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PNE AG Interim / Quarterly Report 2020

Aug 12, 2020

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Interim / Quarterly Report

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PNE AG

Cuxhaven

Halbjahresfinanzbericht 2020

Halbjahresfinanzbericht

und Bericht über das zweite Quartal 2020

Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2020

1. Rahmenbedingungen

Politische Rahmenbedingungen

Die politischen Rahmenbedingungen haben sich gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht 2019 nicht wesentlich verändert.

Positiv wertet die PNE AG, dass die Bundesregierung mit einer Änderung des Windenergie-auf-See-Gesetzes die Ziele für den Ausbau der Windenergie auf See auf von 15 auf 20 GW bis 2030 und auf 40 GW bis 2040 erhöht hat. Die PNE AG begrüßt diese geplanten Ausbauziele und sieht sich darin bestätigt, dass die von der Bundesregierung nach unten korrigierte Größe von 15 MW bereits damals als Ausbauszenario zu niedrig anvisiert wurde.

Positiv gewertet werden von uns auch die Beschlüsse der Bundesregierung zur Entwicklung einer Wasserstoffstrategie und zum Kohleausstieg.

Insgesamt befinden sich die internationalen Märkte für Erneuerbare Energien weiterhin in einem Wandel, an den sich die Aktivitäten der PNE-Gruppe anpassen müssen, um Risiken zu minimieren und neue Chancen zu nutzen. Für den wirtschaftlichen Ausbau der Photovoltaik sind die Rahmenbedingungen in ausgewählten Märkten gegeben. Der Vorstand ist unverändert zuversichtlich, durch die erweiterte Unternehmensstrategie und weitere Internationalisierung, unter anderem in Europa sowie auf neuen Märkten, die Unternehmensentwicklung positiv voranbringen zu können.

Weitere Rahmenbedingungen / Corona-Pandemie

Die Folgen der von der weltweiten Corona-Pandemie ausgelösten krisenhaften Entwicklung für die Wirtschaft insgesamt können derzeit noch nicht abschließend eingeschätzt werden. Dazu zählen mögliche Auswirkungen auf Lieferwege und Lieferanten, der für die Projekte benötigten Anlagen und Komponenten. Lieferzeiten von Windenergieanlagen haben sich verlängert. Wir mussten uns daher darauf einstellen, dass es in der Projektentwicklung zeitliche Verschiebungen geben kann. Im Servicebereich gab es während der Lockdown-Phase Einschränkungen unter anderem beim Angebot von Schulungen. Hingegen gab es bei den Stromerlösen in den von uns betriebenen Projekten keine ungeplanten negativen Auswirkungen aufgrund der Pandemie.

Positiv hat sich die Verlagerung der Bürotätigkeiten in Homeoffices im Zeitraum von etwa Mitte März bis Ende Mai 2020 dargestellt. Aufgrund der vorhandenen technischen Infrastruktur und der Flexibilität der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen konnte diese Umstellung reibungslos vollzogen werden. Dadurch wurde unter anderem eine mögliche Infektionsgefahr deutlich verringert. Interne Kontrollprozesse wurden nicht beeinträchtigt.

2. Unternehmensstruktur

Die Änderungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen gegenüber dem 31. Dezember 2019 werden im verkürzten Konzernanhang unter "3. Konsolidierungskreis" erläutert.

3. Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze

Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 zum 30. Juni 2020 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019. Die seit 1. Januar 2020 geänderten IFRS Standards haben für den Halbjahresabschluss keine Relevanz.

Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt.

4. Organisation und Mitarbeiter

Im Konzern der PNE AG waren zum 30. Juni 2020 insgesamt 450 Personen (im Vorjahr: 386) inkl. Vorstände beschäftigt. Die Mitarbeiter der Beteiligungsunternehmen sind in dieser Zahl enthalten.

5. Überblick Geschäftstätigkeit

Zusammenfassung

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie haben auch Unternehmen, die wie die PNE AG am Ausbau der Erneuerbaren Energien arbeiten, zu spüren bekommen. Die Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und in der Konsequenz unter anderem auf Lieferwege oder die Entwicklung der Strompreise sind noch nicht endgültig absehbar. PNE geht derzeit davon aus, dass es aufgrund der aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus im operativen Geschäft zu Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2020 nach 2021 und von 2021 nach 2022 kommen kann. Mögliche Verschiebungen sind in der Guidance bereits berücksichtigt. Derzeit geht die Gesellschaft davon aus, dass es mittel- bis langfristig jedoch zu keiner wesentlichen Auswirkung auf unser Geschäft kommen sollte. Die gute Liquiditätsposition lässt der Gesellschaft genügend Spielraum, um auch längerfristigen Einschränkungen gut begegnen zu können. Vor diesem Hintergrund mussten im Berichtszeitraum auch keine Unterstützungsmaßnahmen oder staatliche Beihilfen in Anspruch genommen werden. Die im weiteren Verlauf des Berichts aufgeführten operativen Aktivitäten und die Zahlen des Konzerns bestätigen auch weiterhin eine positive Unternehmensfortführung ("Going concern").

Im März 2020 hat PNE entschieden, den Eigenbetrieb von Windparks in Zukunft kräftig auszubauen. Ziel ist es, Umsätze und Ergebnisse auf hohem Niveau zu verstetigen. Einzelne Projekte, insbesondere im Ausland, werden jedoch auch weiterhin in die Vermarktung gehen. Derzeit betreibt PNE Windparks mit einer installierten Nennleistung von 130,1 MW selbst. Weitere Projekte befinden sich im Bau. Der Bestand an eigenen Projekten, vornehmlich in Deutschland, soll bis Ende 2023 auf bis zu 500 MW ausgebaut werden. Basis für den Ausbau ist die gut gefüllte Projektpipeline, denn PNE entwickelt derzeit national und international Windparks an Land mit einem Volumen von 5.176 MW in unterschiedlichen Phasen der Projektentwicklung. Bei den Photovoltaikprojekten beinhaltet die Pipeline der zum 30. Juni 2020 Projekte mit rund 232 MWp.

Das operative Geschäft der PNE-Gruppe war im ersten Halbjahr 2020 von der Entwicklung und Realisierung von Windparks an Land in verschiedenen Ländern geprägt. Fertiggestellt und in Betrieb genommen wurde der polnische Windpark "Barwice" (42 MW), der im Auftrag des Käufers errichtet wurde.

Zum 30. Juni 2020 befanden sich Windparks in Deutschland, Schweden und Polen mit einer Nennleistung von insgesamt 293,7 MW in Bau.

Die Entwicklung von nationalen und internationalen Photovoltaikprojekten wurde im Berichtszeitraum ebenfalls verstärkt fortgesetzt.

Segmentberichterstattung

Die Ermittlung und Darstellung der Segmentberichterstattung zum 30. Juni 2020 hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 nicht verändert.

Im Segment "Projektentwicklung" wird über die Teilbereiche Windkraft an Land national und international, Windkraft auf See national und international, Photovoltaikprojekte national und international sowie weitere Projekte berichtet.

Im Segment "Services" wird zusammenfassend über Dienstleistungen berichtet. Hierzu zählen unter anderem technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement, Baumanagement, Umspannwerksdienstleistungen, Windmessungen, Stromvermarktungsmanagement und ähnliche Dienstleistungen.

Im Segment "Stromerzeugung" sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus sauberen Energien befasst sind.

Segment "Projektentwicklung"

Teilbereich Windenergie an Land

Die Entwicklung und Realisierung von Windparkprojekten an Land wurde im ersten Halbjahr 2020 sowohl in Deutschland als auch in den Auslandsmärkten trotz der Einschränkungen durch die Ausbreitung des Corona-Virus und der damit verbundenen Folgen fortgeführt.

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Windenergie an Land der PNE-Gruppe per 30. Juni 2020 in MW:

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Land Phase I-II Phase III Phase IV Total MW Verkauft / Dienstleister
Deutschland 1.262 371 49 1.682 0
Frankreich 271 261 0 532 0
Großbritannien 43 0 0 43 0
Italien 40 0 0 40 0
Kanada 505 0 0 505 0
Panama 345 0 0 345 0
Polen 132 19 0 151 132
Rumänien 54 102 0 156 0
Südafrika 500 30 0 530 0
Schweden 0 59 0 59 113
Türkei 629 71 0 700 0
USA 266 167 0 433 0
Total 4.047 1.080 49 5.176 245

Phase I - II = Erkundung und Entwicklung

Phase III = Planung

Phase IV = Errichtung bis Übergabe

Verkauft/Dienstleister = Bereits verkaufte Projekte, in denen PNE aktuell Baumanagementleistungen erbringt

Windenergie an Land national

In Deutschland bearbeitete die PNE-Gruppe zum Ende des zweiten Quartals 2020 Windparks mit einer Nennleistung von rund 1.682 MW in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung.

In Bau befanden sich zum Ende des Berichtszeitraums fünf Windparks. Damit erhöhte sich die Zahl der in Bau befindlichen Windparks um zwei auf fünf mit einer Nennleistung von 48,7 MW.

Für weitere Windparks liegen die erforderlichen Genehmigungen für die Realisierung vor.

Windenergie an Land international

Auch im Ausland wurde von der PNE-Gruppe das Kerngeschäft der Entwicklung und Realisierung von Projekten kontinuierlich weitergeführt. Gegenüber der Darstellung im Konzernlagebericht 2019 gab es in den Auslandsmärkten folgende Veränderungen:

Polen

Der bereits früher verkaufte Windpark "Barwice" im Nordwesten von Polen wurde fertiggestellt. In dem Projekt wurden 14 Anlagen des Typs Siemens SWT-3.0-113 mit einer Gesamtnennleistung von 42 MW errichtet. Die Bauleitung wurde dabei im Auftrag des Investors übernommen.

Der Bau des Windparks "Jasna" (132 MW) wurde im Auftrag des Käufers planmäßig fortgesetzt.

Schweden

Der Bau des bereits früher verkauften Windparks "Malarberget" (113 MW) ging planmäßig voran. Im Auftrag des Käufers hat PNE für den Windpark das Baumanagement übernommen und wird ihn anschließend in der Betriebsphase weiter betreuen.

Teilbereich Windenergie auf See

Windenergie auf See national

Die hohe Kompetenz der PNE-Projektentwicklung auf See führt zu sichtbaren Erfolgen: PNE konnte in den vergangenen Jahren bereits acht Windparkprojekte auf See nach der Entwicklung veräußern. Hierzu gehören die Projekte "Atlantis I", "Borkum Riffgrund" und "Gode Wind". PNE ist weiterhin für die veräußerten Projekte als Dienstleister tätig.

Im Bereich Windenergie auf See prüft PNE auch Möglichkeiten zur Erzeugung von anderen Energieträgern wie etwa Wasserstoff auf See. Hierzu werden grundlegende Berechnungen und Untersuchungen durchgeführt, auf deren Basis bei positiver Perspektive mögliche weitergehende Projektaktivitäten stattfinden können.

Windenergie auf See international

PNE hat einen weiteren Meilenstein zum Einstieg in die Entwicklung von Meereswindparks vor den Küsten der USA erreicht. In diesem Zusammenhang wurde eine Gesellschaft gegründet und in Boston ein Büro eingerichtet. Die US-amerikanische Meeresenergiebehörde "United States Bureau of Ocean Energy Management" (BOEM) arbeitet derzeit daran, weitere Flächen für Windparks auf See in den bundesstaatlich kontrollierten Küstengewässern zu verpachten. In 2018 wurde eine Ausschreibung für drei Flächen vor der US-amerikanischen Ostküste (Massachusetts) durchgeführt. Diese endete mit Zuschlägen für Gebote von zusammen 405 Mio. US-Dollar. Dies belegt den Wert von Windprojekten auf See vor der US-Küste und zeigt, dass sich dieser Markt künftig weiter entwickeln wird. Derzeit bereitet PNE sich auf zukünftige Ausschreibungen vor.

Teilbereich Photovoltaik

Photovoltaik ist in den vergangenen Jahren immer kostengünstiger und damit auch in der Stromerzeugung marktfähiger geworden. Die rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Photovoltaikprojekten sind zudem in vielen Ländern gegeben. Daher ist die Entwicklung von Photovoltaikprojekten Bestandteil der strategischen Erweiterung des Geschäftsmodells der PNE AG. Derzeit werden zahlreiche Märkte konkret geprüft und erste Sicherungen von Rechten vorgenommen. Besonderes Augenmerk liegt dabei zunächst auf Deutschland, Frankreich, Italien, Rumänien und den USA sowie weiteren internationalen Märkten.

Der Umfang der Projekte, die zum Ende des Berichtszeitraums bearbeitet wurden, konnte auf 232 MWp ausgebaut werden.

Überblick über den Stand der Projektaktivitäten Photovoltaik der PNE-Gruppe per 30. Juni 2020 in MWp:

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Land Phase I-II Phase III Phase IV Total MWp
Deutschland 19 0 0 19
Rumänien 112 0 0 112
USA 101 0 0 101
Total 232 0 0 232

Phase I - II = Erkundung und Entwicklung

Phase III = Planung

Phase IV = Errichtung bis Übergabe

Die oben aufgeführten operativen Leistungen führten dazu, dass im Segment "Projektentwicklung" positive Ergebnisse im ersten Halbjahr 2020 erwirtschaftet wurden. Die aktuelle Corona-Pandemie hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Projektentwicklung" nur geringe Auswirkungen in Form von geringen zeitlichen Projektverschiebungen gehabt. Diese Verschiebungen hatten nur geringe Auswirkung auf die Ergebnisse des Segments "Projektentwicklung" im ersten Halbjahr. Es ist jedoch nicht ausgeschlossen, wie im Zusammenhang mit der veröffentlichten Guidance 2020 erläutert, dass dies im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zu Ergebnisverschiebungen im Segment "Projektentwicklung" und im Konzern von 2020 nach 2021 führen könnte.

Das Segment "Projektentwicklung" hat im ersten Halbjahr 2020

eine Gesamtleistung von 67,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 74,6 Mio. Euro)
ein EBITDA von 6,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,3 Mio. Euro) und
ein EBIT von 5,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 12,1 Mio. Euro) erreicht.

Segment "Services"

Im Segment "Services" wird zusammenfassend über Dienstleistungen berichtet. Hierzu zählen unter anderem technisches und kaufmännisches Betriebsmanagement, Baumanagement, Umspannwerksdienstleistungen, Windmessungen, Stromvermarktungsmanagement und ähnliche Dienstleistungen.

Das internationale Geschäft des Betriebsmanagements wurde im ersten Halbjahr 2020 durch Aktivitäten in Frankreich und Polen ausgeweitet. Unter anderem um die Ausweitung auf die beiden Märkte vornehmen zu können, mussten im Segment "Services" Investitionen in Personal und Equipment getätigt werden, die die Ergebnisse des ersten Halbjahres, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, negativ beeinflusst haben.

Im polnischen Windpark "Barwice", der von PNE entwickelt und verkauft wurde, haben Konzernunternehmen bis zur Inbetriebnahme im ersten Quartal 2020 Dienstleistungen im Baumanagement erbracht. Mit diesem Projekt setzte PNE einmal mehr erfolgreich die Strategie um, vermehrt Dienstleistungen insbesondere im internationalen Rahmen zu erbringen.

Auch für das polnische Projekt "Jasna", das von Konzernunternehmen entwickelt, erfolgreich durch die Ausschreibung geführt und verkauft wurde, sowie für das schwedische Projekt "Malarberget" werden während der laufenden Bauphase Dienstleistungen erbracht. Im Projekt "Jasna" wird PNE auch während der späteren Betriebsphase Aufgaben übernehmen.

Die aktuelle Corona-Pandemie hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Services" mittlere Auswirkungen gehabt, da zwar der größte Teil der Auftragslage im Servicesegment auf Basis von langfristigen Serviceaufträgen erfolgt, jedoch in bestimmten Servicebereichen wie z.B. den Schulungen zur Arbeitssicherheit in der Höhe, die Durchführung von Lehrgängen aufgrund von Abstandsregeln und anderen Schutzmaßnahmen vorübergehend nicht möglich waren.

Das Segment "Services" hat im ersten Halbjahr 2020

eine Gesamtleistung von 9,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 7,8 Mio. Euro)
ein EBITDA von 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,0 Mio. Euro) und
ein EBIT von 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,7 Mio. Euro) erreicht.

Segment "Stromerzeugung"

Im Segment "Stromerzeugung" sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus sauberen Energien befasst sind. Dieser Bereich beinhaltet im Wesentlichen die von PNE selbst betriebenen Windparks mit einer Nennleistung von zusammen rund 130,1 MW sowie das Holzheizkraftwerk in Silbitz mit rund 5,6 MW. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Projekte umgesetzt werden sollen.

Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment "Stromerzeugung" im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Projekte ausgewiesen.

Im ersten Halbjahr 2020 spiegelten sich die erwarteten Windverläufe wider. Konnten im ersten Quartal gute Windergebnisse verzeichnet werden, so war das zweite Quartal von den üblichen schwächeren Windergebnissen geprägt. Die saisonale Windkurve bei gleichbleibenden Abschreibungen und Kosten pro Quartal, führt von Quartal zu Quartal dazu, dass in windstarken Quartalen sehr positive Ergebnisse und in windschwachen Quartalen leicht negative bis leicht positive Ergebnisse in Windparks erzielt werden.

Die aktuelle Corona-Pandemie hat auf die Geschäftstätigkeit des Segments "Stromerzeugung" bisher keine Auswirkungen gehabt.

Das Segment "Stromerzeugung" hat im ersten Halbjahr 2020

eine Gesamtleistung von 12,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,3 Mio. Euro)
ein EBITDA von 9,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,0 Mio. Euro) und
ein EBIT von 4,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) erzielt.

Veränderungen

Veränderungen in der Konzernstruktur sind im verkürzten Konzernanhang unter "3. Konsolidierungskreis" erläutert.

Gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2019 gab es im operativen Bereich darüber hinaus keine weiteren wesentlichen Änderungen.

6. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS ermittelt und dargestellt. Für die Konzern-Finanzinformationen über das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 zum 30. Juni 2020 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019. Die seit 1. Januar 2020 geänderten IFRS Standards haben für den Halbjahresabschluss keine Relevanz.

Die Zahlen im Text und in den Grafiken wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.

a. Ertragslage

Gesamtleistung / Umsatz

Der PNE-Konzern erzielte gemäß IFRS in den ersten sechs Monaten 2020 eine Gesamtleistung von 77,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 85,6 Mio. Euro). Davon entfallen 62,4 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr: 65,6 Mio. Euro), 12,5 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 18,8 Mio. Euro) sowie 2,2 Mio. Euro auf sonstige betriebliche Erträge (im Vorjahr: 1,2 Mio. Euro).

Im ersten Halbjahr 2020 wurden:

im Segment "Projektentwicklung" interne Umsätze von 16,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 34,3 Mio. Euro) u.a. für Generalunternehmer- und Projektentwicklungsleistungen für die geplanten eigenen Windparks "Langstedt", "Lentföhrden" und "Erfurt Ost" sowie externe Umsätze von 44,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 50,6 Mio. Euro) u.a. aus vertraglichen Meilensteinzahlungen von im In- und Ausland bereits in 2018/2019 verkauften Windparkprojekten, z.B. in Frankeich und den USA sowie von Projektentwicklungs- und Generalunternehmerleistungen bei Windparkprojekten abgerechnet. Die "echte" Leistung des Segments "Projektentwicklung" zeigt sich bei der Betrachtung der Nennleistung der Projekte, die fertiggestellt oder veräußert wurden oder sich in Bau befanden. Diese summierte sich in 2020 auf rund 336 MW (im Vorjahr: rund 404 MW). Bei einem angenommenen mittleren Investitionsvolumen von rund 1,4 bis 1,8 Mio. Euro pro installiertem MW Nennleistung für Windenergieprojekte wurden damit Investitionen von rund 470 bis 605 Mio. Euro (im Vorjahr: 565 bis 727 Mio. Euro) initiiert.
im Segment "Services" externe und interne Umsätze von 8,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 7,6 Mio. Euro) abgerechnet. Die wesentlichen Umsätze wurden aus kaufmännischem und technischem Betriebsmanagement in Höhe von 5,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,7 Mio. Euro) und aus Umspannwerksdienstleistungen mit 2,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,8 Mio. Euro) erzielt.
im Segment "Stromerzeugung" im Berichtszeitraum 11,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 7,7 Mio. Euro) an externen Umsätzen erzielt. Im Wesentlichen entfielen diese Umsätze auf die Stromerlöse der Windparks im Eigenbestand in Höhe von 10,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 5,0 Mio. Euro) sowie auf die Umsätze des HKW "Silbitz" mit 1,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,9 Mio. Euro). Ein wesentlicher Grund für die höheren Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist, dass die Anzahl der bereits seit 1. Januar 2020 im Eigenbetrieb befindlichen Windenergieanlagen größer war als im Vorjahr am 1. Januar 2019 und daher in 2020 eine höhere Strommenge produziert werden konnte.

Die erbrachten Leistungen für die im Eigenbesitz geplanten und im Bau befindlichen Windparkprojekte wurden, wie im Vorjahresberichtszeitraum, über die Bestandsveränderungen gezeigt, was im Wesentlichen die Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen erklärt.

Der Aufwand für das Personal stieg im Konzern gegenüber dem Vorjahr aufgrund der im Vergleich höheren Mitarbeiterzahl (450 Mitarbeiter inkl. Vorstände per 30. Juni 2020 gegenüber 386 Mitarbeiter inkl. Vorstände per 30. Juni 2019) und der gestiegenen Gehälter für qualifiziertes Personal an. Die Erhöhung der Mitarbeiterzahl erfolgt im Rahmen der Anpassung der Organisation an die neue Strategie, die der Konzern mit dem "Scale up"-Programm verfolgt. Der Personalaufwand verteilt sich auf die Segmente "Projektentwicklung" mit 11,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 10,9 Mio. Euro), "Services" mit 4,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,1 Mio. Euro) und "Stromerzeugung" mit 0,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,5 Mio. Euro).

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen erhöhten sich um 2,8 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 8,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 5,6 Mio. Euro). Die Erhöhung lag im Wesentlichen an der durchschnittlich höheren Anzahl an Windenergieanlagen im Konzern (Segment "Stromerzeugung") gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen verteilen sich auf die Segmente "Projektentwicklung" mit 1,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,2 Mio. Euro), "Services" mit 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,4 Mio. Euro) und "Stromerzeugung" mit 5,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,0 Mio. Euro).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 9,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,2 Mio. Euro) liegen im Konzern über dem Vorjahreswert und gliedern sich im Wesentlichen auf in Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten, Werbe- und Reisekosten, Versicherungen und Beiträge, Reparatur- und Instandhaltungsaufwand (im Wesentlichen beim Holzheizkraftwerk "Silbitz" sowie bei den im eigenen Bestand gehaltenen Windparks. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen, vor Konsolidierungseffekten, verteilen sich auf die Segmente "Projektentwicklung" mit 6,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,7 Mio. Euro), "Services" mit 1,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,1 Mio. Euro) und "Stromerzeugung" mit 2,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,5 Mio. Euro).

Die Zinsaufwendungen veränderten sich nur geringfügig gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 6,8 Mio. Euro auf 6,5 Mio. Euro. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen fielen im Wesentlichen an im Zusammenhang mit

der Anleihe 2018/2023 (1,0 Mio. Euro),
den Eigen- und Fremdkapitalfinanzierungen im Zusammenhang mit Windparkprojekten (1,9 Mio. Euro) und der Bewertung der abgeschlossenen Zins-SWAPs im Rahmen der Projektfinanzierungen von Windparkprojekten (2,4 Mio. Euro).

EBIT, EBITDA und EPS

Anmerkung: Die EBITDA-Säule ist als Gesamtbetrachtung beider Säulen (inkl. EBIT) zu verstehen.

Auf Konzernebene wurden im Berichtszeitraum folgende Ergebnisse erzielt:

ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA = EBIT zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, Nutzungsrechte sowie auf Geschäfts- oder Firmenwerte) in Höhe von 9,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 18,5 Mio. Euro),
ein Betriebsergebnis (EBIT = entspricht dem in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Betriebsergebnis") von 0,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 12,9 Mio. Euro).

Das Konzern-Ergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter belief sich auf -5,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,07 Euro (im Vorjahr: 0,05 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf -0,07 Euro (im Vorjahr: 0,04 Euro).

Aufgrund des Halbjahresergebnisses in Höhe von -5,3 Mio. Euro, der im Berichtszeitraum durchgeführten Dividendenzahlung in Höhe von 3,1 Mio. Euro und den Veränderungen im Zuge der Anteilserhöhung an der Sevivon Sp. z.o.o., Koszalin, Polen (von 80,0 Prozent auf 100 Prozent, Segment "Projektentwicklung") wird ein Bilanzgewinn im Konzern zum Ende des Berichtszeitraums von 62,2 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 75,2 Mio. Euro) ausgewiesen.

b. Vermögens- und Finanzlage

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30.06.2020 31.12.2019
Mio. EUR Mio. EUR
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Aktiva
Summe der langfristigen Vermögenswerte 321,9 300,6
Immaterielle Vermögenswerte 64,5 64,7
Sachanlagen 172,2 174,1
Nutzungsrechte 59,8 39,4
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 2,0 2,0
Latente Steuern 23,4 20,4
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte 0,0 0,0
Summe der kurzfristigen Vermögenswerte 240,6 267,0
Vorräte 115,2 101,4
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 26,0 51,7
Steuerforderungen 1,3 2,0
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 98,1 111,9
Bilanzsumme 562,5 567,6

Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme der PNE AG insgesamt 562,5 Mio. Euro. Damit erhöhte sich der Wert um rund 0,9 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2019.

BILANZ AKTIVA

Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von 300,6 Mio. Euro zum Jahresende 2019 auf aktuell 321,9 Mio. Euro zu. Wesentlicher Grund für diese Entwicklung ist die Zunahme der Nutzungsrechte (+20,4 Mio. Euro) im Zusammenhang mit dem "IFRS 16 Leasingverhältnisse". Zum 30. Juni 2020 werden 59,8 Mio. Euro an Nutzungsrechten (31. Dezember 2019: 39,4 Mio. Euro) unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Nutzungsrechte verteilen sich per 30. Juni 2020 auf die Segmente "Projektentwicklung" (10,2 Mio. Euro), "Services" (6,2 Mio. Euro) und "Stromerzeugung" (43,4 Mio. Euro).

Zum 30. Juni 2020 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 64,5 Mio. Euro (davon 63,3 Mio. Euro Firmenwerte) und blieben damit ungefähr auf dem Stand vom 31. Dezember 2019. Die Firmenwerte verteilen sich per 30. Juni 2020 auf die Segmente "Projektentwicklung" (52,8 Mio. Euro), "Services" (10,4 Mio. Euro) und "Stromerzeugung" (0,1 Mio. Euro).

Für alle im Anwendungsbereich von IAS 36 liegenden Vermögenswerte (insb. immaterielle Vermögenswerte (IAS 38), Geschäfts- oder Firmenwerte (IFRS 3), Sachanlagen (IAS 16) sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die zu Anschaffungskosten bewertet werden (IAS 40)) hat der Bilanzierende zu jedem Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt (triggering event) für eine Wertminderung (impairment loss) vorliegt. Obgleich die durch Corona bedingten Auswirkungen auf die Wirtschaft auch gewisse Implikationen für die PNE AG mit sich bringen, ergeben sich nach Ansicht des Vorstands keine Hinweise darauf, dass die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte zum 30. Juni 2020 gemindert sein könnte.

Im selben Zeitraum veränderten sich die Sachanlagen um -1,9 Mio. Euro auf 172,2 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 174,1 Mio. Euro).

Unter die Sachanlagen fallen im Wesentlichen:

Grundstücke und Bauten (10,9 Mio. Euro ohne Grundstücke und Bauten von "Silbitz"),
im Besitz oder im Bau befindliche Umspannwerke (14,8 Mio. Euro),
die technischen Anlagen und Maschinen der im eigenen Besitz befindlichen Windparks (139,9 Mio. Euro) sowie das HKW "Silbitz" (2,9 Mio. Euro inkl. Grundstücke und Bauten in Höhe von 2,6 Mio. Euro).

Erläuterung:

Da die Windparks in Eigenbesitz unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt wurden, erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der konzerninternen Veräußerung als Anlagevermögen.

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte veränderten sich im Berichtszeitraum kaum und betrugen zum Ende des ersten Halbjahres 2020 rund 2,0 Mio. Euro (31. Dezember 2019: 2,0 Mio. Euro).

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum eine Veränderung von 267,0 Mio. Euro (31. Dezember 2019) auf 240,6 Mio. Euro per 30. Juni 2020 zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist diese Veränderung auf den Aufbau des Vorratsvermögens (+13,8 Mio. Euro), die Verringerung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (-13,8 Mio. Euro) und dem Rückgang von Forderungen und sonstigen Vermögenswerte (-25,7 Mio. Euro) zurückzuführen. Von den kurzfristigen Vermögenswerten entfallen 12,5 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2019: 34,3 Mio. Euro).

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen erhöhten sich von 77,6 Mio. Euro (31. Dezember 2019) auf 96,2 Mio. Euro. Die Erhöhung der Vorräte ist im Wesentlichen auf die im Konzern getätigten Investitionen für die im Bau befindlichen Projekte an Land und für die Weiterentwicklung der Projektpipelines On- und Offshore im In- und Ausland zurückzuführen. Die im Konzern getätigten Investitionen für die im Bau befindlichen Projekte an Land und für die Weiterentwicklung der Projektpipelines On- und Offshore im In- und Ausland führten dazu, dass sich die unfertigen Leistungen um rund +18,5 Mio. Euro veränderten.

Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf:

Projekte auf See (17,4 Mio. Euro),
Projekte an Land / national (52,4 Mio. Euro),
Projekte an Land / international (26,4 Mio. Euro).

Im Übrigen haben sich die unter den Vorräten ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen für im Bau befindliche Projekte an Land von 23,4 Mio. Euro um -4,6 Mio. Euro auf 18,8 Mio. Euro verändert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 98,1 Mio. Euro zum 30. Juni 2020, (per 31. Dezember 2019: 111,9 Mio. Euro) und verteilten sich per 30. Juni 2020 auf die Segmente "Projektentwicklung" mit 87,3 Mio. Euro, "Stromerzeugung" mit 10,1 Mio. Euro und "Services" mit 0,7 Mio. Euro.

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30.06.2020 31.12.2019
Mio. EUR Mio. EUR
--- --- ---
Passiva
Eigenkapital 210,0 220,0
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 0,7 0,8
Rückstellungen 12,2 9,4
Langfristige Verbindlichkeiten 252,6 232,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 66,2 84,9
Abgegrenzte Umsatzerlöse 20,8 20,3
Bilanzsumme 562,5 567,6

BILANZ PASSIVA

Das Konzerneigenkapital verringerte sich zum 30. Juni 2020 von 220,0 Mio. Euro (31. Dezember 2019) auf 210,0 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 30. Juni 2020 rund 37 Prozent (per 31. Dezember 2019: rund 39 Prozent).

Am 30. Juni 2020 betrug das Grundkapital der PNE AG 76.603.334,00 Euro (aufgeteilt in 76.603.334 Aktien). Das Grundkapital hat sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 nicht verändert.

Die langfristigen Verbindlichkeiten veränderten sich von 232,2 Mio. Euro (31. Dezember 2019) auf 252,6 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 247,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2019: 226,2 Mio. Euro).

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Wesentlichen

die im Geschäftsjahr 2018 platzierte Anleihe 2018/2023 mit einem Buchwert von 49,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2019: 48,9 Mio. Euro),
langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 134,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2019: 135,6 Mio. Euro) und
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 56,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2019: 37,2 Mio. Euro) enthalten.

Die wesentlichen langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen die "non-recourse" Projektfinanzierungen von Windparkprojekten, die im eigenen Bestand gehalten werden.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verteilen sich per 30. Juni 2020 auf die Segmente wie folgt:

Segment "Projektentwicklung" 4,1 Mio. Euro (davon langfristig 3,8 Mio. Euro),
Segment "Stromerzeugung" 158,0 Mio. Euro (davon langfristig 131,0 Mio. Euro),
Segment "Services" 0,0 Mio. Euro (davon langfristig 0,0 Mio. Euro).

Aufgrund des "IFRS 16 Leasingverhältnisse" werden rund 56,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2019: 37,2 Mio. Euro) Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen unter den langfristigen Verbindlichkeiten und rund 4,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2019: 3,1 Mio. Euro) unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2020 ausgewiesen.

Die Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen teilen sich per 30. Juni 2020 auf die Segmente wie folgt auf:

Segment "Projektentwicklung" 10,8 Mio. Euro (davon langfristig 9,7 Mio. Euro),
Segment "Services" 6,4 Mio. Euro (davon langfristig 5,7 Mio. Euro),
Segment "Stromerzeugung" 43,8 Mio. Euro (davon langfristig 41,4 Mio. Euro).

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 veränderten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 84,9 Mio. Euro (31. Dezember 2019) auf 66,2 Mio. Euro. Die in dieser Position enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich aufgrund der Aufnahme von Zwischenfinanzierungen für Windparks an Land von 10,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019) auf 27,3 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum veränderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Rahmen des normalen operativen Geschäfts von 35,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019) auf 20,7 Mio. Euro.

Es wurden "non-recourse" Finanzierungen in Höhe von rund 18,7 Mio. Euro sowie rund 1,2 Mio. Euro aus der vorhandenen Projekteigenkapitalzwischenfinanzierungslinie im ersten Halbjahr aufgenommen und trugen zu den oben geschilderten Veränderungen bei den kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bei.

Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) am 30 Juni 2020 rund -182,3 Mio. Euro (31. Dezember 2019: -129,0 Mio. Euro).

Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung Aufschluss. Zum 30. Juni 2020 standen den Konzernunternehmen eine Liquidität und Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von zusammen 122,3 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 2,1 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (per 31. Dezember 2019: 139,3 Mio. Euro, davon 6,5 Mio. Euro verpfändet).

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 98,1 Mio. Euro zum 30. Juni 2020, die in Höhe von 2,1 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet waren (per 31. Dezember 2019: 111,9 Mio. Euro, davon 6,5 Mio. Euro verpfändet).

Weiterhin standen den Konzerngesellschaften Liquidität aus noch nicht in Anspruch genommenen

Betriebsmittellinien in Höhe von 8,7 Mio. Euro,
Projekteigenkapitalzwischenfinanzierungslinien in Höhe von 1,5 Mio. Euro und
Projektfremdkapitalzwischenfinanzierungen in Höhe von 14,0 Mio. Euro

per 30. Juni 2020 zur Verfügung.

Die PNE AG und die WKN GmbH verfügten zum 30. Juni 2020 über Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale in Höhe von 14,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2019: 14,3 Mio. Euro). Die Linien für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale waren per 30. Juni 2020 mit 2,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2019: 1,9 Mio. Euro) in Anspruch genommen.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -20,7 Mio. Euro (im Vorjahr: -13,8 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt

von dem Konzernergebnis des Berichtzeitraums,
von den Ausgaben für die Umsetzung der Portfolioprojekte, der Weiterentwicklung der Projektpipeline und der in der Realisierung befindlichen Windparkprojekte, welche sich in den Vorräten abzeichnen und im Wesentlichen durch Projektfinanzierungen finanziert wurden (siehe auch Cashflow aus Finanzierungstätigkeit).

Beim Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Aus- bzw. Einzahlungen für Investitionen in das Konzernanlagevermögen in Höhe von in Summe -4,5 Mio. Euro (im Vorjahr: -0,7 Mio. Euro) erhalten bzw. getätigt. Die Investitionen in Sachanlagen bezogen sich im Wesentlichen auf Investitionen in Umspannwerke für die in der Realisierung befindlichen Windparkprojekte.

Im Berichtszeitraum war der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 11,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 25,5 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt durch

die Inanspruchnahme von Bankkrediten in Höhe von 19,9 Mio. Euro, die im Wesentlichen zur Windparkprojektfinanzierungen verwendet wurden,
die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -3,9 Mio. Euro,
dem Ausweis von Leasingzahlungen in Höhe von -1,6 Mio. Euro und
die Dividendenzahlung in Höhe von -3,1 Mio. Euro.

7. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Es haben sich gegenüber dem 31. Dezember 2019 keine wesentlichen Änderungen ergeben.

8. Entwicklung und Innovationen

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fanden im Konzern der PNE AG im Berichtszeitraum nicht statt.

9. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

Ende Juli hat die WKN GmbH die Bescheide aus der Betriebsprüfung für die Jahre 2010 - 2013 erhalten (siehe Erläuterungen dazu unter "10. Risiko- und Chancenbericht").

Weitere wesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hat es nach Ende des Berichtszeitraums nicht gegeben.

10. Risiko- und Chancenbericht

Informationen zu Chancen und Risiken von PNE AG finden sich im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" des Konzernlageberichts im Geschäftsbericht 2019, der auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.pne-ag.com verfügbar ist.

Wesentlicher Bestandteil der Risikovorsorge der PNE ist das Interne Kontrollsystem (IKS). Wichtig war uns daher, die darin verankerten Mechanismen und Abläufe auch während der Corona bedingten Zeit des Homeoffices sicherzustellen. Dies hat aufgrund der vorhandenen technischen Voraussetzungen funktioniert. Das gilt insbesondere auch für das Vier-Augen-Prinzip bei Vertragsabschlüssen. Die Vorgaben zur Einschätzung und Minderung von Risiken konnten damit auch in dieser Zeit eingehalten werden.

Weiterhin werden von der Gesellschaft alle erkennbaren Risiken aus der aktuell weltweit vorhandenen Corona-Pandemie laufend hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie dem Wohlergehen der Mitarbeiter abgewogen und sind in diesen Halbjahresfinanzbericht bzw. dem Ausblick eingeflossen.

Ende Juli erhielt die WKN GmbH die Bescheide aus der Betriebsprüfung 2010 - 2013 zugesandt. Das Finanzamt hat seine bisher vertretende Sichtweise zu steuerlichen Themen, die die Geschäftsführung der WKN GmbH und deren Steuerberater anders sehen, nicht geändert. Die Gesellschaft bzw. die Geschäftsführung der WKN GmbH wird in den nächsten Wochen mit ihren Steuerberatern die Bescheide final analysieren und dann gegen die Bescheide vorgehen.

Der Vorstand hat im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 darüber hinaus keine wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen zu den im Konzernlagebericht des Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2019 dargestellten Risiken festgestellt.

11. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f bzw. 315d HGB)

Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB ist auf unserer Internetseite www.pne-ag.com im Bereich "Investor Relations" unter "Corporate Governance" veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

12. Prognosebericht

Die PNE-Gruppe ist ein international tätiger und einer der erfahrensten Projektierer von Projekten für saubere Energien an Land und auf See. Dabei vereinen wir wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Wir bearbeiten die Wertschöpfungskette von der Entwicklung, Projektierung, Realisierung und dem Vertrieb über den Betrieb von Wind- und Photovoltaikparks und Umspannwerken bis hin zum Repowering - also dem Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue auf dem aktuellen Stand der Technik. Die dabei erworbenen Kompetenzen bieten wir auch Dritten als Dienstleistung an. Diese Öffnung gegenüber Kunden ist Bestandteil der strategischen Ausrichtung zu einem Anbieter von Lösungen für saubere Energien - einem "Clean Energy Solution Provider".

Wir wollen Projekte entwickeln, deren hohe Qualität internationale Standards erfüllt und eine gesicherte Projektfinanzierung auf internationalem Niveau möglich macht. Erreicht wird eine solche Projektqualität durch die Sicherstellung der Prognose für den Projektzeitplan und den Kostenrahmen von der Entwicklung bis zur Inbetriebnahme.

Nach dem erfolgreichen Aufbau von Windparks in den letzten Jahren haben wir das Ziel erreicht, ein neues Portfolio mit Windparks von insgesamt 130,1 MW zu realisieren. Diese fertiggestellten Windparks werden im Eigenbetrieb gehalten, um durch den Stromverkauf laufende Erträge zu erzielen.

Darüber hinaus ist die Verbindung von Kraftwerken mit sauberen Energien und Speichertechnologien ein Zukunftsthema. Wir haben daher die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe mittels des Programms "Scale up" erweitert. Das operative Geschäft wird neu ausgerichtet und die Aktivitäten werden national wie international auf eine deutlich breitere Basis gestellt. Unser Ziel ist es, PNE vom Spezialisten für Windparks zum breit aufgestellten Anbieter von Lösungen für saubere Energien weiterzuentwickeln. Grundzüge dieser erweiterten Strategie eines "Clean Energy Solution Provider" sind die Ausweitung des Service-Angebots und die Erschließung neuer Märkte sowie Technologien.

Wir reagieren mit der neuen strategischen Ausrichtung auf Veränderungen in den Märkten der sauberen Energien. Während saubere Energien weltweit in den kommenden Jahren dynamisch wachsen werden, sind in einzelnen, etablierten Märkten gegenläufige Entwicklungen zu beobachten. Förderungen für Windenergie werden gekürzt, Vergütungssysteme auf Ausschreibungen (zunehmend werden Stromabnahmeverträge von Einzelunternehmen ausgeschrieben) oder andere Marktmechanismen umgestellt und der Zubau der Windenergie in manchen Ländern dadurch begrenzt. Das verschärft den Wettbewerbsdruck. Die Optimierung der Kosten rund um ein Projekt gewinnt daher immer mehr an Bedeutung. Dabei haben wir auch Photovoltaikprojekte und Hybridlösungen sowie Speichertechnologien im Blick.

Mit dieser breiteren Aufstellung minimieren wir Marktrisiken, eröffnen PNE neue Potenziale und Märkte und werden mittelfristig vor allem die bisher volatilen Ergebnisse verstetigen.

Nach einer Übergangsphase, in der mit Investitionen die Weichen zur Umsetzung des Programms "Scale up" gestellt werden, soll dies bis 2023 zu einem Anstieg des durchschnittlichen operativen Ergebnisses (EBIT) führen. Dieses strategische Ziel soll auch durch den verstärkten Eigenbetrieb von Windparks erreicht werden.

Die nachfolgenden Prognosen beruhen auf den Ergebnissen

aus der Umsetzung der operativ geplanten Projekte im In- und Ausland (Onshore, Offshore, Photovoltaik),
aus dem Dienstleistungs- und Servicegeschäft sowie
aus dem Stromerzeugungsgeschäft.

Im Geschäftsjahr 2020 werden wir weitere Vorleistungen im unteren einstelligen Millionenbereich für die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells und die Vorbereitung des Eintritts in neue Märkte erbringen. Aufgrund der anhaltenden weltweiten Ausbreitung vom Corona-Virus müssen wir weiterhin davon ausgehen, dass es im operativen Geschäft zu Verschiebungen von Projektrechtsverkäufen und Projektumsetzungen von 2020 nach 2021 und von 2021 nach 2022 kommen kann. Dennoch bestätigen wir unsere Guidance des Geschäftsjahres 2020 mit einem positiven EBITDA im Konzern in Höhe von 15 bis 20 Mio. Euro und mit einem EBIT in Höhe von 5 bis 10 Mio. Euro.

Cuxhaven, 12. August 2020

PNE AG, Vorstand

Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2020

KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS)

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Alle Angaben in T€ II. Quartal II. Quartal Periode Periode
(Rundungsdifferenzen möglich) 01.04.2020 - 30.06.2020 01.04.2019 - 30.06.2019 01.01.2020 - 30.06.2020 01.01.2019 - 30.06.2019
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1. Umsatzerlöse 46.609 37.669 62.354 65.636
2. Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.858 3.768 12.468 18.827
3. Sonstige betriebliche Erträge -571 -204 2.188 1.166
4. Gesamtleistung 51.896 41.233 77.009 85.629
5. Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen -36.647 -17.625 -43.174 -44.534
6. Personalaufwand -8.467 -7.943 -15.671 -14.407
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen, Nutzungsrechte und langfristige finanzielle Vermögenswerte -4.323 -2.998 -8.423 -5.597
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -4.135 -4.049 -9.117 -8.211
9. Betriebsergebnis -1.676 8.618 624 12.880
10. Erträge aus Beteiligungen und assoziierten Unternehmen 21 5 27 18
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 94 58 125 130
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen -1 45 -28 -13
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.817 -4.807 -6.542 -6.776
14. Ergebnis vor Steuern -4.379 3.919 -5.794 6.239
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.114 -1.194 -191 -1.764
16. Sonstige Steuern -47 -85 -102 -177
17. Ergebnis vor nicht beherrschenden Anteilen -5.540 2.640 -6.086 4.299
18. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis 9 897 -755 947
19. Konzernergebnis -5.549 1.743 -5.331 3.353
Ergebnis pro Aktie (unverwässert), in EUR -0,07 0,02 -0,07 0,05
Ergebnis pro Aktie (verwässert), in EUR -0,07 0,02 -0,07 0,04
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert), in Mio. 76,3 74,4 76,3 74,4
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert), in Mio. 76,3 76,6 76,3 76,6
19. Konzernergebnis -5.549 1.743 -5.331 3.353
Übriges Ergebnis / Posten, die möglicherweise zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
20. Währungsdifferenzen -1.217 -560 -800 -251
21. Sonstige 0 0 0 0
22. Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) -1.217 -560 -800 -251
23. Gesamtergebnis der Periode -6.757 2.080 -6.886 4.048
Zurechnung des Konzernergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft -5.549 1.743 -5.331 3.353
Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis 9 897 -755 947
-5.540 2.640 -6.086 4.299
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft -6.766 1.183 -6.131 3.102
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis 9 897 -755 947
-6.757 2.080 -6.886 4.048

KONZERNBILANZ (IFRS)

Aktiva

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per 30.06.2020 per 31.12.2019
(Rundungsdifferenzen möglich) T€ T€
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte 64.544 64.720
Sachanlagen 172.197 174.081
Nutzungsrechte 59.804 39.376
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.996 2.026
Latente Steuern 23.352 20.401
Langfristige Vermögenswerte, gesamt 321.893 300.604
Vorräte 115.178 101.357
Forderungen, sonstige Vermögenswerte und Steuerforderungen 27.260 53.702
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 98.127 111.935
Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt 240.565 266.994
Aktiva, gesamt 562.458 567.598

Passiva

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per 30.06.2020 per 31.12.2019
(Rundungsdifferenzen möglich) T€ T€
--- --- ---
Gezeichnetes Kapital 76.603 76.603
Kapitalrücklage 82.953 82.953
Eigene Anteile -707 -707
Gewinnrücklagen 51 51
Fremdwährungsrücklage -1.619 -819
Konzernbilanzgewinn 62.178 75.216
Nicht beherrschende Anteile -9.480 -13.283
Eigenkapital, gesamt 209.979 220.014
Sonstige Rückstellungen 1.060 1.060
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 738 761
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 247.377 226.160
Latente Steuerverbindlichkeiten 5.209 5.966
Langfristige Schulden, gesamt 254.384 233.947
Steuerrückstellungen 7.107 4.604
Sonstige Rückstellungen 3.985 3.777
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 33.013 14.762
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.651 35.276
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten 33.339 55.217
Kurzfristige Schulden, gesamt 98.095 113.636
Passiva, gesamt 562.458 567.598

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG (IFRS)

für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni

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2020 2019
T€ T€
--- --- --- ---
Konzernergebnis -6.086 4.299
-/+ Ertragsteuerertrag/-aufwand 191 1.764
-/+ Gezahlte/erhaltene Ertragsteuern -651 -4.922
-/+ Zinserträge und Zinsaufwendungen 6.418 6.647
- Gezahlte Zinsen -4.163 -3.606
+ Erhaltene Zinsen 125 130
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen, Nutzungsrechte und langfristige finanzielle Vermögenswerte 8.423 5.597
+/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen 2.711 -2.006
+/- Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -770 -248
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus der Endkonsolidierung 0 350
+/- Ab-/Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva -12.080 -8.415
+/- Ab-/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teilgewinnrealisierung 22.216 -8.709
+/- Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -37.028 -4.719
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -20.694 -13.839
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 64 203
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte -4.425 -948
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 1 0
- Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Einheiten -95 0
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -4.456 -745
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 19.897 31.850
- Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten -3.947 -1.706
- Auszahlungen für die Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -1.554 -1.629
- Auszahlung für Dividende -3.053 -2.975
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 11.343 25.540
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -13.807 10.956
+ Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds 0 2
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 111.934 129.071
Finanzmittelfonds am Ende der Periode * 98.127 140.029
* davon als Sicherheit verpfändet 2.073 4.283

Ergänzende Angaben: Der Wert des Finanzmittelfonds entspricht zum 30. Juni der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG (IFRS)

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Alle Angaben in T€

(Rundungsdifferenzen möglich)
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Eigene Anteile Gewinnrücklagen Fremdwährungsrücklage Konzernbilanzergebnis
Stand am 1. Januar 2019 76.558 82.292 -5.803 51 -385 77.499
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 3.353
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 -251 0
Gesamtperiodenergebnis 01-06/2019 0 0 0 0 -251 3.353
Dividende 0 0 0 0 0 -2.975
Wandlung der Wandelanleihe 2014/2019 2 4 0 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 0
Stand am 30. Juni 2019 76.560 82.295 -5.803 51 -636 77.877
Stand am 1. Januar 2020 76.603 82.953 -707 51 -819 75.216
Periodenergebnis 0 0 0 0 0 -5.331
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 -800 0
Gesamtperiodenergebnis 01-06/2020 0 0 0 0 -800 -5.331
Dividende 0 0 0 0 0 -3.053
Sonstige Veränderungen 0 0 0 0 0 -4.654
Stand am 30. Juni 2020 76.603 82.953 -707 51 -1.619 62.178

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Alle Angaben in T€

(Rundungsdifferenzen möglich)
Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital gesamt
Stand am 1. Januar 2019 230.212 -13.938 216.274
Periodenergebnis 3.353 947 4.300
Sonstiges Ergebnis -251 0 -251
Gesamtperiodenergebnis 01-06/2019 3.102 947 4.049
Dividende -2.975 0 -2.975
Wandlung der Wandelanleihe 2014/2019 6 0 6
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Stand am 30. Juni 2019 230.345 -12.991 217.353
Stand am 1. Januar 2020 233.297 -13.283 220.014
Periodenergebnis -5.331 -755 -6.086
Sonstiges Ergebnis -800 0 -800
Gesamtperiodenergebnis 01-06/2020 -6.131 -755 -6.886
Dividende -3.053 0 -3.053
Sonstige Veränderungen -4.654 4.559 -95
Stand am 30. Juni 2020 219.460 -9.480 209.979

Verkürzter Konzernanhang der PNE AG, Cuxhaven,

für die ersten sechs Monate 2020

1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 der PNE AG und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in der EU zu berücksichtigen sind.

Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie berücksichtigt gemäß IAS 33 die potenziellen Aktien aus den Wandelanleihen.

Für alle im Anwendungsbereich von IAS 36 liegenden Vermögenswerte (insb. immaterielle Vermögenswerte (IAS 38), Geschäfts- oder Firmenwerte (IFRS 3), Sachanlagen (IAS 16) sowie als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, die zu Anschaffungskosten bewertet werden (IAS 40)) hat der Bilanzierende zu jedem Abschlussstichtag einzuschätzen, ob ein Anhaltspunkt (triggering event) für eine Wertminderung (impairment loss) vorliegt. Obgleich die durch Corona bedingten Auswirkungen auf die Wirtschaft auch gewisse Implikationen für die PNE AG mit sich bringen, ergeben sich nach Ansicht des Vorstands keine Hinweise darauf, dass die Werthaltigkeit der ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerte zum 30. Juni 2020 gemindert sein könnte.

Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 zum 30. Juni 2020 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2019. Die seit 1. Januar 2020 geänderten IFRS Standards haben für den Halbjahresabschluss keine Relevanz.

2. Finanzinstrumente

Im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2020 sind keine wesentlichen Ergänzungen oder Veränderungen im Konzernzwischenlagebericht für das erste Halbjahr 2020 zu den im Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2019 aufgeführten Werten aufgetreten.

Die nachfolgenden Tabellen zeigen, unter Angabe der Kategorien, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten.

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Kategorie gem. IFRS 9 Gesamt Fair Value
Per 30.06.2020 TEUR TEUR
--- --- --- ---
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 98.127 98.127
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 12.495 12.495
Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen AC 0 0
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen AC 2.848 2.848
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AC 159 159
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen FVOCI 119 119
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht FVOCI 1.207 1.207
Sonstige Ausleihungen AC 178 178
Sonstige langfristige Darlehensforderungen AC 28 28
115.161 115.161
Summe AC 113.835 113.835
Summe FVOCI 1.326 1.326

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Kategorie gem. IFRS 9 Gesamt Fair Value
Per 31.12.2019 TEUR TEUR
--- --- --- ---
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 111.935 111.935
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen AC 34.251 34.251
Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen AC 5.457 5.457
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen AC 1.621 1.621
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AC 163 163
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen FVOCI 121 121
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht FVOCI 1.208 1.208
Sonstige Ausleihungen AC 178 178
Sonstige langfristige Darlehensforderungen AC 32 32
154.966 154.966
Summe AC 153.637 153.637
Summe FVOCI 1.329 1.329

AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

FVOCI = zum beizulegenden Zeitwert bewertet (Wertänderung im OCI)

Die in die Kategorie "FVOCI" eingestuften Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wurden in Höhe von TEUR 1.326 (31. Dezember 2019: TEUR 1.329) zu Anschaffungskosten, welche eine geeignete Schätzung des Fair Values darstellen, bewertet. Nettoergebnisse und Dividenden entfallen aktuell auf die Kategorie "FVOCI" nicht. Für sie bestand am Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.

Bei den finanziellen Vermögenswerten der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" (AC) entsprechen die Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.

Der Ausweis der Finanzverbindlichkeiten betrifft Unternehmensanleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sonstige Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen sowie Derivate.

Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Stichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt. In der aktuellen Berichtsperiode wurden wie in der Vergleichsperiode keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der sonstigen Finanzverbindlichkeiten werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Anleihen basiert auf beobachtbaren Preisnotierungen zum Bilanzstichtag.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Zinsswaps basierte auf Forward-Zinssätzen (beobachtbare Zinsstrukturkurven am Bilanzstichtag) und den geschätzten kontrahierten Zinssätzen, welche anhand der Zinsstrukturkurve zum Stichtag diskontiert werden.

Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Finanzverbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen.

Die Buchwerte der Finanzverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf bzw. haben den folgenden beizulegenden Zeitwert:

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Kategorie gem. IFRS 9 gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Fair Value
in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR in TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Per 30.06.2020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 20.651 20.651 0 0 20.651
Festverzinslich
Anleihen AC 49.020 0 49.020 0 50.000
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 144.991 10.191 50.085 84.714 146.287
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC 1.057 1.057 0 0 1.057
Verb. aus Leasingverhältnissen AC 61.013 4.206 11.383 45.424 61.013
Variabel verzinslich
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 17.110 17.110 0 0 17.110
Derivate
Zinsswap FVPL 7.200 449 1.795 4.956 7.200
301.041 53.664 112.284 135.094 303.317
Per 31.12.2019
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 35.276 35.276 0 0 35.276
Festverzinslich
Anleihen AC 48.858 0 48.858 0 51.188
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 145.933 10.350 47.434 88.149 147.585
Sonstige Finanzverbindlichkeiten AC 1.057 1.057 0 0 1.057
Verb. aus Leasingverhältnissen AC 40.264 3.057 10.115 27.093 40.264
Variabel verzinslich
Verb. gegenüber Kreditinstituten AC 0 0 0 0 0
Derivate
Zinsswap FVPL 4.810 298 1.191 3.322 4.810
276.198 50.037 107.598 118.563 280.180

AC = zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet

FVPL = erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet

Die nachstehende Tabelle analysiert die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen Laufzeitbänder:

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Summe vertragliche Cashflows bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Buchwert
Per 30.06.2020 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Verb. aus Lieferungen und Leistungen 20.651 20.651 0 0 20.651
Anleihe 55.689 2.005 53.683 0 49.020
Verb. ggü Kreditinstituten 192.645 30.659 60.535 101.451 162.100
Sonstige Finanzverb. 1.089 1.089 0 0 1.057
Verb. aus Leasingverhältnissen 74.015 5.328 15.849 52.837 61.013
Zinsswap 7.200 449 1.795 4.956 7.200
351.288 60.182 131.863 159.244 301.041

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Summe vertragliche Cashflows bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Buchwert
Per 31.12.2019 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Verb. aus Lieferungen und Leistungen 35.276 35.276 0 0 35.276
Anleihe 57.527 2.000 55.527 0 48.858
Verb. ggü Kreditinstituten 176.139 13.674 57.453 105.012 145.933
Sonstige Finanzverb. 1.089 1.089 0 0 1.057
Verb. aus Leasingverhältnissen 51.981 3.956 14.630 33.396 40.264
Zinsswap 4.810 298 1.191 3.322 4.810
326.821 56.292 128.800 141.729 276.198

Die Tabelle analysiert die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns in die jeweiligen Laufzeitbänder, basierend auf ihren vertraglichen Laufzeiten für:

(a) alle nicht derivativen finanziellen Verbindlichkeiten, und

(b) derivativen Finanzinstrumente, die auf Nettobasis abgerechnet werden und deren vertragliche Fälligkeiten wesentlich für ein Verständnis des zeitlichen Anfalls der Cashflows sind.

Bei den in der Tabelle ausgewiesenen Beträgen handelt es sich um die vertraglichen nicht abgezinsten Cashflows. Innerhalb von 12 Monaten fällige Salden entsprechen deren Buchwerten, da der Einfluss der Abzinsung nicht signifikant ist. Bei Zinsswaps wurden die Cashflows unter Verwendung der Terminzinssätze geschätzt, die am Ende der Berichtsperiode galten.

3. Konsolidierungskreis

Die Unternehmensstruktur hat sich im ersten Halbjahr 2020 gegenüber dem 31. Dezember 2019 verändert.

Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen:

WKN WERTEWIND Windpark Langstedt GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht eingezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
WKN WERTEWIND Windpark Lentföhrden GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht eingezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
WKN Windkraft Nord GmbH & Co Windpark Kleinbüllesheim KG, Husum (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht eingezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
PNE WIND Park XVIII GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht eingezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
PNE WIND Park XXVI GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent), Segment "Stromerzeugung", (Umgegliedert von "Nicht eingezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
WKN Wertewind Betriebsgesellschaft mbH, Husum (100 Prozent), Segment "Projektentwicklung" (Umgegliedert von "Nicht eingezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
WKN Wertewind Verwaltungs GmbH, Husum (100 Prozent), Segment "Projektentwicklung", (Umgegliedert von "Nicht eingezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung"),
WKN Wertewind Bürgerbeteiligungsgesellschaft mbH, Husum (100 Prozent), Segment "Projektentwicklung", (Gegründet).
WKN Wertewind Bürgerprojekt GmbH, Husum (100 Prozent), Segment "Projektentwicklung", (Gegründet).

Eine Umgliederung von Tochterunternehmen, von "Nicht eingezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung" zur Vollkonsolidierung wird generell vorgenommen sobald klar ist, dass die geschäftliche Tätigkeit oder die Projektierungs- / Umsetzungsphase in naher Zukunft beginnt.

Aus den Umgliederungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Berichtszeitraum veränderte sich die Anteilsquote bei den folgenden Gesellschaften, die in den Konzernkreis einbezogen werden bzw. im Vorjahr einbezogen wurden:

Sevivon Sp. z.o.o., Koszalin, Polen (von 80,0 Prozent auf 100 Prozent, Segment "Projektentwicklung")

Durch die Veränderung der Anteilsquote hat sich keine Veränderung der Konsolidierungsmethode, sondern lediglich eine Veränderung der nicht beherrschenden Anteile von rd. EUR 4,6 Mio. ergeben. Das gezahlte Entgelt für den Erwerb der Anteile betrug rd. EUR 0,1 Mio. Der Unterschiedsbetrag wurde direkt im Eigenkapital erfasst.

Im Berichtszeitraum wurde folgende Gesellschaften, die in den Konzern einbezogen wurden, auf konsolidierte Gesellschaften verschmolzen:

PNE WIND Middle East GmbH, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung",
PNE WIND Middle East Verwaltungs GmbH, (100 Prozent), bisher Segment "Projektentwicklung",
Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH, (100 Prozent), bisher Segment "Stromerzeugung",
Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG, (100 Prozent), bisher Segment "Stromerzeugung".

Aus den Verschmelzungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

4. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

Hinsichtlich der wesentlichen Ereignisse nach Ende des Berichtzeitraums verweisen wir auf den Konzernzwischenlagebericht.

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG (IFRS)

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(Rundungsdifferenzen möglich) Projektierung Services Stromerzeugung Konsolidierung PNE AG Konzern
in T€ in T€ in T€ in T€ in T€
--- --- --- --- --- ---
2020 2020 2020 2020 2020
2019 2019 2019 2019 2019
Umsatzerlöse extern 44.020 6.631 11.702 0 62.354
50.579 7.393 7.665 0 65.636
Umsatzerlöse mit anderen Segmenten 16.399 2.143 120 -18.662 0
34.268 225 515 -35.008 0
Bestandsveränderungen 6.405 0 0 6.063 12.468
-11.091 0 0 29.918 18.827
Sonstige betriebliche Erträge 595 491 1.102 0 2.188
872 182 112 0 1.166
Gesamtleistung 67.420 9.265 12.925 -12.599 77.009
74.628 7.800 8.291 -5.091 85.629
Abschreibungen 1.042 1.542 5.839 0 8.423
1.160 1.393 3.044 0 5.597
Betriebsergebnis 5.288 108 4.098 -8.869 624
12.149 656 2.944 -2.869 12.880
Zinsen und ähnliche Erträge 2.500 230 39 -2.644 125
2.536 232 27 -2.665 130
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.190 -237 -4.760 2.644 -6.543
-6.398 -226 -2.818 2.665 -6.776
Steueraufwand und -ertrag 2.732 31 -300 -2.271 191
2.825 43 -244 -861 1.764
Investitionen 833 2.498 1.189 0 4.520
610 172 166 0 948
Segmentvermögen 468.025 48.733 268.348 -222.647 562.458
556.966 50.703 222.531 -262.603 567.597
Segmentschulden 314.476 34.679 232.886 -229.563 352.478
339.375 38.242 193.415 -223.449 347.583
Segmenteigenkapital 153.548 14.054 35.461 6.915 209.979
217.591 12.461 29.116 -39.154 220.014

Den Werten per 30. Juni 2020 sind die Werte per 30. Juni 2019 bzw. beim Segmentvermögen/Segmentschulden die Werte vom 31. Dezember 2019 gegenübergestellt.

Cuxhaven, 12. August 2020

PNE AG, Vorstand

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die PNE AG, Cuxhaven

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss - bestehend aus der verkürzten Bilanz zum 30. Juni 2020, der verkürzten Gesamtergebnisrechnung, der verkürzten Kapitalflussrechnung, der verkürzten Eigenkapitalveränderungsrechnung, der verkürzten Segmentberichterstattung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht der PNE AG, Cuxhaven, für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2020, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und zu dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach haben wir die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft sowie auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der PNE AG, Cuxhaven, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Ohne unser Urteil einzuschränken, weisen wir darauf hin, dass wir die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im Konzernzwischenlagebericht hingewiesen wird, nicht unserer prüferischen Durchsicht unterzogen haben.

Hamburg, den 12. August 2020

Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

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(Christian Dinter) (Dr. Arno Probst)
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

PNE AG, Vorstand

Markus Lesser

Jörg Klowat