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PVA TePla AG — Annual Report 2014
May 21, 2015
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Annual Report
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PVA TePla AG
Wettenberg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 sämtliche ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Arbeit des Vorstands der PVA TePla AG kontinuierlich überwacht und regelmäßig beratend begleitet. Wir hatten stets ausreichend Gelegenheit, uns bei Aufsichtsratssitzungen mit den Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form, erstatteten Berichte. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die maßgeblichen wirtschaftlichen Kennzahlen des Konzerns und der Geschäftsfelder sowie andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, die Strategie, das Risikomanagement und die Compliance unterrichtet. Über eine Vielzahl nicht zustimmungspflichtiger Geschäfte hat der Vorstand den Aufsichtsrat informiert und diese mit ihm diskutiert. Wesentliche Themen waren die Weiterentwicklung des Produktportfolios, die aktuellen Entwicklungen der Konzerngesellschaften, die Marktsituation, Restrukturierungsfragen sowie die Neuorganisation der Gesellschaft. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Zusätzlich unterrichtete der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig mit Monats- und Risikoberichten über die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Sofern erforderlich, geschah dies auch im Umlaufverfahren. Neben den Sitzungen und Berichten haben sowohl ich mich als Aufsichtsratsvorsitzender als auch meine Aufsichtsratskollegen sich in Gesprächen mit dem Vorstand regelmäßig über die aktuelle Situation informiert.
ZUSAMMENARBEIT ZWISCHEN AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Die Sitzungen des Aufsichtsrats waren von offenem und intensivem Austausch mit dem Vorstand geprägt. Die Aufsichtsratsmitglieder konnten sich auf Beschlüsse anhand der Unterlagen, die vom Vorstand im Vorfeld der Sitzungen zur Verfügung gestellt worden waren, umfassend vorbereiten.
Der Aufsichtsrat trat 2014 zu acht - vier ordentlichen und vier außerordentlichen - Aufsichtsratssitzungen zusammen. An den ordentlichen und außerordentlichen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Ausschüsse wurden aufgrund der Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern nicht gebildet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln gewesen wären, wurden im Gesamtplenum behandelt.
INTERESSENKONFLIKTE
Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, sind nicht aufgetreten.
BERATUNGSSCHWERPUNKTE
Der Aufsichtsrat hat sich in allen seinen ordentlichen Aufsichtsratssitzungen mit dem auch im Jahresverlauf 2014 weiterhin schwachen Auftragseingang in den für die PVA TePla-Gruppe wichtigen Produktbereichen beschäftigt. Die Markt- und Wettbewerbssituation wurde eingehend zusammen mit dem Vorstand und den Geschäftsbereichsleitern erörtert. In der ersten ordentlichen Aufsichtsratssitzung am 24. März wurde ausführlich der Konzernabschluss 2013 und die künftige Finanzierungsstrategie diskutiert. Die Umsetzung der Finanzierungstrategie war auch Gegenstand aller nachfolgenden Aufsichtsratssitzungen. Die auf der Hauptversammlung 2014 beschlossene Neuorganisation der PVA TePla-Gruppe und die einzelnen Alternativszenarien hierzu wurden ebenfalls eingehend besprochen. Auf der Aufsichtsratssitzung am 12./13. Juni 2014 wurde neben den generellen Marktaussichten der einzelnen Produktbereiche insbesondere über die Ergebnisqualität einzelner Aufträge im Produktbereich Vakuumanlagen gesprochen. Der Vorstand erläuterte die Kapazitätsauslastung der Produktionsstätten in Jena sowie Wettenberg und gab einen Überblick über den Stand der Schließung der Betriebsstätte in Frederikssund/Dänemark. In der Aufsichtsratssitzung am 26. September wurden dem Aufsichtsrat ausführlich Anlagenneuentwicklungen und deren Marktpotential dargestellt. Es wurde eingehend über das Budget für das laufende Geschäftsjahr und gegebenenfalls über Maßnahmen bei einer weiter anhaltenden Kapazitätsunterauslastung gesprochen. Im Mittelpunkt der Aufsichtsratssitzung am 26. November stand die Unternehmensplanung für die Jahre 2015 - 2017 für die einzelnen Tochtergesellschaften nach der Neuorganisation sowie die Auswirkungen der Restrukturierungsmaßnahmen in Wettenberg. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat unter anderem über eine umfassende Budgetplanung aller Tochtergesellschaften für die kommenden Jahre. In den vier außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen wurden Vorstandsangelegenheiten, der Erwerb eigener Aktien, innerhalb der PVA TePla-Gruppe anzuwendende Vergütungsbandbreiten, die Neuorganisation der PVA TePla-Gruppe, die Schließung der Betriebsstätte in Frederikssund/Dänemark und die Umsatz- und Ergebniserwartung für 2014 erörtert und entsprechende Beschlüsse gefasst.
CORPORATE GOVERNANCE UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNG
Vorstand und Aufsichtsrat haben in der Sitzung am 26. November 2014 unter anderem über die Aktualisierung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex beraten. Die aktualisierte gemeinsame Entsprechenserklärung ist im Dezember 2014 der Öffentlichkeit auf der Internetseite www.pvatepla.com im Bereich "Investor Relations - Corporate Governance" dauerhaft zugänglich gemacht worden. Abweichungen von diesem Kodex sind zwischen Vorstand und Aufsichtsrat intensiv erörtert und begründet worden. Über Corporate Governance berichtet der Vorstand, zugleich auch für den Aufsichtsrat, gemäß Ziffer 3.10 des Kodex auf der Internetseite der Gesellschaft unter: http://www.pvatepla.com/pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance.
Der Hauptversammlung wurde die Wahl der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft "Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft" als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014 vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Prüfers im Sinne von § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überzeugt und eine entsprechende Unabhängigkeitserklärung eingeholt und ausgewertet. Nach einem Beschluss des Aufsichtsrats erbringt der Abschlussprüfer keine Beratungsleistungen für den Konzern. Nach der Zustimmung durch die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat den Auftrag an den Abschlussprüfer erteilt und das Prüfungshonorar festgelegt. Ebenso wurden die Schwerpunkte der Prüfungen des Jahres- und des Konzernabschlusses 2014 zwischen Aufsichtsrat und Abschlussprüfer abgestimmt.
Die Selbstevaluierung wurde anhand eines detaillierten Fragenkatalogs und von Interviews durchgeführt und somit die gemäß Corporate Governance Kodex vorgesehene Überprüfung der Effizienz des Aufsichtsrats vorgenommen.
ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Der Vorstand hat für das Berichtsjahr einen Abhängigkeitsbericht gem. § 312 Abs. 3 AktG erstellt. Dieser Bericht wurde von der "Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft" geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk mit folgendem Wortlaut versehen: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaften nicht unangemessen hoch waren." Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat zugeleitet, der diesen und die darin aufgeführten Rechtsgeschäfte und Maßnahmen einer eigenständigen Prüfung gem. § 314 Abs. 2 AktG unterzog. Diese führte zu keinen Beanstandungen. In der Sitzung am 23. März 2015 hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.
JAHRESABSCHLUSS
Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31.12.2014 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2014 der PVA TePla AG geprüft. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der vorliegende Jahres- und Konzernabschluss in Übereinstimmung mit dem HGB bzw. den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt worden ist und ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage widerspiegelt. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Die Abschlüsse nebst Lageberichten sowie die jeweiligen Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrats übersandt. Diese hat der Aufsichtsrat ausgewertet und in der Sitzung vom 23. März 2015 ausführlich erörtert. In dieser Sitzung hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und die Stellungnahme des Abschlussprüfers zur Lagebeurteilung des Vorstands sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit gem. § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens sind wir einverstanden. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands an, aufgrund des negativen Jahresergebnisses keine Ausschüttung vorzunehmen und den ausgewiesenen Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND
Im Berichtszeitraum kam es zu einer Reihe von Veränderungen in der personellen Zusammensetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands. Mit Beendigung der Hauptversammlung am 13. Juni 2014 lief die Amtszeit des langjährigen Mitglieds des Aufsichtsrats Prof. Dr. Günter Bräuer ab. Für Prof. Bräuer wählten die Aktionärsvertreter auf der Hauptversammlung Prof. Dr. Markus Thoma, Abteilungsleiter der Arbeitsgruppe Plasma- und Raumfahrtphysik des Physikalischen Instituts der Justus-Liebig-Universität in das Gremium. Verändert hat sich auch die Besetzung des Vorstands der PVA TePla AG. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Arno Knebelkamp hat sein Amt mit Ablauf der Hauptversammlung 2014 niedergelegt. Für ihn ernannte der Aufsichtsrat das Mitglied des Vorstands Peter Abel zum neuen Vorstandsvorsitzenden. Zuvor hatte der Aufsichtsrat bereits Henning K.G. Döring auf der Sitzung im März 2014 zum neuen Vorstand Finanzen ernannt.
DANK
Rückblickend auf 2014 ist festzuhalten, dass die PVA TePla-Gruppe ein weiteres, schwieriges Jahr hinter sich hat, dem das Unternehmen jedoch sowohl mit einem umfangreichen Personalkostenprogramm als auch einer Vielzahl von neuen Produktentwicklungen begegnete. Durch die 2015 wirksame Neustrukturierung der Gruppe und einer Anpassung der Kostenstruktur ist der Aufsichtsrat der Überzeugung, dass die Grundlagen für zukünftiges, profitables Wachstum gelegt worden sind.
Der Aufsichtsrat wird den Vorstand weiterhin bei seinen Aufgaben konstruktiv begleiten. Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2014.
Wettenberg, im März 2015
Für den Aufsichtsrat
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats der PVA TePla AG
Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB
Gemeinsame Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der PVA TePla AG gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Wettenberg erklären hiermit, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der aktuell veröffentlichten Fassung vom 13. Mai 2013 entsprochen wurde und wird. Hiervon ausgenommen sind folgende Kodexregelungen:
1. Der Kodex sieht unter den Ziffern 4.1.5, 5.1.2Abs. 1sowie5.4.1Abs. 2 vor, bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen bzw. bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben.
Vorstand und Aufsichtsrat lassen sich bei der Besetzung von Führungspositionen ausschließlich von der Qualifikation der Bewerber leiten.
Begründung: Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben sich und lassen sich auch künftig bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen von dem Ziel leiten, eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen.
2. Der Kodex sieht unter der Ziffer 4.2.3 Abs. 2 vor, die Vergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die variablen Vergütungsteile sollen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben.
Im 2014 abgeschlossenen Vorstandsvertrag für Herrn Henning Döring ist für das Geschäftsjahr 2014 ein fester kurzfristiger Bonus vereinbart worden; ab dem Geschäftsjahr 2015 wird der Gesamtbonus in eine dem Kodex entsprechende Regelung mit langfristigem Bezug zur Anwendung kommen. Im ebenso 2014 abgeschlossenen Vorstandsvertrag für Herrn Peter Abel sind derzeit keine variablen Gehaltsbestandteile vorgesehen.
Begründung: Die Mitglieder des Vorstands der PVA TePla sehen sich in der Verantwortung, durch einen teilweisen Verzicht auf die variablen Gehaltsbestandteile ihrer Vorstandsvergütung die laufenden Kostensenkungsmaßnahmen des Unternehmens zu unterstützen.
3. Für den Aufsichtsrat empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3 die Bildung von Ausschüssen.
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfügt über keine gesonderten Ausschüsse.
Begründung: Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet. Die in Ziffer 5.3 aufgeführten Themenkomplexe für zu bildende Ausschüsse werden vom Aufsichtsratsplenum behandelt.
Wettenberg, 26. November 2014
für den Vorstand
für den Aufsichtsrat
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstandes
Alexander von Witzleben Vorsitzender des Aufsichtsrats
Unternehmensführungspraktiken
Die PVA TePla übt ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen der jeweils gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen aus. Dies umfasst z.B. die landesspezifisch gültige Gesetzgebung, den Corporate Governance Kodex und die Satzung des Unternehmens. Die Umsetzung erfolgt durch die organisatorischen Regelungen im Unternehmen. Darüber hinaus sind das Vorleben durch die Führungskräfte, eine offene und faire Kommunikation auf und zwischen allen Ebenen im Unternehmen sowie eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten wichtige Voraussetzungen für unsere Geschäftstätigkeit. Weiterführende formelle Regelungen werden nicht angewendet. Aufgrund der Inhalte unserer Unternehmenstätigkeit - der Konstruktion von innovativen Hightech-Systemen und dem damit verbundenen Umfeld (z.B. Teilezukauf i.d.R. von Industriebetrieben aus entwickelten Ländern, geringe Umweltrisiken) erachten wir dies derzeit für angemessen.
Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat
Vorstand
Der Vorstand der PVA TePla AG legt die unternehmerischen Ziele, die strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik sowie die Konzernorganisation fest. Hierzu zählt insbesondere die Steuerung des Konzerns einschließlich seiner Finanzressourcen, die Koordination und Überwachung der Geschäftsbereiche, die Personalplanung sowie die Präsentation des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt und der Öffentlichkeit. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über alle das Unternehmen betreffenden relevanten Planungen. Geschäfte und Maßnahmen, denen der Aufsichtsrat zustimmen muss, werden diesem rechtzeitig vorgelegt.
Arbeitsweise des Vorstands
Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die festgelegten Unternehmensziele zu erreichen. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand und arbeitet vertrauensvoll mit den übrigen Organen der Gesellschaft zusammen.
Für den Konzern, legt der Vorstand die langfristigen Ziele sowie die Strategien fest und bestimmt die Richtlinien sowie die Grundsätze für die daraus abgeleitete Unternehmenspolitik. Er koordiniert und kontrolliert die bedeutsamen Aktivitäten. Er legt das Portfolio fest, entwickelt und setzt Führungskräfte ein, verteilt die Ressourcen und entscheidet über die finanzielle Steuerung und Berichterstattung des Konzerns.
Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die drei Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Aufgabenverteilungsplan.
Der Vorstand in seiner Gesamtheit zusammen mit den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen. Außerdem besteht ein Katalog von Geschäftsvorfällen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.
Vorstandssitzungen, an denen auch die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften teilnehmen, finden regelmäßig statt. Sie werden durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. Darüber hinaus kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung verlangen. Sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Die Sitzungen werden protokolliert, der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält jeweils eine Kopie des Protokolls.
Gemäß Geschäftsordnung und Aufgabenverteilungsplan des Vorstands obliegt dem Vorstandsvorsitzenden insbesondere die Führung und Koordinierung des Konzernvorstands. Er repräsentiert Gesellschaft und Konzern gegenüber Dritten und der Belegschaft in Angelegenheiten, die nicht nur Unternehmens- oder Konzernteile betreffen. Darüber hinaus hat er eine besondere Verantwortlichkeit für bestimmte Aufgabenbereiche gemäß Aufgabenverteilungsplan sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Angesichts der geringen Anzahl von Vorstandsmitgliedern sind keine Ausschüsse des Vorstands eingerichtet.
Aufsichtsrat
Gemäß den gesetzlichen Regelungen überwacht der Aufsichtsrat den Vorstand in der Ausübung seiner Tätigkeit und der Führung des Unternehmens. Dabei begleitet er insbesondere den Vorstand in kritischer Diskussion grundsätzlicher Fragen der Ausrichtung des Unternehmens. Dazu zählen speziell die jährliche Unternehmensplanung und die Aufstellung der Abschlüsse, aber auch grundlegende Themen der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens.
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG besteht aus drei Mitgliedern, die sich in vier ordentlichen Sitzungen im Jahr über die wirtschaftliche Situation und den Geschäftsverlauf im Unternehmen detailliert informieren lassen. Aufgrund dieser Mitgliederzahl entfällt die Einrichtung von Ausschüssen. Die Organisation der Aufsichtsratsarbeit ist in einer Geschäftsordnung des Aufsichtsrates schriftlich fixiert. Herr Dr. Hebestreit erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung, die bei mindestens einem Mitglied des Aufsichtsrats vorliegen müssen.
Regelmäßige Monatsberichte mit der Erläuterung wesentlicher unternehmerischer Kennziffern von Seiten des Vorstandes geben dem Aufsichtsrat Einsicht in den Verlauf der Geschäftssituation. Neben den Sitzungen und Berichten informiert sich der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand.
Der Aufsichtsrat hat im Hinblick auf die entsprechende Änderung des Corporate Governance Kodex folgende konkrete Ziele für die zukünftige Bestellung von Vorstandsmitgliedern und die Besetzung des Aufsichtsrats beschlossen, die der bisherigen Praxis entsprechen:
―
Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität
―
Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder
| ― | Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerben sind zu vermeiden. |
| ― | Ausreichende Zeit der Aufsichtsratsmitglieder zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben |
―
Mindestens ein Aufsichtsrat besitzt
| ― | Erfahrungen in der Unternehmensführung |
| ― | gute Kenntnisse und einschlägige Erfahrungen in grundlegenden und aktuellen Fragen der Rechnungslegung, Abschlussprüfung und des Risikomanagements |
| ― | einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen mit dem Kapitalmarkt |
| ― | Kenntnisse im Gesellschaftsrecht, insbesondere im Aktienrecht |
| ― | technische Branchenerfahrung |
―
Berücksichtigung einer Altersgrenze von 70 Jahren
Im Hinblick auf das Ziel Vielfalt lässt sich der Aufsichtsrat von dem Grundsatz leiten, dass eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen ist.
Durch diese Ziele ist gewährleistet, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
Mindestens einmal jährlich prüft der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit im Rahmen einer strukturierten Selbstevaluierung.
Vergütungsbericht
Der folgende Bericht erläutert die Struktur und die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.
Vergütung des Vorstands
Grundvergütung
Die Vorstandsmitglieder Peter Abel, Henning Döring und Oliver Höfer erhalten ein erfolgsunabhängiges Grundgehalt und sonstige Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse).
Variable Vergütung (kurzfristig) - Oliver Höfer
Die variable Vergütung mit kurzfristiger Orientierung für Oliver Höfer wird als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. EUR übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt.
Variable Vergütung (langfristig) - Oliver Höfer
Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt.
Variable Vergütung (kurz- und langfristig) - Henning Döring
Die variable Vergütung mit kurz- und langfristiger Orientierung basiert auf einem Kriterienkatalog, der kurz- und langfristige Ziele für das betreffende Geschäftsjahr enthält und vom Aufsichtsrat jährlich festgelegt wird. Kurz- und langfristiger Bonus sind gedeckelt auf einen Betrag von 30% der Fixvergütung.
Die Vergütung von Peter Abel erhält keine variablen Vergütungsbestandteile.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung beliefen sich die Bezüge des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 100. Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2014 nicht gewährt.
Zusammengefasster Lagebericht
1. GRUNDLAGEN DES KONZERNS
Geschäftstätigkeit
Die PVA TePla-Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Wettenberg, Deutschland, bietet ihren Kunden Anlagen zur Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger Werkstoffe, die unter hoher Temperatur, Vakuum, zum Teil unter Druck und im Plasma prozessiert werden.
Der Markt für diese Systeme ist immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel die 300mm-Silizium (Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, hochreine (Si)-Wafer aus Floatzonematerial sowie Wafer aus Siliziumcarbid (SiC) für die Hochleistungselektronik, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt, Produktionstechnologien für Metallpulver - zum Beispiel für Hartmetalle -, Produktionstechnologien für Mikrosensoren (MEMS, Micro-Electro-Mechanical-Systems) und leuchtstarke Lichtquellen aus Halbleiter-Dioden (HB LED - High Brightness Light Emitting Diodes), die Technologie zur Herstellung ultra-dünner Wafer, aber auch Oberflächenbehandlungssysteme zur Erzeugung hydrophober Schichten auf elektronischen Bauteilen und für Kunststoffe in der Life Science-Industrie. Im Produktportfolio befinden sich zudem Inspektions- und Analysegeräte zur zerstörungsfreien Qualitätsprüfung (Metrologie). Durch sie werden die Hersteller von Hightech-Materialien und von komplexen Halbleiterbauteilen in die Lage versetzt, die immer höher werdenden Qualitätsanforderungen zu gewährleisten.
Hightech-Werkstoffe werden unumstritten auch in Zukunft auf Herstellungsprozesse im Vakuum und unter hoher Temperatur angewiesen sein, so dass für die Produkte und Technologien der PVA TePla auf dem Weltmarkt sehr gute Absatzchancen vorhanden sein werden.
Berichtssegmente
Die PVA TePla-Gruppe gliedert ihr Geschäft in zwei Geschäftsbereichen (GB): Industrial Systems und Semiconductor Systems. Die Grafik bietet einen Überblick über die organisatorischen Einheiten und die Zuordnung der Tochtergesellschaften zu den Geschäftsbereichen:
INDUSTRIAL SYSTEMS
PVA TePla AG / Vacuum Systems, Wettenberg1
PVA Industrial Vacuum Systems GmbH, Wettenberg
PVA Control GmbH, Wettenberg
PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena
PlaTeG GmbH, Wettenberg
PVA TePla (China) Ltd., Peking, VR China
SEMICONDUCTOR SYSTEMS
PVA TePla AG / Crystal Growing Systems, Wettenberg1
PVA Crystal Growing Systems GmbH, Wettenberg
PVA TePla Danmark, Frederikssund, Dänemark1
PVA TePla AG / Plasma Systems, Kirchheim1
PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH, Kirchheim
PVA TePla America Inc., Corona, Kalifornien, USA
PVA TePla Singapore Pte. Ltd., Singapur
PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen
Munich Metrology GmbH, Kirchheim
PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, Jena
Xi'an HuaDe CGS Ltd., Xi'an, VR China
1 Operative Einheiten der PVA TePla AG
ÄNDERUNGEN IN DEN BERICHTSSEGMENTEN
Gegenüber dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2013 hat sich in 2014 eine Reihe von Änderungen in den Berichtssegmenten ergeben. Zum einen rühren diese durch die bereits berichtete Fortführung des ehemaligen GB Solar Systems als Produktbereich im GB Semiconductor Systems ab Januar 2014 her - somit verfügt die PVA TePla-Gruppe nur noch über zwei Geschäftsbereiche, zum anderen sind zur Vorbereitung der Neuorganisation der PVA TePla-Gruppe ab 2015 neugegründete Tochtergesellschaften hinzugekommen.
Im Rahmen der mit Zustimmung der letztjährigen ordentlichen Hauptversammlung zum 1. Januar 2015 durchgeführten Neuorganisation, wurden 2014 entsprechend zwei Tochtergesellschaften mit dem Ziel gegründet, das operative Geschäft der Produktbereiche Vakuumanlagen und Kristallzuchtanlagen einschließlich Floatzoneanlagen in diese Gesellschaften im Wege von Betriebspachtverträgen einzugliedern. Die PVA Industrial Vacuum Systems GmbH (PVA IVS) wird ab Januar 2015 im Geschäftsbereich Industrial Systems die Produktbereiche Vakuumanlagen und Plasmanitrieranlagen fortführen, im Geschäftsbereich Semiconductor Systems wird die PVA Crystal Growing Systems GmbH (PVA CGS) den Produktbereich Kristallzuchtanlagen für den Halbleiter- und Solarmarkt fortführen. Der Produktbereich Plasmaanlagen wird in die bereits bestehende Tochtergesellschaft PVA TePla Metrology Systems GmbH, nun umfirmiert in PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH (PVA MPS), überführt.
Die PVA TePla AG wird ab dem 1. Januar 2015 als reine Führungs- und Funktionsholding fungieren.
Im Zusammenhang mit der Neuorganisation und zur weiteren Verschlankung der Unternehmensstrukturen wurden 2014 die JenaWave GmbH auf die PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH und die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH auf die Zwischenholding PVA Jena Immobilien GmbH verschmolzen. Die letztere Gesellschaft wurde im Nachgang wiederum in PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH umbenannt. Die Tätigkeiten an der Betriebs- und Produktionsstätte für den Bau von Floatzone-Kristallzuchtanlagen in Frederikssund/Dänemark wurden Ende 2014 eingestellt. Die Fortführung des Geschäfts wird aus Wettenberg betrieben werden.
Rückwirkend zum 1. Januar 2015 werden die PlaTeG GmbH sowie die Munich Metrology GmbH auf die operativen Einheiten PVA IVS bzw. PVA MPS verschmolzen.
Resultierend aus der Reduzierung der Zahl der Tochtergesellschaften und Buchungskreise wird in Zukunft eine deutliche Verschlankung der Unternehmensorganisation mit einer entsprechenden Senkung der Kostenbasis erreicht werden.
Unternehmenssteuerung
Zur Steuerung des Konzerns verwendet die PVA TePla-Gruppe operative Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Konzernumsatz, Bruttoergebnis (Bruttomarge), EBIT (EBIT-Marge), Periodenergebnis und Segmentergebnis), Bilanzkenngrößen wie Eigenkapitalquote sowie Kennzahlen zur Liquiditätslage wie Liquiditätsbestand, Nettofinanz-position und Liquiditätsreserven.
Bedeutsamste finanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung der Ertragslage sind der Konzernumsatz, das Bruttoergebnis und das operative Ergebnis (EBIT) mit der daraus resultierenden EBIT-Marge. Diese Kennzahlen werden auch auf Segmentebene als wichtige interne Steuerungsgröße monatlich ermittelt.
Die Auftragslage wird durch die entsprechenden Kennzahlen zum Auftragseingang und Auftragsbestand monatlich auf Segmentebene ermittelt. Das ermittelte Book-to-Bill-Ratio stellt das Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz innerhalb eines bestimmten Zeitraums dar. Bei einem Book-to-Bill-Ratio größer als 1 sind also die Auftragseingänge höher als der Umsatz, so dass in Zukunft von steigenden Umsätzen ausgegangen werden kann. Liegt das Book-to-Bill-Ratio unterhalb von 1, ist in Zukunft tendenziell von sinkenden Umsätzen auszugehen.
Zur Steuerung der Liquiditätslage wird - neben der Überwachung der Zahlungsziele von Kunden und Lieferanten -laufend der Liquiditätsbestand sowie die Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien und Avallinien überwacht und auf monatlicher Basis eine rollierende Liquiditätsvorschau ermittelt. Quartalsweise wird zudem die Nettofinanz-position - als Saldo aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten und dem Kassenbestand - berichtet. Jährlich erfolgt eine Überprüfung des gruppenweiten und segmentbezogenen Gesamtkapitalkostensatzes (Weighted Average Cost of Capital - WACC) sowie des durchschnittlichen Fremdkapitalkostensatzes.
PVA TePla - Kernsteuerungsgrößen
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| Profitabilität | Auftragslage | Liquidität |
| Konzernumsatz | Auftragseingang | Liquiditätsbestand sowie die Liquiditätsreserven |
| Bruttoergebnis (= Umsatz abzüglich Herstellungskosten des Umsatzes) | Book-to-Bill-Ratio (Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz innerhalb eines bestimmten Zeitraums) | Nettofinanzposition (Saldo aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten und dem Kassenbestand) |
| Operatives Ergebnis (EBIT) | Auftragsbestand |
Forschung und Entwicklung
Die Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen im Berichtszeitraum im Konzern bei 2,0 Mio. EUR (VJ: 2,6 Mio. EUR) und waren somit gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig, da in 2013 der Personalbestand im Kristallzuchtzentrum in Wettenberg sowie am Standort Jena reduziert worden war. Hierbei sei erwähnt, dass die PVA TePla-Gruppe häufig auch Produkt- und Prozessweiterentwicklungen im Rahmen von Kundenaufträgen durchführt und die diesbezüglichen Aufwendungen daher nicht in den Forschungs- und Entwicklungskosten ausgewiesen werden. Im Folgenden werden einige Beispiele an Entwicklungen aus den einzelnen Geschäftsbereichen aufgezeigt:
Im GB Industrial Systems erfolgen F&E-Arbeiten weitgehend im Rahmen von bezahlten Kundenaufträgen; diese Kosten werden daher als Herstellungskosten des Umsatzes gebucht und nicht gesondert ausgewiesen. Die anteiligen F&E-Leistungen betragen 10% der gesamten Konstruktionsleistung. 90% der Konstruktionsleistung sind kundenspezifische Anlagenanforderungen. Im Rahmen mehrerer Kundenaufträge für Hochvakuum-Öfen zum Diffusionsschweißen mit hydraulischer Presseinrichtung ("Hot Press") wurde eine Prozesssteuerung entwickelt, die es erlaubt, die Presskräfte bei gleichzeitiger Wegbegrenzung bzw. den Presshub mit entsprechender Presskraftbegrenzung höchst genau zu regeln. Dies ermöglicht dem Anwender die Kontrolle über bleibende Verformungen im Diffusionsschweißprozess. Diese Anlagen beinhalten auch eine entwickelte hochgenaue Presskraftverteilung (bis 250t) über der gesamten Pressfläche von 600 x 800 mm. Diese Funktionen werden auch in drei weiteren bereits in Auftrag befindlichen Hot-Press Anlagen zum Diffusionsschweißen nachgerüstet. Die "Hot Press" ist vorgesehen für die Entwicklung und Anwendung von Diffusionsschweißprozessen (Materialverbindung ohne Zusatzwerkstoffe) verschiedener Werkstoffe in unterschiedlichen Anwendungsbereichen. Mit diesem Anlagentyp können zum einen größere Werkstücke als auch eine größere Bandbreite härterer Materialien zusammengefügt werden. Aktuell entwickelt PVA TePla für einen Kundenauftrag die größte Heißpresse Europas.
Im Geschäftsbereich Semiconductor Systems wurde im Produktbereich Plasmaanlagen die Entwicklung für ein neues High Speed System zum Aktivieren und Reinigen von Oberflächen im Niederdruck-Plasma mit Auslieferung und Abnahme an einen der führenden Halbleiterhersteller (Advanced Packaging) in Asien abgeschlossen. Diese Inline-Anlage bietet dem Kunden mit einem hohen Durchsatz eine deutliche Produktivitätssteigerung. Die zugehörige Sensorik und Datenerfassung ist integraler Bestandteil zur Qualitätssicherung und Produkt-Nachverfolgung: Jedes behandelte Substrat - zum Beispiel Leiterplatten (Lead frames) - wird im Prozessverlauf erfasst und mit den dazugehörigen Prozess-Parametern für eine Auswertung - wie es zunehmend von der Automobilindustrie und Herstellern von mobilen Kommunikationsgeräten verlangt wird - zur Verfügung gestellt. Die Anlage hebt sich hierdurch deutlich vom Wettbewerb ab. Eine weitere Entwicklung, die mit einem Kundenauftrag unterstützt wurde, betrifft eine Single Wafer Anlage für Waferdurchmesser bis max. 200mm. Diese Anlage zielt speziell auf die bedeutenden Märkte für Leistungs- sowie Verbindungshalbleiter ab. Für den Leistungshalbleitermarkt, für den Markt der Licht Emittierenden Dioden (LED) und für den stetig wachsenden Markt der Mikro Elektronischen Mechanischen Systeme (MEMS) hat der Produktbereich Plasmaanlagen eine vollautomatisierte Microwellen-Plasmaanlage zum Entfernen von Fotolacken entwickelt. Bei der Produktion von Bausteinen der Mikroelektronik und -systemtechnik werden diese Fotolacke für die fotolithografische Strukturierung im Submikrometerbereich benötigt. Die Fotolacke können nach den Strukturierungsprozessen in der neuen Anlage "GIGAfab MODULAR" mittels eines mikrowellenangeregten Sauerstoffplasmas optimal entfernt werden. Der Aufbau ist konsequent modular und ist somit durch das Hinzufügen von weiteren Prozesskammern eine mitwachsende Anlage, die sich der Produktionskapazitätssteigerung der Kunden anpasst. Die Markteinführung der GIGAfab MODULAR ist gegen Ende des ersten Quartals 2015 geplant.
Im Produktbereich Analytical Systems wurden die Entwicklungen zur neuen Serie von Ultraschall-Mikroskopen, der "Dual Gantry Systeme" in vollautomatisierte Wafer-Inspektionssysteme abgeschlossen. Die jetzt im Markt eingeführten Dual Gantry Systeme erlauben höhere Scan-Geschwindigkeiten und besondere Stabilität der Datenaufzeichnung. Dies hat insbesondere sowohl bei der Wafer Inspektion als auch in den Bereichen des Halbleiter-Packagings (Packaging: Chip wird mit einem Trägermaterial (Substrat) verbunden, also zum Beispiel die Einbringung in ein Gehäuse (Package) und elektrische Kontaktierung) und der Inspektion von DCB-Modulen (Direct Copper Bond = Neue Technologie zur Herstellung von integrierten Schaltungen) im Bereich elektrischer Antriebskonzepte in der Automobilindustrie immer stärkere Bedeutung. Des Weiteren wurden der erste Prototyp eines automatischen Fokus-Verfahrenssystems sowie eine neue Benutzeroberfläche für Ultraschall-Rastermikroskope an Fehleranalysesystemen erfolgreich getestet. Darüber hinaus wurde in diesem Produktbereich für die Ultraschallmesssysteme die Entwicklung auf dem Gebiet akustischer Transducer weitergeführt. Die Baureihe der 200-300 MHz Technologie, die mit einer Auflösung von 5 Mikrometer arbeitet, wurde stärker an die geforderten Anwendungen angepasst und kann applikationsspezifisch konfiguriert werden. Das neue GHz SAM (Scanning Acustic Microscope) verfügt jetzt über eine erheblich präzisere Steuerung des Scanning Systems mit einer weiter vervollständigten graphische Benutzeroberfläche.
Übernahmerelevante Angaben
Im Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.
ZUSAMMENSETZUNG DES GEZEICHNETEN KAPITALS
Zum 31. Dezember 2014 setzt sich das gezeichnete Kapital der PVA TePla AG aus 21.749.988 nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR zusammen.
BESCHRÄNKUNGEN, DIE STIMMRECHTE ODER DIE ÜBERTRAGUNG VON AKTIEN BETREFFEN
Beschränkungen von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien liegen nicht vor.
BETEILIGUNGEN AM KAPITAL, DIE 10% DER STIMMRECHTE ÜBERSCHREITEN
Nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen hatte am 31. Dezember 2014 die PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg, einen Anteil von mehr als 10% an den Stimmrechten.
AKTIEN MIT SONDERRECHTEN, DIE KONTROLLBEFUGNISSE VERLEIHEN
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
STIMMRECHTSKONTROLLE VON AM KAPITAL DES UNTERNEHMENS BETEILIGTEN ARBEITNEHMERN
Es liegt keine Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern vor.
ERNENNUNG UND ABBERUFUNG DER VORSTANDSMITGLIEDER
Die Bestellung der Vorstände der PVA TePla AG erfolgt gemäß § 84 AktG und nach § 6, Artikel 2 und 3 der Satzung der PVA TePla AG. Dort ist Folgendes geregelt:
| ― | Artikel 2: Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestimmung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands. |
| ― | Artikel 3: Die Bestellung eines Vorstandsmitglieds endet in jedem Fall mit der Vollendung des 65. Lebensjahres. |
BEFUGNISSE DES VORSTANDS ZUR AKTIENAUSGABE ODER ZUM AKTIENRÜCKKAUF
Zum 31. Dezember 2014 hat der Vorstand die Ermächtigung der Hauptversammlung, im Rahmen des genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 10.874.994,00 neue Aktien bis zum 30. Juni 2017 auszugeben. Der Vorstand hat des Weiteren die Ermächtigung der Hauptversammlung, Aktien der Gesellschaft in Höhe von 10% des derzeitigen Grundkapitals bis zum 18. Juni 2018 zurückzukaufen.
VEREINBARUNGEN DER GESELLSCHAFT, DIE UNTER DER BEDINGUNG EINES KONTROLLWECHSELS INFOLGE EINES ÜBERNAHMEANGEBOTS STEHEN
Die aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Banken gehen von einer im Wesentlichen unveränderten Struktur der Gesellschafterverhältnisse aus und sehen für den Fall des Kontrollwechsels Neuverhandlungen bzw. in einem Fall ein Kündigungsrecht seitens der Bank vor. Ebenfalls sehen die Bestimmungen für ein öffentlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein Sonderkündigungsrecht des Fördergebers im Fall des Kontrollwechsels vor. Darüber hinaus liegen keine Vereinbarungen der Gesellschaft vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.
CHANGE OF CONTROL-KLAUSEL
Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) erhalten die Vorstandsmitglieder Leistungen, die 150% des Abfindungs-Caps (Wert von zwei Jahresvergütungen einschließlich Nebenleistungen) nicht überschreiten sollen.
Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB mit dem Vergütungsbericht sind als Teil des Corporate Governance Berichts auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich "Investor Relations - Corporate Governance" oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance einsehbar. Der Vergütungsbericht enthält die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems gemäß § 289 Nr. 5 HGB und ist auch Bestandteil des Konzernabschlusses 2014 der PVA TePla AG.
Abhängigkeitsbericht
Die PA Beteiligungsgesellschaft mbH verfügte auf der Hauptversammlung 2014 der PVA TePla AG über die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Vorstand der PVA TePla AG hat daher für das Geschäftsjahr 2014 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.
Der Bericht für das Geschäftsjahr 2014 enthält folgende Schlusserklärung des Vorstands: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen."
2. WIRTSCHAFTSBERICHT
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD
Die PVA TePla-Gruppe als Hersteller von Investitionsgütern war im vergangenen Jahr von der fortlaufend schwachen Entwicklung der Weltkonjunktur betroffen. Stichpunktartig ist die Wirtschaftsentwicklung der für die PVA TePla-Gruppe wichtigsten Regionen dargestellt:
| ― | Im Euroraum ist ein leichter Zuwachs des BIP in Höhe von 0,8% in 2014 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen gewesen. |
| ― | In China lag das BIP-Wachstum mit 7,4% in 2014 auf einem gegenüber den vergangenen Jahren niedrigerem Niveau. |
| ― | In den USA lag das Wachstum des BIP 2014 mit 2,5% gegenüber dem Vorjahr noch deutlich unter dem in den 10 Jahren vor der Finanzkrise erreichten Wachstum von durchschnittlich 4,2%. |
ENTWICKLUNG DER BRANCHEN
Die PVA TePla-Gruppe sah sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in einigen Produktgruppen einem weiterhin ausgesprochen schwierigen Marktumfeld gegenüber. Der Hartmetallmarkt - der bisher größte Einzelmarkt für den Produktbereich Vakuumanlagen - verzeichnete weiterhin Stagnation und konnte daher im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht an die Anlagenumsätze vergangener Jahre anknüpfen. Der Halbleitermarkt verzeichnete weiterhin fallende Preise für Wafer. Da viele Kapazitäten für kleinere Wafer-Durchmesser aus dem Markt genommen worden sind, arbeiten deren Hersteller im Bereich der 300mm Wafer mehr und mehr an ihren Kapazitätsgrenzen. Der Halbleitermarkt insgesamt verzeichnete 2014 einen deutlichen Anstieg der Ausrüstungsinvestitionen in Höhe von rund 16%. Der Photovoltaikmarkt war 2014 wie schon in den vergangenen Jahren weiterhin von hohen Überkapazitäten gekennzeichnet, die die Investitionsbereitschaft von Seiten der Kunden weiterhin hemmten.
| ― | 2014 erzielte der deutsche Maschinenbau nach Aussage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) eine Steigerung des Auftragseingangs von rund zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr |
| ― | In der Halbleiterindustrie sind die globalen Sachinvestitionen 2014 gegenüber 2013 um rund 13% gestiegen. |
| ― | Der Photovoltaikmarkt ist - auch bei einer deutlichen Steigerung des PV-Zubaus von 18% auf 45GW 2014 - nach wie vor von Produktionsüberkapazitäten geprägt gewesen. |
Geschäftsverlauf
UMSÄTZE
Die PVA TePla-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2014 einen um 12,2% höheren Konzernumsatz auf 71,9 Mio. EUR (VJ: 64,1 Mio. EUR). Der Anstieg des Umsatzes begründet sich durch höheren Auftragseingang im zweiten Halbjahr 2013. In Deutschland wurden 29% (VJ: 30%) des Konzernumsatzes erzielt. Die Bedeutung des asiatischen Markts ist weiterhin sehr hoch und durch den Anstieg der Umsätze im Halbleitersegment weiter gewachsen. 52% (VJ: 40%) des Gesamtumsatzes entfielen auf diese Region. 11 % (VJ: 16%) des Gesamtumsatzes wurden im europäischen Ausland erzielt. Auf Nordamerika entfielen 7% (VJ: 10%) des Gesamtumsatzes. Die übrigen Regionen trugen 1 % zum Gesamtumsatz bei (VJ: 4%).
Im folgenden Abschnitt werden die Umsätze der zwei Geschäftsbereiche Industrial Systems und Semiconductor Systems im Einzelnen dargestellt.
Der GB Industrial Systems erzielte einen Umsatz in Höhe von 35,6 Mio. EUR (VJ: 28,7 Mio. EUR). Der Umsatzanteil am Konzerngesamtumsatz belief sich auf 49%. Der Anstieg rührt in erster Linie aus der verbesserten Auftragseingangslage im 2. Halbjahr 2013 her. Anlagen zur Graphitreinigung, die in den vergangenen Jahren aus diesen Märkten stark nachgefragt worden waren, trugen 2014 nur in sehr geringem Maße zum Umsatz im GB Industrial Systems bei. Sinteranlagen zur Hartmetallherstellung machten rund 50% des Anlagenumsatzes im Produktbereich Vakuumanlagen aus. Auch in absoluten Zahlen war der Umsatz dieses Anlagentyps höher als im Geschäftsjahr 2013. Der Umsatz durch Systeme zum Löten von Materialien, wie zum Beispiel Vakuumschaltkammern für die Elektroindustrie ist 2014 stabil geblieben. Erfreulich war der deutliche Umsatzanstieg durch Schmelz- und Gießanlagen. Für einen großen deutschen Stahlhersteller und einen russischen Kunden wurden Anlagen ausgeliefert.
Der Umsatz im GB Semiconductor Systems belief sich 2014 auf 36,3 Mio. EUR (VJ: 35,4 Mio. EUR) und trug somit 51% zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Kristallzuchtanlagen für die Halbleiterindustrie führten zu diesem leichten Umsatzanstieg. Die Produktbereiche Metrologiesysteme sowie Plasmasysteme, wichtige Elemente für Technologieunternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette der Chipherstellung hinweg, haben ein Umsatzniveau auf Vorjahresniveau erreicht.
Die PVA TePla AG weist in ihrem Einzelabschluss einen Umsatz von 53,9 Mio. EUR (VJ: 72,5 Mio. EUR) aus. Der Rückgang begründet sich durch die Verschiebung der Umsatzrealisierungszeitpunkte nach HGB (mit Gefahrenübergang) und IFRS (gem. Leistungsfortschritt nach Percentage-of-Completion-Methode) und den schwankenden Auftragseingängen.
AUFTRAGSEINGANG
Im Geschäftsjahr 2014 entwickelte sich der Auftragseingang des Konzerns mit 672 Mio. EUR gegenüber dem Vorjahreszeitraum (80,1 Mio. EUR*) deutlich schwächer. Die Book-to-Bill-Ratio auf Konzernebene spiegelt dieses Bild mit einem Wert von 0,9 (VJ: 1,2*) wider. Der Auftragseingang des GB Industrial Systems entwickelte sich deutlich schwächer als in der Vorjahresperiode, der GB Semiconductor Systems konnte einen leicht höheren Auftragseingang erzielen.
Der GB Industrial Systems erreichte einen Auftragseingang in Höhe von 273 Mio. EUR (VJ: 46,7 Mio. EUR) und trug damit 40% zum Gesamtauftragseingang bei. Der Auftragseingang 2014 verlief auf einem wesentlich niedrigeren Niveau als 2013 und betraf nahezu alle Bereiche. Zu berücksichtigen ist an dieser Stelle ein großer Auftrag 2013 aus Indien im Zusammenhang mit dem Fusionsreaktor ITER. Rund 80% der Bestellungen für Vakuumanlagen kamen aus dem Ausland, wobei gut 50% aller Aufträge wiederum auf Kunden in Asien entfallen. Anlagen zur Herstellung von Hartmetall machten 2014 zwar weiterhin rund 50% des Auftragseingangs aus, die Zahl der Aufträge ist jedoch aufgrund des erheblichen Kapazitätsaufbaus im Bereich Hartmetall in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Auch der Auftragseingang für Lötsysteme ist nicht zufriedenstellend verlaufen. Erfreulicherweise konnten sich Systeme zur Graphitreinigung - auch hervorgerufen durch weitergehende Investitionen in die Waferfertigung in der Halbleiterindustrie - auf dem Vorjahresniveau stabilisieren.
Der Geschäftsbereich Semiconductor System verzeichnete 2014 mit 39,9 Mio. EUR einen höheren Auftragseingang als im Vorjahr (VJ: 33,4 Mio. EUR* ) bzw. 60% am Gesamtauftragseingang der PVA TePla-Gruppe. Der Halbleitermarkt wies 2014 steigende Anlageninvestitionen auf, von denen auch die PVA TePla-Gruppe profitierte. Insbesondere im Produktbereich Kristallzuchtanlagen für die Halbleiterindustrie machte sich die gestiegene Investitionsbereitschaft insbesondere für die 300mm-Technologie bemerkbar. Den größten Anteil am Auftragseingang hatten im GB Semiconductor Systems Bestellungen von Plasmaanlagen.
Bei einer isolierten Betrachtung der PVA TePla AG ist der Auftragseingang von 62,1 Mio. EUR* im Vorjahreszeitraum auf 49,8 Mio. EUR 2014 zurückgegangen. Darin ist der Wert von Aufträgen anderer Konzerngesellschaften in Höhe von 4,3 Mio. EUR (VJ: 3,2 Mio. EUR) enthalten. Insbesondere die 2014 gefallene Nachfrage im Produktbereich Vakuumanlagen führte zu diesem niedrigeren Auftragseingang.
AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand der PVA TePla-Gruppe wird nach Abzug der gemäß Fertigstellungsgrad bereits berücksichtigten Umsätze (Teilumsatzrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode, PoC) ausgewiesen. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2014 über einen Auftragsbestand in Höhe von 37,9 Mio. EUR (VJ: 43,8 Mio. EUR* ). Der GB Industrial Systems verfügt zum 31.12.2014 über einen Auftragsbestand in Höhe von 20,3 Mio. EUR (VJ: 29,0 Mio. EUR). Der Auftragsbestand des GB Semiconductor Systems beträgt 17,6 Mio. EUR (VJ: 14,8 Mio. EUR).
Der Auftragsbestand der PVA TePla AG - in der Einzelbetrachtung zu Nominalwerten entsprechend der deutschen Rechnungslegung - liegt bei 45,7 Mio. EUR (VJ: 55,4 Mio. EUR* ).
* Wie in der Pressemitteilung vom 30. Mai 2014 mitgeteilt, wurde der Auftragsbestand im zweiten Quartal 2014 von zurzeit nicht zu realisierenden Aufträgen bereinigt. In diesem Zusammenhang wurde der Auftragseingang des GB Semiconductor Systems bzw. im AG-Abschluss in der Vorjahresperiode um 8,5 Mio. EUR, der Auftragsbestand um 10,1 Mio. EUR bereinigt.
PRODUKTION
Die Produktion der Systeme und Anlagen sowie das Contract Processing erfolgten im Inland in 2014 an den Standorten Wettenberg, Westhausen und Jena. Im Ausland wurde an den Standorten Corona in den USA und Frederikssund in Dänemark produziert. Der Produktionsstandort Frederikssund wurde zum 31.12.2014 im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen geschlossen. Die Fertigungstiefe wurde in allen Bereichen weiterhin auf niedrigem Niveau gehalten. Eine eigene Teilefertigung findet nur in geringem Umfang statt. Dies führt zu einem prozentual relativ hohen Wareneinsatz, bietet jedoch die Möglichkeit, die benötigten Produktionskapazitäten im Fall von Schwankungen des Auftragseingangs flexibler an den eventuell veränderten Bedarf anzupassen.
Am Standort Jena waren 2014 die Produktionskapazitäten nach der Trennung von den Leiharbeitskräften und nach der Reduzierung der Personalstärke 2013 ausgelastet. Am Standort Wettenberg wurde auf Grund des geringen Auftragseingangs und Auftragsbestands im Rahmen eines Restrukturierungsprogramms Ende 2014 die Reduktion der Personalstärke ab Februar 2015 eingeleitet.
Lage
ERTRAGSLAGE
Im zweiten Quartal 2014 wurde die Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2014 von 90 bis 100 Mio. EUR auf 70 bis 80 Mio. EUR nach unten korrigiert. In der Folge wurden verschiedene Kostensenkungsmaßnahmen eingeleitet, um den Break-Even-Umsatz entsprechend an die adjustierte Umsatzbandbreite anzupassen. Neben der Schließung des Produktionsstandortes Dänemark wurden insbesondere am zentralen Produktionsstandort Wettenberg Personalreduktionsmaßnahmen eingeleitet. Die damit verbundenen Aufwendungen für Abfindungen und Freistellungen sowie die Wertberichtigungs- und Schließungskosten belasteten das Ergebnis in Höhe von 1,6 Mio. EUR. Darüber hinaus wurde das operative Ergebnis durch Wertberichtigungen für einen großen Solarauftrag in China sowie in Form von Auftragsstornierungen aus Russland und China sowie Insolvenzen im Solarsegment in Höhe von 2,5 Mio. EUR belastet.
Es wurde auf Basis dieser Maßnahmen und Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2014 ein Betriebsergebnis (EBIT) von -6,3 Mio. EUR (VJ: -9,5 Mio. EUR) und ein Konzernperiodenergebnis von -10,0 Mio. EUR (VJ: -7,4 Mio. EUR) erzielt. Die EBIT-Marge lag bei -8,8% (VJ: -14,9%). Die Umsatzrendite betrug -14,0% (VJ: -11,6%).
Auf Basis des Konzernumsatzes von 71,9 Mio. EUR (VJ: 64,1 Mio. EUR) betrug das Bruttoergebnis 13,8 Mio. EUR (VJ: 8,5 Mio. EUR). Somit wurde eine Bruttomarge von 19,2% erzielt (VJ: 13,3%). Hauptursache für diese Verbesserung ist die deutlich verbesserte Auslastung der Kapazitäten auf Grund der in den letzten Jahren durchgeführten Kostensenkungsmaßnahmen.
Die Vertriebskosten beliefen sich auf 8,1 Mio. EUR (VJ: 78 Mio. EUR). Der leichte Anstieg ist auf das höhere Umsatzvolumen und die damit gestiegenen Vertriebsprovisionen zurückzuführen. Die Vertriebskosten beinhalten ebenso bereits Rückstellungen für die Ende 2014 getroffenen Personalmaßnahmen in Wettenberg. Die Verwaltungskosten sind auf Grund der 2013 begonnenen Personalmaßnahmen auf 7,1 Mio. EUR (VJ: 8,2 Mio. EUR) gefallen. Sie beinhalten noch Aufwendungen für Abfindungen aufgrund der Ende 2014 in Wettenberg durchgeführten Personalmaßnahmen. Die F&E-Kosten sind auf 2,0 Mio. EUR (VJ: 2,6 Mio. EUR) zurückgegangen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag bei -2,9 Mio. EUR (VJ: 0,5 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2,7 Mio. EUR (VJ: 2,8 Mio. EUR) beinhalten i. W. Erträge aus Fördermitteln im Rahmen der F&E-Projekte, Erträge aus Kursdifferenzen sowie aus Auflösungen von Rückstellungen.
Da das operative Ergebnis und die einzelnen Funktionskosten durch Einmalaufwendungen für Abfindungen, Wertberichtigungen, sonstige Restrukturierungskosten einerseits und Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen andererseits beeinflusst wurden, gibt die folgende Darstellung einen Überblick über die Höhe der Sondereffekte und ihre Zuordnung zu den Funktionskosten:
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| in TEUR | 01.01.31.12.2014 | Sondereffekte Gesamt | 2014 bereinigt |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 71.880 | 0 | 71.880 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -58.056 | 1.007 | -57.049 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 13.824 | 1.007 | 14.831 |
| Vertriebskosten | -8.074 | 136 | -7.937 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -7.098 | 672 | -6.426 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | -2.026 | 0 | -2.026 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.671 | -889 | 1.782 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.602 | 3.077 | -2.525 |
| Betriebsergebnis | -6.305 | 4.003 | -2.302 |
| Bruttomarge | 19,2 % | 20,6 % | |
| Overhead-Kosten | -20.129 | -17.133 |
Die Sondereffekte beliefen sich auf insgesamt 4,0 Mio. EUR und belasteten in Höhe von 1,0 Mio. EUR die Herstellungskosten des Umsatzes; darin enthalten sind 0,5 Mio. EUR an Wertberichtigungen auf Vorräte des ehemaligen Standortes Dänemark und 0,5 Mio. EUR an Abfindungen für die Anpassung der Personalkapazitäten an die reduzierten Auftragsbestände an den Standorten Dänemark und Wettenberg. Durch Abfindungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR wurden die Vertriebskosten belastet. Die Verwaltungskosten enthalten einmalige Rechts- und Beratungsaufwendungen im Zusammenhang mit der eingeleiteten Neuorganisation und geplanten Refinanzierung von 0,3 Mio. EUR, Abfindungen von 0,3 Mio. EUR sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Standortes Dänemark. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Wertberichtigungen auf künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen für nicht mehr zur Realisierung gelangte Projekte im Solarbereich und in Russland in Höhe von 2,5 Mio. EUR sowie Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 0,5 Mio. EUR enthalten. Die um die Sondereffekte bereinigte Bruttomarge des abgelaufenen Geschäftsjahres lag bei 20,6% und damit um 0,9% über der bereinigten Bruttomarge des Vorjahres (19,7%). Das bereinigte EBIT lag bei -2,3 Mio. EUR (VJ: -3,3 Mio. EUR).
Das relativ geringe Umsatzvolumen sowie die oben erwähnten Restrukturierungsmaßnahmen wirkten sich in beiden Geschäftsbereichen aus. Im GB Industrial Systems lag das EBIT bei -0,9 Mio. EUR (VJ: -3,0 Mio. EUR). Im GB Semiconductor Systems wurde ein EBIT von -5,4 Mio. EUR (VJ: -6,6 Mio. EUR) erzielt.
Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei -1,1 Mio. EUR (VJ: -0,8 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern betrug -7,5 Mio. EUR (VJ: -10,3 Mio. EUR) und das Jahresergebnis -10,0 Mio. EUR (VJ: -74 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf -2,5 Mio. EUR (VJ: +2,9 Mio. EUR) und setzen sich zusammen aus laufendem Steueraufwand in Höhe von -0,1 Mio. EUR (VJ: -1,2 Mio. EUR) und einem Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von -2,4 Mio. EUR (VJ: +4,1 Mio. EUR).
Aufgrund der Volatilität im Marktumfeld und den wiederholten Planabweichungen in den letzten Jahren wurde der Zeitraum für die Bestimmung der Realisierbarkeit von Verlustvorträgen auf drei Jahre begrenzt. Sofern aus dem aktuellen Budget für die Jahre 2015 bis 2017 eine Inanspruchnahme von Verlustvorträgen realistisch erscheint, wurden Verlustvorträge in den aktiven latenten Steuern angesetzt. Umgekehrt wurden Verlustvorträge, deren Realisierbarkeit erst nach 2017 wahrscheinlich ist, nicht oder nicht mehr aktiviert. Infolge dieser Begrenzung des Prognosezeitraums ergab sich eine aufwandswirksame Korrektur von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von 2,4 Mio. EUR.
Im Geschäftsjahr 2014 hat die PVA TePla AG Umsatzerlöse in Höhe von 53,9 Mio. EUR (VJ: 72,5 Mio. EUR) erzielt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug 4,8 Mio. EUR (VJ: 73 Mio. EUR). Die Bruttomarge lag bei 8,9% (VJ: 10,0%). Aufgrund der mangelnden Anwendbarkeit einer Gewinnrealisierung nach Auftragsfortschritt (Percentage of Completion gem. IAS 11) im handelsrechtlichen Jahresabschluss wurden Wertberichtigungen in Höhe von 2,1 Mio. EUR auf Vorräte für Solaraufträge nach HGB nicht in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen, sondern in den Herstellungskosten. Folglich war die Bruttomarge in Höhe von 3,9% durch die genannten Wertberichtigungen belastet. Die Vertriebskosten lagen mit 5,7 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 5,3 Mio. EUR, die Verwaltungskosten lagen bei 5,0 Mio. EUR (VJ: 5,7 Mio. EUR). Die F&E-Kosten betrugen 1,0 Mio. EUR (VJ: 1,2 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 5,6 Mio. EUR lagen ebenso über dem Vorjahreswert (3,8 Mio. EUR) wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 4,7 Mio. EUR (VJ: 3,5 Mio. EUR). Die Erträge aus Beteiligungen an Tochtergesellschaften betrugen 0,2 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR). Die Erträge aus der Ausschüttung von Ergebnissen der Tochtergesellschaften betrugen 1,6 Mio. EUR (VJ: 1,0 Mio. EUR). Die Aufwendungen aus den Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften betrugen 0,9 Mio. EUR (VJ: 2,7 Mio. EUR). Der Zinsaufwand belief sich auf 1,0 Mio. EUR (VJ: 1,1 Mio. EUR). Die Zinserträge erreichten 0,6 Mio. EUR (VJ: 0,7 Mio. EUR). Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 0,2 Mio. EUR (VJ: 0,1 Mio. EUR) umfassen Erträge aus dem Wiederaufleben eines Darlehensverzichts mit Besserungsschein gegenüber einer Tochtergesellschaft. Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich auf 0,02 Mio. EUR (VJ: 1,2 Mio. EUR). Insgesamt erzielte die PVA TePla AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -5,7 Mio. EUR (VJ: -6,0 Mio. EUR) und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -5,6 Mio. EUR (VJ: -7,4 Mio. EUR). Die Entwicklung der Ertragslage der PVA TePla AG ergibt sich im Wesentlichen aus denselben Gründen, die bereits bei der Entwicklung der Ertragslage des Konzerns angeführt werden.
Vergleich der Ertragslage mit der Prognose für 2014
Für das Geschäftsjahr 2014 hatte die PVA TePla-Gruppe einen Konzernumsatz in der Größenordnung zwischen 90 -100 Mio. EUR und ein positives operatives Ergebnis (EBIT)-Marge zwischen 2 - 4% erwartet. Diese Prognose wurde durch einen Auftragsbestand zum 31.12.2013 von 53,9 Mio. EUR und unter Berücksichtigung, dass der antizipierte Auftragseingang in der ersten Jahreshälfte 2014 noch umsatz- und ertragswirksam wird, unterlegt. Ende Mai 2014 wurde deutlich, dass zwei 2013 vertraglich zugesicherte Aufträge aus der Solarindustrie nicht zustande kommen werden. Der Auftragsbestand wurde daraufhin bereinigt und ein neues Umsatzziel in der Größenordnung von 70 - 80 Mio. EUR veröffentlicht. Zudem wurde im Laufe der ersten beiden Quartale 2014 deutlich, dass der Auftragseingang insbesondere im Produktbereich Vakuumanlagen weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Die in diesem Zusammenhang entstehenden fehlenden Ergebnisbeiträge durch den geringeren Konzernumsatz sowie aus Auftragsverschlechterungen von Projekten - überwiegend aus Aufträgen der Solarbranche - führten zu einer neuen Einschätzung auch des operativen Ergebnisses, das nun in einer Größenordnung von -6 Mio. EUR liegen sollte. Im Rahmen einer weiteren Kostenoptimierung des Konzerns hatte der Vorstand weiterhin beschlossen, die Betriebs- und Produktionsstätte für den Bau von Floatzone-Kristallzuchtanlagen in Frederikssund/Dänemark bis Ende 2014 zu schließen und die Fortführung des Geschäfts aus Wettenberg zu betreiben. Eine Restrukturierung des Standorts Wettenberg im November 2014 mit einer deutlichen Reduzierung der Personalkosten schloss sich diesen Maßnahmen an. Somit wurde eine Verringerung des Break Even mit dem Ziel erreicht, auch bei geringerem Umsatzniveau profitabel arbeiten zu können.
FINANZLAGE
Kapitalstruktur
Die PVA TePla AG konnte die operativen Belastungen und zahlungswirksamen Sondereffekte des Geschäftsjahres 2014 aus eigenen Mitteln sowie mit Bankendarlehen kompensieren und finanzieren. Zum Jahresende beläuft sich die Nettofinanzposition (Saldo aus Zahlungsmitteln und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) auf -6,9 Mio. EUR. Gemessen an der Bilanzsumme liegt der Nettoverschuldungsgrad damit bei 8 Prozent.
Der Jahresverlauf und insbesondere die Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen haben dazu geführt, dass wir den Dialog mit unseren Hausbanken intensiver gesucht und geführt haben. In der zweiten Jahreshälfte wurde eine Hausbank mandatiert bis Mitte 2015 einen Konsortialkredit über 10 Mio. EUR Mischlinie (Bar- und Avallinien) und 25 Mio. EUR Avallinien zu arrangieren. Aktuell belaufen sich die Barlinien, die zum Stichtag nur in Höhe von 0,1 Mio. EUR in Anspruch genommen waren, auf 14 Mio. EUR. Die Avallinien beliefen sich zum Stichtag auf 375 Mio. EUR und waren in Höhe von 14,9 Mio. EUR in Anspruch genommen.
Die PVA TePla AG hat mit Wirkung zum 3. März 2014 zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Januar 2023 zusammengefasst. Die Kündigung der Darlehen führt im Geschäftsjahr 2014 zu einem einmaligen und nicht zahlungswirksamen Aufwand in Höhe von 216 TEUR für die Auflösung von Disagien. Die Umfinanzierung erfolgte aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase auf Basis eines variablen 6-Monats-Euribor zuzüglich einer Marge von 0,65%. PVA TePla erwartet aus dieser Maßnahme im Vergleich zur bisherigen Immobilienfinanzierung kurz- und mittelfristig eine signifikante Zinsersparnis. Das neue Darlehen wurde mit bestehenden Zinssicherungsgeschäften über insgesamt 6.000 TEUR synchronisiert. Eine Effektivität zwischen neuem Grundgeschäft und bestehendem Sicherungsgeschäft konnte nach IFRS zum Stichtag jedoch nicht erreicht werden. Der negative Marktwert dieser Sicherungsgeschäfte valutierte zum 31. Dezember 2014 auf -972 TEUR; Marktwertveränderungen werden daher nach IFRS aufwandswirksam erfasst.
Im Jahresverlauf wurde ein durch Grundschulden besicherter Kreditrahmen (31.12.2014: 5.333 TEUR), der der Gesellschaft bis zum Dezember 2022 zur Verfügung steht, in Anspruch genommen.
Investitionen
Mit einem Wert von 0,9 Mio. EUR (VJ: 1,1 Mio. EUR) war das Investitionsvolumen im Jahr 2014 insgesamt etwas geringer als im Vorjahr. Diese Investitionen gehen im Wesentlichen auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung, technische Anlagen und Investitionen in IT-Software zurück.
Bei der Einzelbetrachtung der PVA TePla AG lag der Wert der Investitionen 2014 bei 3,6 Mio. EUR (VJ: 0,5 Mio. EUR). Der starke Anstieg ist zum einen auf die Einlage einer werthaltigen Forderung der PVA TePla in die Kapitalrücklage der PVA TePla America in Höhe von 2,1 Mio. EUR zurückzuführen, zum anderen auf Stammkapitalerhöhungen in die neu gegründeten Tochtergesellschaften PVA Industrial Vacuum Systems GmbH sowie PVA Crystal Growing Systems GmbH und in die Tochtergesellschaft PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH. Kleinere Investitionen wurden ansonsten für CAD-Software, technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen.
Liquidität
Im Jahr 2014 war der operative Cash Flow mit -4,5 Mio. EUR (VJ: + 1,8 Mio. EUR) negativ. Dies begründete sich im Wesentlichen durch zwei Effekte: Zum einem wurden Abfindungen und damit Auszahlungen für die Restrukturierungsprogramme in Höhe von 1,0 Mio. EUR geleistet. Zum anderen lagen die Auftragseingänge - insbesondere im Vakuumbereich - im zweiten Halbjahr 2014 unterhalb der Auftragseingänge im zweiten Halbjahr 2013 wodurch sich auch die Anzahlungen auf Projekte reduziert haben. Der operative Cashflow ist in den Produktbereichen Vakuumanlagen und Kristallzuchtanlagen aufgrund der Projektstruktur und Zahlungsmodalitäten der Aufträge stichtagsbezogen starken Schwankungen unterworfen. Zu Beginn der Aufträge erhalten wir nennenswerte Anzahlungen, die bei großen Aufträgen den gesamten Cash Flow positiv beeinflussen. Während der Bearbeitung der Aufträge ist der Cash Flow negativ, wohingegen zeitnah zur Lieferung die Restzahlung bis auf eine geringe Restrate erfolgt.
Aufgrund des oben dargestellten Umfangs der Investitionsmaßnahmen belief sich der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit auf -0,9 Mio. EUR (VJ: -1,2 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei +4,3 Mio. EUR (VJ: -4,0 Mio. EUR) und umfasst - neben der angeführten Umfinanzierung der Immobilienfinanzierung - die Ziehung einer Immobilienkreditlinie für Betriebsmittelzwecke in Höhe von 5,3 Mio. EUR. Die planmäßige Tilgung der langfristigen Darlehen betrug 1,4 Mio. EUR (VJ: 1,2 Mio. EUR). Die Zinszahlungen betrugen 0,4 Mio. EUR (VJ: 0,7 Mio. EUR). Der gesamte Cash Flow betrug im Geschäftsjahr 2014 einschließlich wechselkursbedingter Veränderungen -1,1 Mio. EUR (VJ: -3,4 Mio. EUR). Die Liquiditätssituation der PVA TePla-Gruppe ist weiter positiv. Die Nettofinanzposition betrug -6,9 Mio. EUR.
VERMÖGENSLAGE
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2014 lag mit 89,0 Mio. EUR unter dem Wert zum 31. Dezember 2013 [VJ] von 92,4 Mio. EUR.
Die langfristigen Vermögenswerte sind um rund 7% auf 43,2 Mio. EUR (VJ: 46,7 Mio. EUR) gesunken. Der Wert der Sachanlagen ist mit 29,8 Mio. EUR (VJ: 31,0 Mio. EUR) vor dem Hintergrund der oben dargestellten Investitionen in Verbindung mit planmäßigen Abschreibungen leicht zurückgegangen. Der Wert der immateriellen Vermögenswerte beträgt nahezu unverändert 8,7 Mio. EUR (VJ: 8,8 Mio. EUR); darunter fallen derivative Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 7,8 Mio. EUR, die mindestens einmal jährlich auf Wertminderung getestet werden. Die größte Veränderung entstand durch die Reduktion der latenten Steueransprüche auf 4,3 Mio. EUR (VJ: 6,5 Mio. EUR) infolge der Begrenzung des Zeitraums zur Bestimmung der Werthaltigkeit von Verlustvorträgen auf drei Jahre nach dem Abschlussstichtag.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind nahezu unverändert geblieben und betrugen 45,8 Mio. EUR (VJ: 45,7 Mio. EUR). Die größte Veränderung entstand durch die Erhöhung der unfertigen Erzeugnisse auf 11,9 Mio. EUR (VJ: 8,1 Mio. EUR). Aufgrund der Uneinbringlichkeit von künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen im Solarmarkt erfolgten Umgliederungen in die unfertigen Erzeugnisse in Höhe von 3,9 Mio. EUR. Diesen Aufträgen stehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von 3,1 Mio. EUR gegenüber, die im Vorjahresabschluss gemäß IAS 11 mit dem Leistungsfortschritt saldiert worden waren. Insofern ergab sich durch diesen "Exit" aus der Bilanzierungsmethode des IAS 11 eine Bilanzverlängerung von 3,1 Mio. EUR. Der Rückgang der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen auf 7,5 Mio. EUR (VJ: 8,1 Mio. EUR) begründet sich neben der angeführten Umgliederung aus einem rückläufigen Umsatzniveau im vierten Quartal 2014. Ebenso begründete das umsatzschwächere Abschlussquartal auch den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 7,7 Mio. EUR (VJ: 9,6 Mio. EUR) und den Rückgang der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe auf 6,9 Mio. EUR (VJ: 8,3 Mio. EUR). Ferner reduzierten sich die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe infolge von Wertberichtigungen in Höhe von 2,6 Mio. EUR. Die Zahlungsmittel verringerten sich aufgrund eines negativen operativen Cash Flows auf 5,7 Mio. EUR (VJ: 6,6 Mio. EUR). Die sonstigen kurzfristigen Forderungen sind auf 1,9 Mio. EUR (VJ: 1,6 Mio. EUR) leicht angestiegen, insbesondere durch Forderungen aus Vorsteuererstattungen und der Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten. Die Steuererstattungsansprüche beliefen sich auf 0,3 Mio. EUR (VJ: 0,1 Mio. EUR).
Die Passivseite der Bilanz zeigt insgesamt einen Anstieg der langfristigen Schulden (einschließlich der langfristigen Rückstellungen) auf 21,8 Mio. EUR (VJ: 20,5 Mio. EUR). Der ausgewiesene Wert der Pensionsrückstellungen ist infolge der Niedrigzinsphase und dem damit einhergehenden Absinken des Rechnungszinses um über 1,2%-Punkte auf 14,0 Mio. EUR (VJ: 11,4 Mio. EUR) angestiegen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind durch die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen auf 5,8 Mio. EUR (VJ: 6,5 Mio. EUR) zurückgegangen. Die latenten Steuerverbindlichkeiten verringerten sich auf 1,0 Mio. EUR (VJ: 1,4 Mio. EUR). Die sonstigen langfristigen Rückstellungen reduzierten sich im Wesentlichen durch die Auszahlung einer langfristigen Vergütungskomponente nach dem Austritt des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden.
Die kurzfristigen Schulden sind auf 28,4 Mio. EUR (VJ: 21,5 Mio. EUR) angestiegen. Begründet durch den negativen operativen Cashflow wurde zur Finanzierung des Working Capitals eine bislang ungenutzte langfristig zugesagte Immobilienkreditlinie in Anspruch genommen Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind auf 12,9 Mio. EUR (VJ: 8,3 Mio. EUR) gestiegen. Dieser Anstieg ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass Fertigungsaufträge in Höhe von 3,9 Mio. EUR aus den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen in die unfertigen Erzeugnisse umgegliedert wurden. Diesen Aufträgen stehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von 3,1 Mio. EUR gegenüber, die im Vorjahresabschluss gemäß IAS 11 mit dem Leistungsfortschritt saldiert worden waren. Bei den erhaltenen Anzahlungen ist zu beachten, dass nur Anzahlungen zu Auftragsbeginn oder Teilzahlungen, die nicht dem Fertigungsfortschritt entsprechen, als erhaltene Anzahlungen separat ausgewiesen werden. Andernfalls erfolgen eine Verrechnung mit den Fertigungsaufträgen und ein Ausweis unter den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen (aktivischer Saldo) oder unter den Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen (passivischer Saldo).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund des Rückgangs im Auftragseingang deutlich auf 1,6 Mio. EUR (VJ: 3,2 Mio. EUR) gesunken.
Der Wert der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen ist leicht auf 1,6 Mio. EUR (VJ: 1,9 Mio. EUR) gesunken. Der Wert der abgegrenzten Schulden sank auf 4,1 Mio. EUR (VJ: 5,7 Mio. EUR) aufgrund gesunkener Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und gesunkener Rückstellungen für Abfindungen. Die Steuerrückstellungen liegen bei 0,2 Mio. EUR (VJ: 0,2 Mio. EUR) und enthalten Rückstellungen für Steuernachzahlungen nach einer abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2007 bis 2011.
Das Eigenkapital verminderte sich aufgrund des Periodenfehlbetrags in Höhe von -10,0 Mio. EUR (VJ: -7,4 Mio. EUR) und aufgrund direkt im Eigenkapital erfasster Wertänderungen der Pensionsrückstellungen in Höhe von -1,7 Mio. EUR bzw. leicht gegenläufigen Währungsumrechnungseffekten auf 38,8 Mio. EUR (VJ: 50,3 Mio. EUR). Zusammen mit der niedrigeren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahreswert von 54,5% auf nunmehr 43,6% zurückgegangen.
Die Bilanzsumme der PVA TePla AG zum 31. Dezember 2014 ist gegenüber dem Vorjahreswert von 74,1 Mio. EUR auf 675 Mio. EUR zurückgegangen.
Der Wert des Anlagevermögens beträgt insgesamt 35,1 Mio. EUR (VJ: 32,9 Mio. EUR). Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich durch Zugänge für CAD-Software von 0,1 Mio. EUR (VJ) auf 0,2 Mio. EUR erhöht.
Der Wert des Sachanlagevermögens hat sich vor dem Hintergrund der oben dargestellten Investitionen in Verbindung mit planmäßigen Abschreibungen von 23,9 Mio. EUR (VJ) leicht auf 23,1 Mio. EUR reduziert. Der Wert der Finanzanlagen ist um 2,9 Mio. EUR auf 11,7 Mio. EUR gestiegen (VJ: 8,8 Mio. EUR). Dies begründet sich durch die Gründung und Kapitalisierung von Tochtergesellschaften im Rahmen der Neuorganisation. Die Gesellschaften PVA Industrial Vacuum Systems GmbH, PVA Crystal Growing Systems GmbH und PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH wurden mit jeweils 0,25 Mio. EUR Stammkapital ausgestattet. Ferner wurde eine werthaltige Forderung an die PVA TePla America Inc. als Sacheinlage in die Kapitalrücklage in Höhe von 2,1 Mio. EUR eingelegt. Auf Ebene der PVA TePla führte dies zu einem korrespondierenden Aktivtausch und gleichzeitiger Erhöhung des Beteiligungsbuchwertes.
Der Gesamtwert der Vorräte lag insgesamt mit 6,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 5,6 Mio. EUR. Der darin enthaltene Wert der fertigen Erzeugnisse und Waren ist mit 1,7 Mio. EUR (VJ: 1,7 Mio. EUR) unverändert geblieben. Der Wert der unfertigen Erzeugnisse ist durch die weitere Bearbeitung von vorhandenen Aufträgen und die Lieferung von konzernintern beauftragten Lageranlagen auf 17,5 Mio. EUR (VJ: 14,3 Mio. EUR) gestiegen. Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe reduzierte sich auf 2,6 Mio. EUR (VJ: 4,2 Mio. EUR) infolge von Wertberichtigungen, der rückläufigen Umsatzentwicklung im vierten Quartal und der konzerninternen Verlagerung von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen des Halbleitersegments an den Produktionsstandort Jena (konzerninterner Verkauf zu Buchwerten). Das Volumen der abgesetzten erhaltenen Anzahlungen betrug 16,4 Mio. EUR (VJ: 15,2 Mio. EUR).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich entsprechend der Umsatzentwicklung im Abschlussquartal gegenüber dem Vorjahreswert von 4,9 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR reduziert. Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist auf 18,9 Mio. EUR (VJ: 24,5 Mio. EUR) gesunken. Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände hat sich auf 1,2 Mio. EUR (VJ: 0,7 Mio. EUR) erhöht und ist im Wesentlichen auf Steuerforderungen zurückzuführen. Der Wert der liquiden Mittel ist durch die Entwicklung des Cash Flow auf 2,1 Mio. EUR (VJ: 5,0 Mio. EUR) zurückgegangen.
Die Passivseite der Bilanz zeigt einen Anstieg der Verbindlichkeiten auf 16,1 Mio. EUR (VJ: 14,0 Mio. EUR), der sich durch den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten nach erfolgter Ziehung einer Immobilienkreditlinie für Betriebsmittelzwecke begründet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen aufgrund gesunkener Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 3,7 Mio. EUR (VJ: 6,4 Mio. EUR) gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich aufgrund des Rückgangs im Auftragseingang. Die Pensionsrückstellungen haben sich - bedingt durch das Absinken des Rechnungszinssatzes -auf 9,9 Mio. EUR (VJ: 9,3 Mio. EUR) erhöht. Die zugrunde liegenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Steuerrückstellungen in Höhe von 0,1 Mio. EUR (VJ: 0,2 Mio. EUR) wurden gebildet. Die Sonstigen Rückstellungen sind auf 5,1 Mio. EUR (VJ: 8,6 Mio. EUR) gesunken, nachdem Rückstellungen für drohende Verluste für konzerninterne Aufträge für Lageranlagen in Höhe von 1,8 Mio. EUR nach Lieferung der Anlagen mit den Beständen saldiert werden konnten.
Das Eigenkapital beträgt 36,4 Mio. EUR (VJ: 42,1 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 54,0% (VJ: 56,8%). Der Bilanzgewinn liegt bei 12,5 Mio. EUR (VJ: 18,1 Mio. EUR).
MITARBEITER
Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 391 Mitarbeiter (VJ: 424 Mitarbeiter). Gegenüber dem 31. Dezember 2013 hat sich die Mitarbeiterzahl im Rahmen der Maßnahmen zur Personalkostenreduktion Ende 2014 und im Rahmen der natürlichen Fluktuation verringert. Alle Geschäftsbereiche waren von den Personalmaßnahmen betroffen. Die Zahl der Mitarbeiter im GB Industrial Systems sank von 243 (VJ) auf 231. In diesem GB wird der wesentliche Effekt aus den Personalmaßnahmen zum Ende 2014 erst im laufenden Geschäftsjahr wirksam werden. Im GB Semiconductor Systems ist die Zahl der Mitarbeiter zum 31.12.2014 auf 160 reduziert worden (VJ: 181* ). In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass in Europa mit 346 (VJ: 377 Mitarbeiter) Personen der weitaus größte Teil der Mitarbeiter beschäftigt ist. In den USA waren Ende 2014 26 (VJ: 29) Mitarbeiter und in Asien waren 19 (VJ: 18) Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2014 lag die Zahl junger Menschen in der Ausbildung bei der PVA TePla-Gruppe bei elf Mitarbeitern. Diese jungen Männer und Frauen erhalten entweder eine kaufmännische oder eine gewerbliche Ausbildung.
Die PVA TePla AG beschäftigte zum Jahresende 2014 251 Mitarbeiter (VJ: 280 Mitarbeiter). Davon wird in Frederikssund (Dänemark) 1 Mitarbeiter (VJ: 14 Mitarbeiter) beschäftigt. Die Tätigkeit an der dortigen Betriebsstätte wurde zum 31. Dezember 2014 eingestellt und nach Wettenberg verlagert.
* Die Vorjahreszahl für den GB Semiconductor Systems beinhaltet auch die Mitarbeiterzahl des ehemaligen GB Solar Systems.
3. NACHTRAGSBERICHT
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahrs liegen nicht vor.
4. RISIKO-, CHANCEN UND PROGNOSEBERICHT
Risiko- und Chancenbericht
Die Geschäftsfelder der PVA TePla-Gruppe sind einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Unter einem Risiko wird die Möglichkeit verstanden, dass Ereignisse oder Handlungen die Gruppe oder eines der Geschäftsfelder daran hindern, seine avisierten Ziele zu erreichen. Gleichzeitig ist es für die PVA TePla-Gruppe wichtig, Chancen für das Unternehmen zu identifizieren, um diese zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmensgruppe zu sichern. Eine Verrechnung von Chancen und Risiken erfolgt nicht. Chancen und Risiken werden im Folgenden dargestellt.
Beurteilung Eintrittswahrscheinlichkeit / Mögliches Ausmaß
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| Stufe | Eintrittswahrscheinlichkeit | ||
|---|---|---|---|
| Unwahrscheinlich | 0% < | Eintrittswahrscheinlichkeit | ≤ 20% |
| Möglich | 20% < | Eintrittswahrscheinlichkeit | ≤ 70% |
| Wahrscheinlich | 70% < | Eintrittswahrscheinlichkeit | ≤ 100% |
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| Stufe | Mögliches Ausmaß | ||
|---|---|---|---|
| Niedrig | 0 EUR < | Ausmaß | < 500 TEUR |
| Mittel | 500 TEUR ≤ | Ausmaß | < 1.000 TEUR |
| Hoch | Ausmaß | ≥ 1.000 TEUR |
Die Bewertung der Risiken erfolgt auf Basis der Eintrittswahrscheinlichkeit gemäß den Stufen Unwahrscheinlich, Möglich und Wahrscheinlich, sowie des möglichen Ausmaßes des Risikos. Bei der Bewertung des Ausmaßes wird die Wirkung vor Maßnahmen (Bruttorisiken) grundsätzlich in Relation zum operativen Ergebnis (EBIT) des PVA TePla-Konzerns betrachtet.
RISIKO- UND CHANCENSTRATEGIE
Die Risiko- und Chancenstrategie ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand und die unternehmerische Weiterentwicklung des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Strategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert.
Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden. Dazu steht den Geschäftsführern und Mitarbeitern ein "Risikohandbuch" mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.
RISIKOMANAGEMENT
Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen bzw. künftig in den Tochtergesellschaften und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen bzw. künftig die Geschäftsführer sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht.
Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Maßnahmen, die zur Reduzierung der erfassten Risiken dienen, werden definiert und in ihrer Umsetzung nachverfolgt.
Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt, auf dessen Basis alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden.
INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM
BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der rechtlichen und satzungsgemäßen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations- und Prüfrechte.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Das zentrale Buchhaltungssystem ist mit dem ERP-System über umfassende Schnittstellen verbunden.
Die Konsolidierung der Abschlüsse erfolgt in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen und -controlling gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
BESCHREIBUNG DER CHANCEN UND RISIKEN
Die PVA TePla-Gruppe unterscheidet zwischen Geschäftschancen und -risiken sowie operationellen und finanzwirtschaftlichen Chancen und Risiken. Diese stellen die beiden wesentlichen Bereiche für die Unternehmensgruppe dar. Nicht in allen Teilbereichen sind Chancen und Risiken gleichermaßen vorhanden.
Geschäftschancen und -risiken
Risiken aus den Absatzmärkten
Das Risiko in den von der PVA TePla bearbeiteten Märkten liegt besonders in den Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden, der globalen Konjunkturentwicklung und damit auch im weiteren Sinne von politischen Entwicklungen. Aussagen über die zukünftige Entwicklung einzelner Marktsegmente oder wirtschaftspolitischer Entscheidungen in Schwellenländern lassen sich nicht mit hinreichender Präzision und Eintrittswahrscheinlichkeit treffen.
Das Halbleitergeschäft, eine wichtige Branche für die Gruppe, ist traditionell gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität. Obwohl der Halbleitermarkt in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten sogenannten Old-Economy-Branchen aufwies, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. So ist die Investitionstätigkeit im Halbleitermarkt in den Jahren 2011 bis 2013 stark rückläufig gewesen um 2014 und Anfang 2015 wieder eine deutliche Steigerungsrate aufzuweisen. Insbesondere die Investitionen in neue Waferkapazitäten - ein wichtiger Teilmarkt für die PVA TePla - kamen in den vergangenen Jahren nahezu vollständig zum Erliegen, um jedoch insbesondere in die 300mm-Technologie im vergangenen Geschäftsjahr wieder deutlich anzuziehen.
Der Solarmarkt war in den letzten Jahren von hohen Überkapazitäten - vor allem durch chinesische Anbieter - gekennzeichnet. Nach hohen Wachstumsraten zuvor sind der Solarmarkt und damit auch dessen Zulieferindustrie stark in Mitleidenschaft gezogen worden. In Reaktion darauf hat PVA TePla in den Jahren 2013 und 2014 Produktionskapazitäten in Dänemark geschlossen sowie Personalbestände an allen Standorten infolge des Markteinbruchs entsprechend reduziert. Die Restbuchwerte von verbliebenen Vorratsanlagen für den Solarmarkt wurden auf ihren realisierbaren Wert abgewertet.
Im GB Industrial Systems liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit bei Anlagen zum Sintern von Hartmetall mit einem hohen Anteil in China. In diesem Produktbereich ist seit 2012 aufgrund der schwächeren Konjunktur - auch in China - und des erheblichen Kapazitätsaufbaus im Bereich Hartmetall in den vergangenen Jahren die Nachfrage deutlich zurückgegangen. Auf Seiten der Kunden waren eine große Investitionszurückhaltung und die Verschiebung zahlreicher Investitionsentscheidungen zu beobachten. Die Marktsituation hat sich für Hartmetall im vergangenen Geschäftsjahr nicht entspannt. Dies betrifft grundsätzlich auch die übrigen wichtigen Produktbereiche im GB Industrial Systems. Es ist auch zu beobachten, dass die PVA TePla keine Marktanteile gegenüber Wettbewerbern im Topsegment für Wärmebehandlungsanlagen verloren hat. Der Markt ist hingegen gekennzeichnet von einer Konsolidierung, von der auch die Mitwettbewerber betroffen sind.
Chancen aus den Absatzmärkten
In Märkten wie der Hartmetallherstellung, der Halbleiterindustrie und der Photovoltaik bietet die PVA TePla-Gruppe Prozesstechnologien an, die auch in Zukunft fester Bestandteil der jeweiligen Wertschöpfungsketten bleiben werden. Im Bereich der Wärmebehandlungsanlagen können sich durch die Weiterentwicklung der sogenannten Heißpresse - zur Zeit wird bei der PVA TePla die größte Heißpresse Europas gebaut - neue Anwendermärkte entwickeln. Die Luftfahrtindustrie oder z.B. auch die Werkzeugindustrie sind Beispiele für Märkte, in die solch ein Anlagentyp geliefert wird. In der Halbleiterindustrie können dies Prozesstechnologien z.B. Kristallzuchtanlagen zum Ziehen von Siliziumkristallen mit einem Durchmesser von 300mm, von hochreinen Silizium- oder Siliziumcarbid-Kristallen für die Hochleistungselektronik oder Analysesysteme für die zerstörungsfreie Qualitätsüberprüfung in der LED- oder MEMS-Fertigung sein. Die Nachfrage nach Plasmaanlagen und Analysesystemen korreliert mit der Entwicklung von Halbleitermärkten (z.B. MEMS, LED, OLED/PLED, IGBT). Durch das von allen Marktforschungsinstituten unterstellte Wachstum des Halbleitermarkts sowie neue Applikationen für Plasmaanlagen im Halbleiter / Life Science / Industrial-Bereich wie z.B. der neuentwickelten Inlineanlage 80 Plus High Speed kann wieder weiteres Wachstum für diese Produktbereiche der PVA TePla erwartet werden. Im Budget für das Jahr 2015 wurden Umsätze aus Neu- und Weiterentwicklungen moderat und mit kleinen Stückzahlen unterstellt, um eine hohe Abhängigkeit von Anlagen mit einem jungen und wenig prognostizierbaren Produktlebenszyklus zu vermeiden. Auch wurden budgetseitig keine Chancen aus Großaufträgen im Halbleitermarkt berücksichtigt.
Durch die großen Investitionen in Kapazitätserweiterungen vor allem der chinesischen Anbieter sind im Solarmarkt hohe Überkapazitäten und stark sinkende Absatzpreise über die gesamte Wertschöpfungskette der Solarindustrie entstanden. Es gibt jedoch weiterhin eine ganze Reihe von wichtigen Zukunftsmärkten für die Solarindustrie: Japan, Indien, Australien, Marokko, die MENA-Region (Middle East and North Africa: Naher Osten und Nordafrika) sowie Südafrika und Südamerika. Chancen bieten sich zudem in Märkten, in denen aus wirtschaftspolitischen Gründen eigene Produktionskapazitäten aufgebaut werden sollen. Allerdings stehen diesen Chancen oftmals Probleme bei der Finanzierung solcher Projekte gegenüber. Aller Voraussicht nach wird sich eine Anlagentechnologie durchsetzen, die höchste Effizienzgrade mit optimaler Cost of Ownership garantiert. Da die PVA TePla solche Anlagen zur Verfügung stellen kann, werden die Marktaussichten mittel- und langfristig auch auf dem im Moment schwierigen Photovoltaikmarkt mit verhaltenem Optimismus betrachtet. Die PVA TePla verfolgt die Entwicklung der Wirtschaftslage und der einzelnen Märkte aufmerksam. Im laufenden Geschäftsjahr sollen nach Einschätzung unabhängiger Forschungsinstitute die vorhandenen Produktionskapazitäten wieder in Einklang mit der Nachfrage nach Solarmodulen gelangen. Hieraus ergeben sich grundsätzlich für die PVA TePla auch Chancen für neue Anlagenaufträge. Budgetseitig erfolgte aus Vorsichtsgründen jedoch keine Berücksichtigung erwähnenswerter Neuaufträge oder Verkäufe von Lageranlagen.
Konjunkturelle Risiken
Für 2015 wird von Analystenseite eine Wachstumsrate des globalen BIP zwischen 2,9 - 3,7% unterstellt. Trotz dieses positiven Ausblicks bleibt die Gesamtwirtschaftslage jedoch weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Die Schuldenkrise der etablierten Industrieländer schwelt weiter und kann die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer - ein ausgesprochen wichtiger Markt für die PVA TePla-Gruppe - in Mitleidenschaft ziehen. Schwächer werdende Wachstumsraten der Schwellenländer, insbesondere China, zeugen von dieser Problematik. Für die PVA TePla ist insbesondere der chinesische Markt im Bereich Vakuumanlagen von großer Bedeutung. Mit der Verlangsamung der konjunkturellen Entwicklung in China im Laufe der letzten Jahre und der bestehenden Korrelation zwischen den in Anlagen der PVA TePla hergestellten Produkten und dem Ausbau der Infrastruktur besteht die Möglichkeit einer weiteren Investitionszurückhaltung von Seiten der Kunden. Die von westlicher Seite erhobenen Sanktionen gegenüber Russland betreffen einen grundsätzlich auch für die PVA TePla-Gruppe interessanten Markt, zumal es in letzter Zeit von russischer Seite Anzeichen von verstärkten Bemühungen um eine Vertiefung bzw. Ausbau der technologischen Basis im Land gibt.
Den Risiken aus den Absatzmärkten und konjunkturellen Risiken begegnet die PVA TePla-Gruppe durch Diversifizierung des Leistungsangebots in verschiedene Branchen wie Halbleiter, Photovoltaik, Werkzeug- und Hartmetalltechnik, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeugindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen, wobei bei einer unerwartet großen Nachfrage das Risiko von Produktionsengpässen auftreten kann. Die Strategie einer relativ niedrigen Fertigungstiefe erlaubt hier zeitnahe Reaktionen. Auch werden im PVA TePla-Konzern hochwertige Lohnarbeiten - wie Plasmabehandlung, Hochvakuumlöten und Wärmebehandeln von Bauteilen - angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden. In den Geschäftsjahren 2013 und 2014 war es PVA TePla aufgrund der stärkeren Parallelität in den Zyklen der Absatzmärkte nicht mehr möglich, im Rahmen dieser Diversifikations- und Synergiestrategie eine Kompensation zu erreichen, die die Unternehmensgruppe ertragsfähig hält. Aus diesem Grund wurden umfangreiche Konsolidierungsmaßnahmen für Standorte und Personalbestände eingeleitet. Bei einer erneuten nachhaltigen Verfehlung von prognostizierten Aufträgen insbesondere aus China und dem weiteren Ausbleiben von Kompensationsmöglichkeiten besteht das Risiko, weitere Konsolidierungsmaßnahmen in Erwägung ziehen zu müssen.
Risiken aus technologischen Entwicklungen
Das Risiko von Auftragsverlusten durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchenspezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden und Forschungsinstituten weltweit verfolgt und eingeschätzt. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte wird neben der laufend vorgenommenen Entwicklungstätigkeit u. a. in betriebseigenen Labors sowie durch das Betreiben eigener Dienstleistungszentren, in denen Werkstoffe und Materialien für Kunden prozessiert werden, zusätzlich gesichert. In besonders hohem Maße kommen dort die Entwicklungsabteilungen des Unternehmens mit neuesten Anforderungen an die Werkstoff- und Materialbeschaffenheit von Seiten der Kunden in Kontakt. Die hohe technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt entscheidend davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, so dass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Konzerns sichert. Die technische Komplexität unserer Produkte und die hohen Kundenanforderungen bergen unter Umständen ebenfalls Qualitätsrisiken, die sich in erhöhten Gewährleistungsaufwendungen niederschlagen können.
Chancen aus technologischen Entwicklungen
Als Anbieter von Technologie zur Herstellung und Bearbeitung von Materialien und Komponenten für Hightechbranchen, bei deren Herstellung Vakuum und hohe Temperatur eine entscheidende Rolle spielen, bestehen die Chancen, dass sich durch neue Anwendungsfelder für in unseren Anlagen hergestellte Materialien ein zusätzlicher Bedarf entwickelt oder durch die Forschung neue Anforderungen an Materialien definiert werden, die einen neuen Anlagentypus erforderlich machen.
Risiken aus Handelsbarrieren
Als international tätige Unternehmensgruppe mit hohem Exportanteil ist PVA TePla grundsätzlich anfällig für Handelsbarrieren oder Sanktionen im Bereich der Zollpolitik. Aufgrund der aktuellen außenpolitischen Entwicklungen ist tendenziell eine Verschärfung im Bereich der Sanktionspolitik zu erkennen. Dies betrifft insbesondere Russland aber vereinzelt auch Technologien im Bereich "dual use" für die MENA-Region. PVA TePla prüft stets Ausfuhrgenehmigungen und sichert bei Risikoaufträgen das politische Risiko über Investitionsgüterkreditversicherungen ab. Grundsätzlich bleibt aber eine Anfälligkeit gegenüber Handelsbarrieren, da Abschlüsse von Versicherungen bei einer Verschärfung von politischen Risiken nur begrenzt möglich sind.
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| Risikokategorie | Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß | Chancenkategorie | Ausmaß |
| Risiken aus den Absatzmärkten | Möglich | Hoch | Chancen aus den Absatzmärkten | Hoch |
| Konjunkturelle Risiken Global | Wahrscheinlich | Mittel | ||
| Konjunkturelle Risiken China | Möglich | Hoch | ||
| Risiken aus technologischen Entwicklungen | Unwahrscheinlich | Hoch | Chancen aus technologischen Entwicklungen | Hoch |
| Risiken aus Handelsbarrieren | Möglich | Hoch |
Operationelle Chancen und Risiken
Risiken aus Zulieferungen
Aufgrund des prognostizierten Wirtschaftswachstums hat sich die Wahrscheinlichkeit von Kapazitätsengpässen auf Seiten der Zulieferer verringert. Auch die Preise für Rohstoffe (z.B. für Edelstahl und Kupfer) sind tendenziell abwärts gerichtet. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die Auswahl und Qualifikation von Lieferanten und einer intensiven Begleitung unserer Lieferanten begegnet. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird dadurch begrenzt, dass mehrere Lieferanten für wichtige Komponenten qualifiziert werden und die Zulieferungen auf diese Lieferanten aufgeteilt werden. Das Ausfallrisiko von Lieferanten (z.B. durch Insolvenzen) wird durch eine gezielte Auswahl und Qualifizierung alternativer Lieferanten, auch im Ausland, erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem und eine angemessene Haftungsdeckung durch Versicherungen geachtet.
Risiken und Chancen aus Beteiligungen und M&A
Die Zusammenarbeit mit den Tochtergesellschaften (seit 1. Januar 2015 ist das gesamte operative Geschäft in Tochtergesellschaften überführt worden) ist für die PVA TePla von zentraler Bedeutung. Neben einem besseren Zugang zu Wachstumsmärkten und Technologien durch flexiblere Strukturen der Tochtergesellschaften dienen die Beteiligungen auch der Nutzung von Synergien und der Besserung der Kostenstrukturen. Durch negative wirtschaftliche Entwicklungen können die erwarteten Umsatz- und Ergebnisziele unter Umständen gefährdet werden. Daraus resultierende Anpassungen können zu einer Reduzierung der Produktions- und Personalkapazität einzelner Tochtergesellschaften bzw. Standorte führen. Alle Tochtergesellschaften unterliegen einem kontinuierlichen Prozess der Überwachung, um gegebenenfalls die Beteiligungen zeitnah zu unterstützen und deren Profitabilität sicherzustellen. Es zeichnet sich zurzeit auf Grund des schwierigen Marktumfelds eine Konsolidierung von Wärmebehandlungsanlagenherstellern ab. Die PVA TePla wird gegebenenfalls mögliche Akquisitionsziele eingehend prüfen. Schwerpunktmäßig kommen für eine Akquisition nur Unternehmen in Betracht, die technologisch und marktseitig eine sinnvolle Ergänzung für die PVA TePla-Gruppe darstellen.
Risiken in Verbindung mit IT
Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren und andere Schadsoftware (z.B. sogenannte Trojaner) werden durch regelmäßige und angemessene Datensicherung, durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen externe Einflüsse (z.B. aktueller Virenschutz, Firewall) und durch geeignete Zugangskontrollen reduziert.
Elementar- und Umweltrisiken
Insgesamt wurden angemessene Versicherungen für Elementarrisiken für die Standorte der PVA TePla AG abgeschlossen. Aufgrund der Geschäftsstruktur mit der Konzentration auf Engineering und Montage sowie einem sehr geringen Umfang des Einsatzes von Gefahrstoffen und anderen Stoffen mit Risiken für Sicherheit und Umwelt ist der Umfang der Umweltrisiken durch die Tätigkeit der PVA TePla sehr gering. Dennoch wurde auch hierfür eine Umweltschadenhaftpflicht- und Unfallschadenversicherung mit angemessenen Deckungssummen abgeschlossen.
Risiken aus Rechtstreitigkeiten
Die PVA TePla AG und ihre Tochtergesellschaften sind mit verschiedenen Gerichtsverfahren konfrontiert, die überwiegend Arbeitsgerichtsverfahren für Kündigungen des Geschäftsjahres betreffen. Da die Verfahren mit Unsicherheiten behaftet sind, ist es möglich, dass sich die für die rechtlichen Verfahren gebildeten Rückstellungen nach abschließenden Verfahrensentscheidungen teilweise als unzureichend erweisen. Infolgedessen können zusätzliche Aufwendungen entstehen. Dies trifft auch auf rechtliche Verfahren zu, für die aus heutiger Sicht des Konzerns keine Rückstellungen zu bilden waren. Obwohl der jeweilige endgültige Ausgang einzelner rechtlicher Verfahren das Ergebnis und den Cash Flow von PVA TePla in einer bestimmten Berichtsperiode beeinflussen kann, werden die draus eventuell resultierenden Verpflichtungen nach Einschätzung des Konzerns keinen nachhaltigen Einfluss auf die Finanz- und Ertragslage von PVA TePla haben.
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| Risikokategorie | Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß |
| Risiken aus Zulieferungen | Unwahrscheinlich | Hoch |
| Risiken aus Beteiligungen und M&A | Möglich | Hoch |
| Risiken in Verbindung mit IT | Möglich | Mittel |
| Elementar- und Umweltrisiken | Unwahrscheinlich | Hoch |
| Rechtstreitigkeiten | Möglich | Niedrig |
Finanzwirtschaftliche Chancen und Risiken
Liquiditätsrisiken und Risiken aus Ratingveränderungen
Dem Konzern stehen aktuell ausreichende Kreditlinien zur kurzfristigen Finanzierung des Geschäfts einschließlich der Ausweitung des Geschäftsvolumens als auch ausreichende Avallinien zur Gewährung von Anzahlungsgarantien für Kunden zur Verfügung. Infolge der negativen Geschäftsentwicklung seit 2012 und daraus resultierenden Ratingverschlechterungen besteht das Risiko, dass kurzfristig kündbare Bar- oder Avallinien reduziert oder in ihren Konditionen verteuert werden können. Aktuell deckt PVA TePla seine Barlinienbedarfe aus einer langfristig zugesagten Immobilienkreditlinie über aktuell 5,33 Mio. EUR. Um auch für die darüber hinausgehenden Bar- und Avallinien eine langfristige Kreditzusage zu erhalten, hat PVA TePla in 2014 eine Hausbank mandatiert, einen Konsortialkredit zu verhandeln und bis Mitte 2015 zu arrangieren. Auch wenn sich aus heutiger Sicht keine Hinweise ergeben, dass der Konsortialkredit nicht realisiert werden könnte, bleibt ein Restrisiko, dass im Fall einer Nichtarrangierung und einer erneuten Budgetverfehlung die zugesagten Bar- und Avallinien signifikant reduziert werden könnten. Da der Konzern selbst für diesen Fall über hinreichende Finanzierungsalternativen verfügt, sieht der Vorstand aus heutiger Sicht keine Gefahr für eine kurz- oder mittelfristige Zahlungsunfähigkeit der PVA TePla-Gruppe. Durch die Ratingverschlechterungen erwartet der Konzern allerdings eine Erhöhung der Finanzierungskosten.
Risiken und Chancen aus Veränderungen von Devisenkursen
Trotz der Absicherung von Wechselkursrisiken in einzelnen Geschäften besteht das Risiko einer Verschlechterung der Wechselkursrelation speziell zwischen Euro und US-Dollar und einer daraus gegebenenfalls resultierenden Verschlechterung unserer Position gegenüber Wettbewerbern aus diesem Währungsraum bzw. des sich daraus ergebenden Preisdrucks. Dem Risiko schwankender Wechselkurse wird grundsätzlich durch lokale Fertigung in den USA und verstärkten Zukauf aus dem Dollar-Währungsraum begegnet.
Für die sich in Bezug auf die Umrechnung des bei ausländischen Konzerngesellschaften außerhalb der Eurozone gebundenen Netto-Vermögens und deren Erträge und Aufwendungen entstehenden Bewertungsänderungen werden im Konzern in der Regel keine Maßnahmen zur Absicherung getroffen.
Die in den letzten Monaten zu beobachtende Tendenz eines "schwächeren" Euro im Vergleich zum US-Dollar stärkt unsere Wettbewerbsposition gegenüber Wettbewerbern aus dem Dollar-Währungsraum.
Risiken aus steuerlichen Themen
Aufgrund des Umfangs von Großaufträgen aus dem Ausland hat die Komplexität der zugehörigen steuerlichen Themen zugenommen. Dazu zählen insbesondere die Themenkreise Verrechnungspreise im Geschäft zwischen den Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe und Umsatzsteuern, vor allem auf Dienstleistungen und steuerliche Regelungen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden. Wir bearbeiten diese Themen in enger Zusammenarbeit mit unseren steuerlichen Beratern und sehen keine nennenswerten Risiken. Es ist aber ein zunehmender Aufwand für diese Beratungen, die interne Bearbeitung und die Umsetzung der Regelungen mit den zugehörigen Registrierungen zu beobachten.
Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten
Im Rahmen der eigentlichen Geschäftstätigkeit der PVA TePla entstehen Finanzinstrumente (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit werden Finanzinstrumente eingesetzt (z.B. Darlehen von Banken) oder es entstehen auch hieraus Finanzinstrumente (z.B. Anlage kurzfristig überschüssiger Liquidität). Zusätzlich werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit (z.B. Wechselkursrisiken) oder aus der Finanzierung (z.B. Zinsrisiken) zu beseitigen oder zu begrenzen. Ein isolierter Einsatz von Finanzinstrumenten ohne Verbindung zur eigentlichen Geschäftstätigkeit erfolgt nicht. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken der einzelnen relevanten Kategorien von Finanzinstrumenten dargestellt (weitere Angaben hierzu siehe Textziffer 29. des Konzernanhangs):
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, für Einzelsysteme beginnend mit durchschnittlich 30% bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Darüber hinaus werden gegen Forderungsausfälle in der Regel Zahlungssicherheiten (z.B. Akkreditive) vereinbart und ein intensives Forderungscontrolling durchgeführt.
Im Gegensatz dazu muss der Konzern seinerseits nur bei wenigen Lieferanten eine Anzahlung leisten. Darüber hinaus optimiert der Konzern seinen externen Liquiditätsbedarf durch eine rollierende Liquiditätsvorschau der dem Konzern angehörenden Unternehmen und durch kurzfristige Darlehensgewährungen innerhalb des Konzerns.
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Sonstige Forderungen:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Geleistete Anzahlungen:
Anzahlungen werden von den einzelnen Konzernunternehmen im Wesentlichen nur bei Lieferanten für größere Zulieferungen/Hauptkomponenten geleistet, grundsätzlich erfolgen auf der Beschaffungsseite Anzahlungen gegen eine entsprechende Anzahlungsbürgschaft. Aufgrund dieser Absicherung besteht für den Konzern kein erkennbares Risiko.
Finanzverbindlichkeiten:
| ― | Der wesentliche Inhalt dieses Postens sind die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Bankdarlehen. |
| ― | Diese Darlehen sind entweder mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit vereinbart oder im Falle von Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen teilweise mit entsprechenden Zinssicherungsgeschäften hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| ― | Mit Wirkung zum 3. März 2014 wurden zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Januar 2023 zusammengefasst. Das neue Darlehen wurde mit einem bereits existierenden Zinssicherungsgeschäft über insgesamt 6.000 TEUR synchronisiert. |
| ― | Da die Marktzinssätze zum Bilanzstichtag erneut niedriger waren als die den oben genannten Sicherungsgeschäften zugrundeliegenden Zinssätze, enthält der Konzernabschluss übrige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 974 (VJ: TEUR 895), im Einzelabschluss der PVA TePla AG wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 780 (VJ: TEUR 887) notwendig. |
| ― | Ein bislang ungenutztes langfristig zugesagtes Darlehen zur Finanzierung der Gebäude am Standort Wettenberg wurde zur kurzzeitigen Betriebsmittelfinanzierung in Anspruch genommen. Dieses Darlehen mit nominell variablem Zinssatz ohne entsprechendes Zinssicherungsgeschäft birgt ein geringes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze. |
| ― | Aufgrund des aktuellen sehr niedrigen Zinsniveaus und einem mittelfristig nicht zu erwartendem Anstieg der Marktzinsen wird aktuell von einer Zinssicherung für diese Darlehen abgesehen. |
| ― | Es besteht kein Risiko aus der Nichteinhaltung von financial covenants, da solche Vereinbarungen bislang vermieden werden konnten. |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
| ― | Hier handelt es sich um kurzfristige Positionen, die fast ausschließlich in EUR abgerechnet werden. Ein relevantes Markt- und Kreditrisiko liegt somit nicht vor. |
Sonstige Verbindlichkeiten:
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.
Wechselkurssicherung:
| ― | Der Konzern - dies gilt auch für die PVA TePla AG - realisiert einen Großteil seiner Umsätze im Ausland. Die Fakturierung der Aufträge auch außerhalb des Euroraums erfolgt überwiegend in EUR. Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet. Da es sich in Verbindung mit dem Grundgeschäft um geschlossene Positionen handelt, bei denen Zahlungsbeträge und -termine aufeinander abgestimmt sind, besteht kein nennenswertes Marktrisiko. Die Kalkulationen der Grundgeschäfte basieren auf den jeweiligen abgesicherten Terminkursen. |
| ― | Bedingt durch die bereits oben genannte weltweite Lieferantenauswahl erfolgt teilweise eine Beschaffung in Fremdwährungen. Über Natural Hedging (natürliche Absicherung) werden US-Dollar-Bestände für Zahlungsverpflichtungen im geringeren Ausmaß genutzt. Sonstige Fremdwährungsverpflichtungen und größere US-Dollar-Zahlungen werden über Devisentermingeschäfte gesichert, die dem Grundgeschäft in ihrer Zahlungsstruktur entsprechen und damit das Wechselkursrisiko vermeiden. Zu den Risiken im Bereich der Zulieferung/Materialbeschaffung verweisen wir auf die obigen Ausführungen. |
Zinssicherung:
| ― | Ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Neubauten wurde als Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen abgeschlossen und durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| ― | Im Hinblick auf die Risiken dieser Finanzinstrumente verweisen wir daher auf unsere obigen Ausführungen zu Finanzverbindlichkeiten. |
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| Risikokategorie | Eintrittswahrscheinlichkeit | Ausmaß |
| Risiken aus Veränderungen von Devisenkursen | Unwahrscheinlich | Niedrig |
| Risiken aus steuerlichen Themen | Unwahrscheinlich | Niedrig |
| Risiken aus Finanzverbindlichkeiten | Unwahrscheinlich | Mittel |
| Risiken aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Unwahrscheinlich | Niedrig |
| Liquiditätsrisiken | Unwahrscheinlich | Hoch |
| Ratingrisiken | Wahrscheinlich | Mittel |
GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS
In seiner Funktion als Verantwortlicher für das Risikomanagement überprüft der Vorstand der PVA TePla AG die Risiko- und Chancensituation der Unternehmensgruppe. Das sich daraus ergebende Fazit wird im Folgenden dargestellt.
Zusammenfassung
Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2014 hat sich das Risikoprofil der Gruppe gegenüber 2013 erhöht. Die wesentlichen Risiken entstammten den oben beschriebenen teilweise anhaltend schwachen Entwicklungen der Märkte und der damit verbundenen zurückhaltenden Investitionsbereitschaft der Kunden. Dieser Entwicklung, die ihren Ausdruck in einem Rückgang des Auftragseingangs im Produktbereich Vakuumanlagen fand, wurde 2014 mit Restrukturierungsmaßnahmen am Hauptproduktionsstandort in Wettenberg begegnet. Das vollzogene Programm zum Personalabbau führt in der Zukunft zu einem abgesenkten Break Even-Umsatz. Zudem wurde vertriebsseitig weiter an einer stärkeren Präsenz in zukünftig an Attraktivität zunehmenden Märkten gearbeitet. Neu hinzugefügt wurden insbesondere das Risiko für Handelsbarrieren sowie das Liquiditäts- und Ratingrisiko. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden können, werden durch geeignete Gegenmaßnahmen überwacht. Allen sonstigen Risiken messen wir aufgrund einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, einer geringen Schadenshöhe oder aufgrund von eingeleiteten Gegenmaßnahmen aus heutiger Sicht nur ein geringes Restrisiko bei. Die dargestellten Chancen stellen für die PVA TePla-Gruppe Potentiale und gleichzeitig Herausforderungen dar. Mit der grundsätzlich flexibel ausgerichteten Produktionsstruktur sind die Unternehmen der PVA TePla-Gruppe gut auf die Realisierung von Chancen vorbereitet.
Prognosebericht
Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der PVA TePla-Gruppe im Geschäftsjahr 2015. Die Aussagen in diesem Abschnitt wurden auf der Basis der aktuellen Konzern- und Kundenportfolios und der oben dargestellten Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können, wie im Projektgeschäft nicht unüblich, wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen im Nachhinein als unzutreffend erweisen.
Für den GB Industrial Systems wird im Geschäftsjahr 2015 ein Umsatz etwa auf Vorjahresniveau erwartet. Im GB Semiconductor Systems wird wegen der erwarteten positiven Entwicklung des Halbleitermarkts und dem gestiegenen Auftragsbestand ein Umsatzniveau erwartet, das im einstelligen Millionenbereich über dem Umsatzniveau des Geschäftsjahres 2014 liegt.
Auf Basis der Entwicklung der Bruttomarge in 2014 und im Zuge der Absenkung des Break Even-Umsatzes wird für das laufende Geschäftsjahr eine Bruttomarge in Höhe von rund 20% erwartet.
Der Vorstand der PVA TePla erwartet für das Geschäftsjahr 2015 aufgrund des Auftragsbestands in Höhe von 37,9 Mio. EUR zum 31.12.2014 sowie der Tatsache, dass im ersten Halbjahr 2015 erhaltene Aufträge noch umsatz- und ergebniswirksam werden können, einen Konzernumsatz zwischen 70 - 80 Mio. EUR und ein EBIT in der Größenordnung eines ausgeglichenen Ergebnisses.
Bei isolierter Betrachtung der PVA TePla AG gehen wir für das Geschäftsjahr 2015 von einem deutlichen Rückgang des Umsatzes aus, der sich durch den Wechsel im Geschäftszweck der PVA TePla AG begründet. Die PVA TePla AG fungiert ab dem 1. Januar 2015 nur noch als eine reine Führungs- und Funktionsholding. Umsatzerlöse der AG beinhalten - neben der Abwicklung von Auftragseingängen bis zum 31. Dezember 2014 - Management- und Serviceleistungen für begrenzte Funktionen in den Bereichen Marketing, IT, Personal, Beteiligungscontrolling, Buchhaltung und Facility Management. Der Umfang der Management- und Serviceleistungen wird sich zusammen mit den Erträgen aus Miet- und Betriebspachtverträgen voraussichtlich auf 5 bis 6 Mio. EUR belaufen, die Umsätze für Altaufträge auf weitere 28 bis 30 Mio. EUR. Die PVA TePla AG erwartet darauf basierend in 2015 einen operativen Gewinn vor Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 4,0 bis 5,0 Mio. EUR.
Wettenberg, 17. März 2015
PVA TePla AG
Vorstand
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie
Henning Döring, Vorstand Finanzen
Konzernabschluss
Konzernbilanz
AKTIVA
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (4) | 8.724 | 8.766 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7.808 | 7.808 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 886 | 918 | |
| Geleistete Anzahlungen | 30 | 40 | |
| Sachanlagen | (5) | 29.756 | 31.038 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 25.722 | 26.732 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.560 | 2.775 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.373 | 1.494 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 101 | 37 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (6) | 367 | 388 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (7) | 9 | 8 |
| Latente Steueransprüche | (12) | 4.333 | 6.459 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 43.189 | 46.659 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (8) | 21.370 | 18.832 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.891 | 8.335 | |
| Unfertige Erzeugnisse | 11.877 | 8.075 | |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.602 | 2.422 | |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | (9) | 7.490 | 8.081 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (10) | 10.977 | 12.149 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.692 | 9.619 | |
| Geleistete Anzahlungen | 1.412 | 883 | |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 1.873 | 1.647 | |
| Steuererstattungsansprüche | 286 | 76 | |
| Zahlungsmittel | (11) | 5.725 | 6.566 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 45.848 | 45.704 | |
| Summe Aktiva | 89.037 | 92.363 | |
| Passiva | |||
| in TEUR | Anhang | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
| Eigenkapital | (13) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 21.750 | 21.750 | |
| Gewinnrücklagen | 20.799 | 30.771 | |
| Sonstige Rücklagen | -3.649 | -2.131 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | -85 | -83 | |
| Summe Eigenkapital | 38.815 | 50.307 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | (15) | 5.847 | 6.540 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (22) | 755 | 688 |
| Pensionsrückstellungen | (16) | 13.975 | 11.377 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | (25) | 1.067 | 1.422 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (17) | 168 | 490 |
| Summe langfristige Schulden | 21.812 | 20.517 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (18) | 6.739 | 1.080 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.563 | 3.219 | |
| Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen | (19) | 41 | 97 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | (20) | 12.926 | 8.282 |
| Abgegrenzte Schulden | (21) | 4.074 | 5.683 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (22) | 1.279 | 1.059 |
| Steuerrückstellungen | 190 | 204 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (17) | 1.598 | 1.915 |
| Summe kurzfristige Schulden | 28.410 | 21.539 | |
| Summe Passiva | 89.037 | 92.363 |
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
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| in TEUR | Anhang | 01.01.-31.12.2014 | 01.01.-31.12.2013 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (23) | 71.880 | 64.075 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -58.056 | -55.545 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 13.824 | 8.530 | |
| Vertriebskosten | -8.074 | -7.836 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -7.098 | -8.222 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (24) | -2.026 | -2.564 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.671 | 2.766 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.602 | -2.218 | |
| Betriebsergebnis | -6.305 | -9.544 | |
| Finanzerträge | 3 | 332 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -1.145 | -1.107 | |
| Finanzergebnis | -1.142 | -775 | |
| Ergebnis vor Steuern | -7.447 | -10.319 | |
| Ertragsteuern | (25) | -2.527 | 2.911 |
| Konzernjahresergebnis | -9.974 | -7.408 | |
| Davon | |||
| Ergebnisanteil der Aktionäre der PVA TePla AG | -9.972 | -7.576 | |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | -2 | 168 | |
| Konzernjahresergebnis | -9.974 | -7.408 | |
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert/verwässert) | |||
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert) in EUR | (26) | -0,46 | -0,35 |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert) in EUR | -0,46 | -0,35 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 21.749.988 | 21.749.988 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 21.749.988 | 21.749.988 |
GESAMTERGEBNISRECHNUNG
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| in TEUR | 01.01.-31.12.2014 | 01.01.-31.12.2013 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -9.974 | -7.408 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | -9.972 | -7.576 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | -2 | 168 |
| direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen | ||
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können | ||
| Währungsdifferenzen | 258 | -185 |
| Ertragsteuern | -72 | 52 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsdifferenzen) | 186 | -133 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 6 | 11 |
| Ertragsteuern | -2 | -3 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (derivative Finanzinstrumente) | 4 | 8 |
| Summe der Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden können | 190 | -125 |
| Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Ergebnis aus Pensionsrückstellungen | -2.371 | 206 |
| Ertragsteuern | 663 | -57 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (Pensionsrückstellungen) | -1.708 | 149 |
| Summe der Posten, die nie in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | -1.708 | 149 |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Veränderungen nach Steuern | -1.518 | 24 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | -1.518 | 24 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | -11.492 | -7.384 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | -11.490 | -7.552 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | -2 | 168 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
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| in TEUR | 01.01.-31.12.2014 | 01.01. - 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Konzernjahresergebnis | -9.974 | -7.408 |
| Anpassungen des Konzernjahresergebnisses für die Überleitung zum Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit: | ||
| + Ertragsteuern | 2.527 | -2.911 |
| - Finanzerträge | -3 | -332 |
| + Finanzierungsaufwendungen | 1.145 | 1.107 |
| \= Operatives Ergebnis | -6.305 | -9.544 |
| +/- Ertragsteuerzahlungen | -319 | 67 |
| + Abschreibungen | 2.242 | 2.520 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 5 | 114 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 653 | -14 |
| -3.724 | -6.857 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | -825 | 7.908 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -1.121 | -460 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 1.181 | 1.174 |
| \= Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit | -4.489 | 1.765 |
| - Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten abzüglich erworbener Zahlungsmittel | 0 | -288 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 32 | 4 |
| - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -918 | -899 |
| + Zinseinzahlungen | 3 | 27 |
| \= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -883 | -1.156 |
| - Auszahlungen an Gesellschafter (Dividenden und Kapitalrückzahlungen) | 0 | -2.175 |
| + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten | 316 | 0 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten | -1.354 | -1.151 |
| +/- Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten | 5.777 | -2 |
| - Zinsauszahlungen | -441 | -672 |
| \= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | 4.298 | -4.000 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel | -1.074 | -3.391 |
| +/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel | 232 | -52 |
| + Zahlungsmittel am Anfang der Periode | 6.566 | 10.009 |
| \= Zahlungsmittel am Ende der Periode | 5.725 | 6.566 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
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| in TEUR | Ausgegebene Stückaktien | Gewinn- rücklagen |
Sonstige Eigenkapital- bestandteile |
Pensions- rückstellungen |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2013 | 21.749.988 | 21.750 | 40.522 | -241 | -1.914 | 60.117 |
| Gesamtergebnis | -7.576 | -125 | 149 | -7.552 | ||
| Dividende | -2.175 | 0 | 0 | -2.175 | ||
| Stand 31.12.2013 | 21.749.988 | 21.750 | 30.771 | -366 | -1.765 | 50.390 |
| Stand 01.01.2014 | 21.749.988 | 21.750 | 30.771 | -366 | -1.765 | 50.390 |
| Gesamtergebnis | -9.972 | 188 | -1.706 | -11.490 | ||
| Dividende | 0 | 0 | 0 | 0 | ||
| Stand 31.12.2014 | 21.749.988 | 21.750 | 20.799 | -178 | -3.471 | 38.900 |
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| in TEUR | Anteile anderer Gesellschafter | Gesamtes Eigenkapital |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2013 | -251 | 59.866 |
| Gesamtergebnis | 168 | -7.384 |
| Dividende | 0 | -2.175 |
| Stand 31.12.2013 | -83 | 50.307 |
| Stand 01.01.2014 | -83 | 50.307 |
| Gesamtergebnis | -2 | -11.492 |
| Dividende | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2014 | -85 | 38.815 |
Konzernanhang
A. ALLGEMEINE ANGABEN UND GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG
1. ALLGEMEINE ANGABEN
Sitz und Rechtsform des Unternehmens
Die PVA TePla AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht Gießen unter der Nummer HRB 6845 registriert. Der Sitz der Gesellschaft ist in 35435 Wettenberg, Deutschland.
Geschäftstätigkeit
Die PVA TePla AG und ihre Tochtergesellschaften ("PVA TePla" oder der "Konzern") sind weltweit agierende Anbieter von Systemen für die Herstellung, Veredelung, Weiterbearbeitung von hochwertigen Werkstoffen wie Metalle, Halbleiter, Keramiken, Gläser, aber auch für die kontrollierte Oberflächenbehandlung dieser Materialien und verschiedenster Kunststoffoberflächen. Derartige Produktions- und Behandlungsprozesse erfordern stabile, reproduzierbare Bedingungen. Sie finden daher meist im Vakuum oder unter Schutzgasatmosphäre, bei hohen Temperaturen und/ oder mit Unterstützung eines Niederdruck-Plasmas statt. Hinzu kommen Systeme für die Qualitätskontrolle hochwertiger Materialien.
Die PVA TePla ist Anbieter für Vakuumanlagen, die Hightech-Materialien und Oberflächen im Vakuum bei hohen Temperaturen und im Plasma erzeugen und bearbeiten. Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel 300mm-Silizium(Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe für Weltraumspiegel, Produktionstechnologien für Metallpulver, zum Beispiel für Hartmetalle sowie Produktionstechnologien für Flachbildschirme. Dieser Markt wird existieren, solange Hightech-Werkstoffe hergestellt und weiter entwickelt werden. Die Felder Erzeugung ultradünner Wafer bzw. Plasma-Nitrierung nach dem Puls-Plasma-Verfahren und Plasmabeschichtung vergrößern das bestehende Produktportfolio der PVA TePla. Ergänzt wird das Produktportfolio durch Systeme zur zerstörungsfreien Materialprüfung und Qualitätskontrolle auf der Basis optischer Technologien und Ultraschall sowie durch Analysesysteme zur Bestimmung der Oberflächenverunreinigungen auf Wafern für die Halbleiterindustrie.
Die Märkte der PVA TePla zeichnen sich durch eine begrenzte Anbieterzahl, globale Dimensionierung und technologisch anspruchsvolle Marktnischen aus.
PVA TePla unterhält weltweite Geschäftsbeziehungen über ihre Standorte in Deutschland, den USA, China, Taiwan und Singapur.
Das Geschäftsjahr der PVA TePla AG und ihrer Tochtergesellschaften ist das Kalenderjahr.
Der Konzern gliedert seine Geschäftsaktivitäten und somit seine Berichterstattung in die zwei Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems und Semiconductor Systems.
Allgemeine Grundsätze und Rechnungslegungsstandards
Seit dem Geschäftsjahr 2005 ist die PVA TePla als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der EU verpflichtet, den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) aufzustellen und zu veröffentlichen. Der Konzernabschluss der PVA TePla für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 ist daher nach den IFRS in der zum Abschlussstichtag gültigen Fassung des International Accounting Standards Board (IASB) und den verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt.
Darüber hinaus enthält der Anhang gemäß § 315a Abs. 1 HGB bestimmte Angaben zu Regelungen des HGB. Gemäß § 315a HGB i.V.m. § 315 HGB ist der Konzernabschluss nach IFRS um einen Konzernlagebericht ergänzt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PVA TePla.
Neue Verlautbarungen des IASB
Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards mit möglicher Relevanz für den PVA TePla-Konzern herausgegeben. Die noch nicht verpflichtend anzuwendenden und von der EU-Kommission noch nicht übernommenen Regelungen sind von der PVA TePla auch nicht vorzeitig angewandt worden.
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| Standard/ Interpretation | Anwendungspflicht | Übernahme durch EU-Kommission* | Auswirkungen | |
|---|---|---|---|---|
| IAS 19 | Änderung des IAS 19, Leistungen an Arbeitnehmer | 01.07.2014 | Nein | keine Wesentlichen |
| IAS 27 | Anwendung der Equity-Methode in separaten Abschlüsse | 01.01.2016 | Nein | Keine Wesentlichen |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente (Änderung von IFRS 9 und IFRS 7 zum verpflichtenden Anwendungszeitpunkt und Anhangangaben bei Übergang sowie Änderung von IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39 bezüglich Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen) | 01.01.2018 | Nein | Erweiterung der Anhangangaben |
| IFRS 10 und IAS 28 | Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture | 01.01.2016 | Nein | Keine Auswirkungen |
| IFRS 11 | Bilanzierung von Erwerben von Anteilen an einer gemeinsamen Geschäftstätigkeit | 01.01.2016 | Nein | Keine Auswirkungen |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | 01.01.2016 | Nein | Keine Auswirkungen |
| IAS 16 und IAS 38 | Abschreibungsmethoden | 01.01.2016 | Nein | Keine Auswirkungen |
| IAS 16 und IAS 41 | Fruchttragende Pflanzen | 01.01.2016 | Nein | Keine Auswirkungen |
| IFRS 15 | Umsatzrealisierung | 01.01.2017 | Nein | Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung des IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen |
| Jährliche Verbesserungen im IFRS Zyklus 2010-2012 | 01.07.2014 | Nein | Keine Wesentlichen | |
| Jährliche Verbesserungen im IFRS Zyklus 2011-2013 | 01.07.2014 | Nein | Keine Wesentlichen | |
| Jährliche Verbesserungen im IFRS Zyklus 2012-2014 | 01.01.2016 | Nein | Keine Wesentlichen | |
| IFRIC 21 | Abgaben | 17.06.2014 | Ja | Keine Auswirkungen |
* Stand: März 2015
Neue Standards und Interpretationen werden im Regelfall erst zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung von der PVA TePla AG umgesetzt.
Berichtswährung und Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates), die sich an dem primären Wirtschaftsumfeld orientiert. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden sowie der Haftungsverhältnisse und der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgt grundsätzlich zu dem am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurs (Mittelkurs). Dagegen werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittswechselkurs des Geschäftsjahrs, das Eigenkapital zum historischen Wechselkurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus Wechselkursveränderungen zwischen einzelnen Geschäftsjahren entstehen, werden unter der Position "Sonstige Rücklagen" im Eigenkapital ausgewiesen. Die Bewertung in den Folgeperioden erfolgt gemäß IAS 21.23.
Kumulierte Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung von Tochtergesellschaften wurden zum Übergangszeitpunkt (1. Januar 2004) nicht auf null gestellt, sondern als gesonderter Posten des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Umrechnungskurse der Länder außerhalb der Eurozone ergeben sich wie folgt:
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| EUR = 1 | Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||
|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 31.12.2014 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| USA (USD) | 1,3270 | 1,3277 | 1,2155 | 1,3767 |
| China (CNY) | 8,1566 | 8,2237 | 7,4683 | 8,4104 |
| Dänemark (DKK) | 7,4571 | 7,4579 | 7,4460 | 7,4598 |
| Singapur (SGD) | 1,6815 | 1,6609 | 1,6085 | 1,7461 |
| Taiwan (TWD) | 40,3226 | 39,3701 | 38,6100 | 41,3223 |
| Japan (JPY) | 140,8451 | 129,8701 | 144,9275 | 144,9275 |
Da alle konsolidierten Tochterunternehmen ihren Sitz in Ländern haben, in denen derzeit keine Hyperinflation herrscht, kommt IAS 29 nicht zur Anwendung.
Schätzungen und Annahmen
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des Managements. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen des Berichtsjahrs.
Dies betrifft insbesondere Wertberichtigungen auf Forderungen, den Fertigungsgrad kundenspezifischer Fertigungsaufträge, die Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeiten der sonstigen Rückstellungen, die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie den Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge. Bei der Beurteilung dieser Annahmen und Schätzungen orientiert sich das Management an Erfahrungswerten der Vergangenheit, Einschätzungen von Experten (Juristen, Ratingagenturen, Verbänden) und dem Ergebnis sorgfältiger Abwägung verschiedener Szenarien. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der Bilanzposten erfolgswirksam geändert.
Rundungen
Die in diesem Anhang verwendeten Tabellen und Zahlen basieren auf genau ermittelten Werten, die nachträglich auf TEUR gerundet wurden. Rundungsdifferenzen innerhalb der Tabellen lassen sich daher nicht immer vermeiden.
2. KONSOLIDIERUNG
Konsolidierungskreis
Der vorliegende Konzernabschluss der PVA TePla umfasst vollkonsolidierte Tochtergesellschaften. Voll konsolidiert wurden alle Tochtergesellschaften, bei denen der PVA TePla die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zusteht (Beherrschung).
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014 wurden folgende Gesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen:
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| Name | Sitz | Kapitalanteil |
|---|---|---|
| PVA TePla AG (Mutterunternehmen) | Wettenberg, Deutschland | |
| PVA TePla America Inc. | Corona / CA, USA | 100 % |
| PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH | Jena, Deutschland | 100 % |
| Xi'an HuaDe CGS Ltd. | Xi'an, VR China | 51 % |
| PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH | Jena, Deutschland | 100 % |
| PVA Control GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % |
| PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH | Kirchheim, Deutschland | 100 % |
| PlaTeG GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % |
| PVA TePla Singapore Pte. Ltd. | Singapur | 100 % |
| PVA TePla Analytical Systems GmbH | Westhausen, Deutschland | 100 % |
| PVA TePla (China) Ltd. | Peking, VR China | 100 % |
| Munich Metrology GmbH | Kirchheim, Deutschland | 100 % |
| Munich Metrology Taiwan Ltd. | Hsinchu, Taiwan | 100 % |
| PVA Industrial Vacuum Systems GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % |
| PVA Crystal Growing Systems GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100 % |
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde die Gesellschaft Vakuum Anlagenbau Service GmbH, Hanau (Beteiligung 100%). Über das Vermögen der Gesellschaft wurde am 25. April 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Die unternehmerische Kontrolle wird daher nicht mehr durch die PVA TePla ausgeübt. Die Beteiligungsbuchwerte der Gesellschaft wurden bereits in den Vorjahren vollständig abgewertet. Gemäß Mitteilung des Insolvenzverwalters vom 12. Januar 2015 ist das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen.
Neu in den Konsolidierungskreis einbezogen wurde die Gesellschaft PVA Industrial Vacuum Systems GmbH, welche im April 2014 mit einem Stammkapital von 25 TEUR (Stichtag 31.12.2014: 250 TEUR) gegründet wurde. Die Gesellschaft ist in der Entwicklung, Herstellung und im Vertrieb von Verfahren, Erzeugnissen, Systemen und Dienstleistungen der Werkstofftechnologie sowie der Vakuumtechnik tätig. Die Gesellschaft fungiert im Geschäftsjahr 2014 lediglich als gesellschaftsrechtliche "Hülle" und wird das operative Geschäft zum 1. Januar 2015 mit Beginn der Neuorganisation aufnehmen.
Ebenfalls im April 2014 wurde die Gesellschaft PVA Crystal Growing Systems GmbH mit einem Stammkapital von 25 TEUR (Stichtag 31.12.2014: 250 TEUR) neu gegründet. Geschäftszweck ist die Entwicklung, Herstellung und der Vertrieb von Verfahren, Erzeugnissen, Systemen und Dienstleistungen der Werkstofftechnologie sowie der Kristallziehtechnik. Auch diese Gesellschaft fungiert im Geschäftsjahr 2014 nur als gesellschaftsrechtliche "Hülle" und wird das operative Geschäft zum 1. Januar 2015 mit Beginn der Neuorganisation aufnehmen.
Die Servicegesellschaft Munich Metrology USA Inc. wurde im zweiten Quartal 2014 liquidiert. Im Geschäftsjahr 2014 sind keine Erträge und Aufwendungen mehr angefallen.
Im September 2014 wurde die Gesellschaft JenaWave GmbH auf PVA TePla Metrology Systems GmbH, Kirchheim, rückwirkend zum 1. Januar 2014 verschmolzen und im Oktober 2014 in PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH umfirmiert (Stammkapital 31.12.2014: 250 TEUR).
Ebenfalls im September wurde die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH rückwirkend zum 1. Januar 2014 auf die PVA Jena Immobilien GmbH verschmolzen. Die PVA Jena Immobilien GmbH wurde im Anschluss wieder in PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH umfirmiert. Beide Verschmelzungen erfolgten zur Straffung des Beteiligungsportfolios ohne Auswirkungen auf das operative Geschäft.
Darüber hinaus haben sich gegenüber dem Konzernabschluss 2013 keine weiteren Änderungen ergeben.
Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind entsprechend IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 (Business Combinations). Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert und mindestens einmal jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach Überprüfung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ertragswirksam vereinnahmt. Bei einem Erwerb von weniger als 100% der Anteile werden die Anschaffungswerte einer Beteiligung mit den anteiligen Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In Höhe der verbleibenden Zeitwerte werden Minderheitenanteile im Eigenkapital ausgewiesen, einschließlich der diesen zustehenden Gewinne und Verluste.
Bei Veränderungen der Anteilsquote der Muttergesellschaft nach Erlangung der Beherrschung (sukzessiver Unternehmenserwerb) wird ein entstehender Unterschiedsbetrag erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus Geschäfts- oder Firmenwerten, die im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen als der Teil des Kaufpreises entstanden, der den Nettozeitwert des erworbenen Nettovermögens überstieg.
Die Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen vor dem Übergangszeitpunkt wurde unter Inanspruchnahme des Befreiungswahlrechts des IFRS 1 beibehalten. Gemäß IFRS 1 wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Buchwerten nach der vorherigen Rechnungslegung in die IFRS-Eröffnungsbilanz unter Berücksichtigung von Ansatzvoraussetzungen für immaterielle Vermögenswerte und Eventualschulden übernommen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich sowie bei vorliegenden Anhaltspunkten für Wertminderungen einem Werthaltigkeitstest unterzogen und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.
Andere immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen ab dem Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft, bewertet. Als Nutzungsdauer werden drei bis acht Jahre (für Software zwischen drei und fünf Jahre) zugrunde gelegt. Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst.
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn die Ansatzkriterien von IAS 38 erfüllt sind. Nach der erstmaligen Aktivierung wird der Vermögenswert zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungen bewertet. Aktivierte Entwicklungskosten beinhalten alle direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteilige Gemeinkosten und werden über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte, die noch nicht fertig gestellt sind, werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwartete Nutzungsdauer, bei Mietereinbauten bzw. Einbauten in Mieträume gegebenenfalls entsprechend der kürzeren Dauer des Mietvertrags. Erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswerts zu aktivieren. Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen werden als Periodenaufwand gebucht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die zugehörigen kumulierten Abschreibungen werden bei einer Verschrottung oder Veräußerung von Vermögensgegenständen ausgebucht und eventuelle Buchgewinne oder -verluste erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende wirtschaftliche Nutzungsdauern zugrunde:
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| Jahre | |
| Gebäude | 25 - 33 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 - 20 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 14 |
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert von bis zu 410 EUR werden sofort abgeschrieben, alle darüber liegenden Anschaffungswerte werden aktiviert und planmäßig über ihre Laufzeit abgeschrieben.
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet.
Außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder - falls höher - dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cash Flows aus der Nutzung des Vermögenswerts. Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit im Rahmen eines sogenannten "Impairment-Tests" überprüft. Der Test ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ("cash generating units") nach IAS 36 (Impairment of Assets) zugeordnet. Dabei dürfen gemäß IAS 36.80 (b) diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten nicht größer sein als ein Segment innerhalb der Segmentberichterstattung. In folgenden Geschäftsbereichen ist ein Geschäfts- oder Firmenwert vorhanden:
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| Cash Generating Units (CGU) | Goodwill in TEUR |
|---|---|
| PlaTeG GmbH | 50 |
| PVA TePla Analytical Systems GmbH | 4.831 |
| Produktbereich Kristallzuchtanlagen (PVA TePla AG) | 2.734 |
| Munich Metrology GmbH | 193 |
| Gesamt | 7.808 |
Im GB Industrial Systems wird die PlaTeG GmbH wie im Geschäftsjahr 2013 als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit behandelt.
Im GB Semiconductor Systems werden in drei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die Geschäfts- oder Firmenwerte im Rahmen des Impairment-Tests betrachtet. Dabei handelt es sich um den Bereich Kristallzuchtanlagen innerhalb der PVA TePla AG, sowie um die Tochtergesellschaften PVA TePla Analytical Systems GmbH mit Sitz in Westhausen und die Munich Metrology GmbH in München. Auch erfolgt hier die Steuerung und Leitung gesamtheitlich.
Diese Aufteilung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht auch den Ebenen, auf denen die zugehörigen Geschäfts- oder Firmenwerte überwacht und gesteuert werden.
Der erzielbare Betrag wird für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit als Nutzungswert mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Bei dieser Methode werden auf Basis der verabschiedeten mittelfristigen Geschäftsplanung mit einem Planungshorizont von drei Jahren sowie einer Fortschreibung dieser Planung gemäß den prognostizierten Marktentwicklungen Cash Flows diskontiert. Diesen Discounted-Cash-Flow-Berechnungen liegen für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden.
Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Auftragseingangs-, Umsatz-, Margen-, Investitions- und Personalentwicklung. Die Werte dieser Angaben beruhen auf Vergangenheitserfahrungen und berücksichtigen ebenso absehbare, zukünftige Entwicklungen. Als Wachstumsrate wurde 1 % Wachstum bei der Fortschreibung der Planungszahlen für die Berechnung der ewigen Rente bei allen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten angesetzt.
Der Diskontierungssatz basiert auf den segmentspezifischen gewichteten Kapitalkosten der Gesellschaften (WACC-Ansatz) und beinhaltet eine angemessene Risikoprämie. Den größten Einfluss auf die Werthaltigkeit haben die Parameter Marktrisikoprämie und Beta-Faktor.
Durch Gegenüberstellung der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit den erzielbaren Beträgen wird ein ggf. notwendiger Wertberichtigungsbedarf ermittelt. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Buchwert in Höhe des Differenzbetrags wertzumindern. Der Wertminderungsaufwand wird dabei zunächst auf den Geschäfts- oder Firmenwert und für darüber hinausgehende Beträge anteilig auf die Vermögenswerte der CGU verteilt.
Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Zuschreibung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Erträge aus Zuschreibungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte gilt ein Zuschreibungsverbot.
Leasing
Als Leasingverträge gelten alle Vereinbarungen, die das Recht zur Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts für einen festgelegten Zeitraum gegen Zahlung übertragen. Dies gilt auch für Vereinbarungen, in denen die Übertragung eines solchen Rechts nicht ausdrücklich beschrieben ist. Anhand der Chancen und Risiken an einem Leasinggegenstand wird beurteilt, ob dem Leasingnehmer (sogenannte »Finance Leases«) oder dem Leasinggeber (sogenannte »Operating Leases«) das wirtschaftliche Eigentum am Leasinggegenstand zuzurechnen ist.
PVA TePla ist Leasingnehmer von Sachanlagen sowie Leasinggeber in Zusammenhang mit der Vermietung eigener Gebäude. Im Geschäftsjahr 2014 wie auch im Vorjahr waren sämtliche Leasingverträge der PVA TePla als Operating Leases zu behandeln mit der Folge, dass die Leasingraten bei Anfall aufwandswirksam erfasst wurden.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Anwendung der Durchschnittskostenmethode oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten gemäß IAS 2 (Inventories) neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Dabei werden fixe Gemeinkosten auf Grundlage der Normalauslastung der Produktionsanlagen berücksichtigt. Kosten der nicht genutzten Produktionskapazitäten (Leerkosten) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Herstellungskosten ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- und Herstellungskosten über dem erwarteten Nettoveräußerungswert liegen. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar.
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen
Im Rahmen der Teilumsatzrealisierung für kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigstellungsgrad sind Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber dem Kunden gemäß IAS 11.42 als Vermögenswert auszuweisen. Wir zeigen diesen Posten gesondert unter der Bezeichnung "Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen".
Forderungen
Forderungen werden zum Nominalwert angesetzt.
Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten verzinsliche Wertpapiere mit einer vertraglich vereinbarten Fälligkeit und Rückzahlung zum Nominalwert. Die Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls um Wertberichtigungen vermindert, angesetzt.
Zahlungsmittel
Unter den Zahlungsmitteln werden alle frei verfügbaren liquiden Mittel wie Kassenbestände und Guthaben auf Kontokorrentkonten sowie andere kurzfristig verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten bilanziert.
Derivative Finanzinstrumente / Wechselkurssicherung
In Einzelfällen werden Verkäufe in Fremdwährung abgeschlossen. Zur Absicherung der Wechselkursrisiken werden in diesen Fällen grundsätzlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Diese Fälle werden als Fair Value Hedge abgebildet. Hierbei werden die aus Wechselkursveränderungen resultierenden Bewertungseffekte für die bilanzierten Vermögenswerte (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) oder schwebende Warenverkaufsgeschäfte in Fremdwährung mit dem Fair Value bewertet; die Anpassung des Buchwerts an den Fair Value geschieht ergebniswirksam als Bestandteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen oder Erträge. Das Sicherungsinstrument wird gemäß IFRS zugleich ebenfalls zum Fair Value bewertet. Bei vollständiger Effektivität des Sicherungsgeschäfts kompensieren sich diese gegenläufigen Ergebniseffekte.
Derivative Finanzinstrumente / Zinssicherung
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investitionen in neue Gebäude wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Ist die Sicherungsbeziehung effektiv, erfolgt der Ausweis der positiven Marktwerte dieser Instrumente unter den Sonstigen Forderungen. Die Gegenbuchung erfolgt hier ergebnisneutral im Eigenkapital bei den Sonstigen Rücklagen. Ein negativer Marktwert dieser Instrumente wird unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Gegenbuchung der Marktwerte erfolgt ergebnisneutral in den Sonstigen Rücklagen.
Bei ineffektiver Sicherungsbeziehung werden die Marktwertveränderungen ergebniswirksam über das Finanzergebnis (Finanzerträge bzw. Finanzierungsaufwendungen) abgebildet.
Der Ausweis der negativen Marktwerte aus allen Finanzderivaten erfolgt im Geschäftsjahr 2014 wie im Vorjahr aufwandswirksam über die Finanzierungsaufwendungen in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.
Zuwendungen der öffentlichen Hand
Für Investitionen werden in Einzelfällen Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen in Anspruch genommen. Diese Beträge werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt.
Darstellung des Eigenkapitals
Mit der Veröffentlichung von Änderungen an IAS 1 wurden neue Vorschriften zur Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses eingeführt, welche für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, anzuwenden sind.
Die PVA TePla AG behält die separate Darstellung von Gewinn- und Verlustrechnung und Gesamtergebnisrechnung bei. Die Darstellung des sonstigen Gesamtergebnisses wurde dahingehend geändert, dass Zwischensummen für die Posten dargestellt werden, die recycelt werden können und diejenigen, die nicht recycelt werden.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS 39 mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die in der Regel dem Rückzahlungsbetrag entsprechen.
Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen
Im Rahmen der Teilumsatzrealisierung für kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigstellungsgrad sind Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber dem Kunden gemäß IAS 11.42 als Verbindlichkeit auszuweisen. Diese resultieren aus einem Überhang an abgerechneten Beträgen im Vergleich zu den entsprechenden anteiligen Erlösen. In der Bilanz wird dieser Posten korrespondierend zu den "Künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen" separat unter der Bezeichnung "Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen" ausgewiesen.
Als abgerechnete Beträge beziehen wir hier nur Teilzahlungen ein, die aufgrund des Fertigungsfortschritts der jeweiligen Anlage erfolgt sind und die somit den Charakter der Teilabrechnung erfüllen. Anzahlungen zu Auftragsbeginn oder Teilzahlungen, die nicht dem Fertigungsfortschritt entsprechen, werden als erhaltene Anzahlungen separat ausgewiesen.
Verpflichtungen aus Pensionszusagen
Die Verpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach IAS 19 (Employee Benefits) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Dazu werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten eingeholt. Der Dienstzeitaufwand für die Versorgungsanwärter ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen.
Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Pensionsverpflichtungen im Ausland liegen nicht vor. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzern-Bilanz aus und werden im sonstigen Ergebnis erfasst.
Abgegrenzte Schulden
Als abgegrenzte Schulden werden Schulden zur Zahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen ausgewiesen, die am Bilanzstichtag weder bezahlt noch vom Lieferanten in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch an Mitarbeiter geschuldete Beträge.
Übrige Rückstellungen
Gemäß IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) werden die Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftige Zahlung wahrscheinlich ist und der Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Latente Steuern
Steuerabgrenzungen werden gemäß IAS 12 (Income Taxes) auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in Konzern- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Geschäftswerte. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint.
Verlustvorträge werden in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen, wie in der Zukunft ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Im Hinblick auf die Beträge, deren steuerliche Nutzung nicht länger wahrscheinlich ist, werden die aktiven latenten Steuern reduziert.
Auf aktive latente Steuern, deren Realisierung unwahrscheinlich ist, wird eine Wertberichtigung vorgenommen. Aufgrund der Volatilität im Marktumfeld und den wiederholten Planabweichungen in den letzten Jahren wurde der Zeitraum für die Bestimmung der Realisierbarkeit von Verlustvorträgen auf drei Jahre begrenzt. Sofern aus dem aktuellen Budget für die Jahre 2015 bis 2017 eine Inanspruchnahme von Verlustvorträgen realistisch erscheint, wurden Verlustvorträge in den aktiven latenten Steuern angesetzt. Umgekehrt wurden Verlustvorträge, deren Realisierbarkeit erst nach 2017 wahrscheinlich ist, nicht oder nicht mehr aktiviert.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. angekündigt sind.
Umsatzrealisierung
Umsatzerlöse werden ausgewiesen, sobald die Lieferungen oder Leistungen erbracht sind, der Gefahrenübergang erfolgt ist und keine technischen Risiken oder besondere gegenläufige vertragliche Regelungen vorliegen. Sämtliche Umsätze werden am Auslieferungs- oder Leistungsdatum eingebucht, da die Geschäftsleitung sonstige Dienstleistungen und Verkaufsvereinbarungen wie z.B. Schulungen und Trainings als nicht wesentlich in Bezug auf die Gebrauchsfähigkeit der Systeme ansieht. Erträge aus Dienstleistungen und Reparaturleistungen werden zum Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Projekte eingebucht.
Die Realisation des Ergebnisses aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen erfolgt grundsätzlich gemäß IAS 11 (Construction Contracts) entsprechend dem Leistungsfortschritt ("Percentage of Completion Method"), da eine zuverlässige Schätzung der Auftragsergebnisse möglich ist, die zu liefernden Produkte, die Zahlungsbedingungen und die Art und Weise der Abwicklung in den Verträgen eindeutig definiert sind und die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarungen sowohl durch die Käufer als auch durch den Verkäufer als wahrscheinlich angesehen wird. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten ("Cost-to-Cost-Methode") ermittelt. Erwartete Verluste aus langfristigen Fertigungsaufträgen werden sofort in voller Höhe als Aufwand bilanziert. Wenn für einzelne Aufträge nicht alle oben genannten Kriterien erfüllt sind, werden diese Aufträge erst nach vollständig erbrachter Leistung abgerechnet.
Für realisierte Umsätze werden zum Bilanzstichtag Gewährleistungsrückstellungen gebildet. Die Rückstellungen basieren auf Einschätzungen und Erfahrungswerten.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die PVA TePla betreibt Hightech-Maschinenbau in Einzel- und Kleinserienfertigung. Bei der Weiterentwicklung der Produkte sind hier die Forschung im Hinblick auf neue Verfahren und Prozesse und die Entwicklung neuer Produktmerkmale eng verzahnt. Die Aktivitäten beider Bereiche erfolgen im Verlaufe eines Projekts teilweise abwechselnd. Daher ist die Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und damit auch die Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten in der Regel nicht mit hinreichender Aussagekraft möglich. Ebenso ist eine Schätzung des voraussichtlichen Nutzens aufgrund ungewisser Marktentwicklungen der Zukunft zu unsicher.
Somit sind zwei wesentliche Kriterien für die gemäß IAS 38 (Intangible Assets) bei Erfüllung aller dort genannten Kriterien vorgesehene Aktivierung der Entwicklungskosten nicht erfüllt. Von entsprechenden Aktivierungen musste daher abgesehen werden. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden daher zumeist in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.
In geringem Umfang arbeiten uns renommierte Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen im Rahmen von Kooperationsvereinbarungen (Dienstverträge) zu. Sofern aus dieser Zusammenarbeit hinreichende Erfahrungswerte über die Verwertbarkeit der Entwicklungsergebnisse vorliegen und die sonstigen Ansatzkriterien gemäß IAS 38 erfüllt sind, erfolgt eine Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögenswerte.
Zinsen
Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zur Ermittlung der Barwerte der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde ein Diskontierungssatz in Höhe von 4,5% (VJ: 4,5%) angesetzt.
B. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER BILANZ
4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichts- und Vorjahr wird in den als Anlage beigefügten Konzernanlagespiegeln für die Jahre 2014 und 2013 dargestellt.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- und Firmenwerte | 7.808 | 7.808 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 886 | 918 |
| Geleistete Anzahlungen | 30 | 40 |
| Summe | 8.724 | 8.766 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert des GB Industrial Systems resultiert aus der Übernahme des Geschäfts der Plasma Technik Grün GmbH in die PlaTeG GmbH im Jahr 2006 (50 TEUR).
Im GB Semiconductor Systems sind Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erhöhung des Beteiligungsbesitzes an der Crystal Growing Systems GmbH (CGS) im Juli 2002 (2.734 TEUR), durch die Übernahme der jetzigen PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen, im Geschäftsjahr 2007 (4.831 TEUR) sowie durch die Übernahme der Munich Metrology GmbH, München, im Geschäftsjahr 2012 (193 TEUR) vorhanden.
Im Rahmen des Impairment-Tests ist der erzielbare Betrag für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt worden. Für die Ermittlung der Nutzungswerte wurden segmentspezifische Kapitalkosten zur Diskontierung der prognostizierten Cash Flows berechnet, um die spezifischen Segmentrisiken stärker zu berücksichtigen. Die Kapitalkosten betragen im Geschäftsjahr 2014 für die Geschäftsbereiche Industrial Systems und Semiconductor Systems 10,44% bzw. 11,01% (Kalkulationszinssatz im Vorjahr 11,52% bzw. 10,13%).
Die den wesentlichen Planungsparametern (wie zum Beispiel Umsatzwachstum, Cash Flows, Abzinsungssätze) zugrunde liegenden Annahmen spiegeln die Erfahrungen der Vergangenheit wider und wurden übereinstimmend mit den externen Informationsquellen getroffen. Die Planung basiert auf einem Finanzplanungshorizont von drei Jahren. Für den nachfolgenden Zeitraum wird für Zwecke der Werthaltigkeitstests eine Wachstumsrate der Cashflows von 1 Prozent angesetzt. Der zugrunde gelegte Wechselkurs von US-Dollar zu Euro beträgt 1,25. Die Cash Flows werden unter Berücksichtigung spezifischer Steuerwirkungen mit den oben nach Unternehmensbereichen dargestellten differenzierten Kapitalkostensätzen abgezinst.
Für Cash Generating Units mit signifikantem Goodwill haben wir folgende Entwicklungen unterstellt:
Im Produktbereich der Messsysteme (Analytical Systems) gehen wir in den nächsten drei Jahren aufgrund einer neuen Investitionswelle der Halbleiterbranche und dem weiteren Greifen von Vertriebsaktivitäten von einem mittleren geometrischen Umsatzwachstum (CAGR-Ermittlung) in Höhe von 10% aus (VJ 19%). Im Produktbereich der Kristallzuchtanlagen gehen wir aus den gleichen Gründen von einem CAGR von 14% aus (VJ 83%).
Abschreibungen auf den niedrigeren Nutzungswert wurden im Geschäftsjahr 2014 nicht vorgenommen (VJ 0 TEUR).
Angaben zu Vorgehensweise und Annahmen im Rahmen des Impairment-Tests sind unter der Textziffer 3 des Konzernanhangs beschrieben.
Die Abschreibungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte betrugen 271 TEUR bzw. 330 TEUR für die Jahre 2014 und 2013. Diese sind im Wesentlichen Bestandteil der Herstellungskosten des Umsatzes.
5. SACHANLAGEN
Die Entwicklung der Sachanlagen im Berichts- und Vorjahr wird in den als Anlage beigefügten Konzernanlagespiegeln für die Jahre 2014 und 2013 dargestellt.
Die Buchwerte der Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 25.722 | 26.732 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.560 | 2.775 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.373 | 1.494 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 101 | 37 |
| Summe | 29.756 | 31.038 |
Der Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beinhaltet zum größten Teil die eigenen Gebäude an den Standorten Wettenberg und Jena.
Die Abschreibungen auf die Sachanlagen betrugen 1.949 TEUR bzw. 2.168 TEUR für die Jahre 2014 und 2013.
Rückwirkend zum 01.01.2014 wurden die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH auf die PVA Jena Immobilien GmbH verschmolzen. Die PVA Jena Immobilien GmbH wurde umfirmiert und heißt nun PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH.
Zur Absicherung der ursprünglich an die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH zur Finanzierung der Gewerbeimmobilien ausgegebenen Darlehen ist Grundvermögen mit Grundschulden in Höhe von 4.929 TEUR belastet. Die entsprechenden Darlehen haben Restlaufzeiten bis März 2019 und valutieren zum Bilanzstichtag mit 643 TEUR (VJ 1.037 TEUR).
Zur Absicherung entsprechender Darlehen der ehemaligen PVA Jena Immobilien GmbH sind Grundschulden in Höhe von 2.401 TEUR eingetragen. Hier valutieren die entsprechenden Darlehen mit Restlaufzeiten bis Dezember 2022 zum Bilanzstichtag mit 348 TEUR (VJ 466 TEUR).
Zur Absicherung der Darlehen der PVA TePla AG zur Finanzierung der Neubauten in Wettenberg ist das Grundvermögen mit Grundschulden in Höhe von 18.000 TEUR belastet. Eines dieser bislang ungenutzten langfristig zugesagten Darlehen wurde zur kurzzeitigen Betriebsmittelfinanzierung zum Stichtag 31.12.2014 voll in Anspruch genommen. Mit Wirkung zum 3. März 2014 wurden weiterhin zwei dieser festverzinslichen und durch Grundschulden besicherten Immobiliendarlehen über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR zusammengefasst. Die Werte dieser Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag gesamt mit 11.000 TEUR (VJ 5.684 TEUR) und haben eine Restlaufzeit bis Januar 2023.
Zur Finanzierung von einem Lötofen der Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, ist der finanzierte Ofen sicherungsübereignet. Zum Bilanzstichtag betrug der Restbuchwert des Ofens 198 TEUR (VJ 270 TEUR). Das zugehörige Darlehen hat einen offenen Restbetrag in Höhe von 60 TEUR (VJ 128 TEUR) und endet im Oktober 2015.
Im Geschäftsjahr 2010 hat die Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, zur Finanzierung eines weiteren Lötofens einen Mietkaufvertrag abgeschlossen, für welchen die PVA TePla AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen hat und ein erweiterter Eigentumsvorbehalt gegenüber der Leasinggesellschaft besteht. Zum 31.12.2014 betrug der Buchwert des Ofens 599 TEUR (VJ 668 TEUR). Der Restbuchwert des Darlehens beträgt dagegen 383 TEUR (VJ 474 TEUR) zum Jahresende.
Zur Absicherung des Darlehens der PVA TePla AG zur Finanzierung der Photovoltaikanlage in Wettenberg wurde die Anlage sicherungsübereignet. Der Buchwert der Photovoltaikanlage beträgt 100 TEUR (VJ 107 TEUR) zum 31. Dezember 2014, das Darlehen hat eine Restlaufzeit bis Dezember 2018 und valutiert zum Bilanzstichtag mit 66 TEUR (VJ 80 TEUR).
Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine weiteren wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.
6. ALS FINANZINVESTITIONEN GEHALTENE IMMOBILIEN
Nach der erfolgten Erweiterung der Raumkapazitäten am Standort Jena durch die vorgenommenen Neubauten ist eine weitere Eigennutzung des Gebäudes in Kahla nicht mehr absehbar. Dieses ist bereits in wesentlichen Teilen vermietet. Daher ist diese Immobilie seit dem Geschäftsjahr 2007 gemäß IAS 40 als eine "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" klassifiziert.
Die Bewertung der Immobilie erfolgte auf Basis der Anschaffungskosten, die um planmäßige Abschreibungen vermindert wurden. Der Zeitwert in Höhe von 513 TEUR (VJ 514 TEUR) wurde auf Basis der bestmöglichen Einschätzung über die zu erzielenden Mieteinnahmen im Rahmen einer Ertragswertbewertung unter Einbeziehung des Bodenwerts ermittelt. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 liegt der Zeitwert über dem Buchwert der Immobilie, es liegt somit kein Abwertungsbedarf vor.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014 wurden mit der Immobilie Mieteinnahmen (inkl. Kostenerstattung von Nebenkosten) in Höhe von 41 TEUR (VJ 40 TEUR) erzielt. Diesen Einnahmen standen Aufwendungen für Nebenkosten sowie Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von 6 TEUR (VJ 8 TEUR) gegenüber.
Die historischen Anschaffungskosten für die Immobilie betrugen für Grundstücke und Gebäude insgesamt 694 TEUR. Zum Stichtag 31. Dezember 2014 betrugen die kumulierten Abschreibungen 327 TEUR (VJ 305 TEUR). Diese Angaben sind auch im Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2014 dargestellt.
Die Abschreibung der Immobilie erfolgt linear mit einer Restnutzungsdauer von 25 Jahren.
7. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte enthalten sonstige Forderungen in Höhe von 9 TEUR (VJ 8 TEUR).
8. VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 6.891 | 8.335 |
| Unfertige Erzeugnisse | 11.877 | 8.075 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 2.602 | 2.422 |
| Summe | 21.370 | 18.832 |
In den Vorräten sind im Jahr 2014 Abwertungen in Höhe von 9.711 TEUR (VJ 7.457 TEUR) enthalten. Die Abwertungen sind im Wesentlichen auf die üblichen Gängigkeitsabwertungen und Abschläge zur verlustfreien Bewertung zurückzuführen. Außerdem werden im GB Semiconductor Systems Vorführ- und Leihgeräte vorgehalten. Da diese immer wieder kurzfristig verkauft werden können, werden sie in den Vorräten gebucht. Hierfür werden planmäßig Abwertungen zur Simulation der Abschreibungen mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren vorgenommen. Zusätzlich erfolgt hier ein Niederstwerttest auf Basis der absehbaren Erlöse. Im Rahmen der absatzmarktorientierten Bewertung wurde unter Bezugnahme auf konkrete Vertragsverhandlungen und abgeschlossene Kaufverträge ursprünglich erfasste Wertminderungen teilweise wieder aufgehoben. Der Betrag der Wertaufholung beläuft sich auf 216 TEUR.
Zum Anstieg der unfertigen Erzeugnisse vgl. Tz. 20.
Außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten der Lieferanten bestehen am Bilanzstichtag keine wesentlichen Sicherheiten an Vorräten.
9. KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN
Die nach der "Percentage of Completion Method" bilanzierten Auftragskosten und Erlöse aus unfertigen Aufträgen im Anlagengeschäft ermitteln sich wie folgt:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Aktivierte Herstellungskosten einschließlich Auftragsergebnis | 11.069 | 15.035 |
| dafür erhaltene Anzahlungen (Teilabrechnungen) | -3.579 | -6.954 |
| Summe | 7.490 | 8.081 |
Weitere für PoC-Aufträge erhaltene Anzahlungen in Höhe von 7.410 TEUR (VJ 4.646 TEUR), sind unter den kurzfristigen Schulden in den ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen in Höhe von 12.926 TEUR (VJ 8.282 TEUR) enthalten. Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von 41 TEUR (VJ 97 TEUR) - für Aufträge, bei denen die gemäß Auftragsfortschritt erhaltenen Zahlungen die angefallenen Auftragskosten zuzüglich anteiliger Gewinne übersteigen - werden ebenfalls unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Auf die Erläuterungen unter Textziffer 19 und Textziffer 20 wird verwiesen.
10. FORDERUNGEN
Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 7.692 | 9.619 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.412 | 883 |
| Sonstige Forderungen | 1.873 | 1.647 |
| Summe | 10.977 | 12.149 |
Der Posten Sonstige Forderungen umfasst auch die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.285 | 9.904 |
| Wertberichtigungen | -593 | -285 |
| Summe | 7.692 | 9.619 |
Im Rahmen des normalen Geschäfts werden Lieferkredite an ein breites Spektrum von Kunden gewährt. Die Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig geprüft. Wertberichtigungen werden gebucht, um eventuelle Risiken abzudecken.
Die Wertberichtigungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich im Geschäftsjahr folgendermaßen:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Wertberichtigungen am 1. Januar | 285 | 260 |
| Kursdifferenzen | 1 | 0 |
| Zuführungen | 372 | 84 |
| Verbrauch | 0 | 0 |
| Auflösungen | -65 | -59 |
| Wertberichtigungen am 31. Dezember | 593 | 285 |
Die Sonstigen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Investitionsförderung | 138 | 369 |
| Forderungen aus Umsatzsteuer | 569 | 443 |
| Debitorische Kreditoren | 170 | 29 |
| Abgegrenzte Vorauszahlungen | 352 | 299 |
| Sonstige | 644 | 507 |
| Summe | 1.873 | 1.647 |
Die derivativen Finanzinstrumente wurden zu Marktwerten bewertet. Aufgrund ihrer Kurzfristigkeit weichen bei den übrigen Posten die Marktwerte nicht signifikant von den dargestellten Buchwerten ab.
11. ZAHLUNGSMITTEL
Die Zahlungsmittel in Höhe von 5.725 TEUR (VJ 6.566 TEUR) bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Guthaben bei Kreditinstituten. Der Kassenbestand beträgt 7 TEUR (VJ 8 TEUR).
12. LATENTE STEUERANSPRÜCHE
Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf die Ausführungen unter Textziffer 25 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.
13. EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital
Zum 31. Dezember 2014 hat die PVA TePla AG 21.749.988 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR ausgegeben.
Bedingtes und genehmigtes Kapital
Ein bedingtes Kapital besteht zum 31. Dezember 2014 nicht.
Auf der Hauptversammlung vom 13. Juni 2012 wurde die alte Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital der Gesellschaft mit Gültigkeit bis 14. Juni 2012 zu erhöhen, aufgehoben.
Gleichzeitig hat die Hauptversammlung der PVA TePla AG den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 10.874.994 EUR durch Ausgabe von bis zu 10.874.994 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre - soweit dies gesetzlich zulässig ist - auszuschließen. Kapitalerhöhungen wurden aus diesem genehmigten Kapital in 2014 nicht beschlossen.
14. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Die PVA TePla hat im Rahmen staatlicher Wirtschaftsförderungsprogramme von verschiedenen öffentlichen Stellen Fördermittel u. a. für die Errichtung von Fertigungsstätten erhalten. Erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt.
15. LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 5.847 TEUR (VJ 6.540 TEUR) resultieren in vollem Umfang aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind vor allem auf die Darlehen zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg zurückzuführen.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 12.476 | 7.617 |
| abzüglich Anteil langfristiger Finanzverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr | -6.629 | -1.077 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzgl. des kurzfristigen Anteils | 5.847 | 6.540 |
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten zur Finanzierung von Baumaßnahmen sind sämtlich durch Grundschulden an den finanzierten Objekten, am Standort Jena teilweise zusätzlich durch eine Sicherungsübereignung der Maschinen und Einrichtungen, besichert. Der Buchwert dieser Sicherheiten betrug 27.674 TEUR (VJ 28.789 TEUR) zum 31. Dezember 2014. Der Wert liegt zum Bilanzstichtag über dem Gesamtwert der langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Mit Wirkung zum 3. März 2014 wurden zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Januar 2023 zusammengefasst. Im Unterschied zum Vorjahresbericht wurde ein bislang ungenutztes langfristig zugesagtes Darlehen zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg zur kurzzeitigen Betriebsmittelfinanzierung in Anspruch genommen.
Der durchschnittlich gewichtete Zins der langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrug 2,15% (VJ 4,88%). Durch die planmäßige Tilgung der Darlehen haben sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 5.847 TEUR (VJ 6.540 TEUR) reduziert.
Die Tilgungsverpflichtungen aus diesen langfristigen Finanzverbindlichkeiten strukturieren sich folgendermaßen:
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| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Fälligkeit | ||
| Bis ein Monat | 348 | 14 |
| Über ein, bis drei Monate | 84 | 68 |
| Über drei Monate, bis ein Jahr | 6.198 | 995 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 3.459 | 3.023 |
| Über fünf Jahre | 2.389 | 3.517 |
Die Darlehen zur Finanzierung von Investitionen in Maschinen für die Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena sind durch Sicherungsübereignung der Finanzierungsobjekte besichert. Der Buchwert dieser Sicherheiten beläuft sich zum 31. Dezember 2014 auf 797 TEUR (VJ 938 TEUR).
Die Finanzverbindlichkeiten der PVA TePla AG werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die tatsächlichen Marktwerte konnten wir nur näherungsweise als Barwerte der Tilgungszahlungen unter der Annahme der zum Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve zuzüglich eines Risikoaufschlages von 2,2% ermitteln, da die uns begleitenden Kreditinstitute auch in diesem Jahr nicht in der Lage waren, uns die entsprechenden Informationen zur Verfügung zu stellen. Hieraus resultieren Abweichungen zwischen den Konditionen zum Stichtag der Darlehensabschlüsse und den Konditionen zum Bilanzstichtag in Höhe von -57 TEUR (VJ -657 TEUR).
16. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Grundlagen
Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen leistungs- und beitragsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren. Bei leistungsorientierten Pensionsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen (Defined Benefit Plans).
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) geht das Unternehmen über die Entrichtung von zweckgebundenen Beitragszahlungen hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein.
Leistungsorientierte Pläne
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Leistungen hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab.
Die Altersversorgungszusagen, die als leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefit Plans) ausgestaltet sind, bestehen gegenüber den begünstigten Mitarbeitern der PVA TePla AG sowie der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Die entsprechenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur noch Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben.
Die Ermittlung der Verpflichtungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) vorgenommen. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt.
Eine externe Finanzierung über einen Pensionsfonds findet nicht statt. Die damit verbliebenen Risiken aus der Bilanzierung von Pensionsverpflichtungen betreffen Risiken aus der Änderung von versicherungsmathematischen Parametern, die in der anschließenden Tabelle dargestellt sind. Das signifikanteste Änderungsrisiko betrifft den Rechnungszins, hierzu verweisen wir auf die separate Sensitivitätsanalyse.
Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:
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| in % | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Einkommenstrend | 3,00 | 3,00 |
| Rententrend | 1,25 | 1,25 |
| Fluktuationsrate | 1,50 | 1,50 |
| Rechnungszins für Anwärter | 2,40 | 3,60 |
| Rechnungszins für Rentner | 1,90 | 3,20 |
Die biometrischen Parameter wurden gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden versicherungsmathematische Gutachten eingeholt. Die Berechnung erfolgte mit einem Mischzinssatz in Höhe von 2,25% (VJ 3,5%) aus dem gewichteten Durchschnitt des Rechnungszinses für Anwärter und Rentner.
Folgende Beträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
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| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter; davon | 165 | 174 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | 140 | 128 |
| Vertriebskosten | 16 | 20 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 9 | 17 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 0 | 9 |
| Zinsaufwand | 390 | 380 |
| Summe | 555 | 554 |
Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird seit dem Geschäftsjahr 2013 im Zinsergebnis ausgewiesen.
Die bilanzierten Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen am 01.01. | 11.377 | 11.338 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 2.926 | 348 |
| Rentenzahlungen | -328 | -309 |
| Pensionsrückstellungen am 31.12. | 13.975 | 11.377 |
Es ist am Bilanzstichtag davon auszugehen, dass 373 TEUR (VJ 332 TEUR) innerhalb der nächsten zwölf Monate und 13.602 TEUR (VJ 11.045 TEUR) später (zum Teil sehr langfristig) zu erfüllen sind.
Der Anwartschaftsbarwert hat sich wie folgt verändert:
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| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert am 01.01. | 11.377 | 11.338 |
| Laufender Dienstzeitaufwand für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter | 165 | 174 |
| Zinsaufwand | 390 | 380 |
| Rentenzahlungen | -328 | -309 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 2.370 | -206 |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 13.975 | 11.377 |
Sensitivitätsanalyse
Bei Beibehaltung der anderen Annahmen hätten die bei vernünftiger Betrachtungsweise am Abschlussstichtag möglich gewesenen Veränderungen bei einer der maßgeblichen versicherungsmathematischen Annahmen die leistungsorientierten Verpflichtungen mit den nachstehenden Beträgen wie folgt beeinflusst:
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| Effekt in TEUR zum 31.12.2014 | Erhöhung | Minderung |
|---|---|---|
| Abzinsungssatz (0,25 % Veränderung) | -541 | 575 |
| Zukünftige Pensionserhöhungen (0,25 % Veränderung) | 435 | -416 |
Am 31. Dezember 2014 lag die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung bei 16,4 Jahren.
Übersicht über die Barwerte der Pensionsverpflichtungen für das laufende Jahr und die Vorjahre:
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| in TEUR | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pensionsverpflichtungen | 13.975 | 11.377 | 11.338 | 8.759 | 8.254 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste | 2.370 | -206 | 2.296 | 178 | 444 |
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste wirken sich unmittelbar in der Konzern-Bilanz aus und werden ausschließlich im sonstigen Ergebnis erfasst.
Beitragsorientierte Pläne
Beitragsorientierte Pläne sind für die PVA TePla nur in Form der gesetzlich bestimmten Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung sowie der Unterstützungskasse relevant. Im Geschäftsjahr 2014 wurden hierfür Aufwendungen in Höhe von 1.953 TEUR geleistet (VJ 2.171 TEUR).
17. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von 1.820 TEUR (VJ 2.405 TEUR) haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 01.01.2014 | Verbrauch | Auflösung | Zuführung | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistung | 1.054 | 456 | 189 | 292 | 701 |
| Nachlaufende Kosten | 537 | 326 | 26 | 475 | 660 |
| Archivierung | 182 | 8 | 74 | 1 | 101 |
| Pönalen | 0 | 0 | 0 | 33 | 33 |
| Übrige | 632 | 488 | 96 | 223 | 270 |
| Summe | 2.405 | 1.278 | 385 | 1.023 | 1.765 |
Rückstellungen wurden ausschließlich für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, sofern eine Inanspruchnahme überwiegend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit dem Betrag der wahrscheinlichen Inanspruchnahme.
In den Sonstigen Rückstellungen sind langfristige Anteile in Höhe von 168 TEUR enthalten (VJ 490 TEUR). Diese entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Archivierung sowie auf langfristig fällige Leistungen im Zusammenhang mit der langfristigen erfolgsabhängigen Vorstandsvergütung und werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen reduzierten sich im Wesentlichen durch die Auszahlung einer langfristigen Vergütungskomponente nach dem Austritt des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden. Alle anderen sonstigen Rückstellungen sind kurzfristig.
18. KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 110 | 3 |
| Kurzfristiger Anteil der langfristigen Bankdarlehen | 6.629 | 1.077 |
| Summe | 6.739 | 1.080 |
Aufgrund der Kurzfristigkeit dieser Posten weichen hier die Marktwerte nicht signifikant von den dargestellten Buchwerten ab.
19. VERPFLICHTUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN
Der PVA TePla-Konzern erstellt, unter anderem, große Anlagen in kundenspezifischer Auftragsfertigung. Hierzu leisten die Kunden Zahlungen entsprechend dem Auftragsfortschritt. Der passivische Saldo aus gemäß Fertigstellungsgrad gebuchten Umsatzerlösen und Teilabrechnungen wird als Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in der Bilanz ausgewiesen.
Die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Erhaltene Zahlungen (Teilabrechnungen) | 684 | 393 |
| abzüglich angefallener Auftragskosten (inkl. anteiliger Gewinne) | -643 | -296 |
| Summe | 41 | 97 |
20. ERHALTENE ANZAHLUNGEN AUF BESTELLUNGEN
Die Finanzierung des PVA TePla-Konzerns erfolgt zu einem signifikanten Anteil aus An- und Zwischenzahlungen, die Kunden besonders für die größeren Aufträge leisten. Der Wert dieser erhaltenen Anzahlungen lag zum 31. Dezember 2014 bei 12.926 TEUR (VJ 8.282 TEUR). Aufgrund der Uneinbringlichkeit von künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen im Solarmarkt erfolgte eine Umgliederung der hinter diesen Anzahlungen stehenden Leistungen in die unfertigen Erzeugnisse in Höhe von 3.478 TEUR. Diesen Aufträgen stehen erhaltene Anzahlungen in Höhe von 2.578 TEUR gegenüber, die im Vorjahresabschluss gemäß IAS 11 mit dem Leistungsfortschritt saldiert worden waren. Insofern ergab sich durch diesen "Exit" aus der Bilanzierungsmethode des IAS 11 eine Bilanzverlängerung von 2.578 TEUR.
21. ABGEGRENZTE SCHULDEN
Als Abgegrenzte Schulden werden Schulden zur Zahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen ausgewiesen, die am Bilanzstichtag weder bezahlt noch vom Lieferanten in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch an Mitarbeiter geschuldete Beträge.
Die Abgegrenzten Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern | 2.154 | 2.859 |
| Verpflichtungen gegenüber Lieferanten | 1.595 | 2.443 |
| Sonstige Verpflichtungen | 325 | 381 |
| Summe | 4.074 | 5.683 |
Die ausgewiesenen Beträge sind in voller Höhe kurzfristig.
22. SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.034 TEUR (VJ 1.747 TEUR) sind in Höhe von 1.279 TEUR kurzfristig (VJ 1.059 TEUR) und in Höhe von 755 TEUR langfristig (VJ 688 TEUR). In den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen 554 TEUR an Steuerverbindlichkeiten (Lohn-, Kirchen- und Umsatzsteuer, VJ 491 TEUR) enthalten.
C. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
23. UMSATZERLÖSE
Die PVA TePla erzielt ihre Umsätze vor allem aus dem Verkauf von Systemen und Anlagen. Hinzu kommen Serviceleistungen und die Lieferung von Ersatzteilen (zusammengefasst als After-Sales-Service) und Dienstleistungen für Kunden in eigenen Anlagen (Contract Processing, im Wesentlichen durch die PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH sowie im Bereich Plasmabehandlung durch die PVA TePla America Inc. und die PlaTeG GmbH). Die Umsätze teilen sich auf die einzelnen Kategorien folgendermaßen auf:
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| in TEUR | 2014 | in % | 2013 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Anlagen / Systeme | 53.659 | 75 | 44.303 | 69 |
| After Sales | 13.557 | 19 | 14.628 | 23 |
| Contract Processing | 3.025 | 4 | 3.657 | 6 |
| Sonstiges | 1.639 | 2 | 1.487 | 2 |
| Summe | 71.880 | 100 | 64.075 | 100 |
Auftragserlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen wurden im Geschäftsjahr 2014 in Höhe von 50.551 TEUR (VJ 29.464 TEUR) erzielt, die nach der "Percentage of Completion Method" abgerechnet wurden.
Für die zum Stichtag als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen bzw. Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesenen angearbeiteten langfristigen Kundenaufträge ergeben sich nach der "Percentage of Completion Method" aus der Teilumsatzrealisierung gemäß Fertigungsfortschritt folgende Gewinne aus kundenspezifischer Auftragsfertigung:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Auftragserlöse aus kundenspezifischer Auftragsfertigung | 11.712 | 15.331 |
| Dafür angefallene Auftragskosten | -9.812 | -12.171 |
| Ausgewiesene Gewinne aus kundenspezifischer Auftragsfertigung | 1.899 | 3.160 |
24. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Forschungs- und Entwicklungskosten in 2014 bzw. 2013 in Höhe von 2.026 TEUR bzw. 2.564 TEUR ausgewiesen. Erträge aus Fördermitteln für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von 376 TEUR bzw. 743 TEUR sind separat in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
25. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Die Ertragsteuern werden hier basierend auf der bestmöglichen Schätzung des für das ganze Geschäftsjahr erwarteten, gewichteten Durchschnittssteuersatzes berechnet.
Für die inländischen Gesellschaften wird ein Steuersatz von 28% angewandt. Dieser beinhaltet den Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15%, den Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer in Höhe von 12%.
Die latenten Steuern wurden nach dem Zeitpunkt ihrer Realisierung mit dem genannten Steuersatz bzw. für die ausländischen Gesellschaften mit den landesspezifischen Steuersätzen bewertet.
Die tatsächliche Steuerbelastung geht von den wahrscheinlichen zukünftigen Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuererstattungsansprüchen aus.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich wie folgt auf:
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| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | -95 | -1.239 |
| Laufender Steueraufwand | -65 | -1.190 |
| Periodenfremder Steueraufwand (-) / Steuerertrag | -30 | -49 |
| Aufwand (-) / Ertrag für latente Steuern | -2.432 | 4.150 |
| Ergebnis aus steuerlichen Verlustvorträgen | 2.239 | 2.650 |
| Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | -4.322 | 0 |
| Übrige latente Steuern | -350 | 1.500 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.527 | 2.911 |
Latente Steuern in Höhe von 590 TEUR (VJ -8 TEUR) wurden direkt im Eigenkapital erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu berühren. Diese sind in voller Höhe auf im Eigenkapital erfasste Effekte für derivative Finanzinstrumente, Pensionsrückstellungen und Währungsdifferenzen zurückzuführen.
Nachfolgend wird der erwartete Steueraufwand auf den tatsächlichen Steueraufwand übergeleitet:
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| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | in % | in TEUR | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis vor Steuern | -7.447 | -10.320 | ||
| Erwarteter Steueraufwand (-) / -ertrag | 2.085 | -28 | 2.890 | -28 |
| Steuersatzänderungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Steuersatzunterschiede ausländischer Gesellschaften | 184 | -2 | 206 | -2 |
| Steueranteil für permanente Differenzen und temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern erfasst wurden | -230 | -3 | -27 | 0 |
| Periodenfremde laufende Ertragsteuern | -30 | 0 | -48 | 0 |
| Nichtansatz steuerlicher Verluste | 0 | 0 | -9 | 0 |
| Veränderung der Wertberichtigung | -4.322 | -58 | 0 | 0 |
| Sonstige Einflüsse & Anpassungen | -214 | -3 | -100 | -1 |
| Tatsächlicher Steueraufwand (-) / -ertrag | -2.527 | -34 | 2.911 | -28 |
Die latenten Steuern aus Steuersatzunterschieden ausländischer Gesellschaften ergeben sich dadurch, dass Gesellschaften des PVA TePla-Konzerns außerhalb von Deutschland anderen Steuersätzen als in Deutschland unterliegen.
Die latenten Steuern entfallen auf:
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| 31.12.2014 | 31.12.2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 128 | 182 | 143 | 209 |
| Vorräte | 28 | 32 | 99 | 46 |
| Forderungen / Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 481 | 0 | 861 |
| Forderungen | 48 | 219 | 283 | 219 |
| Steuerliche Verlustvorträge (brutto) | 6.386 | 0 | 4.028 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 1.717 | 0 | 1.071 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen / Abgegrenzte Schulden | 349 | 151 | 835 | 91 |
| Sonstige | 0 | 2 | 0 | 1 |
| Summe | 8.655 | 1.067 | 6.459 | 1.427 |
| Wertberichtigung steuerlicher Verlustvorträge | -4.322 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 4.333 | 1.067 | 6.459 | 1.427 |
| Saldo latente Steuern | 3.266 | 5.032 |
Zum 31. Dezember 2014 verfügen die deutschen Gesellschaften über steuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund 19.024 TEUR (VJ 11.157 TEUR), welche ausschließlich die Tochtergesellschaft Munich Metrology GmbH, München, und PVA TePla AG, Wettenberg, betreffen.
Aufgrund der Volatilität im Marktumfeld und den wiederholten Planabweichungen in den letzten Jahren wurde der Zeitraum für die Bestimmung der Realisierbarkeit von Verlustvorträgen auf drei Jahre begrenzt. Sofern aus dem aktuellen Budget für die Jahre 2015 bis 2017 eine Inanspruchnahme von Verlustvorträgen realistisch erscheint, wurden Verlustvorträge in den aktiven latenten Steuern angesetzt. Umgekehrt wurden Verlustvorträge, deren Realisierbarkeit erst nach 2017 wahrscheinlich ist, nicht oder nicht mehr aktiviert. Infolge dieser Begrenzung des Prognosezeitraums wurden nur Verlustvorträge in Höhe von 3.588 TEUR als werthaltig angesehen und entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.
Alle übrigen inländischen Gesellschaften des Konzerns weisen positive steuerliche Ergebnisse auf und verfügen über keine Verlustvorträge mehr.
Die Verlustvorträge der PVA TePla America Inc. (5,0 Mio. USD federal tax; 1,5 Mio. USD state tax) gehen - sofern sie nicht vorher genutzt werden - sukzessive ab dem Jahr 2022 (federal tax) bzw. ab dem Jahr 2016 (state tax) unter und können daher nach vorliegender Planung nur teilweise genutzt werden. Die aktivierten latenten Steuern in Höhe von 987 TEUR (VJ 904 TEUR) werden aufgrund des positiven Geschäftsjahrs 2014 sowie der weiteren Ergebniserwartung für werthaltig befunden.
26. ERGEBNIS JE AKTIE
Das Konzernjahresergebnis vor Anteilen Dritter belief sich auf -9.972 TEUR (VJ -7.576 TEUR). Im Geschäftsjahr 2014 waren wie im Vorjahr durchschnittlich 21.749.988 nennwertlose Stückaktien im Umlauf.
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzernjahresergebnis vor Anteilen Dritter, geteilt durch den gewogenen Mittelwert der während des Jahres ausstehenden Aktien.
Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2014 und 2013:
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| 2014 | 2013 | |
|---|---|---|
| Zähler: | ||
| Konzernjahresergebnis vor Anteilen Dritter (in TEUR) | -9.972 | -7.576 |
| Nenner: | ||
| Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien - unverwässert | 21.749.988 | 21.749.988 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,46 | -0,35 |
An Mitarbeiter, Vorstände oder Aufsichtsräte ausgegebene Optionen mit Berechtigung zum Kauf von PVA TePla AG-Aktien bestanden am Bilanzstichtag nicht. Verwässerungseffekte bezüglich des Ergebnisses pro Aktie ergeben sich somit zum 31. Dezember 2014 nicht.
27. GEWINNVERWENDUNG / BILANZGEWINN
Der Einzelabschluss der PVA TePla AG (nach handelsrechtlichen Vorschriften) weist zum 31. Dezember 2014 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -5.624 TEUR (VJ -7.350 TEUR) sowie einen insgesamt verminderten Bilanzgewinn in Höhe von 12.493 TEUR (VJ 18.117 TEUR) aus. Dieser Bilanzgewinn entspricht gemäß IAS 1.76(v) dem ausschüttungsfähigen Betrag.
Aufgrund des negativen Geschäftsjahresergebnisses schlagen Vorstand und Aufsichtsrat vor, den im Jahresabschluss 2014 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 12.493 TEUR für einen Vortrag auf neue Rechnung in gleicher Höhe zu verwenden. Entnahmen aus der Kapitalrücklage sowie der Gewinnrücklage wurden nicht getätigt.
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG UND ZUM KAPITALMANAGEMENT
Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 720 nach der indirekten Methode aufgestellt. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel entsprechen dem gleichnamigen Bilanzposten.
Geschäftsvorfälle, die nicht zu einer Änderung der Zahlungsmittelbestände führten, wurden nicht in die Kapitalflussrechnung aufgenommen.
Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beinhalten nur zahlungswirksame Anschaffungen.
Das Kapitalmanagement der PVA TePla hat das primäre Ziel, die zur Erreichung der Wachstums- und Renditeziele notwendige finanzielle Flexibilität sicherzustellen und auf dieser Basis die Steigerung des Unternehmenswerts zu ermöglichen. Inhalt des Kapitalmanagements ist das Eigenkapital des Unternehmens sowie das zur Finanzierung des Geschäftes benötigte Fremdkapital. Die wesentliche Kennzahl zur Steuerung des Kapitals ist die Eigenkapitalquote. Die konkrete Steuerung erfolgt über eine Optimierung der Rendite und eine Begrenzung der Mittelbindung. Weitere Ziele der Kapitalsteuerung sind die Sicherstellung der Liquidität der Gruppe durch die Vereinbarung angemessener und ausreichender Kreditlinien und die Aufrechterhaltung der bisherigen Anzahlungsquote sowie die Optimierung des Finanzergebnisses zur Verbesserung der Rendite.
Das Kapitalmanagement der PVA TePla umfasst somit folgende Inhalte:
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 38.815 | 50.307 |
| Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 12.586 | 7.620 |
| Erhaltene Anzahlungen | 12.926 | 8.282 |
| Gesamtsumme | 64.327 | 66.209 |
| Bilanzsumme | 89.037 | 92.363 |
| Eigenkapitalquote | 43,6% | 54,5% |
Im Geschäftsjahr 2014 sank das Eigenkapital auf 38.815 TEUR (VJ 50.307 TEUR). Entgegen der planmäßigen Rückführung der Finanzverbindlichkeiten wurde ein durch Grundschulden besicherter Kreditrahmen (31.12.2014: 5.333 TEUR), der der Gesellschaft bis zum Dezember 2022 zur Verfügung steht, in Anspruch genommen, worin sich der Anstieg der Finanzverbindlichkeiten auf 12.586 TEUR (VJ 7.620 TEUR) begründet. Die Eigenkapitalquote 2014 verringerte sich auf 43,6% (VJ 54,5%).
E. WEITERE ANGABEN
28. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Auf der Basis der zwei Geschäftsbereiche der PVA TePla AG wird die Ertragskraft beurteilt und über die Zuteilung der Ressourcen zu den Segmenten entschieden. Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt somit der den internen Managementberichtssystemen der PVA TePla-Gruppe zugrunde liegenden Organisationsstruktur des Konzerns nach den zwei Geschäftsbereichen Industrial Systems und Semiconductor Systems.
Die folgenden Tabellen geben einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente der PVA TePla AG. Weiterhin beinhaltet die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 eine Überleitung vom Gesamtergebnis der Segmente zum Jahresergebnis des Konzerns.
Für das Geschäftsjahr 2014 bzw. 2013 stellen sich die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wie folgt dar:
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| in TEUR | 2014 | 2013 | ||
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | Innenumsatz | Außenumsatz | Innenumsatz | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Segmenterlöse | ||||
| Industrial Systems | 35.572 | 921 | 28.712 | 816 |
| Semiconductor Systems | 36.308 | 362 | 35.363 | 433 |
| Konzernerlöse | 71.880 | 1.283 | 64.075 | 1.249 |
Das Betriebsergebnis nach Segmenten setzt sich in den Geschäftsjahren 2014 und 2013 wie folgt zusammen:
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| 2014 | 2013 | |||
|---|---|---|---|---|
| Betriebsergebnis nach Segmenten | in TEUR | in % | in TEUR | in % |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Industrial Systems | -942 | -2,6 | -2.978 | -10,4 |
| Semiconductor Systems | -5.375 | -14,8 | -6.632 | -18,8 |
| Konsolidierung | 13 | 66 | ||
| Konzernbetriebsergebnis | -6.305 | -8,8 | -9.544 | -14,9 |
Das operative Segmentergebnis 2014 ist durch Einmalaufwendungen für Abfindungen und Wertberichtigungen wie folgt belastet: Im Industrial Systems Geschäftsbereich wurden Abfindungen in Höhe von 631 TEUR verbucht. Das Ergebnis des Geschäftsbereichs Semiconductor Systems ist mit Abfindungen in Höhe von 38 TEUR belastet.
Die Überleitung der Segmentergebnisse (EBIT) auf das Konzernjahresergebnis ergibt sich wie folgt:
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| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Summe Segmentergebnisse | -6.318 | -9.610 |
| Konsolidierung | 13 | 66 |
| Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns | -6.305 | -9.544 |
| Finanzergebnis | -1.142 | -775 |
| Ergebnis vor Steuern | -7.447 | -10.319 |
| Ertragsteuern | -2.527 | 2.911 |
| Konzernjahresergebnis | -9.974 | -7.408 |
Andere nicht zahlungswirksame Segmentaufwendungen sind nicht in nennenswerten Größenordnungen angefallen.
Folgende Umsatzerlöse nach Regionen wurden im Geschäftsjahr 2014 bzw. 2013 erzielt:
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| in TEUR | 2014 | in % | 2013 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse nach Absatzregionen | ||||
| Deutschland | 20.979 | 29 | 19.054 | 30 |
| Europa (ohne Deutschland) | 7.970 | 11 | 10.266 | 16 |
| Nordamerika | 4.655 | 7 | 6.292 | 10 |
| Asien | 37.242 | 52 | 25.809 | 40 |
| Übrige | 1.033 | 1 | 2.654 | 4 |
| Konzernerlöse | 71.880 | 100 | 64.075 | 100 |
Die Umsätze teilen sich auf die einzelnen Kategorien folgendermaßen auf:
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| in TEUR | 2014 | in % | 2013 | in % |
|---|---|---|---|---|
| Anlagen / Systeme | 53.659 | 75 | 44.303 | 69 |
| After Sales | 13.557 | 19 | 14.628 | 23 |
| Contract Processing | 3.025 | 4 | 3.657 | 6 |
| Sonstiges | 1.639 | 2 | 1.487 | 2 |
| Summe | 71.880 | 100 | 64.075 | 100 |
Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, die auch mit Konzernfremden vereinbart werden.
29. FINANZINSTRUMENTE
In diesem Abschnitt erfolgen zusammenfassende Darstellungen zu Finanzinstrumenten und die Darstellung der derivativen Finanzinstrumente. Die Erläuterungen zu den einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten erfolgen im Rahmen der Darstellungen der entsprechenden Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung.
Grundsätze des Risikomanagementsystems
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen direkt dem Vorstand.
Kategorien von Finanzinstrumenten
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Kategorien zugeordnet:
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| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten | Ausgereichte Kredite und Forderungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| beizulegender Zeitwert | beizulegender Zeitwert | fortgeführte Anschaffungskosten | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristiges Vermögen | ||||||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 0 | 0 | 367 | 388 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 9 | 8 |
| Kurzfristiges Vermögen | ||||||
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 7.689 | 9.619 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 0 | 2 | 0 | 0 | 3.582 | 2.604 |
| Zahlungsmittel | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.725 | 6.566 |
| Sonstige finanz. Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 754 | 685 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 249 | 202 | 2 | 8 | 0 | 0 |
| Nettoergebnis | -118 | 275 | 6 | 11 | 2 | 332 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten | Forderungen aus PoC | |||
|---|---|---|---|---|
| fortgeführte Anschaffungskosten | fortgeführte Anschaffungskosten | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| in TEUR | 2014 | 2013 | 2014 | 2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristiges Vermögen | ||||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | ||||
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 7.490 | 8.081 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanz. Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 5.847 | 6.540 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1 | 3 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 6.739 | 1.080 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.563 | 3.219 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 18.292 | 15.123 | 0 | 0 |
| Nettoergebnis | -510 | -781 | 0 | 0 |
Bis auf die Kategorie Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen die Buchwerte in den übrigen Kategorien im Wesentlichen den Marktwerten. Auf eine gesonderte Gegenüberstellung von Buchwerten zu Marktwerten wurde verzichtet. Gemäß IFRS 727A sind Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, in Levelstufen einzuordnen. Die bei der PVA TePla AG zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind der Stufe "Level 2" zugeordnet, auf welcher die Bewertung der Finanzinstrumente anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren, erfolgt.
Sowohl für Devisentermingeschäfte als auch für Zinssicherungsgeschäfte wurden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cash Flows ermittelt, dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.
Der Nettoverlust für die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von 118 TEUR (VJ Nettogewinn in Höhe von 275 TEUR) setzt sich aus Marktwertveränderungen derivativer Sicherungsinstrumente zusammen.
Der Nettogewinn für die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert gebuchten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von 6 TEUR (VJ Nettogewinn in Höhe von 11 TEUR) setzt sich aus Marktwertveränderungen derivativer Sicherungsinstrumente zusammen.
Der Nettogewinn der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten ausgereichten Kredite und Forderungen in Höhe von 2 TEUR (VJ Nettogewinn in Höhe von 332 TEUR) umfasst Zinserträge und Erträge aus derivativen Finanzinstrumenten.
Das Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Kategorie der finanziellen Verbindlichkeiten beinhaltet Zinsaufwendungen in Höhe von 510 TEUR (VJ 781 TEUR).
Kreditrisiko
Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Für die Zusammensetzung der Forderungen sowie der gebildeten Wertberichtigungen verweisen wir auf Textziffer 10. Wertberichtigungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Forderungsausfälle gebildet.
Das maximale Ausfallrisiko wird theoretisch durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Im PVA TePla-Konzern wurden für Risiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen in Höhe von 593 TEUR (VJ 285 TEUR) gebildet, wodurch bekannte Risiken abgedeckt wurden. Risiken aus geleisteten Anzahlungen werden durch Anzahlungsbürgschaften vermieden, für sonstige Forderungen existieren keine erkennbaren Risiken. Zum Abschlussstichtag liegen im PVA TePla-Konzern keine anderen wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen vor.
Liquiditätsrisiko
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt.
Sofern erforderlich, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, Barmitteln vorgehalten.
Bezüglich der Fristigkeit der einzelnen finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen der Textziffer 15. Die Fälligkeitsanalyse der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt in den Abschnitten Währungsrisiko und Zinssicherung.
Marktrisiko
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Währungsrisiken
Die Währungskursrisiken der Gesellschaft resultieren primär aus der operativen Tätigkeit, Finanzierungsmaßnahmen und Investitionen. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cash Flows des Konzerns wesentlich beeinflussen.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Diese geplanten Transaktionen betreffen insbesondere geplante Umsätze, die in USD fakturiert werden.
Die PVA TePla AG schließt zur Absicherung von Zahlungsansprüchen Devisentermingeschäfte ab. Diese derivativen Finanzinstrumente haben eine Fälligkeit von weniger als einem Jahr und sichern zum 31. Dezember 2014 Zahlungsansprüche in einem Volumen von 854 TEUR (VJ 237 TEUR) ab. Die erwarteten Nettoauszahlungen aus den Währungssicherungsinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
Erwartete Nettoauszahlungen
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| in TEUR (VJ Nettoeinzahlungen) | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Monat | -5 | 2 |
| Länger als einen Monat und bis zu drei Monaten | -11 | 0 |
| Länger als drei Monate und bis zu einem Jahr | -15 | 0 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 0 | 0 |
Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsfakturierungen werden im Wesentlichen durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Währungskursänderungen aus Fremdwährungsgeschäften haben somit keine signifikanten Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.
Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch die Prüfung der Übereinstimmung wesentlicher Parameter (Nominalbetrag, Laufzeit, etc.) von Sicherungsinstrumenten mit den hypothetischen Derivaten, während zur retrospektiven Effektivitätsmessung die kumulierte Dollar Off-set Methode angewandt wird.
Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten in den deutschen Gesellschaften werden in der funktionalen Währung (EUR) erfasst. Somit können Fremdwährungsrisiken nur aus den Finanzinstrumenten und Vermögensgegenständen der einzelnen Auslandsgesellschaften herrühren, die sich erfolgsneutral in den Währungsrücklagen niederschlagen würden.
Aus diesem Grund wird lediglich eine eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse durchgeführt.
Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2014 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital um 66 TEUR höher (um 54 TEUR niedriger) (31. Dezember 2013: 175 TEUR niedriger (höher)) gewesen.
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen anderen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2014 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital um 51 TEUR höher (um 42 TEUR niedriger) (31. Dezember 2013: 17 TEUR höher (niedriger)) gewesen.
Zinssicherung
Die Gesellschaft unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Gesellschaft Zinsderivate (Zinsswaps) ein, um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar.
Da das Unternehmen bei den langfristigen originären Finanzinstrumenten über Festzinsvereinbarungen verfügt oder die variablen Zinsvereinbarungen im Rahmen von Cash Flow Hedges abgesichert sowie die Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, haben lediglich die Finanzderivate Auswirkungen auf die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital. Ergebniseffekte aus Zinsänderungen aus dem Anteil der nicht festverzinslichen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 5.443 TEUR (VJ 3 TEUR) sind aufgrund der Laufzeit und der aktuellen Erwartungen über Änderungen des kurzfristigen Zinsniveaus unwesentlich.
Sensitivitätsanalysen nach IFRS 7 wurden für Finanzderivate (Swaps) durchgeführt, die nicht in einer effektiven Sicherungsbeziehung stehen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 216 TEUR (VJ 257 TEUR) gestiegen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2014 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 232 TEUR (VJ 277 TEUR) geringer gewesen.
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investition in neue Gebäude am Standort Wettenberg und in Jena wurden Zinssicherungsgeschäfte mit einem Volumen von ursprünglich 11.600 TEUR abgeschlossen. Der noch offene Betrag dieser Sicherungsgeschäfte zum Stichtag 31. Dezember 2014 beträgt 5.787 TEUR (VJ 6.613 TEUR).
Die Zinssicherungsgeschäfte haben eine Restlaufzeit von bis zu acht Jahren. Die erwarteten Nettoauszahlungen aus den Zinssicherungsinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
Erwartete Nettoauszahlungen
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| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Monat | -113 | -107 |
| Länger als einen Monat und bis zu drei Monaten | -1 | -2 |
| Länger als drei Monate und bis zu einem Jahr | -106 | -101 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | -588 | -394 |
Die Zinssicherungsinstrumente und die unterliegenden Darlehen wurden 2005 bzw. 2007 auf Basis des jeweiligen Zinsniveaus abgeschlossen. Diese sichern eine langfristige, flexible Finanzierung der Neubaumaßnahmen an den Standorten Jena und Wettenberg.
Der Marktwert dieser Instrumente betrug zum Stichtag 31. Dezember 2014 -974 TEUR (VJ -895 TEUR) und wird unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Gegenbuchung der Marktwerte sowie der hierauf fallenden latenten Steuern erfolgt ergebnisneutral in den sonstigen Rücklagen für den Teil der Zinsderivate, die in einer effektiven Sicherungsbeziehung zu einem Darlehen stehen.
Die PVA TePla AG hat mit Wirkung zum 3. März 2014 zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Januar 2023 zusammengefasst. Das neue Darlehen mit bestehenden Zinssicherungsgeschäften über insgesamt 6.000 TEUR synchronisiert. Eine Effektivität zwischen neuem Grundgeschäft und bestehendem Sicherungsgeschäft konnte nach IFRS zum Stichtag jedoch nicht erreicht werden. Der negative Marktwert dieser Sicherungsgeschäfte valutierte zum 31. Dezember 2014 auf -972 TEUR; Marktwertveränderungen werden nach IFRS aufwandswirksam erfasst.
Das bislang ungenutzte langfristig zugesagte Darlehen zur Finanzierung der Gebäude am Standort Wettenberg wurde zur kurzzeitigen Betriebsmittelfinanzierung mit 5.333 TEUR zum 31.12.2014 in Anspruch genommen. Dieses Darlehen mit nominell variablen Zinssatz ohne entsprechendes Zinssicherungsgeschäft birgt aufgrund des aktuellen sehr niedrig und dem mittelfristig nicht zu erwartendem Anstieg der Marktzinsen ein geringes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze. Aus diesem Grund wird aktuell von einer Zinssicherung für diese Darlehen abgesehen.
Die entsprechende Gegenbuchung der Marktwerte der Zinsderivate sowie der hierauf entfallenden latenten Steuern erfolg in den Sonstigen kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, sowie den Latenten Steueransprüchen oder -verbindlichkeiten, je nach Marktwertveränderung.
Die Marktwerte dieser Sicherungsinstrumente zum 31. Dezember 2014 betragen kumuliert -972 TEUR (VJ -887 TEUR), davon wurden 85 TEUR im Geschäftsjahr 2014 ergebniswirksam im Finanzaufwand (VJ 305 TEUR in den Finanzerträgen) erfasst.
Sonstige Preisrisiken
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.
Zum 31. Dezember 2014 und zum 31. Dezember 2013 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
30. LEASING
PVA TePla ist Leasingnehmer von Sachanlagen sowie Leasinggeber in Zusammenhang mit der Vermietung eigener Gebäude. Die Leasingverhältnisse der PVA TePla sind sämtlich als Operating Lease zu klassifizieren. Es gibt im Wesentlichen zwei Gruppen von Leasingverhältnissen:
Anmietung von Gebäuden
Die PVA TePla hat an den Standorten, Kirchheim, München, Jena, Westhausen, Frederikssund (Dänemark), Corona/Kalifornien (USA), Beijing (China) und Xi'an (China) sowie in Singapur Räumlichkeiten für Produktion und Verwaltung von Dritten angemietet. Die monatliche Miete 2014 für den Standort Kirchheim betrug 10 TEUR (VJ 10 TEUR), für den Standort München 6 TEUR (VJ 6 TEUR), für den Standort Jena 4 TEUR (VJ 4 TEUR), für den Standort Berlin 0 TEUR (VJ 3 TEUR), für den Standort Westhausen 7 TEUR (VJ 7 TEUR), für den Standort Frederikssund 10 TEUR (VJ 10 TEUR), für den Standort Corona 7 TEUR (VJ 7 TEUR), für den Standort Beijing 2 TEUR (VJ 2 TEUR), für den Standort Singapur 9 TEUR (VJ 9 TEUR) und für den Standort Xi'an 0 TEUR (VJ 1 TEUR).
Bei den hier relevanten Mietverträgen handelt es sich um im Rahmen der Vermietung von Gewerberäumen übliche Vertragsverhältnisse. Im Jahr 2014 wurden für diese Verträge insgesamt 621 TEUR (VJ 614 TEUR) gezahlt. Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 482 | 461 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 873 | 776 |
| Über fünf Jahre | 21 | 16 |
Vermietung von Gebäuden
Aus der Vermietung wurden 82 TEUR (VJ 55 TEUR) im Jahr 2014 erlöst. In den nächsten Jahren ergeben sich folgende Erträge aus der Vermietung:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 78 | 75 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 0 | 0 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Leasing von Kraftfahrzeugen
Die PVA TePla AG begrenzt die Anzahl der Firmenfahrzeuge auf einen möglichst geringen Umfang. Privat zu nutzende Pkw werden vorrangig Vorständen, Leitern der Geschäftsbereiche und Geschäftsführern sowie vereinzelt Mitarbeitern mit einem hohen Anteil an Außeneinsätzen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden Poolfahrzeuge für Dienstreisen genutzt. Seit 2004 werden neue Fahrzeuge geleast. Für derartige Leasingverträge entstanden im Jahr 2014 Aufwendungen in Höhe von 181 TEUR (VJ 191 TEUR). Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 103 | 99 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 80 | 72 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Andere Leasingverträge
Zusätzlich zu den bisher genannten Leasingverträgen bestehen weitere Leasingverträge im Wesentlichen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für derartige Leasingverträge entstanden im Jahr 2014 Aufwendungen in Höhe von 70 TEUR (VJ 138 TEUR). Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 45 | 43 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 87 | 78 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
31. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Verpflichtungen aus bestehenden Verträgen
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen wurden oben (vgl. Textziffer 30) bereits dargestellt.
Die Verpflichtungen aus Rahmenverträgen des Einkaufs belaufen sich insgesamt auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 615 | 589 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 0 | 0 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Aus anderen Verträgen (z.B. Wartungsverträge, Sicherheitsdienst) ergeben sich insgesamt folgende Verpflichtungen:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 854 | 817 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 22 | 19 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
32. MATERIALAUFWAND
Die Herstellungskosten des Umsatzes beinhalten Materialaufwendungen für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 wie folgt:
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| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren | 34.037 | 20.495 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 3.577 | 5.409 |
| Materialaufwand Gesamt | 37.614 | 25.904 |
Die Materialquote (Materialaufwand / Gesamtumsatz) lag im Geschäftsjahr 2014 somit bei 52,3% im Gegensatz zu 40,4% im Vorjahr.
33. PERSONALAUFWAND
Die Personalaufwendungen setzen sich für die Geschäftsjahre 2014 und 2013 wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 27.195 | 27.340 |
| Soziale Abgaben | 5.132 | 5.103 |
| Personalaufwand Gesamt | 32.327 | 32.443 |
Der Personalaufwand enthält in Höhe von 778 TEUR Abfindungen und Freistellungen. Im Verhältnis zum Umsatz verringern sich die Personalkosten im Geschäftsjahr 2014 auf 45,0% im Vergleich zu 50,6% im Vorjahr. Der prozentuale Rückgang ist im Wesentlichen auf den Umsatzanstieg zurückzuführen. In den sozialen Abgaben sind im Geschäftsjahr 2014 Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von 631 TEUR (VJ 391 TEUR) enthalten.
Zum Jahresende waren im Konzern 391 (VJ 424), im Jahresdurchschnitt 407 (VJ 464) Mitarbeiter beschäftigt.
Entwicklung der Mitarbeiterzahlen zu folgenden Stichtagen:
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| in TEUR | 31.12.2013 | Q1/2014 | Q2/2014 | Q3/2014 | 31.12.2014 |
|---|---|---|---|---|---|
| Verwaltung | 59 | 60 | 61 | 59 | 56 |
| Vertrieb | 48 | 47 | 47 | 50 | 51 |
| Konstruktion, Forschung und Entwicklung | 92 | 88 | 89 | 90 | 85 |
| Produktion und Service | 225 | 219 | 220 | 206 | 199 |
| Mitarbeiter Gesamt | 424 | 414 | 417 | 405 | 391 |
Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen nach Funktionsgruppen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
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| Mitarbeiterzahl nach Funktionsgruppen (Jahresdurchschnittswerte) | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Verwaltung | 59 | 61 |
| Vertrieb | 49 | 51 |
| Konstruktion, Forschung und Entwicklung | 88 | 102 |
| Produktion und Service | 211 | 250 |
| Mitarbeiter Gesamt | 407 | 464 |
In den genannten Mitarbeiterzahlen sind 7 Aushilfskräfte enthalten. Im Vorjahr wurden 3 Aushilfskräfte beschäftigt.
34. ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen sind bei den Erläuterungen des Anlagevermögens dargestellt (vgl. Textziffer 4 und 5).
35. RISIKOMANAGEMENT
Die aktuellen Risiken und Chancen sowie das Risikomanagementsystem der PVA TePla werden im Lagebericht ausführlich dargestellt. Wir verweisen daher auf Punkt 4 des Lageberichts.
36. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Der Vorstand der PVA TePla AG bestand im Geschäftsjahr 2014 aus:
Dr. Arno Knebelkamp, Mülheim
(Vorsitzender des Vorstands bis 13.06.2014)
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| ― | PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen (bis 12.06.2014) |
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director) (bis 12.06.2014) |
| ― | Profine GmbH, Troisdorf (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) |
Oliver Höfer, Jena
(Vorstand Produktion und Technologie)
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| ― | PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH |
| ― | PVA Jena Immobilien GmbH, Jena (bis 25.08.2014 - Verschmelzung) |
| ― | JenaWave GmbH, Jena (bis 25.08.2014 - Verschmelzung) |
| ― | PVA Crystal Growing Systems GmbH, Wettenberg (seit 11.04.2014) |
| ― | PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen (seit 16.06.2014) |
| ― | PVA TePla Singapore Pte. Ltd., Singapur (seit 20.06.2014) |
Peter Abel, Wettenberg
(ab 01.04.2014 Vorstand strategische Unternehmensplanung) (seit 13.06.2014 Vorstandsvorsitzender)
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| ― | PVA Industrial Vacuum Systems GmbH, Wettenberg (11.04. - 22.10.2014) |
| ― | PVA Crystal Growing Systems GmbH, Wettenberg (seit 11.04.2014) |
sowie bei folgenden nicht verbundenen Gesellschaften:
| ― | PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg |
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | Xian Huade CGS Corp., Xian, China (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| ― | SCHEBO Biotech AG, Gießen (bis 31.05.2014 Aufsichtsratsvorsitzender) |
| ― | 3D Präzisionstechnik AG, Asslar (Aufsichtsratsvorsitzender) |
Henning Döring, Gießen
(seit 01.04.2014 Vorstand Finanzen)
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| ― | PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director) (ab 19.06.2014) |
| ― | PVA Metrology & Plasma Solutions GmbH, Kirchheim (Geschäftsführer ab 09.09.2014) |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2014 721 TEUR (VJ 1.617 TEUR). Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. Euro übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Diese Regelung gilt nur für den Vorstand Produktion und Technologie, Herrn Oliver Höfer, seit Dezember 2013. Für die ersten sieben Monate des abgeschlossenen Geschäftsjahres wurde die erfolgsabhängige Komponente von Dr. Arno Knebelkamp nach einer Regelung bemessen, bei der der Bonus jahresanteilig auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts festgelegt wurde. Herr Henning Döring erhält eine variable Bonusvergütung, die höchstens 30% der Festvergütung beträgt (Cap). Die Höhe des Bonus für 2014 wurde zu Vertragsbeginn festgelegt. Ab dem Geschäftsjahr 2015 wird der Bonus für das betreffende Geschäftsjahr in eine langfristige Komponente und in eine kurzfristige Komponente aufgeteilt. Der Bonus basiert auf einem Kriterienkatalog, der lang- und kurzfristige Ziele für das betreffende Geschäftsjahr enthält und vom Aufsichtsrat jährlich festzulegen ist. Im Geschäftsjahr 2014 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:
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| in TEUR | Gehalt | Sonstige Bezüge | Erfolgsabhängige Komponente | Gesamt 2014 | Gesamt 2013 |
|---|---|---|---|---|---|
| Abel (seit 01.04.2014) | 90 | 0 | 0 | 90 | 0 |
| Höfer | 180 | 9 | 70 | 259 | 49 |
| Döring (seit 01.04.2014) | 98 | 0 | 24 | 122 | 0 |
| Dr. Knebelkamp (bis 31.07.2014) | 140 | 40 | 70 | 250 | 458 |
Die aufgeführten Werte für die erfolgsabhängige Komponente beinhalten die im Jahr 2014 für das Geschäftsjahr 2013 gezahlten und um die im Geschäftsjahr 2013 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2014 für das Geschäftsjahr 2014 gebildete Rückstellung.
Die erfolgsabhängige Komponente in Höhe von 164 TEUR unterteilt sich in eine kurzfristige und eine langfristige Komponente. Auf die langfristige, erfolgsabhängige Komponente für den Vorstand entfallen 60 TEUR. Diese anteilsbasierte Vergütungskomponente fällt in den Anwendungsbereich des IFRS 2 und wurde auf Basis eines Optionspreismodells berechnet.
Langfristig fällige Leistungen fallen im Zusammenhang mit der oben dargestellten langfristigen erfolgsabhängigen Komponente an. Alle anderen aufgeführten Bezüge sind kurzfristig fällig. Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung werden nicht gezahlt. Versorgungszusagen bestehen lediglich aus der Vergangenheit herrührend für den Vorstandsvorsitzenden, Peter Abel, in Höhe von 722 TEUR (VJ 581 TEUR). Seit dem Wiedereintritt in den Vorstand sind keine weiteren Versorgungszusagen getroffen worden. Für alle weiteren derzeitigen Vorstandsmitglieder bestehen keine Pensionszusagen.
Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2014 nicht gewährt. Die Vorstandsverträge sehen eine Ausgleichszahlung bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeiten vor, deren Höhe - je nach Dienstvertrag - auf bis zu zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap). Für den Fall eines Kontrollwechsels (Change of Control) und der damit evtl. einhergehenden vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit erhalten die Vorstandsmitglieder Leistungen, die 150 % des Abfindungs-Caps nicht überschreiten sollen.
Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans bestehen für Pensionsverpflichtungen Anwartschaftsbarwerte in Höhe von 2.033 TEUR (VJ 1.724 TEUR). Im Jahr 2014 wurden an ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt 64 TEUR (VJ 64 TEUR) geleistet.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG bestand im Geschäftsjahr 2014 aus:
Alexander von Witzleben, Weimar
(Vorsitzender)
| ― | Feintool International Holding AG, Lyss (Präsident des Verwaltungsrats) |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Leipzig (Vorsitzender des Aufsichtsrats) |
| ― | Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| ― | KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats) |
Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen
(stellvertretender Vorsitzender)
| ― | Global Leader Business Development and Markets, Grant Thornton International Limited, London/Großbritannien |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | Comvis AG, Essen (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) |
Prof. Dr. Markus H. Thoma, Schöffengrund
(ab 13.06.2014)
| ― | Professor für Plasma- und Raumfahrtphysik an der Universität Gießen |
Prof. Dr. Günter Bräuer, Cremlingen
(bis 13.06.2014)
| ― | Leiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, Braunschweig, und geschäftsführender Leiter des Instituts für Oberflächentechnik (IOT) der TU Braunschweig |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| ― | Institut für Solarenergieforschung GmbH, Emmerthal (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats) |
Der Aufsichtsrat erhält für seine Tätigkeit je Geschäftsjahr eine fixe Gesamtvergütung von 100 TEUR.
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| in TEUR | Fixe Vergütung 2014 | Variable Vergütung 2014 | Fixe Vergütung 2013 | Variable Vergütung 2013 |
|---|---|---|---|---|
| von Witzleben (Vorsitzender) | 50,0 | 0 | 50,0 | 0 |
| Prof. Dr. Bräuer (bis 13.06.2014) | 11,3 | 0 | 25,0 | 0 |
| Dr. Hebestreit | 25,0 | 0 | 25,0 | 0 |
| Prof. Dr. Thoma (seit 13.06.2014) | 13,7 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 100,0 | 0 | 100,0 | 0 |
Die Aufteilung dieser Gesamtvergütung unter den Aufsichtsratsmitgliedern erfolgt in der Weise, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten Betrag eines einfachen Aufsichtsratsmitgliedes erhält. Bei unterjährigem Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Aufsichtsrat erhält dieses eine zeitanteilige Vergütung.
Zur Deckung der zivilrechtlichen Haftung von Organmitgliedern wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2014 wurde für diese Versicherung eine Prämie in Höhe von 11 TEUR (VJ 14 TEUR) gezahlt.
37. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Bei den Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen handelt es sich zum einen um Geschäfte mit Unternehmen, an denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblich beteiligt sind oder in denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblichen Einfluss haben. Zum anderen handelt es sich um Geschäfte mit Unternehmen, die von Parteien beherrscht werden, die auch maßgeblichen Einfluss auf die PVA TePla ausüben können (im Wesentlichen über eine entsprechende Beteiligung am Unternehmen).
Im Berichtszeitraum ist hier im Wesentlichen die Beziehung zu dem Hauptaktionär Peter Abel relevant. Die zugehörigen Geschäfte der PVA TePla AG mit nahestehenden Personen umfassen im Wesentlichen Zukäufe von EDV-Unternehmen. Im Geschäftsjahr 2014 beliefen sich der Wert der Zukäufe von Unternehmen dieser Kategorie auf 732 TEUR (VJ 705 TEUR) und der Wert der Verkäufe auf 33 TEUR (VJ 1 TEUR). Die Salden der ausstehenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten lagen zum Stichtag 31. Dezember 2014 bei 0 TEUR (VJ 0 TEUR) bzw. 162 TEUR (VJ 45 TEUR). Alle Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Konditionen.
38. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS (§ 314 HGB)
Das für den Abschlussprüfer bei der PVA TePla AG und anderen Unternehmen der PVA TePla-Gruppe als Aufwand erfasste Honorar betrug insgesamt für:
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| in TEUR | 2014 | 2013 |
|---|---|---|
| Abschlussprüfung | 221 | 212 |
| Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 0 | 0 |
| Steuerberatungsleistungen | 0 | 0 |
| Sonstige Leistungen | 9 | 0 |
39. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde auch im Verlauf des Geschäftsjahres wieder abgegeben.
Diese Erklärung ist Bestandteil des gesonderten Corporate Governance-Berichts und ist den Aktionären auf der Homepage des Unternehmens (www.pvatepla.com) dauerhaft zugänglich. Dort sind ebenso die Entsprechenserklärungen der letzten Geschäftsjahre verfügbar.
40. ANGABEN GEMÄSS § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG
Zum 31. Dezember 2014 hat die Herrn Abel gehörende PA Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Wettenberg eine Beteiligung von mehr als 25% an dem Unternehmen.
Herr Peter Abel, Wettenberg, hat uns nach den §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG mitgeteilt, das sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. November 2002 die Schwelle von 25% überschritten hat und nunmehr 29,99% beträgt. Davon sind ihm 29,32% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG zuzurechnen.
Am 10. Oktober 2013 hat uns die ARGOS FUNDS, Luxembourg, Luxembourg, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 03. Oktober 2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,53% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.
Darüber hinaus hat uns die ARGOS INVESTMENT MANAGERS SA, Meyrin, Schweiz am 10. Oktober 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 03. Oktober 2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,53% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt. Diese 5,53% (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) werden der ARGOS INVESTMENT MANAGERS SA gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG von der ARGOS FUNDS, Luxembourg, zugerechnet.
Am 18. September 2014 hat uns Herr Christian Graf Dürckheim, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 08.09.2014 die Schwelle von 5% unterschritten hat und an diesem Tag 4,01 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 872.070 Stimmrechten) beträgt.
41. WEITERE ANGABEN
Die folgenden in den Konzernabschluss der PVA TePla AG einbezogenen Gesellschaften nehmen eine Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
| ― | PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH |
| ― | PVA Control GmbH |
| ― | PVA TePla Analytical Systems GmbH |
| ― | PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH |
| ― | PVA Industrial Vacuum Systems GmbH |
| ― | PVA Crystal Growing Systems GmbH |
42. FREIGABE DES ABSCHLUSSES ZUR VERÖFFENTLICHUNG
Am 17 März 2015 hat der Vorstand der PVA TePla AG den vorliegenden Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Damit wurde entsprechend IAS 10.6 die Freigabe zur Veröffentlichung erteilt.
43. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2015 haben sich keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Unternehmenssituation sowie in unserem Branchenumfeld ergeben. Zu den Veränderungen in der Unternehmensstruktur seit Beginn des Geschäftsjahres 2015 verweisen wir auf die Ausführungen im zusammengefassten Lagebericht. Darüber hinaus sind derzeit keine größeren Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform des Konzerns oder im Personalbereich vorgesehen.
Wettenberg, 17. März 2015
PVA TePla AG
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie
Henning Döring, Vorstand Finanzen
ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2014
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Hist. AK/HK 01.01.2014 | Akqu- isitionen 2014 |
Zugänge 2014 | Umbu- chungen 2014 |
Abgänge 2014 | Fremd- währungs- differenzen |
Stand 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 12.658 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 12.658 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 6.495 | 0 | 216 | 40 | 283 | 1 | 6.469 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 40 | 0 | 30 | -40 | 0 | 0 | 30 |
| Summe | 19.193 | 0 | 246 | 0 | 283 | 1 | 19.157 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 33.344 | 0 | 8 | 0 | 3 | 10 | 33.359 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 6.686 | 0 | 241 | 0 | 65 | 156 | 7.018 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.461 | 0 | 322 | 36 | 1.015 | 11 | 5.815 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 37 | 0 | 100 | -36 | 0 | 0 | 101 |
| Summe | 46.528 | 0 | 672 | 0 | 1.083 | 177 | 46.294 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 694 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 694 |
| Summe Anlagevermögen | 66.414 | 0 | 918 | 0 | 1.366 | 178 | 66.144 |
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| kumulierte Abschreibungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2014 | Zugänge 2014 | Umbu- chungen 2014 |
Abgänge 2014 | Zuschrei- bungen 2014 |
Fremd- währungs- differenzen |
Stand 31.12.2014 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 4.850 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.850 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5.577 | 271 | 0 | 265 | 0 | 0 | 5.583 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 10.472 | 271 | 0 | 265 | 0 | 0 | 10.433 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 6.612 | 1.017 | 0 | 0 | 0 | 10 | 7.638 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.911 | 470 | 0 | 65 | 0 | 142 | 4.458 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.967 | 462 | 0 | 999 | 0 | 10 | 4.441 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 15.490 | 1.949 | 0 | 1.063 | 0 | 162 | 16.537 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 305 | 22 | 0 | 0 | 0 | 0 | 327 |
| Summe Anlagevermögen | 26.222 | 2.242 | 0 | 1.328 | 0 | 162 | 27.298 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2014 | 31.12.2013 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 7.808 | 7.808 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 886 | 918 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 30 | 40 |
| Summe | 8.724 | 8.766 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 25.722 | 26.732 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.560 | 2.775 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.373 | 1.494 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 101 | 37 |
| Summe | 29.756 | 31.038 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 367 | 388 |
| Summe Anlagevermögen | 38.847 | 40.192 |
ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2013
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Hist. AK/HK 01.01.2013 | Akqu- isitionen 2013 |
Zugänge 2013 | Umbu- chungen 2013 |
Abgänge 2013 | Fremd- währungs- differenzen |
Stand 31.12.2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 12.658 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 12.658 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 6.294 | 90 | 111 | 0 | 0 | 0 | 6.495 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 40 | 0 | 0 | 0 | 40 |
| Summe | 18.952 | 90 | 151 | 0 | 0 | 0 | 19.193 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 33.349 | 0 | 50 | 0 | 52 | -3 | 33.344 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 6.585 | 77 | 120 | 0 | 53 | -49 | 6.680 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 6.314 | 50 | 541 | 0 | 441 | -3 | 6.462 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 37 | 0 | 0 | 0 | 37 |
| Summe | 46.248 | 127 | 748 | 0 | 546 | -55 | 46.522 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 694 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 694 |
| Summe Anlagevermögen | 65.893 | 217 | 899 | 0 | 546 | -55 | 66.409 |
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| kumulierte Abschreibungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2013 |
Zugänge 2013 | Umbu- chungen 2013 |
Abgänge 2013 | Zuschrei- bungen 2013 |
Fremd- währungs- differenzen |
Stand 31.12.2013 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 4.850 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.850 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 5.247 | 330 | 0 | 0 | 0 | 0 | 5.577 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 10.097 | 330 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.427 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 5.599 | 1.016 | 0 | 0 | 0 | -3 | 6.612 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 3.554 | 440 | 0 | 46 | 0 | -43 | 3.905 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.642 | 712 | 0 | 383 | 0 | -3 | 4.968 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 13.795 | 2.168 | 0 | 429 | 0 | -49 | 15.485 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 283 | 22 | 0 | 0 | 0 | 0 | 305 |
| Summe Anlagevermögen | 24.176 | 2.520 | 0 | 429 | 0 | -49 | 26.217 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2013 | 31.12.2012 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Geschäfts- und Firmenwert | 7.808 | 7.808 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 918 | 1.047 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 40 | 0 |
| Summe | 8.766 | 8.855 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 26.732 | 27.750 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.775 | 3.031 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.494 | 1.672 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 37 | 0 |
| Summe | 31.038 | 32.453 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 388 | 410 |
| Summe Anlagevermögen | 40.192 | 41.718 |
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Wettenberg, 17 März 2015
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie
Henning Döring, Vorstand Finanzen
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
"Wir haben den von der PVA TePla AG, Wettenberg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Frankfurt am Main, 18. März 2015
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Christian Fuchs, Wirtschaftsprüfer
Carl-Markus Groß, Wirtschaftsprüfer