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PVA TePla AG — Governance Information 2016
Apr 21, 2017
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Governance Information
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PVA TePla AG
Wettenberg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Arbeit des Vorstands der PVA TePla AG kontinuierlich überwacht und regelmäßig beratend begleitet. Wir haben uns bei den Aufsichtsratssitzungen mit den Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinandergesetzt und haben Anregungen eingebracht. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form, erstatteten Berichte des Vorstands. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die maßgeblichen finanziellen und nicht-finanziellen Kennzahlen des Konzerns und der Geschäftsfelder sowie andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, die Strategie, das Risikomanagement und die Compliance unterrichtet. Über eine Vielzahl nicht zustimmungspflichtiger Geschäfte hat der Vorstand den Aufsichtsrat informiert und diese mit ihm diskutiert. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Zusätzlich unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig mit Monats- und Risikoberichten über die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Sofern erforderlich, geschah dies auch im Umlaufverfahren. Neben den Sitzungen und Berichten haben sowohl ich mich als Aufsichtsratsvorsitzender als auch meine Aufsichtsratskollegen sich in Gesprächen mit dem Vorstand regelmäßig über die aktuelle Situation informiert.
ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Die Sitzungen des Aufsichtsrats waren von offenem und intensivem Austausch mit dem Vorstand geprägt. Die Aufsichtsratsmitglieder konnten sich auf die Sitzungen und Beschlüsse anhand der Unterlagen, die vom Vorstand im Vorfeld zur Verfügung gestellt worden waren, umfassend vorbereiten.
Der Aufsichtsrat trat 2016 zu vier ordentlichen und einer außerordentlichen, telefonischen Aufsichtsratssitzung(en) zusammen. An diesen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Ausschüsse wurden aufgrund der Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern nicht gebildet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Gesamtplenum behandelt.
INTERESSENKONFLIKTE
Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, sind nicht aufgetreten.
BERATUNGSSCHWERPUNKTE
Der Aufsichtsrat hat sich in allen seinen Aufsichtsratssitzungen intensiv mit der Auftrags-, Umsatz- und Ergebnissituation der einzelnen Tochtergesellschaften beschäftigt. Die Markt- und Wettbewerbssituation, die Chancen und Risiken in den Produktbereichen wurden eingehend zusammen mit dem Vorstand und den Geschäftsführern erörtert. Als weiteres Thema wurde die Personalentwicklung, insbesondere der Führungsebenen in den Tochtergesellschaften der Unternehmensgruppe besprochen.
In der ersten ordentlichen Aufsichtsratssitzung 2016 am 18. März wurden ausführlich der Konzernabschluss 2015, die Markt- und Geschäftssituation der Tochtergesellschaften sowie die Verlagerung der PVA Metrology & Plasma Solutions von München nach Wettenberg erörtert.
Auf der Aufsichtsratssitzung am 13./14. Juni 2016 wurde neben der Geschäftssituation insbesondere über den Fortgang der Verlagerung des Standorts der PVA Metrology & Plasma Solutions gesprochen. Der Aufsichtsrat nahm die Ausführungen des Vorstands zur Gründung einer neuen GmbH in Xi'an, China zustimmend zur Kenntnis. Die Geschäftsordnung des Vorstands wurde hinsichtlich der Einführung einer Altersgrenze - wie in der Hauptversammlung der PVA TePla 2016 berichtet - angepasst.
In der Aufsichtsratssitzung am 7. Oktober 2016 wurde ausführlich über die Geschäftsentwicklung, insbesondere Umsatzentwicklung, Auftragseingang, Ergebnissituation der einzelnen Tochtergesellschaften gesprochen. Eine eingehende Erörterung der Unternehmensstrategie sowie Breakeven-Analysen der größten Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe schlossen sich an. Führungsfragen einzelner Tochtergesellschaften wurden erörtert.
Im Mittelpunkt der Aufsichtsratssitzung am 29. November 2016 stand die Unternehmensplanung für die Jahre 2017 - 2019 für die Holding sowie die einzelnen Tochtergesellschaften. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat unter anderem mit einer umfassenden Budgetplanung aller Tochtergesellschaften für die kommenden Jahre. Die Einzelbudgets wurden verabschiedet. Eingehend wurden die Entwicklung und die vorgestellten Anpassungen des Risikomanagementsystems vom Vorstand erläutert und vom Aufsichtsrat gebilligt. Die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex wurde beschlossen und ausführlich über den Status der Ausschreibung der Abschlussprüfung des Jahres- und Konzernabschlusses gesprochen.
In der außerordentlichen, telefonischen Aufsichtsratssitzung am 23. Dezember 2016 fand unter Teilnahme aller Aufsichtsratsmitglieder der Aufhebungsvertrag mit dem Finanzvorstand Henning Döring Zustimmung.
CORPORATE GOVERNANCE UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Vorstand und Aufsichtsrat haben in der Sitzung am 7. Oktober 2016 unter anderem über die Aktualisierung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex beraten. Die aktualisierte gemeinsame Entsprechenserklärung ist im Dezember 2016 der Öffentlichkeit auf der Internetseite www.pvatepla.com im Bereich "Investor Relations - Corporate Governance" dauerhaft zugänglich gemacht worden. Abweichungen von diesem Kodex sind zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erörtert und begründet worden. Über Corporate Governance berichtet der Vorstand, zugleich auch für den Aufsichtsrat, gemäß Ziffer 3.10 des Kodex auf der Internetseite der Gesellschaft unter: http://www.pvatepla.com/pva-tepla-ser-vice/investor-relations/corporate-governance.
Der Hauptversammlung wurde die Wahl der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft" als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016 vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Prüfers im Sinne von § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überzeugt und eine entsprechende Unabhängigkeitserklärung eingeholt und ausgewertet. Nach einem Beschluss des Aufsichtsrats erbringt der Abschlussprüfer keine Beratungsleistungen für den Konzern. Nach der Zustimmung durch die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat den Auftrag an den Abschlussprüfer erteilt und das Prüfungshonorar festgelegt. Ebenso wurden die Schwerpunkte der Prüfungen des Jahres- und des Konzernabschlusses 2016 zwischen Aufsichtsrat und Abschlussprüfer abgestimmt.
Die Selbstevaluierung wurde anhand eines detaillierten Fragenkatalogs und von Interviews durchgeführt und somit die gemäß Corporate Governance Kodex vorgesehene Überprüfung der Effizienz des Aufsichtsrats vorgenommen.
ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Der Vorstand hat für das Berichtsjahr einen Abhängigkeitsbericht gem. § 312 Abs. 3 AktG erstellt. Dieser Bericht wurde von der "Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft" geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit folgendem Wortlaut versehen: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaften nicht unangemessen hoch waren." Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat zugeleitet, der diesen und die darin aufgeführten Rechtsgeschäfte und Maßnahmen einer eigenständigen Prüfung gem. § 314 Abs. 2 AktG unterzog. Diese führte zu keinen Beanstandungen. In der Sitzung am 24. März 2017 hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.
JAHRESABSCHLUSS
Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31.12.2016 sowie den Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 der PVA TePla AG geprüft. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der vorliegende Jahres- und Konzernabschluss in Übereinstimmung mit dem HGB bzw. den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt worden ist und ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage widerspiegelt. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der Lagebericht und Konzernlagebericht haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Die Abschlüsse nebst Lageberichten sowie die jeweiligen Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrats übersandt. Diese hat der Aufsichtsrat ausgewertet und in der Sitzung vom 24. März 2017 ausführlich erörtert. In dieser Sitzung hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und die Stellungnahme des Abschlussprüfers zur Lagebeurteilung des Vorstands sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit gem. § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens sind wir einverstanden. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, den ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Im Berichtszeitraum kam es zu keiner Veränderung in der personellen Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands.
DANK
Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeitern der PVA TePla-Gruppe für ihre engagierten Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Wettenberg, im März 2017
Für den Aufsichtsrat
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats der PVA TePla AG
Corporate Governance Bericht
1. Aktionäre
Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Ihre Stimmrechte können sie eigenhändig oder über Stimmrechtsvertreter gemäß ihren Weisungen wahrnehmen. Die Stimmrechtsvertreter werden vom Vorstand ernannt und im Einladungsschreiben zur Hauptversammlung bekannt gegeben. Die Einladungsunterlagen veröffentlichen wir auf unserer Website.
2. Transparenz im Kapitalmarkt
Die Transparenz unternehmerischer Entscheidungen hat bei Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG einen hohen Stellenwert. Ein zeitnaher Dialog mit den Aktionären der Gesellschaft, dem Kapitalmarkt und der interessierten Öffentlichkeit soll ein umfassendes Bild unseres Unternehmens liefern. Alle hierfür relevanten Unterlagen, insbesondere Quartals- und Geschäftsberichte, Dokumente zur Hauptversammlung, Adhoc-Meldungen, Pressemitteilungen, Finanzkalender, Mitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz und Informationen zu unseren Geschäftsbereichen werden regelmäßig und zeitnah veröffentlicht und sind auf unserer Internetseite (www.pvatepla.com) der Öffentlichkeit zugänglich. Zudem wird Analysten und institutionellen Investoren im Rahmen von Roadshows, Konferenzen, der Analysten- und Bilanzpressekonferenz, regelmäßigen Telefonkonferenzen und in Einzelgesprächen die Gelegenheit gegeben, sich umfassend über die Marktpositionierung, strategische Aufstellung und die Perspektiven unseres Unternehmens zu informieren. Die entsprechenden Präsentationen sind auch auf der Website der PVA TePla für Interessenten einsehbar.
3. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
3.1. Gemeinsame Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der PVA TePla AG gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Wettenberg erklären hiermit, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der aktuell veröffentlichten Fassung vom 5. Mai 2015 entsprochen wurde und wird. Hiervon ausgenommen sind folgende Kodexregelungen:
1. Der Kodex sieht unter Ziffer 4.1.5, vor, bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands legt der Vorstand Zielgrößen fest.
Der Vorstand besetzt Führungspositionen nach fachlicher und persönlicher Eignung der Kandidaten/-innen und wird bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung auf Vielfalt achten.
Begründung: Der Vorstand hat sich und lässt sich auch künftig bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen von dem Ziel leiten, eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten/-innen zu treffen. Bei der PVA TePla AG - einer reinen Führungs- und Funktionsholding von mittelständischen Tochtergesellschaften im Bereich Spezialmaschinenbau - existiert unterhalb der Vorstandsebene nur eine Führungsebene. Zum Zeitpunkt der erstmaligen Betrachtung 2015 bestand ein Frauenanteil von 11%. Als Zielgröße für den zukünftigen Frauenanteil an der Führungsebene bis zum 30. Juni 2017 wird die bisherige Anteilsgröße betrachtet.
2. Der Kodex sieht unter der Ziffer 4.2.3 Abs. 2 vor, die Vergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die variablen Vergütungsteile sollen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben.
Im 2014 abgeschlossenen Vorstandsvertrag für Herrn Henning Döring wird ab dem Geschäftsjahr 2016 eine am Konzernjahresüberschuss des jeweiligen Geschäftsjahres orientierte, variable Gehaltskomponente vereinbart, die maximal die Höhe des jährlichen Fixums beträgt. Im 2016 abgeschlossenen Vorstandsvertrag für Herrn Oliver Höfer wird ab dem 1. Juli 2016 eine am operativen Konzernergebnis (EBIT) orientierte, variable Gehaltskomponente vereinbart, die für das Geschäftsjahr 2016 auf den halben Betrag der jährlichen Festvergütung begrenzt ist. Die variable Gehaltskomponente für das Folgejahr - ebenso am operativen Konzernergebnis (EBIT) orientiert - ist auf den Betrag der jährlichen Festvergütung begrenzt. Im 2014 abgeschlossenen Vorstandsvertrag für Herrn Peter Abel sind derzeit keine variablen Gehaltsbestandteile vorgesehen.
Begründung: Die Mitglieder des Vorstands der PVA TePla sehen sich in der Verantwortung, durch einen teilweisen Verzicht auf die variablen kurz- und/oder langfristigen Gehaltsbestandteile eine der Kostenstruktur des Unternehmens angemessene Vorstandsvergütung zu erhalten.
3. Der Kodex sieht unter Ziffer 5.1.2 Absatz 1 Satz 1, 2 und 3 sowie Absatz 2 Satz 3 vor, dass der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstands bestellt und entlässt. Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten. Der Aufsichtsrat legt für den Anteil von Frauen im Vorstand Zielgrößen fest.
Der Aufsichtsrat besetzt Vorstandspositionen insbesondere nach fachlicher und persönlicher Eignung
der Kandidaten/innen. Bei gleicher Eignung wird der Aufsichtsrat die Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und dabei auch auf den Frauenanteil achten.
Begründung: Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern wird der Aufsichtsrat nicht nur darauf achten, dass die bestellten Personen über die persönlichen und fachlichen Eignungen und Erfahrungen verfügen, die für die Wahrnehmung des Amtes erforderlichen sind. Er wird auch anstreben, dass der Vorstand in der Person seiner Mitglieder durch eine Vielfalt (Diversity) von Meinungen und Erfahrungen geprägt ist. Für die Besetzung des Vorstands, der nur aus wenigen Mitgliedern besteht und dem zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Frauen angehören, wird zum derzeitigen Zeitpunkt bis zum 30. Juni 2017 in Bezug auf eine bestimmte Frauenquote die Zielgröße von 0 definiert. Dennoch sollen nach Meinung des Aufsichtsrats unter dem Gesichtspunkt, dass auch Frauen in Vorständen angemessen vertreten sein sollen, Frauen besonders berücksichtigt werden.
4. Für den Aufsichtsrat empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3 die Bildung von Ausschüssen.
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfügt über keine gesonderten Ausschüsse.
Begründung: Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet. Die in Ziffer 5.3 aufgeführten Themenkomplexe für zu bildende Ausschüsse werden vom Aufsichtsratsplenum behandelt.
5. Der Kodex sieht unter der Ziffer 5.4.1. Satz 2 vor, u.a. eine Altersgrenze sowie eine unternehmensspezifische Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsratfestzulegen. Weiterhin sieht der Kodex unter der Ziffer 5.4.1. Satz 4 vor, dass der Aufsichtsrat für die vom Gleichstellungsgesetz erfassten Gesellschaften für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat Zielgrößen festlegt.
Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats sieht eine Altersgrenze für Mitglieder des Aufsichtsrats vor, jedoch keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat. Hinsichtlich des Themas Gleichstellung von Männern und Frauen lässt sich der Aufsichtsrat für seine Vorschläge zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung insbesondere von der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten/innen leiten. Bei gleicher Eignung wird der Aufsichtsrat die Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und dabei auf den Frauenanteil achten.
Begründung: Eine von vorneherein festgelegte Grenze für die maximale Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat erscheint dem Aufsichtsrat aufgrund des damit einhergehenden Verlustes an Erfahrung, Expertise und Effizienz nicht sachgerecht, zumal die im Gesetz festgelegte jeweilige Amtsdauer für Aufsichtsräte einen überschaubaren Zeitrahmen für die Mandate vorgibt. Bei seinen Vorschlägen zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung wird der Aufsichtsrat nicht nur darauf achten, dass die bestellten Personen über die persönlichen und fachlichen Eignungen und Erfahrungen verfügen, die für die Wahrnehmung des Amtes erforderlichen sind. Er wird auch anstreben, dass der Aufsichtsrat in der Person seiner Mitglieder durch eine Vielfalt (Diversity) von Meinungen und Erfahrungen geprägt ist. Der Aufsichtsrat, dem zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Frauen angehören und der nur aus wenigen Mitgliedern besteht, wird zum derzeitigen Zeitpunkt eine Zielgröße für eine bestimmte Frauenquote bis zum 30. Juni 2017 von 0 definieren. Dennoch sollen nach Meinung des Aufsichtsrats unter dem Gesichtspunkt, dass auch Frauen im Aufsichtsrat angemessen vertreten sein sollen, bei den Vorschlägen zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung Frauen besondere Berücksichtigung finden.
Wettenberg, 29. November 2016
für den Vorstand:
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
für den Aufsichtsrat:
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats
3.2. Unternehmensführungspraktiken
Die PVA TePla übt ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen der jeweils gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen aus. Dies umfasst z.B. die landesspezifisch gültige Gesetzgebung, den Corporate Governance Kodex und die Satzung des Unternehmens. Die Umsetzung erfolgt durch die organisatorischen Regelungen im Unternehmen. Darüber hinaus sind das Vorleben durch die Führungskräfte, eine offene und faire Kommunikation auf und zwischen allen Ebenen im Unternehmen sowie eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten wichtige Voraussetzungen für unsere Geschäftstätigkeit. Weiterführende formelle Regelungen werden nicht angewendet. Aufgrund der Inhalte unserer Unternehmenstätigkeit - der Konstruktion von innovativen Hightech-Systemen und dem damit verbundenen Umfeld (z.B. Teilezukauf i.d.R. von Industriebetrieben aus entwickelten Ländern, geringe Umweltrisiken) erachten wir dies derzeit für angemessen.
3.3. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand
Der Vorstand der PVA TePla AG legt die unternehmerischen Ziele, die strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik sowie die Konzernorganisation fest. Hierzu zählt insbesondere die Steuerung des Konzerns einschließlich seiner Finanzressourcen, die Koordination und Überwachung der Geschäftsbereiche, die Personalplanung sowie die Präsentation des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt und der Öffentlichkeit. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über alle das Unternehmen betreffenden relevanten Planungen. Geschäfte und Maßnahmen, denen der Aufsichtsrat zustimmen muss, werden diesem rechtzeitig vorgelegt.
Arbeitsweise des Vorstands
Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die festgelegten Unternehmensziele zu erreichen. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand und arbeitet vertrauensvoll mit den übrigen Organen der Gesellschaft zusammen.
Für den Konzern, legt der Vorstand die langfristigen Ziele sowie die Strategien fest und bestimmt die Richtlinien sowie die Grundsätze für die daraus abgeleitete Unternehmenspolitik. Er koordiniert und kontrolliert die bedeutsamen Aktivitäten. Er legt das Portfolio fest, entwickelt und setzt Führungskräfte ein, verteilt die Ressourcen und entscheidet über die finanzielle Steuerung und Berichterstattung des Konzerns.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die drei Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Aufgabenverteilungsplan.
Der Vorstand in seiner Gesamtheit zusammen mit den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen. Außerdem besteht ein Katalog von Geschäftsvorfällen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.
Vorstandssitzungen, an denen auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften teilnehmen, finden regelmäßig statt. Sie werden durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. Darüber hinaus kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung verlangen. Sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Die Sitzungen werden protokolliert, der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält jeweils eine Kopie des Protokolls.
Gemäß Geschäftsordnung und Aufgabenverteilungsplan des Vorstands obliegt dem Vorstandsvorsitzenden insbesondere die Führung und Koordinierung des Konzernvorstands. Er repräsentiert Gesellschaft und Konzern gegenüber Dritten und der Belegschaft in Angelegenheiten, die nicht nur Unternehmens- oder Konzernteile betreffen. Darüber hinaus hat er eine besondere Verantwortlichkeit für bestimmte Aufgabenbereiche gemäß Aufgabenverteilungsplan sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Angesichts der geringen Anzahl von Vorstandsmitgliedern sind keine Ausschüsse des Vorstands eingerichtet.
Aufsichtsrat
Gemäß den gesetzlichen Regelungen überwacht der Aufsichtsrat den Vorstand in der Ausübung seiner Tätigkeit und der Führung des Unternehmens. Dabei begleitet er insbesondere den Vorstand in kritischer Diskussion grundsätzlicher Fragen der Ausrichtung des Unternehmens. Dazu zählen speziell die jährliche Unternehmensplanung und die Aufstellung der Abschlüsse, aber auch grundlegende Themen der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens.
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG besteht aus drei Mitgliedern, die sich in vier ordentlichen Sitzungen im Jahr über die wirtschaftliche Situation und den Geschäftsverlauf im Unternehmen detailliert informieren lassen. Aufgrund dieser Mitgliederzahl entfällt die Einrichtung von Ausschüssen. Die Organisation der Aufsichtsratsarbeit ist in einer Geschäftsordnung des Aufsichtsrates schriftlich fixiert. Herr Dr. Hebestreit erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung, die bei mindestens einem Mitglied des Aufsichtsrats vorliegen müssen.
Regelmäßige Monatsberichte mit der Erläuterung wesentlicher unternehmerischer Kennziffern von Seiten des Vorstandes geben dem Aufsichtsrat Einsicht in den Verlauf der Geschäftssituation. Neben den Sitzungen und Berichten informiert sich der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand.
Der Aufsichtsrat hat im Hinblick auf die entsprechende Änderung des Corporate Governance Kodex folgende konkrete Ziele für die zukünftige Bestellung von Vorstandsmitgliedern und die Besetzung des Aufsichtsrats beschlossen, die der bisherigen Praxis entsprechen:
―
Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität
―
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
| ― | Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerben sind zu vermeiden. |
| ― | Ausreichende Zeit der Aufsichtsratsmitglieder zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben |
―
Mindestens ein Aufsichtsrat besitzt
| ― | Erfahrungen in der Unternehmensführung |
| ― | gute Kenntnisse und einschlägige Erfahrungen in grundlegenden und aktuellen Fragen der Rechnungslegung, Abschlussprüfung und des Risikomanagements einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen mit dem Kapitalmarkt |
| ― | Kenntnisse im Gesellschaftsrecht, insbesondere im Aktienrecht |
| ― | technische Branchenerfahrung |
| ― | Berücksichtigung einer Altersgrenze von 70 Jahren |
Im Hinblick auf das Ziel Vielfalt lässt sich der Aufsichtsrat von dem Grundsatz leiten, dass eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen ist.
Durch diese Ziele ist gewährleistet, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
Mindestens einmal jährlich prüft der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit im Rahmen einer strukturierten Selbstevaluierung.
für den Vorstand:
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
für den Aufsichtsrat:
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats
4. Vergütungsbericht
Der folgende Bericht erläutert die Struktur und die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.
Vergütung des Vorstands
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Die erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteile gestalten sich für jedes Vorstandsmitglied unterschiedlich.
Für den Vorstand Produktion und Technologie, Herrn Oliver Höfer, gilt die folgende Bonusregelung: Eine kurzfristige Bonuszahlung wird für das erste Halbjahr 2016 als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. Euro übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist grundsätzlich auf ein Viertel des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Im zweiten Halbjahr 2016 erfolgt eine kurzfristige Vergütung als Prozentsatz des positiven Konzern-EBIT. Diese Vergütung ist auf die Hälfte der jährlichen Festvergütung beschränkt. Der langfristige Bonus für das erste Halbjahr 2016 wird anhand eines Referenzbetrags in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf die jährliche Festvergütung begrenzt. Ab dem Geschäftsjahr 2017 wird ausschließlich ein kurzfristiger Bonus gewährt, der sich auf einen Prozentsatz am EBIT bemisst. Der Jahresbonus ist auf die jährliche Festvergütung beschränkt.
Die Bonusregelung für den Finanzvorstand, Herrn Henning Döring, für das Geschäftsjahr 2016 sah eine kurzfristige Vergütung als Prozentsatz des positiven Jahresüberschusses vor. Diese Vergütung ist auf die jährliche Festvergütung beschränkt.
Für den Vorstandsvorsitzenden, Herrn Peter Abel, existiert keine variable, Erfolgs- oder sonstige Bonusvergütung.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung beliefen sich die Bezüge des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 auf TEUR 100. Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2016 nicht gewährt.
5. Aktienbesitz und Bezugsrechte von Organmitgliedern
Vorstand
scroll
| Aktien 31.12.2016 | Aktien 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| PA Beteiligungsges. (Peter Abel) | 6.310.000 | 5.948.422 |
| Oliver Höfer | 1.100 | 1.100 |
| Henning Döring | 2.764 | 8.000 |
Aufsichtsrat
scroll
| Aktien 31.12.2016 | Aktien 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Alexander von Witzleben | 99.650 | 99.650 |
| Dr. Gernot Hebestreit | 8.000 | 0 |
| (Marion Hebestreit) | ||
| Prof. Dr. Markus H. Thoma | 0 | 0 |
6. Risikomanagement
Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen bzw. künftig in den Tochtergesellschaften und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen bzw. künftig die Geschäftsführer sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht.
Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Maßnahmen, die zur Reduzierung der erfassten Risiken dienen, werden definiert und in ihrer Umsetzung nachverfolgt.
Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt, auf dessen Basis alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der rechtlichen und satzungsgemäßen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations- und Prüfrechte.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Das zentrale Buchhaltungssystem ist mit dem ERP-System über umfassende Schnittstellen verbunden.
Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen und -controlling gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
7. Abschlussprüfer
Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wird entsprechend den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG entspricht den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Die Abschlussprüfer werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auf der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat holt eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers nach Ziffer 7.2.1. des Deutschen Corporate Governance Kodex ein.
Für das Geschäftsjahr 2016 erfolgte die Prüfung der Abschlüsse durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main". Die Abschlüsse wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
Konzernlagebericht
1. Grundlagen des Konzerns
Geschäftstätigkeit
Die PVA TePla-Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Wettenberg, Deutschland, bietet ihren Kunden Anlagen zur Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger Werkstoffe, die z.B. unter hoher Temperatur, Vakuum, hohem Druck und im Plasma prozessiert werden.
Der Markt für diese Systeme ist mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel im Geschäftsfeld der Kristallzucht-Anlagen die Silizium-Wafer-Technologie für die Mikroelektronik, und die Siliziumcarbid Wafer-Technologie für die Hochleistungselektronik sowie die Wafer-Technologie für die ein- oder multikristallinen Solarzellen,
im Geschäftsfeld der Industrieanlagen die Technologien der Strukturwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt, der Energietechnik und für Hartmetallwerkzeuge,
im Geschäftsfeld der Plasma-Anlagen die Produktionstechnologien für Mikrosensoren (MEMS, Micro-Electronical-Mechanical-Systems) und für starke Lichtquellen aus Halbleiter-Dioden (HB LED - High Brightness Light Emitting Diodes) sowie die Technologie zur Herstellung ultra-dünner Wafer,
im Geschäftsfeld der Beschichtungs-Anlagen die Technologie hydrophober Schichten auf elektronischen Baugruppen und auf Kunststoffe in der Medizintechnik,
im Geschäftsfeld der Analyse-Systeme die Technologie der zerstörungsfreien Qualitätsprüfung von Wafern mittels Laserlicht und von komplexen Halbleiterbauteilen mittels Ultraschall-Mikroskopie.
Hightech-Werkstoffe und deren Oberflächen werden unumstritten auch in Zukunft auf Herstellungsprozesse im Vakuum, bei hoher Temperatur und im Plasma angewiesen sein und damit auch auf das Produktespektrum und die Technologien der PVA TePla-Gruppe.
Berichtssegmente
Die PVA TePla-Gruppe gliedert ihr Geschäft in zwei Geschäftsbereiche (GB): Industrial Systems und Semiconductor Systems. Die Grafik bietet einen Überblick über die organisatorischen Einheiten und die Zuordnung der Tochtergesellschaften zu den Geschäftsbereichen:
PVA TePla AG (Holding)
INDUSTRIAL SYSTEMS
PVA Industrial Vacuum Systems GmbH, Wettenberg
PVA Control GmbH, Wettenberg
PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena
PVA TePla (China) Ltd., Peking, VR China
SEMICONDUCTOR SYSTEMS
PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH, Wettenberg
PVA TePla America Inc., Corona, Kalifornien, USA
PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen
PVA Crystal Growing Systems GmbH, Wettenberg
PVA TePla Singapore Pte. Ltd., Singapur
PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, Jena
ÄNDERUNGEN IN DEN BERICHTSSEGMENTEN
Gegenüber dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2015 hat sich in 2016 keine Änderung in der Berichtsstruktur ergeben.
Unternehmenssteuerung
Zur Steuerung des Konzerns verwendet die PVA TePla-Gruppe operative Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Konzernumsatz, Bruttoergebnis (Bruttomarge)), operatives Ergebnis (EBIT (EBIT-Marge)), Periodenergebnis und Segmentergebnis), Bilanzkenngrößen wie Eigenkapitalquote sowie Kennzahlen zur Liquiditätslage wie Liquiditätsbestand, Nettofinanzposition und Liquiditätsreserven.
Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Ertragslage sind der Konzernumsatz, das Bruttoergebnis und das operative Ergebnis (EBIT) mit der daraus resultierenden EBIT-Marge. Diese Kennzahlen werden auch auf Segmentebene als wichtige interne Steuerungsgröße monatlich ermittelt.
Die Auftragslage wird durch die entsprechenden Kennzahlen zum Auftragseingang und Auftragsbestand monatlich auf Segmentebene ermittelt. Das ermittelte Book-to-BillRatio stellt das Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz innerhalb eines bestimmten Zeitraums dar. Bei einem Book-to-Bill-Ratio größer als 1 sind also die Auftragseingänge höher als der Umsatz, so dass in Zukunft von steigenden Umsätzen ausgegangen werden kann. Liegt das Book-to-Bill-Ratio unterhalb von 1, ist in Zukunft tendenziell von sinkenden Umsätzen auszugehen.
Zur Steuerung der Liquiditätslage wird - neben der Überwachung der Zahlungsziele von Kunden und Lieferanten -laufend der Liquiditätsbestand sowie die Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien und Avallinien überwacht und auf monatlicher Basis eine rollierende Liquiditätsvorschau ermittelt. Quartalsweise wird zudem die Nettofinanzposition - als Saldo aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten und dem Kassenbestand - berichtet. Jährlich erfolgt eine Überprüfung des gruppenweiten und segmentbezogenen Gesamtkapitalkostensatzes (Weighted Average Cost of Capital - WACC) sowie des durchschnittlichen Fremdkapitalkostensatzes.
PVA TePla - Steuerungsgrößen
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| Profitabilität | Auftragslage | Liquidität |
|---|---|---|
| Konzernumsatz | Auftragseingang | Liquiditätsbestand sowie die Liquiditätsreserven |
| Bruttoergebnis (=Umsatz abzüglich Herstellungskosten des Umsatzes) | Book-to-Bill-Ratio (Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz innerhalb eines bestimmten Zeitraums) | Nettofinanzposition (Saldo aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten und dem Kassenbestand) |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | Auftragsbestand |
Forschung und Entwicklung
Die Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen im Berichtszeitraum im Konzern bei 3,0 Mio. EUR (VJ: 3,2 Mio. EUR). Hierbei sei erwähnt, dass die PVA TePla-Gruppe fast ausschließlich Produkt- und Prozessweiterentwicklungen im Rahmen von Kundenaufträgen durchführt und die diesbezüglichen Aufwendungen daher nicht in den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen werden. Im Folgenden werden einige Beispiele an Entwicklungen aus den einzelnen Geschäftsbereichen beschrieben:
Ein Schwerpunkt der F&E Aktivitäten im GB Industrial Systems lag auf der weiteren Optimierung der HeißpressVakuum-Prozessanlagen. Der Fokus war im Wesentlichen die Optimierung der Hydrauliksteuerung- und Regelung. Mit der nun etablierten Hydraulik können die Presskräfte und der Verfahrweg des Hydraulikzylinders mit höchster Genauigkeit geregelt werden. Hierdurch eröffnen sich den Kunden von PVA TePla völlig neue Anwendungen und Möglichkeiten. So kann die genaue Wegmessung im Mikrometerbereich Werkstoffverformungen hochgenau auflösen, wodurch die Prozesssicherheit beim Diffusionsschweißen von metallischen Bauteilen nochmals deutlich erhöht werden kann.
Verfahrenstechnischer Entwicklungsschwerpunkt im GB Industrial Systems war im Wesentlichen die Weiterentwicklung des Diffusionsschweißprozesses. Hierbei stand die Qualifizierung des Verfahrens für unterschiedliche Werkstoffe im Vordergrund. Entwickelt wurde neben dem Diffusionsschweißen von diversen Stahlwerkstoffen auch das Diffusionsschweißen von Kupfer- und Molybdänwerkstoffen sowie das Diffusionsschweißen von hochlegierten Aluminiumwerkstoffen. Anwendungsseitig wurden Prozessparameter für das Diffusionsschweißen von großen Hochdruck-Edelstahl-Plattenwärmetauschern sowie Heißkanalverteilern für die Spritzgusstechnik entwickelt. Die gefügten Bauteile erreichen höchste Festigkeiten, die nahe an die Grundwerkstofffestigkeit heranreichen. Damit ist das Diffusionsschweißen konventionellen Fügeverfahren, wie z.B. dem Löten, deutlich überlegen und bietet insbesondere bei mechanisch und korrosiv hochbelasteten Bauteilen neue Einsatzmöglichkeiten.
Neben dem Diffusionsschweißen wurden in der Heißpresse auch erste vielversprechende Versuche zum kraftunterstützten Hochtemperaturlöten vorgenommen. Die Vorteile dieser Verfahrensvariante des Lötens sind in erster Linie bei großformatigen, mehrlagigen Blechbauteilen zu sehen. Durch das Beaufschlagen der Lötanordnung mit maschineninduzierten hohen Presskräften können die beim konventionellen Löten entstehenden üblichen Materialdeformationen infolge von Eigenspannungsrelaxation (Relaxation: die in einem Werkstoff vorliegenden Spannungen) abgebaut und somit ein sicheres Löten gewährleistet werden. Im Rahmen einer industriellen Anwendung wurde eine temperierte Spritzgussform mittels des kraftunterstützten Vakuum-Lötens in einer Heißpresse realisiert.
Im Produktbereich PulsPlasma-Nitrieranlagen (PlaTeG) wurde die Entwicklung einer Schnellkühlung für große Prozessanlagen vorangetrieben. Die Entwicklung dient der Reduzierung der Prozesszeiten bei Plasmanitrierprozessen für große Chargenmassen im Bereich von 5.000 kg. Im Rahmen eines Kundenauftrages konnte mit Hilfe dieser Schnellkühlung eine Abkühlzeitverkürzung um 50% realisiert werden. Die Effizienz der Maschine wurde somit nochmals deutlich gesteigert.
Im Geschäftsbereich Semiconductor Systems wurde im Produktbereich Ultraschall-Analysesysteme ein 6-Achsen-Roboter für die weitere Automatisierung der Qualitätsinspektion für elektronische Bauteile entwickelt und an Kunden weltweit ausgeliefert. Die Systeme verfügen über eine vollautomatische Bildanalyseauswertung der Ergebnisse und eine Anbindung an das Material Tracking System der Fabrikation. Mit Vierkanaltechnik zur schnellen Datenakquisition ausgerüstet, benötigen die Geräte durch platzoptimierte Auslegung mit den 6-Achsen-Robotern eine minimierte Grundfläche in der teuren Reinraumumgebung. Die neue WINSAM 8 Benutzeroberfläche der Steuersoftware wurde durch viele neue Funktionen der Fehleranalyse und Qualitätskontrolle ergänzt.
Auch im Produktbereich VPD-Analyse (Vapour Phase Decomposition, Gasphasenzersetzung - Probenpräparationsmethode, mit der metallische Verunreinigungen auf Silizium-Proben festgestellt werden können) besteht eine wichtige Aufgabe darin, die Stabilität bzw. Ausfallsicherheit der Systeme im Produktionsprozess zu gewährleisten. Die Anlagen arbeiten in Produktionslinien, die hochkomplexe Produkte qualifizieren, z.B. für die Chipherstellung. Die Systeme arbeiten rund um die Uhr, sodass Ausfälle zu Verzögerungen führen können. Im Rahmen eines Entwicklungsprojekts ist nun die Machbarkeitsstudie für ein spezielles Monitoring-System zur Überwachung von Dosiergeräten im ersten Halbjahr 2016 nahezu abgeschlossen worden. Um Kontaminationsinformationen aus tieferen Schichten, d.h. mehrere tausend Atomlagen - zu erhalten, werden Ätzschritte in die Prozesse eingebunden. Dazu wurde ein Ozon-Modul entwickelt, das im Herbst 2016 SEMI S2 zertifiziert wurde (Der SEMI S2-Standard definiert Mindestanforderungen an die Sicherheit der bei der Halbleiterfertigung eingesetzten Produkte). Das Ozon-Ätzen ermöglicht bei vielen Prozessen durch sehr gleichmäßige Ätzratenverteilungen bessere Quantifizierungen im Vergleich zu Säure basierten Verfahren.
Im Produktbereich Plasmaanlagen wurde das Flaggschiff, die Plasma-Reinigungsanlage 80 Plus HighSpeed, hinsichtlich Automatisierung weiterentwickelt um eine weiter erhöhte Produktionsstabilität, Maschinenverfügbarkeit und günstige Cost of Ownership für Kunden zu garantieren. Die 80 Plus HighSpeed gilt als High Volume Production Tool, welche auf höchsten Durchsatz getrimmt wurde. Mit diesem Anlagentyp werden Substratstreifen im Bereich BackEnd (Chip Packaging) vor dem Wire Bonding und Molding mittels Plasma behandelt. Die Anlage ist Semi S2 zertifiziert.
Übernahmerelevante Angaben
Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.
ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Zum 31. Dezember 2016 setzt sich das gezeichnete Kapital der PVA TePla AG aus 21.749.988 nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR zusammen.
BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN
Beschränkungen von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien liegen nicht vor.
BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10% DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN
Nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen hatte am 31. Dezember 2016 die PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg, einen Anteil von mehr als 10% an den Stimmrechten.
AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
STIMMRECHTSKONTROLLE VON AM KAPITAL DES UNTERNEHMENS BETEILIGTEN ARBEITNEHMERN
Es liegt keine Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern vor.
ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER
Die Bestellung der Vorstände der PVA TePla AG erfolgt gemäß § 84 AktG und nach § 6 Artikel 2 der Satzung der PVA TePla AG. Dort ist Folgendes geregelt:
| ― | Artikel 2: Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestimmung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands. |
BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AKTIENAUSGABE ODER ZUM AKTIENRÜCKKAUF
Zum 31. Dezember 2016 hat der Vorstand die Ermächtigung der Hauptversammlung, im Rahmen des genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 10.874.994,00 neue Aktien bis zum 30. Juni 2017 auszugeben. Der Vorstand hat des Weiteren die Ermächtigung der Hauptversammlung, Aktien der Gesellschaft in Höhe von 10% des derzeitigen Grundkapitals bis zum 18. Juni 2018 zurückzukaufen.
VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN
Die aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Banken gehen von einer im Wesentlichen unveränderten Struktur der Gesellschafterverhältnisse aus und sehen für den Fall des Kontrollwechsels Neuverhandlungen bzw. in einem Fall ein Kündigungsrecht seitens der Bank vor. Ebenfalls sehen die Bestimmungen für ein öffentlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein Sonderkündigungsrecht des Fördergebers im Fall des Kontrollwechsels vor. Darüber hinaus liegen keine Vereinbarungen der Gesellschaft vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
CHANGE OF CONTROL-KLAUSEL
Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) erhalten die Vorstandsmitglieder Leistungen, die 150% des Abfindungs-Caps (Wert von zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen) nicht überschreiten sollen.
Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB mit dem Vergütungsbericht sind als Teil des Corporate Governance Berichts auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich "Investor Relations - Corporate Governance" oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/ pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance einsehbar. Der Vergütungsbericht enthält die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems gemäß § 289 Nr. 5 HGB und ist auch Bestandteil des Konzernabschlusses 2016 der PVA TePla AG.
Abhängigkeitsbericht
Die PA Beteiligungsgesellschaft mbH verfügte auf der Hauptversammlung 2016 der PVA TePla AG über die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Vorstand der PVA TePla AG hat daher für das Geschäftsjahr 2016 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.
Der Bericht für das Geschäftsjahr 2016 enthält folgende Schlusserklärung des Vorstands: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen."
2. WIRTSCHAFTSBERICHT
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Die Weltwirtschaft wuchs auch 2016 nur verhalten. In vielen Ländern wurde das gesamtwirtschaftliche Wachstum dabei abermals vom Konsum getragen. Der Welthandel und die Investitionstätigkeit waren hingegen weiter schwach. Der Strukturwandel in China, regionale Kriege und Konflikte, Terroranschläge, strukturelle Probleme in einzelnen EU-Mitgliedsstaaten, überschuldete Unternehmen in den Schwellenländern, aber auch das Votum für den EU-Austritt im Vereinigten Königreich sowie der Wahlkampf in den USA, das alles belastete die Wachstumsperspektiven und die Investitionsbereitschaft der wirtschaftlichen Akteure. 2016 dürfte das tatsächliche globale Wachstum preisbereinigt 3,1% betragen haben, nach 3,2% 2015. In den Industrieländern kam es zu einer deutlichen Wachstumsverlangsamung von 2,1 % 2015 auf 1,6% 2016. In den Schwellen- und Entwicklungsländern dagegen hat die wirtschaftliche Entwicklung mit 4,1% das Wachstumstempo des Vorjahres voraussichtlich beibehalten. Stichpunktartig ist die Wirtschaftsentwicklung der für die PVA TePla-Gruppe wichtigsten Regionen dargestellt:
| ― | 2016 erfolgte für die deutsche Konjunktur ein solides Wirtschaftswachstum. Insgesamt stieg das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um 1,9% und führte damit den Anstieg der vergangenen Jahre fort. Insbesondere die inländische Verwendung war hierfür bedeutend: Die privaten Haushalte steigerten ihre Konsumausgaben um 2,0%, die staatlichen Konsumausgaben stiegen mit 4,2% sogar noch deutlich stärker. Eine weitere Stütze des deutschen Wachstums waren die Investitionen. Die Ausrüstungsinvestitionen sind um 1,7% höher ausgefallen als im Vorjahr. Noch stärker wuchsen die Bauinvestitionen (3,1%). Dies spiegelt sich in der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt wider. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte mit 43,5 Millionen den höchsten Stand seit 1991. Dies sind 1,0% mehr als im Vorjahr. |
| ― | Im Euro-Raum erholte sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres 2016 moderat. Charakteristisch war abermals die große Heterogenität zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten. Das Bruttoinlandsprodukt stiegt insgesamt voraussichtlich um real 1,7%. Die Wirtschaft profitierte insbesondere von der Erhöhung der privaten Konsumausgaben, da die EZB ihre lockere Geldpolitik fortsetzte und die Arbeitslosigkeit weiter sank. Zudem gab es leichte Erholungstendenzen bei den Ausrüstungsinvestitionen. Die Zuwachsraten befanden sich aber auf niedrigem Niveau. Die Exportwirtschaft hatte weiterhin leichten Rückenwind durch einen vergleichsweise schwachen Euro-Wechselkurs. |
| ― | In Japan kam es 2016 zu einer leichten Wachstumsverlangsamung. Das BIP-Wachstum dürfte 0,9% betragen haben, nach 1,2% im Vorjahr. Einen Aufschwung erlebte 2016 der private Konsum. Die schwache wirtschaftliche Entwicklung in der VR China hat hingegen die Exportwirtschaft belastet. |
| ― | Asien ohne Japan erzielte annähernd wie im Vorjahr (6,1%) ein Wachstum des BIP von 6,0%. |
| ― | Die Wirtschaft in der VR China zeigte 2016 weniger Dynamik, blieb aber auf dem selbstverordneten Wachstumskurs von 6,7%. Nach einem enttäuschenden Jahresbeginn wurde das sinkende Wachstum der Bruttoanlageinvestitionen mit staatlichen Investitionen ausgeglichen. |
| ― | Die US-Wirtschaft entwickelte sich 2016 schwächer. Die Zuwachsrate lag im Jahr der Präsidentschaftswahl mit 1,6% einen ganzen Prozentpunkt unter dem Vorjahreswert. Vor allem die schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen wirkte dämpfend, nicht allein im Öl- und Gassektor, sondern in weiten Teilen der Industrie. Zum Jahresende hellte sich die gesamtwirtschaftliche Situation etwas auf. |
| ― | Auch 2016 herrschte in den von Rohstoffexporten abhängigen Ländern Brasilien und Russland die Rezession. |
| ― | In Indien soll das Wachstumstempo mit real 6,6% (Fiskaljahr 2016/2017) hoch bleiben, fällt aber voraussichtlich einen Prozentpunkt niedriger aus als im Vorjahr. Die indische Regierung hat im November 2016 die 500- und 1.000-Rupien-Scheine für ungültig erklärt, um Korruption und Schwarzmarkt zu bekämpfen. Dies wirkt sich landesweit als Konsumbremse aus. |
ENTWICKLUNG DER BRANCHEN
Die Geschäftssituation in den für die PVA TePla-Gruppe besonders relevanten Märkten war im abgelaufenen Geschäftsjahr schwierig. Der Hartmetallmarkt verzeichnete in Europa und Asien keine wesentlichen Kapazitätserweiterungen. Die Anlageninvestitionen im Halbleitermarkt gingen weltweit leicht zurück.
| ― | Im Jahr 2016 stagnierte die deutsche Maschinenproduktion. Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes lag das Wachstum der Produktion preisbereinigt bei null Prozent - dies bestätigt die Prognose des VDMA. Der nicht preisbereinigte Umsatz erreichte im vergangenen Jahr nach einer Schätzung der VDMA-Volkswirte ein Volumen von 221 Mrd. Euro. Die Exporte von Maschinen und Anlagen kommen -ebenfalls geschätzt - auf einen Wert von 156 Mrd. Euro. Damit konnte das Vorjahresniveau in etwa gehalten werden. Es zeichnet sich ab, dass die Lieferungen in die Partnerländer der Europäischen Union wachsen konnten. Dieses Plus und auch ein Wachstum bei den Exporten in einige kleinere Länder konnten das Minus ausgleichen, das mit vielen Entwicklungs- und Schwellenländern erzielt wurde. Den größten Rückgang hatten die Maschinenbauer dabei in China zu verkraften. Bei den Exporten in die USA ist noch unklar, ob das Vorjahresniveau verfehlt oder übertroffen wird. Der Auftragseingang verfehlte 2016 sein Vorjahresniveau um real 2%. Bei der Inlandsnachfrage gingen die Auftragseingänge um 1% zurück, die Orders aus dem Ausland sanken um 3% im Vergleich zum Vorjahr. Hierbei gab es eine leichte Spreizung. Während die Bestellungen aus den Euro-Partnerländern ihr Vorjahresniveau um 8% verfehlten, gingen die Aufträge aus den Nicht-Euro-Ländern um 1% zurück. |
| ― | Weltweit stagniert der Mikroelektronikumsatz 2016 bei fast 335 Mrd. Dollar zum Jahresende. Der Halbleitermarkt hat sich mittlerweile, laut dem Verband ZVEI zu einem sogenannten ,reifen Markt' entwickelt. Dessen Wachstumsraten sind im Wesentlichen von neuen Applikationen und von der konjunkturellen Entwicklung abhängig. Seit 2010 wird ein gemitteltes jährliches Wachstum von knapp zwei Prozent gesehen. Der für die Plasmaanlagen der PVA TePla wichtige Teilmarkt Backend - also der Verarbeitung von elektronischen Bauteilen zu Baugruppen - sah allerdings einen Zuwachs von 3,9%. Weltweit das größte Wachstum von über 20% zeigt 2016 das Halbleiter-Produktsegment Sensorik/Aktorik. In den kommenden Jahren wird dieses Segment weiterhin am stärksten zunehmen. Nahezu jeden zweiten Sensor/Aktor liefern derzeit Unternehmen mit Firmensitz in Europa. Allerdings hat dieses Segment 2016 mit knapp elf Milliarden US-Dollar noch den kleinsten Anteil am weltweiten Halbleitermarkt. Japan und die Region EMEA (Europa-Naher Osten-Afrika) stellen mit einem Anteil von jeweils zehn Prozent die umsatzschwächsten Regionen des gesamten Halbleitermarkts dar. Mit über 60% Weltmarktanteil ist Asien/Pazifik auch im Jahr 2016 weiterhin die umsatzstärkste Region, wovon alleine auf China mit 32 Prozentpunkten mittlerweile die Hälfte dieses Anteils entfällt. Die zweitstärkste Region Nord- und Südamerika hat mit 19% gegenüber dem Vorjahr leicht Marktanteile verloren. |
Geschäftsverlauf
UMSÄTZE
Die PVA TePla-Gruppe erzielte mit 86,6 Mio. EUR (VJ: 71,5 Mio. EUR) auf Grund des hohen Auftragsbestands zu Beginn des Jahres 2016 einen deutlich über dem Niveau des Vorjahrs liegenden Konzernumsatz. In Deutschland wurden 34% (VJ: 21%) des Konzernumsatzes erzielt. Die Bedeutung des asiatischen Markts bleibt hoch. 44% (VJ: 49%) des Gesamtumsatzes entfielen auf diese Region. 14% (VJ: 16%) des Gesamtumsatzes wurden im europäischen Ausland erzielt. Auf Nordamerika entfielen 7% (VJ: 9%) des Gesamtumsatzes. Die übrigen Regionen trugen 1 % zum Gesamtumsatz bei (VJ: 5%).
Im folgenden Abschnitt werden die Umsätze der zwei Geschäftsbereiche Industrial Systems und Semiconductor Systems im Einzelnen dargestellt.
Der GB Industrial Systems erzielte einen Umsatz in Höhe von 35,7 Mio. EUR (VJ: 30,8 Mio. EUR). Der Umsatzanteil am Konzerngesamtumsatz belief sich auf 41%. Sinteranlagen zur Hartmetallherstellung machten rund ein Drittel des Anlagenumsatzes im Produktbereich Vakuumanlagen aus. Der übrige Umsatz verteilt sich nahezu gleichmäßig auf das übrige Produktportfolio, wie z. B. auf Systeme zum Vakuum-Löten von Metallen und Keramiken oder auf Plasmanitrieranlagen zum Härten von Stahloberflächen.
Der Umsatz im GB Semiconductor Systems belief sich 2016 auf 50,9 Mio. EUR (VJ: 40,7 Mio. EUR) und trug somit 59% zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei.
Kristallzuchtanlagen für die Halbleiterindustrie machen rund ein Drittel des Umsatzes in diesem Geschäftsbereich aus, der übrige Umsatz entstammt den Produktbereichen Metrologie- sowie Plasmasysteme.
AUFTRAGSEINGANG
Im Geschäftsjahr 2016 lag der Auftragseingang des Konzerns mit 70,5 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (101,5 Mio. EUR). Die Book-to-Bill-Ratio auf Konzernebene spiegelt dieses Bild mit einem Wert von 0,8 (VJ: 1,4) wider. Von dem Rückgang sind sowohl der GB Industrial Systems als auch der GB Semiconductor Systems betroffen. Beide Geschäftsbereiche unterliegen den zum Teil stark schwankenden Investitionszyklen ihrer Branchen.
Der GB Industrial Systems erreichte einen Auftragseingang in Höhe von 27,1 Mio. EUR (VJ: 45,9 Mio. EUR) und trug damit 38% zum Gesamtauftragseingang bei. Der Auftragseingang 2016 verlief auf einem niedrigeren Niveau als 2015. Verantwortlich hierfür ist im Wesentlichen ein Rückgang der Bestellungen im Produktbereich Sinteranlagen für Hartmetall. Alle übrigen Produktbereiche wiesen einen zufriedenstellenden Auftragseingang auf. 84% der Bestellungen für Vakuumanlagen kamen aus dem Ausland, wobei 73% aller Aufträge wiederum auf Kunden in Asien entfallen.
Der Geschäftsbereich Semiconductor Systems verzeichnete 2016 einen Auftragseingang in Höhe von 43,4 Mio. EUR (VJ: 55,6 Mio. EUR). Dies bedeutete 62% am Gesamtauftragseingang der PVA TePla-Gruppe. Im Vorjahresvergleich muss berücksichtigt werden, dass 2015 ein großer Auftrag zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen erteilt wurde. 2016 war ein vergleichbarer Auftrag nicht geplant worden. Alle Produktbereiche - Kristallzuchtanlagen, Plasma- und Analysesysteme - zeigten einen erfreulichen Auftragseingang.
AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand der PVA TePla-Gruppe wird nach Abzug der gemäß Fertigstellungsgrad bereits berücksichtigten Umsätze (Teilumsatzrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode, PoC) ausgewiesen. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2016 über einen Auftragsbestand in Höhe von 50,6 Mio. EUR (VJ: 678 Mio. EUR). Der GB Industrial Systems verfügt zum 31.12.2016 über einen Auftragsbestand in Höhe von 26,4 Mio. EUR (VJ: 35,4 Mio. EUR). Der Auftragsbestand des GB Semiconductor Systems beträgt 24,2 Mio. EUR (VJ: 32,4 Mio. EUR).
PRODUKTION
Die Produktion der Anlagen und Systeme sowie das Dienstleistungsgeschäft (Contract Processing) erfolgten im Inland in 2016 an den Standorten Wettenberg, Westhausen und Jena. Im Ausland wurde am Standort Corona in den USA produziert. Die Fertigungstiefe wurde in allen Bereichen weiterhin auf niedrigem Niveau gehalten. Eine eigene Teilefertigung findet nur in geringem Umfang statt. Dies führt zu einem prozentual relativ hohen Wareneinsatz, bietet jedoch die Möglichkeit, die benötigten Produktionskapazitäten im Fall von Schwankungen des Auftragseingangs flexibler an den Bedarf anzupassen.
An den Standorten Jena und Wettenberg waren 2016 die Produktionskapazitäten unter Berücksichtigung flexibler Arbeitszeitmodelle ausgelastet.
Lage
ERTRAGSLAGE
In 2016 wurde ein operatives Betriebsergebnis (EBIT) von 3,9 Mio. EUR (VJ: 0,1 Mio. EUR) und damit die zu Jahresbeginn 2016 veröffentlichte Prognose im oberen Bereich der avisierten Bandbreite von 2 - 4 Mio. EUR erreicht. Das Konzernperiodenergebnis belief sich auf 2,9 Mio. EUR (VJ: -1,4 Mio. EUR) und war damit erstmalig seit 2012 wieder positiv. Die EBIT-Marge lag bei 4,5% (VJ: 0,1 %). Die Umsatzrendite betrug 3,4% (VJ: -2,0%).
Auf Basis des Konzernumsatzes von 86,6 Mio. EUR (VJ: 71,5 Mio. EUR) betrug das Bruttoergebnis 20,4 Mio. EUR (VJ: 16,7 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse lagen um 15,1 Mio. EUR (21 %) über dem Vorjahr infolge des deutlich höheren Auftragseingangs in 2015 für Kristallzuchtanlagen im Halbleiterbereich. Die Bruttomarge lag mit 23,6% (VJ: 23,3%) leicht über dem Vorjahr. Das Bruttoergebnis war einerseits belastet durch Aufwendungen aus der Verlagerung der Tochtergesellschaft PVA Metrology and Plasma Solutions von Kirchheim nach Wettenberg in Höhe von 0,6 Mio. EUR sowie durch höhere Aufwendungen für Gewährleistungen und nachlaufende Herstellungskosten im Geschäftsbereich Industrial Systems in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Umgekehrt konnte der Umsatz im Halbleiterbereich nicht nur insgesamt gesteigert werden, sondern insbesondere im Bereich margenstarker Systeme, wodurch die Bruttomarge in diesem GB überproportional gesteigert werden konnte.
Die Vertriebskosten lagen mit 8,9 Mio. EUR um 0,8 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau (VJ: 8,1 Mio. EUR) aufgrund höherer Vertriebsprovisionen im Zuge des Umsatzanstieges sowie zusätzlicher Aufwendungen für Vertriebspersonal. Die Verwaltungskosten konnten mit 5,8 Mio. EUR (VJ: 5,8 Mio. EUR) trotz des Umsatzanstieges und Belastungen durch Abfindungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR auf dem Vorjahresniveau stabilisiert werden. Die Verwaltungskostenquote sank damit auf 6,7% (VJ: 8,1%). Die F&E-Kosten lagen mit 3,0 Mio. EUR (VJ: 3,2 Mio. EUR) leicht unter dem Vorjahresniveau und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für Entwicklungsprojekte in den Bereichen Plasma- und Metrologieanlagen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag mit 1,2 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR) über dem Vorjahresniveau. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2,8 Mio. EUR (VJ: 2,4 Mio. EUR) beinhalten i. W. Erträge aus Fördermitteln im Rahmen der F&E-Projekte (0,9 Mio. EUR; VJ: 0,3 Mio. EUR), Erträge aus Kursdifferenzen (0,7 Mio. EUR; VJ: 0,4 Mio. EUR), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,3 Mio. EUR; VJ: 0,4 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 1,6 Mio. EUR (VJ: 1,8 Mio. EUR) unter dem Vorjahreswert und beziehen sich i. W. auf Aufwendungen aus Kursdifferenzen (0,8 Mio. EUR; VJ: 0,7 Mio. EUR), Einzelwertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (0,1 Mio. EUR; VJ: 0,2 Mio. EUR).
Im GB Industrial Systems wurde bedingt durch höhere Gewährleistungskosten und nachlaufende Herstellungskosten ein operatives Ergebnis (EBIT) von -0,2 Mio. EUR erzielt (VJ: 2,6 Mio. EUR). Im GB Semiconductor Systems wurde durch den Umsatzanstieg und eine Verschiebung zugunsten margenstarker Aufträge ein operatives Ergebnis (EBIT) von 6,7 Mio. EUR (VJ: -0,5 Mio. EUR) erreicht. Die "Kosten der Holding" haben sich auf 2,6 Mio. EUR (VJ: 2,0 Mio. EUR) erhöht, dies resultierte insbesondere aus höheren Vorstandstantiemen. Die Kosten der Holding umfassen solche Aufwendungen, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit operativen Leistungen der Gruppe stehen und auch keine Servicefunktionen umfassen.
Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei -0,8 Mio. EUR (VJ: -0,7 Mio. EUR), darin enthalten sind -0,3 Mio. EUR für die Abzinsung von Pensionsrückstellungen sowie -0,1 Mio. EUR für die Abgrenzung zinswirksamer Zahlungen im Rahmen des Konsortialkreditvertrags. Das Ergebnis vor Steuern betrug 3,0 Mio. EUR (VJ: -0,6 Mio. EUR) und das Konzernergebnis 2,9 Mio. EUR (VJ: -1,4 Mio. EUR). Die Ertragsteuern in Höhe von 0,1 Mio. EUR (VJ: 0,9 Mio. EUR) setzen sich aus dem laufenden Steueraufwand/Steuererstattungen in Höhe von -0,1 Mio. EUR (VJ: +0,2 Mio. EUR) und einem Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von -0,02 Mio. EUR (VJ: -1,1 Mio. EUR) zusammen.
Vergleich der Ertragslage mit der Prognose für 2016
Für das Geschäftsjahr 2016 hatte die PVA TePla-Gruppe einen Umsatz in den Geschäftsbereichen jeweils in der Größenordnung 40 - 45 Mio. EUR, einen Konzernumsatz zwischen 80 - 90 Mio. EUR, eine Bruttomarge von 24% und ein operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 2 - 4 Mio. EUR prognostiziert. Diese Prognose wurde durch einen Auftragsbestand zum 31.12.2015 von 67,8 Mio. EUR und unter Berücksichtigung, dass der antizipierte Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte 2016 noch umsatz- und ertragswirksam wird, unterlegt. Der Umsatz im Geschäftsbereich Industrial Systems lag auf Grund von Auftragsverschiebungen bei 35,7 Mio. EUR, im Geschäftsbereich Semiconductor Systems auf Grund erhöhten Auftragseingangs bei 50,9 Mio. EUR. Mit einem Konzernumsatz von 86,6 Mio. EUR, einer Bruttomarge von 23,6% und einem operativen Ergebnis (EBIT) von 3,9 Mio. EUR wurde die Prognose für den Konzern erreicht.
FINANZLAGE
Kapitalstruktur
Die PVA TePla Gruppe wies zum Stichtag eine Nettofinanz-position (Saldo aus Zahlungsmitteln und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) in Höhe von -8,9 Mio. EUR (VJ: -3,4 Mio. EUR) aus. Gemessen an der Bilanzsumme liegt der Nettoverschuldungsgrad damit bei 9,4% (VJ: 3,8%).
Im August 2015 wurde ein Konsortialdarlehensvertrag über 75 Mio. EUR Mischlinie (Bar- und Avallinien) und 275 Mio. EUR Avallinien sowie einer Erhöhungsoption für weitere Avallinien von 20 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 36 Monaten unterzeichnet. Zum Stichtag waren die Barlinien in Höhe von 2,7 Mio. EUR (VJ: 4,5 Mio. EUR) und die Avallinien in Höhe von 19,3 Mio. EUR (VJ: 23,7 Mio. EUR) in Anspruch genommen. Weiterhin besteht ein durch Grundschulden besicherter und zum Stichtag gezogener Kreditrahmen von aktuell 4,3 Mio. EUR, der sich bis Dezember 2022 planmäßig und halbjährig um 0,3 Mio. EUR reduziert.
Investitionen
Mit einem Wert von 0,8 Mio. EUR (VJ: 2,1 Mio. EUR) lag das Investitionsvolumen im Jahr 2016 unter dem Vorjahr. Diese Investitionen sind im Wesentlichen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen.
Liquidität
Im Jahr 2016 war der operative Cash Flow mit -4,4 Mio. EUR (VJ: +5,4 Mio. EUR) negativ, begründet durch die hohe Kapitalbindung und die Vorfinanzierung des Auftragsbestands. Der operative Cashflow ist in den Produktbereichen Vakuumanlagen und Kristallzuchtanlagen aufgrund der Projektstruktur und Zahlungsmodalitäten der Aufträge stichtagsbezogen starken Schwankungen unterworfen. Zu Beginn der Aufträge erhalten wir nennenswerte Anzahlungen, die bei großen Aufträgen den gesamten Cash Flow positiv beeinflussen. Während der Bearbeitung der Aufträge ist der Cash Flow negativ, wohingegen zeitnah zur Lieferung die Restzahlung bis auf eine geringe Restrate erfolgt.
Aufgrund des oben dargestellten Umfangs der Investitionsmaßnahmen belief sich der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit auf -0,6 Mio. EUR (VJ: -1,6 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei +1,0 Mio. EUR (VJ: -3,3 Mio. EUR) und umfasst - neben der planmäßigen Tilgung der lang- und kurzfristigen Darlehen in Höhe von 0,8 Mio. EUR - die Aufnahme kurzfristiger Betriebsmittelkredite zur Finanzierung des Working Capital-Anstiegs. Die Zinszahlungen betrugen 0,6 Mio. EUR (VJ: 0,5 Mio. EUR). Der gesamte Cash Flow betrug im Geschäftsjahr 2016 einschließlich wechselkursbedingter Veränderungen -4,0 Mio. EUR (VJ: +0,6 Mio. EUR).
VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2016 lag mit 94,7 Mio. EUR um 6,4 Mio. EUR über dem Wert zum 31. Dezember 2015 [VJ] von 88,3 Mio. EUR.
Der Wert der Sachanlagen ist mit 28,8 Mio. EUR (VJ: 30,8 Mio. EUR) gesunken durch planmäßige Abschreibungen sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Mietereinbauten am ehemaligen Sitz der PVA Metrology and Plasma Solutions am Standort Kirchheim bei München in Höhe von 0,2 Mio. EUR. Die immateriellen Vermögenswerte lagen mit 8,8 Mio. EUR (VJ: 8,8 Mio. EUR) auf Vorjahresniveau. Unverändert ist der Wert der derivativen Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 7,8 Mio. EUR, die mindestens einmal jährlich auf Werthaltigkeit getestet werden. Die latenten Steueransprüche lagen mit 5,3 Mio. EUR (VJ: 4,2 Mio. EUR) über Vorjahresniveau infolge eines Anstieges der Latenzen auf Verlustvorträge und Pensionsrückstellungen. Insgesamt betrug der Wert der langfristigen Vermögenswerte 42,9 Mio. EUR gegenüber 43,8 Mio. EUR (VJ).
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind um 7,3 Mio. EUR auf 51,8 Mio. EUR (VJ: 44,5 Mio. EUR) gestiegen. Die größte Veränderung entstand durch den Aufbau der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen um 4,4 Mio. EUR auf 12,2 Mio. EUR (VJ: 78 Mio. EUR) sowie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3,8 Mio. EUR auf 12,7 Mio. EUR; beides begründet durch den starken Auftragsbestand zu Jahresbeginn bzw. den daraus resultierenden Umsatzanstieg im 2. Halbjahr 2016. Ebenso hat sich der starke Auftragseingang des Vorjahres in einer stärkeren Kapitalbindung in den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen um 1,0 Mio. EUR auf 9,2 Mio. EUR (VJ: 8,2 Mio. EUR) und in den unfertigen Erzeugnissen um 2,5 Mio. EUR auf 11,2 Mio. EUR (VJ: 8,7 Mio. EUR) niedergeschlagen. Gleichzeitig sind die Zahlungsmittel um 4,0 Mio. EUR auf 2,5 Mio. EUR gesunken (6,5 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein gruppenweites Cash-Poolings eingeführt. Darin wurden auch die Gesellschaften in den USA und in Singapur einbezogen. Damit sollen zukünftig die täglich disponierbaren Liquiditätsbestände erhöht und eine stärkere Zinsoptimierung betrieben werden.
Die Passivseite der Bilanz zeigt insgesamt einen leichten Anstieg der langfristigen Schulden (einschließlich der langfristigen Rückstellungen) auf 21,8 Mio. EUR (VJ: 20,9 Mio. EUR). Der ausgewiesene Wert der Pensionsrückstellungen ist infolge des Absinkens des Rechnungszinssatzes auf 14,3 Mio. EUR (VJ: 13,3 Mio. EUR) gestiegen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind durch die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen auf 3,8 Mio. EUR (VJ: 4,6 Mio. EUR) zurückgegangen. Die latenten Steuerverbindlichkeiten erhöhten sich auf 2,8 Mio. EUR (VJ: 1,9 Mio. EUR) insbesondere aufgrund von höheren Latenzen im Zusammenhang mit der Bilanzierung der langfristigen Auftragsfertigung nach IAS 11. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen erhöhten sich im Wesentlichen durch die planmäßige Zuführung langfristiger Vergütungskomponenten.
Die kurzfristigen Schulden sind auf 32,6 Mio. EUR (VJ: 29,4 Mio. EUR) angestiegen. Zur Vorfinanzierung des Auftragsbestandes wurden Betriebsmittelkredite in Anspruch genommen, was zu einer Erhöhung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 2,3 Mio. EUR auf 76 Mio. EUR (VJ: 5,3 Mio. EUR) geführt hat. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind auf 10,5 Mio. EUR (VJ: 12,7 Mio. EUR) gesunken. Bei den erhaltenen Anzahlungen ist zu beachten, dass nur Anzahlungen zu Auftragsbeginn oder Teilzahlungen, die nicht dem Fertigungsfortschritt entsprechen, als erhaltene Anzahlungen separat ausgewiesen werden. Andernfalls erfolgen eine Verrechnung mit den Fertigungsaufträgen und ein Ausweis unter den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen (aktivischer Saldo) oder unter den Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen (passivischer Saldo).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen sind aufgrund des gestiegenen Auftragseingangs und des damit erhöhten Bestellvolumens auf 4,9 Mio. EUR (VJ: 3,2 Mio. EUR) bzw. 1,0 Mio. EUR (VJ: 0,5 Mio. EUR) gestiegen. Die abgegrenzten Schulden sind leicht gesunken auf 4,7 Mio. EUR (VJ: 5,0 Mio. EUR). Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind um 0,6 Mio. EUR auf 2,3 Mio. EUR gestiegen (VJ: 1,7 Mio. EUR) bedingt durch höhere Rückstellungen für Gewährleistungen und nachlaufende Herstellungskosten.
Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Konzernergebnisses in Höhe von 2,9 Mio. EUR (VJ: -1,4 Mio. EUR) bzw. leicht gegenläufigen direkt im Eigenkapital zu erfassenden versicherungsmathematischen Effekten für Pensionsrückstellungen in Höhe von -0,7 Mio. EUR auf 40,3 Mio. EUR (VJ: 37,9 Mio. EUR). Aufgrund der höheren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahreswert von 43,0% auf 42,5% zurückgegangen.
MITARBEITER
Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 377 Mitarbeiter (VJ: 361 Mitarbeiter). Die Mitarbeiterzahl im GB Industrial Systems stieg von 173 (31.12.2015) auf 182. Die Zahl der Mitarbeiter im Semiconductor Systems ist mit 164 (31.12.2016) im Vergleich zu 160 am Vorjahresstichtag leicht angestiegen. In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass in Deutschland mit 340 (VJ: 316 Mitarbeiter) Personen der weitaus größte Teil der Mitarbeiter beschäftigt ist. In den USA waren Ende 2016 21 (VJ: 27) Mitarbeiter und in Asien waren 16 (VJ: 18) Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2016 lag die Zahl junger Menschen in der Ausbildung bei der PVA TePla-Gruppe bei 13 Mitarbeitern (VJ: 9). Diese jungen Männer und Frauen erhalten entweder eine kaufmännische oder eine gewerbliche Ausbildung.
ZUSAMMENFASSENDE BEURTEILUNG DER WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Die PVA TePla kann auf ein gutes Geschäftsjahr zurückblicken, das der ursprünglich zugrunde liegenden Prognose entsprach. Der Umsatz lag mit 86,6 Mio. EUR deutlich über Vorjahresniveau, es wurde ein operativer Gewinn von 3,9 Mio. EUR erreicht und damit eine Verbesserung um 3,8 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahr. Die Bruttomarge verbesserte sich leicht von 23,3% auf 23,6%.
Der Auftragseingang zeigt im abgelaufenen Jahr ein zweigeteiltes Bild. Während sich der Auftragseingang im GB Semiconductor Systems sehr positiv entwickelte, ging der Auftragseingang im GB Industrial Systems auf Grund der Schwäche im Hartmetallbereich zurück. Der Auftragsbestand im Konzern liegt zum 31.12.2016 bei 50,6 Mio. EUR. Dieser Auftragsbestand wird im Wesentlichen 2017 zum Umsatz beitragen.
3. RISIKO-, CHANCEN UND PROGNOSEBERICHT
Risiko- und Chancenbericht
Die Geschäftsfelder der PVA TePla-Gruppe sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unter einem Risiko wird die Möglichkeit verstanden, dass Ereignisse oder Handlungen die Gruppe oder eines der Geschäftsfelder daran hindern, seine avisierten Ziele zu erreichen. Gleichzeitig ist es für die PVA TePla-Gruppe wichtig, Chancen für das Unternehmen zu identifizieren, um diese zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe zu sichern. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht. Chancen und Risiken werden im Folgenden dargestellt.
Beurteilung Eintrittswahrscheinlichkeit / Mögliches Ausmaß
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| Stufe | Eintrittswahrscheinlichkeit | ||
|---|---|---|---|
| Unwahrscheinlich | 0% < | Eintrittswahrscheinlichkeit | ≤ 20% |
| Möglich | 20% < | Eintrittswahrscheinlichkeit | ≤ 70% |
| Wahrscheinlich | 70% < | Eintrittswahrscheinlichkeit | ≤ 100% |
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| Stufe | Mögliches Ausmaß | ||
|---|---|---|---|
| Niedrig | 0 EUR < | Ausmaß | < 500 TEUR |
| Mittel | 500 TEUR ≤ | Ausmaß | < 1.000 TEUR |
| Hoch | Ausmaß | ≥ 1.000 TEUR |
Die Bewertung der Risiken erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Stufen Unwahrscheinlich, Möglich und Wahrscheinlich, sowie des möglichen Ausmaßes des Risikos. Die Bewertung über das mögliche Ausmaß bezieht sich auf das operative Ergebnis (EBIT) des PVA TePla-Konzerns.
RISIKO- UND CHANCENSTRATEGIE
Die Risiko- und Chancenstrategie ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand und die unternehmerische Weiterentwicklung des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Strategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert.
Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden. Dazu steht den Geschäftsführern und Mitarbeitern ein "Risikohandbuch" mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.
RISIKOMANAGEMENT
Das Risikomanagement erfolgt in der PVA TePla AG, ihren Tochtergesellschaften und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Vorstände bzw. die Geschäftsführer sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht.
Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Maßnahmen, die zur Reduzierung der erfassten Risiken dienen, werden definiert und in ihrer Umsetzung nachverfolgt.
Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt, auf dessen Basis alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden.
INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENT SYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der rechtlichen und satzungsgemäßen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations- und Prüfrechte.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Das zentrale Buchhaltungssystem ist mit dem ERP-System über umfassende Schnittstellen verbunden.
Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen und -controlling gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
BESCHREIBUNG DER CHANCEN UND RISIKEN
Die PVA TePla-Gruppe unterscheidet zwischen Geschäftschancen und -risiken sowie operationellen und finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken. Diese stellen die wesentlichen Bereiche für die Unternehmensgruppe dar. Nicht in allen Teilbereichen sind Chancen und Risiken gleichermaßen vorhanden. Grundsätzlich erfolgt im Folgenden eine Nettodarstellung der Risiken (nach Maßnahmen).
Geschäftschancen und -risiken
Einschätzung deutsche Konjunktur
Die deutsche Wirtschaft rechnet 2017 mit einer leichten Zuwachsrate. Der Sachverständigenrat prognostiziert ein preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt in Höhe von 1,3%. Hierbei handelt es sich nicht um eine Verlangsamung des konjunkturellen Aufschwungs, sondern lediglich um einen Kalendereffekt - der Aufschwung setzt sich fort. In großen Teilen wird der Anstieg vom starken privaten Konsum sowie vom Wohnungsbau getragen. Mit einem Plus von 431.000 Personen setzt sich zudem der Beschäftigungsanstieg fort. Die Bruttoanlageinvestitionen zeigen weiterhin nur ein moderates Wachstum. Nach einem Plus von 2,5% 2016, wird 2017 mit einem Anstieg von nur 2,0% gerechnet. Insbesondere von den Ausrüstungsinvestitionen ist kein deutlicher Anstieg zu erwarten.
Einschätzung Weltwirtschaft
Für 2017 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein moderates weltwirtschaftliches Wachstum von real 3,4%. Für die Schwellen- und Entwicklungsländer in Summe wird - trotz abermals leichter Wachstumsverlangsamung in China auf 6,5% (nach 6,7% 2016) - eine beschleunigte Dynamik von 4,5% vorhergesagt. Durch die Preiserholung bei Rohstoffen ist eine Überwindung der Rezession in Russland und Brasilien realistisch. Auch in Indien soll sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung durch Strukturreformen im Fiskaljahr 2017/18 wieder verbessern. In den Industrieländern dürfte sich das Wachstum mit 1,9% leicht beschleunigt fortsetzen. Möglich werden soll dies durch eine Belebung in den USA (+2,3%) und Kanada (+1,9%) sowie nahezu gleichbleibendes Wachstum in der Eurozone (+1,6%). Es bleibt trotz dieser tendenziell positiven Nachrichten bei einem hohen Maß an Unsicherheit. Im Januar 2017 räumte der Internationale Währungsfonds ein, dass die Bandbreite an Aufwärts- und Abwärtsrisiken ungewöhnlich ist. Vor allem die weitere Entwicklung in den USA und im Vereinigten Königreich konnte zum Zeitpunkt der Prognoseveröffentlichung schwer eingeschätzt werden.
Risiken aus den Absatzmärkten
Das Risiko in den von der PVA TePla bearbeiteten Märkten liegt besonders in den Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden, der globalen Konjunkturentwicklung und damit auch im weiteren Sinne von politischen Entwicklungen sowie einem zunehmenden weltweiten Konkurrenz- und Preisdruck. Aussagen über die zukünftige Entwicklung einzelner Marktsegmente oder wirtschaftspolitischer Entscheidungen in Schwellenländern lassen sich nicht mit hinreichender Präzision und Eintrittswahrscheinlichkeit treffen.
Das Halbleitergeschäft, eine wichtige Branche für die Gruppe, ist traditionell gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität. Obwohl der Halbleitermarkt in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten sogenannten Old-Economy-Branchen aufwies, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. So ist die Investitionstätigkeit im Halbleitermarkt in den Jahren 2011 bis 2016 stagnierend bis rückläufig gewesen, um ab 2017 laut Marktforschungsinstituten wieder deutlich anzusteigen. Insbesondere die Investitionen in neue Waferkapazitäten - ein wichtiger Teilmarkt für die PVA TePla - unterlagen in den vergangenen Jahren starken Schwankungen.
Der Solarmarkt war in den letzten Jahren von hohen Überkapazitäten - vor allem durch chinesische Anbieter - gekennzeichnet. Nach den zurückliegenden hohen Wachstumsraten sind der Solarmarkt und damit auch dessen Zulieferindustrie stark in Mitleidenschaft gezogen worden. In Reaktion darauf hat PVA TePla in den Jahren 2013 und 2014 Produktionskapazitäten in Dänemark geschlossen sowie Personalbestände an allen Standorten infolge des Markteinbruchs entsprechend reduziert.
Im GB Industrial Systems liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bei Anlagen zum Sintern von Hartmetall mit einem hohen Anteil in China. In diesem Produktbereich ist seit 2012 eine deutlich stärkere Volatilität zu registrieren. Die Einführung neuer Technologien, die zur Substitution vorhandener Materialien führt, können Märkte nachhaltig beeinflussen. Als Beispiel sei eine neue vom amerikanischen Unternehmer Elon Musk erwähnte Tunnelbohrtechnik genannt, die von Herstellern herkömmlicher Tunnelvortriebsmaschinen, in denen Hartmetall als Schneidwerkzeug zum Einsatz kommt, aufmerksam beobachtet wird.
Chancen aus den Absatzmärkten
In Märkten wie der Hartmetallherstellung, der Halbleiterindustrie und der Photovoltaik bietet die PVA TePla-Gruppe Prozesstechnologien an, die auch in Zukunft fester Bestandteil der jeweiligen Wertschöpfungsketten bleiben werden.
Im Bereich der Wärmebehandlungsanlagen können sich durch die Weiterentwicklung der sogenannten Heißpresse - bei der PVA TePla kommt die größte Heißpresse Europas zum Einsatz - neue Anwendermärkte entwickeln. Die Luftfahrtindustrie oder z.B. auch die Werkzeugindustrie sind Beispiele für Märkte, in die solch ein Anlagentyp geliefert wird. In der Halbleiterindustrie können diese Prozesstechnologien z.B. Kristallzuchtanlagen zum Ziehen, von hochreinen Silizium- oder Siliziumcarbid-Kristallen für die Hochleistungselektronik oder Analysesysteme für die zerstörungsfreie Qualitätsüberprüfung in der LED- oder MEMS-Fertigung sein. Die Nachfrage nach Plasmaanlagen und Analysesystemen korreliert mit der Entwicklung von Halbleitermärkten (z.B. MEMS, LED, OLED/PLED, IGBT). Durch das mittelfristig unterstellte Wachstum des Halbleitermarkts sowie neue Applikationen für Plasmaanlagen im Halbleiter/Life Science/Industrial-Bereich kann weiteres Wachstum für diese Produktbereiche der PVA TePla erwartet werden. Der Markt für Halbleiter wird mittelfristig verstärkt wachsen, getrieben durch die sich beschleunigende Vernetzung von Milliarden von Geräten in der Industrie und im Privatbereich (Stichworte: "Internet der Dinge, Industrie 4.0"). Auch im Budget für das Jahr 2017 wurden Umsätze aus Neu- und Weiterentwicklungen moderat und mit kleinen Stückzahlen unterstellt, um eine hohe Abhängigkeit von Anlagen mit einem wenig prognostizierbaren Produktlebenszyklus zu vermeiden. Es wurden budgetseitig die Chancen aus Großaufträgen im Halbleitermarkt nicht berücksichtigt.
Durch die großen Investitionen in Kapazitätserweiterungen vor allem der chinesischen Unternehmen sind im Solarmarkt hohe Überkapazitäten und stark sinkende Absatzpreise über die gesamte Wertschöpfungskette der Solarindustrie entstanden. Es gibt jedoch weiterhin eine ganze Reihe von Zukunftsmärkten für die Solarindustrie: Nordamerika, Japan, Indien, Australien, Marokko, die MENA-Region (Middle East and North Africa: Naher Osten und Nordafrika) sowie Südafrika und Südamerika. Chancen bieten sich zudem in Märkten, in denen aus wirtschaftspolitischen Gründen eigene Technologien und Produktionskapazitäten aufgebaut werden sollen. Aber auch in Europa bietet sich an der einen oder anderen Stelle die Möglichkeit für größere Projekte. Allerdings stehen diesen Chancen oftmals Probleme bei der Finanzierung der geplanten Projekte gegenüber. Aller Voraussicht nach wird sich eine Anlagentechnologie durchsetzen, die höchste Effizienzgrade mit optimaler Cost of Ownership garantiert. Da die PVA TePla solche Anlagen zur Verfügung stellen kann, werden die Marktaussichten mittel- und langfristig auch auf dem im Moment schwierigen Photovoltaikmarkt mit verhaltenem Optimismus betrachtet. Hieraus ergeben sich grundsätzlich für die PVA TePla auch Chancen für neue, größere Anlagenaufträge. Budgetseitig erfolgte aus Vorsichtsgründen jedoch keine Berücksichtigung erwähnenswerter Neuaufträge.
Konjunkturelle Risiken
Für 2017 wird von Analystenseite eine Wachstumsrate des globalen BIP von 3,4% unterstellt. Trotz dieses positiven Ausblicks bleibt die Gesamtwirtschaftslage jedoch mit großen Unsicherheiten behaftet. Welche Implikationen die aktuellen politischen Entwicklungen in einer Reihe von westlichen Ländern - als Beispiel sei hier nur das Thema Brexit erwähnt - für die Weltwirtschaft besitzt, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt völlig unabsehbar. Die Schuldenkrise der etablierten Industrieländer schwelt weiter und kann die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer - ein ausgesprochen wichtiger Markt für die PVA TePla-Gruppe - in Mitleidenschaft ziehen. Schwächer werdende Wachstumsraten der Schwellenländer, insbesondere China, zeugen von dieser Problematik. Für die PVA TePla ist insbesondere der chinesische Markt im Bereich Vakuumanlagen von großer Bedeutung. Mit der Verlangsamung der konjunkturellen Entwicklung in China im Laufe der letzten Jahre und der bestehenden Korrelation zwischen den in Anlagen der PVA TePla hergestellten Produkten und dem Ausbau der Infrastruktur besteht die Möglichkeit einer Investitionszurückhaltung. Die von westlicher Seite erhobenen Sanktionen gegenüber Russland betreffen einen für die PVA TePla-Gruppe interessanten Markt, zumal es von russischer Seite Anzeichen von verstärkten Bemühungen um eine Vertiefung bzw. Ausbau der technologischen Basis im Land gibt.
Den Risiken aus den Absatzmärkten und konjunkturellen Risiken begegnet die PVA TePla-Gruppe durch Diversifizierung des Leistungsangebots in verschiedene Branchen wie Halbleiter, Photovoltaik, Werkzeug- und Hartmetalltechnik, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeugindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen, wobei bei einer unerwartet großen Nachfrage das Risiko von Produktionsengpässen auftreten kann. Die Strategie einer relativ niedrigen Fertigungstiefe erlaubt hier zeitnahe Reaktionen. Auch werden im PVA TePla-Konzern hochwertige Lohnarbeiten - wie Plasmabehandlung, Hochvakuumlöten und Wärmebehandeln von Bauteilen - angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden. In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 war es PVA TePla aufgrund der stärkeren Parallelität in den Zyklen der Absatzmärkte nicht mehr möglich, im Rahmen dieser Diversifikations- und Synergiestrategie eine Kompensation zu erreichen, die die Unternehmensgruppe ertragsfähig hielt. Aus diesem Grund wurden umfangreiche Konsolidierungsmaßnahmen für Standorte und Personalbestände eingeleitet. Bei einer erneuten nachhaltigen Verfehlung von prognostizierten Aufträgen insbesondere aus China und dem weiteren Ausbleiben von Kompensationsmöglichkeiten besteht das Risiko, weitere Konsolidierungsmaßnahmen ergreifen zu müssen.
Risiken aus technologischen Entwicklungen
Das Risiko von Auftragsverlusten durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchenspezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden und Forschungsinstituten weltweit verfolgt und eingeschätzt. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte wird neben der laufend vorgenommenen Entwicklungstätigkeit u. a. in betriebseigenen Labors sowie durch das Betreiben eigener Dienstleistungszentren, in denen Werkstoffe und Materialien für Kunden prozessiert werden, zusätzlich gesichert. In hohem Maße kommen dort die Entwicklungsabteilungen des Unternehmens mit neuesten Anforderungen an die Werkstoff- und Materialbeschaffenheit von Seiten der Kunden in Kontakt. Die technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, so dass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Konzerns sichert. Die technische Komplexität unserer Produkte und die hohen Kundenanforderungen bergen unter Umständen ebenfalls Risiken, die sich in erhöhten Gewährleistungsaufwendungen niederschlagen können.
Chancen aus technologischen Entwicklungen
Als Anbieter von Technologie zur Herstellung und Bearbeitung von Materialien, Teilen und Baugruppen für Branchen, bei deren Herstellung Vakuum und hohe Temperatur eine entscheidende Rolle spielen, bestehen die Chancen, dass sich durch neue Anwendungsfelder für in unseren Anlagen hergestellte Materialien ein zusätzlicher Bedarf entwickelt. Auch können neue Anforderungen an Materialien notwendig werden, die einen neuen Anlagentypus in unseren Spezialgebieten erforderlich machen. Aufgrund des Klimawandels stehen Energieeinsparungen zur Verlangsamung des globalen Temperaturanstiegs im Vordergrund. Neue Materialien, die zu einer erheblichen Erhöhung der Lebensdauer von Geräten und Strukturen führen, tragen im besonderen Masse zu den Energieeinsparungen bei. Aber auch neue Materialien für die Leichtbauweise leisten Ihren Beitrag zur Energieeffizienz. Daher wird sich die Chance für unsere Prozess- und Anlagentechnik für die Entwicklung und Produktion der zu entwickelnden Materialien weltweit erheblich erhöhen.
Risiken aus Handelsbarrieren
Als international tätige Unternehmensgruppe mit hohem Exportanteil ist PVA TePla grundsätzlich anfällig für Handelsbarrieren oder Sanktionen im Bereich der Zollpolitik. Aufgrund der aktuellen außenpolitischen Entwicklungen ist tendenziell eine Verschärfung im Bereich der Sanktionspolitik zu erkennen. Dies betrifft insbesondere Russland, aber zukünftig unter Umständen - abhängig von der politischen Entwicklung - auch andere Regionen. PVA TePla prüft stets die Notwendigkeit von Ausfuhrgenehmigungen und sichert bei Risikoaufträgen das politische Risiko über Investitionsgüterkreditversicherungen ab. Grundsätzlich bleibt aber eine Anfälligkeit gegenüber Handelsbarrieren, da Abschlüsse von Versicherungen bei einer Verschärfung von politischen Risiken nur begrenzt möglich sind.
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| Risikokategorie | Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß | Chancenkategorie | Ausmaß |
|---|---|---|---|---|
| Risiken aus den Absatzmärkten | Möglich | Hoch | Chancen aus den Absatzmärkten | Hoch |
| Konjunkturelle Risiken Global | Wahrscheinlich | Mittel | ||
| Konjunkturelle Risiken China | Möglich | Hoch | ||
| Risiken aus technologischen Entwicklungen | Möglich | Hoch | Chancen aus technologischen Entwicklungen | Hoch |
| Risiken aus Handelsbarrieren | Möglich | Hoch |
Operationelle Chancen und Risiken
Risiken aus Zulieferungen
Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die Auswahl und Qualifikation von Lieferanten und einer intensiven Begleitung unserer Lieferanten begegnet. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten lässt sich grundsätzlich nicht ausschließen, wird mehrheitlich aber dadurch begrenzt, dass möglichst mehrere Lieferanten für wichtige Komponenten qualifiziert werden und die Zulieferungen auf diese Lieferanten aufgeteilt werden. Das Ausfallrisiko von Lieferanten (z.B. durch Insolvenzen) wird durch Betrachtung der wirtschaftlichen Lage des Lieferanten und durch eine gezielte Auswahl und Qualifizierung alternativer Lieferanten, erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem und eine angemessene Haftungsdeckung durch Versicherungen geachtet.
Risiken und Chancen aus Beteiligungen und M&A
Seit 1. Januar 2015 ist das gesamte operative Geschäft der PVA TePla in Tochtergesellschaften überführt worden. Neben den jetzt erheblich flexibleren, markt- und kundenorientierten Strukturen der Tochtergesellschaften sind die Nutzung von Synergien und eine Bündelung von Kapazitäten von hoher Bedeutung. Es können durch negative wirtschaftliche Entwicklungen die erwarteten Umsatz- und Ergebnisziele der einzelnen Tochtergesellschaften unter Umständen gefährdet werden. Daraus resultierende Anpassungen können durch Bündelungen eventuell nicht ausgeglichen werden, was zu einer Reduzierung der Produktions- und Personalkapazität einzelner Tochtergesellschaften bzw. Standorte führen würde. Alle Tochtergesellschaften unterliegen einem kontinuierlichen Prozess der Überwachung, um gegebenenfalls diese Beteiligungen zeitnah zu unterstützen und deren Profitabilität sicherzustellen. Es zeichnet sich zurzeit auf Grund des schwierigen Marktumfelds eine Konsolidierung von Wärmebehandlungsanlagenherstellern ab. Die PVA TePla wird gegebenenfalls mögliche Akquisitionsziele weltweit eingehend prüfen. Schwerpunktmäßig kommen für eine Akquisition Unternehmen in Betracht, die technologisch und marktseitig eine sinnvolle Ergänzung für die PVA TePla-Gruppe darstellen und möglichst auch zur Ressourcen-Bündelung beitragen können.
Personalrisiken
Der Erfolg der PVA TePla Gruppe ist wesentlich von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Know-how abhängig. Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte ist in den Branchen und in den Regionen, in denen PVA TePla tätig ist, jedoch sehr stark. Der künftige Erfolg der Unternehmensgruppe hängt insofern auch davon ab, inwiefern es gelingt, weiteres Fachpersonal einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Die demografische Entwicklung zwingt das Unternehmen zudem, mit den Veränderungen durch eine älter werdende Belegschaft umzugehen und einen qualifizierten Fach- und Führungskräftenachwuchs zu sichern. Bei Eintritt des Risikos ist in Abhängigkeit von der Tragweite der Personalengpässe mit einer Auswirkung auf die unternehmerische Tätigkeit und folglich auch auf das Ergebnis der PVA TePla-Gruppe zu rechnen.
Risiken in Verbindung mit IT
Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren und andere Schadsoftware (z.B. sogenannte Trojaner) werden durch regelmäßige und angemessene Datensicherung, durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen externe Einflüsse (z.B. laufend aktualisierter Virenschutz, Firewall) und durch geeignete Zugangskontrollen und Passwortänderungen reduziert. Aufgrund der Zunahme von Gefährdungen durch Cyber-Kriminalität und Hacker-Angriffe wurde die Eintrittswahrscheinlichkeit höher gestuft und weitere Vorkehrungen zur Abwehr bspw. in Form von zusätzlichen Mitarbeiter-Schulungen und Mailfiltern implementiert. Trotz aller Vorkehrungen können Störungen in der Informationstechnologie und dadurch negative Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Elementar- und Umweltrisiken
Insgesamt wurden angemessene Versicherungen für Elementarrisiken für die Standorte der PVA TePla AG abgeschlossen. Aufgrund der Geschäftsstruktur mit der Konzentration auf Engineering und Montage sowie einem sehr geringen Umfang des Einsatzes von Gefahrstoffen und anderen Stoffen mit Risiken für Sicherheit und Umwelt ist der Umfang der Umweltrisiken durch die Tätigkeit der PVA TePla sehr gering. Es wurde auch hierfür eine Umweltschadenhaftpflicht- und Unfallschadenversicherung mit angemessenen Deckungssummen abgeschlossen.
Risiken aus Rechtstreitigkeiten
Eine Tochtergesellschaft der PVA TePla AG, die PVA TePla America, Inc., ist aktuell mit einem Gerichtsverfahren konfrontiert.
Die Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. wird gerichtlich wegen behaupteter Mängel einer Plasmaanlage in Anspruch genommen. Die Anlage wurde nicht an den türkischen Anspruchsteller, sondern an einen amerikanischen Kunden geliefert, der diese an den Anspruchsteller verleast. Der Ersatzbetrag wurde bislang nicht spezifiziert. PVA TePla geht davon aus, dass weder eine Dritthaftung besteht, noch dass dem Endkunden wesentliche Nachteile durch Sachmängel entstanden sein könnten.
Im Verlauf des vierten Quartals 2016 haben sich die Hinweise von Seiten der Anwälte der PVA TePla verdichtet, dass die gerichtliche Auseinandersetzung zu Gunsten von PVA TePla abgeschlossen werden wird.
Ein weiteres - im letzten Geschäftsjahr anhängiges Gerichtsverfahren - ist abgeschlossen: Die PVA TePla AG wurde vom Insolvenzverwalter eines amerikanischen Herstellers von Polysilizium auf Rückzahlung eines Kaufpreises von Anlagen verklagt, der in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 für die Lieferung von Kristallzuchtanlagen überwiesen wurde.
Im Februar 2017 wurde diese Klage vom United States Bankruptcy Court ohne Möglichkeit der Revision abgewiesen.
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| Risikokategorie | Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß |
|---|---|---|
| Risiken aus Zulieferungen | Möglich | Hoch |
| Risiken aus Beteiligungen und M&A | Möglich | Hoch |
| Risiken in Verbindung mit IT | Möglich | Hoch |
| Elementar- und Umweltrisiken | Unwahrscheinlich | Hoch |
| Rechtstreitigkeiten | Unwahrscheinlich | Hoch |
| Personalrisiken | Möglich | Hoch |
Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken
Liquiditätsrisiken und Risiken aus der Verfehlung von Kreditvereinbarungsbedingungen
Durch den Abschluss eines Konsortialdarlehensvertrages im August 2015 über 7,5 Mio. EUR Mischlinie (Bar- und Avallinien) und 27,5 Mio. EUR Avallinien sowie einer Erhöhungsoption für weitere Avallinien von 20 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 36 Monaten verfügt die PVA TePla AG über eine stabile Finanzierungsstruktur. Daneben verfügt die PVA TePla über eine langfristig zugesagte Immobilienkreditlinie über aktuell 4,3 Mio. EUR, die jederzeit für Betriebsmittelzwecke in Anspruch genommen werden kann und sich halbjährlich um TEUR 333 reduziert. Der Gruppe stehen damit aktuell ausreichende Kreditlinien zur Finanzierung des Geschäfts einschließlich der Ausweitung des Geschäftsvolumens als auch ausreichende Avallinien zur Gewährung von Anzahlungsgarantien für Kunden zur Verfügung.
Der Konsortialdarlehensvertrag definiert Kreditvereinbarungsbedingungen, sog. Financial Covenants, zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen. Im Fall von Planverfehlungen besteht das Risiko für die Abweichung von den vertraglich definierten Kreditvereinbarungsbedingungen (Financial Covenants Breach) mit der Folge eines möglichen außerordentlichen Kündigungsrechts für die Darlehensgeber. Auch wenn sich aus heutiger Sicht keine Hinweise ergeben, dass sich negative Planabweichungen und damit künftig ein Financial Covenants Breach ergeben könnten, bleibt ein Restrisiko, dass im Fall einer Verfehlung die zugesagten Bar- und Avallinien signifikant reduziert oder vollständig gekündigt werden könnten. Da der Konzern selbst für diesen Fall über Finanzierungsalternativen verfügt, sieht der Vorstand aus heutiger Sicht keine Gefahr für eine kurz- oder mittelfristige Zahlungsunfähigkeit der PVA TePla-Gruppe.
Risiken und Chancen aus Veränderungen von Devisenkursen
Trotz der Absicherung von Wechselkursrisiken in einzelnen Geschäften besteht das Risiko einer Verschlechterung der Wechselkursrelation speziell zwischen Euro und US-Dollar und einer daraus gegebenenfalls resultierenden Verschlechterung unserer Position gegenüber Wettbewerbern aus diesem Währungsraum bzw. des sich daraus ergebenden Preisdrucks. Dem Risiko schwankender Wechselkurse wird grundsätzlich durch lokale Fertigung und ggf. durch Zukauf aus dem entsprechenden Währungsraum begegnet.
Für die sich in Bezug auf die Umrechnung des bei ausländischen Konzerngesellschaften außerhalb der Eurozone gebundenen Netto-Vermögens und deren Erträge und Aufwendungen entstehenden Bewertungsänderungen werden im Konzern in der Regel keine Maßnahmen zur Absicherung getroffen. Die weiterhin zu beobachtende Tendenz eines "schwächeren" Euro im Vergleich zum US-Dollar stärkt unsere Wettbewerbsposition gegenüber Wettbewerbern aus dem Dollar-Währungsraum.
Risiken aus steuerlichen Themen
Aufgrund des Umfangs von Großaufträgen aus dem Ausland hat die Komplexität der zugehörigen steuerlichen Themen zugenommen. Dazu zählen insbesondere die Themenkreise Verrechnungspreise im Geschäft zwischen den Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe und Umsatzsteuern, vor allem auf Dienstleistungen und steuerliche Regelungen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden. Wir bearbeiten diese Themen in enger Zusammenarbeit mit unseren steuerlichen Beratern und sehen keine nennenswerten Risiken. Es ist aber ein zunehmender Aufwand für diese Beratungen, die interne Bearbeitung und die Umsetzung der Regelungen mit den zugehörigen Registrierungen zu beobachten.
Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Im Rahmen der eigentlichen Geschäftstätigkeit der PVA TePla entstehen Finanzinstrumente (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit werden Finanzinstrumente eingesetzt (z.B. Darlehen von Banken) oder es entstehen auch hieraus Finanzinstrumente (z.B. Anlage kurzfristig überschüssiger Liquidität). Zusätzlich werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit (z.B. Wechselkursrisiken) oder aus der Finanzierung (z.B. Zinsrisiken) zu beseitigen oder zu begrenzen. Ein isolierter Einsatz von Finanzinstrumenten ohne Verbindung zur eigentlichen Geschäftstätigkeit erfolgt nicht. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken der einzelnen relevanten Kategorien von Finanzinstrumenten dargestellt (weitere Angaben hierzu siehe Textziffer 27. des Konzernanhangs):
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, für Einzelsysteme beginnend mit durchschnittlich 30% bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Darüber hinaus werden gegen Forderungsausfälle in der Regel Zahlungssicherheiten (z.B. Akkreditive) vereinbart und ein intensives Forderungscontrolling durchgeführt.
Im Gegensatz dazu muss der Konzern seinerseits nur bei wenigen Lieferanten eine Anzahlung leisten. Darüber hinaus optimiert der Konzern seinen externen Liquiditätsbedarf durch eine rollierende Liquiditätsvorschau der dem Konzern angehörenden Unternehmen und durch kurzfristige Darlehensgewährungen innerhalb des Konzerns.
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Sonstige Forderungen:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Geleistete Anzahlungen:
Anzahlungen werden von den einzelnen Konzernunternehmen im Wesentlichen nur bei Lieferanten für größere Zulieferungen/Hauptkomponenten geleistet, grundsätzlich erfolgen auf der Beschaffungsseite Anzahlungen gegen eine entsprechende Anzahlungsbürgschaft. Aufgrund dieser Absicherung besteht für den Konzern kein erkennbares Risiko.
Finanzverbindlichkeiten:
| ― | Der wesentliche Inhalt dieses Postens sind die zur Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln aufgenommenen Bankdarlehen. |
| ― | Diese Darlehen sind entweder mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit vereinbart oder im Falle von Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen teilweise mit entsprechenden Zinssicherungsgeschäften hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| ― | Mit Wirkung zum 3. März 2014 wurden zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Dezember 2022 zusammengefasst. Das neue Darlehen wurde mit einem bereits existierenden Zinssicherungsgeschäft über insgesamt 6.000 TEUR synchronisiert. |
| ― | Da die Marktzinssätze zum Bilanzstichtag erneut niedriger waren als die den oben genannten Sicherungsgeschäften zugrundeliegenden Zinssätze, enthält der Konzernabschluss übrige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 647 (VJ: TEUR 790), im Einzelabschluss der PVA TePla AG wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 585 (VJ: TEUR 683) notwendig. |
| ― | Ein langfristig zugesagtes Darlehen zur Finanzierung der Gebäude am Standort Wettenberg wurde zur kurzzeitigen Betriebsmittelfinanzierung in Anspruch genommen. Dieses Darlehen mit nominell variablem Zinssatz ohne entsprechendes Zinssicherungsgeschäft birgt ein geringes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze. |
| ― | Aufgrund des aktuellen sehr niedrigen Zinsniveaus und einem mittelfristig nicht zu erwartendem Anstieg der Marktzinsen wird aktuell von einer Zinssicherung für diese Darlehen abgesehen. |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
| ― | Hier handelt es sich um kurzfristige Positionen, die fast ausschließlich in EUR abgerechnet werden. Ein relevantes Markt- und Kreditrisiko liegt somit nicht vor. |
Sonstige Verbindlichkeiten:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Wechselkurssicherung:
| ― | Der Konzern - dies gilt auch für die PVA TePla AG -realisiert einen Großteil seiner Umsätze im Ausland. Die Fakturierung der Aufträge auch außerhalb des Euroraums erfolgt überwiegend in EUR. Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet. Da es sich in Verbindung mit dem Grundgeschäft um geschlossene Positionen handelt, bei denen Zahlungsbeträge und -termine aufeinander abgestimmt sind, besteht kein nennenswertes Marktrisiko. Die Kalkulationen der Grundgeschäfte basieren auf den jeweiligen abgesicherten Terminkursen. |
| ― | Bedingt durch die bereits oben genannte weltweite Lieferantenauswahl erfolgt teilweise eine Beschaffung in Fremdwährungen. Über Natural Hedging (natürliche Absicherung) werden US-Dollar-Bestände für Zahlungsverpflichtungen im geringeren Ausmaß genutzt. Sonstige Fremdwährungsverpflichtungen und größere US-Dollar-Zahlungen werden über Devisentermingeschäfte gesichert, die dem Grundgeschäft in ihrer Zahlungsstruktur entsprechen und damit das Wechselkursrisiko vermeiden. Zu den Risiken im Bereich der Zulieferung/Materialbeschaffung verweisen wir auf die obigen Ausführungen. |
Zinssicherung:
| ― | Ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Neubauten wurde als Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen abgeschlossen und durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| ― | Im Hinblick auf die Risiken dieser Finanzinstrumente verweisen wir daher auf unsere obigen Ausführungen zu Finanzverbindlichkeiten. |
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| Risikokategorie | Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß |
|---|---|---|
| Risiken aus Veränderungen von Devisenkursen | Unwahrscheinlich | Niedrig |
| Risiken aus steuerlichen Themen | Unwahrscheinlich | Niedrig |
| Risiken aus Finanzverbindlichkeiten | Unwahrscheinlich | Mittel |
| Risiken aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Unwahrscheinlich | Niedrig |
| Liquiditätsrisiken | Unwahrscheinlich | Hoch |
| Risiken aus Financial Covenants Breaches | Unwahrscheinlich | Hoch |
GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS
In seiner Funktion als Verantwortlicher für das Risikomanagement überprüft der Vorstand der PVA TePla AG die Risiko- und Chancensituation der Unternehmensgruppe. Das sich daraus ergebende Fazit wird wie folgt zusammengefasst.
Zusammenfassung
Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2016 hat sich das Risikoprofil der Gruppe gegenüber 2015 nicht verändert. Die wesentlichen Risiken entstammten den oben beschriebenen Entwicklungen der Märkte, der damit verbundenen zyklischen Investitionsbereitschaft der Kunden, der technologischen Entwicklung, des Lieferantenrisikos und der Risiken aus Handelsbarrieren. Dieser Entwicklung, die ihren Ausdruck in der Vergangenheit in einem Ertragsrückgang und einer höheren Volatilität des Auftragseingangs in beiden Geschäftsbereichen gefunden hat, wurde mit Restrukturierungsmaßnahmen begegnet. Die vollzogenen Programme zum Personalabbau und zur Standortkonsolidierung führten zu einem abgesenkten Break Even-Umsatz. Mit der Betriebsverlagerung der PVA Metrology and Plasma Solutions Anfang 2016 wurden weitere Schritte eingeleitet, um die Gewinnschwelle auch künftig noch weiter zu reduzieren. Zudem wird vertriebsseitig weiter an einer stärkeren Präsenz in zukünftig an Attraktivität zunehmenden Märkten gearbeitet. Das Personalrisiko, das IT-Sicherheitsrisiko, Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und Risiken aus der Verfehlung von Kreditvereinbarungsbedingungen sind gegenüber dem vergangenen Geschäftsjahr unverändert geblieben. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden können, werden durch geeignete Gegenmaßnahmen überwacht. Allen sonstigen Risiken messen wir aufgrund einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, einer geringen Schadenshöhe oder aufgrund von eingeleiteten Gegenmaßnahmen aus heutiger Sicht nur ein geringes Restrisiko bei. Die dargestellten Chancen stellen für die PVA TePla-Gruppe Potentiale und gleichzeitig Herausforderungen dar. Mit der grundsätzlich flexibel ausgerichteten Produktionsstruktur sind die Unternehmen der PVA TePla-Gruppe gut auf die Realisierung von Chancen vorbereitet.
Prognosebericht
Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der PVA TePla-Gruppe im Geschäftsjahr 2017 Die Aussagen in diesem Abschnitt wurden auf der Basis der aktuellen Konzern- und Kundenportfolios und der oben dargestellten Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wie im Projektgeschäft nicht unüblich wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen im Nachhinein als unzutreffend erweisen.
Der Vorstand der PVA TePla erwartet für das Geschäftsjahr 2017 einen Konzernumsatz in einer Größenordnung von 85 Mio. EUR und eine EBITDA-Marge in einer Größenordnung von 6%.
Von den GB Industrial Systems und Semiconductor Systems wird erwartet, dass sie jeweils zur Hälfte zum Umsatz beitragen.
Wettenberg, 24. März 2017
PVA TePla AG
Vorstand
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie
Konzernabschluss
Konzernbilanz
AKTIVA
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (4) | 8.807 | 8.812 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7.808 | 7.808 | |
| In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte | 0 | 179 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 949 | 775 | |
| Geleistete Anzahlungen | 50 | 50 | |
| Sachanlagen | (5) | 28.782 | 30.802 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 23.738 | 24.716 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.926 | 3.558 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.043 | 1.201 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 75 | 1.327 | |
| Finanzielle Vermögenswerte | (6) | 11 | 10 |
| Latente Steueransprüche | (11) | 5.291 | 4.184 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 42.891 | 43.808 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (7) | 21.092 | 18.361 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.239 | 8.196 | |
| Unfertige Erzeugnisse | 11.205 | 8.685 | |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 648 | 1.480 | |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | (8) | 12.224 | 7.821 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (9) | 15.999 | 11.794 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.704 | 8.926 | |
| Geleistete Anzahlungen | 1.954 | 1.443 | |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 1.341 | 1.425 | |
| Steuererstattungsansprüche | 16 | 3 | |
| Zahlungsmittel | (10) | 2.514 | 6.492 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 51.845 | 44.471 | |
| Summe Aktiva | 94.736 | 88.279 | |
| PASSIVA | |||
| in TEUR | Anhang | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| Eigenkapital | (12) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 21.750 | 21.750 | |
| Gewinnrücklagen | 22.281 | 19.349 | |
| Sonstige Rücklagen | -3.642 | -3.074 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | -84 | -84 | |
| Summe Eigenkapital | 40.305 | 37.941 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | (14) | 3.768 | 4.556 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 551 | 812 | |
| Pensionsrückstellungen | (15) | 14.339 | 13.327 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | (23) | 2.786 | 1.914 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (16) | 342 | 292 |
| Summe langfristige Schulden | 21.786 | 20.901 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (17) | 7.648 | 5.313 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.871 | 3.165 | |
| Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen | (18) | 964 | 516 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | (19) | 10.450 | 12.706 |
| Abgegrenzte Schulden | (20) | 4.745 | 5.037 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.569 | 999 | |
| Steuerrückstellungen | 49 | 35 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (16) | 2.349 | 1.666 |
| Summe kurzfristige Schulden | 32.645 | 29.437 | |
| Summe Passiva | 94.736 | 88.279 |
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| in TEUR | Anhang | 01.01. - 31.12.2016 | 01.01. - 31.12.2015 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (21) | 86.595 | 71.543 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -66.182 | -54.844 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 20.413 | 16.699 | |
| Vertriebskosten | -8.889 | -8.101 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -5.836 | -5.818 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (22) | -2.970 | -3.236 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.763 | 2.400 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1.591 | -1.849 | |
| Betriebsergebnis | 3.890 | 95 | |
| Finanzerträge | 143 | 227 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -988 | -880 | |
| Finanzergebnis | -845 | -653 | |
| Ergebnis vor Steuern | 3.045 | -558 | |
| Ertragsteuern | (23) | -114 | -891 |
| Konzernjahresergebnis | 2.931 | -1.449 | |
| Davon | |||
| Ergebnisanteil der Aktionäre der PVA TePla AG | 2.931 | -1.450 | |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 0 | 1 | |
| Konzernjahresergebnis | 2.931 | -1.449 | |
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert/verwässert) | |||
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert) in EUR | (24) | 0,13 | -0,07 |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert) in EUR | 0,13 | -0,07 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 21.749.988 | 21.749.988 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 21.749.988 | 21.749.988 |
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
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| in TEUR | 01.01. - 31.12.2015 | 01.01. - 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 2.931 | -1.449 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | 2.931 | -1.450 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | 0 | 1 |
| direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen | ||
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können | ||
| Währungsdifferenzen | 113 | 387 |
| Ertragsteuern | 0 | -5 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsdifferenzen) | 113 | 382 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 0 | 2 |
| Ertragsteuern | 0 | -1 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (derivative Finanzinstrumente) | 0 | 1 |
| Summe der Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können | 113 | 383 |
| Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Ergebnis aus Pensionsrückstellungen | -958 | 270 |
| Ertragsteuern | 278 | -78 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (Pensionsrückstellungen) | -680 | 192 |
| Summe der Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -680 | 192 |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Veränderungen nach Steuern | -567 | 575 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | -567 | 575 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 2.364 | -874 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | 2.364 | -875 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | 0 | 1 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
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| in TEUR | 01.01. - 31.12.2016 | 01.01. - 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | 2.931 | -1.449 |
| Anpassungen des Konzernjahresergebnisses für die Überleitung zum Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit: | ||
| + Ertragsteuern | 114 | 891 |
| - Finanzerträge | -143 | -227 |
| + Finanzierungsaufwendungen | 988 | 880 |
| \= Operatives Ergebnis | 3.890 | 95 |
| +/- Ertragsteuerzahlungen | -34 | 315 |
| + Abschreibungen | 2.616 | 2.346 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -4 | -68 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -469 | -121 |
| 5.999 | 2.567 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -11.048 | 755 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 602 | -548 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 6 | 2.674 |
| \= Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit | -4.441 | 5.448 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 117 | 450 |
| - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -699 | -2.076 |
| + Zinseinzahlungen | 1 | 44 |
| \= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -581 | -1.582 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten | -789 | -6.890 |
| +/- Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten | 2.335 | 4.164 |
| - Zinsauszahlungen | -557 | -524 |
| \= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 989 | -3.250 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -4.033 | 616 |
| +/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel | 55 | 151 |
| + Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 6.492 | 5.725 |
| \= Zahlungsmittel am Ende der Periode | 2.514 | 6.492 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
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| in TEUR | Ausgegebene Stückaktien | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | Gewinnrücklagen | Sonstige Eigenkapital- bestandteile |
Pensions- rückstellungen |
Gesamt | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2015 | 21.749.988 | 21.750 | 20.799 | -178 | -3.471 | 38.900 |
| Gesamtergebnis | -1.450 | 383 | 192 | -875 | ||
| Dividende | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Stand 31.12.2015 | 21.749.988 | 21.750 | 19.349 | 205 | -3.279 | 38.024 |
| Stand 01.01.2016 | 21.749.988 | 21.750 | 19.349 | 205 | -3.279 | 38.024 |
| Gesamtergebnis | 2.931 | 113 | -680 | 2.364 | ||
| Dividende | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Stand 31.12.2016 | 21.749.988 | 21.750 | 22.279 | 318 | -3.959 | 40.387 |
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| in TEUR | ||
|---|---|---|
| Anteile anderer Gesellschafter | Gesamtes Eigenkapital | |
| --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2015 | -85 | 38.815 |
| Gesamtergebnis | 1 | -874 |
| Dividende | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2015 | -84 | 37.491 |
| Stand 01.01.2016 | -84 | 37.491 |
| Gesamtergebnis | 0 | 2.364 |
| Dividende | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2016 | -84 | 40.305 |
Konzernanhang
A. ALLGEMEINE ANGABEN UND GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG
1. ALLGEMEINE ANGABEN
Sitz und Rechtsform des Unternehmens
Die PVA TePla AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht Gießen unter der Nummer HRB 6845 registriert. Der Sitz der Gesellschaft ist in 35435 Wettenberg, Deutschland.
Geschäftstätigkeit
Die PVA TePla AG ("PVA TePla-Gruppe", "PVA TePla" oder "Gruppe") bietet ihren Kunden Anlagen zur Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger Werkstoffe, die z.B. unter hoher Temperatur, Vakuum, hohem Druck und im Plasma prozessiert werden.
Der Markt für diese Systeme ist mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel im Geschäftsfeld der Kristallzucht-Anlagen die Silizium-Wafer-Technologie für die Mikroelektronik, und die Siliziumcarbid Wafer-Technologie für die Hochleistungselektronik sowie die Wafer-Technologie für die ein- oder multikristalline Solarzellen,
im Geschäftsfeld der Industrieanlagen die Technologien der Strukturwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt, der Energietechnik und für Hartmetallwerkzeuge,
im Geschäftsfeld der Plasma-Anlagen die Produktionstechnologien für Mikrosensoren (MEMS, Micro-Electronical-Mechanical-Systems) und die für starke Lichtquellen aus Halbleiter-Dioden (HB LED - High Brightness Light Emitting Diodes) sowie die Technologie zur Herstellung ultra-dünner Wafer,
im Geschäftsfeld der Beschichtungs-Anlagen die Technologie der hydrophober Schichten auf elektronischen Baugruppen und auf Kunststoffe in der Medizintechnik,
im Geschäftsfeld der Analyse-Systeme die Technologie der zerstörungsfreien Qualitätsprüfung von Wafern mittels Laserlicht und von komplexen Halbleiterbauteilen mittels Ultraschall-Mikroskopie.
Hightech-Werkstoffe und deren Oberflächen werden unumstritten auch in Zukunft auf Herstellungsprozesse im Vakuum, bei hoher Temperatur, hohem Druck und im Plasma angewiesen sein und damit auch auf das Produktespektrum und die Technologien der PVA TePla-Gruppe.
PVA TePla unterhält weltweite Geschäftsbeziehungen über ihre Standorte in Deutschland, den USA, China, Taiwan und Singapur.
Das Geschäftsjahr der PVA TePla AG und ihrer Tochtergesellschaften ist das Kalenderjahr.
Der Konzern gliedert seine Geschäftsaktivitäten und somit seine Berichterstattung in die zwei Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems und Semiconductor Systems. Zusätzlich wird der Bereich der Holdingkosten separat ausgewiesen.
Allgemeine Grundsätze und Rechnungslegungsstandards
Seit dem Geschäftsjahr 2005 ist die PVA TePla als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der EU verpflichtet, den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) aufzustellen und zu veröffentlichen. Der Konzernabschluss der PVA TePla für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 ist daher nach den IFRS in der zum Abschlussstichtag gültigen Fassung des International Accounting Standards Board (IASB) und den verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt.
Darüber hinaus enthält der Anhang gemäß § 315a Abs. 1 HGB bestimmte Angaben zu Regelungen des HGB. Gemäß § 315a HGB i.V.m. § 315 HGB wurde der Konzernabschluss nach IFRS um einen Konzernlagebericht ergänzt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PVA TePla.
Neue Verlautbarungen des IASB
Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards mit möglicher Relevanz für den PVA TePla-Konzern herausgegeben. Die noch nicht verpflichtend anzuwendenden und von der EU-Kommission noch nicht übernommenen Regelungen sind von der PVA TePla auch nicht vorzeitig angewandt worden.
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| Standard/ Interpretation | Anwendungspflicht | Übernahme durch EU-Kommission* | Auswirkungen | |
|---|---|---|---|---|
| Amend. IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 | Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28) | 01.01.2016 | Ja | Keine wesentlichen |
| Jährlicher Verbesserungsprozess (Zyklus 2010-2012) | Änderungen an IFRS 2, IFRS 3, IFRS 8, IFRS 13, IAS 16/38 und IAS 24 | 01.07.2014 | Ja | Erweiterung der Anhangangaben |
| Amend. IAS 19 | Leistungsorientierte Pläne: Arbeitnehmerbeiträge | 01.07.2014 | Ja | Keine Auswirkungen |
| Amend. IFRS 11 | Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten | 01.01.2016 | Ja | Keine Auswirkungen |
| Amend. IAS 16 und IAS 38 | Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethode | 01.01.2016 | Ja | Keine Auswirkungen |
| Amend. IAS 16 und IAS 41 | Bilanzierung fruchttragender Gewächse | 01.01.2016 | Ja | Keine Auswirkungen |
| Amend. IAS 27 | Equity Methode im Einzelabschluss | 01.01.2016 | Ja | Nur für IFRS Einzelabschluss |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.2018 | Ja | Die Ausführungen wurden unterhalb der Tabelle dargestellt |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente | 01.01.2018 | Ja | Erweiterung der Anhangangaben |
| IFRS 16 | Leasing | 01.01.2019 | Ja | Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 16 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Zur Zeit gehen wir davon aus, dass sich keine wesentlichen Auswirkungen ergeben. |
| Jährliche Verbesserungen im IFRS Zyklus 2012-2014 | Änderungen an IFRS 5, IFRS 7, IAS 19 und IAS 34 | 01.01.2016 | Ja | Keine Wesentlichen |
| Anmend. IAS 1 | Angabeninitiative (Änderungen IAS 1) | 01.01.2016 | Ja | Teilweise Verschlankung der Anhangangaben |
* Stand: März 2017
Neue Standards und Interpretationen werden im Regelfall erst zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung von der PVA TePla AG umgesetzt.
Eine interne Analyse führte zu folgenden Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 gegenüber dem bislang bestehenden Regelungsrahmen:
Aktuell realisiert die PVA Gruppe Umsatzerlöse aus Fertigungsaufträgen nach den Regelungen des IAS 11, die zwar eine hohe Ähnlichkeit hinsichtlich des zeitlichen Verlaufs der Umsatzrealisierung mit den Vorschriften des IFRS 15.35 ff. aufweisen, jedoch keine Deckungsgleichen Anwendungskriterien aufweisen. Bislang machen nach IAS 11 ausgewiesene Umsatzerlöse rd. 11,7 % der Konzernumsatzerlöse aus.
Die Anwendung der Zeitbezugsmethode nach IFRS 15 ist grundsätzlich nicht auf Fertigungsaufträge beschränkt, sondern auf alle Leistungsverpflichtungen anwendbar, die die Kriterien nach IFRS 15.35 erfüllen. Dies betrifft vor dem Hintergrund der Geschäftstätigkeit der PVA TePla insbesondere die Erfüllung der Kriterien des IFRS 15.35 c) und damit die Erstellung eines Vermögenswertes ohne Alternative Nutzungsmöglichkeit (Ähnlich IAS 11) und zusätzlich einen Rechtsanspruch auf Bezahlung der bereits erbrachten Leistungen inklusive eines angemessen Gewinnaufschlags.
Bezogen auf die bislang unter IAS 11 fallenden Verträge setzt dies eine Möglichkeit zur Durchsetzung von Zahlungsansprüchen inklusive eines angemessenen Gewinnaufschlags im Falle einer Vertragskündigung voraus. Eine stichprobenartige Prüfung zum 31.12.2016 ergab, dass dies mit Ausnahme der nachfolgenden Fälle als erfüllt betrachtet wird. Die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung wird entgegen der bisherigen Praxis bei einem größeren Auftrag und bei Verträgen, die aufgrund von Schätzunsicherheiten aktuell unter Anwendung der ZPM-Methode abgebildet werden (zum 31.12.2016 vier Aufträge), nicht mehr möglich. Eine Quantifizierung der sich hieraus ergebenden Effekte erfolgte bislang nicht.
Weiterhin können sich Umsatzzeitpunkte aus bislang nach IAS 18 bilanzierten Leistungsverpflichtungen geringfügig verschieben. Ebenso wird die Bedeutung von Mehrkomponentenverträgen durch über die gesetzlichen Regelungen hinausgehende Gewährleistungszusagen als gering beurteilt.
Berichtswährung und Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates), die sich an dem primären Wirtschaftsumfeld orientiert. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden sowie der Haftungsverhältnisse und der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgt grundsätzlich zu dem am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurs (Mittelkurs). Dagegen werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittswechselkurs des Geschäftsjahres, das Eigenkapital zum historischen Wechselkurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus Wechselkursveränderungen zwischen einzelnen Geschäftsjahren entstehen, werden unter der Position "Sonstige Rücklagen" im Eigenkapital ausgewiesen. Die Bewertung in den Folgeperioden erfolgt gemäß IAS 21.23.
Kumulierte Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung von Tochtergesellschaften wurden zum Übergangszeitpunkt (1. Januar 2004) nicht auf null gestellt, sondern als gesonderter Posten des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Umrechnungskurse der Länder außerhalb der Eurozone ergeben sich wie folgt:
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| EUR = 1 | Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||
|---|---|---|---|---|
| 2016 | 2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| USA (USD) | 1,1066 | 1,1096 | 1,0541 | 1,0887 |
| China (CNY) | 7,3496 | 6,9730 | 7,3202 | 7,0608 |
| Dänemark (DKK) | 7,4454 | 7,4586 | 7,4344 | 7,4626 |
| Singapur (SGD) | 1,5278 | 1,5251 | 1,5234 | 1,5417 |
| Taiwan (TWD) | 35,6982 | 35,2212 | 33,9742 | 35,9345 |
| Japan (JPY) | 120,2400 | 137,3100 | 123,4000 | 131,0700 |
Da alle konsolidierten Tochterunternehmen ihren Sitz in Ländern haben, in denen derzeit keine Hyperinflation herrscht, kommt IAS 29 nicht zur Anwendung.
Schätzungen und Annahmen
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des Managements. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen des Berichtsjahres.
Dies betrifft insbesondere Wertberichtigungen auf Forderungen, den Fertigungsgrad kundenspezifischer Fertigungsaufträge, die Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeiten der sonstigen Rückstellungen, die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie den Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge. Bei der Beurteilung dieser Annahmen und Schätzungen orientiert sich das Management an Erfahrungswerten der Vergangenheit, Einschätzungen von Experten (Juristen, Ratingagenturen, Verbänden) und dem Ergebnis sorgfältiger Abwägung verschiedener Szenarien. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der Bilanzposten erfolgswirksam geändert.
Rundungen
Die in diesem Anhang verwendeten Tabellen und Zahlen basieren auf genau ermittelten Werten, die nachträglich auf TEUR gerundet wurden. Rundungsdifferenzen innerhalb der Tabellen lassen sich daher nicht immer vermeiden.
2. KONSOLIDIERUNG
Konsolidierungskreis
Der vorliegende Konzernabschluss der PVA TePla umfasst vollkonsolidierte Tochtergesellschaften. Voll konsolidiert wurden alle Tochtergesellschaften, bei denen der PVA TePla die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zusteht (Beherrschung).
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 wurden folgende Gesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen:
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| Name | Sitz | Kapitalanteil |
|---|---|---|
| PVA TePla AG (Mutterunternehmen) | Wettenberg, Deutschland | |
| PVA Control GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % |
| PVA Industrial Vacuum Systems GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % |
| PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH | Jena, Deutschland | 100 % |
| PVA TePla (China) Ltd. | Peking, VR China | 100 % |
| PVA Metrology & Plasma Solutions Taiwan Ltd. | Hsinchu, Taiwan | 100 % |
| PVA Crystal Growing Systems GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % |
| PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % |
| PVA TePla America Inc. | Corona / CA, USA | 100 % |
| PVA TePla Analytical Systems GmbH | Westhausen, Deutschland | 100 % |
| PVA TePla Singapore Pte. Ltd. | Singapur | 100 % |
| PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH | Jena, Deutschland | 100 % |
| Xi'an HuaDe CGS Ltd. | Xi'an, VR China | 51 % |
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde die Gesellschaft Vakuum Anlagenbau Service GmbH, Hanau (Beteiligung 100%). Über das Vermögen der Gesellschaft wurde am 25. April 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Die unternehmerische Kontrolle wird daher nicht mehr durch die PVA TePla ausgeübt. Die Beteiligungsbuchwerte der Gesellschaft wurden bereits in den Vorjahren vollständig abgewertet. Gemäß Mitteilung des Insolvenzverwalters vom 1. März 2017 ist das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen.
Weiterhin nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde die in 2016 neu gegründete Gesellschaft Semiconductor Systems Xi'an Ltd. aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung.
Die im zweiten Quartal 2016 erworbene Gesellschaft CTNS Systems GmbH (Kaufpreis TEUR 35), Wettenberg wurde zum 31. August 2016 rückwirkend zum 1. Januar 2016 auf die PVA Control GmbH, Wettenberg, eine 100%ige Tochtergesellschaft der PVA TePla AG, verschmolzen. Aus diesem Vorgang ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gruppe.
Die Munich Metrology Taiwan Ltd. wurde in PVA Metrology & Plasma Solutions Taiwan Ltd. umfirmiert.
Darüber hinaus haben sich gegenüber dem Konzernabschluss 2015 keine weiteren Änderungen ergeben.
Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind entsprechend IFRS 10 (Consolidated Financial Statements) und IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IAS 36. Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert und mindestens einmal jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach Überprüfung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ertragswirksam vereinnahmt. Bei einem Erwerb von weniger als 100% der Anteile werden die Anschaffungswerte einer Beteiligung mit den anteiligen Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In Höhe der verbleibenden Zeitwerte werden Minderheitenanteile im Eigenkapital ausgewiesen, einschließlich der diesen zustehenden Gewinne und Verluste.
Bei Veränderungen der Anteilsquote der Muttergesellschaft nach Erlangung der Beherrschung (sukzessiver Unternehmenserwerb) wird ein entstehender Unterschiedsbetrag erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus Geschäfts- oder Firmenwerten, die im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen als der Teil des Kaufpreises entstanden, der den Nettozeitwert des erworbenen Nettovermögens überstieg.
Die Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen vor dem Übergangszeitpunkt wurde unter Inanspruchnahme des Befreiungswahlrechts des IFRS 1 beibehalten. Gemäß IFRS 1 wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Buchwerten nach der vorherigen Rechnungslegung in die IFRS-Eröffnungsbilanz unter Berücksichtigung von Ansatzvoraussetzungen für immaterielle Vermögenswerte und Eventualschulden übernommen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich sowie bei vorliegenden Anhaltspunkten für Wertminderungen einem Werthaltigkeitstest unterzogen und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.
Andere immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen ab dem Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei bis acht Jahre (für Software zwischen drei und fünf Jahre) zugrunde gelegt. Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten und werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht fertig gestellt sind, werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwartete Nutzungsdauer, bei Mietereinbauten bzw. Einbauten in Mieträume gegebenenfalls entsprechend der kürzeren Dauer des Mietvertrages. Erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes zu aktivieren. Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen werden als Periodenaufwand gebucht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die zugehörigen kumulierten Abschreibungen werden bei einer Verschrottung oder Veräußerung von Vermögensgegenständen ausgebucht und eventuelle Buchgewinne oder -verluste erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
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| Jahre | |
|---|---|
| Gebäude | 25 - 33 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 - 20 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 14 |
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert von bis zu 410 EUR werden sofort abgeschrieben, alle darüber liegenden Anschaffungswerte werden aktiviert und planmäßig über ihre Laufzeit abgeschrieben.
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet.
Außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder - falls höher - dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cash Flows aus der Nutzung des Vermögenswertes. Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Gemäß IAS 36 werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit im Rahmen eines sogenannten "Impairment-Tests" überprüft. Der Test ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("cash generating units") nach IAS 36 (Impairment of Assets) zugeordnet. Dabei dürfen gemäß IAS 36.80 (b) diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten nicht größer sein als ein Segment innerhalb der Segmentberichterstattung.
Im GB Industrial Systems wird die PVA Industrial Vacuum Systems GmbH als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit behandelt. Auf diese Gesellschaft ist der Geschäfts- oder Firmenwert aus der PlaTeG GmbH nach deren Verschmelzung im Geschäftsjahr 2015 übergegangen.
Im GB Semiconductor Systems werden in drei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die Geschäfts- oder Firmenwerte im Rahmen des Impairment-Tests betrachtet. Dies betrifft - wie im Vorjahr - die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems GmbH mit Sitz in Westhausen. Ferner wird seit 2015 die PVA Crystal Growing Systems GmbH als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit behandelt. Auf diese Gesellschaft ist der Geschäfts- oder Firmenwert aus der PVA TePla AG nach der Verpachtung des Geschäftsbetriebs übergegangen. Auch die PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH wird seit 2015 als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit behandelt. Auf diese Gesellschaft ist der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Munich Metrology GmbH nach der Verschmelzung im Geschäftsjahr 2015 übergegangen.
Diese Aufteilung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht auch den Ebenen, auf denen die zugehörigen Geschäfts- oder Firmenwerte überwacht und gesteuert werden.
Der erzielbare Betrag wird für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit als Nutzungswert mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Bei dieser Methode werden auf Basis der verabschiedeten mittelfristigen Geschäftsplanung mit einem Planungshorizont von drei Jahren sowie einer Fortschreibung dieser Planung gemäß den prognostizierten Marktentwicklungen Cash Flows diskontiert. Diesen Discounted-Cash-Flow-Berechnungen liegen für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden.
Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Auftragseingangs-, Umsatz-, Margen-, Investitions- und Personalentwicklung. Die Werte dieser Angaben beruhen auf Vergangenheitserfahrungen und berücksichtigen ebenso absehbare, zukünftige Entwicklungen. Als Wachstumsrate wurde 1 % Wachstum bei der Fortschreibung der Planungszahlen für die Berechnung der ewigen Rente bei allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten angesetzt.
Der Diskontierungssatz basiert auf den segmentspezifischen gewichteten Kapitalkosten der Gesellschaften (WACC-Ansatz) und beinhaltet eine angemessene Risikoprämie. Den größten Einfluss auf die Werthaltigkeit haben die Parameter Marktrisikoprämie und Beta-Faktor.
Durch Gegenüberstellung der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit den erzielbaren Beträgen wird ein ggf. notwendiger Wertberichtigungsbedarf ermittelt. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Buchwert in Höhe des Differenzbetrags wertzumindern. Der Wertminderungsaufwand wird dabei zunächst auf den Geschäfts- oder Firmenwert und für darüber hinausgehende Beträge anteilig auf die Vermögenswerte der CGU verteilt.
Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Zuschreibung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Erträge aus Zuschreibungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte gilt ein Zuschreibungsverbot.
Leasing
Als Leasingverträge gelten alle Vereinbarungen, die das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung übertragen. Dies gilt auch für Vereinbarungen, in denen die Übertragung eines solchen Rechts nicht ausdrücklich beschrieben ist. Anhand der Chancen und Risiken an einem Leasinggegenstand wird beurteilt, ob dem Leasingnehmer (sogenannte »Finance Leases«) oder dem Leasinggeber (sogenannte »Operating Leases«) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist.
PVA TePla AG ist Leasingnehmer von Sachanlagen sowie Leasinggeber in Zusammenhang mit der Vermietung eigener Gebäude. Im Geschäftsjahr 2016 wie auch im Vorjahr waren sämtliche Leasingverträge der PVA TePla als Operating Leases zu behandeln mit der Folge, dass die Leasingraten bei Anfall aufwandswirksam erfasst wurden.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Anwendung der Durchschnittskostenmethode oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten gemäß IAS 2 (Inventories) neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Dabei werden fixe Gemeinkosten auf Grundlage der Normalauslastung der Produktionsanlagen berücksichtigt. Kosten der nicht genutzten Produktionskapazitäten (Leerkosten) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Herstellungskosten ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- und Herstellungskosten über dem erwarteten Nettoveräußerungswert liegen. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar.
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen
Im Rahmen der Teilumsatzrealisierung für kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigstellungsgrad sind Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber dem Kunden gemäß IAS 11.42 als Vermögenswert auszuweisen. Dieser Posten wird gesondert unter der Bezeichnung "Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen" gezeigt.
Forderungen
Forderungen werden zum Nominalwert angesetzt.
Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Zahlungsmittel
Unter den Zahlungsmitteln werden alle frei verfügbaren liquiden Mittel wie Kassenbestände und Guthaben auf Kontokorrentkonten sowie andere kurzfristig verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten bilanziert.
Derivative Finanzinstrumente / Wechselkurssicherung
In Einzelfällen werden Verkäufe in Fremdwährung abgeschlossen. Zur Absicherung der Wechselkursrisiken werden in diesen Fällen grundsätzlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Diese Fälle werden als Fair Value Hedge abgebildet. Hierbei werden die aus Wechselkursveränderungen resultierenden Bewertungseffekte für die bilanzierten Vermögenswerte (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) oder schwebende Warenverkaufsgeschäfte in Fremdwährung mit dem Fair Value bewertet; die Anpassung des Buchwerts an den Fair Value geschieht ergebniswirksam als Bestandteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen oder Erträge. Das Sicherungsinstrument wird gemäß IFRS zugleich ebenfalls zum Fair Value bewertet. Bei vollständiger Effektivität des Sicherungsgeschäfts kompensieren sich diese gegenläufigen Ergebniseffekte.
Derivative Finanzinstrumente / Zinssicherung
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investitionen in neue Gebäude wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Ist die Sicherungsbeziehung effektiv, erfolgt der Ausweis der positiven Marktwerte dieser Instrumente unter den Sonstigen Forderungen. Die Gegenbuchung erfolgt hier ergebnisneutral im Eigenkapital bei den Sonstigen Rücklagen. Ein negativer Marktwert dieser Instrumente wird unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Gegenbuchung der Marktwerte erfolgt ergebnisneutral in den Sonstigen Rücklagen.
Bei ineffektiver Sicherungsbeziehung werden die Marktwertveränderungen ergebniswirksam über das Finanzergebnis (Finanzerträge bzw. Finanzierungsaufwendungen) abgebildet.
Der Ausweis der negativen Marktwerte aus allen Finanzderivaten erfolgt im Geschäftsjahr 2016 wie im Vorjahr aufwandswirksam über die Finanzierungsaufwendungen in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Für Investitionen werden in Einzelfällen Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen in Anspruch genommen. Diese Beträge werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt.
Darstellung des Eigenkapitals
Mit der Veröffentlichung von Änderungen an IAS 1 wurden neue Vorschriften zur Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses eingeführt, welche für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden sind.
Die PVA TePla AG behält die separate Darstellung von Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung bei. Die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses wurde dahingehend geändert, dass Zwischensummen für die Posten dargestellt werden, die recycelt werden können und diejenigen, die nicht recycelt werden.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS 39 mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die in der Regel dem Rückzahlungsbetrag entsprechen.
Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen
Im Rahmen der Teilumsatzrealisierung für kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigstellungsgrad sind Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber dem Kunden gemäß IAS 11.42 als Verbindlichkeit auszuweisen. Diese resultieren aus einem Überhang an abgerechneten Beträgen im Vergleich zu den entsprechenden anteiligen Erlösen. In der Bilanz wird dieser Posten korrespondierend zu den "Künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen" separat unter der Bezeichnung "Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen" ausgewiesen.
Als abgerechnete Beträge werden hier nur Teilzahlungen einbezogen, die aufgrund des Fertigungsfortschritts der jeweiligen Anlage erfolgt sind und die somit den Charakter der Teilabrechnung erfüllen. Anzahlungen zu Auftragsbeginn oder Teilzahlungen, die nicht dem Fertigungsfortschritt entsprechen, werden als erhaltene Anzahlungen separat ausgewiesen.
Verpflichtungen aus Pensionszusagen
Die Verpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach IAS 19 (Employee Benefits) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Dazu werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten eingeholt. Der Dienstzeitaufwand für die Versorgungsanwärter ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen.
Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Pensionsverpflichtungen im Ausland liegen nicht vor. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzern-Bilanz aus und werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Abgegrenzte Schulden
Als abgegrenzte Schulden werden Schulden zur Zahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen ausgewiesen, die am Bilanzstichtag weder bezahlt noch vom Lieferanten in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch an Mitarbeiter geschuldete Beträge.
Übrige Rückstellungen
Gemäß IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) werden die Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftige Zahlung wahrscheinlich ist und der Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern
Steuerabgrenzungen werden gemäß IAS 12 (Income Taxes) auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in Konzern- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Geschäftswerte. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint.
Aufgrund der Volatilität im Marktumfeld und der wiederholten Planabweichungen in den letzten Jahren wurde der Zeitraum für die Bestimmung der Realisierbarkeit von Verlustvorträgen auf drei Jahre begrenzt. Sofern aus dem aktuellen Budget für die Jahre 2017 bis 2019 eine Inanspruchnahme von Verlustvorträgen realistisch erscheint, wurden Verlustvorträge in den aktiven latenten Steuern angesetzt. Umgekehrt wurden Verlustvorträge, deren Realisierbarkeit erst nach 2019 wahrscheinlich ist, nicht oder nicht mehr aktiviert. Infolge dieser Begrenzung des Prognosezeitraums wurden nur Verlustvorträge in Höhe von 8.264 TEUR als werthaltig angesehen und entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Die Annahme der Werthaltigkeit basiert auf einem detaillierten Drei-Jahres-Budget, der bereits vorhandenen Umsatzabsicherung für das Geschäftsjahr 2017 durch Auftragsbestand und dem durch Erreichen des Turnarounds in 2015 dokumentierten Absenken des Breakeven-Umsatzes auf unter 75 Mio. EUR.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. angekündigt sind.
Umsatzrealisierung
Umsatzerlöse werden ausgewiesen, sobald die Lieferungen oder Leistungen erbracht sind, der Gefahrenübergang erfolgt ist und keine technischen Risiken oder besondere gegenläufige vertragliche Regelungen vorliegen. Sämtliche Umsätze werden am Auslieferungs- oder Leistungsdatum eingebucht, da die Geschäftsleitung sonstige Dienstleistungen und Verkaufsvereinbarungen wie z.B. Schulungen und Trainings als nicht wesentlich in Bezug auf die Gebrauchsfähigkeit der Systeme ansieht. Erträge aus Dienstleistungen und Reparaturleistungen werden zum Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Projekte eingebucht.
Die Realisation des Ergebnisses aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen erfolgt grundsätzlich gemäß IAS 11 (Construction Contracts) entsprechend dem Leistungsfortschritt ("Percentage of Completion Method"), da eine zuverlässige Schätzung der Auftragsergebnisse möglich ist, die zu liefernden Produkte, die Zahlungsbedingungen und die Art und Weise der Abwicklung in den Verträgen eindeutig definiert sind und die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarungen sowohl durch die Käufer als auch durch den Verkäufer als wahrscheinlich angesehen wird. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ("Cost-to-Cost-Methode") ermittelt. Erwartete Verluste aus langfristigen Fertigungsaufträgen werden sofort in voller Höhe als Aufwand bilanziert. Wenn für einzelne Aufträge nicht alle oben genannten Kriterien erfüllt sind, wird die sog. Zero-Profit-Margin-Methode angewendet. Danach wird eine Ertragsrealisierung nur in Höhe bereits angefallener und durch korrespondierende Erträge wahrscheinlich gedeckter Kosten vorgenommen. Während der Produktionszeit werden Umsatzerlöse nur in Höhe der Auftragskosten und damit ohne Gewinnanteil erfasst. Besteht keine Auftragsfertigung, werden Aufträge erst nach vollständig erbrachter Leistung abgerechnet.
Für realisierte Umsätze werden zum Bilanzstichtag Gewährleistungsrückstellungen gebildet. Die Rückstellungen basieren auf Einschätzungen und Erfahrungswerten.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die PVA TePla betreibt Hightech-Maschinenbau in Einzel- und Kleinserienfertigung. Bei der Weiterentwicklung der Produkte sind hier die Forschung im Hinblick auf neue Verfahren und Prozesse und die Entwicklung neuer Produktmerkmale eng verzahnt. Die Aktivitäten beider Bereiche erfolgen im Verlaufe eines Projekts teilweise abwechselnd. Daher ist die Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und damit auch die Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten in der Regel nicht mit hinreichender Aussagekraft möglich. Ebenso ist eine Schätzung des voraussichtlichen Nutzens aufgrund ungewisser Marktentwicklungen der Zukunft zu unsicher.
Somit sind zwei wesentliche Kriterien für die gemäß IAS 38 (Intangible Assets) bei Erfüllung aller dort genannten Kriterien vorgesehene Aktivierung der Entwicklungskosten nicht erfüllt. Von entsprechenden Aktivierungen musste daher abgesehen werden. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden daher zumeist in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.
In geringem Umfang arbeiten uns renommierte Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen (Dienstverträge) zu. Sofern aus dieser Zusammenarbeit hinreichende Erfahrungswerte über die Verwertbarkeit der Entwicklungsergebnisse vorliegen und die sonstigen Ansatzkriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind, erfolgt eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte.
Zinsen
Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zur Ermittlung der Barwerte der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde ein Diskontierungssatz in Höhe von 4,5% (VJ 4,5%) angesetzt.
B. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER BILANZ
4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichts- und Vorjahr wird in den als Anlage beigefügten Konzernanlagespiegeln für die Jahre 2016 und 2015 dargestellt.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- und Firmenwerte | 7.808 | 7.808 |
| In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte | 0 | 179 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 949 | 775 |
| Geleistete Anzahlungen | 50 | 50 |
| Summe | 8.807 | 8.812 |
Die Geschäfts- und Firmenwerte verteilen sich wie folgt auf Cash Generating Units:
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| Cash Generating Units (CGU) | Goodwill in TEUR |
|---|---|
| PVA TePla Analytical Systems GmbH | 4.831 |
| PVA Crystal Growing Systems GmbH | 2.734 |
| PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH | 193 |
| PVA Industrial Vacuum Systems GmbH | 50 |
| Gesamt | 7.808 |
Im Rahmen des Impairment-Tests ist der erzielbare Betrag für die wesentlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt worden. Für die Ermittlung der Nutzungswerte wurden segmentspezifische Kapitalkosten zur Diskontierung der prognostizierten Cash Flows berechnet. Die Kapitalkosten für die betrachteten Einheiten lag zwischen 11,0% und 11,8%.
Die den wesentlichen Planungsparametern (wie zum Beispiel Umsatzwachstum, Cash Flows, Abzinsungssätze) zugrunde liegenden Annahmen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider und wurden übereinstimmend mit den externen Informationsquellen getroffen. Die Planung basiert auf einem Finanzplanungshorizont von drei Jahren. Für den nachfolgenden Zeitraum wird für Zwecke der Werthaltigkeitstests eine Wachstumsrate der Cashflows von 1 Prozent angesetzt. Der zugrunde gelegte Wechselkurs von US-Dollar zu Euro beträgt 1,0541. Die Cash Flows werden unter Berücksichtigung spezifischer Steuerwirkungen mit den oben nach Unternehmensbereichen dargestellten differenzierten Kapitalkostensätzen abgezinst.
Für Cash Generating Units mit signifikantem Goodwill haben wir folgende Entwicklungen unterstellt:
Im Produktbereich der Messsysteme (Analytical Systems) gehen wir in den nächsten drei Jahren aufgrund der weiterhin erhöhten Investitionsaktivität der Halbleiterbranche und dem weiteren Greifen von Vertriebsaktivitäten von einem mittleren geometrischen Umsatzwachstum (CAGR-Ermittlung) in Höhe von 7% aus (VJ 4%). Im Produktbereich der Kristallzuchtanlagen (Crystal Growing Systems) gehen wir von einem etwas niedrigeren Umsatzniveau für die Jahre 2018 und 2019 aus.
Abschreibungen auf den niedrigeren Nutzungswert wurden im Geschäftsjahr 2016 nicht vorgenommen (VJ 0 TEUR).
Bei einer Erhöhung des Abzinsungssatzes um 2,0%-Punk-te, bei sonst konstanten Prämissen, würde der in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit PVA Crystal Growing Systems GmbH ermittelte erzielbare Betrag (Nutzungswert) dem Buchwert entsprechen. Das gleiche Ergebnis würde sich bei einer Reduzierung des im Rahmen der Cash-Flow-Prognose verwendeten EBITs um 20% ergeben. In dem dieser Ermittlung zugrunde gelegten Budget wurden keine Großaufträge berücksichtigt.
Angaben zu Vorgehensweise und Annahmen im Rahmen des Impairment-Tests sind unter der Textziffer 3 des Konzernanhangs beschrieben.
Die Abschreibungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte betrugen 271 TEUR bzw. 241 TEUR für die Jahre 2016 und 2015. Diese sind im Wesentlichen Bestandteil der Herstellungskosten des Umsatzes.
5. SACHANLAGEN
Die Entwicklung der Sachanlagen im Berichts- und Vorjahr wird in den als Anlage beigefügten Konzernanlagespiegeln für die Jahre 2016 und 2015 dargestellt.
Die Buchwerte der Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 23.738 | 24.716 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.926 | 3.558 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.043 | 1.201 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 75 | 1.327 |
| Summe | 28.782 | 30.802 |
Der Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beinhaltet zum größten Teil die eigenen Gebäude an den Standorten Wettenberg und Jena.
Die Abschreibungen auf die Sachanlagen betrugen 2.345 TEUR bzw. 2.089 TEUR für die Jahre 2016 und 2015.
Zur Absicherung der beiden Darlehen der PVA TePla AG zur Finanzierung der Neubauten in Wettenberg ist das Grundvermögen mit Grundschulden in Höhe von 18.000 TEUR belastet. Eines dieser Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag mit 4.333 TEUR (VJ 5.000 TEUR) und hat eine Restlaufzeit bis Januar 2023. Das zweite Darlehen ist zum Stichtag zur Betriebsmittelfinanzierung in vollem Umfang gezogen (4.000 TEUR) und war im Vorjahr nicht gezogen (Rahmen VJ: 4.667 TEUR).
Für die oben angeführte Grundschuld wurden im Rahmen des im August 2015 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages eine Abtretung der Rückgewähransprüche sowie eine Einmalvalutierungserklärung zwischen den betroffenen Banken geschlossen. Die Grundschuld besichert damit erstrangig die Ansprüche aus dem oben angeführten Vertragsverhältnis und erst zweitrangig die Ansprüche aus dem Konsortialkreditvertrag. Mit Abschluss des Konsortialkreditvertrages wurden weitere Grundschulden am Standort Jena in Höhe von 7,3 Mio. EUR eingetragen.
Im Geschäftsjahr 2010 hat die Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, zur Finanzierung eines Lötofens einen Mietkaufvertrag abgeschlossen, für welchen die PVA TePla AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen hat und ein erweiterter Eigentumsvorbehalt gegenüber der Leasinggesellschaft besteht. Zum 31.12.2016 betrug der Buchwert des Ofens 466 TEUR (VJ 531 TEUR). Der Restbuchwert des Darlehens beträgt dagegen 188 TEUR (VJ 288 TEUR) zum Jahresende.
Zur Absicherung des Darlehens der PVA TePla AG zur Finanzierung der Photovoltaikanlage in Wettenberg wurde die Anlage sicherungsübereignet. Der Buchwert der Photovoltaikanlage beträgt 86 TEUR (VJ 92 TEUR) zum 31. Dezember 2016, das Darlehen hat eine Restlaufzeit bis Dezember 2018 und valutiert zum Bilanzstichtag mit 35 TEUR (VJ 51 TEUR). Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine weiteren wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.
Wesentliche langfristige Vermögenswerte die Drittländern zuzuordnen wären bestehen nicht.
6. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte enthalten sonstige Forderungen in Höhe von 11TEUR (VJ 10 TEUR).
7. VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9.239 | 8.196 |
| Unfertige Erzeugnisse | 11.205 | 8.685 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 648 | 1.480 |
| Summe | 21.092 | 18.361 |
In den Vorräten sind im Jahr 2016 Abwertungen in Höhe von 3.898 TEUR (VJ 7.788 TEUR) enthalten. Die Abwertungen sind im Wesentlichen auf die üblichen Gängigkeitsabwertungen und Abschläge zur verlustfreien Bewertung zurückzuführen.
Die wesentlichen Warenlager der Konzerngesellschaften wurden im Rahmen eines Konsortialdarlehensvertrages sicherungsübereignet, darunter das Warenlager der PVA TePla AG, der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, der PVA TePla Analytical Systems GmbH sowie der PVA Industrial Vacuum Systems GmbH. Darüber hinaus bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.
8. KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN
Die nach der "Percentage of Completion Method" bilanzierten Auftragskosten und Erlöse aus unfertigen Aufträgen im Anlagengeschäft ermitteln sich wie folgt:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Aktivierte Herstellungskosten einschließlich Auftragsergebnis | 28.105 | 18.969 |
| dafür erhaltene Anzahlungen (Teilabrechnungen) | -15.881 | -11.148 |
| Summe | 12.224 | 7.821 |
Weitere für PoC-Aufträge erhaltene Anzahlungen in Höhe von 8.086 TEUR (VJ 10.458 TEUR), sind unter den kurzfristigen Schulden in den ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 10.450 TEUR (VJ 12.706 TEUR) enthalten. Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 964 TEUR (VJ 516 TEUR) - für Aufträge, bei denen die gemäß Auftragsfortschritt erhaltenen Zahlungen die angefallenen Auftragskosten zuzüglich anteiliger Gewinne übersteigen - werden ebenfalls unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Auf die Erläuterungen unter Textziffer 18 und Textziffer 19 wird verwiesen.
9. FORDERUNGEN
Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 12.704 | 8.926 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.954 | 1.443 |
| Sonstige Forderungen | 1.341 | 1.425 |
| Summe | 15.999 | 11.794 |
Der Posten Sonstige Forderungen umfasst auch die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.052 | 9.451 |
| Wertberichtigungen | -348 | -524 |
| Summe | 12.704 | 8.926 |
Im Rahmen des normalen Geschäfts werden Lieferkredite an ein breites Spektrum von Kunden gewährt. Die Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig geprüft. Wertberichtigungen werden gebucht, um eventuelle Risiken abzudecken.
Die Wertberichtigungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich im Geschäftsjahr folgendermaßen:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen am 1. Januar | 524 | 593 |
| Kursdifferenzen | 0 | 1 |
| Zuführungen | 120 | 68 |
| Verbrauch | -38 | 0 |
| Auflösungen | -259 | -138 |
| Wertberichtigungen am 31. Dezember | 348 | 524 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Konzerngesellschaften wurden im Rahmen eines Konsortialdarlehensvertrages zediert, darunter die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der PVA TePla AG, der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, der PVA TePla Analytical Systems GmbH, der PVA Crystal Growing Systems GmbH, der PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH sowie der PVA Industrial Vacuum Systems GmbH.
Die Sonstigen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Abgegrenzte Vorauszahlungen | 307 | 365 |
| Forderungen aus Investitionsförderung | 194 | 90 |
| Forderungen aus Umsatzsteuer | 190 | 227 |
| Debitorische Kreditoren | 67 | 28 |
| Sonstige | 584 | 715 |
| Summe | 1.342 | 1.425 |
Die derivativen Finanzinstrumente wurden zu Marktwerten bewertet. Aufgrund ihrer Kurzfristigkeit weichen bei den übrigen Posten die Marktwerte nicht signifikant von den dargestellten Buchwerten ab.
10. ZAHLUNGSMITTEL
Die Zahlungsmittel in Höhe von 2.514 TEUR (VJ 6.492 TEUR) bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Guthaben bei Kreditinstituten. Der Kassenbestand beträgt 5 TEUR (VJ 8 TEUR). In den Zahlungsmitteln enthalten sind 112 TEUR, die zur Absicherung eines Avals hinterlegt wurden.
11. LATENTE STEUERANSPRÜCHE
Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf die Ausführungen unter Textziffer 23 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.
12. EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital
Zum 31. Dezember 2016 hat die PVA TePla AG nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR ausgegeben.
Bedingtes und genehmigtes Kapital
Ein bedingtes Kapital besteht zum 31. Dezember 2016 nicht.
Gleichzeitig hat die Hauptversammlung der PVA TePla AG den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 10.874.994 EUR durch Ausgabe von bis zu 10.874.994 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre - soweit dies gesetzlich zulässig ist - auszuschließen. Kapitalerhöhungen wurden aus diesem genehmigten Kapital in 2016 nicht beschlossen.
13. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Die PVA TePla hat im Rahmen staatlicher Wirtschaftsförderungsprogramme von verschiedenen öffentlichen Stellen Fördermittel u. a. für die Errichtung von Fertigungsstätten erhalten. Erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt.
14. LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3.768 TEUR (VJ 4.556 TEUR) resultieren in vollem Umfang aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind vor allem auf die Darlehen zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg zurückzuführen.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 4.557 | 5.339 |
| abzüglich Anteil langfristiger Finanzverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr | -789 | -783 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzgl. des kurzfristigen Anteils | 3.768 | 4.556 |
Der durchschnittlich gewichtete Zins der langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrug 1,04% (VJ 1,14%). Durch die planmäßige Tilgung der Darlehen haben sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 3.768 TEUR (VJ 4.556 TEUR) reduziert.
Die Tilgungsverpflichtungen aus diesen langfristigen Finanzverbindlichkeiten strukturieren sich folgendermaßen:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Fälligkeit | ||
| Bis ein Monat | 343 | 343 |
| Über ein, bis drei Monate | 19 | 19 |
| Über drei Monate, bis ein Jahr | 421 | 421 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 2.774 | 2.890 |
| Über fünf Jahre | 1.000 | 1.667 |
Die Darlehen zur Finanzierung von Investitionen in Maschinen für die Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena sind durch Sicherungsübereignung der Finanzierungsobjekte besichert. Der Buchwert dieser Sicherheiten beläuft sich zum 31. Dezember 2016 auf 466 TEUR (VJ 531 TEUR).
Die Finanzverbindlichkeiten der PVA TePla AG werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
15. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Grundlagen
Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen leistungs- und beitragsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren. Bei leistungsorientierten Pensionsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen (Defined Benefit Plans).
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) geht das Unternehmen über die Entrichtung von zweckgebundenen Beitragszahlungen hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein.
Leistungsorientierte Pläne
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Leistungen hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab.
Pensionszusagen bestehen in den Gesellschaften PVA TePla AG, PVA Industrial Vacuum Systems GmbH, PVA Crystal Growing Systems GmbH und PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Es handelt sich ausschließlich um Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gewährt.
Die Ermittlung der Verpflichtungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) vorgenommen. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt.
Eine externe Finanzierung über einen Pensionsfonds findet nicht statt. Die damit verbliebenen Risiken aus der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen betreffen Risiken aus der Änderung von versicherungsmathematischen Parametern, die in der anschließenden Tabelle dargestellt sind. Das signifikanteste Änderungsrisiko betrifft den Rechnungszins, hierzu verweisen wir auf die separate Sensitivitätsanalyse.
Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:
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| in % | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Einkommenstrend | 3,00 | 3,00 |
| Rententrend | 1,25 | 1,25 |
| Fluktuationsrate | 1,50 | 1,50 |
Der Rechnungszinssatz für die PVA TePla AG lag für Anwärter und Rentner bei 1,75% (VJ 2,4% bzw. 1.9%), für die PVA Industrial Vacuum Systems GmbH und die PVA Crystal Growing Systems GmbH bei 2,0% (VJ 2,4% bzw. 1,9%) und für die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH bei 2,05% (VJ 2,4% bzw. 1,9%). Die biometrischen Parameter wurden gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden versicherungsmathematische Gutachten eingeholt.
Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird seit dem Geschäftsjahr 2013 im Zinsergebnis ausgewiesen.
Die bilanzierten Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen am 01.01. | 13.327 | 13.975 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 1.401 | -291 |
| Rentenzahlungen | -389 | -357 |
| Pensionsrückstellungen am 31.12. | 14.339 | 13.327 |
Es ist am Bilanzstichtag davon auszugehen, dass 437 TEUR (VJ 396 TEUR) innerhalb der nächsten zwölf Monate und 13.902 TEUR (VJ 12.930 TEUR) später (zum Teil sehr langfristig) zu erfüllen sind.
Der Anwartschaftsbarwert hat sich wie folgt verändert:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert am 01.01. | 13.327 | 13.975 |
| Laufender Dienstzeitaufwand für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter | 149 | 176 |
| Nachlaufender Dienstzeitaufwand | 0 | -574 |
| Zinsaufwand | 295 | 310 |
| Rentenzahlungen | -389 | -357 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) und Verluste (+) | 957 | -203 |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 14.339 | 13.327 |
Der laufende Dienstzeitaufwand sowie der sich durch eine Anpassung der Ruhegeldordnung ergebende positive Nachlaufende Dienstzeitaufwand sind im Wesentlichen in den Herstell kosten sowie in den Verwaltungskosten erfasst.
Sensitivitätsanalyse
Bei Beibehaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierten Verpflichtungen mit den nachstehenden Beträgen wie folgt beeinflusst:
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| Effekt in TEUR zum 31.12.2016 | Erhöhung | Minderung |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz (0,25 % Veränderung) | -530 | 559 |
| Zukünftige Pensionserhöhungen (0,25 % Veränderung) | 446 | -428 |
Am 31. Dezember 2016 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 15,5 Jahren.
Übersicht über die Barwerte der Pensionsverpflichtungen für das laufende Jahr und die Vorjahre:
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| in TEUR | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pensionsverpflichtungen | 14.339 | 13.327 | 13.975 | 11.377 | 11.338 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) | 957 | -203 | 2.370 | -206 | 2.296 |
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzern-Bilanz aus und werden ausschließlich im sonstigen Ergebnis erfasst.
Beitragsorientierte Pläne
Beitragsorientierte Pläne sind für die PVA TePla in Form der gesetzlich bestimmten Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung, Beiträgen zu Unterstützungskassen sowie in Form von Beiträgen zu Direktversicherungen relevant. Im Geschäftsjahr 2016 wurden hierfür Aufwendungen in Höhe von 1.945 TEUR geleistet (VJ 1.905 TEUR).
16. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.691 TEUR (VJ 1.958 TEUR) haben sich wie folgt entwickelt:
Rückstellungen wurden ausschließlich für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, sofern eine Inanspruchnahme überwiegend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit dem Betrag der wahrscheinlichen Inanspruchnahme.
In den Sonstigen Rückstellungen sind langfristige Anteile in Höhe von 342 TEUR enthalten (VJ 292 TEUR). Diese entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Archivierung sowie auf langfristig fällige Leistungen im Zusammenhang mit der langfristigen erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung und werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Alle anderen sonstigen Rückstellungen sind kurzfristig.
17. KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Im Geschäftsjahr 2015 hat die PVA TePla AG mit einem Bankenkonsortium unter Führung der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, einen neuen Kreditvertrag abgeschlossen. Der Kreditvertrag hat eine Laufzeit von 36 Monaten und endet im August 2018. Die Finanzierung beinhaltet eine Barkreditlinie in Höhe von 7,5 Mio. EUR, einen Avalkreditrahmen in Höhe von 27,5 Mio. EUR sowie eine Erhöhungsoption um weitere 20 Mio. EUR an Avalkrediten. Die Verzinsung erfolgt mit EURIBOR zuzüglich einer gestaffelten Marge, die sich am Verschuldungsgrad orientiert. Zum Stichtag waren Barlinien in Höhe von 2,7 Mio. EUR (Vj. 4,5 Mio. EUR) und Avallinien in Höhe von 19,5 Mio. EUR (Vj. 23,6 Mio. EUR) in Anspruch genommen. Der Konsortialdarlehensvertrag definiert Kreditvereinbarungsbedingungen, sog. Financial Covenants, zur Einhaltung gängiger Finanzkennzahlen.
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| in TEUR | 01.01.2016 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistung | 942 | 375 | 150 | 761 | 1.178 |
| Nachlaufende Kosten | 398 | 317 | 37 | 540 | 584 |
| Archivierung | 84 | 34 | 13 | 6 | 43 |
| Pönalen | 68 | 0 | 0 | 231 | 299 |
| Übrige | 466 | 128 | 102 | 351 | 587 |
| Summe | 1.958 | 854 | 302 | 1.889 | 2.691 |
18. VERPFLICHTUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN
Der PVA TePla-Konzern erstellt, unter anderem, große Anlagen in kundenspezifischer Auftragsfertigung. Hierzu leisten die Kunden Zahlungen entsprechend dem Auftragsfortschritt. Der passivische Saldo aus gemäß Fertigstellungsgrad gebuchten Umsatzerlösen und Teilabrechnungen wird als Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in der Bilanz ausgewiesen.
Die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Erhaltene Zahlungen (Teilabrechnungen) | 3.528 | 2.083 |
| abzüglich angefallener Auftragskosten (inkl. anteiliger Gewinne) | -2.564 | -1.567 |
| Summe | 964 | 516 |
19. ERHALTENE ANZAHLUNGEN AUF BESTELLUNGEN
Die Finanzierung des PVA TePla-Konzerns erfolgt zu einem signifikanten Anteil aus An- und Zwischenzahlungen, die Kunden besonders für die größeren Aufträge leisten. Der Wert dieser erhaltenen Anzahlungen lag zum 31. Dezember 2016 bei 10.450 TEUR (VJ 12.706 TEUR). Erhaltene Anzahlungen, die auf Fertigungsaufträge nach IAS 11 entfallen werden nach dem Leistungsfortschritt mit den entsprechenden Aktivpositionen saldiert und sind hier nicht enthalten.
20. ABGEGRENZTE SCHULDEN
Als Abgegrenzte Schulden werden Schulden zur Zahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen ausgewiesen, die am Bilanzstichtag weder bezahlt noch vom Lieferanten in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch an Mitarbeiter geschuldete Beträge.
Die Abgegrenzten Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern | 2.196 | 1.731 |
| Verpflichtungen gegenüber Lieferanten | 2.360 | 3.005 |
| Sonstige Verpflichtungen | 189 | 301 |
| Summe | 4.745 | 5.037 |
Die ausgewiesenen Beträge sind in voller Höhe kurzfristig.
C. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
21. UMSATZERLÖSE
Die PVA TePla erzielt ihre Umsätze vor allem aus dem Verkauf von Systemen und Anlagen. Hinzu kommen Serviceleistungen und die Lieferung von Ersatzteilen (zusammengefasst als After-Sales-Service) und Dienstleistungen für Kunden in eigenen Anlagen (Contract Processing, im Wesentlichen durch die PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH sowie im Bereich Plasmabehandlung durch die PVA TePla America Inc. und im Bereich Vakuum durch die PVA Industrial Vacuum Systems GmbH). Die Umsätze teilen sich auf die einzelnen Kategorien folgendermaßen auf:
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| in TEUR | 2016 | in % | 2015 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Anlagen / Systeme | 66.827 | 77 | 53.923 | 75 |
| After Sales | 15.117 | 17 | 13.171 | 18 |
| Contract Processing | 3.102 | 4 | 3.636 | 5 |
| Sonstiges | 1.549 | 2 | 813 | 2 |
| Summe | 86.595 | 100 | 71.543 | 100 |
Für die zum Stichtag als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen bzw. Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesenen angearbeiteten langfristigen Kundenaufträge ergeben sich nach der "Percentage of Completion Method" aus der Teilumsatzrealisierung gemäß Fertigungsfortschritt folgende Gewinne aus kundenspezifischer Auftragsfertigung:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Auftragserlöse aus kundenspezifischer Auftragsfertigung | 29.376 | 17.458 |
| Dafür angefallene Auftragskosten | -21.958 | -13.880 |
| Ausgewiesene Gewinne aus kundenspezifischer Auftragsfertigung | 7.418 | 3.578 |
22. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Forschungs- und Entwicklungskosten in 2016 bzw. 2015 in Höhe von 2.970 TEUR bzw. 3.236 TEUR ausgewiesen. Erträge aus Fördermitteln für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von 911 TEUR bzw. 317 TEUR sind separat in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
23. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Ertragsteuern werden hier basierend auf der bestmöglichen Schätzung des für das ganze Geschäftsjahr erwarteten, gewichteten Durchschnittssteuersatzes berechnet.
Seit dem Geschäftsjahr 2015 wird für die Gesellschaften ein Steuersatz von 29% angewendet. Dieser beinhaltet den Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15%, den Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer in Höhe von 13,4%.
Die latenten Steuern wurden nach dem Zeitpunkt ihrer Realisierung mit dem genannten Steuersatz bzw. für die ausländischen Gesellschaften mit den landesspezifischen Steuersätzen bewertet.
Die tatsächliche Steuerbelastung geht von den wahrscheinlichen zukünftigen Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuererstattungsansprüchen aus.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | -61 | 186 |
| Laufender Steueraufwand | -50 | -32 |
| Periodenfremder Steueraufwand (-) / Steuerertrag | -11 | 218 |
| Aufwand (-) / Ertrag für latente Steuern | -53 | -1.077 |
| Ergebnis aus steuerlichen Verlustvorträgen | 792 | 1.155 |
| Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | 0 | -1.285 |
| Übrige latente Steuern | -845 | -947 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -114 | -891 |
Latente Steuern in Höhe von -278 TEUR (VJ -58 TEUR) wurden direkt im Eigenkapital erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu berühren. Diese sind in voller Höhe auf im Eigenkapital erfasste Effekte für Pensionsrückstellungen zurückzuführen.
Nachfolgend wird der erwartete Steueraufwand auf den tatsächlichen Steueraufwand übergeleitet:
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| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | in % | in TEUR | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | 3.045 | -558 | ||
| Erwarteter Steueraufwand (-) / -ertrag | -883 | -29 | 162 | -29 |
| Steuersatzänderungen | 0 | 0 | 48 | -9 |
| Steuersatzunterschiede ausländischer Gesellschaften | 7 | 9 | 45 | -8 |
| Steueranteil für permanente Differenzen und temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern erfasst wurden | -66 | 2 | -18 | 3 |
| Periodenfremde laufende Ertragsteuern | -12 | 0 | 219 | -39 |
| Veränderung der Wertberichtigung | 905 | 30 | -1.285 | 230 |
| Sonstige Einflüsse & Anpassungen | -65 | 2 | -61 | 11 |
| Tatsächlicher Steueraufwand (-) / -ertrag | -114 | -4 | -891 | 160 |
Die latenten Steuern aus Steuersatzunterschieden ausländischer Gesellschaften ergeben sich dadurch, dass Gesellschaften des PVA TePla-Konzerns außerhalb von Deutschland anderen Steuersätzen als in Deutschland unterliegen.
Die latenten Steuern entfallen auf:
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| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 174 | 83 | 175 | 201 |
| Vorräte | 354 | 118 | 157 | 0 |
| Forderungen / Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 2.202 | 0 | 1.155 |
| Forderungen | 0 | 90 | 2 | 231 |
| Steuerliche Verlustvorträge (brutto) | 2.709 | 0 | 7.541 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 1.850 | 0 | 1.638 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen / Abgegrenzte Schulden | 41 | 177 | 278 | 277 |
| Sonstige | 190 | 116 | 0 | 50 |
| Summe | 5.291 | 2.786 | 4.184 | 1.914 |
| Saldo latente Steuern | 2.505 | 2.270 |
Zum 31. Dezember 2016 verfügen die deutschen Gesellschaften über steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 23.056 TEUR (VJ 22.495 TEUR), welche ausschließlich die Tochtergesellschaft PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH, Wettenberg und PVA TePla AG, Wettenberg, betreffen.
Zusätzlich verfügt die PVA TePla America Inc. über Verlustvorträge in Höhe von insgesamt 5.987 TEUR (4,8 Mio. USD federal tax; 1,2 Mio. USD state tax), diese gehen - sofern sie nicht vorher genutzt werden - sukzessive ab dem Jahr 2021 (federal tax) bzw. ab dem Jahr 2017 (state tax) unter und können daher nach vorliegender Planung nur teilweise genutzt werden.
Aufgrund der Volatilität im Marktumfeld und der wiederholten Planabweichungen in den letzten Jahren wurde der Zeitraum für die Bestimmung der Realisierbarkeit von Verlustvorträgen auf drei Jahre begrenzt. Sofern aus dem aktuellen Budget für die Jahre 2017 bis 2019 eine Inanspruchnahme von Verlustvorträgen realistisch erscheint, wurden Verlustvorträge in den aktiven latenten Steuern angesetzt. Umgekehrt wurden Verlustvorträge, deren Realisierbarkeit erst nach 2019 wahrscheinlich ist, nicht oder nicht mehr aktiviert.
Infolge dieser Begrenzung des Prognosezeitraums wurden nur Verlustvorträge in Höhe von für die deutschen Gesellschaften 8.264 TEUR sowie in Höhe von 754 TEUR für die PVA TePla America Inc. als werthaltig angesehen und entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
24. ERGEBNIS JE AKTIE
Das Konzernjahresergebnis vor Anteilen Dritter belief sich auf 2.931 TEUR (VJ -1.450 TEUR). Im Geschäftsjahr 2016 waren wie im Vorjahr durchschnittlich 21.749.988 nennwertlose Stückaktien im Umlauf.
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzernjahresergebnis vor Anteilen Dritter, geteilt durch den gewogenen Mittelwert der während des Jahres ausstehenden Aktien.
Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2016 und 2015:
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| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| Zähler: | ||
| Konzernjahresergebnis vor Anteilen Dritter (in TEUR) | 2.931 | -1.450 |
| Nenner: | ||
| Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien - unverwässert | 21.749.988 | 21.749.988 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,13 | -0,07 |
An Mitarbeiter, Vorstände oder Aufsichtsräte ausgegebene Optionen mit Berechtigung zum Kauf von PVA TePla AG-Aktien bestanden am Bilanzstichtag nicht. Verwässerungseffekte bezüglich des Ergebnisses pro Aktie ergeben sich somit zum 31. Dezember 2016 nicht.
25. GEWINNVERWENDUNG / BILANZGEWINN
Der Einzelabschluss der PVA TePla AG (nach handelsrechtlichen Vorschriften) weist zum 31. Dezember 2016 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -746 TEUR (VJ -5.826 TEUR) sowie einen insgesamt verminderten Bilanzgewinn in Höhe von 5.919 TEUR (VJ 6.667 TEUR) aus. Von diesem Bilanzgewinn entsprechen 5.298 TEUR dem ausschüttungsfähigen Betrag gemäß IAS 1.79(v).
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss 2016 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 5.919 TEUR für einen Vortrag auf neue Rechnung in gleicher Höhe zu verwenden. Entnahmen aus der Kapitalrücklage sowie der Gewinnrücklage wurden nicht getätigt.
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG UND ZUM KAPITALMANAGEMENT
Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7.20 nach der indirekten Methode aufgestellt. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel entsprechen dem gleichnamigen Bilanzposten.
Geschäftsvorfälle, die nicht zu einer Änderung der Zahlungsmittelbestände führten, wurden nicht in die Kapitalflussrechnung aufgenommen.
Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beinhalten nur zahlungswirksame Anschaffungen.
Das Kapitalmanagement der PVA TePla hat das primäre Ziel, die zur Erreichung der Wachstums- und Renditeziele notwendige finanzielle Flexibilität sicherzustellen und auf dieser Basis die Steigerung des Unternehmenswerts zu ermöglichen. Inhalt des Kapitalmanagements ist das Eigenkapital des Unternehmens sowie das zur Finanzierung des Geschäftes benötigte Fremdkapital. Die wesentliche Kennzahl zur Steuerung des Kapitals ist die Eigenkapitalquote. Die konkrete Steuerung erfolgt über eine Optimierung der Rendite und eine Begrenzung der Mittelbindung. Weitere Ziele der Kapitalsteuerung sind die Sicherstellung der Liquidität der Gruppe durch die Vereinbarung angemessener und ausreichender Kreditlinien und die Aufrechterhaltung der bisherigen Anzahlungsquote sowie die Optimierung des Finanzergebnisses zur Verbesserung der Rendite.
Das Kapitalmanagement der PVA TePla umfasst somit folgende Inhalte:
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 40.305 | 37.941 |
| Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 11.416 | 9.B69 |
| Erhaltene Anzahlungen | 10.450 | 12.706 |
| Gesamtsumme | 62.171 | 60.516 |
| Bilanzsumme | 94.736 | 88.279 |
| Eigenkapitalquote | 42,5% | 43,0% |
Im Geschäftsjahr 2016 stieg das Eigenkapital auf 40.305 TEUR (VJ 37.941 TEUR). Anfang 2016 wurde eine für Betriebsmittelzwecke genutzte Darlehenslinie mit 4.600 TEUR in Anspruch genommen. Zusammen mit den sonstigen planmäßigen Tilgungen ergibt sich somit ein Anstieg der Finanzverbindlichkeiten auf 11.416 TEUR (VJ 9.869 TEUR). Die Eigenkapitalquote 2016 verringerte sich auf 42,5% (VJ 43,0%).
E. WEITERE ANGABEN
26. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die PVA TePla-Gruppe ist seit dem 1. Januar 2015 in die zwei Geschäftsbereiche Industrial Systems und Semiconductor Systems sowie sonstige Kosten der Holding unterteilt. Auf der Basis dieser Geschäftsbereiche der PVA TePla AG wird die Ertragskraft beurteilt und über die Zuteilung der Ressourcen zu den Segmenten entschieden. Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt somit der den internen Managementberichtssystemen der PVA TePla-Gruppe zu Grunde liegenden Organisationsstruktur des Konzerns.
Mit dem Start der Neuorganisation zum 1. Januar 2015 werden erstmalig in der Segmentberichterstattung auch "Kosten der Holding" ausgewiesen, die im Geschäftsjahr 2016 -2,6 Mio. EUR zum EBIT beitrugen. Diese umfassen solche Aufwendungen, die nicht unmittelbar im Zusammenhang mit operativen Leistungen der Gruppe stehen und auch keine Servicefunktionen umfassen (sog. Shareholder Cost) und wurden in der Vergangenheit den Geschäftsbereichen hinzu allokiert.
Die folgenden Tabellen geben einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente des PVA TePla-Konzerns. Weiterhin beinhaltet die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 eine Überleitung vom Gesamtergebnis der Segmente zum Jahresergebnis des Konzerns.
Für das Geschäftsjahr 2016 bzw. 2015 stellen sich die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wie folgt dar:
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| in TEUR | 2016 | 2015 | ||
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | Innenumsatz | Außenumsatz | Innenumsatz | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Segmenterlöse | ||||
| Industrial Systems | 35.674 | 1.835 | 30.789 | 2.788 |
| Semiconductor Systems | 50.921 | 1.767 | 40.754 | 388 |
| Konzernerlöse | 86.595 | 3.602 | 71.543 | 3.176 |
Die unter Ziffer 21 dargestellten Arten von Erlösen fallen in beiden Segmenten an.
Das Betriebsergebnis nach Segmenten setzt sich in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wie folgt zusammen:
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| 2016 | 2015 | |||
|---|---|---|---|---|
| Betriebsergebnis nach Segmenten | in TEUR | in % | in TEUR | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Industrial Systems | -232 | -0,6 | 2.618 | 8,5 |
| Semiconductor Systems | 6.723 | 13,2 | -479 | -1,2 |
| Kosten der Holding | -2.613 | -1.991 | ||
| Konsolidierung | 12 | -53 | ||
| Konzernbetriebsergebnis | 3.890 | 4,5 | 95 | 0,1 |
Die Überleitung der Segmentergebnisse (EBIT) auf das Konzernjahresergebnis ergibt sich wie folgt:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Summe Segmentergebnisse | 3.878 | 148 |
| Konsolidierung | 12 | -53 |
| Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns | 3.890 | 95 |
| Finanzergebnis | -845 | -653 |
| Ergebnis vor Steuern | 3.045 | -558 |
| Ertragsteuern | -114 | -891 |
| Konzernjahresergebnis | 2.931 | -1.449 |
Andere nicht zahlungswirksame Segmentaufwendungen sind nicht in nennenswerten Größenordnungen angefallen.
Folgende Umsatzerlöse nach Regionen wurden im Geschäftsjahr 2016 bzw. 2015 erzielt:
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| in TEUR | 2016 | in % | 2015 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse nach Absatzregionen | ||||
| Asien | 38.410 | 44 | 35.041 | 49 |
| Deutschland | 29.336 | 34 | 15.354 | 21 |
| Europa (ohne Deutschland) | 12.200 | 14 | 11.484 | 16 |
| Nordamerika | 5.968 | 7 | 6.508 | 9 |
| Übrige | 681 | 1 | 3.156 | 5 |
| Konzernerlöse | 86.595 | 100 | 71.543 | 100 |
Von den Umsatzerlösen wurden im Geschäftsjahr 2016 rund 14,7 Mio. Euro bzw. 17,0% mit dem größten Kunden des Konzerns erzielt.
Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, die auch mit Konzernfremden vereinbart werden.
27. FINANZINSTRUMENTE
In diesem Abschnitt erfolgen zusammenfassende Darstellungen zu Finanzinstrumenten und die Darstellung der derivativen Finanzinstrumente. Die Erläuterungen zu den einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten erfolgen im Rahmen der Darstellungen der entsprechenden Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung.
Grundsätze des Risikomanagementsystems
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt.
Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen direkt dem Vorstand.
Kategorien von Finanzinstrumenten
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Kategorien zugeordnet:
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| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten | Ausgereichte Kredite und Forderungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| beizulegender Zeitwert | beizulegender Zeitwert | fortgeführte Anschaffungskosten | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristiges Vermögen | ||||||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 11 | 10 |
| Kurzfristiges Vermögen | ||||||
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 12.703 | 8.926 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 0 | 15 | 0 | 0 | 3.381 | 2.856 |
| Zahlungsmittel | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.514 | 6.492 |
| Sonstige finanz. Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 464 | 586 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 290 | 314 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nettoergebnis | 131 | 118 | 0 | 2 | 0 | 1 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten | Forderungen aus PoC | |||
|---|---|---|---|---|
| fortgeführte Anschaffungskosten | fortgeführte Anschaffungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristiges Vermögen | ||||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | ||||
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 12.224 | 7.821 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanz. Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 3.768 | 4.556 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 87 | 226 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 7.648 | 5.313 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 4.940 | 3.165 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 17.486 | 18.977 | 0 | 0 |
| Nettoergebnis | -488 | -354 | 0 | 0 |
In sämtlichen Kategorien entsprechen die Buchwerte im Wesentlichen den Marktwerten. Auf eine gesonderte Gegenüberstellung von Buchwerten zu Marktwerten wurde verzichtet. Gemäß IFRS 7.27A sind Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, in Levelstufen einzuordnen. Die bei der PVA TePla AG zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind der Stufe "Level 2" zugeordnet, auf welcher die Bewertung der Finanzinstrumente anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren, erfolgt.
Sowohl für Devisentermingeschäfte als auch für Zinssicherungsgeschäfte wurden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cash Flows ermittelt, dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.
Der Nettogewinn für die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von 131 TEUR (VJ 118 TEUR) setzt sich aus Marktwertveränderungen derivativer Sicherungsinstrumente zusammen.
Der Nettogewinn für die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert gebuchten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten beträgt 0 TEUR (VJ 2 TEUR).
Der Nettogewinn der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten ausgereichten Kredite und Forderungen beträgt 0 TEUR (VJ 1 TEUR).
Das Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Kategorie der finanziellen Verbindlichkeiten beinhaltet Zinsaufwendungen in Höhe von 488 TEUR (VJ 354 TEUR).
Kreditrisiko
Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Für die Zusammensetzung der Forderungen sowie der gebildeten Wertberichtigungen verweisen wir auf Textziffer 9. Wertberichtigungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Forderungsausfälle gebildet.
Das maximale Ausfallrisiko wird theoretisch durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Im PVA TePla-Konzern wurden für Risiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen in Höhe von 348 TEUR (VJ 524 TEUR) gebildet, wodurch bekannte Risiken abgedeckt wurden. Risiken aus geleisteten Anzahlungen werden durch Anzahlungsbürgschaften vermieden, für sonstige Forderungen existieren keine erkennbaren Risiken. Zum Abschlussstichtag liegen im PVA TePla-Konzern keine anderen wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen vor.
Liquiditätsrisiko
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt.
Sofern erforderlich, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, Barmitteln vorgehalten.
Bezüglich der Fristigkeit der einzelnen finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen der Textziffer 14. Die Fälligkeitsanalyse der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt in den Abschnitten Währungsrisiko und Zinssicherung.
Marktrisiko
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Währungsrisiken
Die Währungskursrisiken der Gesellschaft resultieren primär aus der operativen Tätigkeit, Finanzierungsmaßnahmen und Investitionen. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cash Flows des Konzerns wesentlich beeinflussen.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Diese geplanten Transaktionen betreffen insbesondere geplante Umsätze, die in USD fakturiert werden.
Die PVA TePla AG schließt zur Absicherung von Zahlungsansprüchen Devisentermingeschäfte ab. Diese derivativen Finanzinstrumente haben eine Fälligkeit von bis zu einem Jahr und sichern zum 31. Dezember 2016 Zahlungsansprüche in einem Volumen von 1.692 TEUR (VJ 4.562 TEUR) ab. Die erwarteten Nettoauszahlungen aus den Währungssicherungsinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
Erwartete Nettoauszahlungen
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Monat | -60 | -31 |
| Länger als einen Monat und bis zu drei Monaten | -26 | -18 |
| Länger als drei Monate und bis zu einem Jahr | -20 | -25 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 0 | -22 |
Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsfakturierungen werden im Wesentlichen durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Währungskursänderungen aus Fremdwährungsgeschäften haben somit keine signifikanten Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.
Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch die Prüfung der Übereinstimmung wesentlicher Parameter (Nominalbetrag, Laufzeit, etc.) von Sicherungsinstrumenten mit den hypothetischen Derivaten, während zur retrospektiven Effektivitätsmessung die kumulierte Dollar Off-set Methode angewandt wird.
Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten in den deutschen Gesellschaften werden in der funktionalen Währung (EUR) erfasst. Somit können Fremdwährungsrisiken nur aus den Finanzinstrumenten und Vermögensgegenständen der einzelnen Auslandsgesellschaften herrühren, die sich erfolgsneutral in den Währungsrücklagen niederschlagen würden.
Aus diesem Grund wird lediglich eine eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse durchgeführt.
Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2016 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital um 216 TEUR niedriger (um 263 TEUR höher) (31. Dezember 2015: 183 TEUR niedriger (242 TEUR höher)) gewesen.
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen anderen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2016 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital um 65 TEUR niedriger (um 79 TEUR höher) (31. Dezember 2015: 7 TEUR niedriger (16 TEUR höher)) gewesen.
Zinssicherung
Die Gesellschaft unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Gesellschaft Zinsderivate (Zinsswaps) ein, um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar.
Sensitivitätsanalysen nach IFRS 7 wurden für Finanzderivate (Swaps) durchgeführt, die nicht in einer effektiven Sicherungsbeziehung stehen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2016 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 120 TEUR (VJ 174 TEUR) gestiegen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2016 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 127 TEUR (VJ 164 TEUR) geringer gewesen.
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investition in neue Gebäude am Standort Wettenberg wurden Zinssicherungsgeschäfte mit einem Volumen von ursprünglich 11.600 TEUR abgeschlossen. Der noch offene Betrag dieser Sicherungsgeschäfte zum Stichtag 31. Dezember 2016 beträgt 4.333 TEUR (VJ 5.000 TEUR). Die Zinssicherungsgeschäfte haben eine Restlaufzeit von bis zu sieben Jahren. Die erwarteten Nettoauszahlungen aus den Zinssicherungsinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
Erwartete Nettoauszahlungen
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| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Monat | -97 | -106 |
| Länger als einen Monat und bis zu drei Monaten | 0 | 0 |
| Länger als drei Monate und bis zu einem Jahr | -87 | -97 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | -363 | -512 |
| Länger fünf Jahre | -101 | -75 |
Die noch verbleibenden Zinssicherungsinstrumente und die unterliegenden Darlehen wurden 2007 auf Basis des jeweiligen Zinsniveaus abgeschlossen. Diese sichern eine langfristige, flexible Finanzierung der Neubaumaßnahmen am Standort Wettenberg.
Die PVA TePla AG hat mit Wirkung zum 3. März 2014 zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Dezember 2022 zusammengefasst. Das neue Darlehen wurde mit bestehenden Zinssicherungsgeschäften über insgesamt 6.000 TEUR synchronisiert. Eine Effektivität zwischen neuem Grundgeschäft und bestehendem Sicherungsgeschäft konnte nach IFRS zum Stichtag jedoch nicht erreicht werden. Der negative Marktwert dieser Sicherungsgeschäfte valutierte zum 31. Dezember 2016 auf -647 TEUR (VJ -790 TEUR); Marktwertveränderungen in Höhe von 143 TEUR wurden im Geschäftsjahr erfolgswirksam in den Finanzerträgen erfasst (VJ 184 TEUR).
Die entsprechende Gegenbuchung der Marktwerte der Zinsderivate sowie der hierauf entfallenden latenten Steuern erfolgt in den Sonstigen kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, sowie den Latenten Steueransprüchen oder -verbindlichkeiten, je nach Marktwertveränderung.
Sonstige Preisrisiken
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.
Zum 31. Dezember 2016 und zum 31. Dezember 2015 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
28. LEASING
PVA TePla ist Leasingnehmer von Sachanlagen sowie Leasinggeber in Zusammenhang mit der Vermietung eigener Gebäude. Die Leasingverhältnisse der PVA TePla sind sämtlich als Operating Lease zu klassifizieren. Es gibt im Wesentlichen zwei Gruppen von Leasingverhältnissen:
Anmietung von Gebäuden
Die PVA TePla hat an den Standorten, Kirchheim, München, Jena, Westhausen, Corona/Kalifornien (USA) und Beijing (China) sowie in Singapur Räumlichkeiten für Produktion und Verwaltung von Dritten angemietet. Die monatliche Miete 2016 für den Standort Kirchheim betrug 10 TEUR (VJ 16 TEUR), für den Standort Jena 4 TEUR (VJ 4 TEUR), für den Standort Westhausen 8 TEUR (VJ 15 TEUR), für den Standort Corona 10 TEUR (VJ 9 TEUR), für den Standort Beijing 2 TEUR (VJ 2 TEUR) und für den Standort Singapur 5 TEUR (VJ 9 TEUR).
Bei den hier relevanten Mietverträgen handelt es sich um im Rahmen der Vermietung von Gewerberäumen übliche Vertragsverhältnisse. Im Jahr 2016 wurden für diese Verträge insgesamt 466 TEUR (VJ 540 TEUR) gezahlt. Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 470 | 450 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 439 | 391 |
| Über fünf Jahre | 11 | 8 |
Vermietung von Gebäuden
Aus der Vermietung wurden 5 TEUR (VJ 50 TEUR) im Jahr 2016 erlöst. In den nächsten Jahren ergeben sich folgende Erträge aus der Vermietung:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 40 | 38 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 7 | 7 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Leasing von Kraftfahrzeugen
Die PVA TePla AG begrenzt die Anzahl der Firmenfahrzeuge auf einen möglichst geringen Umfang. Privat zu nutzende Pkw werden vorrangig Vorständen und Geschäftsführern sowie vereinzelt Mitarbeitern mit einem hohen Anteil an Außeneinsätzen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden Poolfahrzeuge für Dienstreisen genutzt. Seit 2004 werden neue Fahrzeuge geleast. Für derartige Leasingverträge entstanden im Jahr 2016 Aufwendungen in Höhe von 129 TEUR (VJ 146 TEUR). Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 100 | 95 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 216 | 189 |
| Über fünf Jahre | 35 | 27 |
Andere Leasingverträge
Zusätzlich zu den bisher genannten Leasingverträgen bestehen weitere Leasingverträge im Wesentlichen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für derartige Leasingverträge entstanden im Jahr 2016 Aufwendungen in Höhe von 102 TEUR (VJ 75 TEUR). Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 58 | 55 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 72 | 64 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
29. EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Verpflichtungen aus bestehenden Verträgen
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen wurden oben (vgl. Textziffer 28) bereits dargestellt.
Die Verpflichtungen aus Rahmenverträgen des Einkaufs belaufen sich insgesamt auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 82 | 79 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 0 | 0 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Aus anderen Verträgen (z.B. Wartungsverträge, Sicherheitsdienst) ergeben sich insgesamt folgende Verpflichtungen:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 520 | 498 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 227 | 204 |
| Über fünf Jahre | 11 | 8 |
Weiterhin bestehen zum 31. Dezember 2016 die folgenden Eventualverbindlichkeiten:
Die Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. wird gerichtlich wegen behaupteter Mängel einer Plasmaanlage in Anspruch genommen. Die Anlage wurde nicht an den türkischen Anspruchsteller, sondern an einen amerikanischen Kunden geliefert, der diese an den Anspruchsteller verleast. Der Ersatzbetrag wurde bislang nicht spezifiziert. PVA TePla geht davon aus, dass weder eine Dritthaftung besteht, noch dass dem Endkunden wesentliche Nachteile durch Sachmängel entstanden sein könnten.
Im Verlauf des vierten Quartals 2016 haben sich die Hinweise von Seiten der Anwälte der PVA TePla verdichtet, dass die gerichtliche Auseinandersetzung zu Gunsten von PVA TePla abgeschlossen werden wird.
Die PVA TePla AG wurde vom Insolvenzverwalter eines amerikanischen Herstellers von Polysilizium auf Rückzahlung eines Kaufpreises von Anlagen verklagt, der in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 für die Lieferung von Kristallzuchtanlagen überwiesen wurde.
Im Februar 2017 wurde die Klage vom United States Bankruptcy Court ohne Möglichkeit der Revision abgewiesen.
30. MATERIALAUFWAND
Die Herstellungskosten des Umsatzes beinhalten Materialaufwendungen für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 wie folgt:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren | 38.622 | 31.682 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 3.766 | 1.999 |
| Materialaufwand Gesamt | 42.389 | 33.681 |
Die Materialquote (Materialaufwand / Gesamtumsatz) lag im Geschäftsjahr 2016 somit bei 49,0% im Gegensatz zu 47,1 % im Vorjahr.
31. PERSONALAUFWAND
Die Personalaufwendungen setzen sich für die Geschäftsjahre 2016 und 2015 wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 24.661 | 23.123 |
| Soziale Abgaben | 4.393 | 3.550 |
| Personalaufwand Gesamt | 29.055 | 26.673 |
Der Personalaufwand enthält in Höhe von 531 TEUR (VJ 223 TEUR) Abfindungen und Freistellungen. Im Verhältnis zum Umsatz verringern sich die Personal kosten im Geschäftsjahr 2016 auf 33,6% im Vergleich zu 37,3% im Vorjahr. Der prozentuale Rückgang ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Umsatzerlöse zurückzuführen. In den sozialen Abgaben sind im Geschäftsjahr 2016 Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von 224 TEUR (VJ 526 TEUR) enthalten.
Im Jahresdurchschnitt waren 373 (VJ 358) Mitarbeiter beschäftigt.
Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen nach Funktionsgruppen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
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| Mitarbeiterzahl nach Funktionsgruppen (Jahresdurchschnittswerte) | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Verwaltung | 46 | 46 |
| Vertrieb | 55 | 52 |
| Konstruktion, Forschung und Entwicklung | 82 | 79 |
| Produktion und Service | 190 | 181 |
| Mitarbeiter Gesamt | 373 | 358 |
In den genannten Mitarbeiterzahlen sind 9 Aushilfskräfte enthalten. Im Vorjahr wurden 11 Aushilfskräfte beschäftigt.
32. ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen sind bei den Erläuterungen des Anlagevermögens dargestellt (vgl. Textziffer 4 und 5).
33. RISIKOMANAGEMENT
Die aktuellen Risiken und Chancen sowie das Risikomanagementsystem der PVA TePla werden im Lagebericht ausführlich dargestellt. Wir verweisen daher auf Punkt 3 des Lageberichts.
34. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 591. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Die erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteile gestalten sich für jedes Vorstandsmitglied unterschiedlich. Für den Vorstandsvorsitzenden, Herrn Peter Abel, existiert keine variable, Erfolgs- oder sonstige Bonusvergütung.
Für den Vorstand Produktion und Technologie, Herrn Oliver Höfer, gilt die folgende Bonusregelung: Eine kurzfristige Bonuszahlung wird für das erste Halbjahr 2016 als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. Euro übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist grundsätzlich auf ein Viertel des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Im zweiten Halbjahr 2016 erfolgt eine kurzfristige Vergütung als Prozentsatz des positiven Konzern-EBIT. Diese Vergütung ist auf die Hälfte der jährlichen Festvergütung beschränkt. Der langfristige Bonus für das erste Halbjahr 2016 wird anhand eines Referenzbetrags in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf die jährliche Festvergütung begrenzt. Ab dem Geschäftsjahr 2017 wird ausschließlich ein kurzfristiger Bonus gewährt, der sich auf einen Prozentsatz am EBIT bemisst. Der Jahresbonus ist auf die jährliche Festvergütung beschränkt.
Die Bonusregelung für den Finanzvorstand, Herrn Henning Döring, für das Geschäftsjahr 2016 sah eine kurzfristige Vergütung als Prozentsatz des positiven Jahresüberschusses vor. Diese Vergütung ist auf die jährliche Festvergütung beschränkt. Für das Geschäftsjahr 2017 wird ein pauschaler Bonus in Höhe von 10.500 EUR gezahlt.
Im Geschäftsjahr 2016 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:
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| in TEUR | Gehalt | Sonstige Bezüge | Erfolgsabhängige Komponente | Gesamt 2016 | Gesamt 2015 |
|---|---|---|---|---|---|
| Peter Abel | 120 | 0 | 0 | 120 | 120 |
| Oliver Höfer | 180 | 12 | 64*) | 256 | 321 |
| Henning K. G. Döring | 156 | 9 | 50 | 215 | 158 |
| Gesamt | 456 | 21 | 114 | 591 | 599 |
*) Die Auszahlung der langfristigen Vergütung erfolgt nach einer Bindungsfrist von drei Jahren unter Berücksichtigung des dann relevanten Aktienkurses.
Die aufgeführten Werte für die erfolgsabhängige Komponente beinhalten die im Jahr 2016 für das Geschäftsjahr 2015 gewährten und um die im Geschäftsjahr 2015 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2016 für das Geschäftsjahr 2016 gebildete Rückstellung.
Die erfolgsabhängige Komponente für den Vorstand beinhaltet im Geschäftsjahr 2016 eine langfristige, erfolgsabhängige Komponente in Höhe von TEUR 64. Diese anteilsbasierte Vergütungskomponente wurde auf Basis eines Optionspreismodells berechnet.
Langfristig fällige Leistungen fallen im Zusammenhang mit der oben dargestellten langfristigen erfolgsabhängigen Komponente an. Alle anderen aufgeführten Bezüge sind kurzfristig fällig. Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung werden nicht gezahlt. Versorgungszusagen bestehen lediglich aus der Vergangenheit herrührend für den Vorstandsvorsitzenden, Peter Abel, in Höhe von 747 TEUR (VJ TEUR 673). Seit dem Wiedereintritt in den Vorstand sind keine weiteren Versorgungszusagen getroffen worden. Für alle weiteren derzeitigen Vorstandsmitglieder bestehen keine Pensionszusagen.
Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2016 nicht gewährt. Die Vorstandsverträge sehen eine Ausgleichszahlung bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeiten vor, deren Höhe - je nach Dienstvertrag - auf bis zu zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap). Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) und der damit evtl. einhergehenden vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit erhalten die Vorstandsmitglieder Leistungen, die 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten sollen.
Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden im Jahr 2016 Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 66 geleistet. Zum Bilanzstichtag besteht für derartige Pensionsverpflichtungen eine Rückstellung von TEUR 826.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG bestand im Geschäftsjahr 2016 aus:
Alexander von Witzleben, Weimar, Vorsitzender
| ― | Feintool International Holding AG, Lyss (Präsident des Verwaltungsrats) |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Leipzig (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| ― | Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats) |
| ― | Arbonia AG, Arbon/Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats und CEO) (ehemals AFG-Arbonia-Forster-Holding AG) |
| ― | Artemis Holding AG, Aarburg/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats) |
| ― | Looser Holding AG, Arbon/Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats seit 13.12.2016) |
Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen (stellvertretender Vorsitzender)
| ― | Global Leader - Clients and Markets, Grant Thornton International Limited, London/Großbritannien |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | Comvis AG, Essen (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) |
Prof. Dr. Markus H. Thoma, Schöffengrund
| ― | Professor für Plasma- und Raumfahrtphysik an der Universität Gießen |
Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit je Geschäftsjahr eine fixe Gesamtvergütung von 100 TEUR.
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| in TEUR | Fixe Vergütung 2016 | Variable Vergütung 2016 | Fixe Vergütung 2015 | Variable Vergütung 2015 |
|---|---|---|---|---|
| Alexander von Witzleben (Vorsitzender) | 50 | 0 | 50 | 0 |
| Dr. Gernot Hebestreit | 25 | 0 | 25 | 0 |
| Prof. Dr. Markus H. Thoma | 25 | 0 | 25 | 0 |
| Summe | 100 | 0 | 100 | 0 |
Die Aufteilung dieser Gesamtvergütung unter den Aufsichtsratsmitgliedern erfolgt in der Weise, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten Betrag eines einfachen Aufsichtsratsmitgliedes erhält. Bei unterjährigem Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Aufsichtsrat erhält dieses eine zeitanteilige Vergütung.
35. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Bei den Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen handelt es sich zum einen um Geschäfte mit Unternehmen, an denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblich beteiligt sind oder in denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblichen Einfluss haben. Zum anderen handelt es sich um Geschäfte mit Unternehmen, die von Parteien beherrscht werden, die auch maßgeblichen Einfluss auf die PVA TePla ausüben können (im Wesentlichen über eine entsprechende Beteiligung am Unternehmen).
In der Vergangenheit war hier im Wesentlichen die Beziehung zu dem Hauptaktionär Peter Abel relevant. Die zugehörigen Geschäfte der PVA TePla AG mit nahestehenden Personen umfassten in der Vergangenheit im Wesentlichen Zukäufe von der ComTelNet Systems GmbH, Wettenberg. Da im Geschäftsjahr 2016 diese Gesellschaft mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2017 erworben (Kaufpreis: 35 TEUR) und auf die PVA Control GmbH verschmolzen wurde, bestehen aktuell keine Geschäfte mit nahestehenden Personen. Im Geschäftsjahr 2016 beliefen sich der Wert der Zukäufe von Unternehmen dieser Kategorie somit auf 0 TEUR (VJ 465 TEUR) und der Wert der Verkäufe auf 0 TEUR (VJ 38 TEUR). Zum Zeitpunkt des Erwerbs belief sich der Wert der Zukäufe für das Geschäftsjahr 2016 auf 331 TEUR. Die Salden der ausstehenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten lagen zum Stichtag 31. Dezember 2016 bei 0 TEUR (VJ 0 TEUR) bzw. 0 TEUR (VJ 57 TEUR). Alle Geschäfte erfolgten zu marktüblichen Konditionen.
36. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS (§ 314 HGB)
Das für den Abschlussprüfer bei der PVA TePla AG und anderen Unternehmen der PVA TePla-Gruppe als Aufwand erfasste Honorar betrug insgesamt für:
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| in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 245 | 232 |
| Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 0 |
Von den oben angeführten Kosten entfallen TEUR 15 auf das Vorjahr.
37. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde auch im Verlauf des Geschäftsjahres wieder abgegeben.
Diese Erklärung ist Bestandteil des gesonderten Corporate Governance-Berichts und ist den Aktionären auf der Homepage des Unternehmens (www.pvatepla.com) dauerhaft zugänglich. Dort sind ebenso die Entsprechenserklärungen der letzten Geschäftsjahre verfügbar.
38. WEITERE ANGABEN
Die folgenden in den Konzernabschluss der PVA TePla AG einbezogenen Gesellschaften nehmen eine Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
| ― | PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH |
| ― | PVA Control GmbH |
| ― | PVA TePla Analytical Systems GmbH |
| ― | PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH |
| ― | PVA Industrial Vacuum Systems GmbH |
| ― | PVA Crystal Growing Systems GmbH |
| ― | PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH |
39. FREIGABE DES ABSCHLUSSES ZUR VERÖFFENTLICHUNG
Am 24. März 2017 hat der Vorstand der PVA TePla AG den vorliegenden Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Damit wurde entsprechend IAS 10.6 die Freigabe zur Veröffentlichung erteilt.
40. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2017 haben sich keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Unternehmenssituation sowie in unserem Branchenumfeld ergeben. Darüber hinaus sind derzeit keine größeren Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform des Konzerns oder im Personalbereich vorgesehen.
Wettenberg, 24. März 2017
PVA TePla AG
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie
ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2016
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Hist. AK/HK 01.01.2016 | Akquisitionen 2016 | Zugänge 2016 | Umbuchungen 2016 | Abgänge 2016 | Fremdwährungs- differenzen |
Stand 31.12.2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 12.658 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 12.658 |
| 2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte | 179 | 0 | 0 | -179 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5.035 | 0 | 68 | 357 | 0 | 3 | 5.481 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 50 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 50 |
| Summe | 17.922 | 0 | 68 | 196 | 0 | 3 | 18.189 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 33.377 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3 | 33.380 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 7.977 | 0 | 44 | 1.254 | 284 | 50 | 9.041 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.021 | 56 | 269 | 64 | 20 | 3 | 4.393 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.327 | 0 | 261 | -1.514 | 0 | 0 | 74 |
| Summe | 46.703 | 56 | 574 | -196 | 304 | 56 | 46.889 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 303 | 0 | 0 | 0 | 303 | 0 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 64.928 | 56 | 642 | 0 | 607 | 59 | 65.078 |
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| kumulierte Abschreibungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2016 | Zugänge 2016 | Umbuchungen 2016 | Abgänge 2016 | Zuschreibungen 2016 | Fremdwährungs- differenzen |
Stand 31.12.2016 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 4.850 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.850 |
| 2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4.261 | 271 | 0 | 0 | 0 | 1 | 4.533 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 9.111 | 271 | 0 | 0 | 0 | 1 | 9.383 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 8.661 | 979 | 0 | 0 | 0 | 3 | 9.643 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.420 | 820 | 0 | 173 | 0 | 48 | 5.115 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.820 | 546 | 0 | 19 | 0 | 3 | 3.350 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 15.901 | 2.345 | 0 | 192 | 0 | 54 | 18.108 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 303 | 0 | 0 | 303 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 25.315 | 2.616 | 0 | 495 | 0 | 55 | 27.490 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 7.808 | 7.808 |
| 2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte | 0 | 179 |
| 3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 949 | 775 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 50 | 50 |
| Summe | 8.807 | 8.812 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 23.738 | 24.716 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.927 | 3.558 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.043 | 1.201 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 74 | 1.327 |
| Summe | 28.781 | 30.801 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 0 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 37.588 | 39.613 |
ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2015
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Hist. AK/HK 01.01.2015 | Akquisitionen 2015 | Zugänge 2015 | Umbuchungen 2015 | Abgänge 2015 | Fremdwährungs- differenzen |
Stand 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 12.658 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 12.658 |
| 2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 179 | 0 | 0 | 0 | 179 |
| 3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 6.469 | 0 | 128 | 0 | 1.564 | 2 | 5.035 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 30 | 0 | 20 | 0 | 0 | 0 | 50 |
| Summe | 19.157 | 0 | 328 | 0 | 1.564 | 2 | 17.922 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 33.359 | 0 | 7 | 1 | 0 | 10 | 33.377 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 7.018 | 0 | 1.642 | 30 | 869 | 157 | 7.977 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.815 | 0 | 231 | 15 | 2.050 | 10 | 4.021 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 101 | 0 | 1.271 | -45 | 0 | 0 | 1.327 |
| Summe | 46.294 | 0 | 3.152 | 0 | 2.919 | 177 | 46.703 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 694 | 0 | 0 | 0 | 390 | 0 | 303 |
| Summe Anlagevermögen | 66.144 | 0 | 3.479 | 0 | 4.874 | 179 | 64.929 |
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| kumulierte Abschreibungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2015 | Zugänge 2015 | Umbuchungen 2015 | Abgänge 2015 | Zuschreibungen 2015 | Fremdwährungs- differenzen |
Stand 31.12.2015 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 4.850 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.850 |
| 2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5.584 | 241 | 0 | 1.564 | 0 | 0 | 4.261 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 10.434 | 241 | 0 | 1.564 | 0 | 0 | 9.111 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 7.638 | 1.008 | 0 | -5 | 0 | 10 | 8.661 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 4.458 | 669 | 0 | 850 | 0 | 143 | 4.420 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.441 | 412 | 0 | 2.043 | 0 | 10 | 2.820 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 16.537 | 2.089 | 0 | 2.888 | 0 | 163 | 15.901 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 327 | 16 | 0 | 40 | 0 | 0 | 303 |
| Summe Anlagevermögen | 27.298 | 2.346 | 0 | 4.492 | 0 | 163 | 25.315 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2015 | 31.12.2014 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 7.808 | 7.808 |
| 2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte | 179 | 0 |
| 3. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 775 | 886 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 50 | 30 |
| Summe | 8.812 | 8.724 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 24.716 | 25.722 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.558 | 2.560 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.201 | 1.373 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 1.327 | 101 |
| Summe | 30.801 | 29.756 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 0 | 367 |
| Summe Anlagevermögen | 39.613 | 38.847 |
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Wettenberg, 24. März 2017
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
"Wir haben den von der PVA TePla AG, Wettenberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Frankfurt am Main, 24. März 2017
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer
Garl-Markus Groß, Wirtschaftsprüfer