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Quirin Bank AG Management Reports 2016

Nov 28, 2017

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Management Reports

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Quirin Privatbank AG (vormals: quirin bank AG)

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

1. Rahmenbedingungen

2016 war erneut ein Jahr, in dem die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die quirin bank AG (nachfolgend kurz „Quirin Privatbank“ oder „Bank“) und ihre Kunden – über das gesamte Jahr gesehen – günstig waren. Trotz einiger markanter Überraschungen im politischen Umfeld – allen voran der völlig unerwartete Ausgang der „Brexit“-Entscheidung sowie der US-Präsidentschaftswahlen – fiel sowohl die konjunkturelle als auch die Entwicklung an den weltweiten Kapitalmärkten, trotz deutlicher Schwächen zum Jahresanfang, insgesamt positiv aus.

In Deutschland wuchs die Gesamtwirtschaft gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) den ersten Zahlen des Statistischen Bundesamts zufolge preisbereinigt um 1,9 % gegenüber dem Vorjahr und damit etwa um einen halben Prozentpunkt kräftiger als im Durchschnitt der letzten 10 Jahre. Dabei trugen sowohl Konsum als auch Investitionen und Außenbeitrag über das ganze Jahr hinweg positiv zum Wachstum bei. Dementsprechend sank die Arbeitslosenquote weiter auf jahresdurchschnittlich 6,1 %.

An den weltweiten Anlagemärkten hingegen startete das Jahr turbulent. Vor allem Sorgen hinsichtlich der Wachstumsaussichten in China zogen die für Privatanleger maßgeblichen Aktienindizes, z. B. DAX und MSCI World zu Jahresbeginn in Mitleidenschaft. Ebenso wie der DAX erholten sich aber auch die übrigen Aktienmärkte weltweit schnell von diesem Schock. Insgesamt verlief das Aktienjahr 2016 weltweit überaus erfreulich – insbesondere am US-Markt, weniger hingegen in Europa. Auch den politischen Überraschungen trotzten die Aktienmärkte nach kurzen Eintrübungen erfolgreich.

Einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag zu diesem Umfeld leistete im Jahr 2016 einmal mehr die lockere Geldpolitik der Zentralbanken weltweit – allen voran der Europäischen Zentralbank EZB. Diese hielt ihr Kaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen aufrecht und verlängerte es zum Jahresende 2016 nochmals. Dies trug auch zum im Jahresverlauf 2016 weiter schwächeren Kurs des Euro gegenüber dem US-Dollar bei.

2. Positionierung der Bank

Die Quirin Privatbank betreibt mit dem Privatkundengeschäft und dem Kapitalmarktgeschäft zwei Geschäftsfelder. Der Schwerpunkt der Aktivitäten liegt auf dem Erzielen von Dienstleistungserträgen (Provisionsüberschüssen) aus dem Geschäft mit vermögenden Privatkunden und mittelständischen Firmenkunden.

Im Privatkundengeschäft verfolgt die Bank das Prinzip einer ganzheitlichen, unabhängigen Beratung auf Basis eines transparenten Preismodells („Honorarberatung“) und bietet ihre Dienstleistung sowohl in Form der Vermögensverwaltung als auch in Form der Depotberatung an. Die Quirin Privatbank ist damit weiterhin die einzige Bank im deutschen Markt, die dieses Konzept konsequent anbietet.

Die Quirin Privatbank verfolgt die folgenden übergeordneten strategischen Ziele:

¨ langfristige Etablierung als begehrte Marke für Private Banking in Deutschland sowie Erhalt der führenden Rolle in der Honorarberatung

¨ nachhaltige Wertsteigerung der Bank durch konsequenten Ausbau der Geschäftsfelder Privatkundengeschäft und Kapitalmarktgeschäft

¨ Verbesserung der Profitabilität des Privatkundengeschäfts durch Steigerung der Assets under Management (AuM), durch Ausbau des Kreditgeschäftes (Lombard) sowie durch aktives Kosten-Management

Das zehnjährige Jubiläum ihres Bestehens hat die Bank zum Anlass genommen, sich neu aufzustellen. Mit einem neuen Markenauftritt als Quirin Privatbank sowie einem erweiterten Dienstleistungsspektrum und einem optimierten, ganzheitlichen Beratungsprozess hat die Bank die Weichen für weiteres künftiges Wachstum gestellt.

Bis 2012 betrieb die Bank neben den beiden Kerngeschäftsfeldern auch das sog. Business Process Outsourcing (BPO-Geschäft), in dessen Rahmen für vier Partnerbanken die vollständige Abwicklung des Wertpapier-, Devisen und Derivategeschäfts durchgeführt wurde. Diese Aktivitäten wurden 2013 in ein Joint Venture mit dem Schweizer IT-Unternehmen Avaloq eingebracht und seither weitestgehend von dieser Gesellschaft (Avaloq Sourcing (Europe) AG) betrieben. In 2015 hat die Quirin Privatbank ihre Minderheitsbeteiligung in Höhe von 49 % an dem Gemeinschaftsunternehmen an die Avaloq-Gruppe verkauft. Damit ist sie nur noch insoweit in das BPO-Geschäft eingebunden, als sie für Avaloq Sourcing als Bankpartner für solche Dienstleistungen fungiert, die einer Banklizenz bedürfen (z. B. Lagerung von Wertpapieren bei Wertpapiersammelstellen). Es ist beabsichtigt, dass die Quirin Privatbank die verbliebenen Tätigkeiten im Rahmen der Bankpartnerrolle sukzessive reduziert und mittelfristig auf ein anderes Kreditinstitut überträgt.

Geschäftsbereich Privatkundengeschäft

Im Geschäftsbereich Privatkundengeschäft werden im Wesentlichen Kunden mit einem Vermögen zwischen 150 T€ und 750 T€ betreut. Zunehmend kann die Bank im Rahmen ihres ganzheitlichen Betreuungsansatzes auch Kunden mit höheren Vermögen gewinnen. Die Mandanten werden persönlich durch individuell zugeordnete Privatkundenberater nach dem Honorarberatungsprinzip betreut, womit echte Unabhängigkeit und Transparenz im Sinne der Kunden erreicht wird.

Die Bank ist in allen Ballungszentren mit eigenen Niederlassungen vertreten und gewährleitet somit die individuelle und persönliche Betreuung der Kunden vor Ort. Zum 01. Juli 2016 hat die Bank eine neue Niederlassung in Wiesbaden eröffnet und verfügt somit über 13 Standorte im gesamten Bundesgebiet. Die Beratung erfolgt ausschließlich durch angestellte Privatkundenberater.

Das 10-jährige Firmenjubiläum im vierten Quartal 2016 feierte die quirin bank AG mit einem neuen Markenauftritt als Quirin Privatbank, einem erweiterten Dienstleistungsspektrum sowie einem optimierten, ganzheitlichen Beratungsprozess. Das erweiterte Dienstleistungsspektrum umfasst vor allem folgende Themen:

¨ Altersvorsorge – hier wurde eine Strategie entwickelt, die einen langfristig zuverlässigen Vermögensaufbau bei maximaler Flexibilität ermöglicht.

¨ Portfoliooptimierung – hier können Anleger ihr gesamtes Wertpapiervermögen bankübergreifend analysieren und sich im Anschluss konkrete Handlungsempfehlungen geben lassen.

¨ Finanzplanung – hier werden sämtliche Vermögenswerte des Kunden sowie aktuelle und zukünftige Einnahmen und Ausgaben erfasst und analysiert. Diese Analyse bildet die Grundlage für sämtliche finanziellen Entscheidungen.

¨ Versicherungen – mit einer digitalen Versicherungsanalyse verschafft die Quirin Privatbank Anlegern künftig eine neutrale Marktübersicht über 130 Anbieter und verbessert das Kosten-Nutzen-Verhältnis beim Versicherungsschutz.

Mit dem neuen Markenauftritt als Quirin Privatbank soll die Bank in Verbindung mit einer neuen Farb- und Bilderwelt sowie einer direkteren Sprache an allen wichtigen Kontaktpunkten für die Kunden noch wertvoller, nahbarer und attraktiver werden. Im Mittelpunkt der Philosophie steht der Anspruch, Wegbereiter und Fürsprecher der Kunden und Mandanten in allen finanziellen Anliegen zu sein.

Die Vermögensberatung wird einerseits im Rahmen einer Depotberatung und andererseits in Form der Vermögensverwaltung angeboten – wobei sich die Bank insbesondere auf die Vermögensverwaltung fokussiert. Die Vermögensverwaltung umfasst verschiedene Anlagestrategien, aus denen Kunde und Berater auf Basis des Risikoprofils und der Risikotragfähigkeit des Kunden die passenden Bausteine in der Vermögensverwaltung zusammenstellen.

Herz der Vermögensverwaltung ist das Anlagekonzept mit dem Titel „Markt – Meinung – Wissen“. Das Besondere des Konzepts liegt in der Kombination unterschiedlicher, klar voneinander abgegrenzter Renditequellen, die mit jeweils unterschiedlichen, dem Anleger transparent vermittelten Risiken einhergehen.

Im Baustein „Markt“ setzt die Bank mithilfe einer globalen Kapitalmarktrendite-Strategie die weltweiten Aktien- und Rentenmärkte gezielt zum Portfolio-Aufbau ein. Grundlage des Ansatzes ist die Erkenntnis, dass es beim Investieren – im Gegensatz zum Spekulieren – darum geht, langfristiges Eigentum an wertschaffenden Gütern, an Substanzwerten, zu erwerben, um so dauerhaft eine faire „Marktrendite“ zu erwirtschaften.

Der Baustein „Meinung“ liefert dagegen eine Rendite, die auf einer subjektiven Einschätzung der zukünftigen Entwicklung der Märkte auf Basis relevanter volkswirtschaftlicher oder politischer Entwicklungen beruht. Hier werden bestimmte Asset-Klassen oder Regionen gezielt übergewichtet.

Im Baustein „Wissen“ nutzen unsere Experten in einzelnen Marktsegmenten oder bestimmten Marktphasen temporäre Wissensvorsprünge, um mit Hilfe intelligenter Anlagekonzepte eine marktunabhängige Zusatzrendite zu erwirtschaften.

Der strategische Fokus im Privatkundengeschäft liegt auf einem ressourcenschonenden und nachhaltigen Wachstum. Dieses Ziel wird einerseits über die Fortsetzung eines stetigen organischen Wachstums verfolgt, das sowohl auf der Gewinnung neuer Kunden als auch der Erhöhung des verwalteten Vermögens von Bestandskunden beruht. Der neue ganzheitliche Beratungsansatz sowie die Erweiterung der Angebotspalette im Rahmen der Neupositionierung als Quirin Privatbank sollen dieses Wachstum unterstützen und beschleunigen. Zudem soll der Auf- und Ausbau des Kreditgeschäfts fortgesetzt werden, um bei gleichzeitig verbesserter Ertragslage die Kundenbindung zu verstärken. Andererseits bleibt die Bank auch externem Wachstum gegenüber aufgeschlossen. In diesem Zusammenhang soll die Beraterstärke und damit das Kundenvolumen an den nunmehr bestehenden 13 Standorten in 2017 gezielt erhöht werden.

Das Privatkundengeschäft umfasst neben der stationären Kundenbetreuung auch die unter der Marke quirion betriebene Online-Plattform für eine digitale Vermögensverwaltung. Mit diesem Angebot setzt die Quirin Privatbank als sog. „First Mover“ in Deutschland auf algorithmusbasiertes Banking der Zukunft und kann sich einer neuen und erweiterten Zielgruppe öffnen. Digital und über die Plattform ist es möglich, Kunden schon ab einem Anlagebetrag von 10 T€ eine kostengünstige und professionelle Vermögensverwaltung anzubieten. Das Anlagekonzept bei quirion entspricht weitgehend der Philosophie im Baustein „Markt“. Zielgruppe ist eine neue Generation von onlineaffinen Anlegern, die gut informiert und selbstbestimmt sind und nach einer intelligenten Anlage im Internet suchen. Das stark wachsende quirion-Geschäft soll ab 2017 als eigenständiger Geschäftsbereich geführt werden.

Das bisher zum Geschäftsbereich gehörende Privatkundengeschäft der Niederlassung Berliner Effektenbank ist inklusive Mitarbeiter und Kunden formal mit Wirkung zum 01.02.2016 auf die Tradegate AG Wertpapierhandelsbank übergegangen. Im Interesse einer guten Kundenbeziehung wurde jedoch kein harter, sondern ein sukzessiver Übergang der Kunden vereinbart, der bereits im zweiten Halbjahr 2015 begonnen hatte und bis Ende 2016 planmäßig abgeschlossen wurde.

Geschäftsbereich Kapitalmarktgeschäft

Im Mittelpunkt der Philosophie des Geschäftsbereichs Kapitalmarktgeschäft (zuvor Unternehmerbank bzw. Investment Banking) stehen die in der Regel mittelständischen Unternehmen sowie die Unternehmer selbst mit ihren Geschäftsvorhaben, die umfassend und aus einer Hand betreut werden können. Das Kapitalmarktgeschäft bietet Zugang zu mehr als 300 Investoren in den europäischen Finanzmetropolen. In den vergangenen Jahren wurden über 250 Transaktionen mit einem Volumen von über 6,5 Mrd. erfolgreich durchgeführt.

Um den anspruchsvollen Anforderungen seiner Kunden bestmöglich gerecht zu werden, teilt sich das Kapitalmarktgeschäft in drei Bereiche mit den Mitarbeitern auf den jeweiligen Gebieten.

Der Bereich Corporate Finance entwickelt mit Blick auf die jeweiligen Ziele seiner Kunden individuelle Finanzierungskonzepte und setzt diese um – egal ob es sich dabei um Eigen-, Hybrid- oder Fremdkapitalfinanzierungen, Umplatzierungen, Übernahmeangebote, Squeeze-outs, Aktien- und Anleiherückkaufprogramme oder Börsenzulassungen und Listings handelt.

Im Bereich Institutionelle Kundenbetreuung werden vielfältige Investitionsoptionen mit und für die Kunden entwickelt und organisiert – vom Handel mit Aktien über ETFs bis hin zu Staats- und Unternehmensanleihen. Spezialisiert hat sich der Bereich auf die Umsetzung von Trading-Strategien und bietet im Rahmen von Best Execution ein Orderrouting zu allen wichtigen internationalen Börsenplätzen an. In diesem Zusammenhang werden regelmäßig auch die vom Bereich Corporate Finance durchgeführten Kapitalmarkttransaktionen erfolgreich unterstützt.

Im Bereich Institutionelles Research werden fundamentale Unternehmensanalysen nach modernen Bewertungsstandards sowie Unternehmensstudien, Marktanalysen und Industriereports erstellt. Der Fokus liegt dabei auf interessanten deutschen Small und Mid Caps. Im Ergebnis entsteht ein exklusiver Querschnitt der deutschen Mittelstands-Investmentchancen aus Industrie- und Technologieunternehmen. Darüber hinaus werden Kapitalmarkttransaktionen des Bereichs Corporate Finance durch diverse Analysen unterstützt und somit die Wertschöpfungskette abgerundet.

3. Geschäftliche Entwicklung

Überblick

2016 war für die Quirin Privatbank erneut ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Mit einem Ergebnis nach Steuern in Höhe von 3,2 Mio. € konnte das Vorjahresergebnis von 4,3 Mio. € zwar erwartungsgemäß nicht erreicht werden, allerdings wurde der geplante Ergebniskorridor von 2 bis 2,5 Mio. € deutlich übertroffen. Verantwortlich für die erfreuliche Ergebnisentwicklung war insbesondere der Geschäftsbereich Privatkundengeschäft, in dem das geplante Segmentergebnis deutlich übertroffen wurde. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern beträgt für die Gesamtbank 7,3 %.

Der im Privatkundengeschäft erwirtschaftete Provisionsüberschuss, der die vereinnahmten Beratungshonorare widerspiegelt, konnte um 0,3 Mio. € gesteigert werden. Diese erfreuliche Entwicklung lässt sich im Wesentlichen auf zwei Aspekte zurückführen. Einerseits konnten die verwalteten Vermögenswerte der Kunden in einem auf Jahressicht freundlichen Marktumfeld sowie durch Nettomittelzuflüsse in Höhe von 97 Mio. € um 9 % auf 2,9 Mrd. € gesteigert werden. Andererseits partizipiert die Bank je nach Preismodell selbst auch von der positiven Performance, die sie insbesondere in der Vermögensverwaltung für ihre Kunden erzielt hat.

Darüber hinaus hat die Bank die Strukturverschiebung von der Depotberatung hin zur Vermögensverwaltung auch in 2016 weiter konsequent vorangetrieben, wovon sowohl die Kunden als auch die Bank profitieren. Für Kunden bedeutet die Betreuung im Rahmen einer Vermögensverwaltung eine zentral, durch die Experten auf den jeweiligen Kapitalmarktgebieten gesteuerte, breit diversifizierte und bequeme Vermögensanlage. Für die Bank ist die Vermögensverwaltung mit höheren Skaleneffekten und damit Kostenvorteilen verbunden. Zum Jahresende 2016 werden bereits 1,7 Mrd. € des im Privatkundengeschäfts verwalteten Kundenvermögens im Rahmen der Vermögensverwaltung betreut. Dies entspricht einem Anteil von 59 %, der sich damit um 4 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr erhöht hat.

Durch den sogenannten Robo-Advisor quirion wurden Ende 2016 bereits über 1.100 Kunden betreut. Die auf der digitalen Plattform verwalteten Vermögenswerte haben sich zum Stichtag auf 53 Mio. € erhöht, was auf Jahressicht erneut nahezu einer Verdopplung entspricht. Erfreulich ist, dass neben den gewonnenen Neukunden auch die Bestandskunden aufgrund der positiven Erfahrungen weiterhin beständig das quirion anvertraute Vermögen aufgestockt haben. Inklusive der für die Kunden erzielten Wertentwicklung hat sich der durchschnittliche Anlagebetrag pro Kunde damit binnen Jahresfrist von 40 T€ in 2015 auf 47 T€ in 2016 erhöht.

Aufgrund der erfreulichen Geschäftsentwicklung lag der positive Deckungsbeitrag des Privatkundengeschäfts im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich über dem geplanten Segmentergebnis. Das Vorjahresniveau konnte aufgrund der planmäßigen Wachstumsinvestitionen nicht ganz erreicht werden. Die für die Steuerung der Bank wichtige Cost-Income-Ratio (CIR) des Geschäftsbereichs hat sich in diesem Kontext leicht von 74 % auf 76 % verändert. Die CIR wird vor Umlage der Overheadkosten ermittelt und ist definiert als Relation der ordentlichen Aufwendungen zu den ordentlichen Erträgen des Geschäftsbereiches.

Das Kapitalmarktgeschäft hat sich in einem schwierigen Marktumfeld im Jahr 2016 zwar vergleichsweise gut behauptet, hat aber die selbst gesteckten Ziele nicht in allen Bereichen erreichen können. Der Geschäftsbereich schließt das Jahr 2016 mit einem positiven Ergebnis ab, allerdings hat sich der Ergebnisbeitrag zum Gesamtergebnis der Bank im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert. Die CIR hat sich vor diesem Hintergrund von 64 % auf 80 % erhöht.

Ertragslage

Die Ertragslage der Bank ist im Wesentlichen durch den Provisionsüberschuss bestimmt, der sich auf Gesamtbankebene gegenüber dem Vorjahr um knapp 9 % auf 29,0 Mio. € reduziert hat. Zwar konnten die vereinnahmten Beratungshonorare im Privatkundengeschäft wie beschrieben gesteigert werden. Der Umsatzrückgang im Kapitalmarktgeschäft sowie der Verkauf der Berliner Effektenbank mit dem damit verbundenen Wegfall der Erträge in diesem Geschäft haben aber insgesamt die positive Entwicklung im Privatkundengeschäft überlagert.

Der Zinsüberschuss (inkl. der laufenden Erträge aus Aktien und anderen Wertpapieren) wird im Wesentlichen durch die überwiegend in Wertpapieren angelegten liquiden Mittel generiert und liegt mit 3,5 Mio. € ca. 85 % über dem Vorjahreswert von 1,9 Mio. €. Wesentlicher Treiber der Ergebnisverbesserung ist das durch den Bereich Treasury gesteuerte Bankbuch sowie der moderate Aufbau des Kreditgeschäfts.

Das Handelsergebnis, in dem sich vor allem die Geschäftstätigkeit der institutionellen Kundenbetreuung des Kapitalmarktgeschäfts widerspiegelt, hat sich in einem herausfordernden Marktumfeld im Vergleich zum sehr guten Vorjahrjahresergebnis um ca. 41 % auf 2,8 Mio. € deutlich reduziert. Im Handelsergebnis ist ein Ertrag aus der Auflösung des Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340e Abs. 4 HGB in Höhe von 166 T€ enthalten (Vorjahr 46 T€).

Das sonstige betriebliche Ergebnis beläuft sich auf 4,0 Mio. € und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 12 % reduziert. Neben Erträgen aus der Erstattung von durchgeleiteten fremden Kosten sowie der Geschäftsbesorgung im Rahmen der verbliebenen BPO-Aktivitäten (1,9 Mio. €) und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (1,0 Mio. €) sind hier auch Aufwendungen für Erstattungen (-0,7 Mio. €) erfasst. Ferner ist der Erlös aus dem Verkauf der Niederlassung „Berliner Effektenbank“ enthalten. Im höheren Vorjahresergebnis waren positive Bewertungseffekte aus der Währungsumrechnung (1,4 Mio. €) mit Einmalcharakter enthalten.

Die Verwaltungsaufwendungen betragen im Berichtsjahr 35,4 Mio. € und bewegen sich damit leicht unter dem Vorjahresniveau. Während sich die enthaltenen Personalkosten unter anderem wegen des Übergangs der Mitarbeiter der Berliner Effektenbank um 3 % auf 19,2 Mio. € reduziert haben, sind die anderen Verwaltungskosten insbesondere wegen des Marken-Relaunches und der planmäßigen Investitionen in die Erweiterung des Dienstleistungsspektrums um 2 % auf 16,2 Mio. € gestiegen. Die Abschreibungen haben sich aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr geringeren außerplanmäßigen Abschreibungen (Delta -238 T€) um 16 % auf 0,7 Mio. € reduziert. Die planmäßigen Abschreibungen liegen mit Blick auf die getätigten Investitionen ca. 18 % über dem Vorjahresniveau.

Aus der Risikovorsorge im Kreditgeschäft und für Wertpapiere der Liquiditätsreserve ergibt sich für das Geschäftsjahr 2016 ein positiver Saldo von 0,5 Mio. € (Vorjahr 1,3 Mio. €). Der positive Saldo lässt sich wie im Vorjahr überwiegend auf die Veräußerung von Wertpapieren der Liquiditätsreserve zurückführen, deren Auswirkung aufgrund eines Einmaleffekts im Vorjahr nicht das Vorjahresniveau erreicht hat.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen beläuft sich auf -0,2 Mio. € (Vorjahr -2,3 Mio. €). Das Ergebnis beinhaltet positive Effekte aus der Veräußerung sowie negative Effekte durch Abschreibungen auf Wertpapiere des Anlagevermögens. Das Vorjahresergebnis war mit einem Einmaleffekt aus der Veräußerung der Minderheitsbeteiligung an der Avaloq Sourcing (Europe) AG belastet.

Insgesamt weist die Bank für das Geschäftsjahr 2016 einen Jahresüberschuss von 3,2 Mio. € aus, womit das sehr gute Vorjahresergebnis von 4,3 Mio. € erwartungsgemäß nicht erreicht, aber die eigene Planung übertroffen werden konnte.

Im Jahresdurchschnitt 2016 waren neben drei Vorstandsmitgliedern 198 Mitarbeiter (Vorjahr 202) und zum Bilanzstichtag 202 Mitarbeiter (Vorjahr 202) angestellt.

Finanzlage

Das Grundkapital der Quirin Privatbank beträgt 43.106.485 €. Es ist in 43.106.485 Stückaktien mit Gewinnberechtigung aufgeteilt, die auf den Inhaber lauten.

Zum Berichtsstichtag besteht mit einer Frist bis zum 12. Juni 2019 nicht ausgenutztes genehmigtes Kapital gegen Bar- und/oder Sacheinlagen in Höhe von 21.553 T€ („Genehmigtes Kapital 2014“).

Darüber hinaus besteht in Höhe von bis zu 17.000 T€ nicht ausgenutztes bedingtes Kapital zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente), die bis zum 12. Juni 2019 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 45.000 T€ ausgegeben werden können und die den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf insgesamt bis zu 17.000 Tsd. auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 17.000 T€ gewähren („Bedingtes Kapital 2014“).

Ferner bestehen bedingte Kapitalien in Höhe von insgesamt 4.311 T€ zur Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Mitarbeiter und Organe im Rahmen der Aktienoptionsprogramme 2008 und 2011. In vier Tranchen wurden Bezugsrechte auf ein anteiliges Grundkapital in Höhe von 4.165 T€ ausgegeben. Durch Auslaufen der ersten Tranche sowie das zwischenzeitliche Ausscheiden begünstigter Mitarbeiter aus dem Unternehmen sind zum Bilanzstichtag Bezugsrechte auf ein anteiliges Grundkapital in Höhe von 1.993 T€ verfallen. Zum Bilanzstichtag befinden sich Bezugsrechte auf ein anteiliges Grundkapital in Höhe von 2.172 T€ im Umlauf. Die Ausübungstermine sind nach Tranche gestaffelt. Der späteste Ausübungstermin ist der 20.03.2019.

Das Grundkapital verteilt sich zum Bilanzstichtag auf folgende Gesellschafter:

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Gesellschafter Anteil in % am Grundkapital
BHF Group S.A. 27,8
Berliner Effektengesellschaft AG 25,5
Riedel Gruppe 15,0
Vorstand quirin bank AG 7,7
Free Float 24,0

Die Bank ist im Teilsegment Entry Standard des Open Market an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Neben dem Eigenkapital refinanziert sich die Bank insbesondere über täglich fällige Kundeneinlagen sowie Termineinlagen von institutionellen Kunden, deren Verzinsung sich jeweils an der Einlagenfazilität der EZB orientiert. Zur Steuerung der Liquiditätslage und der Liquiditätsrisiken verweisen wir auf die entsprechende Darstellung im Risikobericht.

Die Zahlungsfähigkeit der Bank war im Berichtszeitraum zu jeder Zeit gegeben.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme beträgt zum Berichtsstichtag 514 Mio. € und ist im Vergleich zum Vorjahr (407 Mio. €) um 107 Mio. € gestiegen. Die Aktivseite ist im Wesentlichen durch die Anlage der liquiden Mittel aus Kundeneinlagen geprägt. Dies erfolgt durch Vorhalten liquider Mittel bei der Deutschen Bundesbank, wo das Guthaben stichtagsbedingt durch erhöhte Kundeneinlagen um 163 Mio. € auf 213 Mio. € angestiegen ist, sowie in Höhe von 73 Mio. € bei Kreditinstituten (Vorjahr 100 Mio. €). Darüber hinaus werden liquide Mittel in Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren angelegt, deren Bestand im Vergleich zum Vorjahr um 34 Mio. € gesunken ist. Hier hat einerseits eine Umschichtung zu den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren stattgefunden, deren Bestand sich um 11 Mio. € auf 18 Mio. € erhöht hat. Andererseits wurden mit Blick auf die erwartete Zinsentwicklung liquide Mittel aus fälligen Wertpapieren noch nicht in vollem Umfang wieder angelegt. Die Forderungen gegenüber Kunden, die vor allem aus dem Kundenkreditvolumen resultieren, haben sich im Jahresverlauf leicht auf 25 Mio. € erhöht.

Die Struktur der Passivseite hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht verändert. Der wesentliche Posten sind mit 351 Mio. € die Kundeneinlagen, die im Vergleich zum Vorjahr (273 Mio. €) stichtagsbedingt um 78 Mio. € höher ausfallen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 18 Mio. € auf 92 Mio. € erhöht. Die Rückstellungen haben sich im ablaufenden Geschäftsjahr von 9 Mio. € auf 7 Mio. € reduziert, während der Fonds für allgemeine Bankrisiken im Vorjahresvergleich nahezu unverändert ist. Die sonstigen Verbindlichkeiten (14 Mio. €) haben sich stichtagsbedingt um rd. 10 Mio. € erhöht.

Das Eigenkapital erhöht sich durch den Jahresüberschuss von 3 Mio. € auf 48 Mio. €. Aufsichtsrechtlich ergibt sich zum Bilanzstichtag (vor Feststellung des Jahresabschlusses) weiterhin eine komfortable Kernkapitalquote von 22,4 % (Vorjahr 23,2 %).

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die Bank konnte im Jahr 2016 die positive Geschäfts- und Ergebnisentwicklung der letzten Jahre fortsetzen. Seit 2013 weist die Quirin Privatbank positive Geschäftsergebnisse aus und hat bereits in 2015 den in den Anfangsjahren aufgelaufenen Bilanzverlust vollständig ausgleichen können.

Das positive, über Plan liegende Ergebnis 2016 ist auch insofern besonders erfreulich, als sich die Struktur des Ergebnisses verbessert hat: Im Privatkundengeschäft, das 2014 erstmals ein ausgeglichenes Ergebnis auswies, konnte trotz hoher Investitionen in die Marke und die Erweiterung des Dienstleistungsspektrums ein positives Ergebnis erzielt werden, wodurch sich die Abhängigkeit der Bank von volatileren Beiträgen des Kapitalmarktgeschäfts und des Treasury weiter verringert hat.

Grundzüge des Vergütungssystems

Die Festlegung der Vergütung der Mitarbeiter erfolgt individuell unter Berücksichtigung von Leistung und betrieblicher Stellung durch den Vorstand. Die Vergütungen des Vorstands werden durch den Aufsichtsrat festgelegt. Die Vergütungssysteme der Quirin Privatbank setzen sich aus fixen und variablen Bestandteilen sowie Bezugsrechten aus Aktienoptionsprogrammen zusammen. Die variablen Vergütungsbestandteile sind vertraglich geregelt, vom Erreichen bestimmter Unternehmens- und/oder Bereichsziele abhängig oder unterliegen sonstigen Ermessungskomponenten.

Angabe der gewährten Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse

Zum Jahresende bestehen für Vorstandsmitglieder und für Aufsichtsratsmitglieder zu marktüblichen Konditionen gewährte Kreditlinien über insgesamt 10 T€, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen worden sind.

4. Risikobericht

Für die Sicherung des Vermögens der Bank und der langfristigen Ertragssicherung ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen eingehbaren Risiken und Ertragspotenzial notwendig. Hierzu hat die Bank ein Risikomanagementsystem etabliert, das in den Prozess der Strategieentwicklung der Bank eingebunden ist. Dieser Prozess ist nicht alleine auf die Geschäftsstrategie ausgerichtet, sondern bezieht die Bemessung der Risikotragfähigkeit der Bank mit ein. Er ist zukunftsorientiert und hat weitreichende Folgen für die Bindung von Ressourcen. Der Vorstand ist verantwortlich für den Strategieprozess. Er hat in der Risikostrategie den Handlungsrahmen für die eingehbaren Risiken festlegt. Bankspezifische Risikoindikatoren sind definiert und in die regelmäßige Berichterstattung eingebunden.

Die Bank unterscheidet zwischen Risiko- und Finanz-Controlling. Dabei überwacht und berichtet das Risikocontrolling über die Marktpreis-, Adressausfall-, Liquiditäts- und operationellen Risiken. Dem Finanz-Controlling obliegt die Überwachung und Berichterstattung hinsichtlich der Geschäftsrisiken. Daneben ist die Kreditabteilung (Marktfolge) für die Einhaltung und Überwachung der Kreditrisiken sowie die Abteilung Operations für die Steuerung und Überwachung des Auslagerungsmanagements zuständig. Für die Risiken aus Beratungsfehlern, Geldwäsche und Betrug sind entsprechende Regelungen durch die Abteilung Compliance und den Geldwäsche- sowie Fraud-Beauftragten erlassen, deren Überprüfung und Einhaltung regelmäßig erfolgt.

Die Compliance-Funktion ist für die Identifizierung der wesentlichen rechtlichen Regelungen und Vorgaben sowie der Risiken, die sich aus der Nichteinhaltung zu einer Gefährdung des Vermögens des Instituts ergeben können, unter Berücksichtigung von Risikogesichtspunkten zuständig. Als prozessunabhängige Überwachungsstelle dient die Interne Revision. Sie überwacht unter anderem die Angemessenheit und Wirksamkeit des Risikomanagements.

Die Risikostrategie identifiziert die für die Bank wesentlichen Risiko-Kategorien und legt die zur Steuerung dieser Risiken erforderlichen Methoden und Limite („Risikolandkarte“) fest. Dabei wird das gesamte Risiko so gesteuert, dass die Risikotragfähigkeit der Bank unter der Fortführungs-Annahme („Going Concern“) jederzeit gewährleistet ist. Grundsätzlich räumt das europäische Bankrecht den Kreditinstituten ein Wahlrecht ein, die Risikotragfähigkeit nach dem Going-Concern-Ansatz oder dem sog. Gone-Concern-Ansatz (Bedienung aller Verbindlichkeiten im Liquidationsfall) zu bemessen, wobei der Gone-Concern die niedrigere Messlatte darstellt. Allerdings besteht die für die Einlagensicherung der privaten Banken zuständige Institution auf der Bemessung der Risikotragfähigkeit unter der Fortführungsannahme, so dass auch die quirin bank gezwungen ist, diesen Ansatz zu berücksichtigen.

Das Limitsystem basiert auf den vom Vorstand beschlossenen Verlustobergrenzen. Grundlage ist der Risikoappetit unter Beachtung der Risikotragfähigkeit.

Durch die eingerichteten Risiko-Steuerungs- und -Controllingprozesse stellt die Bank sicher, dass die wesentlichen, in das Risikotragfähigkeitskonzept einbezogenen Risiken zu jedem Zeitpunkt durch die zur Verfügung stehende Risikodeckungsmasse abgedeckt sind und damit die Risikotragfähigkeit gegeben ist.

Es besteht ein Risikoausschuss des Aufsichtsrates, der regelmäßig tagt und in den Aufsichtsratssitzungen berichtet.

Die Bank unterscheidet folgende relevante Risikokategorien, die in den Steuerungskreisen der Risikotragfähigkeitsrechnung quantifiziert und limitiert werden.

¨ Adressenausfallrisiken

¨ Marktpreisrisiken

¨ Liquiditätsrisiken

¨ Operationelle Risiken

¨ Geschäftsrisiken

Relevante Beteiligungsrisiken bestanden im Geschäftsjahr 2016 nicht mehr.

Zum Jahresanfang hat die Bank ihr IT-System auf die Avaloq Software ABS migriert. Damit einhergehend hat die Bank die zeb Risikosoftware eingeführt, wodurch umfangreiche Methodenänderungen für Adressausfall- und Marktpreisrisiken sowie Liquiditätsrisiken verbunden waren. Die Datenbelieferung der zeb Risikosoftware erfolgt im Rahmen eines (teilweise) automatischen Importprozesses mit Daten aus ABS.

Kennzahlen zur Limitstruktur und –auslastung:

31.Dezember 2016

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Limit

T€
Auslastung

T€
Limit

T€
Auslastung

T€
Standardszenario Standardszenario Stressrechnung Stressrechnung
Adressenausfallrisiken 3.000 2.310 7.000 5.080
Marktpreisrisiken 2.500 567 7.000 4.972
Liquiditätsrisiken 2.500 1.912
Operationelle Risiken 1.300 558 4.000 1.674
Geschäftsrisiken 2.000 1.907
Gesamtrisiko 6.800 3.435 22.500 15.545

Im Vergleich zu den Vorjahren weisen die Adressausfallrisiken im Standardszenario aufgrund des Methodenwechsels erhöhte Auslastungswerte auf. In den Vorjahren kamen hier technisch bedingt vereinfachte Verfahren zum Einsatz. Das Marktpreisrisiko ist deutlich gesunken. Dies liegt insbesondere in der bislang additiven Berücksichtigung der Ergebnisse aus dem Value at Risk (VaR) und den Credit Spread Risiken, die nun Teil des aggregierten VaR-Ergebnisses sind. Weiterhin wird eine Haltedauer von 10 Tagen (zuvor 30 Tage) unterstellt. Für die Liquiditätsrisiken wurde ein vereinfachtes pauschales Verfahren durch eine maschinelle Liquiditätsanalyse mit entsprechenden Szenarien für die Ermittlung von barwertigen hypothetischen Refinanzierungskosten ersetzt.

Die Stressrechnung zeigt in der Auslastung die jeweils höchsten Einzelwerte je Risikoart aus den Sensitivitätsanalysen. Das Risikopotential aus weiteren Stressrechnungen für eine Haltedauer von einem Jahr und das Stressszenario zeigen entsprechend geringere Auslastungen.

Um die Verlustanfälligkeit zu überprüfen, werden vierteljährlich Stressrechnungen für die wesentlichsten Risiken der Bank durchgeführt und an die Organe der Bank berichtet.

Das Gesamtlimit war im Berichtszeitraum stets eingehalten. Die Gesamtauslastung in der Stressrechnung an den Quartalsstichtagen beträgt zwischen 69 und 82 %.

In der Risikotragfähigkeit wird das Risikodeckungspotenzial basierend auf Ist-Werten des Stichtags ermittelt. Dabei wird das Eigenkapital um den Fonds für allgemeine Bankrisiken ergänzt sowie um immaterielle Vermögenswerte und den Betrag aus den aufsichtsrechtlichen Eigenkapital-Anforderungen (sog. Säule 1) gekürzt. Im Rahmen der Ermittlung der Risikoarten unterscheidet die Bank zwischen einem Standardszenario, das die Realisierung von Planungsannahmen unterstellt, und Stressrechnungen, welche die adverse Entwicklung der Risikopositionen abbilden.

Die Eigenmittelquote lag zu den Monatsstichtagen des Geschäftsjahres nicht unter 18,3 % und beträgt zum Bilanzstichtag 22,4 %.

Die Kennzahl für die Zinsrisiken im Anlagebuch gemäß dem Rundschreiben 11/2011 (BA) der BaFin vom 9. November 2011 beträgt zum 31. Dezember 2016 rund 9,6 % (Vorjahr 7,6 %).

Adressenausfallrisiken

Das Adressenausfallrisiko umfasst neben den klassischen Kredit- und Bonitätsrisiken auch Kontrahenten-, Emittenten- sowie Länder-, Struktur- und Beteiligungsrisiken.

Kredit- und Bonitätsrisiken beinhalten das Risiko, dass ein Kreditnehmer seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht oder nicht termingerecht nachkommt.

Kontrahentenrisiken ergeben sich aus noch nicht vollständig abgewickelten Geschäften und dem Risiko des Ausfalls des Geschäftspartners. Dabei kann die Erfüllung selbst ausfallen, wenn die Bank mit ihrer Lieferung bereits in Vorleistung getreten ist (Wiedereindeckungs- und Erfüllungsrisiken). Hierbei werden Börsen-, Kassa- und Zug-um-Zug-Geschäfte ausgenommen. Sog. Free-Geschäfte führt die Bank nicht durch.

Emittentenrisiken umfassen die Nichterbringung von Zahlungsverpflichtungen durch den Emittenten.

Länderrisiken umfassen bei der Bank das Ländertransferrisiko.

Strukturrisiken ergeben sich aus der Zusammensetzung des Kreditportfolios: Klumpenrisiken können durch Branchen-, Sektoren- oder regionale Konzentrationen entstehen wie z. B. die Immobilienbranche oder Emissionen der Bundesrepublik Deutschland.

Kreditentscheidungen erfolgen im Rahmen der aktuell gültigen Entscheidungsordnung der Bank.

Kreditvergaben erfolgen hauptsächlich in Form von durch Wertpapiere besicherten Krediten an Privatpersonen und an Einzelunternehmen. Das Kreditgeschäft ist vorrangig auf den nationalen Markt ausgerichtet.

Die Adressausfallrisiken für Kunden, Kontrahenten, Emittenten und Beteiligungen unter Berücksichtigung von Sicherheiten und Ländertransferrisiken werden anhand einer Monte-Carlo-Simulation (VaR) mit einem Konfidenzniveau von 99 % und einer Historientiefe von 250 Tagen mit Hilfe der zeb Risikosoftware zeb.control.risk – Credit ermittelt. Für die Ausfallwahrscheinlichkeiten (Probability of Default – PD) nutzt die Bank für Kontrahenten und Emittenten die entsprechenden historischen Ausfallquoten von Standard & Poor‘s (S&P) für die jeweiligen Ratings (bei Ansatz einer Ausfallwahrscheinlichkeit von mindestens 0,03 %) und für Privat- und Unternehmenskunden die Ausfallwahrscheinlichkeiten der Schufa Holding AG, Wiesbaden. Unter Zugrundelegung einer durchschnittlichen Verlustausfallquote (Loss Given Default – LGD) von 45 % werden eine Million Fallkonstellationen berechnet.

In den Ergebnissen sind offene Linien mit 10 % auf das Blankoexposure angerechnet. Termingeschäfte fließen mit ihrem Kreditäquivalentwert nach der aufsichtsrechtlichen Marktbewertungsmethode ein.

Für die Risikosteuerung verwendet die Bank die Kennzahlen Expected/Unexpected Loss, den Expected Shortfall und Konzentrationsrisikokennzahlen.

Die unterstellten Ausfallwahrscheinlichkeiten werden regelmäßig in Bezug auf die getroffenen Annahmen überprüft.

Adressenausfallrisiken aus nicht börsengehandelten (OTC-)Derivaten werden wegen Geringfügigkeit derzeit ausschließlich im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Kapitalanrechnung berücksichtigt.

Für die Stressrechnungen werden einjährige Migrationsraten von S&P für die europäischen Unternehmen berücksichtigt. Weiterhin werden in Sensitivitätsanalysen die Auswirkungen aus den Verringerungen der Beleihungswerte von Sicherheiten sowie eine Verschlechterung der Kreditnehmerbonität um eine Bewertungsstufe („Notch“) ermittelt.

Marktpreisrisiken

Die Bank fasst das Zinsänderungs-, Kurs- und Währungsrisiko sowie Credit-Spread-Risiken (für Wertpapierbestände im Handels- und Anlagebestand) unter den Marktpreisrisiken zusammen.

Ein Eigenhandel (Nostro-Handel) in Aktien, Derivaten oder Devisen mit dem Ziel der kurzfristigen Gewinnerzielung wird in der Bank grundsätzlich nicht betrieben. Weiterhin führt die Bank keine Geschäfte in Immobilien und Rohwaren durch. Diese Geschäfte bleiben bei den Ausführungen zu den Marktrisiken entsprechend unberücksichtigt.

Wertpapieraufträge und Börsentermingeschäfte für Kunden führt die Bank grundsätzlich als Kommissionsgeschäfte durch; diese bleiben folglich bei der Messung der Marktpreisrisiken unberücksichtigt.

Die im Rahmen der bilanziellen Bewertung gebildeten währungs-, betrags- und laufzeitkongruenten Bewertungseinheiten (Mikro-Hedges) von Devisentermingeschäften werden im Risiko einzelgeschäftsbezogen und marktnah (Mark-to-Market) bewertet und in das Risiko vollständig einbezogen. Diese Geschäfte betreffen entsprechende Kunden- und deren Absicherungsgeschäfte.

Die Berechnung der Risikoauslastung erfolgt täglich auf Basis der Endbestände des Vortages. Limitüberschreitungen bedürfen der gesonderten Genehmigung des jeweiligen Kompetenzträgers.

Die Marktpreisrisiken werden mittels einer historischen Simulation (VaR) unter Verwendung eines Konfidenzniveaus von 99 % und einer Haltedauer von 10 Tagen für das Handels- und Anlagebuch sowie einer Historientiefe von 250 Tagen durch das System zeb.control.risk – Trading berechnet. Die Credit Spreads sind Teil des VaR-Ergebnisses. Dabei nutzt die Bank tägliche Sektor- und branchenspezifische Credit Spread Kurven (Anual Yield Curves) eines externen Marktdatenanbieters.

Für Stressrechnungen werden die Haltedauer auf 30 Tage und das Konfidenzniveau auf 99,99 % sowie die Zins- und Credit-Spread-Kurven erhöht. In die Sensitivitätsanalysen sind Veränderungen der Währungskurse und die einer inversen Zinskurve einbezogen.

Liquiditätsrisiken

Die Bank hat stets sicherzustellen, dass sie ihre Zahlungsverpflichtungen jederzeit erfüllen kann.

Die Refinanzierung der Bank erfolgt zum überwiegenden Teil über Kundeneinlagen und zu einem geringeren Teil über das Eigenkapital. Darüber hinaus nimmt die Bank die Spitzenrefinanzierungsfazilität beziehungsweise Offenmarktgeschäfte der Europäischen Zentralbank (EZB) und Termingeldeinlagen institutioneller Anleger in Anspruch.

Abrufrisiken werden durch eine weitgehend fristenkongruente Liquiditätsanlage sowie durch Anlagen in kurzfristig liquidierbare Vermögenswerte gesteuert.

Für die Messung der Liquiditätsrisiken nutzt die Bank das System zeb_integrated_treasury-Manager. Dabei werden die einzelnen Zahlungscashflows entsprechend ihrer (Rest-)Laufzeit in Laufzeitbänder eingeordnet. Anhand der Liquiditätsablaufbilanz werden in einer Vorschau-Rechnung Liquiditätslücken ermittelt. Das System stellt diesen Lücken hypothetische kongruente Refinanzierungen zu aktuellen Marktkonditionen gegenüber. Hieraus errechnet sich ein theoretischer barwertiger Refinanzierungsschaden, dessen Auswirkungen bei einer Veränderung der Refinanzierungskurve für die Stressrechnungen simuliert werden.

Im Kapitalmarktgeschäft werden Vorleistungsrisiken durch die Vereinbarung von Zug-um-Zug-Geschäften vermieden.

Für die Bank besteht ein Notfallplan, um möglichen realen Liquiditätsengpässen zu begegnen.

Die jeweiligen Liquiditätskosten, -nutzen und -risiken sind in der Planung der Bank berücksichtigt und werden verursachungsgerecht intern verrechnet (internes Verrechnungspreissystem).

Für die operative Liquiditätssteuerung ist der Bereich Treasury zuständig. Grundlage seiner Entscheidung ist der prognostizierte Refinanzierungsbedarf für die unterschiedlichen Zeithorizonte.

Die Liquiditätslage der Bank war im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund der hohen Kundeneinlagen stets stabil. Zum 31. Dezember 2016 betragen die Kennziffern gemäß Liquiditätsverordnung 4,7 (aufsichtsrechtliches Mindestmaß: 1,0) und gemäß der LCR 2,26 (aufsichtsrechtliches Mindestmaß: 0,7). Im gesamten Geschäftsjahr 2016 lagen die Kennziffern gemäß Liquiditätsverordnung zu den einzelnen Monatsstichtagen zwischen 2,47 und 4,94 und die der LCR zwischen 1,41 und 3,83.

Für die Überwachung der Liquiditätsrisiken nutzt die Bank auch den Liquidity-at-Risk (LaR). Der LaR bezeichnet den Auszahlungsüberschuss, der während eines Geschäftstages mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit auf der Basis von Vergangenheitsdaten nicht überschritten wird. Mit dem LaR bestimmt die Bank, wie viel Liquidität sie zur Sicherstellung der täglichen Zahlungsbereitschaft vorhalten soll. Der ermittelte LaR für den Zeitraum vom 1. Februar bis zum 30. Dezember 2016 beträgt bei einem 99 %-Konfidenzniveau rd. 76 Mio. € (bei einem 95 %-Konfidenzniveau rd. 54 Mio. €) und ist durch täglich fällige Guthaben sowie den Lombard-Rahmen bei der EZB abgesichert.

Die Quirin Privatbank ist Mitglied der Entschädigungseinrichtung des Bundesverbandes deutscher Banken.

Operationelle Risiken

Die Bank definiert das operationelle Risiko als die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unangemessenheit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen und Systemen oder durch externe Ereignisse eintreten.

Die Bank hat organisatorische Rahmenbedingungen geschaffen, um operationelle Risiken systematisch und bankweit zu erfassen. Schadensfälle werden in einer Schadensfalldatenbank zeitnah nachgehalten und ausgewertet.

Für die Messung der operationellen Risiken wird im Stressfall der dreifache Wert des historischen Maximalwertes aus den Gesamtschäden innerhalb eines Wirtschaftsjahres aus der Schadensfalldatenbank angerechnet.

Für die Risikoinventur verwendet die Bank ein analytisches Self-Assessment. Mit dieser Risikoinventur können Risikopotenziale erkannt werden. Diese Indikation für die bestehenden operationellen Risiken in der Bank soll die Veränderung zur Risikomessung des Vorjahres aufzeigen und neue Schwachstellen in der Organisation, in Prozessen und Systemen identifizieren. Im Rahmen des Self-Assessments werden risikoreduzierende Maßnahmen der entsprechenden Bereiche eingefordert und nachgehalten.

Flankiert werden diese Maßnahmen durch die kontinuierliche Überprüfung und Fortentwicklung des internen Kontrollsystems sowie durch Compliance-Regeln und entsprechendes Monitoring in den betroffenen Bereichen (wie z. B. Recht und Personal).

Geschäftsrisiken

Kosten-, Absatz-/Umsatzrisiken und strategische Risiken sind unter den Geschäftsrisiken zusammengefasst.

Kostenrisiken werden in der Abweichung der Ist-Kosten von den Plan-Kosten im Rahmen von prozentualen Auslastungen gemessen. Abweichungs- und Kennzahlenanalysen erfolgen im Rahmen der Planung und regelmäßig bei Soll-Ist-Analysen.

Kostensteigerungen werden durch Budgetkontrollen und Budgetverantwortungen eingegrenzt. Im Rahmen der Soll-Ist-Analysen werden bei Budgetüberschreitungen Maßnahmen zur Kosteneindämmung zeitnah besprochen und verabschiedet.

Bei den Absatz-/Umsatzrisiken werden Unterschreitungen der Planerträge bei Konstanz der Planaufwendungen angenommen. Absatz-/Ertragseinbrüche werden analog den Kostenrisiken durch Ertragskontrollen und Ertragsverantwortliche eingegrenzt. Insbesondere durch die Abhängigkeit der Erträge von der Entwicklung der Aktien- und Anleihemärkte, die sich wiederum direkt auf die Höhe der Assets under Management auswirken, ist im Private Banking das Absatz-/Umsatzrisiko bedeutend. Das strategische Risiko, in der Vermögensverwaltung und Wertpapierberatung Marktpotenziale und Trends zu verkennen, ist ebenfalls bedeutend und wird im Rahmen der regelmäßigen Überprüfung der Geschäftsstrategie betrachtet.

Das Risikoreporting umfasst die zeitnahe Information der risikorelevanten Informationen an die entsprechenden Entscheidungsträger unter Beachtung der Anforderungen der MaRisk. Neben einem täglichen Reporting über die Limitauslastungen der Marktpreisrisiken und Kontrahentenrisiken an die Treasury, die Bereiche Finanzen und Kredit sowie an den Vorstand erfolgt ein erweitertes Monatsreporting an die gleichen Adressaten sowie ein vierteljährliches Reporting an die Organe der Bank. Über die Geschäftsentwicklung wird monatlich an die Organe der Bank berichtet.

Zusammenfassung und Ausblick für das Risikomanagement

Der Vorstand hat die Risiken der Bank unter Berücksichtigung der Geschäftsstrategie und der Risikotragfähigkeit in der Risikostrategie festgelegt. Darauf aufbauend sind entsprechende Analysen, Methoden und Kennzahlen zur Messung und Überwachung der Risiken entwickelt und implementiert worden. Die Risiken im Standardszenario werden geschäftstäglich, die Risiken im Stress-Szenario regelmäßig erfasst und überwacht.

Die wesentlichen Risiken der Bank sind durch das Risikodeckungspotenzial abgedeckt. Die Risikoverhältnisse der Bank waren während des Geschäftsjahres 2016 sowie zum Bilanzstichtag insgesamt geordnet. Die Risikotragfähigkeit (Going Concern) ist gegeben.

Mit der Migration auf das neue IT-System Avaloq zum 1. Januar 2016 hat die Bank auch ein neues Risikosystem der Firma zeb eingeführt und die Methoden für die Messung der Marktpreis-, Adressenausfall- und Liquiditätsrisiken umgestellt. Durch den Methodenwechsel konnten erstmals auch Diversifizierungseffekte einerseits und Klumpeneffekte andererseits im Standard-Szenario erfasst werden. Die Methoden werden fortlaufend weiterentwickelt.

Die Bank wird im neuen Geschäftsjahr vor allem der Weiterentwicklung der Identifizierung und Steuerung der operationellen Risiken Priorität einräumen. Insbesondere Auslagerungsrisiken als Teil der operationellen Risiken werden qualitativ im Rahmen eines Auslagerungsmanagements enger überwacht. Dabei sollen vor allem die über Service Level Agreements zu vereinbarenden individuellen Leistungsziele für die Abwicklungsqualität mit den Outsourcern zu Grunde gelegt werden. Vereinbarte Leistungskriterien werden künftig gesondert gemessen, berichtet und dienen der internen Steuerung. Darüber hinaus wird die Bank ihre Notfall-Pläne für den technisch-organisatorischen Bereich weiterentwickeln.

5. Chancen- und Prognosebericht

Ausblick auf die künftigen Rahmenbedingungen

Das Jahr 2017 startet mit günstigen konjunkturellen Perspektiven. In den Industriestaaten mit Ausnahme Japans zeigen die Konjunkturindikatoren zum Jahresbeginn eine Wachstumserholung an. Vor allem in den USA, aber auch in Europa dürfte das Jahr 2017 insofern eher erfreulich verlaufen. In den Schwellenländern deutet sich eine solche Stärke bislang zwar nicht an, aber auch Schwächesignale finden sich nicht.

Demgegenüber stehen in 2017 einmal mehr teils erhebliche politische Herausforderungen bevor. Die weitere politische Entwicklung in den USA kann dabei ebenso maßgeblich die ansonsten günstigen weltwirtschaftlichen Perspektiven überlagern wie nationalistische bzw. antieuropäische Ergebnisse bei den zahlreichen Wahlen, die in Europa und auch in Deutschland in diesem Jahr bevorstehen. Daneben steigt der Druck auf die Zentralbanken, angesichts wieder höherer Inflationsraten und besserer Wachstumszahlen den „Einstieg in den Ausstieg“ aus der lockeren Geldpolitik der letzten Dekade zu finden. Auch hiervon könnten Risiken für die Weltkonjunktur ausgehen.

Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung der weltweiten Kapitalmärkte erscheinen für 2017 insgesamt durchaus günstig. Dementsprechend starteten die meisten Indizes weltweit tendenziell freundlich in das neue Anlagejahr. Auch ein Großteil der Jahresschlussrallye 2016 dürfte mehr auf diesen Umstand als auf die diffusen Vorhaben der neuen US-Regierung zurückzuführen sein. Diese und andere Unwägbarkeiten sind im Verlauf von 2017 aber durchaus geeignet, den positiven Kapitalmarktausblick drastisch einzutrüben und auch für entsprechende Kursturbulenzen zu sorgen. Dies könnte die ansonsten günstigen Rahmenbedingungen für die Quirin Privatbank in Mitleidenschaft ziehen.

Chancen und Risiken

Die Quirin Privatbank verfügt im Privatkundengeschäft mit der Kombination aus einer unabhängigen Beratung, einer auf wissenschaftlichen Erkenntnissen basierenden, erfolgreichen Vermögensverwaltung und einer transparenten Vergütung über ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Das Geschäftsmodell bietet Potenzial für weiteres Kundenwachstum sowie einen Anstieg des verwalteten Vermögens und damit einhergehende Ertragssteigerungen.

Risiken für die Ertragsentwicklung können entstehen, wenn die politischen Unwägbarkeiten im europäischen Wahljahr 2017 zu Rückschlägen an den Kapitalmärkten führen, womit die ansonsten günstigen ökonomischen Rahmenbedingungen belastet werden könnten. Das Risiko besteht in diesem Szenario darin, dass starke Marktschwankungen zu einer geringeren Bemessungsgrundlage für die Provisionserträge führen und gleichzeitig die Renditeerwartungen der Kunden nicht erfüllt werden können.

Wachstumschancen leiten wir insbesondere aus der in 2016 durchgeführten Neupositionierung der Bank als Quirin Privatbank ab. Denn die neuen Produkte und Dienstleistungen sowie nicht zuletzt der Marken-Relaunch sollen einerseits die Kundenzufriedenheit und -bindung erhöhen und andererseits neue Kundengruppen erschließen helfen. Um diese Chancen zu nutzen, wird die Bank in 2017 gezielt in die Betreuungs- und Vertriebskapazitäten an den bestehenden Standorten investieren. Darüber hinaus sehen wir weiterhin Chancen in dem geplanten Ausbau des Kreditgeschäfts, insbesondere des Lombardkreditgeschäfts.

Die geplante Erhöhung der Betreuungs- und Vertriebskapazitäten birgt jedoch auch damit einhergehende Kostenrisiken – insbesondere dann, wenn die geplanten Kundengewinne nicht in der erwarteten Höhe oder Geschwindigkeit eintreten.

Überproportionale Zuwächse erwarten wir weiterhin für unsere Online-Plattform quirion, die eine professionelle Vermögensverwaltung in digitaler Form auch Kunden mit kleineren Vermögen anbietet. Auch wenn in 2016 weitere sogenannte Robo-Advisor mit ähnlichen Angeboten an den Start gegangen sind, erwarten wir als First-Mover auch weiterhin einen Wettbewerbsvorteil. Diesen sehen wir vor allem in der Produkt- und Preisführerschaft sowie in stabilen Prozessen und den Erfahrungen aus 10 Jahren Asset-Management der Quirin Privatbank. Risiken bestehen in dem Auftreten neuer Wettbewerber aus dem Kreis etablierter Banken, die in dieses Marktsegment mit deutlich höheren Marketingbudgets einsteigen könnten.

Im Kapitalmarktgeschäft ist die Bank einem stärkeren Wettbewerb ausgesetzt, der die Margen in den letzten Jahren nachhaltig unter Druck gesetzt hat. Chancen bestehen für die Bank in diesem Geschäftsfeld in der weiterhin eher grundsätzlichen Zurückhaltung der Banken im klassischen Kreditgeschäft mit mittelständischen Firmenkunden sowie den aktuell am Kapitalmarkt vorherrschenden hohen Unternehmensbewertungen. Sowohl auf der Fremd- wie auf der Eigenkapitalseite hängt der Erfolg hier stark von der Performance und Aufnahmefähigkeit für Emissionen an den Kapitalmärkten ab.

Für die Bank belastend wirkt sich weiterhin die anhaltende, historisch niedrige Zinsphase aus, die die Zinsmarge, insbesondere aus der Anlage liquider Mittel in Wertpapieren sowie aus den Negativzinsen für Guthaben bei der Zentralbank, unter Druck setzt.

Darüber hinaus wird die Entwicklung des regulatorischen Umfeldes für den Bankensektor allgemein weiterhin ein zunehmend wesentlicher Einflussfaktor für die erfolgreiche Umsetzung seiner Geschäftsmodelle sein. Diese Entwicklung betrifft auch die Quirin Privatbank. Neue, bereits in Kraft getretene wie auch absehbare regulatorische Anforderungen wirken auf die Bank zunehmend kostentreibend und komplexitätserhöhend. Vor diesem Hintergrund werden die Overheadkosten („run the bank“) den Geschäftsbereichen in der internen Kostenrechnung entsprechend ihrer Inanspruchnahme des regulatorischen Kapitals belastet.

Prognose

Für das Geschäftsjahr 2017 erwarten wir für beide Geschäftsbereiche Privatkundengeschäft und Kapitalmarktgeschäft erneut und weiterhin positive Deckungsbeiträge aus dem operativen Geschäft.

Im Privatkundengeschäft haben wir uns mit Blick auf die Neupositionierung der Bank erneut Ziele gesetzt, die ein kontinuierliches Wachstum des verwalteten Kundenvermögens bei stabilen Ertragssätzen sicherstellen. Dabei gehen wir bei grundsätzlich positiven ökonomischen Rahmenbedingungen von einem Provisionsüberschuss über dem Vorjahresniveau aus. Allerdings wird der höhere Provisionsüberschuss durch die geplanten Investitionen in den Aufbau weiterer Betreuungs- und Vertriebskapazitäten sowie ein höheres Marketingbudget für die Kommunikation des Marken-Relaunches überkompensiert, so dass der Deckungsbeitrag insgesamt voraussichtlich nicht die Höhe des abgelaufenen Geschäftsjahres erreichen wird. Enthalten sind hier ebenfalls weitere Investitionen in den Auf- und Ausbau des Geschäftsbereichs quirion.

Für das Kapitalmarktgeschäft ist eine Prognose aufgrund der Abhängigkeit vom Deal-Flow sowie vom Kapitalmarktumfeld besonders schwierig, weshalb die Bank für diesen Geschäftsbereich auf Basis konservativer Planansätze von einem nur geringfügig besseren Ergebnis als in 2016 ausgeht.

Für den Zinsüberschuss, der durch den Bereich Treasury gesteuert wird, gehen wir aufgrund des niedrigen Zinsumfeldes davon aus, das sehr gute Ergebnisniveau des Jahres 2016 in 2017 nicht erreichen zu können.

Sofern es keine anhaltenden Verwerfungen an den Kapitalmärkten gibt, erwarten wir für 2017 für die Quirin Privatbank aufgrund der beschriebenen Investitionen in künftiges Wachstum ein niedrigeres positives Gesamtbankergebnis nach Steuern als in 2016 in einer Bandbreite von 1,0 bis 1,5 Mio. €.

Gesamtaussage

Die Quirin Privatbank befindet sich unverändert in einem starken Wettbewerb auf dem Markt für die Betreuung vermögender Privatkunden wie auch im Kapitalmarktgeschäft. Insgesamt haben wir in 2016 mit der Neupositionierung der Bank die Weichen für die weitere positive Entwicklung der Quirin Privatbank gestellt.

Mit der Geschäftsentwicklung in 2016 sind wir grundsätzlich sehr zufrieden und sehen unseren Kurs sowohl durch das gute Ergebnis als auch durch das positive Feedback unserer Mitarbeiter und Kunden bestätigt. Das gute Ergebnis konnten wir einerseits nutzen, um über die Gewinnthesaurierung die gesetzlichen sowie anderen Gewinnrücklagen zu dotieren und damit die Eigenkapitalausstattung der Bank erneut zu stärken. Den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 2,2 Mio. € wollen wir nutzen, um der Hauptversammlung erstmals die Zahlung einer Dividende in Höhe von 5 Cent je dividendenberechtigter Aktie vorzuschlagen. Darüber hinaus sind wir aus der Ertragskraft der Bank in der Lage gewesen, die Investitionen in künftiges Wachstum zu refinanzieren.

Damit hat die Quirin Privatbank die letztjährige Gesamtaussage bestätigt, nachhaltig in der Gewinnzone angekommen und grundsätzlich dividendenfähig zu sein.

Allerdings bleiben auch künftig die Rahmenbedingungen schwierig. Die anhaltende Niedrigzinsphase, die zunehmenden regulatorischen Anforderungen sowie die geopolitischen Spannungen stellen ein herausforderndes Umfeld dar.

Berlin, 28. Februar 2017

quirin bank AG

Der Vorstand

Karl Matthäus Schmidt

Johannes Eismann

Dr. Marcel Morschbach

Bilanz zum 31. Dezember 2016

der quirin bank AG

Aktivseite

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Euro Euro Euro 31.12.2015

Euro
1. Barreserve
a) Kassenbestand 110.951,87 320.721,25
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 213.125.037,63 49.508.310,16
darunter: bei der Deutschen Bundesbank
213.125.037,63 Euro ( 49.508.310,16
213.235.989,50 49.829.031,41
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 63.686.785,69 59.556.350,02
b) andere Forderungen 9.472.704,74 40.475.666,66
73.159.490,43 100.032.016,68
4. Forderungen an Kunden 25.411.764,17 23.609.203,09
5. Schuldverschreibungen und andere fest-
verzinsliche Wertpapiere
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 53.552.415,95 149.590.510,81
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 53.053.827,20 Euro ( 148.931.105,00
bb) von anderen Emittenten 125.526.718,09 63.445.938,33
darunter:
beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 95.723.049,16 Euro ( 46.597.516,50
179.079.134,04 213.036.449,14
Nennbetrag ................. Euro 179.079.134,04 213.036.449,14
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche 17.576.431,75 7.006.369,25
Wertpapiere
6a. Handelsbestand 781.540,99 8.812.554,71
7. Beteiligungen 1,00 1,00
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 55.000,00 257.513,98
11. Immaterielle Anlagewerte
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.345.076,00 716.290,00
d) Geleistete Anzahlungen 260.866,27 424.461,34
1.605.942,27 1.140.751,34
12. Sachanlagen 548.602,17 619.228,17
14. Sonstige Vermögensgegenstände 1.960.971,10 1.279.257,12
15. Rechnungsabgrenzungsposten 395.434,09 1.677.860,19
Summe der Aktiva 513.810.301,51 407.300.236,08
Passivseite
Euro Euro Euro 31.12.2015

Euro
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 92.149.507,45 47.073.590,05
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0,00 27.070.034,72
92.149.507,45 74.143.624,77
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 322.526.019,51 246.114.672,78
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 28.347.550,98 26.836.911,98
350.873.570,49 272.951.584,76
350.873.570,49 272.951.584,76
3a. Handelsbestand 214.370,39 137.904,24
5. Sonstige Verbindlichkeiten 13.541.127,57 3.859.927,82
6. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 9.884,64
7. Rückstellungen
b) Steuerrückstellungen 0,00 691.953,31
c) andere Rückstellungen 7.227.407,23 8.735.709,00
7.227.407,23 9.427.662,31
11. Fonds für allgemeine Bankrisiken 1.443.304,42 1.609.130,41
12. Eigenkapital
a) gezeichnetes Kapital 43.106.485,00 43.106.485,00
b) Kapitalrücklage 100.000,00 100.000,00
c) Gewinnrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 257.726,45 97.701,61
cd) andere Gewinnrücklagen 2.741.478,26 1.392.247,89
2.999.204,71 1.489.949,50
d) Bilanzgewinn 2.155.324,25 464.082,63
48.361.013,96 45.160.517,13
Summe der Passiva 513.810.301,51 407.300.236,08
1. Eventualverbindlichkeiten
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und
Gewährleitsungsverträgen 1.460.034,10 1.460.034,10 150.150,21
2. Andere Verpflichtungen
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 175.000,00 175.000,00 380.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016

der quirin bank AG

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Euro Euro Euro 01.01.-31.12.2015

Euro
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften
aa) Zinserträge ohne negative Habenzinsen 527.027,68 450.048,20
ab) negative Zinsen auf Guthaben -247.499,40 -221.000,00
279.528,28 229.048,20
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 1.835.056,03 1.851.688,98
777
2.114.584,31 2.080.737,18
2. Zinsaufwendungen
a) Zinsaufwendungen ohne positive Sollzinsen 293.160,76 348.952,88
b) positive Zinsen auf Verbindichkeiten -61.712,84 0,00
231.447,92 348.952,88
1.883.136,39 1.731.784,30
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 1.635.307,24 173.049,60
1.635.307,24 173.049,60
5. Provisionserträge 41.536.093,55 48.361.302,42
6. Provisionsaufwendungen 12.492.232,25 16.544.778,67
29.043.861,30 31.816.523,75
7. Nettoertrag des Handelsbestands 2.822.552,08 4.765.187,02
8. Sonstige betriebliche Erträge 5.160.855,60 5.223.767,28
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter 16.903.240,79 17.693.627,97
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.309.059,47 2.213.830,21
darunter: 19.212.300,26 19.907.458,18
für Altersversorgung 83.760,92 Euro 87.974,95
b) andere Verwaltungsaufwendungen 16.223.770,10 15.891.351,21
35.436.070,36 35.798.809,39
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen 716.461,88 850.547,77
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.197.420,99 707.949,54
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 478.778,85 1.305.608,57
478.778,85 1.305.608,57
15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Betei- ligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 153.154,84 2.304.588,56
-153.154,84 -2.304.588,56
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 3.521.383,39 5.354.025,26
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 317.664,56 1.046.424,78
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen 3.222,00 2.855,00
320.886,56 1.049.279,78
27. Jahresüberschuß 3.200.496,83 4.304.745,48
28. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 464.082,63 -2.350.713,35
3.664.579,46 1.954.032,13
32. Einstelllungen in Gewinnrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage 160.024,84 97.701,61
d) in andere Gewinnrücklagen 1.349.230,37 1.392.247,89
1.509.255,21 1.489.949,50
34. Bilanzgewinn/Bilanzverlust 2.155.324,25 464.082,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

der quirin bank AG

A. Allgemeine Angaben zur Gliederung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aufstellung des Jahresabschlusses

Die quirin bank AG mit Sitz in Berlin ist in das Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichts Charlottenburg unter der Nummer HRB 87859 B eingetragen.

Der Jahresabschluss der quirin bank AG zum 31. Dezember 2016 wurde nach den allgemeinen Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kredit- und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt entsprechend § 2 RechKredV nach Formblatt 1 und 3. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde die Staffelform gewählt. Vom Wahlrecht des § 265 Abs. 8 HGB wird aus Gründen der Übersichtlichkeit Gebrauch gemacht. Dieses Wahlrecht wird analog auf die in den Formblättern vorgesehenen „davon“-Vermerke angewendet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den §§ 242 ff. und 340 ff. HGB sowie der RechKredV in der aktuellen Fassung. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen mit einer Ausnahme den Vorjahresgrundsätzen. Agien aus festverzinslichen Wertpapieren werden seit Umstellung auf das neue Kernbanksystem ABS nicht mehr im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten, sondern bei den jeweiligen Wertpapieren ausgewiesen.

Unter den Forderungen an und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden werden sämtliche Forderungen an bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden ausgewiesen, mit denen eine direkte Geschäftsbeziehung besteht.

Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährung werden gem. § 256a HBG zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Diese sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen. Bei einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Termingeschäfte werden zu entsprechenden Terminkursen des Abschlussstichtags umgerechnet.

Devisentermingeschäfte werden, sofern es sich nicht um Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB handelt, dem Handelsbuch zugeordnet. Die Bewertungsergebnisse der Termingeschäfte werden im Handelsergebnis ausgewiesen. Für die Bewertung von Devisenswapgeschäften werden gespaltene Terminkurse verwendet. Die Abgrenzung der Swapstellen wird ebenfalls im Handelsergebnis vereinnahmt.

Die Barreserve und Forderungen an Kreditinstitute sind zum Nominalwert ausgewiesen. Aufgrund von Kompensationsvereinbarungen werden Forderungen an Kreditinstitute und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten teilweise verrechnet.

Forderungen an Kunden sind zum Nennwert ausgewiesen. Erkennbaren Risiken wird durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Für latente Risiken im Forderungsbestand werden Pauschalwertberichtigungen gebildet.

Die Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere des Anlagebestands werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Agien und Disagien aus über bzw. unter pari erworbenen festverzinslichen Wertpapieren werden periodengerecht amortisiert. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere der Liquiditätsreserve sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet.

Die Bewertung der Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere erfolgt auf Basis von Marktpreisen des Bilanzstichtages nach dem strengen Niederstwertprinzip. Für die Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapiere des Anlagevermögens wird das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet.

Die Bewertung der Finanzinstrumente des Handelsbestandes erfolgt nach § 340e Abs. 3 Satz 1 HGB zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag abzüglich eines Risikoabschlages. Der Risikoabschlag wird nach der Value-at-Risk-Methode berechnet und von unrealisierten Bewertungsgewinnen der Handelsbestände in Abzug gebracht. Dabei werden eine Haltedauer von 10 Tagen, ein Beobachtungszeitraum von einem Jahr sowie ein Konfidenzniveau von 99,0 % zugrunde gelegt. Die aufwandswirksame Erfassung des Risikoabschlages erfolgt gem. § 340c Abs. 1 HGB im Nettoertrag des Handelsbestandes. Die institutsintern festgelegten Kriterien für die Einbeziehung von Finanzinstrumenten in den Handelsbestand haben sich im Geschäftsjahr nicht geändert.

Zinsabgrenzungen auf Forderungen, Verbindlichkeiten und Wertpapieren werden den entsprechenden Nominalbeträgen hinzugerechnet und in der jeweiligen Bilanzposition des Geschäfts ausgewiesen.

Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und die Sachanlagen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden linear über die jeweilige Nutzungsdauer vorgenommen. Standardsoftware wird unter den immateriellen Anlagewerten ausgewiesen. Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens mit einem Anschaffungswert unter 150 € werden sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen 150 und unter 1.000 € werden in einen Sammelposten eingestellt und einheitlich linear über 5 Jahre abgeschrieben. Die regelmäßigen Nutzungsdauern der Anlagen liegen zwischen einem und 23 Jahren.

Die sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Das Körperschaftsteuerguthaben gem. § 37 KStG wurde mit dem Barwert aktiviert. Für die Diskontierung wurde ein Zinssatz von 3,75 % herangezogen.

Die im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung zur Deckung der Ansprüche der berechtigten Mitarbeiter erworbenen Wertpapiere (Deckungsvermögen) werden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten (Wertkonten) verrechnet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Der gemäß § 340g HGB gebildete Fonds für allgemeine Bankrisiken ergibt sich ausschließlich aus der verpflichtenden Dotierung nach § 340e Abs. 4 HGB zum Ausgleich des Risikos künftiger Nettoaufwendungen des Handelsbestandes.

Bildung von Bewertungseinheiten

Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB werden für Devisentermin- sowie Eurex-Geschäfte gebildet, die die Bank im Rahmen des Kundengeschäfts abschließt und durch korrespondierende Gegengeschäfte hinsichtlich der enthaltenen Währungs-, Aktien- und Zinsrisiken absichert. Die Bewertungseinheiten werden auf Mikroebene gebildet, d. h., den Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko des Grundgeschäfts stehen einzelne Sicherungsinstrumente gegenüber. Der Nachweis des Ausgleichs der gegenläufigen Wertveränderungen aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft erfolgt im Rahmen der Critical-Term-Match-Methode. Dabei wird dokumentiert, dass die wesentlichen Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen. Aus diesem Grund kann davon ausgegangen werden, dass sich die auf das abgesicherte Risiko bezogenen Wertveränderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft über die gesamte Laufzeit der Geschäfte vollständig ausgleichen werden. Der wirksame Teil einer Bewertungseinheit wird bilanziell entsprechend der Einfrierungsmethode abgebildet. Darüber hinaus hinsichtlich des nicht abgesicherten Risikos bestehende Unwirksamkeiten werden nach den allgemeinen Bilanzierungsvorschriften behandelt.

Die Nominalbeträge der in die Bewertungseinheiten einbezogenen Grund- und Sicherungsgeschäfte und die abgesicherten Risiken haben per 31.12.2016 folgenden Umfang:

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in T€ Nominalbetrag zum Geschäftskurs Nominalbetrag zum Terminkurs am Stichtag abgesichertes Risiko
Grundgeschäft 305 300 5
Sicherungsgeschäft 305 300 -5
Gesamt 610 600 0

Bewertung zinsbezogener Geschäfte des Bankbuchs

Zur Sicherstellung einer verlustfreien Bewertung des Bankbuches werden in die Beurteilung, ob ein Verpflichtungsüberschuss besteht, die zukünftigen Zahlungsströme aller zinstragenden Geschäfte mit fester Zinsbindung einbezogen. Den zum Bilanzstichtag ermittelten Barwerten werden die entsprechenden Buchwerte gegenübergestellt. Darüber hinaus werden angemessene anteilige Risiko- und Verwaltungskosten berücksichtigt. Die IDW-Stellungnahme zur verlustfreien Bewertung von zinstragenden Geschäften des Bankbuchs (BFA 3) wird beachtet. Ein Verpflichtungsüberschuss besteht zum Stichtag nicht. Die Bildung einer Rückstellung ist folglich nicht erforderlich.

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. Aktiva

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere

Zum Berichtsstichtag werden unter dem Bilanzposten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere die Wertpapiere der Liquiditätsreserve in Höhe von 62.860 T€ und des Anlagevermögens in Höhe von 116.219 T€ ausgewiesen. Insbesondere bei den Wertpapieren der Liquiditätsreserve wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr Fälligkeiten mit Blick auf die Zinsentwicklung nicht vollständig ersetzt, sodass sich das Volumen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 33.957 T€ reduziert hat.

Unter den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind Wertpapiere mit einem Buchwert von 40.299 T€ enthalten, die im Folgejahr fällig werden.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere

Die in den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren ausgewiesenen Wertpapiere werden in Höhe von 2.936 T€ der Liquiditätsreserve und in Höhe von 14.640 T€ dem Anlagevermögen zugeordnet.

Handelsaktiva

Die Handelsaktiva sowie die aus den unrealisierten Bewertungsvorteilen dieser Finanzinstrumente einbehaltenen Risikoabschläge lassen sich zum Stichtag wie folgt aufgliedern:

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in T€ 31.12.2016 Buchwert 31.12.2016 enthaltener VaR 31.12.2015 Buchwert 31.12.2015 enthaltener VaR
Derivate 0 54 4 83
Schuldenverschreibungen und andere fest-verzinsliche Wertpapiere 329 4 7878 11
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 453 3 931 0
Gesamt 782 61 8.813 94

Bei den Derivaten handelt es sich um positive Marktwerte schwebender Devisentermingeschäfte, die dem Handelsbestand zugeordnet sind. Der Nominalbetrag dieser Devisentermingeschäfte beträgt, umgerechnet zum Terminkurs bei Geschäftsabschluss, zum Bilanzstichtag 3.071 T€ (Vorjahr 4.674 T€).

Aufgliederung der börsenfähigen Wertpapiere

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Schuldverschreibungen und anderefestv. Wertpapiere
börsenfähig 179.079 213.036
davon börsennotiert 157.123 98.273
davon nicht börsennotiert 21.956 114.763
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere
börsenfähig 6.440 5.823
davon börsennotiert 162 0
davon nicht börsennotiert 6.278 5.823

Finanzanlagen

Beteiligungen

In den Beteiligungen werden die auf einen Erinnerungswert von 1 € abgeschriebenen Anteile an der R:D Publishing Concepts GmbH, Frankfurt am Main (vormals design.net AG), ausgewiesen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen wurde im Vorjahr noch der 100%ige Anteil (Buchwert 258 T€) an der quirin eins GmbH i. L., Berlin, ausgewiesen. Die Liquidation der Gesellschaft ist mit Wirkung zum 19.01.2016 erfolgt.

Im Geschäftsjahr hat die Bank 100 % der Anteile an der Bundeshöhenzug 105. V V AG, Berlin, erworben. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 50 T€. Die Gesellschaft hat den operativen Geschäftsbetrieb bisher nicht aufgenommen.

Die Bank verzichtet gem. §§ 290 Abs. 5 i. V. m. 296 Abs. 2 Satz 1 HGB auf die Aufstellung eines handelsrechtlichen Konzernabschlusses, da das Tochterunternehmen aufgrund des Umfangs seiner Bilanzsumme, des Eigenkapitals und der Umsatzerlöse für ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Bank von untergeordneter Bedeutung ist.

Wertpapiere des Anlagevermögens

Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Wertpapieren handelt es sich mit einem Buchwert von 116.219 T€ um Anleihen, die dauerhaft dem Geschäftsbetrieb dienen und für die grundsätzlich eine Halteabsicht bis zur Endfälligkeit besteht. Darüber hinaus werden Anteile an Investmentfonds mit einem Buchwert von 14.640 T€ dem Anlagevermögen zugeordnet. Anteile an inländischen Investmentvermögen oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen von mehr als 10 % bestehen zum Bilanzstichtag nicht (Vorjahr 0 T€).

Für Wertpapiere mit einem Buchwert von 14.179 T€ (Vorjahr 10.491 T€) wurde unter Berücksichtigung abgegrenzter Agien im Rahmen der Anwendung des gemilderten Niederstwertprinzips auf Abschreibungen in Höhe von 284 T€ (Vorjahr 10 T€) auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 13.895 T€ (Vorjahr 10.488 T€) verzichtet, da die Wertminderungen als nicht dauerhaft eingeschätzt werden.

Immaterielle Anlagewerte

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Entgeltlich erworbene immaterielle Anlagewerte 1.345 716
Anzahlungen auf immaterielle Anlagewerte 261 425
Gesamt 1.606 1.141

Im Geschäftsjahr wurden Umbuchungen in Höhe von 405 T€ aus den Anzahlungen in die entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte vorgenommen.

Sachanlagen

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Betriebs- und Geschäftsausstattung 371 454
Geringfügige Wirtschaftsgüter 178 165
Gesamt 549 619

Anlagenspiegel

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in T€ Wertpapiere des Anlagevermögens Beteiligungen Verbundene Unternehmen Immaterielle Anlagewerte Sachanlage Gesamt
Anschaffungskosten historisch 116.482 300 1.350 4.824 4.105 127.061
Zugänge Geschäftsjahr 52.217 0 55 959 152 53.383
Abgänge Geschäftsjahr 36.268 0 258 0 0 36.526
Abschreibungen insgesamt 5.452 300 1.092 4.177 3.708 14.729
Abschreibungen Geschäftsjahr 652 0 0 494 222 1.368
Restbuchwert 31.12.2016 126.979 0 55 1.606 549 129.189
Restbuchwert Vorjahr 111.682 0 258 1.141 619 113.700

Bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres für immaterielle Anlagewerte handelt es sich in Höhe von 49 T€ (Vorjahr 287 T€) um außerplanmäßige Abschreibungen.

Sonstige Vermögensgegenstände

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Offene Verrechnungen aus schwebenden Wertpapiergeschäften 1.271 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 236 873
Forderungen an das Finanzamt und das Bundesamt für Finanzen 168 93
Aktivierte Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 189 133
Schecks und zum Einzug erhaltene Papiere 97 180
Gesamt 1.961 1.279

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Abgrenzungen aus Lieferungen und Leistungen mit Laufzeiten von bis zu einem Jahr in Höhe von 356 T€ und von bis zu zwei Jahren in Höhe von 39 T€ enthalten.

Aktive latente Steuern

Die quirin bank AG macht von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch und setzt den aktiven Überhang an latenten Steuern in Höhe von 7.893 T€ in der Bilanz nicht an.

Der aktive Überhang an latenten Steuern ergibt sich in Höhe von 1.047 T€ aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen der Handels- und der Steuerbilanz, die im Wesentlichen aus den Rückstellungen (599 T€) sowie dem Fonds für allgemeine Bankrisiken (449 T€) resultieren. Darüber hinaus entsteht ein aktiver Überhang an latenten Steuern aus der Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen (6.846 T€) nach § 274 Abs. 1 Satz 4 HGB. Den ermittelten aktiven latenten Steuern liegt ein durchschnittlicher Steuersatz von 31,1 % zugrunde.

Fremdwährung

Das Gesamtvolumen der Vermögensgegenstände, die auf Fremdwährung lauten, beträgt umgerechnet 35.720 T€.

II. Passiva

Verbundene Unternehmen

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (Vorjahr 313 T€).

Handelspassiva

Die Handelspassiva enthalten zum Stichtag folgende Finanzinstrumente:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Derivate 214 136
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 2
Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 0 0
Gesamt 214 138

Bei den Derivaten handelt es sich um negative Marktwerte schwebender Devisentermingeschäfte, die dem Handelsbestand zugeordnet sind. Der Nominalbetrag dieser Devisentermingeschäfte beträgt, umgerechnet zum Terminkurs bei Geschäftsabschluss, zum Bilanzstichtag 2.719 T€ (Vorjahr 12.163 T€).

Sonstige Verbindlichkeiten

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Verbindlichkeiten aus noch nicht abgewickelten Wertpapier-geschäften 6.208 362
Steuerverbindlichkeiten 6.956 3.109
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 372 351
Verbindlichkeiten aus Einzugspapieren 0 3
Sonstige 5 35
Gesamt 13.541 3.860

Die Verbindlichkeiten aus betrieblicher Altersversorgung wurden mit den zur Deckung dieser Verbindlichkeiten erworbenen Wertpapieren (Deckungsvermögen) gem. § 246 Abs. 2 HGB verrechnet. Zum Bilanzstichtag stehen dem Erfüllungsbetrag der verrechneten Verbindlichkeiten in Höhe von 853 T€ Wertpapiere mit einem Marktwert von 848 T€ (Anschaffungskosten 802 T€) gegenüber.

Rückstellungen

Die Rückstellungen lassen sich zum Bilanzstichtag wie folgt aufgliedern:

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Erbrachte Lieferungen und Leistungen 4.140 4.328
Personalrückstellungen 2.156 3.204
Restrukturierungsrückstellungen 0 49
Steuerrückstellungen 0 692
Sonstige Rückstellungen 931 1.155
Gesamt 7.227 9.428

Die sonstigen Rückstellungen betreffen vorrangig schwebende Ansprüche, Rückbaukosten für Mietereinbauten sowie Archivierungskosten.

Fonds für allgemeine Bankrisiken

Der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB beträgt 1.443 T€ und ergibt sich ausschließlich aus der verpflichtenden Dotierung gemäß § 340e Abs. 4 HGB zum Ausgleich des Risikos künftiger Nettoaufwendungen des Handelsbestandes. Da der Fonds für allgemeine Bankrisiken im Berichtsjahr 50 % des Durchschnitts der letzten fünf jährlichen Nettoerträge des Handelsbestands überstieg, wurde ein Betrag von 166 T€ zu Gunsten des Nettoertrages des Handelsbestandes aufgelöst.

Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt 43.106.485 €. Es ist in 43.106.485 Stückaktien mit Gewinnberechtigung aufgeteilt, die auf den Inhaber lauten.

Zum Berichtsstichtag besteht mit einer Frist bis zum 12. Juni 2019 nicht ausgenutztes genehmigtes Kapital gegen Bar- und/oder Sacheinlagen in Höhe von 21.553 T€ („Genehmigtes Kapital 2014“). Den Aktionären ist das Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist unter bestimmten Bedingungen mit Zustimmung des Aufsichtsrates berechtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Für die Durchführung der Kapitalerhöhungen durch den Vorstand ist die Zustimmung des Aufsichtsrates erforderlich.

Darüber hinaus besteht in Höhe von bis zu 17.000 T€ nicht ausgenutztes bedingtes Kapital zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (oder Kombinationen dieser Instrumente), die bis zum 12. Juni 2019 mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 45.000 T€ ausgegeben werden können und die den Inhabern bzw. Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf insgesamt bis zu 17.000 Tsd. auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 17.000 T€ gewähren („Bedingtes Kapital 2014“).

Ferner bestehen bedingte Kapitalien in Höhe von insgesamt 4.311 T€ zur Bedienung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen an Mitarbeiter und Organe im Rahmen der Aktienoptionsprogramme 2008 und 2011. In vier Tranchen wurden Bezugsrechte auf ein anteiliges Grundkapital in Höhe von 4.165 T€ ausgegeben. Durch Auslaufen der ersten Tranche sowie das zwischenzeitliche Ausscheiden begünstigter Mitarbeiter aus dem Unternehmen sind zum Bilanzstichtag Bezugsrechte auf ein anteiliges Grundkapital in Höhe von 1.993 T€ verfallen. Zum Bilanzstichtag befinden sich Bezugsrechte auf ein anteiliges Grundkapital in Höhe von 2.172 T€ im Umlauf. Die Ausübungstermine sind nach Tranche gestaffelt. Der späteste Ausübungstermin ist der 20.03.2019.

Sowohl das genehmigte Kapital als auch die bedingten Kapitalien verbriefen ab dem Zeitpunkt ihrer möglichen Ausgabe die gleichen Stimm- und Gewinnrechte wie das bislang ausgegebene Grundkapital.

Als Hauptanteilseigner sind die Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin, mit 25,5 % und die BHF Group S.A., Brüssel/Belgien mit 27,8 % am Grundkapital der quirin bank AG beteiligt.

Fremdwährung

Auf Fremdwährung lautende Schulden bestehen im Gegenwert von 35.582 T€.

Restlaufzeitengliederung

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Andere Forderungen an Kreditinstitute 9.473 40.476
a) bis zu drei Monaten 9.473 20.476
b) mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 20.000
Forderungen an Kunden 18.463 13.584
a) bis zu drei Monaten 7.617 6.005
b) mehr als drei Monate bis ein Jahr 10.087 7.578
c) mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 759 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 0 27.070
a) bis zu drei Monaten 0 27.070
b) mehr als drei Monate bis ein Jahr 0 0
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 28.348 26.837
a) bis zu drei Monaten 13.240 11.846
b) mehr als drei Monate bis ein Jahr 6.105 14.991
c) mehr als 1 Jahr bis 5 Jahre 9.002 0

Forderungen an Kunden mit unbestimmter Laufzeit

Unter den Forderungen an Kunden werden Forderungen mit unbestimmter Laufzeit in Höhe von 6.949 T€ (Vorjahr 10.026 T€) ausgewiesen.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Provisionsergebnis

Die Bank vereinnahmt im Provisionsergebnis Gebühren aus der Depot- und Vermögensverwaltung.

Im Provisionsergebnis sind periodenfremde Erträge in Höhe von 682 T€ sowie periodenfremde Aufwendungen von -630 T€ enthalten.

Sonstiges betriebliches Ergebnis

Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen beinhalten folgende Sachverhalte:

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Sonstige betriebliche Erträge

(in T€)
31.12.2016 31.12.2015
Erstattung von Aufwendungen durch Mandanten, Kunden und Mitarbeiter 1.591 1.700
Geschäftsbesorgung für Dritte 335 356
Auflösung von Rückstellungen 1.010 1.181
Währungsumrechnung 330 1.757
Periodenfremde Erträge 275 66
Übrige 1.620 164
Gesamt 5.161 5.224

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Sonstige betriebliche Aufwendungen

(in T€)
31.12.2016 31.12.2015
Erstattungen -732 -272
Geschäftsbesorgung für Dritte 0 0
Währungsumrechnung 0 -344
Periodenfremde Aufwendungen -229 -43
Übrige -236 -49
Gesamt -1.197 -708

In den sonstigen betrieblichen Erträgen ist im Saldo der übrigen Erträge auch der vereinnahmte Kaufpreis für die Niederlassung Berliner Effektenbank enthalten, über den Stillschweigen vereinbart wurde.

Die übrigen Aufwendungen enthalten einen Betrag von -4 T€ (Vorjahr -5 T€) aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen.

Verwaltungsaufwendungen

In den anderen Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Erträge aus Erstattungen in Höhe von 34 T€ enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Der ausgewiesene Ertragssteueraufwand in Höhe von 318 T€ hat sich im Vergleich zum Vorjahr (1.046 T€) aufgrund des geringeren Ergebnisses sowie steuerlicher Hinzurechnungsbeträge im Vorjahr deutlich reduziert. Er betrifft ausschließlich geleistete Steuervorauszahlungen auf Basis der Vorauszahlungsbescheide zur Körperschafts- und Gewerbesteuer. Die Bildung von Steuerrückstellungen war nicht notwendig. Bei der Ermittlung des Steueraufwandes hat die Bank ihre Verlustvorträge entsprechend berücksichtigt.

D. Sonstige Angaben

Derivative Geschäfte

Die derivativen Geschäfte betreffen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte, Devisenswaps sowie Optionen und Futures. Derivate werden grundsätzlich nur im Kunden- bzw. Mandantenauftrag abgeschlossen. Die Risikopositionen werden durch Gegengeschäfte mit Kreditinstituten glattgestellt. Da die Absicherung dabei grundsätzlich auf Mikroebene erfolgt, werden die zu Bewertungseinheiten gem. § 254 HGB zusammengefassten Grund- und Sicherungsgeschäfte überwiegend dem Anlagebuch zugeordnet.

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Anlagebuch Restlaufzeit
Angaben

in T€
< 1 Jahr 1 bis5 Jahre >5 Jahre Nominal Positive Marktwerte Negative Marktwerte
--- --- --- --- --- --- ---
Währungsrisiken 611 - - 611 5 -5
Aktien- und sonstigePreisrisiken 25.408 - - 25.408 246 -246
Zinsrisiken - - - - - -
Gesamt 26.019 - - 26.019 251 -251

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Handelsbuch Restlaufzeit
Angaben

in T€
< 1 Jahr 1 bis5 Jahre >5 Jahre Nominal Positive Marktwerte Negative Marktwerte
--- --- --- --- --- --- ---
Währungsrisiken 5.790 - - 5.790 54 -214
Aktien- und sonstigePreisrisiken - - - - - -
Zinsrisiken - - - - - -
Gesamt 5.790 - - 5.790 54 -214

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Kontrahentenstruktur (Angaben in T€) 31.12.2016 31.12.2015
Forderungsklasse Institute 31.738 53.348
Sonstige Forderungsklassen 71 13.042
Gesamt 31.809 66.390

Die angegebenen Werte stellen den beizulegenden Zeitwert auf Basis der Kurse am Abschlussstichtag dar, wobei Transaktionskosten unberücksichtigt sind. Sich aus negativen Marktwerten ergebende Risiken sind durch entsprechende Rückstellungen abgedeckt, soweit dies handelsrechtlich erforderlich ist. Die dem Handelsbestand zugeordneten Derivate werden mit ihren positiven bzw. negativen Marktwerten in dem Bilanzposten Handelsaktiva bzw. Handelspassiva ausgewiesen. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme dieser Derivate hinsichtlich Höhe, Zeitpunkt und Sicherheit beeinträchtigt sind.

Mitglieder des Vorstands

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Karl Matthäus Schmidt (Vorsitzender) Johannes Eismann
Zuständigkeiten: ¨ Privatkundengeschäft ¨ Personal, Recht, Revision ¨ Unternehmenskommunikation ¨ Bankbetrieb, Datenschutz ¨ Kundenmanagement & Marketing Mandate in anderen Kontrollgremien: ¨ Mitglied des Aufsichtsrats der Bundeshöhenzug 105. VV AG, Berlin Zuständigkeiten: ¨ Kapitalmarktgeschäft ¨ GWG/Fraud ¨ Compliance Mandate in anderen Kontrollgremien: ¨ Mitglied des Aufsichtsrats der Bundeshöhenzug 105. VV AG, Berlin

Dr. Marcel Morschbach

Zuständigkeiten: ¨ Finanzen ¨ Risikomanagement ¨ Treasury ¨ Kredit Mandate in anderen Kontrollgremien: ¨ Mitglied des Aufsichtsrats der DSC Deutsche SachCapital GmbH, Hamburg

Mitglieder des Aufsichtsrates

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Holger Timm (Vorsitzender) Dr. Andreas Neuner (stellvertretender Vorsitzender)
¨ Vorstandsvorsitzender der Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin ¨ Vorstandsvorsitzender der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin ¨ Geschäftsführer Beteiligungen und Immobilien der Riedel Holding GmbH & Co. KG, Nürnberg
Klaus-Gerd Kleversaat Dr. Wolfgang Klein
¨ Vorstandsmitglied Tradegate AG Wertpapierhandelsbank, Berlin ¨ Unternehmensberater
Matthias Baller Heinrich Karl Linz (bis 30.06.2016)
¨ Syndikusanwalt der Berliner Effektengesellschaft AG, Berlin

Organbezüge

Die im Geschäftsjahr tätigen Vorstandsmitglieder erhielten von der quirin bank AG Bezüge in Höhe von 1.560 T€. An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden im Geschäftsjahr Bezüge in Höhe von 60 T€ gezahlt.

Angabe der gewährten Vorschüsse, Kredite und Haftungsverhältnisse nach § 34 Abs. 2 Nr. 2 RechKredV

Zum Jahresende bestehen für Vorstandsmitglieder und für Aufsichtsratsmitglieder zu marktüblichen Konditionen gewährte Kreditlinien über insgesamt 10 T€, die zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen wurden.

Angabe nach § 34 Abs. 2 Nr. 4 sowie § 35 Abs. 4 und 6 RechKredV

Zum Bilanzstichtag bestehen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 1.460 T€ (Vorjahr 150 T€) sowie unwiderrufliche Kreditzusagen über 175 T€ (Vorjahr 380 T€). Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Anhaltspunkte, dass die Bank aus Eventualverbindlichkeiten oder übernommenen Bürgschaften in Anspruch genommen wird.

Mitarbeiter

Die Anzahl der Arbeitnehmer setzt sich wie folgt zusammen:

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Anzahl der Arbeitnehmer per 31.12.2016 im Jahresdurchschnitt
Männlich 126 123
Weiblich 76 75
Gesamt 202 198

Honorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

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in T€ 31.12.2016 31.12.2015
Abschlussprüfungsleistungen 107 72
Andere Bestätigungsleistungen 15 46
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 2 1
Gesamt 124 119

E. Weitere Angaben

Offenlegung gem. Art. 434 Abs. 2 CRR

Die Offenlegungsangaben gem. Art. 434 Abs. 2 CRR sind dem Offenlegungsbericht, der auf der Internetseite der Bank veröffentlicht wird, zu entnehmen.

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Aus Miet-, Leasing- sowie Geschäftsbesorgungs- und Wartungsverträgen ergeben sich über die Restlaufzeit der wesentlichen Einzelverträge künftige Belastungen von insgesamt 12.538 T€, von denen sich 5.534 T€ auf eine Restlaufzeit von über einem bis maximal 5 Jahren beziehen. Darüber hinaus bestehen zum 31.12.2016 für die Bank übernommene Mietavale in Höhe von 473 T€.

Gesamtbetrag der als Sicherheit übertragenen Vermögensgegenstände

Am Bilanzstichtag sind Sicherheiten im Rahmen der Abwicklung von Wertpapier- und Devisen(termin)geschäften sowie für Marginverpflichtungen aus Kunden- und Mandantengeschäften in Höhe von 124.168 T€ an Kreditinstitute einschließlich der Deutschen Bundesbank übertragen. Den übertragenen Vermögenswerten stehen zum Stichtag Verbindlichkeiten in Höhe von 1.800 T€ bei diesen Instituten gegenüber, sodass der überwiegende Teil der übertragenen Sicherheiten zum Bilanzstichtag unbelastet ist. Die Sicherheiten betreffen mit 123.669 T€ Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere und mit 24 T€ täglich fällige Forderungen an Kreditinstitute (Barsicherheiten). Für Avale, die überwiegend für die Bank und in geringem Umfang für Dritte zu Lasten der Bank übernommen wurden, sind Termingelder in Höhe von 475 T€ verpfändet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, ergaben sich keine.

Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss wurde unter teilweiser Gewinnverwendung aufgestellt. Gemäß § 150 AktG wurde zunächst die gesetzliche Rücklage in Höhe von 160 T€ dotiert. Darüber hinaus haben Vorstand und Aufsichtsrat satzungsgemäß 885 T€ in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. In Bezug auf den verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von 2.155 T€ schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vor, diesen in Höhe von 0,05 € je dividendenberechtigter Aktie als Dividende auszuschütten.

Berlin, 28. Februar 2017

quirin bank AG

Der Vorstand

Karl Matthäus Schmidt

Johannes Eismann

Dr. Marcel Morschbach

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der quirin bank AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktien-rechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäfts-tätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart, 8. März 2017

Ebner Stolz GmbH & Co.KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Matthias Kopka, Wirtschaftsprüfer

Lorenz Muschal, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der quirin bank AG bei der Leitung der Bank regelmäßig beraten und dessen Tätigkeit überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung für die Gesellschaft unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Er wurde vom Vorstand der Bank zeitnah und umfassend in schriftlicher oder mündlicher Form über die wesentlichen Entwicklungen in der Gesellschaft unterrichtet.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig über die Geschäftslage und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsbereiche Unternehmerbank und Privatbank nebst deren neuem Marktauftritt, die Unternehmensplanung, die Risikolage sowie die strategische Ausrichtung der Bank informiert. Über grundsätzliche Fragen der Geschäftsführung und die wirtschaftliche Lage sowie bedeutsame Geschäftsvorgänge fanden enge Beratungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem Vorstand der Gesellschaft statt. Auch außerhalb der ordentlichen Aufsichtsratssitzungen haben sich der Aufsichtsratsvorsitzende und seine beiden Stellvertreter vom Vorstand über die aktuelle Geschäftsentwicklung und wesentliche Geschäftsvorfälle unterrichten lassen. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden und hat, soweit nach gesetzlichen oder satzungsmäßigen Vorschriften erforderlich, nach umfassender Beratung und Prüfung seine Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Vorfällen erteilt.

Im Berichtsjahr fanden planmäßig vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen am 15. März, 10. Juni, 27. September und 12. Dezember statt. An den Sitzungen des Aufsichtsrats hat auch der Vorstand teilgenommen. Außerhalb der in den Sitzungen gefällten Beschlüsse wurde ein Beschluss im Umlaufverfahren getroffen. Es existieren ein Präsidialausschuss, ein Prüfungsausschuss sowie ein Risikoausschuss. Die Besetzung der Ausschüsse blieb bis zum Ausscheiden des Herrn Linz unverändert. Infolgedessen gingen die Ausschüsse ihrer Tätigkeit in reduzierter Personenzahl nach. Der Prüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr zweimal. An den Sitzungen des Risikoausschusses und des Prüfungsausschusses haben Fachvorstände und Mitarbeiter aus den Bereichen Rechnungswesen, Controlling sowie Compliance und Mitarbeiter des Abschlussprüfers nach Bedarf teilgenommen.

Zentrales Thema des Aufsichtsrats war die Ausrichtung der Gesellschaft mit dem Ziel, die Privatbank und die Unternehmerbank weiterzuentwickeln. Der Ausbau der quirion-Plattform sowie deren strategische Positionierung waren weiterhin Schwerpunkte der Beratung. Die Herausforderungen nach der Migration auf das neue Kernbanksystem waren regelmäßig Gegenstand der Besprechungen. Im Fokus der Zusammenkünfte standen ebenfalls die Einführung eines neuen Risikomanagementtools sowie die Controllingzahlen der Fachbereiche.

Weitere Schwerpunkte der Beratungen bildeten Überlegungen zur künftigen Gestaltung der Bankpartner-Funktion als Dienstleistung für andere Kreditinstitute in Zusammenarbeit mit dem Auslagerungspartner sowie der Aufbau eines Tax-Management-Systems.

Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Risikotragfähigkeit der Bank für das Geschäftsjahr wurden in der Sitzung vom 10. Juni 2016 mit dem Aufsichtsrat erörtert.

Der Compliance-Bericht, der Bericht der MaRisk-Compliance-Funktion sowie der Bericht der zentralen Stelle gemäß §25h Abs. 4 i.V.m. §25h Abs. 1 KWG („Fraud“) wurden dem Aufsichtsrat vom Compliance-Beauftragten in der Sitzung vom 15. März 2016 vorgelegt und erläutert.

Der Aufsichtsrat hat sich in jeder Sitzung vom Vorstand ausführlich über die Feststellungen der Internen Revision sowie über die jeweils aktuelle Risikoposition der Bank informieren lassen.

Die Prüfung nach § 36 Abs. 1 Wertpapierhandelsgesetz für das Geschäftsjahr 2016 wurde durch die vom Vorstand beauftragte Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfergesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, vorgenommen. Der Prüfbericht wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats übermittelt.

Jahresabschluss

Der vom Vorstand nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 ist unter Einbeziehung von Buchführung und Lagebericht durch die in der Hauptversammlung vom 10. Juni 2016 gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfergesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, geprüft und am 08. März 2017 mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden:

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

„Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der quirin bank AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht sowie den Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinnes intensiv diskutiert und geprüft. Hierzu standen dem Aufsichtsrat die notwendigen Unterlagen rechtzeitig zur Verfügung.

In seiner Sitzung am 27. März 2017 hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der quirin bank AG mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer eingehend erörtert. Nach dem abschließenden Ergebnis der eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen und billigt den Jahresabschluss 2016, der damit festgestellt ist. Den Vorschlägen des Vorstands von dem nach Dotierung der gesetzlichen Gewinnrücklage verbleibenden Bilanzgewinn in Höhe von EUR 3.040.471,99 gemäß §24 Abs. 1 der Satzung EUR 885.147,74 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen und den verbleibenden Bilanzgewinn zur Zahlung einer Dividende von EUR 0,05 je dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden, hat der Aufsichtsrat zugestimmt.

Das Aufsichtsratsmitglied Herr Heinrich Linz hat im Berichtsjahr mit Wirkung zum 30. Juni 2016 sein Mandat niedergelegt. Ein Ersatzmitglied wird der Hauptversammlung 2017 vorgeschlagen und dort gewählt werden. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Linz für seinen großen persönlichen Einsatz.

Der Aufsichtsrat dankt ebenfalls dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren tatkräftigen Einsatz und die im Jahr 2016 geleistete Arbeit.

Berlin, 27. März 2017

Holger Timm, Aufsichtsratsvorsitzender

Ergebnisverwendungsvorschlag

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den Bilanzgewinn der quirin bank AG für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von EUR 2.155.324,25 wie folgt zu verwenden:

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a) Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,05 je gewinnberechtigter Stückaktie EUR 2.155.324,25
b) Einstellung in andere Gewinnrücklagen EUR 0,00
c) Vortrag auf neue Rechnung EUR 0,00

Seit dem 1. Januar 2017 ist der Anspruch der Aktionäre auf ihre Dividende am dritten auf den Hauptversammlungsbeschluss folgenden Geschäftstag fällig (§ 58 Abs. 4 Satz 2 AktG). Die Dividende soll daher am 21. Juni 2017 ausgezahlt werden.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Die ordentliche Hauptversammlung unserer Gesellschaft vom 16. Juni 2017 hat beschlossen, den Bilanzgewinn der quirin bank AG für das Geschäftsjahr 2016 in Höhe von EUR 2.155.324,25 wie folgt zu verwenden:

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a) Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,05 je gewinnberechtigter Stückaktie EUR 2.155.324,25
b) Einstellung in andere Gewinnrücklagen EUR 0,00
c) Vortrag auf neue Rechnung EUR 0,00

Die Dividende wird am 21. Juni 2017 ausgezahlt.