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PVA TePla AG Annual Report 2002

Apr 15, 2003

342_10-k_2003-04-15_fce35dd9-cbe8-4e75-ae5a-842f3afda49f.pdf

Annual Report

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GESCHÄFTSBERICHT 2002

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Auf einen Blick

In TEUR 2002 2001
Umsatz 37.788 71.759
Vakuum-Anlagen 22.160 n.a.
Kristallzucht-Anlagen 11.459 n.a.
Plasma-Anlagen* 4.169* -
Bruttoergebnis 6.871 21.304
F&E Kosten 1.187 442
EBIT -4.969 13.552
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.990 13.868
Jahresüberschuss nach Anteilen Dritter -3.722 7.271
Ergebnis pro Aktie (EPS) -0,23 0,51
Investitionen in das Anlagevermögen 2.037 1.468
Bilanzsumme 49.484 35.000
Eigenkapitalquote 48,1% 37,7%
Mitarbeiter (im Jahresdurchschnitt) 372 258
*nur November-Dezember 2002
Die Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr
ist aufgrund der Verschmelzung von
PVA und TePla in 2002 und deren
Abbildung nach US-GAAP einge
schränkt.

Inhaltsverzeichnis

Überblick
Vorwort des Vorstands 4
Bericht des Aufsichtsrats 6
Die PVA TePla Aktie 8
Corporate Governance 11
Konzernlagebericht 2002 der PVA TePla
Einleitung 12
Fusion von PVA und TePla 12
Wirtschaftliches Umfeld 13
Entwicklung der Branchen 13
Restrukturierung 15
Umsätze 16
Aufträge 17
Produktion 18
Forschung & Entwicklung 18
Investitionen 21
Vermögens- und Finanzlage 21
Ertragslage 22
Personalentwicklung/Organveränderung 22
Risiken 23
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 25
Ausblick 26
Konzernabschluss nach US-GAAP
Bilanz 28
Gewinn- und Verlustrechnung 30
Kapitalflussrechnung 31
Eigenkapitalveränderungsrechnung 32
Anhang 33
Anlagespiegel 60

Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte PVA TePla Aktionäre und Geschäftspartner,

mit diesem Bericht erhalten Sie ein ganz neues Bild des Ihnen zuvor als TePla AG bekannten Unternehmens. Durch deren Verschmelzung mit der PVA Vakuum-Anlagenbau GmbH am 5. November 2002 ist einer der weltgrößten Anbieter von Systemen und Anlagen zur Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger Industrie-Werkstoffe unter Nutzung von Vakuum bei hohen Temperaturen und Plasma entstanden: Die PVA TePla AG.

Gleichwohl, unser neufirmiertes Unternehmen hat ein schwieriges Jahr hinter sich. Vor dem Hintergrund der allgemeinen Wirtschaftskrise und der stark ausgeprägten Halbleiterschwäche hat PVA Te-Pla ebenso mit Gegenwind kämpfen müssen, wie die meisten Unternehmen und insbesondere Anlagenbauer in Deutschland und weltweit. In dieser Zeit haben wir aus zwei jahrzehntelang eigenständigen Unternehmen mit mehreren Tochterfirmen die PVA TePla AG geschmiedet – ein durchaus anspruchsvoller Kraftakt.

Der Umsatz hat sich gegenüber der alten TePla von 20,2 auf 46,7 Mio Euro für das Gesamtjahr erhöht. Die regionalen Stärken und angewandten Technologien und Märkte ergänzen sich sehr gut. PVA TePla ist weltweit präsent und dank ihres breiten Produktspektrums und der gesteigerten Vertriebskraft am Weltmarkt exzellent positioniert.

Seit Anfang November 2002 ist die Fusion zur PVA TePla AG rechtswirksam und Anfang Dezember 2002 habe ich die Führung übernommen. Mitte Januar des laufenden Geschäftsjahres hat der frühere Vorstandsvorsitzende der TePla AG, Friedrich G. Meyer, im gegenseitigen Einvernehmen mit Vorstand und Aufsichtsrat sein Amt als Vorstand der Sparte Plasma-Anlagen der PVA TePla niedergelegt.

Seine Aufgaben hat Herr Martin Gier übernommen, der im Konzern auch für den Bereich Kristallzucht-Anlagen verantwortlich ist. Volker Lang, Vorstand für den Bereich Vakuum-Anlagen und Craig Walker als Finanzvorstand komplettieren das vierköpfige Führungsteam.

Wir haben noch Mitte Dezember 2002 ein grundlegendes Restrukturierungskonzept für das Gesamtunternehmen verabschiedet. Es umfasste sowohl die Optimierung der Produktionsstandorte und Reduktion von Produktionsflächen, als auch eine Verringerung der Personalkapazitäten um rund 20 Prozent, wovon alle Standorte des neuen Unternehmens betroffen sind. Als Folge der Restrukturierungskosten, einer konservativeren Bewertung und konservativ angesetzter Vorsorgemaßnahmen muss PVA TePla in 2002 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3,7 Mio. hinnehmen. Die getroffenen Maßnahmen sollen sich bereits im laufenden Geschäftsjahr positiv auf das operative Ergebnis auswirken.

Basis der Neustrukturierung ist eine verstärkte Markt- und Kundenorientierung, wie sie an den Standorten in Aßlar und Hanau seit Jahren praktiziert wird. Konsequentes Kostenmanagement in allen Bereichen soll ebenfalls dazu beitragen, dass PVA TePla schon im laufenden Geschäftsjahr wieder den operativen Break-even erreicht .

Dabei können sich unsere Aktionäre auch auf die jahrzehntelange Erfahrung des ehemaligen PVA Managements bei der Integration und Neuausrichtung von Unternehmen verlassen. Im Aufkauf und der erfolgreichen Neustrukturierung von ausgegliederten Geschäftsbereichen aus Konzernen, sogenannten spin-off's oder buy outs, liegt eines der Erfolgsgeheimnisse der bisher stets ertragreichen ehemaligen PVA-Gruppe.

Profitables Wachstum haben wir uns auch für die PVA TePla fest vorgenommen. Trotz der heute weiter unsicheren Wirtschaftslage sind wir vorsichtig optimistisch für das neue Geschäftsjahr, aber jederzeit entschlossen, auf externe negative Veränderungen aktiv und zeitnah zu agieren. Die Aufräumarbeiten im Geschäftsbereich Plasma-Anlagen (frühere TePla AG) sind bereits in weiten Teilen abgeschlossen und sollen schon bald Früchte tragen. Durch das Unternehmen ist ein spürbarer Ruck gegangen und unsere Mitarbeiter sind in Aufbruchstimmung, denn sie haben die Chance des gemeinsamen Marktauftrittes von PVA TePla erkannt. Bei der Mitgründung der PVA MIM Tech, USA und der schrittweisen Übernahme der Elnik Systems hat der Vorstand gezeigt, dass das Unternehmen bereit und in der Lage ist, antizyklisch zu agieren und auf dem derzeitig günstigen Niveau passende Unternehmen und Technologien ins Produktportfolio zu kaufen. Gleichzeitig bedeutet dies aber auch, dass mit einem wachen Auge dort Aktivitäten aufgegeben oder desinvestiert wird, wo ein strategischer Nutzen und Profitabilität mittelfristig nicht gegeben ist.

Wir danken unseren Mitarbeitern, die schwierige Monate hinter sich haben und die Herausforderungen des Jahres 2002 dennoch mit viel Kompetenz und großem Engagement bewältigt haben.

Dank gebührt besonders auch unseren Aktionären und Aktionärinnen, die uns in den Zeiten tiefgreifenden Wandels treu bleiben – ein Großteil unserer Mitarbeiter sind übrigens heute auch Anteilseigner. Wir wissen Ihr Vertrauen zu schätzen und werden alles in unserer Macht Stehende tun, um Sie nicht zu enttäuschen. Wir wollen die Gesellschaft schnell zurück in die schwarzen Zahlen führen und unseren Unternehmenswert durch organisches wie auch externes Wachstum nachhaltig steigern.

Peter Abel Vorsitzender des Vorstands

Bericht des Aufsichtsrats

der in satzungsmäßig vollständiger Besetzung

wahrnehmen.

Im Geschäftsjahr 2002 hat der Aufsichtsrat insgesamt vier ordentliche und eine außerordentliche Sitzung abgehalten. Im Vordergrund der zwischen Vorstand und Aufsichtsrat geführten Diskussionen stand dabei die Verschmelzung der PVA Vakuum-Anlagenbau GmbH auf die TePla AG und die anschließende Integration der beiden Unternehmen zur heutigen PVA TePla AG. Hinsichtlich der Gründe und der Rahmenbedingungen der Fusion hat sich der Aufsichtsrat hierbei insbesondere mit den Ergebnis- und den Liquiditätsauswirkungen der Verschmelzung einerseits sowie mit deren Chancen und Risiken andererseits befasst. Auch das von den Geschäftsleitungsorganen beider Gesellschaften vorgeschlagene Umtauschverhältnis war Gegenstand eingehender Erörterungen. Daneben diskutierten Vorstand und Aufsichtsrat nach Vollzug der Fusion gemeinsam die aus dem immer schwieriger werdenden Marktumfeld resultierenden Auftragseingangsrückgänge und die Reaktion der Gesellschaft hierauf. Diese Beratungen mündeten in einem umfangreichen Restrukturierungsprogramm, das Vorstand und Aufsichtsrat anlässlich der Planung für das Geschäftsjahr 2003 einvernehmlich verabschiedet haben.

Im Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat entsprechend der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex einen Bilanzprüfungsausschuss eingerichtet, der aus den Aufsichtsratsmitgliedern Dr. Peter Friedemann (Vorsitzender), Hartmut Böhle und Michael Daniel besteht. Dieser Bilanzprüfungsausschuss hat seine Arbeit erstmals anlässlich der Vorlage des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2002 aufgenommen. Des weiteren ist für das laufende Geschäftsjahr ein Personalausschuss eingerichtet.

Die Buchführung im Berichtsjahr, der am 18. März 2003 aufgestellte Jahresabschluss nebst Lagebericht und Anhang sowie der am 3. April 2003 aufgestellte Konzernabschluss nebst Konzernlagebericht und Konzernanhang jeweils per 31.12.2002 sind von der KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,

München, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Die Abschlüsse nebst Lageberichten sowie die jeweiligen Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden jedem Mitglied des Aufsichtsrats übersandt und in der Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses vom 10. April 2003 sowie in der Sitzung des Aufsichtsrats vom 11. April 2003 ausführlich erörtert. In der letztgenannten Sitzung hat der Abschlussprüfer überdies über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet.

Die eigenständige Prüfung des Jahresabschlusses mit Lagebericht und des Konzernabschlusses mit Konzernlagebericht durch den Aufsichtsrat anhand der Prüfungsberichte sowie des mündlichen Berichts des Abschlussprüfers hat keinen Anlass zu Beanstandungen ergeben. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der PVA TePla AG sowie der Konzernabschluss des PVA TePla-Konzerns jeweils zum 31.12.2002 wurden deshalb vom Aufsichtsrat gebilligt. Der Jahresabschluss der PVA TePla AG ist damit gem. § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und der Belegschaft der Gesellschaft insbesondere für deren Arbeiten zur Integration der beiden fusionsbetroffenen Unternehmen sowie deren Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Feldkirchen, den 11. April 2003

Dr. Dietmar Kubis Vorsitzender des Aufsichtsrats der PVA TePla AG

Die PVA TePla-Aktie

Das Jahr 2002 war ein weiteres Bärenjahr für Hightech Werte. Das Börsensegment Neuer Markt, in dem bis zum Jahresende auch die PVA TePla Aktie gelistet war, markierte 2002 deutlich neue Tiefstände. Rezessive Tendenzen, die Angst vor einem Krieg im mittleren Osten aber auch Firmenpleiten und Skandale strapazierten das Vertrauen der Anleger und sorgten für eine Flucht in Anleihen und Edelmetalle. Dieser Tendenz konnte sich die PVA TePla Aktie zwar nicht entziehen, die Performance war jedoch deutlich besser als die des Vergleichsindex Nemax All Share und auch des Nemax 50. Dies gilt vor allem für den Zeitraum seit der Ankündigung der Fusion. Anfang Juni und November und auch Anfang Dezember 2002 war der Kurs der Aktie gegenüber dem Stand am Jahresanfang sogar in der Gewinnzone. Erst die Ankündigung von Restrukturierungsmaßnahmen und damit höher erwarteter Verluste in 2002 bewirkte einen Kursrutsch knapp über das Allzeittief von Mitte Oktober 2002 als auch der Gesamtmarkt Rekordtiefstände verzeichnete.

Neue Gesellschafterstruktur

Die bei der a.o. Hauptversammlung am 28. August 2002 beschlossene Verschmelzung der TePla AG (TePla) mit der PVA Vakuum-Anlagenbau GmbH (PVA) erfolgte in Form einer Kapitalerhöhung gegen Einlage der Vermögensgegenstände der PVA. Die Altgesellschafter der PVA erhielten entsprechend ihren Anteilen neue Aktien der PVA TePla AG im Verhältnis 1:4,5. Faktisch wurde das Grundkapital von vorher € 3.900.000 der ehemaligen TePla AG auf exakt € 21.449.988 erhöht. Die Marktkapitalisierung betrug zum Jahresende knapp € 37 Mio. (Vorjahr € 11,7 Mio.). Im Konzernabschluss nach

Kursentwicklung 2002

Zahlen je Aktie
(Auszug)
2002 2001*
Ergebnis (EPS) (Basis 16.502.793) EUR -0,23 -0,51
Höchstkurs EUR 4,6 15,20
Tiefstkurs EUR 1,65 1,90
Jahresendkurs EUR 1,71 3,00
Kursentwicklung PVA TePla Aktie % -41,6 -62,5
Kursentwicklung Nemax All Share % -63,21 -60,19
Anzahl Aktien am Jahresende Mio. 21,5 3,9
Anteil Free Float % 22 67
Marktkapitalisierung am Jahresende Mio. EUR 36,77 11,7
Gewichtung im Nemax All Share % 0,08 0,02
Gewichtung im Nemax Technology % 0,26 0,1

Eröffnungskurs 02.01.2002 = EUR 2,93 Basis jeweils Xetra-Kurse

US-GAAP wird aufgrund der sog. "reverse acquisition" mit einem Jahresdurchschnitt von 16.502.793 Aktien gerechnet. Größter Anteilseigner ist mit 29,9% der Vorstandsvorsitzende Peter Abel, der damit die DEWB AG (12,9%) an dieser Stelle ablöst. Darüber hinaus liegen seit der Verschmelzung mehr als ein Drittel der Aktien in den Händen von Mitarbeitern des Konzerns. Die Motivation, am Unternehmenserfolg zu partizipieren und die Firma voranzubringen, ist damit entsprechend hoch.

Listing ab 2003 im Premiumsegment Prime Standard

Die Entscheidung der Deutsche Börse AG, das Segment Neuen Markt abzuschaffen, hat sicherlich zunächst zur Verunsicherung der Anleger beigetragen, die weitere Kursverluste befürchteten. Das neu vorgestellte Indexkonzept mit den Börsensegmenten Prime Standard und General Standard überzeugte aber schnell die Akteure an den Finanzmärkten. Der Vorstand der PVA TePla hat sich bereits im Dezember 2002 für das Börsensegment Prime Standard entschieden und erhielt hierfür

* Die Vorjahreswerte beziehen sich mit Ausnahme des EPS auf die ehemalige TePla AG

noch in dem selben Monat die Zulassung. Die PVA TePla AG sieht in diesem neuen Segment, das nach Aussage der Deutsche Börse AG die höchsten Transparenzanforderungen in Europa erfüllt, die adäquate Handelsplattform für ihre Aktien. Die PVA TePla Aktien sind im Index Tec All Share und dem Branchenindex Advanced Industrial Equipment vertreten.

Vertrauen schaffen durch verlässliche Kommunikation

Die Investor Relations Arbeit der PVA TePla wird im Konzern weiterhin eine große Rolle spielen – der Schwerpunkt unserer Aktivitäten liegt aber in einer Konzentration auf das operative Kerngeschäft. Im Mittelpunkt soll dabei eine verlässliche, an Fakten orientierte Finanzkommunikation stehen, fernab einer übertriebenen Ankündigungseuphorie. Wir wollen damit das langfristige Vertrauen unserer Anteilseigner sichern und den Wert des Unternehmens nachhaltig steigern.

Die PVA TePla-Aktie

Organe: Aktienbesitz und Bezugsrechte

Vorstand
Aktien Aktien Bezugsrechte Bezugsrechte
31.12.02 31.12.01 31.12.02 31.12.01
Peter Abel 6.432.185 0 0 0
Martin Gier 429.027 0 0 0
Volker Lang 0 0 0 0
Friedrich G. Meyer 71.060 71.060 0 30.000
Craig A. Walker 69.500 69.500 0 8.333
Aufsichtsrat
Aktien Aktien Bezugsrechte Bezugsrechte
31.12.02 31.12.01 31.12.02 31.12.01
Dr. Dietmar Kubis 0 0 0 0
Prof. Heiner Ryssel 0 0 0 0
Hartmut Böhle 375 0 0 0
Michael Daniel 2.800 2.800 0 0
Wolfgang Dondorf 0 0 0 0
Dr. Peter Friedemann 0 0 0 0

Roger D. McDaniel 0 0 0 0

Corporate Governance

Gemeinsame Erklärung des Vorstandes und des Aufsichtsrates der PVA TePla AG gemäß § 15 EGAktG i.V.m. § 161 AktG (vom 2. Dezember 2002)

Vorstand und Aufsichtsrat der PVA TePla AG mit Sitz in Feldkirchen erklären hiermit, dass beide Organe beabsichtigen, den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der aktuell veröffentlichten Fassung zu entsprechen.

Die jeweils aktuelle Erklärung zum Corporate Governance Kodex sowie eventuellen Abweichungen hiervon finden Sie auf unserer Homepage www.pvatepla.com.

Konzernlagebericht 2002

1. Einleitung

Der vorliegende Lagebericht beschreibt erstmals die Geschäftsentwicklung der PVA TePla AG ("Gesellschaft") und deren Tochtergesellschaften (zusammen "PVA TePla" oder der "Konzern"). Die PVA TePla ist aus der Verschmelzung der PVA Vakuum-Anlagenbau GmbH ("PVA") auf die TePla AG ("TePla") hervorgegangen, die in demselben Zuge umfirmiert hat.

Die PVA TePla ist heute ein weltweit agierender Anbieter von Systemen für die Herstellung hochwertiger (High Tech) Werkstoffe – wie Metalle, Keramiken und Gläser –, für die kontrollierte Behandlung von Oberflächen und für die Kristallzucht.

Diese Werkstoffe und deren Oberflächen müssen überwiegend unter stabilen, reproduzierbaren Bedingungen hergestellt werden – oft bei hohen Temperaturen –, und zusätzlich muss bei den Produktionsprozessen die Luft, die sich mit ihren Bestandteilen schädlich auswirkt, fern gehalten werden. Der Markt für derartige Systeme ist weltweit immer mit den neuesten Entwicklungen verbunden und wird existieren, solange High Tech-Werkstoffe benötigt werden.

Darüber hinaus bietet der Konzern UV-Strahler und -Systeme für die Behandlung von Wasser und Oberflächen mit UV-C-Strahlung an.

Das Ziel der Verschmelzung von PVA und TePla in 2002 war und ist die Bündelung ihrer weltweiten Aktivitäten und damit:

  • die Stärkung der weltweiten Präsenz,
  • der Zugang zu neuen Märkten und damit auch die größere Unabhängigkeit von Schwankungen einzelner Märkte,
  • neue Perspektiven bei der Entwicklung neuer Systeme und Prozesse,
  • Optimierung bei der Auslastung von Kapazitäten,
  • schnelles Wachstum, um die Marktchancen als einer der auf diesem Gebiet weltweit größten Systemhersteller kraftvoller wahrnehmen zu können.

Für eine effiziente Umsetzung und Nutzung der Synergiepotentiale wird der Vorstand durch konzernübergreifende Arbeitskreise unterstützt.

2. Fusion von PVA und TePla

Die außerordentliche Hauptversammlung der TePla am 28. August 2002 hat die Verschmelzung der PVA auf die TePla wirtschaftlich rückwirkend zum 1. Januar 2002 beschlossen. Die Verschmelzung wurde mit der Eintragung in das Handelsregister der aufnehmenden TePla am 5. November 2002 rechtskräftig.

Die Abbildung der Verschmelzung im Konzernabschluss nach US-GAAP unterscheidet sich deutlich von deren Betrachtung in der HGB-Rechnungslegung des Einzelabschlusses. Während HGB die TePla als übernehmendes Unternehmen wertet, sieht US-GAAP aufgrund der verschobenen Eigentümerverhältnisse die PVA als das übernehmende Unternehmen an (sog. reverse acquisition).

Die Zahlen des PVA TePla Konzernabschlusses 2002 beinhalten daher die Gesamtjahreszahlen des ehemaligen PVA-Konzerns sowie die Zahlen ab dem 5. November 2002 – also nur zwei Monate – des ehemaligen TePla-Konzerns. Die Vergleichszahlen des Vorjahres beziehen sich jedoch ausschließlich auf den ehemaligen PVA-Konzern. Die Vergleichbarkeit der Zahlen des Berichtsjahres mit denen des Vorjahres ist daher nur eingeschränkt gegeben.

PVA TePla hat nach der Verschmelzung ihre Berichterstattung neu geordnet und spiegelt darin ihre drei wesentlichen Geschäftsbereiche (GB) wider:

  • Vakuum-Anlagen,
  • Kristallzucht-Anlagen und
  • Plasma-Anlagen.

Der Geschäftsbereich Vakuum-Anlagen umfasst die Aktivitäten der ehemaligen PVA-Gruppe, ausgenommen die der Tochtergesellschaft Crystal Growing Systems GmbH. Diese bildet den Geschäftsbereich Kristallzucht-Anlagen ab. Die Aktivitäten der ehemaligen TePla-Gruppe stellen den Geschäftsbereich Plasma-Anlagen dar.

3. Wirtschaftliches Umfeld

Die wirtschaftliche Entwicklung stagnierte in 2002 weltweit und wird sich wohl auch kurzfristig nicht erholen können. Der Anfang des Jahres leicht spürbare Anstieg der Weltproduktion verlangsamte sich zur Jahresmitte, wofür die konjunkturelle Abschwächung in den USA maßgeblich war. Der massive Einbruch der internationalen Aktienmärkte und die Unsicherheiten über die Konsequenzen und Risiken militärischer Konflikte lassen eine fundierte Konjunkturprognose nicht zu.

Die Konjunktur in Deutschland ist nach wie vor schwach. Die Unternehmensinvestitionen waren aufgrund mangelnder Kapazitätsauslastungen stark rückläufig. Die Euro-Umstellung hat – zumindest in der Wahrnehmung – zu Preiserhöhungen und damit zu einem zurückhaltenden Konsumverhalten der privaten Haushalte geführt. Die starke Zunahme der Arbeitslosenzahl dämpft das private Konsumverhalten erheblich.

4. Entwicklung der Branchen

Im Bereich des Halbleitermarktes und der Mikroelektronik markiert aus heutiger Sicht das Jahr 2001 einen historischen Wendepunkt. Der große Boom des Jahres 2000 war das Ende des über 40 Jahre anhaltenden Wachstums der Branche von durchschnittlich 16% pro Jahr. Der herbe Einbruch des Halbleitermarktes um über 30% im Jahr 2001 ließ eine Vielzahl von Unternehmen in die Verlustzone rutschen. Die Rezession hat sich im Berichtsjahr weiter verstärkt, woraufhin die geplanten Ergebniserwartungen aller Marktteilnehmer im Verlauf des Jahres wiederholt reduziert werden mussten. Auch regional haben sich fundamentale Verschiebungen ergeben. Der einstige Chip-Primus USA war im Oktober 2002 erstmals die Weltregion mit dem niedrigsten Mikroelektronikverbrauch, dagegen steigerte die Region Asia/Pacific den Marktanteil Mitte 2002 auf fast 40% – schwerpunktmäßig in China und Taiwan.

Konzernlagebericht 2002

Die Investitionen in Silizium-Kristallziehanlagen für die Halbleiterindustrie sind fast vollkommen zurückgenommen worden. Zusätzlich drängen "Second Hand" Anlagen geschlossener US-amerikanischer Chip/Wafer-Fab's auf den Markt und werden insbesondere in Russland und Asien zu sehr günstigen Preisen angeboten. Die Investitionen unserer Kunden bewegen sich derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau und dienen vornehmlich zur Absicherung der erreichten Marktposition. Das heißt in dem einen Fall z.B. Aufrüstung vorhandener 200mm-Anlagen auf 300mm-Eignung und in dem anderen Fall Aufrüstung vorhandener Anlagen mit Komponenten oder Umrüstung auf moderne Prozess-Steuerungen, mit denen die Produktivität gesteigert und die Herstellkosten gesenkt werden können.

Viele Marktexperten glauben nicht, dass der Halbleitermarkt weltweit zu zweistelligen Wachstumsraten zurückfinden wird; die langfristigen Wachstumsraten werden sich eher bei 7% einstellen. Mengen- und Wertwachstum laufen im Chipmarkt nicht mehr parallel. Die Preise verfallen schneller, der Markt erreicht eine Sättigungsphase. Erst ab 2004 wird wieder mit einem stärkeren Wachstum gerechnet. Dabei setzt man auf Impulse aus der Automobilbranche. So dürfte der Elektronikanteil an den Herstellkosten der Fahrzeuge von heute 25% auf 40% ansteigen.

Der Bereich der Optoelektronik/Fiberoptics erlitt im Berichtsjahr im Durchschnitt ähnliche Einbrüche wie die Halbleiterbranche. Der Markt für optische Bauteile für Stepper ist direkt an die Mikroelektronik gekoppelt. Der Markt für Laser konnte sich recht gut behaupten, dafür brach der Markt für Glasfaser um so tiefer ein.

Neben den bekannten Anwendungen in der Optoelektronik und der Telekommunikation eröffnet der Markt von Substratmaterialien basierend auf fluoridischer oder oxydischer Basis (Saphir, Silizium-Carbid) für Linsen und Prismen von Hochleistungsoptiken der Lasertechnologie (Anwendung: Mikroelektronik/Chipproduktion) oder den sogenannten Verbindungshalbleitern (Gallium-Arsenid, Indium-Phosphid) zur Herstellung von weißem Licht mittels blauer LED's (Anwendung: Beleuchtungstechnik, Ersatz von Glühlampen) zukünftig interessante Wachstumsperspektiven.

Im Bereich der Photovoltaik hat sich das Marktwachstum der vergangenen Jahre auch im Jahr 2002 auf konstant hohem Niveau fortgesetzt. Getrieben durch die sich entwickelnden Nischenmärkte für alternative Energien aber besonders auch durch die vielfältigen Förderprogramme der Regierungen wurden die weltweiten Produktionskapazitäten für Solar-Module mit dem Schwerpunkt auf Silizium-Wafer um ca. 35% ausgebaut. Auch mittelfristig ist von einem überdurchschnittlichen Wachstum der Branche auszugehen, wobei der Preiskampf entsprechend zunimmt und damit mittelfristig die Produktionskapazitäten verstärkt in Billiglohn-Ländern aufgebaut werden.

Die Hartmetallbranche produziert im wesentlichen für den Werkzeugbau. Die Entwicklung dieser Branche läuft überwiegend parallel zu der des Werkzeugmaschinen- und allgemeinen Maschinenbaus aber auch der Fahrzeug- und Baumaschinenbranche. Auch hier wurden im Jahr 2002 Rückgänge von rund 5% verzeichnet. Jedoch zeichnete sich zum Jahresende eine leichte Belebung besonders bei Präzisionswerkzeugen und Baumaschinen ab. Im Bereich der Hartmetallsinteranlagen ist in Europa und den USA nicht mit einer erheblichen Ausweitung der Kapazitäten zu rechnen. Investitionen beschränken sich hier in den kommenden Jahren auf Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen. Großes Wachstum erwartet die Branche zur Zeit in Fernost, besonders in China, und mittelfristig auch in Osteuropa und den Staaten der früheren Sowjetunion.

Die Elektrotechnik und Lampenindustrie, für die PVA TePla Vakuum-Lötanlagen baut, verzeichneten im Berichtsjahr ebenfalls einen Rückgang von rund 5%.

Die Industrial/Medical Anwendungen der Plasma Technologie gehen zurück auf zwei wichtige Eigenschaften des Plasma, die in der Halbleiterindustrie bereits wohlbekannt sind. Die erste Eigenschaft ist die Fähigkeit von Plasma zur Reinigung organischer Rückstande von Oberflächen und die zweite Eigenschaft ist die "Aktivierung" bestimmter Oberflächen. Mit "Aktivierung" meint man die Erhöhung des hydrophilischen (wasserfreundlichen) oder hydrophobischen (wasserscheuen) Charakters der Oberfläche. Diese Änderungen der Oberfläche erleichtern z.B. das Verkleben, Lackieren, Umschäumen oder Laminieren. Der Markt für Industrial/Medical Plasmaanwendungen, stellt sich noch recht unspezifisch dar. Zu den potentiellen Marktsegmenten gehören hier Automotive, Electronic, Medical

bzw. die kunststoffverarbeitende Industrie im allgemeinen. Der Reifegrad und das Volumen dieser Märkte befindet sich aber noch in der Entwicklungsphase, so dass bei diesem Produktbereich erst in 2-3 Jahren mit einem spürbaren Aufschwung gerechnet werden kann.

5. Restrukturierung

Die anhaltende Investitionszurückhaltung und die Verschiebung großer Investitionsprojekte bei unseren Kunden erforderte im IV. Quartal 2002 die Erarbeitung eines umfassenden Restrukturierungsprogramms. Die zu diesem Zeitpunkt prekäre wirtschaftliche Lage der TePla, mit einerseits hohen operativen Verlusten, hohem Abschreibungsbedarf und Überkapazitäten an allen Standorten – und andererseits äußerst angespannter Liquiditätslage, erforderte die Einleitung weitreichender Sanierungsmaßnahmen. Diese wurden am 11./12. Dezember 2002 vom Aufsichtsrat der Gesellschaft genehmigt. Sie beinhalten eine Änderung der Führungsprinzipien, Reduzierung der Mitarbeiterzahl, Optimierung der Standorte und Veränderungen im Produktportfolio. Die entsprechenden Maßnahmen wurden Ende 2002 eingeleitet und sollen überwiegend bis Mitte 2003 abgeschlossen werden.

Konzernlagebericht 2002

6. Umsätze

Der ausgewiesene Konzernumsatz im Jahr 2002 belief sich auf insgesamt 37,8 Mio. € (Vorjahr 71,8 Mio. € für den ehemaligen PVA-Konzern). Gemäß US-GAAP beinhaltet der genannte Wert den Gesamtjahresumsatz 2002 des ehemaligen PVA-Konzerns i.H.v. 33,6 Mio. € sowie die November/Dezember-Umsätze des ehemaligen TePla-Konzerns i.H.v. 4,2 Mio. €.

Bei Berücksichtigung der Gesamtjahresumsätze des ehemaligen TePla-Konzerns errechnet sich ein Konzernumsatz der PVA TePla i.H.v. 46,7 Mio. €. Der Ende November 2002 avisierte Konzernumsatz von rund 50 Mio. € wird damit knapp verfehlt, da u.a. die Abnahme einzelner Anlagen durch den Kunden in das neue Geschäftsjahr verschoben wurde.

Ein besseres Verständnis dieser Zahlen, insbesondere im Vorjahresvergleich, sollen die folgenden Erläuterungen zu den einzelnen Geschäftsbereichen vermitteln.

Geschäftsbereich Vakuum-Anlagen

Der GB Vakuum-Anlagen verbuchte in 2002 einen Umsatz von 22,2 Mio. € und war damit seit zehn Jahren erstmals rückläufig – minus 57% im Vergleich zum Vorjahr (52,2 Mio. €). Dieser Einbruch ist hauptsächlich bedingt durch verschobene Investitionen und Nicht-Umsetzung von geplanten Investitionsprojekten bei unseren Kunden.

Hervorzuheben ist dabei ein Sonderprojekt, das in den Geschäftsjahren 2000 und 2001 eine enorme Umsatzsteigerung begründet und jeweils rund 50% des Jahresumsatzes ausgemacht hatte – und das der Rahmenplanung zufolge auch in 2002 und Folgejahren einen deutlichen Umsatzbeitrag leisten sollte. Dieses Sonderprojekt wurde vom Kunden wegen der allgemein angespannten wirtschaftlichen Lage zunächst angehalten.

Der Umsatzanteil für Service (Wartung, Ersatzteile, Montagen, Reparaturen) belief sich auf rund 4,8 Mio. € (Vorjahr 5,3 Mio. €) und betrug 21% des Geschäftsbereichsumsatzes.

Geschäftsbereich Kristallzucht-Anlagen

Im GB Kristallzucht-Anlagen, der durch die Aktivitäten der Tochtergesellschaft Crystal Growing Systems GmbH, Hanau, bestimmt wird, lag der in 2002 erzielte Umsatz bei rund 11,5 Mio. €. Im Vorjahr wurden in diesem Bereich 17,7 Mio. € Umsatz erzielt.

Davon entfiel nach wie vor der größte Teil (82%) auf die Halbleiterindustrie. Weitere 14% des Umsatzes wurden in dem neuen, zukunftsträchtigen Bereich Solar erwirtschaftet, der damit erstmals einen nennenswerten Umsatzbeitrag leistete. Alle Systeme des Geschäftsbereichs wurden in Europa verkauft.

Die restlichen 4% der Umsätze entfallen auf das Ersatzteilgeschäft.

Geschäftsbereich Plasma-Anlagen

Der Umsatz des GB Plasma-Anlagen im Gesamtjahr 2002 war mit 13,1 Mio. € (Vorjahr 20,1 Mio. €) eher enttäuschend. Im PVA TePla-Konzernabschluss wurden hiervon nur die Umsätze der zwei Monate

November/Dezember, insgesamt 4,2 Mio. €, berücksichtigt. Diese lagen rund 31% über dem Umsatz der letzten drei Monate in 2001 (3,2 Mio. €).

Der nach wie vor umsatzstärkste Produktbereich Semiconductor (Front End der Halbleiterfertigung) verzeichnete mit Erlösen von 1,6 Mio. € (im Gesamtjahr 4,6 Mio. €; Vorjahr 8,7 Mio. €) deutliche Einbußen. Die am Standort Kahla gefertigten Metrology Wafertest-Systeme verzeichneten nur sehr geringe Umsätze.

Noch stärker fiel der Umsatzrückgang auf 0,8 Mio. € (Gesamtjahr 1,3 Mio. €; Vorjahr 6,8 Mio. €) im Produktbereich Industrial/Medical aus. Grund hierfür sind einerseits der allgemeine Investitionsstau im europäischen und deutschen Raum, andererseits Schwierigkeiten bei der Einführung der atmosphärischen Plasmatechnologie.

Angesichts der Branchensituation behauptete sich der Produktbereich PCB/Chip Packaging (Back End der Halbleiterfertigung) mit einem Umsatz von 1,0 Mio. € (Gesamtjahr 2,6; Vorjahr 2,7 Mio. €) dank einer Reihe von Aufträgen aus dem asiatischen Raum vergleichsweise gut.

Beachtlich war hingegen der Umsatzanteil des Service-Bereichs von 0,4 Mio. € (Gesamtjahr 2,1 Mio. €; Vorjahr 1,9 Mio. €). Viele Kunden ziehen es in wirtschaftlich schwierigen Zeiten vor, anstelle von Neuinvestitionen die Nutzungsdauer älterer Anlagen mit Hilfe von Reparaturen und Ersatzteilen zu verlängern.

Konzernumsätze nach Regionen in %

7. Aufträge

Der Konzern verbuchte im Berichtsjahr den Eingang von Aufträgen im Gesamtvolumen von rund 33,1 Mio. €, wobei ein Vergleich mit dem Vorjahr wegen der Verschmelzungseinflüsse eingeschränkt ist. Gleichwohl blieb der Auftragseingang in allen Bereichen deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Von dem Gesamtauftragseingang entfielen rund 21,2 Mio. € auf den GB Vakuum-Anlagen, rund 10 Mio. € auf den GB Kristallzucht-Anlagen und ca. 1,9 Mio. € (nur für November/Dezember) auf den GB Plasma-Anlagen.

Bei Berücksichtigung des Gesamtjahresauftragseingangs im GB Plasma-Anlagen von 13,5 Mio. € ergibt sich ein Auftragseingang im Konzern für das Gesamtjahr von 44,7 Mio. €.

Der Auftragsbestand am Jahresende belief sich auf insgesamt 18,7 Mio. € (für die einzelnen Geschäftsbereiche: 10 bzw. 7,5 bzw. 1,2 Mio. €).

Konzernlagebericht 2002

Die Hartmetall-Branche investiert vor allem in Fernost (China) weiter in Kapazitätsausweitung und in den Ersatz verbrauchter Anlagen.

Einige Projekte, mit deren Auftragserteilung wir in 2002 fest gerechnet hatten, wurden zeitlich verschoben.

8. Produktion

Die Produktionsstandorte des GB Vakuum-Anlagen in Aßlar und Jena, des GB Kristallzucht-Anlagen in Hanau und des GB Plasma-Anlagen in Feldkirchen, Kahla und Corona/USA verzeichneten im Geschäftsjahr 2002 eine sehr unterschiedliche Kapazitätsauslastung.

Bei Vollauslastung der Produktionsbereiche an den Standorten Aßlar und Hanau konnte der Kapazitätsbedarf der Fertigung für Vakuum- und Kristallzucht-Anlagen zu ca. 90% abgedeckt werden; der verbleibende Bedarf wurde als Fremdleistungen, soweit möglich innerhalb des Konzerns, zugekauft. Gleichwohl machten die für das o.g. Sonderprojekt am Standort Jena aufgebauten und mit Verschiebung des Projektes überdimensionierten Personalkapazitäten Kündigungen erforderlich. Die Fertigungstiefe für nicht Technologie tragende Teile bis hin zu kompletten Baugruppen mit Montageleistungen wurde weiter niedrig gehalten.

Die Produktionsstandorte des ehemaligen TePla-Konzerns in Feldkirchen, Kahla und Corona/USA hatten zuvor ihre Kapazität auf die in 2001 und 2002 höher erwarteten Aufträge hin ausgebaut. Mit der Flaute in der Halbleiterbranche und den nicht anziehenden Märkten im Bereich Industrial/Medical hatte der GB Plasma-Anlagen daher erhebliche Überkapazitäten. Als Folge wurde zum Ende des Jahres im Rahmen der Restrukturierung die Aufgabe des Standortes Kahla beschlossen, so dass die Produktion der Metrology-Produkte zukünftig an anderen Standorten des PVA TePla-Konzerns sowie im Wege der Fremdvergabe erfolgt.

9. Forschung & Entwicklung

Geschäftsbereich Vakuum-Anlagen

Die auftragsbezogene Optimierung und Weiterentwicklung der Standardanlagen entsprechend den Anforderungen der Kunden in den Einzelprojekten mit am weltweiten Markt neu verfügbaren Komponenten und neuen internen Berechnungsmöglichkeiten ist ein Grundpfeiler der Anlagenentwicklung.

So wurde zum Beispiel auf der Basis der Standardtechnik Vakuum-Schmelzanlagen und Überdruckanlagen für die Sintertechnik oder Kristallzucht eine Laborschmelzanlage zur Werkstoffentwicklung für Vakuum- und Überdruck bis 10 bar entwickelt. Für das Sintern von Teleskopspiegelsegmenten wurde der bisher größte Hochtemperatur-Sinterofen für 2200°C bei 5000 Litern Nutzvolumen entwickelt. Für eine 300 kg Induktionsschmelzanlage für die Herstellung von Sonderlegierungen wurde ein Kokillen-bewegungssystem mit Wägeeinrichtung zum Anzeigen des aktuellen Gussgewichtes entwickelt und erfolgreich beim Kunden in Betrieb genommen.

Mit einem im Jahr 2000 eingeführten wissenschaftlich-technischen Berechnungsprogramm (Computational Fluid Dynamics) wurde im Vorjahr eine neue COD–Schnellkühlung entwickelt, mit der die Abkühlzeit der Produktionsanlagen um ca. 50% verkürzt werden kann, was bei durchschnittlichen Chargenzyklen einer Produktivitätssteigerung von ca. 15% entspricht. Dabei wird die Gasführung bei der auftretenden natürlichen Konvektion intern optimiert und temperaturabhängig geregelt an einem innenliegenden Wärmetauscher abgeführt. Mit der Entwicklung eines druckfest ausgeführten Gebläses zur Zwangsführung der Gasumwälzung wurde die Schnellkühlung bei Drucksinteranlagen weiter verbessert. Dieser technologische Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb konnte bereits in 2002 erfolgreich im Markt eingeführt und mit Neuaufträgen für COD-Öfen in eine Geschäftsausweitung in der Hartmetallbranche umgesetzt werden.

Im Bereich der elektrischen Steuerungen und Software werden dezentrale Peripheriebaugruppen für die Signalverarbeitung und Ansteuerung über PRO-FIBUS von Anlagenbaugruppen eingesetzt. Die Bedienoberflächen der Visualisierung wurde weiter verbessert und modernisiert und damit noch bedienfreundlicher gestaltet. Die Steuerungssoftwareprogramme wurden in eine standardisierte neue Struktur gebracht, um eine größere Effizienz bei der Auftragsbearbeitung zu erzielen.

Im Bereich Vakuum-Löt- und Vakuum-Wärmebehandlungsservice wurden nach den in den Vorjahren dominierenden Entwicklungen von Lötverfahren für die Mikrofügetechnik und die Brennstoffzellentechnologie im Berichtsjahr in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kunden Sintertechniken im Hochvakuumofen für refraktärmetallhaltige Legierungen entwickelt und erfolgreich erprobt. Hierdurch konnte ein wichtiger Beitrag zu neuen pulvermetallurgischen Produktionstechniken für komplexe Legierungssysteme geleistet werden. Weitere Entwicklungsaktivitäten haben sich mit dem Sintern von Feinfaserstrukturen und Löten komplexer Bauteilstrukturen, bestehend aus unterschiedlichen, den speziellen Einsatzbedingungen angepassten Materialien, beschäftigt.

Im GB Vakuum-Anlagen erfolgen F&E-Arbeiten grundsätzlich im Rahmen von Kundenaufträgen; sie werden daher nicht gesondert ausgewiesen. Die darin enthaltenen Leistungen, die zu generell wiederverwendbaren Verbesserungen bzw. Neuerungen des Produktprogramms führen, können mit bis zu 50% unserer gesamten Konstruktionsleistung veranschlagt werden.

Geschäftsbereich Kristallzucht-Anlagen

Hohe Entwicklungskosten, insbesondere für eine 300mm Silizium (Si)-Kristallziehanlage mit erhöhtem Chargengewicht bis 450kg sowie Anlagen zur Züchtung von Gallium-Arsenid (GaAs)- und Indium-Phosphit (InP)- Kristallen nach dem Vertical Gradient Freeze (VGF)-Verfahren haben das Ergebnis 2002 belastet. Speziell von diesen Anlagen erwarten wir zukünftig einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag nach Wiederbelebung des Halbleitermarktes.

Konzernlagebericht 2002

Parallel zu diesen durch das Bundesforschungsministerium BMBF geförderten Projekten wurde die Palette von Anlagenzubehör kontinuierlich weiter ergänzt, wie z.B. durch Granulat-Feeder und Handling-Systeme zur Optimierung der kundenseitigen Produktivität.

Grundsätzlich werden die Entwicklungen im GB Kristallzucht-Anlagen mit einem Industriepartner durchgeführt, so dass die Marktfähigkeit und -akzeptanz durch den Kunden regelmäßig gewährleistet ist.

Geschäftsbereich Plasma-Anlagen

Mit 1,5 Mio. € F&E-Aufwendungen (im Gesamtjahr 2002; Vorjahr 2,1 Mio. €) blieb die F&E-Tätigkeit des GB Plasma-Anlagen auf einem Niveau, das langfristig sinnvoll und zur Sicherung zukünftiger Wachstumschancen notwendig ist.

Der Schwerpunkt der Entwicklungsarbeiten lag im Bereich Semiconductor. Die Hauptumsatzträger, die Serie 300, ein Mikrowellenplasmasystem das vor allem im Bereich Ashing eingesetzt wird, wurde kontinuierlich weiterentwickelt. Dabei standen die Optimierung der Mikrowelleneinspeisung und die Verbesserung der Plasmaquelle im Vordergrund.

Die Serieneinführung für das Plasmasystem 800, einer hochproduktiven Maschine für das Veraschen von Fotolack auf 200mm Wafern, gelang erst gegen Ende des Jahres. Die Weiterentwicklung der Wafer Transport Unit und die Optimierung der Software verzögerte sich länger als ursprünglich erwartet. Das Plasma System 800 soll mittelfristig die Serie 300 als "Cash Cow" ablösen. Die mit einer verschleißarmen Keramikkammer und einem sehr schnellen Beladesystem ausgestattete Maschine erzielt sehr hohe Ätzraten ohne Lackrückstände zu

hinterlassen, ist umweltfreundlich und senkt durch geringen Reinraumflächenbedarf und niedrige Betriebskosten die "Cost of Ownership" auf ein Minimum.

Die Leistungsfähigkeit des Systems QuarzClean erfuhr eine weitere Steigerung. Diese Anlage zur schonenden Reinigung von Wafer-Booten aus Quarz (Gestelle für die Aufnahme von bis zu 75 Wafern) entfernt die bei Beschichtungsprozessen entstehenden Verunreinigungen noch erheblich schneller und effizienter als bisher. Die Kontamination der Wafer-Boote mit Fremdmetallen konnte weiter verringert werden. Das Plasma arbeitet deutlich schonender als die bislang üblicherweise eingesetzte Fluorwasserstoffsäure. Dadurch verzehnfacht sich die Lebensdauer der teuren Wafer-Boote und die Entsorgung der gefährlichen Säuren entfällt völlig.

Die laserbasierenden SIRD und TWIN Systeme zur Bestimmung von Kristalldefekten im Wafermaterial wurden ebenfalls weiterentwickelt. Die Implementation einer sog. Pattern Recognition Software dient dabei besonders der Benutzerfreundlichkeit des Systems.

Für das Projekt "paper thin wafers" unter Führung des Fraunhofer Instituts erhielt der Geschäftsbereich erstmals Fördergelder des Bundesforschungsministeriums. Dabei geht es um die Entwicklung papierdünner Chips, beispielsweise für Geldscheine. Die Projektbeteiligung im Rahmen der Entwicklung eines Systems zum Wafer-Dünnen mit Plasma belegt die technologische Vorreiterrolle in diesem Bereich.

Im Produktbereich PCB/Chip Packaging wurde vor allem die technologische Weiterentwicklung des Plasma Systems 80 vorangetrieben. Dieses speziell für die Inline Fertigung und die Behandlung von Einzelsubstraten konzipierte System wird zur Oberflächenvorbereitung für das Drahtbonden und das Verkapseln von Chips eingesetzt. Das System kann problemlos in vollautomatische Fertigungslinien integriert werden, bietet extrem kurze Prozesszeiten und ist wie das bewährte System 400 auch für sog. Flip Chip und Wafersandwich Anwendungen geeignet.

Die Weiterentwicklung des atmosphärischen Plasmasystems PlasmaPen beanspruchte die größten Ressourcen der Sparte Industrial/Medical. Dieses Produkt wird insbesondere für die selektive Oberflächenbehandlung eingesetzt. Die Einsatzgebiete reichen vom Reinigen von Kontakten in der Elektronik über die Behandlung von Verpackungen vor dem Bedrucken bis zur Vorbereitung von Textilfasern auf das Einfärben. Bei der Produktgruppe PlasmaPen wurde vor allem die Entwicklung des Modells Xtension forciert, das mit mehreren parallel angeordneten Plasma-Austrittsöffnungen ausgestattet ist anstelle einer einzelnen Düse wie beim PlasmaPen. Dadurch können beliebig breite Flächen bearbeitet werden, beispielsweise metallische Folien in der Verpackungsindustrie.

10. Investitionen

Die in der Entwicklung des Anlagevermögens im Anhang ausgewiesenen Bruttoinvestitionen von insgesamt 13,6 Mio. € in 2002 sind größtenteils verschmelzungsbedingt: Zugänge i.H.v. 8,6 Mio. € betreffen den Erwerb des Vermögens der TePla-Gruppe. Davon entfallen 5,4 Mio. € auf immaterielle Vermögensgegenstände und 3,2 Mio. € auf Sachanlagen.

Weitere 2,7 Mio. € resultieren aus dem Geschäftswert im Zuge des Erwerbs von Geschäftsanteilen an der Crystal Growing Systems GmbH.

Die restlichen Bruttozugänge von 2,3 Mio. € betreffen überwiegend Zugänge bei Sachanlagen.

11. Vermögens- und Finanzlage

Zum Jahresende 2002 weist PVA TePla ein Konzern-Umlaufvermögen i.H.v. 25,5 Mio. € aus, das im Wesentlichen mit 9,6 Mio. € auf Vorräte, mit 5,9 Mio. € auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 7,1 Mio. € auf den Liquiditätsbestand entfällt.

Das Anlagevermögen beläuft sich am Jahresende 2002 auf 24,0 Mio. €. Neben Sachanlagen im Wert von 10,3 Mio. € beinhaltet es hauptsächlich Geschäfts- und Firmenwerte ("Goodwill") i.H.v. insgesamt 7,6 Mio. €. Dieser Goodwill entfällt mit rund 4,9 Mio. € auf den Erwerb der TePla-Gruppe und mit rund 2,7 Mio. € auf den Erwerb von Geschäftsanteilen an der Crystal Growing Systems GmbH. Außerdem werden langfristige latente Steuern (4,6 Mio. €) berücksichtigt.

Konzernlagebericht 2002

Rückstellungen und Verbindlichkeiten, inklusive Anteile anderer Gesellschafter, beliefen sich am Jahresende auf 25,7 Mio. €. In diesem Betrag sind Pensions- und andere Rückstellungen i.H.v. 11,3 Mio. € enthalten.

Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2002 ein Eigenkapital von 23,8 Mio. € aus. Im Zuge der Verschmelzung von PVA und TePla war das Grundkapital am 5. November 2002 durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sacheinlage auf rund 21,45 Mio. € erhöht worden.

Nach der Verschmelzung wurden die der PVA und der TePla sowie ihren jeweiligen Tochtergesellschaften vordem von Banken gewährten Kreditlinien für die PVA TePla neu verhandelt. Zum Jahresende betrugen die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten der PVA TePla 4,8 Mio. €. Der von den Banken auch darüber hinaus zugesagte Kreditrahmen bietet der PVA TePla aus heutiger Sicht genügend Finanzierungsspielraum zur Abwicklung des von ihr geplanten Geschäfts.

12. Ertragslage

Der Jahresfehlbetrag 2002 von 3,7 Mio. € beinhaltet das konsolidierte Ergebnis des ehemaligen PVA-Konzerns für das gesamte Geschäftsjahr 2002 und das Ergebnis der ehemaligen TePla-Gruppe für die letzten zwei Monate 2002.

Der Verlust des Konzerns aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit wird mit rund 5,0 Mio. € ausgewiesen. Er resultiert zum Teil aus voraussichtlich einmaligen Sondereinflüssen:

TEUR
Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit: -4.990
darin Kosten der Verschmelzung 201
darin Restrukturierungsaufwendungen 711
darin außerplanmäßige
Abschreibungen auf Vorräte 1.802
Ergebnis der gew. Geschäftstätigkeit
vor Sondereinflüssen: -2.276

Der ohne Sondereinflüsse sich mit 2,3 Mio. € ergebende Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit ist auf die im Verhältnis zum unterplanmäßigen Umsatz zu hohen Personal-, Vertriebs-, Verwaltungs- und F&E- Kosten zurückzuführen.

13. Personalentwicklung/Organveränderungen

Im Jahr 2002 beschäftigte die PVA TePla im Durchschnitt 372 Mitarbeiter im Konzern. Die deutliche Erhöhung gegenüber dem Vorjahr (258 Mitarbeiter in der ehemaligen PVA-Gruppe) resultiert aus der Verschmelzung von PVA und TePla.

Mit der Verschmelzung von PVA und TePla verteilten sich die Aktivitäten der Gesellschaft auf die Produktionsstandorte Feldkirchen, Kahla, Jena, Aßlar, Hanau und Corona/USA sowie vier weitere Vertriebsstandorte in Texas, New Jersey, New Hampshire (USA) und Frankreich.

Im Rahmen von Restrukturierungsmaßnahmen hat die Gesellschaft die Schließung der Betriebsstätte Kahla sowie einen weiteren Stellenabbau, insbesondere am Standort Feldkirchen, beschlossen, nachdem zuvor an anderen Standorten (Jena, Corona/USA) Mitarbeiter kapazitätsbedingt abgebaut worden waren. Dabei wurde auch ein Personalabbau an den Standorten Aßlar und Hanau in 2003 geplant.

Die Verminderung der Mitarbeiterzahl wird sich aufgrund der Kündigungsfristen erst im Laufe des Geschäftsjahres 2003 in den Zahlen niederschlagen.

Die PVA TePla kommt ihrer gesellschaftlichen Verantwortung darüber hinaus durch die Ausbildung junger Menschen nach. In 2002 beschäftigte der Geschäftsbereich Vakuum-Anlagen 7 Auszubildende sowie mehrere Praktikanten vornehmlich in technischen Bereichen.

Im Laufe des Geschäftsjahres wurden durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung am 4. Juni 2002 die Herren Wolfgang Dondorf und Hartmut Böhle zu Mitgliedern des sechsköpfigen Aufsichtsrats gewählt. Zuvor hat Herr Roger D. McDaniel sein Aufsichtsratsmandat zum 30. Januar 2002 niedergelegt; Herr Rudolf Ruppert war bereits zum Ende 2001 wegen Krankheit aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Wie im Rahmen der außerordentlichen Hauptversammlung zur Genehmigung der Verschmelzung von PVA und TePla bereits angekündigt, hat der

Aufsichtsrat mit Beschluss vom 13. November 2002 und mit Wirkung zum 2. Dezember 2002 die Herren Peter Abel, Martin Gier und Volker Lang zu weiteren Vorstandsmitgliedern der PVA TePla bestellt. Peter Abel wurde der Vorstandsvorsitz an Stelle von Friedrich G. Meyer übertragen.

14. Risiken

Die PVA TePla ist als weltweit operierendes Technologieunternehmen mit einer Vielzahl von Risiken konfrontiert.

Das wirtschaftliche Umfeld der Gesellschaft ist geprägt durch globale Märkte und die ständig wachsende Komplexität der technologischen Anwendungen. Die Risiken einer existenzbedrohenden Firmen- und Umfeldentwicklung werden vom Management des Unternehmens laufend beobachtet und evaluiert und soweit angezeigt und möglich reduziert oder ausgeglichen. Die Beurteilung der Risikofaktoren fließt in die unternehmerischen Entscheidungen ein.

Das primäre Ziel eines effizienten und vorausschauenden Risikomanagements ist das Identifizieren von Risiken. Hierzu steht den Mitarbeitern ein Risikomanagement-Handbuch mit Verfahrensanleitungen und einem Maßnahmenkatalog zur Verfügung, wodurch die geschäftlichen Risiken durch laufende Überwachung der wesentlichen Vorgänge gesteuert werden. Im kaufmännischen Bereich wird diese Aufgabe durch das Vier-Augen-Prinzip gewährleistet.

Konzernlagebericht 2002

Die Marktrisiken liegen besonders in unerwarteten Schwankungen der Investitionstätigkeit der Kunden bzw. Branchen. Dieses Risiko wird durch Diversifizierung des Leistungsangebotes in verschiedene Branchen wie Chip-Produktion, Werkzeug- und Hartmetall, Herstellung hochwertiger Metalle und Keramiken, Automobil- und Flugzeug-Industrie, Elektro- und Elektronikindustrie reduziert. Zyklische, absehbare Schwankungen des Marktvolumens werden vornehmlich durch Zukauf oder Reduzierung von Fremdleistungen ausgeglichen. Auch werden in der PVA TePla-Gruppe hochwertige Lohnarbeiten – wie Plasma-Behandlung oder Hochvakuum-Löten und -Wärmebehandeln von Bauteilen – angeboten, die erfahrungsgemäß in Zeiten geringer Investitionsneigung von den Kunden verstärkt nachgefragt werden.

Besonders das Halbleitergeschäft, die zur Zeit wichtigste Branche der PVA TePla, ist gekennzeichnet durch eine hohe Zyklizität und bietet daher große Chancen und Risiken. Obwohl die Chip-Branche in den letzten Jahrzehnten eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate weit über den meisten Old-Economy-Branchen hatte, umfasst dieser Durchschnitt sowohl starke Wachstums- als auch Rezessionsjahre. Ergänzt wird diese Risikolage durch einen hohen Investitions- und Entwicklungsbedarf zur Absicherung der Marktstellung.

Das Risiko der Auftragsverluste durch eine unerwartete, neu am Markt auftauchende (Seiteneinsteiger-) Technologie wird durch ständige Beobachtung neuer branchen-spezifischer Forschungs- und Technologiearbeiten und veröffentlichter Ergebnisse sowie Gespräche mit den Schlüsselkunden weltweit beobachtet und eingeschätzt.

Die hohe technische Komplexität der Produkte und der schnelle technologische Fortschritt beinhalten Risiken im Hinblick auf den Bereich Forschung und Entwicklung. Der mittel- und langfristige Erfolg hängt entscheidend davon ab, dass innerhalb angemessener Zeitspannen marktfähige Produkte (weiter-) entwickelt werden, die zeitnah ausreichende Umsätze generieren, sodass der Cash Flow die Innenfinanzierung des Unternehmens sichert.

Die Liquiditäts- und Kreditrisiken für die Finanzierung des Geschäftsbetriebes werden bei Großaufträgen durch Kunden- und Lieferantenfinanzierung erheblich gesenkt. Dabei wird meist eine mehrstufige Anzahlungsregelung, beginnend mit bis zu 30% bei Auftragseingang, vertraglich vereinbart. Diese Vorgehensweise wird mit besonderer Priorität beibehalten, um auch die Bonität der Kunden damit ansatzweise zu prüfen. Im Gegensatz dazu muss die Gesellschaft bei sehr wenigen Lieferanten (das Einkaufsvolumen beträgt rund 50% des Umsatzes!) eine Anzahlung leisten.

Die Gesellschaft verbucht einen Großteil ihrer Umsätze mit dem Ausland. Die Fakturierung der Aufträge, auch außerhalb des EU-Raumes, erfolgt überwiegend in Euro. Anderenfalls wird im Einzelfall die Absicherung von Währungsschwankungen durch Devisentermingeschäfte gewährleistet.

Das Personalkapazitätsrisiko liegt besonders bei der Rekrutierung und Integration von kompetentem Führungs- und Fachpersonal zur Substitution insbesondere altersbedingt ausscheidender Führungsund Fachkräfte und zur Bewältigung von Wachstum und der Einführung neuer Technologien. Es liegt zur Zeit aber auch bei der Verhinderung von Abwanderungsgedanken aufgrund der Restrukturierungsphase. Insgesamt gestaltet sich die Einstellung von hoch qualifiziertem Personal aufgrund der Verfügbarkeit am Markt eher schwierig. Es werden Kontakte zu verschiedenen Ausbildungsstätten/Hochschulen unterhalten und ausgebaut, um geeignetes Personal zu finden. Eine nennenswerte Personal-Fluktuation ist über die letzten Jahre gleichwohl nicht zu erkennen.

Alle Unternehmen, an denen der Konzern zu mehr als 50% beteiligt ist, sind im Rahmen ihrer Qualitätssicherung zertifiziert nach ISO 9001/2000. Die Aufrechterhaltung eines auf jedes Konzernunternehmen zugeschnittenen Qualitätssicherungssystems wird von einer zentralen Stelle unterstützt und überwacht. Auch der Abschluss geeigneter Versicherungen zur Abdeckung der verschiedenen Betriebsrisiken wird für die Konzernunternehmen von einer zentralen Stelle koordiniert.

Das Risiko des Ausfalls eigener Maschinen ist eher von untergeordneter Bedeutung, da wenige Werkzeugmaschinen (die Produktion hat den Schwerpunkt bei Montage- und Inbetriebnahme-Tätigkeiten) und auch ausreichend geeignete Maschinen bei nahen Unterlieferanten vorhanden sind. An den eigenen Plasma-Anlagen und Vakuum-Lötanlagen kann präventive Wartung und rascher Ausfallservice selbst durchgeführt werden. Das Ausfallrisiko von EDV-Anlagen und die Bedrohung durch Softwareviren wird durch regelmäßige Datensicherung und durch Firewalls reduziert.

Das Ausfallrisiko von Lieferanten wird durch eine gezielte Ertüchtigung alternativer Lieferanten auch im Ausland erheblich reduziert. Bei allen bedeutenden Zulieferern wird auf ein geeignetes Qualitätssicherungssystem geachtet.

15. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres

Mit Ablauf des 14. Januar 2003 ist Herr Friedrich G. Meyer aus dem Vorstand der Gesellschaft ausgeschieden. Zuletzt Bereichsvorstand für Plasma-Anlagen und zuvor Vorstandsvorsitzender der TePla, hat Herr Meyer seine Aufgaben als Bereichsvorstand an den Vorstandskollegen Martin Gier übergeben, der damit im Konzern die Geschäftsbereiche Kristallzucht-Anlagen und Plasma-Anlagen führt.

Im Zuge des schwieriger werdenden Umfelds hat die 100%-Tochter Vakuum-Anlagen Service GmbH am 17. Februar 2003 Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen Überschuldung gestellt. Nachhaltige wirtschaftliche Nachteile für PVA TePla sind hiermit aus heutiger Sicht nicht verbunden.

Konzernlagebericht 2002

16. Ausblick

Für das laufende Geschäftsjahr 2003 sind die Erwartungen des Vorstands angesichts der immer noch ungeklärten weltwirtschaftlichen Lage und v.a. auch der weiterhin drohenden Kriegsgefahr mit ihren nicht absehbaren Folgen verhalten. Insgesamt soll sich die Ertragslage trotz einer vergleichsweise geringen Umsatzsteigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2002 deutlich verbessern. Geplant ist, operativ – insbesondere auch in dem seit Jahren defizitären Geschäftsbereich Plasma-Anlagen (TePla) – den Break-even zu erreichen. Erste dazu erforderliche Restrukturierungsmaßnahmen – Standort- und Personalmaßnahmen – hat die Gesellschaft Ende 2002/Anfang 2003 bereits eingeleitet. Dadurch werden die Fixkosten ab dem zweiten Quartal 2003 deutlich gesenkt. Das Potenzial zur Hebung von Synergien aus der Verschmelzung ist damit nach Ansicht des Vorstands noch nicht ausgeschöpft, so dass mittelfristig weitere positive Effekte aus der Verschmelzung zu verbuchen sein werden.

Hinsichtlich der Realisierung von Umsätzen, Auftragseingängen und damit auch der Beschäftigungsauslastung sind in 2003 unterjährig durchaus Schwankungen zu erwarten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bereits bekannte Auftragsverschiebungen gegenüber der vom Management verabschiedeten Planung für 2003 – insbesondere die erneute Verschiebung des Sonderprojektes – vergrößern die Herausforderung für Management und Mitarbeiter, die mit der Planung gesteckten Umsatz- bzw. Ertragsziele in 2003 zu erreichen.

Die Anpassung der Kostenstruktur durch Straffung der Organisation und andere Maßnahmen bleibt daher – soweit erforderlich – oberstes Gebot, um die Gesellschaft für die Zukunft langfristig auf eine solide Basis zu stellen. Aber auch die Wahrnehmung von Chancen zur Erweiterung unserer technologischen Vorreiterrolle darf an Priorität nicht verlieren: PVA TePla hat z.B. in 2003 die Option, weitere 25% Anteile an dem Beteiligungsunternehmen PVA MIMtech, LLC zu erwerben und damit ihren Anteil an dieser Gesellschaft, die in dem zukunftsträchtigen Gebiet der Metal Injection Moulding (MIM)-Technologie tätig ist, auf 50% zu erhöhen.

Der Vorstand wird alles daran setzen, das enorme Geschäftspotenzial für die Produkte der PVA TePla und ihrer weltweiten Konzerngesellschaften zur Steigerung des Unternehmensertrags zu nutzen.

Feldkirchen, 3. April 2003

PVA TePla Vorstand

Konzernbilanz nach US-GAAP zum 31.12.2002

Aktiva Anhang 31.12.2002
TEUR
31.12.2001
TEUR
Umlaufvermögen
Flüssige Mittel 7.077 13.180
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (6) 5.851 5.130
Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 1 0
Sonstige Forderungen 2.297 1.409
Vorräte (7) 9.561 5.310
Sonstige Vermögensgegenstände 460 469
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 103 8
Aktive latente Steuern (18) 104 0
Summe Umlaufvermögen 25.454 25.506
Anlagevermögen
Finanzanlagen (8) 203 98
Sachanlagen (9) 10.284 7.064
Immaterielle Vermögensgegenstände (9) 8.917 976
Aktive latente Steuern (18) 4.626 1.356
Summe Anlagevermögen 24.030 9.494
Summe Aktiva 49.484 35.000
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des
Konzernabschlusses.
Passiva Anhang 31.12.2002 31.12.2001
TEUR TEUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (11)+(15) 4.797 842
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.552 698
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen (12) 2.550 4.255
Sonstige Verbindlichkeiten (13) 1.589 1.332
Rückstellungen für passive latente Steuern (18) 1.266 1.309
Steuerrückstellungen 334 667
Sonstige Rückstellungen (14) 4.223 3.346
Passive Rechnungsabgrenzungsposten 7 0
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten 17.318 12.449
Sonderposten aus Subventionen (10) 1.236 1.123
Langfristige Verbindlichkeiten
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (15) 1.054 1.153
Pensionsrückstellungen (16) 5.478 4.501
Negativer Geschäftswert aus früheren Anteilserwerben (17) 0 21
Summe langfristige Verbindichkeiten 6.532 5.675
Anteile anderer Gesellschafter 615 2.550
Eigenkapital (4)
Gezeichnetes Kapital 21.450 1.534
Kapitalrücklage 0 365
Bilanzgewinn 2.505 11.301
Kumuliertes übriges Ergebnis -172 3
Summe Eigenkapital 23.783 13.203
Summe Passiva 49.484 35.000
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des
Konzernabschlusses.

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2002

GuV Anhang 2002 2001
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 37.788 71.759
Herstellungskosten des Umsatzes -30.917 -50.455
Bruttoergebnis vom Umsatz 6.871 21.304
Vertriebskosten -3.468 -3.115
Allgemeine Verwaltungskosten -4.346 -3.641
Forschungs- und Entwicklungskosten (19) -1.187 -442
Restrukturierungs- und andere unregelmäßige
Aufwendungen (20) -2.715 0
Geschäfts- und Firmenwertabschreibungen -10 0
Sonstige betriebliche Erträge 861 409
Sonstige betriebliche Aufwendungen -975 -963
Betriebsergebnis -4.969 13.552
Zinserträge 364 488
Zinsaufwendungen -332 -172
Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen -53 0
Zinsergebnis und Ergebnis aus assoziierten
Unternehmen -21 316
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.990 13.868
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (18) 68 -4.995
Latente Steuern (18) 1.237 -348
Erträge aus der Änderung von Bilanzierungsmethoden 21 0
Jahresüberschuss/-fehlbetrag -3.664 8.525
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -58 -1.254
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Anteilen
anderer Gesellschafter -3.722 7.271
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des
Konzernabschlusses.

Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2002

2002 2001
TEUR TEUR
Konzernjahresfehlbetrag (im Vorjahr Konzernjahresüberschuss) -3.722 7.271
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.057 1.861
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -369 -1.281
+/- Zunahme/Abnahme der latenten Steuern -1.203 338
+/- Zunahme/Abnahme des Sonderpostens aus Subventionen 113 225
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 46 18
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 -33
+/- Auf konzernfremde Gesellschafter entfallende Ergebnisanteile 58 1.254
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen sowie andere Aktiva
2.833 811
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie andere Passiva
-2.332 2.803
= Mittelabfluss/-zufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit -2.519 13.267
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 2 0
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -97 -99
+ Einzahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen 237 0
- Auszahlungen aus dem ant. Erwerb an assoziierten Unternehmen -93 0
+ Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögensgegenständen
und Sachanlagen 76 49
- Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen -1.468
= Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -1.912 -1.518
+ Einzahlungen aus Erhöhungen des gezeichneten Kapitals 170 0
+ Einzahlungen in die Kapitalrücklage 3.829 0
- Auszahlungen an Gesellschafter (Dividenden, Kapitalrückzahlungen,
sonstige Zahlungen)
-2.556 -3.579
+/- Einzahlungen/Auszahlungen von/an Minderheitsgesellschafter(n)
(Kapitalerhöhungen, Dividenden, Kapitalrückzahlungen, sonstige Zahlungen) -787 -464
- Auszahlungen für die Tilgung von Anleihen und von (Finanz-)Krediten -102 -102
+ Veränderung der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten -1.198
= Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -5.343
Veränderung der Zahlungsmittel 6.406
+/- Währungsumrechnungseffekte und sonstige Wertänderungen
der Zahlungsmittel
-66 0
+/- Konsolidierungstechnisch bedingte Änderungen der Zahlungsmittel 67 50
+ Zahlungsmittel am Anfang der Periode 13.180 6.724
= Zahlungsmittel am Ende der Periode 7.077 13.180
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des
Konzernabschlusses.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für die am 31.12.2002 und 2001 endenden Geschäftsjahre

Ausgegebene Kapital- Bilanz- Kumul. übri- Eigen
Stückaktien rücklage gewinn ges Ergebnis kapital
Anzahl TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2001 14.155.598 1.534 365 7.573 0 9.472
Ausschüttung -3.579 -3.579
Fremdwährungs
differenzen 3 3
Änderung Konsolidie
rungskreis/Betei
ligungsverhältnisse 36 36
Jahresüberschuss 7.271 7.271
Stand 31.12.2001 14.155.598 1.534 365 11.301 3 13.203
Stand 01.01.2002 14.155.598 1.534 365 11.301 3 13.203
Kapitalerhöhung I 1.573.100 170 3.829 3.999
Kapitalerhöhung II 1.821.290 198 3.746 3.944
Ausschüttung -2.556 -2.556
Erwerb TePla-Gruppe 3.900.000 19.548 -10.227 9.321
Umgliederung aus
Bilanzgewinn 2.487 -2.487 0
Fremdwährungs
differenzen -175 -175
Änderung Konsolidie
rungskreis/Betei
ligungsverhältnisse -31 -31
Aktivierung Prospekt
erstellung -200 -200
Jahresfehlbetrag -3.722 -3.722
Stand 31.12.2002 21.449.988 21.450 0 2.505 -172 23.783
Der nachfolgende Konzernanhang ist integraler Bestandteil des
Konzernabschlusses.

1. Allgemeine Angaben und Grundlagen der Darstellung

Geschäftstätigkeit

Die PVA TePla AG und ihre Tochtergesellschaften ("PVA TePla" oder die "Gesellschaft") sind Anbieter von Systemen und Anlagen zur umweltfreundlichen Erzeugung und Bearbeitung hochwertiger Industrie-Werkstoffe. Mit ihren Systemen und Dienstleistungen unterstützt PVA TePla wesentliche Prozesse von Industrieunternehmen, insbesondere in der Halbleiter-, Hartmetall-, Elektro-/Elektronikund Lebensmittelindustrie sowie auf den Gebieten der Photovoltaik- und Brennstoffzellentechnologie. Darüber hinaus bietet das Unternehmen innovative Komponenten und Lösungen für die Reinigung von Frischwasser, Abwasser sowie von Oberflächen durch UV-C-Strahlung. PVA TePla unterhält weltweite Geschäftsbeziehungen über ihre Standorte in Deutschland, den USA und Frankreich. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Verschmelzung

Die PVA TePla mit Sitz in Feldkirchen ist durch Zusammenschluss der beiden selbständigen Gesellschaften PVA Vakuum-Anlagenbau GmbH, Aßlar (PVA) und TePla AG, Feldkirchen (TePla) entstanden. Mit zivilrechtlicher Wirkung zum 5. November 2002 wurden die PVA und die TePla miteinander verschmolzen. Die Firma lautet nun "PVA TePla AG". Die Verschmelzung erfolgte durch Übertragung des Vermögens der PVA (übertragende Gesellschaft) als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten unter Auflösung ohne Abwicklung auf die TePla (übernehmende Gesellschaft) gegen Gewährung von Aktien der TePla an die Anteilseigner der PVA.

Grundlagen der Darstellung

Der Konzernabschluss der PVA TePla AG wurde nach den in den USA geltenden Grundsätzen der Rechnungslegung (US Generally Accepted Accounting Principles, kurz "US-GAAP") erstellt. Nach den Regelungen des Handelsgesetzbuchs muss die PVA TePla einen Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des HGB aufstellen. Nach § 292 a HGB braucht ein Konzernabschluss nach deutschem Recht nicht aufgestellt zu werden, sofern ein Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen wie US-GAAP vorgelegt wird. Mit dem vorliegenden Konzernabschluss nimmt die PVA TePla die Befreiungsmöglichkeit des § 292 a HGB in Anspruch.

Abweichend von der rechtlichen Gestaltung stellt sich nach US-GAAP die Verschmelzung der PVA auf die TePla gemäß dem vom Financial Accounting Standards Board ("FASB") veröffentlichten Statement of Financial Accounting Standards ("SFAS") Nr. 141, "Geschäftszusammenschlüsse", als umgekehrter Unternehmenserwerb dar ("reverse acquisition"), da die Gesellschafter der PVA nach Durchführung der Verschmelzung über die Mehrheit der Stimmrechte der PVA TePla (81,82%) verfügen. Aus diesem Grund gilt daher die PVA als erwerbendes Unternehmen und die TePla als übertragendes Unternehmen.

Die bilanziellen Auswirkungen der reverse acquisition sind in Abschnitt 3. (Akquisitionen) im Einzelnen beschrieben.

In der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie bei der Konzern-Kapitalflussrechnung sind Vergleichsbeträge für das vorhergehende Geschäftsjahr anzugeben. Beträge des Vorjahres sind diejenigen des PVA-Konzerns, der neben der PVA

als Muttergesellschaft die in Abschnitt 2. (Konsolidierungsgrundsätze) genannten Tochtergesellschaften mit Ausnahme der TePla America Inc., der TePla France S.A., der PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH und der PVA Control GmbH umfasste.

Schätzungen und Annahmen

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Einschätzungen und Annahmen des Managements. Diese haben Einfluss auf den Ausweis von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Erträgen und Aufwendungen des Berichtsjahres. Die tatsächlichen Beträge können wesentlich von den Schätzungen des Managements abweichen.

2. Bilanzierung und Bewertung

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses wurden im Wesentlichen die folgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde gelegt:

Konsolidierungsgrundsätze

Der vorliegende Konzernabschluss umfasst die PVA TePla sowie die im Vollbesitz oder im Mehrheitsbesitz befindlichen Tochtergesellschaften. Gesellschaften, an denen PVA TePla mit 20% oder mehr beteiligt ist, die jedoch nicht unter der einheitlichen Leitung von PVA TePla stehen, werden prinzipiell unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert. Alle wesentlichen konzerninternen Salden und Transaktionen wurden im Konzernabschluss eliminiert. Minderheitsanteile fremder Gesellschafter an den im Mehrheitsbesitz des Unternehmens befindlichen Gesellschaften sind unter der Position "Anteile anderer Gesellschafter" berücksichtigt.

In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2002 wurden folgende Gesellschaften einbezogen:

Name Sitz Kapitalanteil
PVA TePla AG (Mutterunternehmen) Feldkirchen, Deutschland
TePla America Inc. Corona/CA, USA 100,00%
TePla France S.A. Saint Quentin en Yvelines, Frankreich 90,00%
UV Systec Gesellschaft für UV-Strahler
und Systemtechnik mbH Jena, Deutschland 100,00%
PVA Vakuum-Anlagenbau Jena GmbH Jena, Deutschland 100,00%
Crystal Growing Systems GmbH Hanau, Deutschland 84,70%
PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH Jena, Deutschland 100,00%
PVA Control GmbH Aßlar, Deutschland 100,00%
Vakuum-Anlagen Service GmbH Hanau, Deutschland 100,00%
PVA USA Corp. Manchester/NH, USA 100,00%

Die Aufwendungen und Erträge der TePla einschließlich ihrer in die Konsolidierung einbezogenen Tochtergesellschaften TePla America Inc. und TePla France S.A. wurden ab dem Erwerbszeitpunkt 5. November 2002 im Konzernabschluss berücksichtigt.

Die TePla America Inc. ist aus dem Zusammenschluss der bisherigen 100%-igen TePla-Tochterunternehmen MetroLine. Industries Inc. und TePla Inc. im Juli 2001 hervorgegangen.

Die PVA Control GmbH und die PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH wurden in 2002 erstmals in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Beteiligung an der PVA Control GmbH wurde im November 2001 erworben; die operative Tätigkeit der PVA Control GmbH wurde allerdings erst im Jahr 2002 aufgenommen, so dass in 2001 keine Einbeziehung in den Konzernabschluss der PVA erfolgte. Das Eigenkapital der PVA Control GmbH betrug zum 31. Dezember 2002 TEUR 74; die Umsatzerlöse 2002 beliefen sich auf TEUR 313, das Jahresergebnis 2002 betrug TEUR -23. Die Beteiligung an der PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH wurde im Rahmen der Neugründung die-

ser Gesellschaft im Juni 2002 von der PVA erworben. Die Gesellschaft hat ihre operative Tätigkeit im Oktober 2002 aufgenommen. Das Eigenkapital der PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH betrug zum 31. Dezember 2002 TEUR 9; die Umsatzerlöse für das Rumpfgeschäftsjahr 2002 beliefen sich auf TEUR 163, das Jahresergebnis für das Rumpfgeschäftsjahr betrug TEUR -16.

Der Konzernabschluss umfasst zusätzlich das assoziierte Unternehmen PVA MIMtech LLC, Cedar Grove/NJ, USA, an welchem die Gesellschaft mit 25% beteiligt ist. Diese Beteiligung wurde im Rahmen der Neugründung der Gesellschaft im September 2002 von der PVA USA Corp. erworben. Das Eigenkapital der PVA MIMtech LLC beträgt per 31. Dezember 2002 TUSD 178, das Jahresergebnis 2002 (Rumpfgeschäftsjahr vom 11. September bis 31. Dezember 2002) beläuft sich auf TUSD -222.

Berichtswährung und Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Die Bilanzposten der ausländischen Tochtergesellschaften, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden grundsätzlich zu dem am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurs umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden dagegen zum Durchschnittswechselkurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen, die aus Wechselkursveränderungen zwischen einzelnen Geschäftsjahren entstehen, werden unter der Position "Kumuliertes übriges Ergebnis" im Eigenkapital ausgewiesen. Geschäftsvorfälle der deutschen Gesellschaften und der Gesellschaften in den USA und Frankreich, die in ausländischen Währungen abgeschlossen wurden, sind in die jeweilige Landeswährung umgerechnet worden. Daraus resultierende Gewinne und Verluste sind im Ergebnis berücksichtigt.

Flüssige Mittel und Forderungen

Flüssige Mittel und Forderungen werden zum Nominalwert angesetzt. Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt. Als Sicherheitsleistungen hinterlegte Zahlungsmittel beinhalten Geldanlagen, die im Rahmen der Finanzierung als Sicherheit hinterlegt sind.

Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und die Waren werden entweder zu Anschaffungskosten auf der Basis von Durchschnittseinstandspreisen oder zum niedrigeren Marktpreis bewertet. Die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse beinhalten die direkt zurechenbaren Material- und Lohnkosten sowie anteilige Gemeinkosten. Wertminderungen aufgrund gesunkener Wiederbeschaffungskosten oder nicht kostendeckender Verkaufspreise werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Leasing

PVA TePla ist Leasingnehmer von Sachanlagen. Alle Leasinggeschäfte, bei denen PVA TePla in der Position des Leasingnehmers als wirtschaftlicher Eigentümer zu sehen ist, werden gemäß dem vom Financial Accounting Standards Board ("FASB") veröffentlichten Statement of Financial Accounting Standards ("SFAS") Nr. 13, "Rechnungslegung für Leasing", als Finanzierungsleasing behandelt und bei PVA TePla als Sachanlagen bilanziert. Alle anderen Leasinggeschäfte werden als Operating Leases behandelt.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bilanziert. Die Abschreibungen erfolgen linear bzw. geometrisch-degressiv über die erwartete Nutzungsdauer, bei Mietereinbauten bzw. Einbauten in Mieträume gegebenenfalls entsprechend der kürzeren Dauer des Mietvertrages. Aufwendungen für Instandhaltung und Reparaturen werden als Periodenaufwand verbucht. Die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und die zugehörigen kumulierten Abschreibungen werden bei einer Verschrottung oder Veräußerung von Vermögensgegenständen ausgebucht und eventuelle Buchgewinne oder -verluste erfolgswirksam ausgewiesen.

Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Gebäude 25
Technische Anlagen und Maschinen 3-20
Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung 2-14

Sofern der beizulegende Wert unter den planmäßig abgeschriebenen Anschaffungs- und Herstellungskosten liegt, wurde eine außerplanmäßige Abschreibung auf diesen niedrigeren Wert vorgenommen.

Bewegliche Wirtschaftsgüter werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Im Berichtsjahr und in den Vorjahren erhaltene Investitionszuschüsse und steuerfreie Investitionszulagen werden nicht von den Anschaffungs- oder Herstellungskosten der begünstigten Vermögensgegenstände abgezogen, sondern in einem separaten Bilanzposten "Sonderposten aus Subventionen" abgegrenzt und periodenkongruent zu den korrespondierenden Aufwendungen vereinnahmt. Der Anspruch auf Fördermittel wird dann bilanziert, wenn die begünstigten Investitionen getätigt wurden.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände bestehen hauptsächlich aus Geschäfts- oder Firmenwerten, die im Zusammenhang mit Unternehmensakquisitionen als der Teil des Kaufpreises, der den Marktwert des erworbenen Nettovermögens überstieg, entstanden. Sie resultieren aus dem Erwerb der TePla im November 2002 und der Erhöhung des Beteiligungsbesitzes an der Crystal Growing Systems GmbH sowie der Vakuum-Anlagen Service GmbH im Juli 2002. Nach Maßgabe des für nach dem 15. Dezember 2001 beginnende Geschäftsjahre geltenden SFAS 142 ("Geschäfts- und Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände") werden Geschäfts- oder Firmenwerte nicht mehr über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern sind jährlich einem Werthaltigkeitstest zu unterziehen.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden nach der Verbindlichkeiten-Methode ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden als sonstige Vermögensgegenstände bzw. als Rückstellungen bilanziert, um die künftige steuerliche Wirkung aus zeitlichen Unterschieden zwischen dem bilanziellen Wertansatz von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten und dem steuerlich beizulegenden Wert zu berücksichtigen. Für die Ermittlung der aktiven und passiven latenten Steuern wird von den erwarteten Steuersätzen zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung ausgegangen. Wirkungen aus den Änderungen von Steuersätzen werden zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der gesetzlichen Regelung berücksichtigt.

Wertberichtigungen werden dann vorgenommen, wenn es notwendig ist, aktive latente Steuern auf einen Betrag zu senken, welcher dem voraussichtlichen Steuervorteil entspricht. Die Ertragsteuern beinhalten Steuerzahlungsverpflichtungen oder -erstattungsansprüche für die Periode zuzüglich oder abzüglich der Veränderung der aktiven und passiven latenten Steuern.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag, ggf. abgezinst, angesetzt.

Rückstellungen

Rückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme angesetzt.

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen beruht auf einer versicherungsmathematischen Berechnung gemäß SFAS 87.

Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden ausgewiesen, sobald die Lieferungen oder Leistungen erbracht sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Sämtliche Umsätze werden am Auslieferungs- oder Leistungsdatum eingebucht, da die Geschäftsleitung sonstige Dienstleistungen und Verkaufsvereinbarungen wie z.B. Training als nicht wesentlich in Bezug auf die Gebrauchsfähigkeit der Systeme ansieht. Erträge aus Dienstleistungen und Reparaturleistungen werden zum Zeitpunkt der Fertigstellung der jeweiligen Projekte eingebucht. Die Realisation des Ergebnisses aus langfristigen Fertigungsaufträgen erfolgt nach der Percentage-of-Completion Methode, da eine zuverlässige Schätzung der Auftragsergebnisse möglich ist, die zu liefernden Produkte, die Zahlungsbedingungen und die Art und Weise der Abwicklung in den Verträgen eindeutig definiert sind und die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarungen sowohl durch die Käufer als auch durch den Verkäufer als wahrscheinlich angesehen wird. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend dem Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geschätzten Gesamtkosten (Cost-to-Cost Methode) ermittelt.

Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen

Aufwendungen für Forschung und Entwicklung sowie Software-Entwicklungskosten werden als Periodenaufwand verbucht. Gemäß SFAS 86 ist es erforderlich, einige Software-Entwicklungskosten, die zwischen dem Abschluss der technologischen Entwicklungsphase und dem Zeitpunkt, zu dem das

Produkt am Markt erhältlich ist, anfallen, zu aktivieren. Auf Basis des Produktentwicklungsprozesses ist der Abschluss der technologischen Entwicklung bei Fertigstellung des Arbeitsmodells erreicht. Bislang war die Zeitspanne zwischen dem Abschluss der technologischen Entwicklungsphase und dem Zeitpunkt, zu dem solche Softwareprodukte am Markt erhältlich sind, von kurzer Dauer, und Software-Entwicklungskosten, die eine Aktivierung erforderten, waren unbedeutend. Deshalb wurden bisher keine Software-Entwicklungskosten aktiviert.

Aktuelle Verlautbarungen zur Bilanzierung

Im Juni 2001 gab das Financial Accounting Standards Board das SFAS Nr. 143 "Bilanzierung für die Verpflichtungen resultierend aus Stillegungen von Vermögensgegenständen" heraus, in welchem die Rechnungslegung für Verpflichtungen aus Stillegungen von langlebigen Vermögensgegenständen und den zugehörigen Stillegungskosten adressiert wurde. Dieser Standard ist anwendbar auf alle Verpflichtungen die mit einer Stillegung von langlebigen Vermögensgegenständen aus Akquisitionen, Konstruktion, Entwicklung und/oder normaler Benutzung des Vermögensgegenstandes resultieren. SFAS Nr. 143 verlangt, dass diese Verbindlichkeiten in dem Berichtszeitraum erfasst werden, in dem sie entstehen, sobald eine angemessene Beurteilung des Marktwerts erfolgen kann. Der Marktwert der Verbindlichkeit wird zum Buchwert des entsprechenden Vermögensgegenstandes addiert. Der zusätzliche Buchwert aus dieser Verbindlichkeit wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Diese Verringerung geschieht am Ende jeder Periode durch die Belastung von Betriebsaufwendungen. Falls die Verbindlichkeit zu einem anderen als dem Buchwert abgerechnet wird, muss der Differenzbetrag durch die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung fließen. PVA TePla wird den SFAS Nr. 143 zum 1. Januar 2003 einführen. Um dies zu

erreichen, muss PVA TePla alle eventuellen Verpflichtungen identifizieren und deren Marktwerte zum Einführungszeitpunkt bestimmen. Die Wertbestimmung ist sehr komplex, es werden hierfür detaillierte Marktdaten benötigt und es müssen Cash Flow-Modelle entwickelt werden. Zusätzlich müssen Prozesse entwickelt werden, um diese Verpflichtungen zukünftig zu identifizieren und zu verfolgen. Die Anwendung von SFAS Nr. 143 wird voraussichtlich keine materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Im August 2001 veröffentlichte die FASB das SFAS Nr. 144 "Bilanzierung von Wertberichtigungen oder von Veräußerungen von Anlagegütern". SFAS Nr. 144 hält an der bestehenden Regelung fest, nur dann Wertberichtigungen vorzunehmen, wenn die zukünftigen Einnahmeüberschüsse auf nicht diskontierter Basis den Restbuchwert der Anlagegüter nicht abdecken. Geschäfts- und Firmenwerte werden nicht von SFAS Nr. 144 erfasst. Für den Fall, dass Anlagegüter aufgegeben, ausgetauscht oder im Wege einer Ausgründung an die Eigentümer abgegeben werden sollen, fordert SFAS Nr. 144, dass ein derartiges Anlagegut so lange als zum Anlagevermögen gehörig gilt, bis man das Anlagegut tatsächlich übereignet. Die Nutzungsdauer eines Anlageguts, das aufgegeben werden soll, muss jedoch angepasst werden. SFAS Nr. 144 fordert, dass alle Anlagegüter, die verkauft werden sollen, zum Restbuchwert oder zum niedrigeren Marktwert abzüglich Veräußerungskosten ausgewiesen werden. Abschreibungen werden nicht länger vorgenommen.

Ferner werden nicht mehr fortzuführende Aktivitäten nicht länger auf Basis des zu erzielenden Marktwertes bemessen, und zukünftige Verluste werden erst dann ausgewiesen, wenn sie eintreten. PVA TePla muss SFAS Nr. 144 seit dem 1. Januar 2003 anwenden. Die Anwendung von SFAS Nr. 144 wird voraussichtlich keine materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

Im Juni 2002 gab die FASB das SFAS Nr. 146 "Die Buchung von Kosten im Zusammenhang mit dem Abgang und der Veräußerung von Geschäftsbereichen" heraus, das die buchhalterische Erfassung und Bilanzierung von Kosten, die bei Veräußerungen von Unternehmensteilen anfallen, zum Inhalt hat und die Emerging Issues Task Force ("EITF") Issue Nr. 94-3 "Die Anerkennung von Verbindlichkeiten bei gewissen Mitarbeiterabfindungen und anderen Kosten im Zusammenhang mit dem Abgang eines Geschäftsbereichs (einschließlich bestimmter Kosten bei Sanierungsmaßnahmen)" aufhebt. SFAS Nr. 146 fordert, dass eine Verbindlichkeit, die bei der Veräußerung von Unternehmensteilen entsteht, zunächst nur zu dem Zeitpunkt erfasst und mit dem Marktwert bewertet wird, zu dem die Verbindlichkeit entstand. Nach der Vorgabe der EITF Nr. 94-3 wurde eine dort definierte Verbindlichkeit für Austrittskosten zu dem Zeitpunkt erfasst, zu dem die Veräußerung rechtsverbindlich wurde. SFAS 146 findet bei Veräußerungen von Unternehmensteilen Anwendung, die nach dem 31. Dezember 2002 eingeleitet werden. Die Anwendung von SFAS Nr. 146 wird voraussichtlich keine materiellen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.

3. Akquisitionen

Der Zusammenschluss soll PVA und TePla Synergien insbesondere durch die Nutzung bestehender Vertriebswege eröffnen. Dadurch können beide Unternehmen ihre Marktdurchdringung in Europa und in den USA beschleunigen. Die Akquisition wurde nach der Erwerbsmethode behandelt mit der Besonderheit, dass im Rahmen dieser "reverse acquisition" die Aktiva und Passiva der TePla mit den Marktwerten angesetzt wurden, während die Buchwerte der PVA fortgeführt wurden.

Buchtechnisch wird die reverse acquisition wie folgt in der Konzernbilanz abgebildet: Zunächst ist den Anschaffungskosten der Beteiligung die Summe des zu Marktwerten bewerteten Reinvermögens der TePla gegenüber zu stellen. Der Ermittlung der Anschaffungskosten der Beteiligung wurde gemäß EITF 99-12 der durchschnittliche Börsenkurs von 2,39 EUR je Stückaktie, der für den Zeitraum von zwei Tagen vor und zwei Tagen nach dem Tag der Bekanntgabe der Verschmelzung und der hierfür vereinbarten Bedingungen (20. Juli 2002) errechnet wurde, zugrunde gelegt. Auf Basis von 3.900.000 Aktien ergeben sich Anschaffungskosten von TEUR 9.321. Die Marktwerte des Reinvermögens der TePla beliefen sich zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Verschmelzung auf TEUR 4.471. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4.850 wurde als Geschäftsoder Firmenwert ausgewiesen.

Während das Grundkapital der PVA TePla zum 31. Dezember 2002 dem des rechtlichen Erwerbers (TePla) entspricht, ergeben sich die übrigen Eigenkapitalbestandteile grundsätzlich aus dem Abschluss des wirtschaftlichen Übernehmers (PVA). Aus diesem Grund waren Umgliederungen und Verrechnungen bei den verschiedenen Bestandteilen des Eigenkapitals erforderlich, die im einzelnen aus

der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ersichtlich sind.

Die verkürzte Bilanz des übernommenen TePla-Konzerns stellt sich zum Erwerbszeitpunkt auf der Basis von Marktwerten wie folgt dar:

TEUR
Umlaufvermögen 10.267
Sachanlagen 3.188
Immaterielle Vermögensgegenstände 538
Geschäfts- oder Firmenwert 4.850
Sonstige langfristige Vermögensgegenstände 1.362
Gesamtbetrag der erworbenen Vermögens
gegenstände 20.205
Kurzfristige Verbindlichkeiten -10.317
Langfristige Verbindlichkeiten -567
Gesamtbetrag der übernommenen
Verbindlichkeiten -10.884
Gesamtbetrag des erworbenen Nettovermögens 9.321

Auf einer Pro-Forma-Basis werden nachfolgend die wesentlichen Kennzahlen aus den Gewinn- und Verlustrechnungen für 2002 und 2001 so dargestellt, als ob der Erwerb bereits mit Beginn des Geschäftsjahres 2002 bzw. 2001 wirksam geworden wäre:

PVA TePla-Konzern PVA TePla-Konzern
01.01.-31.12. 2002 01.01.-31.12. 2001
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 46.672 91.943
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -9.478 9.117
Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach Anteilen anderer
Gesellschafter -7.991 4.604
Rücknahme der planmäßigen Geschäfts- und
Firmenwertabschreibung 0 465
Bereinigter Jahresüberschuss/-fehlbetrag -7.991 5.069
Bereinigtes Ergebnis pro Aktie
(bezogen auf 21.449.988 Stückaktien) -0,37 0,24

Am 11. Juli 2002 erwarb die PVA weitere 32,11% der Anteile an der Crystal Growing Systems GmbH und erhöhte damit ihre Beteiligung von 51,15% auf nunmehr 83,26%. Nach Abzug eigener Anteile in Höhe von 1,70% vom gezeichneten Kapital beträgt die Beteiligung der PVA an der Crystal Growing Systems GmbH 84,70%. Die Crystal Growing Systems GmbH ist innerhalb des Konzerns im Bereich Kristallzucht tätig; sie entwickelt und beschafft Prozessanlagen und Systeme zur Kristallzucht, um diese dann in Deutschland – und in zunehmendem Maße auch im Ausland – zu vertreiben. Die Übernahme wurde als stufenweise Akquisition nach der Erwerbsmethode behandelt. Die Anschaffungskosten wurden in voller Höhe durch die Ausgabe von Anteilen erbracht. Der Kaufpreis in Höhe von TEUR 3.900 wurde aus anderen Transaktionen in Anteilen an der PVA GmbH abgeleitet, die in engem zeitlichen Zusammenhang mit dem Beteiligungserwerb stattgefunden haben. Da keine nennenswerten stillen Reserven in den Vermögensgegenständen der Crystal Growing Systems GmbH im Erwerbszeitpunkt vorhanden waren, wurde der Unterschiedsbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem Zeitwert der erworbenen Vermögens- und Schuldposten in Höhe von TEUR 2.734 als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Des Weiteren erwarb die PVA am 11. Juli 2002 weitere 42,70% der Anteile an der Vakuum-Anlagen Service GmbH und erhöhte damit ihre Beteiligung von 50,20% auf nunmehr 92,70%. Nach Abzug eigener Anteile in Höhe von 7,10% vom gezeichneten Kapital beträgt die Beteiligung der PVA an der Vakuum-Anlagen Service GmbH 100,00%. Gegenstand des Unternehmens sind Beratungs-, Dienstund Serviceleistungen auf technischem Gebiet für die System- und Vakuum-Anlagenindustrie; zu einem großen Teil werden Leistungen der Vakuum-Anlagen Service GmbH für Unternehmen innerhalb des Konzerns erbracht. Die Übernahme wurde als stufenweise Akquisition nach der Erwerbsmethode behandelt. Die Anschaffungskosten wurden in voller Höhe durch die Ausgabe von Anteilen erbracht. Bei der Bewertung des erworbenen Nettovermögens ergab sich ein Geschäftswert von TEUR 10, der zum Bilanzstichtag vollständig abgewertet wurde, da die Vakuum-Anlagen Service GmbH im Februar 2003 die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt hat.

PVA hat im Juni 2002 am Standort Jena das Tochterunternehmen PVA Löt- und Werkstofftechnik GmbH gegründet. Die Beteiligung der PVA beträgt 100%. Zweck der Gründung des Unternehmens war die Übernahme und der Betrieb des PVA-Geschäftsbereiches Vakuum-Löt- und Vakuum-Wärmebehandlungsservice an den Standorten Jena und Aßlar.

Die Stammeinlage in Höhe von TEUR 25 wurde durch PVA in bar erbracht.

In 2001 hat PVA 100% der Anteile an der PVA Control GmbH mit Sitz in Aßlar erworben. Diese Gesellschaft befasst sich mit der Planung, dem Bau und dem Vertrieb von elektronischen Schaltanlagen und Steuerungen sowie deren Engineering besonders für Vakuum- und Kristallzuchtanlagen. Ihre operative Tätigkeit hat die PVA Control GmbH erst zum 1. Januar 2002 aufgenommen.

Das Stammkapital der PVA Control GmbH beträgt TEUR 100.

Gemäß SFAS 142 werden Geschäfts- und Firmenwerte nicht weiter abgeschrieben, sondern nach den Vorgaben des SFAS 142 mindestens einmal jährlich auf eventuelle Wertminderungen geprüft.

4. Grundkapital

Zum 31. Dezember 2002 hat die PVA TePla 21.449.988 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR ausgegeben.

Kapitalmaßnahmen

Im Vorfeld der Verschmelzung auf die TePla hat die PVA zwei Kapitalerhöhungen durchgeführt (Kapitalerhöhungen I und II). Die Erhöhung des gezeichneten Kapitals betrug insgesamt TEUR 368, das Aufgeld insgesamt TEUR 7.575.

Zur Durchführung der Verschmelzung mit der PVA hat die TePla ihr Grundkapital erhöht. In der Hauptversammlung vom 28. August 2002 wurde die Erhöhung des Grundkapitals von EUR 3.900.000,00 um EUR 17.549.988,00 auf nunmehr EUR 21.449.988,00 beschlossen.

Bedingtes und genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung der TePla vom 9. Juni 1999 hat die Schaffung eines bedingten Kapitals in Höhe von bis zu EUR 100.000,00 beschlossen (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands und führende Mitarbeiter der Gesellschaft. Nach dieser Maßgabe wurden im Rahmen eines Aktienoptionsprogrammes 100.000 Optionsrechte zum Bezug von auf den Inhaber lautenden Stückaktien ausgegeben. Jede Option gewährt das Recht, eine Aktie der Gesellschaft zu einem rechnerisch bestimmten Bezugskurs zu erwerben. In die Ermittlung der Differenz zwischen Bezugskurs und aktuellem Börsenkurs fließt neben der Entwicklung des Aktienkurses auch die Veränderung der Vorsteuerergebnisse ein.

Die Ausübungsfrist ist in 2002 abgelaufen. Die Optionen wurden von den Berechtigten nicht ausgeübt.

Die Hauptversammlung der TePla vom 6. Juni 2000 hat die Schaffung eines bedingten Kapitals in Höhe von bis zu EUR 100.000,00 beschlossen (Bedingtes Kapital II).

Die Hälfte und damit 50.000 Optionsrechte wurden bereits verteilt. Die zweite Hälfte wurde nicht verteilt. Der Erwerbszeitraum endete am 31. Dezember 2001. Die Bezugsrechte können in der Zeit vom 11. bis einschließlich 15. Börsentag nach der Veröffentlichung des festgestellten Jahresabschlusses der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2002 ausgeübt werden.

Es wurde nachfolgend kein weiteres bedingtes Kapital geschaffen.

Mit Beschluss der Hauptversammlung der TePla vom 28. August 2002 wurde der Vorstand ermächtigt, in der Zeit bis zum 5. November 2007 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrfach um insgesamt bis zu EUR 10.724.994,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und dabei das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen. Aus diesem genehmigten Kapital wurden im Jahr 2002 keine neuen Aktien ausgegeben.

5. Ergebnis je Aktie

Der Konzernjahresfehlbetrag nach Anteilen Dritter belief sich auf TEUR 3.722. Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 16.502.793 nennwertlose Stückaktien im Umlauf. Hierbei wurde berücksichtigt, dass das zum 1. Januar 2002 ausgewiesene gezeichnete Kapital der PVA im Rahmen der Verschmelzung auf die TePla in 14.155.597 Aktien umgewandelt wurde. Die bei der PVA durchgeführten Kapitalerhöhungen I und II führten auf Basis des Umtauschverhältnisses zu einer Erhöhung der Aktienanzahl um 1.573.100 bzw. 1.821.290 nennwertlose Stückaktien. Der Erwerb der TePla-Gruppe wird in der Eigenkapitalveränderungsrechnung als Erhöhung um 3.900.000 Aktien ausgewiesen. Dies entspricht dem gezeichneten Kapital der TePla vor Durchführung der Verschmelzung mit der PVA. Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus dem Ergebnis, geteilt durch den gewogenen Mittelwert der während des Jahres ausstehenden Aktien. Bei dem verwässerten Ergebnis je Aktie wird der gewogene Mittelwert der ausstehenden Aktien um die Anzahl der zusätzlichen Stückaktien erhöht, die ausstünden, falls potenziell verwässernde Stückaktien ausgegeben worden wären.

Ermittlung des Ergebnisses je Aktie sowie des verwässerten Ergebnisses je Aktie für die Jahre 2001 und 2002:

2002 2001
Zähler
Konzernjahresüberschuss (-fehlbetrag) (3.722) 7.271
Nenner
Gewichtete Anzahl der ausstehenden Aktien
- unverwässert 16.502.793 14.155.598
Gewinn (Verlust) je Aktie (in Euro) (0,23) 0,51

Die Ausübungsfrist der an Mitarbeiter ausgegebenen Optionen mit Berechtigung zum Kauf von bis zu 50.000 Aktien können den Gewinn pro Aktie in künftigen Jahren verwässern. Zum Bilanzstichtag ergab sich kein Verwässerungseffekt.

6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Für Ausfallrisiken wurden Wertberichtigungen mit einem Volumen von TEUR 525 (im Vorjahr TEUR 55) gebildet.

7. Vorräte

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2002 31.12.2001
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.926 2.558
Unfertige Erzeugnisse 1.135 543
Auftragskosten und Erlöse abzüglich erhaltener An
zahlungen bei unfertigen Aufträgen im Anlagengeschäft 3.315 2.186
Fertige Erzeugnisse und Waren 1.185 23
9.561 5.310

Zum 31. Dezember 2002 bzw. 2001 bestanden Wertberichtigungen auf Vorräte von TEUR 1.873 bzw. TEUR 222.

8. Finanzanlagen

Im Finanzanlagevermögen ist die 25%-ige Beteiligung an der PVA MIMtech LLC als Anteile an assoziierten Unternehmen ausgewiesen. Der Ansatz erfolgt nach der Equity-Methode, bei der die Beteiligung zunächst in Höhe des investierten Betrages bewertet wird. Die in der Folgezeit entstehenden

Gewinne oder Verluste werden mit dem Beteiligungsbuchwert verrechnet. Die Anschaffungskosten für die Beteiligung betrugen im September 2002 umgerechnet TEUR 96. Ein Unterschiedsbetrag zwischen Anschaffungskosten und zugrunde liegendem Eigenkapital ergab sich nicht. Der anteilige Verlust für 2002 in Höhe von TEUR 53 wurde von der Beteiligung abgeschrieben; in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgte die Gegenbuchung über das Konto "Aufwendungen aus assoziierten Unternehmen".

Die Zusammensetzung der Finanzanlagen stellt sich folgendermaßen dar:

31.12.2002 31.12.2001
TEUR TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 0 98
Anteile an assoziierten Unternehmen 43 0
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 95 0
Sonstige Vermögensgegenstände 65 0
203 98

9. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen im Berichtsjahr wird im Konzern-Anlagespiegel am Ende des Anhangs dargestellt.

Die Buchwerte der immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2002 31.12.2001
TEUR TEUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Geschäfts- und Firmenwert 7.584 0
Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 1.333 976
8.917 976
Sachanlagen
Grundstücke 5.203 3.218
Technische Anlagen und Maschinen 3.217 1.897
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.854 1.807
Anlagen im Bau 10 142
10.284 7.064

10. Sonderposten aus Subventionen

PVA TePla hat im Rahmen staatlicher Wirtschaftsförderungsprogramme von verschiedenen öffentlichen Stellen Fördermittel u.a. für die Errichtung von Fertigungsstätten erhalten.

Der Sonderposten aus Subventionen hat sich in 2002 wie folgt entwickelt:

Summe Grundstücke Technische Anlagen
und Maschinen
Andere Anlagen,
Betriebs- und Ge
schäftsausstattung
TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 01.01.2002 1.123 606 437 80
Zuführung 222 72 144 6
Auflösung -109 -30 -57 -22
Stand 31.12.2002 1.236 648 524 64

11. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der Kreditaufnahme im Rahmen von kurzfristigen Darlehensvereinbarungen.

12. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen

Der PVA TePla-Konzern erstellt unter anderem große Sondermaschinen nach Auftrag. Dafür werden Anzahlungen vor dem Produktionsbeginn verlangt, die als sonstige Verbindlichkeiten in der Bilanz gebucht werden.

Die erhaltenen Anzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2002 31.12.2001
TEUR TEUR
Erhaltene Anzahlungen
abzüglich Auftragskosten
und Erlöse bei unfertigen
Aufträgen im Anlagen
geschäft 1.856 3.648
Übrige erhaltene
Anzahlungen 694 607
2.550 4.255

13. Sonstige Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.589 sind TEUR 510 an Steuerverbindlichkeiten (Lohn-/Kirchensteuer, Umsatzsteuer) und TEUR 371 an Verbindlichkeiten für soziale Sicherheit enthalten.

14. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 4.223 (im Vorjahr TEUR 3.346) sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

31.12.2002 31.12.2001
TEUR TEUR
930 1.303
554 341
484 0
341 156
317 152
227 43
225 44
200 0
0 416
15 366

Rückstellungen wurden ausschließlich für Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, sofern eine Inanspruchnahme überwiegend wahrscheinlich ist. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte mit dem Betrag der wahrscheinlichen Inanspruchnahme. Bei gleichwahrscheinlichen Werten wurde der niedrigste Wert angesetzt.

15. Langfristige Finanzverbindlichkeiten

Die langfristigen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag setzen sich wie folgt zusammen:

31. Dezember 2002
TEUR
31. Dezember 2001
TEUR
KfW-Darlehen (ERP) über nom. EUR 511.291,88;
Tilgung ab 30.09.2004 in 30 halbjährlichen Raten
à EUR 17.043,40; Laufzeit bis 31.03.2019; Zinssatz fest
bis 30.09.2009 3,75% p.a.; gesichert durch Sicherungs
übereignungen und Briefgrundschulden 511 511
KfW-Darlehen über nom. EUR 818.067,00; Tilgung ab
30.09.2001 in 16 halbjährlichen Raten à EUR 51.129,19;
Laufzeit bis 31.03.2009; Zinssatz fest 3,5% p.a.;
gesichert durch Sicherungsübereignungen und
Briefgrundschulden 645 744
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 1.156 1.255
abzgl. Anteil langfristiger Finanzverbindlichkeiten mit
einer Laufzeit von bis zu einem Jahr -102 -102
Langfristige Finanzverbindlichkeiten abzgl. des
kurzfristigen Anteils 1.054 1.153

Die künftigen Mindestzahlungen im Rahmen der langfristigen Finanzverbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:

Geschäftsjahr TEUR
2003 102
2004 119
2005 136
2006 136
2007 136
ab 2008 527
1.156

16. Pensionsrückstellungen

Die Altersversorgungszusagen, die als leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefit Plans) ausgestaltet sind, bestehen gegenüber den begünstigten Mitarbeitern der PVA TePla, der Crystal Growing Systems GmbH und der Vakuum-Anlagen Service GmbH.

Der Berechnung der Anwartschaftsbarwerte liegen Annahmen über die Anwartschaftsdynamik

(2,5%-2,60% p.a.), die Rentensteigerung (1,5%- 2,00% p.a.) und den Zinssatz (5,75%-6,00% p.a.) zugrunde.

Entwicklung der Pensionsrückstellungen:

TEUR
Stand 1. Januar 2002 4.501
Dienstzeitaufwand 189
Zinsaufwand 275
gezahlte Renten -54
Erwerb TePla 567
Stand 31. Dezember 2002 5.478

Entwicklung der Anwartschaftsbarwerte (Projected Benefit Obligations):

TEUR
Stand 1. Januar 2002 4.505
Dienstzeitaufwand 204
Zinsaufwand 275
gezahlte Renten -54
Erwerb TePla 567
Versicherungsmathematische
Gewinne/Verluste 84
Stand 31. Dezember 2002 5.581

Der Barwert der zum Bewertungsstichtag erdienten Pensionsansprüche, jedoch ohne Berücksichtigung künftiger Gehaltserhöhungen (Accumulated Benefit Obligation), beträgt zum 31. Dezember 2002 TEUR 4.750.

17. Negativer Geschäftswert aus früherem Anteilserwerb

Der aus dem Beteiligungserwerb an der PVA USA Corp. im Dezember 2000 (100,00%) resultierende negative Geschäftswert ergab sich nach vollständiger Verrechnung mit den erworbenen langfristigen nicht-monetären Vermögenswerten. Gemäß den Regelungen des SFAS 141 ("Geschäftszusammenschlüsse"), welche für die Gesellschaft erstmalig ab dem Geschäftsjahr 2002 Anwendung fanden, wurde dieser negative Geschäftswert als außerordentlicher Ertrag vereinnahmt, und in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung gesondert als "Erträge aus der Änderung von Bilanzierungsmethoden" ausgewiesen.

18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Im Oktober 2000 hat die Bundesregierung mit Wirkung zum 1. Januar 2001 den Körperschaftsteuersatz auf einheitlich 25% gesenkt. Zusätzlich wird ein Solidaritätszuschlag von 5,5% auf die Körperschaftsteuer sowie Gewerbesteuer in Höhe von 12% erhoben, woraus eine Gesamtsteuerbelastung von 38% resultiert. Die am 19. September 2002 durch das Flutopferhilfegesetz beschlossene Erhöhung der Körperschaftsteuer auf 26,5% ist auf das Jahr 2003 befristet. Die Auswirkungen dieses Ein-Jahres-Effekts werden sich im Folgejahr erwartungsgemäß wieder aufheben.

Die tatsächliche Steuerbelastung geht von den wahrscheinlichen zukünftigen Steuerverbindlichkeiten bzw. Steuererstattungsansprüchen im Zusammenhang mit der zukünftigen Nutzung der Vermögensgegenstände bzw. der zukünftigen Erfüllung der Verpflichtungen aus.

Der Steueraufwand (-ertrag) gliedert sich wie folgt:

2002 2001
TEUR TEUR
Laufend -68 4.996
Latent
Ertrag aus steuerlichen Verlustvorträgen -1.374 0
Übrige latente Steuern 137 348
Gesamtsteueraufwand (-ertrag) -1.305 5.343

Die nachfolgende Abstimmung des Steueraufwands (-ertrags) erfolgt unter Zugrundelegung eines Steuersatzes von 38%:

2002 2001
TEUR TEUR
Erwarteter Steueraufwand (-ertrag) -1.888 5.270
Steuersatzunterschiede ausländischer Gesellschaften 16 -38
Emissionskosten -76 0
Gewinnausschüttungen 28 0
Veränderung der Wertberichtigung 102 0
Sonstige Einflüsse 513 112
Tatsächlicher Steueraufwand (-ertrag) -1.305 5.344

Die latenten Steuern aus Steuersatzunterschieden ausländischer Gesellschaften ergeben sich dadurch, dass Gesellschaften des PVA TePla-Konzerns außerhalb von Deutschland anderen Steuersätzen als in Deutschland unterliegen.

Die latenten Steuern entfallen auf:

31.12.2002 31.12.2001
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
Aktive Passive Aktive Passive
latente Steuern latente Steuern latente Steuern latente Steuern
Forderungen 3
Vorräte 76 1.104 979
Anlagevermögen 697 244 741
Steuerliche Verlustvorträge (brutto) 4.138
Verbindlichkeiten 52
Sonstige Rückstellungen 118 330
Sonderposten aus Subventionen 148 168
Pensionsrückstellung 471 447
Sonstige 47 4
5.577 1.525 1.356 1.309
Wertberichtigung steuerl. Verlustvorträge -588
4.989 1.525 1.356 1.309
Saldo aktive latente Steuern 3.464 47
In den Konzernbilanzen zum 31. Dezember 2002
bzw. 2001 werden die latenten Steuern wie folgt
ausgewiesen:
31.12.2002 31.12.2001
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
Aktive Passive Aktive Passive
latente Steuern latente Steuern latente Steuern latente Steuern
Kurzfristig fällig
Deutschland 61 1.262 0 1.309
Ausland 43 4 0 0
104 1.266 0 1.309
Langfristig fällig
Deutschland 3.940 0 1.356 0
Ausland 686 0 0 0
4.626 0 1.356 0
Summe latente Steuern 4.730 1.266 1.356 1.309
Saldo aktive latente Steuern 3.464 47

Die sich aus dem steuerlichen Verlust des Geschäftsjahres 2002 in Höhe von EUR 7,4 Mio. ergebende zukünftige steuerliche Entlastung der deutschen Gesellschaften (mit Ausnahme der Vakuum-Anlagen Service GmbH) wurde in voller Höhe aktiviert, da die Verluste zeitlich unbegrenzt vorgetragen werden können und nach der derzeitigen Planung von einer Nutzung der Verlustvorträge in den nächsten Jahren ausgegangen wird. Die aktiven latenten Steuern aus dem steuerlichen Verlust der Vakuum-Anlagen Service GmbH in Höhe von ca. EUR 0,2 Mio. wurde in voller Höhe wertberichtigt, da nach Beantragung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens im Februar 2003 die Verlustnutzung unwahrscheinlich ist.

Nach französischem Recht kann der Verlustvortrag der TePla France S.A. von TEUR 185 nur noch weitere 4 Jahre vorgetragen werden. Die hieraus resultierenden aktiven latenten Steuern wurden daher in voller Höhe wertberichtigt.

Die Verlustvorträge der Firma TePla America Inc. (USD 3,6 Mio. federal tax; USD 2,0 Mio. state tax) gehen – sofern sie nicht vorher genutzt werden – sukzessive ab dem Jahr 2020 (federal tax) bzw. ab dem Jahr 2005 (state tax) unter. Auf die aktiven latenten Steuern der TePla America Inc. wurden Wertberichtigungen in Höhe von EUR 0,3 Mio. gebildet.

19. Forschungs- und Entwicklungskosten

Bei der Ermittlung der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Forschungs- und Entwicklungskosten in 2002 bzw. 2001 wurden vereinnahmte öffentliche Fördermittel von TEUR 714 bzw. TEUR 572 abgesetzt.

20. Restrukturierungs- und andere unregelmäßige Aufwendungen

In 2002 angefallene Restrukturierungskosten sowie durch die Verschmelzung zwischen PVA und TePla verursachte Aufwendungen wurden in der Gewinnund Verlustrechnung gesondert als "Restrukturierungs- und andere unregelmäßige Aufwendungen" ausgewiesen.

Im einzelnen setzt sich diese Position wie folgt zusammen:

TEUR
Aufwendungen für Verschmelzung 201
Aufwendungen für Restrukturierung
und andere unregelmäßige Aufwendungen
Abwertung Lagerbestand Kahla und
Feldkirchen 1.802
Abfindungen und sonstige
kündigungsbedingte Aufwendungen 484
Drohverlust Mietverträge 227
2.714

21. Eventualverbindlichkeiten

TePla America Inc. hatte eine bis zum 30. Mai 2002 befristete Kreditlinie in Höhe von maximal TUSD 1.500. Diese Kreditlinie wurde bis zum 15. August 2003 verlängert. Für die Inanspruchnahme dieser Kreditlinie fallen Zinsen in Höhe von derzeit 10,25% p.a. an; ab dem 24. Januar 2003 beträgt der Zinssatz 6,25% p.a. Der Kredit ist durch Sachanlagevermögen von TePla America Inc. besichert. Die Kreditlinie war am 31. Dezember 2002 mit TUSD 595 in Anspruch genommen. PVA TePla hat eine Bürgschaft für die Bankverbindlichkeiten der TePla America Inc. in Höhe des jeweils in Anspruch genommenen Kredits übernommen (max. TUSD 2.000).

Der PVA Vakuum-Anlagenbau Jena GmbH wurden in 2000 und 2001 aus dem Förderprogramm Europäischer Fonds für regionale Entwicklung über die Thüringer Aufbaubank Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt TEUR 714 gewährt. Neben der Zuwendungsempfängerin sind die PVA TePla (in Höhe von TEUR 530) und die UV Systec Gesellschaft für UV-Strahler und Systemtechnik mbH (in Höhe von TEUR 184) persönlich zur Rückzahlung der bewilligten Investitionszuschüsse verpflichtet, wenn der mit der Förderung beabsichtigte Zuwendungszweck (Erzielung von mehr als 50% des Gesamtumsatzes aus der Entwicklung und Herstellung von Hochvakuumprozessanlagen und dem Lötservice) innerhalb der Zweckbindungsfrist nicht erreicht wird oder gegen die Allgemeinen Nebenbestimmungen für Zuwendungen zur Projektförderung (ANBest-P) verstoßen wird (insbesondere Schaffung von 9 Dauerarbeitsplätzen). Die Zweckbindungsfrist für die erste Tranche über TEUR 530 endet am 31. Dezember 2003; der Überwachungszeitraum zur Schaffung von Dauerarbeitsplätzen endet am 31. Dezember 2005. Die Zweckbindungsfrist für die zweite Tranche über TEUR 184 endet am 30. Juni 2006; der Überwachungszeitraum zur Schaffung von Dauerarbeitsplätzen endet ebenfalls am 30. Juni 2006. Zur Absicherung etwaiger Rückzahlungsverpflichtungen haben die PVA TePla und die UV Systec GmbH hierzu jeweils einen öffentlichrechtlichen Schuldbeitritt erklärt.

Die Crystal Growing Systems GmbH hat Zuwendungen vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWT) erhalten. Nach den Zuwendungsbedingungen werden 43,75% (BMBF) bzw. 50,0% (BMWT) der bei den zugrundeliegenden Projekten angefallenen Selbstkosten gefördert. Bis zum 31. Dezember 2002 sind insgesamt Kosten von TEUR 2.956 bzw. TEUR 476 angefallen.

22. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die PVA TePla hat an den Standorten Feldkirchen und Aßlar Räumlichkeiten für Produktion und Verwaltung von Dritten angemietet. Die monatliche Miete für den Standort Feldkirchen beträgt TEUR 46, für den Standort Aßlar TEUR 53. Von der Crystal Growing Systems GmbH und der Vakuum-Anlagen Service GmbH werden Räumlichkeiten in Hanau mietweise genutzt. Die monatliche Miete beträgt TEUR 37 bzw. TEUR 9. Die TePla America Inc. betreibt ihr Geschäft in angemieteten Räumlichkeiten an zwei Standorten in Corona/Kalifornien, USA. Die monatliche Miete beträgt TUSD 11 bzw. TUSD 13. Der Standort von TePla America Inc. in Marlton/New Jersey, USA, wird zu einem Betrag von monatlich TUSD 3 angemietet. Der Standort Hayward/Kalifornien, USA, wurde im Geschäftsjahr 2002 aufgegeben. Die monatliche Miete in Carrolton/Dallas, USA, beträgt TUSD 3.

Die verschiedenen Gesellschaften des PVA TePla-Konzerns haben mit Dritten Miet- oder Leasingverträge über Büroeinrichtung, Betriebsausstattung und Fahrzeuge sowie Wartungsverträge abgeschlossen.

Für sonstige finanzielle Verpflichtungen aus den o.g. Verträgen werden voraussichtlich folgende Beträge fällig:

Geschäftsjahr Miet- und Leasingverträge
TEUR
2003 2.447
2004 2.234
2005 2.095
2006 1.204
2007 893
ab 2008 2.761
11.634

23. Segmentberichterstattung

Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt fast ausschließlich Produkte in den Bereichen Vakuum-Anlagen, Kristallzucht-Anlagen und Plasma-Anlagen. Der Geschäftsbereich Vakuum-Anlagen umfasst die Aktivitäten der ehemaligen PVA-Gruppe, ausgenommen die der Tochtergesellschaft Crystal Growing Systems GmbH, welche den Geschäftsbereich Kristallzucht-Anlagen abbildet. Die Aktivitäten der ehemaligen TePla-Gruppe stellen den Geschäftsbereich Plasma-Anlagen dar. Die Segmentdarstellung entspricht der internen Steuerung und Berichterstattung.

Im Geschäftsjahr 2002 hat kein einzelner Kunde mehr als 10% zum Konzernumsatz beigetragen.

Geschäftsbereiche Umsatz- Umsatz- Brutto- Aktiva
erlöse kosten ergebnis
TEUR TEUR TEUR TEUR
Vakuum-Anlagen 24.766 22.188 2.578 28.720
Kristallzucht-Anlagen 11.459 8.584 2.875 11.839
Plasma-Anlagen* 5.125 3.864 1.261 32.582
Konsolidierung -3.562 -3.719 157 -23.657
Konzern 37.788 30.917 6.871 49.484
* ab 05.11.2002
Standorte Umsatz- Umsatz- Brutto- Aktiva
erlöse kosten ergebnis
TEUR TEUR TEUR TEUR
Deutschland 38.214 32.430 5.784 62.511
USA 2.899 2.038 861 9.801
Frankreich 237 168 69 829
Konsolidierung -3.562 -3.719 157 -23.657
Konzern 37.788 30.917 6.871 49.484

24. Ergänzende Informationen zur Kapitalflussrechnung

Als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden die flüssigen Mittel ausgewiesen.

Zum Bilanzstichtag sind TEUR 191 als Sicherheit für gewährte Avale verpfändet.

Die Zahlungen aus vereinnahmten Zinsen beliefen sich im Geschäftsjahr 2002 auf TEUR 364; die Zahlungen für Zinsaufwendungen betrugen TEUR 332. Die an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter gezahlten Dividenden beliefen sich auf TEUR 3.327.

Geschäftsvorfälle, die nicht zu einer Änderung der Zahlungsmittelbestände führten, wurden nicht in die Kapitalflussrechnung aufgenommen. Wesentliche unbare Transaktionen in 2002 waren:

  • Kapitalerhöhung II: Aufstockung der Beteiligungen an der Crystal Growing Systems GmbH und an der Vakuum-Anlagen Service GmbH gegen neu geschaffene Anteile der PVA.
  • (Wirtschaftlicher) Erwerb des TePla-Konzerns durch den PVA-Konzern im Rahmen der reverse acquisition (lediglich die erworbenen flüssigen Mittel des TePla-Konzerns in Höhe von TEUR 237 im Erwerbszeitpunkt werden berücksichtigt).
  • Erstmalige Einbeziehung der PVA Control GmbH in den Konsolidierungskreis.

25. Organe

Der Vorstand besteht aus:

- Peter Abel, Wettenberg Vorstand der PVA TePla AG (seit 2. Dezember 2002); Vorstandsvorsitzender und Chief Executive Officer Diplom-Ingenieur

Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften: PVA Control GmbH, Aßlar PVA Vakuum-Anlagenbau Jena GmbH, Jena UV Systec Gesellschaft für UV-Strahler und Systemtechnik mbH, Jena PVA USA Corp., Manchester, NH, USA sowie bei folgenden nicht verbundenen Gesellschaften: Messtechnik Wetzlar GmbH, Wetzlar

PA Beteiligungsgesellschaft mbH, Wettenberg

Mitgliedschaften in Kontrollgremien: Crystal Growing Systems GmbH, Hanau (Beiratsvorsitzender) Biologie-Gesellschaft Mittelhessen mbH, Gießen (stv. Beiratsvorsitzender)

- Volker Lang, Bad Endbach

Vorstand der PVA TePla AG (seit 2. Dezember 2002); Geschäftsbereich Vakuum-Anlagen Diplom-Ingenieur

Keine Mitgliedschaften in Kontrollgremien.

- Martin Gier, Offenbach

Vorstand der PVA TePla AG (seit 2. Dezember 2002); Geschäftsbereiche Kristallzucht-Anlagen und (seit 15. Januar 2003) Plasma-Anlagen Diplom-Ingenieur

Geschäftsführer bei folgenden Konzerngesellschaften:

Crystal Growing Systems GmbH, Hanau

Keine Mitgliedschaften in Kontrollgremien.

- Craig A. Walker, München Vorstand der PVA TePla AG; Finanzvorstand und Chief Financial Officer MBA

Keine Mitgliedschaften in Kontrollgremien.

- Friedrich G. Meyer, Berg Vorstand der PVA TePla AG (bis 14. Januar 2003); Geschäftsbereich Plasma-Anlagen; Vorstandsvorsitzender (bis 1. Dezember 2002) Diplom-Physiker

Keine Mitgliedschaften in Kontrollgremien.

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2002 TEUR 698. Hiervon wurden TEUR 426 in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Aktienoptionen wurden an Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2002 nicht gewährt.

Dem Aufsichtsrat gehören an:

- Dr. Dietmar Kubis, Jena (Vorsitzender) Mitglied des Vorstandes der JENOPTIK AG (bis 30. Dezember 2002) und Sprecher des Vorstandes der Deutsche Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft AG, Jena

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien: 4MBO International Electronic AG, Plochingen (Vorsitzender des Aufsichtsrats) JENOPTIK Leasing GmbH & Co. KG (Beirat)

Frauenthal Keramik AG, Wien (stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats)

CERAM Holding GmbH, Jena (stv. Vorsitzender des Beirats)

- Prof. Dr. Heiner Ryssel, Erlangen (stv. Vorsitzender) Direktor des Fraunhofer Institutes für integrierte

Systeme und Bauelementetechnologie, Erlangen

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien: Steag Electronic Systems GmbH, Pliezhausen (Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats)

- Hartmut Böhle, Iffeldorf (seit 4. Juni 2002) Geschäftsführender Gesellschafter der Klaus Kleinmichel GmbH, Bernried

Keine weiteren Mitgliedschaften in Kontrollgremien.

- Michael Daniel, Jena Chefsyndikus Jenoptik AG, Jena

Keine weiteren Mitgliedschaften in Kontrollgremien.

- Wolfgang Dondorf, Gummersbach (seit 4. Juni 2002) Vorstandsvorsitzender der Pfeiffer Vacuum Technology AG, Aßlar

Keine weiteren Mitgliedschaften in Kontrollgremien.

- Dr. Peter Friedemann, Königsbrunn HV-Sprecher der Schutzgemeinschaft der Kleinaktionäre (SdK), München

Keine weiteren Mitgliedschaften in Kontrollgremien.

- Roger D. McDaniel , Wildwood, MO, USA (bis 30. Januar 2002) ehemaliger CEO IPEC Inc., Chandler, AZ, USA

Weitere Mitgliedschaften in Kontrollgremien: Veeco Instruments Inc., Plainview, NY, USA (member of the board of directors) Entegris Inc., Chaska, MN, USA (member of the board of directors)

Die Bezüge des Aufsichtsrates beliefen sich auf TEUR 37 im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Zur Deckung der zivilrechtlichen Haftung von Organmitgliedern wurde eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Die hierfür gezahlten Prämien betrugen in 2002 TEUR 12.

26. Zusätzliche Angaben zu betrieblichen Aufwendungen

Die Personalaufwendungen setzen sich für die Geschäftsjahre 2001 und 2002 wie folgt zusammen:

2002 2001
Löhne und Gehälter 13.047 12.620
Soziale Abgaben 2.648 2.539
Aufwendungen für
Altersversorgung 524 388
16.219 15.547

Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern 372 (im Vorjahr 258) Mitarbeiter beschäftigt.

27. Nahestehende Personen

Die PVA TePla unterhält mit Konzerngesellschaften der Pfeiffer Vacuum Technology AG (Pfeiffer), deren Vorstandsvorsitzender das Aufsichtsratmitglied Wolfgang Dondorf ist, Lieferanten- und Kundenbeziehungen; außerdem ist sie am Standort Aßlar Mieterin von Pfeiffer.

Im Geschäftsjahr 2002 beliefen sich die von PVA TePla berechneten Nettoleistungen an Pfeiffer auf ca. EUR 0,2 Mio.

Leistungen von Pfeiffer wurden im Volumen von ca. EUR 1,6 Mio. netto bezogen; davon entfielen rund 55% auf den Bezug von Material und Fremdleistungen, rund 45% auf Miet- und Nebenkosten.

28. Ergänzende Erläuterungen für den nach US-GAAP aufgestellten Anhang zum Konzernabschluss entsprechend den Anforderungen des § 292a HGB

Die Berichterstattung nach dem deutschen Handelsrecht umfasst neben dem Konzernabschluss nach US-GAAP zusätzliche Angaben sowie den Konzernlagebericht.

29. Wesentliche Unterschiede zwischen deutscher und US-Rechnungslegung

Grundsätzliche Unterschiede

Die Rechnungslegung nach US-GAAP unterscheidet sich von der nach deutschem HGB hinsichtlich ihrer Zielsetzung. Während US-GAAP den Schwerpunkt auf die Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen für die Investoren legt, ist die HGB-Rechnungslegung von einer stärkeren Betonung des Vorsichtsprinzips geprägt.

Gliederungsvorschriften

Die Bilanzgliederung nach US-GAAP orientiert sich an der geplanten Liquidation der Vermögensgegenstände und der Fristigkeit der Schulden im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Die Bilanzgliederung für deutsche handelsrechtliche Zwecke ist für Kapitalgesellschaften grundsätzlich in § 266 HGB definiert. Die Gliederung orientiert sich hier an der geplanten Verweildauer von Vermögensgegenständen bzw. Finanzierungsquellen wie Schulden und Eigenkapital im Unternehmen.

Es folgt eine Zusammenfassung wesentlicher Unterschiede, die für die Gesellschaft von besonderer Relevanz sind.

Kapitalkonsolidierung

Unternehmenserwerbe werden sowohl nach US-GAAP als auch nach deutschen handelrechtlichen Grundsätzen nach der Erwerbsmethode bilanziert. Während nach HGB das Rechtsgeschäft in der vertraglich vereinbarten Form abzubilden ist, kann es nach US-GAAP aufgrund des wirtschaftlichen Gehalts der Transaktion dazu führen, dass das rechtlich übernommene Unternehmen als der wirtschaftliche Erwerber anzusehen ist ("reverse acquisition"). Diese Möglichkeit der "reverse acquisition" ist nach deutschen Grundsätzen derzeit noch nicht zulässig.

Geschäfts- oder Firmenwert

Nach US-GAAP ist gemäß dem SFAS Nr. 141 "Kapitalkonsolidierung" in Verbindung mit dem SFAS Nr. 142 "Geschäfts- und Firmenwerte und andere immaterielle Vermögensgegenstände" der Geschäfts- oder Firmenwert bei Kapitalkonsolidierungen unter Anwendung der Erwerbsmethode nach dem 30. Juni 2001 nicht mehr über die planmäßige Nutzungsdauer abzuschreiben; stattdessen ist er in der Bilanz unverändert fortzuführen, bis ein mindestens jährlich durchzuführender Werthaltigkeitstest eine außerplanmäßige Abwertung erfordert. Nach deutschen Grundsätzen ist eine planmäßige Abschreibung über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgesehen. Ein bei der übernommenen Gesellschaft zum Erwerbszeitpunkt vorhandener Goodwill wird abweichend vom HGB nach US-GAAP in dem neuen Konzernabschluss nicht mehr abgebildet.

Negativer Goodwill

Wenn der Verkehrswert der erworbenen Güter größer ist als der Kaufpreis, so ist die Differenz ein negativer Geschäfts- oder Firmenwert. Nach US-GAAP wird er den übernommenen Vermögenswerten (mit einigen Ausnahmen) anteilig zugerechnet und verringert deren Zeitwert. Sofern diese Abstockung die Wertansätze der Aktiva auf Null reduziert, ist der verbleibende Restbetrag als außerordentlicher Ertrag ergebniswirksam zu vereinnahmen. Nach den deutschen Rechnungslegungsvorschriften hängt die bilanzielle Behandlung des passivischen Unterschiedsbetrages von der Ursache seines Entstehens ab.

Teilgewinnrealisierung bei der Vorratsbewertung

Nach US-GAAP sind bei langfristiger Auftragsfertigung (Beginn und Beendigung eines spezifischen Auftrags fallen in unterschiedliche Rechnungsperioden) Teilgewinne zu realisieren, wenn zuverlässige Schätzungen über die Gesamtkosten und den Grad der Fertigstellung möglich sind. Nach deutschem Handelsrecht wird die Teilgewinnrealisierung bei der Bestandsbewertung an das Vorliegen weiterer Voraussetzungen geknüpft.

Latente Steuern

Nach deutschen Grundsätzen werden aktive latente Steuerabgrenzungsposten, die von einem steuerlichen Verlustvortrag herrühren, nicht angesetzt. Nach US-GAAP sind latente Steuern auf Verluste (inklusive Verlustvorträge) zu berücksichtigen. Auf aktive latente Steuern, deren Realisierung eher unwahrscheinlich ist, sind Wertberichtigungen vorzunehmen.

Pensionsrückstellungen

Nach US-GAAP sind Pensionsrückstellungen unter Berücksichtigung für die Zukunft zu erwartender Entgeltentwicklungen nach dem Anwartschaftsbarwert-Verfahren zu bewerten. Diese Methode ist auch nach dem HGB zulässig.

Fremdwährungsumrechnung

Nach HGB werden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit dem Währungskurs im Zeitpunkt der Erfassung des Geschäftsvorfalls bzw. jeweils zum ungünstigeren Kurs am Bilanzstichtag bewertet, wobei hieraus nicht realisierte Verluste in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst werden. Nach US-GAAP werden Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen zum Bilanzstichtagskurs umgerechnet, wobei die daraus ermittelten, nicht realisierten Gewinne und Verluste erfolgswirksam erfasst werden.

PVA TePla AG

Feldkirchen, den 3. April 2003

Peter Abel
Vorstandsvorsitzender
Craig A. Walker
Finanzvorstand
Volker Lang Martin Gier

Konzern-Anlagenspiegel PVA TePla AG

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand Zugänge Um- Abgänge Fremdwähr.- Stand
01.01.2002 2002 buchungen 2002 differenzen 31.12.2002
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Immaterielle
Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- und Firmenwert 0 7.594 0 0 0 7.594
2. Sonstige immaterielle
Vermögensgegenstände 1.936 788 0 0 0 2.724
1.936 8.382 0 0 0 10.318
Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücks
gleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken 3.625 1.639 581 0 -34 5.811
2. Technische Anlagen
und Maschinen 4.590 1.850 191 65 -147 6.419
3. Andere Anlagen, Betriebs
und Geschäftsausstattung 3.915 809 0 93 -34 4.597
4. Anlagen im Bau 142 677 -772 37 0 10
12.272 4.975 0 195 -215 16.837
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen 98 0 0 98 0 0
2. Anteile an assoziierten
Unternehmen 0 96 0 0 0 96
3. Ausleihungen an assoziierte
Unternehmen 0 95 0 0 0 95
4. Sonstige Vermögens
gegenstände 0 67 0 2 0 65
98 258 0 100 0 256
14.306 13.615 0 295 -215 27.411
kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand Zugänge Abgänge Fremdwähr.- Stand
01.01.2002 2002 2002 differenzen 31.12.2002 31.12.2002 31.12.2001
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
0 10 0 0 10 7.584 0
960 431 0 0 1.391 1.333 976
960 441 0 0 1.401 8.917 976
407 205 0 -4 608 5.203 3.218
2.693 622 46 -67 3.202 3.217 1.897
2.108 736 75 -26 2.743 1.854 1.807
0 0 0 0 0 10 142
5.208 1.563 121 -97 6.553 10.284 7.064
0 0 0 0 0 0 98
0 53 0 0 53 43 0
0 0 0 0 0 95 0
0 0 0 0 0 65 0
0 53 0 0 53 203 98
6.168 2.057 121 -97 8.007 19.404 8.138

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der PVA TePla AG, Feldkirchen, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2002 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses nach den Accounting Principles Generally Accepted in the United States of America (US-GAAP) liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung beinhaltet die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Accounting Principles Generally Accepted in the United States of America ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.

Unsere Prüfung, die sich auch auf den von dem Vorstand für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2002 aufgestellten Konzernlagebericht erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2002 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllen.

München, den 3. April 2003

KPMG Deutsche Treuhand-Gesellschaft Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Wolfs Rahn Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Impressum

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85622 Feldkirchen
Telefon: +49 (0)89 / 905 03 - 0
Telefax: +49 (0)89 / 905 03-100
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Investor Relations: Peter Banholzer
Telefon: +49 (0)89 / 905 03 -106
E-Mail: [email protected]
Herausgeber: PVA TePla AG
Konzeption/Text: PVA TePla AG
Gestaltung: Ursula Borsche GmbH
Sprachen: Deutsch & Englisch

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier.

GESCHÄFTSBERICHT 2002

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