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Raiffeisen Bank International AG

Interim / Quarterly Report Aug 10, 2017

756_ir_2017-08-10_c7221f1d-17ab-409f-ae84-d0aa7936eeac.pdf

Interim / Quarterly Report

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Halbjahres-Finanzbericht per 30. Juni 2017

Wichtige Daten auf einen Blick

Raiffeisen Bank International (RBI)
Monetäre Werte in € Millionen
2017 2016
pro forma
Veränderung 2016
veröffentlicht
Erfolgsrechnung 1.1.- 30.6. 1.1.- 30.6. 1.1.- 30.6.
Zinsüberschuss 1.588 1.567 1,3% 1.455
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 76 - 403 - 81,1% - 403
Provisionsüberschuss 842 773 8,9% 719
Handelsergebnis 133 88 51,1% 84
Verwaltungsaufwendungen - 1.573 - 1.541 2,1% - 1.412
Ergebnis vor Steuern 849 474 79,1% 450
Ergebnis nach Steuern 656 297 121,1% 268
Konzernergebnis 587 236 149,1% 210
Bilanz 30.6. 31.12. 31.12.
Forderungen an Kreditinstitute 12.851 10.981 17,0% 9.900
Forderungen an Kunden 81.101 79.769 1,7% 70.514
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 27.458 24.060 14,1% 12.816
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 81.595 80.325 1,6% 71.538
Eigenkapital 10.234 9.752 4,9% 9.232
Bilanzsumme 138.603 134.804 2,8% 111.864
Kennzahlen 1.1.- 30.6. 1.1.- 30.6. 1.1.- 30.6.
Return on Equity vor Steuern 17,4% 10,5% 6,9 PP 10,6%
Konzern-Return-on-Equity 12,9% 5,6% 7,3 PP 5,3%
Cost/Income Ratio 60,6% 62,4% - 1,8 PP 61,8%
Return on Assets vor Steuern 1,36% 0,69% 0,68 PP 0,82%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,46% 2,40% 0,06 PP 2,76%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,19% 0,99% - 0,80 PP 1,11%
Bankspezifische Kennzahlen 30.6. 31.12. 31.12.
NPL Ratio 7,3% 8,7% - 1,3 PP 9,2%
NPE Ratio 6,7% 8,1% - 1,4 PP 8,6%
NPL Coverage Ratio 70,5% 75,2% - 4,6 PP 75,6%
NPE Coverage Ratio 61,3% 66,3% - 5,1 PP 66,7%
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 69.021 67.911 1,6% 60.061
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.522 5.433 1,6% 4.805
Gesamte Eigenmittel 12.100 11.804 2,5% 11.537
Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) 12,9% 12,7% 0,3 PP 13,9%
Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) 12,8% 12,4% 0,4 PP 13,6%
Eigenmittelquote (transitional) 17,5% 17,4% 0,1 PP 19,2%
Eigenmittelquote (fully loaded) 17,4% 17,1% 0,3 PP 18,9%
Aktienkennzahlen 1.1.- 30.6. 1.1.- 30.6. 1.1.- 30.6.
Ergebnis je Aktie in € 1,79 0,72 149,1% 0,72
Schlusskurs in € (30.6.) 22,10 11,28
Höchstkurs (Schlusskurs) in € 24,44 14,17
Tiefstkurs (Schlusskurs) in € 17,67 10,21
Anzahl der Aktien in Millionen (30.6.) 328,94 292,98
Marktkapitalisierung in € Millionen (30.6.) 7.270 3.303
Ressourcen 30.6. 31.12. 31.12.
Mitarbeiter zum Stichtag (Vollzeitäquivalente) 49.688 50.203 - 1,0% 48.556
Geschäftsstellen 2.425 2.522 - 3,8% 2.506
Kunden in Millionen 16,5 17,0 - 3,2% 14,1

Seit Jänner 2017 ist das von der RZB eingebrachte Geschäft in der RBI vollständig enthalten. Die aktuellen RBI-Zahlen beziehen sich auf die verschmolzene Bank; sofern nicht anders angegeben, basieren die historischen Pro-forma-Zahlen auf dem fusionierten Institut (Berücksichtigung der Verschmelzung).

RBI auf dem Kapitalmarkt 4
Konzern-Lagebericht 7
Entwicklung der Märkte 7
Wesentliche Ereignisse 8
Ergebnis- und Finanzentwicklung9
Ergebnis im Vorjahresvergleich10
Ergebnis im Quartalsvergleich13
Bilanz 16
Risikomanagement 18
Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode18
Ausblick 18
Segmentbericht 19
Grundlagen der Segmentierung19
Zentraleuropa 20
Südosteuropa 23
Osteuropa 27
Group Corporates & Markets30
Corporate Center 32
Konzernzwischenabschluss 34
Gesamtergebnisrechnung 34
Bilanz 37
Eigenkapitalveränderungsrechnung38
Kapitalflussrechnung 39
Segmentberichterstattung 39
Anhang 44
Erläuterungen zur Erfolgsrechnung49
Erläuterungen zur Bilanz 55
Risikobericht 70
Sonstige Angaben 89
Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode93
Bericht über die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses94
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter96
Alternative Leistungskennzahlen97
Impressum/Disclaimer 99

RBI auf dem Kapitalmarkt

Entwicklung der RBI-Aktie

Die RBI-Aktie notierte zu Beginn des zweiten Quartals bei € 21,16 und schloss am 30. Juni 2017 mit € 22,10. Sie stieg also im Quartalsverlauf um 4,5 Prozent und damit etwas stärker als der europäische Bankenindex EURO STOXX Banks (plus 2,9 Prozent). Der österreichische Aktienindex ATX legte in diesem Zeitraum um 9,8 Prozent zu. Damit setzte sich das seit Jahresbeginn freundliche Börseumfeld im zweiten Quartal weiter fort. Angesichts guter Konjunktur- und Unternehmensdaten, eines unverändert niedrigen Zinsniveaus in der Eurozone sowie eines deutlich entspannten politischen Umfelds in Europa nach den Präsidentschaftswahlen in Frankreich stehen Aktien unvermindert im Fokus der Anleger. Die Veröffentlichung der vorläufigen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr am 25. Juli wurde an der Börse positiv aufgenommen und führte zu einem deutlichen Anstieg des RBI-Aktienkurses um rund 7 Prozent an diesem Tag. Am 4. August (Redaktionsschluss dieses Berichts) notierte die RBI-Aktie bei € 24,95.

Kursentwicklung seit 1. Jänner 2017 im Vergleich zu ATX und EURO STOXX Banks

Zusätzliches Kernkapital emittiert

Am 28. Juni 2017 platzierte die RBI zur weiteren Optimierung ihrer Kapitalstruktur zusätzliches Kernkapital (AT1) mit unbegrenzter Laufzeit im Volumen von € 650 Millionen. Der Kupon beträgt bis Dezember 2022 6,125 Prozent p. a., danach wird er neu festgesetzt. Der Emission vorangegangen waren zahlreiche Investorentermine an verschiedenen Destinationen in ganz Europa. Im Rahmen einer nicht transaktionsbezogenen Roadshow mit den Stationen Amsterdam, Den Haag, Kopenhagen, London, Madrid, Mailand, Rotterdam und Zürich von Ende Mai bis Mitte Juni wurden Marktteilnehmer über die neuesten Entwicklungen bei der RBI informiert. Ende Juni folgte eine transaktionsbezogene Roadshow im Vorfeld der geplanten Emission. Dem Informationsbedarf nach Ankündigung der Transaktion seitens mehr als 100 verschiedener Interessenten kamen drei Teams der RBI nach. Sie besuchten parallel Investoren in Amsterdam, Frankfurt, London, Paris, Wien und Zürich. Ferner fanden Telefonkonferenzen mit Investoren aus Asien, dem mittleren Osten, Nordamerika sowie mehreren Staatsfonds statt. Auf großes Interesse stieß auch eine vom Vorstand online durchgeführte Präsentation mit über 125 Teilnehmern. Das Feedback der Investoren aus diesen Gesprächen war sowohl hinsichtlich des zu platzierenden Volumens als auch hinsichtlich der Konditionen sehr positiv. Dies wird auch durch die dreifache Zeichnung der Emission innerhalb weniger Stunden belegt. Die Kaufaufträge kamen von Investoren insbesondere aus Großbritannien und Kontinentaleuropa.

Hauptversammlung

Die ordentliche Hauptversammlung der RBI am 22. Juni 2017 stimmte allen Beschlussvorschlägen zu den einzelnen Tagesordnungspunkten zu. Erwin Hameseder (Obmann der Raiffeisen-Holding NÖ-Wien Beteiligungs GmbH) wurde zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrats der RBI gewählt. Die Aufsichtsratsmandate von Heinrich Schaller (Generaldirektor der RLB OÖ) und Günther Reibersdorfer (Geschäftsleiter des Raiffeisenverbands Salzburg) wurden verlängert, Peter Gauper (Vorstandssprecher der RLB Kärnten), Wilfried Hopfner (Vorstandsvorsitzender der RLB Vorarlberg), Rudolf Könighofer (Generaldirektor der RLB Burgenland) und Johannes Ortner (Vorstandsvorsitzender der RLB Tirol) wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt. Ebenfalls neu im Aufsichtsrat sind Eva Eberhartinger, Leiterin der Abteilung für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre am Institut für Revisions-, Treuhand- und Rechnungswesen an der Wirtschaftsuniversität Wien, sowie Birgit Noggler, selbstständige Steuerberaterin mit Finanzkompetenz aus früheren Tätigkeiten, unter anderem als CFO eines börsenotierten ATX-Unternehmens. Die Aufsichtsratsmitglieder wurden jeweils bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2021 beschließt, gewählt.

Aktive Kapitalmarktkommunikation

Am 17. Mai 2017 publizierte die RBI die Geschäftszahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres. An der darauffolgenden Telefonkonferenz nahmen rund 180 internationale Analysten und institutionelle Investoren teil.

Die Telefonkonferenz sowie die Investoren-Präsentation sind im Internet unter www.rbinternational.com → Investor Relations → Präsentationen & Webcasts abrufbar.

Interessierten Investoren bot die RBI im 2. Quartal auf Roadshows und Konferenzen in Amsterdam, Budapest, Den Haag, Frankfurt, Kopenhagen, London, Madrid, Mailand, Paris, Rotterdam, Wien und Zürich Gelegenheit zu persönlicher Information.

Im Juli wurde die Entscheidung getroffen, den Börsegang der polnischen Tochtergesellschaft Raiffeisen Bank Polska S.A. aufzuschieben.

Neben 24 Aktienanalysten geben 18 Anleiheanalysten regelmäßig Empfehlungen zur RBI als Investment ab. Damit ist die RBI jenes Unternehmen in Österreich, über das die größte Anzahl von Analystenhäusern regelmäßig berichtet.

Aktienkennzahlen und Details zur Aktie

Die Aktie der RBI notiert seit dem 25. April 2005 an der Wiener Börse. Die Raiffeisen-Landesbanken hielten zum Ende des zweiten Quartals 2017 rund 58,8 Prozent der RBI-Aktien, die verbleibenden Aktien befanden sich im Streubesitz.

Kurs zum 30. Juni 2017 € 22,10
Höchstkurs/Tiefstkurs (Schlusskurse) im zweiten Quartal 2017 € 24,44/€ 18,95
Ergebnis je Aktie für das 1. Halbjahr 2017 € 1,79
Buchwert je Aktie zum 30. Juni 2017 € 29,05
Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2017 € 7,3 Milliarden
Durchschnittlicher Tagesumsatz (Einzelzählung) im 2. Quartal 2017 745.814 Stück
Börseumsatz (Einzelzählung) im 2. Quartal 2017 € 960 Millionen
Streubesitz zum 30. Juni 2017 rund 41,2%
ISIN AT0000606306
Ticker-Symbole RBI (Wiener Börse)
RBI AV (Bloomberg)
RBIV.VI (Reuters)
Marktsegment Prime Market
Anzahl der ausgegebenen Aktien zum 30. Juni 2017 328.939.621

Details zum Rating

Rating Moody's Investors Service Standard & Poor's
Langfrist-Rating Baa1 BBB+
Ausblick stabil positiv
Kurzfrist-Rating P- 2 A- 2
Subordinated (Tier 2) Ba1 BBB
Additional Tier 1 B1(hyb) BB
Junior Subordinated (Legacy Tier 1) B1 BB+

Finanzkalender 2017/2018

31. Oktober 2017 Beginn der Quiet Period
14. November 2017 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call
14. Februar 2018 Beginn der Quiet Period
14. März 2018 Geschäftsbericht 2017, Conference Call
15. März 2018 RBI Investor Presentation, London
1. Mai 2018 Beginn der Quiet Period
15. Mai 2018 Zwischenbericht 1. Quartal, Conference Call
11. Juni 2018 Nachweisstichtag Hauptversammlung
21. Juni 2018 Ordentliche Hauptversammlung
28. Juni 2018 Ex-Dividendentag
29. Juni 2018 Nachweisstichtag Dividenden
2. Juli 2018 Dividendenzahltag
26. Juli 2018 Beginn der Quiet Period
9. August 2018 Zwischenbericht 1. Halbjahr, Conference Call
31. Oktober 2018 Beginn der Quiet Period
14. November 2018 Zwischenbericht 1. bis 3. Quartal, Conference Call

Kontakt für Eigen- und Fremdkapitalinvestoren

E-Mail: [email protected] Internet: www.rbinternational.com → Investor Relations Telefon: +43- 1- 71 707- 2089 Telefax: +43- 1- 71 707- 2138

Raiffeisen Bank International AG Group Investor Relations Am Stadtpark 9 1030 Wien, Österreich

Konzern-Lagebericht

Entwicklung der Märkte

In den hoch entwickelten Volkswirtschaften setzte sich die Wachstumsaufhellung im ersten Halbjahr 2017 fort. Die Stimmungsindikatoren, die sich durchwegs signifikant im positiven Terrain befinden, stützen zudem die Aussicht auf eine Wachstumsperiode, die weit in das Jahr 2018 hineinreichen sollte. Auch die Arbeitsmärkte in den USA und der Eurozone sind von deutlich steigender Beschäftigung geprägt. Dies stützt den privaten Konsum als Säule der Konjunktur. Als Ergebnis wird für die Eurozone ein BIP-Wachstum von 2,1 Prozent für das Gesamtjahr 2017 erwartet. Für 2018 fällt die Konjunkturprognose für die Eurozone etwas schwächer aus (1,7 Prozent), der Höhepunkt der Wachstumsdynamik dürfte dann schon überschritten sein.

Nach einem positiven Jahresbeginn, zu dem die Preissteigerungsraten sowohl in den USA als auch in der Eurozone deutlich anzogen, beruhigte sich der Preisauftrieb zur Jahresmitte wieder. Begründet ist dies im neuerlichen Rückgang der Rohstoffpreise, insbesondere des Ölpreises. Die so genannte Kerninflation (Gesamtrate minus Energie- und Nahrungsmittelpreise) dürfte sich damit nur noch langsam nach oben bewegen. Damit zeichnet sich auch in der Geldpolitik keine nennenswerte Änderung ab. Die Federal Reserve setzt ihren Weg der Normalisierung der Geldpolitik fort, bis Ende 2018 zeichnen sich in den USA vier Zinserhöhungen ab. Die EZB hat dagegen nach wie vor keine Eile mit einer Straffung ihrer monetären Ausrichtung. Trotzdem wird angesichts des Wegfalls von Deflations- und Rezessionsgefahren bis Herbst eine Klärung bezüglich der Rückführung des Anleihekaufprogramms im Jahr 2018 erwartet.

Die österreichische Volkswirtschaft dürfte 2017 einen Anstieg des realen BIP um zumindest 2,2 Prozent verzeichnen, während für 2018 ein Plus von 1,7 Prozent prognostiziert wird. Dies stellt nicht nur eine Beschleunigung gegenüber dem Jahr 2016 dar, in dem ein reales Wachstum von 1,5 Prozent erreicht wurde. Zudem dürfte die Konjunkturdynamik 2017 und 2018 breiter abgesichert sein als 2016 und neben der Binnennachfrage auch vom Außenhandel getragen sein.

In Zentraleuropa (CE) haben Stimmungsindikatoren wie die Einkaufsmanagerindizes im ersten Halbjahr ein Niveau erreicht, das auf ein deutlicheres Wirtschaftswachstum hindeutet. Diese Dynamik wurde dann auch durch starke BIP-Wachstumszahlen für das erste Quartal 2017 bekräftigt. In Polen und Ungarn wuchs die Wirtschaft um jeweils rund 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal, in Slowenien sogar um 5,3 Prozent. Die Wachstumsraten in Tschechien und der Slowakei lagen im ersten Quartal 2017 bei jeweils rund 3 Prozent. Zusätzlich ist das jüngste Wachstum breit aufgestellt und beruht sowohl auf steigender Nachfrage der privaten Haushalte als auch auf Investitionswachstum und zunehmendem Außenhandel. Damit dürfte das Wachstum für die CE-Region im Gesamtjahr 2017 bei 3,6 Prozent liegen. Vor allem die starken Wachstumsaussichten der polnischen Wirtschaft von 3,8 Prozent für 2017 sind dafür ausschlaggebend. Für Slowenien beträgt die Prognose für das laufende Jahr sogar 4,6 Prozent. Auch für 2018 wird für CE mit einem Wachstum über 3 Prozent gerechnet.

In Südosteuropa (SEE) stellt sich die Situation ebenfalls positiv dar. Die größte Volkswirtschaft der Region – Rumänien – boomt, vor allem getrieben durch den inländischen Konsum, der seinerseits von Lohnerhöhungen und Steuersenkungen getragen wird. Im ersten Quartal betrug das Wachstum in Rumänien 5,7 Prozent im Jahresvergleich, die Prognose für das Gesamtjahr liegt bei 4,9 Prozent und übertrifft damit noch den Vorjahreswert von 4,8 Prozent. Allerdings bergen das starke Wachstum und die expansive Fiskalpolitik im Fall eines zyklischen Abschwungs auch Risiken. In Bulgarien zeigt sich die Wirtschaftsdynamik ebenfalls ungebrochen, während sowohl Serbien als auch Kroatien im ersten Quartal etwas niedrigere Wachstumsraten verzeichneten. Dennoch bleibt die Wachstumsdynamik in SEE mit einem erwarteten BIP-Wachstum von 4,1 Prozent im Gesamtjahr 2017 insgesamt weiter stark, und auch für 2018 wird mit einem kräftigen Wachstum von 3,5 Prozent für die Region gerechnet.

In Osteuropa (EE) ist vor allem das Ende der Rezession in Russland hervorzuheben. Nach einem Wachstum im Jahresvergleich von 0,3 Prozent im vierten Quartal 2016 stieg die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2017 um 0,5 Prozent – und damit etwas stärker als erwartet. Die zuletzt veröffentlichten Daten deuten bereits auf ein stärkeres zweites Quartal hin. Auch in Belarus hellt sich die Wirtschaftslage auf und fand nach zwei Jahren der Rezession wieder zu einem schwachen Wachstum zurück. Die Lösung eines Gas- und Öllieferstreits mit Russland reduziert zudem die wirtschaftlichen Risiken für das Land. Auf dieser Basis werden für 2017 eine leicht positive BIP-Wachstumsrate und für 2018 eine weitere Erholung erwartet. In der Ukraine hingegen trübten sich die Aussichten angesichts der wirtschaftlichen Blockade im Osten des Landes etwas ein. Insgesamt fällt der Konjunkturausblick für EE mit einem Wachstum von 1 Prozent für 2017 moderat aus. Aufgrund des bestehenden Aufwärtspotenzials der Region stehen die Chancen für eine Zunahme der Wachstumsdynamik im kommenden Jahr derzeit jedoch gut.

Region/Land 2015 2016 2017e 2018f
Polen 3,8 2,7 3,8 3,1
Slowakei 3,8 3,3 3,3 4,0
Slowenien 2,3 2,5 4,6 3,3
Tschechische Republik 4,6 2,3 2,7 2,5
Ungarn 3,1 2,0 3,8 3,6
Zentraleuropa 3,8 2,6 3,6 3,1
Albanien 2,2 3,5 4,0 4,0
Bosnien und Herzegowina 3,0 2,5 2,5 3,0
Bulgarien 3,6 3,4 3,7 3,7
Kroatien 2,2 2,9 2,9 2,3
Kosovo 4,1 3,5 3,5 3,5
Rumänien 3,9 4,8 4,9 3,8
Serbien 0,7 2,8 3,0 3,0
Südosteuropa 3,2 4,0 4,1 3,5
Russland - 2,8 - 0,2 1,0 1,5
Belarus - 3,8 - 2,6 0,5 1,5
Ukraine - 9,8 2,3 1,5 3,0
Osteuropa - 3,3 - 0,1 1,0 1,6
Österreich 1,0 1,5 2,2 1,7
Deutschland 1,5 1,8 1,7 1,5
Eurozone 2,0 1,8 2,1 1,7

Entwicklung des realen BIP – Veränderung zum Vorjahr in Prozent

Quelle: Raiffeisen Research

Wesentliche Ereignisse

Verschmelzung mit RZB AG abgeschlossen

Nachdem die außerordentliche Hauptversammlung der RBI AG im Jänner 2017 der Verschmelzung mit der Raiffeisen Zentralbank Österreich AG (RZB AG) mit 99,4 Prozent zugestimmt hatte, wurde die Verschmelzung am 18. März 2017 im Firmenbuch eingetragen und ist somit rechtswirksam. Im Rahmen der ebenfalls im Firmenbuch eingetragenen Kapitalerhöhung der RBI AG wurden den Aktionären der RZB AG als Gegenleistung zur Abfindung des durch die Verschmelzung übertragenen Vermögens neue Aktien gewährt. Die Gesamtzahl der begebenen Aktien der RBI AG beträgt daher nunmehr 328.939.621 Stück statt bisher 292.979.038 Stück.

Mit der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG erhöhte sich die Anzahl der konsolidierten Unternehmen um 175 Finanzdienstleister und Spezialgesellschaften. Der Verschmelzungseffekt im Eigenkapital belief sich auf € 519 Millionen. Nähere Details sind im Abschnitt Konsolidierungskreis und in der Eigenkapitalveränderungsrechnung im Anhang erläutert.

Mit der Eintragung der Verschmelzung im Firmenbuch wurde auch die Bestellung des neuen Vorstands wirksam, der sich nun wie folgt zusammensetzt: Johann Strobl (CEO), Klemens Breuer (stellvertretender CEO sowie Retail Banking & Markets), Martin Grüll (CFO), Andreas Gschwenter (COO/CIO), Peter Lennkh (Corporate Banking) und Hannes Mösenbacher (CRO).

Platzierung von zusätzlichem Kernkapital (AT1)

Zur weiteren Optimierung ihrer Kapitalstruktur platzierte die RBI Ende Juni 2017 mit Valuta 5. Juli 2017 zusätzliches Kernkapital (AT1) im Volumen von € 650 Millionen mit unbegrenzter Laufzeit. Der Kupon beträgt bis Dezember 2022 6,125 Prozent p. a. und wird danach neu festgesetzt. Kuponzahlungen an den halbjährlich vorgesehenen Kuponterminen 15. Dezember und 15. Juni eines jeden Jahres sind diskretionär. Das AT1 wird aufgrund der Emissionsbedingungen nach IFRS als Eigenkapital klassifiziert. Aufgrund des Valutadatums erfolgt die Einbeziehung des AT1 erst im dritten Quartal. Die Tier 1 Ratio (transitional) würde sich bei Einbeziehung bereits zu Ende des ersten Halbjahres um 94 Basispunkte erhöhen.

Ergebnis- und Finanzentwicklung

Im März 2017 erfolgte die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG. Damit wurden die Bilanz- und Ergebnisbestandteile sowie die konsolidierten Tochtergesellschaften der RZB AG in den RBI-Konzern integriert. Die Einbeziehung erfolgte am 24. Jänner 2017 nach den Beschlüssen der außerordentlichen Hauptversammlungen. Aus Wesentlichkeitsgründen wurden die Effekte der Umstellung zum 1. Jänner 2017 dargestellt. Die Zahlen für die Vorjahresvergleichsperiode sowie für den Vorjahresvergleichsstichtag werden in diesem Kapitel als Pro-forma-Werte so dargestellt, als ob das fusionierte Unternehmen bereits im Vorjahr in dieser Form existiert hätte. Insbesondere wurden in der Erfolgsrechnung alle Effekte im Zusammenhang mit dem Verkauf und der Bewertung der UNIQA Insurance Group AG eliminiert. Die Pro-forma-Werte wurden weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Vergleichswerte im Kapitel Konzernabschluss sind gemäß IFRS dagegen auf Basis der publizierten Vorjahreszahlen auszuweisen.

Im ersten Halbjahr 2017 stand die sehr erfreuliche Entwicklung der Kreditrisikovorsorgen im Fokus: Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen lagen mit minus 81 Prozent deutlich unter dem Level des Vorjahres. Dabei wirkte sich nicht zuletzt die gute makroökonomische Gesamtsituation positiv auf die notleidenden Kredite aus. Die NPL Ratio lag zur Jahresmitte bei 7,3 Prozent, das sind um 1,3 Prozentpunkte weniger als zu Jahresbeginn. Dies gelang durch Reduktion der notwendigen Vorsorgen für ausgefallene Kredite sowie durch Ausbuchung uneinbringlicher Kreditforderungen. Zudem konnten notleidende Kredite in Höhe von € 469 Millionen mit einem Buchgewinn veräußert werden. Das zinstragende Bilanzvolumen des Konzerns erhöhte sich aufgrund einer Zunahme der kurzfristigen Forderungen um 1 Prozent und stand neben moderatem Kreditwachstum in einigen Märkten im Zeichen der Optimierung der Liquiditätsposition. Das Konzernergebnis verbesserte sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um € 352 Millionen auf € 587 Millionen. Hauptgrund dafür war die Verringerung der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um € 327 Millionen auf € 76 Millionen. Auch das um € 96 Millionen gesteigerte Betriebsergebnis lieferte einen wesentlichen Beitrag zur Ergebnisverbesserung.

Die Betriebserträge verzeichneten im Jahresvergleich einen Zuwachs um 5 Prozent oder € 129 Millionen auf € 2.597 Millionen, zu dem alle Ergebniskomponenten beitrugen. Im Zinsergebnis etwa waren neben Fremdwährungseffekten in Russland auch Optimierungen der Liquiditätsposition für die Verbesserung der Zinsmarge verantwortlich. Der um 1 Prozent auf € 1.588 Millionen gestiegene Zinsüberschuss war getragen von der um 6 Basispunkte auf 2,46 Prozent verbesserten Zinsmarge. Auch der Provisionsüberschuss (plus € 69 Millionen) und das Handelsergebnis (plus € 45 Millionen) verbesserten sich, unterstützt von Aufwertungseffekten des russischen Rubels und höheren Erlösen aus dem Zahlungsverkehr.

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Wesentlichen aufgrund der Aufwertung des russischen Rubels im Jahresvergleich um € 32 Millionen auf € 1.573 Millionen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter nahm dabei im Jahresabstand um 2.904 Vollzeitäquivalente auf 50.330 ab. Dennoch stieg der Personalaufwand aufgrund der Währungsentwicklung um 2 Prozent auf € 780 Millionen. Auch der Sachaufwand wies einen Zuwachs um 3 Prozent oder € 16 Millionen auf € 636 Millionen auf. Dies lag vorwiegend an einem Anstieg der regulatorischen Aufwendungen um € 7 Millionen, während die Raumaufwendungen aufgrund von Filialschließungen im Vorjahr rückläufig waren. Die regulatorisch bedingten Aufwendungen für Einlagensicherung und Abwicklungsfonds betrugen in Summe € 113 Millionen, nach € 105 Millionen im Jahr zuvor. Die Zahl der Geschäftsstellen reduzierte sich im Jahresabstand um 232 auf 2.425, im Wesentlichen aufgrund des Optimierungsprogramms und des Verkaufs der Leasingaktivitäten in Polen (minus 82) sowie fortlaufender Filialoptimierungen in der Ukraine (minus 73).

Die Bilanzsumme wuchs seit Jahresbeginn um € 3.798 Millionen auf € 138.603 Millionen. Das Kreditvolumen an Kunden stieg dabei um € 1.332 Millionen auf € 81.101 Millionen. Bei den kurzfristigen Positionen in Form von Pensions- und Wertpapierleihgeschäften ergab sich ein Anstieg um € 1.177 Millionen auf € 2.651 Millionen. Somit ergab sich bei den Krediten an Firmenkunden (große und mittelgroße Firmenkunden) ein Rückgang um 2 Prozent oder € 881 Millionen auf € 44.624 Millionen. Die Forderungen an Retail-Kunden (Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe) stiegen um 3 Prozent oder € 1.051 Millionen auf € 33.068 Millionen. Dabei wurden die größten Zuwächse in Tschechien, der Slowakei und Russland verzeichnet.

Das Eigenkapital inklusive des Kapitals nicht beherrschender Anteile verzeichnete einen Anstieg um € 1.002 Millionen auf € 10.234 Millionen, wovon € 519 Millionen auf die Verschmelzung von RBI AG und RZB AG zurückgingen. Neben dem Ergebnis nach Steuern in Höhe von € 656 Millionen ergab das sonstige Ergebnis ein Minus von € 93 Millionen, das im Wesentlichen aus dem Bewertungsergebnis aus zum Marktwert bewerteten eigenen Verbindlichkeiten von minus € 86 Millionen bestand. Dieses wird seit dem Geschäftsjahr 2017 aufgrund der vorzeitigen Anwendung von IFRS 9.7.1.2 im sonstigen Ergebnis (statt wie zuvor in der Erfolgsrechnung) ausgewiesen.

Auf Seite des regulatorischen Kapitals veränderten sich die wesentlichen Kennzahlen wie folgt: Das harte Kernkapital nach Abzugsposten betrug zum Periodenende € 8.936 Millionen und war damit um € 332 Millionen höher als zum Jahresende 2016. Die gesamten Eigenmittel nach CRR betrugen € 12.100 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg um € 296 Millionen im Vergleich zum Jahresendwert 2016. Die Risikoaktiva (gesamt) wurden um € 1.110 Millionen auf € 69.021 Millionen erhöht. Bezogen auf das Gesamtrisiko ergaben sich zum 30. Juni 2017 eine Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) von 12,9 Prozent und eine Eigenmittelquote (transitional) von 17,5 Prozent. Ohne Berücksichtigung der in der CRR definierten Übergangsbestimmungen lagen die Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) bei 12,8 Prozent und die Eigenmittelquote (fully loaded) bei 17,4 Prozent.

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
pro forma
Veränderung 1.1.- 30.6.2016
veröffentlicht
Zinsüberschuss 1.588 1.567 21 1.455
Provisionsüberschuss 842 773 69 719
Handelsergebnis 133 88 45 84
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 34 41 - 7 25
Betriebserträge 2.597 2.469 129 2.284
Personalaufwand - 780 - 767 - 12 - 701
Sachaufwand - 636 - 620 - 16 - 569
davon regulatorischer Sachaufwand - 113 - 105 - 7 - 103
Abschreibungen - 158 - 153 - 4 - 142
Verwaltungsaufwendungen - 1.573 - 1.541 - 32 - 1.412
Betriebsergebnis 1.024 928 96 871
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 76 - 403 327 - 403
Übrige Ergebnisse - 99 - 51 - 48 - 18
Ergebnis vor Steuern 849 474 375 450
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 193 - 177 - 16 - 182
Ergebnis nach Steuern 656 297 359 268
Ergebnis nicht beherrschender Anteile - 68 - 61 - 8 - 58
Konzernergebnis 587 236 352 210

Ergebnis im Vorjahresvergleich

Die Pro-forma-Werte wurden weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Betriebserträge

Zinsüberschuss

In den ersten sechs Monaten 2017 erhöhte sich der Zinsüberschuss im Vergleich mit dem ersten Halbjahr 2016 um 1 Prozent oder € 21 Millionen auf € 1.588 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein währungsbedingter Anstieg des Zinsüberschusses in Russland um € 52 Millionen, während es in anderen Märkten aufgrund des anhaltend tiefen Zinsniveaus zu leichten Rückgängen kam.

Die Nettozinsspanne erhöhte sich im Jahresabstand um 6 Basispunkte auf 2,46 Prozent, vorwiegend zurückzuführen auf die Wechselkursentwicklung im Segment Osteuropa.

Im Segment Zentraleuropa nahm der Zinsüberschuss um 39 Prozent oder € 132 Millionen auf € 471 Millionen zu. Dieser Anstieg resultierte hauptsächlich aus der Umgliederung Polens aus dem Segment Non-Core in das Segment Zentraleuropa (€ 131 Millionen). In Ungarn stieg der Zinsüberschuss vorwiegend aufgrund liquiditätsbedingter Optimierungen um € 7 Millionen. In der Slowakei sorgten niedrigere Zinssätze für einen Rückgang des Zinsüberschusses um € 8 Millionen. Im Segment Südosteuropa sank der Zinsüberschuss um 2 Prozent oder € 8 Millionen auf € 364 Millionen. Dabei verzeichneten alle Länder des Segments – mit Ausnahme von Rumänien (plus € 2 Millionen) – einen Rückgang des Zinsüberschusses. Im Segment Osteuropa wiederum stieg der Zinsüberschuss um 14 Prozent oder € 56 Millionen auf € 474 Millionen. Den größten Zuwachs gab es hier mit einem währungsbedingten Anstieg um € 52 Millionen in Russland. In der Ukraine trat ebenfalls ein Anstieg des Zinsüberschusses um € 8 Millionen ein, hauptsächlich bedingt durch Zinsanpassungen bei Kundeneinlagen. Im Segment Group Corporates & Markets war der Zinsüberschuss aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus sowie vorzeitiger Rückzahlungen von Krediten weiterhin rückläufig (Rückgang um € 19 Millionen).

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss verbesserte sich aufgrund der Währungsaufwertungen in Osteuropa und höherer Umsätze im Jahresabstand um 9 Prozent oder € 69 Millionen auf € 842 Millionen. Den größten Zuwachs verzeichnete dabei das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, das volumen- und margenbedingt vor allem im Kreditkartengeschäft in Russland, der Ukraine, dem Kosovo sowie der RBI AG um 15 Prozent oder € 45 Millionen auf € 354 Millionen zunahm. Ebenso legte das Ergebnis aus dem Wertpapiergeschäft um € 12 Millionen auf € 74 Millionen zu, die stärksten Beiträge stammten hier aus der RBI AG, der Raiffeisen Centrobank AG und aus Russland. Das Ergebnis aus der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds stieg aufgrund höherer Volumina überwiegend in der Raiffeisen Capital Management sowie in Kroatien um € 6 Millionen auf € 86 Millionen. Auch das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft wuchs – vorrangig durch die Wechselkursentwicklung in Russland – um 2 Prozent oder € 4 Millionen auf € 190 Millionen.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis nahm gegenüber der Vorjahresperiode um € 45 Millionen auf € 133 Millionen zu. Dabei erhöhte sich das Ergebnis aus dem aktien- und indexbasierten Geschäft dank höherer Umsätze aus der Emissions- und Absatztätigkeit von Zertifikaten (insbesondere Teilschutz- sowie Garantiezertifikate) in der Raiffeisen Centrobank AG um € 39 Millionen auf € 14 Millionen. Im währungsbezogenen Geschäft ergab sich ein Ergebnisanstieg um € 22 Millionen auf € 71 Millionen. Hauptgründe dafür waren Bewertungsgewinne aus derivativen Finanzinstrumenten und Fremdwährungspositionen in Russland und der RBI AG, ein Anstieg in Tschechien bedingt durch die Aufhebung des Mindestkurses für die tschechische Krone sowie eine im Vergleich zum Vorjahr geringere Währungsabwertung der ukrainischen Hryvna. Dagegen verzeichnete Belarus durch bewertungsbedingt geringere Ergebnisse aus offenen Devisenpositionen einen Rückgang um € 5 Millionen, dasselbe gilt für Polen und Kroatien. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft reduzierte sich – primär aufgrund geringerer Zins- und Bewertungserträge aus derivativen Finanzinstrumenten und Wertpapierpositionen in der RBI AG, Albanien, Polen und Rumänien – um € 23 Millionen auf € 46 Millionen, während Tschechien hier einen Zuwachs verzeichnete.

Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis verringerte sich gegenüber den ersten sechs Monaten 2016 um € 7 Millionen auf € 34 Millionen. Dem lagen Veränderungen diverser Einzelpositionen zugrunde. So ergab sich in Tschechien aufgrund des Verkaufs des Card Acquiring Business in der Vergleichsperiode des Vorjahres ein niedrigeres Ergebnis (€ 8 Millionen). In Polen entfielen die Erlöse aus Leasingtätigkeiten in Höhe von € 5 Millionen infolge der Endkonsolidierung der polnischen Leasinggesellschaft. Weiters wurde in Ungarn ein um € 6 Millionen niedrigeres Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten verbucht. In Rumänien konnten hingegen Rückstellungen für Rechtsfälle in Höhe von € 6 Millionen aufgelöst werden. Schließlich ging in der RBI AG und in Ungarn der Aufwand aus sonstigen Steuern um € 10 Millionen zurück.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen im Vergleich zur Vorjahresperiode überwiegend währungsbedingt um € 32 Millionen auf € 1.573 Millionen. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich – vorwiegend aufgrund der gestiegenen Betriebserträge – um 1,8 Prozentpunkte auf 60,6 Prozent.

Personalaufwand

Der Anstieg des Personalaufwands, der im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 um 2 Prozent oder € 12 Millionen auf € 780 Millionen zunahm, resultierte überwiegend aus höheren Personalaufwendungen in Russland (plus € 27 Millionen), die vor allem auf die Währungsaufwertung des russischen Rubels und nur zu einem geringeren Teil auf eine gestiegene Mitarbeiteranzahl zurückzuführen waren. In Polen hingegen war durch den Verkauf der Leasinggesellschaft sowie aufgrund von Optimierungsmaßnahmen der Bank ein Rückgang der Personalaufwendungen um € 13 Millionen auf € 64 Millionen zu verzeichnen.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (ausgedrückt in Vollzeitäquivalenten) sank im Jahresabstand um 2.904 auf 50.330. Den größten Rückgang gab es in der Ukraine (minus 1.411), zu weiteren Reduktionen kam es aufgrund von Endkonsolidierungen.

Sachaufwand

Der Sachaufwand stieg um 3 Prozent oder € 16 Millionen auf € 636 Millionen. Dies lag an den Beiträgen zum Bankenabwicklungsfonds (Anstieg um € 12 Millionen), die im ersten Quartal für das Gesamtjahr gebucht wurden. Darüber hinaus stieg der Werbe- und Repräsentationsaufwand aufgrund einer Werbekampagne für die Einführung einer neuen Mobil-Applikation in Russland um € 11 Millionen. Dem stand ein Rückgang des Raumaufwands um € 13 Millionen gegenüber, hervorgerufen durch höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung von asiatischen Filialen im Vorjahr und einen Rückgang aufgrund einer Standortverlegung in Polen.

Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich infolge einer Wertminderung auf Gebäude im Portfolio des Raiffeisen Immobilienfonds um 3 Prozent oder € 4 Millionen auf € 158 Millionen.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen gingen im Vergleich zur Vorjahresperiode um insgesamt 81 Prozent oder € 327 Millionen auf € 76 Millionen zurück. Hervorgerufen wurde dies in erster Linie durch niedrigere Nettodotierungen zu Einzelwertberichtigungen, die sich insgesamt um € 328 Millionen auf € 105 Millionen verringerten. Bei den Portfolio-Wertberichtigungen ergab sich in der Berichtsperiode eine Nettoauflösung von € 11 Millionen, nach € 27 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres. Die Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten stiegen im Jahresabstand – vor allem in Polen – um € 15 Millionen auf € 17 Millionen. Von den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen entfielen in der Berichtsperiode € 54 Millionen auf Firmenkunden (Vorjahresvergleichsperiode € 290 Millionen) und € 51 Millionen auf Retail-Kunden (Vorjahresvergleichsperiode € 104 Millionen).

Die größten Rückgänge bei den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen wurden mit einer Reduktion um € 129 Millionen auf € 38 Millionen in der RBI AG und mit einer Abnahme um € 52 Millionen auf € 11 Millionen in Russland verzeichnet. Dies ist darauf zurückzuführen, dass in der Vorjahresperiode höhere Nettodotierungen vor allem für größere Einzelfälle im Firmenkundenbereich erforderlich gewesen waren. Auch in der Ukraine verbesserten sich die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen deutlich, vor allem gestützt durch Verkäufe notleidender Kredite. Hier kam es in der Berichtsperiode zu Nettoauflösungen von € 36 Millionen, nachdem in der Vergleichsperiode des Vorjahres Nettodotierungen von € 6 Millionen gebildet worden waren. In Albanien kam es in der Berichtsperiode zu einer Nettoauflösung von € 10 Millionen, in der Vergleichsperiode waren hingegen durch den Ausfall einiger Großkunden € 35 Millionen netto dotiert worden. Die Risikosituation verbesserte sich auch in Ungarn mit einer Nettoauflösung von € 41 Millionen in der Berichtsperiode (Vergleichsperiode: Nettodotierung von € 2 Millionen), in Tschechien mit einer Reduktion der Nettodotierungen um € 23 Millionen auf € 4 Millionen und in Belarus mit einem Rückgang der Nettodotierungen um € 10 Millionen auf nahezu Null. Hingegen führte der Ausfall eines Großkunden in Kroatien zu einem Anstieg der Nettodotierungen um € 30 Millionen auf € 39 Millionen. In Rumänien stiegen die Nettodotierungen für Retail- und Firmenkunden um € 20 Millionen auf € 46 Millionen. Der Großteil davon war auf eine Rückstellung für freiwillige Konvertierungsangebote bei Schweizer-Franken-Krediten zurückzuführen. In Polen war vor allem eine schlechtere Einbringungsquote bei Hypothekarkrediten im Retail-Kundengeschäft für einen Anstieg der Nettodotierungen verantwortlich, der durch Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten in Höhe von € 14 Millionen jedoch teilweise ausgeglichen wurde.

Der Bestand an notleidenden Kundenkrediten sank seit Jahresbeginn um € 978 Millionen auf € 5.933 Millionen. Die Währungsentwicklung war dabei für einen Rückgang um € 136 Millionen verantwortlich, sodass sich der tatsächliche Bestand an notleidenden Krediten währungsbereinigt um € 841 Millionen reduzierte. Neben Verkäufen notleidender Kredite kam es insbesondere zu Ausbuchungen uneinbringlicher Kreditforderungen. Die größten Rückgänge wurden im Segment Group Corporates & Markets (minus € 418 Millionen), in der Ukraine (minus € 272 Millionen), in Ungarn (minus € 105 Millionen), in Albanien (minus € 38 Millionen), in Tschechien (minus € 34 Millionen) und in Bulgarien (minus € 26 Millionen) verzeichnet. Zu Anstiegen kam es hingegen in Kroatien (plus € 65 Millionen). Die NPL Ratio verbesserte sich gegenüber dem Jahresultimo um 1,3 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent. Den notleidenden Krediten standen Wertberichtigungen in Höhe von € 4.184 Millionen gegenüber. Daraus resultierte eine NPL Coverage Ratio von 70,5 Prozent nach 75,2 Prozent zum Jahresultimo 2016.

Die Neubildungsquote, berechnet auf Grundlage des durchschnittlichen Volumens an Kundenforderungen, lag mit 0,19 Prozent deutlich unter dem Vorjahresvergleichswert von 0,99 Prozent.

Übrige Ergebnisse

Die Position übrige Ergebnisse, die sich aus dem Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, dem Ergebnis aus Finanzinvestitionen, den in den sonstigen betrieblichen Erträgen/Aufwendungen ausgewiesenen Bankenabgaben, Sondereffekten, Firmenwertabschreibungen und Erträgen aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge sowie dem Ergebnis aus Endkonsolidierungen zusammensetzt, sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 48 Millionen auf minus € 99 Millionen.

Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten stieg von minus € 201 Millionen in der Vorjahresperiode auf plus € 26 Millionen in der Berichtsperiode. Für diesen Anstieg waren verbesserte Bewertungsergebnisse aus Bankbuchderivaten – vor allem Interest Rate Swaps zur Absicherung von Staatsanleihen im Fair-Value-Wertpapierportfolio – sowie aus eigenen Emissionen verantwortlich.

Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen sank gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um € 346 Millionen auf minus € 58 Millionen. Ausschlaggebend dafür waren vor allem ein negatives Bewertungsergebnis aus Staatsanleihen, das durch Interest Rate Swaps abgesichert wurde, und im Vorjahr erzielte Erlöse aus dem Verkauf von Visa-Aktien (€ 132 Millionen).

Bankenabgaben und Sondereffekte

Der Aufwand für Bankenabgaben sank im Jahresvergleich um € 4 Millionen auf € 88 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein Rückgang der Aufwendungen in Ungarn um € 6 Millionen, der aus der Änderung der Berechnungsgrundlage resultierte.

In Rumänien erfolgte aufgrund der Entscheidung des Verfassungsgerichts, dass das so genannte "Walkaway Law" nicht retrospektiv anwendbar ist, im ersten Quartal 2017 die Auflösung der hierfür gebildeten Rückstellung im Ausmaß von € 22 Millionen.

Ergebnis aus Endkonsolidierungen

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen lag in der Berichtsperiode unter € 1 Million (Vorjahresperiode: € 6 Millionen). Die Endkonsolidierungen in der Berichtsperiode erfolgten überwiegend aufgrund von Unwesentlichkeit.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der Ertragsteueraufwand stieg im Jahresvergleich um 9 Prozent oder € 16 Millionen auf € 193 Millionen. Die Steuerquote ging hingegen von 37 Prozent in der Vorjahresperiode auf 23 Prozent zurück. Hauptgrund dieser deutlichen Reduktion war die Nutzung von nicht aktivierten Verlustvorträgen in einigen Konzerneinheiten (RBI AG, Ungarn, Albanien) mit deutlich höheren Periodenergebnissen. Überdies sank die Steuerquote in Polen, nachdem es in der Vorperiode durch den konzerninternen Verkauf der polnischen Leasinggesellschaft zu einem höheren Steueraufwand gekommen war.

in € Millionen Q2/2017 Q1/2017 Veränderung Zinsüberschuss 792 796 - 4 - 0,6% Provisionsüberschuss 433 409 24 5,8% Handelsergebnis 69 64 5 7,7% Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 6 28 - 22 - 78,2% Betriebserträge 1.300 1.298 2 0,2% Personalaufwand - 392 - 388 - 3 0,8% Sachaufwand - 286 - 350 65 - 18,4% davon regulatorischer Sachaufwand - 16 - 97 81 - 83,7% Abschreibungen - 81 - 76 - 5 6,6% Verwaltungsaufwendungen - 758 - 815 56 - 6,9% Betriebsergebnis 541 483 58 12,0% Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 4 - 80 83 – Übrige Ergebnisse - 26 - 73 48 - 64,9% Ergebnis vor Steuern 519 330 189 57,4% Steuern vom Einkommen und Ertrag - 118 - 75 - 44 58,3% Ergebnis nach Steuern 401 255 146 57,1% Ergebnis nicht beherrschender Anteile - 34 - 35 1 - 3,4% Konzernergebnis 367 220 147 66,7%

Ergebnis im Quartalsvergleich

Betriebserträge

Zinsüberschuss

Im Vergleich zum ersten Quartal 2017 sank der Zinsüberschuss im zweiten Quartal 2017 um 1 Prozent oder € 4 Millionen auf € 792 Millionen, die Zinserträge blieben angesichts des unverändert niedrigen Zinsniveaus in den Märkten der RBI weiterhin unter Druck. Zudem ergab sich im ersten Quartal 2017 ein Einmaleffekt in Höhe von € 15 Millionen beim Ergebnisbeitrag atequity bewerteter Unternehmen. Die Nettozinsspanne (gerechnet auf die zinstragenden Aktiva) reduzierte sich im Quartalsvergleich um 6 Basispunkte auf 2,43 Prozent.

Provisionsüberschuss

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich gegenüber dem ersten Quartal um 6 Prozent oder € 24 Millionen auf € 433 Millionen. Dieser Anstieg basierte größtenteils auf saisonbedingt höheren Umsätzen. Den größten Zuwachs verzeichnete mit einer Zunahme um 11 Prozent oder € 19 Millionen auf € 186 Millionen das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr, hervorgerufen durch höhere Volumina vorrangig in Russland, Rumänien sowie Bosnien und Herzegowina. Das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten erhöhte sich um € 8 Millionen auf € 21 Millionen, die stärksten Zuwächse verzeichneten dabei Russland und Rumänien. Auch das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft legte – ebenfalls aufgrund saisonaler Einflüsse in Russland, Polen und Rumänien – um 5 Prozent oder € 5 Millionen auf € 98 Millionen zu. Dagegen verringerte sich das Ergebnis aus dem Kredit- und Garantiegeschäft um € 7 Millionen auf € 36 Millionen. Rückgänge ergaben sich hier vor allem in Russland und Rumänien, während die RBI AG sowie das österreichische Bausparkassengeschäft Zuwächse verzeichneten.

Handelsergebnis

Das Handelsergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorquartal um 8 Prozent oder € 5 Millionen auf € 69 Millionen. Dabei stieg das Ergebnis aus dem aktien- und indexbasierten Geschäft um € 16 Millionen, der aus höheren Umsätzen aus der Emissionsund Absatztätigkeit von Zertifikaten (insbesondere Teilschutz- sowie Garantiezertifikate) in der Raiffeisen Centrobank resultierte. Dagegen reduzierte sich das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft um € 14 Millionen auf € 16 Millionen, vorwiegend hervorgerufen durch Bewertungsverluste aus Wertpapierpositionen sowie aus derivativen Finanzinstrumenten in der RBI AG, Albanien und Russland. Das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft verbesserte sich um € 7 Millionen auf € 39 Millionen, in erster Linie begründet durch Bewertungsgewinne aus derivativen Finanzinstrumenten und Fremdwährungspositionen in Russland und in Tschechien, wo der Mindestkurs für die tschechische Krone aufgehoben wurde. Dem standen Bewertungsverluste aus Fremdwährungspositionen vor allem in Albanien und Ungarn gegenüber.

Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis

Im zweiten Quartal 2017 verringerte sich das laufende sonstige betriebliche Ergebnis im Vergleich zum Vorquartal um € 22 Millionen auf € 6 Millionen. Hauptverantwortlich dafür waren Auflösungen von Rückstellungen für Rechtsfälle im ersten Quartal sowie diverse Einzelpositionen und Konsolidierungseffekte.

Verwaltungsaufwendungen

Mit € 758 Millionen lagen die Verwaltungsaufwendungen im zweiten Quartal 2017 um 7 Prozent oder € 56 Millionen unter dem Wert des Vorquartals.

Dabei sank der Sachaufwand um 18 Prozent oder € 65 Millionen auf € 286 Millionen. Dieser Rückgang basierte auf den Beiträgen zum Bankenabwicklungsfonds sowie zur Einlagensicherung, die aufgrund spezifischer Bestimmungen bereits im ersten Quartal für das Gesamtjahr verbucht worden waren (€ 79 Millionen).

Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich im Quartalsvergleich um 7 Prozent oder € 5 Millionen auf € 81 Millionen, vorwiegend zurückzuführen auf Wertminderungen von Gebäuden im Portfolio des Raiffeisen Immobilienfonds.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beliefen sich im ersten Quartal 2017 auf € 80 Millionen, im zweiten Quartal wurde hingegen eine Nettoauflösung von € 4 Millionen verbucht. Die Kreditrisikosituation verbesserte sich dabei in folgenden Konzerneinheiten bzw. Ländern: In der RBI AG wurde ein Rückgang um € 26 Millionen auf € 6 Millionen verzeichnet, verantwortlich dafür waren höhere Nettodotierungen im ersten Quartal aufgrund von Ratingverschlechterungen einiger Firmenkunden. In Rumänien sanken die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um € 18 Millionen auf € 14 Millionen, im ersten Quartal war hier der Vorsorgebedarf für die freiwillige Konvertierung von Schweizer-Franken-Krediten deutlich höher ausgefallen. In Albanien wurden Nettoauflösungen von € 11 Millionen vor allem im Firmenkundenbereich verbucht, während im ersten Quartal eine Nettodotierung von € 1 Million ausgewiesen worden war. In Ungarn erhöhten sich die Nettoauflösungen um € 12 Millionen auf € 26

Millionen, zurückzuführen vor allem auf den Firmenkundenbereich. In Kroatien hingegen war der Ausfall eines Großkunden für einen Anstieg der Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen um € 25 Millionen auf € 32 Millionen verantwortlich.

Der Bestand an notleidenden Kundenkrediten sank im zweiten Quartal um € 876 Millionen auf € 5.933 Millionen, im Vorquartal hatte der Rückgang € 102 Millionen betragen. Aus der Währungsentwicklung resultierte im zweiten Quartal ein Rückgang um € 148 Millionen. Damit lag der währungsbereinigte Rückgang bei € 728 Millionen, wovon der größte Teil auf die Ausbuchung uneinbringlicher Kreditforderungen entfiel. Die größten Reduktionen wurden dabei im Segment Group Corporates & Markets (minus € 444 Millionen), in der Ukraine (minus € 135 Millionen), in Ungarn (minus € 90 Millionen) und in Albanien (minus € 34 Millionen) verzeichnet. Zu Anstiegen kam es hingegen in Kroatien (plus € 32 Millionen). Die NPL Ratio ging im Quartalsvergleich um 1,0 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent zurück, gleichzeitig sank jedoch auch die NPL Coverage Ratio von 74,0 Prozent auf 70,5 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse verbesserten sich von minus € 73 Millionen im ersten Quartal 2017 um € 48 Millionen auf minus € 26 Millionen im zweiten Quartal 2017.

Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten stieg durch die Bewertung von Bankbuchderivaten und eigenen Emissionen gegenüber dem Vorquartal um € 9 Millionen auf € 18 Millionen.

Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verbesserte sich im Quartalsvergleich um € 6 Millionen auf minus € 26 Millionen. Dieser Anstieg resultierte im Wesentlichen aus der Bewertung von Wertpapieren des Fair-Value-Bestands und aus geringeren Wertberichtigungen auf Beteiligungen. Dem stand ein niedrigeres Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren des Portfolios mit bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren gegenüber.

Bankenabgaben und Sondereffekte

Die Bankenabgaben betrugen im zweiten Quartal 2017 € 17 Millionen (Vorquartal: € 71 Millionen). Der größte Rückgang ergab sich hier durch die Sonderzahlung der RBI AG in Höhe von € 41 Millionen im ersten Quartal 2017. Dies war die erste von insgesamt vier jährlichen Zahlungen, die gemäß den zugrunde liegenden Bestimmungen jeweils zur Gänze im ersten Quartal zu buchen sind. Auch in Ungarn wurden mit € 13 Millionen im ersten Quartal 2017 bereits die Bankenabgaben für das Gesamtjahr verbucht.

In Rumänien kam es im ersten Quartal 2017 im Zusammenhang mit dem so genannten "Walkaway Law" zur Auflösung der hierfür gebildeten Rückstellung im Ausmaß von € 22 Millionen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die Ertragsteuern stiegen im Quartalsvergleich um € 44 Millionen auf € 118 Millionen, vor allem hervorgerufen durch höhere steuerbare Gewinne in Polen, Tschechien und Rumänien und die im zweiten Quartal verbuchte Quellensteuer auf Dividendenerträge in der RBI AG. In Kroatien stieg der Steueraufwand infolge der Nutzung von aktivierten Verlustvorträgen.

Bilanz

Die Bilanzsumme der RBI nahm seit Jahresbeginn um € 3.798 Millionen auf € 138.603 Millionen zu. Die Währungsentwicklung – vor allem die Abwertung des russischen Rubels um 5 Prozent und des US-Dollars um 8 Prozent – bewirkte dabei einen Rückgang um € 1.086 Millionen.

Aktiva

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016
pro forma
Anteil 31.12.2016
veröffentlicht
Anteil
Forderungen an Kreditinstitute (nach
Kreditrisikovorsorgen)
12.839 9,3% 10.931 8,1% 9.850 8,8%
Forderungen an Kunden (nach
Kreditrisikovorsorgen)
76.917 55,5% 74.574 55,3% 65.609 58,7%
Wertpapiere und Beteiligungen 22.986 16,6% 24.524 18,2% 16.972 15,2%
Übrige Aktiva 25.861 18,7% 24.775 18,4% 19.433 17,4%
Aktiva gesamt 138.603 100,0% 134.804 100,0% 111.864 100,0%

Die Pro-forma-Werte wurden weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Die Forderungen an Kreditinstitute vor Abzug der Kreditrisikovorsorgen erhöhten sich seit Jahresbeginn um 17 Prozent oder € 1.870 Millionen auf € 12.851 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war ein Anstieg kurzfristiger Positionen in Form von Pensions- und Wertpapierleihgeschäften, vor allem in der RBI AG, um insgesamt € 2.154 Millionen auf € 5.528 Millionen.

Die Forderungen an Kunden vor Abzug der Kreditrisikovorsorgen stiegen um 2 Prozent oder € 1.332 Millionen auf € 81.101 Millionen. Dabei erhöhten sich die kurzfristigen Positionen in Form von Pensions- und Wertpapierleihgeschäften um € 1.177 Millionen auf € 2.651 Millionen. Somit ergab sich bei den Krediten an Firmenkunden (große und mittelgroße Firmenkunden) ein Rückgang um 2 Prozent oder € 881 Millionen auf € 44.624 Millionen. Die größten Rückgänge wurden dabei in der RBI AG aufgrund planmäßiger bzw. vorzeitiger Rückzahlungen sowie des rückläufigen US-Dollars, in Russland währungsbedingt und in der Ukraine aufgrund von Kreditverkäufen verzeichnet. Zuwächse ergaben sich in Tschechien und der Slowakei. Die Forderungen an Retail-Kunden (Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe) stiegen um 3 Prozent oder € 1.051 Millionen auf € 33.068 Millionen. Dabei wurden die größten Zuwächse in Tschechien, der Slowakei und Russland verzeichnet.

Die Position Wertpapiere und Beteiligungen ging – vor allem in der RBI AG, Polen und Russland – um € 1.538 Millionen auf € 22.986 Millionen zurück. Der bei den übrigen Aktiva verzeichnete Anstieg resultierte aus der Zunahme der Barreserve in der RBI AG.

Passiva

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016
pro forma
Anteil 31.12.2016
veröffentlicht
Anteil
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
27.458 19,8% 24.060 17,8% 12.816 11,5%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 81.595 58,9% 80.325 59,6% 71.538 64,0%
Eigen- und Nachrangkapital 14.428 10,4% 13.989 10,4% 13.436 12,0%
Übrige Passiva 15.121 10,9% 16.431 12,2% 14.073 12,6%
Passiva gesamt 138.603 100,0% 134.804 100,0% 111.864 100,0%

Die Pro-forma-Werte wurden weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.

Das Refinanzierungsvolumen des Konzerns gegenüber Kreditinstituten (zumeist Geschäftsbanken) stieg – vor allem in der RBI AG – um 14 Prozent oder € 3.399 Millionen auf € 27.458 Millionen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich um 2 Prozent oder € 1.270 Millionen auf € 81.595 Millionen. Hier legten die Einlagen von Firmenkunden um € 273 Millionen auf € 31.696 Millionen zu, hervorgerufen vorwiegend durch Zuwächse in Tschechien und Russland. Die Einlagen von Retail-Kunden wuchsen um € 849 Millionen auf € 48.277 Millionen, insbesondere in Tschechien, der Slowakei und Rumänien.

Die übrigen Passiva reduzierten sich um € 1.309 Millionen auf € 15.121 Millionen. Dabei nahmen die verbrieften Verbindlichkeiten – hauptsächlich durch den geringeren Refinanzierungsbedarf – per Saldo um € 840 Millionen ab, zusätzlich war vor allem in der RBI AG eine Reduktion der negativen Marktwerte der Handels- und Bankbuch-Derivate zu verzeichnen.

Für Informationen zum Funding wird auf Punkt (39) Risiken von Finanzinstrumenten im Risikobericht des Konzernzwischenabschlusses verwiesen.

Bilanzielles Eigenkapital

Aufgrund der Verschmelzung der RZB AG mit der RBI AG kam es im bilanziellen Eigenkapital, das sich aus dem Konzern-Eigenkapital, dem Konzernergebnis und dem Kapital nicht beherrschender Anteile zusammensetzt, zu einem positiven Effekt von € 519 Millionen.

Weiters erhöhte sich das bilanzielle Eigenkapital gegenüber dem Jahresultimo 2016 um 5 Prozent oder € 482 Millionen auf € 10.234 Millionen. Dieser Anstieg war im Wesentlichen auf das im Berichtszeitraum erzielte Gesamtergebnis zurückzuführen.

Das Gesamtergebnis von € 563 Millionen setzte sich aus dem Ergebnis nach Steuern von € 656 Millionen und dem sonstigen Ergebnis von minus € 93 Millionen zusammen. Den größten Posten im sonstigen Ergebnis stellte der Verlust von € 86 Millionen dar, der aus der vorzeitigen Anwendung von IFRS 9.7.1.2 betreffend die Darstellung von Gewinnen und Verlusten aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten resultierte. Ein weiterer negativer Beitrag von € 9 Millionen stammte aus den sonstigen Eigenkapitalveränderungen in at-equity bewerteten Unternehmen. Demgegenüber erhöhte der Cash-Flow Hedge das sonstige Ergebnis um € 6 Millionen.

Eigenmittel gemäß CRR/BWG

Die nachfolgend dargestellten konsolidierten Werte wurden nach den Bestimmungen der Capital Requirements Regulation (CRR) sowie des BWG ermittelt.

Per 30. Juni 2017 betrugen die gesamten Eigenmittel der RBI € 12.100 Millionen. Dies entspricht einem Anstieg um € 296 Millionen im Vergleich zum Jahresendwert 2016. Das harte Kernkapital nach Abzugsposten erhöhte sich im selben Zeitraum um € 332 Millionen, großteils bedingt durch die Berücksichtigung des thesaurierbaren Halbjahresergebnisses 2017. Diesem positiven Effekt stand die Anwendung der Übergangsbestimmungen für 2017 gegenüber, die durch die geänderten Mindesteigenmittelerfordernisse für 2017 jedoch teilweise kompensiert wurde. Neben dem positiven Kapitalbeitrag aufgrund der Verschmelzung der RZB AG mit der RBI AG kam es zu negativen Effekten durch die Aufrechnung konzerninterner Geschäfte. Die ergänzenden Eigenmittel verringerten sich aufgrund des Abreifens von Kapitalinstrumenten um € 36 Millionen auf € 3.164 Millionen.

Den Eigenmitteln stand ein Eigenmittelerfordernis von € 5.522 Millionen gegenüber. Das Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko belief sich dabei auf € 4.503 Millionen und zeigt damit einen Anstieg um € 13 Millionen. Dieser ist vor allem auf Neugeschäft in Tschechien und der Slowakei zurückzuführen, dessen positive Wirkung durch die Abwertung des russischen Rubels im Juni 2017 allerdings teilweise wieder aufgehoben wurde. Das Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten, Waren und Fremdwährungen zeigte einen Anstieg um € 75 Millionen, der zum Großteil auf Währungsschwankungen im internen Modell sowie den Anstieg von Bond-Positionen in Russland zurückzuführen ist. Das Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko blieb konstant bei € 728 Millionen.

Zum Halbjahr wurde der Zwischengewinn auf Grundlage einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer in der Eigenmittelberechnung gemäß den Vorausetzungen der CRR berücksichtigt.

Bezogen auf das Gesamtrisiko ergaben sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) von 12,9 Prozent und eine Eigenmittelquote (transitional) von 17,5 Prozent.

Ohne Berücksichtigung der in der CRR definierten Übergangsbestimmungen ergab sich eine Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) von 12,8 Prozent und eine Eigenmittelquote (fully loaded) von 17,4 Prozent.

Risikomanagement

Für weitere Informationen zum Risikomanagement wird auf Punkt (39) Risiken von Finanzinstrumenten im Risikobericht des Konzernzwischenabschlusses verwiesen.

Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode vor.

Ausblick

Mittelfristig streben wir eine CET1 Ratio (fully loaded) von rund 13 Prozent an.

Nach einer stabilen Entwicklung gehen wir für die nächsten Jahre von einem durchschnittlichen Kreditwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich aus.

Wir erwarten, dass die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 2017 deutlich unter dem Niveau von 2016 (€ 758 Millionen) bleiben aufgrund hoher Rückflüsse und Erlöse aus Verkäufen notleidender Kredite.

Nachdem wir das ursprünglich gesetzte Ziel von rund 8 Prozent frühzeitig erreicht haben, soll die NPL Ratio mittelfristig weiter sinken.

Mittelfristig streben wir unverändert eine Cost/Income Ratio von 50 bis 55 Prozent an.

Wir peilen mittelfristig unverändert einen Return on Equity vor Steuern von rund 14 Prozent und einen Konzern-Return-on-Equity von rund 11 Prozent an.

Segmentbericht

Grundlagen der Segmentierung

Die Segmentberichterstattung der RBI erfolgt gemäß IFRS 8 auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur, wobei als Steuerungseinheit im Konzern jeweils ein Land fungiert. Die Märkte des Konzerns werden dabei zu regionalen Segmenten zusammengefasst, in denen jeweils Länder mit vergleichbarem wirtschaftlichem Charakter und ähnlichen langfristigen Entwicklungserwartungen gebündelt werden.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa: Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn
  • Südosteuropa: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien sowie Serbien
  • Osteuropa: Belarus, Russland und Ukraine
  • Group Corporates & Markets: Österreichische und internationale Firmenkunden, Markets, Financial Institutions & Sovereigns, Geschäft mit Instituten der Raiffeisen Bankengruppe (RBG), Finanzdienstleister und Spezialgesellschaften
  • Corporate Center: Zentrale Steuerungsfunktionen in der RBI AG (z. B. Treasury) sowie sonstige Konzerneinheiten und Minderheitsbeteiligungen (u. a. UNIQA Insurance Group AG, LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG)

Durch die Verschmelzung der RZB AG mit der RBI AG hat sich eine Veränderung der Segmentierung ergeben. Die bisherigen RBI-Segmente Zentraleuropa, Südosteuropa, Osteuropa und Corporate Center wurden um die entsprechenden Anteile aus der RZB erweitert. Neu eingeführt wurde das Segment Group Corporates & Markets für in Österreich gebuchtes operatives Geschäft. Dazu zählen primär das Finanzierungsgeschäft mit von Wien aus betreuten österreichischen und internationalen Firmenkunden, Markets, Financial Institutions & Sovereigns sowie das Geschäft mit RBG-Instituten. Des Weiteren sind in diesem Segment Finanzdienstleister und Spezialgesellschaften enthalten, wie z. B. die Raiffeisen Centrobank, die Kathrein Privatbank, Raiffeisen Leasing, die Raiffeisen Factorbank, die Raiffeisen Bausparkasse und Raiffeisen Capital Management.

Parallel dazu wurde das Segment Non-Core nach Abschluss des Transformationsprogramms im ersten Quartal 2017 aufgelöst und das verbleibende Geschäft auf die regionalen Segmente aufgeteilt.

Damit wurde von einem Mischsystem auf eine ausschließlich regionale Segmentierung umgestellt, da nunmehr alle in einer Region gebuchten operativen Geschäfte in einem Segment zusammengefasst sind.

Die nachfolgende Beschreibung basiert hinsichtlich des Periodenvergleichs auf Pro-forma-Zahlen für das Jahr 2016 (retrospektive Berücksichtigung der Verschmelzung). Die Anpassung der Segmentierung ist in den Pro-forma-Zahlen dagegen nicht berücksichtigt. Der Zusammenschluss der RZB AG mit der RBI AG erfolgte im ersten Quartal 2017.

Zentraleuropa

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2017
1.1.- 30.6.
2016
pro forma
Verände
rung
Q2/2017 Q1/2017 Verände
rung
Zinsüberschuss 471 338 39,1% 235 235 0,0%
Provisionsüberschuss 275 191 43,8% 140 135 3,5%
Handelsergebnis 31 13 140,1% 17 15 14,8%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis - 9 2 - 3 - 6 - 56,7%
Betriebserträge 768 544 41,1% 389 379 2,7%
Verwaltungsaufwendungen - 462 - 323 43,0% - 210 - 253 - 17,1%
Betriebsergebnis 306 221 38,4% 180 126 42,5%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 8 - 33 18 - 9
Übrige Ergebnisse - 40 38 - 14 - 26 - 45,8%
Ergebnis vor Steuern 274 226 21,1% 183 91 101,9%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 41 - 42 - 3,9% - 28 - 12 134,5%
Ergebnis nach Steuern 234 184 26,8% 155 79 96,9%

Durch die Einbeziehung von Polen, das bis Ende 2016 im Segment Non-Core ausgewiesen wurde, sind die Ergebnisse für den Berichtszeitraum mit den Pro-forma-Werten des Vorjahres nicht vergleichbar. Diese Umgliederung erfolgte, da der beabsichtigte Verkauf der polnischen Einheiten im Fall der Bank nicht abgeschlossen werden konnte.

Das Ergebnis nach Steuern des Segments erhöhte sich um € 49 Millionen auf € 234 Millionen, wovon € 25 Millionen auf die oben beschriebene Einbeziehung der polnischen Bank zurückzuführen sind. Darüber hinaus resultiert der Anstieg vorwiegend aus einer Ergebnisverbesserung in Ungarn, die vor allem auf höheren Nettoauflösungen von Kreditrisikovorsorgen beruhte. In Tschechien war ebenfalls eine verbesserte Kreditrisikosituation für eine Erhöhung des Ergebnisses verantwortlich.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss legte im Jahresvergleich um 39 Prozent oder € 132 Millionen auf € 471 Millionen zu. Hauptgrund dafür war die Einbeziehung von Polen, das einen Zinsüberschuss von € 131 Millionen in das Segment einbrachte. In Ungarn stieg der Zinsüberschuss – vorwiegend aufgrund geringerer Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und niedrigerer zinsähnlicher Aufwendungen – um € 7 Millionen. In der Slowakei hingegen sorgten niedrigere Zinssätze für einen Rückgang des Zinsüberschusses um € 8 Millionen. Die Nettozinsspanne des Segments reduzierte sich in Summe um 7 Basispunkte auf 2,23 Prozent. Verantwortlich dafür war nicht zuletzt ein Einmaleffekt in Tschechien im Zusammenhang mit der Aufhebung des Mindestkurses für die tschechische Krone, durch die es im zweiten Quartal zu Überliquiditäten kam. Durch das neu einbezogene Land Polen kam es zu keiner Veränderung der Marge. In Polen selbst verbesserte sich die Marge durch eine Anpassung der Konditionen bei Kundeneinlagen sowie eine Reduktion der Überliquiditäten um 39 Basispunkte.

Der Provisionsüberschuss erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 44 Prozent oder € 84 Millionen auf € 275 Millionen. Aus der Einbeziehung Polens in das Segment resultierte dabei ein positiver Effekt von € 68 Millionen. In Tschechien erhöhte sich der Provisionsüberschuss – vorwiegend aufgrund verbesserter Margen im Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft sowie eines höheren Ergebnisses aus dem Zahlungsverkehr – um € 6 Millionen auf € 66 Millionen. Ungarn verzeichnete ebenfalls einen Anstieg um € 6 Millionen auf € 64 Millionen, hervorgerufen durch margenbedingte Zuwächse und geringere Provisionsaufwände.

Auch das Handelsergebnis wuchs im Jahresabstand um € 18 Millionen auf € 31 Millionen an. In Tschechien war dabei vor allem dank der Aufhebung des Mindestkurses für die tschechische Krone sowie positiver Bewertungsergebnisse aus zinsbasierten Derivaten ein Anstieg um € 16 Millionen auf € 17 Millionen zu verzeichnen. In der Slowakei verbesserte sich das währungsbezogene Geschäft um € 2 Millionen, vorrangig getrieben durch höhere Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis verringerte sich um € 11 Millionen auf minus € 9 Millionen. Dafür verantwortlich war neben der Einbeziehung Polens mit einem negativen Beitrag von € 4 Millionen vor allem ein Rückgang in Tschechien um € 8 Millionen, der aus dem Verkauf des Card Acquiring Business (POS-Terminals) im Vorjahr resultierte.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 43 Prozent oder € 139 Millionen auf € 462 Millionen. Dabei stiegen die Personalaufwendungen um 46 Prozent oder € 72 Millionen auf € 228 Millionen, überwiegend bedingt durch die Einbeziehung Polens (€ 64 Millionen). Der im Segment verzeichnete Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl um 4.540 auf 13.696 lag ebenfalls zum Großteil an der Umgliederung Polens. Auch der Sachaufwand erhöhte sich um 42 Prozent oder € 57 Millionen auf € 191 Millionen, von denen € 58 Millionen auf Polen entfielen. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte stiegen – einmal mehr aufgrund der Einbeziehung Polens – um 30 Prozent oder € 10 Millionen auf € 44 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments betrug 634. In Polen selbst verringerte sie sich um 83 auf 237 Geschäftsstellen, hervorgerufen durch ein Optimierungsprogramm sowie den Verkauf der Leasingaktivitäten. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 60,2 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode kam es im Segment zu Nettoauflösungen von Kreditrisikovorsorgen in Höhe von € 8 Millionen nach Nettodotierungen von € 33 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres. In Ungarn beliefen sich die Nettoauflösungen auf € 41 Millionen (Veränderung um plus € 42 Millionen), zurückzuführen auf eine Verbesserung der Risikosituation im Retail-Kundenbereich. In Tschechien gingen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen auf € 4 Millionen zurück, nachdem in der Vorjahresperiode für Ausfälle einiger Großkunden € 27 Millionen dotiert worden waren. In der Slowakei hingegen stiegen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen vor allem für Firmenkunden um € 3 Millionen auf € 7 Millionen. In Polen beliefen sich die Nettodotierungen auf € 22 Millionen in der Berichtsperiode, nach € 16 Millionen in der Vorjahresperiode. Der hier verzeichnete Anstieg um € 6 Millionen resultierte aus höheren Nettodotierungen für Retail-Kunden aufgrund einer schlechteren Einbringungsquote bei Hypothekarkrediten, die durch Erlöse aus dem Verkauf notleidender Kredite jedoch teilweise ausgeglichen wurden.

Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments Zentraleuropa belief sich zum Ende des zweiten Quartals 2017 auf 5,6 Prozent, die NPL Coverage Ratio lag bei 63,9 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse des Segments Zentraleuropa verringerten sich im Jahresabstand um € 78 Millionen auf minus € 40 Millionen.

Hauptverantwortlich dafür war vor allem das Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das um € 58 Millionen geringer ausfiel. In der Vergleichsperiode des Vorjahres hatte hier der Verkauf von Visa-Aktien einen Erlös von € 56 Millionen gebracht (Slowakei: € 31 Millionen, Tschechien: € 19 Millionen, Ungarn: € 6 Millionen).

Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen hatte in der Vergleichsperiode des Vorjahres € 7 Millionen betragen. Es resultierte großteils aus dem Verkauf eines Immobilien-Leasingprojekts in Tschechien und der Endkonsolidierung einiger Konzerneinheiten in Ungarn. In der Berichtsperiode ergaben sich keine derartigen Effekte.

Die im übrigen Ergebnis enthaltenen Bankenabgaben nahmen um € 11 Millionen auf € 39 Millionen zu. Dies resultierte vorwiegend aus der Einbeziehung Polens (€ 16 Millionen). In Ungarn kam es aufgrund einer Änderung der Berechnungsgrundlage zu einem Rückgang der Aufwendungen um € 6 Millionen, in der Slowakei blieben die Bankenabgaben mit € 10 Millionen beinahe unverändert.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Segments sanken im Jahresvergleich um € 2 Millionen auf € 41 Millionen. Die Steuerquote konnte durch die Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen von 19 Prozent im ersten Halbjahr 2016 auf nunmehr 15 Prozent reduziert werden.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder des Segments:

1.1.- 30.6.2017
in € Millionen
Polen Slowakei Tschechien Ungarn
Zinsüberschuss 131 136 137 67
Provisionsüberschuss 68 77 66 64
Handelsergebnis - 1 5 17 10
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis - 4 3 6 - 15
Betriebserträge 194 222 226 125
Verwaltungsaufwendungen - 131 - 125 - 129 - 76
Betriebsergebnis 63 97 97 49
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 22 - 7 - 4 41
Übrige Ergebnisse - 13 - 10 6 - 22
Ergebnis vor Steuern 28 79 99 68
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 3 - 17 - 20 - 1
Ergebnis nach Steuern 25 62 79 67
Return on Equity vor Steuern 3,8% 14,4% 17,6% 22,2%
Return on Equity nach Steuern 3,4% 11,3% 14,1% 21,9%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,24% 2,40% 1,79% 2,12%
Cost/Income Ratio 67,6% 56,5% 57,2% 60,6%
Loan/Deposit Ratio (netto) 98,8% 95,3% 83,0% 60,2%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,53% 0,15% 0,08% - 2,67%
NPL Ratio 8,3% 3,2% 3,6% 10,9%
NPL Coverage Ratio 58,0% 72,2% 72,0% 64,3%
Aktiva 11.791 11.864 16.598 6.922
Verbindlichkeiten 10.283 10.840 15.391 6.222
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 6.526 5.547 6.339 3.536
Eigenkapital 1.508 1.024 1.207 700
Forderungen an Kunden 8.325 9.178 10.125 3.039
davon Corporate % 32,7% 43,5% 36,8% 67,0%
davon Retail % 67,0% 56,4% 62,8% 30,9%
davon in Fremdwährung % 54,0% 1,5% 15,3% 46,8%
Verbindlichkeiten an Kunden 8.022 9.414 11.887 4.669
Geschäftsstellen 237 194 131 71
Mitarbeiter zum Stichtag 4.054 3.896 3.309 1.991
Kunden 784.830 887.447 1.160.998 540.369

Südosteuropa

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2017
1.1.- 30.6.
2016
pro forma
Verände
rung
Q2/2017 Q1/2017 Verände
rung
Zinsüberschuss 364 372 - 2,1% 186 179 3,9%
Provisionsüberschuss 192 189 1,6% 100 92 9,4%
Handelsergebnis 19 31 - 39,1% 7 12 - 38,7%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 15 6 154,3% 7 8 - 4,8%
Betriebserträge 590 598 - 1,3% 301 290 3,7%
Verwaltungsaufwendungen - 343 - 337 1,8% - 164 - 179 - 8,7%
Betriebsergebnis 247 261 - 5,2% 137 110 24,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 66 - 72 - 8,1% - 32 - 34 - 5,9%
Übrige Ergebnisse 25 - 3 1 24 - 95,7%
Ergebnis vor Steuern 206 186 10,9% 106 100 5,4%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 32 - 28 14,0% - 20 - 12 64,9%
Ergebnis nach Steuern 174 158 10,3% 86 88 - 2,8%

Das Ergebnis nach Steuern dieses Segments erhöhte sich um € 16 Millionen auf € 174 Millionen. Ein Rückgang des Betriebsergebnisses – getrieben durch das Handels- und Zinsergebnis – wurde dabei durch die Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Hypothekarkreditgesetz ("Walkaway Law") in Rumänien ausgeglichen.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss sank im Jahresabstand um 2 Prozent oder € 8 Millionen auf € 364 Millionen. Den größten Rückgang verzeichnete dabei aufgrund niedrigerer Zinssätze und Volumina Albanien (minus € 4 Millionen), gefolgt von Bulgarien und Kroatien (jeweils minus € 2 Millionen). Demgegenüber erzielte Rumänien mit einem Anstieg um € 2 Millionen den größten Zuwachs in diesem Segment, hervorgerufen durch niedrigere Zinsaufwendungen für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden. In Bosnien und Herzegowina sowie Serbien blieb der Zinsüberschuss beinahe unverändert. Die Nettozinsspanne des Segments reduzierte sich in Summe um 19 Basispunkte auf 3,38 Prozent. Dabei ergaben sich in allen Ländern Rückgänge. Die größte Einbuße verzeichnete mit 50 Basispunkten Serbien, zurückzuführen vorwiegend auf eine Anpassung der Zinssätze im Kundengeschäft infolge der Reduktion der Leitzinsen.

Der Provisionsüberschuss hingegen legte um 2 Prozent oder € 3 Millionen auf € 192 Millionen zu. Dabei wuchs das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr – vor allem aufgrund höherer Margen und Volumina im Kosovo sowie in Albanien, Serbien und Bulgarien – um € 4 Millionen auf € 104 Millionen. Ebenso stieg das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft um € 2 Millionen auf € 42 Millionen, hauptsächlich bedingt durch die Entwicklung in Bosnien und Herzegowina, Serbien, Kroatien sowie Rumänien. Dagegen sank das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten aufgrund geringerer Provisionserträge in Rumänien sowie Bosnien und Herzegowina um € 3 Millionen auf € 10 Millionen.

Das Handelsergebnis nahm in Südosteuropa um 39 Prozent oder € 12 Millionen auf € 19 Millionen ab. Hauptverantwortlich für die dabei im zinsbezogenen Geschäft verzeichnete Reduktion um € 11 Millionen auf € 2 Millionen waren volumenbedingt geringere Zinserträge sowie niedrigere Bewertungsergebnisse aus Wertpapierpositionen in Albanien, Rumänien und Kroatien.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis des Segments verbesserte sich um € 9 Millionen auf € 15 Millionen. Wesentliches Element dabei war ein um € 6 Millionen verbessertes Ergebnis aus sonstigen Rückstellungen (Auflösungen sonstiger Rückstellungen im Zusammenhang mit Rechtsstreitigkeiten) in Rumänien.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Jahresvergleich um 2 Prozent oder € 6 Millionen auf € 343 Millionen. Dabei blieben die Personalaufwendungen nahezu unverändert bei € 148 Millionen, während die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 235 auf 14.923 sank. Die Sachaufwendungen des Segments nahmen um 2 Prozent oder € 3 Millionen auf € 155 Millionen zu. Dies lag zum Großteil am gestiegenen Werbe- sowie Sicherheitsaufwand in Rumänien. Auch die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte erhöhten sich – vorwiegend in Rumänien und Bulgarien – um 6 Prozent oder € 2 Millionen auf € 40 Millionen. Die Anzahl der Geschäftsstellen sank im Jahresvergleich um 60 auf 995, vorwiegend bedingt durch Filialschließungen in Rumänien und Bulgarien. Die Cost/Income Ratio nahm um 1,7 Prozentpunkte auf 58,1 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen nahmen um € 6 Millionen auf € 66 Millionen ab. Hauptverantwortlich dafür war die positive Entwicklung der Risikosituation in Albanien. Hier kam es in der Berichtsperiode zu Nettoauflösungen von € 10 Millionen, nachdem in der Vorjahresperiode aufgrund des Ausfalls einiger Großkunden Nettodotierungen von € 35 Millionen angefallen waren. In Bulgarien kam es aufgrund einer Intensivierung der Inkassotätigkeit zu einer Nettoauflösung von € 11 Millionen nach bereits € 2 Millionen in der Vergleichsperiode. In Rumänien hingegen führte das Angebot zur freiwilligen Konvertierung von Schweizer-Franken-Krediten zu einem Anstieg der Nettodotierungen um € 20 Millionen auf € 46 Millionen. In Kroatien belief sich der Vorsorgebedarf infolge eines großen Ausfalls im Firmenkundenbereich auf € 39 Millionen (Anstieg um € 30 Millionen).

Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments belief sich per 30. Juni 2017 auf 10,2 Prozent, die NPL Coverage Ratio lag bei 76,7 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse stiegen von minus € 3 Millionen in der Vergleichsperiode des Vorjahres auf plus € 25 Millionen in der Berichtsperiode. Hier kam es im ersten Halbjahr 2017 in Rumänien im Rahmen des so genannten "Walkaway Law" zur Auflösung von Rückstellungen im Ausmaß von € 22 Millionen, nachdem in der Vorjahresperiode € 43 Millionen an Vorsorgen gebildet worden waren.

Das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten verbesserte sich – primär dank der positiven Bewertung von zu Absicherungszwecken gehaltenen zinsbasierten Derivaten in Kroatien – um € 7 Millionen. Demgegenüber verringerte sich das Ergebnis aus Finanzinvestitionen im Jahresvergleich um € 46 Millionen auf € 2 Millionen, hervorgerufen durch im Vorjahr aus dem Verkauf von Visa-Aktien erzielte Erlöse in Höhe von € 38 Millionen (Rumänien: € 21 Millionen, Kroatien: € 10 Millionen, Bulgarien: € 7 Millionen) sowie geringere Veräußerungs- und Bewertungsergebnisse aus Wertpapieren des Fair-Value-Bestands in Albanien, Kroatien und Rumänien.

Der Ertragsteueraufwand des Segments stieg im Jahresvergleich – vor allem durch das Ergebnis in Rumänien bedingt – um € 4 Millionen auf € 32 Millionen. Die Steuerquote erhöhte sich nur geringfügig auf 16 Prozent.

Nachfolgend die Detailergebnisse der einzelnen Länder:

1.1.- 30.6.2017
in € Millionen
Albanien Bosnien und
Herzegowina
Bulgarien
Zinsüberschuss 27 33 55
Provisionsüberschuss 7 20 22
Handelsergebnis 0 1 1
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 0 0 2
Betriebserträge 34 54 80
Verwaltungsaufwendungen - 21 - 25 - 46
Betriebsergebnis 13 29 34
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 10 - 1 11
Übrige Ergebnisse 0 - 1 0
Ergebnis vor Steuern 24 27 45
Steuern vom Einkommen und Ertrag 0 - 3 - 4
Ergebnis nach Steuern 24 24 40
Return on Equity vor Steuern 25,1% 20,8% 19,5%
Return on Equity nach Steuern 25,0% 18,3% 17,5%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,94% 3,36% 3,33%
Cost/Income Ratio 61,4% 46,4% 57,7%
Loan/Deposit Ratio (netto) 42,2% 66,8% 85,5%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) - 2,62% 0,17% - 0,97%
NPL Ratio 18,5% 8,1% 5,7%
NPL Coverage Ratio 76,2% 81,3% 83,3%
Aktiva 1.928 2.111 3.422
Verbindlichkeiten 1.708 1.846 2.979
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 1.450 1.560 1.726
Eigenkapital 220 265 442
Forderungen an Kunden 782 1.208 2.236
davon Corporate % 57,9% 31,6% 40,5%
davon Retail % 42,1% 67,8% 59,0%
davon in Fremdwährung % 52,3% 56,3% 45,2%
Verbindlichkeiten an Kunden 1.593 1.690 2.490
Geschäftsstellen 79 98 136
Mitarbeiter zum Stichtag 1.257 1.288 2.590
Kunden 519.856 431.396 599.510
1.1.- 30.6.2017
in € Millionen
Kosovo Kroatien Rumänien Serbien
Zinsüberschuss 19 62 129 40
Provisionsüberschuss 6 34 84 20
Handelsergebnis 0 6 8 2
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 0 8 3 1
Betriebserträge 25 110 224 63
Verwaltungsaufwendungen - 13 - 67 - 136 - 35
Betriebsergebnis 12 43 88 28
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 2 - 39 - 46 1
Übrige Ergebnisse 0 3 22 0
Ergebnis vor Steuern 10 7 65 28
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 1 - 10 - 9 - 4
Ergebnis nach Steuern 9 - 3 55 25
Return on Equity vor Steuern 17,4% 2,3% 17,6% 12,0%
Return on Equity nach Steuern 15,4% 15,0% 10,4%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 4,20% 2,99% 3,49% 3,85%
Cost/Income Ratio 52,2% 60,5% 60,6% 56,0%
Loan/Deposit Ratio (netto) 76,8% 73,8% 74,9% 66,9%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,79% 2,78% 1,91% - 0,10%
NPL Ratio 5,2% 18,1% 8,0% 8,0%
NPL Coverage Ratio 72,3% 75,0% 72,4% 90,3%
Aktiva 883 4.436 7.747 2.245
Verbindlichkeiten 766 3.807 6.980 1.737
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 565 2.750 4.368 1.651
Eigenkapital 117 628 766 508
Forderungen an Kunden 560 2.806 4.784 1.218
davon Corporate % 36,9% 39,4% 31,9% 52,2%
davon Retail % 63,1% 58,2% 66,8% 47,7%
davon in Fremdwährung % 0,0% 53,1% 37,0% 62,3%
Verbindlichkeiten an Kunden 702 3.297 6.018 1.689
Geschäftsstellen 48 78 469 87
Mitarbeiter zum Stichtag 732 2.110 5.330 1.523
Kunden 272.050 528.912 2.299.845 719.568

Osteuropa

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2017
1.1.- 30.6.
2016
pro forma
Verände
rung
Q2/2017 Q1/2017 Verände
rung
Zinsüberschuss 474 417 13,5% 237 237 0,0%
Provisionsüberschuss 226 179 26,5% 117 109 7,1%
Handelsergebnis 54 32 69,8% 32 22 43,1%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis - 6 - 6 - 9,3% - 3 - 3 25,0%
Betriebserträge 748 622 20,4% 383 366 4,6%
Verwaltungsaufwendungen - 302 - 236 28,2% - 150 - 152 - 1,6%
Betriebsergebnis 446 386 15,6% 233 213 9,0%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 25 - 79 7 19 - 63,6%
Übrige Ergebnisse 3 12 - 75,5% 0 3
Ergebnis vor Steuern 474 318 49,0% 239 235 1,6%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 100 - 67 48,0% - 52 - 48 7,9%
Ergebnis nach Steuern 374 251 49,3% 187 187 0,1%

Das Segment Osteuropa war in der Berichtsperiode wie schon im Vorjahr von hoher Währungsvolatilität beeinflusst. So werteten der Durchschnittskurs des russischen Rubels im Jahresvergleich um 22 Prozent und jener des belarussischen Rubels um 8 Prozent auf. Seit Jahresbeginn 2017 gab der Stichtagskurs des russischen Rubels allerdings wieder um 5 Prozent nach.

Die im Segment erzielte Verbesserung des Ergebnisses nach Steuern um 49 Prozent auf € 374 Millionen ist überwiegend auf niedrigere Kreditrisikovorsorgen sowie zum Teil auf die erwähnten Währungsaufwertungen zurückzuführen. In Russland etwa stieg das Ergebnis dank Auflösungen von Kreditrisikovorsorgen und eines überwiegend währungsbedingten Anstiegs des Zinsüberschusses. Der in der Ukraine verzeichnete Ergebniszuwachs ist zur Gänze auf niedrigere Risikovorsorgen zurückzuführen, während in Belarus ein geringeres Betriebsergebnis nur teilweise durch niedrigere Risikovorsorgen ausgeglichen wurde.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss stieg im Jahresabstand um 14 Prozent oder € 56 Millionen auf € 474 Millionen. Den größten Zuwachs verzeichnete dabei Russland mit einem vornehmlich währungsbedingten Plus von € 52 Millionen. In der Ukraine wurde ebenfalls ein Anstieg des Zinsüberschusses um € 9 Millionen erzielt, hauptsächlich bedingt durch Zinsanpassungen bei Kundeneinlagen sowie den Wegfall nachrangiger Verbindlichkeiten. In Belarus hingegen lag der Zinsüberschuss aufgrund gesunkener Marktzinsen um € 5 Millionen unter dem Vorjahreswert. Die Nettozinsspanne des Segments verringerte sich im Jahresvergleich um 7 Basispunkte auf 6,49 Prozent. Hauptverantwortlich dafür war die starke Senkung des Leitzinssatzes in Belarus von 18 auf 12 Prozent.

Der Provisionsüberschuss verzeichnete gleichfalls einen Zuwachs um 26 Prozent oder € 47 Millionen auf € 226 Millionen. Dabei verbesserte sich das Ergebnis aus dem Zahlungsverkehr – vor allem durch die Wechselkursentwicklung, aber auch durch höhere Volumina und Margen in Russland und der Ukraine – um 30 Prozent oder € 25 Millionen auf € 110 Millionen. Das Ergebnis aus dem Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten nahm ebenfalls – primär in Russland – um € 9 Millionen auf € 10 Millionen zu. Ebenso verbesserte sich das Ergebnis aus dem Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft aufgrund der Entwicklung in Russland und der Ukraine währungs-, volumen- sowie margenbedingt um 12 Prozent oder € 6 Millionen auf € 58 Millionen.

Auch das Handelsergebnis erhöhte sich von € 32 Millionen in der Vergleichsperiode auf € 54 Millionen. Dabei wuchs primär das Ergebnis aus dem währungsbezogenen Geschäft um € 21 Millionen auf € 46 Millionen an. Hier verzeichnete etwa Russland durch Bewertungsgewinne aus derivativen Finanzinstrumenten und Fremdwährungspositionen einen Zuwachs um € 20 Millionen. Ebenso erzielte die Ukraine aufgrund der geringeren Währungsabwertung der Hryvna eine Steigerung um € 7 Millionen. Dagegen entstand in Belarus durch ein bewertungsbedingt geringeres Ergebnis aus offenen Devisenpositionen ein Rückgang um € 5 Millionen. Das Ergebnis aus dem zinsbezogenen Geschäft verbesserte sich um € 2 Millionen auf € 10 Millionen, hervorgerufen durch höhere Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten sowie Wertpapierpositionen in Russland und der Ukraine.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis verbesserte sich geringfügig um € 1 Million auf minus € 6 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen erhöhten sich im Jahresvergleich um 28 Prozent oder € 67 Millionen auf € 302 Millionen. Dieser Anstieg betraf zum überwiegenden Teil Russland und war vor allem durch die Aufwertung des russischen Rubels begründet. Die Personalaufwendungen des Segments nahmen dabei währungsbedingt um € 31 Millionen zu, zusätzlich sorgte ein Mitarbeiterzuwachs in Russland für einen Anstieg. Auch der Sachaufwand erhöhte sich um € 27 Millionen auf € 106 Millionen. Hier kam es im Zuge einer Kampagne für eine neue Mobil-Applikation zu einem höheren Werbeaufwand in Russland, gleichzeitig stiegen der Rechts- und Beratungsaufwand, die Beiträge zur Einlagensicherung sowie währungsbedingt auch der Raumaufwand. Die Abschreibungen nahmen um € 8 Millionen zu, da in Russland höhere immaterielle Vermögenswerte vorlagen. Die Anzahl der Geschäftsstellen des Segments ging – vor allem aufgrund einer Reduktion in der Ukraine – um 76 auf 771 zurück. Die Cost/Income Ratio erhöhte sich um 2,5 Prozentpunkte auf 40,4 Prozent.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode wurde eine Nettoauflösung zu Kreditrisikovorsorgen von € 25 Millionen ausgewiesen, während in der Vergleichsperiode noch € 79 Millionen netto dotiert worden waren. Dabei fielen die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Russland mit € 11 Millionen um € 52 Millionen geringer aus, nachdem in der Vorjahresperiode höhere Nettodotierungen vor allem für größere Einzelfälle im Firmenkundenbereich erforderlich gewesen waren. Auch in der Ukraine verbesserte sich die Kreditrisikosituation deutlich. Gestützt durch den Verkauf notleidender Kredite kam es hier in der Berichtsperiode zu Nettoauflösungen von € 36 Millionen, nachdem in der Vorjahresperiode Nettodotierungen von € 6 Millionen notwendig gewesen waren. In Belarus ergab sich in der Berichtsperiode kein Wertberichtigungsbedarf, in der Vergleichsperiode waren Nettodotierungen von € 10 Millionen vor allem für Ausfälle im Firmenkundenbereich erfolgt.

Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments betrug zum Ende des zweiten Quartals 11,7 Prozent (minus 5,8 Prozentpunkte im Jahresabstand), die NPL Coverage Ratio belief sich auf 83,0 Prozent (minus 1,1 Prozentpunkte im Jahresabstand).

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken im Jahresvergleich um € 9 Millionen auf € 3 Millionen. Hauptverantwortlich dafür war das Ergebnis aus Finanzinvestitionen, das getrieben von geringeren Bewertungsgewinnen vor allem aus festverzinslichen, an den US-Dollar gebundenen Staatsanleihen in der Ukraine um € 8 Millionen auf nahezu Null zurückging.

Der Steueraufwand des Segments stieg ergebnisbedingt um € 32 Millionen auf € 100 Millionen, die Steuerquote blieb mit 21 Prozent konstant.

1.1.- 30.6.2017
in € Millionen
Belarus Russland Ukraine
Zinsüberschuss 60 323 90
Provisionsüberschuss 26 157 43
Handelsergebnis 2 42 11
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis - 1 - 5 1
Betriebserträge 87 517 144
Verwaltungsaufwendungen - 39 - 202 - 62
Betriebsergebnis 48 315 82
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 0 - 11 36
Übrige Ergebnisse 0 4 - 1
Ergebnis vor Steuern 49 308 117
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 12 - 67 - 21
Ergebnis nach Steuern 37 241 96
Return on Equity vor Steuern 23,7% 34,1% 92,8%
Return on Equity nach Steuern 17,9% 26,7% 76,3%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 8,69% 5,69% 9,74%
Cost/Income Ratio 44,4% 39,0% 43,0%
Loan/Deposit Ratio (netto) 97,4% 83,3% 63,7%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) - 0,08% 0,27% - 4,13%
NPL Ratio 8,2% 6,1% 40,5%
NPL Coverage Ratio 76,0% 73,1% 90,8%
Aktiva 1.472 11.978 2.111
Verbindlichkeiten 1.115 10.169 1.872
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 1.402 8.049 1.917
Eigenkapital 357 1.809 239
Forderungen an Kunden 939 7.765 1.627
davon Corporate % 69,8% 56,9% 58,7%
davon Retail % 30,2% 43,1% 41,3%
davon in Fremdwährung % 63,7% 31,5% 39,8%
Verbindlichkeiten an Kunden 903 8.811 1.615
Geschäftsstellen 90 183 498
Mitarbeiter zum Stichtag 1.951 7.912 7.904
Kunden 757.195 2.393.008 2.547.250
in € Millionen 1.1.- 30.6.
2017
1.1.- 30.6.
2016
pro forma
Verände
rung
Q2/2017 Q1/2017 Verände
rung
Zinsüberschuss 268 287 - 6,5% 134 135 - 0,6%
Provisionsüberschuss 160 143 11,8% 84 76 11,4%
Handelsergebnis 81 59 37,7% 39 42 - 6,8%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 49 70 - 29,7% 23 26 - 9,4%
Betriebserträge 559 559 - 0,1% 281 278 0,9%
Verwaltungsaufwendungen - 337 - 322 4,8% - 178 - 160 11,4%
Betriebsergebnis 221 237 - 6,7% 103 119 - 13,2%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 39 - 55 - 29,8% 16 - 55
Übrige Ergebnisse 7 - 18 7 0
Ergebnis vor Steuern 189 164 15,1% 126 63 98,7%
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 38 - 26 45,3% - 38 - 1 >500,0%
Ergebnis nach Steuern 151 138 9,4% 88 63 41,3%

Group Corporates & Markets

Das Segment Group Corporates & Markets fasst das in Österreich gebuchte operative Geschäft der RBI zusammen. Die Ergebnisanteile stammen dabei aus dem Firmenkundengeschäft sowie dem Markets-Geschäft der RBI AG. Weitere wesentliche Beiträge leisten die österreichischen Finanzdienstleister und Spezialgesellschaften.

Das Ergebnis nach Steuern des Segments stieg im Jahresabstand um 9 Prozent oder € 13 Millionen auf € 151 Millionen. Dabei blieben die Betriebserträge im Vergleich zum Vorjahr konstant, während sich die Verwaltungsaufwendungen erhöhten. Aufgrund des Ausfalls einiger Großkunden ergaben sich im Berichtszeitraum Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen von € 39 Millionen, nachdem im Vorjahr € 55 Millionen dotiert worden waren. Dank eines höheren Bewertungsergebnisses aus Derivaten und geringerer Aufwendungen für Bankenabgaben verbesserten sich die übrigen Ergebnisse um € 24 Millionen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die wesentlichen Ergebnisbeiträge nach Teilsegmenten:

Ergebnis nach Steuern 1.1.- 30.6.
in € Millionen 1.1.- 30.6.
2017
2016
pro forma
Verände
rung
Q2/2017 Q1/2017 Verände
rung
Corporates Wien 53 31 68,3% 50 2 >500,0%
Markets Wien 45 42 6,3% 15 30 - 50,5%
Finanzdienstleister/Spezialgesellschaften
und Sonstige
54 65 - 17,2% 23 30 - 22,4%
Group Corporates & Markets 151 138 9,4% 88 63 41,3%

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss verringerte sich – vorwiegend aufgrund des anhaltend niedrigen Zinsniveaus – um 7 Prozent oder € 19 Millionen auf € 268 Millionen. Auch die Nettozinsspanne des Segments leidet nach wie vor unter dem niedrigen Zinsumfeld. Für die im Berichtszeitraum verzeichnete Reduktion um 37 Basispunkte auf 1,41 Prozent waren dabei primär vorzeitige Rückzahlungen von Firmenkundenkrediten sowie geringere Neuabschlüsse im Bauspargeschäft verantwortlich.

Dagegen verbesserte sich der Provisionsüberschuss um 12 Prozent oder € 17 Millionen auf € 160 Millionen. Höhere Provisionserträge wurden hier vor allem im Zahlungsverkehr, im Investment Banking (Aktien- und Anleiheemissionen), in der Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds sowie im Wertpapiergeschäft verzeichnet.

Das Handelsergebnis erhöhte sich im Jahresvergleich um € 22 Millionen auf € 81 Millionen. Zuwächse gab es dabei vorrangig im Banknotenhandel, im Market Making des Bereichs Capital Markets sowie im Geschäft mit strukturierten Produkten.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis hingegen sank – vorwiegend aufgrund der Endkonsolidierung diverser Konzerneinheiten zum Jahresanfang – um € 21 Millionen auf € 49 Millionen.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments wuchsen um 5 Prozent oder € 15 Millionen auf € 337 Millionen. Dabei erhöhte sich der Personalaufwand um € 5 Millionen, getrieben durch den Personalaufwand der RBI AG, der durch einen Anstieg der Mitarbeiteranzahl sowie Gehaltsanpassungen leicht zunahm. Durch höhere Beiträge zur Einlagensicherung stieg auch der Sachaufwand um € 4 Millionen. Ebenso wuchsen die Abschreibungen aufgrund einer Wertminderung von Gebäuden um € 6 Millionen. Die Cost/Income Ratio des Segments nahm um 2,8 Prozentpunkte auf 60,4 Prozent zu.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

Die Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen beliefen sich durch den Ausfall einiger Großkunden in der Berichtsperiode auf € 39 Millionen, nachdem auch in der Vergleichsperiode des Vorjahres € 55 Millionen dotiert worden waren.

Der Anteil der notleidenden Kredite an Nichtbanken am Kreditportfolio des Segments betrug zu Ende des zweiten Quartals 2017 5,8 Prozent, die NPL Coverage Ratio erreichte 63,2 Prozent.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse verbesserten sich um € 24 Millionen auf € 7 Millionen. Dies beruhte vor allem auf einer Steigerung des Bewertungsergebnisses aus Derivaten um € 51 Millionen. Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen fiel hingegen um € 40 Millionen geringer aus, nachdem hier im Vorjahr Veräußerungsgewinne aus Anleiheverkäufen und Bewertungsgewinne aus dem Wertpapierportfolio positiv zu Buche geschlagen hatten. Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen war im ersten Halbjahr 2017 – nach einem Ertrag von € 8 Millionen in der Vergleichsperiode – leicht negativ.

Bei den Aufwendungen für Bankenabgaben ergab sich ein Rückgang um € 22 Millionen auf € 5 Millionen.

Der Ertragsteueraufwand stieg ergebnisbedingt um € 12 Millionen auf € 38 Millionen.

Corporate Center

in € Millionen 1.1.- 30.6.
2017
1.1.- 30.6.
2016.
pro forma
Verände
rung
Q2/2017 Q1/2017 Verände
rung
Zinsüberschuss 742 274 171,1% 681 61 >500,0%
Provisionsüberschuss - 7 2 - 5 - 2 123,2%
Handelsergebnis - 43 - 18 145,0% - 26 - 17 55,1%
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 41 37 9,6% 9 32 - 70,8%
Betriebserträge 733 296 148,1% 660 74 >500,0%
Verwaltungsaufwendungen - 184 - 179 3,1% - 86 - 99 - 13,4%
Betriebsergebnis 549 117 370,3% 574 - 25
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 0 - 10 - 98,0% 0 0
Übrige Ergebnisse - 134 - 94 43,0% - 58 - 77 - 24,5%
Ergebnis vor Steuern 414 13 >500,0% 516 - 102
Steuern vom Einkommen und Ertrag 37 14 159,6% 39 - 2
Ergebnis nach Steuern 451 27 >500,0% 555 - 103

Dieses Segment umfasst im Wesentlichen die Ergebnisse aus den Steuerungsfunktionen der Konzernzentrale sowie aus sonstigen Konzerneinheiten. Seine Ergebnisse weisen dadurch eine insgesamt höhere Volatilität auf. Der hier im Jahresabstand verzeichnete Anstieg des Ergebnisses nach Steuern um € 424 Millionen auf € 451 Millionen resultierte aus einer Verbesserung des Zinsüberschusses durch höhere Dividendenerträge. Zu einem Anstieg kam es allerdings auch bei den Aufwendungen für Bankenabgaben, die aufgrund der Einmalzahlung der RBI AG in Höhe von € 41 Millionen im ersten Quartal 2017 um € 19 Millionen auf € 44 Millionen zunahmen. Dies war die erste von insgesamt vier jährlichen Zahlungen, die gemäß den zugrunde liegenden Bestimmungen zur Gänze im ersten Quartal zu buchen sind.

Betriebserträge

Der Zinsüberschuss des Segments stieg gegenüber der Vorjahresperiode um € 469 Millionen auf € 742 Millionen. Für diese positive Entwicklung waren insbesondere höhere Dividendenerträge (Anstieg um € 405 Millionen) verantwortlich.

Der Provisionsüberschuss hingegen nahm – primär infolge geringerer Garantieerträge – um € 9 Millionen auf minus € 7 Millionen ab.

Auch das Handelsergebnis verringerte sich im Jahresabstand um € 25 Millionen auf minus € 43 Millionen. Hauptgrund dafür waren Bewertungsverluste aus derivativen Finanzinstrumenten in der RBI AG.

Das laufende sonstige betriebliche Ergebnis legte dank höherer Erträge aus der konzerninternen Leistungsverrechnung um € 4 Millionen auf € 41 Millionen zu.

Verwaltungsaufwendungen

Die Verwaltungsaufwendungen des Segments stiegen um 3 Prozent oder € 6 Millionen auf € 184 Millionen, da es durch einen Anstieg der Mitarbeiteranzahl auch zu höheren Personalaufwendungen kam.

Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

In der Berichtsperiode lag der Vorsorgebedarf unter € 1 Million, in der Vergleichsperiode des Vorjahres waren € 10 Millionen netto dotiert worden.

Übrige Ergebnisse und Steuern

Die übrigen Ergebnisse sanken um € 40 Millionen auf minus € 134 Millionen. Dabei lag der im Segment ausgewiesene Aufwand für Bankenabgaben bei € 44 Millionen und damit um € 19 Millionen über dem Vergleichswert der Vorjahresperiode. Hauptverantwortlich dafür war die entsprechende Zahlung der RBI AG in Höhe von € 41 Millionen im ersten Quartal. Im Rahmen der

Neuregelung der österreichischen Bankenabgabe muss die RBI AG eine Einmalzahlung leisten, die ab 2017 über vier Jahre verteilt erfolgt und für das laufende Jahr bereits im ersten Quartal zur Gänze zu verbuchen war.

Das Ergebnis aus Finanzinvestitionen verringerte sich vor allem aufgrund der Bewertung von Staatsanleihen um € 211 Millionen. Dies wurde durch eine Verbesserung im Ergebnis aus Derivaten (Absicherung von Staatsanleihen durch Interest Rate Swaps) um € 182 Millionen großteils ausgeglichen.

Nachdem das Ergebnis aus Endkonsolidierungen in der Vergleichsperiode des Vorjahrs minus € 8 Millionen betragen hatte, lag es in der Berichtsperiode bei Null.

In der Berichtsperiode wurde ein kalkulatorischer Steuerertrag von € 37 Millionen nach € 14 Millionen in der Vorjahresvergleichsperiode ausgewiesen.

Konzernzwischenabschluss

(Zwischenbericht zum 30. Juni 2017)

Auf Grundlage der Beschlüsse der außerordentlichen Hauptversammlungen der RZB AG und RBI AG am 23. Jänner 2017 bzw. 24. Jänner 2017 wurde die RZB AG in die RBI AG verschmolzen. Im Geschäftsjahr 2017 werden die Ergebnisse der RZB AG samt ihrer vollkonsolidierten Tochterunternehmen bereits ab 1. Jänner einbezogen. Details zur Verschmelzung sind im Anhang unter dem Abschnitt Konsolidierungskreis erläutert. Der Stichtag 31. Dezember 2016 sowie die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016 entsprechen den publizierten Ergebnissen der RBI vor Verschmelzung, da das Management sich entschlossen hat, die Transaktion nicht rückwirkend darzustellen.

Gesamtergebnisrechnung

Erfolgsrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016 Veränderung
Zinserträge 2.164 2.051 5,5%
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 35 0
Zinsaufwendungen - 611 - 595 2,6%
Zinsüberschuss [2] 1.588 1.455 9,1%
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen [3] - 76 - 403 - 81,0%
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 1.512 1.052 43,7%
Provisionserträge 1.192 937 27,3%
Provisionsaufwendungen - 350 - 217 61,1%
Provisionsüberschuss [4] 842 719 17,0%
Handelsergebnis [5] 133 84 57,5%
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten [6] 26 - 62
Ergebnis aus Finanzinvestitionen [7] - 58 171
Verwaltungsaufwendungen [8] - 1.573 - 1.412 11,4%
Sonstiges betriebliches Ergebnis [9] - 32 - 101 - 68,0%
Ergebnis aus Endkonsolidierungen [10] 0 - 2
Ergebnis vor Steuern 849 450 88,5%
Steuern vom Einkommen und Ertrag [11] - 193 - 182 5,7%
Ergebnis nach Steuern 656 268 145,0%
Ergebnis nicht beherrschender Anteile - 68 - 58 18,9%
Konzernergebnis 587 210 179,6%

Ergebnis je Aktie

in € 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016 Veränderung
Ergebnis je Aktie 1,79 0,72 1,07

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzernergebnis bezogen auf die durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien. Zum 30. Juni 2017 waren das 328,5 Millionen (30. Juni 2016: 292,4 Millionen). Es waren keine Wandel- oder Optionsrechte im Umlauf, eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie fand daher nicht statt.

Sonstiges Ergebnis und Gesamtergebnis

Gesamt Eigenanteil Fremdanteil
in € Millionen 1.1.- 30.6.
2017
1.1.- 30.6.
2016
1.1.- 30.6.
2017
1.1.- 30.6.
2016
1.1.- 30.6.
2017
1.1.- 30.6.
2016
Ergebnis nach Steuern 656 268 587 210 68 58
Posten, die nicht in den Gewinn und
Verlust umgegliedert werden
- 86 - 3 - 86 - 3 0 0
Neubewertungen von
leistungsorientierten Plänen
2 - 4 2 - 4 0 0
Eigenkapitalveränderungen in at-equity
bewerteten Unternehmen, die nicht in
den Gewinn und Verlust umgegliedert
werden
- 2 0 - 2 0 0 0
Änderungen des Marktwerts aufgrund
Veränderung des Ausfallrisikos von
erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten finanziellen
Verbindlichkeiten
- 86 0 - 86 0 0 0
Latente Steuern auf Posten, die nicht in
den Gewinn und Verlust umgegliedert
werden
0 1 0 1 0 0
Posten, die anschließend
möglicherweise in den Gewinn oder
Verlust umgegliedert werden - 6 - 11 - 11 2 5 - 13
Währungsdifferenzen
Absicherung Nettoinvestition (Capital
Hedge)
3
- 4
59
- 16
0
- 4
68
- 16
4
0
- 9
0
Gewinne/Verluste aus Derivaten, die
Schwankungen zukünftiger Cash-Flows
absichern
6 9 4 8 1 1
Eigenkapitalveränderungen in at-equity
bewerteten Unternehmen
- 9 0 - 9 0 0 0
Gewinne/Verluste aus zur Veräußerung
verfügbaren finanziellen
Vermögenswerten
1 - 73 2 - 67 0 - 6
Latente Steuern auf direkt im
Eigenkapital erfasste Ergebnisse
- 3 10 - 3 8 0 1
Sonstiges Ergebnis - 93 - 14 - 97 - 1 5 - 13
Gesamtergebnis 563 254 490 209 73 45

Die RBI nimmt das Wahlrecht in Anspruch, die Regeln gemäß IFRS 9.7.1.2 betreffend der Darstellung von Gewinnen und Verlusten aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten vorzeitig anzuwenden. IFRS 9 verlangt, dass Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos der RBI ergeben, im sonstigen Ergebnis auszuweisen sind, hingegen unter IAS 39 in der Erfolgsrechnung auszuweisen waren. Im ersten Halbjahr 2017 wurden minus € 86 Millionen direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.

Die Währungen entwickelten sich seit Jahresbeginn insgesamt neutral. Die Abwertung des russischen Rubels um 5 Prozent mit einem negativen Effekt von € 94 Millionen wurde durch die Aufwertung des polnischen Zlotys um 4 Prozent mit einem positiven Effekt von € 62 Millionen sowie der Aufwertung der tschechischen Krone um 3 Prozent mit einem positiven Effekt von € 30 Millionen weitgehend aufgehoben.

Bei der Position Absicherung Nettoinvestition (Capital Hedge) ergab sich ein negatives Ergebnis von € 4 Millionen. Die Aufwertung des polnischen Zlotys führte zu einem negativen Ergebnis von € 11 Millionen, die Abwertung des russischen Rubels zu einem positiven Ergebnis von € 6 Millionen.

Quartalsergebnisse

in € Millionen Q3/2016 Q4/2016 Q1/2017 Q2/2017
Zinsüberschuss 732 748 796 792
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 100 - 251 - 80 4
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 632 497 716 795
Provisionsüberschuss 378 400 409 433
Handelsergebnis 52 78 64 69
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten - 71 - 55 8 18
Ergebnis aus Finanzinvestitionen - 6 - 13 - 32 - 26
Verwaltungsaufwendungen - 687 - 749 - 815 - 758
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 6 - 35 - 22 - 11
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 4 17 0 0
Ergebnis vor Steuern 296 140 330 519
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 84 - 46 - 75 - 118
Ergebnis nach Steuern 212 94 255 401
Ergebnis nicht beherrschender Anteile - 28 - 25 - 35 - 34
Konzernergebnis 184 69 220 367
in € Millionen Q3/2015 Q4/2015 Q1/2016 Q2/2016
Zinsüberschuss 814 832 718 738
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 191 - 469 - 106 - 297
Zinsüberschuss nach Kreditrisikovorsorgen 623 363 612 440
Provisionsüberschuss 384 390 347 372
Handelsergebnis - 14 29 28 56
Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten 20 - 15 - 27 - 34
Ergebnis aus Finanzinvestitionen 7 0 26 145
Verwaltungsaufwendungen - 713 - 813 - 718 - 694
Sonstiges betriebliches Ergebnis - 64 15 - 41 - 61
Ergebnis aus Endkonsolidierungen 10 34 2 - 3
Ergebnis vor Steuern 253 3 229 221
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 52 - 83 - 91 - 91
Ergebnis nach Steuern 202 - 81 138 130
Ergebnis nicht beherrschender Anteile - 16 - 2 - 24 - 34
Konzernergebnis 186 - 83 114 96

Bilanz

Aktiva
in € Millionen Anhang 30.6.2017 31.12.2016 Veränderung
Barreserve [13] 18.492 12.242 51,1%
Forderungen an Kreditinstitute [14, 42] 12.851 9.900 29,8%
Forderungen an Kunden [15, 42] 81.101 70.514 15,0%
Kreditrisikovorsorgen [16] - 4.197 - 4.955 - 15,3%
Handelsaktiva [17, 42] 4.736 4.986 - 5,0%
Derivative Finanzinstrumente [18, 42] 1.099 1.429 - 23,1%
Wertpapiere und Beteiligungen [19, 42] 19.810 14.639 35,3%
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen [20, 42] 742 0
Immaterielle Vermögenswerte [21] 665 598 11,1%
Sachanlagen [22] 1.782 1.393 27,9%
Sonstige Aktiva [23, 42] 1.521 1.117 36,2%
Aktiva gesamt 138.603 111.864 23,9%
Passiva
in € Millionen
Anhang 30.6.2017 31.12.2016 Veränderung
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten [24, 42] 27.458 12.816 114,2%
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden [25, 42] 81.595 71.538 14,1%
Verbriefte Verbindlichkeiten [26, 42] 7.687 6.645 15,7%
Rückstellungen [27, 42] 944 756 24,8%
Handelspassiva [28, 42] 4.716 5.120 - 7,9%
Derivative Finanzinstrumente [29, 42] 531 787 - 32,5%
Sonstige Passiva [30, 42] 1.244 765 62,5%
Nachrangkapital [31, 42] 4.194 4.204 - 0,2%
Eigenkapital [32] 10.234 9.232 10,8%
Konzern-Eigenkapital 8.969 8.188 9,5%
Konzernergebnis 587 463 26,8%
Kapital nicht beherrschender Anteile 677 581 16,5%
Passiva gesamt 138.603 111.864 23,9%
Eigenkapital 1.1.2017 892 4.994 2.301 463 581 9.232
Verschmelzungseffekt 110 0 336 0 74 519
Eigenkapital 1.1.2017 1.002 4.994 2.637 463 655 9.752
Ergebnisthesaurierung 0 0 463 - 463 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 - 83 - 83
Gesamtergebnis 0 0 - 97 587 73 563
Eigene Aktien/Share Incentive Program 0 - 2 2 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 - 30 0 32 2
Eigenkapital 30.6.2017 1.002 4.992 2.975 587 677 10.234

Kapitalrücklagen

Gewinnrücklagen Konzernergebnis

Kapital nicht beherrschen-

der Anteile Gesamt

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Gezeichnetes Kapital

das gezeichnete Kapital um € 110 Millionen. Der sonstige Verschmelzungseffekt ist in den Gewinnrücklagen und im Kapital nicht beherschender Anteile ausgewiesen. Die Erhöhung des Kapitals nicht beherrschender Anteile stammte im Wesentlichen aus den Minderheitsanteilen im Teilkonzern Valida und dem Teilkonzern der Raiffeisen Bausparkasse zurechenbaren Kapitalanteilen. Der Gesamteffekt der Verschmelzung auf das Eigenkapital belief sich auf € 519 Millionen. Details zur Verschmelzung sind im Anhang unter dem Abschnitt Konsolidierungskreis dargestellt.

in € Millionen Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Konzern
ergebnis
Kapital nicht
beherrschen
der Anteile
Gesamt
Eigenkapital 1.1.2016 892 4.994 1.702 379 535 8.501
Kapitaleinzahlungen/-auszahlungen 0 0 0 0 0 0
Ergebnisthesaurierung 0 0 379 - 379 0 0
Dividendenzahlungen 0 0 0 0 - 40 - 40
Gesamtergebnis 0 0 - 1 210 45 254
Eigene Aktien/Share Incentive Program 0 0 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 8 0 2 10
Eigenkapital 30.6.2016 892 4.994 2.088 210 541 8.725

in € Millionen

Kapitalflussrechnung

in € Millionen Anhang 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Vorperiode1 [12, 13] 12.242 13.483
Verschmelzungseffekt 4.596 0
Zahlungsmittelbestand aus dem Abgang von Tochterunternehmen 0 - 152
Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit 1.055 - 3.614
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit 572 - 280
Cash-Flow aus Finanzierungstätigkeit - 30 - 122
Effekte aus Wechselkursänderungen 56 109
Zahlungsmittelbestand zum Ende der Periode [12, 13] 18.492 9.424

1 Der Zahlungsmittelbestand weicht in der Vergleichsperiode aufgrund der Darstellung der Raiffeisen Banka d.d., Maribor, und der ZUNO BANK AG, Wien, gemäß IFRS 5 von dem Bilanzposten Barreserve ab.

Segmentberichterstattung

In der RBI erfolgt die interne Management-Berichterstattung grundsätzlich auf Basis der bestehenden Organisationsstruktur. Diese ist matrixförmig aufgebaut, d. h. Vorstände sind sowohl für einzelne Länder als auch für bestimmte Geschäftsfelder verantwortlich (Konzept der "Country and Functional Responsibility"). Steuerungseinheit (Cash Generating Unit) im Konzern ist ein Land. Die Darstellung der Länder umfasst nicht nur die Tochterbanken, sondern alle operativen Einheiten der RBI in den jeweiligen Ländern (wie z. B. Leasingunternehmen). Die obersten Entscheidungsgremien der RBI – Vorstand und Aufsichtsrat – treffen demnach wesentliche Entscheidungen über die Allokation der Ressourcen zu einem Segment auf Basis der jeweiligen Finanz- und Ertragskraft, weshalb diese Berichtskriterien als wesentlich beurteilt wurden. Entsprechend sind auch die Segmente nach IFRS 8 differenziert. Die Überleitungsrechnung enthält im Wesentlichen Beträge aus der Eliminierung von Zwischenergebnissen und aus segmentübergreifenden Konsolidierungen.

Durch den Zusammenschluss der RBI mit der RZB ergibt sich eine Veränderung der Segmentierung. Die bisherigen RBI-Segmente Zentraleuropa, Südosteuropa, Osteuropa und Corporate Center werden um die Anteile aus der RZB erweitert. Neu eingeführt wird das Segment Group Corporates & Markets für in Österreich gebuchtes operatives Geschäft. Dazu zählen primär das Finanzierungsgeschäft mit von Wien aus betreuten österreichischen und internationalen Firmenkunden, Group Markets, Financial Institutions & Sovereigns sowie das Geschäft mit Instituten der Raiffeisen Bankengruppe (RBG). Des Weiteren sind in diesem Segment Finanzdienstleister und Spezialgesellschaften enthalten, wie z. B. Raiffeisen Centrobank, Kathrein Privatbank, Raiffeisen Leasing, Raiffeisen Factorbank, Raiffeisen Bausparkasse und Raiffeisen Capital Management.

Unabhängig davon wurde das Segment Non-Core aufgrund des Abschlusses des Transformationsprogramms im ersten Quartal 2017 aufgelöst und das verbleibende Geschäft auf die regionalen Segmente aufgeteilt. Von einer Anpassung des Vorjahres wurde entgegen der Bestimmungen des IFRS 8.29 abgesehen, da es sich beim Ergebnis dieses Segments großteils um Verluste aus dem Abbau des Geschäftsvolumens handelt und daher eine Vergleichbarkeit nicht gegeben wäre.

Daraus ergeben sich die folgenden Segmente:

  • Zentraleuropa: Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn
  • Südosteuropa: Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Kosovo, Kroatien, Rumänien sowie Serbien
  • Osteuropa: Belarus, Russland und Ukraine
  • Group Corporates & Markets: von Wien aus betriebenes Firmenkundengeschäft mit österreichischen und multinationalen Kunden, Group Markets, Financial Institutions & Sovereigns, RBG, Finanzdienstleiter und Spezialgesellschaften
  • Corporate Center: zentrale Steuerungsfunktionen in der RBI AG (z. B. Treasury) sowie das Beteiligungsgeschäft der RBI AG, i.e. sonstige Konzerneinheiten und Minderheitsbeteiligungen (u. a. UNIQA Insurance Group AG, LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG)

Mit der Anpassung wurde von einem Mischsystem auf eine ausschließlich regionale Segmentierung umgestellt, da nunmehr alle in einer Region gebuchten operativen Geschäfte in einem Segment zusammengefasst sind. Diese Änderungen wurden zum ersten Quartal 2017 wirksam.

Die Darstellung der Vergleichsperiode im Vorjahr beruht auf der bisherigen Segmentierung.

1.1.- 30.6.2017
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Ost
europa
Group Corporates
& Markets
Zinsüberschuss 471 364 474 268
Provisionsüberschuss 275 192 226 160
Handelsergebnis 31 19 54 81
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis - 9 15 - 6 49
Betriebserträge 768 590 748 559
Verwaltungsaufwendungen - 462 - 343 - 302 - 337
Betriebsergebnis 306 247 446 221
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 8 - 66 25 - 39
Übrige Ergebnisse - 40 25 3 7
Ergebnis vor Steuern 274 206 474 189
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 41 - 32 - 100 - 38
Ergebnis nach Steuern 234 174 374 151
Ergebnis nicht beherrschender Anteile - 29 0 - 34 1
Ergebnis nach Abzug nicht beherrschender Anteile 204 174 340 152
Return on Equity vor Steuern 20,9% 19,2% 53,5% 13,1%
Return on Equity nach Steuern 17,8% 16,2% 42,3% 10,5%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,23% 3,38% 6,49% 1,41%
Cost/Income Ratio 60,2% 58,1% 40,4% 60,4%
Loan/Deposit Ratio 87,1% 71,7% 81,6% 112,8%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) - 0,06% 0,98% - 0,46% 0,29%
NPL Ratio 5,6% 10,2% 11,7% 5,8%
NPL Coverage Ratio 63,9% 76,7% 83,0% 63,2%
Aktiva 46.338 22.770 15.558 44.434
Verbindlichkeiten 41.897 19.823 13.153 44.547
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 22.046 14.070 11.368 19.961
Durchschnittliches Eigenkapital 2.622 2.152 1.772 2.880
Forderungen an Kunden 30.711 13.594 10.331 27.088
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 33.992 17.479 11.329 21.479
Geschäftsstellen 634 995 771 25
Mitarbeiter zum Stichtag (Vollzeitäquivalente) 13.264 14.830 17.767 2.675
Kunden in Millionen 3,4 5,4 5,7 2,0
1.1.- 30.6.2017
in € Millionen
Corporate
Center
Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 742 - 732 1.588
Provisionsüberschuss - 7 - 4 842
Handelsergebnis - 43 - 10 133
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 41 - 57 34
Betriebserträge 733 - 802 2.597
Verwaltungsaufwendungen - 184 57 - 1.573
Betriebsergebnis 549 - 745 1.024
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen 0 - 5 - 76
Übrige Ergebnisse - 134 41 - 99
Ergebnis vor Steuern 414 - 709 849
Steuern vom Einkommen und Ertrag 37 - 19 - 193
Ergebnis nach Steuern 451 - 728 656
Ergebnis nicht beherrschender Anteile 0 - 6 - 68
Ergebnis nach Abzug nicht beherrschender Anteile 451 - 734 587
Return on Equity vor Steuern 36,0% 17,4%
Return on Equity nach Steuern 39,2% 13,4%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,46%
Cost/Income Ratio 60,6%
Loan/Deposit Ratio 91,7%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,19%
NPL Ratio 7,3%
NPL Coverage Ratio 70,5%
Aktiva 41.719 - 32.217 138.603
Verbindlichkeiten 26.186 - 17.237 128.369
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 14.174 - 12.599 69.021
Durchschnittliches Eigenkapital 2.303 - 1.950 9.778
Forderungen an Kunden 1.405 - 2.028 81.101
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 525 - 3.209 81.595
Geschäftsstellen 2.425
Mitarbeiter zum Stichtag (Vollzeitäquivalente) 1.152 49.688
Kunden in Millionen 16,5
1.1.- 30.6.2016
in € Millionen
Zentral
europa
Südost
europa
Osteuropa Group
Corporates
Group
Markets
Zinsüberschuss 323 372 418 150 29
Provisionsüberschuss 188 189 179 29 57
Handelsergebnis 13 30 34 4 55
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 2 3 - 4 1 5
Betriebserträge 525 594 627 184 145
Verwaltungsaufwendungen - 314 - 334 - 235 - 75 - 104
Betriebsergebnis 211 260 392 109 41
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 33 - 72 - 79 - 62 5
Übrige Ergebnisse 34 - 3 12 0 15
Ergebnis vor Steuern 212 186 324 47 61
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 40 - 28 - 67 - 11 - 15
Ergebnis nach Steuern 172 157 257 36 46
Ergebnis nicht beherrschender Anteile - 36 0 - 22 - 1 0
Ergebnis nach Abzug nicht beherrschender Anteile 136 157 234 35 46
Return on Equity vor Steuern 24,0% 19,9% 40,1% 8,4% 21,9%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,43% 3,61% 6,57% 2,13% 0,54%
Cost/Income Ratio 59,7% 56,1% 37,5% 40,8% 71,9%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 0,34% 1,09% 1,59% 0,89% - 0,40%
NPL Ratio 7,1% 11,3% 17,4% 6,3% 1,4%
NPL Coverage Ratio 69,2% 72,9% 84,0% 47,2% 62,8%
Aktiva 28.055 21.777 14.397 14.602 15.185
Verbindlichkeiten 25.645 18.774 12.344 11.170 17.085
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 13.241 14.210 11.315 8.352 3.490
Durchschnittliches Eigenkapital 1.765 1.865 1.616 1.122 554
Forderungen an Kunden 19.277 13.265 10.048 14.318 2.741
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 20.635 16.005 10.366 10.682 2.780
Geschäftsstellen 407 1.054 847 1 5
1.1.- 30.6.2016
in € Millionen
Corporate
Center
Non-Core Überleitung Gesamt
Zinsüberschuss 251 163 - 251 1.455
Provisionsüberschuss 9 81 - 11 719
Handelsergebnis - 19 2 - 34 84
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 55 0 - 37 25
Betriebserträge 296 247 - 334 2.284
Verwaltungsaufwendungen - 178 - 209 37 - 1.412
Betriebsergebnis 117 37 - 297 871
Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen - 10 - 149 - 3 - 403
Übrige Ergebnisse - 86 9 1 - 18
Ergebnis vor Steuern 21 - 103 - 298 450
Steuern vom Einkommen und Ertrag 7 - 29 2 - 182
Ergebnis nach Steuern 28 - 131 - 297 268
Ergebnis nicht beherrschender Anteile - 2 0 4 - 58
Ergebnis nach Abzug nicht beherrschender Anteile 26 - 131 - 293 210
Return on Equity vor Steuern 3,4% 10,6%
Nettozinsspanne (Ø zinstragende Aktiva) 2,00% 2,76%
Cost/Income Ratio 60,4% 84,9% 61,8%
Neubildungsquote (Ø Forderungen an Kunden) 2,59% 1,11%
NPL Ratio 15,3% 10,4%
NPL Coverage Ratio 71,3% 72,1%
Aktiva 22.797 16.484 - 19.328 113.969
Verbindlichkeiten 18.402 14.595 - 12.770 105.244
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 14.397 9.672 - 12.954 61.722
Durchschnittliches Eigenkapital 2.005 1.450 - 1.863 8.514
Forderungen an Kunden 2.572 11.013 - 2.410 70.825
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 464 9.109 - 1.101 68.941
Geschäftsstellen 327 2.641

Anhang

Unternehmen

Die RBI ist eine Universalbank mit Fokus auf Firmen- und Retail-Kunden in Zentral- und Osteuropa (CEE) sowie ausschließlich auf Firmenkunden in Österreich. In CEE verfügt die RBI über ein engmaschiges Netzwerk an Tochterbanken, Leasinggesellschaften und zahlreichen spezialisierten Finanzdienstleistungsunternehmen mit rund 2.400 Geschäftsstellen. In Österreich ist die RBI auf das Firmenkunden- und das Investment-Banking-Geschäft spezialisiert. Sie ist die Corporate-Finance-Bank Österreichs und betreut die Top- 1.000-Unternehmen des Landes. Darüber hinaus vertrauen zahlreiche internationale und multinationale Großkunden sowie Finanzunternehmen ihrem umfassenden Serviceangebot.

Der Zwischenbericht zum 30. Juni 2017 wurde einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft unterzogen.

Verschmelzung mit der RZB

Am 23. bzw. am 24. Jänner fanden außerordentliche Hauptversammlungen der RZB AG bzw. der RBI AG zur Beschlussfassung über die Verschmelzung (downstream) der RZB AG in die RBI AG statt. Die erforderlichen Mehrheiten wurden in beiden Versammlungen bei Weitem erreicht. Die Eintragung der Verschmelzung im Firmenbuch erfolgte am 18. März 2017. Um den Aktionären der RZB AG das übertragene Gesellschaftsvermögen abzugelten, begab die RBI AG neue Aktien, wodurch die Gesamtzahl ihrer Aktien von 292.979.038 auf 328.939.621 anstieg.

Die Verschmelzung stellt eine Transaktion unter gemeinsamer Beherrschung (Common Control) dar, für die die Bestimmungen des IFRS 3 nicht anzuwenden sind (IFRS 3.2. (c)). Da die Transaktionen unter gemeinsamer Beherrschung nicht in den IFRS geregelt werden, hat das Management nach IAS 8.10 als Rechnungslegungsmethode für diese Art von Transaktionen die Methode der Buchwertfortführung gewählt. Dies bedeutet, dass alle Vermögenswerte und Schulden der RZB AG mit ihren Buchwerten unter Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten übernommen wurden und alle Unterschiede zwischen der übertragenen Gegenleistung aus der Ausgabe neuer Aktien und dem Buchwert des übernommenen Nettovermögens im Eigenkapital erfasst werden.

Die Einbeziehung erfolgte am 24. Jänner 2017 nach den Beschlüssen der außerordentlichen Hauptversammlungen. Das Management hat beschlossen, die konzerninternen Transaktionen nicht rückwirkend darzustellen, wodurch die Vergleichsperiode nicht angepasst wurde. Die Bilanz zum 31. Dezember 2016 sowie die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2016 einschließlich der Anhangangaben entsprechen den publizierten Werten der RBI vor Verschmelzung. Aus Wesentlichkeitsgründen werden die Effekte der Verschmelzung zum 1. Jänner 2017 dargestellt.

Grundlagen der Konzernrechnungslegung

Grundsätze der Erstellung

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wird in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den auf Basis der IAS Verordnung (EG) 1606/2002 durch die EU übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards einschließlich der anzuwendenden Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC/SIC) erstellt. Der vorliegende verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2017 steht im Einklang mit IAS 34.

Einige außerhalb des Konzernzwischenabschlusses enthaltene IFRS-Anhangangaben sind ein wesentlicher Bestandteil des Konzernzwischenabschlusses. Diese sind im Wesentlichen Erläuterungen zu den Segmentergebnissen, die in den Angaben zur Segmentberichterstattung dargestellt werden. Neben den im Anhang dargestellten Angaben gemäß IFRS 7 enthält insbesondere das Kapitel Risikobericht ausführliche Darstellungen zu den Themen Kreditrisiko, Konzentrationsrisiko, Marktrisiko und Liquiditätsrisiko. Die Darstellung dieser Informationen erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 34, IFRS 8 "Geschäftssegmente" und IFRS 7 "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Bei der Zwischenberichterstattung wurden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden angewendet wie bei der Erstellung des Konzernabschlusses 2016 (vgl. Geschäftsbericht 2016, Seite 211 ff). Hinsichtlich der vorzeitigen Anwendung des IFRS 9.7.1.2 verweisen wir auf das Kapitel "Anwendung von neuen und geänderten Standards". Standards und Interpretationen, die ab 1. Jänner 2017 in der EU verpflichtend anzuwenden sind, wurden in diesem Zwischenbericht berücksichtigt.

Wesentliche bilanzielle Ermessensspielräume und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Sind für die Bilanzierung und Bewertung nach IAS/IFRS Schätzungen oder Beurteilungen erforderlich, werden diese in Übereinstimmung mit den jeweiligen Standards vorgenommen. Sie basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Faktoren wie Planungen und nach heutigem Ermessen wahrscheinlichen Erwartungen oder Prognosen zukünftiger Ereignisse. Davon betroffen sind im Wesentlichen die Risikovorsorgen im Kreditgeschäft, der beizulegende Wert und die Wertminderung von Finanzinstrumenten, die latenten Steuern und die Rückstellungen für Pensionen und pensionsähnliche Verpflichtungen sowie die Berechnungen zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und der im Zuge der Erstkonsolidierung aktivierten immateriellen Vermögenswerte. Die tatsächlichen Werte können von den geschätzten Werten abweichen.

Anwendung von neuen und geänderten Standards

Das IASB hat die finale Fassung des IFRS 9 im Zuge der Fertigstellung der verschiedenen Phasen am 24. Juli 2014 veröffentlicht, diese wurde durch die EU-Kommission durch Annahme der Verordnung (EU) Nr. 2016/2067 vom 22. November 2016 endgültig in das EU-Recht übernommen. Im Hinblick auf die Bewertung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designierter finanzieller Verbindlichkeiten bietet IFRS 9 die Möglichkeit, Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus Veränderungen des Ausfallrisikos des bilanzierenden Unternehmens ergeben, bereits vorzeitig im sonstigen Ergebnis auszuweisen.

Die RBI nimmt das Wahlrecht in Anspruch, die Regeln gemäß IFRS 9.7.1.2 betreffend der Darstellung von Gewinnen und Verlusten aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten vorzeitig anzuwenden. IFRS 9 verlangt, dass Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos der RBI ergeben, im sonstigen Ergebnis auszuweisen sind, hingegen unter IAS 39 in der Erfolgsrechnung auszuweisen waren.

Die Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, um Bewertungs- oder Ergebniserfassungsinkongruenzen zu vermeiden, die aufgrund von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerten mit einem ähnlichen Zinsrisikoprofil entstehen. Da sich das Kreditrisiko der RBI jedoch nicht auf der Aktivseite widerspiegelt, reduziert sich aufgrund der Erfassung der Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos des beizulegenden Zeitwerts im sonstigen Ergebnis die Ergebniserfassungsinkongruenz in der Erfolgsrechnung. Um die Offenlegungspflichten zu erfüllen, wurde die Differenz zwischen dem tatsächlichen beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeit – einem hypothetischen Swap (der die ursprüngliche Kreditkurve widerspiegelt) – und dem Barauszahlungsbetrag berechnet.

Im ersten Halbjahr 2017 wurden minus € 86 Millionen direkt im sonstigen Ergebnis erfasst. Die kumulative Veränderung des beizulegenden Zeitwerts, die auf die Veränderung des eigenen Ausfallrisikos zurückzuführen war, betrug minus € 14 Millionen und ist in den Gewinnrücklagen enthalten. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem aktuellen beizulegenden Zeitwert dieser designierten Verbindlichkeiten und dem vertraglich vereinbarten Zahlungsbetrag für den Zeitpunkt der Endfälligkeit betrug € 546 Millionen. Im Berichtszeitraum gab es keine wesentlichen Transfers innerhalb des Eigenkapitals oder Ausbuchungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten.

Eine Reihe von neuen oder geänderten Standards wurde für den aktuellen Berichtszeitraum erstmalig anwendbar. Die erstmalige Anwendung der neuen oder geänderten Standards IFRS hatte untergeordnete Auswirkung auf den konsolidierten Zwischenabschluss, da die Änderungen nur bedingt anwendbar waren.

Noch nicht anzuwendende Standards und Interpretationen

IFRS 9 (Finanzinstrumente; Inkrafttreten 1. Jänner 2018)

IFRS 9 enthält Vorschriften für den Ansatz, die Bewertung und die Ausbuchung sowie für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen. Die wesentlichen Anforderungen des IFRS 9 lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Nach IFRS 9 werden alle finanziellen Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Schuldtitel, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung es ist, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, und dessen vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, sind in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bilanzieren. Alle anderen Instrumente müssen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

IFRS 9 enthält auch ein später nicht mehr revidierbares Wahlrecht, nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines (nicht zu Handelszwecken gehaltenen) Eigenkapitalinstruments im sonstigen Ergebnis darzustellen und ausschließlich die Dividendenerträge in der Erfolgsrechnung zu zeigen.

Die Regelungen betreffend Wertminderung sind gemäß IFRS 9 für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, anzuwenden. Die Wertminderungsvorschriften sind im Sinne des IFRS 9 auch auf außerbilanzielle Kreditzusagen sowie Finanzgarantien anzuwenden. Dabei ändert sich das Modell zur Risikovorsorgeermittlung von einem vergangenheitsorientierten Modell gemäß IAS 39 (eingetretene Verluste) hin zu einem zukunftsorientierten Modell gemäß IFRS 9 (erwartete Verluste).

IFRS 9 sieht bei der Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung künftig bestimmen. In der ersten Stufe sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten Zwölf-Monats-Verlusts zu erfassen. Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe des erwarteten Verlusts der gesamten Restlaufzeit zu erhöhen (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung in Stufe 3 auf Grundlage des Nettobuchwerts zu erfolgen.

Es wird erwartet, dass IFRS 9 insgesamt zu einer Erhöhung des Risikovorsorgeniveaus führen wird. Diese Einschätzung beruht auf der Forderung des Ansatzes einer Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Kreditausfälle für die ersten zwölf Monate auch für solche Instrumente, bei denen sich das Kreditrisiko seit Erstansatz nicht wesentlich erhöht hat. Darüber hinaus beruht es auf der Einschätzung, dass der Bestand an Vermögenswerten, auf die der "Lifetime Expected Loss" angewendet wird, wahrscheinlich größer ist als der Bestand an Vermögenswerten, bei denen Verlustereignisse nach IAS 39 bereits eingetreten sind. Neben Übergangsvorschriften ist IFRS 9 auch mit umfangreichen Offenlegungsvorschriften sowohl bei Übergang als auch in der laufenden Anwendung verbunden. Neuerungen ergeben sich vor allem aus den Regelungen zu Wertminderungen. Der verpflichtende Erstanwendungszeitpunkt von IFRS 9 wird der 1. Jänner 2018 sein.

Die RBI führt ein zentral gemanagtes und vom Finanzvorstand und Risikovorstand des Konzerns gesponsertes IFRS- 9-Programm ("IFRS 9 Implementation") durch, das von Fachexperten für die Themen Methodik, Datenbeschaffung und Modellierung, IT-Prozesse sowie Rechnungslegung unterstützt wird. Die Gesamtsteuerung obliegt einem IFRS- 9-Steuerungskomitee ("Steering Committee IFRS9 Business Policy & Group Implementation"), in dem Mitarbeiter der Finanz- und Risikoabteilungen gemeinsam mit den jeweiligen zuständigen Vorständen vertreten sind. Richtlinien und Trainings zu IFRS 9 werden für alle Konzerneinheiten und Konzernfunktionen als Teil des IFRS- 9-Programms zur Vorbereitung auf das Inkrafttreten von IFRS 9 für den Konzern zum 1. Jänner 2018 bereitgestellt. Weiters hat die RBI während des Geschäftsjahres 2016 die jeweiligen Fachkonzepte und die darauf basierenden Umsetzungsrichtlinien weiterentwickelt. Im Rahmen des Projekts wurde konzernweit damit begonnen, iterative Auswirkungsanalysen in Bezug auf Klassifizierung und Bewertung ("SPPI-Test" bzw. "Benchmark-Test") und Wertminderungen von Finanzinstrumenten durchzuführen. 2017 hat sich der Schwerpunkt des zentral gemanagten IFRS 9 Programms auf die Implementierung der notwendigen Änderungen aufgrund der Einführung von IFRS 9 verlagert. Diese Änderungen beziehen sich nicht nur auf zentrale und lokale IT Systeme und deren Anwendungen, sondern haben auch Auswirkungen auf Prozesse und interne Arbeitsanweisungen bzw. interne Richtlinien. Im Anbetracht der sich stetig weiterentwickelnden Marktpraxis ("best-practice") und den parallel laufenden Evaluierungen der eingesetzten Methoden werden laufende Kalibrierungen vorgenommen, sodass eine verlässliche Quantifizierung der Erstanwendungseffekte zum Halbjahr 2017 noch nicht geboten erscheint. Aufgrund von laufenden Analysen geht die RBI jedoch davon aus, dass der Gesamteffekt aus der Erstanwendung von IFRS 9 unter dem von der EBA publizierten Marktdurchschnitt liegt.

Weiters geht die RBI davon aus, dass IFRS 9 Auswirkungen auf die Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten haben wird. Nach eingehender Analyse wurde in Bezug auf Klassifizierung und Bewertung festgestellt, dass bei bestimmten vertraglichen Zahlungsströmen von finanziellen Vermögenswerten ein unwesentlicher Teil des Portfolios als "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" neu bewerten zu müssen.

IFRS 9 räumt in Bezug auf die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen Wahlrechte ein. Die RBI wird 2018 die Vorschriften zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen gemäß IAS 39 weiterhin anwenden, jedoch unter Berücksichtigung der Änderungen in den Anhangangaben nach IFRS 7. Darüber hinaus wird die RBI die Struktur des Konzernabschlusses aufgrund der Erstanwendung von IFRS 9 und daraus resultierenden Änderungen in IFRS 7 auf die Offenlegungssystematik der EBA (FINREP) anpassen.

IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden; Inkrafttreten 1. Jänner 2018)

Die Bilanzierungsvorschriften bestimmen für alle Kundenvereinbarungen, wie und wann Erträge basierend auf ein Fünf-Stufen-Modell vereinnahmt werden, haben aber keine Auswirkungen auf die Vereinnahmung von Erträgen, die im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten des Regelungsbereiches von IFRS 9 entstehen. IFRS 15 ersetzt mehrere andere IFRS-Vorschriften wie zum Beispiel IAS 18 (Erlöse), IAS 11 (Fertigungsaufträge) und Interpretationen, die den Moment der Ertragsvereinnahmung unter IFRS bestimmen. Zudem verlangen die Vorschriften von Unternehmen die Bereitstellung von aussagefähigeren und relevanteren Anhangangaben an die Nutzer von Finanzabschlüssen. Die RBI prüft derzeit die Auswirkungen von IFRS 15. Die Europäische Union hat im Amtsblatt vom 29. Oktober 2016 die Verordnungen (EG) Nr. 1126/2008 vom 22. September 2016 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1126/2008 veröffentlicht und dadurch IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden übernommen.

IFRS 16 (Leasingverhältnisse; Inkrafttreten 1. Jänner 2019)

Für Leasingnehmer sieht der neue Standard ein Bilanzierungsmodell vor, das auf eine Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Mietleasing verzichtet. Künftig werden die meisten Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sein. Es führt beim Leasingnehmer dazu, dass aus allen Leasingvereinbarungen mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in der Bilanz zu erfassen sind; es sei denn, es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert. Der Leasingnehmer erfasst einen Vermögenswert, der sein Recht auf Nutzung des zugrunde liegenden Leasinggegenstandes repräsentiert. Zudem erfasst er eine Leasingverbindlichkeit, die seine Verpflichtung zur Zahlung der Mietzahlungen darstellt. Für Leasinggeber bleiben die Regelungen des IAS 17 Leasingverhältnisse weitgehend bestehen, sodass hier auch künftig zwischen Finanzierungs- und Mietleasingvereinbarungen zu unterscheiden ist – mit entsprechend unterschiedlichen Bilanzierungskonsequenzen. Zudem verlangen die Vorschriften von Unternehmen die Bereitstellung von aussagefähigeren und relevanteren Anhangangaben an die Nutzer

von Finanzabschlüssen. Die Auswirkungen auf den Konzern werden noch analysiert. Die Vorschriften bedürfen noch der Übernahme durch die EU in europäisches Recht.

Währungen

2017 2016
Stichtag Durchschnitt Stichtag Durchschnitt
Kurse in Währung pro € 30.6. 1.1.- 30.6. 31.12. 1.1.- 30.6.
Albanischer Lek (ALL) 132,370 134,904 135,400 138,097
Belarus Rubel (BYN) 2,212 2,065 2,068 2,233
Bosnische Marka (BAM) 1,956 1,956 1,956 1,955
Bulgarische Lewa (BGN) 1,956 1,956 1,956 1,956
Kasachischer Tenge (KZT)1 - - 352,622 381,334
Kroatische Kuna (HRK) 7,410 7,459 7,560 7,568
Polnischer Zloty (PLN) 4,226 4,271 4,410 4,362
Rumänischer Lei (RON) 4,552 4,538 4,539 4,503
Russischer Rubel (RUB) 67,545 63,451 64,300 77,250
Schweizer Franken (CHF) 1,093 1,077 1,074 1,096
Serbischer Dinar (RSD) 120,410 122,980 123,410 122,839
Singapur-Dollar (SGD) 1,571 1,524 1,523 1,532
Tschechische Krone (CZK) 26,197 26,805 27,021 27,050
Ukrainische Hryvna (UAH) 29,717 29,083 28,599 28,204
Ungarischer Forint (HUF) 308,970 309,270 309,830 313,827
US-Dollar (USD) 1,141 1,088 1,054 1,111

1 Aufgrund von Endkonsolidierung war der kasachische Tenge im Geschäftsjahr 2017 nicht mehr in Verwendung.

Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierung Equity-Methode
Anzahl Einheiten 30.6.2017 31.12.2016 30.6.2017 31.12.2016
Stand Beginn der Periode 106 120 0 0
Im Zuge der Verschmelzung einbezogen 175 0 9 0
In der Berichtsperiode erstmals einbezogen 2 3 0 0
In der Berichtperiode verschmolzen 0 - 1 0 0
In der Berichtsperiode ausgeschieden - 42 - 16 0 0
Stand Ende der Periode 241 106 9 0

In der Berichtsperiode wurde die RZB AG in die RBI AG eingebracht. Details dazu sind nachfolgend im Abschnitt Verschmelzung erläutert.

Die erstmals einbezogenen Unternehmen sind im Leasingbereich tätig. 40 Unternehmen schieden aufgrund untergeordneter Bedeutung aus dem Konsolidierungskreis aus, zwei weitere wurden veräußert.

Verschmelzung

In der Berichtsperiode wurden folgende Unternehmen im Zuge der Einbringung der RZB AG in die RBI AG in den Konzernabschluss aufgenommen:

Anzahl Einheiten Vollkonsolidierung Equity-Methode
Kreditinstitute 7 6
Finanzinstitute 123 0
Anbieter von Nebenleistungen 3 1
Finanzholding 4 0
Sonstige 38 2
Gesamt 175 9

Die im Zuge der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG eingebrachten Unternehmen sind Finanzdienstleister und Spezialgesellschaften, die wesentlichen Einheiten sind Raiffeisen Leasing, Raiffeisen Factorbank, Raiffeisen Bausparkasse und Raiffeisen Capital Management. Aus dem Bereich der at-equity bewerteten Minderheitsanteile sind vor allem die UNIQA Insurance Group AG sowie die LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG hervorzuheben.

Die Verschmelzung der RZB AG mit der RBI AG hatte folgende Auswirkung auf die Konzernbilanz zum 1. Jänner 2017:

Aktiva
in € Millionen
31.12.2016 Veränderung 1.1.2017
Barreserve 12.242 4.596 16.839
Forderungen an Kreditinstitute 9.900 1.081 10.981
Forderungen an Kunden 70.514 9.255 79.769
Kreditrisikovorsorgen - 4.955 - 290 - 5.245
Handelsaktiva 4.986 - 42 4.944
Derivative Finanzinstrumente 1.429 - 168 1.261
Wertpapiere und Beteiligungen 14.639 6.791 21.430
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 0 775 775
Immaterielle Vermögenswerte 598 78 677
Sachanlagen 1.393 449 1.843
Sonstige Aktiva 1.117 414 1.531
Aktiva gesamt 111.864 22.941 134.804
Passiva
in € Millionen
31.12.2016 Veränderung 1.1.2017
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.816 11.243 24.060
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 71.538 8.787 80.325
Verbriefte Verbindlichkeiten 6.645 1.882 8.527
Rückstellungen 756 279 1.036
Handelspassiva 5.120 - 52 5.068
Derivative Finanzinstrumente 787 - 7 779
Sonstige Passiva 765 255 1.020
Nachrangkapital 4.204 34 4.238
Eigenkapital 9.232 519 9.752
Konzern-Eigenkapital 8.188 445 8.633
Konzernergebnis 463 0 463
Kapital nicht beherrschender Anteile 581 74 655
Passiva gesamt 111.864 22.941 134.804

Erläuterungen zur Erfolgsrechnung

(1) Erfolgsrechnung nach Bewertungskategorien

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Ergebnis aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten des
Handelsbestands
77 195
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
74 44
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten 33 165
Ergebnis aus Krediten und Forderungen 1.803 1.343
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden finanziellen Vermögenswerten 74 77
Ergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten - 594 - 595
Ergebnis aus Derivaten für Sicherungsmaßnahmen 93 77
Erfolgsbeiträge aus Währungsumrechnung (netto) 25 - 59
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen - 736 - 796
Ergebnis vor Steuern 849 450

(2) Zinsüberschuss

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Zinsen und zinsähnliche Erträge gesamt 2.164 2.051
Zinserträge 2.156 2.024
aus Guthaben bei Zentralbanken 6 12
aus Forderungen an Kreditinstitute 119 74
aus Forderungen an Kunden 1.710 1.578
aus Wertpapieren 173 137
aus Leasingforderungen 59 79
aus derivativen Finanzinstrumenten aus ökonomischem Hedge 0 66
aus derivativen Finanzinstrumenten aus Hedge Accounting 89 78
Laufende Erträge 23 24
aus Anteilen an verbundenen Unternehmen 10 20
aus sonstigen Beteiligungen 13 3
Zinsähnliche Erträge 7 8
Negative Zinsen aus finanziellen Vermögenswerten - 22 - 5
Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen 35 0
Zinsen und zinsähnliche Aufwendungen gesamt - 611 - 595
Zinsaufwendungen - 610 - 583
für Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken - 9 - 10
für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 98 - 93
für Verbindlichkeiten gegenüber Kunden - 301 - 321
für verbriefte Verbindlichkeiten - 106 - 76
für Nachrangkapital - 79 - 83
für derivative Finanzinstrumente aus ökonomischem Hedge - 17 0
Zinsähnliche Aufwendungen - 17 - 19
Negative Zinsen aus finanziellen Verbindlichkeiten 16 6
Gesamt 1.588 1.455

Die Position Laufendes Ergebnis at-equity bewerteter Unternehmen resultiert aus den im Zuge der Verschmelzung der RZB AG mit der RBI AG eingebrachten at-equity bewerteten Unternehmen, im Wesentlichen aus der LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST Beteiligungs AG, Wien, der UNIQA Insurance Group AG, Wien, und der Raiffeisen Informatik GmbH, Wien. In der Vergleichsperiode waren keine Unternehmen at-equity bewertet. Die Gesamtliste der at-equity bewerteten Unternehmen ist unter Punkt (20) Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen dargestellt.

(3) Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Einzelwertberichtigungen - 105 - 432
Zuführung zu Risikovorsorgen - 510 - 877
Auflösung von Risikovorsorgen 410 434
Direktabschreibungen - 49 - 37
Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 44 49
Portfolio-Wertberichtigungen 11 27
Zuführung zu Risikovorsorgen - 124 - 116
Auflösung von Risikovorsorgen 136 143
Erlöse aus der Beendigung oder dem Verkauf von Krediten 17 2
Gesamt - 76 - 403

(4) Provisionsüberschuss

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Zahlungsverkehr 354 307
Kredit- und Garantiegeschäft 79 86
Wertpapiergeschäft 74 65
Devisen-, Valuten- und Edelmetallgeschäft 190 187
Verwaltung von Investment- und Pensionsfonds 86 19
Verkauf von Eigen- und Fremdprodukten 34 31
Sonstige Bankdienstleistungen 25 26
Gesamt 842 719

(5) Handelsergebnis

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Zinsbezogenes Geschäft 46 66
Währungsbezogenes Geschäft 71 49
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 14 - 25
Kreditderivatgeschäft - 3 - 2
Sonstiges Geschäft 5 - 4
Gesamt 133 84

Der im Handelsergebnis ausgewiesene Refinanzierungsaufwand für Handelsaktiva betrug € 13 Millionen (Vergleichsperiode: € 14 Millionen).

(6) Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Ergebnis aus dem Hedge Accounting 4 - 2
Ergebnis aus sonstigen Derivaten - 14 - 14
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Verbindlichkeiten
36 - 46
Gesamt 26 - 62

Das Ergebnis aus sonstigen Derivaten beinhaltet die Bewertungsergebnisse für Derivate, die zur Absicherung gegen Marktrisiken (ausgenommen Handelsaktiva/-passiva) abgeschlossen und dabei gegen ein inhomogenes Portfolio gestellt wurden, sodass sie nicht die Bedingungen für Hedge Accounting gemäß IAS 39 erfüllen.

Die RBI nimmt das Wahlrecht in Anspruch die Regeln gemäß IFRS 9.7.1.2 betreffend der Darstellung von Gewinnen und Verlusten aus zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten vorzeitig anzuwenden. IFRS 9 verlangt, dass Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus Veränderungen des eigenen Ausfallrisikos der RBI ergeben im sonstigen Ergebnis auszuweisen sind, hingegen unter IAS 39 in der Erfolgsrechnung auszuweisen waren. Die Veränderung des eigenen Ausfallrisikos aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Verbindlichkeiten in Höhe von minus € 86 Millionen ist daher seit dem ersten Quartal 2017 im sonstigen Ergebnis ausgewiesen. Der Gewinn von € 36 Millionen stellt ausschließlich Marktzinsänderungen dar. In der Vergleichsperiode ist sowohl der Verlust aus der Veränderung des eigenen Ausfallrisikos von minus € 14 Millionen als auch der Verlust aus Marktzinsänderungen von minus € 32 Millionen enthalten.

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Ergebnis aus bis zur Endfälligkeit zu haltenden Wertpapieren 6 13
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren 6 13
Ergebnis aus Unternehmensanteilen 0 140
Bewertungsergebnis aus Unternehmensanteilen - 1 - 3
Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen 1 143
Ergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten
Wertpapieren
- 68 18
Bewertungsergebnis aus Wertpapieren - 66 14
Veräußerungsergebnis aus Wertpapieren - 2 4
Ergebnis aus zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren 4 1
Gesamt - 58 171

(7) Ergebnis aus Finanzinvestitionen

Das Veräußerungsergebnis aus Unternehmensanteilen verringerte sich im Periodenvergleich um € 142 Millionen, was im Wesentlichen auf den in der Vergleichsperiode abgeschlossenen Verkauf von Aktien der Visa Europe Ltd. an die Visa Inc. zurückzuführen war. Das Bewertungsergebnis aus erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Wertpapieren sank um € 80 Millionen und resultierte überwiegend aus Bewertungsverlusten bei Staatsanleihen.

(8) Verwaltungsaufwendungen

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Personalaufwand - 780 - 701
Sachaufwand - 636 - 569
davon betrieblich bedingter Sachaufwand - 523 - 467
davon regulatorisch bedingter Sachaufwand - 113 - 103
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte - 158 - 142
Gesamt - 1.573 - 1.412

Im regulatorisch bedingten Sachaufwand sind Abgaben von € 73 Millionen (Vergleichsperiode: € 65 Millionen) enthalten, die nach IFRIC 21 in voller Höhe zu Jahresbeginn zu erfassen waren.

Personalaufwand

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Löhne und Gehälter - 598 - 540
Soziale Abgaben - 143 - 127
Freiwilliger Sozialaufwand - 20 - 19
Sonstiger Personalaufwand - 18 - 15
Gesamt - 780 - 701

Sachaufwand

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Raumaufwand - 118 - 127
IT-Aufwand - 148 - 134
Kommunikationsaufwand - 33 - 34
Rechts- und Beratungsaufwand - 51 - 41
Werbe- und Repräsentationsaufwand - 61 - 41
Büroaufwand - 12 - 11
Kfz-Aufwand - 8 - 8
Sicherheitsaufwand - 21 - 17
Reiseaufwand - 9 - 7
Ausbildungsaufwand - 7 - 6
Sonstiger Sachaufwand - 56 - 41
Betrieblich bedingter Sachaufwand - 523 - 467
Einlagensicherung - 49 - 52
Bankenabwicklungsfonds - 64 - 51
Regulatorisch bedingter Sachaufwand - 113 - 103
Gesamt - 636 - 569

Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Sachanlagen - 69 - 55
Immaterielle Vermögenswerte - 73 - 71
Vermietete Leasinganlagen - 15 - 16
Gesamt - 158 - 142

(9) Sonstiges betriebliches Ergebnis

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Nettoergebnis aus bankfremden Tätigkeiten 20 16
Ergebnis aus Operating Leasing (Kfz und Mobilien) 17 15
Ergebnis aus Investment Property inkl. Operating Leasing (Immobilien) 25 21
Ergebnis aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
- 3 2
Sonstige Steuern - 32 - 38
Ergebnis aus der Dotierung und Auflösung sonstiger Rückstellungen 4 - 12
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 3 20
Laufendes sonstiges betriebliches Ergebnis 34 25
Bankenabgaben - 88 - 82
Bankgeschäftliche Belastungen aus staatlichen Maßnahmen 21 - 44
Gesamt - 32 - 101

In der Berichtsperiode ergab sich eine Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang mit dem so genannten "Walkaway Law" in Rumänien in Höhe von € 22 Millionen, die unter dem Posten Bankgeschäftliche Belastungen aus staatlichen Maßnahmen ausgewiesen ist. In den Bankenabgaben sind Abgaben von € 54 Millionen (Vergleichsperiode: € 18 Millionen) enthalten, die nach IFRIC 21 in voller Höhe zu Jahresbeginn zu erfassen waren.

(10) Ergebnis aus Endkonsolidierungen

In der Berichsperiode schieden 40 Tochterunternehmen aufgrund untergeordneter Bedeutung aus dem Konsolidierungskreis aus, zwei weitere wurden veräußert. Das Ergebnis aus Endkonsolidierungen belief sich auf € 0 Millionen (Vergleichsperiode: minus € 2 Millionen).

(11) Steuern vom Einkommen und Ertrag

in € Millionen 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Laufende Steuern vom Einkommen und Ertrag - 139 - 117
Inland - 19 - 19
Ausland - 120 - 98
Latente Steuern - 54 - 66
Gesamt - 193 - 182

Hauptverantwortlich für den im Vergleich zum Ergebnisanstieg niedrigen Steueraufwand in der Berichtsperiode waren die Verwendung (Verbrauch) von Verlustvorträgen in Ungarn, Albanien und Polen.

Erläuterungen zur Bilanz

(12) Bilanz nach Bewertungskategorien

Aktiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.6.2017 31.12.2016
Barreserve 18.492 12.242
Handelsaktiva 5.317 5.770
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Vermögenswerte 6.440 3.963
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 742 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 5.740 4.117
Kredite und Forderungen 91.097 76.482
Bis zur Endfälligkeit zu haltende finanzielle Vermögenswerte 7.630 6.559
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 518 645
Sonstige Aktiva 2.626 2.085
Aktiva gesamt 138.603 111.864

Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelsaktiva ausgewiesen. Die Bewertungskategorie Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfasst die sonstigen verbundenen Unternehmen, die sonstigen Beteiligungen sowie nicht festverzinsliche und festverzinsliche Wertpapiere. Kredite und Forderungen werden netto nach Abzug von Kreditrisikovorsorgen dargestellt.

Passiva nach Bewertungskategorien
in € Millionen
30.6.2017 31.12.2016
Handelspassiva 4.966 5.481
Finanzielle Verbindlichkeiten 119.451 93.185
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle
Verbindlichkeiten
2.728 2.784
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 280 425
Rückstellungen 944 756
Eigenkapital 10.234 9.232
Passiva gesamt 138.603 111.864

Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrumente gemäß IAS 39 Hedge Accounting designiert wurden, werden in der Bewertungskategorie Handelspassiva ausgewiesen.

(13) Barreserve

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Kassenbestand 3.101 2.975
Guthaben bei Zentralbanken 15.391 9.267
Gesamt 18.492 12.242

(14) Forderungen an Kreditinstitute

Die Forderungen an Kreditinstitute stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Inland 3.528 2.264
Ausland 9.322 7.636
Gesamt 12.851 9.900

(15) Forderungen an Kunden

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Kreditgeschäft 44.637 44.077
Geldmarktgeschäft 6.308 4.378
Hypothekarforderungen 24.293 17.501
Angekaufte Forderungen 2.248 2.223
Leasingforderungen 2.958 1.841
Forderungspapiere 656 493
Gesamt 81.101 70.514
in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Öffentlicher Sektor 758 659
Firmenkunden – Große Firmenkunden 44.192 41.676
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 3.084 2.600
Retail-Kunden – Privatpersonen 30.676 23.393
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.392 2.185
Gesamt 81.101 70.514

Die Forderungen an Kunden stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Inland 12.234 5.109
Ausland 68.867 65.405
Gesamt 81.101 70.514

(16) Kreditrisikovorsorgen

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Kreditinstitute 12 50
Öffentlicher Sektor 4 5
Firmenkunden – Große Firmenkunden 2.311 2.930
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 173 216
Retail-Kunden – Privatpersonen 1.458 1.515
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 238 239
Gesamt 4.197 4.955

Der Rückgang des Bestands an Risikovorsorgen geht auf die Ausbuchung von uneinbringlichen Kreditforderungen sowie auf Verkäufe notleidender Kredite zurück.

(17) Handelsaktiva

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.231 2.168
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 203 165
Positive Marktwerte aus derivativen Geschäften 2.302 2.654
Gesamt 4.736 4.986

Innerhalb der Position Handelsaktiva betrugen die als Sicherheit gestellten Wertpapiere, zu deren Verkauf oder Verpfändung der Empfänger berechtigt ist, € 42 Millionen (31.12.2016: € 64 Millionen).

(18) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value
Hedge
509 642
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash-Flow
Hedge
10 3
Positive Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 581 784
Gesamt 1.099 1.429

(19) Wertpapiere und Beteiligungen

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 19.231 14.353
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 174 6
Unternehmensanteile 405 279
Gesamt 19.810 14.639

Innerhalb der Position Wertpapiere und Beteiligungen betrugen die als Sicherheit gestellten Wertpapiere, zu deren Verkauf oder Verpfändung der Empfänger berechtigt ist, € 2.093 Millionen (31.12.2016: € 598 Millionen).

(20) Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen 742 0

Die Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen wurden in die RBI im Zuge der Verschmelzung der RZB AG mit der RBI AG eingebracht. In der Vergleichsperiode waren keine Unternehmen at-equity bewertet. Die Anteile an at-equity bewerteten Unternehmen setzten sich wie folgt zusammen:

Unternehmen, Sitz (Land) Hauptgeschäft Stimmrechts- und
Kapitalanteil 2017
Buchwert
in € Millionen
card complete Service Bank AG, Wien (AT) Ausgabe von Kreditkarten sowie
Durchführung von Giro-,
Garantie-, Kreditgeschäften
25,0% 13
LEIPNIK-LUNDENBURGER INVEST
Beteiligungs AG, Wien (AT)
Beteiligung an Gesellschaften
aller Art sowie an Industrie-,
Handels- und sonstigen
Unternehmungen
33,1% 195
NOTARTREUHANDBANK AG, Wien (AT) Geschäfte aus notariellen
Treuhandschaften
26,0% 7
Österreichische Hotel- und Tourismusbank
Ges.m.b.H., Wien (AT)
Finanzdienstleister für
Fremdenverkehrsbetriebe und -
einrichtungen
31,3% 10
Österreichische Kontrollbank AG, Wien (AT) Spezialkreditinstitut 8,1% 61
Prva stavebna sporitelna a.s., Bratislava (SK) Bausparkasse 32,5% 74
Anbieter von Dienstleistungen zur
Datenverarbeitung sowie die
Errichtung und Betrieb diesem
Zwecke dienender
Raiffeisen Informatik GmbH, Wien (AT) Rechenzentren 47,6% 41
UNIQA Insurance Group AG, Wien (AT) Vertragsversicherung sowie
Rückversicherung
10,9% 341
Posojilnica Bank eGen, Klagenfurt (AT) Bank- und Revisionsverband 59,0% 0

(21) Immaterielle Vermögenswerte

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Software 538 531
Firmenwerte 95 40
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 32 28
Gesamt 665 598

(22) Sachanlagen

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Betrieblich genutzte Grundstücke und Gebäude 609 481
Sonstige Grundstücke und Gebäude (Investment Property) 588 451
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie sonstige Sachanlagen 238 237
Vermietete Leasinganlagen 347 225
Gesamt 1.782 1.393

(23) Sonstige Aktiva

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Steuerforderungen 287 211
Laufende Steuerforderungen 177 70
Latente Steuerforderungen 110 142
Forderungen aus bankfremden Tätigkeiten 96 58
Rechnungsabgrenzungsposten 140 129
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 359 325
Zu Leasingzwecken bestimmte Vermögenswerte 17 41
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte (IFRS 5) 48 29
Vorräte 131 65
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 30 38
Übrige Aktiva 413 221
Gesamt 1.521 1.117

(24) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Verbindlichkeiten stellen sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Inland 16.914 5.165
Ausland 10.545 7.652
Gesamt 27.458 12.816

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber inländischen Kreditinstituten war im Wesentlichen auf die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten stammten überwiegend aus Instituten der Raiffeisen Bankengruppe.

(25) Verbindlichkeiten gegenüber Kunden

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Sichteinlagen 46.561 44.461
Termineinlagen 23.866 23.345
Spareinlagen 11.168 3.732
Gesamt 81.595 71.538
in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Öffentlicher Sektor 1.622 1.465
Firmenkunden – Große Firmenkunden 28.731 28.561
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.965 2.984
Retail-Kunden – Privatpersonen 42.132 32.580
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 6.146 5.949
Gesamt 81.595 71.538

Die Verbindlichkeiten stellten sich nach regionalen Aspekten (Sitz des Vertragspartners) wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Inland 12.570 6.416
Ausland 69.025 65.122
Gesamt 81.595 71.538

(26) Verbriefte Verbindlichkeiten

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Begebene Schuldverschreibungen 7.670 6.604
Begebene Geldmarktpapiere 0 39
Sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 17 2
Gesamt 7.687 6.645

(27) Rückstellungen

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Abfertigungen und Ähnliches 117 85
Pensionen 85 29
Steuern 136 130
Laufende 59 72
Latente 78 57
Garantien und Bürgschaften 112 123
Offene Rechtsfälle 99 85
Unverbrauchter Urlaub 54 43
Bonuszahlungen 124 147
Restrukturierung 16 14
Rückstellungen für bankgeschäftliche Belastungen aus staatlichen
Maßnahmen 1 15
Sonstige 199 86
Gesamt 944 756

Der Anstieg der Rückstellungen für offene Rechtsfälle resultierte im Wesentlichen aus einer Umbuchung von vertraglich festgelegten Verzugszinsen für einen Rechtsfall aus dem Posten Garantien und Bürgschaften. Es entstanden in der Berichtsperiode keine wesentlichen neuen Rechtsstreitigkeiten, Details zu den wesentlichen offenen Rechtsstreitigkeiten sind im Geschäftsbericht 2016 ersichtlich.

Die Veränderung der Rückstellungen für bankgeschäftliche Belastungen aus staatlichen Maßnahmen war im Wesentlichen auf die Auflösung im Zusammenhang mit dem so genannten "Walkaway Law" in Rumänien zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten die Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Bankenabwicklungsfonds sowie den Bankenabgaben.

(28) Handelspassiva

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente 2.119 2.600
Zinssatzgeschäft 1.317 1.835
Wechselkursgeschäft 557 589
Aktien-/indexbezogenes Geschäft 137 165
Kreditderivatgeschäft 4 1
Sonstiges Geschäft 104 11
Leerverkauf von Handelsaktiva 463 555
Emittierte Zertifikate 2.133 1.964
Gesamt 4.716 5.120

(29) Derivative Finanzinstrumente

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Fair Value
Hedge
84 133
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Cash-Flow
Hedge
190 275
Negative Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente in IAS 39 Net
Investment Hedge
7 18
Negative Marktwerte sonstiger derivativer Finanzinstrumente 251 362
Gesamt 531 787

(30) Sonstige Passiva

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Verbindlichkeiten aus bankfremden Tätigkeiten 113 73
Rechnungsabgrenzungsposten 285 195
Dividendenverbindlichkeiten 6 1
Wertpapier- und Zahlungsverkehrsabwicklung 453 374
Bewertung Fair-Value-Hedge-Portfolio 34 58
Übrige Passiva 352 65
Gesamt 1.244 765

(31) Nachrangkapital

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Hybrides Kapital 397 397
Nachrangige Verbindlichkeiten und Ergänzungskapital 3.798 3.807
Gesamt 4.194 4.204

(32) Eigenkapital

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Konzern-Eigenkapital 8.969 8.188
Gezeichnetes Kapital 1.002 892
Kapitalrücklagen 4.992 4.994
Gewinnrücklagen 2.975 2.301
Konzernergebnis 587 463
Kapital nicht beherrschender Anteile 677 581
Gesamt 10.234 9.232

Zum 30. Juni 2017 betrug das gezeichnete Kapital der RBI AG gemäß Satzung € 1.003 Millionen. Nach Abzug der im Eigenbestand befindlichen 394.942 Aktien betrug das ausgewiesene gezeichnete Kapital € 1.002 Millionen.

Im Zuge der Verschmelzung wurden 35.960.583 nennwertlose Stückaktien ausgegeben. Das gezeichnete Kapital erhöhte sich um € 110 Millionen. Der sonstige Verschmelzungseffekt ist in den Gewinnrücklagen und im Kapital nicht beherschender Anteile ausgewiesen. Für weitere Details wird auf den Abschnitt Konsolidierungskreis verwiesen.

(33) Übertragene Vermögenswerte

Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte der übertragenen Vermögenswerte:

30.6.2017 Übertragene Vermögenswerte Erhaltene Sicherheitsleistungen
in € Millionen Buchwert davon
davon Rückkauf
Verbriefungen
vereinbarung
Buchwert davon
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
Kredite und Forderungen 63 0 63 55 0 55
Handelsaktiva 12 0 12 13 0 13
Wertpapiere und
Beteiligungen
1.479 0 1.479 973 0 973
Gesamt 1.555 0 1.555 1.041 0 1.041
31.12.2016 Übertragene Vermögenswerte
Erhaltene Sicherheitsleistungen
in € Millionen davon
Buchwert
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
davon
Buchwert
Verbriefungen
davon Rückkauf
vereinbarung
Kredite und Forderungen 300 0 300 293 0 293
Handelsaktiva 33 0 33 32 0 32
Wertpapiere und
Beteiligungen
49 0 49 48 0 48
Gesamt 382 0 382 372 0 372

(34) Als Sicherheit verpfändete und erhaltene Vermögenswerte

Erhebliche Beschränkungen bezüglich des Zugangs zu oder der Nutzung von Vermögenswerten:

30.6.2017 31.12.2016
in € Millionen Verpfändet Sonstige
Verfügungsbeschränkungen
mit Verbindlichkeiten
Verpfändet Sonstige
Verfügungsbeschränkungen
mit Verbindlichkeiten
Kredite und Forderungen1 7.892 1.021 6.730 1.338
Handelsaktiva2 42 28 64 29
Wertpapiere und Beteiligungen 2.217 222 679 386
Gesamt 10.151 1.271 7.472 1.754

1 Ohne Forderungen aus Reverse Repo und Wertpapierleihgeschäften 2 Ohne Derivate

Der Konzern hat Sicherheiten erhalten, deren Verkauf oder Weiterverpfändung zulässig ist, wenn im Rahmen von Reverse-Repo-Geschäften, Wertpapierleih-, Derivat- oder sonstigen Transaktionen kein Ausfall eintritt.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Wertpapiere und andere finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheit akzeptiert wurden:

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Wertpapiere und andere finanzielle Vermögenswerte, die als Sicherheit akzeptiert
wurden
8.414 5.140
davon verkaufte oder weiterverpfändete Sicherheiten 750 418

(35) Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden

In den nachstehenden Tabellen sind finanzielle Vermögenswerte und Schulden dargestellt, die in der Konzernbilanz saldiert werden oder einer durchsetzbaren Aufrechnungsrahmen- oder einer vergleichbaren Vereinbarung für ähnliche Finanzinstrumente unterliegen, ungeachtet dessen, ob sie in der Bilanz saldiert werden oder nicht.

30.6.2017 Bruttobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
bilanzierter
finanzieller
Vermögens
werte
Finanz
instrumente
Erhaltene
Barsicherheiten
Derivate (rechtlich durchsetzbar) 4.010 692 3.318 2.493 39 787
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsnehmer, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
(rechtlich durchsetzbar)
7.107 0 7.107 6.506 0 601
Sonstige Finanzinstrumente
(rechtlich durchsetzbar)
114 0 114 0 0 114
Gesamt 11.231 692 10.539 8.999 39 1.501
30.6.2017 Bruttobetrag Nettobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
bilanzierter
finanzieller
Verbindlich
keiten
Finanz
instrumente
Verpfändete
Barsicherheiten
Derivate (rechtlich durchsetzbar) 3.253 692 2.560 1.145 38 1.377
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsgeber, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
(rechtlich durchsetzbar)
1.173 0 1.173 1.163 0 10
Sonstige Finanzinstrumente
(rechtlich durchsetzbar)
10 0 10 0 0 10
Gesamt 4.435 692 3.743 2.307 38 1.397
31.12.2016 Bruttobetrag Nettobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
bilanzierter
finanzieller
Vermögens
werte
Finanz
instrumente
Erhaltene
Barsicherheiten
Derivate (rechtlich durchsetzbar) 4.501 734 3.768 2.632 39 1.097
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsnehmer, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
(rechtlich durchsetzbar)
3.681 0 3.681 3.681 0 0
Sonstige Finanzinstrumente
(rechtlich durchsetzbar)
188 0 188 0 0 188
Gesamt 8.371 734 7.637 6.313 39 1.285
31.12.2016 Bruttobetrag Nettobetrag Beträge aus Globalauf
rechnungsvereinbarungen
Netto
betrag
in € Millionen bilanzierter
finanzieller
Verbindlichkeiten
saldierter
bilanzierter
finanzieller
Vermögenswerte
bilanzierter
finanzieller
Verbindlich
keiten
Finanz
instrumente
Verpfändete
Barsicherheiten
Derivate (rechtlich
durchsetzbar)
3.954 734 3.220 1.987 110 1.123
Echte Pensionsgeschäfte als
Pensionsgeber, Wertpapierleihe
und ähnliche Vereinbarungen
(rechtlich durchsetzbar)
448 0 448 434 0 14
Sonstige Finanzinstrumente
(rechtlich durchsetzbar)
10 0 10 0 0 10
Gesamt 4.412 734 3.678 2.420 110 1.147

(36) Derivative Finanzinstrumente

30.6.2017 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr Mehr als 1 Jahr
bis 5 Jahre
Mehr als 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 29.540 64.844 49.595 143.979 2.373 - 1.678
Wechselkurs- und Goldverträge 45.059 9.832 1.783 56.674 888 - 825
Wertpapierbezogene Geschäfte 1.040 1.723 213 2.975 136 - 137
Warentermingeschäfte 116 51 0 167 4 - 6
Kreditderivate 324 156 0 480 0 - 4
Edelmetallgeschäfte 22 0 0 22 0 0
Gesamt 76.101 76.606 51.591 204.298 3.401 - 2.650
31.12.2016 Nominalbeträge nach Restlaufzeit Marktwerte
in € Millionen Bis 1 Jahr Mehr als 1 Jahr
bis 5 Jahre
Mehr als 5 Jahre Gesamt Positive Negative
Zinssatzverträge 26.699 63.427 50.318 140.445 3.070 - 2.141
Wechselkurs- und Goldverträge1 36.879 9.413 1.828 48.120 914 - 1.070
Wertpapierbezogene Geschäfte 925 1.519 228 2.672 95 - 165
Warentermingeschäfte 96 96 0 192 3 - 9
Kreditderivate 896 86 0 981 1 - 1
Edelmetallgeschäfte 18 0 0 18 0 - 1
Gesamt 65.512 74.541 52.375 192.428 4.082 - 3.387

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen in der Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren

(37) Fair Value von Finanzinstrumenten

Fair Value von Finanzinstrumenten, die zum Fair Value ausgewiesen werden

30.6.2017 31.12.2016
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelsaktiva 2.295 3.008 14 2.031 3.667 72
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 134 2.748 1 94 3.343 1
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 203 0 0 164 0 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
1.958 260 13 1.773 324 71
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
5.822 607 11 1.938 1.973 52
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 119 0 1 3 0 1
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
5.704 607 10 1.935 1.973 51
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
5.128 176 65 3.750 44 74
Sonstige Beteiligungen2 2 32 0 2 29 0
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche
Wertpapiere
5.075 144 62 3.749 15 71
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 51 0 3 0 0 3
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 518 0 0 645 0
Positive Marktwerte derivativer Sicherungsinstrumente 0 518 0 0 645 0

1 Inklusive sonstige Derivate 2 Enthält neben börsenotierten Unternehmen auch Aktien, die anhand eines Ertragswertverfahrens bewertet wurden

30.6.2017 31.12.2016
in € Millionen Level I Level II Level III Level I Level II Level III
Handelspassiva 540 4.419 8 619 4.855 8
Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente1 113 2.256 0 135 2.826 0
Leerverkauf von Handelsaktiva 421 42 0 483 72 0
Emittierte Zertifikate 5 2.121 7 0 1.956 7
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
0 2.728 0 0 2.784 0
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 1.368 0 0 1.373 0
Nachrangkapital 0 720 0 0 659 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstitute 0 640 0 0 752 0
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 280 0 0 425 0
Negative Marktwerte derivativer
Sicherungsinstrumente
0 280 0 0 425 0

1 Inklusive sonstige Derivate

Level I Notierte Marktpreise

Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Bewegungen zwischen Level I und Level II

Der Anteil der finanziellen Vermögenswerte gemäß Level II reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende. Der Rückgang basiert auf Abgängen aus der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten", insbesondere Schuldverschreibungen, und derivative Finanzinstrumente im Handelsbuch. Bei den Vermögenswerten gemäß Level I kam es

zu einer starken Erhöhung, verglichen zum Jahresende, welche durch die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG zu erklären ist. Weiters kam es zu einer Verschiebung von Level II zu Level I, da für diese Finanzinstrumente direkt notierte Marktpreise zum Bewertungsstichtag zur Verfügung standen.

Bewegungen von zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten in Level III

Die folgenden Tabellen zeigen die Entwicklung des Fair Value von Finanzinstrumenten, deren beizulegender Zeitwert nicht aus am Markt beobachtbaren Daten ermittelt werden kann und die entsprechend einer anderen Bewertungsmethodik unterliegen. Finanzinstrumente dieser Kategorie weisen eine Wertkomponente auf, die nicht am Markt beobachtbar ist und einen wesentlichen Einfluss auf den beizulegenden Zeitwert hat. Aufgrund einer Veränderung der beobachtbaren Bewertungsparameter kam es zu einer Umgliederung einzelner Finanzinstrumente aus Level III. Die umgegliederten Finanzinstrumente werden unter Level II ausgewiesen, da sie auf Basis von marktgestüzten Inputparametern bewertet werden.

in € Millionen Stand
1.1.2017
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelsaktiva 72 0 3 2 - 62
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
52 0 0 0 0
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
74 0 3 29 - 39
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 0 0 0 0
in € Millionen Erfolg in
GuV
Erfolg im
sonstigen Ergebnis
Transfer in
Level III
Transfer aus
Level III
Stand
30.6.2017
Handelsaktiva - 1 0 0 0 14
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
bewertete finanzielle Vermögenswerte
0 0 0 - 42 11
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte
- 2 0 0 0 65
Derivate für Sicherungsmaßnahmen 0 0 0 0 0
in € Millionen Stand
1.1.2017
Änderung
Konsolidierungskreis
Währungs
differenzen
Käufe Verkäufe,
Tilgungen
Handelspassiva 8 0 0 0 0
in € Millionen Erfolg in Erfolg im Transfer in Transfer aus Stand
GuV sonstigen Ergebnis Level III Level III 30.6.2017
Handelspassiva 0 0 0 0 8
Finanzielle Vermögenswerte Art Marktwert in
€ Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
Geschlossene
Immobilienfonds
0 Substanzwert
methode
Abschläge 40-90%
Aktien und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere
Aktien, variabel
verzinsliche
Anleihen
4 Anschaffungs
kosten, DCF -
Verfahren
Realisierungsquote
Kreditspanne
10-40%
Sonstige Beteiligungen Aktien 0 Ertragswert
verfahren
Prognostizierte Cash
Flows
-
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
Festverzinsliche
Anleihen
78 DCF - Verfahren Kreditspanne 0,4-50%
Schuldverschreibungen und
andere festverzinsliche
Wertpapiere
Asset Backed
Securities
7 DCF - Verfahren Realisierungsquote
Kreditspanne
10-20%
Positive Marktwerte aus dem
derivativen Bankbuch ohne
Hedge Accounting
Devisentermin
geschäfte
1 Kapitalwert
methode
Internes Modell
Zinssatz
PD
LGD
10-30%
0,25-100%
37-64%
Gesamt 90

Qualitative Informationen zur Bewertung von Level-III-Finanzinstrumenten

Finanzielle Verbindlichkeiten Art Marktwert in
€ Millionen
Bewertungs
methode
Wesentliche nicht
beobachtbare Input
Faktoren
Umfang der nicht
beobachtbaren
Input-Faktoren
Durchführungszeitraum 2-5%
Option Währungsrisko 0-5%
Negative Marktwerte aus Model Schwankungen 0-3%
dem derivativen Bankbuch Kapitalwert Index-Kategorisierung 0-5%
ohne Hedge Accounting OTC-Optionen 0 methode Zinssatz 10-30%
Durchführungszeitraum /
Closing Periode 0-3%
Option Geld-Brief Spanne 0-3%
Zu Handelszwecken Model Schwankungen / Volatilität 0-3%
ausgestellte Zertifikate Zertifikate 7 (Curran) Index-Kategorisierung 0-2,5%
Gesamt 8
30.6.2017
in € Millionen Level I Level II Level III Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 0 18.492 0 18.492 18.492 0
Forderungen an Kreditinstitute 0 10.101 2.745 12.846 12.839 7
Forderungen an Kunden 0 17.839 57.849 75.688 76.917 - 1.229
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to-Maturity 5.638 2.198 970 8.806 8.744 62
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 24.319 2.534 26.853 26.818 35
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 26.807 54.804 81.611 81.595 16
Verbriefte Verbindlichkeiten 1.768 3.288 1.527 6.583 6.319 264
Nachrangkapital 0 3.457 407 3.864 3.474 390

Fair Value von Finanzinstrumenten, die nicht zum Fair Value ausgewiesen werden

31.12.2016
in € Millionen Level I Level II Level III Fair Value Buchwert Differenz
Aktiva
Barreserve 0 12.242 0 12.242 12.242 0
Forderungen an Kreditinstitute 0 8.262 1.647 9.909 9.850 59
Forderungen an Kunden 0 17.216 47.723 64.939 65.609 - 670
Beteiligungen und Wertpapiere Held-to-Maturity 5.249 1.459 194 6.901 6.810 92
Passiva
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 10.418 1.725 12.142 12.065 78
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 27.003 44.585 71.588 71.538 50
Verbriefte Verbindlichkeiten 107 3.729 1.470 5.305 5.272 34
Nachrangkapital 0 3.338 402 3.740 3.545 194

Level I Notierte Marktpreise Level II Auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

Level III Nicht auf Marktdaten basierende Bewertungsmethoden

(38) Eventualverbindlichkeiten und andere außerbilanzielle Verpflichtungen

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Eventualverbindlichkeiten 9.595 9.055
Avalkredite 5.749 5.398
Sonstige Bürgschaften 2.768 2.626
Akkreditive 1.048 994
Sonstige Eventualverbindlichkeiten 29 37
Kreditrisiken 10.206 10.174
Unwiderrufliche Kreditzusagen/Stand-by Facilities 10.206 10.174
Bis 1 Jahr 2.529 2.819
Über 1 Jahr 7.677 7.356

Risikobericht

(39) Risiken von Finanzinstrumenten

Aktives Risikomanagement stellt für den Konzern eine Kernkompetenz dar. Um Risiken effektiv zu erkennen, einzustufen und zu steuern, entwickelt der Konzern sein umfassendes Risikomanagement permanent weiter. Das Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Gesamtbanksteuerung und berücksichtigt neben den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen insbesondere die Art, den Umfang und die Komplexität der Geschäfte sowie die daraus resultierenden Risiken. Betreffend die Grundzüge und die Organisation des Risikomanagements wird auf das gleichnamige Kapitel im Geschäftsbericht 2016, Seite 148 ff., verwiesen. Die Vergleichswerte zum Jahresende 2016 entsprechen den publizierten Werten der RBI vor Verschmelzung.

Organisation des Risikomanagements

Durch die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG konnte die Organisation des Risikomanagements und Risikocontrollings vereinfacht und gestrafft werden.

Aufsichtsrat
Arbeitsausschuss des Aufsichtsrats
Risikoausschuss des Aufsichtsrats
Zentrale und lokale Risikomanagement-
einheiten und -komitees
■ für alle Risikokategorien
· für alle Konzerneinheiten
Credit Management
(Firmenkunden, Kreditinstitute
und öffentlicher Sektor, Retail)
Credit Portfolio Management
Risk Controlling (Kredit-, Markt-,
Liquiditäts- und operationelle Risiken)
Restructuring/Special Exposure
Management
Raiffeisen Bank International (Vorstand)
Risk Management Committee
Group Asset/Liability Committee
Market Risk Committee
Credit Committees
Problem Loan Committee
Securitization Committee
Operational Risk Management Committee
Contingency/Recovery Committee
Lokale Risikomanagementeinheiten
und -komitees
■ für alle Risikokategorien
• für alle Konzerneinheiten
Konzernaufgaben
Steuerungsebene
Banken und Leasingunternehmen
Bereich / Abteilung
Komitees
Bankdienstleistungsgesellschaften

Ökonomisches Kapital

Für die Gesamtbanksteuerung bildet das ökonomische Kapital eine wichtige Grundlage. Es beschreibt das interne Kapitalerfordernis für alle wesentlichen Risikoarten auf Basis von vergleichbaren Modellen und ermöglicht so eine gesamthafte Darstellung des Risikoprofils des Konzerns. Es dient damit als wichtiges Instrument in der Konzernrisikosteuerung und wird für die risikoadjustierte Geschäftssteuerung und Performance-Messung herangezogen. Dabei wird der Ertrag einer Geschäftseinheit in Relation zu jenem ökonomischen Kapital gesetzt, das dieser Einheit zuzurechnen ist (Return on Risk Adjusted Capital, RORAC).

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Kreditrisiko Firmenkunden 1.358 24,1% 1.479 27,8%
Kreditrisiko Retail-Kunden 1.284 22,8% 1.155 21,7%
Operationelles Risiko 586 10,4% 590 11,1%
Kreditrisiko öffentlicher Sektor 439 7,8% 412 7,8%
Makroökonomisches Risiko 406 7,2% 392 7,4%
Beteiligungsrisiko 303 5,4% 109 2,1%
Marktrisiko 273 4,8% 218 4,1%
Risikopuffer 268 4,8% 253 4,8%
Währungsrisiko der Kapitalposition 240 4,3% 276 5,2%
Sonstige Sachanlagen 226 4,0% 191 3,6%
Kreditrisiko Kreditinstitute 201 3,6% 191 3,6%
CVA Risiko 33 0,6% 30 0,6%
Liquiditätsrisiko 21 0,4% 15 0,3%
Gesamt 5.636 100,0% 5.310 100,0%

Anteile der einzelnen Risikoarten am ökonomischen Kapital:

Regionale Allokation des ökonomischen Kapitals nach Sitz der Konzerneinheit:

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Zentraleuropa 1.893 33,6% 1.823 34,3%
Österreich 1.551 27,5% 1.134 21,4%
Südosteuropa 1.159 20,6% 1.208 22,7%
Osteuropa 1.000 17,7% 1.133 21,3%
Restliche Welt 34 0,6% 12 0,2%
Gesamt 5.636 100,0% 5.310 100,0%

Die Abweichungen der einzelnen Risikoarten zur Vergleichsperiode sind im Wesentlichen auf die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG zurückzuführen.

Bei der Berechnung des ökonomischen Kapitals wird ein Konfidenzniveau von 99,92 Prozent angewendet, das sich aus der Ausfallwahrscheinlichkeit des angestrebten Ratings ableitet. Auf Grundlage der empirischen Auswertungen durch die Rating-Agenturen entspricht das gewählte Konfidenzniveau einem Rating von "Single A". Ziel der Berechnung des ökonomischen Kapitals ist die Ermittlung jenes Kapitalbetrages, der für die Bedienung aller Ansprüche von Kunden und Kreditoren auch bei einem derart seltenen Verlustereignis erforderlich wäre.

Kreditrisiko

Überleitung der Zahlen aus dem IFRS-Konzernabschluss zum gesamten Kreditobligo (nach CRR)

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitung von Bilanzposten (Bank- und Handelsbuchbestände) zum gesamten Kreditobligo, das für die Portfoliosteuerung herangezogen wird. Dieses umfasst sowohl bilanzielle als auch außerbilanzielle Kreditexposures vor Anwendung von Gewichtungsfaktoren und stellt somit den maximalen Forderungswert dar. Nicht enthalten sind Effekte der Kreditrisikominderung wie z. B. persönliche und dingliche Sicherheiten, die in der Gesamtbeurteilung des Kreditrisikos ebenfalls berücksichtigt werden. Dieser Forderungsbegriff wird auch – sofern nicht explizit anders angegeben – in den nachfolgenden Tabellen des Risikoberichts verwendet. Die Ursachen für Unterschiede zwischen den Größen der internen Portfoliosteuerung und der externen Rechnungslegung liegen in abweichenden Konsolidierungskreisen (regulatorisch versus IFRS, also unternehmensrechtlich), unterschiedlichen Abgrenzungen des Kreditvolumens sowie der unterschiedlichen Darstellung des Kreditvolumens.

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Barreserve 15.391 9.267
Forderungen an Kreditinstitute 12.851 9.900
Forderungen an Kunden 81.101 70.514
Handelsaktiva 4.736 4.986
Derivative Finanzinstrumente 1.099 1.429
Wertpapiere und Beteiligungen 19.231 14.353
Sonstige Aktiva 977 638
Eventualverbindlichkeiten 9.595 9.055
Kreditrisiken 10.206 10.174
Widerrufliche Kreditzusagen 17.797 16.890
Ausweisunterschiede - 530 - 634
Gesamt1 172.455 146.573

1 Bilanzposten enthalten nur Kreditrisikoanteile

Die detaillierte Analyse des Kreditportfolios erfolgt anhand der Unterteilung in Ratingstufen. Das Kundenrating erfolgt dabei für die unterschiedlichen Forderungsklassen getrennt. Für die Bonitätsbeurteilung werden dafür jeweils interne Risikoklassifizierungsverfahren (Rating- und Scoring-Modelle) eingesetzt, die auch zentral validiert werden. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten für unterschiedliche Ratingstufen werden nach Geschäftssegmenten getrennt ermittelt. Wahrscheinlichkeiten der gleichen ordinalen Ratingeinstufung (z. B. gute Kreditwürdigkeit 4 für Firmenkunden, A3 für Kreditinstitute und A3 für den öffentlichen Sektor) sind daher zwischen den Segmenten nicht direkt vergleichbar.

Die Ratingmodelle in den wesentlichen Non-Retail-Segmenten – Firmenkunden, Kreditinstitute und öffentlicher Sektor – sind konzernweit einheitlich und sehen für Firmenkunden und Kreditinstitute 27 bzw. für den öffentlichen Sektor jeweils zehn Bonitätsstufen vor. Scorecards für Retail-Forderungsklassen werden länderspezifisch nach konzernweit einheitlichen Richtlinien erstellt. Sowohl für die Ratingerstellung als auch für die Validierung stehen entsprechende Software-Instrumente (z. B. Unternehmensbewertung, Rating- und Ausfalldatenbank) zur Verfügung.

Die nachstehende Tabelle zeigt den Effekt der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG für Firmenkunden, Kreditinstitute, Retail-Kunden und den öffentlichen Sektor:

in € Millionen 31.12.2016 Veränderung 1.1.2017
Firmenkunden 73.847 3.733 77.580
Kreditinstitute 18.628 1.400 20.028
Retail-Kunden 29.166 6.650 35.816
Öffentlicher Sektor 24.933 9.715 34.648
Gesamt 146.573 21.498 168.071

Das übernommene Obligo besteht einerseits aus zu Liquiditätszwecken gehaltenen Positionen, insbesondere ein Wertpapierportfolio mit sehr guten und guten Bonitäten sowie Forderungen gegenüber Zentralbanken, andererseits sind Retail-Forderungen aus dem Bausparkassengeschäft in Österreich und Tschechien enthalten. Darüber hinaus bestehen auch Leasingforderungen aus Immobilienprojekten gegenüber Firmenkunden.

Kreditportfolio – Firmenkunden

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo nach internem Rating für Firmenkunden (Großkunden, mittelgroße und kleine Firmenkunden). Zur besseren Lesbarkeit wurden die einzelnen Stufen der Ratingskala allerdings auf die zugrunde liegenden neun Hauptstufen zusammengefasst.

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
1 Minimales Risiko 5.565 8,0% 5.805 8,8%
2 Exzellente Kreditwürdigkeit 7.306 10,6% 7.080 10,8%
3 Sehr gute Kreditwürdigkeit 8.733 12,6% 7.634 11,6%
4 Gute Kreditwürdigkeit 11.557 16,7% 10.488 15,9%
5 Intakte Kreditwürdigkeit 13.555 19,6% 13.150 20,0%
6 Akzeptable Kreditwürdigkeit 12.371 17,9% 10.812 16,4%
7 Knappe Kreditwürdigkeit 4.173 6,0% 4.356 6,6%
8 Schwache bzw. minderwertige
Kreditwürdigkeit
1.511 2,2% 1.498 2,3%
9 Sehr schwache bzw. zweifelhafte
Kreditwürdigkeit
604 0,9% 684 1,0%
10 Ausfall 3.457 5,0% 4.026 6,1%
NR Nicht geratet 377 0,5% 226 0,3%
Gesamt 69.209 100,0% 65.759 100,0%

Das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden nahm im Vergleich zum Jahresende 2016 um € 3.450 Millionen (hievon: € 3.555 Millionen bedingt durch die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG) auf € 69.209 Millionen zu.

Das Kreditobligo mit guter Kreditwürdigkeit bis hin zu minimalem Risiko erhöhte sich um € 2.154 Millionen, was einem Anteil von 47,9 Prozent (31.12.2016: 47,1 Prozent) entspricht. Der Anteil der Forderungen mit knapper Kreditwürdigkeit bis hin zu sehr schwacher Kreditwürdigkeit verringerte sich von 9,9 Prozent auf 9,1 Prozent.

Die Veränderungen in den einzelnen Ratingstufen resultierten zum einem aus der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG. Darüber hinaus kam es zu folgenden Veränderungen. Der Anstieg in Rating-Klasse 3 war auf Rahmen- und Kreditfinanzierungen, sowie auf gegebene Garantien im Segment Group Corporates & Markets zurückzuführen. Der Anstieg in Rating-Klasse 4 resultierte aus Neugeschäften und Kreditfinanzierungen. Der Rückgang von € 569 Millionen in Rating-Klasse 10 resultierte im Wesentlichen aus Ausbuchungen und Verkäufen notleidender Kredite.

Für Projektfinanzierungen besteht ein fünfstufiges Rating-Modell, das sowohl die individuelle Ausfallwahrscheinlichkeit als auch die zur Verfügung stehenden Sicherheiten berücksichtigt. Die Zusammensetzung des Projektfinanzierungsvolumens stellt sich demnach wie folgt dar:

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Ausgezeichnete Projektbonität – sehr
6,1
geringes Risiko
4.709 56,7% 4.530 56,0%
6,2
Gute Projektbonität – geringes Risiko
1.952 23,5% 1.851 22,9%
6,3
Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko
727 8,8% 844 10,4%
6,4
Schwache Projektbonität – hohes Risiko
228 2,7% 247 3,0%
6,5
Ausfall
674 8,1% 596 7,4%
NR
Nicht geratet
11 0,1% 20 0,2%
Gesamt 8.301 100,0% 8.087 100,0%

Das Kreditobligo der unter Projektfinanzierung ausgewiesenen Forderungen betrug zum 30. Juni 2017 € 8.301 Millionen und wies damit einen Anstieg um € 214 Millionen (hievon: € 178 Millionen bedingt durch die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG) auf. Mit 80,2 Prozent machten dabei die beiden besten Bonitätsstufen "Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko" und "Gute Projektbonität – geringes Risiko" den Hauptanteil aus. Dies war im Wesentlichen auf die hohe Gesamtbesicherung derartiger Spezialfinanzierungen zurückzuführen. Der Anstieg in der Rating-Klasse 6,1 "Ausgezeichnete Projektbonität – sehr geringes Risiko" war sowohl auf die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG als auch auf Neukunden in Deutschland, Tschechien und der Slowakei zurückzuführen. Der Rückgang in Rating-Klasse 6,3 "Ausreichende Projektbonität – mittleres Risiko" resultierte im Wesentlichen aus der Abwertung des russischen Rubels.

Die nachstehende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach dem Letztrisiko gruppiert nach Regionen dar:

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Zentraleuropa 21.794 28,1% 20.922 28,3%
Österreich 15.895 20,5% 12.897 17,5%
Westeuropa 11.652 15,0% 10.972 14,9%
Osteuropa 12.083 15,6% 12.321 16,7%
Südosteuropa 11.039 14,2% 11.098 15,0%
Asien 1.697 2,2% 1.944 2,6%
Sonstige 3.351 4,3% 3.692 5,0%
Gesamt 77.510 100,0% 73.847 100,0%

Das Kreditobligo wies im Vergleich zum Jahresende 2016 mit € 77.510 Millionen einen Anstieg um € 3.663 Millionen (hievon: € 3.733 Millionen bedingt durch die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG) auf.

Zentraleuropa verzeichnete einen Anstieg um € 872 Millionen auf € 21.794 Millionen, welcher einerseits auf die Integration der Raiffeisen stavebni sporitelna, a.s., Prag, und auf einen Anstieg bei Firmenkundenkrediten zurückzuführen war. Dieser wurde jedoch teilweise durch einen Rückgang von Rahmenfinanzierungen kompensiert. Österreich wies im ersten Halbjahr den größten Anstieg um € 2.998 Millionen auf € 15.895 Millionen auf. Dieser war im Wesentlichen auf die Integration der Raiffeisen Leasing Gruppe und der Raiffeisen Bausparkasse sowie auf Rahmen- und Kreditfinanzierungen, gegebene Garantien und einen Anstieg des Bestandes von Anleihen zurückzuführen. Westeuropa verzeichnete einen Anstieg um € 680 Millionen auf € 11.652 Millionen. Dieser resultierte aus der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG und aus einem Anstieg von Kreditfinanzierungen. Der Rückgang in Osteuropa um € 238 Millionen auf € 12.083 Millionen ist vor allem auf Verkäufe notleidender Kredite zurückzuführen.

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo für Firmenkunden und Projektfinanzierungen nach Branchenzugehörigkeit:

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Fertigung/Produktion 16.375 21,1% 16.837 22,8%
Groß- und Einzelhandel 15.819 20,4% 15.888 21,5%
Finanzintermediation 8.929 11,5% 7.746 10,5%
Immobilien 9.881 12,7% 8.351 11,3%
Bauwesen 5.786 7,5% 5.378 7,3%
Freie Berufe/technische Dienstleistungen 4.790 6,2% 4.209 5,7%
Transport, Lagerung und Verkehr 3.288 4,2% 3.346 4,5%
Energieversorgung 3.028 3,9% 3.046 4,1%
Sonstige Branchen 9.613 12,4% 9.046 12,2%
Gesamt 77.510 100,0% 73.847 100,0%

Aus der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG resultierte ein Anstieg von € 3.733 Millionen, vor allem in den Branchen Immobilien, Bauwesen und Fertigung/Produktion.

Kreditportfolio – Retail-Kunden

Die Forderungsklasse Retail-Kunden unterteilt sich in Privatpersonen sowie Klein- und Mittelbetriebe (KMU). Für Retail-Kunden wird ein duales Scoring-System eingesetzt, das eine Erst- und Ad-hoc-Analyse anhand der Kundendaten und eine Verhaltensanalyse anhand der Kontendaten umfasst. Die folgende Tabelle zeigt die Retail-Forderungen des Konzerns.

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Retail-Kunden – Privatpersonen 34.117 92,0% 26.498 90,9%
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.977 8,0% 2.668 9,1%
Gesamt 37.095 100,0% 29.166 100,0%
davon notleidende Kredite 2.128 5,7% 2.139 7,3%
davon Einzelwertberichtigungen 1.471 4,0% 1.522 5,2%
davon Portfolio-Wertberichtigungen 242 0,7% 249 0,9%

Der Gesamtbetrag der Retail-Forderungen verteilt sich auf die Segmente wie folgt:

30.6.2017 Zentral- Südost- Ost- Group Corporates &
in € Millionen europa europa europa Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 17.295 7.685 4.227 4.910
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.509 671 369 429
Gesamt 18.805 8.355 4.596 5.339
davon notleidende Kredite 942 561 598 27
davon Einzelwertberichtigungen 539 381 545 6
davon Portfolio-Wertberichtigungen 101 89 46 6
31.12.2016 Zentral- Südost- Ost- Non- Group
in € Millionen europa europa europa Core Markets
Retail-Kunden – Privatpersonen 9.954 7.335 4.004 5.192 13
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.002 739 403 523 1
Gesamt 10.956 8.074 4.407 5.715 14
davon notleidende Kredite 489 537 699 415 0
davon Einzelwertberichtigungen 273 372 644 233 0
davon Portfolio-Wertberichtigungen 87 90 55 17 0

Im Vergleich zum Jahresende 2016 erhöhte sich das Retail-Kreditportfolio im ersten Halbjahr um € 7.929 Millionen (hievon: € 6.650 Millionen bedingt durch die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG) auf € 37.095 Millionen. Der Anstieg war im Wesentlichen auf die Integration der Raiffeisen Bausparkasse Gesellschaft m.b.H., Wien, sowie auf die Raiffeisen stavebni sporitelna, a.s., Prag, zurückzuführen.

Das Segment Zentraleuropa verzeichnete den größten Anstieg um € 7.849 Millionen auf € 18.805 Millionen. Der Anstieg war einerseits auf die neue Segmentzuordnung der Raiffeisen Bank Polska S.A., Warschau, vom Segment Non-Core zum Segment Zentraleuropa und andererseits auf die Integration der Raiffeisen stavebni sporitelna, a.s., Prag, zurückzuführen.

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Hypothekenkredite 21.930 59,1% 15.549 53,3%
Verbraucherkredite 7.505 20,2% 6.668 22,9%
Kreditkarten 3.255 8,8% 3.197 11,0%
Autokredite 469 1,3% 496 1,7%
Überziehungen 1.678 4,5% 1.647 5,6%
SME-Finanzierung 2.258 6,1% 1.609 5,5%
Gesamt 37.095 100,0% 29.166 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber Retail-Kunden, gegliedert nach Produkten:

Die Integration der Raiffeisen Bausparkasse Gesellschaft m.b.H., Wien, und der Raiffeisen stavebni sporitelna, a.s., Prag, führte bei den Hypothekenkrediten und Verbraucherkrediten zu einem Anstieg des Kreditobligos.

Der Anteil von Fremdwährungskrediten im Retail-Portfolio lässt Rückschlüsse auf die mögliche Änderung von Ausfallquoten bei einer Wechselkursänderung der lokalen Währung zu. Für die interne Einschätzung dieses Risikos werden neben dem Fremdwährungsanteil auch die bei der Kreditvergabe üblicherweise wesentlich strengeren Kreditvergaberichtlinien und die – in manchen Ländern – häufig fremdwährungskonformen Einkünfte der Kreditnehmer berücksichtigt.

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Schweizer Franken 2.914 44,1% 3.099 43,8%
Euro 3.238 49,0% 3.403 48,1%
US-Dollar 456 6,9% 564 8,0%
Andere Fremdwährungen 1 0,0% 2 0,0%
Kredite in Fremdwährungen 6.609 100,0% 7.068 100,0%
Anteil am Kreditvolumen 17,8% 24,2%

Der Rückgang der Fremdwährungskredite in Schweizer Franken war auf die gesetzlichen Bestimmungen zur Zwangskonvertierung zu historischen Kursen bei der Kreditvergabe in Kroatien sowie auf Währungsschwankungen des Schweizer Franken zurückzuführen. Der Rückgang der Fremdwährungskredite in US-Dollar war im Wesentlichen auf die Slowakei und Ungarn zurückzuführen. Der Rückgang der Fremdwährungskredite in Euro resultierte aus Bosnien und Herzegowina (minus € 41 Millionen), Polen (minus € 37 Millionen), Rumänien (minus € 33 Millionen), Kroatien (minus € 29 Millionen) und Bulgarien (minus € 25 Millionen).

Kreditportfolio – Kreditinstitute

Die nachfolgende Tabelle stellt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) nach dem internen Rating dar. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten in dieser Asset-Klasse werden aufgrund der geringen Anzahl an Kunden (bzw. an beobachtbaren Ausfällen) in den einzelnen Rating-Stufen durch eine Kombination interner und externer Daten ermittelt.

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
1 Minimales Risiko 3.343 14,8% 2.521 13,5%
2 Exzellente Kreditwürdigkeit 3.472 15,4% 2.919 15,7%
3 Sehr gute Kreditwürdigkeit 12.353 54,9% 9.935 53,3%
4 Gute Kreditwürdigkeit 1.696 7,5% 1.391 7,5%
5 Intakte Kreditwürdigkeit 916 4,1% 1.042 5,6%
6 Akzeptable Kreditwürdigkeit 408 1,8% 218 1,2%
7 Knappe Kreditwürdigkeit 123 0,5% 186 1,0%
8 Schwache bzw. minderwertige
Kreditwürdigkeit
128 0,6% 245 1,3%
9 Sehr schwache bzw. zweifelhafte
Kreditwürdigkeit
27 0,1% 77 0,4%
10 Ausfall 20 0,1% 84 0,4%
NR Nicht geratet 28 0,1% 9 0,0%
Gesamt 22.515 100,0% 18.628 100,0%

Das gesamte Kreditobligo betrug im ersten Halbjahr € 22.515 Millionen und wies damit gegenüber dem Jahresultimo 2016 einen Anstieg um € 3.887 Millionen (hievon: € 1.400 Millionen bedingt durch die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG, ersichtlich in den Ratingstufen 1 und 2) auf.

Die Veränderungen resultierten zu einem Teil aus der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG. Darüber hinaus kam es zu folgenden Veränderungen. Der Anstieg in Rating-Klasse 2 "Exzellente Kreditwürdigkeit" resultierte aus gegebenen Garantien, Repo-Geschäften, sowie aus einem Anstieg des Bestandes von Anleihen. Den größten Anstieg verzeichnete die Rating-Klasse 3 um € 2.418 Millionen auf € 12.353 Millionen. Dieser war auf einen Anstieg des Bestandes von Anleihen, der Repo-Geschäfte, gegebenen Garantien und Geldmarkt-Geschäfte zurückzuführen. Kompensiert wurde dieser Anstieg durch den Rückgang von Rahmenfinanzierungen und Swap-Geschäften.

Der Konzern verfolgt für dieses Kundensegment nach wie vor die Strategie, das unbesicherte Kreditexposure weiter zu reduzieren. Das Neugeschäft in diesem Segment betrifft damit vor allem Forderungen aus Derivativgeschäften und kurzfristigen Geldmarktveranlagungen. Kreditgeschäfte mit anderen Finanzinstituten der Raiffeisen Bankengruppe Österreich, die an einem gemeinsamen Risikoüberwachungssystem teilnehmen, unterliegen dieser Beschränkung nicht.

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo an Kreditinstitute (ohne Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Repo 6.442 28,6% 3.755 20,2%
Anleihen 4.158 18,5% 2.585 13,9%
Forderungen 4.399 19,5% 5.071 27,2%
Derivate 3.359 14,9% 3.802 20,4%
Geldmarkt 2.680 11,9% 2.068 11,1%
Sonstige 1.477 6,6% 1.347 7,2%
Gesamt 22.515 100,0% 18.628 100,0%

Das Kreditobligo gesplittet nach Produktgruppen erhöhte sich gegenüber dem Jahresultimo um € 3.887 Millionen (hievon: € 1.400 Millionen bedingt durch die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG, ersichtlich vor allem bei Anleihen).

Darüber hinaus kam es zu einem Anstieg der Repo-Geschäfte, hingegen wurden Rückgänge bei Rahmenfinanzierungen in Österreich verzeichnet.

Kreditportfolio – Öffentlicher Sektor

Eine weitere Kundengruppe stellen souveräne Staaten, Zentralbanken sowie regionale Gebietskörperschaften und andere staatenähnliche Organisationen dar. Die nachfolgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) nach dem internen Rating:

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
A1 Ausgezeichnete Bonität 1.533 4,3% 1.919 7,7%
A2 Sehr gute Bonität 10.460 29,6% 2.805 11,3%
A3 Gute Bonität 8.123 23,0% 5.950 23,9%
B1 Solide Bonität 4.204 11,9% 3.826 15,3%
B2 Zufriedenstellende Bonität 3.325 9,4% 2.690 10,8%
B3 Adäquate Bonität 4.666 13,2% 4.627 18,6%
B4 Fragliche Bonität 1.535 4,3% 1.564 6,3%
B5 Höchst fragliche Bonität 690 2,0% 837 3,4%
C Ausfallgefährdet 798 2,3% 712 2,9%
D Ausfall 0 0,0% 2 0,0%
NR Nicht geratet 1 0,0% 1 0,0%
Gesamt 35.335 100,0% 24.933 100,0%

Im Vergleich zum Jahresende 2016 stieg das Kreditobligo aus dem öffentlichen Sektor um € 10.402 Millionen (hievon: € 9.715 Millionen bedingt durch die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG, ersichtlich vor allem in den Ratingstufen A2, A3 und B2) auf € 35.335 Millionen. Dies entspricht einem Anteil von 20,5 Prozent (31.12.2016: 17,0 Prozent) am gesamten Kreditobligo.

Die Veränderungen resultierten zu einem Teil aus der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG. Darüber hinaus kam es zu folgenden Veränderungen. Der Anstieg in der Rating-Klasse A2 "Sehr gute Bonität" beruhte auf der Zunahme von Einlagen bei der Österreichischen Nationalbank und einer Zunahme des Bestandes von Anleihen der Republik Österreich. Der mittlere Bonitätsbereich von "Gute Bonität" (Rating A3) bis "Adäquate Bonität" (Rating B3) wies mit 57,5 Prozent den höchsten Anteil am Gesamtobligo aus. Das hohe Obligo in den mittleren Ratingstufen resultierte unter anderem aus Anleihen gegenüber den Zentralbanken und Zentralstaaten in Zentral- und Osteuropa. Die mittleren Ratingstufen waren zudem gekennzeichnet von Geldmarkt-Geschäften und Anleihen. Der Anstieg in Rating-Klasse A3 "Gute Bonität" resultierte aus einem Anstieg des Bestandes von Anleihen und der Geldmarkt- und Repo-Geschäfte. Kompensiert wurde der Anstieg durch einen Rückgang der Mindestreserve bei der slowakischen Nationalbank. Der Anstieg in der Rating-Klasse B2 "Zufriedenstellende Bonität" resultierte aus Anleihen in Italien und Spanien, sowie der Zunahme von Geldmarkt-Geschäften. Kompensiert wurde dieser Anstieg durch einen Rückgang der Mindestreserve bei der rumänischen Nationalbank.

Die nachstehende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor (inklusive Zentralbanken) gegliedert nach Produkten:

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Anleihen 17.260 48,8% 13.191 52,9%
Forderungen 17.346 49,1% 11.218 45,0%
Derivate 191 0,5% 488 2,0%
Sonstige 538 1,5% 37 0,1%
Gesamt 35.335 100,0% 24.933 100,0%
in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Ungarn 2.142 27,8% 2.120 27,4%
Kroatien 995 12,9% 1.047 13,5%
Russland 524 6,8% 555 7,2%
Bulgarien 759 9,9% 854 11,0%
Albanien 677 8,8% 792 10,2%
Ukraine 547 7,1% 494 6,4%
Serbien 572 7,4% 501 6,5%
Bosnien und Herzegowina 451 5,9% 492 6,4%
Belarus 231 3,0% 189 2,4%
Vietnam 158 2,1% 164 2,1%
Sonstige 634 8,2% 534 6,9%
Gesamt 7.690 100,0% 7.743 100,0%

Die folgende Tabelle zeigt das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich Non Investment Grade (Rating B3 und darunter):

Das Kreditobligo gegenüber dem öffentlichen Sektor im Bereich Non Investment Grade reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende 2016 um € 53 Millionen auf € 7.690 Millionen. Im Bereich der Einlagen, Kreditfinanzierungen und Mindestreserven, sowie der Geldmarkt-Geschäfte wurden Rückgänge verzeichnet, die jedoch durch eine Zunahme des Bestandes von Anleihen weitgehend kompensiert wurden.

Das Kreditobligo beruhte vor allem auf Einlagen der Konzerneinheiten bei lokalen Zentralbanken in Zentral- und Südosteuropa, die der Erfüllung der jeweiligen Mindestreservevorschriften und der kurzfristigen Veranlagung von überschüssiger Liquidität dienen und daher untrennbar mit der Geschäftstätigkeit in diesen Ländern verbunden sind.

Kreditrisikominderung

Die Forderungen an Kreditinstitute und Kunden abzüglich der gebildeten Kreditrisikovorsorgen (Netto-Obligo), das zusätzliche außerbilanzielle Obligo (Eventualverbindlichkeiten, Kreditrisiken und widerrufliche Kreditzusagen) und die Marktwerte (Fair Value) der dafür an den Konzern übertragenen Sicherheiten stellen sich wie folgt dar:

30.6.2017 Maximales Kreditobligo Fair Value der Sicherheiten
in € Millionen Eventualverpflichtungen/
Netto-Obligo
Kreditinstitute 12.839 2.568 5.053
Öffentlicher Sektor 754 630 519
Firmenkunden – Große Firmenkunden 41.881 29.302 24.313
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.911 1.070 2.105
Retail-Kunden – Privatpersonen 29.218 4.081 18.678
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 2.154 503 1.353
Gesamt 89.756 38.155 52.021
31.12.2016 Maximales Kreditobligo Fair Value der Sicherheiten
in € Millionen Netto-Obligo Eventualverpflichtungen/
gegebene Garantien
Kreditinstitute 9.850 3.502 2.925
Öffentlicher Sektor 654 758 420
Firmenkunden – Große Firmenkunden 38.746 27.215 23.049
Firmenkunden – Mittelgroße Firmenkunden 2.384 1.087 1.773
Retail-Kunden – Privatpersonen 21.878 3.464 13.069
Retail-Kunden – Klein- und Mittelbetriebe 1.947 509 1.312
Gesamt 75.459 36.535 42.549

Notleidendes Exposure (NPE)

Die nachfolgende Tabelle zeigt das notleidende Exposure nach der gültigen Definition des EBA-Dokuments "Implementing Technical Standard (ITS) on Supervisory Reporting (Forbearance and non-performing exposures)" und umfasst das nicht ausgefallene und ausgefallene Exposure.

NPE NPE Ratio NPE Coverage Ratio
in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016 30.6.2017 31.12.2016 30.6.2017 31.12.2016
Firmenkunden 3.915 4.450 8,1% 9,9% 60,3% 68,2%
Retail-Kunden 2.343 2.376 7,1% 9,3% 62,7% 64,0%
Öffentlicher Sektor 0 2 0,0% 0,3% >100% >100%
Kreditinstitute 14 77 0,1% 0,8% 80,4% 62,5%
Gesamt 6.272 6.904 6,7% 8,6% 61,3% 66,7%

Nicht ausgefallenes notleidendes Exposure

In diesem Kapitel werden ausschließlich Exposures dargestellt, für die kein Ausfallgrund nach Artikel 178 CRR vorliegt. Im Bereich der Firmenkunden unterscheidet der Konzern bei Krediten, deren Konditionen oder Bedingungen zugunsten des Kunden abgeändert wurden, zwischen "modifizierten Krediten" und "Forborne-Krediten" nach der gültigen Definition des EBA-Dokuments "Implementing Technical Standard (ITS) on Supervisory Reporting (Forbearance and non-performing exposures)".

Ausschlaggebend für die Einstufung als nicht ausgefallenes notleidendes Exposure ("Forborne") im Non-Retail Bereich ist die finanzielle Situation des Kunden bei der Änderung der Konditionen oder Kreditbedingungen. Kann zum Zeitpunkt der Änderung der Kreditbedingungen oder Konditionen aufgrund der Bonität des Kunden (unter Berücksichtigung des internen "Frühwarnsystems") von finanziellen Schwierigkeiten des Kunden ausgegangen werden und wird die Modifizierung als Konzession gewertet, so werden solche Kredite als "Forborne" bezeichnet. Sofern eine solche Modifizierung bei einem Kredit stattfindet, der zuvor als notleidend betrachtet wurde, wird der Kredit als "Non-performing Exposure (NPE)" eingestuft, unabhängig davon, ob ein Ausfallgrund nach Artikel 178 CRR vorliegt. Die Entscheidung, ob ein Kredit als "Forborne/NPE" eingestuft wird, löst keine Einzelwertberichtigung gegenüber dem Kunden aus, diese basiert auf der Ausfalldefintion der CRD IV/CRR.

Im Retail-Bereich werden restrukturierte Kredite einer zumindest dreimonatigen Beobachtung unterzogen, um sicherzustellen, dass der Kunde die neu verhandelten Konditionen erfüllt. Für Retail-Portfolien, die der PD-/LGD-basierten Berechnung (Probability of Default/Loss Given Default) der Portfolio-Wertberichtigungen unterliegen, muss eine künstliche Verbesserung der PD-Schätzungen für das nicht ausgefallene restrukturierte Exposure vermieden werden. Dies wird dadurch erreicht, dass entweder für die Dauer des Beobachtungszeitraumes trotz erfolgter Restrukturierung weiterhin jene auf den Überfälligkeitstagen (DPD) vor der Restrukturierung basierten Variablen verwendet werden, die für die Überfälligkeiten vor der Restrukturierung vorgesehen sind oder eine gesonderte Kalibrierung für die Teilmenge an restrukturierten Krediten vorgenommen wird. In Ausnahmefällen, wenn keine der beiden genannten Vorgehensweisen technisch möglich ist, wird die PD der nächst-schlechteren Ratingstufe für die Dauer des Beobachtungszeitraumes verwendet. Für Retail-Portfolien, für welche nach Produkt-Portfolios bzw. Überfälligkeiten die Höhe der Portfolio-Wertberichtigung ermittelt wird, wird darauf abgestellt, ob der Kredit vor der Neuverhandlung mehr als 180 Tage überfällig war oder nicht. In jenen Fällen, in denen der betroffene Kunde die neu verhandelten Konditionen erfüllt und der Kredit vor der Neuverhandlung noch nicht 180 Tage überfällig war, wird dieser aus dem der Beobachtung zugrunde liegenden Portfolio in das lebende Portfolio überführt. Jene Kredite, die bereits vor der Neuverhandlung mehr als 180 Tage überfällig waren oder bei denen der Kunde die neu verhandelten Konditionen nicht erfüllt, verbleiben im Portfolio, das zu 100 Prozent wertberichtigt wird.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen das nicht ausgefallene notleidende Exposure nach Segmenten:

in € Millionen 30.6.2017 Anteil
Zentraleuropa 151 47%
Südosteuropa 91 28%
Osteuropa 16 5%
Group Corporates & Markets 67 21%
Gesamt 325 100%
davon Nichtbanken 325 100%
in € Millionen 31.12.20161 Anteil
Zentraleuropa 110 32%
Südosteuropa 120 35%
Osteuropa 17 5%
Group Corporates 43 13%
Group Markets 0 0%
Corporate Center 0 0%
Non-Core 51 15%
Gesamt 341 100%
davon Nichtbanken 341 100%

1 Adaptierung der Vorjahreszahlen

Die nachfolgende Tabelle zeigt das nicht ausgefallene notleidende Exposure nach Asset-Klassen:

Instrumente mit geänderter
Laufzeit und geänderten
Refinanzierung
Konditionen
NPE Gesamt
in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016 30.6.2017 31.12.2016 30.6.2017 31.12.2016
Firmenkunden 3 12 84 75 87 87
Retail-Kunden 17 24 220 230 238 254
Gesamt 20 36 305 306 325 341

Finanzielle Schwierigkeiten im Firmenkunden-Bereich werden anhand eines internen Frühwarnsystems, das auf zahlreichen repräsentativen und gültigen Inputfaktoren zur Risikoklassifizierung der Kunden basiert (z. B. Überfälligkeit, Rating-Verschlechterungen etc.), gemessen. IAS 39 verlangt, dass Wertminderungen auf ein bereits eingetretenes Verlustereignis zurückzuführen sein müssen, Ausfälle gemäß Artikel 178 CRR werden nach wie vor als Hauptindikatoren für Einzel- und Portfolio-Wertberichtigungen herangezogen. Die Überführung von Forborne Exposures in das Lebendportfolio erfolgt nicht automatisch nach der festgelegten Überwachungsperiode. Zusätzlich muss eine Expertise eingeholt werden, die bestätigt, dass sich die Verhältnisse des betreffenden Kunden verbessert haben.

Ausgefallene notleidende Kredite (NPL) und Kreditrisikovorsorgen

Ein Ausfall und somit ein notleidender Kredit (Non-performing Loan, NPL) ist nach Artikel 178 CRR gegeben, wenn davon auszugehen ist, dass ein Kunde seinen Kreditverpflichtungen gegenüber der Bank nicht in voller Höhe nachkommen wird oder mit einer wesentlichen Forderung der Bank mindestens 90 Tage in Verzug ist. Für Non-Retail Kunden werden für die Bestimmung eines Forderungsausfalls zwölf Indikatoren verwendet. So gilt es z. B. als Forderungsausfall, wenn ein Kunde in ein Insolvenz- oder ähnliches Verfahren involviert ist, eine Wertberichtigung oder Direktabschreibung einer Kundenforderung vorgenommen werden

musste oder das Kreditrisikomanagement eine Kundenforderung als nicht vollständig einbringlich gewertet hat oder die Workout-Einheit die Sanierung des Kunden erwägt.

Im Konzern werden Kundenausfälle in einer konzernweit eingesetzten Datenbank erfasst und dokumentiert. In dieser werden auch Ausfallgründe aufgezeichnet, wodurch die Berechnung und Validierung von Ausfallwahrscheinlichkeiten ermöglicht wird.

Risikovorsorgen werden im Einklang mit definierten Konzernrichtlinien, die auf den IFRS-Bilanzierungsregeln beruhen, gebildet und decken alle erkennbaren Kreditrisiken ab. Im Non-Retail-Bereich entscheiden in den einzelnen Konzerneinheiten Problemkreditrunden über die Bildung von einzelkreditbezogenen Risikovorsorgen. Im Retail-Bereich wird deren Berechnung durch Retail-Risikomanagement-Abteilungen in den einzelnen Konzerneinheiten vorgenommen. Diese ermitteln die erforderlichen Kreditrisikorückstellungen anhand definierter Berechnungsvorschriften in monatlichen Intervallen und holen dazu die Bestätigung des lokalen Rechnungswesens ein.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der ausgefallenen notleidenden Kredite unter den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte):

in € Millionen Stand 1.1.2017 Konsolidierung/
Währung
Zugänge Abgänge Stand
30.6.2017
Firmenkunden 4.357 231 553 - 1.314 3.827
Retail-Kunden 2.127 58 272 - 351 2.106
Öffentlicher Sektor 2 0 0 - 2 0
Summe Nichtbanken 6.486 289 825 - 1.666 5.933
Kreditinstitute 77 - 3 1 - 61 14
Gesamt 6.563 286 826 - 1.727 5.947

Die nachstehende Tabelle stellt den Anteil der notleidenden Kredite an den Ausleihungen der dargestellten Asset-Klassen aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) dar:

NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016 30.6.2017 31.12.2016 30.6.2017 31.12.2016
Firmenkunden 3.827 4.357 7,0% 9,3% 65,7% 71,5%
Retail-Kunden 2.106 2.127 7,5% 8,3% 79,1% 82,2%
Öffentlicher Sektor 0 2 0,0% 0,6% >100% >100%
Summe Nichtbanken 5.933 6.486 7,3% 9,2% 70,5% 75,6%
Kreditinstitute 14 77 0,1% 0,5% 87,2% 65,4%
Gesamt 5.947 6.563 6,3% 8,2% 70,6% 75,5%

Das Volumen der notleidenden Kredite an Nichtbanken sank um € 552 Millionen durch einen organischen Rückgang vor allem aufgrund der Ausbuchung von wirtschaftlich nicht mehr einbringlichen Kreditforderungen in der Ukraine, in der RBI AG und der Raiffeisen Leasing Gruppe. Die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG führte hingegen zu einem Anstieg um € 425 Millionen. Die NPL Ratio bezogen auf das Gesamtobligo verringerte sich um 1,9 Prozentpunkte auf 7,3 Prozent.

Der Bereich Firmenkunden wies seit Jahresbeginn einen Rückgang um € 530 Millionen auf € 3.827 Millionen auf. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo verringerte sich um 2,4 Prozentpunkte auf 7,0 Prozent, die Deckungsquote verringerte sich um 5,8 Prozentpunkte auf 65,7 Prozent. Im Retail-Bereich sanken die notleidenden Kredite um 1,0 Prozent oder € 21 Millionen auf € 2.106 Millionen. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo sank um 0,8 Prozentpunkte auf 7,5 Prozent, die Deckungsquote verringerte sich um 3,0 Prozentpunkte auf 79,1 Prozent. Im Bereich Kreditinstitute lagen die notleidenden Kredite im ersten Halbjahr mit € 14 Millionen um € 63 Millionen unter dem Jahresendstand von 2016, die Deckungsquote erhöhte sich um 21,8 Prozentpunkte auf 87,2 Prozent.

Die nachstehenden Tabellen weisen den Anteil der notleidenden Kredite (NPL) an den Ausleihungen der dargestellten Segmente aus den Bilanzposten Forderungen an Kunden und Forderungen an Kreditinstitute (ohne außerbilanzielle Geschäfte) aus:

30.6.2017
in € Millionen NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
Zentraleuropa 1.709 5,1% 63,8%
Südosteuropa 1.386 9,3% 76,7%
Osteuropa 1.207 8,9% 83,0%
Group Corporates & Markets 1.590 4,5% 63,3%
Corporate Center 55 1,0% 61,9%
Gesamt 5.947 6,3% 70,6%
davon Nichtbanken 5.933 7,3% 70,5%
31.12.2016
in € Millionen NPL NPL Ratio NPL Coverage Ratio
Zentraleuropa 1.078 5,0% 71,0%
Südosteuropa 1.421 9,9% 79,7%
Osteuropa 1.576 12,0% 85,9%
Group Corporates 688 4,5% 65,9%
Group Markets 131 1,9% 71,9%
Corporate Center 34 0,5% 87,8%
Non-Core 1.634 16,7% 66,6%
Gesamt 6.563 8,2% 75,5%
davon Nichtbanken 6.486 9,2% 75,6%

In Zentraleuropa erhöhten sich die notleidenden Kredite um € 631 Millionen auf € 1.709 Millionen, davon € 670 Millionen aus der Umgliederung von Polen aus dem Segment Non-Core, sowie € 44 Millionen aufgrund der Integration der RZB AG im Zuge der Verschmelzung in die RBI AG. Hingegen kam es in Ungarn zu einem Rückgang um € 105 Millionen aufgrund von Verkäufen und Ausbuchungen. Die NPL Ratio betrug 5,1 Prozent, die Deckungsquote 63,8 Prozent.

In Südosteuropa reduzierten sich die notleidenden Kredite seit Jahresbeginn um € 35 Millionen auf € 1.386 Millionen. Während unter anderem in Albanien und Bulgarien Rückgänge in der Höhe von insgesamt € 69 Millionen zu verzeichnen waren, erhöhten sich die notleidenden Kredite in Kroatien überwiegend aufgrund des Ausfalls eines Großkunden um € 68 Millionen. Die NPL Ratio sank um 0,6 Prozentpunkte auf 9,3 Prozent, die Deckungsquote um 3,0 Prozentpunkte auf 76,7 Prozent.

Das Segment Osteuropa verzeichnete einen Rückgang der notleidenden Kredite um 23 Prozent oder € 369 Millionen auf € 1.207 Millionen, sowohl durch Verkäufe notleidender Kredite in der Höhe von € 185 Millionen in der Ukraine, als auch Ausbuchungen uneinbringlicher Forderungen und Währungsabwertungen in der Ukraine und Russland bedingt. Der Anteil der notleidenden Kredite am Kreditobligo sank um 3,1 Prozentpunkte auf 8,9 Prozent, die Deckungsquote reduzierte sich um 2,8 Prozentpunkte auf 83,0 Prozent.

Die notleidenden Kredite im Segment Group Corporates & Markets setzen sich aus den bisherigen Segmenten Group Corporates, Group Markets und Teilen von Non-Core und einem Effekt aus der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG von € 380 Millionen zusammen und betrugen € 1.590 Millionen. In der Berichtsperiode reduzierten sich die notleidenden Kredite in der RBI AG um € 363 Millionen und der Raiffeisen Leasing Gruppe um € 185 Millionen aufgrund Ausbuchungen uneinbringlicher Forderungen. Die NPL Ratio betrug zum Ende des ersten Halbjahres 4,5 Prozent, die Deckungsquote 63,3 Prozent.

in € Millionen Stand
1.1.2017
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
30.6.2017
Einzelwertberichtigungen 4.697 257 515 - 410 - 1.016 - 117 3.926
Portfolio-Wertberichtigungen 381 23 124 - 136 0 - 10 383
Gesamt 5.078 279 639 - 546 - 1.016 - 126 4.309

Der Risikovorsorgespiegel zeigt die Entwicklung der Wertberichtigungen und Vorsorgen für außerbilanzielle Verpflichtungen:

1 Zuführung inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen 2 Verbrauch inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen

in € Millionen Stand
1.1.2016
Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung1 Auf
lösungen
Verbrauch2 Umbuchung,
Währungs
differenzen
Stand
30.6.2016
Einzelwertberichtigungen 5.772 4 866 -434 -1.052 -18 5.137
Portfolio-Wertberichtigungen 382 0 116 -143 0 3 359
Gesamt 6.154 5 982 -577 -1.052 -15 5.497

1 Zuführung inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen

2 Verbrauch inkl. Direktabschreibungen und Eingänge auf abgeschriebene Forderungen

Der Verbrauch basiert überwiegend auf dem Verkauf sowie der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen. Die Änderungen im Konsolidierungskreis zeigen im Wesentlichen den Effekt aus der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG.

Konzentrationsrisiko

Das Kreditportfolio des Konzerns ist sowohl nach Regionen als auch nach Branchen gut diversifiziert. Auch Einzelkreditkonzentrationen werden auf Basis von Gruppen verbundener Kunden aktiv über die Limitvergabe und regelmäßiges Reporting gesteuert, sodass die Granularität des Portfolios entsprechend gut ist.

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung wurden auch die Limitstrukturen in Bezug auf das Konzentrationsrisiko auf Ebene der einzelnen Kundensegmente überarbeitet.

Die geografische Aufgliederung der Forderungen spiegelt die breite Diversifikation des Kreditgeschäfts in den europäischen Märkten des Konzerns wider.

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Österreich 35.889 20,8% 19.936 13,6%
Zentraleuropa 55.207 32,0% 50.177 34,2%
Tschechien 20.253 11,7% 15.047 10,3%
Polen 14.192 8,2% 14.083 9,6%
Slowakei 13.894 8,1% 14.138 9,6%
Ungarn 6.458 3,7% 6.471 4,4%
Sonstige 410 0,2% 438 0,3%
Übrige Europäische Union 27.120 15,7% 21.139 14,4%
Deutschland 8.500 4,9% 6.354 4,3%
Großbritannien 6.234 3,6% 5.275 3,6%
Frankreich 4.034 2,3% 3.086 2,1%
Niederlande 1.935 1,1% 1.828 1,2%
Italien 1.233 0,7% 883 0,6%
Spanien 961 0,6% 595 0,4%
Sonstige 4.223 2,4% 3.118 2,1%
Südosteuropa 25.618 14,9% 25.659 17,5%
Rumänien 9.434 5,5% 9.452 6,4%
Kroatien 5.010 2,9% 5.091 3,5%
Bulgarien 3.993 2,3% 3.998 2,7%
Serbien 2.659 1,5% 2.467 1,7%
Bosnien und Herzegowina 2.083 1,2% 2.077 1,4%
Albanien 1.668 1,0% 1.830 1,2%
Sonstige 771 0,4% 743 0,5%
Asien 3.161 1,8% 3.499 2,4%
China 847 0,5% 936 0,6%
Sonstige 2.314 1,3% 2.564 1,7%
Osteuropa 19.829 11,5% 19.814 13,5%
Russland 14.518 8,4% 14.262 9,7%
Ukraine 3.266 1,9% 3.380 2,3%
Belarus 1.499 0,9% 1.635 1,1%
Sonstige 545 0,3% 536 0,4%
Nordamerika 2.551 1,5% 3.051 2,1%
Schweiz 1.887 1,1% 2.193 1,5%
Restliche Welt 1.192 0,7% 1.105 0,8%
Gesamt 172.455 100,0% 146.573 100,0%

Die folgende Tabelle stellt die Kreditobligos aller Forderungsklassen gegliedert nach dem Herkunftsland der Kunden und gruppiert nach Regionen dar:

Das Kreditobligo aller Forderungsklassen wies im Vergleich zum Jahresende 2016 einen Anstieg um € 25.882 Millionen auf € 172.455 Millionen (hievon: € 21.498 Millionen bedingt durch die Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG in den Regionen Österreich, Zentraleuropa und übrige Europäische Union) auf. Der größte Anstieg um € 15.953 Millionen auf € 35.889 Millionen in Österreich war im Wesentlichen auf die Integration der Raiffeisen Bausparkasse Gesellschaft m.b.H., Wien, sowie auf eine Zunahme von Einlagen bei der österreichischen Nationalbank und auf einen Anstieg von Anleihen der Republik Österreich zurückzuführen. Deutschland verzeichnete einen Anstieg um € 2.146 Millionen auf € 8.500 Millionen, welcher im Wesentlichen aus Kreditfinanzierungen und Repo-Geschäften resultierte.

Die folgende Tabelle zeigt das gesamte Kreditobligo des Konzerns nach Branchenzugehörigkeit der Kunden:

in € Millionen 30.6.2017 Anteil 31.12.2016 Anteil
Kredit- und Versicherungsgewerbe 48.434 28,1% 39.183 26,7%
Private Haushalte 34.286 19,9% 26.589 18,1%
Öffentliche Verwaltung, Verteidigung,
Sozialversicherungen
17.631 10,2% 11.844 8,1%
Handelsvermittlung und Großhandel (ohne Handel
mit Kraftfahrzeugen)
11.641 6,8% 11.976 8,2%
Sonstiges verarbeitendes Gewerbe 11.119 6,4% 11.426 7,8%
Grundstücks- und Wohnungswesen 10.158 5,9% 8.386 5,7%
Baugewerbe 5.977 3,5% 5.551 3,8%
Erbringung von Dienstleistungen für Unternehmen 5.042 2,9% 4.438 3,0%
Einzelhandel und Reparatur von Gebrauchsgütern 3.890 2,3% 3.675 2,5%
Energieversorgung 3.038 1,8% 3.056 2,1%
Metallerzeugung und -bearbeitung 1.953 1,1% 2.183 1,5%
Sonstiges Transportgewerbe 1.910 1,1% 1.905 1,3%
Landverkehr, Transport in Rohrfernleitungen 1.868 1,1% 1.896 1,3%
Ernährungsgewerbe 1.797 1,0% 1.834 1,3%
Maschinenbau 1.773 1,0% 1.694 1,2%
Kraftfahrzeughandel, Tankstellen 1.016 0,6% 916 0,6%
Gewinnung von Erdöl und Erdgas 826 0,5% 776 0,5%
Sonstige Branchen 10.098 5,9% 9.247 6,3%
Gesamt 172.455 100,0% 146.573 100,0%

Aus der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG resultierte ein Anstieg von € 21.498 Millionen, vor allem in den Branchen Private Haushalte, Kredit- und Versicherungsgewerbe und Öffentliche Verwaltung, Verteidigung, Sozialversicherungen.

Marktrisiko

Das Marktrisikomanagement basiert auf den Zahlen eines internen Modells, das den Value-at-Risk (VaR) für die Veränderung der Risikofaktoren Fremdwährungen, Zinsentwicklung, Credit Spreads, implizite Volatilität und Aktienindizes errechnet. Das Modell ist von der österreichischen Finanzmarktaufsicht als internes Modell für die Messung des Eigenmittelerfordernisses für Marktrisiken zugelassen.

Die nachstehende Tabelle stellt diese Risikokennzahlen für das Gesamtmarktrisiko im Handels- und Bankbuch je Risikoart dar. Die in Fremdwährung gehaltenen Kapitalpositionen und die strukturellen Zinsrisiken sowie Spread-Risiken aus Anleihebüchern (häufig als Liquiditätspuffer gehalten) dominieren den VaR.

Gesamt VaR 99% 1d VaR per Durchschnitts-VaR Minimum VaR Maximum VaR VaR per
in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Währungsrisiko 25 21 17 29 24
Zinsrisiko 29 16 10 29 16
Credit-Spread-Risiko 11 12 9 16 8
Aktienpreisrisiko 1 1 1 1 1
Vega Risiko 2 3 1 5 1
Gesamt 45 37 29 47 36

Das gesamte Währungsrisiko enthält die in Fremdwährung gehaltenen Eigenkapitalpositionen von Tochtergesellschaften. Das strukturelle Währungsrisiko aus Eigenkapitalpositionen wird unabhängig von häufig kurzfristigen Handelspositionen gesteuert.

Liquiditätsmanagement

Fundingstruktur

Die Fundingstruktur des Konzerns basiert auf einer starken Ausrichtung auf das Retail-Geschäft in Zentral- und Osteuropa. Darüberhinaus profitiert der Konzern aufgrund der starken Präsenz der österreichischen Raiffeisengruppe im lokalen Markt auch vom Funding durch die Raiffeisen-Landesbanken. Gemäß dem Prinzip der Diversifikation werden verschiedene Finanzierungsquellen erschlossen. Diese umfassen die Ausgabe von internationalen Anleihen durch die RBI AG, die Ausgabe von lokalen Anleihen durch die Konzerneinheiten sowie die Nutzung von Finanzierungsdarlehen von Dritten (inkl. Supranationalen). Die Konzerneinheiten nutzen auch Interbankenkredite mit Drittbanken, teilweise aufgrund knapper Länderlimite und teilweise aufgrund vorteilhafter Preisgestaltung.

Barreserve 18.492 21.634 Interbanken Refinanzierung
Pensionsgeschäft/Wertpapierleihe 8.179 463 Handelspassiva
Kurzfristiges Interbankengeschäft
Wertpapiere im Handelsbuch 2.434
5.452 2.684 Negative Marktwerte derivativer Finanzinstrumente
2.799 Sonstige liquide Passiva
1.075 Multilaterale Entwicklungsbanken
Positive Marktwerte derivativer Finanzinstrumente
Sonstige liquide Aktiva
3.431
1.491
4.750 Langfristige Bankeinlagen
Langfristiges Interbankengeschäft 1.871
Forderungen an Kunden (netto) 74.253 91,7%
Loan/Deposit
Ratio
45.916 Sichteinlagen Kunden
23.866 Termineinlagen Kunden
11.168 Spareinlagen Kunden
7.687 Verbriefte Verbindlichkeiten
Wertpapiere im Bankbuch 19.405 2.133 Handelszertifikate
4.194 Nachrangkapital
Sonstige nicht liquide Aktiva 3.593 10.234 Eigenkapital inkl. Ergebnis
Aktiva gesamt 138.603 138.603 Passiva gesamt

Liquiditätsposition

Der Going-Concern-Bericht weist die strukturelle Liquiditätsposition aus und deckt dabei alle wesentlichen Risikotreiber ab, welche den Konzern in einem normalen Geschäftsmodell ("business as usual") belasten könnten. Die Ergebnisse des Going-Concern-Szenarios sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Sie veranschaulichen den Liquiditätsüberhang und das Verhältnis von erwarteten Kapitalzuflüssen und der Ausgleichskapazität zu Kapitalabflüssen (Liquiditätsquote) für ausgewählte Laufzeiten auf kumulativer Basis. Die Kapitalflüsse basieren auf Annahmen anhand von Expertenmeinungen, statistischen Analysen und Länderbesonderheiten. Diese Berechnung umfasst zudem Schätzungen zur Beständigkeit von Kundeneinlagen, zu Abflüssen von außerbilanziellen Positionen und zu Marktabschwüngen bei Positionen, die in die Ausgleichskapazität einfließen.

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Laufzeit 1 Monat 1 Jahr 1 Monat 1 Jahr
Liquiditätsüberhang 21.074 24.404 21.066 24.517
Liquiditäts-Ratio 140% 124% 160% 131%

Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR)

Die Liquiditätsdeckungsquote (Liquidity Coverage Ratio, LCR) erfordert die kurzfristige Belastbarkeit von Banken. Dabei müssen Letztere angemessene Bestände an unbelasteten erstklassigen liquiden Aktiva (High Quality Liquid Assets, HQLA) sicherstellen, um potenzielle Abflüsse durch Verbindlichkeiten, die in Krisenzeiten anfallen können, decken zu können. HQLAs können in Cash umgewandelt werden, um den Liquiditätsbedarf im Rahmen eines Liquditätsstressszenarios für mindestens 30 Kalendertage zu decken.

Die Berechnung der erwarteten Mittelzu- und -abflüsse sowie der HQLAs basiert auf regulatorischen Vorgaben. 2017 lag das regulatorische LCR Limit bei 80 Prozent, dieses wird schrittweise auf 100 Prozent bis 2018 angehoben.

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Durchschnittliche liquide Aktiva 25.424 12.977
Netto-Abflüsse 17.934 7.071
Zuflüsse 12.258 11.186
Abflüsse 30.192 18.257
Liquidity Coverage Ratio 142% 184%

Die LCR der RBI ist wie geplant im Vergleich zum Jahresende 2016 zurückgegangen und liegt dabei weit über den regulatorischen und internen Limiten. Hauptursachen für die Veränderung gegenüber dem Jahresultimo sind zum Einen der deutliche Anstieg der im Rahmen der Verschmelzung der RZB AG in die RBI AG übertragenen Liquiditätspositionen und zum Anderen der Abbau des Liquiditätsüberschusses in der RBI.

Strukturelle Liquiditätsquote (Net Stable Funding Ratio, NSFR)

Die NSFR wird definiert als das Verhältnis von verfügbarer stabiler Refinanzierung zu erforderlicher stabiler Refinanzierung. Dieses Verhältnis sollte kontinuierlich mindestens 100 Prozent betragen, wenngleich noch kein regulatorisches Limit festgelegt wurde. "Verfügbare stabile Refinanzierung" wird definiert als der Teil von Eigen- und Fremdmitteln, von dem zu erwarten ist, dass er über den von der NSFR erfassten Zeithorizont von einem Jahr eine zuverlässige Mittelquelle ist. Die erforderliche stabile Refinanzierung einer Bank ist von den Liquiditätsmerkmalen und Restlaufzeiten der verschiedenen gehaltenen Vermögenswerte und der außerbilanziellen Engagements abhängig. Ziel der RBI ist eine ausgewogene Funding-Position. Die regulatorischen Vorschriften werden derzeit von den Aufsichtsbehörden überarbeitet.

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Erforderliche strukturelle Liquidität 99.216 73.730
Vorhandene strukturelle Liquidität 109.552 86.230
Net Stable Funding Ratio 110% 117%

Sonstige Angaben

(40) Kapitalmanagement und Eigenmittel nach CRR/CRD IV bzw. BWG

Die EZB schreibt der RBI auf Basis des jährlich durchgeführten Supervisory Review and Evaluation Process (SREP) per Bescheid vor, zusätzliches hartes Kernkapital zu halten, um jene Risiken abzudecken, die in der Säule 1 nicht oder nicht ausreichend Berücksichtigung finden.

Diese sogenannte SREP-Mindestkapitalquote beinhaltet aktuell neben den Mindestvorschriften der CRR und dem SREP-Aufschlag auch den Kapitalerhaltungs- und Systemrisikopuffer. Im Rahmen des SREP hat die EZB für 2017 implizit das Mindesterfordernis für die konsolidierte CET1 Ratio auf 8,5 Prozent (SREP Erfordernis) festgelegt. Eine Verletzung des kombinierten Puffererfordernisses würde zu Einschränkungen von z. B. Dividendenausschüttungen und Kuponzahlungen für bestimmte Kapitalinstrumente führen.

Zusätzlich können durch die Aufsicht nationale systemische Risikopuffer (bis 5 Prozent) sowie zusätzliche Kapitalaufschläge für systemrelevante Banken (bis 3,5 Prozent) bestimmt werden. Sofern sowohl systemische Risikopuffer als auch Aufschläge für systemrelevante Banken für ein Institut festgelegt werden, findet nur der höhere der beiden Werte Anwendung. Im September 2015 hat das in Österreich dafür zuständige Finanzmarktstabilitätsgremium (FMSG) der Österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) empfohlen, Systemrisikopuffer (SRB) für zwölf in Österreich ansässige Großbanken zu verordnen, darunter auch für die RBI. Diese wurden durch die FMA mit Jahresbeginn 2016 in Kraft gesetzt. Für die RBI wurde der Systemrisikopuffer im Jahr 2016 mit 0,25 Prozent angesetzt, ab 1. Jänner 2017 auf 0,50 Prozent erhöht und dieser steigt bis 2019 schrittweise auf 2 Prozent an.

Des Weiteren können die Mitgliedstaaten die Einhaltung eines antizyklischen Kapitalpuffers verlangen (Countercyclical Buffer), um zu starkes Kreditwachstum einzudämmen. Dieser Puffer wurde aufgrund des zurückhaltenden Kreditwachstums und des stabilen makroökonomischen Umfelds in Österreich aktuell mit 0 Prozent festgesetzt.

Zum Halbjahr wurde eine Überprüfung des Zwischengewinns auf Basis einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer durchgeführt und damit dieser Zwischengewinn in der Eigenmittelberechnung berücksichtigt.

Die Vergleichswerte zum Jahresende 2016 entsprechen den publizierten Werten der RBI vor Verschmelzung.

Eigenmittel

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Eingezahltes Kapital 5.994 5.886
Erwirtschaftetes Kapital 3.245 2.585
Kapital nicht beherrschender Anteile 359 445
Hartes Kernkapital vor Abzugsposten 9.598 8.916
Abzugsposten Immaterielle Vermögenswerte/Firmenwerte - 592 - 520
Abzugsposten Risikovorsorge-Fehlbeträge für IRB-Positionen - 48 - 34
Abzugsposten Verbriefungen - 21 - 21
Abzugsposten Latente Steuern 0 0
Abzugsposten Verlustvorträge - 2 - 2
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0 0
Hartes Kernkapital nach Abzugsposten 8.936 8.339
Zusätzliches Kernkapital 90 90
Kapital nicht beherrschender Anteile 20 - 1
Abzugsposten Immaterielle Vermögenswerte/Firmenwerte - 105 - 78
Abzugsposten Risikovorsorge-Fehlbeträge für IRB-Positionen - 6 - 11
Abzugsposten Verbriefungen 0 0
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0 0
Kernkapital 8.936 8.339
in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Langfristiges nachrangiges Kapital 2.964 3.047
Kapital nicht beherrschender Anteile 28 - 9
Risikovorsorgeüberschuss für IRB-Positionen 173 159
Risikovorsorgeüberschuss für STA-Positionen 0 0
Abzugsposten Verbriefungen 0 0
Abzugsposten Versicherungen und Beteiligungen 0 0
Ergänzende Eigenmittel nach Abzugsposten 3.164 3.198
Gesamte Eigenmittel 12.100 11.537
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.522 4.805
Common Equity Tier 1 Ratio (transitional) 12,9% 13,9%
Common Equity Tier 1 Ratio (fully loaded) 12,8% 13,6%
Tier 1 Ratio (transitional) 12,9% 13,9%
Tier 1 Ratio (fully loaded) 12,8% 13,6%
Eigenmittelquote (transitional) 17,5% 19,2%

Die als "transitional" dargestellten Quoten sind die aktuell gültigen Quoten gemäß den Anforderungen der CRR unter Berücksichtigung der für das laufende Kalenderjahr gültigen Übergangsbestimmungen gemäß Teil 10 der CRR. Die als "fully loaded" bezeichneten Quoten dienen nur der Information, sie sind unter der fiktiven Annahme der Vollumsetzung ohne Berücksichtigung der Übergangsbestimmungen gerechnet.

Eigenmittelerfordernis und risikogewichtete Aktiva

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Eigenmittelerfordernis für das Kreditrisiko 4.503 3.907
Auf internen Ratings basierender Ansatz 2.384 2.275
Standardansatz 2.086 1.602
CVA Risiko 33 31
Basel 1 Floor 0 0
Eigenmittelerfordernis für das Positionsrisiko in Schuldtiteln, Substanzwerten,
Waren und Fremdwährungen
291 214
Eigenmittelerfordernis für das operationelle Risiko 728 683
Gesamtes Eigenmittelerfordernis 5.522 4.805
Risikogewichtete Aktiva (RWA gesamt) 69.021 60.061
in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach Standardansatz 26.079 20.025
Zentralstaaten und Zentralbanken 1.565 1.925
Regionale Gebietskörperschaften 118 60
Verwaltungseinrichtungen und Unternehmen ohne Erwerbscharakter 44 12
Multilaterale Entwicklungsbanken 0 0
Kreditinstitute 329 293
Firmenkunden 9.349 7.909
Retail-Kunden 9.872 7.241
Beteiligungspositionen 2.019 397
Gedeckte Schuldverschreibungen 24 0
Investmentfonds-Anteile 34 4
Verbriefungspositionen 0 0
Sonstige Posten 2.724 2.184
Risikogewichtete Bemessungsgrundlage nach auf internen Ratings basierendem
Ansatz 29.799 28.435
Zentralstaaten und Zentralbanken 489 244
Kreditinstitute 1.901 1.995
Firmenkunden 22.404 21.454
Retail-Kunden 4.566 4.390
Beteiligungspositionen 155 123
Verbriefungspositionen 283 229
CVA Risiko 409 381
Basel 1 Floor 0 0
Risikogewichtete Aktiva (Kreditrisiko) 56.287 48.841
Eigenmittelerfordernis (Kreditrisiko) 4.503 3.907

Die Bemessungsgrundlage für das Kreditrisiko stellte sich nach Asset-Klassen wie folgt dar:

Verschuldungsquote

Die Verschuldungsquote (Leverage Ratio) ist im Teil 7 der CRR definiert. Diese stellt vor 1. Jänner 2018 noch keine rechtsverbindliche quantiative Anforderung dar und dient bis dahin lediglich der Information:

in € Millionen 30.6.2017 31.12.2016
Gesamtrisikoposition 157.895 122.843
Kernkapital 8.936 8.339
Verschuldungsquote (transitional) 5,7% 6,8%
Verschuldungsquote (fully loaded) 5,6% 6,6%

(41) Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter

in Vollzeitäquivalenten 1.1.- 30.6.2017 1.1.- 30.6.2016
Inland 3.691 2.755
Ausland 46.639 48.910
Gesamt 50.330 51.665

(42) Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Die Beziehungen zu nahestehenden Personen beschränken sich auf Bankgeschäfte, die prinzipiell zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen wurden. Darüber hinaus besitzen die Vorstände Aktien der RBI AG. Detaillierte Informationen dazu sind auf der RBI-Homepage ersichtlich.

In der Berichtsperiode wurde die RZB AG in die RBI AG eingebracht. Somit gibt es ab diesem Zeitpunkt kein Mutterunternehmen mehr. In der Vergleichsperiode ist unter Mutteruntenehmen die Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft, Wien, zu verstehen.

Unternehmen mit einem maßgeblichen Einfluss sind im Wesentlichen die Raiffeisenlandesbank Niederösterreich-Wien AG, Wien, als größter Einzelaktionär und ihre Muttergesellschaft, die Raiffeisen-Holding Niederösterreich-Wien registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung, Wien. Unter verbundenen Unternehmen sind wegen Unwesentlichkeit nicht konsolidierte verbundene Unternehmen dargestellt.

30.6.2017 Unternehmen mit Verbundene At-equity
bewertete
Sonstige
in € Millionen maßgeblichem Einfluss Unternehmen Unternehmen Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 865 0 203 24
Forderungen an Kunden 0 100 1 176
Handelsaktiva 7 0 1 8
Wertpapiere und Beteiligungen 0 208 0 221
Anteile an at-equity bewerteten
Unternehmen
0 0 742 0
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 0 9 3 11
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.547 5 3.012 363
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 121 443 107
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 1 0 0
Rückstellungen 0 2 2 0
Handelspassiva 66 16 7 12
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 0 2 2 0
Nachrangkapital 0 0 4 0
Gegebene Garantien 1 97 275 24
Erhaltene Garantien 12 0 34 36
31.12.2016 Mutter Verbundene At-equity
bewertete
Sonstige
in € Millionen unternehmen Unternehmen Unternehmen Beteiligungen
Forderungen an Kreditinstitute 686 65 353 46
Forderungen an Kunden 0 659 37 133
Handelsaktiva 0 42 0 2
Wertpapiere und Beteiligungen 0 198 0 88
Sonstige Aktiva (inkl. Derivate) 60 14 0 1
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 333 297 2.592 75
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 0 554 402 89
Verbriefte Verbindlichkeiten 0 1 0 0
Rückstellungen 0 0 0 0
Handelspassiva 0 65 6 0
Sonstige Passiva (inkl. Derivate) 1 2 1 0
Nachrangkapital 68 0 0 0
Gegebene Garantien 0 148 0 8
Erhaltene Garantien 556 204 47 38
1.1.- 30.6.2017 Unternehmen mit Verbundene At-equity
bewertete
Sonstige
in € Millionen maßgeblichem Einfluss Unternehmen Unternehmen Beteiligungen
Zinserträge 4 1 2 5
Zinsaufwendungen - 17 0 - 15 - 1
Dividendenerträge 0 10 35 13
Provisionserträge 1 11 6 3
Provisionsaufwendungen - 1 - 6 - 4 - 2
1.1.- 30.6.2016 Mutter Verbundene At-equity
bewertete
Sonstige
in € Millionen unternehmen Unternehmen Unternehmen Beteiligungen
Zinserträge 17 29 3 5
Zinsaufwendungen - 4 - 9 - 20 - 1
Dividendenerträge 0 20 0 3
Provisionserträge 0 19 4 2
Provisionsaufwendungen - 2 - 3 - 2 - 2

Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach Ende der Berichtsperiode vor.

Bericht über die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

Einleitung

Wir haben den beigefügten verkürzten Konzernzwischenabschluss der Raiffeisen Bank International AG, Wien, für den Zeitraum vom 1. Jänner 2017 bis zum 30. Juni 2017 prüferisch durchgesehen. Der verkürzte Konzernzwischenabschluss umfasst die Bilanz zum 30. Juni 2017 und die Gesamtergebnisrechnung, die Eigenkapitalveränderungsrechnung und die verkürzte Kapitalflussrechnung für den Zeitraum 1. Jänner 2017 bis 30. Juni 2017 sowie den verkürzten Anhang, der die wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zusammenfasst und sonstige Erläuterungen enthält.

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, verantwortlich.

Unsere Verantwortung ist es, auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht eine zusammenfassende Beurteilung über diesen verkürzten Konzernzwischenabschluss abzugeben. Bezüglich unserer Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten kommt § 87 Abs 3 Börsegesetz in Verbindung mit § 275 Abs 2 UGB zur Anwendung.

Umfang der prüferischen Durchsicht

Wir haben die prüferische Durchsicht unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und berufsüblichen Grundsätze, insbesondere des Fachgutachtens KFS/PG 11 "Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen", sowie des International Standard on Review Engagements (ISRE) 2410 "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" durchgeführt. Die prüferische Durchsicht eines Zwischenabschlusses umfasst Befragungen, in erster Linie von für das Finanz- und Rechnungswesen verantwortlichen Personen, sowie analytische Beurteilungen und sonstige Erhebungen. Eine prüferische Durchsicht ist von wesentlich geringerem Umfang und umfasst geringere Nachweise als eine Abschlussprüfung gemäß österreichischen und/oder internationalen Prüfungsstandards und ermöglicht es uns daher nicht, eine mit einer Abschlussprüfung vergleichbare Sicherheit zu erlangen, dass uns alle wesentlichen Sachverhalte bekannt werden. Aus diesem Grund erteilen wir keinen Bestätigungsvermerk.

Zusammenfassende Beurteilung

Auf Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der beigefügte verkürzte Konzernzwischenabschluss nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden ist.

Stellungnahme zum Halbjahreskonzernlagebericht und zur Erklärung der gesetzlichen Vertreter gemäß § 87 BörseG

Wir haben den Halbjahreskonzernlagebericht gelesen und dahingehend beurteilt, ob er keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss aufweist. Der Halbjahreskonzernlagebericht enthält nach unserer Beurteilung keine offensichtlichen Widersprüche zum verkürzten Konzernzwischenabschluss.

Der Halbjahresfinanzbericht enthält die von § 87 Abs 1 Z 3 BörseG geforderte Erklärung der gesetzlichen Vertreter.

Wien, am 4. August 2017

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerprüfungsgesellschaft

Mag. Wilhelm Kovsca

Wirtschaftsprüfer

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgeblichen Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss, bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offengelegten wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.

Wien, am 4. August 2017

Der Vorstand

Dr. Johann Strobl

Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Group Communications, Group Compliance, Group Digital Banking, Group Human Resources, Group Internal Audit, Group Marketing, Group Regulatory Affairs, Group Strategy, Group Sustainability Management, International Banking Units, Legal Services, Management Secretariat sowie Group Participations

Mag. Martin Grüll

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Active Credit Management, Group Investor Relations, Group Planning & Finance, Group Treasury sowie Tax Management

Mag. Peter Lennkh

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Corporate Customers, Corporate Finance, Group Corporate Business Strategy & Steering, International Business Support, International Leasing Steering & Product Management sowie Trade Finance & Transaction Banking

Dipl.-Kfm. Klemens Breuer

Stellvertretender Vorstandsvorsitzender mit Verantwortung für die Bereiche Group Asset Management, Group Business Management & Development, Group Capital Markets, Group Investment Banking, Institutional Clients, International Consumer & Small Business Banking, International Premium & Private Banking, International Retail Strategy & Products sowie Raiffeisen Research

Mag. Andreas Gschwenter

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Group Efficiency Management, Group IT, Group Procurement, Cost & Real Estate Management, Group Project Portfolio & Security sowie Head Office Operations

Dr. Hannes Mösenbacher

Vorstandsmitglied mit Verantwortung für die Bereiche Financial Institutions, Country & Portfolio Risk Management, Group Corporate Credit Management, Group Risk Controlling, Group Special Exposures Management, International Retail Risk Management, Risk Excellence & Projects sowie Sektor Risk Controlling Services

Alternative Leistungskennzahlen

Der Konzern verwendet im Rahmen seiner Finanzberichterstattung auch alternative, nicht in den IFRS- oder CRR-Vorschriften definierte Leistungskennzahlen, um die Finanz- und Ertragslage des Konzerns darzustellen. Sie sollten nicht isoliert, sondern als ergänzende Informationen betrachtet werden.

Diese Kennzahlen werden in der Finanzbranche häufig zur Analyse und Beschreibung der Ertrags- und Finanzlage verwendet. Die zur Berechnung verwendeten einzelnen Abschlusspositionen ergeben sich dabei aus der Art der Geschäftstätigkeit des Konzerns als Universalbankengruppe. Dabei ist zu beachten, dass die Definitionen von Unternehmen zu Unternehmen variieren. Daher werden die von der RBI verwendeten Kennzahlen nachfolgend definiert.

Betriebsergebnis – Beschreibt das operative Ergebnis einer Bank im Berichtszeitraum; errechnet sich aus den Betriebserträgen abzüglich der Verwaltungsaufwendungen.

Betriebserträge – Bestehen aus Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und dem laufenden sonstigen betrieblichen Ergebnis (d. h. sonstiges betriebliches Ergebnis abzüglich Bankenabgaben, Wertminderungen von Firmenwerten, Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge und bankgeschäftliche Belastungen aus staatlichen Maßnahmen).

Cost/Income Ratio – Gibt die Kosten des Unternehmens in Relation zum Ertrag an und vermittelt damit ein klares Bild über die operative Effizienz. Banken verwenden diese Kennzahl zur Unternehmenssteuerung und für den Vergleich ihrer Effizienz mit jener anderer Finanzinstitute. Errechnet wird die Cost/Income Ratio als Verhältnis der Verwaltungsaufwendungen zu den Betriebserträgen. Die Verwaltungsaufwendungen beinhalten Personalaufwand, Sachaufwand sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Die Betriebserträge bestehen aus Zinsüberschuss, Provisionsüberschuss, Handelsergebnis und dem laufenden sonstigen betrieblichen Ergebnis (sonstiges betriebliches Ergebnis abzüglich Bankenabgaben, Wertminderungen von Firmenwerten, Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge und bankgeschäftliche Belastungen aus staatlichen Maßnahmen).

Effektive Steuerquote – Das Verhältnis von tatsächlichem Steueraufwand zu Gewinn vor Steuern. Die effektive Steuerquote unterscheidet sich aufgrund zahlreicher Rechnungslegungsfaktoren häufig vom gesetzlichen Steuersatz und ermöglicht damit einen besseren Vergleich zwischen Unternehmen. Die effektive Steuerquote bezeichnet den Durchschnittssatz, mit dem das Vorsteuerergebnis eines Unternehmens besteuert wird. Sie berechnet sich aus dem Gesamtsteueraufwand (Steuern vom Einkommen und Ertrag) in Relation zum Ergebnis vor Steuern. Der Gesamtsteueraufwand umfasst die laufenden Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern.

Loan/Deposit Ratio – Gibt Auskunft über die Fähigkeit einer Bank, ihre Kredite durch Einlagen anstatt durch Wholesale Funding zu refinanzieren; errechnet sich aus den Forderungen an Kunden abzüglich Kreditrisikovorsorgen in Relation zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (jeweils abzüglich der Ansprüche und Verpflichtungen aus (Reverse-)Repo-Geschäften und Wertpapierleihen).

Loan to Local Stable Funding Ratio (LLSFR) – Diese Kennzahl bildet ein breites Spektrum an Refinanzierungsmöglichkeiten ab und gibt Auskunft darüber, inwieweit eine Bank auch weiterhin stabil finanziert sein wird. Sie dient als Maß für die vorsichtige Gebarung einer Bank und gibt im Fall der RBI die lokale Refinanzierungsstruktur von Tochterbanken an. Errechnet wird die LLSFR aus der Summe der Forderungen an Kunden abzüglich der Kreditrisikovorsorgen auf Forderungen an Kunden, dividiert durch die Summe der Einlagen von Nicht-Banken, Funding über supranationale Institutionen, Kapital von Dritten und die gesamten ausstehenden Schuldverschreibungen (mit einer ursprünglichen Laufzeit von mindestens einem Jahr, die von einer Tochterbank an Investoren außerhalb des Konsolidierungskreises der Bank emittiert wurden).

Nettozinsspanne – Wird für den Vergleich mit anderen Banken und als interne Kennzahl für die Rentabilität von Produkten und Segmenten verwendet; errechnet sich aus dem Zinsüberschuss in Relation zu den durchschnittlichen zinstragenden Aktiva (Gesamtaktiva abzüglich Handelsaktiva, derivative Finanzinstrumente, immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und sonstige Aktiva).

Neubildungsquote – Indikator für die Entwicklung der Risikokosten und die Vorsorgepolitik eines Unternehmens; berechnet sich aus den Nettodotierungen zu Kreditrisikovorsorgen in Relation zu den durchschnittlichen Forderungen an Kunden.

NPE/ Non-performing Exposure, notleidende Kredite –

Notleidende Kredite nach dem gültigen EBA-Dokument 'Implementing Technical Standard (ITS) on Supervisory Reporting (Forbearance and Non-performing Exposures)'.

NPL/Non-performing Loans, ausgefallene notleidende

Kredite – Ein Kredit wird als notleidend eingestuft, wenn davon auszugehen ist, dass ein Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber der Bank nicht in voller Höhe nachkommen wird oder mit einer wesentlichen Forderung der Bank mindestens 90 Tage in Verzug ist (die RBI hat dafür zwölf Indikatoren definiert).

NPE Ratio – Anteil der notleidenden Kredite gemäß den gültigen EBA-Definition an den gesamten Forderungen an Kunden und Banken. Die Kennzahl zeigt die Qualität des Kreditportfolios der Bank an und ist ein Indikator für ihre Effizienz in der Steuerung von Kreditrisiken

NPL Ratio – Anteil der ausgefallenen notleidenden Kredite gemäß den gültigen EBA-Definition an den gesamten Forderungen an Kunden. Die Kennzahl zeigt die Qualität des Kreditportfolios der Bank an und ist ein Indikator für ihre Effizienz in der Steuerung von Kreditrisiken.

NPE Coverage Ratio – Zeigt an, in welchem Umfang notleidende Kredite durch Wertminderungen abgedeckt sind, und gibt damit auch Auskunft über die Fähigkeit der Bank, Verluste aus notleidenden Krediten zu verkraften; errechnet sich anhand der Einzelwertberichtigungen für Forderungen an Kunden und Banken im Verhältnis zu notleidenden Forderungen an Kunden und Banken.

NPL Coverage Ratio – Zeigt an, in welchem Umfang ausgefallene notleidende Kredite durch Wertminderungen abgedeckt sind, und gibt damit auch Auskunft über die Fähigkeit der Bank, Verluste aus NPL zu verkraften; errechnet sich anhand der Risikovorsorgen für Forderungen an Kunden im Verhältnis zu ausgefallenen notleidenden Forderungen an Kunden.

Return on Assets (ROA vor/nach Steuern, Vermögensrendite) – Rentabilitätskennzahl, die misst, wie effektiv ein Unternehmen sein Vermögen in einem gegebenen Zeitraum gewinnbringend verwalten kann; berechnet sich aus dem Ergebnis vor Steuern bzw. nach Steuern in Relation zu den durchschnittlichen Aktiva (basierend auf der Bilanzsumme; "durchschnittlich" bezeichnet den Mittelwert der Jahresendzahl und der entsprechenden Monatswerte).

Return on Equity (ROE vor/nach Steuern, Eigenkapitalrendite) – Rentabilitätskennzahl für Management und Investoren, die sich aus dem in der Erfolgsrechnung ausgewiesenen Periodenergebnis im Verhältnis zum jeweiligen Basiswert (Eigenkapital oder gesamte Aktiva) berechnet. Der ROE zeigt die Ertragskraft der Bank gemessen an dem von ihren Aktionären investierten Kapital und damit den Erfolg von deren Investition. Dieser Parameter eignet sich gut dazu, die Rentabilität einer Bank mit jener anderer Finanzinstitute zu vergleichen; berechnet wird er

aus dem Ergebnis vor Steuern oder nach Steuern im Verhältnis zum durchschnittlichen bilanziellen Eigenkapital auf Monatsbasis (inklusive Kapital der nicht beherrschenden Anteile, ohne Ergebnis).

Konzern-Return-on-Equity – Berechnet sich aus dem Konzernergebnis im Verhältnis zum durchschnittlichen Konzern-Eigenkapital. Konzern-Eigenkapital ist das den Aktionären der RBI zurechenbare Kapital. Es wird durchschnittlich auf Monatsbasis ohne Kapital der nicht beherrschenden Anteile und ohne Konzernergebnis ermittelt.

Return on Tangible Equity (ROTE) – Rendite auf das um immaterielle Vermögenswerte reduzierte Eigenkapital; errechnet sich aus dem Konzernergebnis abzüglich Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und abzüglich Firmenwertabschreibungen in Relation zum durchschnittlichen Konzern-Eigenkapital abzüglich der immateriellen Vermögenswerte. Das durchschnittliche Eigenkapital wird anhand der Monatsendzahlen für den betrachteten Zeitraum berechnet.

Return on Risk-Adjusted Capital (RORAC) – Kennzahl für die risikoorientierte Erfolgssteuerung, die die Verzinsung des risikoadjustierten Eigenkapitals (ökonomisches Kapital) anzeigt; errechnet sich als Quotient aus dem Konzernergebnis und dem risikoadjustierten Kapital (d. h. dem durchschnittlichen ökonomischen Kapital). Diese Kennzahl für den Kapitalbedarf wird im Rahmen des ökonomischen Kapitalmodells für Kredit-, Marktund operationelle Risiken ermittelt.

Übrige Ergebnisse – Beinhalten das Ergebnis aus Derivaten und Verbindlichkeiten, das Ergebnis aus Finanzinvestitionen, die Aufwendungen für Bankenabgaben, die Wertminderungen auf Firmenwerte, die Erträge aus der Vereinnahmung passiver Unterschiedsbeträge, das Ergebnis aus Endkonsolidierungen sowie bankgeschäftliche Belastungen aus staatlichen Maßnahmen, die im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen sind.

Impressum/Disclaimer

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Herausgeber, Medieninhaber: Raiffeisen Bank International AG, Am Stadtpark 9, 1030 Wien, Österreich Redaktion: Group Investor Relations Redaktionsschluss: 4. August 2017 Produktion: Hausintern produziert mit Redaktionssystem Firesys Herstellungsort: Wien Internet: www.rbinternational.com

Der Bericht ist auch auf Englisch erhältlich.

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Dieser Bericht dient ausschließlich zur Information und stellt weder eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung noch ein Angebot zum Kauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren oder eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots zum Kauf von Wertpapieren dar.

Dieser Bericht wurde mit der größtmöglichen Sorgfalt erstellt und die Daten wurden überprüft. Rundungs-, Übermittlungs-, Satzoder Druckfehler können dennoch nicht ausgeschlossen werden. Bei der Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben können rundungsbedingte Rechendifferenzen auftreten. Dieser Bericht wurde in deutscher Sprache verfasst. Seine englische Version ist eine Übersetzung des deutschen Berichts. Allein die deutsche Version ist die authentische Fassung. Raiffeisen Bank International AG haftet in keinem Fall für Verluste oder Schäden gleich welcher Art, die durch oder im Zusammenhang mit der Benutzung dieses Berichts entstehen könnten.

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