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PVA TePla AG — Annual Report 2009
Apr 30, 2010
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Annual Report
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PVA TePla AG
Wettenberg
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009
BERICHT DES AUFSICHTSRATS über das Geschäftsjahr 2009
der PVA TePla AG
Die Weltwirtschaft wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Finanz- und Wirtschaftskrise geprägt. Insbesondere auf den Maschinenbau in Europa hat diese Krise gravierende Auswirkungen gehabt und wird auch in absehbarer Zukunft weiterhin Spuren hinterlassen. Die PVA TePla AG hat diese schwierige Wirtschaftsphase bisher sehr gut bewältigt. Die zu Ende des Jahres 2008 geäußerte Prognose zu den wesentlichen Eckdaten des Unternehmens 2009 konnte lediglich in Bezug auf den Konzernumsatz aufgrund gestreckter Lieferzeiten auf Wunsch einiger Kunden nicht vollständig erreicht werden. Das operative Ergebnis in Höhe von 16,6 Mio. € – im Einklang mit der abgegebenen Prognose – hat sich weiterhin sehr erfreulich entwickelt und stellt unter Beweis, dass das Unternehmen auf dem richtigen Weg ist, langfristig profitabel zu arbeiten. Die übrigen wichtigen Eckdaten der PVA TePla wie Liquidität und Eigenkapitalquote haben sich nochmals verbessert und stellen die erfolgreiche Unternehmensführung auch in dieser schwierigen Phase der weltwirtschaftlichen Entwicklung unter Beweis.
Ein großer Auftrag aus der chinesischen Solarindustrie zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen Anfang Dezember 2009 stimmt zuversichtlich, dass die abgegebenen Prognosen zur Entwicklung des Unternehmens auch 2010 erreicht werden können. Für die Zukunft könnte gerade dieser Auftrag von großer Bedeutung für das Unternehmen sein, weil es der PVA TePla zum ersten Mal gelungen ist, aus der chinesischen Solarindustrie – einem der großen Wachstumsmärkte – einen großen Auftrag zu erhalten. Der Auftragsbestand in Höhe von 88 Mio. € gibt eine gute Absicherung des erwarteten Konzernumsatzes in Höhe von 120 Mio. € und der EBIT-Marge zwischen 8 – 10%.
Als Anbieter zukunftsweisender Systemtechnik für Hightech-Material- und Werkstoff-Hersteller ist die PVA TePla langfristig auf den relevanten Märkten gut positioniert. Der Solarmarkt wird auch bei der zukünftigen Entwicklung der PVA TePla wichtige Akzente für das Unternehmen setzen.
Der Aufsichtsrat hat die Arbeit des Vorstands der PVA TePla AG auch im Geschäftsjahr 2009 regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Hierbei hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der wirtschaftlichen und finanziellen Situation, der Strategie sowie den Planungen der PVA TePla befasst. Grundlage hierfür waren die ausführlichen, in schriftlicher und mündlicher Form, erstatteten Berichte. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftspolitik sowie andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensführung und -planung, die Strategie, die finanzielle Entwicklung und Ertragslage des Unternehmens, das Risikomanagement und andere wesentliche Ereignisse, die für die PVA TePla von Bedeutung waren, unterrichtet. Besondere Aufmerksamkeit wurde dabei auf die plangemäße Abwicklung der vorhandenen Großaufträge und die Entwicklung in den relevanten Märkten gelegt. Bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat eingebunden. Zusätzlich wurde der Aufsichtsrat regelmäßig mit den Monats- und Risikoberichten des Vorstands über die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens informiert. Neben den Sitzungen und Berichten hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende regelmäßig in Gesprächen mit dem Vorstand über die aktuelle Situation informiert.
An unsere Aktionäre
SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS
Im Laufe des Geschäftsjahres 2009 hat der Aufsichtsrat insgesamt vier ordentliche Sitzungen durchgeführt. Der Schwerpunkt der Sitzung am 27. März 2009 lag auf der Verabschiedung sowie Feststellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2008. An der Sitzung hat der Abschlussprüfer teilgenommen und ausführlich zum Jahres- und Konzernabschluss Stellung genommen sowie Fragen aus dem Aufsichtsrat beantwortet. Neben dem Jahres- und Konzernabschluss wurde auch auf die aktuelle Geschäftslage des begonnenen Geschäftsjahres 2009 eingegangen. Ausführlichen Raum nahm in den Besprechungen der Stand der großen Projekte ein. Der Verschmelzung der 100%igen Tochtergesellschaft Crystal Growing Systems GmbH auf die PVA TePla AG wurde zugestimmt. Außerdem hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss 2008 gebilligt, der damit gem. § 172 Satz 1 AktG festgestellt war, und die Beschlussvorschläge für die Tagesordnung der Hauptversammlung 2009 verabschiedet.
In der zweiten ordentlichen Aufsichtsratssitzung des Jahres 2009 am 29. Juni 2009 hat sich der Aufsichtsrat ausführlich über die geschäftliche Situation zum 31. Mai 2009 sowie den Stand der Großprojekte unterrichten lassen und einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsbereiche erhalten. Über den Ausbau der Infrastruktur wie im Bereich IT wurde ausführlich gesprochen.
In der folgenden Sitzung am 16. September 2009 wurde neben der Erörterung des geschäftlichen Verlaufs der PVA TePla-Gruppe zum 31. August 2009 auch ein Überblick über die prognostizierten Geschäftszahlen zum 31. Dezember 2009 gegeben. Ausführlichen Raum nahmen die Erörterung der aktuellen Marktsituation und eine Wettbewerbsanalyse in den drei Geschäftsbereichen ein.
Auf der letzten Sitzung des Jahres am 25. November 2009 wurde neben den laufenden Projekten ausführlich über die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens, die Planungen für den Zeitraum 2010 – 2012, sowie den Ausbau der Geschäftsbereiche und deren Marktpotenzial intensiv gesprochen.
Aufgrund einer kurzfristig notwendig gewordenen Verschiebung des Termins einer Sitzung konnte ein Mitglied des Aufsichtsrats an dieser Sitzung nicht teilnehmen. Ansonsten haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats persönlich an allen Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.
Ausschüsse wurden aufgrund des nur drei Personen umfassenden Aufsichtsrats nicht gebildet. Alle Fragen, die von Ausschüssen zu behandeln wären, wurden im Gesamtplenum behandelt.
CORPORATE GOVERNANCE
Der Einhaltung der Empfehlungen des Corporate Governance Kodex wird von Seiten des Aufsichtsrats besondere Bedeutung beigemessen. Abweichungen von diesem Kodex sind zwischen Vorstand und Aufsichtsrat intensiv erörtert und begründet worden. Die gem. § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung ist im November 2009 in der Sitzung des Aufsichtsrats gemeinsam von Vorstand und Aufsichtsrat verabschiedet und veröffentlicht worden. Der Wortlaut der Entsprechenserklärung wird auf der Website des Unternehmens www.pvatepla.com im Bereich „Investor Relations – Corporate Governance“ veröffentlicht.
Die Selbstevaluierung anhand eines detaillierten Fragenkatalogs wurde fortgeführt und damit die gem. Corporate Governance Kodex vorgesehene Überprüfung der Effizienz des Aufsichtsrats vorgenommen.
JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSS, ABSCHLUSSPRÜFUNG
Die durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft“ hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2009 der PVA TePla AG geprüft. Der Abschlussprüfer hat festgestellt, dass der vorliegende Jahres- und Konzernabschluss in Übereinstimmung mit dem HGB bzw. den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt worden ist und ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage widerspiegelt. Der Jahres- und Konzernabschluss haben den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erhalten. Die Abschlüsse nebst Lageberichten sowie die jeweiligen Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrats übersandt und in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 26. März 2010 ausführlich erörtert. In dieser Sitzung hat der Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht haben wir geprüft. Es bestanden keine Einwände. Wir stimmen daher dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss billigen wir. Der Jahresabschluss ist damit gem. § 172 Satz 1 AktG festgestellt. Mit den Lageberichten und insbesondere der Beurteilung zur weiteren Entwicklung des Unternehmens sind wir einverstanden. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands – eine Dividende in Höhe von 0,20 € pro Aktie auszuschütten und den restlichen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen – an.
Auch im laufenden Jahr wird der Aufsichtsrat den Vorstand bei seinen anstehenden Aufgaben konstruktiv begleiten. Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre engagierten Leistungen im Geschäftsjahr 2009.
Wettenberg, im März 2010
Für den Aufsichtsrat
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats der PVA TePla AG
CORPORATE GOVERNANCE
1. AKTIONÄRE
Unsere Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr. Ihre Stimmrechte können sie eigenhändig oder über Stimmrechtsvertreter gemäß ihren Weisungen wahrnehmen. Die Stimmrechtsvertreter werden vom Vorstand ernannt und im Einladungsschreiben zur Hauptversammlung bekannt gegeben. Die Einladungsunterlagen veröffentlichen wir auf unserer Website.
2. TRANSPARENZ IM KAPITALMARKT
Die Transparenz unternehmerischer Entscheidungen hat bei Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG einen hohen Stellenwert. Ein zeitnaher Dialog mit den Aktionären der Gesellschaft, dem Kapitalmarkt und der interessierten Öffentlichkeit soll ein umfassendes Bild unseres Unternehmens liefern. Alle hierfür relevanten Unterlagen, insbesondere Quartals- und Geschäftsberichte, Dokumente zur Hauptversammlung, Ad-hoc-Meldungen, sonstige Pressemitteilungen, Finanzkalender, Mitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz und Informationen zu unseren Geschäftsbereichen werden regelmäßig und zeitnah veröffentlicht und sind auf unserer Website (www.pvatepla.com) der Öffentlichkeit zugänglich. Zudem wird Analysten und institutionellen Investoren im Rahmen von Roadshows, der Analysten- und Bilanzpressekonferenz, regelmäßigen Telefonkonferenzen und in Einzelgesprächen die Gelegenheit gegeben, sich umfassend über die Geschäftspolitik und die Perspektiven unseres Unternehmens zu informieren. Die entsprechenden Präsentationen sind auch auf der Website der PVA TePla für Interessenten einsehbar.
3. GEMEINSAME ERKLÄRUNG DES VORSTANDS UND DES AUFSICHTSRATS DER PVA TEPLA AG GEM. § 161 AKTG
Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Wettenberg erklären hiermit, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex” in der aktuell veröffentlichten Fassung vom 18. Juni 2009 entsprochen wurde und wird. Hiervon ausgenommen sind folgende Kodexregelungen:
1. Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht in Ziff. 3.8 Abs. 2 vor, bei Haftpflichtversicherungen, die ein Unternehmen für seine Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder abschließt (sog. Directors and Officers Liability Insurances, kurz D&O -Versicherungen), einen Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds zu vereinbaren. Auch für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden.
Die PVA TePla AG verzichtet bei Ihrer D&O-Versicherung zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch auf die Vereinbarung eines Selbstbehalts. Die Organmitglieder verpflichten sich jedoch gegenüber der Gesellschaft zur persönlichen Haftung bis zu folgender Höhe:
| • | Aufsichtsratsmitglieder bis zu 50% ihrer Jahresvergütung; |
| • | Vorstandsmitglieder bis zu 20% ihrer jeweiligen Jahres-Bruttofestvergütung. |
Begründung: Die Gesellschaft macht in diesem Zusammenhang bei den laufenden Organverhältnissen von der entsprechenden gesetzlichen Übergangsregelung Gebrauch. Bei der zukünftigen Verlängerung bestehender und der Begründung neuer Organverhältnisse werden Regelungen vereinbart, die dem Kodex entsprechen.
2. Der Kodex sieht unter der Ziffer 4.2.3 Abs. 2 vor, die Vergütungsstruktur der Vorstandsmitglieder auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten. Die variablen Vergütungsteile sollen grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben.
Die variablen Vergütungsteile bemessen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nach dem operativen Ergebnis eines Jahres.
Begründung: Die Neuregelungen des Kodex entsprechen denjenigen des VorstAG vom 5. August 2009. Diese gelten nach der Gesetzesbegründung nicht für Altverträge. In die laufenden Vorstandsverträge wird daher nicht eingegriffen. Bei der zukünftigen Verlängerung bestehender und der Begründung neuer Vorstandsverträge werden Regelungen vereinbart, die dem Kodex entsprechen.
3. Für den Aufsichtsrat empfiehlt der Kodex in Ziff. 5.3 die Bildung von Ausschüssen.
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG verfügt über keine gesonderten Ausschüsse.
Begründung: Aufgrund der geringen Größe des Aufsichtsrats mit drei Mitgliedern werden bei der PVA TePla AG keine Ausschüsse gebildet. Die in Ziff. 5.3 aufgeführten Themenkomplexe für zu bildende Ausschüsse werden vom Aufsichtsratsplenum behandelt.
Wettenberg, 25. November 2009
Für den Vorstand
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
Für den Aufsichtsrat
Alexander von Witzleben, Vorsitzender des Aufsichtsrats
4. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEM. § 289A HGB
Die Erklärung zur Unternehmensführung gem. § 289a HGB ist als Teil der Corporate Governance auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich „Investor Relations – Corporate Governance” oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/pva-tepla-service/investor-relations/ corporate-governance/unternehmensfuehrung dauerhaft einsehbar.
5. VERGÜTUNGSBERICHT
Der folgende Bericht erläutert die Struktur und die Festlegung der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.
VERGÜTUNG DES VORSTANDS
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem erfolgsunabhängigen Grundgehalt, sonstigen Nebenleistungen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens und Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung) und erfolgsabhängigen, variablen Vergütungsteilen zusammen, die einmalige sowie jährlich in Form von Tantiemen wiederkehrende an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponenten enthalten. Die Tantiemen werden dabei als Prozentsatz vom Jahresergebnis des PVA TePla-Konzerns bemessen. Die Einzelheiten sind im Anhang zum Konzernabschluss dargestellt.
VERGÜTUNG DES AUFSICHTSRATS
Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats ist in § 14 der Satzung der Gesellschaft geregelt. Entsprechend dieser Bestimmung beliefen sich die Bezüge des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 auf TEUR 100. Satzungsgemäß erhält der Aufsichtsrat eine Gesamtvergütung in Höhe von 1% des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, höchstens jedoch eine Gesamtvergütung von TEUR 100.
Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009 nicht gewährt.
6. AKTIENBESITZ UND BEZUGSRECHTE VON ORGANMITGLIEDERN
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| VORSTAND | Aktien 31.12.2009 | Aktien 31.12.2008 | Bezugsrechte 31.12.2009 | Bezugsrechte 31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|
| Peter Abel (einschließlich PA-Bet. GmbH) | 5.616.275 | 5.616.275 | 0 | 0 |
| Arnd Bohle | 3.000 | 3.000 | 0 | 0 |
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| AUFSICHTSRAT | Aktien 31.12.2009 | Aktien 31.12.2008 | Bezugsrechte 31.12.2009 | Bezugsrechte 31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|
| Alexander von Witzleben | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dr. Gernot Hebestreit | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Prof. Dr. Günter Bräuer | 0 | 0 | 0 | 0 |
MELDEPFLICHTIGE WERTPAPIERGESCHÄFTE VON ORGANMITGLIEDERN
Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach dem Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet, den Erwerb und die Veräußerung von Aktien der PVA TePla AG anzuzeigen. Im Verlaufe des Geschäftsjahres 2009 wurden keine Transaktionen durchgeführt.
7. RISIKOMANAGEMENT
Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die Risikostrategie basiert auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und ggf. optimiert. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein „Risikohandbuch“ mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.
Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2009 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft/des Konzerns weiter verfeinert und an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt. Auf dieser Basis sollen alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden. Als erste Teilbereiche wurden die Zahlungen an Vorstand und Geschäftsbereichsleiter, die Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. sowie die Materialwirtschaft am damaligen Standort Aßlar untersucht. Im Jahr 2009 wurden diese Prüfungen z. B. für die Tochtergesellschaft PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH fortgesetzt. Diese Prüfungen ergaben keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten, erbrachten aber Hinweise auf organisatorische Verbesserungsmöglichkeiten. Diese Hinweise werden zeitnah umgesetzt.
INTERNES KONTROLLSYSTEM (IKS) UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM (RMS) BEZOGEN AUF DEN KONZERNRECHNUNGSLEGUNGSPROZESS
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Die Konsolidierung erfolgt durch einen externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrollen der Daten. Zusätzlich erfolgen intensive Kontrollen der Daten und Ergebnisse durch das zentrale Konzerncontrolling. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein IKS noch ein RMS absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses insbesondere die Risiken aus der Abwicklung der vorhandenen Großaufträge intensiv verfolgt.
8. ABSCHLUSSPRÜFER
Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wird entsprechend den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG entspricht den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften. Die Abschlussprüfer werden gemäß den gesetzlichen Bestimmungen auf der Hauptversammlung gewählt. Der Aufsichtsrat holt eine Unabhängigkeitserklärung des Abschlussprüfers nach Ziffer 7.2.1. des Deutschen Corporate Governance Kodex ein.
Für das Geschäftsjahr 2009 erfolgte die Prüfung der Abschlüsse durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft „Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Frankfurt am Main“. Die Abschlüsse wurden mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT 2009
der PVA TePla AG, Wettenberg
1. EINLEITUNG
Die PVA TePla-Gruppe ist ein weltweit agierender Anbieter von Systemen, in denen hochwertige Werkstoffe wie Hartmetalle, Metalle, Halbleiter, Keramiken und Silizium hergestellt und weiterbearbeitet werden, aber auch für die kontrollierte Oberflächenbehandlung dieser Materialien und verschiedenster Kunststoffoberflächen. Produktions- und Behandlungsprozesse derartiger Materialien erfordern komplexe Systeme und Anlagen, in denen stabile Prozesse unter reproduzierbaren Bedingungen durchgeführt werden können. Sie finden daher meist im Vakuum oder unter Schutzgasatmosphäre, bei hohen Temperaturen oder mit Unterstützung eines Niederdruckplasmas statt. Die PVA TePla liefert Vakuumanlagen, die Hightech-Materialien und Oberflächen im Vakuum bei hohen Temperaturen und im Plasma erzeugen und bearbeiten. Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel die 300mm-Silizium (Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe zum Beispiel für Weltraumspiegel, Produktionstechnologien für Metallpulver – zum Beispiel für Hartmetalle –, Produktionstechnologien für Mikrosensoren (MEMS, Micro-Electro-Mechanical-Systems) und leuchtstarke Lichtquellen aus Halbleiter-Dioden (HB LED, High Brightness Light Emitting Diodes), die Technologie zur Herstellung ultradünner Wafer, aber auch Oberflächenbehandlungssysteme für Kunststoffe und Stahl. Inspektions- und Analysegeräte zur zerstörungsfreien Qualitätsprüfung hergestellter Materialien ergänzen das Portfolio. Hightech-Werkstoffe werden aller Voraussicht nach auch in Zukunft auf Herstellungsprozesse im Vakuum und unter hoher Temperatur angewiesen sein, so dass für die Produkte der PVA TePla auf dem Weltmarkt auch weiterhin gute Absatzchancen vorhanden sein werden. Die Produkte der PVA TePla finden in technologisch anspruchsvollen Märkten ihren Absatz, zu einem wesentlichen Teil in Marktnischen, aber auch in wachsenden Märkten wie der Photovoltaik.
2. STRUKTUR DER BERICHTERSTATTUNG
Der vorliegende Lagebericht beschreibt die Geschäftsentwicklung der PVA TePla AG („Gesellschaft“) und deren Tochtergesellschaften (zusammen „PVA TePla“ oder der „Konzern“) im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009. Aufgrund der weitgehenden Integration zwischen den einzelnen Bereichen der PVA TePla-Gruppe gibt eine isolierte Betrachtung der PVA TePla AG ohne Einbeziehung der Aktivitäten in den Tochtergesellschaften nur ein bedingt aussagefähiges Bild über die wirtschaftliche Situation der PVA TePla AG. Daher wurde auch in diesem Jahr darauf verzichtet, einen eigenständigen Lagebericht für die PVA TePla AG aufzustellen. In dem zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht werden die für das Verständnis der Situation der PVA TePla AG notwendigen Aspekte an den entsprechenden Stellen gesondert erläutert. Dieser integrierte Lagebericht ist auch Bestandteil des Einzelabschlusses der PVA TePla AG. Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wurde nach den Grundsätzen der internationalen Rechnungslegung gemäß IFRS erstellt. Der Einzelabschluss der PVA TePla AG ist nach den Regelungen des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt worden. Die Struktur der Geschäftsbereiche ist zum 1. Januar 2009 geändert worden. Die PVA TePla wird seit diesem Datum in die Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems untergliedert. Hierdurch soll zum einen eine bessere Fokussierung der Produkte auf die einzelnen Absatzmärkte, zum anderen ein leichteres Verständnis gegenüber dem Unternehmen von Seiten des Kapitalmarktes erreicht werden. Diese neue Berichtsstruktur fand bereits für die Quartalsberichterstattung 2009 Anwendung.
Dieser Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung basieren. Obwohl wir annehmen, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, können wir nicht dafür garantieren, dass diese Erwartungen sich als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Zu den Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, gehören u. a. Veränderungen im wirtschaftlichen und geschäftlichen Umfeld, Wechselkurs- und Zinsschwankungen, Einführung von Konkurrenzprodukten, mangelnde Akzeptanz neuer Produkte oder Dienstleistungen und Änderungen der Geschäftsstrategie. Diese Unsicherheiten sind aufgrund der Ungewissheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft nach der globalen Rezession 2009 weiterhin vorhanden und größer als in den Vorjahren.
3. GESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGEN
3.1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD
2009 war das Jahr mit der bisher stärksten Rezession weltweit, die in dieser Schärfe von Wirtschaftsfachleuten nicht vorhergesehen worden war. Der globale Rückgang der Wirtschaftsleistung betrug 1,2%. Von diesem Rückgang waren alle etablierten Industrienationen sowie der osteuropäische Wirtschaftsraum in unterschiedlicher Stärke betroffen. Lediglich aufstrebende Industrienationen wie China und übrige asiatische Staaten haben verhindert, dass die globale Wirtschaftsleistung noch stärker gefallen ist. Nach einem dramatischen Rückgang der weltwirtschaftlichen Aktivität im Gefolge der Finanzkrise, insbesondere in den letzten Monaten des Jahres 2008 und zu Beginn des Jahres 2009, befand sich jedoch die Weltkonjunktur seit dem Frühjahr 2009 wieder auf Erholungskurs. Durch rasche und umfangreiche Maßnahmen zur Stützung des Bankensektors sowie eine stark expansive Geld- und Finanzpolitik verschiedener Staaten wurden ein Kollaps des Weltfinanzsystems verhindert und die Basis für eine langfristige Erholung von Produktion und Handel gelegt. Die Einschätzungen der Wirtschaftsforschungsinstitute und Finanzhäuser fallen auch für den Verlauf des Geschäftsjahres 2010 unterschiedlich aus. Die Verbesserung der harten Fakten wie Auftragseingang und Industrieproduktion in den vergangenen Monaten deutet jedoch auf eine leichte Erholung im laufenden Jahr hin. Die von den Regierungen vieler Staaten aufgelegten Konjunkturprogramme sowie die von Notenbanken forcierte expansive Geldpolitik können einen wirtschaftlichen Aufschwung bis zur Mitte des Jahres 2010 begleiten und in einen sich selbst tragenden Aufschwung übergehen. In einem negativen Szenario nähmen die Liquiditäts- und Solvenzprobleme von Banken im laufenden Geschäftsjahr mit der Folge zu, dass die Kreditvergabe gedrosselt würde und hierdurch Investitionen von Seiten der Unternehmen und der Konsum gebremst würden. Durch diese Gefahr weiterer Verluste im Bankensektor wird der Ausblick getrübt. Vor dem Hintergrund divergierender Aussagen von Wirtschaftsinstituten scheint die Annahme einer mittleren Position knapp unterhalb des allgemeinen Konsensus angebracht zu sein. Die voraussichtliche Erholungsphase wird regional unterschiedlich ausfallen. Einigkeit herrscht darüber, dass China und die Staaten des sogenannten Emerging Asia die wesentlichen Impulse für eine Wachstumsdynamik sein dürften, während die Industrieländer relativ wenig zum globalen Wirtschaftswachstum beitragen werden. Insgesamt wird für die Weltwirtschaft eine Wachstumsrate in der Größenordnung von 3% angenommen, was immer noch unterhalb des langfristigen Trends liegt. Der Euroraum hatte im dritten Quartal 2009 die schwerste Rezession seit Bestehen der Eurozone hinter sich gelassen. Für das laufende Geschäftsjahr zeichnet sich ein leichtes Wirtschaftswachstum in Höhe von 1,1% ab. Aufgrund fehlender Dynamik aus bisher wachstumsstarken Ländern wie Spanien, die sich längerfristigen Anpassungen ihres Wirtschaftssystems gegenüber sehen, wird das Wachstum auf europäischer Ebene schwach ausfallen. Positive Signale kommen aus der Industrieproduktion, die ab Sommer 2009 bereits einen Anstieg verzeichnete, sowie aus dem Außenhandel. Die generell positive Entwicklung wird aller Voraussicht nach gebremst werden durch das Auslaufen von konjunkturstützenden Maßnahmen wie der Abwrackprämie in Deutschland. Die Europäische Kommission geht davon aus, dass sich der Umfang der Konjunkturprogramme im laufenden Jahr auf 0,8% des BIP beläuft. In Deutschland hat sich die Wirtschaft im Frühjahr 2009 aus der schwersten Rezession in der Nachkriegsgeschichte gelöst. Bereits im zweiten Quartal 2009 war die Wirtschaft im Vergleich zum Vorquartal wieder gewachsen, konnte allerdings auf das Gesamtjahr bezogen den Absturz des BIP in Höhe von 5% nicht verhindern. Im Jahresdurchschnitt 2010 wird von den Wirtschaftsforschungsinstituten und Finanzinstituten ein Wachstum des BIP zwischen 1,3 und 2,3% angenommen. Die realwirtschaftlichen Auswirkungen der Finanzkrise werden die Konjunktur bis in das laufende Jahr belasten. Die deutsche Exportwirtschaft wird sich auf eine weniger starke Nachfrageentwicklung als in den vergangenen Jahren einstellen müssen, da sich der Welthandel weniger dynamisch entwickelt und die gestiegenen Lohnstückkosten sowie der starke Euro die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen beeinträchtigt. Eine Rückkehr der Wirtschaftleistung auf das Vorkrisenniveau wird frühestens für 2012 erwartet. Rein rechnerisch ergibt dies drei Jahre Nullwachstum. In Emerging Asia haben umfangreiche Konjunkturprogramme und schnelles Eingreifen der Notenbanken die Rezession abgeschwächt. Die Aussichten auf eine schnelle Rückkehr auf das alte Wachstumsniveau sind jedoch unwahrscheinlich. Die umfangreichen Konjunkturpakete wirken zum einen nur vorübergehend, zum anderen verfügen die asiatischen Schwellenländer nur über einen begrenzten Binnenkonsum – der Anteil des Konsums am BIP beträgt etwa 40% – und sind in besonders hohem Maße exportabhängig. Für die Staaten in Asien ohne Japan wird 2010 ein Wirtschaftswachstum in der Größenordnung von 3,4% angenommen, deutlich weniger als das Wachstum von 6% im Jahr 2007. Gemessen am Wirtschaftswachstum ist die globale Rezession an China nahezu spurlos vorübergegangen. Für 2009 ist mit Hilfe massiver staatlicher Konjunkturpakete ein Wachstum von 8% erzielt worden. Mit Hilfe dieser Maßnahmen wird auch für 2010 ein Plus in der Wirtschaftsleistung von 9% erwartet. Die Konjunkturpakete sind auch im Ausland zu spüren, da ausländische Waren wieder verstärkt nachgefragt werden. Neben der verstärkten Nachfrage nach Rohstoffen stiegen in den letzten Monaten auch die Importe von Hightech-Produkten. Trotz der massiven Hilfe für die chinesische Wirtschaft wird das Land nicht die Konjunkturlokomotive für die Weltwirtschaft spielen können, da die globalen Ungleichgewichte zu groß sind. Für den gesamten asiatischen Raum bleibt die Frage der Nachhaltigkeit der Konjunkturerholung nach Auslaufen der staatlichen Stützungsmaßnahmen. Während Russland in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Wachstumsraten verzeichnete, ist das Land jedoch mit einem Minus von 8% in der Wirtschaftsleistung auch stärker von der Rezession erfasst worden. Die große, einseitige Abhängigkeit von Rohstoffexporten rächt sich an dieser Stelle. Die deutlich gesunkenen Energiepreise lassen die Steuereinnahmen drastisch wegbrechen und lassen damit wenig Spielraum für fiskalpolitische Maßnahmen zu. Daher wird die Wachstumsrate für das BIP 2010 bei 3% liegen, was in etwa die Hälfte des Durchschnitts der Jahre 2000 – 2008 ist. Die Wirtschaft in den USA hat etwas später auf den Wachstumspfad zurückgefunden als andere Industrieländer. Seit dem dritten Quartal 2009 befindet sich die Wirtschaft jedoch wieder auf dem Wachstumspfad, begleitet von erheblichen wirtschaftlichen Stützungsmaßnahmen von Seiten der Regierung. Unsicherheit besteht über die künftige Entwicklung der amerikanischen Wirtschaft, da der private Konsum aufgrund der sehr trüben Aussichten auf dem Arbeitsmarkt und der zukünftigen Einkommensentwicklung für keine wesentliche Wirtschaftsbelebung sorgen dürfte. Auch der Rahmen für Investitionen in Ausrüstungen sollte aufgrund der tendenziellen Unterauslastung begrenzt bleiben. Grundsätzlich dürfte die amerikanische Wirtschaft in den nächsten Jahren in bescheidenerem Maße wachsen als in den vergangenen Wachstumsperioden. Erhebliche, strukturelle Probleme wie der hohe Verschuldungsgrad der öffentlichen Hand sowie ein hohes Leistungsbilanzdefizit trüben die Aussichten zudem ein.
3.2. ENTWICKLUNG DER BRANCHEN
Nach einem noch nie dagewesenen Boom im Auftragseingang bzgl. Ausmaß und Dauer verzeichnet der Maschinenbau in Deutschland seit Ende 2008 einen jähen Rückgang. 2009 ist die Produktion um ca. 20% eingebrochen und die Auslastung der Maschinenbauer beträgt historisch niedrige 68%. Auch 2010 ist hier keine deutliche Trendwende zu erwarten, da auch bei anziehender Konjunktur bestehende Kapazitäten zunächst besser ausgelastet werden müssen. Zumindest mehren sich laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Signale, dass sich die Auftragslage nach 13 desaströsen Monaten wieder bessert. Im November 2009 lag der Auftragseingang zwar noch 12% unter dem Wert des Vorjahresmonats, im April 2009 mussten allerdings noch Rückgänge in Höhe von bis zu 58% hingenommen werden. Somit dürften zumindest die sehr großen Rückgänge zu einem Ende gekommen sein. Der Halbleitermarkt wies in den letzten zwei Jahrzehnten durchschnittliche Wachstumsraten von 9% jährlich auf. Dieses Wachstum kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Markt einer hohen Volatilität unterliegt und eng mit den Konjunkturzyklen verbunden ist. Auch von der aktuellen Wirtschaftskrise wurde der Halbleitermarkt überdurchschnittlich stark getroffen, wobei der seit Mitte 2008 zu verzeichnende Preisverfall aufgrund von Überkapazitäten in dieser Branche erschwerend hinzukommt. Der signifikante Nachfrageeinbruch in einer Vielzahl von Endabnehmermärkten für Halbleiterchips wie PC-Hersteller, Automobilindustrie und Unterhaltungselektronik verstärkte diesen Trend in erheblichem Maße. Der globale Halbleitermarkt, der eine Größenordnung von knapp 230 Mrd. US-$ aufweist, ist laut dem führenden Marktforschungsinstitut Gartner 2009 um gut 11% zurückgegangen. Bereits 2008 musste der Halbleitermarkt einen Umsatzrückgang von 5,5% hinnehmen. Dies ist das erste Mal in der Geschichte dieser Industrie, dass in zwei aufeinanderfolgenden Jahren ein Rückgang zu verzeichnen ist. Seit Mitte 2009 ist wieder ein Anstieg der Nachfrage und damit auch der Kapazitätsauslastung zu verzeichnen. Die Aussagen einzelner Banken und Marktforschungsinstitute über das Umsatzniveau 2010 gehen auseinander; optimistischere Einschätzungen sehen bereits für 2010 ein Umsatzniveau wie 2008, während andere Einschätzungen dieses Niveau erst 2011 erreicht sehen. Positive Anzeichen für ein deutliches Wachstum in diesem Markt stellen die steil nach oben gehenden Verkaufszahlen für PCs dar: Im vierten Quartal 2009 konnte eine Wachstumsrate von mehr als 22% gegenüber dem Vorjahresquartal verzeichnet werden. Dies ist die höchste Wachstumsrate in den letzten sieben Jahren. Der Photovoltaik(PV)-Markt entwickelt sich immer stärker zu einem reifen Markt. Kostenreduzierungen in der Produktion – sowohl bei der Produktion von Polysilizium als auch in der Modulherstellung –, Effizienzsteigerungen und ein weiterer Ausbau der Vertriebskanäle sind Indikatoren für ein weiteres Wachstum in dieser Branche. Seit Anfang 2009 sind die Preise für Solarmodule um ca. 35% gefallen, zurückzuführen auf vorhandene Überkapazitäten und einen deutlichen Rückgang in der Nachfrage. Nach Jahren großen Wachstums von zum Beispiel 150% von 2007 auf 2008 erhielt der Trend 2009 mit einer Nullrunde eine deutliche Delle. Mit 5,8 GW neu installierter PV-Leistung weltweit erreichte der Markt kaum das Vorjahresniveau mit 5,9 GW installierter Leistung – wobei im vierten Quartal 2009 wieder eine deutlich steigende Nachfrage zu beobachten war. Für die nächsten Jahre bis 2012 werden wieder Zuwachsraten weltweit in der Größenordnung von ca. 50% jährlich erwartet. Zwar sinken tendenziell die Einspeisevergütungen, doch werden diese Kostennachteile durch noch stärker sinkende Modulpreise wieder aufgefangen.
4. STRUKTURELLE ÄNDERUNGEN IN DER PVA TEPLA-GRUPPE
Gegenüber dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 kam es zu einer Veränderung in der Struktur der Tochtergesellschaften der PVA TePla-Gruppe. Die 100%ige Tochtergesellschaft Crystal Growing Systems GmbH (CGS GmbH), Wettenberg, wurde in ihre Muttergesellschaft, die PVA TePla AG, Wettenberg, integriert. Diese Integration erfolgte zum 1. Januar 2009 in Form einer Verschmelzung der CGS GmbH auf die PVA TePla AG. Kostenersparnisse und eine Vereinfachung der Unternehmensstruktur standen hierbei im Vordergrund. Die rechtliche Integration bildete die ohnehin schon erfolgte weitgehende wirtschaftliche Integration der Geschäftstätigkeit beider Gesellschaften ab.
Die nachhaltig schlechte Geschäftsentwicklung des Bereichs Plasma Systems am Standort Feldkirchen führte zu der Entscheidung, diese Organisationseinheit zu restrukturieren. Ziel dieser Restrukturierung ist eine signifikante Verminderung der Fixkosten und damit eine deutliche Verringerung des zur Erreichung des Break-Even-Punktes notwendigen Geschäftsvolumens. Wesentlicher Bestandteil des Restrukturierungskonzeptes ist die Schließung der Bereiche Produktion und Logistik sowie Forschung & Entwicklung am Standort Feldkirchen. Dort werden die Bereiche Vertrieb, Service, Engineering und Applikation weitergeführt. Die Fertigung der Produkte und die zugehörige Logistik wird die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, Jena, übernehmen. Die Weiterentwicklung der Produkte erfolgt durch das Engineering. Damit kann die dort vorhandene Infrastruktur mit genutzt werden. Zur Reduzierung der Fixkosten ist es unumgänglich, die Mitarbeiterzahl am Standort Feldkirchen um 16 Mitarbeiter zu reduzieren. Diese Reduzierung wird im Rahmen eines mit dem Betriebsrat des Standortes vereinbarten Interessenausgleichs und Sozialplans erfolgen. Das Restrukturierungskonzept wurde im November 2009 beschlossen und die Umsetzung durch Unterrichtung des Betriebsrates begonnen. Die für die Restrukturierung bereits angefallenen und noch erwarteten Kosten werden gesondert als Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. € ausgewiesen (VJ 0). Die Umsetzung ist aktuell im Gange und wird bis zur Mitte des Jahres 2010 abgeschlossen sein. Insgesamt sind wir davon überzeugt, dass wir mit dieser neuen Struktur die Chancen unserer anspruchsvollen Produkte im interessanten Markt für Plasma-Systeme gut nutzen können und in der Lage sind, nachhaltig positive Ergebnisse zu erzielen.
5. UMSÄTZE
Die PVA TePla-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2009 einen Konzernumsatz von 134,7 Mio. € (VJ 168,6 Mio. €) und lag damit deutlich unterhalb des Vorjahresumsatzes. Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der daraus resultierenden Investitionszurückhaltung der Kunden im gesamten Verlauf des Jahres 2009 war ein Rückgang des Umsatzes erwartet und prognostiziert worden. Der Rückgang der Erwartungen im Jahresverlauf und die leichte Unterschreitung der zuletzt abgegebenen Prognosen beruhen im Wesentlichen auf Verschiebungen von Auslieferungen in das Folgejahr. Der größte Teil dieser Verschiebungen wurde auf Seiten der Kunden verursacht. Der Umsatz erreichte im vierten Quartal 2009 einen Wert von 35,8 Mio. € (QI 38,6 Mio. €, QII 37,8 Mio. €, QIII 22,5 Mio. €). In Deutschland werden 61% (VJ 34%) des Konzernumsatzes erzielt. Dieser hohe Umsatzanteil ist in erster Linie auf den Auftrag von Bosch Solar Energy, ehemals ersol Wafers (ASi Industries GmbH), vom April 2008 im GB Solar Systems, den Auftrag von Siltronic im GB Semiconductor Systems aus 2007 und auf einen hohen Inlandsanteil im GB Industrial Systems zurückzuführen. Die Märkte in Asien spielen weiterhin eine große Rolle. 27% (VJ 46%) des Gesamtumsatzes entfällt auf diese Region. Der Auftrag zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen an das Joint Venture Unternehmen zwischen Siltronic und Samsung nach Singapur war im ersten Quartal 2009 erfolgreich abgeschlossen worden. 11% des Gesamtumsatzes wird im europäischen Ausland erzielt. Der Auftrag vom norwegischen Unternehmen REC SiTech AS zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen für die Photovoltaikindustrie hat hieran großen Anteil. Auf Nordamerika entfallen 1%. Im folgenden Abschnitt werden die Umsätze der drei Geschäftsbereiche Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems im Einzelnen dargestellt.
Geschäftsbereich Industrial Systems
Der GB Industrial Systems erzielte mit 38,9 Mio. € einen geringeren Umsatz als im Geschäftsjahr 2008 mit 49,5 Mio. €. Der Anteil am Gesamtumsatz belief sich somit auf 29%. Das Anlagengeschäft des GB Industrial Systems hatte hieran mit 74% wie im Vorjahr (78%) den größten Anteil. Der Umsatz in den Bereichen Service und Contract Processing erreichte anteilsmäßig 26%. Der Exportanteil in diesem Geschäftsbereich liegt bei 44%. Asien, insbesondere China, spielt mit einem Umsatzanteil von 34% weiterhin eine wichtige Rolle. Der Umsatzanteil deutscher Kunden lag bei 56% und europäischer Kunden bei 10%. Wie in den vorangegangenen Jahren hatte das Marktsegment Hartmetall weiterhin eine große Bedeutung für den Geschäftsbereich. Anlagen zur Reinigung von Graphitmaterialien und metallisch beheizbare Wärmebehandlungsanlagen machen einen weiteren bedeutsamen Umsatzbeitrag aus. Letztere werden zum Beispiel in der Elektroindustrie zum Löten von Vakuumschaltern eingesetzt, wobei hochreine Graphite in verschiedenen Branchen, wie z. B. Halbleiter- und Optoelektronik (LED) -Fertigung oder Luftfahrtindustrie, zunehmend nachgefragt werden und zum Einsatz kommen. Der Markt für Vakuumanlagen war 2009 in erheblichem Maße durch die Wirtschafts- und Finanzkrise und die daraus resultierende Investitionszurückhaltung der Kunden gekennzeichnet. Dennoch befindet sich das Umsatzniveau auch 2009 im langjährigen Durchschnitt betrachtet auf einem stabilen Niveau. Die PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH (LWT) als Tochtergesellschaft der PVA TePla AG arbeitet als Dienstleistungsunternehmen (Contract Processing) im Bereich Hochtemperaturlöten und Wärmebehandlung. Im Geschäftsjahr 2009 war der Markt für Dienstleistungen im Bereich Wärmebehandlung ebenfalls rückläufig. Zudem stand die Branche unter Preis- und Wettbewerbsdruck, insbesondere bei Serienprodukten. Die Optimierung der kundenseitigen Lagerbestände führte darüber hinaus zu immer kurzfristigeren Lieferabrufen und somit zu einem insgesamt hohen Lieferdruck bei gleichzeitig stark rückläufigem Geschäftsvolumen. Positiv festzustellen war und ist eine rege Zunahme der Entwicklungstätigkeiten in nahezu allen Branchen. In diesem Zusammenhang konnten zahlreiche neue Kundenkontakte geknüpft werden, die neue Geschäftschancen in der Zukunft eröffnen. Für das Geschäftsjahr 2010 geht die LWT davon aus, dass die Umsätze im Bestandskundengeschäft mit der allgemeinen leichten Wirtschaftserholung langsam steigen werden. Zusätzlich stehen weitere neue Serienprodukte vor der Einführung, die Umsatz und Auslastung an den beiden Standorten in Wettenberg und Jena deutlich verbessern werden.
Geschäftsbereich Semiconductor Systems
Der Umsatz im GB Semiconductor Systems verzeichnete erwartungsgemäß im Geschäftsjahr 2009 einen deutlichen Umsatzrückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2008. Nach dem Abschluss der Aufträge mit dem Joint Venture zwischen Siltronic und Samsung in Singapur aus dem November 2006 sowie mit der Siltronic AG in Freiberg aus dem März 2007 zur Lieferung von Kristallzuchtanlagen belief sich der Umsatz 2009 auf 38,9 Mio. € (VJ 77,1 Mio. €). Damit trug dieser Geschäftsbereich 29% zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Die sich bereits seit einiger Zeit abzeichnende Wachstumsdelle in der Halbleiterindustrie, verschärft durch die Wirtschafts- und Finanzkrise im vergangenen Jahr, führte zu einem Ausbleiben weiterer Anschlussaufträge in der Halbleiter-Waferindustrie. Der Halbleitermarkt scheint seinen Tiefpunkt im vergangenen Jahr erreicht zu haben und die Marktbeobachter gehen wieder von steigenden Umsätzen in den nächsten Jahren aus. Langfristig ergeben sich hierdurch auch wieder Chancen für eine weiter voranschreitende Umstellung von der 200mm-auf die 300mm-Technologie. Als Lieferant von entsprechenden Kristallzuchtanlagen wird die PVA TePla von dieser Entwicklung in den nächsten Jahren wieder profitieren können. Die Niederlassung der PVA TePla AG in Dänemark konnte im Jahr 2009 eine weitere Steigerung ihres Umsatzes verzeichnen. Anlagen aus den Aufträgen des Jahres 2008 und 2009 über Slim Rod Puller und Analysesysteme wurden im Verlaufe des vergangenen Geschäftsjahres an die Kunden geliefert und trugen wesentlich zum Umsatz des Geschäftsbereichs bei. Die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems GmbH, Lieferant von Systemen für die zerstörungsfreie Inspektion und Qualitätskontrolle von Werkstoffen und Materialien durch Ultraschall, lieferte Analysegeräte im Wesentlichen an führende Technologie-Unternehmen für die Material- und Bauteilprüfung – über die gesamte Wertschöpfungskette der Chipherstellung hinweg. Insgesamt lag auch in diesem Bereich aufgrund des insgesamt schwachen Halbleitermarkts der Umsatz unter den Erwartungen. Für das laufende Geschäftsjahr wird mit einer deutlichen Belebung des Geschäfts gerechnet, insbesondere durch MEMS (Micro-Electro-Mechanical-Systems) -Hersteller. Auch andere Bereiche in der Halbleiterindustrie, wie Halbleiterfehleranalyse, Opto-Elektronik oder andere Märkte wie Bio-Technologie und Materialforschung werden aller Voraussicht 2010 für zusätzliche Aufträge für die PVA TePla Analytical Systems sorgen. Wie in den vergangenen Jahren waren im Bereich Plasma Systeme im Front End für Fotolack-, Veraschungs- und Aktivierungs-Prozesse bei Leistungs- und Verbindungs-Halbleitern, organischen LED Displays (OLED), HBLED, MEMS und im Back End das Chip Packaging die wichtigsten Märkte. Insgesamt war auch für diesen Bereich 2009 ein schwieriges Geschäftsjahr. Zudem ist durch eine Reihe von Firmeninsolvenzen der Gebrauchtanlagenmarkt zu einem wichtigen Wettbewerber in diesem Geschäftsfeld geworden. Aber auch hier ist nach der langen Krise im Halbleitermarkt mit einem deutlichen Aufschwung für das Geschäft im laufenden Geschäftsjahr zu rechnen.
Geschäftsbereich Solar Systems
Der Umsatz im GB Solar Systems belief sich im vergangenen Geschäftsjahr auf 56,9 Mio. € (VJ 42,0 Mio. €) und trug 42% zum Gesamtumsatz der PVA TePla-Gruppe bei. Für den Photovoltaik-Markt wurden im Geschäftsjahr 2009 im Wesentlichen zwei Aufträge abgearbeitet. Die Umsatzerlöse des Jahres 2009 stammen somit aus dem großen Auftrag der Bosch Solar Energy, ehemals ersol Wafers (ASi Industries GmbH), vom April 2008 und von der norwegischen Gesellschaft REC SiTech AS (Si-Tech), einer Tochtergesellschaft der REC-Gruppe, vom Oktober 2007 zur Lieferung von Anlagen zum Ziehen von monokristallinen Siliziumstangen. Umsätze wurden auch durch Aufträge für den Bau von Anlagen zur Herstellung von multikristallinen Siliziumblöcken bzw. -rohren erzielt. Im Gegensatz zu dem deutlichen Wachstum in den Vorjahren war im Photovoltaikmarkt im Geschäftsjahr 2009 nur eine Stagnation zu verzeichnen. Eine Reihe von Forschungsinstituten sowie Finanzhäuser sehen in den kommenden Jahren allerdings wieder einen deutlich wachsenden Markt, mit jährlichen Wachstumsraten in der Größenordnung von bis zu 50%. Durch einen neuen Kunden aus dem chinesischen Solarmarkt, von dem der GB Solar Systems im Dezember 2009 einen Auftrag über die Lieferung von 50 Anlagen zum Ziehen von monokristallinen Siliziumstangen erhielt, konnte die Kundenbasis ausgebaut werden. Besonders erfreulich ist dabei, dass zum ersten Mal ein Großauftrag aus dem außereuropäischen Raum gewonnen werden konnte. Insbesondere der chinesische Solarmarkt hat sich in den vergangenen Jahren als besonders wachstumsstark erwiesen, und der nun gewonnene Zutritt kann sich mittel- und langfristig als bedeutsam für die weitere Entwicklung des Unternehmens erweisen. Durch das in Wettenberg ansässige Kompetenzzentrum für Kristallzuchtanlagen sind alle Voraussetzungen geschaffen, auch weiterhin für Kunden technologisch führende Anlagen zur Ingot-Herstellung zu entwickeln, die den Kunden höchste Produktivität in der Waferherstellung sichern.
Die PVA TePla AG weist in ihrem Einzelabschluss einen Umsatzwert von 139,1 Mio. € (VJ 118,7 Mio. €) aus. Diese erfreuliche Steigerung des Umsatzes ist vor allem auf den Umsatzbeitrag der Großaufträge aus dem Bereich Solar Systems zurückzuführen.
6. AUFTRAGSLAGE
AUFTRAGSEINGANG
Im Geschäftsjahr 2009 ist der Auftragseingang des Konzerns auf 68,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum (189,9 Mio. €) deutlich gesunken. Aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise sind alle Geschäftsbereiche von dieser Entwicklung betroffen. Die gesunkene Book-to-Bill-Ratio auf Konzernebene von 0,5 bringt diese Entwicklung zum Ausdruck (Vorjahreswert 1,1).
Der Geschäftsbereich Industrial Systems erreichte einen Auftragseingang in Höhe von 20,2 Mio. € (VJ 48,1 Mio. €) und trug damit 29,4% zum Gesamtauftragseingang bei. Rund 70% der Bestellungen für Vakuumanlagen kamen aus dem Ausland. Aus Deutschland kamen knapp 30% der Auftragseingänge. Auf Kunden in Asien entfallen rund 60% aller Aufträge. Der überwiegende Teil der Vakuumanlagen geht in den Hartmetallmarkt. Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld waren Anlagen zur Herstellung bzw. thermischen Behandlung von Graphit.
Der Geschäftsbereich Semiconductor Systems verzeichnete 2009 ebenfalls einen Rückgang des Auftragseingangs und kam auf 19,2 Mio. € (VJ 41,8 Mio. €). Der Auftragseingang erzielte nun einen Anteil von 27,8% am Gesamtauftragseingang. Die PVA TePla Danmark als Hersteller von Floatzone-Anlagen, mit denen im Wesentlichen hochreine, monokristalline Siliziumstäbe zum Beispiel für Hochfrequenz- und Hochleistungsanwendungen in der Halbleiterindustrie hergestellt werden können, erhielt im Verlauf des Jahres 2009 einen weiteren großen Auftrag über die Lieferung von Slim Rod Pullern und Analysesystemen. In dem von den Kunden bestellten Anlagen-Typus werden dünne Siliziumstäbe, auf denen später das hochreine Polysilizium während seines Produktionsprozesses im Reaktor abgeschieden wird, hergestellt. In den zusätzlich gelieferten Analysesystemen werden die Qualität und die Reinheit des produzierten Polysiliziums überprüft, indem das Material in eine monokristalline Struktur gewandelt wird. Der Wert des Auftrags beträgt rund 5 Mio. €. Von Kunden bestellte Systeme aus dem Bereich Plasma-Anlagen werden im Wesentlichen im Front End und Back End der Halbleiterindustrie eingesetzt. Die Aufträge für Analyse-Systeme der Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems zur zerstörungsfreien Inspektion von Materialien kamen von einer Reihe Schlüsselkunden sowie Forschungsinstituten.
Der Geschäftsbereich Solar Systems verbuchte Kundenaufträge in Höhe von 29,5 Mio. € (VJ 100,0 Mio. €). Somit erreichte der Geschäftsbereich einen Anteil von 42,8% am gesamten Auftragseingang. Ein großer Kundenauftrag kam im Geschäftsjahr 2009 von einem chinesischen Solarmodulhersteller zur Lieferung von 50 Kristallzuchtanlagen für die Herstellung von monokristallinen Siliziumkristallen. Dieser Auftrag, für die PVA TePla der erste Auftrag aus China dieser Art, wird in der ersten Jahreshälfte 2010 abgearbeitet werden. Zudem wurde von einem deutschen Unternehmen aus der Photovoltaikindustrie eine größere Anzahl von Feedersystemen bestellt, die zur Beladung von Kristallzuchtanlagen mit Silizium Verwendung finden.
Bei einer isolierten Betrachtung der PVA TePla AG wurde ein Auftragseingang in Höhe von 61,6 Mio. € (VJ 167,1 Mio. €) erzielt. Darin ist der Wert von Aufträgen anderer Konzerngesellschaften in Höhe von 2,3 Mio. € (VJ 2,5 Mio. €) enthalten. Größter Einzelauftrag ist die Bestellung von 50 Kristallzuchtanlagen für die Herstellung von monokristallinen Siliziumkristallen für einen chinesischen Kunden.
AUFTRAGSBESTAND
Der Auftragsbestand der PVA TePla-Gruppe wird hier nach Abzug der gemäß Fertigstellungsgrad bereits berücksichtigten Umsätze (Teilumsatzrealisierung nach der Percentage of Completion-Methode, PoC) ausgewiesen. Der Konzern verfügte zum 31. Dezember 2009 über einen Auftragsbestand in Höhe von 87,8 Mio. € (VJ 151,8 Mio. €). Der sehr gute Vorjahreswert konnte somit nicht erreicht werden. Wesentlicher Grund hierfür ist der oben dargestellte Rückgang des Auftragsvolumens durch die Finanz- und Wirtschaftskrise. Den größten Auftragsbestand weist der GB Solar Systems mit 64,3 Mio. € (VJ 92,5 Mio. €) auf. Die Auslieferung der vorhandenen Aufträge wird bis Ende 2010 erfolgen. Der Auftragsbestand des GB Industrial Systems ist gegenüber dem Vorjahreswert von 27,6 Mio. € auf 11,6 Mio. € gesunken. Auf den GB Semiconductor Systems entfallen 11,9 Mio. € (VJ 31,8 Mio. €).
Der Auftragsbestand der PVA TePla AG – hier in der Einzelbetrachtung zu Nominalwerten entsprechend der deutschen Rechnungslegung – liegt bei 125,2 Mio. € (VJ 181,6 Mio. €). Der größte Anteil am Auftragsbestand entfällt auf Aufträge über Kristallzuchtanlagen für die Photovoltaikindustrie in Höhe von rund 95 Mio. €.
7. PRODUKTION
Die Produktion der Systeme und Anlagen sowie das Contract Processing erfolgten im Inland im Geschäftsjahr 2009 an den Standorten Wettenberg, Feldkirchen, Siegen, Herborn, Aalen und Jena. Die Aktivitäten am Standort Herborn wurden im Verlaufe des Jahres 2009 an den Standort Wettenberg verlagert. Im Ausland wurde an den Standorten Corona in den USA und Frederikssund in Dänemark produziert. Die Fertigungstiefe wurde in allen Bereichen weiterhin auf niedrigem Niveau gehalten. Eine eigene Teilefertigung findet nur in geringem Umfang statt. Dies führt zu einem prozentual relativ hohen Wareneinsatz, bietet jedoch die Möglichkeit, die benötigten Produktionskapazitäten auch kurzfristig und flexibel an den eventuell veränderten Bedarf anzupassen.
8. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Kosten für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum im Konzern 2,4 Mio. € (VJ 1,8 Mio. €). Im Folgenden werden einige Beispiele an Entwicklungen aus den einzelnen Geschäftsbereichen aufgezeigt:
Geschäftsbereich Industrial Systems
Im Geschäftsbereich Industrial Systems erfolgen F&E-Arbeiten weitgehend im Rahmen von bezahlten Kundenaufträgen; diese Kosten werden daher als Herstellungskosten des Umsatzes gebucht und nicht gesondert ausgewiesen. Die anteiligen F&E-Leistungen, die zu Neuerungen und Optimierungen der Produkte führen, können mit rund 10% der gesamten Konstruktionsleistung angesetzt werden.
Die Tochtergesellschaft PlaTeG GmbH erhielt im abgelaufenen Geschäftsjahr den Auftrag, eine neuartige Nitrier-Anlage zu entwickeln und zu bauen. Vor etwa 30 Jahren wurden gepulste Plasmen (PulsPlasma®) für das Nitrieren von Stahlbauteilen zur Anwendungsreife entwickelt. Mit Hilfe solcher Plasmen ist es möglich, Schichten abzuscheiden, um die Eigenschaften von Stahlbauteilen weiter zu verbessern. Diese Schichten auf Titan-, Aluminium- oder Kohlenstoffbasis dienen in erster Linie dem Zweck, Verschleiß- und Korrosionsverhalten hochbelasteter Werkzeuge und Maschinenbauteile erheblich zu verbessern. In jüngster Zeit wurden große Entwicklungsfortschritte bei Aluminium-Oxid-Schichten erzielt. Diese Schichten haben die Eigenschaft, dass sie im Temperaturbereich oberhalb 500°C stabil sind und sich somit für das Gießen von Stahl im halberstarrten Zustand (Thixo-Forming) eignen. Die Abscheidetemperatur liegt bei etwa 500°C. Ebenfalls mit Hilfe gepulster Plasmen wird die Abscheidung diamantartiger Kohlenstoffschichten (Diamond Like Carbon – DLC) durchgeführt. Durch Veränderung der Verfahrensparameter und dem Einsatz anderer Kohlenstoffspender konnte sowohl die Härte als auch die Haftfestigkeit der nur wenige µm dicken Schichten deutlich verbessert werden. Diese Schichten zeichnen sich dadurch aus, dass sie bei Temperaturen unterhalb 300°C abgeschieden werden können und neben ihrer hohen Härte auch exzellente Gleiteigenschaften aufweisen. Die Entwicklung dieser unterschiedlichen Schichten ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass die PlaTeG GmbH nun einen Auftrag von einer Härterei erhalten hat, eine Anlage zu bauen, in der nicht nur nitriert und anschließend oxidiert werden soll, sondern in der auch als Ergänzung zum Nitrieren Schichten auf Titan-, Aluminium- und Kohlenstoffbasis abgeschieden werden sollen. Dies dürfte weltweit im kommerziellen Bereich die einzige Anlage sein, die eine derartige Palette von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung stellt. Erste bei PlaTeG durchgeführte Beschichtungen kamen im Rahmen eines Gemeinschaftspojekts zum industriellen Einsatz, wobei diese sich sehr bewährt haben.
Geschäftsbereich Semiconductor Systems
Im Bereich Plasma Systems hat die amerikanische Tochtergesellschaft PVA TePla America im ersten Quartal 2009 eine neue, weiterentwickelte Produktlinie mit der Typenbezeichnung „IoN” weltweit eingeführt. Mit dieser werden die stark wachsenden Märkte im Life Science- und Medizin-Bereich besonders adressiert. Der Standort Feldkirchen hat mit einer GIGAbatch 380 einen neuen Anlagentyp zum effizienten Entfernen von Fotolacken bei einem führenden Halbleiterhersteller im Herbst erfolgreich endabgenommen. Die neue GIGAbatch-Serie löst die bewährte und über 10 Jahre im Markt befindliche „300er-Serie” ab und ist jetzt auch für die Bearbeitung von Wafergrößen von 200mm geeignet.
Eine neue Anlagen-Generation des „AUTO WAFER 300”, einer Produktionsanlage für die vollautomatische Qualitätskontrolle der Grenzfläche von gebondeten Silizium-Wafern mittels Ultraschall-Mikroskopie, wurde von der Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems erfolgreich für einen Kunden in Europa im dritten Quartal 2009 im Werk vorabgenommen. Es handelt sich hierbei um eine Weiterentwicklung der bewährten Technologie hinsichtlich verbesserter Bilderkennung, höherem Durchsatz, Konstruktion gemäß den aktuellen und global gültigen Standards der Halbleiter-Anlagen-Industrie sowie eines um 50% verringerten Grundflächen-Bedarfes. Zusätzlich handelt es sich um ein sogenanntes „Bridgetool” für zwei Wafergrößen (200 u. 300mm). Dieses bietet den Vorteil, dass der Kunde keine Umrüstzeiten bei Produktwechseln hat. Diese Besonderheiten werden der PVA TePla Analytical Systems neben der einzigartig präzisen Messtechnik einen weiteren Wettbewerbsvorteil bei Produktionskunden verschaffen. Darüber hinaus laufen eine Reihe von Forschungsprojekten mit Hochschulen und Unternehmen zum Thema Qualitätsüberprüfung von medizinischen Implantaten und Weiterentwicklungen von Ultraschall-Hochfrequenz-Scannern.
Geschäftsbereich Solar Systems
Im vergangenen Geschäftsjahr wurde in erster Linie an der Prozessoptimierung von Kristallzuchtanlagen gearbeitet, um weitere Produktivitätssteigerungen beim Ziehen von Siliziumkristallen erzielen zu können. Die PVA TePla als wichtiger Systemlieferant für die Photovoltaikindustrie wird ihren technologischen Beitrag leisten, die Netzparität für Strom aus der Solarzelle zusammen mit ihren Partnern so schnell wie möglich zu erreichen. Im Kompetenzzentrum für industrielle Kristallzuchtanlagen (CCIC) der PVA TePla in Wettenberg wurde hierfür insbesondere an der Energieeffizienz der Kristallzuchtanlagen und an der weiteren Optimierung einzelner Bauteile der Anlagen gearbeitet, wie zum Beispiel dem Hotzonedesign. Zudem ist eine neue Kristallzuchtanlage zur Herstellung monokristalliner Siliziumkristalle in der Entwicklung. Diese neue Kristallzuchtanlage wird insbesondere die Anforderungen der Kunden aus dem Solarmarkt berücksichtigen. Zielsetzung dieser weiteren Entwicklung ist die Erreichung einer höheren Produktivität bei erheblich reduzierten Betriebskosten für den Kunden. Dieses Projekt unseres Standorts Jena wird vom Land Thüringen finanziell unterstützt. Im Rahmen des ins Leben gerufenen Spitzenclusters „Solarvalley Mitteldeutschland“ wird ein weiterer Typ Kristallisationsanlage durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Im CCIC wurden zudem die Entwicklungen zur Bereitstellung eines noch effizienteren Multikristallisationsprozesses fortgeführt. Die mechanische Weiterentwicklung einer Schlüsselkomponente der Multikristallisationsanlage wurde abgeschlossen und Qualifikationstests dazu begonnen. Diese F&E-Projekte spiegeln die Unternehmensstrategie wider, technologisch flexibel aufgestellt zu sein. Falls sich in der Photovoltaik zukünftig eine bestimmte dominierende Technologie durchsetzt, wird die PVA TePla aufgrund ihres breit aufgestellten Technologieangebots auf jeden Fall die entsprechenden Systeme anbieten können. Im Verlaufe des Geschäftsjahres 2010 und darüber hinaus ist grundsätzlich mit weiteren öffentlich geförderten Projekten zu rechnen, die die hohe Innovationsbereitschaft in der Photovoltaikindustrie widerspiegeln.
9. INVESTITIONEN
Mit einem Wert von 2,7 Mio. € (VJ 11,8 Mio. €) war das Investitionsvolumen im Jahr 2009 erheblich geringer als im Vorjahr. Diese deutlich geringeren Investitionen beruhen auf dem Abschluss der Neubaumaßnahmen am Standort Wettenberg. Der Gesamtwert teilt sich auf in Sachinvestitionen in Höhe von 2,5 Mio. € (VJ 11,6 Mio. €) und Investitionen in immaterielle Vermögenswerte im Wert von 0,2 Mio. € (VJ 0,2 Mio. €). Der größte Anteil der Sachinvestitionen ist auf nachlaufende Beträge für die Neubaumaßnahmen in Wettenberg und auf damit zusammenhängende Ausstattungsinvestitionen zurückzuführen. Nennenswerte Einzelmaßnahmen waren hier nicht zu verzeichnen. Finanzinvestitionen wurden wie im Vorjahr nicht getätigt.
Auch bei der Einzelbetrachtung der PVA TePla AG lag der Wert der Investitionen 2009 mit 1,9 Mio. € deutlich unter dem Vorjahreswert (VJ 11,0 Mio. €). Die Investitionen in Sachanlagen beliefen sich auf 1,7 Mio. € (VJ 10,9 Mio. €). Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände erreichten einen Wert von 0,2 Mio. € (VJ 0,1 Mio. €). Investitionen in Finanzanlagen wurden wie im Vorjahr nicht getätigt.
10. PERSONALENTWICKLUNG
Zum Bilanzstichtag beschäftigte der Konzern 501 Mitarbeiter (VJ 504 Mitarbeiter). Gegenüber dem Vorjahresstichtag hat sich die Mitarbeiterzahl somit leicht verringert. Im GB Industrial Systems liegt die Anzahl der Mitarbeiter bei 245 Mitarbeitern (VJ 260 Mitarbeiter). Die Mitarbeiterzahl im GB Semiconductor Systems erreicht 242 Mitarbeiter (VJ 240 Mitarbeiter). Im GB Solar Systems werden 14 Mitarbeiter beschäftigt (VJ 4 Mitarbeiter). Hierbei ist zu berücksichtigen, dass dieser Bereich wesentliche Lieferungen und Leistungen von den anderen Geschäftsbereichen bezieht. Dies umfasst vor allem die Montage der Anlagen durch die organisatorisch dem GB Semiconductor Systems zugeordnete Tochtergesellschaft PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. In der regionalen Betrachtung zeigt sich, dass in Europa mit 467 (VJ 467) Personen der weitaus größte Teil der Mitarbeiter beschäftigt ist. In den USA waren Ende 2009 21 (VJ 20) Mitarbeiter und in Asien 13 (VJ 17) beschäftigt. Im Geschäftsjahr 2009 lag die Zahl junger Menschen in der Ausbildung bei der PVA TePla-Gruppe weiterhin mit 19 Mitarbeitern (VJ 19) auf hohem Niveau. 8 junge Männer und Frauen erhalten eine kaufmännische und 11 eine gewerbliche Ausbildung.
Die PVA TePla AG beschäftigte zum Jahresende 2009 317 Mitarbeiter (VJ 279 Mitarbeiter). Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen auf die Integration der Tochtergesellschaft Crystal Growing Systems GmbH zurückzuführen. In Frederikssund (Dänemark) werden 12 Mitarbeiter (VJ 9 Mitarbeiter) beschäftigt.
11. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
PVA TEPLA-KONZERN
Vor allem aufgrund der verbesserten Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation hat sich die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2009 auf jetzt 128,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahreswert von 122,1 Mio. € erhöht.
Der Wert der Sachanlagen ist mit insgesamt 34,5 Mio. € (VJ 34,4 Mio. €) nahezu unverändert. Der Wert der immateriellen Vermögenswerte ist auf 8,7 Mio. € (VJ 10,8 Mio. €) gesunken. Dies ist vor allem auf die im Rahmen des Impairmenttests notwendig gewordene vollständige Abwertung des Goodwill im Bereich Plasma-Anlagen um 1,9 Mio. € zurückzuführen. Insgesamt betrug der Wert der langfristigen Vermögenswerte 47,6 Mio. € gegenüber 49,3 Mio. € im Vorjahr.
Die kurzfristigen Vermögenswerte sind auf 80,4 Mio. € (VJ 72,8 Mio. €) angestiegen. Der größte Zuwachs beruht auf dem stark erhöhten Wert der flüssigen Mittel. Diese stiegen aufgrund des sehr hohen operativen Cash Flows auf 28,4 Mio. € (VJ 5,2 Mio. €). Der Wert der Vorräte ist auf 20,0 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) angestiegen. Einem Zuwachs bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen – zurückzuführen unter anderem auf die kundenseitige Verschiebung einiger Auslieferungen – steht ein Rückgang bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen gegenüber. Die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind erheblich auf 8,9 Mio. € (VJ 22,3 Mio. €) zurückgegangen. Dies ist auf die Abarbeitung der vorhandenen Aufträge und den geringeren Auftragsbestand zurückzuführen. Der Gesamtwert der kurzfristigen Forderungen ist auf 22,9 Mio. € (VJ 27,9 Mio. €) gesunken. Dabei hat sich der Wert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 17,2 Mio. € (VJ 18,4 Mio. €) reduziert. Die geleisteten Anzahlungen sind auf 3,7 Mio. € (VJ 6,6 Mio. €) weiter zurückgegangen. Ebenso haben sich die sonstigen kurzfristigen Forderungen auf 2,0 Mio. € reduziert (VJ 2,8 Mio. €).
Die Passivseite der Bilanz zeigt insgesamt einen nahezu unveränderten Wert der kurzfristigen Schulden von 51,7 Mio. € zum 31. Dezember 2009 (VJ 51,8 Mio. €). Einem Rückgang der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen von 23,1 Mio. € auf 16,4 Mio. € im Zuge der weiteren Bearbeitung der Aufträge und aufgrund des geringeren Auftragsbestands und einem Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 8,0 Mio. € auf 3,5 Mio. € stehen Zuwächse der Steuerrückstellungen von 1,7 Mio. € auf 6,4 Mio. € – zurückzuführen auf die weiter verbesserte Ergebnislage und den Verbrauch der steuerlichen Verlustvorträge – und der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen von 6,9 Mio. € auf 12,6 Mio. € gegenüber. Dieser deutliche Anstieg der Rückstellungen ist i.W. auf den Anstieg der Gewährleistungsrückstellungen, die Bildung von Rückstellungen für die Restrukturierung am Standort Feldkirchen und den Anstieg der übrigen Rückstellungen – vor allem durch Rückstellungen für offene Punkte aus der Abrechnung der Großaufträge sowie Rückstellungen für Erfindervergütung – zurückzuführen. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 2,7 Mio. € (VJ 1,3 Mio. €) ist darauf zurückzuführen, dass ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Akquisition der PVA TePla Analytical Systems im Laufe des Jahres zur Rückzahlung fällig wird.
Die langfristigen Schulden (einschließlich der langfristigen Rückstellungen) haben sich insgesamt gegenüber dem Vorjahreswert von 29,9 Mio. € auf jetzt 25,2 Mio. € vermindert. Dies ist auf die Abnahme der langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 13,3 Mio. € (VJ 17,9 Mio. €) zurückzuführen. Die Pensionsrückstellungen sind planmäßig auf 7,7 Mio. € (VJ 7,4 Mio. €) gestiegen. Die entsprechenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des Jahresüberschusses deutlich auf 51,1 Mio. € (VJ 40,4 Mio. €). Trotz der höheren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahreswert von 33,1% auf nunmehr 39,9% weiter angestiegen.
Die Liquiditätssituation der PVA TePla-Gruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 sehr positiv. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 stehen flüssigen Mitteln in Höhe von 28,4 Mio. € (VJ 5,2 Mio. €) Finanzverbindlichkeiten im kurzfristigen Bereich in Höhe von 2,7 Mio. € (VJ 1,3 Mio. €) und im langfristigen Bereich in Höhe von 13,3 Mio. € (VJ 17,9 Mio. €) gegenüber. Die Nettofinanzposition des Konzerns hat sich somit auf einen Wert von +12,4 Mio. € (VJ -14,0 Mio. €) erheblich verbessert. Dieser positive Saldo, die Fristigkeit der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, die vorliegenden – auf monatlicher Basis aktualisierten – Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) und Avallinien in Höhe von 107,0 Mio. € (VJ 107,0 Mio. €) bieten der PVA TePla aus heutiger Sicht genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Kredit- und Avallinien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.
Der operative Cash Flow konnte im Jahr 2009 gegenüber dem guten Vorjahreswert von +8,7 Mio. € erneut deutlich auf nunmehr +29,6 Mio. € gesteigert werden. Dieser Wert ist in den Bereichen Vakuumanlagen und Kristallzuchtanlagen aufgrund der Projektstruktur der Aufträge stichtagsbezogen starken Schwankungen unterworfen. Zu Beginn der Aufträge erhalten wir nennenswerte Anzahlungen, die bei großen Aufträgen den gesamten Cash Flow positiv beeinflussen. Während der Bearbeitung ist der Cash Flow der Aufträge negativ, wohingegen zeitnah zur Lieferung die Restzahlung bis auf eine geringe Restrate erfolgt. Aufgrund des oben dargestellten geringeren Umfangs der Investitionsmaßnahmen war der Cash Flow aus der Investitionstätigkeit mit -2,2 Mio. € erheblich geringer als der Vorjahreswert in Höhe von -11,1 Mio. €. Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug -4,1 Mio. € (VJ -1,4 Mio. €). Das seit dem Stichtag 1. Januar 2008 zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg bestehende weitere Darlehen in Höhe von ursprünglich 10,0 Mio. € wurde zum 31. Dezember 2009 nicht in Anspruch genommen. Hieraus besteht eine weitere Liquiditätsreserve in Höhe von 8,7 Mio. €. Die planmäßige Tilgung der langfristigen Darlehen betrug 1,3 Mio. € (VJ 1,3 Mio. €). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind um 1,5 Mio. € angestiegen (VJ Rückgang um 1,0 Mio. €) und die Zinsauszahlungen betrugen 1,0 Mio. € (VJ 1,1 Mio. €). Der Gesamtwert des Cash Flow (einschließlich wechselkursbedingter Veränderungen) lag im Jahr 2009 bei +23,2 Mio. € (VJ -3,9 Mio. €).
PVA TEPLA AG
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2009 hat sich gegenüber dem Vorjahreswert von 79,1 Mio. € auf jetzt 99,4 Mio. € erhöht. Die größte Veränderung war dabei der Anstieg der liquiden Mittel von 2,6 Mio. € im Vorjahr auf nunmehr 25,3 Mio. € – erzielt durch den hohen operativen Cash Flow.
Der Wert des Anlagevermögens beträgt insgesamt 35,0 Mio. € (VJ 38,3 Mio. €). Der Wert der immateriellen Vermögensgegenstände ist hierbei mit 0,7 Mio. € (VJ 1,1 Mio. €) aufgrund der planmäßigen Abschreibungen leicht zurückgegangen. Der Wert des Sachanlagevermögens ist durch den Abschluss der Neubaumaßnahmen in Wettenberg auf 25,6 Mio. € (VJ 25,1 Mio. €) leicht angewachsen. Der Wert der Finanzanlagen ist auf 8,7 Mio. € (VJ 12,1 Mio. €) gesunken. Dies ist vor allem auf eine Abwertung des Beteiligungsbuchwerts an der PVA TePla America Inc. um 2,1 Mio. € (VJ 3,0 Mio. €) zurückzuführen.
Der Gesamtwert der Vorräte lag mit 0,9 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 1,9 Mio. €. Dabei hat sich der Wert der fertigen Erzeugnisse und Waren auf 2,7 Mio. € (VJ 1,2 Mio. €) erhöht. Der Wert der unfertigen Erzeugnisse ist auf 37,8 Mio. € (VJ 29,2 Mio. €) angestiegen. Der Wert der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist mit 3,7 Mio. € (VJ 3,8 Mio. €) nahezu unverändert geblieben. Das Volumen der abgesetzten erhaltenen Anzahlungen betrug 44,2 Mio. € (VJ 34,3 Mio. €).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind aufgrund hoher Abrechnungen zum Jahresende auf 15,6 Mio. € (VJ 10,0 Mio. €) angewachsen. Die Montage der Anlagen für den Bereich Kristallzuchtanlagen und Solar Systems innerhalb der PVA TePla AG erfolgt bei der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Im Zuge der weiteren Abwicklung der Großaufträge dieses Bereiches war das Volumen der geleisteten Anzahlungen weiter hoch, ist aber gegenüber dem Vorjahreswert deutlich gesunken. Demzufolge ging der Wert der Forderungen gegen verbundene Unternehmen ebenfalls deutlich auf 20,6 Mio. € (VJ 24,6 Mio. €) zurück.
Die Passivseite der Bilanz zeigt einen weiteren Rückgang der Verbindlichkeiten auf 29,0 Mio. € (VJ 35,7 Mio. €). Haupteinflussfaktor für diese Entwicklung war ein deutlicher Rückgang der nach der Saldierung verbleibenden erhaltenen Anzahlungen auf 2,4 Mio. € (VJ 9,0 Mio. €) durch die weitere Abarbeitung der vorhandenen Großaufträge. Der Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auf einen Wert von 12,0 Mio. € (VJ 14,3 Mio. €) wurde vor allem durch die Rückzahlung der teilweisen Inanspruchnahme eines Darlehens zur Finanzierung der Investitionen und die planmäßige Tilgung der weiteren Darlehen verursacht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind auf 2,3 Mio. € (VJ 3,8 Mio. €) zurückgegangen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind von 7,5 Mio. € im Vorjahr auf nunmehr 10,9 Mio. € angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den Zukauf von PVA TePla Danmark bei der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH zurückzuführen. Die Pensionsrückstellungen haben sich auf 7,1 Mio. € (VJ 5,9 Mio. €) erhöht. Hier wurden wie im Vorjahr von den steuerlichen Regelungen abweichende Parameter gewählt. Insbesondere die Reduzierung des Zinssatzes auf 5,25% (VJ 4,75%) gegenüber dem steuerlich zulässigen Wert in Höhe von 6% dient dazu, die tatsächlich zu erwartenden Belastungen realistischer abzubilden. Die zugrundeliegenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben. Aufgrund der signifikant verbesserten Ergebnissituation und des Verbrauchs der in den Vorjahren vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge sind die Steuerrückstellungen auf 6,3 Mio. € (VJ 1,2 Mio. €) angewachsen. Die Zunahme der Sonstigen Rückstellungen auf 15,8 Mio. € (VJ 8,9 Mio. €) erfolgte in Verbindung mit der Ausweitung des Umsatzvolumens. Aufgrund des gegenüber dem Vorjahr angestiegenen Umsatzes sind auch die Rückstellungen für Gewährleistungen – diese beinhalten einen hohen Anteil pauschaler Rückstellungen – angestiegen. Hinzu kommt die Bildung von Rückstellungen für die Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Feldkirchen und die Bildung von Rückstellungen für offene Punkte aus der Abrechnung der Großaufträge, Rückstellungen für Erfindervergütung und die Drohverlustrückstellung für die Zinssicherungsgeschäfte.
Das Eigenkapital stieg aufgrund des erzielten Jahresüberschusses deutlich auf 41,2 Mio. € (VJ 27,5 Mio. €). Trotz der höheren Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote auf nunmehr 41,5% (VJ 34,7%). Auf Basis des guten Ergebnisses konnte auch der Bilanzgewinn auf 17,3 Mio. € (VJ 3,5 Mio. €) nennenswert gesteigert werden. Auf dieser Basis und vor dem Hintergrund der guten Liquiditätssituation schlägt der Vorstand vor, in diesem Jahr erstmals eine Dividende in Höhe von 0,20 € pro Aktie auszuschütten und das verbleibende Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.
Zum 31. Dezember 2009 standen flüssige Mittel in Höhe von 25,3 Mio. € (VJ 2,6 Mio. €) zur Verfügung. Die derzeitige Liquiditätslage sowie die vorliegenden, auf monatlicher Basis aktualisierten Liquiditätsplanungen und die von den Banken zugesagten Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. € (VJ 17,0 Mio. €) und Avallinien in Höhe von 107,0 Mio. € (VJ 107,0 Mio. €) bieten der PVA TePla AG genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des geplanten Geschäftsvolumens. Die kurzfristigen Linien stehen sämtlich ohne Besicherung zur Verfügung.
12. ERTRAGSLAGE
PVA TEPLA-KONZERN
Im Geschäftsjahr 2009 hat die PVA TePla erneut eine Verbesserung des Ergebnisses erreicht. Es wurde ein Betriebsergebnis (EBIT) von 16,6 Mio. € (VJ 15,0 Mio. €) und ein Konzernjahresüberschuss von 10,7 Mio. € (VJ 9,7 Mio. €) erzielt. Die EBIT-Marge lag mit 12,3% deutlich über dem Vorjahreswert von 8,9% und ebenfalls oberhalb der prognostizierten Bandbreite von 9 – 11%. Auch die Umsatzrendite wurde auf jetzt 7,9% gegenüber 5,8% im Vorjahr weiter verbessert. Bei der Reduzierung des Konzernumsatzes auf 134,7 Mio. € (VJ 168,6 Mio. €) betrug das Bruttoergebnis 38,9 Mio. € (VJ 37,7 Mio. €). Die Bruttomarge lag mit 28,9% über dem Vorjahreswert von 22,4%. Die Vertriebskosten entwickelten sich im Jahr 2009 mit 8,0 Mio. € (VJ 9,6 Mio. €) rückläufig, die Verwaltungskosten haben sich mit 8,4 Mio. € (VJ 8,5 Mio. €) gegenüber den Vorjahreswerten nicht signifikant verändert. Im Bereich der Vertriebskosten ist dabei relevant, in welchen Teilmärkten die Geschäfte abgewickelt werden und ob dabei Provisionen für Vertretungen anfallen. Die F&E-Kosten sind auf 2,4 Mio. € (VJ 1,8 Mio. €) angestiegen. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen lag bei -1,2 Mio. € (VJ -2,9 Mio. €). Dieser Wert beinhaltet die Abwertung des Goodwill im Bereich Plasma-Anlagen um 1,9 Mio. €. Insgesamt konnte somit im Konzern das Betriebsergebnis auf jetzt 16,6 Mio. € (VJ 15,0 Mio. €) weiter verbessert werden. Erfreulich ist die Ergebnisverbesserung im GB Industrial Systems. Vor allem aufgrund des Entfalls der Sondereffekte aus dem Umzug im Vorjahr konnte das EBIT auf 5,3 Mio. € (VJ 2,6 Mio. €) deutlich verbessert werden. Im GB Semiconductor Systems lag das Betriebsergebnis mit -0,8 Mio. € hingegen erheblich unter dem Vorjahreswert von 8,0 Mio. €. Dies ist auf das erwartungsgemäß geringere Geschäftsvolumen und auf die schwache Entwicklung des Bereichs Plasma-Anlagen zurückzuführen. Hier entstand aufgrund des geringen Geschäftsvolumens wieder ein operativer Verlust. Hinzu kommen die Sondereffekte aus der Restrukturierung am Standort Feldkirchen und aus der Abwertung des Goodwills dieses Bereichs. Im GB Solar Systems wurde mit 11,8 Mio. € (VJ 4,2 Mio. €) das beste Ergebnis erzielt. Dies ist auf die Ausweitung des Geschäftsvolumens, aber auch auf die durch die optimierte Logistik verbesserte Abwicklung der Aufträge zurückzuführen.
Der Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen lag insgesamt bei -1,1 Mio. € (VJ -0,9 Mio. €). Der Ertrag aus dem assoziierten Unternehmen PVA MIMtech LLC betrug 0,04 Mio. € (VJ 0,3 Mio. €). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist auf 15,6 Mio. € (VJ 14,4 Mio. €) verbessert worden. Mit 10,7 Mio. € wurde ebenfalls ein gegenüber dem Vorjahreswert von 9,7 Mio. € gesteigerter Jahresüberschuss erzielt. Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von -4,9 Mio. € (VJ -4,7 Mio. €) setzt sich zusammen aus laufendem Steueraufwand in Höhe von 5,6 Mio. € (VJ 3,0 Mio. €) und einem Ertrag aus latenten Steuern in Höhe von 0,7 Mio. € (VJ Aufwand 1,7 Mio. €). Der laufende Steueraufwand ist im Wesentlichen auf die Bildung von Rückstellungen für die Ertragsbesteuerung der deutschen Gesellschaften zurückzuführen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr beruht vor allem darauf, dass die in den Vorjahren vorhandenen steuerlichen Verlustvorträge inzwischen weitestgehend verbraucht wurden.
PVA TEPLA AG
Im Geschäftsjahr 2009 konnten die Umsatzerlöse der PVA TePla AG auf 139,1 Mio. € (VJ 118,7 Mio. €) gesteigert werden. Das Bruttoergebnis verbesserte sich ebenfalls deutlich auf 26,4 Mio. € (VJ 16,1 Mio. €). Die Bruttomarge konnte somit wieder erheblich auf 19,0% (VJ 13,6%) verbessert werden. Die Vertriebskosten sind auf 5,7 Mio. € (VJ 6,6 Mio. €) gesunken, die Verwaltungskosten auf 5,9 Mio. € (VJ 5,8 Mio. €) geringfügig angestiegen. Die F&E-Kosten stiegen auf 1,5 Mio. € (VJ 1,0 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 5,4 Mio. € lagen über dem Vorjahreswert (3,2 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit 6,2 Mio. € ebenfalls über dem Vorjahr (5,5 Mio. €). Einen erheblichen positiven Einfluss auf das Jahresergebnis hatten erneut die Ausschüttungen der Ergebnisse der Tochtergesellschaften in Höhe von 1,5 Mio. € (VJ 1,4 Mio. €) und die Erträge aus den Ergebnisabführungsverträgen mit Tochtergesellschaften in Höhe von 10,4 Mio. € (VJ 9,9 Mio. €). Aufgrund des weiter schwachen Geschäftsverlaufes bei der Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. wurde erneut eine Abwertung des entsprechenden Beteiligungsbuchwerts um 2,1 Mio. € (VJ 3,0 Mio. €) erforderlich. Der Zinsaufwand betrug 1,2 Mio. € (VJ 1,0 Mio. €). Die Zinserträge erreichten einen Wert von 0,5 Mio. € (VJ 0,6 Mio. €). Vor allem aufgrund der Bildung von Rückstellungen für die Restrukturierungsmaßnahmen am Standort Feldkirchen fielen im Gegensatz zum Vorjahr außerordentliche Aufwendungen in Höhe von 2,3 Mio. € an, daneben resultieren aus der Verschmelzung der CGS auf die PVA TePla AG außerordentliche Erträge in Höhe von 0,4 Mio. €. Insgesamt erzielte die PVA TePla AG mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von 21,4 Mio. € (VJ 8,2 Mio. €) und einem Jahresüberschuss von 13,8 Mio. € (VJ 5,9 Mio. €) ein deutlich über den Vorjahreswerten liegendes Ergebnis. Auch die Umsatzrendite hat sich gegenüber einem Vorjahreswert von 5,0% auf nunmehr 9,9% fast verdoppelt. Die ausgewiesenen Ertragsteuern in Höhe von 5,5 Mio. € (VJ 2,2 Mio. €) sind im Wesentlichen auf die Bildung von Steuerrückstellungen zurückzuführen.
13. NACHTRAGSBERICHT
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Beendigung des Geschäftsjahres 2009 liegen nicht vor.
14. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT
14.1. CHANCEN UND RISIKEN AUS DEN ABSATZMÄRKTEN
Die Chancen auf den Märkten für die Produkte aus unserem Unternehmen ergeben sich aus der Investitionstätigkeit von Kunden, die Hightech-Materialien bearbeiten oder herstellen. Insbesondere laufende und zukünftige Infrastrukturmaßnahmen in einer Vielzahl von Ländern eröffnen die Möglichkeit, unsere Systeme zu verkaufen. Das hohe Umsatzwachstum bis zur Weltwirtschaftskrise zeugt von der Attraktivität unserer Technologie auf den Märkten. Auch Zukunftsmärkten wie der Photovoltaik werden weiterhin große Wachstumschancen eingeräumt. Hier ist das Unternehmen durch die Beherrschung aller industriell relevanter Technologien zum Ziehen von Siliziumkristallen sehr gut aufgestellt und für Solarwaferhersteller ein attraktiver Partner. Für die nächsten Jahre sagen Experten verschiedener Institute für diese Branche Wachstumsraten von ca. 50% voraus. Durch den möglichen Markteintritt großer Konzerne in diesen wachstumsstarken Markt werden sich auch neue Chancen für Anlagenhersteller ergeben, aber ebenso auch durch Technologiesprünge in der Photovoltaik, die die Netzparität mit konventionell produziertem Strom näher kommen lassen. Auch für die Systeme aus dem GB Semiconductor Systems – in erster Linie Kristallzuchtanlagen zum Ziehen von Siliziumkristallen mit einem Durchmesser von 300mm – werden sich nach der Erholung der Branche wieder weitergehende Möglichkeiten für zusätzliches Wachstum ergeben. Die Umstellung auf größere Waferdurchmesser befindet sich in dieser Industrie erst am Anfang und wird weiter voranschreiten müssen, um die Produktivität weiter zu erhöhen.
Die Risiken in den von der PVA TePla bearbeiteten Nischenmärkten liegen besonders in unerwarteten Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden bzw. Branchen. Dieses Risiko wird durch Diversifizierung des Leistungsangebotes in verschiedene Branchen wie Halbleiter, Photovoltaik, Werkzeug- und Hartmetalltechnik, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeugindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie reduziert. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen, wobei bei einer unerwartet großen Nachfrage das Risiko von Produktionsengpässen auftreten kann. Die Strategie einer relativ niedrigen Fertigungstiefe erlaubt hier zeitnahe Reaktionen. Auch werden im PVA TePla-Konzern hochwertige Lohnarbeiten – wie Plasmabehandlung oder Hochvakuumlöten und Wärmebehandeln von Bauteilen – angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden. Besonders das Halbleitergeschäft, eine wichtige Branche für den Konzern, ist gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität und bietet daher neben den beschriebenen Chancen auch Risiken. Obwohl die Halbleiter-Branche in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten Old-Economy-Branchen hatte, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. In den vergangenen Jahren hatten sich für die PVA TePla-Gruppe große Chancen aus der Erweiterung der Kapazitäten für 300mm-Kristalle durch Waferhersteller ergeben. Durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise und die damit einhergehenden starken Beeinträchtigungen des Halbleitermarkts sind die Marktchancen für entsprechende Anlagen aktuell stark getrübt. Neben der aktuellen Krise wird dieser Markt durch einen hohen Investitions- und Entwicklungsbedarf der Unternehmen zur Absicherung ihrer Marktstellung gekennzeichnet. Der Einfluss hieraus resultierender Risiken wurde durch die Diversifikation in andere Märkte – hier ist insbesondere der Markt Solartechnik zu nennen – und durch neu in den Markt eingeführte Produkte verringert. Die weltweite Gesamtwirtschaftslage kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht abschließend beurteilt werden. Durch die globale Finanz- und Wirtschaftskrise befinden sich die wichtigen Industrieländer im laufenden Geschäftsjahr zwar nicht mehr in einer Rezession, die weitere wirtschaftliche Entwicklung und insbesondere die Investitionstätigkeit vieler Unternehmen bleibt unklar. Das Unternehmen verfolgt die Entwicklung der Wirtschaftslage aufmerksam. Bis zur Mitte des Jahres 2010 ist die Auslastung der Kapazitäten durch den vorhandenen, belastbaren Auftragsbestand gesichert. Dabei entwickeln sich die Auftragseingänge zu Beginn des Jahres 2010 in den einzelnen Geschäftsbereichen unterschiedlich. In den Märkten des GB Industrial Systems ist eine leichte Belebung der Nachfrage zu beobachten. Im GB Semiconductor Systems ist in den Bereichen mit Seriengeschäft (z. B. Plasma Systems) eine Belebung der Nachfrage zu verzeichnen. Im Bereich Photovoltaik liegt eine große Zahl – auch größerer – Projekte vor. Ein eindeutiges Bild ist insgesamt vor dem Hintergrund unseres Projektgeschäftes mit teilweise langen Verhandlungsphasen noch nicht erkennbar. Vor dem Hintergrund der Projektlage insbesondere im Bereich Solar Systems gehen wir davon aus, dass wir die Jahresziele für 2010 erreichen werden. Insgesamt bieten die flexiblen Strukturen auf Basis der geringen Fertigungstiefe gute Möglichkeiten, die Kapazitäten ggf. auch an eine geringere Nachfrage anzupassen. Hier ist z. B. die Erhöhung der Montagetiefe, die Reduzierung von Leih- und Zeitarbeitskräften und die Ausnutzung flexibler Arbeitszeitmodelle zu nennen. Mögliche Implikationen für die PVA TePla bzw. deren Kunden werden frühzeitig in den Planungen berücksichtigt.
14.2. CHANCEN UND RISIKEN AUS VERÄNDERUNGEN VON DEVISENKURSEN
Die Wettbewerbsfähigkeit unserer Produkte gegenüber den Wettbewerbern – insbesondere aus dem Dollar-Raum – steigt bei fallendem Eurokurs. Diese positive Wirkung einer günstigen Wechselkursrelation ist insbesondere auf den Märkten in den USA bzw. in Ländern, deren Währungen an den Dollar gekoppelt sind, gegeben. Trotz der Absicherung von Wechselkursrisiken in einzelnen Geschäften besteht das Risiko einer erneuten Verschlechterung der Wechselkursrelation speziell zwischen Euro und US-Dollar und einer daraus gegebenenfalls resultierenden Verschlechterung unserer Wettbewerbsposition gegenüber Wettbewerbern aus diesem Währungsraum bzw. des sich daraus ergebenden Preisdrucks. Wir begegnen diesem Risiko durch lokale Fertigung in den USA und verstärkten Zukauf aus diesem Währungsraum. Trotz dieser Maßnahmen ist aber nicht auszuschließen, dass eine erneute Verschlechterung der Wechselkursrelation den Preisdruck auf unsere Produkte erhöht und unsere Wettbewerbsfähigkeit besonders gegenüber Konkurrenten aus dem US-Dollar- Raum verschlechtert.
14.3. CHANCEN UND RISIKEN AUS TECHNOLOGISCHEN ENTWICKLUNGEN
Als Anbieter von Technologie zur Herstellung und Bearbeitung von Materialien und Komponenten für Hightech-Branchen, bei deren Herstellung Vakuum und hohe Temperatur eine entscheidende Rolle spielen, bestehen die Chancen, dass sich durch neue Anwendungsfelder für in unseren Anlagen hergestellte Materialien ein zusätzlicher Bedarf entwickelt oder durch die Forschung neue Anforderungen an Materialien definiert werden, die einen neuen Anlagentypus erforderlich machen. Zusammen mit unseren Kunden können wir jederzeit entsprechend diesen neuen Anforderungen neue Anlagen entwickeln und bauen. Nahezu alle von uns gebauten Anlagen sind kundenspezifisch entwickelt worden, so dass wir eine lange Tradition und Erfahrung in technologisch anspruchsvollen Märkten aufweisen können. Eine reine Atmosphäre, durch Vakuum erzeugt, und hohe Temperatur, die notwendig ist, um die Materialeigenschaften zu beeinflussen, werden auch in Zukunft eine wesentliche Rolle spielen, um hochwertige Materialien herzustellen. Das Risiko der Auftragsverluste durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchenspezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden und Forschungsinstituten weltweit verfolgt und eingeschätzt. Die technologische Weiterentwicklung der Produkte wird neben der laufend vorgenommenen Entwicklungstätigkeit zudem durch das Betreiben eines eigenen Dienstleistungszentrums, in dem Werkstoffe und Materialien für Kunden prozessiert werden, zusätzlich gesichert. In besonders hohem Maße kommt dort die Entwicklungsabteilung des Unternehmens mit neuesten Anforderungen an die Werkstoff- und Materialbeschaffenheit von Seiten der Kunden in Kontakt. Die hohe technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt entscheidend davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, so dass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Konzerns sichert. Die technische Komplexität unserer Produkte und die hohen Kundenanforderungen bedingen ebenfalls Qualitätsrisiken, die sich in erhöhten Gewährleistungsaufwendungen niederschlagen können.
14.4. CHANCEN UND RISIKEN AUS ZULIEFERUNGEN
Durch die geringe Wertschöpfungstiefe bei der Produktion unserer Anlagen kann die PVA TePla flexibel auf Marktschwankungen reagieren. Eigene Produktionskapazitäten müssen lediglich in sehr geringem Umfang vorgehalten werden, so dass die Produktion je nach Auftragslage schnell ausgeweitet, aber auch schnell zurückgefahren werden kann. Aufgrund der aktuellen Wirtschaftssituation und dem hierdurch erfolgenden generellen Rückgang der Auftragseingänge in der Industrie hat sich insgesamt die Wahrscheinlichkeit von Kapazitätsengpässen auf Seiten der Zulieferer verringert. Auch die Preise von Rohstoffen (z. B. für Edelstahl und Kupfer) sind tendenziell abwärts gerichtet. Grundsätzlich wird dem Risiko von Terminverzögerungen oder Lieferausfällen durch die Auswahl und Qualifikation von Lieferanten und einer intensiven Begleitung unserer Lieferanten begegnet. Die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten wird dadurch begrenzt, dass mehrere Lieferanten für wichtige Komponenten qualifiziert werden und die Zulieferungen auf diese Lieferanten aufgeteilt werden. Das Ausfallrisiko von Lieferanten (z. B. durch Insolvenzen im Zuge der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise) wird durch eine gezielte Auswahl und Qualifizierung alternativer Lieferanten, auch im Ausland, erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem und eine angemessene Haftungsdeckung durch Versicherungen geachtet.
14.5. CHANCEN UND RISIKEN AUS DEN THEMEN PERSONAL UND KAPAZITÄTEN
Die Komplexität unserer Systeme bedingt nicht nur sehr gut ausgebildete und hochqualifizierte Mitarbeiter, sondern auch intensive Fortbildungsmöglichkeiten für die Mitarbeiter im Unternehmen. Altersbedingt ausscheidende Mitarbeiter geben ihr Know-how in der Regel über einen langen Zeitraum an neu eingestellte Mitarbeiter weiter, um sie mit den komplexen Anlagen intensiv vertraut zu machen. Der hohe Grad an Ausbildung und das hohe Maß an Erfahrung der Mitarbeiter trägt dazu bei, den Technologievorsprung gegenüber den Wettbewerbern zu halten und zu verhindern, dass neue Anbieter mit vergleichbaren Systemen auf den Markt kommen. Das Personalkapazitätsrisiko liegt weiterhin besonders bei der Rekrutierung und Integration von kompetentem Führungs- und Fachpersonal zur Substitution insbesondere altersbedingt ausscheidender Führungs- und Fachkräfte und zur Bewältigung von Wachstum und der Einführung neuer Technologien, soweit entsprechendes Personal nicht aus eigenen Reihen entwickelt werden kann. Insgesamt hat sich die Suche nach hoch qualifiziertem Personal ebenfalls eher entspannt. Es werden Kontakte zu verschiedenen Ausbildungsstätten und Hochschulen unterhalten und ausgebaut, um geeignetes Personal zu finden. Eine nennenswerte Personal-Fluktuation ist über die letzten Jahre nicht zu erkennen. Alle Unternehmen (mit Ausnahme der PVA TePla Analytical Systems GmbH), an denen die PVA TePla AG zu mehr als 50% beteiligt ist, sind im Rahmen ihrer Qualitätssicherung nach ISO 9001/2000 zertifiziert. Die Aufrechterhaltung eines auf jedes Konzernunternehmen zugeschnittenen Qualitätssicherungssystems wird von einer zentralen Stelle unterstützt und überwacht. Auch der Abschluss geeigneter Versicherungen zur Abdeckung der verschiedenen Betriebsrisiken wird für die Konzernunternehmen von einer zentralen Stelle koordiniert. Das Risiko des Ausfalls eigener Maschinen ist eher von untergeordneter Bedeutung, da wenige Werkzeugmaschinen im Einsatz (die Produktion hat den Schwerpunkt bei Montage- und Inbetriebnahme-Tätigkeiten) und auch ausreichend geeignete Maschinen bei nahen Unterlieferanten vorhanden sind. An den eigenen Plasma-Anlagen und Vakuum-Lötanlagen kann präventive Wartung und rascher Ausfallservice selbst durchgeführt werden.
14.6. CHANCEN UND RISIKEN IN VERBINDUNG MIT IT
Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren werden durch regelmäßige und angemessene Datensicherung, durch geeignete Schutzmaßnahmen gegen externe Einflüsse (z. B. aktueller Virenschutz, Firewall) und durch geeignete Zugangskontrollen reduziert. Ebenso wurde im Jahr 2009 weiter an der Modernisierung der IT-Systeme gearbeitet und in diesem Rahmen verstärkt hochverfügbare Systeme und Komponenten mit ausreichenden Redundanzen zum Einsatz gebracht. Wesentliche Projekte waren hier im Jahr 2009 die Einführung neuer zentraler, hoch verfügbarer Speicherlösungen, die Einführung eines neuen E-Mail-Systems auf dieser Basis und der weitere Ausbau unseres ERP- und PDM-Systems in Verbindung mit unserem CAD-System. Zusätzlich wurden die Sicherheits- und Schutzmaßnahmen unserer IT-Infrastruktur weiter verbessert.
14.7. CHANCEN UND RISIKEN IN VERBINDUNG MIT FINANZINSTRUMENTEN
Im Rahmen der eigentlichen Geschäftstätigkeit der PVA TePla entstehen Finanzinstrumente (z. B. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen). Zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit werden Finanzinstrumente eingesetzt (z. B. Darlehen von Banken) oder es entstehen auch hieraus Finanzinstrumente (z. B. Anlage kurzfristig überschüssiger Liquidität). Zusätzlich werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, um Risiken aus der Geschäftstätigkeit (z. B. Wechselkursrisiken) oder aus der Finanzierung (z. B. Zinsrisiken) zu beseitigen oder zu begrenzen. Ein isolierter Einsatz von Finanzinstrumenten ohne Verbindung zur eigentlichen Geschäftstätigkeit erfolgt nicht. Im Folgenden werden die Chancen und Risiken der einzelnen relevanten Kategorien von Finanzinstrumenten dargestellt:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen:
| • | Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebes werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, für Einzelsysteme beginnend mit durchschnittlich 30% bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Darüber hinaus werden gegen Forderungsausfälle in der Regel Zahlungssicherheiten (z. B. Akkreditive) vereinbart und ein intensives Forderungscontrolling durchgeführt. |
| • | Im Gegensatz dazu muss der Konzern seinerseits nur bei wenigen Lieferanten eine Anzahlung leisten. Darüber hinaus optimiert der Konzern seinen externen Liquiditätsbedarf durch eine rollierende Liquiditätsvorschau der dem Konzern angehörenden Unternehmen und durch kurzfristige Darlehensgewährungen innerhalb des Konzerns. Dem Konzern stehen sowohl ausreichende Kreditlinien zur kurzfristigen Finanzierung des Geschäfts einschließlich der Ausweitung des Geschäftsvolumens als auch ausreichende Avallinien zur Gewährung von Anzahlungsgarantien für Kunden zur Verfügung. In diesem Bereich können mit den uns begleitenden Banken im Falle von Großaufträgen spezielle Projektlinien zusätzlich vereinbart werden, so dass die bestehenden Linien weiterhin für Abwicklung und Ausbau des Standardgeschäftes zur Verfügung stehen. |
| • | Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht hier kein nennenswertes Marktrisiko. |
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen:
| • | Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen. |
Sonstige Forderungen:
| • | Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht hier kein nennenswertes Marktrisiko. |
Finanzverbindlichkeiten:
| • | Der wesentliche Inhalt dieses Postens sind die zur Finanzierung der Investitionen aufgenommenen Bankdarlehen. |
| • | Diese Darlehen sind vollständig entweder mit festen Zinsen über die gesamte Laufzeit vereinbart oder im Falle von Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| • | Ein nennenswertes Marktrisiko aus Änderungen der entsprechenden Marktzinssätze ist hier grundsätzlich nicht vorhanden. |
| • | Allerdings ergibt sich eine besondere Situation daraus, dass die Darlehen auch zum 31. Dezember 2009 aufgrund der guten Liquiditätslage zur Vermeidung von Zinsaufwendungen nur zu einem geringen Teil in Anspruch genommen worden sind. Da die Marktzinssätze zum Bilanzstichtag niedriger waren als die den Sicherungsgeschäften zugrundeliegenden Zinssätze, wurde hier im Einzelabschluss der PVA TePla AG eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 611 (VJ TEUR 262) notwendig. |
| • | Ein Kreditrisiko besteht nicht, da die Vertragspartner ihren Verpflichtungen – mit Ausnahme des nicht in Anspruch genommenen weiteren Darlehens zur Finanzierung der Neubaumaßnahmen – durch Auszahlung der Darlehenssummen bereits vollständig nachgekommen sind. Auch im Hinblick auf die mögliche Inanspruchnahme des noch offenen Teilbetrags des oben genannten Darlehens besteht nach unserer Einschätzung kein nennenswertes Kreditrisiko. |
| • | Aufgrund der aktuellen Auftragslage, der positiven Erwartungen und der aktuellen Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen sehen wir hier auch kein relevantes Liquiditätsrisiko. |
| • | Es besteht kein Risiko aus der Nichteinhaltung von financial covenants, da solche Vereinbarungen bislang vermieden werden konnten. |
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:
| • | Hier handelt es sich um kurzfristige Positionen, die fast ausschließlich in Euro abgerechnet werden. Ein relevantes Markt- und Kreditrisiko liegt somit nicht vor. |
| • | Aufgrund der aktuellen Liquiditätssituation in Verbindung mit den vorliegenden Liquiditätsplanungen besteht hier kein Liquiditätsrisiko. |
Sonstige Verbindlichkeiten:
| • | Aufgrund der Kurzfristigkeit der Positionen besteht hier kein nennenswertes Marktrisiko. |
Wechselkurssicherung:
| • | Der Konzern – dies gilt auch für die PVA TePla AG – realisiert einen Großteil seiner Umsätze im Ausland. Die Fakturierung der Aufträge auch außerhalb des EU-Raumes erfolgt überwiegend in Euro. Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet. Da es sich hier in Verbindung mit dem Grundgeschäft um geschlossene Positionen handelt, bei denen Zahlungsbeträge und -termine aufeinander abgestimmt sind, besteht kein Marktrisiko. Die Kalkulationen der Grundgeschäfte basieren auf den jeweiligen abgesicherten Terminkursen. |
| • | Das Kredit- und Liquiditätsrisiko liegt hier in den Lieferforderungen aus dem Grundgeschäft. Wir verweisen dazu auf unsere obigen Ausführungen zu diesem Thema. |
Zinssicherung:
| • | Ein Teil der Darlehen zur Finanzierung der Neubauten wurde als Darlehen mit nominell variablen Zinssätzen abgeschlossen und durch entsprechende Zinssicherungsgeschäfte hinterlegt, die diese Darlehen zu synthetischen Festzinsdarlehen ergänzen. |
| • | Im Hinblick auf die Risiken dieser Finanzinstrumente verweisen wir daher auf unsere obigen Ausführungen zu Finanzverbindlichkeiten. |
14.8. CHANCEN UND RISIKEN AUS STEUERLICHEN THEMEN
Aufgrund des steigenden Umfangs von Großaufträgen im Ausland hat die Komplexität der zugehörigen steuerlichen Themen zugenommen. Dazu zählen vor allem die Themenkreise Verrechnungspreise im Geschäft zwischen den Gesellschaften der PVA TePla-Gruppe, Umsatzsteuern vor allem auf Dienstleistungen und steuerliche Regelungen für Mitarbeiter, die ins Ausland entsendet werden. Wir bearbeiten diese Themen in enger Zusammenarbeit mit unseren steuerlichen Beratern und sehen hier keine nennenswerten Risiken.
14.9. EXISTENZBEDROHENDE RISIKEN
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens und des Konzerns gefährden können, sind nicht erkennbar.
15. RISIKOMANAGEMENT
Die Risikopolitik ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Unternehmens zu sichern. Die Risikostrategie basiert auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzfeldern der Gesellschaft bzw. des Konzerns gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Hierzu zählt vor allem der Abschluss geeigneter Versicherungen. Dieser Prozess wird in enger Zusammenarbeit mit einem versierten und spezialisierten Versicherungsmakler durchgeführt und regelmäßig auf seine Effizienz geprüft und ggf. optimiert. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- bzw. Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden. Dazu steht den Geschäftsbereichen und Mitarbeitern ein „Risikohandbuch“ mit Verfahrensanleitungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement zur Verfügung. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die Gesamtheit aller risikobezogenen Aktivitäten und Maßnahmen, d.h. die Identifikation, Bewertung, Steuerung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung definierter Risikokategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet.
Das Risikomanagement erfolgt in den Unternehmensbereichen und Geschäftsprozessen auf Basis der organisatorischen Grundlagen dezentral. Die Bereichsleitungen sind damit für zentrale Aufgaben innerhalb des Risikomanagementsystems verantwortlich. Die frühzeitige Erfassung von Risiken ist ein zentraler Punkt des Risikomanagementsystems, um insbesondere den Vorstand laufend über den aktuellen Stand der Risiken innerhalb der PVA TePla zu informieren. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert. Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zum Vermeiden, Reduzieren und Absichern von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Die Risikoberichte werden regelmäßig zentral zusammengefasst und analysiert und dann von Vorstand und Aufsichtsrat geprüft und diskutiert. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch sollen frühzeitig wichtige Informationen über potenziell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung und Auflösung von Rückstellungen gewonnen werden.
In regelmäßigen Zeitabständen wird auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2009 wurde das Risikomanagement der Gesellschaft/des Konzerns weiter verfeinert und an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst.
Ebenso wurde ab dem Jahr 2007 ein System der internen Revision eingerichtet. Mit der Durchführung wurde eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Zwischen Vorstand und Aufsichtsrat wurde ein mittelfristiger Plan abgestimmt. Auf dieser Basis sollen alle Bereiche der PVA TePla-Gruppe systematisch einem Audit unterzogen werden. Als erste Teilbereiche wurden die Zahlungen an Vorstand und Geschäftsbereichsleiter, die Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. sowie die Materialwirtschaft am damaligen Standort Aßlar untersucht. Im Jahr 2009 wurden diese Prüfungen z. B. für die Tochtergesellschaft PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH fortgesetzt. Diese Prüfungen ergaben keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten, erbrachten aber Hinweise auf organisatorische Verbesserungsmöglichkeiten. Diese Hinweise werden zeitnah umgesetzt.
16. INTERNES KONTROLLSYSTEM (IKS) UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEM (RMS)BEZOGEN AUF DEN PROZESS DER (KONZERN-) RECHNUNGSLEGUNG
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte IKS gewährleistet werden. Wir achten auf eine adäquate Trennung von Funktionen, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus achten wir auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Zudem haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut. Zentrale Bestandteile dieser Strukturen und Kontrollen sind die strikte Einhaltung des Vieraugenprinzips in allen wesentlichen Prozessabläufen des Rechnungswesens, wirksame und genau definierte Zugriffsberechtigungen in unseren EDV-Systemen, stichprobenweise Kontrollen der Mitarbeiter aller Ebenen durch die jeweiligen Vorgesetzten, die Verwendung eines konzernweit vereinheitlichten Berichts- und Formularwesens und die Regelung der Aufbau- und Ablauforganisation unter Einbeziehung der wesentlichen operativen Unternehmensprozesse im Rahmen unseres zertifizierten Qualitätsmanagementsystems. Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen in der Organisation implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte und durch die interne Revision überwacht.
Der Prozess der Konzernrechnungslegung und Konsolidierung basiert auf der dezentralen Erstellung der Abschlüsse durch die einzelnen Konzerngesellschaften. Diese Abschlüsse werden nach konzerneinheitlichen Standards aufgestellt und in ebenfalls konzerneinheitlich definierten Datenformaten weitergeleitet. Die Konsolidierung erfolgt durch einen externen Dienstleister mit einer angemessenen Qualifikation (Wirtschaftsprüfer). Der gesamte Prozess wird durch das zentrale Konzernrechnungswesen gesteuert und kontrolliert. Hier erfolgen ebenfalls inhaltliche und formale Kontrolle der Daten. Zusätzlich erfolgen intensive Kontrolle der Daten und Ergebnisse durch das zentrale Konzerncontrolling. Alle in den Prozess eingebundenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder ein IKS noch ein RMS absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht funktionieren oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden. Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses insbesondere die Risiken aus der Abwicklung der vorhandenen Großaufträge intensiv verfolgt.
17. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN
Im Folgenden sind die nach § 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Zum 31. Dezember 2009 setzt sich das gezeichnete Kapital der PVA TePla AG aus 21.749.988 nennwertlosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 € zusammen.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen
Beschränkungen von Stimmrechten oder der Übertragbarkeit von Aktien liegen nicht vor.
Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten
Nach den der Gesellschaft vorliegenden Meldungen hatte am 31. Dezember 2009 die PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg, mit 25,2% einen Anteil von mehr als 10% an den Stimmrechten.
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen
Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestanden und bestehen nicht.
Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern
Es liegt keine Stimmrechtskontrolle von am Kapital des Unternehmens beteiligten Arbeitnehmern vor.
Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder
Die Bestellung der Vorstände der PVA TePla AG erfolgt gemäß § 84 AktG und nach § 6, Artikel 2 und 3 der Satzung der PVA TePla AG. Dort ist Folgendes geregelt:
| • | Artikel 2: Die Bestellung der Mitglieder des Vorstands, der Widerruf ihrer Bestellung sowie der Abschluss, die Änderung und die Beendigung von Dienstverträgen mit den Mitgliedern des Vorstands erfolgen durch den Aufsichtsrat. Dasselbe gilt für die Bestimmung eines Vorstandsmitglieds zum Vorsitzenden oder zum Sprecher des Vorstands. |
| • | Artikel 3: Die Bestellung eines Vorstandsmitglieds endet in jedem Fall mit der Vollendung des 65. Lebensjahres. |
Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe oder zum Aktienrückkauf
Zum 31. Dezember 2009 hat der Vorstand die Ermächtigung der Hauptversammlung, im Rahmen des genehmigten Kapitals in Höhe von EUR 10.874.994,00 neue Aktien bis zum 14. Juni 2012 auszugeben. Der Vorstand hat keine Befugnis, Aktien der Gesellschaft zurückzukaufen.
Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Die aktuellen Rahmenvereinbarungen mit den Banken gehen von einer im Wesentlichen unveränderten Struktur der Gesellschafterverhältnisse aus und sehen für den Fall des Kontrollwechsels Neuverhandlungen bzw. in einem Fall ein Kündigungsrecht seitens der Bank vor. Ebenfalls sehen die Bestimmungen für ein öffentlich gefördertes Forschungs- und Entwicklungsprojekt ein Sonderkündigungsrecht des Fördergebers im Falle des Kontrollwechsels vor. Darüber hinaus liegen keine Vereinbarungen der Gesellschaft vor, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen.
Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Vorstandsmitgliedern oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots
Es gibt keine Entschädigungsvereinbarungen für Mitglieder des Vorstands oder für Arbeitnehmer im Fall eines Übernahmeangebots.
18. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist als Teil des Corporate Governance Berichts (Compliance Bericht) auf der Internetseite der PVA TePla AG im Bereich „Investor Relations – Corporate Governance” oder direkt unter dem Link: www.pvatepla.com/pva-tepla-service/investor-relations/corporate-governance dauerhaft einsehbar.
19. AUSBLICK
Der Vorstand der PVA TePla erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2010 einen Konzernumsatz in Höhe von 120 Mio. € und eine EBIT-Marge in einer Bandbreite von 8 – 10%. Der vorliegende Auftragsbestand zum 31. Dezember 2009 in Höhe von 88 Mio. € unterstreicht diesen Planansatz. Die Entwicklung über das Jahr 2010 hinaus ist aufgrund der oben dargestellten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Weltwirtschaft nicht sicher einzuschätzen. Vor allem aufgrund der Erwartungen und Prognosen zur weiteren Entwicklung des Photovoltaikmarkts und der guten Projektsituation in diesem Bereich gehen wir für die Folgejahre wieder von einem deutlichen Wachstum des Geschäftsvolumens aus. Dabei erwarten wir eine EBIT-Marge in der Größenordnung unserer mittelfristigen Zielsetzung und damit in einer Bandbreite von 10 – 12%.
Auch bei isolierter Betrachtung der PVA TePla AG ist für das Geschäftsjahr 2010 ein Umsatz und ein Ergebnis leicht unter den Werten des Jahres 2009 zu erwarten.
Wettenberg, 19. März 2010
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
Arnd Bohle, Vorstand Finanzen
KONZERNABSCHLUSS für das Geschäftsjahr 2009
KONZERNBILANZ zum 31. Dezember 2009
PVA TePla AG, Wettenberg
AKTIVA
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| in TEUR | Anhang | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | (4) | 8.726 | 10.777 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 7.615 | 9.465 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.111 | 1.312 | |
| Sachanlagen | (5) | 34.477 | 34.427 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 30.044 | 29.845 | |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.102 | 2.426 | |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.331 | 2.082 | |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 74 | |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | (6) | 475 | 497 |
| Finanzielle Vermögenswerte | (7) | 610 | 719 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 593 | 702 | |
| Sonstige langfristige Forderungen | 17 | 17 | |
| Latente Steueransprüche | (12) | 3.319 | 2.888 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 47.607 | 49.308 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | (8) | 20.028 | 17.023 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 7.536 | 9.821 | |
| Unfertige Erzeugnisse | 9.223 | 6.178 | |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 3.269 | 1.024 | |
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | (9) | 8.884 | 22.314 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen | (10) | 22.885 | 27.935 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.221 | 18.388 | |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 0 | 142 | |
| Geleistete Anzahlungen | 3.708 | 6.561 | |
| Sonstige kurzfristige Forderungen | 1.956 | 2.844 | |
| Steuererstattungsansprüche | 222 | 303 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (11) | 28.369 | 5.198 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 80.388 | 72.773 | |
| Summe Aktiva | 127.995 | 122.081 | |
| Passiva | |||
| in TEUR | Anhang | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
| Eigenkapital | (13) | ||
| Gezeichnetes Kapital | 21.750 | 21.750 | |
| Gewinnrücklagen | 30.081 | 19.267 | |
| Sonstige Rücklagen | -406 | -482 | |
| Anteile anderer Gesellschafter | -299 | -175 | |
| Summe Eigenkapital | 51.126 | 40.360 | |
| Langfristige Schulden | |||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | (15) | 13.308 | 17.874 |
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | (22) | 15 | 15 |
| Pensionsrückstellungen | (16) | 7.739 | 7.403 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | (26) | 3.856 | 4.119 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (17) | 301 | 512 |
| Summe langfristige Schulden | 25.219 | 29.923 | |
| Kurzfristige Schulden | |||
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | (18) | 2.702 | 1.253 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.480 | 8.001 | |
| Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen | (19) | 613 | 1.978 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | (20) | 16.410 | 23.100 |
| Abgegrenzte Schulden | (21) | 7.383 | 6.973 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | (22) | 2.070 | 1.894 |
| Steuerrückstellungen | 6.365 | 1.745 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (17) | 12.627 | 6.854 |
| Summe kurzfristige Schulden | 51.650 | 51.798 | |
| Summe Passiva | 127.995 | 122.081 |
Der nachfolgende Anhang ist integraler Bestandteil des Konzernabschlusses.
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2009
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| in TEUR | Anhang | 01.01. – 31.12.2009 | 01.01. – 31.12.2008 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (23) | 134.688 | 168.591 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | -95.827 | -130.856 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 38.861 | 37.735 | |
| Vertriebskosten | -8.009 | -9.559 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -8.354 | -8.458 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | (24) | -2.449 | -1.790 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.126 | 2.075 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.292 | -4.960 | |
| – davon Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte TEUR 1.850 (i.Vj. TEUR 2.000) | |||
| Restrukturierungsaufwendungen | (25) | -2.268 | 0 |
| Betriebsergebnis | 16.615 | 15.043 | |
| Finanzerträge | 158 | 473 | |
| Finanzierungsaufwendungen | -1.221 | -1.407 | |
| Erträge aus assoziierten Unternehmen | 44 | 325 | |
| Finanzergebnis und Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | -1.019 | -609 | |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 15.596 | 14.434 | |
| Ertragsteuern | (26) | -4.906 | -4.699 |
| Konzernjahresüberschuss | 10.690 | 9.735 | |
| Davon | |||
| Ergebnisanteil der Aktionäre der PVA TePla AG | 10.814 | 9.900 | |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | -124 | -165 | |
| Konzernjahresüberschuss | 10.690 | 9.735 | |
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert/verwässert) | |||
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert) in EUR | (27) | 0,50 | 0,46 |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert) in EUR | 0,50 | 0,46 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 21.749.988 | 21.749.988 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 21.749.988 | 21.749.988 |
GESAMTERGEBNISRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2009
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| in TEUR | 01.01. – 31.12.2009 | 01.01. – 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | 10.690 | 9.735 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | 10.814 | 9.900 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | -124 | -165 |
| direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen: | ||
| Währungsdifferenzen | 43 | -1 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsdifferenzen) | 43 | -1 |
| Ergebnis aus derivativen Finanzinstrumenten | 46 | -397 |
| Ertragsteuern | -13 | 115 |
| Veränderungen des im Eigenkapital erfassten Betrags (derivative Finanzinstrumente) | 33 | -282 |
| Summe der im Eigenkapital erfassten Veränderungen nach Steuern | 77 | -283 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | 77 | -283 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 10.766 | 9.452 |
| davon auf Aktionäre der PVA TePla AG entfallend | 10.891 | 9.617 |
| davon auf Anteile anderer Gesellschafter entfallend | -124 | -165 |
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 1. Januar bis 31. Dezember 2009
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| in TEUR | 01.01. – 31.12.2009 | 01.01. – 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss | 10.690 | 9.735 |
| Anpassungen des Konzernjahresüberschusses für die Überleitung zum Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit: | ||
| + Ertragsteueraufwand | 4.906 | 4.699 |
| - Finanzerträge | -158 | -473 |
| + Finanzierungsaufwendungen | 1.221 | 1.407 |
| \= Operatives Ergebnis | 16.659 | 15.368 |
| - Ertragsteuerzahlungen | -922 | -1.661 |
| + Abschreibungen | 4.603 | 4.121 |
| - Erträge aus assoziierten Unternehmen | -44 | -325 |
| -/+ Gewinn /Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -60 | 158 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | 561 | 30 |
| 20.797 | 17.691 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva | 14.867 | -10.896 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 5.646 | 4.733 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -11.722 | -2.829 |
| \= Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit | 29.588 | 8.699 |
| + Einzahlungen aus assoziierten Unternehmen | 144 | 205 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 221 | 118 |
| - Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -2.748 | -11.761 |
| + Zinseinzahlungen | 168 | 296 |
| \= Cash Flow aus der Investitionstätigkeit | -2.215 | -11.142 |
| + Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten | 140 | 4.000 |
| - Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und von (Finanz-) Krediten | -4.786 | -3.286 |
| +/- Veränderung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten | 1.491 | -1.033 |
| - Zinsauszahlungen | -968 | -1.115 |
| \= Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit | -4.123 | -1.434 |
| Zahlungswirksame Veränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 23.250 | -3.877 |
| +/- Einfluss von Wechselkursänderungen auf die flüssigen Mittel | -79 | 4 |
| + Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Anfang der Periode | 5.198 | 9.071 |
| \= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode | 28.369 | 5.198 |
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
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| in TEUR | Ausgegebene Stückaktien | Gewinnrücklagen | Sonstige Eigenkapital- Bestandteile |
Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 01.01.2008 | 21.749.988 | 21.750 | 9.367 | -199 | 30.918 |
| Gesamtergebnis | 9.900 | -283 | 9.617 | ||
| Stand 31.12.2008 | 21.749.988 | 21.750 | 19.267 | -482 | 40.535 |
| Stand 01.01.2009 | 21.749.988 | 21.750 | 19.267 | -482 | 40.535 |
| Gesamtergebnis | 10.814 | 76 | 10.890 | ||
| Stand 31.12.2009 | 21.749.988 | 21.750 | 30.081 | -406 | 51.425 |
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| in TEUR | Anteile anderer Gesellschafter | Gesamtes Eigenkapital |
|---|---|---|
| Stand 01.01.2008 | -10 | 30.908 |
| Gesamtergebnis | -165 | 9.452 |
| Stand 31.12.2008 | -175 | 40.360 |
| Stand 01.01.2009 | -175 | 40.360 |
| Gesamtergebnis | -124 | 10.766 |
| Stand 31.12.2009 | -299 | 51.126 |
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2009
PVA TePla AG, Wettenberg
A. ALLGEMEINE ANGABEN UND GRUNDLAGEN DER DARSTELLUNG
1. ALLGEMEINE ANGABEN
Sitz und Rechtsform des Unternehmens
Die PVA TePla AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Gesellschaft ist im Handelsregister am Amtsgericht Gießen unter der Nummer HRB 6845 registriert. Der Sitz der Gesellschaft ist in 35435 Wettenberg, Deutschland.
Geschäftstätigkeit
Die PVA TePla AG und ihre Tochtergesellschaften („PVA TePla“ oder der „Konzern“) sind weltweit agierende Anbieter von Systemen für die Herstellung, Veredelung, Weiterbearbeitung von hochwertigen Werkstoffen wie Metalle, Halbleiter, Keramiken, Gläser, aber auch für die kontrollierte Oberflächenbehandlung dieser Materialien und verschiedenster Kunststoffoberflächen. Derartige Produktions- und Behandlungsprozesse erfordern stabile, reproduzierbare Bedingungen. Sie finden daher meist im Vakuum oder unter Schutzgasatmosphäre, bei hohen Temperaturen und/oder mit Unterstützung eines Niederdruck-Plasmas statt. Hinzu kommen Systeme für die Qualitätskontrolle hochwertiger Materialien.
Die PVA TePla ist Anbieter für Vakuumanlagen, die Hightech-Materialien und Oberflächen im Vakuum bei hohen Temperaturen und im Plasma erzeugen und bearbeiten. Der Markt für diese Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen der Material- und Oberflächen-Technologie verbunden, wie zum Beispiel 300mm-Silizium(Si)-Wafer-Technologie für Halbleiter, ein- oder multikristalline Si-Wafer für die Photovoltaik, Strukturwerkstoffe für Weltraumspiegel, Produktionstechnologien für Metallpulver, zum Beispiel für Hartmetalle sowie Produktionstechnologien für Flachbildschirme. Dieser Markt wird existieren, solange Hightechwerkstoffe hergestellt und weiter entwickelt werden. Die Felder Erzeugung ultradünner Wafer bzw. Plasma-Nitrierung nach dem Puls-Plasma-Verfahren und Plasmabeschichtung vergrößern das bestehende Produktportfolio der PVA TePla. Ergänzt wird das Produktportfolio durch Systeme zur zerstörungsfreien Materialprüfung und Qualitätskontrolle auf der Basis optischer Technologien und mit Ultraschall.
Die Märkte der PVA TePla zeichnen sich durch eine begrenzte Anbieterzahl, globale Dimensionierung und technologisch anspruchsvolle Marktnischen aus.
PVA TePla unterhält weltweite Geschäftsbeziehungen über ihre Standorte in Deutschland, den USA, Dänemark, China und Singapur.
Das Geschäftsjahr der PVA TePla AG und ihrer Tochtergesellschaften ist das Kalenderjahr.
Der Konzern gliedert seine Geschäftsaktivitäten und somit seine Berichterstattung in die drei Geschäftsbereiche (GB) Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems.
Allgemeine Grundsätze/Rechnungslegungsstandards
Seit dem Geschäftsjahr 2005 ist die PVA TePla als kapitalmarktorientiertes Mutterunternehmen mit Sitz in einem Mitgliedsstaat der EU verpflichtet, den Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) unter Anwendung von § 315a Handelsgesetzbuch (HGB) aufzustellen und zu veröffentlichen. Der Konzernabschluss der PVA TePla für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 ist daher nach den IFRS in der zum Abschlussstichtag gültigen Fassung des International Accounting Standards Board (IASB) und den verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt.
Darüber hinaus enthält der Anhang gemäß § 315a Abs. 1 HGB bestimmte Angaben zu Regelungen des HGB. Gemäß § 315a HGB i.V.m. § 315 HGB ist der Konzernabschluss nach IFRS um einen Konzernlagebericht ergänzt worden.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PVA TePla.
Neue Verlautbarungen des IASB
Das IASB hat nachfolgende Standards, Interpretationen und Änderungen zu bestehenden Standards mit möglicher Relevanz für den PVA TePla-Konzern herausgegeben. Die noch nicht verpflichtend anzuwendenden und von der EU-Kommision noch nicht übernommenen Regelungen sind von PVA TePla auch nicht vorzeitig angewandt worden.
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| Standard / Interpretation | Anwendungspflicht | Übernahme durch EU-Kommission* | Auswir- kungen |
|
|---|---|---|---|---|
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der IFRS – Zusätzliche Ausnahmen für Erstanwender | 01.01.2010 | Nein | Keine |
| IFRS 2 | Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Konzern |
01.01.2010 | Nein | Keine |
| IFRS 3 | Überarbeitung/Unternehmenszusammenschlüsse | 01.07.2009 | Ja | Abhängig von ggf. anstehenden Unternehmenszusammen- schlüssen |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente (ersetzt IAS 39) | 01.01.2013 | Nein | Bewertung von finanziellen Vermögenswerten |
| IAS 24 | Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen |
01.01.2011 | Nein | Keine |
| IAS 27 | Konzern- und Einzelabschlüsse nach IFRS |
01.07.2009 | Ja | Keine wesentlichen |
| IAS 32 | Finanzinstrumente: Darstellung | 01.01.2011 | Ja | Keine |
| IAS 39 | Änderungen zu Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung |
01.07.2009 | Ja | Keine |
| IFRIC 9/IAS39 | Änderung bezüglich eingebetteter Derivate | 30.06.2009 | Ja | Keine |
| IFRIC 12 | Dienstleistungskonzessionsverein-barungen | 29.03.2009 | Ja | Keine |
| IFRIC 14 | Beiträge im Rahmen von Mindestfinanzierungsvorschriften für Pensionspläne | 01.01.2011 | Nein | Keine |
| IFRIC 15 | Vereinbarung über die Errichtung von Immobilien | 01.01.2010 | Ja | Keine |
| IFRIC 16 | Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb | 30.06.2009 | Ja | Keine wesentlichen |
| IFRIC 17 | Sachausschüttungen an Eigentümer | 01.07.2009 | Ja | Keine |
| IFRIC 18 | Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden |
01.07.2009 | Ja | Keine |
| IFRIC 19 | Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente |
01.07.2010 | Nein | Keine |
* Stand: 7. Januar 2010
Folgende Standards werden nach der Übernahme durch die EU-Kommision Auswirkungen auf die Bilanzierung der PVA TePla AG haben:
IFRS 3 „Unternehmenszusammenschlüsse“
Dieser Standard enthält geänderte Vorschriften zur Bilanzierung von Unternehmenserwerben. Neben dem Anwendungsbereich und der Bilanzierung sukzessiver Anteilskäufe wird ein Wahlrecht eingeführt, ob die Anteile der nicht beherrschenden Gesellschafter mit dem beizulegenden Zeitwert oder mit dem anteiligen Nettovermögen bewertet werden. Daraus folgt, dass ein eventuell vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert vollständig oder nur mit den Anteilen des Mehrheitseigentümers ausgewiesen wird.
Der Standard ist zum 1. Juli 2009 in Kraft getreten. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der Änderungen auf den PVA TePla-Konzernabschluss werden wir im Falle eines ggf. anstehenden Unternehmenszusammenschlusses prüfen.
IFRS 9 „Finanzinstrumente” (ersetzt IAS 39)
Am 12. November 2009 hat der IASB den ersten Teil des neuen IFRS 9 herausgegeben, der den derzeitigen IAS 39 „Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung“ ersetzen wird. Kernpunkt des Standards ist die Reduzierung der vier Bewertungskategorien aus IAS 39 auf grundsätzlich zwei Kategorien.
Nach IFRS 9 werden alle Finanzinstrumente, die derzeit in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, in zwei Klassifizierungskategorien aufgeteilt – diejenigen Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, und diejenigen, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Klassifizierung wird festgelegt, wenn der finanzielle Vermögenswert erstmalig angesetzt wird. Die Vorschriften des IFRS 9 sind verpflichtend ab dem 1. Januar 2013 anzuwenden, das Endorsement der Europäischen Kommission steht noch aus.
Der Standard wird bei der erstmaligen Anwendung durch den Konzern zu einer Reduzierung der Bewertungskategorien führen. Neue Finanzinstrumente werden in die beiden Klassifizierungskategorien eingestuft.
IAS 27 „Konzern- und Einzelabschlüsse nach IFRS“
Ändert ein Mutterunternehmen seine Beteiligungsquoten an Tochterunternehmen und verliert dabei nicht das rechtliche Beherrschungsverhältnis, so schreibt IAS 27 vor, dass diese Transaktionen zukünftig als erfolgsneutrale Eigenkapitaltransaktionen zu bilanzieren sind.
Des Weiteren regelt der überarbeitete Standard, wie ein Entkonsolidierungserfolg zu berechnen und eine Restbeteiligung an einem ehemaligen Tochterunternehmen zu bewerten ist. Die Vorschriften des IAS 27 sind für Geschäftsjahre gültig, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen. Aus der Anwendung der Änderungen des IAS 27 werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss erwartet.
IFRIC 16 „Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb“
Die Interpretation befasst sich mit der Absicherung von Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe. Die Interpretation regelt, dass ausschließlich Differenzen zwischen funktionalen Währungen abgesichert werden dürfen. Die Sicherungsbeziehungen können das gesamte Nettovermögen des ausländischen Geschäftsbetriebes oder Teile davon umfassen.
IFRIC 16 tritt für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 30. Juni 2009 beginnen. Unternehmen haben die Wahl, die Interpretation prospektiv oder rückwirkend anzuwenden. Aus der Anwendung der Änderungen der Interpretation werden keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der PVA TePla AG erwartet.
Neue Standards und Interpretationen werden im Regelfall erst zum Zeitpunkt der verpflichtenden Anwendung von der PVA TePla AG umgesetzt.
Berichtswährung und Währungsumrechnung
Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Die Fremdwährungsumrechnung erfolgt nach dem Konzept der funktionalen Währung gemäß IAS 21 (The Effects of Changes in Foreign Exchange Rates), die sich an dem primären Wirtschaftsumfeld orientiert. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden sowie der Haftungsverhältnisse und der sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfolgt grundsätzlich zu dem am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurs (Mittelkurs). Dagegen werden die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittswechselkurs des Geschäftsjahres, das Eigenkapital zum historischen Wechselkurs umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus Wechselkursveränderungen zwischen einzelnen Geschäftsjahren entstehen, werden unter der Position „Sonstige Rücklagen“ im Eigenkapital ausgewiesen. Die Bewertung in den Folgeperioden erfolgt gemäß IAS 21.23.
Kumulierte Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung von Tochtergesellschaften wurden zum Übergangszeitpunkt (1. Januar 2004) nicht auf Null gestellt, sondern als gesonderter Posten des Konzern-Eigenkapitals ausgewiesen.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen wesentlichen Umrechnungskurse der Länder außerhalb der Eurozone ergeben sich wie folgt:
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| EUR = 1 | Durchschnittskurs | Stichtagskurs | ||
|---|---|---|---|---|
| 2009 | 2008 | 31.12.2009 | 31.12.2008 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| USA (USD) | 1,39051 | 1,46325 | 1,43328 | 1,40944 |
| China (CNY) | 9,48497 | 10,14610 | 9,77517 | 9,60615 |
| Dänemark (DKK) | 7,44546 | 7,45545 | 7,44048 | 7,45156 |
| Singapur (SGD) | 2,02274 | 2,07293 | 2,01369 | 2,03252 |
| Norwegen (NOK) | 8,72600 | 8,20075 | 8,32639 | 9,91080 |
Da alle konsolidierten Tochterunternehmen ihren Sitz in Ländern haben, in denen derzeit keine Hyperinflation herrscht, kommt IAS 29 nicht zur Anwendung.
Schätzungen und Annahmen
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des Managements. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen des Berichtsjahres.
Dies betrifft insbesondere Wertberichtigungen auf Forderungen, den Fertigungsgrad kundenspezifischer Fertigungsaufträge, die Höhe und Eintrittswahrscheinlichkeiten der sonstigen Rückstellungen, die Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten sowie den Ansatz aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge. Bei der Beurteilung dieser Annahmen und Schätzungen orientiert sich das Management an Erfahrungswerten der Vergangenheit, Einschätzungen von Experten (Juristen, Ratingagenturen, Verbänden) und dem Ergebnis sorgfältiger Abwägung verschiedener Szenarien. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Verändert sich die ursprüngliche Schätzungsgrundlage, so wird die Bilanzierung der Bilanzposten erfolgswirksam geändert.
Rundungen
Die in diesem Anhang verwendeten Tabellen und Zahlen basieren auf genau ermittelten Werten, die nachträglich auf TEUR gerundet wurden. Rundungsdifferenzen innerhalb der Tabellen lassen sich daher nicht immer vermeiden.
2. KONSOLIDIERUNG
Konsolidierungskreis
Der vorliegende Konzernabschluss der PVA TePla umfasst zum einen vollkonsolidierte Tochtergesellschaften sowie zum anderen ein „at equity“ einbezogenes assoziiertes Unternehmen.
Voll konsolidiert wurden alle Tochtergesellschaften, bei denen der PVA TePla die Mehrheit der Stimmrechte der Gesellschafter zusteht (Beherrschung).
In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 wurden folgende Gesellschaften auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen:
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| Name | Sitz | Kapitalanteil |
|---|---|---|
| PVA TePla AG (Mutterunternehmen) | Wettenberg, Deutschland | |
| PVA TePla America Inc. | Corona/CA, USA | 100% |
| PVA Jena Immobilien GmbH | Jena, Deutschland | 100% |
| PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH | Jena, Deutschland | 100% |
| Xi'an HuaDe CGS Ltd. | Xi'an, VR China | 51% |
| PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH | Jena, Deutschland | 100% |
| PVA Control GmbH | Wettenberg, Deutschland | 100% |
| Plasma Systems GmbH | Feldkirchen, Deutschland | 100% |
| PlaTeG GmbH | Siegen, Deutschland | 100% |
| PVA TePla Singapore Pte. Ltd. | Singapur | 100% |
| PVA TePla Analytical Systems GmbH | Aalen, Deutschland | 100% |
Nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurde die Gesellschaft Vakuum Anlagenbau Service GmbH, Hanau (Beteiligung 100%). Über das Vermögen der Gesellschaft wurde am 25. April 2003 das Insolvenzverfahren eröffnet. Die unternehmerische Kontrolle wird daher nicht mehr durch die PVA TePla ausgeübt. Die Beteiligungsbuchwerte der Gesellschaft wurden bereits in den Vorjahren vollständig abgewertet. Gemäß Mitteilung des Insolvenzverwalters vom 13. Januar 2010 ist das Insolvenzverfahren noch nicht abgeschlossen.
Gegenüber dem Konzernabschluss 2008 haben sich folgende Änderungen ergeben:
Die Crystal Growing Systems GmbH, Wettenberg, eine 100%ige Tochtergesellschaft der PVA TePla AG, wurde rückwirkend zum 1. Januar 2009 in ihre Muttergesellschaft integriert. Diese Verschmelzung wurde am 22. Juni 2009 im Handelsregister Gießen eingetragen und gilt somit als vollzogen. Alle Rechte und Pflichten aus bestehenden Rechtsgeschäften und Verträgen sind auf die PVA TePla AG übergegangen.
Assoziierte Unternehmen
Als assoziierte Unternehmen werden Unternehmen gezeigt, auf die der Konzern durch Mitwirkung an Finanz- und Geschäftspolitik maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Kontrolle ausüben kann. Maßgeblicher Einfluss wird grundsätzlich angenommen, wenn der Konzern direkt oder indirekt einen Stimmrechtsanteil von 20% oder mehr hält. Der Konzernabschluss umfasst zusätzlich das assoziierte Unternehmen PVA MIMtech LLC, Cedar Grove/NJ, USA, an welchem die PVA TePla AG mit 50% beteiligt ist. Das Eigenkapital der PVA MIMtech LLC beträgt per 31. Dezember 2009 TUSD 1.524 (TEUR 1.064), das Jahresergebnis 2009 beläuft sich auf TUSD 121 (TEUR 87).
Konsolidierungsgrundsätze
Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind entsprechend IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach IFRS 3 (Business Combinations). Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen mit den Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert und mindestens einmal jährlich einer Prüfung auf Werthaltigkeit unterzogen. Ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird nach Überprüfung der Zeitwerte der erworbenen Vermögenswerte und Schulden ertragswirksam vereinnahmt. Bei einem Erwerb von weniger als 100% der Anteile werden die Anschaffungswerte einer Beteiligung mit den anteiligen Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und Schulden verrechnet. In Höhe der verbleibenden Zeitwerte werden Minderheitenanteile im Eigenkapital ausgewiesen, einschließlich der diesen zustehenden Gewinne und Verluste.
Bei Veränderungen der Anteilsquote der Muttergesellschaft nach Erlangung der Beherrschung (sukzessiver Unternehmenserwerb) wird ein entstehender Unterschiedsbetrag erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Die in den Wertansätzen der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen enthaltenen Unterschiedsbeträge werden nach den gleichen Grundsätzen verrechnet, wobei gegebenenfalls eine Anpassung an die im Konzern geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze erfolgt. Die Konsolidierung erfolgt nach der Equity-Methode entsprechend IAS 28 (Investments in Associates).
Zwischenergebnisse, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Soweit ein Konzernunternehmen mit einem assoziierten Unternehmen Transaktionen durchführt, werden daraus resultierende Gewinne oder Verluste entsprechend dem Anteil des Konzerns an dem assoziierten Unternehmen eliminiert.
3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte bestehen hauptsächlich aus Geschäfts- oder Firmenwerten, die im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen als der Teil des Kaufpreises, der den Nettozeitwert des erworbenen Nettovermögens überstieg, entstanden.
Die Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen vor dem Übergangszeitpunkt wurde unter Inanspruchnahme des Befreiungswahlrechts des IFRS 1 beibehalten. Gemäß IFRS 1 wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte mit ihren Buchwerten nach der vorherigen Rechnungslegung in die IFRS-Eröffnungsbilanz unter Berücksichtigung von Ansatzvoraussetzungen für immaterielle Vermögenswerte und Eventualschulden übernommen. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich sowie bei vorliegenden Anhaltspunkten für Wertminderungen einem Werthaltigkeitstest unterzogen und gegebenenfalls auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert abgeschrieben.
Andere immaterielle Vermögenswerte mit begrenzten Nutzungsdauern werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen ab dem Zeitpunkt der Nutzungsbereitschaft, bewertet. Als Nutzungsdauern werden 3 bis 8 Jahre (für Software zwischen 3 und 5 Jahre) zugrunde gelegt. Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet. Die Nutzungsdauer wird jährlich überprüft und gegebenenfalls entsprechend den zukünftigen Erwartungen angepasst.
Sachanlagen
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear über die erwartete Nutzungsdauer, bei Mietereinbauten bzw. Einbauten in Mieträume gegebenenfalls entsprechend der kürzeren Dauer des Mietvertrages. Erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt. Zinsen für Fremdkapital werden in die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten einbezogen, sofern es sich um qualifizierte Vermögenswerte handelt. Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen werden als Periodenaufwand gebucht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die zugehörigen kumulierten Abschreibungen werden bei einer Verschrottung oder Veräußerung von Vermögensgegenständen ausgebucht und eventuelle Buchgewinne oder -verluste erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.
Die Abschreibungen orientieren sich an den steuerlichen Regelungen und unterliegen im Wesentlichen folgenden Nutzungsdauern:
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| Jahre | |
|---|---|
| Gebäude | 25 – 33 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 3 – 20 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 – 14 |
Anlagegegenstände werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert bis EUR 150 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert über EUR 150 und bis EUR 1.000 werden über einen Sammelposten über die Zeit von 5 Jahren linear abgeschrieben.
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen sind den nutzenden Funktionsbereichen zugeordnet.
Außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen bzw. Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der beizulegende Zeitwert bestimmt sich aus dem Nettoverkaufserlös oder falls höher dem Barwert der geschätzten zukünftigen Cash Flows aus der Nutzung des Vermögenswertes. Außerplanmäßige Abschreibungen und Wertberichtigungen werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.
Gemäß IFRS 3 (Business Combinations) werden die Geschäfts- oder Firmenwerte mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit im Rahmen eines sogenannten „Impairment-Tests“ überprüft.
Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten („cash generating units“) nach IAS 36 (Impairment of Assets) zugeordnet. Dabei dürfen gemäß IAS 36.80 (b) diese zahlungsmittelgenerierenden Einheiten nicht größer sein als ein Segment innerhalb der Segmentberichterstattung.
Im GB Industrial Systems wird die PlaTeG GmbH wie im Geschäftsjahr 2008 als eigenständige zahlungsmittelgenerierende Einheit behandelt.
Im GB Semiconductor Systems werden drei zahlungsmittelgenerierende Einheiten betrachtet. Dabei handelt es sich um den Bereich Kristallzuchtanlagen innerhalb der PVA TePla AG und um die Tochtergesellschaft PVA TePla Analytical Systems GmbH mit Sitz in Aalen. Des Weiteren sind die internen Abhängigkeiten innerhalb der Geschäftseinheit der PVA TePla AG, Feldkirchen, und der Tochtergesellschaft PVA TePla America Inc. so groß, dass diese nur zusammen als einheitliche zahlungsmittelgenerierende Einheit betrachtet werden können. Auch erfolgt hier die Steuerung und Leitung gesamtheitlich.
Diese Aufteilung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten entspricht auch den Ebenen, auf denen die zugehörigen Geschäfts- oder Firmenwerte überwacht und gesteuert werden.
Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird als Nutzungswert mit Hilfe der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Bei dieser Methode werden auf Basis der verabschiedeten mittelfristigen Geschäftsplanung mit einem Planungshorizont von drei Jahren sowie einer Fortschreibung dieser Planung gemäß den prognostizierten Marktentwicklungen Cash Flows diskontiert. Wachstumsraten wurden bei der Fortschreibung nicht angesetzt.
Der Diskontierungssatz basiert auf den gewichteten Kapitalkosten der PVA TePla AG (WACC-Ansatz) und beinhaltet eine angemessene Risikoprämie.
Durch Gegenüberstellung der Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten mit den erzielbaren Beträgen wird ein ggf. notwendiger Wertberichtigungsbedarf ermittelt.
Soweit die Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung nicht mehr bestehen, werden Zuschreibungen vorgenommen. Die Zuschreibung ist begrenzt auf den fortgeführten Buchwert, der sich ohne die Wertberichtigung in der Vergangenheit ergeben hätte. Erträge aus Zuschreibungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte gilt ein Zuschreibungsverbot.
Leasing
Gemäß IAS 17.4 (Leases) sind als Leasingverträge alle Verträge zu betrachten, bei denen ein Vermögenswert gegen Zahlungen zum Gebrauch überlassen wird. Daher werden hier auch Mietverträge als Leasing behandelt.
PVA TePla ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Im Geschäftsjahr 2009 wie auch im Vorjahr waren sämtliche Leasingverträge der PVA TePla als Operating Leases zu behandeln mit der Folge, dass die Leasingraten bei Anfall aufwandswirksam erfasst wurden.
Vorräte
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Anwendung der Durchschnittskostenmethode oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten gemäß IAS 2 (Inventories) neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen. Dabei werden fixe Gemeinkosten auf Grundlage der Normalauslastung der Produktionsanlagen berücksichtigt. Kosten der nicht genutzten Produktionskapazitäten (Leerkosten) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Herstellungskosten ausgewiesen. Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- und Herstellungskosten über den erwarteten Nettoveräußerungserlösen liegen.
Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen
Im Rahmen der Teilumsatzrealisierung für kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigstellungsgrad sind Fertigungsaufträge mit aktivischem Saldo gegenüber dem Kunden gemäß IAS 11.42 als Vermögenswert auszuweisen. Wir zeigen diesen Posten gesondert unter der Bezeichnung „Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen“.
Forderungen
Forderungen werden zum Nominalwert angesetzt.
Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Unter den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten werden alle frei verfügbaren liquiden Mittel wie Kassenbestände und Guthaben auf Kontokorrentkonten sowie andere kurzfristig verfügbare Guthaben bei Kreditinstituten bilanziert.
Derivative Finanzinstrumente/Wechselkurssicherung
In Einzelfällen werden Verkäufe in Fremdwährung abgeschlossen. Zur Absicherung der Wechselkursrisiken werden in diesen Fällen grundsätzlich Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Diese Fälle werden als Fair Value Hedge abgebildet. Hierbei werden die aus Wechselkursveränderungen resultierenden Bewertungseffekte für die bilanzierten Vermögenswerte (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) oder schwebende Warenverkaufsgeschäfte in Fremdwährung mit dem Fair Value bewertet; die Anpassung des Buchwerts an den Fair Value geschieht ergebniswirksam als Bestandteil des Finanzergebnisses (Finanzerträge bzw. Finanzierungsaufwendungen). Das Sicherungsinstrument wird gemäß IFRS zugleich ebenfalls zum Fair Value bewertet. Bei vollständiger Effektivität des Sicherungsgeschäfts kompensieren sich diese gegenläufigen Ergebniseffekte.
Derivative Finanzinstrumente/Zinssicherung
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investitionen in neue Gebäude wurden Zinssicherungsgeschäfte abgeschlossen. Ein positiver Marktwert dieser Instrumente wird unter den Sonstigen Forderungen ausgewiesen. Die Gegenbuchung erfolgt hier ergebnisneutral im Eigenkapital bei den Sonstigen Rücklagen. Ein negativer Marktwert dieser Instrumente wird unter den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Gegenbuchung der Marktwerte erfolgt ergebnisneutral in den Sonstigen Rücklagen.
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand
Für Investitionen werden in Einzelfällen Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen in Anspruch genommen. Diese Beträge werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden zum Bilanzstichtag gemäß IAS 39 mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die in der Regel dem Rückzahlungsbetrag entsprechen.
Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen
Im Rahmen der Teilumsatzrealisierung für kundenspezifische Fertigungsaufträge nach dem Fertigstellungsgrad sind Fertigungsaufträge mit passivischem Saldo gegenüber dem Kunden gemäß IAS 11.42 als Verbindlichkeit auszuweisen. Diese resultieren aus einem Überhang an abgerechneten Beträgen im Vergleich zu den entsprechenden anteiligen Erlösen. In der Bilanz wird dieser Posten korrespondierend zu den „Künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen“ separat ausgewiesen.
Als abgerechnete Beträge beziehen wir hier nur Teilzahlungen ein, die aufgrund des Fertigungsfortschrittes der jeweiligen Anlage erfolgt sind und die somit den Charakter der Teilabrechnung erfüllen. Anzahlungen zu Auftragsbeginn oder Teilzahlungen, die nicht dem Fertigungsfortschritt entsprechen, werden als erhaltene Anzahlungen separat ausgewiesen.
Verpflichtungen aus Pensionszusagen
Die Verpflichtungen aus unmittelbaren Pensionszusagen werden nach IAS 19 (Employee Benefits) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen errechnet. Dazu werden jährlich versicherungsmathematische Gutachten eingeholt. Der Dienstzeitaufwand für die Versorgungsanwärter ergibt sich aus der planmäßigen Entwicklung der Anwartschaftsrückstellungen. Unterschiedsbeträge zwischen den planmäßig ermittelten Pensionsverpflichtungen und Anwartschafts- bzw. Rentenbarwerten am Jahresende (versicherungsmathematische Gewinne und Verluste) werden in den Folgeperioden auf die durchschnittliche Restdienstzeit der Anwärter ergebniswirksam verteilt, soweit sie 10% des Verpflichtungsumfangs überschreiten.
Die Pensionsverpflichtungen in Deutschland werden unter Berücksichtigung der biometrischen Rechnungsgrundlagen gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Pensionsverpflichtungen im Ausland liegen nicht vor.
Abgegrenzte Schulden
Als abgegrenzte Schulden werden Schulden zur Zahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen ausgewiesen, die am Bilanzstichtag weder bezahlt noch vom Lieferanten in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch an Mitarbeiter geschuldete Beträge.
Übrige Rückstellungen
Gemäß IAS 37 (Provisions, Contingent Liabilities and Contingent Assets) werden die Rückstellungen für sonstige Verpflichtungen gebildet, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis gegenüber Dritten besteht, die künftige Zahlung wahrscheinlich ist und der Betrag zuverlässig geschätzt werden kann. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Die Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für Löhne und Gehälter sowie die Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellung wird für einzelvertragliche Vereinbarungen gebildet. Für potenzielle Anwärter wird wie in den Vorjahren keine Rückstellung gebildet.
Latente Steuern
Steuerabgrenzungen werden gemäß IAS 12 (Income Taxes) auf temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in Konzern- und Steuerbilanz der einbezogenen Gesellschaften sowie auf Konsolidierungsvorgänge und steuerliche Verlustvorträge vorgenommen. Aktive und passive latente Steuern werden auch auf temporäre Differenzen, die im Rahmen von Unternehmenserwerben entstehen, angesetzt, mit der Ausnahme von temporären Differenzen auf Geschäftswerte. Die Abgrenzungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung bzw. -entlastung nachfolgender Geschäftsjahre gebildet. Steuerguthaben aus Abgrenzungen werden nur berücksichtigt, wenn ihre Realisierung hinreichend gesichert erscheint.
Verlustvorträge werden in die Steuerabgrenzung nur insoweit einbezogen, wie in der Zukunft ein steuerpflichtiges Einkommen zu erwarten ist, welches zur Realisierung der aktiven latenten Steuern ausreicht. Im Hinblick auf die Beträge, deren steuerliche Nutzung nicht länger wahrscheinlich ist, werden die aktiven latenten Steuern reduziert. Auf aktive latente Steuern, deren Realisierung unwahrscheinlich ist, wird eine Wertberichtigung vorgenommen.
Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die nach der derzeitigen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. angekündigt sind.
Umsatzrealisierung
Umsatzerlöse werden ausgewiesen, sobald die Lieferungen oder Leistungen erbracht sind, der Gefahrenübergang erfolgt ist und keine technischen Risiken sowie besondere vertraglich vereinbarte Regelungen vorliegen. Sämtliche Umsätze werden am Auslieferungs- oder Leistungsdatum eingebucht, da die Geschäftsleitung sonstige Dienstleistungen und Verkaufsvereinbarungen wie z. B. Schulungen und Trainings als nicht wesentlich in Bezug auf die Gebrauchsfähigkeit der Systeme ansieht. Erträge aus Dienstleistungen und Reparaturleistungen werden zum Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Projekte eingebucht.
Die Realisation des Ergebnisses aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen erfolgt gemäß IAS 11 (Construction Contracts) entsprechend dem Leistungsfortschritt („Percentage of Completion Method“), da eine zuverlässige Schätzung der Auftragsergebnisse möglich ist, die zu liefernden Produkte, die Zahlungsbedingungen und die Art und Weise der Abwicklung in den Verträgen eindeutig definiert sind und die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarungen sowohl durch die Käufer als auch durch den Verkäufer als wahrscheinlich angesehen wird. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) ermittelt. Erwartete Verluste aus langfristigen Fertigungsaufträgen werden sofort in voller Höhe als Aufwand bilanziert.
Für realisierte Umsätze werden zum Bilanzstichtag Gewährleistungsrückstellungen gebildet. Die Rückstellungen basieren auf Einschätzungen und Erfahrungswerten.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die PVA TePla betreibt Hightech-Maschinenbau in Einzel- und Kleinserienfertigung. Bei der Weiterentwicklung der Produkte ist hier die Forschung im Hinblick auf neue Verfahren und Prozesse und die Entwicklung neuer Produktmerkmale eng verzahnt. Die Aktivitäten beider Bereiche erfolgen im Verlaufe eines Projektes auch immer wieder abwechselnd. Daher ist die Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten und damit auch die Trennung zwischen Forschungs- und Entwicklungskosten in der Regel nicht mit hinreichender Aussagekraft möglich. Ebenso ist eine Schätzung des voraussichtlichen Nutzens aufgrund ungewisser Marktentwicklungen der Zukunft zu unsicher.
Somit sind zwei wesentliche Kriterien für die gemäß IAS 38 (Intangible Assets) bei Erfüllung aller dort genannter Kriterien vorgesehene Aktivierung der Entwicklungskosten nicht erfüllt. Von entsprechenden Aktivierungen musste daher abgesehen werden.
Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden daher in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen.
Zinsen
Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zur Ermittlung der Barwerte der sonstigen finanziellen Verpflichtungen wurde ein Diskontierungssatz in Höhe von 4,5% angesetzt.
B. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER BILANZ
4. IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte im Berichts- und Vorjahr wird in den als Anlage beigefügten Konzernanlagespiegeln für die Jahre 2009 und 2008 dargestellt.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
| Geschäfts- oder Firmenwerte | 7.615 | 9.465 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 1.111 | 1.312 |
| Summe | 8.726 | 10.777 |
Der Geschäfts- oder Firmenwert des GB Industrial Systems resultiert aus der Übernahme des Geschäftes der Plasma Technik Grün GmbH in die PlaTeG GmbH im Jahr 2006 (TEUR 50).
Im GB Semiconductor Systems entstand der Geschäfts- oder Firmenwert im Rahmen der Fusion zwischen der TePla AG, Feldkirchen, und der PVA Vakuum-Anlagenbau GmbH, Aßlar, im November 2002 (Vorjahr TEUR 1.850), aus der Erhöhung des Beteiligungsbesitzes an der Crystal Growing Systems GmbH (CGS) im Juli 2002 (TEUR 2.734) sowie durch die Übernahme der damaligen KSI-Gruppe, Herborn, (inzwischen umbenannt in PVA TePla Analytical Systems GmbH) im Geschäftsjahr 2007 (TEUR 4.831).
Im Geschäftsjahr 2009 wurde beim Impairmenttest ein Kalkulationszinssatz von 13,53% angesetzt.
Aufgrund der Ergebnisse des Werthaltigkeitstests gemäß IAS 36 wurde auf den Geschäftswert aus dem Erwerb der TePla eine Abschreibung in Höhe von TEUR 1.850 auf den niedrigeren Nutzungswert vorgenommen, die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen und in der Gewinn- und Verlustrechnung separat aufgeführt ist.
Die Abschreibungen auf die übrigen immateriellen Vermögenswerte betrugen für die Jahre 2009 und 2008 TEUR 437 bzw. TEUR 421. Diese sind im Wesentlichen Bestandteil der Herstellungskosten des Umsatzes.
5. SACHANLAGEN
Die Entwicklung der Sachanlagen im Berichts- und Vorjahr wird in den als Anlage beigefügten Konzernanlagespiegeln für die Jahre 2009 und 2008 dargestellt.
Die Buchwerte der Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Sachanlagen | ||
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 30.044 | 29.845 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2.102 | 2.426 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.331 | 2.082 |
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 74 |
| Summe | 34.477 | 34.427 |
Der Posten Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken beinhaltet zum größten Teil die Neubauten an den Standorten Wettenberg und Jena.
Die Abschreibungen auf die Sachanlagen betrugen für die Jahre 2009 und 2008 TEUR 2.294 bzw. TEUR 1.678.
Zur Absicherung der an die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH zur Finanzierung der Gewerbeimmobilien ausgegebenen Darlehen ist Grundvermögen mit Grundschulden in Höhe von TEUR 4.929 belastet. Die entsprechenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 2.614.
Zur Absicherung entsprechender Darlehen der PVA Jena Immobilien GmbH sind Grundschulden in Höhe von TEUR 2.401 eingetragen. Hier valutieren die entsprechenden Darlehen zum Bilanzstichtag mit TEUR 940.
Zur Absicherung des Darlehens zur Finanzierung des Asset Deals der PlaTeG GmbH wurden die im Bereich Lohnbehandlung eingesetzten Plasmanitrieranlagen sicherungsübereignet. Das entsprechende Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag mit TEUR 138.
Zur Absicherung der Darlehen der PVA TePla AG zur Finanzierung der Neubauten in Wettenberg ist das Grundvermögen mit Grundschulden in Höhe von TEUR 18.000 belastet. Die entsprechenden Darlehen valutieren zum Bilanzstichtag mit TEUR 7.368.
Zur Finanzierung von drei Lötöfen der Tochtergesellschaft PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, sind die finanzierten Öfen sicherungsübereignet. Zum Bilanzstichtag betrug der Restbuchwert der drei Öfen TEUR 1.091. Die zugehörigen Darlehen haben einen offenen Restbetrag in Höhe von TEUR 706.
Zur Absicherung des Darlehens der PVA TePla AG zur Finanzierung der Photovoltaikanlage in Wettenberg wurde die Anlage sicherungsübereignet. Der Buchwert der Photovoltaikanlage beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 136, das Darlehen valutiert zum Bilanzstichtag mit TEUR 130.
Für die ausgewiesenen Sachanlagen bestehen keine weiteren wesentlichen Eigentums- und Verfügungsbeschränkungen.
6. ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN
Nach der erfolgten Erweiterung der Raumkapazitäten am Standort Jena durch die vorgenommenen Neubauten ist eine weitere Eigennutzung des Gebäudes in Kahla nicht mehr absehbar. Dieses ist bereits in wesentlichen Teilen vermietet. Daher ist diese Immobilie seit dem Geschäftsjahr 2007 gemäß IAS 40 als eine „Als Finanzinvestition gehaltene Immobilie” klassifiziert.
Die Bewertung der Immobilie erfolgte auf Basis der Anschaffungskosten, die um planmäßige Abschreibungen vermindert wurden. Der Zeitwert in Höhe von TEUR 476 wurde auf Basis der bestmöglichen Einschätzung über die zu erzielenden Mieteinnahmen im Rahmen einer Ertragswertbewertung unter Einbeziehung des Bodenwerts ermittelt. Zum Stichtag 31. Dezember 2009 entspricht der Zeitwert dem Buchwert der Immobilie, es liegt somit kein Abwertungsbedarf vor. Auf eine kostenintensive Neubewertung der Immobilie durch einen externen Gutachter wurde verzichtet.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 wurden mit der Immobilie Mieteinnahmen in Höhe von TEUR 53 (inkl. Kostenerstattung von Nebenkosten) erzielt. Diesen Einnahmen standen Aufwendungen für Nebenkosten sowie Reparaturen und Instandhaltungen in Höhe von TEUR 30 gegenüber.
Die historischen Anschaffungskosten für die Immobilie betrugen für Grundstücke und Gebäude insgesamt TEUR 694. Zum Stichtag 31. Dezember 2009 betrugen die kumulierten Abschreibungen TEUR 218. Diese Angaben sind auch im Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2009 dargestellt.
Die Abschreibung der Immobilie erfolgt linear mit einer Nutzungsdauer von 25 Jahren.
7. FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 593 | 702 |
| Sonstige Forderungen | 17 | 17 |
| Summe | 610 | 719 |
In den finanziellen Vermögenswerten ist die 50%ige Beteiligung an der PVA MIMtech LLC als Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt nach der Equity-Methode, bei der die Beteiligung zunächst in Höhe des investierten Betrages bewertet wird. Die in der Folgezeit entstehenden Gewinne oder Verluste werden mit dem Beteiligungsbuchwert verrechnet.
Die Anschaffungskosten für einen Anteil in Höhe von 25% betrugen im September 2002 umgerechnet TEUR 96. Ein Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und zugrundeliegendem Eigenkapital ergab sich nicht. Mit Wirkung zum 1. Januar 2004 wurden weitere 25% für umgerechnet TEUR 104 erworben. Der Unterschiedsbetrag in Höhe von umgerechnet TEUR 66 zwischen Anschaffungskosten und hinzuerworbenem Eigenkapital wird als Geschäfts- oder Firmenwert in einer Nebenrechnung erfasst und jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Für 2009 ergaben sich keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung.
Der anteilige Gewinn für 2009 betrug nach HB II Überleitung TEUR 44 (Vorjahr TEUR 325); in der Gewinn- und Verlustrechnung wird das Jahresergebnis im Posten „Erträge aus assoziierten Unternehmen“ ausgewiesen. Es erfolgte in 2009 eine Ausschüttung an die PVA TePla America Inc. in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr TEUR 250).
Der Abschluss der PVA MIMtech LLC für das Geschäftsjahr 2009 weist folgende Eckdaten auf:
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| in TEUR | 31.12.2009 bzw. 2009 | 31.12.2008 bzw. 2008 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.484 | 6.692 |
| Jahresüberschuss | 87 | 651 |
| Vermögen | 2.170 | 1.872 |
| Schulden | 1.107 | 592 |
| Eigenkapital | 1.064 | 1.279 |
8. VORRÄTE
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 7.536 | 9.821 |
| Unfertige Erzeugnisse | 9.223 | 6.178 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 3.269 | 1.024 |
| Summe | 20.028 | 17.023 |
Auf die Vorräte wurden in 2009 Abwertungen in Höhe von TEUR 1.628 (Vorjahr TEUR 649) vorgenommen, Wertaufholungen von Vorräten wurden nicht ausgeführt. Die Abwertungen sind zunächst auf die üblichen Gängigkeitsabwertungen zurückzuführen. Außerdem werden im GB Semiconductor Systems Vorführ- und Leihgeräte vorgehalten. Da diese immer wieder kurzfristig verkauft werden können, werden diese in den Vorräten gebucht. Hierfür werden planmäßig Abwertungen zur Simulation der Abschreibungen mit einer Nutzungsdauer von 5 Jahren vorgenommen. Bei einem späteren Verkauf werden i.d.R. deutlich über dem Buchwert liegende Erlöse erzielt. In diesen Fällen wird der überschüssige Abwertungsbetrag als Wertaufholung gebucht.
Außer den branchenüblichen Eigentumsvorbehalten der Lieferanten bestehen am Bilanzstichtag keine wesentlichen Sicherheiten an Vorräten.
9. KÜNFTIGE FORDERUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN
Die nach der „Percentage of Completion Method“ bilanzierten Auftragskosten und Erlöse aus unfertigen Aufträgen im Anlagengeschäft ermitteln sich wie folgt:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Aktivierte Herstellungskosten einschließlich Auftragsergebnis | 22.431 | 48.293 |
| dafür erhaltene Anzahlungen (Teilabrechnungen) | -13.547 | -25.979 |
| Summe | 8.884 | 22.314 |
Weitere erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 16.410 (Vorjahr TEUR 23.100) und Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 613 (Vorjahr TEUR 1.978) – für Aufträge, bei denen die gemäß Auftragsfortschritt erhaltenen Zahlungen die angefallenen Auftragskosten zuzüglich anteiliger Gewinne übersteigen – werden unter den kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Auf die Erläuterungen unter Textziffer 19 und Textziffer 20 wird verwiesen.
10. FORDERUNGEN
Die Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.221 | 18.388 |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen | 0 | 142 |
| Geleistete Anzahlungen | 3.708 | 6.561 |
| Sonstige Forderungen | 1.956 | 2.844 |
| Summe | 22.885 | 27.935 |
Der Posten Sonstige Forderungen umfasst auch die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.945 | 18.475 |
| Wertberichtigungen | -724 | -87 |
| Summe | 17.221 | 18.388 |
Im Rahmen des normalen Geschäfts werden Lieferkredite an ein breites Spektrum von Kunden gewährt. Die Kreditwürdigkeit der Kunden wird regelmäßig geprüft. Wertberichtigungen werden gebucht, um eventuelle Risiken abzudecken.
Die Wertberichtigungen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2009 folgendermaßen:
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| in TEUR | |
|---|---|
| Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 2009 | 87 |
| Kursdifferenzen | 0 |
| Zuführungen | 716 |
| Verbrauch | -26 |
| Auflösungen | -53 |
| Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 2009 | 724 |
Die Sonstigen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Derivative Finanzinstrumente | 9 | 259 |
| Forderungen aus Investitionsförderung | 0 | 578 |
| Forderungen aus Umsatzsteuer | 226 | 1.150 |
| Debitorische Kreditoren | 113 | 17 |
| Abgegrenzte Vorauszahlungen | 60 | 80 |
| Sonstige | 1.548 | 760 |
| Summe | 1.956 | 2.844 |
Die derivativen Finanzinstrumente wurden zu Marktwerten bewertet.
Aufgrund ihrer Kurzfristigkeit weichen bei den übrigen Posten die Marktwerte nicht signifikant von den dargestellten Buchwerten ab.
11. ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von TEUR 28.369 (Vorjahr TEUR 5.198) bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Guthaben bei Kreditinstituten. Der Kassenbestand beträgt TEUR 11 (Vorjahr TEUR 10). Die Guthaben bei Kreditinstituten bestehen zum Stichtag vollständig aus Guthaben auf Kontokorrentkonten oder Termingeldkonten mit kurzfristigen Anlagezeiträumen. Zur Optimierung des Zinsergebnisses wurden für die Kontokorrentkonten Guthabenverzinsungen auf dem Niveau entsprechender Termingeldanlagen vereinbart.
12. LATENTE STEUERANSPRÜCHE
Zur näheren Erläuterung verweisen wir auf die Ausführungen unter Textziffer 26 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.
13. EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital
Zum 31. Dezember 2009 hat die PVA TePla AG 21.749.988 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 ausgegeben.
Bedingtes und genehmigtes Kapital
Ein bedingtes Kapital besteht zum 31. Dezember 2009 nicht.
Die Hauptversammlung der PVA TePla AG vom 15. Juni 2007 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 14. Juni 2012 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach um bis zu insgesamt EUR 10.874.994 durch Ausgabe von bis zu 10.874.994 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Barund/oder Sacheinlagen zu erhöhen und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre – soweit dies gesetzlich zulässig ist – auszuschließen. Kapitalerhöhungen wurden aus diesem genehmigten Kapital in 2009 nicht beschlossen.
14. ZUWENDUNGEN DER ÖFFENTLICHEN HAND
Die PVA TePla hat im Rahmen staatlicher Wirtschaftsförderungsprogramme von verschiedenen öffentlichen Stellen Fördermittel u. a. für die Errichtung von Fertigungsstätten erhalten. Erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden gemäß IAS 20.24 von dem Buchwert der relevanten Vermögenswerte abgesetzt.
Die gewährten Investitionszuschüsse für neue Gebäude, Maschinen und sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattungen am Standort Jena sind an die Bedingung geknüpft, insgesamt 39 Dauerarbeitsplätze zu sichern und 9,5 neue Dauerarbeitsplätze zu schaffen. Dies stellt vor dem Hintergrund der Auftragslage und der mittelfristigen Auftragserwartungen aus heutiger Sicht kein Problem dar.
15. LANGFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 13. 308 (Vorjahr TEUR 17.874) resultieren in vollem Umfang aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind vor allem auf die Darlehen zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg und zur Finanzierung der Übernahme der PVA TePla Analytical Systems GmbH (vormals KSI-Gruppe) im Geschäftsjahr 2007 zurückzuführen.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 16.008 | 19.117 |
| abzüglich Anteil langfristiger Finanzverbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr | -2.700 | -1.243 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzgl. des kurzfristigen Anteils | 13.308 | 17.874 |
Der durchschnittliche gewichtete Zins der langfristigen Finanzverbindlichkeiten betrug 5,16%.
Durch die planmäßige Tilgung der Darlehen und einer Sondertilgung eines Baudarlehens in Höhe von EUR 2 Mio. haben sich die langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf TEUR 13.308 Euro reduziert.
Die Tilgungsverpflichtungen aus diesen langfristigen Finanzverbindlichkeiten strukturieren sich folgendermaßen:
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| in TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Fälligkeit: | ||
| Bis ein Monat | 21 | 20 |
| Über ein, bis drei Monate | 126 | 175 |
| Über drei Monate, bis ein Jahr | 2.583 | 1.083 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 7.285 | 8.932 |
| Über fünf Jahre | 6.380 | 9.315 |
Der Unterschied zwischen den angegebenen Tilgungsverpflichtungen und den Restbuchwerten der Darlehen beruht auf den vereinbarten Disagien.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten zur Finanzierung von Baumaßnahmen sind sämtlich durch Grundschulden an den finanzierten Objekten, am Standort Jena teilweise zusätzlich durch eine Sicherungsübereignung der Maschinen und Einrichtungen, besichert. Der Buchwert dieser Sicherheiten betrug zum 31. Dezember 2009 TEUR 32.382. Der Wert liegt zum Bilanzstichtag über dem Gesamtwert der langfristigen Finanzverbindlichkeiten, da hier auch schon die Bestellung von Sicherheiten für ein weiteres vereinbartes Darlehen im Gesamtwert von EUR 10 Mio. zur Finanzierung der Baumaßnahmen in Wettenberg einbezogen ist. Dieses Darlehen wurde im Jahr 2007 vereinbart, allerdings im Geschäftsjahr 2009 nicht in Anspruch genommen.
Die Darlehen zur Finanzierung von Investitionen in Maschinenfür die Tochtergesellschaften PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH, Jena, und PlaTeG GmbH, Siegen, sind durch Sicherungsübereignung der Finanzierungsobjekte besichert. Der Buchwert dieser Sicherheiten beläuft sich zum 31. Dezember 2009 auf TEUR 1.343.
Zur Absicherung des Darlehens der PVA TePla AG zur Finanzierung der Photovoltaikanlage in Wettenberg wurde die Anlage sicherungsübereignet. Der Buchwert der Photovoltaikanlage beträgt zum 31. Dezember 2009 TEUR 136.
Die Finanzverbindlichkeiten der PVA TePla AG sind nach IFRS 7.27A der Stufe„Level 2“ zugeordnet, auf welcher die Bewertung anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren, erfolgt. Leider waren die uns begleitenden Kreditinstitute auch in diesem Jahr nicht in der Lage, uns die entsprechenden Informationen zur Verfügung zu stellen. Die tatsächlichen Marktwerte konnten wir somit nur näherungsweise als Barwerte der Tilgungszahlungen unter der Annahme der zum Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve zuzüglich eines Risikoaufschlages von 1% ermitteln. Hieraus resultieren Abweichungen zwischen den Konditionen zum Stichtag der Darlehensabschlüsse und den Konditionen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR - 637.
16. PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN
Grundlagen
Bei der betrieblichen Altersversorgung ist zwischen leistungs- und beitragsorientierten Versorgungssystemen zu differenzieren. Bei leistungsorientierten Pensionsplänen besteht die Verpflichtung des Unternehmens darin, die zugesagten Leistungen an aktive und ehemalige Mitarbeiterzu erfüllen (Defined Benefit Plans).
Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen (Defined Contribution Plans) geht das Unternehmen über die Entrichtung von zweckgebundenen Beitragszahlungen hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein.
Leistungsorientierte Pläne
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Die Höhe der Leistungen hängt in der Regel von der Beschäftigungsdauer und dem Entgelt der Mitarbeiter ab.
Die Altersversorgungszusagen, die als leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefit Plans) ausgestaltet sind, bestehen gegenüber den begünstigten Mitarbeitern der PVA TePla AG sowie der PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH. Die entsprechenden Pensionspläne wurden jeweils von vorherigen Gesellschaften übernommen und beinhalten nur noch Altzusagen. Neue Pensionszusagen werden generell nicht mehr gegeben.
Die Ermittlung der Verpflichtungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) vorgenommen. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Bei der Bewertung werden Trendannahmen für die relevanten Größen, die sich auf die Leistungshöhe auswirken, berücksichtigt.
Eine externe Finanzierung über einen Pensionsfonds findet nicht statt.
Im Einzelnen liegen der Berechnung folgende versicherungsmathematische Prämissen zugrunde:
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| in % | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Einkommenstrend | 3,00 | 3,00 |
| Rententrend | 1,25 | 1,00 |
| Fluktuationsrate | 2,50 | 2,50 |
| Rechnungszins für Anwärter | 5,75 | 5,70 |
| Rechnungszins für Rentner | 5,50 | 5,50 |
Die biometrischen Parameter wurden gemäß den Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Zur Bewertung der Pensionsverpflichtungen wurden versicherungsmathematische Gutachten eingeholt.
Überleitung vom Anwartschaftsbarwert zu den bilanzierten Pensionsrückstellungen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert (= Finanzierungsstatus) | 7.480 | 6.991 |
| Ungetilgte versicherungsmathe- matische Gewinne /Verluste | 259 | 412 |
| Summe | 7.739 | 7.403 |
Folgende Beträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
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| in TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter; davon | 131 | 152 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | 92 | 91 |
| Vertriebskosten | 16 | 17 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 13 | 13 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0 | 3 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 10 | 28 |
| Zinsaufwand; davon | 388 | 368 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | 232 | 187 |
| Vertriebskosten | 46 | 42 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 39 | 30 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 8 | 12 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 63 | 97 |
| Amortisierung versicherungsmathematischer Gewinne /Verluste; davon | 0 | 0 |
| Herstellungskosten des Umsatzes | 0 | 0 |
| Vertriebskosten | 0 | 0 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 0 | 0 |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 0 | 0 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 0 | 0 |
| Summe | 519 | 520 |
Der in den Pensionsaufwendungen enthaltene Zinsanteil wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwand auf die verursachenden Funktionsbereiche aufgeteilt.
Die bilanzierten Pensionsrückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen am 01.01. | 7.403 | 7.037 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 519 | 520 |
| Rentenzahlungen | -183 | -154 |
| Pensionsrückstellungen am 31.12. | 7.739 | 7.403 |
Es ist am Bilanzstichtag davon auszugehen, dass TEUR 267 (Vorjahr TEUR 216) innerhalb der nächsten 12 Monate und TEUR 7.472 (Vorjahr TEUR 7.187) später (zum Teil sehr langfristig) zu erfüllen sind.
Der Anwartschaftsbarwert hat sich wie folgt verändert:
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| in TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Anwartschaftsbarwert am 01.01. | 6.991 | 6.558 |
| Laufender Dienstzeitaufwand für im Geschäftsjahr erbrachte Leistungen der Mitarbeiter | 131 | 152 |
| Zinsaufwand | 389 | 368 |
| Rentenzahlungen | -183 | -154 |
| Versicherungsmathematische Gewinne /Verluste | 152 | 67 |
| Anwartschaftsbarwert am 31.12. | 7.480 | 6.991 |
Beitragsorientierte Pläne
Beitragsorientierte Pläne sind für die PVA TePla nur in Form der gesetzlich bestimmten Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung relevant. Im Geschäftsjahr 2009 wurden hierfür Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.106 geleistet (Vorjahr TEUR 2.004).
17. SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 12.928 (Vorjahr TEUR 7.366) haben sich wie folgt entwickelt:
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| in TEUR | 01.01.2009 | Änderungen im Konsolidierungskreis | Verbrauch | Auflösung |
|---|---|---|---|---|
| Gewährleistung | 3.554 | 0 | 1.560 | 1.311 |
| Altersteilzeit | 19 | 0 | 19 | 0 |
| Drohverluste aus Mietverträgen | 327 | 0 | 163 | 0 |
| Nachlaufende Kosten | 1.756 | 0 | 1.600 | 83 |
| Archivierung | 144 | 0 | 0 | 0 |
| Pönalen | 611 | 0 | 611 | 0 |
| Restrukturierung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige | 955 | 0 | 443 | 116 |
| Summe | 7.366 | 0 | 4.396 | 1.510 |
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| in TEUR | Zuführung | Saldierung mit Aktiva | 31.12. 2009 |
|---|---|---|---|
| Gewährleistung | 3.724 | 0 | 4.407 |
| Altersteilzeit | 0 | 0 | 0 |
| Drohverluste aus Mietverträgen | 198 | 11 | 373 |
| Nachlaufende Kosten | 1.630 | 0 | 1.703 |
| Archivierung | 40 | 0 | 184 |
| Pönalen | 709 | 0 | 709 |
| Restrukturierung | 1.928 | 0 | 1.928 |
| Übrige | 3.228 | 0 | 3.624 |
| Summe | 11.457 | 11 | 12.928 |
Rückstellungen wurden ausschließlich für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, sofern eine Inanspruchnahme überwiegend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit dem Betrag der wahrscheinlichen Inanspruchnahme.
In den sonstigen Rückstellungen sind langfristige Anteile in Höhe von TEUR 301 enthalten (Vorjahr TEUR 512). Diese entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Drohverluste und für Archivierung.
Die langfristigen Rückstellungsanteile werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Alle anderen sonstigen Rückstellungen sind kurzfristig.
Zum 31. Dezember 2009 hat die PVA TePla AG für den Bereich Plasma Systems (Feldkirchen) im GB Semiconductor Systems Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen gebildet. Diese Rückstellungen für Restrukturierungen enthalten hauptsächlich Personalkosten für Abfindungszahlungen, Beratungskosten und Kosten im Zusammenhang mit Verpflichtungen aus Mietverträgen, die sich aus der Durchführung der Maßnahmen ergeben.
Von den Restrukturierungsrückstellungen entfielen TEUR 1.232 auf Abfindungen und TEUR 696 auf sonstige Kosten, die sich im Wesentlichen aus zu zahlenden Gehältern für Mitarbeiter in Freistellung bei langer Kündigungsfrist, Beratungsleistungen sowie sonstigen mit der Änderung von Produktionseinrichtungen verbundenen Kosten zusammensetzen.
Zu weiteren Informationen im Zuge der Restrukturierung wird auf die Textziffer 4 im Lagebericht verwiesen.
18. KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2 | 10 |
| Kurzfristiger Anteil der langfristigen Bankdarlehen | 2.700 | 1.243 |
| Summe | 2.702 | 1.253 |
Aufgrund der Kurzfristigkeit dieser Posten weichen hier die Marktwerte nicht signifikant von den dargestellten Buchwerten ab.
19. VERPFLICHTUNGEN AUS FERTIGUNGSAUFTRÄGEN
Der PVA TePla-Konzern erstellt unter anderem große Anlagen in kundenspezifischer Auftragsfertigung. Hierzu leisten die Kunden Zahlungen entsprechend dem Auftragsfortschritt. Der passivische Saldo aus gemäß Fertigstellungsgrad gebuchten Umsatzerlösen und Teilabrechnungen wird als Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen in der Bilanz ausgewiesen.
Die Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Erhaltene Zahlungen (Teilabrechnungen) | 17.528 | 7.472 |
| abzüglich angefallener Auftragskosten (inkl. anteiliger Gewinne) | -16.915 | -5.494 |
| Summe | 613 | 1.978 |
20. ERHALTENE ANZAHLUNGEN AUF BESTELLUNGEN
Die Finanzierung des PVA TePla-Konzerns erfolgt zu einem signifikanten Anteil aus An- und Zwischenzahlungen, die Kunden besonders für die größeren Aufträge leisten. Der Wert dieser erhaltenen Anzahlungen lag zum 31. Dezember 2009 bei TEUR 16.410 (Vorjahr TEUR 23.100).
21. ABGEGRENZTE SCHULDEN
Als Abgegrenzte Schulden werden Schulden zur Zahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen ausgewiesen, die am Bilanzstichtag weder bezahlt noch vom Lieferanten in Rechnung gestellt oder formal vereinbart wurden. Hierzu gehören auch an Mitarbeiter geschuldete Beträge.
Die Abgegrenzten Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern | 2.929 | 3.189 |
| Verpflichtungen gegenüber Lieferanten | 2.773 | 2.522 |
| Sonstige Verpflichtungen | 1.681 | 1.262 |
| Summe | 7.383 | 6.973 |
Die ausgewiesenen Beträge sind in voller Höhe kurzfristig.
22. SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN
Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.085 (Vorjahr TEUR 1.909) sind in Höhe von TEUR 2.070 kurzfristig (Vorjahr TEUR 1.894) und in Höhe von TEUR 15 langfristig (Vorjahr TEUR 15). In den kurzfristigen sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 1.466 an Steuerverbindlichkeiten (Lohn- und Kirchensteuer, Umsatzsteuer, Vorjahr TEUR 980) und TEUR 4 an Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit (Vorjahr TEUR 2) enthalten.
C. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSITIONEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
23. UMSATZERLÖSE
Die PVA TePla erzielt ihre Umsätze vor allem aus dem Verkauf von Systemen und Anlagen. Hinzu kommen Serviceleistungen und die Lieferung von Ersatzteilen (zusammengefasst als After-Sales-Service) und Dienstleistungen für Kunden in eigenen Anlagen (Contract Processing, im Wesentlichen durch die PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH sowie im Bereich Plasmabehandlung durch die PVA TePla America Inc. und die PlaTeG GmbH). Die Umsätze teilen sich auf die einzelnen Kategorien folgendermaßen auf:
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| in TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Anlagen/Systeme | 117.473 | 152.176 |
| After Sales | 14.291 | 12.592 |
| Contract Processing | 2.112 | 3.184 |
| Sonstiges | 812 | 639 |
| Summe | 134.688 | 168.591 |
Im Geschäftsjahr 2009 wurden 87% der Umsatzerlöse mit Anlagen und Systemen erzielt. Erfreulich ist der Umsatzanstieg im Bereich After Sales, während der Umsatz im Bereich Contract Processing leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegt.
Auftragserlöse aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen wurden im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von TEUR 101.206 erzielt, die nach der „Percentage of Completion Method“ abgerechnet wurden.
Für die zum Stichtag als künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen bzw. Verpflichtungen aus Fertigungsaufträgen ausgewiesenen angearbeiteten langfristigen Kundenaufträge ergeben sich nach der „Percentage of Completion Method“ aus der Teilumsatzrealisierung gemäß Fertigungsfortschritt folgende Umsätze:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Auftragserlöse aus kunden- spezifischer Auftragsfertigung | 39.346 | 53.787 |
| Dafür angefallene Auftragskosten | -28.829 | 43.385 |
| Ausgewiesene Gewinne aus kun- denspezifischer Auftragsfertigung | 10.517 | 10.402 |
Die zum Stichtag erfassten Auftragserlöse aus kundenspezifischer Auftragsfertigung in Höhe von TEUR 39.346 sind in den zuvor dargestellten Umsatzerlösen für die Kategorie Anlagen/Systeme enthalten.
24. FORSCHUNGS- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN
Bei der Ermittlung der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Forschungs- und Entwicklungskosten in 2009 bzw. 2008 in Höhe von TEUR 2.449 bzw. TEUR 1.790 wurden vereinnahmte öffentliche Fördermittel von TEUR 576 bzw. TEUR 73 abgesetzt.
25. RESTRUKTURIERUNGSAUFWAND
Im Geschäftsjahr 2009 sind im Bereich Plasma Systems (Feldkirchen) im GB Semiconductor Systems Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.268 (Vorjahr TEUR 0) angefallen. Der größte Anteil an den Restrukturierungsaufwendungen sind Abfindungszahlungen an Mitarbeiter.
26. STEUERN VOM EINKOMMEN UND VOM ERTRAG
Nach der Standortverlagerung von Aßlar nach Wettenberg hat sich aufgrund eines verminderten Gewerbesteuerhebesatzes der tatsächliche Steuersatz für die deutschen Gesellschaften verringert. Seit dem 1. Januar 2009 wird ein Steuersatz von 28% angewandt. Dieser beinhaltet den Körperschaftsteuersatz in Höhe von 15%, den Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer in Höhe von 12%.
Die latenten Steuern wurden nach dem Zeitpunkt ihrer Realisierung mit dem genannten Steuersatz bzw. für die ausländischen Gesellschaften mit den landesspezifischen Steuersätzen bewertet.
Die tatsächliche Steuerbelastung geht von den wahrscheinlichen zukünftigen Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuererstattungsansprüchen aus.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag teilen sich auf wie folgt:
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| in TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Tatsächlicher Steueraufwand | -5.623 | -2.997 |
| Laufender Steueraufwand | -6.077 | -2.888 |
| Periodenfremder Steueraufwand (-) / Steuerertrag | 454 | -109 |
| Aufwand (-)/Ertrag für latente Steuern | 717 | -1.702 |
| Ergebnis aus steuerlichen Verlustvorträgen | 292 | -1.028 |
| Veränderung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern | -397 | -70 |
| Übrige latente Steuern | 822 | -605 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -4.906 | -4.699 |
Latente Steuern in Höhe von TEUR -13 (Vorjahr TEUR 115) wurden direkt im Eigenkapital erfasst, ohne die Gewinn- und Verlustrechnung zu berühren. Diese sind in voller Höhe auf im Eigenkapital erfasste Effekte für derivative Finanzinstrumente zurückzuführen.
Nachfolgend wird der erwartete Steueraufwand auf den tatsächlichen Steueraufwand übergeleitet:
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| 2009 | 2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | in % | in TEUR | in % | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 15.596 | 14.434 | ||
| Erwarteter Steueraufwand (-)/-ertrag | -4.367 | -28 | -4.186 | -29 |
| Steuersatzänderungen | 0 | 0 | 142 | 1 |
| Steuersatzunterschiede ausländischer Gesellschaften | 57 | 0 | 64 | 0 |
| Steueranteil für permanente Differenzen und temporäre Differenzen, für die keine latenten Steuern erfasst wurden | -506 | -3 | -565 | -4 |
| Periodenfremde laufende Ertragsteuern | 454 | 3 | -109 | -1 |
| Nichtansatz steuerlicher Verluste | -9 | 0 | -9 | 0 |
| Veränderung der Wertberichtigung | -397 | -3 | -70 | 0 |
| Sonstige Einflüsse | -138 | -1 | 34 | 0 |
| Tatsächlicher Steueraufwand (-)/-ertrag | -4.906 | -32 | -4.699 | -33 |
Die latenten Steuern aus Steuersatzunterschieden ausländischer Gesellschaften ergeben sich dadurch, dass Gesellschaften des PVA TePla-Konzerns außerhalb von Deutschland anderen Steuersätzen als in Deutschland unterliegen.
Die latenten Steuern entfallen auf:
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| 31.12.2009 | 31.12.2008 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anlagevermögen | 148 | 139 | 354 | 188 |
| Vorräte | 1.366 | 312 | 996 | 29 |
| Ford. /Verpflicht. aus Fertigungsaufträgen | 0 | 2.936 | 0 | 2.939 |
| Forderungen | 0 | 218 | 3 | 277 |
| Steuerliche Verlustvorträge (brutto) | 1.384 | 0 | 1.163 | 0 |
| Pensionsrückstellungen | 346 | 0 | 309 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 471 | 250 | 132 | 686 |
| Sonstige | 0 | 0 | 1 | 0 |
| Summe | 3.716 | 3.856 | 2.958 | 4.119 |
| Wertberichtigung steuerl. Verlustvorträge | -397 | 0 | -70 | 0 |
| Summe | 3.319 | 3.856 | 2.888 | 4.119 |
| Saldo latente Steuern | 537 | 1.231 |
Zum 31. Dezember 2009 verfügen die deutschen Gesellschaften über voraussichtlich zu realisierende Verlustvorträge in Höhe von rund TEUR 600. Die sich hieraus ergebende steuerliche Entlastung der deutschen Gesellschaften wurde in voller Höhe aktiviert, da von einer Nutzung der Verlustvorträge in den nächsten Jahren ausgegangen wird.
Die zum Bilanzstichtag abgeschlossenen steuerlichen Außenprüfungen der Inlandsgesellschaften für die Veranlagungsjahre 2001 bis 2006 mit Berichterstattung im Dezember 2009 führten im Wesentlichen zu Steuerfestsetzungen aufgrund zwischenperiodischer Verschiebungen. Die steuerlichen Belastungen einschließlich der Folgewirkungen bis zum Bilanzstichtag wurden bereits aufwandsgerecht im Jahresabschluss erfasst. Für die Verlustvorträge der Vorgängergesellschaft der PVA TePla AG aus der Zeit vor der Fusion wurde festgestellt, dass diese wegen der Mantelkaufproblematik definitiv verfallen. Diese Verlustvorträge in Höhe von TEUR 6.250 für Körperschaftsteuer und TEUR 2.470 für Gewerbesteuer sind bereits bei der Bemessung der latenten Steuern auf Verlustvorträge in den Vorjahren nicht angesetzt worden.
Bei der Tochtergesellschaft Plasma Systems GmbH, Feldkirchen, wurden aktive latente Steuern auf Verlustvorträge nicht angesetzt, da die bisherige operative Geschäftstätigkeit dieser Gesellschaft eingestellt wurde und gegenwärtig kein neues operatives Geschäft ausgeübt wird. Die Realisierungsmöglichkeiten dieser aktiven latenten Steuern werden gegenwärtig als nicht hinreichend wahrscheinlich für eine Aktivierung angesehen.
Die künftige Entwicklung der Tochtergesellschaft PlaTeG GmbH, Siegen, wird positiv beurteilt. Die angesetzten aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 183 werden trotz der Verluste dieser Gesellschaft in den Geschäftsjahren 2006 bis 2008 als werthaltig eingeschätzt, da bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 steuerpflichtige Gewinne erzielt wurden, die zum teilweisen Verbrauch der vorhandenen Verlustvorträge führten.
Die Verlustvorträge der PVA TePla America Inc. (USD 5,7 Mio. federal tax; USD 3,2 Mio. state tax) gehen – sofern sie nicht vorher genutzt werden – sukzessive ab dem Jahr 2020 (federal tax) bzw. ab dem Jahr 2011 (state tax) unter. Die aktivierten latenten Steuern in Höhe von TEUR 804 werden trotz der Geschäftsjahre 2005 bis 2009 aufgrund der Ergebniserwartung für werthaltig befunden. Insbesondere durch die Weiterentwicklung bestehender Anlagen und der neu eingeführten Produktlinie „IoN” werden positive Entwicklungen erwartet.
27. ERGEBNIS JE AKTIE
Der Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter belief sich auf TEUR 10.814 (Vorjahr TEUR 9.900). Im Geschäftsjahr 2009 waren wie im Vorjahr durchschnittlich 21.749.988 nennwertlose Stückaktien im Umlauf.
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter, geteilt durch den gewogenen Mittelwert der während des Jahres ausstehenden Aktien.
Ermittlung des Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2008 und 2009:
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| 2009 | 2008 | |
|---|---|---|
| Zähler: Konzernjahresüberschuss nach Anteilen Dritter (in TEUR) | 10.814 | 9.900 |
| Nenner: Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien – unverwässert | 21.749.988 | 21.749.988 |
| Gewinn je Aktie (in EUR): | 0,50 | 0,46 |
An Mitarbeiter, Vorstände oder Aufsichtsräte ausgegebene Optionen mit Berechtigung zum Kauf von PVA TePla AG-Aktien bestanden am Bilanzstichtag nicht. Verwässerungseffekte bezüglich des Gewinns pro Aktie ergeben sich somit zum 31. Dezember 2009 nicht.
28. GEWINNVERWENDUNG/BILANZGEWINN
Der Einzelabschluss der PVA TePla AG (nach handelsrechtlichen Vorschriften) weist zum 31. Dezember 2009 einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 13.767 sowie einen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 17.301 aus. Dieser Bilanzgewinn entspricht gemäß IAS 1.76(v) dem ausschüttungsfähigen Betrag.
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den im Jahresabschluss 2009 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 17.301 für einen Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von TEUR 12.951 sowie für eine Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 4.350 zu verwenden. Entnahmen aus der Kapitalrücklage sowie der Gewinnrücklage wurden aufgrund des positiven Ergebnisses nicht getätigt.
Die Auszahlung der Dividende erfolgt nach Zustimmung der Hauptversammlung am 22. Juni 2010. Die sich danach ergebende Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 4.350 ist zum Stichtag 31. Dezember 2009 aufgrund der Zustimmungserfordernis der Hauptversammlung nicht als Verbindlichkeit erfasst.
D. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG UND ZUM KAPITALMANAGEMENT
Die Kapitalflussrechnung wurde gemäß IAS 7.20 nach der indirekten Methode aufgestellt. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente entsprechen dem gleichnamigen Bilanzposten.
An Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter wurden weder im Geschäftsjahr noch im Vorjahr Dividenden gezahlt.
Geschäftsvorfälle, die nicht zu einer Änderung der Zahlungsmittelbestände führten, wurden nicht in die Kapitalflussrechnung aufgenommen.
Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen beinhalten nur zahlungswirksame Anschaffungen.
Das Kapitalmanagement der PVA TePla hat das primäre Ziel, die zur Erreichung der Wachstums- und Renditeziele notwendige finanzielle Flexibilität sicherzustellen und auf dieser Basis die Steigerung des Unternehmenswertes zu ermöglichen. Inhalt des Kapitalmanagements ist das Eigenkapital des Unternehmens sowie das zur Finanzierung des Geschäftes benötigte Fremdkapital. Die wesentliche Kennzahl zur Steuerung des Kapitals ist die Eigenkapitalquote. Die konkrete Steuerung erfolgt über eine Optimierung der Rendite und eine Begrenzung der Mittelbindung. Weitere Ziele der Kapitalsteuerung sind die Sicherstellung der Liquidität der Gruppe durch die Vereinbarung angemessener und ausreichender Kreditlinien und die Aufrechterhaltung der bisherigen Anzahlungsquote sowie die Optimierung des Finanzergebnisses zur Verbesserung der Rendite.
Das Kapitalmanagement der PVA TePla umfasst somit folgende Inhalte:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 51.126 | 40.360 |
| Finanzverbindlichkeiten (kurz- und langfristig) | 16.010 | 19.127 |
| Erhaltene Anzahlungen | 16.410 | 23.100 |
| Gesamtsumme | 83.546 | 82.587 |
| Bilanzsumme | 127.995 | 122.081 |
| Eigenkapitalquote | 39,9% | 33,1% |
Der Anstieg der Gesamtsumme ist i.W. auf die verbesserte Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation zurückzuführen. Zugleich konnte aufgrund der guten Geschäftsergebnisse die Eigenkapitalquote 2009 auf 39,9% (VJ 33,1%) erhöht werden.
E. WEITERE ANGABEN
29. SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die PVA TePla-Gruppe ist seit Januar 2009 in drei neustrukturierte Geschäftsbereiche unterteilt: Industrial Systems, Semiconductor Systems und Solar Systems. Hierdurch soll sowohl eine bessere Fokussierung der Produkte auf die einzelnen Absatzmärkte als auch ein leichteres Verständnis des Unternehmens seitens des Kapitalmarkts erreicht werden.
Der GB Industrial Systems umfasst die Aktivitäten des ehemaligen GB Vakuum-Anlagen und zusätzlich das Geschäft der Tochtergesellschaft PlaTeG GmbH, Siegen.
Der GB Semiconductor Systems umfasst mit drei Produktlinien alle Aktivitäten der PVA TePla- Gruppe für die Halbleiterindustrie. Schwerpunkt sind Kristallzuchtanlagen nach dem Czochralski- und nach dem Floatzone-Verfahren, Plasma-Systeme für den Front End-Bereich und den Back End-Bereich der Halbleiterindustrie sowie Qualitätskontroll- und Analysesysteme für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung, wiederum untergliedert in optische Metrology-Systeme sowie Analysesysteme basierend auf Ultraschall-Technologie.
Der GB Solar Systems umfasst alle Produkte der PVA TePla- Gruppe für die Photovoltaikindustrie. Der Schwerpunkt liegt in diesem Bereich auf den verschiedenen Systemen für alle industriell verwendbaren Methoden zur Herstellung hochwertiger Silizium (Si) -Blöcke und -Kristalle. Besonderes Merkmal der PVA TePla-Gruppe ist das breite Portfolio mit Systemen zur Herstellung monokristalliner Si-Ingots nach der Czochralski-Methode, dem MultiCrystallizer zur Herstellung hochwertiger multikristalliner Si-Ingots und Systemen nach der EFG (Edge Defined Film Fed Growth) -Methode zur Herstellung dünnwandiger, multikristalliner Si-Rohre. Ergänzt wird das Portfolio dieses Geschäftsbereichs durch Feeder- und Cracker-Systeme, aber auch durch Plasma- Systeme z. B. für das Kantenätzen von Solarzellen.
Die erforderlichen Segmentinformationen basieren auf dem IFRS 8 „Operative Segmente“, der die Anforderungen an die Berichterstattung über die Finanzergebnisse der Geschäftssegmente einer Gesellschaft definiert. IFRS 8 hat den Standard IAS 14 „Segmentberichterstattung“ zum 1. Januar 2009 abgelöst und folgt dem sogenannten „Management Approach“, der eine Konsistenz zwischen intern verwendeten und extern veröffentlichten Segmentinformationen verlangt. Dem Management der PVA TePla AG werden dazu auf IFRS-Basis ermittelte Zahlen in der Berichterstattung vorgelegt.
Auf der Basis der drei Geschäftsbereiche der PVA TePla AG wird die Ertragskraft beurteilt und über die Zuteilung der Ressourcen zu den Segmenten entschieden. Die nachfolgende Segmentberichterstattung folgt somit der den internen Managementberichtssystemen der PVA TePla-Gruppe zugrunde liegenden Organisationsstrukturen des Konzerns nach den drei Geschäftsbereichen GB Industrial Systems, GB Semiconductor Systems und GB Solar Systems. Segmentübergreifende Geschäfte – dies betrifft vor allem die PVA Vakuum Anlagenbau Jena GmbH, die organisatorisch dem Geschäftsbereich Semiconductor Systems zugeordnet, aber operativ auch für den GB Solar Systems tätig ist – werden für die Segmentberichterstattung entsprechend aufgegliedert.
Aufgrund der Umgliederung einzelner Gesellschaften im Rahmen der Neustrukturierung der Organisationsstruktur wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst. Nach IFRS 8 wurden keine anderen Segmente identifiziert als nach IAS 14.
Die folgenden Tabellen geben einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente der PVA TePla AG. Weiterhin beinhaltet die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 eine Überleitung vom Gesamtergebnis der Segmente zum Periodenergebnis des Konzerns.
Für das Geschäftsjahr 2009 bzw. 2008 stellen sich die Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen wie folgt dar:
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| in TEUR | 2009 | 2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| Außenumsatz | Innenumsatz | Außenumsatz | Innenumsatz | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Segmenterlöse | ||||
| Industrial | ||||
| Systems | 38.922 | 896 | 49.513 | 6.654 |
| Semiconductor | ||||
| Systems | 38.851 | 71 | 77.125 | -1.236 |
| Solar Systems | 56.916 | 0 | 41.954 | 0 |
| Konzernerlöse | 134.688 | 967 | 168.591 | 5.418 |
Das Betriebsergebnis nach Segmenten setzt sich in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 2009 | 2008 | ||
|---|---|---|---|---|
| Betriebsergebnis nach Segmenten | in % | in % | ||
| Industrial Systems | 5.311 | 13,6% | 2.628 | 5,3% |
| Semiconductor Systems | -781 | -2,0% | 8.035 | 10,4% |
| Solar Systems | 11.755 | 20,7% | 4.247 | 10,1% |
| Konsolidierung | 331 | 133 | ||
| Konzernbetriebsergebnis | 16.615 | 12,3% | 15.043 | 8,9% |
Die Überleitung der Segmentergebnisse (EBIT) auf den Konzernperiodenüberschuss ergibt sich wie folgt:
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| in TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Summe Segmentergebnisse | 16.285 | 14.910 |
| Konsolidierung | 331 | 133 |
| Betriebsergebnis (EBIT) des Konzerns | 16.615 | 15.043 |
| Finanzergebnis | -1.063 | -934 |
| Erträge/Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen | 44 | 325 |
| Ergebnis der gewöhnlichen | ||
| Geschäftstätigkeit | 15.596 | 14.434 |
| Ertragsteuern | -4.906 | -4.699 |
| Konzernperiodenüberschuss | 10.690 | 9.735 |
Andere nicht zahlungswirksame Segmentaufwendungen sind nicht in nennenswerten Größenordnungen angefallen.
Folgende Umsatzerlöse nach Regionen wurden im Geschäftsjahr 2009 bzw. 2008 erzielt:
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| in TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse nach Absatzregionen | ||
| Deutschland | 81.230 | 59.708 |
| Europa (ohne Deutschland) | 14.395 | 30.517 |
| Nordamerika | 1.775 | 2.796 |
| Asien | 36.831 | 77.346 |
| Übrige | 366 | 146 |
| Konsolidierung | 91 | -1.922 |
| Konzernerlöse | 134.688 | 168.591 |
Der stärkste Zuwachs wurde in Deutschland erzielt und ist vor allem auf den Geschäftsbereich Solar Systems und die Abrechnung des Großauftrags mit der ersol Wafers GmbH zurückzuführen. Hinzu kommt ein hoher Inlandsanteil im Geschäftsbereich Industrial Systems. Der Rückgang des Anteils Asiens am Gesamtumsatz ist vor allem auf die Beendigung des Großauftrags von Siltronic Samsung Wafers, Singapur, zurückzuführen. Auf das europäische Ausland entfielen 11% des Gesamtumsatzes.
Von den Umsatzerlösen entfielen im Geschäftsjahr 2009 rund TEUR 24.440 bzw. 18,1% auf Umsätze mit dem größten Kunden des Konzerns. Für die Darstellung der Umsatzerlöse nach Produktgruppen gemäß IFRS 8 verweisen wir auf Textziffer 23.
Verkäufe und Erlöse zwischen den Segmenten werden grundsätzlich zu Preisen erbracht, die auch mit Konzernfremden vereinbart werden.
30. FINANZINSTRUMENTE
In diesem Abschnitt erfolgen zusammenfassende Darstellungen zu Finanzinstrumenten und die Darstellung der derivativen Finanzinstrumente. Die Erläuterungen zu den einzelnen Kategorien von Finanzinstrumenten erfolgen im Rahmen der Darstellungen der entsprechenden Posten der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung.
Grundsätze des Risikomanagementsystems
Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d.h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen direkt dem Finanzvorstand.
Kategorien von Finanzinstrumenten
Die vom Konzern gehaltenen Finanzinstrumente sind folgenden Kategorien zugeordnet (in TEUR):
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| Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten beizulegender Zeitwert | Ausgereichte Kredite und Forderungen fortgeführte Anschaffungskosten | Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristiges Vermögen | ||||||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 475 | 497 | 0 | 0 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 610 | 719 | 0 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | ||||||
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 17.221 | 18.388 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 9 | 259 | 5.877 | 9.590 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel | 0 | 0 | 28.369 | 5.198 | 0 | 0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||||
| Finanzverbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nettoergebnis | -250 | -105 | 154 | 772 | 0 | 0 |
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| Finanzielle Verbindlichkeiten fortgeführte Anschaffungskosten | Forderungen aus PoC beizulegender Zeitwert | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2009 | 2008 | 2009 | 2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Langfristiges Vermögen | ||||
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristiges Vermögen | ||||
| Künftige Forderungen aus Fertigungsaufträgen | 0 | 0 | 8.884 | 22.314 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zahlungsmittel | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 13.308 | 17.874 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||||
| Finanzverbindlichkeiten | 2.702 | 1.253 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.480 | 8.001 | 0 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 32.841 | 35.690 | 0 | 0 |
| Nettoergebnis | -917 | -1.302 | 0 | 0 |
Bis auf die Kategorie Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen die Buchwerte in den übrigen Kategorien im Wesentlichen den Marktwerten. Auf eine gesonderte Gegenüberstellung von Buchwerten zu Marktwerten wurde verzichtet. Gemäß IFRS 7.27A sind Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, in Levelstufen einzuordnen. Die bei der PVA TePla AG zum beizulegendem Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente sind der Stufe„Level 2“ zugeordnet, auf welcher die Bewertung der Finanzinstrumente anhand von Börsen- oder Marktpreisen für ähnliche Instrumente oder anhand von Bewertungsmodellen, die auf am Markt beobachtbaren Input-Parametern basieren, erfolgt.
Sowohl für Devisentermingeschäfte als auch für Zinssicherungsgeschäfte wurden die beizulegenden Zeitwerte auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cash Flows ermittelt; dabei wurden die für die Restlaufzeiten der Finanzinstrumente geltenden Marktzinssätze verwendet.
Der Nettoverlust für die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 250 setzt sich aus Marktwertveränderungen derivativer Sicherungsinstrumente zusammen.
Der Nettogewinn der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten ausgereichten Kredite und Forderungen in Höhe von TEUR 154 umfasst neben Zinserträgen auch Erträge von Beteiligungen.
Das Nettoergebnis der zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Kategorie der finanziellen Verbindlichkeiten beinhaltet Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 917.
Kreditrisiko
Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt.
Im operativen Geschäft werden die Außenstände dezentral und fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.
Für die Zusammensetzung der Forderungen sowie der gebildeten Wertberichtigungen verweisen wir auf Textziffer 10. Wertberichtigungen wurden in Höhe der voraussichtlichen Forderungsausfälle gebildet.
Das maximale Ausfallrisiko wird theoretisch durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben. Im PVA TePla-Konzern wurden für Risiken aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 724 gebildet, wodurch bekannte Risiken abgedeckt wurden. Risiken aus geleisteten Anzahlungen werden durch Anzahlungsbürgschaften vermieden, für sonstige Forderungen existieren keine erkennbaren Risiken. Zum Abschlussstichtag liegen dem PVA TePla-Konzern keine anderen wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen vor.
Liquiditätsrisiko
Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität der Gesellschaft sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt.
Sofern erforderlich, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und, sofern erforderlich, Barmitteln vorgehalten.
Bezüglich der Fristigkeit der einzelnen finanziellen Verbindlichkeiten verweisen wir auf die entsprechenden Erläuterungen zu den Bilanzpositionen der Textziffer 15. Die Fälligkeitsanalyse der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt in den Abschnitten Währungsrisiko und Zinssicherung.
Marktrisiko
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Währungsrisiken
Die Währungskursrisiken der Gesellschaft resultieren primär aus der operativen Tätigkeit, Finanzierungsmaßnahmen und Investitionen. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cash Flows des Konzerns wesentlich beeinflussen.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden. Diese geplanten Transaktionen betreffen insbesondere geplante Umsätze, die in USD fakturiert werden.
Die PVA TePla AG hat zur Absicherung von Zahlungsansprüchen Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Diese derivativen Finanzinstrumente haben eine Fälligkeit von weniger als einem Jahr und sichern Zahlungsansprüche in einem Volumen von TEUR 3.189 ab. Die erwarteten Nettoauszahlungen aus den Währungssicherungsinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
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| Erwartete Nettoauszahlungen | in TEUR |
|---|---|
| Bis zu einem Monat | -25 |
| Länger als ein Monat und bis zu drei Monate | -11 |
| Länger als drei Monate und bis zu einem Jahr | 0 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | 0 |
Zur Absicherung der US-Dollar-Zahlungsansprüche für eine Lieferung des GB Industrial Systems wurde ein Devisentermingeschäft mit einem offenen Volumen von insgesamt TEUR 188 bzw. TUSD 282 abgeschlossen. Die Fälligkeit des Devisentermingeschäfts wurde entsprechend dem voraussichtlichen Geldeingangstermin festgelegt. Das Geschäft wurde mit einem durchschnittlichen Terminkurs von USD/EUR 1,5040 abgeschlossen.
Der Devisenterminkontrakt wurde zum Marktwert auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenterminkurses für die Restlaufzeit bewertet. Bei einem Devisenkurs zum 31. Dezember 2009 von USD/EUR 1,43328 weist das Devisentermingeschäft einen Zeitwert in Höhe von insgesamt TEUR - 8 auf.
Zur Absicherung der US-Dollar-Zahlungsansprüche für Lieferungen des GB Semiconductor Systems wurden Devisentermingeschäfte mit einem offenen Volumen von insgesamt TEUR 3.001 bzw. TUSD 4.365 abgeschlossen. Die Fälligkeit der Devisentermingeschäfte wurde entsprechend den voraussichtlichen Geldeingangsterminen festgelegt. Die Geschäfte wurden zu einem durchschnittlichen Devisenkurs von USD/EUR 1,4547 abgeschlossen.
Auch diese Devisenterminkontrakte wurden zum Marktwert auf Basis des am Bilanzstichtag geltenden Devisenterminkurses für die Restlaufzeit bewertet. Bei einem Devisenkurs zum 31. Dezember 2009 von USD/EUR 1,43328 weisen die Devisentermingeschäfte Zeitwerte in Höhe von insgesamt TEUR -28 auf.
Währungsrisiken aufgrund von Fremdwährungsfakturierungen werden somit im Wesentlichen durch Devisentermingeschäfte abgesichert. Währungskursänderungen aus Fremdwährungsgeschäften haben somit keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.
Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Finanzinstrumenten in den deutschen Gesellschaften werden in der funktionalen Währung (EUR) erfasst. Somit können Fremdwährungsrisiken nur aus den Finanzinstrumenten und Vermögensgegenständen der einzelnen Auslandsgesellschaften herrühren, die sich erfolgsneutral in den Währungsrücklagen niederschlagen würden.
Aus diesem Grund wird lediglich eine eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse durchgeführt.
Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2009 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital um TEUR 83 niedriger (höher) (31. Dezember 2008: TEUR 35 niedriger (höher)) gewesen.
Wenn der Euro gegenüber sämtlichen anderen, für das Unternehmen relevanten Währungen zum 31. Dezember 2009 um 10% aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital um TEUR 5 niedriger (höher) (31. Dezember 2008: TEUR 9 niedriger (höher)) gewesen.
Zinssicherung
Die Gesellschaft unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Gesellschaft Zinsderivate (Zinsswaps) ein, um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar.
Da das Unternehmen bei den langfristigen originären Finanzinstrumenten über Festzinsvereinbarungen verfügt oder die variablen Zinsvereinbarungen im Rahmen von Cash Flow-Hedges abgesichert sowie die Finanzverbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert sind, haben lediglich die Finanzderivate Auswirkungen auf die sonstigen Rücklagen im Eigenkapital. Ergebniseffekte aus eventuellen Zinsänderungen aus dem Anteil der nicht festverzinslichen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr TEUR 9) sind aufgrund der Höhe sowie der Laufzeit unwesentlich.
Sensitivitätsanalysen nach IFRS 7 wurden für Finanzderivative (Swaps) durchgeführt, die nicht in einer effektiven Sicherungsbeziehung stehen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte höher gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR 457 gestiegen. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 um 100 Basispunkte niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis um TEUR -500 geringer gewesen.
Zur Absicherung des Zinsrisikos für die Finanzierung der Investition in neue Gebäude am Standort Wettenberg und in Jena wurden Zinssicherungsgeschäfte mit einem Volumen von ursprünglich TEUR 11.600 abgeschlossen. Der noch offene Betrag dieser Sicherungsgeschäfte zum Stichtag 31. Dezember 2009 beträgt TEUR 9.920 (Vorjahr TEUR 10.747). Die Zinssicherungsgeschäfte haben eine Laufzeit von bis zu 13 Jahren. Die erwarteten Nettoauszahlungen aus den Zinssicherungsinstrumenten stellen sich wie folgt dar:
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| Erwartete Nettoauszahlungen | in TEUR |
|---|---|
| Bis zu einem Monat | -133 |
| Länger als ein Monat und bis zu drei Monate | -5 |
| Länger als drei Monate und bis zu einem Jahr | -146 |
| Länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren | -561 |
Die Zinssicherungsinstrumente und die unterliegenden Darlehen wurden 2005 bzw. 2007 auf Basis des jeweiligen Zinsniveaus abgeschlossen. Diese sichern eine langfristige, sehr flexible Finanzierung der Neubaumaßnahmen an den Standorten Jena und Wettenberg zu im langfristigen Vergleich attraktiven Zinsen. Aufgrund der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise sind die kurzfristigen Zinsen extreme gefallen, wodurch sich die Marktwerte der Sicherungsinstrumente negativ entwickelt haben. Auf langfristige Sicht gehen wir jedoch von einer deutlichen Erhöhung des kurzfristigen Zinsniveaus und folglich von einer positiven Veränderung der Marktwerte der Sicherungsinstrumente aus.
Der Marktwert dieser Instrumente betrug zum Stichtags 31. Dezember 2009 TEUR - 633 (Vorjahr TEUR -331) und wird wie im Vorjahr unter den Sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die Gegenbuchung der Marktwerte sowie der hierauf fallenden latenten Steuern erfolgt ergebnisneutral in den sonstigen Rücklagen für den Teil der Zinsderivate, die in einer effektiven Sicherungsbeziehung zu einem Darlehen stehen.
Das dem oben genannten Zinssicherungsgeschäft zugrunde liegende Darlehen zur Finanzierung des neuen Gebäudes am Standort Wettenberg in Höhe von ursprünglichen TEUR 10.000 wurde zum Stichtag 31. Dezember 2009 nicht in Anspruch genommen. Dementsprechend erfolgte keine Gegenbuchung der Marktwerte der Zinsderivate sowie der hierauf entfallenden latenten Steuern in den sonstigen Rücklagen. Die Marktwerte dieser Sicherungsinstrumente zum 31. Dezember 2009 betragen kumuliert TEUR - 611 (Vorjahr TEUR -262), davon wurden im Geschäftsjahr 2009 TEUR -349, ergebniswirksam in den Finanzierungsaufwendungen erfasst. Das Nettoergebnis aus den Zinssicherungsinstrumenten in Höhe von TEUR -355 beinhaltet neben der Marktwertveränderung auch ein Zinsergebnis in Höhe von TEUR - 6.
Sonstige Preisrisiken
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.
Zum 31. Dezember 2009 und zum 31. Dezember 2008 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.
31. LEASING
Die PVA TePla tritt generell nur als Leasingnehmer, nicht aber als Leasinggeber auf. Die Leasingverhältnisse der PVA TePla sind sämtlich als Operating Lease zu klassifizieren. Es gibt im Wesentlichen zwei Gruppen von Leasingverhältnissen:
Anmietung von Gebäuden
Die PVA TePla hat an den Standorten Berlin, Feldkirchen, Siegen, Jena, Herborn (bis Oktober 2009), Aalen, Frederikssund (Dänemark), Beijing (China) und Xi'an (China) sowie in Singapur Räumlichkeiten für Produktion und Verwaltung von Dritten angemietet. Die monatliche Miete für den Standort Feldkirchen betrug im Jahr 2009 TEUR 48, für den Standort Jena TEUR 18, für den Standort Siegen TEUR 16, für den Standort Berlin TEUR 3, für den Standort Herborn (bis Oktober 2009) TEUR 2, für den Standort Aalen TEUR 2, für den Standort Frederikssund TEUR 6, für den Standort Beijing TEUR 1 und für den Standort Xi'an TEUR 1. In 2009 war wie im Vorjahr auch eine Produktionsfläche nahe dem Standort Jena angemietet, welche flexibel gemäß der Auslastungssituation zur Abwicklung der vorhandenen Aufträge zusätzlich zu den eigenen Montagehallen weiter genutzt wurde. Diese Produktionsfläche wurde zum 31. Dezember 2009 gekündigt.
Die PVA TePla America Inc. betreibt ihr Geschäft in angemieteten Räumlichkeiten in Corona/Kalifornien, USA. Die monatliche Miete beträgt TUSD 15; ein Teil der Flächen ist seit September 2003 an einen Dritten untervermietet. Die monatliche Miete in Manchester/New Hampshire, USA, betrug TUSD 1. Dieser Standort wurde aus Kostengründen zum 31. Januar 2009 geschlossen.
Bei den hier relevanten Mietverträgen handelt es sich um im Rahmen der Vermietung von Gewerberäumen übliche Vertragsverhältnisse. Im Jahr 2009 wurden für diese Verträge insgesamt TEUR 1.465 gezahlt. Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 1.187 | 1.136 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 443 | 402 |
| Über fünf Jahre | 16 | 12 |
Untervermietung von Gebäuden
Die PVA TePla hat am Standort Corona/Kalifornien einen Teil der angemieteten Flächen untervermietet. Zusätzlich ist ein eigenes Gebäude in Kahla teilweise untervermietet. Aus diesen Verträgen wurden im Jahr 2009 TEUR 160 erlöst. In den nächsten Jahren ergeben sich folgende Erträge aus der Untervermietung:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 127 | 122 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 0 | 0 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Leasing von Kraftfahrzeugen
Die PVA TePla AG begrenzt die Anzahl der Firmenfahrzeuge auf einen möglichst geringen Umfang. Privat zu nutzende PKW werden vorrangig Vorständen, Leitern der Geschäftsbereiche und Geschäftsführern sowie vereinzelt Mitarbeitern mit einem hohen Anteil an Außeneinsätzen zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus werden Poolfahrzeuge für Dienstreisen genutzt. Seit 2004 werden neue Fahrzeuge geleast. Für derartige Leasingverträge entstanden im Jahr 2009 Aufwendungen in Höhe von TEUR 168. Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 153 | 146 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 119 | 107 |
| Über fünf Jahre | 6 | 5 |
Andere Leasingverträge
Zusätzlich zu den bisher genannten Leasingverträgen bestehen weitere Leasingverträge im Wesentlichen für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Für derartige Leasingverträge entstanden im Jahr 2009 Aufwendungen in Höhe von TEUR 370. Die Mindestverpflichtungen der nächsten Jahre belaufen sich auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 367 | 351 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 665 | 595 |
| Über fünf Jahre | 4 | 3 |
Der Großteil der anfallenden Aufwendungen für Leasingverträge ist im Wesentlichen auf die Büroausstattung im neuen Verwaltungsgebäude Wettenberg zurückzuführen.
32. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN
Verpflichtungen aus bestehenden Verträgen
Die Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen wurden oben (vgl. Textziffer 31) bereits dargestellt.
Die Verpflichtungen aus Rahmenverträgen des Einkaufs belaufen sich insgesamt auf folgende Werte:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 4.800 | 4.593 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 76 | 70 |
| Über fünf Jahre | 0 | 0 |
Aus anderen Verträgen (z. B. Wartungsverträge, Sicherheitsdienst) ergeben sich insgesamt folgende Verpflichtungen:
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| in TEUR | Zahlungen | Barwert |
|---|---|---|
| Restlaufzeiten | ||
| Bis ein Jahr | 549 | 526 |
| Über ein, bis fünf Jahre | 120 | 105 |
| Über fünf Jahre | 11 | 8 |
33. MATERIALAUFWAND
Die Herstellungskosten des Umsatzes beinhalten Materialaufwendungen für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt:
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| in TEUR | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren | 67.810 | 93.973 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 6.984 | 10.283 |
| Materialaufwand Gesamt | 74.794 | 104.256 |
Die Materialquote (Materialaufwand/Gesamtumsatz) lag im Geschäftsjahr 2009 somit bei 55,5% im Gegensatz zu 61,8% im Vorjahr.
34. PERSONALAUFWAND
Die Personalaufwendungen setzen sich für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 wie folgt zusammen:
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| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 27.301 | 27.881 |
| Soziale Abgaben | 4.563 | 5.212 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 263 | 637 |
| Personalaufwand Gesamt | 32.127 | 33.730 |
Der gesamte Personalaufwand in Höhe von TEUR 32.127 entwickelte sich gegenüber dem Vorjahr (TEUR 33.730) leicht rückläufig. Im Verhältnis zum Umsatz stiegen die Personalkosten im Geschäftsjahr 2009 aufgrund des Umsatzrückganges auf 23,9% im Vergleich zu 20,0% im Vorjahr.
Zum Jahresende waren im Konzern 501 (Vorjahr 504), im Jahresdurchschnitt 501 (Vorjahr 491) Mitarbeiter beschäftigt.
Die durchschnittlichen Mitarbeiterzahlen nach Funktionsgruppen haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt:
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| Mitarbeiterzahl nach Funktionsgruppen (Jahresdurchschnittswerte) | 2009 | 2008 |
|---|---|---|
| Verwaltung | 68 | 61 |
| Vertrieb | 53 | 50 |
| Konstruktion, Forschung und | ||
| Entwicklung | 100 | 97 |
| Produktion und Service | 280 | 283 |
| Mitarbeiter Gesamt | 501 | 491 |
Des Weiteren wurden 12 Aushilfskräfte beschäftigt.
35. ABSCHREIBUNGEN
Die Abschreibungen sind bei den Erläuterungen des Anlagevermögens dargestellt (vgl. Textziffer 4 und 5).
36. RISIKOMANAGEMENT
Die aktuellen Risiken und Chancen sowie das Risikomanagementsystem der PVA TePla werden im Lagebericht ausführlich dargestellt. Wir verweisen daher auf Punkt 14 und 15 des Lageberichtes.
37. ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Der Vorstand der PVA TePla AG bestand im Geschäftsjahr 2009 aus:
Peter Abel, Wettenberg
(Vorsitzender des Vorstands/CEO)
Diplom-Ingenieur
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| • | Crystal Growing Systems GmbH, Wettenberg (bis 23. Juni 2009) |
| • | PVA Jena Immobilien GmbH, Jena |
| • | Plasma Systems GmbH, Feldkirchen |
| • | PVA TePla Analytical Systems GmbH, Aalen |
sowie bei folgenden nicht verbundenen Gesellschaften:
| • | PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg |
Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | PVA TePla America Inc., Corona, USA (Director) |
| • | Xi´an HuaDe CGS Ltd., Xi´an, China (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| • | ScheBo Biotech AG, Gießen (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| • | OptoTec GmbH, Wettenberg (Beiratsvorsitzender) |
| • | 3D PräzisionsTechnik AG, Aßlar (Aufsichtsratsvorsitzender) |
Arnd Bohle, Bochum
(Vorstand Finanzen/CFO)
Diplom-Kaufmann
Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:
| • | Crystal Growing Systems GmbH, Wettenberg (bis 23. Juni 2009) |
| • | PlaTeG GmbH, Siegen |
Keine Mitgliedschaften in Kontrollgremien.
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2009 TEUR 871 (Vorjahr TEUR 1.429). Die Bezüge der Vorstandsmitglieder setzen sich aus einem Grundgehalt, sonstigen Bezügen (im Wesentlichen geldwerter Vorteil aus der Nutzung eines Firmenwagens und Zuschüsse zu den Beiträgen der Krankenversicherung) und einer erfolgsabhängigen Tantieme zusammen. Die Tantieme wird dabei als Prozentsatz vom Jahresergebnis des PVA TePla-Konzerns bemessen. Im Geschäftsjahr 2009 erhielten die Vorstandsmitglieder auf dieser Basis folgende Bezüge:
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| Sonstige | ||||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Gehalt | Bezüge | Tantieme | Gesamt |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Peter Abel | 240 | 9 | 270 | 519 |
| Arnd Bohle | 180 | 10 | 162 | 352 |
Die aufgeführten Werte für die Tantieme beinhalten die im Jahr 2009 für das Geschäftsjahr 2008 gezahlten und um die im Geschäftsjahr 2008 gebildete und ausgewiesene Rückstellung verminderten Beträge. Hinzu kommt die im Jahr 2009 für das Geschäftsjahr 2009 gebildete Rückstellung.
Bei den aufgeführten Bezügen handelt es sich vollständig um kurzfristig fällige Leistungen an die Mitglieder des Vorstands. Arbeitgeberbeiträge zur Rentenversicherung werden nicht gezahlt. Langfristig fällige Leistungen fallen nur im Rahmen der für Herrn Abel bestehenden Pensionszusage aus den Zeiten vor der Gründung der PVA TePla AG an. Diese wurden im Rahmen der Bewertung der Pensionsrückstellungen berücksichtigt. Der Anwartschaftsbarwert dieser Verpflichtung zum 31. Dezember 2009 beträgt TEUR 425 (Vorjahr TEUR 395).
Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2009 nicht gewährt. Es bestehen gegenüber den Vorstandsmitgliedern keine finanziellen Zusagen für den Fall der Beendigung ihrer Tätigkeit oder für den Fall des Wechsels der Mehrheit im Kreise der Gesellschafter.
Für ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans bestehen für Pensionsverpflichtungen Anwartschaftsbarwerte in Höhe von TEUR 909 (Vorjahr TEUR 887). Im Jahr 2009 wurden an ehemalige Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Pensionszahlungen in Höhe von insgesamt TEUR 61 (Vorjahr TEUR 61) geleistet.
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses und aktienbasierte Vergütungen fielen nicht an.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der PVA TePla AG bestand im Geschäftsjahr 2009 aus:
Alexander von Witzleben, Weimar (Vorsitzender)
| • | Feintool International Holding AG, Lyss (Präsident des Verwaltungsrats) |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | Caverion GmbH, Stuttgart (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| • | VERBIO AG, Zörbig (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| • | Kaefer Isoliertechnik GmbH & Co. KG, Bremen (Mitglied des Beirats) |
Dr. Gernot Hebestreit, Leverkusen
| • | Geschäftsführender Gesellschafter der SUSAT & PARTNER OHG (Wirtschaftsprüfungsgesellschaft), Köln (bis 31. Dezember 2009) |
| • | Geschäftsführer bei Grant Thornton GmbH, Hamburg (bis 31. Dezember 2009) |
| • | Association for Corporate Growth Rhein-Ruhr e.V., Köln (Vorstandsvorsitzender bis 4. November 2009, Beirat seit 5. November 2009) |
| • | Global Leader Business Development and Client Service, Grant Thornton International Limited, London/England (seit 1. Januar 2010) |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | Comvis AG, Düsseldorf (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) |
| • | Grant Thornton International Ltd., London, UK (Aufsichtsratsmitglied bis 31. Dezember 2009) |
Prof. Dr. Günter Bräuer, Cremlingen
| • | Leiter des Fraunhofer-Instituts für Schicht- und Oberflächentechnik IST, Braunschweig, und geschäftsführender Leiter des Instituts für Oberflächentechnik (IOT) der, TU Braunschweig |
Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien:
| • | PEP Photonos European Photovoltaics AG, Mainz (Mitglied des Aufsichtsrats) |
| • | AMG Coating Technologies GmbH, Hanau (Beiratsmitglied) |
| • | Institut für Solarenergieforschung GmbH, Hameln (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats seit 24. September 2009) |
Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 auf TEUR 100 (Vorjahr TEUR 100). Satzungsgemäß erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung in Höhe von 1% des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, höchstens jedoch TEUR 100.
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| in TEUR | Fixe Vergütung 2009 | Variable Vergütung 2009 |
|---|---|---|
| Alexander von Witzleben (Vorsitzender) | 10 | 40 |
| Prof. Dr. Günter Bräuer | 5 | 20 |
| Dr. Gernot Hebestreit | 5 | 20 |
| Summe | 20 | 80 |
Die Aufteilung dieser Gesamtvergütung unter den Aufsichtsratsmitgliedern erfolgt in der Weise, dass der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten Betrag eines einfachen Aufsichtsratsmitgliedes erhält. Als Mindestvergütung je Geschäftsjahr erhält der Aufsichtsratsvorsitzende einen Betrag von TEUR 10 und ein einfaches Mitglied einen Betrag von TEUR 5. Bei unterjährigem Ausscheiden eines Mitglieds aus dem Aufsichtsrat erhält dieses eine zeitanteilige Vergütung.
Zur Deckung der zivilrechtlichen Haftung von Organmitgliedern wurde eine D&O -Versicherung abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2009 wurde für diese Versicherung eine Prämie in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 17) gezahlt.
38. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind für die PVA TePla-Gruppe in zwei Kategorien relevant: Zum einen handelt es sich hierbei um Geschäfte mit Unternehmen, an denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblich beteiligt sind oder in denen Organmitglieder der PVA TePla AG maßgeblichen Einfluss haben. Zum anderen handelt es sich um Beziehungen zu dem assoziierten Unternehmen PVA MIMtech LLC, Cedar Grove/NJ, USA.
Beziehungen zu Organmitgliedern
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit der PVA TePla-Gruppe erfolgt auch der Austausch von Leistungen mit Unternehmen, an denen der Vorstandsvorsitzende der PVA TePla AG beteiligt ist bzw. in denen er maßgeblichen Einfluss ausübt. Alle Geschäfte erfolgen zu marktüblichen Konditionen.
Im Geschäftsjahr 2009 belief sich der Wert der Zukäufe von Unternehmen dieser Kategorien auf insgesamt TEUR 572 (Vorjahr TEUR 966) und der Wert der Verkäufe auf TEUR 4 (Vorjahr TEUR 15). Die Salden der ausstehenden Forderungen bzw. Verbindlichkeiten lagen zum Bilanzstichtag bei TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0) bzw. TEUR 50 (Vorjahr TEUR 52).
Beziehungen zu assoziierten Unternehmen
Zwischen der PVA TePla AG und dem assoziierten Unternehmen PVA MIMtech LLC, Cedar Grove/NJ, USA, gab es keinen Leistungsaustausch.
39. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS (§ 314 HGB)
Das für den Abschlussprüfer im Geschäftsjahr 2009 bei der PVA TePla AG und anderen Unternehmen der PVA TePla-Gruppe als Aufwand erfasste Honorar betrug insgesamt für
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| • die Abschlussprüfung | TEUR | 211 |
| • sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | TEUR | 0 |
| • Steuerberatungsleistungen | TEUR | 0 |
| • Sonstige Leistungen | TEUR | 0 |
40. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG
Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde auch im Verlauf des Geschäftsjahres wieder abgegeben.
Diese Erklärung ist Bestandteil des gesonderten Corporate Governance-Berichtes und ist den Aktionären auf der Homepage des Unternehmens (www.pvatepla.com) dauerhaft zugänglich. Dort sind ebenso die Entsprechenserklärungen der letzten Geschäftsjahre verfügbar.
41. ANGABEN GEMÄSS § 160 ABS. 1 NR. 8 AKTG
Herr Peter Abel, Wettenberg, hat uns nach den §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG mitgeteilt, das sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 5. November 2002 die Schwelle von 25% überschritten hat und nunmehr 29,99% beträgt. Davon sind ihm 29,32% der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Nr. 1 und Nr. 2 WpHG zuzurechnen.
Die Deutsche Bank AG, Frankfurt, Deutschland, hat uns am 21. August 2007 gemäß §§ 21 Abs. 1, 24 WpHG i.V.m. § 32 Abs. 2 InvG mitgeteilt, dass ihre Tochtergesellschaft DWS Investment GmbH, Frankfurt, Deutschland, am 20. August 2007 die Schwelle von 5% der Stimmrechte an der PVA TePla AG, Aßlar, Deutschland, überschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 5,01% hält. Dies entspricht 1.089.749 Stimmrechten.
Herr Wilhelm Hofmann, Deutschland, hat uns am 29. Oktober 2007 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der PVA TePla AG, Aßlar, Deutschland, am 23. Oktober 2007 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr einen Stimmrechtsanteil von 4,64% hält. Dies entspricht 1.010.086 Stimmrechten.
Zum 31. Dezember 2009 hat die Herrn Abel gehörende PA Beteiligungsgesellschaft mbH mit Sitz in Wettenberg eine Beteiligung von mehr als 25% an dem Unternehmen.
42. WEITERE ANGABEN
Die folgenden in den Konzernabschluss der PVA TePla AG einbezogenen Gesellschaften nehmen eine Befreiung gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
| • | PVA Jena Immobilien GmbH |
| • | PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH |
| • | PVA Control GmbH |
43. FREIGABE DES ABSCHLUSSES ZUR VERÖFFENTLICHUNG
Am 19. März 2010 hat der Vorstand der PVA TePla AG den vorliegenden Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Damit wurde entsprechend IAS 10.6 die Freigabe zur Veröffentlichung erteilt.
44. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Seit dem Beginn des Geschäftsjahres 2010 haben sich keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Unternehmenssituation sowie in unserem Branchenumfeld ergeben. Außer den Restrukturierungsmaßnahmen in Feldkirchen sind derzeit keine größeren Veränderungen in der Struktur, Verwaltung oder Rechtsform des Konzerns oder im Personalbereich vorgesehen.
Wettenberg, 19. März 2010
PVA TePla AG
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
Arnd Bohle, Vorstand Finanzen
KONZERN-ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2009
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Hist. AK/HK 01.01.2009 | Akquisitionen 2009 | Zugänge 2009 | Umbuchungen | Abgänge 2009 | Fremdwährungsdifferenzen | Stand 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | 12.465 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 12.465 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögens- werte | 4.324 | 0 | 239 | 0 | 10 | 0 | 4.553 |
| Summe | 16.789 | 0 | 239 | 0 | 10 | 0 | 17.018 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 32.167 | 0 | 1.209 | 74 | 2 | -8 | 33.440 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 5.072 | 0 | 196 | 0 | 441 | -14 | 4.812 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.131 | 0 | 1.105 | 0 | 318 | -1 | 4.917 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 74 | 0 | 0 | -74 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 41.444 | 0 | 2.509 | 0 | 761 | -23 | 43.169 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 694 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 694 |
| Summe | 58.927 | 0 | 2.748 | 0 | 771 | -23 | 60.881 |
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| kumulierte Abschreibungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2009 | Zugänge 2009 | Umbuchungen | Abgänge 2009 | Zuschreibungen | Fremdwährungsdifferenzen | Stand 31.12.2009 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | 3.000 | 1.850 | 0 | 0 | 0 | 0 | 4.850 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögens- werte | 3.012 | 437 | 0 | 7 | 0 | 0 | 3.442 |
| Summe | 6.012 | 2.287 | 0 | 7 | 0 | 0 | 8.292 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 2.322 | 1.081 | 0 | 1 | 0 | -6 | 3.396 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.646 | 451 | 0 | 374 | 0 | -13 | 2.710 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.049 | 761 | 0 | 224 | 0 | -1 | 2.586 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 7.017 | 2.294 | 0 | 599 | 0 | -21 | 8.692 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 197 | 22 | 0 | 0 | 0 | 0 | 219 |
| Summe | 13.226 | 4.603 | 0 | 606 | 0 | -21 | 17.203 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2009 | 31.12.2008 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | 7.615 | 9.465 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögens- werte | 1.111 | 1.312 |
| Summe | 8.726 | 10.777 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 30.044 | 29.845 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.102 | 2.426 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.331 | 2.082 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 0 | 74 |
| Summe | 34.477 | 34.427 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 475 | 497 |
| Summe | 43.678 | 45.701 |
KONZERN-ANLAGESPIEGEL per 31. Dezember 2008
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Hist. AK/HK 01.01.2008 | Akquisitionen 2008 | Zugänge 2008 | Umbuchungen | Abgänge 2008 | Fremdwährungsdifferenzen | Stand 31.12.2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegen- stände | |||||||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | 12.465 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 12.465 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögens- werte | 4.442 | 0 | 156 | 0 | 274 | 0 | 4.324 |
| Summe | 16.907 | 0 | 156 | 0 | 274 | 0 | 16.789 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 11.009 | 0 | 9.627 | 11.541 | 25 | 15 | 32.167 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 5.266 | 0 | 349 | 0 | 597 | 54 | 5.072 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.237 | 0 | 1.555 | 0 | 1.665 | 4 | 4.131 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anla- gen im Bau | 11.563 | 0 | 74 | -11.541 | 22 | 0 | 74 |
| Summe | 32.075 | 0 | 11.605 | 0 | 2.309 | 73 | 41.444 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 694 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 694 |
| Summe | 49.676 | 0 | 11.761 | 0 | 2.583 | 73 | 58.927 |
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| kumulierte Abschreibungen | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Stand 01.01.2008 | Zugänge 2008 | Umbuchungen | Abgänge 2008 | Zuschreibungen | Fremdwährungsdifferenzen | Stand 31.12.2008 |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegen- stände | |||||||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.000 | 2.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 3.000 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögens- werte | 2.866 | 421 | 0 | 275 | 0 | 0 | 3.012 |
| Summe | 3.866 | 2.421 | 0 | 275 | 0 | 0 | 6.012 |
| Sachanlagen | |||||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 1.734 | 583 | 0 | 7 | 0 | 12 | 2.322 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.768 | 402 | 0 | 573 | 0 | 49 | 2.646 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.806 | 693 | 0 | 1.453 | 0 | 3 | 2.049 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anla- gen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 7.308 | 1.678 | 0 | 2.033 | 0 | 64 | 7.017 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 175 | 22 | 0 | 0 | 0 | 0 | 197 |
| Summe | 11.349 | 4.121 | 0 | 2.308 | 0 | 64 | 13.226 |
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| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögensgegen- stände | ||
| 1. Geschäfts- oder Firmenwert | 9.465 | 11.465 |
| 2. Sonstige immaterielle Vermögens- werte | 1.312 | 1.576 |
| Summe | 10.777 | 13.041 |
| Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten auf fremden Grundstücken | 29.845 | 9.275 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 2.426 | 2.498 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.082 | 1.431 |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anla- gen im Bau | 74 | 11.563 |
| Summe | 34.427 | 24.767 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | 497 | 519 |
| Summe | 45.701 | 38.327 |
BILANZEID
„Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht – der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde – der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und dass die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.”
Wettenberg, 19. März 2010
Peter Abel, Vorsitzender des Vorstands
Arnd Bohle, Vorstand Finanzen
BESTÄTIGUNGSVERMERK
„Wir haben den von der PVA TePla AG, Wettenberg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.“
Frankfurt am Main, 19. März 2010
**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**
Marcus Grzanna, Wirtschaftsprüfer
Thomas Klemm, Wirtschaftsprüfer