Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

PVA TePla AG Annual Report 2011

Apr 23, 2012

342_rns_2012-04-23_2cb32daf-d9ad-4cdd-ba78-f0420a7da525.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

PVA TePla AG

Wettenberg

Konzernabschluss zum 31.12.2011

Bericht des Aufsichtsrats ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2011

DER PVA TEPLA AG

Der Beginn des Jahres 2012 ist geprägt durch die Zuspitzung der Staatsschuldenkrise und eine sich sowohl in den entwickelten Industriestaaten als auch in den Schwellenländern abkühlende Weltkonjunktur. Für das laufende Geschäftsjahr besteht sogar ein gewisses Rezessionsrisiko, in jedem Fall wird es ein weltweit abgeschwächtes Wirtschaftswachstum geben. Positive Impulse für die Weltwirtschaft werden aller Voraussicht nach nur von den Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien ausgehen können, da deren Wachstumsraten deutlich über denen der etablierten Industriestaaten liegen. nach dem sehr kräftigen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts von 4,9 % im Jahr 2010 ist das BIP 2011 lediglich um 3,6 % gewachsen und für 2012 wird mit einem weiteren Rückgang der BIP-Wachstumsrate im Vorjahresvergleich auf 3,2 % gerechnet.

Trotz aller negativen Entwicklungen in der Weltwirtschaft hat die von der Geschäftsleitung Ende 2010 geäußerte Prognose zu den wesentlichen Eckdaten des Unternehmens 2011 zugetroffen. Der Konzernumsatz in Höhe von 132,6 Mio. Euro und das operative Ergebnis in Höhe von 13,7 Mio. Euro mit einer Marge von 10,3 % sind ausgesprochen erfreulich und beweisen einmal mehr, dass das Unternehmen auch in einem schwierigen Umfeld erfolgreich sein Geschäftsmodell betreibt. Auch die übrigen wichtigen Eckdaten der PVA TePla wie Liquidität und Eigenkapitalquote haben sich den Charakteristiken des Projektgeschäfts gemäß positiv entwickelt.

Die Umsatzerlöse nahezu aller Produktbereiche entsprachen den Planungen und haben diese sogar übertroffen. Lediglich der Geschäftsbereich Solar Systems konnte aufgrund des schwierigen Marktumfelds in der Photovoltaikindustrie mit den zurzeit am Markt herrschenden Überkapazitäten nicht die vorgesehenen Umsatzerlöse generieren. Der gesamte Auftragseingang der Konzerngruppe stieg mit rund 156 Mio. Euro um fast 70 % gegenüber den Vorjahreszahlen, und auch der Auftragsbestand zum 31. Dezember liegt deutlich über den Vorjahreszahlen. Vor diesem Hintergrund sind wir überzeugt, dass die Prognose des Vorstands, in 2012 einen Konzernumsatz in der Bandbreite von 120 – 130 Mio. Euro mit einer EBIT-Marge in der Größenordnung von 8 – 10 % zu erzielen, eintreffen wird.

ÜBERWACHUNG UND BERATUNG DER GESCHÄFTSFÜHRUNG

Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands der PVA TePla AG auch im Geschäftsjahr 2011 kontinuierlich überwacht und regelmäßig beratend begleitet. Wir hatten stets ausreichend Gelegenheit, uns bei Aufsichtsratssitzungen mit den Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen sowie Anregungen einzubringen. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form erstatteten Berichte. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik sowie andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, die Strategie, die finanzielle Entwicklung und Ertragslage des Unternehmens, das Risikomanagement, die Compliance und andere wesentliche Ereignisse, die für die PVA TePla von Bedeutung waren, unterrichtet. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Zusätzlich wurde der Aufsichtsrat regelmäßig mit den Monats- und Risikoberichten des Vorstands über die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens informiert. Neben den Sitzungen und Berichten hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Gesprächen mit dem Vorstand über die aktuelle Situation informiert. 2011 haben vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen sowie eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung stattgefunden. Alle Aufsichtsratsmitglieder haben an diesen Sitzungen persönlich teilgenommen.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, sind nicht aufgetreten.

WESENTLICHE INHALTE DER AUFSICHTSRATSSITZUNGEN

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung am 25. März 2011 waren der Jahres- und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands. Hierüber haben wir bereits im letzten Geschäftsbericht ausführlich berichtet. Auf Basis eines detaillierten Berichts des Vorstands und der Geschäftsbereichsleiter haben wir die Geschäftssituation des Konzerns per 28. Februar 2011 erörtert und uns einen Überblick über den Stand der Kundenprojekte in den einzelnen Geschäftsbereichen geben lassen. Über die schwierige Wettbewerbssituation im von hohen Überkapazitäten geprägten Solarmarkt wurde eingehend gesprochen und Handlungsoptionen wurden diskutiert. Unter dem Tagesordnungspunkt „Vergütungsangelegenheiten“ haben wir die Tantiemezahlungen für den Vorstand auf ihre Angemessenheit überprüft und gebilligt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt dieser Sitzung war die Beschlussfassung über die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2011, die zustimmend zur Kenntnis genommen worden ist. Der Vorschlag zur Zahlung einer Dividende von 0,15 Euro pro Aktie wurde vom Aufsichtsrat angenommen.

Auf der Aufsichtsratssitzung am 30. Juni 2011 stand die Darstellung der Geschäftssituation der einzelnen Produktbereiche im Mittelpunkt. Aktueller Auftragseingang und Auftragsbestand wurden den Budgetzahlen gegenübergestellt. Wir haben uns den Stand und den weiteren geplanten Fortlauf der großen Projekte zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen in die Halbleiter- und Photovoltaikindustrie geben lassen. Organisatorische Änderungen im Zusammenhang mit der Übernahme des Vorstandsvorsitzes der PVA TePla AG durch Herrn Dr. Knebelkamp wurden besprochen. Wir erhielten einen Zwischenstand zum derzeit im Unternehmen laufenden Strategieprojekt, das sich die Darstellung der aktuellen, strategischen Positionierung der Geschäftsbereiche und ihrer relevanten Produktbereiche hinsichtlich Märkte, Wettbewerber, Kunden und Kosten zum Ziel gesetzt hat. Auf Basis der hier erarbeiteten Analysen soll eine Ableitung und Priorisierung strategischer Handlungsoptionen erfolgen.

Auf der Aufsichtsratssitzung am 23. September 2011 wurde eingehend über die Geschäftslage, Markt- und Wettbewerbsumfeld der einzelnen Produktbereiche gesprochen sowie der Forecast für 2011 erörtert und gebilligt. Der Fortgang des Strategieprojekts 2012 mit den zu Beginn des Jahres zu erfolgenden organisatorischen Anpassungen insbesondere im Geschäftsbereich Solar Systems wurde besprochen. Einen weiteren Schwerpunkt bildeten die Tätigkeit und Ergebnisse der internen Revision, die den Bereich des Vertriebs einer Prüfung unterzog. Wesentliche Feststellungen zur Prüfung des Vertriebs lagen in diesem Zusammenhang nicht vor.

Auf der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 7. November 2011 haben wir uns mit den Erkenntnissen des in den vergangenen Monaten durchgeführten Strategieprojekts beschäftigt. Intensiv haben wir die Definition und Priorisierung von Maßnahmen zur Stärkung der Marktstellung in den einzelnen Produktbereichen diskutiert. Die Ergebnisse sind in die Budgetplanung 2012 – 2014 eingeflossen.

Auf der Aufsichtsratssitzung am 5. Dezember 2011 wurde neben den laufenden Projekten und der Geschäftslage bis zum 30. Oktober 2011 einschließlich Auftragseingang und -bestand ausführlich über die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens, die Planungen für den Zeitraum 2012 – 2014, einschließlich Investitions- und Personalplanungen, sowie die aus dem Strategieprojekt abgeleiteten strategischen Ziele des Unternehmens gesprochen, denen der Aufsichtsrat zustimmt. Weiterhin war Schwerpunkt der Sitzung die Frage nach der Planung zu den Vorbereitungen im Rahmen der Jahresabschlusserstellung und weiteren Prüfung. Hierunter fiel auch die Frage nach bilanziellen Aspekten der Jahresabschlusserstellung. Ebenso zugestimmt wurde der vom Vorstand vorgestellten Guidance für 2012. Die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex wurde nach Prüfung unterzeichnet.

Ausschüsse wurden aufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats nicht gebildet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln wären, wurden im Gesamtplenum behandelt.

CORPORATE GOVERNANCE UND ENTSPRECHENSERKLÄRUNG

Vorstand und Aufsichtsrat haben in der Sitzung am 5. Dezember 2011 unter anderem über die Aktualisierung der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex beraten. Die aktualisierte gemeinsame Entsprechenserklärung ist im Dezember 2011 der Öffentlichkeit auf der Internetseite www.pvatepla.com im Bereich „Investor Relations – Corporate Governance“ dauerhaft zugänglich gemacht worden. Abweichungen von diesem Kodex sind zwischen Vorstand und Aufsichtsrat intensiv erörtert und begründet worden. Über Corporate Governance berichtet der Vorstand, zugleich auch für den Aufsichtsrat, gemäß Ziffer 3.10 des Kodex in einem gesonderten Kapitel des Geschäftsberichts 2011.

Der Hauptversammlung wurde die Wahl der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft“ als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 vorgeschlagen. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit des Prüfers im Sinne von § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überzeugt und eine entsprechende Unabhängigkeitserklärung eingeholt und ausgewertet. Dies wird dadurch unterstützt, dass der Abschlussprüfer keine Beratungsleistungen erbringt. Nach der Zustimmung durch die Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat den Auftrag an den Abschlussprüfer erteilt und das Prüfungshonorar festgelegt. Ebenso wurden die Schwerpunkte der Prüfungen des Jahres- und des Konzernabschlusses 2011 zwischen Aufsichtsrat und Abschlussprüfer abgestimmt.

Die Selbstevaluierung wurde anhand eines detaillierten Fragenkatalogs durchgeführt und damit die gemäß Corporate Governance Kodex vorgesehene Überprüfung der Effizienz des Aufsichtsrats vorgenommen.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Der Vorstand hat für das Berichtsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 Abs. 3 AktG erstellt. Dieser Bericht wurde von der „Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft“ geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Abhängigkeitsbericht wurde dem Aufsichtsrat zugeleitet, der diesen und die darin aufgeführten Rechtsgeschäfte und Maßnahmen einer eigenständigen Prüfung gemäß § 314 Abs. 2 AktG unterzog. Diese führte zu keinen Beanstandungen.

PRÜFUNG VON JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS

Die durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft“ hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2011 der PVA TePla AG geprüft. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der vorliegende Jahres- und Konzernabschluss in Übereinstimmung mit dem HGB bzw. den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt worden ist und ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage widerspiegelt. Der Jahres- und Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Die Abschlüsse nebst Lageberichten sowie die jeweiligen Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrats übersandt. Diese hat der Aufsichtsrat ausgewertet und in der Sitzung vom 26. März 2012 ausführlich erörtert. In dieser Sitzung hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und die Stellungnahme des Abschlussprüfers zur Lagebeurteilung des Vorstands sowie den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens sind wir einverstanden. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands – eine Dividende in Höhe von 0,15 Euro pro Aktie auszuschütten und den restlichen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen – an.

BESETZUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND

Im Berichtszeitraum kam es zu keinen Veränderungen in der personellen Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG hatte in seiner Sitzung am 26. November 2010 beschlossen, Dr. Arno Knebelkamp ab 1. April 2011 zum Mitglied des Vorstands für drei Jahre zu bestellen. Mit Ablauf der Hauptversammlung 2011 hat Dr. Knebelkamp von Herrn Peter Abel den Vorstandsvorsitz übernommen. In der Aufsichtsratssitzung am 30. Juni 2011 wurde beschlossen, Arnd Bohle erneut zum Vorstand Finanzen der PVA TePla AG zu bestellen und den zum 31. Mai 2012 auslaufenden Dienstvertrag um weitere fünf Jahre bis zum 31. Mai 2017 zu verlängern. Herrn Peter Abel, Gründer des Unternehmens und langjähriger Vorstandsvorsitzender der PVA TePla AG, der das Unternehmen über viele Jahre geprägt hat, möchten wir unseren Dank und Anerkennung aussprechen.

Der Aufsichtsrat wird den Vorstand weiterhin bei seinen Aufgaben konstruktiv begleiten. Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2011.

Wettenberg, im März 2012

Für den Aufsichtsrat

Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats der PVA TePla AG

Corporate Governance Bericht ÜBER DAS GESCHÄFTSJAHR 2011

DER PVA TEPLA AG

1. AKTIONÄRE

Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Ihre Stimmrechte können sie eigenhändig oder über Stimmrechtsvertreter gemäß ihren Weisungen wahrnehmen. Die Stimmrechtsvertreter werden vom Vorstand ernannt und im Einladungsschreiben zur Hauptversammlung bekannt gegeben. Die Einladungsunterlagen veröffentlichen wir auf unserer Website.

2. TRANSPARENZ IM KAPITALMARKT

Die Transparenz unternehmerischer Entscheidungen hat bei Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG einen hohen Stellenwert. Ein zeitnaher Dialog mit den Aktionären der Gesellschaft, dem Kapitalmarkt und der interessierten Öffentlichkeit soll ein umfassendes Bild unseres Unternehmens liefern. Alle hierfür relevanten Unterlagen, insbesondere Quartals- und Geschäftsberichte, Dokumente zur Hauptversammlung, Adhoc-Meldungen, sonstige Pressemitteilungen, Finanzkalender, Mitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz und Informationen zu unseren Geschäftsbereichen werden regelmäßig und zeitnah veröffentlicht und sind auf unserer Internetseite (www. pvatepla.com) der Öffentlichkeit zugänglich. Zudem wird Analysten und institutionellen Investoren im Rahmen von Roadshows, Konferenzen, der Analysten- und Bilanzpressekonferenz, regelmäßigen Telefonkonferenzen und in Einzelgesprächen die Gelegenheit gegeben, sich umfassend über die Marktpositionierung, strategische Aufstellung und die Perspektiven unseres Unternehmens zu informieren. Die entsprechenden Präsentationen sind auch auf der Website der PVA TePla für Interessenten einsehbar.

3. GEMEINSAME ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER PVA TEPLA AG GEMÄSS § 161 AKTG

Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Wettenberg erklären hiermit, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der aktuell veröffentlichten Fassung vom 26. Mai 2010 entsprochen wurde und wird. Hiervon ausgenommen sind folgende Kodexregelungen:

1. Der Kodex sieht unter den Ziffern 4.1.5, 5.1.2 Abs. 1 sowie 5.4.1 Abs. 2 vor, bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen bzw. bei der Besetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats auf Vielfalt (Diversity) zu achten und dabei insbesondere eine angemessene Berücksichtigung von Frauen anzustreben.

Bisher ist das Thema „Vielfalt (Diversity)“ bei der Besetzung von Führungspositionen, des Vorstands und des Aufsichtsrats im Unternehmen nicht zum Tragen gekommen.

Begründung: Der Vorstand und der Aufsichtsrat lassen sich auch künftig bei der Besetzung von Führungspositionen im Unternehmen von dem Ziel leiten, eine sachlich nachvollziehbare und im Interesse des Unternehmens liegende bestmögliche Auswahl zwischen Kandidaten zu treffen.
2. Der Kodex sieht unter der Ziffer 4.2.3 Abs. 2 vor, die Vergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die variablen Vergütungsteile sollen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben.

Die variablen Vergütungsteile bemessen sich im Rahmen einer altvertraglichen Regelung zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nach dem operativen Ergebnis eines Jahres.

Begründung: Die Neuregelungen des Kodex entsprechen denjenigen des VorstAG vom 5. August 2009. Diese gelten nach der Gesetzesbegründung nicht für Altverträge. In die laufenden Vorstandsverträge wird daher nicht eingegriffen. Bei der Verlängerung bestehender und der Begründung neuer Vorstandsverträge sind Regelungen vereinbart worden, die dem Kodex entsprechen. Bei Herrn Dr. Arno Knebelkamp sind mit dem laufenden Vertrag diese Regelungen zur Anwendung gekommen. Im Falle von Herrn Arnd Bohle sind die Regelungen ebenfalls umgesetzt worden, entfalten ihre Wirksamkeit aber erst im Jahr 2012.
3. Für den Aufsichtsrat empfiehlt der Kodex in Ziffer 5.3 die Bildung von Ausschüssen.

Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfügt über keine gesonderten Ausschüsse.

Begründung: Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet. Die in Ziffer 5.3 aufgeführten Themenkomplexe für zu bildende Ausschüsse werden vom Aufsichtsratsplenum behandelt.

Wettenberg, 5. Dezember 2011

für den Vorstand

Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands

für den Aufsichtsrat

Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats

4. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289A HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist als Teil der Corporate Governance auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich „Investor Relations – Corporate Governance” oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/ pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance/unternehmensfuehrung dauerhaft einsehbar.

5. VERGÜTUNGSBERICHT

Der folgende Bericht erläutert die Struktur und die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.

VERGÜTUNG DES VORSTANDS

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. € übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Für die Altverträge von Peter Abel und Arnd Bohle besteht noch eine andere Regelung, bei der der Bonus vollständig als Prozentsatz des Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen wird. Ab dem Geschäftsjahr 2012 werden alle Vorstandsverträge auf das oben bestehende Vergütungssystem lauten. Einzelheiten sind im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.

VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung beliefen sich die Bezüge des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 100. Satzungsgemäß erhält der Aufsichtsrat eine Gesamtvergütung in Höhe von 1 % des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, höchstens jedoch eine Gesamtvergütung von TEUR 100.

Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 nicht gewährt.

6. AKTIENBESITZ UND BEZUGSRECHTE VON ORGANMITGLIEDERN

VORSTAND

scroll

Aktien 31.12.2011 Aktien 31.12.2010 Bezugsrechte 31.12.2011 Bezugsrechte 31.12.2010
Dr. Arno
Knebelkamp 25.000 0 0 0
Arnd Bohle 5.000 3.000 0 0

AUFSICHTSRAT

scroll

Aktien 31.12.2011 Aktien 31.12.2010 Bezugsrechte 31.12.2011 Bezugsrechte 31.12.2010
Alexander von Witzleben 0 0 0 0
Dr. Gernot Hebestreit 0 0 0 0
Prof. Dr. Günter Bräuer 0 0 0 0

MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE VON ORGANMITGLIEDERN

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der PVA TePla AG anzuzeigen. Im Verlaufe des Geschäftsjahrs 2011 wurden folgende Transaktionen durchgeführt:

scroll

Name Datum und Ort des Geschäftsabschlusses Grund der Mitteilungspflicht/ Position Bezeichnung des Finanzinstruments ISIN Geschäftsart (Kauf / Verkauf) Preis pro Stück/ Währung
Dr. Arno Knebelkamp 12.04.2011 XETRA Vorstand PVA TePla- Aktie DE0007461006 Kauf 4,50 €
Dr. Arno Knebelkamp 13.04.2011 XETRA Vorstand PVA TePla- Aktie DE0007461006 Kauf 4,50 €
Arnd Bohle 16.08.2011 TRADEGATE Vorstand PVA TePla- Aktie DE0007461006 Kauf 3,50 €
Dr. Arno Knebelkamp 12.09.2011 TRADEGATE Stuttgart Vorstand PVA TePla- Aktie DE0007461006 Kauf 3,40 €
Dr. Arno Knebelkamp 18.11.2011 Stuttgart Vorstand PVA TePla- Aktie DE0007461006 Kauf 3,00 €

scroll

Name Stückzahl Geschäftsvolumen/ Währung
Dr. Arno Knebelkamp 9.350 42.075,00€
Dr. Arno Knebelkamp 650 2.925,00€
Arnd Bohle 2.000 7.000,00€
Dr. Arno Knebelkamp 5.000 17.000,00€
Dr. Arno Knebelkamp 10.000 30.000,00€

7. RISIKOMANAGEMENT

Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Risikostrategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein „Risikohandbuch“ mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken, ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.

Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.

In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2011 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft/des Konzerns weiter optimiert und an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst.

Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt. Auf dieser Basis sollen alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden. Als erste Teilbereiche wurden die Zahlungen an Vorstand und Geschäftsbereichsleiter, die Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. sowie die Materialwirtschaft am damaligen Standort Aßlar untersucht. 2010 wurden diese Prüfungen z.B. für die Betriebsstätte PVA TePla Danmark und 2011 für die Vertriebsabteilung am Standort Wettenberg und die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems am Standort Westhausen fortgesetzt.

INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des Internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.

Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht.

Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Im Zuge der Implementierung des neuen Buchhaltungssystems wurden hier bislang manuell vorgenommene Kontrollen teilweise automatisiert sowie das Fehlerpotenzial durch die optimierte Datenintegration weiter verringert.

Die Konsolidierung der Abschlüsse erfolgt durch einen externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Zusätzlich erfolgen intensive Kontrollen der Daten und Ergebnisse durch das zentrale Konzerncontrolling. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

8. ABSCHLUSSPRÜFER

Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wird entsprechend den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG entspricht den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Die Abschlussprüfer werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auf der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat holt eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers nach Ziffer 7.2.1. des Deutschen Corporate Governance Kodex ein.

Für das Geschäftsjahr 2011 erfolgte die Prüfung der Abschlüsse durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main“. Die Abschlüsse wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Lagebericht und Konzern-Lagebericht 2011

DER PVA TEPLA AG, WETTENBERG

1. EINLEITUNG

Die PVA TePla-Gruppe ist ein weltweit agierender Anbieter von Systemen, in denen hochwertige Werkstoffe wie Hartmetalle, Metalle, Halbleiter, Keramiken und Silizium hergestellt und weiterbearbeitet werden, aber auch für die kontrollierte Oberflächenbehandlung dieser Materialien und verschiedenster Kunststoffoberflächen. Produktions- und Behandlungsprozesse derartiger Materialien erfordern komplexe Systeme und Anlagen, in denen stabile Prozesse unter reproduzierbaren Bedingungen durchgeführt werden können. Sie finden daher meist im Vakuum oder unter Schutzgasatmosphäre, bei hohen Temperaturen oder mit Unterstützung eines Niederdruckplasmas statt. Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel die 300 mm-Silizium (Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, hochreine Si-Wafer aus Floatzonematerial für die Hochleistungselektronik, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe für Luft- und Raumfahrt, Produktionstechnologien für Metallpulver – zum Beispiel für Hartmetalle –, Produktionstechnologien für Mikrosensoren (MEMS, Micro-Electro-Mechanical-Systems) und leuchtstarke Lichtquellen aus Halbleiter-Dioden (HB LED – High Brightness Light Emitting Diodes), die Technologie zur Herstellung ultra-dünner Wafer, aber auch Oberflächenbehandlungssysteme für Kunststoffe in der Life Science-Industrie und metallische Oberflächen. Inspektions- und Analysegeräte zur zerstörungsfreien Qualitätsprüfung hergestellter Materialien sind eine weitere wichtige Komponente des Unternehmensportfolios. Hightech-Werkstoffe werden aller Voraussicht nach auch in Zukunft auf Herstellungsprozesse im Vakuum und unter hoher Temperatur angewiesen sein, sodass für die Produkte der PVA TePla auf dem Weltmarkt auch weiterhin gute Absatzchancen vorhanden sein werden. Die Märkte der PVA TePla sind gekennzeichnet durch hohe technologische Anforderungen sowie langfristiges Wachstum wie die Photovoltaik- und Halbleiterindustrie.

2. STRUKTUR DER BERICHTERSTATTUNG

Der vorliegende Lagebericht beschreibt die Geschäftsentwicklung der PVA TePla AG („Gesellschaft“) und deren Tochtergesellschaften (zusammen „PVA TePla“ oder der „Konzern“) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011. Aufgrund der weitgehenden Integration zwischen den einzelnen Bereichen der PVA TePla-Gruppe gibt eine isolierte Betrachtung der PVA TePla AG, ohne Einbeziehung der Aktivitäten in den Tochtergesellschaften, nur ein bedingt aussagefähiges Bild über die wirtschaftliche Situation der PVA TePla AG. Daher wird darauf verzichtet, einen eigenständigen Lagebericht für die PVA TePla AG aufzustellen. In dem zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht werden die für das Verständnis der Situation der PVA TePla AG notwendigen Aspekte an den entsprechenden Stellen gesondert erläutert. Dieser integrierte Lagebericht ist auch Bestandteil des Einzelabschlusses der PVA TePla AG. Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wurde nach den Grundsätzen der internationalen Rechnungslegung gemäß IFRS erstellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG ist nach den Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Die PVA TePla wird in die Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems untergliedert.

Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass diese Erwartungen sich als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Hinzu kommen Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft und die anhaltende Krise um den Euro aufgrund der hohen Verschuldungsraten nahezu aller Staaten im Euroraum.

Chart

3. STRUKTURELLE ÄNDERUNGEN IN DER PVA TEPLA-GRUPPE

Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 gibt es eine Veränderung in der Struktur der Tochtergesellschaften der PVA TePla-Gruppe: Im zweiten Quartal 2011 wurde die bisherige Verkaufs- und Service-Repräsentanz der PVA TePla in Peking in eine Gesellschaft chinesischen Rechts, die PVA TePla (China) Ltd., umgewandelt. Diese Maßnahme wurde durch das in den letzten Jahren deutlich gestiegene Auftragsvolumen in China notwendig. Die PVA TePla (China) Ltd. ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der PVA TePla AG. Da die Gesellschaft den Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit auf die Vertriebsunterstützung und das After-Sales-Geschäft für den Produktbereich Vakuumanlagen legt, wurde sie organisatorisch dem GB Industrial Systems zugeordnet.

Die in Siegen ansässige PlaTeG GmbH wird ihren Geschäftssitz im Verlaufe des ersten Quartals 2012 nach Wettenberg verlegen. Durch den Bau der PulsPlasma®-Anlagen am Hauptproduktionsstandort der Vakuumanlagen in Wettenberg wird beabsichtigt, in Zukunft verstärkt Synergieeffekte in deren Kostenstruktur zu realisieren.

4. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN

4.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Global

Die sich im Jahr 2010 abzeichnende konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft hat sich 2011 abgekühlt. Nach dem sehr kräftigen Zuwachs des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 4,9 % im Jahr 2010 ist das BIP im abgelaufenen Jahr nur um 3,6 % gewachsen. Für den verhaltenen Anstieg des weltweiten BIP im ersten Halbjahr 2011 war eine Reihe von Faktoren verantwortlich. Der kräftige Anstieg der Rohstoffpreise wirkte sich belastend aus, und die Folgen des Erdbebens in Japan beeinträchtigten die weltweite Produktion spürbar. Mit dem allmählichen Abklingen dieser Faktoren legte das BIP im dritten Quartal mit einer Jahresrate von ca. 4 % wieder kräftig zu und die Aussichten für einen weiteren positiven Verlauf der Weltwirtschaftsentwicklung bis in das Jahr 2012 mehrten sich. Diese positive Einschätzung drehte sich allerdings innerhalb einer ungewöhnlich kurzen Zeit. Die Aussichten für die Weltkonjunktur haben sich in den vergangenen Monaten im Zuge der Staatsschuldenkrise etlicher großer Industrienationen deutlich verschlechtert. In den Schwellenländern hat die Dynamik der wirtschaftlichen Expansion nachgelassen und in den entwickelten Industrienationen steigt das BIP in der Tendenz nur schwach, und die Stimmungsindikatoren sind abwärts gerichtet. Die konjunkturellen Risiken spiegeln sich auch an den Finanzmärkten wider. Die Risikoprämien für Staatsanleihen von geringerer Bonität – nicht nur für Länder im Euroraum, sondern auch für Schwellenländer – zogen merklich an, internationale Ratingagenturen werteten die Bonität von immer mehr Staaten einschließlich der USA sukzessive ab. Die Rohstoffpreise gaben zudem kräftig nach. Für 2012 wird mit einem weiteren Rückgang der BIP-Wachstumsrate im Vorjahresvergleich von 3,6 % auf 3,2 % gerechnet.

Euroraum

Im Euroraum zeichnet sich infolge der Verschärfung der Staatsschuldenkrise in den letzten Monaten sogar eine Rezession ab. Eine in einer zunehmenden Zahl von Ländern stark restriktive Finanzpolitik sowie die Unsicherheit über Ausmaß und Ausgestaltung von weiteren Maßnahmen gegen die Schuldenkrise dämpfen die Nachfrage von Industrie und Privatkonsumenten empfindlich. Außerdem haben sich in einer Vielzahl von Ländern die Finanzierungsbedingungen für Unternehmen deutlich verschlechtert, auch weil die Banken zunehmend unter Druck geraten und bei der Kreditvergabe an Unternehmen sehr vorsichtig agieren. Während der Euroraum im vergangenen Jahr ein bescheidenes Wachstum des BIP von 1,6 % erreichte, wird dieses Wachstum 2012 aller Voraussicht nach noch weiter auf lediglich 0,2 % zurückgehen.

Deutschland

Im vergangenen Jahr ist das BIP Deutschlands um 3 % gewachsen, und damit blickt die deutsche Wirtschaft auf eines der besten Jahre seit der Wiedervereinigung zurück. Die Wachstumsrate lag damit fast so hoch wie in den Rekordjahren 2006 und 2007 mit jeweils 3,7 %. Deutschland liegt mit dieser Wirtschaftsleistung in der Spitzengruppe der europäischen Staaten. Sowohl der Außenhandel als auch der Binnenmarkt haben sich dynamisch gezeigt und zum Wachstum beigetragen. Als einer der Gründe für die positive Entwicklung der Binnennachfrage ist der robuste Arbeitsmarkt anzusehen: Es hat noch nie so viele Erwerbstätige gegeben wie im vergangenen Jahr. Einen wesentlichen Beitrag lieferte zudem die Bauwirtschaft, die nach wie vor von den im Krisenjahr 2009 ins Leben gerufenen Konjunkturpaketen profitierte. 2009 war die Wirtschaftsleistung noch um 5,1 % eingebrochen. Zum Jahresende 2011 hat der weltweite Konjunkturabschwung allerdings auch die deutsche Wirtschaft erfasst, das BIP ist im vierten Quartal um ca. 0,25 % zurückgegangen. Auch zu Beginn des Jahres 2012 rechnen einige Institute mit einer leichten Rezession, für das Gesamtjahr 2012 wird allerdings mit einem Wachstum in der Größenordnung von 0,8 % gerechnet. Auch wenn die Gefahr einer Rezession in Deutschland geringer als in anderen Eurostaaten ist, so hängt die weitere Wirtschaftsentwicklung Deutschlands in erheblichem Maße von der Bewältigung der Schuldenkrise in Europa ab. Falls die Schuldenkrise eskalieren sollte, würde dies aufgrund der großen Bedeutung des Euroraums für die deutsche Exportwirtschaft erhebliche negative Auswirkungen implizieren.

Japan

Das Bruttoinlandsprodukt ist in Japan in drei Quartalen in Folge geschrumpft, erst im dritten Quartal 2011 konnte die Rezession überwunden werden. Über das Gesamtjahr 2011 hinweg betrachtet ergibt sich ein Rückgang des BIP von 0,5 %. Das leichte Wachstum im vierten Quartal 2011 ging in erster Linie vom privaten Konsum aus, gefolgt vom Außenhandel. Die bereits seit längerer Zeit zu beobachtende schwache Investitionstätigkeit der Unternehmen in Japan setzte sich dagegen fort. Für das laufende Jahr wird von einem Anstieg des BIP in Höhe von 2,3 % ausgegangen.

USA

Für die Wirtschaft in den USA zeichnet sich in den nächsten Jahren eine eher gedämpfte Entwicklung ab. Nachdem sich das BIP im dritten Quartal 2011 mit 2 % ein wenig beschleunigte, zeichnet sich für 2012 ein Zuwachs in der Wirtschaftsleistung von 1,8 % ab und liegt somit in der gleichen Größenordnung wie im Gesamtjahr 2011. Zwar haben sich die Konjunkturindikatoren in den letzten Monaten ein klein wenig aufgehellt, sind aber insgesamt nicht so positiv ausgefallen, dass für die nahe Zukunft von einer deutlich wachsenden Wirtschaftsleistung in den USA ausgegangen werden kann. Sowohl die Unsicherheiten über die Staatsschuldenkrise in Europa, eine globale Abschwächung der Wirtschaft als auch die nach wie vor schwelende Schwäche der amerikanischen Binnennachfrage aufgrund der Immobilienkrise lassen eine nachhaltige Erholung der Konjunktur als unwahrscheinlich erscheinen. Der Spielraum für Konjunkturprogramme ist aufgrund der angespannten öffentlichen Haushaltslage sowie der Zerstrittenheit der politischen Lager praktisch ausgeschöpft.

Brasilien

In Brasilien sind die Aussichten vieler Branchen für 2012 vorsichtig optimistisch. Die brasilianischen Unternehmen gehen davon aus, dass höhere öffentliche Investitionen für den Ausbau der Infrastruktur im Zuge der großen Sportveranstaltungen 2014 und 2016 getätigt werden. Es wird mit einem Anstieg des BIP für 2012 in der Größenordnung von 3,5 % gerechnet. Mit einem positiven Effekt für den Binnenmarkt wird durch die Anhebung des Mindestlohns um 14 % zum Jahresanfang gerechnet. Durch die insgesamt gute Auftragslage in der Industrie wird der Arbeitsmarkt auch weiter stabil sein.

Russland

In Russland hat das BIP 2011 um 3,9 % zugenommen, für 2012 wird eine Zunahme von 3,2 % erwartet. Die Abnahme des Wirtschaftswachstums liegt in erster Linie an der zu erwartenden abflauenden Exportnachfrage nach Rohstoffen und einer fortschreitenden Verlangsamung der Binnennachfrage. Niedrigere Ölpreise im Rahmen eines geringeren Weltwirtschaftswachstums könnten zudem den Spielraum für Konjunkturmaßnahmen zur Ankurbelung der russischen Wirtschaft empfindlich beeinträchtigen. Die große Bedeutung der Einnahmen durch Rohstoffausfuhren für den russischen Haushalt wird durch die Tatsache verdeutlicht, dass das Haushaltsdefizit Russlands ohne diese Einnahmen statt bei 1,2 % 2011 bei nahezu 10 % liegen würde. Grundlegende Voraussetzungen für ein nachhaltiges Wachstum in Russland wie ein verbessertes Umfeld für Investitionen aus dem Ausland und Strukturreformen sind nach wie vor nicht ausreichend vorhanden.

Indien

Auch in Asiens drittgrößter Wirtschaftsnation – Indien – wird von einer Verlangsamung des Wachstums ausgegangen. Nach einer Zunahme des BIP von 8 % in 2011 wird für 2012 ein Wachstum des BIP von 7,4 % prognostiziert. Das Wachstum wird im Wesentlichen von der Industrieproduktion getragen werden. Aufgrund der abflauenden Weltwirtschaft werden die hohen Exportraten der indischen Wirtschaft aller Voraussicht nach der Vergangenheit angehören.

China

China hat 2011 sein im Vergleich mit den arrivierten Industrienationen immenses Wirtschaftswachstum mit 9 % beibehalten. Seit dem dritten Quartal zeichnet sich aber auch hier eine Verlangsamung ab, die u. a. den geringer ausfallenden Exporten nach Europa geschuldet ist. Aber auch eine restriktivere Zinspolitik in China und ein abkühlender Immobilienmarkt wirken sich bremsend aus, sodass die Konjunkturdaten darauf hindeuten, dass sich die Wirtschaftsleistung in 2012 weiter verlangsamt. Für das laufende Jahr wird daher mit einem Anstieg des BIP von 7,5 % gerechnet.

4.2. ENTWICKLUNG DER BRANCHEN

Maschinenbau

Der deutsche Maschinenbau – mittelständisch geprägt – produziert im Wesentlichen für den Weltmarkt, ca. drei Viertel der Produktion werden exportiert, mit weiter steigender Tendenz seit 2009. Rund die Hälfte der Exporte gehen in die Europäische Union, die andere Hälfte nach Osteuropa und Übersee. Der Maschinenbau produziert überwiegend Ausrüstungen für die Herstellung von Industrieprodukten, für die Gewinnung und Veredelung von Rohstoffen und die Erzeugung von Energie. Zu rund zwei Drittel handelt es sich um Investitionsgüter. In den ersten elf Monaten des Jahres 2011 legte die Produktion im Maschinenbau um knapp 14 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Laut dem Verband „Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V. “ VDMA wird für 2012 ein Produktionsplus in der Größenordnung von 4 % erwartet. Die in 2011 kräftig gewachsene Nachfrage hat für einen hohen Auslastungsgrad der Produktion gesorgt. Die positive Entwicklung des deutschen Maschinenbaus ist auch an der Umsatzentwicklung abzulesen: In der Periode Jan. – Okt. 2011 stieg der Umsatz von 136,3 Mrd. € in der Vorjahresperiode auf 160,9 Mrd. €. Eine große Bedeutung für den deutschen Maschinenbau besitzt der Export. In den ersten zehn Monaten 2011 ergab sich eine Steigerung der Exporte gegenüber dem Vorjahreszeitraum von gut 15 %, wobei China der größte Auslandsmarkt ist und in diesem Zeitraum um fast 29 % wuchs. Hohe Wachstumsraten verzeichneten ebenso der US-amerikanische Markt mit mehr als 20 % sowie der EU-Markt mit gut 11 %. Weit überdurchschnittlich wuchsen der russische Markt mit fast 35 % und der brasilianische Markt mit knapp 23 %.

Halbleiter

2011 wuchs der Halbleitermarkt aus Sicht des Marktforschungsinstituts Gartner um knapp 1 % auf 302 Mrd. US-$. Nach einem sehr starken Jahresauftakt sind die Zuwachsraten aufgrund der Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft stark zurückgegangen. Für das laufende Jahr wird ein Umsatzzuwachs in Höhe von 2,2 % auf 309 Mrd. US-$ prognostiziert. Wichtige Treiber für den Halbleitermarkt sind mobile Kommunikation wie Smartphones sowie Tablets, portable Spielekonsolen und elektronische Bücher. Der Markt für Leuchtdioden (LED) ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Für die Zukunft werden zwar nach wie vor deutliche Wachstumsraten für den LED-Markt vorhergesagt, für 2012 jedoch eher ein „flaches“ Jahr bezüglich des Umsatzes. Die Anlageninvestitionen im Halbleitermarkt werden dagegen 2012 aufgrund der abflauenden Konjunktur um knapp 19 % auf 35 Mrd. US-$ zurückgehen, um 2013 wieder deutlich zu steigen. Die starke Volatilität im Halbleitermarkt und die Anfälligkeit gegenüber konjunkturellen Entwicklungen kommen hier zum Ausdruck. Sowohl die Investitionen im Bereich „Wafer Fab“ als auch im Bereich „Packaging and Assembly Equipment“ werden 2012 deutlich zurückgehen.

Photovoltaik

Der Photovoltaikmarkt ist 2011 in Deutschland trotz widersprüchlicher Prognosen zu Beginn des Jahres leicht auf 7,5 Gigawatt (GW) gewachsen und konnte das hohe Niveau von 2010 wiederum erreichen. Neben Deutschland hat in Europa auch Italien einen sehr starken Zubau von PV-Anlagen in vergleichbarer Höhe verzeichnet. Zudem haben insbesondere China mit einem Zubau in Höhe von 2,2 GW und Großbritannien dazu beigetragen, dass der weltweite PV-Markt nach aktueller Einschätzung insgesamt einen Zuwachs von ca. 26 GW erreichte. Forschungsinstitute sind mit Prognosen für das laufende Jahr vorsichtig, da noch Unklarheit herrscht, wie einzelne Regierungen bei der Solarförderung vorgehen. Im Allgemeinen wird für 2012 eher mit einer Stagnation im Zubau in Höhe des Jahres 2011 gerechnet. Für den deutschen Markt wird dabei – vor allem aufgrund der zu erwartenden und mit zunehmender Intensität diskutierten Reduzierung der öffentlichen Förderung durch das Energieeinspeisegesetz (EEG) – mit einem erheblichen Rückgang in der neu installierten Leistung gerechnet. Mit deutlichem Wachstum wird hingegen in anderen Märkten wie den USA und China, aber auch in Südeuropa gerechnet. Der PV-Markt hat sich seit 2011 als außerordentlich wettbewerbsintensiv, im Wesentlichen hervorgerufen durch hohe Überkapazitäten, herausgestellt. Auch für 2012 rechnet man insbesondere in den ersten Monaten des Jahres in der Modulfertigung und Polysiliziumherstellung mit anhaltendem Preisdruck. Das Marktforschungsinstitut VLSI rechnet für 2012 mit einem Rückgang des weltweiten Umsatzes von Systemherstellern im Bereich Photovoltaik in einer Größenordnung von 20 %.

5. UMSÄTZE

Die PVA TePla-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2011 einen Konzernumsatz von 132,6 Mio. € (VJ 120,4 Mio. €) und lag damit oberhalb des Vorjahresumsatzes. Der Umsatz erreichte im vierten Quartal 2011 mit 55,3 Mio. € (QI 23,1 Mio. €, QII 23,1 Mio. €, QIII 31,1 Mio. €) den höchsten Wert. Der sehr hohe Umsatzzuwachs im vierten Quartal 2011 ist im Zusammenhang mit den Lieferungen von Kristallzuchtanlagen in die Halbleiterindustrie und Photovoltaikindustrie zu sehen. In Deutschland wurden 21 % (VJ 41 %) des Konzernumsatzes erzielt. Die Bedeutung des asiatischen Markts hat weiterhin zugenommen. 59 % (VJ 44 %) des Gesamtumsatzes entfällt auf diese Region. Insbesondere die Lieferungen von Kristallzuchtanlagen unterschiedlichen Typs an mehrere Kunden in Asien haben zu dem hohen Umsatzniveau in dieser Region beigetragen. 12 % (VJ 13 %) des Gesamtumsatzes wird im europäischen Ausland erzielt. Auf Nordamerika entfallen 7 % (VJ 2 %) des Gesamtumsatzes. Diese erfreuliche Steigerung ist sowohl auf das gestiegene Geschäftsvolumen des Produktbereichs Plasmasysteme in Nordamerika zurückzuführen als auch auf Umsatzbeiträge im Produktbereich Floatzonesysteme aus Dänemark. Die übrigen Regionen tragen 1 % zum Gesamtumsatz bei. Im folgenden Abschnitt werden die Umsätze der drei Geschäftsbereiche Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems im Einzelnen dargestellt.

Chart

GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIAL SYSTEMS

Der GB Industrial Systems erzielte mit 57,0 Mio. € einen doppelt so hohen Umsatz wie im Geschäftsjahr 2010 mit 28,4 Mio. €. Der Anteil am Konzerngesamtumsatz belief sich auf 43,0 %. Der außerordentlich hohe Umsatzwert – der höchste Umsatz in der Unternehmensgeschichte in diesem Geschäftsbereich – ist auf den relativ hohen Auftragsbestand zum Ende des Jahres 2010 sowie einen außerordentlich guten Geschäftsverlauf 2011 zurückzuführen. Der Umsatz entwickelte sich über alle Quartale hinweg sehr positiv mit einer Steigerung in der zweiten Jahreshälfte. Wie in den vorangegangenen Jahren hatte die Produktgruppe Hartmetallanlagen weiterhin den größten Anteil am Geschäftsvolumen dieses Geschäftsbereichs. Anlagen zur Bearbeitung von Graphitmaterialien machen einen weiteren bedeutsamen Umsatzbeitrag aus. Hochreine Graphite werden in verschiedenen Branchen, wie z. B. in der Halbleiter- und Optoelektronik für die LED-Fertigung oder Luftfahrtindustrie, nachgefragt. Besonders hervorzuheben in dieser Produktgruppe ist die Gewinnung eines weltweit führenden großen Graphitherstellers als neuen Kunden der PVA TePla. Für diesen Kunden wurde bereits eine große Anlage zur Graphitreinigung im letzten Quartal 2011 ausgeliefert. Metallisch beheizbare Systeme bilden eine weitere Produktgruppe mit bedeutsamem Umsatzbeitrag im GB Industrial Systems. Diese werden zum Beispiel in der Elektroindustrie zum Löten von Vakuumschaltern eingesetzt.

GESCHÄFTSBEREICH SEMICONDUCTOR SYSTEMS

Der Umsatz im GB Semiconductor Systems belief sich 2011 auf 49,4 Mio. € (VJ 33,9 Mio. € ). Damit trug dieser Geschäftsbereich 37,2 % zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Der deutliche Umsatzanstieg im Geschäftsjahr 2011 ist zum einen auf den Produktbereich Kristallzuchtanlagen für die Halbleiterindustrie zurückzuführen. Die in den ersten drei Quartalen 2011 erhaltenen Aufträge aus der Halbleiterindustrie führten im vierten Quartal zu wesentlichen Umsatzbeiträgen. Eine sehr erfreuliche Entwicklung mit wichtigen Impulsen für die Geschäftsentwicklung in diesem Geschäftsbereich ist zum anderen durch die Niederlassung der PVA TePla AG in Dänemark – zuständig für den Bau von Kristallzuchtanlagen nach dem Floatzoneverfahren – zu verzeichnen gewesen. Slim Rod Puller und Analysesysteme für die Photovoltaikindustrie und Kristallzuchtanlagen zur Herstellung hochreiner Siliziumkristalle für die Halbleiterindustrie wurden im Verlauf des vergangenen Geschäftsjahrs sehr stark von Kunden nachgefragt und führten zu einem mehr als doppelt so hohen Umsatz wie im Geschäftsjahr 2010. Die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems GmbH, Lieferant von Systemen für die zerstörungsfreie Inspektion und Qualitätskontrolle von Werkstoffen und Materialien durch Ultraschall, lieferte Analysegeräte an führende Technologieunternehmen für die Material- und Bauteilprüfung – über die gesamte Wertschöpfungskette der Chipherstellung hinweg. Diese Tochtergesellschaft verzeichnete im abgelaufenen Jahr einen stabilen Umsatz auf hohem Niveau. Der Umsatz der Produktgruppe Plasmasysteme konnte 2011 leicht gesteigert werden. Umsätze wurden in diesem Bereich insbesondere in der Halbleiterindustrie in den Bereichen Front End für Veraschungs- und Aktivierungsprozesse sowie bei Leistungs- und Verbindungs-Halbleitern, organischen LED Displays (OLED), HBLED, MEMS und im Back End beim Chip Packaging erzielt.

GESCHÄFTSBEREICH SOLAR SYSTEMS

Der Umsatz im GB Solar Systems belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 26,3 Mio. € (VJ 58,1 Mio. €) und trug 19,8 % zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Die Umsatzerlöse 2011 stammen im Wesentlichen aus dem im April 2011 erhaltenen Auftrag zur Lieferung von Anlagen zur Herstellung von monokristallinen Siliziumkristallen in die asiatische Photovoltaikindustrie. Durch im Markt bestehende Überkapazitäten bei der Produktion von Photovoltaikmodulen haben sich im vergangenen Geschäftsjahr die Marktchancen für Kristallzuchtanlagen stark eingetrübt. In einem mittel- und langfristig jedoch weiterhin wachsenden Solarmarkt und einer zunehmenden Tendenz nach hocheffizienten und qualitativ hochwertigen Solarzellen wird die PVA TePla auch in Zukunft einen bedeutsamen Beitrag bei dem Aufbau regenerativer Energien leisten.

Die PVA TePla AG weist in ihrem Einzelabschluss einen Umsatzwert von 105,9 Mio. € (VJ 113,2 Mio. €) aus. Der Rückgang ist im geringeren Umsatzbeitrag des Geschäftsbereichs Solar Systems begründet.

Chart

6. AUFTRAGSLAGE

6.1. AUFTRAGSEINGANG

Im Geschäftsjahr 2011 ist der Auftragseingang des Konzerns mit 156,2 Mio. € deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum (93,4 Mio. €) gestiegen. Alle Geschäftsbereiche des Unternehmens lagen im Auftragseingang deutlich über den Vorjahreszahlen und profitierten von der verbesserten globalen Wirtschaftslage und den positiven Entwicklungen in einzelnen Märkten. Auch die Book-to-Bill-Ratio auf Konzernebene mit einem gegenüber dem Vorjahr verbesserten Wert von 1,2 bringt diese positive Entwicklung zum Ausdruck (VJ 0,8).

Der Geschäftsbereich Industrial Systems erreichte einen Auftragseingang in Höhe von 59,2 Mio. € (VJ 40,8 Mio. €) und trug damit 38 % zum Gesamtauftragseingang bei. Mit dieser Höhe wurde ein Rekordauftragseingang dieses Bereichs in der Geschichte der PVA TePla erzielt. Diese erfreuliche Entwicklung hielt das gesamte Jahr 2011 an und erfuhr auch zum Ende hin keine Abschwächung. Rund 70 % der Bestellungen für Vakuumanlagen kamen wie im Vorjahr aus dem Ausland, wobei ca. die Hälfte aller Aufträge auf Kunden in Asien entfällt. Der über wiegende Teil der Vakuumanlagen wird nach wie vor von Kunden aus dem Hartmetallmarkt bestellt. Die Produktgruppe mit dem zweithöchsten Auftragseingang sind Anlagen zur Herstellung bzw. thermischen Behandlung von Graphit. Dieser Bereich hat einen besonders großen Schub im Auftragseingang erfahren, wobei besonders erfreulich ist, dass ein weiterer weltweit agierenden Graphithersteller als Neukunde gewonnen werden konnte. Der Auftragseingang für Anlagen in dieser Produktgruppe hat sich gegenüber 2010 nahezu verdoppelt. Anlagen, die der Materialherstellung bzw. Lötprozessen in der Elektroindustrie dienen, sind eine weitere wesentliche Produktgruppe, die zu dem erfreulichen Auftragseingang beigetragen hat.

Der Geschäftsbereich Semiconductor Systems verzeichnete 2011 ebenfalls einen bemerkenswerten Zuwachs des Auftragseingangs und erreichte mit 68,1 Mio. € (VJ 42,5 Mio. €) bzw. 44 % den stärksten Anteil am Gesamtauftragseingang. Die PVA TePla Danmark als Hersteller von Floatzoneanlagen erhielt im Verlauf des Jahres 2011 mehrere größere Aufträge sowohl aus dem Photovoltaikmarkt als auch aus dem Halbleitermarkt. Chinesische Kunden und erfreulicherweise auch ein japanischer Kunde aus dem Halbleitermarkt bestellten überwiegend Kristallzuchtanlagen zur Herstellung hochreiner Siliziumkristalle für die Hochleistungselektronik. Aus Korea, Taiwan und Deutschland konnten Aufträge für Anlagen zu Analysezwecken in der Photovoltaikindustrie gewonnen werden. Mehrere Aufträge 2011 aus der asiatischen Halbleiterindustrie trugen zu einem sehr guten Auftragseingang im Produktbereich Kristallzuchtanlagen bei. Die Anlagen werden genutzt, um Siliziumstäbe herzustellen, aus denen im weiteren Produktionsverlauf Halbleiterwafer gesägt werden. Auch für den Produktbereich Analysesysteme, in dem Systeme zur zerstörungsfreien Inspektion von Materialien entwickelt und gebaut werden, spielt Asien mit einem Anteil am Auftragseingang von rund 50 % eine dominierende Rolle. Hervorzuheben in diesem Produktbereich ist die erfolgreiche Neugewinnung eines Kunden aus dem europäischen Halbleitermarkt, der drei Autowafer-Analysesysteme bestellt hat. Der Produktbereich Plasmasysteme am Standort Kirchheim verzeichnete insbesondere im Front End-Bereich einen guten Auftragseingang, eine neue Produktserie sorgte für den entsprechenden Schub. Im Vergleich zu 2010 ist der Auftragseingang jedoch über alle Produktgruppen dieses Produktbereichs hinweg zurückgegangen. Asien ist für die Plasmasysteme der mit großem Abstand wichtigste Markt.

Der Geschäftsbereich Solar Systems verbuchte Kundenaufträge in Höhe von 28,9 Mio. € (VJ 10,1 Mio. €) und erreichte nach einem schwachen Jahr 2010 zumindest wieder das Niveau von 2009. Dieser Geschäftsbereich erzielte einen Anteil von 18 % am gesamten Auftragseingang. Im April 2011 hat die PVA TePla einen Auftrag über ca. 20 Mio. € zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen für die asiatische Photovoltaikindustrie erhalten. Das schwierige Marktumfeld in der globalen Photovoltaikindustrie, das von starken Überkapazitäten geprägt ist, drückt sich in der Höhe des Auftragseingangs aus. Durch eine Anlagenentwicklung, deren Erzeugnisse als Ausgangspunkt für die Zellproduktion höchste Effizienz bei der späteren Stromproduktion bei gleichzeitiger hervorragender Cost of Ownership versprechen, wird der Geschäftsbereich in die Lage versetzt werden, sein Auftragseingangsniveau in Zukunft zu erhöhen.

Bei einer isolierten Betrachtung der PVA TePla AG ist der Auftragseingang von 80,5 Mio. € im Vorjahreszeitraum auf 139,5 Mio. € deutlich gesteigert worden. Darin ist der Wert von Aufträgen anderer Konzerngesellschaften in Höhe von 4,3 Mio. € (VJ 4,8 Mio. €) enthalten. Insbesondere die deutliche Belebung der Nachfrage in den Produktbereichen Vakuumanlagen, Kristallzuchtanlagen (Halbleiter), Floatzoneanlagen und Kristallzuchtanlagen (Solar) führte zu diesem erfreulichen Auftragseingang.

Chart

6.2. AUFTRAGSBESTAND

Der Auftragsbestand der PVA TePla-Gruppe wird nach Abzug der gemäß Fertigstellungsgrad bereits berücksichtigten Umsätze (Teilumsatzrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode, PoC) ausgewiesen. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2011 über einen Auftragsbestand in Höhe von 74,9 Mio. € (VJ 52,9 Mio. €). Alle Geschäftsbereiche verzeichnen einen gegenüber dem Vorjahresstichtag gestiegenen Auftragsbestand, insbesondere der GB Semiconductor Systems, der mit 37,6 Mio. € fast eine Verdoppelung seines Auftragsbestands verzeichnete (VJ 19,1 Mio. €). Der GB Industrial Systems verfügt zum 31. Dezember 2011 über einen Auftragsbestand in Höhe von 26,5 Mio. € (VJ 24,7 Mio. €) und der GB Solar Systems über 10,7 Mio. € (VJ 9,1 Mio. €).

Der Auftragsbestand der PVA TePla AG – in der Einzelbetrachtung zu nominalwerten entsprechend der deutschen Rechnungslegung – liegt bei 116,5 Mio. € (VJ 83,7 Mio. €). Nahezu alle Bereiche haben zu diesem gestiegenen Auftragsbestand ihren Beitrag geleistet.

Chart

7. PRODUKTION

Die Produktion der Systeme und Anlagen sowie das „Contract Processing“ erfolgten im Inland im Geschäftsjahr 2011 an den Standorten Wettenberg, Siegen, Aalen (Westhausen) und Jena. Die Produktion am Standort Aalen, an dem Systeme zur zerstörungsfreien Ultraschallinspektion gebaut wurden, zog zum 1. April 2011 im Rahmen des Umzugs der Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems GmbH aus Kapazitätsgründen in das nahegelegene Westhausen um. Der Standort Aalen wurde somit geschlossen. Im Ausland wurde an den Standorten Corona in den USA und Frederikssund in Dänemark produziert. Die Fertigungstiefe wurde in allen Bereichen weiterhin auf niedrigem Niveau Gehalten. Eine eigene Teilefertigung findet nur in geringem Umfang statt. Dies führt zu einem prozentual relativ hohen Wareneinsatz, bietet jedoch die Möglichkeit, die benötigten Produktionskapazitäten auch kurzfristig und flexibel an den eventuell veränderten Bedarf anzupassen.

8. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Die Kosten für Forschung und Entwicklung stiegen im Berichtszeitraum im Konzern auf 5,5 Mio. € (VJ 4,8 Mio. €) und spiegeln die verstärkten Entwicklungsarbeiten an den Produkten wider. Im Folgenden werden einige Beispiele von Entwicklungen aus den einzelnen Geschäftsbereichen aufgezeigt:

GESCHÄFTSBEREICH INDUSTRIAL SYSTEMS

Im Geschäftsbereich Industrial Systems erfolgen F&E-Arbeiten weitgehend im Rahmen von bezahlten Kundenaufträgen; diese Kosten werden daher als Herstellungskosten des Umsatzes gebucht und nicht gesondert ausgewiesen.

GESCHÄFTSBEREICH SEMICONDUCTOR SYSTEMS

Produktbereich Analysesysteme

Im Mittelpunkt der F&E stand in diesem Produktbereich die Fortentwicklung der erfolgreichen Ultraschall-Analysesysteme SAM 300 / 400 für die Halbleiterindustrie, Materialforschung und biologisch-medizinische Forschung mit einer nunmehr noch leistungsstärkeren Hochfrequenzelektronik. Ein höherer Durchsatz und eine verbesserte Abbildungsqualität führen zu einer deutlichen Steigerung der Produktivität aufseiten der Kunden. Weitere Optimierungen wurden an der Steuersoftware mit dem Ziel vorgenommen, die Detektionssicherheit automatisierter Systeme zu erhöhen. Es wurde an der Fortentwicklung der neuen Auto Wafer-Hardware gearbeitet, mit dem Ziel, mehrere leistungsstarke ADC-Converter (Analog-to-Digital-Converter) in einen Systemrechner zu integrieren. Diese Maßnahmen werden die Zuverlässigkeit der Systeme im Produktionsprozess weiter verbessern. Hinsichtlich der akustischen Signalauswertung wurde ein Softwarepaket entwickelt, welches aus Ultraschallanalysen die Ermittlung wichtiger Materialeigenschaften gestattet. Dieses eröffnet weitere Möglichkeiten der zerstörungsfreien Werkstoffanalyse für die Industrie und Forschung. Zudem wurde an der Fortentwicklung der Software für die nächste Generation der Auto Ingot-Analysesysteme gearbeitet, mit der speziell die Genauigkeit der Pin Hole Tiefenmessung sowie die Auflösung der Pin Hole Detektion verbessert werden soll.

Produktbereich Plasmasysteme

Im Produktbereich Plasmasysteme ist die Konstruktion zu einer neuen Version der Reinigungs- und Aktivierungsanlage vom Typ GIGA 80 Plus fertiggestellt worden. Diese Anlage, die der Reinigung von Leadframes im Halbleiter Back End dient, ist kostengünstiger, da das Be- und Entladen bei diesem System auf nur einer Seite und nicht wie bisher auf unterschiedlichen, sich gegenüberliegenden Seiten erfolgt. Diese neue Version wurde auf der SEMICON Taiwan im September 2011 den Kunden vorgestellt. Weiterhin wird an einer Inline-Anlage zum Reinigen und Aktivieren von Leadframes in der Chip-Verpackung gearbeitet, die einen erweiterten Anwendungsbereich durch ein mittels Radiofrequenz (RF) gezündetes Plasma bieten wird. Diese neue Anlage vom Typ 80 Plus IoN wurde Anfang November 2011 zur Qualifikation an ein namhaftes Packaging Haus in Asien ausgeliefert. Der Produktbereich Plasmasysteme ist somit der einzige Back End Produktionsanlagen-Hersteller, der seinen Kunden im Chip Packaging je nach Anwendung Inline-Anlagen sowohl mittels Mikrowelle als auch mittels Radiofrequenz Plasma-Aktivierung anbieten kann. Damit wird ein breiterer Marktzugang im Halbleitermarkt möglich. Im Bereich Wafer Metrologie wird die Entwicklung der 450 M-SIRD für die nächste Wafergeneration 450 mm vorangetrieben, die von der European Equipment & Materials Initiative (EEMI 450) der Europäischen Union gefördert wird. Die Anlage dient zum Messen von Scherspannungen in Wafern und besitzt einen deutlich verbesserten Durchsatz.

Produktbereich Floatzoneanlagen

Im Produktbereich Floatzoneanlagen wurde die Entwicklung eines automatisierten Floatzoneprozesses für die neue Anlage FZ-35 abgeschlossen. Das neue System zielt auf eine deutliche Produktivitätssteigerung ab. Im Moment wird eine derartige Anlage im Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen (CCIC) installiert. Damit werden die Möglichkeiten zur Optimierung der Prozesse auch für hochreine Siliziumkristalle (u. a. für die Leistungselektronik) erheblich verbessert.

GESCHÄFTSBEREICH SOLAR SYSTEMS

Im GB Solar Systems ist im Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen in Wettenberg (CCIC) 2011 im Rahmen des Spitzenclusters „Solarvalley Mitteldeutschland“ an der Weiterentwicklung des Czochralski (Cz)-Verfahrens zur Züchtung von einkristallinen Silizium-Ingots insbesondere beim Anlagentypus SolarCrystallizer gearbeitet worden. Wesentliches Ziel ist es, eine deutliche Kosten- und Verfahrensoptimierung innerhalb der Cz-Kristallzüchtung sowohl hinsichtlich der Anlagentechnik als auch des kompletten Züchtungsprozesses zu erreichen. Hierbei wird u. a. an einem Kristallisationsprozess mit Hilfe eines Magnetfelds im Czochralski-Prozess gearbeitet. Umfangreiche Umbauten an den Anlagen im Kompetenzzentrum in Hinblick auf den Magnetic Czochralski Prozess (MCz) wurden durchgeführt. Als Ergebnis dieser Forschung soll die Effizienz der Solarzelle weiter erhöht und somit die Kosten der photovoltaischen Stromerzeugung reduziert werden. Weiterhin wurde die Ausrüstung des CCIC um einen weiteren Anlagentyp erweitert. Mit der „CGS-Lab“ wurde eine technologisch neuartige Kristallzuchtanlage im Labormaßstab entwickelt und in Betrieb genommen. Die im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Spitzencluster-Wettbewerbs gebaute CGS-Lab dient der Herstellung einkristalliner Ingots nach dem Czochralski-Verfahren. Dieses System ist aufgrund des kleineren Maßstabs sowohl für die industrielle Anwendung in der Solar-, Halbleiter- und Optikindustrie als auch für die Grundlagenforschung an Instituten und Universitäten besonders interessant. Zusätzliche Schwerpunkte wurden in diesem Geschäftsbereich im Aufbau weiterer Kristallzuchtanlagen im CCIC gesetzt. Damit werden Weiterentwicklungen an den Kristallzuchtanlagen für die Photovoltaikindustrie vorangetrieben, die den Erfordernissen der Märkte und Kunden nach effizienzsteigernden und kostengünstigeren Prozessen aufgrund bestehender Überkapazitäten am Markt und sich damit deutlich erhöhenden Konkurrenzdrucks noch stärker Rechnung tragen.

9. INVESTITIONEN

Mit einem Wert von 2,3 Mio. € (VJ 2,5 Mio. €) war das Investitionsvolumen im Jahr 2011 etwas geringer als im Vorjahr. Die größte Einzelinvestition beinhaltete den Aufbau einer Floatzoneanlage im CCIC. Mit dieser Kristallzuchtanlage kann Kunden ein noch größeres Anlagenportfolio im Forschungszentrum vorgeführt werden, und eigene Entwicklungsarbeiten können an diesem Anlagentyp beschleunigt werden. In den Investitionen sind zudem kleinere Vorhaben in den Bereichen Betriebs- und Geschäftsausstattung, Maschinen sowie Lizenzen für Software enthalten.

Bei der Einzelbetrachtung der PVA TePla AG lag der Wert der Investitionen 2011 mit 2,0 Mio. € über dem Vorjahreswert in Höhe von 1,3 Mio. €. Die gestiegenen Investitionen sind im Wesentlichen in dem Bereich technische Anlagen vorgenommen worden und umfassen als größte Einzelmaßnahme den oben beschriebenen Aufbau einer Floatzoneanlage im CCIC. Investitionen in Finanzanlagen wurden wie im Vorjahr nicht getätigt.

10. PERSONALENTWICKLUNG

Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 509 Mitarbeiter (VJ 488 Mitarbeiter). Gegenüber dem Vorjahresstichtag hat sich die Mitarbeiterzahl somit leicht erhöht. Im GB Industrial Systems liegt die Anzahl der Mitarbeiter bei 267 (VJ 253 Mitarbeiter). Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl geht auf die sehr gute Auftragslage in diesem Geschäftsbereich zurück. Die Mitarbeiterzahl im GB Semiconductor Systems erreicht 223 (VJ 218 Mitarbeiter). Im GB Solar Systems werden 19 Mitarbeiter beschäftigt (VJ 17 Mitarbeiter). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass dieser Bereich wesentliche Lieferungen und Leistungen von den anderen Geschäftsbereichen bezieht. Dies umfasst vor allem die Montage der Anlagen durch die organisatorisch dem GB Semiconductor Systems zugeordnete Tochtergesellschaft PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Zum 1. Januar 2012 wurde der Geschäftsbereich Solar Systems organisatorisch neu aufgestellt, um sowohl die technologische Entwicklungsarbeit der Produkte effektiver als auch den Zugang zu den relevanten PV-Märkten wirkungsvoller gestalten zu können. Mitarbeiter wurden hierzu aus dem GB Semiconductor Systems in den GB Solar Systems umgegliedert, sodass ab dem laufenden Geschäftsjahr die Mitarbeiterzahl im GB Solar Systems größer, im GB Semiconductor Systems kleiner ausfallen wird. In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass in Europa mit 466 (VJ 450 Mitarbeiter) Personen der weitaus größte Teil der Mitarbeiter beschäftigt ist. In den USA waren Ende 2011 24 (VJ 25) Mitarbeiter und in Asien 19 (VJ 13) Mitarbeiter beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2011 lag die zahl junger Menschen in der Ausbildung bei der PVA TePla-Gruppe bei 15 Mitarbeitern (VJ 16 Mitarbeiter). Fünf junge Männer und Frauen erhalten eine kaufmännische und zehn eine gewerbliche Ausbildung.

Die PVA TePla AG beschäftigte zum Jahresende 2011 317 Mitarbeiter (VJ 303 Mitarbeiter). Davon werden in Frederikssund (Dänemark) 15 Mitarbeiter (VJ 12 Mitarbeiter) beschäftigt.

11. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE

PVA TEPLA-KONZERN

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2011 lag mit 129,1 Mio. € über dem Vorjahreswert von 121,7 Mio. €.

Der Wert der Sachanlagen ist vor dem Hintergrund der oben dargestellten Investitionen in Verbindung mit den planmäßigen Abschreibungen auf 33,9 Mio. € (VJ 34,1 Mio. €) leicht zurückgegangen. Der Wert der immateriellen Vermögenswerte ist auf 8,4 Mio. € (VJ 8,7 Mio. €) zurückgegangen. Die latenten Steueransprüche betrugen 2,6 Mio. € (VJ 2,9 Mio. €). Insgesamt betrug der Wert der langfristigen Vermögenswerte 45,3 Mio. € gegenüber 46,2 Mio. € im Vorjahr.

Die kurzfristigen Vermögenswerte sind insgesamt auf 83,8 Mio. € (VJ 75,5 Mio. €) angestiegen. Die größte Veränderung erfolgte bei den flüssigen Mitteln. Diese sind aufgrund des erwarteten negativen operativen Cash Flows auf 14,6 Mio. € (VJ 30,3 Mio. €) deutlich gesunken. Der Wert der Vorräte ist insgesamt auf 23,7 Mio. € (VJ 21,0 Mio. €) angestiegen. Einem Rückgang bei den fertigen Erzeugnissen steht ein Anstieg bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und unfertigen Erzeugnissen gegenüber. Dieser Anstieg ist auf die Bearbeitung des hohen Auftragsbestands im GB Industrial Systems und auf den Stand der Anarbeitung des großen Auftrags für Kristallzuchtanlagen des GB Solar Systems zurückzuführen. Ebenfalls im Zuge der Bearbeitung dieser Aufträge sind die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen deutlich auf 22,8 Mio. € (VJ 5,8 Mio. €) angestiegen. Die kurzfristigen Forderungen sind auf 20,3 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) angestiegen. Dies beruht vor allem auf einem Anstieg des Bestands an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 15,6 Mio. € (VJ 13,7 Mio. €) und der Steuererstattungsansprüche auf 1,4 Mio. € (VJ 0,4 Mio. €). Die geleisteten Anzahlungen haben sich auf 2,4 Mio. € (VJ 1,5 Mio. €) und die sonstigen kurzfristigen Forderungen auf 2,4 Mio. € (VJ 1,9 Mio. €) erhöht.

Die Passivseite der Bilanz zeigt insgesamt einen erhöhten Wert der kurzfristigen Schulden von 47,9 Mio. € zum 31. Dezember 2011 (VJ 42,5 Mio. €). Der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 4,2 Mio. € (VJ 1,2 Mio. €) ist darauf zurückzuführen, dass ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Akquisition der PVA TePla Analytical Systems im Laufe des Jahres 2012 zur Rückzahlung fällig wird und entsprechend umgegliedert wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich durch das gestiegene Auftragsvolumen auf 6,1 Mio. € (VJ 4,3 Mio. €) erhöht. Ebenso sind die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wieder von 13,5 Mio. € auf 16,7 Mio. € angestiegen. Darüber hinaus wurden in den Bilanzpositionen Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen und Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen weitere 23,4 Mio. € (VJ 30,1 Mio. €) an erhaltenen Anzahlungen verrechnet. Insgesamt hatte die PVA TePla-Gruppe zum Bilanzstichtag damit 40,1 Mio. € (VJ 43,6 Mio. €) an erhaltenen Anzahlungen vereinnahmt. Die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen haben sich insgesamt mit 1,6 Mio. € (VJ 1,7 Mio. €) nicht nennenswert verändert. Der Wert der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen ist auf 8,8 Mio. € (VJ 11,8 Mio. €) zurückgegangen, der Wert der abgegrenzten Schulden ist auf 7,4 Mio. € (VJ 6,8 Mio. €) angestiegen.

Die langfristigen Schulden (einschließlich der langfristigen Rückstellungen) haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahreswert von 24,8 Mio. € auf jetzt 20,9 Mio. € vermindert. Dies ist zum größten Teil auf die Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 8,7 Mio. € (VJ 12,9 Mio. €) zurückzuführen, verursacht durch die oben dargestellte Umgliederung und die planmäßige Tilgung der weiteren Darlehen. Die Pensionsrückstellungen sind planmäßig auf 8,4 Mio. € (VJ 8,1 Mio. €) gestiegen. Die entsprechenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Der Wert der latenten Steuerverbindlichkeiten hat sich auf 2,8 Mio. € (VJ 3,1 Mio. €) verringert.

Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses in Höhe von 9,1 Mio. € (VJ 7,5 Mio. €) – vermindert um die im Jahr 2011 gezahlte Dividende in Höhe von 3,3 Mio. € (VJ 4,3 Mio. € ) – auf 60,3 Mio. € (VJ 54,5 Mio. €). Trotz der erhöhten Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahreswert von 44,7 % auf nunmehr 46,7 % weiter angestiegen.

Die Liquiditätssituation der PVA TePla-Gruppe war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 positiv. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2011 stehen flüssigen Mitteln in Höhe von 14,6 Mio. € (VJ 30,3 Mio. €) und kurzfristigen Wertpapieren in Höhe von 1,0 Mio. € (VJ 1,0 Mio. €) Finanzverbindlichkeiten im kurzfristigen Bereich in Höhe von 4,2 Mio. € (VJ 1,2 Mio. €) und im langfristigen Bereich in Höhe von 8,7 Mio. € (VJ 12,9 Mio. €) gegenüber. Die Nettofinanzposition des Konzerns betrug somit +2,7 Mio. € (VJ +17,2 Mio. €). Dieser positive Saldo, die Fristigkeit der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die vorliegenden – auf monatlicher Basis aktualisierten – Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) und Avallinien in Höhe von 80,0 Mio. € (VJ 97,0 Mio. €) bieten der PVA TePla aus heutiger Sicht genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Kredit- und Avallinien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.

Im Jahr 2011 war der operative Cash Flow erwartungsgemäß mit -8,1 Mio. € (VJ +11,2 Mio. €) insgesamt negativ. Dieser Wert ist in den Produktbereichen Vakuumanlagen und Kristallzuchtanlagen aufgrund der Projektstruktur der Aufträge stichtagsbezogen starken Schwankungen unterworfen. Zu Beginn der Aufträge erhalten wir nennenswerte Anzahlungen, die bei großen Aufträgen den gesamten Cash Flow positiv beeinflussen. Während der Bearbeitung der Aufträge ist der Cash Flow negativ, wohingegen zeitnah zur Lieferung die Restzahlung bis auf eine geringe Restrate erfolgt. Nach einem positiven Wert in den ersten Monaten überwogen dann die Effekte aus der Bearbeitung der vorhandenen Aufträge. Für die großen Aufträge über Kristallzuchtanlagen wurden nennenswerte Anzahlungen vereinnahmt. Die nächsten Kundenzahlungen für diese Aufträge wurden plangemäß ab Anfang 2012 vereinnahmt.

Aufgrund des oben dargestellten Umfangs der Investitionsmaßnahmen lag der Cash Flows aus der Investitionstätigkeit mit -2,0 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahrs (-2,1 Mio. €). Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -5,6 Mio. € (VJ -7,5 Mio. €) und beinhaltet die Zahlung einer Dividende in Höhe von 3,3 Mio. € (VJ 4,3 Mio. €). Die planmäßige Tilgung der langfristigen Darlehen betrug 1,2 Mio. € (VJ 1,4 Mio. €). Die Zinsauszahlungen betrugen 1,2 Mio. € (VJ 1,1 Mio. €). Der Gesamtwert des Cash Flows (einschließlich wechselkursbedingter Veränderungen) lag im Jahr 2011 bei -15,7 Mio. € (VJ +1,9 Mio. €). Das seit dem Stichtag 1. Januar 2008 zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg bestehende weitere Darlehen in Höhe von ursprünglich 10,0 Mio. € wurde zum 31. Dezember 2011 nicht in Anspruch genommen. Hieraus besteht eine weitere Liquiditätsreserve in Höhe von 7,3 Mio. €.

PVA TEPLA AG

Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2011 ist gegenüber dem Vorjahreswert mit 85,8 Mio. € unverändert (VJ 85,8 Mio. €). Einem Anstieg im Bereich der Forderungen und Vorräte stand dabei ein Rückgang im Bereich der flüssigen Mittel gegenüber.

Der Wert des Anlagevermögens beträgt insgesamt 35,0 Mio. € (VJ 34,7 Mio. €). Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände hat sich hier vor allem aufgrund der planmäßigen Abschreibungen auf 0,6 Mio. € reduziert (VJ 0,8 Mio. €). Der Wert des Sachanlagevermögens ist auf 25,6 Mio. € (VJ 25,2 Mio. €) leicht angestiegen. Hier stehen der oben dargestellten Investition in eine neue Kristallzuchtanlage im CCIC die planmäßigen Abschreibungen gegenüber. Der Wert der Finanzanlagen ist mit 8,8 Mio. € (VJ 8,7 Mio. €) nahezu unverändert.

Der Gesamtwert der Vorräte lag mit 5,7 Mio. € über dem Vorjahreswert von 0,7 Mio. €. Dabei ist der Wert der fertigen Erzeugnisse und Waren wieder auf 2,8 Mio. € (VJ 5,4 Mio. €) gesunken. Der Wert der unfertigen Erzeugnisse ist auf 35,9 Mio. € (VJ 31,5 Mio. €) angestiegen. Dies ist auf den hohen, in Bearbeitung befindlichen Auftragsbestand des Produktbereichs Vakuumanlagen und auf die weitgehende Anarbeitung des Auftrags aus der asiatischen Solarindustrie im GB Solar Systems zurückzuführen. Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist auf Basis der guten Auftragslage ebenfalls auf 5,0 Mio. € (VJ 4,2 Mio. €) angestiegen. Das Volumen der abgesetzten erhaltenen Anzahlungen betrug 39,2 Mio. € (VJ 41,0 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind gegenüber dem Vorjahreswert von 10,0 Mio. € auf 12,0 Mio. € angestiegen. Der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen hat sich wieder deutlich auf 16,5 Mio. € (VJ 10,1 Mio. €) erhöht. Die Montage der Anlagen für den Bereich Kristallzuchtanlagen und Solar Systems innerhalb der PVA TePla AG erfolgt bei der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Im Zuge der weiteren Abwicklung der Aufträge dieses Bereichs hat sich das Volumen der geleisteten Anzahlungen wieder stark erhöht. Der Wert der sonstigen Vermögensgegenstände hat sich auf 3,2 Mio. € (VJ 1,6 Mio. €) erhöht und ist im Wesentlichen auf Steuerforderungen zurückzuführen. Der Wert der liquiden Mittel ist durch die erwartungsgemäße Entwicklung des Cash Flows auf 12,2 Mio. € (VJ 27,2 Mio. €) zurückgegangen. Hinzu kommen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 1,0 Mio. € (VJ 1,0 Mio. €).

Die Passivseite der Bilanz zeigt einen weiteren Rückgang der Verbindlichkeiten auf 16,6 Mio. € (VJ 19,9 Mio. €). Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf einen Wert von 9,6 Mio. € (VJ 10,1 Mio. €) wurde durch die planmäßige Tilgung der vorhandenen Darlehen verursacht. Im Zuge des gestiegenen Auftragsvolumens des Produktbereichs Vakuumanlagen sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 3,5 Mio. € (VJ 2,8 Mio. €) angestiegen. Nach der Saldierung mit den Vorräten sind keine erhaltenen Anzahlungen verblieben (VJ 2,1 Mio. €). Die Pensionsrückstellungen haben sich leicht auf 8,4 Mio. € (VJ 8,2 Mio. €) erhöht. Die zugrunde liegenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Die Steuerrückstellungen sind auf 0,9 Mio. € (VJ 1,4 Mio. €) gesunken. Die Sonstigen Rückstellungen sind auf 11,0 Mio. € (VJ 13,5 Mio. €) gesunken.

Das Eigenkapital stieg weiter auf 48,8 Mio. € (VJ 42,7 Mio. €) an. Hier steht dem erzielten Jahresüberschuss in Höhe von 9,4 Mio. € (VJ 5,8 Mio. €) die Auszahlung einer Dividende im Jahr 2011 in Höhe von 3,3 Mio. € (VJ 4,3 Mio. €) gegenüber. In Verbindung mit der unveränderten Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote auf nunmehr 56,9 % (VJ 49,8 %) weiter verbessert. Auf Basis des guten Ergebnisses konnte auch der Bilanzgewinn auf 24,9 Mio. € (VJ 18,8 Mio. €) weiter gesteigert werden. Auf dieser Basis und vor dem Hintergrund der guten Liquiditätssituation schlägt der Vorstand vor, in diesem Jahr eine Dividende in Höhe von 0,15 € pro Aktie auszuschütten und das verbleibende Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Zum 31. Dezember 2011 standen flüssige Mittel in Höhe von 12,2 Mio. € (VJ 27,2 Mio. €) zur Verfügung. Hinzu kommen kurzfristige Wertpapiere in Höhe von 1,0 Mio. € (VJ 1,0 Mio. €). Die derzeitige Liquiditätslage sowie die vorliegenden, auf monatlicher Basis aktualisierten Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) und Avallinien in Höhe von 80,0 Mio. € (VJ 97,0 Mio. €) bieten der PVA TePla AG genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Linien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.

12. ERTRAGSLAGE

PVA TEPLA-KONZERN

Im Geschäftsjahr 2011 hat die PVA TePla wieder ein sehr gutes Ergebnis erreicht. Es wurde vor dem Hintergrund des gesteigerten Geschäftsvolumens ein Betriebsergebnis (EBIT) von 13,7 Mio. € (VJ 12,0 Mio. €) und ein Konzernjahresüberschuss von 9,1 Mio. € (VJ 7,5 Mio. €) erzielt. Die EBIT-Marge lag mit 10,3 % (VJ 10,0 %) etwas oberhalb der prognostizierten Bandbreite von 8 – 10 %. Die Umsatzrendite betrug 6,9 % (VJ 6,2 %). Bei der Steigerung des Konzernumsatzes auf 132,6 Mio. € (VJ 120,4 Mio. €) betrug das Bruttoergebnis 31,1 Mio. € (VJ 31,2 Mio. €). Somit wurde eine Bruttomarge von 23,5 % erzielt (VJ 25,9 %). Die Vertriebskosten beliefen sich auf 10,4 Mio. € (VJ 9,0 Mio. €). Hier ist relevant, in welchen Teilmärkten die Geschäfte abgewickelt werden und ob dabei Provisionen für Vertretungen anfallen. Die Verwaltungskosten haben sich mit 8,2 Mio. € (VJ 8,7 Mio. €) gegenüber den Vorjahreswerten verringert. Die F&E-Kosten sind auf 5,5 Mio. € (VJ 4,8 Mio. €) angestiegen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag bei +6,7 Mio. € (VJ +3,6 Mio. €). Dieser Wert beinhaltet i.W. Erträge aus Fördermitteln im Rahmen der F&E-Projekte, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge und Aufwendungen aus Kursdifferenzen.

Im GB Industrial Systems konnte das EBIT aufgrund des erheblich gesteigerten Umsatzes auf 4,1 Mio. € (VJ 2,0 Mio. €) deutlich verbessert werden. Besonders erfreulich ist die sichtbare Verbesserung des Ergebnisses im GB Semiconductor Systems. Hier konnte das EBIT auf 9,7 Mio. € (VJ 2,9 Mio. €) erheblich verbessert werden. Dies ist auf das hohe Umsatzvolumen und die guten Ergebnisbeiträge in den Produktbereichen Floatzoneanlagen, Analysesysteme, und Plasmaanlagen zurückzuführen. Im GB Solar Systems wurde vor dem Hintergrund des erheblich gesunkenen Geschäftsvolumens ein EBIT in Höhe von 0,1 Mio. € (VJ 7,1 Mio. €) erzielt.

Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei -1,1 Mio. € (VJ -0,9 Mio. €). Nach dem Verkauf der Geschäftsanteile an der PVA MIMtech LLC. zum Jahresende 2010 entfiel der Ergebnisbeitrag aus assoziierten Unternehmen (VJ -0,4 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern betrug 12,6 Mio. € (VJ 10,7 Mio. €) und der Konzernjahresüberschuss 9,1 Mio. € (VJ 7,5 Mio. €). Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -3,5 Mio. € (VJ -3,2 Mio. €) setzt sich zusammen aus laufendem Steueraufwand in Höhe von 3,5 Mio. € (VJ 3,6 Mio. €) und einem Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 0,0 Mio. € (VJ Ertrag +0,3 Mio. €).

PVA TEPLA AG

Im Geschäftsjahr 2011 hat die PVA TePla AG Umsatzerlöse in Höhe von 105,9 Mio. € (VJ 113,2 Mio. €) erzielt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz betrug 21,8 Mio. € (VJ 17,2 Mio. €). Die Bruttomarge lag bei 20,6 % (VJ 15,2 %). Die Vertriebskosten sind auf 7,7 Mio. € (VJ 7,0 Mio. €) angestiegen. Die Verwaltungskosten lagen mit 5,6 Mio. € leicht unter dem Niveau des Vorjahrs (5,9 Mio. €). Die F&E-Kosten stiegen auf 3,4 Mio. € (VJ 2,0 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 10,0 Mio. € lagen über dem Vorjahreswert (7,9 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 6,0 Mio. € ebenfalls über dem Vorjahr (4,2 Mio. €). Die Erträge aus der Ausschüttung von Ergebnissen der Tochtergesellschaften betrugen 2,0 Mio. € (VJ 0 Mio. €). Die Erträge aus den Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften betrugen 2,2 Mio. € (VJ 5,8 Mio. €). Der Zinsaufwand betrug wie im Vorjahr 1,4 Mio. €. Die Zinserträge erreichten einen Wert von 0,6 Mio. € (VJ 0,7 Mio. €). Außerordentliche Aufwendungen sind nicht entstanden (VJ 2,0 Mio. €). Die Aufwendungen für Ertragsteuern beliefen sich auf 3,1 Mio. € (VJ 3,0 Mio. €). Insgesamt erzielte die PVA TePla AG ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 12,6 Mio. € (VJ 11,0 Mio. €) und einen Jahresüberschuss in Höhe von 9,4 Mio. € (VJ 5,8 Mio. €). Es wurde eine Umsatzrendite von 8,9 % (VJ 5,1 %) erzielt.

13. NACHTRAGSBERICHT

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahrs 2011 liegen nicht vor.

14. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

14.1. CHANCEN UND RISIKEN AUS DEN ABSATZMÄRKTEN

Die Chancen auf den Märkten für die Produkte aus unserem Unternehmen ergeben sich aus der Investitionstätigkeit von Kunden, die Hightech-Materialien bearbeiten oder herstellen. Wachsende Investitionen in Infrastrukturmaßnahmen und in Produktionsstätten z. B. für Automobile weltweit sind nur einige Beispiele für Bereiche, in denen Materialien aus unseren Anlagen zum Einsatz kommen können. Durch die steigende Nachfrage nach Materialien wie Graphit ergeben sich neue Absatzchancen. In Märkten wie der Photovoltaik- und der Halbleiterindustrie bietet die PVA TePla Technologien an, die auch in Zukunft fester Bestandteil der jeweiligen Wertschöpfungsketten bleiben werden. In der Halbleiterindustrie können dies z. B. Kristallzuchtanlagen zum Ziehen von Siliziumkristallen mit einem Durchmesser von 300 mm oder von hochreinen Siliziumkristallen für die Hochleistungselektronik sein oder Analysesysteme für die zerstörungsfreie Qualitätsüberprüfung in der LED- oder MEMS-Fertigung. Insbesondere durch Zukunftstechnologien, die sich mit dem Thema Erneuerbare Energien, z. B. der Photovoltaik, auseinandersetzen, ergeben sich für Anlagenzulieferer wie die PVA TePla-Gruppe Wachstumschancen. Führende Forschungsinstitute sehen in diesen Bereichen signifikante Wachstumspotenziale. Es ergeben sich zudem weitere Absatzchancen durch die Erweiterung des Produktportfolios, sei es durch Inhouse-Entwicklungen oder wie auch in der Vergangenheit bereits mehrmals gezeigt durch Akquisitionen von Unternehmen, die über interessante Technologien verfügen.

Die Risiken in den von der PVA TePla bearbeiteten Nischenmärkten liegen besonders in unerwarteten Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden bzw. Branchen. Dieses Risiko wird durch Diversifizierung des Leistungsangebots in verschiedene Branchen wie Halbleiter, Photovoltaik, Werkzeug- und Hartmetalltechnik, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeugindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie reduziert. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen, wobei bei einer unerwartet großen Nachfrage das Risiko von Produktionsengpässen auftreten kann. Die Strategie einer relativ niedrigen Fertigungstiefe erlaubt hier zeitnahe Reaktionen. Auch werden im PVA TePla-Konzern hochwertige Lohnarbeiten – wie Plasmabehandlung oder Hochvakuumlöten und Wärmebehandeln von Bauteilen – angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden. Besonders das Halbleitergeschäft, eine wichtige Branche für den Konzern, ist gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität und bietet daher neben den beschriebenen Chancen auch Risiken. Obwohl die Halbleiter-Branche in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten sogenannten Old-Economy-Branchen hatte, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. Die zukünftige weltweite Gesamtwirtschaftslage kann zwar nicht abschließend beurteilt werden, für 2012 wird jedoch von Analystenseite eine Wachstumsrate des globalen BIP von 3,2 % und für 2013 wiederum eine erhöhte Wachstumsrate auf dem Niveau von 2011 in Höhe von 3,6 % unterstellt. Im Zuge der Schuldenkrise der etablierten Industrieländer ist die Gefahr einer weltweiten Rezession zwar noch nicht akut, die weitere wirtschaftliche Entwicklung und insbesondere die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen bleiben jedoch unklar. Auch die Entwicklung der Rohstoffpreise im Zuge des von der Europäischen Union ausgerufenen Boykotts iranischen Erdöls mit den dazugehörigen Auswirkungen auf die Wirtschaft ist gegenwärtig schwer einzuschätzen. Die wirtschaftliche Entwicklung der Schwellenländer – ein ausgesprochen wichtiger Markt für die PVA TePla-Gruppe – zeigt ebenso Anzeichen einer Überhitzung und erste Zeichen schwächer werdender Wachstumsraten. Die PVA TePla verfolgt die Entwicklung der Wirtschaftslage aufmerksam. Die Auftragseingänge haben sich auch zum Ende des Jahres 2011 in nahezu allen Produktbereichen positiv entwickelt. In den Märkten für Anlagen aus dem GB Industrial Systems ist weiterhin eine Nachfrage auf hohem Niveau zu erwarten; dies trifft ebenso für die Produktbereiche Floatzoneanlagen und Analysesysteme des GB Semiconductor Systems zu. Im Produktbereich Plasmaanlagen können die Marktchancen trotz des negativen Marktumfelds durch die Erweiterung des Portfolios sowie eine für deutsche Unternehmen deutlich bessere Dollar-Euro-Wechselkursrelation mit einem stärkeren Dollar erhöht werden. Aufgrund deutlich fallender Anlageninvestitionen im Halbleitermarkt müssen die Aussichten für den Produktbereich Kristallzuchtanlagen als eingeschränkt betrachtet werden. In den vergangenen Jahren ergaben sich für die PVA TePla-Gruppe große Umsatzbeiträge aus der Erweiterung der Kapazitäten für 300 mm-Kristalle durch Waferhersteller. Durch die abflauende Weltkonjunktur und die damit einhergehende starke Beeinträchtigung des Halbleitermarkts und somit deutlich fallende Anlageninvestitionen werden die Marktchancen für entsprechende Anlagen im laufenden Jahr getrübt sein. Im GB Solar Systems ist die Auftragslage 2012 – insbesondere in Anbetracht der bestehenden Überkapazitäten – schwer zu prognostizieren. In einem großen und mittelfristig stark wachsenden Markt sehen wir zwar zunehmenden Wettbewerbsdruck vor allem in China, die Chancen für die PVA TePla liegen jedoch in einer ausgezeichneten Technologie und der kontinuierlichen Optimierung unserer Anlagen und deren Kosteneffizienz. Gespräche mit Kunden führen zu der Überzeugung, dass sich Anlagen durchsetzen, deren Erzeugnisse höchste Effizienzgrade mit optimaler Cost of Ownership garantieren. Da die PVA TePla intensiv an solchen Anlagenentwicklungen arbeitet und diese zur industriellen Anwendung zur Verfügung stellen kann, werden die Marktaussichten mittel- und langfristig auch auf dem im Moment schwierigen Photovoltaikmarkt positiv betrachtet.

Angesichts des Auftragsbestands und der Projektlage gehen wir davon aus, dass wir die Jahresziele für 2012 erreichen werden. Insgesamt bieten die flexiblen Strukturen mit einer geringen Fertigungstiefe gute Möglichkeiten, die Kapazitäten ggf. auch an eine geringere Nachfrage anzupassen. Die Erhöhung der Montagetiefe, die Reduzierung von Leih- und Zeitarbeitskräften und die Ausnutzung flexibler Arbeitszeitmodelle sind mögliche Maßnahmen.

14.2. CHANCEN UND RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN VON DEVISENKURSEN

Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte – insbesondere aus dem Dollar-Raum – steigt bei fallendem Eurokurs. Diese positive Wirkung einer günstigen Wechselkursrelation ist insbesondere auf den Märkten in den USA bzw. in Ländern, deren Währungen an den Dollar gekoppelt sind, gegeben. Zurzeit erhöht sich unsere Wettbewerbsfähigkeit durch den signifikant gefallenen Euro gegenüber allen anderen wichtigen Weltwährungen. Trotz der Absicherung von Wechselkursrisiken in einzelnen Geschäften besteht das Risiko einer erneuten Verschlechterung der Wechselkursrelation speziell zwischen Euro und US-Dollar und einer daraus gegebenenfalls resultierenden Verschlechterung unserer Position gegenüber Wettbewerbern aus diesem Währungsraum bzw. des sich daraus ergebenden Preisdrucks. In einer Reihe von Prognosen von Seiten führender Banken wird bis 2013 von einem tendenziell steigenden Euro gegenüber dem US-Dollar ausgegangen. Wir begegnen in dieser Situation diesem Risiko durch lokale Fertigung in den USA und verstärkten Zukauf aus dem Dollar-Währungsraum.

14.3. CHANCEN UND RISIKEN AUS TECHNOLOGISCHEN ENTWICKLUNGEN

Als Anbieter von Technologie zur Herstellung und Bearbeitung von Materialien und Komponenten für Hightech-Branchen, bei deren Herstellung Vakuum und hohe Temperatur eine entscheidende Rolle spielen, bestehen die Chancen, dass sich durch neue Anwendungsfelder für in unseren Anlagen hergestellte Materialien ein zusätzlicher Bedarf entwickelt oder durch die Forschung neue Anforderungen an Materialien definiert werden, die einen neuen Anlagentypus erforderlich machen. Zusammen mit unseren Kunden können wir jederzeit entsprechend diesen neuen Anforderungen neue Anlagen entwickeln und bauen. Nahezu alle von uns gebauten Anlagen sind kundenspezifisch entwickelt worden, sodass wir eine lange Tradition und Erfahrung in technologisch anspruchsvollen Märkten aufweisen können. Reine Atmosphäre – durch Vakuum erzeugt – und hohe Temperatur sind von grundlegender Bedeutung, um die Eigenschaften von Materialien zu beeinflussen, und werden auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, um hochwertige Materialien herzustellen. Das Risiko der Auftragsverluste durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchenspezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden und Forschungsinstituten weltweit verfolgt und eingeschätzt. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte wird neben der laufend vorgenommenen Entwicklungstätigkeit u. a. in einem betriebseigenen Technologiezentrum (CCIC – Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen) sowie durch das Betreiben eigener Dienstleistungszentren, in denen Werkstoffe und Materialien für Kunden prozessiert werden, zusätzlich gesichert. In besonders hohem Maße kommen dort die Entwicklungsabteilungen des Unternehmens mit neuesten Anforderungen an die Werkstoff- und Materialbeschaffenheit von Seiten der Kunden in Kontakt. Die hohe technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt entscheidend davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, sodass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Konzerns sichert. Die technische Komplexität unserer Produkte und die hohen Kundenanforderungen bergen unter Umständen ebenfalls Qualitätsrisiken, die sich in erhöhten Gewährleistungsaufwendungen niederschlagen können.

14.4. CHANCEN UND RISIKEN AUS ZULIEFERUNGEN

Durch die geringe Wertschöpfungstiefe bei der Produktion unserer Anlagen kann die PVA TePla flexibel auf Marktschwankungen reagieren. Eigene Produktionskapazitäten müssen lediglich in sehr geringem Umfang vorgehalten werden, sodass die Produktion je nach Auftragslage schnell ausgeweitet, aber auch schnell zurückgefahren werden kann. Aufgrund des prognostizierten weltweit fallenden Wirtschaftswachstums hat sich die Wahrscheinlichkeit von Kapazitätsengpässen aufseiten der Zulieferer verringert. Auch die Preise für Rohstoffe (z. B. für Edelstahl und Kupfer) sind tendenziell abwärts gerichtet. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die Auswahl und Qualifikation von Lieferanten und eine intensive Begleitung unserer Lieferanten begegnet. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird dadurch begrenzt, dass mehrere Lieferanten für wichtige Komponenten qualifiziert werden und die Zulieferungen auf diese Lieferanten aufgeteilt werden. Das Ausfallrisiko von Lieferanten (z. B. durch Insolvenzen) wird durch eine gezielte Auswahl und Qualifizierung alternativer Lieferanten, auch im Ausland, erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem und eine angemessene Haftungsdeckung durch Versicherungen geachtet.

14.5. CHANCEN UND RISIKEN AUS DEN THEMEN PERSONAL UND KAPAZITÄTEN

Die Komplexität unserer Systeme bedingt nicht nur sehr gut ausgebildete und hoch qualifizierte Mitarbeiter, sondern auch intensive Fortbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter im Unternehmen. Altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter geben ihr Know-how in der Regel über einen langen Zeitraum an neu eingestellte Mitarbeiter weiter, um sie mit den komplexen Anlagen intensiv vertraut zu machen. Der hohe Grad an Ausbildung und das hohe Maß an Erfahrung der Mitarbeiter tragen dazu bei, den Technologievorsprung gegenüber den Wettbewerbern zu halten und zu verhindern, dass neue Anbieter mit vergleichbaren Systemen auf den Markt kommen. Das Personalkapazitätsrisiko liegt weiterhin besonders bei der Rekrutierung und Integration von kompetentem Führungs- und Fachpersonal zur Substitution insbesondere altersbedingt ausscheidender Führungs- und Fachkräfte und zur Bewältigung von Wachstum und der Einführung neuer Technologien, soweit entsprechendes Personal nicht aus eigenen Reihen entwickelt werden kann. Die Suche nach hochqualifiziertem Personal hat sich in der jüngeren Vergangenheit eher entspannt. Es werden Kontakte zu verschiedenen Ausbildungsstätten und Hochschulen unterhalten und ausgebaut, um geeignetes Personal zu finden. Eine nennenswerte Personal-Fluktuation ist über die letzten Jahre nicht zu erkennen. Insgesamt hat das Thema Personalqualität und -kapazität das Geschäft der PVA TePla bislang weder behindert noch ist dieses zu erwarten. Die freien Positionen konnten angemessen besetzt werden, ein nennenswerter Personalaufbau ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht notwendig. Im Falle des Ausbleibens von Aufträgen kann es zu Personalüberhängen in einzelnen Geschäftsbereichen bzw. Tochtergesellschaften kommen. Die Erhöhung der Montagetiefe, die Reduzierung von Leih- und Zeitarbeitskräften, die Ausnutzung flexibler Arbeitszeitmodelle und der Ausgleich von Kapazitäten zwischen den einzelnen Standorten sind mögliche Maßnahmen zur Kapazitätsanpassung. Im Geschäftsbereich Solar Systems ist aufgrund der bislang vorhandenen Aufträge eine Auslastungslücke zur Jahresmitte zu erwarten. Hier sind ggf. weitere temporäre Maßnahmen zur Reduzierung der Kapazitäten notwendig. Zur Nutzung der Wachstumschancen in diesem Bereich und zur Aufrechterhaltung der Fähigkeiten zur Abwicklung auch großer Aufträge ist aber die weitgehende Beibehaltung der vorhandenen Kapazitäten und damit auch des Know-hows notwendig.

Alle Unternehmen (mit Ausnahme der PVA TePla Analytical Systems GmbH), an denen die PVA TePla AG zu mehr als 50 % beteiligt ist, sind im Rahmen ihrer Qualitätssicherung nach ISO 9001 / 2000 zertifiziert. Die Aufrechterhaltung eines auf jedes Konzernunternehmen zugeschnittenen Qualitätssicherungssystems wird von einer zentralen Stelle unterstützt und überwacht. Auch der Abschluss geeigneter Versicherungen zur Abdeckung der verschiedenen Betriebsrisiken wird für die Konzernunternehmen von einer zentralen Stelle koordiniert. Das Risiko des Ausfalls eigener Maschinen ist eher von untergeordneter Bedeutung, da wenige Werkzeugmaschinen im Einsatz (die Produktion hat den Schwerpunkt bei Montage- und Inbetriebnahme-Tätigkeiten) und auch ausreichend geeignete Maschinen bei nahen Unterlieferanten vorhanden sind. An den eigenen Plasmaanlagen und Vakuum-Lötanlagen kann präventive Wartung und rascher Ausfallservice selbst durchgeführt werden.

14.6. CHANCEN UND RISIKEN IN VERBINDUNG MIT IT

Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren und andere Schadsoftware (z. B. sogenannte Trojaner) werden durch regelmäßige und angemessene Datensicherung, durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen externe Einflüsse (z. B. aktueller Virenschutz, Firewall) und durch geeignete Zugangskontrollen reduziert. Weitere technische Maßnahmen sind der Einsatz hoch verfügbarer Systeme mit angemessenen Redundanzen und zentraler Speicherlösungen. Ende 2011 wurde die Einführung einer neuen eBanking-Software vorbereitet. Sie wird der Vereinheitlichung der Systeme an den unterschiedlichen Standorten und einer Konsolidierung hin zu einer übergreifenden Lösung mit einer optimalen Rechtevergabe und einer besseren Steuerungs- und Auswertungsmöglichkeit dienen. Mit der Einführung einer neuen E-Mail-Archivierung auf Basis von Symantec Enterprise Vault wird eine revisionssichere Ablage aller geschäftskritischen E-Mails garantiert. Dies wurde vor dem Hintergrund bestehender gesetzlicher Regelungen durchgeführt und um wichtige Informationen im Bedarfsfall langfristig zur Verfügung stellen zu können.

14.7. CHANCEN UND RISIKEN IN VERBINDUNG MIT FINANZINSTRUMENTEN

Im Rahmen der eigentlichen Geschäftstätigkeit der PVA TePla entstehen Finanzinstrumente (z. B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit werden Finanzinstrumente eingesetzt (z. B. Darlehen von Banken) oder es entstehen auch hieraus Finanzinstrumente (z. B. Anlage kurzfristig überschüssiger Liquidität). Zusätzlich werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit (z. B. Wechselkursrisiken) oder aus der Finanzierung (z. B. Zinsrisiken) zu beseitigen oder zu begrenzen. Ein isolierter Einsatz von Finanzinstrumenten ohne Verbindung zur eigentlichen Geschäftstätigkeit erfolgt nicht. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken der einzelnen relevanten Kategorien von Finanzinstrumenten dargestellt (weitere Angaben hierzu siehe Textziffer 31. des Konzernanhangs):

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:

Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebs werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, für Einzelsysteme beginnend mit durchschnittlich 30 % bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Darüber hinaus werden gegen Forderungsausfälle in der Regel Zahlungssicherheiten (z. B. Akkreditive) vereinbart und ein intensives Forderungscontrolling durchgeführt.

Im Gegensatz dazu muss der Konzern seinerseits nur bei wenigen Lieferanten eine Anzahlung leisten. Darüber hinaus optimiert der Konzern seinen externen Liquiditätsbedarf durch eine rollierende Liquiditätsvorschau der dem Konzern angehörenden Unternehmen und durch kurzfristige Darlehensgewährungen innerhalb des Konzerns. Dem Konzern stehen sowohl ausreichende Kreditlinien zur kurzfristigen Finanzierung des Geschäfts einschließlich der Ausweitung des Geschäftsvolumens als auch ausreichende Avallinien zur Gewährung von Anzahlungsgarantien für Kunden zur Verfügung. In diesem Bereich können mit den uns begleitenden Banken im Falle von Großaufträgen spezielle Projektlinien zusätzlich vereinbart werden, sodass die bestehenden Linien weiterhin für Abwicklung und Ausbau des Standardgeschäfts zur Verfügung stehen.

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.

Sonstige Forderungen:

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte:

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen ein kurzfristiges Schuldscheindarlehen, das durch den Einlagensicherungsfond abgesichert ist.

Geleistete Anzahlungen:

Anzahlungen werden von den einzelnen Konzernunternehmen im Wesentlichen nur bei Lieferanten für größere Zulieferungen/Hauptkomponenten geleistet, grundsätzlich erfolgen auf der Beschaffungsseite Anzahlungen gegen eine entsprechende Anzahlungsbürgschaft. Aufgrund dieser Absicherung besteht für den Konzern kein erkennbares Risiko.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente:

Auf Basis der guten Liquiditätslage im Verlauf des Geschäftsjahres 2011 wurde überschüssige Liquidität zur Erzielung von Zinserträgen angelegt. Diese Anlagen erfolgten in risikolosen Instrumenten (z. B. Termingelder) mit einem jeweiligen Zeithorizont von weniger als zwölf Monaten. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.

Finanzverbindlichkeiten:

Der wesentliche Inhalt dieses Postens sind die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Bankdarlehen.

Diese Darlehen sind vollständig entweder mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit vereinbart oder im Falle von Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen.
Ein nennenswertes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze ist grundsätzlich nicht vorhanden.
Allerdings ergibt sich eine besondere Situation daraus, dass die Darlehen auch zum 31. Dezember 2011 aufgrund der guten Liquiditätslage zur Vermeidung von Zinsaufwendungen nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen worden sind. Da die Marktzinssätze zum Bilanzstichtag niedriger waren als die den Sicherungsgeschäften zugrunde liegenden Zinssätze, wurde im Konzernabschluss eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 972 (VJ TEUR 736), im Einzelabschluss der PVA TePla eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 949 (VJ TEUR 712) notwendig.
Ein Kreditrisiko besteht nicht, da die Vertragspartner ihren Verpflichtungen – mit Ausnahme des nicht in Anspruch genommenen weiteren Darlehens zur Finanzierung der Neubaumaßnahmen – bereits vollständig nachgekommen sind.
Aufgrund der gegenwärtigen Auftrags- und Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen sehen wir auch kein relevantes Liquiditätsrisiko.
Es besteht kein Risiko aus der Nichteinhaltung von financial covenants, da solche Vereinbarungen bislang vermieden werden konnten.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:

Hier handelt es sich um kurzfristige Positionen, die fast ausschließlich in Euro abgerechnet werden. Ein relevantes Markt- und Kreditrisiko liegt somit nicht vor.
Aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen besteht kein Liquiditätsrisiko.

Sonstige Verbindlichkeiten:

Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht kein nennenswertes Marktrisiko.

Wechselkurssicherung:

Der Konzern – dies gilt auch für die PVA TePla AG – realisiert einen Großteil seiner Umsätze im Ausland. Die Fakturierung der Aufträge auch außerhalb des Euroraums erfolgt überwiegend in Euro. Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet. Da es sich in Verbindung mit dem Grundgeschäft um geschlossene Positionen handelt, bei denen Zahlungsbeträge und -termine aufeinander abgestimmt sind, besteht kein nennenswertes Marktrisiko. Die Kalkulationen der Grundgeschäfte basieren auf den jeweiligen abgesicherten Terminkursen.
Bedingt durch die bereits oben genannte weltweite Lieferantenauswahl erfolgt teilweise eine Beschaffung in Fremdwährungen. Über Natural Hedging (natürliche Absicherung) werden US-Dollar-Bestände für Zahlungsverpflichtungen im geringeren Ausmaß genutzt. Sonstige Fremdwährungsverpflichtungen und größere US-Dollar-Zahlungen werden über Devisentermingeschäfte gesichert, die dem Grundgeschäft in ihrer Zahlungsstruktur entsprechen und damit das Wechselkursrisiko vermeiden. Zu den Risiken im Bereich der Zulieferung/Materialbeschaffung verweisen wir auf die obigen Ausführungen.
Das Kredit- und Liquiditätsrisiko liegt in den Lieferforderungen aus dem Grundgeschäft. Wir verweisen dazu auf unsere obigen Ausführungen zu diesem Thema.

Zinssicherung:

Ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Neubauten wurde als Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen abgeschlossen und durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen.
Im Hinblick auf die Risiken dieser Finanzinstrumente verweisen wir daher auf unsere obigen Ausführungen zu Finanzverbindlichkeiten.

14.8. CHANCEN UND RISIKEN AUS STEUERLICHEN THEMEN

Aufgrund des Umfangs von Großaufträgen aus dem Ausland hat die Komplexität der zugehörigen steuerlichen Themen zugenommen. Dazu zählen vor allem die Themenkreise Verrechnungspreise im Geschäft zwischen den Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe, Umsatzsteuern vor allem auf Dienstleistungen und steuerliche Regelungen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden. Wir bearbeiten diese Themen in enger Zusammenarbeit mit unseren steuerlichen Beratern und sehen hier keine nennenswerten Risiken.

14.9. EXISTENZBEDROHENDE RISIKEN

Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden können, sind nicht erkennbar.

15. RISIKOMANAGEMENT

Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die daraus resultierende Risikostrategie bewertet die Risiken und die Chancen unternehmerischen Handelns. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und gegebenenfalls optimiert. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein „Risikohandbuch“ mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d. h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken, ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.

Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das System umfasst auch eine jährliche Risikoinventur, in der die relevanten Risiken für den Konzern erfasst und in ihrer Relevanz und ihren möglichen Auswirkungen bewertet werden. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.

In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2011 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft / des Konzerns weiter optimiert und an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst.

Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt. Auf dieser Basis sollen alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden. Als erste Teilbereiche wurden die Zahlungen an Vorstand und Geschäftsbereichsleiter, die Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. sowie die Materialwirtschaft am damaligen Standort Aßlar untersucht. 2010 wurden diese Prüfungen z. B. für die Betriebsstätte PVA TePla Danmark und 2011 für die Vertriebsabteilung am Standort Wettenberg und die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems am Standort Westhausen fortgesetzt.

16. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS

Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der rechtlichen und satzungsgemäßen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut.

Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des Internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.

Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht.

Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Im Zuge der Implementierung des neuen Buchhaltungssystems wurden hier bislang manuell vorgenommene Kontrollen teilweise automatisiert sowie das Fehlerpotenzial durch die optimierte Datenintegration weiter verringert.

Die Konsolidierung der Abschlüsse erfolgt durch einen externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Zusätzlich erfolgen intensive Kontrollen der Daten und Ergebnisse durch das zentrale Konzerncontrolling. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein Internes Kontrollsystem noch ein Risikomanagementsystem absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

17. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Zum 31. Dezember 2011 setzt sich das gezeichnete Kapital der PVA TePla AG aus 21.749.988 nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € zusammen.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen

Beschränkungen von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien liegen nicht vor.

Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen hatte am 31. Dezember 2011 die PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg, mit 25,2 % einen Anteil von mehr als 10 % an den Stimmrechten.

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen

Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.

Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern

Es liegt keine Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern vor.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder

Die Bestellung der Vorstände der PVA TePla AG erfolgt gemäß § 84 AktG und nach § 6, Artikel 2 und 3 der Satzung der PVA TePla AG. Dort ist Folgendes geregelt:

Artikel 2: Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestimmung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands.
Artikel 3: Die Bestellung eines Vorstandsmitglieds endet in jedem Fall mit der Vollendung des 65. Lebensjahres.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf

Zum 31. Dezember 2011 hat der Vorstand die Ermächtigung der Hauptversammlung, im Rahmen des genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 10.874.994,00 neue Aktien bis zum 14. Juni 2012 aus Zugeben. Der Vorstand hat keine Befugnis, Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen.

Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Die aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Banken gehen von einer im Wesentlichen unveränderten Struktur der Gesellschafterverhältnisse aus und sehen für den Fall des Kontrollwechsels Neuverhandlungen bzw. in einem Fall ein Kündigungsrecht seitens der Bank vor. Ebenfalls sehen die Bestimmungen für ein öffentlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein Sonderkündigungsrecht des Fördergebers im Fall des Kontrollwechsels vor. Darüber hinaus liegen keine Vereinbarungen der Gesellschaft vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen.

Entschädigungsvereinbarungen – der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern – für den Fall eines Übernahmeangebots

Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für Mitglieder des Vorstands oder für Arbeitnehmer im Fall eines Übernahmeangebots.

18. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB sowie der Vergütungsbericht sind als Teil des Corporate Governance Berichts (Compliance Bericht) auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich „Investor Relations – Corporate Governance” oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/ pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance und als Teil des Corporate Governance Berichts in diesem Geschäftsbericht einsehbar. Der Vergütungsbericht enthält die Darstellung der Grundzüge des Vergütungssystems gemäß § 289 Nr. 5 HGB und ist Bestandteil des Lageberichts.

19. ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Die PA Beteiligungsgesellschaft mbH verfügte auf der Hauptversammlung 2011 der PVA TePla AG über die Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Der Vorstand der PVA TePla AG hat daher für das Geschäftsjahr 2011 einen Abhängigkeitsbericht für alle Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG erstellt.

Der Bericht für das Geschäftsjahr 2011 enthält folgende Schlusserklärung des Vorstands: „Wir erklären, dass unsere Gesellschaft nach den Umständen, die uns in dem zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte mit verbundenen Unternehmen im Sinne des § 312 AktG vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen.“

20. AUSBLICK

Die Aussagen in diesem Kapitel wurden auf der Basis des aktuellen Konzernportfolios und der oben dargestellten Annahmen über die zukünftige gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Entwicklung getroffen. Die tatsächlichen Ergebnisse können wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen im nachhinein als unzutreffend erweisen.

Für den GB Industrial Systems wird 2012 von einem hohen Umsatz auf dem niveau des Vorjahres ausgegangen und ein leichtes Wachstum in den Folgejahren erwartet. Im GB Semiconductor Systems wird das Umsatzniveau unter anderem aufgrund des hohen Auftragsbestands zum 31. Dezember 2011 höher als im vorangegangenen Geschäftsjahr ausfallen, für die Folgejahre wird von einer leichten Steigerung des Umsatzes in diesem Geschäftsbereich ausgegangen. Deutlich geringer als in den Vorjahren wird 2012 der Umsatz im GB Solar Systems ausfallen. Dem zurzeit herrschenden schwierigen Marktumfeld in der Photovoltaikindustrie muss aller Voraussicht nach Rechnung getragen werden. Allerdings wird für die nächsten Jahre wieder mit einem deutlichen Umsatzwachstum gerechnet, unterstützt durch technologische Weiterentwicklungen unserer Kristallzuchtanlagen und den Trend zu höheren Effizienzen der Solarmodule.

Der Vorstand der PVA TePla erwartet für das Geschäftsjahr 2012 einen Konzernumsatz in Höhe von 120 – 130 Mio. € und eine EBIT-Marge in einer Bandbreite von 8 – 10 %. Der vorliegende Auftragsbestand zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 74,9 Mio. € sowie die im ersten Quartal eingegangenen Aufträge unterstreichen diese Prognose. Für das Jahr 2013 wird für die PVA TePla-Gruppe ein Umsatzwachstum bei stabilen Ergebnismargen erwartet. Die Entwicklung über das Jahr 2012 hinaus ist aufgrund der oben dargestellten weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht sicher einzuschätzen. Aufgrund der Erwartungen und langfristigen positiven Prognosen zur weiteren Entwicklung der für die PVA TePla-Gruppe relevanten Märkte sowie der Umsetzung der im Rahmen des Strategieprojekts verabschiedeten Maßnahmen gehen wir für die Folgejahre von einem Wachstum des Geschäftsvolumens aus. In diesem Kontext wird von Seiten des Unternehmens an einer Erweiterung des Produktportfolios insbesondere im Produktbereich Vakuumanlagen gearbeitet. zurzeit werden verschiedene strategische Optionen ausgearbeitet, die sowohl die Möglichkeit von Akquisitionen als auch eine forcierte Umsetzung von Entwicklungen aus eigenem Hause umfassen.

Für unsere mittelfristige Zielsetzung erwarten wir eine EBIT-Marge in der Größenordnung von 10 – 12 %.

Bei isolierter Betrachtung der PVA TePla AG ist für das Geschäftsjahr 2012 ein Umsatz in der Größenordnung von 120 Mio. € und ein Ergebnis auf dem niveau des Jahres 2011 zu erwarten.

Wettenberg, 19. März 2012

PVA TePla AG

Vorstand

Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands

Arnd Bohle, Vorstand Finanzen

Konzernabschluss FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011

KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2011

PVA TePla AG, Wettenberg

AKTIVA

scroll

in TEUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (4) 8.376 8.705
Geschäfts- oder Firmenwert 7.615 7.615
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 761 1.090
Sachanlagen (5) 33.861 34.104
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.675 29.504
Technische Anlagen und Maschinen 3.414 2.639
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.764 1.961
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8 0
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (6) 432 453
Finanzielle Vermögenswerte (7) 9 18
Latente Steueransprüche (13) 2.633 2.922
Summe langfristige Vermögenswerte 45.311 46.202
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (8) 23.674 20.953
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.975 9.840
Unfertige Erzeugnisse 8.931 5.198
Fertige Erzeugnisse und Waren 3.768 5.915
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen (9) 22.828 5.832
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen (10) 20.274 17.022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.570 13.666
Geleistete Anzahlungen 2.352 1.471
Sonstige kurzfristige Forderungen 2.352 1.885
Steuererstattungsansprüche 1.431 447
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (12) 1.001 1.001
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (11) 14.612 30.280
Summe kurzfristige Vermögenswerte 83.820 75.535
Summe Aktiva 129.131 121.737
Passiva
in TEUR Anhang 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital (14)
Gezeichnetes Kapital 21.750 21.750
Gewinnrücklagen 39.140 33.255
Sonstige Rücklagen -277 -224
Anteile anderer Gesellschafter -315 -309
Summe Eigenkapital 60.298 54.472
Langfristige Schulden
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (16) 8.742 12.890
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 773 486
Pensionsrückstellungen (17) 8.396 8.069
Latente Steuerverbindlichkeiten (27) 2.757 3.125
Sonstige langfristige Rückstellungen (18) 279 223
Summe langfristige Schulden 20.947 24.793
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (19) 4.154 1.150
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.066 4.330
Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen (20) 1.641 1.682
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (21) 16.651 13.510
Abgegrenzte Schulden (22) 7.354 6.759
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (23) 1.448 1.289
Steuerrückstellungen 1.732 1.992
Sonstige kurzfristige Rückstellungen (18) 8.840 11.760
Summe kurzfristige Schulden 47.886 42.472
Summe Passiva 129.131 121.737

Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2011

scroll

in TEUR Anhang 01.01.–31.12.2011 01.01.–31.12.2010
Umsatzerlöse (24) 132.586 120.366
Herstellungskosten des Umsatzes -101.461 -89.138
Bruttoergebnis vom Umsatz 31.125 31.228
Vertriebskosten -10.357 -9.049
Allgemeine Verwaltungskosten -8.227 -8.705
Forschungs- und Entwicklungskosten (25) -5.508 -4.833
Sonstige betriebliche Erträge 9.063 7.446
Sonstige betriebliche Aufwendungen -2.375 -3.860
Restrukturierungsaufwendungen 0 -200
Betriebsergebnis 13.721 12.027
Erträge aus assoziierten Unternehmen 0 -394
Finanzerträge 300 224
Finanzierungsaufwendungen -1.387 -1.119
Finanzergebnis und Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -1.087 -1.289
Ergebnis vor Steuern 12.634 10.738
Ertragsteuern (27) -3.493 -3.224
Konzernjahresüberschuss 9.141 7.514
Davon
Ergebnisanteil der Aktionäre der PVA TePla AG 9.147 7.524
Ergebnisanteil anderer Gesellschafter -6 -10
Konzernjahresüberschuss 9.141 7.514
Ergebnis pro Aktie (unverwässert/verwässert)
Ergebnis pro Aktie (unverwässert) in EUR (28) 0,42 0,35
Ergebnis pro Aktie (verwässert) in EUR 0,42 0,35
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) 21.749.988 21.749.988
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) 21.749.988 21.749.988

GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2011

scroll

in TEUR 01.01.–31.12.2011 01.01.–31.12.2010
Ergebnis nach Steuern 9.141 7.514
davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend 9.147 7.524
davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend -6 -10
direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen:
Währungsdifferenzen -23 242
Ertragsteuern -15 -76
Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsdifferenzen) -38 166
Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten -22 22
Ertragsteuern 7 -6
Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (derivative Finanzinstrumente) -15 16
Summe der im Eigenkapital erfassten Veränderungen nach Steuern -53 182
davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend -53 182
davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend 0 0
Gesamtergebnis 9.088 7.696
davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend 9.094 7.706
davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend -6 -10

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2011

scroll

in TEUR 01.01.–31.12.2011 01.01.–31.12.2010
Konzernjahresüberschuss 9.141 7.514
Anpassungen des Konzernjahresüberschusses für die Überleitung zum Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit:
+ Ertragsteueraufwand 3.493 3.224
- Finanzerträge -300 -224
+ Finanzierungsaufwendungen 1.387 1.119
\= Operatives Ergebnis 13.721 11.633
- Ertragsteuerzahlungen -4.719 -8.167
+ Abschreibungen 2.862 2.843
- Erträge aus assoziierten Unternehmen 0 394
-/+ Gewinn /Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 4 109
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -188 -96
11.680 6.716
-/+ Zunahme /Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva -22.749 7.309
+/- Zunahme / Abnahme der Rückstellungen -2.775 -600
+/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva 5.714 -2.207
\= Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit -8.130 11.218
+ Einzahlungen aus assoziierten Unternehmen 0 245
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 9 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen 2 26
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -2.271 -2.547
+ Zinseinzahlungen 300 224
\= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -1.960 -2.052
+ Auszahlungen an Gesellschafter (Dividenden und Kapitalrückzahlungen) -3.262 -4.350
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz)-Krediten 0 890
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten -1.178 -1.398
+/- Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten -1 -1.499
- Zinsauszahlungen -1.150 -1.137
\= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -5.591 -7.494
Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente -15.681 1.672
+/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel 13 239
+ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode 30.280 28.369
\= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode 14.612 30.280

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

scroll

in TEUR Ausgegebene Stückaktien Gewinnrücklagen Sonstige Eigenkapital- Bestandteile Gesamt
Anzahl
--- --- --- --- --- ---
Stand 01.01.2010 21.749.988 21.750 30.081 -406 51.425
Gesamtergebnis 7.524 182 7.706
Dividende -4.350 0 -4.350
Stand 31.12.2010 21.749.988 21.750 33.255 -224 54.781
Stand 01.01.2011 21.749.988 21.750 33.255 -224 54.781
Gesamtergebnis 9.147 -53 9.094
Dividende -3.262 0 -3.262
Stand 31.12.2011 21.749.988 21.750 39.140 -277 60.613

scroll

in TEUR Anteile anderer Gesellschafter Eigenkapital Gesamtes
Stand 01.01.2010 -299 51.126
Gesamtergebnis -10 7.696
Dividende 0 -4.350
Stand 31.12.2010 -309 54.472
Stand 01.01.2011 -309 54.472
Gesamtergebnis -6 9.088
Dividende 0 -3.262
Stand 31.12.2011 -315 60.298

Konzernanhang FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2011

PVA TePla AG, Wettenberg

A. ALLGEMEINE ANGABEN UND GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG

1. ALLGEMEINE ANGABEN

Sitz und Rechtsform des Unternehmens

Die PVA TePla AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht Gießen unter der Nummer HRB 6845 registriert. Der Sitz der Gesellschaft ist in 35435 Wettenberg, Deutschland.

Geschäftstätigkeit

Die PVA TePla AG und ihre Tochtergesellschaften („PVA TePla“ oder der „Konzern“) sind weltweit agierende Anbieter von Systemen für die Herstellung, Veredelung, Weiterbearbeitung von hochwertigen Werkstoffen wie Metalle, Halbleiter, Keramiken, Gläser, aber auch für die kontrollierte Oberflächenbehandlung dieser Materialien und verschiedenster Kunststoffoberflächen. Derartige Produktions- und Behandlungsprozesse erfordern stabile, reproduzierbare Bedingungen. Sie finden daher meist im Vakuum oder unter Schutzgasatmosphäre, bei hohen Temperaturen und / oder mit Unterstützung eines Niederdruck-Plasmas statt. Hinzu kommen Systeme für die Qualitätskontrolle hochwertiger Materialien.

Die PVA TePla ist Anbieter für Vakuumanlagen, die Hightech-Materialien und Oberflächen im Vakuum bei hohen Temperaturen und im Plasma erzeugen und bearbeiten. Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel 300 mm-Silizium(Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe für Weltraumspiegel, Produktionstechnologien für Metallpulver, zum Beispiel für Hartmetalle sowie Produktionstechnologien für Flachbildschirme. Dieser Markt wird existieren, solange Hightech-Werkstoffe hergestellt und weiter entwickelt werden. Die Felder Erzeugung ultradünner Wafer bzw. Plasma-Nitrierung nach dem Puls-Plasma-Verfahren und Plasmabeschichtung vergrößern das bestehende Produktportfolio der PVA TePla. Ergänzt wird das Produktportfolio durch Systeme zur zerstörungsfreien Materialprüfung und Qualitätskontrolle auf der Basis optischer Technologien und mit Ultraschall.

Die Märkte der PVA TePla zeichnen sich durch eine begrenzte Anbieterzahl, globale Dimensionierung und technologisch anspruchsvolle Marktnischen aus.

PVA TePla unterhält weltweite Geschäftsbeziehungen über ihre Standorte in Deutschland, den USA, Dänemark, China und Singapur.

Das Geschäftsjahr der PVA TePla AG und ihrer Tochtergesellschaften ist das Kalenderjahr.

Der Konzern gliedert seine Geschäftsaktivitäten und somit seine Berichterstattung in die drei Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems.

Allgemeine Grundsätze und Rechnungslegungsstandards

Seit dem Geschäftsjahr 2005 ist die PVA TePla als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der EU verpflichtet, den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) aufzustellen und zu veröffentlichen. Der Konzernabschluss der PVA TePla für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 ist daher nach den IFRS in der zum Abschlussstichtag gültigen Fassung des International Accounting Standards Board (IASB) und den verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRS IC) aufgestellt.

Darüber hinaus enthält der Anhang gemäß § 315a Abs. 1 HGB bestimmte Angaben zu Regelungen des HGB. Gemäß § 315a HGB i.V.m. § 315 HGB ist der Konzernabschluss nach IFRS um einen Konzernlagebericht ergänzt worden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PVA TePla.

Neue Verlautbarungen des IASB

Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards mit möglicher Relevanz für den PVA TePla-Konzern herausgegeben. Die noch nicht verpflichtend anzuwendenden und von der EU-Kommission noch nicht übernommenen Regelungen sind von PVA TePla auch nicht vorzeitig angewandt worden.

Folgende Standards werden nach der Übernahme durch die EU-Kommission Auswirkungen auf die Bilanzierung der PVA TePla AG haben:

IFRS 9 „Finanzinstrumente“

Der Standard wird IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ ersetzen. Mit IFRS 9 werden neue Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten eingeführt. Vorschriften für die Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten und für die Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten wurden aus IAS 39 übernommen.

IFRS 9 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Unternehmen haben die Wahl, den Standard vorzeitig anzuwenden. Eine Anwendung kann erst nach Übernahme für die Anwendung in Europa erfolgen, diese steht derzeit noch aus.

scroll

Standard/ Interpretation Anwendungspflicht Übernahme durch EU-Kommission* Auswirkungen
IFRS 1 Hyperinflation und Streichung der festen Daten für erstmalige Anwender 01.07.2011 Nein Keine
IFRS 7 Änderungen an IFRS 7 01.01.2013 Nein Ausweisänderungen
IFRS 9 Finanzinstrumente (ersetzt IAS 39) 01.01.2015 Nein Bewertung von finanziellen Vermögenswerten
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01.01.2013 Nein Ersetzt bisherige Regelung des IAS 27
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 01.01.2013 Nein Gemeinschaftsunternehmen sind künftig nur noch nach der Equity-Methode zu bilanzieren
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen 01.01.2013 Nein Erweitere Angaben
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 01.01.2013 Nein Erweitere Zeitwertermittlung sowie Anhangangaben
IAS 1 Änderungen an der Darstellung des Abschlusses 01.07.2012 Nein Erweiterte Darstellung der Gesamtergebnisrechnung
IAS 12 Latente Steuern: Realisierung der zugrunde liegenden Vermögenswerte 01.01.2012 Nein Keine
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 01.01.2013 Nein Bilanzielle Abbildung und Anhangangaben zur Finanzierungsstrategie
IAS 27 Separate Abschlüsse nach IFRS 01.01.2013 Nein Keine
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 01.01.2013 Nein Keine, solange keine Anteile an assoziierten Unternehmen bestehen
IAS 32 Finanzinstrumente 01.01.2014 Nein Ausweisänderungen
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase 01.01.2013 Nein Keine

* Stand: 26. Januar 2012

IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“

Der Standard bietet Hilfestellungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts (Fair-Value), soweit dieser als Wertmaßstab nach anderen IFRS-Standards vorgeschrieben ist. Zielsetzung ist die standardübergreifende Vereinheitlichung des Fair-Value-Begriffs und der bei der Fair-Value-Ermittlung anzuwendenden Methoden sowie insbesondere auch der mit der Fair-Value-Bewertung einhergehenden Anhangangaben.

Der neue Standard ist verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, anzuwenden. Das EU-Endorsement steht noch aus.

IAS 1 „Darstellung des Abschlusses“

Durch die Änderungen an IAS 1 wird die Erfolgsgröße „sonstiges Ergebnis“ (OCI) künftig danach aufgespaltet, ob die darin erfassten Aufwendungen und Erträge zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung recycelt werden.

Insgesamt führen die Änderungen zu einer transparenteren und vergleichbareren Darstellung des sonstigen Ergebnisses. IAS 1 in der geänderten Fassung ist ab dem 1. Juli 2012 anzuwenden.

IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“

Die bedeutendste Änderung des IAS 19 besteht darin, dass künftig unerwartete Schwankungen der Pensionsverpflichtungen sowie etwaiger Planvermögensbestände, sog. versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, unmittelbar im sonstigen Ergebnis (other comprehensive income, OCI) erfasst werden müssen. Das bisherige Wahlrecht zwischen sofortiger Erfassung im Gewinn oder Verlust, im sonstigen Ergebnis (OCI) oder der zeitverzögerten Erfassung nach der sog. Korridormethode wird abgeschafft.

Die Anwendung des Standards erfolgt nach Übernahme in das EU-Recht zum 1. Januar 2013.

Neue Standards und Interpretationen werden im Regelfall erst zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung von der PVA TePla AG umgesetzt.

Berichtswährung und Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates), die sich an dem primären Wirtschaftsumfeld orientiert. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden sowie der Haftungsverhältnisse und der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgt grundsätzlich zu dem am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurs (Mittelkurs). Dagegen werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittswechselkurs des Geschäftsjahres, das Eigenkapital zum historischen Wechselkurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus Wechselkursveränderungen zwischen einzelnen Geschäftsjahren entstehen, werden unter der Position „Sonstige Rücklagen“ im Eigenkapital ausgewiesen. Die Bewertung in den Folgeperioden erfolgt gemäß IAS 21.23.

Kumulierte Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung von Tochtergesellschaften wurden zum Übergangszeitpunkt (1. Januar 2004) nicht auf null gestellt, sondern als gesonderter Posten des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen.

Die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Umrechnungskurse der Länder außerhalb der Eurozone ergeben sich wie folgt:

scroll

EUR = 1 Durchschnittskurs Stichtagskurs
2011 2010 31.12.2011 31.12.2010
--- --- --- --- ---
USA (USD) 1,39101 1,32471 1,29483 1,32521
China (CNY) 8,99281 8,95576 8,23045 8,73362
Dänemark (DKK) 7,45156 7,44657 7,43494 7,45156
Singapur (SGD) 1,74886 1,80447 1,68209 1,71028
Norwegen (NOK) 7,80031 8,00320 7,76398 7,81250

Da alle konsolidierten Tochterunternehmen ihren Sitz in Ländern haben, in denen derzeit keine Hyperinflation herrscht, kommt IAS 29 nicht zur Anwendung.

Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des Managements. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen des Berichtsjahres.

Dies betrifft insbesondere Wertberichtigungen auf Forderungen, den Fertigungsgrad kundenspezifischer Fertigungsaufträge, die Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeiten der sonstigen Rückstellungen, die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie den Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge. Bei der Beurteilung dieser Annahmen und Schätzungen orientiert sich das Management an Erfahrungswerten der Vergangenheit, Einschätzungen von Experten (Juristen, Ratingagenturen, Verbänden) und dem Ergebnis sorgfältiger Abwägung verschiedener Szenarien. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der Bilanzposten erfolgswirksam geändert.

Rundungen

Die in diesem Anhang verwendeten Tabellen und Zahlen basieren auf genau ermittelten Werten, die nachträglich auf TEUR gerundet wurden. Rundungsdifferenzen innerhalb der Tabellen lassen sich daher nicht immer vermeiden.

2. KONSOLIDIERUNG

Konsolidierungskreis

Der vorliegende Konzernabschluss der PVA TePla umfasst vollkonsolidierte Tochtergesellschaften. Voll konsolidiert wurden alle Tochtergesellschaften, bei denen der PVA TePla die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zusteht (Beherrschung).

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011 wurden folgende Gesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen:

scroll

Name Sitz Kapitalanteil
PVA TePla AG (Mutterunternehmen) Wettenberg, Deutschland
PVA TePla America Inc. Corona / CA, USA 100 %
PVA Jena Immobilien GmbH Jena, Deutschland 100 %
PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH Jena, Deutschland 100 %
Xi'an HuaDe CGS Ltd. Xi'an, VR China 51 %
PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH Jena, Deutschland 100 %
PVA Control GmbH Wettenberg, Deutschland 100 %
Plasma Systems GmbH Wettenberg, Deutschland 100 %
PlaTeG GmbH Siegen, Deutschland 100 %
PVA TePla Singapore Pte. Ltd. Singapur 100 %
PVA TePla Analytical Systems GmbH Westhausen, Deutschland 100%
PVA TePla (China) Ltd. Peking, VR China 100%

Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde die Gesellschaft Vakuum Anlagenbau Service GmbH, Hanau (Beteiligung 100 %). Über das Vermögen der Gesellschaft wurde am 25. April 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Die unternehmerische Kontrolle wird daher nicht mehr durch die PVA TePla ausgeübt. Die Beteiligungsbuchwerte der Gesellschaft wurden bereits in den Vorjahren vollständig abgewertet. Gemäß Mitteilung des Insolvenzverwalters vom 12. Dezember 2011 ist das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen.

In Peking wurde das bisherige Vertriebsbüro der PVA TePla AG zum 21. April 2011 in eine eigenständige Gesellschaft, die PVA TePla (China) Ltd., umgewandelt. Diese ist dem Geschäftsbereich Industrial Systems zugeordnet.

Gegenüber dem Konzernabschluss 2010 haben sich sonst keine weiteren Änderungen ergeben.

Konsolidierungsgrundsätze

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind entsprechend IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 (Business Combinations). Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert und mindestens einmal jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach Überprüfung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ertragswirksam vereinnahmt. Bei einem Erwerb von weniger als 100 % der Anteile werden die Anschaffungswerte einer Beteiligung mit den anteiligen Zeitwerten der erworbenen

Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In Höhe der verbleibenden Zeitwerte werden Minderheitenanteile im Eigenkapital ausgewiesen, einschließlich der diesen zustehenden Gewinne und Verluste.

Bei Veränderungen der Anteilsquote der Muttergesellschaft nach Erlangung der Beherrschung (sukzessiver Unternehmenserwerb) wird ein entstehender Unterschiedsbetrag erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

Die in den Wertansätzen der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthaltenen Unterschiedsbeträge werden nach den gleichen Grundsätzen verrechnet, wobei gegebenenfalls eine Anpassung an die im Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erfolgt. Die Konsolidierung erfolgt nach der Equity-Methode entsprechend IAS 28 (Investments in Associates).

Zwischenergebnisse, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Soweit ein Konzernunternehmen mit einem „at equity“ einbezogenen assoziierten Unternehmen Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem „at equity“ einbezogenen assoziierten Unternehmen eliminiert.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus Geschäfts- oder Firmenwerten, die im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen als der Teil des Kaufpreises, der den Nettozeitwert des erworbenen Nettovermögens überstieg, entstanden.

Die Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen vor dem Übergangszeitpunkt wurde unter Inanspruchnahme des Befreiungswahlrechts des IFRS 1 beibehalten. Gemäß IFRS 1 wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Buchwerten nach der vorherigen Rechnungslegung in die IFRS-Eröffnungsbilanz unter Berücksichtigung von Ansatzvoraussetzungen für immaterielle Vermögenswerte und Eventualschulden übernommen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich sowie bei vorliegenden Anhaltspunkten für Wertminderungen einem Werthaltigkeitstest unterzogen und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.

Andere immaterielle Vermögenswerte mit begrenzten Nutzungsdauern werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen ab dem Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft, bewertet. Als Nutzungsdauern werden drei bis acht Jahre (für Software zwischen drei und fünf Jahre) zugrunde gelegt. Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwartete Nutzungsdauer, bei Mietereinbauten bzw. Einbauten in Mieträume gegebenenfalls entsprechend der kürzeren Dauer des Mietvertrages. Erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordnet werden können, sind als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieses Vermögenswertes zu aktivieren. Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen werden als Periodenaufwand gebucht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die zugehörigen kumulierten Abschreibungen werden bei einer Verschrottung oder Veräußerung von Vermögensgegenständen ausgebucht und eventuelle Buchgewinne oder -verluste erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Die Abschreibungen orientieren sich an den steuerlichen Regelungen und unterliegen im Wesentlichen folgenden Nutzungsdauern:

scroll

Jahre
Gebäude 25 – 33
Technische Anlagen und Maschinen 3 – 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 – 14

Abschreibungen von geringwertigen Vermögensgegenständen werden seit dem 1. Januar 2010 im Konzern nach den neuen geltenden steuerlichen Vorschriften der Abschreibungswahlmöglichkeiten durchgeführt: Geringwertige Vermögensgegenstände werden demnach mit einem Anschaffungswert von bis zu EUR 410 sofort abgeschrieben, alle darüber liegenden Anschaffungswerte werden aktiviert und planmäßig über ihre Laufzeit abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert über EUR 150 und unter EUR 1.000, die zwischen dem 1. Januar 2008 und dem 31. Dezember 2009 angeschafft wurden, werden über einen Sammelposten über die Zeit von fünf Jahren linear weiter abgeschrieben.

Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet.

Außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder – falls höher – dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cash Flows aus der Nutzung des Vermögenswertes. Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit im Rahmen eines sogenannten „Impairment-Tests“ überprüft. Der Test ist jährlich durchzuführen und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist.

Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten („cash generating units“) nach IAS 36 (Impairment of Assets) zugeordnet. Dabei dürfen gemäß IAS 36.80 (b) diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten nicht größer sein als ein Segment innerhalb der Segmentberichterstattung. In folgenden Geschäftsbereichen ist ein Geschäfts- oder Firmenwert vorhanden:

Im GB Industrial Systems wird die PlaTeG GmbH wie im Geschäftsjahr 2010 als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit behandelt.

Im GB Semiconductor Systems werden in zwei zahlungsmittelgenerierenden Einheiten die Geschäfts- oder Firmenwerte im Rahmen des Impairment-Tests betrachtet. Dabei handelt es sich um den Produktbereich Kristallzuchtanlagen innerhalb der PVA TePla AG und um die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems GmbH mit Sitz in Westhausen. Auch erfolgt hier die Steuerung und Leitung gesamtheitlich.

Diese Aufteilung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht auch den Ebenen, auf denen die zugehörigen Geschäfts- oder Firmenwerte überwacht und gesteuert werden.

Der erzielbare Betrag wird für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit als Nutzungswert mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Bei dieser Methode werden auf Basis der verabschiedeten mittelfristigen Geschäftsplanung mit einem Planungshorizont von drei Jahren sowie einer Fortschreibung dieser Planung gemäß den prognostizierten Marktentwicklungen Cash Flows diskontiert. Diesen Discounted-Cash-Flow-Berechnungen liegen für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden.

Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Auftragseingangs-, Umsatz-, Margen-, Investitions- und Personalentwicklung. Die Werte dieser Angaben beruhen auf Vergangenheitserfahrungen und berücksichtigen ebenso absehbare, zukünftige Entwicklungen. Wachstumsraten wurden bei der Fortschreibung der Planungszahlen für die Berechnung der ewigen Rente bei keiner zahlungsmittelgenerierenden Einheit angesetzt.

Der Diskontierungssatz basiert auf den gewichteten Kapitalkosten der PVA TePla AG (WACC-Ansatz) und beinhaltet eine angemessene Risikoprämie.

Durch Gegenüberstellung der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit den erzielbaren Beträgen wird ein ggf. notwendiger Wertberichtigungsbedarf ermittelt. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Buchwert in Höhe des Differenzbetrags wertzumindern.

Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Zuschreibung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Erträge aus Zuschreibungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte gilt ein Zuschreibungsverbot.

Leasing

Gemäß IAS 17.4 (Leases) sind als Leasingverträge alle Verträge zu betrachten, bei denen ein Vermögenswert gegen Zahlungen zum Gebrauch überlassen wird. Daher werden hier auch Mietverträge als Leasing behandelt.

PVA TePla ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Im Geschäftsjahr 2011 wie auch im Vorjahr waren sämtliche Leasingverträge der PVA TePla als Operating Leases zu behandeln mit der Folge, dass die Leasingraten bei Anfall aufwandswirksam erfasst wurden.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Anwendung der Durchschnittskostenmethode oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten gemäß IAS 2 (Inventories) neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Dabei werden fixe Gemeinkosten auf Grundlage der Normalauslastung der Produktionsanlagen berücksichtigt. Kosten der nicht genutzten Produktionskapazitäten (Leerkosten) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Herstellungskosten ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- und Herstellungskosten über den erwarteten Nettoveräußerungserlösen liegen.

Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen

Im Rahmen der Teilumsatzrealisierung für kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigstellungsgrad sind Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber dem Kunden gemäß IAS 11.42 als Vermögenswert auszuweisen. Wir zeigen diesen Posten gesondert unter der Bezeichnung „Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen“.

Forderungen

Forderungen werden zum Nominalwert angesetzt.

Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten verzinsliche Wertpapiere mit einer vertraglich vereinbarten Fälligkeit und Rückzahlung zum Nominalwert. Die Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls vermindert um Wertberichtigungen, angesetzt.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Unter den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten werden alle frei verfügbaren liquiden Mittel wie Kassenbestände und Guthaben auf Kontokorrentkonten sowie andere kurzfristig verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente/Wechselkurssicherung

In Einzelfällen werden Verkäufe in Fremdwährung abgeschlossen. Zur Absicherung der Wechselkursrisiken werden in diesen Fällen grundsätzlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen.

Diese Fälle werden als Fair Value Hedge abgebildet. Hierbei werden die aus Wechselkursveränderungen resultierenden Bewertungseffekte für die bilanzierten Vermögenswerte (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) oder schwebende Warenverkaufsgeschäfte in Fremdwährung mit dem Fair Value bewertet; die Anpassung des Buchwerts an den Fair Value geschieht ergebniswirksam als Bestandteil des Finanzergebnisses (Finanzerträge bzw. Finanzierungsaufwendungen). Das Sicherungsinstrument wird gemäß IFRS zugleich ebenfalls zum Fair Value bewertet. Bei vollständiger Effektivität des Sicherungsgeschäfts kompensieren sich diese gegenläufigen Ergebniseffekte.

Derivative Finanzinstrumente/Zinssicherung

Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investitionen in neue Gebäude wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Ein positiver Marktwert dieser Instrumente wird unter den Sonstigen Forderungen ausgewiesen. Die Gegenbuchung erfolgt hier ergebnisneutral im Eigenkapital bei den Sonstigen Rücklagen. Ein negativer Marktwert dieser Instrumente wird unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Gegenbuchung der Marktwerte erfolgt ergebnisneutral in den Sonstigen Rücklagen.

Der Ausweis der negativen Marktwerte aus allen Finanzderivaten erfolgt im Geschäftsjahr 2011 wie im Vorjahr in den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Für Investitionen werden in Einzelfällen Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen in Anspruch genommen. Diese Beträge werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS 39 mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die in der Regel dem Rückzahlungsbetrag entsprechen.

Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen

Im Rahmen der Teilumsatzrealisierung für kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigstellungsgrad sind Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber dem Kunden gemäß IAS 11.42 als Verbindlichkeit auszuweisen. Diese resultieren aus einem Überhang an abgerechneten Beträgen im Vergleich zu den entsprechenden anteiligen Erlösen. In der Bilanz wird dieser Posten korrespondierend zu den „Künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen“ separat unter der Bezeichnung „Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen“ ausgewiesen.

Als abgerechnete Beträge beziehen wir hier nur Teilzahlungen ein, die aufgrund des Fertigungsfortschritts der jeweiligen Anlage erfolgt sind und die somit den Charakter der Teilabrechnung erfüllen. Anzahlungen zu Auftragsbeginn oder Teilzahlungen, die nicht dem Fertigungsfortschritt entsprechen, werden als erhaltene Anzahlungen separat ausgewiesen.

Verpflichtungen aus Pensionszusagen

Die Verpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach IAS 19 (Employee Benefits) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Dazu werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten eingeholt. Der Dienstzeitaufwand für die Versorgungsanwärter ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen. Unterschiedsbeträge zwischen den planmäßig ermittelten Pensionsverpflichtungen und Anwartschafts- bzw. Rentenbarwerten am Jahresende (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden in den Folgeperioden auf die durchschnittliche Restdienstzeit der Anwärter ergebniswirksam verteilt, soweit sie 10 % des Verpflichtungsumfangs überschreiten.

Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Pensionsverpflichtungen im Ausland liegen nicht vor.

Abgegrenzte Schulden

Als abgegrenzte Schulden werden Schulden zur Zahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen ausgewiesen, die am Bilanzstichtag weder bezahlt noch vom Lieferanten in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch an Mitarbeiter geschuldete Beträge.

Übrige Rückstellungen

Gemäß IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) werden die Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftige Zahlung wahrscheinlich ist und der Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie die Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellung wird für einzelvertragliche Vereinbarungen gebildet. Für potenzielle Anwärter wird wie in den Vorjahren keine Rückstellung gebildet.

Latente Steuern

Steuerabgrenzungen werden gemäß IAS 12 (Income Taxes) auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in Konzern- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Geschäftswerte. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint.

Verlustvorträge werden in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen, wie in der Zukunft ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Im Hinblick auf die Beträge, deren steuerliche Nutzung nicht länger wahrscheinlich ist, werden die aktiven latenten Steuern reduziert. Auf aktive latente Steuern, deren Realisierung unwahrscheinlich ist, wird eine Wertberichtigung vorgenommen.

Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. angekündigt sind.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, sobald die Lieferungen oder Leistungen erbracht sind, der Gefahrenübergang erfolgt ist und keine technischen Risiken oder besondere gegenläufige vertragliche Regelungen vorliegen. Sämtliche Umsätze werden am Auslieferungs- oder Leistungsdatum eingebucht, da die Geschäftsleitung sonstige Dienstleistungen und Verkaufsvereinbarungen wie z. B. Schulungen und Trainings als nicht wesentlich in Bezug auf die Gebrauchsfähigkeit der Systeme ansieht. Erträge aus Dienstleistungen und Reparaturleistungen werden zum Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Projekte eingebucht.

Die Realisation des Ergebnisses aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen erfolgt grundsätzlich gemäß IAS 11 (Construction Contracts) entsprechend dem Leistungsfortschritt („Percentage of Completion Method“), da eine zuverlässige Schätzung der Auftragsergebnisse möglich ist, die zu liefernden Produkte, die Zahlungsbedingungen und die Art und Weise der Abwicklung in den Verträgen eindeutig definiert sind und die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarungen sowohl durch die Käufer als auch durch den Verkäufer als wahrscheinlich angesehen wird. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Erwartete Verluste aus langfristigen Fertigungsaufträgen werden sofort in voller Höhe als Aufwand bilanziert. Wenn für einzelne Aufträge nicht alle oben genannten Kriterien erfüllt sind, werden diese Aufträge erst nach vollständig erbrachter Leistung abgerechnet.

Für realisierte Umsätze werden zum Bilanzstichtag Gewährleistungsrückstellungen gebildet. Die Rückstellungen basieren auf Einschätzungen und Erfahrungswerten.

Forschungs- und Entwicklungskosten

Die PVA TePla betreibt Hightech-Maschinenbau in Einzel- und Kleinserienfertigung. Bei der Weiterentwicklung der Produkte sind hier die Forschung im Hinblick auf neue Verfahren und Prozesse und die Entwicklung neuer Produktmerkmale eng verzahnt. Die Aktivitäten beider Bereiche erfolgen im Verlaufe eines Projekts auch immer wieder abwechselnd. Daher ist die Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und damit auch die Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten in der Regel nicht mit hinreichender Aussagekraft möglich. Ebenso ist eine Schätzung des voraussichtlichen Nutzens aufgrund ungewisser Marktentwicklungen der Zukunft zu unsicher.

Somit sind zwei wesentliche Kriterien für die gemäß IAS 38 (Intangible Assets) bei Erfüllung aller dort genannten Kriterien vorgesehene Aktivierung der Entwicklungskosten nicht erfüllt. Von entsprechenden Aktivierungen musste daher abgesehen werden.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden daher in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.

Erträge aus Fördermitteln für Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden nicht mehr mit den korrespondierenden Aufwendungen für Forschung und Entwicklung saldiert, sondern separat in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst.

Zinsen

Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zur Ermittlung der Barwerte der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde ein Diskontierungssatz in Höhe von 4,5 % (VJ 4,5 %) angesetzt.

B. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER BILANZ

4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichts- und Vorjahr wird in den als Anlage beigefügten Konzernanlagespiegeln für die Jahre 2011 und 2010 dargestellt.

Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte 7.615 7.615
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 761 1.090
Summe 8.376 8.705

Der Geschäfts- oder Firmenwert des GB Industrial Systems resultiert aus der Übernahme des Geschäfts der Plasma Technik Grün GmbH in die PlaTeG GmbH im Jahr 2006 (TEUR 50).

Im GB Semiconductor Systems sind die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erhöhung des Beteiligungsbesitzes an der Crystal Growing Systems GmbH (CGS) im Juli 2002 (TEUR 2.734) sowie durch die Übernahme der jetzigen PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen, im Geschäftsjahr 2007 (TEUR 4.831) vorhanden.

Im Rahmen des Impairment-Tests ist der erzielbare Betrag für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit auf der Basis des Nutzungswerts ermittelt worden. Für die Ermittlung der Nutzungswerte wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Kalkulationszinssatz von 11,51 % (VJ 12,26 %) zur Diskontierung der prognostizierten Cash Flows angesetzt.

Abschreibungen auf den niedrigeren Nutzungswert wurden im Geschäftsjahr 2011 nicht vorgenommen (VJ TEUR 0).

Angaben zu Vorgehensweise und Annahmen im Rahmen des Impairment-Tests sind unter der Textziffer 3 des Konzernanhangs beschrieben.

Die Abschreibungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte betrugen für die Jahre 2011und 2010 TEUR 583 bzw. TEUR 495. Diese sind im Wesentlichen Bestandteil der Herstellungskosten des Umsatzes.

5. SACHANLAGEN

Die Entwicklung der Sachanlagen im Berichts- und Vorjahr wird in den als Anlage beigefügten Konzernanlagespiegeln für die Jahre 2011 und 2010 dargestellt.

Die Buchwerte der Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 28.675 29.504
Technische Anlagen und Maschinen 3.414 2.639
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.764 1.961
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8 0
Summe 33.861 34.104

Der Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beinhaltet zum größten Teil die eigenen Gebäude an den Standorten Wettenberg und Jena.

Die Abschreibungen auf die Sachanlagen betrugen für die Jahre 2011 und 2010 TEUR 2.257 bzw. TEUR 2.326.

Zur Absicherung der an die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH zur Finanzierung der Gewerbeimmobilien ausgegebenen Darlehen ist Grundvermögen mit Grundschulden in Höhe von TEUR 4.929 belastet. Die entsprechenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 1.826 (VJ TEUR 2.220).

Zur Absicherung entsprechender Darlehen der PVA Jena Immobilien GmbH sind Grundschulden in Höhe von TEUR 2.401 eingetragen. Hier valutieren die entsprechenden Darlehen zum Bilanzstichtag mit TEUR 703 (VJ TEUR 821).

Zur Absicherung der Darlehen der PVA TePla AG zur Finanzierung der Neubauten in Wettenberg ist das Grundvermögen mit Grundschulden in Höhe von TEUR 18.000 belastet. Die entsprechenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 6.526 (VJ TEUR 6.947).

Zur Finanzierung von drei Lötöfen der Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, sind die finanzierten Öfen sicherungsübereignet. Zum Bilanzstichtag betrug der Restbuchwert der drei Öfen TEUR 760 (VJ TEUR 928). Die zugehörigen Darlehen haben einen offenen Restbetrag in Höhe von TEUR 405 (VJ TEUR 558).

Im Geschäftsjahr 2010 hat die Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, zur Finanzierung eines weiteren Lötofens einen Mietkaufvertrag abgeschlossen, für welchen die PVA TePla AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft übernommen hat. Der Restbuchwert des Darlehens zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 643 (VJ TEUR 722).

Zur Absicherung des Darlehens der PVA TePla AG zur Finanzierung der Photovoltaikanlage in Wettenberg wurde die Anlage sicherungsübereignet. Der Buchwert der Photovoltaikanlage beträgt zum 31. Dezember 2011 TEUR 122 (VJ TEUR 129), das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag mit TEUR 106 (VJ TEUR 119).

Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine weiteren wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.

6. ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN

Nach der erfolgten Erweiterung der Raumkapazitäten am Standort Jena durch die vorgenommenen Neubauten ist eine weitere Eigennutzung des Gebäudes in Kahla nicht mehr absehbar. Dieses ist bereits in wesentlichen Teilen vermietet. Daher ist diese Immobilie seit dem Geschäftsjahr 2007 gemäß IAS 40 als eine „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie“ klassifiziert.

Die Bewertung der Immobilie erfolgte auf Basis der Anschaffungskosten, die um planmäßige Abschreibungen vermindert wurden. Der Zeitwert in Höhe von TEUR 474 (VJ TEUR 475) wurde auf Basis der bestmöglichen Einschätzung über die zu erzielenden Mieteinnahmen im Rahmen einer Ertragswertbewertung unter Einbeziehung des Bodenwerts ermittelt. Zum Stichtag 31. Dezember 2011 liegt der Zeitwert über dem Buchwert der Immobilie, es liegt somit kein Abwertungsbedarf vor. Auf eine kostenintensive Neubewertung der Immobilie durch einen externen Gutachter wurde verzichtet.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 wurden mit der Immobilie Mieteinnahmen (inkl. Kostenerstattung von Nebenkosten) in Höhe von TEUR 53 (VJ TEUR 56) erzielt. Diesen Einnahmen standen Aufwendungen für Nebenkosten sowie Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von TEUR 23 (VJ TEUR 28) gegenüber.

Die historischen Anschaffungskosten für die Immobilie betrugen für Grundstücke und Gebäude insgesamt TEUR 694. Zum Stichtag 31. Dezember 2011 betrugen die kumulierten Abschreibungen TEUR 262 (VJ TEUR 241). Diese Angaben sind auch im Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2011 dargestellt.

Die Abschreibung der Immobilie erfolgt linear mit einer Nutzungsdauer von 25 Jahren.

7. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte enthalten sonstige Forderungen in Höhe von TEUR 9 (VJ TEUR 18).

8. VORRÄTE

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10.975 9.840
Unfertige Erzeugnisse 8.931 5.198
Fertige Erzeugnisse und Waren 3.768 5.915
Summe 23.674 20.953

In den Vorräten sind im Jahr 2011 Abwertungen in Höhe von TEUR 5.085 (VJ TEUR 2.965) enthalten, Wertaufholungen von Vorräten wurden nicht ausgeführt. Die Abwertungen sind im Wesentlichen auf die üblichen Gängigkeitsabwertungen und Abschläge zur verlustfreien Bewertung zurückzuführen. Außerdem werden im GB Semiconductor Systems Vorführ- und Leihgeräte vorgehalten. Da diese immer wieder kurzfristig verkauft werden können, werden diese in den Vorräten gebucht. Hierfür werden planmäßig Abwertungen zur Simulation der Abschreibungen mit einer Nutzungsdauer von fünf Jahren vorgenommen. Bei einem späteren Verkauf werden i. d. R. deutlich über dem Buchwert liegende Erlöse erzielt. In diesen Fällen wird der überschüssige Abwertungsbetrag als Wertaufholung gebucht.

Außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten der Lieferanten bestehen am Bilanzstichtag keine wesentlichen Sicherheiten an Vorräten.

9. KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN

Die nach der „Percentage of Completion Method“ bilanzierten Auftragskosten und Erlöse aus unfertigen Aufträgen im Anlagengeschäft ermitteln sich wie folgt:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Aktivierte Herstellungskosten einschließlich Auftragsergebnis 38.376 14.055
dafür erhaltene Anzahlungen (Teilabrechnungen) -15.548 -8.223
Summe 22.828 5.832

Weitere erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 16.651 (VJ TEUR 13.510) und Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 1.641 (VJ TEUR 1.682) – für Aufträge, bei denen die gemäß Auftragsfortschritt erhaltenen Zahlungen die angefallenen Auftragskosten zuzüglich anteiliger Gewinne übersteigen – werden unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Auf die Erläuterungen unter TextZiffer 20 und Textziffer 21 wird verwiesen.

10. FORDERUNGEN

Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.570 13.666
Geleistete Anzahlungen 2.352 1.471
Sonstige Forderungen 2.352 1.885
Summe 20.274 17.022

Der Posten Sonstige Forderungen umfasst auch die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.935 14.181
Wertberichtigungen -365 -515
Summe 15.570 13.666

Im Rahmen des normalen Geschäfts werden Lieferkredite an ein breites Spektrum von Kunden gewährt. Die Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig geprüft. Wertberichtigungen werden gebucht, um eventuelle Risiken abzudecken.

Die Wertberichtigungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich im Geschäftsjahr folgendermaßen:

scroll

in TEUR 2011 2010
Wertberichtigungen am 1. Januar 515 724
Kursdifferenzen 8 0
Zuführungen 65 289
Verbrauch 0 -390
Auflösungen -223 -108
Wertberichtigungen am 31. Dezember 365 515

Die Sonstigen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Derivative Finanzinstrumente 0 69
Forderungen aus Investitionsförderung 402 87
Forderungen aus Umsatzsteuer 1.397 931
Debitorische Kreditoren 133 266
Abgegrenzte Vorauszahlungen 104 99
Sonstige 316 433
Summe 2.352 1.885

Die derivativen Finanzinstrumente wurden zu Marktwerten bewertet. Aufgrund ihrer Kurzfristigkeit weichen bei den übrigen Posten die Marktwerte nicht signifikant von den dargestellten Buchwerten ab.

11. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 14.612 (VJ TEUR 30.280) bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Guthaben bei Kreditinstituten. Der Kassenbestand beträgt TEUR 5 (VJ TEUR 12). Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen zum Stichtag vollständig aus Guthaben auf Kontokorrentkonten oder Termingeldkonten mit kurzfristigen Anlagezeiträumen. Zur Optimierung des Zinsergebnisses wurden für die Kontokorrentkonten Guthabenverzinsungen auf dem Niveau entsprechender Termingeldanlagen vereinbart.

12. SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Zum 31. Dezember 2011 umfassen die sonstigen finanziellen Vermögenswerte ein kurzfristiges Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 1.001 (VJ TEUR 1.001).

13. LATENTE STEUERANSPRÜCHE

Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf die Ausführungen unter Textziffer 27 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

14. EIGENKAPITAL

Gezeichnetes Kapital

Zum 31. Dezember 2011 hat die PVA TePla AG 21.749.988 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 ausgegeben.

Bedingtes und genehmigtes Kapital

Ein bedingtes Kapital besteht zum 31. Dezember 2011 nicht.

Die Hauptversammlung der PVA TePla AG vom 15. Juni 2007 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 14. Juni 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 10.874.994 durch Ausgabe von bis zu 10.874.994 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre – soweit dies gesetzlich zulässig ist – auszuschließen. Kapitalerhöhungen wurden aus diesem genehmigten Kapital 2011 nicht beschlossen.

15. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND

Die PVA TePla hat im Rahmen staatlicher Wirtschaftsförderungsprogramme von verschiedenen öffentlichen Stellen Fördermittel u. a. für die Errichtung von Fertigungsstätten erhalten. Erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt.

Die gewährten Investitionszuschüsse für neue Gebäude, Maschinen und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattungen am Standort Jena sind an die Bedingung geknüpft, insgesamt 48,5 Dauerarbeitsplätze zu sichern. Dies stellt vor dem Hintergrund der Auftragslage und der mittelfristigen Auftragserwartungen aus heutiger Sicht kein Problem dar.

16. LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8.742 (VJ TEUR 12.890) resultieren in vollem Umfang aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind vor allem auf die Darlehen zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg zurückzuführen.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 12.892 14.035
abzüglich Anteil langfristiger Finanzver- bindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr -4.150 -1.145
Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzgl. des kurzfristigen Anteils 8.742 12.890

Der durchschnittliche gewichtete Zins der langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrug 5,13 % (VJ 5,10 %).

Durch die planmäßige Tilgung der Darlehen sowie eine Umgliederung eines Darlehens von den lang- in die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf TEUR 8.742 (VJ TEUR 12.890) reduziert.

Die Tilgungsverpflichtungen aus diesen langfristigen Finanzverbindlichkeiten strukturieren sich folgendermaßen:

scroll

in TEUR 2011 2010
Fälligkeit:
Bis ein Monat 16 16
Über ein, bis drei Monate 116 115
Über drei Monate, bis ein Jahr 4.019 1.047
Über ein, bis fünf Jahre 4.120 7.510
Über fünf Jahre 4.621 5.700

Der Unterschied zwischen den angegebenen Tilgungsverpflichtungen und den Restbuchwerten der Darlehen beruht auf den vereinbarten Disagien.

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten zur Finanzierung von Baumaßnahmen sind sämtlich durch Grundschulden an den finanzierten Objekten, am Standort Jena teilweise zusätzlich durch eine Sicherungsübereignung der Maschinen und Einrichtungen, besichert. Der Buchwert dieser Sicherheiten betrug zum 31. Dezember 2011 TEUR 30.671 (VJ TEUR 31.779). Der Wert liegt zum Bilanzstichtag über dem Gesamtwert der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, da hier auch schon die Bestellung von Sicherheiten für ein weiteres vereinbartes Darlehen im Gesamtwert von EUR 10 Mio. zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg einbezogen ist. Dieses Darlehen wurde im Jahr 2007 vereinbart, allerdings im Geschäftsjahr 2011 nicht in Anspruch genommen.

Die Darlehen zur Finanzierung von Investitionen in Maschinen für die Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, sind durch Sicherungsübereignung der Finanzierungsobjekte besichert. Der Buchwert dieser Sicherheiten beläuft sich zum 31. Dezember 2011 auf TEUR 1.564 (VJ TEUR 1.801).

Die Finanzverbindlichkeiten der PVA TePla AG werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die tatsächlichen Marktwerte konnten wir nur näherungsweise als Barwerte der Tilgungszahlungen unter der Annahme der zum Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve zuzüglich eines Risikoaufschlages von 1 % ermitteln, da die uns begleitenden Kreditinstitute auch in diesem Jahr nicht in der Lage waren, uns die entsprechenden Informationen zur Verfügung zu stellen. Hieraus resultieren Abweichungen zwischen den Konditionen zum Stichtag der Darlehensabschlüsse und den Konditionen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR -1.012 (VJ TEUR -718).

17. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN

Grundlagen

Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen leistungs- und beitragsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren. Bei leistungsorientierten Pensionsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiter zu erfüllen (Defined Benefit Plans).

Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) geht das Unternehmen über die Entrichtung von zweckgebundenen Beitragszahlungen hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein.

Leistungsorientierte Pläne

Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Leistungen hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab.

Die Altersversorgungszusagen, die als leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefit Plans) ausgestaltet sind, bestehen gegenüber den begünstigten Mitarbeitern der PVA TePla AG sowie der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Die entsprechenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur noch Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben.

Die Ermittlung der Verpflichtungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) vorgenommen. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt.

Eine externe Finanzierung über einen Pensionsfonds findet nicht statt.

Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:

scroll

in % 31.12.2011 31.12.2010
Einkommenstrend 3,00 3,00
Rententrend 1,25 1,25
Fluktuationsrate 1,50 1,50
Rechnungszins für Anwärter 5,10 5,30
Rechnungszins für Rentner 4,60 4,90

Die biometrischen Parameter wurden gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden versicherungsmathematische Gutachten eingeholt.

Überleitung vom Anwartschaftsbarwert zu den bilanzierten Pensionsrückstellungen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Anwartschaftsbarwert (= Finanzierungsstatus) 8.758 8.254
Ungetilgte versicherungsmathe- matische Gewinne/Verluste -362 -185
Summe 8.396 8.069

Folgende Beträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:

scroll

in TEUR 2011 2010
Laufender Dienstzeitaufwand für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter; davon 142 136
Herstellungskosten des Umsatzes 104 100
Vertriebskosten 17 16
Allgemeine Verwaltungskosten 14 13
Forschungs- und Entwicklungskosten 0 0
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7 7
Zinsaufwand; davon 419 416
Herstellungskosten des Umsatzes 256 252
Vertriebskosten 49 49
Allgemeine Verwaltungskosten 42 42
Forschungs- und Entwicklungskosten 8 8
Sonstige betriebliche Aufwendungen 64 65
Summe 561 552

Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand auf die verursachenden Funktionsbereiche aufgeteilt.

Die bilanzierten Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

scroll

in TEUR 2011 2010
Pensionsrückstellungen am 01.01. 8.069 7.739
Aufwendungen für Altersversorgung 561 552
Rentenzahlungen -234 -222
Pensionsrückstellungen am 31.12. 8.396 8.069

Es ist am Bilanzstichtag davon auszugehen, dass TEUR 277 (VJ TEUR 278) innerhalb der nächsten zwölf Monate und TEUR 8.119 (VJ TEUR 7.791) später (zum Teil sehr langfristig) zu erfüllen sind.

Der Anwartschaftsbarwert hat sich wie folgt verändert:

scroll

in TEUR 2011 2010
Anwartschaftsbarwert am 01.01. 8.254 7.480
Laufender Dienstzeitaufwand für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter 142 136
Zinsaufwand 419 416
Rentenzahlungen -234 -222
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 178 444
Anwartschaftsbarwert am 31.12. 8.759 8.254

Übersicht über die Barwerte der Pensionsverpflichtungen für das laufende Jahr und die Vorjahre:

scroll

in TEUR 2011 2010 2009 2008 2007
Pensions- verpflichtungen 8.759 8.254 7.480 6.991 6.558
Versicherungs- mathematische Gewinne/ Verluste 178 444 152 67 -950

Beitragsorientierte Pläne

Beitragsorientierte Pläne sind für die PVA TePla nur in Form der gesetzlich bestimmten Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung relevant. Im Geschäftsjahr 2011 wurden hierfür Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.138 geleistet (VJ TEUR 2.157).

18. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 9.119 (VJ TEUR 11.983) haben sich wie folgt entwickelt:

scroll

in TEUR 01.01.2011 Verbrauch Auflösung Zuführung 31.12. 2011
Gewährleistung 4.364 565 1.833 1.731 3.697
Drohverluste aus Mietverträgen 90 90 0 0 0
Nachlaufende Kosten 5.077 1.826 2.341 3.213 4.123
Archivierung 188 0 0 90 279
Pönalen 339 165 175 137 136
Restrukturierung 879 597 176 0 106
Übrige 1.046 300 114 146 778
Summe 11.983 3.543 4.639 5.317 9.119

Rückstellungen wurden ausschließlich für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, sofern eine Inanspruchnahme überwiegend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit dem Betrag der wahrscheinlichen Inanspruchnahme.

In den Sonstigen Rückstellungen sind langfristige Anteile in Höhe von TEUR 279 enthalten (VJ TEUR 223). Diese entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Archivierung.

Die langfristigen Rückstellungsanteile werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Alle anderen sonstigen Rückstellungen sind kurzfristig.

19. KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4 5
Kurzfristiger Anteil der langfristigen Bankdarlehen 4.150 1.145
Summe 4.154 1.150

Aufgrund der Kurzfristigkeit dieser Posten weichen hier die Marktwerte nicht signifikant von den dargestellten Buchwerten ab.

Der Anstieg resultiert aus einer Verschiebung von einem langfristigen Darlehen zur Finanzierung der Übernahme der PVA TePla Analytical Systems GmbH im Geschäftsjahr 2007 in Höhe von TEUR 3.000, welches aufgrund der im Jahr 2012 fälligen Rückzahlung als kurzfristig eingestuft wird.

20. VERPFLICHTUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN

Der PVA TePla-Konzern erstellt, unter anderem, große Anlagen in kundenspezifischer Auftragsfertigung. Hierzu leisten die Kunden Zahlungen entsprechend dem Auftragsfortschritt. Der passivische Saldo aus gemäß Fertigstellungsgrad gebuchten Umsatzerlösen und Teilabrechnungen wird als Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in der Bilanz ausgewiesen.

Die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Erhaltene Zahlungen (Teilabrechnungen) 7.870 21.900
abzüglich angefallener Auftragskosten (inkl. anteiliger Gewinne) -6.229 -20.218
Summe 1.641 1.682

21. ERHALTENE ANZAHLUNGEN AUF BESTELLUNGEN

Die Finanzierung des PVA TePla-Konzerns erfolgt zu einem signifikanten Anteil aus An- und Zwischenzahlungen, die Kunden besonders für die größeren Aufträge leisten. Der Wert dieser erhaltenen Anzahlungen lag zum 31. Dezember 2011 bei TEUR 16.651 (VJ TEUR 13.510).

22. ABGEGRENZTE SCHULDEN

Als Abgegrenzte Schulden werden Schulden zur Zahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen ausgewiesen, die am Bilanzstichtag weder bezahlt noch vom Lieferanten in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch an Mitarbeiter geschuldete Beträge.

Die Abgegrenzten Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 2011 2010
Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern 4.087 3.693
Verpflichtungen gegenüber Lieferanten 2.887 2.573
Sonstige Verpflichtungen 380 493
Summe 7.354 6.759

Die ausgewiesenen Beträge sind in voller Höhe kurzfristig.

23. SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.221 (VJ TEUR 1.775) sind in Höhe von TEUR 1.448 kurzfristig (VJ TEUR 1.289) und in Höhe von TEUR 773 langfristig (VJ TEUR 486). In den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen TEUR 376 an Steuerverbindlichkeiten (Lohn- und Kirchensteuer, Umsatzsteuer, Vorjahr TEUR 328) enthalten.

C. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

24. UMSATZERLÖSE

Die PVA TePla erzielt ihre Umsätze vor allem aus dem Verkauf von Systemen und Anlagen. Hinzu kommen Serviceleistungen und die Lieferung von Ersatzteilen (zusammengefasst als After-Sales-Service) und Dienstleistungen für Kunden in eigenen Anlagen (Contract Processing, im Wesentlichen durch die PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH sowie im Bereich Plasmabehandlung durch die PVA TePla America Inc. und die PlaTeG GmbH). Die Umsätze teilen sich auf die einzelnen Kategorien folgendermaßen auf:

scroll

in TEUR 2011 2010
Anlagen/Systeme 109.571 96.828
After Sales 18.283 19.965
Contract Processing 3.308 3.284
Sonstiges 1.424 289
Summe 132.586 120.366

Im Geschäftsjahr 2011 wurden 83 % (VJ 80 %) der Umsatzerlöse mit Anlagen und Systemen erzielt. Der Bereich After Sales liegt mit 14 % der Umsätze leicht unter dem niveau des Vorjahres (VJ 17 %), während der Umsatzanteil des Bereichs Contract Processing sich absolut betrachtet auf dem Niveau des Vorjahres hält.

Auftragserlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen wurden im Geschäftsjahr 2011 in Höhe von TEUR 86.778 (VJ TEUR 79.908) erzielt, die nach der „Percentage of Completion Method“ abgerechnet wurden.

Für die zum Stichtag als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen bzw. Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesenen angearbeiteten langfristigen Kundenaufträge ergeben sich nach der „Percentage of Completion Method“ aus der Teilumsatzrealisierung gemäß Fertigungsfortschritt folgende Umsätze:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Auftragserlöse aus kundenspezifischer Auftragsfertigung 44.605 34.273
Dafür angefallene Auftragskosten -37.921 -25.773
Ausgewiesene Gewinne aus kun- denspezifischer Auftragsfertigung 6.684 8.500

Die zum Stichtag erfassten Auftragserlöse aus kundenspezifischer Auftragsfertigung in Höhe von TEUR 44.605 (VJ TEUR 34.273) sind in den zuvor dargestellten Umsatzerlösen für die Kategorie Anlagen/Systeme enthalten.

25. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind Forschungs- und Entwicklungskosten in 2011 bzw. 2010 in Höhe von TEUR 5.508 bzw. TEUR 4.833 ausgewiesen. Erträge aus Fördermitteln für Forschungs- und Entwicklungsprojekte in Höhe von TEUR 1.816 bzw. TEUR 1.517 sind separat in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

26. RESTRUKTURIERUNGSAUFWAND

Im Geschäftsjahr 2011 sind keine Restrukturierungsaufwendungen angefallen (VJ TEUR 200).

27. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG

Die Ertragsteuern werden hier basierend auf der bestmöglichen Schätzung des für das ganze Geschäftsjahr erwarteten, gewichteten Durchschnittssteuersatzes berechnet.

Für die inländischen Gesellschaften wird ein Steuersatz von 28 % angewandt. Dieser beinhaltet den Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15 %, den Solidaritätszuschlag von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer in Höhe von 12 %.

Die latenten Steuern wurden nach dem Zeitpunkt ihrer Realisierung mit dem genannten Steuersatz bzw. für die ausländischen Gesellschaften mit den landesspezifischen Steuersätzen bewertet.

Die tatsächliche Steuerbelastung geht von den wahrscheinlichen zukünftigen Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuererstattungsansprüchen aus.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich auf wie folgt:

scroll

in TEUR 2011 2010
Tatsächlicher Steueraufwand -3.475 -3.570
Laufender Steueraufwand -3.357 -3.577
Periodenfremder Steueraufwand (-) / Steuerertrag -118 7
Aufwand (-) / Ertrag für latente Steuern -19 346
Ergebnis aus steuerlichen Verlustvorträgen 108 168
Wertberichtigung auf aktive latente Steuern 0 -284
Übrige latente Steuern -127 462
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.494 -3.224

Latente Steuern in Höhe von TEUR -8 (VJ TEUR -82) wurden direkt im Eigenkapital erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu berühren. Diese sind in voller Höhe auf im Eigenkapital erfasste Effekte für derivative Finanzinstrumente und Währungsdifferenzen zurückzuführen.

Nachfolgend wird der erwartete Steueraufwand auf den tatsächlichen Steueraufwand übergeleitet:

scroll

2011 2010
in TEUR in % in TEUR in %
--- --- --- --- ---
Ergebnis vor Steuern 12.634 10.739
Erwarteter Steueraufwand (-)/-ertrag -3.538 -28 -3.007 -28
Steuersatzunterschiede ausländischer Gesellschaften 230 1 217 2
Steueranteil für permanente Differen- zen und temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern erfasst wurden -36 0 -22 0
Periodenfremde laufende Ertragsteuern -118 -1 7 0
Nichtansatz steuerlicher Verluste -6 0 -6 0
Veränderung der Wertberichtigung 0 0 -284 -3
Sonstige Einflüsse -26 0 -129 -1
Tatsächlicher Steueraufwand (-)/-ertrag -3.494 -28 -3.224 -30

Die latenten Steuern aus Steuersatzunterschieden ausländischer Gesellschaften ergeben sich dadurch, dass Gesellschaften des PVA TePla-Konzerns außerhalb von Deutschland anderen Steuersätzen als in Deutschland unterliegen.

Die latenten Steuern entfallen auf:

scroll

31.12.2011 31.12.2010
in TEUR Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
--- --- --- --- ---
Anlagevermögen 192 60 192 103
Vorräte 310 327 831 139
Ford. /Verpflicht. aus Fertigungsaufträgen 0 1.839 0 2.361
Forderungen 300 273 301 299
Steuerliche Verlustvorträge (brutto) 1.033 0 1.155 0
Pensionsrückstellungen 401 0 384 0
Sonstige Rückstellungen 397 256 343 223
Sonstige 0 1 0 0
Summe 2.633 2.756 3.206 3.125
Wertberichtigung steuerl. Verlustvorträge 0 0 -284 0
Summe 2.633 2.756 2.922 3.125
Saldo latente Steuern 123 203

Zum 31. Dezember 2011 verfügen die deutschen Gesellschaften über steuerliche Verlustvorträge in Höhe von rund TEUR 635 (VJ TEUR 450), welche ausschließlich die Tochtergesellschaften Plasma Systems GmbH, Wettenberg, und PlaTeG GmbH, Siegen betreffen. Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge wurden bei den Gesellschaften nicht angesetzt. Bei der Plasma Systems GmbH wurde die bisherige operative Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaft eingestellt und gegenwärtig wird kein neues operatives Geschäft ausgeübt. Die Verwertung der steuerlichen Verlustvorträge wird bei beiden Gesellschaften gegenwärtig als nicht hinreichend wahrscheinlich angesehen, sodass ein Ansatz von latenten Steuern unterbleibt.

Alle übrigen inländischen Gesellschaften des Konzerns weisen positive steuerliche Ergebnisse auf und verfügen über keine Verlustvorträge mehr.

Die Verlustvorträge der PVA TePla America Inc. (USD 6,2 Mio. federal tax; USD 3,7 Mio. state tax) gehen – sofern sie nicht vorher genutzt werden – sukzessive ab dem Jahr 2021 (federal tax) bzw. ab dem Jahr 2012 (state tax) unter. Die aktivierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 979 (VJ TEUR 871) werden aufgrund des positiven Geschäftsjahrs 2011 sowie der weiteren Ergebniserwartung für werthaltig befunden, zumal durch die Weiterentwicklungen bestehender Anlagen positive Entwicklungen erwartet werden.

28. ERGEBNIS JE AKTIE

Der Konzernjahresüberschuss vor Anteilen Dritter belief sich auf TEUR 9.147 (VJ TEUR 7.524). Im Geschäftsjahr 2011 waren wie im Vorjahr durchschnittlich 21.749.988 nennwertlose Stückaktien im Umlauf.

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzernjahresüberschuss vor Anteilen Dritter, geteilt durch den gewogenen Mittelwert der während des Jahres ausstehenden Aktien.

Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2011 und 2010:

scroll

2011 2010
Zähler: Konzernjahresüberschuss vor Anteilen Dritter (in TEUR) 9.147 7.524
Nenner: Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien – unverwässert 21.749.988 21.749.988
Gewinn je Aktie (in EUR): 0,42 0,35

An Mitarbeiter, Vorstände oder Aufsichtsräte ausgegebene Optionen mit Berechtigung zum Kauf von PVA TePla AG-Aktien bestanden am Bilanzstichtag nicht. Verwässerungseffekte bezüglich des Gewinns pro Aktie ergeben sich somit zum 31. Dezember 2011 nicht.

29. GEWINNVERWENDUNG / BILANZGEWINN

Der Einzelabschluss der PVA TePla AG (nach handelsrechtlichen Vorschriften) weist zum 31. Dezember 2011 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 9.404 (VJ TEUR 5.811) sowie einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 24.903 (VJ TEUR 18.761) aus. Dieser Bilanzgewinn entspricht gemäß IAS 1.76(v) dem ausschüttungsfähigen Betrag.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss 2011 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 24.903 für einen Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von TEUR 21.640 sowie für eine Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 3.263 (VJ TEUR 3.263) zu verwenden. Entnahmen aus der Kapitalrücklage sowie der Gewinnrücklage wurden aufgrund des positiven Ergebnisses nicht getätigt.

Die Auszahlung der Dividende erfolgt am 14. Juni 2012 nach Zustimmung der Hauptversammlung. Die sich danach ergebende Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 3.263 (VJ TEUR 3.263) ist zum Stichtag 31. Dezember 2011 aufgrund des Zustimmungserfordernisses der Hauptversammlung nicht als Verbindlichkeit erfasst.

D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG UND ZUM KAPITALMANAGEMENT

Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7.20 nach der indirekten Methode aufgestellt. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen dem gleichnamigen Bilanzposten.

Geschäftsvorfälle, die nicht zu einer Änderung der Zahlungsmittelbestände führten, wurden nicht in die Kapitalflussrechnung aufgenommen.

Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beinhalten nur zahlungswirksame Anschaffungen.

Das Kapitalmanagement der PVA TePla hat das primäre Ziel, die zur Erreichung der Wachstums- und Renditeziele notwendige finanzielle Flexibilität sicherzustellen und auf dieser Basis die Steigerung des Unternehmenswertes zu ermöglichen. Inhalt des Kapitalmanagements ist das Eigenkapital des Unternehmens sowie das zur Finanzierung des Geschäftes benötigte Fremdkapital. Die wesentliche Kennzahl zur Steuerung des Kapitals ist die Eigenkapitalquote. Die konkrete Steuerung erfolgt über eine Optimierung der Rendite und eine Begrenzung der Mittelbindung. Weitere Ziele der Kapitalsteuerung sind die Sicherstellung der Liquidität der Gruppe durch die Vereinbarung angemessener und ausreichender Kreditlinien und die Aufrechterhaltung der bisherigen Anzahlungsquote sowie die Optimierung des Finanzergebnisses zur Verbesserung der Rendite.

Das Kapitalmanagement der PVA TePla umfasst somit folgende Inhalte:

scroll

in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital 60.298 54.472
Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) 12.896 14.040
Erhaltene Anzahlungen 16.651 13.510
Gesamtsumme 89.845 82.022
Bilanzsumme 129.131 121.737
Eigenkapitalquote 46,7% 44,7%

Im Geschäftsjahr 2011 konnte aufgrund der guten Geschäftsergebnisse das Eigenkapital auf TEUR 60.298 (VJ TEUR 54.472) erhöht werden. Die Finanzverbindlichkeiten wurden planmäßig auf TEUR 12.896 (VJ TEUR 14.040) zurückgeführt. Trotz der gestiegenen Bilanzsumme konnte die Eigenkapitalquote 2011 auf 46,7 % (VJ 44,7 %) erhöht werden.

E. WEITERE ANGABEN

30. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Die PVA TePla-Gruppe ist seit Januar 2009 in drei Geschäftsbereiche unterteilt: Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems. Hierdurch soll sowohl eine bessere Fokussierung der Produkte auf die einzelnen Absatzmärkte als auch ein leichteres Verständnis des Unternehmens seitens des Kapitalmarkts erreicht werden.

Der GB Industrial Systems umfasst die Aktivitäten des ehemaligen GB Vakuum-Anlagen und zusätzlich das Geschäft der Tochtergesellschaft PlaTeG GmbH, Siegen.

Der GB Semiconductor Systems umfasst mit drei Produktlinien alle Aktivitäten der PVA TePla-Gruppe für die Halbleiterindustrie. Schwerpunkt sind Kristallzuchtanlagen nach dem Czochralski- und nach dem Floatzone-Verfahren, Plasmasysteme für den Front End-Bereich und den Back End-Bereich der Halbleiterindustrie sowie Qualitätskontroll- und Analysesysteme für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, wiederum untergliedert in optische Metrology-Systeme sowie Analysesysteme basierend auf Ultraschall-Technologie.

Der GB Solar Systems umfasst alle Produkte der PVA TePla-Gruppe für die Photovoltaikindustrie. Der Schwerpunkt liegt in diesem Bereich auf den verschiedenen Systemen für alle industriell verwendbaren Methoden zur Herstellung hochwertiger Silizium (Si)-Blöcke und -Kristalle. Besonderes Merkmal der PVA TePla-Gruppe ist das breite Portfolio mit Systemen zur Herstellung monokristalliner Si-Ingots nach der Czochralski-Methode, dem MultiCrystallizer zur Herstellung hochwertiger multikristalliner Si-Ingots und Systemen nach der EFG (Edge Defined Film Fed Growth)-Methode zur Herstellung dünnwandiger, multikristalliner Si-Rohre. Ergänzt wird das Portfolio dieses Geschäftsbereichs durch Feeder- und Cracker-Systeme, aber auch durch Plasmasysteme z. B. für das Kantenätzen von Solarzellen.

Die erforderlichen Segmentinformationen basieren auf dem IFRS 8 „Operative Segmente“, der die Anforderungen an die Berichterstattung über die Finanzergebnisse der Geschäftssegmente einer Gesellschaft definiert. IFRS 8 hat den Standard IAS 14 „Segmentberichterstattung“ zum 1. Januar 2009 abgelöst und folgt dem sogenannten „Management Approach“, der eine Konsistenz zwischen intern verwendeten und extern veröffentlichten Segmentinformationen verlangt. Dem Management der PVA TePla AG werden dazu auf IFRS-Basis ermittelte Zahlen in der Berichterstattung vorgelegt.

Auf der Basis der drei Geschäftsbereiche der PVA TePla AG wird die Ertragskraft beurteilt und über die Zuteilung der Ressourcen zu den Segmenten entschieden. Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt somit den internen Managementberichtssystemen der PVA TePla-Gruppe zugrunde liegenden Organisationsstrukturen des Konzerns nach den drei Geschäftsbereichen Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems. Segmentübergreifende Geschäfte – dies betrifft vor allem die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, die organisatorisch dem Geschäftsbereich Semiconductor Systems zugeordnet, aber operativ auch für den Geschäftsbereich Solar Systems tätig ist – werden für die Segmentberichterstattung entsprechend aufgegliedert.

Die folgenden Tabellen geben einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente der PVA TePla AG. Weiterhin beinhaltet die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 eine Überleitung vom Gesamtergebnis der Segmente zum Periodenergebnis des Konzerns.

Für das Geschäftsjahr 2011 bzw. 2010 stellen sich die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wie folgt dar:

scroll

in TEUR 2011 2010
Außenumsatz Innenumsatz Außenumsatz Innenumsatz
--- --- --- --- ---
Segmenterlöse
Industrial Systems 56.964 1.946 28.361 2.205
Semiconductor Systems 49.359 1.103 33.908 896
Solar Systems 26.263 28 58.097 47
Konzernerlöse 132.586 3.077 120.366 3.148

Das Betriebsergebnis nach Segmenten setzt sich in den Geschäftsjahren 2011 und 2010 wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 2011 2010
Betriebsergebnis nach Segmenten in % in %
Industrial Systems 4.069 7,1% 1.988 7,0 %
Semiconductor Systems 9.652 19,6% 2.893 8,5 %
Solar Systems 144 0,5% 7.059 12,2%
Konsolidierung -144 87
Konzernbetriebs- ergebnis 13.721 10,3% 12.027 10,0%

Die Überleitung der Segmentergebnisse (EBIT) auf den Konzernjahresüberschuss ergibt sich wie folgt:

scroll

in TEUR 2011 2010
Summe Segmentergebnisse 13.865 11.940
Konsolidierung -144 87
Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns 13.721 12.027
Finanzergebnis -1.087 -895
Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen 0 -394
Ergebnis vor Steuern 12.634 10.738
Ertragsteuern -3.493 -3.224
Konzernjahresüberschuss 9.141 7.514

Andere nicht zahlungswirksame Segmentaufwendungen sind nicht in nennenswerten Größenordnungen angefallen.

Folgende Umsatzerlöse nach Regionen wurden im Geschäftsjahr 2011 bzw. 2010 erzielt:

scroll

in TEUR 2011 2010
Umsatzerlöse nach Absatzregionen
Deutschland 28.389 48.678
Europa (ohne Deutschland) 15.954 15.276
Nordamerika 8.563 3.212
Asien 77.656 52.931
Übrige 2.022 271
Konsolidierung 2 -2
Konzernerlöse 132.586 120.366

Der stärkste Zuwachs wurde in Asien erzielt. 58,6 % des Gesamtumsatzes wurden im Geschäftsjahr 2011 in der Region Asien erzielt. Hinzu kommt ein Inlandsanteil von 21,4 %, der vor allem aus Umsätzen des Geschäftsbereichs Industrial Systems resultiert. Der Umsatz in Nordamerika hat sich mehr als verdoppelt, in Europa konnte der Umsatz leicht gesteigert werden. Auf das europäische Ausland entfielen 12,0 % des Gesamtumsatzes.

Von den Umsatzerlösen wurden im Geschäftsjahr 2011 rund TEUR 17.354 bzw. 13,1 % (VJ TEUR 27.845 bzw. 23,1 %) mit dem größten Kunden des Konzerns erzielt. Mit einem weiteren Kunden wurden Umsätze in Höhe von TEUR 6.004 bzw. 4,5 % erzielt (VJ TEUR 20.803 bzw. 17,3 %). Für die Darstellung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen gemäß IFRS 8 verweisen wir auf Textziffer 24.

Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, die auch mit Konzernfremden vereinbart werden.

31. FINANZINSTRUMENTE

In diesem Abschnitt erfolgen zusammenfassende Darstellungen zu Finanzinstrumenten und die Darstellung der derivativen Finanzinstrumente. Die Erläuterungen zu den einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten erfolgen im Rahmen der Darstellungen der entsprechenden Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung.

Grundsätze des Risikomanagementsystems

Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen direkt dem Finanzvorstand.

Kategorien von Finanzinstrumenten

Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Kategorien zugeordnet (in TEUR):

scroll

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten Ausgereichte Kredite und Forderungen
beizulegender Zeitwert beizulegender Zeitwert fortgeführte Anschaffungskosten
--- --- --- --- --- --- ---
in TEUR 2011 2010 2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristiges Vermögen
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 0 432 453
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0 9 18
Kurzfristiges Vermögen
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0 0 0 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 15.570 13.666
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 0 69 0 0 6.135 3.734
Zahlungsmittel 0 0 0 0 14.612 30.280
Sonstige finanz. Vermögenswerte 0 0 0 0 1.001 1.001
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten -760 -464 0 0 0 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten -189 -248 -23 -24 0 0
Nettoergebnis -306 -18 1 -2 300 -170

scroll

Finanzielle Verbindlichkeiten Forderungen aus PoC
fortgeführte Anschaffungskosten beizulegender Zeitwert
--- --- --- --- ---
in TEUR 2011 2010 2011 2010
--- --- --- --- ---
Langfristiges Vermögen
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0 0 0 0
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 0 0 0 0
Kurzfristiges Vermögen
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen 0 0 22.828 5.832
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0 0 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 0 0 0 0
Zahlungsmittel 0 0 0 0
Sonstige finanz. Vermögenswerte 0 0 0 0
Langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 8.742 12.890 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 13 22 0 0
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 4.154 1.150 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.066 4.330 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 28.637 25.232 0 0
Nettoergebnis -830 -831 0 0

Bis auf die Kategorie Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen die Buchwerte in den übrigen Kategorien im Wesentlichen den Marktwerten. Auf eine gesonderte Gegenüberstellung von Buchwerten zu Marktwerten wurde verzichtet. Gemäß IFRS 7.27A sind Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, in Levelstufen einzuordnen. Die bei der PVA TePla AG zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind der Stufe „Level 2“ zugeordnet, auf welcher die Bewertung der Finanzinstrumente anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren, erfolgt.

Sowohl für Devisentermingeschäfte als auch für Zinssicherungsgeschäfte wurden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cash Flows ermittelt; dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.

Der Nettoverlust für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 306 (VJ Nettoverlust in Höhe von TEUR 18) setzt sich aus Marktwertveränderungen derivativer Sicherungsinstrumente zusammen.

Der Nettogewinn für die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert gebuchten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1 (VJ Nettoverlust in Höhe von TEUR 2) setzt sich aus Marktwertveränderungen derivativer Sicherungsinstrumente zusammen.

Der Nettogewinn der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten ausgereichten Kredite und Forderungen in Höhe von TEUR 300 (VJ Nettoverlust in Höhe von TEUR 170) umfasst Zinserträge sowie im Vorjahr auch Aufwendungen aus Beteiligungen.

Das Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Kategorie der finanziellen Verbindlichkeiten beinhaltet Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 830 (VJ TEUR 831).

Kreditrisiko

Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.

Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Für die Zusammensetzung der Forderungen sowie der gebildeten Wertberichtigungen verweisen wir auf Textziffer 10. Wertberichtigungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Forderungsausfälle gebildet.

Das maximale Ausfallrisiko wird theoretisch durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Im PVA TePla-Konzern wurden für Risiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 365 (VJ TEUR 515) gebildet, wodurch bekannte Risiken abgedeckt wurden. Risiken aus geleisteten Anzahlungen werden durch Anzahlungsbürgschaften vermieden, für sonstige Forderungen existieren keine erkennbaren Risiken. Zum Abschlussstichtag liegen im PVA TePla-Konzern keine anderen wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen vor.

Liquiditätsrisiko

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt.

Sofern erforderlich, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, Barmitteln vorgehalten.

Bezüglich der Fristigkeit der einzelnen finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen der Textziffer 16. Die Fälligkeitsanalyse der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt in den Abschnitten Währungsrisiko und Zinssicherung.

Marktrisiko

Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.

Währungsrisiken

Die Währungskursrisiken der Gesellschaft resultieren primär aus der operativen Tätigkeit, Finanzierungsmaßnahmen und Investitionen. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cash Flows des Konzerns wesentlich beeinflussen.

Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Diese geplanten Transaktionen betreffen insbesondere geplante Umsätze, die in USD fakturiert werden.

Die PVA TePla AG schließt zur Absicherung von Zahlungsansprüchen Devisentermingeschäfte ab. Diese derivativen Finanzinstrumente haben eine Fälligkeit von weniger als einem Jahr und sichern zum 31. Dezember 2011 Zahlungsansprüche in einem Volumen von TEUR 0 (VJ TEUR 2.554) ab. Die erwarteten Nettoauszahlungen aus den Währungssicherungsinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

scroll

Erwartete Nettoauszahlungen

in TEUR
31.12.2011 31.12.2010
Bis zu einem Monat 0 0
Länger als ein Monat und bis zu drei Monaten 0 20
Länger als drei Monate und bis zu einem Jahr 0 49
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren 0 0

Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsfakturierungen werden im Wesentlichen durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Währungskursänderungen aus Fremdwährungsgeschäften haben somit keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.

Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten in den deutschen Gesellschaften werden in der funktionalen Währung (EUR) erfasst. Somit können Fremdwährungsrisiken nur aus den Finanzinstrumenten und Vermögensgegenständen der einzelnen Auslandsgesellschaften herrühren, die sich erfolgsneutral in den Währungsrücklagen niederschlagen würden.

Aus diesem Grund wird lediglich eine eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse durchgeführt.

Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2011 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital um TEUR 173 niedriger (höher) (31. Dezember 2010: TEUR 158 niedriger (höher)) gewesen.

Wenn der Euro gegenüber sämtlichen anderen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2011 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital um TEUR 14 niedriger (höher) (31. Dezember 2010: TEUR 3 niedriger (höher)) gewesen.

Zinssicherung

Die Gesellschaft unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Gesellschaft Zinsderivate (Zinsswaps) ein, um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar.

Da das Unternehmen bei den langfristigen originären Finanzinstrumenten über Festzinsvereinbarungen verfügt oder die variablen Zinsvereinbarungen im Rahmen von Cash Flow Hedges abgesichert sowie die Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, haben lediglich die Finanzderivate Auswirkungen auf die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital. Ergebniseffekte aus eventuellen Zinsänderungen aus dem Anteil der nicht festverzinslichen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4 (VJ TEUR 5) sind aufgrund der Höhe sowie der Laufzeit unwesentlich.

Sensitivitätsanalysen nach IFRS 7 wurden für Finanzderivate (Swaps) durchgeführt, die nicht in einer effektiven Sicherungsbeziehung stehen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 368 (VJ TEUR 404) gestiegen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 401 (VJ TEUR 443) geringer gewesen.

Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investition in neue Gebäude am Standort Wettenberg und in Jena wurden Zinssicherungsgeschäfte mit einem Volumen von ursprünglich TEUR 11.600 abgeschlossen. Der noch offene Betrag dieser Sicherungsgeschäfte zum Stichtag 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 8.267 (VJ TEUR 9.093). Die Zinssicherungsgeschäfte haben eine Restlaufzeit von bis zu zwölf Jahren. Die erwarteten Nettoauszahlungen aus den Zinssicherungsinstrumenten stellen sich wie folgt dar:

scroll

Erwartete Nettoauszahlungen

in TEUR
31.12.2011 31.12.2010
Bis zu einem Monat -94 -135
Länger als ein Monat und bis zu drei Monaten -3 -4
Länger als drei Monate und bis zu einem Jahr -102 -126
Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren -664 -583

Die Zinssicherungsinstrumente und die unterliegenden Darlehen wurden 2005 bzw. 2007 auf Basis des jeweiligen Zinsniveaus abgeschlossen. Diese sichern eine langfristige, sehr flexible Finanzierung der Neubaumaßnahmen an den Standorten Jena und Wettenberg zu im langfristigen Vergleich attraktiven Zinsen. Aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sind die kurzfristigen Zinsen extrem gefallen, wodurch sich die Marktwerte der Sicherungsinstrumente negativ entwickelt haben. Auf langfristige Sicht gehen wir jedoch von einer Erhöhung des kurzfristigen Zinsniveaus und folglich von einer positiven Veränderung der Marktwerte der Sicherungsinstrumente aus.

Der Marktwert dieser Instrumente betrug zum Stichtag 31. Dezember 2011 TEUR -972 (VJ TEUR -736) und wird unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Gegenbuchung der Marktwerte sowie der hierauf fallenden latenten Steuern erfolgt ergebnisneutral in den sonstigen Rücklagen für den Teil der Zinsderivate, die in einer effektiven Sicherungsbeziehung zu einem Darlehen stehen.

Das dem oben genannten Zinssicherungsgeschäft zugrunde liegende Darlehen zur Finanzierung des neuen Gebäudes am Standort Wettenberg in Höhe von ursprünglichen TEUR 10.000 wurde zum Stichtag 31. Dezember 2011 nicht in Anspruch genommen. Dementsprechend erfolgte keine Gegenbuchung der Marktwerte der Zinsderivate sowie der hierauf entfallenden latenten Steuern in den sonstigen Rücklagen. Die Marktwerte dieser Sicherungsinstrumente zum 31. Dezember 2011 betragen kumuliert TEUR -949 (VJ TEUR -712), davon wurden im Geschäftsjahr 2011 TEUR -237 (VJ TEUR -111) ergebniswirksam in den Finanzierungsaufwendungen erfasst.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.

Zum 31. Dezember 2011 und zum 31. Dezember 2010 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.

32. LEASING

Die PVA TePla tritt generell nur als Leasingnehmer, nicht aber als Leasinggeber auf. Die Leasingverhältnisse der PVA TePla sind sämtlich als Operating Lease zu klassifizieren. Es gibt im Wesentlichen zwei Gruppen von Leasingverhältnissen:

Anmietung von Gebäuden

Die PVA TePla hat an den Standorten Berlin, Feldkirchen bzw. Kirchheim, Siegen, Jena, Aalen bzw. Westhausen, Frederikssund (Dänemark), Corona / Kalifornien (USA), Beijing (China) und Xi'an (China) sowie in Singapur Räumlichkeiten für Produktion und Verwaltung von Dritten angemietet. Die monatliche Miete für den Standort Feldkirchen betrug im Jahr 2011 TEUR 57 (VJ TEUR 51) bzw. nach dem Umzug nach Kirchheim TEUR 10, für den Standort Jena TEUR 5 (VJ TEUR 1), für den Standort Siegen TEUR 16 (VJ TEUR 16), für den Standort Berlin TEUR 3 (VJ TEUR 3), für den Standort Aalen TEUR 2 (VJ TEUR 1) bzw. nach dem Umzug nach Westhausen TEUR 7, für den Standort Frederikssund TEUR 10 (VJ TEUR 6), für den Standort Corona TEUR 8 (VJ TEUR 8), für das bisherige Vetriebsbüro am Standort Beijing TEUR 2 (VJ TEUR 1), für den Standort Singapur TEUR 3 (VJ TEUR 3) und für den Standort Xi'an TEUR 1 (VJ TEUR 1).

Bei den hier relevanten Mietverträgen handelt es sich um im Rahmen der Vermietung von Gewerberäumen übliche Vertragsverhältnisse. Im Jahr 2011 wurden für diese Verträge insgesamt TEUR 854 (VJ TEUR 1.253) gezahlt. Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:

scroll

in TEUR Zahlungen Barwert
Restlaufzeiten
Bis ein Jahr 536 513
Über ein, bis fünf Jahre 637 557
Über fünf Jahre 0 0

Untervermietung von Gebäuden

Die PVA TePla hatte bis zum 15. Januar 2011 am Standort Corona / Kalifornien einen Teil der angemieteten Flächen untervermietet. Zusätzlich ist ein eigenes Gebäude in Kahla teilweise untervermietet. Aus diesen Verträgen wurden im Jahr 2011 TEUR 39 (VJ TEUR 170) erlöst. In den nächsten Jahren ergeben sich folgende Erträge aus der Untervermietung:

scroll

in TEUR Zahlungen Barwert
Restlaufzeiten
Bis ein Jahr 29 28
Über ein, bis fünf Jahre 0 0
Über fünf Jahre 0 0

Leasing von Kraftfahrzeugen

Die PVA TePla AG begrenzt die Anzahl der Firmenfahrzeuge auf einen möglichst geringen Umfang. Privat zu nutzende Pkw werden vorrangig Vorständen, Leitern der Geschäftsbereiche und Geschäftsführern sowie vereinzelt Mitarbeitern mit einem hohen Anteil an Außeneinsätzen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden Poolfahrzeuge für Dienstreisen genutzt. Seit 2004 werden neue Fahrzeuge geleast. Für derartige Leasingverträge entstanden im Jahr 2011 Aufwendungen in Höhe von TEUR 146 (VJ TEUR 145). Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:

scroll

in TEUR Zahlungen Barwert
Restlaufzeiten
Bis ein Jahr 157 150
Über ein, bis fünf Jahre 268 240
Über fünf Jahre 0 0

Andere Leasingverträge

Zusätzlich zu den bisher genannten Leasingverträgen bestehen weitere Leasingverträge im Wesentlichen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für derartige Leasingverträge entstanden im Jahr 2011 Aufwendungen in Höhe von TEUR 437 (VJ TEUR 407). Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:

scroll

in TEUR Zahlungen Barwert
Restlaufzeiten
Bis ein Jahr 313 300
Über ein, bis fünf Jahre 83 73
Über fünf Jahre 2 1

Der Großteil der anfallenden Aufwendungen für Leasingverträge ist im Wesentlichen auf die Büroausstattung im neuen Verwaltungsgebäude Wettenberg zurückzuführen.

33. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Verpflichtungen aus bestehenden Verträgen:

Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen wurden oben (vgl. Textziffer 32) bereits dargestellt.

Die Verpflichtungen aus Rahmenverträgen des Einkaufs belaufen sich insgesamt auf folgende Werte:

scroll

in TEUR Zahlungen Barwert
Restlaufzeiten
Bis ein Jahr 1.129 1.081
Über ein, bis fünf Jahre 0 0
Über fünf Jahre 0 0

Aus anderen Verträgen (z. B. Wartungsverträge, Sicherheitsdienst) ergeben sich insgesamt folgende Verpflichtungen:

scroll

in TEUR Zahlungen Barwert
Restlaufzeiten
Bis ein Jahr 906 867
Über ein, bis fünf Jahre 35 32
Über fünf Jahre 0 0

34. MATERIALAUFWAND

Die Herstellungskosten des Umsatzes beinhalten Materialaufwendungen für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 wie folgt:

scroll

in TEUR 2011 2010
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Be- triebsstoffe sowie für bezogene Waren 65.941 50.176
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.871 6.534
Materialaufwand Gesamt 73.812 56.710

Die Materialquote (Materialaufwand / Gesamtumsatz) lag im Geschäftsjahr 2011 somit bei 55,7 % im Gegensatz zu 47,1 % im Vorjahr. Der Zuwachs ist im Wesentlichen auf den Anstieg der unfertigen Erzeugnisse zurückzuführen.

35. PERSONALAUFWAND

Die Personalaufwendungen setzen sich für die Geschäftsjahre 2011 und 2010 wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 2011 2010
Löhne und Gehälter 28.209 27.125
Soziale Abgaben 4.718 5.047
Personalaufwand Gesamt 32.927 32.172

Der gesamte Personalaufwand in Höhe von TEUR 32.927 stieg gegenüber dem Vorjahreswert in Höhe von TEUR 32.172 an. Im Verhältnis zum Umsatz reduzierten sich die Personalkosten im Geschäftsjahr 2011 auf 24,8 % im Vergleich zu 26,7 % im Vorjahr. In den sozialen Abgaben sind im Geschäftsjahr 2011 Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 177 (VJ TEUR 216) enthalten.

Zum Jahresende waren im Konzern 509 (VJ 488), im Jahresdurchschnitt 498 (VJ 500) Mitarbeiter beschäftigt.

Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen nach Funktionsgruppen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:

scroll

Mitarbeiterzahl nach Funktionsgruppen (Jahresdurchschnittswerte) 2011 2010
Verwaltung 66 69
Vertrieb 57 54
Konstruktion, Forschung und Entwicklung 109 103
Produktion und Service 266 274
Mitarbeiter Gesamt 498 500

Des Weiteren wurden 14 (VJ 11) Aushilfskräfte beschäftigt.

36. ABSCHREIBUNGEN

Die Abschreibungen sind bei den Erläuterungen des Anlagevermögens dargestellt (vgl. Textziffer 4 und 5).

37. RISIKOMANAGEMENT

Die aktuellen Risiken und Chancen sowie das Risikomanagementsystem der PVA TePla werden im Lagebericht ausführlich dargestellt. Wir verweisen daher auf Punkt 14 und 15 des Lageberichts.

38. ORGANE DER GESELLSCHAFT

Vorstand

Der Vorstand der PVA TePla AG bestand im Geschäftsjahr 2011 aus:

Peter Abel, Wettenberg (Vorsitzender des Vorstands / CEO) bis 30. Juni 2011

Diplom-Ingenieur

Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:

PVA Jena Immobilien GmbH, Jena (bis 18. Juli 2011)
Plasma Systems GmbH, Wettenberg (bis 10. Mai 2011)
PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen (bis 18. Juli 2011)

sowie bei folgenden nicht verbundenen Gesellschaften:

PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg

Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director) (bis 2. August 2011)
Xi´an HuaDe CGS Ltd., Xi´an, VR China (Aufsichtsratsvorsitzender)
ScheBo Biotech AG, Gießen (Aufsichtsratsvorsitzender)
OptoTech Optikmaschinen GmbH, Jena (Beiratsvorsitzender)
3D PräzisionsTechnik AG, Aßlar (Aufsichtsratsvorsitzender)

Arnd Bohle, Bochum (Vorstand Finanzen / CFO) Diplom-Kaufmann

Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

PVA TePla (China) Ltd. (Supervisor (Aufsichtsorgan) seit 21. April 2011)

Dr. Arno Knebelkamp, Mülheim

(Vorsitzender des Vorstands / CEO) seit 1. Juli 2011 (Stellvertretender Vorsitzender / CTO 1. April bis 30. Juni 2011) Diplom-Chemiker

Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:

PVA TePla Analytical Systems GmbH, Westhausen

(seit 18. Juli 2011)

Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director)

(seit 2. August 2011)
Vestolit GmbH & Co. KG, Marl (Mitglied im Beirat)

Herr Dr. Arno Knebelkamp ist zum 1. April 2011 in die Gesellschaft PVA TePla AG eingetreten und hatte bis zum 30. Juni 2011, zunächst als stellvertretender Vorstandsvorsitzender, die Funktion des Vorstands Technik /Chief Technology Officers (CTO) inne.

Der bisherige amtierende Vorstandsvorsitzende (CEO) Herr Peter Abel ist am 30. Juni 2011 aus dem Vorstand der PVA TePla AG ausgeschieden.

Mit dem Ausscheiden von Herrn Peter Abel als CEO hat zum 1. Juli 2011 Herr Dr. Arno Knebelkamp diese Funktion übernommen.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2011 TEUR 915 (VJ TEUR 743). Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens, Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung sowie Beiträge zu einer Unterstützungskasse) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen in Form von Bonuszahlungen zusammen. Der kleinere Anteil der Bonuszahlung wird dabei als Prozentsatz des einen Minimalbetrag von 5 Mio. € übersteigenden Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen. Dieser Bonus ist auf die Hälfte des jeweiligen Grundgehalts begrenzt. Der größere Anteil wird als langfristiger Bonus, bei dem ein Referenzbetrag in fiktive Aktien zu einem aktuellen Referenzkurs umgerechnet und drei Jahre später mit dem dann gültigen Referenzkurs bewertet wird, ausgezahlt. Die Höhe des langfristigen Bonus ist auf das Zweifache der jährlichen Festvergütung begrenzt. Für die Altverträge von Peter Abel und Arnd Bohle besteht noch eine andere Regelung, bei der der Bonus vollständig als Prozentsatz des Jahresüberschusses des PVA TePla-Konzerns bemessen wird. Im Geschäftsjahr 2011 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:

scroll

in TEUR Gehalt Sonstige Bezüge Erfolgsabhängige Komponente Gesamt 2011 Gesamt 2010
Peter Abel (bis 30. Juni 2011) 120 6 99 225 439
Dr. Arno Knebelkamp (seit 1. April 2011) 180 54 135 369 0
Arnd Bohle 180 12 129 321 304

Die aufgeführten Werte für die erfolgsabhängige Komponente beinhalten die im Jahr 2011 für das Geschäftsjahr 2010 gezahlten und um die im Geschäftsjahr 2010 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2011 für das Geschäftsjahr 2011 gebildete Rückstellung. Die erfolgsabhängige Komponente für Herrn Dr. Knebelkamp beinhaltet im Geschäftsjahr 2011 eine langfristige, erfolgsabhängige Komponente in Höhe von TEUR 90. Diese anteilsbasierte Vergütungskomponente fällt in den Anwendungsbereich des IFRS 2 und wurde auf Basis eines Optionspreismodells berechnet.

Langfristig fällige Leistungen fallen im Zusammenhang mit der oben dargestellten langfristigen erfolgsabhängigen Komponente und im Rahmen der für Herrn Abel bestehenden Pensionszusage aus den Zeiten vor der Gründung der PVA TePla AG an. Diese wurden im Rahmen der Bewertung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Der Anwartschaftsbarwert dieser Verpflichtung zum 31. Dezember 2011 beträgt TEUR 441 (VJ TEUR 482). Alle anderen aufgeführten Bezüge sind kurzfristig fällig. Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung werden nicht gezahlt.

Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2011 nicht gewährt. Es bestehen gegenüber den Vorstandsmitgliedern keine finanziellen Zusagen für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeit oder für den Fall des Wechsels der Mehrheit im Kreise der Gesellschafter.

Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans bestehen für Pensionsverpflichtungen Anwartschaftsbarwerte in Höhe von TEUR 986 (VJ TEUR 968). Im Jahr 2011 wurden an ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 63 (VJ TEUR 62) geleistet.

Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und aktienbasierte Vergütungen fielen nicht an.

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG bestand im Geschäftsjahr 2011 aus:

Alexander von Witzleben, Weimar (Vorsitzender)

Feintool International Holding AG, Lyss

(Präsident des Verwaltungsrats)

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

VERBIO Vereinigte BioEnergie AG, Zörbig (Aufsichtsratsvorsitzender)
Siegwerk Druckfarben AG & Co. KGaA, Siegburg (Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. April 2011)
Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats)

Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen

(stellvertretender Vorsitzender)

Global Leader Business Development and Markets, Grant Thornton International Limited, London / England

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

Comvis AG, Essen (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Prof. Dr. Günter Bräuer, Cremlingen

Leiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, Braunschweig, und geschäftsführender Leiter des Instituts für Oberflächentechnik (IOT) der TU Braunschweig

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:

PEP Photonos European Photovoltaics AG, Mainz (Mitglied des Aufsichtsrats)
AMG Coating Technologies GmbH, Hanau (Beiratsmitglied)
Institut für Solarenergieforschung GmbH, Emmerthal (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats)

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 100 (VJ TEUR 100). Satzungsgemäß erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung in Höhe von 1 % des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, höchstens jedoch TEUR 100.

scroll

in TEUR Fixe Vergütung 2011 Variable Vergütung 2011 Fixe Vergütung 2010 Variable Vergütung 2010
Alexander von Witzleben (Vorsitzender) 10 40 10 40
Prof. Dr. Günter Bräuer 5 20 5 20
Dr. Gernot Hebestreit 5 20 5 20
Summe 20 80 20 80

Die Aufteilung dieser Gesamtvergütung unter den Aufsichtsratsmitgliedern erfolgt in der Weise, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten Betrag eines einfachen Aufsichtsratsmitgliedes erhält. Als Mindestvergütung je Geschäftsjahr erhält der Aufsichtsratsvorsitzende einen Betrag von TEUR 10 und ein einfaches Mitglied einen Betrag von TEUR 5. Bei unterjährigem Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Aufsichtsrat erhält dieses eine zeitanteilige Vergütung.

Zur Deckung der zivilrechtlichen Haftung von Organmitgliedern wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2011 wurde für diese Versicherung eine Prämie in Höhe von TEUR 17 (VJ TEUR 17) gezahlt.

39. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind für die PVA TePla-Gruppe wie folgt relevant: Es handelt sich hierbei um Geschäfte mit Unternehmen, an denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblich beteiligt sind oder in denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblichen Einfluss haben. Alle Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Konditionen.

Im Geschäftsjahr 2011 beliefen sich der Wert der Zukäufe von Unternehmen dieser Kategorien auf insgesamt TEUR 1.011 (VJ TEUR 842) und der Wert der Verkäufe auf TEUR 5 (VJ TEUR 31). Die Salden der ausstehenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten lagen zum Bilanzstichtag bei TEUR 0 (VJ TEUR 0) bzw. TEUR 35 (VJ TEUR 39).

40. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS (§ 314 HGB)

Das für den Abschlussprüfer bei der PVA TePla AG und anderen Unternehmen der PVA TePla-Gruppe als Aufwand erfasste Honorar betrug insgesamt für:

scroll

in TEUR 2011 2010
Abschlussprüfung 303 315
Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen 0 0
Steuerberatungsleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 0 0

41. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde auch im Verlauf des Geschäftsjahres wieder abgegeben.

Diese Erklärung ist Bestandteil des gesonderten Corporate Governance Berichts und ist den Aktionären auf der Homepage des Unternehmens (www.pvatepla.com) dauerhaft zugänglich. Dort sind ebenso die Entsprechenserklärungen der letzten Geschäftsjahre verfügbar.

42. ANGABEN GEMÄSS § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG

Herr Peter Abel, Wettenberg, hat uns nach den §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG mitgeteilt, das sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. November 2002 die Schwelle von 25 % überschritten hat und nunmehr 29,99 % beträgt. Davon sind ihm 29,32 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG zuzurechnen.

Die Deutsche Bank AG, Frankfurt, Deutschland, hat uns am 21. August 2007 gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG i.V. m. § 32 Abs. 2 InvG mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland, am 20. August 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte an der PVA TePla AG, Aßlar, Deutschland, überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 5,01 % hält. Dies entspricht 1.089.749 Stimmrechten.

Am 28. Oktober 2011 hat uns Herr Christian Graf Dürckheim, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 19. Oktober 2011 die Schwelle von 3 % überschritten hat und an diesem Tag 4,22 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 917.958 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Am 11. November 2011 hat uns Herr Christian Graf Dürckheim, Schweiz, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 10. November 2011 die Schwelle von 5 % überschritten hat und an diesem Tag 5,10 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 1.109.092 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Am 20. Dezember 2011 hat uns Herr Wilhelm Hofmann, Deutschland, gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Wettenberg, Deutschland, am 19. Dezember 2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und an diesem Tag 2,84 % der Gesamtmenge der Stimmrechte der genannten Gesellschaft (dies entspricht 618.431 von insgesamt 21.749.988 Stimmrechten) beträgt.

Zum 31. Dezember 2011 hat die Herrn Abel gehörende PA Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Wettenberg eine Beteiligung von mehr als 25 % an dem Unternehmen.

43. WEITERE ANGABEN

Die folgenden in den Konzernabschluss der PVA TePla AG einbezogenen Gesellschaften nehmen eine Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:

PVA Jena Immobilien GmbH
PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH
PVA Control GmbH

44. FREIGABE DES ABSCHLUSSES ZUR VERÖFFENTLICHUNG

Am 19. März 2012 hat der Vorstand der PVA TePla AG den vorliegenden Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2011 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Damit wurde entsprechend IAS 10.6 die Freigabe zur Veröffentlichung erteilt.

45. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2012 haben sich keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Unternehmenssituation sowie in unserem Branchenumfeld ergeben. Auch sind derzeit keine größeren Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform des Konzerns oder im Personalbereich vorgesehen.

Wettenberg, 19. März 2012

PVA TePla AG

Dr. Arno Knebelkamp, Vorsitzender des Vorstands

Arnd Bohle, Vorstand Finanzen

KONZERN-ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2011

scroll

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Hist. AK/HK 01.01.2011 Akquisi-

tionen 2011
Zugänge 2011 Umbu-

chungen
Abgänge 2011 Fremd-

währungs-

differenzen
Stand 31.12.2011
--- --- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 12.465 0 0 0 0 0 12.465
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.027 0 254 0 4 0 5.277
Summe 17.492 0 254 0 4 0 17.742
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 33.699 0 182 0 619 2 33.264
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.843 0 1.233 0 2 30 7.103
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.310 0 594 0 151 2 5.754
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 8 0 0 0 8
Summe 44.852 0 2.017 0 772 33 46.130
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 694 694
Summe Anlagevermögen 63.038 0 2.271 0 776 33 64.565

scroll

kumulierte Abschreibungen
in TEUR Stand 01.01.2011 Zugänge 2011 Umbu-

chungen
Abgänge 2011 Zuschrei-

bungen
Fremd-

währungs-

differenzen
Stand 31.12.2011
--- --- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.850 0 0 0 0 0 4.850
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.937 583 0 3 0 0 4.516
Summe 8.787 583 0 3 0 0 9.366
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 4.195 1.012 0 619 0 2 4.589
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.205 457 0 0 0 27 3.689
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.348 788 0 146 0 1 3.991
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 0
Summe 10.748 2.257 0 766 0 30 12.269
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 241 22 262
Summe Anlagevermögen 19.776 2.862 0 769 0 30 21.897

scroll

Restbuchwerte
in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 7.615 7.615
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 761 1.090
Summe 8.376 8.705
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 28.675 29.504
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.414 2.639
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.764 1.961
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8 0
Summe 33.861 34.104
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 432 453
Summe Anlagevermögen 42.668 43.262

KONZERN-ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2010

scroll

Anschaffungs- und Herstellungskosten
in TEUR Hist. AK/HK 01.01.2010 Akquisi-

tionen 2010
Zugänge 2010 Umbu-

chungen
Abgänge 2010 Fremd-

währungs-

differenzen
Stand 31.12.2010
--- --- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 12.465 0 0 0 0 0 12.465
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 4.553 0 475 0 1 0 5.027
Summe 17.018 0 475 0 1 0 17.492
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 33.440 0 608 0 383 34 33.699
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.812 0 1.027 -2 76 83 5.843
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.917 0 437 2 52 6 5.310
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 0
Summe 43.169 0 2.072 0 511 123 44.852
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 694 0 0 0 0 0 694
Summe Anlagevermögen 60.881 0 2.547 0 512 123 63.038

scroll

kumulierte Abschreibungen
in TEUR Stand 01.01.2010 Zugänge 2010 Umbu-

chungen
Abgänge 2010 Zuschrei-

bungen
Fremd-

währungs-

differenzen
Stand 31.12.2010
--- --- --- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 4.850 0 0 0 0 0 4.850
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 3.442 495 0 0 0 0 3.937
Summe 8.292 495 0 0 0 0 8.787
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 3.396 1.072 0 298 0 26 4.195
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.710 458 0 40 0 77 3.205
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.586 797 0 41 0 6 3.348
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0 0
Summe 8.692 2.326 0 379 0 109 10.748
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 219 22 0 0 0 0 241
Summe Anlagevermögen 17.203 2.843 0 379 0 109 19.776

scroll

Restbuchwerte
in TEUR 31.12.2010 31.12.2009
--- --- ---
Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 7.615 7.615
2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte 1.090 1.111
Summe 8.705 8.726
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken 29.504 30.044
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.639 2.102
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.961 2.331
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
Summe 34.104 34.477
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 453 475
Summe Anlagevermögen 43.262 43.678

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der PVA TePla AG, Wettenberg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Frankfurt am Main, 19. März 2012

**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer

Thomas Klemm, Wirtschaftsprüfer