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QSC AG — Annual Report 2014
May 8, 2015
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Annual Report
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QSC AG
Köln
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
GESCHÄFTSBERICHT 2014
Kennzahlen
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| in Mio. € | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 431,4 | 455,7 | 481,5 | 478,1 | 422,1 |
| EBITDA | 35,0 | 77,8 | 77,9 | 79,9 | 78,1 |
| Abschreibungen1 | 69,0 | 51,3 | 53,4 | 53,7 | 57,2 |
| EBIT | -34,0 | 26,5 | 24,6 | 26,2 | 20,9 |
| Konzernergebnis | -33,9 | 23,6 | 19,0 | 28,0 | 24,2 |
| Ergebnis je Aktie2 (in €) | -0,27 | 0,19 | 0,14 | 0,20 | 0,18 |
| Eigenkapital3 | 145,6 | 193,2 | 180,2 | 207,3 | 184,0 |
| Langfristige Schulden3 | 180,2 | 103,3 | 96,0 | 79,6 | 7,2 |
| Kurzfristige Schulden3 | 79,7 | 95,5 | 110,9 | 104,4 | 140,9 |
| Bilanzsumme3 | 405,5 | 392,0 | 387,1 | 391,3 | 332,2 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 35,9 | 49,3 | 46,6 | 53,0 | 55,4 |
| Free Cashflow | -24,9 | 25,6 | 23,6 | 41,0 | 27,7 |
| Liquidität3 | 88,1 | 59,0 | 35,2 | 24,1 | 46,6 |
| Investitionen | 30,0 | 39,6 | 37,9 | 35,6 | 29,2 |
| Investitionsquote4 (in %) | 7,0 | 8,7 | 7,9 | 7,4 | 6,9 |
| Dividende je Aktie (in €) | 0,105 | 0,10 | 0,09 | 0,08 | - |
| Xetra-Schlusskurs3 (in €) | 1,74 | 4,30 | 2,11 | 2,09 | 3,30 |
| Anzahl der Aktien3 (in Stück) | 124.142.487 | 124.057.487 | 137.307.152 | 137.256.877 | 137.127.532 |
| Marktkapitalisierung3 | 216,0 | 533,4 | 289,7 | 286,7 | 452,5 |
| Mitarbeiter3 | 1.697 | 1.689 | 1.485 | 1.334 | 608 |
Konzernabschluss 2010 bis 2014 nach IFRS
1 Inklusive nicht zahlungswirksamer aktienbasierter Vergütung
2 Unverwässert
3 Per 31. Dezember
4 Verhältnis von Investitionen zu Umsatz
5 Vorschlag an die Hauptversammlung
Brief an die Aktionäre
»2014 WAR KEIN GUTES JAHR FÜR QSC. WIR HABEN DIE RICHTIGE STRATEGIE NICHT KONSEQUENT GENUG UMGESETZT. DAS HABEN WIR GEÄNDERT. QSC HAT NUN DIE BESTEN VORAUSSETZUNGEN, DER FÜHRENDE CLOUD-DIENSTLEISTER FÜR DEN MITTELSTAND IN DEUTSCHLAND ZU WERDEN.«
JÜRGEN HERMANN, VORSTANDSVORSITZENDER
MASSNAHMEN SEIT HERBST 2014
1. IMPLEMENTIERUNG EINES PROGRAMMS ZUR NACHHALTIGEN KOSTENSENKUNG
2. NEUAUSRICHTUNG DES DIREKTEN UND INDIREKTEN VERTRIEBS
3. VERBESSERUNG DER VERMARKTUNG DER CLOUD-ANGEBOTE
4. EINLEITUNG DER NOTWENDIGEN SCHRITTE ZUR INDUSTRIALISIERUNG DER IT
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
2014 war kein gutes Jahr für unser Unternehmen. Das operative Geschäft entwickelte sich nicht wie erwartet. Im Jahresverlauf wurde deutlich, dass wir die unverändert richtige Strategie nicht konsequent genug und nicht mit der erforderlichen Fokussierung umgesetzt haben. Das haben wir geändert. Ein Programm zur nachhaltigen Kostensenkung ist implementiert, der Direkte und der Indirekte Vertrieb wurden neu ausgerichtet, die Vermarktung der Cloud-Dienstleistungen wurde verbessert und die notwendigen Schritte zur Industrialisierung der IT sind eingeleitet. QSC hat die besten Voraussetzungen, der führende Cloud-Dienstleister für den Mittelstand in Deutschland zu werden.
Die Geschäftsgrundlage von QSC bilden die traditionellen Segmente Telekommunikation, Outsourcing und Consulting, die Zukunft liegt jedoch im Cloud-Geschäft. Es war die richtige Entscheidung, frühzeitig den Wandel von einem reinen Netzbetreiber zu einem integrierten ITK-Dienstleister einzuleiten. Der nächste Schritt ist die Positionierung von QSC als deutscher Cloud-Anbieter.
Im Markt für Telekommunikation herrscht schon seit Jahren ein harter Preiswettbewerb, der durch die ständig verschärfte Regulierung zusätzlich belastet wurde. Der Telekommunikations-Umsatz ging 2014 daher wie erwartet um 23,4 Millionen Euro zurück. Dies betraf insbesondere die Vermarktung von Vorprodukten an große Wiederverkäufer; das Geschäft mit unseren Vertriebspartnern, die primär kleinere Geschäftskunden adressieren, blieb weitgehend konstant. Der zunehmende Wettbewerb sowie der Preiskampf haben im vergangenen Jahr auch das traditionelle Outsourcing erfasst. Die Kunden fordern verstärkt individuelle und maßgeschneiderte Lösungen zu geringeren Kosten. Dies gilt insbesondere bei Ausschreibungen größerer Unternehmen. QSC wird sich daher als Komplettanbieter auf die Kernzielgruppe Mittelstand, im Wesentlichen Unternehmen mit bis zu 5.000 Mitarbeitern, konzentrieren. Bei größeren Unternehmen wird sich QSC auf das Angebot einzelner Leistungsmodule, bei denen QSC in Preis und Leistung punkten kann, beschränken.
Der von QSC vorrangig adressierte Mittelstand steht am Beginn des Cloud-Zeitalters vor besonderen, scheinbar widersprüchlichen Herausforderungen: Einerseits sind Einsparungen notwendig, andererseits flexiblere Geschäftsprozesse. Konkret heißt das: Kunden wollen sowohl die Reduzierung der IT-Kosten als auch kürzere Reaktionszeiten - und das bei Gewährleistung der IT-Sicherheit und Einhaltung der datenschutzrechtlichen Bestimmungen. Dies ist nur zu erreichen, wenn innovative Cloud-Dienste mit den bestehenden IT-Umgebungen kombiniert werden. Solche sogenannten hybriden Cloud-Lösungen verknüpfen die unternehmenseigene IT-Infrastruktur mit Cloud-Angeboten verschiedener Anbieter. In der Regel fehlen jedoch gerade den mittelständischen Unternehmen die Ressourcen und das Know-how, um diese hybriden Clouds selbst zu entwickeln. Darüber hinaus ist der eigene Aufbau und Betrieb der erforderlichen Hard- und Software teuer. Deshalb setzt QSC als Dienstleister genau hier an. Die Lösung von QSC wird die verschiedenen Cloud-Dienste, die der Kunde benötigt, verknüpfen und ihm damit Kosteneffizienz, die notwendige Flexibilität seiner IT-Prozesse sowie die größtmögliche Datensicherheit gewährleisten. Somit wird diese hybride Lösung die Einbindung der bestehenden IT und einen schrittweisen Übergang in das Cloud-Zeitalter ermöglichen. Der Kunde kann mit den gängigen Programmen und Anwendungen wie gewohnt weiterarbeiten. Ein entscheidender Pluspunkt für QSC sind in diesem Zusammenhang die Standorte der Rechenzentren: Die gesamte Infrastruktur für das moderne Outsourcing befindet sich in Deutschland, ist hier zertifiziert und unterliegt den strengen deutschen Datenschutzbestimmungen. Genau darauf legen Mittelständler besonderen Wert.
»UNSERE HYBRIDE LÖSUNG ERMÖGLICHT MITTELSTÄNDLERN DEN SCHRITTWEISEN ÜBERGANG IN DAS CLOUD-ZEITALTER.«
DIE VORTEILE AUF EINEN BLICK
1. EINFACHE UND SICHERE E-MAIL-KOMMUNIKATION
2. MAXIMALE SICHERHEIT DANK DURCHGÄNGIGER ENDE-ZU-ENDE-VERSCHLÜSSELUNG
3. AUTOMATISCHER SCHLÜSSELAUSTAUSCH
4. OHNE AUFWENDIGE INSTALLATION AUF PC, TABLET UND SMARTPHONE NUTZBAR
5. BETRIEB IN QSC-RECHENZENTREN IN DEUTSCHLAND
Der hybride Cloud-Service ist ein zentraler Baustein unserer Cloud-Strategie. Hinzu kommen Projekte im Bereich "Internet of Things" und die Vermarktung eigener Produkte über skalierbare Vertriebskanäle. Auch hier lief es 2014 nicht wie geplant: Zu häufig stand bei Innovationen das technisch Machbare und nicht das vom Kunden Gewünschte im Mittelpunkt. Wir legen 2015 den Fokus klar auf die Kundenbedürfnisse Kostenoptimierung, Schnelligkeit und Nutzungskomfort. Die Security-as-a-Service-Lösung von FTAPI punktet bereits heute mit diesen Merkmalen und überzeugt so Kunden wie Vodafone. Der Festnetz- und Mobilfunkanbieter präsentierte auf der CeBIT 2015 die "Secure E-Mail" für Geschäftskunden mit einer echten, heute noch wenig verbreiteten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Die Sicherheit der E-Mail gewährleistet FTAPI mit seiner einfachen handhabbaren Technologie zum Versand verschlüsselter E-Mails. Mehr noch: Die FTAPI-Technologie erlaubt zugleich, Dateianhänge bis in den Terabytebereich hinein einfach und sicher per Webbrowser, mobil, als Desktop-Anwendung oder Outlook-Plugin zu versenden. Die Kooperation von QSC und Vodafone macht deutlich, wie attraktiv unsere selbst entwickelten Cloud-Services für marktstarke Wiederverkäufer sein können. Auf der Basis der solucon-Plattform arbeiten unsere Experten an weiteren Innovationen, die sie gemeinsam mit massenmarkterfahrenen Partnern aus Branchen wie Telekommunikation, Energie und Handel vertreiben werden.
Zur erfolgreichen Umsetzung unserer Cloud-Strategie werden alle Geschäftsbereiche ihren Beitrag leisten: Das Consulting-Geschäft profitiert von der großen Nähe zum Kunden und zu dessen internen Prozessen und dient als Türöffner, wenn es darum geht, diese Prozesse mit Cloud-Services zu kombinieren. Das Outsourcing-Geschäft wird sich Schritt für Schritt zu einem Cloud-Geschäft wandeln, weil immer mehr klassische IT-Dienstleistungen aus der Cloud bereitgestellt werden. Und der Bereich Telekommunikation steuert seine Erfahrung bei der Vernetzung von Unternehmen und deren sichere Anbindung an die Cloud bei.
»BEREITS IM JAHR 2015 FÜHRT DAS PROGRAMM ZU EINSPARUNGEN VON MEHR ALS 10 MILLIONEN EURO. AB 2017 SUMMIEREN SIE SICH AUF MINDESTENS 25 MILLIONEN EURO.«
2014 ↓ -25 Mio. € 2017 KOSTENREDUZIERUNG UND FOKUSSIERUNG STEHEN IN DEN KOMMENDEN BEIDEN JAHREN IM MITTELPUNKT DES NEUEN PROGRAMMS.
Wichtige Impulse bei der Weiterentwicklung und Umsetzung der Cloud-Strategie werden auch Felix Höger und Udo Faulhaber liefern, die ab 1. Januar 2016 bzw. ab 1. August 2015 den Vorstand von QSC verstärken. Mit ihnen konnten wir zwei ausgewiesene Branchenkenner und Unternehmer gewinnen, die bewiesen haben, wie sich Cloud-Services für den deutschen Mittelstand erfolgreich entwickeln und vermarkten lassen.
Mit Stefan A. Baustert verstärkt bereits seit Januar 2015 ein erfahrener Turnaround-Experte das Vorstandsteam. Vom ersten Tag an hat er federführend ein Programm zur Kostenreduzierung und Fokussierung mitgestaltet und wird dessen konsequente Umsetzung im weiteren Jahresverlauf vorantreiben. Dieses Programm ist eine Reaktion auf den insgesamt unbefriedigenden Geschäftsverlauf 2014, als QSC vereinfacht gesprochen mit zu vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu wenig Umsatz erwirtschaftete. Das erfordert ein energisches Gegensteuern - und genau dem dient das nun beschlossene Programm. Bereits im laufenden Jahr führt es zu Einsparungen von mehr als 10 Millionen Euro; ab 2017 werden sich die jährlichen Einsparungen auf mindestens 25 Millionen Euro pro Jahr summieren. Ein wesentlicher Bestandteil des Programms ist die Reduzierung der Beschäftigtenzahl um rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den kommenden beiden Jahren. QSC korrigiert damit eine Entwicklung der Jahre 2012 und 2013, als man in Erwartung schnelleren Wachstums entsprechende Kapazitäten aufgebaut hatte. Das nun in die Wege geleitete Programm wird maßgeblich dazu beitragen, dass QSC bereits im laufenden Jahr wieder an Finanz- und Ertragskraft gewinnt. Wir erwarten im Rahmen einer vorsichtigen Prognose ein EBITDA von mehr als 40 Millionen Euro und einen positiven Free Cashflow bei einem Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro.
»DIE AKTIONÄRE MUSSTEN LANGE AUF DIE ERSTE DIVIDENDE WARTEN. DAHER DIE JETZIGE ENTSCHEIDUNG.«
0,10 € DIVIDENDE: VORSTAND UND AUFSICHTSRAT BEABSICHTIGEN, FÜR 2014 DEN GLEICHEN BETRAG WIE IM VORJAHR AUSZUSCHÜTTEN.
Die Erfolge bei der Umsetzung des Programms werden bereits im Jahresverlauf sichtbar. Dies dürfte auch Investoren veranlassen, ihre Zurückhaltung zu überdenken. 2014 war ohne Frage auch kein gutes Jahr für Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre. Die Aktie gab die Gewinne aus dem Vorjahr wieder ab. Für Ihr anhaltendes Vertrauen in dieser schwierigen Phase möchte ich Ihnen persönlich danken. Ich weiß wie meine Kollegen im Vorstand, dass Sie seit dem Börsengang im Jahr 2000 lange auf die erste Dividende warten mussten. Wir haben uns daher entschieden, auch für das abgelaufene Geschäftsjahr der ordentlichen Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,10 Euro je Aktie vorzuschlagen.
Die erneute Zahlung einer Dividende macht zwei Dinge deutlich: Erstens ist QSC fest davon überzeugt, dass bereits 2015 der Turnaround gelingt. Und zweitens ist die Finanzierung unverändert solide. Diese Solidität gibt uns auch die erforderliche unternehmerische Freiheit, unsere Strategie im laufenden Jahr und darüber hinaus konsequenter als bisher umzusetzen. Es bedarf dazu des Einsatzes aller Beschäftigten. Für deren Engagement und Leistungsbereitschaft in einem schwierigen Jahr möchte ich mich ebenfalls persönlich bedanken. Mein besonderer Dank gilt zudem unseren Kunden und Partnern. Ihr Vertrauen bildet die Basis für eine erfolgreiche Zukunft von QSC und ich bin sicher: 2015 wird wieder ein gutes Jahr für unser Unternehmen.
Köln, 30. März 2015
Jürgen Hermann, Vorstandsvorsitzender
»LIEBE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE, FÜR IHR ANHALTENDES VERTRAUEN IN DIESER SCHWIERIGEN PHASE MÖCHTE ICH IHNEN PERSÖNLICH DANKEN.«
An die Aktionäre
Der Vorstand
Jürgen Hermann (*1964), Vorstandsvorsitzender
Seit Mai 2013 leitet Jürgen Hermann das Unternehmen, nachdem er zuvor vier Jahre lang das Vorstandsressort Finanzen geführt hatte. Sein besonderes Augenmerk als Vorstandsvorsitzender gilt den Themen Strategie, Innovation und Kommunikation. Im laufenden Geschäftsjahr haben für ihn die Fokussierung von QSC auf die Bedürfnisse mittelständischer Unternehmen und die Entwicklung der "Pure Enterprise Cloud" oberste Priorität. Jürgen Hermann studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität der Bundeswehr Hamburg und war anschließend als Offizier der Fernmeldetruppen des Heeres tätig. Danach wechselte er in leitender Position in die Strategieabteilung der Thyssen Telecom AG. Im Jahr 1997 trat er in die Beratungsgesellschaft QS Communication Service GmbH ein. Als Leiter Finanzen gestaltete er den Börsengang im April 2000 sowie den Aufbau der QSC AG maßgeblich mit.
Stefan A. Baustert (*1956)
Seit dem 1. Januar 2015 ist Stefan A. Baustert Finanzvorstand und auch für Personal, Einkauf, Investor Relations und die interne IT verantwortlich. In dieser Funktion wird er im laufenden Geschäftsjahr die konsequente Umsetzung des Programms zur Kostenreduzierung und Fokussierung leiten. Vor seinem Wechsel zu QSC war er kaufmännischer Geschäftsführer der Rena GmbH - ein süddeutsches Maschinen- und Anlagenbauunternehmen. Zuvor führte er für sieben Jahre die börsennotierte Singulus Technologies AG, zunächst als Finanzvorstand, dann als Vorstandsvorsitzender. Davor war er fünf Jahre lang kaufmännischer Geschäftsführer der E-Plus Mobilfunk GmbH, bis das Unternehmen an die KPN-Gruppe veräußert wurde. Seine berufliche Karriere begann der studierte Diplom-Kaufmann 1986 beim Thyssen-Konzern, wo er vor seinem Wechsel zu E-Plus Finanzvorstand der Thyssen Telecom AG war.
Henning Reinecke (*1966)
Henning Reinecke wurde zum 1. September 2013 in den QSC-Vorstand berufen. Als Verantwortlicher für den Vertrieb hat er die noch stärkere Branchen-Fokussierung und den Umbau des Outsourcings eingeleitet. Bis zur Verschmelzung der INFO AG auf die QSC AG im Jahr 2013 leitete er deren Bereiche Vertrieb und Marketing. Sein dortiger Einstieg erfolgte am 1. Oktober 2010 als Vertriebsleiter Consulting. Zuvor hatte er von 1994 an über 16 Jahre nationale und internationale Projekt-, Vertriebs- und Führungserfahrung beim IT-Dienstleister CSC gesammelt. Reinecke studierte Betriebswirtschaftslehre an der Wirtschaftsakademie in Hamburg und war anschließend vier Jahre im Konzerneinkauf der Beiersdorf AG in Hamburg tätig.
Der Aufsichtsrat
Der sechsköpfige Aufsichtsrat besteht den gesetzlichen Bestimmungen folgend aus vier Vertretern der Aktionäre und zwei Vertretern der Arbeitnehmer. Am 29. Mai 2013 wählten die Anteilseigner auf der ordentlichen Hauptversammlung turnusgemäß ihre vier Vertreter mit einer Amtszeit von jeweils fünf Jahren. Im Vorfeld hatten die Arbeitnehmer ihre beiden Vertreter bestimmt.
Dr. Bernd Schlobohm, Vorsitzender
Der promovierte Ingenieur gründete QSC im Jahr 1997, brachte das Unternehmen im April 2000 an die Börse und leitete es danach bis Mai 2013 als Vorstandsvorsitzender. Gemeinsam mit seinem Mitgründer Gerd Eickers ist er größter Anteilseigner; Ende 2014 hielten beide zusammen 25,1 Prozent der QSC-Aktien.
Dr. Frank Zurlino, stellvertretender Vorsitzender
Der promovierte Wirtschaftsingenieur wurde im Mai 2013 in den Aufsichtsrat gewählt. Der frühere Leiter Strategieberatung und -entwicklung der IBM Deutschland ist heute geschäftsführender Partner der internationalen Management-Beratung Horn & Company.
Gerd Eickers
Der Diplom-Volkswirt ist gemeinsam mit Dr. Bernd Schlobohm Gründer von QSC und wechselte nach dreijähriger Vorstandstätigkeit im Juni 2004 in den Aufsichtsrat. In den Folgejahren gestaltete er die politischen Rahmenbedingungen des TK-Marktes insbesondere als Präsident des VATM maßgeblich mit.
Ina Schlie
Die Leiterin der Konzernsteuerabteilung der SAP AG wurde im September 2012 in den Aufsichtsrat berufen und von der Hauptversammlung im Mai 2013 mit großer Mehrheit bestätigt. Die Finanz- und Steuerexpertin leitet auch den Prüfungsausschuss.
Anne-Dore Ahlers
Die QSC-Belegschaft wählte im April 2013 die in Hamburg ansässige Betriebsratsvorsitzende des Unternehmens zu einer ihrer beiden Vertreterinnen im Aufsichtsrat.
Cora Hödl
Als zweite Vertreterin im Aufsichtsrat wählte die QSC-Belegschaft im April 2013 die heutige Abteilungsleiterin TK-Sprachdienste. Die gelernte Kommunikationselektronikerin arbeitet seit 2002 bei QSC und ist in Köln tätig.
Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 in Gesellschaft und Konzern
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
der folgende Bericht des Aufsichtsrats informiert Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014.
Tätigkeit des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat erfüllte auch 2014 alle gesetzes- und satzungsmäßigen Aufgaben. Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Neubesetzung des Vorstands. Der Aufsichtsrat beriet und überwachte den Vorstand bei der Leitung von QSC. Er war unmittelbar in alle Entscheidungen und Maßnahmen von grundlegender Bedeutung eingebunden, insbesondere wenn sie die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage betrafen. Der Aufsichtsrat stimmte nach sorgfältiger Prüfung über sämtliche Maßnahmen ab, die nach dem Gesetz, der Satzung oder der Geschäftsordnung des Vorstands seiner Zustimmung bedürfen.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat fortlaufend, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über die Geschäftsentwicklung und nutzte dazu insbesondere Monats- und Quartalsabschlüsse sowie rollierende Soll-Ist-Vergleiche. Die Vorstandsberichte beinhalteten auch alle relevanten Informationen zur strategischen Entwicklung und Unternehmensplanung, zur Risikolage, zum Risikomanagement und zur Compliance. Rückfragen und Wünschen des Aufsichtsrats nach ergänzenden Informationen kam der Vorstand stets zügig und umfassend nach.
Themen des Aufsichtsrats
Aufsichtsrat und Vorstand berieten in gemeinsamen Sitzungen über wesentliche Fragen der Geschäftspolitik und -strategie sowie der Unternehmensentwicklung und -planung. Aktuelle Themen, die zwischen den Aufsichtsratssitzungen anfielen, diskutierten die Vorsitzenden beider Gremien in regelmäßigen Gesprächen.
Themenschwerpunkte der Sitzungen und Beschlussfassungen des Aufsichtsrats waren 2014:
1. Vorstand
Mit Beschluss vom 20. November 2014 verlängerte der Aufsichtsrat die Bestellung von Jürgen Hermann zum Vorstand und Vorstandsvorsitzenden im Anschluss an das Auslaufen seiner bisherigen Bestellung zum 31. März 2015 bis zum 31. März 2018 und verlängerte den bestehenden Anstellungsvertrag entsprechend. Am 15. Dezember 2014 bestellte der Aufsichtsrat Stefan A. Baustert mit Wirkung vom 1. Januar 2015 für den Zeitraum von drei Jahren zum Finanzvorstand. Gleichzeitig ermächtigte der Aufsichtsrat den Aufsichtsratsvorsitzenden, den im Personalausschuss erarbeiteten und vom Aufsichtsrat genehmigten Vorstandsanstellungsvertrag mit Herrn Baustert abzuschließen. Auf Wunsch des bisherigen Finanzvorstands Barbara Stolz hat der Aufsichtsrat in derselben Sitzung der Niederlegung ihres Vorstandsmandats zum 31. Dezember 2014 zugestimmt. Bereits im März 2014 hat der Aufsichtsrat auf Wunsch des bisherigen Vorstandsmitglieds Stefan Freyer der Niederlegung seines Vorstandsmandats zum 31. März 2014 zugestimmt und über eine vorzeitige Aufhebung seines Vorstandsanstellungsvertrags beschlossen. Der Aufsichtsrat dankt Barbara Stolz und Stefan Freyer für ihre Tätigkeiten.
2. Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung an der FTAPI Software GmbH, München
Am 17. Februar 2014 stimmte der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstands zu, 50,93 Prozent der Geschäftsanteile der FTAPI Software GmbH, eines Spezialisten für verschlüsselten Datenaustausch zwischen Geschäftskunden, zu erwerben. Die Akquisition wurde am 24. Februar 2014 vollzogen.
3. Schuldscheindarlehen über 150 Millionen Euro
In der ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 20. März 2014 berieten Vorstand und Aufsichtsrat über einen möglichen Abschluss von Verträgen über Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt 150 Millionen Euro und deren wesentliche Inhalte mit der Commerzbank AG als Arrangeur. Der Aufsichtsrat stimmte dem Abschluss der Verträge am 7. Mai 2014 durch Umlaufbeschluss zu.
4. Jahresprognose 2014
Vergleiche zwischen der geplanten und tatsächlichen Geschäftsentwicklung standen auch 2014 auf der Tagesordnung jeder turnusmäßigen Aufsichtsratssitzung. Der Aufsichtsrat hinterfragte die Annahmen des Vorstands und ließ sich über die Gründe für die Konkretisierung der Jahresprognose im August 2014 und deren Senkung im Oktober 2014 ausführlich berichten. Der Aufsichtsrat beschäftigte sich in seinen Sitzungen am 20. November 2014 und 30. Januar 2015 ausführlich mit dem geplanten Budget für das Geschäftsjahr 2015.
Zudem befasste sich der Aufsichtsrat im Jahr 2014 mit den internen Kontrollmechanismen von QSC und hierbei insbesondere mit dem Risikomanagementsystem sowie der rechtskonformen Unternehmensführung und Compliance. Der Aufsichtsrat prüfte diese anhand der vorgelegten Unterlagen und Vorstandsberichte und erörterte die Thematik mit dem Vorstand. Nach Auffassung des Aufsichtsrats arbeiten die internen Kontroll- und Risikofrüherkennungssysteme zuverlässig.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat setzte sich 2014 unverändert aus vier Vertretern der Anteilseigner zusammen, und zwar aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Bernd Schlobohm, dem stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Dr.-Ing. Frank Zurlino, Ina Schlie und Gerd Eickers sowie aus den beiden Vertreterinnen der Arbeitnehmer, Anne-Dore Ahlers und Cora Hödl.
Aufsichtsratssitzungen und Ausschüsse
Der Aufsichtsrat hielt im Geschäftsjahr 2014 neben den vier turnusmäßigen Sitzungen drei weitere Sitzungen als Telefonkonferenzen ab. Bis auf Cora Hödl, die bei einer dieser Telefonkonferenzen nicht anwesend war, nahmen alle Mitglieder des Aufsichtsrats an allen Sitzungen teil. Soweit erforderlich, wurden vom Aufsichtsrat darüber hinaus zu einzelnen Themen Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Die Mitglieder der Ausschüsse nahmen im Jahr 2014 an allen Sitzungen der Ausschüsse teil, denen sie angehörten. Der Aufsichtsrat hat zur Unterstützung seiner Arbeit vier Ausschüsse eingerichtet: den Personalausschuss, den Prüfungsausschuss, den Nominierungsausschuss und den Strategieausschuss. Die jeweiligen Vorsitzenden berichten dem Aufsichtsrat regelmäßig über die Arbeit der Ausschüsse. Der Personalausschuss tagte im Berichtsjahr drei Mal. Diesem Ausschuss gehören Dr. Bernd Schlobohm (Vorsitzender), Gerd Eickers und Cora Hödl an. Neben der Vorbereitung der Entscheidung des Aufsichtsrats über die Zielerreichung der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2013 und die Zielvereinbarungen mit dem Vorstand für das Geschäftsjahr 2014, jeweils die variable Vorstandsvergütung betreffend, befasste sich der Personalausschuss insbesondere mit der Auswahl eines geeigneten Kandidaten für die Position des Finanzvorstands und der Verhandlung des entsprechenden Vorstandsanstellungsvertrags.
Den Prüfungsausschuss bildeten Ina Schlie als Vorsitzende und unabhängige Finanzexpertin im Sinne von §§ 100 Abs. 5, 107 Abs. 4 AktG sowie Dr. Bernd Schlobohm und Dr.-Ing. Frank Zurlino. Der Prüfungsausschuss befasst sich mit der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems, der Abschlussprüfung sowie der Compliance und bereitet erforderliche Entscheidungen des Aufsichtsratsplenums vor. Der Prüfungsausschuss überwacht die erforderliche Unabhängigkeit und Qualität des Abschlussprüfers und befasst sich mit vom Abschlussprüfer ggf. zusätzlich erbrachten Leistungen. Der Ausschuss erteilt den Prüfungsauftrag an den Abschlussprüfer, bestimmt die Prüfungsschwerpunkte, verhandelt die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und schließt sie ab.
Der Prüfungsausschuss tagte im vergangenen Geschäftsjahr fünf Mal. Er unterzog die Jahresabschlussunterlagen inkl. des Abhängigkeitsberichts des Geschäftsjahres 2013 einer Prüfung, beriet eingehend über diese Unterlagen sowie die dazugehörigen Prüfungsberichte in Gegenwart des Abschlussprüfers und verabschiedete Empfehlungen für die Beschlussfassung des Aufsichtsrats über die Jahresabschlussunterlagen und deren Prüfung. Die zu veröffentlichenden Zwischenfinanzberichte erörterte der Prüfungsausschuss mit dem Vorstand. Er bestimmte die Prüfungsschwerpunkte für das Geschäftsjahr 2014, verhandelte die Honorarvereinbarung mit dem Abschlussprüfer und schloss sie ab. Der Prüfungsausschuss empfahl dem Aufsichtsrat, der Hauptversammlung erneut die Wahl der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Berlin und Niederlassung in Köln zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2015 vorzuschlagen. Gestützt auf diese Empfehlung, verabschiedete der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 19. März 2015 einen entsprechenden Wahlvorschlag an die Hauptversammlung. Zudem überprüfte der Ausschuss die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems der QSC AG.
Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, dem Aufsichtsrat anlässlich einer bevorstehenden Wahl von Anteilseignervertretern in den Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung zu unterbreiten. Mitglieder des Nominierungsausschusses sind Gerd Eickers als dessen Vorsitzender und Dr.-Ing. Frank Zurlino. Da keine Wahlen für Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat anstanden, tagte der Ausschuss im Berichtsjahr nicht. Mitglieder des Strategieausschusses sind Dr. Bernd Schlobohm als dessen Vorsitzender und Dr.-Ing. Frank Zurlino. Der Strategieausschuss hat rein beratende Funktion und beschäftigt sich mit der strategischen und damit langfristigen Weiterentwicklung von QSC, insbesondere mit der Entwicklung von Ideen für zukunftsträchtige Produkte und Services. Der Ausschuss tagte 2014 acht Mal.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat beobachtet laufend die Weiterentwicklung des Deutschen Corporate Governance Kodex und dessen Umsetzung bei der QSC AG. Dem Kodex folgend, überprüfte der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit. Defizite wurden nicht festgestellt. In seiner Sitzung am 20. November 2014 hat der Aufsichtsrat kontrolliert und bestätigt, dass die QSC AG im vergangenen Jahr die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß der im Vorjahr verabschiedeten Entsprechenserklärung erfüllte. Gleichzeitig haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 des Aktiengesetzes abgegeben und auf der Website des Unternehmens dauerhaft öffentlich zugänglich gemacht.
Über die Corporate Governance berichtet der Vorstand - zugleich auch für den Aufsichtsrat - im Corporate-Governance-Bericht im Rahmen des Konzernlageberichts.
Jedes Aufsichtsratsmitglied legt Interessenkonflikte, die entstehen können, unter Beachtung der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex offen. Bei der Beratung und Beschlussfassung sowohl des Personalausschusses als auch des Aufsichtsrats über die Erreichung der Ziele im Geschäftsjahr 2013 für die variable Vorstandsvergütung hat der Vorsitzende des Personalausschusses und des Aufsichtsrats, Dr. Bernd Schlobohm, jeweils nicht mitgewirkt und sich der Stimme enthalten, da er bis 29. Mai 2013 selbst noch dem Vorstand der Gesellschaft angehörte. Darüber hinaus sind im Berichtsjahr keine potenziellen Interessenkonflikte aufgetreten.
Abschlussprüfung
Die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz in Berlin und Niederlassung in Köln prüfte sowohl den vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der QSC AG zum 31. Dezember 2014 als auch den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den gemäß § 315a HGB ergänzend anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014, ferner den Lagebericht und den Konzernlagebericht. Den Prüfungsauftrag hatte der Prüfungsausschuss entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 28. Mai 2014 vergeben. Zu den Prüfungsschwerpunkten zählten für das Jahr 2014: die Prüfung des Goodwill, hier insbesondere Plausibilität der Planung, Kapitalkosten, Überleitung zur Marktkapitalisierung und Darstellung im Konzernanhang, latente Steuern, die Bewertung der Plusnet GmbH & Co. KG, die bilanzielle Abbildung von Mehrkomponentenverträgen, die Vollständigkeit und Bewertung der Rückstellungen, das IT-Kontrollumfeld, die Darstellung des tatsächlichen im Vergleich zum prognostizierten Geschäftsverlauf sowie Prognose-, Chancen- und Risikobericht im Lagebericht und Konzernlagebericht, die Einhaltung der Covenants aus den Kreditverträgen sowie die Vorstandsvergütung und -reisekosten. Der Abschlussprüfer erteilte dem HGB-Jahresabschluss der Gesellschaft und dem Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr 2014 einschließlich der jeweiligen Lageberichte jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.
Die vorgenannten Unterlagen einschließlich der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Prüfung vor. In der Sitzung am 19. März 2015 diskutierte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Vorprüfung durch den Prüfungsausschuss alle vorgenannten Unterlagen sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers und prüfte und diskutierte zudem den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns. Der Abschlussprüfer berichtete in der Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und insbesondere darüber, dass wesentliche Schwächen des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess nicht aufgetreten sind. Er informierte den Aufsichtsrat über zusätzlich zur Abschlussprüfung erbrachte Leistungen und darüber, dass keine Umstände für eine eventuelle Befangenheit vorlagen.
Nach Abschluss seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss der QSC AG für das Geschäftsjahr 2014 nach HGB und den Konzernabschluss nach IFRS sowie gegen den Lagebericht der QSC AG und den Konzernlagebericht und schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Der Aufsichtsrat billigt entsprechend der Empfehlung des Prüfungsausschusses sowohl den Konzernabschluss nach IFRS als auch den Jahresabschluss nach HGB. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat unter Abwägung der Interessen der Aktionäre und der QSC AG an. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Mai 2015 vor, eine Dividende in Höhe von 0,10 Euro je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten.
Der Vorstand erstellte für das Geschäftsjahr 2014 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen. Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung schriftlich berichtet und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Die jeweiligen Berichte von Vorstand und Abschlussprüfer lagen den einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Prüfung vor. In den Sitzungen des Prüfungsausschusses und des Aufsichtsrats wurden auch diese Berichte eingehend erörtert. Die an den Sitzungen teilnehmenden Vertreter des Abschlussprüfers berichteten über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung. Der Aufsichtsrat stimmte dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach eigener Prüfung zu und trat ferner dem Ergebnis der Prüfung des Berichts durch den Abschlussprüfer bei. Als Ergebnis seiner eigenen Prüfung stellte der Aufsichtsrat fest, dass keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen zu erheben sind.
Abschließend möchte der Aufsichtsrat in erster Linie allen Aktionärinnen und Aktionären für ihr anhaltendes Vertrauen danken. Der Dank gilt auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Arbeit in dem schwierigen abgelaufenen Geschäftsjahr. Zudem dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand für seinen Einsatz.
Köln, 19. März 2015
Im Namen des Aufsichtsrats der QSC AG
Dr. Bernd Schlobohm, Aufsichtsratsvorsitzender
Die QSC-Aktie
Turbulentes Börsenjahr 2014
Ukraine-Konflikt, Rubel-Absturz, IS-Terror und eine vielerorts schwächere Konjunktur: Eine Fülle externer Faktoren beeinflusste 2014 weltweit die Kurse an den Aktienmärkten und sorgte für teils heftige Kursschwankungen. Für Beruhigung sorgte immer wieder die anhaltende Niedrigzinspolitik und Liquiditätsschwemme der Notenbanken. Letztendlich stieg der DAX im Jahr 2014 um 3 Prozent und schloss am 30. Dezember 2014 bei 9.806 Punkten, nachdem er bereits im Juni die historische Rekordmarke von 10.000 Punkten überschritten hatte und im Oktober auf 8.600 Punkte gefallen war.
Besser entwickelte sich der Leitindex für Technologiewerte in Deutschland, der TecDAX; er verzeichnete im Jahresverlauf ein Plus von 18 Prozent auf 1.371 Punkte. An diesem Zuwachs partizipierten indes nicht alle Werte. 11 der insgesamt 30 TecDAX-Unternehmen mussten zum Teil erhebliche Rückschläge hinnehmen. In einem volatilen Gesamtmarkt trennten sich Investoren von Aktien, die die Erwartungen des Marktes verfehlten - und dazu zählte auch QSC.
QSC-Kurs gibt deutlich nach
Nach der Verdoppelung des Kurses im Jahr 2013 musste die QSC-Aktie diese Gewinne im Jahresverlauf 2014 wieder abgeben. Der Kurs sank um 60 Prozent. Im ersten Quartal 2014 realisierten viele Investoren nach dieser Kursrallye ihre Gewinne. Ausgehend von einem Jahreshöchststand von 4,69 Euro am 14. Januar, fiel der Kurs dadurch bis März auf 3,62 Euro. Bis in den Juli hinein bewegte sich die QSC-Aktie dann in einer Spanne von 3,00 bis 3,60 Euro; der Kapitalmarkt bewertete QSC damit unverändert höher als in der vergleichbaren Vorjahresperiode.
KURSVERLAUF DER QSC-AKTIE IM JAHR 2014 (Basis indexiert)

Dies änderte sich erst im August 2014. Mit der Vorlage des Halbjahresberichts am 11. August konkretisierte QSC die Prognose für das Gesamtjahr und verwies unter anderem auf einen ungünstigen Umsatzmix im zweiten Quartal 2014 sowie die Tatsache, dass sich insbesondere das IT-Consulting schwächer als erwartet entwickelte. Dies veranlasste viele Investoren in einem nervösen Marktumfeld, sich von der Aktie zu trennen. Zudem passten zahlreiche Analysten ihre Modelle an und senkten ihre Kursziele. Die Talfahrt der Aktie beschleunigte sich nach der Veröffentlichung vorläufiger Zahlen für das dritte Quartal 2014 am 16. Oktober 2014. Nach zwei unerwartet schwachen Quartalen in Folge musste QSC zu diesem Zeitpunkt die Prognose für das Gesamtjahr 2014 senken. Der Kurs fiel in den Folgewochen auf einen Jahrestiefststand von 1,33 Euro am 16. Dezember 2014. Bis zum Jahresende konnte sich die Aktie danach nur noch leicht auf einen Jahresschlusskurs von 1,74 Euro erholen.
Lebhafter Handel mit QSC-Aktien
Bei rückläufigen Kursen stieg das Handelsvolumen mit QSC-Aktien im abgelaufenen Jahr weiter an. Laut Statistiken der Deutschen Börse wurden durchschnittlich pro Tag auf Xetra und auf dem Parkett 914.000 Aktien, und damit gut 40 Prozent mehr als im Vorjahr gehandelt. Insgesamt erreichte das QSC-Handelsvolumen an den deutschen Börsen damit 2014 eine Höhe von 636,4 Millionen Euro im Vergleich zu 574,3 Millionen Euro im Vorjahr
MONATLICHE KURSENTWICKLUNG DER QSC-AKTIE IM JAHR 2014 (in €)

Diese Zahlen spiegeln nur einen Teil des Gesamthandels mit QSC-Aktien wider. Gerade institutionelle Anleger nutzen für den Kauf und Verkauf von Wertpapieren verstärkt außerbörsliche Plattformen. Nach Schätzungen von Brokern entfallen hierauf weitere knapp 25 Prozent der Transaktionen mit QSC-Aktien.
Auch 14 Jahre nach dem Börsengang haben die Gründer noch keine Aktie verkauft
Bei regem Handel kam es 2014 zu Veränderungen in der Aktionärsstruktur; der Anteil privater Anleger am Streubesitz stieg. Größte Anteilseigner blieben unverändert die beiden QSC-Gründer Dr. Bernd Schlobohm und Gerd Eickers. Im März 2014 erwarben beide nochmals je 25.000 Aktien über Xetra zu einem Preis von 3,76 Euro und halten damit jetzt 15,5 bzw. 15,6 Millionen Stücke. Dies entspricht 12,5 bzw. 12,6 Prozent des Grundkapitals von QSC.
Seit dem Börsengang im April 2000 haben weder Dr. Bernd Schlobohm noch Gerd Eickers auch nur eine einzige QSC-Aktie verkauft, sondern im Gegenteil, wie zuletzt 2014, ihren Anteilsbesitz wiederholt aufgestockt.
AKTIONÄRSSTRUKTUR ZUM 31.12.2014

Große institutionelle Adressen halten QSC die Treue
Ende 2014 befanden sich 74,9 Prozent der QSC-Aktien im Streubesitz von 28.757 Aktionärinnen und Aktionären. 52 Prozent hiervon, und damit 12 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr, entfielen gemäß dem Aktienbuch auf private Anleger, 48 Prozent auf institutionelle Investoren. Die beiden größten institutionellen Investoren hielten QSC 2014 die Treue. Der niederländische Fondsanbieter Kempen Capital Management besaß Ende 2014 gemäß vorliegenden Stimmrechtsmitteilungen wie im Vorjahr mehr als 5 Prozent der Anteile. Die zuvor mit mehr als 3 Prozent an QSC beteiligte britische J O Hambro Capital Management informierte das Unternehmen im Mai 2014 darüber, dass sie die meldepflichtige Schwelle von 5 Prozent überschritten habe.
Credit Suisse Fund Management über- und unterschritt die Schwelle von 3 Prozent im Jahresverlauf mehrfach; gemäß einer Meldung vom Dezember 2014 hielt sie zum Jahresende aber wieder mehr als 3 Prozent der QSC-Aktien. Dagegen baute Allianz Global Investors im Oktober 2014 ihren Anteilsbesitz von zwischenzeitlich mehr als 3 Prozent wieder ab.
11 Finanzinstitute veröffentlichen Studien zu QSC
Die Entscheidungen gerade institutioneller Investoren werden oft von der Meinung von Analysten beeinflusst. Im Jahr 2014 beschäftigten sich 11 Finanzinstitute regelmäßig mit QSC; Kepler Cheuvreux stellte die Coverage im zweiten Quartal ein.
Dem schwächeren Verlauf des operativen Geschäfts folgend, passten viele Analysten im Jahresverlauf ihre Prognosen an und senkten ihre Kursziele zum Teil erheblich. Ende 2014 standen 2 Kaufempfehlungen 2 Verkaufsempfehlungen gegenüber; 7 Häuser sahen keinen Handlungsbedarf und rieten zum Halten der Aktie.
FINANZINSTITUTE MIT STUDIEN ZU QSC
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| Bankhaus Lampe | Hauck & Aufhäuser | Metzler Equities |
| Berenberg Bank | Independent Research | Oddo Seydler Bank |
| Commerzbank | JPMorgan Cazenove | Warburg Research |
| Deutsche Bank | Landesbank Baden-Württemberg |
Ständiger Dialog mit allen Interessierten
QSC stand auch 2014 in ständigem Austausch mit Analysten sowie institutionellen und privaten Investoren. Der Vorstand präsentierte das Unternehmen auf Kapitalmarktkonferenzen führender Finanzinstitute wie der Berenberg Bank, der Commerzbank, der Deutschen Bank, der DZ Bank und Kepler Cheuvreux, sowie auf Roadshows an allen führenden Finanzplätzen in Europa. Hinzu kamen zahlreiche Einzelgespräche an den Standorten Köln und Hamburg sowie Telefonkonferenzen mit einer Reihe bestehender und potenzieller Investoren.
Ein wichtiges Instrument der Kapitalmarktkommunikation bilden die Telefonkonferenzen am Tag der Veröffentlichung von Quartalszahlen sowie bei Ad-hoc-Mitteilungen. QSC stellt die Präsentationen und Mitschnitte der Ausführungen des Vorstands zeitnah auf die unternehmenseigene Investor-Relations(IR)-Website. Die Präsentationen finden sich darüber hinaus auch auf Slide-Share, der weltweit größten Plattform für solche Dokumente.
Neben SlideShare nutzt QSC in der Investor-Relations-Arbeit mit Twitter ein weiteres soziales Medium, um aktuelle Nachrichten zu verbreiten. Als zentrale Plattform für alle relevanten Informationen dient der IR-Auftritt innerhalb der QSC-Website. Hier finden sich neben Finanzberichten und IR-Mitteilungen auch ein Finanzkalender, Analysteneinschätzungen und ausführliche Unterlagen zur Hauptversammlung.
Dividendenkontinuität wichtiges Argument für die QSC-Aktie
Bei sinkenden Kursen spielte im Jahresverlauf 2014 die Dividendenrendite eine wichtige Rolle im Dialog mit bestehenden und potenziellen Aktionären. Für das Geschäftsjahr 2013 hatte das Unternehmen eine Dividende von 10 Cent je Aktie gezahlt. Bezogen auf den Schlusskurs für das Jahr 2014, entsprach dies einer Rendite von 5,7 Prozent.
Vorstand und Aufsichtsrat werden der ordentlichen Hauptversammlung im Mai 2015 erneut die Zahlung einer Dividende von 10 Cent je Aktie vorschlagen.
DIE WICHTIGSTEN FAKTEN ZUR QSC-AKTIE
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| Wertpapierkennnummer | 513 700 |
| ISIN | DE0005137004 |
| Börsenkürzel | QSC |
| Bloomberg-Symbol | QSC GR |
| Reuters-Symbol | QSCG.DE |
| Börsensegment | Prime Standard |
| Börsenplätze | Xetra und regionale deutsche Börsen |
| Indexzugehörigkeit | TecDAX |
| CDAX | |
| HDAX | |
| Midcap Market | |
| Prime All Share | |
| Technology All Share | |
| DAX International Mid 100 | |
| DAXsector All Technology | |
| DAXsector Technology | |
| DAXsubsector All Communications Technology | |
| DAXsubsector Communications Technology | |
| DAXsupersector Information Technology | |
| DAXplus Family | |
| DAXplus Family 30 | |
| Tradegate Indikator TecDAX | |
| Designated Sponsorship | Oddo Seydler Bank AG |
| Ausstehende Aktien per 31. Dezember 2014 | 124.142.487 |
| Aktientyp | Nennwertlose Namens-Stammaktien |
| Xetra-Schlusskurs am 30. Dezember 2013 | 4,30 Euro |
| Xetra-Höchstkurs im Jahr 2014 | 4,69 Euro |
| Xetra-Tiefstkurs im Jahr 2014 | 1,33 Euro |
| Xetra-Schlusskurs am 30. Dezember 2014 | 1,74 Euro |
Konzernlagebericht
Grundlagen des Konzerns
GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Umfassendes ITK-Leistungsspektrum
Die QSC AG (QSC oder das Unternehmen) bietet Geschäftskunden umfassende ITK-Services aus einer Hand. ITK steht dabei für die Konvergenz von Informationstechnologie (IT) und Telekommunikation (TK) zu einem Wirtschaftszweig im digitalen Zeitalter. Das QSC-Leistungsspektrum umfasst sowohl maßgeschneiderte Lösungen für individuelle ITK-Anforderungen als auch ein modulares Produkt-Portfolio für kleinere Firmen und Vertriebspartner und lässt sich in vier Kategorien unterteilen: Telekommunikation, Outsourcing, Consulting und Cloud. Ab dem 1. Januar 2015 wird auch das interne Reporting dieser Produktstruktur folgen. Dementsprechend bilden diese vier Kategorien und die ihnen zugeordneten Profitcenter auch die Grundlage der neuen Segmentberichterstattung (vgl. Seite 71 f.).
DAS LEISTUNGSSPEKTRUM VON QSC

Telekommunikation - Sprach- und Datendienste aus einer Hand
Kunden finden bei QSC ein großes Spektrum von Produkten für die Sprach- und Datenkommunikation. Bei ihrer Internet-Anbindung können sie zwischen asymmetrischen ADSL2+ Leitungen, symmetrischen SDSL-Leitungen sowie Premium-Internetzugängen über Richtfunknetze wählen.
Viele Kunden nutzen ihre Internetanbindungen auch für die Sprachtelefonie. QSC bietet IP-Telefonie-Anschlüsse (Voice over IP) und entsprechende Telefonanlagen. Darüber hinaus umfasst das Leistungsspektrum weitere Formen der Sprachtelefonie, dazu zählen Open-Call-by-Call- und Preselect-Angebote sowie Mehrwertdienste.
Outsourcing - vom Betrieb bis zur kompletten Auslagerung
QSC bietet Kunden ein umfassendes Outsourcing-Leistungsspektrum und konzentriert sich auf Dienstleistungen rund um die eigenen Rechenzentren im Bundesgebiet. Der Fokus liegt auf einem Outsourcing der Infrastruktur Dabei übernimmt QSC den gesamten IT-Betrieb und gewährleistet einen reibungslosen und störungsfreien Dienst. Zum Leistungsspektrum zählen der Betrieb der Server, entsprechende Firewall- und Security-Services sowie deren Einbettung in sichere und schnelle Netzwerklösungen. Zudem bietet QSC ein breites Portfolio von Rechenzentrumsdienstleistungen: von der Bereitstellung einer Infrastruktur in Form von Housing und Hosting bis hin zum Bau und Betrieb eigener Rechenzentren für Kunden. Virtuelle private Netzwerke (VPN) von QSC gewährleisten einen gesicherten Datenaustausch zwischen Rechenzentren, Firmenniederlassungen und Filialen sowie mit Telearbeitern, Außendienstlern, Partnern und Lieferanten.
Darüber hinaus unterhält das Unternehmen auch einen Service-Desk für die Betreuung von Anwendern sowie einen SAP- und Microsoft-Application-Service; dort pflegen QSC-Mitarbeiter die Systeme der Kunden und entwickeln sie fortwährend weiter. Auf Wunsch übernimmt QSC auch unabhängig vom Outsourcing der Infrastruktur das IT-Operations-Management und damit die Verantwortung für einen sicheren Betrieb. Das kann den Betrieb der jeweiligen SAP- oder Microsoft-Umgebung, von Datenbankmanagementsystemen, Collaboration-Services und/oder Plattformen für mobile Endgeräte umfassen.
Consulting mit Fokus auf SAP und Microsoft
QSC verfügt über langjährige Erfahrung bei der Beratung von Unternehmen zur Optimierung ihrer Geschäftsprozesse mit den beiden Schwerpunkten SAP und Microsoft. Neben der Anwendungsentwicklung und der Anpassung von SAP-Systemen erstreckt sich die Projektarbeit im SAP-Umfeld auch auf die Optimierung zentraler Geschäftsprozesse und des Berichtswesens. Zudem gründete QSC 2014 ein eigenes SAP-HANA-Competence-Center und richtete ein Testlabor ein. Dort überprüfen Kunden die Effizienz und Umsetzbarkeit der "In-Memory-Technologie" für ihre individuellen Unternehmensanforderungen auf Herz und Nieren.
Bei Microsoft-Anwendungen und -Technologien liegt der Fokus auf der Implementierung von Cloud-Diensten mithilfe von Microsoft-Private-Cloud-Lösungen und des Einsatzes von Communication- und Collaboration-Lösungen. Generell kommt dem Consulting eine Schlüsselrolle bei der Migration der ITK von Kunden in das Cloud-Zeitalter zu.
Cloud - Innovationen für ein neues Zeitalter
QSC verfolgt die Strategie, das Leistungsspektrum systematisch um selbst entwickelte Produkte zu erweitern und sich neue Geschäftsfelder zu erschließen. Der Fokus liegt auf Software-as-a-Service(SaaS)- und Platform-as-a-Service-Lösungen für das Cloud-Zeitalter. Die solucon-Plattform dient als Basis für zahlreiche Innovationen. Weitere Informationen finden sich im Abschnitt "Forschung und Entwicklung" ab Seite 33.
Als SaaS-Dienste offeriert QSC bereits mobile und skalierbare Arbeitsplatzbestandteile; dazu zählen Unified-Communication- und Collaboration-Lösungen ebenso wie ein virtueller Arbeitsplatz aus der Cloud und das intelligente Management mobiler Endgeräte. Mit der Übernahme der Mehrheit an dem Verschlüsselungsspezialisten FTAPI im Februar 2014 erweiterte das Unternehmen sein Portfolio um Produkte für die hochsichere Übertragung und Speicherung unternehmenskritischer Daten.
Dreigeteilter Vertrieb adressiert unterschiedliche Kundengruppen
Um die Bedürfnisse verschiedener Kundengruppen zielgenau adressieren zu können, verfügt QSC traditionell über einen Direkten und einen Indirekten Vertrieb sowie einen Vertrieb für Wiederverkäufer Bis zum 31. Dezember 2014 bildeten diese drei Geschäftsbereiche auch die Grundlage für die Steuerung des Unternehmens und der Segmentberichterstattung.
DIE GESCHÄFTSBEREICHE VON QSC

| ― | Der Direkte Vertrieb konzentriert sich auf das Lösungsgeschäft und adressiert mehr als 8.000 größere und mittlere Unternehmen in Deutschland. Im direkten Kontakt mit den Kunden erarbeitet er maßgeschneiderte ITK-Lösungen und nutzt dazu das gesamte Leistungsspektrum - von der einfachen Internetanbindung bis hin zur Auslagerung der IT-Infrastruktur. Neben einer regionalen Organisation verfügt er über drei bundesweit agierende Branchenvertriebe für Energie, Handel und Versicherungen. |
| ― | Der Indirekte Vertrieb konzentriert sich auf knapp 900.000 kleinere und mittelständische Firmen in Deutschland, die in der Regel keine eigenen Mitarbeiter für die Informations- und Kommunikationstechnologie beschäftigen und stattdessen ITK-Dienste von regionalen Partnern beziehen. QSC arbeitet mit mehr als 500 regionalen Distributoren und Vertriebspartnern zusammen, die primär ITK-Produkte, aber zunehmend auch Cloud-Services vertreiben. |
| ― | Im Wiederverkäufer-Vertrieb bündelt QSC das Geschäft mit Dienstleistern, die sich in erster Linie an Privatkunden wenden; dazu zählen vor allem Telekommunikationsunternehmen, Kabelnetzbetreiber und Internet-Provider. |
Eigene bundesweite ITK-Infrastruktur
QSC verfügt über eine eigene ITK-Infrastruktur im Bundesgebiet und kann so Kunden eine gleichbleibend hohe Qualität entlang der gesamten Wertschöpfungskette gewährleisten ("Ende-zu-Ende-Qualität"). Das Herzstück dieser ITK-Infrastruktur bilden TÜV- und ISO-zertifizierte Rechenzentren. QSC verfügte Ende 2014 über Rechenzentren an sechs Standorten im Bundesgebiet (Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München, Nürnberg, Oberhausen) mit einer Gesamtfläche von 15.000 Quadratmetern. Das Unternehmen unterliegt damit an allen Standorten den hiesigen, im internationalen Vergleich sehr strengen Datenschutzbestimmungen. Die nachweislich hohe Qualität und Sicherheit sowie die Nähe zu den mittelständischen Kunden sind ein wichtiger Wettbewerbsvorteil.
DIE RECHENZENTREN VON QSC

Next Generation Network gewährleistet bundesweit Ende-zu-Ende-Qualität
Die Anbindung der Rechenzentren erfolgt über eine hochmoderne Infrastruktur. Die Basis bildet das Next Generation Network (NGN), das die Konvergenz verschiedener Technologien zur Sprach- und Datenübermittlung auf das IP-Protokoll sicherstellt. Es handelt sich dabei um eine softwarebasierte Lösung, die es QSC ermöglicht, unabhängig von den Besitzverhältnissen der physischen Infrastruktur Kunden bundesweit Ende-zu-Ende-Qualität anzubieten und die Netzdienstleistungen entsprechend zu steuern und zu überwachen.
Traditionell betreibt QSC zudem ein bundesweites DSL-Netzwerk, ein flächendeckendes IP-basiertes Sprachnetz und eines der größten Richtfunk-Access-Netze in Deutschland.
MARKT UND WETTBEWERBSPOSITION
Konzentration auf den deutschen Markt und den Mittelstand
QSC ist ein ITK-Anbieter für Unternehmen jeder Größenordnung - vom Handwerksbetrieb bis zum Konzern - und konzentriert sich auf die Bearbeitung des deutschen Marktes. Der Schwerpunkt liegt auf dem Mittelstand, wo die mittelständische QSC über ein besonders hohes Maß an Glaubwürdigkeit verfügt und sich über die Jahre eine starke Stellung aufbauen konnte. Bei Consulting- und Outsourcing-Projekten ist das Unternehmen vereinzelt aber auch über die nationalen Grenzen hinweg aktiv.
Umfassendes ITK-Leistungsspektrum ist ein Wettbewerbsvorteil
QSC verfügt in ihren angestammten Produktbereichen über eine gute Marktposition. In der Telekommunikation konkurriert das Unternehmen zum einen mit konventionellen TK-Anbietern und zum anderen bei IP-basierten Diensten mit IT-Systemhäusern und Softwareherstellern. Im Wettbewerb hebt sich das Unternehmen durch sein breites Leistungsspektrum und die Servicequalität eines Mittelständlers ab. Im Outsourcing konkurriert QSC mit den Tochterunternehmen global agierender IT- und TK-Unternehmen sowie mit großen deutschen Systemhäusern. Auch hier erweist es sich als Vorteil, ITK-Lösungen aus einer Hand anbieten zu können. Im Consulting steht das Unternehmen im Wettbewerb mit IT-Beratungsunternehmen und IT-Systemhäusern und profitiert in diesem Umfeld ebenfalls von seinem breiten ITK-Know-how. Im Segment Cloud baut sich QSC erst nach und nach eine Marktstellung auf. Es steht in diesem Umfeld im Wettbewerb mit IT- und TK-Anbietern, die ihr Leistungsspektrum erweitern, sowie jungen Technologieanbietern. Letztere konzentrieren sich in der Regel auf einen kleinen Ausschnitt des Marktes.
STRATEGIE
ITK-Markt bietet mittelfristig erhebliche Wachstumschancen
QSC hat sich in den vergangenen Jahren von einem TK-Anbieter zu einem integrierten ITK-Anbieter entwickelt und damit frühzeitig begonnen, den markt- und regulierungsbedingt absehbaren Rückgang des angestammten TK-Geschäfts zu kompensieren.
Im ITK-Markt verfolgt das Unternehmen eine ehrgeizige Innovations- und Wachstumsstrategie. Chancen ergeben sich dort insbesondere durch das Zusammenwachsen von IT und TK zu einem einheitlichen ITK-Markt. Hierfür gibt es zwei entscheidende Treiber: Zum einen lagern immer mehr Unternehmen Infrastrukturen, Daten und Anwendungen in zentrale Rechenzentren aus und erwarten hohe Bandbreiten, Qualität und Sicherheit, vom Rechenzentrum über Verbindungsnetze bis hin zu den einzelnen Arbeitsplätzen. QSC ist hier sehr gut aufgestellt und bietet schon heute als einer von wenigen eine durchgängige Ende-zu-Ende-Qualität. Zum anderen verdrängen mobile Endgeräte stationäre Arbeitsplätze. Dadurch steigt die Bedeutung einer integrierten IT-Infrastruktur und von Anwendungen, die zentral in der Cloud laufen. QSC setzt daher in der Entwicklung vor allem auf cloudbasierte Produkte und Dienste.
Internet der Dinge eröffnet neue Möglichkeiten für ITK-Anbieter
Zusätzliche Wachstumspotenziale entstehen durch die Ausbreitung der ITK in immer neue Arbeits- und Lebenswelten, häufig unter dem Schlagwort "Internet der Dinge" zusammengefasst. Die Kommunikation erfolgt hierbei nicht mehr allein zwischen Nutzern und Servern, sondern zunehmend auch direkt zwischen Maschinen oder Sensoren.
Auch die ITK selbst steht vor einem technologischen Sprung; die Industrialisierung der IT wird zu einem Aufbrechen alter Strukturen führen. Bislang laufen viele IT-Prozesse noch manuell und dezentral ab, sodass eine Automatisierung ähnlich wie in der Industrie hohe Effizienzvorteile verspricht. Dreh- und Angelpunkt einer solchen Industrialisierung ist das Cloud-Computing mit seinen extremen Größen- und Skalenvorteilen im Vergleich zu der heute noch vorherrschenden Client-Server-Technologie.
In diesem Umfeld werden sich interne IT-Abteilungen gerade im Mittelstand in Zukunft stärker auf die Auswahl und den Einkauf passender Produkte und Lösungen konzentrieren; interne proprietäre Systeme treten in den Hintergrund. Damit verbunden ist eine neue Herausforderung: Komplexitätsmanagement. An dieser Stelle setzt QSC an: Das Unternehmen entwickelt eine "Pure Enterprise Cloud", die die Integration von traditionellen Applikationen und neuen Cloud-Diensten ermöglicht. Kunden können so schrittweise den Übergang in das Cloud-Zeitalter bewältigen.
QSC forciert Industrialisierung des bestehenden Portfolios
Die Pure Enterprise Cloud steht für die enge Verknüpfung der Strategie mit den aktuellen Marktentwicklungen. Das Unternehmen forciert folgerichtig das ITK-Geschäft und baut sein Leistungsspektrum vorrangig rund um die Themen Cloud-Computing und Internet der Dinge aus. Dabei gibt es zwei Schwerpunkte: Erstens treibt QSC im bestehenden Portfolio die Industrialisierung der Erstellung und Vermarktung sowie des Betriebs bestehender Produkte und Lösungen sowie deren Vernetzung voran. Mit einem hochmodernen Portfolio kann das Unternehmen seinen Anteil am ITK-Budget der mehr als 30.000 bestehenden Geschäftskunden ausbauen und weitere Kunden akquirieren. Zugleich leistet die Industrialisierung einen entscheidenden Beitrag für einen mittelfristig geplanten Anstieg der Finanz- und Ertragskraft.
Den zweiten Schwerpunkt bilden Innovationen; dies können ebenso neue Technologien für neue Märkte sein wie neue Technologien für bestehende Märkte und bestehende Technologien für neue Märkte. Mehr Informationen zur Innovationstätigkeit finden sich im Kapitel "Forschung und Entwicklung" ab Seite 33. Bei Innovationen setzt QSC nicht allein auf das Know-how der eigenen Entwickler. Die Akquisition kleinerer Firmen mit hoher Technologie- oder Marktkompetenz ist Bestandteil der Strategie.
ORGANISATION
Flächendeckende Präsenz im deutschen Heimatmarkt
Die QSC AG mit Sitz in Köln ist Muttergesellschaft dieses Unternehmens. Neben der Zentrale in Köln betreibt das Unternehmen in Hamburg einen zweiten großen Standort mit zahlreichen Funktionalitäten; von dort aus wird insbesondere das Consulting- und Outsourcing-Geschäft gesteuert. Darüber hinaus unterhält QSC zehn Vertriebsniederlassungen im Bundesgebiet, und zwar in Berlin, Bremen, Dresden, Frankfurt am Main, Hannover, Leipzig, München, Nürnberg, Oberhausen und Stuttgart. Das Unternehmen verfügt derzeit über zwei wesentliche unmittelbare bzw. mittelbare Beteiligungen:
| ― | Die 2002 vollständig übernommene Ventelo GmbH bietet mittleren und größeren Unternehmen unter anderem direkte Festnetzanschlüsse, Preselect und Call-by-Call sowie Mehrwertdienste. |
| ― | Ventelo hält 100 Prozent der Anteile der im Jahr 2006 gegründeten Netzgesellschaft Plusnet GmbH & Co. KG. Diese betreibt ein bundesweites DSL-Netz. |
Ein vollständiger Überblick über den Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2014 findet sich unter Ziffer 37 des Konzernanhangs.
Profitcenter-Struktur stärkt Eigenverantwortung
In der zweiten Jahreshälfte 2013 implementierte QSC ein System von Profit-, Cost- und Servicecentern. Dieses stärkt die Umsatz- und Ergebnisverantwortung der einzelnen Bereiche und fördert die standortübergreifende Zusammenarbeit. Der Profitcenter-Gedanke erlaubt auch die Bündelung von Kompetenzen eines bestimmten Geschäftsfelds in eigenständigen Gesellschaften. So bildet auch die im Februar 2014 mehrheitlich übernommene FTAPI Software GmbH ein eigenes Profitcenter; weitere Informationen zu dieser Akquisition finden sich auf Seite 58 dieses Konzernlageberichts.
STEUERUNG
Steuerung über finanzielle Leistungsindikatoren
QSC steuerte das Unternehmen im Jahr 2014 über die drei Geschäftsbereiche Direkter und Indirekter Vertrieb sowie Wiederverkäufer. Mit der Einführung der neuen Profitcenter-Struktur zeigte sich aber, dass eine Steuerung über diese fokussierten Einheiten erhebliche Vorteile mit sich bringt; deshalb justiert QSC die Steuerung mit Wirkung zum 1. Januar 2015 entsprechend neu. Diese Profitcenter-Struktur orientiert sich an Produkten.
In beiden Fällen nutzt das Unternehmen die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren als Steuerungsgrößen: Umsatz, EBITDA, Free Cashflow und Investitionen. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden zur Steuerung nicht herangezogen.
Das EBITDA ist definiert als Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Amortisierung von abgegrenzter nicht zahlungswirksamer aktienbasierter Vergütung sowie Abschreibungen und außerplanmäßiger Wertminderung auf kundenbezogenes Vorratsvermögen und Amortisierung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten; die EBITDA-Marge ergibt sich aus dem Verhältnis vom EBITDA zum Umsatz. Der Free Cashflow bildet die Veränderung der Nettoliquidität/-verschuldung aus dem operativen Geschäft ab. Bei den Investitionen stellt QSC auf den Zeitpunkt und nicht den Zahlungsfluss ab und erfasst unter dieser Größe kundenbezogene, forschungsgetriebene und sonstige Investitionen wie auch Investitionen in die Infrastruktur. Die Parameter stellen sicher, dass unternehmensweit ausgewogene Entscheidungen im Spannungsfeld von Liquidität, Profitabilität und Wachstum getroffen werden.
Monatsberichte als zentrales Instrument der Steuerung
Die Monatsberichte enthalten alle relevanten Kennzahlen und Soll-Ist-Vergleiche. Sie stellen eine wichtige Diskussionsgrundlage für die 14-tägigen Vorstandssitzungen und die Monatsberichte an den Aufsichtsrat dar. Darüber hinaus erfolgt auf der Basis aktueller Soll-Ist-Vergleiche eine regelmäßige Aktualisierung der rollierenden Planung für sämtliche Unternehmensbereiche; diese dient als Frühwarnsystem für eventuelle Abweichungen und ermöglicht eine frühzeitige Korrektur. Ein integraler Bestandteil des Berichtswesens ist das Risikomanagementsystem, wie ab Seite 75 dieses Konzernlageberichts beschrieben. Es stellt die direkte Einbindung eventueller Veränderungen bei den Chancen und Risiken in das Steuerungssystem sicher.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
FuE-Budget steigt 2014 deutlich
QSC verstärkte im abgelaufenen Geschäftsjahr wie geplant ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Das Budget stieg dementsprechend auf 8,9 Millionen Euro nach 5,9 Millionen Euro im Jahr 2013. Hiervon aktivierte das Unternehmen 2,7 Millionen Euro (2013: 4,0 Millionen Euro) und buchte 6,2 Millionen Euro (2013: 1,9 Millionen Euro) in den Aufwand, zum größten Teil unter "Kosten der umgesetzten Leistungen". Zum 31. Dezember 2014 waren 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorrangig mit Entwicklungsprojekten beschäftigt; im Vorjahr hatte diese Zahl bei 44 gelegen.
FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG (in Mio. €)

Schwerpunkte der FuE-Tätigkeit bildeten 2014 die fortwährende Weiterentwicklung der bereits marktreifen Produkte QSC-tengo und QSC-WiFi sowie neue Entwicklungen auf der Basis der selbst entwickelten Cloud-Plattform solucon. Hinzu kam die Mitarbeit an großen Forschungsprojekten. Bei den beiden am Beginn ihres Lebenszyklus befindlichen Produkten QSC-tengo und QSC-WiFi konzentrierten sich die Entwickler im abgelaufenen Geschäftsjahr auf deren Anbindung an gängige Systeme und die Konfiguration entsprechender Schnittstellen sowie einen gezielten Ausbau der Funktionalitäten. Viele Innovationen entstanden im Dialog mit Pilotkunden. Ein solch kundennaher Ansatz charakterisiert die FuE-Tätigkeit in weiten Bereichen.
Eigene Tochtergesellschaft treibt Anwendungen für solucon-Plattform voran
Ein Herzstück der Innovationstätigkeit bildet "solucon - the enabling technology". Über diese selbst entwickelte Cloud-Plattform lassen sich Software-Bausteine modular, schnell und sicher bereitstellen und betreiben. Im Juli 2013 bündelte QSC sämtliche Tätigkeiten rund um diese Plattform in dem Profitcenter Q-loud. Dieses entwickelt nun Lösungen unter anderem für Energie, Handel und Industrie mit einem Schwerpunkt auf dem Internet der Dinge - der Vernetzung unterschiedlicher Geräte wie Sensoren, Kameras, Maschinen und mobile Endgeräte. Ein gutes Beispiel bietet die im November 2014 abgeschlossene Entwicklungspartnerschaft mit URBANA, einem traditionsreichen Energiedienstleister für die Wohnungswirtschaft sowie die Industrie. Auf der Basis der solucon-Plattform werden unterschiedliche Geräte wie Wärmemengenzähler, Auslesegeräte für Gas- und Stromzähler sowie Temperatursensoren sicher vernetzt. Die Partner planen bereits im laufenden Jahr den Einsatz in mehr als 1.000 Immobilien. Q-loud ist darüber hinaus auch für die Entwicklung von Telefonanlagen der nächsten Generation - sogenannte Unified-Communication-Lösungen - verantwortlich.
Q-Smart konzentriert sich auf langfristige Forschungsprojekte
In den vergangenen Jahren beteiligte sich QSC an drei langfristig angelegten, öffentlich geförderten Forschungsvorhaben für das Cloud-Zeitalter und hat diese Aktivitäten im Profitcenter Q-Smart gebündelt. Es handelt sich um:
| ― | O(SC)2 ar, die "Open Service Cloud for the Smart Car" (http://osc4car.de), |
| ― | Sensorcloud, eine hochskalierbare Cloud-Plattform für global vernetzte Sensoren (www.sensorcloud.de) sowie |
| ― | Finesce für "Future Internet Smart Utility Services". Von Köln aus treibt QSC hier eine Lösung für ein virtuelles Kraftwerk voran (www.finesce.eu/Trial_Site_Cologne.html). |
Bei allen drei Projekten geht es um die Vernetzung verschiedener Geräte und Maschinen und deren Steuerung über die Cloud. Durch die Mitarbeit erhielt QSC Zugang zu Schlüsselthemen bei der Realisierung des Internets der Dinge und vertiefte zugleich die Zusammenarbeit mit wichtigen Marktteilnehmern. Diese Erkenntnisse fließen nun in interne Entwicklungsprojekte ein.
GESELLSCHAFTLICHE VERANTWORTUNG
Konzentration auf das nähere Umfeld
QSC fasst unter Corporate Social Responsibility (CSR) drei Themen zusammen: verantwortliche Unternehmensführung, gesellschaftliches Engagement und nachhaltiges Wirtschaften. Zur Unternehmensführung finden sich weitere Informationen ab Seite 36 dieses Geschäftsberichts. Als Mittelständler konzentriert sich QSC bei seinem gesellschaftlichen Engagement traditionell auf Initiativen im Unternehmen und in seiner näheren Umgebung. Im Zentrum stehen die betriebliche Ausbildung auch über den eigenen Bedarf hinaus und die Gewährleistung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für alle QSC-Mitarbeiter; das Kapitel "Mitarbeiter" ab Seite 50 liefert weitere Informationen. Darüber hinaus ist QSC seit Jahren Partner des "Hamburger Weges"; die Initiative übernimmt gesellschaftliche Verantwortung für die Menschen in der Hansestadt. QSC engagiert sich hier als Pate bei verschiedenen Projekten.
Effizienter Umgang mit knappen Ressourcen
QSC wirtschaftet traditionell nachhaltig und achtet darauf, die direkten und indirekten Umweltauswirkungen des Geschäftsbetriebs soweit es geht zu begrenzen und nachhaltig zu vermindern. Ein besonderes Augenmerk gilt den Rechenzentren mit ihrem erheblichen Energiebedarf. Hier erfolgt eine ständige Überprüfung mit Blick auf mögliche Einsparpotenziale. Dazu tragen unter anderem der Einsatz stromsparender Hardware und Klimatechnik sowie eine laufende Modernisierung der Haustechnik und Versorgungsinfrastruktur bei. Des Weiteren setzt QSC auf sogenannte Bladesysteme; deren Architektur hat den Vorteil, dass mehrere Server auf Netzteile zugreifen und so weniger Verlustleistung entsteht.
QSC betreibt besonders energieeffiziente Rechenzentren
Zuletzt erfolgte im Dezember 2013 in den Rechenzentren in München und Nürnberg eine Zertifizierung der Energieeffizienz durch den TÜV; beide Standorte erhielten die Effizienzklasse A. Dies bescheinigt den nachhaltigen Betrieb wie auch eine stetige Optimierung des Verbrauchs und der Klimatisierung abhängig vom Kältebedarf und den Soll-Temperaturen.
Eine wichtige Kennzahl für die Energieeffizienz bildet die PUE - die Power Usage Effectiveness - und damit die Effektivität des Energieeinsatzes. Derzeit arbeiten die Rechenzentren von QSC mit einer PUE von durchschnittlich weniger als 1,6 und zählen damit zu den energieeffizientesten Rechenzentren in Deutschland.
Nachhaltiges Wirtschaften setzt aufgeklärte Mitarbeiter voraus
QSC achtet darauf, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Bezug auf Umweltschutzthemen zu sensibilisieren. Gerade im Gespräch mit Kunden ist es wichtig, zu verstehen, in welchem Maße ITK-Dienste zu einer Reduzierung des Energiebedarfs und der CO2 -Emissionen beitragen können. Das gilt für die Vermeidung von Geschäftsreisen ebenso wie für die Nutzung von Heimarbeitsplätzen. QSC selbst unterstützt Mitarbeiter durch eine umfassende Home-Office-Regelung. QSC fördert darüber hinaus die Weiterbildung von Mitarbeitern zu international anerkannten Energiemanagern (IHK). Dabei handelt es sich um eine berufsbegleitende, praxisnahe Ausbildung im Bereich energieeffizienter Technik.
Auch bei der Reduktion des Energieeinsatzes bei Geschäftsreisen geht QSC mit gutem Beispiel voran. Das Unternehmen unterstützt zwei Carsharing-Modelle und bietet den Mitarbeitern am Arbeitsplatz entsprechende Buchungsmöglichkeiten. Auch die Reisekostenregelung sieht ausdrücklich die Nutzung von Carsharing vor. Der Vermeidung von Dienstreisen dient darüber hinaus die Ausstattung kundennaher Bereiche mit Microsoft-Lync-Lösungen, mit denen sich schnell und kostengünstig Videotelefonate führen lassen. Videokonferenzräume an den Standorten erlauben es, größere Meetings ohne Reisen und die damit einhergehende Umweltbelastung abzuhalten.
Dienstwagenflotte mit geringem CO2-Ausstoß
Mit einem durchschnittlichen Flottenwert von lediglich 116 Gramm CO2 pro Kilometer zählt die Dienstwagenflotte von QSC zu den umweltschonendsten in Deutschland. Dies ergab eine Abfrage der Deutschen Umwelthilfe e. V. unter 166 Unternehmen im vergangenen Jahr. Danach erreichten lediglich zwölf Firmenflotten die von der EU angestrebte Obergrenze von 130 Gramm CO2 pro Kilometer.
Der Einkauf ist dessen ungeachtet bei Dienstwagen sowie bei allen anderen Produkten bestrebt, die Energieeffizienz der eingesetzten Ressourcen ständig zu verbessern. Er berücksichtigt bei allen Entscheidungen den Grundgedanken nachhaltigen Wirtschaftens. Ein wichtiger Bestandteil ist hierbei auch die weitestgehende Wiederverwertung sämtlicher Materialien.
Corporate-Governance-Bericht und Erklärung zur Unternehmensführung
Traditioneller hoher Stellenwert guter Corporate Governance
Seit Gründung legt QSC großen Wert auf eine verantwortungsvolle, transparente Führung und Kontrolle des Unternehmens mit dem Ziel der nachhaltigen Wertschöpfung. QSC ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen und richtet sich daher im Wesentlichen nach dem deutschen Aktienrecht und dem Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex). Die zuständige Regierungskommission legte zuletzt am 24. Juni 2014 eine Neufassung des Kodex vor. QSC folgt dessen Empfehlungen weitestgehend, weicht aber an wenigen Stellen bewusst ab und erläutert dies nachfolgend. Die aktuelle Entsprechenserklärung vom 20. November 2014 ist Bestandteil dieses Berichts und wie alle vorhergehenden Erklärungen dauerhaft auf der QSC-Website verfügbar.
Nachfolgend berichtet der Vorstand auch im Namen des Aufsichtsrats über die Corporate Governance gemäß Ziffer 3.10 des Kodex. Der Bericht integriert den nach Ziffer 4.2.5 des Kodex geforderten Vergütungsbericht und enthält zudem Ausführungen gemäß § 289a HGB zur Unternehmensführung.
LEITUNG UND KONTROLLE
Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung
Die QSC AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit einer dualen Führungsstruktur. Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung; der Aufsichtsrat bestellt den Vorstand, überwacht und berät ihn. Die Mitglieder beider Gremien sind allein dem Unternehmensinteresse verpflichtet; im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es keine offenzulegenden Interessenkonflikte.
Zwei Veränderungen im Vorstand im Geschäftsjahr 2014
Bis zum 31. März 2014 bestand der Vorstand aus vier und danach aus drei Mitgliedern. Dies waren Jürgen Hermann (Vorsitz), Barbara Stolz, Henning Reinecke und bis zum 31. März 2014 Stefan Freyer. Letzterer verließ das Unternehmen auf eigenen Wunsch. In freundschaftlichem Einvernehmen schied zum 31. Dezember 2014 zudem Finanzvorstand Barbara Stolz aus dem Gremium aus, um sich wie Stefan Freyer neuen beruflichen Herausforderungen zu stellen. Ihr folgte zum 1. Januar 2015 Stefan A. Baustert. Er war zuletzt kaufmännischer Geschäftsführer bei der Rena GmbH, einem süddeutschen Maschinen- und Anlagenbauunternehmen. Zuvor führte er für sieben Jahre die börsennotierte Singulus Technologies AG, zunächst als Finanzvorstand, dann als Vorstandsvorsitzender. Davor war er fünf Jahre lang kaufmännischer Geschäftsführer der E-Plus Mobilfunk GmbH, bis das Unternehmen an die KPN-Gruppe veräußert wurde.
Vorstand entscheidet im Plenum mit einfacher Mehrheit
Entscheidungen im Vorstand bedürfen gemäß der vom Aufsichtsrat erlassenen Geschäftsordnung der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen, bei Stimmengleichheit entscheidet das Votum des Vorsitzenden. Alle Entscheidungen zu Maßnahmen und Geschäften, die für das Unternehmen von großer Bedeutung sind oder mit denen ein größeres wirtschaftliches Risiko verbunden ist, werden im Plenum getroffen. Ein Geschäftsverteilungsplan regelt die Zuständigkeiten der Vorstandsmitglieder. Jeder Vorstand führt diese Bereiche im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstände in der Regel für einen Zeitraum von drei Jahren. Er lässt sich bei der Besetzung des Vorstands ausschließlich von der Qualifikation der Kandidaten leiten und weist dem Geschlecht keine vorrangige Entscheidungsrelevanz zu. Bei der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen ist sich der Vorstand seiner Verantwortung bewusst, auf Vielfalt (Diversity) zu achten. Er strebt eine angemessene Berücksichtigung von Frauen in Führungspositionen an.
Geschlechterparität im Aufsichtsrat
Laut Satzung besteht der QSC-Aufsichtsrat aus sechs Mitgliedern. Da das Unternehmen mehr als 500 Arbeitnehmer beschäftigt , greift das deutsche Drittelbeteiligungsgesetz: Die Anteilseigner wählen zwei Drittel, die Arbeitnehmer ein Drittel seiner Mitglieder. Nach der Neuwahl des Aufsichtsrats im Mai 2013 besteht das Gremium aus drei Frauen und drei Männern; die Amtszeit sämtlicher Mitglieder endet mit der ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2017.
Der Aufsichtsrat und seine Ausschüsse entscheiden mit einfacher Mehrheit, sofern Gesetz oder Satzung nichts anderes vorschreiben. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden mit dem Nominierungs-, dem Personal-, dem Prüfungs- und dem Strategieausschuss durchgängig vier Ausschüsse. Alle Ausschüsse berichten regelmäßig dem Plenum und bereiten dessen Beschlussfassungen vor. Ausführliche Informationen zur Arbeit des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse finden sich im Bericht des Aufsichtsrats auf den Seiten 13 bis 18.
Zusammensetzung des Aufsichtsrats entspricht selbst gesetzten Zielen
Der Aufsichtsrat erreichte auch im Geschäftsjahr 2014 sämtliche Ziele für seine Zusammensetzung, die er sich auf der Basis des deutschen Aktiengesetzes und des Kodex selbst gegeben hatte. Seine Mitglieder verfügen insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung ihrer Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen. Dem Aufsichtsrat gehört mindestens ein Mitglied an, das im Sinne von § 100 Abs. 5 AktG unabhängig ist und über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung verfügt - als Leiterin der Konzernsteuerabteilung des global agierenden SAP-Konzerns erfüllt Ina Schlie diese Anforderung in vollem Umfang. Unter der Annahme, dass auch die Arbeitnehmervertreter grundsätzlich die Kriterien der Unabhängigkeit im Sinne von Ziffer 5.4.2 Satz 2 des Kodex erfüllen, sollen dem Aufsichtsrat insgesamt neben den beiden Arbeitnehmervertretern mindestens zwei im Sinne von Ziffer 5.4.2 Satz 2 des Kodex unabhängige Mitglieder angehören. Aktuell sind dies Ina Schlie sowie der geschäftsführende Partner der Management-Beratung Horn & Company, Dr. Frank Zurlino. Die Zahl ehemaliger Vorstände im Gremium ist auf maximal zwei beschränkt; derzeit sind dies die beiden QSC-Gründer und größten Einzelaktionäre, Dr. Bernd Schlobohm und Gerd Eickers. Dem Aufsichtsrat gehört weiterhin kein Mitglied an, das eine Organfunktion oder Beratungsfunktion bei wesentlichen Wettbewerbern ausübt. Bei der jüngsten Wahl waren alle Kandidaten jünger als 75 Jahre. Das Ziel, dass dem Gremium mindestens ein weibliches Mitglied angehört, erreicht der Aufsichtsrat mit seiner paritätischen Besetzung ebenfalls.
Bedeutende Geschäftsvorfälle erfordern Zustimmung des Aufsichtsrats
Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über unternehmensrelevante Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Laut Geschäftsordnung des Vorstands ist vor Abschluss bedeutender Geschäftsvorgänge wie der Festlegung der Jahresplanung, großen Investitionen, Akquisitionen und Finanzierungsmaßnahmen die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich. Solche Entscheidungen des Aufsichtsrats werden in den Ausschüssen und im Plenum intensiv vorbereitet und beraten.
RELEVANTE UNTERNEHMENSFÜHRUNGSPRAKTIKEN
QSC plant Formulierung von Compliance-Grundsätzen
QSC erachtet Corporate Governance als Rahmen für die Führung und Überwachung des gesamten Unternehmens; die internen Richtlinien stehen daher im Einklang mit dem Kodex. Darüber hinaus basiert die Führung des Unternehmens auf einem gemeinsamen Wertesystem. Im Laufe dieses Geschäftsjahres ist geplant, die wesentlichen Inhalte dieses Wertesystems in QSC-Compliance-Grundsätzen zusammenzufassen. Diese Grundsätze werden im Folgenden für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindlich sein. Im Rahmen des Wertesystems spielt Integrität eine zentrale Rolle. Das Unternehmen versteht sie als Leitbild und Maßstab einer ordentlichen Geschäftsführung und achtet strikt auf die Einhaltung von Gesetzen und konzerninternen Regelwerken. QSC setzt dabei in hohem Maße auf die Eigenverantwortung und persönliche Integrität aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. QSC erwartet von ihnen rechtlich und ethisch einwandfreies Handeln im geschäftlichen Alltag, um Schaden vom Unternehmen und von der Allgemeinheit abzuwenden.
Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Prävention, Fehlverhalten soll von vornherein verhindert werden. Praxisgerecht gestaltete interne Schulungen dienen dazu, alle Beschäftigten für Themen wie Gesetzestreue und Professionalität im Umgang mit Dritten zu sensibilisieren. Strikt achtet QSC auf die Einhaltung des Vier-Augen-Prinzips bzw. die Trennung von Verantwortlichkeiten. Richtlinien zu kritischen Punkten wie z. B. Insiderrecht, Informationssicherheit, Datenschutz, Freigabe- und Unterschriftsberechtigungen, Risikomanagement und Einkauf schaffen die notwendige Klarheit für ein korrektes Verhalten im Alltag. Doch auch in einem solchen Umfeld lässt sich das Risiko eines Fehlverhaltens Einzelner nicht vollständig ausschließen. Sollte es in Einzelfällen trotz aller präventiven Maßnahmen zu Verstößen kommen, werden die Fakten ohne Ansehen von Person und Stellung aufgeklärt und geahndet.
QSC versteht Compliance als wichtige Führungsaufgabe, die die ständige Aufmerksamkeit der Führungsgremien erfordert. Regelmäßig befassen sich daher Vorstand und Aufsichtsrat sowie dessen Prüfungsausschuss mit diesem Thema; sie stützen sich dabei unter anderem auf die quartalsweise erstellten Risikoberichte, das interne Controlling und die Berichterstattung der Internen Revision. Aus diesen Diskussionen ergeben sich wichtige Anstöße für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Compliance-Management-Systems.
DIALOG MIT ANTEILSEIGNERN
Umfassende und zeitnahe Information
QSC kommuniziert transparent und umfassend mit dem Kapitalmarkt. Das Unternehmen nutzt die eigene Website, um über alle relevanten Entwicklungen zeitnah zu berichten. Interessierte finden dort Ad-hoc- und Pressemitteilungen, Quartal- und Geschäftsberichte, aktuelle Präsentationen und einen Finanzkalender. Auf der Website stellt QSC auch alle relevanten Unterlagen für die Hauptversammlung bereit.
Offener Dialog mit Aktionären und Interessierten
Die wichtigste Veranstaltung für den Dialog mit Anteilseignern ist die jährliche ordentliche Hauptversammlung. Bei der ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2013 am 29. Mai des vergangenen Jahres in Köln waren rund 51 Prozent des Grundkapitals präsent. Abwesende Aktionäre konnten ihr Stimmrecht durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter ausüben lassen. Die Aktionäre billigten sämtliche Tagesordnungspunkte mit großer Mehrheit. Wie in den Vorjahren sorgte der Versammlungsleiter für eine zügige Abwicklung, sodass der vom Kodex genannte Zeitrahmen von 4 bis 6 Stunden eingehalten wurde. Nach wie vor verzichten Vorstand und Aufsichtsrat auf eine Internetübertragung, da die damit verbundenen Kosten sowie rechtliche Unsicherheiten gegenüber dem eventuellen Nutzen für abwesende Aktionäre überwiegen.
Im Jahresverlauf führt QSC den Dialog mit Anteilseignern vor allem bei Treffen mit Investoren und Analysten im Rahmen von Roadshows und Einzelgesprächen. Telefonkonferenzen am Tag der Veröffentlichung von Quartalsergebnissen sichern die aktuelle Information dieser Zielgruppen. Die jeweiligen Präsentationen samt einem Mitschnitt der Ausführungen des Vorstands macht QSC allen Anteilseignern zugänglich. Weitere Informationen zu den Investor-Relations-Aktivitäten finden sich in den Ausführungen zur QSC-Aktie auf den Seiten 19 bis 23 dieses Geschäftsberichts.
QSC-Gründer erhöhen Anteilsbesitz
Ein selbstverständlicher Bestandteil der transparenten Kommunikation ist die zeitnahe Information über Erwerb und Veräußerung von QSC-Aktien durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie ihnen nahe stehende Personen gemäß § 15a Wertpapierhandelsgesetz. Am 11. März 2014 kauften die beiden Gründer Gerd Eickers und Dr. Bernd Schlobohm über Xetra jeweils 25.000 weitere QSC-Aktien zu einem Preis von 3,76 Euro je Aktie. Die beiden Gründer, die einen Poolvertrag abgeschlossen haben, halten damit weiterhin 12,6 Prozent bzw. 12,5 Prozent der QSC-Aktien; 74,9 Prozent der Anteile befinden sich im Streubesitz. Über diese Anteilskäufe sowie den Erwerb von QSC-Aktien durch den Vorstand informiert die nachfolgende Tabelle.
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| Handelstag / Börsenplatz | Name / Status | Geschäftsart | Nennbetrag in € / Stückzahl | Geschäftsvolumen in € |
|---|---|---|---|---|
| 11. März 2014 | Gerd Eickers | Kauf | 3,75875 | 93.968,75 |
| Xetra | Aufsichtsratmitglied | 25.000 | ||
| 11. März 2014 | Dr. Bernd Schlobohm | Kauf | 3,75875 | 93.968,75 |
| Xetra | Aufsichtsratmitglied | 25.000 | ||
| 13. August 2014 | Barbara Stolz | Kauf | 2,25533 | 22.553,31 |
| Xetra | Vorstandsmitglied | 10.000 | ||
| 14. August 2014 | Jürgen Hermann | Kauf | 2,273 | 34.095,00 |
| Xetra | Vorstandsmitglied | 15.000 | ||
| 20. August 2014 | Henning Reinecke | Kauf | 2,229 | 8.916,00 |
| Hamburg | Vorstandsmitglied | 4.000 |
ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der QSC AG nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 bzw. ab deren Geltung vom 24. Juni 2014
Die QSC AG ("QSC") legt seit ihrer Gründung größten Wert auf gute Corporate Governance und erachtet Transparenz sowie eine wertorientierte Unternehmensführung als Selbstverständlichkeit. Folgerichtig setzt das Unternehmen die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in nahezu allen Punkten um und lebt sie in der täglichen Arbeit. Die Gesellschaft hat den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 13. Mai 2013 bzw. ab deren Geltung in der Fassung vom 24. Juni 2014 seit Abgabe ihrer letzten Entsprechenserklärung mit folgenden Ausnahmen entsprochen und wird ihnen mit folgenden Ausnahmen entsprechen:
| ― | Keine Vereinbarung eines den Vorgaben des § 93 Abs. 2 AktG entsprechenden Selbstbehalts in der D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat (Kodex-Ziffer 3.8, Absatz 2 und Absatz 3) • QSC folgt der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex insofern, als die D&O-Versicherung seit dem 1. Juli 2010 für Mitglieder des Aufsichtsrats einen Selbstbehalt von 10 Prozent der Schadenssumme vorsieht. Abweichend von der Empfehlung ist die Haftung pro Jahr jedoch auf 100 Prozent der festen jährlichen Vergütung der Aufsichtsräte beschränkt, da QSC eine über die Jahresvergütung hinausgehende Selbstbeteiligung für nicht angemessen hält. |
| ― | Keine betragsmäßige Höchstgrenze für einzelne variable Vergütungsteile und die Vergütung eines Vorstandsmitglieds insgesamt und hierauf bezogen keine Darstellung der erreichbaren Maximalvergütung im Vergütungsbericht (Kodex-Ziffer 4.2.3, Absatz 2, Satz 6, und KodexZiffer 4.2.5, Absatz 3 [erster Spiegelstrich], Absatz 4) • Lediglich ein Vorstandsmitglied hält als variablen Bestandteil seiner Vorstandsvergütung u. a. noch Wandelschuldverschreibungen aus dem AOP 2006, welche vor Inkrafttreten der Empfehlung zugeteilt wurden. Der bestehende Vorstandsvertrag sieht zwar eine Begrenzungsmöglichkeit für den Fall außerordentlicher Entwicklungen vor; eine feste betragsmäßige Höchstgrenze ist für etwaige Kursgewinne aus der Ausübung von Wandlungsrechten aus dem AOP 2006 und damit die Vergütung des Vorstandsmitglieds insgesamt jedoch nicht festgelegt. QSC wird insoweit auch in den Mustertabellen im Vergütungsbericht keine Maximalbeträge angeben. Hiervon abgesehen entspricht QSC den Empfehlungen im Hinblick auf die bestehende Vorstandsvergütung vollumfänglich und wird den Empfehlungen auch künftig bei einer etwaigen Neufestlegung der Vorstandsvergütung entsprechen. |
| ― | Keine Festlegung eines Abfindungs-Caps beim Abschluss von Vorstandsverträgen für den Fall vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit in einzelnen Vorstandsverträgen (Kodex-Ziffer 4.2.3, Absatz 4) • Der Aufsichtsrat der QSC AG in seiner früheren Besetzung, in dessen Amtszeit die Dienstverträge zweier sich im Amt befindlicher Vorstandsmitglieder geschlossen wurden (Altverträge), vertrat die Auffassung, dass eine im Voraus getroffene Vereinbarung über einen Abfindungs-Cap der Natur des regelmäßig auf die Dauer der Bestellungsperiode abgeschlossenen und im Grundsatz nicht ordentlich kündbaren Vorstandsvertrags widerspreche. Zudem ließe sich die im Vorstandsvertrag enthaltene Begrenzung der Abfindungshöhe in den entscheidenden Fällen - jedenfalls faktisch - nicht ohne Weiteres von QSC durchsetzen. Darüber hinaus könne eine solche vorab getroffene Vereinbarung den konkreten Umständen, die später zu einer vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit führen, und der Situation des Einzelfalls zum Zeitpunkt der Beendigung nicht hinreichend Rechnung tragen. Entsprechend wurde mit den betreffenden Vorstandsmitgliedern kein Abfindungs-Cap vereinbart. Der Aufsichtsrat in seiner seit der Hauptversammlung am 29. Mai 2013 aktuellen Besetzung hat diese Auffassung aufgegeben und mit den seit diesem Zeitpunkt neu hinzugekommenen Vorstandsmitgliedern sowie bei der Verlängerung eines der zwei Altverträge im November 2014 einen der Kodexempfehlung entsprechenden Abfindungs-Cap vereinbart, und beabsichtigt auch in der Zukunft so zu verfahren. |
| ― | Keine angemessene Berücksichtigung von Frauen bei der Zusammensetzung des Vorstands angestrebt (Kodex-Ziffer 5.1.2, Absatz 1, Satz 2) • Der Aufsichtsrat entspricht insoweit nicht dieser Empfehlung, als er sich bei der Besetzung des Vorstands - wie auch in der Vergangenheit - ausschließlich von der Qualifikation der zur Verfügung stehenden Personen leiten lässt und dem Geschlecht in diesem Zusammenhang keine vorrangige Entscheidungsrelevanz zuweist. |
| ― | Keine Offenlegung der persönlichen und geschäftlichen Beziehungen eines jeden Kandidaten zum Unternehmen, zu den Organen der Gesellschaft und zu einem wesentlich an der Gesellschaft beteiligten Aktionär bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung (Kodex-Ziffer 5.4.1, Absätze 4 bis 6) • Die Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex regelt nach Auffassung von QSC nicht konkret genug, welche Beziehungen eines jeden Kandidaten im Einzelnen und in welcher Tiefe bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung offenzulegen sind, um der Empfehlung zu genügen. Im Interesse der Rechtssicherheit künftiger Wahlen zum Aufsichtsrat haben Vorstand und Aufsichtsrat sich entschieden, eine Abweichung von dieser Empfehlung zu erklären. QSC ist der Auffassung, dass bereits die gesetzlichen Angabepflichten in § 124 Abs. 3 Satz 4 und § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG dem Informationsbedürfnis der Aktionäre Rechnung tragen, und wird zu gegebener Zeit prüfen und entscheiden, ob bei Wahlvorschlägen an die Hauptversammlung freiwillig und ohne Bindung an die Empfehlung des Kodex zusätzliche Informationen über die Kandidaten zugänglich gemacht werden. |
Köln, 20. November 2014
Für den Vorstand
Jürgen Hermann
Für den Aufsichtsrat
Dr. Bernd Schlobohm
VERGÜTUNGSBERICHT
Individualisierter Ausweis der Vorstandsbezüge
Einen wichtigen Bestandteil guter Corporate Governance bildet die transparente Darstellung der Gesamtvergütung der Organe. Das grundlegende Vergütungssystem der Vorstände wurde in den vergangenen Jahren mit Blick auf modifizierte gesetzliche Anforderungen (z.B. Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung [VorstAG]) weiterentwickelt und zuletzt von der ordentlichen Hauptversammlung am 16. Mai 2012 gebilligt. Im Folgenden berichtet QSC gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB über die Grundzüge dieses Vergütungssystems. Hierbei erfolgt ein individualisierter Ausweis der Vorstandsbezüge.
Leistungsorientiertes Vergütungssystem
Der Aufsichtsrat legt die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder fest und berücksichtigt dabei die Aufgaben und persönlichen Leistungen des jeweiligen Vorstandsmitglieds, die wirtschaftliche und finanzielle Lage sowie die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens, die Üblichkeit der Vergütung unter Berücksichtigung vergleichbarer Unternehmen sowie die ansonsten bei QSC gültige Vergütungsstruktur. Die Ausgestaltung der variablen Vergütung trägt sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung. Außerdem achtet der Aufsichtsrat bei der Bestimmung der Vergütung darauf, dass diese insgesamt so bemessen ist, dass sie am Markt wettbewerbsfähig ist und hoch qualifizierten Führungskräften einen Anreiz für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens und des Unternehmenswerts in einem sich dynamisch verändernden Umfeld bietet.
Vorstandsvergütung besteht aus fixen und variablen Komponenten
Grundsätzlich entfallen maximal 50 Prozent der Jahreszielvergütung jedes Vorstands auf fixe Gehaltsbestandteile. Das Fixum wird als Grundvergütung monatlich bar ausgezahlt. Zudem erhalten die Vorstände Nebenleistungen insbesondere in Form der Nutzung eines Firmenwagens bzw. der Inanspruchnahme einer Car Allowance sowie Versorgungszusagen; dabei handelt es sich um Beitragszusagen für Versorgungsleistungen durch Versicherungen und Unterstützungskassen. Zudem unterhält QSC eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, in die die Mitglieder des Vorstands einbezogen sind. In der Police ist seit dem 1. Juli 2010 für die Mitglieder des Vorstands ein den Vorgaben des Aktiengesetzes entsprechender Selbstbehalt vorgesehen. Für die Übernahme weiterer konzerninterner Mandate erhalten die Vorstandsmitglieder keine gesonderte Vergütung. Die variable Vergütung ist als Festbetrag für jedes Jahr der Amtszeit für den Fall einer 100-prozentigen Zielerreichung zugesagt und richtet sich nach den jährlich in einer Zielvereinbarung festgelegten Einjahres- und Mehrjahreszielen für den Konzern. Diese Ziele können unternehmensbezogene Kennzahlen wie Free Cashflow oder Konzerngewinn beinhalten, aber auch individuelle Größen, die sich aus nicht quantifizierbaren strategischen Zielen ergeben. Die Zielvereinbarungen erfolgen auf der Basis der kommenden Geschäftsjahre; für unternehmensbezogene Kennzahlen können sie ehrgeizigere Mindestziele beinhalten, als der extern kommunizierte Ausblick vorgibt.
Vorstände müssen Mindestziele erreichen
Beim jährlichen Abschluss der Zielvereinbarungen achtet der Aufsichtsrat darauf, dass der auf die Erreichung des Mehrjahresziels entfallende Anteil der Jahresvergütung mindestens dem Anteil entspricht, der auf die Erreichung des Jahresziels entfällt. Für jedes einzelne Ziel legt der Aufsichtsrat Unter- und Obergrenzen fest. Dabei dient die Obergrenze der Kappung der variablen Vergütung bei außerordentlichen Entwicklungen auf maximal das 1,5-Fache der bei 100 Prozent Zielerreichung auf die variable Vergütung entfallenden Zielvergütung; die Untergrenze legt ein Mindestziel fest. Wird das Mindestziel unterschritten, erhält der Vorstand keine variable Vergütung für das entsprechende Ziel. Die in einem Geschäftsjahr festgestellte Nichterreichung des Mehrjahresziels bzw. die Unterschreitung der Untergrenze für das Mehrjahresziel führt außerdem zu einer Reduzierung bzw. zum Ausfall der auf das Mehrjahresziel entfallenden variablen Vergütung für die folgenden Geschäftsjahre im Mehrjahreszielzeitraum.
Für die Erreichung von Mehrjahreszielen und zur Förderung einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung sowie in Anerkennung außergewöhnlicher Leistungen kann der Aufsichtsrat dem Vorstand bzw. einzelnen Vorstandsmitgliedern jeweils eine angemessene weitere Tantieme in bar oder in Form von Aktien oder Aktienoptionen zusagen und insoweit Warte-, Halte- bzw. Ausübungsfristen vereinbaren.
Die variable Vergütung kommt am Ende des Monats, in dem die jährliche Hauptversammlung der Gesellschaft stattfindet, zur Auszahlung.
Geringere Vergütung des Vorstands für das Jahr 2014
Die Gesamtvergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 beläuft sich auf T € 1.337 im Vergleich zu T € 1.726 im Vorjahr Der Rückgang der Gesamtvergütung ist wesentlich darauf zurückzuführen, dass kein Anspruch der Vorstandsmitglieder auf eine variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 besteht, da die mit dem Aufsichtsrat vereinbarten Untergrenzen für das Jahresziel 2014 sowie das Mehrjahresziel jeweils unterschritten wurden; für das Geschäftsjahr 2013 hatten die Vorstandsmitglieder zusammen noch eine variable Vergütung in Höhe von T € 790 erhalten. Außerdem sind in der Gesamtvergütung 2014 aktienbasierte Vergütungen von insgesamt T € 453 enthalten, die den Vorstandsmitgliedern im Zusammenhang mit der Zeichnung von jeweils 150.000 Wandelschuldverschreibungen im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 gewährt wurden. Die Vergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder zeigt die folgende Tabelle:
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| Jürgen Hermann Vorstandsvorsitzender seit 30. Mai 2013, vorher Mitglied des Vorstands | Dr. Bernd Schlobohm Vorstandsvorsitzender bis 29. Mai 2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2013 | 2014 | 2014 (Min) | 2014 (Max) | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gewährte Zuwendungen | ||||||
| Festvergütung | 292 | 300 | 300 | 300 | 144 | - |
| Nebenleistungen | 28 | 29 | 29 | 29 | 8 | - |
| Summe | 320 | 329 | 329 | 329 | 152 | - |
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | 225 | 151 | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Nachhaltigkeitsziele (2011 - 2013)1 | 269 | - | - | - | - | - |
| Nachhaltigkeitsziele (2012 - 2014)1 | - | - | - | 225 | - | - |
| Aktienoptionsplan 20122 | - | 151 | - | 2.070 | - | - |
| Summe | 589 | 480 | 329 | 2.849 | 303 | - |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - | 130 | - |
| Gesamtvergütung | 589 | 480 | 329 | 2.849 | 433 | - |
| In der Berichtsperiode erfasster Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütungen | - | 13 | - | - |
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| Dr. Bernd Schlobohm Vorstandsvorsitzender bis 29. Mai 2013 | Barbara Stolz Mitglied des Vorstands vom 1. Juni 2013 bis 31. Dez. 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2014 (Min) | 2014 (Max) | 2013 | 2014 | 2014 (Min) | 2014 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gewährte Zuwendungen | ||||||
| Festvergütung | - | - | 117 | 200 | 200 | 200 |
| Nebenleistungen | - | - | 16 | 27 | 27 | 27 |
| Summe | - | - | 133 | 227 | 227 | 227 |
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | - | - | 150 |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Nachhaltigkeitsziele (2011 - 2013)1 | - | - | 107 | - | - | - |
| Nachhaltigkeitsziele (2012 - 2014)1 | - | - | - | - | - | 150 |
| Aktienoptionsplan 20122 | - | - | - | 151 | - | 2.070 |
| Summe | - | - | 240 | 378 | 227 | 2.597 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | - | - | 240 | 378 | 227 | 2.597 |
| In der Berichtsperiode erfasster Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütungen | - | 151 |
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| Henning Reinecke Mitglied des Vorstands seit 1. September 2013 | Arnold Stender Mitglied des Vorstands bis 31. August 2013 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2013 | 2014 | 2014 (Min) | 2014 (Max) | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gewährte Zuwendungen | ||||||
| Festvergütung | 67 | 200 | 200 | 200 | 153 | - |
| Nebenleistungen | 17 | 49 | 49 | 49 | 16 | - |
| Summe | 84 | 249 | 249 | 249 | 169 | - |
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | 150 | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Nachhaltigkeitsziele (2011 - 2013)1 | 61 | - | - | - | 141 | - |
| Nachhaltigkeitsziele (2012 - 2014)1 | - | - | - | 150 | - | - |
| Aktienoptionsplan 20122 | - | 151 | - | 2.070 | - | - |
| Summe | 145 | 400 | 249 | 2.619 | 310 | - |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 145 | 400 | 249 | 2.619 | 310 | - |
| In der Berichtsperiode erfasster Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütungen | - | 13 | - | - |
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| Arnold Stender Mitglied des Vorstands bis 31. August 2013 | Stefan Freyer Mitglied des Vorstands vom 1. Sept. 2013 bis 31. März 2014 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2014 (Min) | 2014 (Max) | 2013 | 2014 | 2014 (Min) | 2014 (Max) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Gewährte Zuwendungen | ||||||
| Festvergütung | - | - | 67 | 50 | 50 | 50 |
| Nebenleistungen | - | - | 11 | 29 | 29 | 29 |
| Summe | - | - | 78 | 79 | 79 | 79 |
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | - | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Nachhaltigkeitsziele (2011 - 2013)1 | - | - | 61 | - | - | - |
| Nachhaltigkeitsziele (2012 - 2014)1 | - | - | - | - | - | - |
| Aktienoptionsplan 20122 | - | - | - | - | - | - |
| Summe | - | - | 139 | 79 | 79 | 79 |
| Versorgungsaufwand | - | - | 2 | 2 | - | - |
| Gesamtvergütung | - | - | 141 | 81 | 79 | 79 |
| In der Berichtsperiode erfasster Gesamtaufwand für aktienbasierte Vergütungen | - | - |
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| Jürgen Hermann Vorstandsvorsitzender seit 30. Mai 2013, vorher Mitglied des Vorstands | Dr. Bernd Schlobohm Vorstandsvorsitzender bis 29. Mai 2013 | Barbara Stolz Mitglied des Vorstands vom 1. Juni 2013 bis 31. Dez. 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zufluss | ||||||
| Festvergütung | 292 | 300 | 144 | - | 117 | 200 |
| Nebenleistungen | 28 | 29 | 8 | - | 16 | 27 |
| Summe | 320 | 329 | 152 | - | 133 | 227 |
| Einjährige variable Vergütung | - | - | 151 | - | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Nachhaltigkeitsziele (2011 - 2013)1 | 270 | - | - | - | 107 | - |
| Nachhaltigkeitsziele (2012 - 2014)1 | - | - | - | - | - | - |
| Aktienoptionsplan 20122 | - | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 590 | 329 | 303 | - | 240 | 227 |
| Versorgungsaufwand | - | - | 130 | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 590 | 329 | 433 | - | 240 | 227 |
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| Henning Reinecke Mitglied des Vorstands seit 1. September 2013 | Arnold Stender Mitglied des Vorstands bis 31. August 2013 | Stefan Freyer Mitglied des Vorstands vom 1. Sept. 2013 bis 31. März 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in T€ | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zufluss | ||||||
| Festvergütung | 67 | 200 | 153 | - | 67 | 50 |
| Nebenleistungen | 17 | 49 | 16 | - | 11 | 29 |
| Summe | 84 | 249 | 169 | - | 78 | 79 |
| Einjährige variable Vergütung | - | - | - | - | - | - |
| Mehrjährige variable Vergütung | ||||||
| Nachhaltigkeitsziele (201 1 - 2013)1 | 61 | - | 141 | - | 61 | - |
| Nachhaltigkeitsziele (2012 - 2014)1 | - | - | - | - | - | - |
| Aktienoptionsplan 20122 | - | - | - | - | - | - |
| Sonstiges | - | - | - | - | - | - |
| Summe | 145 | 249 | 310 | - | 139 | 79 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - | 2 | 2 |
| Gesamtvergütung | 145 | 249 | 310 | - | 141 | 81 |
1 Die mehrjährige variable Vergütung ist auf die Erhaltung, Stabilisierung und Steigerung der nachhaltigen Dividendenfähigkeit aus Erträgen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gerichtet. Das Mehrjahresziel wird jeweils für das Berichtsjahr und die zwei nachfolgenden Geschäftsjahre vereinbart. Wird die vereinbarte Untergrenze für das Mehrjahresziel in einem Jahr des Mehrjahreszielzeitraums nicht erreicht, führt dies zu einer Reduzierung oder zum Ausfall der auf das Mehrjahresziel entfallenden variablen Vergütung für die folgenden Geschäftsjahre im Mehrjahreszielzeitraum.
2 Die Vorstandsmitglieder Jürgen Hermann, Barbara Stolz und Henning Reinecke haben am 25. August 2014 jeweils 150.000 Wandelschuldverschreibungen der QSC AG gezeichnet. Diese Wandelschuldverschreibungen waren ihnen am 29. August 2013 durch den Aufsichtsrat im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 zugeteilt worden. Der Zeitwert einer Wandelschuldverschreibung am Tag der Zeichnung beträgt € 1,004; die Wandlung in Aktien der QSC AG ist erst nach einer Wartefrist von 4 Jahren, spätestens 8 Jahre ab dem Tag der Zeichnung möglich. Der Mindestwert der gewährten Wandelschuldverschreibungen beträgt € 0, da eine Ausübung der Wandlungsrechte wirtschaftlich unsinnig ist, sollte der Börsenkurs während des Zeitraums, in dem das Wandlungsrecht besteht, unter dem bei Zeichnung der Optionen festgestellten Wandlungskurs von € 2,30 liegen bzw. die in den Anleihebedingungen festgelegten Ausübungshürden und Erfolgsziele nicht erreicht werden. Der Maximalwert für die aktienbasierte Vergütung aus dem AOP 2012 beträgt T € 2.070 je aktivem Vorstandsmitglied. Dieser wird erreicht, wenn der gewichtete Durchschnittskurs der Aktie der QSC AG im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten zwanzig Handelstagen vor dem Tag, an dem die Ausübung der Wandlungserklärung nach den Anleihebedingungen wirksam wird, den Kurs von € 16,10 (das Siebenfache des Wandlungspreises von € 2,30) übersteigt.
Die Ermittlung der variablen Vergütung erfolgt auf der Basis der zu Beginn des Geschäftsjahres 2014 geschlossenen Zielvereinbarungen; für alle Vorstandsmitglieder wurden hierbei deckungsgleich ein Jahres- und ein Mehrjahresziel vereinbart.
Das Jahresziel 2014 knüpfte an den Free Cashflow sowie den Konzernumsatz an, während für das Geschäftsjahr 2013 der Free Cashflow und das EBITDA als Bezugsgrößen vereinbart waren. Wie üblich waren für beide Teilziele Wertuntergrenzen vereinbart, die bei Unterschreiten zum Ausfall der gesamten variablen Vergütung für das Geschäftsjahr 2014 führen. Die Wertuntergrenzen für beide Zielgrößen wurden im Jahr 2014 nicht erreicht.
Das Mehrjahresziel ist auf die Erhaltung, Stabilisierung und Steigerung der erstmals im Geschäftsjahr 2011 erreichten nachhaltigen Dividendenfähigkeit aus Erträgen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit gerichtet. Auch das Mehrjahresziel wurde im Geschäftsjahr 2014 nicht erreicht.
Leistungen im Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit
Den Vorstandsmitgliedern Jürgen Hermann und Henning Reinecke ist für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsmandats aufgrund eines wirksamen Widerrufs der Bestellung durch die Gesellschaft innerhalb der ersten beiden Dienstvertragsjahre eine Abfindung von T € 600 bzw. T € 400 zugesagt worden; die Abfindung reduziert sich im letzten Dienstvertragsjahr um jeweils 1/12 pro Monat, in dem das Dienstverhältnis im letzten Vertragsjahr noch bestanden hat. Im Fall der außerordentlichen Kündigung des Dienstverhältnisses wegen Vorliegens eines wichtigen Grundes (§ 626 BGB) besteht kein Anspruch auf Abfindungszahlung. Bei einer einvernehmlichen Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund darf der Gesamtwert der von der Gesellschaft im Rahmen einer solchen Vereinbarung zugesagten Leistungen den Betrag von T € 600 bzw. T € 400 nicht überschreiten.
Angaben zu ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern
Das Vorstandsmitglied Stefan Freyer hat sein Mandat zum Ablauf des 31. März 2014 niedergelegt; sein Anstellungsverhältnis wurde ebenfalls mit Ablauf des gleichen Tages einvernehmlich aufgehoben.
Aus Anlass der vorzeitigen Beendigung des Dienstvertrages erhielt Herr Freyer eine einmalige Abfindung von T € 400, womit gleichzeitig sämtliche Ansprüche auf eine variable Vergütung für das Kalenderjahr 2014 abgegolten wurden.
Weiterhin verfügt das ehemalige Vorstandsmitglied Stefan Freyer über eine unmittelbare Pensionszusage, die ihm bereits im Geschäftsjahr 1997 durch eine Vorgängergesellschaft der INFO Gesellschaft für Informationssysteme Aktiengesellschaft erteilt wurde. Gemäß dieser Pensionszusage hat Herr Freyer Anspruch auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenversorgung ab dem 60. Lebensjahr. Der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtung beträgt zum 31. Dezember 2014 T € 78 vor Verrechnung eines Aktivwerts für eine Rückdeckungsversicherung in Höhe von T € 18. Im Geschäftsjahr 2014 wurde in diesem Zusammenhang ein Aufwand von T € 2 erfasst.
Das Vorstandsmitglied Barbara Stolz hat ihr Mandat zum Ablauf des 31. Dezember 2014 niedergelegt. Das Anstellungsverhältnis wird zunächst bis zum Ende der regulären Laufzeit bis zum 31. Mai 2016 fortbestehen, kann aber auf Wunsch von Barbara Stolz jederzeit mit einer Frist von zwei Wochen zum Monatsende gekündigt werden. Ein Anspruch auf variable Vergütung besteht ab 2015 nicht mehr. Als Gegenleistung für den Verzicht auf ihre variable Vergütung wurde Frau Stolz eine Abfindung von T € 142 zugesagt, die in zwei Teilbeträgen zur Zahlung fällig wird: T € 100 kamen bereits im Januar 2015 zur Auszahlung, der Restbetrag von T € 42 wird zum Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses zur Zahlung fällig.
Sollte das Dienstverhältnis auf Wunsch von Frau Stolz vorzeitig enden, erhöht sich die Abfindung für jeden vollen Kalendermonat zwischen dem Beendigungstermin und dem 31. Mai 2016 um T € 19; hierin sind auch die Kosten für Alters- und Hinterbliebenenversorgung enthalten.
Außerdem bleiben Frau Stolz die Rechte aus 182.100 Wandelschuldverschreibungen, die ihr aus den Aktienoptionsprogrammen 2006 und 2012 insgesamt gewährt wurden, erhalten. Hiervon sind 152.100 Wandelschuldverschreibungen aus dem AOP 2012 erst nach Ablauf der Sperrfrist im Kalenderjahr 2018 wandelbar; der Aufwand aus der aktienbasierten Vergütung wurde im Geschäftsjahr 2014 vollständig berücksichtigt. Für die übrigen 30.000 Wandelschuldverschreibungen aus dem AOP 2006, die jederzeit wandelbar wären, beträgt der Wandlungspreis € 2,96 je Wandelschuldverschreibung.
Die Vergütung für die im Geschäftsjahr 2013 ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder ist in der Tabelle mit den individualisierten Angaben enthalten. Für das Ausscheiden erhielten diese keine gesonderte Vergütung.
Aktien und Wandlungsrechte der Vorstandsmitglieder
Die folgende Tabelle informiert individualisiert über die Anzahl der Aktien und Wandlungsrechte der Vorstandsmitglieder:
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| Aktien | Wandlungsrechte | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Jürgen Hermann | 240.000 | 225.000 | 350.000 | 200.000 |
| Dr. Bernd Schlobohm (bis 29. Mai 2013) | - | 15.493.3721 | - | 200.0001 |
| Barbara Stolz (vom 1. Juni 2013 bis 31. Dez. 2014) | 10.0001 | - | 182.1001 | 30.0002 |
| Henning Reinecke (seit 1. Sept. 2013) | 5.000 | 1.0002 | 150.000 | - |
| Arnold Stender (bis 31. Aug. 2013) | - | - | - | 25.0001 |
| Stefan Freyer (vom 1. Sept. 2013 bis 31. März 2014) | - | - | - | - |
1 Bestand zum Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Vorstand
2 Bestand zum Zeitpunkt des Eintritts in den Vorstand
Jürgen Hermann, Barbara Stolz und Henning Reinecke haben im Kalenderjahr 2014 während des Zeitraums ihrer Vorstandstätigkeit Aktienkäufe über die Börse getätigt (siehe auch unsere Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG).
Außerdem haben die drei vorgenannten Vorstandsmitglieder am 25. August 2014 jeweils 150.000 Wandelschuldverschreibungen der QSC AG gezeichnet. Diese Wandelschuldverschreibungen waren ihnen am 29. August 2013 durch den Aufsichtsrat im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 zugeteilt worden. Der Wandlungspreis wurde mit € 2,30 je Wandelschuldverschreibung festgestellt; die Wandlung in Aktien der QSC AG ist erst nach einer Wartefrist von 4 Jahren, d. h. frühestens am 26. August 2018, möglich.
Barbara Stolz hat außerdem am 19. August 2014 2.100 Wandelschuldverschreibungen gezeichnet, die ihr am 12. März 2013 durch den Vorstand der QSC AG im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 zugeteilt worden waren. Die Zuteilung erfolgte aufgrund der Arbeitnehmerstellung von Frau Stolz vor ihrer Berufung in den Vorstand der QSC AG. Kredite an Vorstandsmitglieder wurden nicht gewährt.
Aufsichtsratsvergütung
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten entsprechend der Bestimmung in der Satzung der QSC AG eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare jährliche Vergütung in Höhe von T € 35; der Vorsitzende und sein Stellvertreter erhalten T € 70 bzw. T € 50. Neben der Vergütung für die Tätigkeit im Aufsichtsrat erhält ein Aufsichtsratsmitglied eine gesonderte Vergütung für die Arbeit in einem Aufsichtsratsausschuss (außer für die Tätigkeit im Nominierungsausschuss) von T € 5, der Ausschussvorsitzende erhält T € 10. Mitglieder, die in mehreren Ausschüssen tätig sind, erhalten für ihre Ausschusstätigkeit allerdings insgesamt höchstens T € 25. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat oder einem Ausschuss angehört haben, erhalten die Vergütung zeitanteilig. Für seine Tätigkeit erhielt der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 eine Vergütung in Höhe von insgesamt T € 315 (im Vorjahr: T € 302). Die folgende Tabelle informiert individualisiert über die Vergütung sowie die Anzahl der Aktien und der Wandlungsrechte der Mitglieder des Aufsichtsrats.
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| Vergütung gemäß § 15a der Satzung (in T €)1 | Aktien | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Bernd Schlobohm, Vorsitzender (seit 29. Mai 2013) | 95 | (25) | 56 | (15) | 15.518.372 | 15.493.3724 |
| Herbert Brenke (Vorsitzender bis 29. Mai 2013) | - | - | 35 | (6) | - | 187.8203 |
| Dr. Frank Zurlino, stellv. Vorsitzender (seit 29. Mai 2013) | 60 | (10) | 36 | (6) | 10.000 | 10.0004 |
| Gerd Eickers (stellv. Vorsitzender bis 29. Mai 2013) | 40 | (5) | 48 | (7) | 15.577.484 | 1 5.552.484 |
| Ina Schlie | 45 | (10) | 45 | (10) | - | - |
| Anne-Dore Ahlers2 (seit 29. Mai 2013) | 35 | - | 21 | - | - | - |
| Cora Hödl2 (seit 29. Mai 2013) | 40 | (5) | 24 | (3) | - | - |
| Klaus-Theo Ernst2 (bis 29. Mai 2013) | - | - | 14 | - | - | 5003 |
| Jörg Mügge2 (bis 29. Mai 2013) | - | - | 16 | (2) | - | 4.0003 |
| David Ruberg (bis 29. Mai 2013) | - | - | 7 | - | - | 14.5633 |
| Insgesamt | 315 | (55) | 302 | (49) |
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| Wandlungsrechte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- |
| Dr. Bernd Schlobohm, Vorsitzender (seit 29. Mai 2013) | 200.000 | 200.0004 |
| Herbert Brenke (Vorsitzender bis 29. Mai 2013) | - | - |
| Dr. Frank Zurlino, stellv. Vorsitzender (seit 29. Mai 2013) | - | - |
| Gerd Eickers (stellv. Vorsitzender bis 29. Mai 2013) | - | - |
| Ina Schlie | - | - |
| Anne-Dore Ahlers2 (seit 29. Mai 2013) | 2.700 | 2.7004 |
| Cora Hödl2 (seit 29. Mai 2013) | 4.100 | 4.1004 |
| Klaus-Theo Ernst2 (bis 29. Mai 2013) | - | - |
| Jörg Mügge2 (bis 29. Mai 2013) | - | - |
| David Ruberg (bis 29. Mai 2013) | - | - |
| Insgesamt |
1 Angaben in Klammern betreffen die im Gesamtbetrag enthaltene Vergütung aus Ausschusstätigkeit
2 Arbeitnehmervertreter
3 Bestand zum Zeitpunkt des Ausscheidens
4 Bestand zum Zeitpunkt des Eintritts
Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Bernd Schlobohm und Gerd Eickers haben im Kalenderjahr 2014 ihren Aktienbestand durch Zukäufe über die Börse erhöht (siehe auch unsere Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG).
Herrn Dr. Bernd Schlobohm wurde im Jahr 1997 eine unmittelbare Versorgungszusage auf Alters-, Berufsunfähigkeits- und Witwenrente erteilt. Die Verpflichtung zum Bilanzstichtag beträgt T € 1.616 vor Verrechnung mit dem Anspruch aus einer Rückdeckungsversicherung in Höhe von T € 902. Der Pensionsrückstellung wurden im Geschäftsjahr 2014 aufwandswirksam T € 12 zugeführt. Mit Ausnahme der erstatteten Reisekosten und sonstigen Auslagen erhielt kein Mitglied über die hier genannten Bezüge hinaus eine weitere Vergütung oder andere Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen als Aufsichtsratsmitglied. Es wurden auch keine Kredite an Aufsichtsratsmitglieder gewährt. Die QSC AG unterhält eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung, in die die Mitglieder des Aufsichtsrats einbezogen sind.
Mitarbeiter
PERSONALMANAGEMENT
Konsolidierung der Belegschaft
Nachdem QSC in den Jahren 2012 und 2013 in erheblichem Maße zusätzliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt hatte, kam es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer Konsolidierung. Die durchschnittliche Beschäftigt enzahl stieg dennoch noch einmal um 72 auf 1.692. Zum Jahresende lag sie bei 1.697. Die erhebliche Zahl der Einstellungen im Jahresverlauf 2013 führte dazu, dass die Personalkosten im abgelaufenen Geschäftsjahr um 15,8 Millionen Euro auf 124,2 Millionen Euro anstiegen. Im Rahmen des Programms zur Kostenreduzierung und Fokussierung plant QSC nun einen Personalabbau von rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, und bildete dafür bereits im vierten Quartal 2014 Rückstellungen für Abfindungen und Gehaltsfortzahlungen.
DURCHSCHNITTLICHE BESCHÄFTIGTENZAHL

Erfolg von QSC beruht auf dem Engagement aller Beschäftigten
QSC betrachtet ihre Angestellten ungeachtet der unerlässlichen Sparmaßnahmen als den wichtigsten wertschöpfenden Faktor. Auf dem Leistungswillen und dem Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beruht der Erfolg des Unternehmens. QSC setzte daher auch 2014 ihre intensive Aus- und Weiterbildung fort und ergriff zahlreiche Maßnahmen, um die standort- und abteilungsübergreifende Zusammenarbeit zu fördern.
Das Gros der Beschäftigten arbeitete zum 31. Dezember 2014 an den beiden zentralen Standorten Köln und Hamburg; in der Kölner Zentrale waren 442 und in Hamburg 847 Angestellte tätig. Die übrigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verteilten sich größtenteils auf Tochtergesellschaften, Vertriebsbüros und Niederlassungen in anderen deutschen Städten. Fünf Prozent der gesamten Belegschaft arbeiteten von zu Hause aus.
AUS- UND WEITERBILDUNG
Ausbildungsquote von 7 Prozent
Traditionell engagiert sich QSC stark in der Ausbildung, sieht das Unternehmen darin doch sowohl einen entscheidenden Stellhebel zur Nachwuchssicherung als auch einen Beitrag zur Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Zum 31. Dezember 2014 befanden sich 120 junge Erwachsene in einer Ausbildung. Die Ausbildungsquote lag bei 7 Prozent. QSC bietet verschiedene Einstiegsmöglichkeiten in die Berufswelt: eine betriebliche Ausbildung zum Fachinformatiker in den Fachrichtungen Systemintegration und Anwendungsentwicklung sowie zum Büro-, Informatik- und IT-System-Kaufmann oder ein duales Studium.
Produktschulungen für alle Auszubildenden
QSC ist bestrebt, die Ausbildungsqualität ständig zu erhöhen. Bei einem Ausbildertreffen entstand im September 2014 ein neuer Ansatz zur Vernetzung der Verantwortlichen. Diese treiben nun gemeinsam Ausbildungsthemen wie Produktschulungen voran und bauen das Schulungsportfolio kontinuierlich aus. Bereits 2014 konnten danach alle 35 neuen Auszubildenden an verschiedenen Inhouseschulungen teilnehmen.
Die Qualität der Ausbildung unterstreicht die Auszeichnung der Hamburger Standorte beim Wettbewerb "Hamburgs beste Ausbildungsbetriebe" mit dem Drei-Sterne-Siegel. Ziel des Wettbewerbs ist es, zum einen den teilnehmenden Firmen Stärken und Schwächen ihrer Ausbildung aufzuzeigen, und zum anderen Bewerber auf die besten Ausbilder in der Metropolregion Hamburg aufmerksam zu machen.
QSC vermarktet die Chancen einer betrieblichen Ausbildung auch aktiv und beteiligt sich an zahlreichen regionalen Veranstaltungen und Initiativen. In Köln gab es zudem einen Speed Day, an dem sich interessierte Jugendliche über Ausbildungsmöglichkeiten informieren konnten. Der frühzeitigen Ansprache dienen darüber hinaus Schülerpraktika, Schulkooperationen und die Beteiligung am bundesweiten Girls' & Boys' Day.
QSC zählt zu den mittlerweile rund 1.500 Unternehmen im Bundesgebiet, die sich der Fair-Company-Initiative angeschlossen haben und deren Regeln einhalten. Dazu zählt unter anderem die Verpflichtung, keine Vollzeitstellen durch Praktika zu ersetzen und keine Hochschulabsolventen, die sich auf feste Stellen bewerben, mit Praktika zu vertrösten. Praktika dienen vielmehr der beruflichen Orientierung und werden adäquat vergütet.
Gezielte Rekrutierung von Hochschulabgängern
Neben Auszubildenden rekrutiert QSC auch Hochschulabsolventen. Zum 31. Dezember 2014 arbeiteten mehrere Trainees im kaufmännischen Bereich. Hinzu kamen 10 Teilnehmer eines SAP-Juniorenprogramms. Um das Interesse an dieser Form des Berufseinstiegs frühzeitig zu wecken, kooperiert QSC mit mehreren Hochschulen und präsentiert sich unter anderem auf der CeBIT. Das Unternehmen ist Hauptförderer des Masterstudiengangs IT-Management und -Consulting an der Uni Hamburg. Daneben arbeitet es im Rahmen von dualen Studiengängen mit der Nordakademie in Elmshorn, der Fachhochschule Wedel und der FOM Hochschule für Oekonomie & Management, Köln, zusammen. Nachdem QSC 2014 das Zulassungsverfahren an der Dualen Hochschule Mannheim (DHBW) durchlaufen hatte, wird ab dem Wintersemester 2014 ein weiterer dualer Studiengang angeboten: Wirtschaftsinformatik - Application Management.
Einführung eines Förderprogramms für junge Talente
Auch nach einer Erstausbildung fördert QSC gezielt Talente. Zum Wintersemester 2014 wurde erstmalig ein Programm aufgesetzt, bei dem sich Mitarbeiter um die Förderung von berufsbegleitenden Studiengängen (Bachelor und Master) bewerben konnten. Derzeit unterstützt QSC zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei freier Hochschulwahl.
Großes Angebot zur Weiterbildung
Der rasante technologische Fortschritt in der ITK-Welt erfordert die ständige Weiterbildung und Weiterentwicklung aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; die Weiterbildung orientiert sich insbesondere an der strategischen Entwicklung des Unternehmens. QSC setzt in erster Linie auf interne Angebote und den Erfahrungsaustausch über Abteilungsgrenzen hinweg. Die QSC-Academy bietet ein breit gefächertes Seminarangebot, das kompetenz- bzw. laufbahnorientiert fach- und verhaltensspezifische Module umfasst. Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden zudem in der Regel im Bereich IT-Service-Management geschult, damit sie die internen Prozesse und Schnittstellen besser verstehen und abbilden können.
VERGÜTUNG
Marktorientiertes Vergütungssystem
QSC zahlt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eine marktfähige Vergütung. Das Unternehmen unterliegt keinem Tarifvertrag, sondern orientiert sich bei der Vergütung und den Sozialleistungen an individuellen und unternehmensspezifischen Bedürfnissen und an Marktstandards. Neben einem festen Gehalt erhalten alle Beschäftigten eine variable Vergütung, die sich nach dem Erreichen unternehmensbezogener Ziele richtet. Der Anteil der variablen Vergütung am Gesamtgehalt steigt mit zunehmender Verantwortung.
Der langfristigen Bindung dienen darüber hinaus die Ausgabe von Aktienoptionen und ein attraktives Modell zur betrieblichen Altersvorsorge. Je nach Tätigkeit steht Fach- und Führungskräften auch ein Firmenwagen zur Verfügung. Hinzu kommen Regelungen zur Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und zum Kündigungsschutz, die eine langjährige Betriebszugehörigkeit honorieren. Über die Vorstandsvergütung berichtet QSC gesondert ab der Seite 42.
UNTERNEHMENSKULTUR
Gemeinsame Führungskultur
QSC verfügt traditionell über ein Wertesystem. Dessen Leitsätze stehen für eine von Respekt und Wertschätzung geprägte Unternehmenskultur sowie für Leistungs- und Ergebnisorientierung in der täglichen Arbeit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr startete das Unternehmen mit dem Projekt "Die Zukunft beginnt bei mir!" eine Initiative, um der gemeinsamen Unternehmens- und Führungskultur neuen Schub zu verleihen. Zu den Bestandteilen zählt ein integriertes Führungsentwicklungsprogramm über alle Standorte und über alle Hierarchieebenen hinweg. Ziel ist es, Talente frühzeitig zu erkennen und zu fördern und so ein homogenes Führungsteam zu formen.
Gelebte Vertrauenskultur
QSC erachtet das Verständnis für die persönliche Situation jedes/ jeder Angestellten und die Berücksichtigung seiner/ihrer Wünsche im Rahmen der Möglichkeiten eines Mittelständlers als selbstverständlichen Bestandteil einer wertorientierten Unternehmenskultur. Die durchgängig flexible Arbeitszeit erleichtert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Es gibt keine Kernarbeitszeiten, es steht den Mitarbeitern frei, einen Teil der Arbeit in Absprache mit den Vorgesetzten von zu Hause aus zu erledigen. Zeitwertkonten ermöglichen das Ansparen von Gehaltsbestandteilen für bis zu dreimonatige Auszeiten.
Bei der Organisation von Familie und Beruf bietet die QSC-Gruppe professionelle Hilfestellung; seit 2011 ist das Fürstenberg-Institut im Unternehmen aktiv und bietet umfangreiche Beratungsdienste. Eltern wird der Wiedereinstieg in das Berufsleben, soweit möglich, auch durch das Angebot von Teilzeitarbeit und Heimarbeitsplätzen erleichtert.
Wirtschaftsbericht
RAHMENBEDINGUNGEN
Konjunkturabschwächung im Jahresverlauf
QSC konzentriert sich auf den deutschen Markt. Dort stieg das Bruttoinlandsprodukt 2014 um 1,5 Prozent und damit wesentlich stärker als in den beiden Vorjahren. Ihr Wachstum verdankt die Wirtschaft in erster Linie einem guten Jahresauftakt. Denn ab dem zweiten Quartal beeinträchtigten Konflikte unter anderem in den arabischen Ländern und der Ukraine sowie die anhaltende Wachstumsschwäche in Südeuropa zunehmend das Exportgeschäft und die Stimmung der Unternehmen. Dies zeigte sich beispielsweise am Verlauf des ifo Geschäftsklimaindex, eines der wichtigsten Konjunkturbarometer in Deutschland. Der ifo Index fiel bis Oktober 2014 auf den niedrigsten Stand seit Ende 2012, bevor er sich zum Jahresende wieder leicht erholte. Angesichts der außenwirtschaftlichen Turbulenzen entwickelte sich der private Konsum 2014 zur stärksten Stütze der deutschen Konjunktur. Auch die Investitionen zogen nach einer zweijährigen Schwächephase wieder an; den größten Anteil daran hatten Investitionen in der Bauwirtschaft.
Verhaltenes Geschäft mit IT-Dienstleistungen
Die temporäre Konjunkturschwäche in den beiden Sommerquartalen beeinflusste auch Teile des deutschen ITK-Marktes. Insgesamt stiegen dessen Umsätze nach Angaben des Branchenverbands BITKOM im abgelaufenen Geschäftsjahr um 1,6 Prozent auf 153,4 Milliarden Euro. Steigenden IT-Umsätzen standen hierbei erneut sinkende TK-Umsätze gegenüber. Die IT-Umsätze in Deutschland erhöhten sich 2014 um 4,3 Prozent auf 77,8 Milliarden Euro. Während das Geschäft mit Hard- und Software deutlich anzog, entwickelten sich die IT-Dienstleistungen, zu denen auch Outsourcing und Consulting zählen, nur verhalten. Laut BITKOM machte sich gerade in diesem Projektgeschäft die temporäre Konjunkturschwäche bemerkbar
DER DEUTSCHE ITK-MARKT (in Mrd. €)

Der deutsche TK-Markt musste markt- und regulierungsbedingt erneut einen Rückgang der Umsätze hinnehmen, diesmal um 0,9 Prozent auf 65,0 Milliarden Euro. Die Umsätze in dem für QSC besonders relevanten Markt der festnetzbasierten Sprachdienste sanken sogar um 7,5 Prozent auf 9,7 Milliarden Euro. Die rückläufige Bedeutung der Sprachtelefonie unterstreicht eine Marktübersicht aus dem Herbst 2014. Danach reduzierte sich 2014 die Zahl der Sprachminuten pro Tag im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um drei Millionen auf 228 Millionen - vor fünf Jahren hatte sie noch bei 258 Millionen gelegen. Komplettanschlüsse stehen für einen immer größeren Teil dieses Sprachaufkommens; auf Call-by-Call- und Preselect-Angebote entfielen 2014 lediglich noch 9,6 Prozent im Vergleich zu 27,2 Prozent im Jahr 2009.
Cloud-Markt wächst um 46 Prozent
Die Veränderungen im Festnetzmarkt sind nur ein Beispiel für den rasanten Wandel im ITK-Markt. Für QSC besonders interessant ist das Vordringen des Cloud-Computings. 2014 stiegen die Umsätze mit Cloud-Lösungen für Geschäftskunden in Deutschland nach Schätzungen von BITKOM um 46 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro. Ursprünglich hatte der Verband ein noch höheres Wachstum erwartet, doch die NSA-Debatte veranlasste insbesondere mittelständische Unternehmen zum Teil, die Entscheidung über den Einsatz von Cloud-Lösungen noch einmal aufzuschieben.
DER DEUTSCHE CLOUD-COMPUTING-MARKT FÜR GESCHÄFTSKUNDEN (in Mrd. €)

Die hohe Sensibilität für Sicherheitsfragen belegen Umfragen. Danach erklären rund drei Viertel der Unternehmen, dass die Sorge vor einem unberechtigten Zugriff auf Daten ein Hinderungsgrund für den erstmaligen oder den erweiterten Einsatz von Cloud-Computing sei. 45 Prozent haben darüber hinaus Angst vor einem Verlust von Daten. In der Folge achten Geschäftskunden sehr stark auf die regionale Nähe ihrer IT-Dienstleister: Die Mehrheit der IT-Verantwortlichen erwartet, dass ihre Daten nur in deutschen Rechenzentren gespeichert werden. Da QSC Rechenzentren ausschließlich in Deutschland mit seinen besonders strengen Datenschutzbestimmungen betreibt, kann das Unternehmen an dieser Stelle im Wettbewerb punkten. Bei zahlreichen Outsourcing-Projekten integriert das Unternehmen bereits Cloud-Anwendungen und profitiert damit von der frühzeitigen Positionierung in diesem Zukunftsmarkt.
Internet der Dinge schafft neue Wachstumspotenziale
Die Cloud dient auch als zentrales Werkzeug für die laufende Digitalisierung sämtlicher Wirtschaftsbereiche und die dabei erfolgende Vernetzung einer immer größeren Zahl von Geräten. Bereits Ende 2013 waren nach Schätzungen der Bosch-Gruppe rund zwei Milliarden Geräte vernetzt, bis 2022 dürfte sich diese Zahl versiebenfachen. Die vier größten Märkte entwickeln sich dabei rund um die Themen Home Automation, Mobilität, Gesundheit und Energieversorgung. QSC beschäftigt sich bereits heute mit möglichen Anwendungen für drei dieser Wachstumsbranchen und verfügt mit solucon über eine Plattform, die die einfache, stabile und sichere Vernetzung einer großen Zahl von Geräten ermöglicht.
REGULATORISCHE RAHMENBEDINGUNGEN
TK-Markt bleibt in zentralen Teilen reguliert
Auch als ITK-Anbieter bleibt QSC im deutschen TK-Markt aktiv. Dieser unterliegt in zentralen Teilen der Regulierung durch die Bundesnetzagentur, um weiterhin einen fairen Wettbewerb in diesem Markt sicherzustellen. Bis 1998 hatte die Deutsche Telekom als Monopolist auf dem deutschen Markt agiert; sie verfügt aus dieser Zeit unter anderem noch über eine flächendeckende Infrastruktur in alle Haushalte. Insbesondere bei der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) - der Distanz zwischen dem Hauptverteiler oder Kabelverzweiger und dem jeweiligen Kundenanschluss - sind alternative Anbieter unverändert auf die Nutzung dieser zu Monopolzeiten errichteten Infrastruktur angewiesen. Daran können auch die in jüngster Zeit entstehenden Glasfasernetze in einigen Städten sowie die Angebote von TV-Kabelnetzbetreibern noch nichts Grundlegendes ändern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es folgende, für die Geschäftstätigkeit von QSC relevante Entscheidungen der Bundesnetzagentur.
Vorläufige Genehmigung für Zuführungs- und Terminierungsentgelte im Festnetz
Am 11. Juli 2014 veröffentlichte die Bundesnetzagentur einen Entscheidungsentwurf für Zuführungs- und Terminierungsentgelte der Telekom Deutschland ab dem 1. Dezember 2014. Nach diesem Entscheidungsentwurf erfolgt eine Absenkung über alle Tarifstufen um ca. 20 Prozent. Zugleich soll erstmals die bisherige Trennung in Haupt- und Nebenzeiten aufgehoben werden. Da das Konsultations- und Konsolidierungsverfahren dank eines Widerspruchs der Europäischen Kommission noch nicht abgeschlossen werden konnte, ist noch keine endgültige Genehmigung erteilt. Wie bereits im vorhergehenden Verfahren wendet sich die Europäische Kommission auch hier gegen die teilweise Nichtanwendung der Terminierungsempfehlung. Die Terminierungsentgelte sollen auch für die alternativen Teilnehmernetzbetreiber ab dem gleichen Zeitpunkt Gültigkeit erlangen.
Vorläufige Genehmigung der Terminierungsentgelte im Mobilfunk
Am 3. September 2014 veröffentlichte die Bundesnetzagentur einen Entscheidungsentwurf über die Mobilfunkterminierungsentgelte ab dem 1. Dezember 2014 bis zum 30. November 2016. Dieser Entwurf beinhaltete nur sehr geringe Absenkungen gegenüber den bislang genehmigten Entgelten. Wegen des andauernden europäischen Konsolidierungsverfahrens im Mobilfunk erfolgte eine vorläufige Genehmigung. Wie bereits im vorhergehenden Verfahren wendet sich die Europäische Kommission auch hier gegen die teilweise Nichtanwendung der Terminierungsempfehlung.
Endgültige Genehmigung der Entgelte für Mietleitungen
In der Frage der regulierungsbedürftigen Mietleitungsprodukte genehmigte die Bundesnetzagentur am 22. Juli 2014 die Entgelte für SDH- und Ethernet-Mietleitungen rückwirkend zum 1. November 2013 endgültig. Trotz Kritik der Europäischen Kommission kam es zu keinen Veränderungen. Die Entgelte sind bis zum 30. Juli 2015 gültig.
Standardvertrag zur Zusammenschaltung
Am 19. Dezember 2014 verkündigte die Bundesnetzagentur den Tenor der ersten Teilentscheidung zum zukünftigen Standardvertrag zur Zusammenschaltung. Nachdem es aufgrund der langen Verfahrenslaufzeit bereits durch Verhandlungen zu positiven Änderungen gekommen war, hob die Bundesnetzagentur im Rahmen ihrer Teilentscheidung insbesondere die Notwendigkeit einer gerechten Kostenteilung und die Beschränkung des Angebots und der darin veröffentlichten Preise auf die Leistungen der Telekom Deutschland hervor. Die aufgrund dieser Entscheidung von der Telekom Deutschland vorgenommenen Abänderungen des Standardangebotes werden in einem zweiten Verfahrensabschnitt geprüft.
EU-Empfehlung zu den für eine Vorabregulierung in Frage kommenden Märkten
Am 10. Oktober 2014 erließ die Europäische Kommission nach intensiven internen und externen Diskussionen ihre turnusmäßig überarbeitete Empfehlung zu den für eine Vorabregulierung in Frage kommenden Märkten ("Märkteempfehlung"). Für die auf dieser Liste befindlichen Märkte wird im Regelfall angenommen, dass regulatorische Eingriffe vonnöten sind. Sind nationale Regulierungsbehörden aufgrund nationaler Besonderheiten der Auffassung, dass auch auf weiteren Telekommunikationsmärkten ein Einschreiten erforderlich ist, müssen sie dies gegenüber der Europäischen Kommission umfänglich begründen. Wie erwartet, wurde die Liste der Märkte wesentlich verkleinert. Insbesondere die Sprachtelekommunikationsmärkte (Ausnahme Terminierung) wurden von der aktuellen Liste aufgrund der zukünftig zu erwartenden Wettbewerbseinflüsse aus internetbasierten Dienstleistungen gestrichen. Neu aufgenommen wurde ein rein auf Geschäftskundenvorprodukte (Qualitäts-Bitstrom und Mietleitungen) zugeschnittener Markt; dies kommt der strategischen Ausrichtung von QSC entgegen.
GESCHÄFTSVERLAUF
Herausforderndes Geschäftsjahr 2014
Mit der Weiterentwicklung zum ITK-Anbieter hatte QSC frühzeitig einen Transformationsprozess angestoßen, um den erwarteten Rückgang konventioneller TK-Umsätze zu kompensieren und neue Wachstumschancen in zukunftsträchtigen Geschäftsfeldern wie Cloud-Computing zu realisieren. Der Geschäftsverlauf 2014 machte deutlich, welche Herausforderungen mit einem solch tief greifenden Umbau verbunden sind. Das Unternehmen ergriff daher in den Sommermonaten erste Maßnahmen, um den Vertrieb zusätzlich zu stärken und die Kostenbasis zu stabilisieren, und passte im Herbst 2014 die Prognose für das Gesamtjahr 2014 an. Das Programm zur Kostenreduzierung und Fokussierung stellt nun sicher, dass QSC die bestehenden Herausforderungen meistert und zu alter Finanz- und Ertragsstärke zurückfindet.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz auf 431,4 Millionen Euro nach 455,7 Millionen Euro im Vorjahr. Allein die Umsätze im Segment Wiederverkäufer, in dem ein Großteil des konventionellen TK-Geschäfts gebündelt ist, sanken um 20,8 Millionen Euro auf 102,6 Millionen Euro. Dies hat im Wesentlichen drei Gründe: Zum einen bewegt sich QSC in diesen Geschäftsfeldern auf gesättigten oder zum Teil sogar schrumpfenden Märkten mit hoher Wettbewerbsintensität. Diese Wettbewerbsintensität wiederum führt zu sinkenden Preisen; QSC beteiligt sich nicht an Bieterwettkämpfen, sondern konzentriert sich auf Marktnischen, wo sich noch Umsätze mit hinreichenden Margen erzielen lassen. Darüber hinaus verschärft sich die Regulierung zunehmend. 2014 musste QSC regulierungsbedingte Einbußen beim Umsatz in Höhe von 8 Millionen Euro und beim EBITDA von 3 Millionen Euro hinnehmen. Anders als erwartet gelang es nicht, zumindest einen Teil dieser Verluste bereits mit neuen Cloud-Produkten für Wiederverkäufer auszugleichen.
Auftragseingang von 177,4 Millionen Euro
Das ITK-Geschäft entwickelte sich dagegen relativ besser. Der Auftragseingang im Direkten Vertrieb, der im Wesentlichen das Consulting- und Outsourcing-Geschäft umfasst, erreichte 177,4 Millionen Euro nach 153,9 Millionen Euro im Jahr 2013. Dem Unternehmen gelang es vor allem, Verträge mit Bestandskunden zu verlängern - ein Beleg für die gleichbleibend hohe Qualität der Leistungen. So verlängerte die FRESSNAPF Tiernahrungs GmbH, Europas größtes Handelsunternehmen für Heimtierbedarf, im November 2014 ihren Vertrag über umfassende ITK-Leistungen um fünf Jahre bis zum 31. Dezember 2019. Das Vertragsvolumen beläuft sich auf rund 13 Millionen Euro und umfasst unter anderem den SAP-Betrieb, den SAP-Anwendungssupport sowie die Anbindung der rund 800 Filialen in Deutschland an die Unternehmenszentrale.
AUFTRAGSEINGANG DIREKTER VERTRIEB (in Mio. €)

Auch im Neukundengeschäft gab es Erfolge. So gewann QSC im September 2014 mit der Dussmann Group einen der weltweit größten privaten Multi-Dienstleister als Neukunden im Consulting. QSC übernimmt die konzernweite Einführung der Personallösung SAP HCM inklusive aller Beratungs- und Integrationsaufgaben.
Insgesamt erzielte der Direkte Vertrieb im Jahr 2014 einen Umsatz von 207,3 Millionen Euro nach 209,2 Millionen Euro im Vorjahr. Anders als in den Vorjahren gelang es nicht, den Umsatz im Jahresverlauf kontinuierlich zu steigern. Dies lässt sich zum einen auf das Fehlen neuer großer Outsourcing-Aufträge und zum anderen auf eine vorübergehende Schwäche im Consulting-Geschäft zurückführen. Im Jahresverlauf 2014 steuerte der Direkte Vertrieb aber bereits gegen und konnte so in der zweiten Jahreshälfte den Auftragseingang wieder steigern.
Positive Entwicklung bei angestammten ITK-Produkten
Der dritte Geschäftsbereich, der Indirekte Vertrieb, verzeichnete 2014 einen angesichts der Rahmenbedingungen im TK-Markt zufriedenstellenden Geschäftsverlauf. Der Umsatz belief sich auf 121,6 Millionen Euro nach 123,2 Millionen Euro. Während die TK-Umsätze mit Geschäftskunden markt- und regulierungsbedingt zurückgingen, entwickelte sich das Geschäft mit bestehenden ITK-Produkten positiv. QSC erzielt vor allem Umsätze mit breitbandigen, sicheren Internetanbindungen und darauf aufbauenden Vernetzungen und Dienstleistungen.
Die Umsätze mit neuen ITK-Produkten konnten dagegen noch nicht mit den ursprünglichen Erwartungen Schritt halten. Es nahm mehr Zeit in Anspruch als geplant, um Vertriebspartner zu schulen und zu zertifizieren. Zudem zögerten viele potenzielle Kunden trotz bekundeten Interesses, QSC-Innovationen in der Praxis einzusetzen. Angesichts dessen ergriff QSC bereits nach der Sommerpause ein ganzes Bündel von Maßnahmen, um den Absatz der neuen Produkte zu stärken. Spezielle "Onboarding"-Teams unterstützen Kunden nun bei der Einführung cloudbasierter Produkte. Ein spezielles Telesales-Team spricht Kunden ebenso direkt an wie eigene Vertriebsmitarbeiter für einzelne Produkte. Zugleich verstärkt QSC das Online-Marketing für ihre innovativen Produkte.
Auszeichnung als Cloud-Leader in zwei Kategorien
Dass sich QSC mit seinen Innovationen auf dem richtigen Weg befindet, unterstrich die Auszeichnung des Unternehmens als "Cloud-Leader" in gleich zwei Kategorien durch die Marktforscher der Experton Group im Juni 2014. Die Experten küren Unternehmen mit einem hoch attraktiven Produkt- und Serviceangebot sowie einer starken Markt- und Wettbewerbsposition - und dazu zählt QSC.
Übernahme der Mehrheit am Verschlüsselungsspezialisten FTAPI
Bei Innovationen für das Cloud-Zeitalter setzt QSC nicht nur auf interne Ressourcen, sondern auch auf gezielte Akquisitionen. Im Februar 2014 erwarb QSC 51 Prozent der Anteile an der Münchener FTAPI Software GmbH; die übrigen Anteile halten die beiden Gründer, die nun im QSC-Verbund die Weiterentwicklung von FTAPI vorantreiben werden. Der Kaufpreis für die erworbenen Anteile betrug 3,1 Millionen Euro. Weitere Informationen hierzu finden sich im Konzernanhang unter Ziffer 37.
Das 2010 gegründete Start-up bietet eine Reihe von Produkten rund um die hochsichere Übertragung und Speicherung unternehmenskritischer Daten. FTAPI ermöglicht die Übertragung und Speicherung von Dateien in unterschiedlichen Sicherheitsstufen. Die Funktionalitäten lassen sich in bestehende CRM- und ERP-Systeme sowie E-Mail-Lösungen wie Outlook reibungslos integrieren. Die Verschlüsselung ist einfach zu handhaben, funktioniert auch bei großen Datenmengen im Gigabyte-Bereich und ist sowohl als lokale Software-Lösung als auch als Cloud-Service verfügbar. Nach der mehrheitlichen Übernahme integrierte QSC das Portfolio von FTAPI in ihr Leistungsspektrum und stellte es Vertriebspartnern vor. Da FTAPI als eigenes Profitcenter geführt wird, besitzt das Unternehmen auch weiterhin den erforderlichen Freiraum, um das Leistungsspektrum kontinuierlich zu erweitern.
QSC platziert Schuldscheindarlehen über 150 Millionen Euro
Darüber hinaus gab es im abgelaufenen Geschäftsjahr keine für den Geschäftsverlauf für sich genommen wesentlichen Ereignisse. Das Unternehmen optimierte wie angekündigt seine Finanzierungsstruktur und platzierte dazu bei rund 30 Investoren im In- und Ausland ein Debüt-Schuldscheindarlehen über 150 Millionen Euro. QSC nutzt das neue Kapital zu einem guten Teil anstelle eines noch bis September 2016 laufenden Konsortialdarlehens.
TATSÄCHLICHER VS. PROGNOSTIZIERTEN GESCHÄFTSVERLAUF
2014 entwickelt sich schwächer als ursprünglich erwartet
Abhängig von den Fortschritten bei der Einführung neuer ITK- und Cloud-Produkte hatte QSC ursprünglich für das Jahr 2014 einen Umsatz von 450 bis 470 Millionen Euro, ein EBITDA-Ergebnis von 60 bis 70 Millionen Euro und einen Free Cashflow von 26 bis 32 Millionen Euro geplant. Diese Fortschritte brauchten indes mehr Zeit, als noch zu Jahresbeginn geplant. QSC konkretisierte auch daher diese Prognose bei Vorlage des Halbjahresberichts im August 2014 und strebte nun das Erreichen der unteren Enden dieser Spannen unter der Voraussetzung an, dass vor allem das Geschäft mit neuen Produkten in der zweiten Jahreshälfte deutlich anzieht. Diese Planung erwies sich als zu ehrgeizig. Mitte Oktober wurde daher eine revidierte Prognose veröffentlicht, wonach QSC einen Umsatz von mindestens 430 Millionen Euro, ein EBITDA von mindestens 40 Millionen Euro und einen Free Cashflow von höchstens -12 Millionen Euro anstrebe. Der Free Cashflow beinhaltete hierbei auch einen erwarteten einmaligen negativen Working-Capital-Effekt in Höhe von rund 18 Millionen Euro, der sich aus einem verschärften Zahlungsmanagement großer Lieferanten ergab. Operativ erreichte QSC diese Ziele mit einem Umsatz von 431,4 Millionen Euro, einem EBITDA vor Restrukturierung von 42,2 Millionen Euro und einem Free Cashflow von -24,9 Millionen Euro. Im vierten Quartal 2014 begann das Unternehmen mit der Erarbeitung eines Programms zur Kostenreduzierung und Fokussierung und bildete daher Rückstellungen für die anstehende Neustrukturierung in Höhe von 7,2 Millionen Euro - das ausgewiesene EBITDA belief sich daher auf 35,0 Millionen Euro.
LEISTUNGSINDIKATOREN
Umsatz summiert sich auf 431,4 Millionen Euro
QSC erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 431,4 Millionen Euro nach 455,7 Millionen Euro im Vorjahr. Markt- und regulierungsbedingt gingen hierbei allein die überwiegend konventionellen TK-Umsätze mit Wiederverkäufern um 20,8 Millionen Euro auf 102,6 Millionen Euro zurück. In den anderen beiden Geschäftsbereichen gab es dagegen trotz zum Teil schwieriger Marktbedingungen nur geringfügige Umsatzeinbußen.
UMSATZ (in Mio. €)

EBITDA nach Restrukturierungskosten erreicht 35,0 Millionen Euro
Rückläufigen Umsätzen standen 2014 erheblich höhere Kosten der umgesetzten Leistungen gegenüber. Diese resultierten im Wesentlichen aus höheren Personalkosten; QSC hatte in den Vorjahren in Erwartung künftigen Wachstums zum Teil die Kapazitäten erheblich ausgebaut. Mit dem Programm zur Kostenreduzierung und Fokussierung plant QSC, diese Schere zwischen Umsätzen und Kosten nun zu schließen; Rückstellungen für Abfindungen und Gehaltsfortzahlungen bildete das Unternehmen bereits im vierten Quartal 2014. In der Folge erreichte das EBITDA im abgelaufenen Geschäftsjahr 35,0 Millionen Euro nach 77,8 Millionen Euro im Vorjahr
EBITDA (in Mio. €)

Einmaliger Working-Capital-Effekt beim Free Cashflow
Der Free Cashflow belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf -24,9 Millionen Euro nach 25,6 Millionen Euro im Vorjahr. Neben dem schwächeren operativen Geschäft trug auch ein einmaliger Working-Capital-Effekt in Höhe von 18,1 Millionen Euro zu diesem Rückgang bei; er war eine Folge des verschärften Zahlungsmanagements großer Lieferanten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Höhe sämtlicher Einflussgrößen an den beiden Stichtagen 31. Dezember 2013 und 2014.
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| in Mio. € | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Nettoverschuldung | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 87,8 | 58,7 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 0,3 | 0,3 |
| Liquidität | 88,1 | 59,0 |
| Schulden aus Finanzierungs- und Finanzierungsleasingverträgen | -8,9 | -14,4 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -161,1 | -85,6 |
| Zinstragende Schulden | -170,0 | -100,0 |
| Nettoverschuldung | -81,9 | -41,0 |
Danach stieg die Liquidität 2014 um 29,1 Millionen Euro auf 88,1 Millionen Euro. Die zinstragenden Schulden erhöhten sich um 70,0 Millionen Euro auf -170,0 Millionen Euro. Daraus ergibt sich ein Anstieg der Nettoverschuldung um 40,9 Millionen Euro auf -81,9 Millionen Euro.
QSC stellt beim Ausweis des Free Cashflows auf die Finanzkraft des operativen Geschäfts ab und korrigiert die Veränderung der Nettoverschuldung daher um darüber hinausgehende Maßnahmen wie Akquisitionen und Dividenden sowie damit zusammenhängende einmalige Mittelabflüsse. Im Februar 2014 zahlte QSC für den Erwerb der Mehrheit an FTAPI unter Berücksichtigung der übernommenen und später abgelösten Finanzverbindlichkeiten sowie der erworbenen liquiden Mittel 3,6 Millionen Euro. Die Ausschüttung der Dividende im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung am 28. Mai 2014 führte zu einem Mittelabfluss von 12,4 Millionen Euro. Wenn man die ausgewiesene Nettoverschuldung um diese zwei Faktoren korrigiert, ergibt sich ein Free Cashflow von -24,9 Millionen Euro.
Investitionen gehen weiter zurück
QSC investierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 30,0 Millionen Euro im Vergleich zu 39,6 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2013. Die Investitionsquote sank von 9 auf 7 Prozent des Umsatzes und blieb damit weiterhin im Rahmen der Zielspanne von 6 bis 10 Prozent.
INVESTITIONEN (in Mio. €)

43 Prozent dieser Investitionen waren kundenbezogen; im Vordergrund standen hier Vorleistungen für neue Kunden im Outsourcing- und im Produktgeschäft. Vor dem Übergang in den Regelbetrieb waren hier Investitionen in Anlagevermögen und Schnittstellen notwendig, um einen reibungslosen Betrieb der IT des Kunden zu gewährleisten. 32 Prozent der Investitionen entfielen auf die Infrastruktur und hier allen voran auf die ständige Modernisierung und Optimierung der Rechenzentren und deren laufenden Betriebs. Die übrigen Investitionen verteilten sich auf Software und Lizenzen (11 Prozent), Forschung und Entwicklung (6 Prozent) und Sonstige (8 Prozent); Letztere umfassen vor allem Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung.
ERTRAGSLAGE
Deutlicher Anstieg der Kosten der umgesetzten Leistungen
Die Kosten der umgesetzten Leistungen erhöhten sich 2014 auf 370,4 Millionen Euro nach 345,4 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Erhöhung bei rückläufigen Umsätzen resultierte vor allem aus einem Anstieg der Personalkosten um 22,8 Millionen Euro auf 88,2 Millionen Euro. In Erwartung künftigen Wachstums hatte QSC bis in das Jahr 2014 hinein die Kapazitäten insbesondere im Direkten Vertrieb deutlich ausgebaut und zum Teil bei großen Outsourcing-Projekten auch Mitarbeiter von Kunden übernommen. Darüber hinaus stiegen 2014 die Kosten für Aufbau, Betrieb und Wartung der QSC-eigenen Infrastruktur um 11,7 Millionen Euro auf 49,5 Millionen Euro. Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf dem Wegfall des sogenannten PRAP-Effekts. In den Jahren 2011 bis 2013 hatte QSC von der Auflösung eines passiven Rechnungsabgrenzungspostens in Höhe von 20,9 Millionen Euro pro Jahr profitiert. Dieser war im zeitlichen Zusammenhang mit dem Ausstieg des früheren Mitgesellschafters der Netzgesellschaft Plusnet, TELE2, gebildet worden. QSC hatte die hierbei erfolgte Zahlung wegen fortgesetzter Leistungsverpflichtungen über den Zeitraum bis Ende 2013 ergebniswirksam aufgelöst. Der Wegfall des PRAP-Effekts wirkte sich nicht in voller Höhe auf die Kosten der langfristigem Vertrag umgesetzten Leistungen aus, da QSC zugleich von weiteren Einsparungen profitierte, die sich mit Netzwerkbetreiber aus einem langfristigen Vertrag mit einem anderen Netzwerkbetreiber zur Optimierung der TK-Infrastruktur ergeben.
Die größte Position innerhalb der Kosten der umgesetzten Leistungen blieb auch 2014 der Materialaufwand; diese umsatzabhängigen Kosten sanken um 10,9 Millionen Euro auf 189,4 Millionen Euro. Höhere Kosten der umgesetzten Leistungen bei niedrigeren Umsätzen führten 2014 zu einem Rückgang des Bruttoergebnisses um 49,3 Millionen Euro auf 61,0 Millionen Euro.
Erfolge bei Vertriebs- und Verwaltungskosten
Die Marketing- und Vertriebskosten konnte QSC im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter auf 39,5 Millionen Euro nach 47,7 Millionen Euro im Jahr 2013 reduzieren. Sie umfassen im Wesentlichen Personalkosten, Provisionszahlungen, Werbeaufwendungen und Abschreibungen. Während der Werbeaufwand leicht stieg, blieben die anderen Größen unter den Vorjahreswerten. QSC zahlte weniger Provisionen vor allem an Wiederverkäufer und konnte auch die Personalkosten im Vertrieb reduzieren.
Die allgemeinen Verwaltungskosten blieben mit 38,3 Millionen Euro ebenfalls unter dem Vorjahresniveau von 39,0 Millionen Euro. Während die Personalkosten auch in diesem Bereich deutlich nachgaben, erhöhten sich die Abschreibungen.
Einmalige Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von 7,2 Millionen Euro
Angesichts der unbefriedigenden Ertragsentwicklung begann QSC im Jahr 2014 mit der Erarbeitung eines Programms zur Kostenreduzierung und Fokussierung. Weitere Informationen hierzu finden sich auf Seite 70 f. im Prognosebericht. Für den zu erwartenden Aufwand bei dem geplanten Personalabbau bildete QSC im Konzernabschluss 2014 Rückstellungen in Höhe von insgesamt 7,2 Millionen Euro. Der Großteil hiervon entfällt auf die Kosten der umgesetzten Leistungen.
Ertragskraft des operativen Geschäfts
Die operative Ertragskraft von QSC lässt sich besser erfassen, wenn man - wie in den Quartalsberichten - die Abschreibungen und nicht zahlungswirksamen Vergütungen in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung getrennt ausweist. Im vorliegenden Konzernabschluss sind sie - IAS 1 folgend - Bestandteil der einzelnen Kostenpositionen. Die nachfolgende verkürzte Gewinn-und-Verlust-Rechnung enthält die Abschreibungen als eigene Position:
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| in Mio. € | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 431,4 | 455,7 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen* | -327,1 | -303,5 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 104,4 | 152,3 |
| Marketing- und Vertriebskosten* | -37,8 | -41,8 |
| Allgemeine Verwaltungskosten* | -32,3 | -35,6 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1,1 | 3,4 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -0,3 | -0,5 |
| EBITDA | 35,0 | 77,8 |
| Abschreibungen (inklusive nicht zahlungswirksamer aktienbasierter Vergütung und Wertminderungen auf kundenbezogenes Vorratsvermögen) | -51,0 | -51,3 |
| Impairment auf Geschäfts- oder Firmenwert | -18,0 | - |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | -34,0 | 26,5 |
* Exklusive Abschreibungen und nicht zahlungswirksamer aktienbasierter Vergütung
EBITDA-Marge vor Restrukturierungskosten von 10 Prozent
Höhere Kosten der umgesetzten Leistungen und Restrukturierungsrückstellungen auf der einen Seite sowie niedrigere Umsätze auf der anderen Seite beeinflussten 2014 das EBITDA erheblich: Es erreichte 35,0 Millionen Euro nach 77,8 Millionen Euro im Vorjahr. Vor Restrukturierungsrückstellungen belief es sich auf 42,2 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge erreichte 8 Prozent bzw. vor Restrukturierung 10 Prozent. Die regelmäßigen Abschreibungen gingen 2014 planmäßig um 0,3 Millionen Euro auf 51,0 Millionen Euro zurück. Hinzu kam eine einmalige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert im Geschäftsbereich Wiederverkäufer in Höhe von 18,0 Millionen Euro. Weitere Informationen hierzu finden sich unter Ziffer 16 des Konzernanhangs.
Unter Berücksichtigung dieser regelmäßigen und einmaligen Abschreibungen ergibt sich für 2014 ein operatives Ergebnis von -34,0 Millionen Euro im Vergleich zu 26,5 Millionen Euro im Vorjahr. Das Finanzergebnis lag infolge der Aufnahme des Schuldscheindarlehens mit -6,2 Millionen Euro unter der Vorjahresgröße von -3,8 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Ertragsteuern erreichte danach -40,1 Millionen Euro im Vergleich zu 22,7 Millionen Euro im Jahr 2013. Angesichts eines Steuerertrags in Höhe von 6,2 Millionen Euro ergibt sich daraus ein Konzernergebnis von -33,9 Millionen Euro nach 23,6 Millionen Euro im Jahr 2013. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie belief sich 2014 auf -0,27 Euro im Vergleich zu 0,19 Euro im Vorjahr.
Bei dem Vergleich der Ergebniszahlen sind vor allem vier Faktoren zu berücksichtigen: Erstens profitierte QSC nicht mehr von dem positiven PRAP-Effekt in Höhe von 20,9 Millionen Euro pro Jahr. Zweitens standen 2014 einem Anstieg der Personalkosten innerhalb der Kosten der umgesetzten Leistungen keine entsprechenden Umsätze gegenüber. Drittens enthält der Abschluss zum 31. Dezember 2014 Rückstellungen für Restrukturierung in Höhe von 7,2 Millionen Euro. Und viertens nahm QSC angesichts der Rückgänge im Geschäftsbereich Wiederverkäufer einmalige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 18,0 Millionen Euro vor.
ERTRAGSLAGE NACH SEGMENTEN
QSC passt Segmentierung an interne Steuerung an
Zum 1. Januar 2015 stellt QSC wie angekündigt die Segmentberichterstattung um. An die Stelle der Aufteilung nach Vertriebsbereichen tritt eine Aufteilung nach Produkten. Dies ermöglicht es, die Fortschritte im Cloud-Geschäft erheblich besser als bislang zu verfolgen - sie bilden künftig ein eigenes Segment. Die Trennung von Consulting und Outsourcing erlaubt es, Entwicklung und Profitabilität in diesen beiden sehr unterschiedlichen Geschäftsfeldern differenziert darzustellen. Das vierte Segment wird das Telekommunikationsgeschäft umfassen. Für das Geschäftsjahr 2014 berichtet QSC damit letztmalig nach der Logik der drei bisherigen Segmente Direkter Vertrieb, Indirekter Vertrieb und Wiederverkäufer.
Direkter Vertrieb hält Umsätze weitgehend stabil
Der größte Geschäftsbereich, der Direkte Vertrieb, erzielte 2014 einen Umsatz von 207,3 Millionen Euro nach 209,2 Millionen Euro im Vorjahr Im Jahresverlauf 2014 verschärfte sich der Preiswettbewerb gerade bei großen Outsourcing-Projekten. In diesem schwierigen Marktumfeld begann QSC auf der einen Seite, sich stärker als bislang auf die Zusammenarbeit mit Mittelständlern zu konzentrieren und nur noch sehr selektiv an den zeit- und personalaufwendigen Ausschreibungen für große Outsourcing-Vorhaben teilzunehmen. Auf der anderen Seite leitete das Unternehmen eine stärkere Industrialisierung der Prozesse ein. Diese Neuausrichtung wird das Outsourcing-Geschäft auch noch im laufenden Jahr prägen. Im Consulting-Geschäft, das ebenfalls zum Direkten Vertrieb zählt, gelangen dagegen bereits im Jahresverlauf 2014 eine leichte Steigerung der Umsätze und der Gewinn attraktiver neuer Projekte.
UMSATZ DIREKTER VERTRIEB (in Mio. €)

Im Vorgriff auf den möglichen Gewinn großer Projekte hatte der Direkte Vertrieb bis in das Jahr 2014 hinein den Kostenblock erhöht und insbesondere die Zahl der Mitarbeiter ständig vergrößert. Dieser Ansatz sowie die bei großen Projekten übliche Übernahme von Mitarbeitern der Kunden trugen maßgeblich dazu bei, dass die Kosten der umgesetzten Leistungen in diesem Segment 2014 um 20,1 Millionen Euro auf 159,8 Millionen Euro stiegen. Leicht rückläufige Vertriebs- und Verwaltungskosten konnten diesen Anstieg nicht ausgleichen - die Profitabilität des Direkten Vertriebs sank 2014 deutlich: Das EBITDA halbierte sich auf 19,8 Millionen Euro nach 41,6 Millionen Euro im Jahr 2013. Das EBIT erreichte nur noch -5,1 Millionen Euro nach 17,0 Millionen Euro im Vorjahr. Das Programm zur Kostenreduzierung und Fokussierung setzt daher einen Schwerpunkt auf die Straffung des Outsourcing-Geschäfts.
Indirekter Vertrieb trotzt Rückgängen im konventionellen TK-Geschäft
Der Umsatz im Indirekten Vertrieb blieb mit 121,6 Millionen Euro nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 123,2 Millionen Euro. Zwar musste er wie der Geschäftsbereich Wiederverkäufer Umsatzrückgänge durch eine verschärfte Regulierung des TK-Marktes hinnehmen, konnte diese aber durch eine verstärkte Nachfrage nach ITK-Produkten nahezu ausgleichen.
Die Kosten der umgesetzten Leistungen stiegen demgegenüber 2014 im Wesentlichen infolge des Wegfalls des PRAP-Effekts auf 72,5 Millionen Euro nach 65,3 Millionen Euro im Vorjahr. Die anderen Kosten blieben dagegen unter dem Vorjahresniveau.
UMSATZ INDIREKTER VERTRIEB (in Mio. €)

Indirekter Vertrieb erzielt EBITDA-Ergebnis von 24,7 Millionen Euro
Angesichts des höheren Kostenblocks reduzierte sich das EBITDA im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 24,7 Millionen Euro nach 31,1 Millionen Euro. Mit einer EBITDA-Marge von 20 Prozent blieb der Indirekte Vertrieb damit weiter das margenstärkste Segment. Auch das operative Ergebnis lag mit 12,3 Millionen Euro nach 20,1 Millionen Euro im Vorjahr deutlich über dem Niveau der beiden anderen Segmente.
Preiskampf und Regulierung belasten Wiederverkäufer massiv
Der Umsatz im dritten Geschäftsbereich gab 2014 erneut deutlich nach: Er erreichte 102,6 Millionen Euro nach 123,4 Millionen Euro im Vorjahr. Diese Entwicklung reflektiert den harten Preiswettbewerb im rückläufigen Markt für konventionelle TK-Dienste und die verschärfte Regulierung. Die Kosten der umgesetzten Leistungen reduzierten sich demgegenüber nur vergleichsweise geringfügig: Sie summierten sich 2014 auf 94,8 Millionen Euro nach 98,5 Millionen Euro im Jahr 2013; einen höheren Rückgang verhinderte der Wegfall des PRAP-Effekts. Auch wenn die anderen Kostenpositionen zurückgingen, resultiert hieraus ein Einbruch des Ergebnisses: Das EBITDA erreichte -9,4 Millionen Euro nach 5,0 Millionen Euro im Jahr 2013. Aufgrund der schwachen Entwicklung des TK-Geschäfts sowie der Verzögerungen bei den Umsätzen mit neuen Cloud-Produkten für Endverbraucher nahm QSC 2014 eine einmalige Abschreibung auf den Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von 18,0 Millionen Euro vor. Daraus ergibt sich für das Segment Wiederverkäufer 2014 ein EBIT von -41,2 Millionen Euro nach -10,7 Millionen Euro im Vorjahr.
UMSATZ WIEDERVERKÄUFER (in Mio. €)

FINANZLAGE
Finanzmanagement verfolgt drei zentrale Ziele
Das Finanzmanagement dient einer reibungslosen Finanzierung des operativen Geschäfts und anstehender Investitionen. Es verfolgt drei zentrale Ziele:
| ― | ein effizientes Management der liquiden Mittel |
| ― | die Erhaltung und Optimierung der Finanzierungsfähigkeit |
| ― | die Reduzierung finanzieller Risiken |
Überschüssige Liquidität legt QSC ausschließlich in Tagesgeld und risikoarmen Anlagen an; daher waren auch 2014 keine Abschreibungen auf Kapitalanlagen notwendig. QSC hat im Jahr 2014 derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps abgeschlossen, die zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos der variabel verzinslichen Tranchen des Schuldscheindarlehens dienen. Da QSC nahezu ausschließlich im Euroraum tätig ist, gibt es keine Währungsrisiken. Außerbilanziell bestanden keine Verpflichtungen aus Avalen und Bürgschaften. Weitere Informationen zum Finanzrisikomanagement bietet der Konzernanhang unter Ziffer 44.
Bei der Finanzierung setzt das Unternehmen vor allem auf drei Quellen: Erstens generiert das Unternehmen Mittelzuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit. Zweitens nahm QSC 2014 ein Schuldscheindarlehen über 150 Millionen Euro auf; weitere Informationen dazu finden sich auf Seite 58. Und drittens besteht eine bis September 2016 laufende Kreditlinie im Umfang von 130 Millionen Euro zum 31. Dezember 2014. Nach Aufnahme des Schuldscheindarlehens nahm QSC diese Kreditlinie zum 31. Dezember 2014 nur noch für Bürgschaften in Anspruch.
Einmaliger Working-Capital-Effekt beeinflusst Kapitalflussrechnung
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich 2014 auf 1,9 Millionen Euro nach 64,2 Millionen Euro im Vorjahr Dieser Rückgang resultiert neben der schwächeren Entwicklung des operativen Geschäfts auch aus dem einmaligen Working-Capital-Effekt und in der Folge aus einer deutlichen Rückführung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit blieb mit -30,3 Millionen Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres von -31,7 Millionen Euro. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag dagegen mit 57,4 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von -8,6 Millionen Euro - eine Folge der Aufnahme des Schuldscheindarlehens im Mai 2014.
VERMÖGENSLAGE
Solide Bilanz
QSC verfügt traditionell über eine solide Bilanzstruktur, die eine fristenkongruente Finanzierung der Vermögenswerte gewährleistet. Zum 31. Dezember 2014 deckten Eigenkapital und langfristige Schulden den Wert der langfristigen Vermögenswerte zu 127 Prozent ab; am Jahresende 2013 hatte diese Größe noch bei 109 Prozent gelegen. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme eines langfristigen Schuldscheindarlehens im Jahresverlauf 2014. Die Erhöhung der langfristigen Schulden führte auch zu einer Veränderung der Relation von Eigenkapital und Fremdkapital: Die Eigenkapitalquote belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 36 Prozent nach 49 Prozent im Vorjahr
Auf der Aktivseite stehen die langfristigen Vermögenswerte für 63 Prozent der Bilanzsumme; reguläre und einmalige Abschreibungen minderten ihren Wert zum 31. Dezember 2014 um 16,4 Millionen Euro auf 255,6 Millionen Euro. Der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte stieg demgegenüber zum Bilanzstichtag 2014 um 29,9 Millionen Euro auf 149,9 Millionen Euro; an dieser Stelle wirkt sich vor allem der Liquiditätszufluss aus dem Schuldscheindarlehen aus.
Rückgang der langfristigen Vermögenswerte
Die langfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen vier Positionen: Sachanlagen, Grundstücke und Bauten, Geschäfts- oder Firmenwert sowie andere immaterielle Vermögenswerte. Der Wert der Sachanlagen sank zum 31. Dezember 2014 aufgrund von Abschreibungen auf 76,2 Millionen Euro im Vergleich zu 93,9 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Der Wertansatz für Grundstücke und Bauten reduzierte sich aus dem gleichen Grund leicht auf 25,9 Millionen Euro gegenüber 26,8 Millionen Euro. Der Geschäfts- oder Firmenwert ging auf 67,1 Millionen Euro zurück gegenüber 76,3 Millionen Euro zum 31. Dezember 2013. Einer einmaligen Abschreibung in Höhe von 18,0 Millionen Euro auf den Geschäfts- oder Firmenwert im Segment Wiederverkäufer stehen neu geschaffene Firmenwerte in Höhe von 8,8 Millionen Euro gegenüber; diese ergeben sich aus der erstmaligen Einbeziehung der FTAPI Software GmbH und der fonial GmbH in den Konzernabschluss. Nähere Angaben zur Entwicklung des Geschäfts- oder Firmenwerts bieten die Ziffern 15 bzw. 16 des Konzernanhangs. Der Wert der anderen immateriellen Vermögenswerte erhöhte sich infolge der Aktivierung eigener Entwicklungen sowie der erworbenen Software im Rahmen der FTAPI-Akquisition auf 53,7 Millionen Euro nach 52,8 Millionen Euro zum 31. Dezember 2013.
Liquidität steigt deutlich an
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bleiben im Vergleich zum Vorjahr mit 52,1 Millionen Euro nahezu unverändert. Weiterführende Informationen zur Werthaltigkeit dieser Forderungen finden sich unter Ziffer 18 des Konzernanhangs. Die zweite große Position innerhalb der kurzfristigen Vermögenswerte, die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, erhöhten sich zum 31. Dezember 2014 deutlich auf 87,8 Millionen Euro gegenüber 58,7 Millionen Euro Ende 2013.
ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE (in Mio. €)

Konzernergebnis und Dividende beeinflussen Eigenkapital
Das Eigenkapital belief sich zum 31. Dezember 2014 auf 145,6 Millionen Euro im Vergleich zu 193,2 Millionen Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Das gezeichnete Kapital beträgt wie im Vorjahr 124,1 Millionen Euro. Der Konzernbilanzverlust erhöhte sich im Wesentlichen aus zwei Gründen auf -117,5 Millionen Euro nach -71,0 Millionen Euro zum 31. Dezember 2013: Erstens belief sich das Konzernergebnis 2014 auf -33,9 Millionen Euro und zweitens buchte QSC die Dividendenzahlung in Höhe von 12,4 Millionen Euro direkt gegen diese Größe.
Schuldscheindarlehen gewährleistet langfristige Finanzierung
Die langfristigen Schulden stiegen zum 31. Dezember 2014 auf 180,2 Millionen Euro nach 103,3 Millionen Euro zum Vorjahresstichtag. Dies liegt im Wesentlichen an der Aufnahme des Schuldscheindarlehens im Mai 2014; dies führte zu einem Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 73,9 Millionen Euro auf 156,6 Millionen Euro zum 31. Dezember 2014.
Die kurzfristigen Schulden verringerten sich dagegen auf 79,7 Millionen Euro im Vergleich zu 95,5 Millionen Euro zum 31. Dezember 2013. Vor allem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken deutlich auf 44,8 Millionen Euro nach 58,7 Millionen Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Dieser Rückgang spiegelt auch das im Rahmen der Finanzlage diskutierte verschärfte Zahlungsmanagement großer Lieferanten wider.
GESAMTAUSSAGE
Konsequentere Umsetzung der richtigen Strategie
Der Geschäftsverlauf 2014 machte deutlich, dass QSC unverändert die richtige Strategie verfolgt, diese aber konsequenter als bisher umsetzen muss. Denn wie bereits in den Vorjahren musste das Unternehmen markt- und regulierungsbedingt Einbußen insbesondere im konventionellen TK-Geschäft hinnehmen; das ITK-Geschäft entwickelte sich dagegen mehr oder minder stabil. Gerade im Outsourcing-Geschäft zeigte es sich aber, dass eine Kostenreduzierung und Industrialisierung von Prozessen unabdingbar ist. QSC erarbeitete auch mit Blick darauf im vierten Quartal 2014 ein Programm zur Kostenreduzierung und Fokussierung und bildete hierfür Rückstellungen in Höhe von 7,2 Millionen Euro.
Das Unternehmen zog damit die Konsequenzen aus dem insgesamt unbefriedigenden Geschäftsverlauf des Jahres 2014. Der Prognosebericht ab Seite 69 zeigt, wie QSC im laufenden Jahr durch eine konsequente Umsetzung der Strategie das ITK- und Cloud-Geschäft ausbauen und zugleich Schritt für Schritt die gewohnte Ertragsstärke zurückgewinnen wird.
Nachtragsbericht
Es sind QSC keine nach Schluss des Geschäftsjahres eingetretenen Vorgänge von besonderer Bedeutung bekannt, über die zu berichten wäre.
Prognosebericht
GESAMTAUSSAGE ZUR WEITEREN ENTWICKLUNG
2015 steht im Zeichen von Kostenreduzierung und Fokussierung
Mit der Weiterentwicklung zum ITK- und Cloud-Anbieter verfolgt QSC unverändert die richtige Strategie. Es bedarf aber einer konsequenteren Umsetzung als bisher, um das rückläufige konventionelle TK-Geschäft zu kompensieren. QSC legt daher ein umfassendes Programm zur Kostenreduzierung und Fokussierung auf. Es trägt maßgeblich dazu bei, dass bereits im laufenden Geschäftsjahr die Ertrags- und Finanzkraft wieder steigt.
Für das laufende Jahr erwartet QSC vor diesem Hintergrund einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro, ein EBITDA von mehr als 40 Millionen Euro und einen positiven Free Cashflow. Der Chancen- und der Risikobericht ab den Seiten 73 bzw. 75 informieren über mögliche Entwicklungen, die zu Abweichungen von der hier genannten Prognose führen könnten.
KÜNFTIGE RAHMENBEDINGUNGEN
Binnennachfrage stärkt deutsche Konjunktur
In ihrem Jahreswirtschaftsbericht geht die Bundesregierung von einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,5 Prozent im laufenden Jahr aus. Ihrer Auffassung nach wird die binnenwirtschaftliche Dynamik vor allem durch die kräftigen Einkommenssteigerungen und den anhaltenden Beschäftigungsaufbau getragen. In der Folge werden auch 2015 der private Konsum sowie Investitionen insbesondere der Bauwirtschaft wichtige Wachstumsbeiträge leisten. Risiken drohen der deutschen Konjunktur vor allem aus der anhaltenden Krise im Euroraum, einer Verschärfung politischer Konflikte wie in der Ukraine sowie einer schwächeren Nachfrage der Schwellenländer.
Zweigeteilte Entwicklung im ITK-Markt
Der deutsche ITK-Markt profitiert nur in Teilen von der steigenden Binnennachfrage. Insgesamt erwartet der Branchenverband BITKOM für 2015 ein Wachstum des ITK-Marktes um 0,6 Prozent auf 154,3 Milliarden Euro. Schrumpfenden TK-Umsätzen dürften hierbei erneut steigende IT-Umsätze gegenüberstehen.
DER DEUTSCHE ITK-MARKT (in Mrd. €)

Die Umsätze im deutschen IT-Markt dürften im laufenden Jahr der Prognose zufolge um 2,4 Prozent auf 79,7 Milliarden Euro zulegen. Wichtige Impulse leiste hierbei das Geschäft mit IT-Dienstleistungen wie Outsourcing und Consulting: Die Umsätze dürften hier 2015 um 3,2 Prozent auf 37,4 Milliarden Euro steigen. Als Wachstumstreiber identifiziert BITKOM Big Data und allen voran das Cloud-Computing.
Deutscher TK-Markt leidet unter verschärfter Regulierung
Die Umsätze im deutschen TK-Markt werden den BITKOM-Zahlen zufolge dagegen erneut sinken. Für 2015 wird ein Rückgang um 0,9 Prozent auf 64,4 Milliarden Euro erwartet. Neben dem anhaltenden Preiswettbewerb schmälert eine verschärfte Regulierung der Bundesnetzagentur die Umsätze der TK-Anbieter. Vor allem die Absenkung der Zuführungs- und Terminierungsentgelte im Festnetz um rund 20 Prozent über alle Tarifstufen hinweg ab dem 1. Dezember 2014 führt zu erheblichen Einbußen.
Cloud-Computing vor dem Durchbruch - auch im Mittelstand
Nach Prognosen von BITKOM werden die Umsätze mit Cloud-Computing für Geschäftskunden in Deutschland im laufenden Jahr insgesamt um 39 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro steigen. Dies entspricht bereits knapp 6 Prozent des deutschen ITK-Marktes. Zu Cloud-Computing zählen BITKOM zufolge auch die Beratung und Integration sowie die notwendige Hardware. Auf die eigentlichen Cloud-Dienstleistungen, Software-as-a-Service, Infrastructure-as-a-Service und Platform-as-a-Service, entfiel zuletzt noch nicht einmal die Hälfte der Umsätze. Gerade im Mittelstand gibt es noch Vorbehalte gegen eine Verlagerung von Programmen, Plattformen oder der gesamten Infrastruktur in die Wolke. Doch die Vorteile gerade im Hinblick auf Effizienz, Flexibilität und Sicherheit überwiegen und dürften 2015 und in den Folgejahren für hohe Wachstumsraten sorgen.
DER DEUTSCHE CLOUD-COMPUTING-MARKT FÜR GESCHÄFTSKUNDEN (in Mrd. €)

ERWARTETE ERTRAGSLAGE
Konsequente Umsetzung der ITK- und Cloud-Strategie
Für das laufende Geschäftsjahr plant QSC einen Umsatz von mehr als 400 Millionen Euro. Zugleich wird das Unternehmen seine ITK- und Cloud-Strategie konsequenter als bislang umsetzen und bei der Entwicklung neuer Cloud-Produkte stärker als bisher auf die Kundenbedürfnisse Kostenoptimierung, Schnelligkeit und Nutzungskomfort eingehen. Darüber hinaus entwickelt das Unternehmen eine "Pure Enterprise Cloud", die die Integration von traditionellen Applikationen und neuen Cloud-Diensten ermöglicht und damit Kunden einen schrittweisen Übergang in das Cloud-Zeitalter erleichtert.
Neues Programm führt zu umfangreichen Einsparungen
Mit einem auf zwei Jahre ausgelegten Programm zur Kostenreduzierung und Fokussierung strebt das Unternehmen zudem umfangreiche Einsparungen an. Bestandteil des Programms wird insbesondere ein Personalabbau von rund 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sein. Bereits 2015 führen der Personalabbau, eine stärkere Industrialisierung des IT-Betriebs, eine Optimierung des Einkaufs sowie weitere Maßnahmen zu Ersparnissen von mehr als 10 Millionen Euro. Ein besonderes Augenmerk gilt im laufenden Jahr dem Umbau des zunehmend margenschwächeren Outsourcing-Geschäfts mit den Schwerpunkten Industrialisierung der Prozesse, Aufbau einer neuen Cloud-Plattform sowie Fokussierung auf mittelständische Projekte. Im Outsourcing wie in den anderen Geschäftsbereichen wird sich QSC bewusst auf die "richtigen", sprich nachhaltigen und margenstarken Umsätze konzentrieren.
Das neue Programm umfasst darüber hinaus ein Maßnahmenpaket zur Stärkung des Vertriebs. QSC setzt vermehrt Telesales, Online-Vertrieb und andere Formen der direkten Kundenansprache ein. Zugleich wird das Portfolio noch konsequenter als bisher auf die Bedürfnisse der Kernzielgruppe mittelständische Unternehmen ausgerichtet. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf Kunden in den Branchen Handel, Energie, Finanzdienstleister sowie Maschinen- und Anlagenbau.
ERWARTETE ERTRAGSLAGE NACH SEGMENTEN
Veränderte Segmentierung
Ab dem 1. Januar 2015 basiert die Segmentberichterstattung auf einer Produktstruktur. Nachfolgend berichtet QSC daher erstmals über die Erwartungen für die vier Segmente: Outsourcing, Consulting, Telekommunikation und Cloud.
Fokussierung im Outsourcing
Das Outsourcing-Geschäft steht im laufenden Geschäftsjahr vor einem weitreichenden Umbau. Stärker als bislang wird sich QSC auf das Geschäft mit Mittelständlern konzentrieren und sich nur noch sehr selektiv an den zeit- und personalintensiven Ausschreibungen für große Projekte beteiligen. Für den Erfolg im Geschäft mit Mittelständlern sind eine stärkere Industrialisierung von Prozessen sowie eine Plattform-Strategie unerlässlich; die neue "Pure Enterprise Cloud" wird künftig die Migration mittelständischer Betriebe erheblich erleichtern. Nach dem weitreichenden Umbau erwartet QSC eine Stabilisierung der Umsätze im Segment Outsourcing. Mittelfristig dürfte die Migration von Mittelständlern auf Cloud-Plattformen zu einer Verlagerung von Umsätzen in das Segment Cloud führen.
Stabiles Consulting-Geschäft
Das Consulting konnte die vorübergehende Nachfrageschwäche im Jahr 2014 durch den Gewinn neuer Projekte zügig ausgleichen und erwartet auf dieser Basis für 2015 stabile bis leicht steigende Umsätze.
Markt- und regulierungsbedingt rückläufige Umsätze im Segment Telekommunikation
Eine zweigeteilte Entwicklung wird das größte Segment von QSC im Jahr 2015 prägen. Das konventionelle TK-Geschäft muss erneut eine verschärfte Regulierung verkraften. Hinzu kommen marktbedingt weiter rückläufige Umsätze vor allem im Open-Call-by-Call- und ADSL2+ Wholesale-Geschäft. Dagegen dürfte sich das Geschäft mit IP-basierten Produkten für Geschäftskunden tendenziell stabil entwickeln.
Neue Geschäftsfelder brauchen Zeit
Im vierten Segment Cloud plant QSC im laufenden Jahr noch nicht mit wesentlichen Umsätzen. Die Entwicklung im Jahr 2014 hat gezeigt, dass sich der Erfolg der Markteinführung von Innovationen vorab nur schwer quantifizieren lässt. Das Unternehmen setzt dessen ungeachtet seine intensive Entwicklungsarbeit fort und sucht frühzeitig den Austausch mit potenziellen Kunden und Partnern.
ERWARTETE FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Positiver Free Cashflow trotz laufender Kostenreduzierung
Das laufende Programm zur Kostenreduzierung und Fokussierung ist insbesondere in der ersten Jahreshälfte mit erheblichen Ausgaben insbesondere für die Abfindung von Mitarbeitern verbunden. Für das Gesamtjahr 2015 erwartet QSC dennoch einen positiven Free Cashflow.
Einen wesentlichen Beitrag hierzu leisten 2015 Mittelzuflüsse aus dem operativen Geschäft. Dem gegenüber stehen moderate Investitionen insbesondere für drei Themen: Kundenprojekte, fortlaufende Optimierung des IT-Betriebs und Entwicklung. Insgesamt plant das Unternehmen im laufenden Jahr mit Investitionen in einer Größenordnung von rund 25 Millionen Euro. Mit Blick auf die operativen Mittelzuflüsse und die bestehende Liquidität sieht sich QSC für die anstehenden Vorhaben im laufenden Geschäftsjahr solide finanziert.
Chancenbericht
CHANCENMANAGEMENT
Hohe Marktdynamik eröffnet QSC neue Chancen
Der ITK- und der Cloud-Markt sind von einer hohen Dynamik geprägt; daraus ergeben sich immer wieder neue Chancen für QSC. Die Verantwortung für deren Identifikation und Wahrnehmung liegt bei den Profitcentern in den einzelnen Geschäftsbereichen. Sie kennen ihr spezifisches Marktumfeld und wissen um die sich dort ergebenden Potenziale. Zusätzlich nutzen die Verantwortlichen die Expertise des Vertriebs sowie Markt- und Wettbewerbsanalysen und interne Erhebungen. Die Verantwortlichen berichten dem Vorstand regelmäßig über bestehende Chancen und Maßnahmen zu deren Wahrnehmung; auch der Strategieausschuss des Aufsichtsrats beschäftigt sich hiermit regelmäßig.
Konkrete Chancen fließen in die rollierende Planung ein, wobei frühzeitig geprüft wird, mit welchen Risiken eine Verfolgung und Realisierung dieser Chancen verbunden ist. Die Verzahnung von Risiko- und Chancenmanagement zahlt sich an dieser Stelle besonders aus. Nachfolgend berichtet QSC über die künftigen Entwicklungen und Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von der Prognose führen könnten, wie sie im Rahmen dieses Konzernlageberichts beschrieben wird. Das Unternehmen klassifiziert diese analog zu den Risiken als "große" Chancen mit einer vergleichsweise hohen Eintrittswahrscheinlichkeit und einem erheblichen positiven Beitrag zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage.
EINZELCHANCEN
Akquisitionen
Übernahmen können sowohl das Kerngeschäft von QSC stärken als auch die Umsetzung der Innovationsstrategie beschleunigen. Aus einer guten Marktposition heraus können Akquisitionen in den Segmenten Telekommunikation, Consulting und Outsourcing dazu dienen, Margenvorteile zu erzielen oder die vorhandenen Kompetenzen zu untermauern oder zu erweitern. Im Segment Cloud liegt der Schwerpunkt auf kleineren Unternehmen mit einem besonderen Technologie- oder Markt-Know-how. Dabei lässt QSC den jungen Unternehmen die nötige Freiheit für ihre weitere Entwicklung und bietet ihnen zugleich einen Rahmen für Vertrieb und Verwaltung. Bereits mehrfach zeigte QSC in der Vergangenheit, dass es die mit einer Akquisition verbundenen Risiken zu beherrschen weiß, und sieht sich daher für mögliche weitere Übernahmen gut gewappnet. Solche Akquisitionen können bereits im ersten Jahr einen positiven Umsatz- und Ergebnisbeitrag leisten. Man darf aber nicht vergessen, dass gerade bei größeren Übernahmen der Aufwand für die Integration und Vertriebsunterstützung erheblich sein kann. Bei Start-ups kommt hinzu, dass dort in den ersten Jahren oftmals Anlaufverluste entstehen. Mittelfristig ergeben sich aber gerade bei jungen Unternehmen erhebliche Chancen auf ein überproportionales Umsatz- und Ergebniswachstum.
Konsolidierung einzelner ITK-Märkte
Unabhängig von Akquisitionen könnte QSC im laufenden Geschäftsjahr von der Konsolidierung einzelner ITK-Märkte profitieren. Der Rückzug von Wettbewerbern oder deren Konzentration auf Bestandskunden eröffnet QSC temporäre oder auch dauerhafte Chancen, die eigene Marktposition zu verbessern. In der Vergangenheit gelang dies dem Unternehmen beispielsweise immer wieder im stark umkämpften TK-Markt für Geschäftskunden. QSC profitiert in diesem Umfeld von ihrer äußerst wettbewerbsfähigen Infrastruktur, die es aufgrund ihrer fortlaufend geringer werdenden Grenzkosten erlaubt, trotz eines sinkenden Preisniveaus auch mittel- bis langfristig lukrative Margen zu erzielen.
Desinvestitionen
Bei der Konsolidierung des ITK-Marktes achtet QSC auf sich bietende Opportunitäten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass es dabei zum Beispiel im Bereich Infrastruktur auch zur Veräußerung einzelner Vermögenswerte und/oder damit zusammenhängender Geschäftsfelder kommt, wenn die langfristigen Vorteile für QSC deutlich überwiegen. Eine solche Veräußerung könnte zwar kurzfristig zu einer Bilanzverkürzung bzw. zu einem Verlust von Umsätzen und Ergebnisbeiträgen führen. Doch je nach Vertragsgestaltung können bereits im ersten Jahr die Vorteile für QSC überwiegen. Diese ergeben sich insbesondere aus der Reduzierung laufender Kosten für Infrastrukturleistungen und der Teilhabe an Synergieeffekten. Desinvestitionen bieten damit die Chance, nicht nur die Finanz-, sondern auch die Ertragskraft zu stärken.
Großprojekte
QSC konzentriert sich auf mittelständische Kunden. Dessen ungeachtet erreichen das Unternehmen immer wieder Ausschreibungen großer Outsourcing-Projekte mit mehrjähriger Laufzeit und einem Vertragsvolumen im zweistelligen Millionenbereich. QSC beteiligt sich in einem wettbewerbsintensiven Umfeld nicht an Bieterwettkämpfen, sondern konzentriert sich auf Projekte, bei denen sich eine auskömmliche Marge und ein positiver Free Cashflow erwirtschaften lassen. Darüber hinaus wird QSC im Projektgeschäft zukünftig stärker auf Plattform-Lösungen setzen. Diese ermöglichen es, verschiedene Kunden über die gleiche Plattform zu bedienen und dadurch die Zahl der Individuallösungen zu reduzieren. Dank der so steigenden Effizienz besteht die Chance, dass QSC im laufenden Jahr ein oder zwei solcher Ausschreibungen gewinnt und nach den bei solchen Projekten erforderlichen Anfangsinvestitionen über mehrere Jahre hinweg zusätzliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge erzielt.
Neue Produkte
Im Rahmen der Wachstums- und Innovationsstrategie treibt QSC die Entwicklung eigener, cloudbasierter Produkte voran. Die Erfahrung zeigt, dass es einige Zeit dauern kann, bis sich solche Innovationen am Markt durchsetzen. Die bestehende Planung enthält daher nur vergleichsweise geringe Umsatzbeiträge.
Es besteht die Chance, dass sich einzelne Innovationen schneller am Markt durchsetzen als erwartet. So könnten kleine und mittlere Unternehmen ihre noch bestehende Zurückhaltung in Sachen Cloud-Lösungen überwinden, um von deren Effizienz- und Kostenvorteilen profitieren zu können. Je stärker der Wunsch aufseiten der Endkunden, desto größer der Bedarf bei den QSC-Vertriebspartnern, neue Cloud-Produkte aktiv zu vermarkten.
Chancen ergeben sich auch durch eine mögliche Zusammenarbeit von QSC mit marktstarken Wiederverkaufspartnern. Gemeinsam mit solchen Partnern könnte das Unternehmen cloudbasierte Produkte auch für den Massenmarkt frühzeitig zur Marktreife bringen und fortan an den dort möglichen Umsätzen und Ergebnissen partizipieren.
Risikobericht
RISIKOMANAGEMENT
Frühestmögliche Identifikation von Risiken
Angesichts sich stetig verändernder Märkte bedarf es eines umfassenden Risiko- und Chancenmanagements. Während sich der Chancenbericht ab Seite 73 auf ebendiese konzentriert, geht es nachfolgend um alle Ereignisse, Handlungen oder Versäumnisse, die eine potenzielle Gefährdung des Erfolgs oder sogar der Existenz von QSC darstellen können. Das Risikomanagement umfasst aufeinander abgestimmte Verfahren, Maßnahmen und die erforderlichen Regelungen zum Umgang mit Risiken. Das Risikomanagement sorgt somit dafür, dass sich entwickelnde Risiken frühestmöglich identifiziert, analysiert, bewertet, gesteuert und überwacht werden. Damit vermeidet es eine Gefährdung des Erfolgs des Unternehmens und stellt diesen langfristig sicher. Das einheitliche Risikomanagement dient bei QSC und allen Tochtergesellschaften als Grundlage für Entscheidungen.
ORGANISATION UND VERFAHREN
QSC verfügt über ein integriertes Risikomanagementsystem
Um die Effektivität des Risikomanagements sicherzustellen sowie die Aggregation von Risiken und eine transparente Berichterstattung zu ermöglichen, hat QSC ein unternehmensweit einheitliches, integriertes Risikomanagementsystem (RMS) implementiert und dieses im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter optimiert. Der Einsatz der bereits seit Jahren bewährten Risikomanagement-Software erlaubte eine genaue Klassifizierung von Risiken und in der Folge eine starke Fokussierung auf die wesentlichen Risiken. Das RMS ist ein integraler Bestandteil der Entscheidungsprozesse im Unternehmen. Es gewährleistet, dass Risikoabschätzungen bei allen Entscheidungen Berücksichtigung finden und Maßnahmen zur Verringerung frühzeitig ergriffen werden. Quartalsweise ermittelte Berichte schärfen das Bewusstsein aller Verantwortlichen für das Risikomanagement. Richtlinien, Verfahrensanleitungen und Arbeitsanweisungen flankieren das RMS und gewährleisten dessen Umsetzung im betrieblichen Alltag. Die enge Verzahnung mit den in Zertifizierungen erhobenen Risikoanalysen, wie sie beispielsweise die ISO 27001 für das Informationssicherheit-Managementsystem erfordert, stellt eine einheitliche und effiziente Berichterstattung sicher.
Am RMS sind die Bereiche Risikomanagement und Finanzen maßgeblich beteiligt. Das zentrale Risikomanagement verantwortet die quartalsweise erstellten Risikoberichte, führt quartalsweise persönlich Audits vor Ort durch und dient allen Unternehmensbereichen als ständiger Ansprechpartner. Zudem dient es als Schnittstelle zu anderen Prüfungs- und/oder Zertifizierungsverfahren und stellt sicher, dass auch dort eine einheitliche Erfassung der für das Unternehmen relevanten operativen Risiken erfolgt. Die Beobachtung der Risiken anhand von operativen und finanziellen Kennzahlen übernimmt der Bereich Finanzen.
Unmittelbar an den Vorstand berichtende Führungskräfte ("Direct Reports") beobachten und bewerten kontinuierlich die auftretenden Risiken; im Rahmen des RMS sind sie als Risikoverantwortliche für die ständige Aktualisierung von Risiken verantwortlich. Die Direct Reports berichten ad hoc oder im Rahmen der quartalsmäßig stattfindenden Audits an das zentrale Risikomanagement. Dieser Prozess stellt eine frühzeitige Erkennung potenzieller Risiken im operativen Geschäft sicher. Die Risikoverantwortlichen prüfen zudem regelmäßig, ob in ihrem Bereich bisher nicht erkannte Risiken entstanden sind und ob sich bestehende Risiken verändert haben.
Quartalsweiser Risikobericht an den Vorstand
Das zentrale Risikomanagement überwacht kontinuierlich die Einleitung und Einhaltung der Maßnahmen zur Risikovermeidung und -verringerung. Es übernimmt zudem die Konsolidierung und Dokumentation der von den Risikoverantwortlichen bewerteten Risiken. Das zentrale Risikomanagement erstellt auf der Basis des Risk Reports aus der unter dem Stichpunkt Bewertungsmethodik näher beschriebenen Software "R2C" einen Kompaktbericht und leitet diesen quartalsweise an den Vorstand weiter. Bei hohen Risiken wird der Vorstand ad hoc informiert. Mindestens einmal pro Jahr unterrichtet der Vorstand den Aufsichtsrat mit einem ausführlichen Risikobericht; darüber hinaus informiert er ihn auf der Basis des RMS über alle wesentlichen sich ergebenden neuen Risiken.
Eine vom Vorstand erlassene Risikomanagement-Richtlinie regelt den hier beschriebenen Umgang mit Risiken und definiert Prozesse und die Organisation im Risikomanagement. Die Richtlinie wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf, zumindest aber jährlich, angepasst. Jährlich prüft die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Rahmen der Abschlussprüfung, ob das RMS geeignet ist, bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Zudem finden Kontrollen vonseiten der Internen Revision statt.
Ab Seite 153 des Konzernanhangs finden sich weitere Angaben zum RMS in Bezug auf die Angabepflichten hinsichtlich der Finanzinstrumente nach IFRS 7.
BEWERTUNGSMETHODIK
Klassifizierung von Risiken anhand Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkungen
Das Tool "Risk to Chance (R2C)" - eine Risikomanagement-Software - unterstützt unternehmensweit den gesamten Risikomanagement-Prozess. Dort wird ein Risiko zunächst entsprechend der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkungen in einer Bruttobetrachtung als "hoch", "mittel" oder "gering" klassifiziert. Die Klassifizierung ergibt sich kumuliert aus der Einordnung in die jeweiligen Kategorien; bei der Eintrittswahrscheinlichkeit sind dies "sehr gering", "gering", "mittel", "hoch" und "sehr hoch", und bei den Auswirkungen "unwesentlich", "gering", "mittel", "schwerwiegend" und "bestandsgefährdend". Bei der höchsten Stufe der Auswirkung "bestandsgefährdend" muss zu einem schwerwiegenden finanziellen Schaden ein tatsächlicher oder rechtlicher Umstand hinzutreten, der den Bestand von QSC gefährdet. Die Bewertung und die dazugehörigen Erläuterungen und Vorgaben erfolgen grundsätzlich qualitativ und nur in Ausnahmefällen quantitativ.
KLASSIFIZIERUNG VON RISIKEN

Einschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit
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| sehr gering: | nicht einmal in 5 Jahren (um 0 %) |
| gering: | nicht öfter als einmal in 5 Jahren (um 25 %) |
| mittel: | ca. einmal jährlich (um 50 %) |
| hoch: | öfter als einmal im Jahr (um 75 %) |
| sehr hoch: | einmal im Quartal oder mehr (nahezu 100 %) |
Schadensklasse (geschätzter Schaden im Falle des Risikoeintritts)
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| unwesentlich: | unter € 50.000 |
| gering: | € 50.000 bis € 250.000 |
| mittel: | € 250.000 bis € 1.000.000 |
| schwerwiegend: | über € 1.000.000 |
| bestandsgefährdend: | aufgrund dann eintretender rechtlicher oder tatsächlicher Gegebenheiten |
Auf diese Risikoanalyse und -einordnung folgen Maßnahmen zur Risikobehandlung und -überwachung. Diese dienen
| ― | der Verringerung bestehender Risiken durch entsprechende Maßnahmen, |
| ― | der Absicherung der Risiken durch Rückstellungen und Versicherungen, soweit wirtschaftlich sinnvoll, und |
| ― | der Schärfung des Bewusstseins für bestehende Restrisiken bzw. Akzeptanz der Risiken. |
Alle Risiken werden zunächst ohne Berücksichtigung von Auswirkungen und der Einleitung geeigneter Maßnahmen in einer Bruttobetrachtung erfasst. Die Einstufung der Kategorie "bestandsgefährdend" führt in diesem Status nur dann zur Gesamteinschätzung "hoch", wenn mindestens die Eintrittswahrscheinlichkeit "mittel" hinzutritt. Bestandsgefährdende Risiken, die - ohne eine weiterführende Nettobetrachtung - nur mit sehr geringer oder geringer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet sind, werden somit nicht für die ständige Beobachtung als "hoch" geführt und somit nicht als insgesamt unmittelbar bestandsgefährdend angesehen.
Allgemeine Gefahren werden dahingehend analysiert, ob und wie diese konkret QSC schädigen können. Ergibt die Analyse, dass ein relevanter Schaden durch diese Gefahr tatsächlich im Bereich des Möglichen liegt, so werden diese Gefahrenlagen als konkrete Risiken ausgestaltet. Im Übrigen werden allgemeine Gefahren ohne konkreten Bezug nicht im RMS erfasst. Allgemeine Gefahrenlagen sind unter anderem globale Katastrophen, ein Zusammenbruch des Finanzsystems, Krieg sowie terroristische Angriffe.
Entscheidend bei der Bewertung ist die Nettobetrachtung von Risiken. Es erfolgt eine Bewertung der oben genannten Bruttobetrachtung durch die Risikoverantwortlichen; nachfolgend wird der weitere Umgang mit diesen Risiken festgelegt. Dies kann, wie oben erläutert, die Verringerung durch entsprechende Maßnahmen, die Absicherung durch Rückstellungen und Versicherungen oder auch die Schärfung des Bewusstseins für bestehende Restrisiken bzw. deren Akzeptanz bedeuten. Die dann in der Regel qualitativ ermittelte Nettobewertung gilt als Grundlage für die Erstellung eines Rankings und daraus resultierend des Risikoberichts.
ERGÄNZENDE ANGABEN NACH § 315 ABSATZ 2 NR. 5 HGB
Risiken der Rechnungslegung unterliegen ständiger Beobachtung
Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil des RMS. Die Risiken der Rechnungserstellung und -legung stehen ständig unter Beobachtung und fließen in die konzernweite Berichterstattung ein. Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung prüft der Wirtschaftsprüfer auch den Rechnungslegungsprozess und die hierfür verwendeten IT-Systeme. Auf der Grundlage seiner Beobachtungen beschäftigen sich der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats und der gesamte Aufsichtsrat mit dem rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem.
Im Folgenden führt QSC die wesentlichen Merkmale dieses RMS auf:
| ― | QSC verfügt über eine eindeutige Führungs- und Unternehmensstruktur. Die Rechnungslegung für Tochtergesellschaften übernimmt entweder die QSC AG selbst auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen oder sie findet in enger Abstimmung mit den Tochtergesellschaften statt. Bei allen Tochtergesellschaften sind die Verantwortlichkeiten für die einzelnen Prozesse klar zugeordnet. |
| ― | QSC gewährleistet die strikte Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sowie der internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) unter anderem durch die Beschäftigung von qualifiziertem Fachpersonal, die gezielte und ständige Fort- und Weiterbildung dieser Fachkräfte, die strikte Beachtung des Vier-Augen-Prinzips durch die organisatorische Trennung von Ausführungs-, Abrechnungs- und Genehmigungsfunktionen sowie die klare Funktionstrennung bei der Erstellung und Buchung von Belegen und im Controlling. |
| ― | QSC setzt unternehmensweit eine einheitliche Standardsoftware von SAP ein. |
| ― | Die Rechnungslegungssoftware ist umfassend vor dem Zugriff Unbefugter geschützt. Sie gewährleistet eine einheitliche, ordnungsgemäße und zeitnahe Erfassung aller wesentlichen Geschäftsvorfälle in allen Gesellschaften. |
| ― | Die Einzelabschlüsse werden nach Erstellung in ein einheitliches Konsolidierungssystem überführt, in dem die Eliminierung konzerninterner Transaktionen stattfindet. Dieses System liefert dann die Grundlage für den Konzernabschluss und die wesentlichen Angaben im Konzernanhang. |
| ― | Das konzernweite monatliche Reporting gewährleistet unterjährig eine frühzeitige Erkennung möglicher Risiken. Es beinhaltet sämtliche für den Konzern relevanten Rechnungslegungsprozesse wie die Kapital-, Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung. |
Mit diesen Maßnahmen schafft QSC die notwendige Transparenz bei der Rechnungslegung und verhindert weitestgehend, trotz der enormen Komplexität von IFRS, das Auftreten möglicher Risiken in diesem Prozess.
EINZELRISIKEN
Fokus auf tatsächlicher Risikolage unter Berücksichtigung von Maßnahmen
Der Fokus des Risiko-Monitorings liegt nicht auf den Risiken nach der Bruttobewertung, sondern auf der tatsächlichen Risikolage nach Berücksichtigung von Maßnahmen. Im Rahmen der Nettobetrachtung ergeben sich die folgenden relevanten Risiken mit der Bewertung "hoch".
Rückgang der konventionellen Sprachtelefonie
Nach wie vor ist das Sprachvolumen im deutschen Festnetz rückläufig. Zudem sinkt der Anteil des Open-Call-by-Call- und Preselect-Geschäfts an diesem rückläufigen Markt fortwährend. Stattdessen nutzen die Bundesbürger verstärkt Flatrate-Tarife im Festnetz sowie den Mobilfunk anstelle des Festnetzes. In dem rückläufigen Markt herrscht zudem ein scharfer Preiswettbewerb. Für Umsatzrückgänge sorgen darüber hinaus verschärfte regulatorische Rahmenbedingungen. Über die damit zusammenhängenden Risiken informiert gesondert der Abschnitt "Regulatorische Risiken".
Durch die Weiterentwicklung zu einem ITK-Anbieter vermindert QSC seit Jahren die Abhängigkeit vom TK-Geschäft. Dem Risiko von Umsatzverlusten in diesem angestammten Geschäftsfeld begegnete das Unternehmen darüber hinaus mit dem frühzeitigen Aufbau eines durchgängig IP-basierten NGN. QSC prüft zugleich, ob und wie weit es nach einem möglichen Auslaufen weiterer Regulierungen ihr Sprachangebot zu wettbewerbsfähigen Konditionen aufrechterhalten kann. Unabhängig hiervon geht das Unternehmen davon aus, dass sich die Umsatzrückgänge im konventionellen TK-Markt auch in den kommenden Jahren fortsetzen und sich der Margendruck weiter verschärft; dies betrifft insbesondere das Geschäft mit Wiederverkäufern, aber auch mit Vertriebspartnern. Im Gegenzug wird das Unternehmen seine Umsätze im ITK-Markt weiter steigern.
Betriebsstabilität
Die ITK-Branche befindet sich in einem strukturellen Wandel. Insbesondere im Bereich Outsourcing wird eine immer höhere technische und betriebliche Qualität zu immer geringeren Kosten sowie Leistungen erwartet, die dessen ungeachtet auf die Bedürfnisse der Kunden zugeschnitten sind. Diese hohen Anforderungen müssen durch einen stabilen Betrieb bei gleichzeitig kostengünstiger Produktion sowie schneller und effizienter Erfüllung von Kundenwünschen gewährleistet werden. QSC schafft durch eine fortlaufende Optimierung der Organisationsstruktur im Betrieb sowie durch betriebsstabilisierende Maßnahmen die Grundlagen, um den Kundenerwartungen in vollem Umfang zu entsprechen.
Grenzüberschreitende Projekte
QSC konzentriert sich auf den deutschen Markt. Zunehmend fragen aber auch Mittelständler im Direkten Vertrieb grenzüberschreitende Dienstleistungen nach. Auch bei vielen großen Ausschreibungen spielen internationale Themen eine Rolle; dabei kann es sich um Rechenzentrumsstandorte im Ausland, internationale Anbindungen oder internationale 24/7-Services handeln.
QSC begegnet diesem Risiko im Direkten Vertrieb durch eine Verstärkung und einen Ausbau der internationalen Aktivitäten. Seit Jahren schon bietet das Unternehmen bei großen Netzwerklösungen grenzüberschreitende Lösungen an und verfügt aufgrund dessen über umfangreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet. Darüber hinaus erstellt das Unternehmen ein internationales Vernetzungskonzept. Eine wichtige Rolle spielen zudem Partner in anderen wichtigen Märkten; QSC erweitert das Partnernetzwerk und vertieft bestehende Partnerschaften, um ihren Kunden insbesondere im Direkten Vertrieb die gewünschte internationale Lösung anbieten zu können. Diese Partner arbeiten im Gegenzug auch mit QSC bei der Realisierung von ITK-Lösungen im Bundesgebiet zusammen. Auch wenn der Fokus der Geschäftstätigkeit unverändert auf dem deutschen Markt liegt, erweitert QSC so Schritt für Schritt die internationale Kompetenz bei grenzüberschreitenden Projekten.
Lizenzmanagement
QSC nutzt im Direkten Vertrieb im Rahmen von Outsourcing- und Consulting-Projekten Lizenzen anderer Anbieter und baut zugleich das Portfolio eigener Lizenzen durch eine verstärkte Entwicklungstätigkeit ständig aus. Dadurch steigen die Anforderungen an das interne und das kundenbezogene Lizenzmanagement, zumal sich Lizenzmodelle ständig fortentwickeln. Es besteht das Risiko, dass durch eine Über- bzw. Unterlizenzierung erhebliches Schadens- und Regresspotenzial entsteht. QSC begegnet diesem Risiko auch weiterhin durch einen kontinuierlichen Ausbau des Lizenzmanagements, eine konsequente Überwachung aller genutzten Lizenzen und den systematischen Ausbau bei der Verwaltung und Vermarktung eigener Lizenzen.
Regulatorische Risiken
Auch als ITK-Anbieter bleibt QSC auf dem regulierten deutschen TK-Markt aktiv. Dort gibt es weiterhin eine Tendenz seitens der Politik und damit indirekt der Bundesnetzagentur und der Europäischen Kommission, die Zugangsregulierung auf verschiedenen Märkte einzuschränken oder zu beenden und sich fortan auf eine Beobachtung dieser Märkte zu beschränken, um gegebenenfalls nachträglich auf der Basis des allgemeinen Wettbewerbsrechts einschreiten zu können. Die Auswirkungen der geänderten Empfehlung über die einer Vorab-Regulierung zu unterwerfenden Märkte werden in den kommenden Jahren zu spüren sein. Dabei besteht das Risiko, dass die Zahl der regulierten Märkte in den kommenden Jahren weiter sinkt. Dies könnte die Preisgestaltungsspielräume der Deutschen Telekom AG (DTAG) auf Märkten, die bereits der Regulierung entzogen sind, vergrößern. Weiterhin besteht das Risiko, dass in bestimmten regulierten Vorleistungsmärkten, insbesondere Bitstrom und TAL, eine Regionalisierung dergestalt vorgenommen wird, dass bestimmte Vorleistungen in stärker wettbewerblich ausgeprägten geografischen Teilmärkten (z. B. Ballungsräumen) nicht mehr zur Verfügung stehen. Die bisherigen Erfahrungen mit dem Ende der Regulierung auf verschiedenen Märkten zeigen, dass eine öffentliche Beobachtung des Wettbewerbsverhaltens der DTAG nicht ausreicht, um diese von einer Ausnutzung neu gewonnener Spielräume abzuhalten. QSC geht aber davon aus, dass die anhaltende öffentliche Diskussion und die Aufbereitung entsprechender Fälle ein wettbewerbskonformes Verhalten fördern und ansonsten die Bundesnetzagentur oder das Bundeskartellamt von ihren rechtlichen Möglichkeiten Gebrauch machen werden.
Zudem ist QSC mit ihrer eigenen Infrastruktur in einem deutlich geringeren Maße als die meisten anderen ITK-Anbieter von den Wiederverkaufspreisen der DTAG für Sprach- und Datendienste abhängig. Dennoch kann insbesondere eine aggressive Preispolitik der DTAG im Vorleistungs- und Endkundenmarkt jenseits der kartellrechtlichen und regulatorischen Grenzen oder in nicht länger regulierten Märkten die Margensituation auf dem deutschen TK-Markt negativ beeinflussen. Dies hat sich 2014 auch an einigen Stellen gezeigt.
QSC setzt in diesem Zusammenhang auf eine funktionierende Aufsicht durch die Bundesnetzagentur und die Europäische Kommission. Das Unternehmen begrenzt die möglichen Risiken durch eine intensive Beobachtung der Regulierungslandschaft sowie durch die permanente Teilnahme an der Diskussion und die Kommentierung unterschiedlicher Verfahren.
Neue Produkte
Die Entwicklung eigener, cloudbasierter Produkte stellt nicht nur eine Chance, sondern auch ein Risiko dar. Es kann zu Verzögerungen im Entwicklungsprozess und in der Folge zu verspäteten Markteinführungen kommen. Eine eventuell noch fehlende Akzeptanz der Innovationen am Markt kann dazu führen, dass Umsatz- und Ergebnisbeiträge später als erwartet realisiert werden können. Zu Verschiebungen kann es auch kommen, wenn die Vertriebsorganisation nicht über die erforderlichen fachlichen Qualifikationen verfügt.
Angesichts dieses Risikos enthält die Planung für das laufende Geschäftsjahr nur vergleichsweise geringe Umsatzbeiträge neuer, cloudbasierter Produkte. Darüber hinaus begegnet QSC dem Risiko durch eine noch stärkere Ausrichtung der Entwicklung an aktuellen Kundenbedürfnissen; das Risiko einer fehlenden Akzeptanz von Innovationen am Markt wird dadurch minimiert. Hinzu kommt der Aufbau direkter Vertriebskanäle für innovative Produkte sowie die Schulung der bestehenden Vertriebsorganisation über Cloud-Themen.
GESAMTAUSSAGE
Keine wesentlichen Risiken erkennbar
Unter Berücksichtigung möglicher Schadensausmaße und Eintrittswahrscheinlichkeiten dieser und weiterer potenzieller Risiken sind derzeit keine Risiken erkennbar, die im laufenden Geschäftsjahr zu einer dauerhaften, wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage führen könnten. Organisatorisch wurden alle sinnvollen und vertretbaren Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Risikosituationen frühzeitig erkennen und entsprechend handeln zu können.
Dennoch können die künftigen Ergebnisse von QSC aufgrund dieser oder anderer Risiken sowie fehlerhafter Annahmen erheblich von den Erwartungen des Unternehmens und seines Managements abweichen. Sämtliche Angaben in diesem Konzernabschluss sind, soweit sie keine historischen Tatsachen darstellen, sogenannte zukunftsbezogene Angaben. Sie basieren auf aktuellen Erwartungen und Prognosen zukünftiger Ereignisse und unterliegen einer regelmäßigen Überprüfung im Rahmen des Risikomanagements.
Übernahmerechtliche Angaben
Übliche Regelungen für ein börsennotiertes Unternehmen
Die folgende Übersicht erläutert die verpflichtenden Angaben nach § 315 Abs. 4 HGB. Es handelt sich insgesamt um Regelungen, die bei börsennotierten Unternehmen üblich sind. Die nachfolgenden Angaben geben die Verhältnisse wieder, wie sie zum Bilanzstichtag bestanden.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das gezeichnete Kapital per 31. Dezember 2014 beträgt 124.142.487 Euro und ist eingeteilt in 124.142.487 auf den Namen lautende nennwertlose Stammaktien (Stückaktien). Es verteilte sich laut Aktienregister zum 31. Dezember 2014 auf 28.757 Aktionäre.
Beschränkungen der Stimmrechte oder Übertragung von Aktien
Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Zwischen den direkt und indirekt an QSC beteiligten Aktionären Dr. Bernd Schlobohm, Gerd Eickers und Gerd Eickers Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG besteht ein Stimmbindungs- und Poolvertrag, der eine einheitliche Ausübung der Stimmrechte und Beschränkungen der Verfügung aus bzw. über die poolgebundenen Aktien vorsieht. Darüber hinaus sind dem Vorstand keine weiteren Beschränkungen der Stimmrechte oder Beschränkungen bei der Übertragung von Aktien bekannt.
Direkte oder indirekte Beteiligungen von mehr als 10 Prozent am Kapital
Gerd Eickers und Dr. Bernd Schlobohm haben uns gemäß § 21 WpHG zuletzt jeweils mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der QSC AG direkt und indirekt kraft Zurechnung gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG am 4. März 2013 25,09 Prozent (31.045.856 Stimmrechte) betrage. Hiervon waren Herrn Eickers 12,52 Prozent (15.493.372 Stimmrechte) von Herrn Dr. Schlobohm und Herrn Dr. Schlobohm 12,57 Prozent (15.552.484 Stimmrechte) von Herrn Eickers zuzurechnen. Die Gerd Eickers Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Köln, hat uns gemäß § 21 WpHG zuletzt mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der QSC AG indirekt kraft Zurechnung gemäß § 22 Abs. 2 Satz 1 WpHG am 10. Juni 2013 25,09 Prozent (31.045.856 Stimmrechte) betrage. Die Stimmrechte waren der Gerd Eickers Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG von Herrn Eickers und von Herrn Dr. Schlobohm zuzurechnen.
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Es bestehen keine Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen.
Stimmrechtskontrolle bei der Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital
Es existieren keine Stimmrechtskontrollen.
Ernennung und Abberufung von Vorständen
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach den §§ 84, 85 AktG sowie § 7 der Satzung in der Fassung vom 21. Januar 2015. Gemäß § 7 der Satzung besteht der Vorstand aus einer oder mehreren Personen. Die Zahl der Vorstandsmitglieder bestimmt der Aufsichtsrat. Auch wenn das Grundkapital mehr als 3 Millionen Euro beträgt, kann der Aufsichtsrat bestimmen, dass der Vorstand aus nur einer Person besteht. Die Bestellung stellvertretender Vorstandsmitglieder ist zulässig.
Änderungen der Satzung
Satzungsänderungen bedürfen nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung mit einer Mehrheit von mindestens 75 Prozent des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals. Gemäß § 15 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen und Ergänzungen der Satzung zu beschließen, die nur formaler Art sind und selbst keine inhaltlichen Änderungen mit sich bringen.
Erwerb und Rückkauf eigener Aktien
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 ermächtigt, gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 28. Mai 2018 QSC-Aktien im Umfang von bis zu 10 Prozent des damaligen Grundkapitals zu erwerben. Der Vorstand hat bisher von dieser Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. Mai 2015 durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 65.000.000 Euro zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann vom Vorstand bei der Ausnutzung des genehmigten Kapitals mit Zustimmung des Aufsichtsrats in vier Fällen ausgeschlossen werden: Erstens, um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen; zweitens, wenn die neuen Aktien, insbesondere im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen, gegen Sacheinlage ausgegeben werden; drittens nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn die neuen Aktien gegen Bareinlage ausgegeben werden und der Ausgabepreis den Börsenpreis der bereits notierten Aktie zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung nicht wesentlich unterschreitet; und viertens, soweit erforderlich, um Inhabern bzw. Gläubigern von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien zum Verwässerungsausgleich zu gewähren.
Das genehmigte Kapital soll es QSC ermöglichen, schnell und flexibel auf Möglichkeiten am Kapitalmarkt zu reagieren und sich bei Bedarf Eigenkapital zu günstigen Konditionen zu beschaffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde es nicht genutzt.
Bedingtes Kapital
Das bedingte Kapital beträgt zum Stichtag insgesamt 30.770.365 Euro und teilt sich auf in das das bedingte Kapital IV in Höhe von 25.000.000 Euro, das bedingte Kapital VII in Höhe von 770.365 Euro und das bedingte Kapital VIII in Höhe von 5.000.000 Euro.
Die bedingten Kapitalia VII und VIII dienen der Absicherung von Wandlungsrechten der Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, die QSC im Rahmen der bestehenden Aktienoptionspläne an Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer verbundener Unternehmen, Mitarbeiter von QSC und verbundener Unternehmen und sonstige Träger des Unternehmenserfolgs ausgegeben hat bzw. ausgeben kann. Das bedingte Kapital IV kann der Vorstand zur Schaffung von handelbaren Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen nutzen, zu deren Ausgabe er durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ermächtigt ist, um für die Gesellschaft bei günstigen Kapitalmarktbedingungen eine zusätzliche, zinsgünstige Finanzierungsmöglichkeit zu schaffen. Der Vorstand ist nur in drei Fällen ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auf solche Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen auszuschließen, nämlich erstens, um Spitzenbeträge auszugleichen, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben; zweitens, um den Inhabern/Gläubigern bereits zuvor ausgegebener Wandlungs- oder Optionsrechte zum Verwässerungsausgleich ein Bezugsrecht zu gewähren, und drittens nach § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG, wenn der Ausgabepreis den Marktwert der Anleihen nicht wesentlich unterschreitet. Von der Ermächtigung zur Ausgabe handelbarer Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen hat der Vorstand bisher keinen Gebrauch gemacht.
Der Ausschluss des Bezugs- und Erwerbsrechts von Aktionären, der gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG nur durch einen börsennahen Preis gerechtfertigt ist, darf für eigene Aktien, genehmigtes Kapital sowie Options- und Wandelschuldverschreibungen während der Laufzeit der jeweiligen Ermächtigung zusammengenommen maximal 10 Prozent des Grundkapitals betreffen.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
QSC hat im Geschäftsjahr 2011 mit sieben Finanzinstituten einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen, dessen Kreditrahmen zum Stichtag vereinbarungsgemäß 130 Millionen Euro beträgt; dieser sieht für die Kreditinstitute die Möglichkeit vor, den Kreditrahmen außerordentlich zu kündigen, wenn eine natürliche oder juristische Person allein oder mit anderen Personen gemeinsam handelnd die Kontrolle über QSC erlangt. QSC hat im Geschäftsjahr 2014 mit einem Kreditinstitut fünf Schuldscheindarlehensverträge über insgesamt 150 Millionen Euro abgeschlossen; diese ermöglichen es dem Darlehensgeber, die Verträge außerordentlich zu kündigen, wenn eine natürliche oder juristische Person oder eine Gruppe gemeinschaftlich handelnder Personen direkt oder indirekt mehr als 50 Prozent der Aktien oder der Stimmrechte an QSC erwirbt. Weitere Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, existieren nicht.
Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebots
Es bestehen weder mit dem Vorstand noch mit Arbeitnehmern Entschädigungsvereinbarungen, die für den Fall eines Übernahmeangebots getroffen wurden.
Finanzbericht
Konzernabschluss
KONZERN-GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG Eurobeträge in Tausend (T €)
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| Anhang-Nr. | 2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 6 | 431.444 | 455.724 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | 7 | -370.443 | -345.449 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 61.001 | 110.275 | |
| Marketing- und Vertriebskosten | 8 | -39.479 | -47.735 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 9 | -38.256 | -38.987 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 10 | 1.104 | 3.422 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 10 | -18.320 | -474 |
| Operatives Ergebnis | -33.950 | 26.501 | |
| Finanzerträge | 11 | 358 | 363 |
| Finanzierungsaufwendungen | 11 | -6.554 | -4.192 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | -40.146 | 22.672 | |
| Ertragsteuern | 41 | 6.231 | 940 |
| Konzernergebnis (auf die Anteilseigner der QSC AG entfallend) | -33.915 | 23.612 | |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in Euro | 12 | -0,27 | 0,19 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) in Euro | 12 | -0,27 | 0,19 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG Eurobeträge in Tausend (T €)
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| Anhang-Nr. | 2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 35 | ||
| Ergebnis vor Steuern | -40.146 | 22.672 | |
| Abschreibungen auf das Anlagevermögen | 14, 17 | 49.724 | 50.830 |
| Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwert | 15, 16 | 18.005 | - |
| Nicht zahlungswirksame Erträge und Aufwendungen | 637 | 465 | |
| Verlust aus Anlagenabgängen | 75 | 13 | |
| Veränderung der Rückstellungen | 29, 31 | 6.801 | -9.336 |
| Veränderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18 | -2.074 | 10.576 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30 | -17.283 | 5.230 |
| Veränderung der sonstigen Vermögenswerte und Schulden | -13.816 | -16.288 | |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 35 | 1.923 | 64.162 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 36 | ||
| Auszahlungen durch den Erwerb eines Tochterunternehmens nach Abzug erworbener liquider Mittel | -3.616 | - | |
| Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten | -15.529 | -14.665 | |
| Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen | -11.165 | -17.014 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 36 | -30.310 | -31.679 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 36 | ||
| Auszahlungen der Dividende | -12.414 | -11.138 | |
| Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen | 6 | 6 | |
| Einzahlungen aus der Ausgabe von Aktien | 179 | 690 | |
| Aufnahme von Darlehen | 28 | 150.000 | 11.000 |
| Rückzahlungen von Darlehen | -74.497 | -4.602 | |
| Veränderung der die Finanzierungstätigkeit betreffenden Vorauszahlungen | -310 | - | |
| Tilgung von Schulden aus Finanzierungs- und Finanzierungsleasingverträgen | -5.490 | -4.543 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 36 | 57.474 | -8.587 |
| Veränderung Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 29.087 | 23.896 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Januar | 58.716 | 34.820 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. Dezember | 23 | 87.803 | 58.716 |
| Gezahlte Zinsen | 2.951 | 3.080 | |
| Erhaltene Zinsen | 248 | 336 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | 3.674 | 4.242 |
KONZERN-BILANZ Eurobeträge in Tausend (T €)
VERMÖGENSWERTE
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| Anhang-Nr. | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 14 | 76.169 | 93.869 |
| Grundstücke und Bauten | 14 | 25.915 | 26.766 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 15,16 | 67.077 | 76.265 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 17 | 53.684 | 52.809 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18 | 7.761 | 5.223 |
| Vorauszahlungen | 19 | 2.641 | 2.226 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 2.948 | 349 | |
| Aktive latente Steuern | 41 | 19.377 | 14.541 |
| Langfristige Vermögenswerte | 255.572 | 272.048 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18 | 52.145 | 52.539 |
| Vorauszahlungen | 19 | 6.493 | 5.070 |
| Vorratsvermögen | 20 | 1.278 | 1.746 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 21 | 1.855 | 1.565 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 22 | 343 | 343 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 23 | 87.803 | 58.716 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 149.917 | 119.979 | |
| BILANZSUMME | 405.489 | 392.027 |
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
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| Anhang-Nr. | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 24 | 124.142 | 124.057 |
| Kapitalrücklage | 25 | 142.069 | 141.286 |
| Sonstige Rücklagen | 27 | -3.066 | -1.176 |
| Konzernbilanzverlust | -117.511 | -70.996 | |
| Eigenkapital | 145.634 | 193.171 | |
| Schulden | |||
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Schulden aus Finanzierungs- und Finanzierungsleasingverträgen | 28 | 4.447 | 8.835 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 28 | 156.550 | 82.697 |
| Wandelschuldverschreibungen | 39 | 25 | 19 |
| Pensionsrückstellungen | 29 | 7.281 | 6.765 |
| Sonstige Rückstellungen | 31 | 305 | 370 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 32 | - | 712 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 33 | 9.209 | - |
| Passive latente Steuern | 41 | 2.333 | 3.912 |
| Langfristige Schulden | 180.150 | 103.310 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30 | 44.820 | 58.696 |
| Kurzfristige Schulden aus Finanzierungs- und Finanzierungsleasingverträgen | 28 | 4.427 | 5.530 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 28 | 4.518 | 2.868 |
| Sonstige Rückstellungen | 31 | 10.883 | 2.655 |
| Steuerrückstellungen | 31 | 1.757 | 3.068 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 32 | 3.900 | 4.238 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 34 | 9.400 | 18.491 |
| Kurzfristige Schulden | 79.705 | 95.546 | |
| Schulden | 259.855 | 198.856 | |
| BILANZSUMME | 405.489 | 392.027 |
ENTWICKLUNG DES KONZERN-EIGENKAPITALS Eurobeträge in Tausend (T €)
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| Auf die Anteilseigner der QSC AG entfallendes Eigenkapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige Rücklagen | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anhang-Nr. | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Zeitwert Wertpapiere | Versicherungs- mathematische Gewinne (Verluste) | Cashflow- Hedge- Rücklage | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Saldo zum 1. Januar 2014 | 124.057 | 141.286 | -1 | -1.175 | - | |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | |
| Erfolgsneutral erfasstes sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | 27 | - | - | - | -415 | -1.475 |
| Gesamtergebnis | - | - | - | -415 | -1.475 | |
| Neubewertung Finanzverbindlichkeit aus Unternehmenserwerb | 37 | - | - | - | - | - |
| Ausübung von Wandelschuldverschreibungen | 39 | 85 | 94 | - | - | - |
| Dividendenausschüttung | - | - | - | - | - | |
| Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung | 39 | - | 689 | - | - | - |
| Saldo zum 31. Dezember 2014 | 124.142 | 142.069 | -1 | -1.590 | -1.475 | |
| Saldo zum 1. Januar 2013 | 123.677 | 140.542 | -1 | -1.206 | - | |
| Korrektur nach IAS 8 | 5 | - | - | - | - | - |
| Korrigierter Saldo zum 1. Januar 2013 | 123.677 | 140.542 | -1 | -1.206 | - | |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | |
| Erfolgsneutral erfasstes sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | 27 | - | - | - | 31 | - |
| Gesamtergebnis | - | - | - | 31 | - | |
| Ausübung von Wandelschuldverschreibungen | 39 | 380 | 310 | - | - | - |
| Dividendenausschüttung | - | - | - | - | - | |
| Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung | 39 | - | 434 | - | - | - |
| Saldo zum 31. Dezember 2013 | 124.057 | 141.286 | -1 | -1.175 | - |
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| Auf die Anteilseigner der QSC AG entfallendes Eigenkapital | ||
|---|---|---|
| Konzernbilanzverlust | Konzern- Eigenkapital | |
| --- | --- | --- |
| Saldo zum 1. Januar 2014 | -70.996 | 193.171 |
| Konzernergebnis | -33.915 | -33.915 |
| Erfolgsneutral erfasstes sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | - | -1.890 |
| Gesamtergebnis | -33.915 | -35.805 |
| Neubewertung Finanzverbindlichkeit aus Unternehmenserwerb | -186 | -186 |
| Ausübung von Wandelschuldverschreibungen | - | 179 |
| Dividendenausschüttung | -12.414 | -12.414 |
| Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung | - | 689 |
| Saldo zum 31. Dezember 2014 | -117.511 | 145.634 |
| Saldo zum 1. Januar 2013 | -82.776 | 180.236 |
| Korrektur nach IAS 8 | -694 | -694 |
| Korrigierter Saldo zum 1. Januar 2013 | -83.470 | 179.542 |
| Konzernergebnis | 23.612 | 23.612 |
| Erfolgsneutral erfasstes sonstiges Ergebnis nach Ertragsteuern | - | 31 |
| Gesamtergebnis | 23.612 | 23.643 |
| Ausübung von Wandelschuldverschreibungen | - | 690 |
| Dividendenausschüttung | -11.138 | -11.138 |
| Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung | - | 434 |
| Saldo zum 31. Dezember 2013 | -70.996 | 193.171 |
GESAMTERGEBNISRECHNUNG Eurobeträge in Tausend (T €)
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Im Eigenkapital erfolgsneutral erfasste Wertänderungen | ||
| Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | ||
| Versicherungsmathematische Gewinne aus leistungsorientierten Pensionsplänen | -613 | 51 |
| Steuereffekt | 198 | -20 |
| Posten, die nicht in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | -415 | 31 |
| Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | ||
| Zeitwertbewertung Cashflow-Hedge | -2.180 | - |
| Steuereffekt | 705 | - |
| Posten, die anschließend möglicherweise in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert werden | -1.475 | - |
| Summe der im Eigenkapital erfolgsneutral erfassten Wertänderungen nach Steuern (auf die Anteilseigner der QSC AG entfallend) | -1.890 | 31 |
| Konzernergebnis | -33.915 | 23.612 |
| Gesamtergebnis | -35.805 | 23.643 |
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2014
INFORMATIONEN ZUM UNTERNEHMEN
Die QSC AG (nachfolgend auch "QSC" oder "die Gesellschaft") bietet mittelständischen Unternehmen umfassende ITK-Services - von der Telefonie, Datenübertragung, Housing und Hosting bis hin zum IT-Outsourcing und IT-Consulting. Als SAP- und Microsoft-Partner verfügt die QSC AG zudem über Spezialwissen im Bereich der SAP- und Microsoft-Implementierung. Eigenentwickelte Cloud-Services für unterschiedlichste Anwendungen runden das Portfolio ab. Mit eigener hochmoderner Netzinfrastruktur sowie TÜV- und ISO-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland zählt QSC zu den führenden mittelständischen Anbietern von ITK-Dienstleistungen in Deutschland. Das Unternehmen bietet sowohl maßgeschneiderte Lösungen für individuelle ITK-Anforderungen als auch ein modulares Produkt-Portfolio für kleinere Geschäftskunden und Vertriebspartner.
QSC ist eine in der Bundesrepublik Deutschland eingetragene Aktiengesellschaft. Der Sitz befindet sich in 50829 Köln, Mathias-Brüggen-Straße 55. Im Handelsregister des Amtsgerichts Köln wird die Gesellschaft unter der Nummer HRB 28281 geführt. Seit dem 19. April 2000 ist QSC an der Deutschen Börse und seit Anfang 2003, nach der Neuordnung des Aktienmarktes, im Prime Standard notiert. Am 22. März 2004 wurde QSC in den TecDAX aufgenommen, der die 30 größten und liquidesten Technologiewerte im Prime Standard umfasst.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
1 Grundlagen der Abschlusserstellung
Die Gesellschaft ist nach Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606 / 2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 zur Aufstellung des Konzernabschlusses nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften verpflichtet und damit gemäß § 315a Abs. 1 HGB von der Erstellung eines Konzernabschlusses nach HGB befreit. Im Konzernabschluss verwendet QSC das Anschaffungskostenprinzip; lediglich die zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte und die Finanzverbindlichkeiten aus den Unternehmenserwerben wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. QSC erstellt den Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den durch das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten und zum 31. Dezember 2014 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden Vorschriften. Die Gesellschaft berücksichtigte alle für das Geschäftsjahr 2014 verpflichtend anzuwendenden IFRS sowie die Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC).
Das Geschäftsjahr von QSC und der einbezogenen Tochtergesellschaften (nachfolgend auch Konzern) entspricht dem Kalenderjahr Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte auf Tausend (T €) auf- oder abgerundet. Vorgänge nach Ende der Berichtsperiode, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme des Konzerns wesentlich wären, traten bis zum 16. März 2015 (Datum der Freigabe des Konzernabschlusses durch den Vorstand zur Weitergabe an den Aufsichtsrat) nicht ein.
2 Konsolidierung
Der Konzernabschluss umfasst den Abschluss der QSC AG und ihrer Tochterunternehmen zum 31. Dezember eines jeden Geschäftsjahres. QSC stellt die Abschlüsse der Tochterunternehmen unter Anwendung einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum gleichen Bilanzstichtag auf wie den Abschluss des Mutterunternehmens. Die Gesellschaft eliminiert hierbei alle konzerninternen Geschäftsvorfälle in voller Höhe. Die Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt, also dem Zeitpunkt, zu dem der Konzern die Beherrschung erlangt, voll konsolidiert. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss im Wege der Vollkonsolidierung endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Anhang unter Nr. 37 näher erläutert.
3 Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen
Die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erfordert neben Ermessensentscheidungen auch zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen. Die tatsächlichen Werte können von diesen Annahmen und Schätzungen abweichen, sodass ein Risiko einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres besteht. Ermessensentscheidungen, Annahmen und Schätzungen waren insbesondere im Zusammenhang mit der Bilanzierung der folgenden Posten notwendig:
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte vorliegen. Er überprüft mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte den Geschäfts- oder Firmenwert und andere immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer auf Wertminderung. Die Wertminderung wird durch die Ermittlung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ("CGU") bestimmt, der sich als Barwert der voraussichtlichen künftigen Zahlungsmittelflüsse dieser Einheit ergibt. Die CGUs entsprechen den berichtspflichtigen Segmenten. Sofern der erzielbare Betrag der CGU den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Zum 31. Dezember 2014 wird ein Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von T € 67.077 (2013: T € 76.265) bilanziert. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang unter Nr. 15 und 16 dargestellt.
Aktive latente Steuern
QSC erfasst aktive latente Steuern für alle temporären Differenzen und für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zukünftig zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich zu nutzen sind.
Die Ermittlung der Höhe der aktiven latenten Steuern erfordert eine Schätzung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunktes und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zugrunde liegenden Steuerplanungsstrategien. Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge auf 379 Millionen Euro (2013: 374 Millionen Euro) sowie die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge auf 370 Millionen Euro (2013: 368 Millionen Euro). Zum 31. Dezember 2014 sind aktive latente Steuern in Höhe von T € 19.377 (2013: T € 14.541) und passive latente Steuern in Höhe von T € 2.333 (2013: T € 3.912) bilanziert. Weitere Einzelheiten sind im Anhang unter Nr. 41 dargestellt.
Pensionen und andere Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Der Aufwand aus Pensionen und anderen Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird anhand von versicherungsmathematischen Berechnungen ermittelt. Die versicherungsmathematische Bewertung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen zu Abzinsungssätzen, künftigen Lohn- und Gehaltssteigerungen, Sterblichkeit und künftigen Rentensteigerungen. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Pläne unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden direkt im sonstigen Ergebnis unter den sonstigen Rücklagen erfasst. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2014 T € 7.281 (2013: T € 6.765). Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang unter Nr. 29 dargestellt.
Aktienbasierte Vergütung
QSC ermittelt den Aufwand für die aktienbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten als Entlohnung für geleistete Arbeit unter Anwendung eines geeigneten Optionspreismodells. Die Berechnung erfolgt auf der Grundlage von Annahmen über den risikofreien Zinssatz für die Laufzeit der Option, die zu erwartende Dividende für die Aktien sowie die erwartete Volatilität des Marktpreises der Aktie. Entsprechend der langfristigen Ausrichtung dieser Vergütungsvereinbarungen unterliegen solche Schätzungen wesentlichen Unsicherheiten. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang unter Nr. 39 dargestellt.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
QSC weist die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in der Bilanz abzüglich der vorgenommenen Wertberichtigungen aus. Die Wertberichtigung von zweifelhaften Forderungen erfolgt auf der Grundlage von regelmäßigen Überprüfungen sowie Bewertungen im Rahmen der Kreditüberwachung. Die hierzu getroffenen Annahmen über das Zahlungsverhalten und die Bonität der Kunden unterliegen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf T € 59.906 (2013: T € 57.762). Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang unter Nr. 18 dargestellt.
Rückstellungen
Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern aufgrund eines vergangenen Ereignisses eine gesetzliche oder faktische Verpflichtung hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe möglich ist. Solche Schätzungen unterliegen wesentlichen Unsicherheiten. Zum 31. Dezember 2014 sind Rückstellungen in Höhe von T € 12.945 (2013: T € 6.093) bilanziert. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang unter Nr. 31 dargestellt.
Leasingverhältnisse
QSC trifft die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, auf der Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses. Ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt und inwieweit die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist, basiert auf einer Ermessensentscheidung. Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die Leasingverbindlichkeiten auf T € 8.874 (2013: T € 14.365).
Fertigungsaufträge
Die Bilanzierung von Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurde nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC) gemäß IAS 11 vorgenommen, soweit ein kundenspezifischer Fertigungsauftrag vorlag. Die anteilige Gewinnrealisierung folgt dabei dem Fertigstellungsgrad, der auf Schätzungen der erwarteten Gesamtkosten beruht. Zum 31. Dezember 2014 betrugen die Forderungen aus Fertigungsaufträgen T € 875 (2013: T € 509).
4 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Aufwands- und Ertragsrealisierung
QSC erfasst Erträge, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und sich die Höhe der Erträge verlässlich bestimmen lässt. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bemessen. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer und andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Darüber hinaus setzt die Ertragsrealisierung die Erfüllung nachfolgender Kriterien voraus:
| ― | Erträge aus der Erbringung von Dienstleistungen werden nach Leistungserbringung erfasst. Leistungen, die nicht abgeschlossen sind bzw. nicht über den gesamten Berichtszeitraum erbracht wurden, weist QSC zum Bilanzstichtag anteilig entsprechend dem Leistungsfortschritt aus. |
| ― | Erträge aus der Installation von Kundenleitungen grenzt QSC anteilig über eine durchschnittliche Vertragslaufzeit von 24 Monaten periodisch ab. |
| ― | Zuwendungen der öffentlichen Hand werden als sonstiger betrieblicher Ertrag im Verlauf der Perioden erfasst, in denen QSC die entsprechenden Aufwendungen, die die Zuwendungen kompensieren sollen, als Aufwendungen ansetzt. |
| ― | Fertigungsaufträge werden nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC) bilanziert. Wir verweisen auf die Ausführungen unter "Fertigungsaufträge". |
| ― | QSC erfasst Zinserträge, wenn die Zinsen entstanden sind (unter Verwendung der Effektivzinsmethode auf der Basis eines Kalkulationszinssatzes, mit dem geschätzte künftige Zahlungsmittelzuflüsse über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments auf dessen Nettobuchwert abgezinst werden). Unter den Zinserträgen wird auch die Aufzinsung der Finanzierungsleasing-Forderungen aus Mehrkomponentenverträgen ausgewiesen. |
| ― | Mehrkomponentenverträge teilen sich in einen Dienstleistungsanteil und eine Hardwareüberlassung auf. Beide Komponenten haben einen eigenständigen Wert und einen verlässlich feststellbaren Zeitwert. Für die Hardwareüberlassung führt die Anwendung der Vorschrift des IFRIC 4 dazu, dass der Konzern in der Konzerneinheit IT-Outsourcing bei bestimmten Mehrkomponentenverträgen als Leasinggeber auftritt. Die Leasingvereinbarungen beziehen sich auf identifizierbare Vermögenswerte, die ausschließlich vom Kunden genutzt werden können. Beim Dienstleistungsvertrag werden die Umsatzerlöse für die zu erbringenden Serviceleistungen pro rata temporis auf die Vertragslaufzeit verteilt. Bei Klassifikation des Vertrags als Finanzierungsleasingverhältnis werden die Umsatzerlöse zu Beginn des Vertrags und der Zinsanteil monatlich realisiert. In diesen Fällen werden die von den Kunden (Leasingnehmern) geschuldeten Beträge aus Finanzierungsleasing als abgezinste Forderungen erfasst. Bei Bewertung des Vertrags als Operating-Leasing-Verhältnis werden die Umsatzerlöse monatlich gemäß der Vertragslaufzeit erfasst. Die Aufteilung der Gesamtleistung der Verträge auf die jeweiligen Komponenten erfolgt nach der relativen Fair-Value-Methode. |
| ― | Betriebliche Aufwendungen werden bei Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung als Aufwand erfasst. |
Fremdwährungsumrechnung
QSC bilanziert in Euro und rechnet Fremdwährungstransaktionen zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs um. Unterschiede zwischen dem Umrechnungskurs des Tages des Geschäftsabschlusses und dem Tag, an dem das Geschäft erfüllt oder zur Einbeziehung in den Konzernabschluss umgerechnet wurde, erfasst QSC erfolgswirksam. Die funktionale Währung aller Konzernunternehmen ist der Euro.
Sachanlagen
QSC setzt Sachanlagen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter planmäßiger Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen an. Die Kosten für die Ersatzteile einer Sachanlage werden zum Zeitpunkt ihrer Beanspruchung in den Buchwert dieser Sachanlage einbezogen. Nach Inbetriebnahme angefallene Kosten werden ebenfalls aktiviert, wenn die Kosten zu einer Verbesserung oder wesentlichen Erweiterung des Vermögenswerts führen, ansonsten erfasst die Gesellschaft sie erfolgswirksam. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die geschätzten Nutzungsdauern der Vermögenswerte zugrunde. Die Sachanlagen werden linear über folgende voraussichtliche Nutzungsdauern abgeschrieben:
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| Nutzungsdauer in Jahren | |
|---|---|
| Sachanlagen | |
| Gebäude | 20 bis 50 |
| Netzwerke und technische Anlagen | 2 bis 25 |
| Einbauten auf fremden Grundstücken | 4 bis 20 |
| Netzkomponenten | 2 bis 10 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 13 |
Fremdkapitalkosten
Fremdkapitalkosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.
Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwert
Unternehmenszusammenschlüsse bilanziert QSC unter Anwendung der Erwerbsmethode. Diese beinhaltet die Erfassung aller identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden einschließlich Eventualschulden des erworbenen Geschäftsbetriebs zum beizulegenden Zeitwert. Geschäfts- oder Firmenwerte aus einem Unternehmenszusammenschluss bemessen sich bei Erwerb als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden.
Bei Unternehmenszusammenschlüssen, in denen die QSC AG Verpflichtungen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern über den späteren Erwerb von deren Restanteilen eingeht (durch vertragliche Andienungsoptionen), wird die sogenannte Anticipated-Acquisition-Methode angewendet. Hiernach wird unterstellt, dass die Kauf- oder Andienungsoptionen im Erwerbszeitpunkt durch bereits ausgeübt worden sind. Aufgrund des somit angenommenen Erwerbs von 100 Prozent der Anteile werden keine nicht beherrschenden Anteile im Konzernabschluss ausgewiesen. Stattdessen wird der geschätzte Zeitwert der Kauf- und Andienungsrechte bereits im Erstkonsolidierungszeitpunkt als zusätzliche Anschaffungskosten aus dem Unternehmenserwerb berücksichtigt und als langfristige Finanzverbindlichkeit in der Bilanz ausgewiesen. Zeitwertänderungen und Aufzinsungseffekte während des Andienungszeitraums der Optionen werden erfolgsneutral im Eigenkapital berücksichtigt.
Nach dem erstmaligen Ansatz bewertet QSC den Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungen. Sie testet Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich oder dann auf Wertminderung, wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände auf eine eventuelle Minderung des Buchwerts hindeuten.
Andere immaterielle Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Erfolgt die erstmalige Erfassung im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses, entsprechen diese Anschaffungskosten dem Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden dann aktiviert, wenn die Aktivierungsvoraussetzungen gemäß IAS 38 vorliegen. Hierbei handelt es sich überwiegend um Personal- und Materialaufwendungen. Nicht aktivierungspflichtige Kosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Für die immateriellen Vermögenswerte ist zunächst festzustellen, ob sie eine begrenzte oder unbestimmte Nutzungsdauer haben. Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und außerdem auf eine mögliche Wertminderung untersucht, sofern hierfür Anhaltspunkte vorliegen. Eine solche Überprüfung der Abschreibungsdauer und der Abschreibungsmethode erfolgt für solche Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf eine Wertminderung getestet.
Bei den anderen immateriellen Vermögenswerten handelt es sich vorwiegend um Software, Lizenzen und ähnliche Rechte sowie einmalige Bereitstellungskosten für Kundenanschaltungen. Darüber hinaus wurden im Rahmen von Erstkonsolidierungen Marken und Kundenstämme aktiviert.
Die Gesellschaft schreibt Lizenzen über einen Zeitraum von 5 bis 10 Jahren und Software über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren ab. Einmalige Bereitstellungskosten für Kundenanschaltungen schreibt sie über die durchschnittliche Kundenvertragslaufzeit von 24 Monaten ab. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (Entwicklungskosten) werden nach Abschluss der Entwicklungsphase über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. In Vorperioden erworbene Marken sind vollständig abgeschrieben.
Die Nutzungsdauern für die im Rahmen der in 2011 vorgenommenen Unternehmenszusammenschlüsse mit der IP Partner AG und der INFO AG identifizierten, immateriellen Vermögenswerte betragen für Kundenstämme 10 bis 20 Jahre, für Stromverträge 1,5 bis 3 Jahre und für Software 3 bis 4 Jahre.
Finanzinvestitionen und finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 klassifiziert QSC als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen, als Kredite und Forderungen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Gesellschaft legt diese Klassifizierung beim erstmaligen Ansatz fest und überprüft die Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Umwidmungen erfolgen, soweit diese zulässig und erforderlich sind.
Bei der erstmaligen Erfassung bewertet QSC die finanziellen Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert. QSC erfasst alle marktüblichen Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten bilanziell am Handelstag, d. h. an dem Tag, an dem der Konzern die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Bei diesen marktüblichen Käufen und Verkäufen handelt es sich um Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, bei denen die Lieferung innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorgeschrieben ist.
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen ohne aktive Marktnotierung. Nach der erstmaligen Erfassung bewertet QSC diese Kredite und Forderungen zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode abzüglich Wertminderungen. Gewinne und Verluste werden im Periodenergebnis erfasst, wenn die Kredite und Forderungen ausgebucht oder wertgemindert sind sowie im Rahmen von Amortisationen.
Offene Forderungen werden sofort bei Überschreiten ihrer Fälligkeit angemahnt. Ist eine offene Forderung älter als sechs Monate, erfolgt eine fachliche Bewertung bzgl. des Ausfallrisikos. Eine Überfälligkeit von 60 - 90 Tagen wird als objektiver Hinweis nach IAS 39.58 angesehen, der einen Wertminderungstest der Forderung auslöst. Indes wird eine Wertminderung nur dann vorgenommen, wenn sich weitere objektive Hinweise nach IAS 39.59 identifizieren lassen, die Rückschlüsse auf die Uneinbringlichkeit der Forderung oder einen eingetretenen Wertminderungsbedarf ergeben.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte bestehen aus nicht derivativen finanziellen Vermögenswerten, die als zur Veräußerung verfügbar klassifiziert und nicht in eine der drei vorstehend genannten Kategorien eingestuft sind. Nach der erstmaligen Erfassung bewertet QSC diese zum beizulegenden Zeitwert, wobei sie die nicht realisierten Gewinne oder Verluste direkt im sonstigen Ergebnis, in den sonstigen Rücklagen, erfasst. Wenn es zu einer Ausbuchung oder Wertminderung kommt, wird der zuvor im Eigenkapital gebuchte kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.
Sonstige Vermögenswerte in Form von Rückdeckungsansprüchen aus Lebensversicherungen, die nicht als Plan Assets im Sinne des IAS 19 zu klassifizieren sind, werden mit dem geschäftsplanmäßigen Deckungskapital der Versicherungsgesellschaft aktiviert. Im Übrigen werden die sonstigen Vermögenswerte mit ihrem Nominalwert ausgewiesen. Entsprechend ihren Laufzeiten werden sie unter den Positionen "Langfristige Forderungen" und "Kurzfristige Forderungen" ausgewiesen.
Fertigungsaufträge
Die Bilanzierung von Forderungen aus Fertigungsaufträgen wurde nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC) gemäß IAS 11 vorgenommen, soweit ein kundenspezifischer Fertigungsauftrag vorlag. Dabei wird eine anteilige Gewinnrealisierung entsprechend dem Fertigstellungsgrad vorgenommen, wenn eine Ermittlung des Fertigungsgrads, der Gesamtkosten und der Gesamterlöse der jeweiligen Aufträge im Sinne von IAS 11 zuverlässig möglich ist. Der Fertigstellungsgrad der einzelnen Aufträge wird nach dem Cost-to-Cost-Verfahren (IAS 11.30a) ermittelt. Unter den genannten Voraussetzungen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad anteilig die Gesamtauftragserlöse realisiert. Die Auftragskosten umfassen dem Auftrag direkt zurechenbare Kosten sowie Fertigungsgemeinkosten. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die gesamten Auftragserlöse übersteigen, so werden die erwarteten Verluste sofort als Aufwand erfasst. Erhaltene Anzahlungen werden von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen gekürzt.
Vorratsvermögen
Die Vorräte bewertet QSC zu den durchschnittlichen Anschaffungskosten. Die Bewertung der Waren erfolgt am Bilanzstichtag jeweils zum niedrigeren Betrag von Anschaffungskosten oder Nettoveräußerungswert.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz und Kapitalflussrechnung umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit einer ursprünglichen Laufzeit von weniger als drei Monaten.
Rückstellungen
Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gesetzliche oder faktische Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Sofern QSC für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet, erfasst sie die Erstattung als gesonderten Vermögenswert nur dann, wenn deren Zufluss so gut wie sicher ist. Der Aufwand zur Bildung der Rückstellung wird nach Abzug dieser Erstattung erfolgswirksam erfasst.
Pensionen
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren für leistungsorientierte Altersversorgungspläne und wird auf der Basis eines versicherungsmathematischen Gutachtens bestimmt. Die Höhe der aus den leistungsorientierten Plänen resultierenden Verpflichtung wird gesondert für jeden Plan unter Anwendung des Ansammlungsverfahrens (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste erfasst QSC direkt im sonstigen Ergebnis unter den sonstigen Rücklagen. Die von der Gesellschaft getroffenen Annahmen bei der Ermittlung der versicherungsmathematischen Verpflichtungen sind im Anhang unter Nr. 29 erläutert.
Aktienoptionsprogramme
Als Entlohnung für die geleistete Arbeit können Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von QSC eine aktienbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten erhalten. Die Kosten aus der Gewährung solcher Eigenkapitalinstrumente bemisst QSC mit dem beizulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bzw. Erbringung der Leistung, wenn sie auf Aktienoptionsprogrammen basieren, die nach dem 7. November 2002 beschlossen oder modifiziert wurden. Den beizulegenden Zeitwert ermittelt die Gesellschaft unter Anwendung eines Optionspreismodells. Einzelheiten hierzu sind im Anhang unter Nr. 39 detailliert erläutert. Die Bilanzierung der aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen und die korrespondierende Erhöhung des Eigenkapitals erfolgen verteilt über den Erdienungszeitraum.
Für nicht ausübbare Vergütungsrechte erfasst QSC keinen Aufwand. Bei Änderungen der Vertragsbedingungen einer eigenkapitalbasierten Vergütungsvereinbarung erfasst die Gesellschaft mindestens Aufwendungen in der Höhe, die ohne Änderung der Bedingungen angefallen wären. Bei Annullierung einer eigenkapitalbasierten Vergütungsvereinbarung behandelt QSC diese so, als ob sie am Tag der Annullierung ausgeübt worden wäre, und erfasst den bislang noch nicht erfassten Aufwand sofort.
Leasingverhältnisse
QSC trifft die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis ist oder enthält, auf der Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt deren Abschlusses; dies erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt.
| ― | Finance-Leasing als Leasingnehmer • Unter Anwendung von IAS 17 werden Gegenstände, die dem Konzern als wirtschaftlichem Eigentümer zuzuordnen sind, aktiviert und über ihre betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bzw. über die kürzere Dauer des Leasingvertrags abgeschrieben. Entsprechend wird die Verbindlichkeit, die aus dem Leasingverhältnis entsteht, passiviert und über die Vertragslaufzeit jeweils um den Tilgungsanteil der geleisteten Leasingraten gemindert. Verträge, die als Finanzierungsleasing einzustufen sind, betreffen im Wesentlichen Vereinbarungen über EDV-Hardware und Rechenzentrumstechnologie. Die Leasinggegenstände werden mit dem Marktwert oder dem niedrigeren Barwert der Leasingzahlungen über die unkündbare Grundmietzeit bilanziert. Bei Mietkauf- und bei Finanzierungsverträgen werden die Zahlungen nach der Effektivzinsmethode in ihre Bestandteile Finanzierungsaufwendungen und Tilgungen aufgeteilt, sodass der verbleibende Restbuchwert der Leasingschuld mit einem konstanten Zinssatz verzinst wird. Finanzierungsaufwendungen werden sofort aufwandswirksam erfasst. Bei den Finanzierungsverträgen von QSC handelt es sich überwiegend um Mietkaufverträge mit einer Laufzeit zwischen 2 und 3 Jahren. |
| ― | Operating-Leasing als Leasingnehmer • Als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert QSC Leasingverträge, bei denen nicht im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken beim Leasingnehmer liegen. Leasingzahlungen für Operating-Leasing-Verhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingvertrags als Aufwand in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst. |
| ― | Konzern als Leasinggeber • Unter Anwendung der Vorschriften des IFRIC 4 tritt der Konzern bei bestimmten Mehrkomponentenverträgen als Leasinggeber auf. In diesen Fällen werden die von den Leasingnehmern geschuldeten Beträge aus Finanzierungsleasing als abgezinste Forderungen in der Höhe des Nettoinvestitionswerts aus den Leasingverhältnissen des Konzerns erfasst und unter der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" ausgewiesen. Bei einem Mehrkomponentenvertrag wird der einheitliche Kundenvertrag in einen Dienstleistungsvertrag für die zu erbringenden Serviceleistungen und in ein Handelsgeschäft für die überlassene Hardware zerlegt. Die Umsatzerlöse für die Serviceleistungen werden pro rata temporis über die Vertragslaufzeit erfasst. Im Fall des Finance-Leasings werden die Umsatzerlöse für das Handelsgeschäft im Jahr des Vertragsabschlusses in voller Höhe vereinnahmt. Mieteinnahmen aus Operating-Leasing-Verhältnissen werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfolgswirksam als Ertrag erfasst. |
Finanzielle Verbindlichkeiten
QSC bewertet verzinsliche Darlehen bei der erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der mit der Kreditaufnahme direkt verbundenen Transaktionskosten; danach erfolgt eine Bewertung unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Schulden ausgebucht werden.
Derivative Finanzinstrumente
QSC hat im zweiten Quartal 2014 derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps abgeschlossen, die zur Sicherung des Risikos von Schwankungen der Zinszahlungen dienen.
Derivative Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Ist der beizulegende Zeitwert positiv, werden sie als Vermögenswerte ausgewiesen, ist der beizulegende Zeitwert negativ, erfolgt der Ausweis als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten. Der beizulegende Zeitwert von Zinsderivaten wird auf der Basis von Barwertmodellen unter Einbeziehung von Marktinformationen (Zinsstrukturkurven) ermittelt.
Soweit Derivate zur Absicherung eines Zahlungsstromrisikos eingesetzt werden (Cashflow-Hedges), wird die Sicherungsbeziehung dokumentiert und die Effektivität der Sicherungsbeziehung zu jedem Stichtag gemessen. Der effektive Teil der Wertveränderungen des Sicherungsinstruments wird in der Gesamtergebnisrechnung als im Eigenkapital erfolgsneutral erfasste Wertänderung gezeigt. Ineffektivitäten aus der Sicherungsbeziehung werden ergebniswirksam erfasst. Die in der Cashflow-Hedge-Rücklage erfassten Beträge werden in der Periode in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgebucht, in der die abgesicherte Transaktion das Ergebnis beeinflusst.
Rechnungsabgrenzungsposten
Einmalige Einnahmen aus der Installation von Kundenleitungen grenzt QSC anteilig über eine durchschnittliche Vertragslaufzeit von 24 Monaten periodisch ab.
Steuern
QSC erfasst die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und die früheren Perioden mit dem Betrag, der als Erstattung von der Steuerbehörde bzw. als Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags legt die Gesellschaft die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde, die für die jeweilige Veranlagungsperiode gelten. Tatsächliche Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden im Eigenkapital erfasst.
Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz. QSC erfasst passive latente Steuern für alle zu versteuernden temporären Differenzen, mit Ausnahme von:
| ― | passiven latenten Steuern aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts, |
| ― | passiven latenten Steuern aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und |
| ― | passiven latenten Steuern aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen zu steuern ist und sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit wahrscheinlich nicht umkehren. |
Aktive latente Steuern erfasst QSC für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede, noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und nicht genutzten Steuergutschriften in dem Maße, in dem wahrscheinlich zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von:
| ― | aktiven latenten Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das bilanzielle Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und |
| ― | aktiven latenten Steuern aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Anteilen an Joint Ventures stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren und kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können. |
Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die aktiven latenten Steuern zumindest teilweise verwendet werden können. Auch bisher nicht angesetzte aktive latente Steuern werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftiges zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung der aktiven latenten Steuern ermöglicht.
Aktive und passive latente Steuern bemisst QSC anhand der Steuersätze, die voraussichtlich in der Periode Gültigkeit haben, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird. Dabei werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind. Latente Steuern, die sich auf direkt im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasste Posten beziehen, werden nicht in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung, sondern ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfolgsneutral erfasst.
Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und sich die latenten Steueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjektes beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Umsatzerlöse, Aufwendungen und Vermögenswerte werden nach Abzug der Umsatzsteuer erfasst, mit Ausnahme folgender Fälle:
| ― | Wenn QSC die beim Kauf von Vermögenswerten oder Dienstleistungen angefallene Umsatzsteuer nicht von der Steuerbehörde einfordern kann, erfasst die Gesellschaft die Umsatzsteuer als Teil der Herstellungskosten des Vermögenswerts bzw. als Teil der Aufwendungen. |
| ― | Forderungen und Schulden mit Ausnahme von Rückstellungen werden mitsamt dem darin enthaltenen Umsatzsteuerbetrag angesetzt. |
QSC erfasst den Umsatzsteuerbetrag, der von der Steuerbehörde erstattet oder an diese abgeführt wird, in der Konzernbilanz unter den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten bzw. sonstigen kurzfristigen Schulden.
5 Korrekturen und Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Korrektur nach IAS 8
Im Rahmen der Erstellung des Konzernabschlusses 2014 wurde festgestellt, dass eine im Rahmen der Schuldenkonsolidierung aufgetretene Aufrechnungsdifferenz von T € 694 aus einer Leistungsbeziehung vor 2013 zwischen der QSC AG und der Plusnet GmbH & Co. KG in der Konsolidierung nicht erfolgswirksam berücksichtigt, sondern erfolgsneutral mit dem Bilanzposten "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" verrechnet wurde.
In Übereinstimmung mit IAS 8 wurde zum 1. Januar 2013 eine Korrektur von jeweils T € 694 im Bilanzposten "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" sowie in gleicher Höhe im Konzern-Eigenkapital vorgenommen.
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| in T€ | 01.01.2013 angepasst 2014 | 01.01.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 53.146 | 52.452 |
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| in T€ | 31.12.2013 angepasst 2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 58.696 | 58.002 |
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| in T€ | 01.01.2013 angepasst 2014 | 01.01.2013 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 123.677 | 123.677 |
| Kapitalrücklage | 140.542 | 140.542 |
| Sonstige Rücklagen | -1.207 | -1.207 |
| Konzernbilanzverlust | -83.470 | -82.776 |
| Konzern-Eigenkapital | 179.542 | 180.236 |
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| in T€ | 31.12.2013 angepasst 2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 124.057 | 124.057 |
| Kapitalrücklage | 141.286 | 141.286 |
| Sonstige Rücklagen | -1.176 | -1.176 |
| Konzernbilanzverlust | -70.996 | -70.302 |
| Konzern-Eigenkapital | 193.171 | 193.865 |
Aus dieser Korrektur ergeben sich keine Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn-und-Verlustrechnung und die Konzern-Kapitalflussrechnung für die Geschäftsjahre 2013 und 2014.
Neue Standards in 2014
Die folgenden im Geschäftsjahr 2014 verpflichtend anzuwendenden Änderungen der Rechnungslegungsverlautbarungen wurden von der QSC AG beachtet. Nachfolgend werden die für den Konzernabschluss der QSC AG grundsätzlich relevanten Änderungen dargestellt.
IFRS 10 - Konzernabschlüsse
Mit diesem Standard wird der Begriff der Beherrschung ("control") neu und umfassend definiert. Beherrscht ein Unternehmen ein anderes Unternehmen, hat das Mutterunternehmen das Tochterunternehmen zu konsolidieren. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das potenzielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderer Rechte über das potenzielle Tochterunternehmen hat, es an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann.
Gemäß den Übergangsvorschriften des IFRS 10 hat der Konzern die Beherrschung seiner Beteiligungsunternehmen zum 1. Januar 2014 erneut beurteilt. Änderungen für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises haben sich daraus nicht ergeben.
IFRS 11 - Gemeinsame Vereinbarungen
Mit IFRS 11 wird die Bilanzierung von gemeinsamen Vereinbarungen (Joint Arrangements) neu geregelt. Nach dem neuen Konzept ist zu entscheiden, ob eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) oder ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vorliegt. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien unmittelbare Rechte an den Vermögenswerten und Verpflichtungen für die Verbindlichkeiten haben. Die einzelnen Rechte und Verpflichtungen werden anteilig im Konzernabschluss bilanziert. In einem Gemeinschaftsunternehmen haben die gemeinschaftlich beherrschenden Parteien dagegen Rechte am Nettovermögen. Dieses Recht wird durch Anwendung der Equity-Methode im Konzernabschluss abgebildet, das Wahlrecht zur quotalen Einbeziehung in den Konzernabschluss entfällt somit.
Die Anwendung des Standards hatte bei QSC in der Berichtsperiode keine Auswirkung.
IFRS 12 - Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen
Dieser Standard regelt die Angabepflichten in Bezug auf Anteile an anderen Unternehmen. Die erforderlichen Angaben sind erheblich umfangreicher gegenüber den bisher nach IAS 27, IAS 28 und IAS 31 vorzunehmenden Angaben. In 2014 wurde den erweiterten Angabepflichten nachgekommen.
Amendments to IFRS 10, IFRS 11 and IFRS 12 - Übergangsvorschriften
Die Änderungen beinhalten eine Klarstellung und zusätzliche Erleichterungen beim Übergang auf IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12. So werden angepasste Vergleichsinformationen lediglich für die vorhergehende Vergleichsperiode verlangt. Darüber hinaus entfällt im Zusammenhang mit Anhangangaben zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen (structured entities) die Pflicht zur Angabe von Vergleichsinformationen für Perioden, die vor der Erstanwendung von IFRS 12 liegen. Für die QSC AG haben sich hieraus keine Auswirkungen ergeben.
Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 27 - Investmentgesellschaften
Die Änderungen enthalten eine Begriffsdefinition für Investmentgesellschaften und nehmen derartige Gesellschaften aus dem Anwendungsbereich des IFRS 10 aus.
Die Änderungen haben keine Auswirkungen für einen Konzernabschluss, der Investmentgesellschaften umfasst, sofern nicht die Konzernmutter selbst eine Investmentgesellschaft ist. Dementsprechend hat die Änderung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der QSC AG.
Amendments to IAS 27 - Einzelabschlüsse
Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 10 wurden die Regelungen für das Kontrollprinzip und die Anforderungen an die Erstellung von Konzernabschlüssen aus dem IAS 27 ausgelagert und abschließend im IFRS 10 behandelt (siehe Ausführungen zu IFRS 10). Im Ergebnis enthält IAS 27 nur noch die Regelungen zur Bilanzierung von Tochtergesellschaften, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen in IFRS-Einzelabschlüssen.
Die Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der QSC AG.
Amendments to IAS 28 - Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen
Im Rahmen der Verabschiedung des IFRS 11 erfolgten auch Anpassungen an IAS 28. IAS 28 regelt - wie bislang auch - die Anwendung der Equity-Methode. Allerdings wurde der Anwendungsbereich durch die Verabschiedung des IFRS 11 erheblich erweitert, da nunmehr nicht nur Beteiligungen an assoziierten Unternehmen, sondern auch an Gemeinschaftsunternehmen (siehe IFRS 11) nach der Equity-Methode bewertet werden müssen. Die Anwendung der quotalen Konsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen ist mithin entfallen.
Eine weitere Änderung betrifft die Bilanzierung nach IFRS 5, wenn nur ein Teil eines Anteils an einem assoziierten Unternehmen oder an einem Joint Venture zum Verkauf bestimmt ist: Auf den zu veräußernden Anteil ist IFRS 5 anzuwenden, während der übrige (zurückzubehaltende) Anteil bis zur Veräußerung des erstgenannten Anteils weiterhin nach der Equity-Methode zu bilanzieren ist.
Die Änderungen hatten in der Berichtsperiode keine Auswirkungen.
Amendments to IAS 32 - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden
Diese Ergänzung zum IAS 32 stellt klar, welche Voraussetzungen für die Saldierung von Finanzinstrumenten bestehen. In der Ergänzung wird die Bedeutung des gegenwärtigen Rechtsanspruchs zur Aufrechnung erläutert und klargestellt, welche Verfahren mit Bruttoausgleich als Nettoausgleich im Sinne des Standards angesehen werden können.
Die Änderung hat keine Auswirkung auf den Konzernabschluss der QSC AG.
Amendment to IAS 36 - Angaben zum erzielbaren Betrag nicht finanzieller Vermögenswerte
Im Zuge einer Folgeänderung aus IFRS 13 war eine neue Pflichtangabe zum Goodwill-Impairment-Test nach IAS 36 für 2013 eingeführt worden: Es war der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten anzugeben, unabhängig davon, ob tatsächlich eine Wertminderung vorgenommen wurde. Da diese Anhangangabe unbeabsichtigt eingeführt worden war, wurde sie mit diesem Amendment aus Mai 2013 für 2014 wieder gestrichen.
Andererseits ergeben sich aus diesem Amendment nunmehr zusätzliche Angaben, wenn eine Wertminderung tatsächlich vorgenommen wurde und der erzielbare Betrag auf der Basis eines beizulegenden Zeitwerts ermittelt wurde.
Die geänderten Angabepflichten haben für den Konzernabschluss der QSC AG keine Auswirkungen.
Amendment to IAS 39 - Novation von Derivaten und Fortführung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften
Infolge dieser Änderung bleiben Derivate trotz einer Novation eines Sicherungsinstruments auf eine zentrale Gegenpartei infolge gesetzlicher Anforderungen unter bestimmten Voraussetzungen weiterhin als Sicherungsinstrumente in fortbestehenden Sicherungsbeziehungen designiert.
Die Änderung hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der QSC AG.
Für die nachfolgend mit ihren wesentlichen Inhalten beschriebenen und verpflichtend erst in späteren Geschäftsjahren anzuwendenden Standards und Interpretationen plant die QSC AG keine frühzeitige Anwendung. Soweit nicht anders angegeben, werden die Auswirkungen auf den Konzernabschluss der QSC AG derzeit geprüft.
Für die nachfolgend beschriebenen Änderungen ist das Endorsement durch die Europäische Union bereits erfolgt:
IFRIC 21 - Abgaben
IFRIC 21 ist eine Interpretation zu IAS 37. Geklärt wird vor allem die Frage, wann eine gegenwärtige Verpflichtung bei durch die öffentliche Hand erhobenen Abgaben entsteht und eine Rückstellung oder Verbindlichkeit anzusetzen ist. Nicht in den Anwendungsbereich der Interpretation fallen insbesondere Strafzahlungen und Abgaben, die aus öffentlichrechtlichen Verträgen resultieren oder in den Regelungsbereich eines anderen IFRS fallen, zum Beispiel IAS 12. Nach IFRIC 21 ist ein Schuldposten für Abgaben anzusetzen, wenn das die Abgabepflicht auslösende Ereignis eintritt. Dieses auslösende Ereignis, das die Verpflichtung begründet, ergibt sich wiederum aus dem Wortlaut der zugrunde liegenden Norm. Deren Formulierung ist insofern ausschlaggebend für die Bilanzierung.
Die Änderungen sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 17. Juni 2014 beginnen.
Improvements to IFRS 2011 - 2013 - Änderungen zu IFRS 1, IFRS 3, IFRS 13 und IAS 40
Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden.
Die Änderungen sind erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen.
Den nachfolgend beschriebenen Anpassungen von Standards ist durch die Europäische Union noch nicht zugestimmt worden:
IFRS 9 - Finanzinstrumente
Der im Juli 2014 herausgegebene IFRS 9 ersetzt die bestehenden Leitlinien in IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung. IFRS 9 enthält überarbeitete Leitlinien zur Einstufung und Bewertung von Finanzinstrumenten, darunter ein neues Modell der erwarteten Kreditausfälle zur Berechnung der Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten, sowie die neuen allgemeinen Bilanzierungsvorschriften für Sicherungsgeschäfte. Er übernimmt auch die Leitlinien zur Erfassung und Ausbuchung von Finanzinstrumenten aus IAS 39. IFRS 9 ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen.
IFRS 14 - Regulatorische Abgrenzungsposten
Im Rahmen eines umfassenden Gesamtprojekts des IASB ist dieser Standard zunächst nur eine Zwischenlösung, die preisregulierten Unternehmen den Übergang auf eine Bilanzierung nach IFRS erleichtern soll, bis das IASB für alle IFRS-Bilanzierer gültige Regelungen herausgegeben hat.
Preisregulierungen sind insbesondere in Branchen mit Unternehmen, die eine erhebliche Marktmacht haben, vorzufinden - beispielsweise im Verkehrswesen oder im Versorgungsbereich (Strom, Wasser, Gas). Diese Regulierungen können zum Beispiel dazu führen, dass aufgrund einer Erhöhung bzw. Minderung von Mengen im aktuellen Geschäftsjahr eine Pflicht zur Preisminderung bzw. ein Recht auf Preiserhöhung im Folgejahr entsteht. Die Frage, ob diese Rechte bzw. Pflichten die Definition von Vermögenswerten bzw. Schulden nach IFRS erfüllen, wird heute mangels konkreter IFRS-Regelungen in der Literatur diskutiert, jedoch überwiegend verneint. Um die Regelungslücke zu schließen, hat das IASB hierzu ein umfassendes Projekt initiiert, dessen Abschluss jedoch erst in einigen Jahren zu erwarten ist.
Der Interim-Standard erlaubt nun IFRS-Erstanwendern, regulatorische Abgrenzungsposten auch im IFRS-Abschluss bilanziell zu erfassen. Voraussetzung ist, dass diese Bilanzposten bereits im bisherigen Abschluss nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften erfasst wurden. Der neue Standard ist - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
IFRS 15 - Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden
IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 Umsatzerlöse, IAS 11 Fertigungsaufträge und IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme.
IFRS 15 ist - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen. Eine frühzeitige Anwendung ist zulässig.
Amendments to IFRS 10 and IAS 28 - Veräußerung von Vermögenswerten an oder Einlage von Vermögenswerten in assoziierte Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
Die Änderungen adressieren eine bekannte Inkonsistenz zwischen den Vorschriften des IFRS 10 und des IAS 28 (2011) für den Fall der Veräußerung von Vermögenswerten an ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen bzw. der Einlage von Vermögenswerten in ein assoziiertes Unternehmen oder ein Gemeinschaftsunternehmen.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
Amendments to IFRS 10, IFRS 12 and IAS 28 - Investmentgesellschaften: Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht
Die Änderungen dienen der Klärung von verschiedenen Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt. Demnach sind Mutterunternehmen auch dann von der Konzernabschlusserstellungspflicht befreit, wenn das übergeordnete Mutterunternehmen seine Tochterunternehmen nicht konsolidiert, sondern zum beizulegenden Zeitwert nach IFRS 10 bilanziert.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
Amendments to IFRS 11 - Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten
Mit der Änderung des IFRS 11 regelt das IASB die Bilanzierung eines Erwerbs von Anteilen an einer gemeinschaftlichen Tätigkeit, die einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse darstellt. In solchen Fällen soll der Erwerber die Grundsätze für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen nach IFRS 3 anwenden. Zudem greifen auch in diesen Fällen die Angabepflichten des IFRS 3.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
Amendments to IAS 1 - Anhangangaben
Die Änderungen betreffen verschiedene Ausweisfragen. Es wird klargestellt, dass Anhangangaben nur dann notwendig sind, wenn ihr Inhalt nicht unwesentlich ist. Dies gilt explizit auch dann, wenn ein IFRS eine Liste von Minimum-Angaben fordert. Zudem werden Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung aufgenommen. Des Weiteren wird klargestellt, wie Anteile am sonstigen Ergebnis at equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind. Schließlich erfolgt die Streichung einer Musterstruktur des Anhangs hin zur Berücksichtigung unternehmensindividueller Relevanz.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
Amendments to IAS 16 and IAS 38 - Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden
Mit diesen Änderungen stellt das IASB weitere Leitlinien zur Festlegung einer akzeptablen Abschreibungsmethode zur Verfügung.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
Amendments to IAS 16 and IAS 41 - Fruchtragende Gewächse
Nach den Änderungen sind fruchttragende Gewächse künftig wie Sachanlagen nach IAS 16 zu bilanzieren, da ihre Nutzung vergleichbar ist. Ihre Früchte sind dagegen auch künftig nach IAS 41 zu bilanzieren.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
Amendments to IAS 19 - Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge
Mit den Änderungen werden die Vorschriften klargestellt, die sich mit der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen bzw. Beiträgen von dritten Parteien zu den Dienstleistungsperioden beschäftigen, wenn die Beiträge mit der Dienstzeit verknüpft sind.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen.
Amendments to IAS 27 - Equity-Methode in separaten Abschlüssen
Mit der Änderung wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in separaten Abschlüssen eines Investors wieder zugelassen. Die bestehenden Optionen zur Bewertung zu Anschaffungskosten oder nach IAS 39/IFRS 9 bleiben erhalten.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
Improvements to IFRS 2010 - 2012 - Änderungen zu IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16, IAS 24 und IAS 38
Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an sieben Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden. Daneben gibt es Änderungen mit Auswirkungen auf Anhangangaben.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer noch ausstehenden Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Juli 2014 beginnen, bzw. die Änderungen zu IFRS 2 und IFRS 3 auf Transaktionen, die am oder nach dem 1. Juli 2014 stattfinden.
Improvements to IFRS 2012 - 2014 - Änderungen zu IFRS 5, IFRS 7, IAS 19, IAS 34
Im Rahmen des annual improvement project wurden Änderungen an vier Standards vorgenommen. Mit der Anpassung von Formulierungen in einzelnen IFRS/IAS soll eine Klarstellung der bestehenden Regelungen erreicht werden.
Die Änderungen sind - vorbehaltlich einer Übernahme in EU-Recht - erstmals anzuwenden in Geschäftsjahren, die am oder nach dem 1. Januar 2016 beginnen.
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN-UND-VERLUST-RECHNUNG
6 Umsatzerlöse
QSC erzielt Umsätze mit Wiederverkäufern und mit Endkunden. Wiederverkäufer bieten den Endverbrauchern die Produkte und Dienstleistungen von QSC unter eigenem Namen und auf eigene Rechnung an. Dabei bilden sie die Schnittstelle zum Endverbraucher und übernehmen somit auch das Ausfallrisiko. Einmalige Erträge aus der Installation von Kundenleitungen grenzt QSC anteilig über eine durchschnittliche Vertragslaufzeit von 24 Monaten periodisch ab.
Die Umsätze aus Fertigungsaufträgen betrugen im Geschäftsjahr T € 2.960 (2013: T € 5.599), die Verluste daraus T € 0 (2013: T € 116). Die Umsätze aus Hardwareüberlassungen im Rahmen neuer Mehrkomponentenverträge betrugen im Jahr 2014 T € 4.925 (2013: T € 2.929).
7 Kosten der umgesetzten Leistungen
Die Kosten der umgesetzten Leistungen enthalten die bezogenen Leistungen, die Kosten für den Aufbau, den Betrieb und die Wartung des Netzes und der Rechenzentren, Personalkosten und die nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung aufgrund der Aktienoptionsprogramme für in der Technik eingesetzte Mitarbeiter sowie Abschreibungen für in der Technik eingesetzte Hard- und Software. Darüber hinaus enthält dieser Posten die Personalkosten der Geschäftsfelder Outsourcing und Consulting. Einmalige Installationskosten für Kundenanschaltungen werden aktiviert und über die durchschnittliche Vertragslaufzeit von 24 Monaten abgeschrieben. Im Geschäftsjahr 2014 sind Forschungskosten in Höhe von T € 6.243 (2013: T € 1.879) angefallen, Entwicklungskosten wurden in Höhe von T € 1.767 (2013: T € 4.635) als immaterielle Vermögenswerte aktiviert.
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Bezogene Leistungen | 189.389 | 200.324 |
| Aufbau, Betrieb und Wartung der Infrastruktur | 49.455 | 37.774 |
| Abschreibungen | 43.080 | 41.954 |
| Personalkosten | 88.225 | 65.366 |
| Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung | 294 | 31 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | 370.443 | 345.449 |
8 Marketing- und Vertriebskosten
Die Marketing- und Vertriebskosten beinhalten insbesondere Werbeaufwendungen und laufende Provisionszahlungen an Händler und Distributoren, Wertberichtigungen auf Forderungen, Personalkosten und die nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung aufgrund der Aktienoptionsprogramme für die Marketing- und Vertriebsmitarbeiter sowie Abschreibungen für im Marketing- und Vertriebsbereich eingesetzte Hard- und Software. Die einmaligen Provisionszahlungen an Händler und Distributoren für jede neue Kundenleitung werden analog zu den Installationskosten aktiviert und über die durchschnittliche Vertragslaufzeit von 24 Monaten abgeschrieben.
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Personalkosten | 19.586 | 22.723 |
| Provisionszahlungen | 11.340 | 13.322 |
| Sonstige Marketing- und Vertriebskosten | 3.814 | 3.891 |
| Wertberichtigungen und Kulanzleistungen | 398 | -174 |
| Werbeaufwand | 2.642 | 2.056 |
| Abschreibungen | 1.635 | 5.867 |
| Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung | 64 | 50 |
| Marketing- und Vertriebskosten | 39.479 | 47.735 |
9 Allgemeine Verwaltungskosten
Neben den Personalkosten und der nicht zahlungswirksamen aktienbasierten Vergütung für den Vorstand und die Stabsbereiche sowie für in der Verwaltung tätige Mitarbeiter aus den Bereichen Finanzen, Personal, Recht und IT enthalten die allgemeinen Verwaltungskosten Kosten für die Verwaltungsgebäude, Rechts- und Beratungskosten, Kosten der Unternehmenskommunikation inklusive Investor Relations sowie Abschreibungen für im Verwaltungsbereich eingesetzte Hard- und Software.
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Sonstige allgemeine Verwaltungskosten | 16.602 | 15.710 |
| Personalkosten | 15.745 | 19.914 |
| Abschreibungen | 5.578 | 3.010 |
| Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung | 331 | 353 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 38.256 | 38.987 |
10 Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 482 | 831 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten | - | 1.981 |
| Erträge aus Förderprojekten | 619 | 593 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 3 | 17 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.104 | 3.422 |
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 237 | 471 |
| Verlust aus dem Abgang von Anlagevermögen | 78 | 3 |
| Abschreibungen auf Firmenwert | 18.005 | - |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 18.320 | 474 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus Förderprojekten in Höhe von T € 619 (2013: T € 593) enthalten. Dabei handelt es sich um Zuwendungen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie sowie der EU. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten die Abschreibungen auf den Firmenwert für die CGU Wiederverkäufer in Höhe von T € 18.005. Nähere Erläuterungen finden sich im Anhang unter Nr. 15 und 16.
11 Finanzergebnis
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zinserträge | 358 | 363 |
| Finanzerträge | 358 | 363 |
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen | 6.554 | 4.192 |
| Finanzierungsaufwendungen | 6.554 | 4.192 |
In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus Finanzierungsverträgen in Höhe von T € 358 enthalten (2013: T € 363). Fremdkapitalkosten, die qualifizierten Vermögenswerten direkt zurechenbar gewesen wären, sind nicht angefallen.
Der Netto-Zinsaufwand aus Pensionsrückstellungen beträgt T € 223 (2013: T € 232).
12 Ergebnis je Aktie
Bei der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie teilt QSC das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden. Die Gesellschaft berechnet die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien näherungsweise als Mittelwert aus der jeweiligen Anzahl von Stammaktien zu den Quartalsstichtagen.
Bei der Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie teilt QSC das den Inhabern von Stammaktien der Gesellschaft zuzurechnende Ergebnis durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl von Stammaktien, die sich während des Jahres im Umlauf befinden, sowie die gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien, die sich aus der Umwandlung aller potenziellen Stammaktien mit Verwässerungseffekt in Stammaktien ergeben würde. Zum 31. Dezember 2014 betrug die Anzahl der potenziellen Stammaktien mit Verwässerungseffekt 141.543.
Im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses haben keine Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien stattgefunden, die die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien zum 31. Dezember 2014 erheblich verändert hätte.
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Konzernergebnis in T € | -33.915 | 23.612 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien | 124.125.487 | 123.833.301 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert) in € | -0,27 | 0,19 |
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Konzernergebnis in T € | -33.943 | 23.612 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener und wandelbarer Aktien | 124.267.030 | 125.783.722 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert) in € | -0,27 | 0,19 |
13 Personalkosten und Mitarbeiter
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 108.041 | 92.527 |
| Soziale Abgaben Arbeitgeber (Rentenversicherung) | 8.408 | 7.615 |
| Soziale Abgaben Arbeitgeber (Sonstige) | 7.000 | 7.058 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 107 | 803 |
| Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung | 689 | 434 |
| Personalkosten | 124.245 | 108.437 |
Die Löhne und Gehälter beinhalten Aufwendungen für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von T € 9.287 (2013: T € 1.492).
Im Geschäftsjahr 2014 beschäftigte der Konzern durchschnittlich 1.692 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2013: 1.620). Die folgende Tabelle zeigt deren Aufteilung in die wesentlichen Funktionsbereiche.
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Marketing und Vertrieb | 166 | 135 |
| Technik, Outsourcing, Consulting | 1.233 | 1.188 |
| Verwaltung | 265 | 269 |
| Vorstand und Stabsstellen | 28 | 28 |
| Anzahl der Mitarbeiter nach Bereichen (Durchschnittswerte) | 1.692 | 1.620 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ
14 Sachanlagen
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| in T€ | Gebäude und Grundstücke | Netzwerk und technische Anlagen | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Summe |
|---|---|---|---|---|
| Bruttowert 1.1.2013 | 29.607 | 344.000 | 53.795 | 427.402 |
| Zugänge | 945 | 18.951 | 2.361 | 22.257 |
| Abgänge | - | 948 | -87 | 861 |
| Umbuchungen | -594 | 1.719 | -1.213 | -88 |
| Bruttowert 31.12.2013 | 29.958 | 365.618 | 54.856 | 450.432 |
| Zugänge | 38 | 14.719 | 2.405 | 17.161 |
| Abgänge | - | -12.316 | -1.498 | -13.814 |
| Umbuchungen | -65 | 1 | 65 | - |
| Konsolidierungskreisänderungen | - | - | 20 | 20 |
| Bruttowert 31.12.2014 | 29.931 | 368.022 | 55.847 | 453.799 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen 1.1.2013 | 2.348 | 248.069 | 42.112 | 292.529 |
| Zugänge | 843 | 32.828 | 2.248 | 35.918 |
| Abgänge | - | 1.632 | -87 | 1.545 |
| Umbuchungen | - | 963 | -1.159 | -195 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2013 | 3.192 | 283.492 | 43.113 | 329.797 |
| Zugänge | 841 | 32.101 | 2.369 | 35.312 |
| Abgänge | - | -11.905 | -1.498 | -13.403 |
| Umbuchungen | -18 | - | 18 | - |
| Konsolidierungskreisänderungen | - | - | 9 | 9 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2014 | 4.015 | 303.689 | 44.011 | 351.715 |
| Buchwerte zum 31.12.2013 | 26.766 | 82.126 | 11.743 | 120.635 |
| Buchwerte zum 31.12.2014 | 25.915 | 64.333 | 11.836 | 102.084 |
Der Buchwert der im Rahmen von Finanzierungsverhältnissen und Mietkaufverträgen gehaltenen technischen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung betrug zum 31. Dezember 2014 T € 6.519 (2013: T € 8.606). Der Buchwert teilt sich auf technische Anlagen (T € 6.011) und Betriebs- und Geschäftsausstattung (T € 508) auf.
Während des Geschäftsjahres 2014 erfolgten insgesamt Zugänge in Höhe von T € 17.161 (2013: T € 22.257). Zum 31. Dezember 2014 enthielt der Posten "Netzwerk und technische Anlagen" Anlagen im Bau von T € 784 (2013: T € 449), die im Wesentlichen aus dem Ausbau der Rechenzentren resultieren.
Die Abschreibungen weist QSC in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung jeweils in den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Marketing- und Vertriebskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten aus. Im Geschäftsjahr 2014 wurden keine außerplanmäßigen Wertminderungen erfasst. Zur Sicherung von Darlehensverbindlichkeiten sind Grundstücke mit Grundschulden belastet (vgl. Anhang unter Nr. 28). Des Weiteren besteht eine Raumsicherungsübereignung zugunsten der kreditgebenden Bank für Sachanlagen - Einrichtungen und Geräte - auf dem Betriebsgrundstück in Hamburg, Grasweg 62-66.
15 Geschäfts- oder Firmenwert
Der Geschäfts- oder Firmenwert beträgt zum 31. Dezember 2014 T € 67.077 (2013: T € 76.265). Werterhöhend auf den Geschäfts- oder Firmenwert wirkte sich der Erwerb des Verschlüsselungsspezialisten FTAPI Software GmbH (T € 7.930) und der fonial GmbH (T € 887) aus. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden dem Segment Indirekter Vertrieb zugeordnet. Dem gegenüber steht ein im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung ermittelter Wertminderungsbedarf in Höhe von T € 18.005 für die Cash Generating Unit (CGU) Wiederverkäufer, der in der Konzern-Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wird. Weitere Einzelheiten hierzu sind im Anhang unter Nr. 16 detailliert erläutert.
16 Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte
Bei der Prüfung auf Wertminderung wurden die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte den folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, die den berichtspflichtigen Segmenten entsprechen, zugeordnet. Die Allokation erfolgte im Rahmen der Erstkonsolidierung zu den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten, denen die erworbenen Unternehmen zugeordnet wurden.
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Direkter Vertrieb | 32.706 | 32.706 |
| Indirekter Vertrieb | 31.232 | 22.415 |
| Wiederverkäufer | 3.139 | 21.144 |
| Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts | 67.077 | 76.265 |
Den erzielbaren Betrag der CGUs ermittelt QSC zunächst auf der Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Prognosen für Zahlungsmittelflüsse, die auf der Finanzplanung für einen Zeitraum von drei Jahren basieren. Dabei handelt es sich um die vom Vorstand erstellte Planung des Unternehmens. Die Planung basiert auf Erwartungen des Managements hinsichtlich der künftigen Entwicklung in den einzelnen Geschäftsbereichen und berücksichtigt sowohl externe Marktanalysen als auch unternehmensinterne Annahmen hinsichtlich der Vermarktungschancen innovativer Anwendungen im ITK-Markt.
In der CGU Direkter Vertrieb geht QSC zukünftig von einem soliden Wachstum aus. Die CGUs Indirekter Vertrieb und Wiederverkäufer dürften durch eine weiterhin markt- und regulierungsbedingte rückläufige Entwicklung im konventionellen TK-Geschäft einerseits und eine positive Entwicklung im ITK-Bereich mit innovativen Anwendungen andererseits geprägt sein. Die Entwicklung in diesen CGUs ist insbesondere von der Vermarktung eigener margenstarker innovativer Produkte und Dienstleistungen abhängig, für die nach Erwartungen des Managements ein starkes Wachstumspotenzial ab 2016 besteht. Für alle drei CGUs wurde wie im Vorjahr eine nachhaltige Wachstumsrate von 1,0 Prozent angenommen.
Für die Diskontierung der erwarteten Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wurden die segmentspezifischen gewichteten Gesamtkapitalkostensätze (WACC) ermittelt. Für die CGU Direkter Vertrieb beträgt der Kapitalisierungszinssatz nach Steuern 9,51 Prozent (2013: 11,61 Prozent), für den Indirekten Vertrieb 9,86 Prozent (2013: 12,53 Prozent) und für das Segment Wiederverkäufer 10,91 Prozent (2013: 14,36 Prozent). Diese Abzinsungssätze spiegeln die Schätzungen des Managements hinsichtlich der unternehmensspezifischen Risiken wider. Sie berücksichtigen neben einem Basiszinssatz und einer Marktrisikoprämie auch weitere Risikozuschläge, die sich sowohl an der Risikostruktur des jeweiligen Segments als auch der IT- und Telekommunikationsbranche orientieren. Der Basiszinssatz, der eine risikofreie und fristadäquate Alternativanlage repräsentiert, wurde anhand der Zinsstrukturkurve für öffentliche Anleihen zum 31. Dezember 2014 ermittelt. Die höheren Kapitalisierungszinssätze für die CGUs Indirekter Vertrieb und Wiederverkäufer reflektieren das Maß der Ungewissheit, das der geplanten Umsatz- und Ergebnissteigerung in Verbindung mit der Vermarktung neuer Produkte und Dienstleistungen innewohnt. Die entsprechenden segmentspezifischen Kapitalisierungszinssätze vor Steuern betragen jeweils 13,52 Prozent für den Direkten Vertrieb (2013: 16,98 Prozent), 14,55 Prozent für den Indirekten Vertrieb (2013: 18,51 Prozent) sowie 13,46 Prozent für Wiederverkäufer (2013: 18,83 Prozent).
Im Rahmen der Ermittlung des Nutzungswerts der CGUs bestehen Prognoseunsicherheiten insbesondere im Hinblick auf die Preis- und Marktanteilsentwicklung, die bei der Planung der Umsatzerlöse sowie des Bruttoergebnisses vom Umsatz zu berücksichtigen sind, sowie auf die Investitionsquote und den Abzinsungszinssatz. In Bezug auf Marktsegmente mit cloudbasierten Produkten geht QSC auch weiterhin von einer hohen Steigerungsrate des Marktpotenzials aus. Jedoch wurden im Vergleich zum Vorjahr auf das durch QSC erzielbare Umsatzvolumen in diesen Märkten konservativere Annahmen getroffen. QSC ist der Auffassung, dass die zur Bestimmung der Nutzungswerte der CGUs getroffenen Grundannahmen, insbesondere die Kapitalisierungszinssätze, die Risikosituation angemessen widerspiegeln. Ebenso wurde bei der Planung unterstellt, dass keine über das aktuelle Niveau hinausreichenden Investitionen erforderlich sind, die eine Verbesserung oder Erhöhung der Ertragskraft der CGUs erst ermöglichen würden.
Der für die CGU Wiederverkäufer ermittelte Value-in-Use liegt unter Berücksichtigung der konservativeren Planungsannahmen bei T € 22.213, dementsprechend ergibt sich ein Wertminderungsbedarf in Höhe von T € 18.005.
Im Rahmen der Werthaltigkeitsprüfung wurden diverse Szenarioanalysen durchgeführt. Der geschätzte erzielbare Betrag der CGUs Direkter Vertrieb und Indirekter Vertrieb überschreitet deren Buchwert um T € 28.900 bzw. T € 83.744. QSC hat festgestellt, dass eine mögliche, aber unwahrscheinliche Änderung einer wesentlichen Annahme dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt. Die Szenariorechnungen bezüglich der Free Cashflows betreffen die Erwartungen hinsichtlich der Umsatzerlöse und Erfolgsbeiträge. Ein Wertminderungsbedarf ergäbe sich, wenn ceteris paribus im letzten Planjahr und damit im nachhaltigen Zustand die Umsatzerlöse in der CGU Direkter Vertrieb und in der CGU Indirekter Vertrieb um rund 3,0 Prozent bzw. 21,0 Prozent unter den angenommenen Planumsätzen liegen. In der CGU Wiederverkäufer ergäbe sich ein Wertminderungsbedarf in voller Höhe, wenn im letzten Planjahr und im nachhaltigen Zustand die Umsatzplanung um rund 2,0 Prozent unterschritten wird.
17 Andere immaterielle Vermögenswerte
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| in T€ | Lizenzen | Software | Kundenan- schaltungen | Kunden- stämme | Marken | Sonstige |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Bruttowert 1.1.2013 | 1.663 | 28.062 | 121.975 | 36.223 | 2.426 | 15.364 |
| Zugänge | 208 | 10.860 | 6.136 | - | - | 100 |
| Abgänge | - | - | - | - | - | - |
| Umbuchungen | - | 88 | - | - | - | - |
| Bruttowert 31.12.2013 | 1.870 | 39.010 | 128.112 | 36.223 | 2.426 | 15.464 |
| Zugänge | 98 | 5.213 | 7.468 | - | - | 100 |
| Abgänge | - | -33 | - | - | - | - |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - | - |
| Konsolidierungskreisänderungen | - | 2.410 | - | - | - | - |
| Bruttowert 31.12.2014 | 1.968 | 46.600 | 135.580 | 36.223 | 2.426 | 15.564 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen 1.1.2013 | 1.082 | 20.836 | 114.386 | 4.216 | 834 | 13.834 |
| Zugänge | 94 | 3.578 | 6.859 | 2.366 | 1.592 | 424 |
| Abgänge | - | - | - | - | - | - |
| Umbuchungen | - | 195 | - | - | - | - |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2013 | 1.176 | 24.609 | 121.246 | 6.581 | 2.426 | 14.258 |
| Zugänge | 107 | 4.875 | 6.832 | 2.368 | - | 232 |
| Abgänge | - | -32 | - | - | - | - |
| Umbuchungen | - | - | - | - | - | - |
| Konsolidierungskreisänderungen | - | 1 | - | - | - | - |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2014 | 1.283 | 29.452 | 128.077 | 8.949 | 2.426 | 14.490 |
| Buchwerte zum 31.12.2013 | 694 | 14.401 | 6.866 | 29.642 | - | 1.206 |
| Buchwerte zum 31.12.2014 | 686 | 17.148 | 7.503 | 27.274 | - | 1.074 |
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| in T€ | Summe |
|---|---|
| Bruttowert 1.1.2013 | 205.713 |
| Zugänge | 17.304 |
| Abgänge | - |
| Umbuchungen | 88 |
| Bruttowert 31.12.2013 | 223.105 |
| Zugänge | 12.879 |
| Abgänge | -33 |
| Umbuchungen | - |
| Konsolidierungskreisänderungen | 2.410 |
| Bruttowert 31.12.2014 | 238.361 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen 1.1.2013 | 155.188 |
| Zugänge | 14.913 |
| Abgänge | - |
| Umbuchungen | 195 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2013 | 170.295 |
| Zugänge | 14.413 |
| Abgänge | -32 |
| Umbuchungen | - |
| Konsolidierungskreisänderungen | 1 |
| Abschreibungen und Wertberichtigungen 31.12.2014 | 184.677 |
| Buchwerte zum 31.12.2013 | 52.809 |
| Buchwerte zum 31.12.2014 | 53.684 |
In den Zugängen der immateriellen Vermögenswerte sind selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (aktivierte Entwicklungskosten) in Höhe von T € 1.767 (2013: T € 4.635) enthalten. Der Buchwert der aktivierten Entwicklungskosten beträgt insgesamt T € 7.933 (2013: T € 7.132). Dieser Betrag teilt sich auf in bereits fertiggestellte Entwicklungen in Höhe von T € 3.587 und noch nicht fertiggestellte Entwicklungen in Höhe von T € 4.346.
Die Nutzungsdauer der aktivierten Entwicklungskosten (selbst erstellte Software) beträgt vier Jahre; über diesen Zeitraum werden sie linear abgeschrieben. Die kumulierten Abschreibungen betragen im abgelaufenen Geschäftsjahr T € 1.273 (2013: T € 54).
Die Konsolidierungskreisänderung beinhaltet die durch den Erwerb der FTAPI Software GmbH, München eingebrachte Verschlüsselungssoftware in Höhe von T € 2.410. Weitere Angaben befinden sich im Anhang unter Nr. 37.
Die Abschreibungen weist QSC in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung jeweils in den Kosten der umgesetzten Leistungen, den Marketing- und Vertriebskosten sowie den allgemeinen Verwaltungskosten aus. Im Geschäftsjahr 2014 gab es keine außerplanmäßigen Wertminderungen.
18 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.761 | 5.223 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 52.145 | 52.539 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 59.906 | 57.762 |
Die langfristigen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beruhen im Wesentlichen auf der Bilanzierung von Leasingforderungen im Rahmen von Mehrkomponentenverträgen. Für die ausgewiesenen Forderungen bestehen keine wesentlichen Eigentums- oder Verfügungsbeschränkungen. Die Buchwerte entsprechen den Zeitwerten.
Es werden in der Regel Vollamortisationsverträge ohne Kaufoption mit einer durchschnittlichen Laufzeit der Mietverträge von 36 bis 48 Monaten abgeschlossen. Nach Ablauf der Grundmietzeit besteht für den Konzern im Rahmen der Restverwertung die Möglichkeit der Vertragsverlängerung oder Veräußerung der Leasinggegenstände, für die keine Kaufoption eingeräumt wurde. Es werden keine Restwerte garantiert.
Im Rahmen eines Factoring-Abkommens mit der Norddeutschen Landesbank Luxembourg S.A. verkauft QSC fortlaufend bestimmte kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem Gesamtvolumen von 18,5 Millionen Euro an die Bank. Zum Stichtag wurden Forderungen mit einem Nominalbetrag von 18,5 Millionen Euro (2013: 18,4 Millionen Euro) übertragen.
Der Nominalbetrag entspricht dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Forderungen. Die übertragenen Forderungen sind ausgebucht worden. QSC trägt hinsichtlich der übertragenen Forderungen ein maximales Ausfallrisiko von T € 370 (2013: T € 370). Dieser zur Sicherheit hinterlegte Betrag wurde im Berichtsjahr wie im Vorjahr nicht in Anspruch genommen. Bereits verkaufte Forderungen können zu jedem Ankaufstermin von der QSC zurückgekauft werden.
Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von 30 bis 90 Tagen. Sämtliche Forderungen, die mehr als 90 Tage überfällig sind, werden in voller Höhe in die Wertberichtigung eingestellt. Die Forderungen aus dem Projektgeschäft unterliegen der Einzelfallbetrachtung, d. h., sämtliche Forderungen, die mehr als 180 Tage überfällig sind, werden einzeln auf etwaigen Wertberichtigungsbedarf hin analysiert. Zusätzlich wurde auf der Basis der Vergangenheitserfahrungen eine Wertberichtigung von 1 Prozent auf diejenigen Forderungen gebildet, die nicht einzeln abgewertet worden sind.
Zum 31. Dezember 2014 waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T € 4.353 (2013: T € 5.342) wertgemindert. Das Einzelwertberichtigungskonto entwickelte sich wie folgt:
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Wertberichtigung 1. Januar | 5.342 | 5.622 |
| Aufwandswirksame Zuführungen | 1.388 | 1.071 |
| Verbrauch | -241 | -343 |
| Auflösung | -2.136 | -1.008 |
| Wertberichtigung 31. Dezember | 4.353 | 5.342 |
Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unfertige Aufträge ausgewiesen, die nach der Percentage-of-Completion-Methode gemäß IAS 11 bilanziert werden. Der Posten setzt sich aus den bis zum Bilanzstichtag aufgelaufenen Auftragskosten und den anteilig, entsprechend der Cost-to-Cost-Methode realisierten Auftragsgewinnen für die jeweiligen Aufträge zusammen. Erhaltene Anzahlungen für die bilanzierten Aufträge wurden abgesetzt. Die für das Jahr 2014 erfassten Auftragserlöse betrugen T € 2.638 (2013: T € 1.353). Im Rahmen der Bewertung von langfristigen Fertigungsaufträgen wurden im Geschäftsjahr wie im Vorjahr keine Abwertungen vorgenommen.
Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von T € 875 (2013: T € 509) werden unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die daraus resultierenden Ergebnisse sind im Anhang unter Nr. 6 erläutert.
Die Analyse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Bruttoforderungen | ||
| davon wertgemindert | 5.180 | 4.950 |
| davon weder überfällig noch wertgemindert | 50.028 | 42.934 |
| davon überfällig, jedoch nicht wertgemindert | ||
| < 90 Tage | 9.079 | 13.134 |
| 91-120 Tage | 38 | 176 |
| > 120 Tage | 760 | 1.910 |
| Bruttoforderungen | 65.085 | 63.104 |
19 Vorauszahlungen
Die langfristigen Vorauszahlungen in Höhe von T € 2.641 (2013: T € 2.226) sowie die kurzfristigen Vorauszahlungen in Höhe von T € 6.493 (2013: T € 5.070) enthalten im Wesentlichen Vorauszahlungen für Mietleitungen und Technikräume, Versicherungen und Wartungsverträge.
20 Vorratsvermögen
Das Vorratsvermögen zum 31. Dezember 2014 beträgt T € 1.278 (2013: T € 1.746) und enthält im Wesentlichen die im Vorrat befindlichen Warenbestände. Die Endkundengeräte werden zum Anschaffungszeitpunkt im Umlaufvermögen ausgewiesen und mit Versand an den Endkunden in das Anlagevermögen gebucht. Wertminderungen wurden im Jahr 2014 in Höhe von T € 584 (2013: T € 0) berücksichtigt. Des Weiteren wird im Vorratsvermögen Verbrauchsmaterial in Höhe von T € 27 (2013: T € 34) ausgewiesen.
21 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betragen T € 1.855 (2013: T € 1.565) und bestehen im Wesentlichen aus Ansprüchen gegen Vorlieferanten. Weiterhin sind in diesem Posten Sicherheiten in Höhe von T € 370 (2013: T € 370) enthalten, die aufgrund der verkauften Forderungen in ihrer Verfügung beschränkt sind.
22 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Bei den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten in Höhe von T € 343 (2013: T € 343) handelt es sich um Anteile an Geldmarktfonds. Diese Anteile sind bei einem Kreditinstitut zur Besicherung von Bürgschaften hinterlegt.
23 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betragen T € 87.803 (2013: T € 58.716) und sind Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände.
24 Gezeichnetes Kapital
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | ||
| Grundkapital in T € | 124.142 | 124.057 |
| Nennwertlose Stammaktien | 124.142.487 | 124.057.487 |
Jede Aktie berechtigt den eingetragenen Inhaber zur Abgabe einer Stimme bei der Hauptversammlung und hat volle Dividendenberechtigung. Es gibt keinerlei Einschränkungen des Stimmrechts. Das Grundkapital erhöhte sich im Jahr 2014 um T € 85 ausschließlich durch die Ausgabe von Stammaktien im Rahmen der Aktienoptionsprogramme. Der rechnerische Wert der Anteile beträgt jeweils € 1,00. Alle ausgegebenen Anteile sind voll eingezahlt.
25 Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage beträgt zum 31. Dezember 2014 T € 142.069 (2013: T € 141.286). In diesem Betrag ist die abgegrenzte aktienbasierte Vergütung aus dem Aktienoptionsprogramm enthalten. Die Veränderung zum Vorjahr resultiert zum einen aus nicht zahlungswirksamer aktienbasierter Vergütung in Höhe von T € 689 und zum anderen aus der Ausübung von Wandelschuldverschreibungen in Höhe von T € 94. Eine Verwendung der Kapitalrücklage kann nur nach den Regeln des Aktiengesetzes erfolgen.
26 Genehmigtes und bedingtes Kapital
Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 19. Mai 2015 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und /oder Sacheinlage einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt € 65.000.000 zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen.
Bedingtes Kapital
Das bedingte Kapital beträgt zum 31. Dezember 2014 T € 30.770. Dieser Betrag betrifft mit T € 5.770 bedingte Kapitalerhöhungen, die nur insoweit durchgeführt sind, wie die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen aus den QSC-Aktienoptionsplänen von dem Wandlungsrecht aus Schuldverschreibung Gebrauch machen.
Das bedingte Kapital in Höhe von T € 25.000 betrifft eine bedingte Kapitalerhöhung, die nur insoweit durchgeführt ist, als die Inhaber von Options- und / oder Wandelanleihen, die von der QSC oder einer Konzerngesellschaft im Sinne des § 18 AktG, an der die QSC unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist, gemäß der bis zum 19. Mai 2015 geltenden Ermächtigung durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. Mai 2010 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihrem Options- bzw. Wandlungsrecht aus dieser Schuldverschreibung Gebrauch machen oder ihre Pflicht zur Optionsausübung bzw. Wandlung erfüllen und soweit nicht ein Barausgleich gewährt oder eigene Aktien der Gesellschaft oder Aktien einer börsennotierten anderen Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorgenannten Ermächtigungsbeschlusses zu bestimmenden Options- bzw. Wandlungspreis.
27 Sonstige Rücklagen
Die sonstigen Rücklagen enthalten die Gewinne und Verluste der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte, die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste der leistungsorientierten Pensionspläne sowie die Verluste aus Änderungen der Zeitwerte von langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Die Entwicklung in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 ist in der Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals sowie in der Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen dargestellt.
Die sonstigen Rücklagen setzen sich zum 31. Dezember wie folgt zusammen:
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Sonstige Rücklagen | ||
| Zeitwertänderung zur Veräußerung verfügbarer Vermögenswerte | -1 | -1 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste Pensionspläne | -1.590 | -1.175 |
| Zeitwertänderung Cashflow-Hedge | -1.475 | - |
| Sonstige Rücklagen | -3.066 | -1.176 |
Es handelt sich jeweils um Werte nach Berücksichtigung von latenten Steuern.
28 Verzinsliche Schulden
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| in T€ | Durchschnittlicher Zinssatz in % in 2014 | Fälligkeit | 2014 | 2013 |
|---|---|---|---|---|
| Kurzfristige Schulden | ||||
| aus Finanzierungs- und Finanzierungsleasingverträgen | 3,67 | 2015 | 4.427 | 5.530 |
| gegenüber Kreditinstituten | 5,30 | 2015 | 4.518 | 2.868 |
| Kurzfristige Schulden | 8.945 | 8.398 | ||
| Langfristige Schulden | ||||
| aus Wandelschuldverschreibungen | 3,50 | 2015 - 2019 | 25 | 19 |
| gegenüber Kreditinstituten | 2,49 | 2016 - 2021 | 156.550 | 82.697 |
| davon festverzinslich (T € 69.050) | 2,79 | |||
| davon variabel verzinslich (T € 87.500) | 2,25 | |||
| aus Finanzierungs- und Finanzierungsleasingverträgen | 3,67 | 2016 - 2019 | 4.447 | 8.835 |
| Langfristige Schulden | 161.022 | 91.551 | ||
| Verzinsliche Schulden | 169.967 | 99.949 |
Kurzfristige verzinsliche Schulden
Bei den kurzfristigen Schulden aus Finanzierungs- und Finanzierungsleasingverträgen sowie gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um feste Rückzahlungsverpflichtungen bis Ende 2015.
Langfristige verzinsliche Schulden
Zum 31. Dezember 2014 standen 2.514.712 Wandelschuldverschreibungen aus den Aktienoptionsprogrammen aus. Die Wandelschuldverschreibungen haben jeweils einen Nennwert in Höhe von € 0,01. Zu weiteren Erläuterungen wird auf Anhang Nr. 39 verwiesen.
Bei den langfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten handelt es sich zum Bilanzstichtag in Höhe von T € 150.000 um Schulden aus fünf Tranchen eines im Mai 2014 aufgenommenen Schuldscheindarlehens. Die Konditionen der einzelnen Tranchen sind aus der folgenden Tabelle ersichtlich. Neben dem Schuldscheindarlehen verfügt QSC über weitere langfristige Darlehen gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T € 6.550.
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| Nominalbetrag in T€ |
Laufzeit | Zinssatz | |
|---|---|---|---|
| Variabel verzinsliche Tranchen | |||
| Tranche 1 | 56.500 | 5 Jahre | 6-Monats-Euribor + 1,4 % |
| Tranche 2 | 20.000 | 5 Jahre | 3-Monats-Euribor + 1,2 % |
| Tranche 3 | 11.000 | 7 Jahre | 6-Monats-Euribor + 1,8 % |
| Variabel verzinsliche Tranchen | 87.500 | ||
| Festverzinsliche Tranchen | |||
| Tranche 4 | 38.500 | 5 Jahre | 2,29 % |
| Tranche 5 | 24.000 | 7 Jahre | 3,05 % |
| Festverzinsliche Tranchen | 62.500 |
Zur Absicherung des Zahlungsstromrisikos aus den variabel verzinslichen Tranchen des Schuldscheindarlehens in Höhe von T € 87.500 hat QSC drei Zinsswaps abgeschlossen; davon haben T € 76.500 eine Laufzeit bis zum 20. Mai 2019 und T € 11.000 eine Laufzeit bis zum 20. Mai 2021. Die Zinsswaps erfüllen die Voraussetzungen des IAS 39 zum Hedge Accounting (Cashflow-Hedges). Die Zinsswaps sind hinsichtlich der Laufzeit und variablen Zinssätze kongruent zu den gesicherten Tranchen des Schuldscheindarlehens. Die zugrunde liegende Effektivitätsmessung wird zu jedem Bilanzstichtag auf der Basis der hypothetischen Derivate-Methode durchgeführt.
Der negative Marktwert der Zinsswaps zum Bilanzstichtag beträgt T € 2.262 (2013: T € 0) und wird in den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten (vgl. Anhang Nr. 33) ausgewiesen. Die Marktwertbewertung für die Zinsswaps wurde von der vermittelnden Bank vorgenommen; die Marktbewertung leitet sich entweder vom Mid-Market-Preis oder, wenn als Geld- und Briefkurs ausgedrückt, vom indikativen Preis ab, zu dem die Bank das Finanzinstrument zum Geschäftsschluss des jeweiligen Bewertungsstichtages am relevanten Marktplatz beendet und abgeschlossen bzw. zurückgekauft und verkauft hätte.
Die in der Gesamtergebnisrechnung erfolgsneutral erfasste Wertänderung der Zinsswaps beträgt vor latenten Steuern T € 2.180 (2013: T € 0). Bei dem Restbetrag in Höhe von T € 82 handelt es sich um aufgelaufene Zinsen, die in den Finanzierungsaufwendungen enthalten sind.
Im Berichtszeitraum wurden keine Beträge in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfasst, die aus Ineffektivitäten der Sicherungsbeziehung resultieren. Die erwarteten Zahlungen aus der Sicherungsbeziehung umfassen die Zinszahlungen aus dem Grund- und Sicherungsgeschäft, die über die Laufzeit laufend anfallen und im Zinsaufwand enthalten sind.
Unter Berücksichtigung der als effektiv einzustufenden Sicherungsbeziehung durch die Zinsswaps weist das Schuldscheindarlehen hinsichtlich der variabel verzinslichen Tranchen eine effektive Verzinsung auf, die derjenigen eines festverzinslichen Instruments mit einem Zinssatz von 2,25 Prozent entspricht. Dies entspricht für die variablen Tranchen einer jährlichen Zinszahlung von T € 1.967 bis zur ersten Fälligkeit in 2019 bzw. danach von T € 248 bis zur Fälligkeit in 2021.
Darüber hinaus verfügt QSC über Kreditzusagen aus dem im September 2011 abgeschlossenen Konsortialdarlehensvertrag. Die Darlehensnehmer sind die QSC, Ventelo und Plusnet. Die Höhe dieses Darlehensrahmens auf revolvierender Basis beträgt T € 130.000 und hat eine Laufzeit bis zum 16. September 2016. Zum 31. Dezember 2014 wurden keine Darlehensbeträge in Anspruch genommen (2013: T € 73.000). Der Zinssatz beträgt aktuell Euribor zuzüglich durchschnittlicher 2,5 Prozentpunkte, wobei der Margenzuschlag sich in Abhängigkeit von der Finanz- und Ertragslage ändern kann.
Die in Anspruch genommenen Darlehensbeträge dienen der allgemeinen Betriebsmittelfinanzierung. Die Inanspruchnahme der Darlehensbeträge setzt voraus, dass QSC während des Zeitraums der Darlehensgewährung bestimmte Finanzkennzahlen erreicht. Die Finanzkennzahlen betreffen die Entwicklung des Eigenkapitals sowie die Fähigkeit zur Bedienung der Verbindlichkeiten. Die vereinbarten Finanzkennzahlen wurden im Geschäftsjahr 2014 eingehalten.
Zur Sicherung von Darlehensverbindlichkeiten ist das Grundstück Grasweg in Hamburg mit Grundschulden von T € 23.000 belastet. Daneben besteht eine Raumsicherungsübereignung zugunsten der kreditgebenden Bank. Zur Sicherung von weiteren Darlehensverbindlichkeiten der QSC ist das Betriebsgelände einer Tochtergesellschaft mit einer Grundschuld von T € 2.300 belastet. Daneben besteht eine Sicherungsabtretung für sämtliche Ansprüche auf Miet- und Pachtzins aus einem Generalunternehmervertrag zwischen der Tochtergesellschaft und einem Kunden.
Bei den langfristigen Schulden aus Finanzierungsverträgen handelt es sich insbesondere um ein Annuitätendarlehen, das zur Finanzierung von Gebäuden und Rechenzentren in Anspruch genommen wurde. Bei den langfristigen Schulden aus Finanzierungsverträgen handelt es sich um feste Zahlungsverpflichtungen für den Zeitraum 2016 bis 2019.
29 Pensionsrückstellungen
QSC hat leistungsorientierte Pensionspläne aufgelegt, die teilweise über Rückdeckungsversicherungen abgesichert sind, die als Planvermögen im Sinne von IAS 19 klassifiziert werden.
Die Pensionsrückstellungen decken die Verpflichtungen aus Versorgungszusagen gegenüber einem ehemaligen Vorstandsmitglied von QSC und zwei ehemaligen Vorstandsmitgliedern der INFO AG sowie Verpflichtungen aus Pensionszusagen, die einem Teil der Mitarbeiter von QSC und Ventelo in Vorjahren gegeben wurden.
Die betriebliche Altersversorgung beruht auf leistungsorientierten Versorgungszusagen, bei denen im Wesentlichen die jeweilige Dauer der Unternehmenszugehörigkeit und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich sind. Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, zum Beispiel dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinsrisiko. Die Pensionsrückstellungen sind für leistungsorientierte Versorgungspläne nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren entsprechend den Vorgaben in IAS 19 unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung bewertet. Biometrische Rechnungsgrundlagen sind die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
QSC erfasst die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, wie im Vorjahr, erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis. Der kumulierte, in der Aufstellung der erfassten Aufwendungen und Erträge erfasste Betrag der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste beträgt 2014 T € 2.343 (2013: T € 1.730).
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert zum 1. Januar | 7.874 | 7.449 |
| Dienstzeitaufwand | 24 | 132 |
| Zinsaufwand | 223 | 232 |
| Versicherungsmathematische Verluste (Gewinne) | 561 | -113 |
| aufgrund der Veränderungen der demografischen Annahmen | - | 39 |
| aufgrund der Veränderungen von finanziellen Annahmen | 713 | -152 |
| aufgrund von Anpassungen (experience adjustments) | -152 | - |
| Pensionszahlungen | -243 | -132 |
| Übertragungen von Verpflichtungen | - | 306 |
| Anwartschaftsbarwert zum 31. Dezember | 8.439 | 7.874 |
| Beizulegender Zeitwert des Fondsvermögens zum 1. Januar | -1.109 | -545 |
| Zinserträge | -40 | -23 |
| Erträge aus Planvermögen ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind | 52 | 24 |
| Zahlung aus dem Fondsvermögen | 151 | - |
| Transfer | -5 | -359 |
| Beiträge durch die Gesellschaft | -207 | -207 |
| Beizulegender Zeitwert des Fondsvermögens zum 31. Dezember | -1.158 | -1.109 |
| Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember | 7.281 | 6.765 |
| Abzinsungsfaktor | 1,53 % - 2,05 % | 2,70 % - 3,30 % |
| Gehaltssteigerungsrate | 2,28 % | 3,30 % |
| Rententrend | 1,78 % - 2,00 % | 2,00 % - 2,70 % |
Die Summe der versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste nach Steuern beträgt T € 415 (2013: T € -31).
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste sowie die Erträge aus Planvermögen ohne Beträge, die in den Nettozinsaufwendungen und -erträgen enthalten sind, werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung erfassten Aufwendungen und Erträge aus den leistungsorientierten Plänen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand | 24 | 132 |
| Zinsaufwand | 223 | 232 |
| Erwartete Erträge des Fondsvermögens | -40 | -23 |
| Pensionsaufwand | 207 | 341 |
Für 2015 werden Pensionszahlungen in Höhe von T € 255 sowie Finanzierungsbeiträge zum Planvermögen in Höhe von T € 206 erwartet.
Eine Veränderung der oben genannten, für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen zum Stichtag verwendeten Annahmen von jeweils einem halben Prozentpunkt würde die Pensionsverpflichtungen folgendermaßen erhöhen bzw. vermindern:
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| Veränderung der Pensionsverpflichtung in T€ |
Pensionsverpflichtung in T€ |
|
|---|---|---|
| Veränderung Rechnungszinssatz + 0,5 % | -651 | 7.788 |
| Veränderung Rechnungszinssatz - 0,5 % | 738 | 9.177 |
QSC hat 2014 erfahrungsbedingte Anpassungen der Anwartschaftsbarwerte und der Fondsvermögen vorgenommen, die zu versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von T € 152 (2013: T € 0) führten.
30 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben eine Laufzeit von unter einem Jahr.
31 Rückstellungen
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Langfristige Rückstellungen per 1. Januar | 370 | 856 |
| Umbuchung in kurzfristige Rückstellungen | -40 | -226 |
| Zuführung | 20 | 17 |
| Inanspruchnahme | -45 | - |
| Auflösung | - | -277 |
| Langfristige Rückstellungen per 31. Dezember | 305 | 370 |
Die Langfristigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen T € 250 (2013: T € 234) und sonstige Personalrückstellungen T € 54 (2013: T € 51). Die Rückbauverpflichtungen ergeben sich typischerweise am Ende der Mietzeit. Die Mietverträge haben unterschiedliche Endzeiten von 2019 bis 2028. Entsprechend verteilen sich die Fälligkeiten der Rückbauverpflichtungen.
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Übrige Rückstellungen per 1. Januar | 1.169 | 2.265 |
| Umbuchung aus langfristigen Rückstellungen | -40 | 226 |
| Zugang aus Änderung des Konsolidierungskreises | 174 | - |
| Zuführung | 9.149 | 1.062 |
| Inanspruchnahme | -1.005 | -2.199 |
| Auflösung | - | -185 |
| Übrige Rückstellungen per 31. Dezember | 9.447 | 1.169 |
| Rückstellungen Prozessrisiken per 1. Januar | 1.486 | 4.176 |
| Zugang aus Änderung des Konsolidierungskreises | 13 | - |
| Zuführung | 57 | 156 |
| Inanspruchnahme | -90 | -865 |
| Auflösung | -30 | -1.981 |
| Rückstellungen Prozessrisiken per 31. Dezember | 1.436 | 1.486 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen per 31. Dezember | 10.883 | 2.655 |
Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Prozessrisiken und Personalrückstellungen. Die Bewertung wurde aufgrund von Erfahrungswerten vergangener Perioden vorgenommen. Die kurzfristigen Rückstellungen beinhalten Aufwendungen für die Beendigung von Arbeitsverhältnissen in Höhe von T € 8.287. Davon entfallen T € 7.189 auf Abfindungen und Gehaltsfortzahlungen, die für den geplanten Personalabbau im Rahmen des Programms zur Kostenreduzierung benötigt werden. Die weiteren T € 1.098 betreffen Abfindungen und Gehaltsfortzahlungen für bereits in 2014 ausgeschiedene Mitarbeiter.
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Steuerrückstellungen per 1. Januar | 3.068 | 3.505 |
| Zuführung | - | 2.123 |
| Inanspruchnahme | -1.074 | -2.479 |
| Auflösung | -237 | -81 |
| Steuerrückstellungen per 31. Dezember | 1.757 | 3.068 |
In den Steuerrückstellungen sind Rückstellungen für Gewerbesteuer in Höhe von T € 1.156 und Rückstellungen für Körperschaftsteuer in Höhe von T € 601 enthalten.
32 Rechnungsabgrenzungsposten
Einmalige Umsatzerlöse aufgrund von Kundeninstallationen werden passivisch abgegrenzt und über eine durchschnittliche Vertragslaufzeit von 24 Monaten anteilig erfolgswirksam aufgelöst. Vorauszahlungen von Kunden werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die betreffende Leistung erfolgt ist, ebenfalls passivisch abgegrenzt.
33 Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten
Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2014 betragen T € 9.209 (2013: T € 0). Diese betreffen mit T € 5.802 den Zeitwert der im Zusammenhang mit dem Erwerb der Anteile an der FTAPI Software GmbH (nachfolgend auch "FTAPI") ausgegebenen Put-Optionen, mit T € 900 den Zeitwert der Put-Optionen, die im Zusammenhang mit der Gründung der fonial GmbH gewährt wurden, mit T € 2.262 den negativen Zeitwert von derivativen Zinssicherungsinstrumenten und mit T € 245 die Verpflichtung aus einem Mitarbeiterbeteiligungsprogramm bei FTAPI.
Beim Erwerb der Mehrheit an FTAPI wurden mit den Minderheitsgesellschaftern Vereinbarungen getroffen, nach denen QSC in definierten Ausübungszeiträumen in den Jahren 2017 bis 2019 die Restanteile an FTAPI nach einer definierten Preisformel erwerben kann (Kaufoption). Umgekehrt können die verbleibenden Gesellschafter ihre Anteile an FTAPI der QSC in den gleichen Ausübungszeiträumen nach einer definierten Preisformel zum Kauf andienen (Andienungsoption). Entsprechend den Bestimmungen des IAS 32.23 wurde für die Verpflichtung von QSC aus der Andienungsoption der verbleibenden Gesellschafter im Rahmen der Erstkonsolidierung eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von T € 5.616 berücksichtigt (vgl. auch die Erläuterungen im Anhang Nr. 37). Für die Berechnung der Finanzverbindlichkeit (Zeitwert gemäß Stufe 3 nach IFRS 13.81) wurde auf den Barwert des erwarteten Ausübungspreises für die Andienungsoption abgestellt, wobei im Erwerbszeitpunkt ein risiko- und fristadäquater Zinssatz von 4,28 Prozent verwendet wurde. Der Kaufpreis für die Restanteile ist dabei abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung von FTAPI im Ausübungszeitraum für die Optionen. QSC geht gemäß Planung davon aus, dass die Put-Optionen in 2017 gezogen werden. Für die Bewertung der Put-Optionen wird das für 2016 erwartete EBITDA von FTAPI mit einem vertraglich festgelegten Faktor multipliziert und um die Nettoverschuldung reduziert.
Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2014 wurde eine Neubewertung der Kaufoptionen unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 5 Prozent durchgeführt. Die aus der Neubewertung resultierte Zeitwerterhöhung um T € 186 wurde erfolgsneutral im Konzern-Eigenkapital berücksichtigt. Eine ähnliche Verabredung wurde auch mit dem Minderheitsgesellschafter der fonial GmbH getroffen (siehe auch weitere Erläuterungen unter Anhang Nr. 37). Die Optionen können in den Jahren 2018 und 2019 ausgeübt werden. Maßgeblich für die Bewertung der Optionen ist der Enterprise Value, der sich aus zwei Komponenten zusammensetzt: zum einen aus dem EBIT für das Jahr 2017 bzw. 2018, zum anderen aus der Erreichung operativer Leistungsparameter für die beiden Jahre. Gemäß Planung geht QSC davon aus, dass die Optionen in 2018 ausgeübt werden. Unter Berücksichtigung eines Zinssatzes von 5 Prozent liegt der Zeitwert der Optionen (Zeitwert gemäß Stufe 3 nach IFRS 13.81) zum Erwerbsstichtag und zum 31. Dezember 2014 bei T € 900.
Die Bilanzposition beinhaltet mit T € 2.262 den negativen Marktwert der Zinsswaps, die zur Absicherung von Zahlungsstromrisiken aus den variabel verzinslichen Tranchen des Schuldscheindarlehens erworben wurden (vgl. Anhang Nr. 28).
Darüber hinaus wurden leitenden Mitarbeitern von FTAPI variable Vergütungszusagen gemacht, die in dem Zeitpunkt zum Tragen kommen, wenn der QSC die Restanteile an FTAPI angedient und von QSC erworben werden. Der Wert der Barvergütungen ist in seiner Höhe abhängig von der Kaufpreiszahlung von QSC für den Erwerb der Restanteile an FTAPI. Der Wert der Vergütung wurde zum Bilanzstichtag mit T € 245 ermittelt und erfolgswirksam erfasst.
34 Sonstige kurzfristige Schulden
Alle sonstigen kurzfristigen Schulden haben eine Laufzeit von unter einem Jahr und betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen aus Anstellungsverträgen, u. a. Ansprüche auf variable Vergütungen, Urlaubsansprüche und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer.
ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG
35 Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2014 T € 1.923 und lag damit um T € 62.239 unter dem Vorjahreswert von T € 64.162. Wesentliche Ursachen dafür waren das um T € 62.818 verringerte Ergebnis vor Steuern, eine erhebliche Reduzierung der Verbindlichkeiten mit einem Effekt von T € 22.513 gegenüber dem Vorjahr sowie gegenläufig die zahlungsunwirksame Erhöhung der Abschreibungen um T € 18.005 durch die außerplanmäßige Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert.
36 Cashflows aus Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug in 2014 T € -30.310 (2013: T € -31.679). Von den Investitionen des Jahres 2014 in Höhe von T € 30.040 sind T € 3.339 wegen der Fälligkeit in 2015 in den Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der Cashflow aus der Akquisition der Anteile an FTAPI abzüglich erworbener liquider Mittel beläuft sich auf T € 3.629.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 2014 T € 57.474 (2013: T € -8.587). Die Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme von Darlehen in Höhe von T € 150.000 (2013: T € 11.000) sowie der Rückzahlung von Darlehen in Höhe von T € 74.497 (2013: T € 4.602). Die gezahlten Zinsen in Höhe von T € 2.951 (2013: T € 3.080) und die erhaltenen Zinsen in Höhe von T € 248 (2013: T € 336) sind dem Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zuzuordnen.
SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN
37 Tochterunternehmen
Der Konzernabschluss von QSC beinhaltet folgende Beteiligungen:
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| in T€ | Anteil 31.12.2014 in % |
Eigenkapital 31.12.2014 | Jahresergebnis 2014 |
|---|---|---|---|
| Tochterunternehmen | |||
| (Angaben gemäß HGB-Einzelabschluss) | |||
| Ventelo GmbH ("Ventelo"), Köln | 100,00 | 169.738 | -1.095* |
| Plusnet GmbH & Co. KG ("Plusnet"), Köln** | 100,00 | 6.924 | - |
| BroadNet Deutschland GmbH ("BroadNet Deutschland"), Köln | 100,00 | 3.502 | 99**** |
| IP Colocation GmbH ("IP Colocation"), Nürnberg | 100,00 | 1.986 | 359 |
| Q-DSL home GmbH ("DSL home"), Köln | 100,00 | 1.293 | -34* |
| 010090 GmbH ("010090"), Köln | 100,00 | 156 | 447* |
| T&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG ("T&Q"), Köln | 100,00 | 190 | -153 |
| T&Q Verwaltungs GmbH ("T&Q Verwaltung"), Köln | 100,00 | 34 | 2 |
| 01012 Telecom GmbH ("01012"), Köln | 100,00 | 27 | 29* |
| F&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG ("F&Q"), Köln | 100,00 | 356 | - |
| Broadnet Services GmbH ("Broadnet Services"), Köln | 100,00 | 25 | 2.412* |
| 01098 Telecom GmbH ("01098"), Köln | 100,00 | 25 | 29* |
| 010052 Telecom GmbH ("010052"), Köln | 100,00 | 25 | 29* |
| 010088 Telecom GmbH ("010088"), Köln - vormals tengo GmbH, Köln | 100,00 | 25 | 29* |
| 01052 Communication GmbH ("01052"), Köln | 100,00 | 25 | 29* |
| Q-loud GmbH ("Q-loud"), Köln | 100,00 | 25 | -50* |
| tengo GmbH ("tengo"), Köln | 100,00 | 25 | -467* |
| Broadnet NGN GmbH ("Broadnet NGN"), Köln | 100,00 | 25 | -31* |
| F&Q Netzbetriebs Verwaltungs GmbH ("F&Q Verwaltung"), Köln | 100,00 | 27 | 1 |
| Plusnet Verwaltungs GmbH ("Plusnet Verwaltung"), Köln*** | 100,00 | 19 | 5 |
| fonial GmbH, Köln | 74,90 | 50 | -3 |
| FTAPI Software GmbH, München | 50,93 | -792 | -1.549 |
* Jahresergebnis vor Ergebnisabführung
** Die Anteile werden von der Ventelo GmbH gehalten
*** Die Anteile werden von der Plusnet GmbH & Co. KG gehalten
**** Der Gewinnabführungsvertrag wird aufgrund § 301 AktG nicht durchgeführt
Mit Vertrag vom 17. Dezember 2013 wurde die bereits zu 100 Prozent im Besitz von QSC befindliche Collutio Holding GmbH, Wien, auf die QSC AG verschmolzen. Die Verschmelzung ist mit Eintragung in das Handelsregister am 24. März 2014 wirksam geworden.
Am 24. Februar 2014 hat die QSC AG nominal 50,93 Prozent der Anteile an der Münchner FTAPI Software GmbH (nachfolgend auch "FTAPI"), einem Spezialisten für verschlüsselten Datenaustausch zwischen Geschäftskunden, übernommen. Unter Berücksichtigung der eigenen Anteile der Gesellschaft ergibt sich eine Beteiligungsquote der QSC AG in Höhe von 57,23 Prozent.
Für die Anteile von nominal 50,93 Prozent wurde an die bisherigen Gesellschafter ein Barkaufpreis von T € 3.056 gezahlt. Außerdem bestehen mit den Minderheitsgesellschaftern Vereinbarungen, nach denen QSC in definierten Ausübungszeiträumen in den Jahren 2017 bis 2019 die Restanteile an FTAPI nach einer definierten Preisformel erwerben kann (Kaufoption). Umgekehrt können die verbleibenden Gesellschafter ihre Anteile an FTAPI der QSC in den gleichen Ausübungszeiträumen nach einer definierten Preisformel zum Kauf andienen (Andienungsoption). Entsprechend den Bestimmungen des IAS 32.23 wurde für die Verpflichtung von QSC aus der Andienungsoption der verbleibenden Gesellschafter im Rahmen der Erstkonsolidierung eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von T € 5.616 berücksichtigt. Für die Berechnung der Finanzverbindlichkeit (Zeitwert gemäß Stufe 3 nach IFRS 13.81) wurde auf den Barwert des erwarteten Ausübungspreises für die Andienungsoption abgestellt, wobei ein risiko- und fristadäquater Zinssatz von 4,28 Prozent verwendet wurde. Der Kaufpreis für die Restanteile ist dabei abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung von FTAPI im Ausübungszeitraum für die Optionen.
Außerdem entstanden im Zusammenhang mit der Akquisition Anschaffungsnebenkosten in Höhe von T € 93, die erfolgswirksam in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung ausgewiesen werden.
Die Bestimmung der Anschaffungskosten sowie der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden führte zu einem Geschäfts- oder Firmenwert von T € 7.930. Dieser reflektiert im Wesentlichen die erwarteten Synergien aus der gemeinschaftlichen Tätigkeit von FTAPI und QSC sowie das zukünftige Erfolgspotenzial der innovativen Produkte im Bereich der Verschlüsselungstechnologie.
Bei der Erstkonsolidierung von FTAPI wurde bei der Bestimmung der Anschaffungskosten für den Unternehmenserwerb unterstellt, dass die Andienungsoptionen der verbleibenden Gesellschafter bereits zum Erwerbsstichtag ausgeübt worden sind (sogenannte Anticipated-Acquisition-Methode). Aufgrund des somit angenommenen Erwerbs von 100 Prozent der Anteile an FTAPI werden im Konzernabschluss keine nicht beherrschenden Anteile für die Minderheitsgesellschafter von FTAPI ausgewiesen. Dies führt dazu, dass der geschätzte Zeitwert der aus dem Andienungsrecht resultierenden Finanzverbindlichkeit im Erwerbszeitpunkt als zusätzliche Anschaffungskosten aus dem Unternehmenserwerb berücksichtigt worden ist.
Der Geschäfts- und Firmenwert aus der Erstkonsolidierung von FTAPI ermittelt sich wie folgt:
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| in T€ | |
|---|---|
| Vermögenswerte gesamt | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.409 |
| Sachanlagen | 11 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 87 |
| Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 62 |
| Vermögenswerte gesamt | 2.569 |
| Schulden gesamt | |
| Rückstellungen | 250 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 67 |
| Sonstige Schulden | 716 |
| Latente Steuern | 794 |
| Schulden gesamt | 1.827 |
| Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens | 742 |
| Anschaffungskosten (davon Zeitwert der Finanzverbindlichkeit aus den Andienungsrechten: T € 5.616) | 8.672 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7.930 |
Zum Stichtag valutiert die Finanzverbindlichkeit aus der Andienungsverpflichtung mit T € 5.802. Die Veränderung des Zeitwerts zwischen dem Erwerbsstichtag und dem Bilanzstichtag von T € 186 resultiert im Wesentlichen aus der Aufzinsung der Verbindlichkeit und wird erfolgsneutral im Eigenkapital gezeigt. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen langfristigen Schulden.
Im Zeitraum 24. Februar bis 31. Dezember 2014 hat FTAPI mit T € 269 zum Konzernumsatz und mit T € -1.368 zum Konzernergebnis beigetragen. Wenn der Erwerb bereits zum 1. Januar 2014 erfolgt wäre, wäre der Unterschied im Umsatz- und Ergebnisbeitrag nur unwesentlich gewesen. Am 3. Dezember 2014 hat die QSC AG zusammen mit einem Geschäftspartner die fonial GmbH mit Sitz in Köln (nachfolgend auch "fonial") gegründet. Der Kapital- und Stimmrechtsanteil der QSC AG beträgt 74,9 Prozent. Unternehmensgegenstand von fonial ist die Weiterentwicklung und Vermarktung einer cloudbasierten Telefonanlage.
Der Anteil am gezeichneten Kapital von fonial von T € 37 wurde durch die QSC in bar geleistet. Außerdem bestehen mit dem Minderheitsgesellschafter Vereinbarungen, nach denen QSC in definierten Ausübungszeiträumen in den Jahren 2018 bis 2019 die Restanteile an fonial nach einer definierten Preisformel erwerben kann (Kaufoption). Umgekehrt kann der nicht beherrschende Gesellschafter seinen Kapitalanteil der QSC in den gleichen Ausübungszeiträumen nach einer definierten Preisformel zum Kauf andienen (Andienungsoption). Entsprechend den Bestimmungen des IAS 32.23 wurde für die Verpflichtung von QSC aus der Andienungsoption der verbleibenden Gesellschafter eine Finanzverbindlichkeit in Höhe von T € 900 berücksichtigt. Für die Berechnung der Finanzverbindlichkeit (Zeitwert gemäß Stufe 3 nach IFRS 13.81) wurde auf den Barwert des erwarteten Ausübungspreises für die Andienungsoption abgestellt, wobei ein risiko- und fristadäquater Zinssatz von 5 Prozent verwendet wurde (vgl. Anhang Nr. 33). Der Kaufpreis für die Restanteile ist dabei abhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung von fonial im Ausübungszeitraum für die Optionen.
Die Bestimmung der Anschaffungskosten sowie der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden führte zu einem Geschäfts- oder Firmenwert von T € 887. Dieser reflektiert im Wesentlichen die erwarteten Synergien aus der gemeinschaftlichen Tätigkeit von fonial und QSC sowie das zukünftige Erfolgspotenzial aus cloudbasierten Produkten.
Bei der Erstkonsolidierung von fonial wurde bei der Bestimmung der Anschaffungskosten für den Unternehmenserwerb unterstellt, dass die Andienungsoptionen des nicht beherrschenden Gesellschafters bereits zum Erwerbsstichtag ausgeübt worden sind (sogenannte Anticipated-Acquisition-Methode). Aufgrund des somit angenommenen Erwerbs von 100 Prozent der Anteile an fonial werden im Konzernabschluss keine nicht beherrschenden Anteile für die Minderheitsgesellschafter von fonial ausgewiesen. Dies führt dazu, dass der geschätzte Zeitwert der aus dem Andienungsrecht resultierenden Finanzverbindlichkeit in Höhe von T € 900 im Erwerbszeitpunkt als zusätzliche Anschaffungskosten aus dem Unternehmenserwerb berücksichtigt worden ist. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Erstkonsolidierung von fonial ermittelt sich wie folgt:
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| in T€ | |
|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens (ausschließlich Bankguthaben) | 50 |
| Anschaffungskosten (davon Zeitwert der Finanzverbindlichkeiten aus den Anschaffungskosten T € 900) | 937 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 887 |
Der Ausweis der Finanzverbindlichkeit für die Kaufoptionen gegenüber den nicht beherrschenden Gesellschaftern von fonial von T € 900 zum 31. Dezember 2014 erfolgt unter den sonstigen langfristigen Schulden.
fonial befindet sich derzeit in der Aufbauphase und hat deshalb 2014 nur in unwesentlichem Umfang zum Konzernumsatz und -ergebnis beigetragen. Auch wenn der Unternehmenszusammenschluss bereits zum 1. Januar 2014 erfolgt wäre, schätzt das Management den Umsatz- und Ergebnisanteil von fonial als nicht wesentlich im Verhältnis zum Konzernumsatz und -ergebnis ein. Folgende Tochtergesellschaften machen von den Befreiungsmöglichkeiten des § 264 Abs. 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch: Q-DSL home GmbH, 010090 GmbH, BroadNet Deutschland GmbH, Broadnet Services GmbH, 01098 Telecom GmbH, 01012 Telecom GmbH, 010052 Telecom GmbH, 010088 Telecom GmbH, 01052 Communication GmbH, F&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG, T&Q Netzbetriebs GmbH & Co. KG, Plusnet GmbH & Co. KG, Ventelo GmbH, Broadnet NGN GmbH, Q-loud GmbH und tengo GmbH.
38 Segmentberichterstattung
Die Grundlage für die Bestimmung der Segmente ist entsprechend den Vorschriften des IFRS 8 die interne Organisationsstruktur des Unternehmens, die von der Unternehmensleitung für betriebswirtschaftliche Entscheidungen und Leistungsbeurteilungen zugrunde gelegt wird. Die Segmentierung von QSC folgt der Kundenstruktur, wie nachfolgend erläutert.
Der Geschäftsbereich Direkter Vertrieb konzentriert sich auf mehr als 8.000 größere und mittlere Unternehmen in Deutschland. Das Portfolio umfasst nationale und internationale Standortvernetzungen, Outsourcing-Lösungen, Rechenzentrumsdienstleistungen wie Housing und Hosting. Einen wichtigen Bestandteil des Leistungsspektrums bildet darüber hinaus das IT-Consulting; QSC ist Beratungspartner für SAP- und Microsoft-Lösungen.
Der Geschäftsbereich Indirekter Vertrieb adressiert knapp 900.000 kleinere und mittelständische Unternehmen in Deutschland, die in der Regel keine eigenen Mitarbeiter für die Informations- und Kommunikationstechnologie beschäftigen und stattdessen ITK-Dienste von regionalen Partnern beziehen. QSC konzentriert sich daher auf die Zusammenarbeit mit regionalen Dienstleistern, Vertriebspartnern und Distributoren. Ihnen bietet QSC Internetverbindungen, Direktanschlüsse an das QSC-Sprachnetz, Voice-over-IP-Produkte und darüber hinaus standardisierte Cloud-Dienste wie eine virtuelle Telefonanlage und einen flexiblen Baukasten zur Nutzung der QSC-Rechenzentren.
Im Geschäftsbereich Wiederverkäufer bündelt QSC das Geschäft mit ITK-Dienstleistern, die sich vornehmlich an Privatkunden wenden; dazu zählen Telekommunikationsunternehmen, Kabelnetzbetreiber und Internet-Provider. QSC stellt für deren Kunden verschiedene Vorprodukte bereit, darunter konventionelle Sprachdienste wie Call-by-Call-Angebote sowie entbündelte DSL-Leitungen. Darüber hinaus beinhaltet dieser Geschäftsbereich das Managed Outsourcing, bei dem QSC schmalbandige Sprachnetze alternativer Anbieter in ihr Next Generation Network (NGN) integriert und deren Festnetzgeschäft komplett betreibt.
Als zentrale Steuerungsgröße der Segmente dient dem Management das operative Ergebnis, also das Ergebnis vor Steuern und Zinsen nach IFRS. Die Kosten werden den jeweiligen Geschäftsbereichen vollständig zugeordnet und es erfolgt eine komplette Ergebnisrechnung mit Ausnahme der Steuern und Zinsen. Die direkte und indirekte Zuordnung der Kosten auf die einzelnen Segmente entspricht der internen Berichterstattung und Steuerungslogik. Bei den Vermögenswerten und Schulden gab es ebenfalls direkt und indirekt zuordenbare Positionen. Die indirekt zuordenbaren Vermögenswerte und Schulden werden dabei mit Ausnahme der aktiven und passiven latenten Steuern nach dem Tragfähigkeitsprinzip anhand der relativen Deckungsbeiträge allokiert.
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| in T€ | Direkter Vertrieb | Indirekter Vertrieb | Wiederverkäufer | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2014 | |||||
| Umsatzerlöse | 207.271 | 121.590 | 102.583 | - | 431.444 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | -159.780 | -72.463 | -94.826 | -327.069 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 47.491 | 49.127 | 7.757 | - | 104.375 |
| Marketing- und Vertriebskosten | -15.884 | -14.307 | -7.589 | -37.780 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -11.892 | -10.265 | -10.191 | -32.348 | |
| Abschreibungen | -24.482 | -12.196 | -31.619 | -68.297 | |
| Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung | -365 | -176 | -148 | -689 | |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 38 | 139 | 612 | 789 | |
| Operatives Ergebnis | -5.094 | 12.322 | -41.178 | - | -33.950 |
| Vermögenswerte | 220.725 | 127.407 | 37.980 | 19.377 | 405.489 |
| Schulden | 132.366 | 51.773 | 73.383 | 2.333 | 259.855 |
| Investitionen | 17.992 | 5.798 | 6.250 | - | 30.040 |
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| in T€ | Direkter Vertrieb | Indirekter Vertrieb | Wiederverkäufer | Überleitung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2013 | |||||
| Umsatzerlöse | 209.176 | 123.159 | 123.389 | - | 455.724 |
| Kosten der umgesetzten Leistungen | -139.677 | -65.279 | -98.508 | -303.464 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 69.499 | 57.880 | 24.881 | - | 152.260 |
| Marketing- und Vertriebskosten | -16.912 | -15.190 | -9.716 | -41.818 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -12.015 | -12.639 | -10.971 | -35.625 | |
| Abschreibungen | -24.431 | -10.869 | -15.530 | -50.830 | |
| Nicht zahlungswirksame aktienbasierte Vergütung | -149 | -144 | -141 | -434 | |
| Sonstiges betriebliches Ergebnis | 1.033 | 1.097 | 818 | 2.948 | |
| Operatives Ergebnis | 17.025 | 20.135 | -10.659 | - | 26.501 |
| Vermögenswerte | 205.516 | 107.822 | 64.148 | 14.541 | 392.027 |
| Schulden | 78.279 | 46.559 | 70.106 | 3.912 | 198.856 |
| Investitionen | 26.177 | 7.542 | 5.842 | - | 39.561 |
Aktive und passive latente Steuern werden als Überleitungsposten gezeigt.
Der Ansatz von konservativeren Planungsannahmen für das Wachstum von cloudbasierten Produkten im Segment Wiederverkäufer führt zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von T € 18.005, der in den Abschreibungen ausgewiesen wird. Weitere Angaben dazu finden sich im Anhang unter Nr. 15 und 16.
Die im Jahr 2014 erworbene FTAPI Software GmbH wird vollständig dem Segment Indirekter Vertrieb zugeordnet.
In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 gab es keine wesentlichen Umsätze mit ausländischen Unternehmen und keine intersegmentären Umsatzerlöse. Die langfristigen Vermögenswerte befinden sich ausschließlich im Inland. Es gab im Jahr 2014 keinen Kunden, dessen Anteil am Gesamtumsatz größer 10 Prozent war (2013 betraf es einen Kunden im Segment Wiederverkäufer mit 10,1 Prozent).
Informationen über Produkte und Dienstleistungen
Die Umsatzerlöse mit externen Kunden für die Gruppen vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen entwickelten sich wie folgt:
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Telekommunikation | 235.789 | 259.147 |
| Outsourcing | 156.541 | 159.933 |
| Consulting | 35.178 | 34.452 |
| Cloud | 3.937 | 2.192 |
| Umsatzerlöse | 431.444 | 455.724 |
Da für das Geschäftsjahr 2015 eine produktorientierte Segmentierung zugrunde gelegt wird, erfolgt der Ausweis der Konzernumsätze nach Produkten und Dienstleistungen bereits gemäß der neuen Zuordnung.
39 Aktienoptionsprogramme
Seit 1999 hat QSC insgesamt sieben Aktienoptionspläne aufgelegt, die die Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils € 0,01 an Mitarbeiter und mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Vorstandsmitglieder, Berater und Lieferanten vorsehen. Die Teilnehmer der Programme erhalten das Recht, Wandelschuldverschreibungen gegen Zahlung des Nennbetrags von € 0,01 zu zeichnen und jede Wandelschuldverschreibung gegen Zahlung des Ausübungspreises in eine auf den Namen lautende Stückaktie umzutauschen. Der Ausübungspreis der Wandelschuldverschreibung entspricht dem Marktpreis der Aktie am Ausgabestichtag. Die Wandelschuldverschreibungen haben eine Laufzeit von vier bis acht Jahren und unterliegen einer gestaffelten Sperrfrist von bis zu vier Jahren.
Das Wandlungsrecht im Rahmen des AOP2006 darf nur ausgeübt werden, wenn mindestens eine der nachfolgenden Bedingungen erfüllt ist: Entweder hat sich der Börsenpreis der Aktie zwischen der Zeichnung der Wandelschuldverschreibung und der Ausübung des Wandlungsrechts relativ gesehen besser entwickelt als der Vergleichsindex TecDAX oder der Börsenpreis der Aktie ist zwischen der Zeichnung der Wandelschuldverschreibung und der Ausübung des Wandlungsrechts um mindestens 10 Prozent gestiegen.
Die Hauptversammlung von QSC hat am 16. Mai 2013 dem Aktienoptionsprogramm 2012 (AOP2012) zugestimmt, das die Ausgabe von bis zu 5.000.000 Wandelschuldverschreibungen im Nennbetrag von jeweils € 0,01 an Mitarbeiter und (mit Zustimmung des Aufsichtsrats) an Vorstandsmitglieder vorsieht. Bezugsberechtigte sind alle Arbeitnehmer von QSC, die sich zum 1. Dezember 2012 in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis befunden haben. Die Zeichnungsfrist begann im März 2013 und endet spätestens am 15. Mai 2017. Die Wandelschuldverschreibungen haben eine Laufzeit von vier bis acht Jahren. Das Wandlungsrecht darf - frühestens nach Ablauf einer Wartefrist von 4 Jahren - nur ausgeübt werden, wenn mindestens eine der folgenden zwei Bedingungen erfüllt ist: Entweder ist der Aktienkurs um mindestens 20 Prozent höher als der Wandlungspreis oder die Aktie hat sich relativ besser entwickelt als der TecDAX.
Für die Wandelschuldverschreibungen der AOP2000, 2000A, 2001 und 2002 wurden auf der Basis von IFRS 2 keine Personalkosten erfasst. Die Optionswerte für die Wandelschuldverschreibungen des AOP2006 und AOP2012 wurden zum Gewährungszeitpunkt mithilfe des Black-Scholes-Optionspreis-Modells unter Verwendung der folgenden Annahmen berechnet.
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| AOP2006 | ||
| Durchschnittliche erwartete Laufzeit AOP2006 | 8 Jahre | 8 Jahre |
| Dividendenrendite | 5,75 % | 2,09 % |
| Durchschnittlicher risikofreier Anlagenzins | 0,27 % | 1,60 % |
| Volatilität (3 Jahre) | 46,62 % | 40,22 % |
| Durchschnittlicher Optionswert in € | - | - |
| Optionswert für die in der Periode gewährten Wandelschuldverschreibungen in € | - | - |
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| AOP2012 | ||
| Durchschnittliche erwartete Laufzeit AOP2012 | 8 Jahre | 8 Jahre |
| Dividendenrendite | 5,75 % | 2,09 % |
| Durchschnittlicher risikofreier Anlagenzins | 0,27 % | 1,60 % |
| Volatilität (3 Jahre) | 46,62 % | 40,22 % |
| Durchschnittlicher Optionswert in € | 1,19 | 1,52 |
| Optionswert für die in der Periode gewährten Wandelschuldverschreibungen in € | 960.374 | 1.549.283 |
Im Jahr 2014 sind nur Zeichnungen von Wandelschuldverschreibungen unter dem AOP2012 erfolgt.
Die Ermittlung der Volatilität erfolgte auf der Basis der täglichen Schlusskurse über einen historischen Zeitraum von drei Jahren.
Die zum 31. Dezember 2013 und 2014 ausstehenden Wandelschuldverschreibungen aller Programme verteilen sich wie folgt:
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| Anzahl der Wandelschuldverschreibungen | Gewichteter Ausübungspreis in € |
|
|---|---|---|
| Ausstehend zum 31. Dezember 2012 | 1.275.219 | 2,58 |
| in 2013 neu ausgegeben | 1.019.000 | 2,85 |
| in 2013 verfallen | -17.168 | 2,70 |
| in 2013 ausgeübt | -380.248 | 1,82 |
| Ausstehend zum 31. Dezember 2013 | 1.896.803 | 2,88 |
| in 2014 neu ausgegeben | 766.800 | 2,40 |
| in 2014 verfallen | -63.891 | 4,44 |
| in 2014 ausgeübt | -85.000 | 2,10 |
| Ausstehend zum 31. Dezember 2014 | 2.514.712 | 2,72 |
Die Bandbreite der Ausübungspreise der ausstehenden 2.514.712 Wandelschuldverschreibungen liegt zwischen € 1,07 und € 5,00, die Restzeit zur Ausübung reicht von unmittelbar ausübbar bis zum 19. Mai 2019. Der Ausübungspreis wird zum Zeitpunkt der Zeichnung festgelegt und kann sich danach nicht mehr ändern. Das Unternehmen erwartet die Wandlung der ausstehenden Wandelschuldverschreibungen in Abhängigkeit von der Kursentwicklung bis spätestens 2022. Zum Bilanzstichtag waren von den ausstehenden Wandelschuldverschreibungen 736.912 ausübbar, die verbleibenden Wandelschuldverschreibungen unterlagen den festgelegten Sperrfristen. Im Geschäftsjahr betrug der Aufwand aus der nicht zahlungswirksamen aktienbasierten Vergütung T € 689 (2013: T € 434).
40 Geschäftsbeziehungen mit nahe stehenden Unternehmen und Personen
Im Jahr 2014 unterhielt QSC Geschäftsbeziehungen zu Gesellschaften, bei denen Mitglieder des Managements und Aufsichtsrats Gesellschafter sind. Als nahe stehende Personen im Sinne von IAS 24 gelten Personen und Unternehmen, wenn eine der Parteien über die Möglichkeit verfügt, die andere Partei zu beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auszuüben. Alle Verträge mit diesen Gesellschaften unterliegen der Zustimmungspflicht des Aufsichtsrats und erfolgen zu marktüblichen Konditionen.
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| in T€ | Umsatzerlöse | Aufwendungen | Erhaltene Zahlungen | Geleistete Zahlungen |
|---|---|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2014 | ||||
| IN-telegence GmbH | 840 | 115 | 33 | 127 |
| Teleport Köln GmbH | 32 | 4 | 37 | 5 |
| QS Communication Verwaltungs Service GmbH | - | 155 | - | 202 |
| Geschäftsjahr 2013 | ||||
| IN-telegence GmbH | 947 | 39 | 1.137 | 35 |
| Teleport Köln GmbH | 31 | 4 | 34 | 5 |
| QS Communication Verwaltungs Service GmbH | - | 208 | - | 231 |
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| in T€ | Forderungen | Schulden |
|---|---|---|
| Zum 31.12.2014 | ||
| IN-telegence GmbH | 73 | - |
| Teleport Köln GmbH | 21 | - |
| QS Communication Verwaltungs Service GmbH | - | - |
| Zum 31.12.2013 | ||
| IN-telegence GmbH | 83 | 4 |
| Teleport Köln GmbH | 6 | - |
| QS Communication Verwaltungs Service GmbH | - | 17 |
Die IN-telegence GmbH ist ein Anbieter von Mehrwertdiensten im Telekommunikationsbereich und nimmt im Wesentlichen Netzwerkdienstleistungen von QSC in Anspruch. In geringem Umfang nehmen Tochtergesellschaften der QSC AG auch die Mehrwertdienste von IN-telegence in Anspruch. Die Teleport Köln GmbH unterstützt QSC bei der Installation von Endkundenanschlüssen und nimmt Telekommunikationsdienstleistungen von QSC in Anspruch. Die QS Communication Verwaltungs Service GmbH berät QSC im Produktmanagement von Sprachprodukten.
Nähere Informationen zu den Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Anhang unter Nr. 48 und 51 sowie im Vergütungsbericht enthalten.
41 Latente und laufende Steuern
Für die Berechnung der latenten Steuern verwendete QSC einen Gesamtsteuersatz von 32,32 Prozent (2013: 32,21 Prozent). Der latente Steueraufwand und -ertrag für die Periode und die Zuordnung der temporären Differenzen stellt sich wie folgt dar:
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| in T€ | Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv | Konzern-Gewinn-und- Verlust-Rechnung | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | |||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Aktive und passive latente Steuern | ||||||
| Immaterielle Vermögenswerte | - | 15.123 | 130 | 14.733 | -520 | 153 |
| Sachanlagen | 4.407 | 5.236 | 2.633 | 9.510 | 6.842 | 3.167 |
| Sonstige Vermögenswerte | 321 | 12 | 100 | 12 | 221 | 14 |
| Sonstige Forderungen | - | 5.356 | - | 3.135 | -2.221 | 442 |
| Vorräte | 727 | - | 1.506 | - | -779 | 582 |
| Rechnungsabgrenzung | 753 | 208 | 850 | 699 | 394 | 67 |
| Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen | 2.799 | 113 | 1.334 | 92 | 1.246 | 17 |
| Marktpreisänderungen Derivate | 731 | - | - | - | 27 | - |
| Sonstige Schulden | 1.077 | 17 | 1.833 | 107 | -666 | -1.013 |
| Summe der latenten Steuern auf temporäre Differenzen | 10.815 | 26.065 | 8.386 | 28.288 | 4.544 | 3.429 |
| Summe der latenten Steuern auf Verlustvorträge | 32.293 | - | 30.532 | - | 1.761 | 1.966 |
| Summe der latenten Steuern vor Saldierung | 43.108 | 26.065 | 38.918 | 28.288 | ||
| Saldierung | -23.731 | -23.731 | -24.376 | -24.376 | ||
| Summe der latenten Steuern | 19.377 | 2.333 | 14.542 | 3.912 |
Die temporären Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen, für die keine latenten Steuerschulden bilanziert sind, betragen 2014 T € 22.411 (2013: T € 19.473). Die folgende Tabelle zeigt die Überleitungsrechnung vom erwarteten zum ausgewiesenen Steueraufwand. Zur Ermittlung des erwarteten Steueraufwands wurde das Ergebnis vor Steuern mit dem angenommenen Steuersatz multipliziert.
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Überleitungsrechnung | ||
| Ergebnis vor Steuern | -40.146 | 22.672 |
| Steuersatz | 32,32 % | 32,21 % |
| Erwarteter Steueraufwand | -12.976 | 7.302 |
| Steuerliche Auswirkungen von | ||
| Veränderung der Wertberichtigung latenter Steuern auf Verlustvorträge | -44 | -8.766 |
| Veränderung permanenter Differenzen | 5.819 | - |
| nicht abziehbaren Betriebsausgaben | 903 | 557 |
| steuerfreien Erträgen | - | - |
| periodenfremdem Aufwand | -223 | -132 |
| Steuersatzänderung | -351 | - |
| Sonstigem | 641 | 99 |
| Übergeleiteter Steueraufwand | -6.231 | -940 |
Der übergeleitete Steuerertrag setzt sich zusammen aus T € 75 laufendem Aufwand für Steuern vom Einkommen und Ertrag (davon T € -223 für Vorjahre) sowie T € 6.305 latentem Steuerertrag (2013: T € 5.415). Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Steuerertrag in Höhe von T € 903 (2013: Steueraufwand T € 20) im Zusammenhang mit der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten direkt im Eigenkapital erfasst.
Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge auf 379 Millionen Euro (2013: 374 Millionen Euro) und die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge auf 370 Millionen Euro (2013: 368 Millionen Euro). Zum 31. Dezember 2014 beliefen sich die körperschaftsteuerlichen Verlustvorträge der FTAPI Software GmbH auf 3 Millionen Euro und die gewerbesteuerlichen Verlustvorträge auf ebenfalls 3 Millionen Euro.
Diese steuerlichen Verluste können grundsätzlich unbegrenzt mit den künftigen zu versteuernden Ergebnissen der Unternehmen, in denen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 32,3 Millionen Euro (QSC AG: 31,3 Millionen Euro, FTAPI Software GmbH: 1,0 Millionen Euro), (2013: 30,5 Millionen Euro für die QSC AG) angesetzt sind, genutzt werden. Bei Ansatz und Bewertung der aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge wird davon ausgegangen, dass mittelfristig steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 97 Millionen Euro (QSC AG: 94 Millionen Euro, FTAPI Software GmbH: 3 Millionen Euro) genutzt werden können (2013: 95 Millionen Euro für die QSC AG).
Für gewerbesteuerliche Zwecke wird davon ausgegangen, dass mittelfristig steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 103 Millionen Euro (QSC AG: 100 Millionen Euro, FTAPI Software GmbH: 3 Millionen Euro; 2013: 95 Millionen Euro für die QSC AG) genutzt werden können.
Die langfristige Unternehmensplanung sieht vor, dass nachhaltig steuerliche Gewinne erzielt werden; jedoch wurden aufgrund der Verlusthistorie und der aus der Transformationsphase der Unternehmensgruppe herrührenden Planungsunsicherheiten nur diejenigen steuerlichen Gewinne berücksichtigt, die für einen absehbaren Zeitraum von 4 Jahren (2013: 3 Jahre) erwartet werden. Die Anpassung auf 4 Jahre berücksichtigt, dass aufgrund der Restrukturierungsmaß-nahmen im Jahr 2015 erst in den darauffolgenden 3 Jahren eine konsistente Planungsrechnung unterstellt werden kann. Zudem führen konservativere Planungsannahmen zu einer höheren Prognosegenauigkeit für das vierte Planjahr. Für die verbleibenden noch nicht genutzten körperschaftsteuerlichen und gewerbesteuerlichen Verlustvorträge wurde in der Bilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt.
42 Rechtsstreitigkeiten
Im durch 31 ehemalige Minderheitsaktionäre der Broadnet AG geführten Spruchverfahren hat das Landgericht Hamburg am 20. September 2013 beschlossen, dass QSC für jede Aktie abfindungsberechtigter Aktionäre der ehemaligen Broadnet AG (insgesamt 999.359 Stück) eine bare Zuzahlung in Höhe von € 0,96 leisten muss. Die bare Zuzahlung ist ab dem 31. Dezember 2007 mit 2 Prozentpunkten über Basiszins bzw. ab dem 1. September 2009 mit 5 Prozentpunkten über Basiszins zu verzinsen. Die Kosten des Verfahrens trägt QSC. Die Summe der baren Zuzahlung beträgt T € 959 zzgl. Zinsen und entspricht damit den von QSC gebildeten Rückstellungen. Gegen diesen Beschluss haben drei Antragsteller das Rechtsmittel der sofortigen Beschwerde beim Oberlandesgericht Hamburg erhoben. Die eingelegten Beschwerden wurden vom Hanseatischen Oberlandesgericht Hamburg mit Beschlüssen vom 15. Mai 2014 bzw. 21. Mai 2014 zurückgewiesen, sodass der Beschluss des Landgerichts Hamburg vom 20. September 2013 bestehen bleibt. Der Beschluss des Landgerichts Hamburg war aber immer noch nicht rechtskräftig, da er einem Antragsteller nicht zugestellt werden konnte. Auf Antrag von QSC wurde der erstinstanzliche Beschluss am 27. November 2014 öffentlich zugestellt. Die Beschwerdefrist endete am 12. Januar 2015 ohne erneute Beschwerdeeinlegung, das Verfahren ist somit beendet. Die Hauptforderung nebst Zinsen in Höhe von T € 1.299 wurde im Februar 2015 gezahlt.
Im Spruchverfahren vor dem Landgericht Hamburg im Anschluss an den Squeeze-out der Minderheitsaktionäre der ursprünglichen INFO Gesellschaft für Informationssysteme Aktiengesellschaft (Amtsgericht Hamburg, HRB 36067, nachfolgend "Alte INFO AG") im Rahmen der Verschmelzung der Alten INFO AG auf die INFO Gesellschaft für Informationssysteme Holding Aktiengesellschaft ("INFO AG", vormals IP Partner AG, nach der Verschmelzung umfirmiert in INFO Gesellschaft für Informationssysteme Aktiengesellschaft, inzwischen verschmolzen auf die QSC AG), in dem die (insgesamt 45) Antragsteller eine Erhöhung der von der INFO AG an sie gezahlten Barabfindung (€ 18,86 je Stückaktie der Alten INFO AG) in größtenteils nicht spezifizierter Höhe forderten, hat das Landgericht Hamburg die Anträge der Antragsteller mit Beschluss vom 3. Februar 2014 zurückgewiesen. Hiergegen haben zwei Antragsteller fristgerecht das Rechtsmittel der Beschwerde eingelegt. Der Beschluss ist daher noch nicht rechtskräftig. Das Landgericht Hamburg hat mit Beschluss vom 19. Juni 2014 entschieden, den Beschwerden nicht abzuhelfen, und die Sache dem hanseatischen Oberlandesgericht zur Entscheidung vorgelegt. Das Hanseatische Oberlandesgericht hat die Beschwerden mit Beschluss vom 22. Dezember 2014 zurückgewiesen. Das Verfahren ist damit beendet. Die Gerichtskosten sowie die Kosten des gemeinsamen Vertreters sind laut Gerichtsbeschluss von QSC zu tragen und wurden zurückgestellt.
43 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Operating-Leasing-Verträgen
Der Konzern hat verschiedene langfristige Operating-Leasing-Vereinbarungen im Wesentlichen für Technik- und Büroräume, Glasfaserleitungen, PC und Fuhrpark als Leasingnehmer abgeschlossen. Es werden Teilamortisationsverträge ohne Kaufoption und Preisanpassungsklausel, teilweise mit Verlängerungsoption mit einer durchschnittlichen Laufzeit der Mietverträge von zwei bis fünf Jahren abgeschlossen. Eine Weitervermietung an Kunden erfolgt nicht. Zum 31. Dezember bestanden folgende künftige Mindestleasingzahlungsverpflichtungen aufgrund von unkündbaren Operating-Leasing-Verträgen.
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 18.983 | 22.420 |
| 1 bis 5 Jahre | 44.575 | 49.095 |
| über 5 Jahre | 18.625 | 13.645 |
| Operating-Leasing-Verträge | 82.183 | 85.160 |
Im Geschäftsjahr 2014 erfasste QSC Aufwendungen aus Operating-Leasing-Verhältnissen in Höhe von T € 22.228 (2013: T € 28.629), die unter den Kosten der umgesetzten Leistungen ausgewiesen werden.
Verpflichtungen aus Finanzierungs- und Mietkaufverträgen
QSC hat Finanzierungsverträge und Mietkaufverträge sowie Finanzierungsleasingverhältnisse als Leasingnehmer für verschiedene technische Anlagen und für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Die künftigen Zahlungsverpflichtungen aus diesen Verträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden.
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Finanzierungs- und Mietkaufverträge | ||
| bis 1 Jahr | 4.610 | 5.836 |
| 1 bis 5 Jahre | 4.578 | 9.127 |
| über 5 Jahre | - | 76 |
| Summe Zahlungsverpflichtungen | 9.188 | 15.039 |
| abzüglich Zinsanteil | -314 | -674 |
| Barwert der Zahlungsverpflichtungen | 8.874 | 14.365 |
Die Verpflichtungen werden entsprechend ihrer Fälligkeit unter den kurz- und langfristigen Schulden ausgewiesen.
Rechte aus Operating-Leasingverhältnissen - Konzern als Leasinggeber
Dem Operating-Leasing-ähnliche Komponenten werden mit Kunden im Wesentlichen für Mieten für Rechenzentrumsfläche, Plattenspeicher und gemeinsam genutzte Hardwareressourcen vereinbart. Es werden Teilamortisationsverträge ohne Kaufoption und Preisanpassungsklausel mit einer durchschnittlichen Laufzeit der Mietverträge von drei bis fünf Jahren (teilweise mit Verlängerungsoption) abgeschlossen. Der Konzern erhält folgende künftige Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Komponenten aus Operating-Leasing-Vereinbarungen:
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 15.954 | 15.746 |
| 1 bis 5 Jahre | 18.528 | 22.928 |
| über 5 Jahre | 903 | 234 |
| Operating-Leasing-Verträge | 35.385 | 38.908 |
Bei der Bewertung der künftigen Mindestleasingzahlungen sind die wesentlichen Kunden berücksichtigt, für die zum Zeitpunkt der Berichterstattung bereits Leistungen erbracht wurden und deren Zahlungen zum Bilanzstichtag bereits vertraglich zugesichert waren. Im Jahr 2014 wurden T € 20.154 (2013: T € 21.552) als Mietzahlungen in den Umsatzerlösen erfasst.
Rechte aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen - Konzern als Leasinggeber
Unter Anwendung der Vorschriften des IFRIC 4 tritt der Konzern bei speziellen Mehrkomponentenverträgen als Leasinggeber auf. Die künftigen Mindestleasingzahlungen der Kunden aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:
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| in T€ | 2015 | 2016 - 2019 | ab 2020 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Zukünftig zu erhaltende Mindestleasingzahlungen | ||||
| Leasingzahlungen | 5.664 | 7.836 | - | 13.500 |
| Abzinsungsbeträge | -113 | -76 | - | -189 |
| Barwerte | 5.551 | 7.760 | - | 13.311 |
Im Jahr 2014 wurden T € 4.981 (2013: T € 3.044) als Mietzahlungen erfasst.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen T € 16.646 (2013: T € 12.051). Dabei handelt es sich um Verpflichtungen, die im Jahr 2015 in Höhe von T € 7.784 fällig sind, und Verpflichtungen, die in den Jahren 2016 bis 2018 in Höhe von T € 5.939 fällig sind. Ein Betrag von T € 975 ist nach dem Jahr 2018 fällig. Das Bestellobligo für zukünftige Investitionen belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf T € 498 (2013: T € 2.647) und betrifft im Wesentlichen Bestellungen für das Sachanlagevermögen.
Bürgschaften
Zum 31. Dezember 2014 bestanden keine Bürgschaftsverpflichtungen.
44 Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements
Im Zuge der geschäftlichen Aktivitäten ist QSC einer Reihe von Finanzrisiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. QSC begegnet diesen Risiken mit einem umfassenden Risikomanagementsystem, das integraler Bestandteil der Geschäftsprozesse und Unternehmensentscheidungen ist. Wesentliche Bestandteile dieses Systems sind ein konzernweiter Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien und Berichtssysteme sowie eine konzernweite Risikoberichterstattung. Die Grundsätze der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und im Rahmen des Risikomanagements überwacht. Weitere Informationen zum Risikomanagement befinden sich im Konzernlagebericht.
Die finanziellen Verbindlichkeiten umfassen im Wesentlichen Finanzierungs- und Mietkaufverträge, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Schulden gegenüber Kreditinstituten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Finanzielle Vermögenswerte, die unmittelbar aus der Geschäftstätigkeit resultieren, sind insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Im Geschäftsjahr 2014 fand kein Handel mit Derivaten statt.
Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns umfassen Zins-, Kredit- sowie Liquiditätsrisiken. Da keine materiellen Transaktionen in Fremdwährungen stattfinden, bestehen keine wesentlichen Währungskursrisiken. Die Strategien und Verfahren zur Steuerung dieser Risiken sind im Folgenden dargestellt.
Zinsrisiko
QSC ist dem Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze ausgesetzt. Dieses resultiert überwiegend aus den variabel verzinsten kurzfristigen Schulden gegenüber Kreditinstituten sowie der zu variablen Zinsen angelegten Liquidität. Dagegen sind die kurz- und langfristigen Schulden aus Finanzierungsverträgen festverzinsliches Fremdkapital. Der Anteil des variabel verzinslichen Fremdkapitals am gesamten verzinslichen Fremdkapital beträgt zum 31. Dezember 2014 51,5 Prozent.
Das im zweiten Quartal 2014 aufgenommene Schuldscheindarlehen mit einem Gesamtvolumen von T € 150.000 besteht aus fünf Tranchen mit Laufzeiten von 5 bzw. 7 Jahren und einer variablen (T € 87.500 in 3 Tranchen) bzw. festen (T € 67.500 in 2 Tranchen) Verzinsung. Gleichzeitig mit der Platzierung des Schuldscheindarlehens hat QSC zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos aus den variabel verzinsten Tranchen drei Zinsswaps mit einem Nominalvolumen von insgesamt T € 87.500 und einer identischen Laufzeit bis zum 20. Mai 2019 (nominal: T € 76.500) bzw. 20. Mai 2021 (nominal T €: 11.000) abgeschlossen. Durch die Zinsswaps werden die Zahlungsströme aus den variabel verzinsten Tranchen des Grundgeschäfts in voller Höhe und über die gesamte Laufzeit im Hinblick auf das Zinsänderungsrisiko abgesichert. Faktisch zahlt QSC somit auf die variabel verzinslichen Tranchen des Schuldscheindarlehens unter Berücksichtigung der Sicherungsbeziehung einen Festzins in Höhe von 2,25 Prozent, sodass sich Änderungen des Marktzinssatzes per Saldo nicht im Zinsaufwand niederschlagen. Jedoch hätte eine Änderung des Zinsniveaus von +/-100 Basispunkten eine Änderung des Fair Values der Sicherungsinstrumente um T € 1.429 bzw. T € -6.184 zur Folge, was sich in dem in der Gesamtergebnisrechnung erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechneten Ergebnis und damit im Eigenkapital auswirken würde. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze bezogen auf das zum 31. Dezember variabel verzinsliche Fremdkapital und die Liquidität (inklusive der zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerte). Die Zinsänderungsrisiken bezüglich der variablen Tranchen des Schuldscheindarlehens sind durch laufzeitkongruente Zinsswaps abgedeckt.
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| Erhöhung / Verringerung in Basispunkten | Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in T€ |
|
|---|---|---|
| 2014 | + 100 | 881 |
| 2014 | - 100 | -88 |
| 2013 | + 100 | -143 |
| 2013 | - 100 | 143 |
Kreditrisiko
QSC ist dem Risiko von Zahlungsausfällen durch Kunden sowie durch Emittenten ausgesetzt. Die Gesellschaft strebt an, Geschäftsbeziehungen nur mit kreditwürdigen Kunden abzuschließen und so dieses Risiko von vornherein auszuschließen. Dazu findet vor dem jeweiligen Vertragsabschluss eine Bonitätsprüfung statt. Nach Beginn der Geschäftsbeziehung werden die Forderungsbestände überwacht, um eventuelle Ausfallrisiken zu reduzieren. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den im Anhang unter Nr. 18 ausgewiesenen Buchwert der Forderungen begrenzt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken. Hinsichtlich der nicht wertberichtigten Forderungen geht QSC davon aus, dass diese realisierbar sind.
Bei der Anlage der finanziellen Vermögenswerte unterliegt QSC ebenfalls einem Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten. Dieses entspricht maximal dem Buchwert dieser Instrumente. QSC verfolgt daher eine sehr konservative Anlagepolitik und beschränkte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf die Geldanlage in Wertpapiere erstklassiger Bonität.
Liquiditätsrisiko
Der Konzern überwacht das Risiko eines Liquiditätsengpasses mithilfe einer monatlichen Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung der Laufzeit der verfügbaren finanziellen Vermögenswerte sowie der erwarteten Cashflows der Geschäftstätigkeit. Der Konzern strebt dabei ein Gleichgewicht zwischen der kontinuierlichen Deckung des Liquiditätsbedarfs und der Sicherstellung der Flexibilität durch die Nutzung von kurz- und langfristigen Schulden und Finanzierungsverträgen an.
In Bezug auf das Schuldscheindarlehen muss QSC aufgrund der vollständigen Absicherung des Zinsänderungsrisikos durch gegenläufige Zinsswaps (Cashflow-Hedge, vgl. Anhang Nr. 28) faktisch für die Zeiträume bis 2019 einen Festzins in Höhe von T € 3.581 und danach in Höhe von T € 1.055 zahlen. QSC hat die Absicht, die Sicherungsbeziehung bis zur Endfälligkeit der jeweiligen Grund- und Sicherungsinstrumente aufrechtzuerhalten, sodass die erwarteten Cashflows aus dem gesicherten Schuldscheindarlehen aus den laufenden Zinszahlungen und der Rückführung der Schulden aus den Grundinstrumenten bei jeweiliger Fälligkeit resultieren. Entsprechend werden in nachfolgender Darstellung die Cashflows aus Grund- und Sicherungsgeschäft gemeinsam dargestellt.
Zum 31. Dezember 2014 weisen die kurz- und langfristigen Schulden des Konzerns nachfolgend dargestellte Fälligkeiten auf. Die Angaben erfolgen auf der Basis der erwarteten undiskontierten Zahlungen.
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| in T€ | Buchwert | Fällig bis Ende 2015 | Fällig bis Ende 2016 | Fällig bis Ende 2017 | Fällig bis Ende 2018 | Fällig bis Ende 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Schulden aus Finanzierungsverträgen | 8.874 | 4.617 | 2.835 | 1.389 | 306 | 76 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 44.820 | 44.820 | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 161.068 | 8.476 | 5.972 | 7.691 | 3.876 | 117.197 |
| Zinsswaps* | 2.262 | |||||
| Verbindlichkeiten | ||||||
| Phantom-Stock, Put-Option | 6.947 | - | - | 6.751 | 1.054 | - |
| Sonstige kurz- und langfristige Schulden | 35.884 | 26.190 | 2.881 | 253 | 251 | 243 |
| Zum 31. Dezember 2014 | 259.855 | 84.103 | 11.688 | 16.084 | 5.487 | 117.516 |
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| in T€ | Fällig nach 2020 | Summe |
|---|---|---|
| Schulden aus Finanzierungsverträgen | - | 9.223 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | - | 44.820 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 36.491 | 179.703 |
| Zinsswaps * | ||
| Verbindlichkeiten | ||
| Phantom-Stock, Put-Option | - | 7.805 |
| Sonstige kurz- und langfristige Schulden | 6.066 | 35.884 |
| Zum 31. Dezember 2014 | 42.557 | 277.435 |
* In der Zahlungsreihe Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden neben den entsprechenden Bilanzpositionen auch die Zinsswaps mit berücksichtigt.
Kapitalsteuerung
Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung von QSC ist es, sicherzustellen, dass der Konzern über ausreichend Eigenkapital verfügt, ein hohes Bonitätsrating erhält und in der Lage ist, seine Geschäftstätigkeit unabhängig und flexibel auszuüben. Die Überwachung erfolgt hierbei mithilfe der Kennzahlen Eigenkapitalquote und Nettoliquidität. Die Eigenkapitalquote ergibt sich aus dem Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme. Die Nettoliquidität ergibt sich aus der Differenz zwischen dem verzinslichen Fremdkapital und den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sowie den zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten.
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| in T€ | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Kapitalsteuerung | ||
| Schulden aus Finanzierungs- und Finanzierungsleasingverträgen | -8.874 | -14.365 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | -161.068 | -85.565 |
| Verzinsliches Fremdkapital | -169.942 | -99.930 |
| zuzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 87.803 | 58.716 |
| zuzüglich zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 343 | 343 |
| Nettoverschuldung | -81.796 | -40.871 |
| Eigenkapital | 145.634 | 193.171 |
| Bilanzsumme | 405.489 | 392.027 |
| Eigenkapitalquote | 36 % | 49 % |
Die in den Darlehensverträgen festgelegten Kennzahlen wurden zum Bilanzstichtag alle eingehalten. Es handelt sich hierbei um finanzielle Kennzahlen zum Eigenkapital und zum Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung.
45 Finanzinstrumente
Die nachfolgende Tabelle zeigt Buchwerte und beizulegende Zeitwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfassten Finanzinstrumente mit Ausnahme der Wandelschuldverschreibungen aus den Aktienoptionsprogrammen.
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| in T€ | Bewertungskategorie nach IAS 39 | Buchwerte | Beizulegender Zeitwert | ||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Klassen von Finanzinstrumenten | |||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 87.803 | 58.716 | 87.803 | 58.716 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AFS | 343 | 343 | 343 | 343 |
| Langfristige Forderungen aus Mehrkomponentenverträgen | LaR | 7.761 | 5.066 | 7.761 | 5.066 |
| Langfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | - | 157 | - | 157 |
| Kurzfristige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | LaR | 875 | 509 | 875 | 509 |
| Kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 51.270 | 52.030 | 51.270 | 52.030 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 44.820 | 58.696 | 44.820 | 58.696 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 161.068 | 85.565 | 161.068 | 85.565 |
| Schulden aus Finanzierungs- und Finanzierungsleasingverträgen | FLAC | 8.874 | 14.365 | 9.039 | 14.556 |
| Zinsswaps - Hedge Accounting | FV | 2.262 | - | 2.262 | - |
| Put-Optionen Minderheitsgesellschafter | FV | 6.947 | - | 6.947 | - |
| Sonstige kurz- und langfristige Schulden | FLAC | 9.400 | 18.491 | 9.400 | 18.491 |
| Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39: | |||||
| Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten | LaR | 147.709 | 116.478 | 147.709 | 116.478 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | AFS | 343 | 343 | 343 | 343 |
| Finanzielle Schulden zu fortgeführten Anschaffungskosten | FLAC | 224.162 | 177.117 | 224.327 | 177.308 |
| Zinsswaps - Hedge Accounting | FV | 2.262 | - | 2.262 | - |
| Finanzielle Schulden zum Fair Value | FV | 6.947 | - | 6.947 | - |
Abkürzungserläuterung: LaR - Loans and Receivables / AFS - Available For Sale / FLAC - Financial Liabilities at Amortised Cost / FV - Fair Value
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte der Schulden aus Finanzierungsverträgen sowie der sonstigen kurz- und Langfristigen Schulden wurden unter Verwendung von marktüblichen Zinssätzen berechnet. Der beizulegende Zeitwert der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte wurde anhand von Marktpreisen (Stufe 1 gemäß IFRS 13.76) ermittelt. Der Buchwert der Forderungen aus Mehrkomponentenverträgen beinhaltet bereits die diskontierten Zahlungsströme und entspricht somit dem Zeitwert.
Die Zeitwerte der Zinsswaps wurden auf der Basis von Marktdaten durch das vermittelnde Kreditinstitut berechnet (Stufe 2 gemäß IFRS 13.81).
Für die Berechnung der Zeitwerte der im Zusammenhang mit den Anteilserwerben FTAPI Software GmbH und fonial GmbH gewährten Kaufoptionen wurden die von der Gesellschaft aufgrund der jeweiligen Unternehmensplanung erwarteten Erfolgsgrößen mit einem risiko- und fristadäquaten Zinssatz bewertet (Zeitwert gemäß Stufe 3 gemäß IFRS 13.81). Der Zeitwertunterschied zwischen dem Erwerbsstichtag und dem Bilanzstichtag von insgesamt T € 186 wurde erfolgsneutral im Konzernbilanzverlust berücksichtigt.
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| in T€ | aus Zinsen, Dividenden | aus der Folgebewertung | Nettoergebnis | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Wertberichtigung | zum Fair Value | 2014 | 2013 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Loans and Receivables (LaR) | 321 | 50 | - | 371 | 698 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte (AFS) | - | - | - | - | - |
| Financial Liabilities measured at Amortised Cost (FLAC) | -5.880 | - | - | -5.880 | -3.978 |
| Finanzinstrumente zum Zeitwert | -282 | - | - | -282 | - |
| Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien | -5.841 | 50 | - | -5.791 | -3.280 |
Die Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung unter Marketing- und Vertriebskosten ausgewiesen.
46 Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex
Die Erklärung nach § 161 AktG zur Beachtung des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 bzw. ab deren Geltung in der Fassung vom 24. Juni 2014 wurde vom Vorstand und vom Aufsichtsrat abgegeben und ist auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft öffentlich zugänglich. Zukünftige Änderungen der Regeln im Hinblick auf die Übereinstimmung mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex wird die Gesellschaft auf ihrer Website unverzüglich veröffentlichen. Weitere Informationen sind im separaten Corporate-Governance- und Vergütungsbericht angegeben.
47 Honorare Wirtschaftsprüfer
Für die Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses wurden im Geschäftsjahr 2014 als Aufwand für die Abschlussprüfung T € 332 (2013: T € 341), für sonstige Dienstleistungen T € 100 (2013: T € 95) und für sonstige Bestätigungsleistungen T € 56 (2013: T € 34) berechnet.
48 Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat
Die Gesamtvergütung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 beläuft sich auf T € 1.337 im Vergleich zu T € 1.726 im Vorjahr. Diese teilt sich auf in eine Festvergütung von T € 750 (2013: T € 887), Nebenleistungen von T € 134 (2013: T € 49), variable Vergütungen von T € 0 (2013: T € 790) sowie aktienbasierte Vergütungen von T € 453 (2013: T € 0).
Die Aufteilung der Gesamtvergütung auf die einzelnen Vorstandsmitglieder kann den Vergütungstabellen, die im Vergütungsbericht als Bestandteil des Konzernlageberichts enthalten sind, entnommen werden. Dort sind auch Erläuterungen zum Vergütungssystem, über Leistungen, die aktiven Vorstandsmitgliedern für den Fall der vorzeitigen Beendigung der Tätigkeit zugesagt wurden, sowie Angaben zu früheren Vorstandsmitgliedern ausführlich dargestellt.
Die folgende Tabelle informiert individualisiert über die Anzahl der Aktien und Wandlungsrechte der Vorstandsmitglieder:
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| Aktien | Wandlungsrechte | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Jürgen Hermann | 240.000 | 225.000 | 350.000 | 200.000 |
| Dr. Bernd Schlobohm (bis 29. Mai 2013) | - | 15.493.3721 | - | 200.0001 |
| Barbara Stolz (vom 1. Juni 2013 bis 31. Dezember 2014) | 10.0001 | - | 182.1001 | 30.0002 |
| Henning Reinecke (seit 1. September 2013) | 5.000 | 1.0002 | 150.000 | - |
| Arnold Stender (bis 31. August 2013) | - | - | - | 25.0001 |
| Stefan Freyer (vom 1. September 2013 bis 31. März 2014) | - | - | - | - |
1 Bestand zum Zeitpunkt des Ausscheidens aus dem Vorstand
2 Bestand zum Zeitpunkt des Eintritts in den Vorstand
Jürgen Hermann, Barbara Stolz und Henning Reinecke haben im Kalenderjahr 2014 während des Zeitraums ihrer Vorstandstätigkeit Aktienkäufe über die Börse getätigt (siehe auch unsere Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG).
Kredite an Vorstandsmitglieder wurden nicht gewährt.
Die Vorstandsmitglieder Jürgen Hermann, Barbara Stolz und Henning Reinecke haben am 25. August 2014 jeweils 150.000 Wandelschuldverschreibungen der QSC AG gezeichnet. Diese Wandelschuldverschreibungen waren ihnen am 29. August 2013 durch den Aufsichtsrat im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 (AOP2012) zugeteilt worden. Der beizulegende Zeitwert einer Wandelschuldverschreibung am Tag der Zeichnung beträgt € 1,004 ; die Wandlung in Aktien der QSC AG ist erst nach einer Wartefrist von 4 Jahren, spätestens 8 Jahre ab dem Tag der Zeichnung möglich. Der Mindestwert der gewährten Wandelschuldverschreibungen beträgt € 0, da eine Ausübung der Wandlungsrechte wirtschaftlich unsinnig ist, sollte der Börsenkurs während des Zeitraums, in dem das Wandlungsrecht besteht, unter dem bei Zeichnung der Optionen festgestellten Wandlungskurs von € 2,30 liegen bzw. die in den Anleihebedingungen festgelegten Ausübungshürden und Erfolgsziele nicht erreicht werden. Der Maximalwert für die aktienbasierte Vergütung aus dem AOP2012 beträgt T € 2.070 je Vorstandsmitglied. Dieser wird erreicht, wenn der gewichtete Durchschnittskurs der Aktie der QSC AG im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten zwanzig Handelstagen vor dem Tag, an dem die Ausübung der Wandlungserklärung nach den Anleihebedingungen wirksam wird, den Kurs von € 16,10 (das Siebenfache des Wandlungspreises von € 2,30) übersteigt. Barbara Stolz hat außerdem am 19. August 2014 2.100 Wandelschuldverschreibungen gezeichnet, die ihr am 12. März 2013 durch den Vorstand der QSC AG im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 zugeteilt worden waren. Die Zuteilung erfolgte aufgrund der Arbeitnehmerstellung von Frau Stolz vor ihrer Berufung in den Vorstand der QSC AG. Für seine Tätigkeit erhielt der Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2014 eine Vergütung in Höhe von insgesamt T € 315 (2013: T € 302). Die Aufteilung der Gesamtvergütung auf die einzelnen Mitglieder des Aufsichtsrats sowie weitergehende Erläuterungen können dem Vergütungsbericht als Bestandteil des Konzernlageberichts entnommen werden. Dort sind auch Erläuterungen zum Vergütungssystem dargestellt.
Die folgende Tabelle informiert individualisiert über die Anzahl der Aktien und Wandlungsrechte der Aufsichtsratsmitglieder:
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| Aktien | Wandlungsrechte | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2013 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Dr. Bernd Schlobohm, Vorsitzender und Mitglied (seit 29. Mai 2013) | 15.518.372 | 15.493.3723 | 200.000 | 200.0003 |
| Herbert Brenke, Vorsitzender und Mitglied (bis 29. Mai 2013) | - | 187.8202 | - | - |
| Dr. Frank Zurlino, stellv. Vorsitzender und Mitglied (seit 29. Mai 2013) | 10.000 | 10.0003 | - | - |
| Gerd Eickers, Mitglied (stellv. Vorsitzender bis 29. Mai 2013) | 15.577.484 | 15.552.484 | - | - |
| Ina Schlie, Mitglied | - | - | - | - |
| Anne-Dore Ahlers1 , Mitglied (seit 29. Mai 2013) | - | - | 2.700 | 2.7003 |
| Cora Hödl1 , Mitglied (seit 29. Mai 2013) | - | - | 4.100 | 4.1003 |
| Klaus-Theo Ernst1 , Mitglied (bis 29. Mai 2013) | - | 5002 | - | - |
| Jörg Mügge1 , Mitglied (bis 29. Mai 2013) | - | 4.0002 | - | - |
| David Ruberg, Mitglied (bis 29. Mai 2013) | - | 14.5632 | - | - |
1 Arbeitnehmervertreter
2 Bestand zum Zeitpunkt des Ausscheidens
3 Bestand zum Zeitpunkt des Eintritts
Die Aufsichtsratsmitglieder Dr. Bernd Schlobohm und Gerd Eickers haben im Kalenderjahr 2014 ihren Aktienbestand durch Zukäufe über die Börse erhöht (siehe auch unsere Mitteilungen über Geschäfte von Führungspersonen nach § 15a WpHG).
49 Risiken
Die Risiken werden ausführlich im Risikobericht im Konzernlagebericht erläutert.
50 Gewinnverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, der Hauptversammlung die Zahlung einer Dividende in Höhe von € 0,10 je Aktie vorzuschlagen.
51 Organe
Vorstand
Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 waren:
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| Vorstandsmitglied | |
|---|---|
| Jürgen Hermann | Vorstandsvorsitzender |
| Barbara Stolz | Finanzvorstand, ausgeschieden zum 31. Dezember 2014 |
| Stefan Freyer | Vorstandsmitglied, ausgeschieden zum 31. März 2014 |
| Henning Reinecke | Vorstand für den Vertrieb sowie die marktorientierte Weiterentwicklung des gesamten ITK-Angebots |
| Stefan A. Baustert | Finanzvorstand seit 1. Januar 2015 |
Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014 waren:
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| Aufsichtsratsmitglied | |
|---|---|
| Dr. Bernd Schlobohm | Unternehmer, Vorsitzender |
| Dr. Frank Zurlino | Geschäftsführender Partner bei Horn & Company, stellvertretender Vorsitzender |
| Ina Schlie | Leiterin der Konzernsteuerabteilung der SAP AG |
| Gerd Eickers | Kaufmann |
| Anne-Dore Ahlers | Vorsitzende des Betriebsrats, Arbeitnehmervertretung |
| Cora Hödl | Abteilungsleiterin TK-Sprachdienste, Arbeitnehmervertretung |
Die Amtszeit des Aufsichtsrats endet mit der Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2017 entscheidet.
Köln, 16. März 2015
QSC AG
Der Vorstand
Jürgen Hermann, Vorstandsvorsitzender
Stefan A. Baustert
Henning Reinecke
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Köln, 16. März 2015
QSC AG
Der Vorstand
Jürgen Hermann, Vorstandsvorsitzender
Stefan A. Baustert
Henning Reinecke
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der QSC AG, Köln, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Bilanz, Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals, Gesamtergebnisrechnung und Konzernanhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung ein hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Köln, den 19. März 2015
**KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Pütz, Wirtschaftsprüfer
Gall, Wirtschaftsprüfer
Weitere Informationen
Stichwortverzeichnis
A
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| Akquisition | 58, 73, 135 f., 139 ff. |
| Aktie | 19 ff. |
| Aktionäre | 21 |
| Aufsichtsrat | 12 ff., 37, 48 f.,159 ff. |
| Auftragseingang | 57 |
| Ausbildung | 50 f. |
B
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| Bilanz | 66 f., 90 f., 119 ff. |
C
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| Chancen | 73 f. |
| Cloud-Computing | 30 f., 54, 70 f. |
| Corporate Governance | 36 ff. |
| Corporate Social Responsibility | 34 f. |
D
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| Dividende | 22, 161 |
E
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| EBIT | 63 |
| EBITDA | 59, 62 |
| Eigenkapital | 67, 127 f. |
| Ergebnis je Aktie | 63, 88, 117 |
F
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| Forschung und Entwicklung | 33 f. |
| Free Cashflow | 60 |
G
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| Gewinn-und-Verlust-Rechnung | 61 ff., 88, 114 ff. |
I
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| Infrastruktur | 29 |
| Investitionen | 60 f. |
| ITK-Markt | 53 f., 69 f. |
K
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| Kapitalflussrechnung | 66, 89, 137 |
| Konzernergebnis | 63, 88 |
L
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| Leistungsindikatoren | 32, 59 ff. |
| Liquidität | 60, 67, 157 |
M
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| Mitarbeiter | 50 ff. |
P
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| Prognose | 69 ff. |
| Programm zur Kostenreduzierung | 62, 70 f. |
R
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| Regulierung | 54 ff., 80 f. |
S
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| Schulden | 60, 67, 129 ff. |
| Schuldscheindarlehen | 58, 66, 129 ff. |
| Segmentberichterstattung | 26, 63 ff., 71 f., 142 ff. |
| Strategie | 30 f. |
V
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| Vergütungsbericht | 42 ff. |
| Vorstand | 10 f., 36 f., 159 f. |
Kalender
Hauptversammlung
27. Mai 2015
Quartalsberichte
11. Mai 2015
10. August 2015
9. November 2015
Kontakt
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Investor Relations
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