderungen | 3.088 | 3.267 |
| Forderungspapiere | 2 | 2 |
| Gesamt | 52.370 | 50.515 |
Die Forderungen an Kunden verteilen sich auf folgende Assetklassen (gemäß Basel-II-Definition):
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Öffentlicher Sektor | 1.205 | 1.158 |
| Kommerzkunden – Großkunden | 26.405 | 25.372 |
| Kommerzkunden – Small Business | 3.993 | 3.815 |
| Retail-Kunden – Privatpersonen | 18.336 | 17.790 |
| Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe | 2.392 | 2.352 |
| Sonstige | 39 | 28 |
| Gesamt | 52.370 | 50.515 |
Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Zentraleuropa | 24.200 | 23.379 |
| Südosteuropa | 12.598 | 12.320 |
| Russland | 6.628 | 6.112 |
| GUS Sonstige | 5.927 | 5.403 |
| Österreich | 28 | 32 |
| Sonstige | 2.989 | 3.269 |
| Gesamt | 52.370 | 50.515 |
Die Kreditrisikovorsorgen werden folgenden Assetklassen (gemäß Basel-II-Definition) zugeordnet:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Öffentlicher Sektor | 3 | 3 |
| Kreditinstitute | 3 | 3 |
| Kommerzkunden – Großkunden | 1.629 | 1.365 |
| Kommerzkunden – Small Business | 398 | 333 |
| Retail-Kunden – Privatpersonen | 1.419 | 1.170 |
| Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe | 233 | 210 |
| Gesamt | 3.685 | 3.084 |
Die folgende Tabelle zeigt die regionale Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen (inklusive Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen) nach dem Sitz der Geschäftsstelle:
| in € Millionen | Stand 1.1.2010 |
Änderung Konsolidie rungskreis |
Zu führungen1 |
Auf lösungen |
Verbrauch2 | Währungs differenzen |
Stand 30.6.2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einzelwertberichtigungen | 2.383 | - 1 | 820 | - 328 | - 168 | 185 | 2.891 |
| Zentraleuropa | 759 | - 1 | 289 | - 156 | - 60 | - 1 | 830 |
| Südosteuropa | 485 | 0 | 230 | - 87 | - 59 | 2 | 571 |
| Russland | 482 | 0 | 174 | - 82 | - 37 | 64 | 601 |
| GUS Sonstige | 657 | 0 | 127 | - 3 | - 12 | 120 | 889 |
| Portfolio | |||||||
| Wertberichtigungen | 771 | 0 | 273 | - 205 | 0 | 42 | 881 |
| Zentraleuropa | 274 | 0 | 125 | - 60 | 0 | 0 | 339 |
| Südosteuropa | 199 | 0 | 37 | - 39 | 0 | 5 | 202 |
| Russland | 137 | 0 | 35 | - 62 | 0 | 16 | 126 |
| GUS Sonstige | 161 | 0 | 76 | - 44 | 0 | 21 | 214 |
| Gesamt | 3.154 | - 1 | 1.093 | - 533 | - 168 | 227 | 3.772 |
1 Zuführungen inklusive Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.
2 Verbrauch enthält Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen.
| 30.6.2010 in € Millionen |
Buchwert | Einzelwert berichti gungen |
Portfolio Wertberich tigungen |
Netto buchwert |
Einzelwert berichtigte Aktiva |
Fair Value |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kreditinstitute | 9.217 | 3 | 0 | 9.214 | 104 | 9.206 |
| Öffentlicher Sektor | 1.205 | 3 | 0 | 1.202 | 50 | 1.199 |
| Kommerzkunden – Großkunden | 26.405 | 1.337 | 291 | 24.777 | 2.867 | 25.375 |
| Kommerzkunden – Small Business | 3.993 | 350 | 48 | 3.595 | 661 | 3.784 |
| Retail-Kunden – Privatpersonen | 18.336 | 985 | 433 | 16.918 | 1.448 | 18.065 |
| Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe |
2.392 | 183 | 51 | 2.158 | 304 | 2.192 |
| Sonstige | 39 | 0 | 0 | 39 | 1 | 39 |
| Gesamt | 61.587 | 2.861 | 823 | 57.903 | 5.435 | 59.860 |
Die Forderungen und Wertberichtigungen nach Assetklassen gemäß Basel-II-Definition stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.2009 in € Millionen |
Buchwert | Einzelwert berichti gungen |
Portfolio Wertberich tigungen |
Netto buchwert |
Einzelwert berichtigte Aktiva |
Fair Value |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Kreditinstitute | 10.310 | 3 | 0 | 10.307 | 4 | 10.306 |
| Öffentlicher Sektor | 1.158 | 3 | 0 | 1.155 | 80 | 1.143 |
| Kommerzkunden – Großkunden | 25.372 | 1.137 | 228 | 24.007 | 2.776 | 24.478 |
| Kommerzkunden – Small Business | 3.815 | 280 | 53 | 3.482 | 582 | 3.665 |
| Retail-Kunden – Privatpersonen | 17.790 | 778 | 392 | 16.620 | 1.192 | 17.596 |
| Retail-Kunden – Klein- und | ||||||
| Mittelbetriebe | 2.352 | 157 | 54 | 2.142 | 271 | 2.276 |
| Sonstige | 28 | 0 | 0 | 28 | 0 | 28 |
| Gesamt | 60.825 | 2.358 | 726 | 57.741 | 4.906 | 59.491 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 3.179 | 3.152 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 16 | 11 |
| Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften | 569 | 546 |
| Gesamt | 3.764 | 3.709 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value Hedge |
26 | 22 |
| Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash Flow Hedge |
1 | 0 |
| Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente | 239 | 311 |
| Gesamt | 266 | 333 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | 8.807 | 6.955 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 160 | 197 |
| Unternehmensanteile | 142 | 119 |
| Gesamt | 9.109 | 7.271 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Firmenwerte | 654 | 581 |
| Software | 288 | 275 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 135 | 116 |
| Gesamt | 1.077 | 972 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude | 550 | 526 |
| Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) | 48 | 27 |
| Sonstige Sachanlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 481 | 479 |
| Vermietete Leasinganlagen | 212 | 212 |
| Gesamt | 1.291 | 1.244 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Steuerforderungen | 254 | 229 |
| Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten | 22 | 27 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 234 | 221 |
| Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung | 336 | 96 |
| Zu Leasingzwecke bestimmte Vermögenswerte | 104 | 141 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte (IFRS 5) | 2 | 2 |
| Umlaufvermögen | 34 | 30 |
| Übrige Aktiva | 108 | 74 |
| Gesamt | 1.094 | 820 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Giro- und Clearinggeschäft | 858 | 733 |
| Geldmarktgeschäft | 2.904 | 3.145 |
| Langfristige Finanzierungen | 16.184 | 16.232 |
| Gesamt | 19.946 | 20.110 |
Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Zentraleuropa | 1.618 | 1.671 |
| Südosteuropa | 853 | 1.456 |
| Russland | 10 | 406 |
| GUS Sonstige | 48 | 38 |
| Österreich | 14.070 | 12.736 |
| Sonstige | 3.347 | 3.803 |
| Gesamt | 19.946 | 20.110 |
Die Verbindlichkeiten verteilen sich auf folgende Banksegmente:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Zentralbanken | 310 | 490 |
| Geschäftsbanken | 18.811 | 18.773 |
| Multilaterale Entwicklungsbanken | 825 | 847 |
| Gesamt | 19.946 | 20.110 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Sichteinlagen | 18.656 | 17.140 |
| Termineinlagen | 23.172 | 24.045 |
| Spareinlagen | 1.427 | 1.393 |
| Gesamt | 43.255 | 42.578 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden teilen sich analog zur Basel-II-Definition wie folgt auf:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Öffentlicher Sektor | 1.473 | 1.559 |
| Kommerzkunden – Großkunden | 14.408 | 14.181 |
| Kommerzkunden – Small Business | 2.345 | 2.331 |
| Retail-Kunden – Privatpersonen | 21.520 | 21.104 |
| Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe | 3.098 | 3.129 |
| Sonstige | 411 | 274 |
| Gesamt | 43.255 | 42.578 |
Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Zentraleuropa | 19.159 | 19.448 |
| Südosteuropa | 12.568 | 12.249 |
| Russland | 6.208 | 5.496 |
| GUS Sonstige | 3.407 | 2.890 |
| Österreich | 270 | 405 |
| Sonstige | 1.643 | 2.090 |
| Gesamt | 43.255 | 42.578 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Begebene Schuldverschreibungen | 1.874 | 1.925 |
| Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten | 560 | 602 |
| Gesamt | 2.434 | 2.527 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Abfertigungen | 10 | 9 |
| Pensionen | 5 | 5 |
| Steuern | 30 | 26 |
| Garantien und Bürgschaften | 87 | 70 |
| Offene Rechtsfälle | 47 | 40 |
| Unverbrauchter Urlaub | 34 | 29 |
| Bonuszahlungen | 82 | 92 |
| Restrukturierung | 8 | 3 |
| Sonstige | 63 | 38 |
| Gesamt | 366 | 312 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente | 599 | 510 |
| Leerverkauf von Handelsaktiva | 3 | 4 |
| Gesamt | 602 | 514 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value Hedge |
7 | 5 |
| Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash Flow Hedge |
36 | 45 |
| Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente | 519 | 209 |
| Gesamt | 562 | 259 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten | 56 | 62 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 141 | 111 |
| Dividendenverbindlichkeiten | 61 | 1 |
| Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung | 437 | 169 |
| Übrige Passiva | 215 | 162 |
| Gesamt | 910 | 505 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Hybrides Kapital | 1.201 | 1.169 |
| Nachrangige Verbindlichkeiten | 1.279 | 1.210 |
| Ergänzungskapital | 91 | 91 |
| Gesamt | 2.571 | 2.470 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Konzern-Eigenkapital | 6.300 | 5.790 |
| Gezeichnetes Kapital | 469 | 469 |
| Genussrechtskapital | 600 | 600 |
| Kapitalrücklagen | 2.568 | 2.569 |
| Gewinnrücklagen | 2.663 | 2.152 |
| Konzern-Periodenüberschuss | 171 | 212 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 998 | 998 |
| Gesamt | 7.469 | 7.000 |
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Eventualverpflichtungen | 4.970 | 4.668 |
| Kreditrisiken (unwiderrufliche Kreditzusagen) | 5.902 | 5.395 |
Darüber hinaus bestehen noch widerrufliche Kreditzusagen in Höhe von € 4.541 Millionen (31.12.2009: € 4.646 Millionen), die noch nicht mit einem Kreditrisiko verbunden sind.
Die Beziehungen zu nahe stehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die jeweils zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der Raiffeisen International Bank-Holding AG. Die Informationen dazu sind auf der Homepage der Gesellschaft ersichtlich. Im laufenden Geschäftsjahr wurden keine weiteren Geschäfte, insbesondere Großgeschäfte, mit nahe stehenden Personen abgeschlossen.
Die nachfolgenden Tabellen zeigen die Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen, wobei insbesondere die Beziehung zur Muttergesellschaft Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, als Mehrheitsaktionärin hervorzuheben ist:
| 30.6.2010 in € Millionen |
Mutter unternehmen |
Verbundene Unter nehmen |
At-equity bewertete Unternehmen |
Sonstige Beteiligungen |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen an Kreditinstitute | 4.214 | 18 | 0 | 26 |
| Forderungen an Kunden | 0 | 266 | 0 | 31 |
| Handelsaktiva | 82 | 1 | 0 | 0 |
| Wertpapiere und Beteiligungen | 0 | 86 | 0 | 58 |
| Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen |
0 | 0 | 5 | 0 |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) | 161 | 3 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 12.960 | 770 | 0 | 100 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 0 | 43 | 0 | 5 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 16 | 0 | 0 | 0 |
| Rückstellungen | 6 | 0 | 0 | 0 |
| Handelspassiva | 120 | 0 | 0 | 2 |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivate) | 352 | 13 | 0 | 0 |
| Nachrangkapital | 1.593 | 588 | 0 | 0 |
| Gegebene Garantien | 265 | 3 | 0 | 0 |
| Erhaltene Garantien | 91 | 21 | 0 | 1 |
| 31.12.2009 | Mutter unternehmen |
Verbundene Unter |
At-equity bewertete |
Sonstige Beteiligungen |
|---|---|---|---|---|
| in € Millionen | nehmen | Unternehmen | ||
| Forderungen an Kreditinstitute | 4.873 | 32 | 0 | 1 |
| Forderungen an Kunden | 0 | 211 | 14 | 35 |
| Handelsaktiva | 90 | 2 | 0 | 0 |
| Wertpapiere und Beteiligungen | 0 | 60 | 11 | 59 |
| Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen | 0 | 0 | 5 | 0 |
| Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) | 192 | 3 | 0 | 1 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11.699 | 1.254 | 0 | 95 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | 0 | 66 | 2 | 11 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | 19 | 0 | 0 | 0 |
| Rückstellungen | 4 | 0 | 0 | 0 |
| Handelspassiva | 87 | 0 | 0 | 2 |
| Sonstige Passiva (inkl. Derivate) | 121 | 3 | 1 | 0 |
| Nachrangkapital | 1.529 | 588 | 0 | 0 |
| Gegebene Garantien | 372 | 11 | 0 | 0 |
| Erhaltene Garantien | 242 | 0 | 0 | 1 |
Die Raiffeisen International bildet als Tochterunternehmen der RZB keine eigene Kreditinstitutsgruppe nach österreichischem Bankwesengesetz (BWG) und unterliegt daher als Konzern selbst nicht aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Die nachfolgenden Werte gehen aber in die RZB-Kreditinstitutsgruppe ein. Sie haben nur Informationscharakter.
Die Eigenmittel der Raiffeisen International gemäß österreichischem Bankwesengesetz 1993/Novelle 2006 (Basel II) setzen sich wie folgt zusammen:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Eingezahltes Kapital | 3.637 | 3.638 |
| Erwirtschaftetes Kapitel | 1.693 | 1.512 |
| Anteile anderer Gesellschafter | 1.034 | 1.062 |
| Hybrides Kapital | 1.150 | 1.150 |
| Immaterielle Vermögenswerte | - 304 | - 289 |
| Kernkapital (Tier-1-Kapital) | 7.211 | 7.072 |
| Abzugsposten vom Kernkapital | - 25 | - 13 |
| Anrechenbares Kernkapital (nach Abzugsposten) | 7.186 | 7.059 |
| Ergänzungskapital gemäß § 23 (1) Z 5 BWG | 91 | 91 |
| Berücksichtungsfähiger Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen | 0 | 8 |
| Langfristiges nachrangiges Kapital | 1.063 | 1.003 |
| Ergänzende Eigenmittel (Tier-2-Kapital) | 1.154 | 1.102 |
| Abzugsposten Beteiligungen, Verbriefungen | - 25 | - 13 |
| Anrechenbare ergänzende Eigenmittel (nach Abzugsposten) | 1.129 | 1.089 |
| Abzugsposten Versicherungen | - 1 | - 1 |
| Zur Umwidmung in Tier-3-Kapital zur Verfügung stehendes Tier-2-Kapital | ||
| (Tier-3-Kapital) | 208 | 182 |
| Gesamte Eigenmittel 8.522 |
8.328 | |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis | 5.235 | 5.117 |
| Eigenmittelüberschuss | 3.287 | 3.212 |
| Überdeckungsquote | 62,8% | 62,8% |
| Core Tier 1 Ratio (ohne Hybridkapital), gesamt | 9,2% | 9,2% |
| Kernkapitalquote (Tier 1), Kreditrisiko | 13,9% | 14,1% |
| Kernkapitalquote (Tier 1), gesamt | 11,0% | 11,0% |
| Eigenmittelquote | 13,0% | 13,0% |
Das gesamte Eigenmittelerfordernis setzt sich wie folgt zusammen:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Risikogewichtete Bemessungsgrundlage gemäß § 22 BWG | 51.585 | 50.090 |
| davon 8 Prozent Mindesteigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko gemäß | ||
| §§ 22a bis 22h BWG | 4.127 | 4.007 |
| Standardansatz | 2.886 | 2.862 |
| Auf internen Ratings basierender Ansatz | 1.241 | 1.146 |
| Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten | ||
| und Waren | 153 | 136 |
| Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Fremdwährungen | 358 | 399 |
| Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko | 597 | 574 |
| Gesamtes Eigenmittelerfordernis | 5.235 | 5.117 |
Die Bemessungsgrundlage Kreditrisiko nach Assetklassen stellt sich wie folgt dar:
| in € Millionen | 30.6.2010 | 31.12.2009 |
|---|---|---|
| Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz | 36.075 | 35.771 |
| Zentralstaaten und Zentralbanken | 3.187 | 2.605 |
| Regionale Gebietskörperschaften | 92 | 127 |
| Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter | 40 | 38 |
| Multilaterale Entwicklungsbanken | 0 | 0 |
| Kreditinstitute | 1.398 | 1.684 |
| Unternehmen (Kommerzkunden) | 18.357 | 17.546 |
| Retail-Kunden (inkl. Klein- und Mittelbetriebe) | 10.665 | 11.451 |
| Investmentfondsanteile | 115 | 123 |
| Verbriefungspositionen | 1 | 3 |
| Sonstige Posten | 2.220 | 2.195 |
| Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings | ||
| basierendem Ansatz | 15.510 | 14.319 |
| Zentralstaaten und Zentralbanken | 781 | 680 |
| Kreditinstitute | 1.579 | 1.670 |
| Unternehmen (Kommerzkunden) | 11.844 | 11.817 |
| Retail-Kunden (inkl. Klein- und Mittelbetriebe) | 1.155 | 0 |
| Beteiligungspositionen | 151 | 152 |
| Gesamt | 51.585 | 50.090 |
Die durchschnittliche Zahl der während des Berichtszeitraums beschäftigten Arbeitnehmer (im Sinn von Vollzeitäquivalenten) stellt sich wie folgt dar:
| Vollzeitäquivalente | 1.1.-30.6.2010 | 1.1.-30.6.2009 |
|---|---|---|
| Zentraleuropa | 12.963 | 13.871 |
| Südosteuropa | 17.162 | 18.918 |
| Russland | 8.412 | 9.799 |
| GUS Sonstige | 17.363 | 19.038 |
| Österreich | 386 | 340 |
| Sonstige | 5 | 3 |
| Gesamt | 56.291 | 61.969 |
Die am 8. Juli 2010 abgehaltene ordentliche Hauptversammlung der Raiffeisen International Bank-Holding AG hat der Verschmelzung der Raiffeisen International mit der Cembra Beteiligungs AG mit einer klaren Mehrheit zugestimmt. Die übertragende Gesellschaft Cembra enthält im Wesentlichen das von der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB) abgespaltene Kommerzkundengeschäft sowie die damit in Zusammenhang stehenden Beteiligungen. Die Raiffeisen International Bank-Holding AG wird durch die Verschmelzung eine Bankkonzession erhalten und wird ab dem Zeitpunkt der Firmenbucheintragung, die voraussichtlich im vierten Quartal 2010 erfolgen wird, als Raiffeisen Bank International AG firmieren. Die Aktien der Raiffeisen Bank International AG werden wie bisher die Aktien der Raiffeisen International Bank-Holding AG an der Wiener Börse notiert bleiben.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offengelegten wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Dr. Herbert Stepic Mag. Martin Grüll Aris Bogdaneris, MA Vorstandsvorsitzender, CEO CFO/CRO Mitglied des Vorstands
Der Vorstand
Dkfm. Rainer Franz Mag. Peter Lennkh Mag. Heinz Wiedner Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands Mitglied des Vorstands
| 15. November 2010 | Beginn der Quiet Period |
|---|---|
| 29. November 2010 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call |
| 9. März 2011 | Beginn der Quiet Period |
| 8. April 2011 | Geschäftsbericht 2010, Analystenkonferenz, Conference Call |
| 12. Mai 2011 | Beginn der Quiet Period |
| 26. Mai 2011 | Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call |
| 8. Juni 2011 | Hauptversammlung |
| 16. Juni 2011 | Ex-Dividendentag und Dividendenzahltag |
| 11. August 2011 | Beginn der Quiet Period |
| 25. August 2011 | Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call |
| 10. November 2011 | Beginn der Quiet Period |
| 24. November 2011 | Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call |
Medieninhaber: Raiffeisen International Bank-Holding AG, Am Stadtpark 3, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Group Investor Relations Redaktionsschluss: 26. August 2010 Herstellungsort: Wien Internet: www.ri.co.at Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.
Anfragen an Investor Relations: Anfragen an Public Relations: E-Mail: [email protected] E-Mail: [email protected] Internet: www.ri.co.at Investor Relations Internet: www.ri.co.at Public Relations Telefon: +43-1-71 707-2089 Telefon: +43-1-71 707-2828
Die in diesem Bericht enthaltenen Prognosen, Planungen und zukunftsgerichteten Aussagen basieren auf dem Wissensstand und der Einschätzung der Raiffeisen International zum Zeitpunkt der Erstellung. Wie alle Aussagen über die Zukunft unterliegen sie Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die im Ergebnis auch zu erheblichen Abweichungen führen können. Für den tatsächlichen Eintritt von Prognosen und Planungswerten sowie zukunftsgerichteten Aussagen kann keine Gewähr geleistet werden.
Wir haben diesen Bericht mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten überprüft. Rundungs-, Übermittlungsoder Druckfehler können wir dennoch nicht ausschließen. Dieser Bericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Der Bericht in englischer Sprache ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung.
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