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PVA TePla AG — Governance Information 2013
May 30, 2014
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Governance Information
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PVA TePla AG
Wettenberg
Konzernabschluss zum 31.12.2013
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Arbeit des Vorstands der PVA TePla AG kontinuierlich überwacht und regelmäßig beratend begleitet. Wir hatten stets ausreichend Gelegenheit, uns bei Aufsichtsratssitzungen mit den Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form, erstatteten Berichte. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik sowie andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, die Strategie, die finanzielle Entwicklung und Ertragslage des Unternehmens, das Risikomanagement, die Compliance und andere wesentliche Ereignisse, die für die PVA TePla von Bedeutung waren, unterrichtet. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Zusätzlich wurde der Aufsichtsrat regelmäßig mit den Monats- und Risikoberichten des Vorstands über die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens informiert. Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Sofern erforderlich, geschah dies auch im Umlaufverfahren. Neben den Sitzungen und Berichten habe ich mich als Aufsichtsratsvorsitzender in Gesprächen mit dem Vorstand über die aktuelle Situation informiert.
Der Aufsichtsrat trat 2013 zu sieben Aufsichtsratssitzungen zusammen. Es fanden vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt und drei außerordentliche Sitzungen. In den drei außerordentlichen Sitzungen wurden die weitere Geschäftsentwicklung, die Umsetzung und die Wirksamkeit des Restrukturierungsprogramms und die Unternehmensstrategie der PVA TePla besprochen. An sechs Sitzungen haben alle Aufsichtsratsmitglieder teilgenommen, an einer Sitzung haben zwei Mitglieder teilgenommen. Ausschüsse wurden aufgrund der Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern nicht gebildet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln wären, wurden im Gesamtplenum behandelt.
INTERESSENKONFLIKTE
Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, sind nicht aufgetreten.
BERATUNGSSCHWERPUNKTE
Der Aufsichtsrat hat sich in allen seinen Sitzungen im Zusammenhang mit den stark rückläufigen Auftragseingängen seit dem zweiten Halbjahr 2012 und der damit einhergehenden schwachen Auslastung der Kapazitäten im Jahresverlauf 2013 eingehend mit der Geschäftsentwicklung und mit dem Restrukturierungskonzept der PVA TePla beschäftigt. Im Mittelpunkt der Beratungen standen die Analyse des schwachen Auftragseingangs in den einzelnen Geschäftsbereichen und die daraus erforderlichen Kostensenkungsmaßnahmen. Der Aufsichtsrat ließ sich zudem über die geplanten Maßnahmen zur Überwindung der Auftragsschwäche wie die Entwicklung neuer Produktlinien und den Ausbau und die Stärkung der Vertriebsaktivitäten in verschiedenen Regionen eingehend informieren. Ebenso wurden die Geschäftslage, Markt- und Wettbewerbsumfeld der einzelnen Produktbereiche und die daraus resultierenden Handlungsoptionen für die PVA TePla besprochen. Der Fortführung des Geschäftsbereichs Solar Systems als Produktbereich im Geschäftsbereich Semiconductor Systems wurde zugestimmt. Die Übernahme der JenaWave GmbH - Entwickler und Hersteller von Kernkomponenten für Metrologiesysteme - wurde eingehend erläutert und genehmigt. Die Auswirkungen der Umsatzverschlechterung im Geschäftsjahr 2013 auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurden intensiv mit dem Vorstand erörtert. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Erörterung von Vorstandsangelegenheiten im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Herrn Bohle und der Bestellung eines neuen Vorstandsmitglieds.
CORPORATE GOVERNANCE UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Vorstand und Aufsichtsrat haben in der Sitzung am 28. November 2013 unter anderem über die Aktualisierung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex beraten. Die aktualisierte gemeinsame Entsprechenserklärung ist im Dezember 2013 der Öffentlichkeit auf der Internetseite www.pvatepla.com im Bereich "Investor Relations - Corporate Governance" dauerhaft zugänglich gemacht worden. Abweichungen von diesem Kodex sind zwischen Vorstand und Aufsichtsrat intensiv erörtert und begründet worden. Über Corporate Governance berichtet der Vorstand, zugleich auch für den Aufsichtsrat, gemäß Ziffer 3.10 des Kodex auf der Internetseite der Gesellschaft unter: http://www.pvatepla.com/pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance.
Der Hauptversammlung wurde die Wahl der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft" als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Prüfers im Sinne von § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überzeugt und eine entsprechende Unabhängigkeitserklärung eingeholt und ausgewertet. Nach einem Beschluss des Aufsichtsrats erbringt der Abschlussprüfer keine Beratungsleistungen für den Konzern. Nach der Zustimmung durch die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat den Auftrag an den Abschlussprüfer erteilt und das Prüfungshonorar festgelegt. Ebenso wurden die Schwerpunkte der Prüfungen des Jahres- und des Konzernabschlusses 2013 zwischen Aufsichtsrat und Abschlussprüfer abgestimmt.
Die Selbstevaluierung wurde anhand eines detaillierten Fragenkatalogs durchgeführt und somit die gemäß Corporate Governance Kodex vorgesehene Überprüfung der Effizienz des Aufsichtsrats vorgenommen.
ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Der Vorstand hat für das Berichtsjahr einen Abhängigkeitsbericht gem. § 312 Abs. 3 AktG erstellt. Dieser Bericht wurde von der "Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft" geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit folgendem Wortlaut versehen: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaften nicht unangemessen hoch waren." Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat zugeleitet, der diesen und die darin aufgeführten Rechtsgeschäfte und Maßnahmen einer eigenständigen Prüfung gem. § 314 Abs. 2 AktG unterzog. Diese führte zu keinen Beanstandungen. In der Sitzung am 24. März 2014 hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.
JAHRESABSCHLUSS
Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31.12.2013 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 der PVA TePla AG geprüft. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der vorliegende Jahres- und Konzernabschluss in Übereinstimmung mit dem HGB bzw. den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt worden ist und ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage widerspiegelt. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Die Abschlüsse nebst Lageberichten sowie die jeweiligen Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrats übersandt. Diese hat der Aufsichtsrat ausgewertet und in der Sitzung vom 24. März 2014 ausführlich erörtert. In dieser Sitzung hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und die Stellungnahme des Abschlussprüfers zur Lagebeurteilung des Vorstands, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit gem. § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens sind wir einverstanden. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, aufgrund des negativen Jahresergebnisses keine Ausschüttung vorzunehmen und den ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Im Berichtszeitraum kam es zu keinen Veränderungen in der personellen Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Verändert hat sich die Besetzung des Vorstands der PVA TePla AG. Arnd Bohle, im Vorstand zuständig für Finanzen, hat sein Amt am 19. Juni 2013 niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat entschieden, dass zunächst kein Nachfolger für Arnd Bohle bestellt wird, sondern seine Aufgaben auf bestehende Ressorts und den Vorstandsvorsitzenden übergehen. Auf der Aufsichtsratssitzung am 28. November 2013 wurde Oliver Höfer zum neuen Vorstand Produktion und Technologie (COO) berufen. Dieser Funktionsbereich ist auf Vorstandsebene neu geschaffen worden.
DANK
Rückblickend auf 2013 ist festzuhalten, dass die wirtschaftliche Situation für die PVA TePla-Gruppe schwierig war. Die Unternehmensgruppe stand vor großen Herausforderungen, denen sie, u.a. mit einem ambitionierten, größeren Programm zur Senkung der Personal- und Sachkosten begegnete. Bedauerlicherweise war diese notwendige Maßnahme für viele Beschäftigte mit teilweise schmerzhaften Einschnitten verbunden. Den Mitarbeitern, die diese Maßnahmen mitgetragen haben, möchten wir an dieser Stelle herzlich danken.
Der Aufsichtsrat wird den Vorstand weiterhin bei seinen Aufgaben konstruktiv begleiten. Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2013.
Wettenberg, im März 2014
Für den Aufsichtsrat
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats der PVA TePla AG
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB
Gemeinsame Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der PVA TePla AG gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Wettenberg erklären hiermit, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der aktuell veröffentlichten Fassung vom 13. Mai 2013 entsprochen wurde und wird. Hiervon ausgenommen sind folgende Kodexregelungen:
1. Der Kodex sieht unter den Ziffern 4.1.5, 5.1.2 Abs. 1 sowie 5.4.1 Abs. 2 vor, bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen bzw. bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben.
Vorstand und Aufsichtsrat lassen sich bei der Besetzung von Führungspositionen ausschließlich von der Qualifikation der Bewerber leiten.
Begründung: Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben sich und lassen sich auch künftig bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen von dem Ziel leiten, eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen.
2. Der Kodex sieht unter Ziffer 4.2.1 vor, dass der Vorstand aus mehreren Personen bestehen soll.
Der Vorstand besteht nach einem personellen Wechsel seit der Bestellung von Herrn Oliver Höfer wieder aus zwei Mitgliedern.
3. Der Kodex sieht unter Ziffer 4.2.3 Abs. 4 ein Abfindungs-Cap für vorzeitig aus dem Amt scheidende Vorstandsmitglieder vor.
Ab dem nach dem 31.12.2012 folgenden Geschäftsjahr ist in den Vorstandsverträgen ein dem Kodex entsprechendes Abfindungs-Cap vorgesehen.
4. Für den Aufsichtsrat empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3 die Bildung von Ausschüssen.
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfügt über keine gesonderten Ausschüsse.
Begründung: Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet. Die in Ziffer 5.3 aufgeführten Themenkomplexe für zu bildende Ausschüsse werden vom Aufsichtsratsplenum behandelt.
Wettenberg, 28. November 2013
für den Vorstand
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
für den Aufsichtsrat
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Unternehmensführungspraktiken
Die PVA TePla übt ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen der jeweils gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen aus. Dies umfasst z.B. die landesspezifisch gültige Gesetzgebung, den Corporate Governance Kodex und die Satzung des Unternehmens. Die Umsetzung erfolgt durch die organisatorischen Regelungen im Unternehmen. Darüber hinaus sind das Vorleben durch die Führungskräfte, eine offene und faire Kommunikation auf und zwischen allen Ebenen im Unternehmen sowie eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten wichtige Voraussetzungen für unsere Geschäftstätigkeit. Weiterführende formelle Regelungen werden nicht angewendet. Aufgrund der Inhalte unserer Unternehmenstätigkeit - der Konstruktion von innovativen Hightech-Systemen und dem damit verbundenen Umfeld (z.B. Teilezukauf i.d.R. von Industriebetrieben aus entwickelten Ländern, geringe Umweltrisiken) erachten wir dies derzeit für angemessen.
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat Vorstand
Der Vorstand der PVA TePla AG legt die unternehmerischen Ziele, die strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik sowie die Konzernorganisation fest. Hierzu zählt insbesondere die Steuerung des Konzerns einschließlich seiner Finanzressourcen, die Koordination und Überwachung der Geschäftsbereiche, die Personalplanung sowie die Präsentation des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt und der Öffentlichkeit. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über alle das Unternehmen betreffenden relevanten Planungen. Geschäfte und Maßnahmen, denen der Aufsichtsrat zustimmen muss, werden diesem rechtzeitig vorgelegt.
Arbeitsweise des Vorstands
Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die festgelegten Unternehmensziele zu erreichen. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand und arbeitet vertrauensvoll mit den übrigen Organen der Gesellschaft zusammen.
Für den Konzern, seine Tochtergesellschaften legt der Vorstand die langfristigen Ziele sowie die Strategien fest und bestimmt die Richtlinien sowie die Grundsätze für die daraus abgeleitete Unternehmenspolitik. Er koordiniert und kontrolliert die bedeutsamen Aktivitäten. Er legt das Portfolio fest, entwickelt und setzt Führungskräfte ein, verteilt die Ressourcen und entscheidet über die finanzielle Steuerung und Berichterstattung des Konzerns.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die zwei Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Aufgabenverteilungsplan.
Der Vorstand in seiner Gesamtheit zusammen mit den Geschäftsbereichsleitern entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen. Außerdem besteht ein Katalog von Geschäftsvorfällen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.
Vorstandssitzungen, an denen auch die Geschäftsbereichsleiter teilnehmen, finden regelmäßig statt. Sie werden durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. Darüber hinaus kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung verlangen. Sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Die Sitzungen werden protokolliert, der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält jeweils eine Kopie des Protokolls.
Gemäß Geschäftsordnung und Aufgabenverteilungsplan des Vorstands obliegt dem Vorstandsvorsitzenden insbesondere die Führung und Koordinierung des Konzernvorstands. Er repräsentiert Gesellschaft und Konzern gegenüber Dritten und der Belegschaft in Angelegenheiten, die nicht nur Unternehmens- oder Konzernteile betreffen. Darüber hinaus hat er eine besondere Verantwortlichkeit für bestimmte Aufgabenbereiche gemäß Aufgabenverteilungsplan sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Angesichts der geringen Anzahl von Vorstandsmitgliedern sind keine Ausschüsse des Vorstands eingerichtet.
Aufsichtsrat
Gemäß den gesetzlichen Regelungen überwacht der Aufsichtsrat den Vorstand in der Ausübung seiner Tätigkeit und der Führung des Unternehmens. Dabei begleitet er insbesondere den Vorstand in kritischer Diskussion grundsätzlicher Fragen der Ausrichtung des Unternehmens. Dazu zählen speziell die jährliche Unternehmensplanung und die Aufstellung der Abschlüsse, aber auch grundlegende Themen der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens.
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG besteht aus drei Mitgliedern, die sich in vier ordentlichen Sitzungen im Jahr über die wirtschaftliche Situation und den Geschäftsverlauf im Unternehmen detailliert informieren lassen. Aufgrund dieser Mitgliederzahl entfällt die Einrichtung von Ausschüssen. Die Organisation der Aufsichtsratsarbeit ist in einer Geschäftsordnung des Aufsichtsrates schriftlich fixiert. Herr Dr. Hebestreit erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung, die bei mindestens einem Mitglied des Aufsichtsrats vorliegen müssen.
Regelmäßige Monatsberichte mit der Erläuterung wesentlicher unternehmerischer Kennziffern von Seiten des Vorstandes geben dem Aufsichtsrat Einsicht in den Verlauf der Geschäftssituation. Neben den Sitzungen und Berichten informiert sich der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand.
Der Aufsichtsrat hat im Hinblick auf die entsprechende Änderung des Corporate Governance Kodex folgende konkrete Ziele für die zukünftige Bestellung von Vorstandsmitgliedern und die Besetzung des Aufsichtsrats beschlossen, die der bisherigen Praxis entsprechen:
―
Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität
―
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
| ― | Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerben sind zu vermeiden. |
| ― | Ausreichende Zeit der Aufsichtsratsmitglieder zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben |
―
Mindestens ein Aufsichtsrat besitzt
| ― | Erfahrungen in der Unternehmensführung |
| ― | gute Kenntnisse und einschlägige Erfahrungen in grundlegenden und aktuellen Fragen der Rechnungslegung, Abschlussprüfung und des Risikomanagements |
| ― | einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen mit dem Kapitalmarkt |
| ― | Kenntnisse im Gesellschaftsrecht, insbesondere im Aktienrecht |
| ― | technische Branchenerfahrung |
―
Berücksichtigung einer Altersgrenze von 70 Jahren
Im Hinblick auf das Ziel Vielfalt lässt sich der Aufsichtsrat von dem Grundsatz leiten, dass eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen ist.
Durch diese Ziele ist gewährleistet, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
Mindestens einmal jährlich prüft der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit im Rahmen einer strukturierten Selbstevaluierung.
für den Vorstand
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
für den Aufsichtsrat
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Vergütungsbericht
Der folgende Bericht erläutert die Struktur und die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.
Vergütung des Vorstands
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. EUR übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Einzelheiten sind im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung beliefen sich die Bezüge des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 auf TEUR 100.
Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2013 nicht gewährt.
Zusammengefasster Lagebericht
1. Grundlagen des Konzerns
Geschäftstätigkeit
Die PVA TePla-Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Wettenberg, Deutschland, beschäftigt zum 31.12.2013 an acht Standorten 424 Mitarbeiter. Sie bietet ihren Kunden Anlagen zur Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger Werkstoffe, die unter hoher Temperatur, Vakuum, zum Teil unter Druck und im Plasma prozessiert werden.
Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel die 300mm-Silizium (Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, hochreine (Si)-Wafer aus Floatzonematerial sowie Wafer aus Siliziumcarbid (SiC) für die Hochleistungselektronik, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt, Produktionstechnologien für Metallpulver - zum Beispiel für Hartmetalle -, Produktionstechnologien für Mikrosensoren (MEMS, Micro-Electro-Mechanical-Systems) und leuchtstarke Lichtquellen aus Halbleiter-Dioden (HB LED - High Brightness Light Emitting Diodes), die Technologie zur Herstellung ultra-dünner Wafer, aber auch Oberflächenbehandlungssysteme für Kunststoffe in der Life Science-Industrie und für metallische Oberflächen.
Im Unternehmensportfolio befinden sich zudem Inspektions- und Analysegeräte zur zerstörungsfreien Qualitätsprüfung (Metrologie). Durch sie werden die Hersteller von Hightech-Materialien in die Lage versetzt, die immer höher werdenden Qualitätsanforderungen zu gewährleisten.
Hightech-Werkstoffe werden aller Voraussicht nach auch in Zukunft auf Herstellungsprozesse im Vakuum und unter hoher Temperatur angewiesen sein, so dass für die Produkte und Technologien der PVA TePla auf dem Weltmarkt gute Absatzchancen vorhanden sein werden.
Berichtssegmente
Die PVA TePla-Gruppe gliederte ihr Geschäft 2013 letztmalig in drei Geschäftsbereiche (GB): Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems. Die Grafik bietet einen Überblick über die organisatorischen Einheiten und die Zuordnung der Tochtergesellschaften zu den Geschäftsbereichen:

Die hervorgehobenen Bereiche werden in den Einzelabschluss der PVA TePla AG einbezogen.
ÄNDERUNGEN IN DEN BERICHTSSEGMENTEN
Gegenüber dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2012 hat sich in 2013 keine wesentliche Veränderung in der Geschäftsbereichsstruktur und der Zuordnung der Tochtergesellschaften zu ihr ergeben.
Der Geschäftsbereich Semiconductor Systems wurde um eine Tochtergesellschaft ergänzt. Im April 2013 wurde die JenaWave GmbH, Jena übernommen. JenaWave entwickelt und baut die als Kernkomponenten anzusehenden optischen Messköpfe inkl. der komplexen Auswertungs- und Steuerungs-Software für die Analysesysteme vom Typ SIRD (=Scanning Infrared Depolarization) und TWIN (Thermal Wave Inspection) aus dem Produktbereich Metrologie, der in Kirchheim bei München ansässig ist. Mit dieser Akquisition wurde eine grundlegende Technologie für diese Analysesysteme ins eigene Haus geholt. Die JenaWave GmbH wurde erstmals in den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2013 einbezogen.
An dieser Stelle sei bereits darauf hingewiesen, dass zu Beginn des Geschäftsjahrs 2014 der GB Solar Systems als Produktbereich in den GB Semiconductor Systems integriert werden wird, so dass in Zukunft über das Geschäft der PVA TePla-Gruppe in zwei Geschäftsbereichen berichtet wird.
Steuerungssysteme
Zur Steuerung des Konzerns verwendet die PVA TePla-Gruppe operative Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Konzernumsatz, Bruttoergebnis (Bruttomarge), EBIT (EBIT-Marge), Periodenergebnis und Segmentergebnis), Bilanzkenngrößen wie Eigenkapitalquote und Working Capital Ratio sowie Kennzahlen zur Liquiditätslage wie Liquiditätsbestand, Nettofinanzposition und Liquiditätsreserven.
Wichtige Kennzahlen zur Steuerung der Ertragslage sind der Konzernumsatz, Bruttoergebnis - Umsatz abzüglich Herstellungskosten des Umsatzes - und das operative Ergebnis (EBIT) mit der daraus resultierenden EBIT-Marge. Diese Kennzahlen werden auch auf Segmentebene als wichtige interne Steuerungsgröße monatlich ermittelt.
Die Auftragslage wird durch die entsprechenden Kennzahlen zum Auftragseingang und Auftragsbestand monatlich auf Segmentebene ermittelt. Die ermittelte Book-to-Bill-Ratio stellt das Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz innerhalb eines bestimmten Zeitraums dar. Bei einer Book-to-Bill-Ratio größer als 1 sind also die Auftragseingänge höher als der Umsatz, so dass in Zukunft von steigenden Umsätzen ausgegangen werden kann. Liegt die Book-to-Bill-Ratio unterhalb von 1, ist in Zukunft tendenziell von sinkenden Umsätzen auszugehen.
Als Bilanzkenngröße wird die Eigenkapitalquote - Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme - und die Working Capital Ratio - Verhältnis des Working Capitals zum Umsatz - auf halbjährlicher Ebene ermittelt. Das Working Capital definieren wir als Saldo aus Vorräten, künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und geleisteten Anzahlungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen und erhaltenen Anzahlungen. Zum Working Capital Management der Unternehmensgruppe gehört auch die laufende Überwachung der Zahlungsziele unserer Kunden (Days Sales Outstanding - DSO), der Lagerdauer unserer wesentlichsten Vorräte (Days Inventory Outstanding - DIO) sowie des Zahlungsziels an unsere Lieferanten (Days Payable Outstanding - DPO).
Zur Steuerung der Liquiditätslage werden - neben der oben beschriebenen Überwachung der Zahlungsziele von Kunden und Lieferanten - laufend der Liquiditätsbestand sowie die Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien und Avallinien überwacht und auf monatlicher Basis eine rollierende Liquiditätsvorschau ermittelt. Quartalsweise wird zudem die Nettofinanzposition - als Saldo aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten und dem Kassenbestand - berichtet. Jährlich erfolgt eine Überprüfung des gruppenweiten und segmentbezogenen Gesamtkapitalkostensatzes (Weighted Average Cost of Capital - WACC) sowie des durchschnittlichen Fremdkapitalkostensatzes.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der rechtlichen und satzungsgemäßen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 lag der Fokus der Prüfung auf der konzernweiten Liquiditätssteuerung.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Das zentrale Buchhaltungssystem ist mit dem ERP-System über umfassende Schnittstellen verbunden.
Die Konsolidierung der Abschlüsse erfolgt in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen und -controlling gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Forschung und Entwicklung
Die Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen im Berichtszeitraum im Konzern bei 2,6 Mio. EUR (Vorjahr [VJ]: 4,7 Mio. EUR) und waren somit gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich rückläufig. Im Folgenden werden einige Beispiele an Entwicklungen aus den einzelnen Geschäftsbereichen aufgezeigt:
Im Geschäftsbereich Industrial Systems erfolgen F&E-Arbeiten weitgehend im Rahmen von bezahlten Kundenaufträgen; diese Kosten werden daher als Herstellungskosten des Umsatzes gebucht und nicht gesondert ausgewiesen. Die anteiligen F&E-Leistungen, die zu Neuerungen und Optimierungen der Produkte führen, können mit rund 10% der gesamten Konstruktionsleistung angesetzt werden. Die Entwicklung eines standardisierten Vakuum-Sinter-Ofens stand im Mittelpunkt der Entwicklungsleistungen des laufenden Geschäftsjahrs im GB Industrial Systems.
Mit dieser Standardanlage, deren Entwicklung zu Beginn 2014 abgeschlossen sein wird, werden weitere Hartmetallhersteller auf dem Weltmarkt für die hochwertige Anlagentechnologie der PVA TePla gewonnen werden können. Bereits im Oktober 2013 wurde dieses neue Anlagenkonzept erstmalig von einem Neukunden bestellt.
Im GB Semiconductor Systems wurde bei den Ultraschallmesssystemen der Hauptfokus der Entwicklung auf die nächste Generation hochauflösender ADC-Karten (Analog Digital Converter - analog digitaler Wandler) gelegt. Die neuentwickelte Transducer-Dünnfilmtechnik erfordert eine Digitalisierung mit höheren Abtastraten, um die Funktionalität der akustischen Abbildung und auch die Bildauflösung nachhaltig zu verbessern. Diese 2013 abgeschlossenen Entwicklungen sollen auch für die nächste Generation des neuen SAM 2000 eingesetzt werden, dem einzigen 2.000 MHz Mikroskop, das weltweit erhältlich ist. Im Produktbereich Plasmaanlagen wurde die zweite Generation der hochproduktiven Reinigungs-Aktivierungsanlage für Halbleiter-Chips, die sich auf sogenannten Leadframes befinden, gebaut. Diese Anlage ist nun für die zwei wichtigsten Plasmatechnologien - mittels Mikrowelle und Radiofrequenz - vorbereitet. Die Auslieferung an eines der führenden "Chip-Packaging" Häuser erfolgte im vierten Quartal 2013. Des Weiteren wurden in diesem Produktbereich an dem amerikanischen Produktionsstandort der PVA TePla-Gruppe PECVD-Prozesse für stark wasserabweisende (hydrophobe) Oberflächen für Mobilgeräte und Smartphones weiterentwickelt. Im Produktbereich Kristallzuchtanlagen wurden die Konzeptentwicklung und der Bau der Hochtemperatur-Anlage "baSiC-T" zur Herstellung von Siliziumcarbid (SiC)-Kristallen abgeschlossen. Dieser Anlagentyp ist insbesondere für eine kostengünstige Massenproduktion geeignet. Typische Anwendungsbereiche sind die Hochleistungselektronik und die Optoelektronik, in denen die spezifischen Eigenschaften des Siliziumcarbid-Materials wie hohe thermische Leitfähigkeit zum Tragen kommen. Mehrere Bestellungen aus dem europäischen und asiatischen Raum liegen bereits vor.
Im Geschäftsbereich Solar Systemsis wurden 2013 im Rahmen des Förderprojekts xμ-Material (Primäres technisches Ziel dieses Clusterkonsortiums ist die Reduktion der spezifischen Materialkosten) in der dafür entwickelten Labor-Cz (Czochralski)-Anlage Kristalle gezüchtet und den Projektpartnern zur Charakterisierung bereitgestellt. Im Rahmen des Spitzenclusterprojekts FzSil wurden an der Floatzone-Prototypanlage FZ35 in Wettenberg weitere Monokristalle für Anwendungen in der Photovoltaikindustrie gezogen. Im Rahmen der Feeder-Entwicklung wurden die Arbeiten zu Dosiereinrichtungen mit dem Ziel fortgesetzt, im Markt befindliche Kristallzuchtanlagen mit dieser Zusatzausrüstung auszustatten, um den sogenannten "MULTIPULLING"-Prozess mit mindestens zwei Kristallen je Prozesszyklus kostenoptimiert zu ermöglichen und kundenspezifisch zu qualifizieren. Parallel dazu wird die Feedertechnik des Mobilen SiCharger für größere Silizium-Chunks weiterentwickelt.
Übernahmerelevante Angaben
Im Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.
ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Zum 31. Dezember 2013 setzt sich das gezeichnete Kapital der PVA TePla AG aus 21.749.988 nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR zusammen.
BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN
Beschränkungen von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien liegen nicht vor.
BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10% DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN
Nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen hatte am 31. Dezember 2013 die PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg, mit 25,8% einen Anteil von mehr als 10% an den Stimmrechten.
AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
STIMMRECHTSKONTROLLE VON AM KAPITAL DES UNTERNEHMENS BETEILIGTEN ARBEITNEHMERN
Es liegt keine Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern vor.
ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER
Die Bestellung der Vorstände der PVA TePla AG erfolgt gemäß § 84 AktG und nach § 6, Artikel 2 und 3 der Satzung der PVA TePla AG. Dort ist Folgendes geregelt:
| ― | Artikel 2: Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestimmung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands. |
| ― | Artikel 3: Die Bestellung eines Vorstandsmitglieds endet in jedem Fall mit der Vollendung des 65. Lebensjahres. |
BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AKTIENAUSGABE ODER ZUM AKTIENRÜCKKAUF
Zum 31. Dezember 2013 hat der Vorstand die Ermächtigung der Hauptversammlung, im Rahmen des genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 10.874.994,00 neue Aktien bis zum 30. Juni 2017 auszugeben. Der Vorstand hat des Weiteren die Ermächtigung der Hauptversammlung, Aktien der Gesellschaft in Höhe von 10% des derzeitigen Grundkapitals bis zum 18. Juni 2018 zurückzukaufen.
VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN
Die aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Banken gehen von einer im Wesentlichen unveränderten Struktur der Gesellschafterverhältnisse aus und sehen für den Fall des Kontrollwechsels Neuverhandlungen bzw. in einem Fall ein Kündigungsrecht seitens der Bank vor. Ebenfalls sehen die Bestimmungen für ein öffentlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein Sonderkündigungsrecht des Fördergebers im Fall des Kontrollwechsels vor. Darüber hinaus liegen keine Vereinbarungen der Gesellschaft vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
ENTSCHÄDIGUNGSVEREINBARUNGEN - DER GESELLSCHAFT MIT VORSTANDSMITGLIEDERN ODER ARBEITNEHMERN - FÜR DEN FALL EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für Mitglieder des Vorstands oder für Arbeitnehmer im Fall eines Übernahmeangebots.
Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB mit dem Vergütungsbericht sind als Teil des Corporate Governance Berichts auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich "Investor Relations - Corporate Governance" oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/ pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance einsehbar. Der Vergütungsbericht enthält die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems gemäß § 289 Nr. 5 HGB und ist auch Bestandteil des Konzernabschlusses 2013 der PVA TePla AG.
Abhängigkeitsbericht
Die PA Beteiligungsgesellschaft mbH verfügte auf der Hauptversammlung 2013 der PVA TePla AG über die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Vorstand der PVA TePla AG hat daher für das Geschäftsjahr 2013 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.
Der Bericht für das Geschäftsjahr 2013 enthält folgende Schlusserklärung des Vorstands: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen."
2. WIRTSCHAFTSBERICHT
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Die PVA TePla-Gruppe als Hersteller von Investitionsgütern hat in den vergangenen Quartalen die Auswirkungen der schleppend verlaufenen Weltkonjunktur deutlich zu spüren bekommen. Stichpunktartig ist die Wirtschaftsentwicklung der für die PVA TePla-Gruppe wichtigsten Regionen dargestellt:
| ― | Im Euroraum ist ein Rückgang des BIP in Höhe von 0,4% in 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen gewesen. |
| ― | Auch in China lag das BIP-Wachstum mit 7,8% in 2013 auf einem gegenüber den vergangenen Jahren vergleichsweise niedrigen Niveau. |
| ― | In den USA lag das Wachstum des BIP 2013 bei lediglich 1,8% gegenüber dem Vorjahr. |
ENTWICKLUNG DER BRANCHEN
Die PVA TePla-Gruppe sah sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in nahezu allen Produktgruppen einem ausgesprochen schwierigen Marktumfeld gegenüber. Der Halbleitermarkt verzeichnete sinkende Umsätze und zusätzlich fallende Preise für Wafer, so dass Kunden geplante Investitionen in neue Produktionsanlagen zurückstellten. Der Photovoltaikmarkt war 2013 wie schon 2012 weiterhin von hohen Überkapazitäten gekennzeichnet. Die Investitionsbereitschaft von Seiten der Kunden in neue Solarmodulkapazitäten kam 2013 in Europa und auch weltweit daraufhin nahezu zum Stillstand. Auch der Hartmetallmarkt - der größte Einzelmarkt für den Produktbereich Vakuumanlagen - verzeichnete seit 2012 nach Jahren des Kapazitätsaufbaus sowie einer schwächer werdenden Wirtschaftsentwicklung insbesondere in China deutliche Überkapazitäten.
| ― | Das abgelaufene Geschäftsjahr war nach Aussage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) umsatzseitig von Stagnation geprägt. |
| ― | In der Halbleiterindustrie hat die Sparte Waferfabrikation 2013 einen Investitionsrückgang von 9,1% verzeichnet. |
| ― | 2012 und 2013 sind fallende Investitionen in PV-Produktionsanlagen aufgrund von Überkapazitäten zu verzeichnen gewesen. |
Geschäftsverlauf
UMSÄTZE
Die PVA TePla-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen deutlich verringerten Konzernumsatz von nur 64,1 Mio. EUR (VJ: 103,3 Mio. EUR). Der Rückgang des Umsatzes ist auf den stark rückläufigen Auftragseingang 2012 und in der ersten Jahreshälfte 2013 in nahezu allen Produktbereichen zurückzuführen. In Deutschland wurden 30% (VJ: 27%) des Konzernumsatzes erzielt. Die Bedeutung des asiatischen Markts ist trotz Rückgangs weiterhin sehr hoch. 40% (VJ: 54%) des Gesamtumsatzes entfielen auf diese Region. 16% (VJ: 12%) des Gesamtumsatzes wurden im europäischen Ausland erzielt. Auf Nordamerika entfielen 10% (VJ: 6%) des Gesamtumsatzes. Die übrigen Regionen trugen 4% zum Gesamtumsatz bei.
Konzernumsatz nach Regionen

Im folgenden Abschnitt werden die Umsätze der drei Geschäftsbereiche Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems im Einzelnen dargestellt.
Der GB Industrial Systems erzielte einen Umsatz in Höhe von 28,7 Mio. EUR (VJ: 44,1 Mio. EUR). Der Umsatzanteil am Konzerngesamtumsatz belief sich auf 45%. Anlagen zur Hartmetallherstellung machten rund 40% des Anlagenumsatzes im Produktbereich Vakuumanlagen aus. Der starke Umsatzrückgang 2013 ist auf den Bereich Hartmetall zurückzuführen. Aufgrund im Markt bestehender hoher Überkapazitäten waren die Investitionen unserer Kunden 2012 stark gesunken. Anlagen zum Löten von Materialien, wie zum Beispiel Vakuumschaltkammern für die Elektroindustrie sowie Anlagen zur Bearbeitung von Graphitmaterialien trugen zum weiteren Umsatz bei und konnten ihre Umsätze gegenüber 2012 sogar erhöhen.
Der Umsatz im GB Semiconductor Systems belief sich 2013 auf 34,5 Mio. EUR (VJ: 51,0 Mio. EUR) und trug somit 54% zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Der Umsatzrückgang geht ausschließlich auf das schwache Geschäft mit Kristallzuchtanlagen für die Halbleiterindustrie zurück. Der Rückgang an verkaufter Waferfläche bei gleichzeitigem Rückgang der Waferpreise hat die Investitionsbereitschaft in diesem Bereich stark beeinträchtigt. Die Produktbereiche Metrologiesysteme sowie Plasmasysteme, wichtige Elemente für Technologieunternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette der Chipherstellung hinweg, haben sich umsatzseitig 2013 als stabil erwiesen.
Der Umsatz im GB Solar Systems belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 0,9 Mio. EUR (VJ: 8,2 Mio. EUR) und trug nur unwesentlich zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Die bereits in 2012 prognostizierten großen Schwierigkeiten im Solarmarkt sind eingetreten: Der weltweite Photovoltaikmarkt ist von erheblichen Überkapazitäten gekennzeichnet, so dass auch in diesem Markt die Investitionsbereitschaft, insbesondere im Kristallzuchtbereich, nahezu zum Erliegen gekommen ist. Der zukünftig im GB Semiconductor Systems als Produktbereich fortgeführte GB Solar Systems verspricht sich insbesondere in Märkten, die aus wirtschaftspolitischen Gründen eine eigene Solarproduktion aufbauen wollen, 2014 gute Absatzchancen für seine Produkte.
Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen in Mio. EUR

Die PVA TePla AG weist in ihrem Einzelabschluss einen Umsatzwert von 72,5 Mio. EUR (VJ: 91,0 Mio. EUR) aus. Der Rückgang ist grundsätzlich auf die gleichen Ursachen zurückzuführen, die oben für die einzelnen Geschäftsbereiche dargestellt wurden.
AUFTRAGSEINGANG
Im Geschäftsjahr 2013 entwickelte sich der Auftragseingang des Konzerns mit 88,6 Mio. EUR positiv gegenüber dem Vorjahreszeitraum (59,2 Mio. EUR). Alle Geschäftsbereiche des Unternehmens lagen im Auftragseingang über den Vorjahreszahlen. Die Book-to-Bill-Ratio auf Konzernebene spiegelt dieses Bild mit einem Wert von 1,4 (VJ: 0,6) wider. Eine Erholung ist insbesondere im GB Industrial Systems zu erkennen.
Der GB Industrial Systems erreichte einen Auftragseingang in Höhe von 46,7 Mio. EUR (VJ: 29,3 Mio. EUR) und trug damit 53% zum Gesamtauftragseingang bei. Nach dem schwachen Auftragseingang im letzten Geschäftsjahr verlief der Auftragseingang 2013 auf einem wesentlich höheren Niveau. Rund 80% der Bestellungen für Vakuumanlagen kamen aus dem Ausland, wobei ca. 70% aller Aufträge nach wie vor auf Kunden in Asien entfallen. Anlagen zur Herstellung von Hartmetall machten 2013 rund 40% des Auftragseingangs aus. Aufgrund der 2012 herrschenden Konjunkturschwäche - auch in China, der wichtigste Einzelmarkt für Hartmetall-Sinteranlagen - und des erheblichen Kapazitätsaufbaus im Bereich Hartmetall in den vergangenen Jahren, war die Nachfrage deutlich zurückgegangen und beginnt sich nun wieder zu normalisieren. Erfreulich hat sich der Auftragseingang für Plasma-Nitrieranlagen entwickelt. Mehrere Aufträge aus China und dem europäischen Raum konnten gewonnen werden. Der größte Einzelauftrag in der Geschichte des Geschäftsbereichs Industrial Systems kam 2013 aus Indien: Von ITER India erhielt die PVA TePla einen Auftrag zur Herstellung eines Neutralteilchen-Injektors (Strahlquelle für atomaren Wasserstoff) zur Plasma-Analyse im Fusionsreaktor des internationalen Forschungsreaktors ITER.
Der Geschäftsbereich Semiconductor Systems verzeichnete 2013 einen leichten Anstieg des Auftragseingangs und erreichte 34,1 Mio. EUR (VJ: 28,8 Mio. EUR) bzw. 38% am Gesamtauftragseingang der PVA TePla-Gruppe. Der Halbleitermarkt wies auch 2013 deutlich rückläufige Anlageninvestitionen - in einem fast zweistelligen Prozentbereich gegenüber der Vorjahresperiode - auf. Insbesondere im Produktbereich Kristallzuchtanlagen machte sich die geringe Investitionsbereitschaft der Kunden negativ bemerkbar. Zum Jahresende 2013 konnte jedoch ein Auftrag zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen zur Herstellung von Halbleiterwafern aus dem asiatischen Raum verzeichnet werden. Den weitaus größten Anteil am Auftragseingang hatten im GB Semiconductor Systems Bestellungen von Plasmaanlagen.
Der Geschäftsbereich Solar Systems verbuchte Kundenaufträge in Höhe von 7,8 Mio. EUR (VJ: 1,1 Mio. EUR). Dieser Geschäftsbereich erzielte einen Anteil von 9% am gesamten Auftragseingang. Der seit geraumer Zeit problematische Solarmarkt scheint allmählich die Talsohle durchschritten zu haben. Ein erster größerer Auftrag aus dem asiatischen Raum zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen für rund sieben Millionen Euro wurde im dritten Quartal 2013 erteilt. Weitere interessante Projekte in verschiedenen Regionen befinden sich in einer fortgeschrittenen Verhandlungsphase.
Auftragseingang nach Geschäftsbereichen in Mio. EUR

Bei einer isolierten Betrachtung der PVA TePla AG ist der Auftragseingang von 42,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 70,6 Mio. EUR 2013 deutlich gestiegen. Darin ist der Wert von Aufträgen anderer Konzerngesellschaften in Höhe von 3,2 Mio. EUR (VJ: 2,0 Mio. EUR) enthalten. Insbesondere die 2013 gestiegene Nachfrage in den Produktbereichen Vakuumanlagen, Kristallzuchtanlagen (Halbleiter) und Kristallzuchtanlagen (Solar) führte zu diesem höheren Auftragseingang.
AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand der PVA TePla-Gruppe wird nach Abzug der gemäß Fertigstellungsgrad bereits berücksichtigten Umsätze (Teilumsatzrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode, PoC) ausgewiesen. Der Konzern verfügt zum 31. Dezember 2013 über einen Auftragsbestand in Höhe von 53,9 Mio. EUR (VJ: 30,7 Mio. EUR). Im Auftragsbestand befinden sich Aufträge in der Größenordnung von insgesamt acht Mio. EUR, die aus derzeit politisch instabilen Regionen stammen. Aus heutiger Sicht wird dennoch kein signifikantes Risiko gesehen, das die weitere Realisierung dieser Aufträge grundsätzlich in Frage stellt. Der GB Industrial Systems verfügt zum 31.12.2013 über einen Auftragsbestand in Höhe von 29,0 Mio. EUR (VJ: 11,2 Mio. EUR). Der Auftragsbestand des GB Semiconductor Systems beträgt 14,5 Mio. EUR (VJ: 16,0 Mio. EUR). Der GB Solar Systems verfügt über einen Auftragsbestand in Höhe von 10,4 Mio. EUR (VJ: 3,6 Mio. EUR).
Auftragsbestand nach Geschäftsbereichen in Mio. EUR

Der Auftragsbestand der PVA TePla AG - in der Einzelbetrachtung zu Nominalwerten entsprechend der deutschen Rechnungslegung - liegt bei 65,5 Mio. EUR (VJ: 68,0 Mio. EUR). Die oben gemachte Anmerkung über Aufträge aus politisch instabilen Regionen trifft auch auf den Auftragsbestand im Einzelabschluss zu.
PRODUKTION
Die Produktion der Systeme und Anlagen sowie das Contract Processing erfolgten im Inland in 2013 an den Standorten Wettenberg, Westhausen und Jena. Im Ausland wurde an den Standorten Corona in den USA und Frederikssund in Dänemark produziert. Die Fertigungstiefe wurde in allen Bereichen weiterhin auf niedrigem Niveau gehalten. Eine eigene Teilefertigung findet nur in geringem Umfang statt. Dies führt zu einem prozentual relativ hohen Wareneinsatz, bietet jedoch die Möglichkeit, die benötigten Produktionskapazitäten im Fall von Schwankungen des Auftragseingangs auch kurzfristig und flexibel an den eventuell veränderten Bedarf anzupassen.
An den Standorten Jena und Wettenberg waren 2013 die Produktionskapazitäten aufgrund des sehr geringen Auftragseingangs und -bestands nicht ausgelastet. Am Standort Jena wurde nach der Trennung von den Leiharbeitskräften und der Durchführung von Kurzarbeit im ersten Halbjahr im Rahmen eines weiteren Kostensenkungsprogramms die Personalstärke deutlich reduziert und somit die Kapazitäten angepasst. Am Standort Wettenberg wurde ebenso nach der Trennung von Leiharbeitskräften Kurzarbeit durchgeführt und die Personalstärke reduziert.
Lage
ERTRAGSLAGE
In 2013 führte die von Mitte 2012 bis Mitte 2013 anhaltend schwache Auftragslage erwartungsgemäß zu einem niedrigen Umsatz und zu einer schwachen Auslastung der Kapazitäten. Zur Kompensation dieser Effekte wurden die bereits kommunizierten umfassenden Kostensenkungsprogramme an den Standorten Wettenberg und Jena umgesetzt und zunächst Kurzarbeit durchgeführt. Die schwach bleibende Auftragslage bis Juni 2013 machte weitere Personalmaßnahmen erforderlich. Die Mitarbeiterzahl an den beiden größten Standorten der Unternehmensgruppe in Wettenberg und Jena wurde bis Jahresende um über 80 Mitarbeiter reduziert; die entsprechenden betriebsbedingten Kündigungen wurden zum 30. Juni 2013 ausgesprochen und damit einen Monat früher als zunächst geplant. Insgesamt reduzierte sich die Mitarbeiterzahl zum 31.12.2013 im Vergleich zum 31.12.2012 um 90 Personen. Die Personal- und Kostensenkungsmaßnahmen führten im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen 2013 im dritten und vierten Quartal bereits zu einem spürbar positiven Effekt auf das operative Ergebnis. Zum Halbjahr 2013 hatte sich aus der Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen und aus zusätzlichem Wertberichtigungsbedarf für Vorräte insbesondere im Geschäftsbereich Solar Systems eine Ergebnisbelastung in der Größenordnung von 5,8 Mio. EUR ergeben.
Es wurde auf Basis dieser Maßnahmen und Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2013 ein Betriebsergebnis (EBIT) von -9,5 Mio. EUR (VJ: +70 Mio. EUR) und ein Konzernperiodenergebnis von -7,4 Mio. EUR (VJ: +4,7 Mio. EUR) erzielt. Die EBIT-Marge lag bei -14,9 % (VJ: +6,8%). Die Umsatzrendite betrug -11,6% (VJ: +4,6%).
Auf Basis des Konzernumsatzes von 64,1 Mio. EUR (VJ: 103,3 Mio. EUR) betrug das Bruttoergebnis 8,5 Mio. EUR (VJ: 24,4 Mio. EUR). Somit wurde eine Bruttomarge von 13,3% erzielt (VJ: 23,7%). Hauptursache für diese Verschlechterung war neben den oben beschriebenen Belastungen aus den Kostensenkungsmaßnahmen und den Wertberichtigungen die geringe Auslastung der Kapazitäten durch das geringe Umsatzvolumen, insbesondere bei den Kristallzuchtanlagen und Analysesystemen. Im vierten Quartal lag die Bruttomarge mit 22,4% deutlich über dem Niveau des dritten Quartals und nahezu wieder auf dem Niveau der Bruttomarge für das Gesamtjahr 2012.
Die Vertriebskosten beliefen sich auf 7,8 Mio. EUR (VJ: 10,3 Mio. EUR). Der Rückgang ist neben den geschilderten Kostensenkungsmaßnahmen vor allem auf geringere Vertriebsprovisionen zurückzuführen. Die Vertriebskosten beinhalten ebenso bereits Rückstellungen für die Ende Juni getroffenen Personalmaßnahmen. Die Verwaltungskosten betrugen 8,2 Mio. EUR (VJ: 8,1 Mio. EUR) und beinhalten auch Aufwendungen für Abfindungen aufgrund der Personalreduzierung. Bei beiden vorgenannten Kostenkategorien sind in den Vorjahreswerten die Kosten der zum 1. Juli 2012 erstkonsolidierten Munich Metrology GmbH nur anteilig, d.h. für das zweite Halbjahr 2012 enthalten. Die F&E-Kosten sind auf 2,6 Mio. EUR (VJ: 4,7 Mio. EUR) deutlich zurückgegangen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag bei 0,5 Mio. EUR (VJ: 5,8 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2,8 Mio. EUR (VJ: 8,0 Mio. EUR) beinhalten i. W. Erträge aus Fördermitteln im Rahmen der F&E-Projekte, Erträge aus Kursdifferenzen sowie aus Auflösungen von Rückstellungen.
Da das operative Ergebnis und die einzelnen Funktionskosten durch Einmalaufwendungen für Abfindungen, Wertberichtigungen, sonstige Restrukturierungs- sowie Leerlaufkosten einerseits und Erträge aus Kurzarbeitergeld andererseits stark beeinflusst wurden, gibt die folgende Darstellung einen Überblick über die Höhe der Sondereffekte und ihre Zuordnung zu den Funktionskosten:
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| in TEUR | 01.01.- 31.12.2013 | Sondereffekte Gesamt | 2013 - bereinigt |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 64.075 | 64.075 | |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -55.545 | -4.095 | -51.450 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 8.530 | -4.095 | 12.625 |
| Vertriebskosten | -7.836 | -713 | -7.123 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -8.222 | -1.247 | -6.975 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -2.564 | -186 | -2.378 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.766 | 0 | 2.766 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.218 | -10 | -2.208 |
| Betriebsergebnis | -9.544 | -6.251 | -3.293 |
| Bruttomarge | 13,3 % | 19,7 % | |
| Overhead-Kosten | -18.075 | -15.919 |
Die Sondereffekte umfassen die oben beschriebenen Aufwendungen für Wertberichtigungen von Vorräten, Abfindungen und sonstigen Restrukturierungskosten, die sich insbesondere aufgrund geringerer spezifischer Abfindungskosten bis Ende des Jahres auf 5,0 Mio. EUR reduziert haben. Die in den Bereinigungen berücksichtigten Erträge aus Kurzarbeitergeld lagen bei insgesamt 0,9 Mio. EUR. Ferner wurden Leerlaufkosten (Kosten der Unterauslastung) im ersten Halbjahr in Höhe von 2,0 Mio. EUR für Personalaufwendungen derjenigen Mitarbeiter eliminiert, die im Rahmen der betriebsbedingten Kündigungen und Aufhebungsvereinbarungen bis zum Jahresende ausgeschieden sind. Die bereinigte Bruttomarge des abgelaufenen Geschäftsjahrs lag bei 19,7%. Die bereinigten Overhead-Kosten beliefen sich auf insgesamt 15,9 Mio. EUR und das bereinigte EBIT auf -3,3 Mio. EUR.
Das geringe Umsatzvolumen sowie die oben erwähnten Restrukturierungsmaßnahmen wirkten sich in allen Geschäftsbereichen aus. Im GB Industrial Systems verminderte sich das EBIT auf -3,0 Mio. EUR (VJ: +2,5 Mio. EUR). Im GB Semiconductor Systems wurde ein EBIT von -0,6 Mio. EUR (VJ: +5,9 Mio. EUR) erzielt. Im GB Solar Systems wurde aufgrund des extrem geringen Umsatzvolumens ein EBIT in Höhe von -6,0 Mio. EUR (VJ: -1,4 Mio. EUR) ausgewiesen.
Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei -0,8 Mio. EUR (VJ: -1,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern betrug -10,3 Mio. EUR (VJ: +5,8 Mio. EUR) und das Jahresergebnis -7,4 Mio. EUR (VJ: +4,7 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf +2,9 Mio. EUR (VJ: -1,1 Mio. EUR) und setzen sich zusammen aus laufendem Steueraufwand in Höhe von -1,2 Mio. EUR (VJ: -1,5 Mio. EUR) und einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von +4,1 Mio. EUR (VJ: +0,4 Mio. EUR).
Im Geschäftsjahr 2013 hat die PVA TePla AG Umsatzerlöse in Höhe von 72,5 Mio. EUR (VJ: 91,0 Mio. EUR) erzielt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug 7,3 Mio. EUR (VJ: 15,1 Mio. EUR). Die Bruttomarge lag bei 10,1% (VJ: 16,6%). Die Vertriebskosten lagen mit 5,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 7,6 Mio. EUR, die Verwaltungskosten lagen aufgrund der mit der Restrukturierung verbundenen Personalkosten bei 5,7 Mio. EUR (VJ: 5,4 Mio. EUR). Die F&E-Kosten betrugen 1,2 Mio. EUR (VJ: 3,3 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3,8 Mio. EUR lagen ebenso unter dem Vorjahreswert (7,5 Mio. EUR) wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 3,5 Mio. EUR (VJ: 5,2 Mio. EUR). Die Erträge aus Beteiligungen an Tochtergesellschaften betrugen 0,6 Mio. EUR (VJ: 1,7 Mio. EUR). Die Erträge aus der Ausschüttung von Ergebnissen der Tochtergesellschaften betrugen 1,0 Mio. EUR (VJ: 5,0 Mio. EUR). Die Aufwendungen aus den Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften betrugen 2,7 Mio. EUR (VJ: 0,0 Mio. EUR). Der Zinsaufwand belief sich auf 1,1 Mio. EUR (VJ: 1,0 Mio. EUR). Die Zinserträge erreichten 0,7 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich auf 1,4 Mio. EUR (VJ: 1,6 Mio. EUR). Insgesamt erzielte die PVA TePla AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -6,0 Mio. EUR (VJ: 7,6 Mio. EUR) und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -7,4 Mio. EUR (VJ: +6,0 Mio. EUR). Die Entwicklung der Ertragslage der PVA TePla AG ergibt sich im Wesentlichen aus denselben Gründen, die bereits bei der Entwicklung der Ertragslage des Konzerns angeführt werden.
Vergleich der Ertragslage mit der Prognose für 2013
Für das Geschäftsjahr 2013 hatte die PVA TePla-Gruppe einen Konzernumsatz in der Größenordnung zwischen 90 - 100 Mio. EUR, tendenziell eher am unteren Ende der Bandbreite, ein positives operatives Ergebnis und einen positiven Jahresüberschuss prognostiziert. In dieser Prognose wurde bereits ein leicht fallender Umsatz in den Geschäftsbereichen Industrial und Semiconductor Systems antizipiert. Die PVA TePla-Gruppe erwartete eine in der ersten Jahreshälfte 2013 eintretende Verbesserung der Marktsituation, die sich jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte 2013 zeigte. Aufgrund der langen Laufzeit der Projekte und ihrer spezifischen Projektstruktur konnten die in der zweiten Jahreshälfte erreichten Aufträge nicht mehr wesentlich zum Konzernumsatz und Ergebnis beitragen. Für den Geschäftsbereich Solar Systems war die PVA TePla-Gruppe von einem leichten Anstieg des Umsatzes ausgegangen. Aufträge wurden insbesondere aus neuen regionalen Photovoltaikmärkten erwartet. Auch in diesem Geschäftsbereich konnte ein größerer Auftrag erst im dritten Quartal 2013 gewonnen werden. Im Juni 2013 hatte die PVA TePla bereits im Zusammenhang mit der Einführung eines Kostensenkungsprogramms eine Ergebnisbelastung in Höhe von sechs Mio. EUR und somit auch kein positives operatives Ergebnis inkl. Einmalbelastung auf Jahressicht avisiert. Der prognostizierte Konzernumsatz wurde auf 75 - 85 Mio. EUR zurückgenommen. Im Dezember 2013 wurde deutlich, dass sich die Abwicklung umsatzrelevanter Aufträge, insbesondere betraf dies einen Auftrag aus dem Solarmarkt, in das Jahr 2014 verschiebt. Die für diesen Auftrag bislang unterstellte anteilige Umsatz- und Ergebnisrealisierung nach IFRS gemäß Percentage-of-Completion (PoC)-Methode, die ursprünglich bereits für das vierte Quartal 2013 geplant worden war, wurde 2013 nicht mehr realisiert. Somit erwartete die PVA TePla-Gruppe eine Umsatzentwicklung unterhalb der zu diesem Zeitpunkt prognostizierten Spanne nun in der Größenordnung zwischen 60 - 65 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wurde durch den fehlenden Umsatzbeitrag - nach Restrukturierungskosten - auf -9 bis -10 Mio. EUR angepasst.
FINANZLAGE Kapitalstruktur
Die PVA TePla AG konnte die operativen Belastungen und zahlungswirksamen Sondereffekte des Geschäftsjahrs 2013 aus eigenen Mitteln kompensieren und finanzieren. Zum Jahresende beläuft sich die Nettofinanzposition (Saldo aus Zahlungsmitteln und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) auf -1,1 Mio. EUR. Gemessen an der Bilanzsumme liegt der Nettoverschuldungsgrad damit nur knapp über einem Prozent.
Der Jahresverlauf und insbesondere die Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen haben dazu geführt, dass wir den Dialog mit unseren Hausbanken noch intensiver gesucht und geführt haben. Zwischen Jahresanfang und Jahresende haben wir nur in geringem Umfang den Bestand der Barlinien von 17 Mio. EUR auf 14 Mio. EUR angepasst. Ebenso wurden Avallinien an den aktuellen Bedarf angepasst.
Die PVA TePla AG hat mit Wirkung zum 3. März 2014 zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Dezember 2022 zusammengefasst. Die Kündigung der Darlehen führt im Geschäftsjahr 2014 zu einem einmaligen und nicht zahlungswirksamen Aufwand in Höhe von 216 TEUR für die Auflösung von Disagien. Die Umfinanzierung erfolgte aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase auf Basis eines variablen 6-Monats-Euribor zuzüglich einer Marge von 0,65%. PVA TePla erwartet aus dieser Maßnahme im Vergleich zur bisherigen Immobilienfinanzierung kurz- und mittelfristig eine signifikante Zinsersparnis. Da das neue Darlehen mit bestehenden Zinssicherungsgeschäften über insgesamt 6.000 TEUR synchronisiert und in einem sog. "Hedge Accounting" zusammengefasst wird, führt die neue Immobilienfinanzierung künftig zudem zu einer geringeren Volatilität im Bereich des Zinsaufwands. Der negative Marktwert dieser Sicherungsgeschäfte valutierte zum 31. Dezember 2013 auf -887 TEUR. Am Tag der Ausreichung des neuen Darlehens wird der dann gültige beizulegende Zeitwert der Sicherungsgeschäfte letztmalig festgestellt und über dessen Restlaufzeit eigenkapitalstärkend ratierlich aufgelöst.
Von dieser Umfinanzierung unberührt bleibt ein durch Grundschulden besicherter Kreditrahmen über weitere 6.000 TEUR, der zum Stichtag nicht in Anspruch genommen war und der Gesellschaft ebenfalls bis zum Dezember 2022 zur Verfügung steht.
Investitionen
Mit einem Wert von 1,1 Mio. EUR (VJ: 2,2 Mio. EUR) war das Investitionsvolumen im Jahr 2013 insgesamt etwas geringer als im Vorjahr. Diese Investitionen sind im Wesentlichen auf eine ausgeübte Kaufoption nach einem ausgelaufenen Leasingvertrag über Betriebs- und Geschäftsausstattung und kleinere Erhaltungsinvestitionen für IT-Hardware sowie auf die Übernahme der JenaWave GmbH zurückzuführen.
Bei der Einzelbetrachtung der PVA TePla AG lag der Wert der Investitionen 2013 mit 0,5 Mio. EUR etwa auf dem Vorjahreswert in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Größere Einzelmaßnahmen waren hier nicht zu verzeichnen. Die Investitionen beinhalteten die oben angeführten Kaufoption des Leasingvertrags sowie kleinere Erhaltungsinvestitionen für IT-Hardware. Investitionen in Finanzanlagen wurden wie im Vorjahr nicht getätigt.
Liquidität
Im Jahr 2013 war der operative Cash Flow mit 1,8 Mio. EUR (VJ: 4,4 Mio. EUR) weiterhin positiv. Dieser Wert ist in den Produktbereichen Vakuumanlagen und Kristallzuchtanlagen aufgrund der Projektstruktur der Aufträge stichtagsbezogen starken Schwankungen unterworfen. Zu Beginn der Aufträge erhalten wir nennenswerte Anzahlungen, die bei großen Aufträgen den gesamten Cash Flow positiv beeinflussen. Während der Bearbeitung der Aufträge ist der Cash Flow negativ, wohingegen zeitnah zur Lieferung die Restzahlung bis auf eine geringe Restrate erfolgt. Innerhalb des Jahres lag der operative Cash Flow in den ersten neun Monaten mit -0,6 Mio. EUR (1.-3. Quartal 2012: +3,9 Mio. EUR) auch aufgrund der oben beschriebenen Sondereffekte und schwachen Auftragslage noch im negativen Bereich. Durch die im zweiten Halbjahr anziehenden Auftragseingänge konnte im vierten Quartal ein positiver Cash Flow von 2,4 Mio. EUR erreicht werden. Insgesamt konnten die liquiditätswirksamen Sondereffekte, insbesondere für Abfindungen im Rahmen der Personalmaßnahmen, damit vollständig aus dem operativen Cash Flow geleistet werden.
Aufgrund des oben dargestellten Umfangs der Investitionsmaßnahmen belief sich der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit auf -1,2 Mio. EUR (VJ: -0,7 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -4,0 Mio. EUR (VJ: -8,6 Mio. EUR) und umfasst die Zahlung der Dividende in Höhe von 2,2 Mio. EUR (VJ: 3,3 Mio. EUR). Die planmäßige Tilgung der langfristigen Darlehen betrug 1,2 Mio. EUR (VJ: 1,2 Mio. EUR). Die Zinszahlungen betrugen 0,7 Mio. EUR (VJ: 0,7 Mio. EUR). Der gesamte Cash Flow betrug im Geschäftsjahr 2013 einschließlich wechselkursbedingter Veränderungen -3,4 Mio. EUR (VJ: -4,9 Mio. EUR). Die Liquiditätssituation der PVA TePla-Gruppe ist weiter positiv. Die Nettofinanzposition betrug -1,1 Mio. EUR.
VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2013 lag mit 92,4 Mio. EUR um 10,9% unter dem Wert zum 31.12.2012 (VJ) von 103,7 Mio. EUR.
Die langfristigen Vermögenswerte sind leicht auf 46,7 Mio. EUR (VJ: 45,9 Mio. EUR) gestiegen. Der Wert der Sachanlagen ist mit 31,0 Mio. EUR (VJ: 32,5 Mio. EUR) vor dem Hintergrund der oben dargestellten Investitionen in Verbindung mit planmäßigen Abschreibungen leicht zurückgegangen. Der Wert der immateriellen Vermögenswerte beträgt nahezu unverändert 8,8 Mio. EUR (VJ: 8,9 Mio. EUR); darunter fallen derivative Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 7,8 Mio. EUR, die mindestens einmal jährlich auf Wertminderung getestet werden. Die größte Veränderung entstand durch einen Anstieg der latenten Steueransprüche auf 6,5 Mio. EUR infolge von aktivierten Latenzen für Verlustvorträge (VJ: 4,1 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind insgesamt deutlich auf 45,7 Mio. EUR (VJ: 57,9 Mio. EUR) gesunken. Die größte Veränderung entstand durch die Verringerung der Zahlungsmittel auf 6,6 Mio. EUR (VJ: 10,0 Mio. EUR). Die Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 9,6 Mio. EUR (VJ: 12,9 Mio. EUR), der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen auf 8,1 Mio. EUR (VJ: 10,0 Mio. EUR), der fertigen Erzeugnisse auf 2,4 Mio. EUR (VJ: 3,1 Mio. EUR) und der unfertigen Erzeugnisse auf 8,1 Mio. EUR (VJ: 9,6 Mio. EUR) begründet sich durch die weitere Abarbeitung der vorhandenen Aufträge und die rückläufige Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der leichte Anstieg bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (8,3 Mio. EUR versus 8,1 Mio. EUR [VJ]) resultiert aus der angezogenen Auftragslage im zweiten Halbjahr und einer partiell höheren Bevorratung von Rohstoffen zur Optimierung unserer Lieferzeiten ("time-to-market"). Der Wert der Vorräte ist insgesamt auf 18,8 Mio. EUR (VJ: 20,8 Mio. EUR) leicht gefallen. Die sonstigen kurzfristigen Forderungen sind auf 1,6 Mio. EUR (VJ: 1,4 Mio. EUR) leicht angestiegen, insbesondere durch Forderungen aus Investitionsförderung und Forderungen gegen Personal aus Minusstunden während der Phase der Unterauslastung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Steuererstattungsansprüche beliefen sich auf 0,1 Mio. EUR (VJ: 1,3 Mio. EUR).
Die flüssigen Mittel sind im Wesentlichen aufgrund eines negativen Cash Flows aus Finanzierungstätigkeit auf 6,6 Mio. EUR (VJ: 10,0 Mio. EUR) gesunken.
Die Passivseite der Bilanz zeigt insgesamt einen Rückgang der langfristigen Schulden (einschließlich der langfristigen Rückstellungen) auf 20,5 Mio. EUR (VJ: 23,6 Mio. EUR). Der ausgewiesene Wert der Pensionsrückstellungen ist wie erwartet leicht auf 11,4 Mio. EUR (VJ: 11,3 Mio. EUR) angestiegen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind durch die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen auf 6,5 Mio. EUR (VJ: 7,6 Mio. EUR) zurückgegangen. Die latenten Steuerverbindlichkeiten verringerten sich deutlich auf 1,4 Mio. EUR (VJ: 3,2 Mio. EUR).
Die anderen Veränderungen der langfristigen Verbindlichkeiten sind nicht signifikant. Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betrugen 0,7 Mio. EUR (VJ: 1,0 Mio. EUR). Die sonstigen langfristigen Rückstellungen beliefen sich auf 0,5 Mio. EUR (VJ: 0,5 Mio. EUR).
Die kurzfristigen Schulden sind auf 21,5 Mio. EUR (VJ: 20,3 Mio. EUR) leicht angestiegen. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen unverändert 1,1 Mio. EUR (VJ: 1,1 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt auf 3,2 Mio. EUR (VJ: 2,9 Mio. EUR) leicht gestiegen. Die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen haben sich weiter auf 0,1 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR) reduziert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind gestiegen und betrugen 8,3 Mio. EUR (VJ: 6,5 Mio. EUR). Hierbei ist zu beachten, dass nur Anzahlungen zu Auftragsbeginn oder Teilzahlungen, die nicht dem Fertigungsfortschritt entsprechen, als erhaltene Anzahlungen separat ausgewiesen werden. Andernfalls erfolgen eine Verrechnung mit den Fertigungsaufträgen und ein Ausweis unter den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen (aktivischer Saldo) oder unter den Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen (passivischer Saldo). Der Wert der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen ist mit 1,9 Mio. EUR (VJ: 2,2 Mio. EUR) nahezu unverändert. Der Wert der abgegrenzten Schulden liegt wie im Vorjahreszeitraum bei 5,7 Mio. EUR und enthält im Umfang von 0,8 Mio. EUR Abfindungen, die im 1. Quartal 2014 zur Auszahlung gelangen. Die Steuerrückstellungen sind leicht auf 0,2 Mio. EUR (VJ: 0,1 Mio. EUR) gestiegen und enthalten insbesondere Rückstellungen für Risiken der noch andauernden Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2007 bis 2011.
Das Eigenkapital verminderte sich aufgrund des Periodenfehlbetrags in Höhe von -74 Mio. EUR (VJ: +4,7 Mio. EUR) und in Verbindung mit der Dividendenzahlung auf 50,3 Mio. EUR (VJ: 59,9 Mio. EUR). Zusammen mit der niedrigeren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahreswert von 57,7% auf nunmehr 54,5% zurückgegangen.
Die Bilanzsumme der PVA TePla AG zum 31. Dezember 2013 ist gegenüber dem Vorjahreswert von 77,8 Mio. EUR leicht auf 74,1 Mio. EUR zurückgegangen.
Der Wert des Anlagevermögens beträgt insgesamt 32,9 Mio. EUR (VJ: 33,8 Mio. EUR). Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich durch planmäßige Abschreibungen von 0,3 Mio. EUR (VJ) auf 0,1 Mio. EUR reduziert. Der Wert des Sachanlagevermögens hat sich vor dem Hintergrund der oben dargestellten Investitionen in Verbindung mit planmäßigen Abschreibungen von 24,6 Mio. EUR (VJ) leicht auf 23,9 Mio. EUR reduziert. Der Wert der Finanzanlagen ist mit 8,8 Mio. EUR (VJ: 8,8 Mio. EUR) unverändert.
Der Gesamtwert der Vorräte lag insgesamt mit 5,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 4,7 Mio. EUR. Der darin enthaltene Wert der fertigen Erzeugnisse und Waren ist auf 1,7 Mio. EUR (VJ: 2,0 Mio. EUR) gesunken. Der Wert der unfertigen Erzeugnisse ist durch die weitere Abarbeitung der vorhandenen Aufträge und die rückläufige Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr stark auf 14,2 Mio. EUR (VJ: 36,9 Mio. EUR) gefallen. Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betrug unverändert 4,2 Mio. EUR (VJ: 4,2 Mio. EUR). Das Volumen der abgesetzten erhaltenen Anzahlungen betrug 15,2 Mio. EUR (VJ: 38,5 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich entsprechend der Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahreswert von 9,6 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR reduziert. Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist auf 24,5 Mio. EUR (VJ: 19,2 Mio. EUR) gestiegen. Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände hat sich auf 0,7 Mio. EUR (VJ: 1,8 Mio. EUR) verringert und ist im Wesentlichen auf Steuerforderungen, Forderungen aus Investitionsförderungen sowie Forderungen gegen Mitarbeiter aus Minusstunden während der Phase der Unterauslastung zurückzuführen. Der Wert der liquiden Mittel ist durch die erwartungsgemäße Entwicklung des Cash Flow auf 5,0 Mio. EUR (VJ: 7,3 Mio. EUR) zurückgegangen.
Die Passivseite der Bilanz zeigt einen Anstieg der Verbindlichkeiten auf 14,0 Mio. EUR (VJ: 10,1 Mio. EUR), der sich im Wesentlichen durch den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen begründet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund von Verlustübernahmen aus Ergebnisabführungsverträgen einerseits und durch die Bündelung gruppenweiter liquider Mittel in der Konzernmutter andererseits auf 6,4 Mio. EUR deutlich gestiegen (VJ: 1,8 Mio. EUR). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf einen Wert von 5,8 Mio. EUR (VJ: 6,2 Mio. EUR) ist auf die planmäßige Tilgung der vorhandenen Darlehen zurückzuführen. Im Zuge des geringeren Auftragsvolumens sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 1,4 Mio. EUR (VJ: 1,6 Mio. EUR) gesunken. Nach der Saldierung mit den Vorräten sind wie im Vorjahr keine erhaltenen Anzahlungen verblieben. Die Pensionsrückstellungen haben sich - bedingt durch das Absinken des Rechnungszinssatzes - auf 9,3 Mio. EUR (VJ: 8,9 Mio. EUR) erhöht. Die zugrunde liegenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Steuerrückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (VJ: 0,0 Mio. EUR) wurden gebildet. Die Sonstigen Rückstellungen sind auf 8,6 Mio. EUR (VJ: 7,3 Mio. EUR) gestiegen und enthalten im Umfang von 1,8 Mio. EUR Drohverlustrückstellungen für konzerninterne Solaranlagen-Aufträge sowie 0,8 Mio. EUR Abfindungen, die im 1. Quartal 2014 zur Auszahlung gelangen.
Das Eigenkapital beträgt 42,1 Mio. EUR (VJ: 51,6 Mio. EUR). Zum Jahresfehlbetrag in Höhe von 74 Mio. EUR (VJ: +6,0 Mio. EUR) kommt die Auszahlung einer Dividende im Jahr 2013 in Höhe von 2,2 Mio. EUR (VJ: 3,3 Mio. EUR) hinzu. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 56,8% (VJ: 66,3%). Der Bilanzgewinn liegt bei 18,1 Mio. EUR (VJ: 27,6 Mio. EUR).
Zum 31. Dezember 2013 standen flüssige Mittel in Höhe von 5,0 Mio. EUR (VJ: 7,3 Mio. EUR) zur Verfügung. Die derzeitige Liquiditätslage sowie die vorliegenden, auf monatlicher Basis aktualisierten Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 14,0 Mio. EUR (VJ: 17,0 Mio. EUR), ein ungenutztes Immobiliendarlehen über 6,0 Mio. EUR (VJ: 6,7 Mio. EUR) und Avallinien in Höhe von 40,0 Mio. EUR (VJ: 80,0 Mio. EUR) bieten der PVA TePla AG genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Linien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.
Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren
MITARBEITER
Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 424 Mitarbeiter (VJ: 514 Mitarbeiter). Gegenüber dem 31. Dezember 2012 hat sich die Mitarbeiterzahl im Rahmen der Maßnahmen zur Personalkostenreduktion Mitte 2013 signifikant verringert. Alle Geschäftsbereiche waren von den Personalmaßnahmen getroffen. Die Zahl der Mitarbeiter im GB Industrial Systems sank von 263 (31.12.2012) auf 243. Im GB Semiconductor Systems sind zum 31.12.2013 noch 157 Mitarbeiter (31.12.2012: 198) beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeiter im GB Solar Systems wurde von 53 (31.12.2012) auf 24 Mitarbeiter reduziert. Es bleibt zu berücksichtigen, dass der GB Solar Systems wesentliche Lieferungen und Leistungen von den anderen Geschäftsbereichen bezieht. Dies umfasst vor allem die Montage der Anlagen durch die organisatorisch dem GB Semiconductor Systems zugeordnete Tochtergesellschaft PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass in Europa mit 377 (VJ: 468 Mitarbeiter) Personen der weitaus größte Teil der Mitarbeiter beschäftigt ist. In den USA waren Ende 2013 29 (VJ: 26) Mitarbeiter und in Asien waren 18 (VJ: 20) Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2013 lag die Zahl junger Menschen in der Ausbildung bei der PVA TePla-Gruppe bei neun Mitarbeitern (VJ: 12 Mitarbeiter). Diese jungen Männer und Frauen erhalten entweder eine kaufmännische oder eine gewerbliche Ausbildung. Am Standort Jena wurde im Dezember 2012 und am Standort Wettenberg im Januar 2013 sowie ab Oktober 2013 Kurzarbeit für jeweils sechs Monate eingeführt und von der Bundesagentur für Arbeit genehmigt.
Die PVA TePla AG beschäftigte zum Jahresende 2013 280 Mitarbeiter (VJ: 326 Mitarbeiter). Davon werden in Frederikssund (Dänemark) 14 Mitarbeiter (VJ: 16 Mitarbeiter) beschäftigt.
3. NACHTRAGSBERICHT
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahrs liegen nicht vor.
4. RISIKO-, CHANCEN UND PROGNOSEBERICHT
Risikobericht
RISIKOSTRATEGIE
Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Risikostrategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert.
Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein "Risikohandbuch" mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.
RISIKOMANAGEMENT
Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht.
Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Maßnahmen, die zur Reduzierung der erfassten Risiken dienen, werden definiert und in ihrer Umsetzung nachverfolgt.
Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2013 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft/des Konzerns durch eine Überarbeitung der zentralen Darstellung der Risikoinventur insbesondere mit der stärkeren Fokussierung auf Maßnahmen gegen wesentliche Risiken weiter optimiert.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt, auf dessen Basis alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden. Im Geschäftsjahr 2013 wurde das Finanzmanagementsystem mit Schwerpunkt Liquiditätsplanung der PVA TePla-Gruppe geprüft.
BESCHREIBUNG DER RISIKEN
Die PVA TePla-Gruppe unterscheidet zwischen Geschäftsrisiken sowie operationellen und finanzwirtschaftlichen Risiken. Diese stellen die wesentlichen Risiken der Gruppe dar.
Geschäftsrisiken
Risiken aus den Absatzmärkten
Das Risiko in den von der PVA TePla bearbeiteten Märkten liegt besonders in den Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden, der globalen Konjunkturentwicklung und damit auch im weiteren Sinne von politischen Entwicklungen. Aussagen über die zukünftige Entwicklung einzelner Marktsegmente oder wirtschaftspolitischer Entscheidungen in Schwellenländern lassen sich nicht mit hinreichender Präzision und Eintrittswahrscheinlichkeit treffen.
Das Halbleitergeschäft, eine wichtige Branche für die Gruppe, ist traditionell gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität. Obwohl der Halbleitermarkt in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten sogenannten Old-Economy-Branchen aufwies, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. So ist die Investitionstätigkeit im Halbleitermarkt in den Jahren 2012 und 2013 stark rückläufig gewesen. Insbesondere die Investitionen in neue Waferkapazitäten - ein wichtiger Teilmarkt für die PVA TePla - kamen nahezu vollständig zum Erliegen.
Der Solarmarkt war in den letzten beiden Jahren von hohen Überkapazitäten - vor allem durch chinesische Anbieter - gekennzeichnet. Nach hohen Wachstumsraten zuvor sind der Solarmarkt und damit auch dessen Zulieferindustrie stark in Mitleidenschaft gezogen worden.
Im GB Industrial Systems liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit eindeutig bei Anlagen zum Sintern von Hartmetall mit einem hohen Anteil in China. In diesem Produktbereich ist 2012 aufgrund der schwächeren Konjunktur - auch in China - und des erheblichen Kapazitätsaufbaus im Bereich Hartmetall in den vergangenen Jahren die Nachfrage deutlich zurückgegangen. Auf Seiten der Kunden waren eine große Investitionszurückhaltung und die Verschiebung zahlreicher Investitionsentscheidungen zu beobachten. Obwohl sich die Marktsituation für Hartmetall im vergangenen Geschäftsjahr entspannt hat und die Zahl der Projekte deutlich zugenommen hat, ist auch dieser Produktbereich grundsätzlich von den individuellen Investitionsentscheidungen unserer Kunden abhängig. Dies betrifft grundsätzlich auch die übrigen Produktbereiche.
Konjunkturelle Risiken
Für 2014 wird von Analystenseite eine Wachstumsrate des globalen BIP von rund 4% unterstellt. Trotz dieses positiven Ausblicks bleibt die Gesamtwirtschaftslage jedoch weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Die Schuldenkrise der etablierten Industrieländer schwelt weiter und kann die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer - ein ausgesprochen wichtiger Markt für die PVA TePla-Gruppe - in Mitleidenschaft ziehen. Schwächer werdende Wachstumsraten der Schwellenländer zeugen von dieser Problematik.
Den Risiken aus den Absatzmärkten und konjunkturellen Risiken begegnet die PVA TePla-Gruppe durch Diversifizierung des Leistungsangebots in verschiedene Branchen wie Halbleiter, Photovoltaik, Werkzeug- und Hartmetalltechnik, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeugindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen, wobei bei einer unerwartet großen Nachfrage das Risiko von Produktionsengpässen auftreten kann. Die Strategie einer relativ niedrigen Fertigungstiefe erlaubt hier zeitnahe Reaktionen. Auch werden im PVA TePla-Konzern hochwertige Lohnarbeiten - wie Plasmabehandlung, Hochvakuumlöten und Wärmebehandeln von Bauteilen - angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden.
Risiken aus technologischen Entwicklungen
Das Risiko von Auftragsverlusten durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchenspezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden und Forschungsinstituten weltweit verfolgt und eingeschätzt. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte wird neben der laufend vorgenommenen Entwicklungstätigkeit u. a. in einem betriebseigenen Technologiezentrum (CCIC - Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen) sowie durch das Betreiben eigener Dienstleistungszentren, in denen Werkstoffe und Materialien für Kunden prozessiert werden, zusätzlich gesichert. In besonders hohem Maße kommen dort die Entwicklungsabteilungen des Unternehmens mit neuesten Anforderungen an die Werkstoff- und Materialbeschaffenheit von Seiten der Kunden in Kontakt. Die hohe technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt entscheidend davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, so dass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Konzerns sichert. Die technische Komplexität unserer Produkte und die hohen Kundenanforderungen bergen unter Umständen ebenfalls Qualitätsrisiken, die sich in erhöhten Gewährleistungsaufwendungen niederschlagen können.
Operationelle Risiken
Risiken aus Zulieferungen
Durch die geringe Wertschöpfungstiefe bei der Produktion unserer Anlagen kann die PVA TePla flexibel auf Marktschwankungen reagieren. Eigene Produktionskapazitäten müssen lediglich in sehr geringem Umfang vorgehalten werden, so dass die Produktion je nach Auftragslage schnell ausgeweitet, aber auch schnell zurückgefahren werden kann. Aufgrund des prognostizierten weltweit fallenden Wirtschaftswachstums hat sich die Wahrscheinlichkeit von Kapazitätsengpässen auf Seiten der Zulieferer verringert. Auch die Preise für Rohstoffe (z.B. für Edelstahl und Kupfer) sind tendenziell abwärts gerichtet. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die Auswahl und Qualifikation von Lieferanten und einer intensiven Begleitung unserer Lieferanten begegnet. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird dadurch begrenzt, dass mehrere Lieferanten für wichtige Komponenten qualifiziert werden und die Zulieferungen auf diese Lieferanten aufgeteilt werden. Das Ausfallrisiko von Lieferanten (z.B. durch Insolvenzen) wird durch eine gezielte Auswahl und Qualifizierung alternativer Lieferanten, auch im Ausland, erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem und eine angemessene Haftungsdeckung durch Versicherungen geachtet.
Risiken in Verbindung mit IT
Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren und andere Schadsoftware (z.B. sogenannte Trojaner) werden durch regelmäßige und angemessene Datensicherung, durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen externe Einflüsse (z.B. aktueller Virenschutz, Firewall) und durch geeignete Zugangskontrollen reduziert.
Elementar- und Umweltrisiken
Insgesamt wurden angemessene Versicherungen für Elementarrisiken für die Standorte der PVA TePla AG abgeschlossen. Aufgrund der Geschäftsstruktur mit der Konzentration auf Engineering und Montage sowie einem sehr geringen Umfang des Einsatzes von Gefahrstoffen und anderen Stoffen mit Risiken für Sicherheit und Umwelt ist der Umfang der Umweltrisiken durch die Tätigkeit der PVA TePla sehr gering. Dennoch wurde auch hierfür eine Umweltschadenhaftpflicht- und Unfallschadenversicherung mit angemessenen Deckungssummen abgeschlossen.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Risiken aus Veränderungen von Devisenkursen
Trotz der Absicherung von Wechselkursrisiken in einzelnen Geschäften besteht das Risiko einer erneuten Verschlechterung der Wechselkursrelation speziell zwischen Euro und US-Dollar und einer daraus gegebenenfalls resultierenden Verschlechterung unserer Position gegenüber Wettbewerbern aus diesem Währungsraum bzw. des sich daraus ergebenden Preisdrucks. In einer Reihe von Prognosen wird bis 2014 von einem stabilen Euro/US-Dollar-Wechselkurs ausgegangen. Dem Risiko schwankender Wechselkurse wird grundsätzlich durch lokale Fertigung in den USA und verstärkten Zukauf aus dem Dollar-Währungsraum begegnet.
Risiken aus steuerlichen Themen
Aufgrund des Umfangs von Großaufträgen aus dem Ausland hat die Komplexität der zugehörigen steuerlichen Themen zugenommen. Dazu zählen insbesondere die Themenkreise Verrechnungspreise im Geschäft zwischen den Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe, Umsatzsteuern vor allem auf Dienstleistungen und steuerliche Regelungen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden. Wir bearbeiten diese Themen in enger Zusammenarbeit mit unseren steuerlichen Beratern und sehen hier keine nennenswerten Risiken. Aktuell läuft eine steuerliche Betriebsprüfung für alle deutschen Standorte für die Jahre 2007 - 2011. Die PVA TePla wird aufgrund ihres Geschäftsvolumens anschlussgeprüft. Insgesamt werden keine signifikanten Risiken aus diesen Prüfungen erwartet; für bislang kommunizierte Feststellungen wurden angemessene Rückstellungen gebildet. Es ist aber ein zunehmender Aufwand für diese Beratungen, die interne Bearbeitung und aus der Umsetzung der Regelungen und zugehörigen Registrierungen zu beobachten.
Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Im Rahmen der eigentlichen Geschäftstätigkeit der PVA TePla entstehen Finanzinstrumente (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit werden Finanzinstrumente eingesetzt (z.B. Darlehen von Banken) oder es entstehen auch hieraus Finanzinstrumente (z.B. Anlage kurzfristig überschüssiger Liquidität). Zusätzlich werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit (z.B. Wechselkursrisiken) oder aus der Finanzierung (z.B. Zinsrisiken) zu beseitigen oder zu begrenzen. Ein isolierter Einsatz von Finanzinstrumenten ohne Verbindung zur eigentlichen Geschäftstätigkeit erfolgt nicht. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken der einzelnen relevanten Kategorien von Finanzinstrumenten dargestellt (weitere Angaben hierzu siehe Textziffer 30. des Konzernanhangs):
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, für Einzelsysteme beginnend mit durchschnittlich 30% bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Darüber hinaus werden gegen Forderungsausfälle in der Regel Zahlungssicherheiten (z.B. Akkreditive) vereinbart und ein intensives Forderungscontrolling durchgeführt.
Im Gegensatz dazu muss der Konzern seinerseits nur bei wenigen Lieferanten eine Anzahlung leisten. Darüber hinaus optimiert der Konzern seinen externen Liquiditätsbedarf durch eine rollierende Liquiditätsvorschau der dem Konzern angehörenden Unternehmen und durch kurzfristige Darlehensgewährungen innerhalb des Konzerns. Dem Konzern stehen sowohl ausreichende Kreditlinien zur kurzfristigen Finanzierung des Geschäfts einschließlich der Ausweitung des Geschäftsvolumens als auch ausreichende Avallinien zur Gewährung von Anzahlungsgarantien für Kunden zur Verfügung. In diesem Bereich können mit den uns begleitenden Banken im Falle von Großaufträgen spezielle Projektlinien zusätzlich vereinbart werden, so dass die bestehenden Linien weiterhin für Abwicklung und Ausbau des Standardgeschäfts zur Verfügung stehen.
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Sonstige Forderungen:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Geleistete Anzahlungen:
Anzahlungen werden von den einzelnen Konzernunternehmen im Wesentlichen nur bei Lieferanten für größere Zulieferungen/Hauptkomponenten geleistet, grundsätzlich erfolgen auf der Beschaffungsseite Anzahlungen gegen eine entsprechende Anzahlungsbürgschaft. Aufgrund dieser Absicherung besteht für den Konzern kein erkennbares Risiko.
Finanzverbindlichkeiten:
| ― | Der wesentliche Inhalt dieses Postens sind die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Bankdarlehen. |
| ― | Diese Darlehen sind vollständig entweder mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit vereinbart oder im Falle von Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| ― | Ein nennenswertes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze ist grundsätzlich nicht vorhanden. |
| ― | Allerdings ergibt sich eine besondere Situation daraus, dass die Darlehen auch zum 31. Dezember 2013 aufgrund der guten Liquiditätslage zur Vermeidung von Zinsaufwendungen nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen worden sind. Da die Marktzinssätze zum Bilanzstichtag niedriger waren als die den Sicherungsgeschäften zugrundeliegenden Zinssätze, enthält der Konzernabschluss übrige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 895 (VJ: TEUR 1.210), im Einzelabschluss der PVA TePla AG wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 887 (VJ: TEUR 1.192) notwendig. |
| ― | Ein Kreditrisiko besteht nicht, da die Vertragspartner ihren Verpflichtungen - mit Ausnahme des nicht in Anspruch genommenen weiteren Darlehens zur Finanzierung der Neubaumaßnahmen - bereits vollständig nachgekommen sind. |
| ― | Aufgrund der gegenwärtigen Auftrags- und Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen sehen wir auch kein relevantes Liquiditätsrisiko. |
| ― | Es besteht kein Risiko aus der Nichteinhaltung von financial covenants, da solche Vereinbarungen bislang vermieden werden konnten. |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
| ― | Hier handelt es sich um kurzfristige Positionen, die fast ausschließlich in EUR abgerechnet werden. Ein relevantes Markt- und Kreditrisiko liegt somit nicht vor. |
| ― | Aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen besteht kein Liquiditätsrisiko. |
Sonstige Verbindlichkeiten:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Wechselkurssicherung:
| ― | Der Konzern - dies gilt auch für die PVA TePla AG - realisiert einen Großteil seiner Umsätze im Ausland. Die Fakturierung der Aufträge auch außerhalb des Euroraums erfolgt überwiegend in EUR. Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet. Da es sich in Verbindung mit dem Grundgeschäft um geschlossene Positionen handelt, bei denen Zahlungsbeträge und -termine aufeinander abgestimmt sind, besteht kein nennenswertes Marktrisiko. Die Kalkulationen der Grundgeschäfte basieren auf den jeweiligen abgesicherten Terminkursen. |
| ― | Bedingt durch die bereits oben genannte weltweite Lieferantenauswahl erfolgt teilweise eine Beschaffung in Fremdwährungen. Über Natural Hedging (natürliche Absicherung) werden US-Dollar-Bestände für Zahlungsverpflichtungen im geringeren Ausmaß genutzt. Sonstige Fremdwährungsverpflichtungen und größere US-Dollar-Zahlungen werden über Devisentermingeschäfte gesichert, die dem Grundgeschäft in ihrer Zahlungsstruktur entsprechen und damit das Wechselkursrisiko vermeiden. Zu den Risiken im Bereich der Zulieferung/Materialbeschaffung verweisen wir auf die obigen Ausführungen. |
Zinssicherung:
| ― | Ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Neubauten wurde als Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen abgeschlossen und durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| ― | Im Hinblick auf die Risiken dieser Finanzinstrumente verweisen wir daher auf unsere obigen Ausführungen zu Finanzverbindlichkeiten. |
RISIKOQUANTIFIZIERUNG
Von einigen der zuvor beschriebenen Geschäftsrisiken (Risiken aus Absatzmärkten und konjunkturelle Risiken) sind für die PVA TePla-Gruppe als Hersteller von Spezialanlagen spürbare Restrisiken erkennbar. Spürbare Restrisiken können sich erfahrungsgemäß mit bis zu vierstelligen TEUR-Beträgen auf die Umsatz- und mit bis zu dreistelligen TEUR-Beträgen auf die Rentabilitäts- und Finanzlage des Unternehmens auswirken. Kritische Restrisiken haben beim Eintritt Auswirkungen, die sich - je nach Dauer des Risikoeintritts - sogar auf bis zu fünfstellige TEUR-Beträge in ihrer Umsatzrelevanz und bis zu vierstellige TEUR-Beträge in ihrer Ergebnis- und Liquiditätsrelevanz aufsummieren können. Kritische Risiken sehen wir im Wesentlichen im Bereich der Zyklizität der High-Tech-Branchen (Semiconductor und Photovoltaik) und einem zunehmenden Wettbewerbsrisiko (Eintritt neuer Wettbewerber, neue Technologien, Preisdruck) insbesondere aus Niedriglohnländern. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden können, sind nicht erkennbar. Allen sonstigen Risiken messen wir aufgrund einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, einer geringen Schadenshöhe oder aufgrund von eingeleiteten Gegenmaßnahmen aus heutiger Sicht nur ein geringes Restrisiko bei.
GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS
In seiner Funktion als Verantwortlicher für das Risikomanagement überprüft der Vorstand der PVA TePla AG die Risikosituation der Unternehmensgruppe. Das sich daraus ergebende Fazit wird im Folgenden dargestellt.
Zusammenfassung
Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2013 hat sich das Risikoprofil der Gruppe gegenüber 2012 nicht grundlegend verändert. Die wesentlichen Risiken entstammten den oben beschriebenen schwachen Entwicklungen der Märkte und der damit verbundenen zurückhaltenden Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Dieser Entwicklung, die ihren Ausdruck in einem starken Rückgang des Auftragseingangs fand, wurde mit Restrukturierungsmaßnahmen begegnet. Das 2013 vollzogene Programm zur Sachkostenoptimierung sowie der durchgeführte Personalabbau führen in der Zukunft zu einem deutlich abgesenkten Breakeven-Umsatz. Zudem wurde vertriebsseitig an einer stärkeren Präsenz in zukünftig an Attraktivität zunehmenden Märkten gearbeitet.
Chancenbericht
BESCHREIBUNG DER CHANCEN Chancen aus den Absatzmärkten
In Märkten wie der Hartmetallherstellung, der Halbleiterindustrie und der Photovoltaik bietet die PVA TePla-Gruppe Prozesstechnologien an, die auch in Zukunft fester Bestandteil der jeweiligen Wertschöpfungsketten bleiben werden. In der Halbleiterindustrie können dies z.B. Kristallzuchtanlagen zum Ziehen von Siliziumkristallen mit einem Durchmesser von 300mm, von hochreinen Siliziumkristallen oder Siliziumcarbidkristalle für die Hochleistungselektronik sein oder Analysesysteme für die zerstörungsfreie Qualitätsüberprüfung in der LED- oder MEMS-Fertigung. Die Nachfrage nach Plasmaanlagen und Analysesystemen korreliert mit der Entwicklung von Halbleitermärkten (z.B. MEMS, LED, OLED/PLED, IGBT). Durch das unterstellte Wachstum des Halbleitermarkts sowie neu entwickelte Applikationen für Plasmaanlagen im Life Science/Industrial-Bereich kann wieder weiteres Wachstum für diese Produktbereiche der PVA TePla erwartet werden.
Durch die großen Investitionen in Kapazitätserweiterungen vor allem der chinesischen Anbieter sind im Solarmarkt hohe Überkapazitäten und stark sinkende Absatzpreise über die gesamte Wertschöpfungskette der Solarindustrie entstanden. Es gibt jedoch weiterhin eine ganze Reihe von wichtigen Zukunftsmärkten für die Solarindustrie: Japan, Indien, Australien, Marokko, die MENA-Region (Middle East and North Africa: Naher Osten und Nordafrika) sowie Südafrika und Südamerika. Chancen bieten sich zudem in Märkten, in denen aus wirtschaftspolitischen Gründen eigene Produktionskapazitäten aufgebaut werden sollen. Aller Voraussicht nach wird sich eine Anlagentechnologie durchsetzen, die höchste Effizienzgrade mit optimaler Cost of Ownership garantiert. Da die PVA TePla intensiv an solchen Anlagenentwicklungen arbeitet und zur industriellen Anwendung zur Verfügung stellen kann, werden die Marktaussichten mittel- und langfristig auch auf dem im Moment schwierigen Photovoltaikmarkt durchaus positiv betrachtet. Die PVA TePla verfolgt die Entwicklung der Wirtschaftslage und der einzelnen Märkte aufmerksam. Insgesamt bieten die flexiblen Strukturen des Unternehmens mit einer geringen Fertigungstiefe gute Möglichkeiten, die Kapazitäten auch an eine geringere Nachfrage anzupassen.
Chancen aus technologischen Entwicklungen
Als Anbieter von Technologie zur Herstellung und Bearbeitung von Materialien und Komponenten für Hightech-Branchen, bei deren Herstellung Vakuum und hohe Temperatur eine entscheidende Rolle spielen, bestehen die Chancen, dass sich durch neue Anwendungsfelder für in unseren Anlagen hergestellte Materialien ein zusätzlicher Bedarf entwickelt oder durch die Forschung neue Anforderungen an Materialien definiert werden, die einen neuen Anlagentypus erforderlich machen. Zusammen mit unseren Kunden können wir jederzeit entsprechend diesen neuen Anforderungen neue Anlagen entwickeln und bauen. Eine Vielzahl von uns gebauter Anlagen sind kundenspezifisch entwickelt worden, so dass wir eine lange Tradition und Erfahrung in technologisch anspruchsvollen Märkten aufweisen können. Reine Atmosphäre - durch Vakuum erzeugt - und hohe Temperatur sind von grundlegender Bedeutung, um die Eigenschaften von Materialien zu beeinflussen und werden auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, um hochwertige Materialien herzustellen.
Prognosebericht
Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der PVA TePla-Gruppe im Geschäftsjahr 2014. Die Aussagen in diesem Abschnitt wurden auf der Basis der aktuellen Konzern- und Kundenportfolios und der oben dargestellten Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können, wie im Projektgeschäft nicht unüblich, wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen im Nachhinein als unzutreffend erweisen.
Für den GB Industrial Systems wird im Geschäftsjahr 2014 von einer moderaten Steigerung des Umsatzes gegenüber 2013 ausgegangen. Im GB Semiconductor Systems wird wegen der erwarteten positiven Entwicklung des Halbleitermarkts das Umsatzniveau laut den Planungen - vor den vorgenommenen strukturellen Änderungen in der Geschäftsbereichsstruktur - ebenso leicht über dem Umsatzniveau des vorangegangenen Geschäftsjahrs liegen. Im Produktbereich Kristallzuchtanlagen für den Solarmarkt wird mit einer deutlichen Steigerung des Umsatzes gerechnet.
Auf Basis der Entwicklung der Bruttomarge im vierten Quartal 2013 und im Zuge der Absenkung des Breakeven-Umsatzes wird für das laufende Geschäftsjahr eine Bruttomarge in Höhe von rund 20% erwartet.
Der Vorstand der PVA TePla erwartet für das Geschäftsjahr 2014 aufgrund des Auftragsbestands in Höhe von 53,9 Mio. EUR zum 31.12.2013 sowie der Tatsache, dass im ersten Halbjahr 2014 gewonnene Aufträge noch umsatz- und ergebniswirksam werden können, einen Konzernumsatz in einer Größenordnung von 90 - 100 Mio. EUR und eine positive operative Ergebnis (EBIT)-Marge zwischen 2 - 4%.
Bei isolierter Betrachtung der PVA TePla AG gehen wir für das Geschäftsjahr 2014 von einem deutlichen Wachstum des Umsatzes aus. Auf Basis des Umsatzwachstums wird eine mit auf Konzernebene vergleichbare Brutto-Marge und EBIT-Marge erwartet.
Wettenberg, 7. März 2014
PVA TePla AG
Vorstand
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie
Konzernabschluss
KONZERNBILANZ
AKTIVA
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2013 | 31.12.2012 angepasst1) | 01.01.2012 angepasst1) |
|---|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | (4) | 8.766 | 8.855 | 8.375 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7.808 | 7.808 | 7.615 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 918 | 1.047 | 761 | |
| Geleistete Anzahlungen | 40 | 0 | 0 | |
| Sachanlagen | (5) | 31.038 | 32.453 | 33.861 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 26.732 | 27.750 | 28.675 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.775 | 3.031 | 3.414 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.494 | 1.672 | 1.764 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 37 | 0 | 8 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (6) | 388 | 410 | 432 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (7) | 8 | 9 | 9 |
| Latente Steueransprüche | (13) | 6.459 | 4.130 | 2.735 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 46.659 | 45.857 | 45.413 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte | (8) | 18.832 | 20.818 | 23.675 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 8.335 | 8.061 | 10.975 | |
| Unfertige Erzeugnisse | 8.075 | 9.648 | 8.931 | |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.422 | 3.109 | 3.768 | |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | (9) | 8.081 | 10.019 | 22.828 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (10) | 12.149 | 14.754 | 20.274 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.619 | 12.943 | 15.570 | |
| Geleistete Anzahlungen | 883 | 446 | 2.352 | |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 1.647 | 1.365 | 2.352 | |
| Steuererstattungsansprüche | 76 | 1.263 | 1.431 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | (12) | 0 | 1.001 | 1.001 |
| Zahlungsmittel | (11) | 6.566 | 10.009 | 14.612 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 45.704 | 57.864 | 83.821 | |
| Summe Aktiva | 92.363 | 103.721 | 129.233 |
1) Informationen zu den Anpassungen der Vorjahresangaben durch den geänderten Standard IAS 19 und Umgliederungen des Zinsausweises können im Anhang entnommen werden.
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
PASSIVA
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2013 | 31.12.2012 angepasst1) | 01.01.2012 angepasst1) |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | (14) | |||
| Gezeichnetes Kapital | 21.750 | 21.750 | 21.750 | |
| Gewinnrücklagen | 30.771 | 40.522 | 39.140 | |
| Sonstige Rücklagen | -2.131 | -2.155 | -538 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | -83 | -251 | -315 | |
| Summe Eigenkapital | 50.307 | 59.866 | 60.037 | |
| Langfristige Schulden | ||||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | (16) | 6.540 | 7.617 | 8.742 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 688 | 962 | 773 | |
| Pensionsrückstellungen | (17) | 11.377 | 11.338 | 8.758 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | (26) | 1.422 | 3.158 | 2.757 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (18) | 490 | 490 | 279 |
| Summe langfristige Schulden | 20.517 | 23.565 | 21.308 | |
| Kurzfristige Schulden | ||||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (19) | 1.080 | 1.128 | 4.154 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.219 | 2.938 | 6.066 | |
| Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen | (20) | 97 | 559 | 1.641 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | (21) | 8.282 | 6.490 | 16.651 |
| Abgegrenzte Schulden | (22) | 5.683 | 5.722 | 7.354 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (23) | 1.059 | 1.215 | 1.448 |
| Steuerrückstellungen | 204 | 86 | 1.732 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (18) | 1.915 | 2.152 | 8.840 |
| Summe kurzfristige Schulden | 21.539 | 20.290 | 47.888 | |
| Summe Passiva | 92.363 | 103.721 | 129.233 |
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Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| in TEUR | Anhang | 01.01. - 31.12.2013 | 01.01. - 31.12.2012 angepasst1) |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (24) | 64.075 | 103.252 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -55.545 | -78.810 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 8.530 | 24.442 | |
| Vertriebskosten | -7.836 | -10.320 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -8.222 | -8.144 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (25) | -2.564 | -4.707 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.766 | 7.969 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.218 | -2.193 | |
| Betriebsergebnis | -9.544 | 7.047 | |
| Finanzerträge | 332 | 130 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -1.107 | -1.363 | |
| Finanzergebnis | -775 | -1.233 | |
| Ergebnis vor Steuern | -10.319 | 5.814 | |
| Ertragsteuern | (26) | 2.911 | -1.107 |
| Konzernjahresergebnis | -7.408 | 4.707 | |
| Davon | |||
| Ergebnisanteil der Aktionäre der PVA TePla AG | -7.576 | 4.643 | |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 168 | 64 | |
| Konzernjahresergebnis | -7.408 | 4.707 | |
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert/verwässert) | |||
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert) in EUR | (27) | -0,35 | 0,21 |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert) in EUR | -0,35 | 0,21 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 21.749.988 | 21.749.988 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 21.749.988 | 21.749.988 |
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GESAMTERGEBNISRECHNUNG
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| in TEUR | 01.01. - 31.12.2013 | 01.01. - 31.12.2012 angepasst1) |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -7.408 | 4.707 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | -7.576 | 4.643 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | 168 | 64 |
| direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen | ||
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können | ||
| Währungsdifferenzen | -185 | 16 |
| Ertragsteuern | 52 | 17 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsdifferenzen) | -133 | 33 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 11 | 4 |
| Ertragsteuern | -3 | -1 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (derivative Finanzinstrumente) | 8 | 3 |
| Summe der Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können | -125 | 36 |
| Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Ergebnis aus Pensionsrückstellungen | 206 | -2.296 |
| Ertragsteuern | -57 | 643 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (Pensionsrückstellungen) | 149 | -1.653 |
| Summe der Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | 149 | -1.653 |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Veränderungen nach Steuern | 24 | -1.617 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | 24 | -1.617 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | -7.384 | 3.090 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | -7.552 | 3.026 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | 168 | 64 |
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
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| in TEUR | 01.01. - 31.12.2013 | 01.01. - 31.12.2012 angepasst1) | |
|---|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | -7.408 | 4.707 | |
| Anpassungen des Konzernjahresergebnisses für die Überleitung zum Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit: | |||
| + | Ertragsteuern | -2.911 | 1.107 |
| - | Finanzerträge | -332 | -130 |
| + | Finanzierungsaufwendungen | 1.107 | 1.363 |
| \= | Operatives Ergebnis | -9.544 | 7.047 |
| - | Ertragsteuerzahlungen | 67 | -2.985 |
| + | Abschreibungen | 2.520 | 3.077 |
| -/+ | Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 114 | 63 |
| +/- | Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -14 | -90 |
| -6.857 | 7.112 | ||
| -/+ | Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | 7.908 | 21.989 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -460 | -7.153 |
| +/- | Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 1.174 | -17.510 |
| \= | Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit | 1.765 | 4.437 |
| - | Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten abzüglich erworbener Zahlungsmittel | -288 | 6 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 4 | 40 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -899 | -855 |
| + | Zinseinzahlungen | 27 | 130 |
| \= | Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -1.156 | -679 |
| - | Auszahlungen an Gesellschafter (Dividenden und Kapitalrückzahlungen) | -2.175 | -3.262 |
| - | Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten | -1.151 | -1.186 |
| +/- | Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten | -2 | -3.465 |
| - | Zinsauszahlungen | -672 | -695 |
| \= | Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -4.000 | -8.608 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -3.391 | -4.850 | |
| +/- | Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel | -52 | 247 |
| + | Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 10.009 | 14.612 |
| \= | Zahlungsmittel am Ende der Periode | 6.566 | 10.009 |
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KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
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| in TEUR | Ausgegebene Stückaktien | Gewinnrücklagen | Sonstige Eigenkapital- bestandteile |
Pensions- rückstellungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | angepasst1) | angepasst1) | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2012 vor Anpassung IAS 19R | 21.749.988 | 21.750 | 39.140 | -277 | 0 | 60.613 |
| Anpassung IAS 19R | 0 | 0 | -261 | -261 | ||
| Stand 01.01.2012 nach Anpassung IAS 19R | 21.749.988 | 21.750 | 39.140 | -277 | -261 | 60.352 |
| Stand 01.01.2012 | 21.749.988 | 21.750 | 39.140 | -277 | -261 | 60.352 |
| Gesamtergebnis | 4.643 | 36 | -1.653 | 3.026 | ||
| Dividende | -3.262 | 0 | 0 | -3.262 | ||
| Stand 31.12.2012 | 21.749.988 | 21.750 | 40.522 | -241 | -1.914 | 60.117 |
| Stand 01.01.2013 | 21.749.988 | 21.750 | 40.522 | -241 | -1.914 | 60.117 |
| Gesamtergebnis | -7.576 | -125 | 149 | -7.552 | ||
| Dividende | -2.175 | 0 | 0 | -2.175 | ||
| Stand 31.12.2013 | 21.749.988 | 21.750 | 30.771 | -366 | -1.765 | 50.390 |
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| in TEUR | Anteile anderer Gesellschafter | Gesamtes Eigenkapital |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2012 vor Anpassung IAS 19R | -315 | 60.298 |
| Anpassung IAS 19R | 0 | -261 |
| Stand 01.01.2012 nach Anpassung IAS 19R | -315 | 60.037 |
| Stand 01.01.2012 | -315 | 60.037 |
| Gesamtergebnis | 64 | 3.091 |
| Dividende | 0 | -3.262 |
| Stand 31.12.2012 | -251 | 59.866 |
| Stand 01.01.2013 | -251 | 59.866 |
| Gesamtergebnis | 168 | -7.384 |
| Dividende | 0 | -2.175 |
| Stand 31.12.2013 | -83 | 50.307 |
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Konzernanhang
A. ALLGEMEINE ANGABEN UND GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG
1. ALLGEMEINE ANGABEN
Sitz und Rechtsform des Unternehmens
Die PVA TePla AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht Gießen unter der Nummer HRB 6845 registriert. Der Sitz der Gesellschaft ist in 35435 Wettenberg, Deutschland.
Geschäftstätigkeit
Die PVA TePla AG und ihre Tochtergesellschaften ("PVA TePla" oder der "Konzern") sind weltweit agierende Anbieter von Systemen für die Herstellung, Veredelung, Weiterbearbeitung von hochwertigen Werkstoffen wie Metalle, Halbleiter, Keramiken, Gläser, aber auch für die kontrollierte Oberflächenbehandlung dieser Materialien und verschiedenster Kunststoffoberflächen. Derartige Produktions- und Behandlungsprozesse erfordern stabile, reproduzierbare Bedingungen. Sie finden daher meist im Vakuum oder unter Schutzgasatmosphäre, bei hohen Temperaturen und/ oder mit Unterstützung eines Niederdruck-Plasmas statt. Hinzu kommen Systeme für die Qualitätskontrolle hochwertiger Materialien.
Die PVA TePla ist Anbieter für Vakuumanlagen, die Hightech-Materialien und Oberflächen im Vakuum bei hohen Temperaturen und im Plasma erzeugen und bearbeiten. Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel 300mm-Silizium(Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe für Weltraumspiegel, Produktionstechnologien für Metallpulver, zum Beispiel für Hartmetalle sowie Produktionstechnologien für Flachbildschirme. Dieser Markt wird existieren, solange Hightech-Werkstoffe hergestellt und weiter entwickelt werden. Die Felder Erzeugung ultradünner Wafer bzw. Plasma-Nitrierung nach dem Puls-Plasma-Verfahren und Plasmabeschichtung vergrößern das bestehende Produktportfolio der PVA TePla. Ergänzt wird das Produktportfolio durch Systeme zur zerstörungsfreien Materialprüfung und Qualitätskontrolle auf der Basis optischer Technologien und Ultraschall sowie durch Analysesysteme zur Bestimmung der Oberflächenverunreinigungen auf Wafern für die Halbleiterindustrie.
Die Märkte der PVA TePla zeichnen sich durch eine begrenzte Anbieterzahl, globale Dimensionierung und technologisch anspruchsvolle Marktnischen aus.
PVA TePla unterhält weltweite Geschäftsbeziehungen über ihre Standorte in Deutschland, den USA, Dänemark, China, Taiwan und Singapur.
Das Geschäftsjahr der PVA TePla AG und ihrer Tochtergesellschaften ist das Kalenderjahr.
Der Konzern gliedert seine Geschäftsaktivitäten und somit seine Berichterstattung in die drei Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems.
Allgemeine Grundsätze und Rechnungslegungsstandards
Seit dem Geschäftsjahr 2005 ist die PVA TePla als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der EU verpflichtet, den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) aufzustellen und zu veröffentlichen. Der Konzernabschluss der PVA TePla für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 ist daher nach den IFRS in der zum Abschlussstichtag gültigen Fassung des International Accounting Standards Board (IASB) und den verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt.
Darüber hinaus enthält der Anhang gemäß § 315a Abs. 1 HGB bestimmte Angaben zu Regelungen des HGB. Gemäß § 315a HGB i.V.m. § 315 HGB ist der Konzernabschluss nach IFRS um einen Konzernlagebericht ergänzt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PVA TePla.
Neue Verlautbarungen des IASB
Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards mit möglicher Relevanz für den PVA TePla-Konzern herausgegeben. Die noch nicht verpflichtend anzuwendenden und von der EU-Kommission noch nicht übernommenen Regelungen sind von der PVA TePla auch nicht vorzeitig angewandt worden.
Neue Standards und Interpretationen werden im Regelfall erst zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung von der PVA TePla AG umgesetzt.
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| Standard/ Interpretation | Anwendungspflicht | Übernahme durch EU-Kommission* | Auswirkungen | |
|---|---|---|---|---|
| IAS 19 | Änderung des IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer | 01.07.2014 | Nein | keine Wesentlichen |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente (Änderung von IFRS 9 und IFRS 7 zum verpflichtenden Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang sowie Änderung von IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39 bezüglich Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen) | frühestens 2017 | Nein | Erweiterung der Anhangangaben |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 01.01.2016 | Nein | Keine Auswirkungen |
| Jährliche Verbesserungen im IFRS Zyklus 2010 - 2012 | 01.07.2014 | Nein | keine Wesentlichen | |
| Jährliche Verbesserungen im IFRS Zyklus 2011 - 2013 | 01.07.2014 | Nein | keine Wesentlichen | |
| IFRIC 21 | Abgaben | 01.01.2014 | Nein | Keine Auswirkungen |
* Stand: 11. Februar 2014
Berichtswährung und Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates), die sich an dem primären Wirtschaftsumfeld orientiert. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden sowie der Haftungsverhältnisse und der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgt grundsätzlich zu dem am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurs (Mittelkurs). Dagegen werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittswechselkurs des Geschäftsjahrs, das Eigenkapital zum historischen Wechselkurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus Wechselkursveränderungen zwischen einzelnen Geschäftsjahren entstehen, werden unter der Position "Sonstige Rücklagen" im Eigenkapital ausgewiesen. Die Bewertung in den Folgeperioden erfolgt gemäß IAS 21.23.
Kumulierte Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung von Tochtergesellschaften wurden zum Übergangszeitpunkt (1. Januar 2004) nicht auf null gestellt, sondern als gesonderter Posten des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Umrechnungskurse der Länder außerhalb der Eurozone ergeben sich wie folgt:
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| EUR = 1 | Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||
|---|---|---|---|---|
| 2013 | 2012 | 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| USA (USD) | 1,3277 | 1,2859 | 1,3767 | 1,3217 |
| China (CNY) | 8,2237 | 8,1160 | 8,4104 | 8,3378 |
| Dänemark (DKK) | 7,4579 | 7,4437 | 7,4598 | 7,4603 |
| Singapur (SGD) | 1,6609 | 1,6067 | 1,7461 | 1,6175 |
| Taiwan (TWD) | 39,3701 | 38,14149 | 41,3223 | 38,4908 |
Da alle konsolidierten Tochterunternehmen ihren Sitz in Ländern haben, in denen derzeit keine Hyperinflation herrscht, kommt IAS 29 nicht zur Anwendung.
Schätzungen und Annahmen
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des Managements. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen des Berichtsjahrs.
Dies betrifft insbesondere Wertberichtigungen auf Forderungen, den Fertigungsgrad kundenspezifischer Fertigungsaufträge, die Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeiten der sonstigen Rückstellungen, die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie den Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge. Bei der Beurteilung dieser Annahmen und Schätzungen orientiert sich das Management an Erfahrungswerten der Vergangenheit, Einschätzungen von Experten (Juristen, Ratingagenturen, Verbänden) und dem Ergebnis sorgfältiger Abwägung verschiedener Szenarien. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der Bilanzposten erfolgswirksam geändert.
Rundungen
Die in diesem Anhang verwendeten Tabellen und Zahlen basieren auf genau ermittelten Werten, die nachträglich auf TEUR gerundet wurden. Rundungsdifferenzen innerhalb der Tabellen lassen sich daher nicht immer vermeiden.
2. KONSOLIDIERUNG
Konsolidierungskreis
Der vorliegende Konzernabschluss der PVA TePla umfasst vollkonsolidierte Tochtergesellschaften. Voll konsolidiert wurden alle Tochtergesellschaften, bei denen der PVA TePla die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zusteht (Beherrschung).
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 wurden folgende Gesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen:
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| Name | Sitz | Kapitalanteil |
|---|---|---|
| PVA TePla AG (Mutterunternehmen) | Wettenberg, Deutschland | |
| PVA TePla America Inc. | Corona / CA, USA | 100 % |
| PVA Jena Immobilien GmbH | Jena, Deutschland | 100 % |
| PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH | Jena, Deutschland | 100 % |
| Xi'an HuaDe CGS Ltd. | Xi'an, VR China | 51 % |
| PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH | Jena, Deutschland | 100 % |
| PVA Control GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % |
| PVA TePla Metrology Systems GmbH | Kirchheim, Deutschland | 100 % |
| PlaTeG GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % |
| PVA TePla Singapore Pte. Ltd. | Singapur | 100 % |
| PVA TePla Analytical Systems GmbH | Westhausen, Deutschland | 100 % |
| PVA TePla (China) Ltd. | Peking, VR China | 100 % |
| Munich Metrology GmbH | München, Deutschland | 100 % |
| Munich Metrology USA Inc. | Folsom / CA, USA | 100 % |
| Munich Metrology Taiwan Ltd. | Hsinchu, Taiwan | 100 % |
| JenaWave GmbH | Jena, Deutschland | 100 % |
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde die Gesellschaft Vakuum Anlagenbau Service GmbH, Hanau (Beteiligung 100%). Über das Vermögen der Gesellschaft wurde am 25. April 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Die unternehmerische Kontrolle wird daher nicht mehr durch die PVA TePla ausgeübt. Die Beteiligungsbuchwerte der Gesellschaft wurden bereits in den Vorjahren vollständig abgewertet. Gemäß Mitteilung des Insolvenzverwalters vom 7. Februar 2014 ist das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen.
Zum 18. April 2013 wurden 100% der Anteile der JenaWave GmbH, Jena, zur Erweiterung des Produktportfolios im Bereich der Messtechnik übernommen. Der Einbezug in den Konsolidierungskreis der PVA TePla AG erfolgte zum 1. Mai 2013. Organisatorisch ist die JenaWave GmbH dem Geschäftsbereich Semiconductor Systems zugeordnet.
Die Kaufpreisaufteilung der JenaWave GmbH wurde auf den vorliegenden Informationen vorgenommen und basiert auf den geschätzten Marktwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden am Tag der Akquisition. Die Kaufpreisaufteilung stellt sich wie folgt dar:
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| in TEUR | Buchwerte vor Akquisition | Zeitwerte zum Erwerbszeitpunkt |
|---|---|---|
| Working-Capital | 129 | 129 |
| Flüssige Mittel | 0 | 0 |
| Sachanlagen | 159 | 127 |
| Identifizierbare immaterielle Vermögenswerte | 0 | 90 |
| Latente Steuern (netto) | 0 | -26 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | -1 | -1 |
| Firmenwert | 0 | 0 |
| Gesamt | 287 | 319 |
| Erworbene Zahlungsmittel | 0 | 0 |
| Kaufpreis abzüglich erworbener Zahlungsmittel | 319 | |
| davon in 2013 geflossen | 319 |
Der externe Umsatzbeitrag des Unternehmenskaufs beläuft sich für die Periode seit der Erstkonsolidierung bis zum 31. Dezember 2013 auf 281 TEUR, der Ergebnisbeitrag auf 80 TEUR. Wäre die JenaWave bereits seit dem 1. Januar 2013 vollkonsolidiert worden, so hätte sich der Umsatzbeitrag auf TEUR 368 und der Ergebnisbeitrag auf 10 TEUR belaufen.
Gegenüber dem Konzernabschluss 2012 haben sich sonst keine weiteren Änderungen ergeben.
Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind entsprechend IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 (Business Combinations). Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert und mindestens einmal jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach Überprüfung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ertragswirksam vereinnahmt. Bei einem Erwerb von weniger als 100% der Anteile werden die Anschaffungswerte einer Beteiligung mit den anteiligen Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In Höhe der verbleibenden Zeitwerte werden Minderheitenanteile im Eigenkapital ausgewiesen, einschließlich der diesen zustehenden Gewinne und Verluste.
Bei Veränderungen der Anteilsquote der Muttergesellschaft nach Erlangung der Beherrschung (sukzessiver Unternehmenserwerb) wird ein entstehender Unterschiedsbetrag erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus Geschäfts- oder Firmenwerten, die im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen als der Teil des Kaufpreises entstanden, der den Nettozeitwert des erworbenen Nettovermögens überstieg.
Die Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen vor dem Übergangszeitpunkt wurde unter Inanspruchnahme des Befreiungswahlrechts des IFRS 1 beibehalten. Gemäß IFRS 1 wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Buchwerten nach der vorherigen Rechnungslegung in die IFRS-Eröffnungsbilanz unter Berücksichtigung von Ansatzvoraussetzungen für immaterielle Vermögenswerte und Eventualschulden übernommen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich sowie bei vorliegenden Anhaltspunkten für Wertminderungen einem Werthaltigkeitstest unterzogen und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.
Andere immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen ab dem Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei bis acht Jahre (für Software zwischen drei und fünf Jahre) zugrunde gelegt. Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten und werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht fertig gestellt sind, werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwartete Nutzungsdauer, bei Mietereinbauten bzw. Einbauten in Mieträume gegebenenfalls entsprechend der kürzeren Dauer des Mietvertrags. Erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen werden als Periodenaufwand gebucht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die zugehörigen kumulierten Abschreibungen werden bei einer Verschrottung oder Veräußerung von Vermögensgegenständen ausgebucht und eventuelle Buchgewinne oder -verluste erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
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| Jahre | |
|---|---|
| Gebäude | 25 - 33 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 - 20 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 14 |
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert von bis zu 410 EUR werden sofort abgeschrieben, alle darüber liegenden Anschaffungswerte werden aktiviert und planmäßig über ihre Laufzeit abgeschrieben.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert über 150 EUR und unter 1.000 EUR, die zwischen dem 1. Januar 2008 und dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, wurden über einen Sammelposten über die Zeit von fünf Jahren und somit in diesem abgelaufenen Geschäftsjahr letztmalig linear weiter abgeschrieben.
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet.
Außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder - falls höher - dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cash Flows aus der Nutzung des Vermögenswerts. Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit im Rahmen eines sogenannten "Impairment-Tests" überprüft. Der Test ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("cash generating units") nach IAS 36 (Impairment of Assets) zugeordnet. Dabei dürfen gemäß IAS 36.80 (b) diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten nicht größer sein als ein Segment innerhalb der Segmentberichterstattung. In folgenden Geschäftsbereichen ist ein Geschäfts- oder Firmenwert vorhanden:
Im GB Industrial Systems wird die PlaTeG GmbH wie im Geschäftsjahr 2012 als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit behandelt.
Im GB Semiconductor Systems werden in drei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die Geschäfts- oder Firmenwerte im Rahmen des Impairment-Tests betrachtet. Dabei handelt es sich um den Bereich Kristallzuchtanlagen innerhalb der PVA TePla AG, sowie um die Tochtergesellschaften PVA TePla Analytical Systems GmbH mit Sitz in Westhausen und die Munich Metrology GmbH in München. Auch erfolgt hier die Steuerung und Leitung gesamtheitlich.
Diese Aufteilung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht auch den Ebenen, auf denen die zugehörigen Geschäfts- oder Firmenwerte überwacht und gesteuert werden.
Der erzielbare Betrag wird für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit als Nutzungswert mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Bei dieser Methode werden auf Basis der verabschiedeten mittelfristigen Geschäftsplanung mit einem Planungshorizont von drei Jahren sowie einer Fortschreibung dieser Planung gemäß den prognostizierten Marktentwicklungen Cash Flows diskontiert. Diesen Discounted-Cash-Flow-Berechnungen liegen für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden.
Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Auftragseingangs-, Umsatz-, Margen-, Investitions- und Personalentwicklung. Die Werte dieser Angaben beruhen auf Vergangenheitserfahrungen und berücksichtigen ebenso absehbare, zukünftige Entwicklungen. Als Wachstumsrate wurde 1% Wachstum bei der Fortschreibung der Planungszahlen für die Berechnung der ewigen Rente bei allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten angesetzt.
Der Diskontierungssatz basiert auf den segmentspezifischen gewichteten Kapitalkosten der Gesellschaften (WACC-Ansatz) und beinhaltet eine angemessene Risikoprämie. Den größten Einfluss auf die Werthaltigkeit haben die Parameter Marktrisikoprämie und Beta-Faktor.
Durch Gegenüberstellung der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit den erzielbaren Beträgen wird ein ggf. notwendiger Wertberichtigungsbedarf ermittelt. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Buchwert in Höhe des Differenzbetrags wertzumindern.
Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Zuschreibung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Erträge aus Zuschreibungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte gilt ein Zuschreibungsverbot.
Leasing
Als Leasingverträge gelten alle Vereinbarungen, die das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung übertragen. Dies gilt auch für Vereinbarungen, in denen die Übertragung eines solchen Rechts nicht ausdrücklich beschrieben ist. Anhand der Chancen und Risiken an einem Leasinggegenstand wird beurteilt, ob dem Leasingnehmer (sogenannte »Finance Leases«) oder dem Leasinggeber (sogenannte »Operating Leases«) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist.
PVA TePla ist Leasingnehmer von Sachanlagen sowie Leasinggeber in Zusammenhang mit der Vermietung eigener Gebäude. Im Geschäftsjahr 2013 wie auch im Vorjahr waren sämtliche Leasingverträge der PVA TePla als Operating Leases zu behandeln mit der Folge, dass die Leasingraten bei Anfall aufwandswirksam erfasst wurden.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Anwendung der Durchschnittskostenmethode oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten gemäß IAS 2 (Inventories) neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Dabei werden fixe Gemeinkosten auf Grundlage der Normalauslastung der Produktionsanlagen berücksichtigt. Kosten der nicht genutzten Produktionskapazitäten (Leerkosten) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Herstellungskosten ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- und Herstellungskosten über dem erwarteten Nettoveräußerungswert liegen. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar.
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen
Im Rahmen der Teilumsatzrealisierung für kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigstellungsgrad sind Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber dem Kunden gemäß IAS 11.42 als Vermögenswert auszuweisen. Wir zeigen diesen Posten gesondert unter der Bezeichnung "Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen".
Forderungen
Forderungen werden zum Nominalwert angesetzt.
Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten verzinsliche Wertpapiere mit einer vertraglich vereinbarten Fälligkeit und Rückzahlung zum Nominalwert. Die Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls um Wertberichtigungen vermindert, angesetzt.
Zahlungsmittel
Unter den Zahlungsmitteln werden alle frei verfügbaren liquiden Mittel wie Kassenbestände und Guthaben auf Kontokorrentkonten sowie andere kurzfristig verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten bilanziert.
Derivative Finanzinstrumente / Wechselkurssicherung
In Einzelfällen werden Verkäufe in Fremdwährung abgeschlossen. Zur Absicherung der Wechselkursrisiken werden in diesen Fällen grundsätzlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Diese Fälle werden als Fair Value Hedge abgebildet. Hierbei werden die aus Wechselkursveränderungen resultierenden Bewertungseffekte für die bilanzierten Vermögenswerte (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) oder schwebende Warenverkaufsgeschäfte in Fremdwährung mit dem Fair Value bewertet; die Anpassung des Buchwerts an den Fair Value geschieht ergebniswirksam als Bestandteil des Finanzergebnisses (Finanzerträge bzw. Finanzierungsaufwendungen). Das Sicherungsinstrument wird gemäß IFRS zugleich ebenfalls zum Fair Value bewertet. Bei vollständiger Effektivität des Sicherungsgeschäfts kompensieren sich diese gegenläufigen Ergebniseffekte.
Derivative Finanzinstrumente / Zinssicherung
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investitionen in neue Gebäude wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Ein positiver Marktwert dieser Instrumente wird unter den Sonstigen Forderungen ausgewiesen. Die Gegenbuchung erfolgt hier ergebnisneutral im Eigenkapital bei den Sonstigen Rücklagen. Ein negativer Marktwert dieser Instrumente wird unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Gegenbuchung der Marktwerte erfolgt ergebnisneutral in den Sonstigen Rücklagen.
Der Ausweis der negativen Marktwerte aus allen Finanzderivaten erfolgt im Geschäftsjahr 2013 wie im Vorjahr in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Für Investitionen werden in Einzelfällen Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen in Anspruch genommen. Diese Beträge werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt.
Darstellung des Eigenkapitals
Mit der Veröffentlichung von Änderungen an IAS 1 wurden neue Vorschriften zur Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses eingeführt, welche für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden sind.
Die PVA TePla AG behält die separate Darstellung von Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung bei. Die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses wurde dahingehend geändert, dass Zwischensummen für die Posten dargestellt werden, die recycelt werden können und diejenigen, die nicht recycelt werden.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS 39 mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die in der Regel dem Rückzahlungsbetrag entsprechen.
Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen
Im Rahmen der Teilumsatzrealisierung für kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigstellungsgrad sind Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber dem Kunden gemäß IAS 11.42 als Verbindlichkeit auszuweisen. Diese resultieren aus einem Überhang an abgerechneten Beträgen im Vergleich zu den entsprechenden anteiligen Erlösen. In der Bilanz wird dieser Posten korrespondierend zu den "Künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen" separat unter der Bezeichnung "Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen" ausgewiesen.
Als abgerechnete Beträge beziehen wir hier nur Teilzahlungen ein, die aufgrund des Fertigungsfortschritts der jeweiligen Anlage erfolgt sind und die somit den Charakter der Teilabrechnung erfüllen. Anzahlungen zu Auftragsbeginn oder Teilzahlungen, die nicht dem Fertigungsfortschritt entsprechen, werden als erhaltene Anzahlungen separat ausgewiesen.
Verpflichtungen aus Pensionszusagen
Die Verpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach IAS 19 (Employee Benefits) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Dazu werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten eingeholt. Der Dienstzeitaufwand für die Versorgungsanwärter ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen.
Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Pensionsverpflichtungen im Ausland liegen nicht vor.
Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 19 »Employee Benefits« veröffentlicht, die eine Abschaffung der Korridormethode nach sich zieht. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wirken sich somit unmittelbar in der Konzern-Bilanz aus und sind zukünftig ausschließlich im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die PVA TePla AG hat den geänderten IAS 19 ab dem 1. Januar 2013 angewandt. Wir verweisen auf Punkt 17 des Konzernanhangs.
Unabhängig von den Änderungen an IAS 19 wurde der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil bis zum 31. Dezember 2012 in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand auf die verursachenden Funktionsbereiche aufgeteilt. PVA TePla weist seit dem Geschäftsjahr 2013 den Zinsanteil nunmehr im Zinsergebnis aus. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Die Änderung dieses Ausweiswahlrechts resultiert daraus, dass sich unsere bisherige Bilanzierungspraxis zunehmend als eine Mindermeinung offenbart hat, die die Vergleichbarkeit unseres Abschlusses sowie von zentralen Steuerungsgrößen wie das operative Ergebnis (EBIT) mit Unternehmen unserer Branche beeinträchtigt hat.
Abgegrenzte Schulden
Als abgegrenzte Schulden werden Schulden zur Zahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen ausgewiesen, die am Bilanzstichtag weder bezahlt noch vom Lieferanten in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch an Mitarbeiter geschuldete Beträge.
Übrige Rückstellungen
Gemäß IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) werden die Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftige Zahlung wahrscheinlich ist und der Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern
Steuerabgrenzungen werden gemäß IAS 12 (Income Taxes) auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in Konzern- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Geschäftswerte. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint.
Verlustvorträge werden in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen, wie in der Zukunft ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Im Hinblick auf die Beträge, deren steuerliche Nutzung nicht länger wahrscheinlich ist, werden die aktiven latenten Steuern reduziert. Auf aktive latente Steuern, deren Realisierung unwahrscheinlich ist, wird eine Wertberichtigung vorgenommen.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. angekündigt sind.
Umsatzrealisierung
Umsatzerlöse werden ausgewiesen, sobald die Lieferungen oder Leistungen erbracht sind, der Gefahrenübergang erfolgt ist und keine technischen Risiken oder besondere gegenläufige vertragliche Regelungen vorliegen. Sämtliche Umsätze werden am Auslieferungs- oder Leistungsdatum eingebucht, da die Geschäftsleitung sonstige Dienstleistungen und Verkaufsvereinbarungen wie z.B. Schulungen und Trainings als nicht wesentlich in Bezug auf die Gebrauchsfähigkeit der Systeme ansieht. Erträge aus Dienstleistungen und Reparaturleistungen werden zum Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Projekte eingebucht.
Die Realisation des Ergebnisses aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen erfolgt grundsätzlich gemäß IAS 11 (Construction Contracts) entsprechend dem Leistungsfortschritt ("Percentage of Completion Method"), da eine zuverlässige Schätzung der Auftragsergebnisse möglich ist, die zu liefernden Produkte, die Zahlungsbedingungen und die Art und Weise der Abwicklung in den Verträgen eindeutig definiert sind und die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarungen sowohl durch die Käufer als auch durch den Verkäufer als wahrscheinlich angesehen wird. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ("Cost-to-Cost-Methode") ermittelt. Erwartete Verluste aus langfristigen Fertigungsaufträgen werden sofort in voller Höhe als Aufwand bilanziert. Wenn für einzelne Aufträge nicht alle oben genannten Kriterien erfüllt sind, werden diese Aufträge erst nach vollständig erbrachter Leistung abgerechnet.
Für realisierte Umsätze werden zum Bilanzstichtag Gewährleistungsrückstellungen gebildet. Die Rückstellungen basieren auf Einschätzungen und Erfahrungswerten.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die PVA TePla betreibt Hightech-Maschinenbau in Einzel- und Kleinserienfertigung. Bei der Weiterentwicklung der Produkte sind hier die Forschung im Hinblick auf neue Verfahren und Prozesse und die Entwicklung neuer Produktmerkmale eng verzahnt. Die Aktivitäten beider Bereiche erfolgen im Verlaufe eines Projekts teilweise abwechselnd. Daher ist die Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und damit auch die Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten in der Regel nicht mit hinreichender Aussagekraft möglich. Ebenso ist eine Schätzung des voraussichtlichen Nutzens aufgrund ungewisser Marktentwicklungen der Zukunft zu unsicher.
Somit sind zwei wesentliche Kriterien für die gemäß IAS 38 (Intangible Assets) bei Erfüllung aller dort genannten Kriterien vorgesehene Aktivierung der Entwicklungskosten nicht erfüllt. Von entsprechenden Aktivierungen musste daher abgesehen werden. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden daher zumeist in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.
In geringem Umfang arbeiten uns renommierte Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen (Dienstverträge) zu. Sofern aus dieser Zusammenarbeit hinreichende Erfahrungswerte über die Verwertbarkeit der Entwicklungsergebnisse vorliegen und die sonstigen Ansatzkriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind, erfolgt eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte.
Zinsen
Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zur Ermittlung der Barwerte der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde ein Diskontierungssatz in Höhe von 4,5% (VJ: 4,5%) angesetzt.
B. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER BILANZ
4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichts- und Vorjahr wird in den als Anlage beigefügten Konzernanlagespiegeln für die Jahre 2013 und 2012 dargestellt.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- und Firmenwerte | 7.808 | 7.808 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 918 | 1.047 |
| Geleistete Anzahlungen | 40 | 0 |
| Summe | 8.766 | 8.855 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert des GB Industrial Systems resultiert aus der Übernahme des Geschäfts der Plasma Technik Grün GmbH in die PlaTeG GmbH im Jahr 2006 (50 TEUR).
Im GB Semiconductor Systems sind Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erhöhung des Beteiligungsbesitzes an der Crystal Growing Systems GmbH (CGS) im Juli 2002 (2.734 TEUR), durch die Übernahme der jetzigen PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen, im Geschäftsjahr 2007 (4.831 TEUR) sowie durch die Übernahme der Munich Metrology GmbH, München, im Geschäftsjahr 2012 (193 TEUR) vorhanden.
Im Rahmen des Impairment-Tests ist der erzielbare Betrag für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt worden. Für die Ermittlung der Nutzungswerte wurden segmentspezifische Kapitalkosten zur Diskontierung der prognostizierten Cash Flows berechnet, um die spezifischen Segmentrisiken stärker zu berücksichtigen. Die Kapitalkosten betragen im Geschäftsjahr 2013 für die Geschäftsbereiche Industrial Systems und Semiconductor Systems 11,52% bzw. 10,13% (Kalkulationszinssatz im Vorjahr 11,33% bei beiden).
Die den wesentlichen Planungsparametern (wie zum Beispiel Umsatzwachstum, Cash Flows, Abzinsungssätze) zugrunde liegenden Annahmen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider und wurden übereinstimmend mit den externen Informationsquellen getroffen. Die Planung basiert auf einem Finanzplanungshorizont von drei Jahren. Für den nachfolgenden Zeitraum wird für Zwecke der Werthaltigkeitstests eine Wachstumsrate der Cashflows von 1 Prozent angesetzt. Der zugrunde gelegte Wechselkurs von US-Dollar zu Euro beträgt 1,30. Die Cash Flows werden unter Berücksichtigung spezifischer Steuerwirkungen mit den oben nach Unternehmensbereichen dargestellten differenzierten Kapitalkostensätzen abgezinst.
Für zahlungsmittelgenerierende Einheiten mit signifikantem Firmenwert haben wir folgende Entwicklungen unterstellt:
Im Produktbereich der Messsysteme (Analytical Systems) gehen wir in den nächsten drei Jahren aufgrund einer neuen Investitionswelle der Halbleiterbranche von einem mittleren geometrischen Umsatzwachstum (CAGR-Ermittlung) in Höhe von 19% aus. Im Produktbereich der Kristallzuchtanlagen gehen wir aus den gleichen Gründen und aufgrund eines außerordentlich geringen Ausgangsumsatzes im Geschäftsjahr 2013 von einem CAGR von 83% aus. Dieser überproportionale Umsatzanstieg begründet sich einerseits aus der Erwartung, zu bekannten Umsätzen mit Schlüsselkunden zurückkehren zu können sowie aus der Annahme, dass neue bereits entwickelte Produktinnovationen zusätzliche Umsatzbeiträge erwirtschaften werden.
Abschreibungen auf den niedrigeren Nutzungswert wurden im Geschäftsjahr 2013 nicht vorgenommen (VJ: 0 TEUR).
Angaben zu Vorgehensweise und Annahmen im Rahmen des Impairment-Tests sind unter der Textziffer 3 des Konzernanhangs beschrieben.
Die Abschreibungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte betrugen 330 TEUR bzw. 731 TEUR für die Jahre 2013 und 2012. Diese sind im wesentlichen Bestandteil der Herstellungskosten des Umsatzes.
5. SACHANLAGEN
Die Entwicklung der Sachanlagen im Berichts- und Vorjahr wird in den als Anlage beigefügten Konzernanlagespiegeln für die Jahre 2013 und 2012 dargestellt.
Die Buchwerte der Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 26.732 | 27.750 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.775 | 3.031 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.494 | 1.672 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 37 | 0 |
| Summe | 31.038 | 32.453 |
Der Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beinhaltet zum größten Teil die eigenen Gebäude an den Standorten Wettenberg und Jena.
Die Abschreibungen auf die Sachanlagen betrugen 2.168 TEUR bzw. 2.324 TEUR für die Jahre 2013 und 2012.
Zur Absicherung der an die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH zur Finanzierung der Gewerbeimmobilien ausgegebenen Darlehen ist Grundvermögen mit Grundschulden in Höhe von 4.929 TEUR belastet. Die entsprechenden Darlehen haben Restlaufzeiten bis März 2019 und valutieren zum Bilanzstichtag mit 1.037 TEUR (VJ: 1.432 TEUR).
Zur Absicherung entsprechender Darlehen der PVA Jena Immobilien GmbH sind Grundschulden in Höhe von 2.401 TEUR eingetragen. Hier valutieren die entsprechenden Darlehen mit Restlaufzeiten bis Dezember 2022 zum Bilanzstichtag mit 466 TEUR (VJ: 584 TEUR).
Zur Absicherung der Darlehen der PVA TePla AG zur Finanzierung der Neubauten in Wettenberg ist das Grundvermögen mit Grundschulden in Höhe von 18.000 TEUR belastet. Die entsprechenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit 5.684 TEUR (VJ: 6.105 TEUR) und haben eine Restlaufzeit bis Juni 2027.
Zur Finanzierung von einem Lötofen der Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, ist der finanzierte Ofen sicherungsübereignet. Zum Bilanzstichtag betrug der Restbuchwert des Ofens 270 TEUR (VJ: 342 TEUR). Das zugehörige Darlehen hat einen offenen Restbetrag in Höhe von 128 TEUR (VJ: 192 TEUR) und endet im Oktober 2015.
Im Geschäftsjahr 2010 hat die Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, zur Finanzierung eines weiteren Lötofens einen Mietkaufvertrag abgeschlossen, für welchen die PVA TePla AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen hat. Der Restbuchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2013 beträgt 474 TEUR (VJ: 561 TEUR).
Zur Absicherung des Darlehens der PVA TePla AG zur Finanzierung der Photovoltaikanlage in Wettenberg wurde die Anlage sicherungsübereignet. Der Buchwert der Photovoltaikanlage beträgt 107 TEUR (VJ: 115 TEUR) zum 31. Dezember 2013, das Darlehen hat eine Restlaufzeit bis Dezember 2018 und valutiert zum Bilanzstichtag mit 80 TEUR (VJ: 94 TEUR).
Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine weiteren wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.
6. ALS FINANZINVESTITIONEN GEHALTENE IMMOBILIEN
Nach der erfolgten Erweiterung der Raumkapazitäten am Standort Jena durch die vorgenommenen Neubauten ist eine weitere Eigennutzung des Gebäudes in Kahla nicht mehr absehbar. Dieses ist bereits in wesentlichen Teilen vermietet. Daher ist diese Immobilie seit dem Geschäftsjahr 2007 gemäß IAS 40 als eine "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" klassifiziert.
Die Bewertung der Immobilie erfolgte auf Basis der Anschaffungskosten, die um planmäßige Abschreibungen vermindert wurden. Der Zeitwert in Höhe von 514 TEUR (VJ: 473 TEUR) wurde auf Basis der bestmöglichen Einschätzung über die zu erzielenden Mieteinnahmen im Rahmen einer Ertragswertbewertung unter Einbeziehung des Bodenwerts ermittelt. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 liegt der Zeitwert über dem Buchwert der Immobilie, es liegt somit kein Abwertungsbedarf vor.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 wurden mit der Immobilie Mieteinnahmen (inkl. Kostenerstattung von Nebenkosten) in Höhe von 40 TEUR (VJ: 53 TEUR) erzielt. Diesen Einnahmen standen Aufwendungen für Nebenkosten sowie Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von 8 TEUR (VJ: 32 TEUR) gegenüber.
Die historischen Anschaffungskosten für die Immobilie betrugen für Grundstücke und Gebäude insgesamt 694 TEUR. Zum Stichtag 31. Dezember 2013 betrugen die kumulierten Abschreibungen 305 TEUR (VJ: 283 TEUR). Diese Angaben sind auch im Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2013 dargestellt.
Die Abschreibung der Immobilie erfolgt linear mit einer Restnutzungsdauer von 25 Jahren.
7. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte enthalten sonstige Forderungen in Höhe von 8 TEUR (VJ: 9 TEUR).
8. VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 8.335 | 8.061 |
| Unfertige Erzeugnisse | 8.075 | 9.648 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.422 | 3.109 |
| Summe | 18.832 | 20.818 |
In den Vorräten sind im Jahr 2013 Abwertungen in Höhe von 7.457 TEUR (VJ: 5.448 TEUR) enthalten, Wertaufholungen von Vorräten wurden nicht ausgeführt. Die Abwertungen sind im Wesentlichen auf die üblichen Gängigkeitsabwertungen und Abschläge zur verlustfreien Bewertung zurückzuführen. Außerdem werden im GB Semiconductor Systems Vorführ- und Leihgeräte vorgehalten. Da diese immer wieder kurzfristig verkauft werden können, werden sie in den Vorräten gebucht. Hierfür werden planmäßig Abwertungen zur Simulation der Abschreibungen mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren vorgenommen. Zusätzlich erfolgt hier ein Niederstwerttest auf Basis der absehbaren Erlöse.
Außer branchenüblichen Eigentumsvorbehalten der Lieferanten bestehen am Bilanzstichtag keine wesentlichen Sicherheiten an Vorräten.
9. KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN
Die nach der "Percentage of Completion Method" bilanzierten Auftragskosten und Erlöse aus unfertigen Aufträgen im Anlagengeschäft ermitteln sich wie folgt:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Aktivierte Herstellungskosten einschließlich Auftragsergebnis | 15.035 | 29.044 |
| dafür erhaltene Anzahlungen (Teilabrechnungen) | -6.954 | -19.025 |
| Summe | 8.081 | 10.019 |
Weitere für PoC-Aufträge erhaltene Anzahlungen in Höhe von 4.646 TEUR (VJ: 2.522 TEUR), sind unter den kurzfristigen Schulden in den ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 8.282 TEUR (VJ: 6.490 TEUR) enthalten. Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 97 TEUR (VJ: 559 TEUR) - für Aufträge, bei denen die gemäß Auftragsfortschritt erhaltenen Zahlungen die angefallenen Auftragskosten zuzüglich anteiliger Gewinne übersteigen - werden ebenfalls unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Auf die Erläuterungen unter Textziffer 20 und Textziffer 21 wird verwiesen.
10. FORDERUNGEN
Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.619 | 12.943 |
| Geleistete Anzahlungen | 883 | 446 |
| Sonstige Forderungen | 1.647 | 1.365 |
| Summe | 12.149 | 14.754 |
Der Posten Sonstige Forderungen umfasst auch die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.904 | 13.203 |
| Wertberichtigungen | -285 | -260 |
| Summe | 9.619 | 12.943 |
Im Rahmen des normalen Geschäfts werden Lieferkredite an ein breites Spektrum von Kunden gewährt. Die Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig geprüft. Wertberichtigungen werden gebucht, um eventuelle Risiken abzudecken.
Die Wertberichtigungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich im Geschäftsjahr folgendermaßen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen am 1. Januar | 260 | 365 |
| Kursdifferenzen | 0 | -3 |
| Zuführungen | 84 | 195 |
| Verbrauch | 0 | -20 |
| Auflösungen | -59 | -277 |
| Wertberichtigungen am 31. Dezember | 285 | 260 |
Die Sonstigen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Investitionsförderung | 369 | 182 |
| Forderungen aus Umsatzsteuer | 443 | 384 |
| Debitorische Kreditoren | 29 | 32 |
| Abgegrenzte Vorauszahlungen | 299 | 284 |
| Sonstige | 507 | 483 |
| Summe | 1.647 | 1.365 |
Die derivativen Finanzinstrumente wurden zu Marktwerten bewertet. Aufgrund ihrer Kurzfristigkeit weichen bei den übrigen Posten die Marktwerte nicht signifikant von den dargestellten Buchwerten ab.
11. ZAHLUNGSMITTEL
Die Zahlungsmittel in Höhe von 6.566 TEUR (VJ: 10.009 TEUR) bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Guthaben bei Kreditinstituten. Der Kassenbestand beträgt 8 TEUR (VJ: 13 TEUR).
12. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Zum 31. Dezember 2013 waren keine sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten (im Vorjahr umfasste dieser Bilanzposten ein kurzfristiges Schuldscheindarlehen in Höhe von 1.001 TEUR).
13. LATENTE STEUERANSPRÜCHE
Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf die Ausführungen unter Textziffer 26 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.
14. EIGENKAPITAL Gezeichnetes Kapital
Zum 31. Dezember 2013 hat die PVA TePla AG 21.749.988 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR ausgegeben.
Bedingtes und genehmigtes Kapital
Ein bedingtes Kapital besteht zum 31. Dezember 2013 nicht.
Auf der Hauptversammlung vom 13. Juni 2012 wurde die alte Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital der Gesellschaft mit Gültigkeit bis 14. Juni 2012 zu erhöhen, aufgehoben.
Gleichzeitig hat die Hauptversammlung der PVA TePla AG den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 10.874.994 EUR durch Ausgabe von bis zu 10.874.994 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre - soweit dies gesetzlich zulässig ist - auszuschließen. Kapitalerhöhungen wurden aus diesem genehmigten Kapital in 2013 nicht beschlossen.
15. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Die PVA TePla hat im Rahmen staatlicher Wirtschaftsförderungsprogramme von verschiedenen öffentlichen Stellen Fördermittel u. a. für die Errichtung von Fertigungsstätten erhalten. Erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt.
16. LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 6.540 TEUR (VJ: 7.617 TEUR) resultieren in vollem Umfang aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind vor allem auf die Darlehen zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg zurückzuführen.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 7.617 | 8.741 |
| abzüglich Anteil langfristiger Finanzverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr | -1.077 | -1.124 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzgl. des kurzfristigen Anteils | 6.540 | 7.617 |
Der durchschnittlich gewichtete Zins der langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrug 4,88% (VJ: 4,88%). Durch die planmäßige Tilgung der Darlehen haben sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 6.540 TEUR (VJ: 7.617 TEUR) reduziert.
Die Tilgungsverpflichtungen aus diesen langfristigen Finanzverbindlichkeiten strukturieren sich folgendermaßen:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Fälligkeit | ||
| Bis ein Monat | 14 | 17 |
| Über ein, bis drei Monate | 68 | 119 |
| Über drei Monate, bis ein Jahr | 995 | 986 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 3.023 | 3.557 |
| Über fünf Jahre | 3.517 | 4.061 |
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten zur Finanzierung von Baumaßnahmen sind sämtlich durch Grundschulden an den finanzierten Objekten, am Standort Jena teilweise zusätzlich durch eine Sicherungsübereignung der Maschinen und Einrichtungen, besichert. Der Buchwert dieser Sicherheiten betrug 28.789 TEUR (VJ: 29.574 TEUR) zum 31. Dezember 2013. Der Wert liegt zum Bilanzstichtag über dem Gesamtwert der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, da hier auch schon die Bestellung von Sicherheiten für ein weiteres vereinbartes Darlehen mit einem verbliebenen Darlehensrahmen von 6 Mio. EUR zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg einbezogen ist. Dieses Darlehen wurde im Jahr 2007 vereinbart, allerdings im Geschäftsjahr 2013 nicht in Anspruch genommen.
Die Darlehen zur Finanzierung von Investitionen in Maschinen für die Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena sind durch Sicherungsübereignung der Finanzierungsobjekte besichert. Der Buchwert dieser Sicherheiten beläuft sich zum 31. Dezember 2013 auf 938 TEUR (VJ: 1.332 TEUR).
Die Finanzverbindlichkeiten der PVA TePla AG werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die tatsächlichen Marktwerte konnten wir nur näherungsweise als Barwerte der Tilgungszahlungen unter der Annahme der zum Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve zuzüglich eines Risikoaufschlages von 1% ermitteln, da die uns begleitenden Kreditinstitute auch in diesem Jahr nicht in der Lage waren, uns die entsprechenden Informationen zur Verfügung zu stellen. Hieraus resultieren Abweichungen zwischen den Konditionen zum Stichtag der Darlehensabschlüsse und den Konditionen zum Bilanzstichtag in Höhe von -657 TEUR (VJ: -1.181 TEUR).
17. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Grundlagen
Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen leistungs- und beitragsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren. Bei leistungsorientierten Pensionsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen (Defined Benefit Plans).
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) geht das Unternehmen über die Entrichtung von zweckgebundenen Beitragszahlungen hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein.
Leistungsorientierte Pläne
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Leistungen hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab.
Die Altersversorgungszusagen, die als leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefit Plans) ausgestaltet sind, bestehen gegenüber den begünstigten Mitarbeitern der PVA TePla AG sowie der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Die entsprechenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur noch Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben.
Die Ermittlung der Verpflichtungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) vorgenommen. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt.
Eine externe Finanzierung über einen Pensionsfonds findet nicht statt. Die damit verbliebenen Risiken aus der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen betreffen Risiken aus der Änderung von versicherungsmathematischen Parametern, die in der anschließenden Tabelle dargestellt sind. Das signifikanteste Änderungsrisiko betrifft den Rechnungszins, hierzu verweisen wir auf die separate Sensitivitätsanalyse.
Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:
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| in % | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Einkommenstrend | 3,00 | 3,00 |
| Rententrend | 1,25 | 1,25 |
| Fluktuationsrate | 1,50 | 1,50 |
| Rechnungszins für Anwärter | 3,60 | 3,60 |
| Rechnungszins für Rentner | 3,20 | 3,00 |
Die biometrischen Parameter wurden gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden versicherungsmathematische Gutachten eingeholt. Die Berechnung erfolgte mit einem Mischzinssatz in Höhe von 3,5% (VJ: 3,4%) aus dem gewichteten Durchschnitt des Rechnungszinses für Anwärter und Rentner.
Folgende Beträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter; davon | 174 | 125 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | 128 | 92 |
| Vertriebskosten | 20 | 15 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 17 | 12 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 9 | 6 |
| Zinsaufwand | 380 | 424 |
| Summe | 554 | 549 |
Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wurde bis zum 31. Dezember 2012 in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand auf die verursachenden Funktionsbereiche aufgeteilt. PVA TePla weist seit dem Geschäftsjahr 2013 den Zinsanteil nunmehr im Zinsergebnis aus. Die Änderung dieses Ausweiswahlrechts begründen wir damit, dass sich unsere bisherige Bilanzierungspraxis zunehmend als eine Mindermeinung offenbart hat, die die Vergleichbarkeit unseres Abschlusses sowie von zentralen Steuerungsgrößen wie das operative Ergebnis (EBIT) mit Unternehmen unserer Branche beeinträchtigt hat. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.
Die bilanzierten Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen am 01.01. | 11.338 | 8.759 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 348 | 549 |
| Rentenzahlungen | -309 | -265 |
| Anpassungseffekt IAS 19R | 0 | 2.296 |
| Pensionsrückstellungen am 31.12. | 11.377 | 11.338 |
Es ist am Bilanzstichtag davon auszugehen, dass 332 TEUR (VJ: 307 TEUR) innerhalb der nächsten zwölf Monate und 11.045 TEUR (VJ: 8.427 TEUR) später (zum Teil sehr langfristig) zu erfüllen sind.
Der Anwartschaftsbarwert hat sich wie folgt verändert:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert am 01.01. | 11.338 | 8.759 |
| Laufender Dienstzeitaufwand für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter | 174 | 125 |
| Zinsaufwand | 380 | 424 |
| Rentenzahlungen | -309 | -265 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -206 | 2.296 |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 11.377 | 11.338 |
Sensitivitätsanalyse
Bei Beibehaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierten Verpflichtungen mit den nachstehenden Beträgen wie folgt beeinflusst:
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| Effekt in TEUR zum 31.12.2013 | Erhöhung | Minderung |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz (0,25 % Veränderung) | -414 | 438 |
| Zukünftige Pensionserhöhungen (0,25 % Veränderung) | 326 | -312 |
Am 31. Dezember 2013 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 15,3 Jahren.
Übersicht über die Barwerte der Pensionsverpflichtungen für das laufende Jahr und die Vorjahre:
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| in TEUR | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pensionsverpflichtungen | 11.377 | 11.338 | 8.759 | 8.254 | 7.480 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | -206 | 2.296 | 178 | 444 | 152 |
Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen an IAS 19 »Employee Benefits« veröffentlicht, die eine Abschaffung der Korridormethode nach sich zieht. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wirken sich somit unmittelbar in der Konzern-Bilanz aus und sind zukünftig ausschließlich im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Die Änderungen an IAS 19 sind mit einigen Ausnahmen grundsätzlich mit retrospektiver Wirkung verpflichtend auf Abschlüsse für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen.
Die PVA TePla AG hat den geänderten IAS 19 zum 1. Januar 2013 angewandt. Aufgrund der verpflichtenden retrospektiven Anwendung wurde der Saldo der bislang außerhalb der Konzern-Bilanz geführten versicherungsmathematischen Verluste einmalig mit dem Eigenkapital verrechnet. Hierdurch verminderte sich das Konzerneigenkapital zum 31. Dezember 2012 um 1.875 TEUR. Das versicherungsmathematische Ergebnis 2013 in Höhe von 206 TEUR wird direkt im OCI (other comprehensive income) erfasst.
Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkungen der Anwendung des IAS 19 auf die wesentlichen Posten der Konzernbilanz zum 1. Januar 2012 sowie zum 31. Dezember 2012.
Effekte aus der Umstellung des IAS 19 auf die Konzernbilanz in EUR:
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| in TEUR | 31.12.2012 | 01.01.2012 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | -1.875 | -261 |
| Pensionsrückstellungen | 2.605 | 362 |
| Aktive latente Steuern | 730 | 101 |
Die Auswirkungen auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 sind in folgender Tabelle dargestellt:
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| in TEUR | Q1-Q4 2012 |
|---|---|
| Herstellungskosten | 0 |
| Vertriebskosten | 0 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 0 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 54 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 54 |
| Zinsergebnis | 0 |
| Ertragsteuern | -15 |
| Konzernjahresergebnis | 39 |
Das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie steigen im Geschäftsjahr 2012 um 0,003 EUR.
Unter Beibehaltung der Bilanzierung des IAS 19 in seiner nicht geänderten Fassung hätten sich die in den folgenden Tabellen dargestellten Auswirkungen auf die Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ergeben.
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| in TEUR | 31.12.2013 |
|---|---|
| Eigenkapital | 1.745 |
| Pensionsrückstellungen | -2.423 |
| Aktive latente Steuern | -679 |
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| in TEUR | Q1-Q4 2013 |
|---|---|
| Herstellungskosten | -132 |
| Vertriebskosten | -22 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -18 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -10 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -182 |
| Zinsergebnis | 0 |
| Ertragsteuern | 51 |
| Konzernjahresergebnis | -131 |
Das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie wären im Geschäftsjahr 2013 um 0,008 EUR geringer ausgefallen.
Beitragsorientierte Pläne
Beitragsorientierte Pläne sind für die PVA TePla nur in Form der gesetzlich bestimmten Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung sowie der Unterstützungskasse relevant. Im Geschäftsjahr 2013 wurden hierfür Aufwendungen in Höhe von 2.171 TEUR geleistet (VJ: 2.417 TEUR).
18. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 2.405 TEUR (VJ: 2.642 TEUR) haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 01.01.2013 | Änderungen im Konsolidierungskreis | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistung | 921 | 6 | 227 | 234 | 589 | 1.054 |
| Nachlaufende Kosten | 690 | 0 | 331 | 178 | 356 | 537 |
| Archivierung | 197 | 4 | 2 | 19 | 2 | 182 |
| Pönalen | 78 | 0 | 58 | 20 | 0 | 0 |
| Übrige | 756 | 25 | 438 | 137 | 426 | 632 |
| Summe | 2.642 | 35 | 1.042 | 589 | 1.373 | 2.405 |
Rückstellungen wurden ausschließlich für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, sofern eine Inanspruchnahme überwiegend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit dem Betrag der wahrscheinlichen Inanspruchnahme.
In den Sonstigen Rückstellungen sind langfristige Anteile in Höhe von 490 TEUR enthalten (VJ: 490 TEUR). Diese entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Archivierung sowie auf langfristig fällige Leistungen im Zusammenhang mit der langfristigen erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung und werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Alle anderen sonstigen Rückstellungen sind kurzfristig.
19. KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3 | 4 |
| Kurzfristiger Anteil der langfristigen Bankdarlehen | 1.077 | 1.124 |
| Summe | 1.080 | 1.128 |
Aufgrund der Kurzfristigkeit dieser Posten weichen hier die Marktwerte nicht signifikant von den dargestellten Buchwerten ab.
20. VERPFLICHTUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN
Der PVA TePla-Konzern erstellt, unter anderem, große Anlagen in kundenspezifischer Auftragsfertigung. Hierzu leisten die Kunden Zahlungen entsprechend dem Auftragsfortschritt. Der passivische Saldo aus gemäß Fertigstellungsgrad gebuchten Umsatzerlösen und Teilabrechnungen wird als Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in der Bilanz ausgewiesen.
Die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Erhaltene Zahlungen (Teilabrechnungen) | 393 | 13.904 |
| abzüglich angefallener Auftragskosten (inkl. anteiliger Gewinne) | -296 | -13.345 |
| Summe | 97 | 559 |
21. ERHALTENE ANZAHLUNGEN AUF BESTELLUNGEN
Die Finanzierung des PVA TePla-Konzerns erfolgt zu einem signifikanten Anteil aus An- und Zwischenzahlungen, die Kunden besonders für die größeren Aufträge leisten. Der Wert dieser erhaltenen Anzahlungen lag zum 31. Dezember 2013 bei 8.282 TEUR (VJ: 6.490 TEUR).
22. ABGEGRENZTE SCHULDEN
Als Abgegrenzte Schulden werden Schulden zur Zahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen ausgewiesen, die am Bilanzstichtag weder bezahlt noch vom Lieferanten in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch an Mitarbeiter geschuldete Beträge.
Die Abgegrenzten Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern | 2.859 | 2.280 |
| Verpflichtungen gegenüber Lieferanten | 2.443 | 3.168 |
| Sonstige Verpflichtungen | 381 | 274 |
| Summe | 5.683 | 5.722 |
Die ausgewiesenen Beträge sind in voller Höhe kurzfristig.
23. SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.747 TEUR (VJ: 2.177 TEUR) sind in Höhe von 1.059 TEUR kurzfristig (VJ: 1.215 TEUR) und in Höhe von 688 TEUR langfristig (VJ: 962 TEUR). In den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen 491 TEUR an Steuerverbindlichkeiten (Lohn-, Kirchen- und Umsatzsteuer, VJ: 504 TEUR) enthalten.
C. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
24. UMSATZERLÖSE
Die PVA TePla erzielt ihre Umsätze vor allem aus dem Verkauf von Systemen und Anlagen. Hinzu kommen Serviceleistungen und die Lieferung von Ersatzteilen (zusammengefasst als After-Sales-Service) und Dienstleistungen für Kunden in eigenen Anlagen (Contract Processing, im Wesentlichen durch die PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH sowie im Bereich Plasmabehandlung durch die PVA TePla America Inc. und die PlaTeG GmbH). Die Umsätze teilen sich auf die einzelnen Kategorien folgendermaßen auf:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Anlagen / Systeme | 44.303 | 81.326 |
| After Sales | 14.628 | 17.692 |
| Contract Processing | 3.657 | 3.409 |
| Sonstiges | 1.487 | 825 |
| Summe | 64.075 | 103.252 |
Im Geschäftsjahr 2013 wurden 69% (VJ: 79%) der Umsatzerlöse mit Anlagen und Systemen erzielt. Der Bereich After Sales liegt mit 23% der Umsätze über dem Niveau des Vorjahrs (17%), während der Umsatzanteil des Bereichs Contract Processing absolut auf dem Niveau des Vorjahrs verbleibt.
Auftragserlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen wurden im Geschäftsjahr 2013 in Höhe von 29.464 TEUR (VJ: 67.948 TEUR) erzielt, die nach der "Percentage of Completion Method" abgerechnet wurden.
Für die zum Stichtag als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen bzw. Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesenen angearbeiteten langfristigen Kundenaufträge ergeben sich nach der "Percentage of Completion Method" aus der Teilumsatzrealisierung gemäß Fertigungsfortschritt folgende Gewinne aus kundenspezifischer Auftragsfertigung:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Auftragserlöse aus kundenspezifischer Auftragsfertigung | 15.331 | 42.388 |
| Dafür angefallene Auftragskosten | -12.171 | -35.264 |
| Ausgewiesene Gewinne aus kundenspezifischer Auftragsfertigung | 3.160 | 7.124 |
Die zum Stichtag erfassten Auftragserlöse aus kundenspezifischer Auftragsfertigung bestanden in Höhe von 15.331 TEUR (VJ: 42.388 TEUR).
25. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Forschungs- und Entwicklungskosten in 2013 bzw. 2012 in Höhe von 2.564 TEUR bzw. 4.707 TEUR ausgewiesen. Erträge aus Fördermitteln für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von 743 TEUR bzw. 1.593 TEUR sind separat in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
26. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Ertragsteuern werden hier basierend auf der bestmöglichen Schätzung des für das ganze Geschäftsjahr erwarteten, gewichteten Durchschnittssteuersatzes berechnet.
Für die inländischen Gesellschaften wird ein Steuersatz von 28% angewandt. Dieser beinhaltet den Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15%, den Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer in Höhe von 12%.
Die latenten Steuern wurden nach dem Zeitpunkt ihrer Realisierung mit dem genannten Steuersatz bzw. für die ausländischen Gesellschaften mit den landesspezifischen Steuersätzen bewertet.
Die tatsächliche Steuerbelastung geht von den wahrscheinlichen zukünftigen Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuererstattungsansprüchen aus.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | -1.239 | -1.508 |
| Laufender Steueraufwand | -1.190 | -1.671 |
| Periodenfremder Steueraufwand (-) / Steuerertrag | -49 | 163 |
| Aufwand (-) / Ertrag für latente Steuern | 4.150 | 401 |
| Ergebnis aus steuerlichen Verlustvorträgen | 2.650 | -77 |
| Übrige latente Steuern | 1.500 | 478 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 2.911 | -1.107 |
Latente Steuern in Höhe von -8 TEUR (VJ: 659 TEUR) wurden direkt im Eigenkapital erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu berühren. Diese sind in voller Höhe auf im Eigenkapital erfasste Effekte für derivative Finanzinstrumente, Pensionsrückstellungen und Währungsdifferenzen zurückzuführen.
Nachfolgend wird der erwartete Steueraufwand auf den tatsächlichen Steueraufwand übergeleitet:
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| 2013 | 2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | in % | in TEUR | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | -10.320 | 5.814 | ||
| Erwarteter Steueraufwand (-) / -ertrag | 2.890 | -28 | -1.628 | -28 |
| Steuersatzänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Steuersatzunterschiede ausländischer Gesellschaften | 206 | -2 | 314 | 5 |
| Steueranteil für permanente Differenzen und temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern erfasst wurden | -27 | 0 | -44 | -1 |
| Periodenfremde laufende Ertragsteuern | -48 | 0 | 163 | 3 |
| Nichtansatz steuerlicher Verluste | -9 | 0 | -48 | -1 |
| Veränderung der Wertberichtigung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Einflüsse & Anpassungen | -100 | -1 | 136 | 2 |
| Tatsächlicher Steueraufwand (-) / -ertrag | 2.911 | -28 | -1.107 | -19 |
Die latenten Steuern aus Steuersatzunterschieden ausländischer Gesellschaften ergeben sich dadurch, dass Gesellschaften des PVA TePla-Konzerns außerhalb von Deutschland anderen Steuersätzen als in Deutschland unterliegen.
Die latenten Steuern entfallen auf:
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| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 143 | 209 | 164 | 262 |
| Vorräte | 99 | 46 | 650 | 555 |
| Forderungen / Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 861 | 0 | 1.912 |
| Forderungen | 283 | 219 | 335 | 263 |
| Steuerliche Verlustvorträge (brutto) | 4.028 | 0 | 1.415 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 1.071 | 0 | 1.133 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen / Abgegrenzte Schulden | 835 | 91 | 432 | 166 |
| Sonstige | 0 | 1 | 0 | 1 |
| Summe | 6.459 | 1.427 | 4.129 | 3.159 |
| Wertberichtigung steuerlicher Verlustvorträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 6.459 | 1.427 | 4.129 | 3.159 |
| Saldo latente Steuern | 5.032 | 970 |
Zum 31. Dezember 2013 verfügen die deutschen Gesellschaften über steuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 11.157 TEUR (VJ: 2.090 TEUR), welche ausschließlich die Tochtergesellschaften PVA TePla Metrology Systems GmbH, Kirchheim, Munich Metrology GmbH, München, und PVA TePla AG, Wettenberg, betreffen. Die steuerlichen Verlustvorträge werden als werthaltig angesehen.
Bei der PVA TePla Metrology Systems GmbH wird gegenwärtig kein operatives Geschäft ausgeübt. Die Verwertung der steuerlichen Verlustvorträge in Höhe von 511 TEUR wird bei dieser Gesellschaft gegenwärtig als nicht hinreichend wahrscheinlich angesehen, so dass ein Ansatz unterbleibt.
Alle übrigen inländischen Gesellschaften des Konzerns weisen positive steuerliche Ergebnisse auf und verfügen über keine Verlustvorträge mehr.
Die Verlustvorträge der PVA TePla America Inc. (5,4 Mio. USD federal tax; 2,0 Mio. USD state tax) gehen - sofern sie nicht vorher genutzt werden - sukzessive ab dem Jahr 2021 (federal tax) bzw. ab dem Jahr 2015 (state tax) unter und können daher nach vorliegender Planung nur teilweise genutzt werden. Die aktivierten latenten Steuern in Höhe von 904 TEUR (VJ: 959 TEUR) werden aufgrund des positiven Geschäftsjahrs 2013 sowie der weiteren Ergebniserwartung für werthaltig befunden, zumal durch die Weiterentwicklungen bestehender Anlagen positive Entwicklungen erwartet werden.
27. ERGEBNIS JE AKTIE
Das Konzernjahresergebnis vor Anteilen Dritter belief sich auf -7576 TEUR (VJ: +4.643 TEUR). Im Geschäftsjahr 2013 waren wie im Vorjahr durchschnittlich 21.749.988 nennwertlose Stückaktien im Umlauf.
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzernjahresergebnis vor Anteilen Dritter, geteilt durch den gewogenen Mittelwert der während des Jahres ausstehenden Aktien.
Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2013 und 2012:
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| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Zähler: | ||
| Konzernjahresergebnis vor Anteilen Dritter (in TEUR) | -7.576 | 4.643 |
| Nenner: | ||
| Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien - unverwässert | 21.749.988 | 21.749.988 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,35 | 0,21 |
An Mitarbeiter, Vorstände oder Aufsichtsräte ausgegebene Optionen mit Berechtigung zum Kauf von PVA TePla AG-Aktien bestanden am Bilanzstichtag nicht. Verwässerungseffekte bezüglich des Ergebnisses pro Aktie ergeben sich somit zum 31. Dezember 2013 nicht.
28. GEWINNVERWENDUNG/BILANZGEWINN
Der Einzelabschluss der PVA TePla AG (nach handelsrechtlichen Vorschriften) weist zum 31. Dezember 2013 ein Jahresergebnis in Höhe von -7350 TEUR (VJ: 6.002 TEUR) sowie einen insgesamt verminderten Bilanzgewinn in Höhe von 18.117 TEUR (VJ: 27.643 TEUR) aus. Dieser Bilanzgewinn entspricht gemäß IAS 1.76(v) dem ausschüttungsfähigen Betrag.
Aufgrund des negativen Geschäftsjahresergebnisses schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, den im Jahresabschluss 2013 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 18.117 TEUR für einen Vortrag auf neue Rechnung in gleicher Höhe zu verwenden. Entnahmen aus der Kapitalrücklage sowie der Gewinnrücklage wurden nicht getätigt.
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG UND ZUM KAPITALMANAGEMENT
Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7.20 nach der indirekten Methode aufgestellt. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel entsprechen dem gleichnamigen Bilanzposten.
Geschäftsvorfälle, die nicht zu einer Änderung der Zahlungsmittelbestände führten, wurden nicht in die Kapitalflussrechnung aufgenommen.
Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beinhalten nur zahlungswirksame Anschaffungen.
Das Kapitalmanagement der PVA TePla hat das primäre Ziel, die zur Erreichung der Wachstums- und Renditeziele notwendige finanzielle Flexibilität sicherzustellen und auf dieser Basis die Steigerung des Unternehmenswerts zu ermöglichen. Inhalt des Kapitalmanagements ist das Eigenkapital des Unternehmens sowie das zur Finanzierung des Geschäfts benötigte Fremdkapital. Die wesentliche Kennzahl zur Steuerung des Kapitals ist die Eigenkapitalquote. Die konkrete Steuerung erfolgt über eine Optimierung der Rendite und eine Begrenzung der Mittelbindung. Weitere Ziele der Kapitalsteuerung sind die Sicherstellung der Liquidität der Gruppe durch die Vereinbarung angemessener und ausreichender Kreditlinien und die Aufrechterhaltung der bisherigen Anzahlungsquote sowie die Optimierung des Finanzergebnisses zur Verbesserung der Rendite.
Das Kapitalmanagement der PVA TePla umfasst somit folgende Inhalte:
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 50.307 | 59.866 |
| Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 7.620 | 8.745 |
| Erhaltene Anzahlungen | 8.282 | 6.490 |
| Gesamtsumme | 66.209 | 75.101 |
| Bilanzsumme | 92.363 | 103.721 |
| Eigenkapitalquote | 54,5% | 57,7 % |
Im Geschäftsjahr 2013 sank das Eigenkapital auf 50.307 TEUR (VJ: 59.866 TEUR). Die Finanzverbindlichkeiten wurden planmäßig auf 7.620 TEUR (VJ: 8.745 TEUR) zurückgeführt. Die Eigenkapitalquote 2013 verringerte sich auf 54,5% (VJ: 57,7%).
E. WEITERE ANGABEN
29. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Auf der Basis der drei Geschäftsbereiche der PVA TePla AG wird die Ertragskraft beurteilt und über die Zuteilung der Ressourcen zu den Segmenten entschieden. Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt somit der den internen Managementberichtssystemen der PVA TePla-Gruppe zugrunde liegenden Organisationsstruktur des Konzerns nach den drei Geschäftsbereichen Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems. Segmentübergreifende Geschäfte - dies betrifft vor allem die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, die organisatorisch dem Geschäftsbereich Semiconductor Systems zugeordnet, aber operativ auch für den Geschäftsbereich Solar Systems tätig ist - werden für die Segmentberichterstattung entsprechend aufgegliedert.
Die folgenden Tabellen geben einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente der PVA TePla AG. Weiterhin beinhaltet die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 eine Überleitung vom Gesamtergebnis der Segmente zum Jahresergebnis des Konzerns.
Für das Geschäftsjahr 2013 bzw. 2012 stellen sich die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wie folgt dar:
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| in TEUR | 2013 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | Innenumsatz | Außenumsatz | Innenumsatz | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Segmenterlöse | ||||
| Industrial Systems | 28.712 | 816 | 44.102 | 1.831 |
| Semiconductor Systems | 34.506 | 433 | 50.961 | 2.640 |
| Solar Systems | 857 | 0 | 8.189 | 2 |
| Konzernerlöse | 64.075 | 1.249 | 103.252 | 4.473 |
Das Betriebsergebnis nach Segmenten setzt sich in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2013 | 2012 | ||
|---|---|---|---|---|
| Betriebsergebnis nach Segmenten | in % | in % | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Industrial Systems | -2.978 | -10,4 | 2.546 | 5,8 |
| Semiconductor Systems | -638 | -1,8 | 5.944 | 11,7 |
| Solar Systems | -5.994 | -699,4 | -1.432 | -17,5 |
| Konsolidierung | 66 | -11 | ||
| Konzernbetriebsergebnis | -9.544 | -14,9 | 7.047 | 6,8 |
Das operative Segmentergebnis 2013 ist durch Einmalaufwendungen für Abfindungen und Wertberichtigungen wie folgt belastet: Im Industrial Systems Geschäftsbereich wurden Abfindungen in Höhe von 698 TEUR verbucht. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Semiconductor Systems ist mit Abfindungen in Höhe von 1.445 TEUR belastet. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Solar Systems enthält Abfindungen und Abwertungen von Vorräten in Höhe von zusammen 2.821 TEUR.
Die Überleitung der Segmentergebnisse (EBIT) auf das Konzernjahresergebnis ergibt sich wie folgt:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Summe Segmentergebnisse | -9.610 | 7.057 |
| Konsolidierung | 66 | -10 |
| Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns | -9.544 | 7.047 |
| Finanzergebnis | -775 | -1.233 |
| Ergebnis vor Steuern | -10.319 | 5.814 |
| Ertragsteuern | 2.911 | -1.107 |
| Konzernjahresergebnis | -7.408 | 4.707 |
Andere nicht zahlungswirksame Segmentaufwendungen sind nicht in nennenswerten Größenordnungen angefallen.
Folgende Umsatzerlöse nach Regionen wurden im Geschäftsjahr 2013 bzw. 2012 erzielt:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse nach Absatzregionen | ||
| Deutschland | 19.054 | 27.569 |
| Europa (ohne Deutschland) | 10.266 | 12.300 |
| Nordamerika | 6.292 | 6.287 |
| Asien | 25.809 | 56.297 |
| Übrige | 2.654 | 799 |
| Konzernerlöse | 64.075 | 103.252 |
Im Geschäftsjahr 2013 wurde der größte Umsatzanteil mit 40% in Asien erzielt. Der Inlandsanteil betrug 30%, der vor allem aus den Umsätzen des Geschäftsbereichs Industrial Systems resultiert. Der Umsatz in Nordamerika liegt auf dem Niveau des erzielten Vorjahreswerts.
Von den Umsatzerlösen wurden im Geschäftsjahr 2013 rund 2,6 Mio. Euro bzw. 4,0% (VJ: 13.910 TEUR bzw. 13,5%) mit dem größten Kunden des Konzerns erzielt. Mit einem weiteren Kunden wurden Umsätze in Höhe von 2 Mio. Euro TEUR bzw. 3,1% erzielt (VJ: 4.052 TEUR bzw. 3,9%). Für die Darstellung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen gemäß IFRS 8 verweisen wir auf Textziffer 24.
Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, die auch mit Konzernfremden vereinbart werden.
30. FINANZINSTRUMENTE
In diesem Abschnitt erfolgen zusammenfassende Darstellungen zu Finanzinstrumenten und die Darstellung der derivativen Finanzinstrumente. Die Erläuterungen zu den einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten erfolgen im Rahmen der Darstellungen der entsprechenden Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung.
Grundsätze des Risikomanagementsystems
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen direkt dem Vorstand.
Kategorien von Finanzinstrumenten
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Kategorien zugeordnet:
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| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten | Ausgereichte Kredite und Forderungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| beizulegender Zeitwert | beizulegender Zeitwert | fortgeführte Anschaffungskosten | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristiges Vermögen | ||||||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 0 | 0 | 388 | 410 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 8 | 9 |
| Kurzfristiges Vermögen | ||||||
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.619 | 12.943 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 2 | 32 | 0 | 0 | 2.604 | 3.042 |
| Zahlungsmittel | 0 | 0 | 0 | 0 | 6.566 | 10.009 |
| Sonstige finanz. Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.001 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 685 | 954 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 202 | 238 | 8 | 19 | 0 | 0 |
| Nettoergebnis | 275 | -211 | 11 | 4 | 332 | 130 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten | Forderungen aus PoC | |||
|---|---|---|---|---|
| fortgeführte Anschaffungskosten | beizulegender Zeitwert | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2013 | 2012 | 2013 | 2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristiges Vermögen | ||||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | ||||
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 8.081 | 10. 019 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanz. Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 6.540 | 7.617 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 3 | 8 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 1.080 | 1.128 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.219 | 2.938 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 15.123 | 13.834 | 0 | 0 |
| Nettoergebnis | -781 | -511 | 0 | 0 |
Bis auf die Kategorie Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen die Buchwerte in den übrigen Kategorien im Wesentlichen den Marktwerten. Auf eine gesonderte Gegenüberstellung von Buchwerten zu Marktwerten wurde verzichtet. Gemäß IFRS 727A sind Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, in Levelstufen einzuordnen. Die bei der PVA TePla AG zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind der Stufe "Level 2" zugeordnet, auf welcher die Bewertung der Finanzinstrumente anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren, erfolgt.
Sowohl für Devisentermingeschäfte als auch für Zinssicherungsgeschäfte wurden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cash Flows ermittelt, dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.
Der Nettogewinn für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von 275 TEUR (VJ: Nettoverlust in Höhe von 211 TEUR) setzt sich aus Marktwertveränderungen derivativer Sicherungsinstrumente zusammen.
Der Nettogewinn für die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert gebuchten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von 11 TEUR (VJ: Nettogewinn in Höhe von 4 TEUR) setzt sich aus Marktwertveränderungen derivativer Sicherungsinstrumente zusammen.
Der Nettogewinn der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten ausgereichten Kredite und Forderungen in Höhe von 332 TEUR (VJ: Nettogewinn in Höhe von 130 TEUR) umfasst Zinserträge und Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten.
Das Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Kategorie der finanziellen Verbindlichkeiten beinhaltet Zinsaufwendungen in Höhe von 781 TEUR (VJ: 511 TEUR).
Kreditrisiko
Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Für die Zusammensetzung der Forderungen sowie der gebildeten Wertberichtigungen verweisen wir auf Textziffer 10. Wertberichtigungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Forderungsausfälle gebildet.
Das maximale Ausfallrisiko wird theoretisch durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Im PVA TePla-Konzern wurden für Risiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen in Höhe von 285 TEUR (VJ: 260 TEUR) gebildet, wodurch bekannte Risiken abgedeckt wurden. Risiken aus geleisteten Anzahlungen werden durch Anzahlungsbürgschaften vermieden, für sonstige Forderungen existieren keine erkennbaren Risiken. Zum Abschlussstichtag liegen im PVA TePla-Konzern keine anderen wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen vor.
Liquiditätsrisiko
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt.
Sofern erforderlich, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, Barmitteln vorgehalten.
Bezüglich der Fristigkeit der einzelnen finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen der Textziffer 16. Die Fälligkeitsanalyse der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt in den Abschnitten Währungsrisiko und Zinssicherung.
Marktrisiko
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Währungsrisiken
Die Währungskursrisiken der Gesellschaft resultieren primär aus der operativen Tätigkeit, Finanzierungsmaßnahmen und Investitionen. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cash Flows des Konzerns wesentlich beeinflussen.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Diese geplanten Transaktionen betreffen insbesondere geplante Umsätze, die in USD fakturiert werden.
Die PVA TePla AG schließt zur Absicherung von Zahlungsansprüchen Devisentermingeschäfte ab. Diese derivativen Finanzinstrumente haben eine Fälligkeit von weniger als einem Jahr und sichern zum 31. Dezember 2013 Zahlungsansprüche in einem Volumen von 237 TEUR (VJ: 1.432 TEUR) ab. Die erwarteten Nettoauszahlungen aus den Währungssicherungsinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
Erwartete Nettoauszahlungen
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Monat | 2 | 10 |
| Länger als einen Monat und bis zu drei Monaten | 0 | 11 |
| Länger als drei Monate und bis zu einem Jahr | 0 | 11 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 0 | 0 |
Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsfakturierungen werden im Wesentlichen durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Währungskursänderungen aus Fremdwährungsgeschäften haben somit keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.
Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch die Prüfung der Übereinstimmung wesentlicher Parameter (Nominalbetrag, Laufzeit, etc.) von Sicherungsinstrumenten mit den hypothetischen Derivaten, während zur retrospektiven Effektivitätsmessung die kumulierte Dollar Off-set Methode angewandt wird.
Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten in den deutschen Gesellschaften werden in der funktionalen Währung (EUR) erfasst. Somit können Fremdwährungsrisiken nur aus den Finanzinstrumenten und Vermögensgegenständen der einzelnen Auslandsgesellschaften herrühren, die sich erfolgsneutral in den Währungsrücklagen niederschlagen würden.
Aus diesem Grund wird lediglich eine eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse durchgeführt.
Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2013 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital um 175 TEUR niedriger (höher) (31. Dezember 2012: 187 TEUR niedriger (höher)) gewesen.
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen anderen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2013 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital um 17 TEUR niedriger (höher) (31. Dezember 2012: 26 TEUR niedriger (höher)) gewesen.
Zinssicherung
Die Gesellschaft unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Gesellschaft Zinsderivate (Zinsswaps) ein, um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar.
Da das Unternehmen bei den langfristigen originären Finanzinstrumenten über Festzinsvereinbarungen verfügt oder die variablen Zinsvereinbarungen im Rahmen von Cash Flow Hedges abgesichert sowie die Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, haben lediglich die Finanzderivate Auswirkungen auf die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital. Ergebniseffekte aus Zinsänderungen aus dem Anteil der nicht festverzinslichen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3 TEUR (VJ: 4 TEUR) sind aufgrund der Höhe sowie der Laufzeit unwesentlich.
Sensitivitätsanalysen nach IFRS 7 wurden für Finanzderivate (Swaps) durchgeführt, die nicht in einer effektiven Sicherungsbeziehung stehen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 257 TEUR (VJ: 329 TEUR) gestiegen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2013 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 277 TEUR (VJ: 357 TEUR) geringer gewesen.
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investition in neue Gebäude am Standort Wettenberg und in Jena wurden Zinssicherungsgeschäfte mit einem Volumen von ursprünglich 11.600 TEUR abgeschlossen. Der noch offene Betrag dieser Sicherungsgeschäfte zum Stichtag 31. Dezember 2013 beträgt 6.613 TEUR (VJ: 7.440 TEUR). Die Zinssicherungsgeschäfte haben eine Restlaufzeit von bis zu neun Jahren. Die erwarteten Nettoauszahlungen aus den Zinssicherungsinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
Erwartete Nettoauszahlungen
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| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Monat | -107 | -125 |
| Länger als einen Monat und bis zu drei Monaten | -2 | -3 |
| Länger als drei Monate und bis zu einem Jahr | -101 | -121 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | -394 | -683 |
Die Zinssicherungsinstrumente und die unterliegenden Darlehen wurden 2005 bzw. 2007 auf Basis des jeweiligen Zinsniveaus abgeschlossen. Diese sichern eine langfristige, flexible Finanzierung der Neubaumaßnahmen an den Standorten Jena und Wettenberg.
Der Marktwert dieser Instrumente betrug zum Stichtag 31. Dezember 2013 -895 TEUR (VJ: -1.210 TEUR) und wird unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Gegenbuchung der Marktwerte sowie der hierauf fallenden latenten Steuern erfolgt ergebnisneutral in den sonstigen Rücklagen für den Teil der Zinsderivate, die in einer effektiven Sicherungsbeziehung zu einem Darlehen stehen.
Das den oben genannten Zinssicherungsgeschäften zugrunde liegenden Darlehen zur Finanzierung des neuen Gebäudes am Standort Wettenberg mit einem Restdarlehensrahmen zum Stichtag in Höhe von 6.000 TEUR wurde zum 31. Dezember 2013 nicht in Anspruch genommen. Dementsprechend erfolgte keine Gegenbuchung der Marktwerte der Zinsderivate sowie der hierauf entfallenden latenten Steuern in den sonstigen Rücklagen.
Die PVA TePla AG hat mit Wirkung zum 3. März 2014 zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Dezember 2022 zusammengefasst. Da das neue Darlehen mit den oben genannten Zinssicherungsgeschäften über insgesamt 6.000 TEUR synchronisiert und in einem sog. "Hedge Accounting" zusammengefasst wird, führt die neue Immobilienfinanzierung zu einer geringeren Volatilität im Bereich des Zinsaufwands.
Die Marktwerte dieser Sicherungsinstrumente zum 31. Dezember 2013 betragen kumuliert -887 TEUR (VJ: -1.192 TEUR), davon wurden 305 TEUR (VJ: -243 TEUR) im Geschäftsjahr 2013 ergebniswirksam im Finanzergebnis erfasst. Am Tag der Ausreichung des neuen Darlehens wird der dann gültige beizulegende Zeitwert der Sicherungsgeschäfte letztmalig festgestellt und dann über dessen Restlaufzeit ratierlich aufgelöst.
Sonstige Preisrisiken
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.
Zum 31. Dezember 2013 und zum 31. Dezember 2012 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
31. LEASING
PVA TePla ist Leasingnehmer von Sachanlagen sowie Leasinggeber in Zusammenhang mit der Vermietung eigener Gebäude. Die Leasingverhältnisse der PVA TePla sind sämtlich als Operating Lease zu klassifizieren. Es gibt im Wesentlichen zwei Gruppen von Leasingverhältnissen:
Anmietung von Gebäuden
Die PVA TePla hat an den Standorten Berlin, Kirchheim, München, Jena, Westhausen, Frederikssund (Dänemark), Corona/Kalifornien (USA), Beijing (China) und Xi'an (China) sowie in Singapur Räumlichkeiten für Produktion und Verwaltung von Dritten angemietet. Die monatliche Miete 2013 für den Standort Kirchheim betrug 10 TEUR (VJ: 10 TEUR), für den Standort München 6 TEUR (VJ: 5 TEUR), für den Standort Jena 4 TEUR (VJ: 4 TEUR), für den Standort Berlin 3 TEUR (VJ: 3 TEUR), für den Standort Westhausen 7 TEUR (VJ: 7 TEUR), für den Standort Frederikssund 10 TEUR (VJ: 10 TEUR), für den Standort Corona 7 TEUR (VJ: 7 TEUR), für den Standort Beijing 2 TEUR (VJ: 2 TEUR), für den Standort Singapur 9 TEUR (VJ: 13 TEUR) und für den Standort Xi'an 1 TEUR (VJ: 1 TEUR).
Bei den hier relevanten Mietverträgen handelt es sich um im Rahmen der Vermietung von Gewerberäumen übliche Vertragsverhältnisse. Im Jahr 2013 wurden für diese Verträge insgesamt 614 TEUR (VJ: 769 TEUR) gezahlt. Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 585 | 560 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 556 | 501 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Vermietung von Gebäuden
Aus der Vermietung wurden 55 TEUR (VJ: 40 TEUR) im Jahr 2013 erlöst. In den nächsten Jahren ergeben sich folgende Erträge aus der Vermietung:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 32 | 30 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 0 | 0 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Leasing von Kraftfahrzeugen
Die PVA TePla AG begrenzt die Anzahl der Firmenfahrzeuge auf einen möglichst geringen Umfang. Privat zu nutzende Pkw werden vorrangig Vorständen, Leitern der Geschäftsbereiche und Geschäftsführern sowie vereinzelt Mitarbeitern mit einem hohen Anteil an Außeneinsätzen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden Poolfahrzeuge für Dienstreisen genutzt. Seit 2004 werden neue Fahrzeuge geleast. Für derartige Leasingverträge entstanden im Jahr 2013 Aufwendungen in Höhe von 191 TEUR (VJ: 192 TEUR). Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 131 | 125 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 81 | 73 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Andere Leasingverträge
Zusätzlich zu den bisher genannten Leasingverträgen bestehen weitere Leasingverträge im Wesentlichen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für derartige Leasingverträge entstanden im Jahr 2013 Aufwendungen in Höhe von 138 TEUR (VJ: 395 TEUR). Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 119 | 114 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 106 | 93 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
32. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Verpflichtungen aus bestehenden Verträgen
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen wurden oben (vgl. Textziffer 31) bereits dargestellt.
Die Verpflichtungen aus Rahmenverträgen des Einkaufs belaufen sich insgesamt auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 1.054 | 1.088 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 24 | 22 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Aus anderen Verträgen (z.B. Wartungsverträge, Sicherheitsdienst) ergeben sich insgesamt folgende Verpflichtungen:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 1.007 | 964 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 494 | 447 |
| Über fünf Jahre | 22 | 17 |
33. MATERIALAUFWAND
Die Herstellungskosten des Umsatzes beinhalten Materialaufwendungen für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren | 20.495 | 40.711 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 5.409 | 8.647 |
| Materialaufwand Gesamt | 25.904 | 49.358 |
Die Materialquote (Materialaufwand / Gesamtumsatz) lag im Geschäftsjahr 2013 somit bei 40,4% im Gegensatz zu 47,8% im Vorjahr.
34. PERSONALAUFWAND
Die Personalaufwendungen setzen sich für die Geschäftsjahre 2013 und 2012 wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 27.340 | 28.784 |
| Soziale Abgaben | 5.103 | 5.431 |
| Personalaufwand Gesamt | 32.443 | 34.215 |
Der Personalaufwand enthält in Höhe von 2.577 TEUR Abfindungen und Freistellungen. Im Verhältnis zum Umsatz erhöhten sich die Personalkosten im Geschäftsjahr 2013 auf 50,6% im Vergleich zu 33,1% im Vorjahr. Der prozentuale Anstieg ist auf die eingeleiteten Personalmaßnahmen sowie dem gleichzeitig zurückgegangenen Umsatz zurückzuführen. In den sozialen Abgaben sind im Geschäftsjahr 2013 Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von 391 TEUR (VJ: 461 TEUR) enthalten.
Zum Jahresende waren im Konzern 424 (VJ: 514), im Jahresdurchschnitt 464 (VJ: 513) Mitarbeiter beschäftigt.
Entwicklung der Mitarbeiterzahlen zu folgenden Stichtagen:
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| in TEUR | 31.12.2012 | Q1/2013 | Q2/2013 | Q3/2013 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verwaltung | 65 | 64 | 63 | 59 | 59 |
| Vertrieb | 55 | 52 | 53 | 49 | 48 |
| Konstruktion, Forschung und Entwicklung | 111 | 109 | 111 | 97 | 92 |
| Produktion und Service | 283 | 270 | 267 | 236 | 225 |
| Mitarbeiter Gesamt | 514 | 495 | 494 | 441 | 424 |
Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen nach Funktionsgruppen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
Mitarbeiterzahl nach Funktionsgruppen (Jahresdurchschnittswerte)
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| 2013 | 2012 | |
|---|---|---|
| Verwaltung | 61 | 63 |
| Vertrieb | 51 | 54 |
| Konstruktion, Forschung und Entwicklung | 102 | 112 |
| Produktion und Service | 250 | 284 |
| Mitarbeiter Gesamt | 464 | 513 |
Des Weiteren wurden 3 (VJ: 3) Aushilfskräfte beschäftigt.
35. ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen sind bei den Erläuterungen des Anlagevermögens dargestellt (vgl. Textziffer 4 und 5).
36. RISIKOMANAGEMENT
Die aktuellen Risiken und Chancen sowie das Risikomanagementsystem der PVA TePla werden im Lagebericht ausführlich dargestellt. Wir verweisen daher auf Punkt 4 des Lageberichts.
37. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Der Vorstand der PVA TePla AG bestand im Geschäftsjahr 2013 aus:
Dr. Arno Knebelkamp , Mülheim
(Vorsitzender des Vorstands)
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| ― | PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen |
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director) |
| ― | Profine GmbH, Troisdorf (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) |
Arnd Bohle , Bochum (bis 19. Juni 2013)
(Vorstand Finanzen/CFO)
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | PVA TePla (China) Ltd. (Supervisor (Aufsichtsorgan)) (bis 19. Juni 2013) |
Oliver Höfer , Jena (seit 1. Dezember 2013)
(Vorstand Produktion und Technologie)
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| ― | PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH |
| ― | PVA Jena Immobilien GmbH, Jena |
| ― | JenaWave GmbH, Jena |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2013 1.617 TEUR (VJ: 688 TEUR). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Leistungen aus Beendigung des Vertragsverhältnisses zurückzuführen.
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. Euro übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Diese Regelung gilt einheitlich für alle Mitglieder des Vorstandes seit Juni 2012. Im Geschäftsjahr 2013 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:
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| in TEUR | Gehalt | Sonstige Bezüge | Erfolgs- abhängige Komponente | Gesamt 2013 | Gesamt 2012 |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Arno Knebelkamp | 228 | 68 | 162 | 458 | 406 |
| Oliver Höfer | 15 | 1 | 34 | 49 | 0 |
| Arnd Bohle | 196 | 809 | 106 | 1.110 | 282 |
Die aufgeführten Werte für die erfolgsabhängige Komponente beinhalten die im Jahr 2013 für das Geschäftsjahr 2012 gezahlten und um die im Geschäftsjahr 2012 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2013 für das Geschäftsjahr 2013 gebildete Rückstellung.
Die erfolgsabhängige Komponente in Höhe von 302 TEUR unterteilt sich in eine kurzfristige und eine langfristige Komponente. Auf die langfristige, erfolgsabhängige Komponente für den Vorstand entfallen 269 TEUR. Diese anteilsbasierte Vergütungskomponente fällt in den Anwendungsbereich des IFRS 2 und wurde auf Basis eines Optionspreismodells berechnet. Neben der planmäßigen Zuführung zu dieser langfristigen Vergütungskomponente haben Veränderungen von Parametern (Aktienkursentwicklung der PVA TePla AG und Zinseffekte) in Höhe von 40 TEUR auf die bereits in der Vergangenheit erzielten langfristigen Boni zu einem deutlichen Anstieg der erfolgsabhängigen Komponente beim Vorstandsvorsitzenden geführt.
Langfristig fällige Leistungen fallen im Zusammenhang mit der oben dargestellten langfristigen erfolgsabhängigen Komponente an. Alle anderen aufgeführten Bezüge sind kurzfristig fällig. Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung werden nicht gezahlt. Ebenso bestehen keine Pensionszusagen für die aktiven Vorstandsmitglieder.
Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 nicht gewährt. Es bestehen gegenüber den Vorstandsmitgliedern keine finanziellen Zusagen für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeit oder für den Fall des Wechsels der Mehrheit im Kreise der Gesellschafter.
Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans bestehen für Pensionsverpflichtungen Anwartschaftsbarwerte in Höhe von 1.724 TEUR (VJ: 1.724 TEUR). Im Jahr 2013 wurden an ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt 64 TEUR (VJ: 64 TEUR) geleistet.
In den sonstigen Bezügen sind für Herrn Bohle Bezüge im Rahmen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses enthalten. Weitere Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und aktienbasierte Vergütungen fielen nicht an.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG bestand im Geschäftsjahr 2013 aus:
Alexander von Witzleben , Weimar (Vorsitzender)
| ― | Feintool International Holding AG, Lyss (Präsident des Verwaltungsrats) |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Leipzig (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| ― | Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats) |
Dr. Gernot Hebestreit , Leverkusen
(stellvertretender Vorsitzender)
| ― | Global Leader Business Development and Markets, Grant Thornton International Limited, London/England |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | Comvis AG, Essen (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) |
Prof. Dr. Günter Bräuer , Cremlingen
| ― | Leiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, Braunschweig, und geschäftsführender Leiter des Instituts für Oberflächentechnik (IOT) der TU Braunschweig |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | AMG Coating Technologies GmbH, Hanau (Beiratsmitglied bis 31. Mai 2013) |
| ― | Institut für Solarenergieforschung GmbH, Emmerthal (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats) |
Bis zum Geschäftsjahr 2012 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats satzungsgemäß eine Vergütung in Höhe von 1% des Ergebnisses vor Steuern des PVA TePla Konzerns, höchstens jedoch 100 TEUR. Auf der Hauptversammlung 2013 wurde der § 14 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft geändert. Der Aufsichtsrat erhält nunmehr für seine Tätigkeit je Geschäftsjahr eine fixe Gesamtvergütung von 100 TEUR.
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| in TEUR | Fixe Vergütung 2013 | Variable Vergütung 2013 | Fixe Vergütung 2012 | Variable Vergütung 2012 |
|---|---|---|---|---|
| Alexander von Witzleben (Vorsitzender) | 50 | 0 | 10 | 19 |
| Prof. Dr. Günter Bräuer | 25 | 0 | 5 | 9 |
| Dr. Gernot Hebestreit | 25 | 0 | 5 | 9 |
| Summe | 100 | 0 | 20 | 38 |
Die Aufteilung dieser Gesamtvergütung unter den Aufsichtsratsmitgliedern erfolgt in der Weise, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten Betrag eines einfachen Aufsichtsratsmitglieds erhält. Bei unterjährigem Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Aufsichtsrat erhält dieses eine zeitanteilige Vergütung.
Zur Deckung der zivilrechtlichen Haftung von Organmitgliedern wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde für diese Versicherung eine Prämie in Höhe von 14 TEUR (VJ: 14 TEUR) gezahlt.
38. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Bei den Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen handelt es sich zum einen um Geschäfte mit Unternehmen, an denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblich beteiligt sind oder in denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblichen Einfluss haben. Zum anderen handelt es sich um Geschäfte mit Unternehmen, die von Parteien beherrscht werden, die auch maßgeblichen Einfluss auf die PVA TePla ausüben können (im Wesentlichen über eine entsprechende Beteiligung am Unternehmen).
Im Berichtszeitraum ist hier im Wesentlichen die Beziehung zu dem Hauptaktionär Peter Abel relevant. Die zugehörigen Geschäfte der PVA TePla AG mit nahestehenden Personen umfassen im Wesentlichen Zukäufe von EDV-Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2013 beliefen sich der Wert der Zukäufe von Unternehmen dieser Kategorie auf 705 TEUR (VJ: 1.007 TEUR) und der Wert der Verkäufe auf 1 TEUR (VJ: 35 TEUR). Die Salden der ausstehenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten lagen zum Stichtag 31. Dezember 2013 bei 0 TEUR (VJ: 0 TEUR) bzw. 45 TEUR (VJ: 54 TEUR). Alle Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Konditionen.
39. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS (§ 314 HGB)
Das für den Abschlussprüfer bei der PVA TePla AG und anderen Unternehmen der PVA TePla-Gruppe als Aufwand erfasste Honorar betrug insgesamt für:
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| in TEUR | 2013 | 2012 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 212 | 254 |
| Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 0 | 0 |
40. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde auch im Verlauf des Geschäftsjahrs wieder abgegeben.
Diese Erklärung ist Bestandteil des gesonderten Corporate Governance-Berichts und ist den Aktionären auf der Homepage des Unternehmens (www.pvatepla.com) dauerhaft zugänglich. Dort sind ebenso die Entsprechenserklärungen der letzten Geschäftsjahre verfügbar.
41. ANGABEN GEMÄSS § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG
Herr Peter Abel, Wettenberg, hat uns nach den §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG mitgeteilt, das sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. November 2002 die Schwelle von 25% überschritten hat und nunmehr 29,99% beträgt. Davon sind ihm 29,32% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG zuzurechnen.
Am 11. November 2011 hat uns Herr Christian Graf Dürckheim, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 10.11.2011 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,10% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.109.092 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Am 03. September 2013 hat uns die Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wetttenberg, Deutschland, am 29. August 2013 die Schwelle von 5% unterschritten hat und an diesem Tag 4,60% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.000.000 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Am 04. Oktober 2013 hat uns die Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 01. Oktober 2013 die Schwelle von 3% unterschritten hat und an diesem Tag 2,30% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 500.000 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Am 10. Oktober 2013 hat uns die ARGOS FUNDS, Luxembourg, Luxembourg, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 03. Oktober 2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,53% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Darüber hinaus hat uns die ARGOS INVESTMENT MANAGERS SA, Meyrin, Schweiz am 10. Oktober 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 03. Oktober 2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,53% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt. Diese 5,53% (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) werden der ARGOS INVESTMENT MANAGERS SA gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG von der ARGOS FUNDS, Luxembourg, zugerechnet.
Zum 31. Dezember 2013 hat die Herrn Abel gehörende PA Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Wettenberg eine Beteiligung von mehr als 25% an dem Unternehmen.
42. WEITERE ANGABEN
Die folgenden in den Konzernabschluss der PVA TePla AG einbezogenen Gesellschaften nehmen eine Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
| ― | PVA Jena Immobilien GmbH |
| ― | PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH |
| ― | PVA Control GmbH |
| ― | PVA TePla Analytical Systems GmbH |
| ― | PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH |
43. FREIGABE DES ABSCHLUSSES ZUR VERÖFFENTLICHUNG
Am 7 März 2014 hat der Vorstand der PVA TePla AG den vorliegenden Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Damit wurde entsprechend IAS 10.6 die Freigabe zur Veröffentlichung erteilt.
44. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Seit dem Beginn des Geschäftsjahrs 2014 haben sich keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Unternehmenssituation sowie in unserem Branchenumfeld ergeben. Auch sind derzeit keine größeren Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform des Konzerns oder im Personalbereich vorgesehen.
Wettenberg, 7. März 2014
PVA TePla AG
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie
ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2013
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Hist. AK/HK 01.01.2013 | Akqui- sitionen 2013 |
Zugänge 2013 | Umbu- chungen 2013 |
Abgänge 2013 | Fremd- währungs- differenzen |
Stand 31.12.2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 12.658 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 12.658 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 6.294 | 90 | 111 | 0 | 0 | 0 | 6.495 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 40 | 0 | 0 | 0 | 40 |
| Summe | 18.952 | 90 | 151 | 0 | 0 | 0 | 19.193 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 33.349 | 0 | 50 | 0 | 52 | -3 | 33.344 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 6.585 | 77 | 120 | 0 | 53 | -49 | 6.680 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.314 | 50 | 541 | 0 | 441 | -3 | 6.462 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 37 | 0 | 0 | 0 | 37 |
| Summe | 46.248 | 127 | 748 | 0 | 546 | -55 | 46.522 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 694 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 694 |
| Summe Anlagevermögen | 65.893 | 217 | 899 | 0 | 546 | -55 | 66.409 |
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| kumulierte Abschreibungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2013 | Zugänge 2013 | Umbu- chungen 2013 |
Abgänge 2013 | Zuschreibungen 2013 | Fremd- währungs- differenzen |
Stand 31.12.2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 4.850 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.850 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5.247 | 330 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.577 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 10.097 | 330 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.427 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 5.599 | 1.016 | 0 | 0 | 0 | -3 | 6.612 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.554 | 440 | 0 | 46 | 0 | -43 | 3.905 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.642 | 712 | 0 | 383 | 0 | -3 | 4.968 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 13.795 | 2.168 | 0 | 429 | 0 | -49 | 15.485 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 283 | 22 | 0 | 0 | 0 | 0 | 305 |
| Summe Anlagevermögen | 24.176 | 2.520 | 0 | 429 | 0 | -49 | 26.217 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 7.808 | 7.808 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 918 | 1.047 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 40 | 0 |
| Summe | 8.766 | 8.855 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 26.732 | 27.750 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.775 | 3.031 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.494 | 1.672 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 37 | 0 |
| Summe | 31.038 | 32.453 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 388 | 410 |
| Summe Anlagevermögen | 40.192 | 41.718 |
ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2012
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Hist. AK/HK 01.01.2012 | Akquisitionen 2012 | Zugänge 2012 | Umbuchungen 2012 | Abgänge 2012 | Fremd- währungs- differenzen |
Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 12.465 | 193 | 0 | 0 | 0 | 0 | 12.658 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5.277 | 895 | 122 | 0 | 1 | 0 | 6.294 |
| Summe | 17.742 | 1.088 | 122 | 0 | 1 | 0 | 18.952 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 33.264 | 0 | 81 | 8 | 2 | -2 | 33.349 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 7.103 | 0 | 156 | 0 | 650 | -25 | 6.585 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.754 | 288 | 496 | 0 | 223 | -2 | 6.314 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8 | 0 | 0 | -8 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 46.130 | 288 | 733 | 0 | 875 | -28 | 46.248 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 694 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 694 |
| Summe Anlagevermögen | 64.565 | 1.377 | 855 | 0 | 876 | -28 | 65.894 |
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| kumulierte Abschreibungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2012 | Zugänge 2012 | Umbu- chungen 2012 |
Abgänge 2012 | Zuschreibungen 2012 | Fremd- währungs- differenzen |
Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 4.850 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.850 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 4.516 | 731 | 0 | 1 | 0 | 0 | 5.247 |
| Summe | 9.366 | 731 | 0 | 1 | 0 | 0 | 10.097 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 4.589 | 1.014 | 0 | 2 | 0 | -1 | 5.599 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.689 | 481 | 0 | 593 | 0 | -22 | 3.554 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.991 | 829 | 0 | 176 | 0 | -2 | 4.642 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 12.269 | 2.324 | 0 | 772 | 0 | -25 | 13.795 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 262 | 22 | 0 | 0 | 0 | 0 | 283 |
| Summe Anlagevermögen | 21.897 | 3.077 | 0 | 773 | 0 | -25 | 24.176 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 7.808 | 7.615 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.047 | 761 |
| Summe | 8.855 | 8.376 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 27.750 | 28.675 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.031 | 3.414 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.672 | 1.764 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 8 |
| Summe | 32.453 | 33.861 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 410 | 432 |
| Summe Anlagevermögen | 41.718 | 42.668 |
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Wettenberg, 7. März 2014
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
"Wir haben den von der PVA TePla AG, Wettenberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Frankfurt am Main, 7. März 2014
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**
Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer
Thomas Klemm, Wirtschaftsprüfer