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PVA TePla AG Governance Information 2015

Jun 13, 2016

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Governance Information

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PVA TePla AG

Wettenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Gemeinsame Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der PVA TePla AG gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Wettenberg erklären hiermit, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der aktuell veröffentlichten Fassung vom 5. Mai 2015 entsprochen wurde und wird. Hiervon ausgenommen sind folgende Kodexregelungen:

1. Der Kodex sieht unter Ziffer 4.1.5, vor, bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben. Für den Frauenanteil in den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands legt der Vorstand Zielgrößen fest.

Der Vorstand besetzt Führungspositionen nach fachlicher und persönlicher Eignung der Kandidaten/-innen und wird bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung auf Vielfalt achten.

Begründung: Der Vorstand hat sich und lässt sich auch künftig bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen von dem Ziel leiten, eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten/-innen zu treffen. Bei der PVA TePla AG - einer reinen Führungs- und Funktionsholding von mittelständischen Tochtergesellschaften im Bereich Spezialmaschinenbau - existiert unterhalb der Vorstandsebene nur eine Führungsebene. Zum derzeitigen Zeitpunkt besteht ein Frauenanteil von 11 %. Als Zielgröße für den zukünftigen Frauenanteil an der Führungsebene bis zum 30. Juni 2017 wird die bisherige Anteilsgröße betrachtet.

2. Der Kodex sieht unter der Ziffer 4.2.3 Abs. 2 vor, die Vergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die variablen Vergütungsteile sollen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben.

Im 2014 abgeschlossenen Vorstandsvertrag für Herrn Henning Döring wird für das Geschäftsjahr 2015 für den Fall eines Konzern-Jahresüberschusses/Konzern-Jahresfehlbetrags von zumindest EUR 0 ein fester Bonus vereinbart. Ab dem Geschäftsjahr 2016 ist eine am Konzernjahresüberschuss des jeweiligen Geschäftsjahres orientierte, variable Gehaltskomponente vereinbart, die maximal die Höhe des jährlichen Fixums beträgt. Im ebenso 2014 abgeschlossenen Vorstandsvertrag für Herrn Peter Abel sind derzeit keine variablen Gehaltsbestandteile vorgesehen.

Begründung: Die Mitglieder des Vorstands der PVA TePla sehen sich in der Verantwortung, durch einen teilweisen Verzicht auf die variablen Gehaltsbestandteile ihrer Vorstandsvergütung die eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen des Unternehmens zu unterstützen.

3. Der Kodex sieht unter Ziffer 5.1.2 Absatz 1 Satz 1, 2 und 3 vor, dass der Aufsichtsrat die Mitglieder des Vorstands bestellt und entlässt. Bei der Zusammensetzung des Vorstands soll der Aufsichtsrat auch auf Vielfalt (Diversity) achten. Der Aufsichtsrat legt für den Anteil von Frauen im Vorstand Zielgrößen fest.

Der Aufsichtsrat besetzt Vorstandspositionen insbesondere nach fachlicher und persönlicher Eignung der Kandidaten/innen. Bei gleicher Eignung wird der Aufsichtsrat die Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und dabei auch auf den Frauenanteil achten.

Begründung: Bei der Bestellung von Vorstandsmitgliedern wird der Aufsichtsrat nicht nur darauf achten, dass die bestellten Personen über die persönlichen und fachlichen Eignungen und Erfahrungen verfügen, die für die Wahrnehmung des Amtes erforderlichen sind. Er wird auch anstreben, dass der Vorstand in der Person seiner Mitglieder durch eine Vielfalt (Diversity) von Meinungen und Erfahrungen geprägt ist. Für die Besetzung des Vorstands, der nur aus wenigen Mitgliedern besteht und dem zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Frauen angehören, wird zum derzeitigen Zeitpunkt bis zum 30. Juni 2017 in Bezug auf eine bestimmte Frauenquote die Zielgröße von 0 definiert. Dennoch sollen nach Meinung des Aufsichtsrats unter dem Gesichtspunkt, dass auch Frauen in Vorständen angemessen vertreten sein sollen, Frauen besonders berücksichtigt werden.

4. Für den Aufsichtsrat empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3 die Bildung von Ausschüssen.

Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfügt über keine gesonderten Ausschüsse.

Begründung: Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet. Die in Ziffer 5.3 aufgeführten Themenkomplexe für zu bildende Ausschüsse werden vom Aufsichtsratsplenum behandelt.

5. Der Kodex sieht unter der Ziffer5.4.1. Satz2 vor, u.a. eine Altersgrenze sowie eine unternehmensspezifische Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festzulegen. Weiterhin sieht der Kodex unter der Ziffer 5.4.1. Satz 4 vor, dass der Aufsichtsrat für die vom Gleichstellungsgesetz erfassten Gesellschaften für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat Zielgrößen festlegt.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Satzung eine Altersgrenze vorgesehen, jedoch keine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat. Hinsichtlich des Themas Gleichstellung von Männern und Frauen lässt sich der Aufsichtsrat für seine Vorschläge zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung insbesondere von der fachlichen und persönlichen Eignung der Kandidaten/innen leiten. Bei gleicher Eignung wird der Aufsichtsrat die Vielfalt (Diversity) berücksichtigen und dabei auf den Frauenanteil achten.

Begründung: Eine von vorneherein festgelegte Grenze für die maximale Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat erscheint dem Aufsichtsrat aufgrund des damit einhergehenden Verlustes an Erfahrung, Expertise und Effizienz nicht sachgerecht, zumal die im Gesetz festgelegte jeweilige Amtsdauer für Aufsichtsräte einen überschaubaren Zeitrahmen für die Mandate vorgibt. Bei seinen Vorschlägen zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung wird der Aufsichtsrat nicht nur darauf achten, dass die bestellten Personen über die persönlichen und fachlichen Eignungen und Erfahrungen verfügen, die für die Wahrnehmung des Amtes erforderlichen sind. Er wird auch anstreben, dass der Aufsichtsrat in der Person seiner Mitglieder durch eine Vielfalt (Diversity) von Meinungen und Erfahrungen geprägt ist. Der Aufsichtsrat, dem zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Frauen angehören und der nur aus wenigen Mitgliedern besteht, wird zum derzeitigen Zeitpunkt eine Zielgröße für eine bestimmte Frauenquote bis zum 30. Juni 2017 von 0 definieren. Dennoch soll nach Meinung des Aufsichtsrats unter dem Gesichtspunkt, dass auch Frauen im Aufsichtsrat angemessen vertreten sein sollen, bei den Vorschlägen zur Wahl neuer Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung Frauen besondere Berücksichtigung finden.

Wettenberg, 26. November 2015

für den Vorstand:

Peter Abel, Vorsitzender des Vorstandes

für den Aufsichtsrat:

Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Unternehmensführungspraktiken

Die PVA TePla übt ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen der jeweils gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen aus. Dies umfasst z.B. die landesspezifisch gültige Gesetzgebung, den Corporate Governance Kodex und die Satzung des Unternehmens. Die Umsetzung erfolgt durch die organisatorischen Regelungen im Unternehmen. Darüber hinaus sind das Vorleben durch die Führungskräfte, eine offene und faire Kommunikation auf und zwischen allen Ebenen im Unternehmen sowie eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten wichtige Voraussetzungen für unsere Geschäftstätigkeit. Weiterführende formelle Regelungen werden nicht angewendet. Aufgrund der Inhalte unserer Unternehmenstätigkeit - der Konstruktion von innovativen Hightech-Systemen und dem damit verbundenen Umfeld (z.B. Teilezukauf i.d.R. von Industriebetrieben aus entwickelten Ländern, geringe Umweltrisiken) erachten wir dies derzeit für angemessen.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Der Vorstand der PVA TePla AG legt die unternehmerischen Ziele, die strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik sowie die Konzernorganisation fest. Hierzu zählt insbesondere die Steuerung des Konzerns einschließlich seiner Finanzressourcen, die Koordination und Überwachung der Geschäftsbereiche, die Personalplanung sowie die Präsentation des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt und der Öffentlichkeit. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über alle das Unternehmen betreffenden relevanten Planungen. Geschäfte und Maßnahmen, denen der Aufsichtsrat zustimmen muss, werden diesem rechtzeitig vorgelegt.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die festgelegten Unternehmensziele zu erreichen. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand und arbeitet vertrauensvoll mit den übrigen Organen der Gesellschaft zusammen.

Für den Konzern, legt der Vorstand die langfristigen Ziele sowie die Strategien fest und bestimmt die Richtlinien sowie die Grundsätze für die daraus abgeleitete Unternehmenspolitik. Er koordiniert und kontrolliert die bedeutsamen Aktivitäten. Er legt das Portfolio fest, entwickelt und setzt Führungskräfte ein, verteilt die Ressourcen und entscheidet über die finanzielle Steuerung und Berichterstattung des Konzerns.

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die drei Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Aufgabenverteilungsplan.

Der Vorstand in seiner Gesamtheit zusammen mit den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen. Außerdem besteht ein Katalog von Geschäftsvorfällen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.

Vorstandssitzungen, an denen auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften teilnehmen, finden regelmäßig statt. Sie werden durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. Darüber hinaus kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung verlangen. Sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Die Sitzungen werden protokolliert, der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält jeweils eine Kopie des Protokolls.

Gemäß Geschäftsordnung und Aufgabenverteilungsplan des Vorstands obliegt dem Vorstandsvorsitzenden insbesondere die Führung und Koordinierung des Konzernvorstands. Er repräsentiert Gesellschaft und Konzern gegenüber Dritten und der Belegschaft in Angelegenheiten, die nicht nur Unternehmens- oder Konzernteile betreffen. Darüber hinaus hat er eine besondere Verantwortlichkeit für bestimmte Aufgabenbereiche gemäß Aufgabenverteilungsplan sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Angesichts der geringen Anzahl von Vorstandsmitgliedern sind keine Ausschüsse des Vorstands eingerichtet.

Aufsichtsrat

Gemäß den gesetzlichen Regelungen überwacht der Aufsichtsrat den Vorstand in der Ausübung seiner Tätigkeit und der Führung des Unternehmens. Dabei begleitet er insbesondere den Vorstand in kritischer Diskussion grundsätzlicher Fragen der Ausrichtung des Unternehmens. Dazu zählen speziell die jährliche Unternehmensplanung und die Aufstellung der Abschlüsse, aber auch grundlegende Themen der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG besteht aus drei Mitgliedern, die sich in vier ordentlichen Sitzungen im Jahr über die wirtschaftliche Situation und den Geschäftsverlauf im Unternehmen detailliert informieren lassen. Aufgrund dieser Mitgliederzahl entfällt die Einrichtung von Ausschüssen. Die Organisation der Aufsichtsratsarbeit ist in einer Geschäftsordnung des Aufsichtsrates schriftlich fixiert. Herr Dr. Hebestreit erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung, die bei mindestens einem Mitglied des Aufsichtsrats vorliegen müssen.

Regelmäßige Berichte mit der Erläuterung wesentlicher unternehmerischer Kennziffern von Seiten des Vorstandes geben dem Aufsichtsrat Einsicht in den Verlauf der Geschäftssituation. Neben den Sitzungen und Berichten informiert sich der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat im Hinblick auf die entsprechende Änderung des Corporate Governance Kodex folgende konkrete Ziele für die zukünftige Bestellung von Vorstandsmitgliedern und die Besetzung des Aufsichtsrats beschlossen, die der bisherigen Praxis entsprechen:

Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität

Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder

Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerben sind zu vermeiden.
Ausreichende Zeit der Aufsichtsratsmitglieder zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben

Mindestens ein Aufsichtsrat besitzt

Erfahrungen in der Unternehmensführung
gute Kenntnisse und einschlägige Erfahrungen in grundlegenden und aktuellen Fragen der Rechnungslegung, Abschlussprüfung und des Risikomanagements einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen mit dem Kapitalmarkt
Kenntnisse im Gesellschaftsrecht, insbesondere im Aktienrecht
technische Branchenerfahrung
Berücksichtigung einer Altersgrenze von 70 Jahren

Im Hinblick auf das Ziel Vielfalt lässt sich der Aufsichtsrat von dem Grundsatz leiten, dass eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen ist.

Durch diese Ziele ist gewährleistet, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.

Mindestens einmal jährlich prüft der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit im Rahmen einer strukturierten Selbstevaluierung.

Vergütungsbericht

Der folgende Bericht erläutert die Struktur und die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Vergütung des Vorstands Grundvergütung

Die Vorstandsmitglieder Peter Abel, Henning Döring und Oliver Höfer erhalten ein erfolgsunabhängiges Grundgehalt und sonstige Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse)

Variable Vergütung (kurzfristig) - Oliver Höfer

Die variable Vergütung mit kurzfristiger Orientierung für Oliver Höfer wird als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. EUR übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt.

Variable Vergütung (langfristig) - Oliver Höfer

Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt.

Variable Vergütung (kurzfristig) - Henning Döring

Im 2014 abgeschlossenen Vorstandsvertrag für Herrn Henning Döring wird für das Geschäftsjahr 2015 für den Fall eines Konzern-Jahresüberschusses/Konzern-Jahresfehlbetrags von zumindest EUR 0 ein fester Bonus vereinbart. Ab dem Geschäftsjahr 2016 ist eine am Konzernjahresüberschuss des jeweiligen Geschäftsjahres orientierte, variable Gehaltskomponente vereinbart, die maximal die Höhe des jährlichen Fixums beträgt.

Die Vergütung von Peter Abel erhält keine variablen Vergütungsbestandteile.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung beliefen sich die Bezüge des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 100. Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2015 nicht gewährt.

Lagebericht der PVA TePla AG für das Geschäftsjahr 2015

Die Gesellschaft

Die PVA TePla AG (nachfolgend "PVA TePla") ist eine deutsche Aktiengesellschaft mit Sitz in Wettenberg bei Gießen. Seit 21. Juni 1999 besteht ein Listing an der Deutschen Börse.

Die PVA TePla, in der bis Ende 2014 die Produktbereiche Vakuumanlagen, Kristallzuchtanlagen, Plasmaanlagen und Teile der Metrologiesysteme beheimatet waren, fungiert ab dem 1. Januar 2015 als reine Führungs- und Funktionsholding. Diese Produktbereiche wurden im Zuge der Neuorganisation in eigenständige Tochtergesellschaften ausgegliedert. Hierzu sind ab 2015 zwei neugegründete Tochtergesellschaften hinzugekommen.

Die PVA Industrial Vacuum Systems GmbH (PVA IVS) führt ab Januar 2015 die Produktbereiche Vakuumanlagen und Plasmanitrieranlagen fort, die PVA Crystal Growing Systems GmbH (PVA CGS) führt den Produktbereich Kristallzuchtanlagen für den Halbleiter- und Solarmarkt fort. Der Produktbereich Plasmaanlagen wurde in die bereits bestehende Tochtergesellschaft PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH (PVA MPS) überführt.

Zum 1. Januar 2015 wurden die Tochtergesellschaften PlaTeG GmbH sowie die Munich Metrology GmbH auf die operativen Einheiten PVA IVS bzw. PVA MPS verschmolzen. Aus dieser Neuorganisation resultierend ist die Zahl der Tochtergesellschaften und Buchungskreise deutlich reduziert und insgesamt eine mittelstandgerechte Verschlankung der Unternehmensorganisation erreicht worden.

Die PVA TePla erzielt ihre Umsätze im Wesentlichen aus Pacht- und Serviceverträgen, die mit den Tochtergesellschaften abgeschlossen worden sind. So fließen Umsätze bzw. Pachterträge aus Mietverträgen, aus Sachanlagen und aus der Verpachtung Intellektuellen Eigentums. Zentrale Serviceleistungen wie zum Beispiel Qualitätsmanagement, Buchhaltung, Controlling werden den Tochtergesellschaften in Rechnung gestellt. Im laufenden Geschäftsjahr wurden nur noch solche Aufträge für Produktionsanlagen der Produktbereiche Vakuum, Kristallzucht und Plasma von der AG abgerechnet, die bis zum 31. Dezember 2014 bestellt wurden (sog. Altauftragsbestand). Seit dem 1. Januar erfolgt die Bestellungen von Produktionsanlagen direkt bei den Tochtergesellschaften. Die Umsätze der AG enthalten somit im Geschäftsjahr 2015 noch wesentliche Anteile aus dem operativen Geschäft vor dem Start der Neuorganisation. Aus diesem Geschäft wird die AG in den Folgejahren - es handelt sich zum Teil um langlaufende Lieferverträge mit Kunden - schrittweise herauswachsen. Ein wesentlicher Teil des Jahresüberschusses setzt sich aus den Erträgen der Ergebnisabführungsverträge zusammen, die mit den Tochtergesellschaften abgeschlossen sind.

Zum 31. Dezember 2015 belief sich die Zahl der Tochtergesellschaften der PVA TePla auf 12 Gesellschaften.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Konzernstruktur zum 31. Dezember 2015:

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Name Sitz Kapitalanteil
PVA TePla AG
PVA Industrial Vacuum Systems GmbH Deutschland 100 %
PVA Crystal Growing Systems GmbH Deutschland 100 %
PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH Deutschland 100 %
PVA TePla Analytical Systems GmbH Deutschland 100 %
PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH Deutschland 100 %
PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH Deutschland 100 %
PVA TePla (China) Ltd. VR China 100 %
Munich Metrology Taiwan Ltd.* Taiwan 100 %
PVA TePla Singapore Pte. Ltd. Singapur 100 %
PVA Control GmbH Deutschland 100 %
PVA TePla America Inc. USA 100 %
Xi'an HuaDe CGS Ltd. VR China 51 %

(* Die Gesellschaft ist zur Umfirmierung in PVA Metrology & Solutions Taiwan Ltd. angemeldet)

Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaft

Die weltwirtschaftliche Dynamik blieb 2015 schwach. Wie schon in den Vorjahren wurden die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung nicht erfüllt. Prognosen wurden im Jahresverlauf daher sukzessive nach unten angepasst - gesamtwirtschaftlich sowie in wichtigen Industriebranchen. Das globale Wirtschaftswachstum (BIP - Bruttoinlandsprodukt) hat sich 2015 mit 3,1 % gegenüber 3,5 % 2014 verlangsamt. Stichpunktartig ist die Wirtschaftsentwicklung der für die PVA TePla-Gruppe und somit auch für die Holding wichtigsten Regionen dargestellt:

Mit einem stabilen Jahresauftakt startete die deutsche Konjunktur in das Jahr 2015. Das Wirtschaftswachstum verlief bis zum Ende des Jahres stetig, sodass das Bruttoinlandsprodukt insgesamt im Jahresdurchschnitt real um 1,7 % wuchs. Auch 2015 kamen die stärksten Impulse vom Konsum
Im Euro-Raum hat sich die Wirtschaft im Laufe des Jahres 2015 weiter erholt. Das Bruttoinlandsprodukt stieg um real 1,5 %. Die Wirtschaft profitierte insbesondere von der Erhöhung der privaten Konsumausgaben. Trotz historisch niedriger Zinsen und einer leicht verbesserten Unternehmensstimmung entwickelten sich die Investitionen weiter schwach. Die Exportwirtschaft hatte leichten Rückenwind durch einen schwächeren Euro-Wechselkurs.
Japans Wirtschaftsleistung konnte trotz expansiver Finanzpolitik nur um 0,7 % erhöht werden. Der private Konsum war schwach und auch die Exporte belasteten das gesamtwirtschaftliche Ergebnis.
Asien ohne Japan erzielte ein Wachstum des BIP von 6,1 %.
Sorgen bereitete 2015 immer wieder die schwächelnde Konjunktur in China. Der von der chinesischen Regierung betriebene Prozess des "new normal", d.h. weniger export- und investitionsgetriebenes Wachstum stattdessen mehr Wachstum durch Konsum und Dienstleistungen, wurde fortgesetzt und führte abermals zu einem geringeren gesamtwirtschaftlichen Zuwachs. Nach offiziellen Angaben expandierte die chinesische Wirtschaft um 6,9 %. Das ist immer noch klar über dem Weltdurchschnitt, allerdings weit entfernt von früheren Zuwachsraten und geht mit einem deutlich verminderten Zuwachs bei der Industrieproduktion einher.
Die US-Wirtschaft entwickelte sich 2015 weiter robust. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung um real 2,4 %war wieder in starkem Maße konsumgetrieben. Die Arbeitslosenquote sank auf 5 %.

Entwicklung der Branchen

Die PVA TePla-Gruppe sah sich im abgelaufenen Geschäftsjahr einer positiven Entwicklung in den für die Unternehmensgruppe relevanten Märkten gegenüber. Der Hartmetallmarkt - der bisher größte Einzelmarkt für den Produktbereich Vakuumanlagen - verzeichnete in Europa und Asien Kapazitätserweiterungen. Der Halbleitermarkt verzeichnete insgesamt zwar eine stagnierende Nachfrage nach Wafern, aber weiterhin eine Zunahme von Kapazitäten für 300mm Wafer. Kapazitäten für kleinere Wafer-Durchmesser werden nach wie vor aus dem Markt genommen.

Das Jahr 2015 blieb für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau hinter den ursprünglich gehegten Erwartungen zurück. Statt des noch im Herbst 2014 von den VDMA-Volkswirten prognostizierten realen Produktionswachstums in der Größenordnung von 2 % konnte die Produktion ihr Vorjahresniveau lediglich halten, was der im Sommer 2015 revidierten Prognose entspricht.
Der Halbleitermarkt insgesamt erfuhr 2015 zwar einen deutlichen Rückgang der Ausrüstungsinvestitionen in Höhe von rund 4 %, im für die PVA TePla wichtigen Teilmarkt Backend - also im Packaging und Assembly Equipment - allerdings einen Zuwachs von gut 4 %

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Aufgrund der geänderten Geschäftstätigkeit und dem nur noch verhältnismäßig geringen Anteil des operativen Geschäftes erfolgt die Berichterstattung der PVA TePla AG im Geschäftsjahr 2015, abweichend zum Vorjahr erstmalig in der Form des Gesamtkostenverfahrens. Durch die Neuausrichtung der AG als Führungs- und Funktionsholding ist eine Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen nur eingeschränkt gegeben. Im Geschäftsjahr 2015 hat die PVA TePla AG Umsatzerlöse in Höhe von 30,4 Mio. EUR (VJ: 53,9 Mio. EUR) erzielt. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2015 noch in Höhe von 26,7 Mio. EUR durch die Abwicklung von Altauftragsbeständen geprägt, wohingegen sich aus dem Bereich der Holdingleistungen ein Umsatz in Höhe von 3,7 Mio. EUR ergibt. Bedingt durch die geänderte Geschäftstätigkeit ergibt sich ein deutlicher Rückgang der Materialaufwendungen von 35,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 17,0 Mio. EUR. Bezogen auf den operativen Bereich hat sich die Materialaufwandsquote von 64,9 % um 1,2 % auf 63,7 % reduziert. Weiterhin ergab sich durch die Übertragung operativ tätiger Mitarbeiter in die entsprechenden Tochtergesellschaften eine Reduktion des Personalaufwandes von 21,6 Mio. EUR auf 2,9 Mio. EUR. Das bestehende Anlagevermögen blieb weitgehend im Bestand der AG und wird nun an die operativen Tochtergesellschaften verpachtet. Dadurch belaufen sich die Abschreibungen mit 1,2 Mio. EUR im Wesentlichen auf Vorjahresniveau (1,4 Mio. EUR) Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3,5 Mio. EUR lagen ebenso unter dem Vorjahreswert (5,6 Mio. EUR) wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 6,3 Mio. EUR (VJ: 11,2 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Weiterberechnung sonstiger Leistungen an Tochtergesellschaften (1,5 Mio. EUR), Erträge aus der Übertragung von Laboranlagen an die PVA Metrology & Plasma Solution Systems GmbH (1,1 Mio. EUR), Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (0,2 Mio. EUR), Erträge aus Kursdifferenzen (0,2 Mio. EUR), Abgängen von Anlagevermögen (0,1 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Vertriebskosten (1,2 Mio. EUR), Verwaltungskosten (1,3 Mio. EUR), Raumkosten 1,0 Mio. EUR sowie Sonstige Weiterbelastungen von Tochtergesellschaften (0,6 Mio. EUR).

Die Erträge aus Beteiligungen an Tochtergesellschaften betrugen 0,3 Mio. EUR (VJ: 0,2 Mio. EUR). Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften betrugen 1,7 Mio. EUR (VJ: 1,6 Mio. EUR). Die Aufwendungen aus den Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften betrugen 7,6 Mio. EUR (VJ: 0,9 Mio. EUR). Der Zinsaufwand belief sich auf 0,9 Mio. EUR (VJ: 1,0 Mio. EUR). Die Zinserträge erreichten 0,9 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR). Im Zuge der oben beschriebenen Umstrukturierung wurden bestehende aktive Anwartschaften auf Pensionen der in die nun das operative Geschäft übernehmenden Gesellschaften PVA Industrial Vacuum Systems GmbH und PVA Crystal Growing Systems GmbH übertragenen Mitarbeiter ebenfalls an diese Gesellschaften übertragen. Die Übertragung dieser Pensionsverpflichtungen erfolgte zum beizulegenden Zeitwert, der um 1,8 Mio. EUR über dem Wert liegt, der gemäß HGB-Rechnungslegungsvorschriften anzusetzen war. Dadurch ergab sich ein außerordentlicher Zuführungsbedarf, der sich in voller Höhe in den außerordentlichen Aufwendungen wieder spiegelt. Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich auf 0,2 Mio. EUR (VJ: 0,02 Mio. EUR). Insgesamt erzielte die PVA TePla AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -4,1 Mio. EUR (VJ: -5,7 Mio. EUR) und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -5,8 Mio. EUR (VJ: -5,6 Mio. EUR).

Vergleich der Ertragslage mit der Prognose für 2015

Für das Geschäftsjahr 2015 waren wir für die PVA TePla AG auf Grund des Wechsels im Geschäftszweck der Gesellschaft von einem deutlichen Rückgang des Umsatzes ausgegangen. Der Umfang der Management- und Serviceleistungen war dabei zusammen mit den Erträgen aus Miet- und Betriebspachtverträgen auf 5-6 Mio. EUR und die Umsätze für Altaufträge auf weitere 28 bis 30 Mio. EUR geschätzt worden. Die tatsächlichen Umsätze lagen mit 26,7 Mio. EUR für die Altaufträge und 3,7 Mio. EUR für die Serviceleistungen und Erträge aus Miet- und Betriebspachtverträgen unterhalb der Prognose. Infolgedessen lag auch der operative Gewinn vor Ergebnisabführungsverträgen mit 1,8 Mio. EUR unterhalb der erwarteten Bandbreite (4,0 bis 5,0 Mio. EUR).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der PVA TePla AG zum 31. Dezember 2015 ist gegenüber dem Vorjahreswert von 67,5 Mio. EUR auf 64,7 Mio. EUR zurückgegangen.

Der Wert des Anlagevermögens beträgt insgesamt 35,8 Mio. EUR (VJ: 35,1 Mio. EUR). Der Wert des Sachanlagevermögens hat sich vor dem Hintergrund der oben dargestellten Investitionen in Verbindung mit planmäßigen Abschreibungen von 23,1 Mio. EUR (VJ) leicht auf 21,8 Mio. EUR reduziert. Der Wert der Finanzanlagen ist, durch die unten beschriebenen Investitionen um 2,4 Mio. EUR auf 13,8 Mio. EUR gestiegen (VJ: 11,7 Mio. EUR).

Der Gesamtwert der Vorräte lag insgesamt mit 2,5 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 6,0 Mio. EUR. Dies begründet sich durch die Auslagerung der operativen Tätigkeiten in Tochtergesellschaften.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich entsprechend der Umsatzentwicklung im Abschlussquartal gegenüber dem Vorjahreswert von 4,1 Mio. EUR auf 1,2 Mio. EUR reduziert. Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist auf 20,4 Mio. EUR (VJ: 18,9 Mio. EUR) erhöht. Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände hat sich auf 0,2 Mio. EUR (VJ: 1,2 Mio. EUR) reduziert. Der Wert der liquiden Mittel ist durch die positive Entwicklung des gruppenweiten operativen Cash Flows auf 4,3 Mio. EUR (VJ: 2,1 Mio. EUR) angestiegen.

Die Passivseite der Bilanz zeigt einen Anstieg der Verbindlichkeiten auf 23,9 Mio. EUR (VJ: 16,1 Mio. EUR). Die Veränderung begründet sich im Wesentlichen aus dem Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Ergebnisabführungsverträgen auf 7,6 Mio. EUR, sowie einer diesen Anstieg kompensierenden Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,6 Mio. EUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich entsprechend der Auslagerung des operativen Geschäfts auf Tochtergesellschaften. Die Pensionsverpflichtungen verminderten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. EUR. Dies begründet sich im Wesentlichen durch die zum 01.01.2015 vorgenommene Übertragung der aktiven Anwärter in die Tochtergesellschaften PVA Industrial Vacuum Systems GmbH und PVA Crystal Growing Systems GmbH. Somit werden nur noch die Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Arbeitnehmern ausgewiesen, die bis zum 31. Dezember 2014 das Renteneintrittsalter erreicht haben. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Die sonstigen Rückstellungen sind auf 3,2 Mio. EUR (VJ: 5,1 Mio. EUR) gesunken bedingt durch die Ausgliederung des operativen Geschäfts auf Tochtergesellschaften sowie durch die Abwicklung der im Vorjahr zurückgestellten Restrukturierungsmaßnahmen im Vorjahresabschluss.

Das Eigenkapital beträgt 30,6 Mio. EUR (VJ: 36,4 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 47,3 % (VJ: 54,0 %). Der Bilanzgewinn liegt bei 6,7 Mio. EUR (VJ: 12,5 Mio. EUR).

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand der PVA TePla AG ist infolge der Ausgliederung des operativen Geschäfts auf 21,3 Mio. EUR gesunken (VJ: 45,7 Mio. EUR).

Investitionen

Die Investitionen der PVA TePla AG lagen im Geschäftsjahr 2015 bei 2,3 Mio. EUR (VJ: 3,6 Mio. EUR). Im Geschäftsjahr 2015 erfolgten wesentliche Investitionen nur in den Finanzanlagen (2,2 Mio. EUR) und betreffen eine Ausleihung an die Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH in Höhe von 1,4 Mio. EUR zur Finanzierung von Sachanlagevermögen sowie eine Kapitalerhöhung der Tochtergesellschaft PVA Analytical Systems GmbH in Höhe von 0,8 Mio. EUR.

Mitarbeiter

Die PVA TePla AG beschäftigte zum Jahresende 2015 28 Mitarbeiter (VJ: 251 Mitarbeiter).

Übernahmerelevante Angaben

Im Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 31. Dezember 2015 setzt sich das gezeichnete Kapital der PVA TePla AG aus 21.749.988 nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR zusammen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Beschränkungen von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien liegen nicht vor.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen hatte am 31. Dezember 2015 die PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg, einen Anteil von mehr als 10 % an den Stimmrechten.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.

Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern

Es liegt keine Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern vor.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder

Die Bestellung der Vorstände der PVA TePla AG erfolgt gemäß § 84 AktG und nach § 6, Artikel 2 und 3 der Satzung der PVA TePla AG. Dort ist Folgendes geregelt:

Artikel 2: Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestimmung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands.
Artikel 3: Die Bestellung eines Vorstandsmitglieds endet in jedem Fall mit der Vollendung des 65. Lebensjahres.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf

Zum 31. Dezember 2015 hat der Vorstand die Ermächtigung der Hauptversammlung, im Rahmen des genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 10.874.994,00 neue Aktien bis zum 30. Juni 2017 auszugeben. Der Vorstand hat des Weiteren die Ermächtigung der Hauptversammlung, Aktien der Gesellschaft in Höhe von 10 % des derzeitigen Grundkapitals bis zum 18. Juni 2018 zurückzukaufen.

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Die aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Banken gehen von einer im Wesentlichen unveränderten Struktur der Gesellschafterverhältnisse aus und sehen für den Fall des Kontrollwechsels Neuverhandlungen bzw. in einem Fall ein Kündigungsrecht seitens der Bank vor. Ebenfalls sehen die Bestimmungen für ein öffentlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein Sonderkündigungsrecht des Fördergebers im Fall des Kontrollwechsels vor. Darüber hinaus liegen keine Vereinbarungen der Gesellschaft vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Change of Control-Klausel

Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) erhalten die Vorstandsmitglieder Leistungen, die 150 % des Abfindungs-Caps (Wert von zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen) nicht überschreiten sollen.

Bericht nach § 289 Abs. 5 HGB

Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der rechtlichen und satzungsgemäßen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.

Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations- und Prüfrechte.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

Erklärung zur Unternehmensführung (§289a HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB mit dem Vergütungsbericht sind als Teil des Corporate Governance Berichts auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich "Investor Relations - Corporate Governance" oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance einsehbar. Der Vergütungsbericht enthält die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems gemäß § 289 Nr. 5 HGB und ist auch Bestandteil des Konzernabschlusses 2015 der PVA TePla AG.

Vergütung des Vorstands im Geschäftsjahr 2015

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 599. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Die erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteile gestalten sich für jedes Vorstandsmitglied unterschiedlich.

Für den Vorstandsvorsitzenden, Herrn Peter Abel, existiert keine variable, Erfolgs- oder sonstige Bonusvergütung.

Für den Vorstand Produktion und Technologie, Herrn Oliver Höfer, gilt die folgende Bonusregelung: Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. EUR übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist grundsätzlich auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt; aufgrund des negativen Konzernjahresergebnisses wurde im Geschäftsjahr 2015 kein Bonusanspruch erreicht. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt.

Die Bonusregelung für den Finanzvorstand, Herrn Henning Döring, für das Geschäftsjahr 2015 sah einen festen Bonus für den Fall eines Konzern-Jahresüberschusses/Konzern-Jahresfehlbetrags von zumindest EUR 0 vor. Infolge des negativen Konzernjahresergebnisses wurde kein Bonusanspruch erreicht. Für besondere Leistungen im Geschäftsjahr 2014 erhielt Herr Döring im Mai 2015 eine nachträgliche Anerkennungsprämie von TEUR 20.

Im Geschäftsjahr 2015 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:

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Gehalt

TEUR
Sonstige Bezüge

TEUR
Erfolgsabhängige Komponente

TEUR
Gesamt 2015

TEUR
Gesamt 2014

TEUR
Abel 120 0 0 120 90
Höfer 180 10 131* 321 259
Döring 131 7 20 158 122
Knebelkamp 250
Gesamt 431 17 151 599 721

*) Die Auszahlung der langfristigen Vergütung erfolgt nach einer Bindungsfrist von drei Jahren unter Berücksichtigung des dann relevanten Aktienkurses

Die aufgeführten Werte für die erfolgsabhängige Komponente beinhalten die im Jahr 2015 für das Geschäftsjahr 2014 gewährten und um die im Geschäftsjahr 2014 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2015 für das Geschäftsjahr 2015 gebildete Rückstellung.

Die erfolgsabhängige Komponente für den Vorstand beinhaltet im Geschäftsjahr 2015 eine langfristige, erfolgsabhängige Komponente in Höhe von TEUR 131. Diese anteilsbasierte Vergütungskomponente wurde auf Basis eines Optionspreismodells berechnet.

Langfristig fällige Leistungen fallen im Zusammenhang mit der oben dargestellten langfristigen erfolgsabhängigen Komponente an. Alle anderen aufgeführten Bezüge sind kurzfristig fällig. Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung werden nicht gezahlt. Versorgungszusagen bestehen lediglich aus der Vergangenheit herrührend für den Vorstandsvorsitzenden, Peter Abel, in Höhe von 530 TEUR (VJ TEUR 514). Seit dem Wiedereintritt in den Vorstand sind keine weiteren Versorgungszusagen getroffen worden. Für alle weiteren derzeitigen Vorstandsmitglieder bestehen keine Pensionszusagen.

Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 nicht gewährt. Die Vorstandsverträge sehen eine Ausgleichszahlung bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeiten vor, deren Höhe - je nach Dienstvertrag - auf bis zu zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap). Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) und der damit evtl. einhergehenden vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit erhalten die Vorstandsmitglieder Leistungen, die 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten sollen.

Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden im Jahr 2015 Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 66 geleistet. Zum Bilanzstichtag besteht für derartige Pensionsverpflichtungen eine Rückstellung von TEUR 722.

Abhängigkeitsbericht

Die PA Beteiligungsgesellschaft mbH verfügte auf der Hauptversammlung 2015 der PVA TePla AG über die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Vorstand der PVA TePla AG hat daher für das Geschäftsjahr 2015 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.

Der Bericht für das Geschäftsjahr 2015 enthält folgende Schlusserklärung des Vorstands: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen."

Chancen und Risikobericht

Die Geschäftsfelder der PVA TePla-Gruppe sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unter einem Risiko wird die Möglichkeit verstanden, dass Ereignisse oder Handlungen die Gruppe oder eines der Geschäftsfelder daran hindern, seine avisierten Ziele zu erreichen. Gleichzeitig ist es für die PVA TePla-Gruppe wichtig, Chancen für das Unternehmen zu identifizieren, um diese zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe zu sichern. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht. Chancen und Risiken werden im Folgenden dargestellt. Durch die bestehenden Beteiligungsverhältnisse, Gewinnabführungsverträgen und die Organisation der Gruppenfinanzierung sind die für die PVA TePla-Gruppe abgebildeten Risiken auch für die PVA TePla AG relevant.

Beurteilung Eintrittswahrscheinlichkeit / Mögliches Ausmaß

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Stufe Eintrittswahrscheinlichkeit
Unwahrscheinlich 0 % Eintrittswahrscheinlichkeit <20 %
Möglich 20 %< Eintrittswahrscheinlichkeit <70 %
Wahrscheinlich 70 %< Eintrittswahrscheinlichkeit <100 %

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Stufe Mögliches Ausmaß
Niedrig 0 EUR< Ausmaß <500 TEUR
Mittel 500 TEUR< Ausmaß <1.000 TEUR
Hoch Ausmaß >1.000 TEUR

Die Bewertung der Risiken erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Stufen Unwahrscheinlich, Möglich und Wahrscheinlich, sowie des möglichen Ausmaßes des Risikos. Die Bewertung über das mögliche Ausmaß bezieht sich auf das operative Ergebnis (EBIT) des PVA TePla-Konzerns.

Risiko- und Chancenstrategie

Die Risiko- und Chancenstrategie ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand und die unternehmerische Weiterentwicklung des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Strategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert.

Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden. Dazu steht den Geschäftsführern und Mitarbeitern ein "Risikohandbuch" mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.

Risikomanagement

Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen bzw. in den Tochtergesellschaften und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen bzw. die Geschäftsführer sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht.

Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Maßnahmen, die zur Reduzierung der erfassten Risiken dienen, werden definiert und in ihrer Umsetzung nachverfolgt.

Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.

In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst.

Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt, auf dessen Basis alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden.

Beschreibung der Chancen und Risiken

Die PVA TePla-Gruppe unterscheidet zwischen Geschäftschancen und -risiken sowie operationellen und finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken. Diese stellen die beiden wesentlichen Bereiche für die Unternehmensgruppe dar. Nicht in allen Teilbereichen sind Chancen und Risiken gleichermaßen vorhanden.

Geschäftschancen und -risiken

Risiken aus den Absatzmärkten

Das Risiko in den von der PVA TePla-Gruppe bearbeiteten Märkten liegt besonders in den Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden, der globalen Konjunkturentwicklung und damit auch im weiteren Sinne von politischen Entwicklungen. Aussagen über die zukünftige Entwicklung einzelner Marktsegmente oder wirtschaftspolitischer Entscheidungen in Schwellenländern lassen sich nicht mit hinreichender Präzision und Eintrittswahrscheinlichkeit treffen.

Das Halbleitergeschäft, eine wichtige Branche für die Gruppe, ist traditionell gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität. Obwohl der Halbleitermarkt in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten sogenannten Old-Economy-Branchen aufwies, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. So ist die Investitionstätigkeit im Halbleitermarkt in den Jahren 2011 bis 2013 stark rückläufig gewesen um 2014 und Anfang 2015 wieder eine deutliche Steigerungsrate aufzuweisen. Insbesondere die Investitionen in neue Waferkapazitäten - ein wichtiger Teilmarkt für die PVA TePla - kamen in den vergangenen Jahren nahezu vollständig zum Erliegen, um jedoch in die 300mm-Technologie im vergangenen Geschäftsjahr wieder deutlich anzuziehen.

Der Solarmarkt war in den letzten Jahren von hohen Überkapazitäten - vor allem durch chinesische Anbieter - gekennzeichnet. Nach den zurückliegenden hohen Wachstumsraten sind der Solarmarkt und damit auch dessen Zulieferindustrie stark in Mitleidenschaft gezogen worden. In Reaktion darauf hat PVA TePla in den Jahren 2013 und 2014 Produktionskapazitäten in Dänemark geschlossen sowie Personalbestände an allen Standorten infolge des Markteinbruchs entsprechend reduziert. Die Restbuchwerte von verbliebenen Vorratsanlagen für den Solarmarkt wurden auf ihren realisierbaren Wert abgewertet.

Im GB Industrial Systems liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bei Anlagen zum Sintern von Hartmetall mit einem hohen Anteil in China. In diesem Produktbereich ist seit 2012 eine deutlich stärkere Volatilität zu registrieren.

Chancen aus den Absatzmärkten

In Märkten wie der Hartmetallherstellung, der Halbleiterindustrie und der Photovoltaik bietet die PVA TePla-Gruppe Prozesstechnologien an, die auch in Zukunft fester Bestandteil der jeweiligen Wertschöpfungsketten bleiben werden. Im Bereich der Wärmebehandlungsanlagen können sich durch die Weiterentwicklung der sogenannten Heißpresse - zur Zeit wird bei der PVA TePla die größte Heißpresse Europas gebaut - neue Anwendermärkte entwickeln. Die Luftfahrtindustrie oder z.B. auch die Werkzeugindustrie sind Beispiele für Märkte, in die solch ein Anlagentyp geliefert wird. In der Halbleiterindustrie können dies Prozesstechnologien z.B. Kristallzuchtanlagen zum Ziehen, von hochreinen Silizium- oder Siliziumcarbid-Kristallen für die Hochleistungselektronik oder Analysesysteme für die zerstörungsfreie Qualitätsüberprüfung in der LED- oder MEMS-Fertigung sein. Die Nachfrage nach Plasmaanlagen und Analysesystemen korreliert mit der Entwicklung von Halbleitermärkten (z.B. MEMS, LED, OLED/PLED, IGBT). Durch das mittelfristig unterstellte Wachstum des Halbleitermarkts sowie neue Applikationen für Plasmaanlagen im Halbleiter/Life Science/Industrial-Bereich kann weiteres Wachstum für diese Produktbereiche der PVA TePla-Gruppe erwartet werden. Der Markt für Halbleiter wird mittelfristig verstärkt wachsen, getrieben durch die sich beschleunigende Vernetzung von Milliarden von Geräten in der Industrie und im Privatbereich (Stichworte: "Internet der Dinge, Industrie 4.0"). Im Budget für das Jahr 2016 wurden Umsätze aus Neu- und Weiterentwicklungen moderat und mit kleinen Stückzahlen unterstellt, um eine hohe Abhängigkeit von Anlagen mit einem jungen und wenig prognostizierbaren Produktlebenszyklus zu vermeiden. Es wurden budgetseitig die Chancen aus Großaufträgen im Halbleitermarkt nicht berücksichtigt.

Durch die großen Investitionen in Kapazitätserweiterungen vor allem der chinesischen Unternehmen sind im Solarmarkt hohe Überkapazitäten und stark sinkende Absatzpreise über die gesamte Wertschöpfungskette der Solarindustrie entstanden. Es gibt jedoch weiterhin eine ganze Reihe von wichtigen Zukunftsmärkten für die Solarindustrie: Nordamerika, Japan, Indien, Australien, Marokko, die MENA-Region (Middle East and North Africa: Naher Osten und Nordafrika) sowie Südafrika und Südamerika. Chancen bieten sich zudem in Märkten, in denen aus wirtschaftspolitischen Gründen eigene Technologien und Produktionskapazitäten aufgebaut werden sollen. Allerdings stehen diesen Chancen oftmals Probleme bei der Finanzierung der angekündigten Projekte gegenüber. Aller Voraussicht nach wird sich eine Anlagentechnologie durchsetzen, die höchste Effizienzgrade mit optimaler Cost of Ownership garantiert. Da die PVA TePla-Gruppe solche Anlagen zur Verfügung stellen kann, werden die Marktaussichten mittel- und langfristig auch auf dem im Moment schwierigen Photovoltaikmarkt mit verhaltenem Optimismus betrachtet. Im laufenden Geschäftsjahr sollen nach Einschätzung unabhängiger Forschungsinstitute die vorhandenen Produktionskapazitäten wieder in Einklang mit der Nachfrage nach Solarmodulen gelangen. Hieraus ergeben sich grundsätzlich für die PVA TePla-Gruppe auch Chancen für neue, größere Anlagenaufträge. Budgetseitig erfolgte aus Vorsichtsgründen jedoch keine Berücksichtigung erwähnenswerter Neuaufträge oder Verkäufe von Lageranlagen.

Konjunkturelle Risiken

Für 2016 wird von Analystenseite eine Wachstumsrate des globalen BIP von 3,3 % unterstellt. Trotz dieses positiven Ausblicks bleibt die Gesamtwirtschaftslage jedoch weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Die Schuldenkrise der etablierten Industrieländer schwelt weiter und kann die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer - ein ausgesprochen wichtiger Markt für die PVA TePla-Gruppe - in Mitleidenschaft ziehen. Schwächer werdende Wachstumsraten der Schwellenländer, insbesondere China, zeugen von dieser Problematik. Für die PVA TePla-Gruppe ist insbesondere der chinesische Markt im Bereich Vakuumanlagen von großer Bedeutung. Mit der Verlangsamung der konjunkturellen Entwicklung in China im Laufe der letzten Jahre und der bestehenden Korrelation zwischen den in Anlagen der PVA TePla-Gruppe hergestellten Produkten und dem Ausbau der Infrastruktur besteht die Möglichkeit einer Investitionszurückhaltung. Die von westlicher Seite erhobenen Sanktionen gegenüber Russland betreffen einen für die PVA TePla-Gruppe interessanten Markt, zumal es in letzter Zeit von russischer Seite Anzeichen von verstärkten Bemühungen um eine Vertiefung bzw. Ausbau der technologischen Basis im Land gibt.

Den Risiken aus den Absatzmärkten und konjunkturellen Risiken begegnet die PVA TePla-Gruppe durch Diversifizierung des Leistungsangebots in verschiedene Branchen wie Halbleiter, Photovoltaik, Werkzeug- und Hartmetalltechnik, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeugindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen, wobei bei einer unerwartet großen Nachfrage das Risiko von Produktionsengpässen auftreten kann. Die Strategie einer relativ niedrigen Fertigungstiefe erlaubt hier zeitnahe Reaktionen. Auch werden im PVA TePla-Konzern hochwertige Lohnarbeiten - wie Plasmabehandlung, Hochvakuumlöten und Wärmebehandeln von Bauteilen - angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden. In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 war es PVA TePla aufgrund der stärkeren Parallelität in den Zyklen der Absatzmärkte nicht mehr möglich, im Rahmen dieser Diversifikations- und Synergiestrategie eine Kompensation zu erreichen, die die Unternehmensgruppe ertragsfähig hielt. Aus diesem Grund wurden umfangreiche Konsolidierungsmaßnahmen für Standorte und Personalbestände eingeleitet. Bei einer erneuten nachhaltigen Verfehlung von prognostizierten Aufträgen insbesondere aus China und dem weiteren Ausbleiben von Kompensationsmöglichkeiten besteht das Risiko, weitere Konsolidierungsmaßnahmen ergreifen zu müssen.

Risiken aus technologischen Entwicklungen

Das Risiko von Auftragsverlusten durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchenspezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden und Forschungsinstituten weltweit verfolgt und eingeschätzt. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte wird neben der laufend vorgenommenen Entwicklungstätigkeit u. a. in betriebseigenen Labors sowie durch das Betreiben eigener Dienstleistungszentren, in denen Werkstoffe und Materialien für Kunden prozessiert werden, zusätzlich gesichert. In hohem Maße kommen dort die Entwicklungsabteilungen des Unternehmens mit neuesten Anforderungen an die Werkstoff- und Materialbeschaffenheit von Seiten der Kunden in Kontakt. Die technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, so dass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Konzerns sichert. Die technische Komplexität unserer Produkte und die hohen Kundenanforderungen bergen unter Umständen ebenfalls Risiken, die sich in erhöhten Gewährleistungsaufwendungen niederschlagen können.

Chancen aus technologischen Entwicklungen

Als Anbieter von Technologie zur Herstellung und Bearbeitung von Materialien, Teilen und Baugruppen für Branchen, bei deren Herstellung Vakuum und hohe Temperatur eine entscheidende Rolle spielen, bestehen die Chancen, dass sich durch neue Anwendungsfelder für in unseren Anlagen hergestellte Materialien ein zusätzlicher Bedarf entwickelt. Auch können neue Anforderungen an Materialien notwendig werden, die einen neuen Anlagentypus aus unseren Spezialgebieten erforderlich machen. Aufgrund des Klimawandels stehen Energieeinsparungen zur Verlangsamung des globalen Temperaturanstiegs im Vordergrund. Neue Materialien, die zu einer erhebliche Erhöhung der Lebensdauer von Geräten und Strukturen führen, tragen im besonderen Masse zu den Energieeinsparungen bei. Aber auch neue Materialien für die Leichtbauweise leisten Ihren Beitrag zur Energieeffizienz. Daher wird sich die Chance für unsere Prozess- und Anlagentechnik für die Entwicklung und Produktion der zu entwickelnden Materialien weltweit erheblich erhöhen.

Risiken aus Handelsbarrieren

Als international tätige Unternehmensgruppe mit hohem Exportanteil ist PVA TePla grundsätzlich anfällig für Handelsbarrieren oder Sanktionen im Bereich der Zollpolitik. Aufgrund der aktuellen außenpolitischen Entwicklungen ist tendenziell eine Verschärfung im Bereich der Sanktionspolitik zu erkennen. Dies betrifft insbesondere Russland. PVA TePla prüft stets die Notwendigkeit von Ausfuhrgenehmigungen und sichert bei Risikoaufträgen das politische Risiko über Investitionsgüterkreditversicherungen ab. Grundsätzlich bleibt aber eine Anfälligkeit gegenüber Handelsbarrieren, da Abschlüsse von Versicherungen bei einer Verschärfung von politischen Risiken nur begrenzt möglich sind.

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Risikokategorie Eintritts-

wahrscheinlichkeit
Ausmaß Chancen-

kategorie
Ausmaß
Risiken aus den Absatzmärkten Möglich Hoch Chancen aus den Absatzmärkten Hoch
Konjunkturelle Risiken Global Wahrscheinlich Mittel
Konjunkturelle Möglich Hoch
Risiken China
Risiken aus technologischen Entwicklungen Möglich Hoch Chancen aus technologischen Entwicklungen Hoch
Risiko aus Handelsbarrieren Möglich Hoch

Operationelle Chancen und Risiken Risiken aus Zulieferungen

Aufgrund des prognostizierten Wirtschaftswachstums hat sich die Wahrscheinlichkeit von Kapazitätsengpässen auf Seiten der Zulieferer verringert. Auch die Preise für Rohstoffe (z.B. für Edelstahl und Kupfer) sind tendenziell abwärts gerichtet. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die Auswahl und Qualifikation von Lieferanten und einer intensiven Begleitung unserer Lieferanten begegnet. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten, lässt sich grundsätzlich nicht ausschließen, wird mehrheitlich aber dadurch begrenzt, dass möglichst mehrere Lieferanten für wichtige Komponenten qualifiziert werden und die Zulieferungen auf diese Lieferanten aufgeteilt werden. Das Ausfallrisiko von Lieferanten (z.B. durch Insolvenzen) wird durch Betrachtung der wirtschaftlichen Lage des Lieferanten und durch eine gezielte Auswahl und Qualifizierung alternativer Lieferanten, erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem und eine angemessene Haftungsdeckung durch Versicherungen geachtet.

Risiken und Chancen aus Beteiligungen und M&A

Seit 1. Januar 2015 ist das gesamte operative Geschäft der PVA TePla in Tochtergesellschaften überführt worden. Neben den jetzt erheblich flexibleren, markt- und kundenorientierten Strukturen der Tochtergesellschaften ist die Nutzung von Synergien und eine Bündelung von Kapazitäten von hoher Bedeutung. Es können durch negative wirtschaftliche Entwicklungen die erwarteten Umsatz- und Ergebnisziele der einzelnen Tochtergesellschaften unter Umständen gefährdet werden. Daraus resultierende Anpassungen können durch Bündelungen eventuell nicht ausgeglichen werden, was einer Reduzierung der Produktions- und Personalkapazität einzelner Tochtergesellschaften bzw. Standorte führen würde. Alle Tochtergesellschaften unterliegen einem kontinuierlichen Prozess der Überwachung, um gegebenenfalls diese Beteiligungen zeitnah zu unterstützen und deren Profitabilität sicherzustellen. Es zeichnet sich zurzeit auf Grund des schwierigen Marktumfelds eine Konsolidierung von Wärmebehandlungsanlagenherstellern ab. Die PVA TePla wird gegebenenfalls mögliche Akquisitionsziele weltweit eingehend prüfen. Schwerpunktmäßig kommen für eine Akquisition nur Unternehmen in Betracht, die technologisch und marktseitig eine sinnvolle Ergänzung für die PVA TePla-Gruppe darstellen und möglichst auch zur Ressourcen-Bündelung beitragen können.

Personalrisiken

Der Erfolg der PVA TePla Gruppe ist wesentlich von seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Know-how abhängig. Der Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte ist in den Branchen und in den Regionen, in denen PVA TePla tätig ist, jedoch sehr stark. Der künftige Erfolg der Unternehmensgruppe hängt insofern auch davon ab, inwiefern es gelingt, weiteres Fachpersonal einzustellen, zu integrieren und dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Die demografische Entwicklung zwingt das Unternehmen zudem, mit den Veränderungen durch eine älter werdende Belegschaft umzugehen und einen qualifizierten Fach- und Führungskräftenachwuchs zu sichern. Bei Eintritt des Risikos ist in Abhängigkeit von der Tragweite der Personalengpässe mit einer Auswirkung auf die unternehmerische Tätigkeit und folglich auch auf das Ergebnis der PVA TePla-Gruppe zu rechnen.

Risiken in Verbindung mit IT

Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren und andere Schadsoftware (z.B. sogenannte Trojaner) werden durch regelmäßige und angemessene Datensicherung, durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen externe Einflüsse (z.B. laufend aktualisierter Virenschutz, Firewall) und durch geeignete Zugangskontrollen und Passwortänderungen reduziert. Aufgrund der Zunahme von Gefährdungen durch Cyber-Kriminalität und Hacker-Angriffe wurde die Eintrittswahrscheinlichkeit höher gestuft und weitere Vorkehrungen zur Abwehr bspw. in Form von zusätzlichen Mitarbeiter-Schulungen und Mailfiltern implementiert. Trotz aller Vorkehrungen können Störungen in der Informationstechnologie und dadurch negative Auswirkungen auf die Geschäftsprozesse nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Elementar- und Umweltrisiken

Insgesamt wurden angemessene Versicherungen für Elementarrisiken für die Standorte der PVA TePla AG abgeschlossen. Aufgrund der Geschäftsstruktur mit der Konzentration auf Engineering und Montage sowie einem sehr geringen Umfang des Einsatzes von Gefahrstoffen und anderen Stoffen mit Risiken für Sicherheit und Umwelt ist der Umfang der Umweltrisiken durch die Tätigkeit der PVA TePla sehr gering. Es wurde auch hierfür eine Umweltschadenhaftpflicht- und Unfallschadenversicherung mit angemessenen Deckungssummen abgeschlossen.

Risiken aus Rechtstreitigkeiten

Die PVA TePla AG und eine ihrer Tochtergesellschaften sind mit zwei Gerichtsverfahren konfrontiert.

Die Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. wird gerichtlich wegen behaupteter Mängel einer Plasmaanlage in Anspruch genommen. Die Anlage wurde nicht an den türkischen Anspruchsteller, sondern an einen amerikanischen Kunden geliefert, der diese an den Anspruchsteller verleast. Der Ersatzbetrag wurde bislang nicht spezifiziert. Das Verfahren befindet sich in der Frühphase, die nach Auskunft der örtlichen Anwälte keinerlei Aussage zum Ausgang zulässt. PVA TePla AG und ihre Tochtergesellschaft die PVA TePla America Inc. gehen davon aus, dass weder eine Dritthaftung besteht, noch dass dem Endkunden wesentliche Nachteile durch Sachmängel entstanden sein könnten.

Die PVA TePla AG wird vom Insolvenzverwalter eines amerikanischen Herstellers von Polysilizium auf Rückzahlung eines Kaufpreises von Anlagen verklagt, der in den Geschäftsjahren 2010 und 2011 für die Lieferung von Kristallzuchtanlagen überwiesen wurde. Die Kristallzuchtanlagen waren von einer operativen Konzerngesellschaft bestellt und ebenfalls an diese Gesellschaft geliefert worden. Hingegen erfolgte die Kaufpreiszahlung von der amerikanischen Muttergesellschaft des insolventen Konzernverbundes, die für die komplette Gruppenfinanzierung verantwortlich zeichnete. Der Kläger vertritt ausschließlich die zahlende Konzernmuttergesellschaft und argumentiert, dass die seit 2013 insolvente Gesellschaft keine Gegenleistung erhalten habe und die Insolvenz bereits 2011 hätte erkannt werden müssen. Es wurden weit über einhundert Zulieferfirmen von dem Insolvenzverwalter auf Rückzahlung verklagt. PVA TePla geht davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit die Klage zu verlieren gering ist. Für die zu erwartenden Prozesskosten wurde eine angemessene Rückstellung gebildet. Da die Verfahren mit Unsicherheiten behaftet sind, besteht ein geringes Restrisiko, dass sich die für die rechtlichen Verfahren gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen als unzureichend erweisen. Infolgedessen können zusätzliche Aufwendungen entstehen, die jedoch - auch bei einem Unterliegen in allen angeführten Klagefällen - unter Ausnutzung bestehender Kreditlinien kein bestandsgefährdendes Risiko darstellen.

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Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Ausmaß
Risiken aus Zulieferungen Unwahrscheinlich Hoch
Risiken aus Beteiligungen und M&A Möglich Hoch
Risiken in Verbindung mit IT Möglich Mittel
Elementar- und Umweltrisiken Unwahrscheinlich Hoch
Rechtstreitigkeiten Unwahrscheinlich Hoch
Personalrisiken Möglich Hoch

Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken

Liquiditätsrisiken und Risiken aus der Verfehlung von Kreditvereinbarungsbedingungen Durch den Abschluss eines Konsortialdarlehensvertrages im August 2015 über 7,5 Mio. EUR Mischlinie (Bar- und Avallinien) und 27,5 Mio. Avallinien sowie einer Erhöhungsoption für weitere Avallinien von 20 Mio. EUR mit einer Laufzeit von 36 Monaten verfügt die PVA TePla AG über eine neue und stabile Finanzierungsstruktur. Daneben verfügt die PVA TePla über eine langfristig zugesagte Immobilienkreditlinie über aktuell 4,67 Mio. EUR, die jederzeit für Betriebsmittelzwecke in Anspruch genommen werden kann. Der Gruppe stehen damit aktuell ausreichende Kreditlinien zur Finanzierung des Geschäfts einschließlich der Ausweitung des Geschäftsvolumens als auch ausreichende Avallinien zur Gewährung von Anzahlungsgarantien für Kunden zur Verfügung.

Der Konsortialdarlehensvertrag definiert Kreditvereinbarungsbedingungen, sog. Financial Covenants, zur Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen. Im Fall von Planverfehlungen besteht das Risiko für die Abweichung von den vertraglich definierten Kreditvereinbarungsbedingungen (Financial Covenants Breach) mit der Folge eines möglichen außerordentlichen Kündigungsrechts für die Darlehensgeber. Auch wenn sich aus heutiger Sicht keine Hinweise ergeben, dass sich negative Planabweichungen und damit künftig ein Financial Covenants Breach ergeben könnte, bleibt ein Restrisiko, dass im Fall einer Verfehlung die zugesagten Bar- und Avallinien signifikant reduziert oder vollständig gekündigt werden könnten. Da der Konzern selbst für diesen Fall über Finanzierungsalternativen verfügt, sieht der Vorstand aus heutiger Sicht keine Gefahr für eine kurz- oder mittelfristige Zahlungsunfähigkeit der PVA TePla-Gruppe.

Risiken und Chancen aus Veränderungen von Devisenkursen

Trotz der Absicherung von Wechselkursrisiken in einzelnen Geschäften besteht das Risiko einer Verschlechterung der Wechselkursrelation speziell zwischen Euro und US-Dollar und einer daraus gegebenenfalls resultierenden Verschlechterung unserer Position gegenüber Wettbewerbern aus diesem Währungsraum bzw. des sich daraus ergebenden Preisdrucks. Dem Risiko schwankender Wechselkurse wird grundsätzlich durch lokale Fertigung und ggf. durch Zukauf aus dem entsprechenden Währungsraum begegnet.

Für die sich in Bezug auf die Umrechnung des bei ausländischen Konzerngesellschaften außerhalb der Eurozone gebundenen Netto-Vermögens und deren Erträge und Aufwendungen entstehenden Bewertungsänderungen werden im Konzern in der Regel keine Maßnahmen zur Absicherung getroffen.

Die in den letzten Monaten zu beobachtende Tendenz eines "schwächeren" Euro im Vergleich zum US-Dollar stärkt unsere Wettbewerbsposition gegenüber Wettbewerbern aus dem Dollar-Währungsraum.

Risiken aus steuerlichen Themen

Aufgrund des Umfangs von Großaufträgen aus dem Ausland hat die Komplexität der zugehörigen steuerlichen Themen zugenommen. Dazu zählen insbesondere die Themenkreise Verrechnungspreise im Geschäft zwischen den Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe und Umsatzsteuern, vor allem auf Dienstleistungen und steuerliche Regelungen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden. Wir bearbeiten diese Themen in enger Zusammenarbeit mit unseren steuerlichen Beratern und sehen keine nennenswerten Risiken. Es ist aber ein zunehmender Aufwand für diese Beratungen, die interne Bearbeitung und die Umsetzung der Regelungen mit den zugehörigen Registrierungen zu beobachten.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Im Rahmen der eigentlichen Geschäftstätigkeit der PVA TePla entstehen Finanzinstrumente (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit werden Finanzinstrumente eingesetzt (z.B. Darlehen von Banken) oder es entstehen auch hieraus Finanzinstrumente (z.B. Anlage kurzfristig überschüssiger Liquidität). Zusätzlich werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit (z.B. Wechselkursrisiken) oder aus der Finanzierung (z.B. Zinsrisiken) zu beseitigen oder zu begrenzen. Ein isolierter Einsatz von Finanzinstrumenten ohne Verbindung zur eigentlichen Geschäftstätigkeit erfolgt nicht. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken der einzelnen relevanten Kategorien von Finanzinstrumenten dargestellt (weitere Angaben hierzu siehe Textziffer 28. des Konzernanhangs):

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, für Einzelsysteme beginnend mit durchschnittlich 30 % bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Darüber hinaus werden gegen Forderungsausfälle in der Regel Zahlungssicherheiten (z.B. Akkreditive) vereinbart und ein intensives Forderungscontrolling durchgeführt.

Im Gegensatz dazu muss der Konzern seinerseits nur bei wenigen Lieferanten eine Anzahlung leisten. Darüber hinaus optimiert der Konzern seinen externen Liquiditätsbedarf durch eine rollierende Liquiditätsvorschau der dem Konzern angehörenden Unternehmen und durch kurzfristige Darlehensgewährungen innerhalb des Konzerns.

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.

Sonstige Forderungen:

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.

Geleistete Anzahlungen:

Anzahlungen werden von den einzelnen Konzernunternehmen im Wesentlichen nur bei Lieferanten für größere Zulieferungen/Hauptkomponenten geleistet, grundsätzlich erfolgen auf der Beschaffungsseite Anzahlungen gegen eine entsprechende Anzahlungsbürgschaft. Aufgrund dieser Absicherung besteht für den Konzern kein erkennbares Risiko.

Finanzverbindlichkeiten:

Der wesentliche Inhalt dieses Postens sind die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Bankdarlehen.
Diese Darlehen sind entweder mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit vereinbart oder im Falle von Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen teilweise mit entsprechenden Zinssicherungsgeschäften hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen.
Mit Wirkung zum 3. März 2014 wurden zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Dezember 2022 zusammengefasst. Das neue Darlehen wurde mit einem bereits existierenden Zinssicherungsgeschäft über insgesamt 6.000 TEUR synchronisiert.
Da die Marktzinssätze zum Bilanzstichtag erneut niedriger waren als die den oben genannten Sicherungsgeschäften zugrundeliegenden Zinssätze, enthält der Konzernabschluss übrige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 790 (VJ: TEUR 974), im Einzelabschluss der PVA TePla AG wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 683 (VJ: TEUR 780) notwendig.
Ein bislang ungenutztes langfristig zugesagtes Darlehen zur Finanzierung der Gebäude am Standort Wettenberg wurde unterjährig zur kurzzeitigen Betriebsmittelfinanzierung in Anspruch genommen. Dieses Darlehen mit nominell variablem Zinssatz ohne entsprechendes Zinssicherungsgeschäft birgt ein geringes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze.
Aufgrund des aktuellen sehr niedrigen Zinsniveaus und einem mittelfristig nicht zu erwartendem Anstieg der Marktzinsen wird aktuell von einer Zinssicherung für diese Darlehen abgesehen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:

Hier handelt es sich um kurzfristige Positionen, die fast ausschließlich in EUR abgerechnet werden. Ein relevantes Markt- und Kreditrisiko liegt somit nicht vor.

Sonstige Verbindlichkeiten:

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.

Wechselkurssicherung:

Der Konzern - dies gilt auch für die PVA TePla AG - realisiert einen Großteil seiner Umsätze im Ausland. Die Fakturierung der Aufträge auch außerhalb des Euroraums erfolgt überwiegend in EUR. Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet. Da es sich in Verbindung mit dem Grundgeschäft um geschlossene Positionen handelt, bei denen Zahlungsbeträge und -termine aufeinander abgestimmt sind, besteht kein nennenswertes Marktrisiko. Die Kalkulationen der Grundgeschäfte basieren auf den jeweiligen abgesicherten Terminkursen.
Bedingt durch die bereits oben genannte weltweite Lieferantenauswahl erfolgt teilweise eine Beschaffung in Fremdwährungen. Über Natural Hedging (natürliche Absicherung) werden US-Dollar-Bestände für Zahlungsverpflichtungen im geringeren Ausmaß genutzt. Sonstige Fremdwährungsverpflichtungen und größere US-Dollar-Zahlungen werden über Devisentermingeschäfte gesichert, die dem Grundgeschäft in ihrer Zahlungsstruktur entsprechen und damit das Wechselkursrisiko vermeiden. Zu den Risiken im Bereich der Zulieferung/Materialbeschaffung verweisen wir auf die obigen Ausführungen.

Zinssicherung:

Ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Neubauten wurde als Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen abgeschlossen und durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen.
Im Hinblick auf die Risiken dieser Finanzinstrumente verweisen wir daher auf unsere obigen Ausführungen zu Finanzverbindlichkeiten.

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Risikokategorie Eintrittswahrscheinlichkeit Ausmaß
Risiken aus Veränderungen von Devisenkursen Unwahrscheinlich Niedrig
Risiken aus steuerlichen Themen Unwahrscheinlich Niedrig
Risiken aus Finanzverbindlichkeiten Unwahrscheinlich Mittel
Risiken aus Verbindlichkeiten und Leistungen Unwahrscheinlich Niedrig
Liquiditätsrisiken Unwahrscheinlich Hoch
Risiken aus Financial Covenants Breaches Unwahrscheinlich Hoch

Gesamtaussage des Vorstands

In seiner Funktion als Verantwortlicher für das Risikomanagement überprüft der Vorstand der PVA TePla AG die Risiko- und Chancensituation der Unternehmensgruppe. Das sich daraus ergebende Fazit wird wie folgt zusammengefasst.

Zusammenfassung

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2015 hat sich das Risikoprofil der Gruppe gegenüber 2014 verschoben. Die wesentlichen Risiken entstammten den oben beschriebenen Entwicklungen der Märkte, der damit verbundenen zyklischen Investitionsbereitschaft der Kunden, der technologischen Entwicklung, des Lieferantenrisikos und der Risiken aus Handelsbarrieren. Dieser Entwicklung, die ihren Ausdruck in der Vergangenheit in einem Ertragsrückgang und einer höheren Volatilität des Auftragseingangs in beiden Geschäftsbereichen gefunden hat, wurde mit Restrukturierungsmaßnahmen begegnet. Die vollzogenen Programme zum Personalabbau und zur Standortkonsolidierung führten zu einem abgesenkten Break Even-Umsatz. Mit dem Beschluss zur Betriebsverlagerung der PVA MPS Anfang 2016 wurden weitere Schritte eingeleitet, um die Gewinnschwelle auch künftig noch weiter zu reduzieren.

Zudem wird vertriebsseitig weiter an einer stärkeren Präsenz in zukünftig an Attraktivität zunehmenden Märkten gearbeitet. Neu hinzugefügt wurden insbesondere das Personalrisiko, das IT-Sicherheitsrisiko, Risiken aus Rechtsstreitigkeiten und Risiken aus der Verfehlung von Kreditvereinbarungsbedingungen. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden können, werden durch geeignete Gegenmaßnahmen überwacht. Allen sonstigen Risiken messen wir aufgrund einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, einer geringen Schadenshöhe oder aufgrund von eingeleiteten Gegenmaßnahmen aus heutiger Sicht nur ein geringes Restrisiko bei. Die dargestellten Chancen stellen für die PVA TePla-Gruppe Potentiale und gleichzeitig Herausforderungen dar. Mit der grundsätzlich flexibel ausgerichteten Produktionsstruktur sind die Unternehmen der PVA TePla-Gruppe gut auf die Realisierung von Chancen vorbereitet.

Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2016 gehen wir erneut von einem deutlichen Rückgang des Umsatzes aus, der sich durch den Wechsel im Geschäftszweck der PVA TePla AG begründet. Die PVA TePla AG fungiert seit dem 1. Januar 2015 nur noch als eine reine Führungs- und Funktionsholding. Umsatzerlöse der AG beinhalten - neben der Abwicklung von Auftragseingängen bis zum 31. Dezember 2014 - Management- und Serviceleistungen für begrenzte Funktionen in den Bereichen Marketing, IT, Personal, Beteiligungscontrolling, Buchhaltung und Facility Management. Der Umfang der Management- und Serviceleistungen wird sich zusammen mit den Erträgen aus Miet- und Betriebspachtverträgen voraussichtlich auf 5-6 Mio. EUR belaufen, die Umsätze für Altaufträge auf weitere 12 bis 15 Mio. EUR. Die PVA TePla AG erwartet darauf basierend in 2016 einen operativen Gewinn vor Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 1,0 bis 2,0 Mio. EUR.

Nachtragsbericht und Ausblick

Die PVA TePla AG hat Ende Februar beschlossen und verkündet, dass im Geschäftsjahr 2016 ihre Tochtergesellschaft, PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH (PVA MPS), von Kirchheim bei München zum Hauptsitz nach Wettenberg verlegt wird. Die PVA MPS mit rund 40 Mitarbeitern entwickelt und vertreibt weltweit Niederdruck- und Atmosphärendruck-Prozessanlagen für die Modifikation und Funk-tionalisierung von Oberflächen. Die Bündelung von Ressourcen und die Nutzung von Synergien stehen im Vordergrund dieser Entscheidung. Durch diese Maßnahme wird der Breakeven-Umsatz der PVA TePla-Gruppe in Zukunft auf unter 70 Mio. EUR gebracht werden können. In 2016 werden Aufwendungen für die Verlagerung von ca. 1,2 Mio. EUR in der PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH erwartet. Diese Maßnahme wird aufgrund des mit der PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH bestehenden Ergebnisabführungsvertrages auch Auswirkungen auf die PVA TePla AG entfalten.

IV. Versicherung der gesetzlichen Vertreter 2015

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Wettenberg, den 18. März 2016

PVA TePla AG

Der Vorstand

Peter Abel

Oliver Höfer

Henning Döring

Bilanz zum 31.12.2015

AKTIVA

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31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
1. Immaterielle Vermögensgegenstände
154 218
2. geleistete Anzahlungen 50 30
204 248
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.011 21.089
2. technische Anlagen und Maschinen 908 1.064
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 743 935
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 109 56
III. Finanzanlagen 21.771 23.145
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.432 11.682
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.410 0
13.842 11.682
35.817 35.074
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0 2.606
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 14.244 17.514
3. fertige Erzeugnisse und Waren 0 1.699
4. geleistete Anzahlungen 242 543
14.486 22.362
abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -11.957 -16.389
2.529 5.972
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.153 4.109
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 20.426 18.867
3. sonstige Vermögensgegenstände 191 1.175
21.770 24.151
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.271 2.063
28.570 32.187
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 319 278
64.706 67.539
PASSIVA
31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR TEUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 21.750 21.750
II. Kapitalrücklage 2.175 2.175
III. Gewinnrücklagen 0
andere Gewinnrücklagen 22 22
IV. Bilanzgewinn 6.667 12.493
30.614 36.440
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 7.055 9.877
2. Steuerrückstellungen 0 99
3. sonstige Rückstellungen 3.183 5.052
10.238 15.028
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.577 11.174
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.713 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 238 729
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.276 3.678
5. sonstige Verbindlichkeiten 50 490
23.854 16.070
64.706 67.539

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

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31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
1. Umsatzerlöse 30.368 53.905
2. Verminderung (Vorjahr Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -4.969 3.525
3. sonstige betriebliche Erträge 3.549 5.591
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -5.908 -32.715
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.108 -2.243
-17.016 -34.958
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -2.210 -18.082
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -715 -3.537
- davon für Altersversorgung TEUR -420 (Vorjahr TEUR -547) -2.925 -21.619
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.187 -1.357
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.346 -11.186
8. Erträge aus Beteiligungen 311 215
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 311,00 (Vorjahr TEUR 215)
9. Erträge auf Grund von Gewinnabführungsverträgen aus verbundenen Unternehmen 1.652 1.566
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 879 576
- davon aus verbundenen Unternehmen TEUR 835,00 (Vorjahr TEUR 575)
11. Aufwendungen auf Grund von Gewinnabführungsverträgen aus verbundenen Unternehmen -7.577 -912
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -854 -1.037
- davon an verbundene Unternehmen TEUR -102 (Vorjahr EUR -23.198,34)
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung TEUR -300 (Vorjahr TEUR -444)
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.115 -5.691
14. außerordentliche Erträge 0 221
15. außerordentliche Aufwendungen -1.781 0
16. außerordentliches Ergebnis -1.781 221
17. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 205 -20
18. sonstige Steuern -135 -134
19. Jahresfehlbetrag -5.826 -5.624
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 12.493 18.117
21. Bilanzgewinn 6.667 12.493

Anlagespiegel zum 31.12.2015

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2015

TEUR
Zugänge 2015

TEUR
Umbuchungen 2015

TEUR
Abgänge 2015

TEUR
Stand 31.12.2015

TEUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.069 23 0 1.753 1.339
2. erhaltene Anzahlungen 30 20 0 0 50
3.099 43 0 1.753 1.389
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.889 4 0 391 25.502
2. technische Anlagen und Maschinen 2.614 0 0 1.037 1.578
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.244 27 0 1.976 2.295
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 56 53 0 0 109
32.803 84 0 3.404 29.484
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.585 750 0 0 25.336
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 1.410 0 0 1.410
24.585 2.160 0 0 26.746
60.487 2.287 0 5.157 57.618

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kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2015

TEUR
Zugänge 2015

TEUR
Abgänge 2015

TEUR
Stand 31.12.2015

TEUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.851 87 1.754 1.185
2. erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
2.851 87 1.754 1.185
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.799 732 40 5.491
2. technische Anlagen und Maschinen 1.550 154 1.034 670
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.309 214 1.971 1.552
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
9.658 1.100 3.045 7.713
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.904 0 0 12.904
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0 0 0
12.904 0 0 12.904
25.412 1.187 4.799 21.802

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Restbuchwerte
31.12.2015

TEUR
31.12.2014

TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 154 218
2. erhaltene Anzahlungen 50 30
204 248
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.011 21.089
2. technische Anlagen und Maschinen 908 1.064
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 743 935
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 109 56
21.771 23.145
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.432 11.682
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.410 0
13.842 11.682
35.817 35.074

Anhang

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der PVA TePla AG wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung kommt, abweichend zum Vorjahr das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB zur Anwendung. Da die PVA TePla AG zum 01. Januar die Produktionsbereiche Vakuumanlagen, Kristallzuchtanlagen, Plasmaanlagen und Teile der Metrologiesysteme in selbstständige Tochtergesellschaften ausgegliedert hat und seither nur noch als reine Funktionsholding tätig ist, die nur noch den bis zum 31. Dezember 2014 aufgebauten Auftragsbestand (sog. Altauftragsbestand) abwickelt, wird die Aussagekraft der Ertragslage durch diese Umstellung erhöht.

Die PVA TePla AG ist als kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

Die in diesem Anhang verwendeten Tabellen und Zahlen basieren auf genau ermittelten Werten, die nachträglich auf TEUR gerundet wurden. Rundungsdifferenzen innerhalb der Tabellen lassen sich daher nicht immer vermeiden.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar vermindert um linear ermittelte planmäßige Abschreibungen angesetzt. Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht in Anspruch genommen. Noch für den Altauftragsbestand angefallene Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort im Aufwand erfasst. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände, technischen Anlagen und Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 - 15 Jahre. Die Nutzungsdauer der Gebäude ist mit 25 bis 33 Jahren angesetzt. Mietereinbauten werden gegebenenfalls über eine kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Abschreibungen von geringwertigen Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von bis zu 410 EUR werden sofort abgeschrieben, alle darüber liegenden Anschaffungswerte werden aktiviert und planmäßig über ihre Laufzeit abgeschrieben.

Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, werden die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauerhaft im Wert geminderten Beteiligungen wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen waren im Berichtsjahr keine Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorzunehmen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert nach § 253 Abs. 3 HGB geboten ist.

Der Wertansatz der Altbestände an fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhaltet den Materialaufwand, angefallene Fertigungslöhne und die Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Für das gesamte Vorratsvermögen gilt, dass Bewertungsrisiken aufgrund der Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit, niedrigerer Reproduktionskosten oder gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. nicht kostendeckender Verkaufspreise angemessen durch Einzelabschläge berücksichtigt sind.

Geleistete Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert bilanziert.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.

Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Aktive latente Steuern

Diese resultieren aus temporären und quasi-permanenten Bewertungsunterschieden zwischen der handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bewertung der Rückstellungen sowie aus bestehenden Verlustvorträgen. Die Berechnung erfolgt grundsätzlich unter der Verwendung eines Steuersatzes von 29,0 %, der Ansatz unterbleibt jedoch in Ausübung des Wahlrechtes nach § 274 (1) HGB.

Verbindlichkeiten und Rückstellungen

Die Rückstellungen sind in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 HGB in Höhe derjenigen Erfüllungsbeträge gebildet worden, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr müssen gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst werden, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde. Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG hatte sich zum 1. Januar 2010 eine Minderung von TEUR 22 ergeben, die in die Gewinnrücklage eingestellt wurde.

Die Rückstellungen für Pensionen werden für die Handelsbilanz nach den Bestimmungen des BilMoG vom 25. Mai 2009 unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" durchgeführt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt aufgrund einer versicherungsmathematischen Berechnung unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 3,9 % sowie der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:

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31.12.2015

%
31.12.2014

%
Einkommenstrend 3,00 3,00
Rententrend 1,25 1,25
Fluktuationsrate 1,50 1,50
Rechnungszins für Anwärter 3,90 4,58
Rechnungszins für Rentner 3,90 4,58

Die Rückstellungen für Jubiläen werden versicherungsmathematisch mit dem Teilwert auf Basis eines Zinssatzes von 3,9 % bewertet.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bewertungseinheiten

Derivative Finanzgeschäfte werden entsprechend § 254 HGB als Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Sicherungsgeschäft und Grundgeschäft besteht. Finanzgeschäfte, für die keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Daraus resultierende unrealisierte Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Während des Geschäftsjahres erfolgte die Einbuchung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum jeweiligen amtlichen Mittelkurs des Tages des Geschäftsvorfalls. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

3. Eingeschränkte Vergleichbarkeit

Bilanz:

Durch die zum 1. Januar 2015 erfolgte Verlagerung des operativen Geschäfts auf Tochterunternehmen wurden Vermögensgestände, Schulden und Mitarbeiter in wesentlichem Umfang übertragen. Hierdurch ist die Vergleichbarkeit einzelner Positionen deutlich beeinträchtigt.

Durch den Übergang von Mitarbeitern nach §613a BGB wurden Pensionsrückstellungen in Höhe von 3.138 TEUR und sonstige Rückstellungen in Höhe von 708 TEUR sowie Forderungen gegen Mitarbeiter in Höhe von 122 TEUR auf Tochterunternehmen übertragen.

Zur Fortführung der operativen Tätigkeit wurden Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe in Höhe von 2.606 TEUR und fertige Erzeugnisse in Höhe von 1.699 TEUR veräußert.

Gewinn- und Verlustrechnung:

Durch die Verlagerung der Produktion auf Tochterunternehmen bei gleichzeitiger Abwicklung des Auftragsbestandes per 31. Dezember 2014 kommt es zu Einschränkungen der Vergleichbarkeit innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung:

Die Umsatzerlöse entfallen ausschließlich auf den per 31. Dezember verbliebenen Auftragsbestand sowie Tochterunternehmen in Rechnung gestellte Holdingleistungen. Auftragseingänge von Kundenseite erfolgten keine im Geschäftsjahr, da diese nun ausschließlich die operativen Tochterunternehmen betreffen. In der Folge sanken auch die Erlöse der Materialaufwand der PVA TePla AG deutlich und schränken die Vergleichbarkeit mit den Vorjahreszahlen ein.

Der Personalaufwand des Vorjahres enthielt Löhne und Gehälter die nun Fertigungskosten der Tochterunternehmen darstellen und in Folge der Weiterbelastung im Geschäftsjahr 2015 als bezogene Leistungen zu qualifizieren sind. Des Weiteren sank der Personalaufwand durch die Verlagerung von Vertrieb und administrativen Stellen in die jeweiligen Tochterunternehmen.

B. Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zu den Positionen der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (vgl. Anlage zum Anhang) dargestellt.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:

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Name Sitz Kapitalanteil Eigenkapital 31.12.2015

TEUR
Ergebnis 2015

TEUR
PVA TePla America Inc. Corona/ CA, USA 100 % 6.572 -192
PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH Jena, Deutschland 100 % 3.172 0(*
PVA TePla Singapore Pte. Ltd. Singapur 100 % 565 181
PVA Industrial Vacuum Systems GmbH Wettenberg, Deutschland 100 % 500 0(*
PVA Crystal Growing Systems GmbH Wettenberg, Deutschland 100 % 250 0(*
PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH Kirchheim, Deutschland 100 % 247 0(*
PVA TePla (China) Ltd. Peking, VR China 100 % 150 -1
PVA Control GmbH Wettenberg, Deutschland 100 % 100 0(*
Munich Metrology Taiwan Inc. Hsinchu City, Taiwan 100 % 145 68(**
PVA TePla Analytical Systems GmbH Westhausen, Deutschland 100 % 908 127(*
PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH Jena, Deutschland 100 % 26 0(*
Xi'an HuaDe CGS Ltd. Xi'an, VR China 51 % -446 2
Vakuum Anlagenbau Service GmbH Hanau, Deutschland 100 % Siehe unten (***

(* wegen Ergebnisabführungsvertrag (ggf. mit bestehender Ausschüttungssperre)

(** mittelbare Beteiligung über Tochtergesellschaften

(*** operativer Geschäftsbetrieb eingestellt

Die Beteiligung an der Vakuum Anlagenbau Service GmbH (100 %, nach Abzug eigener Anteile) wurde in 2002 in voller Höhe abgewertet. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wurde über das Vermögen der Gesellschaft am 25. April 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2002 -448 TEUR, das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2002 belief sich auf -630 TEUR. Gemäß Mitteilung des Insolvenzverwalters vom 02. März 2016 ist das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen.

Die PlaTeG GmbH wurde mit Rückwirkung zum 01. Januar 2015 auf die PVA Industrial Systems GmbH verschmolzen.

Die Munich Metrology GmbH wurde mit Rückwirkung zum 01. Januar 2015 auf die PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH verschmolzen.

Die Munich Metrology Taiwan Inc. ist zur Umfirmierung in PVA Metrology & Plasma Solutions Taiwan Ltd. angemeldet.

Bei den Tochtergesellschaften PVA Analytical Systems GmbH und PVA Industrial Vacuum Systems GmbH erfolgten Kapitalerhöhungen um TEUR 750 bzw. TEUR 250.

Darüber hinaus haben sich gegenüber dem Jahresabschluss 2014 keine weiteren Änderungen ergeben.

Vorräte

Im Vorratsvermögen der PVA TePla AG sind unfertige Erzeugnisse (TEUR 14.244) ausgewiesen, die aus Aufträgen resultieren, die vor dem 31. Dezember 2014 abgeschlossen wurden und seitens der PVA TePla AG noch abgewickelt werden. Die erhaltenen Anzahlungen, die auf die erstellten unfertigen Erzeugnisse entfallen, wurden mit TEUR 11.957 offen von den Vorräten abgesetzt. Die deutliche Reduktion des Vorratsvermögens um TEUR 3.444 auf TEUR 2.529 ergibt sich aufgrund der geänderten Geschäftstätigkeit und der nur noch teilweisen Abwicklung des restlichen operativen Geschäftes durch die PVA TePla AG.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 1.352 EUR (VJ TEUR 3.383) aus geleisteten Anzahlungen für Vorräte, in Höhe von TEUR 2.416 (VJ TEUR 750) aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von TEUR 1.652 (VJ TEUR 1.445) aus Ergebnisabführungsverträgen und in Höhe von TEUR 15.006 (VJ TEUR 13.288) aus sonstigen Vermögensgegenständen.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen in der Regel weniger als ein Jahr. Forderungen mit einer Restlaufzeit größer als ein Jahr belaufen sich zum Stichtag auf eine Gesamthöhe von TEUR 93.

In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien in Höhe von TEUR 166 (VJ TEUR 0) enthalten.

Eigenkapital

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01.01.2015

TEUR
Jahres-

ergebnis

TEUR
Ausschüttung/

Dividende

TEUR
Zuführung

Rücklagen

TEUR
Entnahmen aus

Rücklagen

TEUR
31.12.2015

TEUR
Gezeichnetes Kapital 21.750 0 0 0 0 21.750
Kapitalrücklage 2.175 0 0 0 0 2.175
Gewinnrücklage 22 0 0 0 0 22
Bilanzgewinn 12.493 -5.826 0 0 0 6.667
36.440 -5.826 0 0 0 30.614

Die Gewinnrücklage resultiert aus dem Geschäftsjahr 2010, in welchem sich durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG im Zusammenhang mit den langfristigen Archivierungsrückstellungen eine Minderung in Höhe von TEUR 22 ergeben hat, die als Gewinnrücklage eingestellt wurde.

Das Grundkapital ist eingeteilt in TEUR 21.750 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 1,00 EUR. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind voll eingezahlt.

Ein bedingtes Kapital besteht zum 31. Dezember 2015 nicht.

Die Hauptversammlung der PVA TePla AG hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 10.874.994 EUR durch Ausgabe von bis zu 10.874.994 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre - soweit dies gesetzlich zulässig ist - auszuschließen. Kapitalerhöhungen wurden aus diesem genehmigten Kapital in 2015 nicht beschlossen.

Sonstige Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für derivative Finanzinstrumente (TEUR 782), Rückstellungen für Gewährleistungen (TEUR 541), Rückstellungen für Provisionen (TEUR 507), personalbezogenen Rückstellungen (TEUR 306), sonstige auftragsbezogene Rückstellungen (TEUR 271) sowie Rückstellungen für sonstige ausstehenden Rechnungen (TEUR 226) zusammen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren in Höhe von TEUR 1.667 (VJ TEUR 2.333), sowie mit einer Restlaufzeit von mehr als einem und weniger als fünf Jahren in Höhe von TEUR 2.702 (VJ TEUR 2.718). Die restlichen Verbindlichkeiten weisen eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen in der Form eines durch Grundschulden besicherten Immobiliendarlehen welches zum Stichtag auf TEUR 5.000 valutiert. Das Darlehen hat eine Restlaufzeit bis Januar 2023 und wird halbjährlich mit einem Betrag von TEUR 333 getilgt. Die bestehende Betriebsmittelfinanzierung wurde zum Stichtag nicht in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2015 hat die Gesellschaft eine weitere Kreditlinie mit einem Volumen von TEUR 7.500 abgeschlossen, diese wurde zum Stichtag in Höhe von TEUR 4.500 in Anspruch genommen. Die Kreditlinie hat eine Restlaufzeit bis August 2018. Im Verbindlichkeitsspiegel wird jedoch unterstellt, dass die in Anspruch genommene Linie innerhalb von 12 Monaten fällig ist.

Zur Absicherung der beiden Darlehen der PVA TePla AG zur Finanzierung der Neubauten in Wettenberg ist das Grundvermögen mit Grundschulden in Höhe von 18.000 TEUR belastet.

Für die oben angeführte Grundschuld wurde im Rahmen des im August 2015 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages eine Abtretung der Rückgewähransprüche sowie eine Einmalvalutierungserklärung zwischen den betroffenen Banken geschlossen. Die Grundschuld besichert damit erstrangig die Ansprüche aus dem oben angeführten Vertragsverhältnis und erst zweitrangig die Ansprüche aus dem Konsortialkreditvertrag.

Die wesentlichen Warenlager der PVA TePla AG wurden im Rahmen eines Konsortialdarlehensvertrages sicherungsübereignet. Darüber hinaus bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte der Lieferanten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Konzerngesellschaften wurden im Rahmen eines Konsortialdarlehensvertrages zediert.

Die teilweise aktivisch von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von insgesamt TEUR 14.670 (VJ TEUR 16.389) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 931 (VJ TEUR 547) aus Lieferungen und Leistungen, in Höhe von TEUR 7.577 (VJ TEUR 986) aus Ergebnisabführungsverträgen und in Höhe von TEUR 2.767 (VJ TEUR 2.145) aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Sonstige Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 37 (VJ TEUR 463).

2. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgrund der geänderten Geschäftstätigkeit und dem nur noch verhältnismäßig geringen Anteil des operativen Geschäftes erfolgt die Berichterstattung der PVA TePla AG im Geschäftsjahr 2015, abweichend zum Vorjahr erstmalig in der Form des Gesamtkostenverfahrens. Durch die Neuausrichtung der AG als Führungs- und Funktionsholding ist eine Vergleichbarkeit der Vorjahreszahlen nur eingeschränkt gegeben.

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2015 noch durch die Abwicklung der Aufträge geprägt, die bis zum 31.12.2014 direkt bei der PVA TePla AG beauftragt wurden. Neu hinzugekommen sind die reinen Holdingleistungen, die Umsätze aus der Verpachtung von Geschäftsbetrieben sowie aus Dienstleistungen mit Tochtergesellschaften umfassen. Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Regionen und Geschäftsbereiche wie folgt:

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Region TEUR Geschäftsbereich TEUR
Deutschland 13.127 Industrial Systems 21.134
Asien 11.795 Semiconductor Systems 5.524
Übriges Europa 2.544 Holding 3.710
Übrige 2.902
30.368 30.368

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr 2015 Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 153 enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Wechselkursverluste in Höhe von TEUR 436.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Im Berichtsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 234 angefallen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 194 enthalten.

Auf- und Abzinsung von Rückstellungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 300 Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Außerordentliche Aufwendungen

Im Zuge der Umstrukturierung wurden bestehende aktive Anwartschaften auf Pensionen der in die nun das operative Geschäft übernehmenden Gesellschaften PVA Industrial Vacuum Systems GmbH und PVA Crystal Growing Systems GmbH übertragenen Mitarbeiter ebenfalls an diese Gesellschaften übertragen. Die Übertragung dieser Pensionsverpflichtungen erfolgte zum beizulegenden Zeitwert, der um 1,8 Mio. EUR über dem sich aus der im Rahmen der HGB-Rechnungslegung vorgeschriebenen Ermittlung nach der projizierten Einmalbewertungsmetode (Projected Unit Credit-Method) ergebenden Wert lag und zu einem außerordentlichen Aufwand in genannter Höhe führte.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

In den Steueraufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 112 als Folge von Steuernachzahlungen für Vorjahre sowie periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 317 als Folge von Steuererstattungen für Vorjahre enthalten.

C. Ergänzende Angaben

1. Personal

Im Jahresdurchschnitt waren 28 (VJ 265) Mitarbeiter in der Gesellschaft tätig. Die Veränderung der Mitarbeiterzahlen ist auf die Ausgliederung des operativen Geschäftes an die Tochtergesellschaften zurückzuführen.

2. Außerbilanzielle Geschäfte

Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB zum 31. Dezember 2015 bestehen ausschließlich aus Leasingverträgen für Kfz, Maschinen und Büroausstattung (sog. "Operate-Leasing") mit künftigen Verpflichtungen in Höhe von 118 TEUR (Nominalwert). Die damit verbundenen für Leasingverträge typischen Risiken bestehen insbesondere aus den ungewissen Kosten im Fall der Rückgabe. Die Chancen bestehen vor allem aus der Schonung der Liquidität und der sicheren Kalkulationsgrundlage.

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Restlaufzeiten Nominalwert
• bis ein Jahr 69 TEUR
• über ein bis fünf Jahre 49 TEUR
• über fünf Jahre 0 TEUR

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2010 hat die LWT zur Finanzierung eines weiteren Lötofens einen Mietkaufvertrag mit einer Laufzeit bis September 2018 abgeschlossen, für welchen die PVA TePla AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen hat. Der Restbuchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2015 beträgt 288 TEUR.

Im Rahmen des Liquiditätsmanagements der PVA TePla-Gruppe werden die Kreditlinien in der Regel einheitlich für die Gruppe auf Basis einer ebenfalls einheitlichen Bonitätsbeurteilung der Gruppe vereinbart. Die Kreditzusage erfolgt dann an die PVA TePla AG mit einer fallweisen Nutzungsmöglichkeit auch für Tochtergesellschaften. In diesen Fällen ist dann in der Regel die Übernahme einer gesamtschuldnerischen Haftung der PVA TePla AG für die Inanspruchnahme durch die Tochtergesellschaften notwendig.

Alle Schuldner, für die eine Haftung übernommen wurde, eine Rücknahmeverpflichtung vorliegt, eine Patronatserklärung abgegeben und gebürgt wurde, haben ihre Tilgungsverpflichtungen bislang uneingeschränkt erfüllt. Uns liegen keine Erkenntnisse und Risiken vor, dass sich daran etwas ändern wird. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den vorangehend beschriebenen Mithaftungen wird als gering eingestuft.

Gegenüber den Beteiligungsgesellschaften PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, PVA Control GmbH, Wettenberg, PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen, PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, Jena, PVA Crystal Growing Systems GmbH, Wettenberg, und PVA Industrial Vacuum Systems GmbH, Wettenberg und PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH, Kirchheim bestehen zum Bilanzstichtag Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber Dritten i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB beträgt 823 TEUR per 31. Dezember 2015. Diese beinhalten finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen sowie aus längerfristigen Vereinbarungen in der Beschaffung mit Ausnahme der unter C.3. genannten Leasingverpflichtungen und gliedern sich wie folgt:

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Restlaufzeiten Nominalwert
• bis ein Jahr 779 TEUR
• über ein bis fünf Jahre 44 TEUR
• über fünf Jahre 0 TEUR

4. Derivative Finanzinstrumente Wechselkurssicherung

In Einzelfällen werden Anlagenverkäufe in Fremdwährung kontrahiert. Zur Absicherung der Wechselkursrisiken werden in diesen Fällen grundsätzlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Nettorisikoposition einer Gruppe von Grundgeschäften (Forderungen und zukünftige Forderungen aus schwebenden Absatzgeschäften in fremder Währung sowie Fremdwährungsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus schwebenden und Einkaufsgeschäften in fremder Währung) wird durch einzelne oder mehrere Sicherungsinstrumente zwecks Risikominimierung gesichert (Makro-Hedge).

Per 31. Dezember 2015 waren zwölf Devisentermingeschäfte für Kundenaufträge von Tochtergesellschaften mit einem Nominalwert von TEUR 4.562 offen. Ein Devisentermingeschäft hat eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Der Zeitwert der Devisentermingeschäfte beläuft sich auf -96 TEUR und ergibt sich aus der Differenz der Bewertung dieser Geschäfte zu dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenterminkurs für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Eine Drohverlustrückstellung in entsprechender Höhe wurde gebildet.

Zinssicherung

Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investition in neue Gebäude am Standort Wettenberg wurden zwei Zinssicherungsgeschäfte mit einem ursprünglichen Volumen von 10.000.000 EUR abgeschlossen. Der noch offene Betrag dieser Sicherungsgeschäfte zum Stichtag 31. Dezember 2015 beträgt TEUR 5.000 (VJ TEUR 5.667).

Die PVA TePla AG hat mit Wirkung zum 3. März 2014 zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Januar 2023 zusammengefasst. Der Darlehensbetrag beläuft sich zum 31. Dezember 2015 auf einen Betrag von TEUR 5.000.

Das Darlehen - mit gleichem Restbuchwert zum Bilanzstichtag wie oben genannte Zinssicherungsgeschäfte - wurde in einem sog. "Hedge Accounting" mit den Zinssicherungsgeschäften zusammengefasst, sodass die Immobilienfinanzierung zu einer geringeren Volatilität im Bereich des Zinsaufwands führt.

Am Tag der Ausreichung des neuen Darlehens wurde der gültige beizulegende Zeitwert der Sicherungsgeschäfte in Höhe von -861 TEUR letztmalig festgestellt und wird seitdem über dessen Restlaufzeit ratierlich aufgelöst. Hiervon sind seither kumuliert 178 TEUR ertragswirksam aufgelöst worden, so dass sich der verbliebene noch aufzulösende Zeitwert auf -683 TEUR beläuft.

Die Ermittlung der prospektiven und auch retrospektiven Effektivität erfolgt in Übereinstimmung mit IDW RS HFA 35 anhand der Critical Term Match Methode.

5. Gesellschaftsorgane

Der Vorstand besteht aus:

Peter Abel, Wettenberg (Vorstandsvorsitzender)

Diplom-Ingenieur

Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:

PVA Crystal Growing Systems GmbH, Wettenberg
PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director)

sowie bei folgenden nicht verbundenen Gesellschaften:

PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg

Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

Xi'an HuaDe CGS Corp., Xi'an, VR China (Aufsichtsratsvorsitzender)
3D Präzisionstechnik AG, Asslar (Aufsichtsratsvorsitzender)

Oliver Höfer, Jena (Vorstand Produktion und Technologie)

Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:

PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH
PVA Crystal Growing Systems GmbH, Wettenberg
PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen
PVA TePla Singapore Pte. Ltd., Singapur

Henning Döring, Gießen (Vorstand Finanzen)

Dipl.-Kfm., M.A., M.Sc.

Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:

PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director)
PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH, Kirchheim bei München
Munich Metrology Taiwan Ltd., Taiwan

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 599. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Die erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteile gestalten sich für jedes Vorstandsmitglied unterschiedlich.

Für den Vorstandsvorsitzenden, Herrn Peter Abel, existiert keine variable, Erfolgs- oder sonstige Bonusvergütung.

Für den Vorstand Produktion und Technologie, Herrn Oliver Höfer, gilt die folgende Bonusregelung: Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. Euro übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist grundsätzlich auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt; aufgrund des negativen Konzernjahresergebnisses wurde im Geschäftsjahr 2015 kein Bonusanspruch erreicht. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt.

Die Bonusregelung für den Finanzvorstand, Herrn Henning Döring, für das Geschäftsjahr 2015 sah einen festen Bonus für den Fall eines Konzern-Jahresüberschusses/Konzern-Jahresfehlbetrags von zumindest EUR 0 vor. Infolge des negativen Konzernjahresergebnisses wurde kein Bonusanspruch erreicht. Für besondere Leistungen im Geschäftsjahr 2014 erhielt Herr Henning Döring im Mai 2015 eine nachträgliche Anerkennungsprämie von TEUR 20.

Im Geschäftsjahr 2015 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:

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Gehalt

TEUR
Sonstige Bezüge

TEUR
Erfolgsabhängige Komponente

TEUR
Gesamt 2015

TEUR
Gesamt 2014

TEUR
Abel 120 0 0 120 90
Höfer 180 10 131*) 321 259
Döring 131 7 20 158 122
Knebelkamp 250
Gesamt 431 17 151 599 721

*) Die Auszahlung der langfristigen Vergütung erfolgt nach einer Bindungsfrist von drei Jahren unter Berücksichtigung des dann relevanten Aktienkurses

Die aufgeführten Werte für die erfolgsabhängige Komponente beinhalten die im Jahr 2015 für das Geschäftsjahr 2014 gewährten und um die im Geschäftsjahr 2014 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2015 für das Geschäftsjahr 2015 gebildete Rückstellung.

Die erfolgsabhängige Komponente für den Vorstand beinhaltet im Geschäftsjahr 2015 eine langfristige, erfolgsabhängige Komponente in Höhe von TEUR 131. Diese anteilsbasierte Vergütungskomponente wurde auf Basis eines Optionspreismodells berechnet.

Langfristig fällige Leistungen fallen im Zusammenhang mit der oben dargestellten langfristigen erfolgsabhängigen Komponente an. Alle anderen aufgeführten Bezüge sind kurzfristig fällig. Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung werden nicht gezahlt. Versorgungszusagen bestehen lediglich aus der Vergangenheit herrührend für den Vorstandsvorsitzenden, Peter Abel, in Höhe von 530 TEUR (VJ TEUR 514). Seit dem Wiedereintritt in den Vorstand sind keine weiteren Versorgungszusagen getroffen worden. Für alle weiteren derzeitigen Vorstandsmitglieder bestehen keine Pensionszusagen.

Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2015 nicht gewährt. Die Vorstandsverträge sehen eine Ausgleichszahlung bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeiten vor, deren Höhe - je nach Dienstvertrag - auf bis zu zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap). Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) und der damit evtl. einhergehenden vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit erhalten die Vorstandsmitglieder Leistungen, die 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten sollen.

Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden im Jahr 2015 Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 66 geleistet. Zum Bilanzstichtag besteht für derartige Pensionsverpflichtungen eine Rückstellung von TEUR 722.

Dem Aufsichtsrat gehören an:

Alexander von Witzleben, Weimar (Vorsitzender)

Feintool International Holding AG, Lyss (Präsident des Verwaltungsrats)

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Leipzig (Vorsitzender des Aufsichtsrats)
KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. kG, Bremen (Mitglied des Beirats)
Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg (Mitglied des Aufsichtsrats)
AFG Arbonia-Forster-Holding AG, Arbon/Schweiz (Präsident des Verwaltungsrats und CEO a.i.)
Artemis Holding AG, Aarburg/Schweiz (Mitglied des Verwaltungsrats)

Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen (stellvertretender Vorsitzender)

Global Leader Business Development and Markets,

Grant Thornton International Limited, London/ Großbritannien

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

Comvis AG, Essen (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Prof. Dr. Markus H. Thoma, Schöffengrund

Professor für Plasma- und Raumfahrtphysik an der Universität Gießen

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

keine

Vergütung des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit je Geschäftsjahr eine fixe Gesamtvergütung in Höhe von EUR 100.000.

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TEUR 01.01. -31.12.2015 Fixe Vergütung 01.01. - 31.12.2015 Variable Vergütung 01.01. - 31.12.2014 Fixe Vergütung 01.01. - 31.12.2014 Variable Vergütung
Alexander von Witzleben 50 0,00 50 0,00
Prof. Dr. Günter Bräuer (bis 13.06.2014) 0,00 11 0,00
Dr. Gernot Hebestreit 25 0,00 25 0,00
Prof. Dr. Markus H. Thoma (seit 13.06.2014) 25 0,00 14 0,00
Summe 100 0,00 100 0,00

Die Aufteilung dieser Gesamtvergütung unter den Aufsichtsratsmitgliedern erfolgt in der Weise, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten Betrag eines einfachen Aufsichtsratsmitgliedes erhält. Bei unterjährigem Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Aufsichtsrat erhält dieses eine zeitanteilige Vergütung.

Zur Deckung der zivilrechtlichen Haftung von Organmitgliedern wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2015 wurde für diese Versicherung eine Prämie in Höhe von TEUR 5 (VJ TEUR 11) gezahlt.

6. Nahestehende Unternehmen und Personen

Innerhalb des Geschäftsjahres wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu marktunüblichen Konditionen durchgeführt.

7. Honorar des Abschlussprüfers

Das im Geschäftsjahr berechnete Honorar des Abschlussprüfers im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB wird im Anhang zum Konzernabschluss der PVA TePla AG ausgewiesen.

8. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Die nach § 161 AktG / § 285 Nr. 16 HGB vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären unter www.pvatepla.com in der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich gemacht.

9. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Zum 31. Dezember 2015 hat die Herrn Abel gehörende PA Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Wettenberg eine Beteiligung von mehr als 25 % an dem Unternehmen.

Herr Peter Abel, Wettenberg, hat uns nach den §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. November 2002 die Schwelle von 25 % überschritten hat und nunmehr 29,99 % beträgt. Davon sind ihm 29,32 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG zuzurechnen.

Am 10. Oktober 2013 hat uns die ARGOS FUNDS, Luxembourg, Luxembourg, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 03. Oktober 2013 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,53 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt. Darüber hinaus hat uns die ARGOS INVESTMENT MANAGERS SA, Meyrin, Schweiz am 10. Oktober 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 03. Oktober 2013 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,53 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt. Diese 5,53 % (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) werden der ARGOS INVESTMENT MANAGERS SA gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG von der ARGOS FUNDS, Luxembourg, zugerechnet.

Am 18. September 2014 hat uns Herr Christian Graf Dürckheim, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 08.09.2014 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und an diesem Tag 4,01 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 872.070 Stimmrechten) beträgt.

Am 1.4.2015 hat uns die UBS AG, Zürich, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 26.03.2015 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,004 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 653.369 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Darüber hinaus hat uns am 31.03.2015 die UBS Group AG, Zürich, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 26.03.2015 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 3,004 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 653.369 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Diese 3,004 % (dies entspricht 653.369 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) werden der UBS Group AG gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG von der UBS AG, zugerechnet.

Am 7.5.2015 hat uns die UBS AG, Zürich, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 4.5.2015 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,77 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 601.809 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Darüber hinaus hat uns am 7.5.2015 die UBS Group AG, Zürich, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 4.5.2015 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,77 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 601.809 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Diese 2,77 % (dies entspricht 601.809 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) werden der UBS Group AG gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG, zugerechnet.

Angaben zum Mitteilungspflichtigen: UBS Group AG, CHE

Namen der Aktionäre: UBS Switzerland AG

Datum der Schwellenberührung: 17.12.2015

Gesamtstimmrechtsanteile

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Anteil Stimmrechte Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl Stimmrechte
Neu 3.04 % 1.07 % 4.10 % 21749988
Letzte Mitteilung 2.77 %

Stimmrechte (§§ 21,22 WpHG)

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ISIN absolut in %
direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007461006 0 660292 0 % 3.04 %
Summe 660292 3.04 %

Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

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Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
Right to recall lent shares at any time 25000 0.11 %
Right to substitute shares delivered as collaterals at any time 206745 0.95 %
Summe 231745 1.07 %

Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:

Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:

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Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Stimmrechte in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
UBS Group AG
UBS AG
UBS Switzerland AG 3.04 %

Angaben zum Mitteilungspflichtigen: UBS Group AG, Zürich, CHE

Datum der Schwellenberührung: 18.12.2015

Gesamtstimmrechtsanteile

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Anteil Stimmrechte Instrumente Summe Anteile Gesamtzahl Stimmrechte
Neu 0.06 % 4.04 % 4.10 % 21749988
Letzte Mitteilung 3.04 % 1.07 % 4.10 %

Stimmrechte (§§ 21,22 WpHG)

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absolut in %
ISIN direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG) direkt (§ 21 WpHG) zugerechnet (§ 22 WpHG)
--- --- --- --- ---
DE0007461006 0 12676 0 % 0.06 %
Summe 12676 0.06 %

Instrumente i.S.d. § 25 Abs. 1 Nr. 1 WpHG

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Art des Instruments Fälligkeit / Verfall Ausübungszeitraum / Laufzeit Stimmrechte absolut Stimmrechte

in %
Right to recall lent shares at any time 25000 0.11 %
Right to substitute shares delivered as collaterals at any time 854361 3.93 %
Summe 879361 4.04 %

Informationen in Bezug auf den Mitteilungspflichtigen:

Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen:

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Unternehmen Stimmrechte in %, wenn 3 % oder höher Stimmrechte in %, wenn 5 % oder höher Summe in %, wenn 5 % oder höher
UBS Group AG
UBS AG
UBS Switzerland AG

10. Konzernabschluss

Die PVA TePla AG erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (ABl. EG Nr. L 243 S. 1) i. V. m. § 315a Abs. 1 HGB, in den die in Abschnitt C.1. Beteiligungsverhältnisse genannten verbundenen Unternehmen einbezogen sind. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

11. Gewinnverwendung/Bilanzgewinn

Der Vorstand schlägt dem Aufsichtsrat vor, den Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 6.667 auf neue Rechnung vorzutragen.

Wettenberg, den 18. März 2016

PVA TePla AG

Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands

Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie

Henning Döring, Vorstand Finanzen

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Wettenberg, 18. März 2016

Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands

Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie

Henning Döring, Vorstand Finanzen

Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der PVA TePla AG, Wettenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Frankfurt am Main, 18. März 2016

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Christian Fuchs, Wirtschaftsprüfer

Carl-Markus Groß, Wirtschaftsprüfer