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PVA TePla AG Annual Report 2019

Jul 1, 2020

342_rns_2020-07-01_519efb81-2dc2-4ebc-aaf6-b5433c208315.html

Annual Report

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SimPlan AG

Hanau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2019

AKTIVA

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31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
--- --- --- ---
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.234,00 186.676,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.920,00 17.299,00
81.154,00 203.975,00
II. Sachanlagen 407.016,00 362.205,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.704,00 83.704,00
2. Beteiligungen 96.390,52 42.379,19
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 190.284,70 1.500,00
4. Sonstige Ausleihungen 35.000,00 55.000,00
400.379,22 182.583,19
888.549,22 748.763,19
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte 71.756,25 73.200,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.064.762,68 1.829.719,25
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 206.467,64 342.184,55
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 4.346,52
4. Sonstige Vermögensgegenstände 158.870,87 133.512,30
2.430.101,19 2.309.762,62
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.332.530,53 3.306.288,81
5.834.387,97 5.689.251,43
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 46.432,55 55.730,05
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 0,00 6.918,00
6.769.369,74 6.500.662,67

PASSIVA

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31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
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A. EIGENKAPITAL
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 129.000,00 129.000,00
2. Nennbertrag eigener Anteile -8.665,00 -8.665,00
120.335,00 120.335,00
II. Kapitalrücklage 233.036,35 233.036,35
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 137.665,00 137.665,00
137.665,00 137.665,00
IV. Bilanzgewinn 4.321.638,49 4.325.666,64
4.812.674,84 4.816.702,99
B. RÜCKSTELLUNGEN 313.440,93 523.404,45
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 244.354,85 86.856,58
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 51.825,03 74.552,22
3. Sonstige Verbindlichkeiten 738.709,26 147.865,77
- davon aus Steuern: EUR 678.115,34 (Vorjahr: EUR 133.498,62)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 49.762,17 (Vorjahr: EUR 8.884,56)
1.034.889,14 309.274,57
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 608.364,83 851.280,66
6.769.369,74 6.500.662,67

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

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2019 2018
EUR EUR
--- --- --- ---
1. Rohergebnis 7.410.670,89 7.426.860,96
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -3.990.138,78 -3.994.845,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -659.877,33 -601.561,07
- davon für Altersversorgung: EUR 47.959,98 (Vorjahr: EUR 50.639,48)
-4.650.016,11 -4.596.406,22
3. Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -275.557,00 -260.578,29
-275.557,00 -260.578,29
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.540.232,48 -1.464.468,46
- davon aus der Währungsumrechnung: EUR 6.537,67 (Vorjahr: EUR 8.439,40)
5. Erträge aus Beteiligungen 253.370,01 284.832,41
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 126.870,00 (Vorjahr: EUR 125.200,00)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.836,10 9.872,95
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 2.061,18 (Vorjahr: EUR 2.500,00)
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen -71.640,00 0,00
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -303.098,57 -349.941,55
9. Ergebnis nach Steuern 831.332,84 1.050.171,80
10. Sonstige Steuern -17.083,96 -14.581,40
11. Jahresüberschuss 814.248,88 1.035.590,40
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.507.389,61 3.290.076,24
13. Bilanzgewinn 4.321.638,49 4.325.666,64

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

A. Allgemeine Angaben

Die Firma SimPlan AG mit Sitz in 63452 Hanau ist unter der Registernummer HRB 6845 beim Amtsgericht Hanau registriert.

Die Gesellschaft hält ein Grundkapital in Höhe von € 129.000,00. Das Grundkapital ist eingeteilt in 129.000 nennwertlose Stückaktien zu je € 1,00. Davon sind 8.665 Stück (6,72%) erworbene eigene Anteile. Die Aktien lauten auf den Namen. Sie dürfen nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die Zustimmung erteilt der Vorstand. Besondere Rechte wie Anteile ohne Stimmrecht, Vorzugsaktien, Mehrstimmrechtsaktien, Schuldverschreibung oder Genussrechte wurden nicht gewährt. Der Erwerb der eigenen Anteile erfolgte nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG in Tranchen bis Mai 2012.

Der Jahresabschluss der SimPlan AG wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs und der ergänzenden Bestimmungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde weitgehend der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Gliederung wurde nach § 158 Abs. 1 AktG ergänzt. Der Vorjahresausweis wurde für Zwecke der Vergleichbarkeit angepasst.

Längerfristige Darlehen in Höhe von TEuro 35 (Vorjahr: TEuro 55) werden im abgelaufenen Geschäftsjahr als sonstige Ausleihung unter den Finanzanlagen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde für Zwecke der Vergleichbarkeit (bisher: sonstige Vermögensgegenstände) angepasst.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 0 - 5 Jahre.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen 1 - 13 Jahre. Geringwertige Anlagengüter mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von Euro 800,00 wurden im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Das Wahlrecht nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wurde in Anspruch genommen.

Die unfertigen Leistungen sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese umfassen Einzelkosten und angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten sowie den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Fertigung veranlasst ist. Ist der beizulegende Wert zum Bilanzstichtag niedriger, wird dies durch entsprechende Abschreibungen berücksichtigt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen. Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos und der Zinsverluste wird eine pauschale Wertberichtigung der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Flüssige Mittel wurden zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite wurden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das Eigenkapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag, der nach kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden entsprechende Abzinsungen vorgenommen.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Empfangene Zuschüsse werden in der Periode ertragswirksam berücksichtigt, in welcher der entsprechende Aufwand entstanden ist.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aus Praktikabilitätsgründen würde das Aktivierungswahlrecht für aktive latente Steuern im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht mehr ausgeübt. Die Auflösung betrug TEuro 7.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs unter Anwendung von § 256a HGB umgerechnet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Finanzanlagen

Der Anteilsbesitz ergibt sich wie folgt:

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Firmenname Sitz Anteil Jahr Eigenkapital Ergebnis
in % in EUR in EUR
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SimPlan Integrations GmbH Witten 51,00 2018 1.238.310,37 316.191,95
Salzer & Koch Consultant GmbH Straubing 50,00 2018 726.502,96 269.082,78
InduSim GmbH Langenau 26,00 2018 174.609,81 37.479,79
Flexineers GmbH Hanau 100,00 2018 48.310,29 7.183,55
SimPlan Systems GmbH Hanau 51,00 2018 124.031,35 73.991,00
FMV Fonds 1 GmbH & Co.KG Karlsruhe 10,29 2019 * 524.722,00 -321.976,00

* vorläufig

Außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen aufgrund voraussichtlich nicht dauernder Wertminderung wurden in Höhe von TEuro 72 vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Antizipative Forderungen bestehen aus Steuererstattungsansprüchen in Höhe von TEuro 54. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Posten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von TEuro 90.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

D. Sonstige Angaben

Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften, sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnissen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bis längstens 2026 bestehen in Höhe von Euro 0,9 Mio. im Wesentlichen aus mehrjährigen Mietverträgen für Geschäftsräume aus denen jährliche Liquiditätsabflüsse resultieren. Der Vorteil dieser Verträge liegt in der geringeren Kapitalbindung im Vergleich zum Erwerb und im Wegfall des Verwertungsrisikos. Risiken könnten sich aus der Vertragslaufzeit ergeben, sofern das Objekt nicht mehr vollständig genutzt werden könnte, wofür es derzeit keine Anhaltspunkte gibt.

Des Weiteren bestehen jährliche Verpflichtungen in Höhe von Euro 0,2 Mio. aus geschäftsüblichen (mehrjährigen) Miet-, Leasing- und Wartungsverträgen über Betriebs- und Geschäftsausstattung, die aus den jährlichen Liquiditätszuflüssen beglichen werden.

Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 70 Arbeitnehmer, davon 10 leitende Angestellte sowie 60 Angestellte.

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Vorstand:

Herr Dr. Sven Spieckermann, CEO (Vorstandsprecher), Vorstand für Finanzen, Controlling, Personal
Herr Dr. Ulrich Burges, Vorstand für operatives Simulationsgeschäft und IT
Herr Dr. Harry Kestenbaum, Vorstand für Vertrieb und Marketing

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Aufsichtsrat:
Herr Prof. Dr. Stefan Nickel, Vorsitzender Beruf: Hochschullehrer
Herr Dr. Andreas Rohde (ab 10.05.2019) Beruf: Rechtsanwalt / Steuerberater bei dhpg
Herr Prof. Dr. Roland Schimmel (bis 10.05.2019) Beruf: Hochschullehrer
Herr Andreas J. Schindler Beruf: Dipl. Wirtschaftsinformatiker, Manager

Die Vergütungen für den Aufsichtsrat betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr TEuro 11.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, eine Ausschüttung in Höhe von Euro 221.416,40 aus dem Jahresüberschuss für das abgelaufene Geschäftsjahr vorzunehmen und den restlichen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Nachtragsbericht

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, liegen nicht vor. Hinsichtlich der Auswirkungen der Corona-Pandemie wird auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen.

Hanau, 31. März 2020

gez. Dr. Spieckermann

gez. Dr. Burges

gez. Dr. Kestenbaum

Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat: 10. Juni 2020

Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2020:

Ausschüttung einer Dividende von € 1,84 je Aktie bei 120.335 für das Jahr 2019 gewinnberechtigten Stückaktien. Das entspricht in Summe einer Ausschüttung von € 221.416,40.
Übertrag des verbleibenden Betrags von voraussichtlich € 592.832,48 auf das nächste Geschäftsjahr

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2019

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ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2019 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2019
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EUR EUR EUR EUR
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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.557.356,74 22.600,00 -48.304,92 1.531.651,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 51.896,41 0,00 0,00 51.896,41
1.609.253,15 22.600,00 -48.304,92 1.583.548,23
II. SACHANLAGEN 893.009,00 175.317,00 -102.652,27 965.673,73
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 212.704,00 0,00 -120.000,00 92.704,00
2. Beteiligungen 56.432,40 96.511,33 0,00 152.943,73
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.500,00 197.924,70 0,00 199.424,70
4. Sonstige Ausleihungen 55.000,00 0,00 0,00 55.000,00
325.636,40 294.436,03 -120.000,00 500.072,43
2.827.898,55 492.353,03 -270.957,19 3.049.294,39

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AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2019 Zuführungen Auflösungen 31. Dez. 2019
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EUR EUR EUR EUR
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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.370.680,74 135.036,00 -48.298,92 1.457.417,82
2. Geschäfts- oder Firmenwert 34.597,41 10.379,00 0,00 44.976,41
1.405.278,15 145.415,00 -48.298,92 1.502.394,23
II. SACHANLAGEN 530.804,00 130.142,00 -102.288,27 558.657,73
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 129.000,00 0,00 -115.000,00 14.000,00
2. Beteiligungen 14.053,21 42.500,00 0,00 56.553,21
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 9.140,00 0,00 9.140,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 20.000,00 0,00 20.000,00
143.053,21 71.640,00 -115.000,00 99.693,21
2.079.135,36 347.197,00 -265.587,19 2.160.745,17

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NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2019 31. Dez. 2018
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EUR EUR
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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 74.234,00 186.676,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 6.920,00 17.299,00
81.154,00 203.975,00
II. SACHANLAGEN 407.016,00 362.205,00
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.704,00 83.704,00
2. Beteiligungen 96.390,52 42.379,19
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 190.284,70 1.500,00
4. Sonstige Ausleihungen 35.000,00 55.000,00
400.379,22 182.583,19
888.549,22 748.763,19

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2019

1. Grundlagen und Steuerung des Unternehmens

1.1 Organisation und Unternehmensbereiche

Die SimPlan AG bietet als operativ tätige Gesellschaft selbst sowie mit ihren Tochterunternehmen umfangreiche Leistungen im Bereich der Logistikplanung und Materialflusssimulation sowie die entsprechende Simulationssoftware an. Darüber hinaus gibt es einen starken Tätigkeitsschwerpunkt im Bereich Forschung und Entwicklung rund um diese Themengebiete.

Das Geschäftsmodell der SimPlan AG basiert auf drei Säulen: der beratungsnahen Dienstleistung im Kontext von Simulationsprojekten, der Erstellung von Simulationssoftware und von Add-Ons (Softwareergänzungen) für Simulationssoftware sowie dem Vertrieb von Simulationssoftwarepaketen dritter (gruppenfremder) Softwareunternehmen.

Die SimPlan AG hat ihren Hauptsitz in Hanau, Deutschland. Sie ist in Deutschland an sechs weiteren Standorten mit Betriebsstätten sowie an drei weiteren Standorten mit Tochtergesellschaften vertreten. Es gibt Partnerunternehmen in Österreich und in China.

Die Kunden der SimPlan AG sind große und mittlere Unternehmen aus verschiedenen Industrien. Die meisten dieser Kunden sind den Industrien Fahrzeughersteller, (Automobil)Zulieferer sowie Maschinen- und Anlagenbau mit dem Schwerpunkt Intralogistik zuzuordnen. Darüber hinaus gibt es Kunden unter anderem in der Chemieindustrie, im Handel, im Schiffbau sowie in Verkehr und Luftfahrt.

1.2 Beteiligungen und Kooperationen

Die SimPlan AG hat fünf Unternehmensbeteiligungen, alle mit Firmensitz in Deutschland. Die SimPlan Integrations GmbH ist ein verbundenes Unternehmen mit Sitz in Witten. Das Geschäftsmodell entspricht dem der SimPlan AG, wobei der Tätigkeitsschwerpunkt stärker im Bereich intralogistischer Anwendungen liegt. Die Salzer&Koch Consultant GmbH mit Sitz in Straubing bietet Beratungs- und Planungsleistungen rund um Logistik und Automatisierung an. Mit der Flexineers GmbH, Hanau, ist die Unternehmensgruppe in der Lage, ihre hochqualifizierten Mitarbeiter dem Markt auch im Wege der Arbeitnehmerüberlassung zur Verfügung zu stellen. Die SimPlan Systems GmbH, Hanau, ist auf die Implementierung von IT-Systemen in den Bereichen Produktions- und Logistikfeinplanung sowie mathematischer Optimierung spezialisiert. Die induSim GmbH in Langenau bietet Simulationsdienstleistungen, -schulungen und -software rund um die Produktentwicklung und Konstruktion an.

Der chinesische Markt wird über eine enge Kooperation mit der C-P-S SimPlan Consulting Co. Ltd., Shanghai, bedient. In Österreich gibt es eine Zusammenarbeit mit SimPlan Optimizations, die an den Standorten Wien und Neufelden das gesamte Leistungsspektrum der SimPlan AG anbietet.

1.3 Forschung und Entwicklung

SimPlan ist ein gefragter Partner in Forschungsprojekten, die sich mit Themen wie Simulation, Digitaler Zwilling oder virtuelle Inbetriebnahme befassen. Im Jahr 2019 war SimPlan unter anderem involviert in das europäische Leuchtturm-Projekt Productive 4.0 mit mehr als 100 Partnern aus zahlreichen europäischen Ländern oder in das EU-Projekt DISRUPT zur Verbesserung der Steuerung von Produktions- und Logistiksystemen.

Insgesamt war SimPlan im Jahr 2019 in neun Forschungsvorhaben aktiv mit Projektförderungen auf regionaler Ebene (Länder Sachsen, Hessen und Bayern), durch Bundesministerien (BMBF, BMWi, BLE) sowie auf europäischer Ebene. Dabei werden je nach Bedarf und Themenschwerpunkten unterschiedliche Mitarbeiter aus dem gesamten Unternehmen eingesetzt.

Die F&E-Aktivitäten von SimPlan haben dabei zwei Stoßrichtungen. Erster Schwerpunkt ist die Erprobung und Entwicklung von Digitalisierungsansätzen für Industrien, in denen Simulation und virtuelle Inbetriebnahme bislang keine große Rolle spielen. Auf die Art und Weise wurden z. B. Märkte im Bereich Schiffbau entwickelt und erschlossen. Der zweite Schwerpunkt ist die Entwicklung neuartiger Softwarelösungen rund um Digitalisierung und Simulation. So sind die SimPlan-Produkte SimAssist und SimVSM auf Beteiligungen an Forschungsprojekten zurückzuführen.

1.4 Unternehmenssteuerung

Die für die Unternehmenssteuerung bedeutsamen Leistungsindikatoren sind das Angebots- und Auftragsvolumen, die Roherlöse sowie das Jahresergebnis.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Aufgrund der einleitend beschriebenen Kundenstruktur der SimPlan AG, ist neben dem deutschen Wirtschaftswachstum auch die Entwicklung des Weltwirtschaftswachstums sowie der Eurozone für die Gesellschaft von Bedeutung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 wuchs die Weltwirtschaft weiterhin. Die weltweite Steigerung des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) betrug 3,0% (Vorjahr: 3,7%). Trotz expansiver Geldpolitik und niedriger Zinsen in den Industriestaaten verlor die globale Konjunktur auch in den Industrieländern im Jahresverlauf weiter an Dynamik. In der Eurozone lag das Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes bei rund 1,2% (Vorjahr: 1,9%). In Deutschland wurde ein Wirtschaftswachstum von 0,6% (Vorjahr: 1,5%) erreicht (Quelle: www.de.statista.com). Damit hat das Wachstum gegenüber den Vorjahren spürbar an Schwung verloren.

Treiber des deutschen Wachstums im Jahr 2019 waren vor allem der Konsum und das Baugewerbe. Im Gegensatz dazu hat es in weiten Teilen der für SimPlan relevanteren Industrie deutliche Rückgänge gegeben. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe ohne Bau, das gut ein Viertel der Gesamtwirtschaft ausmacht, ging um 3,6 % zurück. Insbesondere die schwache Produktion in der Automobilindustrie hat laut statistischem Bundesamt zu diesem Rückgang beigetragen. Rückläufig und zwar um 1,7% waren auch die Bruttoanlageinvestitionen und dies trotz deutlich gestiegener Investitionen in Bauten1.

Insgesamt spiegelt sich die Entwicklung der Gesellschaft in dieser heterogenen Entwicklung der Gesamtwirtschaft wider. Nach Jahren des stärkeren Umsatzwachstums in den Vorjahren ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einer leichten Umsatzsteigerung gekommen.

Für das Jahr 2020 hat die EU-Kommission im Februar ein Wachstum von 1,1% prognostiziert 2. Vor dem Hintergrund der sich im März, zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Lageberichts deutlich verschärfenden Corona-Pandemie, die einen massiven Einfluss auf die weltweite Wirtschaft insgesamt und damit natürlich auch auf die deutsche Wirtschaft hat, ist davon auszugehen, dass diese Prognose nicht mehr zu halten ist. Prognosen von Mitte März, beispielsweise vom Ifo-Institut, gehen von einem Rückgang aus. Das IfW Kiel prognostiziert bei einem „Lockdown“ (Einfrieren) der deutschen Wirtschaft bis Ende April 2020 einen Rückgang des BIP um 4,5%. Sollte sich der „Lockdown“ bis in den Hochsommer hinein erstrecken, ist laut IfW ein Rückgang um 9% denkbar 3.

2.2 Lage des Unternehmens

2.2.1 Geschäftsverlauf und Ertragslage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft verlief im Jahr 2019 befriedigend. Die Umsatzerlöse konnten gegenüber dem Vorjahr um 0,9% auf T€ 9.039 (2018: T€ 8.956) gesteigert werden bei allerdings um 13,3% (von T€ 1.613 auf T€ 1.828) gestiegenem Wareneinkauf (Materialaufwand). Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr von T€ 1.036 auf T€ 814 und damit um 21,5% gesunken. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) beträgt T€ 1.181 (2018: T€ 1.376). Damit ergibt sich eine EBIT-Marge von 13,1% (2018: 15,4%), die vom Vorstand ebenfalls als befriedigend eingestuft wird.

Ausschlaggebend für den Renditerückgang im Vorjahresvergleich waren u.a. der weitere Aufbau von Personalkapazitäten in Festanstellung sowie Investitionen in eigene Softwarelösungen und in Softwarelösungen Dritter (Hinzunahme einer weiteren Simulationssoftware in das Portfolio). Die Kapazitätserweiterungen und Investitionen stellen regelmäßig Vorleistungen für erst in folgenden Perioden realisierbare Erträge dar und sind somit wesentlich für die langfristige Wachstumsstrategie der SimPlan AG.

Fortgesetzt hat sich im Jahr 2019 der Rückgang des Umsatzanteils der Fahrzeughersteller, der nach 32% im Jahr 2018 noch bei rund 25% lag. Die beiden größten Einzelkunden kommen nach wie vor aus diesem Kundenkreis, ihr Umsatzanteil liegt jedoch jeweils unter 5% (nach ca. 10% im Vorjahr). Mit rund 15% stellen Automobilzulieferer (Teilehersteller und Ausrüster) den zweitgrößten, gegenüber dem Vorjahr prozentual weitgehend unveränderten Anteil.

Positiv ist, dass sich der rückläufige Auftragseingang im Bereich der Fahrzeughersteller durch Ausweitung von Projekten und Softwareverkäufen in der Intralogistik und in der Chemieindustrie kompensieren ließ.

Der Anstieg der Aufwendungen für bezogene Leistungen und Waren (von T€ 1.613 in 2018 auf T€ 1.828 in 2019) ist im Wesentlichen auf eine Steigerung des Absatzes von Simulationssoftwarepaketen, die von Drittanbietern bezogen werden, zurückzuführen.

Das hoch qualifizierte Mitarbeiterteam bildet die entscheidende Grundlage für den wirtschaftlichen Erfolg von SimPlan und wurde im Berichtsjahr im Hinblick auf den grundsätzlichen Wachstumskurs der Gesellschaft leicht ausgebaut. Dementsprechend sind die Personalaufwendungen um 1,2% von T€ 4.596 in 2018 auf T€ 4.650 in 2019 gestiegen. Relativ zum Umsatz liegen die Personalaufwendungen auf dem Niveau des Vorjahres (2019: 51,4%; 2018: 51,3%).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind absolut (2019: T€ 1.540; 2018: T€ 1.464) gestiegen, was u.a. aus periodenfremden Aufwendungen für Nachzahlungen aus Betriebsprüfungen (2019: T€ 30; 2018: T€ 5), aus erhöhten Kosten für Schulung, Fortbildung und interne Veranstaltungen (2019: T€ 75; 2018: T€ 46) sowie aus einer Verdoppelung der Abschluss- und Prüfungskosten aufgrund der erstmaligen Prüfungspflicht des Jahresabschlusses (2019: T€ 30; 2018: T€ 15) resultiert.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen liegen mit T€ 276 in 2019 um 5,8% oberhalb des Vorjahreswertes von T€ 261. Gründe sind u. a. die nach fünf Jahren routinemäßig anstehende Erneuerung der Server-Infrastruktur, die der leicht gewachsenen Mitarbeiteranzahl entsprechende Erweiterung der IT-Ausrüstung sowie die Erweiterung der Ausstattung mit Simulationssoftwarelizenzen von Drittanbietern.

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von T€ 189 (2018: T€ 140) handelt es sich im Wesentlichen um verrechnete Sachbezüge für die Dienstwagennutzung von Mitarbeitern (2019: T€ 127; 2018: T€ 126). Enthalten ist ferner ein Einmalerlös von T€ 46 (Buchgewinn T€ 41) aus dem Verkauf der Beteiligung an der chinesischen C P S SimPlan Consulting Co. Ltd. Im Übrigen sind Erträge oder Aufwendungen aus der Veräußerung von Anlagen (Fahrzeuge, IT-Ausrüstung o.ä.) enthalten.

Das Finanz- und Beteiligungsergebnis (2019: T€ 190; 2018: T€ 295) beinhaltet im Wesentlichen die Gewinnausschüttungen von verbundenen Unternehmen sowie von Unternehmen mit einem Beteiligungsverhältnis. Als Sondereffekt sind Wertberichtigungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 72 enthalten.

2.2.2 Finanzlage

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von T€ 3.333 (2018: T€ 3.306). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen zum Abschlussstichtag nicht. Der zur Verfügung stehende Kreditrahmen bei Kreditinstituten in Höhe von T€ 250 wurde weder zum Bilanzstichtag noch unterjährig in Anspruch genommen. Sämtliche Verbindlichkeiten sind nicht verzinslich und haben kurzfristige Restlaufzeiten.

Das Fremdkapital (Rückstellungen und Verbindlichkeiten) beträgt zum 31.12.2019 insgesamt T€ 1.348 (2018: T€ 833). Der niedrige Wert im Vorjahr ist darauf zurückzuführen, dass im Jahr 2018 die Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer sowie aus Umsatzsteuer (jeweils sonstige Verbindlichkeiten) noch im Dezember, also gleichjährig, an das zuständige Finanzamt überwiesen wurden, mit dem Ziel die Bilanzsumme um die entsprechenden Beträge zu verkürzen. Auf diese Vorgehensweise wurde im Dezember 2019 verzichtet. So ergeben sich im Jahr 2019 beispielsweise Verbindlichkeiten aus Steuern und Sozialversicherung von T€ 678 (Vorjahr T€ 133).

Der Cash flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (in Anlehnung an DRS 21) beträgt € 1,3 Mio. (2018: €

1,2 Mio.). Ursächlich hierfür sind insbesondere die positiven Jahresergebnisse. Der Cash flow aus der Investitionstätigkeit beträgt € - 0,9 Mio. (2018: € - 0,1 Mio.). Ursächlich für den höheren Kapitalbedarf waren vermehrte Investitionen insbesondere in das Finanzanlagevermögen. Der Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt € -0,8 Mio. (2018: € -0,4 Mio.) und enthält Ausschüttungen an die Aktionäre.

Insgesamt führt die stabile Geschäftsentwicklung in Verbindung mit einer konservativen Ausschüttungspolitik zu hohen Liquiditätsbeständen. Die Projekttätigkeit der Gesellschaft sowie der Bestand an Forderungen erfordert auch eine hohe Vorfinanzierung.

Die im Geschäftsjahr 2019 liquiditätswirksamen Gewinnausschüttungen beliefen sich auf T€ 818 (2018: T€ 437). Darin ist eine Sonderdividende von T€ 300 (2018: T€ 0) sowie eine reguläre Dividendenzahlung von T€ 518 (2018: T€ 437) enthalten. Die Sonderdividende wurde aufgrund der guten Liquiditätslage ausgezahlt.

Die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgte - wie in den Vorjahren - grundsätzlich aus dem operativen Cashflow ohne Aufnahme von Darlehen bei Kreditinstituten. Der Nutzung der Dienstfahrzeuge liegen übliche Leasing-Verträge zugrunde, Büro- und Geschäftsausstattung wird regelmäßig erworben, sonstige Leasingverträge bestehen - abgesehen von den Fahrzeugen nicht.

Allen bestehenden Zahlungsverpflichtungen konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr nachgekommen werden. Derzeit geht der Vorstand nicht von künftigen Liquiditätsengpässen aus. Allerdings ist diese Einschätzung mit erheblichen Unsicherheiten aufgrund der Corona-Krise behaftet. Weitere Einschätzungen hierzu finden sich im Risikobericht.

2.2.3 Vermögenslage

Das Aktivvermögen beinhaltet im Wesentlichen langfristig gebundenes Vermögen in Höhe von 1,0 Mio. € (2018: 0,8 Mio. €), kurzfristig gebundenes Vermögen in Höhe von € 2,5 Mio. (2018: € 2,4 Mio.) sowie liquide Mittel in Höhe von € 3,3 Mio. (2018: € 3,3 Mio.). Die Vermögenslage der Gesellschaft spiegelt die stabile Geschäftsentwicklung und die hohe Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft wider. Wesentliche strukturelle Veränderungen waren im Geschäftsjahr 2019 nicht zu verzeichnen.

Die Zugänge zum langfristigen Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 175 (2018: T€ 38) betreffen im Wesentlichen Erweiterungs- und Ersatzinvestitionen in Hardware und Büroausstattung, Softwarelizenzen und Fahrzeuge. Ferner wurden im Gegenwert von T€ 198 (2018: T€ 0) Wertpapiere in das Finanzanlagevermögen aufgenommen. Dabei handelt es sich um einen wertstabilen Immobilienfonds, der börsennotiert ist. Dieses Investment ist eine Reaktion auf das von den Hausbanken der SimPlan AG zunehmend eingeführte oder angekündigte Verwahrentgelt für Guthaben auf Girokonten. Investiert wurde ferner im Umfang von T€ 97 (2018: T€ 0) in eine Beteiligung an einem Fonds, der in Technologie-Startups investiert. Die Beteiligung an diesem Fonds ist in erster Linie aus strategischen Gründen (Technologie-Scouting, Recruiting) erfolgt.

Die liquiden Mittel sind zum 31.12.2019 leicht auf T€ 3.333 (2018: T€ 3.306) gestiegen. Zusammen mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2019: T€ 2.065; 2018: T€ 1.830) bilden diese erneut die wesentlichen Bilanzposten (2019: 79%; 2018: 79%). Etwas verringert haben sich mit T€ 206 (2018: T€ 342) die Forderungen gegen verbundene Unternehmen. In diesen Forderungen bilden sich weiterbelastete interne Dienstleistungen im Bereich Marketing und IT ab, die die SimPlan AG als Shared Services den verbundenen - und Beteiligungsunternehmen anbietet sowie Forderungen aus Kundenprojekten, die im Rahmen eines Kapazitätsausgleichs für andere Gesellschaften der Gruppe bearbeitet werden. Der Umfang der Leistungen innerhalb der Unternehmensgruppe verändert sich laufend. Er ist abhängig von der Projekt- und Kapazitätssituation innerhalb der einzelnen Beteiligungen.

Die hohe Eigenkapitalquote der SimPlan AG ist leicht gesunken (2019: 71,1 %; 2018: 74,1%), was auf die im Abschnitt Finanzlage beschriebene geänderte Handhabung der Verbindlichkeiten aus Steuern zum Jahresende zurückzuführen ist. Betragsmäßig liegt das Eigenkapital, unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttungen auf Vorjahresniveau (2019: T€ 4.813; 2018: T€ 4.817).

Das kurzfristige Fremdkapital in Höhe von € 1,3 Mio. (2018: € 0,8 Mio.) enthält im Wesentlichen sonstige Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen sind von T€ 523 in 2018 auf T€ 313 im aktuellen Jahr gesunken. Das ist zum einen auf die wegen hoher Vorauszahlungen in 2019 nicht erforderlichen Steuerrückstellungen zurückzuführen (2019: T€ 0; 2018: T€ 118). Zum anderen waren u. a. weniger Rückstellungen für ausstehenden Urlaub (2019: T€ 151; 2018: T€ 191) sowie für nachzuzahlende erfolgsabhängige Vergütungsbestandteile (2019: T€ 30; 2018: T€ 66) zu bilden.

Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr absolut und relativ zur Bilanzsumme erhöht (2019: T€ 1.035; 2018: T€ 309; 2018: rund 15 %; 2017: rund 5 %). Ursächlich für den Anstieg war der bereits beschriebene Anstieg der Verbindlichkeiten aus Steuern, Sozialversicherung und Umsatzsteuer, vor allem getrieben durch die vorgezogenen Zahlungen im Geschäftsjahr 2018 (vgl. Ausführungen zu Finanzlage).

Der Passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet (i) die Einnahmen aus Software-Wartungsverträgen (Updates und Support), die über fest vereinbarte Laufzeiten abgegrenzt werden, (ii) Vorauszahlungen aus Forschungsprojekten, die über mehrere Jahre hinweg proportional zum entstehenden Aufwand vermindert werden sowie (iii) empfangene Kundenzahlungen aus Projekten, für die die Leistungserbringung erst im Folgejahr durchgeführt werden kann. Der Großteil der für (i) und (iii) gebildeten Rechnungsabgrenzungsposten wird jeweils im Folgejahr aufgelöst; ein Teil der Wartungserlöse sowie ein Teil der erhaltenen Forschungsgelder deckt Laufzeiten von zwei bis vier Jahren ab.

2.2.4 Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Geschäftsleitung verfolgt das Ziel, durch nachhaltige Gewinne die Eigenkapitalbasis zu erhöhen und so die finanziellen Grundlagen für ein nachhaltiges Unternehmenswachstum zu erhalten und auszubauen. Vor dem Hintergrund der Liquidität und des vorhandenen Eigenkapitals hält der Vorstand die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft zum Bilanzstichtag für insgesamt solide. Hinsichtlich der Auswirkungen aufgrund der derzeitigen Corona-Krise wird insbesondere auf die nachfolgenden Ausführungen verwiesen.

2.2.5 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Kennzahlen

Der Auftragsbestand liegt per Jahresultimo 2019 auf einem guten Niveau und beträgt rd. € 3,3 Mio. (Vorjahr etwa € 3,2 Mio). Die Roherlöse (Umsatzerlöse +/- Bestands Veränderung - Materialaufwand) liegen um € 0,1 Mio. unter dem Vorjahresniveau (€ 7,3 Mio.). Der Rückgang hat sich entsprechend auf den Jahresüberschuss ausgewirkt. Dieser beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr € 0,8 Mio. (Vorjahr € 1,0 Mio.). Unter Berücksichtigung der erfolgten Ausschüttungen beträgt die Eigenkapitalquote 71% (Vorjahr: 74%).

Personal- und Sozialbereich

Per 31.12.2019 beschäftigte die SimPlan AG in Summe 58 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Aushilfen). Diese Zahl ist gegenüber dem Vorjahr um drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (2018: 55) gewachsen. Dieser Anstieg unterstreicht die langfristigen Wachstumspläne.

Die Personalaufwendungen in Höhe von T€ 4.650 entfallen mit einem Betrag von T€ 3.990 (2018: T€ 3.995) auf die Vergütung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungen für festangestellte Mitarbeiter. Ferner entfallen T€ 660 (2018: T€ 602) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sowie auf freiwillige soziale Aufwendungen.

3. Risiko- und Chancenbericht

3.1 Risikomanagementsystem

Die SimPlan AG ist als überwiegend im deutschen Markt agierender Anbieter für Simulationslösungen in Produktion und Logistik unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. Diese sind unmittelbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden und können somit die Umsetzung der Unternehmensstrategie, sowie die Zielerreichung des Unternehmens beeinflussen und zu negativen, aber auch positiven Abweichungen von der dargestellten Prognose führen.

Das Risikomanagement der Gesellschaft ist auf die frühzeitige Erkennung von wesentlichen Risiken ausgerichtet, um der Unternehmensleitung eine rechtzeitige Reaktion mit entsprechenden Gegenmaßnahmen auf sämtliche Risiken (einschließlich bestandsgefährdender Risiken) zu ermöglichen. Das Risikomanagement ist fester Bestandteil der wertorientierten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensführung und liegt daher im Verantwortungsbereich des Vorstands. Es wird als Identifizierung, Bewertung und Bewältigung von Risiken verstanden und basiert im Wesentlichen auf einem klar definierten Qualitätsmanagement, Kontroll- und Steuerungsinstrumenten sowie auf einem Controlling, das durch Kennzahlen, Analysen und betriebswirtschaftlichen Auswertungen über die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und mögliche Risikopotentiale zeitnah und regelmäßig informiert. Die interne Risikoberichtverfolgung innerhalb des Vorstands erfolgt laufend im Rahmen der Abstimmungen zum operativen Tagesgeschäft, in welches der Vorstand stark eingebunden ist. Das Risikomanagement ermöglicht neben der Bewertung und Bewältigung von Risiken auch das frühzeitige Erkennen von Möglichkeiten im Markt und deren zeitnahe Nutzung. Die wesentlichen internen und externen Risiken und Chancen werden nachfolgend erläutert.

3.2. Wesentliche Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

3.2.1 Auftrags- und Akquisitionsrisiken und - chancen

Die deutsche Wirtschaft hat zu Beginn des Jahres 2020 ein konjunkturell durchwachsenes Bild gezeigt, das sich im März 2020 mit der weltweiten Verbreitung des Coronavirus SARS-COV 2 deutlich eingetrübt hat. Es muss derzeit davon ausgegangen werden, dass eine massive Rezession bevorsteht, deren genaues Ausmaß sich derzeit nur in etwa vermuten lässt. Wann nach dieser rezessiven Entwicklung eine wirtschaftliche Erholung einsetzt und welchen Verlauf sie haben wird, ist ebenfalls noch vollkommen ungewiss.

Entsprechend zurückhaltend sind die Erwartungen des Vorstands der SimPlan AG für das Geschäftsjahr 2020. Zwar war der Auftragseingang im Januar und Februar über dem Niveau des Vorjahres, für März zeichnet sich aber ein Rückgang gegenüber dem Auftragseingang in einem durchschnittlichen Monat um rund 50% ab. Da im April die Corona-bedingten Beschränkungen im Wirtschaftsleben (Kontaktsperren, Schließung zahlreicher Betriebe einschließlich großer Kundenunternehmen z. B. im Verkehrs- oder Automobilbereich) aufrecht erhalten bleiben, ist mit einem massiven Bestellrückgang von bis zu 80% gegen über dem Vorjahr bzw. gegenüber einem durchschnittlichen Monat zu rechnen. Eine vollständige Kompensation dieses Einbruchs im weiteren Jahresverlauf erscheint auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus dem Finanzkrisenjahr 2009 unwahrscheinlich. Umsatz und Auftragseingang für das Jahr 2020 dürften um mindestens 10-15% hinter dem Vorjahr zurückbleiben. Kurzfristig hat der Vorstand zur Sicherung der Liquidität mit der gesamten Belegschaft eine Kurzarbeitsregelung getroffen, auf einen Teil des Vorstandsgehalts verzichtet sowie sämtliche noch disponiblen Ausgaben eingefroren. Mittel- bis langfristige Szenarien für Rückgänge im Geschäftsvolumen von bis zu 40% wurden als Risikovorsorge vorbereitet.

Unabhängig von dem durch die Corona-Krise verursachten externen Schock können Risiken aus der bestehenden Kundenstruktur resultieren, die grundsätzlich zu Abhängigkeiten von Branchen und Kunden führen können. Da auf die größten Kunden jedoch weniger als 5% (2018: 10%) des Auftragseingangs entfallen, erscheint das damit zusammenhängende Risiko derzeit handhabbar. Mit mehr Risiko behaftet erscheint dagegen der immer noch hohe Umsatzanteil der Automobil- und Automobilzulieferindustrie (2019: 40%; 2018: 47%). Diesem Risiko wirkt der Vorstand durch verstärkte Vertriebsanstrengungen in anderen Branchen entgegen, mit dem Ziel, die in den letzten Jahren bereits erfolgte Diversifizierung noch zu intensivieren.

Chancen bietet insbesondere das etablierte SimPlan-Geschäftsmodell mit einer Mischung aus Dienstleistungs- und Beratungsprojekten, Softwareverkäufen und Forschungsprojekten. Es führt insgesamt zu einer Diversifizierung der Erlösquellen und damit zu einer Absenkung der potenziellen Auftrags- und Akquisitionsrisiken.

Gleichwohl sei zum Abschluss dieses Abschnitts noch einmal darauf hingewiesen, dass der Vorstand aufgrund der Corona-Krise für das Jahr 2020 ganz außergewöhnliche Herausforderungen beim Füllen der Auftragsbücher erwartet.

3.2.2 Vergütungsrisiken und -chancen

In Anbetracht des sich verschärfenden Wettbewerbs im IT- und Beratungsmarkt und immensen Unsicherheiten hinsichtlich der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung können Preisrisiken trotz teilweise bestehender langfristiger Rahmenverträge grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Chancen bieten sich jedoch durch die klare und starke Positionierung am Markt und die Strategie der Kundenorientierung. SimPlan AG ist in der Lage, positive Preiseffekte in einigen Branchen und mit einigen Kunden zu realisieren und aufgrund der Ertragslage auch negative Preiseffekte zu bewältigen.

Die Geschäftstätigkeit der SimPlan AG ist zum großen Teil projektorientiert. Einzelne Projekte können dabei durch ihre Volumina und Vertragsstrukturen eine jeweils signifikante Bedeutung für die Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft erlangen. Die Steuerung projektimmanenter Risiken wie die termin- und aufwandsgerechte Fertigstellung ist daher ein Bestandteil des im Unternehmen angewandten Risikomanagements.

3.2.3 Wettbewerbsrisiken und -chancen

Der Vorstand der Gesellschaft rechnet im anstehenden Geschäftsjahr mit einem weiterhin hohen Vertriebsaufwand, um die Auftragslage im Jahresverlauf zu stabilisieren. Eine gezielte personelle Verstärkung zur noch intensiveren vertrieblichen Marktbearbeitung ist eine Chance für eine Erhöhung von Marktanteilen, falls die Entwicklung im Laufe des Jahres dafür einen Spielraum lässt.

SimPlan hat im Markt für Simulationsanwendungen in Produktion und Logistik eine hohe Bekanntheit in Deutschland, die auch im Geschäftsjahr 2020 nach Möglichkeit durch gezielte Marketingaktivitäten verstärkt und erweitert werden soll.

Spezielle von Marktbegleitern im Kernmarkt für Simulationsdienstleistungen und -software ausgehende Wettbewerbsrisiken oder -chancen lassen sich aus Sicht des Vorstands der SimPlan AG kurz- und mittelfristig nicht identifizieren. Die Beobachtung von Methoden und Ansätzen, von denen ein Verdrängungsrisiko für heutige Kernleistungen der SimPlan AG ausgehen könnte, sind Bestandteil des strategischen Risikomanagements.

4.2.4 Personalrisiken und -chancen

Der wirtschaftliche Erfolg der SimPlan AG ist wesentlich von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und deren Know-how abhängig. Zur Realisierung des mittel- bis langfristig wieder angestrebten Wachstums bleibt der weitere Ausbau des Mitarbeiterstamms wesentlich. Der Wettbewerb um hochqualifizierte Mitarbeiter und Führungskräfte hat vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung zwar etwas nachgelassen, wird sich nach einem Abklingen der Corona-Krise allerdings wieder deutlich verstärken und wird nach Einschätzung des Vorstands vor dem Hintergrund des demographischen Wandels auch langfristig eher zunehmen. Die künftige erfolgreiche Entwicklung der Gesellschaft hängt daher auch davon ab, inwiefern es gelingt, geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, zu integrieren und dauerhaft an die SimPlan AG bzw. an Unternehmen der Firmengruppe zu binden. Die Unternehmensstrategie, die vorhandenen Personalinstrumente und insbesondere die enge Zusammenarbeit mit Hochschulen und Universitäten berücksichtigen solche Personalrisiken, tragen zu einer gezielten Personalgewinnung, -bindung und -entwicklung sowie der Know-how-Sicherung bei.

Die Unternehmenskultur und ein zu Jahresbeginn 2020 gestartetes Talentmanagementprogramm ermöglichen gute Arbeitsbedingungen und gute Entwicklungsmöglichkeiten für die SimPlan-Mitarbeiter. Die hohe Bekanntheit von SimPlan im Simulationsbereich ist ein weiterer Faktor für den nachhaltigen Ausbau des Mitarbeiterstamms. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Bewerbungseingang im Berichtsjahr 2019 um rund 18 %.

Gleichwohl bleibt die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter, die die Anforderungen der SimPlan AG erfüllen, eine herausfordernde Aufgabe, der die Gesellschaft in den kommenden Jahren mit verstärkten Anstrengungen im Bereich des Personalmarketings begegnen wird.

4.2.5 Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten

Ziel des Risikomanagements der Gesellschaft in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Hierbei steht die Vermeidung von derartigen Risiken im Vordergrund. Preisänderungsrisiken, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen ist die Gesellschaft in branchenüblichem Umfang ausgesetzt. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden Liquiditätsbetrachtungen und -planungen erstellt, die sofern notwendig an aktuelle Änderungen angepasst werden.

Zu den von der SimPlan AG verwendeten Finanzinstrumenten zählen Forderungen, Verbindlichkeiten, Guthaben bei Kreditinstituten, die Anlage in wertstabilen Wertpapieren (Immobilienfonds) sowie bei Bedarf der Abschluss von Devisentermingeschäften. Bei dem Management von Finanzpositionen wird im Wesentlichen eine konservative Risikopolitik verfolgt.

Zinsrisiken entstehen aus Veränderungen des Zinsniveaus und können Finanzschulden und Geld- bzw. Wertpapieranlagen betreffen. Zum 31.12.2019 bestanden keine zinstragenden Schulden. Finanzwirtschaftliche Risiken durch Veränderungen von Zinskursen sind insoweit als unwesentlich einzustufen. Das gilt auch für die Verwahrgebühren (Strafzinsen) auf Sichtguthaben, die derzeit bei einigen der Sim-Plan-Hausbanken bei 0,4-0,5% auf Einlagen liegen und die mit den Hausbanken verhandelten Freibeträge überschreiten. Offene Risikopositionen bestehen derzeit nicht.

Unter Kreditrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, welches dazu führt, dass in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Demnach ist das Risiko auf den Buchwert dieser Vermögensgegenstände beschränkt. Kreditrisiken resultieren für die Gesellschaft im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, denen durch eine regelmäßige Bonitätseinschätzung der Kunden und ein effizientes Forderungsmanagement begegnet wird. Darüber hinaus bildet die Gesellschaft hierfür regelmäßig eine ausreichende Risikovorsorge durch Pauschalwertberichtigungen. Im Jahr 2019 ist es durch Insolvenzen bei zwei Kunden zu einem Zahlungsausfall von T€ 5 (2018: T€ 0) gekommen. Konkrete weitere Anhaltspunkte für Zahlungsausfälle liegen derzeit nicht vor.

Liquiditätsrisiken resultieren aus einer mangelnden Verfügbarkeit liquider Mittel zur fristgerechten Erfüllung finanzieller Verpflichtungen. Grundsätzlich können sich solche Risiken für die Gesellschaft aus den beauftragten Projekten ergeben, da diese oftmals eine gewisse Vorfinanzierung erfordern, die gegebenenfalls auch zu einer Anspannung der Liquiditätslage führen kann. Unter normalen wirtschaftlichen Bedingungen ist das Liquiditätsrisiko für die SimPlan AG aufgrund des Bestands an liquiden Mitteln von T€ 3.333 zum Bilanzstichtag (2018: T€ 3.306) und aufgrund des stabilen operativen Cash-Flows als gering einzustufen. Die im März 2020 eingetretene Krise verändert die Rahmenbedingungen allerdings auch diesbezüglich. Der Vorstand hat mit sofortiger Wirkung die vorausschauende Liquiditätsplanung intensiviert und hat veranlasst, dass staatliche Unterstützungsmaßnahmen (Rückforderung Sondervorauszahlung Umsatzsteuer über T€ 82; ggf. Beantragung der Herabsetzung der Körperschaftssteuer, sonstige Liquiditätshilfen auf Landes- und Bundesebene) geprüft werden. Letztendlich ist aus Sicht des Vorstands in der aktuellen Situation das Management der Liquidität ausschlaggebend für die Entscheidung weitere Kriseninterventionsmaßnahmen.

Das Kursrisiko des offenen Immobilienfonds im Wertpapierbestand ist unter normalen Bedingungen minimal und begrenzt durch den Rücknahmepreis der emittierenden Fondsgesellschaft. Allerdings besteht in einer Ausnahmesituation auch hier ein erhöhtes Risiko bis hin zu einer temporären Nicht-Liquidierbarkeit der Anlage bei einem Rücknahmestopp der Fondsgesellschaft. Die aktuelle Lage wird in den kommenden Monaten fortlaufend beobachtet.

Wechselkursrisiken bestehen insofern als ein Einkauf von Softwarelizenzen (Handelsware) im Umfang von T€ 313 (2018: T€ 372) in englischen Pfund und von T€ 92 (2018: T€ 86) in US-Dollar erfolgt. Ferner hat die SimPlan AG Fremdwährungserlöse im Volumen von weniger als T€ 100 pro Jahr, überwiegend in chinesischem Renminbi und zum geringeren Teil in US-Dollar. Aus den entsprechenden Transaktionen haben sich im Jahr 2019 Aufwendungen aus Währungsumrechnungen von T€ 9 (2018: T€ 8) sowie Erlöse aus Währungsumrechnungen von T€ 6 (2018: T€ 8) ergeben. Die Gesellschaft prüft anlassbezogen den Abschluss von Devisentermingeschäften, wobei im Jahr 2019 diesbezüglich keine neuen Kontrakte abgeschlossen wurden. Allerdings waren GBP 60.000,- aus im Jahr 2018 getätigten Terminkäufen im Gesamtvolumen von GBP 80.000,- abzunehmen.

4.2.6 Bestandsgefährdende Risiken

Deutschlandweit sind die Auswirkungen der globalen Corona-Virus-Pandemie spürbar. Öffentliche Stützungsmaßnahmen wurden in umfangreichem Maße beschlossen und sollen die Stabilisierung der deutschen Gesamtwirtschaft gewährleisten. Vor diesem Hintergrund sind derzeitige Prognosen über die künftige Unternehmensentwicklung der Gesellschaft mit erheblichen Unsicherheiten behaftet. Der Vorstand geht derzeit allerdings gleichwohl davon aus, dass der Fortbestand des Unternehmens über die Krisensituation hinaus gesichert ist.

4. Prognosebericht

Wie im Wirtschaftsbericht bereits skizziert, hat die EU-Kommission im Februar ein Wachstum von 1,1% für das Jahr 2020 prognostiziert. Die Schätzungen nach der auch in Europa flächendeckenden Corona-Pandemie gehen allerdings mittlerweile von einem deutlichen Rückgang des realen Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus. Die Schätzungen für alle für das Geschäft von SimPlan relevanten Branchen weisen ebenfalls nach unten. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand der SimPlan AG in diesem Jahr einen Auftragsrückgang mit korrespondierendem Umsatz- und Roherlösrückgang von mindestens 10-15% gegenüber dem Jahr 2019. Die negativen Auswirkungen auf den Jahresüberschuss werden deutlich höher liegen, da insbesondere die Kosten nicht zeitgleich in entsprechendem Umfang angepasst werden können. Derzeit geht der Vorstand davon aus, dass trotz der schwierigen Umstände ein negatives Jahresergebnis vermieden werden kann. Bei ungünstigem Verlauf mit langem „Lockdown“ oder einer zweiten oder dritten Welle des Virus im weiteren Jahresverlauf kann der Rückgang auch deutlich stärker werden. Insgesamt ist die weitere wirtschaftliche Entwicklung mit wesentlichen Unsicherheiten behaftet. Mit der zur Verfügung stehenden Liquidität und den getroffenen Maßnahmen (Kurzarbeit, Ausgabenstopp, andere liquiditätssichernde Maßnahmen) fühlt sich das Unternehmen für die nächsten Monate allerdings gewappnet. Maßnahmenpläne für unterschiedliche Dauern der Krise sind vorbereitet und werden bei Bedarf im Jahresverlauf aktiviert oder angepasst.

5. Sonstiges

Hinsichtlich der Angaben zum Bestand an eigenen Aktien der Gesellschaft wird auf die Angaben im Anhang verwiesen.

Hanau, 31. März 2020

gez. Dr. Spieckermann

gez. Dr. Burges

gez. Dr. Kestenbaum

1 Quelle: Statistisches Bundesamt: „Deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2019 um 0,6 % gewachsen“, Pressemitteilung Nr. 018 vom 15. Januar 2020.

2 Quelle: Europäische Kommission: “Winterprognose 2020: Stabiles, aber gedämpftes Wachstum”, 13. Februar 2020.

3 Quelle: IfW Kiel: „Update Konjunkturbericht: Deutsches BIP dürfte 2020 zwischen 4,5 und 9 Prozent einbrechen“, Medieninformation, 19. März 2020.

Vorstehender zur Offenlegung bestimmter Jahresabschluss nebst Lagebericht entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die SimPlan AG, Hanau

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der SimPlan AG, Hanau, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SimPlan AG, Hanau, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Aschaffenburg, 20. Mai 2020

**KM&K Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Mergler, Wirtschaftsprüfer

ppa. Ackmann, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats der SimPlan AG für das Berichtsjahr 2019

Der Aufsichtsrat hat während des Berichtsjahres die ihm nach den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich über die Entwicklung der Gesellschaft und den Gang ihrer Geschäfte unterrichten lassen und die Geschäftsführung laufend überprüft. Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2019 zwei Sitzungen des Aufsichtsrates statt.

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2019 an:

Prof. Dr. Stefan Nickel (Vorsitzender)

Dr. Andreas Rohde (ab 10.5.2019),

Prof. Dr. Roland Schimmel (bis 10.5.2019)

Andreas Schindler.

Der vorlegte Jahresabschluss wurde von der KM&K Mergler Audit GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Aschaffenburg, unter Einbeziehung der Buchführung und des Geschäftsberichts des Vorstandes der Gesellschaft geprüft und den gesetzlichen Bestimmungen und der Satzung entsprechend befunden. Der Bestätigungsvermerk wurde ohne Einschränkungen erteilt. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat geprüft. Als Ergebnis der Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und den Mitarbeitern der Gesellschaft für deren gute Leistungen im abgelaufenen Jahr.