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PVA TePla AG Interim / Quarterly Report 2019

Aug 9, 2019

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Interim / Quarterly Report

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PVA TePla AG

Wettenberg

Halbjahresbericht zum 30. Juni 2019

Konzernzwischenlagebericht

1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Geschäftstätigkeit und Geschäftsmodell

Die PVA-Gruppe ist ein technologisch führender Anbieter von Systemen für die Herstellung und Bearbeitung von Hightech-Werkstoffen, die z.B. unter hoher Temperatur, Vakuum, hohem Druck und im Plasma prozessiert werden.

Mit ihren Halbleiter-Systemen für die Front- und Backend-Produktion ist die PVA-Gruppe ein bedeutender Technologiepartner und Systemzulieferer der globalen Halbleiterindustrie und essentieller Bestandteil der Wertschöpfungsketten wachstumsstarker Industrien wie in der Elektromobilität, der Optoelektronik sowie der Mikro- und Hochleistungselektronik. Mit Anlagensystemen für die industrielle Kristallzucht, Qualitätsinspektion, Plasmareinigungssystemen sowie der dazugehörigen Software und Prozesstechnologie stellt die PVA-Gruppe ein innovatives und umfangreiches Verfahrens- und Produktspektrum für die Halbleiterindustrie zur Verfügung.

Daneben ist die PVA-Gruppe ein Hersteller von Industriesystemen, insbesondere Vakuum-Sinteranlagen für die Herstellung von Strukturwerkstoffen und Hartmetallwerkzeugen, Graphitreinigungs- und Beschichtungsöfen sowie Löt- und Diffusionsschweißsystemen.

Die PVA-Gruppe agiert als Systemlieferant für ihre Kunden und kauft dabei die unkritischen Komponenten bei hochwertigen, qualitätsgeprüften Sublieferanten zu. Mit einer geringen Wertschöpfungstiefe in der Produktion kann die PVA-Gruppe ihre Produktionskapazitäten in Abhängigkeit von der Auftragslage flexibel steuern und ihren Wachstumskurs bei begrenztem Investitionsvolumen mit einer vergleichsweise geringen Kapitalbindung forcieren.

Ein signifikanter Teil der Aufträge ist durch Vorauszahlungsvereinbarungen abgedeckt, und wirkt sich positiv auf die Liquidität der Gruppe aus.

Organisationsstruktur

Die Unternehmensgruppe gliedert ihr Geschäft in die beiden Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems und Semiconductor Systems. Die Grafik bietet einen Überblick über die Zuordnung der wesentlichen Tochtergesellschaften zu den Geschäftsbereichen:

Forschung und Entwicklung

Die Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen im Berichtszeitraum im Konzern bei 2,6 Mio. EUR (VJ: 1,2 Mio. EUR). Weitere Produkt- und Prozessweiterentwicklungen in den Geschäftsbereichen der PVA-Gruppe werden im Rahmen von Kundenaufträgen durchgeführt.

Geschäftsbereich Semiconductor Systems

Kristallzucht

Im Produktbereich der Siliziumkristallisation entwickeln wir zwei vom BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) geförderte Projekte in Zusammenarbeit mit Partnern aus Industrie und Fraunhofer Instituten. Die Projekte greifen thematisch ineinander und behandeln die Entwicklung neuer Anlagentechnologien für große Silizium-Schmelzeinwaagen und große Kristalldurchmesser für die Wafer-Industrie.

Metrologie

Im Produktbereich Optische Mikroskopie wurde an der Entwicklung neuer Software-Konzepte hinsichtlich Industrie 4.0 gearbeitet. Im Vordergrund stand in der ersten Jahreshälfte 2019 die Entwicklung einer Software für die Integration des Monitorings von Produktionsanlagen, z.B. Kristallzuchtanlagen in der laufenden Produktion. Weitere Produktionsoptimierungen bei Kunden der PVA SPA konnten durch die Weiterentwicklung der automatischen Auffälligkeitserkennung bei der Qualitätsinspektion von Waferoberflächen sowie die Reduzierung von Prozesszeiten durch schnelleres Roboterhandling (Umstellung auf 2-Arm-Robotik) erreicht werden. Darüber hinaus wurde an die Zentralisierung des Software-Knowhows im Konzern gearbeitet. Die eingesetzte SECS/GEM Bibliotheken (SECS/ GEM-Schnittstellen stellen einen branchenspezifischen Integrationsschritt in der Halbleitertechnik dar) ermöglichen eine vollständige Integration in den Produktionsprozess des Kunden.

Im Produktbereich Laser-Metrologie (laserbasierte Stress- und Defektmessungen in Halbleiter-Wafern) wurde das Messmodul der Anlage "SIRD (Scanning Infrared Depolarisation System)" technisch weiter standardisiert. Weiterhin wurde die Produktpalette des SIRD um die Option eines Handlings-Systems u.a. für Wafer erweitert. Zusammen mit einer neu entwickelten, automatischen Wafernachzentrierung nach jeder Messung ergibt diese Kombination eine höhere Wiederholungsgenauigkeit und führt so zu stabileren, reproduzierbaren Messungen. Durch die Überarbeitung des Lasers und der zugehörigen Elektronik wurde eine Verdoppelung der Laserleistung erzielt. Dies ermöglicht die Prüfung von höher dotiertem Material mit niedrigerem Leitungswiderstand und erweitert das Anwendungsspektrum erheblich.

Im Produktbereich VPD-Metrologie (Vapour Phase Decomposition) wurde das erste Scan-Modul entwickelt und an Kunden ausgeliefert, das - ohne manuelle Umstellung von hydrophoben bis hydrophilen - die unterschiedlichsten (Wafer-) Oberflächen verarbeiten kann. Dadurch können sowohl verschiedene Wafermaterialien als auch neuartige Waferbeschichtungen, wie sie in der Chipfertigung zunehmend an Bedeutung gewinnen, analysiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Optimierung der Schnittstelle zwischen dem für die Bereitstellung der zu analysierenden Probe verantwortlichen Anlagenteil und dem angebundenen Messgerät. Diese ermöglicht es den Kunden im Systemverbund sowohl externe Proben einzusteuern als auch interne Proben einfacher zu entnehmen. Dadurch verbessern sich die Auswertemöglichkeiten neuer Systeme erheblich. Darüber hinaus lassen sich bestehende Mess-Systeme aufrüsten.

Plasma

Im ersten Halbjahr 2019 wurde im Produktbereich Plasma der Schwerpunkt auf die Anlagen-Weiterentwicklungen gelegt. Basierend auf Analysen zu Produktionstrends hinsichtlich Nachhaltigkeit und Zukunftsfähigkeit in der Halbleiterindustrie wurde ein Zwei-Jahres-Plan für die Anlagenentwicklung und -Optimierung erstellt.

Die komplette Automatisierung der Anlagen steht im Mittelpunkt, um den Anforderungen der geplanten "Humanless Fab" in der Halbleiterindustrie gerecht zu werden. In Kooperation mit einem taiwanesischen Kunden wird derzeit eine Version des Back End Systems GIGA690 entwickelt, die mit Robotern des Kunden interagiert. Zusätzlich wird mit mehreren Roboterherstellern an eigenen vollautomatischen Komplettlösungen gearbeitet.

Eine weitere Anlagenweiterentwicklung bezieht sich auf die Behandlung von Mikrochips auf Wafern: das sogenannte Wafer Level Packaging (WLP). Bei den großen Packaging Häusern in Ostasien gewinnt diese Behandlungsmethode zunehmend an Bedeutung. Hierfür werden die bereits bewährten Wafer Anlagen aus dem Front End Bereich nun auch für den Einsatz im umsatzstarken Back End Markt weiterentwickelt.

Im Produktbereich Ultraschall-Metrologie stand im ersten Halbjahr 2019 die Weiterführung der Entwicklung vollautomatisierter Systeme für die Inspektion gebondeter Wafer im Front End Prozessbereich im Vordergrund. Diese werden für die Fertigung von Sensorsystemen verwendet, die unter anderem für autonomes Fahren und Anwendungen im Bereich Smart Home eingesetzt werden. Im Zuge der Optimierung interner Fertigungs- und Entwicklungsprozesse wird hier ein Plattformkonzept entwickelt, welches die Konfiguration von Anlagen unter Verwendung von vorgefertigter Hardware- und Software Modulen unabhängig vom Wafer-Durchmesser und der spezifischen Fertigungsumgebung ermöglicht. Dieses Konzept führt zur Reduzierung der Herstellkosten. Die künftigen Installationszeiten verkürzen sich erheblich. Weitere Vorteile sind die Vereinfachung der internationalen Ersatzteilversorgung und des technischen Supports.

Im Bereich der Basisentwicklung der akustischen Mikroskopie wurden neue Methoden der Signalverarbeitung entwickelt und getestet, die für die Analyse von neuen Fertigungsverfahren von Halbleiter Chips verwendet werden. Hier lassen sich durch mathematische Verfahren der Signalverarbeitung 3 dimensionale Defekte schneller abbilden und analysieren und die theoretische Auflösungsgrenze für Defekte im um-Bereich (µm = 1 tausendstel mm) verbessern.

Geschäftsbereich Industrial Systems

Im Produktbereich Vakuumanlagen wurden in der ersten Jahreshälfte Entwicklungsarbeiten im Hinblick auf die Optimierung der Diffusionsschweißanlagen durchgeführt. Schwerpunkt war hierbei die Entwicklung einer optimierten Anlagenvariante für das Diffusionsschweißen von Aluminiumlegierungen, speziell für Thermomanagement-Anwendungen in der Hochleistungselektronik. Die angestrebte Produktoptimierung zielt darauf ab, durch eine deutlich verbesserte Wärmeübertragung die Prozesszeiten für das Diffusionsschweißen von Aluminium drastisch zu reduzieren und somit die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens weiter zu verbessern. In einem weiteren Projekt zur Anlagenoptimierung für das Aluminiumschweißen werden die Dauerfestigkeitseigenschaften von Pressstempelvarianten untersucht.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Grundsätzlich wird für das laufende Geschäftsjahr mit einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums gerechnet. Vor dem Hintergrund der anhaltenden handelspolitischen Spannungen haben sich die Aussichten für die Weltwirtschaft in den vergangenen Monaten eingetrübt und sich die Makrodaten in den USA, Europa, China und den übrigen Schwellenländern verschlechtert.

In Deutschland wird laut volkswirtschaftlicher Analysen das voraussichtliche BIP-Wachstum 2019 auf 0,7% gegenüber 2018 belaufen.
Im Euroraum wird für 2019 ein Wachstum des BIP in Höhe von 1,1% gegenüber 2018 angenommen.
In China wird 2019 von einem BIP-Wachstum in Höhe von 6,2% ausgegangen.
In den USA wird das Wachstum des BIP 2019 auf 2,4% gegenüber dem Vorjahr geschätzt

ENTWICKLUNG DER BRANCHEN

Die PVA-Gruppe sieht eine im Wesentlichen stabile Entwicklung in den für sie relevanten Märkten.

SEMI und VLSI sehen für das laufende Jahr einen Investitionsrückgang im Bereich Wafer Fab Equipment und ab 2020 wieder einen Anstieg der Investitionen.
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) geht in seiner aktuellen Jahresprognose von einem zweiprozentigen Minus im Maschinenbauumsatz in Deutschland aus. Der weltweite Umsatz im Maschinenbau soll auf gleicher Höhe wie im Vorjahr verbleiben. (Stand Juli 2019)

Unbeeinträchtigt von diesen volkswirtschaftlichen Entwicklungen geht die PVA-Gruppe von einer weiterhin positiven Entwicklung aus. Dies gilt auch vor dem Hintergrund der ausgezeichneten Visibilität bis in das Jahr 2021 hinein.

Geschäftsverlauf

UMSÄTZE

Die PVA-Gruppe hat in den ersten sechs Monaten 2019 mit 63,3 Mio. EUR den Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum [VJ: 38,2 Mio. EUR] um gut 65% übertroffen.

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Umsatz 1. HJ 2019 1. HJ 2018
nach Geschäftsbereichen TEUR TEUR
Semiconductor Systems 42.815 19.403
Industrial Systems 20.478 18.773
Umsatz gesamt 63.293 38.176

Im GB Semiconductor Systems hat sich der Umsatz mit 42,8 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2019 mehr als verdoppelt (VJ: 19,4 Mio. EUR). Im ersten Halbjahr 2019 wurde ein großer Auftrag zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen für die Halbleiterproduktion abgearbeitet. Die Produktbereiche Kristallzuchtanlagen und Ultraschallmesssysteme erwiesen sich als umsatzstärkste Produktbereiche im GB Semiconductor Systems.

Auch der GB Industrial Systems liegt mit einem Umsatzzuwachs auf 20,5 Mio. EUR über dem Vorjahreszeitraum (18,8 Mio. EUR). Der Umsatz wurde insbesondere durch die Auftragsbearbeitung von Vakuumanlagen für den Hartmetallmarkt sowie Lötanlagen für verschiedene Märkte erzielt.

AUFTRAGSLAGE

In den ersten sechs Monaten 2019 lag der Auftragseingang für die PVA-Gruppe mit 89,4 Mio. EUR rund 17% über dem bereits sehr guten Auftragseingang im letztjährigen Vergleichszeitraum (76,5 Mio. EUR). Die Book-to-Bill-Ratio beträgt 1,41 (VJ: 2,00) und zeigt weiteres Wachstumspotential, zu dem beide Geschäftsbereiche beitragen.

Der GB Semiconductor Systems erzielte mit 56,4 Mio. EUR einen deutlich höheren Auftragseingang als in der Vorjahresperiode (50,4 Mio. EUR). Insbesondere der Produktbereich Kristallzucht mit einem Anteil von rund 60% und der Produktbereich Ultraschallmesssysteme mit 22% vom gesamten Auftragseingang in diesem Geschäftsbereich entwickelten sich sehr positiv.

Auch im Auftragseingang des GB Industrial Systems konnte in den ersten sechs Monaten 2019 mit 33,0 Mio. EUR das bereits gute Niveau des Vorjahreszeitraums (VJ: 26,1 Mio. EUR) deutlich übertreffen. Aufträge von Prozess-An-lagen zur Herstellung von Hartmetall sowie Lötanlagen schlugen sich dabei in wesentlichem Umfang im Auftragsbuch nieder.

Der Auftragsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahreswert mit 171,1 Mio. EUR zum 30. Juni 2019 mit 1974 Mio. EUR nochmals um 15% erhöht.

Der GB Semiconductor Systems trägt mit 132,3 Mio. EUR (VJ: 126,7 Mio. EUR) auf Grund des hohen Auftragsvolumens bestellter Kristallzuchtanlagen für die Halbleiterindustrie wesentlich zu diesem Auftragsbestand bei.

Der GB Industrial Systems verfügt über einen Auftragsbestand von 65,1 Mio. EUR zum 30. Juni 2019 (Vorjahr 44,5 Mio. EUR).

Zur Abarbeitung dieser Aufträge ist die PVA-Gruppe - basierend auf ihrem Geschäftsmodell mit einer geringen Wertschöpfungstiefe in der Produktion - bestens aufgestellt.

ERTRAGSLAGE

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) nahm auf 7,6 Mio. EUR zu und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr (2,0 Mio. EUR) mehr als verdreifacht. Die EBITDA-Marge kletterte auf einen zweistelligen Prozentwert und erreichte 12,0% (VJ: 5,2%). Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erhöhte sich auf 5,7 Mio. EUR (VJ: 0,8 Mio. EUR), was einer Versiebenfachung und einer EBIT-Marge von 9,1% (VJ: 2,1%) entspricht.

Die Vertriebskosten lagen im ersten Halbjahr 2019 mit 6,1 Mio. EUR (VJ: 5,1 Mio. EUR) in Relation zum Auftragseingang sowie unter der Berücksichtigung des Produktmixes prozentual auf Vorjahresniveau. Die Verwaltungskosten liegen mit 4,4 Mio. EUR zwar über dem Vorjahresniveau (2,9 Mio. EUR), die daraus resultierende Verwaltungskostenquote ist mit 6,9% (VJ: 6,9%) dennoch stabil und deutlich unter dem langjährigen Trend.

Die F&E-Kosten erhöhten sich auf 2,6 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr (VJ: 1,2 Mio. EUR). Diese sind durch die bereits beschriebenen Entwicklungen mit Blick auf zukünftiges Wachstum in den verschiedenen Technologiebereichen begründet.

Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen liegt mit -0,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau (VJ: -0,2 Mio. EUR) Das Ergebnis vor Steuern betrug 5,5 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR) und das Ergebnis nach Steuern 3,6 Mio. EUR (VJ: 0,4 Mio. EUR). Die Ertragsteuern beliefen sich auf -1,9 Mio. EUR (VJ: -0,2 Mio. EUR).

FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2019 lag mit 188,3 Mio. EUR über dem Wert zum 31.12.2018 [VJ mit 162,2 Mio. EUR].

Die aktivierten Nutzungsrechte in Höhe von 1,6 Mio. EUR (VJ: 0 Mio. EUR) resultieren aus der Erstanwendung von IFRS 16. Die Immateriellen Vermögenswerte sind leicht auf 10,8 Mio EUR zurückgegangen (VJ: 11,1 Mio EUR). Die Sachanlagen lagen mit 29,7 Mio. EUR (VJ: 29,6 Mio. EUR) auf Vorjahresniveau. Die Abschreibungen beliefen sich im 1. Halbjahr 2019 auf 1,9 Mio. EUR.

Die latenten Steueransprüche sind auf 5,8 Mio. EUR (VJ: 6,5 Mio. EUR) leicht gesunken.

Insgesamt betrug der Wert der langfristigen Vermögenswerte 48,2 Mio. EUR gegenüber 47,3 Mio. EUR (VJ).

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind auf 140,1 Mio. EUR (VJ: 114,9 Mio. EUR) gestiegen. Im Zuge der Fertigungsvorbereitungen für Kristallzuchtanlagen sind die Vorräte auf 55,1 Mio. EUR (VJ: 41,0 Mio. EUR) angewachsen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen bei 31,1 Mio. EUR (VJ: 22,1 Mio. EUR), die geleisteten Anzahlungen bei 6,3 Mio. EUR (VJ: 70 Mio. EUR). Sonstige Kurzfristige Forderungen sind auf 4,6 Mio. EUR (VJ: 4,0 Mio. EUR) gestiegen. Die Zahlungsmittel sind auf 42,3 Mio. EUR (VJ: 40,0 Mio. EUR) gestiegen und sind im Auftragseingang und den damit erhaltenen Anzahlungen begründet.

Finanzlage

Die Passivseite der Bilanz zeigt insgesamt einen leichten Anstieg der langfristigen Schulden (einschließlich der langfristigen Rückstellungen) auf 21,8 Mio. EUR (VJ: 20,9 Mio. EUR). Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind, im Wesentlichen aufgrund der erstmaligen Passivierung von Verpflichtungen aus langfristigen Leasingverbindlichkeiten im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16, auf 3,0 Mio. EUR (VJ: 2,3 Mio. EUR) gestiegen. Die Pensionsrückstellungen liegen mit 15,1 Mio. EUR (VJ: 15,2 Mio. EUR) auf Vorjahresniveau. Die kurzfristigen Schulden belaufen sich auf 112,1 Mio. EUR (VJ: 90,5 Mio. EUR). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind, aufgrund der erstmaligen Passivierung von Verpflichtungen aus kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten im Rahmen der Erstanwendung des IFRS 16, auf 1,3 Mio. EUR (VJ: 0,7 Mio. EUR) gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen bei 7,0 Mio. EUR (VJ: 5,6 Mio. EUR). Die Vertragsverbindlichkeiten sind auf 88,5 Mio. EUR (VJ: 72,5 Mio. EUR) gestiegen. Der Wert der abgegrenzten Schulden liegt bei 10,2 Mio. EUR (VJ: 6,7 Mio. EUR). Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen beliefen sich auf 3,1 Mio. EUR (VJ: 2,4 Mio. EUR).

Das Eigenkapital liegt bei 54,4 Mio. EUR (31. Dezember 2018: 50,8 Mio. EUR), die Eigenkapitalquote bei 28,9% (VJ: 31,3%).

Liquidität

Der operative Cash Flow lag in den ersten sechs Monaten 2019 bei 4,8 Mio. EUR (1. Halbjahr 2018 [VJ]: -12,6 Mio. EUR). Dies resultiert unter anderem aus den vereinnahmten Anzahlungsvolumina zur Finanzierung des Auftragsbestands.

Der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit betrug -1,9 Mio. EUR (VJ: -0,6 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -0,8 Mio. EUR (VJ: -0,5 Mio. EUR). Der Free Cash Flow belief sich auf 2,8 Mio. EUR (VJ: -13,2 Mio. EUR). Die Nettofinanzposition (Zahlungsmittel abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) betrug 38,0 Mio. EUR (31.12.2018: 37,0 Mio. EUR).

MITARBEITER

Zum 30. Juni 2019 beschäftigte der Konzern 495 Mitarbeiter (31. Dezember 2018: 470). Gegenüber dem Jahresende 2018 wurde die Mitarbeiterzahl zur Abarbeitung der erweiterten Auftragslage leicht erhöht.

3. RISIKO-, CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Im Laufe der ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres 2019 haben sich keine wesentlichen Veränderungen zu der im Geschäftsbericht 2018 dargestellten Prognose sowie den Chancen und Risiken ergeben.

ERWARTETE GESCHÄFTS- UND ERTRAGSENTWICKLUNG

Der Vorstand der PVA TePla AG erwartet für das laufende Geschäftsjahr nach wie vor einen Konzernumsatz in einer Größenordnung von 125 Mio. EUR und ein Betriebsergebnis (EBITDA) in einer Größenordnung von 15,0 Mio. EUR.

Wettenberg, 8. August 2019

VERKÜRZTE KONZERNBILANZ

zum 30. Juni 2019

AKTIVA

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Langfristige Vermögenswerte
Nutzungsrechte 1.611 0
Immaterielle Vermögenswerte 10.754 11.072
Sachanlagen 29.988 29.581
Finanzielle Vermögenswerte 110 110
Latente Steueransprüche 5.764 6.527
Summe langfristige Vermögenswerte 48.227 47.290
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 55.124 41.002
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 41.966 33.130
Steuererstattungsansprüche 671 719
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 42.344 40.014
Summe kurzfristige Vermögenswerte 140.105 114.865
Summe Aktiva 188.332 162.155

PASSIVA

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Eigenkapital 54.359 50.797
Langfristige Schulden 21.829 20.890
Kurzfristige Schulden 112.144 90.468
Summe Passiva 188.332 162.155

VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN- & VERLUSTRECHNUNG

1. Januar - 30. Juni 2019

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in TEUR 01.04.- 30.06.2019 01.04.- 30.06.2018 01.01.- 30.06.2019 01.01.- 30.06.2018
Umsatzerlöse 33.883 19.079 63.293 38.176
Herstellungskosten des Umsatzes -23.512 -14.333 -45.208 -28.617
Bruttoergebnis vom Umsatz 10.371 4.747 18.085 9.559
Vertriebskosten -3.098 -2.703 -6.109 -5.135
Allgemeine Verwaltungskosten -2.127 -1.380 -4.402 -2.856
Forschungs- und Entwicklungskosten -1.309 -857 -2.555 -1.247
Sonstige betriebliche Erträge 760 624 1.519 935
Sonstige betriebliche Aufwendungen -244 -254 -806 -447
Betriebsergebnis (EBIT) 4.352 177 5.732 808
Finanzergebnis -137 -126 -265 -227
Ergebnis vor Steuern 4.216 51 5.467 581
Ertragsteuern -1.632 -72 -1.907 -206
Ergebnis nach Steuern 2.584 -21 3.560 375
Davon
Ergebnisanteil der Aktionäre der PVA TePla AG 2.584 -21 3.560 375
Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter 0 0 0 0
Ergebnis pro Aktie (unverwässert/verwässert)
Ergebnis pro Aktie (unverwässert) in EUR 0,12 0,00 0,16 0,02
Ergebnis pro Aktie (verwässert) in EUR 0,12 0,00 0,16 0,02

VERKÜRZTE GESAMTERGEBNISRECHNUNG

1. Januar - 30. Juni 2019

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in TEUR 01.04.- 30.06.2019 01.04.- 30.06.2018 01.01.- 30.06.2019 01.01.- 30.06.2018
Ergebnis nach Steuern 2.584 -21 3.560 375
davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend 2.584 -21 3.560 375
davon auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend 0 0 0 0
direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können
Währungsdifferenzen -30 175 31 -89
Summe der Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können -30 175 31 -89
Gesamtergebnis 2.554 154 3.591 -208
davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend 2.554 154 3.591 -208
davon auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallend 0 0 0 0

VERKÜRZTE KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

1. Januar - 30. Juni 2019

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in TEUR 01.01.- 30.06.2019 01.01.- 30.06.2018
Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit 4.754 -12.564
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -1.866 -595
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -769 -559
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.119 -13.718
+/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel 211 1
+ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 40.014 33.017
\= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 42.344 19.300

VERKÜRZTE KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

1. Januar - 30. Juni 2019

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in TEUR Ausgegebene

Stückaktien

Anzahl
Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen Auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallendes Eigenkapital Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
Stand 01.01.2018 21.749.988 21.750 27.381 -4.412 44.719 -84
Gesamtergebnis 5.968 194 6.162 0
Stand 31.12.2018 21.749.988 21.750 33.349 -4.218 50.881 -84
Stand 01.01.2018 21.749.988 21.750 27.381 -4.412 44.719 -84
Gesamtergebnis 372 88 459 0
Stand 30.06.2018 21.749.988 21.750 27.753 -4.324 45.178 -84
Stand 01.01.2019 21.749.988 21.750 33.369 -4.218 50.881 -84
Umstellungseffekte IFRS 16* -29 0 -29 0
Stand 01.01.2019 (angepasst) 21.749.988 21.750 33.320 -4.218 50.852 -84
Gesamtergebnis 3.560 31 3.591 0
Stand 30.06.2019 21.749.988 21.750 36.880 -4.187 54.443 -84

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in TEUR Summe Eigenkapital
Stand 01.01.2018 44.632
Gesamtergebnis 6.162
Stand 31.12.2018 50.797
Stand 01.01.2018 44.632
Gesamtergebnis 459
Stand 30.06.2018 45.097
Stand 01.01.2019 50.797
Umstellungseffekte IFRS 16* -29
Stand 01.01.2019 (angepasst) 50.768
Gesamtergebnis 3.591
Stand 30.06.2019 54.359

* Zur weiteren Erläuterung verweisen wir auf den verkürzten Konzernanhang

Verkürzter Konzernanhang für den Konzernhalbjahresabschluss 2019

A. GRUNDLAGEN DER ERSTELLUNG DES KONZERNZWISCHENABSCHLUSSES

1.BERICHTERSTATTENDES UNTERNEHMEN

Die PVA TePla AG, Wettenberg (im Folgenden "PVA TePla AG") ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz Im Westpark 10-12 in 35435 Wettenberg, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht Gießen unter der Nummer HRB 6845 registriert und im Prime Standard der Deutschen Börse in Frankfurt am Main notiert.

Die PVA TePla AG und die von ihr beherrschten Tochterunternehmen (im Folgenden "PVA-Gruppe") bieten ihren Kunden Anlagen zur Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger Werkstoffe, die z.B. unter hoher Temperatur, Vakuum, hohem Druck und im Plasma prozessiert werden. Die PVA-Gruppe unterhält weltweite Geschäftsbeziehungen über ihre Standorte in Deutschland, den USA, China, Taiwan und Singapur und gliedert ihre Geschäftsaktivitäten in die beiden Geschäftsbereiche Industrial Systems und Semiconductor Systems.

2.GRUNDSÄTZE DER RECHNUNGSLEGUNG

Der Konzernzwischenabschluss der PVA-Gruppe für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2019 ("Konzernhalbjahresabschluss") wurde in Übereinstimmung mit den für die Zwischenberichterstattung anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Der Konzernhalbjahresabschluss 2019 ist nicht geprüft.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss für die zum 30. Juni 2019 endende Berichtsperiode basiert auf dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 der PVA-Gruppe. In Einklang mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" ist

ein gegenüber dem Konzernabschluss verkürzter Berichtsumfang gewählt worden. Er enthält nicht alle Informationen, die für einen vollständigen Konzernabschluss zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind. Im vorliegenden verkürzten Konzernanhang werden vor allem Angaben zu den Posten gemacht, bei denen sich wesentliche Änderungen im Vergleich zu dem Konzernabschluss der PVA-Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 ergeben haben. Die Ergebnisse der Zwischenberichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss wurde in Euro (EUR) aufgestellt. Alle Beträge sind in Tausend Euro (TEUR) angegeben, sofern nicht auf Abweichungen explizit hingewiesen wird. Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Zwischenbericht dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€, % usw.) auftreten.

Der Konzernhalbjahresabschluss für die zum 30. Juni 2019 endende Berichtsperiode wurde am 8. August 2019 vom Vorstand der PVA TePla AG zur Veröffentlichung freigegeben.

3. ÄNDERUNGEN DES KONSOLIDIERUNGSKREISES

Gegenstand dieses verkürzten Konzernzwischenabschlusses zum 30. Juni 2019 sind die PVA TePla AG und ihre Tochterunternehmen, über die sie Beherrschung ausübt ("PVA-Gruppe"). Im Mai 2019 wurde die PVA Italy S.r.l., Bozen, Italien gegründet, an der die PVA TePla AG 100% der Anteile hält. Gegenstand der Gesellschaft, die sich aktuell noch im Aufbau befindet, ist die Behälterbaufertigung für die beiden Geschäftsbereiche der PVA-Gruppe. Mit Ausnahme dieser neugegründeten Gesellschaft ist der Konsolidierungskreis der PVA-Gruppe zum 30. Juni 2019 im Vergleich zum Konzernabschluss der PVA-Gruppe zum 31. Dezember 2018 unverändert.

4. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die im Konzernhalbjahresabschluss für die zum 30. Juni 2019 endende Berichtsperiode der PVA-Gruppe angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen, die im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 zur Anwendung kamen, mit Ausnahme des seit dem 1. Januar 2019 angewendeten IFRS 16 "Leasingverhältnisse" Die Erstanwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 erfolgte nach der sog. modifiziert retrospektiven Methode und hatte auf Basis der zum Erstanwendungszeitpunkt existierenden Leasingverhältnisse folgende Auswirkungen auf den Konzernabschluss: Erstmalig wurden Leasing-Nutzungsrechte in Höhe von 1,8 Mio. EUR und Leasingverbindlichkeiten in etwa gleicher Höhe angesetzt. Die sich daraus ergebende Differenz in Höhe von 29 TEUR wurde zum Umstellungszeitpunkt 1. Januar 2019 erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen erfasst. Durch die Erstanwendung von IFRS 16 ergaben sich keine wesentlichen Effekte mit Blick auf das Konzern-EBITDA und die Konzernkapitalflussrechnung für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2019 bis zum 30. Juni 2019. Die Leasing-Nutzungsrechte betrugen zum 30. Juni 2019 1.611 TEUR und sind in der Bilanz separat im Posten "Nutzungsrechte" erfasst. Von den korrespondierenden Leasingverbindlichkeiten zum 30. Juni 2019 wurden 652 TEUR unter dem Posten "kurzfristige Finanzverbindlichkeiten" und 992 TEUR unter dem Posten "langfristige Finanzverbindlichkeiten" ausgewiesen. Für weiterführende Erläuterungen wird auf den Konzernabschluss der PVA-Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 verwiesen.

Im Konzernhalbjahresabschluss der PVA-Gruppe für die zum 30. Juni 2019 endende Berichtsperiode müssen in einem begrenzten Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Diese Schätzungen und Ermessensausübungen sind grundsätzlich unverändert zu den im Konzernabschluss der PVA-Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 beschriebenen Sachverhalten. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der Bilanzposten erfolgswirksam geändert.

B. AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

5. VORRÄTE

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.852 13.301
Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen 33.917 27.355
Fertige Erzeugnisse und Waren 355 346
Vorräte 55.124 41.002

6. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Vertragsvermögenswerte (POC-Forderungen) 12.809 7.350
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffend Produktverkäufe und Dienstleistungen 18.263 14.769
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.072 22.119

Aufgliederung POC-Forderungen

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Vertragsvermögenswerte (Bruttowert) 19.435 12.398
abzgl. erhaltene Anzahlungen -6.626 -5.048
POC-Forderungen (Saldogröße) 12.809 7.350

7. VERTRAGSVERBINDLICHKEITEN

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
POC-Verbindlichkeiten 15.270 8.374
Erhaltene Anzahlungen betreffend Produktverkäufen und Dienstleistungen 73.189 64.119
Vertragsverbindlichkeiten 88.459 72.493

Aufgliederung POC-Verbindlichkeiten

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Erhaltene Zahlungen 21.736 16.975
abzgl. angefallener Auftragskosten (inkl. anteiliger Gewinne) -6.466 -8.601
POC-Verbindlichkeiten (Saldogröße) 15.270 8.374

C. AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- & VERLUSTRECHNUNG

8. UMSATZERLÖSE

Aufgliederung Umsatzerlöse mit Dritten nach Tätigkeitsbereichen

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in TEUR 01.01.- 30.06.2019 01.01.- 30.06.2018
Anlagen / Systeme 50.007 26.932
After-Sales-Service / IP 10.399 9.180
Contract Processing 2.452 2.004
Sonstiges 435 59
Gesamt 63.293 38.176

Aufgliederung Umsatzerlöse mit Dritten nach dem Zeitpunkt der Übertragung der Güter und Dienstleistungen

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in TEUR 01.01.- 30.06.2019 in % 01.01.- 30.06.2018 in %
zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung 46.676 74 29.781 78
zeitraumbezogene Umsatzrealisierung 16.617 26 8.395 22
Summe 63.293 100 38.176 100

Für weitere Umsatzaufgliederungen wird auf die Segmentberichterstattung verwiesen.

9. ERTRAGSTEUERN

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in TEUR 01.01.- 30.06.2019 01.01.- 30.06.2018
Laufender Steueraufwand -813 -36
Aufwand (-) für / Ertrag (+) aus latente/n Steuern -1.094 -170
Ertragsteuern -1.907 -206

Die Ertragsteuern für den laufenden Berichtszeitraum werden in Konzernzwischenabschlüssen grundsätzlich auf Grundlage der erwarteten Ertragsteuerquote für das Gesamtjahr ermittelt. Der ausgewiesene Steueraufwand für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019 in Höhe von 1.907 TEUR (HJ 2018: 206 TEUR) führt zu einer Steuerquote von 34,9 % (HJ 2018: 35,5 %).

10. ERGEBNIS JE AKTIE

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01.01.- 30.06.2019 01.01.- 30.06.2018
Zähler:

Ergebnis nach Steuern vor Anteilen Dritter (in TEUR)
3.560 375
Nenner:

Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien - unverwässert
21.749.988 21.749.988
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,16 0,02

D. SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN

11. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die PVA-Gruppe gliedert ihre Geschäftsaktivitäten und somit ihre Berichterstattung in die beiden Geschäftsbereiche Industrial Systems und Semiconductor Systems. Auf der Basis dieser Geschäftsbereiche wird in der PVA-Gruppe die Ertragskraft beurteilt und über die Zuteilung der Ressourcen zu den Segmenten entschieden.

Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt somit der den internen Managementberichtssystemen der PVA-Gruppe zu Grunde liegenden Organisationsstruktur der Gruppe.

Aufgliederung Umsatzerlöse mit Dritten nach Geschäftsbereichen ("Segmenterlöse")

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in TEUR 01.01.- 30.06.2019 01.01.- 30.06.2018
Segmenterlöse Außenumsatz Innenumsatz Außenumsatz Innenumsatz
--- --- --- --- ---
Industrial Systems 20.478 1.813 18.773 1.012
Semiconductor Systems 42.815 340 19.403 5.233
Summe Gruppe 63.293 2.153 38.176 1.245

Aufgliederung Betriebsergebnis nach Geschäftsbereichen ("Segmentergebnis")

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in TEUR 01.01.- 30.06.2019 01.01.- 30.06.2018
Segmentergebnis
Industrial Systems 1.665 1.583
Semiconductor Systems 6.458 830
Kosten der Holding -2.370 -1.621
Konsolidierung -21 12
Summe Gruppe 5.732 808

ÜBERLEITUNG KONZERNABSCHLUSS

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in TEUR 01.01.- 30.06.2019 01.01.- 30.06.2018
Betriebsergebnis (EBIT) 5.732 808
Finanzergebnis -265 -227
Ergebnis vor Steuern 5.467 581
Ertragsteuern -1.907 -206
Ergebnis nach Steuern 3.560 375

Aufgliederung Umsatzerlöse mit Dritten nach Regionen

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in TEUR 01.01.- 30.06.2019 in % 01.01.- 30.06.2018 in %
Umsatzerlöse nach Absatzregionen
Asien 18.591 29 19.242 50
Deutschland 27.244 43 8.278 22
Europa (ohne Deutschland) 11.207 18 8.143 21
Nordamerika 5.833 9 2.022 5
Übrige 418 1 490 1
Summe Gruppe 63.293 100 38.176 100

12. FINANZINSTRUMENTE: ANGABEN ZUM BEIZULEGENDEN ZEITWERT

Nachfolgend werden die Buchwerte (= Zeitwerte) nach Klassen für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte respektive finanziellen Verbindlichkeiten dargestellt:

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in TEUR 30.06.2019 31.12.2018
Sonstige kurzfristigen Forderungen 3 1
Sonstige langfristigen Verbindlichkeiten -163 -259
Sonstige kurzfristigen Verbindlichkeiten -5 -68

Die bei der PVA-Gruppe zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind der Stufe "Level 2" gem. IFRS 7 zugeordnet, auf welcher die Bewertung der Finanzinstrumente anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen erfolgt, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren. Sowohl für Devisentermingeschäfte als auch für Zinssicherungsgeschäfte wurden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cash Flows ermittelt. Dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.

Bei den zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten respektive finanziellen Verbindlichkeiten entsprechen zum 30. Juni 2019 und zum 31. Dezember 2018 die Buchwerte im Wesentlichen den Marktwerten.

Das Nettoergebnis für die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von -146 TEUR (HJ 2018: -23 TEUR) setzt sich aus Marktwertveränderungen derivativer Sicherungsinstrumente zusammen. Die Veränderungen derivativer Sicherungsinstrumente beinhalten nicht zahlungswirksame Bewertungsänderungen in Höhe von 52 TEUR (HJ 2018: 70 TEUR); alle anderen Veränderungen waren zahlungswirksam.

13. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN & SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Die Aussagen zu den im Konzernabschluss der PVA-Gruppe für das Geschäftsjahr 2018 beschriebenen Eventualverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten blieben im Wesentlichen unverändert.

14. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen betreffen insbesondere alle Geschäftsvorfälle mit den in den Konzernzwischenabschluss einbezogenen Unternehmen. Alle Transaktionen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt und im Rahmen der Erstellung des Konzernzwischenabschlusses vollständig eliminiert. Insofern ergeben sich diesbezüglich keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der PVA-Gruppe.

Nahestehende Unternehmen und Personen sind auch solche Parteien, die maßgeblichen Einfluss auf die PVA TePla AG ausüben können. Im ersten Halbjahr 2019 und in der entsprechenden Vergleichsperiode des Vorjahres ("HJ 2018") bestanden in diesem Kontext Geschäftsbeziehungen zwischen der PVA TePla AG und dem Hauptaktionär Peter Abel im Zusammenhang mit einem bestehenden Beratervertrag. Das Volumen dieser Geschäftstransaktionen belief sich im ersten Halbjahr 2019 auf 261 TEUR (HJ 2018: 84 TEUR). Weiterhin bestanden zum 30. Juni 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 12 TEUR (31. Dezember 2018: 200 TEUR).

15. ABSCHLUSSPRÜFER

Auf der Hauptversammlung am 26. Juni 2019 sind die Aktionäre dem Vorschlag des Aufsichtsrats gefolgt und haben wie im Vorjahr die Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Deutschland, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2019 gewählt.

16. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM ABSCHLUSSSTICHTAG

Im Zeitraum nach dem 30. Juni 2019 und vor der Freigabe des Konzernhalbjahresabschlusses haben sich keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Unternehmenssituation sowie in unserem Branchenumfeld ergeben, die eine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zum 30. Juni 2019 haben könnten. Darüber hinaus sind derzeit keine größeren Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform der Gruppe oder im Personalbereich vorgesehen.

E. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der verkürzte Konzernhalbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Wettenberg, 8. August 2019

Alfred Schopf

Vorsitzender des Vorstands

Oliver Höfer

Vorstand Produktion und Technologie