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QSC AG Annual Report (ESEF) 2022

Apr 4, 2023

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q.beyond AG - Geschäftsbericht 2022

KONZERNLAGEBERICHT

1 GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftstätigkeit

Die q.beyond AG („q.beyond“ oder „das Unternehmen“) ist ein führender IT-Serviceanbieter im deutschen Markt und steht für erfolgreiche Digitalisierung. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, die besten digitalen Lösungen für ihr Business zu finden, setzen diese um und betreiben sie. Unser starkes Team bringt unsere mittelständischen Kunden sicher durch die digitale Transformation, mit umfassender Expertise rund um Cloud, SAP, Microsoft und Softwareentwicklung. Unser Unternehmen verfügt über Standorte in ganz Deutschland sowie in Lettland und Spanien und über eigene zertifizierte Rechenzentren.

Das operative Geschäft wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr über die beiden Segmente „Cloud & IoT“ und „SAP“ gesteuert. Anfang 2023 wurde das erste Segment in „Cloud“ umbenannt, da IoT-Lösungen lediglich ein Bestandteil des mittlerweile deutlich vergrößerten Portfolios rund um die Entwicklung kundenspezifischer Applikationen sind.

Cloud: umfassendes Leistungsspektrum für eine zeitgemäße IT

Damit Unternehmen im digitalen Wettbewerb bestehen können, benötigen sie eine flexibel anpassbare, vernetzte und sichere IT-Struktur. Deren Bereitstellung ist das Herzstück unseres Leistungsspektrums im Segment Cloud. Es reicht von direkt einsatzbereiten Cloud-Modulen über „Digital Workplaces“ für das mobile vernetzte Arbeiten bis zu individuellen IT-Outsourcing-Diensten. Private-Cloud-Lösungen sind ebenso darstellbar wie hybride Konzepte, die je nach Aufgabenstellung sowohl unterschiedliche Cloud-Infrastrukturen und -Services integrieren wie auch Cloud-Applikationen verschiedener Anbieter. Die Cloud-Lösungen funktionieren unabhängig von der zugrunde liegenden Infrastruktur und laufen je nach Kundenwunsch in unseren eigenen Rechenzentren oder bei Dritten wie den Hyperscalern Amazon, Google und Microsoft.

Zuverlässige Security-Lösungen schützen unsere Kunden vor Angriffen auf ihre IT. Wir bieten ein breites Portfolio skalierbarer Security-Lösungen, prüfen bestehende IT-Infrastrukturen auf Schwachstellen, bauen wirksame technische Verteidigungslinien und schulen die Belegschaft unserer Kunden. Mit der mehrheitlichen Übernahme von productive-data im Herbst 2022 wurde zudem die Data-Analytics-Kompetenz gestärkt (weitere Informationen zu dieser Transaktion finden sich auf Seite 12 im Kapitel „Geschäftsverlauf“).

Eng verzahnt mit diesen Geschäftsfeldern ist die Entwicklung von Applikationen („Custom Code“). Schritt für Schritt hat unser Unternehmen in den vergangenen Jahren seine Kompetenz auf diesem Gebiet erweitert. Heute bieten wir kundenspezifische Cloud-native-Anwendungen genauso an wie IoT-Lösungen oder mobile Apps. Im Jahresverlauf 2022 haben wir darüber hinaus begonnen, unsere Beratungskompetenz im Cloud-Umfeld zu stärken. Hier profitieren wir von unserem gewachsenen Consulting-Know-how. Mit dem Dreiklang „Beratung, Entwicklung und Betrieb“ positioniert sich q.beyond nun noch stärker als IT-Serviceanbieter mit integriertem Leistungsspektrum.

SAP: q.beyond ist Full-Service-Provider mit 20 Jahren Projekterfahrung

Das zweite Segment, SAP, konzentriert sich auf Services rund um den Einsatz von SAP-Software; ein Schwerpunkt ist die Migration auf die neue Softwaregeneration S/4HANA. Mit unseren Kunden entwerfen wir eine Roadmap, implementieren sie, konvertieren bestehende Systeme und automatisieren Prozesse. Als Mittelständler verstehen wir unsere mittelständischen Kunden und deren Bedürfnisse und Prozesse und wissen genau, wie man sie in SAP am effizientesten abbildet. Unser Portfolio umfasst daher die SAP-Beratung ebenso wie das Application-Management, das Hosting und den Basisbetrieb. Hinzu kommen Wartung und Lizenzmanagement. Mit SAP-Managed-Service bieten wir auch Komplettpakete inklusive Software und Hardware.

Markt und Wettbewerbsposition

Wir sind ein IT-Serviceanbieter und vorwiegend für mittelständische Unternehmen mit Sitz in Deutschland tätig. Bei dieser Zielgruppe genießen wir dank unserer mittelständischen Prägung, der flächendeckenden Präsenz im Bundesgebiet und der ausschließlich im Inland ansässigen Rechenzentren eine hohe Akzeptanz. Um auf die spezifischen Bedürfnisse unserer Kunden eingehen zu können, konzentrieren wir uns auf ausgewählte Schlüsselbranchen; dazu zählen traditionell der Handel und das produzierende Gewerbe. 2021 gelang der Einstieg in die Logistik. Im Jahresverlauf 2022 kristallisierte sich heraus, dass auch der öffentliche Sektor sowie Finanzdienstleister interessante Möglichkeiten bieten.

Die Fokussierung auf Schlüsselbranchen trägt dazu bei, dass unser Unternehmen den Umsatz unter den herausfordernden Rahmenbedingungen der vergangenen Jahre kontinuierlich steigern konnte. Laut der Lünendonk-Studie „Der Markt für IT-Dienstleistungen in Deutschland“2 zählt q.beyond danach hierzulande zu den 15 größten IT-Serviceunternehmen. Unter den Top 10 in dieser Rangliste finden sich einige Tochtergesellschaften und Spin-offs großer Konzerne, die mit ihrem Geschäftsmodell vorrangig eine andere Zielgruppe bedienen. Dies macht unser Unternehmen zu einem der ersten Ansprechpartner für Mittelständler bei IT-Themen.

Strategie

Kontinuierliche Weiterentwicklung in herausforderndem Umfeld

q.beyond durchlief nach dem Verkauf des Telekommunikationsgeschäfts im Jahr 2019 eine tiefgreifende Transformation zu einem IT-Serviceanbieter. Mit einer dezidierten Wachstumsstrategie gelang es, den Umsatz in den vergangenen Jahren deutlich zu steigern und das Leistungsspektrum zu erweitern. In diesem Zusammenhang wurden mehrere spezialisierte Unternehmen gezielt übernommen – das Spektrum reicht von einem Software-Engineering- und einem Modern-Workplaces-Spezialisten über den Betreiber eines hochskalierbaren Cloud-Portals bis zu einem Data-Analytics-Anbieter. Parallel dazu wurde diese Strategie angesichts der Auswirkungen der Coronapandemie und der weitreichenden wirtschaftlichen Verwerfungen nach Ausbruch des Ukrainekriegs weiterentwickelt und an sich verändernde Kundenbedürfnisse angepasst. Zuletzt entschied der Vorstand im Oktober 2022, die kapitalintensive Entwicklung eigener Software-as-a-Service-Applikationen nicht weiter zu verfolgen. Der Fokus liegt nun auf der Bereitstellung kundenspezifischer Softwarelösungen für bestehende und neue Anwendungen.

Solides Wachstum und höhere Profitabilität angestrebt

Auch in den kommenden Jahren werden wir unsere Strategie kontinuierlich weiterentwickeln.

1 Inhalte von Internetseiten oder Publikationen, auf die wir im Konzernlagebericht verweisen, sind nicht Teil des Konzernlageberichts, sondern dienen lediglich der weiteren Information. Davon ausgenommen ist die Erklärung zur Unternehmensführung nach §§ 289f und 315d HGB.
2 https://www.luenendonk.de/produkte/studien-publikationen/luenendonk-studie-2022-der-markt-fuer-it-dienstleistungen-in-deutschland-it/.# Über ein solides Umsatzwachstum hinaus streben wir dabei nachhaltige Verbesserungen der Profitabilität und des Free Cashflows an. Um in den kommenden Jahren einen Konzerngewinn ausweisen zu können, werden wir im laufenden Geschäftsjahr die bestehenden Strukturen verschlanken und die Integration der Zukäufe aus den vergangenen Jahren vorantreiben. Neue Umsatzimpulse ergeben sich ab 2023 aus einem einheitlichen Vertriebsansatz sowie der stärkeren Vermarktung unserer Beratungs- und Entwicklungskompetenz. Ende März 2023, und damit nach Feststellung dieses Konzernlageberichts, werden wir weitere Einzelheiten über die künftige strategische Ausrichtung veröffentlichen.

Forschung und Entwicklung

Wir sind in hochdynamischen Märkten aktiv und setzen in enger Abstimmung mit unseren Kunden die jeweils neuesten Technologien ein; daher sind Innovationen ein integraler Bestandteil unseres operativen Geschäfts. Zumeist handelt es sich um Qualitäts- und Prozessinnovationen, hinzu kommt die Einbindung neuer Software oder Hardware in bestehende oder neue Lösungen. Vor diesem Hintergrund betrachten wir Forschung und Entwicklung („FuE“) primär als Querschnittsaufgabe; der Ausweis einer FuE-Mitarbeiterzahl unterbleibt deshalb traditionell. Im Jahr 2022 sanken die FuE-Aufwendungen auf 5,4 Mio. € gegenüber 7,6 Mio. € im Jahr zuvor und beinhalteten vor allem Aufwendungen für die Software-as-a-Service(SaaS)-Entwicklung. Da unser Unternehmen künftig auf die Entwicklung und Vermarktung eigenständiger SaaS-Produkte verzichtet, wird die Bedeutung dieser Kennzahl ab 2023 deutlich zurückgehen.

Organisation

Unser Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Köln und verfügt über Standorte in ganz Deutschland. Anfang 2023 gab es vier 100-prozentige Tochtergesellschaften: den Modern-Workspace-Spezialisten datac Kommunikationssysteme GmbH, den Cloud- und IT-Security- Anbieter q.beyond Cloud Solutions GmbH (die frühere scanplus GmbH), die in Riga, Lettland ansässige Entwicklungstochter Q.BEYOND SIA sowie mit der im Aufbau befindlichen q.beyond ibérica S.L. eine zweite Nearshoring-Tochter. 3 Im Herbst 2022 wurden zudem 51 % am Data-Analytics-Spezialisten productive-data GmbH erworben. Bereits seit 2021 werden über die 51-prozentige Beteiligung q.beyond logineer GmbH schlüsselfertige IT-Services für mittelständische Logistikunternehmen vertrieben. Weitere Beteiligungen beschäftigen sich mit der Digitalisierung im Handel und mit der Entwicklung von Software, die auf die Bedürfnisse von Logistikunternehmen abgestimmt ist. Ein vollständiger Überblick über den Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2022 findet sich unter Ziffer 34 des Konzernanhangs.

Steuerung

Die Steuerung erfolgt auf der Ebene der Segmente. Als Steuerungsgrößen kommen auf Konzernebene vorrangig die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren zum Einsatz: Umsatz, EBITDA und Free Cashflow. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden bislang nicht zur Steuerung herangezogen. Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Zinsen, Steuern, aktienbasierter Vergütung sowie Wertminderungen und Abschreibungen auf Sachanlagevermögen sowie immaterielle Vermögenswerte; die EBITDA-Marge ergibt sich aus dem Verhältnis vom EBITDA zum Umsatz. Der Free Cashflow bildet die Veränderung der Nettoliquidität vor Akquisitionen und Ausschüttung, beinhaltet aber die Mittelzuflüsse aus Desinvestitionen. Als zentrale Steuerungsgröße der Segmente dient dem Management der Segmentbeitrag. Er ist definiert als EBITDA vor allgemeinen Verwaltungskosten und dem sonstigen betrieblichen Ergebnis. Die Segmentmarge ergibt sich aus dem Verhältnis vom Segmentbeitrag zum jeweiligen Umsatz. Die Monatsberichte enthalten alle relevanten Kennzahlen und Soll-Ist-Vergleiche und stellen eine wichtige Diskussionsgrundlage für Vorstand und Aufsichtsrat dar. Darüber hinaus erfolgt auf der Basis aktueller Soll-Ist-Vergleiche eine regelmäßige Aktualisierung der rollierenden Planung; sie dient als Frühwarnsystem für eventuelle Abweichungen und ermöglicht eine frühzeitige Korrektur. Ein integraler Bestandteil des Berichtswesens ist das Risikomanagementsystem, wie ab Seite 21 dieses Konzernlageberichts beschrieben. Es stellt die direkte Einbindung eventueller Veränderungen bei den Chancen und Risiken in das Steuerungssystem sicher.

Mitarbeitende

Der Erfolg unseres Unternehmens beruht auf dem Engagement und dem Leistungswillen aller Beschäftigten. Schon deshalb besitzen Arbeitnehmerbelange traditionell einen hohen Stellenwert. Zum 31. Dezember 2022 waren 1.112 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, ein Jahr zuvor waren es 1.139. Unser Nachhaltigkeitsbericht enthält ausführliche Informationen zu unserer Personalstrategie und -politik. 4

Nachhaltigkeitsbericht

Wir erstellen gemäß §§ 289b Abs. 3, 315b Abs. 3 HGB einen gesonderten nichtfinanziellen (Konzern-)Bericht außerhalb des Konzernlageberichts. Dieser gesonderte Bericht wird bis Ende April 2023 auf unserer Website unter www.qbeyond.de/ir-publikationen veröffentlicht und dort dauerhaft zugänglich gemacht. Der Bericht enthält die Ausführungen zur nichtfinanziellen Erklärung nach § 315c HGB i. V. m. § 289c HGB und wird vom Aufsichtsrat geprüft.

Erklärung zur Unternehmensführung

Unter www.qbeyond.de/EzU haben wir unsere Erklärung zur Unternehmensführung für das Geschäftsjahr 2022 gemäß § 289f und § 315d HGB veröffentlicht und auf Dauer zugänglich gemacht. Sie enthält neben der Erklärung gemäß § 161 AktG unter anderem ausführliche Angaben zu den Unternehmensführungspraktiken und zur Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie eine Beschreibung des Diversitätskonzepts.

Vergütungssysteme und Vergütungsbericht

Für das Geschäftsjahr 2022 erstellen Vorstand und Aufsichtsrat, den gesetzlichen Vorgaben entsprechend, einen eigenständigen Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG. Der Bericht wird der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2023 zur Billigung vorgelegt. Er informiert ausführlich über die Anwendung des von der Hauptversammlung im Mai 2022 gebilligten Vergütungssystems für den Vorstand gemäß § 87a AktG und enthält alle erforderlichen Angaben zur gewährten und geschuldeten Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats. Der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2022, der Vermerk des Abschlussprüfers über die Prüfung des Vergütungsberichts, das geltende Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die letzten Beschlussfassungen der Hauptversammlung über die Vergütungssysteme von Vorstand und Aufsichtsrat bzw. die Vergütung des Aufsichtsrats sind ab dem 30. März 2023 auf der Unternehmenswebsite zugänglich unter www.qbeyond.de/verguetung.

Übernahmerechtliche Angaben und Erläuterungen

Die folgende Übersicht erläutert die verpflichtenden Angaben nach §ꢀ315a Abs. 1 HGB. Es handelt sich insgesamt um Regelungen, die bei börsennotierten Unternehmen üblich sind. Die nachfolgenden Angaben geben die Verhältnisse wieder, wie sie zum Bilanzstichtag bestanden.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital per 31. Dezember 2022 betrug € 124.579.487 und war eingeteilt in 124.579.487 auf den Namen lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien). Es verteilte sich laut Aktienregister auf 21.981 Aktionärinnen und Aktionäre. 5

Beschränkungen der Stimmrechte oder Übertragung von Aktien

Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Zwischen den direkt und indirekt an q.beyond beteiligten Aktionären Dr. Bernd Schlobohm, Gerd Eickers und Gerd Eickers Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG besteht ein Stimmbindungs- und Poolvertrag, der eine einheitliche Ausübung der Stimmrechte und Beschränkungen der Verfügung aus den bzw. über die poolgebundenen Aktien vorsieht. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine weiteren Beschränkungen der Stimmrechte oder Beschränkungen bei der Übertragung von Aktien bekannt. Es bestehen auch keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen. Zudem existieren keine Stimmrechtskontrollen bei der Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital.

Kapitalbeteiligungen von mehr als 10 %

Es bestehen folgende direkte und (gemäß § 34 WpHG) indirekte Beteiligungen am Kapital der Gesellschaft, die 10 % der Stimmrechte überschreiten. Zwischen den direkt und indirekt beteiligten Aktionären Dr. Bernd Schlobohm, Gerd Eickers und Gerd Eickers Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG besteht ein Stimmbindungs- und Poolvertrag; insgesamt verfügen sie über 25,32 % der Stimmrechte an q.beyond. Im Einzelnen ergeben sich die direkten und indirekten Stimmrechtsbeteiligungen wie folgt:

  • Dr. Bernd Schlobohm, Deutschland, 25,32 % der Stimmrechte (davon 12,66 % direkt und 12,66 % indirekt);
  • Gerd Eickers Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland, 25,32 % der Stimmrechte (davon 12,66 % direkt und 12,66 % indirekt);
  • Gerd Eickers, Deutschland, 25,32 % der Stimmrechte (indirekt).

Ernennung und Abberufung von Vorständen

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung in der Fassung vom 31. Januar 2022. Gemäß § 7 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Auch wenn das Grundkapital mehr als 3 Mio. € beträgt, kann der Aufsichtsrat bestimmen, dass der Vorstand aus nur einer Person besteht. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig.

Änderungen der Satzung

Satzungsänderungen bedürfen nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens 75 % des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Gemäß § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung zu beschließen, die nur formaler Art sind und selbst keine inhaltlichen Änderungen mit sich bringen. 6

Erwerb und Rückkauf eigener Aktien

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 12. Juli 2018 ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 11.# q.beyond AG – Geschäftsbericht 2022

Organe und Gesellschaften

2. Kapitalmaßnahmen und Kapitalgrenzen für den Ausschluss des Bezugsrechts

Genehmigtes Kapital 2020

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2020 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. Mai 2025 durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt € 37.000.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2020).

Das Bezugsrecht der Aktionäre kann vom Vorstand bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals mit Zustimmung des Aufsichtsrats in fünf Fällen ausgeschlossen werden:

  • erstens, um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;
  • zweitens, wenn die neuen Aktien, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen, gegen Sacheinlage ausgegeben werden;
  • drittens nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis den Börsenpreis der bereits notierten Aktie zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung nicht wesentlich unterschreitet;
  • viertens, soweit erforderlich, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien zum Verwässerungsausgleich zu gewähren; und
  • fünftens, wenn die neuen Aktien im Rahmen von Aktienbeteiligungs- oder anderen aktienbasierten Programmen an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder Arbeitnehmer eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens oder Mitglieder der Geschäftsführung eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens ausgegeben werden sollen.

Die Anzahl der im letzten Fall unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien darf insgesamt 5 % des Grundkapitals nicht überschreiten.

Das genehmigte Kapital soll es q.beyond ermöglichen, schnell und flexibel auf Möglichkeiten am Kapitalmarkt zu reagieren und sich bei Bedarf Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde es nicht genutzt.

Bedingtes Kapital

Das bedingte Kapital beträgt zum Stichtag insgesamt € 27.344.500 und teilt sich auf in das bedingte Kapital IV in Höhe von € 25.000.000, das bedingte Kapital VIII in Höhe von € 1.919.500 und das bedingte Kapital IX in Höhe von € 425.000.

Die bedingten Kapitalien VIII und IX dienen der Absicherung von Wandlungsrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die q.beyond im Rahmen der bestehenden Aktienoptionspläne an Vorstandsmitglieder (bedingtes Kapital IX) bzw. an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer verbundener Unternehmen, Mitarbeiter von q.beyond oder verbundener Unternehmen (bedingtes Kapital VIII) ausgegeben hat.

Das bedingte Kapital IV kann der Vorstand zur Schaffung von handelbaren Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen nutzen, zu deren Ausgabe er durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2020 ermächtigt ist, um für die Gesellschaft bei günstigen Kapitalmarktbedingungen eine zusätzliche, zinsgünstige Finanzierungsmöglichkeit zu schaffen. Die Schuldverschreibungen können gegen Barleistung, aber auch gegen Sachleistung ausgegeben werden.

Der Vorstand ist in vier Fällen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf solche Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen auszuschließen, nämlich:

  • erstens, um Spitzenbeträge auszugleichen, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben;
  • zweitens, wenn die Schuldverschreibungen, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen, gegen Sachleistung ausgegeben werden;
  • drittens bei Ausgabe der Schuldverschreibungen gegen bar nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn der Ausgabepreis den Marktwert der Anleihen nicht wesentlich unterschreitet; und
  • viertens, um den Inhabern bzw. Gläubigern bereits zuvor ausgegebener Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht zum Verwässerungsausgleich zu gewähren.

Von der Ermächtigung zur Ausgabe handelbarer Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen hat der Vorstand bisher keinen Gebrauch gemacht.

Kapitalgrenzen für den Ausschluss des Bezugsrechts

Der Ausschluss des Bezugsrechts von Aktionären nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG darf für die Verwendung eigener Aktien, für die Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital sowie die Ausgabe von Options- und Wandelschuldverschreibungen während der Laufzeit der jeweiligen Ermächtigung zusammengenommen maximal 10 % des Grundkapitals betreffen.

Im Übrigen darf der Ausschluss des Bezugsrechts von Aktionären für die Ausgabe neuer Aktien aus genehmigtem Kapital sowie die Ausgabe von Options- und Wandelschuldverschreibungen (mit Ausnahme solcher, die im Rahmen von q.beyond-Aktienoptionsplänen ausgegeben werden) während der Laufzeit der jeweiligen Ermächtigung zusammengenommen maximal 20 % des Grundkapitals betreffen.

Unter Ausschluss des Bezugsrechts veräußerte eigene Aktien würden auf die Kapitalgrenze von 20 % des Grundkapitals angerechnet, soweit sie während der Laufzeit der anderen Ermächtigungen veräußert werden.

Weitere Einzelheiten ergeben sich aus den jeweils zugrunde liegenden Beschlüssen der Hauptversammlung.

Wesentliche Vereinbarungen bei Übernahmeangeboten

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, existieren nicht. Zudem bestehen weder mit dem Vorstand noch mit Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen wurden.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtaussage / Vergleich tatsächlicher und prognostizierter Geschäftsverlauf

Prozentual zweistelliges Umsatzwachstum im Jahr 2022 / Ergebnis unter Plan

q.beyond steigerte in einem von großer wirtschaftlicher Unsicherheit geprägten Jahr den Umsatz um 11 % auf 173,0 Mio. € und erzielte dabei ein EBITDA von 5,4 Mio. € sowie einen Free Cashflow von -9,7 Mio. €. Wie schon in den beiden ersten Pandemiejahren 2020 und 2021 basiert das anhaltende Umsatzwachstum neben gezielten Zukäufen auf unserem krisenfesten und fokussierten Geschäftsmodell. 76 % der Umsätze im Jahr 2022 waren wiederkehrend; 61 % stammten aus den drei Fokusbranchen Handel, Logistik und produzierendes Gewerbe.

Obwohl sich im abschließenden vierten Quartal 2022 konjunkturbedingt noch einmal einzelne Projekte verschoben, wurde die zuletzt im Oktober 2022 aktualisierte Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr nahezu erreicht. Die Zielwerte beliefen sich auf 174 bis 178 Mio. € für den Umsatz, auf 6 bis 8 Mio. € für das EBITDA und auf bis zu -10 Mio. € für den Free Cashflow.

Die erste im März 2022 veröffentlichte Prognose für das abgelaufene Geschäftsjahr war noch unter anderen Voraussetzungen entstanden. Zum damaligen Zeitpunkt konnte niemand die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine genau abschätzen. Unter Einbeziehung einer geplanten Akquisition im Energiesektor wurden damals ein Umsatz von 180 bis 200 Mio. €, ein EBITDA von 8 bis 16 Mio. € sowie ein Free Cashflow von bis zu -10 Mio. € für möglich erachtet. Diese ursprüngliche Prognose für Umsatz und EBITDA des Jahres 2022 wurde deutlich unterschritten.

Da die Energiebranche massiv von den Folgen des Ukrainekriegs betroffen war und aus diesem Grund einer Modernisierung ihrer IT zunächst keine Priorität mehr einräumte, verzichtete unser Unternehmen in den Folgemonaten auf die Akquisition und wies Anfang August bei der Vorlage des Halbjahresfinanzberichts 2022 darauf hin, dass es auch deshalb mit einem Umsatz und einem EBITDA am unteren Ende der ursprünglich genannten Werte rechne.

Auch in den Folgewochen konnte sich unser Unternehmen der anhaltenden konjunkturellen Talfahrt nicht entziehen, aktualisierte daher im Oktober 2022 die Prognose und ergriff weitere Maßnahmen. So wurde die Arbeit an eigenständigen Software-as-a-Service-Produkten beendet. Diese Produkte waren ein wichtiger Bestandteil der ursprünglichen mittelfristigen Planung für die kommenden Geschäftsjahre. Angesichts der Anpassung dieser Planung sowie deutlich gestiegener Marktzinsen, die in Form des Kapitalisierungszinssatzes in die Berechnung des Geschäfts- oder Firmenwertes einfließen, war im vorliegenden Konzernabschluss eine einmalige außerplanmäßige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert und auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 20,9 Mio. € erforderlich.

Gesamt- und branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Zu Jahresbeginn 2022 erwarteten die meisten Konjunkturexperten einen kräftigen Aufschwung in Deutschland, unserem Kernmarkt. Die Bundesregierung prognostizierte in ihrem Jahreswirtschaftsbericht einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 3,6 %. Wenige Wochen später waren diese Vorhersagen Makulatur. Mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine veränderten sich die Rahmenbedingungen von Grund auf. Das Jahr 2022 war danach geprägt von extremen Energiepreiserhöhungen, verschärften Material- und Lieferengpässen und massiv steigenden Preisen. Darüber hinaus kämpften Unternehmen mit einem eklatanten Fachkräftemangel sowie den Auswirkungen der erst im Jahresverlauf nachlassenden Coronapandemie.

Dessen ungeachtet stieg das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9 %. Als wichtigste Konjunkturstütze erwiesen sich die privaten Konsumausgaben. Nach zwei Jahren vielfältiger Restriktionen in der Pandemie gaben die Bundesbürger vor allem in den Sommermonaten wieder mehr Geld aus, unter anderem für Restaurantbesuche, Reisen und Unterhaltung.

Unternehmen reagierten dagegen mit zunehmender Skepsis auf die veränderten Rahmenbedingungen. Der ifo-Geschäftsklimaindex sank im Jahresverlauf 2022 deutlich, bevor ab dem vierten Quartal eine Gegenbewegung einsetzte. Die damit verbundene Investitionszurückhaltung traf auch unser Unternehmen; wiederholt wurden einzelne fest eingeplante IT-Projekte insbesondere im SAP-Umfeld verschoben oder zeitlich gestreckt.# IT-Branche erweist sich als krisenfest

Wie schon in den Vorjahren wuchs die Digitalbranche stärker als die Gesamtkonjunktur; die Umsätze stiegen 2022 um 4,0 % auf 196,1 Mrd. €^{6}. Laut dem Branchenverband Bitkom lässt sich dies vor allem auf die Tatsache zurückführen, dass die Digitalisierung die Antwort auf die multiplen Krisen dieser Zeit ist. Von der steigenden Digitalisierungsnachfrage profitierten insbesondere IT-Anbieter; die Branchenumsätze erhöhten sich 2022 um 6,6 % auf 118,9 Mrd. €^{7}. Die Umsätze im für q.beyond besonders relevanten Markt für IT-Services stiegen um 5,5 % auf 45,7 Mrd. €. Mit einem Umsatzzuwachs von 11 % entwickelte sich unser Unternehmen erneut besser als der Markt. Die Fokussierung auf das zukunftsträchtige Cloud- Geschäft bewährte sich auch im Ausnahmejahr 2022.

„Cloud-only-“ und „Cloud-first-Strategien” gehört die Zukunft

Die zentrale Bedeutung der Cloud dokumentiert der Cloud-Monitor^{8} von KPMG für das Jahr 2022. Danach nutzen 84 % der Unternehmen in Deutschland die Cloud, weitere 13 % planen bzw. diskutieren ihren Einsatz. Vor zehn Jahren lagen diese Anteile erst bei 37 % bzw. 29 %. Immer häufiger wird hierbei eine „Cloud-only“- oder „Cloud-first“-Strategie verfolgt. Im vergangenen Jahr setzte bereits nahezu jedes zweite Unternehmen auf eine Strategie, die

3 Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 26. Januar 2022, https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen.
4 Pressemitteilung Nr. 20 des Statistischen Bundesamtes vom 13. Januar 2023, https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2023/01/PD23_020_811.html.
5 https://www.ifo.de/fakten/2022-12-19/ifo-geschaeftsklimaindex-gestiegen-dezember-2022.
6 Bitkom-Marktzahlen 2022/2023, Pressemitteilung vom 10. Januar 2023, https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Digitalbranche-trotzt-der-Krise-schafft-neue-Jobs.
7 Bitkom-Marktzahlen.
8 KPMG Cloud-Monitor 2022, https://hub.kpmg.de/cloud-monitor-2022 (zugangsgeschützt).

alle Systeme und Anwendungen in die Cloud verlagert oder der Migration zumindest Priorität einräumt. Mit einem breiten Cloud-Portfolio ist unser Unternehmen hervorragend positioniert, um Kunden bei dieser Migration zu begleiten. Bei der Frage nach den Zielen ihrer Cloud-Strategie erklärten 78 % der im Auftrag von KPMG Befragten, dass sie damit ihre Kosten reduzieren wollen. Auf Platz zwei rangiert bereits die Senkung der CO2-Emissionen. Dies unterstreicht den deutlich gestiegenen Stellenwert von Nachhaltigkeit bei unternehmerischen Entscheidungen. q.beyond selbst will bis 2025 die Klimaneutralität erreichen und erarbeitet sich so einen echten Wettbewerbsvorsprung. Denn immer mehr Mittelständler werden in den kommenden Jahren gezielt klimaneutrale IT-Dienstleister auswählen, um so auch den eigenen CO2-Fußabdruck zu senken.

Geschäftsverlauf

Langfristige Kundenbeziehungen prägen unser fokussiertes Geschäftsmodell

Im vergangenen Jahr steigerte q.beyond den Umsatz von Quartal zu Quartal. In einem herausfordernden Umfeld zeigten sich erneut die Vorteile unseres fokussierten Geschäftsmodells. Es ist geprägt von langjährigen Kundenbeziehungen und einem hohen Anteil wiederkehrender Umsätze; im vergangenen Jahr belief sich dieser auf 76 %. Bei der Zusammenarbeit mit mittelständischen Unternehmen konzentrieren wir uns seit Sommer 2022 auf die drei Fokusbranchen Handel, Logistik und produzierendes Gewerbe. Ihr Anteil am Gesamtumsatz lag 2022 bei 61 %. Die frühere Fokusbranche Energie spielt wegen der veränderten Rahmenbedingungen nach Ausbruch des Ukrainekriegs nur noch eine untergeordnete Rolle.

Auftragseingang erreicht neuen Rekord

Dank der klaren Fokussierung auf attraktive Branchen konnten wir den Auftragseingang im Jahr 2022 weiter steigern. Mit 227,8 Mio. € erreichte er einen neuen Rekordwert und lag um 23 % über der Vorjahresgröße von 184,5 Mio. €. 51 % der Aufträge stammten von neuen Kunden und neuen Projekten mit bestehenden Kunden, 49 % entfielen auf Vertragsverlängerungen. Exemplarisch für Erfolge im Neugeschäft steht der Wechsel des traditionsreichen Hamburger Juweliers Wempe mit seiner IT-Landschaft in unsere Private Cloud im vergangenen Jahr. Wir stellen nun Cloud-Ressourcen aus unseren zertifizierten Hochsicherheitsrechenzentren bereit und unterstützen Wempe bei der Flexibilisierung und Modernisierung der IT mit unseren Consulting- und Security-Services. Darüber hinaus gelang es 2022, Verträge mit zahlreichen Bestandskunden zu erneuern und zum Teil zu erweitern.

Engere Anbindung der Tochterunternehmen

Das Umsatzwachstum im Jahr 2022 beruhte auch auf den Beiträgen unserer Tochtergesellschaften. Nach und nach binden wir diese Unternehmen enger an uns. So wurde der 2020 erworbene Software-Engineering-Spezialist Incloud Engineering GmbH im vergangenen Jahr auf die q.beyond AG verschmolzen. Seit Anfang 2023 firmiert die ehemalige scanplus GmbH unter „q.beyond Cloud Solutions GmbH.“ Als Teil von q.beyond stellt sie mittelständischen Unternehmen standardisierte und hochskalierbare Cloud- Services bereit.

Erwerb der Mehrheit beim Data-Analytics-Spezialisten productive-data

Ende Oktober gelang der Erwerb von 51 % der Anteile an der Hamburger productive-data GmbH. Der 2008 gegründete Data-Analytics-Spezialist konzentriert sich auf die Einführung, Weiterentwicklung und den Betrieb von Data-Warehousing-Lösungen im Handel, bei Finanzdienstleistern und in der Digitalbranche. Mit diesem Zukauf ergänzen wir unser Leistungsspektrum um einen weiteren Baustein, erhöhen die eigene Wertschöpfung bei Cloud-Lösungen und erschließen uns zusätzliche Wachstumschancen. Die neue Tochter beschäftigt mehr als 40 IT-Experten und erzielt mit ihren Beratungsleistungen einen Jahresumsatz von gut 10 Mio. €. In drei weiteren Tranchen kann q.beyond die Gesellschaft bis 2026 vollständig übernehmen.

Softwareentwicklung erfolgt künftig kundenspezifisch

Im Jahresverlauf 2022 haben wir unsere Strategie an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst und entsprechende Maßnahmen ergriffen. Die frühzeitig eingeleitete stärkere Ausrichtung des Vertriebs auf Cross- und Upselling bewährte sich bereits nach wenigen Monaten und trug zum Rekord-Auftragseingang bei. Auch die Neuausrichtung des SAP- Geschäfts zahlt sich bereits aus: Im vierten Quartal 2022 stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorquartal wieder. Darüber hinaus entschied sich der Vorstand nach sorgfältiger Prüfung zu grundlegenden Veränderungen im Software-as-a-Service(SaaS)-Geschäft. Seit Spätsommer 2022 erfolgt die Softwareentwicklung primär kundenspezifisch und eng angelehnt an den Bedarf bestehender Applikationen wie SAP und Microsoft sowie der Migration in die Cloud. Die Entwicklung eigener SaaS-Produkte wurde eingestellt. Auch diese Neuausrichtung bewährte sich nach wenigen Monaten; die Nachfrage bestehender Kunden nach zusätzlichen Softwareleistungen erhöhte sich spürbar.

Aufbau eines zweiten Nearshoring-Standortes

Um die Profitabilität zu erhöhen und zugleich den Zugriff auf eine ausreichende Zahl von IT- Expertinnen und -Experten zu sichern, treiben wir zudem den Ausbau unserer Nearshoring- Standorte voran. Seit 2020 besteht bereits eine Niederlassung im lettischen Riga mit 32 Mitarbeitenden zum 31. Dezember 2022. Seit Ende 2022 entsteht ein zweiter Standort in Andalusien. Er wird künftig dazu beitragen, dass wir Applikationen insbesondere bei Cloud- Kunden zügig und effizient anpassen und implementieren können.

Neue Wachstumschancen mit Hybrid Cloud

Auch im Geschäftsjahr 2022 haben wir systematisch neue Wachstumschancen erschlossen. Beispielhaft steht dafür der Ausbau des Hybrid-Cloud-Angebots. Seit Sommer 2022 ist hier nach Amazon und Microsoft auch Google ein Partner. Als zertifizierter „Google Cloud Partner“ haben wir bereits im vergangenen Jahr erste Kundenprojekte durchgeführt, darunter die Implementierung einer umfassenden Vertriebslösung für ein großes mittelständisches Nahverkehrsunternehmen.

Für das Hybrid-Cloud-Geschäft wurde ein eigenes Cloud-Competence-Center geschaffen, das unser gesamtes Public- und Private-Cloud-Know-how unter einem Dach vereint. Dort arbeiten mehr als 150 Cloud-Spezialistinnen und -Spezialisten. Ein eigenes System-Operations-Center steht im Bedarfsfall 24 Stunden am Tag an sieben Tagen in der Woche über alle Clouds hinweg zur Verfügung.

Neuer zweiköpfiger Vorstand ab 1. April 2023

Der Ausbau des Hybrid-Cloud-Angebots erfolgte unter Federführung von Thies Rixen, seit 2019 Mitglied unserer Geschäftsleitung. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2022 wurde er vom Aufsichtsrat in den Vorstand berufen. Im Dezember 2022 ernannte ihn dieses Gremium dann mit Wirkung zum 1. April 2023 zum neuen CEO. In der gleichen Sitzung berief der Aufsichtsrat Nora Wolters mit Wirkung zum 1. Januar 2023 zur neuen Finanzvorständin. Die langjährige Finanzexpertin war zuletzt kaufmännische Geschäftsführerin der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH. Der bisherige CEO Jürgen Hermann verlässt q.beyond zum 31. März 2023 nach fast 10 Jahren an der Spitze des Unternehmens, nachdem er sich in enger Abstimmung mit dem Aufsichtsrat frühzeitig auf diese Nachfolgelösung verständigt hat. Unter Hermanns Führung gelang die Transformation q.beyonds von einem Telekommunikationsanbieter zu einem der größten konzernunabhängigen IT-Dienstleister in Deutschland.

Wesentliche Leistungsindikatoren

Umsatz steigt im Gesamtjahr 2022 auf 173,0 Mio. €

Der Umsatz stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 173,0 Mio. € nach 155,2 Mio. € im Vorjahr. Wachstumstreiber war erneut das Cloud-&-IoT-Segment, hier stieg der Umsatz um 22 % auf 139,2 Mio. €. Der Umsatz im SAP-Segment sank dagegen auf 33,8 Mio. € nach 41,5 Mio. € im Vorjahr, begann sich aber zum Jahresende hin wieder zu erholen.

EBITDA beläuft sich auf 5,4 Mio. €

Das auf der Seite 4 definierte EBITDA belief sich 2022 auf 5,4 Mio. € nach 31,7 Mio. € im Vorjahr. 2021 war diese Größe maßgeblich durch Entkonsolidierungseffekte in Höhe von 29,5 Mio. €# Ertragslage

€ infolge des erfolgreichen Verkaufs des Colocation-Geschäfts beeinflusst. Free Cashflow erreicht erwartungsgemäß -9,7 Mio. € q.beyond erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Free Cashflow von -9,7 Mio. € im Vergleich zu 33,2 Mio. € im Jahr 2021. Wie beim EBITDA war die Vorjahresgröße maßgeblich durch den erfolgreichen Verkauf des Colocation-Geschäfts beeinflusst. Zum 31. Dezember 2022 verfügten wir über eine Nettoliquidität in Höhe von 35,9 Mio. € im Vergleich zu 56,2 Mio. € im Vorjahr. Die Nettoliquidität errechnet sich aus den liquiden Mitteln in Höhe von 36,4 Mio. € zum 31. Dezember 2022 abzüglich eines Darlehens im Gesellschafterkreis in Höhe von 0,5 Mio. €. Die Veränderung dieser Nettoliquidität ohne Berücksichtigung der Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 entspricht traditionell dem Free Cashflow, wobei diese Größe zuvor um nicht operative Faktoren wie Akquisitionen bereinigt 13 wird. Für den Erwerb der Mehrheit an productive-data GmbH sowie die Ablösung von Leasingverbindlichkeiten der im Dezember 2021 übernommenen scanplus GmbH wurden 2022 liquide Mittel in Höhe von 10,6 Mio. € verwendet. Unter Berücksichtigung dieser nicht operativen Faktoren ergibt sich für das Jahr 2021 ein Free Cashflow von -9,7 Mio. €.

Die Kosten der umgesetzten Leistungen stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 158,4 Mio. € nach 136,0 Mio. € im Vorjahr. Dies erklärt sich zum Teil aus der Konsolidierung des aus einem Insolvenzverfahren heraus erworbenen Cloud-Spezialisten scanplus seit Dezember 2021 und der Entkonsolidierung des Colocation-Geschäfts seit September 2021. Die neue Cloud-Tochter arbeitet mit anderen Kostenstrukturen als die margenstärkeren, jedoch investitionsintensiven Colocation-Töchter. Nach der Restrukturierung wird die mittlerweile unter q.beyond Cloud Solutions firmierende Tochter ab 2023 auf der Basis des verabschiedeten Budgets ihre Ertragskraft steigern. Darüber hinaus wurden im Jahresverlauf 2022 noch die Kapazitäten für das damals erwartete Wachstum mit selbst entwickelten SaaS-Applikationen aufgestockt, mit entsprechenden Kostenbelastungen für das Geschäftsjahr 2022. Vom Spätsommer 2022 an wurde die Entwicklung eigener SaaS-Applikationen eingestellt. q.beyond setzt ihre Softwarekompetenz nun in erster Linie für die Entwicklung kundenspezifischer Applikationen ein. Daraus erklärt sich die Veränderung des Bruttogewinns: Er belief sich im Jahr 2022 auf 14,7 Mio. € nach 19,1 Mio. € im Vorjahr.

Stabile Vertriebs- und Marketingkosten, rückläufige Verwaltungskosten

Bei deutlich steigenden Umsätzen blieben die Marketing- und Vertriebskosten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 12,9 Mio. € auf dem Vorjahresniveau von 12,8 Mio. €. Die allgemeinen Verwaltungskosten gingen auf 18,7 Mio. € nach 22,3 Mio. € im Vorjahr zurück, wobei die Vorjahresgröße höhere einmalige Aufwendungen im Zusammenhang mit mehreren Zukäufen sowie der Veräußerung des Colocation-Geschäfts enthielt. Bedingt durch die Desinvestition des Colocation-Geschäfts hatten sich 2021 auch die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen einmalig erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr reduzierten sich die sonstigen betrieblichen Erträge nun wieder auf 6,0 Mio. € nach 36,3 Mio. € im Vorjahr; die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gingen auf 0,5 Mio. € zurück gegenüber 5,1 Mio. € im Jahr 2021. Die operative Ertragskraft unseres Unternehmens lässt sich besser erfassen, wenn man – wie unterjährig im Rahmen der Quartalsberichterstattung – die Abschreibungen und aktienbasierten Vergütungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung getrennt ausweist. Im vorliegenden Konzernabschluss sind sie, IAS 1 folgend, Bestandteil der einzelnen Kostenpositionen. Die nachfolgende verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält die Abschreibungen als eigene Position.

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In Mio. € 2022 2021
Umsatzerlöse 173,0 155,2
Kosten der umgesetzten Leistungen¹ -145,6 -124,9
Bruttoergebnis vom Umsatz¹ 27,4 30,3
Marketing- und Vertriebskosten¹ -12,6 -12,6
Allgemeine Verwaltungskosten¹ -14,9 -17,2
Sonstiges betriebliches Ergebnis 5,5 31,2
EBITDA 5,4 31,7
Abschreibungen (inklusive aktienbasierter Vergütung) -16,8 -16,5
Außerplanmäßige Abschreibungen -20,9 -
Operatives Ergebnis (EBIT) -32,3 15,2

¹ Exklusive Abschreibungen und aktienbasierter Vergütung.

Die laufenden Abschreibungen inklusive aktienbasierter Vergütung lagen im Jahr 2022 bei 16,8 Mio. € nach 16,5 Mio. € im Vorjahr, wobei im abgelaufenen Geschäftsjahr 4,3 Mio. € auf Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverbindlichkeiten nach IFRS 16 entfielen (2021: 4,6 Mio. €). Hinzu kamen im Jahr 2022 einmalige, nicht liquiditätswirksame Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 15,8 Mio. € im Segment „Cloud & IoT“, welches das Software-as-a-Service-Geschäft enthielt, und in Höhe von weiteren 5,1 Mio. € auf immaterielle Vermögenswerte. Die Notwendigkeit dieser Abschreibungen resultierte einerseits aus einer veränderten mittelfristigen Planung nach Aufgabe des Software-as-a-Service-Geschäfts, andererseits aus deutlich gestiegenen Marktzinsen, die in Form des Kapitalisierungszinssatzes in die Berechnung dieser Größe einfließen. Weitere Informationen zum Geschäfts- oder Firmenwert finden sich im Konzernanhang unter Ziffer 15. Einschließlich dieser einmaligen außerplanmäßigen Abschreibungen belief sich das operative Ergebnis (EBIT) im Jahr 2022 auf -32,3 Mio. €, im Jahr davor lag diese Größe aufgrund des erfolgreichen Colocation-Verkaufs bei 15,2 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses erreichte das Ergebnis vor Ertragsteuern -33,2 Mio. € nach 14,6 Mio. € im Jahr 2021. Die Ertragsteuern betrugen im vergangenen Geschäftsjahr 0,2 Mio. € gegenüber -4,8 Mio. € im Jahr 2021. Daraus ergibt sich ein Konzernergebnis in Höhe von -33,1 Mio. € nach 9,8 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Ertragslage nach Segmenten

Hohe Dynamik im Segment „Cloud & IoT“

Der Umsatz im Segment „Cloud & IoT“ stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 22 % auf 139,2 Mio. €. Die hohe Dynamik beruhte vor allem auf Erfolgen im operativen Geschäft sowie auf der ganzjährigen Konsolidierung der im Dezember 2021 erworbenen scanplus GmbH. Die Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich auf 117,3 Mio. € nach 91,1 Mio. € im Vorjahr. Dieser Anstieg resultierte zum Teil noch aus der Entwicklung eigener Software-as-a-Service-Produkte, die q.beyond im Spätsommer 2022 einstellte. Der Bruttogewinn summierte sich 2022 auf 21,9 Mio. € im Vergleich zu 22,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum; die Bruttomarge belief sich auf 16 % nach 20 % im Vorjahr. Bei gleichbleibenden Marketing- und 15 Vertriebskosten in Höhe von 10,2 Mio. € ergibt sich daraus ein Segmentbeitrag von 11,7 Mio. € im Vergleich zu 12,3 Mio. € im Vorjahr.

Umsatz und Kosten im SAP-Geschäft gehen zurück

Der Umsatz im Segment „SAP“ blieb 2022 konjunktur- und pandemiebedingt mit 33,8 Mio. € unter dem Vorjahresniveau von 41,5 Mio. €. In dem herausfordernden Umfeld konzentrierte sich unser Unternehmen auf anhaltende Kostendisziplin und einen optimierten Einsatz interner Ressourcen. In der Folge sanken die Kosten der umgesetzten Leistungen auf 28,3 Mio. € im Vergleich zu 33,7 Mio. € im Vorjahr. Daraus ergibt sich ein Bruttogewinn von 5,5 Mio. € nach 7,8 Mio. € im Jahr 2021; die Bruttomarge erreichte 16 % gegenüber 19 % im Vorjahr. Bei unveränderten Marketing- und Vertriebskosten belief sich der Segmentbeitrag auf 3,1 Mio. € nach 5,4 Mio. € im Vorjahreszeitraum.

Finanzlage

Unser Unternehmen finanziert sich vollständig aus der bestehenden Liquidität. Zum 31. Dezember 2022 wies die Bilanz Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 36,4 Mio. € nach 56,7 Mio. € im Vorjahr aus. Verbindlichkeiten gegenüber Banken bestanden nicht, unser Unternehmen ist mit Ausnahme eines Darlehens in Höhe von 0,5 Mio. € im Gesellschaftskreis schuldenfrei. Das Finanzmanagement gewährleistet die reibungslose Finanzierung des operativen Geschäfts und anstehender Investitionen. Es verfolgt zwei zentrale Ziele: die Erhaltung und Optimierung der Finanzierungsfähigkeit sowie die Reduzierung finanzieller Risiken. Überschüssige Liquidität wird ausschließlich in Tagesgeld und risikoarmen Anlagen angelegt. Da q.beyond zum allergrößten Teil im Euroraum tätig ist, bestehen keine Währungsrisiken. Weitere Informationen zum Finanzrisikomanagement bietet der Konzernanhang unter Ziffer 40. Die Kapitalflussrechnung gibt Aufschluss über die Veränderung der liquiden Mittel im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit verbesserte sich 2022 auf -1,3 Mio. € nach -7,7 Mio. € im Jahr zuvor. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf -14,0 Mio. € nach 24,7 Mio. € im Jahr 2021, in dem der Colocation-Verkauf diese Größe maßgeblich geprägt hatte. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit, der hauptsächlich auf Leasingzahlungen entfällt, erreichte -5,1 Mio. € nach -5,3 Mio. € im Jahr 2021.

Vermögenslage

Asset-light-Ansatz erfordert nur noch geringe Investitionen

Seit dem erfolgreichen Verkauf des Colocation-Geschäfts verfolgt q.beyond eine „Asset- light“-Strategie mit entsprechend geringen Investitionen in neue Sachanlagen. Die Investitionen ohne Berücksichtigung von IFRS 16 summierten sich daher 2022 auf lediglich 3,0 Mio. € nach 8,1 Mio. € im Vorjahr. Der Schwerpunkt der verbleibenden Investitionen liegt auf der fortlaufenden Modernisierung unserer Rechenzentren.

16

Einmalige Abschreibungen reduzieren Summe der langfristigen Vermögenswerte

Die Bilanzsumme belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 161,1 Mio. € im Vergleich zu 200,3 Mio. € im Vorjahr. Dabei reduzierte sich der Wert der langfristigen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2022 auf 74,3 Mio. € gegenüber 97,2 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den einmaligen Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert und auf immaterielle Vermögenswerte. Der Geschäfts- oder Firmenwert halbierte sich nahezu auf 15,9 Mio. € gegenüber 30,0 Mio. € zum 31. Dezember 2021.Die anderen immateriellen Vermögenswerte belaufen sich jetzt noch auf 5,1 Mio. € gegenüber 7,3 Mio. € Ende 2021. Die Vermögenswerte aus Nutzungsrechten summierten sich zum 31. Dezember 2022 auf 7,8 Mio. € gegenüber 12,8 Mio. € zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Insbesondere die Konsolidierungen durch Standortverlegungen in Hamburg und Köln trugen hierzu bei. Laufende Abschreibungen verringerten die anderen großen Positionen innerhalb der langfristigen Vermögenswerte geringfügig. Der Wert der Sachanlagen lag zum 31. Dezember 2022 bei 21,1 Mio. € nach 21,6 Mio. € zum Bilanzstichtag des Vorjahres; der Wert der Grundstücke und Bauten verringerte sich auf 16,7 Mio. € gegenüber 17,4 Mio. € zum 31. Dezember 2021. Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken zum 31. Dezember 2022 auf 86,7 Mio. € im Vergleich zu 103,1 Mio. € ein Jahr zuvor. Der Rückgang lässt sich vor allem auf einen veränderten Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zurückführen. Sie beliefen sich, wie im Abschnitt „Finanzlage“ erläutert, zum 31. Dezember 2022 auf 36,4 Mio. € nach 56,7 Mio. € zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

Solide Finanzierung mit Eigenkapitalquote von 72 %
Wegen des Konzernbilanzverlustes reduzierte sich das Eigenkapital zum 31. Dezember 2022 auf 115,7 Mio. € nach 147,4 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Die Eigenkapitalquote lag damit bei 72 % gegenüber 74 % zum 31. Dezember 2021. Die langfristigen Schulden erhöhten sich zum 31. Dezember 2022 auf 14,5 Mio. € nach 13,5 Mio. € zum 31. Dezember 2021. Die anderen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhten sich hierbei infolge von Verpflichtungen aus Gesellschaftsanteilserwerben auf 5,7 Mio. € gegenüber 2,4 Mio. € zum 31. Dezember 2021. Demgegenüber sanken die Pensionsrückstellungen wegen der deutlich gestiegenen Zinsen und eines damit verbundenen geringeren Anwartschaftsbarwerts auf 2,3 Mio. € nach 4,8 Mio. € ein Jahr zuvor. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich deutlich auf 30,9 Mio. € gegenüber 39,5 Mio. € zum 31. Dezember 2021. Dies ist im Wesentlichen eine Folge der Ablösung von Leasingverbindlichkeiten bei der Ende 2021 erworbenen scanplus. In der Folge reduzierten sich die Leasingverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag Ende 2022 auf 2,7 Mio. € gegenüber 9,0 Mio. € ein Jahr zuvor.

17 PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Gesamtaussage zur Prognose

Ausbau der Beratungs- und Entwicklungskompetenz

Nach dem herausfordernden Jahr 2022 werden wir unser Geschäftsmodell weiterentwickeln, um die Ertrags- und Finanzkraft nachhaltig zu verbessern. Im Fokus steht der Ausbau der Beratungs- und Entwicklungskompetenz für das Cloud- und Applikationsgeschäft. Im Jahr 2023 schaffen wir die hierfür erforderlichen Strukturen. Zugleich werden wir die Integration der Zukäufe aus den vergangenen Jahren vorantreiben und die Prozesse vom Vertrieb über den Betrieb bis zur Verwaltung vereinheitlichen. Dies bindet kurzfristig Ressourcen, trägt jedoch mittelfristig zu einer höheren Profitabilität bei.

Vor diesem Hintergrund planen wir für das Jahr 2023 mit einem Umsatzwachstum auf 185 bis 191 Mio. € (2022: 173,0 Mio. €), einem EBITDA von 5 bis 7 Mio. € (2022: 5,4 Mio. €) und einem Free Cashflow von bis zu -8 Mio. € (2022: -9,7 Mio. €). Die EBITDA-Planung enthält deutlich höhere Stromkosten für den Betrieb der Rechenzentren, inflationsbedingt höhere Gehälter sowie höhere Lizenzkosten insbesondere für SAP und Microsoft. Diese Kosten lassen sich, wenn überhaupt, nur mit zeitlicher Verzögerung an Kunden weitergeben.

Künftige Rahmenbedingungen

Noch ist unklar, ob die deutsche Wirtschaft wie zuletzt im Jahr 2020 eine Rezession durchlaufen wird oder ob es bei der deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums bleibt. Die Bundesregierung geht in ihrem Ende Januar 2023 vorgelegten Jahreswirtschaftsbericht von einem minimalen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 0,2 %9 aus. Zu den Wachstumsmotoren wird in jedem Fall erneut die IT-Branche zählen. Der Branchenverband Bitkom10 erwartete Anfang des Jahres 2023 ein Wachstum der IT-Umsätze in Deutschland um 6,3 % auf 126,4 Mrd. €. Für IT-Services, das Kerngeschäft von q.beyond, prognostiziert Bitkom für das laufende Jahr einen Umsatzanstieg von 4,7 %. Unser Unternehmen plant mit einem Umsatzzuwachs von 7 % bis 10 % und wird damit erneut schneller als der Markt wachsen.

Erwartete Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Nachhaltige Effizienzsteigerung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr entwickelten sich die Ergebnisse nicht, wie ursprünglich erwartet. Wir ergreifen daher gezielte Maßnahmen, um die Profitabilität nachhaltig zu steigern. Das Projekt „One q.beyond“ verfolgt das Ziel, die Integration unserer Töchter zu beschleunigen, Doppelfunktionen vor allem im Management und Vertrieb abzuschaffen und 9 Pressemitteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz vom 25. Januar 2023, https://www.bmwk.de/Redaktion/DE/Pressemitteilungen. 10 Pressemitteilung des Bitkom vom 10. Januar 2023, https://bitkom.org/Presse/Presseinformation. 18 einheitlich schlanke Strukturen zu schaffen. Zugleich erfolgt ein systematischer Ausbau der bestehenden Nearshoring-Standorte in Lettland und Spanien − beides Länder, die verglichen mit Deutschland eine günstigere Kostenstruktur aufweisen. Mittelfristig wird sich auch der Ausbau unserer Beratungs- und Entwicklungskompetenz ergebnissteigernd auswirken, da sich so beispielsweise bislang unentgeltliche Beratungsleistungen im Rahmen von größeren Cloudprojekten besser monetarisieren lassen und wir dadurch im Betriebsgeschäft besser zu uns passende Leistungen übernehmen. Zudem wird sich der vermehrte Einsatz von Softwareentwicklern in abrechenbaren Kundenprojekten positiv bemerkbar machen.

Im laufenden Geschäftsjahr verhindern im Wesentlichen drei Faktoren, dass diese Maßnahmen bereits 2023 zu einem höheren EBITDA führen: Erstens muss q.beyond in diesem Jahr höhere Stromkosten insbesondere für den Betrieb der Rechenzentren verkraften. Zweitens sind die Lizenzkosten für SAP und Microsoft inflationsbedingt gestiegen. Und drittens erfordern die Inflation sowie der grassierende Fachkräftemangel eine deutliche Anhebung der Gehälter. Nach aktueller Einschätzung resultieren daraus insgesamt Belastungen in einer Größenordnung von 5 bis 7 Mio. €. Vor diesem Hintergrund planen wir für 2023 mit einem weitgehend stabilen bis leicht steigenden EBITDA von 5 bis 7 Mio. €. Auch die Planung des Free Cashflows berücksichtigt diese drei Kostenfaktoren. Wir erwarten für 2023 einen Free Cashflow von bis zu -8 Mio. €. Mit einer Nettoliquidität von 35,9 Mio. € zum 31. Dezember 2022 ist unser Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr und darüber hinaus solide finanziert. Für das Gesamtjahr 2024 wollen wir wieder einen positiven Free Cashflow erwirtschaften.

Erwartete Ertragslage nach Segmenten

Im laufenden Geschäftsjahr erwarten wir in beiden Segmenten steigende Umsätze und analog zur Entwicklung im Gesamtunternehmen weitgehend stabile Segmentbeiträge. Dabei wird das Segment „Cloud“ vom anhaltenden Interesse mittelständischer Unternehmen an Unterstützung bei der Transformation ihrer IT-Infrastruktur und Applikationen in die Cloud profitieren. Mit der Weiterentwicklung des Geschäftsmodells wird q.beyond allerdings selektiver vorgehen, wenn es um die reine Übernahme des Betriebs von IT-Infrastrukturen geht. Der Fokus liegt auf Projekten, in denen die Beratungs-, Entwicklungs- und Betriebskompetenz von Applikationen gefragt ist. Nach einer zuerst pandemie- und dann konjunkturbedingten Schwächephase wird das zweite Segment „SAP“ im laufenden Geschäftsjahr auf Wachstumskurs zurückkehren. Bereits in der zweiten Jahreshälfte 2022 zeigte sich, dass die Migration auf die neue Softwaregeneration S/4HANA bei vielen mittelständischen Unternehmen nach Überwindung der Pandemie höchste Priorität genießt.

Chancenmanagement

Die Dynamik in unseren Märkten eröffnet uns immer wieder neue Chancen. Die Verantwortung für die Identifikation und Wahrnehmung dieser Chancen liegt bei den jeweils operativ Verantwortlichen. Sie kennen ihr spezifisches Marktumfeld und mögliche Potenziale. Zusätzlich nutzen sie die Expertise des Vertriebs und Marketings sowie verschiedene Markt- und Wettbewerbsanalysen. 19 Konkrete Chancen fließen in die rollierende Planung ein, wobei frühzeitig geprüft wird, mit welchen Risiken die Verfolgung und Realisierung dieser Chancen verbunden ist. Die Verzahnung von Risiko- und Chancenmanagement zahlt sich an dieser Stelle besonders aus. Nachfolgend berichten wir über die künftigen Entwicklungen und Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von der vorliegenden Prognose für das Gesamtjahr 2023 führen könnten. Das Unternehmen klassifiziert diese Chancen analog zu den Risiken als „große“ Chancen mit einer vergleichsweise hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem erheblichen positiven Beitrag zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.

Einzelchancen

Nachfolgend sind unsere „großen“ Chancen in der Reihenfolge ihrer Bedeutung für unser Unternehmen dargestellt:

  • Zusätzliche Kunden für Cloud-Services. Die IT einer wachsenden Zahl von Mittelständlern stößt angesichts des technischen Fortschritts und der Anforderungen digitaler Geschäftsmodelle an Grenzen. Sobald sich die Anzeichen für eine Überwindung der konjunkturellen Schwächephase im Jahresverlauf 2023 mehren, werden Unternehmen stärker als zuvor die zwingende Modernisierung ihrer IT-Infrastruktur und Applikationen sowie die verstärkte Nutzung von Hybrid-Cloud-Services angehen. Je nach Konjunkturverlauf und Kundeninteresse könnte die Nachfrage nach Cloud-Services unsere Planungsannahmen übertreffen.
  • Höhere Nachfrage nach Beratungsleistungen. Im vergangenen Jahr haben wir damit begonnen, unsere Beratungskompetenz rund um SAP, Microsoft und weitere Applikationen stärker mit dem Betrieb und dem Vertrieb zu verzahnen. Bereits nach wenigen Monaten zeigte sich, dass dieses Angebot gut ankommt. Es ist daher möglich, dass die Beratungsumsätze bereits im Jahr 2023 über den Planungsansätzen liegen werden.# Wachsendes Interesse an Entwicklungskompetenz.

Noch sind bei vielen mittelständischen Unternehmen proprietäre Lösungen Teil der IT. Im Zuge der allgemeinen Verlagerung von Systemen in die Cloud und angesichts wachsender Anforderungen stellen diese Mittelständler ihre proprietären Lösungen nun auf den Prüfstand und wollen sie mithilfe von Partnern in das digitale Zeitalter überführen. Es besteht die Chance, dass unsere Umsätze aus der kundenspezifischen Softwareentwicklung höher liegen als erwartet.

Schnelle Implementierung neuer SAP-Lösungen.

Der unerlässliche Technologiesprung auf S/4HANA wird das Geschäft im Segment „SAP“ in diesem Jahr antreiben. Da die neue Produktfamilie ein Schlüssel zur Digitalisierung von Geschäftsmodellen ist und viele Mittelständler angesichts der Pandemie und der schwachen Konjunktur die Umstellung bislang hinausgezögert haben, könnte die Nachfrage nach entsprechenden Beratungs- und Implementierungsleistungen die Erwartungen eventuell übersteigen.

20 Risikomanagement

Für börsennotierte Unternehmen wie die q.beyond AG ist im Aktiengesetz die Pflicht zur Einrichtung eines angemessenen und wirksamen internen Kontrollsystems (IKS) sowie eines entsprechenden Risikomanagementsystems (RMS) gesetzlich verankert. Ergänzend entspricht die q.beyond AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) bezüglich der Einrichtung einer Compliance-Organisation. Wie jedes Unternehmen ist q.beyond ständig einer Vielzahl potenzieller Risiken ausgesetzt. Die bewusste Auseinandersetzung mit diesen Risiken stärkt die Wettbewerbsfähigkeit und ist eine wichtige Grundlage für unseren nachhaltigen geschäftlichen Erfolg. Als wesentliches Ziel eines fachgerechten Risikomanagements sehen wir die Erhaltung und fortlaufende Stärkung unserer geschäftlichen Resilienz an. Diese basiert nach unserem Verständnis auf nachhaltigem Wachstum, robusten Kernprozessen, zufriedenen und innovativen Mitarbeitenden, einem konsequenten Kundenfokus sowie auf einem Portfolio, das auf die Entwicklung von Wirtschaft, Ökologie und die Gesellschaft schnell genug reagiert. Alle Ereignisse, Handlungen oder Versäumnisse, die eine potenzielle Gefährdung der geschäftlichen Resilienz und damit des Erfolgs oder sogar der Existenz unseres Unternehmens darstellen können, werden durch das RMS bereits in der Entwicklung frühestmöglich identifiziert, analysiert, bewertet, gesteuert und überwacht. Das Risikomanagement umfasst aufeinander abgestimmte Verfahren, Maßnahmen und die erforderlichen Regelungen zum Umgang mit den identifizierten Risiken. Die sachgerechte Auseinandersetzung mit den Risiken ist ein wichtiger Faktor in den Entscheidungsprozessen bei der q.beyond AG und allen Tochtergesellschaften.

Organisation und Verfahren

Wir haben ein unternehmensweit einheitliches, integriertes RMS implementiert, um dessen Effektivität sicherzustellen sowie die Aggregation von Risiken und eine transparente Berichterstattung zu ermöglichen. Eine bewährte Risikomanagementsoftware erlaubt eine genaue Klassifizierung von Risiken und in der Folge eine Fokussierung auf die wesentlichen Risiken.

Risikomanagement ist integraler Bestandteil der Entscheidungsprozesse

Das RMS ist ein integraler Bestandteil der Entscheidungsprozesse. Es gewährleistet, dass Risikoabschätzungen bei allen Entscheidungen berücksichtigt und Maßnahmen zur Risikoverringerung, -verlagerung oder -vermeidung frühzeitig ergriffen werden. Quartalsweise erstellte Berichte schärfen das Risikobewusstsein aller Verantwortlichen. Richtlinien, Verfahrensanleitungen und Arbeitsanweisungen flankieren das RMS und gewährleisten seine Umsetzung im betrieblichen Alltag. Die Risikoanalysen, wie sie beispielsweise die Managementsysteme nach ISO 27001 (Informationssicherheit) oder die ISO 9001 (Qualitätsmanagement) erfordern, stellen eine einheitliche und effiziente Berichterstattung sicher. Das RMS bezieht alle Unternehmensbereiche ein. Führungskräfte aus allen Geschäftsbereichen beobachten, bewerten und aktualisieren als Risikoverantwortliche kontinuierlich die auftretenden Risiken. Diese Führungskräfte berichten mindestens quartalsweise an das zentrale Risikomanagement. Gegebenenfalls erfolgt eine

21 Berichterstattung

auch ad hoc, wenn über bisher nicht erkannte Risiken mit wesentlicher Auswirkung informiert oder die Einschätzung zu bereits früher erkannten Risiken wesentlich verändert werden muss. Dieser Prozess stellt eine frühzeitige Erkennung potenzieller Risiken im operativen Geschäft sicher.

Zentrales Risikomanagement verantwortet Berichterstattung

Das zentrale Risikomanagement ist für die Risikoberichterstattung an den Vorstand zuständig. Es übernimmt die Konsolidierung und Dokumentation der von den Risikoverantwortlichen bewerteten Risiken, erstellt auf der Basis der Risikoberichte für die Unternehmensbereiche quartalsweise einen Kompaktbericht (unter Nutzung der Risikomanagementsoftware „R2C_GRC“) und leitet diesen an den Vorstand weiter. Bei neu zu beobachtenden hohen Risiken wird der Vorstand unmittelbar informiert. Der jeweilige Risikoquartalsbericht wird in einem gesonderten Risikomeeting zwischen zentralem Risikomanagement und dem Vorstand diskutiert. Die Risikositzung dient vor allem der Überprüfung der Vollständigkeit der erfassten Risiken, der Validierung von Risikobewertungen, der Beurteilung der Angemessenheit der geplanten Maßnahmen zum Umgang mit den Risiken sowie der Nachverfolgung von bereits eingeleiteten oder durchgeführten Maßnahmen im Zeitablauf. Die Ergebnisse des regelmäßigen Risikomeetings werden anschließend mit den Risikoverantwortlichen in den Geschäftsbereichen geteilt. Mindestens einmal pro Jahr unterrichtet der Vorstand den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats mit einem ausführlichen Risikobericht. Zudem dient das zentrale Risikomanagement als Schnittstelle zu anderen Prüfungs- und/oder Zertifizierungsverfahren und stellt sicher, dass auch dort eine einheitliche Erfassung der für das Unternehmen relevanten Risiken erfolgt. Eine vom Vorstand erlassene Risikomanagementrichtlinie regelt den Umgang mit Risiken und definiert Prozesse sowie die Organisation im Risikomanagement. Diese Vorgaben werden regelmäßig, mindestens einmal jährlich, überprüft und bei Bedarf angepasst. Die letzte Anpassung erfolgte im Oktober 2022; sie betraf insbesondere eine Neukategorisierung der Risiken und die Anhebung der Schwellenwerte für die Einschätzung des Risikoausmaßes. Jährlich prüft auch der Abschlussprüfer im Rahmen der Abschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Unter Ziffer 40 des Konzernanhangs finden sich weitere Angaben zum RMS in Bezug auf die Finanzinstrumente nach IFRS 7.

Bewertungsmethodik für Risiken

Die Risikomanagementsoftware unterstützt unternehmensweit den gesamten Risikomanagementprozess. Mit ihr wird ein Risiko entsprechend der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und den möglichen Auswirkungen in einer Bruttobetrachtung klassifiziert. Bruttobetrachtung bedeutet, dass Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß zunächst ohne Berücksichtigung von getroffenen Maßnahmen zur Risikoverringerung, -verlagerung oder -vermeidung bewertet werden. Danach erfolgt eine Nettobewertung jedes Risikos, das heißt, es wird eine Bewertung unter Berücksichtigung aller zur Bewältigung des Risikos bereits durchgeführten oder zumindest eingeleiteten Maßnahmen vorgenommen. Entsprechend dem Ergebnis der Nettobewertung werden die identifizierten Risiken anschließend einer von insgesamt drei Risikoklassen zugeordnet.

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Die Einordnung eines Risikos als geringes, mittleres oder hohes Risiko ergibt sich aus der Kombination von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadensausmaß. Das nachfolgende Schaubild zeigt die Systematik bei der Klassifizierung von Risiken. Allgemeine Gefahren werden dahin gehend analysiert, ob und wie sie unser Unternehmen konkret schädigen können. Ergibt die Analyse, dass ein relevanter Schaden durch diese Gefahren tatsächlich im Bereich des Möglichen liegt, so werden sie als konkrete Risiken ausgestaltet. Allgemeine Gefahrenlagen (z. B. globale Katastrophen, ein Zusammenbruch des Finanzsystems, Krieg, terroristische Angriffe, Pandemien) werden nur dann im RMS erfasst, wenn sie einen konkreten Bezug zur q.beyond AG haben. Auf die Risikoanalyse und -einordnung folgen Maßnahmen zur Risikobehandlung und - überwachung. Sie dienen der Verringerung bestehender Risiken, der Absicherung der Risiken durch Versicherungen, soweit wirtschaftlich sinnvoll, sowie der Schärfung des Bewusstseins für bestehende Restrisiken bzw. Akzeptanz der Risiken.

Konzentration auf hohe Risiken

Inhalt des externen Risikoberichts sind nur solche Risiken, die auch nach Berücksichtigung aller Maßnahmen zur Risikoverringerung, -verlagerung oder -vermeidung noch als wesentlich für die zukünftige Geschäftsentwicklung betrachtet werden müssen. Solche Risiken werden nach der vorstehenden Klassifizierung als hohe Risiken eingestuft. So ist beispielsweise ein Risiko, dem die Schadensklasse „hoch“ zugewiesen ist, in der Gesamteinschätzung nur dann als „hohes Risiko“ bewertet, wenn mindestens die Eintrittswahrscheinlichkeit „mittel“ hinzutritt. Als Ergebnis der Risikobewertung weisen wir im externen Risikobericht entweder einzeln bedeutsame Risiken aus oder fassen einzeln unbedeutende Risiken zu geeigneten Risikokategorien zusammen. Nach einer Neustrukturierung der relevanten Risikokategorien im Geschäftsjahr 2022 für die interne Risikoberichterstattung werden bei q.beyond insbesondere Risiken unterschieden, die von außen auf das Unternehmen wirken (z. B. gesamtwirtschaftliche Risiken, technologische und regulatorische Risiken, Beschaffungsrisiken, spezifische Kunden- und Partnerrisiken, Wettbewerberrisiken, Cyberrisiken, Nachhaltigkeitsrisiken), und solche, die eher intern aus der q.beyond-Organisation heraus entstehen (z. B.# Personalrisiken, Risiken aus Leistungserbringung/Betriebsstabilität/Qualitätsmanagement, besondere Prozess- und Finanzrisiken, Compliance- und Rechtsrisiken

Die Bewertung und die dazugehörigen Erläuterungen und Vorgaben erfolgen hier nur dann quantitativ, wenn eine konkrete quantitative Bewertung des Schadensausmaßes möglich ist. Da eine solche Quantifizierbarkeit in aller Regel nicht vorgenommen werden kann, erfolgt die Einordnung der Risiken üblicherweise nach Schadensklassen.

Einzelrisiken

Das Risikomonitoring konzentriert sich auf die tatsächliche Risikolage; vorhandene Maßnahmen zur Risikoverringerung, -verlagerung oder -vermeidung werden berücksichtigt. Im Rahmen dieser Nettobetrachtung ergeben sich die folgenden relevanten Risiken mit der Bewertung „hohes Risiko“, die in der Reihenfolge ihrer Bedeutung dargestellt sind.

Konjunkturelle Abkühlung der Wirtschaft

Die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 war stark geprägt von den geopolitischen Auswirkungen des Ukrainekonflikts, den deutlich höheren Energiepreisen und einer damit verbundenen verschärften, weit über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre liegenden Inflation. Auch die Coronapandemie hatte in ihrem dritten Jahr einen weiterhin nicht unerheblichen Einfluss auf das Wirtschaftsgeschehen. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die auch Anfang 2023 sehr unsichere ökonomische Situation weltweit, mögliche Folgen des andauernden Ukrainekriegs oder eine erneute Knappheit bei fossilen Energien die Konjunktur auch in diesem Jahr oder darüber hinaus erheblich belasten könnten. Dies würde sich wesentlich auf unser Geschäft auswirken. Auch hinsichtlich der sich abgeschwächte Coronapandemie bestehen noch Risiken, beispielsweise mit Blick auf die Nachfrage nach Beratungsleistungen oder Lieferengpässe bei Elektronikbauteilen. Der Vorstand prüft laufend die aktuellen Entwicklungen und bewertet erforderliche Maßnahmen.

Unerwartete Belastungen durch steigende Einkaufspreise für Energie und Lizenzen sowie höhere Personalkosten

Wie im Prognosebericht erläutert, belasten im laufenden Geschäftsjahr drei Kostenfaktoren die Ergebnisentwicklung: die Strompreise, die Lizenzkosten und die Gehälter. Angesichts der fortschreitenden Dekarbonisierung ist derzeit nicht davon auszugehen, dass die Energiepreise wieder auf das Preisniveau wie vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine zurückkehren werden. Im Gegenteil: Es besteht das Risiko weiter steigender Stromkosten. Ähnliches gilt für die Lizenzkosten insbesondere für SAP und Microsoft. Die daraus resultierenden Mehrkosten können, je nach Vertragssituation, nicht vollständig oder nur mit zeitlicher Verzögerung an Kunden weitergegeben werden. Auch bei den Personalkosten besteht das Risiko, dass die anstehenden Erhöhungen oberhalb der ursprünglichen Annahmen im Budget liegen. Auslöser ist neben der hohen Inflation insbesondere der zunehmende Fachkräftemangel. Um Leistungsträger binden und weiterhin als attraktiver Arbeitgeber für Fach- und Führungskräfte gelten zu können, sind eventuell deutlich höhere Gehälter erforderlich.

Die Entwicklung dieser Kostenpositionen wird fortlaufend beobachtet und vom Management regelmäßig bewertet. Das Unternehmen ist ständig bestrebt, seinen Energieverbrauch zu senken und Lieferpreise mindestens mittelfristig zu fixieren, und überprüft fortlaufend die Fortschritte bei diesen Anstrengungen. Die höheren Personalkosten werden bei der Preiskalkulation von Angeboten berücksichtigt, um die Auswirkungen auf die Profitabilität zu minimieren. Zugleich ergreift das Unternehmen vielfältige Maßnahmen, um seine Attraktivität als Arbeitgeber zu erhöhen und die Fluktuation von Mitarbeitenden zu begrenzen. Dazu zählen großzügige Homeoffice-Regelungen ebenso wie flexible Arbeitszeiten und eine zusätzliche Altersversorgung.

Fachkräftemangel

Unser Unternehmen benötigt qualifizierte Fachkräfte, um einerseits das eigene Produktportfolio betreiben und weiterentwickeln zu können, andererseits aber auch, um die wachsende Zahl neuer Services zu vermarkten. Angesichts des grassierenden Mangels an IT-Spezialisten am deutschen Arbeitsmarkt fällt es zum Teil schwer, die entsprechenden Positionen schnell und adäquat zu besetzen. Das gilt im besonderen Maße für die Region um Hamburg, aber auch den süddeutschen Raum, wo unter anderem unsere Tochtergesellschaften datac Kommunikation GmbH und q.beyond Cloud Solutions GmbH (vorher scanplus GmbH) ansässig sind. Verschärft wird dieses Risiko durch Eigenkündigungen von Beschäftigten, wenn danach die erforderliche Personalstärke für die Erhaltung einer unveränderten Leistungsfähigkeit nicht mehr besteht oder diese Beschäftigten über spezielles Know-how verfügten, das sich nicht sofort ersetzen lässt. Infolge des Fachkräftemangels kann es insbesondere zu Engpässen beim Betrieb, in der Serviceentwicklung sowie im Beratungsgeschäft, aber auch in den Verwaltungsbereichen kommen.

Unser Unternehmen begegnet diesem Risiko mit einer kontinuierlichen Ausbildung junger Fachkräfte, der Zusammenarbeit mit ausgewählten Hochschulen sowie der gezielten Bindung von für den Betrieb besonders wichtigen Fach- und Führungskräften. Zudem sind wir bestrebt, wesentliche Funktionen doppelt zu besetzen und eigene Kapazitäten zur Weiterentwicklung des Portfolios zu schaffen. Auch durch die Akquisition von Unternehmen ist es in den vergangenen Jahren gelungen, weitere Fachkräfte zu gewinnen. Die Neugründung von Tochtergesellschaften, zuerst in Lettland und nun auch in Spanien, erweitert die Möglichkeiten, sehr gut ausgebildete Mitarbeitenden für unser Unternehmen zu rekrutieren.

Risiken im Bereich Informations- und Cybersicherheit

Für q.beyond hat die Gewährleistung von Informationssicherheit und Datenschutz allerhöchste Priorität. Auch vor dem Hintergrund der erheblich gestiegenen Zahl an Cyberangriffen verstärkt unser Unternehmen kontinuierlich die Anstrengungen zum Schutz seiner Ressourcen, Systeme und Daten, sowohl in Bezug auf die konzerneigene IT als auch auf die Kundensysteme. Hierzu gehört auch die Umsetzung der ab Januar 2025 geltenden europäischen Verordnung über die digitale operationelle Resilienz im Finanzsektor (kurz: DORA). IT-Anbieter wie q.beyond bereiten sich intensiv darauf vor. Unsere modernen IT-Sicherungssysteme werden stetig überwacht und zusammen mit den Strukturen im IT-Servicemanagement kontinuierlich weiterentwickelt. Trotz professioneller Schutzmaßnahmen können betrügerisch motivierte oder arglistige, kriminelle Cyberangriffe auf die Systeme von q.beyond, eine der Tochtergesellschaften oder die von q.beyond betreuten Kundensysteme nicht ausgeschlossen werden. Solche Angriffe könnten erhebliche negative wirtschaftliche Auswirkungen auf unseren Konzern, unsere Kunden- und Leistungsbeziehungen oder unsere Reputation haben und erhebliche rechtliche und finanzielle Belastungen nach sich ziehen.

Risiken im Zusammenhang mit der Post-Merger-Integration

Die q.beyond AG hat in den Jahren 2021 und 2022 fünf Unternehmen übernommen. Solche Zukäufe in einem kurzen Zeitraum bergen ein unternehmerisches Risiko, weil jede Integration neuer Tochtergesellschaften mit Herausforderungen in Bezug auf die Anpassung von Prozessen und Strukturen verbunden ist. Zu Letzterem zählen die Optimierung von Backoffice-Funktionen, von Leistungsverrechnungen zwischen den Konzerneinheiten, die Homogenisierung von Datenquellen und Kundenverträgen, aber auch die Neuorganisation der Beziehungen mit gemeinsamen Geschäftspartnern wie beispielsweise Microsoft. Trotz aller Anstrengungen um eine rasche Integration besteht das Risiko, dass die erforderlichen Anpassungen, auch infolge von Personalengpässen, nicht zügig genug abgeschlossen werden können. Hieraus resultiert ein spürbarer manueller Mehraufwand, höhere Kosten und allgemeine Prozessverzögerungen. Mit dem Projekt „One q.beyond“ räumt q.beyond nun einer zügigen Beendigung der Post-Merger-Integrationen hohe Priorität ein und setzt alles daran, Prozesse und Strukturen möglichst rasch zu vereinheitlichen. Vor diesem Hintergrund überwiegen die Chancen, die sich aus Übernahmen ergeben – zum Beispiel der Ausbau der starken Marktstellung oder das Gewinnen zusätzlicher Kompetenz, Kunden oder Umsätze – , ganz klar die Risiken.

Risiken im Zusammenhang mit Nachhaltigkeit

Das Thema Nachhaltigkeit hat in den vergangenen Jahren insbesondere wegen des Klimawandels enorm an Bedeutung gewonnen. Damit verbunden ist ein deutlicher Anstieg der regulatorischen Anforderungen an Unternehmen. Bei unzureichender Anpassung an den Klimawandel können dessen physische Auswirkungen (insbesondere extreme Wetterlagen wie Hitze und Stürme) zur Beschädigung und zum Ausfall unserer Rechenzentrumsinfrastruktur sowie zur Überhitzung der Rechenzentren führen. Auch sind Auswirkungen auf die Belegschaft mit Blick auf ihre Gesundheit und Sicherheit nicht auszuschließen. q.beyond reagiert auf diese Risiken unter anderem mit einer gezielten Planung entsprechender Investitionen und damit verbundenen technischen und baulichen Maßnahmen. Zugleich bereitet sich q.beyond auf die kontinuierlich steigenden Anforderungen an die Berichterstattung vor, denn die regulatorischen Anforderungen im Zusammenhang mit der Einhaltung von Nachhaltigkeitsvorgaben und der externen Nachhaltigkeitsberichterstattung werden steigen und an Komplexität zunehmen. Insbesondere die Umsetzung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes und die Beachtung der europäischen Nachhaltigkeitsinitiativen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD), der EU Regulation Establishing a European Single Access Point (ESAP), der Directive on Corporate Sustainability Due Diligence (CSDD) sowie der EU-Taxonomie-Verordnung erfordern von kapitalmarktorientierten Unternehmen wie q.beyond die Erweiterung ihrer Steuerungsmodelle um strategische nicht-finanzielle Kennzahlen. Bei unzureichender Erfüllung der regulatorischen Anforderungen besteht für q.beyond die Gefahr des Verlustes der Wettbewerbsfähigkeit.# Gesamtaussage

Unter Berücksichtigung möglicher Schadensausmaße und Eintrittswahrscheinlichkeiten dieser und weiterer potenzieller Risiken sind derzeit keine Risiken erkennbar, die im laufenden Geschäftsjahr zu einer dauerhaften, wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens- oder Finanzlage führen könnten. Organisatorisch wurden alle sinnvollen und vertretbaren Voraussetzungen dafür geschaffen, mögliche Risikosituationen frühzeitig erkennen und entsprechend handeln zu können. Dennoch können die künftigen Ergebnisse infolge dieser oder anderer Risiken sowie fehlerhafter Annahmen erheblich von den Erwartungen unseres Unternehmens und Managements abweichen. Sämtliche Angaben in diesem Konzernlagebericht sind, soweit sie keine historischen Tatsachen darstellen, sogenannte zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf aktuellen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse und unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung im Rahmen des Risikomanagements.

Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Unser IKS basiert auf den vom Vorstand eingeführten Grundsätzen, Richtlinien und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands abzielen. Es umfasst das Management von Risiken und Chancen in Bezug auf das Erreichen der Geschäftsziele, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für q.beyond maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Regelungen. Dabei sind auch Nachhaltigkeitsaspekte eingeschlossen. Unser IKS orientiert sich am weltweit anerkannten „COSO-Framework“ (Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission). Dieses Modell definiert die Elemente eines Kontrollsystems und setzt den Maßstab für die Bewertung der Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS.

Die q.beyond AG sowie alle verbundenen Unternehmen sind in unser IKS eingebunden. Die Gesamtverantwortung für das IKS obliegt dem Vorstand; er beurteilt zu jedem Geschäftsjahresende die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS. Das jeweilige Management des Geschäftsbereichs bzw. der Tochtergesellschaften ist verpflichtet, in seinem Verantwortungsbereich ein den Konzernvorgaben entsprechendes angemessenes und wirksames IKS zu implementieren. Das IKS ist regelmäßig Gegenstand von Prüfungsaktivitäten unserer Internen Revision im Rahmen eines risikoorientiert abgeleiteten jährlichen Revisionsplans, aber auch von externen Prüfern (z. B. Prüfungen nach ISAE 3402). Der Prüfungsplan der Internen Revision wird regelmäßig mit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats abgestimmt, zudem lässt sich der Ausschuss regelmäßig über Prüfungsergebnisse und daraus vom Management abgeleitete Maßnahmen unterrichten.

Zum 31. Dezember 2022 lag dem Vorstand kein Hinweis vor, dass das IKS oder das Risikomanagementsystem in seiner jeweiligen Gesamtheit nicht angemessen oder nicht wirksam gewesen wäre. Zu beachten bleiben aber die inhärenten Beschränkungen der Wirksamkeit eines jeden Risikomanagement- und Kontrollsystems. Kein System – auch wenn es als angemessen und wirksam beurteilt wurde – kann beispielsweise garantieren, alle tatsächlich eintretenden Risiken vorab aufzudecken oder jedwede Prozessverstöße unter allen Umständen auszuschließen.

Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats ist in das IKS eingebunden. Er überwacht insbesondere die Rechnungslegung und den Rechnungslegungsprozess sowie die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems.

Compliance-Management-System

Zielsetzung des Compliance-Management-Systems (CMS) von der q.beyond AG ist es, Pflichtverstöße frühzeitig zu erkennen und zu bewerten, damit angemessen darauf reagiert werden kann, und durch Prophylaxe den Eintritt von Pflichtverletzungen, Schadens- und Haftungsfällen zu vermeiden. Nach Einschätzung des Vorstands und des Aufsichtsrats erfüllt das CMS der q.beyond AG derzeit alle Anforderungen der gesetzlichen Vorgaben des Aktiengesetzes und des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Verantwortung für das CMS liegt beim Vorstand. Als Compliance-Beauftragter fungiert der „Leiter Interne Revision und Compliance“, der die konzernweite Ausgestaltung, Weiterentwicklung und Umsetzung des CMS verantwortet. Er berichtet nicht nur an den Vorstand bzw. die Geschäftsleitung, sondern in Abstimmung mit dem Vorstand regelmäßig auch an den Aufsichtsrat und dessen Prüfungsausschuss. Bei wesentlichen Compliance- Problematiken, in die der Vorstand unmittelbar involviert ist, ist der Compliance- Beauftragte verpflichtet, den Aufsichtsratsvorsitzenden oder die Vorsitzende des Prüfungsausschusses unmittelbar zu informieren. Der Leiter Compliance stimmt sich regelmäßig mit den Leitern der Bereiche Recht, People & Culture, Finanzen und IT-Security ab.

Alle Mitarbeitenden sind ethischen Geschäftspraktiken verpflichtet. Unser Unternehmen achtet strikt darauf, dass alle Mitarbeitenden und Organe zu jeder Zeit geltende Gesetze, interne Richtlinien und Verhaltensgrundsätze einhalten. Um unrechtmäßige und nicht integre Geschäftsentscheidungen zu verhindern, werden entsprechende Compliance- Überlegungen von Anfang an in die Geschäftsprozesse integriert. Dies reduziert Haftungsrisiken und verbessert insbesondere bei mittelständischen Kunden unser Standing als verlässlicher Partner. Neben der Schaffung einer Compliance-Kultur und adressatengerechten Kommunikation gehören auch die regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit des CMS, die Überwachung der Compliance-Ziele sowie die kontinuierliche Verbesserung des CMS zu den Aufgaben des Compliance-Beauftragten. Deshalb wird die Ausrichtung des Compliance-Management- Systems regelmäßig durch den Vorstand und den Aufsichtsrat der q.beyond AG überprüft, ggf. werden notwendige Korrekturen beschlossen.

Mindestens einmal im Jahr werden Risiken, die das Erreichen der Compliance-Ziele gefährden können, identifiziert und bewertet. Diese Risikoinventur hilft auch bei der Priorisierung geeigneter Maßnahmen zur Prävention von unrechtmäßigem Handeln. Das Compliance-Programm enthält unter anderem unternehmenseinheitliche oder geschäftsbereichs- bzw. abteilungsbezogene Vorgaben und Handlungsempfehlungen in Form von Richtlinien, Arbeitsanweisungen und Prozessbeschreibungen. Übergeordnet fasst der Code of Conduct alle Compliance-Grundsätze, Verhaltensregeln und Leitlinien für das geschäftliche Handeln zusammen.

Trotz sämtlicher Präventionsmaßnahmen lassen sich Gesetzesverstöße und schwerwiegende Pflichtverletzungen im Unternehmen nicht vollständig ausschließen. Werden Verstöße entdeckt, werden sie unverzüglich durch geschultes Fachpersonal, ggf. unterstützt durch externe Experten, aufgeklärt und konsequent und transparent sanktioniert. Gemäß den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hat die q.beyond AG ein elektronisches Hinweisgebersystem implementiert, dass Mitarbeitenden und allen Außenstehenden die Möglichkeit gibt, jeden Verdacht auf unrechtmäßiges Handeln zu melden.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen IKS

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil des RMS. Die Risiken der Rechnungslegung stehen ständig unter Beobachtung und fließen in die konzernweite Berichterstattung ein. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung prüft der Abschlussprüfer auch den Rechnungslegungsprozess. Auf der Grundlage dieser Beobachtungen beschäftigen sich sowohl der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats als auch der gesamte Aufsichtsrat mit dem rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem. Dieses RMS ist durch folgende wesentliche Merkmale gekennzeichnet:

  • Unser Unternehmen verfügt über eine eindeutige Führungs- und Unternehmensstruktur. Die Rechnungslegung für Tochtergesellschaften übernimmt entweder die q.beyond AG selbst, auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen, oder sie findet in enger Abstimmung mit den Tochtergesellschaften statt. Bei allen Tochtergesellschaften sind die Verantwortlichkeiten für die einzelnen Prozesse klar zugeordnet.
  • Unser Unternehmen gewährleistet die strikte Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sowie der internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) unter anderem durch die Beschäftigung von qualifiziertem Fachpersonal, die gezielte und ständige Fort- und Weiterbildung dieser Fachkräfte, die Beachtung des Vier-Augen-Prinzips, durch die organisatorische Trennung von Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen sowie die Funktionstrennung bei der Erstellung und Buchung von Belegen und im Controlling.
  • Die Rechnungslegungssoftware ist in allen Konzerneinheiten umfassend vor dem Zugriff Unbefugter geschützt. Die ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung aller wesentlichen Geschäftsvorfälle in allen Gesellschaften ist gewährleistet.
  • Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften werden nach Erstellung in ein einheitliches Konsolidierungssystem überführt, in dem die Eliminierung konzerninterner Transaktionen stattfindet. Dieses System liefert dann die Grundlage für den Konzernabschluss und die wesentlichen Angaben im Konzernanhang und Konzernlagebericht.
  • Die Jahresabschlüsse der wesentlichen Konzerngesellschaften unterliegen einer handelsrechtlichen Abschlussprüfung, die der sonstigen Konzernunternehmen zumindest einer prüferischen Durchsicht im Rahmen der Konzernabschlussprüfung.
  • Das konzernweite monatliche Reporting gewährleistet unterjährig eine frühzeitige Erkennung möglicher Risiken.

Mit diesen Maßnahmen schaffen wir die notwendige Transparenz bei der Rechnungslegung und verhindern weitestgehend das Auftreten möglicher Risiken in diesem Prozess.

Weitere Informationen unter www.qbeyond.de

Konzernabschluss

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

In T € | 2022 | 2021 | Anhang-Nr.
------- | -------- | -------- | -------- |

Umsatzerlöse und Ergebnisrechnung

2022 2021 Anhang-Nr.
Umsatzerlöse 173.022 155.161 7
Kosten der umgesetzten Leistungen -158.351 -136.037 7
Bruttoergebnis vom Umsatz 14.671 19.124
Marketing- und Vertriebskosten -12.867 -12.800 7
Allgemeine Verwaltungskosten -18.686 -22.329 7
Außerplanmäßige Abschreibungen -20.850 - 15, 17
Sonstige betriebliche Erträge 5.980 36.309 9
Sonstige betriebliche Aufwendungen -519 -5.124 9
Operatives Ergebnis (EBIT) -32.271 15.180
Finanzerträge 118 35 10
Finanzierungsaufwendungen -193 -309 10
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -900 -268 11
Ergebnis vor Ertragsteuern -33.246 14.638
Ertragsteuern 158 -4.793 38
Konzernergebnis -33.088 9.845
Sonstiges Ergebnis
Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden
Versicherungsmathematische Gewinne aus leistungsorientierten Pensionsplänen 2.125 1.062 26
Steuereffekt -692 -348
Sonstiges Ergebnis nach Steuern 1.433 714
Gesamtergebnis -31.655 10.559
Zuordnung des Konzernergebnisses
Eigentümer des Mutterunternehmens -33.304 9.712
Nicht beherrschende Anteile 216 133
Zuordnung des Konzernergebnisses -33.088 9.845
Zuordnung des Gesamtergebnisses
Eigentümer des Mutterunternehmens -31.871 10.426
Nicht beherrschende Anteile 216 133
Zuordnung des Gesamtergebnisses -31.655 10.559
Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € -0,27 0,08 12
Ergebnis je Aktie (verwässert) in € -0,27 0,08 12

Konzern-Kapitalflussrechnung

In T€

2022 2021 Anhang-Nr.
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 32
Ergebnis vor Ertragsteuern -33.246 14.638
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 17.876 11.604 8, 14, 17
Wertminderungen des Geschäfts- oder Firmenwerts 15.760 - 15
Abschreibungen auf Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen (IFRS 16) 4.257 4.583 16
Weitere nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen -264 -291
Gewinn aus dem Verkauf von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -25 -
Gewinn aus Verkauf von Tochterunternehmen - -34.430 2
Gewinn /Verlust aus Anlagenabgang -9 59
Gezahlte Ertragsteuern -98 -3.553
Erhaltene Ertragsteuern 83 -
Erhaltene Zinsen 83 13
Gezahlte Zinsen im Rahmen von Leasingverhältnissen (IFRS 16) -105 -257 16
Nettofinanzierungsaufwendungen 75 274 10
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 900 268 11
Veränderung der Rückstellungen -4.795 -4.276 28, 29
Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -4.056 2.433 18
Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.223 524
Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Schulden -3.917 749
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit -1.258 -7.662 32
Cashflow aus Investitionstätigkeit 33
Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -473 -895
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen -3.047 -6.380
Auszahlungen für den Erwerb eines Tochterunternehmens abzüglich erworbener liquider Mittel -10.635 -15.483 2
Auszahlungen für den Erwerb von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen - -6.391
Einzahlungen aus dem Verkauf von Sachanlagen 32 228
Einzahlungen aus dem Verkauf von Tochterunternehmen nach Abzug liquider Mittel - 53.619 2
Einzahlungen aus dem Verkauf von nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 134 -
Cashflow aus Investitionstätigkeit -13.989 24.698 33
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 33
Rückzahlungen von Wandelschuldverschreibungen -6 -7
Einzahlungen aus der Ausgabe von Aktien - 154
Gezahlte Zinsen -3 -
Auszahlung aus der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen -5.056 -5.408 16
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -5.065 -5.261 33
Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -20.312 11.775
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar 56.700 44.925
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember 36.388 56.700 22

Konzern-Bilanz

In T€

VERMÖGENSWERTE 31.12.2022 31.12.2021 Anhang-Nr.
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 21.113 21.628 14
Grundstücke und Bauten 16.662 17.381 14
Geschäfts- oder Firmenwert 15.854 29.956 15
Vermögenswerte aus Nutzungsrechten 7.802 12.809 16
Andere immaterielle Vermögenswerte 5.074 7.343 17
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 5.277 6.286 11
Vorauszahlungen 1.464 1.138 19
Sonstige langfristige Vermögenswerte 1.068 537 21
Latente Steueransprüche - 77 38
Langfristige Vermögenswerte 74.314 97.155
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.681 35.424 18
Vorauszahlungen 6.667 5.799 19
Vorratsvermögen 217 249 20
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 3.793 4.973 21
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 36.388 56.700 22
Kurzfristige Vermögenswerte 86.746 103.145
BILANZSUMME 161.060 200.300

In T€

EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 31.12.2022 31.12.2021 Anhang-Nr.
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 124.579 124.579 23
Kapitalrücklage 144.084 144.147 24
Sonstige Rücklage -319 -1.752 26
Konzernbilanzverlust -153.203 -119.899
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens 115.141 147.075
Nicht beherrschende Anteile 510 294
Eigenkapital 115.651 147.369
Schulden
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 750 1.125 30
Leasingverbindlichkeiten 5.009 4.684 16
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 5.686 2.376 27
Pensionsrückstellungen 2.312 4.830 28
Sonstige Rückstellungen 780 440 29
Langfristige Schulden 14.537 13.455
Kurzfristige Schulden
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 23.898 24.250 30
Leasingverbindlichkeiten 2.731 8.989 16
Sonstige Rückstellungen 1.604 4.221 29
Steuerrückstellungen 2.155 1.621 29
Rechnungsabgrenzungsposten 484 395 31
Kurzfristige Schulden 30.872 39.476
Schulden 45.409 52.931
BILANZSUMME 161.060 200.300

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

In T€

Auf die Anteilseigner der q.beyond AG entfallendes Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Sonstige Rücklage (Versicherungs- mathematische Verluste) Konzern- bilanzverlust Anhang-Nr.
Saldo zum 1. Januar 2022 124.579 144.147 -1.752 -119.899
Konzernergebnis - - - -33.304
Erfolgsneutral erfasstes sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern - - 1.433 - 26
Gesamtergebnis - - 1.433 -33.304
Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung - -63 - - 36
Saldo zum 31. Dezember 2022 124.579 144.084 -319 -153.203
Saldo zum 1. Januar 2021 124.472 144.160 -2.466 -129.611
Konzernergebnis - - - 9.712
Erfolgsneutral erfasstes sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern - - 714 - 26
Gesamtergebnis - - 714 9.712
Ausübung von Wandelschuldverschreibungen 107 47 - - 23, 24
Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung - -60 - - 36
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen - - - -
Saldo zum 31. Dezember 2021 124.579 144.147 -1.752 -119.899
Gesamt Nicht beherrschende Anteile Gesamtes Eigenkapital
Saldo zum 1. Januar 2022 147.075 294 147.369
Konzernergebnis -33.304 216 -33.088
Erfolgsneutral erfasstes sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 1.433 - 1.433
Gesamtergebnis -31.871 216 -31.655
Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung -63 - -63
Saldo zum 31. Dezember 2022 115.141 510 115.651
Saldo zum 1. Januar 2021 136.555 - 136.555
Konzernergebnis 9.712 133 9.845
Erfolgsneutral erfasstes sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern 714 - 714
Gesamtergebnis 10.426 133 10.559
Ausübung von Wandelschuldverschreibungen 154 - 154
Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung -60 - -60
Erwerb eines Tochterunternehmens mit nicht beherrschenden Anteilen - 161 161
Saldo zum 31. Dezember 2021 147.075 294 147.369

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022

Informationen zum Unternehmen

Die q.beyond AG (nachfolgend auch „q.beyond“) steht für erfolgreiche Digitalisierung. Wir unterstützen unsere Kunden dabei, die besten digitalen Lösungen für ihr Business zu finden, setzen diese um und betreiben sie. Unser starkes Team aus 1.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bringt unsere mittelständischen Kunden sicher durch die digitale Transformation, mit umfassender Expertise rund um Cloud, SAP, Microsoft und Softwareentwicklung. q.beyond verfügt über Standorte in ganz Deutschland sowie in Lettland und Spanien, eigene zertifizierte Rechenzentren und gehört zu den führenden IT- Dienstleistern. q.beyond ist eine in der Bundesrepublik Deutschland eingetragene Aktiengesellschaft. Der Sitz befindet sich in 50829 Köln, Richard-Byrd-Straße 4. Im Handelsregister des Amtsgerichts Köln wird die Gesellschaft unter der Nummer HRB 28281 geführt. Seit dem 19. April 2000 ist die q.beyond AG an der Deutschen Börse und seit Anfang 2003 im Prime Standard notiert.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die Gesellschaft ist nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 zur Aufstellung des Konzernabschlusses nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften verpflichtet und damit gemäß § 315e Abs. 1 HGB von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach HGB befreit. q.beyond erstellt den Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den durch das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und zum 31. Dezember 2022 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften. Die Gesellschaft berücksichtigt alle für das Geschäftsjahr 2022 in der EU verpflichtend anzuwendenden IFRS sowie die Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC). Im Konzernabschluss verwendet q.beyond grundsätzlich das Anschaffungskostenprinzip. Wesentliche Ausnahmen hiervon sind Verbindlichkeiten aus anteilsbasierten Vergütungen in Form von Eigenkapitalinstrumenten sowie die Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen. Das Geschäftsjahr der q.beyond AG und der einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Unternehmens, dargestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend Euro (T €) auf- oder abgerundet.# Bei Zahlen und Prozentangaben in diesem Geschäftsbericht können geringfügige Rundungsdifferenzen von T € 1 oder 0,1 % auftreten.

1 Vorgänge nach Ende der Berichtsperiode, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme des Konzerns wesentlich wären, traten bis zum 23. März 2023 (Datum der Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat) nicht ein. Die Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit werden einzelne Posten in der Gewinn- und-Verlust-Rechnung sowie der Bilanz zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert.

2 Konzernkreis und gesellschaftliche Veränderungen

Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der q.beyond AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der Tochterunternehmen werden gemäß IFRS 10 (Konzernabschlüsse) nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Alle Tochterunternehmen haben den gleichen Bilanzstichtag wie die q.beyond AG als Mutterunternehmen. Die Gesellschaft eliminiert hierbei alle konzerninternen Geschäftsvorfälle in voller Höhe.

Die Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, also dem Zeitpunkt, zu dem q.beyond die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Anhang unter Ziffer 34 näher erläutert. Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet.

Erwerb von 51 % der Gesellschaftsanteile an der productive-data GmbH

Am 27. Oktober 2022 erwarb die q.beyond 51 % der Geschäftsanteile an der productive-data GmbH, Hamburg. Unter dem Gesichtspunkt der Wesentlichkeit ist der 31. Oktober 2022 der Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte und Schulden der q.beyond zugerechnet werden. Gegenstand der productive-data GmbH ist die Entwicklung von Software, deren Vertrieb und die Implementierung im Markt durch Projektierung, Erstellung, Vermarktung und Betreuung von dafür bestimmten Produkten, sowie die Vermittlung von Anteilen an Gesellschaften zum Erwerb und Betrieb solcher Produkte und Vertriebskonzepte.

Seit dem Anteilserwerb trug die productive-data GmbH Umsatzerlöse von T € 1.873 und einen Gewinn von T € 93 zum Konzernergebnis bei. Hätte der Erwerb am 1. Januar 2022 stattgefunden, hätten die Konzernumsatzerlöse bei T € 181.275 und das Konzernergebnis bei T € -32.657 gelegen.

Übertragene Gegenleistung.

Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst:

Übertragene Gegenleistung in T €
Zahlungsmittel 2.500
Bedingte Gegenleistung durch wechselseitige Call-Put-Optionen 4.444
Gesamte übertragene Gegenleistung 6.944

Der vorläufige Kaufpreis für den Erwerb der 11.475 Geschäftsanteile mit einem Nennwert von jeweils € 1 beträgt T € 6.944. Unter Zugrundelegung einer wahrscheinlichkeits- gewichteten Szenario-Betrachtung wurde neben dem festen Kaufpreis in Höhe von T € 2.500 ein zusätzlicher variabler Kaufpreis in Höhe von T € 4.444 unterstellt.

q.beyond hat sich durch drei wechselseitige Call-Put-Optionen, ausübbar in den Jahren 2024 bis 2026, verpflichtet, insgesamt weitere 49 % der Geschäftsanteile an der productive-data GmbH zu erwerben. Die Call-Put-Optionen sind abhängig von einem von der Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2023 bis 2025 zu erwirtschaftenden Ergebnis und betragen maximal insgesamt T € 6.668. Der Mindestkaufpreis für den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile beträgt T € 2.500.

Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten.

Bei q.beyond sind mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten in Höhe von T € 78 für Due-Diligence- Aufwendungen und Rechtsberatung, angefallen. Die Kosten wurden in den allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden.

Nachstehend sind die erworbenen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst:

in T €
Sachanlagen 12
Vermögenswerte aus Nutzungsrechten 119
Andere immaterielle Vermögenswerte 1
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.887
Vorauszahlungen 87
Sonstige Vermögenswerte 94
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 337
Leasingverbindlichkeiten -119
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten -1.567
Steuerrückstellungen -136
Rechnungsabgrenzungsposten -82
Gesamtes identifizierbares Nettovermögen 633

3 Geschäfts- oder Firmenwert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs vor Durchführung einer Kaufpreisallokation vorläufig wie folgt erfasst:

in T €
Übertragene Gegenleistung 6.944
Beizulegender Zeitwert der identifizierbaren Nettovermögenswerte 633
Geschäfts- oder Firmenwert 6.311

Der vorläufige Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus der Erweiterung des Kundenpotenzials durch die Erschließung des Data-Analytics-Markts und den Zugriff auf ein branchenspezifisches Portfolio. q.beyond ergänzt damit ihr Leistungsspektrum um einen weiteren Baustein, erhöht die eigene Wertschöpfung und erschließt sich zusätzliche Wachstumschancen. Von dem erfassten Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nichts abzugsfähig.

Erwerb Geschäftsbetrieb der ScanPlus GmbH in Insolvenz

Am 23. Dezember 2021 wurden durch die q.beyond Erwerbergesellschaft GmbH (nunmehr firmierend unter q.beyond Cloud Solutions GmbH) der Geschäftsbetrieb der ScanPlus GmbH in Insolvenz übernommen. Neben den Sachanlagen in Höhe von T € 4.341 und nicht näher spezifizierten immateriellen Vermögenswerten in Höhe von T € 5.494 wurden dabei deren Arbeitnehmer und Kunden übernommen sowie vertragliche Übereinkünfte mit den wesentlichen Vermietern und Leasinggebern getroffen. Die nicht spezifizierten immateriellen Vermögenswerte wurden im letztjährigen Geschäftsjahr als vorläufiger Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Im Geschäftsjahr 2022 erfolgte eine Kaufpreisaufteilung. Die bislang nicht bilanzierten und erworbenen immateriellen Vermögenswerte belaufen sich auf insgesamt T € 4.653 und entfallen auf Kundenstämme in Höhe von T € 2.079 sowie auf verschiedene Softwareprodukte in Höhe von T € 2.574.

Im ersten Halbjahr 2022 wurden die mit dem Geschäftsbetrieb übernommenen Leasingverträge über die Anmietung von Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte in Kaufverträge umgewandelt. Die Anschaffungskosten über den Erwerb von Sachanlagen betrugen T € 4.361 und die der immaterielle Vermögenswerte T € 2.387.

4 3 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordert neben Ermessensentscheidungen auch zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen. Die tatsächlichen Werte können von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass das Risiko einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres besteht. Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen waren insbesondere im Zusammenhang mit der Bilanzierung der folgenden Posten notwendig:

(a) Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden, die die im Konzernabschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, betreffen folgende Posten:

  • Anhangangabe 6 – Umsatzerlöse: Bestimmung des Leistungsfortschritts bei Leistungsverpflichtungen, die über einen bestimmten Zeitraum erfüllt werden
  • Anhangangabe 6 – Umsatzerlöse: Bestimmung der Allokation des Transaktionspreises auf die Leistungsverpflichtungen
  • Anhangangabe 16 – Laufzeit des Leasingvertrags: Bestimmung, ob die Ausübung von Verlängerungsoptionen hinreichend sicher ist

(b) Annahmen und Schätzungen betreffen im Wesentlichen die folgenden Posten:

  • Anhangangabe 15 und 17 – Wertminderungstest der immateriellen Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte: wesentliche Annahmen, die der Ermittlung des erzielbaren Betrags zugrunde gelegen haben
  • Anhangangabe 16 – Bestimmung der Diskontierungszinssätze bei der Berechnung des Barwerts der Leasingverbindlichkeiten
  • Anhangangabe 18 – Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Bewertung der Wertberichtigung aufgrund der erwarteten Kreditverluste: Schlüsselannahmen bei der Ermittlung der gewichteten durchschnittlichen Verlustrate
  • Anhangangabe 38 – Ansatz aktiver latenter Steuern: Verfügbarkeit künftig zu versteuernder Ergebnisse, gegen die abzugsfähige temporäre Differenzen verwendet werden können
  • Anhangangabe 27 – Andere finanzielle Verbindlichkeiten: wesentliche Annahmen über die Höhe der zukünftigen Zahlungen aus Call-Put-Optionen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Geschäftsanteilen an der productive-data GmbH
  • Anhangangabe 28 – Bewertung von Pensionsrückstellungen: wesentliche versicherungsmathematische Annahmen
  • 5 Anhangangabe 29 – Ansatz und Bewertung von Rückstellungen: wesentliche Annahmen über die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß des Nutzenabflusses

4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Aufwands- und Ertragsrealisierung.

q.beyond realisiert Umsatzerlöse mit Erfüllung der Leistungsverpflichtung durch die Übertragung des zugesagten Guts oder der zugesagten Dienstleistung auf den Kunden. Der Vermögenswert gilt als übertragen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über diesen Vermögenswert erlangt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgender Kriterien voraus:

  • Bei der Erbringung von Dienstleistungen fließt dem Kunden in der Regel der Nutzen aus der Leistung von q.beyond zu und der Kunde nutzt gleichzeitig die Leistung, während sie erbracht wird (IFRS 15.35a). Auf dieser Basis erfolgt die Umsatzrealisierung zeitraumbezogen.- Im Falle der Erbringung von Dienstleistungen im Regelbetrieb von IT-Services macht q.beyond vereinfachend von der Vorschrift des IFRS 15.B16 Gebrauch, wonach Umsätze in Höhe des Betrags erfasst werden, den q.beyond den Kunden in Rechnung stellen darf, da q.beyond Anspruch auf eine Gegenleistung in einer Höhe hat, die direkt dem Wert der von q.beyond bereits erbrachten Leistungen entspricht.
  • Bei der Erbringung von Transitionsleistungen (im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Auslagerung von IT-Infrastrukturen), die der Erbringung von Dienstleistungen des Regelbetriebs von IT-Services vorausgehen, werden Umsätze auf der Basis des Leistungsfortschritts realisiert. Der Leistungsfortschritt wird hierbei auf der Basis der Methode der erreichten Leistungsziele („milestones reached“) als konkrete Ausprägung der outputbasierten Methode bestimmt.
  • Im Falle der Erbringung von Dienstleistungen im Regelbetrieb von IT-Services sind grundsätzlich den einzelnen Leistungsverpflichtungen Einzelveräußerungspreise vertraglich zugeordnet. Eine Allokationsnotwendigkeit entfällt somit.
  • Bei Transitionsleistungen werden die eigenständigen Meilensteine mit ihren erwarteten Kosten zzgl. Marge (IFRS 15.79 b Expected-cost-plus-a-margin-Ansatz) bewertet und der Transaktionspreis auf dieser Basis auf die einzelnen Meilensteine aufgeteilt.
  • q.beyond erfasst Zinserträge, wenn Zinsen entstanden sind. Unter den Zinserträgen wird auch die Aufzinsung der Finanzierungsleasingforderungen aus Mehrkomponentenverträgen unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf der Basis eines Kalkulationszinssatzes, mit dem die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit auf dessen Nettobuchwert abgezinst werden, ausgewiesen.
  • Mehrkomponentenverträge teilen sich in einen Dienstleistungsanteil und eine Hardwareüberlassung auf. Beide Komponenten haben einen eigenständigen Wert und einen verlässlich feststellbaren Zeitwert. Für die Hardwareüberlassung führt die Anwendung der Vorschrift des IFRS 16 dazu, dass q.beyond bei bestimmten Mehrkomponentenverträgen als Leasinggeber auftritt. Die Leasingvereinbarungen beziehen sich auf identifizierbare Vermögenswerte, die ausschließlich vom Kunden genutzt werden können. Beim Dienstleistungsvertrag werden die Umsatzerlöse für die zu erbringenden Serviceleistungen nach Leistungserbringung auf die Vertragslaufzeit verteilt.
  • Für den Teil des Mehrkomponentenvertrags, der als Finanzierungsleasingverhältnis klassifiziert wurde, werden die Umsatzerlöse zu Beginn des Vertrags und der Zinsanteil über die Laufzeit des Vertrags realisiert. In diesen Fällen werden die von den Kunden (Leasingnehmern) geschuldeten Beträge aus Finanzierungsleasing als abgezinste Forderungen erfasst. Bei Bewertung der Hardwareüberlassung als Operating-Leasing- Verhältnis werden die Umsatzerlöse monatlich gemäß der Vertragslaufzeit erfasst. Die Aufteilung der Gesamtleistung der Verträge auf die jeweiligen Komponenten erfolgt nach der Residualwertmethode, da diese den wirtschaftlichen Gehalt der Verträge am zutreffendsten widerspiegelt.
  • Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst.

Im Einzelnen gestaltet sich die Umsatzrealisierung von q.beyond wie folgt:

Das Segment Cloud & IoT bündelt sämtliche IT-Dienste, die Unternehmen den schrittweisen Übergang in das digitale Zeitalter erleichtern. Alle wesentlichen IT-Funktionen lassen sich als schlüsselfertige Cloud-Module oder als individuelle Outsourcing-Dienste beziehen – das Spektrum reicht von virtuellen IT-Arbeitsplätzen und Business-Applikationen über flexible IT-Ressourcen bis zu umfassenden Kommunikations- und Netzwerkdiensten. Auch das IoT- Geschäft bietet Softwarekompetenz, die Hardware vom Sensor bis zum Gateway, die sichere Übertragung von Daten sowie deren Speicherung. Die Umsatzerlöse aus den Miet- und Dienstleistungsverträgen werden entsprechend der Leistungserbringung, d. h. grundsätzlich anteilig über die Vertragslaufzeit, erfasst. Ferner generiert das Segment Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware und Software. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware bzw. aus Miet- und Leasinggeschäften, die wirtschaftlich als Verkauf anzusehen sind, werden realisiert, sobald die Hardware an den Kunden versandt wurde und es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst.

Das Segment SAP umfasst die Beratung von Unternehmen bei der Digitalisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen auf der Basis von SAP-Technologien sowie den Betrieb entsprechender Anwendungen. Die Umsatzerlöse aus den entsprechenden Dienstleistungsverträgen werden entsprechend der Leistungserbringung, d. h. grundsätzlich anteilig über die Vertragslaufzeit, erfasst. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeitaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst.

Fremdwährungsumrechnung

q.beyond bilanziert in Euro und rechnet Fremdwährungstransaktionen zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs um. Unterschiede zwischen dem Umrechnungskurs des Tages des Geschäftsabschlusses und dem Tag, an dem das Geschäft erfüllt oder zur Einbeziehung in den Konzernabschluss umgerechnet wurde, erfasst q.beyond erfolgswirksam.

Sachanlagen

q.beyond setzt Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen an. Aufwendungen für Reparaturen und Wartung, die keine wesentlichen Ersatzinvestitionen darstellen, werden unmittelbar aufwandswirksam in der Periode erfasst, in der sie angefallen sind. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Wertminderungsaufwendungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Die Sachanlagen werden linear über folgende voraussichtliche Nutzungsdauern abgeschrieben:

Sachanlagen Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude 10 – 50
Einbauten auf fremden Grundstücken 3 – 20
Netzwerk und technische Anlagen 1 – 25
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 – 15

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Qualifizierte Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 liegen nicht vor.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwerte

Unternehmenszusammenschlüsse bilanziert q.beyond unter Anwendung der Erwerbsmethode. Diese beinhaltet die Erfassung aller identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden einschließlich Eventualschulden des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert. Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss bemessen sich bei Erwerb als Überschuss der an den Verkäufer transferierten Gegenleistung des Unternehmenszusammenschlusses über die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden. q.beyond testet Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände auf eine eventuelle Minderung des Buchwerts hindeuten.

Andere immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Erfolgt die erstmalige Erfassung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses, entsprechen diese Anschaffungskosten dem Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden dann aktiviert, wenn die Aktivierungsvoraussetzungen gemäß IAS 38 vorliegen. Hierbei handelt es sich überwiegend um Personal- und Materialaufwendungen. Nicht aktivierungsfähige Kosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Für die immateriellen Vermögenswerte ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und außerdem auf eine mögliche Wertminderung untersucht, sofern hierfür Anhaltspunkte vorliegen. Immaterielle Vermögensgegenstände mit einer unbegrenzten Nutzungsdauer sind nicht vorhanden.

Eine solche Überprüfung der Abschreibungsdauer und der Abschreibungsmethode erfolgt für solche Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres. Bei den anderen immateriellen Vermögenswerten handelt es sich vorwiegend um Software, Lizenzen und ähnliche Rechte. Darüber hinaus wurden im Rahmen von Erstkonsolidierungen Marken und Kundenstämme aktiviert. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Wertminderungsaufwendungen werden im Gewinn oder Verlust erfasst.

Die Gesellschaft schreibt erworbene Software über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren ab. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (Entwicklungskosten) werden nach Abschluss der Entwicklungsphase über einen Zeitraum von 4 bis 5 Jahren abgeschrieben. Erworbene Marken werden über einen Zeitraum bis 10 Jahren abgeschrieben. Die Nutzungsdauern für die erworbenen Kundenstämme belaufen sich auf 2 bis 20 Jahre.

Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Die Anteile von q.beyond an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen. Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen q.beyond einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten erfasst.# Der mit einem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben. Bei der Anwendung der Equity-Methode stellt q.beyond fest, ob hinsichtlich der Nettoinvestition von q.beyond beim assoziierten Unternehmen die Berücksichtigung eines zusätzlichen Wertminderungsaufwands erforderlich ist. Die Gewinn-und-Verlust- Rechnung enthält den Anteil von q.beyond am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Unmittelbar im Eigenkapital des assoziierten Unternehmens erfasste Änderungen werden von q.beyond in Höhe ihres Anteils ebenfalls unmittelbar im Eigenkapital erfasst und – sofern erforderlich – in die Aufstellung zu den Veränderungen des Eigenkapitals aufgenommen.

Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und Schulden. q.beyond verfügt aus dem Anwendungsbereich des IFRS 9 über finanzielle Vermögenswerte und Schulden, die originäre Schuldinstrumente sind.

9 Finanzielle Vermögenswerte und Schulden im Sinne von IFRS 9 bewertet q.beyond wie folgt:

| Kategorie | IFRS 9 | Vermögenswerte nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | Fortgeführte Anschaffungskosten | Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | Fortgeführte Anschaffungskosten | Verbindlichkeiten nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungskosten | Andere finanzielle Verbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungskosten | Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet | Verbindlichkeiten aus Call-Put-Optionen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| | | | | | | | | | | | | | | |

Die Bewertung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt erfolgswirksam anhand eines Bewertungsmodells auf Basis der Kategorie „Level 3“, da Marktdaten nicht verfügbar sind. Die Einstufungskategorie resultiert aus den Steuerungsvorgaben für finanzielle Schuldinstrumente („business model“) und dem Zahlungsstromkriterium („basic loan feature/SPPI“). Die Gesellschaft legt diese Klassifizierung beim erstmaligen Ansatz fest und überprüft die Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Umwidmungen erfolgen, soweit diese zulässig und erforderlich sind.

Bei der erstmaligen Erfassung bewertet q.beyond die finanziellen Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert. q.beyond erfasst die finanziellen Vermögenswerte bilanziell am Erfüllungstag. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit festen oder bestimmbaren Zahlungen ohne aktive Marktnotierung bewertet q.beyond zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen und unter Berücksichtigung von Transaktionskosten. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Vermögenswerte ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen. Im Übrigen werden die sonstigen Vermögenswerte mit ihrem Nominalwert ausgewiesen. Entsprechend ihren Laufzeiten werden sie unter den Positionen „Langfristige Vermögenswerte“ und „Kurzfristige Vermögenswerte“ ausgewiesen.

Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte.

Auf der Basis des Modells der erwarteten Kreditausfälle des IFRS 9 sind neben der Würdigung der Informationen über vergangene Ereignisse und den gegenwärtigen Bedingungen auch Prognosen künftiger wirtschaftlicher Bedingungen zu berücksichtigen.

10 Finanzinstrumente und Vertragsvermögenswerte.

Die geschätzten erwarteten Forderungsausfälle werden auf der Grundlage eines vereinfachten Modells für die gesamte Restlaufzeit auf der Basis von Erfahrungen mit tatsächlichen Forderungsausfällen berechnet. Sämtliche Forderungen weisen homogene Risikomerkmale auf, sodass eine Unterteilung nach Kundengruppen entfällt. q.beyond bilanziert Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste für - finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, - Vertragsvermögenswerte, - sonstige Forderungen inkl. Forderungen aus Leasingverhältnissen.

Die Anwendung der Wertminderungsvorschriften des IFRS 9 führt zu keiner wesentlichen Wertminderung für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Diese werden ausschließlich mit kurzfristiger Laufzeit bei deutschen Kreditinstituten hinterlegt, die mit Investment-Grade-Ratings von den Ratingagenturen Standard & Poor’s, Fitch und Moody’s bewertet waren.

q.beyond bemisst die Wertberichtigungen in Höhe der über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste. Bei der Festlegung, ob das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswertes seit der erstmaligen Erfassung signifikant angestiegen ist und bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten berücksichtigt q.beyond angemessene und belastbare Informationen, die relevant und ohne unangemessenen Zeit- und Kostenaufwand verfügbar sind. Dies umfasst sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf vergangenen Erfahrungen von q.beyond und fundierten Einschätzungen, inklusive zukunftsgerichteter Informationen, beruhen.

q.beyond nimmt an, dass das Ausfallrisiko eines finanziellen Vermögenswertes signifikant angestiegen ist, wenn er mehr als 180 Tage überfällig ist. q.beyond betrachtet einen finanziellen Vermögenswert als ausgefallen, wenn es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seine Kreditverpflichtung vollständig an q.beyond zahlen kann, ohne dass q.beyond auf Maßnahmen wie die Verwertung von Sicherheiten (falls vorhanden) zurückgreifen muss.

Über die Laufzeit erwartete Kreditverluste sind erwartete Kreditverluste, die aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments resultieren. Der bei der Schätzung von erwarteten Kreditverlusten maximal zu berücksichtigende Zeitraum ist die maximale Vertragslaufzeit, in der q.beyond einem Kreditrisiko ausgesetzt ist. Erwartete Kreditverluste sind die wahrscheinlichkeitsgewichteten Schätzungen der Kreditverluste.

Finanzielle Vermögenswerte mit beeinträchtigter Bonität.

q.beyond schätzt zu jedem Abschlussstichtag ein, ob finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten in der Bonität beeinträchtigt sind. Ein finanzieller Vermögenswert ist in der Bonität beeinträchtigt, wenn ein Ereignis oder mehrere Ereignisse mit nachteiligen Auswirkungen auf die erwarteten zukünftigen Zahlungsströme des finanziellen Vermögenswertes eintreten.

11 Indikatoren dafür, dass ein finanzieller Vermögenswert in der Bonität beeinträchtigt ist, umfassen die folgenden beobachtbaren Daten:

  • signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners;
  • ein Vertragsbruch, wie beispielsweise ein Ausfall oder eine Überfälligkeit von mehr als 180 Tagen;
  • die Wahrscheinlichkeit, dass der Schuldner in Insolvenz oder in ein sonstiges Sanierungsverfahren geht.

Darstellung der Wertminderung für erwartete Kreditverluste in der Bilanz.

Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet sind, werden vom Bruttobuchwert der Vermögenswerte abgezogen.

Abschreibung.

Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswertes wird abgeschrieben, wenn q.beyond nach angemessener Einschätzung nicht davon ausgeht, dass der finanzielle Vermögenswert ganz oder teilweise realisierbar ist. q.beyond führt eine individuelle Einschätzung über den Zeitpunkt und die Höhe der Abschreibung durch, basierend darauf, ob eine angemessene Erwartung an die Einziehung vorliegt. Offene Forderungen werden sofort bei Überschreiten ihrer Fälligkeit angemahnt. Eine Überfälligkeit von 180 Tagen wird für Forderungen als Hinweis auf eine Erhöhung des Ausfallrisikos angesehen, der einen Wertminderungstest der Forderung auslöst, d.h. sämtliche Forderungen, die mehr als 180 Tage überfällig sind, werden einzeln auf etwaigen Wertberichtigungsbedarf hin analysiert. Forderungen, die nicht mehr als 180 Tage überfällig sind, weisen historisch auf der Basis der letzten fünf Jahre hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit eine sehr geringe Verlustrate von 0,1 % aus. q.beyond erwartet keine signifikante Einziehung des abgeschriebenen Betrags. Abgeschriebene finanzielle Vermögenswerte können dennoch Vollstreckungsmaßnahmen zur Einziehung überfälliger Forderungen unterliegen.

Vertragsanbahnungskosten.

Die Bilanzierung von Vertragsanbahnungskosten wird nach IFRS 15 vorgenommen. Hierbei werden die angefallenen Kosten zur Vertragserlangung bzw. - erfüllung aktiviert und über die erwartete Vertragslaufzeit abgeschrieben. Übersteigen die Kosten die zu erwartenden Erlöse, so wird der hieraus entstehende Verlust direkt als solcher erfasst.

Vorauszahlungen.

Unter den Vorauszahlungen werden die transitorischen Posten für vor dem Abschlussstichtag geleistete Ausgaben, die den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, bilanziert.

Vorratsvermögen.

Die Vorräte bewertet q.beyond mit den Anschaffungskosten. Die Bewertung erfolgt am Bilanzstichtag jeweils zum niedrigeren Betrag von Anschaffungskosten oder Nettoveräußerungswert.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz und Kapitalflussrechnung umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten. Zahlungsmittel, die Verfügungsbeschränkungen unterliegen, werden unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen.

12 Rückstellungen.

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn q.beyond eine gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern q.beyond für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, erfasst sie die Erstattung als gesonderten Vermögenswert nur dann, wenn deren Zufluss so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird nach Abzug dieser Erstattung erfolgswirksam erfasst.

  • Abfindungen.# Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für bestehende rechtliche oder faktische Verpflichtungen zur Gewährung von Abfindungszahlungen an Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Beendigung von Arbeitsverhältnissen werden Rückstellungen passiviert.

  • Rückbauverpflichtungen. Für die Verpflichtung, Mietflächen in einem Rechenzentrum nach Beendigung der voraussichtlichen Mietlaufzeit in einem vertraglich festgelegten Zustand zurückzugeben, werden Rückstellungen passiviert.
  • Restrukturierungsmaßnahmen. Eine Rückstellung für Restrukturierungsmaßnahmen wird erfasst, sobald q.beyond einen detaillierten und formalen Restrukturierungsplan genehmigt hat und die Restrukturierungsmaßnahmen entweder begonnen haben oder öffentlich angekündigt wurden.

Pensionen

Die Höhe der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung wird gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Ansammlungsverfahrens (Projected- Unit-Credit-Methode) und auf der Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste erfasst q.beyond direkt im sonstigen Ergebnis unter den sonstigen Rücklagen. Die von der Gesellschaft getroffenen Annahmen bei der Ermittlung der versicherungsmathematischen Verpflichtungen sind im Anhang unter Ziffer 28 erläutert. Verpflichtungen für Beiträge zu beitragsorientierten Plänen werden als Aufwand erfasst, sobald die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wird.

Aktienoptionsprogramme

Als Entlohnung für die geleistete Arbeit können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von q.beyond eine aktienbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten erhalten. Die Kosten aus der Gewährung solcher Eigenkapitalinstrumente bemisst q.beyond mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bzw. Erbringung der Leistung, wenn sie auf Aktienoptionsprogrammen basieren, die nach dem 7. November 2002 beschlossen oder modifiziert wurden. Den beizulegenden Zeitwert ermittelt die Gesellschaft unter Anwendung eines Optionspreismodells. Einzelheiten hierzu sind im Anhang unter Ziffer 36 detailliert erläutert. Die Bilanzierung der aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen und die korrespondierende Erhöhung des Eigenkapitals erfolgen verteilt über den Erdienungszeitraum. Für nicht ausübbare Vergütungsrechte erfasst q.beyond keinen Aufwand. Bei Änderungen der Vertragsbedingungen einer eigenkapitalbasierten Vergütungsvereinbarung erfasst die Gesellschaft mindestens Aufwendungen in der Höhe, die ohne Änderung der Bedingungen angefallen wären. Bei Annullierung einer eigenkapitalbasierten Vergütungsvereinbarung behandelt q.beyond diese so, als ob sie am Tag der Annullierung ausgeübt worden wäre und erfasst den bislang noch nicht erfassten Aufwand sofort.

Leasingverhältnisse

Bei Vertragsbeginn beurteilt q.beyond, ob der Vertrag ein Leasingverhältnis begründet oder beinhaltet. Dies ist der Fall, wenn der Vertrag dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierbaren Vermögenswertes gegen Zahlung eines Entgeltes für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht zur Kontrolle eines identifizierten Vermögenswertes beinhaltet, legt q.beyond die Definition eines Leasingverhältnisses nach IFRS 16 zugrunde. Diese Methode wird auf Verträge angewendet, die am oder nach dem 1. Januar 2019 geschlossen wurden.

I q.beyond als Leasingnehmer

Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrages, der eine Leasingkomponente enthält, teilt q.beyond das vertraglich vereinbarte Entgelt auf der Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf. Für die geschlossenen Nichtleasingkomponenten bei gemieteten Kraftfahrzeugen hat q.beyond jedoch beschlossen, von einer Trennung der Nichtleasingkomponenten abzusehen und stattdessen Leasing- und Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren. Am Bereitstellungsdatum erfasst q.beyond einen Vermögenswert für das gewährte Nutzungsrecht sowie eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird erstmalig zu Anschaffungskosten bewertet, die der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistete Zahlungen zuzüglich etwaiger anfänglicher direkter Kosten sowie der geschätzten Kosten zur Demontage oder Beseitigung des zugrunde liegenden Vermögenswertes oder zur Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswertes bzw. des Standortes, an dem dieser sich befindet, abzüglich etwaiger erhaltener Leasinganreize. Anschließend wird das Nutzungsrecht vom Bereitstellungsdatum bis zum Ende des Leasingzeitraumes linear abgeschrieben. Zusätzlich wird das Nutzungsrecht fortlaufend um Wertminderungen, sofern notwendig, berichtigt und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit angepasst.

Erstmalig erfasst wird die Leasingverbindlichkeit zum Barwert der am Bereitstellungsdatum noch nicht geleisteten Leasingzahlungen, abgezinst mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz oder, wenn sich dieser nicht ohne Weiteres bestimmen lässt, mit dem q.beyond-eigenen Grenzfremdkapitalzinssatz. In der Regel verwendet q.beyond ihren Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz. Zur Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes erlangt q.beyond Zinssätze von verschiedenen externen Finanzquellen und macht bestimmte Anpassungen, um die Leasingbedingungen und die Art des Vermögenswertes zu berücksichtigen.

Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen umfassen:

  • feste Zahlungen,
  • variable Zahlungen, die an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind,
  • Vertragsstrafen für die Kündigung des Leasingverhältnisses, wenn in dessen Laufzeit berücksichtigt ist, dass eine Kündigungsoption in Anspruch genommen wird.

Die Leasingverbindlichkeit wird zum fortgeführten Buchwert unter Nutzung der Effektzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Indexänderung verändern sowie wenn q.beyond seine Einschätzung über die Ausübung einer Verlängerungs- oder Kündigungsoption ändert. Bei einer solchen Neubewertung der Leasingverbindlichkeit wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechtes vorgenommen bzw. wird diese erfolgswirksam vorgenommen, wenn sich der Buchwert des Nutzungsrechts auf null verringert hat.

Wesentliche Wahlrechte und Erleichterungsmöglichkeiten werden wie folgt ausgeübt:

  • Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten werden gesondert in der Bilanz ausgewiesen.
  • Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte werden nicht als Leasingverhältnis behandelt, sondern stellen auch zukünftig laufenden Aufwand dar.
  • Kurzfristige Leasingverhältnisse (weniger als zwölf Monate) werden nicht in der Bilanz angesetzt.
  • Leasingverhältnisse über immaterielle Vermögenswerte fallen nicht unter IFRS 16, sondern unter IAS 38.

II q.beyond als Leasinggeber

Bei Vertragsbeginn oder bei Änderung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, teilt q.beyond das vertraglich vereinbarte Entgelt auf der Basis der relativen Einzelveräußerungspreise auf. Wenn eine Vereinbarung Leasing- und Nichtleasing- komponenten enthält, wendet q.beyond IFRS 15 zur Aufteilung des vertraglich vereinbarten Entgeltes an.

Wenn q.beyond als Leasinggeber auftritt, wird bei Vertragsbeginn jedes Leasingverhältnis entweder als Finanzierungsleasing oder als Operating-Leasingverhältnis eingestuft. Zur Einstufung jedes Leasingverhältnisses hat q.beyond eine Gesamteinschätzung vorgenommen, ob das Leasingverhältnis im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert verbunden sind, überträgt. Wenn dies der Fall ist, wird das Leasingverhältnis als Finanzierungsleasing eingestuft; wenn nicht, wird ein Operating-Leasingverhältnis ausgewiesen. Im Rahmen dieser Beurteilung berücksichtigt q.beyond bestimmte Indikatoren, wie zum Beispiel, ob das Leasingverhältnis den überwiegenden Teil der wirtschaftlichen Nutzungsdauer des Vermögenswertes umfasst.

q.beyond bilanziert das Hauptleasingverhältnis und das Unterleasingverhältnis separat, wenn q.beyond als zwischengeschalteter Leasinggeber auftritt. q.beyond stuft das Unterleasingverhältnis auf Grundlage des Nutzungsrechtes aus dem Hauptleasingverhältnis und nicht auf Grundlage des zugrunde liegenden Vermögenswertes ein. Wenn es sich bei dem Hauptleasingverhältnis um ein kurzfristiges Leasingverhältnis handelt, stuft q.beyond das Unterleasingverhältnis als Operating-Leasingverhältnis ein. q.beyond wendet die Ausbuchungs- und Wertminderungsvorschriften von IFRS 9 auf die Nettoinvestition in das Leasingverhältnis an. Leasingzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear als Ertrag in den Umsatzerlösen erfasst.

Vertragsverbindlichkeiten

Erhaltene Anzahlungen, denen noch keine Gegenleistungen gegenüberstehen, werden in den Vertragsverbindlichkeiten erfasst und über die vereinbarte Vertragsdauer als Umsatz realisiert.

Steuern

q.beyond erfasst die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden mit dem Betrag, der als Erstattung von der Steuerbehörde bzw. als Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags legt die Gesellschaft die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde, die für die jeweilige Veranlagungsperiode gelten. Tatsächliche Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden im Eigenkapital erfasst. Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.# q.beyond AG

Notes to the Consolidated Financial Statements

q.beyond recognizes deferred tax liabilities for all taxable temporary differences, with the exception of: − deferred tax liabilities from the initial recognition of goodwill, − deferred tax liabilities from the initial recognition of an asset or liability in a business combination that is not a business combination and that does not affect taxable profit at the time of the business combination, and − deferred tax liabilities from taxable temporary differences relating to interests in subsidiaries, associated companies, and joint ventures when the timing of the reversal of the temporary differences can be controlled and the temporary differences are not expected to reverse in the foreseeable future. 16 q.beyond recognizes deferred tax assets for all deductible temporary differences and unused tax loss carryforwards to the extent that taxable profit will be available against which the deductible temporary differences and unused tax loss carryforwards and tax credits can be utilized, with the exception of: − deferred tax assets from deductible temporary differences arising from the initial recognition of an asset or liability in a transaction that is not a business combination and that does not affect profit or loss or taxable profit at the time of the transaction, and − deferred tax assets from deductible temporary differences relating to interests in subsidiaries, associated companies, and joint ventures when it is probable that the temporary differences will not reverse in the foreseeable future and there will not be sufficient taxable profit available against which the temporary differences can be utilized. The carrying amount of deferred tax assets is reviewed at each balance sheet date and reduced to the extent that it is no longer probable that sufficient taxable profit will be available against which the deferred tax assets can be at least partially utilized. Previously unrecognized deferred tax assets are also reviewed at each balance sheet date and recognized to the extent that it has become probable that future taxable profit will enable the realization of the deferred tax assets. q.beyond measures deferred tax assets and liabilities using the tax rates that are expected to be in effect in the period in which an asset is realized or a liability is settled. The tax rates and tax laws that are in effect at the balance sheet date are used as a basis. Future changes in tax rates are to be taken into account at the balance sheet date if material conditions for effectiveness are met within the framework of a legislative procedure. Deferred taxes relating to items recognized directly in other comprehensive income are recognized not in profit or loss, but also in other comprehensive income. Deferred tax assets and liabilities are offset against each other if q.beyond has a legally enforceable right to set off current tax assets against current tax liabilities and the deferred tax assets and liabilities relate to income taxes levied by the same taxation authority on the same taxable entity. 17 5 Changes in Accounting Policies New, Currently Effective Requirements Initial Application New or Amended Standards and Interpretations Business Combinations – Reference to the Conceptual Framework (Amendments to IFRS 3) Property, Plant and Equipment – Proceeds before Intended Use (Amendments to IAS 16) Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets – onerous Contracts – Costs of Fulfilling a Contract (Amendments to IAS 37) Amendments to IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 and IAS 41 (Annual Improvement Process Cycle 2018–2020) The amendments had no material impact on the consolidated financial statements. Future Requirements and New Standards Not Yet Applied The table below provides an overview of recent changes to IFRS that are to be applied for financial years beginning after January 1, 2023. Initial Application New or Amended Standards and Interpretations January 1, 2023 Insurance Contracts (Amendments to IFRS 17) Insurance Contracts: First-time Application of IFRS 17 and IFRS 9 – Comparative Information (Amendments to IFRS 17) Disclosure of Accounting Policies (Amendments to IAS 1 and IFRS Practice Statement 2) Accounting Policies, Changes in Accounting Estimates and Errors – Definition of Accounting Estimates (Amendments to IAS 8) Income Taxes – Deferred Taxes Relating to Assets and Liabilities Arising from a Single Transaction (Amendments to IAS 12) January 1, 2024 Presentation of Financial Statements – Classification of Liabilities as Current or Non-current (Amendments to IAS 1) Proposed Effective Date for Non-current Debt with Covenants (Amendments to IAS 1) in the EU Still Pending Lease Liability in Sale-and-leaseback Transactions (Amendments to IFRS 16) 18 The amended standards and interpretations are not expected to have a material impact on the consolidated financial statements. q.beyond has not applied any standards, interpretations, or amendments that have been published but not yet taken effect early. Explanations to the Consolidated Statement of Profit or Loss 6 Revenue Revenue from hardware leases within the scope of multi-component contracts amounted to T € 434 (2021: T € 283) in 2022. The following tables present revenue by geographic region. A reconciliation of revenue broken down by segments, which are discussed in Note 35, is also provided. in T € Geographic Region Germany Outside Germany Total 2022 2021 2022 2021 2022 2021 Segments Cloud & IoT 132,178 108,543 7,011 5,108 139,189 113,651 SAP 33,374 39,806 459 1,704 33,833 41,510 165,552 148,349 7,470 6,812 173,022 155,161 Revenue by Industry in T € Revenue by Industry in % Industry 2022 2021 2022 2021 Retail 57,846 58,890 33.4% 38.0% Logistics 18,289 7,554 10.6% 4.8% Manufacturing 29,946 34,727 17.3% 22.4% Other 66,941 53,990 38.7% 34.8% Total 173,022 155,161 100.0% 100.0% q.beyond generally makes use of the relief provisions of IFRS 15.121, according to which outstanding performance obligations under contracts with an expected original term of no more than one year and revenue recognized on a billing basis are exempt from the disclosure requirements. 19 7 Expenses by Type of Expense Of the total research and development costs of T € 5,431 (2021: T € 7,550), no development costs were capitalized, as in the previous year, because the conditions of IAS 38.57 were not met. in T € 2022 2021 Personnel expenses 91,260 82,897 Other input expenses 65,868 56,284 Depreciation of property, plant and equipment and rights of use 17,043 16,311 Consulting expenses 5,182 6,250 Other personnel-related expenses 3,830 2,412 Advertising expenses 1,564 1,628 Other expenses 5,157 5,384 Costs of services rendered, marketing and selling expenses, and 189,904 171,166 administrative expenses 8 Depreciation and Impairment Losses The depreciation and impairment losses are allocated to the individual functional areas as follows: in T € 2022 2021 Costs of services rendered 13,022 10,972 Marketing and selling expenses 226 229 General administrative expenses 3,795 5,110 Unplanned depreciation* 20,850 - Depreciation and impairment losses 37,893 16,311 * Reference is made to the explanations in Notes 15 and 17. 20 9 Other Operating Income and Expenses in T € 2022 2021 Income from sub-leases 1,187 1,162 Income from dissolution of an earn-out obligation 1,128 - Income from disposal of property, plant and equipment 771 44 Income from successful legal proceedings 711 - Income from dissolution of provision for claims 709 - Income from commercial services and recharges 576 99 Other non-periodical income 486 161 Subsidies and grants for research 141 100 Income from a settlement agreement 135 - Other other operating income 135 251 Income from insurance compensation 1 62 Gain on sale of IP Exchange and IP Colocation - 34,430 Other operating income 5,980 36,309 in T € 2022 2021 Periodical expenses 216 55 Negative deposit interest 134 155 Other other operating expenses 121 555 Property tax 48 54 Costs of sale of IP Exchange and IP Colocation - 3,379 Decommissioning obligations - 926 Other operating expenses 519 5,124 10 Financial Result in T € 2022 2021 Financial Income Interest income related to receivables from 43 - trade and services Interest income from bank balances 33 - Interest income from funded pension insurance 26 10 Other interest income 16 25 118 35 21 in T € 2022 2021 Financial Expenses Interest expenses related to 105 257 leases Interest expenses related to 73 34 pension provisions Other interest expenses 15 18 193 309 11 Results from Associated Companies The following table summarizes the financial information of the associated companies. The table also shows a reconciliation of the summarized financial information to the carrying amount of q.beyond's respective interest in the associated companies.in T€ 2022 2022 2022 2021 2021 2021
snabble cargonerds aiXbrain snabble cargonerds aiXbrain
GmbH GmbH GmbH GmbH GmbH GmbH
Eigentumsanteil 25,41% 25,10% 25,15% 25,41% 25,10% 25,15%
Langfristige Vermögenswerte 85 339 24 122 736 25
Kurzfristige Vermögenswerte 869 1.777 50 2.184 3.825 122
Langfristige Schulden -750 0 -270 -724 -180 -270
Kurzfristige Schulden -126 -542 -9 -281 -395 -25
Nettovermögen (100%) 78 1.573 -205 1.301 3.986 -149
Buchwert des Anteils am assoziierten Unternehmen 20 395 331 1.000 -37 -
Umsatzerlöse 1.424 1.086 5 707 285 131
Ergebnis -1.229 -2.280 -64 -401 -513 -147
Anteil q.beyond am Gesamtergebnis -312 -572 -16 -102 -129 -37

* umfasst den Zeitraum 01.01.2022 bis 28.02.2022

Am 22. Juli 2021 erwarb die q.beyond AG 9.341 neue Geschäftsanteile im Nennbetrag von jeweils € 1 gemäß dem Kapitalerhöhungsbeschluss an der snabble GmbH, Bonn. Der Kaufpreis betrug T€ 9. Darüber hinaus leistete die q.beyond AG eine Zuzahlung in Höhe von T€ 2.491 in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft. Am gleichen Tag wurden weitere 413 Geschäftsanteile im Nennbetrag von jeweils € 1 an der Gesellschaft zum Kaufpreis von T€ 111 erworben. Der Anteil von q.beyond an der snabble GmbH beträgt 25,41 %. Gegenstand der Gesellschaft ist die Erstellung, Lizenzierung und Vermarktung von Software sowie das Zurverfügungstellen einer technischen Plattform zur Abwicklung von Transaktionsprozessen im Verkaufsprozess von Waren.

22

Die q.beyond erwarb am 26. August 2021 mit Wirkung zum 31. August 2021, 24.00 Uhr, im Rahmen einer Kapitalerhöhung der Röhlig blue-net GmbH 19.962 Geschäftsanteile mit einem Nominalwert von je € 1. Der Kaufpreis betrug T€ 20. Darüber hinaus wurde ein weiterer Betrag in Höhe von T€ 3.780 in die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft eingezahlt. Aufgrund des Spaltungs- und Übernahmevertrages vom 8. November 2021 wurde der Teilbetrieb „cargonerds-Geschäft“ als Gesamtheit auf die neu gegründete Gesellschaft cargonerds GmbH mit Sitz in Bremen übertragen. Der Teilbetrieb umfasste auch die von q.beyond in die Kapitalrücklage einbezahlten T€ 3.780. Als Gegenleistung für die Übertragung des abgespalteten Vermögens der Gesellschaft wurden der q.beyond AG 6.275 Geschäftsanteile an der cargonerds GmbH im Nennwert von € 6.275 gewährt. Der Anteil von q.beyond an der cargonerds GmbH beträgt 25,10 %. Gegenstand der cargonerds ist die Konzeption, die Programmierung und Entwicklung, die Weiterentwicklung und der laufende Betrieb von spezifischen Logistik-Softwareprodukten zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Mit dem Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 24. März 2022 wurden sämtliche von der q.beyond gehaltene Anteile an der aiXbrain GmbH an die Solopex Deutschland GmbH zu einem Verkaufspreis in bar in Höhe von T€ 134 verkauft. Der Veräußerungsgewinn betrug T€ 25. Die Beteiligungen an der snabble GmbH und der cargonerds GmbH stellen strategische Beteiligungen dar. Die Ergebnisse der assoziierten Unternehmen stammen aus fortgeführten Geschäftsbereichen. Ein sonstiges Ergebnis fiel nicht an. Zu weiteren Informationen wird auf Ziffer 37 verwiesen.

23

12 Ergebnis je Aktie

Die Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbaren Konzernergebnis und einem gewichteten Durchschnitt der im Umlauf gewesenen Stückaktien im Geschäftsjahr. Während des Geschäftsjahres 2022 waren 124.579.487 Stückaktien im Umlauf. Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf dem den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbaren Konzernergebnis und einem gewichteten Durchschnitt der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stückaktien nach Bereinigung um alle Verwässerungseffekte aus den im Rahmen der Aktienoptionsprogramme ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen.

in T€ 2022 2021
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Konzernergebnis (unverwässert) -33.304 9.712
Aktienbasierte Vergütungen im Zusammenhang mit den Mitarbeiteraktienprogrammen - -134
Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Konzernergebnis(verwässert) -33.304 9.578
Stückaktie 2022 2021
Gewichteter Durchschnitt der Stückaktien (unverwässert) 124.579.487 124.542.420
Auswirkung der Wandlung von Wandelschuldverschreibungen - 195.500
Auswirkungen aus dem Mitarbeiteraktienprogrammen - 104.200
Gewichteter Durchschnitt der Stückaktien (verwässert) 124.579.487 124.842.120

Die Auswirkungen aus der Wandlung von Wandelschuldverschreibungen aus den Aktienoptionsprogrammen AOP 2012 und AOP 2015 sowie der damit jeweils in Zusammenhang stehenden aktiven basierten Vergütungen berücksichtigen nur solche Mitarbeiteraktien und Wandelschuldverschreibungen, bei denen die Wandlungsbedingungen am Bilanzstichtag erfüllt waren, auch wenn die Wartezeit zur Wandlung noch nicht abgelaufen ist. Auch die Effekte aus den Mitarbeiteraktienprogrammen wurden nur insoweit berücksichtigt, als die Planbedingungen zum Bilanzstichtag erfüllt waren.

24

13 Personalkosten und Mitarbeiter

in T€ 2022 2021
Löhne und Gehälter 78.201 71.209
Soziale Abgaben Arbeitgeber (Rentenversicherung) 6.324 5.556
Soziale Abgaben Arbeitgeber (Sonstige) 6.703 5.625
Aufwendungen für Altersversorgung 289 261
Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung -257 245
Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer 91.260 82.897

Die Löhne und Gehälter beinhalten Aufwendungen für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von T€ 748 (2021: T€ 452). Im Geschäftsjahr 2022 beschäftigte q.beyond durchschnittlich 1.127 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2021: 1.037). Die folgende Tabelle zeigt deren Aufteilung in die wesentlichen Funktionsbereiche:

2022 2021
Marketing und Vertrieb 134 136
Technik und Consulting 912 827
Verwaltung 74 67
Stabsstellen 7 7
Anzahl der Mitarbeiter nach Bereichen (Durchschnitt) 1.127 1.037

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Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

14 Sachanlagen

in T€ Grundstücke und Bauten Netzwerk und technische Anlagen Geschäftsausstattung Summe
Bruttowert 01.01.2021 29.680 90.602 21.733 142.015
Erwerbe durch Unternehmens-zusammenschlüsse - 2.909 2.151 5.060
Zugänge 27 5.223 563 5.813
Abgänge - -795 -201 -996
Umbuchungen - - - -
Abgänge durch Entkonsolidierung/ Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH -3.762 -15.958 -14.431 -34.151
Bruttowert 31.12.2021 25.945 81.981 9.815 117.741
Erwerbe durch Unternehmens-zusammenschlüsse - - 12 12
Zugänge - 6.582 712 7.294
Abgänge - -1.494 -294 -1.788
Bruttowert 31.12.2022 25.945 87.069 10.245 123.259
Abschreibungen und Wertberichtigungen 01.01.2021 8.931 68.295 15.788 93.014
Zugänge 766 6.081 1.195 8.042
Abgänge - -495 -200 -695
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH -1.133 -9.796 -10.700 -21.629
Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2021 8.564 64.085 6.083 78.732
Zugänge 719 6.227 1.506 8.452
Abgänge - -1.407 -293 -1.700
Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2022 9.283 68.905 7.296 85.484
Buchwerte zum 31.12.2021 17.381 17.896 3.732 39.009
Buchwerte zum 31.12.2022 16.662 18.164 2.949 37.775

Zum 31. Dezember 2022 umfasste der Posten „Netzwerk und technische Anlagen“ Anlagen im Bau in Höhe von T€ 734 (2021: T€ 554). Die Abschreibungen weist q.beyond in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung jeweils in den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Marketing- und Vertriebskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten aus.

26

15 Geschäfts- oder Firmenwert

Nach der Vornahme von außerplanmäßigen Wertberichtigungen in Höhe von T€ 15.760 beträgt der Geschäfts- oder Firmenwert zum 31. Dezember 2022 T€ 15.854 (2021: T€ 29.956). In Zusammenhang mit dem Erwerb des Geschäftsbetriebs der Scanplus GmbH durch die q.beyond Erwerbergesellschaft GmbH (nunmehr firmierend unter q.beyond Cloud Solutions GmbH) im Jahr 2021 erfolgte im Rahmen der Erstkonsolidierung der Zugang eines vorläufigen Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von T€ 5.494. In Folge einer Kaufpreisallokation im Jahr 2022 wurden die zu dem Zeitpunkt der Erstkonsolidierung nicht bilanzierten immateriellen Vermögenswerten mit einem Anschaffungswert von T€ 4.653 angesetzt. Die vorgenommene Kaufpreisaufteilung führt zu einer Anpassung des Geschäfts- oder Firmenwertes in dieser Höhe. In Verbindung mit dem Anteilserwerb der productive-data GmbH am 1. November 2022 erfolgte im Rahmen der Erstkonsolidierung vor Durchführung einer Kaufpreisallokation der Zugang eines Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe von T€ 6.311. Die Grundlage für die Bestimmung der Segmente ist entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 die interne Organisationsstruktur des Unternehmens, die von der Unternehmensleitung für betriebswirtschaftliche Entscheidungen und Leistungsbeurteilungen zugrunde gelegt wird. Dementsprechend richtet sich die Segmentberichterstattung nach der Produktstruktur. Daraus resultieren die Segmente Cloud & IoT und SAP. Die Gruppen von CGUs, denen Geschäfts- oder Firmenwerte zugeordnet wurden, entsprechen grundsätzlich den operativen Segmenten, die gemäß IFRS 8.5 für den Konzern festgelegt wurden. Die operativen Segmente stellen die niedrigste konzerninterne Berichtsebene dar, auf der der Geschäfts- oder Firmenwert systematisch überwacht wird. Der Goodwill der productive-data GmbH wurde zum Bilanzstichtag aufgrund einer noch ausstehenden Kaufpreisallokation noch keiner CGU zugeordnet. Der vorläufig ermittelte Geschäfts- oder Firmenwert wird auf Ebene der rechtlichen Einheit productive-data auf seine Werthaltigkeit getestet.# 27 Goodwill und immaterielle Vermögenswerte

Unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Veränderungen ist der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes wie folgt zugeordnet:

in T€
Cloud & IoT
Buchwert zum 31.12.2021 20.413
SscanPlus GmbH
Kaufpreisallokation -4.653
productive-data vor Kaufpreisallokation 6.311
Wertberichtigung -15.760
Buchwert zum 31.12.2022 -
in T€
SAP
Buchwert zum 31.12.2021 9.543
Buchwert zum 31.12.2022 9.543
in T€
productive-data
Buchwert zum 31.12.2021 -
Buchwert zum 31.12.2022 6.311

Die erzielbaren Betrag der Gruppen von CGUs ermittelt q.beyond als Nutzungswert unter Verwendung von Prognosen für Zahlungsmittelflüsse aus der fortgesetzten Nutzung der CGUs, die auf der vom Vorstand erstellten Planung des Unternehmens für einen Zeitraum von drei Jahren basieren. Die Planung berücksichtigt die Erwartungen des Managements hinsichtlich der künftigen Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen und unternehmensinterne Annahmen hinsichtlich der Vermarktungschancen innovativer Anwendungen wie auch der in der Vergangenheit gemachten Erfahrungen. Das Segment Cloud & IoT bündelt sämtliche IT-Dienste. Im Detailplanungszeitraum wird von einem Wachstum der Umsatzerlöse im einstelligen Prozentbereich ausgegangen. Die positive Entwicklung ist vor allem auf die fortschreitende Digitalisierung zurückzuführen. Unter der Annahme der unterproportional steigenden Aufwendungen wird von einem moderaten Anstieg des EBITDA und somit der EBITDA-Marge ausgegangen. Die nachhaltige Wachstumsrate liegt annahmegemäß bei 1,0 %. Die im Segment SAP deutlich steigenden Umsatzerlöse werden insbesondere in Zusammenhang mit der kundenseitigen Umstellung auf die neue Softwaregeneration S/4HANA erwartet. Dabei wird eine moderate Verbesserung der EBITDA-Marge unterstellt. Die nachhaltige Wachstumsrate wird für dieses Segment in Höhe von 1,0 % angenommen. Bei productive-data wird mittelfristig ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich sowie eine leichte Verbesserung der EBITDA-Marge erwartet. Die nachhaltige Wachstumsrate wird in Höhe von 1,0 % unterstellt. Für die Diskontierung der erwarteten Cashflows der jeweiligen CGU wurden die CGU- spezifischen gewichteten Gesamtkapitalkostensätze (WACC) ermittelt. Für die Ableitung der CGU-spezifischen Betafaktoren wurden Daten der Peergroup-Unternehmen herangezogen.

Die CGU-spezifischen Kapitalisierungszinssätze vor Steuern betragen:

2022
Cloud & IoT 10,9 %
SAP 10,9 %
productive-data 12,2 %

Der Abzinsungssatz wird auf Basis der gewichteten Kapitalkosten (WACC) ermittelt. Die Ableitung des Eigenkapitalzinssatzes erfolgt unter Anwendung des Capital Asset Pricing Model (CAPM). Danach ergibt sich der Eigenkapitalzinssatz aus dem risikofreien Basiszinssatz und einem Risikoaufschlag. Der Ermittlung des Risikoaufschlags erfolgt auf Basis von Kapitalmarktdaten vergleichbarer Unternehmen (sog. Peergroup). Der Fremdkapitalzinssatz wird unter Berücksichtigung der Verzinsung auf risikofreie Anlagen und eines ratingbasierten Risikoaufschlags ermittelt. Der auf der Basis von Kapitalmarktdaten ermittelte WACC stellt eine Nach-Steuer-Größe dar und wird für Zwecke des Impairment Tests in eine Vor-Steuer-Größe umgerechnet.

Der Nutzungswert der Gruppen von CGUs SAP bzw. productive-data liegt um T € 35.925 bzw. T € 9.439 über dem Buchwert der Vermögenswerte. Der Nutzungswert bei Cloud & IoT liegt unter dem Buchwert der Vermögenswerte. Hier ergab sich eine Wertminderung des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von T € 15.760. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes der Gruppen von CGUs bestehen Prognoseunsicherheiten insbesondere im Hinblick auf die Preis- und Marktanteilsentwicklung, die bei der Planung der Umsatzerlöse sowie des Bruttoergebnisses vom Umsatz zu berücksichtigen sind, sowie auf die Investitionsquote und den Abzinsungszinssatz. Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung wurden diverse Szenarioanalysen durchgeführt. Der Vorstand hat festgestellt, dass eine für nicht unmöglich gehaltene Änderung einer wesentlichen Annahme bei SAP bzw. productive-data dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Ein Wertminderungsbedarf würde sich – unter (sonst) gleichen Umständen - ergeben, wenn im letzten Planjahr und damit im nachhaltigen Zustand die Umsatzerlöse um 65,2 % bzw. 64,3 % unter den angenommenen Planumsätzen lägen.

16 Leasingverhältnisse

q.beyond als Leasingnehmer

Als Leasingnehmer least q.beyond Büroräume, Pkw-Stellplätze, Rechenzentrumsflächen, Personenkraftfahrzeuge, Dark-Fibre-Leitungen und technische Hardware. Gemäß IFRS 16 bilanziert q.beyond für die meisten dieser Leasingverträge Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten, das heißt, diese Leasingverträge sind in der Bilanz ausgewiesen. Die Nutzungsrechte werden zu einem Betrag in Höhe der Leasingverbindlichkeiten, angepasst um den Betrag der im Voraus geleisteten oder abgegrenzten Leasingzahlungen, bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Abschreibung auf Nutzungsrechte wird linear über den Zeitraum des Vertragsverhältnisses vorgenommen. q.beyond hat seine Nutzungsrechte zum Ende des Geschäftsjahres auf Wertminderung geprüft und ist zu dem Schluss gekommen, dass keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen.

q.beyond nutzt eine Reihe von Erleichterungsvorschriften bei der Anwendung des IFRS 16. Im Einzelnen hat q.beyond:

  • einen einzigen Abzinsungssatz für ein Portfolio ähnlich ausgestalteter Leasingverträge (zum Beispiel Immobilienverträge mit ähnlicher Restlaufzeit) angewendet,
  • bei Leasingverhältnissen, deren Laufzeit innerhalb von 12 Monaten endet, weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten angesetzt und
  • bei Leasingverhältnissen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten angesetzt (zum Beispiel IT-Ausstattung).

Der nachfolgenden Tabelle können die Laufzeiten der zum 31. Dezember 2022 gültigen Verträge entnommen werden:

Vertragsart Laufzeit in Jahren
Mietverträge für Büroräume 1 - 5
Mietverträge für Pkw-Stellplätze 2 - 4
Mietverträge für Rechenzentrumsflächen 5 - 6
Mietverträge für Personenkraftfahrzeuge 1 - 3
Mietverträge für Dark-Fibre-Leitungen 1 - 6
Mietverträge für technische Hardware 1 - 3

Eine Reihe von Leasingverträgen, im Wesentlichen von Immobilien, enthalten Verlängerungs- und Kündigungsoptionen. Es werden bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nichtausübung von Kündigungsoptionen bieten. Nur bei hinreichender Sicherheit werden Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nichtausübung solcher Optionen bei der Vertragslaufzeit berücksichtigt. q.beyond schätzt, dass die potenziell zukünftigen Leasingzahlungen, sofern die Verlängerungsoptionen bei den wesentlichen Leasingverträgen ausgeübt werden, zu einer undiskontierten Leasingverbindlichkeit in Höhe von 5,8 Mio. € führen würden.

Die folgende Tabelle zeigt die Eröffnungswerte, die Zu- und Abgänge sowie die Abschreibungsbeträge für das nach den jeweiligen Klassen zugrunde liegende Nutzungsrecht.

in T€
Immobilien
Bruttowert 01.01.2021 23.705
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 4.555
Zugänge 795
Abgänge -1.254
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH -13.971
Bruttowert 31.12.2021 13.830
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 119
Zugänge 3.298
Abgänge -7.421
Bruttowert 31.12.2022 9.826
Abschreibungen und Wertberichtigungen 01.01.2021 9.286
Zugänge 3.706
Abgänge -1.079
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH -5.075
Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2021 6.838
Zugänge 2.895
Abgänge -6.267
Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2022 3.466
Buchwert zum 31.12.2021 6.992
Buchwert zum 31.12.2022 6.360
in T€
Technische Anlagen
Bruttowert 01.01.2021 1.570
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 4.833
Zugänge 132
Abgänge -
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH -1.372
Bruttowert 31.12.2021 5.163
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse -
Zugänge 632
Abgänge -3.955
Bruttowert 31.12.2022 1.840
Abschreibungen und Wertberichtigungen 01.01.2021 705
Zugänge 501
Abgänge -226
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH -776
Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2021 204
Zugänge 749
Abgänge -279
Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2022 674
Buchwert zum 31.12.2021 4.959
Buchwert zum 31.12.2022 1.166
in T€
Betriebs- und Geschäftsausstattung
Bruttowert 01.01.2021 997
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 601
Zugänge 353
Abgänge -258
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH -29
Bruttowert 31.12.2021 1.664
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse -
Zugänge 250
Abgänge -451
Bruttowert 31.12.2022 1.463
Abschreibungen und Wertberichtigungen 01.01.2021 455
Zugänge 376
Abgänge -23
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH -2
Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2021 806
Zugänge 613
Abgänge -232
Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2022 1.187
Buchwert zum 31.12.2021 858
Buchwert zum 31.12.2022 276
in T€
Summe
Bruttowert 01.01.2021 26.272
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 9.989
Zugänge 1.280
Abgänge -1.512
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH -15.372
Bruttowert 31.12.2021 20.657
Erwerbe durch Unternehmenszusammenschlüsse 119
Zugänge 4.180
Abgänge -11.827
Bruttowert 31.12.2022 13.129
Abschreibungen und Wertberichtigungen 01.01.2021 10.446
Zugänge 4.583
Abgänge -1.328
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH -5.853
Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2021 7.848
Zugänge 4.257
Abgänge -6.778
Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2022 5.327
Buchwert zum 31.12.2021 12.809
Buchwert zum 31.12.2022 7.802

In der Gewinn-und-Verlust-Rechnung über die Abschreibungen hinausgehend erfasste Beträge:

in T€
2022
Leasingvereinbarungen nach IFRS 16
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 105
Zinserträge aus dem Unterleasingverhältnisses von Nutzungsrechten bei Finanzierungsleasing 2
Aufwendungen für Leasingverhältnisse über einen Vermögenswert von geringem Wert, ausgenommen kurzfristige Leasingverhältnisse über Vermögenswerte von geringem Wert 173

In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge:

in T€
2022
Gesamte Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse 5.056

Die Laufzeiten der Leasingverbindlichkeiten können der Tabelle zu Ziffer 40 entnommen werden.

q.beyond als Leasinggeber: Operating-Leasingverhältnisse.

Operating-Leasing-ähnliche Komponenten werden mit Kunden im Wesentlichen für Mieten für Rechenzentrumsflächen vereinbart. Es werden Teilamortisationsverträge ohne Kaufoption und Preisanpassungsklausel mit einer durchschnittlichen Laufzeit der Mietverträge von drei bis fünf Jahren (teilweise mit Verlängerungsoption) abgeschlossen. Im Jahr 2022 wurden T € 5.282 (2021: T € 15.192) Leasingerträge in den Umsatzerlösen erfasst.

Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der Leasingforderungen dar und zeigt die nach dem Bilanzstichtag zu erhaltenden, nicht diskontierten Leasingzahlungen:

in T€
2022
Operating-Leasingverträge
Weniger als 1 Jahr 4.551
1 bis 2 Jahre 1.738
2 bis 3 Jahre 1.226
3 bis 4 Jahre 328
4 bis 5 Jahre 211
Operating-Leasingverträge 8.054

Finanzierungsleasing

q.beyond tritt bei speziellen Mehrkomponentengeschäften und Untermietverträgen als Leasinggeber auf.# Anhang

Die folgende Tabelle stellt eine Fälligkeitsanalyse der künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen dar:

in T € 2023 2024 2025
Zukünftig erhaltende Mindestleasingzahlungen
Leasingzahlungen 344 104 54
Abzinsungsbeträge -11 -4 -1
Barwerte 333 100 53

Im Jahr 2022 wurden T € 1.577 (2021: T € 941) als Mietzahlungen erfasst.

17 Andere immaterielle Vermögenswerte

Die Abschreibungen weist q.beyond in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung jeweils in den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Marketing- und Vertriebskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten aus. Im Geschäftsjahr 2002 wurden auf aktivierte Kundenstämme außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T € 3.685 (2021: T € 0) vorgenommen. Ferner erfolgten auf einem entgeltlich erworbenen Vorzugsrecht außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T € 1.405 (2021: T € 0).

in T € Erworbene Lizenzen Selbst geschaf- fene Software Kunden- stämme Marken Sonstige Summe
Bruttowert 01.01.2021 85 7.317 10.761 36.126 932 10.906
Erwerbe durch Unternehmens- zusammenschlüsse - 803 - - - -
Zugänge - 209 - 1.479 14 2.172
Abgänge - - - - - -
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH - -42 - -16.389 - -
Bruttowert 31.12.2021 85 8.287 10.761 21.216 946 13.078
Erwerbe durch Unternehmens- zusammenschlüsse - 1 - - - -
Zugänge - 2.501 - - - -
Abgänge - -2 - - - -
Umbuchungen - 2.574 - 2.079 - -
Bruttowert 31.12.2022 85 13.361 10.761 23.295 946 13.078
Abschreibungen und Wertberichtigungen zum 01.01.2021 85 5.234 10.288 26.327 915 10.896
Zugänge - 690 376 2.236 3 258
Abgänge - - - - - -
Abgänge durch Entkonsolidierung Verkauf IP Colocation GmbH und IP Exchange GmbH - -29 - -10.249 - -
Abschreibungen und Wertberichtigungen zum 31.12.2021 85 5.895 10.664 18.314 918 11.154
Zugänge - 2.424 97 4.981 3 1.919
Abgänge - -2 - - - -
Abschreibungen und Wertberichtigungen zum 31.12.2022 85 8.317 10.761 23.295 921 13.073
Buchwerte zum 31.12.2021 - 2.392 97 2.902 28 1.924
Buchwerte zum 31.12.2022 - 5.044 - - 25 5

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen, die nicht mehr als 180 Tage überfällig sind, weisen historisch auf der Basis der letzten fünf Jahre hinsichtlich ihrer Werthaltigkeit eine sehr geringe Verlustrate von 0,1 % aus. Sofern sich also die Bonität des Kunden in den ersten 180 Tagen nach Leistungserbringung nicht signifikant ändert, wird – gestützt auf historische Erfahrungswerte und aus Wesentlichkeitsgründen – von einer Einzelwertberichtigung in den ersten 180 Tagen abgesehen. Für die Forderungen wird eine Risikovorsorge für einen erwarteten Ausfall in Höhe der oben erwähnten Verlustrate von 0,1 % auf diesen Forderungsbestand gebildet. Sofern die Forderungen über 180 Tage überfällig sind, unterliegen sie der Einzelfallbetrachtung, d.h., sämtliche Forderungen, die mehr als 180 Tage überfällig sind, werden einzeln auf etwaigen Wertberichtigungsbedarf hin analysiert. Zum 31. Dezember 2022 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T € 80 (2021: T € 326) wertgemindert.

Die Einzelwertberichtigungen und die Risikovorsorge für die erwarteten Kreditausfälle entwickelten sich wie folgt:

in T € 2022 2021
Wertberichtigung 1. Januar 326 585
Aufwandswirksame Zuführungen 80 123
Verbrauch -48 -49
Auflösung -278 -333
Wertberichtigung 31. Dezember 80 326

Die Wertberichtigung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember 2022 ergibt sich wie folgt:

in T € Verlustrate (gewichteter Durchschnitt) Brutto- buchwert Wert- berichtigung Beeinträchtigte Bonität
Forderungen 0,1% 39.707 -34 nein
Einzelwertberichtigung 84,5% 54 -46 ja
Summe 39.761 -80
39.681

Im Geschäftsjahr wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T € 46 (2021: T € 28) abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2022 gab es Zahlungseingänge in Höhe von T € 14 (2021: T € 27) auf abgeschriebene Forderungen mit einem Buchwert von T € 17 (2021: T € 32).

19 Vorauszahlungen

Die langfristigen Vorauszahlungen in Höhe von T € 1.464 (2021: T € 1.138) sowie die kurzfristigen Vorauszahlungen in Höhe von T € 6.667 (2021: T € 5.799) enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Service-, Wartungs-, Miet-, Lizenz- und Versicherungsverträge.

20 Vorratsvermögen

in T € 2022 2021
Unfertige Leistungen 100 -
Handelswaren zur Veräußerung bestimmt 90 225
Verbrauchsmaterial 27 24
Vorratsvermögen 217 249

21 Sonstige Vermögenswerte

Kurzfristige Vermögenswerte in T € 2022 2021
Forderungen gegenüber dem Finanzamt 2.365 2.570
Forderungen gegenüber Minderheitsgesellschafter aus Freistellungsvereinbarung 545 545
Geleistete Barkautionen 441 606
Forderungen aus Mehrkomponentengeschäften 256 448
Forderungen aus Untermietverträgen 77 614
Vertragsanbahnungskosten 42 156
Sonstige kurzfristigen Vermögenswerte 67 34
Kurzfristige Vermögenswerte 3.793 4.973
Langfristige Vermögenswerte in T € 2022 2021
Geleistete Barkautionen 810 390
Forderungen aus Mehrkomponetengeschäften 115 21
Forderungen aus Untermietverträgen 38 16
Sonstige langfristigen Vermögenswerte 105 110
Langfristige Vermögenswerte 1.068 537

22 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen zum Bilanzstichtag 2022 T € 36.388 (2021: T € 56.700) und setzen sich aus Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbeständen zusammen.

23 Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag unverändert gegenüber dem 31. Dezember 2021 € 124.579.487 und setzte sich aus 124.579.487 nennwertlosen Namens-Stammaktien zusammen.

24 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage betrug zum 31. Dezember 2022 T € 144.084 (2021: T € 144.147). In diesem Betrag ist die abgegrenzte aktienbasierte Vergütung aus den Aktienoptionsprogrammen enthalten. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert aus nicht zahlungswirksamer aktienbasierter Vergütung in Höhe von T € -63.

25 Genehmigtes und bedingtes Kapital

Genehmigtes Kapital.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2020 ermächtigt, bis zum 19. Mai 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt € 37.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2020). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Das Bezugsrecht kann den Aktionären auch in der Weise eingeräumt werden, dass die neuen Aktien von einem oder mehreren durch den Vorstand bestimmten Kreditinstituten oder Unternehmen im Sinne von § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG mit der Verpflichtung übernommen werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten (mittelbares Bezugsrecht).

Das Bezugsrecht der Aktionäre kann vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats in fünf Fällen ausgeschlossen werden:

Erstens, um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen;

zweitens, wenn die neuen Aktien gegen Sacheinlage im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen oder von Ansprüchen auf den Erwerb von sonstigen Vermögensgegenständen einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft ausgegeben werden;

drittens, wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis je neuer Aktie den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises nicht wesentlich unterschreitet. Die Anzahl der in dieser Weise unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebenen Aktien darf insgesamt 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten, und zwar weder des Grundkapitals zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens noch zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals sind andere Aktien anzurechnen, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert werden. Ebenfalls anzurechnen sind Aktien, die zur Bedienung von Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten aus Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen und/oder -genussrechten auszugeben sind, sofern diese Schuldverschreibungen oder Genussrechte während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben werden;

viertens, soweit es erforderlich ist, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen mit Options- und/oder Wandlungsrechten bzw. -pflichten, die von der Gesellschaft oder einer Konzerngesellschaft der Gesellschaft im Sinne von § 18 AktG ausgegeben wurden oder noch werden, an der die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar mit Mehrheit beteiligt ist, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung der Options- oder Wandlungsrechte bzw. nach Erfüllung von Optionsausübungs- oder Wandlungspflichten zustehen würde;

fünftens, wenn die neuen Aktien im Rahmen von Aktienbeteiligungs- oder anderen aktienbasierten Programmen an Arbeitnehmer der Gesellschaft oder Arbeitnehmer eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens oder Mitglieder der Geschäftsführung eines mit der Gesellschaft verbundenen Unternehmens ausgegeben werden sollen, wobei das Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft bzw. das Organverhältnis oder Arbeitsverhältnis zu einem mit ihr verbundenen Unternehmen im Zeitpunkt der Zusage der Aktienausgabe bestehen muss; in dem durch § 204 Abs. 3 Satz 1 AktG zugelassenen Rahmen kann die auf die neuen Aktien zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt werden, den Vorstand und Aufsichtsrat nach § 58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen können.# 26 Sonstige Rücklagen

Die Entwicklung der sonstigen Rücklagen in den Geschäftsjahren 2022 und 2021 ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals dargestellt. Die sonstigen Rücklagen setzen sich zum 31. Dezember wie folgt zusammen:

in T € 2022 2021
Sonstige Rücklagen
Versicherungsmathematische Verluste Pensionspläne -474 -2.598
Latente Steuern 155 846
Sonstige Rücklagen -319 -1.752

27 Andere finanzielle Verbindlichkeiten

Die anderen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich aus Call-Put-Optionen, ausübbar in den Jahren 2024 bis 2026 in Höhe von T € 4.444, aus bedingten Gegenleistungen in Höhe von T € 734 (2021: T € 1.861), einer Darlehensverbindlichkeit mit einer festen Laufzeit bis zum 30. September 2024 gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von T € 500 (2021: T € 500) sowie aus Wandelschuldverschreibungen (siehe Ziffer 36) in Höhe von T € 8 (2021: T € 14) zusammen.

39 Call-Put-Option (siehe Ziffer 2).

Am 27. Oktober 2022 erwarb die q.beyond mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2022 51 % der Geschäftsanteile an der productive- data GmbH, Hamburg. Der feste Kaufpreis beträgt T € 2.500. q.beyond hat sich durch drei Call-Put-Optionen, ausübbar in den Jahren 2024 bis 2026, verpflichtet, insgesamt weitere 49 % der Geschäftsanteile an der productive-data GmbH zu erwerben. Die Call-Put-Optionen sind abhängig von einem von der Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2023 bis 2025 zu erwirtschaftenden Ergebnis und betragen maximal insgesamt T € 6.668. Unter Zugrundelegung einer wahrscheinlichkeitsgewichteten Szenario-Betrachtung wurde neben dem festen Kaufpreis ein zusätzlicher variabler Kaufpreis in Höhe von T € 4.444 unterstellt und als langfristige andere finanzielle Verbindlichkeit passiviert.

Die q.beyond AG ist gegenüber dem Minderheitsgesellschafter der q.beyond logineer GmbH die Verpflichtung eingegangen, in Höhe ihrer Beteiligung die aus der Spaltung resultierende potenzielle Steuerbelastung zu übernehmen. Die Belastung wurde mit T € 734 bewertet. Hinsichtlich der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing wird auf Ziffer 16 verwiesen.

28 Pensionsrückstellungen

q.beyond hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt, die teilweise über Rückdeckungsversicherungen abgesichert sind, die als Planvermögen im Sinne von IAS 19 klassifiziert werden. Die Pensionsrückstellungen decken die Verpflichtungen aus Versorgungszusagen gegenüber einem Mitglied des Aufsichtsrats, die ihm im Rahmen seiner vorherigen Tätigkeit als Mitglied des Vorstands von q.beyond gewährt wurden, gegenüber zwei ehemaligen Vorstandsmitgliedern der ehemaligen INFO AG sowie Verpflichtungen aus Pensionszusagen, die einem Teil der Mitarbeiter von q.beyond in Vorjahren gegeben wurden, ab. Die betriebliche Altersversorgung beruht auf leistungsorientierten Versorgungszusagen, bei denen im Wesentlichen die jeweilige Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich sind. Diese leistungsorientierten Pläne belasten q.beyond mit versicherungsmathematischen Risiken, zum Beispiel dem Langlebigkeits- und dem Zinsrisiko.

Die Pensionsrückstellungen sind für leistungsorientierte Versorgungspläne nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren entsprechend den Vorgaben in IAS 19 unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung bewertet. Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck – Lizenz Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln. q.beyond erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis. Der kumulierte, im sonstigen Ergebnis erfasste Betrag der versicherungsmathematischen Verluste nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2022 T € 319 (2021: T € 1.752). Die Summe der versicherungsmathematischen Gewinne nach Steuern beträgt im Geschäftsjahr 2022 T € 1.433 (2021: T € 714).

in T € 2022 2021
Anwartschaftsbarwert zum 1. Januar 7.303 8.683
Zinsaufwand 73 34
Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) aufgrund der Veränderungen von finanziellen Annahmen -2.226 -714
aufgrund von Anpassungen (experience adjustments) 105 -334
Pensionszahlungen -225 -366
Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember 5.030 7.303
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1. Januar -2.473 -2.356
Zinserträge -26 -10
Erträge aus Planvermögen ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind -4 -14
Auszahlungen - -120
Beiträge durch die Gesellschaft -215 -213
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31. Dezember -2.718 -2.473
Pensionsrückstellung zum 31. Dezember 2.312 4.830

Aufwendungen aus Planvermögen ohne Beträge, die in den Zinserträgen enthalten sind, werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Aufwendungen und Erträge aus den leistungsorientierten Plänen setzen sich wie folgt zusammen:

in T € 2022 2021
Pensionsaufwand Zinsaufwand 73 34
Erfolgwirksame Erträge des Fondsvermögen -26 -10
Pensionsaufwand 47 24

Für 2023 werden Pensionszahlungen in Höhe von T € 227 sowie Finanzierungsbeiträge zum Planvermögen in Höhe von T € 215 erwartet.

Eine Veränderung der oben genannten wesentlichen, für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zum Stichtag verwendeten Annahmen von jeweils einem halben Prozentpunkt würde die Pensionsverpflichtungen folgendermaßen erhöhen bzw. vermindern:

Veränderung der Pensions-verpflichtung Veränderung Pensions-verpflichtung
Rechnungszinssatz + 0,5 % -275 4.755
Rechnungszinssatz - 0,5 % 301 5.331

41

Am 31.# 29 Sonstige Rückstellungen und Steuerrückstellungen

(a) Sonstige Rückstellungen in T €

Restrukturierung Abfindungen Rückbau Belastende Verträge Altersteilverpflichtung Summe
Stand zum 1. Januar 2022 1.818 1.137 1.491 215 - 4.661
Gebildete Rückstellungen 538 86 315 428 25 1.392
Verwendete Rückstellungen 1.256 735 333 54 - 2.378
Aufgelöste Rückstellungen 191 221 718 161 - 1.291
Stand zum 31. Dezember 2022 909 267 755 428 25 2.384
Langfristig - - 755 - 25 780
Kurzfristig 909 267 - 428 - 1.604
Stand zum 31. Dezember 2022 909 267 755 428 25 2.384

Restrukturierung. Die Beendigung der Restrukturierungsmaßnahmen für die in den Vorjahren passivierten Rückstellungen wird im Geschäftsjahr 2023 erfolgen.

Abfindungen. Im Laufe des Jahres 2022 wurden Rückstellungen in Höhe von T € 86 für die Leistungen an Arbeitnehmer aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses passiviert, deren Verwendung im Jahr 2023 erfolgen wird. Die geschätzten Kosten basieren auf den Bedingungen der entsprechenden Verträge. Zum Bilanzstichtag bestehen auch noch aus Vorjahren resultierende Verpflichtungen, deren Inanspruchnahme im Jahr 2023 erfolgen wird.

Rückbau. Die Rückbauverpflichtungen beziehen sich auf gemietete Büroräume in Höhe von T € 230 (2021: T € 1.051), deren Mietlaufzeit zum 1. Februar 2026 endet, sowie auf ein gemietetes Rechenzentrum in Höhe von T € 525 (2021: T € 440), dessen Mietlaufzeit am 30. April 2028 endet.

Belastende Verträge. Die belastenden Verträge betreffen antizipierte Verluste aus einer mit einem Kunden getroffenen Projektbeendigungsvereinbarung in Höhe von T € 355 sowie die im Zusammenhang mit dem Barausgleich aus der anteilsresultierenden Vergütung von der q.beyond übernommenen Lohnsteuer sowie übernommener Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von T € 73.

Altersteilverpflichtung. Passivierung von Erfüllungsrückstellungen für Arbeitnehmer/innen nach individuellen Altersteilzeitvereinbarungen gemäß dem Blockmodell.

(b) Steuerrückstellungen

Körperschaftsteuer in T € nebst Gewerbesteuer Summe Solidaritätszuschlag
Stand zum 1. Januar 2022 56 1.565 1.621
Im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses übernommen 57 79 136
Gebildete Rückstellungen 193 225 418
Verwendete Rückstellungen -5 -14 -19
Aufgelöste Rückstellungen -1 - -1
Stand zum 31. Dezember 2022 300 1.855 2.155

30 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten in T €

2022 2021
Langfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 750 1.125
Langfristig 750 1.125
in T € 2022 2021
Kurzfristig
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.146 13.887
Personalverbindlichkeiten 3.318 7.229
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 3.058 1.537
Kreditorische Debitoren 264 353
Vertragsverbindlichkeiten 178 74
sonstige Verbindlichkeiten 934 1.170
Kurzfristig 23.898 24.250

31 Rechnungsabgrenzungsposten

Im Voraus zahlbare Entgelte, denen keine Dienstleistung oder die Übertragung eines Guts gegenübersteht, werden zeitproportional über die Vertragslaufzeit bzw. den Zeitraum, für den die jeweilige Kundenbeziehung voraussichtlich bestehen wird, abgegrenzt.

43 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung ist in drei Bereiche unterteilt: betriebliche Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten werden die Auszahlungen aus der Tilgung von Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen ausgewiesen. Zinseinnahmen werden dem Bereich der betrieblichen Tätigkeit zugeordnet, während Zinszahlungen unter dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Berücksichtigung finden. Steuerzahlungen werden in voller Höhe im Bereich der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen, da eine Zuordnung zu einzelnen Geschäftsbereichen nicht durchführbar ist.

32 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2022 T € -1.258 und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um T € 6.404 verbessert. Der negative Cashflow resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T € 4.056 sowie der sonstigen Vermögenswerte und Schulden in Höhe von T € 3.917. Dem steht kompensatorisch lediglich die Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T € 6.223 gegenüber.

33 Cashflows aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2022 T € -13.989 (2021: T € 24.698). Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmungen betrugen im Geschäftsjahr T € 10.635 (2021: T € 15.483). Die Investitionen für den Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten sind gegenüber dem Vorjahr um T € 3.755 gesunken. Der letztjährige positive Cashflow aus Investitionstätigkeiten resultierte aus den Verkäufen der IP Exchange GmbH in Höhe von T € 44.032 und der IP Colocation GmbH in Höhe von T € 9.587.

in T € 01.01.2022 Zahlungswirksame Veränderungen Nicht zahlungswirksame Veränderungen Zugänge durch Erstkonsolidierung Abgang durch Umwandlung Sonstige Veränderungen 31.12.2022
Finanzverbindlichkeiten
Langfristiges Darlehen - 500 - - - - 500
Leasingverbindlichkeiten 13.673 -5.056 3.893 119 -4.889 - 7.740
Finanzverbindlichkeiten 13.673 -4.556 3.893 119 -4.889 - 8.240

44 Sonstige Erläuterungen

34 Tochterunternehmen

Der Konzernabschluss umfasst folgende Unternehmen:

Unternehmen, Sitz, Land (Angaben gemäß handelsrechtlichem Jahresabschluss) Anteil in % 31.12.2022 Sitz Land Eigenkapital Jahresergebnis 2022
q.beyond Cloud Solutions GmbH 100,00 Köln Deutschland 11.288 -6.665
datac Kommunikationssysteme GmbH 100,00 Augsburg Deutschland 1.080 -1
Q.BEYOND SIA 100,00 Riga Lettland 286 87
q.beyond logineer GmbH 51,00 Bremen Deutschland 938 345
productive-data GmbH 51,00 Hamburg Deutschland 726 524

1 Ergebnisabführungsertrag mit der q.beyond AG seit dem 01.01.2022

Die Beherrschung an allen Tochterunternehmen resultiert aus Stimmrechten. Zum Erwerb der productive-data GmbH verweisen wir auf die Angaben unter Ziffer 2.

35 Segmentberichterstattung

Die Grundlage für die Bestimmung der Segmente ist entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 die interne Organisationsstruktur des Unternehmens, die von der Unternehmensleitung für betriebswirtschaftliche Entscheidungen und Leistungsbeurteilungen zugrunde gelegt wird.

Cloud & IoT. Das Segment bündelt sämtliche IT-Dienste, die Unternehmen den schrittweisen Übergang in das digitale Zeitalter erleichtern, und beinhaltet zudem ein breites IoT-Leistungsspektrum. Immer häufiger kombinieren Kunden IoT- und IT- Dienste. Alle wesentlichen IT-Funktionen lassen sich als schlüsselfertige Cloud-Module oder als individuelle Outsourcing-Dienste beziehen – das Spektrum reicht von virtuellen IT-Arbeitsplätzen und Business-Applikationen über flexible IT-Ressourcen bis zu umfassenden Kommunikations- und Netzwerkdiensten. Hinzu kommen Colocation-Services rund um die Bereitstellung von Rechenzentrumskapazitäten. Auch das IoT-Geschäft deckt die komplette Bandbreite ab und bietet Softwarekompetenz, die Hardware vom Sensor bis zum Gateway, die sichere Übertragung von Daten sowie deren Speicherung.

SAP. Das Segment „SAP“ umfasst die Beratung von Unternehmen bei der Digitalisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen auf der Basis von SAP-Technologien sowie den Betrieb entsprechender Anwendungen. q.beyond ist ein SAP-Full-Service-Dienstleister und verfügt über umfangreiche Erfahrung in den Bereichen Basisbetrieb, Application-Management, Implementierung, Anwendersupport und Wartung sowie bei Lizenz- und Mietmodellen.

Als zentrale Steuerungsgröße der Segmente dient dem Management der Segmentbeitrag. Dieser ist definiert als EBITDA vor allgemeinen Verwaltungskosten und dem sonstigen betrieblichen Ergebnis. Im Rahmen der Ergebnisrechnung werden somit die Kosten der umgesetzten Leistungen sowie die Marketing- und Vertriebskosten vollständig dem jeweiligen Segment zugeordnet. Die direkte und indirekte Zuordnung der Kosten auf die einzelnen Segmente entspricht der internen Berichterstattung und Steuerungslogik. Die indirekte Zuordnung der Kosten erfolgt primär auf der Basis der Inanspruchnahme der Ressourcen durch die jeweiligen Segmente. Der Vorstand erhält keine regelmäßigen Informationen zu segmentspezifischen Vermögen und Schulden sowie allgemeinen Verwaltungskosten, Abschreibungen und dem sonstigen betrieblichen Ergebnis als Bestandteil der Segmentergebnisgröße.

in T € Cloud & IoT SAP Konzern
Geschäftsjahr 2022
Umsatzerlöse 139.189 33.833 173.022
Kosten der umgesetzten Leistungen -117.273 -28.290 -145.563
Bruttoergebnis vom Umsatz 21.916 5.543 27.459
Marketing- und Vertriebskosten -10.208 -2.437 -12.645
Segmentbeitrag 11.708 3.106 14.814
Allgemeine Verwaltungskosten -14.911
Abschreibungen (inklusive aktienbasierter Vergütung) -16.785
außerplanmäßige Abschreibungen -20.850
Sonstiges betriebliches Ergebnis 5.461
Operatives Ergebnis (EBIT) -32.271
Finanzerträge 118
Finanzierungsaufwendungen -193
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -900
Ergebnis vor Ertragsteuern -33.246
Ertragsteuern 158
Konzernergebnis -33.088
in T € Cloud & IoT SAP Konzern
Geschäftsjahr 2021
Umsatzerlöse 113.651 41.510 155.161
Kosten der umgesetzten Leistungen -91.140 -33.746 -124.886
Bruttoergebnis vom Umsatz 22.511 7.764 30.275
Marketing- und Vertriebskosten -10.180 -2.387 -12.567
Segmentbeitrag 12.331 5.377 17.708
Allgemeine Verwaltungskosten -17.157
Abschreibungen (inklusive aktienbasierter Vergütung) -16.556
Sonstiges betriebliches Ergebnis 31.185
Operatives Ergebnis (EBIT) 15.180
Finanzerträge 35
Finanzierungsaufwendungen -309
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -268
Ergebnis vor Ertragsteuern
14.638
# Ertragsteuern
-4.793
# Konzernergebnis
9.845

In den Erlösen sind enthalten:
* T € 2.340 mit Kunden aus der EU (im Wesentlichen Österreich [T € 1.222], Malta [T € 444], Niederlande [T € 332] und Irland [T € 222])
* T € 5.130 mit Kunden außerhalb der EU (im Wesentlichen Großbritannien [T € 3.863] und die Schweiz [T € 1.159])

Alle anderen Umsätze betreffen das Inland.
Die Segmente „Cloud & IoT“ und „SAP“ umfassen im Geschäftsjahr 2022 zwei Kunden, deren Anteil am Gesamtumsatz jeweils 15,4 % und 13,8 % betrug.

36 Aktienoptionsprogramme

Seit 1999 hat q.beyond insgesamt acht Aktienoptionspläne aufgelegt, die die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils € 0,01 an Arbeitnehmer/innen, Vorstandsmitglieder und Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen vorsehen. Die Zuteilung der Wandelschuldverschreibungen erfolgt grundsätzlich durch den Vorstand. Über die Zuteilung an Vorstandsmitglieder der q.beyond AG entscheidet allein der Aufsichtsrat. Die Teilnehmer der Programme erhalten das Recht, Wandelschuldverschreibungen gegen Zahlung des Nennbetrags von € 0,01 zu zeichnen und jede Wandelschuldverschreibung gegen Zahlung des Ausübungspreises in eine auf den Namen lautende Stückaktie umzutauschen. Der Ausübungspreis der Wandelschuldverschreibung entspricht dem Börsenpreis der Aktie am Ausgabestichtag. Die Wandelschuldverschreibungen haben eine Laufzeit von acht Jahren und unterliegen ab Zeichnung einer Sperrfrist von vier Jahren.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 sind die Aktienoptionspläne AOP 2012 und AOP 2015 aktiv.

47 Wandelschuldverschreibungen im Rahmen des AOP 2012 konnten letztmalig am 15. Mai 2017 gezeichnet werden. Zuteilungen und Zeichnungen im AOP 2015, der allein Vorstandsmitgliedern zugänglich ist, waren bis zum 26. Mai 2020 möglich.

Das Wandlungsrecht im Rahmen der AOP 2012 und 2015 darf - frühestens nach Ablauf einer Wartefrist von 4 Jahren - nur ausgeübt werden, wenn mindestens eine der folgenden zwei Bedingungen erfüllt ist:
* Entweder ist der Aktienkurs um mindestens 20 % höher als der Wandlungspreis
* oder die Aktie hat sich seit dem Zeichnungstag relativ besser entwickelt als der TecDAX.

Für die Wandelschuldverschreibungen der nicht mehr nutzbaren AOP 2000, 2000A, 2001 und 2002 wurden auf der Basis von IFRS 2 keine Personalkosten erfasst. Für die AOP 2012 und AOP 2015 waren in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 keine Optionswerte zu ermitteln.

Die zum 31. Dezember 2022 bzw. 31. Dezember 2021 ausstehenden Wandelschuldverschreibungen der aktiven Programme verteilen sich wie folgt:

Anzahl der Wandelschuldverschreibungen Gewichteter Ausübungspreis in €
Ausstehend zum 31. Dezember 2020 2.108.000
in 2021 verfallen -92.000
in 2021 ausgeübt -107.000
Laufzeit der WSV abgelaufen -508.100
Ausstehend zum 31. Dezember 2021 1.400.900
in 2022 verfallen -13.600
in 2022 ausgeübt - 0,00
Laufzeit der WSV abgelaufen -589.700
Ausstehend zum 31. Dezember 2022 797.600

Für 589.700 Wandelschuldverschreibungen ist im Geschäftsjahr 2022 die Laufzeit von acht Jahren abgelaufen. Am Ende der Laufzeit hat q.beyond den Ausgabebetrag der Wandelschuldverschreibung von € 0,01 je WSV zuzüglich einer Verzinsung von 3,5 % p. a. für die gesamte Laufzeit an die Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen zurückgezahlt. Hierdurch entstand ein Zinsaufwand von T € 2 (im Vorjahr T € 1).

Die Bandbreite für die Ausübungspreise der ausstehenden 797.600 Wandelschuldverschreibungen liegt zwischen € 1,14 und € 2,15. Der Ausübungspreis wird zum Zeitpunkt der Zeichnung festgelegt und kann sich danach nicht mehr ändern. Das Unternehmen erwartet die Wandlung der ausstehenden Wandelschuldverschreibungen in Abhängigkeit von der Kursentwicklung bis spätestens 2025.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 ist für alle ausstehenden Wandelschuldverschreibungen die festgelegte Sperrfrist von vier Jahren zwar abgelaufen, keine der Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag unmittelbar ausübbar. Eine Ausübung der übrigen 797.600 Wandelschuldverschreibungen war wegen der nicht vollständig erfüllten Anleihebedingungen noch nicht möglich. Die Möglichkeit zur Ausübung der Wandelschuldverschreibungen reicht von unmittelbar ausübbar bis spätestens zum 16. Mai 2025.

Im Geschäftsjahr 2022 betrug der Ertrag aus der nicht zahlungswirksamen aktienbasierten Vergütung aus den aktiven Aktienoptionsprogrammen 2012 und 2015 T € 63 (2021: Ertrag von T € 60).

48 Share-Matching-Plan 2020 (SMP 2020)

Der Vorstand der q.beyond AG hat im August 2020 mit Genehmigung durch den Aufsichtsrat ausgewählten leitenden Angestellten der q.beyond AG sowie Geschäftsführern von mit q.beyond verbundenen Unternehmen die Teilnahme an einem Share Matching Plan 2020 auf freiwilliger Basis angeboten. Der Plan lief ursprünglich bis zum 31. Dezember 2022. Auf Vorschlag des Vorstands hat der Aufsichtsrat im Mai 2022 beschlossen, dass die Laufzeit des SMP 2020 bis zum 31. Dezember 2023 verlängert wird, die sonstigen Planbedingungen sind nicht verändert worden.

Die Planteilnehmer konnten vom 1. September bis zum 9. Oktober 2020 Aktien der q.beyond AG in eigenem Namen und auf eigene Rechnung erwerben. q.beyond wird jedem Planteilnehmer nach dem 31. Dezember 2023 in einem fest definierten Verhältnis Matching-Aktien gewähren, wenn bis zum Jahresende 2023 mindestens ein Aktienkurs von € 2,80, aber höchstens € 4,00 erreicht ist. Die Anzahl der Matching-Aktien je Teilnehmer ist dabei abhängig von der Anzahl der zu Planbeginn erworbenen Aktien und vom Verbleib des Planteilnehmers im q.beyond-Konzern während der Laufzeit des Plans.

q.beyond plant unverändert die Bedienung des Incentives durch Leistung einer Barzahlung, die dem Börsenwert der zu gewährenden Matching-Aktien zum Fälligkeitszeitpunkt entspricht, ist aber auch berechtigt, den Anspruch durch Lieferung von tatsächlichen Aktien zu erfüllen.

Die Planteilnehmer haben im Erwerbszeitraum vom 1. September bis zum 9. Oktober 2020 insgesamt 1.025.369 Aktien erworben. Durch Austritte von Führungskräften im Geschäftsjahr 2022 hat sich die Zahl der berechtigten Aktien inzwischen auf 400.499 Aktien vermindert.

Die Verpflichtung aus dem Share Matching Plan wurde am Tag der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert erstmals erfasst. Der beizulegende Zeitwert der im abgelaufenen Geschäftsjahr zugesagten Matching-Aktien wurde dabei durch ein Berechnungsmodell auf der Basis einer Monte-Carlo-Simulation ermittelt. In dieses Modell ist die q.beyond-Aktie mit einer zum Bilanzstichtag erwarteten gewichteten Volatilität und einem Kurs von € 0,772 je Aktie eingeflossen. Die erwartete Volatilität basiert auf impliziten Volatilitäten aus gehandelten Optionen des Unternehmens, die auf die Optionsdaten (Laufzeit und Zielaktienkurs) des Share Matching Plans kalibriert werden. Im Modell wurden ein risikoloser Zinssatz von 2 % sowie eine erwartete Dividendenrendite von 0 % verwendet.

Die aktienbasierten Vergütungen werden zeitanteilig bis zum 31. Dezember 2023 in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Verpflichtung um T € 197 vermindert (2021: Aufwand in Höhe von T € 173). Für die Verpflichtungen aus dem Share Matching Plan 2020 besteht zum 31. Dezember 2022 eine Schuld in Höhe von T € 1 (Stand am 31. Dezember 2021: T € 198).

Mitarbeiteraktienprogramm 2021 (MAP 2021)

Der Vorstand der q.beyond AG hat im Mai 2021 allen Beschäftigten der q.beyond AG und verbundenen Unternehmen die Teilnahme an einem Mitarbeiteraktienprogramm 2021 auf freiwilliger Basis angeboten. Das Beteiligungsprogramm lief bis zum 31. Dezember 2022. Jeder Planteilnehmer konnte bis zum 21. Juni 2021 maximal 2.100 Aktien der q.beyond AG in eigenem Namen und auf eigene Rechnung erwerben.

Die Planbedingungen sahen vor, dass jeder Planteilnehmer nach Ende des Programms am 31. Dezember 2022 entweder für je drei erworbene Aktien der q.beyond AG eine Aktie gratis dazu erhält oder anstatt der Gratisaktien eine Barzahlung, die dem Börsenwert der Gratisaktien am 31. Dezember 2022 49 entspricht. Weitere Bedingungen waren, dass der Beschäftigte die erworbenen Aktien bis zum 31. Dezember 2022 ununterbrochen gehalten hat und bei einem Unternehmen der q.beyond-Gruppe beschäftigt geblieben ist. Der Vorstand hat im Geschäftsjahr 2022 entschieden, die Option der Barauszahlung zu wählen.

Bis zum 21. Juni 2021 hatten die Planteilnehmer insgesamt 327.900 Aktien erworben. Bis zum Ende des Programms am 31. Dezember 2022 hat sich die Zahl der berechtigten Aktien durch Mitarbeiteraustritte auf 281.160 Aktien vermindert.

Basierend auf dem Xetra-Schlusskurs der Aktie der q.beyond AG am 30. Dezember 2022 von € 0,772 ergibt sich hieraus eine Auszahlung an die Planteilnehmer von T € 72 zuzüglich von q.beyond übernommener Steuern und Abgaben. Die Auszahlung an die Planteilnehmer erfolgte im Januar 2023.

Die Aufwendungen aus dem MAP 2021 wurden als anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich qualifiziert und die Verpflichtung wurde während der Laufzeit des Programms jeweils mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2022 Aufwendungen von T € 2 (ohne Steuern und Abgaben) in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst (2021: T € 70).

37 Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen der Gruppe umfasst die Vergütung des aktiven Vorstands und des Aufsichtsrats.

Vergütung des Vorstands

Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2022 betrug T € 724 (im Vorjahr T € 723). Hierbei handelt es sich wie im Vorjahr ausschließlich um kurzfristig fällige Leistungen. Die Gesamtvergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2022 beläuft sich auf T € 409 im Vergleich zu T € 408 im Vorjahr.# Vergütung

Diese verteilt sich auf Festvergütungen von T € 375 (2021: T € 300), Nebenleistungen von T € 29 (2021: T € 34) sowie variable Vergütungen von T € 5 aus dem Short-Term Incentive (STI) (2021: T € 74 aus Short-Term Incentive). Der Anspruch auf die variable Vergütung aus dem STI ist mit der Tätigkeit des Vorstands im Berichtsjahr vollständig erdient, die tatsächliche Auszahlung erfolgt entsprechend der vom Aufsichtsrat festgelegten Zielerreichung unter Berücksichtigung des seit dem Geschäftsjahr 2021 gültigen Vorstandsvergütungssystems im jeweils folgenden Geschäftsjahr nach der Hauptversammlung.

Die Mitglieder des Vorstands verfügen zum Ende des Geschäftsjahres 2022 über Stimmrechtsanteile aus 1.300.000 Aktien (2021: 1.000.000 Aktien), das entspricht einem Stimmrechtsanteil von rd. 1,0 % (2021: 0,8 %). Im Geschäftsjahr 2022 sind den Mitgliedern des Vorstands wie im Vorjahr weder Kredite noch Vorschüsse gewährt worden.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats umfasst eine jährliche Grundvergütung sowie zusätzliche Vergütungen für die Tätigkeit in Ausschüssen. Für das Geschäftsjahr 2022 wurde an die Aufsichtsratsmitglieder insgesamt kurzfristig fällige Leistungen von T € 315 (unverändert zum Vorjahr) vergütet. Die Aufsichtsratsvergütung ist nach Ablauf des Geschäftsjahres fällig und wird im Folgejahr an die Mitglieder ausgezahlt.

Aufsichtsratsmitglieder des Unternehmens halten unverändert zum Vorjahr insgesamt 31.611.294 Aktien, das entspricht einem Stimmrechtsanteil von rd. 25,4 %.

Anzahl der Aktien 31.12.2022 31.12.2021
Dr. Bernd Schlobohm, Vorsitzender 15.769.910 15.769.910
Dr. Frank Zurlino, stellvertretender Vorsitzender 10.000 10.000
Gerd Eickers 15.777.484 15.777.484
Ina Schlie 50.000 50.000
Matthias Galler 2.100 2.100
Martina Altheim 1.800 1.800
Summe 31.611.294 31.611.294

Im Geschäftsjahr 2022 sind Aufsichtsratsmitgliedern wie im Vorjahr weder Kredite noch Vorschüsse gewährt worden.

Vergütung ehemaliger Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Dem ehemaligen Vorstandsmitglied Dr. Bernd Schlobohm wurde im Jahr 1997 eine unmittelbare Versorgungszusage auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Witwenrente erteilt. Die Verpflichtung zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 beträgt T € 1.411 vor Verrechnung mit dem Anspruch aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von T € 2.611. Der versicherungsmathematische Barwert der Rückstellungen für Anwartschaften auf Pensionen für ein anderes ehemaliges Mitglied des Vorstands beträgt T € 59.

Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen

Im Jahr 2022 unterhielt die q.beyond AG Geschäftsbeziehungen zur QS Communications Verwaltungs Service GmbH, Köln. Dieses Unternehmen ist als nahestehende Person im Sinn von IAS 24 zu qualifizieren, weil Mitglieder des Managements und des Aufsichtsrats dort Gesellschafter sind. Als nahestehende Personen gelten Personen und Unternehmen, wenn eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben. Alle Verträge mit dieser Gesellschaft unterliegen der Zustimmungspflicht des Aufsichtsrats und erfolgen zu marktüblichen Konditionen.

Die QS Communication Verwaltungs Service GmbH erbringt gegenüber q.beyond Beratungsleistungen im Geschäftsfeld IoT.

in T€ Umsatzerlöse Aufwendungen Erhaltene Zahlungen Geleistete Zahlungen
Geschäftsjahr 2022
QS Communication Verwaltungs Service GmbH - 139 203 -
Geschäftsjahr 2021
QS Communication Verwaltungs Service GmbH - 185 220 -
in T€ Forderungen Schulden
31. Dezember 2022
QS Communication Verwaltungs Service GmbH 19 -
31. Dezember 2021
QS Communication Verwaltungs Service GmbH - 15

Geschäftsvorfälle mit assoziierten Unternehmen

aiXbrain GmbH

Mit dem Geschäftsanteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 24. März 2022 wurden sämtliche von der q.beyond gehaltene Anteile an der aiXbrain GmbH an die Solopex Deutschland GmbH zu einem Verkaufspreis in bar in Höhe von T € 134 verkauft. Der Veräußerungsgewinn betrug T € 25. Die vollständige Rückzahlung des von der q.beyond AG an die aiXbrain GmbH gewährte Nachrangdarlehens erfolgte am 21. April 2022.

snabble GmbH

Es besteht die Option, im Jahr 2023 weitere Geschäftsanteile an der Gesellschaft in Höhe von 24,7 % zu erwerben. Der Kaufpreis berechnet sich aus dem maßgeblichen Umsatz der Gesellschaft multipliziert mit dem Faktor 4,2, jedoch mindestens 18 Mio. €. Ferner wurde eine weitere Option eingeräumt, im Jahre 2025 weitere Geschäftsanteile an der Gesellschaft in dem Umfang zu erwerben, dass die q.beyond AG nach Abschluss dieses weiteren Erwerbs 74,9 % der Geschäftsanteile hält. Die q.beyond AG ist verpflichtet, diese Option auszuüben, wenn bilanzielle Schwellenwerte erreicht und die erste Option ausgeübt worden ist. Der Kaufpreis richtet sich an das Erreichen von bilanziellen Schwellenwerten.

cargonerds GmbH

Die Röhlig Logistics GmbH & Co. KG hat der q.beyond AG befristet für eine Zeit von drei Monaten, beginnend mit der Feststellung des testierten Jahresabschlusses der cargonerds GmbH zum 31. Dezember 2024, die Option eingeräumt, weitere 5.975 Gesellschaftsanteile (23,9 %) zu erwerben. Voraussetzung für den Erwerb ist, dass das vertraglich festgelegte EBITDA für das Geschäftsjahr 2024 überschritten wird. Der Kaufpreis beträgt im Fall des Erwerbs T € 1.700. Ferner räumt die Röhlig Logistics GmbH & Co. KG der q.beyond AG den Erwerb von 0,1 % Geschäftsanteilen zu dem entsprechenden Verkehrswert nach vorherigem Erwerb der 5.975 Geschäftsanteile ein. Auch der Röhlig Logistics GmbH & Co. KG wurde von der q.beyond AG das Recht eingeräumt, sämtliche von der q.beyond AG an der Gesellschaft gehaltene Anteile befristet für eine Zeit von drei Monaten, beginnend mit der Feststellung des testierten Jahresabschlusses der cargonerds GmbH zum 31. Dezember 2024, zu einem Kaufpreis in Höhe von T € 1.700 zu erwerben. Jedoch kann dieses Recht nur ausgeübt werden, wenn eine definierte Bilanzkennzahl im Jahresabschluss der cargonerds GmbH zum 31. Dezember 2024 einen vertraglich fixierten Wert überschreitet.

Latente und laufende Steuern

Für die Berechnung der latenten Steuern verwendete q.beyond einen Gesamtsteuersatz von 32,53 % (2021: 32,61 %). Der Bestand an aktiven und passiven latenten Steuern entfällt zum Bilanzstichtag auf folgende Bilanzpositionen und Verlustvorträge:

in T € Aktiv erfolgswirksam 2022 Passiv erfolgswirksam 2022 Aktiv erfolgswirksam 2021 Passiv erfolgswirksam 2021 Aktiv erfolgsneutral 2022 Passiv erfolgsneutral 2022 Aktiv erfolgsneutral 2021 Passiv erfolgsneutral 2021
Aktive und passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte 53 10 - 1.329 1.372 - 1.749 322
Sachanlagen 434 2.571 583 4.017 1.297 - 1.029 -
Sonstige Vermögenswerte 624 - 540 - 84 - - -99
Sonstige Forderungen - 258 - 369 111 - 529 -
Vorräte 8 - 9 - -1 - -6 -
Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen 83 - 501 - 274 -692 10 -348
Sonstige Schulden 2.458 17 4.144 - -1.703 - -1.876 -
Summe der latenten Steuern auf temporäre Differenzen 3.660 2.856 5.777 5.715 1.434 1.316
Veränderung Wertberichtigung auf latente Steuern aufgrund Entkonsolidierung - - - - - - -1.229 -
Wertberichtigung auf aktive latente Steuern aufgrund Differenzen -804 - - - - - -804 -
Summe der latenten Steuern auf Verlustvorträge - - 15 - -15 - -1.214 -
Summe der latenten Steuern vor Saldierung 2.856 2.856 5.792 5.715
Saldierung 2.856 2.856 5.715 5.715
Summe der latente Steuern - - 77 - 615 - 53 -

Die temporären Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, für die keine latenten Steuerschulden bilanziert sind, betragen 2022 T € 323 (2021: T € 155). Diese Schuld wurde jedoch gemäß IAS 12.39 nicht angesetzt, da q.beyond die Dividendenpolitik der Tochterunternehmen bestimmt und die Auflösung der temporären Differenzen steuern kann.

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wurde das Ergebnis vor Steuern mit dem Steuersatz von q.beyond multipliziert.

in T € 2022 2021
Ergebnis vor Ertragsteuern -33.246 14.638
Steuersatz 32,53% 32,61%
Erwarteter Steueraufwand -10.815 4.774
Steuerliche Auswirkungen von Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen 4.647 -2.462
nicht abziehbaren Betriebsausgaben 155 174
Wertminderung des Geschäfts-oder Firmenwerts 5.092 -
Sachverhalte im Zusammenhang mit § 8b KStG 27 -
Steuerlicher Einbringungsgewinn - 4.273
Steuerfreie Erträge - -2.226
periodenfremden Aufwendungen/Erträge 231 85
Steuersatzänderungen -1 -
sonstigen Effekten 506 175
Übergeleiteter Steueraufwand -158 4.793

Der übergeleitete Steuerertrag setzt sich zusammen aus einem laufenden Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von insgesamt T € 457 (2021: T € 3.666 ) sowie aus einem latenten Steuerertrag in Höhe von T € 615 (2021: Steueraufwand T € 1.127). Im Geschäftsjahr 2022 wurde ein Steuerertrag in Höhe von T € 692 (2021: T € 348) im Zusammenhang mit der Erfassung von versicherungsmathematischen Verlusten direkt in den sonstigen Rücklagen erfasst.

Zum 31. Dezember 2022 belaufen sich die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge der q.beyond auf 403 Mio. € (2021: 390 Mio. €) und die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge auf 387 Mio. € (2021: 375 Mio. €). Auf die körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge wurden keine latenten Steuern angesetzt, da deren Nutzung durch positive steuerliche Ergebnisse nicht wahrscheinlich ist.

Rechtsstreitigkeiten

Die von der EnBW Telekommunikation GmbH, Karlsruhe am 13. Januar 2021 erhobene Klage gegenüber der q.beyond AG wurde am 16. Mai 2022 vom Schiedsgericht vollumfänglich abgewiesen. Nunmehr sind weder die q.beyond AG noch ihre Konzerngesellschaften an Gerichts- oder Schiedsverfahren beteiligt, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten.# Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements und der Kapitalsteuerung

Im Zuge der geschäftlichen Aktivitäten ist q.beyond einer Reihe von Finanzrisiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. q.beyond begegnet diesen Risiken mit einem umfassenden Risikomanagementsystem, das integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen ist. Wesentliche Bestandteile dieses Systems sind ein konzernweiter Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien und Berichtssysteme sowie eine konzernweite Risikoberichterstattung. Die Grundsätze der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und im Rahmen des Risikomanagements überwacht. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Konzernlagebericht.

Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Leasingverbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit von q.beyond. Finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, sind insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel. Im Geschäftsjahr 2022 fand kein Handel mit Derivaten statt. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken von q.beyond umfassen Kredit- und Liquiditätsrisiken. Da keine materiellen Transaktionen in Fremdwährungen stattfinden, bestehen keine wesentlichen Währungskursrisiken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Konzentrationen von Risiken. Die Strategien und Verfahren zur Steuerung der Risiken sind im Folgenden dargestellt.

Kreditrisiko

q.beyond ist dem Risiko von Zahlungsausfällen durch Kunden ausgesetzt. Die Gesellschaft strebt an, Geschäftsbeziehungen nur mit kreditwürdigen Kunden abzuschließen und so dieses Risiko von vornherein auszuschließen. Dazu findet vor dem jeweiligen Vertragsabschluss eine Bonitätsprüfung statt. Nach Beginn der Geschäftsbeziehung werden die Forderungsbestände überwacht, um eventuelle Ausfallrisiken zu reduzieren. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den im Anhang unter Ziffer 18 ausgewiesenen Buchwert der Forderungen begrenzt. Hinsichtlich der nicht wertberichtigten Forderungen geht q.beyond davon aus, dass diese realisierbar sind.

Liquiditätsrisiko

q.beyond überwacht das Risiko eines Liquiditätsengpasses mithilfe einer monatlichen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung der Laufzeit der verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sowie der erwarteten Cashflows der Geschäftstätigkeit.

Zum jeweiligen Bilanzstichtag weisen die kurz- und langfristigen finanziellen Schulden von q.beyond die nachfolgend dargestellten Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf der Basis der erwarteten nicht diskontierten Zahlungen.

in T €
Buchwert Fällig bis 2023 Fällig bis 2024 Fällig bis 2025 Fällig bis 2026 Fällig bis 2027 Fällig nach 2027 Summe
Schulden aus Leasingverträgen 7.740 2.799 2.027 1.594 834 608 82 7.944
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.896 16.146 375 375 - - - 16.896
Vertragsverbindlichkeiten 178 178 - - - - - 178
Sonstige kurz- und langfristige finanzielle Schulden 852 852 - - - - - 852
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 5.686 3 2.578 1.517 1.588 - - 5.686
Summe 31.352 19.978 4.980 3.486 2.422 608 82 31.556
Zum 31. Dezember 2022
in T €
Buchwert Fällig bis 2022 Fällig bis 2023 Fällig bis 2024 Fällig bis 2025 Fällig bis 2026 Fällig nach 2026 Summe
Schulden aus Leasingverträgen 13.673 9.665 2.066 1.118 755 129 - 13.733
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.242 11.117 375 375 375 - - 12.242
Vertragsverbindlichkeiten 74 74 - - - - - 74
Sonstige kurz- und langfristige finanzielle Schulden 4.113 4.113 - - - - - 4.113
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 2.376 6 1.131 502 3 734 - 2.376
Summe 32.478 24.975 3.571 1.995 1.133 863 - 32.538
Zum 31. Dezember 2021

Finanzinstrumente

Angaben zur Bilanz. Es werden keine separaten Angaben zu den jeweiligen Zeitwerten gemacht, weil die Buchwerte im Wesentlichen den Marktwerten entsprechen.

in T € Buchwert Anschaffungskosten Fortgeführte erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente Beizulegender Zeitwert - erfolgswirksam
31. Dezember 2022
Vermögenswerte nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 36.388 x
Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen 486 x
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 39.681 x
Verbindlichkeiten nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 17.748 x
Vertragsverbindlichkeiten 178 x
Leasingverbindlichkeiten 7.740 x
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 508 x
Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 5.178 x
in T € Buchwert Anschaffungskosten Fortgeführte erfolgsneutral Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente Beizulegender Zeitwert - erfolgswirksam
31. Dezember 2021
Vermögenswerte nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 56.700 x
Forderungen aus Finanzierungsleasingverträgen 1.099 x
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 35.424 x
Verbindlichkeiten nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 16.355 x
Vertragsverbindlichkeiten 74 x
Leasingverbindlichkeiten 13.673 x
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 515 x
Verbindlichkeiten zum beizulegenden Zeitwert bewertet
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 1.861 x

Angaben zur Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung. In der Konzern-Gewinn- und-Verlust-Rechnung sind die folgenden Zinsergebnisse sowie Nettogewinne und -verluste aus Finanzinstrumenten enthalten.

in T€ Zinserträge/ Zinsaufwendungen Fair-Value- Änderung auf abgeschriebene Forderungen Wertberichtigungen Zahlungs-eingänge Netto-ergebnis 2022 Netto-ergebnis 2021
Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 91 -246 14 351 311
Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -118 - - - -118 -265
in T€ Zinserträge/ Zinsaufwendungen Fair-Value- Änderung auf abgeschriebene Forderungen Wertberichtigungen Zahlungs-eingänge Netto-ergebnis 2021 Netto-ergebnis 2020
Vermögenswerte bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten 25 -259 27 311 -72
Verbindlichkeiten bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten -265 - - - -265 -401

Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der q.beyond AG haben zuletzt am 7. Dezember 2022 die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung abgegeben und auf der Website des Unternehmens unter https://www.qbeyond.de/investor-relations/corporate-governance/ öffentlich zugänglich gemacht. Zukünftige Änderungen der Regeln im Hinblick auf die Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird die Gesellschaft auf ihrer Website unverzüglich veröffentlichen.

Honorare Wirtschaftsprüfer

Das vom gewählten und beauftragten Abschlussprüfer Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr 2022 beträgt T € 295, davon T € 291 für Abschlussprüfungsleistungen und T € 4 für sonstige Leistungen (prüfungsnahe Beratung).

Risiken

Die Risiken werden ausführlich im Risikobericht, der Teil des Konzernlageberichts ist, erläutert.

Organe

Vorstand

Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2022 waren:

  • Jürgen Hermann
  • Thies Rixen (Vorstandsvorsitzender, Chief Operating Officer seit 1. Oktober 2022)

Thies Rixen ist außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrats der cink AG, Hamburg. Nora Wolters wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2023 zum Chief Financial Officer der q.beyond AG bestellt.

Aufsichtsrat

Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2022 waren:

  • Dr. Bernd Schlobohm (Unternehmer, Vorsitzender des Aufsichtsrats)
  • Dr. Frank Zurlino (Geschäftsführer bei Horn & Company Performance & Restructuring GmbH, Düsseldorf, Deutschland; stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)
  • Ina Schlie (Unternehmerin)
  • Gerd Eickers (Selbstständiger Telekommunikationsberater)
  • Matthias Galler (Senior IT-Consultant, Vorsitzender des Betriebsrats der q.beyond AG, Arbeitnehmervertretung)
  • Martina Altheim (Leiterin Corporate Social Responsibility bei der q.beyond AG, Arbeitnehmervertretung)

Dr. Frank Zurlino ist außerdem im Beirat der M2Beauté Cosmetics GmbH, Köln, Deutschland, im Beirat der hasenkamp Holding GmbH, Frechen, Deutschland, und seit Januar 2023 auch im Beirat der Heinrich Gräper Holding GmbH & Co. KG, Bösel, tätig. Ina Schlie ist Mitglied in den Aufsichtsräten der Heidelberger Druckmaschinen AG, Heidelberg, Deutschland, der CMBlu Energy AG, Alzenau, Deutschland, und des Deutschland – Land der Ideen e.V., Berlin, Deutschland. Darüber hinaus gehörte sie bis Ende 2022 dem Beirat der Rudolf Haufe Verlag GmbH & Co. KG, Freiburg, Deutschland, und dem Verwaltungsrat der Haufe Group SE, Freiburg, Deutschland, an. Gerd Eickers ist Aufsichtsratsvorsitzender bei der Contentteam AG, Köln, Deutschland.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetretenen Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt geworden, über die zu berichten wäre.

Köln, 23. März 2023

q.beyond AG

Der Vorstand

Jürgen Hermann
Thies Rixen
Nora Wolters