Annual Report (ESEF) • Mar 30, 2023
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Download Source File| Kennzahl | 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Produktionsleistung¹ | 6.226 | 8,7 % | 5.727 | 5.185 | 5.570 |
| Auslandsanteil | 54,2 % | 0,3 PP | 53,9 % | 54,8 % | 55,8 % |
| Auftragsbestand | 8.204 | 5,7 % | 7.764 | 7.067 | 6.298 |
| Auftragseingang | 6.659 | 3,8 % | 6.414 | 5.905 | 5.437 |
| Durchschnittliche Beschäftigte | 20.232 | 0,3 % | 20.177 | 20.193 | 19.828 |
| Kennzahl | 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.786,0 | 11,9 % | 5.169,8 | 4.651,8 | 4.880,4 |
| Ergebnis (EBITDA) | 318,9 | 10,9 % | 287,5 | 131,4 | 216,2 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 120,1 | 26,1 % | 95,2 | -37,2 | 54,7 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 110,0 | 28,9 % | 85,4 | -51,0 | 37,4 |
| Konzernergebnis | 82,6 | 34,6 % | 61,4 | -42,4 | 27,8 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 1,65 | 39,8 % | 1,18 | -2,28 | 0,50 |
| Kennzahl | 31.12.2022 | Veränderung | 31.12.2021 | 31.12.2020 | 31.12.2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | 4.147 | 2,0 % | 4.065 | 3.509 | 3.665 |
| Eigenkapital (inkl. Anteile anderer Ges.) | 799 | -3,1 % | 824 | 651 | 599 |
| Eigenkapitalquote | 19,3 % | -1,0 PP | 20,3 % | 18,5 % | 16,4 % |
| Liquide Mittel | 656 | -14,3 % | 765 | 583 | 582 |
| Nettoverschuldung | -59 | -9,8 % | -65 | 135 | 343 |
| Kennzahl | 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 286,8 | -31,5 % | 418,5 | 167,0 | 249,9 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -96,2 | -38,2 % | -155,8 | -86,7 | -110,7 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -300,9 | > 100,0 % | -84,3 | -73,4 | 121,8 |
| Free Cashflow | 190,6 | -27,5 % | 262,8 | 80,3 | 139,1 |
| CAPEX² | 236,2 | -8,2 % | 257,3 | 187,2 | 246,1 |
| Abschreibungen | 198,8 | 3,4 % | 192,3 | 168,6 | 161,5 |
¹ Die Produktionsleistung entspricht den Leistungen aller Gesellschaften sowie Arbeitsgemeinschaften (vollkonsolidiert, at-equity, quotal oder untergeordnet) entsprechend der Höhe der Beteiligung der PORR AG.
² Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte
| Kennzahl | 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Energieverbrauch innerhalb der PORR (MWh) | 778.950 | 2,8 % | 757.422 | 649.316 | 598.179 |
| Energieintensität (MWh/TEUR) | 0,127 | -5,5 % | 0,134 | 0,126 | 0,108 |
| Selbst erzeugte r Grünstrom (MWh) | 330 | -7,8 % | 358 | 337 | 157 |
| Direkte THG-Emissionen - Scope 1 (t CO₂e) | 164.543 | -1,4 % | 166.933 | 132.543 | 123.049 |
| Indirekte THG-Emissionen - Scope 2 (t CO₂e) | 35.047 | 38,1 % | 25.372 | 29.042 | 24.567 |
| Sonstige THG-Emissionen - Scope 3 (t CO₂e) | 40.776 | -0,9 % | 41.129 | 904 | 2.640 |
| Intensität der THG-Emissionen (Scope 1 + 2) ( t CO₂e/TEUR) | 0,033 | -4,6 % | 0,034 | 0,032 | 0,026 |
| Gesamtabfall (t) | 9.159 | -46,8 % | 17.204 | 9.436 | 9.896 |
| Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe (t) | 93.200 | 10,0 % | 84.761 | 104.841 | 97.255 |
| Gesamtwasserverbrauch ( m³ ) | 240 | -36,9 % | 380 | 171 | 568 |
| Arbeitsbedingte Verletzungen (Rate) | 15,3 | -2,9 % | 15,7 | 15,3 | 15,8 |
| Beschäftigte in Elternzeit (Anzahl) | 376 | 22,5 % | 307 | 273 | 377 |
| Schulungsstunden (h) | 103.547 | 35,5 % | 76.396 | 68.311 | 112.435 |
| Mitarbeitergespräche (Anzahl) | 6.488 | 4,7 % | 6.197 | 6.451 | 6.234 |
| Anteil der Mitarbeiterinnen | 15,8 % | 0,0 PP | 15,8 % | 15,1 % | 15,1 % |
| Frauenanteil mittlere und untere Führungsebene | 14,1 % | 0,9 PP | 13,2 % | 13,1 % | 10,9 % |
| Frauenanteil in Nachwuchsführungskräfteschulungen | 24,0 % | 5,0 PP | 19,0 % | 22,2 % | 19,4 % |
| Schulungen zur Korruptionsbekämpfung (Anz.) | 3.158 | 90,8 % | 1.655 | 1.921 | 935 |
| Kennzahl | 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Aktien per 31.12. (in Stück) | 39.278.250 | - | 39.278.250 | 29.095.000 | 29.095.000 |
| Schlusskurs per 31.12. | 11,76 | -14,4 % | 13,74 | 12,90 | 15,44 |
| Jahreshöchstkurs | 14,00 | -20,0 % | 17,50 | 17,10 | 23,70 |
| Jahrestiefstkurs | 9,00 | -23,7 % | 11,80 | 10,88 | 15,24 |
| Marktkapitalisierung per 31.12. (in EUR Mio.) | 461,9 | -14,4 % | 539,7 | 375,3 | 449,2 |
| Dividende je Aktie ¹ | 0,60 | 20,0 % | 0,50 | 0,00 | 0,00 |
| Dividendenrendite ¹ | 5,1 % | 1,5 PP | 3,6 % | 0,0 % | 0,0 % |
| Ausschüttungsquote ¹ | 36,4 % | -6,0 PP | 42,4 % | 0,0 % | 0,0 % |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis | 7,1 | -38,8 % | 11,6 | -5,7 | 30,9 |
¹ Vorschlag an die Hauptversammlung
Alle Kennzahlen werden summenerhaltend gerundet. Absolute Veränderungen werden von den gerundeten Werten berechnet, relative Veränderungen (in Prozent) werden von den genauen Werten berechnet.
Die PORR berichtet neben der finanziellen Berichterstattung seit 2009 regelmäßig und seit 2017 jährlich über ihr Engagement im Nachhaltigkeitsbereich. Für das Berichtsjahr 2022 werden Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht erstmalig in kombinierter Form gemäß § 267a UGB am 30. März 2023 veröffentlicht. Dies unterstreicht den Stellenwert der Nachhaltigkeit bei der PORR. Die Inhalte dieses kombinierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts stellen zusammen mit dem Einzelabschluss auch den Jahresfinanzbericht dar. Beim vorliegenden Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht handelt es sich um einen Geschäftsbericht inklusive einer nichtfinanziellen Erklärung gem. § 267a UGB. Er richtet sich an alle Anspruchsgruppen der PORR und umfasst die Geschäftsaktivitäten vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022. Er wurde in Übereinstimmung mit den Standards der Global Reporting Initiative (GRI) erstellt und erfüllt die Vorgaben des österreichischen Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetzes (NaDiVeG). Ein detaillierter GRI-Inhaltsindex findet sich im Anhang des Berichts ab S. 240. Darüber hinaus legt die PORR gemäß der EU-Taxonomie-Verordnung ihren Anteil der taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftsaktivitäten in Bezug auf Umsatz, Investitions- und Betriebsausgaben offen. Um die Nachhaltigkeitsschwerpunkte zu schärfen, wurde 2022 eine neue Wesentlichkeitsanalyse unter Einbindung relevanter interner und externer Stakeholder durchgeführt. Detaillierte Informationen finden sich im Abschnitt „Wesentlichkeitsanalyse“ ab S. 70. Die nichtfinanzielle Berichterstattung erfolgt sowohl auf Gruppen- als auch auf Länderebene. Der enthaltene Berichtskreis umfasst dabei nur die wesentlichen Märkte der PORR. Dabei handelt es sich um die Heimmärkte Österreich, Deutschland, die Schweiz, Polen, Tschechien, die Slowakei und Rumänien sowie die Projektmärkte Norwegen, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate.# In Zahlen ausgedrückt fallen 98,6 % der Produktionsleistung in diesen Ländern an. Eine Auflistung aller Beteiligungen der PORR AG findet sich ab S. 206.
Die nichtfinanzielle Risikobeurteilung entspricht den Anforderungen des NaDiVeG. Die aufgelisteten Risiken wurden durch das Corporate Responsibility (CR) Steering Committee regelmäßig hinsichtlich Tragweite und Eintrittswahrscheinlichkeit geprüft, beurteilt sowie konsolidiert. Der Fokus liegt dabei auf dem frühzeitigen Erkennen und dem aktiven Gegensteuern.
Die Empfehlungen zur einheitlichen Klimaberichterstattung der Expertenkommission Task Force on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD) wurden weitgehend umgesetzt. Ausgewählte Kennzahlen (KPIs) werden am Anfang des Berichts in Form einer Vierjahresübersicht dargestellt. So werden die Informationen transparent, relevant und vergleichbar gemacht. Alle länderspezifischen Kennzahlen werden nach Möglichkeit in Relation zu den Vorjahreswerten gesetzt und sind im Anhang des Berichts dargestellt. Die Kennzahlen, die sich auf die GRI-Standards beziehen, umfassen den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung.
Die Berichterstattung wurde einer externen Prüfung durch die BDO Assurance GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft unterzogen. Dieser Bericht wurde gemäß § 96 Abs. 1 AktG vom Aufsichtsrat geprüft. Der Bestätigungsvermerk findet sich im Anhang ab S. 252.
Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im kombinierten Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe verzichtet und die männliche Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind jedoch immer alle Geschlechter.
Der vom Abschlussprüfer der Gesellschaft geprüfte Jahresabschluss 2022 samt Anhang und Lagebericht (Einzelabschluss) kann bei der Gesellschaft, 1100 Wien, Absberggasse 47, unentgeltlich angefordert werden und liegt bei der Hauptversammlung auf. Auf der Website www.porr-group.com/konzernberichte steht das gesamte Dokument darüber hinaus zum Download bereit.
Ihre Ansprechpartnerin
Mag. Milena Ioveva
Konzernsprecherin
T +43 50 626-1763
[email protected]
Sehr geehrte Stakeholder,
Wirtschaft, Klima, Pandemie und Geopolitik sorgen für nie dagewesene Veränderungen. 2022 war ein Jahr voller Unsicherheit und multipler Krisen – mit einer hohen Inflation, Lieferkettenthemen und enormen Kostensteigerungen. In diesem Umfeld haben wir dennoch alles daran gesetzt, um nachhaltig Wert für unsere Stakeholder zu schaffen. Deswegen freut es uns umso mehr, dass die PORR sich im Jahr 2022 bemerkenswert behaupten konnte.
Mit einem gesteigerten Ergebnis vor Steuern von EUR 110,0 Mio. ist es uns gelungen, in allen Unternehmensbereichen zu wachsen. Es zeigt nochmals, wie krisensicher wir mit unserer Strategie aufgestellt sind und wie relevant unser ganzheitlicher Ansatz „Alles aus einer Hand“ für die Menschheit ist – ganz im Sinne unserer Vision To Build a Better World.
Wir konnten die Produktionsleistung um 8,7 % auf EUR 6.226 Mio. auf neue Höchstwerte steigern. Der Auftragsbestand lag erstmals bei mehr als EUR 8,2 Mrd. und zeigte ein Plus von 5,7 %. Auch der Auftragseingang kann sich mit einem Zuwachs von 3,8 % auf EUR 6.659 Mio. sehen lassen. Unsere Auftragsbücher sind voll und unsere Pipeline sichert uns genügend Aufträge für die nächsten Jahre.
Eine der großen Stärken der PORR ist ihre führende Rolle im Infrastrukturbereich. Hier erleben wir einen Boom, auch dank der Investitionen der öffentlichen Hand, die hier bestrebt ist, Wachstumsimpulse zu setzen. Ein Beispiel ist unsere Baustelle in Hannover, wo wir mit Partnern einen Auftrag über EUR 400 Mio. zur Sanierung des Südschnellwegs erhalten haben.
Große Chancen für unsere Branche sehen wir in den „Vier Ds“, die einen Wandel in der Wirtschaft auslösen: Deglobalisierung, Demografie, Digitalisierung und Dekarbonisierung.
Im Sinne unserer Vision „To Build a Better World“ und unserer Strategie „Green and Lean“ begegnet die PORR diesen Herausforderungen mit konkreten Projekten und Vorhaben. Für die PORR als großes, internationales Bauunternehmen führt kein Weg daran vorbei, diese brennenden Themen aufzugreifen, wenn wir auch die kommenden Jahre so erfolgreich abschließen wollen wie dieses.
Auch unser finanzieller Erfolg wächst mit. Hier haben wir 2022 große Schritte gemacht. Neben der erneuten Steigerung der Leistung konnten wir vor allem unser Ergebnis klar verbessern. Mit einer EBT-Marge von 1,8 % konnten wir das Vorkrisenniveau deutlich übertreffen. Unsere Eigenkapitalquote liegt aktuell bei 19,3 % – der enthaltene Hybridanteil wurde im Jahresverlauf auf 31,0 % gesenkt. Abermals können wir auch eine Net-Cash-Position von EUR 59,0 Mio. ausweisen. Und damit nicht genug. Wir rechnen im Jahr 2023 mit einer Leistung, zumindest auf dem Niveau des Vorjahres, bei einem noch besseren Ergebnis.
Wir haben also im vergangenen Jahr viel erreicht: Für Sie und mit Ihnen als Stakeholder haben wir Projekte gebaut, auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit gesetzt und eine starke finanzielle Performance abgeliefert – gemeinsam. Wir möchten uns an dieser Stelle für das Vertrauen bedanken, das Sie uns entgegenbringen. Die PORR hat in den kommenden Jahren noch viel vor und wir freuen uns, viele weitere spannende Projekte gemeinsam mit Ihnen zu verwirklichen.
Herzlichst,
v.l.n.r.:
Klemens Eiter, designierter CFO
Karl-Heinz Strauss, CEO
Jürgen Raschendorfer, COO
Josef Pein, COO
Die Rahmenbedingungen des abgelaufenen Jahres waren herausfordernd. COVID-Pandemie, Materialengpässe, steigende Energiepreise, Arbeitskräftemangel und nicht zuletzt der Ukraine-Konflikt setzten der Weltwirtschaft zu. Dennoch erwies sich deutlich: Die PORR ist solide aufgestellt und in der Lage, auch multiple Krisen erfolgreich zu bewältigen. Wir passen uns schnell an die sich wandelnden Umfeldbedingungen an und stehen weiterhin finanziell auf starken Füßen.
Die Geschäftsaktivitäten waren in 2022 unter anderem von Engpässen in den internationalen Lieferketten und den steigenden Energiekosten geprägt. Bei der PORR ist dennoch keine einzige Baustelle stillgestanden. Das lag an unserer vorausschauenden Beschaffungsstrategie. Zudem haben wir einen starken Fokus auf die Versorgungssicherheit im Bereich Gas gesetzt: Dazu gehört zum Beispiel, dass wir Gasverbrauchsstellen, also etwa unsere Mischwerke, nach Möglichkeit auf alternative Energiequellen umstellen. Für 2023 ist die Produktionssicherheit gewährleistet und auch für die Jahre darauf sind wir zuversichtlich, den Energiebedarf decken zu können. Zudem bauen wir derzeit den Bereich Photovoltaik auf unseren Baustellen aus und sind dabei, die Beschaffung der notwendigen Anlagen zu bündeln.
Die Zahlen sprechen für sich: Die Produktionsleistung erhöhte sich im Jahresvergleich um 8,7 % auf EUR 6,2 Mrd. Deutlich hervorgestochen sind dabei die Heimmärkte im Segment CEE, allen voran Rumänien, wo es zu einem Leistungszuwachs von 68,4 % gekommen ist. Auch in Österreich, dem wichtigsten Markt der PORR, konnte die Leistung nochmals um 7,9 % gesteigert werden. Mit einem Ergebnis vor Steuern von EUR 110,0 Mio. haben wir die Erwartungen übertroffen und sind solide für die kommenden Jahre aufgestellt. Unser Auftragsbestand von EUR 8,2 Mrd. ist ein starkes Fundament für die Zukunft. Als Totalunternehmerin mit allen Bauleistungen aus einer Hand wollen wir in ökologischer, ökonomischer und gesellschaftlicher Hinsicht unsere Marktposition auch in Zukunft weiter ausbauen. Letztendlich haben wir die Krisen als Chance genutzt, um unabhängiger, stärker und nachhaltiger zu werden.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand für die gute Zusammenarbeit und die umfassende Beantwortung auch kritischer Fragen. Der Aufsichtsrat hat die Entwicklung der Gesellschaft im Rahmen der ihm zukommenden Aufgaben aktiv begleitet und unterstützt. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat gemäß § 81 AktG ausführlich Bericht erstattet und diesen insbesondere durch mündliche und schriftliche Berichte zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage der Gesellschaft sowie des Konzerns und der Beteiligungsgesellschaften, über Personal- und Planungsfragen sowie über Investitions- und Akquisitionsvorhaben informiert und Strategie, Geschäftsentwicklung, Nachhaltigkeitsstrategie und Risikomanagement mit dem Aufsichtsrat besprochen.# Der Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat hat in insgesamt fünf Sitzungen die jeweils erforderlichen Beschlüsse gefasst. Die durchschnittliche Präsenzrate der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder in den Aufsratssitzungen betrug 97,5 %. Zu den zustimmungspflichtigen Geschäften gemäß § 95 Abs. 5 AktG und der Geschäftsordnung für den Vorstand wurden die erforderlichen Genehmigungen eingeholt; in dringenden Fällen in Form einer schriftlichen Stimmabgabe. Seit 1. Mai 2022 ist Mag. Klemens Eiter ordentliches Vorstandsmitglied und CFO der PORR AG. Im Vorstand war er zum 31. Dezember 2022 für Digital Unit, Group Accounting, Group Tax, Group Treasury, Commercial Management sowie für die Bereiche Compliance, Internal Audit und Group Procurement verantwortlich. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte der Vorstandsvorsitzende, Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS, interimistisch die Agenden des CFO zusätzlich zu seiner Funktion als CEO der PORR AG übernommen.
Zur Unterstützung und effizienten Behandlung von komplexen Sachverhalten waren im Geschäftsjahr 2022 folgende Ausschüsse des Aufsichtsrats eingerichtet:
In fünf Sitzungen behandelte der Prüfungsausschuss folgende Schwerpunktthemen:
In einer Sitzung gab es auch die Gelegenheit zu einem Austausch zwischen dem Prüfungsausschuss und dem (Konzern-)Abschlussprüfer ohne Beisein des Vorstands.
Der Nominierungsausschuss wird anlassbezogen einberufen. Im Geschäftsjahr 2022 fand keine Sitzung statt.
In zwei Sitzungen behandelte der Vergütungsausschuss folgende Schwerpunktthemen:
In zwei Sitzungen behandelte der Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss folgende Schwerpunktthemen:
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der PORR AG samt Anhang und Lagebericht sowie der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind) erstellte Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 und der Konzernlagebericht wurden von der BDO Assurance GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft. Die Prüfung aufgrund der Bücher und Schriften der Gesellschaft sowie der vom Vorstand erteilten Aufklärungen und Nachweise hat ergeben, dass die Buchführung und der Jahres- und Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen und zu wesentlichen Beanstandungen kein Anlass gegeben ist. Der Lagebericht und der Konzernlagebericht stehen im Einklang mit dem Jahres- bzw. Konzernabschluss. Die Gesellschaft hat einen (konsolidierten) Corporate-Governance-Bericht aufgestellt. Die konsolidierte nichtfinanzielle Erklärung wurde in den Konzernlagebericht des Konzernabschlusses aufgenommen. Die genannte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat als (Konzern-)Abschlussprüfer einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk für den Jahres- bzw. Konzernabschluss erteilt. Der Prüfungsbericht des (Konzern-)Abschlussprüfers, der Corporate-Governance-Bericht, der Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen sowie der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands wurden am 28. März 2023 im Prüfungsausschuss eingehend mit den Prüfern behandelt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Vorstand schlägt vor, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 23.643.872,57 eine Dividende von EUR 0,60 je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten und den verbleibenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022, den Lagebericht, den Corporate Governance Bericht, den Bericht über Zahlungen an staatliche Stellen sowie den Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands nach intensiver Erörterung und Prüfung gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 ist damit festgestellt. Der Prüfungsausschuss und der Aufsichtsrat haben weiters den nach IFRS aufgestellten Konzernabschluss 2022 sowie den Konzernlagebericht (inklusive nichtfinanzieller Erklärung) gebilligt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstands für die Gewinnverwendung an. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Kunden und Aktionären für ihr Vertrauen und ihre Verbundenheit zur PORR AG sowie beim Vorstand und den Mitarbeitenden für ihren Einsatz im abgelaufenen Jahr und für die gute Zusammenarbeit.
Wien, am 28. März 2023
DDr. Karl Pistotnik e. h.
Vorsitzender des Aufsichtsrats
667 Meter lang und bis zu 90 Meter hoch: Das wird die neue Hochbrücke über das Neckartal in Horb. Dort führt derzeit die Bundesstraße hinunter in die Kernstadt und wieder hinauf nach Nordstetten. Die beeindruckende Brücke wird den Verkehrsfluss ab 2026 deutlich verbessern.
Die PORR wurde von der BMW Group für den Rück- und Neubau von Gebäuden im BMW Group Werk München beauftragt. Während die Produktion sowie die Werkslogistik weiterlaufen, wird eine bestehende Halle abgetragen und ein neues Gebäude aufgebaut. Das Projekt wird von der Planung bis zur Fertigstellung mit LEAN Construction und BIM umgesetzt – ein Prozess aus einer Hand. Die Fertigstellung ist für 2026 geplant.
Selbst entwickelt und nachhaltig: Beim Bau des Fildertunnels im Rahmen des Großprojekts Stuttgart21 hat die PORR einen selbstentwickelten, nachhaltigen Baustoff erstmals eingesetzt: Der neue Ringspaltmörtel wird mit dem Recyclingprodukt Hüttensand ‑ einem Abfallprodukt der Stahlerzeugungsindustrie ‑ statt mit Zement gebunden. Nun wurde das praktisch zementfreie Baumaterial patentiert.
Rund zwei Millionen Tonnen Baurestmassen recycelt die PORR jährlich, 400.000 Tonnen im Recyclingcenter Himberg. Aus Ziegel wird Ziegelsplit zur Dachbegrünung. Aus Beton wird Recyclingbeton. Und neuerdings gibt es auch eine Aufbereitungsanlage für Mineralwolle. Denn als Dämmstoff wird am häufigsten Mineralwolle verwendet. Sie ist leicht und voluminös, verbraucht dadurch aber viel Deponievolumen und ist nicht sehr standsicher. Die von der PORR entwickelte und patentierte Aufbereitungsanlage zerkleinert das Material und reduziert mittels Zusatzstoffen das Volumen um bis zu 80 %. So kann die Mineralwolle besser deponiert oder anderweitig verwertet werden. Daneben beteiligt sich die PORR auch an der Forschung zur Wiederverwertung von Styropor und Gips.
In nur einem Jahr hat die PORR den oberirdischen Teil von SKYSAWA in Warschau umgesetzt. 155 Meter und 40 Stockwerke hoch ist das erste Bleistiftgebäude der polnischen Hauptstadt. Der Büro- und Geschäftskomplex hat eine direkte Anbindung an die angrenzende Metrostation. Die PORR hat bevorzugt lokal nachhaltig produzierte Materialien verwendet und die Bauprozesse umweltfreundlich optimiert. SKYSAWA hat auch viele energieeffiziente Lösungen wie Sonnenkollektoren zu bieten.
Fünf Monate früher als geplant ist der erste Bauabschnitt der Autobahn Sibiu–Pitești in Rumänien fertiggestellt. Auch für den 9,86 Kilometer langen Abschnitt 4 ist die PORR verantwortlich. Zum Auftrag gehören zwölf Brücken und Übergänge sowie Viadukte mit einer durchschnittlichen Länge von 230 Metern. Zwei Autobahnüberführungen, eine Straßenkreuzung und der erste Autobahn-Zwillingstunnel des Landes vervollständigen das Projekt.
Darauf sind wir wirklich stolz, weil uns Nachhaltigkeit ein großes Anliegen ist: Zum zweiten Mal in Folge erhält die PORR den Prime Status der Ratingagentur ISS ESG und erreicht mit einem C+ die Bestnote der Branche.
Die PORR prägt das Leben vieler Menschen. Mit ihren Gebäuden, Tunneln, Brücken und Straßen gestaltet sie Stadt- und Landschaftsbilder. Als Arbeitgeberin bietet sie vielfältige Jobmöglichkeiten. Gründe für eine Karriere bei der PORR gibt es jedenfalls viele. Das zeigt der neue Arbeitgeberauftritt: Hier hat man viele Vorteile, findet einen Job fürs Leben und baut eine bessere Welt.
Seit 2013 ist die PORR mit dem Großprojekt Koralmtunnel beschäftigt. Dieses Verbindungsstück der Koralmbahn wird die Zugfahrt von Graz nach Klagenfurt wesentlich verkürzen. Beim Folgeauftrag wird auf BIM und LEAN gesetzt. Dabei arbeiten alle Projektbeteiligten mit demselben digitalen Modell. Das erleichtert die Kommunikation und macht alle Prozesse transparent sowie effizient.
Wie die PORR mit den Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft umgeht. Welche Lösungen sie hat. Und wie die PORR ihre Vision – To Build a Better World - umsetzt. Das und mehr erklärt CEO Karl-Heinz Strauss im Interview.# Wie haben Sie das Jahr 2022 erlebt?
Das Jahr ist gut gelaufen, aber die Begleitumstände waren gewöhnungsbedürftig. Es gab viele ungelöste Themen – wie die Pandemie zum Beispiel und Lieferengpässe, die besonders durch Lockdowns in China verursacht wurden. Dann ist da noch der Krieg in der Ukraine. Die Industrie hat das auch genutzt, um ihre Preisvorstellungen durchzusetzen – unter anderem bei Bau- und Zuschlagstoffen. Auch die erhöhten Energiekosten haben uns, aber vor allem unsere Bauherren vor Herausforderungen gestellt. Aber bei der PORR haben wir das „Managen des Unvorhersehbaren“ in unserer DNA. Und das war in diesem Jahr besonders gefordert.
Wir haben sehr früh reagiert, zum Beispiel mit einer selektiven Auftragsannahme. Die PORR ist gut vorbereitet. Wir haben tolle Projekte: Die Auftragsbücher waren 2022 gut gefüllt, sie sind für 2023 voll und wir sind auch für 2024 schon weitgehend ausgelastet. Der Markt wird weiterhin boomen. In der Infrastruktur und im Tiefbau sowieso, da werden Förderungen der EU ausgeschüttet. Auch der Hochbau wird davon profitieren, weil klimafitte Gebäude gefragt sind – von der öffentlichen Hand, von der Industrie und von Privaten. Und wir schauen uns vor jedem Projekt genau an, wie wir es am besten umsetzen – mit LEAN, BIM und weiteren Innovationen. Auch der gesamte Einkauf ist optimiert, wir bestellen lange im Voraus. Das alles hat dazu geführt, dass keine einzige Baustelle der PORR stillgestanden ist.
Es gibt die vier großen „Ds“, die für uns entscheidend sind: Bei der Deglobalisierung geht es um neue Lieferketten, neue Verbindungen zwischen Ost und West, zwischen den USA und China. Das zweite D ist die Digitalisierung, die stärker vorangehen muss wie bisher, um Prozesse zu vereinfachen, zu standardisieren und dann zu automatisieren. Das dritte D, Demografie, wird uns noch sehr beschäftigen: Bekommen wir genug heimische Arbeitskräfte? Bekommen wir welche aus den umliegenden Ländern? Und wenn nicht, woher bekommen wir sie dann? Ohne neue Arbeitskräfte, die jene ersetzen, die bald in Pension gehen, werden wir nicht wachsen können. Da haben wir als PORR eine gute Basis mit unserem PORR Campus und der PORR Academy. Wir bilden junge Menschen aus und können neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewinnen. Und: Wir haben im arabischen Raum gut und erfolgreich mit unseren asiatischen Kolleginnen und Kollegen zusammengearbeitet. Deshalb interessieren sie sich jetzt auch für die PORR in Europa. Viele sind bereits in Rumänien angekommen. Und das vierte D? Das steht für Dekarbonisierung. Nachhaltigkeit liegt nicht nur bei großen Unternehmen wie der PORR in der Verantwortung, sondern wird auch gesetzlich gefordert. Wir geben den Weg vor. Und wir haben schon viel erreicht, auch wenn uns neue Regularien wie die EU-Taxonomie vor bürokratische Herausforderungen stellen. Wir müssen und werden diese Aufgaben pragmatisch lösen, LEAN abwickeln und in bestehende Prozesse integrieren.
Die PORR hat für sich selbst mit BIM in der Planung sowie LEAN Design und LEAN Construction den Bauprozess der Zukunft definiert. Das wird verstärkt durch Digitalisierung und auch durch Robotik und Automation. So optimieren wir unsere Prozesse und wirken auch dem Arbeitskräftemangel entgegen: Auf der Baustelle werden weniger Menschen arbeiten, die aber besser ausgestattet sein werden. Von der Planung bis zur Fertigstellung und darüber hinaus werden alle Projektbeteiligten vernetzt. Das spart Zeit, das spart Ressourcen, das führt zu einer besseren Qualität und zu höheren Erträgen. Mit den generierten Daten können wir außerdem bessere Entscheidungen schneller treffen. Das ist die Zukunft. Und das wird allen die Arbeit erleichtern. Wichtig ist, dass wir den Pioniergeist leben und neugierig bleiben.
Der Weg führt hin zum Totalunternehmer. Planung und Ausführung, alles aus einer Hand – das ist genau das, was wir bei der PORR machen. Kaum ein Bauunternehmen ist so breit und vertikal in der Wertschöpfung aufgestellt wie die PORR. Natürlich haben die Megatrends auch auf uns einen großen Einfluss. Die Urbanisierung zum Beispiel: Wir können Städte nicht beliebig ausdehnen wegen des Flächenverbrauchs, wir werden in die Höhe gehen müssen. Bei der Mobilität geht es um Smart City Traffic und um den Ausbau von Bahnlinien. Die gesamte Industrie wird sich umstellen. Aber alles, was wir uns heute für die Zukunft vornehmen – weniger Rohstoffe verbrauchen, Energie sparen, die Welt nachhaltiger gestalten - wird ohne Bauindustrie nicht möglich sein. Deshalb lautet unsere Vision: PORR – Home of Construction. To Build a Better World.
PORR - Home of Construction. To Build a Better World.
Wir glauben an eine bessere Welt , an ein Zuhause, das durch nachhaltige Bauwerke ermöglicht wird. Wer baut, verändert die Welt . Seit mehr als 150 Jahren liegt es in unserer DNA, sich mit neuen Technologien an die Spitze der Bauindustrie zu setzen. Unser Ziel ist es, die Umwelt nachhaltig zu gestalten und Innovationen und Wachstum zu fördern. Und so eine lebenswerte Welt für alle Menschen – heute und morgen – zu schaffen. Das ermöglichen wir mit ganzheitlichen Baulösungen aus einer Hand, von der Planung über die Errichtung bis zum Betrieb, sowohl im Hoch- und Tiefbau als auch im Infrastrukturbau. Innovativ, kompetent und zuverlässig – Powered by PORR
Eine Kultur des Miteinanders ist das, was zählt. Die PORR ist stolz auf ihre fünf Prinzipien: Verlässlichkeit, Schulterschluss, Anerkennung, Pioniergeist und Leidenschaft . Sie sind der Garant für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg und bilden damit das Gerüst der PORR – Home of Construction . Gemeinsam mit den Codes of Conduct für Mitarbeitende und Geschäftspartner bilden die fünf Prinzipien den Leitfaden für moralisches, ethisches, gesetzeskonformes und integres Verhalten in allen unternehmerischen Aktivitäten und Entscheidungen.
Intelligentes Bauen verbindet Menschen. Der strategische Fokus liegt auf dem Ausbau der starken Marktposition in Europa sowie intelligentem, selektivem Wachstum mit „Green and Lean“. Nachhaltiges Wirtschaften wird gemeinsam mit fortschrittlicher Technologie und der ökologischen und sozialen Verantwortung vorangetrieben. Das oberste Ziel der PORR bleibt eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts für alle Stakeholder.
Die PORR ist und bleibt ein Bauunternehmen. In der europäischen Bauwirtschaft gehört die PORR zu den führenden Playern. Seit über 150 Jahren realisiert sie erfolgreich komplexe Bauvorhaben im Hoch- und Tiefbau. In Europa ist die PORR einer der wenigen Spezialisten im Infrastrukturbereich. Dabei deckt sie alle Leistungen entlang der gesamten Bau-Wertschöpfungskette ab. Ziel ist es, die führende Position als Totalunternehmerin im Hoch- und Tiefbau weiter auszubauen. Zugleich setzt die PORR als Technologievorreiterin verstärkt auf BIM und LEAN Construction, die innovative und nachhaltige Lösungen in Planung und Bau ermöglichen. Auf dieser Basis und mit dieser Strategie sowie dem klaren Fokus auf einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit allen Beteiligten hat die PORR schon jetzt wesentliche Schritte zu einer nachhaltigen Zukunft gesetzt – einen Weg, den wir konsequent weiter gehen werden.
Die PORR hat ihren Hauptsitz in Wien, Österreich, und setzt auf ihre sieben europäischen Heimmärkte Österreich, Deutschland, die Schweiz, Polen, Tschechien, die Slowakei und Rumänien. In diesen Flächenmärkten ist die PORR mit ihrem gesamten Leistungsportfolio vertreten. In den Projektmärkten Norwegen, Katar und Vereinigte Arabische Emirate (VAE) fokussiert sich die PORR auf die Exportprodukte im Tunnel-, Bahn- und Spezialtiefbau.
Dank der schlanken Organisationsstruktur der PORR sind die Verantwortungsbereiche klar definiert. Dadurch sind Transparenz und Vergleichbarkeit innerhalb der gesamten Gruppe gegeben.
Die PORR AG bildet das organisatorische Dach der PORR Gruppe. Die operative Verantwortung ist dezentral ausgerichtet und teilt sich auf folgende Segmente auf:
Jahrelange Erfahrung, fundiertes Know-how und technische Expertise machen die PORR zur richtigen Partnerin für jedes Bauvorhaben. Mit unserem ganzheitlichen Ansatz bieten wir alle Schritte entlang der Wertschöpfungskette eines Bauprojekts aus einer Hand: von der Konzeption über Planung, Finanzierung, Bau und Zertifizierung bis hin zum Facility Management. Wir setzen auf Handschlagqualität und verbinden unsere mehr als 150-jährige Expertise mit zukunftsweisenden Konzepten – und das über alle Bereiche der Bauwirtschaft.
Worauf es ankommt: Von Wohnhäusern, Büros und Gesundheitseinrichtungen bis hin zu Einkaufszentren und Stadien: Hochbau muss unterschiedlichste Anforderungen erfüllen. Gefragt sind Lösungen aus einer Hand.
Was wir leisten: Unsere bestens ausgebildeten Mitarbeiter sind Experten auf ihrem Gebiet und stechen durch Lösungskompetenz und Flexibilität hervor. Zusätzlich verfügt die PORR über Erfahrung in allen Bereichen des Hochbaus und kann alle Schritte von der Planung bis zur Inbetriebnahme inhouse anbieten. Als Full-Service-Providerin stehen wir unseren Kunden von Projektbeginn an zur Seite und unterstützen sie bis hin zum Property Management. Alles aus einer Hand.
Worauf es ankommt: Tiefbau bildet die Basis für fast alle Gebäude des täglichen Lebens und ist die Grundlage einer funktionierenden Infrastruktur.
Was wir leisten: Die PORR verfügt über jahrelanges Know-how in den Bereichen Tiefbau und Infrastruktur. Dank bewährter und eingespielter Prozesse können wir sowohl Großprojekte zuverlässig ausführen als auch individuelle Lösungen für unsere Kunden erarbeiten. Die Bausteine dafür sind die Fachkompetenz, Flexibilität und technische Lösungskompetenz unserer Mitarbeiter sowie technische Innovation und Vielseitigkeit unserer Prozesse.
Worauf es ankommt: Aufgrund ihrer Bedeutung trägt die Bauindustrie eine besondere Verantwortung für die Umwelt. Erneuerbare und emissionslose Energien sowie nachhaltige Baustoffe werden dabei eine wichtige Rolle spielen.
Was wir leisten: Wir achten schon lange darauf, vorhandene Ressourcen wiederzuverwerten und Naturräume schonend zu behandeln. Mensch und Umwelt stehen dabei stets im Zentrum unserer Projekte. Im Bereich Umwelttechnik befassen wir uns mit den verschiedenen Aspekten des technischen Umweltschutzes, von Schadstoffentsorgung und Recycling von Bausubstanzen bis hin zu Rückbauten. Je nach Anforderung unserer Kundinnen und Kunden entwickeln wir individuelle Lösungen.
Worauf es ankommt: Der Bereich Design & Engineering verbindet optische und funktionelle Anforderungen unter Einhaltung von Vorschriften.
Was wir leisten: Unser oberster Anspruch bei Bauprojekten ist es, die Entwurfsidee zu wahren, wirtschaftlich zu planen und Prozesse effizient abzuwickeln. Das schaffen wir durch den Einsatz von BIM und LEAN-Methoden. Diese ermöglichen es uns, alle Projektbeteiligten in Echtzeit über den Projektfortschritt zu informieren und die Planungs- und Bauphase schlank zu halten. Durch die Verwendung innovativer Methoden setzen wir neue Maßstäbe und sind so Vorreiterin in der Baubranche.
Worauf es ankommt: Der Bereich Spezialkompetenzen umfasst Leistungen, welche sich nicht eindeutig den klassischen Bereichen der Baubranche, wie Hoch- und Tiefbau oder Umwelttechnik, zuordnen lassen.
Was wir leisten: Wenn Besonderes verlangt wird, ist Erfahrung gefragt. Durch umfassendes Know-how und spezielle Anforderungen in Projekten haben wir im Laufe der Zeit unser Portfolio erweitert und sind in der Lage, auch spezielle Herausforderungen zu lösen. Bestens geschulte Mitarbeiter, der Einsatz von digitalen Tools und die Zusammenarbeit mit kompetenten Partnern ermöglichen es uns, auch komplexe Aufgaben aus einer Hand zu erfüllen.
Der Prozess der Wertschöpfung in der Bauindustrie ist von vielen voneinander unabhängigen Akteuren geprägt. Daraus ergibt sich eine äußerst komplexe Bau-Wertschöpfungskette. Neben den bauausführenden Unternehmen, wie der PORR, sind Planungsbüros, Ingenieurbüros, Lieferanten und Nachunternehmer und auch der Kunde selbst intensiv am Prozess beteiligt. Sobald der Bedarf für ein neues Projekt entsteht, erfolgt eine Ausschreibung für die Ausführung. Dabei müssen teilnehmende Bauunternehmen vorgegebene Anforderungen erfüllen. Nach einem erfolgreichen Vergabeverfahren beginnt die Beschaffung und Planung. Hierzu gehören unter anderem die Beschaffung von Materialien sowie die Auswahl und Beauftragung von Nachunternehmern. Daneben erfolgen Gefährdungs-, Chancen- und Risikoanalysen sowie die Sicherstellung von Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz. In der anschließenden Bau- und Projektvorbereitung wird einerseits die Baustelle eingerichtet, anderseits erfolgt eine detaillierte Personal- und Logistikplanung. Diese wird laufend angepasst und optimiert. Die Bau- und Projektausführung stellt für die PORR den größten Beitrag zur Wertschöpfung dar. Die Dauer dieser Phase kann je nach Art und Umfang des jeweiligen Projekts unterschiedlich sein. Hochbauprojekte, wie Wohnhäuser und Industriebauten, haben im Regelfall kürzere Bauzeiten, während im Tiefbau mit mehreren Jahren zu rechnen ist. Den Abschluss eines Projekts markiert die Übergabe an den Auftraggeber. Damit geht das Bauwerk in die Nutzungsphase über. Am Ende der Nutzungszeit übernimmt die PORR den Abbruch und das fachgerechte Recycling, die Deponierung oder Entsorgung von Baustoffen. Unser Bestreben ist es, möglichst viele Baustoffe wieder in den Baukreislauf zurückzuführen.
Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette ist der PORR ein zentrales Anliegen, das wir seit Jahren mit großen Engagement verfolgen. Um diese Nachhaltigkeit sicherzustellen, steht das Unternehmen im engen Kontakt mit allen Projektbeteiligten. Bei der Auswahl von Geschäftspartnern sowie bei der Reduktion der Risiken entlang der Wertschöpfungskette setzt die PORR auf die lückenlose Einhaltung der im Code of Conduct für Geschäftspartner dargelegten Grundsätze.
Die Strategie der PORR leitet sich aus der Vision „PORR – Home of Construction. To Build a Better World.“ ab. Als Europas nachhaltigster Infrastrukturbaukonzern bietet die PORR klare Lösungen für alle Herausforderungen der heutigen Zeitenwende. Der strategische Fokus liegt unverändert auf dem Ausbau der starken Marktposition in Europa sowie intelligentem, selektivem Wachstum mit „Green and Lean“. Nachhaltiges Wirtschaften wird gemeinsam mit fortschrittlicher Technologie und der ökologischen und sozialen Verantwortung vorangetrieben. Das oberste Ziel der PORR bleibt eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts für alle Stakeholder. Die PORR führt möglichst viele Bauleistungen selbst aus und deckt damit den gesamten Lebenszyklus von Bauprojekten ab. Sie verfügt über ein starkes, gruppenweites Bau- und Kompetenznetzwerk sowie umfangreiches Know-how in der Projektabwicklung. Damit kann das gesamte Potenzial eines europäischen Unternehmens, verbunden mit der starken Marktposition bestmöglich genutzt werden.
Die PORR bewegt sich in zunehmend komplexen Rahmenbedingungen. Als Antwort darauf antizipiert die PORR in ihrer Unternehmensstrategie die „vier Ds“, welche die Gesellschaft – und damit auch die Bauindustrie – in den kommenden Jahren prägen und die Transformation der Branche entscheidend beeinflussen werden.
Die urbane Bevölkerung wächst bis 2050 um 80 %. Für eine nachhaltige Stadtentwicklung müssen in Zukunft neue Energiekonzepte, Klimaschutz und Flächeneffizienz in den Fokus rücken. Mit intelligenten Lösungen aus einer Hand unterstützt die PORR zukunftsorientierte Infrastruktur-, Gebäude- und Mobilitätskonzepte. Immer mehr ältere Menschen stellen das Gesundheitssystem vor große Herausforderungen. Es besteht ein akuter Bedarf an Pflege- und anderen Gesundheitsleistungen, der in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Die PORR plant, entwickelt, baut und betreibt teilweise auch private Krankenhäuser, Reha-Kliniken und Pflegeheime. Planung, Entwicklung, Ausführung und Betrieb können dank dieser Erfahrungen aus einer Hand angeboten werden.
Regionaler Fokus für internationale Resilienz. Weltweite Krisen haben verdeutlicht, wie schnell globale Lieferketten beinahe zerstört werden können. Auf die zum Stillstand gekommene Globalisierung müssen Unternehmen mit veränderten Strategien reagieren. Der Fokus richtet sich verstärkt auf regionale Beschaffung, Produktion und innovative Produkte. Die PORR ist mit ihrer Einkaufsstrategie, die in den Heimmärkten eine lokale Beschaffung von 80 % ermöglicht, sehr gut aufgestellt. Regionale Logistik und Produktionsstätten fördern zudem den Ausbau von Arbeitsplätzen sowie den lokalen Wirtschaftsstandort, fordern aber – neben einer modernen und umweltfreundlichen Infrastruktur – auch einen hohen Grad an Automatisierung. Der Einsatz neuer Technologien wird somit entscheidend im Wettbewerb von morgen.
Auf dem Weg zum grünen Fußabdruck. Die Baubranche ist einer der emissionsstärksten Wirtschaftszweige. Als solcher muss sie ihrer ökologischen Verantwortung verstärkt nachkommen. Eine große Rolle wird deswegen intelligentes Bauen mittels innovativer Baumaterialien, effizienteren Prozessen, einer ausgereifteren Kreislaufwirtschaft und Technologien der neuen Generation spielen. Die PORR hat diese notwendige Transformation in Richtung Kreislaufwirtschaft bereits erfolgreich begonnen, um zukunftsorientiert zu wirtschaften. Dabei gilt es, die führende Rolle der PORR stetig auszubauen.
Digital Europe Programme im Wert von EUR 7,5 Mrd. Automatisierung und Technologiekompetenz bringen entscheidende Wettbewerbsvorteile, auch im ökologischen Fortschritt.# PORR 2025
Vom langfristigen Potenzial ihrer sieben europäischen Heimmärkte ist die PORR weiterhin überzeugt. Ziel ist der Erhalt und der Ausbau der starken Marktposition in Europa mit dem Fokus auf selektives, ergebnisorientiertes und nachhaltiges Bauen und Wachstum.
Im Rahmen der angesetzten Transformation sollen konzerneinheitliche Standards und damit vernetzte Prozesse entstehen. Digitale, effiziente Lösungen entlang der Bau-Wertschöpfungskette sowie neue, datenbasierte Geschäftsmodelle eröffnen eine neue Dimension an Potenzialen.
Das sich rasch wandelnde Marktumfeld erfordert eine neue Flexibilität. Durch eine schlanke und effiziente Organisation soll die PORR schlagkräftig und für (un-)vorhersehbare externe Einflüsse gerüstet sein. Durch eine moderne und wertschätzende Arbeitswelt soll ein stetiger Best Place to Work geboten werden.
Die sich verändernden Marktbedingungen sowie das starke Wachstum der PORR in den letzten Jahren erfordern neben der Verbesserung der Ertragskraft und der Kostenstrukturen eine Optimierung des Kapitaleinsatzes sowie der Kapitalstruktur.
Entscheidend dabei sind vor allem die Planung via Building Information Modeling (BIM) und Virtual Reality, digitale Bauprozesse mit neuen Technologien und intelligente Baustellenlogistik sowie die Hebung von Synergien über verstärkte Vernetzung. Das Building Information Modeling hat bereits heute eine große Relevanz in der Bauindustrie. Neben dem Einsatz von BIM von der Planung bis zum Betrieb setzt die PORR auf LEAN Design und LEAN Construction bei der Bauausführung. Bauprozesse werden dadurch immer transparenter sowie planungs- und kostensicherer. Bereits in vielen Ländern ist eine Nutzung von BIM bei öffentlichen Infrastrukturprojekten vorgeschrieben. Dies könnte somit einen signifikanten Wettbewerbsvorteil für die PORR bedeuten.
Die PORR besteht seit über 150 Jahren, Innovation und Vielfalt waren stets die Bausteine ihres Erfolgs. Der Klimawandel und die Digitalisierung sind die zwei wichtigsten Herausforderungen in diesem Jahrzehnt. Für die PORR als Unternehmen und für uns als Gesellschaft. Die Transformation in der Baubranche und deren Umfeld bedarf eines flexiblen, ressourcenbewussten und kundenorientierten Handelns. Deswegen fokussiert sich die PORR auf intelligentes Wachstum mit „Green and Lean“. Diese Strategie legt die Basis dafür, dass das Unternehmen in einem zunehmend dynamischen Umfeld konsequent auf Profitabilität, Wachstum und Nachhaltigkeit ausgerichtet bleibt. Sie beruht auf vier Säulen: Unternehmen, Mitarbeiter*innen, LEAN und ESG.
Die PORR ist eines der führenden Bauunternehmen Europas. Ihr Anspruch ist es, erstklassige Lösungen für alle Segmente im Bauwesen und bei Technologien zu ermöglichen. Die PORR rechnet damit, dass ihre Märkte langfristig wachsen werden. Ziel ist es, die führenden Marktpositionen langfristig abzusichern, indem man die Bau-Wertschöpfung im Haus und die ganzheitlichen Lösungen sowohl als General- als auch als Totalunternehmerin verstärkt. Durch zielgerichtete, wertgenerierende Akquisitionen erweitert die PORR ihr bestehendes Leistungsportfolio. Selektive Aufträge fördern einen Auftragsbestand mit guter Profitabilität. Wir wollen vor allem widerstandsfähig sein und streben eine nachhaltige Profitabilität an. Eine starke Eigenkapital- und Liquiditätsposition schaffen dafür eine stabile Grundlage.
Die fünf Prinzipien der PORR – Verlässlichkeit, Schulterschluss, Anerkennung, Pioniergeist und Leidenschaft – erschließen interne Potenziale und fördern verstärkt innovative Denkanstöße und kurze Entscheidungswege. Fachkräfte und Talente nachhaltig zu sichern, bleibt erste Priorität. Mit der eigenen PORR Academy und Start-up-Lösungen im E-Learning-Bereich fördert die PORR konsequent ihre Kraft aus den eigenen Reihen. Diversität, Chancengleichheit und Leistung sind entscheidende Erfolgsfaktoren in der Unternehmenskultur.
Je komplexer die Projekte sind, desto schlanker soll das Unternehmen sein. Die PORR setzt als Technologievorreiterin verstärkt vernetzte und innovative Lösungen in Planung und Bau aus einer Hand ein. Mit LEAN Design und Construction wird die Wertschöpfung für den Bauherren bei bestmöglichen Ressourceneinsatz entscheidend optimiert. Ergänzt um das mehrdimensionale BIM-Modell werden Prozesse in allen Planungs- und Bauphasen schlanker und effizienter. Parallel treibt die PORR die Entwicklung digitaler Zukunftsthemen aktiv voran. Dies ermöglicht ein nachhaltiges, profitables Unternehmenswachstum und sichert die Zukunft.
Nachhaltigkeit ist für die PORR ein zentrales Anliegen entlang der gesamten Bau-Wertschöpfungskette. Sie ist eine Chance und kein Widerspruch. Das Ziel ist es, Marktführerin für ressourcenbewusstes, kreislauffähiges Bauen zu sein. Bausteine dabei sind nicht nur Themen wie energie- und kosteneffizientes Bauen, sondern auch die zirkuläre Wirtschaft. Darüber hinaus nimmt die PORR in diversen Initiativen und Maßnahmen ihre gesellschaftliche und ökonomische Verantwortung wahr. Ethisches, faires und transparentes Handeln entspricht nicht nur den Unternehmensgrundsätzen, sondern bedeutet Stabilität in Zeiten des Wandels und ist gleichbedeutend mit verantwortungsvoller Unternehmensführung. Nur so kann Vertrauen zu Stakeholdern aufgebaut und nachhaltiges Wirtschaften gelebt werden. Nähere Details zur Nachhaltigkeitsstrategie der PORR finden sich ab S. 72 im Lagebericht.
Das Börsenjahr 2022 war durch starke Schwankungen geprägt. Zu Jahresbeginn zeigten die globalen Börsen noch deutlich positive Vorzeichen. Im Januar erreichten zahlreiche Leitindizes neue Höchstwerte. Mit Ausbruch des militärischen Konflikts in der Ukraine kam es am Kapitalmarkt zu einem massiven Abschwung. Dadurch erhöhte sich insbesondere ab Mitte Februar die Volatilität der Aktienkurse. In weiterer Folge belasteten auch Einschränkungen der internationalen Lieferketten die Märkte. Engpässe bei Rohstoffen und Energie führten zum Teil zu starken Preisanstiegen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, setzten die Zentralbanken mehrere Zinserhöhungsschritte. Die amerikanische Federal Reserve (FED) nahm dabei insgesamt acht Anpassungen vor, während die Europäische Zentralbank (EZB) bis zum Jahresende vier Erhöhungen vornahm. Aktuell liegen die Basiszinssätze bei 4,75 % bzw. 3,50 %. Globale Themen wie der Ukraine-Konflikt und anhaltende Einschränkungen in den internationalen Lieferketten – nicht zuletzt auch aufgrund der andauernden pandemiebedingten Lockdowns in China – hatten weitreichende Folgen für die Finanzmärkte. Hinzu kamen die zur Eindämmung der Inflation gesteigerten Zinssätze. Bis zum Ende des dritten Quartals war der Kapitalmarkt daher massiv belastet. Danach setzte die Abschwächung der Inflation erste positive Impulse und sorgte für eine spürbare Entspannung. Die Verlangsamung der Zinserhöhungen unterstützte die Erholung im Spätherbst. Demgegenüber sorgte die Ankündigung einer nachhaltig straffen Geldpolitik durch die Zentralbanken für eine Seitwärtsbewegung der Börsenkurse zum Jahresende.
In der Jahresgesamtsicht zeigte der Großteil der internationalen Indizes eine rückläufige Entwicklung. Der amerikanische Leitindex Dow Jones Industrial Average verlor im Berichtszeitraum 8,8 % gegenüber dem Schlusskurs des Vorjahres. Aufgrund der geografischen Nähe zum Ukraine-Konflikt zeigten die europäischen Indizes eine schlechtere Entwicklung. So ging der europäische Leitindex EURO STOXX 50 um 11,7 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Der deutsche Index DAX lag um 12,3 % unter dem Vorjahresultimo. Mit einem Minus von 20,9 % für das gesamte Jahr war der polnische Leitindex WIG 20 besonders stark von den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts betroffen. Der österreichische Leitindex ATX verlor im Jahresverlauf um 19,0 %. Die starke Gewichtung von Unternehmen mit Bezug zu Osteuropa belastete die Kursentwicklung ab dem Frühjahr.
Seit 8. April 1869 notiert die PORR Aktie an der Wiener Börse und ist damit der älteste gehandelte Börsentitel in Österreich. Die Aktie ist im prime market, dem Top-Segment der Wiener Börse, gelistet. Die PORR Aktie startete positiv in das Jahr 2022. Mit Beginn des Ukraine-Konflikts konnte sie sich jedoch dem sich eintrübenden Marktumfeld nicht mehr gänzlich entziehen. Der positive Ausblick zum Jahresabschluss 2021 sowie zum ersten Quartal 2022 unterstützte die Aktie zeitnah. So erreichte sie ihren Jahreshöchststand am 8. Juni bei EUR 14,00. Im Anschluss folgte eine ausgedehnte Seitwärtsbewegung des Aktienkurses bis in den Herbst. Danach folgte sie erneut dem schwachen Börseklima. Den Jahrestiefstand von EUR 9,00 erreichte die PORR Aktie am 29. September. Die Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Indikatoren führte im letzten Quartal zu einem deutlichen Kursanstieg. Der Schlusskurs zum 31. Dezember 2022 lag bei EUR 11,76 und damit um 14,4 % unter dem Vorjahresultimo. Die Marktkapitalisierung lag zum Stichtag bei EUR 461,9 Mio. Das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen lag bei 32.601 Aktien. Es ist mit dem Handelsvolumen des Vorjahres aufgrund der Kapitalerhöhung im Herbst 2021 nicht vergleichbar. Gegenüber dem Jahr 2020 zeigte sich jedoch eine deutliche Steigerung um 31,6 %.
Am 3. Oktober 2022 hat der Vorstand der PORR AG ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen. Das Rückkaufprogramm umfasst Aktien im Ausmaß von maximal 2 % des Grundkapitals (785.565 Stück). Die Durchführung erfolgt vom 7. Oktober 2022 bis voraussichtlich 30. Juni 2023. Dabei werden eigene Aktien der PORR AG zu einem Kurs zwischen EUR 1,00 und maximal 10 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage erworben. Der dafür vorgesehene maximale Kapitalbedarf beträgt EUR 10,0 Mio. Im Berichtszeitraum wurden insgesamt 265.359 Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 10,93 zurückgekauft. Die Details zu den durchgeführten Transaktionen sowie allfällige Änderungen dieses Rückkaufprogramms werden auf der Webseite der PORR unter porr-group.com/ir veröffentlicht.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Schlusskurs per 31.12. | EUR 11,76 | 13,74 |
| Marktkapitalisierung per 31.12. | EUR Mio. 461,9 | 539,7 |
| Jahreshöchstkurs | EUR 14,00 | 17,50 |
| Jahrestiefstkurs | EUR 9,00 | 11,80 |
| Ergebnis je Aktie | EUR 1,65 | 1,18 |
| Dividende je Aktie | EUR 0,60 | 0,50 ¹ |
| Dividendenrendite | 5,1 % | 3,6 % ¹ |
| Ausschüttungsquote | 36,4 % | 42,4 % ¹ |
| Kurs-Gewinn-Verhältnis | 7,1 | 11,6 |
| Anzahl der ausstehenden Aktien per 31.12. | Stück 39.278.250 | 39.278.250 |
¹ Vorschlag an die Hauptversammlung
Die PORR Aktie wird derzeit von sechs Brokern mit einem klaren Buy gecovert:
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der PORR schlagen der Hauptversammlung für das Berichtsjahr 2022 eine Dividende von EUR 0,60 vor. Die Dividendenrendite liegt damit bei 5,1 %, die Ausschüttungsquote beträgt 36,4 %. Die PORR hält weiterhin an ihrer Dividendenpolitik fest, die eine Ausschüttungsquote von 30 % bis 50 % vorsieht. Die Ausschüttungsquote ist definiert als das Verhältnis der Dividende je Aktie zum Ergebnis je Aktie.
Das Syndikat (Strauss-Gruppe, IGO Industries-Gruppe) hält mit 50,4 % die Mehrheit der ausgegebenen Aktien. Gemäß der im Januar 2023 durchgeführten Abfrage verteilte sich der Streubesitz in Höhe von 49,6 % vor allem auf Österreich (21,5 %), die USA (9,3 %) und Großbritannien (6,2 %). Daneben hielten deutsche Investoren rund 5,6 % des Streubesitzes. Rund 6,4 % der Investoren kamen aus dem Rest Europas. Der Anteil der Retail-Investoren lag zuletzt bei 36,3 %. Rund 13,9 % der Aktien im Streubesitz sind nicht direkt zuordenbar.
Das Ziel von Investor Relations ist eine zeitnahe und transparente Informationspolitik. Damit wird allen Stakeholdern am Kapitalmarkt eine angemessene Bewertung der PORR Aktie ermöglicht. Der kontinuierliche, offene und glaubwürdige Dialog mit allen Kapitalmarktteilnehmern steht dabei im Fokus. So soll das Vertrauen in die Aktie bei Analysten, institutionellen Investoren und Privatanlegern gestärkt werden. Gemeinsam mit dem Vorstandsteam erfolgte im Berichtsjahr 2022 die Teilnahme an zahlreichen Kapitalmarktkonferenzen. In über 80 Meetings wurden knapp 120 Investoren und Analysten getroffen, wobei der Großteil dieser Gespräche virtuell stattfand. Im Mittelpunkt standen dabei vor allem die Entwicklungen in Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt. Vorrangige Themen waren etwa die Lage der internationalen Lieferketten sowie die Geschäftstätigkeit in den osteuropäischen Heimmärkten der PORR. Im zweiten Halbjahr verlagerte sich der Schwerpunkt auf Kostensteigerungen und die Energieversorgung. Außerdem informierte die PORR im Rahmen ihrer quartalsmäßigen Berichterstattung über die laufenden operativen Maßnahmen, die aktuelle Geschäftsentwicklung und Strategiethemen. Regelmäßige Telefonkonferenzen für Analysten, institutionelle Investoren und Banken wurden begleitend zur Berichtstätigkeit angeboten. Die Bilanzpressekonferenz im April sowie die Hauptversammlung im Juni 2022 fanden pandemiebedingt wieder virtuell statt. Im Rahmen der GEWINN-Messe im Oktober hatten Privatanleger die Möglichkeit, sich persönlich über die aktuellen Entwicklungen in der PORR zu informieren und den Dialog mit dem Vorstand zu suchen. Alle relevanten Informationen, wie die letzten Finanzberichte, Präsentationen und Pressemitteilungen sowie der Finanzkalender, sind unter www.porr-group.com abrufbar. Zusätzlich finden sich dort tagesaktuelle Informationen zur PORR Aktie, alle Unternehmensinformationen sowie Details zum aktuellen Aktienrückkaufprogramm, zu den ausstehenden Anleihen und zur Corporate Governance. Anleger können sich zudem unter [email protected] für den PORR Newsletter anmelden oder ihre Fragen und Anliegen telefonisch oder per E-Mail bei Investor Relations einbringen.
Die PORR versteht Corporate Governance als gesamtheitliches Konzept im Kontext einer verantwortungsvollen und transparenten Unternehmensführung sowie der damit verbundenen umfassenden Kontrolle. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten im Interesse des Unternehmens und seiner Beschäftigten eng zusammen und stimmen sich hinsichtlich der strategischen Ausrichtung der PORR Gruppe laufend ab. Ein stetiger Dialog mit sämtlichen relevanten Interessensgruppen schafft Vertrauen, auch für das unternehmerische Handeln, und damit die Basis für eine zukunftsfähige Unternehmensentwicklung.# Corporate Governance Bericht
Die PORR Gruppe hat sich im Dezember 2014 mit einer gemeinsamen Verpflichtungserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats zur Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex bekannt. Es ist der PORR ein zentrales Anliegen, die Standards einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Unternehmensführung kontinuierlich umzusetzen. Die PORR bekennt sich – mit Verweis auf die im nachstehenden Comply-or-Explain-Katalog angeführten Abweichungen – zur Einhaltung der im Österreichischen Corporate Governance Kodex festgelegten Verhaltensregeln und sieht darin eine wesentliche Voraussetzung für verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Der nachstehende Corporate-Governance-Bericht beinhaltet den Corporate-Governance-Bericht des Mutterunternehmens PORR AG sowie der konsolidierten Gruppe gemäß der AFRAC-Stellungnahme 22. Entsprechend der Regel 62 des Österreichischen Corporate Governance Kodex lässt die PORR regelmäßig eine externe Evaluierung der Einhaltung der C-Regeln durchführen. Die für das Geschäftsjahr 2021 mit der Evaluierung beauftragte BDO Assurance GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft hat mit dem Bericht vom 15. März 2022 die Einhaltung der C-Regeln durch die PORR bestätigt. Entsprechend der Regel 36 des Österreichischen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat 2022 wieder eine Selbstevaluierung in Form der Aussendung eines Fragebogens durchgeführt, der sich vor allem mit der Effizienz des Aufsichtsrats sowie seiner Organisation und Arbeitsweise auseinandersetzte. Die ausgewerteten Ergebnisse wurden anschließend im Aufsichtsrat diskutiert.
Für die PORR ist eine möglichst objektiv messbare und transparente Gestaltung der Vorstandsbezüge ein zentrales Thema. Die Bezüge des Vorstands enthalten sowohl fixe als auch variable Bestandteile, welche weitestgehend den Anforderungen der Regel 27 entsprechen. Der variable Anteil basiert unter anderem auf Parametern, die sich an der persönlichen Leistung, dem persönlichen Engagement, der wirtschaftlichen Situation der PORR, dem jeweiligen Aufgabenbereich sowie an nichtfinanziellen Parametern orientieren. Die nichtfinanziellen Parameter betreffen vor allem das Setzen von Schritten zur Weiterentwicklung der nachhaltigen Profitabilität der PORR sowie jährlich vom Aufsichtsrat festzusetzende Compliance-Schwerpunkte. Diese sind jedoch einer objektiven Messbarkeit schwer zugänglich. Die Möglichkeit, variable Vergütungsbestandteile zurückzufordern, wurde nicht umgesetzt, weil dies einerseits gesetzlich nicht zwingend verlangt ist und sich andererseits ein Rückforderungsrecht der Auszahlung aufgrund von offenkundig falschen Daten bereits aus dem allgemeinen Zivilrecht ergeben kann. Ebenso enthalten die Vorstandsverträge keine Regelungen, wonach im Fall des vorzeitigen Ausscheidens eines Vorstandsmitglieds die Umstände des Ausscheidens und die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft berücksichtigt werden sollen.
Aufgrund der gesetzlichen Vorgaben der Richtlinie (EU) 2017/828 (2. Aktionärsrechte-Richtlinie) und des Aktiengesetzes (AktG) hat die PORR den Vorgaben in Bezug auf die Aufstellung einer Vergütungspolitik bzw. eines Vergütungsberichts für Aufsichtsrat und Vorstand entsprochen. In der Hauptversammlung 2020 wurde in Umsetzung der 2. Aktionärsrechte-Richtlinie die vom Aufsichtsrat erstellte Vergütungspolitik beschlossen und diese ist weiterhin unverändert aufrecht. In der Hauptversammlung 2022 wurde der Vergütungsbericht für das Geschäftsjahr 2021 zur Abstimmung vorgelegt und mit überwiegender Mehrheit angenommen.
Der Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des Aufsichtsrats, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten, wird gesetzeskonform vom Aufsichtsrat genehmigt. Von einer Veröffentlichung wird jedoch aufgrund der damit zusammenhängenden Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Abstand genommen. Im Übrigen enthält der Anhang zum Konzernabschluss der PORR Angaben zu sogenannten „Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“, in welchen die Entgelte von Mitgliedern des Aufsichtsrats für Leistungen abseits ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat enthalten sind.
Der vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance veröffentlichte Österreichische Corporate Governance Kodex ist in der jeweils aktuellen Fassung auf der Website des Arbeitskreises unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich. Die Webseite enthält auch eine englische Übersetzung des Kodex sowie vom Arbeitskreis erarbeitete Interpretationen. Darüber hinaus ist der aktuelle Corporate Governance Kodex unter www.porr-group.com/CG-Kodex auch auf der Webseite der PORR abrufbar.
Zum 31. Dezember 2022 bestand der Vorstand aus vier Mitgliedern. Der Vorstand führt die Geschäfte nach Maßgabe der Bestimmungen des Aktiengesetzes, der Satzung, der sonstigen Gesetze sowie der Geschäftsordnung und berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über seine Tätigkeit. Der Aufsichtsrat bestimmt unter Aufrechterhaltung der Gesamtverantwortung des Vorstands die Verteilung der Geschäfte im Vorstand. Zur Vornahme der in § 95 Abs. 5 AktG in der jeweils geltenden Fassung angeführten Geschäfte bedarf der Vorstand der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Weiters hat der Aufsichtsrat eine Geschäftsordnung erlassen, in welcher gemäß § 95 Abs. 5 AktG Betragsgrenzen festgesetzt sind, bis zu welchen seine Zustimmung nicht erforderlich ist. Die Geschäftsordnung enthält auch darüber hinausgehende Geschäftsarten, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen.
Die Leitung des Unternehmens fundiert auf einem leistungsfähigen Berichts- und Kontrollwesen. Ungeachtet der Gesamtverantwortung des Vorstands wurden den Mitgliedern des Vorstands durch den Aufsichtsrat Geschäftsbereiche zugewiesen. Entscheidungen in seinem Geschäftsbereich treffen die zuständigen Vorstandsmitglieder selbstständig, wobei sie sich gegenseitig unterstützen und einander über alle wichtigen Vorgänge und Angelegenheiten in ihrem Geschäftsbereich informieren. Der Vorstand hält in der Regel alle zwei Wochen Sitzungen zur wechselseitigen Information und Entscheidungsfindung in allen wesentlichen Angelegenheiten ab. Darüber hinaus erfolgt auch außerhalb der Sitzungen ein intensiver Informationsaustausch. Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit, wobei die Stimme des Vorstandsvorsitzenden bei Stimmengleichheit den Ausschlag (Dirimierungsrecht) gibt. Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten („Vier-Augen-Prinzip“).
| Name | Geburtsdatum | Position | Mitglied seit | Bestellt bis |
|---|---|---|---|---|
| Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS | 27.11.1960 | Vorstandsvorsitzender und CEO | 13.09.2010 | 31.12.2024 |
| Mag. Klemens Eiter | 02.05.1970 | Vorstandsmitglied und CFO | 01.05.2022 | 30.04.2026 |
| Ing. Josef Pein | 07.10.1958 | Vorstandsmitglied und COO | 01.01.2020 | 31.12.2024 |
| Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer | 27.07.1972 | Vorstandsmitglied und COO | 08.03.2021 | 07.03.2025 |
Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS wurde am 27. November 1960 in Klagenfurt, Österreich, geboren. Im Anschluss an die HTL absolvierte er internationale Studienprogramme in Harvard, St. Gallen und Fontainebleau. Er erwarb seinen Masterabschluss an der IMADEC. Von 1980 bis 1984 war er als selbstständiger Unternehmer im Bereich Tiefbau tätig. 1987 begann er seine berufliche Laufbahn bei der Raiffeisen Zentralbank Österreich Aktiengesellschaft (RZB) im Bereich Kommerzkunden. Er übernahm ab 1992 verschiedene Funktionen als Geschäftsführer und Aufsichtsratsmitglied in diversen Immobilienunternehmen der RZB und leitete die Concorde Projektentwicklungsgesellschaft m.b.H., an deren Gründung und Aufbau er wesentlich beteiligt war. 1994 wurde er zum Vorstandsmitglied der Raiffeisen Wohnbaubank AG bestellt. Im Jahr 2000 übernahm er die Geschäftsführung der STRAUSS & PARTNER IMMOBILIEN GmbH. Seit 13. September 2010 ist Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS Vorstandsvorsitzender und CEO der PORR AG. Im Vorstand war er zum 31. Dezember 2022 für Deutschland sowie für die Bereiche Compliance, Internal Audit, Group Communications, Investor Relations, Sustainability, Group Management, Legal & Insurance, Group Human Ressources, Corporate Development & PMO und Real Estate zuständig. Darüber hinaus übernahm er bis zur Bestellung von Mag. Klemens Eiter als CFO zusätzlich zu seiner Funktion als CEO der PORR AG interimistisch die Agenden für die Bereiche Digital Unit, Group Accounting, Group Tax, Group Treasury, Commercial Management sowie Group Procurement.
Ing. Josef Pein, geboren am 7. Oktober 1958 in Altneudörfl, Österreich, war nach Abschluss der HTL Bau – Tiefbau in Graz in verschiedenen Unternehmen als Techniker und Bereichsleiter tätig und absolvierte 1994 die Konzessionsprüfung für das Baumeistergewerbe. Seit 1987 war er in verschiedenen Leitungs- und Führungsfunktionen für die PORR Gruppe tätig. 2011 wurde Ing. Josef Pein in die Geschäftsführung der PORR Bau GmbH berufen. Seit 1. Januar 2020 ist Ing. Josef Pein ordentliches Vorstandsmitglied und COO der PORR AG. Im Vorstand war er zum 31. Dezember 2022 für Österreich, die Schweiz und Rumänien sowie für die Bereiche Compliance, Internal Audit und für die pde Integrale Planung GmbH zuständig.
Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer, geboren am 27. Juli 1972 in Ingolstadt, Deutschland, absolvierte das Studium des Bauingenieurwesens an der Bergischen Universität Wuppertal und schloss dieses 1999 als Diplom-Ingenieur ab. Er begann seine Karriere bei der Ed. Züblin AG. Bis 2020 war er für das außereuropäische internationale Baugeschäft innerhalb der STRABAG Gruppe tätig. Seit 8. März 2021 ist Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer ordentliches Mitglied des Vorstands und COO der PORR AG. Im Vorstand war er zum 31.Dezember 2022 für Polen, Norwegen, Tschechien, die Slowakei, GCC, Tunnelbau, Major Projects und Slab Track International sowie für die Bereiche Compliance, Internal Audit und für den Bereich Operational Management/PORR Equipment Services GmbH verantwortlich. Seit 1. Mai 2022 ist Mag. Klemens Eiter, geboren am 2. Mai 1970, ordentliches Mitglied des Vorstands und CFO der PORR AG. Mag. Klemens Eiter absolvierte das Studium der Wirtschaftsinformatik an der Universität Wien und an der Wirtschaftsuniversität Wien und war seit 1996 in der Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung tätig. Seit 2009 war Klemens Eiter Managing Partner der BDO Austria GmbH und leitete zuletzt das Competence Center IFRS und das Branchencenter Bauwirtschaft. Im Vorstand war er zum 31. Dezember 2022 für die Digital Unit, Group Accounting, Group Tax, Group Treasury, Commercial Management sowie für die Bereiche Compliance, Internal Audit und Group Procurement verantwortlich.
Die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft üben jeweils folgende Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen (nicht in den Konzernabschluss einbezogenen) Gesellschaften aus:
| Vorstandsmitglied | Gesellschaft | Funktion |
|---|---|---|
| Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS | UBM Development AG | Vorsitzender des Aufsichtsrats¹ |
| Ing. Josef Pein | Bolfing AG | Verwaltungsratspräsident |
| Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer | ||
| Mag. Klemens Eiter |
¹ börsenotiert
Auch bei den wesentlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften nehmen die Vorstandsmitglieder der Muttergesellschaft Leitungs- und Überwachungsaufgaben wahr.
| Vorstandsmitglied | Gesellschaft | Funktion |
|---|---|---|
| Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS | PORR AG | Vorstandsvorsitzender¹ |
| PORR Bau GmbH | Vorsitzender des Aufsichtsrats | |
| PORR Bauindustrie GmbH | Geschäftsführer | |
| PORR GmbH & Co. KGaA | Vorsitzender des Aufsichtsrats | |
| PORR SUISSE AG | Verwaltungsratspräsident | |
| Ing. Josef Pein | PORR AG | Vorstandsmitglied¹ |
| PORR GmbH & Co. KGaA | Aufsichtsratsmitglied | |
| PORR SUISSE AG | Geschäftsführer | |
| Bolfing AG | Verwaltungsratspräsident | |
| PORR a.s. | Aufsichtsratsmitglied | |
| Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer | PORR AG | Vorstandsmitglied¹ |
| PORR Bau GmbH | Aufsichtsratsmitglied | |
| PORR S.A. | Vorsitzender des Aufsichtsrats | |
| PORR GmbH & Co. KGaA | Aufsichtsratsmitglied | |
| Mag. Klemens Eiter | PORR AG | Vorstandsmitglied¹ |
| PORR Bau GmbH | Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats | |
| PORR S.A. | Aufsichtsratsmitglied |
¹ börsenotiert
Zum Stichtag 31. Dezember 2022 bestand der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus acht von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zuzüglich vier weiterer Mitglieder, welche vom Betriebsrat entsandt wurden. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen der gesetzlichen und der durch die Satzung aufgestellten Bestimmungen eine Geschäftsordnung erlassen, in welcher die Arbeitsweise des Gesamtaufsichtsrats wie auch der Ausschüsse sowie die Genehmigungs- und Beschlusserfordernisse festgelegt sind. Der Aufsichtsrat fasst seine Beschlüsse regelmäßig in Sitzungen. Der Aufsichtsrat hält, sooft es die Interessen der Gesellschaft erfordern, mindestens aber vierteljährlich, eine Sitzung ab. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022 fünf ordentliche Aufsichtsratssitzungen abgehalten. Die durchschnittliche Präsenzrate der von der Hauptversammlung gewählten Mitglieder in den Aufsichtsratssitzungen betrug 97,5 %. Der Aufsichtsrat hat die Entwicklung der Gesellschaft im Rahmen der ihm zukommenden Aufgaben aktiv begleitet und unterstützt. Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat gemäß § 81 AktG ausführlich Bericht erstattet und diesen insbesondere durch mündliche und schriftliche Berichte zeitnah und umfassend über die Geschäfts- und Finanzlage der Gesellschaft sowie des Konzerns und der Beteiligungsgesellschaften, über Personal- und Planungsfragen sowie über Investitions- und Akquisitionsvorhaben informiert und Strategie, Geschäftsentwicklung und Risikomanagement mit dem Aufsichtsrat besprochen. Zu den zustimmungspflichtigen Geschäften gemäß § 95 Abs. 5 AktG und der Geschäftsordnung für den Vorstand wurden die erforderlichen Genehmigungen eingeholt, in dringenden Fällen in Form einer schriftlichen Stimmabgabe.
Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Stimmenthaltung gilt nicht als Stimmabgabe. Bei Stimmengleichheit – auch bei Wahlen – entscheidet der Vorsitzende (Dirimierungsrecht). Jeder Stellvertreter des Vorsitzenden, wenn er in Vertretung des Vorsitzenden handelt, sowie der Vorsitzende eines Ausschusses hat das Dirimierungsrecht bei Beschlussfassungen und bei Wahlen.
| Name | Geburtsdatum | Positionen | Mitglied seit | Bestellt bis | Unabhängig gem. C-Regel 53 ÖCGK | Unabhängig gem. C-Regel 54 ÖCGK |
|---|---|---|---|---|---|---|
| DDr. Karl Pistotnik | 12.08.1944 | Vorsitzender des Aufsichtsrats, des Prüfungsausschusses, des Nominierungsausschusses und des Vergütungsausschusses | 06.12.2012 | HV 2023¹ | Ja | Nein |
| Dipl.-Ing. Klaus Ortner | 26.06.1944 | Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, des Prüfungsausschusses, des Nominierungsausschusses und des Vergütungsausschusses; Vergütungsexperte | 30.07.1998 | HV 2023¹ | Nein | Nein |
| Mag. Robert Grüneis | 22.05.1968 | Mitglied des Aufsichtsrats, Vorsitzende-Stellvertreter des Nachhaltigkeit-/ Sustainability-Ausschusses | 22.05.2014 | HV 2023¹ | Ja | Ja |
| Dr. Walter Knirsch | 08.02.1945 | Mitglied des Aufsichtsrats | 06.12.2012 | HV 2023¹ | Ja | Ja |
| Dipl.-Ing. Iris Ortner, MBA | 31.08.1974 | Mitglied des Aufsichtsrats, Vorsitzende des Nachhaltigkeit-/ Sustainability-Ausschusses | 27.05.2010 | HV 2023¹ | Nein | Nein |
| Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas | 10.07.1954 | Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses; Finanzexperte iSd § 92 Abs. 4a AktG | 06.12.2012 | HV 2023¹ | Ja | Nein |
| Dr. Susanne Weiss | 15.04.1961 | Mitglied des Aufsichtsrats, des Nominierungsausschusses, des Vergütungsausschusses und des Nachhaltigkeit-/ Sustainability-Ausschusses; Vergütungsexpertin | 06.12.2012 | HV 2023¹ | Ja | Ja |
| Dr. Thomas Winischhofer, LL.M., MBA | 26.05.1970 | Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses | 29.05.2008 | HV 2023¹ | Nein | Nein |
| Gottfried Hatzenbichler² | 17.12.1971 | Mitglied des Aufsichtsrats, des Prüfungsausschusses und des Nachhaltigkeit-/ Sustainability-Ausschusses | 26.06.2017 | n/a | n/a | n/a |
| Wolfgang Ringhofer³ 2 | 15.02.1971 | Mitglied des Aufsichtsrats, des Prüfungsausschusses und des Nachhaltigkeit-/ Sustainability-Ausschusses | 26.06.2017 | n/a | n/a | n/a |
| Martina Stegner² | 13.04.1976 | Mitglied des Aufsichtsrats und des Nachhaltigkeit-/ Sustainability-Ausschusses | 17.06.2022 | n/a | n/a | n/a |
| Christian Supper² | 16.04.1970 | Mitglied des Aufsichtsrats | 17.06.2022 | n/a | n/a | n/a |
| Michael Kaincz² | 31.01.1960 | Mitglied des Aufsichtsrats | 09.06.2011 | 17.06.2022 | n/a | n/a |
| Dipl.-Ing. Michael Tomitz² | 04.01.1961 | Mitglied des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses | 09.06.2011 | 17.06.2022 | n/a | n/a |
¹ Die von der Hauptversammlung gewählten Aufsichtsratsmitglieder sind bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2022 Beschluss fasst, bestellt.
² vom Betriebsrat entsandt
³ bis zum 27. Juni 2022
Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft üben jeweils folgende Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen (nicht in den Konzernabschluss einbezogenen) Gesellschaften aus:
| Name | Gesellschaft | Funktion |
|---|---|---|
| DDr. Karl Pistotnik | KBC Beteiligungs GmbH | Aufsichtsratsmitglied |
| Dipl.-Ing. Klaus Ortner | ELIN GmbH | Aufsichtsratsmitglied |
| UBM Development AG¹ | Aufsichtsratsmitglied | |
| Mag. Robert Grüneis | Philips Austria GmbH | Aufsichtsratsmitglied |
| Dr. Walter Knirsch | Finanzmarktaufsicht (FMA)² | Aufsichtsratsmitglied |
| Dipl.-Ing. Iris Ortner, MBA | TKT Engineering Sp. z o.o. (Polen) | Vorsitzende-Stellvertreterin des Aufsichtsrats |
| ELIN GmbH | Vorsitzende des Aufsichtsrats | |
| UBM Development AG¹ | Vorsitzender-Stellvertreterin des Aufsichtsrats | |
| Österreichische Beteiligungs AG | Aufsichtsratsmitglied | |
| Liechtensteinische Landesbank AG (Österreich) | Aufsichtsratsmitglied | |
| Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas | UBM Development AG¹ | Aufsichtsratsmitglied |
| Bankhaus Denzel Aktiengesellschaft | Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats | |
| Wolfgang Denzel Aktiengesellschaft | Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats | |
| Wolfgang Denzel Auto AG | Vorsitzender-Stellvertreter des Aufsichtsrats | |
| Wolfgang Denzel Holding Aktiengesellschaft | Aufsichtsratsmitglied | |
| Dr. Susanne Weiss | Wacker Chemie AG¹ | Aufsichtsratsmitglied |
| ROFA AG | Vorsitzende des Aufsichtsrats | |
| UBM Development AG¹ | Aufsichtsratsmitglied | |
| Spielvereinigung Unterhaching Fußball GmbH & Co. KGaA¹ | Aufsichtsratsmitglied | |
| Dr. Thomas Winischhofer, LL.M., MBA | TKT Engineering Sp. z o.o. (Polen) | Aufsichtsratsmitglied |
¹ börsenotiert
² kooptiert
C-Regel 53 des Österreichischen Corporate Governance Kodex sieht vor, dass die Mehrheit der von der Hauptversammlung gewählten oder von Aktionären aufgrund der Satzung entsandten Mitglieder des Aufsichtsrats von der Gesellschaft und deren Vorstand unabhängig sein soll. Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zu der Gesellschaft oder deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenkonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitglieds zu beeinflussen.
Folgende Kriterien dienen der Beurteilung der Unabhängigkeit eines Aufsichtsratsmitglieds:
a) Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstands oder leitender Angestellter der PORR AG oder eines Tochterunternehmens der PORR AG.
b) Das Aufsichtsratsmitglied unterhält und unterhielt im letzten Jahr zur PORR AG oder einem Tochterunternehmen der PORR AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang.# Unabhängigkeitskriterien für Aufsichtsratsmitglieder
Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat, jedoch nicht für die Wahrnehmung von Organfunktionen im Konzern. Konzernsachverhalte sowie die bloße Ausübung der Tätigkeit eines Vorstandsmitglieds oder Geschäftsführers durch ein Aufsichtsratsmitglied führen in der Regel nicht dazu, dass das betreffende Unternehmen als „Unternehmen, an dem ein Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat“ anzusehen ist, sofern nicht nach den Umständen zu vermuten ist, dass das Aufsichtsratsmitglied aus einem Geschäft mit diesen Unternehmen einen unmittelbaren persönlichen Vorteil zieht. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß Regel 48 des Österreichischen Corporate Governance Kodex führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
c) Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der PORR AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
d) Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstandsmitglied in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied der PORR AG Aufsichtsratsmitglied ist.
e) Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer unternehmerischen Beteiligung sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten.
f) Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkel, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitglieds der PORR AG oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten a) bis e) beschriebenen Position befinden.
Die Aufsichtsratsmitglieder Mag. Robert Grüneis, Dr. Walter Knirsch, DDr. Karl Pistotnik, Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas und Dr. Susanne Weiss haben sich als unabhängig erklärt. Die Aufsichtsratsmitglieder Dipl.-Ing. Iris Ortner, Dipl.-Ing. Klaus Ortner und Dr. Thomas Winischhofer, LL.M., MBA haben keine Erklärung abgegeben.
C-Regel 54 des Österreichischen Corporate Governance Kodex sieht vor, dass bei Gesellschaften mit einem Streubesitz von mehr als 20 % den von der Hauptversammlung gewählten oder von Aktionären aufgrund der Satzung entsandten Mitgliedern des Aufsichtsrats mindestens ein gemäß C-Regel 53 unabhängiges Mitglied angehört, das nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10 % ist oder dessen Interessen vertritt. Die Aufsichtsratsmitglieder Mag. Robert Grüneis, Dr. Walter Knirsch und Dr. Susanne Weiss haben erklärt, diese Kriterien zu erfüllen.
Zur Unterstützung und effizienten Behandlung von komplexen Sachverhalten waren im Geschäftsjahr 2022 folgende Ausschüsse des Aufsichtsrats eingerichtet:
Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses gehören:
(i) die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses sowie die Erteilung von Empfehlungen oder Vorschlägen zur Gewährleistung seiner Zuverlässigkeit;
(ii) die Überwachung der Wirksamkeit des unternehmensweiten internen Kontrollsystems, des internen Revisionssystems und des Risikomanagementsystems der Gesellschaft;
(iii) die Überwachung der Abschlussprüfung und der Konzernabschlussprüfung unter Einbeziehung von Erkenntnissen und Schlussfolgerungen in den Berichten, die von der Abschlussprüferaufsichtsbehörde gemäß Art. 26 Abs. 6 der VO (EU) Nr. 537/2014 veröffentlicht werden;
(iv) die Prüfung und Überwachung der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers), insbesondere im Hinblick auf die für die Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen. Es gilt Art. 5 Abs. 5 der VO (EU) Nr. 537/2014;
(v) die Erstattung des Berichts über das Ergebnis der Abschlussprüfung an den Aufsichtsrat und die Darlegung, wie die Abschlussprüfung zur Zuverlässigkeit der Finanzberichterstattung beigetragen hat, sowie die Rolle des Prüfungsausschusses dabei;
(vi) die Prüfung des Jahresabschlusses und die Vorbereitung seiner Feststellung, die Prüfung des Vorschlags für die Gewinnverteilung, des Lageberichts und des Corporate-Governance-Berichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat;
(vii) die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts, des konsolidierten Corporate-Governance-Berichts sowie die Erstattung des Berichts über die Prüfungsergebnisse an den Aufsichtsrat des Mutterunternehmens; und
(viii) die Durchführung des Verfahrens für die Auswahl des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) unter Bedachtnahme auf die Angemessenheit des Honorars sowie die Empfehlung für seine Bestellung an den Aufsichtsrat. Es gilt Art. 6 der VO (EU) Nr. 537/2014.
In fünf Sitzungen im Jahr 2022 behandelte der Prüfungsausschuss folgende Schwerpunktthemen:
In einer Sitzung gab es auch die Gelegenheit zu einem Austausch zwischen dem Prüfungsausschuss und dem (Konzern-) Abschlussprüfer ohne Beisein des Vorstands.
Dem Nominierungsausschuss kommen folgende Aufgaben zu:
(i) Vorbereitung von Vorstandsbestellungen: Der Nominierungsausschuss hat vor Bestellung von Mitgliedern des Vorstands unter Berücksichtigung der Unternehmensausrichtung und der Unternehmenslage das jeweils erforderliche Anforderungsprofil für den Vorstand zu definieren und die Entscheidung des Gesamtaufsichtsrats vorzubereiten;
(ii) Erstellung von Wahlvorschlägen für den Aufsichtsrat: Der Nominierungsausschuss befasst sich mit der Planung der Besetzung von Aufsichtsratsmandaten. Der Nominierungsausschuss unterbreitet dem Gesamtaufsichtsrat Besetzungsvorschläge, welche aufgrund eines Beschlusses des Gesamtaufsichtsrats der Hauptversammlung zur Beschlussfassung vorzuschlagen sind. Bei Besetzungsvorschlägen ist auf die fachliche und persönliche Qualifikation der Aufsichtsratsmitglieder sowie auf eine im Hinblick auf die Struktur und das Geschäftsfeld der PORR AG fachlich ausgewogene Zusammensetzung des Aufsichtsrats zu achten. Weiters sind Aspekte der Diversität des Aufsichtsrats im Hinblick auf die Vertretung beider Geschlechter und die Altersstruktur sowie die Internationalität der Mitglieder angemessen zu berücksichtigen. Es ist auch darauf zu achten, dass niemand zum Aufsichtsratsmitglied vorgeschlagen wird, der rechtskräftig wegen einer gerichtlich strafbaren Handlung verurteilt wurde, die seine berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt.
Der Nominierungsausschuss wird anlassbezogen einberufen. Im Geschäftsjahr 2022 hat keine Sitzung stattgefunden.
Dem Vergütungsausschuss kommen folgende Aufgaben zu:
(i) Befassung mit den Angelegenheiten der Vergütung der Vorstandsmitglieder und dem Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern, insbesondere der Festlegung der Grundsätze für die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowie der Festlegung eines Kriterienkatalogs für variable Vergütungsbestandteile im Sinne der Regeln 26a, 26b, 27, 27a und 28 des Österreichischen Corporate Governance Kodex;
(ii) Überprüfung der Vergütungspolitik für Vorstandsmitglieder in regelmäßigen Abständen;
(iii) Zustimmung zur Übernahme von Nebentätigkeiten durch Vorstandsmitglieder.
In zwei Sitzungen im Jahr 2022 behandelte der Vergütungsausschuss folgende Schwerpunktthemen:
Dem Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss kommen folgende Aufgaben zu:
(i) Befassung mit und Analyse von Nachhaltigkeitskriterien und Corporate-Responsibility-Konzepten im Unternehmensprozess, insbesondere Festlegung maßgeblicher Environmental-, Social- und Governance-Faktoren (Nachhaltigkeit/Sustainability), die im Einzelnen durch Branchenzugehörigkeit und Geschäftsmodell des Unternehmens bestimmt werden und regionalen Einflüssen unterliegen. Nachhaltigkeit/ Sustainability zielt auf die Berücksichtigung von Faktoren ab, die aus dem Einfluss auf oder durch die Umwelt (ökologisch), aus sozialen und gesellschaftlichen Einflüssen sowie durch die Unternehmensverfassung und -führung resultieren;
(ii) Aufsicht sowie Beratung zu einem Nachhaltigkeit-/Sustainability-Maßnahmenkatalog mit klarer Zuordnung der Verantwortlichkeiten auf Vorstands- und Aufsichtsratsebene;
(iii) Überwachung und Prüfung der gesetzten Nachhaltigkeit-/Sustainability-Maßnahmen, wie insbesondere Auswirkungen von Beschaffungs- und Entwicklungsprozessen auf Ökosysteme.# Nachhaltigkeitsbericht 2022
In zwei Sitzungen im Jahr 2022 behandelte der Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss folgende Schwerpunktthemen:
- Reporting
- EU-Taxonomie-Verordnung
- Neue Anforderungen an das Berichtswesen (Corporate Sustainability Reporting Directive – CSRD)
- Maßnahmen im Bereich Umwelt, Soziales und Governance
- Anforderungen der ESG-Ratingagenturen
| Name | Aufsichtsrat | Prüfungsausschuss | Vergütungsausschuss | Nachhaltigkeit-/ Sustainability-Ausschuss |
|---|---|---|---|---|
| DDr. Karl Pistotnik | 5/5 | 5/5 | 2/2 | |
| Dipl.-Ing. Klaus Ortner | 5/5 | 5/5 | 2/2 | |
| Mag. Robert Grüneis | 5/5 | 2/2 | ||
| Dr. Walter Knirsch | 4/5 | |||
| Dipl.-Ing. Iris Ortner, MBA | 5/5 | 2/2 | ||
| Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas | 5/5 | 4/5 | ||
| Dr. Susanne Weiss | 5/5 | 2/2 | 2/2 | 2/2 |
| Dr. Thomas Winischhofer, LL.M., MBA | 5/5 | 5/5 | ||
| Gottfried Hatzenbichler | 5/5 | 5/5 | 2/2 | |
| Wolfgang Ringhofer | 5/5 | 2/2 | 1/1 | |
| Martina Stegner | 1 | 3/3 | 1/1 | |
| Christian Supper | 1 | 3/3 | ||
| Michael Kaincz | 2 | 2/2 | ||
| Dipl.-Ing. Michael Tomitz | 2 | 2/2 | 3/3 |
1 ab 17. Juni 2022
2 bis zum 17. Juni 2022
Die rund 20.000 Beschäftigten aus knapp 80 Nationen sind das Fundament der PORR Gruppe. Die oberste Priorität des Unternehmens ist es ein sicheres, inklusives und wertschätzendes Umfeld zu schaffen.
Bei der Auswahl und Besetzung von Mitgliedern des Vorstands liegt der Fokus und damit verbunden die Entscheidungskriterien des Aufsichtsrats primär auf dem Vorhandensein der erforderlichen Kompetenz und Expertise hinsichtlich der Führung eines industriellen und international tätigen börsenotierten Bauunternehmens. Darüber hinaus werden der Bildungs- und Berufshintergrund, das Alter und das Geschlecht sowie allgemeine Aspekte der jeweiligen Persönlichkeit berücksichtigt und in die Entscheidung miteingebunden. Unter Berücksichtigung der Vorgaben des Österreichischen Corporate Governance Kodex definiert der Aufsichtsrat bei Bestellung eines Vorstandsmitglieds ein entsprechendes Anforderungsprofil. Die Bestellung des Vorstands erfolgt daraufhin in der Regel auf Grundlage eines definierten Besetzungsverfahrens.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats erfolgt nach den gesetzlichen Bestimmungen der §§ 86 und 87 AktG. Vor der Wahl haben die vorgeschlagenen Personen der Hauptversammlung ihre fachliche Qualifikation, ihre beruflichen oder vergleichbaren Funktionen sowie alle Umstände darzulegen, welche die Besorgnis einer Befangenheit begründen könnten. Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats werden der Bildungs- und Berufshintergrund, das Alter und das Geschlecht sowie allgemeine Aspekte der jeweiligen Persönlichkeit berücksichtigt. Die Auswahl der vorgeschlagenen Personen erfolgt unter Beachtung einer fachlich ausgewogenen Zusammensetzung des Aufsichtsrats im Hinblick auf das Geschäftsfeld des Unternehmens. Es werden dabei Aspekte der Diversität wie die Vertretung beider Geschlechter, die Altersstruktur sowie die Internationalität berücksichtigt. Gemäß den gesetzlichen Bestimmungen wird darauf geachtet, dass niemand zum Aufsichtsratsmitglied gewählt wird, der rechtskräftig wegen einer gerichtlich strafbaren Handlung verurteilt wurde, die seine berufliche Zuverlässigkeit in Frage stellt. Etwaige Neubestellungen von Aufsichtsratsmandaten erfolgen auf Grundlage der gesetzlichen Vorgaben des Gleichstellungsgesetzes von Frauen und Männern im Aufsichtsrat (GFMA-G), das einen Frauenanteil von 30 % festlegt. Oberstes Ziel ist es, unter Berücksichtigung der oben ausgeführten Aspekte die bestmögliche Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat für eines der größten österreichischen Bauunternehmen und einen der führenden Infrastrukturspezialisten Europas zu finden.
Der Vorstand der PORR AG setzt sich per 31. Dezember 2022 aus vier Männern mit unterschiedlicher Nationalität zusammen. Sie sind zwischen 50 und 64 Jahren alt. Sie haben einen technischen/bauwirtschaftlichen und/oder kaufmännischen Bildungs- und Berufshintergrund. Von den acht Kapitalvertretern im Aufsichtsrat der PORR AG sind zwei weiblich. Die Kapitalvertreter sind zwischen 48 und 78 Jahre alt und haben unterschiedliche Bildungs- und Berufshintergründe. Sie haben unter anderem einen technischen, juristischen oder betriebswirtschaftlichen beruflichen Hintergrund.
Ein spezieller Fokus der PORR liegt auf der Förderung von Frauen. Die Initiative women@PORR konzentriert sich auf Themen, die Frauen und deren Chancengleichheit betreffen. Durch diverse Frauennetzwerktreffen wird der Erfahrungsaustausch zwischen Frauen aktiv gefördert. Die PORR unterstützt zudem die Charta der Vielfalt sowie die Women‘s Empowerment Principles (WEPs) von UN Global Compact und UN Women. Im Berichtsjahr startete im DACH-Raum ein Nachwuchsführungskräfteprogramm speziell zur Frauenförderung. In diesem werden die besonderen Herausforderungen für weibliche Führungskräfte in einer männerdominierten Baubranche, ihr Rollenbewusstsein und wirksame Führungstechniken angesprochen. Auf die konkrete Unterstützung von Frauen zielen auch die neuen „Frauen bauen auf“-Schulungen ab, die 2022 im DACH-Raum bereits zweimal stattgefunden haben.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Vorstand | 0,0 % | 0,0 % |
| Aufsichtsrat | 25,0 % | 16,7 % |
| Obere Führungsebene | 4,2 % | 4,0 % |
| Mittlere und untere Führungsebene | 14,1 % | 13,2 % |
Eine Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu bieten ist für die PORR ein Selbstverständnis. Angebote wie Home Office, Bildungskarenz, Gleitzeitmodelle sowie Sabbaticals sind nur einige der vielfältigen Möglichkeiten, die dieses Ziel unterstützen. Je nach Land und Jobprofil stehen den Beschäftigten verschiedene Arbeitszeitmodelle zur Verfügung. Entsprechend den lokalen rechtlichen Rahmenbedingungen stehen den Beschäftigten Elternkarenzmöglichkeiten zur Verfügung. Die PORR spricht sich dezidiert für eine Väterkarenz aus und unterstützt diese aktiv. In der Schweiz bietet die PORR über die gesetzlich vorgeschriebene Leistung hinaus spezielle Unterstützung zur Gleichstellung von Vätern an. In Tschechien und der Slowakei wurden 2022 die rechtlichen Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf umgesetzt. Nun können Väter vor und nach der Geburt einen Vaterschaftsurlaub wahrnehmen und danach auf Wunsch eine Anpassung oder Kürzung der Arbeitszeit beantragen.
We are family. Deshalb unterstützen wir Eltern mit diversen Kinderbetreuungsangeboten. In 2022 fanden das PORR Adventure Camp in den Sommerferien und die fünftägige PORR Kids Week im Headquater erneut statt. Des Weiteren bietet die PORR Workshops für werdende Eltern an, um diese in der Vorbereitung zu unterstützen. Zusätzlich werden die Beschäftigten durch das Eltern-Kind-Büro im Headquarter und am Standort München dabei unterstützt, Beruf und Kinderbetreuung zu koordinieren.
Der PORR ist es wichtig, Leistung angemessen mit einer wettbewerbsfähigen und marktgerechten Vergütung anzuerkennen. Die Entlohnung in der PORR beruht auf dem Prinzip der Gleichbehandlung und erfolgt geschlechtsneutral. Es wurde ein gruppenweiter Gehaltsänderungsprozess etabliert, Benchmarking genutzt und mit Gehaltsbändern gearbeitet, um Vergleichbarkeit und Gleichstellung zu gewährleisten. Die ersten „Gender Pay Gap Analysen“ zeigen, dass es bei der PORR keine relevanten Abweichungen zwischen den Geschlechtern gibt. Diese Analysen werden gruppenweit in regelmäßigen Abständen fortgesetzt. Langfristig will die PORR mit der kontinuierlichen Integration der UN Women’s Empowerment Principles und mit Stakeholder Engagement das Bewusstsein für Jobchancen in der Baubranche weiter ausbauen. Es wird speziell darauf geachtet, in Kampagnen PORRianerinnen zu integrieren und für das Thema Frauen in der Baubranche zu sensibilisieren. Darüber hinaus ist die Erstellung eines globalen E-Learnings zu „Diversity & Inclusion“ geplant.
Die globale Wirtschaft war 2022 zunächst von den Aufholeffekten nach der Corona-Pandemie geprägt. Insbesondere zu Jahresbeginn zeigten sich durch Lockerungen der pandemiebedingten Einschränkungen positive Impulse. Andererseits belasteten Themen wie der militärische Konflikt in der Ukraine sowie steigende Preise bei Lebensmitteln, Rohstoffen und Energie das Wachstum. Die hohen Teuerungsraten wirkten sich unter anderem auf den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit aus. Um dem entgegenzuwirken, setzten die Notenbanken bereits mehrere Zinserhöhungsschritte. Parallel dazu führten die anhaltenden Lockdowns in China zu weiteren Störungen der internationalen Lieferketten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für 2022 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % aus. Im Jahr 2023 setzt eine spürbare Erholung im Anschluss an die derzeitige milde Rezession ein. Mit der Lockerung der strengen COVID-Politik Chinas ist ein wesentlicher Belastungsfaktor bereits entfallen und auch in der Inflation ist eine leichte Entspannung erkennbar. Dennoch werden zumindest im ersten Halbjahr weitere Zinserhöhungsschritte seitens der Notenbanken erwartet, während im zweiten eine Zinswende folgen dürfte. Aufgrund dieser strengen Geldpolitik prognostiziert der IWF für 2023 ein globales Wirtschaftswachstum von 2,9 %.
Die amerikanische Zentralbank Federal Reserve (FED) hat ihren Basiszinssatz 2022 insgesamt sieben Mal angehoben. Zum Jahresende lag der Basiszinssatz bei 4,5 %. Der IWF sieht – ausgehend von einer schwachen Entwicklung im ersten Halbjahr – für 2022 ein leichtes Wachstum in den USA von 2,0 %. Auch 2023 dürfte die amerikanische Wirtschaft zunächst weiter von einem inflationsbedingt geringen privaten Konsum belastet sein. Der IWF rechnet für 2023 mit einem Wachstum von 1,4 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erst im zweiten Halbjahr 2022 begonnen, ihre Basiszinssätze auf derzeit 3,5 % anzuheben. Neben der hohen Inflation wirkte sich in Europa insbesondere die Unsicherheit am Energiemarkt negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus.# Der hohe Füllstand der Gasreserven sowie die rasche Erhöhung der Verfügbarkeit von Flüssigerdgas setzten zum Jahresende erste positive Impulse.
Die Experten der Europäischen Kommission schätzen das Wirtschaftswachstum für 2022 auf 3,5 %. Deutlich positive Effekte aus der Aufhebung der meisten pandemiebedingten Einschränkungen haben dazu beigetragen. Für das Jahr 2023 wird von einer zunehmenden Erholung der Wirtschaftstätigkeit ausgegangen. Zunächst dürften das reale Einkommen und damit einhergehend der private Konsum noch von der hohen Inflation belastet sein. Die Lockerung der strengen COVID-Politik in China sowie die Normalisierung der Inflation bei Lebensmitteln und Energie dürften dann spätestens im zweiten Halbjahr spürbar werden. Aktuell sind noch weitere Zinsanhebungen der EZB zu erwarten. Der derzeitige Zinserhöhungszyklus könnte jedoch – basierend auf den gesamteuropäischen Inflationsdaten – schon im Sommer ein Ende finden. Daher haben die Experten der Europäischen Kommission ihre Wachstumserwartungen kürzlich angehoben. Sie rechnen derzeit mit einem Wachstum von 0,9 % für 2023.
Dabei setzte vor allem der Tourismussektor deutliche Impulse. Ab dem zweiten Halbjahr beeinflusste jedoch die globale konjunkturelle Abkühlung auch die heimische Wirtschaft. Dadurch entwickelten sich einerseits die Exporte rückläufig. Aufgrund des allgemein hohen Inflationsniveaus fiel andererseits auch das real verfügbare Einkommen, wodurch der private Konsum ebenso zurückging. Dem stand ein äußerst robuster Arbeitsmarkt mit einer geringen Arbeitslosenquote gegenüber. Insgesamt zeigte sich die österreichische Wirtschaft sehr resilient. Die Experten der Österreichischen Nationalbank (OeNB) schätzen daher das Wachstum für 2022 auf 4,9 %. Trotz der aktuell straffen Geldpolitik der EZB sowie den niedrigen Erwartungen hinsichtlich der Exportnachfrage rechnet die OeNB für 2023 mit einem leichten Wachstum von 0,6 %.
Im Vergleich zu den meisten Ländern des Euroraums konnte sich der deutsche Dienstleistungssektor im ersten Halbjahr kaum erholen. Durch die hohe Abhängigkeit von russischem Erdgas kam ab der Jahresmitte noch eine mangelnde Versorgungssicherheit im Energiebereich hinzu. Parallel stieg die Inflation deutlich und reduzierte somit die Kaufkraft der privaten Haushalte. Dennoch schätzen die Experten der Europäischen Kommission das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 1,8 %. Für 2023 wird mit einem Plus von 0,2 % von einer nahezu gleichbleibenden Wirtschaftsleistung ausgegangen.
Insbesondere der Dienstleistungssektor sowie der private Konsum entwickelten sich erfreulich. In der zweiten Jahreshälfte dämpfte das internationale Umfeld jedoch das Wirtschaftsklima. Die Konjunkturforschungsstelle (KOF) geht für 2022 von einem Wirtschaftswachstum von 2,0 % aus. Für 2023 rechnet sie mit einem leichten Plus von 0,7 %.
Davon ausgehend hat sich die Wirtschaft im ersten Halbjahr unerwartet gut entwickelt. Ab der Jahresmitte wirkten eine steigende Inflation, eine dementsprechend rückläufige private Kaufkraft und die Unsicherheit hinsichtlich der Energieversorgung belastend. Dennoch zeigten die Länder eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber den Auswirkungen des Ukraine-Konflikts. In den Heimmärkten der PORR gehen die Experten des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) von einem Wachstum zwischen 1,8 % und 4,8 % für 2022 aus. Für die weitere Entwicklung sind vor allem die Energieversorgung und damit auch die Energiekosten entscheidend. Die Investitionstätigkeit dürfte hingegen aufgrund der hohen Förderungen im Rahmen des langfristigen EU Budgets weiter auf einem hohen Niveau bleiben. Das WIIW rechnet für 2023 mit Wachstumsraten zwischen 0,6 % und 2,2 %.
Auch die europäische Bauwirtschaft konnte sich den wirtschaftlichen Auswirkungen aus dem Ukraine-Konflikt und der steigenden Inflation nicht entziehen. Zunächst startete die Branche sehr gut ins Berichtsjahr und verzeichnete hohe Wachstumsraten im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere der Tiefbau zeigte eine zum Teil herausragende Steigerung von über 10 %. Die internationalen Lieferketten erholten sich mit dem Auslaufen der meisten pandemiebedingten Effekte ebenso gut und die Kostensituation entspannte sich spürbar.
Mit Beginn des militärischen Konflikts in der Ukraine sah sich die Baubranche jedoch erneut mit stark ansteigenden Kosten für Baumaterialien und Rohstoffen konfrontiert. Bis zum Sommer erhöhten sich auch die Energiepreise deutlich. Insbesondere die mangelnde Versorgungssicherheit trug zu dieser Steigerung bei. Gleichzeitig sorgte die bis zum Jahresende strenge COVID-Politik Chinas für anhaltende Engpässe bei Materialien. Nichtsdestotrotz zeigte sich der überwiegende Teil der europäischen Bauwirtschaft resilient. Im Jahresdurchschnitt stieg das europäische Bau-Produktionsvolumen um 2,7 %. Zum Jahresende bestätigte sich der Tiefbau erneut als Wachstumstreiber. Dieser konnte im Jahr 2022 um rund 3,0 % zulegen. Der Hochbau verzeichnete – nicht zuletzt aufgrund des sich eintrübenden Zinsumfelds – ein geringeres Wachstum von 2,6 %.
Der aktuelle Rückgang der europäischen Inflation lässt einen steigenden Investitionsbedarf in 2023 erwarten. Im Tiefbau sorgt vor allem die EU Recovery and Resilience Facility für positive Impulse. Daher ist davon auszugehen, dass der Tiefbau der wesentlichste Wachstumstreiber bleiben wird. Demgegenüber dürfte sich die Erhöhung des Basiszinssatzes jedoch weiterhin belastend auf den Wohnbau auswirken. Im Industriebau erfordert die zunehmende Fragmentierung der internationalen Lieferketten Stabilität und Resilienz. Ein einschränkender Faktor für die gesamte Branche ist jedoch nach wie vor der Mangel an Arbeitskräften. Insbesondere die akute Knappheit an Fachkräften beeinflusst die weitere Entwicklung. Die PORR begegnet dem Risiko des Personalmangels erfolgreich mit umfangreichen Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, unter anderem in Form des PORR Campus und der PORR Academy. Weitere Informationen dazu finden sich ab S. 106. Die Kosten für Baumaterialien, Rohstoffe und Energie zeigten bereits seit dem letzten Quartal 2022 deutliche Anzeichen einer Entspannung. Insgesamt rechnen die Experten von Euroconstruct mit einem stabilen Bauvolumen in den nächsten Jahren. Konkret gehen sie für 2023 von einem Wachstum von 0,2 % aus.
Die Kennzahl Produktionsleistung umfasst die klassischen Planungs- und Baudienstleistungen, Leistungen aus Deponiebetrieben, Rohstoffverkäufe und das Facility Management und damit alle wesentlichen Leistungen der PORR. Bei vollkonsolidierten Unternehmen entspricht diese Leistung annähernd den gemäß IFRS definierten und ausgewiesenen Umsatzerlösen. Zusätzlich enthält die Produktionsleistung – im Unterschied zu den Umsatzerlösen – die Leistungen der Arbeitsgemeinschaften und der at-equity bilanzierten und untergeordneten Unternehmen entsprechend ihrem Konzernanteil und berücksichtigt betriebswirtschaftlich notwendige Definitionsunterschiede.
Im Berichtsjahr erwirtschaftete die PORR eine Produktionsleistung von EUR 6.226 Mio. Die Steigerung von 8,7 % gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf Großprojekte in Rumänien und auf Zuwächse im österreichischen Bahnbau – unter anderem durch Projekte im Bereich Feste Fahrbahn – zurückzuführen.
Die PORR erzielte 95,6 % ihrer Produktionsleistung in ihren sieben europäischen Heimmärkten. Österreich blieb mit einem Anteil von 45,8 % der wichtigste Markt. In Deutschland wurden 21,9 % der Gesamtleistung erwirtschaftet. Der drittgrößte Markt Polen trug 13,4 % zur Leistung bei. Tschechien und die Slowakei erbrachten gemeinsam einen Anteil von 6,3 %. Auf Rumänien entfielen 4,3 % der Produktionsleistung. Der Anteil der Schweiz lag bei 3,9 %.
Der Auftragsbestand lag zum Stichtag bei EUR 8.204 Mio. und damit auf einem neuen Höchststand. Die Steigerung um 5,7 % oder EUR 440 Mio. ist insbesondere auf den Bereich Großprojekte Hochbau im Segment AT / CH zurückzuführen. Insgesamt liegt der Auftragspolster damit einmal mehr weit über dem Wert einer Jahresleistung. Der Auftragseingang stieg um 3,8 % auf EUR 6.659 Mio.
Unter den wesentlichen Neuaufträgen finden sich im Berichtsjahr gleich mehrere Projekte im Industriebau. Der größte ist der Rück- und Neubau eines Teils des BMW Group Produktionswerks in München. Während laufender Automobilproduktion entsteht eine neue Produktionshalle für vollelektrische Fahrzeuge. Mit dem BER 12 und dem Data 4 Poland entstehen gerade zwei neue Datenzentren in Berlin und Jawczyce, Polen. Auch die neue Firmenzentrale des Stromnetzbetreibers PSE wird aktuell in Radom, Polen errichtet. Weitere neue Großaufträge im Hochbau sind der Rohbau für das neue Landesklinikum in Wiener Neustadt, Österreich, sowie das Projekt Wohnen am Candidplatz in München, wo über 180 neue Wohneinheiten entstehen. Im Tiefbau erhielt die PORR unter anderem den Zuschlag für die Sanierung des Südschnellwegs in Hannover, die auch den Ersatzneubau einer über 60 Jahre alten Brücke umfasst. Weitere wichtige Infrastrukturprojekte sind die Neckartalbrücke bei Horb in Deutschland und die Stadtbrücke von Drammen in Norwegen. In Rumänien gewann die PORR mehrere wesentliche Projekte im Tiefbau, darunter den Auftrag zum Ausbau des Flughafen Otopeni und die Erweiterung des Hafens in Constanța.
Die Umsatzerlöse der PORR Gruppe lagen im Jahr 2022 bei EUR 5.786,0 Mio. und damit auf einem neuen Rekordniveau.# Die Ausweitung um 11,9 % gegenüber dem Vorjahr ist größer als die Zunahme der Produktionsleistung in Höhe von 8,7 %. Das ist darauf zurückzuführen, dass die in der Produktionsleistung enthaltene anteilige Leistung von ARGEn annähernd konstant geblieben ist. Die hohe nominelle Umsatzsteigerung ist zum Teil das Ergebnis der erfolgreichen Weitergabe der gestiegenen Baukosten. In den Ergebnissen aus at-equity bilanzierten Unternehmen sind die Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Beteiligungen an ARGEn zusammengefasst. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen sank aufgrund geringerer Ergebnisübernahmen einzelner Joint Ventures und gleichbleibender Ergebnisbeiträge der sonstigen Baubeteiligungen auf EUR -5,3 Mio. Demgegenüber erhöhte sich das Ergebnis aus ARGEn auf beinahe das Doppelte und lag bei EUR 61,8 Mio. In der Gesamtsicht lag das Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen bei EUR 56,5 Mio. und damit geringfügig unter dem Vorjahreswert. Die sonstigen betrieblichen Erträge entwickelten sich leicht unterproportional zum Umsatz mit einem Plus von 6,2 % auf EUR 189,1 Mio. Darin enthalten sind im Wesentlichen Erlöse aus Weiterverrechnungen, Bewertungen von Finanzimmobilien, Erträge aus Rückstellungsauflösungen sowie Erträge aus dem Verkauf von Sachanlagen sowie der PORREAL. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich um EUR 15,4 Mio. auf EUR 387,5 Mio. In dieser Position ist eine Vielzahl unterschiedlicher Aufwendungen subsumiert, wie z. B. Aufwendungen für Immobilien, den Bürobetrieb sowie Beiträge und Gebühren. Diese zeigten eine sehr ungleiche Entwicklung, wobei in der Berichtsperiode vor allem der Rückgang der überwiegend projektabhängigen, variablen Aufwendungen für den Rückgang dieser Position verantwortlich war. Neben wesentlichen Einsparungen lagen auch die Aufwendungen für Schadensfälle sowie jene für die Dotierung von Rückstellungen unter den Vorjahreswerten. Demgegenüber kam es zu einer Erhöhung der Gewährleistungen. Die Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen erhöhten sich um 15,4 % auf EUR 3.976,8 Mio. und damit überproportional zum Umsatz. Darin spiegeln sich vor allem die deutlichen Steigerungen bei den Kosten für Rohstoffe und sonstige Baumaterialien sowie das höhere Preisniveau bei Subunternehmern wider. So stieg der Anteil der Materialaufwendungen am Umsatz um 1,6 PP auf 23,6 %. Der Anteil der bezogenen Leistungen legte um 0,5 PP zu. Demgegenüber erhöhten sich die Personalaufwendungen aufgrund der annähernd gleich gebliebenen Anzahl der Beschäftigten nur um 5,8 % auf EUR 1.350,0 Mio. Der Anteil des Personalaufwands am Umsatz ging daher um 1,3 PP zurück. Insgesamt erhöhten sich die eigenen Bauaufwendungen (Summe aus Personal- und Materialaufwendungen) um 12,6 % und entwickelten sich damit fast proportional zum Umsatz. Die Strategie „Alles aus einer Hand“ zeigt erneut ihre Wirkung im derzeit schwierigen Kostenumfeld. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) konnte damit um 10,9 % auf EUR 318,9 Mio. verbessert werden. Neben der deutlichen Leistungsausweitung ist dies vor allem auf das erfolgreiche Management der Kostensteigerungen zurückzuführen. Im Verwaltungsbereich konnten seit Beginn des Kosteneinsparungsprogramms im Rahmen von PORR 2025 insgesamt Einsparungen in Höhe von EUR 53 Mio. erzielt werden. Die Abschreibungen blieben mit einem leichten Plus von 3,4 % auf einem ähnlichen Niveau wie im Vorjahr. Darin spiegelt sich die vergleichsweise geringe Investitionstätigkeit der Vorjahre wider. Das Betriebsergebnis (EBIT) lag bei EUR 120,1 Mio. und damit um 26,1 % über dem Vorjahreswert (2021: EUR 95,2 Mio.). Das Finanzergebnis blieb mit EUR -10,1 Mio. weitgehend konstant auf Vorjahresniveau (2021: EUR -9,9 Mio.). In der Jahresgesamtsicht führten diese Entwicklungen zu einem Ergebnis vor Steuern (EBT) von EUR 110,0 Mio., womit sich der Wert um 28,9 % gegenüber dem Vorjahresergebnis verbesserte. Die geringere Steuerquote von 24,9 % führte bei einem Steuerergebnis in Höhe von EUR -27,4 Mio. (2021: EUR -24,0 Mio.) zu einem um EUR 21,2 Mio. gesteigerten Konzernergebnis von EUR 82,6 Mio. (2021: EUR 61,4 Mio.). Das Ergebnis je Aktie des Mutterunternehmens lag bei EUR 1,65 (2021: EUR 1,18).
Die Bilanzsumme der PORR Gruppe lag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 bei EUR 4.146,8 Mio. und damit nur geringfügig über dem Vorjahreswert (2,0 %). Die langfristigen Vermögenswerte blieben mit einem leichten Plus von EUR 9,4 Mio. mit EUR 1.458,3 Mio. nahezu konstant. Der Erhöhung des Sachanlagevermögens aufgrund von über der Abschreibungssumme liegenden Investitionen und einer Akquisition eines Straßenbauunternehmens in Deutschland um insgesamt EUR 26,6 Mio. stand die Rückzahlung des Hybridkapitals in Höhe von EUR 25,5 Mio. durch die UBM Development AG gegenüber. Die Erhöhung der kurzfristigen Vermögenswerte um 2,8 % auf EUR 2.688,5 Mio. ist vor allem auf die Ausweitung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Mit einem Plus von 11,4 % entwickelten sich diese nahezu proportional zum Umsatz. Das Eigenkapital lag zum Stichtag bei EUR 798,9 Mio. und damit geringfügig um 3,1 % unter dem Vorjahreswert. Die Eigenkapitalquote ging um 1,0 PP auf 19,3 % zurück. Dies resultiert vor allem aus der Rückführung einer Hybridanleihe in Höhe von EUR 51,1 Mio. zum Jahresanfang 2022. Damit wurde der Anteil des Genussrechts-/Hybridkapitals am Eigenkapital auf 31,0 % reduziert. Das Fremdkapital stieg um 3,3 % auf EUR 3.347,9 Mio. Die deutliche Erhöhung der übrigen Verbindlichkeiten ergab sich insbesondere aus einer Ausweitung der erhaltenen Anzahlungen. Demgegenüber lag der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 5,9 % sowohl unter der Steigerung der zugrunde liegenden Aufwandspositionen als auch unter der Leistungsausweitung. Sowohl die Schuldscheindarlehen als auch die Leasing- und Finanzverbindlichkeiten wurden abgebaut, womit sich die Summe aus diesen Finanzierungskomponenten (Bruttofinanzverschuldung) um insgesamt EUR 142,6 Mio. reduzierte. Somit ergab sich zum Jahresende erneut eine Net-Cash-Position. Diese betrug EUR 59,0 Mio. und lag auf Vorjahresniveau. Die Nettoverschuldung ist definiert als die Summe aus Leasing- und Finanzverbindlichkeiten – exklusive Derivate mit negativem Marktwert – reduziert um die liquiden Mittel und Veranlagungen im kurz- und langfristigen Vermögen (wie z. B. Fondszertifikate und Termingelder).
Entlang ihrer Nachhaltigkeitsstrategie und nachhaltiger Unternehmensentwicklung hat die PORR ein „Green Finance Framework“ (Grüne Finanz-Rahmenvereinbarung) erstellt. Damit erlangt sie Zugang zu Grünen Finanzierungsformen wie Grüne Anleihen, Grüne Schuldscheindarlehen (SSDs) sowie Grüne Kredite. Der im Jahr 2018 aus der Emission eines grünen Schuldscheins generierte Emissionserlös in Höhe von EUR 31,5 Mio. wird zur Finanzierung bzw. zur Refinanzierung von nachhaltigen und umweltschonenden Investitionen („Eligible Green Projects“, Förderfähige Grüne Projekte) verwendet. Folgende bestimmende Faktoren werden im Rahmen der Wirkungsanalyse einbezogen: „Green Buildings“ (Grüne Gebäude) - Geschätzter jährlicher Energieverbrauch - Geschätzte CO2-Einsparung - Nachhaltige Labels und Zertifikate von Gebäuden „Pollution and Prevention Control“ (Verschmutzungs- und Präventionskontrolle) - Volumen von Recycling-Materialien - Erreichte CO2-Einsparung durch Recycling Per 31. Dezember 2022 sind von den begebenen Schuldschein-Tranchen noch EUR 17,5 Mio. mit Fälligkeiten zwischen 2023 und 2026 ausstehend. Darüber hinaus hat die PORR nachhaltige („ESG-linked“) Cash- und Avallinien im Gesamtausmaß von EUR 415,0 Mio. implementiert, deren Konditionen teilweise von der Entwicklung von Nachhaltigkeitsindikatoren abhängt.
Der Cashflow aus dem Ergebnis stieg um EUR 32,8 Mio. auf EUR 267,6 Mio. aufgrund des stark verbesserten Jahresüberschusses in der Berichtsperiode. Der Cashflow aus der Betriebstätigkeit reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 31,5 % auf EUR 286,8 Mio. (2021: EUR 418,5 Mio.). Dies ist vor allem auf die im Vergleich zum Vorjahr geringere Reduktion des Working Capital zurückzuführen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit reduzierte sich mit EUR 59,6 Mio. wesentlich auf EUR -96,2 Mio. Die Ursachen dafür waren vor allem eine geringere Investitionstätigkeit sowie die Rückführung des Hybridkapitals durch die UBM Development AG und eine Einzahlung aus dem Verkauf der PORREAL. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag bei EUR -300,9 Mio. und damit um EUR 216,6 Mio. unter dem Vergleichswert. Während hier im Vorjahr Zugänge aus der Kapitalerhöhung und der Aufnahme von Hybridkapital von insgesamt EUR 91,0 Mio. enthalten waren, wurde 2022 das Hybridkapital um EUR 51,1 Mio. abgebaut. Darüber hinaus wurden sowohl die Schuldscheindarlehen als auch bestehende Kredite zurückbezahlt, wodurch sich die Bruttoverschuldung (Summe aus Leasing- und Finanzverbindlichkeiten) insgesamt um EUR 142,6 Mio. reduzierte. Der Free Cashflow (FCF) lag bei EUR 190,6 Mio. Durch den geringeren Working-Capital-Abbau reduzierte er sich um EUR 72,1 Mio. Der FCF setzt sich aus dem Cashflow aus der Betriebstätigkeit und dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit zusammen und zeigt jenen geldmäßigen Betrag, welchen das Unternehmen aus dem operativen Geschäft nach Abzug der Investitionen erwirtschaftet hat. Die liquiden Mittel betrugen zum 31. Dezember 2022 weiterhin hohe EUR 655,8 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 765,0 Mio.). Unter Berücksichtigung der Veranlagungen im kurz- und langfristigen Vermögen mit EUR 0,1 Mio. betrugen die liquiditätsnahen Vermögenswerte (Summe aus liquiden Mitteln und Veranlagungen im kurz- und langfristigen Vermögen) EUR 655,9 Mio.# Investitionen
Im Geschäftsjahr 2022 wurde neben den üblichen Ersatz- und Neuinvestitionen für Baugeräte und Baustellenausrüstungen keine Großinvestitionen getätigt. Die Messung der Investitionstätigkeit erfolgt über die Kennzahl CAPEX (Capital Expenditure). Diese berücksichtigt Investitionen in immaterielles Vermögen, Sachanlagen und Anlagen in Bau inklusive Finanzierungsleasing. Der CAPEX reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht und betrug EUR 236,2 Mio. Somit ergibt sich eine CAPEX Ratio im Verhältnis zur Produktionsleistung von 3,8 % (2021: 4,5 %).
Im Zuge des Projekts A9 Edlach-Gaishorn wurde die Basis geschaffen, um BIM Daten im Tiefbau mit der Bauausführung zu verknüpfen. Innovative Systeme zur Optimierung der Vermessung sowie zur halbautomatischen Maschinensteuerung wurden unter anderem hierbei zur Anwendung gebracht. Neben der verbesserten Qualitätssicherung und der digitalen Baudokumentation konnten auch Effizienzsteigerungen im Bauprozess erzielt werden. Die Erfahrungen aus diesem Zusammenspiel zwischen Modelldaten und Baumaschinen werden auch im Kooperationsprojekt MiC 4.0 (Machines in Construction) eingebracht. Dessen Ziel ist es, einen herstellerübergreifenden Standard für den Datenaustausch zwischen Maschinen zu schaffen.
Im Berichtsjahr beschäftigte sich die PORR zusätzlich mit der Digitalisierung des Geräteeinsatzes sowie der Transportdisposition. Die PORR hat ihr Prozess-Know-how in den Arbeitskreisen zur digitalen Materialbeschaffung und Logistik des österreichischen und deutschen Bauverbands eingebracht. Daraus entstand ein Joint Venture für den digitalen Datenaustausch in der Baubranche. Gemeinsam mit Kooperationspartnern wurde die eigenständige SEQUELLO GmbH gegründet. Seit Mitte 2022 bietet diese eine Plattform für Baufirmen und Lieferanten zur digitalen Kommunikation über Materialbeschaffung und Logistik. Aktuell können von der Bestellung über Lieferscheine bis hin zur Baudokumentation und Qualitätsprüfung alle Prozesse aus dem Betonbau erfasst werden. Die digitale Vernetzung zwischen Käufer und Verkäufer ermöglicht einen kontinuierlichen Austausch und eine Dokumentation des Baufortschritts. Die Weiterentwicklung für andere Materialtypen, Abläufe und Stakeholder wird künftig vorangetrieben.
Das Konsortialprojekt „Crane Hook Identification“ (CRAHOI) im Center Construction Robotics (CCR) hat den Anspruch, digitale Krandaten sowie Informationen über transportierte Materialien in den Baustellenprozess zu integrieren. 2022 wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Bei dem mehrwöchigen Einsatz eines Prototypen im Realbetrieb wurden wichtige Erfahrungen zur automatisierten Erfassung von Logistikdaten gesammelt. Dadurch konnte auch der Kraneinsatz optimiert und die Arbeitssicherheit erhöht werden. Die Ergebnisse werden mit den Partnern analysiert, um dieses System zum Baustelleneinsatz weiterzuentwickeln.
Derzeit arbeitet die PORR an innovativen Lösungen für Baustellenprozesse wie Bohren, Fräsen und Schleifen. Gemeinsam mit Start-ups und anderen Partnern wurden erste Prototypen entwickelt. Diese sind zum Teil bereits im Baustelleneinsatz. Für Anschlussbohrungen im Tunnel- und Brückenbau konnten die Anforderungen aus Arbeitssicherheit und Qualitätssicherung durch neuartige Robotertechnik erfüllt werden. Weiters werden auf dem PORR Campus Produkte für den Schleif- und Fräseinsatz getestet und auf Baustelleneignung geprüft. Um neue Geräte, Abläufe und Systeme entsprechend einsetzen zu können, setzt die PORR unter anderem auf Partnerschaften zu Schulungszwecken. Simulatoren in den Bereichen Maschinensteuerung und Automatisierung werden verstärkt getestet und sollen 2023 das Verständnis und die Arbeitsweise der Mitarbeiter weiter verbessern. Auch mobile Schulungslösungen werden analysiert, um einen überregionalen Einsatz zu ermöglichen.
Gemeinsam mit Branchenpartnern und Universitäten gewann die PORR wichtige Erfahrungen im Rückbau, der Aufbereitung aber auch in der Wiederverwertung von beispielsweise Produktionsanlagen. Auch die angestrebte CO2-Reduktion bei der Verwendung von Baumaterialien wird so weiter vorangetrieben. Nähere Informationen zu den Entwicklungen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft finden sich in der nichtfinanziellen Erklärung ab S. 90.
Die PORR beschäftigte im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich 20.232 Mitarbeiter. Mit einem geringen Plus von 0,3 % blieb das Niveau annähernd gleich wie im Vorjahr – trotz einer vergleichsweise starken Leistungssteigerung. Während in den operativen Segmenten zumeist neues Personal aufgenommen wurde, kam es in der Holding insbesondere aufgrund des Verkaufs einer Beteiligung zu einer Reduktion. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung umfasst den Personalstand zum Stichtag 31. Dezember 2022 in den wesentlichen Märkten der PORR. Dieser zeigt sich mit einem Rückgang um 0,7 % nahezu unverändert zum Vorjahr. Die Verringerung ist auch auf die Veräußerung einer österreichischen Beteiligung zurückzuführen.
Die PORR Bau GmbH verfügt über Niederlassungen in Wien, Niederösterreich, dem Burgenland, Salzburg, der Steiermark, Tirol, Kärnten und Oberösterreich sowie in Ungarn, Rumänien, der Slowakei, Bulgarien, Serbien, England, Norwegen (indirekt über PORR S.A.), Polen, den Vereinigten Arabischen Emiraten (Abu Dhabi und Dubai), Katar und Israel. Bezüglich der Tochtergesellschaften wird auf den Beteiligungsspiegel verwiesen.
1 IWF, Januar 2023
2 IWF, Januar 2023 und Trading Economics, Januar 2023
3 Europäische Kommission, Februar 2023 und Trading Economics, Januar 2023
4 OeNB, Januar 2023
5 Europäische Kommission, Februar 2023
6 KOF, Dezember 2022
7 WIIW, Oktober 2022
8 Eurostat, Januar 2023
9 Euroconstruct, November 2022
| Kennzahlen in EUR Mio. | 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsleistung | 3.269 | 8,2 % | 3.020 | 2.687 |
| Auslandsanteil | 18,3% | -1,1 PP | 19,4% | 19,1% |
| EBT | 84,7 | 5,8 % | 80,1 | 44,3 |
| Auftragsbestand | 3.242 | 2,8 % | 3.153 | 2.652 |
| Auftragseingang | 3.511 | -0,3 % | 3.521 | 3.166 |
| Durchschnittliche Beschäftigte | 10.547 | 2,4 % | 10.297 | 10.370 |
Das Segment AT / CH umfasst die Länderverantwortung für die beiden Heimmärkte Österreich und Schweiz, wobei Teile des Hochbaus der Schweiz in das Segment Holding umgegliedert wurden. Die PORR ist hier mit ihrem gesamten Leistungsspektrum vertreten. Neben dem Flächengeschäft – mit den Schwerpunkten Wohnbau, Bürobau, Industriebau und Straßenbau – sind die nationalen Kompetenzen im Bahn- und Ingenieurbau, im Spezialtiefbau, im Stahlbau und in der Umwelttechnik in diesem Segment gebündelt. Auch die Bereiche Großprojekte Hochbau, Industriebau Deutschland und Feste Fahrbahn Europa sind hier angesiedelt. Darüber hinaus sind die Beteiligungen pde Integrale Planung, IAT, ÖBA, Prajo, TKDZ und ALU-SOMMER im Segment AT / CH integriert.
Im Berichtszeitraum erreichte die Produktionsleistung des Segments AT / CH einen neuen Höchststand von EUR 3.269 Mio. Die Steigerung um 8,2 % ist insbesondere auf den Bereich Feste Fahrbahn sowie auf die österreichischen Bundesländer Niederösterreich und Wien zurückzuführen. Im Ergebnis vor Steuern (EBT) erzielten vor allem die österreichischen Bundesländer deutliche Steigerungen. In der Schweiz konnten die Teuerungen jedoch nur teilweise an die Auftraggeber weitergegeben werden, wodurch zum Teil negative Auftragsergebnisse zu berücksichtigen waren. Mit einem Plus von 5,8 % lag das EBT des Segments AT / CH bei EUR 84,7 Mio. Die EBT-Marge erreichte 2,6 %.
Der Auftragsbestand erhöhte sich um 2,8 % und lag zum Stichtag bei EUR 3.242 Mio. Vor allem im Bereich Großprojekte Hochbau zeigte sich insbesondere durch den Neuauftrag der BMW Group ein deutlicher Zuwachs. In den Bundesländern Wien und Oberösterreich wurde ebenso eine deutliche Steigerungen verzeichnet.
Der Auftragseingang blieb im Wesentlichen gleich. Mit einem geringen Rückgang von 0,3 % lag dieser bei EUR 3.511 Mio. Der größte Neuauftrag des Jahres wurde im vierten Quartal gewonnen. Die BMW Group setzt erneut auf die PORR Expertise im Industriebau. Für E-Autos der neuen Generation wird eine neue Produktionshalle gebaut – nach Rückbau des vorhandenen Gebäudes und bei laufendem Betrieb. Zwei weitere wesentliche Aufträge kamen aus dem Gesundheitsbereich. Zum einen verantwortet die PORR den Rohbau des neuen Landesklinikums in Wiener Neustadt. Zum anderen erhielt sie den Zuschlag für die Neuerrichtung des Pavillion 6 des Hanusch-Krankenhauses in Wien. Die größten Neuaufträge im Wohnbau sind die Wiener Wohnhausanlagen Podhagskygasse Bauplatz B und Berresgasse Bauplatz P. Insgesamt entstehen dabei über 460 Wohneinheiten. Im Tiefbau kamen umfangreiche Aufträge im Straßenbau dazu. Neben dem Bau der Stadtstraße in Wien gemeinsam mit einem Konsortium gewann die PORR das Projekt zur Generalsanierung der Autobahn A9 zwischen Edlach und Gaishorn sowie den Bau der Unterflurtrasse für den Königsdorftunnel an der Schnellstraße S7.
Sowohl die österreichische als auch die Schweizer Bauwirtschaft stabilisierten sich im Berichtsjahr auf einem hohen Niveau. In Österreich stieg der Produktionsindex um rund 3,5 %. Parallel dazu erhöhte sich der Auftragseingangsindex um 3,1 % im Vergleich zum Vorjahr. Insbesondere der Tiefbau war ein wichtiger Wachstumstreiber mit einem Plus im Produktionsvolumen von 6,0 % und einer Steigerung des Auftragseingangsindex um 7,3 %. Der Hochbau – und dabei vor allem der Wohnbau – geriet unter anderem aufgrund des höheren Zinsumfelds unter Druck.
1 Analog dazu stiegen aufgrund der allgemein hohen Inflation auch die Baukosten zum Teil stark an. Insbesondere die Energiekosten verzeichneten hohe Teuerungsraten. Im Herbst zeigten sich jedoch erste Entspannungssignale, die sich im weiteren Jahresverlauf verstärkten.# Die Kosten für Baumaterialien und Energie stabilisierten sich zunächst und fielen dann beinahe auf das Niveau zu Jahresbeginn zurück. Die Abkühlung der Weltwirtschaft trug maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.
| Kennzahlen in EUR Mio. | 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsleistung | 865 | 6,2 % | 814 | 882 |
| EBT | 3,6 | < -100,0 % | -4,3 | -40,7 |
| Auftragsbestand | 1.435 | 17,2 % | 1.225 | 1.123 |
| Auftragseingang | 1.073 | 16,9 % | 917 | 806 |
| Durchschnittliche Beschäftigte | 2.187 | -2,1 % | 2.234 | 2.353 |
Im Segment DE ist der Großteil der Aktivitäten der PORR in Deutschland zusammengefasst. In seinem zweitwichtigsten Markt bietet das Unternehmen neben Hochbau- auch Spezialtiefbau- sowie Infrastrukturleistungen mit hoher Wertschöpfungstiefe durch eigenes, qualifiziertes Fachpersonal an. Am deutschen Infrastrukturmarkt ist die PORR dadurch mit den eigenständigen Bereichen Ingenieurbau, Tunnelbau und Verkehrswegebau stark aufgestellt. Im Segment DE werden deutsche Beteiligungen zusammengefasst, darunter PORR Oevermann und Stump-Franki Spezialtiefbau. Damit deckt die PORR die gesamte Wertschöpfungskette im Spezialtiefbau ab.
Die Produktionsleistung des Segments DE lag bei EUR 865 Mio. und damit um 6,2 % über dem Vorjahr. Während die ergebnisstarke Einheit PORR Oevermann Hochbau und Hochbau Nord ihre Leistung zum Teil deutlich ausweiten konnten, entwickelte sich der Ingenieurbau infolge der strategischen Risikoreduktion rückläufig. Dadurch ist der Turnaround gelungen. Das Segment DE hat mit EUR 3,6 Mio. ein positives Ergebnis vor Steuern (EBT) erzielt, die EBT-Marge betrug 0,4 %. Zum Stichtag verzeichnete das Segment DE einen Auftragsbestand von EUR 1.435 Mio. Der Zuwachs um 17,2 % ist vor allem auf zwei neue mittelgroße Projekte im Ingenieurbau – welche nach dem Abschluss von Altprojekten akquiriert wurden – zurückzuführen. Daneben zeigten auch die hochmargigen Bereiche Grundbau Stump-Franki, Hochbau Region Süd und PORR Oevermann eine erfreuliche Entwicklung. Der Auftragseingang erhöhte sich um 16,9 % auf EUR 1.073 Mio. Hier ist die Steigerung ebenso vorrangig auf die Projekte im Ingenieurbau zurückzuführen. Mit dem ersten Abschnitt der Modernisierung des Südschnellwegs bei Hannover hat die PORR einen Auftrag mit großer Bedeutung für die Region gewonnen. In einer Bietergemeinschaft ist sie dabei unter anderem für den Ersatzneubau einer über 60 Jahre alten Brücke verantwortlich. Ein weiteres Brückenbauprojekt ist die Neckartalbrücke bei Horb. Im Hochbau gewann das Segment DE mehrere wesentliche Aufträge im Industriebau. So werden gemeinsam mit dem Segment PL ein Datencenter in Berlin und eine Lagerhalle in Powidz, Polen, errichtet. Im öffentlichen Hochbau verantwortet die PORR den Neubau der Grund- und Mittelschule in Milbertshofen sowie das Literaturquartier in Essen. Im Wohnbau wurden unter anderem die Großprojekte Wohnen am Candidplatz und Alte Akademie in München erfolgreich akquiriert.
In der gesamten deutschen Baubranche ist der Auftragsbestand nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die Auftragseingänge erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 5,5 %. Wichtigster Treiber war der Tiefbau. Im Hochbau verzeichnete der Wohnbau einen leichten Rückgang. Das höhere Zinsumfeld und die deutlich gestiegenen Baukosten belasten das zuletzt starke Wachstum. Dies spiegelt sich auch in den Umsätzen des Bauhauptgewerbes wider. In der Gesamtsicht stiegen diese um 11,1 %. Während der Bau von Gebäuden verhältnismäßig niedrige Wachstumsraten zeigte, wuchs der Tiefbau um 12,7 %.
| Kennzahlen in EUR Mio. | 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsleistung | 791 | 9,8 % | 720 | 615 |
| EBT | 21,4 | 60,6 % | 13,3 | 2,3 |
| Auftragsbestand | 1.465 | -0,3 % | 1.469 | 1.645 |
| Auftragseingang | 787 | 44,6 % | 545 | 988 |
| Durchschnittliche Beschäftigte | 2.540 | 2,1 % | 2.488 | 2.413 |
Das Segment PL umfasst die gesamte Länderverantwortung für Polen, den drittgrößten Heimmarkt der PORR. Alle polnischen Beteiligungen der PORR sind in diesem Segment enthalten. Im Tiefbau ist die PORR einer der führenden Anbieter in den Bereichen Straßen-, Infrastruktur-, Bahn- und Spezialtiefbau. Im Hochbau liegt der Fokus auf Büro-, Industrie- und Hotelbau sowie auf dem Bau von öffentlichen Gebäuden und Anlagen.
Das Segment PL erwirtschaftete eine Produktionsleistung von EUR 791 Mio. Der Zuwachs um 9,8 % ist insbesondere auf den Bereich Hochbau zurückzuführen. Daneben zeigten auch die Bereiche Bahnbau und Industriebau erfreuliche Entwicklungen. Das Segment PL ist damit seit 2020 um rund 29 % gewachsen. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich im selben Zeitraum beinahe verzehnfacht und liegt bei EUR 21,4 Mio. Die EBT-Marge ist auf 2,7 % gestiegen. Der Auftragsbestand blieb mit EUR 1.465 Mio. nahezu konstant. Während die Bereiche Hochbau und Industriebau zulegen konnten, entwickelten sich die Bereiche Bahnbau und Infrastrukturbau rückläufig. Mit einem Plus von 44,6 % erhöhte sich der Auftragseingang beinahe um die Hälfte und erreichte EUR 787 Mio. Alle Bereiche des Segments PL trugen zu diesem deutlichen Anstieg bei. Unter den größten Auftragseingängen finden sich gleich zwei Projekte zum Bau von Datenzentren. Eines wird gemeinsam mit dem Segment DE in Berlin errichtet, ein anderes entsteht in Jawczyce. Auch der Bau einer Lagerhalle in Powidz erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Segment DE. Weitere Projekte im Hochbau sind die Errichtung der neuen Firmenzentrale von PSE in Radom sowie der Zusatzauftrag für die Innenaustattung des Bürogebäudes Andersia Silver in Poznań. Ein wesentlicher Auftrag ist auch der Bau der zweiten Prozesslinie der thermischen Abfallbehandlungsanlage zur Energiegewinnung in Rzeszów. Rund 80.000 Tonnen Abfall pro Jahr können damit zusätzlich verwertet werden. Im Tiefbau gewann die PORR unter anderem auch die Erweiterung der Nationalstraße DK22 von Chojnice nach Czersk sowie die 63 Kilometer lange Gaspipeline zwischen der bereits vorhandenen Gasinfrastruktur in Przywodzie und dem Kraftwerk Dolna Odra.
Das Produktionsvolumen im polnischen Baugewerbe stieg im Berichtsjahr um 9,6 %. Wesentlicher Treiber war der Hochbau mit einem Umsatzplus von 11,5 %. Aufgrund der zum Teil massiv gestiegenen Teuerungsraten – nicht zuletzt auch im Energiebereich – erhöhten sich auch die Baukosten deutlich. Dennoch zeigte sich die polnische Wirtschaft weitestgehend resilient. Zuletzt verlangsamte sich der Anstieg der Produktionskosten und setzte damit erste entspannende Impulse.
| Kennzahlen in EUR Mio. | 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsleistung | 653 | 19,2 % | 548 | 507 |
| EBT | 11,7 | > 100,0 % | 5,7 | -24,7 |
| Auftragsbestand | 865 | 13,8 % | 760 | 640 |
| Auftragseingang | 758 | 13,5 % | 668 | 436 |
| Durchschnittliche Beschäftigte | 2.255 | 3,5 % | 2.179 | 2.061 |
Das Segment CEE fokussiert auf die Heimmärkte Tschechien, Slowakei und Rumänien. Auch die lokalen Beteiligungen sind integriert. Die PORR bietet hier Bauleistungen im Hoch- und Tiefbau, wobei vor allem in Tschechien und Rumänien ein flächendeckendes Angebot angestrebt wird. Zudem werden ausgewählte Großprojekte im Infrastrukturbereich abgewickelt.
Die Produktionsleistung im Segment CEE lag bei EUR 653 Mio. Die Erhöhung um 19,2 % gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf den Heimmarkt Rumänien zurückzuführen. Sowohl im Hochbau als auch im Bereich Großprojekte konnten dort wesentliche Steigerungen erzielt werden. Basierend darauf zeigte das Segment CEE eine erfolgreiche Entwicklung. Somit konnten sowohl das Ergebnis vor Steuern (EBT) auf EUR 11,7 Mio. als auch die EBT-Marge auf 1,8 % gesteigert werden.
Der Auftragsbestand des Segments CEE lag zum Stichtag bei EUR 865 Mio. und damit um 13,8 % über dem Vorjahr. Auch im Auftragseingang ergab sich ein Plus von 13,5 % auf EUR 758 Mio. Beiderseits ist der Zuwachs vor allem auf den Bereich Tiefbau Rumänien zurückzuführen. Gegenüber dem Jahr 2020 kam es im Segment CEE zu einer Steigerung von 35,2 % im Auftragsbestand bzw. 74,0 % im Auftragseingang.
Die größten Auftragseingänge des Segments CEE kamen einmal mehr aus dem Tiefbau. Darunter findet sich ein Projekt zur Sanierung und Verbesserung von Roll- und Vorfeldern des internationalen Flughafen Henri Coandă in Otopeni, Rumänien, um eine Kapazitätserweiterung zu ermöglichen. Weitere Großprojekte sind die Umfahrungsstraße von Arad, Rumänien, und jene bei Nová Paka in Tschechien. Im Infrastrukturbau gewann die PORR unter anderem auch die Erweiterung des Hafens von Constanța und die Modernisierung der öffentlichen Verkehrsinfrastruktur in Reșița, Rumänien, sowie den Ersatzneubau der Barrandov-Brücke in Prag.
Im Berichtsjahr war die Baubranche abermals ein wichtiger Wachstumstreiber für die rumänische Wirtschaft. Das Produktionsvolumen stieg um 11,3 %. Hingegen blieb es in Tschechien und der Slowakei beinahe auf dem Vorjahresniveau. Über alle drei Länder hinweg wuchs der Tiefbau stärker als der Hochbau. Neben den Aufholeffekten im ersten Halbjahr war dabei vor allem die rasch ansteigende Inflation im Jahr 2022 dominierend. Auch die zum Teil starke Abhängigkeit von russischen Energielieferungen und die gestörten internationalen Lieferketten erhöhten die Unsicherheit am Markt.
Die hohen Energiekosten dürften – neben dem gestiegenen Zinsumfeld – die Bauwirtschaft dieser drei Heimmärkten noch weiter beeinflussen. Im Hochbau verstärkt sich daher die Nachfrage nach thermischen Sanierungen und der Steigerung der Energieeffizienz. Auch der EU Green Deal dürfte diese positiven Impulse weiter unterstützen. Demgegenüber ist aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus mit einem stagnierenden Volumen im Wohnbau zu rechnen. Der Wirtschaftsbau der deutlich export- und serviceorientierten Länder ist stark von der globalen wirtschaftlichen Entwicklung und den damit einhergehenden ausländischen Direktinvestitionen abhängig.
Im Tiefbau sorgt die europäische Recovery and Resilience Facility für eine volle Auftragspipeline. Insgesamt werden Tschechien, Rumänien und die Slowakei auf diesem Weg mit jeweils rund 1 %, 2 % bzw. 3 % ihres Bruttoinlandsprodukts unterstützt. Der Fokus liegt insbesondere auf dem Ausbau und der Modernisierung der Transportinfrastruktur sowie dem Wandel zu einer grünen und digitalen Wirtschaft.
| Kennzahlen in EUR Mio. | 2022 | Veränderung | 2021 | 2020 |
|---|---|---|---|---|
| Produktionsleistung | 515 | -3,5 % | 534 | 406 |
| Auslandsanteil | 77,3 % | 2,0 PP | 75,3 % | 75,4 % |
| EBT | 0,0 | < -100,0 % | -12,9 | -30,4 |
| Auftragsbestand | 1.003 | -7,1 % | 1.080 | 915 |
| Auftragseingang | 435 | -36,5 % | 686 | 518 |
| Durchschnittliche Beschäftigte | 1.533 | 7,6 % | 1.425 | 1.385 |
Im Segment Infrastruktur International sind die Kompetenzen der PORR in den Bereichen internationaler Tunnel-, Bahn- und Spezialtiefbau sowie Slab Track International gebündelt. Auch der Bereich Major Projects und die Verantwortung für die Projektmärkte Norwegen, Katar und Vereinigte Arabische Emirate (VAE) sind hier integriert. Die PORR fokussiert sich dabei auf Aufträge im Infrastrukturbau und auf die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern. Die Exportprodukte der PORR werden von hier aus sehr selektiv und nur bei klarem Mehrwert in internationalen Märkten angeboten.
Im Berichtsjahr erwirtschaftete das Segment Infrastruktur International eine Produktionsleistung von EUR 515 Mio. Der leichte Rückgang um 3,5 % ist dem Auslaufen einiger Großprojekte im Bereich Tunnelbau geschuldet. Durch Verbesserungen im Tunnelbau hat das Segment Infrastruktur International den Turnaround mit einem Ergebnis von EUR 0,0 Mio. knapp geschafft.
Der Auftragsbestand lag zum Stichtag um 7,1 % unter dem Vorjahr bei EUR 1.003 Mio. Auch dabei zeigt sich die kontinuierliche Abarbeitung von Großaufträgen. Die Verringerung des Auftragseingangs auf EUR 435 Mio. im Berichtszeitraum ist auf die Akquisition mehrerer Großprojekte in der Vorperiode zurückzuführen.
Der größte Auftragseingang im Segment Infrastruktur International ist der Neubau der Stadtbrücke von Drammen in Norwegen. Dabei entfernt die PORR zunächst die alte Brücke an der Drammenselva, bevor eine neue 180 Meter lange Stahlbrücke samt Freizeitkaianlage errichtet wird. In Katar resultiert der größte Anteil an Neuaufträgen aus wenigen Akquisitionen im Straßenbau.
In ihren Projektmärkten ist die PORR als ein etablierter Partner positioniert, wodurch sich eine kontinuierliche und diversifizierte Projektpipeline im Infrastrukturbau ergibt. Dabei wird ein selektives Wachstum unter Beachtung eines strikten Risikomanagements angestrebt. Der weltweit deutliche Anstieg der Inflation steigerte das Kostenniveau auch in den drei Projektmärkten der PORR. In Norwegen fokussiert sich die PORR nach wie vor auf den Tiefbau. Der Ausbau der Transportinfrastruktur wird im Jahr 2023 vor allem von den Bundesländern und Gemeinden forciert. In Katar und den VAE hat die PORR ihr Risikoprofil geschärft und konzentriert sich auf kleine bis mittelgroße Projekte. Aktuell gibt es in Katar eine gut gefüllte Pipeline an Projekten. Dabei werden insbesondere im Tunnelbau neue Aufträge erwartet.
Im internationalen Tunnelbau setzen die Investitionen in das transeuropäische TEN-T Schienennetz umfangreiche positive Impulse. Durch das mehrjährige EU Budget und die europäische Recovery and Resilience Facility ist die langfristige Nachfrage sichergestellt. In ihren Heimmärkten sieht die PORR daher ein stabiles Potenzial. In den Projekt- und internationalen Märkten werden aufkommende Opportunitäten konsequent und sorgfältig geprüft und erst bei einem entscheidenden Mehrwert ergriffen.
Das patentierte Bahnprodukt Slab Track ermöglicht eine höhere Effizienz, Qualität und Geschwindigkeit im Bahnverkehr. Es ist nach wie vor gefragt und wird unter anderem auch auf den internationalen Märkten angeboten. Dadurch ergibt sich hier ein gesteigertes Marktpotenzial. Der Bereich Major Projects unterstützt die operativen Segmente der PORR bei der Bearbeitung und Ausführung von Großprojekten über alle Märkte hinweg.
1 Statistik Austria, Januar 2023
2 Refinitiv, Januar 2023 und Statistik Austria, Januar 2023
3 Schweizerischer Baumeisterverband, November 2022 und ETH Zürich, Dezember 2022
4 WIFO, Dezember 2022 und ÖBB, Januar 2023 und ASFINAG, Januar 2023
5 IHS, Dezember 2022
6 Statistisches Bundesamt, Februar 2022 und ifo Institut, Dezember 2022
7 Statistisches Bundesamt, Januar 2022
8 ifo Institut, Dezember 2022 und Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Dezember 2022
9 Europäische Kommission, Januar 2023 und Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, Dezember 2022
10 Deutsches Bundesministerium der Finanzen, Februar 2023
11 Statistics Poland, Februar 2023 und Eurostat, Februar 2023
12 Europäische Kommission, Januar 2023 und Germany Trade & Invest, August 2022
1 3 WIIW, Januar 2023 und Regierung von Polen, Februar 2023
14 Eurostat, Februar 2023 und WIIW, Oktober 2022
15 WIIW, Januar 2023 und Europäische Kommission, November 2022
16 Europäische Kommission, November 2022
Worauf es ankommt Überblick verschaffen, Prioritäten setzen. Die Ermittlung der wesentlichen Themen der PORR ist die Basis für ein gezieltes Nachhaltigkeitsmanagement. Daher wurde im Berichtsjahr eine neue Wesentlichkeitsanalyse gemäß dem Entwurf der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) in Anlehnung an die Anforderungen einer doppelten Wesentlichkeit durchgeführt. Diese umfasst auch die Anforderungen externer Rahmenwerke wie jene des UN Global Compact, der Women’s Empowerment Principles (WEPs), der Global Reporting Initiative (GRI) sowie der Sustainable Development Goals (SDGs). Im Rahmen der Analyse wurden die Auswirkungen unterschiedlicher ESG-Themen entlang der gesamten Wertschöpfungskette der PORR mit internen und externen Experten bewertet und priorisiert. Ergänzend wurde eine Stakeholder-Umfrage gemäß GRI durchgeführt.# Wesentlichkeitsanalyse
Die Wesentlichkeitsanalyse fand in vier Schritten statt:
Basierend auf den Entwürfen der ESRS wurden Themen im Hinblick auf Umwelt, Soziales und Governance (ESG) recherchiert und zusammengeführt. Dabei entstand eine sogenannte „Long List“ von 69 Themen, die für die weitere Analyse die Grundlage bildeten.
Die doppelte Wesentlichkeit verlangt sowohl die Inside-Out- als auch die Outside-In-Perspektive bei der Analyse der relevanten Themen. In der Inside-Out-Perspektive werden die Auswirkungen der internen Risiken der PORR auf Umwelt und Gesellschaft betrachtet. Dabei wurde jedes Thema mit den jeweiligen internen Fachexperten diskutiert und anhand vorgegebener Skalen bewertet. Diese umfassen das potentielle und tatsächliche Ausmaß sowie die Unumkehrbarkeit der jeweiligen Auswirkungen der Geschäftstätigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Die finanziellen Auswirkungen der externen Risiken auf das Unternehmen werden in der Outside-In-Perspektive analysiert. Diese wurden vom Risikomanagement bewertet. Zeitgleich wurden über 3.200 Stakeholder befragt. Im Zuge der anonymen Stakeholder-Umfrage sollten sie die zwölf definierten Überthemen, die zuvor aus dem Themenpool der „Long List“ abgeleitet wurden, priorisieren. Jedes Überthema wurde mit einer kurzen Beschreibung vorgestellt, um sich eine qualifizierte Meinung bilden zu können.
Anhand der Bewertungen durch Fachexperten und des Risikomanagements konnten die einzelnen Nachhaltigkeitsthemen zueinander in Bezug gesetzt werden. Insgesamt wurden alle 69 Themen analysiert. Drei Themen und deren Risiken wurden für die PORR als finanziell nicht existent eingestuft und dementsprechend nicht weiter verfolgt. Alle relevanten Themen aus der „Long List“ wurden anhand einer Wesentlichkeitsmatrix in 48 wesentliche und 18 nicht-wesentliche Themen untergliedert. Die Resultate aus der Stakeholder-Umfrage decken sich mit dieser internen Einschätzung. Die Ergebnisse wurden dem Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss sowie dem Vorstand präsentiert. Gemeinsam wurden die daraus resultierenden wesentlichen Themen diskutiert und validiert.
Die wesentlichen Themen sowie die Ergebnisse aus der Stakeholder-Umfrage wurden in insgesamt acht Handlungsfelder übergeführt. Diese stehen im Fokus des Nachhaltigkeitsmanagements der PORR. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung orientiert sich dementsprechend an diesen Handlungsfeldern.
Transparenz ist uns wichtig. Um unser Engagement im Nachhaltigkeitsbereich auf einen Blick zusammenzufassen, befindet sich nachstehend eine Übersicht unserer Handlungsfelder und unseren Beiträgen. Der Bezug dieser Handlungsfelder zu NaDiVeG-Belangen findet sich auf S. 247. Weitere Details finden sich in den jeweiligen Abschnitten dieses Berichts.
Unsere nachhaltige Vision ist eindeutig: Wir wollen Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft in Einklang bringen. Die Konzernstrategie bildet dafür den Kern und verankert die ESG-Grundsätze in der Unternehmensführung. Basierend auf unserem kontinuierlichen Stakeholder-Dialog, der Wesentlichkeitsanalyse sowie den bereits gültigen als auch kommenden Regulatorien wird die Strategie laufend ergänzt. Diese Vorgehensweise ermöglicht es uns, stets vorausschauend zu agieren.
Wir möchten als Pionierin den Weg zu einer nachhaltigen Baubranche ebnen. Als internationales Unternehmen baut die PORR für Generationen und prägt Lebenswelten – mit und für Menschen. Denn gerade die Baubranche als People Business mit vielen verschiedenen Ethnien und einem hohen Energie- und Ressourcenverbrauch verlangt globales und zukunftsorientiertes Denken. Verantwortungsvolles Wirtschaften ist das Fundament unseres Erfolgs und tief in unserer Unternehmensstrategie verankert. Dafür braucht es Rückgrat und Haltung. Als gesellschaftliche Akteurin sehen wir es als unseren Auftrag, einen positiven Beitrag zu leisten. Unser klares Ziel ist es, intelligent zu wachsen und dabei im Sinne der ESG-Kriterien zukunftsorientiert zu wirtschaften. Die Nachhaltigkeitsstrategie der PORR spiegelt sich in der Konzernstrategie mit „Green and Lean“ wider, bei der wir einen klaren, ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Sie verankert den Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz noch stärker in allen Aktivitäten. Unser Anspruch ist es, einen Mehrwert für die Stakeholder, die Gesellschaft und das Unternehmen zu schaffen und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Dafür haben wir uns klar definierte, langfristige Ziele bis 2030 gesetzt, ergänzt durch Zwischenziele, die unterstützen, den Fortschritt agil voranzutreiben.
Nachhaltigkeit muss auf allen Ebenen des Unternehmens gelebt werden. Damit das gelingt, ist eine klare Steuerung und strukturierte Organisation des Nachhaltigkeitsmanagements notwendig. Ziel ist es, die Koordination sowie die operative Umsetzung nachhaltiger Maßnahmen zu dezentralisieren. Durch Kompetenzaufbau und Bewusstseinsbildung sollen alle PORRianerinnen und PORRianer befähigt werden, Sozial- und Umweltstandards in ihren Tätigkeiten anzuwenden und dabei Verbesserungspotenziale zu erkennen. Die vorhandene Expertise der Mitarbeitenden gilt es zu bündeln und in eine nachhaltig erfolgreiche Richtung zu lenken. Denn alle müssen am gleichen Strang ziehen, um eine ganzheitliche Transformation des Unternehmens zu erreichen.
Nachhaltigkeit ist bei der PORR Chefsache. Die Abteilung Corporate Responsibility (CR) ist organisatorisch direkt dem Ressort des Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Strauss unterstellt. Sie ist für konzernweite Nachhaltigkeitsthemen im Rahmen von Geschäftsmodell und Strategie zuständig und verantwortet das Nachhaltigkeitsreporting. Weiters ist hier die Weiterentwicklung und das Monitoring der Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele sowie die Implementierung von Nachhaltigkeitsprojekten verankert. Darüber hinaus treibt die Abteilung Initiativen voran und setzt aktiv Impulse. Die kontinuierliche Teilnahme an ESG-Ratings gehört ebenfalls dazu. Die Abteilungsleitung tauscht sich regelmäßig mit dem CEO und den Nachhaltigkeitsgremien über die aktuellen Entwicklungen und Themen aus. Das oberste Kontrollorgan ist der Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss im Aufsichtsrat, um eine auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensentwicklung zu gewährleisten. Dieser tagt halbjährlich und prüft den Zielerreichungsgrad der gesetzten Maßnahmen sowie die weitere Vorgehensweise. Außerdem werden sowohl Wesentlichkeitsanalysen als auch Nachhaltigkeitsberichte besprochen, geprüft und genehmigt. Eine zusätzliche Einbindung des Vorstands erfolgt im Zuge der regelmäßigen Management Reviews, deren Grundlage die jährlich aktualisierten Kontext-, SWOT- und PESTEL-Analysen bilden. Parallel dazu finden anlassbezogen projektspezifische Abstimmungstermine statt.# Nachhaltigkeitsmanagement
Neben der Weiterbildung im Nachhaltigkeitsbereich vertritt der Vorstand die PORR bei Konferenzen zu ESG-Themen und beteiligt sich dort am fachlichen Dialog.
Die konzernweite Koordination und Erfolgskontrolle des Nachhaltigkeitsmanagements erfolgt über die CR Abteilung. Die operative Umsetzung der Maßnahmen wird über die jeweiligen Fachbereiche durchgeführt. Gemeinsam mit dem CR Steering Committee evaluiert die CR Abteilung jährlich die Nachhaltigkeitsstrategie, die Zieldefinitionen sowie den dazugehörigen Maßnahmenkatalog und passt diese gegebenenfalls an. Sollte ein Ziel nicht zum gesetzten Zeitpunkt erreicht worden sein, wird dies transparent nach außen kommuniziert.
Das CR Steering Committee ist ein abteilungsübergreifender Lenkungsausschuss bestehend aus leitenden Fachexperten aus nachhaltigkeitsrelevanten Bereichen. Im CR Steering Committee werden aktuelle Nachhaltigkeitsthemen behandelt, Vorschläge zur Priorisierung geplanter Maßnahmen erarbeitet und der Status quo bestehender Ziele besprochen bzw. neue Ziele werden definiert. Das Steering Committee tagt mindestens einmal pro Jahr. Bereichsspezifische Schwerpunkte von hoher Relevanz werden von der CR Abteilung mit den jeweiligen Fachexperten des Steering Committees regelmäßig behandelt. Die Nachhaltigkeitsziele mit dem entsprechenden Maßnahmenkatalog werden dem Vorstand zur Begutachtung und Freigabe vorgelegt.
Die CR Abteilung sowie die Vertreter des CR Steering Committee stehen regelmäßig mit den Mitgliedern des CR Project Team im Austausch. So stellt man im ganzheitlichen Ansatz sicher, dass länderspezifische Regulierungen, gesellschaftspolitische Parameter sowie personelle Ressourcen vor Ort die erfolgreiche Umsetzung des Nachhaltigkeitsmanagements ermöglichen.
Das Nachhaltigkeitsmanagement bei der PORR ist kein starrer, abgeschlossener Prozess, sondern unterliegt einer ständigen Weiterentwicklung und dynamischen Anpassung. Entsprechend gibt es laufend neue Initiativen. So löst im Jahr 2023 das Group Sustainability Board das CR Steering Committee ab. Das neue Gremium für Nachhaltigkeitsagenden besteht aus Mitgliedern des Vorstands sowie aus Bereichsleitern der wichtigsten Fachbereiche. Es tagt regelmäßig und gibt dem Vorstand Empfehlungen zu Entscheidungen und Weiterentwicklung von ESG-Themen für die gesamte PORR Gruppe.
Das Programm GREEN ist mit der operativen Umsetzung der gruppenweiten Umwelt- und Klimastrategie betraut. Ziel ist die Erhöhung der Ressourceneffizienz. Als Arbeitsgrundlage dienen Umfeldanalysen, um die externen und internen Anforderungen identifizieren zu können. In Arbeitsgruppen mit Mitgliedern aus verschiedenen operativen Einheiten werden darauf aufbauende Teilstrategien erarbeitet, aus denen dann konkrete Vorschläge und operative Maßnahmen abgeleitet werden.
Das aus rund 50 Mitgliedern bestehende CR Project Team ist ein länderübergreifendes Netzwerk von Experten. Diese sind für die ESG-Datenerfassung und -validierung vor Ort zuständig und zeigen Best-Practice-Beispiele, Learnings aus den PORR Märkten sowie Nachholbedarf bei Nachhaltigkeitsbelangen auf. Die Mitglieder wurden von der jeweiligen Ländergeschäftsführung nach Kompetenz ausgewählt, wobei eine Person auch für mehrere Themenfelder zuständig sein kann. Länderspezifische ESG-Calls sorgen für eine enge Abstimmung und eine fokussierte Vorgehensweise.
Der langfristige, wirtschaftliche Erfolg der PORR baut auf dem Abgleich der Bedürfnisse der Stakeholder mit den Unternehmensaktivitäten. Ein offener, regelmäßiger und zielgruppenorientierter Dialog fördert das gemeinsame Verständnis für Interessen, Erwartungen und Ziele. In Zusammenarbeit mit Partnern und Stakeholdern geht die PORR die komplexen Herausforderungen aktiv an. Dadurch können Risiken, aber auch Chancen frühzeitig erkannt und proaktiv auf die Anliegen der Zielgruppen ausgerichtet werden. Ziel ist es, einen für beide Seiten gewinnbringenden Dialog zu führen und so die Transformation der PORR in Richtung Zukunft Schritt für Schritt voranzutreiben. Zahlreiche Auszeichnungen durch Ratings und Spitzenplätze in Rankings bestätigen das Engagement der PORR und belegen, dass sie auf dem richtigen Weg ist.
Die PORR identifiziert regelmäßig die für die wichtigsten Themen relevanten Stakeholder und bindet sie in einem konstruktiven Dialog auf mehreren Ebenen ein. Dabei achtet die PORR auf eine ausgewogene Zusammensetzung nach Stakeholdergruppen und themenspezifischer Expertise. Aktuelle Informationen und Entwicklungen werden über diverse Kanäle übermittelt, wie etwa über die jährliche Nachhaltigkeitsberichterstattung, die interne Kommunikation und die Medienberichterstattungen. Im Dialogformat bei spezifischen Stakeholder-Events, Mitgliedschaften oder Kooperationsprojekten tritt die PORR in intensiven Austausch. Nach umfassenden Stakeholder-Umfragen oder thematischen Workshops werden die Inputs intern aufbereitet und dazu genutzt, bestehende Maßnahmen zu optimieren oder inhaltlich neu aufzusetzen. Infolge der diesjährigen Stakeholder-Umfrage wurde die Liste der wesentlichen Themen erneut überprüft und verifiziert.
sind essenziell für die Umsetzung der Konzernstrategie. Mit Rundschreiben, dem Mitarbeiter-Magazin rePORRt, der Mitarbeiter-Plattform PORRtal, in Schulungen, Workshops und diversen Veranstaltungen werden sie regelmäßig über die Fortschritte sowie Handlungsanforderungen im ESG-Bereich informiert. Über diese Instrumente können sie sich auch aktiv in die Thematik einbringen. In regelmäßigen ESG-Calls wird das CR Project Team über die strategischen Entwicklungen im ESG-Bereich informiert und der Handlungsbedarf in den Ländern evaluiert. Ziel des kontinuierlichen Dialogs ist es, Bewusstsein zu schärfen und gemeinsam strategische Ziele, Maßnahmen sowie deren Umsetzung zu fördern.
erwarten eine qualitativ hochwertige, verlässliche sowie sichere Ausführung der Bauprojekte. Da die Kundenzufriedenheit einen wesentlichen Erfolgsfaktor im Baugeschäft darstellt, wird diese über einen standardisierten Prozess im Rahmen des PORR Managementsystems erfasst. Die Kundenzufriedenheit wird durch eine einheitliche Messung, Bewertung und kontinuierliche Optimierung sichergestellt.
verantworten die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards entlang der komplexen Lieferketten der PORR. Durch faire Geschäftsbeziehungen und gelebte Transparenz und mittels jährlich stattfindenden Einkäufertagungen sowie dem Stakeholder-Dialogforum wird die Awareness sowohl auf Einkäufer- als auch Lieferantenseite hinsichtlich nachhaltiger Beschaffung geschärft.
spielen Nachhaltigkeitskriterien eine immer entscheidendere Rolle bei Veranlagungen. Diese Entwicklung wird vor allem durch die EU-Taxonomie-Verordnung und neue regulatorische Vorgaben, wie das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz oder die CSRD, verstärkt. Im Rahmen der Hauptversammlung, Roadshows, Konferenzen und Presseterminen pflegt die PORR einen direkten Dialog mit dem Kapitalmarkt. Zudem werden Bewertungen von ESG-Rating-Agenturen in der strategischen Ausrichtung mitberücksichtigt.
wie Planer, Konsulenten, Ziviltechniker und Architekten aber auch Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind Teil der komplexen Bau-Wertschöpfungskette. Ein regelmäßiger, enger Austausch über die Ausführbarkeit von Projekten, Materialauswahl und effiziente Prozesse sichert den gemeinsamen Erfolg.
ist die PORR regelmäßig im Austausch und stellt sich in diversen Formaten den Nachfragen zu ESG-Themen. Sich proaktiv in den öffentlichen Dialog zum Thema Nachhaltigkeit einzubringen, ist ein Teil der Konzernstrategie.
legen die gesetzlichen Rahmenbedingungen fest, innerhalb derer sich die PORR bewegt. Über Mitgliedschaften in branchenspezifischen Verbänden, aber auch im direkten Austausch mit Behörden sowie Institutionen nimmt die PORR aktiv an Nachhaltigkeitsdiskussionen teil. Bei Bauprojekten werden Baugenehmigungen vom Auftraggeber eingeholt.
Die PORR ist Mitglied und Unterstützerin zahlreicher Interessensvertretungen. Ziel ist das Vorantreiben gemeinsamer Themen, der Erfahrungsaustausch sowie das bewusste Wahrnehmen von Außenperspektiven. Damit bleiben wir stets am Laufenden, was aktuelle Entwicklungen im Nachhaltigkeitsbereich betrifft – innerhalb und außerhalb der Baubranche. So sind wir beispielsweise Mitglied beim respACT-austrian business council for sustainable development und Teilnehmerin des UN Global Compact.
betreffen unweigerlich Anrainer und Städte. Umso wichtiger ist es, deren Bedürfnisse zu berücksichtigen und ihre Sicherheit zu garantieren. In enger Abstimmung mit den jeweiligen Auftraggebern bieten wir diesen Stakeholdern deshalb umfassende Informationen an, vor allem vor und während der Abwicklung von Bauprojekten.
Mit der Verordnung (EU) 2020/852 (EU-Taxonomie) sind kapitalmarktorientierte Unternehmen, die der nichtfinanziellen Berichtspflicht unterliegen, aufgefordert den Anteil ihrer taxonomiefähigen und -konformen Umsätze (Turnover), Investitionsausgaben (Capital Expenditure, CAPEX) und Betriebsausgaben (Operational Expenditure, OPEX) zu veröffentlichen. Als taxonomiefähig (taxonomy-eligible) werden jene Wirtschaftsaktivitäten klassifiziert, die von der EU-Taxonomie erfasst sind und deren Beschreibung auf die eigene Geschäftstätigkeit zutrifft. Als taxonomiekonform (taxonomy-aligned) werden jene Wirtschaftsaktivitäten klassifiziert, welche die folgenden drei Prüfvorgaben erfüllen:
Die EU-Taxonomie ist ein Klassifizierungssystem, das ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten identifiziert. Sie legt fest, welche Tätigkeiten als umweltfreundlich gelten und welche Kriterien dafür erfüllt sein müssen.
Die EU-Taxonomie definiert sechs Umweltziele:
Zwei zusätzliche Bedingungen müssen erfüllt sein:
Die in der Delegierten Verordnung (EU) 2022/1214 angeführten Wirtschaftsaktivitäten sind für die PORR nicht relevant. Die PORR ist daher der Auffassung, dass die in Anhang XII der Delegierten Verordnung (EU) 2021/2178 genannten Meldebögen für die PORR nicht anwendbar sind und daher nicht offengelegt werden müssen.
Wirtschaftsaktivitäten innerhalb des Wertschöpfungsprozesses der PORR sind jene Tätigkeiten, (a) die zu einer Umsatzgenerierung durch die PORR führen oder (b) wofür Einzelmaßnahmen getätigt wurden. Demzufolge findet eine Wirtschaftsaktivität statt, wenn Ressourcen zur Herstellung eines Produkts oder zur Ausführung einer Serviceleistung herangezogen werden.
Die PORR verfolgt bei der Feststellung der Taxonomiefähigkeit ‑ analog dem Vorjahr ‑ eine sehr textnahe Auslegung der Beschreibung der Wirtschaftsaktivitäten. Ist eine Zuordnung der Aktivität eindeutig möglich, so wird diese als taxonomiefähig angesehen.
Die PORR ist auch in anderen Aktivitäten bautechnisch involviert, wie z. B. im Kläranlagenbau oder Geothermieanlagen. Die Definition der Wirtschaftsaktivität für diese Tätigkeiten zielt nach derzeitiger Interpretation überwiegend auf den Betrieb und nicht auf den Bauprozess ab. Daher wurde dieser nicht als taxonomiefähige Wirtschaftsaktivität klassifiziert.
Sollte keine eindeutige Zuordenbarkeit gegeben sein, wird zusätzlich indikativ die Möglichkeit der Taxonomiekonformität herangezogen. Des Weiteren werden nur jene Wirtschaftsaktivitäten als taxonomiefähig berücksichtigt, bei denen die PORR als Generalunternehmerin, Totalunternehmerin oder Baumeisterin auftritt. Sammelkostenstellen, Rahmenverträge oder ähnliches sind aufgrund von fehlender Zuordenbarkeit ausgeschlossen. Eine Tätigkeit die nicht-taxonomiefähig ist, kann nicht taxonomiekonform sein.
Durch die Zuordnung der Bausparten bzw. Bauprojekte sind für die PORR aktuell Aktivitäten aus vier Sektoren relevant:
In der nachstehenden Tabelle werden die jeweiligen taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten der Geschäftstätigkeit bzw. den Bausparten der PORR zugeordnet und erläutert. Die Einordnung der Wirtschaftsaktivitäten basiert auf dem derzeitigen Kenntnis- und Interpretationsstand und obliegt möglichen Veränderungen.
| Wirtschaftsaktivität lt. Verordnung | Beschreibung der Wirtschaftsaktivität | Begründung der Taxonomiefähigkeit |
|---|---|---|
| 4.5 Stromerzeugung aus Wasserkraft | Bau oder Betrieb von Stromerzeugungsanlagen, die Strom aus Wasserkraft erzeugen | Die Beschreibung inkludiert nicht nur Betrieb, sondern auch vorgelagerte Wertschöpfungsstufen, inklusive den Bau, daher wird jene Wirtschaftsaktivität als taxonomiefähig bewertet. Bausparte: Kraftwerksbau |
| 5.5 Sammlung und Beförderung von nicht gefährlichen Abfällen in an der Anfallstelle getrennten Fraktionen | Getrennte Sammlung und Beförderung nicht gefährlicher Abfälle in einzelnen oder gemischten Fraktionen zwecks Vorbereitung zur Wiederverwendung oder zum Recycling | Die Beschreibung adressiert jene Geschäftstätigkeiten, bei welchen die PORR als Sammlerin und Transporteurin von nicht gefährlichen Abfällen agiert. Bausparte: Sammlung und Transport nicht gefährlicher Abfälle |
| 5.9 Materialrückgewinnung von nicht gefährlichen Abfällen | Bau und Betrieb von Anlagen zur Sortierung getrennt gesammelter nicht gefährlicher Abfallströme und zu deren Verwertung zu Sekundärrohstoffen durch mechanische Umwandlung, ausgenommen zu Verfüllungszwecken | Aufgrund der Beschreibung sowie der technischen Beurteilungskriterien werden jene Recyclingstandorte zugeordnet, deren Bau und Betrieb die PORR verantwortet. Bausparte: Betrieb Recyclingwerk |
| 6.13 Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | Bau, Modernisierung, Wartung und Betrieb von Infrastruktur für die persönliche Mobilität, einschließlich des Baus von Straßen, Autobahnbrücken und Tunneln sowie anderer Infrastrukturen für Fußgänger und Fahrräder mit oder ohne elektrische Unterstützung | Die Beschreibung adressiert Projekte im Straßenbau, die ausschließlich für Fußgänger oder Radwege dienen. Bausparten: Straßenbau, Verkehrswegebau |
| 6.14 Schienenverkehrsinfrastruktur | Bau, Modernisierung, Betrieb und Wartung von Bahnverkehrsstrecken und Untergrund-Bahnverkehrsstrecken, Brücken und Tunneln, Bahnhöfen, [...] | Die Beschreibung inkludiert nicht nur Betrieb, sondern auch vorgelagerte Wertschöpfungsstufen, inklusive den Bau von Brücken und Tunneln. Bausparten: Bahnbau, Brückenbau, Feste Fahrbahn, Ober- und Gleisbau |
| 7.1 Neubau | Entwicklung von Bauprojekten für Wohn- und Nichtwohngebäude durch Zusammenführung finanzieller, technischer und materieller Mittel zur Realisierung der Bauprojekte für den späteren Verkauf sowie Bau vollständiger Wohn- oder Nichtwohngebäude auf eigene Rechnung zum Weiterverkauf oder auf Honorar- oder Vertragsbasis | Mit der expliziten Erwähnung der Bauleistung sind alle Projekte in der Errichtung von Gebäuden, bei welchen die PORR als General- und Totalunternehmerin auftritt, taxonomiefähig. Bausparten: Wohnbau, Industriebau, Sonstiger Hochbau, Geschäfts- und Bürohausbau, Universitäten, Schulen, Krankenhäuser, REHA Zentren, Hotelbau |
| 7.2 Renovierung bestehender Gebäude | Hoch- und Tiefbauarbeiten oder deren Vorbereitung | Die Beschreibung adressiert größere Renovierungen an Gebäuden, bei welchen die PORR als Total- und Generalunternehmerin sowie Baumeisterin auftritt. Bausparte: Adaptierungen im Hochbau |
| 7.3 Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten | Einzelne Renovierungsmaßnahmen, die in der Installation, Wartung oder Reparatur von energieeffizienten Geräten bestehen | Klimaschutzmaßnahmen in Konzernimmobilien |
| 7.4 Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden (und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen) | siehe Wirtschaftsaktivität lt. Verordnung | Klimaschutzmaßnahmen in Konzernimmobilien |
| 7.5 Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | siehe Wirtschaftsaktivität lt. Verordnung | Klimaschutzmaßnahmen in Konzernimmobilien |
| 7.6 Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien | siehe Wirtschaftsaktivität lt. Verordnung | Klimaschutzmaßnahmen in Konzernimmobilien |
Um eine transparente und vollständige Prüfung inklusive Nachweiserbringung sicherzustellen, wurde eine digitale Infrastruktur geschaffen. In dem dafür neu aufgestellten Prüfungstool sind die Logik sowie die Anforderungen einer Taxonomiekonformität hinterlegt. Zudem wurde eine Arbeitsgruppe zur EU-Taxonomie mit dem Vorstand und den Abteilungen Corporate Responsibility und Commercial Management gebildet. Davon ausgehend wurden die jeweiligen Geschäftsführer der PORR Märkte in den Prüfungsprozess einbezogen, um eine einheitliche Vorgehensweise zu gewährleisten.
Die jeweils pro Land nominierten Koordinatoren („Fachexperten“) wurden von der CR Abteilung hinsichtlich der technischen Beurteilungskriterien sowie der Aspekte einer Konformitätsprüfung geschult und führten die Prüfungsabwicklung gemeinsam mit den Projektleitern durch. Die Bauleitung eines Projekts verantwortete die Nachweisführung sowie die Begründung und Einstufung. Basierend auf projektspezifischen Nachweisen, wie unter anderem Ausschreibungsunterlagen, Baubescheide, Energieausweise, Bescheide von Abfallentsorgern sowie interne Dokumentationen zur Chancen- und Risikoanalyse, wurden der wesentliche Beitrag zu den Klimazielen sowie die Erfüllung des DNSH-Kriteriums bewertet. Im Vier-Augen-Prinzip stellten die Koordinatoren die ordnungsgemäße Prüfung sicher und bestätigten diese im Prüfungstool. Die Nachweisführung im Zusammenhang mit den Mindestschutzkriterien sowie die Klimarisiko- und Vulnerabilitätsanalyse wurden von der CR Abteilung mit den jeweiligen Fachbereichen erarbeitet und zusammengeführt.
Die in der EU-Taxonomie und in den dazu erlassenen, delegierten Rechtsakten enthaltenen Formulierungen und Begriffe gewähren noch erhebliche Auslegungsspielräume. Zudem liegen viele der zu erbringenden Nachweise nicht im Verantwortungsbereich der PORR. Anfragen bei Dritten, sei es der Bauherr, der Auftraggeber, Abfallentsorger oder andere Dienstleister sind daher vielfach notwendig. Bei einzelnen Kriterien ist die Nachweisführung besonders komplex, wie etwa die DNSH-Kriterien zur Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung wie in Anhang I Anlage C des Delegierten Rechtsakts beschrieben. Die DNSH-Kriterien werden erfüllt, wenn die Tätigkeit nicht zur Herstellung, zum Inverkehrbringen oder zur Verwendung von bestimmten Gruppen besorgniserregender Stoffe führt.# Berichterstattung zur EU-Taxonomie
Beim Bau wird eine Vielzahl von Materialien unterschiedlicher Lieferanten eingesetzt, welche wiederum ihrerseits Komponenten von Dritten enthalten. Die zu sammelnden Informationen sind daher sehr umfangreich und von Lieferanten abhängig. Des Weiteren liegen viele Anforderungen an die Bauprojekte nicht im Leistungsumfang sowie Verantwortungsbereich der PORR. Aufgrund der erstmaligen Prüfung waren aktuell noch eine weitreichende Bewusstseinsbildung und Kompetenzaufbau notwendig. Durch engen Austausch zwischen den prüfenden Personen wurde gemeinsames Know-how aufgebaut und Auslegungen detailliert abgestimmt. Eine Vernetzung innerhalb der Baubranche wird im Jahr 2023 angestrebt. Um eine gemeinsame Sprache zu entwickeln sowie vergleichbare Auslegungen und Ergebnisse zu ermöglichen, wird der Dialog mit den betroffenen Stakeholdern gesucht. Zudem rechnen wir mit einer Überarbeitung von Vertragsklauseln, um die Kriterien der EU-Taxonomie direkt mit einzubeziehen. Die PORR verpflichtet sich die Entwicklungen der EU-Taxonomie weiter zu verfolgen, um eine korrekte Bewertung für ihre jährliche Offenlegung sicherzustellen. Als Unternehmen ist es uns bewusst, dass sich die rechtlichen Rahmenbedingungen kontinuierlich weiterentwickeln.
Die Erkenntnisse durch die erstmalige Erfassung der Taxonomiefähigkeit im Geschäftsjahr 2021 bildeten die Basis für das Jahr 2022. Zur Ermittlung der Taxonomiekonformität wurden die technischen Beurteilungskriterien umfassend geprüft. Im Vergleich zum Vorjahr konnten dadurch weitere Wirtschaftsaktivitäten einbezogen werden, wie unter anderen „5.5. Sammlung und Beförderung von nicht gefährlichen Abfällen“ und „6.13. Infrastruktur für persönliche Mobilität (Radwege)“. Durch die noch detailliertere Auslegung der Wirtschaftsaktivität „7.1. Neubau“ wurden im Gegensatz zum Vorjahr nur jene Projekte ausgewiesen, bei denen die PORR als General- und Totalunternehmerin auftrat. Interne Prozessoptimierungen ermöglichten eine verbesserte Informationsgrundlage für die Einstufung der Finanzströme. Zudem konnten die Betriebsausgaben der Fahrzeuge und Maschinen den jeweils geprüften Tätigkeiten zugeordnet werden. Dies resultierte in einer noch ausführlicheren Erfassung der Betriebsausgaben der taxonomiefähigen Bauprojekte.
Die Umsatzerlöse enthalten Bauleistungen eigener Baustellen, Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften und andere Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Mehr Informationen dazu auf S. 58. Der Anteil des taxonomiefähigen Umsatzes wird in der Baubranche aus der taxonomiefähigen Produktionsleistung abgeleitet. Die Leistung aus Arbeitsgemeinschaften (ARGEn), at-equity bilanzierten und untergeordneten Unternehmen wird in den Umsatzerlösen nicht ausgewiesen. Daher werden derartige Projekte bei der Evaluierung ausgeschlossen. Ein Umsatz, der sich aus ermöglichenden Tätigkeiten aus dem Klimaziel Anpassung an den Klimawandel (Art. 11 Abs. 1 Z b der Verordnung (EU) 2020/852, gemäß Anhang II der delegierten Verordnung (EU) 2021/2139) ergibt, kann nicht ausgewiesen werden. Der taxonomiekonforme Umsatz ergibt sich aus dem Anteil der Produktionsleistung, der die technischen Beurteilungskriterien erfüllt.
CAPEX berücksichtigen Investitionen in immaterielles Vermögen, Sachanlagen und Anlagen in Bau inklusive Finanzierungsleasing. Mehr Informationen dazu auf S. 60. Taxonomiefähige CAPEX beinhalten Investitionen entweder der Kategorie (a) oder (c) des delegierten Rechtsakts zu Art. 8 1.1.2.2. Dazu gehören - Investitionen in Baugeräte und Fuhrpark, deren Anteil jenem der taxonomiefähigen Umsätze entspricht - Investitionen, welche den taxonomiefähigen Projekten bzw. Betriebsstandorten (z. B. Recyclinganlagen) direkt zurechenbar sind - Investitionen in diverse Gebäudeeffizienzmaßnahmen für eigene Konzernimmobilien Für taxonomiekonforme CAPEX wird diese Methode analog angewandt. Im Berichtsjahr kann kein CAPEX Plan der Kategorie (b) ausgewiesen werden.
OPEX umfassen alle direkten, nicht-kapitalisierten Aufwendungen für kurzfristiges Leasing, Schulungen, Forschungs- und Entwicklungskosten, Wartung und Instandhaltung sowie alle anderen direkten Aufwendungen zur Sicherstellung der Funktionsbereitschaft der betroffenen Vermögenswerte (z.B. Immobilien, Baugeräte, Fahrzeuge und Maschinen). Taxonomiefähige OPEX beinhalten Betriebsaufwendungen entweder der Kategorie (a) oder (c) des delegierten Rechtsakts zu Art. 8.1.1.3.2. Dazu gehören - direkt zurechenbare Betriebsaufwendungen taxonomiefähiger Wirtschaftsaktivitäten (unter anderem Recyclinganlagen) - aliquotierte OPEX taxonomiefähiger Projekte, welche mithilfe von Geräteeinsatzzeiten ermittelt werden - sonstige direkte Ausgaben im Zusammenhang mit der laufenden Instandhaltung von Sachanlagen - Ausgaben in Forschung und Entwicklung zur Effizenzsteigerung von Bauprozessen - Instandhaltungen von Gebäudeeffizienzmaßnahmen von eigenen Konzernimmobilien Für taxonomiekonforme OPEX wird diese Methode analog angewandt. Im Berichtsjahr können keine OPEX der Kategorie (b) ausgewiesen werden, da kein CAPEX Plan der Kategorie (b) vorliegt.
Für die Bewertung des Umsatzes beziehen wir uns auf die konsolidierten Konzernwerte. In der Ermittlung der CAPEX beurteilen wir nur Anlagewerte aus Konzernsicht und exkludieren konzerninterne Übertragungen und Verkäufe. Die Ermittlung der OPEX von Baugeräten, Fahrzeugen und Maschinen erfolgt aus der Kostenträgerrechnung. Bei Konzernimmobilien werden die direkt zurechenbaren OPEX je Standort ermittelt.
| 2022 | 2021 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | in % | in TEUR | in % | |
| Absoluter Umsatz | 5.786.011 | 100,0 | 5.169.831 | 100,0 |
| davon taxonomiefähig | 1.713.926 | 29,6 | 2.076.267 | 40,2 |
| davon taxonomiekonform | 257.315 | 4,5 | n/a | n/a |
| 2022 | 2021 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | in % | in TEUR | in % | |
| Absolute Investitionsausgaben | 236.247 | 100,0 | 257.320 | 100,0 |
| davon taxonomiefähig | 26.641 | 11,3 | 36.574 | 14,2 |
| davon taxonomiekonform | 7.736 | 3,3 | n/a | n/a |
| 2022 | 2021 | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | in % | in TEUR | in % | |
| Absolute Betriebsausgaben | 178.192 | 100,0 | 129.396 | 100,0 |
| davon taxonomiefähig | 8.830 | 5,0 | 26.615 | 20,6 |
| davon taxonomiekonform | 7.495 | 4,2 | n/a | n/a |
Die detaillierte Berichterstattung der Kennzahlen Umsatz, CAPEX und OPEX zur EU-Taxonomie finden sich ab S. 212.
Fakt 2: Daraus ergeben sich multiple Herausforderungen.
Fakt 3: Die PORR hat darauf mit vielfältigen Maßnahmen auf allen Unternehmensebenen proaktiv reagiert. Klares Ziel ist es, den gesamten Energie- und Ressourcenverbrauch zu reduzieren und somit die Energieeffizienz kontinuierlich zu steigern. Diesen eingeschlagenen Weg gehen wir konsequent weiter.
Die Fieberkurve steigt. Der Klimawandel und seine Folgen gehören zu den größten Herausforderungen unserer Zeit sowie für alle nachkommenden Generationen. Das Klima verändert sich nachweislich. Der Trend zeigt eindeutig in Richtung einer starken globalen Erwärmung mit verheerenden Folgen. Die deutlichsten Anzeichen dafür sind zunehmende Extremwetterereignisse mit Zerstörungskraft. Der weltweit wachsende Energiebedarf und dessen Deckung durch vorrangig konventionelle Energieträger führt zu einem gesteigerten Ausstoß der damit verbundenen Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen). Eine wachsende Weltbevölkerung, die zunehmende Mobilität von Menschen, Gütern und Rohstoffen sowie der steigende Energiebedarf von Gebäuden haben hierbei eine beschleunigende Wirkung. Die Notwendigkeit der Reduktion der globalen THG-Emissionen trotz steigenden Energiebedarfs findet auf breiter politischer Ebene Zustimmung. Die Folgen und Risiken des Klimawandels beeinflussen demnach sowohl die politischen Rahmenbedingungen und Zielsetzungen als auch die ökonomische Landschaft für Unternehmen. Die ökologische Verantwortung, welche die Bauwirtschaft durch ihren hohen Ausstoß an Emissionen hat, spiegeln sich in den gesetzlichen Vorgaben und Regulatorien wider.
Mehr Relevanz geht nicht. Die PORR ist sich ihrer Verantwortung für das Klima bewusst: Ein erheblicher Teil der CO2-Emissionen im Bausektor entsteht durch den sehr hohen Energie- und Ressourcenbedarf von der Herstellung von Materialien über deren Transport bis hin zum Geräteeinsatz im Bauprozess. Bei allen Leistungen entlang der komplexen Bau-Wertschöpfungskette fällt ein hoher Energiebedarf an, der aktuell vorwiegend durch fossile Energieträger gedeckt wird. Der Energieeinsatz reicht von der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung über den Transport von Baumaterialien, den Baustellenbetrieb über die Verwaltungsinfrastruktur inkl. der Mitarbeitermobilität, die Sanierung und den Gebäudeabbruch bis hin zur Recycling-, Entsorgungs– und Deponietätigkeit. Durch das Ziel der europäischen Kommission, die THG-Emissionen drastisch zu reduzieren, wird der Einsatz von erneuerbaren Energiequellen in der Baubranche immer notwendiger. Sowohl vorgelagerte Wirtschaftsaktivitäten wie die Herstellung von Beton als auch der tatsächliche Bauprozess stehen im Wandel. Mit dem Einsatz energieintensiver Geräte und Anlagen nimmt die PORR als international tätiges Bauunternehmen Einfluss auf die globalen THG-Emissionen und übernimmt Verantwortung dafür, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Die nachhaltige Errichtung und der Betrieb von Gebäu-den sind entscheidend im Wandel hin zur Dekarbonisierung. Die Errichtung und der Betrieb von Gebäuden ist für fast 40 % der energie- und verfahrensbedingten Emissionen verantwortlich.# Wesentliche Faktoren für Klimaschutz
Wesentliche Faktoren sind die verwendeten Materialien sowie der Energieverbrauch in der Gebäudenutzung. Durch die Planung und Errichtung von energieeffizienten Gebäuden und durch die Reduktion der THG-Emissionen im Zuge der Bautätigkeit leistet die PORR einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der globalen Emissionsziele.
Entlang der gesamten Bau-Wertschöpfungskette von der Materialherstellung bis zum Gebäudebetrieb ist bereits jetzt eine zunehmende Sensibilität für ökologische Themen sichtbar – sowohl bei öffentlichen als auch bei privaten Auftraggebern. Dadurch entstehen auch für die PORR neue Chancen und Geschäftsfelder. Die Errichtung und der Betrieb von energieeffizienten Gebäuden sind entscheidend im Wandel hin zur Dekarbonisierung.
Aktivitäten auf allen Ebenen. Das Erreichen der energie- und emissionsspezifischen Ziele forcieren wir mit diversen Strategien, Leitfäden und Anforderungen:
Energie und Emissionen im Fokus. Das Themenfeld Energie und Emissionen wird vom Group Energiemanagement in enger Abstimmung mit seinen lokalen Ansprechpartnern, der CR Abteilung und dem Qualitätsmanagement gesteuert. In die internen Planungs- und Entscheidungsprozesse werden unterschiedliche Fachabteilungen, unter anderem das Geräte- und Fuhrparkmanagement und die Abteilungen Corporate Real Estate und Group Procurement, eingebunden, um eine ganzheitliche Betrachtung im Unternehmen von Scope-1-, -2- und -3-THG-Emissionen zu implementieren. Der Vorstand ist als oberste Instanz strategisch für das Thema verantwortlich und berichtet dem regelmäßig tagenden Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss.
Mit diversen Organisationen und Gebäudezertifizierungen stehen wir rund um Klimaschutz im fachlichen Austausch, wie unter anderem mit:
Kontinuierlich, mit hoher Priorität und ganz oben. Klimaschutz ist ein kontinuierlicher Prozess. Die energie- und emissionsspezifischen Leitsätze sowie die Energiepolitik und die Klimastrategie werden jährlich in direkter Abstimmung mit dem Vorstand geprüft, gegebenenfalls angepasst und weiterentwickelt. Die daraus abgeleiteten Ziele werden in operative Maßnahmen überführt, die wiederum auf Basis des Plan-Do-Check-Act-Zyklus implementiert, laufend evaluiert und proaktiv gesteuert werden.
Eine wesentliche Koordinations- und Steuerungsfunktion übernehmen auch die zertifizierten Managementsysteme der PORR. So ist das konzernweite Umweltmanagementsystem bereits seit über zehn Jahren nach ISO 14001 zertifiziert. Seit 2020 ist das Energiemanagementsystem in Österreich nach ISO 50001 zertifiziert. Im Jahr 2022 wurde die Ausweitung des Zertifikatsrahmens auf Deutschland und die Schweiz realisiert. Bis 2025 wird die Implementierung eines nachhaltigen Energiemanagements für alle Heimmärkte der PORR angestrebt.
Daten erfassen. Daten analysieren. Handeln. Mit dem gruppenweiten Energiemanagementsystem will die PORR ihre energiebezogene Leistung kontinuierlich verbessern und den Energieverbrauch senken. Es soll die Energieeffizienz gesteigert, gleichzeitig Kosten reduziert und so letzten Endes der Energieeinsatz optimiert werden. Durch unser Energiemanagementsystem und den steigenden Anteil erneuerbarer Energien soll nicht zuletzt eine stetige Reduktion der CO2-Emissionen erreicht werden. Anhand der ermittelten Daten bestimmt die PORR Energieleistungskennzahlen und entwickelt darauf basierende Maßnahmen, die im Einklang mit den Energie- und Klimazielen und der Energiepolitik der Gruppe stehen.
Die veröffentlichten Energiedaten beziehen sich auf den nach dem At-equity-Anteil konsolidierten Energieverbrauch aller Gesellschaften und Tochterunternehmen mit Mehrheitsbeteiligung. Dabei wird der Energieverbrauch sämtlicher Büro-, Betriebs- und Produktionsstätten, des gesamten Fuhrparks und der gesamten Baugeräteflotte miteinbezogen. Auch der Energieverbrauch aller Bauprojekte mit einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren und einem Mindestauftragswert von zwei Millionen Euro wird umfasst. Die Berechnungslogik der Energieintensität bezieht sich auf die Länder im Berichtskreis dieser nichtfinanziellen Erklärung. Nähere Details zur Erfassung des Energieverbrauchs finden sich im Glossar ab S. 248.
Der Energieverbrauch innerhalb der PORR betrug rund 779,0 GWh im Jahr 2022. Im Vergleich zum Vorjahr zeigte sich dabei eine Steigerung von 2,8 % bei einer Erhöhung der Produktionsleistung um 8,8 %. Dies führte zu einer Reduktion der Energieintensität um 5,5 % im Jahr 2022. Ein Rückgang zeigte sich insbesondere in Rumänien, da die dortige Leistungssteigerung vor allem auf weniger energieintensiven Bausegmenten zurückzuführen ist.
Derzeit haben nicht erneuerbare Brennstoffe noch den größten Anteil am Energieverbrauch innerhalb der PORR. Diese umfassen Diesel und Benzin (rund 52 % des Gesamtverbrauchs), Erdgas (rund 15 %), Flüssiggas, Heizöl und Braunkohlestaub. Den zweitgrößten Anteil machen leitungsgebundene Energieträger in Form von Strom (rund 14 %) und Fernwärme aus. Aufgrund der Ukraine-Krise und des damit einhergehenden möglichen Gaslieferstopps, dominierte im Berichtsjahr die Sicherstellung der Energieversorgung die Wahl der eingesetzten Energieträger wesentlich. Zur Gewährleistung der Versorgungssicherheit und zum gesicherten Betrieb von Produktionsanlagen war daher teilweise eine temporäre Umrüstung auf Heizöl notwendig, wie vom Krisengremium der österreichischen Regierung empfohlen.
Der Energieverbrauch außerhalb der Organisation bezieht sich vor allem auf Dienstreisen. Berücksichtigt werden Mietwagenfahrten, Dienstreisen mit dem Privat-PKW, Zug- sowie Flugreisen. Nähere Details zur Erfassung des Energieverbrauchs von Dienstreisen finden sich im Glossar ab S. 248. Außerhalb der PORR betrug der Energieverbrauch rund 7,0 GWh und zeigte damit eine Erhöhung um 22,5 % gegenüber dem Vorjahr. Dies ist vor allem auf die gestiegene Reisetätigkeit nach der COVID-19-Pandemie zurückzuführen. Eine genaue Aufstellung der energiespezifischen Kennzahlen findet sich ab S. 219.
Alle THG-Emissionen der PORR werden für die Länder des Berichtskreises anhand der Energieverbrauchsdaten bestimmt. Diese sind in Übereinstimmung mit den GRI-Standards und werden als 100-jähriges Global Warming Potential (GWP) anhand der Vorgaben des Greenhouse Gas Protocol (GHG Protocol) ausgewiesen. Sie umfassen:
Die Summe aus Scope-1- und -2-THG-Emissionen in 2022 beträgt 199.590 t CO2e (CO2-Äquivalente). Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich dabei eine Steigerung von 3,6 %. Die Intensität der Scope-1- und -2-THG-Emissionen lag bei 0,033 t CO2e/TEUR, was eine Reduktion um 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Eine genaue Aufstellung der emissionsspezifischen Kennzahlen findet sich ab S. 220.
Durch den überwiegenden Einsatz fossiler Energieträger stammt auch der Großteil der Scope-1- und -2-THG-Emissionen der PORR aus dieser Quelle. Scope-1-THG-Emissionen werden unter anderem durch den Einsatz von Diesel und Benzin (rund 51 % der gesamten Scope-1- und -2-THG-Emissionen) verursacht, gefolgt von Erdgas (rund 12 %), Heizöl, Braunkohlestaub und Flüssiggas.
Die krisenbedingte Umrüstung von Gas auf Öl hat eine Erhöhung der spezifischen CO2-Emissionen (kg/kWh) bei Öl von rund 10 % bewirkt. Der überwiegende Teil der Scope-2-THG-Emissionen wird durch zugekauften elektrischen Strom verursacht (rund 17 % der Scope-1- und -2-THG-Emissionen). Durch den Bezug von Grünstrom in den Ländern Österreich, die Schweiz, Norwegen und Rumänien konnten 2022 die Emissionen in diesem Bereich verringert werden. Zusätzlich führte auch die verstärkte Eigenstromerzeugung aus Photovoltaikanlagen zu einer aktiven Reduktion. Scope-2-THG-Emissionen aus bezogener Fernwärme nehmen aktuell eine untergeordnete Rolle ein.
Parallel zur Erhöhung des Energieverbrauchs fand eine Erhöhung der Scope-1- und -2-THG-Emissionen um 3,6 % statt. Die Erhöhung ist sowohl einem gestiegenen Stromverbrauch als auch einer Anpassung in der marktbasierten Berechnung von THG-Emissionen von elektrischem Strom zuzuschreiben. Mit der neuen Berechnung wird auch hier eine erhöhte Berichtstransparenz gewährleistet. Trotz einer leichten Reduktion des Energieverbrauchs in Polen fand dort eine Erhöhung der Scope-2-THG-Emissionen statt. Diese basiert auf dem gesteigerten Einsatz von Braunkohlestaub in polnischen Mischanlagen. Hinsichtlich der Scope-1-und-2-THG-Emissionsintensität zeigte sich vor allem in Österreich und Rumänien eine deutliche Verbesserung.
Die Kraft von Wasser, Wind und Sonne nutzen.# Unsere Maßnahmen
Viele Aktivitäten, ein Ziel.
Die PORR setzt unterschiedliche Maßnahmen mit dem klaren Ziel, den gesamten Energie- und Ressourcenverbrauch zu reduzieren und somit die Energieeffizienz kontinuierlich zu steigern. Diese können länderspezifisch leicht variieren. Angefangen bei aktivem Energiemanagement für Großbauprojekte, über die Optimierung der Geräte- und Transportlogistik, bis hin zur Reduktion des Energieverbrauchs unserer Verwaltungsgebäude arbeitet die PORR aktiv an richtungsweisenden Projekten.
Mit energieeffizienten Bauprojekten, smarten Technologien und Digitalisierung sowie mit Partnership-Modellen für eine ganzheitliche Zusammenarbeit forciert die PORR ihren Beitrag zur Energiewende. Eine schlanke Organisationsstruktur und LEAN Design and Construction auf Bau-Projektebene sollen einen optimalen Ressourceneinsatz erschließen. Die Automatisierung und Optimierung der Energieverbrauchsmessung während der Bautätigkeit bildet die Grundlage für ein aktives Energiemanagement sowie zur Erhöhung der Datenqualität und der damit verbundenen Berichtstransparenz. Hierbei geht die PORR in Richtung Automatisierung und gestützte Sensortechnik im Rahmen von Pilotprojekten. Folgende Beispiele veranschaulichen die Umsetzung:
Zur Reduktion der CO2-Emissionen in ihrer Bautätigkeit setzt die PORR verstärkt auf den Einsatz von Grünstrom und eine Elektrifizierung im Kleingerätebereich. Zur Steigerung der Energieeffizienz im Bereich strombetriebener Geräte- und Anlagen erfolgte 2022 der Startschuss für ein großflächiges Digitalisierungsprojekt im Rahmen von PORR 2025. Das Ziel ist die gesamthafte Betrachtung aller Stromverbraucher mittels Smart Metern. Eine flächendeckende Strommessung findet bereits in einem PORR Kieswerk in Aschheim bei München (Radmer Sand und Kies) statt. Durch eine digitale Erfassung konnten signifikante Verbrauchsquellen ermittelt werden und so der Gesamtverbrauch gezielt gesteuert werden. Großes Einsparungspotential gibt es auch bei weiteren PORR Produktionsanlagen. Soft- und hardwareunterstützte Konzepte zur Optimierung der Energieverbrauchserfassung werden entwickelt und pilotiert. Diese dienen als Grundlage für ein aktives Energiemanagement und sind teilweise bereits in Anwendung. Klares Ziel ist es, den gesamten Energie- und Ressourcenverbrauch zu reduzieren und somit die Energieeffizienz kontinuierlich zu steigern.
Unsere Baugeräte und Fuhrparkflotte verursachen insbesondere durch ihren Dieseleinsatz den höchsten Anteil an THG-Emissionen. Konsequenterweise wird bei Neuanschaffungen von Baugeräten daher stets die beste am Markt verfügbare Abgasstufe gewählt. Die PORR steuert die Investitionen und den Betrieb aller Geräte und Fahrzeuge in Österreich, Deutschland und Tschechien über die PORR Equipment Services (PES). Mittels standardisierter Prozesse und Definition von technischen Standards mit gruppenweiter Umsetzung soll eine nachhaltige Effizienzsteigerung und eine Reduktion der Luftemissionen im Gerätemanagement erreicht werden. Die Beschaffung von verstärkt energieeffizienteren Neufahrzeugen sowie die Nutzung von Elektrofahrzeugen wird aktiv vorangetrieben. Elektrofahrzeuge werden dort gefördert, wo der Einsatz aufgrund des Fahrprofils (Streckenlänge, Fahrhäufigkeit) effizient und wirtschaftlich erfolgen kann. Oberstes Ziel ist dabei, den Verbrauch fossiler Energieträger aktiv zu ersetzen und damit THG-Emissionen zu reduzieren. Hierfür wurde 2022 in Warschau eine Ladestation für Elektroautos mit Photovoltaik-Überdachung neben der PORR Niederlassung errichtet. Mit der Verkürzung der Nutzungsdauer und der damit einhergehenden schnelleren Fuhrparkerneuerungsrate wurde eine weitere Maßnis zur Steigerung der Energieeffizienz gesetzt, da so stets ein effizienter Energieeinsatz – entsprechend dem technologischen Fortschritt – bei PORR Geräten sichergestellt werden kann. Ein Fokus der PORR liegt auf der Optimierung rund um den Geräte- und Fuhrpark. Bei Neubeschaffung von Baugeräten wird systematisch auf Ausrüstung gesetzt, die sich besonders hinsichtlich der Energie- und Treibstoffeffizienz stets auf dem neuesten Stand der Technik befindet. Die Stopp-Automatik bei Baugeräten wird als Standard vorausgesetzt. Dadurch kann vor allem bei großen Baugeräten durch die Verringerung von Leerlaufzeiten eine deutliche Reduktion des Energieverbrauchs erreicht werden. Um die zur Verfügung stehenden Ressourcen ökonomisch und ökologisch effizient zu verwalten, führt kein Weg an einer ordnungsgemäßen und überlegten Disposition vorbei. Mit dem PORR 2025 Projekt „Geräte- und Transportlogistik“ analysiert, optimiert und digitalisiert die PORR als Pionierin in der Baubranche diese Prozesse. Im Rahmen dieses Projekts wird eine zukunftsweisende Strategie basierend auf der Erhebung der Bedürfnisse aus den operativen Einheiten erarbeitet, um die Transportwege und den damit verbundenen CO2-Ausstoß zu reduzieren.
Bei Neubau und Sanierung von konzerneigenen Standorten setzen wir konsequent auf Energieeffizienz-Maßnahmen hinsichtlich Heizung, Kühlung, Lüftung und Beleuchtung sowie intelligente Gebäudeleittechnik-Systeme. Sämtliche Neubau-Standorte der PORR werden mit klimafreundlichen Wärmepumpen, Fernwärme und Photovoltaik-Anlagen (PV) ausgestattet. Zusätzlich werden im Zuge einer österreichweiten PV-Strategie beginnend mit 2023 insgesamt 30 bereits bestehende PORR Niederlassungen mit hohem Energieverbrauch mit PV-Anlagen ausgerüstet.# Bei bestehenden Objekten werden kontinuierlich veraltete Leuchtkörper durch LED-Beleuchtungen inkl. Bewegungsmelder und Helligkeitssensoren ersetzt. Darüber hinaus werden ausschließlich energieeffizienzsteigernde Ersatzinvestitionen vorgenommen. So wird der Energieverbrauch während des Betriebs weitgehend reduziert. An einigen Standorten in Österreich wurden 2022 Optimierungen der Heiz- bzw. Kühlsysteme sowie thermische Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. Im Zuge von Modernisierungsarbeiten beim Betonwerk Gratkorn wurden ergänzend Motoren, Frequenzumrichter und die dazugehörige Steuerung erneuert, was einen effizienteren Betrieb der Anlage ermöglicht. An einigen Standorten in Deutschland wurde die Steuerung der Außenjalousien angepasst und die Bürobeleuchtung wird abends zentral ausgeschaltet. Zwischentüren werden geschlossen, um Heizflächen zu verringern. Sämtliche Neubau-Standorte der PORR werden mit klimafreundlichen Wärmepumpen, Fernwärme und PV-Anlagen ausgestattet.
Je näher, desto besser. Ein zentraler Hebel einer nachhaltigen Beschaffung ist die Förderung der lokalen Wirtschaft. Regionale Beschaffung zur Reduktion von CO2-Emissionen hat Priorität, allerdings hängt sie von der lokalen Verfügbarkeit von Rohstoffen und Materialien ab und unterliegt projekt- sowie ortsbedingten Gegebenheiten. Eine lokale Beschaffung darf den Ballungsraum des jeweiligen Hauptgeschäftsstandorts sowie max. +/- 150 km nicht überschreiten.
Die PORR hat hier bereits viel erreicht: Betrachtet man den gruppenweiten Einkauf, so liegt der Anteil lokaler Lieferanten bei ca. 80 %. Dies umfasst alle Heim- und fast die gesamten Projektmärkte. Im Detail bedeutet das, dass in Österreich ca. 80 %, in Tschechien 92 %, in Polen 94 % und in Deutschland und Norwegen rund 70 % des Beschaffungsvolumens auf lokaler Ebene erfolgt. In Rumänien und der Slowakei liegen diese Werte bei 95 % und in der Schweiz bei ca. 90 %.
Anders ist die Situation in Katar und den VAE, wo die PORR im Berichtsjahr rund 2 % ihrer Leistung erwirtschaftet hat. Aufgrund ihrer Ressourcensituation sind diese Länder in Bezug auf Baumaterialien stark importabhängig. Man geht somit von einer lokalen Beschaffungsleistung von ca. 20 % aus. Vor diesem Hintergrund soll mit speziellen Projekten die lokale Industrie gefördert werden. Dazu zählt der „Local Industry Participation Plan“, den die PORR Qatar als Teil eines Joint Ventures unterstützt. Die PORR Qatar fördert und beschäftigt damit lokale Unternehmen und Firmen. Es ist gängige Praxis, für Großprojekte wettbewerbsfähige lokale Produkte zu nutzen, jedoch erfordert die Komplexität der Projekte, insbesondere beim Tunnel- und Stadienbau, Materialien, die auf dem lokalen Markt nicht erhältlich sind. Letztendlich soll die Kapazität der katarischen Produkte gesteigert, die Beteiligung regionaler Fabriken an Entwicklungsprojekten verbessert und bestehende und neue nationale Investoren ermutigt werden, in die Errichtung neuer Fabriken zu investieren.
Ein zentraler Hebel einer nachhaltigen Beschaffung ist die Förderung der lokalen Wirtschaft.
Die Kette unter der Lupe. Durch die hohe Anzahl an Zulieferern sowie Nachunternehmern weist die Baubranche eine komplexe Lieferkette auf (siehe auch S. 115). Diese Lieferkette birgt die Gefahr von Intransparenz und erschwert die Kontrolle der Einhaltung firmeninterner Sozial-, Umwelt- und Qualitätsstandards. Vor diesem Hintergrund hat nachhaltiges Lieferantenmanagement in der PORR einen hohen Stellenwert. Der Fokus liegt dabei auf dem Aufbau langfristig stabiler Lieferanten- und Nachunternehmerbeziehungen – mit hohem Augenmerk auf Sozial-, Umwelt- und Wirtschaftsbelangen. So wird unter anderem von unseren Lieferanten die Verminderung von THG-Emissionen und Energieeffizienz vorausgesetzt.
Der am häufigsten verwendete Baustoff in der PORR ist Beton. Bei der Herstellung von einer Tonne Zement werden etwa 700 kg CO2 freigesetzt. Daher ist es der PORR besonders wichtig, dass bei der Herstellung von Beton der Ausstoß der Emissionen verringert wird. Durch Innovationen soll zudem der Betonverbrauch verringert werden. Parallel wird auf die Beschaffung lokaler Rohstoffe und kurzer Transportwege geachtet.
Die Baubranche gehört zu den wichtigsten Abnehmern der Stahlindustrie mit rund 35 %. Dementsprechend hoch ist der Impact auf die Umwelt bei der Stahlherstellung. Die PORR setzt daher von ihren Lieferanten voraus, so ressourceneffizient wie möglich bei der Nutzung von Stahl vorzugehen. Dafür soll das Recycling von Stahl mittels Trennung und Wiederverwertung gefördert werden, um den Ausstoß von CO2-Emissionen zu verringern und Rohstoffe einzusparen.
Die Auswirkungen auf das Klima sollen auch bei den anderen Warengruppen der PORR wie Baustoffe (zum Beispiel Schalung, Holz, Steine), Asphalt/Bitumen, C-Teilen (Arbeitsschutzartikel, Büromaterial, IT-Bedarf oder Werkzeuge und Normteile) und andere Materialien verringert werden. Die Einhaltung von Sozialstandards gilt entlang der gesamtem Wertschöpfungskette als Mindestmaß.
Bauwerke verursachen entlang ihres gesamten Lebenszyklus Emissionen und benötigen Ressourcen. Das reicht von der Herstellung der Baustoffe über den Energieverbrauch während der Errichtung und der Nutzung bis hin zum Rückbau und zur Entsorgung. Werden alle Lebensphasen betrachtet, wird dem Bauwesen ein großer Anteil der Gesamtheit klimaschädlicher Emissionen zugerechnet. Eine ausschließliche Reduktion des Energiebedarfs zur Heizung und Kühlung reicht nicht mehr aus, vielmehr muss sich der Fokus auf alle durch das Bauwesen verursachten Emissionen verschieben.
Eine Ökobilanz erlaubt es, Referenz- und Zielwerte für diese Emissionen zu schaffen und die Umweltauswirkungen eines Bauwerks ganzheitlich zu betrachten. Damit lassen sich bereits im Zuge der Planung Potentiale zur Emissionsoptimierung eruieren und entsprechende Maßnahmen ableiten. Die Erstellung einer Ökobilanz ist eines von zahlreichen Kriterien zum Erhalt eines Nachhaltigkeitszertifikates.
Im Zuge dieser Zertifizierung wird auch die Kreislauffähigkeit eines Bauwerks überprüft. Vor dem Hintergrund steigender Rohstoffpreise, erschöpften Ressourcen, hohen Entsorgungskosten und dem Bauwerk als Rohstofflagerstätte gewinnt das Ziel, kreislauffähige Bauwerke zu errichten, massiv an Bedeutung. Bereits jetzt muss bei der Planung berücksichtigt werden, wie Baumaterialien nach der Nutzungsphase voneinander getrennt, weiter genutzt oder rezykliert werden können.
Mit der pde Integrale Planung GmbH, ein 100 %‑Tochterunternehmen, setzt die PORR Voraussetzungen für das Entstehen und Leben nachhaltiger Gebäude. Hier sind die Kompetenzen für bauökologisches Management, Ökobilanzierungen, EU-Taxonomie-Audits, die Erstellung von Green-Building-Zertifizierungen und die Unterbreitung von alternativen Ansätzen gebündelt. Die pde übernimmt dabei die Verantwortung für ressourcen- und energieschonende Gebäudeplanung und begleitet bei Bedarf von Projektbeginn bis zur Fertigstellung.
Wir gehen konsequent voran. Die große Verantwortung der Bauindustrie in Bezug auf die Erreichung der weltweiten Klimaziele bestärkt die PORR. Im Sinne ihrer Strategie Green and Lean wird der bereits eingeschlagene Weg einer konsequenten Dekarbonisierung und Energieeffizienzsteigerung der Geschäftsprozesse weiter fortgesetzt. Besonders die geplante Ausrollung des Energie-managementsystems nach ISO 50001 auf alle Heimmärkte bis 2025, begleitet durch eine Teildigitalisierung im Zuge der Smart Meter-Ausrollung, sowie die Ausführung der geplanten PV-Strategie werden maßgebliche Treiber dafür sein. Aktuell werden Möglichkeiten der Messung der CO2-Bilanz der größten eingekauften Warengruppen getestet, um so bald als möglich die weiteren Kategorien von Scope-3-THG-Emissionen nach GHG Protocol in Zukunft ausweisen zu können. Hierbei werden die internen Prozesse gescreent, adaptiert und optimiert, um ein ganzheitliches Bild über unseren Impact in jenem Bereich zu erhalten.
1 WBCSD, 2022
2 Wirtschaftsvereinigung Stahl, 2019
Produzieren, konsumieren und dann weg damit – das ist ein Konzept von gestern. Die Zukunft gehört der Kreislaufwirtschaft. Als Teil der Lösung nutzt die PORR Rohstoffe und Materialien mehrfach und schont so wertvolle Ressourcen.
Stetiges Wachstum der Weltbevölkerung stellt uns vor immer größer werdende Herausforderungen. Während teilweise noch das lineare Produktions- und Konsummuster vorherrscht, gewinnt das Konzept der Kreislaufwirtschaft zunehmend an Relevanz. Modulare Bautechniken, Sustainability by Design und zirkulärer Einsatz von Materialien sind nur einige Beispiele dafür, wie die Baubranche als Teil der Lösung die Zukunft gestalten kann.
Die EU-Taxonomie-Verordnung sowie das EU-Kreislaufwirtschaftspaket stellen in diesem Zusammenhang wichtige Treiber dar. Mehrere EU-Abfallvorschriften werden überarbeitet, die in allen Mitgliedstaaten umgesetzt werden müssen. Mit der österreichischen Kreislaufwirtschaftsstrategie ist der Grundstein für eine nationale Umsetzung gelegt. Der Trend in Richtung zirkulärer, regenerativer Geschäftsmodelle verstärkt sich weiter und stellt die Basis für einen nachhaltigen Wirtschaftserfolg dar. Auch die Kunden von Morgen erwarten sich von Unternehmen ein ressourcenschonendes und umweltfreundliches Geschäftsmodell. Das ist für die PORR Motivation und Auftrag zugleich.
Abfall ist Verschwendung. Der Immobilien- und Bausektor zählt zu den ressourcenintensivsten Wirtschaftssektoren. Die PORR nimmt ihre Verantwortung als Teil des Wirtschaftssystems wahr und will Ressourceneffizienz und die stoffliche Verwertung von Abfällen entlang der gesamten Lieferkette verbessern. Jeglicher nicht verwertbarer Abfall stellt verlorene Ressourcen dar.# Umweltschutz und Ressourcenschonung
Bei jeder Bautätigkeit fallen bauspezifische, großteils mineralische Abfälle an – insbesondere beim Abbruch, aber auch bei der Sanierung von Gebäuden. Sowohl Primärrohstoffe als auch Deponievolumen stellen wertvolle und knappe Ressourcen dar, die sorgsam bewirtschaftet werden müssen. Somit hat sich die PORR auf die Aufbereitung des mit rund 75 % aller Massen größten Abfallstroms Österreichs spezialisiert: auf Bau- und Abbruchabfälle sowie auf Bodenaushübe. In eigenen Verwertungs- und Behandlungsanlagen und durch gezielte Forschungsarbeit werden diese und industrielle Abfälle aufbereitet, sodass sie einer neuerlichen Nutzung zugeführt werden können. Weiters werden Verfahren für Abfälle und Kontaminationen verschiedenster Art im Umweltlabor entwickelt, wodurch verwertbare Ressourcen im Wirtschaftskreislauf gehalten, Schadstoffauswirkungen verringert und nicht nutzbare Abfälle einer fachgerechten Entsorgung zugeführt werden können. Weitere Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung neuer Baustoffe und Bauweisen sowie auf einer optimierten Baustellenlogistik.
Im Zuge des ressourcenschonenden Bauens gewinnt die Verwendung von Recyclingbaustoffen zunehmend an Bedeutung. Daher baute die PORR ihre Kompetenz bei der Wiederverwertung von Baurestmassen aus. Ihr ist bewusst, dass Recycling in der Kreislaufwirtschaft nur ein Baustein von vielen ist – ein gutes Stück des Weges liegt noch vor uns. Zur Implementierung kreislaufwirtschaftlicher Prinzipien bedarf es innovativer Entwicklungen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern, Bauunternehmen und in der Lieferkette. Denn zirkuläres Wirtschaften beginnt bereits bei der Projektplanung und bei der Produktentwicklung. Umso mehr ist die PORR bemüht, ihre Expertise bereits in einer frühen Phase einzubringen und effizientes Ressourcenmanagement voranzutreiben. Jeglicher nicht verwertbarer Abfall stellt verlorene Ressourcen dar.
Der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen und das klare Bekenntnis zum Umweltschutz ist in folgenden Leitsätzen festgehalten:
Das abfall- und recyclingspezifische Know-how ist in der PORR Umwelttechnik (PUT) und im Kompetenzzentrum Ressourcen gebündelt. Für den korrekten Umgang mit Bau- und Abbruchabfällen auf der Baustelle ist die zuständige Bau- oder Projektleitung verantwortlich. An den jeweiligen Recycling-Betriebsstandorten sind die Betriebsleiter, beziehungsweise Geschäftsführer vor Ort zuständig. Als fachkompetente Anlaufstelle steht die Abteilung Abfallmanagement allen Mitarbeitenden beratend und unterstützend zur Verfügung, um die abfallrechtlichen Vorgaben bestmöglich umzusetzen und Recycling zu fördern. Abteilungsübergreifend werden individuelle Lösungen sowohl für Projekte als auch für Betriebsstandorte entwickelt und umgesetzt. Die Abteilung Abfallmanagement befindet sich im fachlichen Austausch mit dem gruppenweiten Umweltnetzwerk sowie mit Behörden, Wirtschafts- und Interessensverbänden. Im Zuge des Programms GREEN werden hierzu Maßnahmen entwickelt und gesetzt, mit dem Vorstand abgestimmt und dem Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss berichtet.
In folgenden Organisationen sind wir in den Gremien vertreten und setzen uns für eine zirkuläre Bauwirtschaft ein:
Mit folgenden Vereinen stehen wir im fachlichen Austausch:
Ökologie wird mitgedacht. Zu Beginn jedes Bauprojekts (Baueinleitung) werden alle abfallrelevanten Tätigkeiten und die damit verbundenen Verpflichtungen ermittelt und im Falle von gefährlichen Bau- und Abbruchabfällen deren Umfang intern vorab gemeldet. Gesetzte Maßnahmen werden jährlich mit dem Vorstand abgestimmt, dem Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss berichtet und gegebenenfalls angepasst. Darüber hinaus gewährleistet das Umweltmanagement durch die ISO 14001 Zertifizierung die Einbindung ökologischer Aspekte in alle wesentlichen unternehmerischen Entscheidungsprozesse. Die Beschaffung in der PORR ist in die Bereiche Material, Nachunternehmer und Betriebsstoffe unterteilt. Diese sind länderbezogen. Die Materialbeschaffung kann verstärkt regional oder überregional ausgerichtet sein, während der Nachunternehmer- sowie der Dienstleisterbereich vorwiegend regional aktiv sind. Eine Ausnahme stellen Katar und die VAE dar, die stark importabhängig sind.
Die PORR konzentriert sich auf das Aufbereiten diverser mineralischer Baustoffe. Bei der Abfallentsorgung arbeitet die PORR mit Dritten zusammen. Die Auswahl des jeweiligen, zertifizierten Entsorgers erfolgt in Abstimmung mit dem Abfallbeauftragten. Berichtet wird ausschließlich über Abfälle, bei denen die PORR Abfallersterzeuger ist und einen direkten Einfluss auf die Art, die Menge, den Entsorgungsweg und somit auch auf das Verwertungspotenzial nehmen kann. Eine aktive, kontinuierliche Verringerung des Gesamtabfalls ist nur schwer möglich, da die Abfallmengen je nach Auftragslage und durch Umbauten und Modernisierungen von Betriebsstandorten stark schwanken können. So lag im Berichtsjahr das Abfallaufkommen als Abfallersterzeuger mit 9.159 t etwa bei der Hälfte der Menge aus dem Vorjahr, während die Menge an gefährlichem Abfall nahezu gleich blieb. Die gruppenweite Recyclingmenge liegt bei 1,6 Mio. t, davon ersetzten wiederum 1 Mio. t Primärrohstoffe auf eigenen Baustellen und Anlagen. Generell sind diese Massen den Schwankungen des Baustellenbetriebs unterworfen, was die Verringerung der Recyclingmenge zum Vorjahr begründet (2021: Recyclingmenge: 2,2 Mio. t mit einer Eigennutzung von 1,7 Mio. t).
Mit ihrem Fokus auf Recycling sowie der sortenreinen Entsorgung von Baumaterialen sorgt die PORR für einen sauberen Umgang mit wertvollen Baurestmassen. In mobilen Anlagen werden mineralische Baustoffe oder Aushubmaterialien direkt auf der Baustelle aufbereitet. Die recycelten Materialien können – bei entsprechender Qualität und Eignung – gleich wieder vor Ort eingesetzt werden. So werden Transportwege und folglich Emissionen vermieden. Durch akkreditierte Prüf- und Inspektionsstellen werden die Umweltverträglichkeit und die bautechnische Eignung stets überwacht und so die Qualität sichergestellt. Recycling-Baustoffe müssen dieselben (Qualitäts-) Standards erfüllen wie die entsprechenden Primärmaterialien. Oft besteht bei Baustellen in Städten jedoch nicht genug Platz, um die Anlagen aufzustellen und die Schutzabstände einzuhalten. Wenn es keinen verfügbaren Platz für mobile Recyclinganlagen gibt oder gewisse Abfälle nicht verarbeitet werden können, werden diese vor allem den betriebseigenen Recyclingstandorten zugeführt. Durch Brechen, Sortierung, Klassifizieren und Nassaufbereitung entstehen aus Ziegel, Beton und Bauschutt von Abbruchobjekten sowie Bodenaushüben qualitativ hochwertige Recyclingprodukte. Baurestmassen werden so in verwertbare Baustoffe umgewandelt, anstatt sie einer Deponierung zuzuführen. Die Recyclingprodukte werden durch innovative Aufbereitungsprozesse auf Baustellen und in Asphaltmischanlagen verwertet, sodass der Bedarf an Primärrohstoffe reduziert wird. Deren Einsatz-Spektrum reicht von Tragschichten im Straßen- und Parkplatzbau, Hinterfüllungen im Hochbau und Pflasterbettungen über Baustellenzufahrten, Feld- und Forstwegebau sowie Bankettschüttungen, bis hin zu Bodenstabilisierungen oder Pflanzensubstrat. 2022 konnten in den eigenen Recyclinganlagen rund 40.000 t Substrate zur Aufbringung auf Dächern unterschiedlichster Qualitäten für diverse Begrünungsarten hergestellt und vertrieben werden. Dies ermöglicht eine extensive und intensive Dachbegrünung von rund 350.000 m 2 . Aber selbst, wenn alle Abfälle wiederverwertet werden könnten, würde die produzierte Materialmenge den aktuellen Bedarf nicht decken. Daher muss die Nachfrage nach wie vor zu einem wesentlichen Teil über Primärrohstoffe bedient werden.
Mineralwolle zählt zu den am häufigsten eingesetzten Dämmstoffen im Gebäudebau. Sie ist wegen ihrer geringen Dichte sehr leicht und voluminös, wodurch einerseits ein höherer Transportaufwand entsteht und andererseits im Entsorgungsfall nach einem Rückbau wertvolles Deponievolumen beansprucht wird. Zudem ist dabei die Standsicherheit des Deponiekörpers gefährdet. Um dieses Problem aktiv anzugehen, hat die PORR eine innovative Aufbereitungsanlage eigens für Mineralwollabfälle entwickelt, welche im ersten Schritt die Deponiefähigkeit verbessert. Die Behandlungsanlage eignet sich zur Aufbereitung sowohl verunreinigter Mineralwolleabfälle aus dem Abbruch oder Rückbau als auch sortenreinerer Mineralwolleverschnitte aus der Produktion. Bei Mineralwolle kann es sich aufgrund der Zusammensetzung um einen gefährlichen Abfall handeln. Daher ist die gesamte Anlage geschlossen, die Luft wird vollständig abgesaugt und mit Filtern, die spezifisch Asbest filtern, gereinigt, sodass es zu keiner gefährlichen Faseremission im Zuge der Aufbereitung kommt. Mit dem Prozess kann die Mineralwolle zusammengeballt werden. Damit kann eine Reduktion des Volumens um bis zu 80 % erreicht werden. Die Fasern werden gebunden und können anschließend deponiert oder anderweitig verwertet werden.# LEBENSRÄUME
In der Praxis bedeutet das eine maximale Schonung der Natur. Denn sie verdient vor allem eines: Zurückhaltung. Die Natur braucht uns nicht. Aber wir brauchen sie. Die Natur bildet die wesentliche Grundlage für die menschliche Existenz und Lebensqualität. Nur durch das Zusammenspiel diverser Arten können Ökosysteme funktionieren. Böden und Gewässer sind Lebensräume, die für die Biodiversität von enormer Bedeutung sind. Viele Tier- und Pflanzenarten sind derzeit vom Aussterben bedroht. Drei Viertel der natürlichen Land- und Süßwasserökosysteme und etwa zwei Drittel der Meeresökosysteme sind erheblich beeinträchtigt oder zerstört. Laut dem Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services (IPBES) erzeugen Klimaveränderungen zusätzliche Belastungen für das Leben an Land sowie im Wasser. Sie erhöhen das Risiko in Bezug auf Biodiversität und die Gesundheit von Ökosystemen. Dies hat letztendlich Einfluss auf die Wirtschaft, wie sich in den jährlich veröffentlichten Top-Risiken des World Economic Forum zeigt. Denn Artensterben und die dauerhafte Zerstörung von Natur lösen unumkehrbare Folgen für die Umwelt, den Menschen und die Wirtschaft aus. Zudem ist Wasser in vielerlei Hinsicht die unverzichtbarste Lebensgrundlage für Mensch und Natur. Die wachsende Nachfrage nach Wasser gepaart mit dem Klimawandel und steigender Umweltverschmutzung verdeutlicht die Dringlichkeit eines zukunftsfähigen Umgangs damit. Unternehmen sind aufgefordert, den Schutz von Lebensräumen sicherzustellen, um die Regeneration der Natur zu fördern. Nur so kann eine Zukunft mit einer sozial gerechten Verteilung sowie einem nachhaltigen Umgang mit der lebensnotwendigen Ressource Wasser geschaffen werden.¹
Durch ihre Geschäftstätigkeit nimmt die PORR Einfluss auf biodiverse Ökosysteme. Sie trägt zur Verbauung, zum Verbrauch und zur Versiegelung von Bodenoberflächen bei. Dies führt zur Flächenreduktion und beeinträchtigt die regulierende Wirkung des Bodens auf die Atmosphäre sowie den Wasserhaushalt. Dadurch wird in weiterer Folge der Klimawandel verstärkt und die Biodiversität letztendlich negativ beeinträchtigt. Durch Bautätigkeit verursachte Staubentwicklung und Lärmbelästigung beeinträchtigen die umliegende biologische Vielfalt und der natürliche Lebensraum wird gestört. Der Verkehr von Fahrzeugen, Maschinen und Geräten, Generatoren, Lichtmasten für das nächtliche Arbeiten, Bautätigkeiten und Transportwege sind nur einige Beispiele für die direkten Auswirkungen auf Flora und Fauna.
Die PORR hat den Anspruch, nicht nur (Bau-)Projekte von höchster Qualität durchzuführen, sondern dabei auch die Umwelt bestmöglich zu schützen. Zudem ist sie sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung beim Schutz der wertvollen Ressource Wasser bewusst. Bei nahezu jeder Bautätigkeit, sei es ein Neubau-, Umbau- oder Abbruchprojekt, wird Wasser verwendet. Auch beim Großteil der Betriebsstandorte und in der Rohstoffproduktion ist eine Entnahmemöglichkeit für Wasser gegeben. Die Entnahmemenge sowie die Herkunft des Wassers unterscheiden sich je nach Standort und Projekt. Die Wasserversorgung von Betriebsstandorten und Baustellen erfolgt je nach Lage, Größe und Anforderungen sowie unter Berücksichtigung örtlicher Gegebenheiten über das öffentliche Wassernetz, Brunnen oder Oberflächengewässer. Die Nutzung des Wassers entscheidet, ob dieses verbraucht wird oder rückgeführt werden kann. Die PORR hat den Anspruch, nicht nur (Bau-) Projekte von höchster Qualität durchzuführen, sondern dabei auch die Umwelt bestmöglich zu schützen.
Die Unternehmenspolitik der PORR in Bezug auf Umwelt ist in diversen Leitsätzen festgehalten. Anhand von Strategien, Richtlinien, Arbeitsanweisungen und des Code of Conducts sollen die Auswirkungen der Geschäftstätigkeiten der PORR auf die lokale Umwelt, und Tier- und Pflanzenarten minimiert werden.
In Österreich soll die Deponierung von Mineralwolle ab 2026 verboten werden, was die Dringlichkeit der Erforschung anderer Verwertungswege noch verstärkt. Aus diesen Gründen wurde bereits eine weitere Kooperation zur Erforschung alternativer Verwertungspfade mit Universitäts- und Industriepartnern initiiert. Das Folgeprojekt startet 2023.
Styropor kann mehr Forschung für die Zukunft. Nur ein Viertel der Styroporabfälle am Bau werden im Sinne der Kreislaufwirtschaft recycelt. Dabei ist Styropor, auch Expandiertes Polystyrol – kurz EPS – genannt, sehr gut recycelbar. Man kann daraus abermals EPS schaffen und dabei im Vergleich zur aktuellen Entsorgung mindestens 50 % der CO2-Emissionen sowie den Primärrohstoff Polystyrol einsparen. Die künftig steigenden Mengen an EPS-Abfällen aus Abbrüchen, die Hexabromcyclododecan (HBCD) enthalten, stellen eine zusätzliche Herausforderung dar. Ein Recycling ohne die Abtrennung des bis 2016 verwendeten Flammschutzmittels HBCD ist aufgrund des Zerstörungsgebotes nicht erlaubt. Gemeinsam mit elf Partnern und Fraunhofer Austria hat die PORR das Forschungsprojekt EPSolutely gestartet. Ziel ist es, verschiedene Konzepte, Technologien und Methoden zu innovativen Gesamtkonzepten zu kombinieren. Die PORR Umwelttechnik setzt ihr umfangreiches Wissen rund um die Durchführung von Umweltprojekten und die Verfahrensentwicklung ein. Sie ist unter anderem als Expertin für den Rückbau und die Sammlung von EPS mit an Bord.
Neben den Bau- und Abbruchabfällen stellen die betriebseigenen Abfälle der PORR, die im Zuge des Büro-, Produktions- und Werkstättenbetriebs anfallen, den zweiten wesentlichen Abfallbereich dar. Auch hier ist unser Ziel, Abfall möglichst zu vermeiden. Nicht vermeidbare Abfälle entsorgen wir so, dass Wertstoffe einer bestmöglichen Aufbereitung zugeführt werden können – das schont Ressourcen und reduziert gleichzeitig die Entsorgungskosten der PORR. Mit klaren Abfalltrennkonzepten fördern wir eine ordnungsgemäße Entsorgung. Mit Mehrwegverpackungen von Reinigungsmitteln und Getränkeflaschen, Mineralwasser direkt aus dem Wasserhahn – sprich ohne die Verwendung von Einwegplastik – papierschonenden Druckeinstellungen sowie digitalen, internen Rundschreiben werden große Mengen an Abfall vermieden. Nicht mehr benötigte und intakte Büroausstattung wird an Standorte mit Bedarf weitergegeben. Falls es keine interne Nachfrage gibt, wird sie auch extern vergeben. So werden zum Beispiel Tonerkartuschen teilweise gespendet. Auch mit kleinen Schritten kann man auf Dauer eine große Wirkung in Bezug auf Ressourceneffizienz und Abfallvermeidung erzielen.
Die PORR bietet alles aus einer Hand. Das bedeutet auch, dass sie den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes oder Bauwerks begleiten kann – von der Planung über die Bauausführung, die Nutzungsphase und die Sanierung, bis zum Rückbau, Abbruch und zur Aufbereitung beziehungsweise Wiederverwertung von Baustoffen. Das ist für uns ein Weg, den Baustoffkreislauf zur Gänze zu schließen. Auf S. 88f. wird erläutert, welchen positiven Impact das auch auf die Klimabilanz von Gebäuden und Bauwerken haben kann.
Die PORR treibt auch die Weiterentwicklung von Konstruktionen und Bauteilen mit digital basierten Produktionsverfahren voran. Hierfür macht die pde Integrale Planung, gemeinsam mit Partnern aus der Baustoff- und Fertigteilindustrie, ein Entwicklungsprojekt. Dabei werden neuartige industrielle Verfahren zur Herstellung von Decken, Balkonen und sonstigen Bauteilen unter Einbeziehung von 3D-Druck und robotergestützter Schalungsherstellung entwickelt. Bei der Tragwerksplanung wird so auf eine Minimierung der Materialressourcen und der Bauzeit abgezielt.
Die Lieferkette der PORR greift in alle Bauprozesse ein, von der Beschaffung über die Planung, den Bau bis hin zur endgültigen Abnahme der Investitionen. Neben sozialen und klimabezogenen Anforderungen an unsere Lieferanten stellen wir auch die Ressourcenschonung sowie den Einsatz von Recyclinganteilen in den Materialien in den Vordergrund. Auch im Sinne der Kreislaufwirtschaft setzen wir auf lokale Beschaffung und streben eine durchgehende Transparenz entlang der komplexen Lieferkette an. Mehr dazu auch auf S. 88.
Die Art und Weise wie Gebäude und andere Bauwerke heute geplant und gebaut werden, bestimmt die Lebenswelten zukünftiger Generationen. Deshalb ist die PORR bestrebt, innovative Verfahren stetig weiterzuentwickeln. Die PORR Umwelttechnik arbeitet zum Beispiel derzeit an einer Branchenlösung zur Sammlung und zum Recycling von Gipskarton-Abbruchmaterial. Diese Pläne gelten vorbehaltlich der Schaffung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Ziel ist allgemein, den steigenden Ressourcenbedarf zunehmend mit Recyclingprodukten zu decken.
Mit einer eigenen Kreislaufwirtschaftsstrategie werden zusätzliche Maßnahmen forciert, um die Zielerreichung im Bereich Kreislaufwirtschaft zu gewährleisten. Unsere konzernweite Strategie Green and Lean gibt klar die Richtung vor: Das Thema Kreislaufwirtschaft wird strategisch stärker forciert. Der Bereich Umweltschutz wird auch ressourcentechnisch aufgestockt. Durch den Einsatz von lokalen Umweltkoordinatoren auf Baustellen soll das operative Personal beim sorgsamen Umgang mit Bauabfällen, der Entwicklung von innovativen Abfallkonzepten sowie der optimierten Entsorgung noch besser unterstützt und geschult werden.
1 Bundes-Abfallwirtschaftsplan (BAWP), 2022
2 TÜV Rheinland, 2017# Umwelt
Das Umweltnetzwerk in der PORR besteht aus einem Group Umweltkoordinator und den regional angesiedelten Umweltbeauftragten. Diese sind in enger Abstimmung mit der CR Abteilung, dem Kompetenzzentrum Ressourcen, der PORR Umwelttechnik (PUT), dem Umweltlabor sowie der IAT Greenline. Der Vorstand ist als oberste Instanz für das Thema verantwortlich und berichtet zielgerichtet über Projekte im Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss.
Der Wasserbeauftragte identifiziert die in den Berichtskreis fallenden Baustellen und Betriebsstandorte, wie etwa Büros, Produktionsanlagen, Werkstätten, Lagerplätze, Deponien und Recyclinganlagen. Gemeinsam mit den definierten Ansprechpartnern sowie den regionalen Fachkollegen wird der Wasserverbrauch in der PORR Gruppe ermittelt.Für die Bereiche mit den höchsten spezifischen Wasserverbräuchen werden gemeinsam mit dem CR Steering Committee, dem Umweltnetzwerk sowie der Abteilung Innovation Management Lösungsansätze zur Senkung des Wasserverbrauchs bzw. Maßnahmen für Wasserrecycling erarbeitet.
Mit jenen Organisationen kooperieren wir oder stehen im fachlichen Austausch:
* Bienenlieb
* Building Research Establishment Environmental Assessment Methodology
* Gesellschaft für Ökologie und Abfallwirtschaft, Umweltschutzverband
* Österreichischer Wasser- und Abfallwirtschaftsverband (ÖWAV)
* Umweltausschuss der Deutschen Bauindustrie
* Umweltbundesamt
* Umweltdachverband
* Umweltschutzverband
Zertifizierung, Schulung & Toolbox talks. Mit dem zertifizierten Umweltmanagementsystem ISO 14001 wird die Umsetzung der gruppenweiten Umweltpolitik unter Berücksichtigung aller gesetzlichen Vorgaben der PORR gesteuert. In allen relevanten Prozessen werden Umwelteinwirkungen ermittelt. Die Steuerung erfolgt gemeinsam mit internen und externen Fachexperten sowie mit behördlichen Sachverständigen.
Gemeinsam mit den Ansprechpartnern auf den Baustellen und Betriebsstandorten sowie den Fachkollegen in den PORR Märkten evaluiert der Wasserbeauftragte regelmäßig den Fortschritt in der Zielerreichung sowie den aktuellen Status quo der Maßnahmen. Bei Bedarf werden der Maßnahmenkatalog sowie die Water Policy überarbeitet und ergänzt.
Gruppenweit finden regelmäßig Schulungen zur Sensibilisierung statt, die zu einem besserem Verständnis und einer intensiveren Auseinander- und Umsetzung mit Umweltthemen im Baustellenalltag führen sollen. Projektbezogene und entsprechend detaillierte Schulungen im Umweltbereich werden zusätzlich vor Beginn relevanter Bauprojekte abgehalten. Diese werden mit allen Mitarbeitenden vor Beginn der Bauarbeiten durchgeführt, um die Art des Projekts, seine Auswirkungen auf die Umwelt und die zu ergreifenden Abhilfemaßnahmen zu verstehen. Diese Workshops finden wiederholt statt, um ein hohes Risiko beispielsweise durch versehentliches Auslaufen von Flüssigkeiten auf der Baustelle zu vermeiden.
Abfallmanagement, Ressourcenschutz und andere Umweltthemen werden regelmäßig im Rahmen von Toolbox talks mit den Arbeitern auf der Baustelle und bei internen Besprechungen diskutiert.
Im Berichtsjahr wurden rund 814 Ml Wasser entnommen. Diese Menge teilt sich auf die verschiedenen Wasserarten auf: 64,0 % Grundwasser, 29,1 % Wasser von Dritten und 6,9 % Oberflächenwasser. Grundwasser wird meist aus Brunnen vor Ort entnommen. Unter Wasser von Dritten fällt etwa die Entnahme aus dem öffentlichen Wassernetz. Wasser aus Oberflächengewässern stammt aus Flüssen oder Seen.
Das Gesamtvolumen der Wasserrückführung betrug im Berichtszeitraum rund 574 Ml. Der Wasserverbrauch der PORR lag damit insgesamt bei rund 240 Ml. Generell unterliegen diese Mengen den Schwankungen des Baustellenbetriebs sowie den jeweiligen Witterungsbedingungen. So wird z. B. bei Trockenheit mehr Wasser zur Staubniederschlagung benötigt.
Die Wasserentnahme wird in der Regel mit Wasserzählern gemessen. Die Rückführung und der Verbrauch werden – je nach Nutzung des entnommenen Wassers – pro Entnahmeort berechnet.
Mehr als das Gesetz verlangt. Gesetzliche Umweltauflagen gelten bei uns als Mindestmaß. Durch spezifische Maßnahmen, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen, werden negative Umweltauswirkungen so gering wie möglich gehalten. Zudem möchten wir den Lebenszyklus unserer Projekte hinsichtlich Ökonomie, Ökologie sowie soziokultureller Eigenschaften optimieren. Neben der Nachhaltigkeitsperformance von Gebäuden strebt die PORR danach, sowohl die Verwertungsfähigkeit als auch -würdigkeit der Flächen zu maximieren.
Im Rahmen von Baumaßnahmen werden teilweise Dämme aufgeschüttet, Einschnitte erstellt und, soweit erforderlich, Sprengungen durchgeführt. Folgende Maßnahmen sollen die Auswirkungen auf die Natur minimieren:
* Um den Boden durch die Befahrung mit schwerem Gerät nicht zu gefährden, werden Schutzschüttungen aus Recyclingmaterial für den Zeitraum der Befahrung in der Bauphase aufgebracht.
* Staubverschmutzungen werden durch Sprühnebel verringert.
* Lärmschutzwände und Schalldämpfer sorgen für eine reduzierte Lärmbelästigung für Anrainer und Tiere.
* Vermehrt werden gedimmte und diffuse Beleuchtungen eingesetzt, um speziell Fledermäuse und andere nachtaktive Tiere so wenig wie möglich zu stören.
* Findet das Bauprojekt in der Nähe eines biodiversitätssensiblen Gebiets statt, wird eine biologische Bauüberwachung des umliegenden FFH-Gebiets (Flora-Fauna-Habitat-Gebiet) durchgeführt. Regelmäßige Begehungsprotokolle durch die biologische Bauüberwachung weisen auf mögliche Missstände und Verbesserungspotenziale hin.
* Befinden sich Feuchthabitate in unmittelbarer Nähe des Projekts, werden diese, soweit erforderlich, bewässert, oder als Ausgleich im Vorfeld des Projekts neu angelegt. Zudem unterstützen das Anlegen von Amphibienwanderwegen und Ersatzlaichgewässern mit Flutrasen ein ungestörtes Verhalten der dort lebenden Tiere.
* Im Zuge von Bauprojekten werden zum Teil auch Rückzugsorte für seltene Vogelarten (wie für den Mauersegler in städtischen Siedlungsgebieten) und Krötenmigrationsbarrieren, beziehungsweise „Krötentunnel“ errichtet.
Um einen zusätzlichen Beitrag zu leisten, haben wir Streuobstwiesen auf firmeneigenen Brachflächen in einem Umfang von rund 20.000 m² gepflanzt. Außerdem errichtet die PORR auf allen geeigneten stationären Standorten Bienenstöcke und Heimstätten für Insekten, um so einen Beitrag zur Artenvielfalt zu leisten. Mit der Initiative Bee@PORR konnten bereits rund 500 Bienenstöcke auf 50 gruppeneigenen Liegenschaften errichtet werden. Partner wie der gemeinnützige Verein Bienenlieb, das Umweltbundesamt und der Umweltdachverband unterstützen uns bei der laufenden Verbesserung.
So natürlich wie möglich. Die PORR bringt sich auf nationaler und europäischer Ebene fachlich intensiv ein, um den Bausektor im Sinne der nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen weiterzuentwickeln. Das Leistungsangebot reicht von der Rekultivierung von Deponien über Renaturierungs- und Begrünungsmaßnahmen bis hin zu speziellen Tierschutzmaßnahmen. Die PORR agiert als innovative Expertin für die Aufbereitung von Abwasser und errichtet Kläranlagen zur Abwasserbehandlung. Auch Wasserkraftwerke für die Erzeugung erneuerbarer Energie und der Bau von Regenwasserbecken sind Teil ihres Leistungsspektrums. Zudem wird die PORR oft als Expertin für Hochwasserschutzprojekte herangezogen.
Unter Rekultivierung versteht man die Wiederherstellung von Ackerflächen und naturnahen Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Durch Deponien, Schotter- und Kiesabbau sowie Betriebsstandorte der PORR werden die Lebensräume teilweise verändert. Mittels Rekultivierung werden die genutzten Flächen der Natur zurückgegeben und sowohl nach natürlichen Erfordernissen als auch nach behördlichen Anforderungen gestaltet. Darunter fallen Landschaftsseen, Baum- und Buschanordnungen sowie Standorte für seltene, geschützte Tierarten wie Wechselkröten und Bienenfresser.
Diverse Deponien der PORR werden mit Erden aus einem ökologischen Vererdungsprozess rekultiviert. Eine wesentliche Rolle spielt dabei das Vererdungsmaterial nach einem speziell für den Standort gestalteten Rezept. Dafür werden biogene Abfälle wie Holz, Grünschnitt, kommunaler Klärschlamm und Bodenaushubmaterialien verwertet. Auch mineralische Feinfraktionen und Holzasche finden Verwendung. Die Materialien zur Vererdung werden einer strengen Qualitätskontrolle unterzogen.
Unter Renaturierung fällt die Wiederherstellung von naturnahen Lebensräumen für Tiere und Pflanzen durch bestimmte gestalterische Maßnahmen. Beim Ausführen von Renaturierungsmaßnahmen im Auftrag des Bauherren wird die PORR üblicherweise von Fachexperten begleitet und die Arbeiten von Sachverständigen kontrolliert. Deponien werden nach Abschluss der Verfüllung renaturiert und in Abstimmung mit den Naturschutzsachverständigen der Landesregierungen entsprechend den Ansprüchen der lokalen Pflanzen- und Tierwelt ausgestaltet.
Spezialist für standortgerechte und artenfreundliche Garten- und Grünflächengestaltung ist die IAT GmbH Greenline, eine 100 % Tochter der PORR. Zu ihrem Leistungsspektrum gehören die Begrünung von Flachdächern und Verkehrsdämmen, Rekultivierung von Deponien, Gestaltung von Freiflächen in Wohnhausanlagen sowie die Errichtung von Bioteichen. Für die Dachbegrünungen werden zum Beispiel Rezyklate aus eigener Produktion verwendet, die sich besonders für Pflanzenwuchs eignen und wegen ihres Regenwasserretentionsvermögens einen positiven Einfluss auf den Wasserhaushalt haben.
Die PORR bringt sich fachlich intensiv ein, um den Bausektor im Sinne der nachhaltigen Nutzung von natürlichen Ressourcen weiterzuentwickeln.
Erfolgsrezept Kombination. Die Sicherung und die Sanierung von Altlasten sind wesentliche Arbeitsschwerpunkte der PORR Umwelttechnik.# Kontaminationen an Altstandorten
Kontaminationen an Altstandorten stellen oft eine komplexe Herausforderung dar und erfordern eine intensive Vorbereitung. Diese beginnt mit Gefährdungsabschätzungen und Variantenstudien als Grundlage für die Sanierungsplanung. Für die Behandlung von kontaminierten Schutzgütern eignet sich oft eine Kombination verschiedener ökonomischer und ökologischer Maßnahmen. Ganz nach den jeweiligen Gegebenheiten und Anforderungen bietet die PORR nicht nur Vorbehandlung, Räumung und Entsorgung, sondern auch weitere Maßnahmen an. Dazu zählen etwa Umschließung mit Dichtwänden, Immobilisierung, mikrobiologische oder chemisch-physikalische Abfallbehandlung, Grundwasserreinigung oder Bodenluftabsaugung. Auch im Berichtsjahr konnte die PORR erfolgreiche Projektabwicklungen vorweisen, wie zum Beispiel die K22 Lederfabrik Neuner, wo jährlich 310.000 m³ kontaminiertes Wasser aufbereitet werden. Durch die Altlastensanierung wurde eine ehemalige gefährliche Altlast zu einem attraktiven, innerstädtischen Wohnbauland umgewandelt.
Abwasserqualität maximieren, Abwasserquantität minimieren. Einsatz und Gebrauch der Ressource Wasser erfolgen in allen Heim- und Projektmärkten stets gemäß der vor Ort gültigen Gesetze und Richtlinien. Durch die Klassifizierung der verwendeten Wasserarten werden die entsprechenden Nutzungsvorgaben abgeleitet. Der Wasserverbrauch umfasst sämtliches Wasser, das entnommen und in Produkte integriert oder im Rahmen der Produktion von Beton verbraucht wird. Auch Wasser, welches verdampft, verdunstet oder aufgrund von Verschmutzung nicht mehr zurückgeführt werden kann, trägt zur Gesamtsumme des Wasserverbrauchs bei. Wir forcieren die effiziente Nutzung von Wasser sowohl bei der Bauweise als auch bei der Endnutzung der Bauprojekte. Durch die stetige Optimierung von Technologien und Abläufen sollen wasserschonende Praktiken und Betriebsmittel verwendet werden. Um den Einsatz von Frischwasser zu reduzieren oder zu vermeiden, wird bei vielen Bauprojekten Betriebswasser als Ersatz verwendet. Wasserkreislaufführungen bieten Chancen für einen wassersparenden Umgang an Baustellen und Betriebsstätten. Durch regelmäßige Überprüfung und Wartung der Sanitäranlagen kann zusätzlich Wasser eingespart werden. Vereinzelt haben wir an unseren Standorten auch Regenwasserbecken installiert. Gebrauchtes oder ungenutztes Wasser wird danach in Oberflächengewässer, Grundwasser und Meerwasser differenziert und ordnungsgemäß eingeleitet oder an Dritte übergeben. Das in den Büros anfallende Grauwasser wird in das kommunale Abwassersystem eingeleitet. Abwässer auf Baustellen können Verunreinigungen durch Kies, Sand, Zementstaub, Öle und Diesel enthalten. Letztere entstehen beispielsweise beim Waschen von LKW-Rädern. Das Wasser wird in Absetzbecken vorgereinigt und geprüft über das öffentliche Kanalnetz oder direkt in den Vorfluter eingeleitet. Qualitätsparameter, denen Abwässer vor der Einleitung entsprechen müssen, sind in den nationalen Normen für Wasserqualität und auch in den mit den Betreibern der Abwassernetze geschlossenen Verträgen festgelegt. Die PORR setzt darüber hinaus gruppenweit bei der Wasserrückführung einen hohen Standard sowie ein hohes Schutzniveau voraus. Es gilt das Prinzip, Abwasserqualitäten zu maximieren und Abwasserquantitäten zu minimieren, sei es an Bürostandorten, Anlagen oder Baustellen. Dazu werden laufend neue Verfahren entwickelt und implementiert.
Von Beginn an mitdenken. Wasserbedingte Auswirkungen werden im Rahmen von Bewilligungsverfahren errechnet, abgewogen und minimiert. Vor Beginn jeglicher Bauvorhaben werden anhand einer Checkliste relevante Umweltaspekte ermittelt und beurteilt – ausgehend von den durchzuführenden Tätigkeiten und den Auswirkungen auf das Wasser. So können etwa durch fehlerhafte Lagerung von Treibstoff Boden- und Wasserverunreinigungen stattfinden. Auch defekte Geräte, wie z.B. durch das Platzen eines Hydraulikschlauchs, können zur Verunreinigung des Grundwassers führen. Durch die regelmäßige Wartung sowie Geländesicherung gegen Verunreinigungen sollen etwaige Wasserverschmutzungen vermieden werden. Bei unvorhergesehenen Ereignissen, die eine Gefahr für Mensch und Natur darstellen, sorgen Notfallpläne für eine rasche und sichere Entschärfung der Situation und für die Behebung des Schadens. Des Weiteren gibt es klare Anweisungen im Umgang mit Gefahrstoffen, nicht nur aus Arbeits-, sondern auch aus Umweltschutzgründen. Immer wieder gibt es in der Nähe von Baustellen Flüsse, Bäche und Seen, die als anfällig für Wassereinleitung gelten. Um verunreinigtes Wasser zu vermeiden, setzt die PORR filternde Abdeckungen ein. Der pH-Wert wird in gefährdeten Bereichen getestet, um die Anforderungen der Umweltbehörden zu erfüllen. In Rumänien sind zudem auf den Baustellen Aufbereitungsanlagen vorgesehen, um das Wasser gemäß der nationalen Vorgaben zu reinigen. Diese kommen zum Beispiel bei Waschrampen für LKW und Recyclinganlagen für Betonwerke zum Einsatz.
In den Heimmärkten der PORR und auch in Norwegen gibt es bislang kaum Regionen mit Wasserstress. Ganz anders sieht es in den Projektmärkten Katar und den VAE aus. Sie gehören zu den trockensten Ländern der Welt und haben nur begrenzte Wasserressourcen. Die Länder verfügen über keine frischen Oberflächenwasservorkommen und sind dementsprechend für die Versorgung auf Dritte angewiesen. Um die Verunreinigung des Grundwassers zu vermeiden, setzt die PORR während des gesamten Bauprozesses auf wasserschonende Praktiken. Zusätzlich werden die Wasserqualität regelmäßig überwacht und Umweltberichte erstellt, deren Ergebnisse anhand der gesetzlichen Anforderungen analysiert werden. Bei festgestellten Abweichungen werden umgehend Korrekturmaßnahmen ergriffen. Zudem wird sichergestellt, dass wasserbezogene Ziele in die jährlich überarbeitete Umweltpolitik von PORR Qatar aufgenommen werden. Die Einleitung von Abwässer jeglicher Art in das Meerwasser ist strengstens verboten. Daher beauftragt die PORR Qatar lizenzierte Dritte mit der Sammlung des auf der Baustelle oder im Büro anfallenden Abwassers sowie mit dessen umweltgerechter Entsorgung. Vor Beginn jeglicher Bauvorhaben werden relevante Umweltaspekte ermittelt und beurteilt.
Die PORR wird verstärkt ihre Lieferkette auf deren Wasserfußabdruck untersuchen, um künftig von der Planung über die Errichtung, bis hin zur Nutzung von Bauwerken positiven Einfluss auf den Wasserkreislauf nehmen zu können. Bestehende Standorte werden auf potentielle Auswirkungen auf die umgebende Natur untersucht. Im Rahmen der Strategie Green and Lean werden Umweltschutzmaßnahmen gezielt entwickelt. Des Weiteren werden technische Möglichkeiten für Wasserkreislaufführungen sowie das Ersetzen von Frischwasser in der Rohstoffproduktion getestet.
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1 IPBES, 2019, World Economic Forum, 2023
Auch wenn die Digitalisierung voranschreitet: Bauen bedeutet körperliche Arbeit. Die Sicherheit und die Gesundheit ihrer Mitarbeitenden haben deshalb für die PORR einen besonderen Stellenwert. Intensive Schulungen, Safety Walks und eine sichere Ausrüstung sind wichtige Instrumente, um ihre Vision Zero – null Unfälle – zu erreichen.
Auf Sicherheit bauen. Arbeitssicherheit ist die Grundlage für jegliches erfolgreiche Bauvorhaben. Im Berichtsjahr wurde ein besonderes Augenmerk auf notwendige Grenzwerte von Quarzstaub und Mineralfasern gelegt, um Gesundheitsschäden in den Atemwegen zu vermeiden. Die von den Bauverbänden in Zusammenarbeit mit der Arbeitsinspektion in Österreich, der Bau-Gewerkschaft, der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft, dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales in Deutschland und den europäischen Sozialpartnern der Bauwirtschaft in den letzten Jahren entwickelte Branchenlösungen zur Quarzvermeidung bzw. -minimierung waren demnach umzusetzen. Die Anwendung der darin beschriebenen Arbeitsverfahren stellt eine wirksame Bekämpfung von Staub und der damit verbundenen Gesundheitsgefährdung dar. Auch der Entwicklung innovativer Technologien kommt hier eine große Bedeutung zu.
Grundlage der Kultur, Basis des Erfolgs. Sicher unterwegs auf der Baustelle und im Büro: Arbeitssicherheit ist in der Unternehmenskultur der PORR unverzichtbar. Sie ist die Basis für einen nachhaltigen Erfolg. Lärm, Staub sowie der Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen und Geräten sind nur einige Beispiele von potentiellen Gefahren am Bau. Nur moderne, sichere und dem Stand der Technik entsprechende Arbeitsverfahren bieten bestmöglichen Schutz für Mitarbeitende, Partner, Bauherren und Anrainer sowie für die Umwelt. Zudem ist ein gemeinsamer kontinuierlicher Verbesserungsprozess mit Lieferanten und Dienstleistern notwendig, um Arbeitsschutz entlang der gesamten Bau-Wertschöpfungskette sicherzustellen. Das vielfältige Betätigungsfeld der Baubranche erfordert Agilität und Innovationskraft in Hinblick auf moderne Präventionsansätze zum Schutz der Mitarbeitenden. Die Unterzeichnung der PORR Sicherheitscharta durch den Vorstand und die Belegschaftsorgane bildet ein eindeutiges Commitment zum aktiven Arbeitsschutz. Dieses äußert sich in zahlreichen Sicherheitsvorkehrungen, Präventionsmaßnahmen und Leitlinien sowie in laufende Verbesserungen.
Vision Zero. Als Grundlage für alle Managementprozesse in diesem Bereich dient die Norm ISO 45001.# Anweisungen für ein sicheres Arbeiten sind in unterschiedlichen Dokumenten festgehalten, die je nach Bedarf übersetzt und zum Teil mit dem Einsatz von Piktogrammen verdeutlicht werden. Ziel ist stets die allgemein gute und rasche Verständlichkeit. Nachfolgend einige wichtige Richtlinien und Kommunikationsmittel:
* Code of Conduct für Mitarbeitende und Geschäftspartner
* Vision Zero
* PORR Sicherheitscharta
* Arbeitssicherheitsrichtlinie sowie ergänzende arbeitssicherheitsrelevante Dokumente des integrierten Managements
* Bereichsspezifische Arbeitsanweisungen (z. B. Umgang mit diversen Baumaschinen, Ladegutsicherungen, etc.)
Die Vision Zero bildet die Grundlage und den Leitfaden zur Annäherung an das Ziel von null Arbeitsunfällen. Definiertes Zwischenziel ist eine Unfallhäufigkeit der PORR Gruppe von weniger als zehn Unfällen pro eine Million geleisteter Arbeitsstunden.
Gesundheit schützen und fördern. Die Koordination, Steuerung und stetige Optimierung der Maßnahmen zur Steigerung der Arbeitssicherheit erfolgt in Abstimmung mit dem Vorstand, der regionalen Geschäftsführung und der Abteilung Arbeitssicherheit. In den jeweiligen PORR Märkten sind eigene Arbeitssicherheitsausschüsse eingerichtet, die aus Arbeitnehmervertretern, Mitgliedern von Präventivdiensten, wie etwa Sicherheitsfachkräfte, Arbeitsmedizinern, Arbeitspsychologen und dem Arbeitgeber bestehen. Diese arbeiten wiederum mit den Fachkräften für Arbeitssicherheit und den Belegschaftsorganen zusammen und sind regelmäßig an den unterschiedlichen Arbeitsplätzen präsent, um vor Ort den Bedarf der Beschäftigten zu erheben sowie deren Gesundheit zu schützen und zu fördern.
Die Vision Zero bildet den Leitfaden für das Ziel von null Arbeitsunfällen.
Die PORR engagiert sich in diversen Organisationen, Gremien und Komitees für eine sichere Baubranche. Nachstehend einige Beispiele dafür:
* European Construction Industry Federation (FIEC)
* European Federation of Foundation Contractors
* International Tunneling Association EU
* Normenkomitee für Arbeitsschutz, Ergonomie, Sicherheitstechnik
ISO und noch viel mehr. Neben dem Code of Conduct für Mitarbeitende und Geschäftspartner sowie diversen Richtlinien gilt in sämtlichen PORR Märkten der internationale Arbeits- und Gesundheitsschutzstandard ISO 45001. Alle Beschäftigten, alle Aktivitäten und alle Arbeitsplätze sind damit abgedeckt. Die Schutzvorgaben an den Baustellen gelten zudem auch für Leiharbeiter und beauftragte Unternehmen.
Der Zielerfüllungsgrad wird in Besprechungen mit dem Vorstand, dem CR Steering Committee und dem Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss erörtert. Für eine effektive Steuerung und Überwachung der arbeitssicherheitstechnischen Prozesse und Maßnahmen sind Arbeitsschutzausschüsse sowohl konzernweit als auch länderspezifisch eingerichtet. In Österreich ist zusätzlich in jeder Organisationseinheit mit mehr als 100 Beschäftigten ein weiterer Arbeitsschutzausschuss eingerichtet. Die Ausschüsse tagen mindestens einmal im Jahr. In Deutschland werden diese quartalsmäßig einberufen, um die Weiterentwicklung von Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen voranzutreiben. Deren Teilnehmerkreis setzt sich zusammen aus Geschäftsführung, Niederlassungsleitung, Teamleitungen, Leitung Rechtsabteilung, Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit und Belegschaftsorganen sowie Leitung Human Resources.
Durch länderübergreifende Koordination und Abstimmung stellen wir die Einhaltung von unternehmensweiten Sicherheits- und Gesundheitsstandards sicher. Dazu werden regelmäßige Kontrollen einerseits durch die Mitarbeitenden selbst anhand der Sicherheits-Check-Karten und anderseits durch das Management in Form von Safety Walks durchgeführt.
Im Jahr 2022 verringerte sich die Unfallhäufigkeit gruppenweit um rund 3 %, wobei sich in der Schweiz und in Polen die Unfallzahlen signifikant verbesserten. Daneben reduzierte sich in Deutschland und der Slowakei ebenso die Unfallhäufigkeit. Die PORR Märkte Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei, Rumänien, Norwegen, Katar und die VAE wiesen eine Unfallhäufigkeiten von deutlich unter zehn Arbeitsunfällen pro eine Million geleistete Arbeitsstunden auf.
Drei Viertel aller arbeitsbedingten Verletzungen sind auf für den Baubetrieb typische Unfallhergänge zurückzuführen. Dazu gehören „Sturz und Fall“, „Umgang mit Handwerkzeugen und angetriebenen Handwerkzeugen“, „Herabfallen/Umfallen/Getroffen werden von Gegenständen“ sowie „Einklemmen/Einquetschen“. Die häufigsten Verletzungsarten waren Quetschungen und Prellungen, Verstauchungen, Zerrungen und Bänderrisse sowie Stich-, Schnitt-, Hieb- und Hackwunden.
Dokumentierbare arbeitsbedingte Verletzungen, Verletzungen mit schweren Folgen und Todesfälle werden mittels Unfallmeldeformular erfasst und gemeldet. Ebenso werden erkannte Gefahrenquellen und Beinaheunfälle mittels eines Formulars oder Gefahrenmeldungsheft gemeldet. Die Raten der angeführten Kennzahlen werden je eine Million geleistete Arbeitsstunden gerechnet. Demnach ist die Unfallhäufigkeit die Anzahl der arbeitsbedingten Verletzungen x 1.000.000 / geleistete Arbeitsstunden.
Prävention entscheidet. Null arbeitsbedingte Verletzungen ist das Ziel, welches die PORR aktiv verfolgt. Um diese Vision zur Realität zu machen, bedarf es umfangreicher Initiativen und klarer Regeln. Die Vision Zero bildet eine Basis für unser Präventionskonzept. Sieben Regeln geben Anleitung zur Umsetzung und Zielerreichung:
Im Rahmen der Vision Zero wurden im Jahr 2022 die Themen Abbrucharbeiten und sicherer Umgang mit Sicherheitsmessern und alternativen Schnittwerkzeugen konzernweit abgehandelt. Mit jeweils einer Unterweisungshilfe, einer Arbeitsanweisung sowie einem illustrierten Plakat – alle in sechs Sprachen verfügbar – wurden gemeinsame Grundlagen für das sichere Arbeiten auf Baustellen und in Arbeitsstätten geschaffen. Zudem wurde eine Befragung und Analyse sowohl der Linienorganisation als auch des Bereiches Arbeitssicherheit mit Unterstützung eines externen Beraters durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, die Umsetzung der Vision Zero der PORR in den Projekten und auf den Arbeitsstätten nachhaltig zu verbessern. Dafür erforderliche Maßnahmen werden in gemeinsamen Workshops zwischen operativen Führungskräften, verschiedenen Stabstellen und der Abteilung Arbeitssicherheit erarbeitet.
Das Tragen von Schutzhelmen, Warnbekleidung und Sicherheitsschuhen ist für alle auf der Baustelle tätigen Personen Pflicht. Beim Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen, die im Vorfeld bereits in der Gefährdungsbeurteilung identifiziert wurden, gelten erhöhte Sicherheitsmaßnahmen. Mit entsprechender Schutzausrüstung und vorgegebenen Grenzwerten werden z. B. Gehörschäden durch Lärm und Beeinträchtigungen der Atemwege durch Staub verhindert. Um Gesundheitsgefährdungen durch Hand-, Arm- und Ganzkörpervibrationen zu vermeiden, kommen nur dem Stand der Technik entsprechende Geräte zum Einsatz. Durch den bevorzugten Einsatz von ferngesteuerten Verdichtungsgeräten, selbstfahrenden Arbeitsmitteln sowie Geräten mit Bedienersitz werden die Belastungen im Hinblick auf Vibrationen minimiert.
Sensibilisierung vor Ort. Vorbildwirkung und Führungsverantwortung wird mit den Safety Walks durch die Managementebenen gelebt. Diese für die Führungskräfte verpflichtende Maßnahme ermöglicht es, die Arbeitssicherheit auf den Baustellen und in den Arbeitsstätten schnell und zielgerichtet zu bewerten und zu steuern. In vielen Organisationseinheiten wurde der Safety Walk auch eigeninitiativ auf die Bauleitungen, Techniker und Poliere ausgeweitet und dient zur Eigenkontrolle. Der kontinuierliche Verbesserungsprozess wird damit nicht nur dokumentiert, sondern auch vorangetrieben.
Der Bericht zum Safety Walk wird anschließend digital an die Sicherheitsfachkraft und den jeweiligen Vorgesetzten verteilt. Dies bietet die Plattform für einen Austausch zwischen Sicherheitsfachkräften und Führungskräften in Bezug auf die Weiterentwicklung und Bedarfserkennung von Präventionsmaßnahmen. In Deutschland wurde durch eine Neustrukturierung der Gefährdungsbeurteilungen die Dokumentation des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes anwenderfreundlicher und innovativer gestaltet. Optimierte Betriebsanweisungen und ein Gefahrstoffkataster werden den operativen Einheiten zur Anwendung zur Verfügung gestellt.
Verpflichtende Safety Walks ermöglichen es, die Arbeitssicherheit auf den Baustellen und in den Arbeitsstätten schnell und zielgerichtet zu bewerten und zu steuern.
Wissen on tour. Prävention bedeutet Wissenserweiterung, Zusammenarbeit und Austausch. Mit der Initiative AUVA-Bus wurde mit dem Versicherungsträger eine interaktive Zusammenarbeit im Sinne der Prävention ermöglicht und umgesetzt. Mit dem AUVA-Bus tourten Präventionsspezialisten der AUVA mit Sicherheitsfachkräften der PORR durch Südösterreich. Entsprechend den Anforderungen der PORR Baustellen wurden die Mitarbeitenden gemeinsam über die Maßnahmen zur Gefahrenabwehr informiert. Die Anregungen des Versicherungsträgers bieten die Möglichkeit, für die Weiterentwicklung der Schutzmaßnahmen den Blick von Außen zu nutzen.
Mit Bildern gegen Sprachbarrieren.# Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz
Die Baubranche ist durch die Herabsetzung der Grenzwerte von Quarzstaub und die Einstufung als krebserregender Arbeitsstoff gefordert, den Schutz der Arbeitnehmer weiter voranzutreiben. Die PORR nimmt diese Verantwortung wahr und schult sowohl Führungskräfte als auch operative Mitarbeitende über den sicheren Umgang mit Quarzstaub. Die Basis baut auf nationalen oder internationalen Branchenlösungen und betrifft staubarme Arbeitsverfahren zur Vermeidung und Expositionsminimierung. Auch die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel werden evaluiert und erforderliche Anpassungen zum Beispiel bei Absaugeinrichtungen oder Arbeitsmitteln mit Bewässerungseinrichtungen vorgenommen. Des Weiteren wurden Betriebsanweisungen in vorwiegend bildlicher Darstellung, und damit über Sprachbarrieren hinweg, erstellt.
Kontrolle schützt. Technische Anlagen und Arbeitsmittel werden im Rahmen der gesetzlichen Instandhaltungsfristen und Herstellerangaben regelmäßig überprüft und gewartet. Sollten im Zuge von Baustellen-Audits ungeprüfte Arbeitsmittel gefunden werden, so werden diese umgehend außer Betrieb genommen.
Bei der Beschaffung von Anlagen und Arbeitsmitteln wird darauf geachtet, dass diese den geltenden Rechtsvorschriften hinsichtlich Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen entsprechen und gekennzeichnet sind.
Klare Arbeitsschutzziele zu definieren ist Teil unserer Vision Zero. Daher setzte die PORR Österreich einen Schwerpunkt auf die Minimierung von Schnittverletzungen durch sichere, auf die Anwendung abgestimmte und intern getestete Sicherheitscutter und passendes Zubehör, insbesondere eine sichere Aufbewahrungsmöglichkeit für gebrauchte Klingen (Safebox).
Sicher bewegen. Die Tätigkeit auf Baustellen stellt besondere Anforderungen an den Bewegungsapparat insbesondere an die Fußgelenke der Mitarbeitenden dar. Einen großen Anteil an Unfällen auf Baustellen hat das Stolpern, Hinfallen und Ausrutschen beim Gehen. Dies wurde im Osten Österreichs zum Anlass für eine Präventionsmaßnahme genommen. Im Bereich Tiefbau Wien und Niederösterreich wurden gemeinsam mit dem Hersteller, unter Berücksichtigung von anatomischen und ergonomischen Gesichtspunkten, spezielle Sicherheitsschuhe mit Umknickschutz für die individuellen Bedürfnisse der Mitarbeiter ausgewählt. Nach einer erfolgreichen Testphase wurden diese Sicherheitsschuhe in den Bereichen eingeführt.
Die Sicherheits-Check-Karte, die mit einem Klipp an der Arbeitsbekleidung befestigt werden kann, beinhaltet fünf kurze Fragen zur Sicherheit am Arbeitsplatz und die wichtigsten Piktogramme zur sicherheitstechnischen Orientierung bei der geplanten Tätigkeit. Sie ist in zwölf verschiedenen Sprachen verfügbar und bietet somit allen Mitarbeitenden die Möglichkeit, die Risiken am Arbeitsplatz vor Aufnahme der Tätigkeit einzuschätzen.
Aus Fehlern lernen. Zur Steigerung des Sicherheitsbewusstseins sind diverse Schulungen zum Thema Arbeitsschutz gruppenweit verpflichtend. Der Austausch zu praktischen Erfahrungen und Herausforderungen auf Baustellen und in Arbeitsstätten sowie zu möglichen Präventionsansätzen sind ein wichtiger Bestandteil der Weiterbildung. Im Anschluss an die Schulungen werden die erarbeiteten Inhalte mittels Wissenscheck abgefragt. Zusätzliche regelmäßige Unterweisungen, Erste-Hilfe-Kurse und Einführungstrainings sollen die Mitarbeitenden auf potentielle Gefahren, Sicherheitsvorkehrungen und Verbesserungspotenziale hinweisen. In den jeweiligen Heim- und Projektmärkte werden bedarfsspezifisch weitere Schulungsformate angeboten.
Aktive Verbesserung. In Zusammenarbeit mit den Führungskräften und der Bauleitung werden in Österreich und Deutschland nach Arbeitsunfällen Gespräche mit der betroffenen Person geführt. Dies dient der Aufarbeitung der Ereignisse und der Sensibilisierung aller Mitarbeitenden in Hinblick auf die sichere Durchführung der Arbeiten. Die Sicherheitsfachkräfte stehen hier beratend zur Seite, unterstützen bei der Maßnahmenfindung und geben Inputs zu Verbesserungsprozessen. Die Erkenntnisse werden von den Sicherheitsfachkräften aufgenommen und zum Beispiel in Jahresunterweisungen an die Mitarbeitenden anderer Organisationseinheiten weitergegeben.
Achtung Gefahr! Ein Safety Alert ist eine rasche Möglichkeit des Wissenstransfers und des Lernens aus Ereignissen innerhalb des Unternehmens. Kommt es zu einem Beinaheunfall, Unfall oder wird eine Gefahrenquelle entdeckt, sammelt die Sicherheitsfachkraft bei der Erhebung im Rahmen von Gesprächen mit den involvierten Personen Informationen und bereitet diese grafisch und schriftlich für die Kommunikation an die Mitarbeitenden auf. Der Safety Alert enthält eine kurze Beschreibung des Vorfalls, die möglichen Auswirkungen und die Präventionsmaßnahmen, welche erforderlich sind, um ähnliche Ereignisse zukünftig zu verhindern. Weiters werden sie als Grundlage für Sicherheitskurzgespräche, Unterweisungen und als Aushang verwendet. Die Verteilung erfolgt durch die Linienorganisation und über die interne Plattform PORRtal. Um aus gefährlichen Situationen und Ereignissen zu lernen, haben alle Mitarbeitenden die Möglichkeit, eine Meldung mittels Gefahrenmeldungsheft oder Formular im PORRtal zu machen, dies kann auch anonym erfolgen. Die Sicherheitsfachkräfte analysieren und klassifizieren die Vorfälle. Daraus werden Präventionsmaßnahmen abgeleitet. Ein digitales Meldetool, eine App, bietet den Mitarbeitenden in Norwegen die Möglichkeit, erkannte Gefährdungen zu dokumentieren. Deutschland führte zusätzlich ein Pilotprojekt mit einer Sicherheits- und Melde-App innerhalb der Stump-Franki Gruppe in der Region West durch.
Flexibel lernen. 2022 wurde mit der Entwicklung eines digitalen Lerntools für Arbeiter begonnen. Die Mehrsprachigkeit und die bildhafte Sprache ermöglichen es, flexibel und ortsunabhängig zu lernen. Dieses Tool soll nun gruppenweit ausgerollt werden.
Arbeitsschutz digital. Im Rahmen der Weiterentwicklung der Digitalisierung von Arbeitssicherheitsthemen ist die Einführung eines digitalen Sicherheitschecks der Baustelle und der Arbeitsstätten durch die Aufsichtspersonen geplant. Diese Eigenkontrolle soll einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung der operativen Führungskräfte und zur Verbesserung der Sicherheit der Mitarbeitenden leisten. Außerdem wird die Steuerung der Arbeitssicherheit mittels Kennzahlen neu ausgerichtet und optimiert. Ergänzend zu den reaktiven Indikatoren werden präventive und proaktive Kennzahlen in den Vordergrund gerückt. Dazu gehört die Anzahl der Meldung der Beinaheunfälle, die Anzahl der Safety Walks und die Anzahl der Unfallrückkehrgespräche. Zur Schaffung weiterführender gruppenweiter Standards ist eine intensivierte länderübergreifende Zusammenarbeit der Fachkräfte für Arbeitssicherheit, Arbeitspsychologen, der arbeitsmedizinischen Dienste und weiterer Fachexperten geplant. Dies soll vorzugsweise in virtuellen Zusammenkünften und gemeinsamen Projekten zwischen den Ländern erfolgen.
Arbeitsschutz digital: Einführung eines digitalen Sicherheitschecks der Baustellen und der Arbeitsstätten durch die Aufsichtspersonen.
We care 4 you. Lange gesund bleiben – das möchte die PORR den Mitarbeitenden mit gesundheitsfördernden Maßnahmen ermöglichen. Nur wer gesund ist, kann sich optimal entwickeln und zum Unternehmenserfolg beitragen. Gerade in Zeiten von multiplen Krisen sind hohe Flexibilität und Belastbarkeit notwendig. Mit dem neu implementierten betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) und der Fortführung der betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) sowie einem Netzwerk an Arbeitsmedizinern stellt die PORR das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Mitarbeitenden in den Vordergrund. Ihr Engagement wurde im Jahr 2022 mit dem BGF-Gütesiegel bestätigt, das erneut für weitere zwei Jahre verliehen wurde.
Über das Gesetz hinaus.# Das neu geschaffene BGM ist auch mit der Umsetzung der Vorgaben der ISO 45001 befasst, die teilweise weit über den gesetzlich geregelten Rahmen hinausgehen.
Alle an einem Tisch. Sämtliche Gesundheits-Stakeholder im Unternehmen sind im Lenkungsausschuss des BGM vertreten. Der Ausschuss setzt sich zusammen aus: Geschäftsführung, Leitung Human Resources, Leitung Arbeitssicherheit, Leitung Arbeitsmedizin, Leitung psychologische Beratung, Leitung BGF, Leitung BGM sowie Angestellten- und Arbeiterbetriebsrat. Mit der Umsetzung sind neben den verantwortlichen Gesundheits-Stakeholdern im BGM auch die Arbeitssicherheit, die Arbeitsmediziner und die regionalen Gesundheitsansprechpartner befasst.
Mit folgenden Organisationen stehen wir im fachlichen Austausch:
Rasche Umsetzung, hoher Stellenwert. Alle Maßnahmen im Rahmen des BGM werden im Gremium aller Gesundheits-Stakeholder und Entscheidungsträger beschlossen. Der Fokus ist die zentrale Weiterentwicklung und Steuerung von Gesundheitszielen.
Arbeitsbedingte Erkrankungen können aus Datenschutzgründen größtenteils nicht umfassend erfasst werden. Eine Meldung der arbeitsbedingten Erkrankungen, wie z. B. Bandscheibenvorfällen, Lärmschwerhörigkeit oder Hautkrebs, gelangt nur äußerst bedingt direkt an die Arbeitsmediziner. Eine Analyse der Anzahl von arbeitsbedingten Erkrankungen ist daher nicht repräsentativ. Eine der Aufgaben des BGM ist die Implementierung einer Evaluierungsmethode zur Entwicklung von Kennzahlen, anhand der Veränderungen im Gesundheitsbereich messbar gemacht werden können.
Fit und gesund durch den Berufsalltag. Um die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen und zu fördern, setzt die PORR einerseits auf Schutzvorkehrungen und Präventionsmaßnahmen für eine verbesserte Arbeitswelt. Andererseits forciert sie auch das Empowerment der Beschäftigten, damit diese selbst befähigt sind, für ihre Gesundheit Sorge zu tragen. Gesundheitsschädliche Einflüsse am Arbeitsplatz sollen so erkannt und vermieden werden. Die PORR bietet zudem ihren Beschäftigten zahlreiche Angebote in den Bereichen Sport, Bewegung, Ernährung und psychische Gesundheit. Im Rahmen der BGF reichen die diversen Angebote von Tipps für gesunde Ernährung sowie medizinische Beratungen, über Bewegungsräume und Fitnesskurse bis hin zu themenspezifischen Gesundheitstage.
Auch international gibt es eine Vielfalt an Angeboten:
Gesundheit proaktiv managen. Mit dem 2022 implementierten BGM sollen in Zukunft die diversen Angebote für eine gezielte Koordination und Steuerung gebündelt werden. Diese werden flächendeckend ausgerollt und schaffen mehr Bewusstsein der Mitarbeitenden. Regionale Verantwortliche (national und international) werden geschult, um in allen Bereichen Ansprechpartner und Multiplikatoren für Gesundheitsthemen zu etablieren. Des Weiteren beinhaltet das BGM:
Helfen, bevor es wehtut. Österreichweit sind derzeit zehn Arbeitsmediziner für die PORR tätig. Diese begehen regelmäßig Baustellen, um die Mitarbeitenden bei der Einhaltung der Gesundheitsvorschriften (z. B. Hygiene) zu unterstützen und bei Bedarf entsprechende Maßnahmen einzuleiten. In den PORR Märkten gibt es direkte Kooperationen sowohl mit Arbeitsmedizinern (z. B. in Deutschland) als auch mit arbeitsmedizinischen Diensten (wie in Norwegen). Diese arbeiten eng mit den Sicherheitsfachkräften und dem Betriebsrat zusammen. Die Beratung und Zusammenarbeit mit der Abteilung Arbeitssicherheit, Nachbesprechungen von Unfällen sowie Hilfestellungen bei komplexen Arbeitsanforderungen sind nur einige der weiteren Aufgaben der Arbeitsmediziner. Das Arbeitsmedizinernetzwerk betreut nicht nur das gewerbliche Personal auf den Baustellen, sondern berät Beschäftigte auch an anderen Arbeitsplätzen. Das Ziel ist es, den aktuellen arbeitsmedizinischen Bedarf abzuklären und für die Gesundheit der Mitarbeitenden Sorge zu tragen. Sämtliche personenbezogenen Gesundheitsinformationen werden vertraulich im Sinne der Datenschutzgrundverordnung behandelt und nicht an Dritte weitergegeben.
Im Berichtsjahr 2022 wurden folgende Schwerpunkte gesetzt, die zum Teil im Jahr 2023 implementiert werden:
Lange gesund bleiben – das möchte die PORR mit gesundheitsfördernden Maßnahmen ermöglichen.
Nicht nur der Körper zählt. Auch die psychische Gesundheit ist uns ein Anliegen. Bereits seit 2008 gibt es bei der PORR eine unabhängige Beratungsstelle für alle Mitarbeiter und Führungskräfte. An diese Beratungsstelle können sich alle Mitarbeiter wenden, um belastende Probleme zu besprechen. Die Beratungen sind für die Ratsuchenden kostenlos und anonym und unterliegen der Verschwiegenheitspflicht. Themen können unter anderem sein: Burnout, Überlastung, Mobbing, Schlafstörungen und Konflikte mit Kollegen beziehungsweise mit der Führungskraft. Ziel der Beratungsstelle ist eine rasche und unbürokratische Lösung und Hilfestellung für die Ratsuchenden. Auch bei – leider nicht immer vermeidbaren – Arbeitsunfällen steht die Beratungsstelle als erste Anlaufstelle mit Rat und Tat zur Verfügung bzw. organisiert bei Bedarf kurzfristig den Einsatz eines Kriseninterventionsteams.
Wir kümmern uns, nicht nur am Arbeitsplatz. Die PORR bietet den Mitarbeitenden ein zusätzliches Sicherheitsnetz. Dazu gibt es in den PORR Märkten unterschiedliche Versicherungs- und Pflegeservices, abgestimmt auf regionale Gegebenheiten.
Im DACH-Raum stellt die PORR gemeinsam mit der Vienna Insurance Group ein Gruppenversicherungsmodell bereit. PORR Care+ bietet finanzielle Soforthilfe bei schwerer Krankheit und Ableben. Bei Ereigniseintritt und unter Berücksichtigung bestimmter Krankheitsparameter erhalten die versicherten Beschäftigten einen einmaligen Betrag von EUR 20.000. Bei Ableben wird dieser Betrag dem Begünstigten bzw. den Angehörigen ausbezahlt. Die PORR übernimmt die Hälfte der Prämie als Maßnahme der freiwilligen Zukunftssicherung.
Darüber hinaus wir ein eigenes Pflegefreistellungsmodell für Österreich und Deutschland angeboten. Dieses ermöglicht Beschäftigten, sich drei Monate lang um ihre Angehörigen bei Fortzahlung der Bezüge zu kümmern. Voraussetzung ist, dass für den akuten Pflegefall ein Antrag auf Zuerkennung von Pflegegeld der Stufe 3 (Stufe 2 in Deutschland) gestellt wird.
Maßgeschneiderte Angebote gibt es auch in anderen Märkten. In Polen stellt die PORR den Beschäftigten nicht berufsbedingte medizinische Versorgung auch für Familienangehörige zu den Mindestkosten zur Verfügung. Die Programme umfassen neben Zivilisationskrankheiten und gesunder Ernährung auch eine spezielle Betreuung von Frauen. In Rumänien wiederum ermöglicht die PORR ihren Mitarbeitenden den Zugang zu medizinischer Versorgung über eine individuelle Gesundheitsmitgliedskarte, die für ein privates Netzwerk von Kliniken und Gesundheitseinrichtungen gilt. Die monatlichen Kosten für diese Leistungen werden von der PORR getragen.
Weiter vorwärts gehen. Im Bereich Gesundheit wird die Umsetzung des BGM und der damit verbundene Austausch mit allen Stakeholdern auch 2023 intensiv weitergeführt. Dazu gehört auch die Implementierung eines Evaluierungstools, das die Etablierung von Kennzahlen erleichtert und die Steuerung verbessert.# ARBEITSWELTEN
Wir wissen, wem wir unseren Erfolg verdanken: unseren Mitarbeitenden. Ihre Wertschätzung ist deshalb Basis der Unternehmenskultur. Konkret bedeutet das: Die PORR ist nicht nur ein Bauunternehmen, sondern auch Förderer und Ermöglicher, Ermutiger und Absicherer. Und das über den Arbeitsplatz hinaus.
Neue Technologien, Globalisierung und demografischer Wandel verändern die Arbeitswelt rasant und fordern von Unternehmen eine hohe Anpassungsfähigkeit. Für die PORR gilt: Herausforderungen und Umbrüche in der Gesellschaft erfolgreich anzunehmen und nachhaltig zukunftsfähig zu bleiben. In diesem Kontext gilt es, nicht nur die Rahmenbedingungen anzupassen, sodass Chancengleichheit und Möglichkeiten noch mehr gefördert werden. Zusätzlich ist die PORR als Unternehmen auch in der Pflicht, sich aktiv und bewusst für eine Kultur einzusetzen, die dies gleichermaßen unterstützt. Basis dafür sind die PORR Prinzipien, die auf gegenseitigen Vertrauen, Wertschätzung und Leistung beruhen.
Die Beschäftigten der PORR sind die treibende Kraft für ihr Geschäft. Dabei baut sie an unser aller Zukunft: Sie errichtet Gebäude, Tunnel, Brücken und Straßen, schafft Karrierewege und gestaltet so das Leben ihrer Mitarbeitenden. Die PORR ist bestrebt, als Top-Arbeitgeberin zu agieren und ein attraktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Um weiterhin erfolgreich zu sein, will die PORR die besten Talente gewinnen, weiterentwickeln und halten. Bei allem, was die PORR macht, hat sie den Anspruch, international anerkannte und faire Arbeits- und Sozialstandards einzuhalten. Unser ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden der Beschäftigten. Durch Förderung von Vielfalt und Inklusion sowie lebenslangem Lernen werden Innovationskraft, Motivation und Leistungsbreite gestärkt. Marktkonforme Vergütung und flexible Arbeitsmodelle runden das Angebot ab. Zudem wurde 2022 der Arbeitgeberauftritt erneuert.
Unsere Maßnahmen werden honoriert:
* Die PORR war 2022 einer der besten Ausbildungsbetriebe in Deutschland laut einer Studie von „Deutschland Test“.
* „Top-Lehrbetrieb“ – ein Qualitätssiegel für vorbildliche Lehrbetriebe mit Ausbildungsstandort Wien, vergeben von der Wirtschaftskammer Wien
* „Staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb“ – Das Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft zeichnet Lehrbetriebe, die besondere Leistungen in der Lehrlingsausbildung erbringen, aus.
* kununu Top Company 2022
* „Arbeitgeber der Zukunft“ vom Deutschen Innovationsinstitut für Nachhaltigkeit und Digitalisierung
Die zentrale Steuerung von Recruiting, Employer Branding sowie Aus- und Weiterbildungsthemen erfolgt durch die Abteilung Group Human Resources in enger Abstimmung mit dem Vorstand. Diese Themen stellen eine zentrale Säule der Unternehmensstrategie dar. Die Abteilung Group Human Resources entwickelt und steuert diese Themen für die gesamte Gruppe, während die lokalen Human Resources Einheiten in den Ländern für die Umsetzung verantwortlich sind.
Mit folgenden Kooperationspartnern gestalten wir die Arbeitswelt von Morgen und/oder stehen im fachlichen Austausch:
* Berufsförderungsinstitut (BFI)
* Charta der Vielfalt
* IBIS Acam
* Jugend am Werk
* Lehrbauhof
* Lobby-16
* Teach For Austria
* UN Global Compact
* UN Women‘s Empowerment Principles
Kooperation zählt. Zur Sicherstellung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit im gesamten Konzern gibt es in Österreich und Deutschland Betriebsräte, welche die Interessen der Beschäftigten vertreten. Auf europäischer Ebene ist unser Sozialpartner der europäische Betriebsrat. In Kooperation werden Projekte erarbeitet, bei denen die Beschäftigten im Mittelpunkt stehen. Die PORR will ein motivierendes Umfeld fördern, den Zusammenhalt durch Events unterstützen und für ihre Beschäftigten angenehme Rahmenbedingungen schaffen. Aufgrund unterschiedlicher gesetzlicher und vertraglicher Grundlagen in unseren Märkten werden gezielte Maßnahmen in Abstimmung mit dem Vorstand und der Abteilung Group Human Resources gesteuert. Die lokalen Human Resources-Teams bearbeiten dezentral die länderspezifischen Themen und stimmen sich mit den lokalen Managementteams ab. Betriebliche Änderungen, wie etwa personelle Veränderungen, werden bedarfsabhängig, aber immer mindestens vier Wochen vor Eintritt in der internen Mitarbeiter-Plattform PORRtal veröffentlicht. Unser ganzheitlicher Ansatz berücksichtigt das körperliche, geistige und soziale Wohlbefinden der Beschäftigten.
Die relevanten Kennzahlen im Personalbereich werden auf Basis eines gruppenweiten Standards erfasst. Für 95,7 % der Belegschaft dienten Kollektiv- bzw. Tarifverträge als Basis ihrer Arbeitsverträge. 93,6 % aller Mitarbeitenden hatten unbefristete Dienstverhältnisse. Nur ein marginaler Anteil aller Mitarbeitenden in der Schweiz und Polen sowie Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten fallen nicht unter Kollektiv- oder Tarifverträge. In diesem Fall haben diese Mitarbeitenden standardisierte Dienstverträge. Die gesetzliche Kündigungsfrist gilt für alle Mitarbeitenden und wird dementsprechend eingehalten. Im Berichtszeitraum arbeiteten rund 1.000 Mitarbeitende in Teilzeitdienstverhältnissen. Die PORR beschäftigt im Wesentlichen Stammpersonal – für den Fall von kurzfristigen Arbeitsspitzen, bei Großprojekten oder Nachträgen arbeitet sie mit ausgewählten, lokalen Personalleasingfirmen zusammen. Diese verpflichten sich zur Einhaltung unseres Code of Conduct, der Registrierung über unser ISHAP Personaldokumentationssystem sowie weiteren sozial-rechtlichen Standards. Demzufolge werden Arbeitnehmer mit nicht garantierten Arbeitszeiten, etwa Angestellte ohne Mindestzeitbeschäftigung oder Gelegenheitsarbeiter nicht von der PORR direkt beschäftigt. Der Anteil lokal angeworbener Führungskräfte lag 2022 in Österreich bei 83,3 % (2021: 87,5 %). In Deutschland und Polen waren es jeweils 100,00 % (2021: 100,0 %). In den anderen PORR Märkten gibt es keine entsprechenden Ebenen. Die Gesamtanzahl der Schulungsstunden hat sich um 35,5 % erhöht – pro Mitarbeitenden somit von neun auf zwölf Stunden. Der Frauenanteil bei Nachwuchsführungskräfteschulungen stieg 2022 auf 24,0 % (2021: 19,0 %). Aufgrund des Verkaufs der PORREAL GmbH hat sich der Frauenanteil in Österreich um 0,8 % verringert. Der Frauenanteil der gesamten PORR Gruppe hat sich jedoch im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Ohne Berücksichtigung des Gesellschaftsverkaufs hätte sich die Frauenquote in der PORR Gruppe um 0,6 % erhöht. Unser Fokus auf Frauenförderungsmaßnahmen und MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) hat zu einem gruppenweiten Anstieg an Bauleiterinnen und Bautechnikerinnen um 1,4 PP auf 13,3 % geführt. 2022 hat sich die Verbleiberate – zwölf Monate nach Beendigung einer Karenz – im Vergleich zum Vorjahr um 42,8 % auf 91,5 % erhöht. Zudem wurden keine Diskriminierungsvorfälle gemeldet.
Built by PORR. Einer der Schwerpunkte im Jahr 2022 war die Stärkung des Arbeitgeberauftritts, um die Menschen hinter den Bauwerken und deren Geschichten in den Mittelpunkt zu rücken sowie Vorurteile über die Baubranche abzubauen. Mit einer umfassenden Analyse wurde der Bedarf von verschiedenen Zielgruppen identifiziert und sich intensiv mit deren Wünschen und Bedürfnissen auseinandergesetzt. Im Rahmen einer österreichweiten Kampagne wurden unterschiedliche Zielgruppen im öffentlichen Raum durch Plakate und über digitale Werbeformen adressiert. Nach dem Motto built by PORR waren PORRianer und PORRianerinnen im Vordergrund zu sehen. Mit der Storybox-Kooperation werden tiefere Einblicke in Stellen, Teams und Aufgabengebiete bei Ausschreibungen möglich und damit die aktive Ansprache forciert. Auch in diversen Schulen wurde die PORR als Arbeitergeberin präsentiert sowie Einstiegsmöglichkeiten dargestellt. Für Schulklassen werden vermehrt auch Baustellenexkursionen angeboten. Des Weiteren haben Studierende und junge Absolventen die Möglichkeit, technische Workshops, Soft-Skill-Schulungen und ebenso Baustellen zu besuchen. Sie werden von Mentoren begleitet und erhalten fundierte Einblicke in die PORR und ihre Strategie.
Lehrlinge sind ein wichtiger Bestandteil des Erfolgs der PORR. Mit mehr als 400 Lehrlingen ist sie eine der größten Lehrlingsausbildungsstellen in Österreich. Durch eine eigene Online-Kampagne zur Lehrlingsgewinnung konnte sich die PORR als attraktive Arbeitgeberin präsentieren und Einblicke in ihre Kultur geben. Der Fokus in ihren 23 Lehrberufen liegt darauf, praxisnahes Lernen zu vermitteln. Dieses setzt sich aus dem Aufbau und der Weiterentwicklung der Fachkompetenzen, sozialen Kompetenzen und einer engen persönliche Betreuung zusammen. Die erfahrenen Ausbilder geben laufend Feedback und arbeiten stetig daran, die individuellen Entwicklungspotentiale der Lehrlinge zu erkennen und ihre Stärken zu fördern. Dafür stehen innovative Übungsblöcke für Hochbauer, Betonbauer, Tiefbauer und Pflasterer auf dem Lehrplan. Der PORR Campus bietet Zusatzausbildungen, steht auch den Angestellten zur Verfügung und setzt damit neue Maßstäbe in der Branche.# Alle Maßnahmen konzentrieren sich auch auf die erfolgreiche Erreichung der Nachhaltigkeitsziele.
Intelligentes Wachstum braucht kluge Köpfe. Vor dem Hintergrund des zunehmenden Arbeitskräftemangels und der rasant fortschreitenden Digitalisierung liegt der Fokus der PORR auf einer nachhaltigen Personalentwicklung. Die individuelle Förderung und Weiterentwicklung von Stärken, Kompetenzen und Soft Skills der Beschäftigten sollen das Engagement und die Produktivität am Arbeitsplatz steigern. Darüber hinaus zielt das umfassende Bildungsprogramm auf die Sicherung von Know-how und Erhöhung der Innovationskraft ab. Die konzernweite PORR Academy umfasst sämtliche Aus- und Weiterbildungsangebote der PORR. Individuell konzipierte Ausbildungsakademien unterstützen in bauspezifischen Berufsbildern. Damit wird der Erwerb wesentlicher fachlicher und persönlicher Kompetenzen gewährleistet. Die Programmauswahl folgt aktuellen branchenbedingten Trends und wird laufend angepasst. Begriffe wie generationsübergreifendes Lernen, Mobiles Lernen und Microlearning sind für uns schon lange keine Fremdworte mehr. Dafür bietet die PORR eine Vielzahl von technischen Weiterbildungen, Schulungen und E-Learnings an. Letztere umfassen Themen wie iTWO, BIM, Compliance und Datenschutz und ermöglichen ein einfaches Eintauchen in die jeweilige Thematik. Im Berichtsjahr wurde zudem eine verpflichtende ESG-Schulung eingeführt. Neben virtuellen und flexibel nutzbaren Lernformaten bietet die PORR diverse Möglichkeiten zum persönlichem Austausch und Netzwerken. Die Bewertung von Einzelschulungen erfolgt mittels digitaler Feedbackbögen und ermöglicht die Messung der Effektivität der Ausbildungsmaßnahme. Dabei liegt der Fokus sowohl auf dem individuellen Nutzen als auch auf dem erreichten Wissenstransfer. In Österreich wurde zudem eine Managementbefragung zum Trainingsangebot durchgeführt und daraus eine entsprechende Trainingsstrategie abgeleitet. Um Microlearning und mobiles Lernen verstärkt in den Vordergrund zu stellen, haben wir im Berichtsjahr eine E-Learning-Lernbibliothek als Pilotprojekt in Österreich, Deutschland, Polen und Rumänien etabliert. Hier wird mit den Teilnehmenden die digitale und eigenverantwortliche Art des Lernens erarbeitet und gefördert.
Um sicherzustellen, dass das wertvolle Wissen der langjährigen Mitarbeitenden geteilt wird, wurde eine Plattform für Erfahrungsaustausch eingeführt. Mittels Mentoring und Reverse Mentoring können erfahrene Mitarbeitende ihr fachliches und PORR-spezifisches Wissen mit jungen Kollegen teilen. Viele junge Beschäftigte wiederum unterstützten erfahrenere Kollegen bei digitalen Themen. In der Slowakei haben erfahrenere Beschäftigte beispielsweise eigene Trainings abgehalten, um Wissen weiterzugeben. Im Zuge einer „Engineer Academy“ verfolgten Mitarbeitende in Polen das gleiche Ziel und teilten ihr technisches Wissen. Unsere rund 20.000 Beschäftigten aus knapp 80 Nationen sind das Fundament der PORR.
Wertschätzung zeigen. Abseits von Definitionen und der Einhaltung des rechtlichen Rahmens beeinflusst auch das soziale Gefüge sowie die Wertschätzung und Anerkennung von Menschen im Unternehmen die PORR Kultur. Um etwa Wertschätzung für langjährige Mitarbeitende zu zeigen, finden Firmenjubiläen statt. In Deutschland und Österreich wurden im Berichtsjahr 231 Jubiliare mit einer 25-jährigen, 35-jährigen oder 45-jährigen Betriebszugehörigkeit geehrt.
Unsere offene Feedbackkultur spiegelt sich in den Mitarbeitergesprächen wider. Im Fokus steht die Festlegung individueller Ziele, deren Erfüllung einen Beitrag zur Erreichung der Unternehmensziele leistet. Darüber hinaus werden im Gespräch persönliche Entwicklungsziele, die Mobilitätsbereitschaft der Person und das Erleben der PORR Prinzipien im Arbeitsalltag besprochen. Um die Führungskräfte bei der Vorbereitung dieser Gespräche zu unterstützen, setzen wir in unseren Heimmärkten lokale Initiativen um. Eine davon ist der HR Live Podcast , bei dem in Form eines interaktiven Wissensaustauschs Methoden und Anregungen für ein erfolgreiches Gespräch vermittelt werden. Außerdem wird jedes Jahr in Rumänien eine Mitarbeiterbefragung zur Arbeitszufriedenheit durchgeführt. In Fokusgruppen wird dann an diesen Themen gearbeitet. Daraus resultierend werden Entwicklungsbereiche definiert und Initiativen geplant.
Der Fokus auf individuelle Stärken und die fünf Prinzipien sind die Eckpfeiler unseres Leadershipansatzes. Die PORR hat ihr Leadershipverständnis in diesem Jahr weiter geschärft. Basierend auf dem Modell Positive Leadership werden Führungskräfte dabei begleitet, die Potentialentfaltung ihrer Mitarbeitenden aktiv zu fördern. Mit der Führungsakademie werden sie dabei unterstützt, Vorbilder der Unternehmenskultur zu sein. Nach erfolgreicher Einarbeitung des Positive-Leadership-Ansatzes im Berichtsjahr wird 2023 unser gruppenweites 360-Grad-Feedback PORR Prinzipien Kompass zur Weiterentwicklung von Führungskräften eingesetzt.
Gemeinsamkeit in unseren Unterschieden. Unsere rund 20.000 Beschäftigten aus knapp 80 Nationen sind das Fundament der PORR. Ihre oberste Priorität ist es, ein sicheres, inklusives und wertschätzendes Umfeld zu schaffen. Um diesen Bedürfnissen weiterhin gerecht zu werden, ist „Social“ in ESG eine wesentliche Säule der Unternehmensstrategie und wird durch die Initiative We@PORR im Unternehmen realisiert. We@PORR zielt darauf ab, einen Arbeitsplatz zu gestalten, an dem die unterschiedlichen Bedürfnisse, Lebensstile und Erfahrungen aller Mitarbeitenden berücksichtigt werden. Dies ist ein wesentlicher Bestandteil der Strategie, denn die Vielfalt innerhalb der PORR eröffnet große und nachhaltige Potenziale, stiftet Sinn und erhöht die Mitarbeiterbindung. Der erste Schritt in Richtung nachhaltige Vielfalt ist Bewusstseinsbildung und die Gestaltung eines inklusiven Umfelds. So bietet die PORR unter anderem verschiedene Gebetsräume für die vertretenen Religionen an. Des Weiteren werden Lehrlinge ebenso wie Führungskräfte für die Aspekte von Diversität und Inklusion anhand von Weiterbildungen sensibilisiert. Wir sind überzeugt: Der beste Weg zum gegenseitigen Verständnis ist das persönliche Erleben. Deshalb haben junge Mitarbeitende die Möglichkeit durch Rotationen verschiedene Bereiche kennenzulernen. Damit wird ein besseres Verständnis über unterschiedliche Arbeitsweisen geschaffen und bereichsübergreifende Netzwerke gefördert. Auch ein Auslandspraktikum während der Ausbildung unterstützt das. Dies wurde heuer das erste Mal erfolgreich durchgeführt. Um das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen dem gewerblichen und angestellten Personal zu fördern, haben wir spezielle Initiativen gestartet. Zu diesen gehört der Builders Day , bei dem verschiedene Abteilungen zu Baustellen fahren und dort die Arbeit vor Ort erleben. Wir organisieren regelmäßige Teambuilding-Events, um die Beziehungen und die Zusammenarbeit zu stärken. Darüber hinaus fand im Jahr 2022 ein Tisch der Vielfalt zum Themenschwerpunkt „Gelassenheit und wertschätzende Kommunikation“ statt.
Ein spezieller Fokus der PORR liegt auf der Förderung von Frauen. Um dieses Ziel zu erreichen, konzentriert sich die Initiative women@PORR speziell auf die Themen, die Frauen und deren Chancengleichheit betreffen. Durch Frauennetzwerktreffen werden im Rahmen von women@PORR Frauen innerhalb der PORR zusammengebracht und haben die Möglichkeit ihre Erfahrungen zu teilen. Die PORR unterstützt die Charta der Vielfalt sowie die Women‘s Empowerment Principles (WEPs) von UN Global Compact und UN Women. Um weibliche Talente zu fördern, startete im DACH-Raum im Berichtsjahr ein Nachwuchsführungskräfteprogramm speziell für Frauen. In diesem werden die besonderen Herausforderungen für weibliche Führungskräfte in einer männerdominierten Branche, ihr Rollenbewusstsein und wirksame Führungstechniken angesprochen. Auf die konkrete Unterstützung von Frauen zielen auch die neuen „Frauen bauen auf“-Schulungen ab, die 2022 bereits zweimal für den DACH-Raum stattfanden.
Arbeit passt sich an. Lebenssituationen können sich stetig ändern, daher gehört es zum Selbstverständnis der PORR einen unterstützenden Rahmen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu bieten. Das erreicht sie durch vielfältige Angebote wie Home Office, Bildungskarenz, Gleitzeitmodelle, unternehmensspezifische Pflegefreistellungen sowie Sabbaticals. Je nach Land und Jobprofil stehen den Beschäftigten verschiedene Arbeitszeitmodelle zur Verfügung. Zusätzlich bietet sie eine Vielzahl an Benefits. Es erfolgt keine Differenzierung nach Voll- und Teilzeitbeschäftigung.
Für Elternzeit und Wiedereinstieg stehen den Beschäftigten je nach den lokalen rechtlichen Rahmenbedingungen diverse Elternkarenzmöglichkeiten zur Verfügung. Die PORR spricht sich dezidiert für eine Väterkarenz aus und unterstützt diese aktiv. In der Schweiz wird spezielle Unterstützung über die gesetzlich vorgeschriebene Leistung hinaus angeboten, um die Gleichstellung von Vätern zu fördern. In Tschechien und der Slowakei wurden 2022 die EU-Richtlinien für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der PORR umgesetzt. Nun können Väter vor und nach der Geburt einen Vaterschaftsurlaub wahrnehmen und danach eine Anpassung oder Kürzung der Arbeitszeit beantragen.
Diverse Kinderbetreuungsangebote unterstützen Eltern bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das PORR Adventure Camp bietet in den Sommerferien eine Woche voller Abenteuer für die Kinder der österreichischen Mitarbeitenden. Im Headquarter fand auch 2022 wieder die fünftägige PORR Kids Week statt. Des Weiteren bietet die PORR Workshops für werdende Eltern an, um diese in der Vorbereitung ihrer neuen, aufregenden Rolle zu unterstützen.# Zusätzliche Angebote
Zusätzlich werden Mitarbeitende durch das Eltern-Kind-Büro im Headquarter dabei unterstützt, Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bekommen. Auch am Standort München wird dieses Konzept angeboten. In vielen unserer Märkte heißt unsere PORR Baby-Box Neugeborene mit einer Karte, einem PORR Body und einem Gutschein für die Eltern herzlich willkommen.
Die Anerkennung der Mitarbeitenden ist ein essentieller Teil der Unternehmenskultur und trägt auch dazu bei, einen langfristigen und nachhaltigen Geschäftserfolg sicherzustellen. Daher ist es wichtig, Leistungen angemessen mit einer wettbewerbsfähigen und marktgerechten Vergütung zu honorieren. Die Entlohnung der PORR beruht auf dem Prinzip der Gleichbehandlung und erfolgt geschlechtsneutral. In den meisten Ländern sind die Gehälter kollektivvertraglich geregelt und liegen zudem über dem gesetzlichen Mindestlohn. Wir haben einen gruppenweiten Gehaltsänderungsprozess etabliert, nutzen Benchmarking und arbeiten mit Gehaltsbändern, um Vergleichbarkeit und Gleichstellung zu gewährleisten. Die diesjährig durchgeführten Gender-Pay-Gap-Analysen in einigen Ländern zeigen, dass es bei der PORR keine relevanten Abweichungen zwischen den Geschlechtern gibt. Diese Analysen werden im nächsten Jahr gruppenweit fortgesetzt.
Für und mit Menschen. Um aktiv zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Gesellschaft beizutragen, engagieren sich die Mitarbeitenden für Initiativen mit sozialem Mehrwert. Mit Blutspendeaktionen, Benefizläufen und Spendesammelaktionen setzen sich die PORRianer und PORRianerinnen gruppenweit und ehrenamtlich für eine bessere Gesellschaft ein. Auch in Bezug auf die Ukraine-Krise setzen wir diverse Spende-und Hilfsaktionen um.
Die PORR will mit der kontinuierlichen Integration der UN Women’s Empowerment Principles und mit Stakeholder Engagement das Bewusstsein für Jobchancen in der Baubranche weiter ausbauen. Es wird speziell darauf geachtet, in Kampagnen PORRianerinnen zu integrieren und für das Thema Frauen in der Baubranche zu sensibilisieren. Für verschiedene Themen in Bezug auf Diversität und Inklusion soll weiter intern Bewusstsein geschaffen werden. Eine gruppenweite Awareness-Kampagne und Ausrollung eines E-Learnings zu Diversity & Inclusion ist geplant. Des Weiteren ist ein anonymes Meldeverfahren für Diskriminierungsbeschwerden in Entwicklung.
Mit dem PORR Prinzipien-Kompass und unserem 360-Grad-Feedback erhalten Führungskräfte in ihrem individuellen Bericht Einblicke, mit welchen Trainings und Methoden sie ihre Stärken weiter ausbauen und sich selbst weiterentwickeln können. Mit Schulungen für Nachwuchsführungskräfte fördern wir zudem das Potenzial zukünftiger Führungskräfte.
Die Weiterentwicklung des gewerblichen Personals ist auch ein wichtiger Baustein unserer Nachhaltigkeitsziele 2025. Das rumänische „PORR Campus Program“ startete im Januar 2023. Es ermöglicht technische und soziale Fähigkeiten – abhängig von den Geschäfts- und Projektanforderungen – in einem zweitägigen Programm zu entwickeln. Dieses flexibel gestaltbare Format bietet die Möglichkeit, ein individuelles Programm zusammenzustellen, das den eigenen Stärken entspricht. Aufgrund der Pensionierungen in den nächsten Jahren will die PORR Netzwerke innerhalb des Unternehmens weiter fördern. Der Austausch von Wissen sowie das Teilen von Informationen und Erfahrungen sind essentiell, um keine Effizienz einzubüßen, das Teamgefühl noch mehr zu stärken und um weiterhin höchste Qualität als Unternehmen zu garantieren. Die Weiterentwicklung des Lehrlingsmanagements ist ein wesentlicher Bestandteil der nachhaltigen Strategie. Wir wollen uns am Arbeitsmarkt weiterhin attraktiv positionieren. Zudem sind weitere Employer-Branding-Maßnahmen in Österreich und Deutschland geplant. Die digitale Präsenz der PORR soll im nächsten Jahr kontinuierlich ausgebaut werden.
| Item |
|---|
| Schulungsprogramm Anti-Korruption und Kartell- und Wettbewerbsrecht in allen Konzernsprachen umgesetzt |
| Neue Einführungsschulung für alle neuen Mitarbeitenden in allen Konzernsprachen |
| Externe Audits bestätigen die Maßnahmen im Bereich Compliance |
| Bau-Compliance-Botschafter vermitteln unsere Compliance-Prinzipien |
| Rund 1.500 Lieferanten auf Umwelt- und Sozialstandards geprüft |
| Whistleblowing-System erfolgreich erweitert |
Eines ist für uns in Stein gemeißelt: Die Achtung der Menschenrechte ist für die PORR zentrale Voraussetzung für jegliche wirtschaftliche Aktivität. Damit das keine hohle Phrase bleibt, führen wir konsequent Checks und Umfragen durch. Und das entlang der gesamten Lieferkette.
Die Einhaltung der Menschenrechte in der Arbeitswelt ist eine wichtige Verantwortung von Unternehmen, vor allem, wenn sie international agieren. Sie muss entlang der gesamten Wertschöpfungskette sichergestellt werden. Von Seiten der Investoren hat das Thema Menschenrechte in den letzten Jahren zurecht einen immer größeren Einfluss auf Investitionsentscheidungen. Die Sorgfaltspflicht erfährt vor allem durch das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LKSG) sowie die Social Minimum Safeguards der EU-Taxonomie eine erhöhte Bedeutung ab dem Jahr 2022.
Unser Grundsatz ist eindeutig und unveränderbar: Die Achtung der Menschenrechte ist ein Eckpfeiler für alle Tätigkeiten der PORR. Das ist in der Praxis durchaus eine Herausforderung, da die Branche durch sehr komplexe Lieferketten und Nachunternehmerebenen geprägt ist. Dadurch besteht die Gefahr von Intransparenz und Verletzung von Arbeitnehmerrechten. Deshalb haben sich die PORR und ihre Lieferanten zu einer Reihe von Prinzipien verpflichtet, um das Risiko von Menschenrechtsverletzungen sowohl an eigenen Standorten als auch innerhalb der gesamten Lieferkette weitestgehend zu reduzieren. Ihre Ansätze finden sich in den PORR Prinzipien sowie im Code of Conduct für Mitarbeitende und Geschäftspartner wieder. Sie bekennt sich zu den Prinzipien des UN Global Compact und den SDGs. Zudem beachtet sie innerhalb ihrer Geschäftstätigkeiten die Grundsätze und Rechte, die in der „Erklärung der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über grundlegende Prinzipien und Rechte bei der Arbeit und ihre Folgemaßnahmen“ festgelegt sind und richtet die Sorgfaltsprozesse an den Anforderungen der „Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte“ der Vereinten Nationen aus. Mit dem Modern Slavery Act Policy Statement verpflichtet sie sich dazu, moderne Sklaverei und Menschenhandel entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu unterbinden. Kinder- und Zwangsarbeit auf ihren Baustellen und innerhalb ihres Einflussbereichs werden nicht toleriert. Den Mitarbeitenden werden grundsätzlich sowohl Vereinigungsfreiheit als auch das Recht auf Kollektivvertragsverhandlungen gewährleistet. Die Sicherstellung von Menschenrechten und fairer Beschäftigung in der Wertschöpfungskette erfolgen über ein umfassendes Beschaffungsmanagement. Dieses wird durch eine selektive Auswahl an Lieferanten, regelmäßige Audits, Stammdatenblätter und Ausschlusskriterien unterstützt. Zudem setzt die PORR auf langfristige und stabile Lieferantenbeziehungen sowie lokale Beschaffung. Durch strenge Richtlinien soll der Aspekt der Menschenrechte firmenintern und in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern und Nachunternehmern kontrolliert werden.
Von zentraler Bedeutung für unsere Menschenrechtsaktivitäten und -richtlinien sind insbesondere folgende Leitsätze:
Für die Steuerung des Themas Menschenrechte ist federführend der Vorstand verantwortlich. Dieser forciert das Thema gemeinsam mit dem Chief Compliance Officer und der Abteilung Corporate Responsibility. Anlaufstellen für Menschenrechtsbelange sind lokale Gremien, Fachexperten aus der Abteilung Group Human Resources, der Europäische Betriebsrat sowie die Psychische Gesundheits- und Konfliktberatungsstelle. Zudem können Menschenrechtsverletzungen direkt beim Compliance-Verantwortlichen gemeldet werden. Bei der Konzeption und Umsetzung geeigneter Gegenmaßnahmen arbeiten funktionsübergreifende Teams eng zusammen. Sie bestehen aus Compliance-Experten und dem operativen Einkaufsbereich sowie, je nach Bedarf, weiteren Fachbereichen. Die Verantwortung für die Umsetzung und Einhaltung der relevanten Maßnahmen obliegt dabei den jeweils zuständigen Fachbereichen. Die Beschaffung sowie das Lieferkettenmanagement werden über die Leitung Group Procurement in Abstimmung mit dem Vorstand gesteuert. Fortschritte in puncto Beschaffung werden darüber hinaus dem Nachhaltigkeit-/Sustainablility-Ausschuss berichtet. Für die Implementierung der gruppenweiten Vorgaben und deren Einhaltung zeichnen die Lead und Local Buyer verantwortlich.
Mit diversen Organisationen kooperieren wir und /oder stehen im fachlichen Austausch zu wertebasiertem Wirtschaften:
Worauf wir setzen: Checks, Gespräche, Umfragen. Mit dem Managementsystem ISO 45001 werden menschenrechtliche Aspekte in die Organisationsprozesse integriert und geprüft. Mittels jährlicher Aktualitätschecks wird die Umsetzung der genannten Leitsätze überprüft.# COMPLIANCE
Ethisch, fair und transparent zu handeln ist für uns kein Pflichtprogramm, sondern geschieht aus Überzeugung. Die PORR Prinzipien, klare Regeln und Zuständigkeiten sowie intensive Schulungen stellen sicher, dass diese Überzeugung auch im Alltag gelebt wird.
Die Relevanz von Compliance hat in den vergangenen Jahren aufgrund der steigenden Komplexität von regulatorischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen insbesondere in den Bereichen Emittenten-Compliance und Kartell- und Wettbewerbsrecht stark zugenommen. Damit steigen auch die Erwartungen von Stakeholdern an Unternehmen, diese Anforderungen durchgängig umzusetzen und zu dokumentieren. Auch die fortschreitende Digitalisierung hat einen großen Einfluss, besonders im Bereich Tax Compliance und Datenschutz. Das fehlende einheitliche Steuersystem auf internationaler Ebene erschwert allerdings die Erfassung steuerrechtlicher Vorgänge. Umso wichtiger ist eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Durch sie können künftig Straf- und Bußgelder vermieden, Imageschäden verhindert und ein effektiver Schutz vor Datenmissbrauch sowie eine hohe Kundenzufriedenheit gewährleistet werden.
Fairness und Transparenz bringen Vertrauen. Ethisches, faires und transparentes Handeln entspricht nicht nur den Unternehmensgrundsätzen, sondern bedeutet Stabilität in Zeiten des Wandels. Es stellt zudem die Essenz von verantwortungsvoller Unternehmensführung dar. Besonders im stark fragmentierten Bauumfeld ist die Einhaltung von Compliance-Regeln wesentlich. Gesetzeskonformes und transparentes Verhalten hat oberste Priorität bei der PORR. Nur so kann Vertrauen zu Stakeholdern aufgebaut und verantwortungsvolles Wirtschaften gelebt werden. Die PORR Gruppe verfügt über ein Compliance-Managementsystem, das alle relevanten Aspekte umfasst.
Eine selektive Lieferantenauswahl und -bewertung sowie stichprobenartige Prüfungen der Geschäftsstandorte durch den Compliance-Bereich sichern die Umsetzung der Maßnahmen. Ampelsystem mit Lieferanten. Die PORR regelt die Beschaffung über die konzernweite Richtlinie Einkauf, das Lieferanten-Stammdatenblatt und -Audit- Protokoll, den Nachhaltigkeitskriterienkatalog für Beschaffung sowie den Code of Conduct für Geschäftspartner. Diese Standards werden regelmäßig geprüft und bei Bedarf überarbeitet. Die Steuerung und Überwachung des Beschaffungsprozesses erfolgt über die Lieferantenbewertung, das Lieferantenmanagementsystem und die dazugehörige Datenbank. In der Lieferantenbewertung sind darüber hinaus Mindest- und Ausschlusskriterien für die Bereiche Umwelt, Soziales und Governance (ESG) festgehalten. Die aufgelisteten Leitfäden und Bewertungsmethoden beziehen sich auf Themen wie Arbeits- und Sicherheitspraktiken, die Einhaltung von Menschenrechten und ökologische Standards. Vorfälle oder Abweichungen im Umwelt- und Sozialbereich werden im Zuge der Projektabwicklung, das heißt direkt auf der Baustelle festgehalten, in der Lieferantendatenbank vermerkt und mittels Ampelsystem bewertet. Eine selektive Lieferantenauswahl und -bewertung sowie regelmäßige Prüfungen der Einhaltung der Menschenrechte in Niederlassungen und Tochterunternehmen durch den Compliance-Bereich sichern die Umsetzung der Maßnahmen entlang der Wertschöpfungskette. Ein Fehlverhalten in der Lieferkette wird im Lieferantenmanagementsystem erfasst und bewertet und kann je nach Schweregrad negative Konsequenzen für das betroffene Unternehmen haben. Die Analyse der Bewertungsergebnisse erfolgt über die Abteilung Group Procurement. Eine Nichteinhaltung der geltenden Standards im Umwelt-, Sozial- und Governance-Bereich kann bis zur Sperre des Lieferunternehmens führen. Als weiteres Mittel der Evaluierung dienen die jährlichen Kunden-Feedback-Gespräche.
Auf den Punkt gebracht.
Die Prüfung auf Einhaltung der Menschenrechte, etwa in Bezug auf Kinder- und Zwangsarbeit, findet im Zuge von Compliance- Prüfungen statt. Diese fanden im Berichtszeitraum an rund 30 % aller relevanten Standorte der PORR statt. Es gibt bis heute keine Meldung eines Menschenrechtsverstoßes der PORR oder auch nur eines Verdachts seitens interner oder externer Stellen. Unsere Lieferantenbeziehungen werden mit hoher Sorgfalt gepflegt. Mit dem Personaldokumentationssystem ISHAP wurden insgesamt 3.598 Firmen mit 31.992 Mitarbeitern auf die ordnungsgemäße Einhaltung der sozialen Gesetzgebung überprüft. Rund 1.500 Firmenbewertungen wurden dokumentiert. Mittels externer Audits wurden zusätzlich 21 Lieferanten auf Umwelt- und Sozialauswirkungen überprüft. Im Berichtszeitraum wurden sechs Kooperationen aufgrund wesentlicher negativer Umwelt- und Sozialauswirkungen beendet. Die Risiken in der Lieferkette umfassen vor allem menschenrechtsrelevante Themenfelder wie Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen, Zwangsarbeit sowie Kinderarbeit. Durch ihre Geschäftstätigkeiten und Märkte kommt die PORR nach aktuellem Wissensstand nicht in Berührung mit indigenen Völkern. Es gab daher auch keine Vorfälle, bei denen die Rechte indigener Personen verletzt wurden.
Unsere Maßnahmen.
Anti-Diskriminierung, Transparenz, Schutz und das Wohl aller Beschäftigten stehen bei der PORR an oberster Stelle. Dabei ist klar: Wir können Herausforderungen im Bereich der Menschenrechte nicht im Alleingang begegnen, sondern nur gemeinsam mit allen unseren Stakeholdern. Mit Hilfe von diversen Anforderungen beziehungsweise Standards und Leitfäden erhöht die PORR die Qualität der Zusammenarbeit mit ihren Partnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Anhand von regelmäßigen Prüfungen soll die Achtung der Menschenrechte sowie die soziale Verantwortung sichergestellt werden. Der Nachhaltigkeitskriterienkatalog für Beschaffung bietet einen gruppenweiten Leitfaden und ist in die Bereiche Material, Nachunternehmer und Betriebsstoffe eingeteilt. Kooperationspartner sind dazu aufgerufen, sich an den gelisteten Kriterien und Handlungsanweisungen zu orientieren und damit zu mehr Nachhaltigkeit im Beschaffungsbereich beizutragen. Der verpflichtend einzuhaltende Code of Conduct für Geschäftspartner, der auf der PORR Webseite abrufbar ist, legt ebenfalls klare Verhaltensregeln fest. Er zielt darauf ab, mehr Nachhaltigkeit in der Beschaffung und eine effizientere Zusammenarbeit in der komplexen PORR Lieferkette zu erreichen. Die Einhaltung der firmeninternen Vorgaben seitens der Lieferanten erfolgt über die Firmenbewertung. Das Lieferantenbewertungssystem sowie die Lieferkette sind zur besseren Veranschaulichung auf S. 114 und S. 115 grafisch dargestellt.
Mehr als das Gesetz verlangt.
Die PORR hat dem Thema Einhaltung der Menschenrechte und Ethik bei ihrem Markteintritt in Katar höchste Priorität eingeräumt. Deshalb gehen wir über die gesetzlichen Vorgaben hinaus. Auch wenn das Arbeitsrecht in den VAE leicht von dem in Katar abweicht, gelten in beiden Ländern prinzipiell dieselben Ansätze und Mindeststandards. Die PORR setzt verschiedene (Präventions-)Maßnahmen, damit alle gesetzlichen und internen Richtlinien und Verfahren auf höchstem Niveau eingehalten werden. In den VAE arbeitet die PORR ausschließlich mit Personal von Leiharbeitsfirmen. Die Auswahl erfolgt dabei nach strengen Richtlinien. In Katar werden die Arbeitnehmerrechte z.B. durch die Dhaka-Prinzipien geregelt, die sich auch in den Richtlinien der PORR Qatar widerspiegeln. Allen Beschäftigten wird Freizügigkeit garantiert und der Arbeitsvertrag im Original ausgehändigt. Sie werden über alle rechtlichen Arbeitssicherheits- und Gesundheitsaspekte informiert. Ein Beschwerdesystem für die Beschäftigten soll offene Kommunikation ermöglichen. In Zusammenarbeit mit dem Workers Welfare Forum wird gemeinsam mit dem gewerblichen Personal auf deren Bedürfnisse eingegangen und somit potenzielle Konflikte gelöst. Auf Arbeitnehmerschutz und Sicherheit auf den Baustellen wird besonderes Augenmerk gelegt. Ein hausinternes Trainingsprogramm zur Arbeitssicherheit bietet zusätzliche Unterstützung bei der Projektabwicklung. Die Mitarbeitenden werden sowohl durch interne als auch externe Weiterbildungsmaßnahmen gefördert. Die Vergütung liegt in Katar über dem Niveau des neu eingeführten Mindestlohns und auch in den VAE deutlich über der Mindestgrenze. Zusätzlich werden z.B. Unterbringung, Transport und Essen sowie Sporteinrichtungen kostenlos zur Verfügung gestellt. Unterschiedliche, ethnisch bedingte Essensgewohnheiten werden ebenso berücksichtigt wie die Möglichkeit der Religionsausübung. In enger Kooperation mit dem Konzernbetriebsrat werden regelmäßige Überprüfungen über die Arbeitsbedingungen und Einhaltung der Menschenrechte durch den lokalen Compliance Officer durchgeführt. Die letzten drei routinemäßigen Compliance-Prüfungen erfolgten durch den lokalen Compliance Officer gemeinsam mit dem Geschäftsführer im November 2022. Berichte zur Situation in Katar werden mindestens zweimal pro Jahr mündlich im Zuge der jährlich stattfindenden Compliance Days sowie schriftlich an den Chief Compliance Officer erstattet und diskutiert. Darüber hinaus wird der Aufsichtsrat regelmäßig zu menschenrechtsrelevanten Themen informiert und über die Situation in Katar am Laufenden gehalten.
Im Rahmen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LKSG) wird das Thema Menschenrechte auch im Jahr 2023 von Abteilungen Compliance und Group Procurement sehr intensiv und konsequent verfolgt. Parallel dazu wird der kontinuierliche Verbesserungsprozess der Abläufe unter anderem in den Abteilungen Group Human Ressources, Group Procurement und Kalkulation weiter fortgesetzt. Ein anonymes Meldeverfahren für Menschenrechtsverstöße entlang der Lieferkette wurde eingerichtet und wird laufend evaluiert.# H1
Dazu gehören unter anderem die Themen Anti-Korruption, Kartell- und Wettbewerbsrecht, Lohn- und Sozialdumping und Emittenten-Compliance. Der sorgsame Umgang mit personenbezogenen Daten wird ebenfalls durch das Compliance-Managementsystem gesichert. Das minimiert Risiken, sichert die Qualität der Produkte und Dienstleistungen und, nicht zuletzt, die Reputation der PORR. Das Ergebnis spiegelt sich in einem gestärkten Vertrauen auf Kunden-, Geschäftspartner- und Behördenseite wider.
Unsere Wertvorstellungen sowie unser Kodex für ethisches und faires Verhalten ist in Form jeweils eines Code of Conducts für Beschäftigte und für Geschäftspartner festgehalten. Diese enthalten verbindliche wirtschaftliche, ethisch-soziale sowie umweltspezifische Mindeststandards und die fünf PORR Prinzipien: Verlässlichkeit, Schulterschluss, Anerkennung, Leidenschaft und Pioniergeist. Sie bilden den Grundstein der Unternehmenskultur. Deshalb werden alle, die mit der PORR zusammenarbeiten (wollen) aufgefordert, sich dem Code of Conduct entsprechend zu verhalten und die darin festgehaltenen Vorgaben sowie lokal geltenden Gesetze einzuhalten und verantwortungsvoll zu handeln.
Unsere Leitsätze
Das Compliance-System baut auf den Prinzipien auf. Darin enthalten sind konzernweite Richtlinien, Vorgaben und Leitsätze, die für alle Stakeholder entlang der Bau-Wertschöpfungskette bindend sind:
* PORR Prinzipien
* Code of Conduct für Beschäftigte und Geschäftspartner
* Compliance-Management-Handbuch
* Datenschutz-Vertraulichkeitserklärung
* PORR Tax Policy
Zu den wichtigsten Richtlinien zählen:
* Anti-Korruption
* Lohn- und Sozialdumping
* Berufliche Interessenkonflikte
* Datenschutz
* Emittenten-Compliance
* Externe Baustellenkontrolle
* Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung
* Hausdurchsuchungen
* Kartell- und Wettbewerbsrecht
* Konzernsteuerrichtline (PORR KStR)
* Prüfung von Verträgen und Geschäftspartnern (Business Partner Check)
* Umgang mit Endgeräten und Datensicherheit
Unsere Verantwortlichkeiten
Klare Zuständigkeiten. Der Chief Compliance Officer, der eng mit der Revisionsabteilung (Internal Audit) und der Rechtsabteilung zusammenarbeitet, hat die Richtlinienkompetenz für den Gesamtkonzern und überwacht die Einhaltung der Compliance-Richtlinien. Er berichtet direkt an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Beratung in Bezug auf ethisches Verhalten erfolgt über die interne Compliance-Organisation und die Bau-Compliance-Botschafter in Österreich, den Ombudsmann (in Polen) und extern über Rechtsbeistände sowie über das externe Compliance-Monitoring durch erfahrene und angesehene Compliance-Experten. Die Abteilung Group Tax ist in Abstimmung mit dem CFO für die gruppenweite Steuerrichtlinie und Tax Policy sowie für deren Einhaltung verantwortlich. Der Datenschutz Chief Compliance Officer (DCCO), die Datenschutz Compliance Officers (DCOs) der Länder und die Datenschutzkoordinatoren in jeder Mehrheitsbeteiligung sind für die Umsetzung der Datenschutzvorgaben verantwortlich. Die Leitung IMS & Process Management wiederum steuert und überwacht die gruppenweite Einhaltung des integrierten Managementsystems.
Partnerschaften und Initiativen
Mit folgenden Organisationen arbeiten wir zusammen:
* Austrian Standards
* Transparency International
Wie wir steuern
Geprüfte Prozesse. Unsere Sorgfaltspflicht erfüllen wir systematisch: die Gruppe ist nach ISO 37001 (Anti-Korruptionsmanagement) sowie nach ISO 37301 (Compliance-Managementsystem) zertifiziert. Mit ISO 9001 zertifiziert die PORR ihr Qualitätsmanagementsystem. Mit dem Managementsystem ISO 45001 werden menschenrechtliche Aspekte in die Organisationsprozesse integriert und geprüft. Mittels jährlicher Aktualitätschecks wird die Umsetzung der genannten Leitsätze überprüft.
Ethisches, faires und transparentes Handeln entspricht nicht nur unseren Unternehmensgrundsätzen, sondern bedeutet auch Stabilität in Zeiten des Wandels. Durch das Compliance-Management-Handbuch und die Compliance-Richtlinien werden die Mitarbeitenden der Gruppe inklusive Tochter- und Beteiligungsgesellschaften mit Mehrheitsbeteiligung, über die bestehenden Bestimmungen hinsichtlich Anti-Korruption und alle weiteren Compliance-relevanten Themen informiert. Die laufende (jährliche) Anpassung an geänderte gesetzliche Bestimmungen ist dabei selbstverständlich. Durch Risikoanalysen, Prüfungen und Internal Audits wird die Einhaltung der Vorgaben des Compliance-Managementsystems laufend überwacht. Verfehlungen werden geahndet und liefern gleichzeitig oft Ansatzpunkte für Verbesserungen und Ausgleichsmaßnahmen im Regelwerk. Das Internal Audit kontrolliert die Effizienz des Compliance-Managementsystems und prüft regelmäßig und stichprobenartig alle Geschäftsstandorte und -abläufe der PORR. Die Berichte werden mit dem Vorstand besprochen, bei Bedarf werden Sonderprüfungen durchgeführt.
Tax Compliance
Im Bereich Tax Compliance überwacht die Abteilung Group Tax gemeinsam mit dem Internal Audit die Einhaltung der betreffenden Standards. Die PORR AG als Konzernmutter führt das Country-by-Country Reporting für alle PORR Gesellschaften durch und reicht den Bericht beim zuständigen österreichischen Finanzamt ein.
Datenschutz
In der PORR Gruppe wird die Umsetzung der DSGVO über das Datenschutzmanagement (DSMS) nach ISAE3000 gesteuert und überwacht. Das DCCO-Office, in Zusammenarbeit mit der Rechtsabteilung, etabliert die organisatorischen Rahmenbedingungen in allen Mehrheitsbeteiligungen und berichtet dem oberen Management laufend über Veränderungen von Rahmenbedingungen, Risiken für personenbezogenen Daten und dem Status von Maßnahmen zur Verbesserung des Umsetzungsgrades.
Unsere Ziele. Auf den Punkt gebracht.
Unsere Zahlen und Fakten
Unser Compliance-Managementsystem wird laufend extern überprüft. 2022 fand im Oktober das erfolgreiche Überwachungsaudit nach ISO 37001 und ISO 37301 ohne Non-Konformitäten oder Feststellungen statt. Ebenfalls begleitete im Berichtsjahr ein externes Compliance-Monitoring durch drei Compliance-Experten im Auftrag der Trägerorganisation Austrian Standards die Compliance-Organisation. Zusätzlich fand eine Überprüfung des Compliance-Managementsystems durch die Interne Revision statt, die ebenso keine wesentlichen Feststellungen ergaben. Im Berichtszeitraum wurden intern 63 von rund 220 relevanten Standorten auf Compliance-Vorgaben mit Schwerpunkten unter anderem auf Korruption und Menschrechte geprüft. Dabei wurden keine Verstöße identifiziert. Dementsprechend ist das Unternehmen von keinem öffentlich-rechtlichen Korruptionsverfahren betroffen. 19.515 Mitarbeitende wurden über Korruptionsrisiken im Berichtsjahr informiert. Durch die 2022 neu gestaltete Pflichtschulung bei Eintritt in die PORR werden alle neu eingestellten Mitarbeiter flächendeckend geschult. Des Weiteren hat es in der PORR im Berichtsjahr keine schwerwiegenden Informationssicherheits- oder Datenschutzvorfälle oder rechtskräftige Verurteilungen im Zusammenhang mit Verstößen zur Steuerhinterziehung gegeben.
Unsere Maßnahmen
Erfolgreiche Compliance-Arbeit
Viel Information, aber null Toleranz. Gesetzeskonformes und transparentes Verhalten steht bei der PORR an erster Stelle. Es gilt: Bei uns hat Korruption keinen Platz. Dies ist für alle Stakeholder bindend. Es gibt keine Ausnahmen, da unfaire Geschäftspraktiken die Reputation der PORR nachhaltig schädigen und in Verruf bringen können. Neben den bereits erwähnten Richtlinien und Leitsätzen hat die PORR in den vergangenen Jahren weitere Gegenmaßnahmen ergriffen, um unredliche Geschäftspraktiken sowie unlauteren Wettbewerb zu verhindern. So hat sich die Gruppe in den letzten Jahren konsequent sukzessive aus politisch instabilen Ländern mit unklarer Rechtslage zurückgezogen. Dementsprechend wickelt die PORR in Ländern mit einem niedrigen CPI-Wert (Corruption Perceptions Index: Skala von 0–100, 0 = sehr korrupt) keine Aufträge ab. Um kontinuierlich Bewusstsein zu schaffen, werden verstärkt Schulungen, Kommunikation und Informationen sowie das direkte Aufzeigen von möglichen Stolperfallen forciert.
Verstöße aufzeigen
Als verantwortungsvolles Unternehmen ist ein Hinweisgebersystem ein integraler Bestandteil unserer Compliance-Organisation. Obwohl die EU-Whistleblowing-Richtlinie in einigen Märkten der PORR noch nicht implementiert wurde, erfüllt das Hinweisgebersystem der PORR bereits seit Juli 2022 alle Voraussetzung von Meldungen nach Art. 8 der Richtlinie (EU) 2019/1937 („Whistleblowing-Richtlinie“) sowie alle Anforderungen an Vertraulichkeit und Anonymität. Die PORR verfügt bereits seit 2017 über ein System, mit dem Verstöße, die in der Marktmissbrauchsverordnung geregelt waren (Emittenten-Compliance), sowie Verstöße im Zusammenhang mit Geldwäsche oder Terrorismusfinanzierung gemeldet werden konnten. Zum einen können Meldungen über die E-Mail-Adresse [email protected] bekannt gemacht werden. Zum anderen ermöglicht die Whistleblowing-Plattform jeder Person eine anonymisierte Zwei-Wege-Kommunikation über die Homepage der PORR. Sie deckt alle nationalen gesetzlichen Anforderungen ab und entspricht auch sämtlichen Anforderungen der Whistleblowing-Richtlinie. Die Plattform ist ausschließlich durch den Chief Compliance Officer sowie Compliance Officer der jeweiligen Länder auswertbar. Sollten Hinweise auftreten, werden diese vom Chief Compliance Officer unter Wahrung der Anonymität der einmeldenden Person an den Vorstand berichtet und im Rahmen des Compliance Committees beleuchtet. Stellt sich ein Verdacht als falsch heraus, haben gutgläubig Meldende vom Unternehmen keine Sanktionen zu befürchten. Auch verpflichtet sich die PORR die Identität von Meldenden geheim zu halten, außer gesetzliche Offenlegungspflichten zwingen das Unternehmen zu einer Weitergabe an Strafverfolgungsbehörden. Die Abteilung Compliance kann auf eine Vielzahl von Bereichen zur Aufklärung von Sachverhalten zurückgreifen. Die Anonymität eines Hinweisgebers ist jedoch jederzeit gewährleistet und dessen Daten werden nicht weitergegeben.# Transparente Steuerpolitik
Das Einhalten aller nationalen und internationalen Steuergesetze ist für die PORR Gruppe essenzieller Teil einer nachhaltigen Unternehmensführung. In diesem Sinne zielt die Steuerstrategie auf eine gesetzeskonforme, steueroptimierte Politik im In- und Ausland ab. Dabei fördert das Unternehmen den offenen und ehrlichen Dialog. Die Tax Compliance gilt für alle Stakeholder der PORR. Damit will sie missbräuchliche Gestaltungen zur Erlangung steuerlicher Vorteile ausschließen. Gesetzwidriges Verhalten kann über die bereits erwähnte Compliance E-Mail-Adresse gemeldet werden. Das Bekenntnis zur Tax Compliance ist Teil der PORR Tax Policy, die in der Konzernsteuerrichtlinie (PORR KStR) kommuniziert wird. Das Unternehmen wendet keine Gestaltungen zur Aushöhlung der steuerlichen Bemessungsgrundlage oder Gewinnverschiebungen an. Weitere Informationen – unter anderem zum Steuerkonzept sowie zum Stakerholderansatz – sind in der Tax Policy dokumentiert und auf der PORR Webseite veröffentlicht.
Die PORR KStR enthält die Aufbauorganisation der Steuerfunktion in der PORR Gruppe, an deren Spitze der CFO steht. Weiters umfasst sie (Mindest-)Anforderungen an das Steuer-Kontrollsystem, das die gruppenweite Einhaltung aller Steuergesetze sicherstellt. Auf Basis von dokumentierten Prozessen werden steuerliche Risiken identifiziert und geeignete Kontrollprozesse implementiert. Die Risiken- und Kontrollaktivitäten werden in einer Risiko-Kontroll-Matrix festgehalten. Diese enthält die identifizierten Risiken und die für deren Minimierung vorgesehen Aktivitäten (Prozesskontrolle). Die Effektivität der Kontrollen und Prozesse wird regelmäßig geprüft und gegebenenfalls angepasst. Die Abteilung Group Tax überwacht gemeinsam mit der Internen Revision die Einhaltung dieser Standards. Mehr Details zum Thema Gewinn, Umsatz, Steuern etc. nach Segmenten bzw. Regionen finden sich ab S. 190.
Die PORR kooperiert mit allen (Steuer-)Behörden vollumfänglich und legt Wert auf eine professionelle und von gegenseitigem Respekt geprägte Beziehung. Dies schließt jedoch nicht aus, einen anderen Rechtsstandpunkt in der Auseinandersetzung mit Finanzbehörden einzunehmen und diesen im Rahmen von ordentlichen Rechtsmitteln und -behelfen durchzusetzen. Die PORR befürwortet die Arbeit der OECD und der Vereinten Nationen als global anerkannte Standardsetter und bringt sich inhaltlich konstruktiv bei neuen Maßnahmen und Gesetzesvorhaben ein. Dies erfolgt transparent über die nationalen Interessenvertretungen sowie über die Teilnahme an öffentlichen Konsultationen und Begutachtungen. In Offshore-Finanzzentren des IWF bzw. in Ländern, die von der OECD als nicht ausreichend konform mit Steuertransparenzregeln angesehen werden, hat die PORR keine Geschäftstätigkeit. Abseits der üblichen Steuerprüfungen der zuständigen Finanzämter sind der PORR keine steuerlichen Ermittlungen bekannt. Wir haben uns in den letzten Jahren konsequent sukzessive aus politisch instabilen Ländern mit unklarer Rechtslage zurückgezogen.
Finanzielle Unterstützung 2022 in TEUR
| Gewährte Steuerstundungen | Investitions- und Forschungsprämie | |
|---|---|---|
| 0 | 4.261 |
Um die Tax Compliance sicherzustellen, bietet die Steuerabteilung zahlreiche interne Schulungen und Webinare für Kaufleute, aber auch für Techniker, in den Bereichen Umsatzsteuer, Verrechnungspreise und Abzugssteuer an. Darüber hinaus können sich die Mitarbeiter der Abteilung Group Tax intern und extern über Schulungen, Tagungen und Webinare weiterbilden. Viele von ihnen bieten ihre Fachexpertise auch als externe Vortragende zu Steuerfragen an.
Verstöße gegen Compliance-Vorgaben stellen ein hohes Risiko mit mannigfaltigen Auswirkungen dar. Ein effizientes Risikomanagement und ein internes Kontrollsystem (IKS) sind bei der PORR wichtige Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg. Neben Leistungs- und Finanzrisiken wie Markt-, Liquiditäts-, Zins-, Währungs-, Beschaffungs-, Kredit- und Kapitalrisiken bewertet das gruppenweite Risikomanagement auch soziale und ökologische Risiken. Weitere Informationen dazu finden sich ab S. 125.
Das interne Qualitätsmanagementsystem sorgt für die Erfüllung diverser interner und externer Anforderungen. Es ist in Form eines integrierten Managementsystems (IMS) organisiert. Kundenzufriedenheit stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor im Baugeschäft dar und wird über einen standardisierten Prozess im Rahmen des PORR Managementsystems erfasst. Durch die einheitliche Erfassung, Messung, Bewertung und Optimierung kann die Kundenzufriedenheit gesichert bzw. kontinuierlich verbessert werden. Dieser Prozess gliedert sich in Planungsphase (Plan), Umsetzungsphase (Do), Überprüfungsphase (Check) mit Kontrolle bzw. Vergleich der Soll- und Ist-Qualitätskriterien sowie Verbesserungsphase (Act) mit der Einleitung von Gegenmaßnahmen im Fall von Abweichungen. Sämtliche Prozessschritte werden mit entsprechenden Nachweisdokumenten festgehalten. Die Wirksamkeit der Korrekturmaßnahmen wird im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) neuerlich geprüft. Über einen gruppenweiten digitalen Fragenkatalog können Kunden bei Projektübergabe Feedback geben. Umfassende Themen – von Umwelt- und Sozialbelangen über Projekt- und Vertragsmanagement bis hin zur Zusammenarbeit zwischen den Projektbeteiligten – werden hier abgefragt. Möglicher Nachbesserungsbedarf wird frühzeitig erkannt und entsprechende Gegenmaßnahmen können schnell ergriffen werden. Die Messung dient dem internen kontinuierlichen Verbesserungsprozess und fließt in das jährliche Management-Review ein. Die aktuell hohe Zufriedenheit unserer Kunden bestätigt, dass die PORR auf dem richtigen Weg ist.
Datenschutz und der korrekte Umgang mit persönlichen Informationen sind zwei wesentliche Elemente zur Wahrung von Persönlichkeitsrechten. Personenbezogene Daten werden vom Rechenzentrum bis hin zur einzelnen Baustelle der PORR Gruppe verarbeitet. Der verantwortungsbewusste Umgang mit diesen sensiblen Informationen ist ein zentraler Bestandteil der Unternehmenskultur. Sämtliche Verwendung personenbezogener Daten soll im Einklang mit den anwendbaren Datenschutzgesetzen – insbesondere der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) und deren nationaler Begleitgesetzgebung – erfolgen. Verstöße gegen Datenschutzvorschriften stellen ein großes Risiko für das Unternehmen dar und sind nicht nur mit persönlichen Konsequenzen für einzelne Personen verbunden. Sie können sich auch in Form von Imageverlust und hohen Geldstrafen für das betroffene Unternehmen auswirken. Das Datenschutz–Compliance-Managementsystem von PORR soll sicherstellen, dass das Risiko eines Verstoßes gegen Datenschutzvorschriften vermieden bzw. minimiert wird.
Analog zum Whistleblowing-System setzt die PORR aktuell ein IT-System zur Einmeldung von Vorfällen und Verbesserungsvorschlägen in den Bereichen Anti-Diskriminierung, Belästigung, Anrainerbeschwerden und Menschenrechte um. Die Einmeldung von Menschenrechts-Vorfällen geht dabei über das bereits bestehende System zur Hinweisgebung von Menschenrechts-Vorfällen entlang der Lieferkette, in Übereinstimmung mit dem Deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, hinaus. Das System bietet eine vollständig anonymisierte Eingabemöglichkeit. Im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und der sozialen Verantwortung des Unternehmens können auf Basis dieser Informationen und Eingaben Initiativen gestartet werden, um die internen Prozesse der PORR in diesen Bereichen zu stärken. Sollte sich ein Stakeholder für die Eingabe persönlicher Daten entscheiden, so werden diese Daten sowohl im Sinne der Datenschutzgrundverordnung, als auch im Sinne des Hinweisgebergesetzes absolut vertraulich behandelt. Eine Zwei-Wege-Kommunikation mit entsprechender Feedbackschleife an den Stakeholder sind sowohl bei anonymer als auch bei bekanntgegebener Identität jederzeit sichergestellt. Alle Prozesse werden parallel zu den bestehenden Prozessen im Compliance-Bereich aufgesetzt und sind daher im Unternehmen bereits in anderer Form implementiert.
Beschwerden von Anrainern werden von uns ernst genommen. Daher werden bei allen Baustellen verschiedene Bauaushänge verpflichtend ausgehängt. Bei öffentlichen Bauvorhaben gibt es Infoboxen. Beim Ausbau der Wiener U-Bahn gibt es neben einem Infocenter auch eine Ombudstelle für die einzelnen Bauabschnitte. Beschwerden werden typischerweise über den Bauherren an uns weitergeleitet oder gelangen direkt an den jeweiligen Projektleiter. Diese kümmert sich individuell je nach Beschwerde um eine Lösung.
Im Jahr 2022 gab es 43 wesentliche Verstöße gegen Gesetze und Verordnungen, in denen Geldbußen verhängt wurden. Dabei handelte es sich zum Großteil um für einen Konzern übliche Verwaltungsstrafverfahren.
Die PORR verfolgt im Bereich politischen Lobbyings eine klare Position: Lobbying wird vom Unternehmen nicht betrieben. Dies schließt sowohl die Beschäftigung von eigenen Lobbyisten als auch die Finanzierung entsprechender Kanzleien ein. Sehr wohl werden aber im Rahmen der gesetzlichen Standesvertretungen und Verbände Inputs zu politischen Themenstellungen gegeben.Parteispenden sind laut internen Sponsoring-Richtlinien der PORR unzulässig. Die Richtlinien erlauben ausschließlich Spenden an soziale, kulturelle oder sportliche Einrichtungen.
Bau-Compliance-Botschafter. Im Berichtsjahr wurden in Österreich als Pilotprojekt die ersten sieben Bau-Compliance-Botschafter in einem Lehrgang von Austrian Standards ausgebildet. Ihre Aufgabe ist es, mehr Bewusstsein für die Thematik im Unternehmen zu schaffen. Das neue Programm zur Einschulung aller neuen Mitarbeitenden wurde 2022 ausgerollt. Zudem kam es zu einer Ausweitung der E-Learning-Schulungen in den Bereichen Kartellrecht und Korruptionsbekämpfung.# H1
Darüber hinaus sollen die Rechte der von der Datenanwendung betroffenen Person geschützt werden. Durch spezifische interne Schulungen, laufende Kontrollen sowie einen schnellen und unkomplizierten Informationszugang über die firmeninternen Datenschutz-Seiten ist es gelungen, ein breites Verständnis für die Thematik zu schaffen.
Wir sind auf dem richtigen Weg. Compliance ist ein stetiger Prozess, der auch in Zukunft bei der PORR sehr wesentlich sein wird. Durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung, interne Kommunikation und Schulungen sollen potenzielle Verstöße gegen ethische Grundsätze des Unternehmens vermieden werden. Die wichtigste laufende Maßnahme ist das externe Compliance-Monitoring, das die Compliance-Organisation im Zeitraum 2021-2023 begleitet. 2023 werden weitere Bau-Compliance-Botschafter in Österreich ausgebildet und im Anschluss eine Ausrollung auf alle Märkte evaluiert. Themenspezifische Grundlehrgänge je nach Funktion eines Mitarbeitenden werden im nächsten Jahr gestartet. Die Risikobewertung wird derzeit auf Basis des Feedbacks des Monitoring-Teams aktualisiert und 2023 finalisiert. Die aktuell hohe Zufriedenheit unserer Kunden bestätigt, dass die PORR auf dem richtigen Weg ist.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2023 mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 2,9 %. Durch das Beenden der Null-COVID-Politik seitens China ist davon auszugehen, dass sich die Probleme hinsichtlich Lieferketten entspannen werden. Dennoch dürfte die vollständige Erholung erst im Verlauf des ersten Halbjahres eintreten. Weitere Risikofaktoren wie der Krieg in der Ukraine, der anhaltende Inflationsdruck und die damit verbundenen Zinserhöhungen verlangsamen aktuell das Wirtschaftswachstum in Europa. Dazu gilt der anhaltende Fachkräftemangel als Herausforderung der nächsten Jahre.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Basiszinssatz in mehreren Schritten auf derzeit 3,5 % erhöht. Dadurch ist eine milde Rezession zu erwarten. Neben dem hohen Inflations- und Zinsniveau besteht das volatile Thema Energieversorgung. Für den Euroraum rechnen die Experten der Europäischen Kommission mit einem geringen BIP-Wachstum von 0,9 %. Die Experten der OeNB erwarten im größten Heimmarkt Österreich in 2023 ein Wachstum um 0,6 %. In Deutschland wird von einer wirtschaftlichen Stagnation ausgegangen. In den osteuropäischen Heimmärkten rechnet der WIIW mit geringen Zuwachsraten zwischen 0,6 % und 2,2 % in 2023.
Ungeachtet der Konjunkturabkühlung zeigt sich die europäische Bauwirtschaft aufgrund voller Auftragsbücher robust. In 2023 wird zwar aufgrund der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen mit einer reduzierten Nachfrage im Wohnbau gerechnet, wobei der hohe Auftragsbestand in diesem Bereich die Auswirkungen auf die Bautätigkeit jedoch mildert. Dazu besteht ein anhaltend hoher Bedarf an sozialem Wohnraum. Auch bei Projekten für Renovierung, Sanierung und Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden herrscht eine konstante Nachfrage. Parallel dazu besteht ein deutlicher Bedarf nach Forschungs-, Werks- und Servergebäuden in Europa. Big Player der internationalen Industrien wollen damit ihre komplexen Lieferketten lokaler ausrichten. Dennoch ist der Tiefbau mitsamt den Infrastrukturinvestitionen der derzeit am schnellsten wachsende Sektor im Baugewerbe. Neben dem demografischen Wandel, dem Fachkräftemangel und der Deglobalisierung rücken vor allem zwei weitere Megatrends in den Vordergrund: Dekarbonisierung und Digitalisierung. Die Dekarbonisierung stellt eine große Herausforderung dar, bietet aber auch Chancen für Unternehmen. Neben der Europäischen Recovery and Resilience Facility und nationalen Investitionsprogrammen von Schnellstraßen- und Bahnbetreibern sorgt der Europäische Green Deal für eine volle Auftragspipeline. Dies gilt auch für die digitale Transformation, welche nicht nur schlanke und effiziente Prozesse ermöglicht, sondern verstärkt auf Kooperationen und Partnerschaften setzt.
Die positive Geschäftsentwicklung im letzten Jahr bestätigt, dass die PORR strategisch auf dem richtigen Weg ist. Die PORR ist mit einem Rekord-Auftragsbestand von EUR 8.204 Mio. ins Jahr 2023 gestartet. Der Großteil mit einem Anteil von 53,1 % ist auf Projekte im weniger konjunkturabhängigen Tiefbau zurückzuführen. Damit ist die PORR auch für das Jahr 2023 gut gerüstet. Wohnbauprojekte stellen aktuell mit 11,3 % nur einen geringen Anteil des Gesamtportfolios dar. Trotz starker Inflation und hohem Kostenniveau für Baumaterialien überwiegt auf den Rohstoffmärkten insgesamt das positive Momentum. Bereits im vierten Quartal 2022 sind die Preise für Industriemetalle auf den internationalen Märkten stark zurück gegangen. Im Euroraum sind die Erzeugerpreise in der Industrie im Januar 2023 gegenüber Dezember 2022 um 2,8 %, im Energiesektor sogar um 9,4 % gesunken. Darüber hinaus deutet der London Metal Exchange Index, der am häufigsten verwendete internationale Benchmark, auf eine Stabilisierung und Marktkorrektur der Metallpreise im Jahr 2023 hin. Lieferengpässe bei Rohstoffen und sonstigen Materialien oder Unsicherheiten bei der Energieversorgung können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die PORR ist derzeit von keinen Ausfällen aufgrund von mangelnder Versorgung betroffen.
Auf Basis der vollen Auftragsbücher und der aktuellen Rahmenbedingungen erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 eine Leistung zumindest auf dem Niveau des Vorjahres und ein weitere Steigerung des Ergebnisses. Für 2025 wird eine Ziel-EBT-Marge auf Konzernebene von 3,0 % weiterhin angestrebt. Die Einschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs orientiert sich an den aktuellen Zielen in den einzelnen Bereichen sowie an den Chancen und Risiken, die sich in den jeweiligen Märkten ergeben. Sowohl die geopolitische Lage als auch die Situation hinsichtlich Energieversorgung haben sich zuletzt stabilisiert. Sollten sich diese Themen jedoch erneut verschärfen, könnte dies negative Auswirkungen auf die PORR und ihre Geschäftstätigkeit haben. Jegliche Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung ist daher mit Prognoserisiken behaftet.
1 IWF, Januar 2023
2 Trading Economics, März 2023 und Europäische Kommission, Februar 2023
3 OeNB, Januar 2023 und WIIW, Oktober 2022
4 Eurostat, März 2023
Ein aktives Risikomanagement ist in der PORR fester Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und sichert langfristig die eigene die Wettbewerbsfähigkeit. Sollten Risiken in einem der Geschäftsfelder oder Märkte der PORR schlagend werden, so könnte dies negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. Ziel des Risikomanagements ist es daher, Risiken zu erkennen und diese bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des unternehmerischen Ertragspotenzials zu minimieren. Die dazugehörigen organisatorischen Prozesse und Kontrollen, mit deren Hilfe Risiken frühzeitig erkannt werden, sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung sollen kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden. Im Folgenden werden die für die PORR wesentlichen bekannten Risiken aufgelistet, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können. Alle Risiken in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten sind in Erläuterung 41 zum Konzernabschluss zu finden.
Seit Ende Februar 2022 hat der militärische Angriff Russlands auf die Ukraine massive Folgen für die dort lebende Bevölkerung und global für die Weltwirtschaft. Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Energie- und Rohstoffpreise deutlich erhöht und sind seitdem mit einer hohen Unsicherheit behaftet. Gleichzeitig stieg die Volatilität an den Finanzmärkten. Auch in puncto Fachkräftemangel hat sich die Situation verschärft. Die politischen und sozialen Risiken sind gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass sich der Konflikt weiterhin sehr dynamisch entwickelt. Daher sind die damit zusammenhängenden politischen, sozialen und wirtschaftlichen Risiken aktuell schwer abschätzbar. Die PORR hat derzeit weder in Russland noch in der Ukraine Projekte oder andere wirtschaftliche Aktivitäten, kann aber von den weltwirtschaftlichen Folgen betroffen sein.
Um die mit der COVID-19-Pandemie verbundene Schadenshöhe einzugrenzen, hat die PORR bereits frühzeitig zahlreiche Maßnahmen bei Kostenstrukturen sowie zur Sicherung der Liquidität gesetzt. Im operativen Geschäft wurden gemeinsam mit allen Stakeholdern firmenübergreifende Schutzmaßnahmen erarbeitet. Diese Handlungsanleitungen werden dann individuell für jedes Projekt mit allen Beteiligten abgestimmt und umgesetzt. Parallel dazu verfügte die PORR über ihr eigenes COVID-19-Krisenmanagement sowie einen COVID-19-Maßnahmenkatalog. Die strikte Einhaltung dieser Vorgaben hat dazu geführt, dass allen Mitarbeitenden Sicherheit im Umgang mit der Pandemie gegeben werden konnte. Zudem haben diese Maßnahmen sicher gestellt, dass selbst zu Zeiten hoher Infektionszahlen die Ausfälle im Unternehmen sehr gering gehalten wurden. Aus heutiger Sicht rechnet die PORR mit keinen erneuten Verschärfungen und somit Verzögerungen in der Bautätigkeit in ihren Heimmärkten. Sie geht ebenso davon aus, dass COVID-19 ab dem ersten Halbjahr 2023 als eine von vielen Infektionskrankheiten zählt und keine besonderen Maßnahmen in diesem Bereich erfordert. Die gut etablierte Fragen-Hotline bleibt jedoch weiter erhalten. Parallel dazu können weitere pandemiebedingte Verzögerungen und Verknappungen in den internationalen Lieferketten derzeit nicht ausgeschlossen werden. Langfristige Rahmenverträge mit Lieferanten und ein zentralisiertes Beschaffungsmanagement gewährleisten nach wie vor eine hohe Versorgungssicherheit.
Die Marktrisiken resultieren aus den Veränderungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen in den wesentlichen PORR Märkten.Weiters ergeben sich aufgrund der konjunkturellen Disparitäten in den jeweiligen Märkten für die PORR divergierende Nachfragesituationen. Das Unternehmen reagiert auf die Schwankungen in den nationalen Märkten und Geschäftssegmenten sowie auf die gegenwärtigen geopolitischen Unsicherheiten mit einer Konzentration auf die Heimmärkte Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei und Rumänien. In den Projektmärkten Katar, VAE und Norwegen bietet die PORR nur für ausgewählte Projekte die Exportprodukte in den Bereichen Tunnel-, Bahn- und Tiefbau (Spezial- und Großprojekte) an.
Die Überwachung des Projektrisikos erstreckt sich über alle operativen Einheiten der PORR und kann hinsichtlich des Kalkulations- und Ausführungsrisikos qualifiziert werden. Alle Projekte werden von der Angebotsbearbeitung bis hin zum Vertragsabschluss auf spezifische technische, kaufmännische und rechtliche Risiken geprüft. Dies geschieht in enger Abstimmung zwischen den Verantwortlichen für das operative Geschäft und den Risikomanagern anhand von Risikochecklisten und im Zuge der finalen Preis-Meetings. Während der Projektabwicklung unterliegen alle Projekte einem laufenden Soll-Ist-Abgleich. Sobald sich ein Projekt außerhalb der Soll-Parameter bewegt, werden entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet, von den Risikomanagern überwacht und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit überprüft.
Die Neuorganisation des Projekt-Risikomanagements hat sich mittlerweile gut etabliert. Als Teil des Bereichs Commercial Management übernahm das Risikomanagement die Steuerung der Länder auf Konzernebene.
Die BBT SE hat 2016 den Bau eines Abschnitts des BBT auf österreichischer Seite zwischen Pfons und der österreichisch-italienischen Grenze ausgeschrieben und im August 2018 dem Konsortium H51 Pfons – Brenner, bestehend aus den Unternehmen PORR Bau GmbH, G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft mbH, Società Italiana Per Condotte D‘Acqua S.p.A. und Itinera S.p.A., den Zuschlag erteilt. Der Baubeginn erfolgte dann im November 2019. Das Projektvolumen beläuft sich auf EUR 966 Mio. Am 27. Oktober 2020 hat die BBT SE den Vertrag für das Baulos H51 einseitig gekündigt. Grund für die Kündigung waren offenbar unüberbrückbare technische Differenzen bei der Auslegung der Tübbinge für den TBM-Vortrieb. Im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des BBT-Projekts laufen nach wie vor Gespräche zur Klärung offener Fragen, wie z. B. gegenseitige Ansprüche aufgrund der vorzeitigen Beendigung des Vertrags.
Der Konzern erhielt Ende 2017 von der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-West, den Zuschlag für den Bau der achtspurigen Rheinbrücke der Bundesautobahn A1 über den Rhein bei Leverkusen („Leverkusener Rheinbrücke“). Die Auftragssumme belief sich auf rund EUR 362 Mio. Straßen.NRW hat mit Schreiben vom 24. April 2020 den Vertrag „aus wichtigem Grund“ wegen angeblicher Mängel an den Stahlbauteilen gekündigt. Es wurde ein Schiedsverfahren über die Mängel an den Stahlbauteilen durchgeführt. Das Gutachten des unabhängigen Schiedsgutachters, Prof. Mensinger von der TU München liegt vor und bestätigt den technischen Standpunkt von PORR. Daneben hat die Autobahn GmbH des Bundes (Nachfolgerin von Straßen.NRW) im Oktober 2021 Klage gegen die PORR auf Feststellung, dass die Kündigung berechtigt war, eingereicht. Inzident wird daher in diesem Verfahren geprüft, ob ein Kündigungsgrund vorlag, d. h. ob die Stahlteile mangelhaft waren. PORR wiederum hat ihre Ansprüche aus der ungerechtfertigten Vertragsbeendigung im April 2022 durch Widerklage geltend gemacht. Der Rechtstreit befindet sich derzeit im Anfangsstadium.
Der Beschaffungsmarkt der PORR ist in die drei Bereiche Nachunternehmer, Material und Betriebsstoffe unterteilt. Für jeden werden individuelle Risikominimierungsmaßnahmen gesetzt. Darüber hinaus kann der Ukraine-Konflikt zu möglichen Versorgungsengpässen in der Lieferkette führen. Um die Versorgungssicherheit trotz der Beeinträchtigungen zu gewährleisten, wurde der Fokus auf die regionale Beschaffungsstruktur verstärkt.
Bei Nachunternehmern wird eine Auswahl der Lieferanten getroffen sowie durch langzeitige, partnerschaftliche Projektarbeit und langfristige Rahmenverträge Preis- und Qualitätssicherheit erlangt. Zudem ist der Einkauf bestrebt, mittels nachhaltiger Auswahl der Gewerksanbieter eine größtmögliche Risikominimierung im sozioökonomischen und umweltspezifischen Bereich zu erreichen. Die komplexe und besonders stark fragmentierte Lieferkette im Bausektor kann zu Intransparenz betreffend der Einhaltung von gesetzlichen oder firmeninternen Vorgaben im Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialbereich führen. Die Lieferantenbewertung, das Lieferanten-Audit, das Lieferantenmanagementsystem und die dazugehörige Datenbank fungieren als Überwachungsinstrumente. Umweltvorfälle bzw. Abweichungen im Umwelt- und Sozialbereich werden im Zuge der Projektabwicklung, d. h. direkt auf der Baustelle festgehalten, in der Lieferantendatenbank vermerkt und mittels Ampelsystem bzw. Lieferantenbewertungsstandards monitort. Eine Nichteinhaltung der geltenden Standards führt bis zur Sperre für weitere Beauftragungen.
Im Materialsegment sorgen einerseits langfristige Lieferantenverträge für Preiskontinuität. Andererseits führt die Nutzung strategischer Einkaufsmechanismen zur Nivellierung punktueller Preisschwankungen. Naturgemäß sind Preisschwankungen aufgrund marktspezifischer Gegebenheiten (Konzentrationsprozesse der Lieferanten, börseabhängige Rohstoffpreise, Einschränkungen bei Lieferketten und Verfügbarkeiten etc.) nicht auszuschließen. Durch die Einbindung des Einkaufs in der Kalkulationsphase wird eine zusätzliche Ertragssicherheit erreicht. Darüber hinaus wurde durch die Einführung von SAP MM eine noch größere Markttransparenz erreicht, die zur Beseitigung der angeführten Risiken eingesetzt wird, aber auch zur Optimierung der Preissituation beiträgt.
Der konzernweite Einkauf sichert ebenso maximale Preisvorteile bei Betriebsstoffen. Darüber hinaus gewährleistet die „PORR Einkaufstrategie Energie“ die langfristige Ausrichtung der Beschaffung im Bereich Betriebsstoffe. Das Management der Kosten für Energie (wie z. B. Diesel, Strom und Erdgas) wird durch die PORR proaktiv betrieben und ist auf die Sicherung der Ressourcen für den Baubetrieb sowie der Kalkulationsbasis ausgelegt. Ein detailliertes Dispositionssystem stellt neben den Kosten auch die physische Verfügbarkeit von Energieträgern sicher. Knapp die Hälfte des Bedarfs ist auf Diesel zurückzuführen, gefolgt von Strom und Erdgas. Im Falle von Diesel wird die Absicherung des Preises durch mit Banken abgeschlossene Sicherungsgeschäfte durchgeführt. So wurden für das Jahr 2023 bereits rund 60 % des voraussichtlichen Bedarfs preisfixiert. Die Absicherungen erstrecken sich bis zum Ende des ersten Quartals 2024, dann allerdings mit einer geringeren Absicherungsquote. Bei Strom und Erdgas erfolgt die Sicherstellung der Bedarfsmengen und Preise durch den Abschluss von Rahmenverträgen durch die Lead Buyer des Zentraleinkaufs. Somit sind substantielle Teile des hier bestehenden Beschaffungsrisikos auch schon für die Folgejahre erheblich minimiert. So sind für 2024 bereits 70 % des Strombedarfs abgesichert. Erdgas wird hauptsächlich beim Betrieb von Asphaltmischanlagen verwendet. Zur Risikominimierung wurden einige Anlagen auf Dualbetrieb mit Heizöl umgestellt. Sollte es zu einer Erdgasverknappung kommen, können diese alternativ auch mit Heizöl betrieben werden. Durch die Aufteilung in eine Lead-Buyer- und eine Local-Buyer-Beschaffungsstruktur werden sowohl Mengenbündelungseffekte gehoben als auch lokale Maximierungsmöglichkeiten umgesetzt. Diese Systematik ist in allen Beschaffungsbereichen installiert und führt in Summe zu einer Minimierung des Einkaufsrisikos.
Das Interne Kontrollsystem (IKS) der PORR orientiert sich an den seit 2009 verpflichtenden EU-Standards. Darüber hinaus legt die PORR großen Wert auf die Sicherung des Unternehmensvermögens, die Wirksamkeit und Effizienz betrieblicher Abläufe und die Sicherstellung der Verlässlichkeit der finanziellen Berichterstattung. Das Ziel der PORR ist es, das IKS kontinuierlich weiterzuentwickeln und es laufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen und neue Konzernrichtlinien anzupassen.
Die Verantwortung für die Umsetzung sowie Einhaltung der gesetzlichen Anforderung an das rechnungslegungsbezogene IKS liegt beim Vorstand, der seinerseits die Abteilung Commercial Management für das interne Berichtswesen sowie die Abteilung Group Accounting für das externe Berichtswesen beauftragt. Das IKS umfasst sowohl die Bewertung operativer Risiken als auch die adäquate Umsetzung von organisatorischen Normen und Prozessen im gesamten Rechnungs- und Berichtswesen der PORR. Es stellt sicher, dass die Erfassung, Aufbereitung und Bilanzierung der Geschäftsfälle im Unternehmen vereinheitlicht sind und diese ordnungsgemäß in die Konzernrechnungslegung übernommen werden.
Maßnahmen wie klare, unternehmensinterne Vorgaben sowie vordefinierte und systemgestützte Verfahrensanweisungen zur Aufarbeitung von Daten des Rechnungswesens unterstützen den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegung. Die Berichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften sowie die Konsolidierung erfolgen durch integrierte, datenbankgestützte IT-Systeme. Relevante Anforderungen zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Rechnungslegung werden in konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften festgehalten und regelmäßig kommuniziert. Durch klare Funktionstrennungen und diverse Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen, wie Plausibilitätsprüfungen, regelmäßige Kontrollaktivitäten auf diversen Berichtsebenen und das Vier-Augen-Prinzip, wird eine verlässliche und korrekte Rechnungslegung sichergestellt.# Die systematischen Kontrollen sorgen dafür, dass die Rechnungslegung der PORR im Einklang mit den nationalen und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie mit den unternehmensinternen Richtlinien steht, und gewährleisten einen ordnungsgemäßen und einheitlichen Ablauf der rechnungslegungsbezogenen Prozesse. Innerhalb des IKS übernimmt der Prüfungsausschuss für den Aufsichtsrat die Aufgabe der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Finanzberichterstattung. Außerdem gewährleisten das Compliance-Managementsystem und die Interne Revision die unabhängige Überwachung der Wirksamkeit des IKS mit dem Ziel der Verbesserung der Geschäftsprozesse. Die Interne Revision der PORR wurde zuletzt am 22. November 2018 extern durch Crowe SOT advisory, audit & tax GmbH nach Standard IIA (Institute of Internal Auditors) zertifiziert und erfüllt somit international anerkannte Leitlinien. Zur Wahrung ihrer Aufgaben ist die Interne Revision mit umfassenden Prüfbefugnissen ausgestattet, die sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen umfassen. Die Kontrollleistung der Internen Revision erfolgt im direkten Auftrag des Konzernvorstands gemäß einem jährlichen Prüfplan. Zusätzlich können auf Veranlassung des Konzernvorstands bei risikorelevanten, aktuellen Anlässen jederzeit Ad-hoc-Prüfungen eingeleitet werden. Im Jahr 2022 veranlasste die PORR eine Prüfung ihres umfangreichen Compliance-Managementsystems durch das Internal Audit sowie durch die jährlich stattfindenden externen Audits nach ISO 37301 (zuvor ISO 19600) und ISO 37001 durch Austrian Standards. Alle Compliance-Zertifikate wurden im Herbst 2022 planmäßig bestätigt.
| Wesentliche Themen | Risiken | Interne Auswirkungen | Externe Auswirkungen |
|---|---|---|---|
| Dekarbonisierung | Akute Risiken: Extremwetterereignisse | Umsatzeinbußen durch Unterbrechungen im Baubetrieb bzw. veränderte Anforderungen von Kunden | Erhöhte Umweltbelastung durch Kostensteigerung von Treibstoff, Energie |
| Chronische Risiken: Langfristige Verschiebungen im Klimamuster | Erhöhte Investitionskosten für Forschung und Entwicklung sowie Ersatzinvestitionen | Erhöhte klimabezogene Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen | |
| Politische und rechtliche Risiken: Erhöhte Emissionsberichterstattungspflichten | Erhöhte Betriebskosten aufgrund steigender Energiepreise und -auflagen | Geänderter Fokus bei öffentlichen Investitionen | |
| Technologische Risiken | Erhöhte Finanzierungskosten | Verschärfungen in der Raumordnung | |
| Markt(preis)risiken: Steigende THG-Emissionsbepreisung auf Grundlage gesetzlicher Regulatorien | Negative Außenwahrnehmung bei Kunden und Stakeholdern | Steigende THG-Emissionsbepreisung | |
| Reputationsrisiken | Geringe Attraktivität am Arbeitsmarkt | Kurzfristige, unerwartete Rohstoff- oder Energiepreiserhöhung | |
| Belastung der Umwelt durch energiebedingte Emissionen | |||
| Verstärkung des Klimawandels | |||
| Kreislaufwirtschaft | Ressourcenverschwendung und erhöhtes Abfallaufkommen | Auftragsverluste | Erhöhte Entsorgungskosten für nicht recyclingfähige Materialien |
| Lieferengpässe bzw. Produktionsausfälle | Erhöhtes Abfallaufkommen | ||
| Personeller und kostentechnischer Mehraufwand | Ressourcenverschwendung bzw. -vergeudung | ||
| Notwendige Umstellung der Bauprozesse | Schädigung des Ökosystems durch Ressourcenerschöpfung | ||
| Lange Genehmigungs- und Kontrollverfahren durch Überreglementierungen | Beeinträchtigung des Ökosystems durch umweltschädliche Materialien | ||
| Strafverfahren (z. B. wegen Umweltschäden, Compliance-Vergehen) | Verhinderung einer Kreislaufwirtschaft | ||
| Erhöhte Baukosten | |||
| Kostensteigerung durch Nichtnutzung von Materialeigenschaften | |||
| Lebensräume | Umweltschäden in der Geschäftstätigkeit | (Kosten-)aufwändige Verfahren für Flächensanierung | Zerstörung von Lebensräumen, Schutzgebieten, Artenvielfalt |
| Imageschaden | Verringerung landwirtschaftlich nutzbarer Fläche | ||
| Bauverzögerung durch erhöhte Projektkosten | Verringerung der Primärproduktion | ||
| Lange Genehmigungs- und Kontrollverfahren | Verlust der Klimaregulierung durch z. B. urbane Wärmeinseln | ||
| Mehrkosten durch temporäre Fahrverbote und Schutzzonen | |||
| Kostensteigerung aufgrund der Wiederherstellung kontaminierter Böden | |||
| Umweltbelastungen | Emissionen (CO2, Abgase, Feinstaub) | Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit von Ökosystemen | |
| Lichtemissionen | Erhöhung des Risikos für Wetterextreme und Naturgefahren | ||
| Exzessiver Verbrauch von Frischwasser | |||
| Gewässerschädigung | |||
| Risiko für Sicherheit und Gesundheit | Arbeitssicherheit und Gesundheit | Ausfall von Mitarbeitenden | Erhöhte volkswirtschaftliche Kostenaufwände |
| Erhöhte Kosten durch Bauverzögerungen: Ausfall von Mitarbeitenden durch Arbeitsunfälle | Frühpensionierung aufgrund physischer bzw. psychischer Überbelastungen | ||
| Strafverfahren (z. B. Unternehmenshaftung, Verwaltungsstrafen) | Beeinträchtigung der Anrainergesundheit durch Feinstaub, Lärm und Vibrationen | ||
| Verminderte Wettbewerbsfähigkeit (z. B. Auftragsvergabe, Recruiting) | Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit durch Baustellenein- und -ausfahrten | ||
| Erhöhte Projektkosten | Beeinträchtigung der Verkehrsteilnehmenden durch Ausschwenken der Baufahrzeuge | ||
| Verstärkte externe Kontrolle |
| Wesentliches Thema | Risiken | Interne Auswirkungen | Externe Auswirkungen |
|---|---|---|---|
| Arbeitswelten | Fluktuationsrisiko | Know-how-Verluste | Fehlende Entwicklungs möglichkeiten |
| Mangel an Facharbeitern, Nachwuchsarbeitskräften und Führungskräften in der Geschäftstätigkeit | Interkulturelle Missverständnisse in der Geschäftstätigkeit | Erschwerte Projektabwicklung durch mangelnde Teamarbeit, Kommunikationsprobleme und Konfliktpotenzial | |
| Qualitätsmangel | Fehleranfälligkeit | Know-how-Verlust durch technologische Stagnation | Gefährdung der internationalen Reputation |
| Stagnierende Auftragsakquisition | Vermindertes Innovationspotenzial durch fehlende Vielfalt | ||
| Fehlende Aufstiegschancen | |||
| Kompetenz- und Bildungsverlust | |||
| Erhöhte finanzielle Eigenleistung | |||
| Verstärkung psychischer Stress durch mangelnde Kompetenz | |||
| Geringe Weitervermittelbarkeit am Arbeitsmarkt | |||
| Behinderung von Innovation und Fortschritt | |||
| Standortnachteil | |||
| Verringerung der volkswirtschaftlichen Leistungsfähigkeit | |||
| Konflikte/Spannungen durch unterschiedliche Wertvorstellungen | |||
| Diskriminierung von Minderheiten | |||
| Förderung von Slumbildung und Ghettoisierung |
| Wesentliche Themen | Risiken | Interne Auswirkungen | Externe Auswirkungen |
|---|---|---|---|
| Menschenrechte und Ethik | Verfehlungen hinsichtlich Menschenrechten, Arbeitnehmer-, Sozial- sowie Umweltbelange in der Geschäftstätigkeit und entlang der Lieferkette | Strafverfahren (z. B. wegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden) | Verletzung der Grundrechte (Kinderarbeit, Zwangsarbeit, Rechte indigener Völker und lokaler Gemeinschaften) |
| Erhöhte Projektkosten durch Bauverzögerungen | Demokratie- und Freiheitsverlust | ||
| Arbeitsdruck erhöht | Physische und psychische Erkrankungen | ||
| Fehleranfälligkeit | Soziale Spannungen | ||
| Imageschaden | Schädigung der Volkswirtschaft | ||
| Erhöhte externe Kontrolle | |||
| Negative Auswirkungen auf die Auftragsvergabe | |||
| Recruitingprobleme | |||
| Compliance | Unfairer Wettbewerb und Korruption in Geschäftstätigkeit und Lieferkette | Imageschaden | Verzerrungseffekte bzw. Ausschluss bei Ausschreibungen |
| Verletzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) | Rechtliche Konsequenzen | Negative Auswirkungen auf Börsenkurs | |
| Eingeschränkte Finanzierungsmöglichkeiten | |||
| Schädigung des Wirtschaftsstandorts | |||
| Unterwanderung der Rechtsstaatlichkeit | |||
| Fehlende Steuereinnahmen | |||
| Verschwendung öffentlicher Mittel | |||
| Erhöhung der staatlichen Rechtsaufwände |
Der Klimawandel ist eine einschneidende Entwicklung, die sich immer stärker auf das Geschäftsmodell der PORR auswirkt. Nicht zuletzt auch aufgrund der engen Wechselwirkung zwischen der Geschäftstätigkeit der PORR und der Umwelt. Mit dem Bericht der klimabezogenen Risiken und Chancen in Anlehnung an die Empfehlungen der Task Force on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD) sorgt die PORR für noch mehr Transparenz und bessere Vergleichbarkeit.
Das Thema Klimawandel und die damit einhergehenden Risiken und Chancen haben in der PORR eine hohe Relevanz. Die höchste Verantwortung dafür liegt beim CEO. Er legt die Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele sowie die Klimastrategie fest, steuert die strategische Weiterentwicklung und entscheidet über wesentliche Nachhaltigkeitsthemen, auch in Bezug auf den Klimawandel. So wurden 2020 neue quantitative Klimaziele verabschiedet und die Entscheidung gefasst, klimabezogene Risiken und Chancen in Anlehnung an TCFD zu berichten. Angesichts der hohen Relevanz der Klimathematik ist ein effizienter Informationsfluss und eine zeitnahe Einschätzung der klimarelevanten Entwicklungen unerlässlich. Dieser Informationsaustausch sowie die rechtzeitige Bewertung von nachhaltigkeitsbezogenen Risiken und Chancen werden durch die Zentralisierung der Informationen bei der CR Abteilung, welche dem CEO unterstellt ist, gewährleistet.
Die PORR weist klimabezogene Verantwortlichkeiten den relevanten Fachbereichen zu. Diese sind mit dem Monitoring und der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie sowie dem Erreichen der gesetzten Ziele betraut. Die verantwortlichen Personen sind in laufender Abstimmung.
Die PORR hat einen eigenen Nachhaltigkeit-/Sustainability-Ausschuss im Aufsichtsrat. Der Ausschuss tagt halbjährlich und befasst sich mit Themen wie Energieeffizienz, Treibhausgasemissionen sowie Klimawandel. Darüber hinaus wird der Nachhaltigkeitsbericht in den Aufsichtsratssitzungen diskutiert, geprüft und genehmigt.# Jene Bereiche, die vorrangig klimabezogene Themen bearbeiten, sind:
Gemeinsam mit dem CR Steering Committee evaluiert und adaptiert die CR Abteilung jährlich die Nachhaltigkeitsstrategie, die Zieldefinitionen und den begleitenden Maßnahmenkatalog. Vorschläge zur Priorisierung geplanter Nachhaltigkeitsmaßnahmen werden unter anderem vom gruppenweiten CR Project Team unterbreitet. Es vergleicht Best-Practice-Beispiele und Lessons Learned aus den PORR Märkten und zeigt Handlungsbedarf auf. Die CR Abteilung steht in ihrer Funktion als Koordinationsstelle im regelmäßigen Dialog mit den Stakeholdern der PORR und lässt diese bei der Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsaktivitäten in Form von speziellen Aktivitäten wie Workshops, Vorträgen, Schulungen oder Live-Q&As an Veranstaltungen teilhaben. Ein weiterer direkter Austausch findet auch mit ESG-Ratingagenturen und anderen Stakeholdern statt. Auf diese Weise wird ein schneller und umfassender Informationsfluss und eine rechtzeitige Bewertung von Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel gewährleistet.
Verantwortungsvolle Unternehmensführung bildet eine Grundlage der PORR Konzernstrategie. Bedingt durch den hohen Energie- und Ressourcenbedarf im Baubetrieb treibt das Unternehmen Themen wie nachhaltige Bauprozesse, Recycling und Energieeffizienzmaßnahmen aktiv voran. Mit einer eigenen Klimastrategie und quantitativen THG-Reduktionszielen will die PORR einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten. Darüber hinaus setzt sie mit Aktivitäten wie Nachhaltigkeitszertifizierungen von firmeneigenen Standorten und energie- sowie klimatechnischen Sanierungsarbeiten auch im Bereich baulicher Klimaanpassungen ein klares Zeichen.
Die PORR ist als international tätiges Bauunternehmen von Risiken aufgrund des Klimawandels direkt betroffen. Dabei handelt es sich einerseits um transitorische Risiken durch veränderte rechtliche und politische Rahmenbedingungen. Darunter fallen auch der Europäische Green Deal und die damit einhergehende EU-Taxonomie-Verordnung. Andererseits können akute und chronische physische Risiken wie Extremwetterereignisse oder Temperaturanstiege auftreten. Die wachsenden Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel machen es notwendig, dass die PORR mit einem effizienten Risikomanagement gegensteuert und frühzeitig Lösungsansätze für klimabezogene Herausforderungen entwickelt. Ziel ist es, die entsprechenden Risiken frühzeitig zu erkennen, als Chancen zu begreifen und in das Kerngeschäft zu integrieren, um weiterhin nachhaltig und wirtschaftlich zu arbeiten. Eine genaue Auflistung unserer wesentlichen Risiken und Chancen ist den Übersichten auf den S. 134 und 135 zu entnehmen.
Die Notwendigkeit den Klimawandel einzudämmen, wirkt sich auf das gruppenweite Umweltmanagement der PORR aus und fließt auch in Unternehmensentscheidungen ein. So wurde die Konzernstrategie „Intelligentes Wachstum“ mit dem Fokus „Green and Lean“ verstärkt und das Programm GREEN zur operativen Umsetzung der strategischen Ziele gestartet. Beides trägt dazu bei, die vom Vorstand verabschiedeten und für 2030 gesetzten Klimaziele zu erreichen. Die Projektfortschritte werden regelmäßig den Vorstandsmitgliedern und dem Aufsichtsrat berichtet.
Die Klimastrategie und Klimarisikenanalyse werden einem jährlichen Review unterzogen, um potenzielle und neue Risiken im Vorfeld zu erkennen und rechtzeitig entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Dadurch soll das Erreichen der gesetzten Ziele im Bereich Energie und Klima gewährleistet werden.
Die PORR setzt auf ein effizientes Risikomanagement und ein internes Kontrollsystem (IKS). Diese sind wesentliche Voraussetzungen für den wirtschaftlichen Erfolg. Das IKS ist an den verpflichtenden EU Standards ausgerichtet und umfasst die Bewertung der operativen Risiken und die ordnungsgemäße Umsetzung der organisatorischen Abläufe der Gruppe. Der Risikobewertungsprozess beinhaltet quantitative Analysen von Risiken und Chancen, die auch für verschiedene Formen der Managementdokumentation verwendet werden.
Basierend auf der Klimaszenarioanalyse werden die wesentlichen Risiken und Chancen jährlich jeweils mit einer SWOT- und einer PESTEL-Analyse identifiziert. Die Erkenntnisse daraus werden dem Aufsichtsrat vorgelegt. Aufgrund dieser Ergebnisse wird die Konzernstrategie angepasst und Maßnahmen gesetzt, um klimaresilient zu bleiben. Des Weiteren werden die projektbezogenen Chancen- und Risikoanalysen zur Weiterentwicklung des Risikomanagements verwendet. Zur Steigerung der Effizienz und Gewährleistung der Umsetzung wurde ein Prozess zur Identifikation von Klimarisiken in die bereits vorhandenen Abläufe integriert. Dazu wurden die Empfehlungen der TCFD in den bereits existierenden Richtlinien, dem Management-Handbuch und den IMS-Dokumenten ergänzt. Der dem CFO zugeordnete Leiter des Konzernrisikomanagements steuert die ordnungsgemäße Ausführung der Risikoagenden. Risiken und Chancen werden gruppenweit identifiziert, analysiert und über entsprechende Maßnahmen koordiniert und überwacht. Das Risikomanagement verfolgt einen ganzheitlichen und integrierten Ansatz für eine wirksame und effiziente Identifikation, Bewertung und Steuerung der Risiken und Chancen. Es erstattet darüber Bericht und hat die Angemessenheit und Funktionsfähigkeit der Prozesse zu gewährleisten. Die finanziellen Auswirkungen der Chancen und Risken – sollten sie eintreten – werden unter Berücksichtigung einer zugehörigen Eintrittswahrscheinlichkeit berechnet. Aufgrund der unvermeidlich subjektiven Einschätzung erfolgt die Identifizierung und Bewertung in einem Team. Dieses besteht aus einem Ergebnisverantwortlichen, einem Kalkulanten und gegebenenfalls weiteren Fachleuten.
Im Jahr 2021 hat die PORR, basierend auf den Empfehlungen der TCFD, erstmals eine Szenarioanalyse durchgeführt. Dabei wurden die zukünftigen Auswirkungen des Klimawandels auf die PORR nach den Richtlinien der TCFD („Outside-In“) betrachtet. Aufgrund der Einflüsse auf die Wirtschaftsaktivitäten der PORR wurde der Fokus auf die Betrachtung der physischen Risiken gelegt. Dazu wurden interdisziplinäre, interne Workshops zur Feststellung der wesentlichen Risiken und Chancen durchgeführt. Neben den physischen Risiken wurden ebenfalls die transitorischen Risiken aus dem Klimawandel betrachtet. Als wesentlich für die PORR wurden nachfolgende physische und kostenverursachende Risiken identifiziert:
2022 wurden die identifizierten Risiken in den Risikomanagementprozess übernommen und werden zukünftig einem jährlichen Screening unterzogen. Ziel ist es, klimawandelbedingte Risiken zu erkennen, zu priorisieren, zu quantifizieren und abzumildern sowie Chancen im Betrieb und in der Lieferkette zu nutzen. Dazu wurde erstmals 2022 eine finanzielle Bewertung ausgewählter physischer und transitorischer Risiken durch das Risikomanagement gemeinsam mit den entsprechenden Fachexperten durchgeführt. Die weiteren festgestellten Risiken und die möglichen Auswirkungen für die PORR sind in der Klimarisikenübersicht auf S. 134 dargestellt.
Für die Betrachtung der Entwicklung der Risiken und Chancen wurden zwei unterschiedliche Emissionskonzentrationspfade berücksichtigt. Hierbei wurden die Szenarien des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) herangezogen. Die Organisation veröffentlicht regelmäßig angepasste Szenarien, welche von der Wissenschaft und von politischen Entscheidungsträgern verwendet werden, um die zukünftigen Risiken und Chancen für Volkswirtschaften, bezugnehmend auf den Klimawandel, zu bewerten. Es wurden einerseits die Auswirkungen einer Temperaturerhöhung um < 2 °C – das Limit des Pariser Klimaabkommens – auf Projektebene qualitativ analysiert und zusammengefasst. Beim gewählten Szenario handelt es sich um ein Dekarbonisierungsszenario, bei dem die CO2-Emissionen sinken (Szenario RCP 2.6). Als zweites Szenario wurde ein Worst-Case-Szenario gewählt, bei dem sich die Erdtemperatur um > 4 °C bis zum Ende des Jahrhunderts erwärmt (Szenario RCP 8.5). Betrachtet wurde hier der Einfluss von Klimarisiken, die kurz- (bis 2030), mittel- (bis 2050) und langfristig (bis 2100) Auswirkungen auf das Geschäftsmodell der PORR haben könnten. Dabei wurden die PORR Märkte auf die identifizierten Risiken und die damit verbundenen Auswirkungen untersucht. Eine Unterscheidung der Risiken in den verschiedenen Wirtschaftsaktivitäten wurde nicht vorgenommen. Die Risiken im Zusammenhang mit Überflutungen und Hitzetagen wurden untersucht. Die Auswirkungen von Sturmereignissen konnten mangels Datenverfügbarkeit nicht analysiert werden.
2022 wurde erstmals, ausgehend von der qualitativen Analyse, die wichtigsten Risiken quantitativ bewertet, um ihre potenziellen finanziellen Auswirkungen und die Wahrscheinlichkeit ihres Eintretens abzuschätzen. Folgende Werkzeuge wurden zur Durchführung herangezogen:
Die Grafik rechts zeigt die Vorgehensweise bei der Szenarioanalyse.# Management klimabedingter Risiken
Das Chancen- und Risikomanagement läuft als Supportprozess parallel zu einem Projekt. Nur durch die transparente Informationsweitergabe aus der Akquisitions- in die Ausführungsphase können die Erwartungen an das Projektergebnis erfüllt werden. Aus dem Vergleich der bis zum Projektabschluss realisierten Risiken und Chancen mit den Einschätzungen in der Akquisitions- und Ausführungsphase wird das Chancen- und Risikomanagement laufend weiterentwickelt. Bei der künftigen quantitativen Risiken- und Chancenanalyse erfolgt die Bewertung der einzelnen Risiken und Chancen durch die Abschätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit (W) und der zugehörigen Auswirkung (A) von Chancen- und Risikoereignissen. Durch Multiplikation dieser Werte wird das Einzelrisiko berechnet. Mit einer Risikocheckliste werden die Risiken und Chancen während der Akquisitionsphase und im Bauprozess identifiziert. In einem weiteren Schritt wird für jedes Projekt eine Aufstellung der Risiken und Chancen, der damit verbundenen finanziellen Folgen sowie Eintrittswahrscheinlichkeiten gemacht. Anschließend werden die festgelegten Maßnahmen zur Risikosteuerung und die damit einhergehenden monetären Folgen festgehalten. Dabei und in den von allen Projektleitern auszufüllenden Umweltaspekte-Listen wird die Wesentlichkeit und der Stellenwert der Folgen der Klimarisiken ersichtlich. Für die regelmäßige Überprüfung, Aktualisierung und Plausibilisierung sind die jeweiligen Führungskräfte verantwortlich. Dafür werden Projektgespräche oder stichprobenartige Kontrollen durchgeführt. Zur Verminderung des Prozessrisikos ist ein „Mehraugenprinzip“ – die Erarbeitung im Team – vorgesehen.
Die Ergebnisse, die sich auch aus den Nachhaltigkeitsaspekten ergeben und eine direkte Auswirkung auf das Geschäftsmodell der PORR haben könnten, werden vom Konzernrisikomanagement gemeinsam mit der CR Abteilung identifiziert und analysiert. Dabei spielt das Thema Klimawandel eine wesentliche Rolle. Die Bewertung der physischen und transitorischen Risiken erfolgt entlang der gesamten Lieferkette und der ökologischen, wirtschaftlichen und sozialen Dimension. Eine genaue Auflistung unserer wesentlichen Risiken und Chancen ist der Übersicht auf den S. 134 und 135 zu entnehmen.
Durch die Festlegung quantitativer Klimaschutzziele und die Überwachung des jeweiligen Fortschritts misst, überwacht und steuert die PORR ihre Zielerreichung. Wesentliche Kennzahlen sind der direkte und indirekte Energieverbrauch innerhalb und außerhalb des Unternehmens. Die Basis für die Überprüfbarkeit der quantitativen Ziele bildet unter anderem das Energiemanagementsystem. Detaillierte Informationen zu unseren quantitativen Energie- und Klimazielen mit genauem Zeithorizont und Fortschrittsstand sowie die Energie- und Emissionsentwicklung im Jahresvergleich finden sich ab S. 218.
Die PORR berichtet im vorliegenden Bericht detailliert über ihre CO2-Bilanz. Informationen zu den unterschiedlichen Emissionsfaktoren im Zusammenhang mit Scope 1, 2 und 3 finden sich ab S. 82 und auf S. 250. Die Risiken, die mit einem nicht vorhandenen Dekarbonisierungsmanagement einhergehen, finden sich auf S. 134.
Die Reduktionsziele der PORR beinhalten eine Senkung der spezifischen THG-Emissionen um 55 % auf Basis 2020 sowie die Dekarbonisierung der Bauprozesse um 21 % auf Basis 2014.
| Risikokategorie | Folgen | Mögliche Risiken für die PORR |
|---|---|---|
| Transitorische Risiken | Politische und rechtliche Risiken - Erhöhte klimabezogene Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen - Geänderter Fokus bei öffentlichen Investitionen - Verschärfungen in der Raumordnung - Steigende THG-Emissionsbepreisung - Gesteigerte Komplexität rechtlicher Vorgaben - Erhöhte Emissionsberichterstattungspflichten |
- Umsatzeinbußen durch: - Geändertes öffentliches Investitionsverhalten - Verschärfte Flächenwidmungsgesetze - Erhöhte Kosten durch: - THG-Emissionsbepreisung - Verschärfte umweltschutzrechtliche Vorgaben - Potenzielle Rechtstreitigkeiten - Berichterstattungspflichten - Frühzeitige bzw. erhöhte Abschreibungen durch geänderte rechtliche/politische Rahmenbedingungen |
| Technologische Risiken - Substitution von bestehenden Produkten und Dienstleistungen mit emissionsärmeren Optionen - Kosten für den Übergang zu einer emissionsärmeren Technologie - Fehlinvestitionen in nicht zielführende Technologien |
- Umsatzeinbußen bei Produkten und Dienstleistungen mit nicht konkurrenzfähiger Technologie - Erhöhte Kosten durch: - Technologisch höherwertige Geräte und Anlagen - Umstellung und Anpassung von Prozessen - Frühzeitige bzw. erhöhte Abschreibungen von veralteten Geräten und Anlagen bzw. bei Fehlinvestitionen - Erhöhte Investitionen sowie Forschungs- und Entwicklungsausgaben in neue Technologien |
|
| Markt(preis)risiken - Veränderung von Kundenwünschen - Kurzfristige, unerwartete Rohstoff- oder Energiepreiserhöhung - Steigende Relevanz der Nachhaltigkeitszielerreichung sowie von Nachhaltigkeitsratings - Erhöhte klimabezogene Supply-Chain- Management und Finanzierungsanforderungen |
- Umsatzeinbußen durch: - Nichterfüllbarkeit von Kundenanforderungen - Veränderte Kundenanforderungen in Bezug auf aktuelles Produktportfolio - Bauunterbrechungen - Erhöhte Kosten durch: - Volatile Energie- und Rohstoffpreise - Aufwendungen für die Umsetzung von klimaschonenden Geschäftsprozessen - Zusätzlicher Komplexität bei der Erfüllung von Kundenanforderungen |
|
| Finanzierung - Reputationsrisiken - Erhöhte Aufmerksamkeit für Klimaschutz bei Kunden, Investoren und weiteren Stakeholdern - Stigmatisierung von Teilsektoren - Imageschaden |
- Umsatzeinbußen durch: - Negative Außenwahrnehmung bei Kunden und Stakeholdern - Fachkräftemangel und Personalengpässe - Nichterreichung von Nachhaltigkeitszielen - Unzureichende Rating-Ergebnisse - Erhöhte Kosten durch: - Marketing und Akquisition - Finanzierung |
|
| Physische Risiken | Akute Risiken - Extremwetterereignisse - Überflutungen - Entwässerungsüberlastungen - Hitzetage - Starkwindereignisse - Schneeüberlast - Lawinen und Erdrutsche - Bodenerosion |
- Umsatzeinbußen durch Bauunterbrechungen aufgrund von: - Überflutungen - Arbeits-Stopp bei großer Hitze - Kran-Stopp bei Sturm - Verringerung der Produktivität und damit steigende Kosten durch: - Liefer- und Transportschwierigkeiten - Hitzebelastung der Beschäftigten - Erhöhte Baubetriebskosten durch: - Sturmsicherung - Klimatische Einflüsse auf Baumaterialien - Klimaanlagen und Wasserversorgung - Erhöhte Risikoabsicherungen - Frühzeitige bzw. erhöhte Abschreibungen aufgrund von Schäden an Anlagen, Baugeräten oder Betriebsstätten sowie erhöhter Abnutzung - Erhöhte Investitionskosten durch: - Klimatisierte Baucontainer und -geräte - Resilientere Baugeräte |
| Chronische Risiken - Langfristige Verschiebungen im Klimamuster - Wasserknappheit, Wasserstress - Schwankender Grundwasserspiegel - Anhaltende Hitzewellen, Hitzestress - Änderung der Windverhältnisse |
- (Keine spezifischen direkten Folgen in dieser Spalte aufgeführt, aber impliziert durch die chronischen Risiken) |
| Chancenkategorie | Mögliche Chancen für die PORR | Finanzielle Auswirkungen |
|---|---|---|
| Ressourceneffizienz | - Energie- und ressourceneffizientere Technologie - Effizientere Produktions- und Bauprozesse sowie Betriebsstandorte - Fokus auf Recyclingbaustoffe - Effizientere Verkehrsträger und -mittel |
- Steigerung der Produktivität durch: - Optimierung der Anlagen- und Baustellenprozesse - Verringerung der Ausfallzeiten von Beschäftigten - Betriebskostenreduktion durch effizientere Betriebsstätten, Fahrzeuge, Baugeräte, Anlagen |
| Energiequellen | - Unabhängigkeit von volatilen, fossilen Energiemärkten - Emissionsärmere Energieträger und Technologien - Eigenerzeugung von erneuerbarer Energie - Aufbau und Teilnahme an Energiegemeinschaften - Förderungen von Investitionen in erneuerbare Energieerzeugung |
- Umsatzsteigerung durch Reputationsvorteile und Erreichung neuer Kunden- und Marktsegmente - Betriebskostensenkung durch: - Kostengünstigere erneuerbare Energiequellen - Abmilderung der THG-Emissionsbepreisung - Unabhängigkeit von volatilen, fossilen Energiemärkten - Eigenerzeugung von erneuerbarer Energie - Teilnahme an Energiegemeinschaften - Senkung der Investitionskosten durch Nutzung von Förderungen - Geringere Finanzierungskosten durch erhöhtes Interesse von Investoren |
| Produkte und Dienstleistungen | - Emissionsarme Produkte und Dienstleistungen - Entwicklung von Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel - Nachfrage nach grünen Produkten und Dienstleistungen - Förderungen in Bezug auf Produktinnovationen |
- Umsatzsteigerung durch: - Erhöhtes Angebot von emissionsärmeren Produkten und Dienstleistungen - Lösungen zur Anpassung an den Klimawandel - Erfüllung veränderter Kundenpräferenzen - Kostenreduktion bei Investitionen in Forschung und Entwicklung durch systematische Nutzung von Förderungen |
| Märkte | - Zugang zu neuen Marktsegmenten - Geänderter Fokus bei öffentlichen Investitionen - Erhöhte Attraktivität für klimabewusste Beschäftigte |
- Umsatzsteigerung durch: - Zugang zu neuen und aufstrebenden Marktsegmenten - Öffentliche Investitionen in emissionsarme Infrastrukturprojekte - Leichteren Zugang zu und Bindung von Fachkräften |
| Resilienz | - Substitution und Diversifikation von Rohstoffen, Energieträgern und Technologien - Möglichkeit zur Diversifikation des Produkt- und Dienstleistungsportfolios |
- Umsatzabsicherung in Bezug auf Nachfrageänderungen in spezifischen Produkt- und Dienstleistungssegmenten - Kosteneffizienz und erhöhte Zuverlässigkeit in Bezug auf volatile Rahmenbedingungen in der Lieferkette - Höherer Marktwert durch Resilienzplanung |
Das Grundkapital der Gesellschaft ist voll geleistet. Die Gesellschaft hielt zum Stichtag 31. Dezember 2022 insgesamt 481.854 Stück eigene Aktien bzw. 1,23 % des Grundkapitals. Ein Rückkaufprogramm zum Erwerb von bis zu 785.565 Stück eigener Aktien zu einem Erwerbspreis von maximal EUR 10,0 Mio. – basierend auf dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2022 – wurde mit 7. Oktober 2022 gestartet und ist zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen. Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft gemäß § 65 Abs. 5 AktG keine Rechte, insbesondere keine Stimmrechte, zu.
Gemäß § 5 Abs. 2 der Satzung der Gesellschaft können Aktien aus künftigen Kapitalerhöhungen auf den Inhaber oder Namen lauten. Wird bei einer Kapitalerhöhung im Erhöhungsbeschluss keine Bestimmung darüber getroffen, ob die neuen Aktien auf den Inhaber oder auf Namen lauten, so lauten sie auf den Inhaber.
Gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung und im Einklang mit § 10 Abs. 2 AktG sind die Aktien in einer, gegebenenfalls in mehreren Sammelurkunden zu verbriefen und bei einer Wertpapiersammelbank nach § 1 Abs. 3 Depotgesetz oder einer gleichwertigen, ausländischen Einrichtung zu hinterlegen. Dieser Verpflichtung ist die Gesellschaft nachgekommen. Sämtliche früher im Umlauf befindliche, effektive Aktienurkunden wurden den gesetzlichen Bestimmungen entsprechend für kraftlos erklärt.
Von diesem Syndikatsvertrag hat der Vorsitzende des Vorstands Kenntnis, weil er Stifter und Begünstigter der PROSPERO Privatstiftung ist, welche die Strauss-Gruppe leitet. Der Vorstand in seiner Gesamtheit hat aus seiner Funktion als Vorstand der Gesellschaft keine Kenntnis vom Inhalt des Syndikatsvertrags. Syndikatsbeschlüsse binden die Syndikatsmitglieder in der Ausübung ihrer Stimmrechte. Es bestehen wechselseitige Aufgriffs- und Vorkaufsrechte.
| Anteil am Grundkapital | Hiervon syndiziert |
|---|---|
| IGO Industries-Gruppe | 36,21 % |
| Strauss-Gruppe | 15,19 % |
Zur Strauss-Gruppe zählt die SuP Beteiligungs GmbH, die zu 100 % der PROSPERO Privatstiftung zuzurechnen ist, die im Einflussbereich des Vorstandsvorsitzenden Ing. Karl-Heinz Strauss steht. Die Aktien der IGO Industries-Gruppe werden mittel- und unmittelbar von Dipl.-Ing. Klaus Ortner und seiner Familie gehalten.
Der Aufsichtsrat kann gemäß § 6 Abs. 2 der Satzung in diesem zahlenbezogenen Rahmen stellvertretende Vorstandsmitglieder bestellen. Der Aufsichtsrat kann gemäß § 6 Abs. 3 der Satzung ein Mitglied zum Vorsitzenden und ein Mitglied zum Stellvertreter des Vorsitzenden ernennen. Allfällige stellvertretende Vorstandsmitglieder stehen hinsichtlich der Vertretungsmacht ordentlichen Vorstandsmitgliedern gleich.
Der Aufsichtsrat besteht gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung aus mindestens drei und höchstens zwölf von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern. Gemäß § 9 Abs. 8 der Satzung kann mit der Wahl eines Aufsichtsratsmitglieds gleichzeitig ein Ersatzmitglied gewählt werden, welches mit sofortiger Wirkung in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn das Aufsichtsratsmitglied vor dem Ablauf seiner Amtszeit aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Werden mehrere Ersatzmitglieder gewählt, ist bei der Wahl die Reihenfolge zu bestimmen, in der sie für aus dem Aufsichtsrat ausscheidende Mitglieder nachrücken. Ein Ersatzmitglied kann auch für mehrere bestimmte Aufsichtsratsmitglieder gewählt werden, sodass es in den Aufsichtsrat nachrückt, wenn eines dieser Mitglieder vorzeitig aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erlischt, sobald ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied bestellt ist, spätestens jedoch mit Ablauf der restlichen Amtszeit des ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitglieds. Ist das Amt eines in den Aufsichtsrat nachgerückten Ersatzmitglieds erloschen, weil ein Nachfolger für das ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglied gewählt wurde, so bleibt es Ersatzmitglied für die weiteren Aufsichtsratsmitglieder, für die es gewählt wurde.
Die Hauptversammlung kann gemäß § 9 Abs. 2 der Satzung bei der Wahl für einzelne oder für alle der von ihr zu wählenden Aufsichtsratsmitglieder eine kürzere Funktionsperiode beschließen als die gesetzliche. Scheidet ein von der Hauptversammlung gewähltes Aufsichtsratsmitglied vor Ablauf der Funktionsperiode aus, bedarf es gemäß § 9 Abs. 6 der Satzung der Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Sinkt jedoch die Anzahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei, ist die Ersatzwahl in einer außerordentlichen Hauptversammlung binnen sechs Wochen vorzunehmen. Die Bestellung zum Mitglied des Aufsichtsrats kann gemäß § 9 Abs. 4 der Satzung vor Ablauf der Funktionsperiode von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen widerrufen werden.
Gemäß § 19 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft werden die Beschlüsse der Hauptversammlung – sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt – mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und – in Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist – mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Diese Satzungsbestimmung hat nach der Rechtsansicht des Vorstands die nach dem Aktiengesetz auch für Satzungsänderungen an sich notwendige Mehrheit von mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals auf die einfache Kapitalmehrheit herabgesetzt (außer für den Fall von Änderungen des Unternehmensgegenstands).
Zum Stichtag 31. Dezember 2022 ist der Vorstand gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2022 ermächtigt, für die Dauer von 30 Monaten vom Tag der Beschlussfassung eigene Aktien der Gesellschaft bis zu dem gesetzlich zulässigen Ausmaß von 10,0 % des Grundkapitals unter Einschluss bereits erworbener Aktien, auch unter wiederholter Ausnutzung der 10,0-%-Grenze, zu erwerben. Der beim Rückerwerb zu leistende Gegenwert darf nicht niedriger als EUR 1,00 sein und nicht höher als maximal 10,0 % über dem durchschnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage liegen. Der Erwerb kann über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot oder auf eine sonstige gesetzlich zulässige, zweckmäßige Art erfolgen, insbesondere auch außerbörslich, oder von einzelnen, veräußerungswilligen Aktionären (negotiated purchase) und auch unter Ausschluss des quotenmäßigen Andienungsrechts der Aktionäre. Der Vorstand ist weiters ermächtigt, die jeweiligen Rückkaufsbedingungen eines Erwerbs festzusetzen, wobei der Vorstand den Vorstandsbeschluss und das jeweilige darauf beruhende Rückkaufprogramm einschließlich dessen Dauer entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen (jeweils) zu veröffentlichen hat. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise und auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, durch ein Tochterunternehmen (§ 189a UGB) oder für Rechnung der Gesellschaft durch Dritte ausgeübt werden. Der Handel mit eigenen Aktien ist als Zweck des Erwerbs ausgeschlossen. Schließlich ist der Vorstand ermächtigt, ohne weitere Befassung der Hauptversammlung, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien einzuziehen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Einziehung von eigenen Aktien ergeben, zu beschließen.
Von diesem Ermächtigungsbeschluss hat der Vorstand Gebrauch gemacht und am 3. Oktober 2022 beschlossen, ein vom 7. Oktober 2022 bis voraussichtlich 30. Juni 2023 laufendes Aktienrückkaufprogramm durchzuführen. Dabei können Aktien der PORR AG im Ausmaß von bis zu 785.565 Stück bzw. 2,0 % des Grundkapitals zu einem Erwerbspreis von maximal EUR 10,0 Mio. erworben werden. Das Rückkaufprogramm ist zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen. Der Rückkauf soll im Sinn des zweckfreien Erwerbs jedem gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG zulässigen Zweck dienen – auch für die Bedienung möglicher künftiger Mitarbeiterbeteiligungsprogramme der PORR.
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 wurde die Ermächtigung des Vorstands beschlossen, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung auf eine andere Art als über die Börse oder durch öffentliches Angebot zu veräußern oder zu verwenden. Die Ermächtigung kann ganz oder teilweise oder auch in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgeübt werden. Das quotenmäßige Kaufrecht der Aktionäre bei Veräußerung oder Verwendung auf andere Art als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot ist ausgeschlossen (Ausschluss des Bezugsrechts).
Der Zinssatz liegt bis zur ersten Rückzahlungsmöglichkeit im Februar 2025 bei 5,375 % p. a. Sollte diese nicht in Anspruch genommen werden, steigt der Zinssatz zu dem zu diesem Datum festgestellten 5-jährigen Mid-Swapsatz zuzüglich 10,641 %.# 9. Entschädigungsvereinbarungen im Sinne des § 243a Abs. 1 Z 9 UGB bestehen nicht.
Die PORR AG hält zum 31. Dezember 2022 481.854 Stück eigene Aktien. Der Bestand an eigenen Anteilen stellt sich wie folgt dar:
| PORR AG | Stückzahl Aktien | Nominale je Aktie in EUR | Nominale in EUR | Anteil am Grundkapital |
|---|---|---|---|---|
| Bestand am 31.12.2021 | 216.495 | 1,00 | 216.495 | 0,551 % |
| Bestand am 31.12.2022 | 481.854 | 1,00 | 481.854 | 1,227 % |
Die PORR AG hat vom 7. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 insgesamt 265.359 Stück eigene Aktien wie folgt erworben:
| Monat | Stückzahl rückgekaufter Aktien | Gewichteter Durchschnittspreis je Aktie in EUR | Wert rückgekaufter Aktien in EUR | Anteil am Grundkapital |
|---|---|---|---|---|
| Oktober 2022 | 131.830 | 10,06 | 1.326.212 | 0,336 % |
| November 2022 | 69.318 | 11,43 | 792.256 | 0,176 % |
| Dezember 2022 | 64.211 | 12,18 | 781.779 | 0,163 % |
Von den Tochtergesellschaften des Konzerns, die in der mineralgewinnenden Industrie tätig sind, wurden 2022 nur im untergeordneten Umfang Zahlungen an staatliche Stellen geleistet. Es wurden aufgrund der Zugehörigkeit zur Konzernsteuergruppe bzw. aufgrund der abgeschlossenen Ergebnisabführungsverträge auch keine Körperschaftssteuerbeträge gezahlt. Auf die Inanspruchnahme der Erleichterung des § 243d Abs. 5 UGB wird hingewiesen.
| Erläuterungen | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse (6) | 5.786.011 | 5.169.831 |
| Im Anlagevermögen aktivierte Eigenleistungen | 1.567 | 2.875 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen (19) | 56.466 | 62.124 |
| Sonstige betriebliche Erträge (7) | 189.124 | 178.090 |
| Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen (8) | -3.976.756 | -3.446.627 |
| Personalaufwand (9) | -1.349.993 | -1.275.817 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen (11) | -387.520 | -402.934 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 318.899 | 287.542 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (10) | -198.792 | -192.323 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 120.107 | 95.219 |
| Erträge aus Finanzanlage- und Finanzumlaufvermögen (12) | 14.150 | 12.284 |
| Finanzierungsaufwand (13) | -24.223 | -22.142 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 110.034 | 85.361 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (14) | -27.399 | -23.953 |
| Jahresüberschuss | 82.635 | 61.408 |
| davon Anteil der Aktionäre des Mutterunternehmens | 64.413 | 35.934 |
| davon Anteil der Genussrechts-/Hybridkapitalinhaber | 14.213 | 17.786 |
| davon Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen | 4.009 | 7.688 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) (15) | 1,65 | 1,18 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) (15) | 1,65 | 1,18 |
| Erläuterungen | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 82.635 | 61.408 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Ergebnis aus der Neubewertung von Sachanlagen (17) | 2.663 | 4.949 |
| Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen (32) | 193 | 15.111 |
| Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | -185 | -487 |
| Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern | -969 | -4.911 |
| Sonstiges Ergebnis, welches nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden kann (nicht recyclingfähig) | 1.702 | 14.662 |
| Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung | 111 | 7.475 |
| Ergebnis aus Cashflow Hedges | ||
| Ergebnis im Geschäftsjahr | 2.983 | 355 |
| Auf das sonstige Ergebnis entfallende Ertragsteuern | -698 | -89 |
| Sonstiges Ergebnis, welches in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden kann (recyclingfähig) | 2.396 | 7.741 |
| Sonstiges Ergebnis des Jahres (other comprehensive income) | 4.098 | 22.403 |
| Gesamtergebnis des Jahres | 86.733 | 83.811 |
| davon Anteil der Aktionäre des Mutterunternehmens | 68.419 | 58.203 |
| davon Anteil der Genussrechts-/Hybridkapitalinhaber | 14.213 | 17.786 |
| davon Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen | 4.101 | 7.822 |
| Erläuterung (40) | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Jahresüberschuss | 82.635 | 61.408 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf das Anlagevermögen und Finanzanlagen | 188.177 | 187.879 |
| Zinserträge/Zinsaufwendungen | 9.477 | 13.692 |
| Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen | 5.347 | -25.849 |
| Dividenden aus at-equity bilanzierten Unternehmen | 10.479 | 14.169 |
| Gewinne aus Anlagenabgängen | -35.236 | -17.463 |
| Abnahme der langfristigen Rückstellungen | -2.841 | -4.858 |
| Latente Ertragsteuer | 9.524 | 5.794 |
| Cashflow aus dem Ergebnis | 267.562 | 234.772 |
| Abnahme/Zunahme der kurzfristigen Rückstellungen | -19.730 | 58.233 |
| Abnahme der Steuerschulden | -6.041 | -7.522 |
| Zunahme der Vorräte | -27.202 | -18.120 |
| Zunahme der Forderungen | -197.389 | -115.033 |
| Zunahme der Verbindlichkeiten (ohne Bankverbindlichkeiten) | 247.584 | 285.134 |
| Abnahme sonstiger kurzfristiger Finanzinvestitionen | 38.604 | - |
| Erhaltene Zinsen | 9.671 | 4.960 |
| Gezahlte Zinsen | -22.600 | -21.574 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge | -3.636 | -2.306 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 286.823 | 418.544 |
| Einzahlungen aus Sachanlageabgängen und Abgängen aus Finanzimmobilien | 34.589 | 44.867 |
| Einzahlungen aus Finanzanlageabgängen | 26.223 | 746 |
| Einzahlungen aus der Tilgung von Ausleihungen | 2.326 | 3.887 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | -7.731 | -8.837 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien | -164.886 | -183.851 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -1.692 | -2.099 |
| Auszahlungen für Investitionen in Ausleihungen | -1.800 | -20.254 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf konsolidierter Unternehmen abzügl. liquider Mittel | 23.872 | 6.499 |
| Auszahlungen/Einzahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen abzügl. liquider Mittel | -7.110 | 3.252 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -96.209 | -155.790 |
| Gezahlte Dividenden und Zinsen | ||
| Genussrechts-/Hybridkapital | -36.268 | -18.840 |
| Ausschüttung an nicht kontrollierende Gesellschafter von Tochterunternehmen | -2.885 | -2.277 |
| Erwerb von Minderheitsanteilen | -784 | - |
| Rückkauf Eigene Aktien | -2.900 | - |
| Einzahlung aus Genussrechts-/Hybridkapital | - | 48.436 |
| Rückzahlung von Genussrechts-/Hybridkapital | -51.075 | -73.670 |
| Rückzahlung von Schuldscheindarlehen | -113.500 | -42.000 |
| Aufnahme von Krediten und anderen Finanzierungen | 8.737 | 132.294 |
| Rückzahlung von Krediten und anderen Finanzierungen | -102.273 | -244.530 |
| Kapitalerhöhung | - | 116.240 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -300.948 | -84.347 |
| Cashflow aus der Betriebstätigkeit | 286.823 | 418.544 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -96.209 | -155.790 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -300.948 | -84.347 |
| Veränderung Liquide Mittel | -110.334 | 178.407 |
| Liquide Mittel am 1.1. | 765.034 | 582.545 |
| Währungsdifferenzen | 1.103 | 4.082 |
| Liquide Mittel am 31.12. |
| Erläuterungen | 31/12/2022 | 31/12/2021 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte (16) | 194.128 | 187.496 |
| Sachanlagen (17) | 1.055.267 | 1.028.654 |
| Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (18) | 33.923 | 25.453 |
| Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen (19) | 78.408 | 85.404 |
| Übrige Finanzanlagen (20) | 8.372 | 34.860 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) | 70.700 | 67.423 |
| Latente Steueransprüche (27) | 17.502 | 19.634 |
| Summe langfristige Vermögenswerte | 1.458.300 | 1.448.924 |
| Erläuterungen | 31/12/2022 | 31/12/2021 |
|---|---|---|
| Vorräte (21) | 124.323 | 93.033 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22) | 1.665.040 | 1.494.853 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (23) | 147.658 | 156.133 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (24) | 61.215 | 68.500 |
| Liquide Mittel (25) | 655.803 | 765.034 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte (26) | 34.456 | 38.525 |
| Summe kurzfristige Vermögenswerte | 2.688.495 | 2.616.078 |
| 31/12/2022 | 31/12/2021 | |
|---|---|---|
| Aktiva gesamt | 4.146.795 | 4.065.002 |
| Erläuterungen | 31/12/2022 | 31/12/2021 |
|---|---|---|
| Grundkapital (28) | 39.278 | 39.278 |
| Kapitalrücklage (29) | 358.833 | 358.833 |
| Genussrechts-/Hybridkapital (30) | 247.526 | 299.954 |
| Andere Rücklagen (29) | 118.968 | 92.476 |
| Summe Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens | 764.605 | 790.541 |
| Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen (31) | 34.320 | 33.869 |
| Summe Eigenkapital | 798.925 | 824.410 |
| Erläuterungen | 31/12/2022 | 31/12/2021 |
|---|---|---|
| Rückstellungen (32) | 144.512 | 149.821 |
| Leasingverbindlichkeiten (34) | 318.778 | 320.643 |
| Finanzverbindlichkeiten (33, 34) | 166.827 | 303.761 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (36) | 2.647 | 7.910 |
| Latente Steuerschulden (27) | 41.425 | 43.968 |
| Summe langfristige Verbindlichkeiten | 674.189 | 826.103 |
| Erläuterungen | 31/12/2022 | 31/12/2021 |
|---|---|---|
| Rückstellungen (32) | 271.338 | 252.996 |
| Leasingverbindlichkeiten (34) | 55.640 | 56.236 |
| Finanzverbindlichkeiten (33, 34) | 55.743 | 58.973 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (35) | 1.233.040 | 1.163.968 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (36) | 33.947 | 49.822 |
| Übrige Verbindlichkeiten (37) | 1.000.921 | 803.566 |
| Steuerschulden | 18.574 | 24.735 |
| Zur Veräußerung gehaltene langfristige Verbindlichkeiten (26) | 4.478 | 4.193 |
| Summe kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.673.681 | 2.414.489 |
| 31/12/2022 | 31/12/2021 | |
|---|---|---|
| Passiva gesamt | 4.146.795 | 4.065.002 |
| Erläuterungen (28-31) | Grundkapital | Kapitalrücklage | Neubewertungsrücklage | Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen | Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | Fremdwährungs-umrechnungsrücklage | Rücklage für Cashflow Hedges | Genussrechts-/ Hybridkapital | Gewinnrücklage und Bilanzgewinn | Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens | Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2021 | 29.095 | 251.287 | 7.622 | -47.918 | 114 | -7.778 | -688 | 325.854 | 78.397 | 635.985 | 14.564 | 650.549 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | -76 | - | 17.786 | 36.010 | 53.720 | 7.688 | 61.408 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 3.603 | 11.617 | -328 | 7.351 | 266 | - | -240 | 22.269 | 134 | 22.403 |
| Gesamtergebnis des Jahres | - | - | 3.603 | 11.617 | -328 | 7.275 | 266 | 17.786 | 35.770 | 75.989 | 7.822 | 83.811 |
| Dividendenzahlungen | - | - | - | - | - | - | - | -18.840 | - | -18.840 | -2.277 | -21.117 |
| Genussrechts-/Hybridkapital | - | - | - | - | - | - | - | -24.846 | 3 | -24.843 | - | -24.843 |
| Ertragsteuern auf Zinsen für Genussrechts-/Hybridkapitalinhaber | - | - | - | - | - | - | - | - | 4.710 | 4.710 | - | 4.710 |
| Kapitalerhöhung | 10.183 | 107.546 | - | - | - | - | - | - | - | 117.729 | - | 117.729 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/ Erwerb von Minderheitsanteilen | - | - | - | - | - | - | - | - | -189 | -189 | 13.760 | 13.571 |
| Stand 31.12.2021 | 39.278 | 358.833 | 11.225 | -36.301 | -214 | -503 | -422 | 299.954 | 118.691 | 790.541 | 33.869 | 824.410 |
| Anpassung aufgrund neuer bzw. geänderter IFRS | - | - | - | - | - | - | - | - | -22.125 | -22.125 | - | -22.125 |
| Stand 1.1.2022 | 39.278 | 358.833 | 11.225 | -36.301 | -214 | -503 | -422 | 299.954 | 96.566 | 768.416 | 33.869 | 802.285 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | - | 197 | - | 14.213 | 64.216 | 78.626 | 4.009 | 82.635 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | 2.704 | -877 | 394 | 41 | 2.285 | - | -541 | 4.006 | 92 | 4.098 |
| Gesamtergebnis des Jahres | - | - | 2.704 | -877 | 394 | 238 | 2.285 | 14.213 | 63.675 | 82.632 | 4.101 | 86.733 |
| Dividendenzahlungen | - | - | - | - | - | - | - | -16.737 | -19.531 | -36.268 | -2.885 | -39.153 |
| Genussrechts-/Hybridkapital | - | - | - | - | - | - | - | -49.904 | -1.201 | -51.105 | - | -51.105 |
| Ertragsteuern auf Zinsen für Genussrechts-/Hybridkapitalinhaber | - | - | - | - | - | - | - | - | 3.849 | 3.849 | - | 3.849 |
| Rückkauf Eigene Aktien | - | - | - | - | - | - | - | - | -2.900 | -2.900 | - | -2.900 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/ Erwerb von Minderheitsanteilen | - | - | - | - | - | - | - | - | -19 | -19 | -765 | -784 |
| Stand 31.12.2022 | 39.278 | 358.833 | 13.929 | -37.178 | 180 | -265 | 1.863 | 247.526 | 140.439 | 764.605 | 34.320 | 798.925 |
Die PORR Gruppe besteht aus der PORR AG und deren Tochterunternehmen. Die PORR AG ist eine Aktiengesellschaft nach österreichischem Recht und hat den Sitz ihrer Hauptverwaltung in 1100 Wien, Absberggasse 47, Österreich. Sie ist beim Handelsgericht Wien unter FN 34853f registriert. Die Hauptaktivität der Gruppe ist die Projektierung und Ausführung von Bauarbeiten aller Art.
Der Konzernabschluss wird gemäß § 245a UGB nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und von der Europäischen Union übernommenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Auslegungen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) aufgestellt. Berichtswährung ist der Euro, der auch die funktionale Währung der PORR AG und der Mehrzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist. Der Abschluss wurde zum Stichtag 31. Dezember aufgestellt und betrifft das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember. Zahlenmäßige Angaben erfolgen zumeist auf 1.000 (TEUR) gerundet. Durch die Angabe in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Vollkonsolidierte Unternehmen 1.1. | 131 | 135 |
| Verschmelzungen | -4 | -6 |
| Liquidationen | -3 | -4 |
| Verkäufe | -2 | -1 |
| Zugang aufgrund von Gründungen | 7 | 3 |
| Zugang aufgrund von Akquisitionen | 5 | 4 |
| Vollkonsolidierte Unternehmen 31.12. | 134 | 131 |
| davon inländische Tochterunternehmen | 66 | 66 |
| davon ausländische Tochterunternehmen | 68 | 65 |
Bei einer Gesellschaft hält die Gruppe nur 49 % der Anteile, jedoch werden die restlichen Anteile treuhändisch für die PORR gehalten, daher wird diese Gesellschaft in den Konsolidierungskreis miteinbezogen.
Die Vermögenswerte und Schulden, über die aufgrund von Verkäufen Beherrschung verloren wurde, setzen sich wie folgt zusammen:
| in TEUR | 2022 |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 169 |
| Sachanlagen | 3.901 |
| Übrige Finanzanlagen | 3.109 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 1 |
| Latente Steueransprüche | 1.651 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Vorräte | 268 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.650 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 939 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 5 |
| Liquide Mittel | 3.679 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |
| Rückstellungen | -139 |
| Finanzverbindlichkeiten | -1.856 |
| Latente Steuerschulden | -769 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |
| Finanzverbindlichkeiten | -351 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -2.085 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -586 |
| Übrige Verbindlichkeiten | -3.003 |
| Steuerschulden | -157 |
Der Kaufpreis betrug TEUR 27.466 und wurde in bar beglichen. Das Ergebnis aus der Veräußerung in Höhe von TEUR 23.146 wird in den übrigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Im vorliegenden Konzernabschluss wurden folgende 12 Gesellschaften erstmals einbezogen:
Aufgrund von Gründungen
| Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | |
|---|---|
| JV PORR - TM.E. | 25.5.2022 |
| JV PORR/AMW SINEVIA | 24.6.2022 |
| PONTUM Immobilien GmbH | 13.7.2022 |
| PONTUM Immobilien GmbH & Co KG | 3.8.2022 |
| IBAP Beteiligungsholding GmbH | 28.11.2022 |
| C21 Beteiligungs GmbH | 20.12.2022 |
| Obalovna Bechovice s.r.o. | 22.12.2022 |
In diesem Zusammenhang wurden keine wesentlichen Vermögenswerte und Schulden miteinbezogen.
Aufgrund von Akquisitionen
| Zeitpunkt der Erstkonsolidierung | |
|---|---|
| PORR Stahl- und Systembau GmbH & Co KG | 1.1.2022 |
| ASCI Logistik GmbH | 11.7.2022 |
| CIS Beton GmbH | 11.7.2022 |
| G-S Straßenbau GmbH | 12.10.2022 |
| HAT Schwertransporte GmbH | 12.10.2022 |
Für den Erwerb von 100 % an der G-S Straßenbau GmbH und ihrer Tochtergesellschaft HAT Schwertransporte GmbH wurden TEUR 8.534 aufgewendet. Ein Teil des Kaufpreis in Höhe von TEUR 7.784 wurde in bar beglichen. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb eines Straßen- und Tiefbauunternehmens sowie die Durchführung von Transporten, insbesondere von Baumaschinen (HAT Schwertransporte GmbH).
Der Kaufpreis wurde den Vermögenswerten und Schulden der Gesellschaft vorläufig wie folgt zugeordnet:
| in TEUR | 2022 |
|---|---|
| Langfristige Vermögenswerte | |
| Firmenwert | 5.671 |
| Sachanlagen | 4.158 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 12 |
| Latente Steueransprüche | 98 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.189 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 237 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 196 |
| Liquide Mittel | 124 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 253 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |
| Rückstellungen | -25 |
| Finanzverbindlichkeiten | -1.370 |
| Latente Steuerschulden | -453 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |
| Finanzverbindlichkeiten | -919 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.293 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | -113 |
| Übrige Verbindlichkeiten | -1.194 |
| Steuerschulden | -37 |
| Kaufpreis | 8.534 |
Die Akquisition führte zum Ansatz eines steuerlich nicht abzugsfähigen Firmenwerts, da der Kaufpreis die Vorteile aus Synergie-effekten beinhaltet, dieser wurde vorläufig der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Oevermann zugeordnet. Die Kaufpreiszuordnung ist insbesondere im Bereich des Sachanlagevermögens als vorläufig zu betrachten. Bei 3 weiteren Akquisitionen wurden keine wesentlichen Vermögenswerte und Schulden miteinbezogen.
Unter der Annahme eines fiktiven Erstkonsolidierungszeitpunkts mit 1. Jänner 2022 hätte sich der Konzernumsatz sowie das Ergebnis vor Steuern wie folgt verändert:
| in TEUR | Umsatz | Ergebnis vor Steuern |
|---|---|---|
| G-S Straßenbau GmbH | 13.696 | -1.013 |
| HAT Schwertransporte GmbH | 538 | 35 |
| Gesamt | 14.234 | -978 |
Außerdem wurden 53 (Vorjahr: 51) inländische und 38 (Vorjahr: 39) ausländische assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der at-equity-Methode bewertet. Die einbezogenen Tochterunternehmen und die at-equity bilanzierten Unternehmen sind aus der Beteiligungsliste (siehe Beilage) ersichtlich.# 3. Neue Rechnungslegungsstandards
Erstmalig wurden zum 1. Jänner 2022 die folgenden Standards von der Gruppe angewandt, wobei sich nur aus der Erstanwendung der Änderungen zu IAS 37 wesentlichen Auswirkungen auf die Gruppe ergeben:
| Neuer Standard oder Änderung | Datum der Veröffentlichung durch IASB | Datum der Übernahme in EU-Recht | Datum des Inkrafttretens |
|---|---|---|---|
| Änderungen zu IFRS 16 Auf die Coronavirus-Pandemie bezogene Mietkonzessionen nach dem 30. Juni 2021 | 31.3.2021 | 30.8.2021 | 1.4.2021 |
| Änderungen zu IAS 37 Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung | 14.5.2020 | 28.6.2021 | 1.1.2022 |
| Änderungen zu IAS 16 Erzielung von Erlösen, bevor sich ein Vermögenswert in seinem betriebsbereiten Zustand befindet | 14.5.2020 | 28.6.2021 | 1.1.2022 |
| Jährliche Verbesserungen IFRS Zyklus 2018 - 2020 IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16 und IAS 41 | 14.5.2020 | 28.6.2021 | 1.1.2022 |
| Änderungen zu IFRS 3 Aktualisierter Verweis zum Rahmenkonzept | 14.5.2020 | 28.6.2021 | 1.1.2022 |
Mit den Änderungen wird festgelegt, dass „Kosten der Vertragserfüllung“ die „Kosten, die sich direkt auf den Vertrag beziehen“ sind. Dabei kann es sich entweder um zusätzliche Kosten für die Erfüllung dieses Vertrags handeln (z. B. direkte Arbeitskosten, Materialien) oder um eine Zuweisung anderer Kosten, die sich direkt auf die Erfüllung von Verträgen beziehen (z. B. die Zuweisung der Abschreibungen für einen Posten des Sachanlagevermögens, der bei der Erfüllung des Vertrags verwendet wird).
Die folgende Tabelle zeigt die Auswirkung per 1. Jänner 2022 aus der Erstanwendung von IAS 37 auf die Posten der Konzernbilanz:
| Konzernbilanz zum 1.1.2022 | Anpassungen aufgrund erstmaliger Anwendung der Änderungen zu IAS 37 | Konzernbilanz zum 31.12.2021 ohne Anpassungen |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| IAS 37 Passiva | ||
| Andere Rücklagen | 70.351 | -22.125 |
| Eigenkapital | 802.285 | -22.125 |
| Latente Steuerschulden | 35.800 | -8.168 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 817.935 | -8.168 |
| Rückstellungen | 283.289 | 30.293 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 2.444.782 | 30.293 |
| Passiva gesamt | 4.065.002 | - |
Die folgenden bei Aufstellung des Konzernabschlusses bereits veröffentlichten Standards und Interpretationen waren auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Jänner 2022 begannen, noch nicht zwingend anzuwenden und wurden auch nicht freiwillig vorzeitig angewandt. Die Gruppe plant die erstmalige Anwendung mit verpflichtendem Inkrafttreten in der EU.
Von der Europäischen Union bereits übernommene Standards und Interpretationen
| Neuer Standard oder Änderung | Datum der Veröffentlichung durch IASB | Datum der Übernahme in EU-Recht | Datum des Inkrafttretens |
|---|---|---|---|
| IFRS 17 Versicherungsverträge | 18.5.2017 | 19.11.2021 | 1.1.2023 |
| Änderungen zu IFRS 17 | 25.6.2020 | 19.11.2021 | 1.1.2023 |
| Änderungen zu IAS 1 Offenlegung von Rechnungslegungsgrundsätzen | 12.2.2021 | 2.3.2022 | 1.1.2023 |
| Änderungen zu IAS 8 Definition von Schätzungen | 12.2.2021 | 2.3.2022 | 1.1.2023 |
| IAS 12 Latente Steuern auf Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus einer einzigen Transaktion | 7.5.2021 | 11.8.2022 | 1.1.2023 |
| IFRS 17 Gleichzeitige Erstanwendung IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen | 9.12.2021 | 8.9.2022 | 1.1.2023 |
Von der Europäischen Union noch nicht übernommene Standards und Interpretationen
| Neuer Standard oder Änderung | Datum der Veröffentlichung durch IASB | Datum des Inkrafttretens |
|---|---|---|
| Änderungen zu IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig | 23.1.2020 | 1.1.2024 |
| Änderungen zu IFRS 16 Sale and Leaseback | 22.9.2022 | 1.1.2024 |
| Änderungen zu IAS 1 Klassifizierung von Schulden | 31.10.2022 | 1.1.2024 |
Nach der bei Unternehmenszusammenschlüssen anzuwendenden Erwerbsmethode werden die erworbenen Vermögenswerte und die übernommenen Verbindlichkeiten sowie Eventualverbindlichkeiten zum Erwerbsstichtag mit den zu diesem Stichtag beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem zurechenbaren Anteil an dem mit dem beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettovermögen wird, soweit es sich um einen Aktivposten handelt, als Firmenwert angesetzt, der nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen wird. Dabei wird für jede Transaktion separat entschieden, ob die Partial oder die Full Goodwill Methode angewandt wird. Passivische Unterschiedsbeträge werden sofort ertragswirksam berücksichtigt und unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Alle Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Unternehmen werden in der Schuldenkonsolidierung eliminiert. Konzerninterne Erträge und Aufwendungen werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung verrechnet. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden eliminiert, wenn es sich um wesentliche Beträge handelt und die betreffenden Vermögenswerte im Konzernabschluss noch bilanziert sind. Nicht der PORR AG zurechenbare Anteile am Nettovermögen von Tochterunternehmen werden unter der Bezeichnung „Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen“ gesondert als Bestandteil des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Jahresabschlüsse sämtlicher in den Konzernabschluss einbezogener Unternehmen werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Bewertungsgrundlagen Währungsumrechnung
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen erstellen die Jahresabschlüsse in ihrer jeweiligen funktionalen Währung, wobei diese die Währung des primären operativen Umfelds des Unternehmens ist. Für alle einbezogenen Unternehmen ist die funktionale Währung die Währung des Landes, in der das Unternehmen seinen Sitz hat. Für die Einbeziehung und Umrechnung ausländischer Tochterunternehmen wurden folgende wesentliche Umrechnungskurse verwendet:
| Devisenmittelkurs 31.12.2022 | Jahresdurchschnittskurs 2022 | |
|---|---|---|
| CHF | 0,98470 | 1,00170 |
| CZK | 24,11500 | 24,53708 |
| GBP | 0,88693 | 0,85482 |
| NOK | 10,51380 | 10,11222 |
| QAR | 3,89739 | 3,83460 |
| PLN | 4,68990 | 4,68828 |
| RON | 4,94740 | 4,93353 |
| Devisenmittelkurs 31.12.2021 | Jahresdurchschnittskurs 2021 | |
|---|---|---|
| CHF | 1,03310 | 1,07988 |
| CZK | 24,86000 | 25,64833 |
| GBP | 0,84028 | 0,85840 |
| NOK | 9,98880 | 10,16386 |
| QAR | 4,13013 | 4,29755 |
| PLN | 4,59940 | 4,57750 |
| RON | 4,94810 | 4,92440 |
Die Bilanzposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden mit dem Bilanzstichtagskurs und die Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres, dem arithmetischen Mittel aller Monatsultimokurse, umgerechnet. Aus der Währungsumrechnung resultierende Differenzen werden im sonstigen Ergebnis erfasst. Diese Umrechnungsdifferenzen werden zum Zeitpunkt des Abgangs des Geschäftsbetriebs in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesen. Bei Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs vorgenommene Anpassungen der Buchwerte der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert zum Erwerbsstichtag bzw. ein aus dem Erwerb resultierender Firmenwert werden als Vermögenswerte bzw. Verbindlichkeiten des erworbenen Tochterunternehmens behandelt und unterliegen demnach der Währungsumrechnung. Kursgewinne oder -verluste aus Transaktionen der einbezogenen Unternehmen in einer anderen als der funktionalen Währung (Fremdwährung) werden im Gewinn oder Verlust der Periode ergebniswirksam erfasst. Nicht auf die funktionale Währung lautende monetäre Positionen der einbezogenen Unternehmen werden mit dem Durchschnittskurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Aus dieser Umrechnung resultierende Kursgewinne oder -verluste werden ebenfalls in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Weitere Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und die Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten werden in den jeweiligen Erläuterungen angeführt.
Änderungen von Vergleichsinformationen
Die Darstellung der Finanzverbindlichkeiten wurde aus Gründen der Wesentlichkeit und der verbesserten Darstellung insofern geändert, dass Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen und gegenüber Kreditinstituten in der Position Finanzverbindlichkeiten zusammengefasst, jedoch die Leasingverbindlichkeiten in einer separaten Bilanzposition dargestellt wurden. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst:
| 31.12.2022 in TEUR | 31.12.2021 in TEUR | |
|---|---|---|
| nach Anpassung | vor Anpassung | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | ||
| Anleihen und Schuldscheindarlehen | - | - |
| Leasingverbindlichkeiten | 318.778 | 320.643 |
| Finanzverbindlichkeiten | 166.827 | 303.761 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | ||
| Anleihen und Schuldscheindarlehen | - | - |
| Leasingverbindlichkeiten | 55.640 | 56.236 |
| Finanzverbindlichkeiten | 55.743 | 58.973 |
Die PORR AG setzt auf klima- und ressourcenschonende Fertigung, um nicht nur ökonomisch, sondern auch ökologisch nachhaltig zu bauen. Neue Technologien, innovative Baumaschinen und Bewusstseinsbildung bei den Mitarbeitern sorgen für effizientere und zunehmend klimaneutrale Performance mit zukunftsweisendem Entwicklungspotenzial. Durch die direkte Wechselbeziehung von Bauleistungen mit dem Klima und der Umwelt sieht sich die PORR hier verstärkt in der Verantwortung und baut auf die Einschätzung von klimabezogenen Risiken durch Management und Vorstand, aber auch auf die Erkennung von Chancen, neue Technologien zu etablieren und damit den ökologischen Fußabdruck als Gruppe zu reduzieren.Mit einer eigenen Klimastrategie und quantitativen THG-Reduktionszielen will die PORR einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz leisten und den hohen Ressourcenbedarf der Bauwirtschaft durch gezieltes Energie- und Emissionsmanagement kontinuierlich verringern. Die Reduktionsziele belaufen sich konkret auf eine Senkung der spezifischen THG-Emissionen um 55% (Basis 2020) sowie die Dekarbonisierung der Bauprozesse um 21% (Basis 2014) (siehe Konzernlagebericht S. 83). Die Bewusstseinsbildung wird erreicht durch das Messbarmachen von Risiken und Chancen anhand der Klimaszenarioanalyse, erstmals durchgeführt im Jahr 2021. Für akute Risiken wie Extremwetterereignisse, aber auch chronische Risiken wie anhaltende Hitzewellen, veränderte Windverhältnisse oder Wasserknappheit – wie näher im Risikobericht beleuchtet – werden Szenarien entwickelt, um dem hohen Energie- und Ressourcenbedarf in der Bauwirtschaft mit nachhaltigen Bauprozessen, Recycling und Energieeffizienzmaßnahmen aktiv zu begegnen. Gezielte Entwicklungsaktivitäten für den technologischen Fortschritt und die Ressourcenschonung, aber auch die Erschließung neuer Energiequellen und Diversifikation von Produkt- und Dienstleistungsportfolios, zeugen von Chancen, die sich durch das strategische Vorgehen und die bewusstseinsbildende Klimapolitik der PORR eröffnet haben. Konkrete Auswirkungen auf den Jahresabschluss der PORR könnten bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Erläuterung 22), bei Wertminderungen (Erläuterung 16), bei Abschreibungssätzen von Sachanlagen (Erläuterung 17) und Rückstellungen (Erläuterung 32) auftreten, wobei davon auszugehen ist, dass sich diese nicht in den nächsten zwölf Monaten materialisieren werden und das Unternehmen mit den dargestellten Maßnahmen und Initiativen gegensteuert. Ausführliche Angaben zu der Klimaszenarioanalyse sind im Risikobericht (ab S. 130) offengelegt.
Die PORR hat keine Gesellschaften, Projekte oder andere wesentliche, wirtschaftliche Aktivitäten am russischen oder ukrainischen Markt. Der Ukraine-Konflikt hat daher bis dato nur einen indirekten Effekt auf die Vermögens- und Finanzlage der PORR, der den innerhalb kürzester Zeit stark gestiegenen Energie- und Rohstoffpreisen und der dadurch gestiegenen Inflation geschuldet ist. Das Materialpreisrisiko wird zumeist durch mittel- und langfristige Rahmenverträge mit Schlüssellieferanten sowie Preisanpassungsklauseln mit Kunden gemildert. Was die Energiebeschaffung betrifft, so wird situationsbezogen ein Beschaffungsmix aus Preisbindung bzw. wöchentlichen Börsepreisen gewählt, wodurch die Preisvolatilität und das Risiko minimiert und diversifiziert werden. Eine proaktive Absicherung der Energieressourcen erfolgt z. B. bei Diesel durch Preisabsicherung über mit Banken abgeschlossene Sicherungsgeschäfte. So sind für das Jahr 2023 bereits rund 60 % des erwarteten Bedarfs preislich fixiert worden. Das Einkaufsmanagement wirkt möglichen Versorgungsengpässen in den Lieferketten aufgrund der Ukraine-Krise durch vorausschauende und diversifizierte Beschaffungsstrategien entgegen, weshalb bis dato keine material- oder rohstoffbezogenen Einschränkungen im Baubetrieb aufgetreten sind.
Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 5.786.011 (Vorjahr: TEUR 5.169.831) enthalten Bauleistungen eigener Baustellen, Lieferungen und Leistungen an Arbeitsgemeinschaften und andere Erlöse aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. In der nachfolgenden Tabelle werden die Umsatzerlöse der Gruppe nach Geschäftsfeldern dargestellt.
| AT / CH | DE | PL | CEE | Infrastruktur | International | Holding | Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||||||||
| Hochbau | ||||||||
| Geschäfts-/Bürohausbau | 221.610 | 26.178 | 95.246 | 1.000 | - | - | - | 344.034 |
| Industrie-/Ingenieurbau | 288.380 | 1.596 | 19.043 | 57.157 | - | - | - | 366.176 |
| Sonstiger Hochbau | 327.690 | 241.568 | 29.829 | 35.343 | - | - | - | 634.430 |
| Wohnbau | 455.652 | 81.408 | 55.724 | 49.706 | - | 45.638 | - | 688.128 |
| Tiefbau | ||||||||
| Bahnbau | 204.349 | 32.214 | 201.178 | 90.195 | 34.810 | - | - | 562.746 |
| Brücken-/Hochstraßenbau | 105.448 | 43.418 | 82.922 | 28.428 | 57.544 | - | - | 317.760 |
| Sonstiger Tiefbau | 480.317 | 194.533 | 78.747 | 46.531 | 99.053 | 19.510 | - | 918.691 |
| Straßenbau | 418.829 | 138.619 | 178.782 | 300.379 | 12.539 | - | - | 1.049.148 |
| Tunnelbau | 11.651 | 36.301 | 40.938 | - | 221.474 | - | - | 310.364 |
| Sonstige Sparten | 407.738 | 78.708 | 37.459 | 7.317 | 3.719 | 59.593 | - | 594.534 |
| Umsatzerlöse | 2.921.664 | 874.543 | 819.868 | 616.056 | 429.139 | 124.741 | - | 5.786.011 |
| Umsatzerlöse zeitraumbezogen | 2.736.807 | 867.009 | 819.769 | 616.056 | 429.139 | 120.908 | - | 5.589.688 |
| Umsatzerlöse zeitpunktbezogen | 184.857 | 7.534 | 99 | - | - | 3.833 | - | 196.323 |
| AT / CH | DE | PL | CEE | Infrastruktur | International | Holding | Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | ||||||||
| Hochbau | ||||||||
| Geschäfts-/Bürohausbau | 181.892 | 8.086 | 93.281 | 12.422 | - | - | - | 295.681 |
| Industrie-/Ingenieurbau | 240.917 | - | 648 | 12.507 | - | - | - | 254.072 |
| Sonstiger Hochbau | 269.696 | 178.118 | 34.968 | 12.396 | - | - | - | 495.178 |
| Wohnbau | 563.820 | 57.499 | 9.069 | 50.295 | - | - | - | 680.683 |
| Tiefbau | ||||||||
| Bahnbau | 124.726 | 18.532 | 182.676 | 31.406 | 17.502 | - | - | 374.842 |
| Brücken-/Hochstraßenbau | 88.320 | 42.525 | 71.904 | 7.491 | 86.508 | - | - | 296.748 |
| Sonstiger Tiefbau | 483.234 | 190.444 | 83.831 | 28.075 | 54.384 | 15.534 | - | 855.502 |
| Straßenbau | 396.764 | 145.513 | 185.267 | 308.399 | 9 | - | - | 1.035.952 |
| Tunnelbau | 7.538 | 69.935 | 61.446 | - | 237.762 | - | - | 376.681 |
| Sonstige Sparten | 352.725 | 64.234 | 25.171 | 5.659 | 11.367 | 45.336 | - | 504.492 |
| Umsatzerlöse | 2.709.632 | 774.886 | 748.261 | 468.650 | 407.532 | 60.870 | - | 5.169.831 |
| Umsatzerlöse zeitraumbezogen | 2.550.018 | 767.934 | 748.261 | 468.650 | 407.532 | 55.478 | - | 4.997.873 |
| Umsatzerlöse zeitpunktbezogen | 159.614 | 6.952 | - | - | - | 5.392 | - | 171.958 |
Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erlöse aus Bauleistungen | 5.436.980 | 4.893.665 |
| Erlöse aus Rohstoffverkäufen und sonstigen Dienstleistungen | 349.031 | 276.166 |
| Gesamt | 5.786.011 | 5.169.831 |
Die Umsatzerlöse enthalten ausschließlich Erlöse aus Kundenverträgen. Leistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 7.287.284 (Vorjahr: TEUR 6.815.052) werden mit TEUR 4.012.154 (Vorjahr: TEUR 3.614.576) im Folgejahr und mit TEUR 3.275.130 (Vorjahr: TEUR 3.200.476) in den darauffolgenden Jahren zu Umsatzerlösen führen.
Umsatzerlöse werden nach Abzug von Umsatzsteuern, Rabatten und anderen Erlösminderungen sowie sonstigen verkaufsbezogenen Steuern ausgewiesen. Der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung stellt sich je nach Umsatzart wie folgt dar:
Die Umsatzrealisierung bei Erträgen aus Bauleistungen erfolgt zeitraumbezogen über die Laufzeit der erbrachten Leistung unter Anwendung der POC-Methode. Die voraussichtlichen Auftragserlöse werden entsprechend dem jeweiligen Fertigstellungsgrad unter den Umsatzerlösen ausgewiesen. Grundlage für die Ermittlung des Fertigstellungsgrads ist das Verhältnis der bisher erbrachten Leistung zur geschätzten Gesamtleistung. Dies gilt auch für Erlöse aus Kundenverträgen, die in Arbeitsgemeinschaften ausgeführt werden. Bei Vorliegen der entsprechenden Voraussetzungen werden mehrere Verträge konzernübergreifend aggregiert und gemeinsam bewertet. Variable Bestandteile der Auftragserlöse – insbesondere Nachträge – werden dann angesetzt, wenn es hochwahrscheinlich ist, dass es dadurch zu keiner signifikanten Umkehr der bereits erfassten Erlöse kommen wird. Anzahlungsrechnungen werden gemäß einem vorher festgelegten Zahlungsplan, welcher im Allgemeinen dem Baufortschritt entspricht, gelegt. In Einzelfällen enthalten die Zahlungspläne eine Finanzierungskomponente, welche separat als Zinsertrag im Finanzergebnis zu erfassen ist. Die ermittelte Leistung wird nach Abzug der Zahlungen des Kunden als Vertragsvermögenswert unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder, falls die Zahlungen die bisher erbrachte Leistung übersteigen, als Vertragsverbindlichkeit unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die Auftragserlöse übersteigen, werden die erwarteten Verluste sofort zur Gänze in Höhe der für die Erfüllung des Vertrags notwendigen Kosten erfasst. Vertragserlangungskosten werden, soweit sie bei Nichterlangung des Auftrags nicht angefallen wären, aktiviert und über die Projektlaufzeit abgeschrieben. Deponieumsätze und Erlöse aus Rohstoffverkäufen werden im Wesentlichen zeitpunktbezogen nach Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken realisiert. Erlöse aus Dienstleistungen aus der Verwaltung von Immobilien (Hausverwaltung) werden zeitraumbezogen realisiert.
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 27.003 | 36.627 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 36.446 | 15.195 |
| Erlöse aus Personalgestellung | 15.292 | 15.517 |
| Versicherungsvergütungen | 9.425 | 14.455 |
| Kursgewinne | 7.764 | 16.293 |
| Erlöse aus Materialverrechnung | 7.950 | 9.221 |
| Erlöse aus sonstiger Weiterverrechnung | 29.671 | 27.947 |
| Raum- und Grundstücksmieten | 3.740 | 2.786 |
| Sonstige Erträge Personal | 11.983 | 10.653 |
| Bewertung Finanzimmobilien | 13.282 | 4.779 |
| Übrige | 26.568 | 24.617 |
| Gesamt | 189.124 | 178.090 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Einbehalte für die Privatnutzung von Dienstfahrzeugen, Schadenersatzleistungen im Rahmen von Auftragsabwicklungen sowie sonstige Nebenleistungen.
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -1.367.202 | -1.138.376 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -2.609.554 | -2.308.251 |
| Gesamt | -3.976.756 | -3.446.627 |
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | -1.087.325 | -1.020.278 |
| Soziale Abgaben | -249.468 | -240.415 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen | -13.200 | -15.124 |
| Gesamt | -1.349.993 | -1.275.817 |
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen enthalten die Dienstzeitaufwendungen und die Beiträge an die Mitarbeitervorsorgekasse für Mitarbeiter, die nach dem 31. Dezember 2002 in ein Dienstverhältnis mit einem österreichischen Unternehmen der Gruppe eingetreten sind, und freiwillige Abfertigungen. Der Zinsaufwand aus den Abfertigungs- und Pensionsverpflichtungen wird unter dem Posten Finanzierungsaufwand ausgewiesen.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte | -6.107 | -5.462 |
| Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen | -179.466 | -182.606 |
| Wertminderungen auf immaterielle Vemögenswerte | - | -1.434 |
| Wertminderungen auf das Sachanlagevermögen | -9.819 | -2.820 |
| Wertminderungen auf zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | -3.400 | - |
| Gesamt | -198.792 | -192.322 |
Für weitere Ausführungen wird auf die Erläuterungen 16 und 17 verwiesen.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Rechts- und Beratungsleistungen, Versicherungen | -56.956 | -53.835 |
| Immobilien | -42.214 | -40.316 |
| Kursverluste | -5.525 | -18.890 |
| Fuhrpark | -20.097 | -22.358 |
| Werbung | -12.954 | -7.056 |
| Bürobetrieb | -36.183 | -34.244 |
| Avalprovisionen | -23.250 | -24.457 |
| Sonstige Steuern | -12.916 | -11.838 |
| Beiträge und Gebühren | -12.643 | -8.748 |
| Aus- und Weiterbildung | -5.221 | -4.082 |
| Reisen und Verkehr | -38.577 | -33.171 |
| Projektbezogene Rückstellungen und Schadensfälle | -95.215 | -113.982 |
| Übrige | -25.769 | -29.957 |
| Gesamt | -387.520 | -402.934 |
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen enthalten unter anderem Aufwendungen für Abgaben und Gebühren, Fremdleistungen sowie allgemeine Verwaltungskosten.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 1.057 | 1.590 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (364) | (-) |
| Aufwendungen aus Beteiligungen | -968 | -3.305 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (-49) | (-2.808) |
| Erträge/Aufwendungen aus Finanzanlagen | -685 | 5.549 |
| Zinsen | 14.746 | 8.450 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (14) | (45) |
| Gesamt | 14.150 | 12.284 |
Die Zinserträge enthalten Zinsen in Höhe von TEUR 666 (Vorjahr: TEUR 1.520) (siehe Erläuterung 43) aus einem Hybridkapital der UBM-Gruppe. Das Hybridkapital wurde bis zur Rückzahlung im Jahr 2022 erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
Bewertungsgrundlagen
Zinserträge werden nach der Effektivzinsmethode abgegrenzt. Der effektive Zinssatz ist jener Zinssatz, bei dem der Barwert der künftigen Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert dessen Buchwert entspricht. Dividendenerträge aus Finanzinvestitionen werden mit Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen betreffend Anleihen und Schuldscheindarlehen | -6.398 | -6.193 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -17.825 | -15.949 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (-31) | (-26) |
| davon Zinsaufwand aus Sozialkapitalrückstellungen | (-1.380) | (-642) |
| Gesamt | -24.223 | -22.142 |
Im Berichtsjahr sowie im Vorjahr wurden keine Fremdkapitalkosten aktiviert. Der Finanzierungskostensatz bewegt sich zwischen 0,01 % und 11,12 % (Vorjahr: 0,01 % und 7,44 %).
Bewertungsgrundlagen
Fremdkapitalkosten werden aktiviert, wenn und soweit sie direkt der Finanzierung des Erwerbs oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen, und wenn sie während des Zeitraums des Erwerbs oder der Herstellung anfallen, andernfalls werden sie sofort als Aufwand erfasst.
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern für das betreffende Geschäftsjahr gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag und latente Steuern ausgewiesen. Der Berechnung liegen Steuersätze zugrunde, die gemäß den geltenden Steuergesetzen oder gemäß Steuergesetzen, deren Inkraftsetzung im Wesentlichen abgeschlossen ist, zum voraussichtlichen Realisierungszeitpunkt anzuwenden sind.
| in TEUR | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand | 17.874 | 18.158 | |
| Latenter Steueraufwand (+)/-ertrag (-) | 9.525 | 5.795 | |
| Steueraufwand (+)/-ertrag (-) | 27.399 | 23.953 |
Der sich bei Anwendung des aktuellen, österreichischen Körperschaftsteuersatzes von 25 % ergebende Steueraufwand lässt sich zum tatsächlichen Steueraufwand wie folgt überleiten:
| in TEUR | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 110.034 | 85.361 | |
| Theoretischer Steueraufwand (+)/-ertrag (-) | 27.509 | 21.340 | |
| Steuersatzunterschiede | 6.820 | -1.546 | |
| Steuerauswirkung der nicht abzugsfähigen Aufwendungen und steuerfreien Erträge | -3.487 | 5.387 | |
| Erträge/Aufwendungen aus Beteiligungen an at-equity bilanzierten Unternehmen | -578 | -6.967 | |
| Veränderung des in Bezug auf Verlustvorträge und temporäre Differenzen nicht angesetzten latenten Steueranspruchs | 3.984 | 2.131 | |
| Effekt von Steuersatzänderungen | -4.174 | 238 | |
| Periodenfremder Steueraufwand (+)/-ertrag (-) | -2.867 | 2.634 | |
| Sonstiges | 192 | 736 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 27.399 | 23.953 |
Die österreichische ökosoziale Steuerreform 2022 sieht vor, dass der Körperschaftsteuersatz, der bis 2022 25 % betrug, für das Jahr 2023 auf 24 % und ab 2024 auf 23 % gesenkt wird. Die Steueransprüche und -verbindlichkeiten der PORR AG und der in den Konzernabschluss einbezogenen, österreichischen Tochtergesellschaften wurden demgemäß im Berichtsjahr statt mit 25 % nunmehr mit 23 % angesetzt. Die daraus resultierende Anpassung der Forderungen und Verbindlichkeiten zum 1. Jänner 2022 führte zu einem Steuerertrag von TEUR 3.113, der in der obigen Tabelle in den Auswirkungen von Steuersatzänderungen enthalten ist. Zusätzlich zu dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Steueraufwand wurde der Steuereffekt von im sonstigen Ergebnis erfassten Aufwendungen und Erträgen ebenfalls im sonstigen Ergebnis erfasst. Der im sonstigen Ergebnis verrechnete Steueraufwand belief sich auf TEUR 1.667 (Vorjahr: TEUR 5.000). Ausschüttungen auf das als Eigenkapital zu klassifizierende Hybridkapital und Genussrechtskapital sowie die Kosten der Kapitalerhöhung sind steuerlich abzugsfähig. Die zugehörigen Steuererträge von TEUR 3.859 (Vorjahr: TEUR 6.591) wurden direkt im Eigenkapital verrechnet. Die Anpassung der Ansprüche und Verbindlichkeiten zum 1. Januar 2022 aufgrund der Änderung des Steuersatzes für latente Steuern in Österreich führte zu einem im sonstigen Ergebnis erfassten Steueraufwand in Höhe von 293 TEUR, der in den entsprechenden Positionen in der nachstehenden Tabelle enthalten ist.
Zusammensetzung der Steuereffekte im sonstigen Ergebnis:
| in TEUR | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Neubewertungsrücklage | 41 | -1.249 | |
| Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen | -1.037 | -3.816 | |
| Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten | 35 | 159 | |
| Rücklage für Cashflow Hedges | -698 | -89 | |
| Anteile der Aktionäre des Mutterunternehmens | -1.659 | -4.995 | |
| Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen | -8 | -5 | |
| Gesamt | -1.667 | -5.000 |
Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Anteils der Aktionäre des Mutterunternehmens am Jahresüberschuss durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien.
| in TEUR | 2022 | 2021 | |
|---|---|---|---|
| Anteil der Aktionäre des Mutterunternehmens am Periodenergebnis | 64.413 | 35.934 | |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl ausgegebener Aktien | 39.023.747 | 30.440.867 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie | 1,65 | 1,18 | |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie | 1,65 | 1,18 |
Da keine potenziell verwässernden Transaktionen in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 vorlagen, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.
Überleitungsrechnung für die gewichtete Anzahl der Aktien:
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien zum 1. Jänner | 39.278.250 | 29.095.000 |
| Abzüglich Eigene Aktien | -481.854 | -216.495 |
| Ausgegebene Aktien abzüglich Eigene Aktien zum 1. Jänner | 38.796.396 | 28.878.505 |
| Ausgabe neue Aktien zum 5. November 2021 | - | 10.183.250 |
| Anpassung Gewichtung Eigene Aktien/Kapitalerhöhung | 227.351 | -8.620.888 |
| Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien zum 31. Dezember | 39.023.747 | 30.440.867 |
| in TEUR | Software | Firmenwerte | Sonstige Immaterielle Vermögenswerte | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 1.1.2021 | 65.932 | 119.468 | - | 10.002 | 195.402 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 944 | 13.605 | 24.220 | 3 | 38.772 |
| Zugänge | 3.632 | - | - | 5.205 | 8.837 |
| Abgänge | -492 | -2.035 | - | -993 | -3.520 |
| Umbuchungen | 2.140 | - | - | -2.293 | -153 |
| Währungsumrechnung | 63 | 703 | - | - | 766 |
| Stand 31.12.2021 | 72.219 | 131.741 | 24.220 | 11.924 | 240.104 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -228 | 5.671 | - | - | 5.443 |
| Zugänge | 3.437 | - | - | 4.294 | 7.731 |
| Abgänge | -639 | - | - | - | -639 |
| Umbuchungen | 196 | - | - | -1.014 | -818 |
| Währungsumrechnung | 27 | 178 | - | - | 205 |
| Stand 31.12.2022 | 75.012 | 137.590 | 24.220 | 15.204 | 252.026 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1.1.2021 | 42.001 | 5.482 | - | - | 47.483 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 769 | - | - | - | 769 |
| Zugänge | 5.462 | - | - | - | 5.462 |
| Wertminderung | - | 1.434 | - | - | 1.434 |
| Abgänge | -473 | -2.035 | - | - | -2.508 |
| Umbuchungen | -94 | - | - | - | -94 |
| Währungsumrechnung | 61 | - | - | - | 61 |
| Stand 31.12.2021 | 47.726 | 4.881 | - | - | 52.607 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -206 | - | - | - | -206 |
| Zugänge | 6.107 | - | - | - | 6.107 |
| Abgänge | -639 | - | - | - | -639 |
| Währungsumrechnung | 29 | - | - | - | 29 |
| Stand 31.12.2022 | 53.017 | 4.881 | - | - | 57.898 |
| Buchwerte | |||||
| 31.12.2021 | 24.493 | 126.860 | 24.220 | 11.924 | 187.497 |
| 31.12.2022 | 21.995 | 132.709 | 24.220 | 15.204 | 194.128 |
Die Buchwerte der Firmenwerte verteilen sich auf die Segmente wie folgt:
| in TEUR | Stand 1.1.2022 | Währungs umrechnung | Neu erworbene Firmenwerte | Abgang Firmenwerte | Wertminderungen | Stand 31.12.2022 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AT / CH | 10.938 | - | - | - | - | 10.938 | |
| DE | 57.328 | - | 5.670 | - | - | 62.998 | |
| PL | 10.976 | -212 | - | - | - | 10.764 | |
| CEE | 12.636 | 391 | - | - | - | 13.027 | |
| Infrastruktur International | 20.180 | - | - | - | - | 20.180 | |
| Holding | 14.802 | - | - | - | - | 14.802 | |
| Gesamt | 126.860 | 179 | 5.670 | - | - | 132.709 |
| in TEUR | Stand 1.1.2021 | Währungs umrechnung | Neu erworbene Firmenwerte | Abgang Firmenwerte | Wertminderungen | Stand 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| AT / CH | 10.979 | - | - | -41 | 10.938 | ||
| DE | 57.328 | - | - | - | - | 57.328 | |
| PL | 10.939 | 37 | - | - | - | 10.976 | |
| CEE | 12.707 | 666 | - | -737 | 12.636 | ||
| Infrastruktur International | 20.180 | - | - | - | - | 20.180 | |
| Holding | 1.853 | - | 13.605 | -656 | 14.802 | ||
| Gesamt | 113.986 | 703 | 13.605 | - | -1.434 | 126.860 |
Die wesentlichen Firmenwerte sind wie folgt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:
| in TEUR | Segment | Zahlungsmittelgenerierende Einheit | Firmenwert 31.12.2022 | Firmenwert 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|---|
| AT / CH | Infrastruktur International | PBG Österreich | 30.230 | 30.230 | |
| DE |
Bewertungsgrundlagen
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
| Abschreibungssätze in % | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Lizenzen, Software | 8,33 - 50,0 | 8,33 - 50,0 |
Wurde eine Wertminderung festgestellt, werden die betreffenden immateriellen Vermögenswerte auf den erzielbaren Betrag, der der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert ist, abgeschrieben. Bei Wegfallen der Wertminderung nach Prüfung externer als auch interner Informationsquellen erfolgt eine Wertaufholung auf den Buchwert, der bestimmt worden wäre, wenn keine Wertminderungsaufwand in früheren Perioden erfasst worden wäre. Der auf das Geschäftsjahr entfallende Abschreibungs- als auch Wertminderungsbetrag wird in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter dem Posten Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen.
Firmenwerte werden als Teil von Kaufpreisallokationen innerhalb von Unternehmenszusammenschlüssen ermittelt und einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugewiesen. Jede Einheit, zu der ein Firmenwert zugeordnet wird, entspricht der niedrigsten Ebene innerhalb des Unternehmens, zu der dieser für interne Managementzwecke überwacht wird und entspricht der kleinsten identifizierbaren Gruppe von Vermögenswerten mit weitestgehend unabhängigen Mittelzuflüssen. Firmenwerte sind jährlich und, wann immer es einen Anhaltspunkt gibt, dass die Einheit wertgemindert sein könnte, auf Werthaltigkeit zu prüfen, indem der Buchwert der Einheit, einschließlich des Firmenwerts, mit dem erzielbaren Betrag verglichen wird. Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit entspricht dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Fair value less costs to sell) oder einem höheren Nutzungswert (Value in use). Der Fair value less costs to sell wird auf Basis einer DCF-Berechnung ermittelt. In Fällen, in denen kein Fair value less costs to sell ermittelt werden kann, ist der Nutzungswert (Value in use), sprich der Barwert der künftigen Cashflows, der voraussichtlich aus einem Vermögenswert oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abgeleitet werden kann, als erzielbarer Betrag zugrunde gelegt. Die Schätzungen der künftigen, diskontierten Geldflüsse, der entsprechenden Diskontierungssätze und der Wachstumsraten basieren in hohem Maße auf Einschätzungen und Annahmen des Managements, weshalb die Cashflows einer Genehmigung durch den Vorstand bedürfen und zum Zeitpunkt der Durchführung des Werthaltigkeitstests aus der aktuellen Planungen für drei bis fünf Folgejahre abgeleitet werden. Wertminderungen von Firmenwerten werden in der GuV-Position Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erfasst.
Sensitivitäten und Schätzungsunsicherheiten
Die PORR AG beurteilt sowohl jährlich als auch bei Vorliegen spezifischer Indikatoren die Werthaltigkeit von Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten gemäß IAS 36. Die Beurteilung stützt sich sowohl auf interne als auch auf externe Informationsquellen, um die Werthaltigkeit von Vermögenswerten zu identifizieren. Bei Firmenwerten wird der Value in use, welcher der Barwert der geschätzten, künftigen Cashflows ist, die aus der fortgesetzten Nutzung eines Vermögenswertes und seinem Abgang am Ende seiner Nutzungsdauer erwartet werden, anhand des WACC-Modells (WACC=Weighted Average Cost of Capital) ermittelt. Der WACC-Ansatz ist durch die internationale Tätigkeit der PORR Gruppe begründet, da der Abgleich von parametrisierten Eigen- und Fremdkapitalkosten abgebildet wird. Der risikolose Basiszinssatz wird mit einem Fremdkapitalaufschlag vor Steuern sowie einer Marktrisikoprämie ergänzt. Separat ermittelte Eigen- und Fremdkapitalzinssätze werden anschließend mit einer sitzlandabhängigen Besteuerung ergänzt. Branchen- als auch Industriespezifika (abgeleitet aus einer Peer-Group), wie beispielsweise Saisonalität und Witterungsabhängigkeit, werden durch die Beta-Komponente abgebildet, die das Marktrisiko der PORR ohne Einfluss von Fremdkapital widerspiegelt. Das Management geht grundsätzlich von einer moderaten Umsatzsteigerung aus, die auf Einschätzungen hinsichtlich der Entwicklung der Zielmärkte als auch auf der geplanten Ausweitung der Auftragsvolumina beruht. Geplante oder bereits getätigte Investitionen in den Einsatz klimafreundlicher und intelligenter Technologie sowie ein moderner Managementansatz (BIM und LEAN, siehe „PORR 2025“ S. 40) unterstützen diese Annahme und sollen proaktiv Faktoren wie geringere Umsatzerlöse oder steigende Aufwendungen und daraus resultierende geringere Netto-Zahlungsströme vorausschauend vermeiden. Die Buchwerte sowie die angewandten Bewertungsannahmen für die wesentlichen Werthaltigkeitsprüfungen von Firmenwerten setzen sich wie folgt zusammen (ohne Buchwert des vorläufig zugeordneten Firmenwerts der G-S Straßenbau GmbH):
2022
| Firmenwerte in TEUR | Fair Value Hierarchie | Angewandte Methode | Annahmen Businessplan | Wachstumsrate % | Diskontierungssatz nach Steuern % | Stichtag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| PBG Österreich | 30.230 | - | Value in use | Umsatz p.a. -10,8 | 3,4 % | 1 |
| Oevermann | 44.170 | - | Value in use | Umsatz p.a. 2,5 | 9,2 % | 1 |
| BB GS | 13.157 | - | Value in use | Umsatz p.a. -8,7 | 2,5 % | 1 |
| Porr Polska Infrastructure | 10.039 | - | Value in use | Umsatz p.a. -2,3 | 18,8 % | 1 |
| PORR a.s. | 13.027 | - | Value in use | Umsatz p.a. -2,4 | 22,1 % | 1 |
| hospitals | 14.780 | - | Value in use | Umsatz p.a. 0,1 | 2,7 % | 1 |
2021
| Firmenwerte in TEUR | Fair Value Hierarchie | Angewandte Methode | Annahmen Businessplan | Wachstumsrate % | Diskontierungssatz nach Steuern % | Stichtag |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Straßenbau | 7.704 | - | Value in use | Umsatz p.a. -9,7 | 6,2 % | 1 |
| Porr Polska Infrastructure | 10.236 | - | Value in use | Umsatz p.a. -4,5 | 6,6 % | 1 |
| Oevermann | 44.170 | - | Value in use | Umsatz p.a. 2,5 | 16,9 % | 1 |
| BB GS | 13.157 | - | Value in use | Umsatz p.a. -4,2 | 23,1 % | 1 |
| Hinteregger | 20.180 | - | Value in use | Umsatz p.a. -7,5 | 3,9 % | 1 |
| PORR a.s. | 12.636 | - | Value in use | Umsatz p.a. -1,2 | 14,5 % | 1 |
Nachfolgend sind die Parameteränderungen, die in der zahlungsmittelgenerierenden Einheit hospitals-Gruppe zu Wertminderungen führen würden, dargestellt.
| 2022 in TEUR | ||
|---|---|---|
| Diskontierungssatz +0,5 % | EBITDA-Marge -10 % | |
| hospitals | -10.795 | -15.827 |
Für die übrigen angeführten Firmenwerte gab es keine vom Management für möglich gehaltene wesentliche Annahmeänderung, die zu einer Wertminderung geführt hätte.
| TEUR | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund und Anlagen in Bau | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | Nutzungsrechte - Grundstücke und Bauten | Nutzungsrechte – Technische Anlagen, Maschinen und Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts aus stattung | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Anschaffungs- und Herstellungs- kosten bzw. Neubewertung | |||||||
| Stand 1.1.2021 | 530.290 | 517.494 | 203.326 | 27.641 | 212.752 | 256.589 | 1.748.092 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 5.431 | 2.177 | 5.543 | 3 | 65.665 | - | 78.819 |
| Zugänge | 28.404 | 81.173 | 53.451 | 18.989 | 31.169 | 35.297 | 248.483 |
| Abgänge | -3.580 | -51.342 | -33.058 | -632 | -3.705 | -8.837 | -101.154 |
| Umbuchungen | -31.992 | 79.273 | -1.942 | -27.764 | -14 | -48.690 | -31.129 |
| Währungsumrechnung | 2.038 | 2.588 | 1.390 | 592 | 278 | 561 | 7.447 |
| Neubewertung | 4.949 | - | - | - | - | - | 4.949 |
| Stand 31.12.2021 | 535.540 | 631.363 | 228.710 | 18.829 | 306.145 | 234.920 | 1.955.507 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -109 | 4.624 | 397 | 235 | -3.168 | 143 | 2.122 |
| Zugänge | 22.022 | 73.475 | 52.955 | 14.246 | 28.558 | 33.749 | 225.005 |
| Abgänge | -1.136 | -48.554 | -37.301 | - | -2.815 | -9.546 | -99.352 |
| Umbuchungen | -84 | 42.889 | 11.850 | -25.958 | -596 | -27.517 | 584 |
| Währungsumrechnung | 950 | 516 | 653 | 814 | -1 | 250 | 3.182 |
| Neubewertung | 2.582 | - | - | - | - | - | 2.582 |
| Stand 31.12.2022 | 559.765 | 704.313 | 257.264 | 8.166 | 328.123 | 231.999 | 2.089.630 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||||
| Stand 1.1.2021 | 243.226 | 334.436 | 114.225 | - | 38.812 | 90.579 | 821.278 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 399 | 1.437 | 3.651 | - | - | - | 5.487 |
| Zugänge | 13.701 | 68.863 | 41.265 | - | 20.235 | 38.542 | 182.606 |
| Wertminderungen | 2.820 | - | - | - | - | - | 2.820 |
| Abgänge | -1.850 | -38.943 | -28.289 | - | -2.256 | -8.582 | -79.920 |
| Umbuchungen | -19.190 | 35.567 | -1.242 | - | -14 | -24.718 | -9.597 |
| Währungsumrechnung | 885 | 2.041 | 942 | - | 132 | 179 | 4.179 |
| Stand 31.12.2021 | 239.991 | 403.401 | 130.552 | - | 56.909 | 96.000 | 926.853 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -37 | 2.687 | 444 | - | -1.219 | -23 | 1.852 |
| Zugänge | 13.871 | 62.520 | 45.374 | - | 24.722 | 32.979 | 179.466 |
| Wertminderungen | 9.586 | 2 | - | - | - | 231 | 9.819 |
| Abgänge | -870 | -38.848 | -33.924 | - | -2.315 | -9.234 | -85.191 |
| Umbuchungen | 159 | 13.446 | 4.767 | - | -427 | -18.214 | -269 |
| Währungsumrechnung | 505 | 795 | 421 | - | 27 | 85 | 1.833 |
| Stand 31.12.2022 | 263.205 | 444.003 | 147.634 | - | 77.697 | 101.824 | 1.034.363 |
| Buchwerte | |||||||
| 31.12.2021 | 295.549 | 227.962 | 98.158 | 18.829 | 249.236 | 138.920 | 1.028.654 |
| 31.12.2022 | 296.560 | 260.310 | 109.630 | 8.166 | 250.426 | 130.175 | 1.055.267 |
In den Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund sind Rohstoffreserven (wie z. B. Kies und Schotter) in Höhe von TEUR 35.561 (Vorjahr: TEUR 45.901) enthalten, welche leistungsbezogen abgeschrieben werden.# Anhang
Die planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen werden unter Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen ausgewiesen. Der Wert der als Sachanlagen gehaltenen Immobilien, die zum Bilanzstichtag durch einen externen Gutachter bewertet wurden, beträgt TEUR 58.867 (Vorjahr: TEUR 29.501). Der Buchwert der als Sicherheiten verpfändeten Sachanlagen beträgt TEUR 19.762 (Vorjahr: TEUR 29.642). Der Buchwert der Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund (ohne Nutzungsrechte für Grundstücke und Bauten) hätte bei Anwendung des Anschaffungskostenmodells zum 31. Dezember 2022 TEUR 278.187 (Vorjahr: TEUR 278.130) betragen.
Im Rahmen von Leasingverhältnissen werden folgende Beträge erfasst:
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Zinsaufwendungen auf Leasingverbindlichkeiten | 10.670 | 9.567 |
| Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen | 38.288 | 34.473 |
| Aufwendungen aus Leasingverhältnissen mit geringwertigen Vermögenswerten | - | 194 |
| Gesamte Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen | 72.964 | 81.941 |
Die Fälligkeitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten ist unter Erläuterung 41.4. dargestellt.
Sachanlagen, mit Ausnahme von betrieblich genutzten Immobilien, sind zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Abzug von Anschaffungskostenminderungen bzw. zu Herstellungskosten jeweils abzüglich der bisher aufgelaufenen und im Berichtsjahr planmäßig fortgeführten linearen Abschreibungen bewertet.
Folgende Abschreibungssätze wurden angewandt:
| Abschreibungssätze in % | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Technische Anlagen und Maschinen | 4,0 - 50,0 | 4,0 - 50,0 |
| Baustellenausstattung | 6,0 - 50,0 | 6,0 - 50,0 |
| Büroausstattung | 5,0 - 50,0 | 5,0 - 50,0 |
| Fahrzeuge | 6,0 - 50,0 | 6,0 - 50,0 |
| Hardware | 10,0 - 50,0 | 10,0 - 50,0 |
Wurde eine Wertminderung festgestellt, werden die betreffenden Sachanlagen auf den erzielbaren Betrag, welcher der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert ist, abgeschrieben. Bei Wegfallen der Wertminderung erfolgt eine Wertaufholung auf den Buchwert, der bestimmt worden wäre, wenn kein Wertminderungsaufwand in früheren Perioden erfasst worden wäre. Wertminderungen werden analog zu den Wertminderungen bei immateriellen Vermögenswerten angewandt und in Erläuterung 16 näher beschrieben.
Grundlegende Umbauten werden aktiviert, während laufende Instandhaltungsarbeiten, Reparaturen und geringfügige Umbauten zum Zeitpunkt des Anfalls im Gewinn oder Verlust erfasst werden.
Betrieblich genutzte Immobilien werden nach der Neubewertungsmethode gemäß IAS 16.31 bewertet. Als Grundlage für die Ermittlung der Zeitwerte dienen externe Gutachten oder Einschätzungen von internen Sachverständigen. Die externen Gutachten werden in periodischen Abständen von maximal fünf Jahren durchgeführt, zwischenzeitlich werden die Gutachten durch Fortschreibung der internen Sachverständigen aktualisiert. Die Neubewertungen werden so regelmäßig durchgeführt, dass der Buchwert nicht wesentlich von dem zum Bilanzstichtag beizulegenden Zeitwert abweicht. Die Neubewertung bezogen auf den Bilanzstichtag wird im Allgemeinen im vierten Quartal der Berichtsperiode durchgeführt. Die Anpassung des Buchwerts an den jeweiligen Zeitwert wird über eine Neubewertungsrücklage im sonstigen Ergebnis erfasst. Bei einer späteren Veräußerung oder Stilllegung von neubewerteten Grundstücken und Gebäuden wird der in der Neubewertungsrücklage in Bezug auf das betreffende Grundstück bzw. Gebäude erfasste Betrag in die Gewinnrücklage umgebucht.
Die nach der linearen Methode vorgenommenen planmäßigen Abschreibungen auf neubewertete Gebäude werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wobei folgende Abschreibungssätze angewandt wurden:
| Abschreibungssätze in % | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Grundstücksgleiche Rechte | 1,22 - 50,0 | 1,22 - 50,0 |
| Abbaurechte | substanzabhängig | substanzabhängig |
| Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund | 1,00 - 4,00 | 1,00 - 4,00 |
In Bau befindliche Anlagen einschließlich in Bau befindlicher Gebäude, die betrieblich genutzt werden sollen oder deren Nutzungsart noch nicht feststeht, werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Wertminderungsaufwand bilanziert. Die Abschreibung dieser Vermögenswerte beginnt mit deren Fertigstellung bzw. Erreichen des betriebsbereiten Zustands.
Im Rahmen von Leasingvereinbarungen erworbene Nutzungsrechte an Sachanlagen und betrieblich genutzten Immobilien werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und über die Laufzeit des Leasingverhältnisses bzw. unter Anwendung der angegebenen Abschreibungssätze linear abgeschrieben. Die Laufzeiten der Leasingverträge für Immobilien liegen zwischen 2 und 65 Jahren, die für Mobilien zwischen 2 und 13 Jahren. Sowohl bei Immobilien- als auch Mobilien-Leasingverträge bestehen teilweise Verlängerungsoptionen, die nur dann in die Berechnung der Leasingverbindlichkeit einfließen, wenn es hinreichend sicher ist, dass diese Optionen ausgeübt werden. Ausübungspreise von Optionen zur Übernahme des Vermögenswerts am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden nur angesetzt, wenn es hinreichend sicher ist, dass die Kaufoptionen ausgeübt werden. Variable Leasingzahlungen, die an Indizes gekoppelt sind, werden mit dem am Bereitstellungsdatum gültigen Index bewertet. Bei Eintritt eines wesentlichen Ereignisses oder bei bedeutenden Veränderungen der Umstände wird erneut bewertet. Bei Vorliegen von Nichtleasingkomponenten werden diese separiert und nicht in die Rate miteinbezogen.
Der beizulegende Zeitwert wird durch die Ableitung aus einem aktuellen Marktpreis durch Ableitung aus einem Preis, der in einer Transaktion mit ähnlichen Immobilien in der jüngeren Vergangenheit erzielt wurde, oder – zumeist mangels geeigneter Marktdaten – durch Diskontierung geschätzter künftiger Cashflows, die von derartigen Immobilien marktüblich im Rahmen einer Vermietung generiert werden, errechnet. Bei jenen Liegenschaften, die keiner externen Bewertung unterzogen werden, werden durch ein internes Bewertungsteam die beizulegenden Zeitwerte ermittelt.
Die unterschiedlichen Ebenen werden wie folgt definiert:
| in TEUR | Beizulegender Zeitwert 31.12.2022 | ||
|---|---|---|---|
| Art der Immobilien | Notierte Preise in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte (Stufe 1) | Wesentliche andere beobachtbare Inputfaktoren (Stufe 2) | Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren (Stufe 3) |
| Betriebsstandort/ Lagerplatz/Mischanlagen | - | - | 220.735 |
| Kiesgewinnung/Steinbruch | - | - | 51.794 |
| Deponien | - | - | 24.031 |
| in TEUR | Beizulegender Zeitwert 31.12.2021 | ||
|---|---|---|---|
| Art der Immobilien | Notierte Preise in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte (Stufe 1) | Wesentliche andere beobachtbare Inputfaktoren (Stufe 2) | Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren (Stufe 3) |
| Betriebsstandort/ Lagerplatz/Mischanlagen | - | - | 206.722 |
| Kiesgewinnung/Steinbruch | - | - | 63.610 |
| Deponien | - | - | 25.217 |
| Art der Immobilien | in TEUR | Betriebsstandort/ Lagerplatz/Mischanlagen | Kiesgewinnung/ Steinbruch | Deponien |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2022 | 206.722 | 63.610 | 25.217 | |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -72 | - | - | |
| Zugänge | 18.326 | 1.892 | 1.804 | |
| Abgänge | -120 | -116 | -30 | |
| Umbuchungen | 49 | -292 | - | |
| Währungsumrechnung | 445 | - | - | |
| Neubewertung | 3.623 | -1.041 | - | |
| Abschreibungen | -8.238 | -2.673 | -2.960 | |
| Wertminderungen | - | -9.586 | - | |
| Stand 31.12.2022 | 220.735 | 51.794 | 24.031 |
| Art der Immobilien | in TEUR | Betriebsstandort/ Lagerplatz/Mischanlagen | Kiesgewinnung/ Steinbruch | Deponien |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2021 | 185.509 | 65.360 | 36.195 | |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | 5.032 | - | - | |
| Zugänge | 23.328 | 3.028 | 2.048 | |
| Abgänge | -869 | -861 | - | |
| Umbuchungen | -4.070 | -228 | -8.504 | |
| Währungsumrechnung | 1.151 | 1 | 1 | |
| Neubewertung | 4.048 | - | 901 | |
| Abschreibungen | -7.407 | -2.690 | -3.604 | |
| Wertminderungen | - | -1.000 | -1.820 | |
| Stand 31.12.2021 | 206.722 | 63.610 | 25.217 |
Die angesetzten Parameter stellen die beste, auf Basis verfügbarer Informationen abgeleitete Schätzung dar. Zum Berichtsstichtag hält das Management keine Änderung von Parametern für möglich, die zu einer wesentlich abweichenden Bewertung führen würden. Die Beziehung der nicht beobachtbaren Inputfaktoren zum beizulegenden Zeitwert stellt sich generell wie folgt dar:
| Art der Immobilien | Betriebsstandort/ Lagerplatz/Mischanlagen | Kiesgewinnung/ Steinbruch | Deponien |
|---|---|---|---|
| Bewertungsverfahren | EW, VW | EW, VW | EW |
| Kapitalisierungszinssatz in % | 4,00 - 9,50 | 6,20 | |
| Miete in EUR/m² | 2,76 - 20,00 | ||
| Instandhaltungen in % 1 | 0,40 - 1,50 | ||
| Instandhaltungen in % 2 | 0,90 - 20,00 | ||
| Leerstand in % 2 | 3,00 - 22,00 | ||
| Ertrag in EUR/t | 6,16 - 54,09 | 8,80 - 145,00 | |
| Aufwand in EUR/t | 6,45 - 14,45 | ||
| Grundwert in EUR/m² | 33,85 - 38,00 |
Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren 2021
| Art der Immobilien | Betriebsstandort/ Lagerplatz/Mischanlagen | Kiesgewinnung/ Steinbruch | Deponien |
|---|---|---|---|
| Bewertungsverfahren | EW, VW | EW, VW | EW |
| Kapitalisierungszinssatz in % | 4,35 - 10,00 | 4,50 | |
| Miete in EUR/m² | 2,22 - 28,07 | ||
| Instandhaltungen in % 1 | 0,40 - 1,50 | ||
| Instandhaltungen in % 2 | 1,80 - 20,00 | ||
| Leerstand in % 1 | 5,00 - 10,00 | ||
| Leerstand in % 2 | 3,00 - 14,00 | ||
| Ertrag in EUR/t | 6,65 - 50,97 | 9,47 - 145,00 | |
| Aufwand in EUR/t | 5,15 - 17,08 | ||
| Grundwert in EUR/m² | 31,39 - 34,52 |
EW = Ertragswert
VW = Vergleichswert
1 Abschlag vom Neubauwert
2 Abschlag vom Jahresrohertrag
| Finanzimmobilien | Nutzungsrechte - Finanzimmobilien | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert Stand 1.1.2021 | 31.006 | 350 | 31.356 |
| Zugänge Herstellungskosten | 3 | - | 3 |
| Abgänge | -4.811 | - | -4.811 |
| Umbuchungen | -5.850 | - | -5.850 |
| Anpassung an den beizulegenden Wert | 4.755 | - | 4.755 |
| Stand 31.12.2021 | 25.103 | 350 | 25.453 |
| Zugänge Herstellungskosten | 118 | - | 118 |
| Abgänge | -4.026 | - | -4.026 |
| Umbuchungen | -244 | - | -244 |
| Anpassung an den beizulegenden Wert | 12.622 | - | 12.622 |
| Stand 31.12.2022 | 33.573 | 350 | 33.923 |
Die PORR Gruppe hält zur Erzielung von Mieteinnahmen und zum Zwecke der Wertsteigerung als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (folgend als Finanzimmobilien bezeichnet). Hierzu zählen Büro- und Geschäftsgebäude, Wohnbauten sowie unbebaute Grundstücke. Der Buchwert der Finanzimmobilien, die zum Stichtag durch einen externen Gutachter bewertet wurden, beträgt TEUR 28.470 (Vorjahr: TEUR 3.390). Die Mieterträge aus vermieteten Finanzimmobilien betragen im Berichtsjahr TEUR 528 (Vorjahr: TEUR 523). Betriebliche Aufwendungen in Zusammenhang mit als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien, aus denen in der Berichtsperiode keine Mieteinnahmen generiert wurden, belaufen sich auf TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 35). Die Umbuchungen betreffen im Wesentlichen Umgliederungen in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte.
Bewertungsgrundlagen
Finanzimmobilien werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Gewinne und Verluste aus Wertänderungen werden im Gewinn oder Verlust der Periode berücksichtigt, in der die Wertänderung eingetreten ist. Im Rahmen von Leasingvereinbarungen erworbene Nutzungsrechte an Finanzimmobilien werden in Höhe des Barwerts der künftigen Leasingzahlungen aktiviert und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Beizulegender Zeitwert von Grundstücken und Gebäuden
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt analog zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts der neubewerteten Grundstücke und Gebäude in den Sachanlagen (siehe Erläuterung 17) und kann wie folgt den verschiedenen Stufen zugeordnet werden:
in TEUR
| Beizulegender Zeitwert 31.12.2022 | Art der Immobilien | Notierte Preise in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte Stufe 1 | Wesentliche andere beobachtbare Inputfaktoren Stufe 2 | Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Büro/Handel/Gewerbe | - | - | 3.390 | |
| Unbebaute Liegenschaften | - | 30.183 | - | |
| Sonstiges | - | - | - |
in TEUR
| Beizulegender Zeitwert 31.12.2021 | Art der Immobilien | Notierte Preise in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte Stufe 1 | Wesentliche andere beobachtbare Inputfaktoren Stufe 2 | Wesentliche nicht beobachtbare Inputfaktoren Stufe 3 |
|---|---|---|---|---|
| Büro/Handel/Gewerbe | - | - | 3.390 | |
| Unbebaute Liegenschaften | - | 19.930 | - | |
| Sonstiges | - | - | 1.783 |
Überleitungsrechnung für Stufe-3-Bewertungen
| Art der Immobilien in TEUR | Büro/Handel/Gewerbe | Sonstiges |
|---|---|---|
| Stand 1.1.2022 | 3.390 | 1.783 |
| Abgänge | - | -1.765 |
| Anpassung an den beizulegenden Wert | - | -18 |
| Stand 31.12.2022 | 3.390 | - |
| Art der Immobilien in TEUR | Büro/Handel/Gewerbe | Sonstiges |
|---|---|---|
| Stand 1.1.2021 | 4.320 | 5.619 |
| Abgänge | -1.000 | -3.811 |
| Anpassung an den beizulegenden Wert | 70 | -25 |
| Stand 31.12.2021 | 3.390 | 1.783 |
Bandbreite der beobachtbaren Inputfaktoren 2022
| Art der Immobilien | Bewertungsverfahren | Grundwert 1 pro m² |
|---|---|---|
| Unbebaute Liegenschaften | VW | 1,10 - 280,00 |
Bandbreite der beobachtbaren Inputfaktoren 2021
| Art der Immobilien | Bewertungsverfahren | Grundwert 1 pro m² |
|---|---|---|
| Unbebaute Liegenschaften | VW | 5,00 - 132,00 |
VW = Vergleichswert
1 ohne Bauvorbereitung
Sensitivitäten und Schätzungsunsicherheiten
Die angesetzten Parameter stellen die beste, auf Basis verfügbarer Informationen abgeleitete Schätzung dar. Zum Berichtsstichtag hält das Management keine Änderung von Parametern für möglich, die zu einer wesentlich abweichenden Bewertung führen würden. Hinsichtlich der Sensitivitäten und Schätzungsicherheiten sowie der Beziehungen der nicht beobachtbaren Inputfaktoren zum beizulegenden Zeitwert wird analog auf die Ausführungen zu den neubewerteten Grundstücken und Gebäuden in den Sachanlagen in Erläuterung 17 verwiesen.
Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren 2022
| Art der Immobilien | Bewertungsverfahren | Kapitalisierungszinssatz in % | Miete in EUR/m² | Instandhaltung in % 2 | Leerstand in % 1 |
|---|---|---|---|---|---|
| Büro/Handel/Gewerbe | EW | 7,00 | 8,29 - 17,73 | 1,00 | 4,50 |
Bandbreite der nicht beobachtbaren Inputfaktoren 2021
| Art der Immobilien | Bewertungsverfahren | Kapitalisierungszinssatz in % | Miete in EUR/m² | Instandhaltung in % 1 | Leerstand in % 1 |
|---|---|---|---|---|---|
| Büro/Handel/Gewerbe | EW | 7,00 | 7,88 - 16,73 | 10,00 | |
| Sonstiges | EW | 2,00 | 15,67 - 15,69 |
EW = Ertragswert
1 Abschlag vom Jahresrohertrag
2 Abschlag vom Neubauwert
Bei 6 (Vorjahr: 7) Gesellschaften hält die Gruppe die Mehrheit der Anteile, aufgrund des Gesellschaftsvertrags ergibt sich aber keine Beherrschung, diese Gesellschaften werden daher at-equity bilanziert.
Assoziierte Unternehmen
Angaben zu den wesentlichen assoziierten Unternehmen
Bei folgendem assoziierten Unternehmen handelt es sich um das Joint Venture LNG Onshore (czesc ladowa), welches im Rahmen der Erweiterung des Flüssigerdgasterminals Lech Kaczyński bei Świnoujściu die Ausführung eines Tanks samt Peripherie verantwortet. Der Sitz des Unternehmens ist in Polen. 50 % (Vorjahr: 50 %) der Anteile werden direkt von der PORR Gruppe gehalten, weitere 50 % (Vorjahr: 50 %) entfallen auf den Partner TGE Gas Engineering GmbH mit Sitz in Deutschland, welchem die Kontrolle des Unternehmens obliegt.
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 80.736 | 35.643 |
| Jahresüberschuss | 6.291 | 3.694 |
| Gesamtergebnis | 6.291 | 3.694 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 52.713 | 25.778 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | -618 | - |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | -52.095 | -25.778 |
| Nettovermögen | - | - |
| Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 1.1. | - | - |
| Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis | 3.146 | 1.847 |
| Den Gesellschaftern gutgeschriebene Gewinne | -3.146 | -1.847 |
| Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 31.12. | - | - |
| Buchwert Anteil an at-equity bilanzierten Unternehmen 31.12. | - | - |
Angaben zu den unwesentlichen assoziierten Unternehmen
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Buchwert Anteil an at-equity bilanzierten Unternehmen 31.12. | 21.750 | 24.778 |
| Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss | -296 | 658 |
| Sonstigen Ergebnis | 627 | 866 |
| Gesamtergebnis | 331 | 1.524 |
Zum 31. Dezember 2022 sowie zum 31. Dezember 2021 gab es keine nicht angesetzten Anteile an Verlusten assoziierter Unternehmen.
Gemeinschaftsunternehmen
Angaben zu den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen
Bei dem nachfolgenden Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um die KMG – Klinikum Management Gesellschaft mbH und ihre Tochtergesellschaft Klinikum Austria Gesundheitsgruppe GmbH (KMG Gruppe), beide mit Sitz in Österreich. Die PORR Gruppe hält unmittelbar 50 % (Vorjahr: 50 %) der Anteile an der KMG Gruppe. Das Unternehmen ist im Bereich der Entwicklung und Projektaufbereitung von Spitalsprojekten tätig.
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 56.024 | 58.617 |
| Abschreibungen | -3.094 | -3.094 |
| Zinsaufwand | -151 | -151 |
| Steueraufwand | -2.477 | -3.139 |
| Jahresüberschuss | 6.045 | 7.129 |
| Gesamtergebnis | 6.045 | 7.129 |
| Langfristige Vermögenswerte | 41.208 | 41.357 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 15.921 | 19.663 |
| davon liquide Mittel | (8.568) | (8.568) |
| Langfristige Verbindlichkeiten | -9.201 | -9.282 |
| davon langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (-9.201) | (-9.172) |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | -13.802 | -15.688 |
| davon kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (-9.222) | (-9.682) |
| Nettovermögen | 34.126 | 36.050 |
| Nettovermögen nicht kontrollierender Gesellschafter | -8.689 | -9.308 |
| Nettovermögen der kontrollierenden Gesellschafter | 25.437 | 26.742 |
| Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 1.1. | 13.370 | 14.486 |
| Anteil der Gruppe am Gesamtergebnis | 3.023 | 3.564 |
| Erhaltene Dividenden | -3.675 | -4.680 |
| Anteil der Gruppe am Nettovermögen zum 31.12. | 12.718 | 13.370 |
| Firmenwert | 15.655 | 15.655 |
| Buchwert Anteil an at-equity bilanzierten Unternehmen 31.12. | 28.373 | 29.025 |
Angaben zu den unwesentlichen Gemeinschaftsunternehmen
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Buchwert Anteil an at-equity bilanzierten Unternehmen 31.12. | 28.285 | 31.600 |
| Anteil der Gruppe am Jahresüberschuss | 2.136 | 30.754 |
| Sonstigen Ergebnis | 664 | 788 |
| Gesamtergebnis | 2.800 | 31.542 |
Der Anteil der Gruppe am Jahresergebnis beinhaltet auch die anteiligen Ergebnisse aus jeweils unwesentlichen Arbeitsgemeinschaften in Höhe von TEUR 13.356 (Vorjahr: TEUR 10.974), die unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen werden. Die nicht angesetzten Verlustanteile an Gemeinschaftsunternehmen im Geschäftsjahr 2022 belaufen sich kumuliert zum 31. Dezember 2022 auf TEUR 1.252 (Vorjahr: TEUR 1.032). Bei den nachfolgend angeführten Gemeinschaftsunternehmen handelt es sich um die zehn größten Arbeitsgemeinschaften gemessen am anteiligen Jahresumsatz. Die Angabe der Finanzinformationen erfolgt zu 100 %.# ARGE Beteiligungen
| ARGE-Anteil in % | ARGE | 2022 | 2021 | Tätigkeit | Ort |
|---|---|---|---|---|---|
| 61 | ATCOST21 | 61 | Errichtung Fildertunnel, Tunnel Ober- und Untertürkheim | Deutschland | |
| 50 | PSW Limberg III | 50 | Hauptbauarbeiten Pumpspeicherkraftwerk Limberg III | Österreich | |
| 50 | U2 17-21 | 50 | Herstellung U-Bahn Bauabschnitte U2/17 bis U2/21 | Österreich | |
| 50 | Feste Fahrbahn Koralm | 50 | Bahntechnische Ausstattung Koralmtunnel (BTA KAT) | Österreich | |
| 40 | UK St. Pölten | 40 | Gesamtverantwortliche Planung und Errichtung des Universitätsklinikums St. Pölten | Österreich | |
| 50 | EÜ Filstal | 50 | Bau einer Eisenbahnbrücke | Deutschland | |
| 58 | Tunnel Albaufstieg | 58 | Ausführung Tunnel Los 1, 2 und 3 | Deutschland | |
| 50 | Lederer - PORR Reininghaus Q1 | 50 | Neubau eines komplexen Hochhausprojektes mit einhergehender zweigeschossiger Tiefgarage | Österreich | |
| 50 | AG44 | 50 | GU-Vertrag zur Errichtung einer Wohnhausanlage mit vier Baukörpern, einer Tiefgarage, 333 Wohnungen, 190 Stellplätzen | Österreich | |
| 65 | Neubau Albulatunnel II | 65 | Bau eines 6 km langen Ersatztunnels vom Albulatal in das Engadin | Schweiz |
| ARGE | Umsatz | Abschreibungen | Zinsaufwand | Langfristige Vermögenswerte | Kurzfristige Vermögenswerte | davon liquide Mittel | Kurzfristige Verbindlichkeiten | Nettovermögen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ATCOST21 | 156.938 | -2.143 | - | 15 | 409.401 | (74.568) | -409.416 | - |
| PSW Limberg III | 84.235 | -1.402 | - | 2.821 | 11.585 | (1.709) | -14.406 | - |
| U2 17-21 | 89.286 | -1.193 | - | 6.665 | 15.388 | (5.864) | -22.053 | - |
| Feste Fahrbahn Koralm | 93.358 | -3.723 | - | 9.897 | 48.094 | (8.601) | -57.991 | - |
| UK St. Pölten | 71.433 | -48 | -17 | 461 | 20.615 | (7.587) | -21.076 | - |
| EÜ Filstal | 27.701 | -129 | - | 44 | 7.771 | (5.216) | -7.815 | - |
| Tunnel Albaufstieg | 28.202 | - | - | - | 108.002 | (3.161) | -108.002 | - |
| Lederer - PORR Reininghaus Q1 | 23.887 | -12 | - | 14 | 6.184 | (4.625) | -6.198 | - |
| AG44 | 19.570 | -15 | - | - | 8.457 | (2.297) | -8.457 | - |
| Neubau Albula tunnel II | 11.900 | -145 | -2 | 217 | 37.532 | (3.511) | -37.749 | - |
| ARGE | Umsatz | Abschreibungen | Zinsaufwand | Langfristige Vermögenswerte | Kurzfristige Vermögenswerte | davon liquide Mittel | Kurzfristige Verbindlichkeiten | Nettovermögen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| ATCOST21 | 207.805 | -5.949 | - | 1.070 | 307.460 | (22.822) | -308.530 | - |
| PSW Limberg III | 24.092 | -563 | - | 1.227 | 7.953 | (8.401) | -9.180 | - |
| U2 17-21 | 52.390 | -498 | - | 2.634 | 15.041 | (8.234) | -17.675 | - |
| Feste Fahrbahn Koralm | 31.313 | -3.095 | - | 7.597 | 9.450 | (6.341) | -17.047 | - |
| UK St. Pölten | 30.945 | -100 | -13 | 498 | 9.196 | (3.993) | -9.694 | - |
| EÜ Filstal | 47.576 | -329 | - | 143 | 6.390 | (2.093) | -6.533 | - |
| Tunnel Albaufstieg | 22.575 | -127 | - | - | 106.237 | (11.975) | -106.237 | - |
| Lederer - PORR Reininghaus Q1 | 10.450 | -28 | - | 16 | 7.795 | (3.386) | -7.811 | - |
| AG44 | 1.443 | -2 | - | - | 8.181 | (3.964) | -8.181 | - |
| Neubau Albula tunnel II | 8.421 | -22 | -1 | 46 | 30.384 | (85) | -30.430 | - |
Der Anteil der Gruppe an den Jahresergebnissen der wesentlichen Arbeitsgemeinschaften beträgt TEUR 48.457 (Vorjahr: TEUR 25.301) und wird unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen werden bei erstmaliger Erfassung zu Anschaffungskosten, die sich in das erworbene anteilige, mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen sowie gegebenenfalls einen Firmenwert aufteilen, angesetzt. In der Folge wird der Buchwert jährlich um den anteiligen Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag, bezogene Dividenden und sonstige Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Die Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern als Teil der jeweiligen Beteiligung bei Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung der Beteiligung auf Wertminderung geprüft.
Beteiligungen an Arbeitsgemeinschaften (Gemeinschaftsunternehmen): Anteile der Gruppe am Gewinn oder Verlust von als Gemeinschaftsunternehmen eingestuften Arbeitsgemeinschaften werden unter dem Ergebnis aus at-equity bilanzierten Unternehmen ausgewiesen. Erlöse der Gruppe aus Lieferungen an bzw. Leistungen für Arbeitsgemeinschaften werden unter Umsatzerlösen ausgewiesen. In eine Arbeitsgemeinschaft einbezahltes Kapital wird zusammen mit Gewinnanteilen und allfälligen Forderungen aus Lieferungen an bzw. Leistungen für die betreffende Arbeitsgemeinschaft und nach Abzug von Entnahmen und allfälliger Verlustanteile unter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (siehe Erläuterung 22) bzw., wenn sich per Saldo ein Passivposten ergibt, unter Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (siehe Erläuterung 35) ausgewiesen.
Beteiligungen an gemeinschaftlichen Aktivitäten: Im Konzernabschluss werden die anteiligen Vermögenswerte und Schulden und die anteiligen Aufwendungen und Erträge, welche der PORR Gruppe zuzurechnen sind, bilanziert.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Beteiligungen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 295 | 273 |
| Übrige Beteiligungen | 2.880 | 3.286 |
| Sonstige Eigenkapitalanteile/Schuldinstrumente | 5.197 | 31.301 |
| Gesamt | 8.372 | 34.860 |
Die sonstigen Eigenkapitalanteile betreffen im Vorjahr die Gewährung eines mit 6,0 % verzinsten, unbefristeten Hybridkapitals mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 25.515 an die UBM Development AG, das am 10. Juni 2022 zurückbezahlt wurde. Die sonstigen Schuldinstrumente in Höhe von TEUR 5.197 (Vorjahr: TEUR 5.786) umfassen im Wesentlichen festverzinsliche Titel. Sie unterliegen keinen Verfügungsbeschränkungen.
GmbH-Anteile an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVTOCI) bewertet, wobei dieser zumeist unter Anwendung von Bewertungsmethoden – wie z. B. der Discounted-Cashflow-Methode – ermittelt wird. Unter Beteiligungen an nicht konsolidierten Tochterunternehmen und übrigen Beteiligungen angeführte Kommanditanteile werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet. Wertpapiere (ausgewiesen in den übrigen Finanzanlagen und sonstigen finanziellen Vermögenswerten) werden in die Kategorie FVTPL klassifiziert und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Handelt es sich um Schuldinstrumente, bei denen ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen vereinbart sind, werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) erfasst.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Unfertige und fertige Erzeugnisse und Waren | 5.366 | 5.029 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 110.396 | 84.665 |
| Geleistete Anzahlungen | 8.561 | 3.339 |
| Gesamt | 124.323 | 93.033 |
Bei den Erzeugnissen und Waren wurden im Geschäftsjahr Wertminderungen in Höhe von TEUR -600 (Vorjahr: TEUR -473) vorgenommen. Es wurden keine Vorräte zur Sicherstellung von Verbindlichkeiten verpfändet.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert zu bewerten.
Die zum Bilanzstichtag nach der POC-Methode bewerteten Kundenaufträge sind wie folgt ausgewiesen:
in TEUR
| 2022 als Forderung erfasst | 2022 als Verbindlichkeit erfasst | |
|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte | 6.290.881 | 3.741.906 |
| davon nicht realisierte Teilgewinne | (221.516) | (126.659) |
| Abzüglich zurechenbare erhaltene Anzahlungen | -6.333.583 | -3.135.004 |
| Netto | -42.702 | 606.902 |
in TEUR
| 2021 als Forderung erfasst | 2021 als Verbindlichkeit erfasst | |
|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte | 5.324.795 | 3.374.816 |
| davon nicht realisierte Teilgewinne | (159.932) | (96.712) |
| Abzüglich zurechenbare erhaltene Anzahlungen | -5.275.657 | -2.793.757 |
| Netto | 49.138 | 581.059 |
Die Vertragsvermögenwerte entwickelten sich in der Berichtsperiode wie folgt:
Erhöhung durch: – Neu begonnene oder Projektfortschritte von Bauleistungsverträgen
Verminderung durch: – Fertiggestellte und schlussgerechnete Bauleistungsverträge – Erhaltene Anzahlungen
Die anteiligen Gewinne aus Arbeitsgemeinschaften werden unter den Forderungen gegenüber Arbeitsgemeinschaften ausgewiesen. Soweit erhaltene Anzahlungen einschließlich Vorauszahlungen auf Teilrechnungen den gemäß Leistungsfortschritt aktivierten anteiligen Auftragswert übersteigen, werden diese unter den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Drohende Verluste und Schäden und Pönalen aus Aufträgen sind, soweit sie den jeweiligen gemäß Leistungsfortschritt aktivierten anteiligen Auftragswert übersteigen, in den Rückstellungen erfasst.
| 31.12.2022 | Restlaufzeit > 1 Jahr | 31.12.2021 | Restlaufzeit > 1 Jahr | |
|---|---|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 939.064 | 48.123 | 759.891 | 46.244 |
| Vertragsvermögenswerte | 606.902 | - | 581.059 | - |
| Forderungen gegenüber Arbeitsgemeinschaften | 119.073 | 24.626 | 153.903 | 25.675 |
| Gesamt | 1.665.039 | 72.749 | 1.494.853 | 71.919 |
Die Forderungen gegenüber Dritten werden gemäß IAS 1 als kurzfristig eingestuft, da die Realisation innerhalb des normalen Geschäftszyklus erfolgt. Die wesentlichen Zahlungsbedingungen aus Verträgen mit Kunden, bei denen die Umsatzrealisierung zeitraumbezogen erfolgt, sehen Zahlungen 30 Tage nach Ablauf der Prüffrist nach monatlicher Rechnungslegung vor. In Einzelfällen erfolgen Zahlungen nach pro Projekt definierten Zahlungsplänen. Verträge mit Kunden, bei denen die Umsatzrealisierung zeitpunktbezogen erfolgt, sehen Zahlungen 30 Tage nach erbrachter Leistung bzw. Rechnungslegung vor. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten vertragliche Einbehalte in Höhe von TEUR 61.665 (Vorjahr: TEUR 54.528).
in TEUR
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor Wertberichtigungen | 1.585.004 | 1.177.685 |
| Wertberichtigungen | ||
| Stand 1.1. | 417.794 | 407.572 |
| Zu-/Abgänge durch Änderung des Konsolidierungskreises | -1.052 | -194 |
| Zuführung | 313.680 | 220.768 |
| Verwendung | -74.567 | -201.403 |
| Auflösung | -9.915 | -8.949 |
| Stand 31.12. | 645.940 | 417.794 |
| Buchwert Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 939.064 | 759.891 |
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Buchwert zum 31.12. | ||
| davon zum Abschlussstichtag nicht überfällig 517.814 349.983 | ||
| davon zum Abschlussstichtag in den folgenden Zeitbändern überfällig | ||
| Weniger als 30 Tage 54.182 24.996 | ||
| Zwischen 30 und 60 Tagen 13.113 34.990 | ||
| Zwischen 60 und 180 Tagen 22.469 29.230 | ||
| Größer 180 Tage 331.486 320.692 |
In den dargestellten Überfälligkeiten sind ebenfalls Beträge laufender Rechnungsprüfungen enthalten, welche bis zu 120 Tage dauern können. Wertberichtigungen wurden im erforderlichen Ausmaß gebildet.
Bewertungsgrundlagen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige finanzielle Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) angesetzt, Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste werden im Geschäftsjahr auf Basis historischer Ausfallquoten und prognostizierter Daten gebildet. Die PORR Gruppe wendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und Forderungen aus Leasingverhältnissen die Vereinfachungsregel des IFRS 9.5.5.15 an und bemisst gegebenenfalls bei Wertberichtigungen den Lifetime Expected Credit Loss. Bei der Einschätzung der erwarteten Kreditverluste (Expected-Credit-Loss) verwendet die Gruppe historische und in die Zukunft gerichtete Daten und Informationen. Im Allgemeinen liegen für Finanzinstrumente keine externen Bonitätseinschätzungen vor. Der Expected-Credit-Loss berechnet sich auf Basis des Produkts aus dem erwarteten Nettoanspruch des Finanzinstruments, der periodenbezogenen Ausfallswahrscheinlichkeit und dem Verlust bei tatsächlichem Ausfall.
Sensitivitäten und Schätzungsunsicherheiten
Die Beurteilung von nach der POC-Methode bewerteten Kundenaufträgen bis zum Projektabschluss, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierung von Nachträgen, die Höhe der gemäß POC-Methode abzugrenzenden Auftragserlöse und die Einschätzung des voraussichtlichen Auftragsergebnisses, basiert auf Erwartungen hinsichtlich der künftigen Entwicklung der betreffenden Aufträge. Änderungen dieser Einschätzungen, insbesondere der noch anfallenden Auftragskosten, des Fertigstellungsgrades, des voraussichtlichen Auftragsergebnisses sowie der tatsächlich akzeptierten Nachträge, können erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Gruppe haben. Umwelt- und klimabezogene Risiken, insbesondere veränderte wirtschaftliche und rechtliche Rahmenbedingungen als auch physische Risiken wie Extremwetterereignisse, werden bei der Planung der voraussichtlichen Auftragsergebnisse in Form von Szenarien berücksichtigt und entsprechend eingeschätzt. Ein wesentliches Risiko darüber hinausgehender Buchwertberichtigungen wird aufgrund der eher kurzen Durchlaufzeit der Aufträge nicht gesehen. In der nachfolgenden Sensitivitätsanalyse werden die Auswirkungen von Änderungen der wesentlichen Parameter auf die Buchwerte dargestellt:
| in TEUR | Buchwert 31.12.2022 | Wesentliche Bewertungsannahme | Veränderung | Auswirkung auf Buchwerte |
|---|---|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte vor Berücksichtigung von Anzahlungen | 6.290.881 | EBT-Marge | +/-0,5 PP | +/-31.454 |
| Drohverlustrückstellung | 39.285 | Rückstellung/Auftragswert | +/-0,5 PP | +/-1.871 |
| Rückstellung für Schäden und Pönale | 102.437 | Rückstellung/Auftragswert | +/-0,5 PP | +/-25.442 |
| Rückstellung für Gewährleistungen | 128.952 | Rückstellung/Auftragswert | +/-0,5 PP | +/-37.727 |
| in TEUR | Buchwert 31.12.2021 | Wesentliche Bewertungsannahme | Veränderung | Auswirkung auf Buchwerte |
|---|---|---|---|---|
| Vertragsvermögenswerte vor Berücksichtigung von Anzahlungen | 5.324.795 | EBT-Marge | +/-0,5 PP | +/-26.624 |
| Drohverlustrückstellung | 15.275 | Rückstellung/Auftragswert | +/-0,5 PP | +/-523 |
| Rückstellung für Schäden und Pönale | 122.722 | Rückstellung/Auftragswert | +/-0,5 PP | +/-22.267 |
| Rückstellung für Gewährleistungen | 114.225 | Rückstellung/Auftragswert | +/-0,5 PP | +/-32.306 |
| in TEUR | 31.12.2022 Restlaufzeit > 1 Jahr | 31.12.2021 Restlaufzeit > 1 Jahr |
|---|---|---|
| Ausleihungen an at-equity bilanzierte Unternehmen | 41.022 | 42.859 |
| Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 33.091 | 32.451 |
| Sonstige Ausleihungen | 60 | 148 |
| Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 180 | - |
| Forderungen gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen | 55.230 | 37.782 |
| Forderungen gegenüber anderen Beteiligungsunternehmen | 7.166 | 7.345 |
| Forderungen aus Versicherungen | 5.838 | 4.770 |
| Kautionen | 16.771 | 16.399 |
| Fonds zertifikate | 135 | 39.901 |
| Übrige | 58.865 | 41.901 |
| Gesamt | 218.358 | 223.556 |
In den übrigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten sind mit dem zum beizulegenden Zeitwert bewertete Devisentermingeschäfte mit TEUR 8.037 (Vorjahr: TEUR 2.273) enthalten (siehe Erläuterung 41.9). Darüber hinaus enthält diese Position Forderungen gegenüber der UBM-Gruppe in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.920) (siehe Erläuterung 43). Die Forderungen gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen, at-equity bilanzierten und anderen Beteiligungsunternehmen enthalten vertragliche Einbehalte in Höhe von TEUR 1.272 (Vorjahr: TEUR 812).
Bewertungsgrundlagen
Marktübliche Käufe und Verkäufe (d. h. Kassageschäfte) von finanziellen Vermögenswerten werden zum Erfüllungstag zu Anschaffungskosten, die dem beizulegenden Zeitwert entsprechen, erfasst. Ausleihungen sowie sonstige finanzielle Vermögenswerte mit ausschließlich vereinbarten Zins- und Tilgungszahlungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) bilanziert, alle anderen werden zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet. Fondszertifikate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet. Derivate dienen nur Sicherungszwecken um ökonomische Auswirkungen von Risikomanagementaktivitäten abzufedern und haben keinen Finanzierungscharakter. Sie werden auch erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL). Wertberichtigungen für erwartete Kreditverluste werden nach dem allgemeinen Modell berechnet. Es sind keine Wertberichtigungen im Geschäftsjahr erfasst worden, da sowohl die historischen als auch die prognostizierten Daten keine Verlustraten ergeben (siehe auch Erläuterung 22). Das allgemeine Wertminderungsmodell wird auf Ausleihungen für nach der at-equity-Methode bilanzierte Unternehmen und sonstige Beteiligungen angewendet. In Ermangelung externer Bonitätsbewertungen wird das Kreditrisiko auf der Grundlage von Kennzahlen wie z. B. Außenstandsdauer und Eigenkapitalquote für jede Beteiligung separat überwacht.
| in TEUR | 31.12.2022 Restlaufzeit > 1 Jahr | 31.12.2021 Restlaufzeit > 1 Jahr |
|---|---|---|
| Forderungen aus Steuern | 3.723 | 17.087 |
| Forderungen aus Lieferantenanzahlungen | 55.644 | 49.565 |
| Übrige | 1.848 | 1.848 |
| Gesamt | 61.215 | 68.500 |
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Guthaben bei Kreditinstituten | 655.660 | 764.840 |
| Kassenbestände | 143 | 194 |
| Gesamt | 655.803 | 765.034 |
Bei den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten handelt es sich um die sechs Gesellschaften der PWW Gruppe, bei denen die PORR Gruppe weiterhin an den Plänen zum Verkauf festhält und in Verhandlung mit Interessenten steht. Zusätzlich handelt es sich um eine Liegenschaften des Segments AT / CH, bei der das Signing des Kaufvertrags mittlerweile erfolgt ist, das Closing ist noch offen. Weiters handelt es sich um zwei Liegenschaften im Segment DE, bei einer ist das Signing des Kaufvertrags mittlerweile erfolgt und das Closing ist noch offen, bei der zweiten Liegenschaft plant das Unternehmen – abhängig von der Marktsituation – den Verkauf in den nächsten 12 Monaten.
Bewertungsgrundlage
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Fair value less cost to sell) angesetzt, wenn dieser niedriger ist als ihr Buchwert.
Aus temporären Unterschieden zwischen den Wertansätzen im IFRS-Konzernabschluss und den jeweiligen steuerlichen Wertansätzen sowie aus verwertbaren Verlustvorträgen ergeben sich folgende in der Bilanz ausgewiesene Steuerabgrenzungen:
| 2022 | 2021 | |||
|---|---|---|---|---|
| Aktiv | Passiv | Aktiv | Passiv | |
| Langfristige Vermögenswerte, Leasingverbindlichkeiten | 149.952 | 145.821 | 159.206 | 153.751 |
| POC-Methode | - | 77.568 | - | 75.764 |
| Unversteuerte Rücklagen | - | 2.217 | - | 2.468 |
| Rückstellungen | 23.351 | 9.803 | 26.051 | 10.184 |
| Steuerliche Verlustvorträge | 38.183 | - | 32.576 | - |
| Saldierungen | -193.984 | - | -198.199 | - |
| Latente Steuern | 17.502 | 41.425 | 19.634 | 43.968 |
Latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen wurden insoweit aktiviert, als diese wahrscheinlich mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet werden können. Nicht angesetzte latente Steueransprüche aus Verlustvorträgen belaufen sich auf TEUR 56.398 (Vorjahr TEUR 57.335), wobei TEUR 45.545 auf unbeschränkt vortragsfähige und TEUR 10.853 auf über einen Zeitraum von fünf bis acht Jahren vortragsfähige Verluste entfallen.
Bewertungsgrundlagen
Abgrenzungsposten für latente Steuern werden bei temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss einerseits und den steuerlichen Wertansätzen andererseits in Höhe der voraussichtlichen künftigen Steuerbelastung oder -entlastung gebildet. Darüber hinaus wird eine aktive Steuerabgrenzung für künftige Vermögensvorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit der Realisierung mit hinreichender Sicherheit gerechnet werden kann. Ausgenommen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung sind zu versteuernde temporäre Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Firmenwerts resultieren. Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des im jeweiligen Land gültigen Ertragsteuersatzes, der für österreichische Gesellschaften nach Anpassung des Steuersatzes aufgrund der ökosozialen Steuerreform 23 % (Vorjahr: 25 %) beträgt (siehe Details in Erläuterung 14). Die Auswirkungen der Steuersatzsenkung auf die für Österreich erfassten latenten Steuern zum 1. Jänner 2022 sind nachstehend dargestellt.# 28. Grundkapital
| Stück 2022 | EUR 2022 | Stück 2021 | EUR 2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Inhaber-Stammaktien | 39.278.250 | 39.278.250 | 39.278.250 | 39.278.250 |
| Summe Grundkapital | 39.278.250 | 39.278.250 | 39.278.250 | 39.278.250 |
Bei den Aktien handelt es sich um nennbetragslose Stückaktien. Jede Stückaktie mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 ist am Grundkapital von EUR 39.278.250 im gleichen Umfang beteiligt und gewährt das Recht auf eine Stimme in der Hauptversammlung. Sämtliche Aktien lauten auf den Inhaber.
Zum Stichtag 31. Dezember 2022 hält die Gesellschaft insgesamt 481.854 Stück (Vorjahr: 216.495 Stück) eigene Aktien bzw. 1,23 % des Grundkapitals. Aus eigenen Aktien stehen der Gesellschaft gemäß § 65 Abs. 5 AktG keine Rechte, insbesondere keine Stimmrechte zu.
Ein Rückkaufprogramm zum Erwerb von bis zu 785.565 Stück eigener Aktien zu einem Erwerbspreis von maximal EUR 10,0 Mio. – basierend auf dem Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 17. Juni 2022 – wurde mit 7. Oktober 2022 gestartet und ist zum Bilanzstichtag nicht abgeschlossen.
| Monat | Stückzahl rückgekaufter Aktien | Gewichteter Durchschnittspreis je Aktie in EUR | Wert rückgekaufter Aktien in EUR | Anteil am Grundkapital |
|---|---|---|---|---|
| Oktober 2022 | 131.830 | 10,06 | 1.326.212 | 0,336 % |
| November 2022 | 69.318 | 11,43 | 792.256 | 0,176 % |
| Dezember 2022 | 64.211 | 12,18 | 781.779 | 0,163 % |
Zum Stichtag 31. Dezember 2022 sieht die Satzung der Gesellschaft kein genehmigtes Kapital vor.
Wenn ein Unternehmen des Konzerns Eigenkapitalanteile der PORR AG kauft, wird der Wert der bezahlten Gegenleistung, einschließlich direkt zurechenbarer zusätzlicher Kosten (netto nach Ertragsteuern), so lange vom Eigenkapital der PORR AG abgezogen, bis die Aktien eingezogen oder wieder ausgegeben werden. Werden solche eigenen Anteile nachträglich wieder ausgegeben, wird die erhaltene Gegenleistung (netto nach Abzug direkt zurechenbarer zusätzlicher Transaktionskosten und zusammenhängender Ertragsteuern) im Eigenkapital der PORR AG erfasst.
Die Kapitalrücklagen resultieren überwiegend aus den in den Vorjahren durchgeführten Kapitalerhöhungen und -berichtigungen sowie aus verjährten Dividendenansprüchen abzüglich der Kosten für die Kapitalerhöhung. Von den Kapitalrücklagen sind Rücklagen in Höhe von TEUR 304.780 (Vorjahr: TEUR 304.780) gebunden. Sie dürfen nur zum Ausgleich eines ansonsten im Jahresabschluss der PORR AG auszuweisenden Bilanzverlusts aufgelöst werden, soweit freie Rücklagen zur Abdeckung nicht zur Verfügung stehen.
Die anderen Rücklagen umfassen die Rücklage aus Neubewertungen gemäß IAS 16, die Rücklage aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen von Tochterunternehmen in Fremdwährung, die Rücklage für Cashflow Hedges, die Rücklage für Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen und Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten, die Gewinnrücklagen der PORR AG einschließlich der gesetzlichen Rücklage und der unversteuerten Rücklagen nach Abzug der Steuerabgrenzung, die seit Erwerb einbehaltenen Gewinne der Tochterunternehmen und die Effekte der Anpassung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen an die im Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Der Stand der zum 31. Dezember 2022 gehaltenen eigenen Aktien wurde von den Rücklagen in Abzug gebracht und beträgt zum Stichtag 481.854 Stück. Aus der Neubewertungsrücklage gab es im Berichtsjahr keine Umgliederung in die Gewinnrücklage. Im Berichtsjahr wurden an die Aktionäre der PORR AG Dividenden in Höhe von EUR 0,50 je dividendenberechtigter Aktie ausgeschüttet. Der verbleibende Restbetrag wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Zur Ausschüttung an die Aktionäre der PORR AG steht der Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 23.644 zur Verfügung. Die in der PORR Construction Holding GmbH enthaltene nicht gebundene Kapitalrücklage, die aus der ursprünglichen Einbringung der Aktien der TEERAG-ASDAG Aktiengesellschaft im Jahr 2007 durch die PORR AG in Höhe von EUR 64.693.064,82 resultierte, war gemäß § 235 Abs. 1 Z 3 UGB ausschüttungsgesperrt. Obwohl die PORR Construction Holding GmbH im Geschäftsjahr 2020 in die PORR AG verschmolzen wurde und infolge der Up-Stream-Verschmelzung untergegangen ist, besteht gemäß AFRAC 31 Rz 15 diese Ausschüttungssperre bei der PORR AG als übernehmende Gesellschaft weiterhin. Insgesamt ist von den freien Rücklagen der PORR AG in Höhe von TEUR 180.998 per 31. Dezember 2022 ein Teilbetrag in Höhe von TEUR 84.721 gemäß § 235 Abs. 1 Z 3 und Abs. 2 UGB zur Ausschüttung gesperrt. Der Restbetrag in Höhe von TEUR 96.277 kann aufgelöst und an die Aktionäre der PORR AG ausgeschüttet werden.
Die gesetzliche Rücklage der PORR AG in Höhe von TEUR 458 (Vorjahr: TEUR 458) darf nur zum Ausgleich eines ansonsten auszuweisenden Bilanzverlustes aufgelöst werden, wobei der Auflösung zum Verlustausgleich nicht entgegensteht, dass freie Rücklagen zum Verlustausgleich zur Verfügung stehen.
Der Vorstand schlägt vor, vom ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 23.643.872,57 eine Dividende von EUR 0,60 je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Die PORR AG weist unter den Anteilen der Aktionäre des Mutterunternehmens ein im Jahr 2019 von einer 100 %igen Tochtergesellschaft übernommenes Genussrechtskapital in Höhe von TEUR 40.000 aus. Die Verzinsung bis 31. Dezember 2025 beträgt 6,0 % p. a. vom Nominale der Genussscheine. Ab 1. Jänner 2026 beträgt die Verzinsung 13,0 % p. a. vom Nominale der Genussscheine.
Die PORR AG ist nur zur Zahlung von Zinsen verpflichtet, wenn sie beschließt, an die Aktionäre eine Dividende aus dem Jahresüberschuss zu bezahlen. Ist die PORR AG mangels einer derartigen Gewinnausschüttung zur Zahlung der auf ein Jahr entfallenden Zinsen nicht verpflichtet und macht sie von ihrem Recht der Nichtzahlung Gebrauch, so werden diese nicht bezahlten Zinsen als Zinsrückstände evident gehalten, die nachzuzahlen sind, sobald die PORR AG beschließt, eine Dividende aus dem Jahresüberschuss an ihre Aktionäre zu bezahlen. Im Fall der Kündigung durch die Emittentin oder der außerordentlichen Kündigung durch Genussrechtsberechtigte ist den Genussrechtsberechtigten das auf die Genussscheine geleistete Kapital zuzüglich der bis zu diesem Tag aufgelaufenen Zinsen und der Zinsrückstände zu leisten.
Da Zahlungen auf die Genussscheine – sowohl Zinsen als auch Kapitaltilgungen – zwingend nur bei Eintritt von Bedingungen zu leisten sind, deren Eintritt von der PORR AG bewirkt bzw. verhindert werden kann, und die Gruppe daher die Möglichkeit hat, Zahlungen auf diese Genussscheine dauerhaft zu vermeiden, sind diese Genussscheine als Eigenkapitalinstrument einzustufen. Zinsen in Höhe von TEUR 2.400, die auf diese Genussscheine gezahlt wurden, sind abzüglich des Steuereffekts direkt eigenkapitalmindernd erfasst.
Im Jänner 2020 hat die PORR AG eine tief nachrangige Hybridanleihe mit Gesamtnominale von EUR 150.000.000 mit unbegrenzter Laufzeit und einer vorzeitigen Rückzahlungsmöglichkeit durch die Emittentin nach fünf Jahren begeben. Der Zinssatz liegt bis zur ersten Rückzahlungsmöglichkeit im Februar 2025 bei 5,375 % p. a. Sollte diese nicht in Anspruch genommen werden, steigt der Zinssatz auf dem zu diesem Datum festgestellten 5-jährigen Mid-Swapsatz zuzüglich 10,641 PP.
Im Vorfeld der Kündigungsmöglichkeit im Februar 2022 der in 2017 begebenen Anleihe, die noch in Höhe von Nominale EUR 99,3 Mio. ausstehend war, wurde ein vorzeitiges Rückkaufangebot lanciert, gepaart mit der Emission einer neuen Hybridanleihe mit einem Kupon von 7,5 % p. a., die sodann im November 2021 in Höhe von EUR 50 Mio. platziert wurde. Das Rückkaufangebot wurde im Gesamtausmaß von EUR 48,2 Mio. in Anspruch genommen. Der restliche Teil der Hybridanleihe 2017 wurde per 6. Februar 2022 gekündigt und getilgt.
| Stand 31.12.2022 | Nominale in TEUR | ISIN |
|---|---|---|
| 5,375 % Hybridanleihe 2020 | 150.000 | XS2113662063 |
| 7,5 % Hybridanleihe 2021 | 50.000 | XS2408013709 |
Da Zahlungen von Zinsen wie auch Kapitaltilgungen zwingend nur bei Eintritt von Bedingungen zu leisten sind, deren Eintritt von der PORR AG bewirkt bzw. verhindert werden kann, und die Gruppe daher die Möglichkeit hat, Zahlungen dauerhaft zu vermeiden, ist das Hybridkapital als Eigenkapitalinstrument einzustufen. Zinsen in Höhe von TEUR 14.337, die auf das gesamte Hybridkapital gezahlt wurden, sind abzüglich des Steuereffekts direkt eigenkapitalmindernd erfasst.
Die nicht der PORR AG oder einem ihrer Tochterunternehmen gehörenden Anteile am Eigenkapital von Tochterunternehmen sind im Eigenkapital als Anteile der nicht kontrollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen ausgewiesen. Die Anteile der nicht kon-trollierenden Gesellschafter von Tochterunternehmen sind als unwesentlich einzustufen.
| Abferti-gungen | Pensionen | Jubiläums-gelder | Abfindungen | Bauten/ Rekulti-vierung | Andere | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2021 | 65.443 | 37.884 | 24.417 | 3.187 | 269.636 | 18.891 | 419.458 |
| Anpassung aufgrund neuer bzw. |
| Stand zum 1.1.2022 | Zu-/Abgänge durch Änderungen des Konsolidierungskreises | Zuführung | Veränderung OCI aus Änderung der demographischen Annahmen | aus Änderung der finanziellen Annahmen | aus Änderung der erfahrungsbedingten Anpassungen | Verwendung | Auflösung | Umgliederung | Stand zum 31.12.2022 | Saldierung anteiliger Auftragswert | Stand zum 31.12.2022 | davon langfristig | davon kurzfristig | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| geänderter IFRS | 30.293 | -43 | 3.712 | 1.143 | -3.541 | 9.664 | -5.574 | - | 1.726 | 72.530 | - | 72.530 | 72.530 | - |
| 37.884 | - | 550 | 1 | -8.339 | 1.118 | -2.553 | - | - | 28.661 | - | 28.661 | 28.661 | - | |
| 24.417 | - | 1.344 | - | - | - | -1.517 | - | - | 24.174 | - | 24.174 | 24.174 | - | |
| 3.187 | -70 | - | - | - | - | -1.406 | -55 | -1.726 | - | - | - | - | - | |
| 299.929 | 85 | 137.258 | - | - | - | -125.177 | -26.719 | - | 285.376 | -14.038 | 271.338 | - | 271.338 | |
| 18.891 | - | 2.255 | - | - | - | -1.769 | -231 | - | 19.146 | - | 19.146 | 19.146 | - | |
| Stand zum 1.1.2022 | 449.751 | -28 | 145.119 | 1.144 | -11.880 | 10.782 | -137.996 | -27.005 | - | 429.887 | -14.038 | 415.849 | 144.511 | 271.338 |
| Stand zum 31.12.2022 | 429.887 | 415.849 | 144.511 | 271.338 | ||||||||||
| davon langfristig | 144.511 | 144.511 | 144.511 | |||||||||||
| davon kurzfristig | 271.338 | 271.338 | 271.338 |
Gemäß kollektivvertraglichen Regelungen haben die PORR AG und ihre Tochterunternehmen ihren Mitarbeitern in Österreich und Deutschland bei bestimmten Dienstjubiläen Jubiläumsgelder zu zahlen. Die Rückstellung für Jubiläumsgelder wurde gemäß den Bestimmungen des IAS 19 zu anderen langfristig fälligen Leistungen ermittelt. Die versicherungsmathematischen Annahmen werden nachstehend unter den Bewertungsgrundlagen erläutert.
Die Rückstellungen für Bauten enthalten mit TEUR 39.285 (Vorjahr: TEUR 15.275) Vorsorgen für aus dem Auftragsbestand drohende Verluste (Erhöhung zum 1. Jänner 2022 aufgrund Änderungen zu IAS 37 in Höhe von TEUR 30.293), mit TEUR 128.952 (Vorjahr: TEUR 114.225) Vorsorgen für Gewährleistungen und mit TEUR 102.437 (Vorjahr: TEUR 122.722) Rückstellungen für Schäden und Pönalen.
Die Rückstellungen für drohende Verluste basieren auf aktuellen Auftragskalkulationen. Die Rückstellungen für Gewährleistungen und andere Auftragsrisiken werden auf Basis einer Einzelbeurteilung der Risiken ermittelt. Die Inanspruchnahme der Gruppe aus diesen Risiken wird für wahrscheinlich gehalten, wobei der angesetzte Betrag dem bestmöglichen Schätzwert der Höhe der Inanspruchnahme entspricht. Da die Abwicklung von Bauaufträgen auch mehrere Jahre dauern und der Inanspruchnahme ein lang dauernder Rechtsstreit vorausgehen kann, ist der Zeitpunkt der Inanspruchnahme ungewiss, liegt aber in der Regel innerhalb des jeweiligen Geschäftszyklus.
Rückstellungen für Rekultivierungen, welche auch Nachsorgeverpflichtungen enthalten, werden im Wesentlichen für den Deponiebetrieb im Segment AT / CH gebildet. Die Rückstellungen werden auf Basis der deponierten Mengen über die Betriebsdauer ratierlich gebildet und über die Dauer der Rekultivierung bzw. Nachsorge auf Basis der rekultivierten Fläche verbraucht.
Rückstellungen für Abfertigungen wurden für Angestellte und Arbeiter, die gemäß Angestelltengesetz, Arbeiterabfertigungsgesetz bzw. Betriebsvereinbarung Abfertigungsansprüche haben, gebildet. Angestellte, deren Dienstverhältnisse österreichischem Recht unterliegen, haben, wenn das betreffende Dienstverhältnis vor dem 1. Jänner 2003 begonnen und ununterbrochen mindestens zehn Jahre gedauert hat, Anspruch auf eine Abfertigung bei Auflösung des Dienstverhältnisses bei Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters und zwar auch dann, wenn das Dienstverhältnis durch Kündigung seitens des Dienstnehmers endet. Die Höhe der Abfertigung ist abhängig von der Höhe des Bezugs zum Zeitpunkt der Auflösung und von der Dauer des Dienstverhältnisses. Diese Ansprüche der Dienstnehmer sind daher wie Ansprüche aus leistungsorientierten Pensionsplänen zu behandeln, wobei Planvermögen zur Deckung dieser Ansprüche nicht vorliegt. Analoges gilt für Arbeiter, denen gemäß Arbeiterabfertigungsgesetz eine Abfertigung gebührt, und für gemäß Betriebsvereinbarung zu zahlende Abfertigungen. Für die überwiegende Anzahl der Arbeiter gilt das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz 1987, wonach deren Ansprüche sich an die Urlaubs- und Abfertigungskasse richten und durch Beiträge der Arbeitgeber zu finanzieren sind. Es handelt sich um einen staatlichen Plan, für den keine Abfertigungsrückstellung zu bilden ist. Bei den Pensionszusagen handelt es sich zumeist um leistungsorientierte, einzelvertragliche Zusagen für leitende Angestellte, die teilweise durch Planvermögen gedeckt sind. Die Höhe des Pensionsanspruchs ist von den jeweils geleisteten Dienstjahren abhängig.
Entwicklung der Abfertigungsrückstellungen in TEUR
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 1.1. | 65.443 | 78.984 |
| Änderung des Konsolidierungskreises | -43 | -953 |
| Dienstzeitaufwand (erworbene Ansprüche) | 3.092 | 3.650 |
| Past service cost | 1.726 | - |
| Zinsaufwand | 620 | 299 |
| Abfertigungszahlungen | -5.574 | -7.010 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) | 7.266 | -9.376 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene langfristige Verbindlichkeiten | - | -151 |
| Barwert der Abfertigungsverpflichtungen (DBO) zum 31.12. | 72.530 | 65.443 |
Abfertigungsaufwand in TEUR
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand (erworbene Ansprüche) | 3.092 | 3.650 |
| Zinsaufwand | 620 | 299 |
| Abfertigungsaufwand (im Periodenergebnis erfasst) | 3.712 | 3.949 |
| Abfertigungsaufwand (im Gesamtperiodenergebnis erfasst) | 7.266 | -9.376 |
Für das Jahr 2023 sind ein Zinsaufwand von TEUR 1.948 und ein Dienstzeitaufwand von TEUR 3.682 geplant.
Überleitung von der Pensionsverpflichtung zur Rückstellung in TEUR
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Barwert der durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtungen | 37.562 | 19.428 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens | -32.206 | -11.386 |
| Nettowert der durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtungen | 5.356 | 8.042 |
| Barwert der nicht durch Fondsvermögen gedeckten Verpflichtungen | 23.305 | 29.841 |
| Buchwert der Rückstellung zum 31.12. | 28.661 | 37.883 |
Pensionsaufwand in TEUR
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand (erworbene Ansprüche) | 194 | 223 |
| Zinsaufwand | 473 | 223 |
| Zinserträge | -119 | -51 |
| Pensionsaufwand (im Periodenergebnis erfasst) | 548 | 395 |
| Pensionsaufwand (im Gesamtperiodenergebnis erfasst) | -7.003 | -5.440 |
Beschreibung der Pensionspläne
Entwicklung der Pensionsverpflichtungen in TEUR
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 1.1. | 49.270 | 57.908 |
| Dienstzeitaufwand (erworbene Ansprüche) | 191 | 223 |
| Past service cost | 21.472 | - |
| Zinsaufwand | 473 | 223 |
| Pensionszahlungen | -3.536 | -3.644 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) | -7.003 | -5.440 |
| Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO) zum 31.12. | 60.867 | 49.270 |
Für Verpflichtungen aus direkten Pensionszusagen wurden sowohl in Österreich als auch in Deutschland qualifizierte Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die zur Absicherung der Pensionsansprüche zugunsten der versicherten Dienstnehmer verpfändet wurden. Die Versicherung der Alterspension ist gemäß § 16 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen für Erlebens- und Rentenversicherungen gewinnbeteiligt, die Versicherung der Berufsunfähigkeitspension und die Versicherung der Hinterbliebenenpension sind gewinnberechtigt. Anhand einer Einnahmen-Ausgaben-Rechnung werden Gewinne, die zu 50 % des Saldos aus Einnahmen und Ausgaben an Versicherungsnehmer refundiert werden, und Verluste, die zum nächsten Versicherungsjahr vorgetragen werden, ermittelt. Die Pensionsrückdeckungsversicherungen werden im Sinne des § 20 Abs. 2 Z 1 in Verbindung mit § 78 des Versicherungsaufsichtsgesetzes in einer gesonderten Abteilung des Deckungsstockes für die Lebensversicherung geführt. Für die Pensionszusagen der deutschen Gesellschaften wurden kapitalbildende Lebensversicherungen geschlossen. Versicherungsnehmer ist der Dienstgeber, Versicherte bzw. Bezugsberechtigte sind die Dienstnehmer, die entweder eine Kapitalleistung oder eine gleichwertige Versorgungsrente wählen können.
Entwicklung des Planvermögens in TEUR
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 1.1. | 11.386 | 12.077 |
| Beitragszahlungen | 105 | 78 |
| Zinserträge | 119 | 51 |
| Auszahlungen (Leistungszahlungen) | -1.088 | -1.115 |
| Past service cost | 21.473 | - |
| Versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) | 211 | 295 |
| Beizulegender Zeitwert des Planvermögens zum 31.12. | 32.206 | 11.386 |
Für das Jahr 2023 sind ein Zinsaufwand von TEUR 1.621 und ein Dienstzeitaufwand von TEUR 4.475 geplant.Ein Teil des Planvermögens in Höhe von TEUR 9.171 ist bei der WIENER STÄDTISCHE VERSICHERUNG AG Vienna Insurance Group wie folgt veranlagt:
Struktur der Kapitalanlagen im klassischen Deckungsstock in %
| | 2022 | 2021 |
| ---------------------------- | ----- | ----- |
| Festverzinsliche Wertpapiere | 59,30 | 57,80 |
| Aktien, Ergänzungskapital, Genussrechte, Partizipationskapital | 2,10 | 2,20 |
| Investmentfonds | 25,70 | 27,10 |
| Verbundene Unternehmen und Beteiligungen | 4,70 | 4,40 |
| Darlehen | 4,90 | 5,90 |
| Liegenschaften | 2,00 | 2,00 |
| Bankguthaben | 1,30 | 0,60 |
| Gesamt | 100,00| 100,00|
Die folgende Tabelle zeigt die durchschnittlichen Laufzeiten (Duration) der jeweiligen Verpflichtungen:
Fälligkeitsprofil - DBO DBO Fälligkeitsprofil - Cash Cash
| | 1 - 5 Jahre | 6 - 10 Jahre | 10+ Jahre | Duration | 1 - 5 Jahre | 6 - 10 Jahre | 10+ Jahre | Duration |
| --------------------- | ----------- | ------------ | --------- | -------- | ----------- | ------------ | --------- | -------- |
| 2022 | | | | | | | | |
| Pensionen | 16.553 | 12.130 | 32.184 | 14,90 | 17.724 | 16.083 | 172.305 | 32,24 |
| Abfertigungen | 28.165 | 20.186 | 24.063 | 7,66 | 31.932 | 32.912 | 106.721 | 14,07 |
| | | | | | | | | |
| 2021 | | | | | | | | |
| Pensionen | 16.116 | 11.969 | 21.185 | 10,80 | 16.517 | 12.991 | 28.778 | 13,00 |
| Abfertigungen | 26.559 | 17.418 | 21.348 | 7,67 | 29.050 | 25.016 | 56.624 | 11,35 |
Mitarbeiter, deren Dienstverhältnis österreichischem Recht unterliegt und die nach dem 31. Dezember 2002 in das Dienstverhältnis eingetreten sind, und Arbeiter, auf deren Arbeitsverhältnis das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz anzuwenden ist, erwerben keine Abfertigungsansprüche gegenüber dem jeweiligen Dienstgeber. Für diese Mitarbeiter, mit Ausnahme jener, auf deren Arbeitsverhältnisse das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz anzuwenden ist, sind Beiträge in Höhe von 1,53 % des Lohns bzw. Gehalts für 2022 in Höhe von TEUR 3.527 (Vorjahr: TEUR 3.250) an eine Mitarbeitervorsorgekasse zu zahlen, davon entfallen auf Manager in Schlüsselpositionen TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 37).
Für die Mitarbeiter, auf deren Arbeitsverhältnisse das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz anzuwenden ist, sind vom Dienstgeber Beiträge an die Urlaubs- und Abfertigungskasse zu zahlen. Derzeit sind ca. 37 % vom Lohn an Urlaubszuschlägen für 2022 TEUR 64.460 (Vorjahr: TEUR 62.696) und 4,6 % vom Lohn der betreffenden Mitarbeiter für 2022 TEUR 9.365 (Vorjahr: TEUR 9.104) an Abfertigungszuschlägen zu entrichten. Dieser Beitrag deckt die Abfertigungsansprüche der Mitarbeiter und andere Leistungen, insbesondere das von der Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungskasse an die betreffenden Mitarbeiter zu zahlende Urlaubsentgelt sowie Urlaubszuschüsse. Dieser staatliche Plan erfasst alle Unternehmen der Baubranche. Die Leistungen werden im Umlageverfahren finanziert, d. h. durch die Beiträge einer Periode sollen die in dieser Periode fälligen Leistungen finanziert werden, während die in der Berichtsperiode verdienten künftigen Leistungen aus künftigen Beiträgen gezahlt werden. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung der Unternehmen zur Zahlung dieser künftigen Leistungen besteht nicht. Die Unternehmen sind nur verpflichtet, so lange sie Mitarbeiter beschäftigen, auf deren Arbeitsverhältnisse das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz anzuwenden ist, die vorgeschriebenen Beiträge zu entrichten. Die Zahlungen an die externen Mitarbeitervorsorgekassen werden im Personalaufwand erfasst.
Die Mitarbeiter des PORR Konzerns gehören zudem den länderspezifischen staatlichen Pensionsplänen an, die in der Regel im Umlageverfahren finanziert werden. Die Verpflichtung der Gruppe beschränkt sich darauf, die Beiträge bei Fälligkeit zu entrichten. Eine rechtliche oder faktische Verpflichtung zu künftigen Leistungen besteht nicht.
Die Rückstellungen für Abfertigungen, für Pensionen und für Jubiläumsgelder werden gemäß IAS 19 nach dem laufenden Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt, wobei zu jedem Stichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durch einen anerkannten Versicherungsmathematiker durchgeführt wird, die auf folgenden wesentlichen Parametern basiert:
| Parameter | Österreich Pensionen | Österreich Abfertigungen | Österreich Jubiläumsgelder | Deutschland Pensionen | Deutschland Abfertigungen | Deutschland Jubiläumsgelder | Schweiz Pensionen | Schweiz Abfertigungen | Schweiz Jubiläumsgelder | Tschechien Pensionen | Tschechien Abfertigungen | Tschechien Jubiläumsgelder | Slowakei Pensionen | Slowakei Abfertigungen | Slowakei Jubiläumsgelder | Polen Pensionen | Polen Abfertigungen | Polen Jubiläumsgelder |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Diskontsatz | 3,00 % | 3,00 % | 3,00 % | 3,00 % | - | 3,00 % | 2,31 % | - | - | - | 4,70 % | 4,70 % | - | 3,00 % | 3,00 % | - | 6,88 % | - |
| Gehaltsvalorisierung | - | 3,70 % | 3,37 % | - | - | 2,70 % | - | - | - | - | 3,50 % | 3,50 % | - | 3,50 % | 3,50 % | - | 4,75 % | - |
| Rentenerhöhung aktiv | 0,00 % | - | 3,70 % | 0,00 % | - | 2,70 % | 2,25 % | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Rentenerhöhung liquid | 0,00 % | - | 2,00 % | 0,00 % | - | 2,00 % | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Fluktuation | - | 0,00 % | 5,65 % | - | - | 13,65 % | 0,00 % | - | 19,06 % | - | 2,24 % | 15,96 % | - | 2,24 % | 15,96 % | - | 0,00 % | 9,25 % |
| Sterbetafel | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | Richttafeln 2018 G | Richttafeln 2018 G | Richttafeln 2018 G | Richttafeln 2018 G | - | - | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | - | - | - |
| Parameter | Österreich Pensionen | Österreich Abfertigungen | Österreich Jubiläumsgelder | Deutschland Pensionen | Deutschland Abfertigungen | Deutschland Jubiläumsgelder | Tschechien Pensionen | Tschechien Abfertigungen | Tschechien Jubiläumsgelder | Slowakei Pensionen | Slowakei Abfertigungen | Slowakei Jubiläumsgelder | Polen Pensionen | Polen Abfertigungen | Polen Jubiläumsgelder |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Diskontsatz | 1,00 % | 1,00 % | 1,00 % | 1,00 % | - | 1,00 % | - | 3,00 % | 3,00 % | - | 3,00 % | 3,00 % | - | - | - |
| Gehaltsvalorisierung | - | 2,38 % | 2,38 % | - | - | 2,38 % | - | 2,15 % | 2,15 % | - | 2,15 % | 2,15 % | - | - | - |
| Rentenerhöhung | 2,00 % | - | - | 2,00 % | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
| Fluktuation | - | 0,40 % | 10,50 % | - | - | 16,00 % | - | 2,24 % | 15,96 % | - | 2,24 % | 15,96 % | - | 0,00 % | 9,25 % |
| Sterbetafel | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | Richttafeln 2018 G | Richttafeln 2018 G | Richttafeln 2018 G | - | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | AVÖ 2018 - P | - | - | - |
Als rechnungsmäßiges Pensionsalter wird für österreichische Gesellschaften das frühestmögliche gesetzliche Pensionsantrittsalter nach der Pensionsreform 2004 (Korridorpension) unter Beachtung aller Übergangsregelungen und für deutsche Gesellschaften das gesetzliche Pensionsantrittsalter angesetzt. Für die Abfertigungsrückstellungen der polnischen Tochtergesellschaften gelten die gleichen Parameter wie für österreichische Gesellschaften.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für Abfertigungen und Pensionen werden zur Gänze im sonstigen Ergebnis in der Position Remeasurement aus leistungsorientierten Verpflichtungen erfasst, während diese, für Jubiläumsgelder im Gewinn oder Verlust der Periode in der Position Personalaufwand ausgewiesen werden. Der Dienstzeitaufwand wird ebenso im Personalaufwand ausgewiesen bzw. mit diesem verrechnet. Der Zinsaufwand wird als Finanzierungsaufwand erfasst.
Die sonstigen Rückstellungen (Bauten/Andere) berücksichtigen alle gegenwärtig erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit, bei welchen ein Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist. Sie werden jeweils in Höhe des Betrags angesetzt, der voraussichtlich zur Erfüllung der zugrunde liegenden Verpflichtung erforderlich ist, soweit eine verlässliche Schätzung möglich ist. Rückstellungen aus Drohverlusten und Schäden und Pönalen werden, soweit sie den jeweiligen gemäß Leistungsfortschritt aktivierten anteiligen Auftragswert übersteigen, ebenso in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen.
Die Bewertung der bestehenden Pensions- und Abfertigungsverpflichtungen beruht auf Annahmen und Schätzungen, die die Höhe des Bilanzansatzes wesentlich beeinflussen können. Die Sensitivitätsbetrachtung der Lebenserwartung erfolgte dabei über eine Verschiebung der durchschnittlichen Lebenserwartung für den Gesamtbestand des jeweiligen Plans. Die Differenzen zu den bilanzierten Werten sind in nachfolgender Tabelle als relative Abweichung angegeben:
| Einflussfaktor | Veränderung | Pension DBO | Abfertigung DBO |
|---|---|---|---|
| Zinsen | +0,25 PP | -6,50 % | -2,29 % |
| -0,25 PP | 7,10 % | 1,41 % | |
| Rententrend | +0,25 PP | 3,50 % | 1,38 % |
| -0,25 PP | -3,40 % | -2,38 % | |
| Lebenserwartung | +1 Jahr | 2,00 % | -0,27 % |
| -1 Jahr | -2,00 % | 0,31 % | |
| Fluktuation | +0,5 % bis zum 25. Dienstjahr | -2,80 % | -0,39 % |
| -0,5 % bis zum 25. Dienstjahr | 2,90 % | 0,57 % |
Anmerkung: "aktive vested liquide gesamt" Spalten sind hier nicht eindeutig zuzuordnen, werden aber der Vollständigkeit halber übernommen.
| Einflussfaktor | Veränderung | Pension DBO | Abfertigung DBO |
|---|---|---|---|
| Zinsen | +0,25 PP | -6,80 % | -1,87 % |
| -0,25 PP | 7,40 % | 1,93 % | |
| Rententrend | +0,25 PP | 7,30 % | 1,88 % |
| -0,25 PP | -6,80 % | -1,83 % | |
| Lebenserwartung | +1 Jahr | 3,90 % | - |
| -1 Jahr | -3,90 % | - |
Anmerkung: "aktive vested liquide gesamt" Spalten sind hier nicht eindeutig zuzuordnen, werden aber der Vollständigkeit halber übernommen.
| Einflussfaktor | Veränderung | Abfertigung DBO |
|---|---|---|
| Zinsen | +0,25 PP | 1,38 % |
| -0,25 PP | -2,38 % | |
| Gehaltstrend | +0,25 PP | -0,27 % |
| -0,25 PP | 0,31 % | |
| Fluktuation | +0,5 PP bis zum 25. Dienstjahr | -0,39 % |
| -0,5 PP bis zum 25. Dienstjahr | 0,57 % | |
| Lebens- erwartung | +1 Jahr | |
| -1 Jahr |
| Einflussfaktor | Veränderung | Abfertigung DBO |
|---|---|---|
| Zinsen | +0,25 PP | 1,88 % |
| -0,25 PP | -1,83 % | |
| Gehaltstrend | +0,25 PP | - |
| -0,25 PP | - | |
| Fluktuation | +0,5 PP bis zum 25. Dienstjahr | - |
Per 31. Dezember 2022 betrug der Gesamtbestand an Schuldscheindarlehen TEUR 181.500, die, mit Ausnahme einer Tranche in Höhe von TEUR 17.000, alle in 2019 begeben wurden. Von den Schuldscheindarlehen erfüllen TEUR 17.500 die Kriterien der „Eligible Green Principles“ und wurden in Form eines Grünen Schuldscheins platziert. Für den Nachweis zur Einhaltung dieser Prinzipien wurde eine „Second Party Opinion“ der unabhängigen Ratingagentur „Sustainalytics“ beigebracht. Refinanziert werden in diesem Zusammenhang umweltschonende und nachhaltige Investitionen in PORR Bürogebäude sowie Investitionen im Rahmen der PORR Aktivitäten im Bereich Umwelttechnik.
| Nominale in TEUR | Laufzeit | SSD ohne Green | SSD Green | Gesamt | in % |
|---|---|---|---|---|---|
| Februar 2023 | 10.500 | 1.500 | 12.000 | 6,61 | |
| August 2023 | 32.000 | 32.000 | 17,63 | ||
| Februar 2024 | 61.000 | 15.500 | 76.500 | 42,15 | |
| Juli 2024 | 22.000 | 22.000 | 12,12 | ||
| Februar 2026 | 38.500 | 500 | 39.000 | 21,49 | |
| Gesamt | 164.000 | 17.500 | 181.500 | 100,00 |
Buchwert zum 31.12.2022: 181.398
Im Geschäftsjahr 2022 wurden Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 113.500 getilgt. Alle Tranchen, die bis Ende 2018 begeben wurden und mit variabler Verzinsung ausgestattet sind, wurden mittels Interest Rate Swaps (Tausch variabler Zinssatz gegen Fixzins), welche als Cashflow Hedge designiert wurden, gesichert.
| in TEUR | Nominale | Durchschnittsverzinsung |
|---|---|---|
| SSD fix verzinst | 48.000 | 1,76 % |
| SSD variabel verzinst | 133.500 | 2,42 % |
| davon mit IRS gesichert | 122.000 | |
| Gesamt | 181.500 |
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | ||
| variabel verzinst | 28.101 | 54.740 |
| fix verzinst | 13.071 | 13.250 |
| Leasingverbindlichkeiten | ||
| Grundstücke und Bauten | 259.611 | 256.030 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 52.687 | 58.874 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 62.120 | 61.975 |
| Gesamt | 415.590 | 444.869 |
Die variabel verzinsten Bankverbindlichkeiten werden im Wesentlichen mit dem 3-Monats-EURIBOR oder dem 6-Monats-EURIBOR zuzüglich unterschiedlicher Margen verzinst. Im Berichtsjahr lag der 3-Monats-EURIBOR durchschnittlich bei 0,36 % und der 6-Monats-EURIBOR durchschnittlich bei 0,70 %, die durchschnittliche Marge der implementierten Linien für maximal dreimonatige Geldaufnahmen lag per 31. Dezember 2022 bei 1,40 PP. Die Zinssätze für die Leasingverbindlichkeiten betragen 0,01 % bis 11,12 %. Die Zinskomponente der Leasingraten wird entsprechend der jeweiligen vertraglichen Grundlagen gegebenenfalls an den Marktzinssatz angepasst.
| Restlaufzeit in TEUR | 31.12.2021 | davon dinglich besichert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 67.990 | 28.976 | 28.778 | 10.236 | 50 |
| Leasingverbindlichkeiten | 376.879 | 56.236 | 146.396 | 174.247 | 376.879 |
| Gesamt | 444.869 | 85.212 | 175.174 | 184.483 | 376.929 |
Die dinglichen Besicherungen von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen Immobilien. Die Verpflichtungen des Konzerns aus Leasingverhältnissen sind durch die im zivilrechtlichen Eigentum des Leasinggebers stehenden geleasten Vermögenswerte mit einem Buchwert von TEUR 380.951 (Vorjahr: TEUR 388.506) besichert.
| in TEUR | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 66.300 | 66.750 |
| Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren | 177.080 | 176.879 |
| Mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren | 230.423 | 233.592 |
| Gesamt | 473.803 | 477.221 |
| Zukünftige Finanzierungskosten | -99.385 | -100.342 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 374.418 | 376.879 |
| Restlaufzeit in TEUR | Gesamt | davon dinglich besichert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||
| 31.12.2022 | |||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 41.172 | 11.754 | 19.731 | 9.687 | 50 |
| Leasingverbindlichkeiten | 374.418 | 55.640 | 146.584 | 172.194 | 374.418 |
| Gesamt | 415.590 | 67.394 | 166.315 | 181.881 | 374.468 |
Bewertungsgrundlagen
Finanzverbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistung (Erläuterung 35) und übrige Verbindlichkeiten (Erläuterung 37) werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) bilanziert. Leasingverbindlichkeiten werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen bewertet. Zur Abzinsung wird der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz herangezogen. Lässt sich dieser nicht bestimmen, wird der laufzeitadäquate Grenzfremdkapitalzinssatz der Gruppe erfasst.
| Restlaufzeit in TEUR | 31.12.2022 | davon dinglich besichert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.153.222 | 1.094.100 | 40.548 | 18.574 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften | 79.818 | 79.056 | 762 | - | - |
| Gesamt | 1.233.040 | 1.173.156 | 41.310 | 18.574 | - |
| Restlaufzeit in TEUR | 31.12.2021 | davon dinglich besichert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.101.173 | 1.047.318 | 35.355 | 18.500 | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften | 62.795 | 62.792 | 3 | - | - |
| Gesamt | 1.163.968 | 1.110.110 | 35.358 | 18.500 | - |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden als kurzfristig eingestuft, da mit ihrer Tilgung innerhalb des gewöhnlichen Geschäftszyklus gerechnet wird. Jene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die über 5 Jahre Restlaufzeit aufweisen sind auf Sicherheitseinbehalte zurückzuführen.
| Restlaufzeit in TEUR | 31.12.2022 | davon dinglich besichert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 1.156 | 1.156 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen | 15.083 | 15.083 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Beteiligungsunternehmen | 143 | 143 | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | 5.624 | 4.647 | 977 | - | - |
| Übrige | 14.588 | 12.918 | 1.670 | - | - |
| Gesamt | 36.594 | 33.947 | 2.647 | - | - |
| Restlaufzeit in TEUR | 31.12.2021 | davon dinglich besichert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber nicht konsolidierten Tochterunternehmen | 1.640 | 1.640 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber at-equity bilanzierten Unternehmen | 18.332 | 18.332 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Beteiligungsunternehmen | 1.552 | 1.552 | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente | 11.447 | 7.010 | 4.437 | - | - |
| Übrige | 24.761 | 21.288 | 2.179 | 1.294 | - |
| Gesamt | 57.732 | 49.822 | 6.616 | 1.294 | - |
Bei den derivativen Finanzinstrumenten handelt es sich um Devisenterminkontrakte, Interest Rate Swaps sowie Futures, welche mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet sind (siehe Erläuterung 41.9).
Bewertungsgrundlagen
Derivative Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) bewertet. Sicherungsgeschäfte werden im Zusammenhang mit dem Zinsrisikomanagement sowie der Verbriefung von Rohstoffpreisen abgeschlossen. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) bilanziert.
| Restlaufzeit in TEUR | 31.12.2022 | davon dinglich besichert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 177.459 | 177.459 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der Sozialen Sicherheit | 25.479 | 25.479 | - | - | - |
| Vertragsverbindlichkeiten | 649.604 | 649.604 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 148.203 | 148.203 | - | - | - |
| Übrige | 176 | 176 | - | - | - |
| Gesamt | 1.000.921 | 1.000.921 | - | - | - |
| Restlaufzeit in TEUR | 31.12.2021 | davon dinglich besichert | |||
|---|---|---|---|---|---|
| < 1 Jahr | > 1 Jahr | < 5 Jahre | > 5 Jahre | ||
| Verbindlichkeiten aus Steuern | 107.122 | 107.122 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der Sozialen Sicherheit | 25.434 | 25.434 | - | - | - |
| Vertragsverbindlichkeiten | 531.921 | 531.921 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | 139.089 | 139.089 | - | - | - |
| Gesamt | 803.566 | 803.566 | - | - | - |
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Bürgschaften, Garantieerklärungen und sonstige Eventualschulden | 10.810 | 4.588 |
| davon für at-equity bilanzierte Unternehmen | (-) | (2.347) |
Die Haftungsverhältnisse betreffen überwiegend die Sicherung aufgenommener Bankkredite von nicht einbezogenen Tochterunternehmen, at-equity bilanzierten Unternehmen und sonstigen Unternehmen, an denen die Gruppe beteiligt ist, sowie sonstige Verpflichtungen aus dem operativen Geschäft, deren Inanspruchnahme zwar theoretisch möglich, aber unwahrscheinlich ist.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Das operative Baugeschäft erfordert die Ausstellung verschiedener Garantietypen zur Absicherung vertraglicher Verpflichtungen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsgarantien. Weiters haftet die Gruppe gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten von Arbeitsgemeinschaften, an denen er beteiligt ist. Eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungen ist nicht wahrscheinlich. Die Gruppe verfügt über europäische Avalkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 3.971.775 (Vorjahr: TEUR 3.238.377), davon sind TEUR 1.353.000 (Vorjahr: TEUR 1.273.000) mit einer Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen. Der Rest in Höhe von TEUR 2.618.775 (Vorjahr: TEUR 1.965.377) ist in der Regel mit einer Laufzeit von einem Jahr ausgestattet. Darüber hinaus sind Linien in einigen arabischen Ländern in Höhe von TEUR 251.661 (Vorjahr: TEUR 228.634) implementiert. Die europäischen Linien sind per 31. Dezember 2022 mit rund 63 % (Vorjahr: 71 %), die Linien in den arabischen Ländern mit rund 35 % (Vorjahr: 40 %) ausgenützt. In den dreijährigen Linien in Höhe von TEUR 1.353.000 (Vorjahr: TEUR 1.273.000) sind harmonisierte Financial Covenants inkludiert. Diese betreffen im überwiegenden Ausmaß das Verhältnis Net Debt/EBITDA oder die Eigenkapitalquote. Sämtliche Bedingungen wurden per 31. Dezember 2022 erreicht.
Die Segmentberichterstattung wurde entsprechend der internen Berichtsstruktur und -steuerung der PORR Gruppe erstellt. Rechnungslegungsgrundlage für sämtliche Geschäftsvorfälle zwischen berichtspflichtigen Segmenten ist IFRS.# Segment Reporting
The following segments are presented:
The Segment AT / CH comprises the entire country responsibility for the two home markets Austria and Switzerland, whereby parts of the Swiss building construction were reallocated to the Holding Segment. PORR is represented here with its entire range of services. In addition to this area business – with a focus on residential construction, office construction, industrial construction, and road construction – the national competencies in railway construction and civil engineering, special foundation engineering, steel construction, and environmental technology are bundled in this segment. The areas of major building construction projects, industrial construction Germany, and railway construction and slab track Europe are also located here. Furthermore, the participations pde Integrale Planung, IAT, ÖBA, Prajo, TKDZ, and ALU-SOMMER are integrated into the AT / CH Segment.
The Segment DE consolidates the majority of PORR's activities in Germany. In its second most important market, the company offers not only building construction but also special foundation engineering and infrastructure services with a high degree of value creation through its own qualified specialists. PORR is thus strongly positioned in the German infrastructure market with the independent divisions of civil engineering, tunnel construction, and transport route construction. German participations are consolidated in the DE Segment, including PORR Oevermann and Stump-Franki Spezialtiefbau. This allows PORR to cover the entire value chain in special foundation engineering.
The Segment PL comprises the entire country responsibility for Poland, PORR's third-largest home market. All Polish participations of PORR are included in this segment. In civil engineering, PORR is one of the leading providers in the areas of road construction, infrastructure, railway construction, and special foundation engineering. In building construction, the focus is on office, industrial, and hotel construction, as well as the construction of public buildings and facilities.
The Segment CEE is focused on the home markets of the Czech Republic, Slovakia, and Romania. Local participations are also integrated. PORR offers construction services in building construction and civil engineering here, with a focus on comprehensive offerings, particularly in the Czech Republic and Romania. In addition, selected major projects in the infrastructure sector are handled.
The Segment Infrastruktur International bundles competencies in the areas of international tunnel construction, railway construction, and special foundation engineering, as well as Slab Track International. The Major Projects area and responsibility for the project markets Norway, Qatar, and the United Arab Emirates (UAE) are also integrated here. PORR focuses on infrastructure construction contracts and cooperation with local partners. PORR's export products are offered from here on a highly selective basis and only in international markets where there is a clear added value.
This segment bundles areas that are not assigned to the operating segments but are directly managed by the highest management level due to non-market-adequate developments, as well as other participations. The segment primarily comprises participations of PORR Beteiligungen und Management GmbH as well as parts of the Swiss building construction business. The Shared Service Center comprises all service areas and staff departments of PORR and is also integrated into the Holding. Information on the development of the business segments can be found in the Group Management Report.
| AT / CH | DE | PL | CEE | Infrastruktur International | Holding | Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Produktionsleistung (Gruppe) | 3.269.005 | 864.889 | 791.226 | 653.241 | 515.113 | 132.935 | 6.226.409 |
| Segmentumsätze | 2.921.665 | 874.543 | 819.868 | 616.056 | 429.139 | 124.741 | 5.786.012 |
| Intersegmentäre Umsätze | 47.220 | 10.352 | 175 | 411 | 6.404 | 110.642 | |
| EBT (Ergebnis vor Steuern = Segmentergebnis) | 84.698 | 3.638 | 21.410 | 11.743 | 14 | -11.469 | 110.034 |
| Anteil am Ergebnis at-equity bilanzierter Unternehmen | 28.213 | 1.007 | 2.739 | 427 | 25.975 | -1.895 | 56.466 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -104.240 | -32.619 | -13.052 | -11.462 | -13.775 | -23.644 | -198.792 |
| davon Wertminderungen | (-13.219) | (-) | (-) | (-) | (-) | (-) | (-13.219) |
| Zinserträge | 5.734 | 921 | 1.760 | 1.735 | 542 | 4.054 | 14.746 |
| Zinsaufwendungen | -7.084 | -1.989 | -974 | -648 | -765 | -12.763 | -24.223 |
| AT / CH | DE | PL | CEE | Infrastruktur International | Holding | Konzern | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Produktionsleistung (Gruppe) | 3.020.223 | 814.046 | 720.365 | 548.096 | 533.650 | 90.943 | 5.727.323 |
| Segmentumsätze | 2.709.632 | 774.886 | 748.261 | 468.650 | 407.532 | 60.870 | 5.169.831 |
| Intersegmentäre Umsätze | 33.145 | 8.868 | 297 | 3.616 | 7.989 | 98.434 | |
| EBT (Ergebnis vor Steuern = Segmentergebnis) | 80.088 | -4.261 | 13.335 | 5.734 | -12.900 | 3.365 | 85.361 |
| Anteil am Ergebnis at-equity bilanzierter Unternehmen | 34.110 | 1.722 | 2.785 | -3.899 | 4.089 | 23.317 | 62.124 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -91.459 | -36.151 | -29.036 | -10.819 | -4.998 | -19.860 | -192.323 |
| davon Wertminderungen | (-2.861) | (-) | (-) | (-737) | (-) | (-656) | (-4.254) |
| Zinserträge | 1.830 | 561 | 2.290 | 136 | 254 | 3.379 | 8.450 |
| Zinsaufwendungen | -5.610 | -2.319 | -821 | -478 | -721 | -12.193 | -22.142 |
The following information relates to the geographical business areas in which the Group operates:
| Produktionsleistung nach Sitz der Kunden 2022 | Langfristiges Vermögen nach Sitz der Gesellschaft 2022 | Produktionsleistung nach Sitz der Kunden 2021 | Langfristiges Vermögen nach Sitz der Gesellschaft 2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Inland | 2.853.713 | 855.342 | 2.642.904 | 845.144 |
| Deutschland | 1.361.445 | 229.876 | 1.305.520 | 222.177 |
| Polen | 834.344 | 66.591 | 761.564 | 65.933 |
| Tschechien | 331.336 | 56.712 | 291.233 | 48.636 |
| Katar | 141.223 | 13.752 | 120.746 | 11.147 |
| Italien | 19.606 | 179 | 15.883 | 219 |
| Rumänien | 268.312 | 32.668 | 162.250 | 25.832 |
| Bulgarien | 1.739 | 1.421 | 1.319 | 1.054 |
| Schweiz | 241.594 | 15.945 | 202.599 | 11.518 |
| Serbien | 11.505 | - | 9.819 | - |
| Großbritannien | 4.167 | 5.078 | 16.476 | 2.826 |
| Slowakei | 60.231 | 2.816 | 100.523 | 2.741 |
| Norwegen | 48.428 | 318 | 53.318 | 2.225 |
| Kroatien | 5.446 | 729 | 3.596 | 1.055 |
| Belgien | 23.028 | 262 | 20.674 | 145 |
| Sonstiges Ausland | 20.292 | 1.629 | 18.899 | 951 |
| Ausland gesamt | 3.372.696 | 427.976 | 3.084.419 | 396.459 |
| Segmente gesamt | 6.226.409 | 1.283.318 | 5.727.323 | 1.241.603 |
The reconciliation of the change in cash flow from financing activities is as follows:
| Finanzverbindlichkeiten | Leasingverpflichtungen | Schuldscheindarlehen | Gesamtschulden aus Finanzierungstätigkeit | |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2022 | 67.990 | 376.879 | 294.744 | 739.613 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | ||||
| Aufnahme | 8.737 | - | - | 8.737 |
| Rückzahlung | -37.850 | -64.423 | -113.500 | -215.773 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderungen | ||||
| Erwerb/Verkauf von Unternehmen | 1.983 | -1.901 | - | 82 |
| Zugänge | - | 63.918 | - | 63.918 |
| Währungsumrechnung | 312 | 64 | - | 376 |
| Zinsabgrenzungen | - | - | 154 | 154 |
| Umgliederung von kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten | - | -119 | - | -119 |
| Stand 31.12.2022 | 41.172 | 374.418 | 181.398 | 596.988 |
| Finanzverbindlichkeiten | Leasingverpflichtungen | Schuldscheindarlehen | Gesamtschulden aus Finanzierungstätigkeit | |
|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2021 | 95.287 | 325.387 | 336.581 | 757.255 |
| Zahlungswirksame Veränderungen | ||||
| Aufnahme | 132.294 | - | - | 132.294 |
| Rückzahlung | -165.300 | -79.230 | -42.000 | -286.530 |
| Nicht zahlungswirksame Veränderungen | ||||
| Erwerb/Verkauf von Unternehmen | 5.370 | 65.345 | - | 70.715 |
| Zugänge | - | 66.709 | - | 66.709 |
| Währungsumrechnung | 339 | 444 | - | 783 |
| Zinsabgrenzungen | - | - | 163 | 163 |
| Umgliederung zur Veräußerung gehaltene langfristige Verbindlichkeiten | - | -1.776 | - | -1.776 |
| Stand 31.12.2021 | 67.990 | 376.879 | 294.744 | 739.613 |
| Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwerte 31.12.2022 | Fair Value am 31.12.2022 | Fair Value Hierarchie | |
|---|---|---|---|---|
| (Fortgeführte) Anschaffungskosten | Fair Value sonstiges Ergebnis | Fair Value erfolgswirksam | ||
| Aktiva | ||||
| Übrige Finanzanlagen | FVTOCI | 2.779 | 2.779 | |
| Übrige Finanzanlagen | FVTPL | 396 | 396 | |
| Übrige Finanzanlagen | FVTPL | 5.197 | 5.197 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 1.058.138 | 1.058.138 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AC | 186.707 | 186.707 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | FVTPL | 135 | 135 | |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | FVTPL | 23.614 | 23.614 | |
| Derivate (ohne Hedgebeziehung) | FVTPL | 4.996 | ||
| Derivate (mit Hedgebeziehung) | 3.041 | |||
| Liquide Mittel | 655.803 | |||
| Passiva | ||||
| Schuldscheindarlehen fix verzinst | AC | 47.975 | 47.129 | |
| Schuldscheindarlehen variabel verzinst | AC | 133.423 | 133.423 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst | AC | 13.071 | 11.555 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten variabel verzinst | AC | 28.101 | 28.101 | |
| Leasingverbindlichkeiten 1 | 374.418 | 374.418 | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 1.233.040 | 1.233.040 | |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 30.970 | 30.970 | |
| Derivate (ohne Hedgebeziehung) | FVTPL | 5.624 |
| Nach Kategorien | |
|---|---|
| Financial Assets at Amortised Cost AC | 1.244.845 |
| Liquide Mittel | 655.803 |
| Fair Value through Profit & Loss FVTPL | 28.714 |
| Fair Value through OCI FVTOCI | 2.779 |
| Financial Liabilities at Amortised Cost AC | 1.486.580 |
| 1 Leasingverbindlichkeiten unterliegen dem Anwendungsbereich von IFRS 16 |
Gemäß IFRS 7.29 stellt der Buchwert der nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert dar, mit Ausnahme der festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Fair Value Hierarchiestufe 3) und der festverzinslichen Schuldscheindarlehen (Fair Value Hierarchiestufe 3). Die Fair Value Ermittlung für die derivativen Vermögenswerte erfolgt aufgrund von Marktdaten des Informationsdienstleisters REFINITIV. Die Kreditverbindlichkeiten sowie die Schuldscheindarlehen wurden mit dem Discounted Cashflow Verfahren bewertet, wobei die am 31. Dezember 2022 von REFINITIV publizierte Zero Coupon Yield Curve zur Diskontierung der Cashflows herangezogen wurde.# 41 Finanzinstrumente und Finanzrisikomanagement
Bei den übrigen Finanzanlagen, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, handelt es sich um eine Beteiligung an der UBM Development Deutschland GmbH (TEUR 1.021) sowie weitere jeweils unwesentliche GmbH-Anteile (TEUR 1.758). Das Wahlrecht zur erfolgsneutralen Bewertung im sonstigen Ergebnis wurde ausgeübt, damit das operative Ergebnis nicht verzerrt wird. In der Berichtsperiode wurden Dividenden in Höhe von TEUR 180 erfasst.
| in TEUR | Bewertungskategorie nach IFRS 9 | Buchwerte 31.12.2021 (Fortgeführte) | Anschaffungskosten | Fair Value sonstiges Ergebnis | Fair Value erfolgs-wirksam | Fair Value Hierarchie am 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Aktiva | ||||||
| Übrige Finanzanlagen | FVTOCI | 28.586 | 28.586 | Stufe 3 | ||
| Übrige Finanzanlagen | FVTPL | 488 | 488 | Stufe 3 | ||
| Übrige Finanzanlagen | FVTPL | 5.786 | 5.786 | Stufe 1 | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | AC | 913.794 | 913.794 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | AC | 157.768 | 157.768 | |||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | FVTPL | 39.901 | 39.901 | Stufe 1 | ||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | FVTPL | 23.614 | 23.614 | Stufe 3 | ||
| Derivate (ohne Hedgebeziehung) | FVTPL | 2.273 | 2.273 | Stufe 2 | ||
| Liquide Mittel | 765.034 | 765.034 | ||||
| Passiva | ||||||
| Schuldscheindarlehen fix verzinst | AC | 52.949 | 52.949 | Stufe 3 | ||
| Schuldscheindarlehen variabel verzinst | AC | 241.795 | 241.795 | |||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst | AC | 13.250 | 13.250 | Stufe 3 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten variabel verzinst | AC | 54.740 | 54.740 | |||
| Leasingverbindlichkeiten 1 | 376.879 | 376.879 | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | AC | 1.163.968 | 1.163.968 | |||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | AC | 57.732 | 57.732 | |||
| Derivate (ohne Hedgebeziehung) | FVTPL | 10.513 | 10.513 | Stufe 2 | ||
| Derivate (mit Hedgebeziehung) | 934 | 934 | Stufe 2 |
1 Leasingverbindlichkeiten unterliegen dem Anwendungsbereich von IFRS 16
| Financial Assets at Amortised Cost AC | 1.071.562 |
| Liquide Mittel | 765.034 |
| Fair Value through Profit & Loss FVTPL | 61.549 |
| Fair Value through OCI FVTOCI | 28.586 |
| Financial Liabilities at Amortised Cost AC | 1.584.434 |
Zur Bewertung des Hybridkapitals in Höhe von TEUR 25.330 gegenüber der UBM Development AG wurden untenstehende Inputfaktoren (Pricingkriterien) wie folgt herangezogen:
Die Summe dieser Faktoren würde einem aktuellen Pricing der Hybridanleihe entsprechen. Im zweiten Schritt wurden das aktuelle Pricing und die vertraglich vereinbarte Kuponhöhe verglichen und so die notwendigen Zu-/Abschläge ermittelt.
Per 31. Dezember 2021 ergab sich somit folgende Bewertung:
| Mid Swap | Credit Spread | Hybrid Spread | Hybridkupon in % | |
|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2021 | 1,6 | 248,91 | 276 | 5,27 |
| Hybridkapital Stand 1.1.2022 | ||||
| Abgänge | ||||
| Stand 31.12.2022 |
Jedes Finanzinstrument, das in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fällt, wird je nach zugrunde liegendem Geschäftsmodell und den vertraglich vereinbarten Zahlungsstrombedingungen in Bewertungskategorien klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungstag erfasst und bei Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In der Folgeperiode werden diese je nach Bewertungskategorie zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten (Amortised Cost) oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) bewertet werden, ist hinsichtlich Wertberichtigungen das Expected-Credit-Loss-Modell anzuwenden. Dabei ist zum Zugangszeitpunkt eine Risikovorsorge in Höhe des 12-Monats-Expected-Credit-Loss (Stufe 1) zu bilden. Bei einer signifikanten Verschlechterung des Kreditrisikos erfolgt die Berücksichtigung des Lifetime-Expected-Credit-Loss (Stufe 2). Bei Eintritt von objektiven Hinweisen auf eine tatsächliche Wertminderung erfolgt die Einstufung in Stufe 3.
Die eingesetzte Bewertungsmethode ist den Schwankungen der drei Inputfaktoren, oben definiert als Pricingkriterien, ausgesetzt. Jede Änderung einzelner Faktoren resultiert in einer entsprechenden Änderung der Bewertung (z. B. erhöht sich der Mid Swap um 1 BP, wird die Forderung um 1 BP abgewertet). Etwaige Wechselwirkungen bleiben unberücksichtigt, da weder von einer signifikant negativen, noch von einer signifikant positiven Korrelation ausgegangen werden kann, d. h. jede einzelne Veränderung erhöht die Gesamtbewertung im entsprechenden Ausmaß.
Aus der Folgebewertung in TEUR
| Aus Zinsen/ Ergebnisse | Zum Fair Value Wert- berichtigung | Aus Abgang | Nettoergebnis 2022 | |
|---|---|---|---|---|
| Financial Assets at Amortised Cost AC | 14.080 | - | - | 14.080 |
| Fair Value through Profit & Loss FVTPL | -420 | -604 | - | -475 |
| Fair Value through OCI FVTOCI | 1.486 | -313 | 396 | 1.569 |
| Financial Liabilities at Amortised Cost AC | -12.173 | - | - | -12.173 |
Aus der Folgebewertung in TEUR
| Aus Zinsen/ Ergebnisse | Zum Fair Value Wert- berichtigung | Aus Abgang | Nettoergebnis 2021 | |
|---|---|---|---|---|
| Financial Assets at Amortised Cost AC | 6.421 | - | - | 6.421 |
| Fair Value through Profit & Loss FVTPL | 1.051 | 186 | - | -242 |
| Fair Value through OCI FVTOCI | 2.519 | -632 | -497 | -2.668 |
| Financial Liabilities at Amortised Cost AC | -11.933 | - | - | -11.933 |
Das Kapitalmanagement des Konzerns zielt auf eine substanzielle Stärkung der Eigenmittel und den Erhalt einer niedrigen Verschuldung ab. Im Berichtsjahr ist das Eigenkapital um rund TEUR 25.485 gesunken, dies insbesondere aufgrund der im Februar 2022 vorgenommenen Reduzierung des Hybridkapitals um TEUR 51.075 durch Rückführung der zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Hybridanleihe 2017. Deswegen und auch aufgrund der im Ausmaß von 2,0 % gestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 20,3 % auf 19,3 %. Die Nettoverschuldung ist definiert als Saldo aus liquiden Mitteln, Veranlagungen im kurz- und langfristigen Vermögen (z. B. Fondszertifikate, Termingelder), Schuldscheindarlehen sowie kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten exklusive Derivate mit negativem Marktwert. Die Net Cash Position betrug TEUR 58.950 (Vorjahr: TEUR 65.322) und reduzierte sich somit um TEUR 6.372. Die Kontrolle des Kapitalrisikomanagements erfolgt über die Net Gearing Ratio. Diese ist definiert als Net Cash bzw. Net Debt dividiert durch das Eigenkapital. Das Net Gearing lag im Jahr 2022 bei -0,07 (Vorjahr: -0,08) und ist somit im Jahresvergleich um 0,01 leicht angestiegen.
| in TEUR | 31.12.2021 | 31.12.2022 | Veränderung |
|---|---|---|---|
| Leasingverbindlichkeiten | 376.879 | 374.418 | 2.461 |
| Finanzverbindlichkeiten | 362.734 | 222.570 | 140.164 |
| Liquide Mittel | -765.034 | -655.803 | -109.231 |
| Fondszertifikate | -39.901 | -135 | -39.766 |
| Stand 31.12.2022 | -65.322 | -58.950 | -6.372 |
| Eigenkapital | 824.410 | 798.925 | 25.485 |
| Net Gearing Ratio | -0,08 | -0,07 | -0,01 |
Free Cashflow 190.614
Rückkauf Eigene Aktien -2.900
Finanzverbindlichkeiten aufgrund Konsolidierungskreisänderungen -82
Verkauf Fond s zertifikate -38.604
Leasingverbindlichkeiten -63.839
Tilgung Genussrechts-/Hybridkapital -51.075
Zinsen Genussrechts-/Hybridkapital und Ausschüttungen inklusive Ausschüttungen an nicht kontrollierende Gesellschafter von Tochterunternehmen -39.153
Sonstiges (Währungsdifferenzen, Umgliederungen etc.) -1.333
-6.372
Das Management der Risiken im Finanzbereich, insbesondere des Liquiditätsrisikos und des Zins- und Währungsrisikos, ist durch Konzernrichtlinien einheitlich geregelt. Ziel des Managements ist, die Risiken so weit als möglich zu minimieren. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrument genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Sämtliche Absicherungsgeschäfte werden durch das Group Treasury zentral abgeschlossen, soweit nicht andere Konzerngesellschaften im Einzelfall zu einer Transaktion außerhalb des Group Treasury autorisiert sind. Zur Überwachung und Steuerung bestehender Risiken im Geld- und Devisenhandel ist ein den Anforderungen entsprechendes internes Kontrollsystem (IKS) implementiert. Sämtliche Aktivitäten des Group Treasury unterliegen einer strikten Risiko- und Abwicklungskontrolle. Eckpfeiler ist die Funktionstrennung in Handel, Abwicklung und Buchhaltung.
Das Liquiditätsrisiko ist definiert als das Risiko, dass Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nicht beglichen werden können. Das Management des Liquiditätsrisikos basiert auf einer im Zuge der konzernalen Ergebnisplanung und Vorschaurechnung integrierten Finanzplanung, die ihren Ausgang auf operativer Ebene nimmt. Neben dem operativen Teil werden sämtliche liquiditätswirksame Finanzthemen wie Fälligkeiten aus Finanz- und Kapitalmarkttransaktionen, Zinsen und Dividenden in Entsprechung der Konzernverantwortung zentral geplant. Die Gruppe weist zum Jahresultimo 2022 einen Liquiditätsstand in Höhe von TEUR 655.803 aus, der für den im Bau typischen saisonalen Liquiditätsspitzenbedarf von April bis November, zur Rückführung fälliger Kredite und SSD-Tranchen und für potenzielle Firmenzukäufe dient. Sollte sich darüber hinaus ein Liquiditätsbedarf ergeben, könnte dieser durch die Ausnützung bestehender Cashlinien abgedeckt werden. Per 31. Dezember 2022 beträgt das Net Cash, definiert als Saldo aus liquiden Mitteln, Veranlagungen im kurz- und langfristigen Vermögen, kurz- und langfristige Leasing-und Finanzverbindlichkeiten, TEUR 58.950 (Vorjahr: TEUR 65.322).Die kurzfristigen und langfristigen Leasing- und Finanzverbindlichkeiten betragen TEUR 596.988 (Vorjahr: TEUR 739.613) und sind durch die liquiden Mittel überdeckt. Per 31. Dezember 2022 existieren nicht ausgenutzte verbriefte Kreditlinien bei Banken in Höhe von TEUR 293.400 (Vorjahr: TEUR 234.000), die zur unmittelbaren Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten herangezogen werden könnten. Hinsichtlich eingeräumter und ausgenutzter Avalkreditlinien wird auf die Erläuterung 38 verwiesen. Die disponible Liquidität per 31. Dezember 2022, definiert als die Summe der Habenstände der disponiblen Bankkonten, Festgelder, sowie der verbrieften, nicht ausgenutzten Geldmarktlinien, beträgt TEUR 949.338 (Vorjahr: TEUR 1.007.935).
| Undiskontierte Zahlungsabflüsse in TEUR | bis 3/2023 | 4 – 12/2023 | 2024 – 2027 | ab 2028 |
|---|---|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen fix verzinst | 1,76 % | 7.847 | - | 42.114 |
| variabel verzinst | 2,42 % | 6.647 | 33.653 | 99.936 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst | 1,49 % | 858 | 2.469 | 7.540 |
| variabel verzinst | 1,76 % | 7.164 | 2.199 | 14.885 |
| Leasingverbindlichkeiten | 2,60 % | 17.268 | 49.032 | 177.080 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unverzinslich | 1.070.325 | 23.775 | 59.122 |
| Undiskontierte Zahlungsabflüsse in TEUR | bis 3/2022 | 4 – 12/2022 | 2023 – 2026 | ab 2027 |
|---|---|---|---|---|
| Schuldscheindarlehen fix verszinst | 1,78 % | 847 | 96 | 55.058 |
| variabel verzinst | 1,63 % | 32.013 | 1.760 | 218.179 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten fix verzinst | 1,99 % | 3.458 | 2.086 | 8.066 |
| variabel verzinst | 1,64 % | 5.140 | 18.865 | 21.668 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1,69 % | 17.663 | 49.087 | 176.879 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen unverzinslich | 1.031.478 | 15.840 | 53.855 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten führen im Wesentlichen analog zur Fristigkeit in Höhe der Buchwerte zu Geldabflüssen.
Das Zinsrisiko des Konzerns ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen und resultiert bei der PORR für die Finanzverbindlichkeiten aus dem Szenario steigender Zinsen, insbesondere im kurzfristigen Bereich. Dagegen wirkt ein Anstieg der kurzfristigen Zinsen im Bereich der liquiden Mittel positiv und führt zu einem Anstieg der Ertragszinsen. Etwaige künftig notwendige Absicherungstransaktionen werden durch das Group Treasury abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag erfolgte das Risikomanagement mit nicht derivativen Instrumenten sowie mit sieben Interest Rate Swaps (IRS) in Höhe von TEUR 171.000. Davon sind sechs derivative Absicherungen als Cashflow Hedge designiert. Die Grundgeschäfte der Zinsswaps sind die aufgenommenen Finanzierungen durch Schuldscheindarlehen mit variabler EURIBOR-Verzinsung, ein Kredit sowie variabel verzinste Geräteleasingvereinbarungen. Alle IRS beziehen sich auf den Austausch variabler Zinsströme gegen fixe Zinsströme. Per 31. Dezember 2022 ergab die Marktbewertung der IRS einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 3.041 (Vorjahr: TEUR -934).
Zum 31. Dezember 2022 hält die Gruppe folgende derivative Finanzinstrumente zur Sicherung von Zinsrisiken:
| Derivat | Beginn | Ende | Referenzwert in TEUR | Fixierter Zinssatz in % | Referenzzinssatz | Marktwert 31.12.2022 | Marktwert 31.12.2021 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Zinsswap | 12.8.2021 | 14.8.2023 | 30.000 | 0,9 | 6-Monats-EURIBOR | 295 | -516 |
| Zinsswap | 13.8.2020 | 14.2.2022 | 40.000 | 0,84 | 6-Monats-EURIBOR | - | -173 |
| Zinsswap | 14.2.2022 | 13.2.2024 | 10.000 | 1,342 | 6-Monats-EURIBOR | 170 | -245 |
| Zinsswap | 16.8.2022 | 03.7.2024 | 22.000 | 2,069 | 6-Monats-EURIBOR | 264 | - |
| Zinsswap | 16.8.2022 | 16.2.2026 | 30.000 | 2,288 | 6-Monats-EURIBOR | 639 | - |
| Zinsswap | 16.8.2022 | 15.2.2024 | 30.000 | 1,882 | 6-Monats-EURIBOR | 310 | - |
| Zinsswap | 16.6.2022 | 28.2.2029 | 19.000 | 2,245 | 6-Monats-EURIBOR | 371 | - |
| Zinsswap | 30.6.2022 | 30.6.2026 | 30.000 | 2,143 | 6-Monats-EURIBOR | 992 | - |
Eine Analyse der floatierenden Zinsposition per 31. Dezember 2022 in Höhe von rund TEUR 52.742 zeigt folgende Sensitivitäten, die unter dem Szenario einer Zinssenkung von 0,08 PP und 0,46 PP ermittelt wurden. Das Ausmaß der Zinssenkung leitet sich aus den in 2022 durchschnittlich für den 3-Monats- und 6-Monats-EURIBOR gemessenen täglichen Zinsänderungen ab. Bei einer Wahrscheinlichkeit von 67 % beträgt die Zinsbandbreite 8 BP und bei einer Wahrscheinlichkeit von 99 % beträgt die Zinsbandbreite 46 BP. In Folge haben wir die Auswirkung auf die Zinspositionen simuliert:
| in TEUR | Niedrigerer Zinsertrag für das Jahr 2023 | Niedrigerer Zinsertrag (p. a.) bei linearer Positionsfortschreibung ab 2024 |
|---|---|---|
| Bei Zinssenkung von 0,08 PP | 50 | 43 |
| Bei Zinssenkung von 0,46 PP | 287 | 246 |
Das Risiko von Rohstoffpreisänderung ist definiert als das Risiko steigender Preise gegenüber dem Kalkulationszeitpunkt des Bauprojekts. Das Risiko wird zumeist durch mittel- und langfristige Rahmenverträge mit Schlüssellieferanten sowie Preisanpassungsklauseln mit Kunden gemildert. Was die Energiebeschaffung betrifft, so wird situationsbezogen ein Beschaffungsmix aus Preisbindung bzw. wöchentlichen Börsenpreisen gewählt, wodurch die Preisvolatilität und das Risiko minimiert werden. Im Falle von Diesel wurden derivative Absicherungen in Form von gekauften Futures für den Bedarf in 2023 sowie für das erste Quartal 2024 abgeschlossen.
| Absicherungsperiode | Absicherung (Metrische Tonnen) | Absicherungsquote | Bewertung in TEUR |
|---|---|---|---|
| 1-3/2023 | 3.838 | 53 % | -242 |
| 4-6/2023 | 6.101 | 67 % | -471 |
| 7-9/2023 | 6.547 | 64 % | -493 |
| 10-12/2023 | 6.101 | 60 % | -426 |
| 1-3/2024 | 2.556 | 36 % | -240 |
¹ Metrische Tonne = 1.183 Liter
Das Fremdwährungsrisiko wird in der PORR Gruppe transaktionsorientiert behandelt und resultiert aus Bauaufträgen bzw. aus Finanzierungen im Zusammenhang mit solchen Verträgen. Konzernpolitik ist es, die operativen Fremdwährungsrisiken zur Gänze abzusichern. Nach Maßgabe der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerneinheit, die den Auftrag abwickelt, wird zunächst danach getrachtet, die Leistungsverträge in den jeweils korrespondierenden Landeswährungen abzuschließen. Dies geschieht in jenem Umfang, in dem die zu erbringenden Leistungen lokal generiert werden. Gelingt dies nicht oder müssen Leistungen in anderen Währungen beigestellt werden, wird das daraus resultierende Risiko mittels Sicherungsgeschäften abgesichert. An derivativen Finanzinstrumenten werden vom Group Treasury ausschließlich Devisentermingeschäfte und Fremdwährungsoptionen der ersten Generation eingesetzt (siehe Erläuterung 41.8).
Per 31. Dezember 2022 ergaben sich folgende Währungspositionen für den Gesamtkonzern:
| Bilanzwährung | Währungspaar | VAR¹ in TEUR |
|---|---|---|
| EUR | EURPLN | 1.883 |
| QAR | QAREUR | 1.242 |
| EUR | EURGBP | 401 |
| EUR | EURRON | 340 |
| AED | AEDEUR | 292 |
| EUR | EURQAR | 150 |
| USD | USDEUR | 62 |
| EUR | EURCZK | 57 |
| GBP | GBPEUR | 46 |
| EUR | EURCHF | 29 |
| div. | div. | 18 |
¹ VAR = Value At Risk bei einem einseitigen 95 %igen Konfidenzintervall, dies entspricht der 1,96-fachen Standardabweichung und einer Positionsbehaltedauer von 10 Tagen.
Die dargestellten Währungspositionen sind lediglich im Rahmen der jeweiligen Bilanzwährung der Gesellschaften saldiert, Korrelationen zwischen den einzelnen Währungspaaren bleiben unberücksichtigt. Der VAR, bewertet mit einer zehntägigen Behaltedauer und einem Konfidenzniveau in Höhe von 95 %, beträgt TEUR 4.996. Der VAR auf Konzernebene, bei Saldierung der Positionen über die Bilanzwährungen hinweg sowie mit Berücksichtigung von Korrelationen zwischen den Währungspaaren, beträgt TEUR 1.844.
| Bilanzwährung | Währungspaar | VAR¹ in TEUR |
|---|---|---|
| PLN | PLNEUR | 757 |
| QAR | QAREUR | 596 |
| RON | RONEUR | 191 |
| AED | AEDEUR | 156 |
| GBP | GBPEUR | 101 |
| USD | USDEUR | 44 |
| CZK | CZKEUR | 12 |
| HUF | HUFEUR | 3 |
| RSD | RSDEUR | 1 |
| NOK | NOKEUR | -6 |
| CHF | CHFEUR | -11 |
¹ VAR = Value At Risk bei einem einseitigen 95 %igen Konfidenzintervall, dies entspricht der 1,96-fachen Standardabweichung und einer Positionsbehaltedauer von 10 Tagen.
Die PORR Gruppe hat zum 31. Dezember 2022 Devisentermingeschäfte in Höhe von TEUR 380.949 (Vorjahr: TEUR 387.298) abgeschlossen, davon betrugen TEUR 275.141 Terminkäufe und TEUR 105.808 Terminverkäufe. TEUR 191.279 (Vorjahr: TEUR 166.846) dienen der Absicherung von Projekt-Cashflows und der Rest in Höhe von rund TEUR 189.669 (Vorjahr: TEUR 220.452) der Absicherung innerkonzernaler Finanzierungen. Per 31. Dezember 2022 ergab die Marktbewertung der offenen Devisentermingeschäfte einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 1.397. Im Geschäftsjahr 2022 wurde aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisentermingeschäften insgesamt ein Ertrag in Höhe von TEUR 9.637 im Gewinn oder Verlust erfasst.
Die folgenden Tabellen zeigen aus Sicht des 31. Dezember 2022 die voraussichtlichen, vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen aus Devisentermingeschäften, d. h. wann die Zahlungen aus dem Grundgeschäft erwartet werden:
| Terminverkauf | Fälligkeit | PLN | AED | GBP | QAR | CHF | USD | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-3/2023 | 33.350 | 476 | 167 | 152 | 490 | 34.635 | ||
| 4-6/2023 | 26.816 | 451 | 509 | 27.776 | ||||
| 7-9/2023 | 14.495 | 14.495 | ||||||
| 10-12/2023 | 5.390 | 1.519 | 6.909 | |||||
| 2024 | 21.992 | 21.992 |
| Termineinkauf | Fälligkeit | CHF | GBP | NOK | PLN | QAR | AED | SGD | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1-3/2023 | 54.217 | 720 | 3.353 | 29.641 | 84.175 | 11.822 | 205.391 | ||
| 4-6/2023 | 761 | 6.296 | 9.033 | 16.090 | |||||
| 7-9/2023 | 789 | 2.894 | 3.683 | ||||||
| 10-12/2023 | 12.975 | 1.588 | 5.453 | 20.016 | |||||
| 2024 | 3.247 | 582 | 3.829 | ||||||
| 2025 | 26.131 | 26.131 |
In der folgenden Tabelle sind die bilanzierten Fair Values der verschiedenen derivativen Instrumente dargestellt:
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Aktiva | ||
| Derivate ohne Hedgebeziehung | 5.988 | 2.273 |
| mit Hedgebeziehung | 2.049 | - |
| Passiva | ||
| Derivate ohne Hedgebeziehung | 5.624 | 10.513 |
| mit Hedgebeziehung | - | 934 |
Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann aufgrund der breiten Streuung und einer permanenten Bonitätsprüfung grundsätzlich als gering eingestuft werden. Branchenspezifisch fallen Vorleistungen durch den Generalunternehmer an, die erst später durch Zahlungen abgedeckt werden.Zur Absicherung eines etwaigen Ausfallrisikos ist eine Bonitätsprüfung zwingend vorgeschrieben und es werden weitestgehend Sicherheitsleistungen vereinbart. Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da die Vertragspartner Finanzinstitute und andere Schuldner mit bester Bonität sind. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, wird diesen Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Es bestehen hohe offene Forderungen vor allem aus Infrastruktur- und Hochbauprojekten gegenüber öffentlichen Auftraggebern bzw. öffentlichen und privaten Unternehmen. Ansonsten liegen keine operativen Risikokonzentrationen aufgrund hoher offener Beträge bei einzelnen Schuldnern vor. Zum 31. Dezember 2022 beträgt das maximale Kreditrisiko TEUR 1.940.527 (Vorjahr: TEUR 1.961.614) und besteht im Wesentlichen in Bezug auf übrige Finanzanlagen, sonstige finanzielle Vermögenswerte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie liquide Mittel.
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Angestellte Inland | 3.638 | 3.741 |
| Ausland | 5.346 | 5.116 |
| Arbeiter Inland | 6.879 | 7.158 |
| Ausland | 4.369 | 4.162 |
| Mitarbeiter gesamt¹ | 20.232 | 20.177 |
| davon vollkonsolidiert | ||
| Angestellte | 8.983 | 9.335 |
| Arbeiter | 11.153 | 10.795 |
| Gesamt vollkonsolidiert | 20.136 | 20.130 |
¹ bezogen auf Produktionsleistung
Nahestehende Unternehmen sind neben den Tochterunternehmen und den at-equity bilanzierten Unternehmen insbesondere die UBM-Gruppe, die Unternehmen der IGO Industries-Gruppe, da sie bzw. deren beherrschende Rechtsträger aufgrund der von ihr gehaltenen Aktien gemeinsam mit der Strauss-Gruppe, die von einem Mitglied des Vorstands der PORR AG maßgeblich beeinflusst wird, die PORR AG beherrschen. Nahestehende Personen sind neben Personen und diesen nahestehenden Unternehmen, welche die PORR AG beherrschen, die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der PORR AG und deren nahe Familienangehörige.
Transaktionen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der Gruppe wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden nicht weiter erläutert. Das Hybridkapital der UBM Development AG in Höhe von TEUR 25.330 zuzüglich der Zinsen in Höhe von TEUR 2.186 wurde am 10. Juni 2022 an die PORR AG zurückbezahlt. In den Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitsgemeinschaften werden nur direkte Leistungsverrechnungen ausgewiesen.
Die Transaktionen zwischen Unternehmen der Gruppe und ihren at-equity bilanzierten Unternehmen werden in der nachfolgenden Analyse offengelegt:
| Erträge | Aufwendungen | Forderungen | Verbindlichkeiten | |
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| in TEUR | ||||
| Assoziierte Unternehmen | 24.136 | 17.140 | 30.272 | 8.036 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 56.234 | 50.668 | 118.817 | 75.102 |
| Arbeitsgemeinschaften | 413.740 | 285.808 | 39.955 | 46.710 |
Die Transaktionen mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und von diesen beherrschten Unternehmen lassen sich wie folgt zusammenfassen:
| Erträge | Aufwendungen | Forderungen | Verbindlichkeiten | |
|---|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | 2022 | 2021 | |
| in TEUR | ||||
| Aus Lieferungen und Leistungen | ||||
| UBM-Gruppe | 25.491 | 15.914 | 2.272 | 2.010 |
| IGO Industries-Gruppe | 801 | 1.553 | 13.744 | 11.674 |
| Strauss-Gruppe | 3.648 | 1.677 | 116 | 316 |
| Kapsch-Gruppe | - | 162 | - | 1.203 |
| Sonstige | 212 | 200 | 322 | 201 |
| Aus Finanzierungen | ||||
| UBM-Gruppe | 666 | 1.520 | - | - |
Die Außenstände sind nicht besichert und werden in bar beglichen. Mit Ausnahme von zugunsten at-equity bilanzierten Unternehmen gewährten Garantien bzw. übernommenen Haftungen von insgesamt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2.347), für die in der Regel ein Entgelt nicht berechnet wird, wurden weder Garantien gegeben, noch solche genommen. Es wurden weder Wertberichtigungen für von nahestehenden Unternehmen oder Personen geschuldete Beträge gebildet, noch wurde ein Forderungsausfall im Berichtsjahr verbucht.
Mit dem Ziel das Finanzierungsportfolio signifikant zu verlängern wurden per 15. Februar 2023 neue Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 140 Mio. begeben. Davon haben EUR 33 Mio. eine dreijährige, EUR 87 Mio. eine fünfjährige und EUR 20 Mio. eine siebenjährige Laufzeit. Gleichzeitig wurden per 9. Februar 2023 vorzeitig EUR 59 Mio. Schuldscheindarlehen, alle mit einem Laufzeitende August 2023 und 2024 sowie am 28. Februar 2023 weitere EUR 10 Mio. mit einem Laufzeitende Februar 2024, somit insgesamt EUR 69,5 Mio., zurückgeführt.
Der Vorstand der PORR AG hat den Konzernabschluss am 22. März 2023 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare der Konzernabschlussprüfer:
| BDO Assurance GmbH | ||
|---|---|---|
| in TEUR | 2022 | 2021 |
| Abschlussprüfungen | 301 | 287 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 528 | 542 |
| Sonstige Beratungsleistungen | 35 | 252 |
Mitglieder des Vorstands
Mitglieder des Aufsichtsrats
Vom Betriebsrat entsandte Mitglieder
In der nachstehenden Tabelle werden die geleisteten Vergütungen für Manager in Schlüsselpositionen, das sind die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der PORR AG, nach Vergütungskategorien aufgegliedert dargestellt:
| Vergütungen fix | Vergütungen variabel | Zusätzliche Vergütungsbestandteile | |
|---|---|---|---|
| 2022 | |||
| Vergütungen des Vorstands | |||
| Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS | 850 | 850 | 82 |
| Mag. Klemens Eiter | 333 | 333 | 41 |
| Ing. Josef Pein | 500 | 500 | 134 |
| Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer | 500 | 500 | 210 |
| Gesamt | 2.183 | 2.183 | 467 |
| davon kurzfristig fällige Leistungen | 2.183 | 2.183 | 184 |
| davon Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - | 283 |
| Vergütungen des Aufsichtsrats | |||
| Kurzfristig fällige Leistungen | 360 |
| Vergütungen fix | Vergütungen variabel | Zusätzliche Vergütungsbestandteile | |
|---|---|---|---|
| 2021 | |||
| Vergütungen des Vorstands | |||
| Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS | 850 | 850 | 74 |
| Dipl.-Kfm. Andreas Sauer | 333 | 333 | 51 |
| Dipl.-Bw. (FH) Thomas Stiegler | 42 | 42 | 39 |
| Ing. Josef Pein | 500 | 500 | 122 |
| Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer | 408 | 408 | 179 |
| Gesamt | 2.133 | 2.133 | 465 |
| davon kurzfristig fällige Leistungen | 2.133 | 2.133 | 213 |
| davon Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - | 252 |
| Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses¹ | 1.046 | - | |
| Vergütungen des Aufsichtsrats | |||
| Kurzfristig fällige Leistungen | 375 |
¹ Für die Abfindung des Vorstandsvertrags von Dipl.-Kfm. Andreas Sauer und Dipl.-Bw. (FH) Thomas Stiegler
Wien, am 22. März 2023
Der Vorstand
Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS e. h.
Mag. Klemens Eiter e.h.
Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer e. h.
Ing. Josef Pein e. h.
Beteiligungen
| Gesetzlicher Name | Länder-kenn-zeichen | Währung | Sitz | Anteilshöhe PORR AG % | Anteilshöhe PORR-Konzern % | Art der Konsolidierung | Anteilshöhe PORR AG Vorjahr % | Anteilshöhe PORR-Konzern Vorjahr % | Art der Konsolidierung Vorjahr |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| "EAVG Enzersdorfer Abfallverwertungsgesellschaft m.b.H." | AT | EUR | Wien | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 100,00000 | V |
| "hospitals" Projektentwicklungsges.m.b.H. | AT | EUR | Wien | 0,00000 | 62,90000 | V | |||
| A. Niedermühlbichler Baugesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Seeboden | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 100,00000 | V |
| ABW Abbruch, Boden- und Wasserreinigungs-Gesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Wien | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 100,00000 | V |
| Alea GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00000 | 100,00000 | V | |||
| Altlastensanierung und Abraumdeponie Langes Feld Gesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Wien | 0,00000 | 86,38750 | V | 0,00000 | 86,38750 | V |
| AME Asphaltmischwerk Ennshafen GmbH | AT | EUR | Linz | 0,00000 | 100,00000 | U | 0,00000 | 100,00000 | U |
| AME Asphaltmischwerk Ennshafen GmbH & Co KG | AT | EUR | Linz | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 100,00000 | V |
| AMF - Asphaltmischanlage Feistritz GmbH | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 0,00000 | 100,00000 | U | 0,00000 | 100,00000 | U |
| AMF - Asphaltmischanlage Feistritz GmbH & Co KG | AT | EUR | Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 100,00000 | V |
| AMO Asphaltmischwerk Oberland GmbH | AT | EUR | Linz | 0,00000 | 90,00000 | U | 0,00000 | 90,00000 | U |
| AMO Asphaltmischwerk Oberland GmbH & Co KG | AT | EUR | Linz | 0,00000 | 90,00000 | V | 0,00000 | 90,00000 | V |
| ASCI Logistik GmbH | AT | EUR | Premstätten | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 55,00000 | E |
| Asphaltmischwerk Greinsfurth GmbH | AT | EUR | Amstetten | 0,00000 | 66,66750 | U | 0,00000 | 66,66750 | U |
| Asphaltmischwerk Greinsfurth GmbH & Co OG | AT | EUR | Amstetten | 0,00000 | 66,66750 | V | 0,00000 | 66,66750 | V |
| Bautech Labor GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 100,00000 | V |
| bpp Bautechnik GmbH | AT | EUR | Pichl bei Wels | 0,00000 | 100,00000 | V | |||
| C21 Beteiligungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00000 | 100,00000 | V | |||
| CIS Beton GmbH | AT | EUR | Premstätten | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 55,00000 | E |
| Edos Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 100,00000 | V |
| EPS LAA 43 GmbH | AT | EUR | Wien | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 100,00000 | V |
| FEHBERGER Stahlbau GmbH in Liqu. | AT | EUR | Völkermarkt | 0,00000 | 100,00000 | V | 0,00000 | 100,00000 | V |
| G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft m.b.H. | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Grund- Pfahl- und Sonderbau GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Hinteregger Holding Gesellschaft m.b.H. | |||||||||
| AT EUR Wien 100,00000 100,00000 V 100,00000 100,00000 V hospitals Projektentwicklungsges.m.b.H. | |||||||||
| AT EUR Graz 0,00000 67,25000 V 0,00000 74,00000 V IAT GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V IBAP Beteiligungsholding GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 87,50000 V 0,00000 87,50000 V ISHAP Gebäudedokumentations GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 80,00000 V 0,00000 80,00000 V ISHAP Personaldokumentations GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 80,00000 V 0,00000 80,00000 V ISHAP Software Solutions GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V KOLLER TRANSPORTE - KIES - ERDBAU GMBH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Kraft & Wärme Rohr- und Anlagentechnik GmbH | |||||||||
| AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Kratochwill Schotter & Beton GmbH | |||||||||
| AT EUR Sulz 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Kröll Pflasterbau GmbH | |||||||||
| AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V LD Recycling GmbH | |||||||||
| AT EUR Klagenfurt 0,00000 71,99671 V 0,00000 71,99671 V Lieferasphaltgesellschaft JAUNTAL GmbH | |||||||||
| AT EUR Linz 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V M.E.G. Mikrobiologische Erddekontamination GmbH | |||||||||
| AT EUR Sulz 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Nägele Hoch- und Tiefbau GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V O.M. Meissl & Co. Bau GmbH | |||||||||
| AT EUR Graz 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V ÖBA - Österreichische Betondecken Ausbau GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V pde Integrale Planung GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 97,97021 V 0,00000 97,97021 V PKM - Muldenzentrale GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 100,00000 100,00000 V | |||||||||
| AT EUR Wien 94,00000 100,00000 V PONTUM Immobilien GmbH & Co KG | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR AUSTRIARAIL GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 52,48926 100,00000 V 52,48926 100,00000 V PORR Bau GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 100,00000 100,00000 V 100,00000 100,00000 V PORR Bauindustrie GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 100,00000 100,00000 V 100,00000 100,00000 V PORR Beteiligungen und Management GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 100,00000 100,00000 V 100,00000 100,00000 V PORR Equipment Services GmbH | |||||||||
| AT EUR Salzburg 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR Infra GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR Mischanlagen GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR Recycling GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR Umwelttechnik GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V PORREAL GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 100,00000 100,00000 V 100,00000 100,00000 V PORRisk Solutions GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Prajo & Co GmbH | |||||||||
| AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PRONAT Steinbruch Preg GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V | |||||||||
| AT EUR Himberg 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V RCH Recycling Center Himberg GmbH | |||||||||
| AT EUR Münster 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V REHA Tirol Errichtungs GmbH | |||||||||
| AT EUR Münster 0,00000 74,90000 V 0,00000 74,90000 V Reha Zentrum Münster Betriebs GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 100,00000 100,00000 U 100,00000 100,00000 U Sabelo Beteiligungsverwaltungs GmbH | |||||||||
| AT EUR Sulzau, politsche Gemeinde Werfen 0,00000 80,00000 V 0,00000 80,00000 V Salzburger Lieferasphalt GmbH & Co OG | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V SAM03 Beteiligungs GmbH | |||||||||
| AT EUR Premstätten 100,00000 100,00000 V 100,00000 100,00000 V Schotter- und Betonwerk Karl Schwarzl Betriebsgesellschaft m.b.H. | |||||||||
| AT EUR Köflach 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Schotterwerk GRADENBERG Gesellschaft m.b.H. | |||||||||
| AT EUR Unterpremstätten, politische Gemeinde Premstätten 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Schwarzl Transport GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V STRAUSS Property Management GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V TEERAG-ASDAG Bau GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 52,48926 100,00000 V 52,48926 100,00000 V TEERAG-ASDAG GmbH | |||||||||
| AT EUR Stegersbach 0,00000 100,00000 V TEERAG-ASDAG Hochbau Burgenland GmbH | |||||||||
| AT EUR Wien 100,00000 100,00000 V 100,00000 100,00000 V Wibeba Hochbau GmbH & Co. Nfg. KG | |||||||||
| AT EUR Wien 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Wiener Betriebs- und Baugesellschaft m.b.H. | |||||||||
| BE EUR Jodoigne 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V BB Government Services Benelux société á responsabilité limitée | |||||||||
| BG BGN Sofia 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR Bulgaria EOOD | |||||||||
| CH CHF Schwyz 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Bolfing AG | |||||||||
| CH CHF Rebstein 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V FBB Spezialtiefbau Rebstein AG | |||||||||
| CH CHF Altdorf 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR SUISSE AG | |||||||||
| CZ CZK Praha 0,00000 100,00000 V Obalovna Bechovice s.r.o. | |||||||||
| CZ CZK Praha 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR a.s. | |||||||||
| CZ CZK Praha 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR Equipment Services Cesko s.r.o | |||||||||
| DE EUR Kaiserslautern 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V BB Government Services GmbH | |||||||||
| DE EUR Münster 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V CMG Gesellschaft für Baulogistik GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Emil Mayr Hoch- und Tiefbau GmbH | |||||||||
| DE EUR Seevetal 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Franki Grundbau GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR Seevetal 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Franki Grundbau Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR Dülmen 0,00000 100,00000 V | |||||||||
| DE EUR Dülmen 0,00000 100,00000 V HAT Schwertransporte GmbH | |||||||||
| DE EUR Traunstein 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Hinteregger, Brandstetter & Co. Baugesellschaft m.b.H. in Liqu. | |||||||||
| DE EUR München 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V IAT Deutschland GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V ÖBA Betondecken Ausbau Deutschland GmbH | |||||||||
| DE EUR Münster 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Oevermann Hochbau GmbH | |||||||||
| DE EUR Münster 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Oevermann Ingenieurbau GmbH | |||||||||
| DE EUR Münster 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Oevermann Verkehrswegebau GmbH | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V pde Integrale Planung GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Porr Equipment Services Deutschland GmbH | |||||||||
| DE EUR Seevetal 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Porr Franki GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR München 0,00000 94,66235 V 0,00000 94,66235 V PORR GmbH & Co. KGaA | |||||||||
| DE EUR Passau 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Porr Industriebau GmbH | |||||||||
| DE EUR München 100,00000 100,00000 V 100,00000 100,00000 V PORR Management GmbH | |||||||||
| DE EUR Münster 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR Oevermann GmbH | |||||||||
| DE EUR Zahna-Elster 0,00000 100,00000 V PORR Stahl- und Systembau GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR Zahna-Elster 0,00000 100,00000 U PORR Stahl- und Systembau Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Porr Umwelttechnik Deutschland GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00000 100,00000 U 0,00000 100,00000 U PORR Vermögensverwaltung MURNAU GmbH | |||||||||
| DE EUR Aschheim, Landkreis München 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Radmer Kies GmbH & Co. KG | |||||||||
| DE EUR Aschheim, Landkreis München 0,00000 100,00000 U 0,00000 100,00000 U Radmer Kiesvertrieb Verwaltungs GmbH | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00000 100,00000 V 0,00000 94,00000 V STRAUSS & CO. Development GmbH | |||||||||
| DE EUR Seevetal 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Stump-Franki Planung GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Stump-Franki Spezialtiefbau GmbH | |||||||||
| DE EUR München 0,00000 100,00000 U 0,00000 100,00000 U Thorn Abwassertechnik GmbH | |||||||||
| DE EUR Wellen 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V TKDZ GmbH | |||||||||
| DE EUR Berlin 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V TOTALPLAN GmbH | |||||||||
| DE EUR Seevetal 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Unterstützungskasse Franki Grundbau GmbH | |||||||||
| GB GBP London 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR SLOVAKIA LTD. | |||||||||
| GB GBP London 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR UK Ltd. | |||||||||
| HR HRK Zagreb 0,00000 100,00000 U BAUVEG-WINKLER drustvo s ogranicenom odgovornoscu za projektiranje, izgradnju i nadzor u likvidaciji | |||||||||
| HR HRK Glina 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Schwarzl drustvo s ogranicenom odgovornoscu za obradu betona i sljunka | |||||||||
| HU HUF Budapest 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR Épitési Kft."végelszámolás alatt" | |||||||||
| IT EUR Vicenza 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V BB GOVERNMENT SERVICES SRL | |||||||||
| IT EUR Bozen 0,00000 100,00000 U 0,00000 100,00000 V IAT Impermeabilizzazioni Srl in Liquidazione | |||||||||
| MK MKD Skopje 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR GRADEZNISTVO DOOEL Skopje | |||||||||
| NO NOK Oslo 0,00000 64,95000 V Loftesnesbrui PORR-AURSTAD ANS | |||||||||
| NO NOK Oslo 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PNC Norge AS | |||||||||
| OM OMR Mascat 0,00000 100,00000 U 0,00000 100,00000 V Porr Construction LLC under liquidation | |||||||||
| PL PLN Warszawa 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V BBGS Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| PL PLN 0,00000 99,90000 V 0,00000 99,90000 V Joint Venture LNG Offshore (cz.morska) - Hydrotechnical Part | |||||||||
| PL PLN 0,00000 75,00000 V 0,00000 75,00000 V Joint Venture LNG Offshore (cz.morska) - Technological Part | |||||||||
| PL PLN 0,00000 75,00000 V 0,00000 75,00000 V Joint Venture PORR - AKME (Karpacz, Piemonte Hotel) | |||||||||
| PL PLN 0,00000 50,00000 V Joint Venture PORR/AMW SINEVIA (3/3 Military Task - Czarne) | |||||||||
| PL PLN 0,00000 48,38100 V 0,00000 48,38100 V Joint Venture Tunel Swinoujscie s.c. | |||||||||
| PL PLN 0,00000 85,00000 V JV PORR - TM.E | |||||||||
| PL PLN Warszawa 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V PORR Spólka Akcyjna | |||||||||
| PL PLN Warszawa 0,00000 100,00000 V 0,00000 100,00000 V Stump Franki Spólka z ograniczona odpowiedzialnoscia | |||||||||
| Tunel Swinoujscie 2 s.c. | Name of Entity | Country Code | Currency Code | Location | Voting Rights (%) | Non-Voting Rights (%) | Other Rights (%) | Voting Rights (%) | Non-Voting Rights (%) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Joint Venture PL PLN | PL | PLN | 0.00000 | 50.00000 | V | 0.00000 | 50.00000 | V | |
| RADMER BAU PORTUGAL - CONSTRUCOES, LIMITADA | PT | EUR | Lisboa | 0.00000 | 99.00000 | U | 0.00000 | 99.00000 | U |
| PORR-HBK-MIDMAC C853/2 JV (Joint Venture) | QA | QAR | Doha | 0.00000 | 34.00000 | V | 0.00000 | 34.00000 | V |
| PORR Qatar Construction W.L.L | QA | QAR | Doha | 0.00000 | 49.00000 | V | 0.00000 | 49.00000 | V |
| BBGSRO Construction S.R.L. | RO | RON | Bucuresti | 0.00000 | 100.00000 | V | 0.00000 | 100.00000 | V |
| Porr Construct S.R.L. | RO | RON | Bucuresti | 0.00000 | 100.00000 | V | 0.00000 | 100.00000 | V |
| Gradevinsko preduzece Porr d.o.o. - u likvidaciji | RS | RSD | Belgrad | 0.00000 | 100.00000 | V | 0.00000 | 100.00000 | V |
| PWW d.o.o. Nis | RS | RSD | Nis | 0.00000 | 100.00000 | V | 0.00000 | 100.00000 | V |
| PWW Deponija d.o.o. Jagodina | RS | RSD | Jagodina | 0.00000 | 100.00000 | V | 0.00000 | 100.00000 | V |
| PWW Deponija Dva d.o.o. Leskovac | RS | RSD | Leskovac | 0.00000 | 100.00000 | V | 0.00000 | 100.00000 | V |
| PWW Jagodina doo Jagodina | RS | RSD | Jagodina | 0.00000 | 80.00000 | V | 0.00000 | 80.00000 | V |
| PWW Leskovac doo Leskovac | RS | RSD | Leskovac | 0.00000 | 70.00000 | V | 0.00000 | 70.00000 | V |
| PWW Prokuplje doo Prokuplje | RS | RSD | Prokuplje | 0.00000 | 100.00000 | V | 0.00000 | 80.00000 | V |
| PORR Construction Pte. Ltd. | SG | SGD | Singapur | 0.00000 | 100.00000 | V | 0.00000 | 100.00000 | V |
| PORR - GATES R150 JV (Joint Venture) | SG | SGD | 0.00000 | 50.00000 | V | 0.00000 | 50.00000 | V | |
| PORR s.r.o. | SK | EUR | Bratislava | 0.00000 | 100.00000 | V | 0.00000 | 100.00000 | V |
| ABO Asphalt-Bau Oeynhausen GmbH. | AT | EUR | Oeynhausen, politische Gemeinde Traiskirchen | 0.00000 | 0.22500 | E | 0.00000 | 22.50000 | E |
| ALU-SOMMER GmbH | AT | EUR | Stoob | 0.00000 | 49.49857 | E | 0.00000 | 49.49857 | E |
| AMB Asphalt-Mischanlagen Betriebsgesellschaft m.b.H & Co KG | AT | EUR | Zistersdorf | 0.00000 | 20.00000 | U | 0.00000 | 20.00000 | U |
| AMB Asphalt-Mischanlagen Betriebsgesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Zistersdorf-Maustrenk, politische Gemeinde Zistersdorf | 0.00000 | 20.00000 | U | 0.00000 | 20.00000 | U |
| AMG - Asphaltmischwerk Gunskirchen Gesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Linz | 0.00000 | 33.33333 | U | 0.00000 | 33.33333 | U |
| ASF Frästechnik GmbH & Co KG | AT | EUR | Kematen | 0.00000 | 40.00000 | E | 0.00000 | 40.00000 | E |
| Asphaltmischwerk Betriebsgesellschaft m.b.H. & Co KG | AT | EUR | Rauchenwarth | 0.00000 | 40.00000 | E | 0.00000 | 40.00000 | E |
| AWB Asphaltmischwerk Weißbach Betriebs-GmbH | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 45.00000 | U | 0.00000 | 45.00000 | U |
| FMA Asphaltwerk GmbH & Co KG | AT | EUR | Feldbach | 0.00000 | 35.00000 | E | 0.00000 | 35.00000 | E |
| KAB Straßensanierung GmbH & Co KG | AT | EUR | Spittal an der Drau | 0.00000 | 19.98800 | U | 0.00000 | 19.98800 | U |
| Lavanttaler Bauschutt - Recycling GmbH | AT | EUR | Wolfsberg | 0.00000 | 49.99999 | E | 0.00000 | 49.99999 | E |
| MSO Mischanlagen GmbH Ilz & Co KG | AT | EUR | Ilz | 0.00000 | 47.19200 | E | 0.00000 | 47.19200 | E |
| MSO Mischanlagen GmbH Pinkafeld & Co KG | AT | EUR | Pinkafeld | 0.00000 | 47.33333 | E | 0.00000 | 47.33333 | E |
| Pocket House GmbH | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 27.33629 | E | 0.00000 | 25.10145 | E |
| QuickSpeech GmbH | AT | EUR | Gablitz | 0.00000 | 24.90000 | E | 0.00000 | 24.90000 | E |
| RFM Asphaltmischwerk GmbH & Co KG | AT | EUR | Wienersdorf-Oeynhausen, politische Gemeinde Traiskirchen | 0.00000 | 46.00000 | E | 0.00000 | 46.00000 | E |
| RFM Asphaltmischwerk GmbH. | AT | EUR | Wienersdorf-Oeynhausen, politische Gemeinde Traiskirchen | 0.00000 | 46.00000 | U | 0.00000 | 46.00000 | U |
| Sava Most Gradevinsko Preduzece OG | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 27.93000 | U | 0.00000 | 27.93000 | U |
| TB Betonwerk Zams GmbH | AT | EUR | Zams | 0.00000 | 24.00000 | E | 0.00000 | 24.00000 | E |
| Obalovna Boskovice, s.r.o. | CZ | CZK | Boskovice | 0.00000 | 45.00000 | E | 0.00000 | 45.00000 | E |
| Alexander Parkside GmbH & Co. KG i.L. | DE | EUR | Berlin | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| ASDAG Kavicsbánya és Épitö Korlátolt Felelösségü Társaság | HU | HUF | Janossomorja | 0.00000 | 34.88000 | E | 0.00000 | 34.88000 | E |
| BPV-METRO 4 NeKe Épitési Közkereseti Társaság | HU | HUF | Budapest | 49.95000 | 49.95000 | U | |||
| Advanced Utility Construction and Contracting LLC | QA | QAR | Doha | 0.00000 | 40.00000 | E | 0.00000 | 40.00000 | E |
| Al Wakrah Stadium & Precinct Main Works and Masterplan (SC-14-G-171) | QA | QAR | Doha | 0.00000 | 33.33330 | E | 0.00000 | 33.33330 | E |
| Al-BALAGH-PORR | QA | QAR | 0.00000 | 49.00000 | E | 0.00000 | 49.00000 | E | |
| LNG Onshore (czesc ladowa) | PL | PLN | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E | |
| TGE-PORR | PL | PLN | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E | |
| AMG - Asphaltmischwerk Gunskirchen Gesellschaft m.b.H. & Co. KG | AT | EUR | Linz | 0.00000 | 33.33333 | E | 0.00000 | 33.33333 | E |
| AMW Asphalt-Mischwerk GmbH | AT | EUR | Sulz | 0.00000 | 50.00000 | U | 0.00000 | 50.00000 | U |
| AMW Asphalt-Mischwerk GmbH & Co KG | AT | EUR | Sulz | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| AMW Leopoldau GmbH & Co OG | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 33.34000 | E | 0.00000 | 33.34000 | E |
| ARIWA Abwasserreinigung im Waldviertel GmbH | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 75.00000 | E | 0.00000 | 75.00000 | E |
| ASB Nörsach GmbH | AT | EUR | Linz | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| ASF Frästechnik GmbH | AT | EUR | Kematen | 0.00000 | 40.00000 | U | 0.00000 | 40.00000 | U |
| Asphaltmischwerk Betriebsgesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Rauchenwarth | 0.00000 | 40.00000 | U | 0.00000 | 40.00000 | U |
| Asphaltmischwerk Roppen GmbH | AT | EUR | Roppen | 0.00000 | 30.00000 | U | 0.00000 | 30.00000 | U |
| Asphaltmischwerk Roppen GmbH & Co KG | AT | EUR | Roppen | 0.00000 | 30.00000 | E | 0.00000 | 30.00000 | E |
| Asphaltmischwerk Weißbach GmbH & Co. Nfg.KG | AT | EUR | Salzburg | 0.00000 | 45.00000 | E | 0.00000 | 45.00000 | E |
| ASTRA - BAU Gesellschaft m.b.H. Nfg. OG | AT | EUR | Bergheim | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| AUL Abfallumladelogistik Austria GmbH | AT | EUR | Gerasdorf bei Wien | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| CamBER22 GmbH | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 26.00000 | E | 0.00000 | 26.00000 | E |
| CBL City Beton Logistik GmbH | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 50.00000 | U | 0.00000 | 50.00000 | U |
| CBL City Beton Logistik GmbH & Co KG | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| FMA Asphaltwerk GmbH | AT | EUR | Feldbach | 0.00000 | 35.00000 | U | 0.00000 | 35.00000 | U |
| FSF WA TVK Errichtungs GmbH | AT | EUR | Klagenfurt am Wörthersee | 0.00000 | 40.00000 | E | |||
| FSF Wohnanlage Finkenweg Errichtungs GmbH | AT | EUR | Klagenfurt am Wörthersee | 0.00000 | 40.00000 | E | 0.00000 | 40.00000 | E |
| FSF Wohnanlage Kranzlhofen GmbH | AT | EUR | Klagenfurt am Wörthersee | 0.00000 | 40.00000 | E | |||
| FSF Wohnanlage Oberfeldstraße Errichtungs GmbH | AT | EUR | Klagenfurt am Wörthersee | 0.00000 | 40.00000 | E | 0.00000 | 40.00000 | E |
| FSF Wohnanlage Völkendorf Errichtungs GmbH | AT | EUR | Klagenfurt am Wörthersee | 0.00000 | 40.00000 | E | |||
| FSF Wohnanlage WB3 Errichtungs GmbH | AT | EUR | Klagenfurt am Wörthersee | 0.00000 | 40.00000 | E | 0.00000 | 40.00000 | E |
| Gaspix Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | EUR | Zirl | 0.00000 | 31.57894 | U | 0.00000 | 31.57894 | U |
| Grazer Transportbeton GmbH | AT | EUR | Gratkorn | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| INTERGEO Umweltmanagement GmbH | AT | EUR | Salzburg | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| IP Real Estate Amraser Straße GmbH in Liqu. | AT | EUR | Innsbruck | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| johaNovum Projekt GmbH | AT | EUR | Sankt Johann im Pongau | 0.00000 | 33.30000 | E | |||
| KMG - Klinikum Management Gesellschaft mbH | AT | EUR | Graz | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| Lieferasphalt Gesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 50.00000 | U | 0.00000 | 50.00000 | U |
| Lieferasphalt Gesellschaft m.b.H. & Co OG, Viecht | AT | EUR | Viecht, politische Gemeinde Desselbrunn | 0.00000 | 33.50000 | E | 0.00000 | 33.50000 | E |
| Lieferasphalt Gesellschaft m.b.H. & Co. OG | AT | EUR | Maria Gail, politische Gemeinde Villach | 0.00000 | 40.00000 | E | 0.00000 | 40.00000 | E |
| Lieferasphalt Gesellschaft m.b.H. & Co. OG, Zirl | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| Linzer Schlackenaufbereitungs- und vertriebsgesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Linz | 0.00000 | 33.33333 | E | 0.00000 | 33.33333 | E |
| LISAG Linzer Splitt- und Asphaltwerk GmbH. | AT | EUR | Linz | 0.00000 | 50.00000 | U | 0.00000 | 50.00000 | U |
| LISAG Linzer Splitt- und Asphaltwerk GmbH. & Co KG | AT | EUR | Linz | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| MSO Mischanlagen GmbH | AT | EUR | Ilz | 0.00000 | 66.66667 | U | 0.00000 | 66.66667 | U |
| RBA - Recycling- und Betonanlagen Ges.m.b.H. & Co. Nfg. KG | AT | EUR | Zirl | 0.00000 | 31.57895 | E | 0.00000 | 31.57895 | E |
| RCM Recyclingcenter Mannersdorf GmbH | AT | EUR | Mannersdorf am Leithagebirge | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| REHAMED Beteiligungsges.m.b.H. | AT | EUR | Graz | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| Salzburger Reststoffverwertung GmbH | AT | EUR | Salzburg | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| SEQUELLO GmbH | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 33.33333 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| Stöckl Schotter- und Splitterzeugung GmbH | AT | EUR | Weißbach bei Lofer | 0.00000 | 40.00001 | E | 0.00000 | 40.00001 | E |
| TAL Betonchemie Handel GmbH | AT | EUR | Wien | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| TAM Traisental Asphaltmischwerk Ges.m.b.H. | AT | EUR | Nußdorf ob der Traisen | 0.00000 | 33.33333 | U | 0.00000 | 33.33333 | U |
| TAM Traisental Asphaltmischwerk Ges.m.b.H. & Co KG | AT | EUR | Nußdorf ob der Traisen | 0.00000 | 33.33333 | E | 0.00000 | 33.33333 | E |
| Tauernkies GmbH | AT | EUR | Salzburg | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| TB Transportbeton GmbH | AT | EUR | Linz | 0.00000 | 33.33333 | E | 0.00000 | 33.33333 | E |
| TBT Transportbeton Tillmitsch GmbH | AT | EUR | Tillmitsch | 0.00000 | 50.00000 | U | 0.00000 | 50.00000 | U |
| TBT Transportbeton Tillmitsch GmbH & Co KG | AT | EUR | Tillmitsch | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| Vereinigte Asphaltmischwerke Gesellschaft m.b.H. | AT | EUR | Spittal an der Drau | 0.00000 | 50.00000 | U | 0.00000 | 50.00000 | U |
| Vereinigte Asphaltmischwerke Gesellschaft m.b.H. & Co KG | AT | EUR | Spittal an der Drau | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| Weyerhof Steinbruch GmbH | AT | EUR | Murau | 0.00000 | 50.00000 | U | 0.00000 | 50.00000 | U |
| Weyerhof Steinbruch GmbH & Co KG | AT | EUR | Murau | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| WPS Rohstoff GmbH | AT | EUR | Peggau | 0.00000 | 49.00000 | E | 0.00000 | 49.00000 | E |
| Obalovna Havlickuv Brod s.r.o. | CZ | CZK | Hradec Králové | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| OBALOVNA PRÍBRAM, s.r.o. | CZ | CZK | Praha | 0.00000 | 37.50000 | E | 0.00000 | 37.50000 | E |
| Obalovna Stredokluky s.r.o. | CZ | CZK | Praha | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| Obalovna Tábor s.r.o. | CZ | CZK | Ceské Budejovice | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| Obalovna Tyniste s.r.o. | CZ | CZK | Ceské Budejovice | 0.00000 | 33.33333 | E | 0.00000 | 33.33333 | E |
| SILASFALT s.r.o. | CZ | CZK | Ostrava - Kuncice | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| Spolecne obalovny, s.r.o. | CZ | CZK | Praha | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| Alexander Parkside Verwaltungs GmbH | DE | EUR | Berlin | 0.00000 | 50.00000 | U | 0.00000 | 50.00000 | U |
| AMW Asphaltmischwerke Westfalen GmbH | DE | EUR | Münster | 0.00000 | 50.00000 | E | 0.00000 | 50.00000 | E |
| AVALERIA Beteiligungsgesellschaft mbH | DE | EUR | München | 0.00000 | 60.00000 | U | 0.00000 | 60.00000 | U |
| AVALERIA Hotel HafenCity GmbH & Co. | DE | EUR | München |
| Wirtschaftsaktivitäten | Code | Absoluter Umsatz (TEUR) | Umsatzanteil (%) | Klimaschutz (%) | Anpassung an den Klimawandel (%) | Wasser- und Meeresressourcen (%) | Kreislaufwirtschaft (%) | Umweltverschmutzung (%) | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (%) | Klimaschutz (J/N) | Anpassung an den Klimawandel (J/N) | Wasser- und Meeresressourcen (J/N) | Kreislaufwirtschaft (J/N) | Umweltverschmutzung (J/N) | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (J/N) | Mindestschutz (J/N) | Taxonomiekonformer Umsatzanteil, 2022 (%) | Taxonomiekonformer Umsatzanteil, 2021 (%) | Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) | Kategorie (Übergangstätigkeiten) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 4.5. Stromerzeugung aus Wasserkraft | F42.22 | 14.378 | 0,3 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 0,3 | n/a | E | T |
| 5.5. Sammlung und Beförderung von nicht gefährlichen Abfällen in an der Anfallstelle getrennten Fraktionen | E38.11 | 24.489 | 0,4 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 0,4 | n/a | E | T |
| 5.9. Materialrückgewinnung von nicht gefährlichen Abfällen | E38.32, F42.99 | 11.327 | 0,2 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 0,2 | n/a | E | T |
| 6.13. Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | F42.11 | 5.968 | 0,1 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 0,1 | n/a | E | T |
| 6.14. Schienenverkehrsinfrastruktur | F42.12, F42.13, F43.21 | 201.153 | 3,5 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 3,5 | n/a | E | T |
| Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 257.315 | 4,5 | 4,5 | 4,5 | n/a | n/a | n/a | n/a | 4,5 | 4,5 |
| Wirtschaftsaktivitäten | Code | Absoluter Umsatz (TEUR) | Umsatzanteil (%) |
|---|---|---|---|
| 4.5. Stromerzeugung aus Wasserkraft | F42.22 | 12.130 | 0,2 |
| 6.14. Schienenverkehrsinfrastruktur | F42.12, F42.13, F43.21 | 213.149 | 3,7 |
| 7.1. Neubau | F41.2 | 1.309.946 | 22,6 |
| 7.2. Renovierung bestehender Gebäude | F41.2, F.43 | 171.298 | 3,0 |
| 7.3. Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten | F43 | 7.403 | 0,1 |
| Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 1.713.926 | 29,6 |
Total (A.1 + A.2): 1.971.241 (34,1 %)
| Wirtschaftsaktivitäten | Absoluter Umsatz (TEUR) | Umsatzanteil (%) |
|---|---|---|
| Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 3.814.770 | 65,9 |
Gesamt (A + B): 5.786.011 (100,0 %)
| Wirtschaftsaktivitäten | Code | Absoluter CAPEX (TEUR) | CAPEX- Anteil (%) | Klimaschutz (%) | Anpassung an den Klimawandel (%) | Wasser- und Meeresressourcen (%) | Kreislaufwirtschaft (%) | Umweltverschmutzung (%) | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (%) | Klimaschutz (J/N) | Anpassung an den Klimawandel (J/N) | Wasser- und Meeresressourcen (J/N) | Kreislaufwirtschaft (J/N) | Umweltverschmutzung (J/N) | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (J/N) | Mindestschutz (J/N) | Taxonomiekonformer CAPEX-Anteil, 2022 (%) | Taxonomiekonformer CAPEX-Anteil, 2021 (%) | Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) | Kategorie (Übergangstätigkeiten) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 4.5. Stromerzeugung aus Wasserkraft | F42.22 | 194 | 0,1 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 0,1 | n/a | E | T |
| 5.5. Sammlung und Beförderung von nicht gefährlichen Abfällen in an der Anfallstelle getrennten Fraktionen | E38.11 | 356 | 0,1 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 0,1 | n/a | E | T |
| 5.9. Materialrückgewinnung von nicht gefährlichen Abfällen | E38.32, F42.99 | 4.003 | 1,7 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 1,7 | n/a | E | T |
| 6.13. Infrastruktur für persönliche Mobilität, Radverkehrslogistik | F42.11 | 154 | 0,1 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 0,1 | n/a | E | T |
| 6.14. Schienenverkehrsinfrastruktur | F42.12, F42.13, F43.21 | 3.029 | 1,3 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 1,3 | n/a | E | T |
| CAPEX ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1) | 7.736 | 3,3 | 3,3 | 3,3 | n/a | n/a | n/a | n/a | 3,3 | 3,3 |
| Wirtschaftsaktivitäten | Code | Absoluter CAPEX (TEUR) | CAPEX- Anteil (%) |
|---|---|---|---|
| 4.5. Stromerzeugung aus Wasserkraft | F42.22 | 218 | 0,1 |
| 6.14. Schienenverkehrsinfrastruktur | F42.12, F42.13, F43.21 | 3.070 | 1,3 |
| 7.1. Neubau | F41.2 | 19.577 | 8,3 |
| 7.2. Renovierung bestehender Gebäude | F41.2, F.43 | 2.449 | 1,0 |
| 7.3. Installation, Wartung und Reparatur von energieeffizienten Geräten | F43 | 472 | 0,2 |
| 7.4. Installation, Wartung und Reparatur von Ladestationen für Elektrofahrzeuge in Gebäuden (und auf zu Gebäuden gehörenden Parkplätzen) | F42, F43 | 10 | 0,0 |
| 7.5. Installation, Wartung und Reparatur von Geräten für die Messung, Regelung und Steuerung der Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden | F42, F43 | 9 | 0,0 |
| 7.6. Installation, Wartung und Reparatur von Technologien für erneuerbare Energien | F42, F43 | 836 | 0,4 |
| CAPEX taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2) | 26.641 | 11,3 |
Total (A.1 + A.2): 34.377 (14,6 %)
| Wirtschaftsaktivitäten | Absoluter CAPEX (TEUR) | CAPEX- Anteil (%) |
|---|---|---|
| CAPEX nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten (B) | 201.870 | 85,4 |
Gesamt (A + B): 236.247 (100,0 %)
| Wirtschaftsaktivitäten | Code | Absoluter OPEX (TEUR) | OPEX- Anteil (%) | Klimaschutz (%) | Anpassung an den Klimawandel (%) | Wasser- und Meeresressourcen (%) | Kreislaufwirtschaft (%) | Umweltverschmutzung (%) | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (%) | Klimaschutz (J/N) | Anpassung an den Klimawandel (J/N) | Wasser- und Meeresressourcen (J/N) | Kreislaufwirtschaft (J/N) | Umweltverschmutzung (J/N) | Biologische Vielfalt und Ökosysteme (J/N) | Mindestschutz (J/N) | Taxonomiekonformer OPEX-Anteil, 2022 (%) | Taxonomiekonformer OPEX-Anteil, 2021 (%) | Kategorie (ermöglichende Tätigkeiten) | Kategorie (Übergangstätigkeiten) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 4.5. Stromerzeugung aus Wasserkraft | F42.22 | 318 | 0,2 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 0,2 | n/a | E | T |
| 5.5. Sammlung und Beförderung von nicht gefährlichen Abfällen in an der Anfallstelle getrennten Fraktionen | E38.11 | 630 | 0,3 | 100,0 | 0,0 | n/a | n/a | n/a | n/a | J | J | J | J | J | J | J | 0,3 | n/a | E | T |
| 5.9. |
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 5.786,0 | 5.169,8 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen | 56,5 | 62,1 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 190,7 | 181,0 |
| Erträge aus Finanzanlage- und Finanzumlaufvermögen | 14,2 | 12,3 |
| Abschreibungen | -198,8 | -192,3 |
| Materialaufwand | -3.976,8 | -3.446,6 |
| Sonstige Kosten der Wertschöpfung | -387,5 | -402,9 |
| Wertschöpfung | 1.484,3 | 1.383,3 |
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Personalaufwand | 1.350,0 | 1.275,8 |
| Zahlungen an den Staat | 27,4 | 24,4 |
| Aktionäre/Hybrid- und Genussrechtskapitalinhaber | 37,5 | 37,3 |
| Fremdkapitalgeber | 24,2 | 22,1 |
| Unternehmen (einbehaltene Gewinne) | 45,1 | 23,7 |
| Wertschöpfung | 1.484,3 | 1.383,3 |
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Energieverbrauch innerhalb der Organisation | 778.950 | 387.544 | 6.833 | 48.094 | 71.912 | 3.031 | 138.107 | 54.711 | 62.243 | 3.511 | 2.964 |
| Nicht erneuerbarer Brennstoffverbrauch | 656.109 | 324.509 | 3.637 | 44.063 | 51.753 | 33 | 114.478 | 54.580 | 59.749 | 2.159 | 1.148 |
| Erneuerbarer Brennstoffverbrauch | 104 | 104 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leitungsgebundener Energieverbrauch | 1 | 122.737 | 62.931 | 3.196 | 4.031 | 20.159 | 2.998 | 23.629 | 131 | 2.494 | 1.352 |
| Stromverbrauch gesamt | 112.145 | 56.196 | 3.180 | 4.031 | 18.445 | 2.998 | 21.502 | 131 | 2.494 | 1.352 | 1.816 |
| Netzstrom | 50.412 | 8.149 | 1.877 | 3.807 | 12.818 | 0 | 19.137 | 131 | 1.507 | 1.170 | 1.816 |
| Grünstrom | 61.403 | 47.741 | 1.303 | 224 | 5.606 | 2.998 | 2.362 | 0 | 987 | 182 | 0 |
| Selbst erzeugter Grünstrom | 330 | 306 | 0 | 0 | 21 | 0 | 3 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wärmeenergieverbrauch (Fernwärme) | 10.592 | 6.735 | 16 | 0 | 1.714 | 0 | 2.127 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kälteenergieverbrauch (Fernkälte) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
1 Beinhaltet Strom, Fernwärme und Fernkälte. Erdgas ist in den nicht erneuerbaren Brennstoffen enthalten.
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Energieverbrauch innerhalb der Organisation | 757.422 | 374.178 | 4.438 | 47.364 | 62.713 | 2.821 | 139.483 | 44.093 | 73.080 | 2.954 | 6.298 |
| Nicht erneuerbarer Brennstoffverbrauch | 670.473 | 325.090 | 2.604 | 45.821 | 47.344 | 502 | 124.460 | 43.962 | 71.524 | 2.872 | 6.294 |
| Erneuerbarer Brennstoffverbrauch | 778 | 437 | 0 | 0 | 0 | 341 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Leitungsgebundener Energieverbrauch | 4 | 86.171 | 48.651 | 1.833 | 1.543 | 15.369 | 1.979 | 15.022 | 131 | 1.556 | 82 |
| Stromverbrauch gesamt | 80.704 | 44.917 | 1.833 | 1.543 | 14.255 | 1.979 | 14.412 | 131 | 1.547 | 82 | 4 |
| Netzstrom | 47.902 | 15.479 | 449 | 1.543 | 14.255 | 0 | 14.412 | 131 | 1.547 | 82 | 4 |
| Grünstrom | 32.444 | 29.080 | 1.385 | 0 | 0 | 1.979 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Selbst erzeugter Grünstrom | 358 | 358 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Wärmeenergieverbrauch (Fernwärme) | 5.467 | 3.733 | 0 | 0 | 1.114 | 0 | 610 | 0 | 9 | 0 | 0 |
| Kälteenergieverbrauch (Fernkälte) | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
Anstieg aufgrund von Erfassung
1 Großbaustellen, 2 Asphaltmischanlagen, 3 Firmenzukäufen
4 Beinhaltet Strom, Fernwärme und Fernkälte. Erdgas ist in den nicht erneuerbaren Brennstoffen enthalten.
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Energieverbrauch außerhalb der Organisation | 6.963 | 2.007 | 1.034 | 364 | 2.126 | 220 | 609 | 58 | 543 | 0 | 2 |
| Straßenverkehr | 3.940 | 1.053 | 940 | 362 | 921 | 11 | 305 | 0 | 348 | 0 | 0 |
| Schienenverlehr | 156 | 30 | 0 | 1 | 125 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 |
| Flugverkehr | 2.867 | 925 | 94 | 1 | 1.080 | 209 | 304 | 58 | 194 | 0 | 2 |
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Energieverbrauch außerhalb der Organisation | 5.399 | 1.818 | 1.101 | 174 | 1.066 | 219 | 203 | 54 | 707 | 10 | 47 |
| Straßenverkehr | 3.383 | 1.008 | 1.059 | 174 | 512 | 2 | 1 | 0 | 579 | 0 | 47 |
| Schienenverlehr | 107 | 30 | 0 | 0 | 72 | 0 | 0 | 0 | 4 | 0 | 0 |
| Flugverkehr | 1.909 | 779 | 42 | 0 | 482 | 217 | 202 | 54 | 123 | 10 | 0 |
| 2022 | 2021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Energieverbrauch innerhalb der PORR Gruppe (MWh) | 778.950 | 757.422 | 2,8 % |
| Produktionsleistung (TEUR) 1 | 6.139.089 | 5.644.041 | 8,8 % |
| Energieverbrauch/Produktionsleistung (MWh/TEUR) | 0,127 | 0,134 | -5,5 % |
1 Produktionsleistung bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung.
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Direkte energiebedingte THG-Emissionen | 164.543 | 79.177 | 940 | 9.835 | 13.141 | 8 | 32.142 | 13.374 | 15.087 | 545 | 294 |
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Direkte energiebedingte THG-Emissionen | 166.933 | 78.890 | 650 | 10.609 | 11.976 | 126 | 33.908 | 11.056 | 17.412 | 721 | 1.583 |
1 Exklusive dirkete THG-Emissionen für Biomasse und Biotreibstoff (betrugen 7,9 t CO2e in 2021)
2 Die Summe der Einzelwerte stimmt aufgrund von Rundungsfehlern nicht mit dem Endergebnis überein.
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Indirekte energiebedingte THG-Emissionen | 35.047 | 2.638 | 245 | 2.135 | 7.409 | 0 | 19.997 | 70 | 1.013 | 260 |
1 Marktbasiert (standortbasierte Scope 2 THG-Emissionen betrugen 34.600 t CO2e in 2022)
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Indirekte energiebedingte THG-Emissionen | 25.372 | 5.050 | 76 | 892 | 6.907 | 0 | 11.747 | 70 | 596 | 32 |
1 Marktbasiert (standortbasierte Scope 2 THG-Emissionen betrugen 33.634 t CO2e in 2021)
2 Die Summe der Einzelwerte stimmt aufgrund von Rundungsfehlern nicht mit dem Endergebnis überein.
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige indirekte THG-Emissionen | 40.776 | 18.619 | 597 | 2.348 | 5.055 | 88 | 7.044 | 3.595 | 2.914 | 182 |
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Sonstige indirekte THG-Emissionen | 41.129 | 19.067 | 514 | 2.466 | 4.067 | 88 | 7.376 | 2.718 | 4.250 | 182 |
1 Sonstige indirekte THG‑Emissionen (Scope 3): marktbasierte energiebezogen (Kategorie 3) und dienstreisenbezogene (Kategorie 6), exklusive sonstige indirekte THG-Emissionen für Biomasse und Biotreibstoff (betrugen 13,2 t CO2e in 2021)
| 2022 | 2021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| THG-Emissionen Scope 1 und 2 (t CO 2 e) 1 | 199.590 | 192.304 | 3,79 % |
| Produktionsleistung (TEUR) 2 | 6.139.089 | 5.644.041 | 8,77 % |
| THG-Emissionen/Produktionsleistung (t CO 2 e/TEUR) 3 | 0,033 | 0,034 | -4,58 % |
1 THG-Emissionen Scope 2 marktbasiert
2 Produktionsleistung bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung.
3 Die Summe der Einzelwerte stimmt aufgrund von Rundungsfehlern nicht mit den Endergebnis überein.
| 2022 | 2021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| THG-Emissionen Scope 3 (t CO 2 e) | 40.766 | 41.129 | -0,88 % |
| Produktionsleistung (TEUR) 1 | 6.139.089 | 5.644.041 | 8,77 % |
| THG-Emissionen/Produktionsleistung (t CO 2 e/TEUR) | 0,0066 | 0,0073 | -9,04 % |
1 Produktionsleistung bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung.
| Gesamt/gewichtet | AT | CZ | DE | |
|---|---|---|---|---|
| Kohlenmonoxid (CO) | 1,83 | 1,72 | 1,27 | 2,51 |
| Kohlenwasserstoffe (CH) | 0,08 | 0,09 | 0,02 | 0,05 |
| Stickoxide (NO x ) | 0,36 | 0,34 | 0,35 | 0,48 |
| Feinstaub (PM) | 0,06 | 0,06 | 0,03 | 0,05 |
1 Erfassung der Werte nur in Ländern, in denen die PES tätig ist, möglich
| Gesamt/gewichtet | AT | CZ | DE | |
|---|---|---|---|---|
| Kohlenmonoxid (CO) | 1,76 | 1,6 | 2,02 | 2,6 |
| Kohlenwasserstoffe (CH) | 0,62 | 0,75 | 0,05 | 0,03 |
| Stickoxide (NO x ) | 0,49 | 0,49 | 0,5 | 0,49 |
| Feinstaub (PM) | 0,06 | 0,06 | 0,03 | 0,05 |
1 Erfassung der Werte nur in Ländern, in denen die PES tätig ist, möglich
| 2022 | 2021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Kohlenmonoxid (CO) | 1,83 | 1,76 | 0,04 |
| Kohlenwasserstoffe (CH) | 0,08 | 0,62 | -0,87 |
| Stickoxide (NO x ) | 0,36 | 0,49 | -0,27 |
| Feinstaub (PM) | 0,06 | 0,06 | 0,00 |
1 Erfassung der Werte nur in Ländern, in denen die PES tätig ist, möglich
| Gesamt | AT | CZ | PL | RO | |
|---|---|---|---|---|---|
| Eingesetzte Materialien 1 | 1.763.522 | 768.906 | 22.800 | 581.470 | 390.346 |
| Eingesetzte nicht erneuerbare Materialien | 1.670.322 | 704.845 | 22.800 | 552.331 | 390.346 |
| Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe | 93.200 | 64.061 | 0 | 29.139 | 0 |
| Prozentsatz der recycelten Ausgangsstoffe (%) | 5,3 | 8,3 | 0,0 | 5,0 | 0,0 |
1 Daten beziehen sich auf Asphaltmischanlagen.
| Gesamt | AT | CZ | PL | RO | |
|---|---|---|---|---|---|
| Eingesetzte Materialien 1 | 1.684.460 | 836.424 | 22.498 | 474.998 | 350.540 |
| Eingesetzte nicht erneuerbare Materialien | 1.599.699 | 773.924 | 22.498 | 452.737 | 350.540 |
| Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe | 84.761 | 62.500 | 0 | 22.261 | 0 |
| Prozentsatz der recycelten Ausgangsstoffe (%) | 5,0 | 7,5 | 0,0 | 4,7 | 0,0 |
1 Daten beziehen sich auf Asphaltmischanlagen.Angefallener Abfall (t)
| 2022 | Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtabfall nach Abfallart | 9.159 | 3.708 | 14 | 115 | 1.603 | 561 | 3.020 | 6 | 99 | 31 | 1 | |
| Gefährlicher Abfall | 416 | 348 | 1 | 5 | 28 | 4 | 23 | 0 | 6 | 1 | 0 | |
| Mineralöl | 212 | 181 | 0 | 1 | 18 | 0 | 10 | 0 | 0 | 1 | 0 | |
| Werkstätten-Abfall | 70 | 53 | 0 | 0 | 4 | 0 | 12 | 0 | 1 | 0 | 0 | |
| Anderer gefährlicher Abfall | 134 | 113 | 1 | 4 | 5 | 4 | 1 | 0 | 5 | 0 | 0 | |
| Ungefährlicher Abfall | 8.743 | 3.360 | 13 | 110 | 1.575 | 557 | 2.997 | 6 | 93 | 30 | 1 | |
| Haushaltsabfall | 1.321 | 583 | 7 | 44 | 503 | 30 | 88 | 2 | 58 | 5 | 0 | |
| Papier | 672 | 201 | 4 | 0 | 402 | 6 | 34 | 2 | 7 | 15 | 1 | |
| Papierverpackungen | 69 | 47 | 1 | 3 | 7 | 0 | 2 | 0 | 9 | 0 | 0 | |
| Plastikverpackungen | 72 | 32 | 0 | 2 | 15 | 5 | 4 | 2 | 1 | 1 | 0 | |
| Glas | 64 | 41 | 1 | 3 | 2 | 0 | 17 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Metalle | 925 | 476 | 0 | 6 | 39 | 127 | 275 | 0 | 1 | 0 | 0 | |
| Holz oder Holzabfall | 618 | 123 | 0 | 0 | 157 | 336 | 1 | 0 | 0 | 2 | 0 | |
| Sperrmüll | 96 | 33 | 0 | 27 | 10 | 12 | 0 | 0 | 6 | 8 | 0 | |
| Anderer nicht- gefährlicher Abfall | 4.905 | 1.823 | 0 | 25 | 439 | 40 | 2.577 | 0 | 1 | 0 | 0 |
| 2021 | Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtabfall nach Abfallart | 17.204 | 13.280 | 16 | 95 | 1.722 | 512 | 1.505 | 4 | 58 | 10 | 1 | |
| Gefährlicher Abfall | 421 | 364 | 1 | 6 | 26 | 6 | 18 | 0 | 1 | 0 | 0 | |
| Mineralöl | 242 | 210 | 0 | 4 | 17 | 1 | 10 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Werkstätten-Abfall | 43 | 32 | 0 | 0 | 4 | 0 | 7 | 0 | 1 | 0 | 0 | |
| Anderer gefährlicher Abfall | 135 | 122 | 1 | 2 | 5 | 5 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Ungefährlicher Abfall | 16.783 | 12.916 | 15 | 89 | 1.697 | 506 | 1.487 | 4 | 57 | 10 | 1 | |
| Haushaltsabfall | 1.413 | 693 | 8 | 32 | 530 | 25 | 76 | 4 | 39 | 6 | 1 | |
| Papier | 724 | 214 | 4 | 2 | 473 | 2 | 24 | 0 | 4 | 1 | 0 | |
| Papierverpackungen | 57 | 38 | 2 | 3 | 7 | 0 | 1 | 0 | 6 | 0 | 0 | |
| Plastikverpackungen | 51 | 20 | 0 | 3 | 14 | 8 | 4 | 0 | 0 | 1 | 0 | |
| Glas | 53 | 25 | 1 | 4 | 2 | 0 | 20 | 0 | 2 | 0 | 0 | |
| Metalle | 821 | 437 | 0 | 0 | 36 | 97 | 248 | 0 | 3 | 0 | 0 | |
| Holz oder Holzabfall | 761 | 305 | 0 | 7 | 165 | 280 | 1 | 0 | 0 | 2 | 0 | |
| Sperrmüll | 247 | 195 | 0 | 20 | 7 | 25 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Anderer nicht- gefährlicher Abfall | 12.656 | 10.988 | 0 | 18 | 462 | 69 | 1.114 | 0 | 3 | 1 | 0 |
Von Entsorgung umgeleiteter Abfall (t)
| 2022 | Gesamt | Am Standort | Außerhalb des Standortes | |
|---|---|---|---|---|
| Gefährlicher Abfall | 28 | 0 | 28 | |
| Aufbereitung zur Wiederverwendung | 0 | 0 | 0 | |
| Recycling | 13 | 0 | 13 | |
| Sonstige Verfahren zur Rückgewinnung | 15 | 1 | 14 | |
| Ungefährlicher Abfall | 3.110 | 0 | 3.110 | |
| Aufbereitung zur Wiederverwendung | 0 | 0 | 0 | |
| Recycling | 3.002 | 0 | 3.002 | |
| Sonstige Verfahren zur Rückgewinnung | 108 | 1 | 107 |
| 2021 | Gesamt | Am Standort | Außerhalb des Standortes | |
|---|---|---|---|---|
| Gefährlicher Abfall | 33 | 0 | 33 | |
| Aufbereitung zur Wiederverwendung | 0 | 0 | 0 | |
| Recycling | 18 | 0 | 18 | |
| Sonstige Verfahren zur Rückgewinnung | 15 | 1 | 14 | |
| Ungefährlicher Abfall | 12.129 | 0 | 12.129 | |
| Aufbereitung zur Wiederverwendung | 0 | 0 | 0 | |
| Recycling | 12.065 | 0 | 12.065 | |
| Sonstige Verfahren zur Rückgewinnung | 64 | 1 | 63 |
Berichtskreis: siehe Tabellen Angefallener Abfall, S. 223
1 Die Abfallentsorgungsmethode wird dem Entsorgungsdienstleister überlassen bzw. durch die Auswahl des Entsorgungsdienstleister mitbestimmt.
Zur Entsorgung bestimmter Abfall (t)
| 2022 | Gesamt | Am Standort | Außerhalb des Standortes | |
|---|---|---|---|---|
| Gefährlicher Abfall | 388 | 0 | 388 | |
| Verbrennung (mit Energierückgewinnung) | 259 | 0 | 259 | |
| Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) | 0 | 0 | 0 | |
| Deponierung | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige Entsorgungsverfahren | 129 | 1 | 128 | |
| Ungefährlicher Abfall | 5.633 | 0 | 5.633 | |
| Verbrennung (mit Energierückgewinnung) | 2.694 | 0 | 2.694 | |
| Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) | 44 | 0 | 44 | |
| Deponierung | 219 | 0 | 219 | |
| Sonstige Entsorgungsverfahren | 2.676 | 1 | 2.675 |
| 2021 | Gesamt | Am Standort | Außerhalb des Standortes | |
|---|---|---|---|---|
| Gefährlicher Abfall | 391 | 0 | 391 | |
| Verbrennung (mit Energierückgewinnung) | 274 | 0 | 274 | |
| Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) | 0 | 0 | 0 | |
| Deponierung | 8 | 0 | 8 | |
| Sonstige Entsorgungsverfahren | 109 | 1 | 108 | |
| Ungefährlicher Abfall | 4.649 | 0 | 4.649 | |
| Verbrennung (mit Energierückgewinnung) | 3.277 | 0 | 3.277 | |
| Verbrennung (ohne Energierückgewinnung) | 32 | 0 | 32 | |
| Deponierung | 169 | 0 | 169 | |
| Sonstige Entsorgungsverfahren | 1.171 | 1 | 1.170 |
Berichtskreis: siehe Tabellen Angefallener Abfall, S. 223
1 Die Abfallentsorgungsmethode wird dem Entsorgungsdienstleister überlassen bzw. durch die Auswahl des Entsorgungsdienstleister mitbestimmt.
Wasserentnahme (m 3 )
| 2022 | Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamte Wasserentnahme | 814.180 | 214.694 | 7.140 | 9.144 | 437.211 | 0 | 93.799 | 0 | 51.975 | 216 | 0 | |
| Oberflächenwasser – gesamt | 56.346 | 56.346 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Oberflächenwasser – Süßwasser | 56.346 | 56.346 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Oberflächenwasser – anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Grundwasser – gesamt | 520.704 | 87.684 | 0 | 0 | 399.104 | 10 | 11 | 0 | 33.895 | 0 | 0 | |
| Grundwasser – Süßwasser | 520.704 | 87.684 | 0 | 0 | 399.104 | 10 | 11 | 0 | 33.895 | 0 | 0 | |
| Grundwasser - anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Produziertes Wasser – gesamt | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Produziertes Wasser – anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Wasser von Dritten – gesamt | 237.140 | 70.664 | 7.140 | 9.144 | 38.107 | 0 | 93.788 | 0 | 18.080 | 216 | 0 | |
| Wasser von Dritten – Süßwasser | 237.140 | 70.664 | 7.140 | 9.144 | 38.107 | 0 | 93.788 | 0 | 18.080 | 216 | 0 | |
| Wasser von Dritten – anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamte Wasserentnahme aus Gebieten mit Wasserstress | 14.877 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 14.850 | 0 | 0 | 27 |
| 2021 | Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamte Wasserentnahme | 922.798 | 219.221 | 7.840 | 8.725 | 442.143 | 184 | 210.064 | 0 | 34.375 | 247 | 0 | |
| Oberflächenwasser – gesamt | 68.304 | 68.304 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Oberflächenwasser – Süßwasser | 68.304 | 68.304 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Oberflächenwasser – anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Grundwasser – gesamt | 511.626 | 76.347 | 0 | 0 | 402.294 | 12 | 234 | 0 | 32.740 | 0 | 0 | |
| Grundwasser – Süßwasser | 511.626 | 76.347 | 0 | 0 | 402.294 | 12 | 234 | 0 | 32.740 | 0 | 0 | |
| Grundwasser - anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Produziertes Wasser – gesamt | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Produziertes Wasser – anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Wasser von Dritten – gesamt | 342.869 | 74.570 | 7.840 | 8.725 | 39.849 | 172 | 209.831 | 0 | 1.635 | 247 | 0 | |
| Wasser von Dritten – Süßwasser | 342.869 | 74.570 | 7.840 | 8.725 | 39.849 | 172 | 209.831 | 0 | 1.635 | 247 | 0 | |
| Wasser von Dritten – anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamte Wasserentnahme aus Gebieten mit Wasserstress | 31.840 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 31.840 | 0 | 0 | 0 |
Wasserrückführung (m 3 )
| 2022 | Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamte Wasserrückführung | 574.351 | 77.655 | 7.140 | 4.602 | 411.154 | 0 | 37.202 | 0 | 36.383 | 216 | 0 | |
| Einleitung in Oberflächenwasser – gesamt | 8.000 | 8.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einleitung in Oberflächenwasser - Süßwasser | 8.000 | 8.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einleitung in Oberflächenwasser – anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einleitung in Grundwasser – gesamt | 395.911 | 0 | 0 | 0 | 395.911 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einleitung in Grundwasser – Süßwasser | 395.911 | 0 | 0 | 0 | 395.911 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einleitung in Grundwasser - anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Rückführung zu Wasser von Dritten – gesamt | 170.440 | 69.655 | 7.140 | 4.602 | 15.243 | 0 | 37.202 | 0 | 36.383 | 216 | 0 | |
| Rückführung zu Wasser von Dritten – Süßwasser | 170.612 | 69.655 | 7.140 | 4.602 | 15.243 | 172 | 37.202 | 0 | 36.383 | 216 | 0 | |
| Rückführung zu Wasser von Dritten – anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamte Wasserrückführung in Gebiete mit Wasserstress | 8.295 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 8.295 | 0 | 0 | 27 |
| 2021 | Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamte Wasserrückführung | 542.777 | 79.289 | 7.840 | 8.725 | 414.910 | 172 | 30.286 | 0 | 1.308 | 247 | 0 | |
| Einleitung in Oberflächenwasser – gesamt | 8.313 | 8.313 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einleitung in Oberflächenwasser - Süßwasser | 8.313 | 8.313 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einleitung in Oberflächenwasser – anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einleitung in Grundwasser – gesamt | 400.000 | 0 | 0 | 0 | 400.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einleitung in Grundwasser – Süßwasser | 400.000 | 0 | 0 | 0 | 400.000 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Einleitung in Grundwasser - anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Rückführung zu Wasser von Dritten – gesamt | 134.464 | 70.976 | 7.840 | 8.725 | 14.910 | 172 | 30.286 | 0 | 1.308 | 247 | 0 | |
| Rückführung zu Wasser von Dritten – Süßwasser | 134.464 | 70.976 | 7.840 | 8.725 | 14.910 | 172 | 30.286 | 0 | 1.308 | 247 | 0 | |
| Rückführung zu Wasser von Dritten – anderes Wasser | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Gesamte Wasserrückführung in Gebiete mit Wasserstress | 31 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 31 | 0 | 0 | 0 |
Wasserverbrauch (m 3 )
| 2022 | Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtwasserverbrauch | 239.828 | 137.039 | 0 | 4.542 | 26.057 | 0 | 56.597 | 0 | 15.593 | 0 | 0 | |
| Gesamtwasser verbrauch aus Gebieten mit Wasserstress | 6.582 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 6.582 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2021 | Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Gesamtwasserverbrauch | 380.021 | 139.932 | 0 | 0 | 27.233 | 12 | 179.778 | 0 | 33.067 | 0 | 0 | |
| Gesamtwasser verbrauch aus Gebieten mit Wasserstress | 661 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 661 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2022 | Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beschäftigte gesamt | 19.515 | 11.003 | 364 | 1.175 | 2.783 | 161 | 2.333 | 338 | 1.182 | 172 | 4 | |
| Mitarbeiter gesamt | 16.437 | 9.602 | 312 | 973 | 2.265 | 148 | 1.710 | 314 | 982 | 127 | 4 | |
| Unbefristete Mitarbeiter | 15.455 | 9.602 | 261 | 913 | 2.095 | 119 | 1.371 | 309 | 670 | 111 | 4 | |
| Befristete Mitarbeiter | 982 | 0 | 51 | 60 | 170 | 29 | 339 | 5 | 312 | 16 | 0 | |
| Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter | 16.198 | 9.465 | 303 | 965 | 2.201 | 148 | 1.700 | 309 | 977 | 126 | 4 | |
| Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter | 239 | 137 | 9 | 8 | 64 | 0 | 10 | 5 | 5 | 1 | 0 | |
| Mitarbeiterinnen gesamt | 3.078 | 1.401 | 52 | 202 | 518 | 13 | 623 | 24 | 200 | 45 | 0 | |
| Unbefristete Mitarbeiterinnen | 2.802 | 1.401 | 49 | 168 | 485 | 13 | 447 | 24 | 172 | 43 | 0 | |
| Befristete Mitarbeiterinnen | 276 | 0 | 3 | 34 | 33 | 0 | 176 | 0 | 28 | 2 | 0 | |
| Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen | 2.317 | 850 | 28 | 185 | 369 | 12 | 609 | 24 | 195 | 45 | 0 | |
| Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen | 761 | 551 | 24 | 17 | 149 | 1 | 14 | 0 | 5 | 0 | 0 |
1 Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung
Beschäftigtenstand: 31. Dezember 2022
| 2021 | Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beschäftigte gesamt | 19.655 | 11.568 | 320 | 1.151 | 2.805 | 206 | 2.217 | 239 | 956 | 164 | 29 | |
| Mitarbeiter gesamt | 16.548 | 10.001 | 263 | 969 | 2.286 | 189 | 1.692 | 202 | 795 | 122 | 29 | |
| Unbefristete Mitarbeiter | 15.575 | 10.001 | 233 | 902 | 2.061 | 145 | 1.281 | 202 | 601 | 120 | 29 | |
| Befristete Mitarbeiter | 973 | 0 | 30 | 67 | 225 | 44 | 411 | 0 | 194 | 2 | 0 | |
| Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter | 16.323 | 9.874 | 254 | 963 | 2.214 | 189 | 1.683 | 202 | 793 | 122 | 29 | |
| Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter | 225 | 127 | 9 | 6 | 72 | 0 | 9 | 0 | 2 | 0 | 0 | |
| Mitarbeiterinnen gesamt | 3.107 | 1.567 | 57 | 182 | 519 | 17 | 525 | 37 | 161 | 42 | 0 | |
| Unbefristete Mitarbeiterinnen | 2.876 | 1.567 | 55 | 157 | 479 | 16 | 384 | 37 | 140 | 41 | 0 | |
| Befristete Mitarbeiterinnen | 231 | 0 | 2 | 25 | 40 | 1 | 141 | 0 | 21 | 1 | 0 | |
| Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen | 2.283 | 920 | 45 | 166 | 384 | 16 | 517 | 37 | 156 | 42 | 0 | |
| Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiterinnen | 824 | 647 | 12 | 16 | 135 | 1 | 8 | 0 | 5 | 0 | 0 |
1 Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung
Beschäftigtenstand: 31.# Dezember 2021
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Neueintritte nach Altersgruppen gesamt | 3.976 | 2.209 | 52 | 165 | 291 | 15 | 553 | 123 | 541 | 27 | 0 |
| Neueintritte unter 30 Jahren | 1.466 | 986 | 17 | 42 | 116 | 1 | 161 | 7 | 132 | 4 | 0 |
| Neueintritte 30 bis 50 Jahre | 1.971 | 975 | 26 | 95 | 123 | 11 | 327 | 97 | 297 | 20 | 0 |
| Neueintritte über 50 Jahre | 539 | 248 | 9 | 28 | 52 | 3 | 65 | 19 | 112 | 3 | 0 |
| Neueintritte nach Geschlecht gesamt | 3.976 | 2.209 | 52 | 165 | 291 | 15 | 553 | 123 | 541 | 27 | 0 |
| Neueintritte Mitarbeiter | 3.351 | 1.943 | 38 | 127 | 225 | 14 | 390 | 121 | 472 | 21 | 0 |
| Neueintritte Mitarbeiterinnen | 625 | 266 | 14 | 38 | 66 | 1 | 163 | 2 | 69 | 6 | 0 |
| Rate Neueintritte unter 30 Jahren (%) | 36,9 | 44,6 | 32,7 | 25,5 | 39,9 | 6,7 | 29,1 | 5,7 | 24,4 | 14,8 | 0,0 |
| Rate Neueintritte 30 bis 50 Jahre (%) | 49,6 | 44,1 | 50,0 | 57,6 | 42,3 | 73,3 | 59,1 | 78,9 | 54,9 | 74,1 | 0,0 |
| Rate Neueintritte über 50 Jahre (%) | 13,6 | 11,2 | 17,3 | 17,0 | 17,9 | 20,0 | 11,8 | 15,4 | 20,7 | 11,1 | 0,0 |
| Rate Neueintritte Mitarbeiter (%) | 84,3 | 88,0 | 73,1 | 77,0 | 77,3 | 93,3 | 70,5 | 98,4 | 87,2 | 77,8 | 0,0 |
| Rate Neueintritte Mitarbeiterinnen (%) | 15,7 | 12,0 | 26,9 | 23,0 | 22,7 | 6,7 | 29,5 | 1,6 | 12,8 | 22,2 | 0,0 |
| Fluktuation nach Altersgruppe gesamt | 3.605 | 2.015 | 107 | 145 | 456 | 42 | 437 | 61 | 320 | 20 | 2 |
| Austritte unter 30 Jahren | 958 | 649 | 26 | 30 | 113 | 3 | 77 | 7 | 50 | 3 | 0 |
| Austritte 30 bis 50 Jahre | 1.705 | 882 | 48 | 68 | 205 | 33 | 255 | 40 | 164 | 10 | 0 |
| Austritte über 50 Jahre | 942 | 484 | 33 | 47 | 138 | 6 | 105 | 14 | 106 | 7 | 2 |
| Fluktuation nach Geschlecht gesamt | 3.605 | 2.015 | 107 | 145 | 456 | 42 | 437 | 61 | 320 | 20 | 2 |
| Austritte Mitarbeiter | 3.161 | 1.806 | 80 | 124 | 375 | 39 | 372 | 57 | 290 | 16 | 2 |
| Austritte Mitarbeiterinnen | 444 | 209 | 27 | 21 | 81 | 3 | 65 | 4 | 30 | 4 | 0 |
| Fluktuationsrate gesamt (%) | 18,9 | 18,9 | 28,2 | 12,6 | 16,2 | 25,8 | 19,2 | 18,0 | 30,0 | 12,8 | 50,0 |
| Fluktuationsrate unter 30 Jahren (%) | 26,6 | 32,2 | 24,3 | 20,7 | 24,8 | 7,1 | 17,6 | 11,5 | 15,6 | 15,0 | 0,0 |
| Fluktuationsrate 30 bis 50 Jahre (%) | 47,3 | 43,8 | 44,9 | 46,9 | 45,0 | 78,6 | 58,4 | 65,6 | 51,3 | 50,0 | 0,0 |
| Fluktuationsrate über 50 Jahre (%) | 26,1 | 24,0 | 30,8 | 32,4 | 30,3 | 14,3 | 24,0 | 23,0 | 33,1 | 35,0 | 0,0 |
| Fluktuationsrate Mitarbeiter (%) | 19,2 | 18,8 | 25,6 | 12,7 | 16,6 | 26,4 | 21,8 | 18,4 | 29,5 | 12,6 | 50,0 |
| Fluktuationsrate Mitarbeiterinnen (%) | 14,4 | 14,9 | 51,9 | 10,4 | 15,6 | 23,1 | 10,4 | 16,7 | 15,0 | 8,9 | 0,0 |
¹ Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung. Berechnungsgrundlage: ganzjährig Beschäftigte (Angestellte und Gewerbliche).
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Neueintritte nach Altersgruppen gesamt | 3.930 | 2.281 | 82 | 133 | 312 | 51 | 546 | 111 | 393 | 20 | 1 |
| Neueintritte unter 30 Jahren | 1.349 | 962 | 27 | 33 | 119 | 7 | 86 | 13 | 94 | 8 | 0 |
| Neueintritte 30 bis 50 Jahre | 1.974 | 1.025 | 35 | 86 | 144 | 29 | 351 | 82 | 212 | 9 | 1 |
| Neueintritte über 50 Jahre | 607 | 294 | 20 | 14 | 49 | 15 | 109 | 16 | 87 | 3 | 0 |
| Neueintritte nach Geschlecht gesamt | 3.930 | 2.281 | 82 | 133 | 312 | 51 | 546 | 111 | 393 | 20 | 1 |
| Neueintritte Mitarbeiter | 3.383 | 2.029 | 65 | 107 | 254 | 51 | 406 | 102 | 356 | 12 | 1 |
| Neueintritte Mitarbeiterinnen | 547 | 252 | 17 | 26 | 58 | 0 | 140 | 9 | 37 | 8 | 0 |
| Rate Neueintritte unter 30 Jahren (%) | 34,3 | 42,2 | 32,9 | 24,8 | 38,1 | 13,7 | 15,8 | 11,7 | 23,9 | 40,0 | 0,9 |
| Rate Neueintritte 30 bis 50 Jahre (%) | 50,2 | 44,9 | 42,7 | 64,7 | 46,2 | 56,9 | 64,3 | 73,9 | 53,9 | 45,0 | 100,0 |
| Rate Neueintritte über 50 Jahre (%) | 15,4 | 12,9 | 24,4 | 10,5 | 15,7 | 29,4 | 20,0 | 14,4 | 22,1 | 15,0 | 0,0 |
| Rate Neueintritte Mitarbeiter (%) | 86,1 | 89,0 | 79,3 | 80,5 | 81,4 | 100,0 | 74,4 | 91,9 | 90,6 | 60,0 | 100,0 |
| Rate Neueintritte Mitarbeiterinnen (%) | 13,9 | 11,0 | 20,7 | 19,5 | 18,6 | 0,0 | 25,6 | 8,1 | 9,4 | 40,0 | 0,0 |
| Fluktuation nach Altersgruppe gesamt | 3.779 | 2.094 | 86 | 129 | 531 | 51 | 493 | 33 | 322 | 16 | 24 |
| Austritte unter 30 Jahren | 923 | 590 | 14 | 17 | 121 | 7 | 116 | 0 | 53 | 3 | 2 |
| Austritte 30 bis 50 Jahre | 1.789 | 916 | 36 | 67 | 246 | 33 | 264 | 32 | 168 | 9 | 18 |
| Austritte über 50 Jahre | 1.067 | 588 | 36 | 45 | 164 | 11 | 113 | 1 | 101 | 4 | 4 |
| Fluktuation nach Geschlecht gesamt | 3.779 | 2.094 | 86 | 129 | 531 | 51 | 493 | 33 | 322 | 16 | 24 |
| Austritte Mitarbeiter | 3.202 | 1.759 | 71 | 110 | 432 | 47 | 421 | 32 | 296 | 10 | 24 |
| Austritte Mitarbeiterinnen | 577 | 335 | 15 | 19 | 99 | 4 | 72 | 1 | 26 | 6 | 0 |
| Fluktuationsrate gesamt (%) | 19,2 | 18,1 | 26,9 | 11,2 | 18,9 | 24,8 | 22,2 | 13,8 | 33,7 | 9,8 | 82,8 |
| Fluktuationsrate unter 30 Jahren (%) | 24,4 | 28,2 | 16,3 | 13,2 | 22,8 | 13,7 | 23,5 | 0,0 | 16,5 | 18,8 | 8,3 |
| Fluktuationsrate 30 bis 50 Jahre (%) | 47,3 | 43,7 | 41,9 | 51,9 | 46,3 | 64,7 | 53,5 | 97,0 | 52,2 | 56,3 | 75,0 |
| Fluktuationsrate über 50 Jahre (%) | 28,2 | 28,1 | 41,9 | 34,9 | 30,9 | 21,6 | 22,9 | 3,0 | 31,4 | 25,0 | 16,7 |
| Fluktuationsrate Mitarbeiter (%) | 19,3 | 17,6 | 27,0 | 11,4 | 18,9 | 24,9 | 24,9 | 15,8 | 37,2 | 8,2 | 82,8 |
| Fluktuationsrate Mitarbeiterinnen (%) | 18,6 | 21,4 | 26,3 | 10,4 | 19,1 | 23,5 | 13,7 | 2,7 | 16,1 | 14,3 | 0,0 |
¹ Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung. Berechnungsgrundlage: ganzjährig Beschäftigte (Angestellte und Gewerbliche).
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beschäftigte in Elternzeit gesamt | 376 | 169 | 0 | 29 | 116 | 9 | 34 | 3 | 12 | 4 | 0 |
| Mitarbeiter | 118 | 37 | 0 | 1 | 62 | 8 | 1 | 2 | 7 | 0 | 0 |
| Mitarbeiterinnen | 258 | 132 | 0 | 28 | 54 | 1 | 33 | 1 | 5 | 4 | 0 |
| Rückkehr Beschäftigte nach Elternzeit gesamt | 200 | 67 | 13 | 4 | 84 | 7 | 13 | 3 | 6 | 3 | 0 |
| Mitarbeiter | 109 | 28 | 12 | 0 | 57 | 6 | 1 | 2 | 3 | 0 | 0 |
| Mitarbeiterinnen | 91 | 39 | 1 | 4 | 27 | 1 | 12 | 1 | 3 | 3 | 0 |
| Verbleib Beschäftigte nach zwölf Monaten | 150 | 58 | 0 | 4 | 73 | 2 | 9 | 3 | 1 | 0 | 0 |
| Mitarbeiter | 77 | 20 | 0 | 0 | 52 | 2 | 1 | 2 | 0 | 0 | 0 |
| Mitarbeiterinnen | 73 | 38 | 0 | 4 | 21 | 0 | 8 | 1 | 1 | 0 | 0 |
| Verbleibsrate Beschäftigte (%) | 91,5 | 89,2 | 0,0 | 83,3 | 98,6 | 50,0 | 90,0 | 100,0 | 50,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbleibsrate Mitarbeiter (%) | 90,6 | 80,0 | 0,0 | 0,0 | 98,1 | 50,0 | 0,0 | 100,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbleibsrate Mitarbeiterinnen (%) | 91,3 | 95,0 | 0,0 | 80,0 | 100,0 | 0,0 | 80,0 | 100,0 | 50,0 | 0,0 | 0,0 |
¹ Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung.
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Beschäftigte in Elternzeit gesamt | 307 | 140 | 0 | 29 | 87 | 6 | 32 | 0 | 7 | 6 | 0 |
| Mitarbeiter | 99 | 27 | 0 | 1 | 60 | 5 | 2 | 0 | 4 | 0 | 0 |
| Mitarbeiterinnen | 208 | 113 | 0 | 28 | 27 | 1 | 30 | 0 | 3 | 6 | 0 |
| Rückkehr Beschäftigte nach Elternzeit gesamt | 165 | 65 | 0 | 6 | 74 | 4 | 10 | 3 | 2 | 1 | 0 |
| Mitarbeiter | 85 | 25 | 0 | 1 | 53 | 4 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 |
| Mitarbeiterinnen | 80 | 40 | 0 | 5 | 21 | 0 | 10 | 1 | 2 | 1 | 0 |
| Verbleib Beschäftigte nach zwölf Monaten | 100 | 59 | 1 | 0 | 37 | 0 | 0 | 0 | 3 | 0 | 0 |
| Mitarbeiter | 54 | 24 | 0 | 0 | 30 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mitarbeiterinnen | 46 | 35 | 1 | 0 | 7 | 0 | 0 | 0 | 3 | 0 | 0 |
| Verbleibsrate Beschäftigte (%) | 64,1 | 79,7 | 50,0 | 0,0 | 71,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 75,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbleibsrate Mitarbeiter (%) | 73,0 | 88,9 | 0,0 | 0,0 | 69,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Verbleibsrate Mitarbeiterinnen (%) | 56,1 | 74,5 | 50,0 | 0,0 | 77,8 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 75,0 | 0,0 | 0,0 |
¹ Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung.
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Todesfälle durch arbeitsbedingte Verletzungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verletzungen mit schweren Folgen (ohne Todesfälle) | 13 | 9 | 0 | 0 | 3 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 |
| Dokumentierbare arbeitsbedingte Verletzungen | 534 | 412 | 2 | 7 | 75 | 1 | 30 | 1 | 5 | 1 | 0 |
| Geleistete Arbeitsstunden² | 34.978.267 | 18.731.816 | 620.006 | 1.983.109 | 5.230.436 | 225.343 | 4.196.201 | 1.773.811 | 1.897.852 | 283.726 | 35.967 |
| Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen³ | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (ohne Todesfälle)³ | 0,4 | 0,5 | 0,0 | 0,0 | 0,6 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,5 | 0,0 | 0,0 |
| Rate der dokumentier baren arbeitsbedingten Verletzungen³ | 15,3 | 22,0 | 3,2 | 3,5 | 14,3 | 4,4 | 7,1 | 0,6 | 2,6 | 3,5 | 0,0 |
¹ Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung.
² Berechnungsgrundlage: ganzjährig Beschäftigte.
³ Berechnung Raten auf Grundlage von 1.000.000 geleistete Stunden.
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Todesfälle durch arbeitsbedingte Verletzungen | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verletzungen mit schweren Folgen (ohne Todesfälle) | 7 | 4 | 1 | 0 | 2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dokumentierbare arbeitsbedingte Verletzungen | 545 | 409 | 6 | 6 | 81 | 1 | 40 | 0 | 1 | 1 | 0 |
| Geleistete Arbeitsstunden² | 34.647.301 | 18.999.371 | 519.072 | 1.926.389 | 5.557.591 | 304.285 | 4.055.419 | 780.521 | 1.706.584 | 270.278 | 527.791 |
| Rate der Todesfälle aufgrund arbeitsbedingter Verletzungen³ | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Rate arbeitsbedingter Verletzungen mit schweren Folgen (ohne Todesfälle)³ | 0,2 | 0,2 | 1,9 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Rate der dokumentier- baren arbeitsbedingten Verletzungen³ | 15,7 | 21,5 | 11,6 | 3,1 | 14,6 | 3,3 | 9,9 | 0,0 | 0,6 | 3,7 | 0,0 |
¹ Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung.
² Berechnungsgrundlage: ganzjährig Beschäftigte.
³ Berechnung Raten auf Grundlage von 1.000.000 geleistete Stunden.
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schulungsstunden nach Geschlecht | 103.547 | 44.365 | 12.804 | 3.271 | 16.961 | 1.405 | 16.202 | 8 | 7.250 | 1.281 | 0 |
| Männliche Angestellte | 69.791 | 31.656 | 11.997 | 2.175 | 11.571 | 907 | 7.556 | 4 | 3.375 | 550 | 0 |
| Weibliche Angestellte | 33.754 | 12.709 | 807 | 1.096 | 5.390 | 498 | 8.646 | 2 | 3.875 | 731 | 0 |
| Schulungsstunden nach Beschäftigtenkategorie | 103.546 | 44.365 | 12.803 | 3.271 | 16.961 | 1.405 | 16.202 | 8 | 7.250 | 1.281 | 0 |
| Obere Führungsebene¹ | 996 | 774 | 0 | 0 | 90 | 0 | 0 | 0 | 132 | 0 | 0 |
| Mittlere und untere Führungsebene² | 16.314 | 8.248 | 292 | 892 | 1.956 | 8 | 3.201 | 6 | 1.425 | 286 | 0 |
| Nicht-Führungsebene | 86.236 | 35.343 | 12.511 | 2.379 | 14.915 | 1.397 | 13.001 | 2 | 5.693 | 995 | 0 |
| Durchschnittliche Schulungsstunden nach Beschäftigtenkategorie³ | 12 | 11 | 69 | 5 | 10 | 35 | 10 | 0 | 14 | 11 | 0 |
| Obere Führungsebene¹ | 42 | 46 | 0 | 44 | 44 | 0 | 44 | 44 | 132 | 0 | 0 |
| Mittlere und untere Führungsebene² | 11 | 12 | 9 | 12 | 7 | 4 | 14 | 0 | 25 | 16 | 0 |
| Nicht-Führungsebene | 12 | 11 | 82 | 4 | 11 | 37 | 10 | 0 | 12 | 10 | 0 |
| Durchschnittliche Schulungsstunden nach Geschlecht³ | 12 | 11 | 69 | 5 | 10 | 35 | 10 | 0 | 14 | 11 | 0 |
| Männliche Angestellte | 12 | 12 | 88 | 5 | 10 | 34 | 8 | 0 | 10 | 8 | 0 |
| Weibliche Angestellte | 12 | 10 | 16 | 6 | 10 | 38 | 14 | 1 | 19 | 16 | 0 |
¹ Angestelltenbereich. Obere Führungsebene: Vorstand, Geschäftsführung.
² Mittlere und untere Führungsebene: Abteilungs-, Bereichs-, Gruppen- und Teamleitung.
³ Berechnungsgrundlage: ganzjährig Beschäftigte.
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Schulungsstunden nach Geschlecht | 76.396 | 35.049 | 1.438 | 5.784 | 11.200 | 1.845 | 11.790 | 9 | 7.979 | 1.302 | 0 |
| Männliche Angestellte | 51.562 | 26.777 | 781 | 4.600 | 8.073 | 982 | 5.898 | 8 | 3.727 | 716 | 0 |
| Weibliche Angestellte | 24.834 | 8.272 | 657 | 1.184 | 3.127 | 863 | 5.892 | 1 | 4.252 | 586 | 0 |
| Schulungsstunden nach Beschäftigtenkategorie | 76.396 | 35.049 | 1.438 | 5.784 | 11.200 | 1.845 | 11.790 | 9 | 7.979 | 1.302 | 0 |
| Obere Führungsebene¹ | 82 | 82 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mittlere und untere Führungsebene² | 10.686 | 5.401 | 652 | 384 | 1.300 | 35 | 1.146 | 0 | 1.290 | 478 | 0 |
| Nicht-Führungsebene | 65.628 | 29.566 | 786 | 5.400 | 9.900 | 1.810 | 10.644 | 9 | 6.689 | 824 | 0 |
| Durchschnittliche Schulungsstunden nach Beschäftigtenkategorie³ | 9 | 9 | 7 | 9 | 7 | 35 | 9 | 0 | 19 | 12 | 0 |
| Obere Führungsebene¹ | 3 | 5 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Mittlere und untere Führungsebene² | 7 | 8 | 14 | 6 | 5 | 12 | 5 | 0 | 26 | 24 | 0 |
| Nicht-Führungsebene | 9 | 9 | 5 | 9 | 7 | 36 | 9 | 0 | 18 | 9 | 0 |
| Durchschnittliche Schulungsstunden nach Geschlecht³ | 9 | 9 | 7 | 9 | 7 | 35 | 9 | 0 | 19 | 12 | 0 |
| Männliche Angestellte | 9 | 10 | 5 | 10 | |||||||
| Weibliche Angestellte | 12 | 10 |
¹ Angestelltenbereich. Obere Führungsebene: Vorstand, Geschäftsführung.
² Mittlere und untere Führungsebene: Abteilungs-, Bereichs-, Gruppen- und Teamleitung.
³ Berechnungsgrundlage: ganzjährig Beschäftigte.## Mitarbeitergespräche nach Geschlecht
| 2022 Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Männliche Angestellte | 4.465 | 2.195 | 57 | 367 | 724 | 20 | 730 | 81 | 224 | 67 | 0 |
| Weibliche Angestellte | 2.023 | 864 | 26 | 143 | 350 | 11 | 433 | 14 | 147 | 35 | 0 |
| Gesamtprozentsatz der Mitarbeitergespräche (%) | 91,0 | 93,6 | 64,8 | 85,4 | 89,1 | 91,2 | 88,6 | 90,5 | 98,4 | 100,0 | 0,0 |
| Männliche Angestellte 1 (%) | 89,7 | 92,6 | 60,0 | 83,6 | 87,0 | 90,9 | 87,5 | 90,0 | 98,2 | 100,0 | 0,0 |
| Weibliche Angestellte 1 (%) | 94,0 | 96,2 | 78,8 | 90,5 | 93,6 | 91,7 | 90,4 | 93,3 | 98,7 | 100,0 | 0,0 |
1: Anzahl der tatsächlich geführten Gespräche im Verhältnis zu den vorgesehenen Gesprächen
| 2022 Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Obere Führungsebene 2 | 20 | 12 | 1 | 1 | 2 | 0 | 2 | 1 | 1 | 0 | 0 |
| Mittlere und untere Führungsebene 3 | 1.129 | 622 | 17 | 67 | 188 | 0 | 159 | 0 | 58 | 18 | 0 |
| Nicht-Führungsebene | 5.339 | 2.425 | 65 | 442 | 884 | 31 | 1.002 | 94 | 312 | 84 | 0 |
| Obere Führungsebene 1,2 (%) | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mittlere und untere Führungsebene 1 ,3 (%) | 91,0 | 93,0 | 54,8 | 95,7 | 85,8 | 0,0 | 90,3 | 0,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 |
| Nicht-Führungsebene 1 (%) | 91,0 | 93,7 | 67,7 | 84,0 | 89,7 | 91,2 | 88,3 | 90,4 | 98,1 | 100,0 | 0,0 |
1: Anzahl der tatsächlich geführten Gespräche im Verhältnis zu den vorgesehenen Gesprächen
2: Obere Führungsebene: Vorstand, Geschäftsführung
3: Mittlere und untere Führungsebene: Abteilungs-, Bereichs-, Gruppen- und Teamleitung
| 2021 Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Männliche Angestellte | 4.374 | 2.061 | 81 | 407 | 946 | 31 | 562 | 64 | 162 | 60 | 0 |
| Weibliche Angestellte | 1.823 | 794 | 33 | 109 | 393 | 15 | 323 | 20 | 105 | 31 | 0 |
| Gesamtprozentsatz der Mitarbeitergespräche (%) | 90,3 | 90,3 | 70,4 | 89,3 | 92,1 | 100,0 | 99,7 | 56,8 | 80,9 | 97,8 | 0,0 |
| Männliche Angestellte 1 (%) | 88,9 | 89,0 | 66,9 | 89,1 | 91,4 | 100,0 | 99,5 | 52,9 | 76,4 | 98,4 | 0,0 |
| Weibliche Angestellte 1 (%) | 93,9 | 93,9 | 80,5 | 90,1 | 93,8 | 100,0 | 100,0 | 74,1 | 89,0 | 96,9 | 0,0 |
1: Anzahl der tatsächlich geführten Gespräche im Verhältnis zu den vorgesehenen Gesprächen
| 2021 Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Obere Führungsebene 2 | 17 | 12 | 1 | 1 | 0 | 0 | 2 | 1 | 0 | 0 | 0 |
| Mittlere und untere Führungsebene 3 | 1.119 | 602 | 32 | 61 | 247 | 3 | 107 | 10 | 39 | 18 | 0 |
| Nicht-Führungsebene | 5.061 | 2.241 | 81 | 454 | 1.092 | 43 | 776 | 73 | 228 | 73 | 0 |
| Obere Führungsebene 1,2 (%) | 94,4 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 0,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mittlere und untere Führungsebene 1 ,3 (%) | 89,5 | 90,0 | 72,7 | 95,3 | 91,8 | 100,0 | 100,0 | 34,5 | 84,8 | 94,7 | 0,0 |
| Nicht-Führungsebene 1 (%) | 90,5 | 90,3 | 69,2 | 88,5 | 92,2 | 100,0 | 99,6 | 61,9 | 80,3 | 98,6 | 0,0 |
1: Anzahl der tatsächlich geführten Gespräche im Verhältnis zu den vorgesehenen Gesprächen
2: Obere Führungsebene: Vorstand, Geschäftsführung
3: Mittlere und untere Führungsebene: Abteilungs-, Bereichs-, Gruppen- und Teamleitung
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Männliche Mitglieder des Kontrollorgans (%) | 75,0 | 75,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Weibliche Mitglieder des Kontrollorgans (%) | 25,0 | 25,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitglieder Kontrollorgan unter 30 Jahren (%) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitglieder Kontrollorgan 30 bis 50 Jahre (%) | 16,7 | 16,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitglieder Kontrollorgan über 50 Jahre (%) | 83,3 | 83,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitarbeiter obere Führungsebene 1 (%) | 95,8 | 93,8 | 0,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitarbeiterinnen obere Führungsebene 1 (%) | 4,2 | 6,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitarbeiter mittlere und untere Führungsebene 2 (%) | 85,9 | 90,4 | 96,9 | 91,7 | 90,4 | 100,0 | 68,9 | 97,4 | 62,1 | 64,7 | 0,0 |
| Mitarbeiterinnen mittlere und untere Führungsebene 2 (%) | 14,1 | 9,6 | 3,1 | 8,3 | 9,6 | 0,0 | 31,1 | 2,6 | 37,9 | 35,3 | 0,0 |
| Mitarbeiter in Nicht-Führungsebene (%) | 84,1 | 87,0 | 84,6 | 82,2 | 80,3 | 91,8 | 73,7 | 92,2 | 84,1 | 74,8 | 100,0 |
| Mitarbeiterinnen in Nicht-Führungsebene (%) | 15,9 | 13,0 | 15,4 | 17,8 | 19,7 | 8,2 | 26,3 | 7,8 | 15,9 | 25,2 | 0,0 |
| Obere Führungsebene unter 30 Jahren 1 (%) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Obere Führungsebene 30 bis 50 Jahre 1 (%) | 25,0 | 12,5 | 0,0 | 100,0 | 33,3 | 0,0 | 100,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Obere Führungsebene über 50 Jahre 1 (%) | 75,0 | 87,5 | 0,0 | 0,0 | 66,7 | 0,0 | 0,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mittlere und untere Führungsebene unter 30 Jahren 2 (%) | 0,4 | 0,4 | 0,0 | 1,4 | 0,3 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mittlere und untere Führungsebene 30 bis 50 Jahre 2 (%) | 55,8 | 52,0 | 71,9 | 58,3 | 41,2 | 100,0 | 76,4 | 43,6 | 82,8 | 70,6 | 100,0 |
| Mittlere und untere Führungsebene über 50 Jahre 2 (%) | 43,8 | 47,5 | 28,1 | 40,3 | 58,4 | 0,0 | 23,1 | 56,4 | 17,2 | 29,4 | 0,0 |
| Nicht-Führungsebene unter 30 Jahren (%) | 19,4 | 22,3 | 24,1 | 11,4 | 16,4 | 5,7 | 18,0 | 6,5 | 15,1 | 9,7 | 0,0 |
| Nicht-Führungsebene 30 bis 50 Jahre (%) | 51,4 | 47,9 | 44,9 | 60,7 | 46,2 | 65,4 | 61,0 | 80,2 | 58,5 | 67,7 | 100,0 |
| Nicht-Führungsebene über 50 Jahre (%) | 29,2 | 29,8 | 31,0 | 27,9 | 37,4 | 28,9 | 21,0 | 13,3 | 26,4 | 22,6 | 0,0 |
1: Obere Führungsebene: Vorstand, Geschäftsführung
2: Mittlere und untere Führungsebene: Abteilungs-, Bereichs-, Gruppen- und Teamleitung
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Männliche Mitglieder des Kontrollorgans (%) | 83,3 | 83,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Weibliche Mitglieder des Kontrollorgans (%) | 16,7 | 16,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitglieder Kontrollorgan unter 30 Jahren (%) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitglieder Kontrollorgan 30 bis 50 Jahre (%) | 8,3 | 8,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitglieder Kontrollorgan über 50 Jahre (%) | 91,7 | 91,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitarbeiter obere Führungsebene 1 (%) | 96,0 | 93,8 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitarbeiterinnen obere Führungsebene 1 (%) | 4,0 | 6,3 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mitarbeiter mittlere und untere Führungsebene 2 (%) | 86,8 | 90,3 | 95,7 | 94,2 | 91,5 | 100,0 | 69,7 | 97,7 | 62,0 | 65,0 | 100,0 |
| Mitarbeiterinnen mittlere und untere Führungsebene 2 (%) | 13,2 | 9,7 | 4,3 | 5,8 | 8,5 | 0,0 | 30,3 | 2,3 | 38,0 | 35,0 | 0,0 |
| Mitarbeiter in Nicht-Führungsebene (%) | 84,0 | 86,2 | 79,9 | 83,5 | 80,3 | 91,6 | 77,0 | 81,5 | 84,3 | 75,7 | 100,0 |
| Mitarbeiterinnen in Nicht-Führungsebene (%) | 16,0 | 13,8 | 20,1 | 16,5 | 19,7 | 8,4 | 23,0 | 18,5 | 15,7 | 24,3 | 0,0 |
| Obere Führungsebene unter 30 Jahren 1 (%) | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Obere Führungsebene 30 bis 50 Jahre 1 (%) | 36,0 | 25,0 | 0,0 | 100,0 | 33,3 | 0,0 | 100,0 | 100,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Obere Führungsebene über 50 Jahre 1 (%) | 64,0 | 75,0 | 100,0 | 0,0 | 66,7 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 100,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mittlere und untere Führungsebene unter 30 Jahren 2 (%) | 0,6 | 0,6 | 2,2 | 0,0 | 0,4 | 0,0 | 0,9 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| Mittlere und untere Führungsebene 30 bis 50 Jahre 2 (%) | 57,8 | 55,9 | 56,5 | 68,1 | 42,6 | 66,7 | 76,8 | 46,5 | 90,0 | 55,0 | 33,3 |
| Mittlere und untere Führungsebene über 50 Jahre 2 (%) | 41,7 | 43,5 | 41,3 | 31,9 | 57,0 | 33,3 | 22,3 | 53,5 | 10,0 | 45,0 | 66,7 |
| Nicht-Führungsebene unter 30 Jahren (%) | 20,4 | 22,5 | 26,7 | 12,8 | 17,0 | 7,9 | 22,3 | 7,7 | 14,5 | 12,5 | 8,7 |
| Nicht-Führungsebene 30 bis 50 Jahre (%) | 50,4 | 47,7 | 46,5 | 60,1 | 46,0 | 67,5 | 55,9 | 80,5 | 59,4 | 65,3 | 87,0 |
| Nicht-Führungsebene über 50 Jahre (%) | 29,2 | 29,9 | 26,7 | 27,1 | 36,9 | 24,6 | 21,8 | 11,8 | 26,1 | 22,2 | 4,3 |
1: Obere Führungsebene: Vorstand, Geschäftsführung
2: Mittlere und untere Führungsebene: Abteilungs-, Bereichs-, Gruppen- und Teamleitung
| AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verhältnis der Jahresgesamtvergütung für ganzjährig Beschäftigte 1 | 29,2 | 4,1 | 7,6 | 11,0 | 2,2 | 6,1 | 3,0 | 17,4 | 4,6 | 0,0 |
1: Die am höchsten bezahlte Person zum Median der Jahresgesamtvergütung für ganzjährig Beschäftigte
| AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Verhältnis der Jahresgesamtvergütung für ganzjährig Beschäftigte 1 | 18,7 | 4,1 | 7,1 | 4,8 | 3,0 | 13,3 | 5,0 | 18,6 | 3,6 | 8,2 |
1: Die am höchsten bezahlte Person zum Median der Jahresgesamtvergütung für ganzjährig Beschäftigte
| AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Veränderung des Verhältnisses der Jahresgesamtvergütung für ganzjährig Beschäftigte zum Median von 2021 zu 2022 (%) | 2,6 | 0,0 | 2,4 | 10,4 | 13,8 | 23,9 | 0,0 | 15,0 | -2,2 | 0,0 |
| Veränderung des Verhältnisses der Jahresgesamtvergütung für die höchstbezahlte Person in der Organisation von 2021 zu 2022 (%) 1 | 61,9 | 0,0 | 91,0 | 32,6 | -47,1 | 16,7 | 3,0 | 11,8 | 0,0 | 0,0 |
1: Die Ursache für Veränderungen bei den Höchstverdienenden sind Prämienzahlungen in 2022. In 2021 gab es aus den Ergebnissen von 2021 keine Prämien.
2: Höchstverdiener von Ebene E3 auf Ebene E2 und Prämienzahlung
3: Höchstverdiener 2021 in Norwegen ausgeschieden
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnittliche Beschäftigte 1 | 19.024 | 10.674 | 380 | 1.152 | 2.810 | 163 | 2.280 | 338 | 1.067 | 156 | 4 |
| Personalaufwand | 1.334.810 | 869.685 | 45.169 | 42.102 | 218.903 | 10.912 | 91.905 | 24.036 | 24.731 | 6.932 | 435 |
| Durchschnittlicher Personalaufwand pro Beschäftigtem | 70 | 81 | 119 | 37 | 78 | 67 | 40 | 71 | 23 | 44 | 109 |
1: Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnittliche Beschäftigte 1 | 19.565 | 10.899 | 314 | 1.132 | 2.846 | 210 | 2.505 | 411 | 972 | 161 | 115 |
| Personalaufwand | 1.261.378 | 831.651 | 37.953 | 36.323 | 212.311 | 12.817 | 87.131 | 16.051 | 18.721 | 5.742 | 2.678 |
| Durchschnittlicher Personalaufwand pro Beschäftigtem | 64 | 76 | 121 | 32 | 75 | 61 | 35 | 39 | 19 | 36 | 23 |
1: Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnittliche Beschäftigte 1 | 19.024 | 10.674 | 380 | 1.152 | 2.810 | 163 | 2.280 | 338 | 1.067 | 156 | 4 |
| Aus- und Weiterbildungskosten | 5.124 | 2.893 | 154 | 195 | 1.016 | 45 | 590 | 99 | 93 | 39 | 0 |
| Durchschnittliche Aus- und Weiterbildungskosten pro Beschäftigtem | 0,27 | 0,27 | 0,41 | 0,17 | 0,36 | 0,28 | 0,26 | 0,29 | 0,09 | 0,25 | 0,00 |
1: Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung
| Gesamt | AT | CH | CZ | DE | NO | PL | QA | RO | SK | VAE | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Durchschnittliche Beschäftigte 1 | 19.565 | 10.899 | 314 | 1.132 | 2.846 | 210 | 2.505 | 411 | 972 | 161 | 115 |
| Aus- und Weiterbildungskosten | 4.004 | 2.318 | 147 | 234 | 610 | 71 | 481 | 42 | 84 | 13 | 3 |
| Durchschnittliche Aus- und Weiterbildungskosten pro Beschäftigtem | 0,20 | 0,21 | 0,47 | 0,21 | 0,21 | 0,34 | 0,19 | 0,10 | 0,09 | 0,01 | 0,02 |
1: Bezieht sich auf den Berichtskreis der nichtfinanziellen Erklärung
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Interne Kommunikation der Compliance-Richtlinien | 19515 | 19667 |
| Mitglieder des Kontrollorgans | 12 | 12 |
| Beschäftigte der oberen Führungsebene | 24 | 25 |
| Beschäftigte der mittleren und unteren Führungsebene | 1422 | 1426 |
| Beschäftigte der Nicht-Führungsebene | 18069 | 18204 |
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Mitglieder des Kontrollorgans (%) | 100.0 | 100.0 |
| Beschäftigte der oberen Führungsebene 1 (%) | 100.0 | 100.0 |
| Beschäftigte der mittleren und unteren Führungsebene 2 (%) | 100.0 | 100.0 |
| Beschäftigte der Nicht-Führungsebene (%) | 100.0 | 100.0 |
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Schulung zur Korruptionsbekämpfung | 3158 | 1655 |
| Mitglieder des Kontrollorgans | 12 | 0 |
| Beschäftigte der oberen Führungsebene 1 | 24 | 5 |
| Beschäftigte der mittleren und unteren Führungsebene 2 | 1220 | 1200 |
| Beschäftigte der Nicht-Führungsebene | 1938 | 450 |
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Mitglieder des Kontrollorgans (%) | 100.0 | 0.0 |
| Beschäftigte der oberen Führungsebene 1 (%) | 100.0 | 20.0 |
| Beschäftigte der mittleren und unteren Führungsebene 2 (%) | 85.8 | 84.2 |
| Beschäftigte der Nicht-Führungsebene (%) | 10.7 | 2.5 |
1 Obere Führungsebene: Vorstand, Geschäftsführung;
2 Mittlere und untere Führungsebene: Abteilungs-, Bereichs-, Gruppen- und Teamleitung
Wir haben den Konzernabschluss der PORR AG, Wien, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), bestehend aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerngeldflussrechnung, Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 und der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum des Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Bilanzierung von Erlösen aus Bauleistungen
Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen
Die Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge des PORR Konzerns resultieren zu einem sehr hohen Anteil aus Erlösen aus Bauleistungen, welche gemäß IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden bilanziert werden. Im Geschäftsjahr 2022 wurden rd. 94 % der Umsätze damit erzielt. Die Umsatzrealisierung erfolgt im Allgemeinen zeitraumbezogen über die Laufzeit der erbrachten Leistung, unter Anwendung der output-orientierten Methode. Umsätze und anteilige Teilgewinne werden dabei auf Basis des Fertigstellungsgrades erfasst. Ist es wahrscheinlich, dass die gesamten Auftragskosten die entsprechenden Auftragserlöse übersteigen, wird für den erwarteten Gesamtverlust eine Drohverlustrückstellung gebildet. Für bereits übergebene Bauvorhaben bestehen Gewährleistungsverpflichtungen. Bei einigen Bauaufträgen gibt es unterschiedliche Auffassungen von Kunden und/oder Lieferanten über die vertraglichen Ansprüche und/oder Verpflichtungen des PORR Konzerns. Diese werden in Verhandlungen mit den Vertragspartnern, sowie in gerichtlichen und außergerichtlichen (Schieds)Verfahren geklärt. Nachträge werden dann angesetzt, wenn ein vertraglicher Vergütungsanspruch besteht und sie verlässlich bewertet werden können. Für Gewährleistungsansprüche, drohende und geltend gemachte Pönalen und Schäden wird durch Bildung von Rückstellungen für Bauten Vorsorge getroffen.
Die Beurteilung von Kundenverträgen bis zum Projektabschluss, insbesondere im Hinblick auf die Bilanzierung von Nachträgen, die Höhe der voraussichtlichen Gesamtauftragskosten und des Auftragsergebnisses sowie die Höhe der gemäß POC-Methode abzugrenzenden Auftragserlöse basiert ebenso wie die geschätzten Aufwendungen und Verpflichtungen für Pönalen, Schäden und Gewährleistungen auf Annahmen und Erwartungen über die künftige Auftragsent- und -abwicklung sowie den Ausgang der Verhandlungen und Verfahren mit den Vertragspartnern und ist daher in hohem Maße abhängig von Schätzungen. Das Risiko für den Konzernabschluss besteht darin, dass die Bilanzierung der Kundenverträge und der damit verbundenen Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund der erforderlichen Annahmen und Schätzungen unsicher ist und diese falsch dargestellt werden.
Verweis auf weitergehende Informationen: Die Umsatzrealisierung aus Bauleistungen ist ebenso wie die Darstellung der damit verbundenen Bilanzposten und Rückstellungen in Kapitel 6. (Umsatzerlöse) des Konzernanhangs erläutert und enthält ebenfalls Angaben zu wesentlichen Schätzungsunsicherheiten. Weiters wird der Anteil der Erlöse aus Bauleistungen am Gesamtumsatz dargestellt. Der Abschnitt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (22.) enthält Angaben zu den Vertragsvermögenswerten, den darin enthaltenen Teilgewinnen sowie den zurechenbaren erhaltenen Anzahlungen. Aufträge mit passivischem Überhang sind im Posten Übrige Verbindlichkeiten (37.) als Vertragsverbindlichkeiten dargestellt. In Kapitel 32. (Rückstellungen) finden sich Details zur Zusammensetzung und Entwicklung der Rückstellungen für Bauten. Wirtschaftliche Auswirkungen des Klimawandels, der Ukrainekrise und von Energieengpässen sind in Kapitel 5. des Konzernanhangs dargestellt.
Prüferisches Vorgehen
Im Zuge unserer Prüfung haben wir ein Verständnis der für die Bilanzierung der Erlöse aus Bauleistungen, relevanten Prozesse erlangt und die Wirksamkeit ausgewählter interner Kontrollen überprüft. Dies betraf vor allem die technische, rechtliche und kaufmännische Prüfung und Freigabe neuer Aufträge, die Ableitung der Auftragserlöse und -kosten und deren Erfassung und die konzerninterne Überwachung und Überprüfung laufender Projekte und Kalkulationen bis zum Projektabschluss nach Ablauf des Gewährleistungszeitraums. Auf Basis der Ergebnisse dieser Kontrolltests haben wir eine Stichprobe der Kundenverträge aus Bauleistungen für eine tiefergehende Prüfung gezogen. Mit Fokus auf hohe Schätzungsunsicherheiten und Fehlerrisiken wurde diese unter Berücksichtigung verschiedener relevanter Parameter wie z. B. Marge und Ergebnisentwicklung, Auftragswert, Bilanzansatz, eingebrachte und aktivierte Nachträge, strittige Ansprüche und interne Berichterstattung des Risikomanagements ausgewählt. Unsere Prüfungshandlungen für die gewählte Stichprobe umfassten vor allem:
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht und im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art der Zusicherung.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder zu unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.# Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Konzernabschluss
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigten, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt:
Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil. Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Zu der im Konzernlagebericht enthaltenen konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung ist es unsere Verantwortlichkeit zu prüfen, ob sie aufgestellt wurde, sie zu lesen und dabei zu würdigen, ob diese sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnisse aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Konzernlagebericht nicht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 17. Juni 2022 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 8. August 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2002 Abschlussprüfer. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Konzernabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Peter Bartos.
Wien, am 22. März 2023
BDO Assurance GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
(als Gesamtrechtsnachfolgerin der BDO Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft)
Mag. Peter Bartos
Wirtschaftsprüfer
ppa. MMag. Nicole Doppelhofer
Wirtschaftsprüferin
Wir haben die Prüfung zur Erlangung begrenzter Sicherheit der im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht integrierten konsolidierten nichtfinanziellen Erklärung (im Folgenden „nichtfinanziellen Erklärung“) gemäß § 267a UGB der PORR AG (im Folgenden „Gesellschaft") für das Geschäftsjahr 2022 durchgeführt.# Der Prüfungsauftrag ist im Zuge der Abspaltung des Prüfungsbetriebes der BDO Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft mit Wirkung zum 26. Jänner 2023 im Wege der Gesamtrechtsnachfolge mit allen Rechten und Pflichten auf die BDO Assurance GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft übergegangen.
Wir haben für die nachfolgenden nichtfinanziellen Angaben im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht der Gesellschaft eine Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit durchgeführt (im Folgenden „nichtfinanzielle Angaben“):
– Nichtfinanzielle Erklärung (S 69 – S 121);
– Risiko- und Auswirkungsanalyse der nichtfinanziellen Risiken (S 128 – S 129);
– Klimabezogene Risiken und Chancen (S 130 – S 135);
– EU-Taxonomie-Verordnung (S 212 – S 217);
– ESG-Kennzahlen (S 219 – S 239);
– GRI-Inhaltsindex (S 240 – S 247);
Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht, ausgenommen die nichtfinanziellen Angaben, den Konzernabschluss, den Konzernlagebericht und den Bestätigungsvermerk. Unser Prüfungsurteil zu den nichtfinanziellen Angaben erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art der Zusicherung. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung der nichtfinanziellen Angaben haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zu den nichtfinanziellen Angaben aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen.
Auf der Grundlage unserer Prüfungshandlungen und der von uns erlangten Nachweise sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die nichtfinanziellen Angaben für das Geschäftsjahr 2022 der Gesellschaft nicht in allen wesentlichen Belangen in Übereinstimmung mit den Anforderungen des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (§ 267a UGB), den Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung der Global Reporting Initiative (im Folgenden „GRI Standards 2021“) sowie Artikel 8 der EU-Taxonomie Verordnung ((EU) 2020/852) iVm Artikel 10 Abs. 4 der delegierten Verordnung ((EU) 2021/2178) iVm Artikel 9 lit. a und b der EU-Taxonomie Verordnung ((EU) 2020/852) aufgestellt wurde.
Die ordnungsgemäße Aufstellung der nichtfinanziellen Angaben in Übereinstimmung mit den Vorgaben des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (NaDiVeG) (§ 267a UGB), den GRI Standards 2021 sowie Artikel 8 der EU-Taxonomie Verordnung ((EU) 2020/852) iVm Artikel 10 Abs. 4 der delegierten Verordnung ((EU) 2021/2178) iVm Artikel 9 lit. a und b der EU-Taxonomie Verordnung ((EU) 2020/852) liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter umfasst zum einen die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden zur nichtfinanziellen Berichterstattung (insbesondere Auswahl der wesentlichen Themen) sowie das Treffen von Annahmen und die Vornahme von Schätzungen zu einzelnen Nachhaltigkeitsangaben, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind. Zum anderen umfasst die Verantwortung die Konzeption, Implementierung und Aufrechterhaltung von Systemen, Prozessen und internen Kontrollen, um die Aufstellung einer Nachhaltigkeitsberichterstattung zu ermöglichen, die frei von wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellung ist. Auch umfasst die Verantwortung die Auswahl und Anwendung angemessener Methoden im Rahmen der Anwendung des Artikel 8 der EU-Taxonomie Verordnung ((EU) 2020/852) iVm Artikel 10 Abs. 4 der delegierten Verordnung ((EU) 2021/2178) iVm Artikel 9 lit. a und b der EU-Taxonomie Verordnung ((EU) 2020/852).
Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfungshandlungen und der von uns erlangten Nachweise eine Beurteilung darüber abzugeben, ob uns Sachverhalte bekanntgeworden sind, die uns zu der Annahme veranlassen, dass die nichtfinanziellen Angaben der Gesellschaft zum 31.12.2022 in wesentlichen Belangen nicht mit den gesetzlichen Vorschriften des Nachhaltigkeits- und Diversitätsverbesserungsgesetz (§ 267a UGB), den GRI Standards 2021 sowie Artikel 8 der EU-Taxonomie Verordnung ((EU) 2020/852) iVm Artikel 10 Abs. 4 der delegierten Verordnung ((EU) 2021/2178) iVm Artikel 9 lit. a und b der EU-Taxonomie Verordnung ((EU) 2020/852) übereinstimmt. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der österreichischen berufsüblichen Grundsätze zu sonstigen Prüfungen (KFS/PG 13) und dem für derartige Aufträge geltenden International Standard on Assurance Engagements (ISAE 3000 (Revised)) durchgeführt. Danach haben wir unsere Berufspflichten einschließlich Vorschriften zur Unabhängigkeit einzuhalten und den Auftrag unter Berücksichtigung des Grundsatzes der Wesentlichkeit so zu planen und durchzuführen, dass wir unsere Beurteilung mit einer begrenzten Sicherheit abgeben können. Bei einer Prüfung zur Erlangung einer begrenzten Sicherheit sind die durchgeführten Prüfungshandlungen im Vergleich zu einer Prüfung zur Erlangung einer hinreichenden Sicherheit weniger umfangreich, so dass dementsprechend eine geringere Sicherheit gewonnen wird. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Prüfers und umfasste insbesondere folgende Tätigkeiten:
– Befragung von für die Wesentlichkeitsanalyse verantwortlichen Mitarbeitern auf Konzernebene, um ein Verständnis über die Vorgehensweise zur Identifizierung wesentlicher Nachhaltigkeitsthemen und entsprechender Berichtsgrenzen zu erlangen;
– Risikoeinschätzung, einschließlich einer Medienanalyse, zu relevanten Informationen über die Nachhaltigkeitsleistung der Gesellschaft in der Berichtsperiode;
– Einschätzung der Konzeption und der Implementierung von Systemen und Prozessen für die Ermittlung, Verarbeitung und Überwachung von Angaben zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, Achtung von Menschenrechten und Bekämpfung von Korruption und Bestechung, einschließlich der Konsolidierung der Daten;
– Befragungen von Mitarbeitern auf Konzernebene, die für die Ermittlung und Konsolidierung sowie die Durchführung der internen Kontrollhandlungen bezüglich der Angaben zu Konzepten, Risiken, Due Diligence Prozessen, Ergebnissen und Leistungsindikatoren verantwortlich sind;
– Einschätzung der Konzeption und der Implementierung von Systemen und Prozessen für die Ermittlung, Verarbeitung und Überwachung der im Prüfungsumfang enthaltenen Angaben und Kennzahlen zur Nachhaltigkeitsleistung, einschließlich der Konsolidierung der Daten;
– Einsichtnahme in ausgewählte interne und externe Dokumente, um zu bestimmen, ob qualitative und quantitative Informationen durch ausreichende Nachweise hinterlegt sowie zutreffend und ausgewogen dargestellt sind;
– Einschätzung der lokalen Datenerhebungs-, Validierungs- und Berichterstattungsprozesse sowie der Verlässlichkeit der gemeldeten Daten durch eine Prozess- und Stichprobenerhebung der deutschen Gesellschaft PORR GmbH & Co. KGaA. Die Befragung der Mitarbeiter wurde durch einen Vor-Ort-Besuch in der Zentrale in München durchgeführt;
– Analytische Beurteilung der Daten und Trends der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für die im GRI-Index angeführten GRI Standards 2021, welche zur Konsolidierung auf Konzernebene von allen Standorten gemeldet wurden;
– Beurteilung, ob die Anforderungen gemäß § 267a UGB sowie der GRI Standards 2021 angemessen adressiert wurden;
– Beurteilung, ob die Anforderungen des Artikel 8 der EU-Taxonomie Verordnung (2020/852) iVm Artikel 10 Abs. 4 der delegierten Verordnung (2021/2178) iVm Artikel 9 lit. a und b der EU-Taxonomie Verordnung (2020/852) angemessen adressiert wurden;
– Beurteilung der Gesamtdarstellung der Angaben durch kritisches Lesen der nichtfinanziellen Angaben.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und angemessen sind, um als Grundlage für unsere Beurteilung zu dienen.
Gegenstand unseres Auftrages ist weder eine Abschlussprüfung noch eine prüferische Durchsicht von Abschlüssen. Ebenso ist weder die Aufdeckung und Aufklärung doloser Handlungen, wie z. B. von Unterschlagungen oder sonstigen Untreuehandlungen und Ordnungswidrigkeiten, noch die Beurteilung der Effektivität und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung Gegenstand unseres Auftrages. Darüber hinaus ist die Prüfung zukunftsbezogener Angaben, Vorjahreszahlen, Aussagen aus externen Dokumentationsquellen und Expertenmeinungen sowie der Inhalt von Verweisen auf weiterführende Berichterstattung der Gesellschaft nicht Gegenstand unseres Auftrages. Die im Rahmen der Jahresabschlussprüfung geprüften Angaben wurden auf korrekte Übernahme geprüft (keine inhaltliche Prüfung).
Da unser Bericht ausschließlich im Auftrag und im Interesse des Auftraggebers erstellt wird, bildet er keine Grundlage für ein allfälliges Vertrauen anderer dritter Personen auf seinen Inhalt. Ansprüche anderer dritter Personen können daher daraus nicht abgeleitet werden. Eine Veröffentlichung unserer Prüfbescheinigung gemeinsam mit dem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht stimmen wir zu.
Grundlage für unsere Prüfung ist der mit der Gesellschaft abgeschlossene Prüfungsvertrag, bei dem die von der Kammer der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer herausgegebenen "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftstreuhandberufe" (Beilage II) subsidiär, für den Fall, dass in den vorrangigen Vereinbarungsgrundlagen (siehe Punkt 2. der Rahmenvereinbarung) keine abweichende Regelung getroffen wurde, einen integrierten Bestandteil bilden. Diese Auftragsbedingungen gelten nicht nur zwischen der Gesellschaft und dem Abschlussprüfer, sondern auch gegenüber Dritten. Bezüglich unserer Verantwortlichkeit und Haftung gegenüber der Gesellschaft und gegenüber Dritten ist in Ergänzung zu Punkt 7.der AAB 2018 die Haftung für grobe Fahrlässigkeit mit zwei Millionen Euro beschränkt. Wien, am 22. März 2023 BDO Assurance GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft (als Gesamtrechtsnachfolgerin der BDO Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft) Mag. Peter Bartos ppa. MMag. Nicole Doppelhofer Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
Erklärung aller gesetzlichen Vertreter
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht inklusive der nichtfinanziellen Erklärung den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wien, im März 2023
Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS
Vorstandsvorsitzender und CEO
Mag. Klemens Eiter
Vorstandsmitglied und CFO
Ing. Josef Pein
Vorstandsmitglied und COO
Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer
Vorstandsmitglied und COO
Ergebnisverwendung
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 weist für das Geschäftsjahr 2022 einen Bilanzgewinn in der Höhe von EUR 23.643.872,57 aus. Der Vorstand schlägt daher vor, den im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der PORR AG ausgewiesenen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,60 (60 Cent) je dividendenberechtigter Aktie und Vortrag des verbleibenden Restbetrags auf neue Rechnung.
Wien, im März 2023
Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS
Vorstandsvorsitzender und CEO
Mag. Klemens Eiter
Vorstandsmitglied und CFO
Ing. Josef Pein
Vorstandsmitglied und COO
Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer
Vorstandsmitglied und COO
PORR AG hat in Übereinstimmung mit den GRI-Standards für den Zeitraum 01.01. - 31.12.2022 berichtet. GRI 1 verwendet GRI 1: Grundlagen 2021
| GRI Standard/andere Quelle | Angabe | Seite | Auslassung | Erklärung |
|---|---|---|---|---|
| Allgemeine Angaben | ||||
| GRI 2: Allgemeine Angaben 2021 | ||||
| 2-1 Organisationsprofil | 34 | |||
| 2-2 Entitäten, die in der Nachhaltigkeitsbericht erstattung der Organisation berücksichtigt werden | 20, 206-211 | |||
| 2-3 Berichtszeitraum, Berichtshäufigkeit und Kontaktstelle | 20 | |||
| 2-4 Richtigstellung oder Neudarstellung von Informationen | 20 | |||
| 2-5 Externe Prüfung | 20, 252-259 | |||
| 2-6 Aktivitäten, Wertschöpfungskette und andere Geschäftsbeziehungen | 31, 34 - 36, 6 2 - 6 7 , 113-115 | |||
| 2-7 Angestellte | 61 , 10 7 , 2 32 | 2-7-b-ii-iii | Informationen nicht verfügbar; Informationen werden nicht erfasst | |
| 2-8 Mitarbeiter:innen, die keine Angestellten sind | 10 7 | 2-8-b-i-ii | Informationen nicht verfügbar; Informationen werden nicht erfasst | |
| 2-9 Führungsstruktur und Zusammensetzung | 46-50, 7 2-75 | |||
| 2-10 Nominierung und Auswahl des höchsten Kontrollorgans | 45 f., 52 | |||
| 2-11 Vorsitzender des höchsten Kontrollorgans | 4 6 | |||
| 2-12 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Beaufsichtigung der Bewältigung der Auswirkungen | 7 2 f., 117, 119, 130, 133 | |||
| 2-13 Delegation der Verantwortung für das Management der Auswirkungen | 7 3 , 130 | |||
| 2-14 Rolle des höchsten Kontrollorgans bei der Nachhaltigkeitsberichterstattung | 70, 7 3 | |||
| 2-15 Interessenkonflikte | 11 7 - 121 | |||
| 2-16 Übermittlung kritischer Anliegen | 1 19 | 2-16-b | Informationen nicht verfügbar; Gesamtanzahl nicht dokumentiert | |
| 2-17 Gesammeltes Wissen des höchsten Kontrollorgans | 7 3 | |||
| 2-18 Bewertung der Leistung des höchsten Kontrollorgans | 46-52 , Vergütungsbericht | |||
| 2-19 Vergütungspolitik | 25, 237, Vergütungsbericht | |||
| 2-20 Verfahren zur Festlegung der Vergütung | Vergütungsbericht | |||
| 2-21 Verhältnis der Jahresgesamtvergütung | 2 41 | |||
| 2-22 Anwendungserklärung zur Strategie für nachhaltige Entwicklung | 22 | |||
| 2-23 Verpflichtungserklärung zu Grundsätzen und Handlungsweisen | 7 0 , 8 3 , 88, 9 0 , 9 8f. , 10 3 , 10 6f. , 11 1f. , 11 6f. | |||
| 2-24 Einbeziehung politischer Verpflichtungen | 34 | |||
| 2-25 Verfahren zur Beseitigung negativer Auswirkungen | 1 18f. | |||
| 2-26 Verfahren für die Einholung von Ratschlägen und die Meldung von Anliegen | 1 18f. | |||
| 2-27 Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen | 118 f. | 2-27-b-i-ii | Einschränkungen aufgrund einer Verschwiegenheitspflicht; Es können keine expliziten Geldbeträge aufgrund von Verschwiegenheit genannt werden | |
| 2-28 Mitgliedschaft in Verbänden und Interessengruppen | 75, 83, 91 , 9 5 , 99 , 10 3 , 10 6 , 11 2 , 11 7 | |||
| 2-29 Ansatz für die Einbindung von Stakeholdern | 7 5 | |||
| 2-30 Tarifverträge | 10 7, 109 | |||
| Wesentliche Themen | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | ||||
| 3-1 Verfahren zur Bestimmung wesentlicher Themen | 70 | |||
| 3-2 Liste der wesentlichen Themen | 71 | |||
| Dekarbonisierung | ||||
| Energie | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 82-89 | ||
| GRI 302: Energie 2016 | ||||
| 302-1 Energieverbrauch innerhalb der Organisation | 85, 2 19 | |||
| 302-2 Energieverbrauch außerhalb der Organisation | 85, 22 0 | |||
| 302-3 Energieintensität | 85, 22 0 | |||
| 302-4 Verringerung des Energieverbrauchs | 84-88 | |||
| 302-5 Senkung des Energiebedarfs für Produkte und Dienstleistungen | 84-89 | |||
| Emissionen | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 82-88 | ||
| GRI 305: Emissionen 2016 | ||||
| 305-1 Direkte THG-Emissionen (Scope 1) | 85-86, 22 0 | |||
| 305-2 Indirekte energiebedingte THG-Emissionen (Scope 2) | 85-86, 22 1 | |||
| 305-3 Sonstige indirekte THG-Emissionen (Scope 3) | 86, 22 1 | |||
| 305-4 Intensität der THG-Emissionen | 22 1 | |||
| 305-5 Senkung der THG-Emissionen | 85-89 | |||
| 305-6 Emissionen von ozonabbauendenden Stoffen | 86 | |||
| 305-7 Stickstoffoxide (NO X ), Schwefeloxide (SO X ) und andere signifikante Luftemissionen | 86, 22 2 | |||
| Kreislaufwirtschaft | ||||
| Beschaffung | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 88f., 9 3 , 112f., 117f. | ||
| GRI 204: Beschaffung 2016 | ||||
| 204-1 Anteil an Ausgaben für lokale Lieferanten | 88 | |||
| Materialien | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 90-93 | ||
| GRI 301: Materialien 2016 | ||||
| 301-1 Eingesetzte Materialien nach Gewicht oder Volumen | 22 2 | |||
| 301-2 Eingesetzte recycelte Ausgangsstoffe | 22 2 | |||
| 301-3 Wiederverwertete Produkte und ihre Verpackungsmaterialien | 301-3-a-b | Nicht anwendbar; Die PORR ist kein Waren-produzierendes Unternehmen. | ||
| Abfall | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 90-93 | ||
| GRI 306: Abfall 2020 | ||||
| 306-1 Anfallender Abfall und erhebliche abfallbezogene Auswirkungen | 90-93 | |||
| 306-2 Management erheblicher abfallbezogener Auswirkungen | 90-93 | |||
| 306-3 Angefallener Abfall | 2 2 3 | |||
| 306-4 Von Entsorgung umgeleiteter Abfall | 2 2 4 | |||
| 306-5 Zur Entsorgung bestimmter Abfall | 2 2 4 | |||
| Lebensräume | ||||
| Wasser | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 94 f., 97 | ||
| GRI 303: Wasser 2018 | ||||
| 303-1 Wasser als gemeinsam genutzte Ressource | 97 | |||
| 303-2 Umgang mit den Auswirkungen der Wasserrückführung | 95 , 97 | |||
| 303-3 Wasserentnahme | 95, 2 2 5 | |||
| 303-4 Wasserrückführung | 95, 2 26 | |||
| 303-5 Wasserverbrauch | 95, 2 27 | |||
| Biodiversität | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 94 -96 | ||
| RI 304: Biodiversität 2016 | ||||
| 304-1 Eigene, gemietete und verwaltete Betriebsstandorte, die sich in oder neben geschützten Gebieten und Gebieten mit hohem Biodiversitätswert außerhalb von geschützten Gebieten befinden | 304-1-a-i-vii | Informationen nicht verfügbar; Eine Impact- Analyse bezogen auf unsere Standorte ist geplant. Zielhorizont 2025 | ||
| 304-2 Erhebliche Auswirkungen von Aktivitäten, Produkten und Dienstleistungen auf die Biodiversität | 94 | |||
| 304-3 Geschützte oder renaturierte Lebensräume | 95 , 96 | |||
| 304-4 Arten auf der Roten Liste der Weltnaturschutzunion (IUCN) und auf nationalen Listen geschützter Arten, die ihren Lebensraum in Gebieten haben, die von Geschäftstätigkeiten betroffen sind | 96 | 304-4-a-i-v | Informationen nicht verfügbar; Maßnahmen zum Schutz werden ergriffen, Gesamtzahl der Arten kann nicht benannt werden | |
| Arbeitssicherheit und Gesundheit | ||||
| Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 98-105 | ||
| GRI 403: Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz 2018 | ||||
| 403-1 Managementsystem für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 98f. , 103f. | |||
| 403-2 Gefahrenidentifizierung, Risikobewertung und Untersuchung von Vorfällen | 10 0f . | |||
| 403-3 Arbeitsmedizinische Dienste | 104 f. | |||
| 403-4 Mitarbeiterbeteiligung, Konsultation und Kommunikation zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 99, 100, 10 3f. | |||
| 403-5 Mitarbeiterschulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz | 101 | |||
| 403-6 Förderung der Gesundheit der Mitarbeiter | 103-105 | |||
| 403-7 Vermeidung und Minimierung von direkt mit Geschäftsbeziehungen verbundenen Auswirkungen auf die Arbeitssicherheit und den Gesundheitsschutz | 100 -102 , 104 | |||
| 403-8 Mitarbeiter, die von einem Management system für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz abgedeckt sind | 99 | |||
| 403-9 Arbeitsbedingte Verletzungen | 99, 100 , 23 2 | |||
| 403-10 Arbeitsbedingte Erkrankungen | 103 | |||
| Arbeitwelten | ||||
| Beschäftigung | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 106 -110 | ||
| GRI 401: Beschäftigung 2016 | ||||
| 401-1 Neu eingestellte Angestellte und Angestelltenfluktuation | 2 29f. | |||
| 401-2 Betriebliche Leistungen, die nur vollzeitbeschäftigten Angestellten, nicht aber Zeitarbeitnehmern oder teilzeitbeschäftigten Angestellten angeboten werden | 109 | |||
| 401-3 Elternzeit | 109, 23 1 | |||
| Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 106f. | ||
| GRI 402: Arbeitnehmer-Arbeitgeber-Verhältnis 2016 | ||||
| 402-1 Mindestmitteilungsfrist für betriebliche Veränderungen | 106 | |||
| Aus- und Weiterbildung | ||||
| GRI 3: Wesentliche Themen 2021 | 3-3 Management von wesentlichen Themen | 108f. | ||
| ## 404-1 Durchschnittliche Stundenzahl für Aus- und Weiterbildung pro Jahr und Angestelltem | ||||
| 107, 23 | ||||
| ## 404-2 Programme zur Verbesserung der Kompetenzen der Angestellten und zur Übergangshilfe | ||||
| 108f. | ||||
| ## 405-3 Prozentsatz der Angestellten, die eine regelmäßige Beurteilung ihrer Leistung und ihrer beruflichen Entwicklung erhalten | ||||
| 2 3 4 |
106 - 110
2 3 5f.
109
107 -109
107
11 1-114
11 2 , 113
Prozentsatz wird nicht erfasst
112f.
112f.
113
11 1 -115
113
112f.
113
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
Keine Informationen über Sicherheitspersonal verfügbar, da die Zuständigkeit dafür beim Auftraggeber liegt
11 1 f.
113
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
Eine Impact-Analyse bezogen auf unsere Standorte ist geplant. Zielhorizont: 2025
Eine Impact-Analyse bezogen auf unsere Standorte ist geplant. Zielhorizont: 2025
11 1-114
113
Prozentsatz wird nicht erfasst
113
116 -121
118
118, 2 39
118
116 -121
118
11 9
1 19
116 -118, 120
120
120, 125 -135
120
120
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
218
133
184
121
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
107, 109
107
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
56f.
54-59
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
Ergänzung des Beschwerdemechanismus geplant; Zielhorizont: 2025
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
Nicht anwendbar
Kein wesentliches Thema
Verweis im Bericht
Standardreihe zur Bilanzierung von Treibhausgasemissionen und zum dazugehörigen Berichtswesen für Unternehmen.
ein Begriff, der die relative Wirksamkeit eines Treibhausgases, beschreibt, wobei berücksichtigt wird, wie lange es in der Atmosphäre aktiv bleibt.
Umwandlung von Lichtenergie, meist Sonnenlicht, mittels Solarzellen in elektrische Energie.
tragen zum Treibhauseffekt der Erde bei und sind natürlichen Ursprungs oder von Menschen verursacht. Diese führen durch ihre erhöhte Konzentration in der Erdatmosphäre zu einem Anstieg der durchschnittlichen Erdmitteltemperatur. Zu den Treibhausgasen gehören unter anderem Kohlenstoffdioxid (CO2), Methan (CH 4 ), Lachgas/Distickstoffmonoxid (N 2 O), Fluorkohlenwasserstoffe (FKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC), Schwefelhexafluorid (SF 6 ) und Stickstofftrifluorid (NF 3 ).
gibt Empfehlungen, wie Unternehmen klare, vergleichbare und konsistente Informationen über die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken und Chancen berichten sollen.
Methode zur Einschätzung der Kompetenzen und Leistungen von Fach- und Führungskräften aus unterschiedlichen Perspektiven, wie zum Beispiel aus dem Blickwinkel der Mitarbeiter, der Vorgesetzten, der Kollegen, Teammitglieder oder Kunden.
Das Agemanagement ist ein Modell der altersgerechten Arbeitswelt und bezieht sich spezifisch auf Fragen, Bedürfnisse und Potentiale der älteren und ältesten Mitarbeiter. Hauptziel ist es einen aktiven Verbleib im Berufsleben zu sichern und einen behinderungs- oder erschwernisbedingten Ausstieg aus dem Berufsleben zu vermeiden. Das Generationmanagement beinhaltet die Förderung und den Erhalt von Arbeitsvermögen aller Generationen im Erwerbsprozess.
umfasst alle gemeinsamen Maßnahmen von Arbeitgebern, Arbeitnehmern und der Gesellschaft zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz.
ist die Gestaltung, Lenkung und Entwicklung betrieblicher Strukturen und Prozesse, um Arbeit, Organisation und Verhalten am Arbeitsplatz gesundheitsförderlich zu gestalten. Sie sollen den Beschäftigten und dem Unternehmen gleichermaßen zugutekommen.
Reihe von Grundsätzen, die Unternehmen eine Orientierungshilfe bieten, wie sie die Gleichstellung der Geschlechter und die Stärkung der Rolle der Frau am Arbeitsplatz, auf dem Markt und in der Gemeinschaft fördern können. Die WEPs wurden von UN Global Compact und UN Women aufgestellt und basieren auf internationalen Arbeits- und Menschenrechtsstandards.
Mit dem Due-Diligence-Prozess sichert sich ein Unternehmen ab, indem Annahmen und Voraussetzungen einer Zusammenarbeit beziehungsweise eines Angebots überprüft und mögliche relevante Risiken identifiziert werden.
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung ist eine internationale Organisation mit 38 Mitgliedstaaten, die sich der Demokratie und Marktwirtschaft verpflichtet fühlen.
Medieninhaber: PORR AG
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PORR (Baustelle – S. 8, 9; Minnevika – S. 10, 11; Terminal LNG – S. 14, 15; Tablet – S. 16, 17; Eggemoen Randselva Bridge – S. 18, 19; Skysawa – S. 21, 27; Fildertunnel – S. 26; Drammen – S. 27; Baustelle BMW Freimann München – S. 32; ARGE Ebreichsdorf – S. 33; Vienna Twenty Two – S. 32; Recyclingcenter Himberg – S. 33; Cobenzl – S. 68, 122, 123; LVM Kristall Münster – S. 139)
Astrid Knie (Vorstand – S. 23, 29)
V-KON.media (Hochbrücke Horb – S. 26)
BMW Group (S. 26)
Michael Nowy (Vio Plaza – S. 37)
Da einige Fotos vor der COVID-19-Pandemie entstanden sind, waren keine Schutzmaßnahmen erforderlich.
Druck: DRUCKWERKSTATT Handels GmbH
Hosnedlgasse 16b, 1220 Wien
Weitere Informationen:
PORR AG . Investor Relations & Strategy
Absberggasse 47, 1100 Wien
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Der vom Abschlussprüfer der Gesellschaft geprüfte Jahresabschluss 2022 samt Anhang und Lagebericht (Einzelabschluss) kann bei der Gesellschaft, 1100 Wien, Absberggasse 47, unentgeltlich angefordert werden und liegt bei der Hauptversammlung auf. Auf der Website www.porr-group.com/konzernberichte steht das gesamte Dokument darüber hinaus zum Download bereit.
Datum der Veröffentlichung: 30. März 2023
Die Inhalte dieses Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts stellen zusammen mit dem Einzelabschluss auch den Jahresfinanzbericht dar.
Dieser Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht enthält auch zukunftsbezogene Aussagen, die auf gegenwärtigen, nach bestem Wissen vorgenommenen Einschätzungen und Annahmen des Managements beruhen. Angaben unter Verwendung der Worte „Erwartung“ oder „Ziel“ oder ähnliche Formulierungen deuten auf solche zukunftsbezogenen Aussagen hin. Die Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens beziehen, sind Einschätzungen, die auf Basis der zur Drucklegung des Geschäfts- und Nachhaltigkeitsberichts vorhandenen Informationen gemacht wurden. Sollten die den Prognosen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen oder Risiken in nicht kalkulierbarer Höhe eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den Prognosen abweichen.
Zugunsten der besseren Lesbarkeit wurde im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht auf die gleichzeitige Verwendung weiblicher und männlicher Personenbegriffe verzichtet und die männliche Form angeführt. Gemeint und angesprochen sind jedoch immer alle Geschlechter.
Der Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben in allen Teilen sicherzustellen. Die Kennzahlen wurden summenerhaltend gerundet. Rundungs-, Satz- und Druckfehler können dennoch nicht ganz ausgeschlossen werden.
PORR AG
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Die globale Wirtschaft 2022 war zunächst von den Aufholeffekten nach der Corona-Pandemie geprägt. Insbesondere zu Jahresbeginn zeigten sich durch Lockerungen der pandemiebedingten Einschränkungen positive Impulse. Andererseits belasteten Themen wie der militärische Konflikt in der Ukraine sowie steigende Preise bei Lebensmitteln, Rohstoffen und Energie das Wachstum. Die hohen Teuerungsraten wirkten sich unter anderem auf den privaten Konsum und die Investitionstätigkeit aus. Um dem entgegen zu wirken, setzten die Notenbanken bereits mehrere Zinserhöhungsschritte. Parallel dazu führten die anhaltenden Lockdowns in China zu weiteren Störungen der internationalen Lieferketten. Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht für 2022 von einem Wachstum der Weltwirtschaft von 3,4 % aus. Im Jahr 2023 setzt eine spürbare Erholung im Anschluss an die derzeitige milde Rezession ein. Mit der Lockerung der strengen COVID-Politik Chinas ist ein wesentlicher Belastungsfaktor bereits entfallen und auch in der Inflation ist eine leichte Entspannung erkennbar. Dennoch werden zumindest im ersten Halbjahr weitere Zinserhöhungsschritte seitens der Notenbanken erwartet, während im zweiten eine Zinswende folgen dürfte. Aufgrund dieser strengen Geldpolitik prognostiziert der IWF für 2023 ein globales Wirtschaftswachstum von 2,9 %.
1 Die amerikanische Zentralbank Federal Reserve (FED) hat ihren Basiszinssatz 2022 insgesamt sieben Mal angehoben. Zum Jahresende lag der Basiszinssatz bei 4,5 %. Der IWF sieht – ausgehend von einer schwachen Entwicklung im ersten Halbjahr – für 2022 ein leichtes Wachstum in den USA von 2,0 %. Auch 2023 dürfte die amerikanische Wirtschaft zunächst weiter von einem inflationsbedingt geringen privaten Konsum belastet sein. Der IWF rechnet für 2023 mit einem Wachstum von 1,4 %.
2 Die Europäische Zentralbank (EZB) hat erst im zweiten Halbjahr 2022 begonnen, ihre Basiszinssätze auf derzeit 3,50 % anzuheben. Neben der hohen Inflation wirkte sich in Europa insbesondere die Unsicherheit am Energiemarkt negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Der hohe Füllstand der Gasreserven sowie die rasche Erhöhung der Verfügbarkeit von Flüssigerdgas setzten zum Jahresende erste positive Impulse. Die Experten der Europäischen Kommission schätzen das Wirtschaftswachstum für 2022 auf 3,5 %. Deutlich positive Effekte aus der Aufhebung der meisten pandemiebedingten Einschränkungen haben dazu beigetragen. Für das Jahr 2023 wird von einer zunehmenden Erholung der Wirtschaftstätigkeit ausgegangen. Zunächst dürften das reale Einkommen und damit einhergehend der private Konsum noch von der hohen Inflation belastet sein.# Die Lockerung der strengen COVID-Politik in China sowie die Normalisierung der Inflation bei Lebensmitteln und Energie dürften dann spätestens im zweiten Halbjahr spürbar werden. Aktuell sind noch weitere Zinsanhebungen der EZB zu erwarten. Der derzeitige Zinserhöhungzyklus könnte jedoch – basierend auf den gesamteuropäischen Inflationsdaten – schon im Sommer ein Ende finden. Daher haben die Experten der Europäischen Kommission ihre Wachstumserwartungen kürzlich angehoben. Sie rechnen derzeit mit einem Wachstum von 0,9 % für 2023.
| 2022 | 2021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 175.949 | 162.089 | 13.860 |
| EBIT | 17.296 | 11.520 | 5.776 |
| Beteiligungsergebnis | -5.365 | 24.454 | -29.819 |
| Zinsergebnis | -3.100 | -15.260 | 12.160 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -1.181 | -74 | -1.107 |
| EBT | 7.650 | 20.640 | -12.990 |
| Steuern | 5.336 | -946 | 6.282 |
| Reinvermögensmehrung durch Umgründung | 10.495 | 0 | 10.495 |
| Jahresfehlbetrag/Jahresüberschuss | 23.481 | 19.694 | 3.787 |
| Bilanzgewinn | 23.644 | 19.694 | 3.950 |
| # In der PORR AG werden neben der Erbringung von Serviceleistungen auch Holdingfunktionen für die gesamte PORR Gruppe ausgeübt. Die im Folgenden angeführten Werte und Aussagen beziehen sich ausschließlich auf den Jahresabschluss der PORR AG. Die PORR AG weist in der Gewinn- und Verlustrechnung des Jahres 2022 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 175,9 Mio. aus (Vorjahr: EUR 162,1 Mio.), die vor allem aus Serviceleistungen erwirtschaftet wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Erträge aus Kursgewinnen, Zuschüssen und Versicherungsentschädigungen und erhöhten sich um EUR 0,8 Mio. auf EUR 3,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.). Die Aufwendungen für Material sowie die Aufwendungen für bezogene Herstellungsleistungen stiegen um EUR 0,9 Mio. und betrugen EUR 12,2 Mio. (Vorjahr: EUR 11,3 Mio.). Der durchschnittliche Mitarbeiterstand sank im Jahr 2022 von 520 Mitarbeitern auf 506 Mitarbeiter, während sich der Personalaufwand um EUR 7,1 Mio. auf EUR 54,5 Mio. (Vorjahr: EUR 47,4 Mio.) erhöhte. Grund dafür ist im Wesentlichen ein höherer Prämienaufwand für Mitarbeiter. Die Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen reduzierten sich um 8,1 % bzw. EUR 1,0 Mio. auf EUR 11,4 Mio. (Vorjahr: EUR 12,4 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um EUR 2,0 Mio. auf EUR 83,9 Mio. (Vorjahr: EUR 81,9 Mio.). Hauptgründe sind höhere Aufwendungen für Softwarewartungen und Risikovorsorge für Sicherungsgeschäfte wie auch Mehrausgaben für Werbung und Repräsentationen. Die darin enthaltenen Positionen betreffen vorwiegend Kosten des Bürobetriebs (EUR 24,8 Mio.), Avalprovisionen (EUR 22,4 Mio.), Aufwendungen für Häuser und Grundstücke (EUR 9,9 Mio.), Rechts- und Beratungskosten (EUR 6,5 Mio.), Verwaltungskosten (EUR 6,3 Mio.) und Aufwendungen für Werbung und Repräsentationen (EUR 4,2 Mio.). Das Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich aufgrund einer verbesserten Ertragslage wesentlich und betrug EUR 17,3 Mio. (Vorjahr: EUR 11,5 Mio.). Das Beteiligungsergebnis wies mit EUR -5,4 Mio. (Vorjahr: EUR 24,5 Mio.) einen Rückgang von EUR 29,9 Mio. aus, der hauptsächlich aus umgründungsbedingten Maßnahmen im Beteiligungsbereich sowohl in der PORR AG als auch in anderen Tochtergesellschaften resultiert. Das negative Zinsergebnis sank im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 12,2 Mio. auf EUR -3,1 Mio. (Vorjahr: EUR -15,3 Mio.). Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf geringere Zinsaufwendungen aus der Verzinsung der Hybridanleihen sowie aus der Zinsverrechnung gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Das sonstige Finanzergebnis zeigt eine Veränderung in Höhe von EUR -1,1 Mio. und betrug EUR -1,2 Mio. (Vorjahr: EUR -0,1 Mio.). Ausgehend von einem EBT von EUR 7,6 Mio. (Vorjahr: EUR 20,6 Mio.) ergab sich nach Steuern vom Einkommen und Ertrag und der Vermögensmehrung durch Umgründung ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 23,6 Mio. (Vorjahr: EUR 19,7 Mio.).# Vermögens- und Finanzlage |
| Vermögens- und Finanzlage | in TEUR | 2022 | 2021 | Veränderung |
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | 975.876 | 904.450 | 71.426 | |
| Umlaufvermögen | 688.453 | 980.434 | -291.981 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 11.163 | 8.254 | 2.909 | |
| Aktive latente Steuer | 20.028 | 14.866 | 5.162 | |
| Aktiva | 1.695.520 | 1.908.004 | -212.484 | |
| Eigenkapital | 549.158 | 548.109 | 1.049 | |
| Rückstellungen | 35.822 | 40.679 | -4.857 | |
| Verbindlichkeiten | 1.110.540 | 1.319.216 | -208.676 | |
| Passiva | 1.695.520 | 1.908.004 | -212.484 |
Die Bilanzsumme der PORR AG betrug zum Stichtag 31. Dezember 2022 EUR 1.695,5 Mio. und sank um EUR 212,5 Mio. gegenüber dem Vorjahreswert von EUR 1.908,0 Mio. Dies resultiert aktivseitig im Wesentlichen aus dem Rückgang der liquiden Mittel während sich passivseitig die Verbindlichkeiten aus Hybridanleihen, Schuldscheindarlehen und gegenüber Kreditinstituten verringerten. Insgesamt reduzierte sich die Summe aus diesen drei Finanzierungspositionen um EUR 193,8 Mio. auf EUR 399,4 Mio. Auf der Aktivseite bildete das Anlagevermögen mit einem Anteil von 57,6 % den Schwerpunkt der Bilanzsumme und belief sich per Jahresende 2022 auf insgesamt EUR 975,9 Mio. (Vorjahr: EUR 904,4 Mio.). Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen verzeichneten einen Rückgang von EUR -0,9 Mio. auf insgesamt EUR 157,7 Mio. (Vorjahr: EUR 158,6 Mio.). Im Gegenzug dazu erhöhte sich das Finanzanlagevermögen um EUR 72,3 Mio. auf EUR 818,2 Mio. (Vorjahr: EUR 745,9 Mio.), wobei der höchste Zuwachs bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 98,0 Mio. auf EUR 803,7 Mio. (Vorjahr: EUR 705,7 Mio.) lag. Die sonstigen Ausleihungen reduzierten sich um EUR 25,5 Mio. auf EUR 1,6 Mio. (Vorjahr: EUR 27,1 Mio.). Details über die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel ersichtlich. Maßgebliche Änderungen des Umlaufvermögens waren die Reduzierung der liquiden Mittel um EUR 220,5 Mio. auf EUR 188,4 Mio. (Vorjahr: EUR 408,9 Mio.) und der Wertpapiere des Umlaufvermögens um EUR 39,8 Mio. auf EUR 0,1 Mio. (Vorjahr: EUR 39,9 Mio.). Die Eigenkapitalquote verbesserte sich zum Bilanzstichtag um 3,7 %-Punkte auf 32,4 % (Vorjahr: 28,7 %).
Die Kapitalflussrechnung stellt die Verwendung und die Herkunft der liquiden Mittel des Unternehmens dar. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit mit EUR -18,6 Mio. (Vorjahr: EUR -162,7 Mio.) resultierte größtenteils aus der Veränderung der Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, wobei Veränderungen des Konzern-Cash-Pools im Cashflow aus Finanzierungs- bzw. Investitionstätigkeit berücksichtigt wurden, und aus der Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit veränderte sich von EUR -54,1 Mio. im Jahr 2021 auf EUR -34,5 Mio. im Jahr 2022 und beinhaltet die Veränderung von Cash-Pool-Veranlagungen in Höhe von EUR 14,6 Mio. Auf Investitionen in Finanzanlagen entfielen EUR -104,2 Mio. und auf Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten EUR -10,5 Mio. Demgegenüber stehen Zuflüsse aus Anlagenabgängen sowie aus Abgängen von Wertpapieren des Umlaufvermögens in Höhe von EUR 65,6 Mio. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von EUR -167,4 Mio. (Vorjahr: EUR 495,3 Mio.) sind der Mittelzufluss aus der Veränderung von Cash-Pool-Verbindlichkeiten mit EUR 48,9 Mio. enthalten. Der Mittelabfluss resultiert im Wesentlichen mit EUR -193,8 Mio. aus der Tilgung von Hybridanleihen, Schuldscheindarlehen und Krediten sowie aus dem Erwerb eigener Aktien mit EUR -2,9 Mio. An die Aktionäre der PORR AG wurde für das Berichtsjahr 2021 eine Dividende in Höhe von EUR 19,5 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00) ausgeschüttet. Zum Jahresende 2022 wies die PORR AG liquide Mittel von EUR 188,4 Mio. (31. Dezember 2021: EUR 408,9 Mio.) aus.
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | -18.567 | -162.685 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -34.505 | -54.093 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -167.412 | 495.255 |
| Veränderung des Finanzmittelbestands | -220.484 | 278.477 |
| Finanzmittelbestand am Beginn des Geschäftsjahres | 408.863 | 130.386 |
| Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres | 188.379 | 408.863 |
Im Zuge des Projekts A9 Edlach-Gaishorn wurde die Basis geschaffen, um die BIM Daten im Tiefbau mit der Bauausführung zu verknüpfen. Innovative Systeme zur Optimierung der Vermessung sowie zur halbautomatischen Maschinensteuerung wurden unter anderem hierbei zur Anwendung gebracht. Neben der verbesserten Qualitätssicherung und der digitalen Baudokumentation konnten auch Effizienzsteigerungen im Bauprozess erzielt werden. Die Erfahrungen aus diesem Zusammenspiel zwischen Modelldaten und Baumaschinen werden auch im Kooperationsprojekt MiC 4.0 (Machines in Construction) eingebracht. Dessen Ziel ist es, einen herstellerübergreifenden Standard für den Datenaustausch zwischen Maschinen zu schaffen.
Im Berichtsjahr beschäftigte sich die PORR zusätzlich mit der Digitalisierung des Geräteeinsatzes sowie der Transportdisposition. Die PORR hat ihr Prozess-Know-How in den Arbeitskreisen zur digitalen Materialbeschaffung und Logistik des österreichischen und deutschen Bauverbands eingebracht. Daraus entstand ein Joint Venture für den digitalen Datenaustausch in der Baubranche. Gemeinsam mit Kooperationspartnern wurde die eigenständige SEQUELLO GmbH gegründet. Seit Mitte 2022 bietet diese eine Plattform für Baufirmen und Lieferanten zur digitalen Kommunikation über Materialbeschaffung und Logistik. Aktuell können von der Bestellung über Lieferscheine bis hin zur Baudokumentation und Qualitätsprüfung alle Prozesse aus dem Betonbau erfasst werden. Die digitale Vernetzung zwischen Käufer und Verkäufer ermöglicht einen kontinuierlichen Austausch und eine Dokumentation des Baufortschritts. Die Weiterentwicklung für andere Materialtypen, Abläufe und Stakeholder wird künftig vorangetrieben. Das Konsortialprojekt „Crane Hook Identification“ (CRAHOI) im Center Construction Robotics (CCR) hat den Anspruch, digitale Krandaten sowie Informationen über transportierte Materialien in den Baustellenprozess zu integrieren. 2022 wurde ein weiterer Meilenstein erreicht: Bei dem mehrwöchigen Einsatz eines Prototypen im Realbetrieb wurden wichtige Erfahrungen zur automatisierten Erfassung von Logistikdaten gesammelt. Dadurch konnte auch der Kraneinsatz optimiert und die Arbeitssicherheit erhöht werden. Die Ergebnisse werden mit den Partnern analysiert, um dieses System zum Baustelleneinsatz weiter zu entwickeln.
Derzeit arbeitet die PORR an innovativen Lösungen für Baustellenprozesse wie Bohren, Fräsen und Schleifen. Gemeinsam mit Start-ups und anderen Partnern wurden erste Prototypen entwickelt. Diese sind zum Teil bereits im Baustelleneinsatz. Für Anschlussbohrungen im Tunnel- und Brückenbau konnten die Anforderungen aus Arbeitssicherheit und der Qualitätssicherung durch neuartige Robotertechnik erfüllt werden. Weiters werden auf dem PORR Campus Produkte für den Schleif- und Fräseinsatz getestet und auf Baustelleneignung geprüft. Um neue Geräte, Abläufe und Systeme entsprechend einsetzen zu können, setzt die PORR unter anderem auf Partnerschaften zu Schulungszwecken. Simulatoren in den Bereichen Maschinensteuerung und Automatisierung werden verstärkt getestet und sollen 2023 das Verständnis und die Arbeitsweise der Mitarbeiter weiter verbessern. Auch mobile Schulungslösungen werden analysiert, um einen überregionalen Einsatz zu ermöglichen.
Gemeinsam mit Branchenpartnern und Universitäten gewann die PORR wichtige Erfahrungen im Rückbau, der Aufbereitung aber auch in der Wiederverwertung von beispielsweise Produktionsanlagen. Auch die angestrebte CO2-Reduktion bei der Verwendung von Baumaterialien wird so weiter vorangetrieben. Nähere Informationen zu den Entwicklungen zur Förderung der Kreislaufwirtschaft finden sich in der nichtfinanziellen Erklärung des Konzernlageberichts.
Die PORR AG beschäftigte im Jahresverlauf 2022 durchschnittlich 506 Mitarbeiter. Diese gliederten sich in drei Arbeiter und 503 Angestellte. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies einen Rückgang von 14 Mitarbeitern oder 2,7 %.
| 2022 | 2.021 | Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Arbeiter | 3 | 3 | 0 |
| Angestellte | 503 | 517 | -14 |
| Mitarbeiter gesamt | 506 | 520 | -14 |
Die PORR AG verfügt über Niederlassungen in ganz Österreich. Bezüglich der Tochtergesellschaften wird auf den Beteiligungsspiegel verwiesen.
Unsere nachhaltige Vision ist eindeutig: Wir wollen Ökologie, Ökonomie und Gesellschaft in Einklang bringen. Die Konzernstrategie bildet dafür den Kern und verankert die ESG-Grundsätze in der Unternehmensführung. Basierend auf unserem kontinuierlichen Stakeholder-Dialog, der Wesentlichkeitsanalyse sowie den bereits gültigen als auch kommenden Regulatorien wird die Strategie laufend ergänzt. Diese Vorgehensweise ermöglicht es uns, stets vorausschauend zu agieren.
Wir möchten als Pionierin den Weg zu einer nachhaltigen Baubranche ebnen. Als internationales Unternehmen baut die PORR für Generationen und prägt Lebenswelten – mit und für Menschen. Denn gerade die Baubranche als People Business mit vielen verschiedenen Ethnien und einem hohen Energie- und Ressourcenverbrauch verlangt globales und zukunftsorientiertes Denken. Verantwortungsvolles Wirtschaften ist das Fundament unseres Erfolgs und tief in unserer Unternehmensstrategie verankert. Dafür braucht es Rückgrat und Haltung. Als gesellschaftliche Akteurin sehen wir es als unseren Auftrag, einen positiven Beitrag zu leisten. Unser klares Ziel ist es, intelligent zu wachsen und dabei im Sinne der ESG-Kriterien zukunftsorientiert zu wirtschaften. Die Nachhaltigkeitsstrategie der PORR spiegelt sich in der Konzernstrategie mit „Green and Lean“ wider, bei der wir einen klaren, ganzheitlichen Ansatz verfolgen. Sie verankert den Stellenwert von Umwelt- und Klimaschutz noch stärker in allen Aktivitäten.# Unser Anspruch ist es, einen Mehrwert für die Stakeholder, die Gesellschaft und das Unternehmen zu schaffen und gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Dafür haben wir uns klar definierte, langfristige Ziele bis 2030 gesetzt, ergänzt durch Zwischenziele, die unterstützen, den Fortschritt agil voranzutreiben. Unser Fokus Dekarbonisierung.
Als Bauunternehmen wirkt sich die Geschäftstätigkeit der PORR in hohem Maße auf Umwelt und Gesellschaft aus. Das Unternehmen setzt daher intensiv auf Forschung und Entwicklung im Sinne des Klimaschutzes. Mit der konzernweiten Klimastrategie will die PORR wirkungsvoll die größten Herausforderungen der Zeit – den Klimawandel und seine negativen Folgen – eindämmen beziehungsweise vermeiden. Klimabezogene Risiken werden vom Risikomanagement systematisch analysiert und gesteuert. Darüber hinaus folgt die PORR den Empfehlungen zur Klimaberichterstattung für Unternehmen und Investoren der Task Force on Climate-Related Financial Disclosures (TCFD).
Für die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlage für nächste Generationen hat Ressourcenschonung höchste Priorität. Die PORR berücksichtigt Nachhaltigkeitsaspekte entlang der gesamten Bau-Wertschöpfungskette von Anfang an. Dazu gehören zirkuläres Design, ressourceneffizienter Verbrauch und das Recycling von Baumaterialien. Partnerschaften werden gebildet, um gemeinsam Lösungen zu finden. Damit will die PORR die Entwicklung in Richtung Kreislaufwirtschaft und die damit verbundenen Innovationen sowie den optimalen Umgang mit Ressourcen vorantreiben.
Verantwortungsvolles Wirtschaften umfasst auch die Verantwortung für unsere Mitarbeitenden. Mit zahlreichen Schulungs- und Weiterbildungsprogrammen und hohen Arbeitssicherheitsstandards wird ein attraktives und sicheres Arbeitsumfeld gewährleistet. Die Gesundheit der Beschäftigten wird mit einem vielfältigen Angebot in den Bereichen Sport, Ernährung und psychisches Wohlbefinden gefördert.
Unsere fünf Prinzipien – Verlässlichkeit, Schulterschluss, Anerkennung, Leidenschaft und Pioniergeist – bilden die gemeinsame Unternehmenskultur. Sie tragen wesentlich zu einem inklusiven und wertschätzenden Arbeitsklima bei. Alle PORRianer sind Botschafter dieser Werte – gemäß dem Leitsatz, moralisch, ethisch und rechtlich einwandfrei zu handeln. Mit dem vielseitigen Aus- und Weiterbildungsangebot sollen Potentiale aus den eigenen Reihen gefördert werden. Chancengleichheit und Diversität stärken den Zusammenhalt und schaffen eine wichtige Grundlage für zukünftige Erfolge.
Die Würde und Rechte eines Menschen sind unantastbar. Die PORR bekennt sich zur Achtung und Förderung der Menschenrechte und folgt international anerkannten Richtlinien. Als Orientierungshilfe dient der verpflichtend einzuhaltende Code of Conduct. Die darin enthaltenen Leitlinien sollen Fehlverhalten vorbeugen und die festgeschriebenen Grundsätze fördern. Corporate Governance ist ein wesentlicher Eckpfeiler der Unternehmenskultur und bezieht alle Bereiche des Unternehmens ein. Die PORR setzt sich für die höchsten Compliance-Standards und transparentes Handeln im Berufsalltag ein.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet für das Jahr 2023 mit einem globalen Wirtschaftswachstum von 2,9 %. Durch das Beenden der Null-COVID-Politik seitens China ist davon auszugehen, dass sich die Probleme hinsichtlich Lieferketten entspannen werden. Dennoch dürfte die vollständige Erholung erst im Verlauf des ersten Halbjahres eintreten. Weitere Risikofaktoren wie der Krieg in der Ukraine, der anhaltende Inflationsdruck und die damit verbundene Zinserhöhungen verlangsamen aktuell das Wirtschaftswachstum in Europa. Dazu gilt der anhaltende Fachkräftemangel als Herausforderung der nächsten Jahre.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihren Basiszinssatz in mehreren Schritten auf derzeit 3,50 % erhöht. Dadurch ist eine milde Rezession zu erwarten. Neben dem hohen Inflations- und Zinsniveau besteht das volatile Thema Energieversorgung. Für Europa rechnen die Experten der Europäischen Kommission mit einem geringen BIP-Wachstum von 0,9 %.
Die Experten der OeNB erwarten im größten Heimmarkt Österreich in 2023 ein Wachstum um 0,6 %. In Deutschland wird von einer wirtschaftlichen Stagnation ausgegangen. In den osteuropäischen Heimmärkten rechnet der WIIW mit geringen Zuwachsraten zwischen 0,6 % und 2,2 % in 2023.
Ungeachtet der Konjunkturabkühlung zeigt sich die europäische Bauwirtschaft aufgrund voller Auftragsbücher robust. In 2023 wird zwar aufgrund der ungünstigeren Finanzierungsbedingungen mit einer reduzierten Nachfrage im Wohnbau gerechnet, wobei der hohe Auftragsbestand in diesem Bereich die Auswirkungen auf die Bautätigkeit mildert. Dazu besteht ein anhaltend hoher Bedarf an sozialem Wohnraum. Auch bei Projekten für Renovierung, Sanierung und Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden herrscht eine konstante Nachfrage. Parallel dazu besteht ein deutlicher Bedarf an nach Forschungs-, Werks- und Servergebäuden in Europa. Big Player der internationalen Industrien wollen damit ihre komplexen Lieferketten lokaler ausrichten. Dennoch ist der Tiefbau mitsamt den Infrastrukturinvestitionen der derzeit am schnellsten wachsende Sektor im Baugewerbe. Neben dem demografischen Wandel, dem Fachkräftemangel und der Deglobalisierung rücken vor allem zwei weitere Megatrends in den Vordergrund: Dekarbonisierung und Digitalisierung.
Die Dekarbonisierung stellt eine große Herausforderung dar, bietet aber auch Chancen für Unternehmen. Neben der Europäischen Recovery and Resilience Facility und nationalen Investitionsprogrammen von Schnellstraßen- und Bahnbetreibern sorgt der Europäische Green Deal für eine volle Auftragspipeline. Dies gilt auch für die digitale Transformation, welche nicht nur schlanke und effiziente Prozesse ermöglicht, sondern verstärkt auf Kooperationen und Partnerschaften setzt.
Die positive Geschäftsentwicklung im letzten Jahr bestätigt, dass die PORR strategisch auf dem richtigen Weg ist. Die PORR ist mit einem Rekord-Auftragsbestand von EUR 8.204 Mio. ins Jahr 2023 gestartet. Der Großteil in Höhe von 53,1 % ist auf Projekte im weniger konjunkturabhängigen Tiefbau zurückzuführen. Damit ist die PORR auch für das Jahr 2023 gut gerüstet. Wohnbau-Projekte stellen aktuell mit 11,3 % nur einen geringen Anteil des Gesamtportfolios dar.
Trotz starker Inflation und hohem Kostenniveau für Baumaterialien überwiegt auf den Rohstoffmärkten insgesamt das positive Momentum. Bereits im vierten Quartal sind die Preise für Industriemetalle auf den internationalen Märkten stark zurück gegangen. Im Euroraum sind die Erzeugerpreise in der Industrie im Januar 2023 gegenüber Dezember 2022 um 2,8 %, im Energiesektor sogar um 9,4 % gesunken. Darüber hinaus deutet der London Metal Exchange Index, der am häufigsten verwendete internationale Benchmark, auf eine Stabilisierung und Marktkorrektur der Metallpreise im Jahr 2023 hin. Lieferengpässe bei Rohstoffen und sonstigen Materialien oder Unsicherheiten bei der Energieversorgung können dennoch nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die PORR ist derzeit von keinen Ausfällen aufgrund von mangelnder Versorgung betroffen.
Auf Basis der vollen Auftragsbücher und der aktuellen Rahmenbedingungen erwartet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 eine Leistung zumindest auf dem Niveau des Vorjahres und ein weitere Steigerung des Ergebnisses. Für 2025 wird eine Ziel-EBT-Marge auf Konzernebene von 3,0 % weiterhin angestrebt. Die Einschätzung des weiteren Geschäftsverlaufs orientiert sich an den aktuellen Zielen in den einzelnen Bereichen sowie an den Chancen und Risiken, die sich in den jeweiligen Märkten ergeben. Sowohl die geopolitische Lage als auch die Situation hinsichtlich Energieversorgung haben sich zuletzt stabilisiert. Sollten sich diese Themen jedoch erneut verschärfen, könnte dies negative Auswirkungen auf die PORR und ihre Geschäftstätigkeit haben. Jegliche Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung ist daher mit Prognoserisiken behaftet.
Ein aktives Risikomanagement ist in der PORR fester Bestandteil einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und sichert langfristig die eigene die Wettbewerbsfähigkeit. Sollten Risiken in einem der Geschäftsfelder oder Märkte der PORR schlagend werden, so könnte dies negative Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg haben. Ziel des Risikomanagements ist es daher, Risiken zu erkennen und diese bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung des unternehmerischen Ertragspotenzials zu minimieren. Die dazugehörigen organisatorischen Prozesse und Kontrollen, mit deren Hilfe Risiken frühzeitig erkannt werden, sowie Maßnahmen zur Gegensteuerung sollen kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert werden. Im Folgenden werden die für die PORR wesentlichen bekannten Risiken aufgelistet, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens haben können.
Seit Ende Februar 2022 hat der militärische Angriff Russlands auf die Ukraine massive Folgen für die dort lebende Bevölkerung und global für die Weltwirtschaft. Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Energie- und Rohstoffpreise deutlich erhöht. Gleichzeitig stieg die Volatilität an den Finanzmärkten. Auch in puncto Fachkräftemangel hat sich die Situation verschärft. Die politischen und sozialen Risiken sind gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass sich der Konflikt weiterhin sehr dynamisch entwickelt. Daher sind die damit zusammenhängenden politischen, sozialen und wirtschaftlichen Risiken aktuell schwer abschätzbar. Die PORR hat derzeit weder in Russland noch in der Ukraine Projekte oder andere wirtschaftliche Aktivitäten, kann aber von den weltwirtschaftlichen Folgen betroffen sein.# Risiko aus der COVID-19-Pandemie
Um die mit der COVID-19-Pandemie verbundene Schadenshöhe einzugrenzen, hat die PORR bereits frühzeitig zahlreiche Maßnahmen bei Kostenstrukturen sowie zur Sicherung der Liquidität gesetzt. Im operativen Geschäft wird der Kontakt zu allen Stakeholdern gesucht, um gemeinsam mit diesen firmenübergreifende Schutzmaßnahmen zu erarbeiten. Diese Handlungsanleitungen werden dann individuell für jedes Projekt mit allen Beteiligten abgestimmt und umgesetzt. Parallel dazu verfügte die PORR über ihr eigenes COVID-19-Krisenmanagement sowie einen COVID-19-Maßnahmenkatalog. Die strikte Einhaltung dieser Vorgaben hat dazu geführt, dass allen Mitarbeitenden Sicherheit im Umgang mit der Pandemie gegeben werden konnte. Zudem haben diese Maßnahmen sicher gestellt, dass selbst zu Zeiten hoher Infektionszahlen die Ausfälle im Unternehmen sehr gering gehalten wurden. Aus heutiger Sicht rechnet die PORR mit keinen erneuten Verschärfungen und somit Verzögerungen in der Bautätigkeit in ihren Heimmärkten. Sie geht ebenso davon aus, dass COVID-19 ab dem ersten Halbjahr 2023 als eine von vielen Infektionskrankheiten zählt und keine besonderen Maßnahmen in diesem Bereich erfordert. Die gut etablierte Fragen-Hotline bleibt jedoch weiter erhalten. Parallel dazu können weitere pandemiebedingte Verzögerungen und Verknappungen in den internationalen Lieferketten derzeit nicht ausgeschlossen werden. Langfristige Rahmenverträge mit Lieferanten und ein zentralisiertes Beschaffungsmanagement gewährleisten nach wie vor eine hohe Versorgungssicherheit.
Die Marktrisiken resultieren aus den Veränderungen der makroökonomischen Rahmenbedingungen in den wesentlichen PORR Märkten. Weiters ergeben sich aufgrund der konjunkturellen Disparitäten in den jeweiligen Märkten für die PORR divergierende Nachfragesituationen. Das Unternehmen reagiert auf die Schwankungen in den nationalen Märkten und Geschäftssegmenten sowie auf die gegenwärtigen geopolitischen Unsicherheiten mit einer Konzentration auf die Heimmärkte Österreich, Deutschland, Schweiz, Polen, Tschechien, Slowakei und Rumänien. In den Projektmärkten Katar, VAE und Norwegen bietet die PORR nur für ausgewählte Projekte die Exportprodukte in den Bereichen Tunnel-, Bahn- und Tiefbau (Spezial- und Großprojekte) an.
Die Überwachung des Projektrisikos erstreckt sich über alle operativen Einheiten der PORR und kann hinsichtlich des Kalkulations- und Ausführungsrisikos qualifiziert werden. Alle Projekte werden von der Angebotsbearbeitung bis hin zum Vertragsabschluss auf spezifische technische, kaufmännische und rechtliche Risiken geprüft. Dies geschieht in enger Abstimmung zwischen den Verantwortlichen für das operative Geschäft und den Risikomanagern anhand von Risikochecklisten und im Zuge der finalen Preis-Meetings. Während der Projektabwicklung unterliegen alle Projekte einem laufenden Soll-Ist-Abgleich. Sobald sich ein Projekt außerhalb der Soll-Parameter bewegt, werden entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen eingeleitet, von den Risikomanagern überwacht und im Hinblick auf ihre Wirksamkeit überprüft. Die Neuorganisation des Projekt-Risikomanagements hat sich mittlerweile gut etabliert. Als Teil des Bereichs Commercial Management übernahm das Risikomanagement die Steuerung der Länder auf Konzernebene.
Die BBT SE hat 2016 den Bau eines Abschnitts des BBT auf österreichischer Seite zwischen Pfons und der österreichisch-italienischen Grenze ausgeschrieben und im August 2018 dem Konsortium H51 Pfons – Brenner, bestehend aus den Unternehmen PORR Bau GmbH, G. Hinteregger & Söhne Baugesellschaft mbH, Società Italiana Per Condotte D‘Acqua S.p.A. und Itinera S.p.A., den Zuschlag erteilt. Der Baubeginn erfolgte dann im November 2019. Das Projektvolumen beläuft sich auf EUR 966 Mio. Am 27. Oktober 2020 hat die BBT SE den Vertrag für das Baulos H51 einseitig gekündigt. Grund für die Kündigung waren offenbar unüberbrückbare technische Differenzen bei der Auslegung der Tübbinge für den TBM-Vortrieb. Im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung des BBT-Projekts laufen nach wie vor Gespräche zur Klärung offener Fragen, wie z. B. gegenseitige Ansprüche aufgrund der vorzeitigen Beendigung des Vertrags.
Der Konzern erhielt Ende 2017 von der Bundesrepublik Deutschland, vertreten durch den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-West, den Zuschlag für den Bau der achtspurigen Rheinbrücke der Bundesautobahn A1 über den Rhein bei Leverkusen („Leverkusener Rheinbrücke“). Die Auftragssumme belief sich auf rund EUR 362 Mio. Straßen.NRW hat mit Schreiben vom 24. April 2020 den Vertrag „aus wichtigem Grund“ wegen angeblicher Mängel an den Stahlbauteilen gekündigt. Es wurde ein Schiedsverfahren über die Mängel an den Stahlbauteilen durchgeführt. Das Gutachten des unabhängigen Schiedsgutachters, Prof. Mensinger von der TU München liegt vor und bestätigt den technischen Standpunkt von PORR. Daneben hat die Autobahn GmbH des Bundes (Nachfolgerin von Straßen.NRW) im Oktober 2021 Klage gegen die PORR auf Feststellung, dass die Kündigung berechtigt war, eingereicht. Inzident wird daher in diesem Verfahren geprüft, ob ein Kündigungsgrund vorlag, d. h. ob die Stahlteile mangelhaft waren. PORR wiederum hat ihre Ansprüche aus der ungerechtfertigten Vertragsbeendigung im April 2022 durch Widerklage geltend gemacht. Der Rechtstreit befindet sich derzeit im Anfangsstadium.
Der Beschaffungsmarkt der PORR ist in die drei Bereiche Nachunternehmer, Material und Betriebsstoffe unterteilt. Für jeden werden individuelle Risikominimierungsmaßnahmen gesetzt. Darüber hinaus kann der Ukraine-Konflikt zu möglichen Versorgungsengpässen in der Lieferkette führen. Um die Versorgungssicherheit trotz der Beeinträchtigungen zu gewährleisten, wurde der Fokus auf die regionale Beschaffungsstruktur verstärkt.
Bei Nachunternehmern wird eine Auswahl der Lieferanten getroffen sowie durch langzeitige, partnerschaftliche Projektarbeit und langfristige Rahmenverträge Preis- und Qualitätssicherheit erlangt. Zudem ist der Einkauf bestrebt, mittels nachhaltiger Auswahl der Gewerksanbieter eine größtmögliche Risikominimierung im sozioökonomischen und umweltspezifischen Bereich zu erreichen. Die komplexe und besonders stark fragmentierte Lieferkette im Bausektor kann zu Intransparenz betreffend der Einhaltung von gesetzlichen oder firmeninternen Vorgaben im Wirtschafts-, Umwelt- und Sozialbereich führen. Die Lieferantenbewertung, das Lieferanten-Audit, das Lieferantenmanagementsystem und die dazugehörige Datenbank fungieren als Überwachungsinstrumente. Umweltvorfälle bzw. Abweichungen im Umwelt- und Sozialbereich werden im Zuge der Projektabwicklung, d. h. direkt auf der Baustelle festgehalten, in der Lieferantendatenbank vermerkt und mittels Ampelsystem bzw. Lieferantenbewertungsstandards monitort. Eine Nichteinhaltung der geltenden Standards führt bis zur Sperre für weitere Beauftragungen.
Im Materialsegment sorgen einerseits langfristige Lieferantenverträge für Preiskontinuität. Andererseits führt die Nutzung strategischer Einkaufsmechanismen zur Nivellierung punktueller Preisschwankungen. Naturgemäß sind Preisschwankungen aufgrund marktspezifischer Gegebenheiten (Konzentrationsprozesse der Lieferanten, börseabhängige Rohstoffpreise, Einschränkungen bei Lieferketten und Verfügbarkeiten etc.) nicht auszuschließen. Durch die Einbindung des Einkaufs in der Kalkulationsphase wird eine zusätzliche Ertragssicherheit erreicht. Darüber hinaus wurde durch die Einführung von SAP MM eine noch größere Markttransparenz erreicht, die zur Beseitigung der angeführten Risiken eingesetzt wird, aber auch zur Optimierung der Preissituation beiträgt.
Der konzernweite Einkauf sichert ebenso maximale Preisvorteile bei Betriebsstoffen. Darüber hinaus gewährleistet die „PORR Einkaufstrategie Energie“ die langfristige Ausrichtung der Beschaffung im Bereich Betriebsstoffe. Das Management der Kosten für Energie (wie z. B. Diesel, Strom und Erdgas) wird durch die PORR proaktiv betrieben und ist auf die Sicherung der Ressourcen für den Baubetrieb sowie der Kalkulationsbasis ausgelegt. Ein detailliertes Dispositionssystem stellt neben den Kosten auch die physische Verfügbarkeit von Energieträgern sicher. Knapp die Hälfte des Bedarfs ist auf Diesel zurückzuführen, gefolgt von Strom und Erdgas. Im Falle von Diesel wird die Absicherung des Preises durch mit Banken abgeschlossene Sicherungsgeschäfte durchgeführt. So wurden für das Jahr 2023 bereits rund 60 % des voraussichtlichen Bedarfs preisfixiert. Die Absicherungen erstrecken sich bis zum Ende des ersten Quartals 2024, dann allerdings mit einer geringeren Absicherungsquote. Bei Strom und Erdgas erfolgt die Sicherstellung der Bedarfsmengen und Preise durch den Abschluss von Rahmenverträgen durch die Lead Buyer des Zentraleinkaufs. Somit sind substantielle Teile des hier bestehenden Beschaffungsrisikos auch schon für die Folgejahre erheblich minimiert. So sind für 2024 bereits 70 % des Strombedarfs abgesichert. Erdgas wird hauptsächlich beim Betrieb von Asphaltmischanlagen verwendet. Zur Risikominimierung wurden einige Anlagen auf Dualbetrieb mit Heizöl umgestellt. Sollte es zu einer Erdgasverknappung kommen, können diese alternativ auch mit Heizöl betrieben werden. Durch die Aufteilung in eine Lead-Buyer- und eine Local-Buyer-Beschaffungsstruktur werden sowohl Mengenbündelungseffekte gehoben als auch lokale Maximierungsmöglichkeiten umgesetzt. Diese Systematik ist in allen Beschaffungsbereichen installiert und führt in Summe zu einer Minimierung des Einkaufsrisikos.
Das Risiko von Rohstoffpreisänderung ist definiert als das Risiko steigender Preise gegenüber dem Kalkulationszeitpunkt des Bauprojekts. Diese wird zumeist durch mittel- und langfristige Rahmenverträge mit Schlüssellieferanten sowie Preisanpassungsklauseln mit Kunden gemildert. Was die Energiebeschaffung betrifft, so wird situationsbezogen ein Beschaffungsmix aus Preisbindung bzw.wöchentlichen Börsenpreisen gewählt, wodurch die Preisvolatilität und das Risiko minimiert werden. Im Falle von Diesel wurden derivative Absicherungen in Form von gekauften Futures für den Bedarf in 2023 sowie für das erste Quartal 2024 abgeschlossen. Die Bewertung der in 2023 und 2024 fälligen Kontrakte zum Bilanzstichtag ergab einen negativen Ausgleichswert von EUR 2,0 Mio.
Das Interne Kontrollsystem (IKS) der PORR orientiert sich an den seit 2009 verpflichtenden EU-Standards. Darüber hinaus legt die PORR großen Wert auf die Sicherung des Unternehmensvermögens, die Wirksamkeit und Effizienz betrieblicher Abläufe und die Sicherstellung der Verlässlichkeit der finanziellen Berichterstattung. Das Ziel der PORR ist es, das IKS kontinuierlich weiterzuentwickeln und es laufend an die sich ändernden Rahmenbedingungen und neue Konzernrichtlinien anzupassen.
Die Verantwortung für die Umsetzung sowie Einhaltung der gesetzlichen Anforderung an das rechnungslegungsbezogene IKS liegt beim Vorstand, der seinerseits die Abteilung Commercial Management für das interne Berichtswesen sowie die Abteilung Group Accounting für das externe Berichtswesen beauftragt. Das IKS umfasst sowohl die Bewertung operativer Risiken als auch die adäquate Umsetzung von organisatorischen Normen und Prozessen im gesamten Rechnungs- und Berichtswesen der PORR. Es stellt sicher, dass die Erfassung, Aufbereitung und Bilanzierung der Geschäftsfälle im Unternehmen vereinheitlicht sind und diese ordnungsgemäß in die Konzernrechnungslegung übernommen werden.
Maßnahmen wie klare unternehmensinterne Vorgaben sowie vordefinierte und systemgestützte Verfahrensanweisungen zur Aufarbeitung von Daten des Rechnungswesens unterstützen den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Rechnungslegung. Die Berichterstattung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften sowie die Konsolidierung erfolgen durch integrierte, datenbankgestützte IT-Systeme. Relevante Anforderungen zur Sicherstellung der ordnungsgemäßen Rechnungslegung werden in konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften festgehalten und regelmäßig kommuniziert.
Durch klare Funktionstrennungen und diverse Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen, wie Plausibilitätsprüfungen, regelmäßige Kontrollaktivitäten auf diversen Berichtsebenen und das Vier-Augen-Prinzip, wird eine verlässliche und korrekte Rechnungslegung sichergestellt. Die systematischen Kontrollen sorgen dafür, dass die Rechnungslegung der PORR im Einklang mit den nationalen und internationalen Rechnungslegungsstandards sowie mit den unternehmensinternen Richtlinien steht, und gewährleisten einen ordnungsgemäßen und einheitlichen Ablauf der rechnungslegungsbezogenen Prozesse.
Innerhalb des IKS übernimmt der Prüfungsausschuss für den Aufsichtsrat die Aufgabe der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und der Finanzberichterstattung. Außerdem gewährleisten das Compliance-Managementsystem und die Interne Revision die unabhängige Überwachung der Wirksamkeit des IKS mit dem Ziel der Verbesserung der Geschäftsprozesse.
Die Interne Revision der PORR wurde zuletzt am 22. November 2018 extern durch Crowe SOT advisory, audit & tax GmbH nach Standard IIA (Institute of Internal Auditors) zertifiziert und erfüllt somit international anerkannte Leitlinien. Zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben ist die Interne Revision mit umfassenden Prüfbefugnissen ausgestattet, die sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen umfassen. Die Kontrollleistung der Internen Revision erfolgt im direkten Auftrag des Konzernvorstands gemäß einem jährlichen Prüfplan. Zusätzlich können auf Veranlassung des Konzernvorstands bei risikorelevanten, aktuellen Anlässen jederzeit Ad-hoc-Prüfungen eingeleitet werden.
Im Jahr 2022 veranlasste die PORR eine Prüfung ihres umfangreichen Compliance-Managementsystems durch das Internal Audit sowie durch die jährlich stattfindenden externen Audits nach ISO 37301 (zuvor ISO 19600) und ISO 37001 durch Austrian Standards. Alle Compliance-Zertifikate wurden im Herbst 2022 planmäßig bestätigt.
| ### Wesentliche Themen Risiken | Interne Auswirkungen | Externe Auswirkungen |
|---|---|---|
| Dekarbonisierung | Akute Risiken: Extremwetterereignisse Chronische Risiken: Langfristige Verschiebungen im Klimamuster Politische und rechtliche Risiken: Erhöhte Emissionsbericht- erstattungspflichten Technologische Risiken Markt(preis)risiken: Steigende THG-Emissionsbepreisung auf Grundlage gesetzlicher Regulatorien Reputationsrisiken |
Umsatzeinbußen durch Unterbrechungen im Baubetrieb bzw. veränderte Anforderungen von Kunden Erhöhte Investitionskosten für Forschung und Entwicklung sowie Ersatzinvestitionen Erhöhte Betriebskosten aufgrund steigender Energiepreise und -auflagen Erhöhte Finanzierungskosten |
| Kreislaufwirtschaft | Ressourcenverschwendung und erhöhtes Abfallaufkommen Auftragsverluste Lieferengpässe bzw. Produktionsausfälle Personeller und kostentechnischer Mehraufwand Notwendige Umstellung der Bauprozesse |
Lange Genehmigungs- und Kontrollverfahren durch Überreglementierungen Strafverfahren (z. B. wegen Umweltschäden, Compliance-Vergehen) Erhöhte Baukosten Kostensteigerung durch Nichtnutzung von Materialeigenschaften Erhöhte Entsorgungskosten für nicht recyclingfähige Materialien Erhöhtes Abfallaufkommen Ressourcenverschwendung bzw. -vergeudung |
| Lebensräume | Umweltschäden in der Geschäftstätigkeit Verlust der Biodiversität durch Versiegelung der Böden |
Strafverfahren (Kosten-)aufwändige Verfahren für Flächensanierung Imageschaden Bauverzögerung durch erhöhte Projektkosten Lange Genehmigungs- und Kontrollverfahren Mehrkosten durch temporäre Fahrverbote und Schutzzonen Kostensteigerung aufgrund der Wiederherstellung kontaminierter Böden |
| ### Wesentliche Themen Risiken | Interne Auswirkungen | Externe Auswirkungen |
|---|---|---|
| Arbeitssicherheit und Gesundheit | Beeinträchtigung der psychischen/physischen Gesundheit im Zuge Geschäftstätigkeit und entlang der Lieferkette Ausfall von Mitarbeitenden |
Ausfall von Mitarbeitenden Strafverfahren (z. B. Unternehmenshaftung, Verwaltungsstrafen) Verminderte Wettbewerbsfähigkeit (z. B. Auftragsvergabe, Recruiting) Erhöhte Projektkosten Verstärkte externe Kontrolle |
| ### Wesentliches Thema Risiken | Interne Auswirkungen | Externe Auswirkungen |
|---|---|---|
| Arbeitswelten | Fluktuationsrisiko Know-How-Verluste Mangel an Facharbeitern, Nachwuchsarbeitskräften und Führungskräften in der Geschäftstätigkeit Interkulturelle Missverständnisse in der Geschäftstätigkeit |
Qualitätsmangel Fehleranfälligkeit Know-how-Verlust durch technologische Stagnation Stagnierende Auftragsakquisition Fehlende Entwicklungsmöglichkeiten |
| ### Wesentliche Themen Risiken | Interne Auswirkungen | Externe Auswirkungen |
|---|---|---|
| Menschenrechte und Ethik | Verfehlungen hinsichtlich Menschenrechten, Arbeiternehmer-, Sozial- sowie Umweltbelange in der Geschäftstätigkeit und entlang der Lieferkette | Strafverfahren (z. B. wegen Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden) Erhöhte Projektkosten durch Bauverzögerungen Arbeitsdruck erhöht Fehleranfälligkeit Imageschaden |
| Compliance | Unfairer Wettbewerb und Korruption in Geschäftstätigkeit und Lieferkette Verletzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) |
Imageschaden Rechtliche Konsequenzen Verzerrungseffekte bzw.# Ausschluss bei Ausschreibungen |
| Negative Auswirkungen auf Börsenkurs | ||
| Eingeschränkte Finanzierungs¬möglichkeiten | ||
| Schädigung des Wirtschaftsstandorts | ||
| Unterwanderung der Rechtsstaatlichkeit | ||
| Fehlende Steuereinnahmen | ||
| Verschwendung öffentlicher Mittel | ||
| Erhöhung der staatlichen Rechtsaufwände |
Das Management der Risiken im Finanzbereich, insbesondere des Liquiditätsrisikos und des Zins- und Währungs¬risikos, ist durch Konzernrichtlinien einheitlich geregelt. Ziel des Managements ist, die Risiken so weit als möglich zu minimieren. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrument genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Sämtliche Absicherungsgeschäfte werden durch das Group Treasury zentral abgeschlossen, soweit nicht andere Konzerngesellschaften im Einzelfall zu einer Transaktion außerhalb des Group Treasury autorisiert sind. Zur Überwachung und Steuerung bestehender Risiken im Geld- und Devisenhandel ist ein den Anforderungen entsprechendes internes Kontrollsystem (IKS) implementiert. Sämtliche Aktivitäten des Group Treasury unterliegen einer strikten Risiko- und Abwicklungskontrolle. Eckpfeiler ist die Funktionstrennung in Handel, Abwicklung und Buchhaltung. Die wesentlichen Risiken der PORR im Finanzbereich – die Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken – werden nachfolgend näher erläutert.
Das Liquiditätsrisiko ist definiert als das Risiko, dass Verbindlichkeiten bei Fälligkeit nicht beglichen werden können. Das Management des Liquiditätsrisikos basiert auf einer im Zuge der konzernalen Ergebnisplanung und Vorschaurechnung integrierten Finanzplanung, die ihren Ausgang auf operativer Ebene nimmt. Zum operativen Teil werden sämtliche liquiditätswirksame Finanzthemen wie Fälligkeiten aus Finanz-, Kapitalmarkttransaktionen, Zinsen und Dividenden in Entsprechung der Konzernverantwortung zentral geplant.
Per 31. Dezember 2022 betrug die Nettoverschuldung, definiert als Saldo aus liquiden Mitteln, Schuldscheindarlehen, Hybridanleihen, Genussrechtskapital, Wertpapieren des Umlaufvermögens sowie externen kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten, EUR 253,6 Mio. (Vorjahr: EUR 187,5 Mio.). Die kurzfristigen monetären Vermögenswerte lagen um EUR -179,0 Mio. (Vorjahr: EUR -23,8 Mio.) unter den kurzfristigen monetären Verbindlichkeiten, wodurch sich der Saldo gegenüber dem Vorjahr um EUR 155,2 Mio. verringerte. Die externen kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen zum Stichtag EUR 47,1 Mio. (Vorjahr: EUR 102,4 Mio.). Denen gegenüber standen liquide Mittel in Höhe von EUR 188,4 Mio. (Vorjahr: EUR 408,9 Mio.). Die externen langfristigen Finanzverbindlichkeiten von EUR 395,1 Mio. (Vorjahr: EUR 533,9 Mio.) bestehen zu rund 85,4 % aus Hybridanleihen und Schuldscheindarlehen. Zum Bilanzstichtag existieren nicht ausgenützte verbriefte Kreditlinien bei Banken in Höhe von EUR 212,0 Mio. (Vorjahr: EUR 224,0 Mio.), die zur unmittelbaren Refinanzierung von Finanzverbindlichkeiten herangezogen werden könnten. Der Konzern verfügt über europäische Avalkreditlinien in Höhe von insgesamt EUR 3.971,8 Mio. (Vorjahr: EUR 3.252,4 Mio.), davon sind EUR 1.353,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1.273,0 Mio.) mit einer Laufzeit von mindestens drei Jahren abgeschlossen. Der Rest in Höhe von EUR 2.618,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1.979,4 Mio.) ist in der Regel mit einer Laufzeit von einem Jahr ausgestattet. Darüber hinaus sind Linien in einigen arabischen Ländern in Höhe von EUR 251,7 Mio. (Vorjahr: EUR 228,6 Mio.) implementiert. Die europäischen Linien sind per 31. Dezember 2022 mit rund 63 % (Vorjahr: 71 %), die Linien in den arabischen Ländern mit rund 35 % (Vorjahr: 40 %) ausgenützt. In den dreijährigen Linien in Höhe von EUR 1.353,0 Mio. (Vorjahr: EUR 1.273,0 Mio.) sind harmonisierte Financial Covenants inkludiert. Diese betreffen im überwiegenden Ausmaß das Verhältnis Net Debt/EBITDA oder die Eigenkapitalquote.
Das Zinsrisiko des Konzerns ist definiert als das Risiko steigender Aufwands- oder sinkender Ertragszinsen aus Finanzpositionen und resultiert bei der PORR für die Finanzverbindlichkeiten aus dem Szenario steigender Zinsen, insbesondere im kurzfristigen Bereich. Dagegen wirkt ein Anstieg der kurzfristigen Zinsen im Bereich der liquiden Mittel positiv und führt zu einem Anstieg der Ertragszinsen. Etwaige künftig notwendige Absicherungstransaktionen werden durch das Group Treasury abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag erfolgte das Risikomanagement mit nicht derivativen Instrumenten sowie mit sieben Interest Rate Swaps (IRS) in Höhe von EUR 171,0 Mio. Davon sind sechs derivative Absicherungen als Cashflow Hedge designiert. Per 31. Dezember 2022 ergab die Marktbewertung der IRS einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 3,0 Mio.
Die PORR hat zum 31. Dezember 2022 Devisentermingeschäfte in Höhe von EUR 189,4 Mio. (Vorjahr: EUR 220,4 Mio.) abgeschlossen. Davon betrugen EUR 189,6 Mio. Terminkäufe und EUR 0,2 Mio. Terminverkäufe und dienen zur Gänze der Absicherung von innerkonzernalen Finanzierungen. Per 31. Dezember 2022 ergab die Marktbewertung der offenen Devisentermingeschäfte einen beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 0,5 Mio. (Vorjahr: EUR -5,2 Mio.).
Das Risiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann aufgrund der breiten Streuung und einer permanenten Bonitätsprüfung grundsätzlich als gering eingestuft werden. Branchenspezifisch fallen Vorleistungen durch den Generalunternehmer an, die erst später durch Zahlungen abgedeckt werden. Zur Absicherung eines etwaigen Ausfallrisikos ist eine Bonitätsprüfung zwingend vorgeschrieben und es werden weitestgehend Sicherheitsleistungen vereinbart. Das Ausfallrisiko bei anderen auf der Aktivseite ausgewiesenen originären Finanzinstrumenten ist ebenfalls als gering anzusehen, da die Vertragspartner Finanzinstitute und andere Schuldner mit bester Bonität sind. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko dar. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, wird diesen Risiken durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Es bestehen hohe offene Forderungen vor allem aus Infrastruktur- und Hochbauprojekten gegenüber öffentlichen Auftraggebern bzw. öffentlichen und privaten Unternehmen. Ansonsten liegen keine operativen Risikokonzentrationen aufgrund hoher offener Beträge bei einzelnen Schuldnern vor.
Das Kapitalmanagement des Konzerns zielt auf eine substanzielle Stärkung der Eigenmittel und den Erhalt einer niedrigen Verschuldung ab. Die u.a. Zahlen beziehen sich auf die gesamte PORR Gruppe. Im Berichtsjahr ist das Eigenkapital um rund TEUR 25.485 gesunken, dies insbesondere aufgrund der im Februar 2022 vorgenommenen Reduzierung des Hybridkapitals um TEUR 51.075 durch Rückführung der zu diesem Zeitpunkt noch ausstehenden Hybridanleihe 2017. Deswegen und auch aufgrund der im Ausmaß von rund 2,0 % gestiegenen Bilanzsumme reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 20,3 % auf 19,3 %. Die Nettoverschuldung ist definiert als Saldo aus liquiden Mitteln, Veranlagungen im kurz- und langfristigen Vermögen (z. B. Fondszertifikate, Termingelder), Schuldscheindarlehen sowie kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten exklusive Derivate mit negativem Marktwert. Die Net Cash Position betrug TEUR 58.950 (Vorjahr: TEUR 65.322) und reduzierte sich somit um TEUR 6.372. Die Kontrolle des Kapitalrisikomanagements erfolgt über die Net Gearing Ratio. Diese ist definiert als Net Cash bzw. Net Debt dividiert durch das Eigenkapital. Das Net Gearing lag im Jahr 2022 bei -0,07 (Vorjahr: -0,08) und ist somit im Jahresvergleich um 0,01 leicht angestiegen.
There is a syndicate agreement between the Strauss Group and the IGO Industries Group. The Chairman of the Management Board is aware of this syndicate agreement because he is the founder and beneficiary of the PROSPERO Private Foundation, which manages the Strauss Group. The Management Board as a whole has no knowledge of the content of the syndicate agreement in its capacity as the company's board of directors. Syndicate resolutions bind the syndicate members in the exercise of their voting rights. Mutual pre-emption and purchase rights exist.
| Shareholder | Stake in Share Capital | Syndicate Stake |
|---|---|---|
| IGO Industries Group | 36.21 % | 35.96 % |
| Strauss Group | 15.19 % | 14.43 % |
The Strauss Group includes SuP Beteiligungs GmbH, which is 100% attributable to the PROSPERO Private Foundation, which is under the influence of the Chairman of the Management Board, Ing. Karl-Heinz Strauss. The shares of the IGO Industries Group are held indirectly and directly by Dipl.-Ing. Klaus Ortner and his family.
The company has no shares with special control rights.
The company does not have any employee participation schemes in which employees do not exercise their voting rights directly.
According to § 6 para. 1 of the company's articles of association, the Management Board consists of two to six persons. According to § 6 para. 2 of the articles of association, the Supervisory Board can appoint deputy members of the Management Board within this numerical range. According to § 6 para. 3 of the articles of association, the Supervisory Board can appoint one member as Chairman and one member as Deputy Chairman. Any deputy members of the Management Board have the same power of representation as ordinary members of the Management Board. According to § 9 para. 1 of the articles of association, the Supervisory Board consists of at least three and at most twelve members elected by the Annual General Meeting. According to § 9 para. 8 of the articles of association, an alternate member can be elected at the same time as a Supervisory Board member, who will immediately join the Supervisory Board if the Supervisory Board member leaves the Supervisory Board before the end of their term of office. If several alternate members are elected, the order in which they are to succeed members leaving the Supervisory Board must be determined at the time of election. An alternate member can also be elected for several specific Supervisory Board members, so that they join the Supervisory Board if one of these members leaves the Supervisory Board prematurely. The office of an alternate member who has joined the Supervisory Board expires as soon as a successor has been appointed for the Supervisory Board member who has left, but at the latest upon expiry of the remaining term of office of the Supervisory Board member who has left. If the office of an alternate member who has joined the Supervisory Board has expired because a successor has been elected for the Supervisory Board member who has left, then they remain an alternate member for the further Supervisory Board members for whom they were elected. According to § 9 para. 2 of the articles of association, the Annual General Meeting can decide on a shorter term of office than the statutory one for individual or all Supervisory Board members to be elected by it. If a Supervisory Board member elected by the Annual General Meeting leaves office before the end of their term, according to § 9 para. 6 of the articles of association, a replacement election is only required at the next ordinary Annual General Meeting. However, if the number of Supervisory Board members falls below three, the replacement election must be held at an extraordinary General Meeting within six weeks. According to § 9 para. 4 of the articles of association, the appointment as a member of the Supervisory Board can be revoked by the Annual General Meeting with a simple majority of the votes cast before the expiry of the term of office. According to § 19 para. 1 of the company's articles of association, resolutions of the Annual General Meeting are passed – unless the law mandatorily prescribes a different majority – with a simple majority of the votes cast, and – in cases where a majority of capital is required – with a simple majority of the share capital represented at the resolution. In the opinion of the Management Board, this provision of the articles of association has reduced the majority of at least three-quarters of the share capital represented at the resolution, which is otherwise required for amendments to the articles of association under the Stock Corporation Act, to a simple majority of capital (except for amendments to the company's business object).
a. Acquisition of own shares: As of December 31, 2022, the Management Board is authorized by resolution of the Annual General Meeting of June 17, 2022, for a period of 30 months from the date of the resolution, to acquire own shares of the company up to the legally permissible extent of 10.0% of the share capital, including shares already acquired, even with repeated use of the 10.0% limit. The countervalue to be paid for the repurchase may not be lower than EUR 1.00 and not higher than 10.0% above the average, unweighted closing price on the stock exchange of the ten stock exchange days preceding the repurchase. The acquisition may take place via the stock exchange or by a public offer or in any other legally permissible, appropriate manner, in particular also over-the-counter, or from individual shareholders willing to sell (negotiated purchase) and also to the exclusion of the shareholders' pro rata right to offer shares. The Management Board is further authorized to set the respective repurchase conditions for an acquisition, whereby the Management Board must publish the Management Board resolution and the respective repurchase program based thereon, including its duration, in accordance with the legal provisions (in each case). The authorization may be exercised in whole or in part and also in several partial amounts and for one or more purposes by the company, by a subsidiary (§ 189a UGB) or for the account of the company by third parties. Trading in own shares is excluded as a purpose of the acquisition. Finally, the Management Board is authorized, without further deliberation by the Annual General Meeting, to cancel own shares with the approval of the Supervisory Board. The Supervisory Board is authorized to resolve amendments to the articles of association resulting from the cancellation of own shares. The Management Board has made use of this authorization resolution and resolved on October 3, 2022, to carry out a share buyback program running from October 7, 2022, to approximately June 30, 2023. In this program, shares of PORR AG up to 785,565 pieces, or 2.0% of the share capital, can be acquired at a purchase price of a maximum of EUR 10.0 million. The buyback program was not yet completed as of the balance sheet date. The repurchase is intended to serve every purpose permissible under § 65 para. 1 item 8 AktG – also for the servicing of possible future employee participation programs of PORR – in the sense of a purpose-neutral acquisition.
b. Sale or use of own shares: In the ordinary Annual General Meeting of May 27, 2021, the authorization of the Management Board was resolved to sell or use own shares for a period of five years from the date of the resolution in a manner other than through the stock exchange or by public offer, with the approval of the Supervisory Board. The authorization can be exercised in whole or in part or in several partial amounts and for one or more purposes. The shareholders' pro rata right of purchase when selling or using shares in a manner other than through the stock exchange or by public offer is excluded (exclusion of pre-emptive rights).
In January 2020, PORR AG issued a deeply subordinated hybrid bond with a total nominal value of EUR 150 million with unlimited maturity and an early repayment option by the issuer after five years. The interest rate until the first repayment option in February 2025 is 5.375% p. a. Should this not be exercised, the interest rate will increase to the 5-year mid-swap rate determined on that date plus 10.641%. In the run-up to the termination option in February 2022 of the bond issued in 2017, which was still outstanding at a nominal amount of EUR 99.3 million, an early repurchase offer was launched, paired with the issuance of a new hybrid bond with a coupon of 7.5%, which was then placed in November 2021 for EUR 50.0 million. The repurchase offer was utilized to the extent of EUR 48.2 million. The remaining part of the 2017 hybrid bond was terminated and repaid as of February 6, 2022. The 2020 and 2021 hybrid bonds contain provisions according to which, in the event of a change of control (as defined in the bond terms), i) the interest rate of the hybrid sub-notes increases by 5.0 percentage points p.a. and ii) the company is entitled to repay the hybrid sub-notes in full. As of December 31, 2022, the total outstanding amount of promissory note loans was EUR 181.5 million, all of which were issued in 2019, with the exception of a tranche of EUR 17.0 million. Of the promissory note loans, EUR 17.5 million meet the criteria of the "Eligible Green Principles" and were placed in the form of a Green Promissory Note. A "Second Party Opinion" from the independent rating agency "Sustainalytics" was obtained to demonstrate compliance with these principles. In this context, environmentally friendly and sustainable investments in PORR office buildings, as well as investments within the scope of PORR's activities in the environmental technology sector, are refinanced. Compared to the promissory note loans as of December 31, 2021, EUR 113.5 million were repaid in 2022.# Die betreffenden Darlehensverträge enthalten folgende Vereinbarung: Erfolgt ein Kontrollwechsel (wie in den Darlehensverträgen definiert), ist jeder Kreditgeber berechtigt, jenen Betrag, der seiner Beteiligung am Darlehen entspricht, fällig zu stellen und die unverzügliche Rückzahlung dieses Kapitalbetrags zum Nennbetrag zuzüglich bis zum Tag der Rückzahlung aufgelaufener Zinsen zu verlangen.
Die Gesellschaft verfügt über vier Rahmen-Garantie-Kreditverträge in Höhe von EUR 350 Mio. (mit einer Laufzeit bis 2. Januar 2024), EUR 230 Mio. (mit einer Laufzeit bis 17. Juni 2024), EUR 175 Mio. (mit einer Laufzeit bis 30. September 2025) und EUR 180 Mio. (mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2024), die folgende Vereinbarungen enthalten: Erlangen eine oder mehrere Personen, die zum Zeitpunkt der Unterfertigung des jeweiligen Vertrags keine oder keine kontrollierende Beteiligung halten, eine kontrollierende Beteiligung im Sinne von § 22 des österreichischen Übernahmegesetzes am Kreditnehmer oder einer wesentlichen Konzerngesellschaft (wie in den Verträgen definiert), sind der Agent und die Kreditgeber (hinsichtlich ihrer jeweiligen Anteile am Garantiekreditrahmen) zur sofortigen Kündigung der betroffenen Anteile des Garantiekreditrahmens berechtigt. Darüber hinaus bestehen keine bedeutenden Vereinbarungen im Sinne des § 243a Abs. 1 Z 8 UGB. 9. Entschädigungsvereinbarungen im Sinne des § 243a Abs. 1 Z 9 UGB bestehen nicht.
Die PORR AG hält zum 31.12.2022 481.854 Stück eigene Aktien. Der Bestand an eigenen Anteilen stellt sich wie folgt dar:
| Stückzahl | Nominale je Aktie in EUR | Nominale in EUR | Anteil am Grundkapital | |
|---|---|---|---|---|
| Bestand am 31.12.2021 | 216.495 | 1,00 | 216.495 | 0,551 % |
| Bestand am 31.12.2022 | 481.854 | 1,00 | 481.854 | 1,227 % |
Die PORR AG hat vom 7. Oktober 2022 bis zum 31. Dezember 2022 insgesamt 265.359 Stück eigene Aktien wie folgt erworben:
| Monat | Stückzahl rückgekaufter Aktien | Gewichteter Durchschnittspreis je Aktie in EUR | Wert rückgekaufter Aktien in EUR | Anteil am Grundkapital |
|---|---|---|---|---|
| Oktober 2022 | 131.830 | 10,06 | 1.326.212 | 0,336 % |
| November 2022 | 69.318 | 11,43 | 792.256 | 0,176 % |
| Dezember 2022 | 64.211 | 12,18 | 781.779 | 0,163 % |
Wien, am 22. März 2023
Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS
Vorstandsvorsitzender und CEO
Mag. Klemens Eiter
Vorstandsmitglied und CFO
Ing. Josef Pein
Vorstandsmitglied und COO
Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer
Vorstandsmitglied und COO
1 IWF, Januar 2023
2 IWF, Januar 2023 und Trading Economics, Januar 2023
3 Europäische Kommission, Februar 2023 und Trading Economics, Januar 2023
4 OeNB Januar 2023
5 Europäische Kommission, Februar 2023
6 Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich, Dezember 2022
7 WIIW, Oktober 2022
8 Eurostat, Januar 2023
9 Euroconstruct, Januar 2023
1 0 IWF, Januar 2023
11 Trading Economics, März 2023 und Europäische Kommission, Februar 2023
12 OeNB, Januar 2023 und WIIW, Oktober 2022
13 Eurostat, März 2023
| 31.12.2022 in EUR | 31.12.2021 in TEUR | |
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte | 8.467.438,00 | 8.782 |
| 2. Umgründungsmehrwert | 92.139.677,55 | 92.140 |
| 100.607.115,55 | 100.922 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund | 36.523.073,61 | 38.105 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 212,00 | 0 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 9.106.658,00 | 11.089 |
| 4. Anlagen in Bau | 11.430.849,18 | 8.466 |
| 57.060.792,79 | 57.660 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 803.685.917,64 | 705.717 |
| 2. Beteiligungen | 1,00 | 0 |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 9.998.452,28 | 9.999 |
| 4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 2.876.242,29 | 3.087 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 1.647.946,13 | 27.065 |
| 818.208.559,34 | 745.868 | |
| 975.876.467,68 | 904.450 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.245.743,17 | 1.362 |
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 0,00; (Vj.: TEUR 0) | ||
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 485.687.662,23 | 517.037 |
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 145.853.238,39; (Vj.: TEUR 212.976) | ||
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 2.997.822,11 | 581 |
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 986.889,55; (Vj.: TEUR 0) | ||
| 4. Sonstige Forderungen | 10.050.442,80 | 12.695 |
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 6.925.150,80; (Vj.: TEUR 6.856) | ||
| 499.981.670,31 | 531.675 | |
| II. Wertpapiere | ||
| Sonstige Wertpapiere | 92.250,00 | 39.896 |
| IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 188.379.430,78 | 408.863 |
| 688.453.351,09 | 980.434 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | ||
| Sonstige | 11.162.707,44 | 8.254 |
| D. Aktive latente Steuer | 20.027.890,00 | 14.866 |
| Aktiva gesamt | 1.695.520.416,21 | 1.908.004 |
| 31.12.2022 in EUR | 31.12.2021 in TEUR | |
|---|---|---|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Grundkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 39.278.250,00 | 39.278 |
| Nennbetrag eigener Anteile | -481.854,00 | -216 |
| Ausgegebenes Kapital | 38.796.396,00 | 39.062 |
| II. Kapitalrücklagen | ||
| Gebundene Rücklage | 304.779.791,98 | 304.780 |
| III. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 457.838,86 | 458 |
| 2. Andere (freie) Rücklagen | 180.998.186,39 | 183.899 |
| 3. Rücklage für eigene Anteile | 481.854,00 | 216 |
| 181.937.879,25 | 184.573 | |
| IV. Bilanzgewinn | ||
| 1. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 163.290,99 | 0 |
| 2. Jahresgewinn/Jahresverlust | 23.480.581,58 | 19.694 |
| 23.643.872,57 | 19.694 | |
| 549.157.939,80 | 548.109 | |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 7.788.347,00 | 7.361 |
| 2. Rückstellungen für Pensionen | 2.545.415,74 | 4.037 |
| 3. Steuerrückstellungen | 11.746.652,00 | 19.050 |
| 4. Sonstige Rückstellungen | 13.741.593,47 | 10.231 |
| 35.822.008,21 | 40.679 | |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: EUR 713.662.006,21; (Vj.: TEUR 784.592) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 396.878.461,99; (Vj.: TEUR 534.624) | ||
| 1. Genussrechtskapital | 40.000.000,00 | 40.000 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: EUR 0,00; (Vj.: TEUR 0) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 40.000.000,00; (Vj.: TEUR 40.000) | ||
| 2. Hybridanleihen | 200.000.000,00 | 251.075 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: EUR 0,00; (Vj.: TEUR 51.075) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 200.000.000,00; (Vj.: TEUR 200.000) | ||
| 3. Schuldscheindarlehen | 181.500.000,00 | 295.000 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: EUR 44.000.000,00; (Vj.: TEUR 30.000) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 137.500.000,00; (Vj.: TEUR 265.000) | ||
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 17.901.633,36 | 47.109 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: EUR 2.973.061,91; (Vj.: TEUR 20.969) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 14.928.571,45; (Vj.: TEUR 26.140) | ||
| 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 5.619.822,62 | 5.059 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: EUR 4.493.587,13; (Vj.: TEUR 5.030) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 1.126.235,49; (Vj.: TEUR 29) | ||
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 556.094.947,24 | 592.909 |
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: EUR 556.094.947,24; (Vj.: TEUR 592.909) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 0,00; (Vj.: TEUR 0) | ||
| 7. Sonstige Verbindlichkeiten | 109.424.064,98 | 88.064 |
| davon aus Steuern EUR 91.355.335,34; (Vj.: TEUR 66.876) | ||
| 1.110.540.468,20 | 1.319.216 | |
| im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 878.128,60; (Vj.: TEUR 857) | ||
| davon mit einer RLZ ≤ 1 Jahr: EUR 106.100.409,93; (Vj.: TEUR 84.609) | ||
| davon mit einer RLZ > 1 Jahr: EUR 3.323.655,05; (Vj.: TEUR 3.455) | ||
| Passiva Gesamt | 1.695.520.416,21 | 1.908.004 |
| 31.12.2022 in EUR | 31.12.2021 in TEUR | |
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 175.949.220,25 | 162.089 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | ||
| a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen | 39.310,00 | 0 |
| b) Erträge aus Auflösung von Rückstellungen | 242.398,78 | 32 |
| c) Übrige | 3.162.064,96 | 2.359 |
| 3.443.773,74 | 2.391 | |
| 3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen | ||
| a) Materialaufwand | -1.116.441,69 | -407 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -11.122.860,82 | -10.886 |
| -12.239.302,51 | -11.293 | |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | ||
| aa) Löhne | -263.773,75 | -258 |
| bb) Gehälter | -42.588.307,46 | -36.784 |
| -42.852.081,21 | -37.042 | |
| b) Soziale Aufwendungen | ||
| davon Aufwendungen für Altersversorgung EUR 826.249,30; (Vj.: TEUR 1.364) | ||
| aa) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | -1.356.610,99 | -805 |
| bb) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | -9.394.422,48 | -8.751 |
| cc) Aufwendungen für Altersversorgung | 826.249,30 | 1.364 |
| dd) Übrige Sozialaufwendungen | -1.857.809,58 | -2.194 |
| ee) COVID-19-Zuschuss (Quarantäne/Kurzarbeit) | 97.450,32 | 39 |
| -11.685.143,43 | -10.347 | |
| -54.537.224,64 | -47.389 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -11.381.853,51 | -12.358 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und Ertrag fallen | -212,14 | -681 |
| b) Übrige | -83.937.903,83 | -81.239 |
| -83.938.115,97 | -81.920 | |
| 7. Zwischensumme aus Z1 bis Z6 | 17.296.497,36 | 11.520 |
| 7. Zwischensumme aus Z1 bis Z6 | 17.296.497,36 | 11.520 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen | 43.084.322,72 | 41.954 |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 43.084.322,72; (Vj.: TEUR 41.954) | ||
| 9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 1.188.987,41 | 1.718 |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00; (Vj.: TEUR 51) | ||
| 10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 18.653.721,43 | 16.449 |
| davon aus verbundenen Unternehmen EUR 17.855.924,41; (Vj.: TEUR 16.013) | ||
| 11. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren des Umlaufvermögens | 18.505,67 | 102 |
| 12. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens | -49.649.575,24 | -17.676 |
| davon a) Abschreibungen EUR -15.431.253,00; (Vj.: TEUR -176) | ||
| b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR -48.449.825,24; (Vj.: TEUR -17.498) | ||
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -22.942.479,62 | -33.427 |
| davon betreffend verbundene Unternehmen EUR -396.739,74; (Vj.: TEUR -6.694) | ||
| 14. Zwischensumme aus Z8 bis Z13 | -9.646.517,63 | 9.120 |
| 15. Ergebnis vor Steuern (Zwischensumme Z7 und Z14) | 7.649.979,73 | 20.640 |
| 16. Steuern vom Einkommen und Ertrag | 5.335.545,82 | -946 |
| 17. Ergebnis nach Steuern | 12.985.525,55 | 19.694 |
| 18. |
Die PORR AG hat ihren Sitz in Wien und ist im Firmenbuch mit der Firmenbuchnummer FN 34853 f eingetragen. Der Jahresabschluss 2022 wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung und der Generalnorm aufgestellt, um ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln (Generalklausel § 236 UGB). Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Es wurden die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter dem Aspekt der Unternehmensfortführung angewandt. Die Gesellschaft hat gemäß § 245a UGB als börsenotiertes Mutterunternehmen einen Konzernabschluss gemäß IFRS aufgestellt. Dieser liegt in Wien 10, Absberggasse 47, und beim Firmenbuch Wien zur Einsichtnahme auf. Der Abschluss wurde zum Stichtag 31. Dezember aufgestellt und betrifft das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 31. Dezember. Zahlenmäßige Angaben erfolgen zumeist in 1.000 (TEUR). Durch die Angaben in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
Die Bilanzierung, die Bewertung und der Ausweis der einzelnen Posten des Jahresabschlusses werden nach den Bestimmungen des UGB vorgenommen. Von der Erweiterungsmöglichkeit bzw. vom Erweiterungsgebot des § 223 Abs. 4 UGB wird Gebrauch gemacht. Die Bewertung der Fremdwährungsbeträge erfolgt mit den Anschaffungskursen. Wenn die Bilanzstichtagskurse in Bezug auf Fremdwährungsforderungen aber niedriger bzw. in Bezug auf Fremdwährungsverbindlichkeiten höher als die Anschaffungskurse sind, werden die betreffenden Fremdwährungsbeträge mit den Bilanzstichtagskursen umgerechnet.
Im Zusammenhang mit COVID-19 kam es im Geschäftsjahr 2022 zu keinen Leistungseinschränkungen. Für diverse Schutzmaßnahmen wie z. B. Antigentests und Impfungen fiel ein Aufwand in Höhe von TEUR 416 an, der in der Position Personalaufwand enthalten ist. Ebenfalls in dieser Position enthalten ist die Vergütung aufgrund der Quarantäneverordnung in Höhe von TEUR 97. Gleichzeitig wurden TEUR 1.530 für betriebliches Testen bzw. Impfen rückerstattet, wovon TEUR 1.089 an Tochtergesellschaften weitergereicht wurden. Diese Refundierungen wurden in den sonstigen übrigen Erträgen ausgewiesen. Von der beantragten Investitionsprämie wurden im Geschäftsjahr 2022 TEUR 141 ausbezahlt.
Seit Ende Februar 2022 hat der militärische Angriff Russlands auf die Ukraine massive Folgen für die dort lebende Bevölkerung und global für die Weltwirtschaft. Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Energie- und Rohstoffpreise deutlich erhöht. Gleichzeitig stieg die Volatilität an den Finanzmärkten. Auch in puncto Fachkräftemangel hat sich die Situation verschärft. Die politischen und sozialen Risiken sind gestiegen. Es ist davon auszugehen, dass sich der Konflikt weiterhin sehr dynamisch entwickelt. Daher sind die damit zusammenhängenden politischen, sozialen und wirtschaftlichen Risiken aktuell schwer abschätzbar. Die PORR hat derzeit weder in Russland noch in der Ukraine Projekte oder andere wirtschaftliche Aktivitäten, kann aber von den weltwirtschaftlichen Folgen betroffen sein.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige lineare Abschreibung, bilanziert. Dabei werden folgende Abschreibungssätze angewandt:
Software 10 bis 25 %
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten unter Abzug von Anschaffungskostenminderungen bzw. zu Herstellungskosten und der bisher aufgelaufenen und im Berichtsjahr planmäßig fortgeführten linearen Abschreibungen bewertet, wobei folgende Abschreibungssätze angewandt:
Wohn- und Verwaltungsgebäude 2 bis 10 %
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 10 %
Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 50 %
Die Nutzungsdauer für Maschinen und maschinelle Anlagen bzw. Betriebs- und Geschäftsausstattung wird ab 2012 in der Regel mit dem eineinhalbfachen Wert nach der „österreichischen Baugeräteliste“ der Vereinigung Industrieller Bauunternehmungen Österreichs (VIBÖ) angesetzt.
Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder – falls ihnen ein niedrigerer Wert beizumessen ist – mit diesem bewertet. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (§ 204 UGB) wurden im Anschaffungsjahr im vollen Umfang abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn dauernde Wertminderungen eingetreten sind. Sind die Gründe für die in den vorangegangenen Geschäftsjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen weggefallen, dann erfolgt eine Werterhöhung bis höchstens auf die fortgeschriebenen Anschaffungskosten. Im Geschäftsjahr 2022 wurden keine außerplanmäßige Abschreibungen durchgeführt.
Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden von den Einstandspreisen abgeleiteten Anschaffungskosten bewertet.
Die Forderungen werden gemäß dem strengen Niederstwertprinzip angesetzt. Falls Risiken hinsichtlich der Einbringlichkeit bestehen, werden angemessene Wertberichtigungen gebildet.
Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder – falls ihnen ein niedrigerer Wert beizumessen ist – mit diesem bewertet.
In den latenten Steuern sind auch latente Steueransprüche bzw. -schulden, die aus zeitlichen Differenzen zwischen dem zu versteuernden Gewinn und dem unternehmensrechtlichen Ergebnis von Tochterunternehmen resultieren, mit denen ein Ergebnisabführungsvertrag besteht, enthalten. Nach AFRAC 30 RZ 65, zur Bilanzierung und Berichterstattung im unternehmensrechtlichen Jahresabschluss im Zusammenhang mit der Gruppenbesteuerung, hat der Gruppenträger für steuerlich geltend gemachte ausländische steuerliche Verluste im Einzelabschluss insbesondere dann eine Rückstellung gemäß § 198 Abs. 8 UGB iVm § 211 zu bilden, wenn sich diese Verluste in den nächsten Jahren in Gewinne umkehren und diese Umkehrung vom Gruppenträger grundsätzlich nicht verhindert werden kann. Da zwar in Einzelfällen davon auszugehen ist, dass sich diese Verluste in den nächsten Jahren in Gewinne umkehren, es jedoch in Bezug auf alle ausländischen Gruppenmitglieder in der Hand des Gruppenträgers PORR AG liegt, den Eintritt dieses Umkehreffekts in den nächsten Jahren zu beeinflussen, wurde für ausländische Gruppenmitglieder grundsätzlich keine Rückstellung für latente Steuern nach § 198 Abs. 8 UGB gebildet.
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte 31.12.2022 | Buchwerte 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte | 41.801.306,88 | -33.018.875,88 | 8.467.438,00 | 8.782.431,00 |
| 2. Umgründungsmehrwert | 92.139.677,55 | 0,00 | 92.139.677,55 | 92.139.677,55 |
| Summe I | 133.940.984,43 | -33.018.875,88 | 100.607.115,55 | 100.922.108,55 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund | 52.080.536,01 | -13.975.323,28 | 36.523.073,61 | 38.105.212,73 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 443,45 | -189,45 | 212,00 | 254,00 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 40.278.171,17 | -29.189.342,17 | 9.106.658,00 | 11.088.829,00 |
| 4. Anlagen in Bau | 8.465.367,52 | 0,00 | 11.430.849,18 | 8.465.367,52 |
| 5. Geringwertige Wirtschaftsgüter | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe II | 101.272.071,15 | -43.164.854,90 | 57.272.892,79 | 57.919.663,25 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 706.225.084,19 | -508.000,00 | 803.685.917,64 | 705.717.084,19 |
| 2. Beteiligungen | 127.263,81 | -127.261,81 | 1,00 | 2,00 |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 9.998.452,28 | 0,00 | 9.998.452,28 | 9.998.452,28 |
| 4. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 3.087.142,71 | 0,00 | 2.876.242,29 | 3.087.142,71 |
| 5. Sonstige Ausleihungen | 27.065.184,65 | 0,00 | 1.647.946,13 | 27.065.184,65 |
| Summe III | 746.503.127,64 | -635.261,81 | 818.208.559,34 | 745.867.865,83 |
| Gesamt | 981.717.183,22 | -76.818.992,79 | 975.876.467,68 | 904.449.637,63 |
10.495.056,03
23.480.581,58
163.290,99
23.643.872,57
Anschaffungs- und Herstellungskosten
| Stand am 1.1.2022 | Zugänge (davon) | Zinsen | Umbuchungen | Abgänge | Stand am 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 41.801.306,88 | 2.755.516,01 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 44.556.822,89 |
| 92.139.677,55 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 92.139.677,55 |
| 133.940.984,43 | 2.755.516,01 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 136.696.500,44 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 52.080.536,01 | 448,19 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 52.080.984,20 |
| 443,45 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 443,45 |
| 40.278.171,17 | 3.231.758,33 | 0,00 | 727.993,31 | -5.316.401,98 | 38.921.520,83 |
| 8.465.367,52 | 3.756.448,22 | 0,00 | -727.993,31 | -62.973,25 | 11.430.849,18 |
| 0,00 | 806.145,55 | 0,00 | 0,00 | -806.145,55 | 0,00 |
| 101.272.071,15 | 7.794.800,29 | 0,00 | 0,00 | -6.185.520,78 | 102.877.798,11 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| 706.225.084,19 | 104.186.380,00 | 0,00 | 10.705.956,45 | -1.500.000,00 | 819.617.420,64 |
| 127.263,81 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -127.262,81 | 1,00 |
| 9.998.452,28 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 9.998.452,28 |
| 3.087.142,71 | 10.495.056,03 | 0,00 | -10.705.956,45 | 0,00 | 2.876.242,29 |
| 27.065.184,65 | 115,76 | 0,00 | 0,00 | -25.417.354,28 | 1.647.946,13 |
| 746.503.127,64 | 114.681.551,79 | 0,00 | 0,00 | -27.044.617,09 | 834.140.062,34 |
| Gesamt | |||||
| 981.717.183,22 | 125.231.868,09 | 0,00 | 0,00 | -33.230.137,87 | 1.073.654.362,91 |
Kumulierte Abschreibungen
| Stand am 1.1.2022 | Zugänge | Zuschreibungen | Umbuchungen | Abgänge | Stand am 31.12.2022 |
|---|---|---|---|---|---|
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| -33.018.875,88 | -3.070.509,01 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -36.089.384,89 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| -33.018.875,88 | -3.070.509,01 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -36.089.384,89 |
| II. Sachanlagen | |||||
| -13.975.323,28 | -1.582.587,31 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -15.557.910,59 |
| -189,45 | -42,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -231,45 |
| -29.189.342,17 | -5.922.569,64 | 0,00 | 0,00 | 5.297.048,98 | -29.814.862,83 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | -806.145,55 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -806.145,55 |
| -43.164.854,90 | -8.311.344,50 | 0,00 | 0,00 | 5.297.048,98 | -46.179.150,42 |
| III. Finanzanlagen | |||||
| -508.000,00 | -15.423.503,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | -15.931.503,00 |
| -127.261,81 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 127.261,81 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| -635.261,81 | -15.423.503,00 | 0,00 | 0,00 | 127.261,81 | -15.931.503,00 |
| Gesamt | |||||
| -76.818.992,59 | -26.805.356,51 | 0,00 | 0,00 | 5.424.310,79 | -98.200.038,31 |
Die Abfertigungsrückstellungen wurden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens gemäß IAS 19 auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,0 % (Vorjahr: 1,0 %) p. a. und erwarteter zukünftiger Gehaltssteigerungen von 3,7 % (Vorjahr: 2,38 %) p. a. sowie eines frühestmöglichen Pensionseintrittsalters nach ASVG (Pensionsreform 2004) ermittelt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden zur Gänze in dem Jahr, in dem sie anfallen, angesetzt. Als Sterbetafel werden, wie im Vorjahr, die Rechnungsgrundlagen für die Pensionsversicherung AVÖ 2018-P herangezogen. Bei der Berechnung der Rückstellungen für Abfertigungen und für Jubiläumsgelder wird die Fluktuation wie im Vorjahr durch dienstzeitabhängige Ausscheidewahrscheinlichkeiten berücksichtigt. Die Fluktuationsabschläge wurden auf Basis von statistischen Daten in einer Bandbreite von 0,0 % bis 8,6 % (Vorjahr: 0,04 % bis 10,5 %) berücksichtigt.
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte ebenfalls aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens gemäß IAS 19, wobei die gleichen Basisdaten wie für die Abfertigungsrückstellungen herangezogen wurden. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste werden zur Gänze in dem Jahr, in dem sie anfallen, angesetzt.
Sonstige Rückstellungen werden für alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste gebildet. Die sonstigen Rückstellungen werden in jener Höhe, die nach vernünftiger kaufmännischer Betrachtung notwendig ist, gebildet. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem marktüblichen Zinssatz in Höhe von 3,13 % abgezinst. Im Geschäftsjahr gab es, so wie im Vorjahr, keine sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die abgezinst werden mussten.
Die Verbindlichkeiten werden mit dem Nennwert bzw. dem höheren Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel ersichtlich. In der Position II.1 sind enthalten:
| TEUR | |||
|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | ||
| Grundwerte | 10.784 | 10.784 |
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen ergeben sich aufgrund langfristiger Miet- und Leasingverträge folgende Verpflichtungen:
| TEUR | |||
|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | ||
| Für das Folgejahr | 7.533 | 6.575 | |
| Für die nächsten fünf Jahre | 37.355 | 33.252 |
Eine Zusammenstellung der in § 238 Abs. 1 Z 4 UGB geforderten Daten in Bezug auf Anteile an verbundenen Unternehmen und sonstigen Beteiligungen ist im Beteiligungsspiegel ersichtlich. Die Beteiligungszugänge betreffen, neben Neugründungen, im Wesentlichen Zuschüsse an Konzernfirmen für Vermögensabgänge für ihre fusionsbedingt wegfallenden Beteiligungen in Höhe des Verkehrswerts, um dem Verbot der Einlagenrückgewähr zu entsprechen.
Das in den sonstigen Ausleihungen enthaltene unbefristete Hybridkapital in Höhe von TEUR 25.330, das im Zuge des Spin-Offs des Immobilienbereichs an die PIAG Immobilien AG gewährt wurde und durch die Verschmelzung der PIAG Immobilien AG als übertragende Gesellschaft mit der UBM Development AG als übernehmende Gesellschaft im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die UBM Development AG überging, wurde im Juni 2022 zur Gänze getilgt.
Ergänzende Angaben zu Finanzanlagen:
| TEUR | |||
|---|---|---|---|
| 2022 | 2021 | ||
| Sonstige Ausleihungen | 1.648 | 27.065 | |
| Davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 58 | 88 | |
| Wertpapiere | 2.876 | 3.087 |
In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind auch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.610 (Vorjahr: TEUR 6.523) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.159 (Vorjahr: TEUR 1.215) enthalten. Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.909 (Vorjahr: TEUR 350) wie auch Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 0). Aufgrund einer Aufrechnungsvereinbarung werden alle Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber selben Gesellschaften saldiert.
In den Sonstigen Forderungen sind Erträge in Höhe von TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 1.568) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Die Veränderung der sonstigen Wertpapiere resultiert aus dem Abgang von Fondszertifikaten.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen im Voraus bezahlte Mietaufwendungen und Wartungsaufwendungen für Software.
| Stück | Wert in EUR | |
|---|---|---|
| Inhaber-Stammaktien | 39.278.250 | 39.278.250 |
Bei den Aktien handelt es sich um nennbetragslose Stückaktien, von denen jede am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. Auf jede Stückaktie entfällt ein rechnerischer Betrag von rund EUR 1,00.
In der ordentlichen Hauptversammlung vom 27. Mai 2021 wurde die in der ordentlichen Hauptversammlung vom 29. Mai 2018 beschlossene Ermächtigung des Vorstands gemäß § 169 AktG, das Grundkapital bis zum 5. Juni 2023 um bis zu EUR 4.364.250,00 durch Ausgabe von bis zu 4.364.250 auf Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen widerrufen und durch folgende Ermächtigung ersetzt:
Der Vorstand wurde gemäß § 169 AktG ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren ab 14. Juli 2021 das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 10.183.250,00 durch Ausgabe von bis zu 10.183.250 auf Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs.6 AktG zu erhöhen (genehmigtes Kapital) und den Ausgabekurs, der nicht unter dem anteiligen Betrag des Grundkapitals liegen darf, die Ausgabebedingungen, das Bezugsverhältnis und die weiteren Einzelheiten der Durchführung mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzusetzen.
In Ausnutzung dessen hat der Vorstand der Gesellschaft mit Beschluss vom 14. Oktober 2021 und 3. November 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft von Nominale EUR 29.095.000,00 um Nominale EUR 10.183.250,00 auf Nominale EUR 39.278.250,00 durch Ausgabe von 10.183.250 Stück neuen auf Inhaber lautenden nennbetragslosen stimmberechtigten Stammaktien mit Gewinnberechtigung ab dem Geschäftsjahr 2021 gegen Bareinlage erhöht. Somit wurde das genehmigte Kapital zur Gänze ausgeschöpft.
Am 3. Oktober 2022 hat der Vorstand der PORR AG ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen. Das Rückkaufprogramm umfasst Aktien im Ausmaß von maximal 2 % des Grundkapitals (785.565 Stück). Die Durchführung erfolgt vom 7. Oktober 2022 bis voraussichtlich 30. Juni 2023. Dabei werden eigene Aktien der PORR AG zu einem Kurs zwischen EUR 1,00 und maximal 10 % über dem durch schnittlichen, ungewichteten Börseschlusskurs der dem Rückerwerb vorhergehenden zehn Börsetage erworben. Der dafür vorgesehene maximale Kapitalbedarf beträgt EUR 10 Mio. Der Rückkauf erfolgt ausschließlich über die Wiener Börse sowie über multilaterale Handelssysteme und dient jedem gemäß § 65 Abs. 1 Z 8 AktG zulässigen Zweck.
In diesem Zusammenhang erwarb die PORR AG im Geschäftsjahr 265.359 eigene Aktien und hält nunmehr 481.854 eigene, auf Inhaber lautende Stückaktien, die einem Anteil am Grundkapital von rund 1,227 % (Vorjahr: 0,551 %) entsprechen. Gemäß § 229 Abs. 1a UGB wird der Nennbetrag offen vom Grundkapital abgezogen und in gleicher Höhe als gesonderte Rücklage gezeigt. Daraus ergibt sich folgender Bestand an eigenen Anteilen:
| PORR AG | Anzahl Stück | Nominale je Stück EUR | Nominale EUR | Anteil am Grundkapital |
|---|---|---|---|---|
| Bestand am 31.12.2021 | 216.495 | 1,00 | 216.495 | 0,551 % |
| Zugang 2022 | 265.359 | 1,00 | 265.359 | 0,676 % |
| Bestand am 31.12.2022 | 481.854 | 1,00 | 481.854 | 1,227 % |
| TEUR | ||
|---|---|---|
| 2022 | 2021 | |
| Abfertigungen | 7.788 | 7.361 |
| Pensionen | 2.545 | 4.037 |
| Steuern | 11.747 | 19.050 |
| Sonstige Bauten | 1.447 | 1.617 |
| Personal | 8.713 | 6.235 |
| Diverse | 3.582 | 2.379 |
| Gesamt | 35.822 | 40.679 |
Die Rückstellungen für Abfertigungen wurden nur für Angestellte gebildet, da für Arbeiter das Bauarbeiter-Urlaubs- und Abfertigungsgesetz 1987 gilt und diese daher keine Abfertigungsansprüche gegenüber der Gesellschaft haben.
Zur Bedeckung der Pensionsrückstellungen besteht eine Pensionsrückdeckungsversicherung mit einem Deckungskapital zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 4.629.351,26 (Vorjahr: TEUR 5.017). Die Rechte und Ansprüche aus diesen Verträgen sind zur Gänze zugunsten der Pensionsberechtigten verpfändet. Der Wert der Rückdeckungsversicherung wird nach AFRAC 27 RZ 49 von der Gesamtpensionsverpflichtung in Höhe von EUR 7.174.767,00 (Vorjahr: TEUR 9.054) in Abzug gebracht.
Die Steuerrückstellungen betreffen ausschließlich die Körperschaftsteuer. Die Rückstellungen aus der Bauabrechnung betreffen Rückstellungen für fehlende Eingangsrechnungen. Die Personalrückstellungen bestehen für nicht konsumierte Urlaube, Prämien, Jubiläumsgelder, Abfindungen und sonstige Verpflichtungen im Personalbereich. In den diversen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für Beteiligungsrisiken sowie für Risiken aus Sicherungsgeschäften, Vorsorgen für Wirtschaftsprüfung und Vergütungen für Aufsichtsräte enthalten.
Die PORR Construction Holding GmbH (vormals: ABAP Beteiligungs Holding GmbH) hatte im Jahr 2007 Genussrechte im Gesamtnennwert von EUR 70.000.000,00 begeben, von denen noch EUR 40.000.000,00 ausstehen. Bei der Versammlung der Genussrechtsinhaber der PORR Construction Holding GmbH am 19. November 2019 wurde beschlossen, dass die PORR AG mit Stichtag 22. November 2019 das gesamte Vertragsverhältnis aus den noch ausstehenden Genussrechten im Gesamtnennwert von EUR 40.000.000,00 einschließlich aller Rechte und Pflichten übernimmt. Durch die ausdrückliche Zustimmung der Erste Asset Management GmbH in ihrer Eigenschaft als Verwaltungsgesellschaft (Kapitalgesellschaft) gemäß InvFG der beiden Spezialfonds RT 2 und RT 3, die alleinige Inhaber der Genussrechte sind, wurde die PORR AG zur Emittentin dieser Genussrechte. Das Recht auf ordentliche Kündigung durch die Genussrechtsberechtigten ist ausgeschlossen. Die Genussrechtsberechtigten haben das Recht, die Genussscheine außerordentlich zu kündigen, wenn die Hauptversammlung der PORR AG nach dem 31. Dezember 2025 die Leistung von Dividenden aus dem Jahresüberschuss an ihre Aktionäre beschließt. Die Gesellschaft ist nach dem 31. Dezember 2025 jederzeit berechtigt, die Genussscheine zu kündigen. Eine Kündigung vor dem 31. Dezember 2025 ist nur dann möglich, wenn eine anerkannte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die im Auftrag der PORR AG handelt, der Zahlstelle ein Gutachten übermittelt, wonach aufgrund einer Änderung oder geänderte Interpretation der Rechnungslegungsgrundsätze gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) oder anderen Rechnungslegungsstandards, die die PORR AG für die Erstellung ihrer konsolidierten Jahresabschlüsse anstelle der IFRS anwenden kann, die durch die Ausgabe der Genussscheine beschafften Mittel bei der PORR AG in ihrem konsolidierten Jahresabschluss nicht mehr zur Gänze als Eigenkapital ausgewiesen werden dürfen. Als „Rechnungslegungsereignis“ gilt weiters, wenn die Zinszahlungen an die Genussrechtsberechtigten bei der PORR AG nicht mehr zur Gänze als steuerlich abzugsfähige Zinsaufwendungen behandelt werden dürfen. Die Ansprüche aus diesen Genussscheinen gehen im Rang den Ansprüchen aller nicht nachrangigen und nachrangigen Gläubiger nach. Neben dem Anspruch auf Verzinsung und dem Anspruch auf Rückzahlung bei Kündigung der Genussscheine sind keine weiteren Rechte mit den Genussscheinen verbunden. Die Verzinsung beträgt bis einschließlich 31. Dezember 2020 jährlich 6,66 %, ab dem 1. Jänner 2021 bis einschließlich 31. Dezember 2025 6,00 % und ab dem 1. Jänner 2026 13,00 % vom Nominale der Genussscheine. Zinszahlungen sind jeweils davon abhängig, ob die PORR AG die Ausschüttung einer Dividende aus dem Jahresüberschuss beschließt. Wird in einem Jahr keine Ausschüttung einer Dividende aus dem Jahresüberschuss an die Aktionäre der PORR AG beschlossen, dann müssen in diesem Jahr auch keine Zinsen von der PORR AG bezahlt werden, wobei diese Zinsen in diesem Fall nicht untergehen, sondern weiterhin geschuldet sind.
Es handelt sich um unbefristete Hybridanleihen mit einem Nominale von EUR 150 Mio. und EUR 50 Mio. Die Hybridanleihen begründen unmittelbare, nicht besicherte und tief nachrangige Verbindlichkeiten, die vorrangig zum Eigenkapital stehen, untereinander und mit gleichrangigen Wertpapieren im Rang gleichstehen und nachrangig allen anderen bestehenden und zukünftigen nicht nachrangigen Verbindlichkeiten und nachrangigen Verbindlichkeiten sind, die ausdrücklich den Verbindlichkeiten aus der Hybridanleihe im Rang vorgehen. Am 6. Februar 2020 wurden Teilschuldverschreibungen einer Hybridanleihe mit einem Gesamtnominale von EUR 150 Mio. mit einer Stückelung von EUR 1.000 ausgegeben, die ebenfalls nur in Mindestgesamtnennbeträgen von EUR 100.000,00 und einem ganzzahligen Vielfachen von EUR 1.000,00 über diesem Betrag übertragbar sind. Die Anleihe ist mit einer ewigen Laufzeit ausgestattet, allerdings hat die PORR AG nach fünf Jahren das Recht, die Anleihe vollständig zurückzuführen. Der Zinssatz beträgt bis einschließlich 6. Februar 2025 jährlich 5,375 % und erhöht sich ab dem 7. Februar 2025 auf den 5-Jahres-Mid-Swapsatz zuzüglich 10,641 %. Am 18. November 2021 wurden weitere Teilschuldverschreibungen einer Hybridanleihe mit einem Gesamtnominale von EUR 50 Mio. mit einer Stückelung von EUR 1.000 ausgegeben. Die Anleihe ist auch nur in Mindestgesamtnennbeträgen von EUR 100.000,00 und einem ganzzahligen Vielfachen von EUR 1.000,00 über diesem Betrag übertragbar und ist mit einer ewigen Laufzeit ausgestattet, allerdings hat die PORR AG nach fünf Jahren das Recht, die Anleihe vollständig zurückzuführen. Der Zinssatz beträgt bis einschließlich 18. November 2026 jährlich 7,5 % und erhöht sich ab dem 19. November 2026 auf den 5-Jahres-Mid-Swapsatz zuzüglich 12,58 %. Zum 31. Dezember 2022 bestand kein Vergütungsrückstand. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus laufenden Geldverrechnungen, aus der Übernahme von Ergebnissen und Verbindlichkeiten aus Cash-Pooling. Weiters sind darin Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.637 (Vorjahr: TEUR 944) sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 7.433 (Vorjahr: TEUR 2.733) enthalten. In den Sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 15.089 (Vorjahr: TEUR 17.818) enthalten, die erst nach dem Abschlussstichtag zahlungswirksam werden.
Aufstellung der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren:
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Genussrechtskapital | 40000 | 40000 |
| Hybridanleihen | 200000 | 200000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4071 | 6786 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2416 | 2463 |
| Gesamt | 246487 | 249249 |
Die Gesellschaft hat Verbindlichkeiten mit dinglicher Sicherheit in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 445), die das zivilrechtliche Eigentum des Leasinggebers an den jeweiligen Immobilien betreffen.
Haftungsverhältnisse sind Verpflichtungen, die gegenüber Dritten übernommen wurden, und setzen sich wie folgt zusammen:
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Kreditbürgschaften | 7655 | 10050 |
| davon für verbundene Unternehmen | 7655 | 10050 |
| Sonstige | 76090 | 90512 |
| davon für verbundene Unternehmen | 76090 | 88164 |
| Gesamt | 83745 | 100562 |
Unter den sonstigen Haftungsverhältnissen werden auch Patronatserklärungen aus Leasingfinanzierungen von Tochterunternehmen ausgewiesen. Das operative Baugeschäft erfordert die Ausstellung verschiedener Garantietypen zur Absicherung vertraglicher Verpflichtungen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um Angebots-, Vertragserfüllungs-, Vorauszahlungs- und Gewährleistungsgarantien. Weiters haftet der Konzern gesamtschuldnerisch für die Verbindlichkeiten von Arbeitsgemeinschaften, an denen er beteiligt ist. Eine Inanspruchnahme aus diesen Haftungen ist nicht wahrscheinlich. Der Konzern verfügt über europäische Avalkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 3.971.775 (Vorjahr: TEUR 3.252.377), davon sind TEUR 1.353.000 (Vorjahr: TEUR 1.273.000) mit einer Laufzeit von mindestens drei Jahren abgeschlossen. Der Rest in Höhe von TEUR 2.618.775 (Vorjahr: TEUR 1.979.377) ist in der Regel mit einer Laufzeit von einem Jahr ausgestattet. Darüber hinaus sind Linien in einigen arabischen Ländern in Höhe von TEUR 251.661 (Vorjahr: TEUR 228.634) implementiert. Die europäischen Linien sind per 31. Dezember 2022 mit rund 63 % (Vorjahr: 71 %), die Linien in den arabischen Ländern mit rund 35 % (Vorjahr: 40 %) ausgenützt. In den dreijährigen Linien in Höhe von TEUR 1.353.000 (Vorjahr: TEUR 1.273.000) sind harmonisierte Financial Covenants inkludiert. Diese betreffen im überwiegenden Ausmaß das Verhältnis Net Debt/EBITDA oder die Eigenkapitalquote. Sämtliche Bedingungen wurden per 31. Dezember 2022 erreicht. Vereinbarungsgemäß werden in Anspruch genommene Avale an die Tochtergesellschaften weiterverrechnet.
Die erzielten Umsatzerlöse gliedern sich nach folgenden Tätigkeitsbereichen:
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Bauleistung | - | -290 |
| Verwaltung | 114454 | 107092 |
| Vermietungen | 14170 | 13055 |
| Garantieverwaltung | 31228 | 28697 |
| Sonstige Dienstleistungen für Tochterunternehmen | 9824 | 7927 |
| Sonstige | 6273 | 5608 |
| Gesamt | 175949 | 162089 |
Die Umsatzerlöse wurden fast zur Gänze im Inland erzielt. Die übrigen betrieblichen Erträge setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus Zuschüssen und Kursgewinnen zusammen.
Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Abfertigungen | 886 | 387 |
| Leistungen an betriebliche Vorsorgekassen für Mitarbeiter | 470 | 418 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | 1356 | 805 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | -826 | -1364 |
| Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen | 530 | -559 |
Diese gliedern sich wie folgt:
| 2022 | 2021 | |
|---|---|---|
| Vorstandsbezüge und Ruhebezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder | -383 | 898 |
| Leitende Angestellte | -170 | -1572 |
| Sonstige Arbeitnehmer | 1083 | 115 |
| Gesamt | 530 | -559 |
Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten die Dotierung der Rückstellungen für die Abfertigungsansprüche von Dienstnehmern sowie die ausbezahlten Abfertigungen.
In den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Kosten des Bürobetriebs, Avalprovisionen und Spesen des Geldverkehrs, Reisespesen, Werbekosten, Aufwendungen für Gebäude und Grundstücke, Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie Aufwendungen für Kosten der Abschlussprüfung enthalten.
Die Erträge aus Beteiligungen beinhalten Erträge aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von EUR 43.084.322,72 (Vorjahr: TEUR 41.954). In den Aufwendungen aus Finanzanlagen sind Verlustübernahmen von Tochterunternehmen aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von EUR 31.707.057,75 (Vorjahr: TEUR 15.507) enthalten.
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von TEUR 5.336 (Ertrag) setzen sich aus in- und ausländischer Körperschaftsteuer, dem Steueraufwand, der im Zuge der Gruppenbesteuerung gem. § 9 KStG der PORR AG als Gruppenträger zuzurechnen ist, und latenter Steuern zusammen. Am 20. Jänner 2022 wurde in dritter Lesung im Plenum des Nationalrats die ökosoziale Steuerreform beschlossen. Sie sieht unter anderem eine stufenweise Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 25 % auf 23 % vor (2023: 24 %, ab 2024: 23 %). Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde der Steuersatz Höhe von 23 % angewendet. Die Änderung des Körperschaftsteuersatzes ab 1. Jänner 2022 ergab eine Reduktion der aktiven Steuerlatenz in Höhe von TEUR 1.189. Die Gesamtveränderung der latenten Steuer beträgt im Geschäftsjahr 2022 EUR 5.162.268,00. und ist in der gesonderten Beilage „Steuerlatenz“ ersichtlich.
Die Steuerumlage wird nach der Belastungsmethode verrechnet: Bei einem positiven steuerlichen Ergebnis des Gruppenmitglieds berechnet sich die Steuerumlage nach dem Körperschaftsteueraufwand, den das Gruppenmitglied zu bezahlen gehabt hätte, wenn sein steuerliches Ergebnis nicht dem Gruppenträger zugerechnet worden wäre. Bei einem negativen steuerlichen Ergebnis des Gruppenmitglieds wird dieser Verlust evident gehalten und kann gegen spätere Gewinne verrechnet werden. Bei einem Ausscheiden aus der Gruppe sind erzielte steuerliche Verluste bzw. nicht ausgleichs-fähige Verluste, die im Zeitpunkt der Beendigung noch nicht gegen spätere Gewinne nach § 2 Abs. 2 EStG verrechnet sind, in Form einer Ausgleichszahlung vom nächsthöheren Gruppenmitglied abzugelten.
Der Ertrag (im Vorjahr Aufwand) aus Steuern vom Einkommen und Ertrag errechnet sich wie folgt:
| in TEUR | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Körperschaftssteuer | 3.086 | 2.868 |
| Steuerumlagen | -3.270 | -2.323 |
| Steuerumlagen Ausland | - | -790 |
| Ausländische Steuer | 10 | 10 |
| Latente Steuer | -5.162 | 1.181 |
| Gesamt | -5.336 | 946 |
Die Vermögensmehrung durch Umgründung in Höhe von EUR 10.495.056,03 resultiert aus der Übertragung die von der PORR Bau GmbH an der PORR Mischanlagen GmbH gehaltenen Substanzgenussrechten in die PORR AG.
Die PORR hat seit 2015 mehrere Schuldscheindarlehen (SSD) begeben. Diese unterteilen sich in vier-, fünf- und siebenjährige Tranchen, jeweils mit fixer und variabler Verzinsung. Die Emmissionen beinhalten auch eine Grüne Tranche in Höhe von EUR 31,5 Mio., die im Rahmen der „Eligible Green Principles“ begeben wurden. Für den Nachweis zur Einhaltung dieser Prinzipien wurde eine „Second Party Opinion“ einer unabhängigen Ratingagentur „Sustainalytics“ beigebracht. Refinanziert werden in diesem Zusammenhang umweltschonende und nachhaltige Investitionen in Bürogebäude der PORR sowie Investitionen im Rahmen der Aktivitäten der PORR im Bereich Umwelttechnik. Im Februar 2022 erfolgten termingerechte Tilgungen von Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 30 Mio. Weiters wurden im Dezember 2022 Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 83,5 Mio., alle mit einem Laufzeitende 2023 bzw. 2024, vorzeitig zurückgeführt.
Die Schuldscheindarlehen belaufen sich nun auf eine Höhe von TEUR 181.500 und gliedern sich wie folgt:
| in TEUR | Nominale | Laufzeit | Verzinsung | Zinssatz |
|---|---|---|---|---|
| Tranche 1 | 7.000.000,00 | 15.2.2023 | fix | 1,412 % |
| Tranche 2 | 3.500.000,00 | 15.2.2023 | variabel | 6-Monats-EURIBOR+1,40 % |
| Tranche 3 | 1.500.000,00 | 15.2.2023 | variabel | 6-Monats-EURIBOR+1,40 % |
| Tranche 4 | 17.000.000,00 | 14.8.2023 | variabel | 6-Monats-EURIBOR+1,60 % |
| Tranche 5 | 15.000.000,00 | 15.8.2023 | variabel | 6-Monats-EURIBOR+1,40 % |
| Tranche 6 | 25.000.000,00 | 15.2.2024 | variabel | 6-Monats-EURIBOR+1,60 % |
| Tranche 7 | 28.000.000,00 | 15.2.2024 | fix | 1,714 % |
| Tranche 8 | 8.000.000,00 | 15.2.2024 | variabel | 6-Monats-EURIBOR+1,60 % |
| Tranche 9 | 5.000.000,00 | 15.2.2024 | fix | 1,714 % |
| Tranche 10 | 10.500.000,00 | 15.2.2024 | variabel | 6-Monats-EURIBOR+1,60 % |
| Tranche 11 | 22.000.000,00 | 3.7.2024 | variabel | 6-Monats-EURIBOR+1,60 % |
| Tranche 12 | 25.000.000,00 | 16.2.2026 | variabel | 6-Monats-EURIBOR+1,95 % |
| Tranche 13 | 7.500.000,00 | 15.2.2026 | fix | 2,284 % |
| Tranche 14 | 6.000.000,00 | 16.2.2026 | variabel | 6-Monats-EURIBOR+1,95 % |
| Tranche 15 | 500.000,00 | 15.2.2026 | fix | 2,284 % |
Die PORR AG hat für Tranchen mit variabler Verzinsung Zinssicherungen in Form von Interest Rate Swaps (Tausch variabler Zinssatz gegen Fixzins), die als Cashflow Hedges designiert wurden, abgeschlossen. Der Zeitwert der Interest Rate Swaps ist zum 31. Dezember 2022 mit EUR 1.677.982,05 positiv. Die Zinssicherung für die variable OeKB Finanzierung wurde ebenfalls in Form eines Interest Rate Swap abgeschlossen, dessen Zeitwert zum 31. Dezember 2022 mit EUR 371.018,14 positiv ist. Des Weiteren wurde ein Interest Rate Swap (Tausch EURIBOR 03M gegen fixe Verzinsung) als freistehendes Derivat abgeschlossen. Der Zeitwert des Derivats ist zum 31. Dezember 2022 mit EUR 992.152,41 positiv.
Für zukünftige Dieselbedürfnisse wurden Sicherungen in Form von Commodity Swaps abgeschlossen. Diese Swaps weisen per 31. Dezember 2022 einen negativen Zeitwert in Höhe EUR 2.025.214,51 aus, wofür eine Rückstellung gebildet wurde. Weiters hat die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2022 für innerkonzernale Finanzierungen an Tochtergesellschaften in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Schweiz, Katar, Norwegen und Singapur Kurssicherungen in Form von Devisentermingeschäften abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert sämtlicher Devisentermingeschäfte zum 31. Dezember 2022 ist mit EUR 516.326,36 positiv.
| Fälligkeit | AED | CHF | QAR | NOK | SGD | Summe |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Jänner 2023 | 11.374.449,65 | 3.352.792,13 | 667.900,35 | 15.395.142,13 | - | 30.790.284,26 |
| Februar 2023 | 153.434,97 | 15.462.537,97 | 6.707.498,15 | 22.323.471,09 | - | 44.646.942,18 |
| März 2023 | 21.463.423,92 | 53.911.142,57 | 57.338.292,98 | 4.447.015,09 | - | 137.159.874,56 |
| April 2023 | 9.033.026,02 | - | - | - | - | 9.033.026,02 |
| Dezember 2023 | - | - | - | 5.452.870,73 | - | 5.452.870,73 |
| Gesamt | 21.463.423,92 | 54.064.577,54 | 98.661.177,35 | 3.352.792,13 | 11.822.413,59 | 189.364.384,53 |
Hinsichtlich der Aufwendungen für den Abschlussprüfer wird auf den Konzernabschluss der PORR AG verwiesen.
Mit folgenden Gesellschaften bestehen Ergebnisabführungsverträge:
* PORR Equipment Services GmbH
* Schotter- und Betonwerk Karl Schwarzl Betriebsgesellschaft m.b.H.
* PORR Beteiligungen und Management GmbH
* PORR Bauindustrie GmbH
* PORRisk Solutions GmbH
* TEERAG-ASDAG GmbH
* PORR Bau GmbH
* Hinteregger Holding Gesellschaft m.b.H.
Alle Geschäfte der Gesellschaft mit nahestehenden Personen und Unternehmen werden unter marktüblichen Bedingungen geschlossen. Wesentliche außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 238 Abs. 1 Z 10 UGB liegen nicht vor.
Basierend auf dem Ergebnis des Geschäftsjahres 2022 wird der Vorstand in der am 28. April 2023 stattfindenden 143. ordentlichen Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende an die Stammaktionäre in Höhe von EUR 0,60 pro Aktie vorschlagen.
Mit der Zielrichtung der signifikanten Verlängerung des Finanzierungsportfolios wurden per 15. Februar 2023 neue Schuldscheindarlehen im Gesamtausmaß von EUR 140 Mio. begeben. Davon haben EUR 33 Mio. eine dreijährige, EUR 87 Mio. eine fünfjährige und EUR 20 Mio. eine siebenjährige Laufzeit. Gleichzeitig wurden per 9. Februar 2023 vorzeitig EUR 59,5 Mio. Schuldscheindarlehen, alle mit einem Laufzeitende August 2023 und 2024 sowie am 28. Februar 2023 weitere EUR 10 Mio. mit einem Laufzeitende Februar 2024, somit insgesamt EUR 69,5 Mio., zurückgeführt.
Der Vorstand der PORR AG hat den Einzelabschluss am 22. März 2023 aufgestellt und zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Jahresabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Jahresabschluss billigt.
| Durchschnittlicher Beschäftigtenstand | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Arbeiter | 3 | 3 |
| Angestellte | 503 | 517 |
| Gesamt | 506 | 520 |
Mitglieder des Vorstands
* Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS, Vorsitzender
* Mag. Klemens Eiter (ab 1.5.2022)
* Ing. Josef Pein
* Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer
Im Folgenden werden die Bezüge der Mitglieder des Vorstands der PORR AG nach Vergütungskategorien aufgegliedert dargestellt:
| in TEUR | Vergütungen fix | Vergütungen variabel | Zusätzliche Vergütungs-bestandteile | 2022 |
|---|---|---|---|---|
| Vergütungen des Vorstands | ||||
| Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS | 850 | 850 | 82 | 1.782 |
| Mag. Klemens Eiter | 333 | 333 | 41 | 707 |
| Ing. Josef Pein | 500 | 500 | 134 | 1.134 |
| Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer | 500 | 500 | 210 | 1.210 |
| Gesamt | 2.183 | 2.183 | 467 | 4.833 |
| davon kurzfristig fällige Leistungen | 2.183 | 2.183 | 184 | 4.550 |
| davon Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - | 283 | 283 |
| in TEUR | Vergütungen fix | Vergütungen variabel | Zusätzliche Vergütungs-bestandteile | 2021 |
|---|---|---|---|---|
| Vergütungen des Vorstands | ||||
| Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS | 850 | 850 | 74 | 1.774 |
| Dipl.-Kfm. Andreas Sauer | 333 | 333 | 51 | 717 |
| Dipl.-Bw. (FH) Thomas Stiegler | 42 | 42 | 39 | 123 |
| Ing. Josef Pein | 500 | 500 | 122 | 1.122 |
| Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer | 408 | 408 | 179 | 995 |
| Gesamt | 2.133 | 2.133 | 465 | 4.731 |
| davon kurzfristig fällige Leistungen | 2.133 | 2.133 | 213 | 4.479 |
| davon Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses | - | - | 252 | 252 |
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
* 1.046 (Für die Abfindung des Vorstandsvertrags von Dipl.-Kfm. Andreas Sauer und Dipl.-Bw. (FH) Thomas Stiegler)
Mitglieder des Aufsichtsrats
* DDr. Karl Pistotnik, Vorsitzender
* Dipl.-Ing. Klaus Ortner, Vorsitzender-Stellvertreter
* Mag. Robert Grüneis
* Dr. Walter Knirsch
* Dipl.-Ing. Iris Ortner, MBA
* Hon.-Prof. Dr. Bernhard Vanas
* Dr. Susanne Weiss
* Dr. Thomas Winischhofer, LL.M., MBA
An die Mitglieder des Aufsichtsrats wurden Vergütungen (inklusive Sitzungsgelder) in Höhe von EUR 360.000,00 (Vorjahr: TEUR 375) als Aufwand erfasst.
Vom Betriebsrat entsandte Mitglieder
* Gottfried Hatzenbichler
* Michael Kaincz (bis 17.6.2022)
* Wolfgang Ringhofer
* Dipl.-Ing. Michael Tomitz (bis 17.6.2022)
* Martina Stegner (ab 17.6.2022)
* Christian Supper (ab 17.6.2022)
Wien, am 22. März 2023
Ing.Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS Vorstandsvorsitzender und CEO
Mag. Klemens Eiter Vorstandsmitglied und CFO
Ing. Josef Pein Vorstandsmitglied und COO
Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer Vorstandsmitglied und COO
| Gesellschaft | Länderkennzeichen | Sitz | Anteilshöhe | Kons. | Art | Währung | Nennkapital | Nominale | Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag | Bilanzstichtag | Verbundene Unternehmen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PORR Bauindustrie GmbH * | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 36.336,42 | 244.204.562,47 | -18.084.740,40 | 31.12.2022 | |||
| Sabelo Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | Wien | 100,00 % | N | EUR | 35.000,00 | 31.996,05 | -678,88 | 31.12.2022 | |||
| PORR Bau GmbH * | AT | Wien | 52,49 % | V | EUR | 11.500.000,00 | 225.454.498,11 | -17.131.246,24 | 31.12.2022 | |||
| PORR Equipment Services GmbH * | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 35.000,00 | 538.500,00 | 40.308.502,39 | 31.12.2022 | |||
| Schotter- und Betonwerk Karl Schwarzl Betriebsgesellschaft m.b.H. * | AT | Unterpremstätten | 100,00 % | V | EUR | 3.633.000,00 | 16.378.839,71 | -9.226.552,52 | 31.12.2022 | |||
| PORR Beteiligungen und Management GmbH * | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 35.000,00 | 36.771.169,60 | -5.969.185,37 | 31.12.2022 | |||
| TEERAG-ASDAG GmbH * | AT | Wien | 52,49 % | V | EUR | 12.478.560,00 | 51.217.623,09 | -1.863.488,98 | 31.12.2022 | |||
| Hinteregger Holding Gesellschaft m.b.H. * | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 1.820.000,00 | 32.474.525,40 | 2.775.820,33 | 31.12.2022 | |||
| PORRisk Solutions GmbH * | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 35.000,00 | 35.000,00 | -6.375,91 | 31.12.2022 | |||
| PORR Management GmbH | DE | München | 100,00 % | V | EUR | 100.000,00 | 103.440,57 | 1.294,77 | 31.12.2022 | |||
| PONTUM Immobilien GmbH | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 35.000,00 | 33.212,81 | -1.787,19 | 31.12.2022 | |||
| PONTUM Immobilien GmbH & Co KG | AT | Wien | 94,00 % | V | EUR | 10.000,00 | -38.292,65 | -48.292,65 | 31.12.2022 | |||
| Wibeba Hochbau GmbH & Co. Nfg. KG | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 35.000,00 | 17.938,54 | -1.319.264,49 | 31.12.2022 | |||
| Sonstige Unternehmen | ||||||||||||
| GeMoBau Gesellschaft für modernes Bauen GmbH i.Liqu. | DE | Berlin | 6,00 % | N | EUR | 255.645,94 | 2.634.767,69 | 42.965,27 | 31.12.2022 |
* Gesellschaften mit Ergebnisabführungsvertrag
V = Vollkonsolidierte Unternehmen
N = nicht konsolidierte Unternehmen
| Gesellschaft | Länderkennzeichen | Sitz | Anteilshöhe | Kons. | Art | Währung | Nennkapital | Nominale | Eigenkapital/nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag | Jahresüberschuss / Jahresfehlbetrag | Bilanzstichtag | Verbundene Unternehmen |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| PORR Bauindustrie GmbH * | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 36.336,42 | 220.440.267,83 | -3.423.523,80 | 31.12.2021 | |||
| Sabelo Beteiligungsverwaltungs GmbH | AT | Wien | 100,00 % | N | EUR | 35.000,00 | 32.674,93 | -534,57 | 31.12.2021 | |||
| PORR Bau GmbH * | AT | Wien | 52,49 % | V | EUR | 11.500.000,00 | 166.925.935,48 | -45.648.072,55 | 31.12.2021 | |||
| PORR Equipment Services GmbH * | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 35.000,00 | 538.500,00 | 39.639.587,13 | 31.12.2021 | |||
| Schotter- und Betonwerk Karl Schwarzl Betriebsgesellschaft m.b.H. * | AT | Unterpremstätten | 100,00 % | V | EUR | 3.633.641,71 | 16.379.481,42 | -1.630.349,82 | 31.12.2021 | |||
| PORR Beteiligungen und Management GmbH * | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 35.000,00 | 36.771.169,60 | -5.841.645,36 | 31.12.2021 | |||
| TEERAG-ASDAG GmbH * | AT | Wien | 52,49 % | V | EUR | 12.478.560,00 | 26.713.623,09 | 3.771.261,98 | 31.12.2021 | |||
| Hinteregger Holding Gesellschaft m.b.H. | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 1.820.000,00 | -8.279.426,05 | -13.062.710,86 | 31.12.2021 | |||
| PORRisk Solutions GmbH * | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 35.000,00 | 35.000,00 | 335.097,26 | 31.12.2021 | |||
| PORR Management GmbH | DE | München | 100,00 % | V | EUR | 100.000,00 | 102.145,80 | 9.746,63 | 31.12.2021 | |||
| Wibeba Hochbau GmbH & Co. Nfg. KG | AT | Wien | 100,00 % | V | EUR | 35.000,00 | -653.737,60 | -1.990.940,63 | 31.12.2021 | |||
| Sonstige Unternehmen | ||||||||||||
| GeMoBau Gesellschaft für modernes Bauen GmbH i.Liqu. | DE | Berlin | 6,00 % | N | EUR | 255.645,94 | 2.591.802,42 | 163.324,43 | 31.12.2021 | |||
| BPV-METRO 4 NeKe Épitési Közkereseti Társaság | HU | Budapest | 49,95 % | N | HUF | 10.000.000,00 | 14.606.000,00 | -147.000,00 | 31.12.2021 |
* Gesellschaften mit Ergebnisabführungsvertrag
V = Vollkonsolidierte Unternehmen
N = nicht konsolidierte Unternehmen
| Gruppenmitglieder | PORR AG | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | |||
| Immaterielle Vermögenswert | 1.397.830,43 | - | 1.397.830,43 |
| Sachanlagen | 1.990.908,70 | 32.265,22 | 2.023.173,91 |
| Finanzanlagen | 137.305.943,48 | - | 137.305.943,48 |
| Langfristige Personalrückstellungen | 33.311.765,22 | 5.635.778,26 | 38.947.543,48 |
| Langfristige sonstige Rückstellungen | 4.953.682,61 | - | 4.953.682,61 |
| Geldbeschaffungskosten | - | 132.640,57 | 132.640,57 |
| Passive latente Steuern | |||
| Aktivierte Verwaltungs- und Vetriebskosten | -94.529.113,04 | - | -94.529.113,04 |
| Unversteuerte Rücklagen | - | -3.153.920,05 | -3.153.920,05 |
| Unterschiedsbeträge gesamt | 84.431.017,39 | 2.646.764,00 | 87.077.781,39 |
| daraus resultierende Steuerlatenz | |||
| Steuersatz 25 % | 19.419.134,00 | 608.756,00 | 20.027.890,00 |
| Gruppenmitglieder | PORR AG | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | |||
| Immaterielle Vermögenswert | 1.635.136,00 | - | 1.635.136,00 |
| Sachanlagen | 5.338.696,00 | 41.488,00 | 5.380.184,00 |
| Finanzanlagen | 93.169.628,00 | 4.252,00 | 93.173.880,00 |
| Langfristige Personalrückstellungen | 38.208.292,00 | 6.941.624,00 | 45.149.916,00 |
| Langfristige sonstige Rückstellungen | 8.659.724,00 | 100,00 | 8.659.824,00 |
| Geldbeschaffungskosten | 1.552,00 | 341.624,00 | 343.176,00 |
| Passive latente Steuern | |||
| Aktivierte Verwaltungs- und Vetriebskosten | -91.652.408,00 | - | -91.652.408,00 |
| Unversteuerte Rücklagen | - | -3.227.220,00 | -3.227.220,00 |
| Unterschiedsbeträge gesamt | 55.360.620,00 | 4.101.868,00 | 59.462.488,00 |
| daraus resultierende Steuerlatenz | |||
| Steuersatz 25 % | 13.840.155,00 | 1.025.467,00 | 14.865.622,00 |
Wir haben den Jahresabschluss der PORR AG, Wien, bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft. Nach unserer Beurteilung entspricht der beigefügte Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2022 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-Verordnung Nr. 537/2014 (im Folgenden EU-VO) und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt „Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise bis zum Datum des Bestätigungsvermerks ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu diesem Datum zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzes und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Sachverhalt und Verweis auf weitergehende Informationen
Der Buchwert der Position „Anteile an verbundenen Unternehmen“ beträgt zum 31.12.2022 rd. MEUR 804. Bezogen auf die Bilanzsumme der Gesellschaft entspricht das einem Anteil von etwa 47 %. Die Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen hat somit signifikanten Einfluss auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft.
Der Beurteilung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen wird auf Basis der DCF-Methode durchgeführt und erfordert wesentliche Annahmen und Schätzungen. Sie ist daher mit Unsicherheit behaftet. Für den Abschluss besteht das Risiko einer Überbewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen.
Verweis auf weitergehende Informationen: Neben der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Anhang in Abschnitt II. enthält Abschnitt III. 1. Anlagevermögen des Anhangs Angaben und Erläuterungen zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen. Im Beteiligungsspiegel (Beilage 2 zum Anhang) sind die gehaltenen Anteile sowie der Buchwert des Eigenkapitals und das letzte Jahresergebnis der Beteiligungsgesellschaften dargestellt. In Abschnitt IV. 4. sind Angaben zu Erträgen und Aufwendungen aus Beteiligungen enthalten. Auswirkungen von COVID-19 und des Ukraine-Konflikt sind im Anhang unter II. Erläuterungen zur Bilanz 1. zu finden.
Prüferisches Vorgehen
Um das Risiko zu adressieren, haben wir die Angemessenheit der zukunftsbezogenen Schätzungen und wesentlichen Annahmen sowie der herangezogenen Berechnungsmethoden beurteilt. Dabei haben wir die in den zu Grunde gelegten Planungsrechnungen angesetzten Prämissen und wesentlichen Werttreiber unter Berücksichtigung der allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen analysiert und plausibilisiert. Die Angemessenheit des Diskontierungszinssatzes wurde durch den Vergleich der für die Bestimmung des Diskontierungszinssatzes maßgeblichen Parameter mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten geprüft. Darüber hinaus wurde die rechnerische Richtigkeit des Berechnungsschemas überprüft.
Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen alle Informationen im Jahresfinanzbericht ausgenommen den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Bestätigungsvermerk. Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss erstreckt sich nicht auf diese sonstigen Informationen, und wir geben dazu keine Art der Zusicherung.# Bericht zum Jahresabschluss
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses haben wir die Verantwortlichkeit, diese sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss oder unseren bei der Abschlussprüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf der Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigten, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu. Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit der EU-VO und den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit der EU-VO und mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus gilt: Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben. Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben. Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die erhebliche Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben. Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird. Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus. Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben, und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken. Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Lagebericht ist aufgrund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Wir wurden von der Hauptversammlung am 17. Juni 2022 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 9. August 2022 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit 2002 Abschlussprüfer. Wir erklären, dass das Prüfungsurteil im Abschnitt „Bericht zum Jahresabschluss“ mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 der EU-VO in Einklang steht. Wir erklären, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen (Artikel 5 Abs. 1 der EU-VO) erbracht haben und dass wir bei der Durchführung der Abschlussprüfung unsere Unabhängigkeit von der geprüften Gesellschaft gewahrt haben.
Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Peter Bartos.
Wien, am 22. März 2023
BDO Assurance GmbH
Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
(als Gesamtrechtsnachfolgerin der BDO Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft)
Mag. Peter Bartos
Wirtschaftsprüfer
ppa. MMag.# Nicole Doppelhofer
Wirtschaftsprüferin
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt und dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, im März 2023
Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS
Vorstandsvorsitzender und CEO
Mag. Klemens Eiter
Vorstandsmitglied und CFO
Ing. Josef Pein
Vorstandsmitglied und COO
Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer
Vorstandsmitglied und COO
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 weist für das Geschäftsjahr 2022 einen Bilanzgewinn in der Höhe von EUR 23.643.872,57 aus. Der Vorstand schlägt daher vor, den im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 der PORR AG ausgewiesenen Bilanzgewinn wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,60 (60 Cent) je dividendenberechtigter Aktie und Vortrag des verbleibenden Restbetrags auf neue Rechnung.
Wien, im März 2023
Ing. Karl-Heinz Strauss, MBA, FRICS
Vorstandsvorsitzender und CEO
Mag. Klemens Eiter
Vorstandsmitglied und CFO
Ing. Josef Pein
Vorstandsmitglied und COO
Dipl.-Ing. Jürgen Raschendorfer
Vorstandsmitglied und COO
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs. 2 UGB zu beachten.
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PORR AG . Investor Relations & Strategy
Absberggasse 47, 1100 Wien
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Der vom Abschlussprüfer der Gesellschaft geprüfte Jahresabschluss 2022 samt Anhang und Lagebericht (Einzelabschluss) kann bei der Gesellschaft, 1100 Wien, Absberggasse 47, unentgeltlich angefordert werden und liegt bei der Hauptversammlung auf. Auf der Website www.porr-group.com/konzernberichte steht der Jahresabschluss 2022 darüber hinaus zum Download bereit. Die Inhalte dieses Einzelabschluss stellen zusammen mit dem Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht auch den Jahresfinanzbericht dar.
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