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PVA TePla AG Annual Report 2013

Jun 13, 2014

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Annual Report

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PVA TePla AG

Wettenberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und Lagebericht

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Gemeinsame Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der PVA TePla AG gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Wettenberg erklären hiermit, dass den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der aktuell veröffentlichten Fassung vom 13. Mai 2013 entsprochen wurde und wird. Hiervon ausgenommen sind folgende Kodexregelungen:

1. Der Kodex sieht unter den Ziffern 4.1.5, 5.1.2 Abs. 1 sowie 5.4.1 Abs. 2 vor, bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen bzw. bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben.

Vorstand und Aufsichtsrat lassen sich bei der Besetzung von Führungspositionen ausschließlich von der Qualifikation der Bewerber leiten.

Begründung: Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben sich und lassen sich auch künftig bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen von dem Ziel leiten, eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen.

2. Der Kodex sieht unter Ziffer 4.2.1 vor, dass der Vorstand aus mehreren Personen bestehen soll.

Der Vorstand besteht nach einem personellen Wechsel seit der Bestellung von Herrn Oliver Höfer wieder aus zwei Mitgliedern.

3. Der Kodex sieht unter Ziffer 4.2.3 Abs. 4 ein Abfindungs-Cap für vorzeitig aus dem Amt scheidende Vorstandsmitglieder vor.

Ab dem nach dem 31.12.2012 folgenden Geschäftsjahr ist in den Vorstandsverträgen ein dem Kodex entsprechendes Abfindungs-Cap vorgesehen.

4. Für den Aufsichtsrat empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3 die Bildung von Ausschüssen.

Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfügt über keine gesonderten Ausschüsse.

Begründung: Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet. Die in Ziffer 5.3 aufgeführten Themenkomplexe für zu bildende Ausschüsse werden vom Aufsichtsratsplenum behandelt.

Wettenberg, 28. November 2013

für den Vorstand

Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstandes

für den Aufsichtsrat

Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Unternehmensführungspraktiken

Die PVA TePla übt ihre Geschäftstätigkeit im Rahmen der jeweils gültigen rechtlichen Rahmenbedingungen aus. Dies umfasst z.B. die landesspezifisch gültige Gesetzgebung, den Corporate Governance Kodex und die Satzung des Unternehmens. Die Umsetzung erfolgt durch die organisatorischen Regelungen im Unternehmen. Darüber hinaus sind das Vorleben durch die Führungskräfte, eine offene und faire Kommunikation auf und zwischen allen Ebenen im Unternehmen sowie eine enge und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten wichtige Voraussetzungen für unsere Geschäftstätigkeit. Weiterführende formelle Regelungen werden nicht angewendet. Aufgrund der Inhalte unserer Unternehmenstätigkeit - der Konstruktion von innovativen Hightech-Systemen und dem damit verbundenen Umfeld (z.B. Teilezukauf i.d.R. von Industriebetrieben aus entwickelten Ländern, geringe Umweltrisiken) erachten wir dies derzeit für angemessen.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand

Der Vorstand der PVA TePla AG legt die unternehmerischen Ziele, die strategische Ausrichtung, die Unternehmenspolitik sowie die Konzernorganisation fest. Hierzu zählt insbesondere die Steuerung des Konzerns einschließlich seiner Finanzressourcen, die Koordination und Überwachung der Geschäftsbereiche, die Personalplanung sowie die Präsentation des Unternehmens gegenüber dem Kapitalmarkt und der Öffentlichkeit. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat zeitnah und umfassend über alle das Unternehmen betreffenden relevanten Planungen. Geschäfte und Maßnahmen, denen der Aufsichtsrat zustimmen muss, werden diesem rechtzeitig vorgelegt.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung mit der Zielsetzung, den Unternehmenswert nachhaltig zu steigern und die festgelegten Unternehmensziele zu erreichen. Er führt die Geschäfte nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen, der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand und arbeitet vertrauensvoll mit den übrigen Organen der Gesellschaft zusammen.

Für den Konzern, seine Tochtergesellschaften legt der Vorstand die langfristigen Ziele sowie die Strategien fest und bestimmt die Richtlinien sowie die Grundsätze für die daraus abgeleitete Unternehmenspolitik. Er koordiniert und kontrolliert die bedeutsamen Aktivitäten. Er legt das Portfolio fest, entwickelt und setzt Führungskräfte ein, verteilt die Ressourcen und entscheidet über die finanzielle Steuerung und Berichterstattung des Konzerns.

Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder führen die einzelnen Mitglieder die ihnen zugeordneten Bereiche im Rahmen der Vorstandsbeschlüsse in eigener Verantwortung. Die Verteilung der Aufgaben auf die zwei Mitglieder des Vorstands ergibt sich aus einem schriftlich fixierten Aufgabenverteilungsplan.

Der Vorstand in seiner Gesamtheit zusammen mit den Geschäftsbereichsleitern entscheidet in allen Angelegenheiten von grundsätzlicher und wesentlicher Bedeutung sowie in gesetzlich oder anderweitig verbindlich festgelegten Fällen. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht einen Katalog von Maßnahmen vor, die einer Behandlung und Entscheidung im Gesamtvorstand bedürfen. Außerdem besteht ein Katalog von Geschäftsvorfällen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen.

Vorstandssitzungen, an denen auch die Geschäftsbereichsleiter teilnehmen, finden regelmäßig statt. Sie werden durch den Vorstandsvorsitzenden einberufen. Darüber hinaus kann jedes Mitglied die Einberufung einer Sitzung verlangen. Sofern nicht Einstimmigkeit gesetzlich erforderlich ist, beschließt der Vorstand mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Die Sitzungen werden protokolliert, der Vorsitzende des Aufsichtsrates erhält jeweils eine Kopie des Protokolls.

Gemäß Geschäftsordnung und Aufgabenverteilungsplan des Vorstands obliegt dem Vorstandsvorsitzenden insbesondere die Führung und Koordinierung des Konzernvorstands. Er repräsentiert Gesellschaft und Konzern gegenüber Dritten und der Belegschaft in Angelegenheiten, die nicht nur Unternehmens- oder Konzernteile betreffen. Darüber hinaus hat er eine besondere Verantwortlichkeit für bestimmte Aufgabenbereiche gemäß Aufgabenverteilungsplan sowie die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens. Angesichts der geringen Anzahl von Vorstandsmitgliedern sind keine Ausschüsse des Vorstands eingerichtet.

Aufsichtsrat

Gemäß den gesetzlichen Regelungen überwacht der Aufsichtsrat den Vorstand in der Ausübung seiner Tätigkeit und der Führung des Unternehmens. Dabei begleitet er insbesondere den Vorstand in kritischer Diskussion grundsätzlicher Fragen der Ausrichtung des Unternehmens. Dazu zählen speziell die jährliche Unternehmensplanung und die Aufstellung der Abschlüsse, aber auch grundlegende Themen der strategischen Ausrichtung und Weiterentwicklung des Unternehmens.

Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG besteht aus drei Mitgliedern, die sich in vier ordentlichen Sitzungen im Jahr über die wirtschaftliche Situation und den Geschäftsverlauf im Unternehmen detailliert informieren lassen. Aufgrund dieser Mitgliederzahl entfällt die Einrichtung von Ausschüssen. Die Organisation der Aufsichtsratsarbeit ist in einer Geschäftsordnung des Aufsichtsrates schriftlich fixiert.

Herr Dr. Hebestreit erfüllt die gesetzlichen Anforderungen an Unabhängigkeit und Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung oder Abschlussprüfung, die bei mindestens einem Mitglied des Aufsichtsrats vorliegen müssen.

Regelmäßige Monatsberichte mit der Erläuterung wesentlicher unternehmerischer Kennziffern von Seiten des Vorstandes geben dem Aufsichtsrat Einsicht in den Verlauf der Geschäftssituation. Neben den Sitzungen und Berichten informiert sich der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen mit dem Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat im Hinblick auf die entsprechende Änderung des Corporate Governance Kodex folgende konkrete Ziele für die zukünftige Bestellung von Vorstandsmitgliedern und die Besetzung des Aufsichtsrats beschlossen, die der bisherigen Praxis entsprechen:

Persönlichkeit, Integrität, Leistungsbereitschaft und Professionalität

Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder

Wesentliche und nicht nur vorübergehende Interessenkonflikte, zum Beispiel durch Organfunktion oder Beratungsaufgaben bei wesentlichen Wettbewerben sind zu vermeiden.
Ausreichende Zeit der Aufsichtsratsmitglieder zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben

Mindestens ein Aufsichtsrat besitzt

Erfahrungen in der Unternehmensführung
gute Kenntnisse und einschlägige Erfahrungen in grundlegenden und aktuellen Fragen der Rechnungslegung, Abschlussprüfung und des Risikomanagements
einschlägige Kenntnisse und Erfahrungen mit dem Kapitalmarkt
Kenntnisse im Gesellschaftsrecht, insbesondere im Aktienrecht
technische Branchenerfahrung

Berücksichtigung einer Altersgrenze von 70 Jahren

Im Hinblick auf das Ziel Vielfalt lässt sich der Aufsichtsrat von dem Grundsatz leiten, dass eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen ist.

Durch diese Ziele ist gewährleistet, dass die Mitglieder des Aufsichtsrats insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.

Mindestens einmal jährlich prüft der Aufsichtsrat die Effizienz seiner Tätigkeit im Rahmen einer strukturierten Selbstevaluierung.

für den Vorstand

Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands

für den Aufsichtsrat

Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vergütungsbericht

Der folgende Bericht erläutert die Struktur und die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Vergütung des Vorstands

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. EUR übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Einzelheiten sind im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung beliefen sich die Bezüge des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 auf TEUR 100.

Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2013 nicht gewährt.

Lagebericht

Grundlagen des Konzerns

Geschäftstätigkeit

Die PVA TePla-Gruppe mit ihrem Hauptsitz in Wettenberg, Deutschland, beschäftigt zum 31.12.2013 an acht Standorten 424 Mitarbeiter. Sie bietet ihren Kunden Anlagen zur Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger Werkstoffe, die unter hoher Temperatur, Vakuum, zum Teil unter Druck und im Plasma prozessiert werden.

Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel die 300mm-Silizium (Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, hochreine (Si)-Wafer aus Floatzonematerial sowie Wafer aus Siliziumcarbid (SiC) für die Hochleistungselektronik, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt, Produktionstechnologien für Metallpulver - zum Beispiel für Hartmetalle-, Produktionstechnologien für Mikrosensoren (MEMS, Micro-Electro-Mechanical-Systems) und leuchtstarke Lichtquellen aus Halbleiter-Dioden (HB LED - High Brightness Light Emitting Diodes), die Technologie zur Herstellung ultra-dünner Wafer, aber auch Oberflächenbehandlungssysteme für Kunststoffe in der Life Science-Industrie und für metallische Oberflächen.

Im Unternehmensportfolio befinden sich zudem Inspektions- und Analysegeräte zur zerstörungsfreien Qualitätsprüfung (Metrologie). Durch sie werden die Hersteller von Hightech-Materialien in die Lage versetzt, die immer höher werdenden Qualitätsanforderungen zu gewährleisten.

Hightech-Werkstoffe werden aller Voraussicht nach auch in Zukunft auf Herstellungsprozesse im Vakuum und unter hoher Temperatur angewiesen sein, so dass für die Produkte und Technologien der PVA TePla auf dem Weltmarkt gute Absatzchancen vorhanden sein werden.

Berichtssegmente

Die PVA TePla-Gruppe gliederte ihr Geschäft 2013 letztmalig in drei Geschäftsbereiche (GB): Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems. Die Grafik bietet einen Überblick über die organisatorischen Einheiten und die Zuordnung der Tochtergesellschaften zu den Geschäftsbereichen:

Änderungen in den Berichtssegmenten

Gegenüber dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2012 hat sich in 2013 keine wesentliche Veränderung in der Geschäftsbereichsstruktur und der Zuordnung der Tochtergesellschaften zu ihr ergeben.

Der Geschäftsbereich Semiconductor Systems wurde um eine Tochtergesellschaft ergänzt. Im April 2013 wurde die JenaWave GmbH, Jena übernommen. JenaWave entwickelt und baut die als Kernkomponenten anzusehenden optischen Messköpfe inkl. der komplexen Auswertungs- und Steuerungs-Software für die Analysesysteme vom Typ SIRD (=Scanning Infrared Depolarization) und TWIN (Thermal Wave Inspection) aus dem Produktbereich Metrologie, der in Kirchheim bei München ansässig ist. Mit dieser Akquisition wurde eine grundlegende Technologie für diese Analysesysteme ins eigene Haus geholt. Die JenaWave GmbH wurde erstmals in den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2013 einbezogen.

An dieser Stelle sei bereits darauf hingewiesen, dass zu Beginn des Geschäftsjahrs 2014 der GB Solar Systems als Produktbereich in den GB Semiconductor Systems integriert werden wird, so dass in Zukunft über das Geschäft der PVA TePla-Gruppe in zwei Geschäftsbereichen berichtet wird.

Steuerungssysteme

Zur Steuerung des Konzerns verwendet die PVA TePla-Gruppe operative Kennzahlen der Gewinn- und Verlustrechnung (Konzernumsatz, Bruttoergebnis (Bruttomarge), EBIT (EBIT-Marge), Periodenergebnis und Segmentergebnis), Bilanzkenngrößen wie Eigenkapitalquote und Working Capital Ratio sowie Kennzahlen zur Liquiditätslage wie Liquiditätsbestand, Nettofinanzposition und Liquiditätsreserven.

Wichtige Kennzahlen zur Steuerung der Ertragslage sind der Konzernumsatz, Bruttoergebnis - Umsatz abzüglich Herstellungskosten des Umsatzes - und das operative Ergebnis (EBIT) mit der daraus resultierenden EBIT-Marge. Diese Kennzahlen werden auch auf Segmentebene als wichtige interne Steuerungsgröße monatlich ermittelt.

Die Auftragslage wird durch die entsprechenden Kennzahlen zum Auftragseingang und Auftragsbestand monatlich auf Segmentebene ermittelt. Die ermittelte Book-to-Bill-Ratio stellt das Verhältnis vom Auftragseingang zum Umsatz innerhalb eines bestimmten Zeitraums dar. Bei einer Book-to-Bill-Ratio größer als 1 sind also die Auftragseingänge höher als der Umsatz, so dass in Zukunft von steigenden Umsätzen ausgegangen werden kann. Liegt die Book-to-Bill-Ratio unterhalb von 1, ist in Zukunft tendenziell von sinkenden Umsätzen auszugehen.

Als Bilanzkenngröße wird die Eigenkapitalquote - Verhältnis des Eigenkapitals zur Bilanzsumme - und die Working Capital Ratio - Verhältnis des Working Capitals zum Umsatz - auf halbjährlicher Ebene ermittelt. Das Working Capital definieren wir als Saldo aus Vorräten, künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und geleisteten Anzahlungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen und erhaltenen Anzahlungen. Zum Working Capital Management der Unternehmensgruppe gehört auch die laufende Überwachung der Zahlungsziele unserer Kunden (Days Sales Outstanding - DSO), der Lagerdauer unserer wesentlichsten Vorräte (Days Inventory Outstanding - DIO) sowie des Zahlungsziels an unsere Lieferanten (Days Payable Outstanding - DPO).

Zur Steuerung der Liquiditätslage wird - neben der oben beschriebenen Überwachung der Zahlungsziele von Kunden und Lieferanten - laufend der Liquiditätsbestand sowie die Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien und Avallinien überwacht und auf monatlicher Basis eine rollierende Liquiditätsvorschau ermittelt. Quartalsweise wird zudem die Nettofinanzposition - als Saldo aus kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten und dem Kassenbestand - berichtet. Jährlich erfolgt eine Überprüfung des gruppenweiten und segmentbezogenen Gesamtkapitalkostensatzes (Weighted Average Cost of Capital - WACC) sowie des durchschnittlichen Fremdkapitalkostensatzes.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der rechtlichen und satzungsgemäßen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.

Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013 lag der Fokus der Prüfung auf der konzernweiten Liquiditätssteuerung.

Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Das zentrale Buchhaltungssystem ist mit dem ERP-System über umfassende Schnittstellen verbunden.

Die Konsolidierung der Abschlüsse erfolgt in Zusammenarbeit mit einem externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen und -controlling gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

Forschung und Entwicklung

Die Kosten für Forschung und Entwicklung (F&E) lagen im Berichtszeitraum im Konzern bei 2,6 Mio. EUR (VJ: 4,7 Mio. EUR) und waren somit gegenüber dem Vorjahreszeitraum deutlich rückläufig. Im Folgenden werden einige Beispiele an Entwicklungen aus den einzelnen Geschäftsbereichen aufgezeigt:

Im Geschäftsbereich Industrial Systems erfolgen F&E-Arbeiten weitgehend im Rahmen von bezahlten Kundenaufträgen; diese Kosten werden daher als Herstellungskosten des Umsatzes gebucht und nicht gesondert ausgewiesen. Die anteiligen F&E-Leistungen, die zu Neuerungen und Optimierungen der Produkte führen, können mit rund 10% der gesamten Konstruktionsleistung angesetzt werden. Die Entwicklung eines standardisierten Vakuum-Sinter-Ofens stand im Mittelpunkt der Entwicklungsleistungen des laufenden Geschäftsjahrs im GB Industrial Systems. Mit dieser Standardanlage, deren Entwicklung zu Beginn 2014 abgeschlossen sein wird, werden weitere Hartmetallhersteller auf dem Weltmarkt für die hochwertige Anlagentechnologie der PVA TePla gewonnen werden können. Bereits im Oktober 2013 wurde dieses neue Anlagenkonzept erstmalig von einem Neukunden bestellt.

Im GB Semiconductor Systems wurde bei den Ultraschallmesssystemen der Hauptfokus der Entwicklung auf die nächste Generation hochauflösender ADC-Karten (Analog Digital Converter -analog digitaler Wandler) gelegt. Die neuentwickelte Transducer-Dünnfilmtechnik erfordert eine Digitalisierung mit höheren Abtastraten, um die Funktionalität der akustischen Abbildung und auch die Bildauflösung nachhaltig zu verbessern. Diese 2013 abgeschlossenen Entwicklungen sollen auch für die nächste Generation des neuen SAM 2000 eingesetzt werden, dem einzigen 2000 MHz Mikroskop, das weltweit erhältlich ist. Im Produktbereich Plasmaanlagen wurde die zweite Generation der hochproduktiven Reinigungs-Aktivierungsanlage für Halbleiter-Chips, die sich auf sogenannten Leadframes befinden, gebaut. Diese Anlage ist nun für die zwei wichtigsten Plasmatechnologien -mittels Mikrowelle und Radiofrequenz - vorbereitet. Die Auslieferung an eines der führenden "Chip-Packaging" Häuser erfolgte im vierten Quartal 2013. Des Weiteren wurden in diesem Produktbereich an dem amerikanischen Produktionsstandort der PVA TePla-Gruppe PECVD-Prozesse für stark wasserabweisende (hydrophobe) Oberflächen für Mobilgeräte und Smartphones weiterentwickelt. Im Produktbereich Kristallzuchtanlagen wurden die Konzeptentwicklung und der Bau der Hochtemperatur-Anlage "baSiC-T zur Herstellung von Siliziumcarbid (SiC)-Kristallen abgeschlossen. Dieser Anlagentyp ist insbesondere für eine kostengünstige Massenproduktion geeignet. Typische Anwendungsbereiche sind die Hochleistungselektronik und die Optoelektronik, in denen die spezifischen Eigenschaften des Siliziumcarbid-Materials wie hohe thermische Leitfähigkeit zum Tragen kommen. Mehrere Bestellungen aus dem europäischen und asiatischen Raum liegen bereits vor.

Im Geschäftsbereich Solar Systems wurden 2013 im Rahmen des Förderprojektes xμ-Material (Primäres technisches Ziel dieses Clusterkonsortiums ist die Reduktion der spezifischen Materialkosten) in der dafür entwickelten Labor-Cz (Czochralski)-Anlage Kristalle gezüchtet und den Projektpartnern zur Charakterisierung bereitgestellt. Im Rahmen des Spitzenclusterprojekts FzSil wurden an der Floatzone-Prototypanlage FZ35 in Wettenberg weitere Monokristalle für Anwendungen in der Photovoltaikindustrie gezogen. Im Rahmen der Feeder-Entwicklung wurden die Arbeiten zu Dosiereinrichtungen mit dem Ziel fortgesetzt, im Markt befindliche Kristallzuchtanlagen mit dieser Zusatzausrüstung auszustatten, um den sogenannten "MULTIPULLING"-Prozess mit mindestens zwei Kristallen je Prozesszyklus kostenoptimiert zu ermöglichen und kundenspezifisch zu qualifizieren. Parallel dazu wird die Feedertechnik des Mobilen SiCharger für größere Silizium-Chunks weiterentwickelt.

Übernahmerelevante Angaben

Im Folgenden sind die nach § 289 Abs. 4 und § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 31. Dezember 2013 setzt sich das gezeichnete Kapital der PVA TePla AG aus 21.749.988 nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR zusammen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Beschränkungen von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien liegen nicht vor.

Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten

Nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen hatte am 31. Dezember 2013 die PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg, mit 25,8% einen Anteil von mehr als 10% an den Stimmrechten.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.

Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern

Es liegt keine Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern vor.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder

Die Bestellung der Vorstände der PVA TePla AG erfolgt gemäß § 84 AktG und nach § 6, Artikel 2 und 3 der Satzung der PVA TePla AG. Dort ist Folgendes geregelt:

Artikel 2: Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestimmung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands.
Artikel 3: Die Bestellung eines Vorstandsmitglieds endet in jedem Fall mit der Vollendung des 65. Lebensjahres.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf

Zum 31. Dezember 2013 hat der Vorstand die Ermächtigung der Hauptversammlung, im Rahmen des genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 10.874.994,00 neue Aktien bis zum 30. Juni 2017 auszugeben. Der Vorstand hat des Weiteren die Ermächtigung der Hauptversammlung, Aktien der Gesellschaft in Höhe von 10% des derzeitigen Grundkapitals bis zum 18. Juni 2018 zurückzukaufen.

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Die aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Banken gehen von einer im Wesentlichen unveränderten Struktur der Gesellschafterverhältnisse aus und sehen für den Fall des Kontrollwechsels Neuverhandlungen bzw. in einem Fall ein Kündigungsrecht seitens der Bank vor. Ebenfalls sehen die Bestimmungen für ein öffentlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein Sonderkündigungsrecht des Fördergebers im Fall des Kontrollwechsels vor. Darüber hinaus liegen keine Vereinbarungen der Gesellschaft vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen - der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern - für den Fall eines Übernahmeangebots

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für Mitglieder des Vorstands oder für Arbeitnehmer im Fall eines Übernahmeangebots.

Erklärung zur Unternehmensführung (§289a HGB)

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB mit dem Vergütungsbericht sind als Teil des Corporate Governance Berichts auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich "Investor Relations - Corporate Governance" oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance einsehbar. Der Vergütungsbericht enthält die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems gemäß § 289 Nr. 5 HGB und ist auch Bestandteil des Konzernabschlusses 2013 der PVA TePla AG.

Abhängigkeitsbericht

Die PA Beteiligungsgesellschaft mbH verfügte auf der Hauptversammlung 2013 der PVA TePla AG über die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Vorstand der PVA TePla AG hat daher für das Geschäftsjahr 2013 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.

Der Bericht für das Geschäftsjahr 2013 enthält folgende Schlusserklärung des Vorstands: "Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen."

2. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die PVA TePla-Gruppe als Hersteller von Investitionsgütern hat in den vergangenen Quartalen die Auswirkungen der schleppend verlaufenen Weltkonjunktur deutlich zu spüren bekommen. Stichpunktartig ist die Wirtschaftsentwicklung der für die PVA TePla-Gruppe wichtigsten Regionen dargestellt:

Im Euroraum ist ein Rückgang des BIP in Höhe von 0,4% in 2013 gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu verzeichnen gewesen.
Auch in China lag das BIP-Wachstum mit 7,8% in 2013 auf einem gegenüber den vergangenen Jahren vergleichsweise niedrigen Niveau.
In den USA lag das Wachstum des BIP 2013 bei lediglich 1,8% gegenüber dem Vorjahr.

Entwicklung der Branchen

Die PVA TePla-Gruppe sah sich im abgelaufenen Geschäftsjahr in nahezu allen Produktgruppen einem ausgesprochen schwierigen Marktumfeld gegenüber. Der Halbleitermarkt verzeichnete sinkende Umsätze und zusätzlich fallende Preise für Wafer, so dass Kunden geplante Investitionen in neue Produktionsanlagen zurückstellten. Der Photovoltaikmarkt war 2013 wie schon 2012 weiterhin von hohen Überkapazitäten gekennzeichnet. Die Investitionsbereitschaft von Seiten der Kunden in neue Solarmodulkapazitäten kam 2013 in Europa und auch weltweit daraufhin nahezu zum Stillstand. Auch der Hartmetallmarkt - der größte Einzelmarkt für den Produktbereich Vakuumanlagen - verzeichnete seit 2012 nach Jahren des Kapazitätsaufbaus sowie einer schwächer werdenden Wirtschaftsentwicklung insbesondere in China deutliche Überkapazitäten.

Das abgelaufene Geschäftsjahr war nach Aussage des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) umsatzseitig von Stagnation geprägt.
In der Halbleiterindustrie hat die Sparte Waferfabrikation 2013 einen Investitionsrückgang von 9,1% verzeichnet.
2012 und 2013 sind fallende Investitionen in PV-Produktionsanlagen aufgrund von Überkapazitäten zu verzeichnen gewesen.

Geschäftsverlauf

Umsätze

Die PVA TePla-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2013 einen deutlich verringerten Konzernumsatz von nur 64,1 Mio. EUR (VJ: 103,3 Mio. EUR). Der Rückgang des Umsatzes ist auf den stark rückläufigen Auftragseingang 2012 und in der ersten Jahreshälfte 2013 in nahezu allen Produktbereichen zurückzuführen. In Deutschland wurden 30% (VJ: 27%) des Konzernumsatzes erzielt. Die Bedeutung des asiatischen Markts ist trotz Rückgangs weiterhin sehr hoch. 40% (VJ: 54%) des Gesamtumsatzes entfielen auf diese Region. 16% (VJ: 12%) des Gesamtumsatzes wurden im europäischen Ausland erzielt. Auf Nordamerika entfielen 10% (VJ: 6%) des Gesamtumsatzes. Die übrigen Regionen trugen 4% zum Gesamtumsatz bei.

Konzernumsatz nach Regionen in Prozent

Im folgenden Abschnitt werden die Umsätze der drei Geschäftsbereiche Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems im Einzelnen dargestellt.

Geschäftsbereich Industrial System

Der GB Industrial Systems erzielte einen Umsatz in Höhe von 28,7 Mio. EUR (VJ: 44,1 Mio. EUR). Der Umsatzanteil am Konzerngesamtumsatz belief sich auf 45%. Anlagen zur Hartmetallherstellung machten rund 40% des Anlagenumsatzes im Produktbereich Vakuumanlagen aus. Der starke Umsatzrückgang 2013 ist auf den Bereich Hartmetall zurückzuführen. Aufgrund im Markt bestehender hoher Überkapazitäten waren die Investitionen unserer Kunden 2012 stark gesunken. Anlagen zum Löten von Materialien, wie zum Beispiel Vakuumschaltkammern für die Elektroindustrie sowie Anlagen zur Bearbeitung von Graphitmaterialien trugen zum weiteren Umsatz bei und konnten ihre Umsätze gegenüber 2012 sogar erhöhen.

Geschäftsbereich Semiconductor Systems

Der Umsatz im GB Semiconductor Systems belief sich 2013 auf 34,5 Mio. EUR (VJ: 51,0 Mio. EUR) und trug somit 54% zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Der Umsatzrückgang geht ausschließlich auf das schwache Geschäft mit Kristallzuchtanlagen für die Halbleiterindustrie zurück. Der Rückgang an verkaufter Waferfläche bei gleichzeitigem Rückgang der Waferpreise hat die Investitionsbereitschaft in diesem Bereich stark beeinträchtigt. Die Produktbereiche Metrologiesysteme sowie Plasmasysteme, wichtige Elemente für Technologieunternehmen über die gesamte Wertschöpfungskette der Chipherstellung hinweg, haben sich umsatzseitig 2013 als stabil erwiesen.

Geschäftsbereich Solar Systems

Der Umsatz im GB Solar Systems belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 0,9 Mio. EUR (VJ: 8,2 Mio. EUR) und trug nur unwesentlich zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Die bereits in 2012 prognostizierten großen Schwierigkeiten im Solarmarkt sind eingetreten: Der weltweite Photovoltaikmarkt ist von erheblichen Überkapazitäten gekennzeichnet, so dass auch in diesem Markt die Investitionsbereitschaft, insbesondere im Kristallzuchtbereich, nahezu zum Erliegen gekommen ist. Der zukünftig im GB Semiconductor Systems als Produktbereich fortgeführte GB Solar Systems verspricht sich insbesondere in Märkten, die aus wirtschaftspolitischen Gründen eine eigene Solarproduktion aufbauen wollen, 2014 gute Absatzchancen für seine Produkte.

Konzernumsatz nach Geschäftsbereichen in Mio. EUR

Die PVA TePla AG weist in ihrem Einzelabschluss einen Umsatzwert von 72,5 Mio. EUR (VJ: 91,0 Mio. EUR) aus. Der Rückgang ist grundsätzlich auf die gleichen Ursachen zurückzuführen, die oben für die einzelnen Geschäftsbereiche dargestellt wurden.

Auftragseingang

Im Geschäftsjahr 2013 entwickelte sich der Auftragseingang des Konzerns mit 88,6 Mio. EUR positiv gegenüber dem Vorjahreszeitraum (59,2 Mio. EUR). Alle Geschäftsbereiche des Unternehmens lagen im Auftragseingang über den Vorjahreszahlen. Die Book-to-Bill-Ratio auf Konzernebene spiegelt dieses Bild mit einem Wert von 1,4 (VJ: 0,6) wider. In allen Geschäftsbereichen haben die Auftragseingangszahlen die Zahlen der Vorjahresperiode übertroffen. Eine Erholung ist insbesondere im GB Industrial Systems zu erkennen.

Der GB Industrial Systems erreichte einen Auftragseingang in Höhe von 46,7 Mio. EUR (VJ: 29,3 Mio. EUR) und trug damit 53% zum Gesamtauftragseingang bei. Nach dem schwachen Auftragseingang im letzten Geschäftsjahr verlief der Auftragseingang 2013 auf einem wesentlich höheren Niveau. Rund 80% der Bestellungen für Vakuumanlagen kamen aus dem Ausland, wobei ca. 70% aller Aufträge nach wie vor auf Kunden in Asien entfallen. Anlagen zur Herstellung von Hartmetall machten 2013 rund 40% des Auftragseingangs aus. Aufgrund der 2012 herrschenden Konjunkturschwäche - auch in China, der wichtigste Einzelmarkt für Hartmetall-Sinteranlagen - und des erheblichen Kapazitätsaufbaus im Bereich Hartmetall in den vergangenen Jahren, war die Nachfrage erheblich zurückgegangen und beginnt sich nun wieder zu normalisieren. Erfreulich hat sich der Auftragseingang für Plasma-Nitrieranlagen entwickelt. Mehrere Aufträge aus China und dem europäischen Raum konnten gewonnen werden. Der größte Einzelauftrag in der Geschichte des Geschäftsbereichs Industrial Systems kam 2013 aus Indien: Von ITER India erhielt die PVA TePla einen Auftrag zur Herstellung eines Neutralteilchen-Injektors (Strahlquelle für atomaren Wasserstoff) zur Plasma-Analyse im Fusionsreaktor des internationalen Forschungsreaktors ITER.

Der Geschäftsbereich Semiconductor Systems verzeichnete 2013 einen leichten Anstieg des Auftragseingangs und erreichte 34,1 Mio. EUR (VJ: 28,8 Mio. EUR) bzw. 38% am Gesamtauftragseingang der PVA TePla-Gruppe. Der Halbleitermarkt wies auch 2013 deutlich rückläufige Anlageninvestitionen - in einem fast zweistelligen Prozentbereich gegenüber der Vorjahresperiode - auf. Insbesondere im Produktbereich Kristallzuchtanlagen machte sich die geringe Investitionsbereitschaft der Kunden negativ bemerkbar. Zum Jahresende 2013 konnte jedoch ein Auftrag zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen zur Herstellung von Halbleiterwafern aus dem asiatischen Raum verzeichnet werden. Den weitaus größten Anteil am Auftragseingang hatten im GB Semiconductor Systems Bestellungen von Plasmaanlagen.

Der Geschäftsbereich Solar Systems verbuchte Kundenaufträge in Höhe von 7,8 Mio. EUR (VJ: 1,1 Mio. EUR). Dieser Geschäftsbereich erzielte einen Anteil von 9% am gesamten Auftragseingang. Der seit geraumer Zeit problematische Solarmarkt scheint allmählich die Talsohle durchschritten zu haben. Ein erster größerer Auftrag aus dem asiatischen Raum zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen für rund sieben Millionen Euro wurde im dritten Quartal 2013 erteilt. Weitere interessante Projekte in verschiedenen Regionen befinden sich in einer fortgeschrittenen Verhandlungsphase.

Auftragseingang nach Geschäftsbereichen in Mio. EUR

Bei einer isolierten Betrachtung der PVA TePla AG ist der Auftragseingang von 42,9 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 70,6 Mio. EUR 2013 deutlich gestiegen. Darin ist der Wert von Aufträgen anderer Konzerngesellschaften in Höhe von 3,2 Mio. EUR (VJ: 2,0 Mio. EUR) enthalten. Insbesondere die 2013 gestiegene Nachfrage in den Produktbereichen Vakuumanlagen, Kristallzuchtanlagen (Halbleiter) und Kristallzuchtanlagen (Solar) führte zu diesem höheren Auftragseingang.

Auftragsbestand

Der Auftragsbestand der PVA TePla-Gruppe wird nach Abzug der gemäß Fertigstellungsgrad bereits berücksichtigten Umsätze (Teilumsatzrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode, PoC) ausgewiesen. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2013 über einen Auftragsbestand in Höhe von 53,9 Mio. EUR (VJ: 30,7 Mio. EUR). Im Auftragsbestand befinden sich Aufträge in der Größenordnung von insgesamt acht Mio. EUR, die aus derzeit politisch instabilen Regionen stammen. Aus heutiger Sicht wird dennoch kein signifikantes Risiko gesehen, das die weitere Realisierung dieser Aufträge grundsätzlich in Frage stellt. Der GB Industrial Systems verfügt zum 31.12.2013 über einen Auftragsbestand in Höhe von 29,0 Mio. EUR (VJ: 11,2 Mio. EUR). Der Auftragsbestand des GB Semiconductor Systems beträgt 14,5 Mio. EUR (VJ: 16,0 Mio. EUR). Der GB Solar Systems verfügt über einen Auftragsbestand in Höhe von 10,4 Mio. EUR (VJ: 3,6 Mio. EUR).

Auftragsbestand nach Geschäftsbereichen in Mio. EUR

Der Auftragsbestand der PVA TePla AG - in der Einzelbetrachtung zu Nominalwerten entsprechend der deutschen Rechnungslegung - liegt bei 65,5 Mio. EUR (VJ: 68,0 Mio. EUR). Die oben gemachte Anmerkung über Aufträge aus politisch instabilen Regionen trifft auch auf den Auftragsbestand im Einzelabschluss zu.

Produktion

Die Produktion der Systeme und Anlagen sowie das Contract Processing erfolgten im Inland in 2013 an den Standorten Wettenberg, Westhausen und Jena. Im Ausland wurde an den Standorten Corona in den USA und Frederikssund in Dänemark produziert. Die Fertigungstiefe wurde in allen Bereichen weiterhin auf niedrigem Niveau gehalten. Eine eigene Teilefertigung findet nur in geringem Umfang statt. Dies führt zu einem prozentual relativ hohen Wareneinsatz, bietet jedoch die Möglichkeit, die benötigten Produktionskapazitäten im Fall von Schwankungen des Auftragseingangs auch kurzfristig und flexibel an den eventuell veränderten Bedarf anzupassen.

An den Standorten Jena und Wettenberg waren 2013 die Produktionskapazitäten aufgrund des sehr geringen Auftragseingangs und -bestands nicht ausgelastet. Am Standort Jena wurde nach der Trennung von den Leiharbeitskräften und der Durchführung von Kurzarbeit im ersten Halbjahr im Rahmen eines weiteren Kostensenkungsprogramms die Personalstärke deutlich reduziert und somit die Kapazitäten angepasst. Am Standort Wettenberg wurde ebenso nach der Trennung von Leiharbeitskräften Kurzarbeit durchgeführt und die Personalstärke reduziert.

Lage

Ertragslage

In 2013 führte die von Mitte 2012 bis Mitte 2013 anhaltend schwache Auftragslage erwartungsgemäß zu einem niedrigen Umsatz und zu einer schwachen Auslastung der Kapazitäten. Zur Kompensation dieser Effekte wurden die bereits kommunizierten umfassenden Kostensenkungsprogramme an den Standorten Wettenberg und Jena umgesetzt und zunächst Kurzarbeit durchgeführt. Die schwach bleibende Auftragslage bis Juni 2013 machte weitere Personalmaßnahmen erforderlich. Die Mitarbeiterzahl an den beiden größten Standorten der Unternehmensgruppe in Wettenberg und Jena wurde bis Jahresende um über 80 Mitarbeiter reduziert; die entsprechenden betriebsbedingten Kündigungen wurden zum 30. Juni 2013 ausgesprochen und damit einen Monat früher als zunächst geplant. Insgesamt reduzierte sich die Mitarbeiterzahl zum 31.12.2013 im Vergleich zum 31.12.2012 um 90 Personen. Die Personal- und Kostensenkungsmaßnahmen führten im Vergleich zu den ersten beiden Quartalen 2013 im dritten und vierten Quartal bereits zu einem spürbar positiven Effekt auf das operative Ergebnis. Zum Halbjahr 2013 hatte sich aus der Umsetzung der Kostensenkungsmaßnahmen und aus zusätzlichem Wertberichtigungsbedarf für Vorräte insbesondere im Geschäftsbereich Solar Systems eine Ergebnisbelastung in der Größenordnung von 5,8 Mio. EUR ergeben.

Es wurde auf Basis dieser Maßnahmen und Sondereinflüsse im Geschäftsjahr 2013 ein Betriebsergebnis (EBIT) von -9,5 Mio. EUR (VJ: +7,0 Mio. EUR) und ein Konzernperiodenergebnis von -7,4 Mio. EUR (VJ: +4,7 Mio. EUR) erzielt. Die EBIT-Marge lag bei -14,9 % (VJ: +6,8%). Die Umsatzrendite betrug -11,6% (VJ: 4,6%).

Auf Basis des Konzernumsatzes von 64,1 Mio. EUR (VJ: 103,3 Mio. EUR) betrug das Bruttoergebnis 8,5 Mio. EUR (VJ: 24,4 Mio. EUR). Somit wurde eine Bruttomarge von 13,3% erzielt (VJ: 23,7%). Hauptursache für diese Verschlechterung war neben den oben beschriebenen Belastungen aus den Kostensenkungsmaßnahmen und den Wertberichtigungen die geringe Auslastung der Kapazitäten durch das geringe Umsatzvolumen, insbesondere bei den Kristallzuchtanlagen und Analysesystemen. Im vierten Quartal lag die Bruttomarge mit 22,4% deutlich über dem Niveau des dritten Quartals und nahezu wieder auf dem Niveau der Bruttomarge für das Gesamtjahr 2012.

Die Vertriebskosten beliefen sich auf 7,8 Mio. EUR (VJ: 10,3 Mio. EUR). Der Rückgang ist neben den geschilderten Kostensenkungsmaßnahmen vor allem auf geringere Vertriebsprovisionen zurückzuführen. Die Vertriebskosten beinhalten ebenso bereits Rückstellungen für die Ende Juni getroffenen Personalmaßnahmen. Die Verwaltungskosten betrugen 8,2 Mio. EUR (VJ: 8,1 Mio. EUR) und beinhalten auch Aufwendungen für Abfindungen aufgrund der Personalreduzierung. Bei beiden vorgenannten Kostenkategorien sind in den Vorjahreswerten die Kosten der zum 1. Juli 2012 erstkonsolidierten Munich Metrology GmbH nur anteilig, d.h. für das zweite Halbjahr 2012 enthalten. Die F&E-Kosten sind auf 2,6 Mio. EUR (VJ: 4,7 Mio. EUR) deutlich zurückgegangen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag bei 0,5 Mio. EUR (VJ: 5,8 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 2,8 Mio. EUR (VJ: 8,0 Mio. EUR) beinhalten i. W. Erträge aus Fördermitteln im Rahmen der F&E-Projekte, Erträge aus Kursdifferenzen sowie aus Auflösungen von Rückstellungen.

Da das operative Ergebnis und die einzelnen Funktionskosten durch Einmalaufwendungen für Abfindungen, Wertberichtigungen, sonstige Restrukturierungs- sowie Leerlaufkosten einerseits und Erträge aus Kurzarbeitergeld andererseits stark beeinflusst wurden, gibt die folgende Darstellung einen Überblick über die Höhe der Sondereffekte und ihre Zuordnung zu den Funktionskosten:

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TEUR 01.01.- 31.12.2013 Sondereffekte gesamt 2013 - bereinigt
Umsatzerlöse 64.075 64.075
Herstellungskosten des Umsatzes -55.545 -4.096 -51.449
Bruttoergebnis vom Umsatz 8.529 -4.096 12.625
Vertriebskosten -7.836 -712 -7.123
Allgemeine Verwaltungskosten -8.222 -1.248 -6.975
Forschungs- und Entwicklungskosten -2.564 -186 -2.378
Sonstige betriebliche Erträge 2.766 0 2.766
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.218 -10 -2.208
Betriebsergebnis -9.546 -6.253 -3.293
Bruttomarge 13,3% 19,7%
Overhead-Kosten -18.075 -15.919

Die Sondereffekte umfassen die oben beschriebenen Aufwendungen für Wertberichtigungen von Vorräten, Abfindungen und sonstigen Restrukturierungskosten, die sich insbesondere aufgrund geringerer spezifischer Abfindungskosten bis Ende des Jahres auf 5,0 Mio. EUR reduziert haben. Die in den Bereinigungen berücksichtigten Erträge aus Kurzarbeitergeld lagen bei insgesamt 0,9 Mio. EUR. Ferner wurden Leerlaufkosten (Kosten der Unterauslastung) im ersten Halbjahr in Höhe von 2,0 Mio. EUR für Personalaufwendungen derjenigen Mitarbeiter eliminiert, die im Rahmen der betriebsbedingten Kündigungen und Aufhebungsvereinbarungen bis zum Jahresende ausgeschieden sind. Die bereinigte Bruttomarge des abgelaufenen Geschäftsjahres lag bei 19,7%. Die bereinigten Overhead-Kosten beliefen sich auf insgesamt 15,9 Mio. EUR und das bereinigte EBIT auf -3,3 Mio. EUR.

Das geringe Umsatzvolumen sowie die oben erwähnten Restrukturierungsmaßnahmen wirkten sich in allen Geschäftsbereichen aus. Im GB Industrial Systems verminderte sich das EBIT auf -3,0 Mio. EUR (VJ: +2,5 Mio. EUR). Im GB Semiconductor Systems wurde ein EBIT von -0,6 Mio. EUR (VJ: +5,9 Mio. EUR) erzielt. Im GB Solar Systems wurde aufgrund des extrem geringen Umsatzvolumens ein EBIT in Höhe von -6,0 Mio. EUR (VJ: -1,4 Mio. EUR) ausgewiesen.

Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei -0,8 Mio. EUR (VJ: -1,2 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern betrug -10,3 Mio. EUR (VJ: 5,8 Mio. EUR) und das Jahresergebnis -7,4 Mio. EUR (VJ: +4,7 Mio. EUR). Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belaufen sich auf +2,9 Mio. EUR (VJ: -1,1 Mio. EUR) und setzen sich zusammen aus laufendem Steueraufwand in Höhe von -1,2 Mio. EUR (VJ: -1,5 Mio. EUR) und einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 4,1 Mio. EUR (VJ: 0,4 Mio. EUR).

Im Geschäftsjahr 2013 hat die PVA TePla AG Umsatzerlöse in Höhe von 72,5 Mio. EUR (VJ: 91,0 Mio. EUR) erzielt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug 7,3 Mio. EUR (VJ: 15,1 Mio. EUR). Die Bruttomarge lag bei 10,1% (VJ: 16,6%). Die Vertriebskosten lagen mit 5,3 Mio. EUR unter dem Vorjahreswert von 7,6 Mio. EUR, die Verwaltungskosten lagen aufgrund der mit der Restrukturierung verbundenen Personalkosten bei 5,7 Mio. EUR (VJ: 5,4 Mio. EUR). Die F&E-Kosten betrugen 1,2 Mio. EUR (VJ: 3,3 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 3,8 Mio. EUR lagen ebenso unter dem Vorjahreswert (7,5 Mio. EUR) wie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit 3,5 Mio. EUR (VJ: 5,2 Mio. EUR). Die Erträge aus Beteiligungen an Tochtergesellschaften betrugen 0,6 Mio. EUR (VJ: 1,7 Mio. EUR). Die Erträge aus der Ausschüttung von Ergebnissen der Tochtergesellschaften betrugen 1,0 Mio. EUR (VJ: 5,0 Mio. EUR). Die Aufwendungen aus den Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften betrugen 2,7 Mio. EUR (VJ: 0,0 Mio. EUR). Der Zinsaufwand belief sich auf 1,1 Mio. EUR (VJ: 1,0 Mio. EUR). Die Zinserträge erreichten 0,7 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR). Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich auf 1,4 Mio. EUR (VJ: 1,6 Mio. EUR). Insgesamt erzielte die PVA TePla AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von -6,0 Mio. EUR (VJ: 7,6 Mio. EUR) und einen Jahresfehlbetrag in Höhe von -7,4 Mio. EUR (VJ: +6,0 Mio. EUR). Die Entwicklung der Ertragslage der PVA TePla AG ergibt sich im Wesentlichen aus denselben Gründen, die bereits bei der Entwicklung der Ertragslage des Konzerns angeführt werden.

Vergleich der Ertragslage mit der Prognose für 2013

Für das Geschäftsjahr 2013 hatte die PVA TePla-Gruppe einen Konzernumsatz in der Größenordnung zwischen 90 - 100 Mio. EUR, tendenziell eher am unteren Ende der Bandbreite, und ein positives operatives Ergebnis und positiven Jahresüberschuss prognostiziert. In dieser Prognose wurde bereits ein leicht fallender Umsatz in den Geschäftsbereichen Industrial und Semiconductor Systems antizipiert. Die PVA TePla-Gruppe erwartete eine in der ersten Jahreshälfte 2013 eintretende Verbesserung der Marktsituation, die sich jedoch erst in der zweiten Jahreshälfte 2013 zeigte. Aufgrund der langen Laufzeit der Projekte und ihrer spezifischen Projektstruktur konnten die in der zweiten Jahreshälfte erreichten Aufträge nicht mehr wesentlich zum Konzernumsatz und Ergebnis beitragen. Für den Geschäftsbereich Solar Systems war die PVA TePla-Gruppe von einem leichten Anstieg des Umsatzes ausgegangen. Aufträge wurden insbesondere aus neuen regionalen Photovoltaikmärkten erwartet. Auch in diesem Geschäftsbereich konnte ein größerer Auftrag erst im dritten Quartal 2013 gewonnen werden. Im Juni 2013 hatte die PVA TePla bereits im Zusammenhang mit der Einführung eines Kostensenkungsprogramms eine Ergebnisbelastung in Höhe von sechs Mio. EUR und somit auch kein positives operatives Ergebnis inkl. Einmalbelastung auf Jahressicht avisiert. Der prognostizierte Konzernumsatz wurde auf 75 - 85 Mio. EUR zurückgenommen. Im Dezember 2013 wurde deutlich, dass sich die Abwicklung umsatzrelevanter Aufträge, insbesondere betraf diese einen Auftrag aus dem Solarmarkt, in das Jahr 2014 verschiebt. Die für diesen Auftrag bislang unterstellte anteilige Umsatz- und Ergebnisrealisierung nach IFRS gemäß Percentage-of-Completion (PoC)-Methode, die ursprünglich bereits für das vierte Quartal 2013 geplant worden war, wurde 2013 nicht mehr realisiert. Somit erwartete die PVA TePla-Gruppe eine Umsatzentwicklung unterhalb der zu diesem Zeitpunkt prognostizierten Spanne nun in der Größenordnung zwischen 60 - 65 Mio. EUR. Das operative Ergebnis (EBIT) wurde durch den fehlenden Umsatzbeitrag - nach Restrukturierungskosten -auf -9 bis -10 Mio. EUR angepasst.

Finanzlage

Kapitalstruktur

Die PVA TePla AG konnte die operativen Belastungen und zahlungswirksamen Sondereffekte des Geschäftsjahres 2013 aus eigenen Mitteln kompensieren und finanzieren. Zum Jahresende beläuft sich die Nettofinanzposition (Saldo aus Zahlungsmitteln und kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) auf -1,1 Mio. EUR. Gemessen an der Bilanzsumme liegt der Nettoverschuldungsgrad damit nur knapp über einem Prozent.

Der Jahresverlauf und insbesondere die Kostensenkungs- und Restrukturierungsmaßnahmen haben dazu geführt, dass wir den Dialog mit unseren Hausbanken noch intensiver gesucht und geführt haben. Zwischen Jahresanfang und Jahresende haben wir nur in geringem Umfang den Bestand der Barlinien von 17 Mio. EUR auf 14 Mio. EUR angepasst. Ebenso wurden Avallinien an den aktuellen Bedarf angepasst.

Die PVA TePla AG hat mit Wirkung zum 3. März 2014 zwei festverzinsliche und durch Grundschulden besicherte Immobiliendarlehen für den Neubau in Wettenberg über insgesamt 5.684 TEUR gekündigt und in einem neuen Darlehen über 6.000 TEUR mit einer Laufzeit bis Dezember 2022 zusammengefasst. Die Kündigung der Darlehen führt im Geschäftsjahr 2014 zu einem einmaligen und nicht zahlungswirksamen Aufwand in Höhe von 216 TEUR für die Auflösung von Disagien. Die Umfinanzierung erfolgte aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase auf Basis eines variablen 6-Monats-Euribor zuzüglich einer Marge von 0,65%. PVA TePla erwartet aus dieser Maßnahme im Vergleich zur bisherigen Immobilienfinanzierung kurz- und mittelfristig eine signifikante Zinsersparnis. Da das neue Darlehen mit bestehenden Zinssicherungsgeschäften über insgesamt 6.000 TEUR synchronisiert und in einem sog. "Hedge Accounting" zusammengefasst wird, führt die neue Immobilienfinanzierung künftig zudem zu einer geringeren Volatilität im Bereich des Zinsaufwands. Der negative Marktwert dieser Sicherungsgeschäfte valutierte zum 31. Dezember 2013 auf -887 TEUR. Am Tag der Ausreichung des neuen Darlehens wird der dann gültige beizulegende Zeitwert der Sicherungsgeschäfte letztmalig festgestellt und über dessen Restlaufzeit eigenkapitalstärkend ratierlich aufgelöst.

Von dieser Umfinanzierung unberührt bleibt ein durch Grundschulden besicherter Kreditrahmen über weitere 6.000 TEUR, der zum Stichtag nicht in Anspruch genommen war und der Gesellschaft ebenfalls bis zum Dezember 2022 zur Verfügung steht.

Investitionen

Mit einem Wert von 1,1 Mio. EUR (VJ: 2,2 Mio. EUR) war das Investitionsvolumen im Jahr 2013 insgesamt etwas geringer als im Vorjahr. Diese Investitionen sind im Wesentlichen auf eine ausgeübte Kaufoption nach einem ausgelaufenen Leasingvertrag über Betriebs- und Geschäftsausstattung und kleinere Erhaltungsinvestitionen für IT-Hardware sowie auf die Übernahme der JenaWave GmbH zurückzuführen.

Bei der Einzelbetrachtung der PVA TePla AG lag der Wert der Investitionen 2013 mit 0,5 Mio. EUR etwa auf dem Vorjahreswert in Höhe von 0,6 Mio. EUR. Größere Einzelmaßnahmen waren hier nicht zu verzeichnen. Die Investitionen beinhalteten die oben angeführten Kaufoption des Leasingvertrages sowie kleinere Erhaltungsinvestitionen für IT-Hardware. Investitionen in Finanzanlagen wurden wie im Vorjahr nicht getätigt.

Liquidität

Im Jahr 2013 war der operative Cash Flow mit 1,8 Mio. EUR (VJ: 4,4 Mio. EUR) weiterhin positiv. Dieser Wert ist in den Produktbereichen Vakuumanlagen und Kristallzuchtanlagen aufgrund der Projektstruktur der Aufträge stichtagsbezogen starken Schwankungen unterworfen. Zu Beginn der Aufträge erhalten wir nennenswerte Anzahlungen, die bei großen Aufträgen den gesamten Cash Flow positiv beeinflussen. Während der Bearbeitung der Aufträge ist der Cash Flow negativ, wohingegen zeitnah zur Lieferung die Restzahlung bis auf eine geringe Restrate erfolgt. Innerhalb des Jahres lag der operative Cash Flow in den ersten neun Monaten mit -0,6 Mio. EUR (1.-3. Quartal 2012; +3,9 Mio. EUR) auch aufgrund der oben beschriebenen Sondereffekte und schwachen Auftragslage noch im negativen Bereich. Durch die im zweiten Halbjahr anziehenden Auftragseingänge konnte im vierten Quartal ein positiver Cash Flow von 2,4 Mio. EUR erreicht werden. Insgesamt konnten die liquiditätswirksamen Sondereffekte, insbesondere für Abfindungen im Rahmen der Personalmaßnahmen, damit vollständig aus dem operativen Cash Flow geleistet werden.

Aufgrund des oben dargestellten Umfangs der Investitionsmaßnahmen belief sich der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit auf -1,2 Mio. EUR (VJ: -0,7 Mio. EUR). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei -4,0 Mio. EUR (VJ: -8,6 Mio. EUR) und umfasst die Zahlung der Dividende in Höhe von 2,2 Mio. EUR (VJ: 3,3 Mio. EUR). Die planmäßige Tilgung der langfristigen Darlehen betrug 1,2 Mio. EUR (VJ: 1,2 Mio. EUR). Die Zinszahlungen betrugen 0,7 Mio. EUR (VJ: 0,7 Mio. EUR). Der gesamte Cash Flow betrug im Geschäftsjahr 2013 einschließlich wechselkursbedingter Veränderungen -3,4 Mio. EUR (VJ: -4,9 Mio. EUR). Die Liquiditätssituation der PVA TePla-Gruppe ist weiter positiv. Die Nettofinanzposition betrug -1,1 Mio. EUR.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2013 lag mit 92,4 Mio. EUR um 10,9% unter dem Wert zum 31.12.2012 [VJ] von 103,7 Mio. EUR.

Die langfristigen Vermögenswerte sind leicht auf 46,7 Mio. EUR (VJ: 45,9 Mio. EUR) gestiegen. Der Wert der Sachanlagen ist mit 31,0 Mio. EUR (VJ: 32,5 Mio. EUR) vor dem Hintergrund der oben dargestellten Investitionen in Verbindung mit planmäßigen Abschreibungen leicht zurückgegangen. Der Wert der immateriellen Vermögenswerte beträgt nahezu unverändert 8,8 Mio. EUR (VJ: 8,9 Mio. EUR); darunter fallen derivative Geschäfts- und Firmenwerte in Höhe von 7,8 Mio. EUR, die mindestens einmal jährlich auf Wertminderung getestet werden. Die größte Veränderung entstand durch einen Anstieg der latenten Steueransprüche auf 6,5 Mio. EUR infolge von aktivierten Latenzen für Verlustvorträge (VJ: 4,1 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind insgesamt deutlich auf 45,7 Mio. EUR (VJ: 57,9 Mio. EUR) gesunken. Die größte Veränderung entstand durch die Verringerung der Zahlungsmittel auf 6,6 Mio. EUR (VJ: 10,0 Mio. EUR). Die Reduktion der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 9,6 Mio. EUR (VJ: 12,9 Mio. EUR), der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen auf 8,1 Mio. EUR (VJ: 10,0 Mio. EUR), der fertigen Erzeugnisse auf 2,4 Mio. EUR (VJ: 3,1 Mio. EUR) und der unfertigen Erzeugnisse auf 8,1 Mio. EUR (VJ: 9,6 Mio. EUR) begründet sich durch die weitere Abarbeitung der vorhandenen Aufträge und die rückläufige Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der leichte Anstieg bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (8,3 Mio. EUR versus 8,1 Mio. EUR [VJ]) resultiert aus der angezogenen Auftragslage im zweiten Halbjahr und einer partiell höheren Bevorratung von Rohstoffen zur Optimierung unserer Lieferzeiten ("time-to-market"). Die sonstigen kurzfristigen Forderungen sind auf 1,6 Mio. EUR (VJ: 1,4 Mio. EUR) leicht angestiegen, insbesondere durch Forderungen aus Investitionsförderung und Forderungen gegen Personal aus Minusstunden während der Phase der Unterauslastung im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Steuererstattungsansprüche beliefen sich auf 0,1 Mio. EUR (VJ: 1,3 Mio. EUR).

Der Wert der Vorräte ist insgesamt auf 18,8 Mio. EUR (VJ: 20,8 Mio. EUR) leicht gefallen. Einem Rückgang bei den fertigen Erzeugnissen auf 2,4 Mio. EUR (VJ: 3,1 Mio. EUR) steht bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen ein leichter Anstieg (8,3 Mio. EUR versus 8,1 Mio. EUR [VJ]) und bei den unfertigen Erzeugnissen ein Rückgang (8,1 Mio. EUR versus 9,6 Mio. EUR [VJ]) gegenüber. Der Wert der künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sinkt auf 8,1 Mio. EUR (VJ: 10,0 Mio. EUR).

Die flüssigen Mittel sind im Wesentlichen aufgrund eines negativen Cash Flows aus Finanzierungstätigkeit auf 6,6 Mio. EUR (VJ: 10,0 Mio. EUR) gesunken.

Die Passivseite der Bilanz zeigt insgesamt einen Rückgang der langfristigen Schulden (einschließlich der langfristigen Rückstellungen) auf 20,5 Mio. EUR (VJ: 23,6 Mio. EUR). Der ausgewiesene Wert der Pensionsrückstellungen ist wie erwartet leicht auf 11,4 Mio. EUR (VJ: 11,3 Mio. EUR) angestiegen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind durch die planmäßige Tilgung von Bankdarlehen auf 6,5 Mio. EUR (VJ: 7,6 Mio. EUR) zurückgegangen. Die latenten Steuerverbindlichkeiten verringerten sich deutlich auf 1,4 Mio. EUR (VJ: 3,2 Mio. EUR).

Die anderen Veränderungen der langfristigen Verbindlichkeiten sind nicht signifikant. Die sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten betrugen 0,7 Mio. EUR (VJ: 1,0 Mio. EUR). Die sonstigen langfristigen Rückstellungen beliefen sich auf 0,5 Mio. EUR (VJ: 0,5 Mio. EUR).

Die kurzfristigen Schulden sind auf 21,5 Mio. EUR (VJ: 20,3 Mio. EUR) leicht angestiegen. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen unverändert 1,1 Mio. EUR (VJ: 1,1 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt auf 3,2 Mio. EUR (VJ: 2,9 Mio. EUR) leicht gestiegen. Die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen haben sich weiter auf 0,1 Mio. EUR (VJ: 0,6 Mio. EUR) reduziert. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind gestiegen und betrugen 8,3 Mio. EUR (VJ: 6,5 Mio. EUR). Hierbei ist zu beachten, dass nur Anzahlungen zu Auftragsbeginn oder Teilzahlungen, die nicht dem Fertigungsfortschritt entsprechen, als erhaltene Anzahlungen separat ausgewiesen werden. Andernfalls erfolgen eine Verrechnung mit den Fertigungsaufträgen und ein Ausweis unter den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen (aktivischer Saldo) oder unter den Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen (passivischer Saldo). Der Wert der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen ist mit 1,9 Mio. EUR (VJ: 2,2 Mio. EUR) nahezu unverändert. Der Wert der abgegrenzten Schulden liegt wie im Vorjahreszeitraum bei 5,7 Mio. EUR und enthält im Umfang von 0,8 Mio. EUR Abfindungen, die im 1. Quartal 2014 zur Auszahlung gelangen. Die Steuerrückstellungen sind leicht auf 0,2 Mio. EUR (VJ: 0,1 Mio. EUR) gestiegen und enthalten insbesondere Rückstellungen für Risiken der noch andauernden Betriebsprüfung für die Veranlagungszeiträume 2007 bis 2011.

Das Eigenkapital verminderte sich aufgrund des Periodenfehlbetrags in Höhe von -7,4 Mio. EUR (VJ: +4,7 Mio. EUR) und in Verbindung mit der Dividendenzahlung auf 50,3 Mio. EUR (VJ: 59,9 Mio. EUR). Zusammen mit der niedrigeren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahreswert von 57,7% auf nunmehr 54,5% zurückgegangen.

Die Bilanzsumme der PVA TePla AG zum 31. Dezember 2013 ist gegenüber dem Vorjahreswert von 77,8 Mio. EUR leicht auf 74,1 Mio. EUR zurückgegangen.

Der Wert des Anlagevermögens beträgt insgesamt 32,9 Mio. EUR (VJ: 33,8 Mio. EUR). Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich durch planmäßige Abschreibungen von 0,3 Mio. EUR (VJ) auf 0,1 Mio. EUR reduziert. Der Wert des Sachanlagevermögens hat sich vor dem Hintergrund der oben dargestellten Investitionen in Verbindung mit planmäßigen Abschreibungen von 24,6 Mio. EUR (VJ) leicht auf 23,9 Mio. EUR reduziert. Der Wert der Finanzanlagen ist mit 8,8 Mio. EUR (VJ: 8,8 Mio. EUR) unverändert.

Der Gesamtwert der Vorräte lag insgesamt mit 5,6 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 4,7 Mio. EUR. Der darin enthaltene Wert der fertigen Erzeugnisse und Waren ist auf 1,7 Mio. EUR (VJ: 2,0 Mio. EUR) gesunken. Der Wert der unfertigen Erzeugnisse ist durch die weitere Abarbeitung der vorhandenen Aufträge und die rückläufige Umsatzentwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr stark auf 14,2 Mio. EUR (VJ: 36,9 Mio. EUR) gefallen. Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe betrug unverändert 4,2 Mio. EUR (VJ: 4,2 Mio. EUR). Das Volumen der abgesetzten erhaltenen Anzahlungen betrug 15,2 Mio. EUR (VJ: 38,5 Mio. EUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich entsprechend der Umsatzentwicklung gegenüber dem Vorjahreswert von 9,6 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR reduziert. Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ist auf 24,5 Mio. EUR (VJ: 19,2 Mio. EUR) gestiegen. Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände hat sich auf 0,7 Mio. EUR (VJ: 1,8 Mio. EUR) verringert und ist im Wesentlichen auf Steuerforderungen, Forderungen aus Investitionsförderungen sowie Forderungen gegen Mitarbeiter aus Minusstunden während der Phase der Unterauslastung zurückzuführen. Der Wert der liquiden Mittel ist durch die erwartungsgemäße Entwicklung des Cash Flow auf 5,0 Mio. EUR (VJ: 7,3 Mio. EUR) zurückgegangen.

Die Passivseite der Bilanz zeigt einen Anstieg der Verbindlichkeiten auf 14,0 Mio. EUR (VJ: 10,1 Mio. EUR), der sich im Wesentlichen durch den Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen begründet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind aufgrund von Verlustübernahmen aus Ergebnisabführungsverträgen einerseits und durch die Bündelung gruppenweiter liquider Mittel in der Konzernmutter andererseits auf 6,4 Mio. EUR deutlich gestiegen (VJ: 1,8 Mio. EUR). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf einen Wert von 5,8 Mio. EUR (VJ: 6,2 Mio. EUR) ist auf die planmäßige Tilgung der vorhandenen Darlehen zurückzuführen. Im Zuge des geringeren Auftragsvolumens sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 1,4 Mio. EUR (VJ: 1,6 Mio. EUR) gesunken. Nach der Saldierung mit den Vorräten sind wie im Vorjahr keine erhaltenen Anzahlungen verblieben. Die Pensionsrückstellungen haben sich - bedingt durch das Absinken des Rechnungszinssatzes - auf 9,3 Mio. EUR (VJ: 8,9 Mio. EUR) erhöht. Die zugrunde liegenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Steuerrückstellungen in Höhe von 0,2 Mio. EUR (VJ: 0,0 Mio. EUR) wurden gebildet. Die Sonstigen Rückstellungen sind auf 8,6 Mio. EUR (VJ: 7,3 Mio. EUR) gestiegen und enthalten im Umfang von 1,8 Mio. EUR Rückstellungen für drohende Verluste für konzerninterne Aufträge für Solaranlagen sowie 0,8 Mio. EUR Abfindungen, die im 1. Quartal 2014 zur Auszahlung gelangen.

Das Eigenkapital beträgt 42,1 Mio. EUR (VJ: 51,6 Mio. EUR). Zum Jahresfehlbetrag in Höhe von 7,4 Mio. EUR (VJ: +6,0 Mio. EUR) kommt die Auszahlung einer Dividende im Jahr 2013 in Höhe von 2,2 Mio. EUR (VJ: 3,3 Mio. EUR) hinzu. Die Eigenkapitalquote beträgt nunmehr 56,8% (VJ: 66,3%). Der Bilanzgewinn liegt bei 18,1 Mio. EUR (VJ: 27,6 Mio. EUR).

Zum 31. Dezember 2013 standen flüssige Mittel in Höhe von 5,0 Mio. EUR (VJ: 7,3 Mio. EUR) zur Verfügung. Die derzeitige Liquiditätslage sowie die vorliegenden, auf monatlicher Basis aktualisierten Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 14,0 Mio. EUR (VJ: 17,0 Mio. EUR), ein ungenutztes Immobiliendarlehen über 6,0 Mio. EUR (VJ: 6,7 Mio. EUR) und Avallinien in Höhe von 40,0 Mio. EUR (VJ: 80,0 Mio. EUR) bieten der PVA TePla AG genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Linien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 424 Mitarbeiter (VJ: 514 Mitarbeiter). Gegenüber dem 31. Dezember 2012 hat sich die Mitarbeiterzahl im Rahmen der Maßnahmen zur Personalkostenreduktion Mitte 2013 signifikant verringert. Alle Geschäftsbereiche waren von den Personalmaßnahmen getroffen. Die Zahl der Mitarbeiter im GB Industrial Systems sank von 263 (31.12.2012) auf 243. Im GB Semiconductor Systems sind zum 31.12.2013 noch 157 Mitarbeiter (31.12.2012: 198) beschäftigt. Die Zahl der Mitarbeiter im GB Solar Systems wurde von 53 (31.12.2012) auf 24 Mitarbeiter reduziert. Es bleibt zu berücksichtigen, dass der GB Solar Systems wesentliche Lieferungen und Leistungen von den anderen Geschäftsbereichen bezieht. Dies umfasst vor allem die Montage der Anlagen durch die organisatorisch dem GB Semiconductor Systems zugeordnete Tochtergesellschaft PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass in Europa mit 377 (VJ: 468 Mitarbeiter) Personen der weitaus größte Teil der Mitarbeiter beschäftigt ist. In den USA waren Ende 2013 29 (VJ: 26) Mitarbeiter und in Asien waren 18 (VJ: 20) Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2013 lag die Zahl junger Menschen in der Ausbildung bei der PVA TePla-Gruppe bei neun Mitarbeitern (VJ: 12 Mitarbeiter). Diese jungen Männer und Frauen erhalten entweder eine kaufmännische oder eine gewerbliche Ausbildung. Am Standort Jena wurde im Dezember 2012 und am Standort Wettenberg im Januar 2013 sowie ab Oktober 2013 Kurzarbeit für jeweils sechs Monate eingeführt und von der Bundesagentur für Arbeit genehmigt.

Die PVA TePla AG beschäftigte zum Jahresende 2013 280 Mitarbeiter (VJ: 326 Mitarbeiter). Davon werden in Frederikssund (Dänemark) 14 Mitarbeiter (VJ: 16 Mitarbeiter) beschäftigt.

3. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahrs liegen nicht vor.

4. Risiko-, Chancen und Prognosebericht

Risikobericht

Risikostrategie

Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Risikostrategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert.

Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein "Risikohandbuch" mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und in die Zukunft gerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.

Risikomanagement

Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht.

Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Maßnahmen, die zur Reduzierung der erfassten Risiken dienen, werden definiert und in ihrer Umsetzung nachverfolgt.

Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.

In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2013 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft/des Konzerns durch eine Überarbeitung der zentralen Darstellung der Risikoinventur insbesondere mit der stärkeren Fokussierung auf Gegenmaßnahmen wesentlicher Risiken weiter optimiert.

Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt, auf dessen Basis alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden. Im Geschäftsjahr 2013 wurde das Finanzmanagementsystem mit Schwerpunkt Liquiditätsplanung der PVA TePla-Gruppe geprüft.

Beschreibung der Risiken

Die PVA TePla-Gruppe unterscheidet zwischen Geschäftsrisiken sowie operationellen und finanzwirtschaftlichen Risiken. Diese stellen die wesentlichen Risiken der Gruppe dar.

Geschäftsrisiken

Risiken aus den Absatzmärkten

Das Risiko in den von der PVA TePla bearbeiteten Märkten liegt besonders in den Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden, der globalen Konjunkturentwicklung und damit auch im weiteren Sinne von politischen Entwicklungen. Aussagen über die zukünftige Entwicklung einzelner Marktsegmente oder wirtschaftspolitischer Entscheidungen in Schwellenländern lassen sich nicht mit hinreichender Präzision und Eintrittswahrscheinlichkeit treffen.

Das Halbleitergeschäft, eine wichtige Branche für die Gruppe, ist traditionell gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität. Obwohl der Halbleitermarkt in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten sogenannten Old-Economy-Branchen aufwies, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. So ist die Investitionstätigkeit im Halbleitermarkt in den Jahren 2012 und 2013 stark rückläufig gewesen. Insbesondere die Investitionen in neue Waferkapazitäten - ein wichtiger Teilmarkt für die PVA TePla - kamen nahezu vollständig zum Erliegen.

Der Solarmarkt war in den letzten beiden Jahren von hohen Überkapazitäten - vor allem durch chinesische Anbieter - gekennzeichnet. Nach hohen Wachstumsraten zuvor sind der Solarmarkt und damit auch dessen Zulieferindustrie stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Im GB Industrial Systems liegt der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit eindeutig bei Anlagen zum Sintern von Hartmetall mit einem hohen Anteil in China. In diesem Produktbereich ist 2012 aufgrund der schwächeren Konjunktur - auch in China - und des erheblichen Kapazitätsaufbaus im Bereich Hartmetall in den vergangenen Jahren die Nachfrage deutlich zurückgegangen. Auf Seiten der Kunden waren eine große Investitionszurückhaltung und die Verschiebung zahlreicher Investitionsentscheidungen zu beobachten. Obwohl sich die Marktsituation für Hartmetall im vergangenen Geschäftsjahr entspannt hat und die Zahl der Projekte deutlich zugenommen hat, ist auch dieser Produktbereich grundsätzlich von den individuellen Investitionsentscheidungen unserer Kunden abhängig. Dies betrifft grundsätzlich auch die übrigen Produktbereiche.

Konjunkturelle Risiken

Für 2014 wird von Analystenseite eine Wachstumsrate des globalen BIP von rund 4% unterstellt. Trotz dieses positiven Ausblicks bleibt die Gesamtwirtschaftslage jedoch weiterhin mit Unsicherheiten behaftet. Die Schuldenkrise der etablierten Industrieländer schwelt weiter und kann die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer - ein ausgesprochen wichtiger Markt für die PVA TePla-Gruppe - in Mitleidenschaft ziehen. Schwächer werdende Wachstumsraten der Schwellenländer zeugen von dieser Problematik.

Den Risiken aus den Absatzmärkten und konjunkturellen Risiken begegnet die PVA TePla-Gruppe durch Diversifizierung des Leistungsangebots in verschiedene Branchen wie Halbleiter, Photovoltaik, Werkzeug- und Hartmetalltechnik, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeugindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen, wobei bei einer unerwartet großen Nachfrage das Risiko von Produktionsengpässen auftreten kann. Die Strategie einer relativ niedrigen Fertigungstiefe erlaubt hier zeitnahe Reaktionen. Auch werden im PVA TePla-Konzern hochwertige Lohnarbeiten - wie Plasmabehandlung, Hochvakuumlöten und Wärmebehandeln von Bauteilen - angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden.

Risiken aus technologischen Entwicklungen

Das Risiko von Auftragsverlusten durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchenspezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden und Forschungsinstituten weltweit verfolgt und eingeschätzt. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte wird neben der laufend vorgenommenen Entwicklungstätigkeit u. a. in einem betriebseigenen Technologiezentrum (CCIC - Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen) sowie durch das Betreiben eigener Dienstleistungszentren, in denen Werkstoffe und Materialien für Kunden prozessiert werden, zusätzlich gesichert. In besonders hohem Maße kommen dort die Entwicklungsabteilungen des Unternehmens mit neuesten Anforderungen an die Werkstoff- und Materialbeschaffenheit von Seiten der Kunden in Kontakt. Die hohe technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt entscheidend davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, so dass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Konzerns sichert. Die technische Komplexität unserer Produkte und die hohen Kundenanforderungen bergen unter Umständen ebenfalls Qualitätsrisiken, die sich in erhöhten Gewährleistungsaufwendungen niederschlagen können.

Operationelle Risiken

Risiken aus Zulieferungen

Durch die geringe Wertschöpfungstiefe bei der Produktion unserer Anlagen kann die PVA TePla flexibel auf Marktschwankungen reagieren. Eigene Produktionskapazitäten müssen lediglich in sehr geringem Umfang vorgehalten werden, so dass die Produktion je nach Auftragslage schnell ausgeweitet, aber auch schnell zurückgefahren werden kann. Aufgrund des prognostizierten weltweit fallenden Wirtschaftswachstums hat sich die Wahrscheinlichkeit von Kapazitätsengpässen auf Seiten der Zulieferer verringert. Auch die Preise für Rohstoffe (z.B. für Edelstahl und Kupfer) sind tendenziell abwärts gerichtet. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die Auswahl und Qualifikation von Lieferanten und einer intensiven Begleitung unserer Lieferanten begegnet. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird dadurch begrenzt, dass mehrere Lieferanten für wichtige Komponenten qualifiziert werden und die Zulieferungen auf diese Lieferanten aufgeteilt werden. Das Ausfallrisiko von Lieferanten (z.B. durch Insolvenzen) wird durch eine gezielte Auswahl und Qualifizierung alternativer Lieferanten, auch im Ausland, erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem und eine angemessene Haftungsdeckung durch Versicherungen geachtet.

Risiken in Verbindung mit IT

Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren und andere Schadsoftware (z.B. sogenannte Trojaner) werden durch regelmäßige und angemessene Datensicherung, durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen externe Einflüsse (z.B. aktueller Virenschutz, Firewall) und durch geeignete Zugangskontrollen reduziert.

Elementar- und Umweltrisiken

Insgesamt wurden angemessene Versicherungen für Elementarrisiken für die Standorte der PVA TePla AG abgeschlossen. Aufgrund der Geschäftsstruktur mit der Konzentration auf Engineering und Montage sowie einem sehr geringen Umfang des Einsatzes von Gefahrstoffen und anderen Stoffen mit Risiken für Sicherheit und Umwelt ist der Umfang der Umweltrisiken durch die Tätigkeit der PVA TePla sehr gering. Dennoch wurde auch hierfür eine Umweltschadenhaftpflicht- und Unfallschadenversicherung mit angemessenen Deckungssummen abgeschlossen.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Risiken aus Veränderungen von Devisenkursen

Trotz der Absicherung von Wechselkursrisiken in einzelnen Geschäften besteht das Risiko einer erneuten Verschlechterung der Wechselkursrelation speziell zwischen Euro und US-Dollar und einer daraus gegebenenfalls resultierenden Verschlechterung unserer Position gegenüber Wettbewerbern aus diesem Währungsraum bzw. des sich daraus ergebenden Preisdrucks. In einer Reihe von Prognosen wird bis 2014 von einem stabilen Euro/US-Dollar-Wechselkurs ausgegangen. Dem Risiko schwankender Wechselkurse wird grundsätzlich durch lokale Fertigung in den USA und verstärkten Zukauf aus dem Dollar-Währungsraum begegnet.

Risiken aus steuerlichen Themen

Aufgrund des Umfangs von Großaufträgen aus dem Ausland hat die Komplexität der zugehörigen steuerlichen Themen zugenommen. Dazu zählen insbesondere die Themenkreise Verrechnungspreise im Geschäft zwischen den Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe, Umsatzsteuern vor allem auf Dienstleistungen und steuerliche Regelungen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden. Wir bearbeiten diese Themen in enger Zusammenarbeit mit unseren steuerlichen Beratern und sehen hier keine nennenswerten Risiken. Aktuell läuft eine steuerliche Betriebsprüfung für alle deutschen Standorte für die Jahre 2007 - 2011. Die PVA TePla wird aufgrund ihres Geschäftsvolumens anschlussgeprüft. Insgesamt werden keine signifikanten Risiken aus diesen Prüfungen erwartet; für bislang kommunizierte Feststellungen wurden angemessene Rückstellungen gebildet. Es ist aber ein zunehmender Aufwand für diese Beratungen, die interne Bearbeitung und aus der Umsetzung der Regelungen und zugehörigen Registrierungen zu beobachten.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Im Rahmen der eigentlichen Geschäftstätigkeit der PVA TePla entstehen Finanzinstrumente (z.B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit werden Finanzinstrumente eingesetzt (z.B. Darlehen von Banken) oder es entstehen auch hieraus Finanzinstrumente (z.B. Anlage kurzfristig überschüssiger Liquidität). Zusätzlich werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit (z.B. Wechselkursrisiken) oder aus der Finanzierung (z.B. Zinsrisiken) zu beseitigen oder zu begrenzen. Ein isolierter Einsatz von Finanzinstrumenten ohne Verbindung zur eigentlichen Geschäftstätigkeit erfolgt nicht. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken der einzelnen relevanten Kategorien von Finanzinstrumenten dargestellt (weitere Angaben hierzu siehe Textziffer 31. des Konzernanhangs):

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, für Einzelsysteme beginnend mit durchschnittlich 30% bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Darüber hinaus werden gegen Forderungsausfälle in der Regel Zahlungssicherheiten (z.B. Akkreditive) vereinbart und ein intensives Forderungscontrolling durchgeführt.

Im Gegensatz dazu muss der Konzern seinerseits nur bei wenigen Lieferanten eine Anzahlung leisten. Darüber hinaus optimiert der Konzern seinen externen Liquiditätsbedarf durch eine rollierende Liquiditätsvorschau der dem Konzern angehörenden Unternehmen und durch kurzfristige Darlehensgewährungen innerhalb des Konzerns. Dem Konzern stehen sowohl ausreichende Kreditlinien zur kurzfristigen Finanzierung des Geschäfts einschließlich der Ausweitung des Geschäftsvolumens als auch ausreichende Avallinien zur Gewährung von Anzahlungsgarantien für Kunden zur Verfügung. In diesem Bereich können mit den uns begleitenden Banken im Falle von Großaufträgen spezielle Projektlinien zusätzlich vereinbart werden, so dass die bestehenden Linien weiterhin für Abwicklung und Ausbau des Standardgeschäfts zur Verfügung stehen.

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.

Sonstige Forderungen:

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.

Geleistete Anzahlungen:

Anzahlungen werden von den einzelnen Konzernunternehmen im Wesentlichen nur bei Lieferanten für größere Zulieferungen/Hauptkomponenten geleistet, grundsätzlich erfolgen auf der Beschaffungsseite Anzahlungen gegen eine entsprechende Anzahlungsbürgschaft. Aufgrund dieser Absicherung besteht für den Konzern kein erkennbares Risiko.

Finanzverbindlichkeiten:

Der wesentliche Inhalt dieses Postens sind die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Bankdarlehen.
Diese Darlehen sind vollständig entweder mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit vereinbart oder im Falle von Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen.
Ein nennenswertes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze ist grundsätzlich nicht vorhanden.
Allerdings ergibt sich eine besondere Situation daraus, dass die Darlehen auch zum 31. Dezember 2013 aufgrund der guten Liquiditätslage zur Vermeidung von Zinsaufwendungen nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen worden sind. Da die Marktzinssätze zum Bilanzstichtag niedriger waren als die den Sicherungsgeschäften zugrundeliegenden Zinssätze, enthält der Konzernabschluss übrige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 895 (VJ: TEUR 1.210), im Einzelabschluss der PVA TePla AG wurde eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 887 (VJ: TEUR 1.192) notwendig.
Ein Kreditrisiko besteht nicht, da die Vertragspartner ihren Verpflichtungen - mit Ausnahme des nicht in Anspruch genommenen weiteren Darlehens zur Finanzierung der Neubaumaßnahmen - bereits vollständig nachgekommen sind.
Aufgrund der gegenwärtigen Auftrags- und Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen sehen wir auch kein relevantes Liquiditätsrisiko.
Es besteht kein Risiko aus der Nichteinhaltung von financial covenants, da solche Vereinbarungen bislang vermieden werden konnten.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:

Hier handelt es sich um kurzfristige Positionen, die fast ausschließlich in EUR abgerechnet werden. Ein relevantes Markt- und Kreditrisiko liegt somit nicht vor.
Aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen besteht kein Liquiditätsrisiko.

Sonstige Verbindlichkeiten:

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.

Wechselkurssicherung:

Der Konzern - dies gilt auch für die PVA TePla AG - realisiert einen Großteil seiner Umsätze im Ausland. Die Fakturierung der Aufträge auch außerhalb des Euroraums erfolgt überwiegend in EUR. Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet. Da es sich in Verbindung mit dem Grundgeschäft um geschlossene Positionen handelt, bei denen Zahlungsbeträge und -termine aufeinander abgestimmt sind, besteht kein nennenswertes Marktrisiko. Die Kalkulationen der Grundgeschäfte basieren auf den jeweiligen abgesicherten Terminkursen.
Bedingt durch die bereits oben genannte weltweite Lieferantenauswahl erfolgt teilweise eine Beschaffung in Fremdwährungen. Über Natural Hedging (natürliche Absicherung) werden US-Dollar-Bestände für Zahlungsverpflichtungen im geringeren Ausmaß genutzt. Sonstige Fremdwährungsverpflichtungen und größere US-Dollar-Zahlungen werden über Devisentermingeschäfte gesichert, die dem Grundgeschäft in ihrer Zahlungsstruktur entsprechen und damit das Wechselkursrisiko vermeiden. Zu den Risiken im Bereich der Zulieferung/Materialbeschaffung verweisen wir auf die obigen Ausführungen.

Zinssicherung:

Ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Neubauten wurde als Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen abgeschlossen und durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen.
Im Hinblick auf die Risiken dieser Finanzinstrumente verweisen wir daher auf unsere obigen Ausführungen zu Finanzverbindlichkeiten.

Risikoquantifizierung

Von einigen der zuvor beschriebenen Geschäftsrisiken (Risiken aus Absatzmärkten und konjunkturelle Risiken) sind für die PVA TePla-Gruppe als Hersteller von Spezialanlagen spürbare Restrisiken erkennbar. Spürbare Restrisiken können sich erfahrungsgemäß mit bis zu vierstelligen TEUR-Beträgen auf die Umsatz- und mit bis zu dreistelligen TEUR-Beträgen auf die Rentabilitäts- und Finanzlage des Unternehmens auswirken. Kritische Restrisiken haben beim Eintritt Auswirkungen, die sich - je nach Dauer des Risikoeintritts - sogar auf bis zu fünfstellige TEUR-Beträge in ihrer Umsatzrelevanz und bis zu vierstellige TEUR-Beträge in ihrer Ergebnis- und Liquiditätsrelevanz aufsummieren können. Kritische Risiken sehen wir im Wesentlichen im Bereich der Zyklizität der High-Tech-Branchen (Semiconductor und Photovoltaik) und einem zunehmenden Wettbewerbsrisiko (Eintritt neuer Wettbewerber, neue Technologien, Preisdruck) insbesondere aus Niedriglohnländern. Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden können, sind nicht erkennbar. Allen sonstigen Risiken messen wir aufgrund einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit, einer geringen Schadenshöhe oder aufgrund von eingeleiteten Gegenmaßnahmen aus heutiger Sicht nur ein geringes Restrisiko bei.

Gesamtaussage des Vorstands

In seiner Funktion als Verantwortlicher für das Risikomanagement überprüft der Vorstand der PVA TePla AG die Risikosituation der Unternehmensgruppe. Das sich daraus ergebende Fazit wird im Folgenden dargestellt.

Zusammenfassung

Im zurückliegenden Geschäftsjahr 2013 hat sich das Risikoprofil der Gruppe gegenüber 2012 nicht grundlegend verändert. Die wesentlichen Risiken entstammten den oben beschriebenen schwachen Entwicklungen der Märkte und der damit verbundenen zurückhaltenden Investitionsbereitschaft unserer Kunden. Dieser Entwicklung, die ihren Ausdruck in einem starken Rückgang des Auftragseingangs fand, wurde mit Restrukturierungsmaßnahmen begegnet. Das 2013 vollzogene Programm zur Sachkostenoptimierung sowie der durchgeführte Personalabbau führen in der Zukunft zu einem deutlich abgesenkten Breakeven-Umsatz. Zudem wurde vertriebsseitig an einer stärkeren Präsenz in zukünftig an Attraktivität zunehmenden Märkten gearbeitet.

Chancenbericht

Beschreibung der Chancen

Chancen aus den Absatzmärkten

In Märkten wie der Hartmetallherstellung, der Halbleiterindustrie und der Photovoltaik bietet die PVA TePla-Gruppe Prozesstechnologien an, die auch in Zukunft fester Bestandteil der jeweiligen Wertschöpfungsketten bleiben werden. In der Halbleiterindustrie können dies z.B. Kristallzuchtanlagen zum Ziehen von Siliziumkristallen mit einem Durchmesser von 300mm, von hochreinen Siliziumkristallen oder Siliziumcarbidkristalle für die Hochleistungselektronik sein oder Analysesysteme für die zerstörungsfreie Qualitätsüberprüfung in der LED- oder MEMS-Fertigung. Die Nachfrage nach Plasmaanlagen und Analysesystemen korreliert mit der Entwicklung von Halbleitermärkten (z.B. MEMS, LED, OLED/PLED, IGBT). Durch das unterstellte Wachstum des Halbleitermarkts sowie neu entwickelte Applikationen für Plasmaanlagen im Life Science/Industrial-Bereich kann wieder weiteres Wachstum für diese Produktbereiche der PVA TePla erwartet werden.

Durch die großen Investitionen in Kapazitätserweiterungen vor allem der chinesischen Anbieter sind im Solarmarkt hohe Überkapazitäten und stark sinkende Absatzpreise über die gesamte Wertschöpfungskette der Solarindustrie entstanden. Es gibt jedoch weiterhin eine ganze Reihe von wichtigen Zukunftsmärkten für die Solarindustrie: Japan, Indien, Australien, Marokko, die MENA-Region (Middle East and North Africa: Naher Osten und Nordafrika) sowie Südafrika und Südamerika. Chancen bieten sich zudem in Märkten, in denen aus wirtschaftspolitischen Gründen eigenen Produktionskapazitäten aufgebaut werden sollen. Aller Voraussicht nach wird sich eine Anlagentechnologie durchsetzen, die höchste Effizienzgrade mit optimaler Cost of Ownership garantiert. Da die PVA TePla intensiv an solchen Anlagenentwicklungen arbeitet und zur industriellen Anwendung zur Verfügung stellen kann, werden die Marktaussichten mittel- und langfristig auch auf dem im Moment schwierigen Photovoltaikmarkt durchaus positiv betrachtet. Die PVA TePla verfolgt die Entwicklung der Wirtschaftslage und der einzelnen Märkte aufmerksam. Insgesamt bieten die flexiblen Strukturen des Unternehmens mit einer geringen Fertigungstiefe gute Möglichkeiten, die Kapazitäten auch an eine geringere Nachfrage anzupassen.

Chancen aus technologischen Entwicklungen

Als Anbieter von Technologie zur Herstellung und Bearbeitung von Materialien und Komponenten für Hightechbranchen, bei deren Herstellung Vakuum und hohe Temperatur eine entscheidende Rolle spielen, bestehen die Chancen, dass sich durch neue Anwendungsfelder für in unseren Anlagen hergestellte Materialien ein zusätzlicher Bedarf entwickelt oder durch die Forschung neue Anforderungen an Materialien definiert werden, die einen neuen Anlagentypus erforderlich machen. Zusammen mit unseren Kunden können wir jederzeit entsprechend diesen neuen Anforderungen neue Anlagen entwickeln und bauen. Eine Vielzahl von uns gebauter Anlagen sind kundenspezifisch entwickelt worden, so dass wir eine lange Tradition und Erfahrung in technologisch anspruchsvollen Märkten aufweisen können. Reine Atmosphäre - durch Vakuum erzeugt - und hohe Temperatur sind von grundlegender Bedeutung, um die Eigenschaften von Materialien zu beeinflussen und werden auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, um hochwertige Materialien herzustellen.

Prognosebericht

Der Prognosebericht beschreibt die voraussichtliche Entwicklung der PVA TePla-Gruppe im Geschäftsjahr 2014. Die Aussagen in diesem Abschnitt wurden auf der Basis der aktuellen Konzern- und Kundenportfolios und der oben dargestellten Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wie im Projektgeschäft nicht unüblich wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen im Nachhinein als unzutreffend erweisen.

Für den GB Industrial Systems wird im Geschäftsjahr 2014 von einer moderaten Steigerung des Umsatzes gegenüber 2013 ausgegangen. Im GB Semiconductor Systems wird wegen der erwarteten positiven Entwicklung des Halbleitermarkts das Umsatzniveau laut den Planungen - vor den vorgenommenen strukturellen Änderungen in der Geschäftsbereichsstruktur - ebenso leicht über dem Umsatzniveau des vorangegangenen Geschäftsjahrs liegen. Im Produktbereich Kristallzuchtanlagen für den Solarmarkt wird mit einer deutlichen Steigerung des Umsatzes gerechnet.

Auf Basis der Entwicklung der Bruttomarge im vierten Quartal 2013 und im Zuge der Absenkung des Breakeven-Umsatzes wird für das laufende Geschäftsjahr eine Bruttomarge in Höhe von rund 20% erwartet.

Der Vorstand der PVA TePla erwartet für das Geschäftsjahr 2014 aufgrund des Auftragsbestands in Höhe von 53,9 Mio. EUR zum 31.12.2013 sowie der Tatsache, dass im ersten Halbjahr 2014 gewonnene Aufträge noch umsatz- und ergebniswirksam werden können, einen Konzernumsatz in einer Größenordnung von 90 - 100 Mio. EUR und eine positive operative Ergebnis (EBIT)-Marge zwischen 2-4%.

Bei isolierter Betrachtung der PVA TePla AG gehen wir für das Geschäftsjahr 2014 von einem deutlichen Wachstum des Umsatzes aus. Auf Basis des Umsatzwachstums wird eine mit auf Konzernebene vergleichbare Brutto-Marge und EBIT-Marge erwartet.

Wettenberg, 7. März 2014

Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands

Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie

Bilanz zum 31.12.2013

AKTIVA

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31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR
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A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.733,91 293.557,69
Sachanlagen
II. 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.817.199,02 22.552.720,50
2. technische Anlagen und Maschinen 1.081.188,42 1.209.912,85
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 974.411,86 862.644,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.520,60 0,00
23.908.319,90 24.625.277,95
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.841.713,61 8.841.713,61
32.874.767,42 33.760.549,25
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.165.294,59 4.169.907,30
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 14.249.665,63 36.891.045,88
3. fertige Erzeugnisse und Waren 1.676.629,26 1.957.174,93
4. geleistete Anzahlungen 754.398,86 218.657,64
20.845.988,34 43.236.785,75
abzüglich erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -15.198.366,08 -38.517.584,95
5.647.622,26 4.719.200,80
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.856.714,58 9.579.703,42
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.482.350,88 19.216.427,61
3. sonstige Vermögensgegenstände 717.788,51 1.772.376,51
30.056.853,97 30.568.507,54
III. Wertpapiere
sonstige Wertpapiere 0,00 1.001.000,00
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 5.015.145,20 7.310.893,89
40.719.621,43 43.599.602,23
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 481.223,00 449.074,61
D. AKTIVER UNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER VERMÖGENSVERRECHNUNG 0,00 0,00
74.075.611,85 77.809.226,09
Passiva
31.12.2013 31.12.2012
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 21.749.988,00 21.749.988,00
II. Kapitalrücklage 2.174.998,80 2.174.998,80
III. Gewinnrücklagen
andere Gewinnrücklagen 22.200,00 22.200,00
IV. Bilanzgewinn (Vj. Bilanzverlust) 18.117.297,82 27.642.593,09
42.064.484,62 51.589.779,89
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 9.253.348,00 8.868.894,00
2. Steuerrückstellungen 156.660,65 0,00
3. sonstige Rückstellungen 8.558.302,19 7.290.476,69
17.968.310,84 16.159.370,69
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5.764.385,88 6.198.876,90
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.441.195,03 1.604.425,68
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.382.825,03 1.839.242,37
5. sonstige Verbindlichkeiten 454.410,45 417.530,56
14.042.816,39 10.060.075,51
9.253.348,00 74.075.611,85 77.809.226,09

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2013 bis 31.12.2013

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2013

EUR
2012

EUR
1. Umsatzerlöse 72.507.838,95 91.015.048,21
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -65.250.404,29 -75.872.192,73
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 7.257.434,66 15.142.855,48
4. Vertriebskosten -5.262.804,14 -7.606.099,96
5. allgemeine Verwaltungskosten -5.716.473,09 -5.407.485,43
6. Forschungs- und Entwicklungskosten -1.239.764,28 -3.250.730,86
7. sonstige betriebliche Erträge 3.758.132,09 7.495.604,09
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.462.576,05 -5.158.971,29
9. Erträge aus Beteiligungen 599.232,98 1.715.008,21
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 599.232,98 (Vorjahr EUR 1.715.008,21)
10. Erträge auf Grund von Gewinnabführungsverträgen aus verbundenen Unternehmen 994.997,97 5.013.564,61
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 738.011,21 617.553,71
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 719.771,47 (Vorjahr EUR 488.022,43)
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 0,00
13. Aufwendungen auf Grund von Gewinnabführungsverträgen aus verbundenen Unternehmen -2.657.333,34 0,00
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.056.266,89 -992.379,63
- davon an verbundene Unternehmen EUR -33.789,92 (Vorjahr EUR -33.789,92)
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR -444.632,86 (Vorjahr EUR -430.074,43)
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -6.047.408,88 7.568.918,93
16. außerordentliche Erträge 59.312,01 0,00
17. außerordentliche Aufwendungen 0,00 0,00
18. außerordentliches Ergebnis 59.312,01 0,00
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.201.844,78 -1.413.447,70
20. sonstige Steuern -160.354,82 -152.996,64
21. Jahresüberschuss -7.350.296,47 6.002.474,59
22. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 25.467.594,29 21.640.118,50
23. Bilanzgewinn 18.117.297,82 27.642.593,09

Anlagespiegel zum 31.12.2013

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2013

EUR
Zugänge 2013

EUR
Umbuchungen 2013

EUR
Abgänge 2013

EUR
Stand 31.12.2013

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.108.514,03 15.847,88 0,00 0,00 3.124.361,91
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.880.247,81 0,00 0,00 0,00 25.880.247,81
2. technische Anlagen und Maschinen 2.448.137,86 50.583,48 0,00 36.545,73 2.462.175,61
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.698.708,75 441.705,88 0,00 178.992,27 4.961.422,36
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 35.520,60 0,00 0,00 35.520,60
33.027.094,42 527.809,96 0,00 215.538,00 33.339.366,38
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 21.745.291,92 0,00 0,00 0,00 21.745.291,92
57.880.900,37 543.657,84 0,00 215.538,00 58.209.020,21

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kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2013

EUR
Zugänge 2013

EUR
Abgänge 2013

EUR
Stand 31.12.2013

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.814.956,97 184.671,04 0,00 2.999.628,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.327.527,31 735.521,48 0,00 4.063.048,79
2. technische Anlagen und Maschinen 1.238.225,01 172.328,67 29.566,49 1.380.987,19
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.836.064,15 328.854,13 177.907,77 3.987.010,51
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
8.401.816,47 1.236.704,28 207.474,26 9.431.046,49
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.903.578,31 0,00 0,00 12.903.578,31
24.120.351,75 1.421.375,32 207.474,26 25.334.252,80

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Restbuchwerte
31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.733,91 293.557,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.817.199,02 22.552.720,50
2. technische Anlagen und Maschinen 1.081.188,42 1.209.912,85
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 974.411,86 862.644,60
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 35.520,60 0,00
23.908.319,90 24.625.277,95
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.841.713,61 8.841.713,61
32.874.767,42 33.760.549,25

Anlagespiegel zum 31.12.2012

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2012

EUR
Zugänge 2012

EUR
Umbuchungen 2012

EUR
Abgänge 2012

EUR
Stand 31.12.2012

EUR
--- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.033.079,33 75.501,14 0,00 65,81 3.108.514,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 25.799.329,27 72.875,47 8.043,07 0,00 25.880.247,81
2. technische Anlagen und Maschinen 2.427.162,98 116.329,19 0,00 95.354,31 2.448.137,86
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.361.527,26 376.939,06 0,00 34.009,21 4.704.457,11
8.043,07 0,00 -8.043,07 0,00 0,00
32.596.062,58 566.143,72 0,00 129.363,52 33.032.842,78
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 21.745.291,92 0,00 0,00 0,00 21.745.291,92
57.374.433,83 641.644,23 0,00 129.429,33 57.886.648,73

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kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2012

EUR
Zugänge 2012

EUR
Abgänge 2012

EUR
Stand 31.12.2012

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.446.813,39 368.143,58 0,00 2.814.956,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.593.007,51 734.519,80 0,00 3.327.527,31
2. technische Anlagen und Maschinen 1.163.526,94 165.112,63 90.414,56 1.238.225,01
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.283.277,00 590.128,80 31.593,28 3.841.812,52
0,00 0,00 0,00 0,00
7.039.811,45 1.489.761,23 122.007,84 8.407.564,84
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.903.578,31 0,00 0,00 12.903.578,31
22.390.203,15 1.857.904,81 122.007,84 24.126.100,11

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Restbuchwerte
31.12.2012

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 293.557,69 586.265,94
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.552.720,50 23.206.321,76
2. technische Anlagen und Maschinen 1.209.912,85 1.263.636,04
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 862.644,60 1.078.250,26
0,00 8.043,07
24.625.277,95 25.556.251,13
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 8.841.713,61 8.841.713,61
33.760.549,25 34.984.230,69

ANHANG für das Geschäftsjahr 2013

der PVA TePla AG, Wettenberg

Allgemeine Angaben und Erläuterungen

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der PVA TePla AG wird nach handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften und den aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Bezüglich der Gewinn- und Verlustrechnung kommt das Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 3 HGB zur Anwendung.

Die PVA TePla AG ist als kapitalmarktnotierte Aktiengesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB eine große Kapitalgesellschaft.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen werden zu aktivierungspflichtigen Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um linear ermittelte planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Das Aktivierungswahlrecht für selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wird nicht in Anspruch genommen. Forschungs- und Entwicklungskosten werden sofort im Aufwand erfasst. Die Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände, technischen Anlagen und Maschinen und der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt 3 - 15 Jahre. Die Nutzungsdauer der Gebäude ist mit 25 bis 33 Jahren angesetzt. Mietereinbauten werden gegebenenfalls über eine kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben.

Abschreibungen von geringwertigen Vermögensgegenständen mit Anschaffungskosten von bis zu 410 EUR werden sofort abgeschrieben, alle darüber liegenden Anschaffungswerte werden aktiviert und planmäßig über ihre Laufzeit abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert über 150 EUR und unter 1.000 EUR, die zwischen dem 01. Januar 2008 und dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, wurden über einen Sammelposten über die Zeit von fünf Jahren - und damit letztmalig im abgelaufenen Geschäftsjahr - linear abgeschrieben.

Liegt eine dauerhafte Wertminderung vor, werden die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten aktiviert. Bei voraussichtlich dauerhaft im Wert geminderten Beteiligungen wurde der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen waren im Berichtsjahr keine Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag vorzunehmen.

Die Vorräte sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, soweit nicht ein niedrigerer Wert nach § 253 Abs. 3 HGB geboten ist.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Anwendung des Niederstwertprinzips zu gewogenen Durchschnittseinstandspreisen bewertet. Der Wertansatz der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhaltet den Materialaufwand, angefallene Fertigungslöhne und die Sondereinzelkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Für das gesamte Vorratsvermögen gilt, dass Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer, geminderter Verwendbarkeit, niedrigerer Reproduktionskosten oder gesunkener Wiederbeschaffungskosten bzw. nicht kostendeckender Verkaufspreise angemessen durch Einzelabschläge berücksichtigt sind.

Geleistete Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert bilanziert.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und Rechnungsabgrenzungsposten sind zum Nennwert angesetzt.

Die in den Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesenen Disagien werden linear über den Zeitraum der Zinsbindung der entsprechenden Darlehen abgeschrieben.

Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen sind in Übereinstimmung mit § 253 Abs. 1 HGB in Höhe derjenigen Erfüllungsbeträge gebildet worden, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig waren. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr müssen gemäß den Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst werden, wie er von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wurde. Durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG hatte sich zum 1. Januar 2010 eine Minderung von 22.200,00 EUR ergeben, die in die Gewinnrücklage eingestellt wurde.

Die Rückstellungen für Pensionen werden für die Handelsbilanz nach den Bestimmungen des BilMoG vom 25. Mai 2009 unter Anwendung der "Projected Unit Credit Method" durchgeführt. Die Bewertung der Rückstellungen für Pensionen erfolgt aufgrund einer versicherungsmathematischen Berechnung unter Berücksichtigung eines Rechnungszinsfußes von 4,89% sowie der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:

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31.12.2013

%
31.12.2012

%
Einkommenstrend 3,00 3,00
Rententrend 1,25 1,25
Fluktuationsrate 1,50 1,50
Rechnungszins für Anwärter 4,89 5,04
Rechnungszins für Rentner 4,89 5,04

Die Rückstellungen für Jubiläen werden versicherungsmathematisch mit dem Teilwert auf Basis eines Zinssatzes von 4,89% bewertet.

Derivative Finanzgeschäfte werden entsprechend § 254 HGB als Bewertungseinheit mit einem Grundgeschäft zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang zwischen Sicherungsgeschäft und Grundgeschäft besteht. Finanzgeschäfte, für die keine Bewertungseinheit gebildet wurde, werden einzeln zu Marktpreisen bewertet. Daraus resultierende unrealisierte Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Während des Geschäftsjahres erfolgte die Einbuchung von Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung zum jeweiligen amtlichen Mittelkurs des Tages des Geschäftsvorfalls. Insofern sind im vorliegenden Jahresabschluss unrealisierte Gewinne aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtags unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite.

Angaben und Erläuterungen zu Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben zu den Positionen der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (vgl. Anlage zum Anhang) dargestellt.

Umlaufvermögen

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände betragen jeweils weniger als ein Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren in Höhe von 5.731.092,80 EUR (VJ 5.667.352,40 EUR) aus geleisteten Anzahlungen für Vorräte, in Höhe von 1.377.745,31 EUR (VJ 877.189,66 EUR) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 17.373.512,77 EUR (VJ 12.671.885,55 EUR) aus sonstigen Vermögensgegenständen.

In dem Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagien in Höhe von 216.000,00 EUR (VJ 232.000,00 EUR) enthalten.

Eigenkapital

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01.01.2013

EUR
Jahresergebnis

EUR
Ausschüttung / Dividende

EUR
Zuführung Rücklagen

EUR
Entnahmen aus Rücklagen

EUR
31.12.2013

EUR
Gezeichnetes Kapital 21.749.988,00 21.749.988,00
Kapitalrücklage 2.174.998,80 2.174.998,80
Gewinnrücklage 22.200,00 22.200,00
Bilanzgewinn 27.642.593,09 -7.350.296,47 -2.174.998,80 18.117.297,82
51.589.779,89 -7.350.296,47 -2.174.998,80 0,00 0,00 42.064.484,62

Die Gewinnrücklage resultiert aus dem Geschäftsjahr 2010, in welchem sich durch die erstmalige Anwendung der Bestimmungen des BilMoG im Zusammenhang mit den langfristigen Archivierungsrückstellungen eine Minderung in Höhe von 22.200,00 EUR ergeben hat, die als Gewinnrücklage eingestellt wurde.

Das Grundkapital ist eingeteilt in 21.749.988 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 1,00 EUR. Sämtliche Aktien der Gesellschaft sind voll eingezahlt.

Ein bedingtes Kapital besteht zum 31. Dezember 2013 nicht.

Auf der Hauptversammlung vom 13. Juni 2012 wurde die alte Ermächtigung des Vorstands, das Grundkapital der Gesellschaft mit Gültigkeit bis 14. Juni 2012 zu erhöhen, aufgehoben.

Gleichzeitig hat die Hauptversammlung der PVA TePla AG den Vorstand ermächtigt, bis zum 30. Juni 2017 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt 10.874.994 EUR durch Ausgabe von bis zu 10.874.994 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre - soweit dies gesetzlich zulässig ist -auszuschließen. Kapitalerhöhungen wurden aus diesem genehmigten Kapital in 2013 nicht beschlossen.

Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Rückstellungen für sonstige auftragsbezogene Rückstellungen (789.096,03 EUR), personalbezogenen Rückstellungen (2.490.217,04 EUR), Rückstellungen für derivative Finanzinstrumente (887.234,66 EUR), sonstige ausstehenden Rechnungen (453.552,42 EUR) und Gewährleistungen (866.246,50 EUR) zusammen.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:

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Restlaufzeit gesamt gesichert durch
bis 1 J.

EUR
1-5 J.

EUR
über 5 J.

EUR
EUR
--- --- --- --- ---
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 435.447,88 1.749.883,00 3.579.055,00 5.764.385,88
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 15.198.366,08 0 0 15.198.366,08
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.441.195,03 0 0 1.441.195,03 s.u.*)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.382.825,03 0 0 6.382.825,03
5. sonstige Verbindlichkeiten 454.410,45 0 0 454.410,45
23.912.244,47 1.749.883,00 3.579.055,00 29.241.182,47

*) i.d.R. Eigentumsvorbehalt

Die aktivisch von den Vorräten abgesetzten erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 15.198.366,08 EUR (VJ 38.517.584,95 EUR) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden in Höhe von 18.000.000,00 EUR gesichert. Diese Absicherung beinhaltet auch das für den Neubau in Wettenberg zusätzlich vereinbarte, aber zum 31. Dezember 2013 nicht in Anspruch genommene Darlehen mit einem verfügbaren Kreditrahmen in Höhe von 5.999.992,00 EUR (VJ 6.666.660,00 EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von 2.188.416,31 EUR (VJ 1.139.910,99 EUR) aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 4.194.408,72 EUR (VJ 699.331,38 EUR) aus sonstigen Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 348.703,30 EUR (VJ 289.511,70 EUR), Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 4.083,13 EUR (VJ 4.366,35 EUR) sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 101.624,03 EUR (VJ 123.652,49 EUR).

2. Angaben zu Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse verteilen sich auf die einzelnen Regionen und Geschäftsbereiche wie folgt:

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Region EUR Geschäftsbereich EUR
Deutschland 21.551.421 Industrial Systems 29.794.965
Übriges Europa 8.914.375 Semiconductor Systems 35.384.738
Nordamerika 275.754 Solar Systems 7.328.135
Asien 39.346.849
Übrige 2.419.439
72.507.838 72.507.838

Materialaufwand

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2013 2012
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren EUR 21.468.908,99 50.677.404,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen EUR 3.047.869,89 6.419.857,81

Personalaufwand

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2013 2012
a) Löhne und Gehälter EUR 18.669.445,50 19.744.368,09
b) Soziale Abgaben sowie Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung EUR 3.544.584,34 3.853.292,85
davon für Altersversorgung EUR 320.366,94 389.832,82

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr 2013 Wechselkursgewinne in Höhe von 196.421,29 EUR enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Wechselkursverluste in Höhe von 256.834,76 EUR.

Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

Im Berichtsjahr sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen periodenfremde Erträge in Höhe von 470 TEUR angefallen. Diese entfallen im Wesentlichen auf die Auflösung von Rückstellungen.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 241 TEUR enthalten.

Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Erträge in Höhe von 252 TEUR ausgewiesen, die aus Steuerzahlungen aus den Vorjahren resultieren.

Auf- und Abzinsung von Rückstellungen

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffen in Höhe von 444.632,86 EUR Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Außerordentliche Erträge und Aufwendungen

Die außerordentlichen Erträge in Höhe von 59 TEUR resultieren aus dem partiellen Wiederaufleben eines Darlehensverzichts mit Besserungsschein mit der Tochtergesellschaft PlaTeG GmbH.

Ergänzende Angaben

1. Beteiligungsverhältnisse

Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20% beteiligt:

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Name Sitz Kapitalanteil Eigenkapital 31.12.2013 Ergebnis 2013
PVA TePla America Inc. Corona/CA, USA 100% TEUR 2.102 TEUR 53
PVA Jena Immobilien GmbH Jena, Deutschland 100% TEUR 2.593 TEUR 0*)
Xi'an HuaDe CGS Ltd. Xi'an, VR China 51% TEUR -330 TEUR 342
PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH Jena, Deutschland 100% TEUR 26 TEUR 0*)
PVA Control GmbH Wettenberg, Deutschland 100% TEUR 100 TEUR 0*)
Vakuum Anlagenbau Service GmbH Hanau, Deutschland 100% TEUR Siehe TEUR Unten
PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH Jena, Deutschland 100%**) TEUR 235 TEUR 0*)
PVA TePla Metrology Systems GmbH Kirchheim, Deutschland 100% TEUR -486 TEUR -33
PlaTeG GmbH Wettenberg, Deutschland 100% TEUR 253 TEUR 122
PVA TePla Singapore Pte. Ltd. Singapur 100% TEUR 341 TEUR 240
PVA TePla Analytical Systems GmbH Westhausen, Deutschland 100% TEUR 31 TEUR 0*)
PVA TePla (China) Ltd. Peking, VR China 100% TEUR 128 TEUR 2
Munich Metrology GmbH München, Deutschland 100%**) TEUR -1.824 TEUR -390
Munich Metrology USA Inc. Folsom, USA 100%***) TEUR -174 TEUR 0
Munich Metrology Taiwan Inc. Hsinchu City, Taiwan 100%**) TEUR 29 42
JenaWave GmbH Jena, Deutschland 100% TEUR 301 TEUR -2

*) wegen Ergebnisabführungsvertrag

**) mittelbare Beteiligung über Tochtergesellschaften

***) operativer Geschäftsbetrieb eingestellt

Die Beteiligung an der Vakuum Anlagenbau Service GmbH (100%, nach Abzug eigener Anteile) wurde in 2002 in voller Höhe abgewertet. Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung wurde über das Vermögen der Gesellschaft am 25. April 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug am 31. Dezember 2002 -448 TEUR, das Ergebnis für das Geschäftsjahr 2002 belief sich auf -630 TEUR. Gemäß Mitteilung des Insolvenzverwalters vom 7. Februar 2014 ist das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen.

Zum 18. April 2013 wurden 100% der Anteile der JenaWave GmbH, Jena, zur Erweiterung des Produktportfolios im Bereich der Messtechnik übernommen.

Gegenüber dem Jahresabschluss 2012 haben sich keine weiteren Änderungen ergeben.

2. Personal

Zum Jahresende waren 280 (VJ 326), im Jahresdurchschnitt 302 (VJ 329) Mitarbeiter in der Gesellschaft tätig. Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen nach Funktionsgruppen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

Mitarbeiterzahl nach Funktionsgruppen (Jahresdurchschnittswerte)

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2013 2012
Verwaltung 42 39
Vertrieb 30 34
Konstruktion, Forschung und Entwicklung 81 91
Produktion und Service 149 165
Mitarbeiter gesamt 302 329

Zum 31. Dezember 2013 beschäftigte die AG 280 Mitarbeiter (31. Dezember 2012: 326). Gegenüber dem 31. Dezember 2012 hat sich die Mitarbeiterzahl somit um 46 Personen reduziert.

Des Weiteren wurden bei der PVA TePla AG drei (VJ 3) Aushilfskräfte beschäftigt.

3. Außerbilanzielle Geschäfte

Außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB zum 31. Dezember 2013 bestehen ausschließlich aus Leasingverträgen für Kfz, Maschinen und Büroausstattung (sog. "Operate-Leasing") mit künftigen Verpflichtungen in Höhe von 241 TEUR (Nominalwert). Die damit verbundenen für Leasingverträge typischen Risiken bestehen insbesondere aus den ungewissen Kosten im Fall der Rückgabe. Die Chancen bestehen vor allem aus der Schonung der Liquidität und der sicheren Kalkulationsgrundlage.

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Restlaufzeiten Nominalwert
• bis ein Jahr 154 TEUR
• über ein bis fünf Jahre 88 TEUR
• über fünf Jahre 0 TEUR

4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse gegenüber verbundenen Unternehmen

Im Rahmen der Finanzierung des Neubaus einer Montagehalle des Tochterunternehmens PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über 1.600 TEUR übernommen. Das Darlehen wird über zehn Jahre (Restlaufzeit bis September 2015) in gleichen vierteljährlichen Raten getilgt und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2013 beträgt 280 TEUR.

Im Rahmen der Finanzierung eines weiteren Neubaus einer Montagehalle des Tochterunternehmens PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über 2.000 TEUR übernommen. Das Darlehen wird über zehn Jahre (Restlaufzeit bis Dezember 2016) in gleichen halbjährlichen Raten getilgt und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2013 beträgt 600 TEUR.

Das Tochterunternehmen PVA Jena Immobilien GmbH hat ein Investitionsdarlehen in Höhe von 332 TEUR aufgenommen. Das Darlehen ist rückzahlbar bis Dezember 2022 und u.a. durch eine Grundschuld besichert. Die PVA TePla AG hat für dieses Darlehen eine Patronatserklärung zugunsten des Kreditinstituts abgegeben. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2013 beträgt 166 TEUR.

Im Rahmen der Finanzierung des Neubaus einer Montagehalle der PVA Jena Immobilien GmbH am Standort Jena hat die PVA TePla AG eine gesamtschuldnerische Mithaftung für das zur Finanzierung dieser Investition in Anspruch genommene Darlehen über 1.000 TEUR übernommen. Das Darlehen wird über zehn Jahre (Restlaufzeit bis Dezember 2016) in gleichen halbjährlichen Raten getilgt und zusätzlich durch Grundschulden besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2013 beträgt 300 TEUR.

Das Tochterunternehmen PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, (LWT), Jena, hat ein bis zum Oktober 2015 rückzahlbares Investitionsdarlehen in Höhe von 640 TEUR aufgenommen. Das Darlehen ist durch eine selbstschuldnerische Bürgschaft der PVA TePla AG besichert. Der Buchwert des Darlehens zum 31.12.2013 beträgt 128 TEUR.

Im Geschäftsjahr 2010 hat die LWT zur Finanzierung eines weiteren Lötofens einen Mietkaufvertrag mit einer Laufzeit bis September 2018 abgeschlossen, für welchen die PVA TePla AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen hat. Der Restbuchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2013 beträgt 474 TEUR.

Im Rahmen des Liquiditätsmanagements der PVA TePla-Gruppe werden die Kreditlinien in der Regel einheitlich für die Gruppe auf Basis einer ebenfalls einheitlichen Bonitätsbeurteilung der Gruppe vereinbart. Die Kreditzusage erfolgt dann an die PVA TePla AG mit einer fallweisen Nutzungsmöglichkeit auch für Tochtergesellschaften. In diesen Fällen ist dann in der Regel die Übernahme einer gesamtschuldnerischen Haftung der PVA TePla AG für die Inanspruchnahme durch die Tochtergesellschaften notwendig.

Im Zuge dieser Vorgehensweise hat die PVA TePla AG zum Stichtag 31. Dezember 2013 gesamtschuldnerische Haftung für die Inanspruchnahme einer Avalkreditlinie durch die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, Jena, PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, PVA Control GmbH, Wettenberg, PVA Jena Immobilien GmbH, Jena, PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen, und PlaTeG GmbH, Wettenberg, mit einem Höchstbetrag von 5.000 TEUR übernommen. Hinzu kommt eine Avalkreditlinie für die PVA TePla Analytical Systems GmbH mit einer maximalen gesamtschuldnerischen Haftung für die Inanspruchnahme in Höhe von 1.000 TEUR. Die tatsächliche Inanspruchnahme dieser Linien durch die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, PVA TePla Analytical Systems GmbH und die PlaTeG GmbH zum 31. Dezember 2013 betrug insgesamt 147 TEUR.

Alle Schuldner, für die eine Haftung übernommen wurde, eine Rücknahmeverpflichtung vorliegt, eine Patronatserklärung abgegeben und gebürgt wurde, haben ihre Tilgungsverpflichtungen bislang uneingeschränkt erfüllt. Uns liegen keine Erkenntnisse und Risiken vor, dass sich daran etwas ändern wird. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den vorangehend beschriebenen Mithaftungen wird als gering eingestuft.

Gegenüber den Beteiligungsgesellschaften PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, PVA Control GmbH, Wettenberg, PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen, und PVA Jena Immobilien GmbH, Jena, bestehen zum Bilanzstichtag Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber Dritten

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft gegenüber Dritten i. S. d. § 285 Nr. 3a HGB beträgt 1.048 TEUR per 31. Dezember 2013. Diese beinhalten finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen sowie aus längerfristigen Vereinbarungen in der Beschaffung mit Ausnahme der unter C.3. genannten Leasingverpflichtungen und gliedern sich wie folgt:

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Restlaufzeiten Nominalwert
• bis ein Jahr 769 TEUR
• über ein bis fünf Jahre 279 TEUR
• über fünf Jahre 0 TEUR

5. Derivative Finanzinstrumente

Wechselkurssicherung

In Einzelfällen werden Anlagenverkäufe in Fremdwährung kontrahiert. Zur Absicherung der Wechselkursrisiken werden in diesen Fällen grundsätzlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Nettorisikoposition einer Gruppe von Grundgeschäften (Forderungen und zukünftige Forderungen aus schwebenden Absatzgeschäften in fremder Währung sowie Fremdwährungsverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus schwebenden und Einkaufsgeschäften in fremder Währung) wird durch einzelne oder mehrere Sicherungsinstrumente zwecks Risikominimierung gesichert (Makro-Hedge).

Per 31. Dezember 2013 waren drei Devisentermingeschäfte für Kundenaufträge mit einem Nominalwert von TEUR 237 offen, denen Grundgeschäfte in gleicher Höhe gegenüber stehen. Alle Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit von weniger als einem Jahr. In diesem Zeitraum gleichen sich die Wert-, bzw. Zahlungsstromänderungen der einbezogenen Grund- und Sicherungsgeschäfte vollständig aus.

Der Zeitwert der Devisentermingeschäfte beläuft sich auf 1 TEUR und ergibt sich aus der Differenz der Bewertung dieser Geschäfte zu dem am Bilanzstichtag geltenden Devisenterminkurs für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenterminkurs. Im Rahmen der bilanziellen Abbildung wird die sog. "Durchbuchungsmethode" angewendet. Danach werden die Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Bilanz mit ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen. Innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt eine Saldierung, d.h. die Erträge oder Aufwendungen aus dem Sicherungsgeschäft werden in dem Posten verbucht, in dem auch die gegenläufigen Aufwendungen oder Erträge aus der Fremdwährungsbewertung des Grundgeschäfts erfasst sind.

Die prospektive Effektivitätsmessung erfolgt durch die Prüfung der Übereinstimmung wesentlicher Parameter (Nominalbetrag, Laufzeit, etc.) von Sicherungsinstrumenten mit den hypothetischen Derivaten, während zur retrospektiven Effektivitätsmessung die kumulierte Dollar Offset Methode angewandt wird.

Zinssicherung

Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investition in neue Gebäude am Standort Wettenberg wurden zwei Zinssicherungsgeschäfte mit einem ursprünglichen Volumen von 10.000.000 EUR abgeschlossen. Der noch offene Betrag dieser Sicherungsgeschäfte zum Stichtag 31. Dezember 2013 beträgt 6.333.333,34 EUR (VJ 7.000.000,02 EUR).

Der beizulegende Zeitwert beider Sicherungsgeschäfte beträgt zum 31. Dezember 2013 -887.234,66 EUR (VJ -1.191.751,34 EUR). Dieser Wert wurde auf Basis einer Marktbewertung ermittelt. Da das den Zinssicherungsgeschäften zugrunde liegende Darlehen per 31. Dezember 2013 nicht in Anspruch genommen wurde, wurde die Drohverlustrückstellung um 304.516,68 EUR auf nunmehr 887.234,66 EUR vermindert (Stand der Rückstellung im Vorjahr 1.191.751,34 EUR).

Zum 31. Dezember 2013 setzen sich die derivativen Finanzinstrumente wie folgt zusammen:

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Nominalbetrag 31.12.2013

EUR
Marktwerte 31.12.2013

EUR
Devisentermingeschäfte 237.204,31 1.132,54
Zinssicherungsgeschäfte 6.333.333,34 -887.234,66

6. Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich zu den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Die Bewertung der temporären Differenzen und der innerhalb der nächsten fünf Jahre verrechenbaren steuerlichen Verlustvorträge erfolgt wie im Vorjahr mit dem für das Geschäftsjahr geltenden Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer in Höhe von 28%.

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in EUR Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
2013 2012 2013 2012
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen 4.449 1.705 352 2.467
Forderungen 1.029.753 1.080.989 0 1.570
Steuerliche Verlustvorträge (brutto) 2.634.700 0 0 0
Rückstellungen 1.303.440 870.701 6.156 6.156
Summe latente Steuern 4.972.341 1.953.395 6.508 10.193
Saldierung -6.508 -10.193
Aktivüberhang 4.965.833 1.943.202

Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. In 2013 ergab sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern in Höhe von 4.965.833 EUR (VJ 1.943.202 EUR). Dieser wurde in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

7. Gesellschaftsorgane

Der Vorstand besteht aus:

Dr. Arno Knebelkamp, Mülheim (Vorsitzender des Vorstands/CEO)

Diplom-Chemiker

Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:

PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen

Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director)
Profine GmbH, Troisdorf (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Arnd Bohle, Bochum (Finanzvorstand/CFO), bis 19. Juni 2013

Diplom-Kaufmann

Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

PVA TePla (China) Ltd. (Supervisor (Aufsichtsorgan))

Oliver Höfer, Jena (Vorstand Produktion und Technologie), seit 1. Dezember 2013

Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:

PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH
PVA Jena Immobilien GmbH, Jena
JenaWave GmbH, Jena

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2013 1.617.132,23 EUR. Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. Euro übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Diese Regelung gilt einheitlich für alle Mitglieder des Vorstandes seit Juni 2012. Für die ersten fünf Monate des abgeschlossenen Geschäftsjahres wurde die erfolgsabhängige Komponente von Arnd Bohle nach einer Regelung bemessen, bei der der Bonus vollständig als Prozentsatz des Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen wurde. Im Geschäftsjahr 2013 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:

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Gehalt

EUR
Sonstige Bezüge

EUR
Erfolgsabhängige Komponente

EUR
Gesamt 2013

EUR
Gesamt 2012

EUR
Bohle 195.750,00 808.582,40 105.781,25 1.110.113,65 281.523,62
Höfer 15.000,00 671,42 33.552,00 49.223,42
Knebelkamp 228.000,00 68.156,16 161.639,00 457.795,16 405.929,16

Die aufgeführten Werte für die erfolgsabhängige Komponente beinhalten die im Jahr 2013 für das Geschäftsjahr 2012 gezahlten und um die im Geschäftsjahr 2012 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2013 für das Geschäftsjahr 2013 gebildete Rückstellung. Die erfolgsabhängige Komponente für den Vorstand beinhaltet im Geschäftsjahr 2013 eine langfristige, erfolgsabhängige Komponente in Höhe von 268.931,00 EUR. Neben der planmäßigen Zuführung zu der langfristigen Vergütungskomponente haben Veränderungen von Parametern (insb. die Aktienkursentwicklung der PVA TePla AG) auf die bereits in der Vergangenheit erzielten langfristigen Boni zu einem deutlichen Anstieg der erfolgsabhängigen Komponente geführt. In den Sonstigen Bezügen sind für Herrn Bohle zudem Bezüge im Rahmen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses enthalten.

Aktienoptionen wurden Mitgliedern des Vorstands im Geschäftsjahr 2013 nicht gewährt. Es bestehen keine Zusagen für den Fall des Wechsels der Mehrheit im Kreise der Gesellschafter.

Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans wurden im Jahr 2013 Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt 63.756,46 EUR geleistet. Zum Bilanzstichtag besteht für derartige Pensionsverpflichtungen eine Rückstellung von 1.457.010,00 EUR.

Dem Aufsichtsrat gehören an:

Alexander von Witzleben, Weimar (Vorsitzender)

Feintool International Holding AG, Lyss (Präsident des Verwaltungsrats)

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Leipzig (Aufsichtsratsvorsitzender)
Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg (Mitglied des Aufsichtsrates)
KAEFER Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats)

Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen (stellvertretender Vorsitzender)

Global Leader Business Development and Markets, Grant Thornton International Limited, London/England

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

Comvis AG, Essen (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Prof. Dr. Günter Bräuer, Cremlingen

Leiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, Braunschweig, und geschäftsführender Leiter des Instituts für Oberflächentechnik (IOT) der TU Braunschweig

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

AMG Coating Technologies GmbH, Hanau (Beiratsmitglied bis 31. Mai 2013)
Institut für Solarenergieforschung GmbH, Emmerthal (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats)

Vergütung des Aufsichtsrats

Bis zum Geschäftsjahr 2012 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats satzungsgemäß eine Vergütung in Höhe von 1% des Ergebnisses vor Steuern des Konzerns, höchstens jedoch 100.000,00 EUR. Auf der Hauptversammlung 2013 wurde der § 14 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft geändert. Der Aufsichtsrat erhält nunmehr für seine Tätigkeit je Geschäftsjahr eine fixe Gesamtvergütung in Höhe von EUR 100.000.

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EUR 01.01. - 31.12.2013 Fixe Vergütung 01.01. - 31.12.2013 Variable Vergütung 01.01. - 31.12.2012 Fixe Vergütung 01.01. - 31.12.2012 Variable Vergütung
Alexander von Witzleben 50.000,00 0,00 10.000,00 18.800,00
Prof. Dr. Günter Bräuer 25.000,00 0,00 5.000,00 9.400,00
Dr. Gernot Hebestreit 25.000,00 0,00 5.000,00 9.400,00
Summe 100.000,00 0,00 20.000,00 37.600,00

Die Aufteilung dieser Gesamtvergütung unter den Aufsichtsratsmitgliedern erfolgt in der Weise, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten Betrag eines einfachen Aufsichtsratsmitgliedes erhält. Bei unterjährigem Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Aufsichtsrat erhält dieses eine zeitanteilige Vergütung.

Zur Deckung der zivilrechtlichen Haftung von Organmitgliedern wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde für diese Versicherung eine Prämie in Höhe von 13.744,50 EUR (VJ 13.744,50 EUR) gezahlt.

8. Nahestehende Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind für die PVA TePla-Gruppe wie folgt relevant: Es handelt sich hierbei um Geschäfte mit Unternehmen, an denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblich beteiligt sind oder in denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblichen Einfluss haben. Alle Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Konditionen.

9. Honorar des Abschlussprüfers

Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar betrug für

a) die Abschlussprüfung 157.346,44 EUR,

b) sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 0 EUR,

c) Steuerberatungsleistungen 0 EUR,

d) Sonstige Leistungen 0 EUR

10. Entsprechenserklärung

Die nach § 161 AktG / § 285 Nr. 16 HGB vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären unter www.pvatepla.com in der Rubrik Investor Relations dauerhaft zugänglich gemacht.

11. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Herr Peter Abel, Wettenberg, hat uns nach den §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. November 2002 die Schwelle von 25% überschritten hat und nunmehr 29,99% beträgt. Davon sind ihm 29,32% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG zuzurechnen.

Am 11. November 2011 hat uns Herr Christian Graf Dürckheim, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 10.11.2011 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,10% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.109.092 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Am 03. September 2013 hat uns die Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 29. August 2013 die Schwelle von 5% unterschritten hat und an diesem Tag 4,60% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.000.000 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Am 04. Oktober 2013 hat uns die Deutsche Asset & Wealth Management Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 01. Oktober 2013 die Schwelle von 3% unterschritten hat und an diesem Tag 2,30% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 500.000 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Am 10. Oktober 2013 hat uns die ARGOS FUNDS, Luxembourg, Luxembourg, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 03. Oktober 2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,53% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Darüber hinaus hat uns die ARGOS INVESTMENT MANAGERS SA, Meyrin, Schweiz am 10. Oktober 2013 gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 03. Oktober 2013 die Schwelle von 5% überschritten hat und an diesem Tag 5,53% der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Diese 5,53% (dies entspricht 1.202.890 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) werden der ARGOS INVESTMENT MANAGERS SA gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG von der ARGOS FUNDS, Luxembourg, zugerechnet.

Zum 31. Dezember 2013 hat die Herrn Abel gehörende PA Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Wettenberg eine Beteiligung von mehr als 25% an dem Unternehmen.

12. Konzernabschluss

Die PVA TePla AG erstellt einen Konzernabschluss nach IFRS gemäß Artikel 4 der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rats vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards (ABl. EG Nr. L 243 S. 1) i. V. m. § 315a Abs. 1 HGB, in den die in Abschnitt C.1. Beteiligungsverhältnisse genannten verbundenen Unternehmen einbezogen sind. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.

13. Gewinnverwendung/Bilanzgewinn

Der Jahresabschluss der PVA TePla AG weist zum 31. Dezember 2013 ein Jahresergebnis in Höhe von -7.350.296,47 EUR aus. Nach Saldierung mit dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr ergibt sich ein Bilanzgewinn von 18.117.297,82 EUR.

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Gewinnvortrag nach 2013 25.467.594,29
Jahresergebnis -7.350.296,47
Bilanzgewinn vor Ausschüttung 18.117.297,82
Ausschüttung 0
Vortrag auf neue Rechnung 18.117.297,82

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aufgrund des negativen Jahresergebnisses keine Ausschüttung vorzunehmen und den ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 18.117.297,82 auf neue Rechnung vorzutragen.

Wettenberg, den 7. März 2014

PVA TePla AG

Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands

Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Wettenberg, 7. März 2014

EBNER STOLZ

Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands

Oliver Höfer, Vorstand Produktion und Technologie

Einzelabschluss

"Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der PVA TePla AG, Wettenberg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Frankfurt am Main, 7. März 2014

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer

Thomas Klemm, Wirtschaftsprüfer