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PVA TePla AG

Quarterly Report Oct 14, 2024

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Quarterly Report

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Finanzbericht: 34989803

SimPlan AG

Hanau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

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31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
--- --- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 27.263,00 40.940,00
II. Sachanlagen 315.120,00 234.409,00
III. Finanzanlagen 431.627,08 463.127,08
774.010,08 738.476,08
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 29.662,44 64.044,64
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.247.529,48 2.016.805,45
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 195.010,60 142.939,50
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 885,40 723,77
4. Sonstige Vermögensgegenstände 128.045,74 102.074,09
2.571.471,22 2.262.542,81
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 7.051.973,07 7.317.232,36
9.653.106,73 9.643.819,81
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 602.195,81 537.213,23
11.029.312,62 10.919,509,12

PASSIVA

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31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
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A. EIGENKAPITAL
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 129.000,00 129.000,00
2. Nennbetrag eigener Anteile -8.665,00 -8,665,00
120.335,00 120.335,00
II. Kapitalrücklage 233.036,35 233.036,35
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 137.665,00 137.665,00
IV. Bilanzgewinn 6.902.473,14 6.427.338,35
7.393.509,49 6.918.374,70
B. RÜCKSTELLUNGEN 697.382,11 705.841,34
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 191.657,34 153.174,19
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 50.185,61 90.684,54
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.038.241,51 1.077.450,06
- davon aus Steuern: EUR 905.131,36 (Vorjahr: EUR 886.351,74)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 10.408,55 (Vorjahr: EUR 10,011,42)
1.280.084,46 1.321.308,79
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.658.336,56 1.973.984,29
11.029.312,62 10.919.509,12

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

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2023 2022
EUR EUR
--- --- --- ---
1. Rohergebnis 9.266.421,77 9.031.994,05
- davon Erträge aus der Währungsumrechnung: EUR 1.976,51 (Vorjahr: EUR 809,43)
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.455.294,07 -5.176.449,19
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -816.378,33 -811.783,01
- davon für Altersversorgung: EUR 39.884,31 (Vorjahr: EUR 69.308,49)
-6.271.672,40 -5.988.232,20
3. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -138.305,81 -125.439,54
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.510.760,76 -1.417.804,48
davon aus der Währungsumrechnung: EUR 3.719,01 (Vorjahr: EUR 2.928,56)
5. Erträge aus Beteiligungen 213.382,01 212.063,64
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 208.182,00 (Vorjahr: EUR 208.163,64)
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.000,00 4.000,00
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 120.209,93 6.420,73
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 968,75 (Vorjahr: EUR 1.875,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -431.306,60 -464.711,69
9. Ergebnis nach Steuern 1.251.968,14 1.258.290,51
10. Sonstige Steuern -3.079,30 -8.027,01
11. Jahresüberschuss 1.248.888,84 1.250.263,50
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.427.338,35 6.024.232,86
13. Gewinnausschüttung -773.754,05 -847.158,01
14. Bilanzgewinn 6.902.473,14 6.427.338,35

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

A. Allgemeine Angaben

Die Firma SimPlan AG mit Sitz in 63452 Hanau ist unter der Registernummer HRB 6845 beim Amtsgericht Hanau registriert.

Die Gesellschaft hält ein Grundkapital in Höhe von € 129.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 129.000 nennwertlose Stückaktien zu je € 1,00. Davon sind 8.665 Stück (6,72%, Euro 8.665,00) erworbene eigene Anteile. Die Aktien lauten auf den Namen. Sie dürfen nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die Zustimmung erteilt der Vorstand. Besondere Rechte wie Anteile ohne Stimmrecht, Vorzugsaktien, Mehrstimmrechtsaktien, Schuldverschreibung oder Genussrechte wurden nicht gewährt. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Tranchen bis Mai 2012.

Der Jahresabschluss der SimPlan AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und der ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde weitgehend der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung wurde nach § 158 Abs. 1 AktG ergänzt.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 0 - 5 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 1 - 13 Jahre. Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wird in Anspruch genommen.

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Ist der beizulegende Wert zum Bilanzstichtag niedriger, wird dies durch entsprechende Abschreibungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der Zinsverluste wird eine pauschale Wertberichtigung der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechende Abzinsungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Empfangene Zuschüsse werden in der Periode ertragswirksam berücksichtigt, in welcher der entsprechende Aufwand entstanden ist.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs unter Anwendung von § 256a HGB umgerechnet.

C. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im anhängenden Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Der Anteilsbesitz ergibt sich wie folgt:

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Firmenname Sitz Anteil Jahr Eigenkapital Ergebnis
in % in EUR in EUR
--- --- --- --- --- ---
SimPlan Integrations GmbH Witten 51,00 2022 1.875.159,47 525.618,79
InduSim GmbH Langenau 26,00 2022 191.907,29 20.383,31
Flexineers GmbH Hanau 100,00 2023 * 43.415,33 - 2.149,57
SimPlan Systems GmbH Hanau 51,00 2023 * 7.772,51 -17.913,37
FMV Fonds 1 GmbH & Co.KG Karlsruhe 4,21 2022 3.232.212,39 -436.795,47

* vorläufig

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen überwiegend Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEuro 17.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn enthält zum Bilanzstichtag einen Gewinnvortrag in Höhe von TEuro 5.654 sowie den Jahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres (TEuro 1.249).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

D. Sonstige Angaben

Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bis längstens 2027 bestehen in Höhe von Euro 0,5 Mio. im Wesentlichen aus mehrjährigen Mietverträgen für Geschäftsräume aus denen jährliche Liquiditätsabflüsse resultieren. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern das Objekt nicht mehr vollständig genutzt werden könnte, wozu es derzeit keine Anhaltspunkte gibt.

Des Weiteren bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von Euro 0,3 Mio. aus geschäftsüblichen (mehrjährigen) Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen über Betriebs- und Geschäftsausstattung, die aus den jährlichen Liquiditätszuflüssen beglichen werden.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 58 Arbeitnehmer, davon 8 leitende Angestellte sowie 50 weitere Angestellte. Daneben wurden im Durchschnitt drei Auszubildende beschäftigt.

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vorstand:

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Herr Prof. Dr. Sven Spieckermann, CEO (Vorstandsprecher), Vorstand für Finanzen, Controlling, Personal
Herr Dr. Ulrich Burges, Vorstand für operatives Simulationsgeschäft und IT
Herr Dr. Harry Kestenbaum, Vorstand für Vertrieb und Marketing

Aufsichtsrat:

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Herr Prof. Dr. Stefan Nickel, Vorsitzender ausgeübter Beruf: Hochschullehrer
Herr Dr. Andreas Rohde ausgeübter Beruf: Rechtsanwalt /​ Steuerberater bei dhpg
Herr Andreas J. Schindler ausgeübter Beruf: Dipl. Wirtschaftsinformatiker, Manager

Die Vergütung für den Aufsichtsrat betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEuro 11.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Ausschüttung in Höhe von Euro 1.246.670,60 vorzunehmen. Diese setzt sich aus einer Ausschüttung von Euro 10,36 pro Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023 zusammen. Der verbleibende Gewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor.

Hanau, 28. März 2024

gez. Prof. Dr. Spieckermann

gez. Dr. Burges

gez. Dr. Kestenbaum

Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat: 11.04.2024

Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 16.05.2024:

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Ausschüttung einer Dividende von € 5,18 je Aktie bei 120.335 für das Jahr 2023 gewinnberechtigten Stückaktien. Das entspricht in Summe einer Ausschüttung von € 623.335,30.
Ausschüttung einer Sonderdividende von € 5,18 je Aktie aus dem Gewinnvortrag bei 120.335 gewinnberechtigten Stückaktien. Das entspricht in Summe einer Ausschüttung von € 623.335,30.
Vortrag des verbleibenden Bilanzgewinns auf das nächste Geschäftsjahr

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2023

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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
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EUR EUR EUR EUR
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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.591.841,50 5.850,00 -9.042,62 1.588.648,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.896.41 0,00 0.00 51.896,41
1.643.737,91 5.850,00 -9.042,62 1.640.545,29
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.022.687,62 200.436,81 -195.017,73 1.028.106,70
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 92.704,00 0,00 0,00 92.704,00
2. Beteiligungen 220.691,59 0,00 0,00 220.691,59
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 199.424,70 0,00 -1.500,00 197.924,70
4. Sonstige Ausleihungen 50.000,00 0,00 -50.000,00 0,00
562.820,29 0,00 -51.500,00 511.320,29
3.229.245,82 206.286,81 -255.560,35 3.179.972,28

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AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zuführungen Auflösungen 31. Dez. 2023
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EUR EUR EUR EUR
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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.550.902,50 19.276,00 -8.791,62 1.561.386,88
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.895,41 0,00 0,00 51.895,41
1.602.797,91 19.276,00 -8.791,62 1.613.282,29
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 788.278,62 119.029,81 -194.321,73 712.986,70
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.000,00 0,00 0,00 14.000,00
2. Beteiligungen 56.553,21 0,00 0,00 56.553,21
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 9.140,00 0,00 0,00 9.140,00
4. Sonstige Ausleihungen 20.000,00 0.00 -20.000,00 0,00
99.693,21 0,00 -20.000,00 79.693,21
2.490.769,74 138.305,81 -223.113,35 2.405.962,20

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NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
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EUR EUR
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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.262,00 40.939,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
27.263,00 40.940,00
II. SACHANLAGEN
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 315.120,00 234.409,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.704,00 78.704,00
2. Beteiligungen 164.138,38 164.138,38
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 188.784,70 190.284,70
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 30.000,00
431.627,08 463.127,08
774.010,08 738.476,08

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

1. Grundlagen und Steuerung des Unternehmens

1.1 Organisation und Unternehmensbereiche

Die SimPlan AG ("SimPlan") bietet als operativ tätige Gesellschaft selbst sowie mit ihren Tochterunternehmen umfangreiche Leistungen im Bereich der Materialflusssimulation und des Wertstrommanagements an. Dazu gehören neben der Durchführung von Projekten auch der Verkauf und die Entwicklung der entsprechenden Simulationssoftware sowie die Weiterentwicklung von Simulationsmodellen zu Digitalen Zwillingen. Darüber hinaus gibt es einen starken Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich Forschung und Entwicklung rund um diese Themengebiete.

Das Geschäftsmodell der SimPlan AG basiert auf drei Säulen: der beratungsnahen Dienstleistung im Kontext von Simulationsprojekten und Digitalen Zwillingen, der Erstellung von Wertstrommanagement- und Simulationssoftware einschließlich zugehöriger Add-Ons (Softwareergänzungen) sowie dem Vertrieb von Simulationssoftwarepaketen dritter (gruppenfremder) Softwareunternehmen.

Die SimPlan AG hat ihren Hauptsitz in Hanau, Deutschland. Sie ist in Deutschland an sechs weiteren Standorten mit Betriebsstätten sowie an zwei weiteren Standorten mit Tochtergesellschaften vertreten. Es gibt Partnerunternehmen in Österreich und in China.

Die Kunden der SimPlan AG sind große und mittlere Unternehmen aus verschiedenen Industrien. Die meisten der Kunden sind den Industrien Fahrzeughersteller, (Automobil-) Zulieferer sowie Maschinen- und Anlagenbau mit dem Schwerpunkt Intralogistik zuzuordnen. Darüber hinaus gibt es Kunden unter anderem in der Chemieindustrie, im Handel, im Schiffbau sowie in Verkehr und Luftfahrt.

1.2 Beteiligungen und Kooperationen

Die SimPlan AG hat vier Unternehmensbeteiligungen, alle mit Firmensitz in Deutschland. Die SimPlan Integrations GmbH ist ein verbundenes Unternehmen mit Sitz in Witten. Das Geschäftsmodell entspricht dem der SimPlan AG, wobei der Tätigkeitsschwerpunkt stärker im Bereich intralogistischer Anwendungen liegt. Mit der Flexineers GmbH, Hanau, ist die Unternehmensgruppe in der Lage, ihre hochqualifizierten Mitarbeiter dem Markt auch im Wege der Arbeitnehmerüberlassung zur Verfügung zu stellen. Die SimPlan Systems GmbH, Hanau, ist auf die Implementierung von IT-Systemen in den Bereichen Produktions- und Logistikfeinplanung sowie mathematischer Optimierung spezialisiert. Die induSim GmbH in Langenau bietet Simulationsdienstleistungen, - schulungen und -software rund um die Produktentwicklung und Konstruktion an.

Der chinesische Markt wird über eine enge Kooperation mit der CPS SimPlan Consulting Co. Ltd., Shanghai, bedient. In Österreich gibt es eine Zusammenarbeit mit SimPlan Optimizations, die an den Standorten Wien und Neufelden das gesamte Leistungsspektrum der SimPlan AG anbietet.

1.3 Forschung und Entwicklung

SimPlan ist ein gefragter Partner in Forschungsprojekten, die sich mit Themen wie Simulation, Digitaler Zwilling oder virtuelle Inbetriebnahme befassen. Einen Schwerpunkt der Aktivitäten hat im Jahr 2023 die Weiterentwicklung von Lösungen zur Wertstrommodellierung und -simulation gespielt. So hat SimPlan, beispielsweise im Rahmen des vom BMBF (Bundesministerium für Forschung und Bildung) geförderten Vorhaben KompAKI, Verfahren der KI-gestützten Bilderkennung zur Wertstrommodellierung eingesetzt. Im Rahmen von EU-Projekten wurden Simulations- und Wertstromlösungen um Modellierungsansätze für die Kreislaufwirtschaft erweitert.

Zur Erforschung neuer Verfahren der Simulation von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und Autonomen Mobilen Robotern (AMR) konnte SimPlan dank der engen Vernetzung mit vielen Forschungsinstituten und Hochschulen eine weitere Projektbeteiligung im Rahmen des Förderprogramms "Zukunftsinvestitionen in der Fahrzeugindustrie" gewinnen. Insgesamt ist SimPlan im Rahmen dieses Programms, das im Jahr 2020 vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) als Bestandteil der Corona-Konjunkturmaßnahmen aufgelegt wurde, an fünf Vorhaben beteiligt. Neben dem im Jahr 2023 hinzugekommenen Projekt reichen die Themen der übrigen seit dem Jahr 2021 laufenden Vorhaben von Digitalen Zwillingen für Batteriedemontagesysteme über die Digitalisierung von Lieferketten und Wertströmen bei Omnibussen bis zur Standardisierung des automobilen Engineering- Prozesses insgesamt. Ein weiteres auf europäischer Ebene eingeworbenes Projekt mit der Bezeichnung RemaNet erlaubt das vertiefte Arbeiten an der Ertüchtigung von Modellierungslösungen für die Kreislaufwirtschaft.

Insgesamt war SimPlan im Jahr 2023 in 15 Forschungsvorhaben aktiv mit Projektförderungen auf regionaler Ebene (Länder Hessen und Bayern), durch Bundesministerien (BMBF, BMWK, BMDV) sowie auf europäischer Ebene. Dabei werden je nach Bedarf und Themenschwerpunkten unterschiedliche Mitarbeiter aus dem gesamten Unternehmen eingesetzt. Der Fokus liegt bei Mitarbeitern aus dem Bereich der Softwareentwicklung. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand entspricht in etwa dem Vorjahr.

Die F&E-Aktivitäten von SimPlan haben dabei unverändert zwei Stoßrichtungen. Erster Schwerpunkt ist die Erprobung und Entwicklung von Digitalisierungsansätzen für Branchen, in denen Simulation und virtuelle Inbetriebnahme bislang keine große Rolle spielen. Auf diese Art und Weise wird z. B. an der Erschließung von Märkten wie Verkehr oder regenerativer Energien gearbeitet. Der zweite Schwerpunkt ist die Entwicklung neuartiger Softwarelösungen rund um Digitalisierung und Simulation. So sind die SimPlan-Produkte SimAssist und SimVSM auf Beteiligungen an Forschungsprojekten zurückzuführen. In aktuellen Vorhaben werden die Anwendungen auf zukünftige Herausforderungen wie Cloud-basierte Simulation, Simulation-as-a-Service, Modellierung von Abläufen in der Kreislaufwirtschaft, Integration von maschinellen Lernverfahren und vieles mehr vorbereitet.

1.4 Unternehmenssteuerung

Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamen Leistungsindikatoren sind das Angebots- und Auftragsvolumen, die Roherlöse sowie das Jahresergebnis.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aufgrund der einleitend beschriebenen Kundenstruktur der SimPlan AG ist neben dem deutschen Wirtschaftswachstum auch die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums sowie des Wachstums in der Eurozone für die Gesellschaft von Bedeutung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 war das wirtschaftliche Umfeld wie im Vorjahr geprägt von zahlreichen Krisen. Dabei hat sich insbesondere das gestiegene Preis- und Zinsniveau dämpfend auf die weltweite Wirtschaftstätigkeit ausgewirkt. Das weltweite reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist um 3,0% gestiegen nach einem Anstieg von 3,3% im Vorjahr. In der Eurozone lag das Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes bei 0,5% (Vorjahr: 3,4%). In Deutschland hat sich die Wirtschaft schlechter entwickelt als in der Eurozone und ist mit -0,1% (Vorjahr: +1,9%) leicht geschrumpft1.

In der für SimPlan besonders relevanten deutschen Industrie war die Entwicklung im Jahr 2023 ebenfalls rückläufig. Die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe ohne Bau und Energie ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,4% zurückgegangen. Die Bruttoanlageinvestitionen inklusive Bauinvestitionen sind preisbereinigt um 0,3% gesunken 2,3. Auch wenn die darin enthaltenen Ausrüstungsinvestitionen auf Jahresbasis um 3,0% gewachsen sind, war die Tendenz im Jahresverlauf rückläufig. Im vierten Quartal des Jahres 2023 sind die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland sogar um 3,5% gegenüber dem dritten Quartal gesunken 2,3 Insgesamt ist die Entwicklung der Gesellschaft vor dem Hintergrund der verhaltenen Konjunkturentwicklung und der Investitionszurückhaltung in der Industrie einerseits und des anhaltenden Preisanstiegs (Inflation) andererseits einzuordnen. Unter diesen Rahmenbedingungen ist der Umsatz der SimPlan AG im Jahr 2023 nominell angestiegen.

Für das Jahr 2024 hat die EU-Kommission im Februar ein Wachstum von 0,9% für die EU-Wirtschaft prognostiziert4. Das IfW Kiel geht für die deutsche Wirtschaft von einem Wachstum des BIP um 0,1% und für die Eurozone von 0,7% im Jahr 2024 aus1. Die künftige Entwicklung ist daher mit Unsicherheiten behaftet.

2.2 Lage des Unternehmens

2.2.1 Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich im Jahr 2023 gut entwickelt. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um 4,1% auf T€ 11.110 (2022: T€ 10.675) angestiegen. Mit 5,7% (von T€ 1.907 auf T€ 2.015) ist der Wareneinkauf (Materialaufwand) leicht überproportional gewachsen.

Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr mit T€ 1.249 (2022: T€ 1.250) fast unverändert. Insbesondere aufgrund des über der Vorjahresprognose liegenden Umsatzanstieges und des moderater als erwartet ausgefallenen Anstiegs der Kosten konnte das gute Vorjahresergebnis gehalten werden. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) inklusive der Beteiligungserträge beträgt T€ 1.559 (2022: T€ 1.713). Damit ergibt sich eine EBIT-Marge von 14,0% (2022: 16,0%). Die Zinserträge sind gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen auf T€ 120 (2022: T€ 6). Damit liegt das EBT mit T€ 1.683 nur leicht unter dem Niveau des Vorjahres (T€ 1.723), so dass der Vorstand das Ergebnis des Jahres 2023 insgesamt als - zufriedenstellend einstuft.

Gedämpft wurde das Ergebnis dadurch, dass im Jahr 2023 sowohl Reise- und Marketingkosten als auch Fahrzeugkosten und sonstige Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr etwas stärker angestiegen sind als das Rohergebnis, was unter anderem mit den im Verlauf des Jahres weiter steigenden Preisen, z. B. für Dienstfahrzeuge oder Übernachtungen, zusammenhängt.

Der seit mehreren Jahren anhaltende Trend eines rückläufigen Umsatzanteils der Fahrzeughersteller hielt auch im Jahr 2023 an (17% im Jahr 2023 nach 20% im Jahr 2022). Der größte industrielle Einzelkunde gemessen an den Auftragseingängen des Jahres 2023 war ein Automobilunternehmen mit einem Umsatzanteil von ca. 5%. Der Anteil von Forschungsprojekten am gesamten Vertragsvolumen ist auf rund 9% (2022: 18%) gesunken. Bei der Leistungserbringung ist der Anteil der Erlöse aus Forschungsprojekten von 11,2% in 2022 auf 8,0% gefallen. Positiv zu bewerten ist, dass sich der Auftragseingang im Jahr 2023 auf zahlreiche Kunden und Branchen verteilt.

Die Zunahme der Materialaufwendungen (inklusive bezogene Leistungen) von T€ 1.907 in 2022 auf T€ 2.015 in 2023 ist im Wesentlichen auf einen gesteigerten Absatz von Simulationssoftwarepaketen, die von Drittanbietern bezogen werden, zurückzuführen.

Das hoch qualifizierte Mitarbeiterteam bildet die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von SimPlan. Die durchschnittliche Anzahl der festangestellten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen ist gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgegangen. Die Personalaufwendungen sind um 4,7% von T€ 5.988 in 2022 auf T€ 6.272 in 2023 gestiegen. Ursächlich dafür war vor allem die leicht gesunkene Mitarbeiteranzahl bei einer gegenläufigen Anpassung aller Grundgehälter um 10% als Ausgleich in Reaktion auf die allgemeine Preisentwicklung. Relativ zum Umsatz sind die Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen (2023: 56,4%; 2022: 56,1%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 7% gestiegen (2023: T€ 1.511; 2022: T€ 1.418). Dazu beigetragen haben u.a. gestiegene Kosten für Fahrzeuge (2023: T€ 248; 2022: T€ 207), was zum Teil auf die wachsende Inanspruchnahme des eingeführten Jobrad-Angebots für alle Mitarbeiter zurückzuführen ist, sowie höhere Werbe- und Reisekosten (2023: T€ 361; 2022: T€ 328) aufgrund der weitgehenden Rücknahme der Corona-Beschränkungen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen mit T€ 138 in 2023 um 10% oberhalb des Vorjahreswertes von T€ 125. Wesentlicher Grund sind steigende Investitionen in die IT-Infrastruktur, die teilweise auch auf steigende Preise bei der Ersatzbeschaffung von PCs und Notebooks zurückzuführen sind.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 206 (2022: T€ 211) handelt es sich wie in den Vorjahren zu einem großen Teil um verrechnete Sachbezüge für die Nutzung von Dienstwagen und Bahncards von Mitarbeitern (2023: T€ 159; 2022: 161 T€) und um Buchgewinne aus der Veräußerung von Anlagen (Fahrzeuge, IT-Ausrüstung o.ä.).

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis (2023: T€ 328; 2022: T€ 222) beinhaltet gegenüber dem Vorjahr so gut wie unverändert Gewinnausschüttungen von verbundenen Unternehmen sowie von Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (2023: T€ 213; 2022: T€ 212). Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ist zum überwiegenden Teil auf Zinserträge von T€ 120 zurückzuführen, die mit der kurzfristigen Festgeldanlage des Bestands an liquiden Mitteln erzielt werden konnten.

2.2.2 Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von T€ 7.052 (2022: T€ 7.317). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht verzinslich und haben kurzfristige Restlaufzeiten.

Das Fremdkapital (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) beträgt zum 31.12.2023 insgesamt T€ 1.977 (2022: T€ 2.027). Dabei stehen niedrigere Steuerrückstellungen (2023: T€ 51; 2022: T€ 116) gestiegenen Rückstellungen im Personalbereich für ausstehende Vergütungen (Personalkosten und variable Vergütungen) und für Urlaube (2023: T€ 528; 2022: T€ 446) entgegen. Bei den Verbindlichkeiten stehen gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (2023: T€ 192; 2022: T€ 153) rückläufigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (2023: T€ 50; 2022: T€ 91) und ebenfalls rückläufigen sonstigen Verbindlichkeiten (2023: T€ 1.038; 2022: T€ 1.077) gegenüber.

Der Cash flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (in Anlehnung an DRS 21) beträgt € 0,7 Mio. (2022: € 1,9 Mio.). Ursächlich hierfür sind insbesondere die positiven Jahresergebnisse. Der Cash flow aus der Investitionstätigkeit beträgt € -0,2 Mio. (2022: € -0,1 Mio.). Der Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt € -0,8 Mio. (2022: € -0,8 Mio.) und enthält Ausschüttungen an die Aktionäre.

Die gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufige Liquidität ist zum einen auf die Dividendenzahlung zurückzuführen. Neben der regelmäßig praktizierten Ausschüttung von 50% des Jahresüberschusses (T€ 625) wurde eine Nachzahlung auf die im zweiten Corona-Jahr 2021 gekürzte Dividende vorgenommen (T€ 149). Die im Geschäftsjahr 2023 liquiditätswirksamen Gewinnausschüttungen beliefen sich somit auf insgesamt T€ 774 (2022: T€ 847). Gleichwohl behält die Gesellschaft den hohen Anteil an kurzfristigen liquiden Mitteln bei u. a. wegen der mit ihrem Projektgeschäft verbundenen regelmäßig hohen Vorfinanzierungen.

Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgte - wie in den Vorjahren - grundsätzlich aus dem operativen Cash flow ohne Aufnahme von Darlehen bei Kreditinstituten. Der Nutzung der Dienstfahrzeuge liegen übliche Leasingverträge zugrunde, Büro- und Geschäftsausstattung wird regelmäßig erworben, sonstige Leasingverträge bestehen - abgesehen von den Fahrzeugen - nicht.

Allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nachgekommen werden. Derzeit geht der Vorstand nicht von künftigen Liquiditätsengpässen aus. Selbstverständlich hängt die diesbezügliche Situation mit der künftigen wirtschaftlichen Entwicklung zusammen. Einschätzungen hierzu finden sich im Risikobericht.

2.2.3 Vermögenslage

Das Aktivvermögen beinhaltet im Wesentlichen langfristig gebundenes Vermögen in Höhe von € 0,8 Mio. (2022: € 0,8 Mio.), kurzfristig gebundenes Vermögen in Höhe von € 3,2 Mio. (2022: € 2,8 Mio.) sowie liquide Mittel in Höhe von € 7,0 Mio. (2022: € 7,3 Mio.). Die Vermögenslage spiegelt die stabile Geschäftsentwicklung und die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft wider. Wesentliche strukturelle Veränderungen waren im Geschäftsjahr 2023 nicht zu verzeichnen.

Die Zugänge zum langfristigen Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 200 (2022: T€ 82) betreffen vor allem Ersatzinvestitionen in Hardware und Büroausstattung sowie den Kauf von neuen Firmenfahrzeugen.

Die liquiden Mittel sind zum 31.12.2023 auf T€ 7.052 (2022: T€ 7.317) gesunken. Zusammen mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2023: T€ 2.248; 2022: T€ 2.017) bilden diese erneut die wesentlichen aktiven Bilanzposten (2023: 84%; 2022: 85%). Geringfügig gestiegen auf T€ 195 (2022: T€ 143) sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. In diesen Forderungen bilden sich weiterbelastete interne Dienstleistungen im Bereich Marketing und IT ab, die die SimPlan AG als Shared Services den verbundenen Unternehmen anbietet sowie Forderungen aus Kundenprojekten, die im Rahmen eines Kapazitätsausgleichs für andere Gesellschaften der Gruppe bearbeitet werden. Der Umfang der Leistungen innerhalb der Unternehmensgruppe verändert sich laufend. Er ist abhängig von der Projekt- und Kapazitätssituation innerhalb der einzelnen Beteiligungen.

Die Eigenkapitalquote der SimPlan AG ist auf hohem Niveau noch weiter angestiegen (2023: 67%; 2022: 63%). Betragsmäßig liegt das Eigenkapital unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttungen um T€ 475 über dem Vorjahresniveau (2023: T€ 7.393; 2022: T€ 6.918).

Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von € 2,0 Mio. (2022: € 2,0 Mio.) enthält im Wesentlichen sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen sind mit T€ 697 gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert (2022: T€ 706). Rückläufigen Steuerrückstellungen (2023: T€ 51; 2022: T€ 116) stehen gestiegene sonstige Rückstellungen (2023: T€ 646; 2022: T€ 589)gegenüber, die vor allem Urlaubsrückstellungen und Rückstellungen für nachzuzahlende - erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile umfassen.

Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr absolut und relativ zur Bilanzsumme nur geringfügig verändert (2023: T€ 1.280; 2022: T€ 1.321; 2023: rund 12 %; 2022: rund 12 %).

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet (i) die Einnahmen aus Software Laufzeit- (Subscription) und Wartungsverträgen (Updates und Support), die über fest vereinbarte Laufzeiten abgegrenzt werden, (ii) Einnahmen aus Forschungsprojekten, die über mehrere Jahre hinweg proportional zum entstehenden Aufwand vermindert werden, sowie (iii) Einnahmen aus Projekten, für die die Leistungserbringung erst im Folgejahr durchgeführt werden kann. Der Großteil der für (i) und (iii) gebildeten Rechnungsabgrenzungsposten wird jeweils im Folgejahr verbraucht; ein Teil der Wartungserlöse sowie ein Teil der erhaltenen Forschungsgelder deckt Laufzeiten von zwei bis vier Jahren ab. Alle passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind für eine klar definierte Periode gebildet worden.

2.2.4 Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Geschäftsleitung verfolgt das Ziel, durch nachhaltige Gewinne die Eigenkapitalbasis zu erhöhen und so die finanziellen Grundlagen für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum zu erhalten und auszubauen. Vor dem Hintergrund der Liquidität und des vorhandenen Eigenkapitals hält der Vorstand die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag für insgesamt solide. Hinsichtlich der Auswirkungen der im Jahr 2023 andauernden zahlreichen weltweiten Krisen und der damit verbundenen wirtschaftlichen Herausforderungen wird insbesondere auf die nachfolgenden Ausführungen verwiesen.

2.2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Kennzahlen

Der Auftragsbestand liegt per Jahresultimo 2023 auf einem guten Niveau und beträgt rd. € 6,6 Mio. (Vorjahr etwa € 6,8 Mio.). Die Roherlöse (Umsatzerlöse +/​- Bestandsveränderung - Materialaufwand) liegen um € 0,2 Mio. über dem Vorjahresniveau von € 8,8 Mio.). Der Anstieg hat sich nicht auf den Jahresüberschuss ausgewirkt, da unter anderem höherer Personalaufwand (Lohn und Gehalt ohne Sozialversicherungsaufwand) von € 5,5 Mio. (Vorjahr € 5,2 Mio.) zu Buche steht. Der Jahresüberschuss liegt auf Vorjahresniveau (2023: T€ 1.249; 2022: T€ 1.250). Unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttungen beträgt die Eigenkapitalquote 67% (Vorjahr: 63%).

2.2.6 Personal- und Sozialbereich

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 58 Arbeitnehmer, davon 8 leitende Angestellte sowie 50 weitere Angestellte. Daneben wurden im Durchschnitt drei Auszubildende beschäftigt.

Die Personalaufwendungen in Höhe von T€ 6.272 entfallen mit einem Betrag von T€ 5.455 (2022: T€ 5.176) auf die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen für festangestellte Mitarbeiter. Ferner entfallen T€ 816 (2022: T€ 812) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie auf freiwillige soziale Aufwendungen. Der Anstieg der Personalaufwendungen resultiert aus einer im Januar 2023 erfolgten Gehaltsanpassung für alle festangestellten Mitarbeitenden.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1 Risikomanagementsystem

Die SimPlan AG ist als überwiegend im deutschen Markt agierender Anbieter für Simulationslösungen in Produktion und Logistik unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diese sind unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden und können somit die Umsetzung der Unternehmensstrategie, sowie die Zielerreichung des Unternehmens beeinflussen und zu negativen, aber auch positiven Abweichungen von der dargestellten Prognose führen.

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf die frühzeitige Erkennung von wesentlichen Risiken ausgerichtet, um der Unternehmensleitung eine rechtzeitige Reaktion mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf sämtliche Risiken (einschließlich bestandsgefährdender Risiken) zu ermöglichen. Das Risikomanagement ist fester Bestandteil der wertorientierten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensführung und liegt daher im Verantwortungsbereich des Vorstands. Es wird als Identifizierung, Bewertung und Bewältigung von Risiken verstanden und basiert im Wesentlichen auf einem klar definierten Qualitätsmanagement, Kontroll- und Steuerungsinstrumenten sowie auf einem Controlling, das durch Kennzahlen, Analysen und betriebswirtschaftliche Auswertungen über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und mögliche Risikopotentiale zeitnah und regelmäßig informiert. Die interne Risikoberichtverfolgung innerhalb des Vorstands erfolgt laufend im Rahmen der Abstimmungen zum operativen Tagesgeschäft, in welches der Vorstand stark eingebunden ist. Das Risikomanagement ermöglicht neben der Bewertung und Bewältigung von Risiken auch das frühzeitige Erkennen von Möglichkeiten im Markt und deren zeitnahe Nutzung. Die wesentlichen internen und externen Risiken und Chancen werden nachfolgend erläutert.

3.2. Wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Gesamtrisikolage, der sich die SimPlan ausgesetzt sieht, im Wesentlichen nicht verändert. Dies gilt auch für die Chancensituation. Neu aufgenommen wurden Risiken im Zusammenhang mit Umwelt, Gesellschaft und Unternehmensführung (Environmental, Social, and Governance, kurz: ESG), da den Themen in mehrfacher Hinsicht wachsende Bedeutung für das Unternehmen zukommt. Im Einzelnen stellt sich die Bewertung der Chancen und Risiken wie folgt dar:

3.2.1 Auftrags- und Akquisitionsrisiken und -chancen

Die deutsche Wirtschaft zeigt zu Beginn des Jahres 2024 ein uneinheitliches Bild. Nachwirkungen der Preissteigerungen auf den Energiemärkten in Folge des Ukraine-Kriegs, die Situation auf wichtigen internationalen Märkten wie z. B. China, regulatorische Beschränkungen und die Zinssituation bremsen die Investitionstätigkeit in Deutschland. Auf der anderen Seite übt der Fachkräftemangel Druck auf Unternehmen aus, mehr in Automatisierung von Produktions- und Logistikabläufen zu investieren. Welche Rolle diese Unsicherheiten im Jahresverlauf spielen werden, welche Kräfte die Oberhand gewinnen und wie sich die Marktentwicklungen auf die für das Geschäft von SimPlan wichtigen Anlageninvestitionen auswirken, lässt sich derzeit nur schwer abschätzen.

Entsprechend sind die Erwartungen des Vorstands der SimPlan AG für das Geschäftsjahr 2024 von vorsichtigem Optimismus geprägt, der aber unter dem Vorbehalt keiner signifikanten Verschärfung der globalen Rahmenbedingungen steht. Der Auftragseingang im Januar und Februar war höher als im Vorjahr. Für den März zeichnet sich ein Auftragseingang in etwa auf Vorjahresniveau ab. Insgesamt wird das erste Quartal des laufenden Jahres ca. 10% Zuwachs gegenüber dem ersten Quartal 2023 bringen. Allerdings mehren sich gleichzeitig die Signale, dass einige Kundenunternehmen geplante Investitionen nicht so zügig umsetzen wie ursprünglich geplant und angekündigt. Vor diesem Hintergrund strebt der Vorstand für das Jahr 2024 einen Umsatz und Auftragseingang auf Vorjahreshöhe an. Diese Planung gilt, wie erwähnt, unter dem Vorbehalt, dass sich die politische und wirtschaftliche Situation in Europa und global nicht verschärft.

In einem solchen Fall könnte auf die in den Corona-Jahren eingesetzten Maßnahmen zur Krisenbewältigung, wie beispielsweise die Kurzarbeit, zurückgegriffen werden.

Spezielle Risiken aus Verträgen mit russischen, ukrainischen oder chinesischen Partnern bestehen für die SimPlan AG nicht. Auch haben diese Märkte in den vergangenen Jahren keine nennenswerte Rolle beim Absatz gespielt.

Die vergangenen Jahre seit Beginn der Corona-Krise haben gezeigt, wie schnell sich die Nachfragesituation insgesamt, aber auch in einzelnen Branchen verändern kann. Der Umsatzanteil der Automobil- und Automobilzulieferindustrie von 40% im Jahr 2019 hat sich im ersten Jahr der Corona-Krise auf ca. 20% halbiert, um sich in den Jahren 2021 und 2022 wieder auf über 35% zu erholen. Im Jahr 2023 war der Anteil wieder rückläufig und lag bei ungefähr 30%. Darin spiegeln sich die Herausforderungen, die der Wandel zur Elektromobilität für diesen Industriezweig mit sich bringen. Die kontinuierlichen Marktveränderungen treiben den Vorstand an, die laufenden Vertriebs- und Diversifizierungsanstrengungen unvermindert aufrechtzuerhalten. Dass es gelungen ist, die Schwankungen der letzten Jahre erfolgreich aufzufangen, unterstreicht die Chancen, die das etablierte SimPlan-Geschäftsmodell mit der beschriebenen Mischung aus Dienstleistungsprojekten, Softwareverkäufen und Forschungsprojekten bietet. Es führt insgesamt zu einer Diversifizierung der Erlösquellen und begrenzt die potenziellen Auftrags- und Akquisitionsrisiken.

3.2.2 Vergütungsrisiken und -chancen

In Anbetracht des sich verschärfenden Wettbewerbs im IT- und Beratungsmarkt und fortbestehender Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können Preisrisiken trotz grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Chancen bieten sich jedoch durch die klare und starke Positionierung am Markt und die Strategie der Kundenorientierung. Aufgrund der Kapazitätsengpässe auch bei IT-Dienstleistern und -beratern und aufgrund fortlaufender Preissteigerungen insgesamt, erwartet die SimPlan AG eine Fortsetzung der positiven Preiseffekte in einer Vielzahl von Branchen und mit der überwiegenden Mehrheit der Kunden.

Die Geschäftstätigkeit der SimPlan AG ist zum großen Teil projektorientiert. Einzelne Projekte können dabei durch ihre Volumina und Vertragsstrukturen eine jeweils signifikante Bedeutung für die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft erlangen. Die Steuerung projektimmanenter Risiken wie die termin- und aufwandsgerechte Fertigstellung ist daher ein Bestandteil des im Unternehmen angewandten Risikomanagements.

Während die projektbezogenen Risiken gegenüber dem Vorjahr unverändert sind, überwiegen im Jahr 2024 nach Einschätzung des Vorstands auf der Absatzseite wie schon im Jahr 2023 eher die Chancen zur Durchsetzung höherer Preise. Gleichzeitig zeigt sich bei den Preisrisiken auf der Beschaffungsseite ein gemischtes Bild. Während der Preisdruck bei Computerhardware oder Fahrzeugen eher nachgelassen hat, hält er bei eingekauften Dienstleistungen unverändert an.

3.2.3 Wettbewerbsrisiken und -chancen

Der Vorstand der Gesellschaft rechnet im anstehenden Geschäftsjahr mit hohem Vertriebsaufwand, um die Auftragslage im Jahresverlauf zu stabilisieren. Zu Beginn des Jahres 2024 wurde das Vertriebsteam um eine Nachwuchskraft verstärkt. Den damit verbundenen Kosten steht die Chance auf eine verbesserte vertriebliche Marktbearbeitung im Verlauf der zweiten Hälfte des Jahres entgegen.

SimPlan hat im Markt für Simulationsanwendungen in Produktion und Logistik eine hohe Bekanntheit in Deutschland, die auch im Geschäftsjahr 2024 nach Möglichkeit durch gezielte Marketingaktivitäten verstärkt und erweitert werden soll. Die im Jahr 2024 geplanten Marketingmaßnahmen umfassen Präsenzveranstaltungen wie Messen, Kongresse oder Kundentage und darüber hinaus digitale Maßnahmen wie Webinare oder die verstärkte Nutzung von Social Media Kanälen. Das eröffnet die Chance, die Neukundengewinnung weiter zu intensivieren. Eine Herausforderung liegt in der angemessenen Aufteilung der Marketingmaßnahmen zwischen den Präsenzformaten und den Online-Kanälen. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, prüft der Vorstand kontinuierlich die internen Marketing-Kapazitäten.

Wie im Vorjahr lassen sich spezielle Wettbewerbsrisiken oder -chancen, die von Marktbegleitern im Kernmarkt für Simulationsdienstleistungen und -software ausgehen, aus Sicht des Vorstands der SimPlan AG aktuell nicht identifizieren. Die Beobachtung von Methoden und Ansätzen, von denen ein Verdrängungsrisiko für heutige Kernleistungen der SimPlan AG ausgehen könnte, sind Bestandteil des strategischen Risikomanagements. Dazu zählt insbesondere die permanente Analyse von Chancen und Risiken KI-basierter Lösungen sowie des Einflusses großer Marktteilnehmer wie etwa NVIDIA mit dem Omniverse-Angebot.

3.2.4 Personalrisiken und -chancen

Der wirtschaftliche Erfolg der SimPlan AG ist wesentlich von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Knowhow abhängig. Zur Realisierung des mittel- bis langfristig angestrebten Wachstums bleibt der weitere Ausbau des Mitarbeiterstamms wesentlich. Der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte hat mit der verbesserten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung im vergangenen Jahr weiter deutlich zugenommen und wird nach Einschätzung des Vorstands vor dem Hintergrund des demographischen Wandels langfristig hoch bleiben. Die künftige erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft hängt daher auch davon ab, inwiefern es gelingt, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, zu integrieren, dauerhaft an die SimPlan AG bzw. an Unternehmen der Firmengruppe zu binden und weiterzuentwickeln. Die Unternehmensstrategie, die vorhandenen Personalinstrumente und insbesondere die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten berücksichtigen solche Personalrisiken, tragen zu einer gezielten Personalgewinnung, - bindung und -entwicklung sowie der Knowhow-Sicherung bei. Die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten wird weiter kontinuierlich weiter ausgebaut. Dazu dienen neben Vorlesungen und Gastvorlesungen ergänzende Instrumente wie die im Jahr 2023 hinzugekommene Rolle als Stipendiengeber für das Deutschlandstipendium an mehreren Technischen Universitäten und das Engagement in regionalen Nachwuchs-Netzwerken.

Auch die hohe Bekanntheit von SimPlan im Simulationsbereich bleibt ein Faktor für den Ausbau des Mitarbeiterstamms. Wie angespannt die Situation bei der Personalgewinnung gleichwohl ist, unterstreicht der im Berichtsjahr 2023 um rund ein Drittel rückläufige Bewerbungseingang (2022: -10%) gegenüber dem Vorjahr.

Insgesamt bleibt die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter, die die Anforderungen der SimPlan AG erfüllen, eine herausfordernde Aufgabe, auf die die Gesellschaft in den kommenden Jahren mit weiter verstärkten Anstrengungen im Bereich des Personalmarketings reagieren wird. Die damit zusammenhängenden Herausforderungen haben im Jahr 2023 noch einmal deutlich zugenommen.

Die Unternehmenskultur, Anpassungen in der Gehaltsstruktur und der zweite Durchlauf eines für die Jahre 2020-2024 erstmalig durchgeführten Talentmanagementprogramms ermöglichen gute Arbeitsbedingungen und gute Entwicklungsmöglichkeiten für die SimPlan Mitarbeitenden und sollen die mittel- und langfristige Personalkontinuität sicherstellen. Den Chancen, die diese Maßnahmen im Hinblick auf die Mitarbeiterbindung bieten, stehen teilweise beträchtliche Risiken hinsichtlich der Entwicklung der Personalkosten gegenüber. SimPlan versucht den daraus resultierenden Risiken für das Ergebnis durch die Preissetzung auf der Vertriebsseite zu begegnen.

3.2.5 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hierbei steht die Vermeidung von derartigen Risiken im Vordergrund. Preisänderungsrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist die Gesellschaft in branchenüblichem Umfang ausgesetzt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden Liquiditätsbetrachtungen und -planungen erstellt, die -sofern notwendig- an aktuelle Änderungen angepasst werden.

Zu den von der SimPlan AG verwendeten Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten, die Anlage in wertstabilen Wertpapieren (Immobilienfonds) sowie bei Bedarf der Abschluss von Devisentermingeschäften. Bei dem Management von Finanzpositionen wird im Wesentlichen eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Zinsrisiken entstehen aus Veränderungen des Zinsniveaus und können Finanzschulden und Geld-bzw. Wertpapieranlagen betreffen. Zum 31.12.2023 bestanden keine zinstragenden Schulden. Finanzwirtschaftliche Risiken beschränken sich auf die Veränderungen von Verzinsungen für Aktivposten. Offene Risikopositionen bestehen derzeit nicht.

Unter Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, welches dazu führt, dass in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögensgegenstände beschränkt. Kreditrisiken resultieren für die Gesellschaft im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen durch eine regelmäßige Bonitätseinschätzung der Kunden und ein effizientes Forderungsmanagement begegnet wird. Darüber hinaus bildet die Gesellschaft hierfür regelmäßig eine ausreichende Risikovorsorge durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Im Jahr 2023 hat es im Kreis der Kunden des SimPlan-Tochterunternehmens SimPlan Integrations GmbH einen Insolvenzfall gegeben. Das Ausfallrisiko liegt bei T€ 32 und wird ggf. je zur Hälfte von der SimPlan AG und der SimPlan Integrations GmbH getragen. Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen betrugen zum 31.12.2023 insgesamt T€ 2.

Liquiditätsrisiken resultieren aus einer mangelnden Verfügbarkeit liquider Mittel zur fristgerechten Erfüllung finanzieller Verpflichtungen. Grundsätzlich können sich solche Risiken für die Gesellschaft aus den beauftragten Projekten ergeben, da diese oftmals eine gewisse Vorfinanzierung erfordern, die gegebenenfalls auch zu einer Anspannung der Liquiditätslage führen kann. Unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen ist das Liquiditätsrisiko für die SimPlan AG aufgrund des Bestands an liquiden Mitteln von T€ 7.052 zum Bilanzstichtag (2022: T€ 7.317) und aufgrund des stabilen operativen Cash flows als gering einzustufen. Das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld erfordert diesbezüglich allerdings unverändert erhöhte Wachsamkeit. Der Vorstand setzt die seit März 2020 intensivierte vorausschauende Liquiditätsplanung fort.

Das Kursrisiko des offenen Immobilienfonds im Wertpapierbestand (Buchwert 2023: T€ 189; 2022: T€ 189) ist unter normalen Bedingungen minimal und begrenzt durch den Rücknahmepreis der emittierenden Fondsgesellschaft. Allerdings besteht in einer Ausnahmesituation auch hier ein erhöhtes Risiko bis hin zu einer temporären Nicht-Liquidierbarkeit der Anlage bei einem Rücknahmestopp der Fondsgesellschaft. Die aktuelle Lage wird fortlaufend beobachtet. Wechselkursrisiken bestehen insofern als ein Einkauf von Softwarelizenzen (Handelsware) im Umfang von T€ 108 (2022: T€ 120) in US-Dollar erfolgt. Ferner hat die SimPlan AG 2023 Umsatzerlöse in Fremdwährung im Volumen von als T€ 55 (Vorjahr: T€ 142), überwiegend in Schweizer Franken, in chinesischem Renminbi und zum geringeren Teil in US-Dollar und Singapur Dollar. Aus den entsprechenden Transaktionen haben sich im Jahr 2023 Aufwendungen aus Währungsumrechnungen von T€ 4 (2022: T€ 3) sowie Erlöse aus Währungsumrechnungen von T€ 2 (2022: T€ 1) ergeben. Die Gesellschaft prüft anlassbezogen den Abschluss von Devisentermingeschäften, wobei im Jahr 2023 diesbezüglich keine neuen Kontrakte abgeschlossen wurden und auch keine laufenden Kontrakte aus Vorjahren bestanden.

3.2.6 Rechtsrisiken

Als Dienstleister für Wartungsleistungen, Cloud-Services und Beratung arbeitet die SimPlan AG mit personenbezogenen Daten ihrer Kunden und handelt somit als Auftragsverarbeiter (Data Processor). Darüber hinaus verarbeitet die SimPlan AG auch personenbezogene Daten ihrer Mitarbeiter und Kunden, potenzieller Kunden, Partner und Lieferanten in der Rolle als Verantwortlicher für diese Daten (Data Controller). Die Gesellschaft ist rechtlich dazu verpflichtet, diese Daten gemäß den geltenden Datenschutzgesetzen zu behandeln und gegen nicht autorisierten Zugang, Veränderung oder Löschung zu schützen. Ähnliche und zum Teil weitergehende Anforderungen ergeben sich aus Geheimhaltungsvereinbarungen mit Kunden. Erschwert wird die Einhaltung des Datenschutzes durch die ständig zunehmende Anzahl externer Cyber-Angriffe. Um den daraus resultierenden Datenschutz- und Informationssicherheitsrisiken zu begegnen, hat SimPlan eine TISAX-Zertifizierung durchgeführt. Darüber hinaus wird mit Hilfe externer Dienstleister kontinuierlich überprüft, welche Angriffsmöglichkeiten auf die SimPlan-Infrastruktur bestehen können.

Im Übrigen agiert SimPlan in einem herausfordernder werdenden rechtlichen Rahmen. Neue gesetzliche Normen wie der EU AI Act oder der EU Data Act werden innerhalb der bestehenden Möglichkeiten hinsichtlich der Auswirkungen auf das SimPlan-Geschäftsmodell und bezüglich einzelner Geschäftsvorfälle bewertet. Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz sorgen dafür, dass SimPlan-Kunden umfassendere Nachweise im Hinblick auf Nachhaltigkeitsmanagement verlangen. Können diese Nachweise nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden, besteht das Risiko der Beeinträchtigung der Geschäftsbeziehung mit den entsprechenden Kunden. Aus diesem Grund arbeitet SimPlan kontinuierlich an einem Ausbau des Nachhaltigkeitsmanagements.

3.2.7 Environmental, Social, Governance

Wirtschaftliche Tätigkeit, die nicht im Einklang mit nachhaltigen Entwicklungszielen wie beispielsweise den SDGs (Sustainable Development Goals) der UN steht, wird nach Überzeugung des Vorstandes mittel- bis langfristig zu einem immer größeren Risiko für unternehmerische Tätigkeit werden. Als Leitplanken für die Berücksichtigung und Verbesserung von Nachhaltigkeitsaspekten hat sich SimPlan Richtlinien zu Umweltschutz, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Arbeitsbedingungen, Menschenrechten und Unternehmensethik gegeben. Aus diesen Richtlinien werden regelmäßig Maßnahmen z. B. zur Reduktion des Verbrauchs von Strom und fossilen Brennstoffen abgeleitet.

Darüber hinaus bereitet sich SimPlan mit den Richtlinien auf Berichtspflichten wie beispielsweise nach der CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) der EU vor. Absehbar gelten die Vorgaben der CSRD nicht unmittelbar, werden aber verstärkt von davon betroffenen Kundenunternehmen eingefordert.

3.2.8 Bestandsgefährdende Risiken

Auch wenn das Umfeld deutschland-, europa- und weltweit von unverändert großen Herausforderungen geprägt ist, erlauben die aktuelle Situation und der Start in das Jahr 2024 die Einschätzung, dass sich daraus keine Existenzgefährdung für SimPlan ergibt. Der Vorstand geht insofern davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens gesichert ist.

4. Prognosebericht

Wie im Wirtschaftsbericht bereits skizziert, gehen die im Februar und März vorgelegten Schätzungen von Wirtschaftsforschungsinstituten, der EU-Kommission und der Bundesregierung vor dem Hintergrund der bestehenden Unsicherheiten (Zinsentwicklung, Energiepreissituation, regulatorische Beschränkungen, Fachkräftemangel) von fast keinem Wirtschaftswachstum von 0,1% für das Jahr 2024 für Deutschland und von unter 1% für die Eurozone aus. 4 Die Schätzungen sagen für Branchen, die für das Geschäft von SimPlan relevant sind, und insbesondere auch für die Ausrüstungsinvestitionen in Deutschland einen verhaltenen Verlauf in diesem Jahr voraus. Vor diesem Hintergrund und dem Hintergrund der aktuellen Preisentwicklung strebt der Vorstand der SimPlan AG in diesem Jahr ein nominelles Wachstum in einem Korridor von 4-8% bei Auftragseingang, Umsatz und Roherlös (bezogen auf das abgelaufene Geschäftsjahr) an. Die Preisdynamik auf den Beschaffungsmärkten stellt unverändert ein erhebliches Risiko für die Rentabilität des Unternehmens dar. Daher rechnet der Vorstand für das Jahr 2024 mit einem Ergebnis bezogen auf den Jahresüberschuss in einem Korridor -5% bis +5% im Vergleich zum Vorjahr.

5. Sonstiges

Hinsichtlich der Angaben zum Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Hanau, 28. März 2024

gez. Prof. Dr. Spieckermann

gez. Dr. Burges

gez. Dr. Kestenbaum

1 Quelle: IfW Kiel: "Weltwirtschaft im Frühjahr 2024", Kieler Konjunkturberichte Nr. 111, 05, März 2024.

2 Quelle: Statistisches Bundesamt: "Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken", Pressemitteilung Nr. 019 vom 15. Januar 2024.

3 Quelle: Statistisches Bundesamt: "Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023", Pressemitteilung Nr. 066 vom 23. Februar 2024.

4 Quelle: Europäische Kommission: "EU-Wirtschaftsprognose: Schnellerer Inflationsrückgang und langsameres Wachstum", 15. Februar 2024.

Vorstehender zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SimPlan AG, Hanau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SimPlan AG, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SimPlan AG, Hanau, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, _​ der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, - falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Aschaffenburg, 10. April 2024

KM&K Mergler Audit GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mergler, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ackmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats für das Berichtsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Er hat sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Entwicklung der Gesellschaft, den Gang ihrer Geschäfte und die speziellen Herausforderungen unterrichten lassen und die Geschäftsführung laufend überprüft. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2023 zwei Sitzungen des Aufsichtsrates statt.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 an:

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Prof. Dr. Stefan Nickel (Vorsitzender)
Dr. Andreas Rohde
Andreas Schindler.

Der vorgelegte Jahresabschluss wurde von der KM&K Mergler Audit GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Aschaffenburg, unter Einbeziehung der Buchführung und des Geschäftsberichts des Vorstandes der Gesellschaft geprüft und den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung entsprechend befunden.

Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt.

Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat geprüft. Als Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der Gesellschaft für deren gute Leistungen im abgelaufenen Jahr.

11.04.2024

Prof. Dr. Stefan Nickel, Vorsitzender des AR

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