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PVA TePla AG — Governance Information 2013
Apr 29, 2013
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Governance Information
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PVA TePla AG
Wettenberg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012
Corporate Governance
1. Aktionäre
Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Ihre Stimmrechte können sie eigenhändig oder über Stimmrechtsvertreter gemäß ihren Weisungen wahrnehmen. Die Stimmrechtsvertreter werden vom Vorstand ernannt und im Einladungsschreiben zur Hauptversammlung bekannt gegeben. Die Einladungsunterlagen veröffentlichen wir auf unserer Website.
2. Transparenz im Kapitalmarkt
Die Transparenz unternehmerischer Entscheidungen hat bei Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG einen hohen Stellenwert. Ein zeitnaher Dialog mit den Aktionären der Gesellschaft, dem Kapitalmarkt und der interessierten Öffentlichkeit soll ein umfassendes Bild unseres Unternehmens liefern. Alle hierfür relevanten Unterlagen, insbesondere Quartals- und Geschäftsberichte, Dokumente zur Hauptversammlung, Adhoc-Meldungen, Pressemitteilungen, Finanzkalender, Mitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz und Informationen zu unseren Geschäftsbereichen werden regelmäßig und zeitnah veröffentlicht und sind auf unserer Internetseite (www.pvatepla.com) der Öffentlichkeit zugänglich. Zudem wird Analysten und institutionellen Investoren im Rahmen von Roadshows, Konferenzen, der Analysten- und Bilanzpressekonferenz, regelmäßigen Telefonkonferenzen und in Einzelgesprächen die Gelegenheit gegeben, sich umfassend über die Marktpositionierung, strategische Aufstellung und die Perspektiven unseres Unternehmens zu informieren. Die entsprechenden Präsentationen sind auch auf der Website der PVA TePla für Interessenten einsehbar.
3. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
3.1. Gemeinsame Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der PVA TePla AG gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Wettenberg erklären hiermit, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der aktuell veröffentlichten Fassung vom 15. Mai 2012 entsprochen wurde und wird. Hiervon ausgenommen sind folgende Kodexregelungen:
1. Der Kodex sieht unter den Ziffern 4.1.5, 5.1.2 Abs. 1 sowie 5.4.1 Abs. 2 vor, bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen bzw. bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben sich und lassen sich auch künftig bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen von dem Ziel leiten, eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen.
2. Für den Aufsichtsrat empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3 die Bildung von Ausschüssen.
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfügt über keine gesonderten Ausschüsse.
Begründung: Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet. Die in Ziffer 5.3 aufgeführten Themenkomplexe für zu bildende Ausschüsse werden vom Aufsichtsratsplenum behandelt.
3. Unter Ziffer 5.4.6 Abs 2 Satz 2 des Kodex soll im Falle eines erfolgsorientierten Anteils der Aufsichtsratsvergütung dieser an einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung orientiert sein.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats der PVA TePla erhalten satzungsgemäß eine Gesamtvergütung in Höhe von 1% des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, höchstens jedoch eine Gesamtvergütung von TEUR 100.
In der 2013 durchzuführenden Hauptversammlung der Gesellschaft soll der Versammlung eine entsprechende Aufsichtsratsvergütung vorgeschlagen werden.
Wettenberg, 30. November 2012
für den Vorstand
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstandes
für den Aufsichtsrat
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats
3.2. Unternehmensführungspraktiken
Die PVA TePla übt ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen der jeweils gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen aus. Dies umfasst z.B. die landesspezifisch gültige Gesetzgebung, den Corporate Governance Kodex und die Satzung des Unternehmens. Die Umsetzung erfolgt durch die organisatorischen Regelungen im Unternehmen. Darüber hinaus sind das Vorleben durch die Führungskräfte, eine offene und faire Kommunikation auf und zwischen allen Ebenen im Unternehmen sowie eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten wichtige Voraussetzungen für unsere Geschäftstätigkeit. Weiterführende formelle Regelungen werden nicht angewendet. Aufgrund der Inhalte unserer Unternehmenstätigkeit - der Konstruktion von innovativen Hightech-Systemen und dem damit verbundenen Umfeld (z.B. Teilezukauf i.d.R. von Industriebetrieben aus entwickelten Ländern, geringe Umweltrisiken) erachten wir dies derzeit für angemessen.
3.3. Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand
Der Vorstand der PVA TePla AG legt die unternehmerischen Ziele, die strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik sowie die Konzernorganisation fest. Hierzu zählt insbesondere die Steuerung des Konzerns einschließlich seiner Finanzressourcen, die Koordination und Überwachung der Geschäftsbereiche, die Personalplanung sowie die Präsentation des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt und der Öffentlichkeit. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über alle das Unternehmen betreffenden relevanten Planungen. Geschäfte und Maßnahmen, denen der Aufsichtsrat zustimmen muss, werden diesem rechtzeitig vorgelegt.
Arbeitsweise des Vorstands
Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die festgelegten Unternehmensziele zu erreichen. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand und arbeitet vertrauensvoll mit den übrigen Organen der Gesellschaft zusammen.
Für den Konzern, seine Tochtergesellschaften legt der Vorstand die langfristigen Ziele sowie die Strategien fest und bestimmt die Richtlinien sowie die Grundsätze für die daraus abgeleitete Unternehmenspolitik. Er koordiniert und kontrolliert die bedeutsamen Aktivitäten. Er legt das Portfolio fest, entwickelt und setzt Führungskräfte ein, verteilt die Ressourcen und entscheidet über die finanzielle Steuerung und Berichterstattung des Konzerns.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die zwei Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Aufgabenverteilungsplan.
Der Vorstand in seiner Gesamtheit zusammen mit den Geschäftsbereichsleitern entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen. Außerdem besteht ein Katalog von Geschäftsvorfällen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.
Vorstandssitzungen, an denen auch die Geschäftsbereichsleiter teilnehmen, finden regelmäßig statt. Sie werden durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. Darüber hinaus kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung verlangen. Sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Die Sitzungen werden protokolliert, der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält jeweils eine Kopie des Protokolls.
Gemäß Geschäftsordnung und Aufgabenverteilungsplan des Vorstands obliegt dem Vorstandsvorsitzenden insbesondere die Führung und Koordinierung des Konzernvorstands. Er repräsentiert Gesellschaft und Konzern gegenüber Dritten und der Belegschaft in Angelegenheiten, die nicht nur Unternehmens- oder Konzernteile betreffen. Darüber hinaus hat er eine besondere Verantwortlichkeit für bestimmte Aufgabenbereiche gemäß Aufgabenverteilungsplan sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Angesichts der geringen Anzahl von Vorstandsmitgliedern sind keine Ausschüsse des Vorstands eingerichtet.
Aufsichtsrat
Gemäß den gesetzlichen Regelungen überwacht der Aufsichtsrat den Vorstand in der Ausübung seiner Tätigkeit und der Führung des Unternehmens. Dabei begleitet er insbesondere den Vorstand in kritischer Diskussion grundsätzlicher Fragen der Ausrichtung des Unternehmens. Dazu zählen speziell die jährliche Unternehmensplanung und die Aufstellung der Abschlüsse, aber auch grundlegende Themen der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens.
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG besteht aus drei Mitgliedern, die sich in vier ordentlichen Sitzungen im Jahr über die wirtschaftliche Situation und den Geschäftsverlauf im Unternehmen detailliert informieren lassen. Aufgrund dieser Mitgliederzahl entfällt die Einrichtung von Ausschüssen. Die Organisation der Aufsichtsratsarbeit ist in einer Geschäftsordnung des Aufsichtsrates schriftlich fixiert. Herr Dr. Hebestreit erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung, die bei mindestens einem Mitglied des Aufsichtsrats vorliegen müssen.
Regelmäßige Monatsberichte mit der Erläuterung wesentlicher unternehmerischer Kennziffern von Seiten des Vorstandes geben dem Aufsichtsrat Einsicht in den Verlauf der Geschäftssituation. Neben den Sitzungen und Berichten informiert sich der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand.
Der Aufsichtsrat hat im Hinblick auf die entsprechende Änderung des Corporate Governance Kodex folgende konkrete Ziele für die zukünftige Bestellung von Vorstandsmitgliedern und die Besetzung des Aufsichtsrats beschlossen, die der bisherigen Praxis entsprechen:
•
Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität
•
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
| • | Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerben sind zu vermeiden. |
| • | Ausreichende Zeit der Aufsichtsratsmitglieder zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben |
•
Mindestens ein Aufsichtsrat besitzt
| • | Erfahrungen in der Unternehmensführung |
| • | gute Kenntnisse und einschlägige Erfahrungen in grundlegenden und aktuellen Fragen der Rechnungslegung, Abschlussprüfung und des Risikomanagements |
| • | einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen mit dem Kapitalmarkt |
| • | Kenntnisse im Gesellschaftsrecht, insbesondere im Aktienrecht |
| • | technische Branchenerfahrung |
•
Berücksichtigung einer Altersgrenze von 70 Jahren
Im Hinblick auf das Ziel Vielfalt lässt sich der Aufsichtsrat von dem Grundsatz leiten, dass eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen ist.
Durch diese Ziele ist gewährleistet, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
Mindestens einmal jährlich prüft der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit im Rahmen einer strukturierten Selbstevaluierung.
für den Vorstand
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
für den Aufsichtsrat
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats
4. Vergütungsbericht
Der folgende Bericht erläutert die Struktur und die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.
Vergütung des Vorstands
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. EUR übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Einzelheiten sind im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung beliefen sich die Bezüge des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 auf TEUR 100. Satzungsgemäß erhält der Aufsichtsrat eine Gesamtvergütung in Höhe von 1 % des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, höchstens jedoch eine Gesamtvergütung von TEUR 100.
Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2012 nicht gewährt.
5. Aktienbesitz und Bezugsrechte von Organmitgliedern
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| Vorstand | Aktien 31.12.2012 | Aktien 31.12.2011 | Bezugsrechte 31.12.2012 | Bezugsrechte 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|
| Dr. Arno Knebelkamp | 35.000 | 25.000 | 0 | 0 |
| Arnd Bohle | 14.219 | 5.000 | 0 | 0 |
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| Aufsichtsrat | Aktien 31.12.2012 | Aktien 31.12.2011 | Bezugsrechte 31.12.2012 | Bezugsrechte 31.12.2011 |
|---|---|---|---|---|
| Alexander von Witzleben | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Gernot Hebestreit | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Günter Bräuer | 0 | 0 | 0 | 0 |
Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte von Organmitgliedern
Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der PVA TePla AG anzuzeigen.
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| Name | Datum und Ort des Geschäftsabschlusses | Grund der Mitteilungspflicht/Positi on | Bezeichnung des Finanzinstruments | ISIN |
|---|---|---|---|---|
| Arnd Bohle | 13.11.2012 XETRA | Vorstand | PVA TePla- Aktie | DE0007461006 |
| Arnd Bohle | 13.11.2012 XETRA | Vorstand | PVA TePla- Aktie | DE0007461006 |
| Arnd Bohle | 14.11.2012 XETRA | Vorstand | PVA TePla- Aktie | DE0007461006 |
| Arnd Bohle | 15.11.2012 XETRA | Vorstand | PVA TePla- Aktie | DE0007461006 |
| Dr. Arno Knebelkamp | 15.11.2012 XETRA | Vorstand | PVA TePla- Aktie | DE0007461006 |
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| Name | Geschäftsart (Kauf/ Verkauf) | Preis pro Stück/ Währung | Stückzahl | Geschäftsvolumen/ Währung |
|---|---|---|---|---|
| Arnd Bohle | Kauf | 2,05 € | 2.500 | 5.125,00€ |
| Arnd Bohle | Kauf | 2,00 € | 2.500 | 5.000,00 € |
| Arnd Bohle | Kauf | 1,95 € | 2.500 | 4.875,00 € |
| Arnd Bohle | Kauf | 1,90 € | 1.719 | 3.266,10 € |
| Dr. Arno Knebelkamp | Kauf | 1,90 € | 10.000 | 19.000,00 € |
6. Risikomanagement
Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Risikostrategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein „Risikohandbuch“ mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken, ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet. Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren.
Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2012 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft/des Konzerns weiter optimiert und an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt. Auf dieser Basis sollen alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden
Internes Kontrollsystem (IKS) und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des Internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Im Zuge der Implementierung des neuen Buchhaltungssystems wurden hier bislang manuell vorgenommene Kontrollen teilweise automatisiert sowie das Fehlerpotenzial durch die optimierte Datenintegration weiter verringert.
Die Konsolidierung der Abschlüsse erfolgt durch einen externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Zusätzlich erfolgen intensive Kontrollen der Daten und Ergebnisse durch das zentrale Konzerncontrolling. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
7. Abschlussprüfer
Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wird entsprechend den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG entspricht den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Die Abschlussprüfer werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auf der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat holt eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers nach Ziffer 7.2.1. des Deutschen Corporate Governance Kodex ein.
Für das Geschäftsjahr 2012 erfolgte die Prüfung der Abschlüsse durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main“. Die Abschlüsse wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
Lagebericht und Konzern-Lagebericht
DER PVA TEPLA AG ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2012
1. EINLEITUNG
Die PVA TePla-Gruppe ist ein weltweit agierender Anbieter von Anlagen zur Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger Werkstoffe wie zum Beispiel Hartmetalle, Metalle, Halbleiter, Keramiken, Silizium und Siliziumcarbid. Ergänzend werden Geräte für die kontrollierte Oberflächenbehandlung dieser und ähnlicher Materialien sowie verschiedenster Kunststoffoberflächen entwickelt und gebaut. Die im Unternehmensportfolio vorhandenen Inspektions- und Analysegeräte zur zerstörungsfreien Qualitätsprüfung hergestellter Materialien und Produkte (Metrologie) sind eine weitere wichtige Komponente bei der Herstellung von Hightech-Materialen. Produktions- und Behandlungsprozesse derartiger Materialien erfordern komplexe Systeme und Anlagen, in denen stabile Prozesse unter reproduzierbaren Bedingungen durchgeführt werden können. Sie finden daher in der Regel unter (Hoch)-Vakuum bzw. Schutzgasatmosphäre, bei hohen Temperaturen oder mit Unterstützung eines Niederdruckplasmas statt. Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel die 300mm-Silizium (Si)- Wafer-Technologie für Halbleiter, hochreine (Si)-Wafer aus Floatzonematerial sowie Wafer aus Siliziumcarbid (SiC) für die Hochleistungselektronik, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt, Produktionstechnologien für Metallpulver – zum Beispiel für Hartmetalle –, Produktionstechnologien für Mikrosensoren (MEMS, Micro-Electro-Mechanical- Systems) und leuchtstarke Lichtquellen aus Halbleiter-Dioden (HB LED - High Brightness Light Emitting Diodes), die Technologie zur Herstellung ultra-dünner Wafer, aber auch Oberflächenbehandlungssysteme für Kunststoffe in der Life Science-Industrie und metallische Oberflächen. Hightech-Werkstoffe werden aller Voraussicht nach auch in Zukunft auf Herstellungsprozesse im Vakuum und unter hoher Temperatur angewiesen sein, so dass für die Produkte und Technologien der PVA TePla auf dem Weltmarkt auch weiterhin gute Absatzchancen vorhanden sein werden. Die Märkte der PVA TePla sind gekennzeichnet durch hohe technologische Anforderungen an Materialeigenschaften sowie langfristiges Wachstum wie die Photovoltaik- und Halbleiterindustrie.
2. STRUKTUR DER BERICHTERSTATTUNG
Der vorliegende Lagebericht beschreibt die Geschäftsentwicklung der PVA TePla AG („Gesellschaft“) und deren Tochtergesellschaften (zusammen „PVA TePla“ oder der „Konzern“) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012. Aufgrund der weitgehenden Integration zwischen den einzelnen Bereichen der PVA TePla-Gruppe gibt eine isolierte Betrachtung der PVA TePla AG, ohne Einbeziehung der Aktivitäten in den Tochtergesellschaften nur ein bedingt aussagefähiges Bild über die wirtschaftliche Situation der PVA TePla AG. Daher wird darauf verzichtet, einen eigenständigen Lagebericht für die PVA TePla AG aufzustellen. In dem zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht werden die für das Verständnis der Situation der PVA TePla AG notwendigen Aspekte an den entsprechenden Stellen gesondert erläutert. Dieser integrierte Lagebericht ist auch Bestandteil des Einzelabschlusses der PVA TePla AG. Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wurde nach den Grundsätzen der internationalen Rechnungslegung gemäß IFRS erstellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG ist nach den Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Die PVA TePla wird in die Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems untergliedert.
Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass diese Erwartungen sich als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u.a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Hinzu kommen Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und die anhaltende Krise um den EUR aufgrund der hohen Verschuldungsraten nahezu aller Staaten im Euroraum.

3. STRUKTURELLE ÄNDERUNGEN IN DER PVA TEPLA-GRUPPE
Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2011 gibt es keine grundsätzliche Veränderung in der Struktur der Tochtergesellschaften der PVA TePla-Gruppe 2012, jedoch Anpassungen durch Sitzverlegungen von Tochtergesellschaften inkl. Namensänderung sowie durch eine Akquisition.
Die bisher in Siegen ansässige PlaTeG GmbH verlegte ihren Geschäftssitz im Verlaufe des ersten Quartals 2012 nach Wettenberg. Durch den Bau der PulsPlasma®-Anlagen am Hauptproduktionsstandort in Wettenberg können verstärkt Synergieeffekte und daraus resultierend eine bessere Kostenstruktur realisiert werden.
Zum 6. Juli 2012 wurde die Munich Metrology GmbH, München, übernommen. Die Munich Metrology entwickelt und vertreibt innovative Analysesysteme zur Bestimmung von Oberflächenverunreinigungen auf Halbleiterwafern und stärkt somit die technologische Kompetenz und das Geschäftsvolumen der PVA TePla im Bereich Metrologie. Neben dieser Ergänzung des Produktportfolios ergeben sich Synergien hinsichtlich des Vertriebs und bei der Produktion der Anlagen. Die Kundenkreise des Produktbereichs Plasmaanlagen und der PVA TePla Analytical Systems ergänzen sehr gut den Kundenkreis der Munich Metrology. Die Verlagerung der Produktion der Anlagen - die bisher durch Drittfirmen durchgeführt wurde - an den Standort Jena führt zu einer verbesserten Kostenstruktur. Die Munich Metrology wurde erstmals in den Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2012 einbezogen.
Der Name der Tochtergesellschaft Plasma Systems GmbH, bisher in Wettenberg ansässig, wurde in PVA TePla Metrology Systems GmbH umgewandelt. Der Sitz dieser Gesellschaft wurde nach Kirchheim verlegt.
4. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
4.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Global
Die Prognosen für das zukünftige weltwirtschaftliche Wachstum sind im Verlauf der letzten Quartale immer stärker zurückgenommen worden. Für das Jahr 2013 wird nur ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Höhe von 3,2% erwartet, nach einem bereits außerordentlich schwachen Jahr 2012 mit einer Wachstumsrate von 2,9%. Mehrere Faktoren sind für diese pessimistische Einschätzung verantwortlich: Die konjunkturelle Erholung in den USA verläuft wesentlich langsamer als ursprünglich angenommen. Das nach wie vor ungelöste Problem der „fiskalischen Klippe“ (Unter dem Begriff „fiskalische Klippe“ versteht man einen Automatismus aus höheren Abgaben und Steuererhöhungen, der einsetzt, wenn sich die Parteien in den USA nicht auf Sparmaßnahmen einigen können.) wird das Wachstum bis weit in das Jahr 2013 dämpfen. Auch die Prognosen für Japan sind aufgrund des Rückgangs der Ausgaben für den Wiederaufbau nach dem Tsunami und wegen des schwächeren Exportausblicks zurückgenommen worden. Vom Euroraum sind aufgrund der nach wie vor schwelenden Schuldenkrise etlicher Staaten keinerlei Wachstumsimpulse für die Weltwirtschaft zu erwarten. Auch die erhofften Impulse aus den Märkten der Schwellenländer wie Indien, Brasilien und China bleiben aller Voraussicht nach aus, da die Exporte in die etablierten Industrieländer erheblich zurückgehen dürften.
Euroraum
Für das Jahr 2012 ist im Euroraum ein Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5% zu verzeichnen gewesen. Für das laufende Jahr 2013 ist bestenfalls von einer Stagnation der Wirtschaftsleistung auszugehen. Die Konsolidierung der Haushalte in einer ganzen Reihe von Staaten ist in vollem Gang, und der Erfolg ist letztlich nicht gesichert. Positive Impulse sind sowohl beim privaten Konsum als auch durch die Exportwirtschaft nicht auszumachen. Hierfür entwickelt sich die globale Nachfrage zu schwach. Zudem verläuft die Kreditvergabe der Banken noch zu zögerlich und wird die Investitionen zusätzlich dämpfen.
Deutschland
Deutschland weist im Jahr 2012 ein Wirtschaftswachstum von 0,7% auf - nach einem starken Wachstum von 3,0% 2011 - und verfügt damit über das größte Wachstum im Euroraum. Dies schwächt sich prognosegemäß jedoch in 2013 nochmals auf 0,3% ab. Die Industrie spürt - und dies in zunehmendem Maße - die konjunkturelle Abschwächung in den wichtigen Exportmärkten, besonders in Asien. Aber natürlich hinterlässt die Konsolidierung der öffentlichen Haushalte im Euroraum ebenso deutliche Bremsspuren für die deutsche Exportindustrie. Somit sind die Einschätzungen über die weitere Exportentwicklung deutlich pessimistischer geworden. Die rückläufige Nachfrage aus dem Euroraum kann nicht mehr im gleichen Maße wie in den vergangenen Jahren von den jungen Wachstumsmärkten und den USA aufgefangen werden. Der deutsche Export – Zugpferd der Wirtschaft – wird aller Voraussicht nach im Jahr 2013 nur noch geringfügig wachsen. Die deutsche Binnenkonjunktur wird sich zwar etwas stabiler entwickeln, auch dank der gestiegenen Löhne, aber natürlich nicht den schwächer werdenden Export vollständig auffangen können.
Japan
Die japanische Wirtschaft hat sich fast zwei Jahre nach dem Tsunami und der Reaktorkatastrophe noch immer nicht erholt. Das Wachstum der Wirtschaftsleistung Japans wird 2013 mit bestenfalls 0,6% nur geringfügig positiv ausfallen. Wie im Falle Deutschlands ist hierfür zum einen der globale Konjunkturabschwung verantwortlich, zum anderen aber auch das nach der Naturkatastrophe sich auf einem stabilen Niveau einpendelnde Wiederaufbauprogramm. Durch die sinkende Kapazitätsauslastung der Industrie wird auch die inländische Investitionstätigkeit 2013 rückläufig sein. Der anhaltend starke Yen sorgt zudem für tendenzielle Schwierigkeiten für die Exportindustrie.
USA
Prognosen zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung in den USA sind zum gegenwärtigen Zeitpunkt in besonderem Maße problembehaftet. Die bisher ungelösten Probleme zur „fiskalischen Klippe“ – bereits oben erwähnt – werden in jedem Fall die Konjunkturentwicklung deutlich positiv oder negativ beeinflussen. Für das Jahr 2013 wird von einem Wachstum des BIP in Höhe von knapp 2% ausgegangen, nach 2,2% 2012. Allerdings ist auch eine Rezession bei einer weiter anhaltenden Staatsschuldenkrise nicht unmöglich.
BRIC
Das Wirtschaftswachstum der sogenannten BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) wird 2013 voraussichtlich um knapp 7% zulegen, somit deutlicher als in den Industrieländern wachsen und weiterhin eine wichtige Rolle für die globale Konjunktur spielen. China könnte mit einer Wachstumsrate von rund 8% 2013 die Rolle einer Wachstumslokomotive für die Weltwirtschaft spielen, nachdem sich das Wachstumstempo 2012 noch verlangsamt hatte.
4.2 ENTWICKLUNG DER BRANCHEN
Maschinenbau
2012 konnte die deutsche Maschinenbauindustrie mit einem Zuwachs von 2% und einem Produktionswert von 196 Milliarden EUR das Rekordniveau von 2008 wieder erreichen. Der Umsatz lag mit rund 209 Milliarden EUR eine Milliarde über dem Jahreswert 2008. Somit ist das Jahr 2012 für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau deutlich besser gelaufen als noch zu Beginn des Jahres 2012 erwartet. Die deutschen Maschinenexporte legten in den ersten drei Quartalen 2012 um real 4,5 Prozent zu. In der regionalen Betrachtung gibt es jedoch große Unterschiede. Die VR China, der größte Auslandsmarkt für die deutsche Maschinenbauindustrie, nahm nicht mehr so viele Produkte ab, die Ausfuhr verfehlte ihr Vorjahresniveau nominal um 8,6 Prozent. Nach Jahren regelmäßig zweistelliger Zuwachsraten ist dies zunächst einmal eine neue Entwicklung. In vielen anderen Ländern und Regionen konnten die deutschen Maschinenbauer trotz eines generell schwierigen weltwirtschaftlichen Umfelds die Exporte jedoch steigern. Das trifft neben dem Handel mit Lateinamerika (+10,7%) auch für den mit den USA (+20,1%) zu. Erfreulich entwickelt hat sich auch das Geschäft mit Südostasien (+21,4%). Insgesamt erreichte der Handel mit den EU-Ländern ein Plus von 7,5%, mit großen Schwankungen zwischen den einzelnen Ländern. Vom Wachstum im Maschinenbau profitierte auch der deutsche Arbeitsmarkt. Im Jahresverlauf 2012 hat der Maschinen- und Anlagenbau über 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zur Jahreswende 2012/2013 ist ein Beschäftigtenstand von rund 978.000 Personen erreicht, der höchste Beschäftigtenstand seit 1993. Für 2013 erwartet der deutsche Maschinenbau 2% Wachstum. Hinter diesem Durchschnitt verbirgt sich allerdings in Teilbranchen eine breite Spreizung mit Zuwächsen und Rückgängen in teils hohem zweistelligen Bereich. Der Nachfragestau in wichtigen Einzelmärkten, namentlich in China, sollte aufgelöst werden und auch das Wachstum in den USA wird sich nach Einschätzung von Experten fortsetzen. So ist beispielsweise der für die PVA TePla wichtige Hartmetallmarkt - insbesondere in China - durch erhebliche Überkapazitäten geprägt, die in den vergangenen zwei Jahren aufgebaut worden sind. Hierdurch ist eine ausgesprochen schwache Investitionsbereitschaft der Hartmetallhersteller im abgelaufenen Geschäftsjahr zu verzeichnen.
Halbleiter
Der weltweite Halbleitermarkt hätte 2012 laut der Prognosen von 2011 die „magische“ Grenze von 300 Mrd. US-$ durchbrechen sollen. Die Umsätze gingen im vorangegangenen Jahr jedoch leicht auf knapp 290 Mrd. US-$ zurück. Die in den USA drohende „Fiskalklippe“, die anhaltende Schuldenkrise in Europa sowie ein verlangsamtes Wachstum in den Schwellenländern tragen hierfür im Wesentlichen die Verantwortung. Neben den negativen volkswirtschaftlichen Indikatoren führten auch hohe Lagerbestände, nachdem die Nachfrage nach PC´s eingebrochen war, zu einem erheblichen Preisverfall. Nach Einschätzungen von Marktbeobachtern sollte der Halbleitermarkt 2013 auf ca. 310 Mrd. US-$ wachsen.
Photovoltaik
Für 2013 erwarten Marktforscher eine weitere Konsolidierung des globalen Solarmarkts. Einem Wachstum der Installationen im zweistelligen Prozentbereich (GWp) stehen ein Rückgang der Erlöse und ein anhaltender Konzentrationsprozess aufgrund des hohen Wettbewerbsdrucks gegenüber. Auch 2012 wuchs der globale Photovoltaikmarkt weiter. So wurden weltweit Solarstromanlagen mit einer Leistung von rund 30 GW neu installiert, ein Wachstum von mehr als 10% gegenüber 2011 (27 GW). Die wichtigsten Märkte waren 2012 Deutschland mit 8 GW, gefolgt von China mit 4,8 GW, Italien mit 3,6 GW, USA mit 3,5 GW und Japan mit 2,5 GW. Trotz dieses Wachstums fielen die Umsatzerlöse für die Branche deutlich geringer aus, von 94 Mrd. US-$ im Jahr 2011 auf 77 Mrd. US-$ im abgelaufenen Jahr 2012. Verursacht wurde dies vor allem durch die weltweiten Überkapazitäten und den anhaltenden Verfall der Modul- und Systempreise (2012: -30%). Die Zahl der Hersteller ging laut Marktbeobachtern von über 750 im Jahr 2010 auf weniger als 150 bis zum Jahresende 2012 zurück. Es wird erwartet, dass sich diese Konsolidierung auch in diesem Jahr fortsetzt. Betroffen von der Konsolidierung werden aller Voraussicht nach auch chinesische Unternehmen sein, vor allem die sogenannten integrierten Hersteller von Solarwafern, -zellen- und -modulen. Auch die Anlagenhersteller sind natürlich in diesem Zusammenhang von einem dramatischen Rückgang des Auftragsvolumens getroffen worden. Allerdings wird auch damit gerechnet, dass sich die Solarmodulpreise ab Mitte des Jahres aufgrund zurückgehender Überkapazitäten und einer anziehenden Nachfrage stabilisieren. Hauptwachstumsmarkt im Jahr 2013 für Photovoltaikinstallationen wird laut Prognosen China mit einem Zubau von mehr als 6 GW sein. Damit wird China 2013 erstmals Deutschland hinsichtlich des Neubaus von Solarstromanlagen überrunden. So kündigte die Regierung in Peking vor kurzem an, ihr Ausbauziel für die in China bis 2015 installierte Photovoltaikleistung von 21 GW auf 40 GW zu erhöhen. Auch in den USA wird ein weiteres kräftiges Anziehen des Photovoltaikmarkts erwartet. Während die Aussichten in Europa für die Photvoltaikindustrie eher gedämpft sind, entwickeln sich darüber hinaus weitere, potenziell bedeutsame Märkte: Japan, Indien, Australien, Marokko, die MENA-Region (Middle East and North Africa: Naher Osten und Nordafrika) sowie Südafrika.
5. UMSÄTZE
Die PVA TePla-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2012 einen Konzernumsatz von 103,3 Mio. EUR (VJ: 132,6 Mio. EUR). Der Rückgang des Umsatzes ist auf den stark rückläufigen Auftragseingang 2012 in nahezu allen Produktbereichen zurückzuführen. In Deutschland wurden 27% (VJ: 21%) des Konzernumsatzes erzielt. Die Bedeutung des asiatischen Markts ist weiterhin sehr hoch. 54% (VJ: 59%) des Gesamtumsatzes entfielen auf diese Region. Insbesondere die Lieferungen von Vakuumanlagen zur Herstellung von Hartmetall und Kristallzuchtanlagen unterschiedlichen Typs an mehrere Kunden in Asien haben zu dem Umsatz in dieser Region beigetragen. 12% (VJ: 12%) des Gesamtumsatzes wurden im europäischen Ausland erzielt. Auf Nordamerika entfielen 6% (VJ: 7%) des Gesamtumsatzes. Die übrigen Regionen trugen 1% zum Gesamtumsatz bei. Im folgenden Abschnitt werden die Umsätze der drei Geschäftsbereiche Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems im Einzelnen dargestellt.

GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIAL SYSTEMS
Der GB Industrial Systems erzielte einen Umsatz in Höhe von 44,1 Mio. EUR (VJ: 57,0 Mio. EUR). Der Umsatzanteil am Konzerngesamtumsatz belief sich auf 43%. Der gute Wert ist in erster Linie auf die in 2011 erhaltenen Aufträge zurückzuführen. Anlagen zur Hartmetallherstellung bilden nach wie vor das Kerngeschäft dieses Geschäftsbereichs und machen rund 70% des Anlagenumsatzes im Produktbereich Vakuumanlagen aus. Die Umsätze im Hartmetallbereich wurden zu fast den gleichen Teilen in Europa und Asien erzielt, wobei China der wichtigste Einzelmarkt bleibt. Anlagen zum Löten von Materialien bilden die zweitgrößte Umsatzgruppe. Der weltweite Ausbau der Stromnetzinfrastruktur und die hierfür benötigten Vakuumschaltkammern haben die Bedeutung dieses Anlagentyps in den letzten Jahren wachsen lassen. In diesem Bereich hat sich die PVA TePla eine bedeutsame Marktposition aufgebaut und beliefert eine große Zahl von namhaften Anlagenherstellern, die im Bereich Stromerzeugung tätig sind. Anlagen zur Bearbeitung von Graphitmaterialien machen einen weiteren Umsatzbeitrag aus. Hochreine Graphite werden in verschiedenen Branchen, wie z.B. in der Halbleiter- und Optoelektronik für die LED-Fertigung, Luftfahrtindustrie oder Photovoltaik nachgefragt. Dieser Anlagentypus wurde aufgrund des Rückgangs insbesondere in der Halbleiter- und Photovoltaikindustrie nicht im gleichen Maße nachgefragt wie in den vergangenen Jahren.
GESCHÄFTSBEREICH SEMICONDUCTOR SYSTEMS
Der Umsatz im GB Semiconductor Systems belief sich 2012 auf 51,0 Mio. EUR (VJ: 49,4 Mio. EUR) und trug somit 49% zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Der Umsatz geht in erster Linie auf den hohen Auftragsbestand aus dem Geschäftsjahr 2011 zurück. Im Geschäftsjahr 2012 ist eine deutliche Investitionszurückhaltung von Seiten der Kunden zu beobachten. Kristallzuchtanlagen nach dem Czochralski-Verfahren für die Halbleiterindustrie erbrachten den größten Umsatzbeitrag in diesem Geschäftsbereich. Kristallzuchtanlagen zur Herstellung hochreiner Siliziumkristalle für die Halbleiterindustrie aus der Niederlassung der PVA TePla AG in Dänemark stellten einen weiteren wichtigen Umsatzbeitrag dar. Die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems GmbH, Lieferant von Systemen für die zerstörungsfreie Inspektion und Qualitätskontrolle von Werkstoffen und Materialien durch Ultraschall, lieferte Analysegeräte an führende Technologieunternehmen für die Material- und Bauteilprüfung – über die gesamte Wertschöpfungskette der Chipherstellung hinweg. Diese Tochtergesellschaft verzeichnete im abgelaufenen Jahr einen relativ stabilen Umsatz. Der Umsatz der Produktgruppe Plasmasysteme war 2012 leicht rückläufig. Umsätze wurden in diesem Bereich zum einen für Veraschungsanlagen, die im Halbleiter-Front End, bei Leistungs- und Verbindungs-Halbleitern, bei HBLED sowie zur Produktion von MEMS-Bauteilen Verwendung finden und zum anderen für Reinigungs- und Aktivierungsanlagen im Back End Packaging erzielt.
GESCHÄFTSBEREICH SOLAR SYSTEMS
Der Umsatz im GB Solar Systems belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 8,2 Mio. EUR (VJ: 26,3 Mio. EUR) und trug 8% zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Die Umsatzerlöse 2012 stammen wie in den übrigen Geschäftsbereichen im Wesentlichen aus in 2011 erhaltenen Aufträgen, im GB Solar Systems waren dies Aufträge zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen. Der weltweite Photovoltaikmarkt ist von erheblichen Überkapazitäten gekennzeichnet. Die weltweite Produktionskapazität für PV-Module liegt bei fast 60 Gigawatt. Damit war die Kapazität zur Fertigung von PV-Modulen 2012 rund doppelt so hoch wie das erwartete Marktvolumen. Ein erheblicher Preisverfall war somit unvermeidlich. Trotz dieser Schwierigkeiten wuchs der weltweite Photovoltaik-Markt 2012 mengenmäßig um ca. 15% auf rund 30 GW. Die Preiseinbrüche trugen wesentlich zum Marktwachstum bei, insbesondere in Ländern wie den USA. Die Photovoltaik-Märkte wachsen und diversifizieren sich. Daraus eröffnen sich auch neue Chancen in Märkten, die bislang nicht im Fokus standen. Der GB Solar Systems verspricht sich kurzfristig insbesondere in Märkten, die aus wirtschaftspolitischen Gründen eine eigene Solarproduktion aufbauen wollen, gute Absatzchancen für seine Produkte. Gleichwohl bleibt zu konstatieren, dass 2013 für den Geschäftsbereich ein schwieriges Jahr wird.

Die PVA TePla AG weist in ihrem Einzelabschluss einen Umsatzwert von 91,0 Mio. EUR (VJ: 105,9 Mio. EUR) aus. Der Rückgang ist grundsätzlich auf die gleichen Ursachen zurückzuführen, die oben für die einzelnen Geschäftsbereiche dargestellt wurden. Hinzu kamen in einigen Fällen Verschiebungen von Endabnahmen in das Geschäftsjahr 2013.
6. AUFTRAGSLAGE
6.1. AUFTRAGSEINGANG
Im Geschäftsjahr 2012 war der Auftragseingang des Konzerns mit 59,2 Mio. EUR deutlich rückläufig gegenüber dem Vorjahreszeitraum (156,2 Mio. EUR). Alle Geschäftsbereiche des Unternehmens lagen im Auftragseingang zum Teil erheblich unter den Vorjahreszahlen. Die Book-to-Bill-Ratio auf Konzernebene spiegelt dieses Bild mit einem Wert von 0,6 (VJ: 1,2) wider. Der hohe Rückgang ist auf die deutlich verminderte Investitionsbereitschaft der Kunden aufgrund von zum Teil in den letzten Jahren aufgebauten Überkapazitäten zurückzuführen. Ein Verlust von Marktanteilen für die PVA TePla ist angesichts des insgesamt rückläufigen Auftragsvolumens in den relevanten Märkten nicht zu beobachten. Das Unternehmen hatte bereits in der Vergangenheit bewiesen, dass es starke Schwankungen im Auftragseingang – wie zum Beispiel 2009 mit einem Auftragseingang in vergleichbarer Größenordnung – durch seine flexible Aufstellung mit einer geringen Wertschöpfungstiefe beherrschen kann.
Der Geschäftsbereich Industrial Systems erreichte einen Auftragseingang in Höhe von 29,3 Mio. EUR (VJ: 59,2 Mio. EUR) und trug damit 49% zum Gesamtauftragseingang bei. Nach dem Rekordauftragseingang im letzten Geschäftsjahr verlief der Auftragseingang 2012 auf einem wesentlich niedrigeren Niveau. Rund 70% der Bestellungen für Vakuumanlagen kamen wie im Vorjahr aus dem Ausland, wobei ca. die Hälfte aller Aufträge nach wie vor auf Kunden in Asien entfällt. Wurde in den letzten Jahren der überwiegende Teil der Vakuumanlagen von Kunden aus dem Hartmetallmarkt bestellt, so trug dieser Bereich nur noch rund 50% zum Anlagenverkauf bei. Aufgrund der schwächeren Konjunktur auch in China, der wichtigste Einzelmarkt für Hartmetall-Sinteranlagen - und des erheblichen Kapazitätsaufbaus im Bereich Hartmetall in den vergangenen Jahren, ist die Nachfrage im Jahr 2012 erheblich zurückgegangen. Auf Seiten der Kunden sind eine große Investitionszurückhaltung und die Verschiebung zahlreicher Investitionsentscheidungen zu beobachten. Auch die Produktgruppe mit dem zweithöchsten Auftragseingang 2011 - Anlagen zur Herstellung bzw. thermischen Behandlung von Graphit erlebte einen ausgesprochen niedrigen Auftragseingang. In diesem Bereich ist die schwierige Marktsituation in der Photovoltaik- und Halbleiterindustrie, die wichtige Abnehmer für hochreine Graphite sind, deutlich spürbar. Auftragseingänge für Anlagen, die der Materialherstellung bzw. Lötprozessen in der Elektroindustrie dienen, konnten dagegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum fast verdoppelt werden.
In dieser Produktgruppe machen sich die Anstrengungen zum Ausbau des Elektrizitätsnetzes von Seiten der Netzbetreiber bemerkbar.
Der Geschäftsbereich Semiconductor Systems verzeichnete 2012 ebenfalls einen Rückgang des Auftragseingangs und erreichte mit 28,8 Mio. EUR (VJ: 68,1 Mio. EUR) eine vergleichbare Höhe des Auftragseingangs wie der GB Industrial Systems, bzw. 49% Anteil am Gesamtauftragseingang der PVA TePla-Gruppe. Die PVA TePla Danmark als Hersteller von Floatzoneanlagen erhielt im Verlauf des dritten und vierten Quartals 2012 Aufträge für Kristallzuchtanlagen zur Herstellung hochreiner Siliziumkristalle für die Hochleistungselektronik und für Analysezwecke aus Korea. In diesem Bereich wirken sich die aufgrund der Schwäche der Solarmärkte zum Erliegen gekommenen Erweiterungsinvestitionen für die Herstellung von hochreinem Polysilizium und der auch aus diesem Bereich erheblich gesunkene Bedarf an Material für Hochleistungselektronik aus. Da der Halbleitermarkt 2012 schrumpfte, ist die Investitionsbereitschaft der Unternehmen insgesamt zurückgegangen. Der Auftragseingang 2011 war dagegen von einem sehr gut laufenden Geschäft für Kristallzuchtanlagen geprägt. Auch für den Produktbereich Analysesysteme, in dem Systeme zur zerstörungsfreien Inspektion von Materialien entwickelt und gebaut werden, spielt Asien mit einem Anteil am Auftragseingang von rund 50% eine dominierende Rolle. China und Singapur sind im Moment die treibenden Märkte, in Zukunft werden Korea und Taiwan verstärkt in den Fokus dieses Produktbereichs rücken. Der Bedarf an Geräten für die Fehleranalyse und Qualitätskontrolle von Chips für Smartphones und Tablet PCs erhöht sich wieder. Der Produktbereich Plasmaanlagen an den Standorten Kirchheim und Corona verzeichnete den höchsten Auftragseingang im GB Semiconductor Systems. Der asiatische Raum ist der größte Markt für Plasmaanlagen der PVA TePla. Der Kundenkreis im Bereich Back End Packaging hat sich erfreulicherweise gegenüber den Vorjahren deutlich vergrößert. Durch eine Reihe neuer Produkte, die in 2012 fertig gestellt worden sind, werden sich gute Chancen ergeben, in der nächsten Aufschwungphase des Halbleitermarkts überproportional zu wachsen.
Der Geschäftsbereich Solar Systems verbuchte lediglich Kundenaufträge in Höhe von 1,1 Mio. EUR (VJ: 28,9 Mio. EUR). Dieser Geschäftsbereich erzielte einen Anteil von 2% am gesamten Auftragseingang. Durch die großen Investitionen in Kapazitätserweiterungen vor allem der chinesischen Anbieter sind im Solarmarkt hohe Überkapazitäten und stark sinkende Absatzpreise über die gesamte Wertschöpfungskette der Solarindustrie entstanden. Der gesamte Solarmarkt befindet sich in einer Umbruchphase. Es wird erwartet, dass sich die Konsolidierung auch 2013 fortsetzt. Die Nachfrage nach Equipment für die Solarindustrie wird für die Jahre 2013/2014 noch auf einem niedrigen Niveau erwartet. Aller Voraussicht nach wird sich eine Anlagentechnologie durchsetzen, die höchste Effizienzgrade mit optimaler Cost of Ownership garantiert. Da die PVA TePla intensiv an solchen Anlagenentwicklungen arbeitet und zur industriellen Anwendung zur Verfügung stellen kann, werden die Marktaussichten mittel- und langfristig auch auf dem im Moment schwierigen Photovoltaikmarkt positiv betrachtet.

Bei einer isolierten Betrachtung der PVA TePla AG ist der Auftragseingang von 139,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 42,9 Mio. EUR deutlich gesunken. Darin ist der Wert von Aufträgen anderer Konzerngesellschaften in Höhe von 2,0 Mio. EUR (VJ: 4,3 Mio. EUR) enthalten. Insbesondere die 2012 nachlassende Nachfrage in den Produktbereichen Vakuumanlagen, Kristallzuchtanlagen (Halbleiter), Floatzoneanlagen und Kristallzuchtanlagen (Solar) führte zu diesem geringen Auftragseingang. Lediglich der Produktbereich Plasmaanlagen zeigte einen zufriedenstellenden Auftragseingang.
6.2. AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand der PVA TePla-Gruppe wird nach Abzug der gemäß Fertigstellungsgrad bereits berücksichtigten Umsätze (Teilumsatzrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode, PoC) ausgewiesen. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2012 über einen Auftragsbestand in Höhe von 30,7 Mio. EUR (VJ: 74,9 Mio. EUR). Alle Geschäftsbereiche verzeichnen einen gegenüber dem Vorjahresstichtag geringeren Auftragsbestand. Der GB Industrial Systems verfügt zum 31. Dezember 2012 über einen Auftragsbestand in Höhe von 11,2 Mio. EUR (VJ: 26,5 Mio. EUR). Der Auftragsbestand des GB Semiconductor Systems liegt bei 16,0 Mio. EUR (VJ: 37,6 Mio. EUR). Der GB Solar Systems verfügt einen Auftragsbestand in Höhe von über 3,6 Mio. EUR (VJ: 10,7 Mio. EUR).

Der Auftragsbestand der PVA TePla AG – in der Einzelbetrachtung zu Nominalwerten entsprechend der deutschen Rechnungslegung – liegt bei 68,0 Mio. EUR (VJ: 116,5 Mio. EUR). Alle Bereiche weisen einen geringeren Auftragsbestand als 2011 aus.
7. PRODUKTION
Die Produktion der Anlagen sowie das „Contract Processing“ erfolgten im Inland im Geschäftsjahr 2012 an den Standorten Wettenberg, Jena, Kirchheim, Siegen und Westhausen. Im ersten Quartal 2012 wurde die Montage der PulsPlasma®-Nitrieranlagen an den Hauptsitz Wettenberg transferiert. Die Übertragung der Montage der Metrologiesysteme der Munich Metrology GmbH an den Standort Jena findet seit deren Übernahme Mitte 2012 statt und wird zu signifikanten Kostensenkungen führen. Im Ausland wurde an den Standorten Corona in den USA und Frederikssund in Dänemark produziert. Die Fertigungstiefe wurde in allen Bereichen weiterhin auf niedrigem Niveau gehalten. Eine eigene Teilefertigung findet nur in geringem Umfang statt. Dies führt zu einem prozentual relativ hohen Wareneinsatz, bietet jedoch die Möglichkeit, die benötigten Produktionskapazitäten auch kurzfristig und flexibel an den eventuell veränderten Bedarf anzupassen.
8. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen im Berichtszeitraum im Konzern bei 4,7 Mio. EUR (VJ: 5,5 Mio. EUR) und waren somit gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig. Im Folgenden werden einige Beispiele an Entwicklungen aus den einzelnen Geschäftsbereichen aufgezeigt:
GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIAL SYSTEMS
Im Geschäftsbereich Industrial Systems erfolgen F&E-Arbeiten weitgehend im Rahmen von bezahlten Kundenaufträgen; diese Kosten werden daher als Herstellungskosten des Umsatzes gebucht und nicht gesondert ausgewiesen. Die anteiligen F&E-Leistungen, die zu Neuerungen und Optimierungen der Produkte führen, können mit rund 10% der gesamten Konstruktionsleistung angesetzt werden.
GESCHÄFTSBEREICH SOLAR SYSTEMS
Mit rund 3 Mio. EUR entfiel der größte Anteil der F&E Kosten auf den GB Solar Systems. Im Rahmen des Spitzenclusters „Solarvalley Mitteldeutschland“ wurden die Arbeiten an der Optimierung von Kristallzuchtanlagen und deren Prozessen fortgesetzt. Nach dem offiziellen Abschluss des Spitzenclusterprojekts CzSil (Cz = Czochralski) am 30. Juni 2012 findet eine weitere intensive Zusammenarbeit mit Projektpartnern auf dem Gebiet der Feederentwicklung mit dem Ziel statt, bestehende Kristallzuchtanlagen im Markt mit dieser Zusatzausrüstung zu versehen und den sogenannten „MULTIPULLING“-Prozess mit mindestens zwei Kristallen je Prozesszyklus einzufahren und kundenspezifisch zu qualifizieren. Im Rahmen des Spitzenclusterprojektes xμ-Material (Primäres technisches Ziel dieses Clusterkonsortiums ist die Reduktion der spezifischen Materialkosten) werden in der dafür entwickelten Labor- Cz-Anlage Kristalle gezüchtet und den Projektpartnern zur Charakterisierung bereitgestellt. Die Optimierung der Aktivkühlung für Cz-Kristallzuchtanlagen sowie die Erweiterung auf andere Anlagentypen wurde fortgesetzt. Mittels Magnetic-Cz wurden Kristalle gezüchtet und anschließend Kristalluntersuchungen durchgeführt. Diese erfolgversprechenden Ergebnisse wurden im Rahmen der EU PVSEC Messe in Frankfurt/M. dem Fachpublikum präsentiert. Im Rahmen dieser Messe wurde für das Fachpublikum bzw. Kunden im Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen (CCIC) in Wettenberg eine umfangreiche Prozessdemonstration durchgeführt, welche auf großes Interesse stieß.
GESCHÄFTSBEREICH SEMICONDUCTOR SYSTEMS
Produktbereich Kristallzuchtanlagen
Im Produktbereich Kristallzuchtanlagen wurde nach der Entwicklung eines automatisierten Floatzoneprozesses die Anlage FZ-35 im Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen installiert. Damit wurden die Möglichkeiten zur Optimierung der Prozesse auch für hochreine Siliziumkristalle (u.a. für die Leistungselektronik) erheblich verbessert. Im Rahmen des Spitzenclusterprojekts FzSil wurden im Verlauf des Jahres 2012 an dieser Floatzone-Prototypanlage erste Monokristalle für Anwendungen in der PV-Industrie gezogen. Im Verlauf des vergangenen Jahres wurde die Konzeptentwicklung für die kostengünstige Hochtemperaturanlage „baSiC-T“ zur Herstellung von Siliziumcarbid (SiC)-Kristallen vorangetrieben. Die im „ba- SiC-T“ hergestellten Kristalle werden in erster Linie von Kunden aus Hochtechnologiemärkten benötigt. Typische Anwendungsbereiche sind die Hochleistungselektronik - wie z.B. Hybrid- und Elektroautos, Klimaanlagen und Photovoltaik- und die Optoelektronik, in denen die spezifischen Eigenschaften des Siliziumcarbid-Materials, wie z.B. hohe thermische Leitfähigkeit, zum Tragen kommen. Ende 2012 wurden die ersten Anlagen von einem Kunden bestellt und kommen 2013 zur Auslieferung.
Produktbereich Plasmaanlagen
Im Produktbereich Plasmaanlagen wurde die GIGAfab ASYNTIS für einen der führenden Halbleiterkunden in Europa weiterentwickelt. Diese Plasmaanlage ist notwendig für die 3D-Integration von ultra-dünnen Wafern zur Herstellung von extrem schnellen, hocheffizienten Chips. Für die neue Generation von vollautomatischen Plasma-Aktivierungsanlagen vom Typ GIGA 80 Plus IoN für die Präzisionsreinigung von Chip-Carriern ist die Testphase bei einem Großkunden erfolgreich beendet worden. Das Plasma wird hierbei über Radiofrequenz (RF) im Megahertz-Bereich erzeugt. PVA TePla kann somit als erster Anlagenhersteller seinen Kunden im Chip Packaging ein Inline-Plasma-Anlagenkonzept alternativ mit Radiofrequenz oder mit Mikrowelle anbieten. Anlässlich der SEMICON Taiwan wurde die neu entwickelte vollautomatische Plasma-Aktivierungsanlage vom Typ 80 Plus High Speed einem ausgewählten Kundenkreis vorgestellt. Diese neue Anlagengeneration zeichnet sich durch ihre kunden- und praxisorientierte Konstruktion und hieraus resultierend durch einen sehr hohen Durchsatz und Flexibilität für unterschiedliche Substrate aus. Durch einen konsequent verfolgten Cost Down-Ansatz in der Konstruktionsphase ist sie zusätzlich auch besonders wettbewerbsfähig. Der Produktbereich Plasmaanlagen zielt mit diesem neuen Produkt auf die Innovationsführerschaft im Back End Packaging Markt ab und erhofft sich einen erweiterten Marktzugang für die kommenden Jahre.
Produktbereich Analysesysteme
Die PVA TePla Analytical Systems stellte auf der SEMICON in Shanghai die nächste Generation vollautomatisierter Ultraschall-Inspektionsanlagen unter Verwendung akustischer Mikroskopie vor. Die positive Resonanz in diesem Produktsegment führte zu Evaluierungen der Systeme durch führende Hersteller der Halbleiterindustrie mit positiven Ergebnissen. Damit ist ein breiterer Marktzugang realisiert, der signifikantes Wachstum in den nächsten Jahren ermöglichen wird. Die Produktstrategie in Richtung der Entwicklung von Mehrkanalsystemen, in Verbindung mit der Entwicklung von Ultraschallwandlern auf Basis der Dünnfilmtechnologie, sichert eine Technologieführerschaft.
9. INVESTITIONEN
Mit einem Wert von 2,2 Mio. EUR (VJ: 2,3 Mio. EUR) war das Investitionsvolumen im Jahr 2012 insgesamt etwas geringer als im Vorjahr. Größere Einzelinvestitionen wurden nicht durchgeführt. Der größte Teil des Volumens entfiel auf die Zugänge aus der Akquisition der Munich Metrology GmbH. Die anderen Investitionen beinhalteten kleinere Vorhaben in den Bereichen Betriebs- und Geschäftsausstattung, Maschinen sowie Lizenzen für Software.
Bei der Einzelbetrachtung der PVA TePla AG lag der Wert der Investitionen 2012 mit 0,6 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert in Höhe von 2,0 Mio. EUR. Größere Einzelmaßnahmen waren hier nicht zu verzeichnen. Die Investitionen beinhalteten diverse kleinere Einzelvorhaben mit einem Schwerpunkt auf der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Investitionen in Finanzanlagen wurden wie im Vorjahr nicht getätigt.
10. PERSONALENTWICKLUNG
Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 514 Mitarbeiter (VJ: 509 Mitarbeiter). Einer leichten Reduzierung der Mitarbeiterzahl steht dabei ein Anstieg um 12 Mitarbeiter durch die Übernahme der Munich Metrology GmbH, München, im Juli 2012 gegenüber. Im GB Industrial Systems ist die Anzahl der Mitarbeiter mit 263 Mitarbeitern (VJ: 267 Mitarbeiter) nahezu unverändert. Die Verminderung der Mitarbeiterzahl im GB Semiconductor Systems von 223 Mitarbeitern auf 198 Mitarbeiter geht auf organisatorische Anpassungen zu Beginn des Geschäftsjahrs 2012 zurück: Mitarbeiter, die im Wesentlichen mit Aufgabenstellungen für den GB Solar Systems betraut waren, wurden nun auch diesem Geschäftsbereich zugeordnet, um die technologische Entwicklungsarbeit der Produkte effektiver als auch den Zugang zu den relevanten PV-Märkten wirkungsvoller gestalten zu können. Somit werden im GB Solar Systems nunmehr 53 Mitarbeiter beschäftigt (VJ: 19 Mitarbeiter). Es bleibt zu berücksichtigen, dass der GB Solar Systems wesentliche Lieferungen und Leistungen von den anderen Geschäftsbereichen bezieht. Dies umfasst vor allem die Montage der Anlagen durch die organisatorisch dem GB Semiconductor Systems zugeordnete Tochtergesellschaft PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass in Europa mit 468 (VJ: 466 Mitarbeiter) Personen der weitaus größte Teil der Mitarbeiter beschäftigt ist. In den USA waren Ende 2012 26 (VJ: 24) Mitarbeiter und in Asien waren 20 (VJ: 19) Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2012 lag die Zahl junger Menschen in der Ausbildung bei der PVA TePla-Gruppe bei 12 Mitarbeitern (VJ: 15 Mitarbeiter). Sechs junge Männer und Frauen erhalten eine kaufmännische oder eine gewerbliche Ausbildung. Zusätzlich zu den dargestellten Zahlen der eigenen Mitarbeiter wurde die Anzahl der Leiharbeitnehmer im Jahresverlauf 2012 um 45 reduziert. Am Standort Jena wurde im Dezember 2012 und am Standort Wettenberg im Januar 2013 Kurzarbeit für jeweils sechs Monate eingeführt und von der Bundesagentur für Arbeit genehmigt.
Die PVA TePla AG beschäftigte zum Jahresende 2012 326 Mitarbeiter (VJ: 317 Mitarbeiter). Davon werden in Frederikssund (Dänemark) 16 Mitarbeiter (VJ: 15 Mitarbeiter) beschäftigt. Im Jahresverlauf 2012 wurde die Anzahl der Leiharbeitnehmer bei der PVA TePla AG um 24 reduziert.
11. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
PVA TEPLA-KONZERN
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2012 lag mit 103,0 Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreswert von 129,1 Mio. EUR.
Der Wert der Sachanlagen ist vor dem Hintergrund der oben dargestellten Investitionen in Verbindung mit den planmäßigen Abschreibungen auf 32,5 Mio. EUR (VJ: 33,9 Mio. EUR) leicht zurückgegangen. Der Wert der immateriellen Vermögenswerte ist vor allem aufgrund der Akquisition der Munich Metrology GmbH auf 8,9 Mio. EUR (VJ: 8,4 Mio. EUR) angestiegen. Die latenten Steueransprüche betrugen 3,4 Mio. EUR (VJ: 2,6 Mio. EUR). Insgesamt betrug der Wert der langfristigen Vermögenswerte 45,1 Mio. EUR gegenüber 45,3 Mio. EUR im Vorjahr.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind insgesamt deutlich auf 57,9 Mio. EUR (VJ: 83,8 Mio. EUR) gesunken. Die größte Veränderung erfolgte bei den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen. Diese haben sich aufgrund der weiteren Bearbeitung der vorhandenen Aufträge und der schlechten Auftragssituation auf 10,0 Mio. EUR (VJ: 22,8 Mio. EUR) reduziert. Der Wert der Vorräte ist insgesamt auf 20,8 Mio. EUR (VJ: 23,7 Mio. EUR) gesunken. Einem Rückgang bei den fertigen Erzeugnissen - hier wurden Anlagen aus dem Wettenberger Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen verkauft; dort sollen durch einen regelmäßigen Austausch der Anlagen immer aktuelle Anlagen zur Verfügung stehen - und bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen aufgrund der schwachen Auftragslage steht ein leichter Anstieg bei den unfertigen Erzeugnissen gegenüber. Die kurzfristigen Forderungen sind auf 14,8 Mio. EUR (VJ: 20,3 Mio. EUR) zurückgegangen. Dies beruht vor allem auf einer Reduzierung des Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 12,9 Mio. EUR (VJ: 15,6 Mio. EUR) und der geleisteten Anzahlungen auf 0,4 Mio. EUR (VJ: 2,4 Mio. EUR). Die Steuererstattungsansprüche beliefen sich auf 1,3 Mio. EUR (VJ: 1,4 Mio. EUR) und die sonstigen kurzfristigen Forderungen auf 1,4 Mio. EUR (VJ: 2,4 Mio. EUR). Die flüssigen Mittel sind aufgrund des Cash Flows auf 10,0 Mio. EUR (VJ: 14,6 Mio. EUR) gesunken. Hinzu kommen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 1,0 Mio. EUR (VJ: 1,0 Mio. EUR).
Die Passivseite der Bilanz zeigt insgesamt einen signifikanten Rückgang der kurzfristigen Schulden auf 20,3 Mio. EUR (VJ: 47,9 Mio. EUR). Der Rückgang der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 1,1 Mio. EUR (VJ: 4,2 Mio. EUR) ist darauf zurückzuführen, dass der Rest der Darlehen zur Finanzierung der Akquisition der PVA TePla Analytical Systems im November 2012 planmäßig getilgt wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich durch das geringere Auftragsvolumen auf 2,9 Mio. EUR (VJ: 6,1 Mio. EUR) vermindert. Der größte Rückgang erfolgte bei den erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen, diese sind von 16,7 Mio. EUR auf 6,5 Mio. EUR gesunken. Darüber hinaus wurden in den Bilanzpositionen Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen weitere 32,9 Mio. EUR (VJ: 23,4 Mio. EUR) an erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Insgesamt hatte die PVA TePla-Gruppe zum Bilanzstichtag damit 39,4 Mio. EUR (VJ: 40,1 Mio. EUR) an erhaltenen Anzahlungen vereinnahmt. Die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen haben sich auf 0,6 Mio. EUR (VJ: 1,6 Mio. EUR) reduziert. Der Wert der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen ist auf 2,2 Mio. EUR (VJ: 8,8 Mio. EUR) und der Wert der abgegrenzten Schulden auf 5,7 Mio. EUR (VJ: 7,4 Mio. EUR) zurückgegangen. Hinzu kommt ein Rückgang der Steuerrückstellungen auf 0,1 Mio. EUR (VJ: 1,7 Mio. EUR).
Die langfristigen Schulden (einschließlich der langfristigen Rückstellungen) haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahreswert von 20,9 Mio. EUR auf jetzt 21,0 Mio. EUR nicht signifikant verändert. Einer Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 7,6 Mio. EUR (VJ: 8,7 Mio. EUR) durch die planmäßige Tilgung der Darlehen stehen leichte Anstiege bei den Pensionsrückstellungen auf 8,7 Mio. EUR (VJ: 8,4 Mio. EUR), den latenten Steuerverbindlichkeiten auf 3,2 Mio. EUR (VJ: 2,8 Mio. EUR), den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten auf 1,0 Mio. EUR (VJ: 0,8 Mio. EUR) und den sonstigen langfristigen Rückstellungen auf 0,5 Mio. EUR (VJ: 0,3 Mio. EUR) gegenüber. Die den Pensionsrückstellungen zugrundeliegenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben.
Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von 4,7 Mio. EUR (VJ: 9,1 Mio. EUR) – vermindert um die im Jahr 2012 gezahlte Dividende in Höhe von 3,3 Mio. EUR (VJ: 3,3 Mio. EUR) – auf 61,7 Mio. EUR (VJ: 60,3 Mio. EUR). Auf Basis der deutlich niedrigeren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahreswert von 46,7% auf nunmehr 59,9% weiter angestiegen.
Die Liquiditätssituation der PVA TePla-Gruppe war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2012 positiv. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 stehen flüssigen Mitteln in Höhe von 10,0 Mio. EUR (VJ: 14,6 Mio. EUR) und kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 1,0 Mio. EUR (VJ: 1,0 Mio. EUR) Finanzverbindlichkeiten im kurzfristigen Bereich in Höhe von 1,1 Mio. EUR (VJ: 4,2 Mio. EUR) und im langfristigen Bereich in Höhe von 7,6 Mio. EUR (VJ: 8,7 Mio. EUR) gegenüber. Die Nettofinanzposition des Konzerns betrug somit +2,3 Mio. EUR (VJ: +2,7 Mio. EUR). Dieser positive Saldo, die Fristigkeit der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die vorliegenden – auf monatlicher Basis aktualisierten und fortlaufend überwachten – Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. EUR (VJ: 17,0 Mio. EUR) und Avallinien in Höhe von 80,0 Mio. EUR (VJ: 80,0 Mio. EUR) bieten der PVA TePla aus heutiger Sicht genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Kredit- und Avallinien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.
Im Jahr 2012 war der operative Cash Flow mit +4,4 Mio. EUR (VJ: -8,1 Mio. EUR) wieder positiv. Dieser Wert ist in den Produktbereichen Vakuumanlagen und Kristallzuchtanlagen aufgrund der Projektstruktur der Aufträge stichtagsbezogen starken Schwankungen unterworfen. Zu Beginn der Aufträge erhalten wir nennenswerte Anzahlungen, die bei großen Aufträgen den gesamten Cash Flow positiv beeinflussen. Während der Bearbeitung der Aufträge ist der Cash Flow negativ, wohingegen zeitnah zur Lieferung die Restzahlung bis auf eine geringe Restrate erfolgt. Aufgrund des oben dargestellten Umfangs der Investitionsmaßnahmen lag der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit mit -0,7 Mio. EUR unter dem Niveau des Vorjahrs (-2,0 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -8,5 Mio. EUR (VJ: -5,6 Mio. EUR) und beinhaltet die Zahlung einer Dividende in Höhe von 3,3 Mio. EUR (VJ: 3,3 Mio. EUR). Die planmäßige Tilgung der langfristigen Darlehen betrug 1,2 Mio. EUR (VJ: 1,2 Mio. EUR). Hinzu kam die oben schon erwähnte und im Rahmen der Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten abgebildete Tilgung des verbliebenen Darlehens zur Finanzierung der Akquisition der PVA TePla Analytical Systems in Höhe von 3,0 Mio. EUR im November 2012. Die Zinsauszahlungen betrugen 0,6 Mio. EUR (VJ: 1,2 Mio. EUR). Der Gesamtwert des Cash Flow (einschließlich wechselkursbedingter Veränderungen) lag im Jahr 2012 bei -4,6 Mio. EUR (VJ: -15,7 Mio. EUR). Das seit dem Stichtag 1. Januar 2008 zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg bestehende weitere Darlehen in Höhe von ursprünglich 10,0 Mio. EUR wurde zum 31. Dezember 2012 nicht in Anspruch genommen. Hieraus besteht eine weitere Liquiditätsreserve in Höhe von 6,7 Mio. EUR.
PVA TEPLA AG
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2012 ist gegenüber dem Vorjahreswert von 85,8 Mio. EUR auf nunmehr 77,8 Mio. EUR zurückgegangen. Die größte Veränderung fand dabei im Bereich der flüssigen Mittel statt.
Der Wert des Anlagevermögens beträgt insgesamt 33,8 Mio. EUR (VJ: 35,0 Mio. EUR). Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich hier vor allem aufgrund der planmäßigen Abschreibungen auf 0,3 Mio. EUR reduziert (VJ: 0,6 Mio. EUR). Der Wert des Sachanlagevermögens hat sich ebenfalls auf 24,6 Mio. EUR (VJ: 25,6 Mio. EUR) reduziert - auch hier vor allem aufgrund der planmäßigen Abschreibungen. Der Wert der Finanzanlagen ist mit 8,8 Mio. EUR (VJ: 8,8 Mio. EUR) unverändert.
Der Gesamtwert der Vorräte lag insgesamt mit 4,7 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 5,7 Mio. EUR. Dabei ist der Wert der fertigen Erzeugnisse und Waren weiter auf 2,0 Mio. EUR (VJ: 2,8 Mio. EUR) gesunken. Hier wurden Anlagen aus dem Wettenberger Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen verkauft. Durch einen regelmäßigen Austausch der Anlagen sollen immer aktuelle Anlagen zur Verfügung stehen. Der Wert der unfertigen Erzeugnisse ist auf 36,9 Mio. EUR (VJ: 35,9 Mio. EUR) angestiegen. Dies ist vor allem auf die größeren Aufträge über Kristallzuchtanlagen aus dem Jahr 2011 zurückzuführen. Hier haben sich in einzelnen Fällen die Endabnahmen verzögert, diese werden im ersten Quartal 2013 planmäßig weiter vorangehen. Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist wieder auf 4,2 Mio. EUR (VJ: 5,0 Mio. EUR) zurückgegangen. Das Volumen der abgesetzten erhaltenen Anzahlungen betrug 38,5 Mio. EUR (VJ: 39,2 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahreswert von 12,0 Mio. EUR auf 9,6 Mio. EUR reduziert. Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen hat sich auf 19,2 Mio. EUR (VJ:16,5 Mio. EUR) erhöht. Hier hat sich unter anderem durch die Übernahme der Munich Metrology zur Jahresmitte das konzerninterne Finanzierungsvolumen erhöht. Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände hat sich wieder auf 1,8 Mio. EUR (VJ: 3,2 Mio. EUR) verringert und ist im Wesentlichen auf Steuerforderungen zurückzuführen. Der Wert der liquiden Mittel ist durch die erwartungsgemäße Entwicklung des Cash Flow auf 7,3 Mio. EUR (VJ: 12,2 Mio. EUR) zurückgegangen. Hinzu kommen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 1,0 Mio. EUR (VJ: 1,0 Mio. EUR).
Die Passivseite der Bilanz zeigt einen weiteren Rückgang der Verbindlichkeiten auf 10,1 Mio. EUR (VJ: 16,6 Mio. EUR). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf einen Wert von 6,2 Mio. EUR (VJ: 9,6 Mio. EUR) wurde durch die planmäßige Tilgung der vorhandenen Darlehen verursacht. Hier wurde im November 2012 ein Darlehen aus der Finanzierung der Übernahme der PVA TePla Analytical Systems in Höhe von 3,0 Mio. EUR vereinbarungsgemäß zurückgezahlt. Im Zuge des geringeren Auftragsvolumens sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 1,6 Mio. EUR (VJ: 3,5 Mio. EUR) gesunken. Nach der Saldierung mit den Vorräten sind wie im Vorjahr keine erhaltenen Anzahlungen verblieben. Die Pensionsrückstellungen haben sich auf 8,9 Mio. EUR (VJ: 8,4 Mio. EUR) erhöht. Die zugrunde liegenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Steuerrückstellungen mussten keine gebildet werden (VJ: 0,9 Mio. EUR). Die Sonstigen Rückstellungen sind auf 7,3 Mio. EUR (VJ: 11,0 Mio. EUR) gesunken.
Das Eigenkapital stieg weiter auf 51,6 Mio. EUR (VJ: 48,8 Mio. EUR) an. Hier steht dem erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 6,0 Mio. EUR (VJ: 9,4 Mio. EUR) die Auszahlung einer Dividende im Jahr 2012 in Höhe von 3,3 Mio. EUR (VJ: 3,3 Mio. EUR) gegenüber. In Verbindung mit der geringeren Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote auf nunmehr 66,3% (VJ: 56,9%) weiter verbessert. Auf Basis des guten Ergebnisses konnte auch der Bilanzgewinn auf 27,6 Mio. EUR (VJ: 24,9 Mio. EUR) weiter gesteigert werden. Auf dieser Basis und vor dem Hintergrund der guten Liquiditätssituation schlägt der Vorstand vor, in diesem Jahr eine Dividende in Höhe von 0,10 EUR pro Aktie auszuschütten und das verbleibende Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Zum 31. Dezember 2012 standen flüssige Mittel in Höhe von 7,3 Mio. EUR (VJ: 12,2 Mio. EUR) zur Verfügung. Hinzu kommen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 1,0 Mio. EUR (VJ: 1,0 Mio. EUR). Die derzeitige Liquiditätslage sowie die vorliegenden, auf monatlicher Basis aktualisierten Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. EUR (VJ: 17,0 Mio. EUR) und Avallinien in Höhe von 80,0 Mio. EUR (VJ: 80,0 Mio. EUR) bieten der PVA TePla AG genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Linien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.
12. ERTRAGSLAGE
PVA TEPLA-KONZERN
Im Geschäftsjahr 2012 hat die PVA TePla wieder ein gutes, aber deutlich unter den Vorjahreswerten liegendes Ergebnis erreicht. Es wurde vor dem Hintergrund des verminderten Geschäftsvolumens ein Betriebsergebnis (EBIT) von 6,6 Mio. EUR (VJ: 13,7 Mio. EUR) und ein Konzernjahresüberschuss von 4,7 Mio. EUR (VJ: 9,1 Mio. EUR) erzielt. Die EBIT-Marge lag mit 6,4% (VJ: 10,3%) etwas unterhalb der aktualisierten prognostizierten Größenordnung von 7%. Die Umsatzrendite betrug 4,5% (VJ: 6,9%). Auf Basis des Konzernumsatzes von 103,3 Mio. EUR (VJ: 132,6 Mio. EUR) betrug das Bruttoergebnis 24,2 Mio. EUR (VJ:31,1 Mio. EUR). Somit wurde eine Bruttomarge von 23,4% erzielt (VJ: 23,5%). Die Vertriebskosten beliefen sich auf 10,4 Mio. EUR (VJ: 10,4 Mio. EUR). Hier ist relevant, in welchen Teilmärkten die Geschäfte abgewickelt werden und ob dabei Provisionen für Vertretungen anfallen. Die Verwaltungskosten haben sich mit 8,2 Mio. EUR (VJ: 8,2 Mio. EUR) gegenüber den Vorjahreswerten nicht verändert. Bei beiden vorgenannten Kostenkategorien wirkte sich gegenüber dem Vorjahr die erstmalige Einbeziehung der Munich Metrology aus. Die F&E-Kosten sind auf 4,7 Mio. EUR (VJ: 5,5 Mio. EUR) zurückgegangen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag bei +5,6 Mio. EUR (VJ: +6,7 Mio. EUR). Dieser Wert beinhaltet i.W. Erträge aus Fördermitteln im Rahmen der F&E-Projekte, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen.
Im GB Industrial Systems verminderte sich das EBIT aufgrund des geringeren Umsatzes auf 2,2 Mio. EUR (VJ: 4,1 Mio. EUR). Hier wurde das Ergebnis zusätzlich in Einzelfällen durch Mehrkosten bei neuen Anlagentypen belastet. Im GB Semiconductor Systems wurde ein EBIT von 5,8 Mio. EUR (VJ: 9,7 Mio. EUR) erzielt. Hier wirkte sich zum Jahresende aus, dass die vorhandenen Aufträge für Kristallzuchtanlagen weitestgehend abgearbeitet waren. Dies führte zu einem geringen Umsatzvolumen und fehlender Auslastung insbesondere am Standort Jena. Zusätzlich wurde im Vorjahr hier im vierten Quartal ein sehr hohes Umsatzvolumen mit guten Ergebnisbeiträgen im Bereich Floatzoneanlagen erzielt, welches im laufenden Jahr nicht wieder erreicht werden konnte. Im GB Solar Systems wurde insgesamt vor dem Hintergrund des erheblich gesunkenen Geschäftsvolumens in Verbindung mit den hohen F&E- Kosten ein EBIT in Höhe von -1,4 Mio. EUR (VJ: 0,1 Mio. EUR) erzielt. Hier konnten als Einmaleffekt nach Ablauf der entsprechenden Garantiefristen bzw. nach Abschluss einiger Restarbeiten der großen Aufträge der Vorperioden für diese Themen gebildete Rückstellungen teilweise ertragswirksam aufgelöst werden.
Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei -0,8 Mio. EUR (VJ: -1,1 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern betrug 5,8 Mio. EUR (VJ: 12,6 Mio. EUR) und der Jahresüberschuss 4,7 Mio. EUR (VJ: 9,1 Mio. EUR). Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -1,1 Mio. EUR (VJ: -3,5 Mio. EUR) setzt sich zusammen aus laufendem Steueraufwand in Höhe von -1,5 Mio. EUR (VJ: -3,5 Mio. EUR) und einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 0,4 Mio. EUR (VJ: Aufwand 0,0 Mio. EUR).
PVA TEPLA AG
Im Geschäftsjahr 2012 hat die PVA TePla AG Umsatzerlöse in Höhe von 91,0 Mio. EUR (VJ: 105,9 Mio. EUR) erzielt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug 15,1 Mio. EUR (VJ: 21,8 Mio. EUR). Die Bruttomarge lag bei 16,6% (VJ: 20,6%). Die Vertriebskosten lagen mit 7,6 Mio. EUR ebenso leicht unter dem Vorjahreswert von 7,7 Mio. EUR wie die Verwaltungskosten mit 5,4 Mio. EUR (VJ: 5,6 Mio. EUR). Die F&E-Kosten betrugen 3,3 Mio. EUR (VJ: 3,4 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 7,5 Mio. EUR lagen ebenso unter dem Vorjahreswert (10,0 Mio. EUR) wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 5,2 Mio. EUR (VJ 6,0 Mio. EUR). Die Erträge aus der Ausschüttung von Ergebnissen der Tochtergesellschaften betrugen 1,7 Mio. EUR (VJ: 2,0 Mio. EUR). Die Erträge aus den Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften betrugen 5,0 Mio. EUR (VJ: 2,2 Mio. EUR). Der Zinsaufwand belief sich auf 1,0 Mio. EUR (VJ 1,4 Mio. EUR). Die Zinserträge erreichten wie im Vorjahr einen Wert von 0,6 Mio. EUR. Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich auf 1,6 Mio. EUR (VJ: 3,1 Mio. EUR). Insgesamt erzielte die PVA TePla AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 7,6 Mio. EUR (VJ: 12,6 Mio. EUR) und einen Jahresüberschuss in Höhe von 6,0 Mio. EUR (VJ: 9,4 Mio. EUR). Es wurde eine Umsatzrendite von 6,6% (VJ: 8,9%) erzielt. Die Entwicklung der Ertragslage der PVA TePla AG ergibt sich im Wesentlichen aus denselben Gründen, die bereits bei der Entwicklung der Ertragslage des Konzerns angeführt werden.
13. NACHTRAGSBERICHT
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahrs 2012 liegen nicht vor.
14. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
14.1. CHANCEN UND RISIKEN AUS DEN ABSATZMÄRKTEN
Die Chancen auf den Märkten für die Produkte aus unserem Unternehmen ergeben sich aus der Investitionstätigkeit von Kunden, die Hightech-Materialien bearbeiten oder herstellen. Wachsende Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen und in Produktionsstätten z.B. für Automobile weltweit sind nur einige Beispiele für Bereiche, in denen Materialien aus unseren Anlagen zum Einsatz kommen können. Durch die steigende Nachfrage nach Materialien wie Graphit ergeben sich neue Absatzchancen. In Märkten wie der Photovoltaik und der Halbleiterindustrie bietet die PVA TePla Prozesstechnologien an, die auch in Zukunft fester Bestandteil der jeweiligen Wertschöpfungsketten bleiben werden. In der Halbleiterindustrie können dies z.B. Kristallzuchtanlagen zum Ziehen von Siliziumkristallen mit einem Durchmesser von 300mm, von hochreinen Siliziumkristallen oder Siliziumcarbidkristalle für die Hochleistungselektronik sein oder Analysesysteme für die zerstörungsfreie Qualitätsüberprüfung in der LED- oder MEMS-Fertigung. Insbesondere zum Einsatz kommende neue Materialien oder Materialien mit veränderten Eigenschaften können neue Anlagenformen erforderlich machen, die zusätzliche Investitionen von Seiten der Kunden erfordern. Durch Technologien, die sich mit dem Thema Erneuerbare Energien, z.B. der Photovoltaik auseinandersetzen, ergeben sich für Anlagenzulieferer wie die PVA TePla-Gruppe Wachstumschancen. Führende Forschungsinstitute sehen in diesen Bereichen weiterhin Wachstumspotenziale. Es ergeben sich zudem weitere Absatzchancen durch die Erweiterung des Produktportfolios, sei es durch Inhouse-Entwicklungen oder wie auch in der Vergangenheit bereits mehrmals gezeigt durch Akquisitionen von Unternehmen, die über interessante Technologien verfügen.
Das Risiko in den von der PVA TePla bearbeiteten Märkten liegt besonders in den Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden bzw. der globalen Konjunkturentwicklung. Dieses Risiko wird durch Diversifizierung des Leistungsangebots in verschiedene Branchen wie Halbleiter, Photovoltaik, Werkzeug- und Hartmetalltechnik, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeugindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie reduziert. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen, wobei bei einer unerwartet großen Nachfrage das Risiko von Produktionsengpässen auftreten kann. Die Strategie einer relativ niedrigen Fertigungstiefe erlaubt hier zeitnahe Reaktionen. Auch werden im PVA TePla-Konzern hochwertige Lohnarbeiten – wie Plasmabehandlung, Hochvakuumlöten und Wärmebehandeln von Bauteilen – angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden. Besonders das Halbleitergeschäft, eine wichtige Branche für den Konzern, ist gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität und bietet daher neben den beschriebenen Chancen auch Risiken. Obwohl die Halbleiter-Branche in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten sogenannten Old-Economy-Branchen hatte, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. Die zukünftige weltweite Gesamtwirtschaftslage ist mit großen Unsicherheiten behaftet, für 2013 wird jedoch von Analystenseite eine Wachstumsrate des globalen BIP von 3,2% und für 2014 wiederum eine leicht erhöhte Wachstumsrate von 4,0% unterstellt. Im Zuge der Schuldenkrise der etablierten Industrieländer ist die Gefahr einer weltweiten Rezession zwar nicht akut, die weitere wirtschaftliche Entwicklung und insbesondere die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen bleiben jedoch weiterhin unklar. Die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer – ein ausgesprochen wichtiger Markt für die PVA TePla-Gruppe – ist durch die Schuldenkrise der Industrieländer und den damit verbundenen eingeschränkten Exportmöglichkeiten erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden: Schwächer werdende Wachstumsraten der Schwellenländer zeugen von dieser Problematik. Die Auftragseingänge haben sich im Verlauf des Jahres 2012 in nahezu allen Produktbereichen schwach entwickelt. Im GB Industrial Systems lag der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit in den vergangenen Jahren eindeutig bei den Anlagen zum Sintern von Hartmetall mit einem hohen Anteil in China. Dieser Geschäftsbereich hatte 2011 sowohl hinsichtlich des Umsatzes als auch des Auftragseingangs sein bestes Jahr in der Unternehmensgeschichte erzielt. Aufgrund der schwächeren Konjunktur - auch in China - und des erheblichen Kapazitätsaufbaus im Bereich Hartmetall in den vergangenen Jahren, ist die Nachfrage im Jahr 2012 erheblich zurückgegangen. Auf Seiten der Kunden sind eine große Investitionszurückhaltung und die Verschiebung zahlreicher Investitionsentscheidungen zu beobachten. Dennoch finden mit Kunden Gespräche über eine größere Zahl interessanter Projekte statt, so dass in 2013 von einer Belebung der Nachfrage ausgegangen werden kann.
Im Geschäftsbereich Semiconductor Systems verlief der Auftragseingang 2012 ebenfalls sehr verhalten. Der Halbleitermarkt konnte bei weitem nicht die erwarteten Wachstumszahlen aufweisen. Zudem sind die Kapazitäten im Produktbereich Kristallzuchtanlagen ebenfalls in der Vergangenheit stark ausgebaut worden, so dass die weitere Investitionsbereitschaft von Seiten der Kunden zum Erliegen gekommen ist. Im laufenden Geschäftsjahr sollte die Nachfrage nach hochreinem Silizium (Floatzonematerial) und Siliziumcarbid für die Hochleistungselektronik jedoch wieder stärker zulegen. Die Nachfrage nach Plasmaanlagen und Analysesystemen korreliert mit der Entwicklung von Halbleitermärkten (z.B. MEMS, LED, OLED/PLED, IGBT). In diesen Bereichen war die Nachfrage im ersten Halbjahr 2012 zunächst noch sehr gut, kühlte sich jedoch im Verlauf der zweiten Jahreshälfte ab. Durch das unterstellte Wachstum des Halbleitermarkts sowie neu entwickelte Applikationen für Plasmaanlagen im Life Science/Industrial-Bereich wird für 2013 wieder weiteres Wachstum für diesen Produktbereich der PVA TePla erwartet.
Durch die großen Investitionen in Kapazitätserweiterungen vor allem der chinesischen Anbieter sind im Solarmarkt hohe Überkapazitäten und stark sinkende Absatzpreise über die gesamte Wertschöpfungskette der Solarindustrie entstanden. Marktanalysen gehen davon aus, dass die weltweiten Produktionskapazitäten für Solarmodule mit 60 GWp ungefähr doppelt so hoch wie die entsprechende Nachfrage sind. Der gesamte Solarmarkt befindet sich in einer Umbruchphase. Die Zahl der Hersteller ging laut Marktbeobachtern von über 750 im Jahr 2010 auf weniger als 150 bis zum Jahresende 2012 zurück. Es wird erwartet, dass sich diese Konsolidierung auch 2013 fortsetzt. Allerdings wird auch damit gerechnet, dass sich die Solarmodulpreise ab Mitte des Jahres aufgrund zurückgehender Überkapazitäten und einer anziehenden Nachfrage stabilisieren. Hauptwachstumsmarkt im Jahr 2013 für Photovoltaikinstallationen wird laut Prognosen China mit einem Zubau von mehr als 6 GW sein. Damit wird China 2013 erstmals Deutschland hinsichtlich des Neubaus von Solarstromanlagen überrunden. Auch in den USA wird ein weiteres kräftiges Anziehen des Photovoltaikmarkts erwartet. Auch in Europa stehen die Chancen für einen weiteren Zubau von Photovoltaikanlagen aufgrund der vielfältigen Anreizsysteme nahezu aller EU-Länder weiterhin nicht schlecht. Außerhalb von Europa gibt es zudem eine ganze Reihe von weiteren wichtigen Wachstumsmärkten: Japan, Indien, Australien, Marokko, die MENA-Region (Middle East and North Africa: Naher Osten und Nordafrika) sowie Südafrika. Chancen bieten sich zudem in Märkten, in denen aus wirtschaftspolitischen Gründen eigenen Produktionskapazitäten aufgebaut werden sollen. Die Nachfrage nach Equipment für die Solarindustrie wird für die Jahre 2013 / 2014 noch auf einem niedrigen Niveau erwartet. Aller Voraussicht nach wird sich eine Anlagentechnologie durchsetzen, die höchste Effizienzgrade mit optimaler Cost of Ownership garantiert. Da die PVA TePla intensiv an solchen Anlagenentwicklungen arbeitet und zur industriellen Anwendung zur Verfügung stellen kann, werden die Marktaussichten mittel- und langfristig auch auf dem im Moment schwierigen Photovoltaikmarkt positiv betrachtet. Die PVA TePla verfolgt die Entwicklung der Wirtschaftslage und der einzelnen Märkte aufmerksam. Insgesamt bieten die flexiblen Strukturen des Unternehmens mit einer geringen Fertigungstiefe gute Möglichkeiten, die Kapazitäten auch an eine geringere Nachfrage anzupassen. Die durch Kurzarbeit und Sachkostenreduzierung erreichbare Verringerung der Kostenbasis an den Standorten Wettenberg und Jena wird 2013 aller Voraussicht nach auch bei einem Konzernumsatz 2013 in einer Größenordnung zwischen 90 – 100 Mio. EUR zu einem positiven operativen Ergebnis und Jahresüberschuss beitragen.
14.2. CHANCEN UND RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN VON DEVISENKURSEN
Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte – insbesondere aus dem Dollar-Raum – steigt bei fallendem Eurokurs. Diese positive Wirkung einer günstigen Wechselkursrelation ist insbesondere auf den Märkten in den USA bzw. in Ländern, deren Währungen an den Dollar gekoppelt sind, gegeben. Unsere Wettbewerbsfähigkeit hat sich durch den gefallenen Euro gegenüber allen anderen wichtigen Weltwährungen tendenziell erhöht. Trotz der Absicherung von Wechselkursrisiken in einzelnen Geschäften besteht das Risiko einer erneuten Verschlechterung der Wechselkursrelation speziell zwischen Euro und US-Dollar und einer daraus gegebenenfalls resultierenden Verschlechterung unserer Position gegenüber Wettbewerbern aus diesem Währungsraum bzw. des sich daraus ergebenden Preisdrucks. In einer Reihe von Prognosen wird bis 2014 von einem stabilen Euro/US-Dollar-Wechselkurs ausgegangen. Dem Risiko schwankender Wechselkurse wird grundsätzlich durch lokale Fertigung in den USA und verstärkten Zukauf aus dem Dollar-Währungsraum begegnet.
14.3. CHANCEN UND RISIKEN AUS TECHNOLOGISCHEN ENTWICKLUNGEN
Als Anbieter von Technologie zur Herstellung und Bearbeitung von Materialien und Komponenten für Hightechbranchen, bei deren Herstellung Vakuum und hohe Temperatur eine entscheidende Rolle spielen, bestehen die Chancen, dass sich durch neue Anwendungsfelder für in unseren Anlagen hergestellte Materialien ein zusätzlicher Bedarf entwickelt oder durch die Forschung neue Anforderungen an Materialien definiert werden, die einen neuen Anlagentypus erforderlich machen. Zusammen mit unseren Kunden können wir jederzeit entsprechend diesen neuen Anforderungen neue Anlagen entwickeln und bauen. Nahezu alle von uns gebauten Anlagen sind kundenspezifisch entwickelt worden, so dass wir eine lange Tradition und Erfahrung in technologisch anspruchsvollen Märkten aufweisen können. Reine Atmosphäre – durch Vakuum erzeugt – und hohe Temperatur sind von grundlegender Bedeutung, um die Eigenschaften von Materialien zu beeinflussen und werden auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, um hochwertige Materialien herzustellen. Das Risiko der Auftragsverluste durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchenspezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden und Forschungsinstituten weltweit verfolgt und eingeschätzt. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte wird neben der laufend vorgenommenen Entwicklungstätigkeit u.a. in einem betriebseigenen Technologiezentrum (CCIC - Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen) sowie durch das Betreiben eigener Dienstleistungszentren, in denen Werkstoffe und Materialien für Kunden prozessiert werden, zusätzlich gesichert. In besonders hohem Maße kommen dort die Entwicklungsabteilungen des Unternehmens mit neuesten Anforderungen an die Werkstoff- und Materialbeschaffenheit von Seiten der Kunden in Kontakt. Die hohe technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt entscheidend davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, so dass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Konzerns sichert. Die technische Komplexität unserer Produkte und die hohen Kundenanforderungen bergen unter Umständen ebenfalls Qualitätsrisiken, die sich in erhöhten Gewährleistungsaufwendungen niederschlagen können.
14.4. CHANCEN UND RISIKEN AUS ZULIEFERUNGEN
Durch die geringe Wertschöpfungstiefe bei der Produktion unserer Anlagen kann die PVA TePla flexibel auf Marktschwankungen reagieren. Eigene Produktionskapazitäten müssen lediglich in sehr geringem Umfang vorgehalten werden, so dass die Produktion je nach Auftragslage schnell ausgeweitet, aber auch schnell zurückgefahren werden kann. Aufgrund des prognostizierten weltweit fallenden Wirtschaftswachstums hat sich die Wahrscheinlichkeit von Kapazitätsengpässen auf Seiten der Zulieferer verringert. Auch die Preise für Rohstoffe (z.B. für Edelstahl und Kupfer) sind tendenziell abwärts gerichtet. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die Auswahl und Qualifikation von Lieferanten und einer intensiven Begleitung unserer Lieferanten begegnet. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird dadurch begrenzt, dass mehrere Lieferanten für wichtige Komponenten qualifiziert werden und die Zulieferungen auf diese Lieferanten aufgeteilt werden. Das Ausfallrisiko von Lieferanten (z.B. durch Insolvenzen) wird durch eine gezielte Auswahl und Qualifizierung alternativer Lieferanten, auch im Ausland, erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem und eine angemessene Haftungsdeckung durch Versicherungen geachtet.
14.5. CHANCEN UND RISIKEN AUS DEN THEMEN PERSONAL UND KAPAZITÄTEN
Die Komplexität unserer Systeme bedingt nicht nur sehr gut ausgebildete und hochqualifizierte Mitarbeiter, sondern auch intensive Fortbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter im Unternehmen. Altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter geben ihr Know-how in der Regel über einen langen Zeitraum an neu eingestellte Mitarbeiter weiter, um sie mit den komplexen Anlagen intensiv vertraut zu machen. Der hohe Grad an Ausbildung und das hohe Maß an Erfahrung der Mitarbeiter trägt dazu bei, den Technologievorsprung gegenüber den Wettbewerbern zu halten und zu verhindern, dass neue Anbieter mit vergleichbaren Systemen auf den Markt kommen. Das Personalkapazitätsrisiko ist aktuell aufgrund der eingetrübten wirtschaftlichen Situation gering. Dieses liegt weiterhin grundsätzlich bei der Rekrutierung und Integration von kompetentem Führungs- und Fachpersonal zur Substitution insbesondere altersbedingt ausscheidender Führungs- und Fachkräfte und zur Bewältigung von Wachstum und der Einführung neuer Technologien, soweit entsprechendes Personal nicht aus eigenen Reihen entwickelt werden kann. Es werden Kontakte zu verschiedenen Ausbildungsstätten und Hochschulen unterhalten und ausgebaut, um geeignetes Personal zu finden. Eine nennenswerte Personal-Fluktuation ist über die letzten Jahre nicht zu erkennen. Hier besteht aufgrund der eingetrübten wirtschaftlichen Situation und den umgesetzten Personalmaßnahmen (i.W. Kurzarbeit) aktuell das Risiko einer steigenden Fluktuation. Diesem wird durch verschiedene Maßnahmen begegnet. Z.B. findet eine offene Kommunikation über die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage statt, Know How-Träger im Unternehmen werden gezielt angesprochen und verstärkt eingebunden. Insgesamt hat das Thema Personalqualität und -kapazität das Geschäft der PVA TePla bislang weder behindert noch ist dieses zu erwarten. Die freien Positionen konnten angemessen besetzt werden, ein Personalaufbau ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht notwendig. Im Falle des Ausbleibens von Aufträgen kann es zu Personalüberhängen in einzelnen Geschäftsbereichen bzw. Tochtergesellschaften kommen. Die Erhöhung der Montagetiefe, Reduzierung von Leih- und Zeitarbeitskräften, die Ausnutzung flexibler Arbeitszeitmodelle, der Ausgleich von Kapazitäten zwischen den einzelnen Standorten sowie Kurzarbeit an einzelnen Standorten sind mögliche bzw. durchgeführte Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung.
Alle wesentlichen Aktivitäten der PVA TePla AG sind im Rahmen ihrer Qualitätssicherung nach ISO 9001/2000 zertifiziert. Die Aufrechterhaltung eines auf jedes Konzernunternehmen zugeschnittenen Qualitätssicherungssystems wird von einer zentralen Stelle unterstützt und überwacht. Auch der Abschluss geeigneter Versicherungen zur Abdeckung der verschiedenen Betriebsrisiken wird für die Konzernunternehmen von einer zentralen Stelle koordiniert. Das Risiko des Ausfalls eigener Maschinen ist eher von untergeordneter Bedeutung, da wenige Werkzeugmaschinen im Einsatz (die Produktion hat den Schwerpunkt bei Montage- und Inbetriebnahme-Tätigkeiten) und auch ausreichend geeignete Maschinen bei nahen Unterlieferanten vorhanden sind. An den eigenen Plasmaanlagen und Vakuum-Lötanlagen kann präventive Wartung und rascher Ausfallservice selbst durchgeführt werden.
14.6. CHANCEN UND RISIKEN IN VERBINDUNG MIT IT
Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren und andere Schadsoftware (z.B. sogenannte Trojaner) werden durch regelmäßige und angemessene Datensicherung, durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen externe Einflüsse (z.B. aktueller Virenschutz, Firewall) und durch geeignete Zugangskontrollen reduziert. Weitere technische Maßnahmen sind der Einsatz hoch verfügbarer Systeme mit angemessenen Redundanzen und zentralen Speicherlösungen. In 2012 wurde die Storage-Lösung erneuert und der zur Verfügung stehende Speicherplatz erheblich ausgebaut. Der Vorteil bei dieser Storage-Lösung sind neben dem zur Verfügung stellen einer aktuellen Hardware der garantierte Support im Fehlerfall und einer noch schnelleren Datenwiederherstellung durch Verwendung der Snap-Vault Technologie. Zudem wurde die virtuelle Serverfarm aktualisiert. In 2012 wurden weiterhin Vorarbeiten für eine zentrale USV-Anlage für alle Systeme und eine zentrale Mobile Phone Verwaltung zur Sicherung der Unternehmensdaten, die in 2013 umgesetzt werden, geleistet.
14.7. ELEMENTAR- UND UMWELTRISIKEN
U.a. in der jährlichen Risikoinventur – als zentralem Bestandteil des Risikomanagementsystems – werden die Elementarrisiken an den einzelnen Standorten betrachtet. Als Elementarrisiken verstehen wir dabei vor allem Risiken aus Naturkatastrophen wie z.B. Erdbeben und Überschwemmungen.
Unsere wesentlichen Standorte liegen in gemäßigten Regionen, das Risiko von Naturkatastrophen ist daher gering. Als Einzelrisiken wurden eine Erdbebengefahr für den Standort Corona und ein geringes Überschwemmungsrisiko am Standort Jena identifiziert. Die Kapazitäten am Standort Corona können aufgrund des geringen Anteils am Gesamtvolumen des Konzerns kurzfristig durch andere Standorte im Konzern aufgefangen werden. Insgesamt wurden angemessene Versicherungen für Elementarrisiken abgeschlossen.
Aufgrund der Geschäftsstruktur mit der Konzentration auf Engineering und Montage sowie einem sehr geringen Umfang des Einsatzes von Gefahrstoffen und anderen Stoffen mit Risiken für Sicherheit und Umwelt ist der Umfang der Umweltrisiken durch die Tätigkeit der PVA TePla sehr gering. Dennoch wurde auch hierfür eine Umweltschadenhaftpflicht- und Unfallschadenversicherung mit angemessenen Deckungssummen abgeschlossen.
14.8. CHANCEN UND RISIKEN IN VERBINDUNG MIT FINANZINSTRUMENTEN
Im Rahmen der eigentlichen Geschäftstätigkeit der PVA TePla entstehen Finanzinstrumente (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit werden Finanzinstrumente eingesetzt (z.B. Darlehen von Banken) oder es entstehen auch hieraus Finanzinstrumente (z.B. Anlage kurzfristig überschüssiger Liquidität). Zusätzlich werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit (z.B. Wechselkursrisiken) oder aus der Finanzierung (z.B. Zinsrisiken) zu beseitigen oder zu begrenzen. Ein isolierter Einsatz von Finanzinstrumenten ohne Verbindung zur eigentlichen Geschäftstätigkeit erfolgt nicht. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken der einzelnen relevanten Kategorien von Finanzinstrumenten dargestellt (weitere Angaben hierzu siehe Textziffer 31. des Konzernanhangs):
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, für Einzelsysteme beginnend mit durchschnittlich 30% bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Darüber hinaus werden gegen Forderungsausfälle in der Regel Zahlungssicherheiten (z.B. Akkreditive) vereinbart und ein intensives Forderungscontrolling durchgeführt.
Im Gegensatz dazu muss der Konzern seinerseits nur bei wenigen Lieferanten eine Anzahlung leisten. Darüber hinaus optimiert der Konzern seinen externen Liquiditätsbedarf durch eine rollierende Liquiditätsvorschau der dem Konzern angehörenden Unternehmen und durch kurzfristige Darlehensgewährungen innerhalb des Konzerns. Dem Konzern stehen sowohl ausreichende Kreditlinien zur kurzfristigen Finanzierung des Geschäfts einschließlich der Ausweitung des Geschäftsvolumens als auch ausreichende Avallinien zur Gewährung von Anzahlungsgarantien für Kunden zur Verfügung. In diesem Bereich können mit den uns begleitenden Banken im Falle von Großaufträgen spezielle Projektlinien zusätzlich vereinbart werden, so dass die bestehenden Linien weiterhin für Abwicklung und Ausbau des Standardgeschäfts zur Verfügung stehen.
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Sonstige Forderungen:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Sonstige Finanzielle Vermögenswerte:
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen ein kurzfristiges Schuldscheindarlehen, das durch den Einlagensicherungsfond abgesichert ist.
Geleistete Anzahlungen:
Anzahlungen werden von den einzelnen Konzernunternehmen im Wesentlichen nur bei Lieferanten für größere Zulieferungen/Hauptkomponenten geleistet, grundsätzlich erfolgen auf der Beschaffungsseite Anzahlungen gegen eine entsprechende Anzahlungsbürgschaft. Aufgrund dieser Absicherung besteht für den Konzern kein erkennbares Risiko.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente:
Auf Basis der guten Liquiditätslage im Verlauf des Geschäftsjahres 2012 wurde überschüssige Liquidität zur Erzielung von Zinserträgen angelegt. Diese Anlagen erfolgten in risikolosen Instrumenten (z.B. Termingelder) mit einem jeweiligen Zeithorizont von weniger als 12 Monaten. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Finanzverbindlichkeiten:
| • | Der wesentliche Inhalt dieses Postens sind die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Bankdarlehen. |
| • | Diese Darlehen sind vollständig entweder mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit vereinbart oder im Falle von Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| • | Ein nennenswertes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze ist grundsätzlich nicht vorhanden. |
| • | Allerdings ergibt sich eine besondere Situation daraus, dass die Darlehen auch zum 31. Dezember 2012 aufgrund der guten Liquiditätslage zur Vermeidung von Zinsaufwendungen nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen worden sind. Da die Marktzinssätze zum Bilanzstichtag niedriger waren als die den Sicherungsgeschäften zugrundeliegenden Zinssätze, wurden im Konzernabschluss eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 1.210 TEUR (VJ: 972 TEUR), im Einzelabschluss der PVA TePla eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 1.192 TEUR (VJ: 949 TEUR), notwendig. |
| • | Ein Kreditrisiko besteht nicht, da die Vertragspartner ihren Verpflichtungen – mit Ausnahme des nicht in Anspruch genommenen weiteren Darlehens zur Finanzierung der Neubaumaßnahmen – bereits vollständig nachgekommen sind. |
| • | Aufgrund der gegenwärtigen Auftrags- und Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen sehen wir auch kein relevantes Liquiditätsrisiko. |
| • | Es besteht kein Risiko aus der Nichteinhaltung von financial covenants, da solche Vereinbarungen bislang vermieden werden konnten. |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
| • | Hier handelt es sich um kurzfristige Positionen, die fast ausschließlich in EUR abgerechnet werden. Ein relevantes Markt- und Kreditrisiko liegt somit nicht vor. |
| • | Aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen besteht kein Liquiditätsrisiko. |
Sonstige Verbindlichkeiten:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Wechselkurssicherung:
| • | Der Konzern – dies gilt auch für die PVA TePla AG – realisiert einen Großteil seiner Umsätze im Ausland. Die Fakturierung der Aufträge auch außerhalb des Euroraums erfolgt überwiegend in EUR. Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet. Da es sich in Verbindung mit dem Grundgeschäft um geschlossene Positionen handelt, bei denen Zahlungsbeträge und -termine aufeinander abgestimmt sind, besteht kein nennenswertes Marktrisiko. Die Kalkulationen der Grundgeschäfte basieren auf den jeweiligen abgesicherten Terminkursen. |
| • | Bedingt durch die bereits oben genannte weltweite Lieferantenauswahl erfolgt teilweise eine Beschaffung in Fremdwährungen. Über Natural Hedging (natürliche Absicherung) werden US-Dollar-Bestände für Zahlungsverpflichtungen im geringeren Ausmaß genutzt. Sonstige Fremdwährungsverpflichtungen und größere US- Dollar-Zahlungen werden über Devisentermingeschäfte gesichert, die dem Grundgeschäft in ihrer Zahlungsstruktur entsprechen, und damit das Wechselkursrisiko vermeiden. Zu den Risiken im Bereich der Zulieferung/Materialbeschaffung verweisen wir auf die obigen Ausführungen. |
| • | Das Kredit- und Liquiditätsrisiko liegt in den Lieferforderungen aus dem Grundgeschäft. Wir verweisen dazu auf unsere obigen Ausführungen zu diesem Thema. |
Zinssicherung:
| • | Ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Neubauten wurde als Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen abgeschlossen und durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| • | Im Hinblick auf die Risiken dieser Finanzinstrumente verweisen wir daher auf unsere obigen Ausführungen zu Finanzverbindlichkeiten. |
14.9. CHANCEN UND RISIKEN AUS STEUERLICHEN THEMEN
Aufgrund des Umfangs von Großaufträgen aus dem Ausland hat die Komplexität der zugehörigen steuerlichen Themen zugenommen. Dazu zählen vor allem die Themenkreise Verrechnungspreise im Geschäft zwischen den Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe, Umsatzsteuern vor allem auf Dienstleistungen und steuerliche Regelungen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden. Wir bearbeiten diese Themen in enger Zusammenarbeit mit unseren steuerlichen Beratern und sehen hier keine nennenswerten Risiken. Aktuell läuft eine steuerliche Betriebsprüfung für alle deutschen Standorte für die Jahre 2007 - 2011. Die PVA TePla wird aufgrund ihres Geschäftsvolumens anschlussgeprüft. Für die Tochtergesellschaften Löt- und Werkstofftechnik GmbH und PVA Control GmbH liegen erste Stellungnahmen der Betriebsprüfer vor. Insgesamt werden keine relevanten Risiken aus diesen Prüfungen erwartet.
Es ist aber ein zunehmender Aufwand für diese Beratungen, die interne Bearbeitung und aus der Umsetzung der Regelungen und zugehörigen Registrierungen zu beobachten.
14.10. EXISTENZBEDROHENDE RISIKEN
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden können, sind nicht erkennbar.
15. RISIKOMANAGEMENT
Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Risikostrategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein „Risikohandbuch“ mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.
Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2012 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft/des Konzerns weiter optimiert und an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt, auf dessen Basis alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden sollen.
16. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNSPROZESS
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der rechtlichen und satzungsgemäßen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Im Zuge der Implementierung des neuen Buchhaltungssystems wurden hier bislang manuell vorgenommene Kontrollen teilweise automatisiert sowie das Fehlerpotenzial durch die optimierte Datenintegration weiter verringert.
Die Konsolidierung der Abschlüsse erfolgt durch einen externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Zusätzlich erfolgen intensive Kontrollen der Daten und Ergebnisse durch das zentrale Konzerncontrolling. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
17. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Zum 31. Dezember 2012 setzt sich das gezeichnete Kapital der PVA TePla AG aus 21.749.988 nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR zusammen.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Beschränkungen von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien liegen nicht vor.
Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten
Nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen hatte am 31. Dezember 2012 die PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg, mit 25,8% einen Anteil von mehr als 10% an den Stimmrechten.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern
Es liegt keine Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern vor.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder
Die Bestellung der Vorstände der PVA TePla AG erfolgt gemäß § 84 AktG und nach § 6, Artikel 2 und 3 der Satzung der PVA TePla AG. Dort ist Folgendes geregelt:
| • | Artikel 2: Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestimmung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands. |
| • | Artikel 3: Die Bestellung eines Vorstandsmitglieds endet in jedem Fall mit der Vollendung des 65. Lebensjahres. |
Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf
Zum 31. Dezember 2012 hat der Vorstand die Ermächtigung der Hauptversammlung, im Rahmen des genehmigten Kapitals in Höhe von 10.874.994,00 EUR neue Aktien bis zum 30. Juni 2017 auszugeben. Der Vorstand hat keine Befugnis, Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen.
Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Die aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Banken gehen von einer im Wesentlichen unveränderten Struktur der Gesellschafterverhältnisse aus und sehen für den Fall des Kontrollwechsels Neuverhandlungen bzw. in einem Fall ein Kündigungsrecht seitens der Bank vor. Ebenfalls sehen die Bestimmungen für ein öffentlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein Sonderkündigungsrecht des Fördergebers im Fall des Kontrollwechsels vor. Darüber hinaus liegen keine Vereinbarungen der Gesellschaft vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
Entschädigungsvereinbarungen – der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern – für den Fall eines Übernahmeangebots
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für Mitglieder des Vorstands oder für Arbeitnehmer im Fall eines Übernahmeangebots.
18. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG UND BERICHT ZUR CORPORATE GOVERNANCE
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB mit dem Vergütungsbericht sind als Teil des Corporate Governance Berichts auf der Internetseite der PVA TeP- la AG im Bereich „Investor Relations – Corporate Governance" oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance einsehbar. Der Vergütungsbericht enthält die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems gemäß § 289 Nr. 5 HGB und ist auch Bestandteil des Konzernabschlusses 2012 der PVA TePla AG.
19. ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Die PA Beteiligungsgesellschaft mbH verfügte auf der Hauptversammlung 2012 der PVA TePla AG über die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Vorstand der PVA TePla AG hat daher für das Geschäftsjahr 2012 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.
Der Bericht für das Geschäftsjahr 2012 enthält folgende Schlusserklärung des Vorstands: „Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht Vorgelegen."
20. AUSBLICK
Die Aussagen in diesem Kapitel wurden auf der Basis des aktuellen Konzernportfolios und der oben dargestellten Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen im Nachhinein als unzutreffend erweisen.
Für den GB Industrial Systems wird im Geschäftsjahr 2013 von einem niedrigeren Umsatz als 2012 ausgegangen und ein deutliches Wachstum in den Folgejahren erwartet. Im GB Semiconductor Systems wird, wegen der erwarteten Entwicklung des Produktbereichs Kristallzuchtanlagen, das Umsatzniveau laut den Planungen leicht unter dem Umsatzniveau des vorangegangenen Geschäftsjahrs liegen, für die Folgejahre wird von einer Steigerung des Umsatzes auch in diesem Geschäftsbereich ausgegangen. Dem zurzeit herrschenden schwierigen Marktumfeld in der Photovoltaikindustrie muss aller Voraussicht nach im GB Solar Systems Rechnung getragen werden. Für 2013 und die Folgejahre wird mit einer leichten Steigerung des Umsatzes gerechnet, allerdings ausgehend von einem relativ niedrigen Niveau. Chancen ergeben sich in diesem Geschäftsbereich in erster Linie durch neue regionale Märkte und Ausbzw. Umrüstungen bereits bestehender Anlagentypen.
Der Vorstand der PVA TePla erwartet für das Geschäftsjahr 2013 einen Konzernumsatz in einer Größenordnung von 90 - 100 Mio. EUR, tendenziell eher am unteren Ende der Bandbreite. Die durch Kurzarbeit und Sachkostenreduzierung erreichbare Verringerung der Kostenbasis an den Standorten Wettenberg und Jena wird 2013 zu einem positiven operativen Ergebnis und Jahresüberschuss beitragen. Die schwache konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft und die zögerliche Investitionsbereitschaft der Kunden in einer Reihe von wichtigen Märkten lassen zum gegenwärtigen Zeitpunkt eine genauere Prognose zur Untemehmensentwicklung als nicht sinnvoll erscheinen. Aufgrund der Erwartungen und langfristigen, positiven Prognosen zur weiteren Entwicklung der für die PVA TePla- Gruppe relevanten Märkte wird für die Folgejahre von einem Wachstum des Geschäftsvolumens ausgegangen.
Für die Folgejahre gehen wir wieder von einem deutlichen Umsatzwachstum und einer EBIT-Marge in der Größenordnung von 10% aus.
Bei isolierter Betrachtung der PVA TePla AG gehen wir für das Geschäftsjahr 2013 von einem moderaten Rückgang des Umsatzes aus. Auf Basis der eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen erwarten wir dennoch auch hier ein positives Ergebnis. Wie für den Konzern gehen wir für die Folgejahre von einem Wachstum des Geschäftsvolumens aus.
Wettenberg, 14. März 2013
PVA TePla AG
Vorstand
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
Arnd Bohle, Vorstand Finanzen
Jahresabschluss
DER PVA TEPLA AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012
BILANZ zum 31. Dezember 2012
AKTIVA
scroll
| in EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | 293.557,69 | 586.265,96 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 293.557,69 | 586.265,96 |
| II. Sachanlagen | 24.625.277,95 | 25.556.251,33 |
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 22.552.720,50 | 23.206.321,76 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.209.912,85 | 1.263.636,03 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 862.644,60 | 1.078.250,47 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 8.043,07 |
| III. Finanzanlagen | 8.841.713,61 | 8.841.713,61 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.841.713,61 | 8.841.713,61 |
| Summe Anlagevermögen | 33.760.549,25 | 34.984.230,90 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | 4.719.200,80 | 5.685.312,52 |
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.169.907,30 | 5.032.054,81 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse | 36.891.045,88 | 35.868.628,80 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 1.957.174,93 | 2.830.605,65 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 218.657,64 | 1.190.272,92 |
| abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | -38.517.584,95 | -39.236.249,66 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 30.568.507,54 | 31.620.078,44 |
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.579.703,42 | 11.955.573,60 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 19.216.427,61 | 16.490.276,09 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 1.772.376,51 | 3.174.228,75 |
| III. Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1.001.000,00 | 1.001.000,00 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 7.310.893,89 | 12.216.248,56 |
| Summe Umlaufvermögen | 43.599.602,23 | 50.522.639,52 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 449.074,61 | 295.222,01 |
| D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung | 0,00 | 30.525,10 |
| Summe Aktiva | 77.809.226,09 | 85.832.617,53 |
| Passiva | ||
| in EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 21.749.988,00 | 21.749.988,00 |
| II. Kapitalrücklagen | 2.174.998,80 | 2.174.998,80 |
| III. Gewinnrücklagen | 22.200,00 | 22.200,00 |
| IV. Bilanzgewinn | 27.642.593,09 | 24.902.616,70 |
| Summe Eigenkapital | 51.589.779,89 | 48.849.803,50 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstelllungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 8.868.894,00 | 8.410.653,00 |
| 2. Steuerrückstellungen | 0,00 | 924.143,66 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 7.290.476,69 | 11.042.661,94 |
| Summe Rückstellungen | 16.159.370,69 | 20.377.458,60 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.198.876,90 | 9.632.688,48 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.604.425,68 | 3.546.850,20 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.839.242,37 | 2.762.461,54 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 417.530,56 | 663.355,21 |
| Summe Verbindlichkeiten | 10.060.075,51 | 16.605.355,43 |
| Summe Passiva | 77.809.226,09 | 85.832.617,53 |
Gewinn- und Verlustrechnung
1. Januar bis 31. Dezember 2012
scroll
| in EUR | 01.01.-31.12.2012 | 01.01. - 31.12.2011 |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 91.015.048,21 | 105.915.480,29 |
| 2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | -75.872.192,73 | -84.118.971,24 |
| 3. Bruttoergebnis vom Umsatz | 15.142.855,48 | 21.796.509,05 |
| 4. Vertriebskosten | -7.606.099,96 | -7.729.862,66 |
| 5. Allgemeine Verwaltungskosten | -5.407.485,43 | -5.619.133,09 |
| 6. Forschungs- und Entwicklungskosten | -3.250.730,86 | -3.419.910,53 |
| 7. Sonstige betriebliche Erträge | 7.495.604,09 | 10.039.963,05 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.158.971,29 | -5.955.220,10 |
| 9. Erträge aus Beteiligungen | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.715.008,21 (VJ EUR 1.989.648,46) | 1.715.008,21 | 1.989.648,46 |
| 10. Erträge aufgrund von Gewinnabführungsverträgen | 5.013.564,61 | 2.247.334,62 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 488.022,43 (VJ EUR 371.378,62) | 617.553,71 | 649.475,33 |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | ||
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR -33.789,92 (VJ EUR -37.102,11) | ||
| - davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR -430.074,43 (VJ EUR -349.655,00) | -992.379,63 | -1.412.081,65 |
| 13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 7.568.918,93 | 12.586.722,48 |
| 14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.413.447,70 | -3.088.025,71 |
| 15. Sonstige Steuern | -152.996,64 | -95.046,24 |
| 16. Jahresüberschuss | 6.002.474,59 | 9.403.650,53 |
| 17. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 21.640.118,50 | 15.498.966,17 |
| 18. Bilanzgewinn | 27.642.593,09 | 24.902.616,70 |
Anhang
DER PVA TEPLA AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2012
A. ALLGEMEINE ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN
1. ALLGEMEINE ANGABEN
Der Jahresabschluss der PVA TePla AG wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB zur Anwendung.
Die PVA TePla AG ist als kapitalmarktnotierte Aktiengesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB eine große Kapitalgesellschaft.
2. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um linear ermittelte planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort im Aufwand erfasst. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände, technischen Anlagen und Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 - 15 Jahre. Die Nutzungsdauer der Gebäude ist mit 25 bis 33 Jahren angesetzt. Mietereinbauten werden gegebenenfalls über eine kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.
Abschreibungen von geringwertigen Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von bis zu 410 EUR werden sofort abgeschrieben, alle darüber liegenden Anschaffungswerte werden aktiviert und planmäßig über ihre Laufzeit abgeschrieben.
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert über 150 EUR und unter 1.000 EUR, die zwischen dem 1. Januar 2008 und dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, werden über einen Sammelposten über die Zeit von fünf Jahren linear weiter abgeschrieben.
Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, werden die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauerhaft im Wert geminderten Beteiligungen wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen waren im Berichtsjahr keine Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorzunehmen.
Die Vorräte sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert nach § 253 Abs. 3 HGB geboten ist.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Anwendung des Niederstwertprinzips zu gewogenen Durchschnittseinstandspreisen bewertet. Der Wertansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhaltet den Materialaufwand, angefallene Fertigungslöhne und die Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.
Für das gesamte Vorratsvermögen gilt, dass Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit, niedrigerer Reproduktionskosten oder gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. nicht kostendeckender Verkaufspreise angemessen durch Einzelabschläge berücksichtigt sind.
Geleistete Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert bilanziert.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.
Die in den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Disagien werden linear über den Zeitraum der Zinsbindung der entsprechenden Darlehen abgeschrieben.
Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.
Die Rückstellungen sind in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 HGB in Höhe derjenigen Erfüllungsbeträge gebildet worden, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr müssen gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst werden, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde. Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG hatte sich zum 1. Januar 2010 eine Minderung von 22.200,00 EUR ergeben, die in die Gewinnrücklage eingestellt wurde.
Die Rückstellungen für Pensionen werden für die Handelsbilanz nach den Bestimmungen des BilMoG vom 25. Mai 2009 unter Anwendung der „Projected Unit Credit Method“ durchgeführt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt aufgrund einer versicherungsmathematischen Berechnung unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 5,04% sowie der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.
Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:
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| in % | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Einkommenstrend | 3,00 | 3,00 |
| Rententrend | 1,25 | 1,25 |
| Fluktuationsrate | 1,50 | 1,50 |
| Rechnungszins für Anwärter | 5,04 | 5,14 |
| Rechnungszins für Rentner | 5,04 | 5,14 |
Die Rückstellungen für Jubiläen werden versicherungsmathematisch mit dem Teilwert auf Basis eines Zinssatzes von 5,04% bewertet. Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie die Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellung wird für einzelvertragliche Vereinbarungen gebildet. Für potenzielle Anwärter wird, wie in den Vorjahren, keine Rückstellung gebildet.
Derivative Finanzgeschäfte werden entsprechend § 254 HGB als Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Sicherungsgeschäft und Grundgeschäft besteht. Finanzgeschäfte, für die keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Daraus resultierende unrealisierte Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.
Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Während des Geschäftsjahres erfolgte die Einbuchung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum jeweiligen amtlichen Mittelkurs des Tages des Geschäftsvorfalls. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.
B. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZU POSITIONEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
1. ANGABEN ZU DEN POSITIONEN DER BILANZ
Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (vgl. Anlage zum Anhang) dargestellt.
Umlaufvermögen
Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen jeweils weniger als ein Jahr.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 5.667.352,40 EUR (Vorjahr [VJ]10.860.300,00 EUR) aus geleisteten Anzahlungen für Vorräte, in Höhe von 877.189,66 EUR (VJ 595.473,48 EUR) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 12.671.885,55 EUR (VJ 5.034.502,61 EUR) aus sonstigen Vermögensgegenständen.
In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien in Höhe von 232.000,00 EUR (VJ 251.300,00 EUR) enthalten.
Die Gewinnrücklage resultiert aus dem Geschäftsjahr 2010, in welchem sich durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG im Zusammenhang mit den langfristigen Archivierungsrückstellungen eine Minderung in Höhe von 22.200,00 EUR ergeben hat, die als Gewinnrücklage eingestellt wurde.
Das Grundkapital ist eingeteilt in 21.749.988 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 1,00 EUR. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind voll eingezahlt.
Ein bedingtes Kapital besteht zum 31. Dezember 2012 nicht.
Auf der Hauptversammlung vom 13. Juni 2012 wurde die alte Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital der Gesellschaft mit Gültigkeit bis 14. Juni 2012 zu erhöhen, aufgehoben.
Gleichzeitig hat die Hauptversammlung der PVA TePla AG den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 10.874.994 EUR durch Ausgabe von bis zu 10.874.994 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre – soweit dies gesetzlich zulässig ist – auszuschließen. Kapitalerhöhungen wurden aus diesem genehmigten Kapital in 2012 nicht beschlossen.
Eigenkapital
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| in EUR | 01.01.2012 | Jahresüberschuss | Ausschüttung/ Dividende | Zuführung Rücklagen | Entnahmen aus Rücklagen | 31.12.2012 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 21.749.988,00 | 21.749.988,00 | ||||
| Kapitalrücklage | 2.174.998,80 | 2.174.998,80 | ||||
| Gewinnrücklage | 22.200,00 | 22.200,00 | ||||
| Bilanzgewinn | 24.902.616,70 | 6.002.474,59 | -3.262.498,20 | 27.642.593,09 | ||
| Summe | 48.849.803,50 | 6.002.474,59 | -3.262.498,20 | 0,00 | 0,00 | 51.589.779,89 |
Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für sonstige auftragsbezogene Rückstellungen (1.171.201,89 EUR), personalbezogenen Rückstellungen (1.546.148,31 EUR), Rückstellungen für derivative Finanzinstrumente (1.191.751,34 EUR), sonstige ausstehende Rechnungen (977.429,68 EUR) und Gewährleistungen (899.525,99 EUR) zusammen.
Verbindlichkeiten
Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
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| in EUR | bis 1 Jahr | Restlaufzeit 1 – 5 Jahre | über 5 Jahre | Gesamt | Gesichert durch |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 434.836,00 | 1.747.102,00 | 4.016.938,90 | 6.198.876,90 | s.u. |
| 2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 38.517.584,95 | 0 | 0 | 38.517.584,95 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.604.425,68 | 0 | 0 | 1.604.425,68 | i.d.R. Eigentumsvorbehalt |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.839.242,37 | 0 | 0 | 1.839.242,37 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 417.530,54 | 0 | 0 | 417.530,54 | |
| Summe | 42.813.619,54 | 1.747.102,00 | 4.016.938,90 | 48.577.660,44 |
Die aktivisch von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 38.517.584,95 EUR (VJ 39.236.249,66 EUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe von 18.000.000,00 EUR gesichert. Diese Absicherung beinhaltet auch das für den Neubau in Wettenberg zusätzlich vereinbarte, aber zum 31. Dezember 2012 nicht in Anspruch genommene Darlehen mit einem verfügbaren Kreditrahmen in Höhe von 6.666.660,00 EUR (VJ 7.333.331,34 EUR).
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 1.139.910,99 EUR (VJ 1.926.450,95 EUR) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 699.331,38 EUR (VJ 836.640,59 EUR) aus sonstigen Verbindlichkeiten.
Sonstige Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 289.511,70 EUR (VJ 266.857,61 EUR), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 4.366,35 EUR (VJ 3.822,19 EUR) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 123.652,49 EUR (VJ 392.675,41 EUR).
2. ANGABEN ZU POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Regionen und Geschäftsbereiche wie folgt:
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| Region | in EUR |
|---|---|
| Deutschland | 19.971.514 |
| Europa (ohne Deutschland) | 11.040.823 |
| Nordamerika | 2.562.538 |
| Asien | 56.218.849 |
| Übrige | 1.221.324 |
| Summe | 91.015.048 |
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| Geschäftsbereich | in EUR |
|---|---|
| Industrial Systems | 41.293.443 |
| Semiconductor Systems | 29.534.411 |
| Solar Systems | 20.187.194 |
| Summe | 91.015.048 |
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| Materialaufwand in EUR |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 50.677.404,02 | 61.351.944,61 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 6.419.857,81 | 5.850.240,59 |
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| Personalaufwand in EUR |
2012 | 2011 |
|---|---|---|
| a) Löhne und Gehälter | 19.744.368,09 | 19.587.670,97 |
| b) Soziale Abgaben sowie Aufwen- dungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 3.853.292,85 | 3.292.138,19 |
| davon für Altersversorgung | 389.832,82 | 116.180,22 |
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr 2012 Wechselkursgewinne in Höhe von 297.918,61 EUR enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Wechselkursverluste in Höhe von 239.217,23 EUR.
Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
Im Berichtsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von 2.325 TEUR angefallen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 252 TEUR enthalten.
Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 59 TEUR und periodenfremde Erträge in Höhe von 235 TEUR ausgewiesen, die aus Steuerzahlungen aus den Vorjahren resultieren.
Auf- und Abzinsung von Rückstellungen
Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von 430.074,43 TEUR Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen.
Außerordentliche Erträge und Aufwendungen
Im Geschäftsjahr 2012 lagen keine außerordentlichen Erträge und Aufwendungen vor.
C. ERGÄNZENDE ANGABEN
1. BETEILIGUNGSVERHÄLTNISSE
Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:
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| Name | Sitz | Kapitalanteil | Eigenkapital 31.12.2012 in TEUR |
Ergebnis 2012 in TEUR |
|---|---|---|---|---|
| PVA TePla America Inc. | Corona / CA, USA | 100 % | 776 | 6 |
| PVA Jena Immobilien GmbH | Jena, Deutschland | 100 % | 2.593 | 0 * |
| Xi'an HuaDe CGS Ltd. | Xi'an, VR China | 51 % | -301 | -125 |
| PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH | Jena, Deutschland | 100 % | 26 | 0 * |
| PVA Control GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % | 100 | 0 * |
| Vakuum Anlagenbau Service GmbH | Hanau, Deutschland | 100 % | siehe | unten |
| PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH | Jena, Deutschland | 100 % ** | 235 | 0 * |
| PVA TePla Metrology Systems GmbH | Kirchheim, Deutschland | 100 % | -454 | -22 |
| PlaTeG GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % | 131 | 91 |
| PVA TePla Singapore Pte. Ltd. | Singapur | 100 % | 741 | 566 |
| PVA TePla Analytical Systems GmbH | Westhausen, Deutschland | 100 % | 31 | 0 * |
| PVA TePla (China) Ltd. | Peking, VR China | 100 % | 127 | 11 |
| Munich Metrology GmbH | München, Deutschland | 100 % ** | -1.464 | -1.415 |
| Munich Metrology USA Inc. | Folsom / CA, USA | 100 % ** | -167 | -116 |
| Munich Metrology Taiwan Ltd. | Hsinchu, Taiwan | 100 % ** | -12 | 57 |
*) wegen Ergebnisabführungsvertrag
**) mittelbare Beteiligung über Tochtergesellschaften
Die Beteiligung an der Vakuum Anlagenbau Service GmbH (100%, nach Abzug eigener Anteile) wurde in 2002 in voller Höhe abgewertet. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wurde über das Vermögen der Gesellschaft am 25. April 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2002 -448 TEUR, das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2002 belief sich auf -630 TEUR. Gemäß Mitteilung des Insolvenzverwalters vom 1. November 2012 ist das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen.
Die Tochtergesellschaft PlaTeG GmbH ist zu Beginn des Geschäftsjahres 2012 vom bisherigen Standort Siegen an den Standort Wettenberg umgezogen. Die Eintragung des Standortwechsels im Handelsregister erfolgte am 17. April 2012.
Mit Wirkung zum 6. Juli 2012 hat die Tochtergesellschaft Plasma Systems GmbH 100% der Anteile an der Munich Metrology GmbH mit Sitz in München sowie deren Tochtergesellschaften Munich Metrology USA Inc., Folsom, USA, und Munich Metrology Taiwan Ltd., Hsinchu, Taiwan, erworben. Bei den Tochtergesellschaften handelt es sich um Servicestandorte mit jeweils zwei Mitarbeitern.
Der Name der Plasma Systems GmbH mit Sitz in Wettenberg wurde in PVA TePla Metrology Systems GmbH geändert. Gleichzeitig wurde der Sitz der Tochtergesellschaft nach Kirchheim verlegt. Die Eintragung der Änderungen ins Handelsregister erfolgte am 14. Dezember 2012.
Gegenüber dem Jahresabschluss 2011 haben sich keine weiteren Änderungen ergeben.
2. PERSONAL
Zum Jahresende waren 326 (VJ 317), im Jahresdurchschnitt 329 (VJ 312) Mitarbeiter in der Gesellschaft tätig. Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen nach Funktionsgruppen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
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| Mitarbeiterzahl nach Funktionsgruppen (Jahresdurchschnittswerte) | 2012 | 2011 |
|---|---|---|
| Verwaltung | 39 | 40 |
| Vertrieb | 34 | 40 |
| Konstruktion, Forschung und Entwicklung | 91 | 81 |
| Produktion und Service | 165 | 151 |
| Mitarbeiter Gesamt | 329 | 312 |
Der Zuwachs der Mitarbeiterzahlen ist im Wesentlichen auf den Standort Wettenberg aufgrund der Bearbeitung vorhandener Aufträge zurückzuführen.
Des Weiteren wurden bei der PVA TePla AG drei (VJ 14) Aushilfskräfte beschäftigt.
3. AUSSERBILANZIELLE GESCHÄFTE
Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB zum 31. Dezember 2012 bestehen ausschließlich aus Leasingverträgen für Kfz, Maschinen und Büroausstattung (Operate-Leasing) mit künftigen Verpflichtungen in Höhe von 387 TEUR (Nominalwert). Die damit verbundenen für Leasingverträge typischen Risiken bestehen insbesondere aus den ungewissen Kosten im Fall der Rückgabe. Die Chancen bestehen vor allem aus der Schonung der Liquidität und der sicheren Kalkulationsgrundlage.
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| Restlaufzeiten | Nominalwert in TEUR |
|---|---|
| Bis ein Jahr | 191 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 195 |
| Über fünf Jahre | 1 |
4. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen
Im Rahmen der Finanzierung des Neubaus einer Montagehalle des Tochterunternehmens PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über 1.600 TEUR übernommen. Das Darlehen ist über zehn Jahre in gleichen vierteljährlichen Raten zu tilgen und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2012 beträgt 440 TEUR.
Im Rahmen der Finanzierung eines weiteren Neubaus einer Montagehalle des Tochterunternehmens PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über 2.000 TEUR übernommen. Das Darlehen ist über zehn Jahre in gleichen halbjährlichen Raten zu tilgen und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2012 beträgt 800 TEUR.
Das Tochterunternehmen PVA Jena Immobilien GmbH hat ein Investitionsdarlehen in Höhe von 332 TEUR aufgenommen. Das Darlehen ist rückzahlbar bis Dezember 2022 und u.a. durch eine Grundschuld besichert. Die PVA TePla AG hat für dieses Darlehen eine Patronatserklärung zugunsten des Kreditinstituts abgegeben. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2012 beträgt 184 TEUR.
Im Rahmen der Finanzierung des Neubaus einer Montagehalle der PVA Jena Immobilien GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über 1.000 TEUR übernommen. Das Darlehen ist über zehn Jahre in gleichen halbjährlichen Raten zu tilgen und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2012 beträgt 400 TEUR.
Das Tochterunternehmen PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH (LWT), Jena, hat zur Finanzierung je eines Lötofens verschiedene Darlehen aufgenommen. Es handelt sich zunächst um ein bis zum März 2013 rückzahlbares Investitionsdarlehen in Höhe von 429 TEUR. Das Darlehen ist u.a. durch die Sicherungsübereignung der investierten Anlage sowie durch Grundschulden besichert. Die PVA TePla AG hat für dieses Darlehen Patronatserklärungen zugunsten des Kreditinstituts abgegeben und ist eine Rücknahmeverpflichtung für die mit diesem Darlehen finanzierte Anlage eingegangen. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2012 beträgt 27 TEUR.
Des Weiteren hat die LWT ein bis zum Juli 2013 rückzahlbares Investitionsdarlehen in Höhe von 509 TEUR sowie ein weiteres bis zum Oktober 2015 rückzahlbares Investitionsdarlehen in Höhe von 640 TEUR aufgenommen. Diese beiden Darlehen sind durch selbstschuldnerische Bürgschaften der PVA TePla AG besichert. Der Buchwert beider Darlehen zum 31. Dezember 2012 beträgt insgesamt 220 TEUR.
Im Geschäftsjahr 2010 hat die LWT zur Finanzierung eines weiteren Lötofens einen Mietkaufvertrag abgeschlossen, für welchen die PVA TePla AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen hat. Der Restbuchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2012 beträgt 561 TEUR.
Die Munich Metrology GmbH, München hat mit einem Lieferanten für Modulkomponenten einen Zahlungsplan bis zum 25. Februar 2013 vereinbart. Die PVA TePla AG hat für die beiden letzten Zahlungen im Gesamtwert von zusammen 74 TEUR eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen.
Im Rahmen des Liquiditätsmanagements der PVA TePla- Gruppe werden die Kreditlinien in der Regel einheitlich für die Gruppe auf Basis einer ebenfalls einheitlichen Bonitätsbeurteilung der Gruppe vereinbart. Die Kreditzusage erfolgt dann an die PVA TePla AG mit einer fallweisen Nutzungsmöglichkeit auch für Tochtergesellschaften. In diesen Fällen ist dann in der Regel die Übernahme einer gesamtschuldnerischen Haftung der PVA TePla AG für die Inanspruchnahme durch die Tochtergesellschaften notwendig.
Im Zuge dieser Vorgehensweise hat die PVA TePla AG zum Stichtag 31. Dezember 2012 folgende Haftungen übernommen:
| • | gesamtschuldnerische Haftung für die Inanspruchnahme einer Avalkreditlinie durch die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, Jena, PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, PVA Control GmbH, Wettenberg, PVA Jena Immobilien GmbH, Jena, PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen, und PlaTeG GmbH, Wettenberg, mit einem Höchstbetrag von 15.000 TEUR. Hinzu kommt eine Avalkreditlinie für die PVA TePla Analytical Systems GmbH mit einer maximalen gesamtschuldnerischen Haftung für die Inanspruchnahme in Höhe von 1.000 TEUR. Die tatsächliche Inanspruchnahme dieser Linien durch die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, PVA TePla Analytical Systems GmbH und die PlaTeG GmbH zum 31. Dezember 2012 betrug insgesamt 32 TEUR. |
Alle Schuldner, für die eine Haftung übernommen wurde, eine Rücknahmeverpflichtung vorliegt, eine Patronatserklärung abgegeben und gebürgt wurde, haben ihre Tilgungsverpflichtungen bislang uneingeschränkt erfüllt. Uns liegen keine Erkenntnisse und Risiken vor, dass sich daran etwas ändern wird. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den vorangehend beschriebenen Mithaftungen wird als gering eingestuft.
Gegenüber den Beteiligungsgesellschaften PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, PVA Control GmbH, Wettenberg, PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen, und PVA Jena Immobilien GmbH, Jena, bestehen zum Bilanzstichtag Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten
Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber Dritten i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB beträgt 1.349 TEUR per 31. Dezember 2012. Diese beinhalten finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen sowie aus längerfristigen Vereinbarungen in der Beschaffung mit Ausnahme der unter C.3. genannten Leasingverpflichtungen und gliedern sich wie folgt:
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| Restlaufzeiten | Nominalwert in TEUR |
|---|---|
| Bis ein Jahr | 894 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 454 |
| Über fünf Jahre | 1 |
5. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE
Wechselkurssicherung
In Einzelfällen werden Anlagenverkäufe in Fremdwährung kontrahiert. Zur Absicherung der Wechselkursrisiken werden in diesen Fällen grundsätzlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Nettorisikoposition einer Gruppe von Grundgeschäften (Forderungen und zukünftige Forderungen aus schwebenden Absatzgeschäften in fremder Währung sowie Fremdwährungsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus schwebenden und Einkaufsgeschäften in fremder Währung) wird durch einzelne oder mehrere Sicherungsinstrumente zwecks Risikominimierung gesichert (Makro-Hedge).
Per 31. Dezember 2012 waren sieben Devisentermingeschäfte für Kundenaufträge mit einem Nominalwert von TEUR 1.432 offen, denen Grundgeschäfte in gleicher Höhe gegenüber stehen. Alle Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. In diesem Zeitraum gleichen sich die Wert-, bzw. Zahlungsstromänderungen der einbezogenen Grund- und Sicherungsgeschäften vollständig aus.
Der Zeitwert der Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 31 TEUR und ergibt sich aus der Differenz der Bewertung dieser Geschäfte zu dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenterminkurs für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Im Rahmen der bilanziellen Abbildung wird die sog. „Durchbuchungsmethode“ angewendet. Danach werden die Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Bilanz mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt eine Saldierung, d.h. die Erträge oder Aufwendungen aus dem Sicherungsgeschäft werden in dem Posten verbucht, in dem auch die gegenläufigen Aufwendungen oder Erträge aus der Fremdwährungsbewertung des Grundgeschäfts erfasst sind.
Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch die Prüfung der Übereinstimmung wesentlicher Parameter (Nominalbetrag, Laufzeit, etc.) von Sicherungsinstrumenten mit den hypothetischen Derivaten, während zur retrospektiven Effektivitätsmessung die kumulierte Dollar Offset Methode angewandt wird.
Zinssicherung
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investition in neue Gebäude am Standort Wettenberg wurden zwei Zinssicherungsgeschäfte mit einem ursprünglichen Volumen von 10.000.000 EUR abgeschlossen. Der noch offene Betrag dieser Sicherungsgeschäfte zum Stichtag 31. Dezember 2012 beträgt 7.000.000,02 EUR (VJ 7.666.666,68 EUR).
Der beizulegende Zeitwert beider Sicherungsgeschäfte beträgt zum 31. Dezember 2012 -1.191.751,34 EUR (VJ -949.099,10 EUR). Dieser Wert wurde auf Basis einer Marktbewertung ermittelt. Aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sind die Zinsen extrem gefallen, wodurch sich die Marktwerte der Sicherungsinstrumente negativ entwickelt haben. Auf langfristige Sicht gehen wir jedoch von einer Erhöhung des Zinsniveaus und folglich von einer positiven Veränderung der Marktwerte der Sicherungsinstrumente aus. Da das den Zinssicherungsgeschäften zugrunde liegende Darlehen per 31. Dezember 2012 nicht in Anspruch genommen wurde, wurde die Drohverlustrückstellung um 242.652,24 EUR auf nunmehr 1.191.751,34 EUR erhöht (Stand der Rückstellung im Vorjahr 949.099,10 EUR).
Zum 31. Dezember 2012 setzen sich die derivativen Finanzinstrumente wie folgt zusammen:
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| in EUR | Nominalbetrag 31.12.2012 | Marktwerte 31.12.2012 |
|---|---|---|
| Devisentermingeschäfte | 1.431.667,57 | 31.466,03 |
| Zinssicherungsgeschäfte | 7.000.000,02 | -1.191.751,34 |
6. LATENTE STEUERN
Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.
Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt wie im Vorjahr mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 28%.
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| in EUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | ||
|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 1.705 | 0 | 2.467 | 0 |
| Forderungen | 1.080.989 | 1.046.360 | 1.570 | 11.194 |
| Rückstellungen | 870.701 | 792.958 | 6.156 | 6.156 |
| Summe latente Steuern | 1.953.395 | 1.839.318 | 10.193 | 17.350 |
| Saldierung | -10.193 | -17.350 | ||
| Aktivüberhang | 1.943.202 | 1.821.967 |
Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2012 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.943.202 EUR (VJ 1.821.967 EUR). Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.
7. GESELLSCHAFTSORGANE
Der Vorstand besteht aus:
Dr. Arno Knebelkamp, Mülheim (Vorsitzender des Vorstands/CEO) Diplom-Chemiker
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| • | PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen |
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director) |
| • | Vestolit GmbH & Co. KG, Marl (Mitglied im Beirat bis 30. April 2012) |
| • | Profine GmbH, Troisdorf (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender seit 1. August 2012) |
Arnd Bohle, Bochum
(Finanzvorstand/CFO) Diplom-Kaufmann
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | PVA TePla (China) Ltd. (Supervisor (Aufsichtsorgan)) |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2012 687.452,78 EUR. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. EUR übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Diese Regelung gilt einheitlich für alle Mitglieder des Vorstandes seit Juni 2012. Für die ersten fünf Monate des abgeschlossenen Geschäftsjahres wurde die erfolgsabhängige Komponente von Arnd Bohle nach einer Regelung bemessen, bei der der Bonus vollständig als Prozentsatz des Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen wurde. Im Geschäftsjahr 2012 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:
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| Bezüge 2012 in EUR |
Gehalt | Sonstige Bezüge | Erfolgsabhängige Komponente | Gesamt 2012 | Gesamt 2011 |
|---|---|---|---|---|---|
| Dr. Arno Knebelkamp | 240.000,00 | 68.156,16 | 97.773,00 | 405.929,16 | 368.815,28 |
| Arnd Bohle | 191.666,69 | 9.783,93 | 80.073,00 | 281.523,62 | 321.171,63 |
| Peter Abel | 0 | 0 | 0 | 0 | 224.845,60 |
Die aufgeführten Werte für die erfolgsabhängige Komponente beinhalten die im Jahr 2012 für das Geschäftsjahr 2011 gezahlten und um die im Geschäftsjahr 2011 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2012 für das Geschäftsjahr 2012 gebildete Rückstellung. Die erfolgsabhängige Komponente für den Vorstand beinhaltet im Geschäftsjahr 2012 eine langfristige, erfolgsabhängige Komponente in Höhe von 144.831,00 EUR.
Aktienoptionen wurden Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2012 nicht gewährt. Es bestehen keine Zusagen für den Fall des Wechsels der Mehrheit im Kreise der Gesellschafter.
Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden im Jahr 2012 Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt 63.756,60 EUR geleistet. Zum Bilanzstichtag besteht für derartige Pensionsverpflichtungen eine Rückstellung von 1.408.093,00 EUR.
Dem Aufsichtsrat gehören an:
Alexander von Witzleben, Weimar (Vorsitzender) Feintool International Holding AG, Lyss (Präsident des Verwaltungsrats)
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Leipzig (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| • | Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg (Mitglied des Aufsichtsrates) |
| • | KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats) |
Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen
(stellvertretender Vorsitzender)
Global Leader Business Development and Markets,
Grant Thornton International Limited, London/England
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | Comvis AG, Essen (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) |
Prof. Dr. Günter Bräuer, Cremlingen
Leiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, Braunschweig, und geschäftsführender Leiter des Instituts für Oberflächentechnik (IOT) der TU Braunschweig
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | AMG Coating Technologies GmbH, Hanau (Beiratsmitglied) |
| • | Institut für Solarenergieforschung GmbH, Emmerthal (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats) |
Vergütung des Aufsichtsrats
Satzungsgemäß erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung in Höhe von 1% des Ergebnisses vor Steuern des Konzerns, höchstens jedoch 100.000,00 EUR. Die Aufteilung dieser Gesamtvergütung unter den Aufsichtsratsmitgliedern erfolgt in der Weise, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten Betrag eines einfachen Aufsichtsratsmitgliedes erhält. Als Mindestvergütung je Geschäftsjahr erhält der Aufsichtsratsvorsitzende einen Betrag von 10.000,00 EUR und ein einfaches Mitglied einen Betrag von 5.000,00 EUR. Bei unterjährigem Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Aufsichtsrat erhält dieses eine zeitanteilige Vergütung.
Auf dieser Basis erhielt der Aufsichtsrat im Jahr 2012 eine Vergütung von 57.600,00 EUR (VJ 100.000,00 EUR), die sich wie folgt aufteilt:
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| in EUR | Fixe Vergütung 01.01.-31.12.2012 | Variable Vergütung 01.01.-31.12.2012 |
|---|---|---|
| Alexander von Witzleben (Vorsitzender) | 10.000,00 | 18.800,00 |
| Prof. Dr. Günter Bräuer | 5.000,00 | 9.400,00 |
| Dr. Gernot Hebestreit | 5.000,00 | 9.400,00 |
| Summe | 20.000,00 | 37.600,00 |
Zur Deckung der zivilrechtlichen Haftung von Organmitgliedern wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2012 wurde für diese Versicherung eine Prämie in Höhe von 13.744,50 EUR (VJ 16.660,00 EUR) gezahlt.
8. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind für die PVA TePla-Gruppe wie folgt relevant: Es handelt sich hierbei um Geschäfte mit Unternehmen, an denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblich beteiligt sind oder in denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblichen Einfluss haben. Alle Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Konditionen.
9. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS
Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar betrug für
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| in EUR | |
|---|---|
| a) die Abschlussprüfung | 189.839,59 |
| b) sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 0 |
| c) Steuerberatungsleistungen | 0 |
| d) Sonstige Leistungen | 0 |
10. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Die nach § 161 AktG / § 285 Nr. 16 HGB vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären unter www.pvatepla.com in der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich gemacht.
11. ANGABEN GEMÄSS § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG
Herr Peter Abel, Wettenberg, hat uns nach den §§ 21 Abs.1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. November 2002 die Schwelle von 25% überschritten hat und nunmehr 29,99% beträgt. Davon sind ihm 29,32% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG zuzurechnen.
Die Deutsche Bank AG, Frankfurt, Deutschland, hat uns am 21. August 2007 gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG i. V. m. § 32 Abs. 2 InvG mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland, am 20. August 2007 die Schwelle von 5% der Stimmrechte an der PVA TePla AG, Aßlar (heute Wettenberg), Deutschland, überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 5,01% hält. Dies entspricht 1.089.749 Stimmrechten.
Am 28. Oktober 2011 hat uns Herr Christian Graf Dürckheim, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 19.10.2011 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 4,22% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 917.958 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Am 11. November 2011 hat uns Herr Christian Graf Dürckheim, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 10.11.2011 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,10% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.109.092 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Am 20. Dezember 2011 hat uns Herr Wilhelm Hofmann, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 19. Dezember 2011 die Schwelle von 3% unterschritten hat und an diesem Tag 2,84% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 618.431 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Am 13. Dezember 2012 hat uns ARGOS FUNDS Sicav, Luxembourg, Luxembourg gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 05. Dezember 2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,46% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 752.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Darüber hinaus hat uns die ARGOS INVESTMENT MANAGERS SA, Meyrin, Schweiz am 13. Dezember 2012 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 05. Dezember 2012 die Schwelle von 3% überschritten hat und an diesem Tag 3,46% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 752.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt. Diese 3,46% (dies entspricht 752.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) werden der ARGOS INVESTMENT MANAGERS SA gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG von der ARGOS FUNDS Sicav zugerechnet.
Zum 31. Dezember 2012 hat die Herrn Abel gehörende PA Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Wettenberg eine Beteiligung von mehr als 25% an dem Unternehmen.
12. KONZERNABSCHLUSS
Die PVA TePla AG erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (ABI. EG Nr. L 243 S. 1) i. V. m. § 315a Abs. 1 HGB, in den die in Abschnitt C.1. Beteiligungsverhältnisse genannten verbundenen Unternehmen einbezogen sind. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
13. GEWINNVERWENDUNG / BILANZGEWINN
Der Jahresabschluss der PVA TePla AG weist zum 31. Dezember 2012 einen Jahresüberschuss in Höhe von 6.002.474,59 EUR aus. Nach Saldierung mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von 27.642.593,09 EUR.
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| in EUR | |
|---|---|
| Gewinnvortrag nach 2012 | 21.640 118,50 |
| Jahresüberschuss | 6.002.474,59 |
| Bilanzgewinn vor Ausschüttung | 27.642.593,09 |
| Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,10 auf jede dividendenberechtigte Stückaktie für das Geschäftsjahr 2012 | -2.174.998,80 |
| Vortrag auf neue Rechnung | 25.467.594,29 |
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn von 27.642.593,09 EUR für eine Ausschüttung in Höhe von 2.174.998,80 EUR sowie für einen Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von 25.467.594,29 EUR zu verwenden.
Die Dividende ist am 20. Juni 2013 zahlbar.
Wettenberg, den 14. März 2013
PVA TePla AG
Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands
Arnd Bohle, Vorstand Finanzen
ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2012
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2012 |
Zugänge 2012 |
Umbuchungen 2012 |
Abgänge 2012 |
Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.033.079,33 | 75.500,51 | 0,00 | 65,20 | 3.108.514,64 |
| Summe | 3.033.079,33 | 75.500,51 | 0,00 | 65,20 | 3.108.514,64 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 25.799.329,28 | 72.875,47 | 8.043,07 | 0,00 | 25.880.247,82 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.427.162,98 | 116.329,19 | 0,00 | 95.354,31 | 2.448.137,86 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.355.779,10 | 382.687,22 | 0,00 | 34.009,20 | 4.704.457,12 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8.043,07 | 0,00 | -8.043,07 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 32.590.314,43 | 571.891,88 | 0,00 | 129.363,51 | 33.032.842,80 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 21.745.291,92 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.745.291,92 |
| Summe | 21.745.291,92 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 21.745.291,92 |
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| kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2012 |
Zugänge 2012 |
Abgänge 2012 |
Stand 31.12.2012 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.446.813,37 | 368.143,58 | 0,00 | 2.814.956,95 |
| Summe | 2.446.813,37 | 368.143,58 | 0,00 | 2.814.956,95 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 2.593.007,52 | 734.519,80 | 0,00 | 3.327.527,32 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.163.526,93 | 165.112,64 | 90.414,56 | 1.238.225,01 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.277.528,62 | 595.877,18 | 31.593,28 | 3.841.812,52 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 7.034.063,07 | 1.495.509,62 | 122.007,84 | 8.407.564,85 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.903.578,31 | 0,00 | 0,00 | 12.903.578,31 |
| Summe | 12.903.578,31 | 0,00 | 0,00 | 12.903.578,31 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in EUR | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 293.557,69 | 586.265,96 |
| Summe | 293.557,69 | 586.265,96 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 22.552.720,50 | 23.206.321,76 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.209.912,85 | 1.263.636,05 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 862.644,60 | 1.078.250,48 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 8.043,07 |
| Summe | 24.625.277,95 | 25.556.251,36 |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.841.713,61 | 8.841.713,61 |
| Summe | 8.841.713,61 | 8.841.713,61 |
ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2011
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2011 |
Zugänge 2011 |
Umbuchungen 2011 |
Abgänge 2011 |
Stand 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.800.218,37 | 238.664,69 | 0,00 | 5.803,73 | 3.033.079,33 |
| Summe | 2.800.218,37 | 238.664,69 | 0,00 | 5.803,73 | 3.033.079,33 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 26.240.215,79 | 178.706,58 | 0,00 | 619.593,09 | 25.799.329,28 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.305.635,55 | 1.121.527,43 | 0,00 | 0,00 | 2.427.162,98 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.139.864,25 | 358.304,08 | 0,00 | 142.389,23 | 4.355.779,10 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 8.043,07 | 0,00 | 0,00 | 8.043,07 |
| Summe | 31.685.715,59 | 1.666.581,16 | 0,00 | 761.982,32 | 32.590.314,43 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 21.635.721,92 | 109.570,00 | 0,00 | 0,00 | 21.745.291,92 |
| Summe | 21.635.721,92 | 109.570,00 | 0,00 | 0,00 | 21.745.291,92 |
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| kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| in EUR | Stand 01.01.2011 |
Zugänge 2011 |
Abgänge 2011 |
Stand 31.12.2011 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2.032.068,11 | 420.548,99 | 5.803,73 | 2.446.813,37 |
| Summe | 2.032.068,11 | 420.548,99 | 5.803,73 | 2.446.813,37 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 2.476.859,50 | 735.600,11 | 619.452,09 | 2.593.007,52 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.092.796,06 | 70.730,87 | 0,00 | 1.163.526,93 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.928.263,27 | 487.927,58 | 138.662,23 | 3.277.528,62 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe | 6.497.918,83 | 1.294.258,56 | 758.114,32 | 7.034.063,07 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.903.578,31 | 0,00 | 0,00 | 12.903.578,31 |
| Summe | 12.903.578,31 | 0,00 | 0,00 | 12.903.578,31 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in EUR | 31.12.2011 | 31.12.2010 |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 586.265,96 | 768.150,25 |
| Summe | 586.265,96 | 768.150,25 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 23.206.321,76 | 23.763.356,29 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 1.263.636,05 | 212.839,47 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.078.250,48 | 1.211.600,98 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 8.043,07 | 0,00 |
| Summe | 25.556.251,36 | 25.187.796,74 |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 8.841.713,61 | 8.732.143,61 |
| Summe | 8.841.713,61 | 8.732.143,61 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der PVA TePla AG, Wettenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 14. März 2013
**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**
Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer
Thomas Klemm, Wirtschaftsprüfer