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R. Stahl AG — Earnings Release 2002
May 14, 2002
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Earnings Release
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News Details
Corporate | 14 May 2002 07:32
R. Stahl AG
Verhaltener Auftragseingang, leichter Umsatzaanstieg, verbessertes Ergebnis Corporate-News übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich. ——————————————————————————– Künzelsau, 14. Mai 2002 : Als Lieferant für den Anlagenbau ist die R. STAHL Technologiegruppe weiterhin der konjunkturell schwachen Nachfrage ausgesetzt. Nur durch verstärkte Akquisitionsbemühungen insbesondere im internationalen Projektgeschäft gelang es, einen Auftragseingang im Konzern von 61,8 Mio. EURO(VJ: 62,2) zu erzielen. Im Bereich Explosionsschutz musste ein leichter Rückgang um 1,9 % auf 31,5 Mio. EURO(VJ: 32,1) hingenommen werden. Der Bereich Fördertechnik konnte den Auftragseingang geringfügig auf 28,3 Mio. EURO(VJ: 28,1) erhöhen. Der Umsatz des Konzerns liegt im ersten Quartal mit 55,4 Mio. EURO(VJ: 54,7 ) um 1,3 % über dem Vergleichsquartal des Vorjahrs. Der Unternehmensbereich Explosionsschutz konnte mit 29,1 Mio. EURO 4,7 % über Vorjahr (27,8) abschließen. Dabei wurde im Gegensatz zum Vorjahr fast kein zusätzlicher Auftragsbestand im Berichtszeitraum aufgebaut. Der Bereich Fördertechnik erzielte einen Umsatz in Höhe von 24,1 Mio. EURO, was einem Rückgang von 2,4 % zum Vorjahreswert (24,7) entspricht. Aufgrund des guten Projektgeschäfts übertrifft der Auftragsbestand in den Fertigungswerken das Vorjahresniveau im 2,9 Mio. EURO; er wird im 2. Quartal abgerechnet. Gegenüber dem Vorjahr konnte die Gesamtleistung um 3,7 % auf 58,3 Mio. EURO (VJ: 56,2 ) gesteigert werden. Die betrieblichen Aufwendungen und Erträge in Höhe von 58,1 Mio. EURO(VJ: 56,8 ) sind mit 2,3 % dagegen nur unterproportional gewachsen. Durch den konsequenten Start des Restrukturierungsprogramms ist es gelungen, den Anstieg der Kosten zu bremsen. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt ./.233 TEURO nach ./.818 TEURO im Vergleichsquartal des Vorjahres. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die fixen Kosten des Unternehmens, insbesondere hier Abschreibung und Leasingrate durch den Umzug nach Waldenburg um ca. 800 TEURO pro Quartal angestiegen sind, die Belastung aber im ersten Quartal des Jahres 2001 aufgrund des Projektfortschrittes nur teilweise enthalten waren. In Summe ergibt sich somit eine substanzielle Ergebnisverbesserung. Das DVFA/SG-Ergebnis je Aktie beträgt ./.0,08 EURO nach ./.0,18 EURO Vergleichsquartal. Entsprechend den Richtlinien sind die Abschreibungen auf Firmenwerte berücksichtigt. Weitere Bereinigungen sind im ersten Quartal 2002 nicht angefallen. Der Free Cashflow ist mit 1,6 Mio. EURO positiv und liegt 4,2 Mio. EURO über dem entsprechenden Wert des Vorjahres. Dies ergibt sich aus einem gestiegenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sowie einer geringeren Belastung durch den Cashflow aus Investitionstätigkeit. Mit 17,0 Mio. EURO verzinslicher Bankkredite zum Quartalsende und einer Eigenkapitalquote von 26,8 % zum 31.12.01 ist das Unternehmen solide finanziert, generiert positiven Cashflow und konnte im ersten Quartal Kredite zurückführen. Damit kann das Unternehmen den Fokus auf eine systematische Bearbeitung des Restrukturierungsprogramms richten. Erste Restrukturierungsmaßnahmen bereits realisiert Das im Dezember 2001 gestartete Restrukturierungsprogramm wurde zügig vorangebracht. So sind bereits die ersten Maßnahmen realisiert worden: -Die Ergebnisse der Detailanalyse über Overheadstrukturen, Prozesse und Sortimentskomplexität befinden sich in der Umsetzung. -Im Rahmen eines gleichfalls gestarteten Strukturabbaus werden im Konzern ca. 120 Stellen abgebaut. Zusätzlich wurden 50 Altersteilzeitverträge für 2003/04 abgeschlossen. Der überwiegende Teil dieser Maßnahmen ist bereits vertraglich gesichert. -Der Holding-Standort Künzelsau Bergstraße wird aufgegeben und in das Werk Waldenburg integriert. -Durch Abbau des Headquarters Asia/Pazific des Unternehmensbereichs Explosionsschutz in der Tochtergesellschaft in Singapur und den Verkauf der Anteile an Nakamura konnten die Strukturkosten in Asien reduziert werden. -Materialeinkaufspreis-Steigerungen konnten durch intensive Verhandlungen für das Jahr 2002 verhindert werden. -Zum 1. Mai 2002 wurde eine neue, flache und schlagkräftige Führungsorganisation im Unternehmen installiert. Ausblick konjunkturbedingt verhalten Als Lieferant im Anlagenbau und Industrieausrüster trifft der Konjunkturrückgang das Unternehmen sehr spät. Deshalb verzögert sich auch die konjunkturelle Erholung, also der Anstieg des Auftragseingangs, bei R. STAHL erfahrungsgemäß um 6 bis 7 Monate. Der Vorstand rechnet deshalb damit, dass für Seriengeräte und Standardhebezeuge das konjunkturelle Tal im ersten Halbjahr 2002 verzögert eintritt und das Unternehmen die Nachfrageerholung erst im vierten Quartal 2002 bzw. im ersten Quartal 2003 zu spüren bekommt. “Teilweise werden wir diese Effekte wie bereits im 1. Quartal des laufenden Geschäftsjahres über ein verstärktes Projektgeschäft im internationalen Anlagenbau ausgleichen können. Es ist aber nicht auszuschließen, dass der Auftragseingang des Unternehmens, insbesondere im Explosionsschutz, nochmals rückläufig sein wird,” so Martin Schomaker, Vorstandsvorsitzender. Die daraus entstehenden Ertragsbelastungen können teilweise durch die Maßnahmen zur Kostensenkung im Rahmen des Restrukturierungsprogramms ausgeglichen werden. Die eigentlichen Effekte aus der Restrukturierung werden erst im 2. Halbjahr ihre Wirkung entfalten können. Insgesamt erwartet R. STAHL für das Jahr 2002, bei einem stabilen Umsatzniveau, ein ausgeglichenes Ergebnis (EBT des VJ: ./.6,3 Mio. EURO). Wichtigste Kennzahlen Q1/2001 Q1/2002 Auftragseingang (in Mio. EURO) 62,2 61,8 Konzernumsatz (in Mio. EURO) 54,7 55,4 Erg. d. gewöhnl. Geschäftstätigkeit (in T EURO) -818,3 -233,2 EBT (in T EURO) -837,1 -284,2 Ergebnis nach DVFA/Aktie (in EURO) -0,18 -0,08 Personalkapazität,ges.(Stichtag) 2.048 1.991 davon Ausland 508 465 Der Quartalsbericht ist nach den Richtlinien des HGB aufgestellt. Der vollständige Quartalsbericht mit Gewinn- und Verlustrechung sowie Kapitalflussrechung kann auf der Website des Unternehmens unter www.stahl.de eingesehen werden. Ende der Mitteilung, (c)DGAP 14.05.2002