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PNE AG — Interim / Quarterly Report 2015
Nov 9, 2015
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Interim / Quarterly Report
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PNE WIND AG
Cuxhaven
Bericht über die ersten neun Monate 2015
Neun-Monats-Finanzbericht und Bericht über das dritte Quartal 2015
Verkürzter Konzernzwischenlagebericht für die ersten neun Monate 2015
1. Markt / gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Energie aus Windkraft hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Stütze der Stromerzeugung entwickelt. Der jährliche Kapazitätszuwachs ist dabei in einigen der weltweit wichtigsten Volkswirtschaften höher als bei jeder anderen Art der Energieproduktion. Seit 2000 hat die kumulierte installierte Leistung pro Jahr um durchschnittlich 24 Prozent zugenommen. In 2014 wurden weltweit 51.477 MW zusätzliche Windenergieleistung installiert, insgesamt sind damit bereits 369.553 MW am Netz¹. Das jährliche Investitionsvolumen in diesem Bereich beläuft sich auf mehrere zehn Milliarden Euro und sorgt gemeinsam mit starken Wachstumsperspektiven dafür, dass immer mehr internationale Mischkonzerne in den Markt eintreten. Dies führt wiederum zu einer Beschleunigung bei Innovationen. Energiespeicherlösungen und weitere Investitionen in die Stromnetze sorgen für eine zusätzliche Entfaltung des Potenzials dieser Industrie.
1 GWEC: Global Wind Statistics 2014
Weltweite Entwicklung von Kapazität und Kosten der On- und Offshore-Windkraft

Verbesserungen an der Windturbinen-Technologie haben deren Energieausbeute deutlich gesteigert - bei gleichzeitig geringeren Aufwendungen für Betrieb und Wartung. Diese Entwicklungen haben zu einer Kostenreduktion geführt, womit Windstrom auf einigen Märkten - selbst ohne Subventionen - bereits konkurrenzfähig ist.
Unter Berücksichtigung dieser technologischen Fortschritte prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA) einen Anstieg des Anteils der Windenergie am weltweiten Energiemix zur Stromerzeugung von aktuell rund 2,5 Prozent auf 15 bis 18 Prozent im Jahr 2050. Länder wie Dänemark (39,0 Prozent Windstromanteil), Spanien (20,4 Prozent), Portugal (23,7 Prozent) und Deutschland (rund 9 Prozent) zeigen, dass Windkraft einen erheblichen Beitrag zur Stromerzeugung liefern kann. Und das ganz ohne die von Kritikern befürchteten Versorgungsengpässe und -unterbrechungen.
Die Windkraft ist nicht mehr nur für einzelne Märkte relevant. Vielmehr müssen zum Erreichen der Prognosen der IEA weltweit bis 2050 insgesamt 2.300 bis 2.800 GW Windenergieleistung installiert werden. Diese Zahlen belegen die immensen Möglichkeiten der PNE WIND-Gruppe. Im internationalen Geschäft konzentriert sich die Gruppe auf die Entwicklung, die Errichtung sowie den Verkauf von Windparks in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Polen, Italien, Schweden, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, der Türkei, Kanada, den USA sowie Südafrika. Die politischen Rahmenbedingungen in diesen Märkten werden im folgenden Kapitel dargestellt.
Insgesamt stehen die Länder, in denen die Gruppe aktiv ist, für rund 34 Prozent der 2014 neu errichteten Kapazität sowie 44 Prozent der weltweit installierten Gesamtnennleistung. Um die Nachfrage nach Windparks heute und in den kommenden Jahren zu decken, investiert die PNE WIND-Gruppe kontinuierlich in ihre Projekt-Pipeline. Aktuell arbeiten wir an Projekten mit weit mehr als 9.000 MW (onshore: rund 4.900 MW und offshore: rund 4.800 MW) in verschiedenen Phasen der Entwicklung.
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| Land* | Zubau 2012 | Zubau 2013 | Zubau 2014 | Installierte Gesamtnennleistung |
|---|---|---|---|---|
| MW | MW | MW | MW | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Weltweit | 44.799 | 35.467 | 51.477 | 369.553 |
| Europa | 12.102 | 11.159 | 12.820 | 133.969 |
| Bulgarien | 158 | 7 | 9 | 690 |
| Frankreich | 814 | 630 | 1.042 | 9.285 |
| Deutschland | 2.439 | 2.998 | 5.279 | 39.165 |
| Ungarn | 0 | 0 | 0 | 329 |
| Italien | 1.239 | 437 | 107 | 8.663 |
| Polen | 880 | 894 | 444 | 3.833 |
| Rumänien | 923 | 695 | 354 | 2.953 |
| Schweden | 846 | 689 | 1.050 | 5.424 |
| Großbritannien | 2.064 | 2.075 | 1.736 | 12.440 |
| Türkei | 506 | 646 | 804 | 3.762 |
| Nordamerika | ||||
| USA | 13.124 | 1.084 | 4.854 | 65.879 |
| Kanada | 935 | 1.599 | 1.871 | 9.694 |
| Afrika | ||||
| Südafrika | 0 | 10 | 560 | 570 |
* Quellen: GWEC Global Wind Statistics 2014 / EWEA "Wind in Power - 2014 European statistics"
Die hier dargestellten Zahlen beziehen sich hauptsächlich auf Onshore-Windparks. Daneben machen Offshore-Windparks einen immer größeren Anteil der jährlich fertiggestellten Projekte aus.
Der Bau von Offshore-Windparks wird als ein wesentlicher Wachstumstreiber für den Windenergiemarkt gesehen. Nach Angaben des europäischen Windenergieverbands (EWEA) verzeichnete der europäische Offshore-Markt im Jahr 2014 einen Zubau von 1.483 MW. Damit stehen insgesamt bereits 8.045 MW Nennleistung aus Offshore-Windturbinen im europäischen Stromnetz zur Verfügung². In den Seegebieten vor der deutschen Küste von Nord- und Ostsee waren Ende 2014 nunmehr 258 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von rund 1.049 MW in Betrieb. Für weitere 285 Offshore-Windenergieanlagen mit rund 1.303 MW Nennleistung waren die Netzanschlüsse in Bau³. Vor den deutschen Küsten speisten im Jahr 2014 142 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Leistung von 528,9 MW erstmalig in das Netz ein.
2 The European offshore wind industry - key trend and statistics 2014
3 Deutsche WindGuard: Status des Offshore-Windenergieausbaus 2014, Januar 2015
2. Politische Rahmenbedingungen
In vielen Märkten, in denen die PNE WIND-Gruppe aktiv ist, wurde die Windenergie weiter stark ausgebaut, während in anderen eine gewisse Abschwächung zu verzeichnen war, die in erster Linie auf Unsicherheiten hinsichtlich der politischen Rahmenbedingungen zurückzuführen ist. Obwohl sich die Stromerzeugung aus Windkraft in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt hat und ihre Kosten gesunken sind, bleibt in vielen Märkten eine Abhängigkeit von politischen Vorgaben bestehen. Im Gegensatz zum Vorgehen bei erneuerbaren Energien spiegeln sich bei konventionellen Energieträgern die tatsächlichen Gestehungskosten einschließlich der Kosten für Umweltverschmutzung bzw. für den Rückbau und die Endlagerung atomarer Abfälle nicht in den Verkaufspreisen wider. Somit ist eine anhaltende politische Unterstützung notwendig, um für ausgewogene Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.
EU-Ziele
Der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen kommt in der Europäischen Union (EU) aus Gründen der Versorgungssicherheit und der Diversifizierung der Energieversorgung, des Umweltschutzes sowie des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts eine der höchsten Prioritäten zu. Die Richtlinie 2009/28/EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen sieht ehrgeizige Ziele für alle Mitgliedstaaten vor, damit die EU bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent am Endenergieverbrauch aus erneuerbaren Quellen erreicht.
Im Oktober 2014 hat die Europäische Union neuen Rahmenrichtlinien für Klima und Energie im Zeitraum zwischen 2020 und 2030 zugestimmt. Diese Rahmenbedingungen bauen auf dem bisherigen bis 2020 beschlossenen Rahmen auf und beziehen die längerfristige Zielsetzung der EU ein, den Ausstoß von Treibhausgasen bezogen auf den Stand von 1990 bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent zu vermindern. Wesentliche Punkte der neuen Rahmenrichtlinie sind die Reduzierung klimaschädlicher Abgase um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Jahr 1990, der Ausbau des Anteils der erneuerbaren Energien am Energieverbrauch auf 27 Prozent und eine Steigerung der Energieeffizienz um 30 Prozent bis zum Jahr 2030. Diese EU-Vorgaben für das Ausbauziel der erneuerbaren Energien werden mit kontinuierlichen Investitionen und einer Steigerung des Anteils der Windenergie an der Stromerzeugung verbunden sein.
Es liegt in der Verantwortung der einzelnen Mitgliedsstaaten, die EU-Ziele in nationale Politik umzusetzen.
Deutschland
In Deutschland beträgt die installierte Gesamtleistung bereits mehr als 40.000 MW. Damit gilt der deutsche Windenergiemarkt als etabliert.
Von besonderer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Windenergie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt sind. Das EEG wurde zuletzt in 2014 novelliert und gibt die Vergütung für Strom aus Windenergie onshore und offshore vor und legt den Einspeisevorrang für Strom aus erneuerbaren Energien in das Stromnetz fest. Die bisherige ausschließlich feste Vergütung für die Einspeisung von Windstrom soll ab 2017 mit einem Ausschreibungsmodell neu geregelt werden. Diese Änderung wird derzeit von Politik und Verbänden intensiv diskutiert. Im Detail stehen die neuen Rahmenbedingungen noch nicht fest.
In dem Gesetz formulierte die Bundesregierung die Vorgabe, den Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von derzeit ca. 25 Prozent bis zum Jahr 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis zum Jahr 2035 auf 55 bis 60 Prozent auszubauen. Diese Ziele stehen in etwa im Einklang mit dem nationalen Allokationsplan der EU, der einen Anteil von 38,6 Prozent der erneuerbaren Energien am Stromsektor bis 2020 vorsieht. Das jährliche Ausbauziel der Bundesregierung für Onshore-Windenergie liegt in einem Korridor von 2.400 bis 2.600 MW, wobei die Nennleistung alter Windenergieanlagen, die im Zuge eines Repowerings zurückgebaut werden, vom Bruttozubau abgezogen wird.
Im Repowering werden ältere Windenergieanlagen mit geringerer Leistung durch neue, leistungsfähigere Anlagen ersetzt. Nach Schätzungen des Bundesverbands für Windenergie (BWE), ist mittel- bis langfristig ein deutlicher Anstieg im Repowering zu erwarten. Der BWE schätzt den Markt für Repowering-Maßnahmen auf bis zu 1.000 MW pro Jahr über die nächsten Jahrzehnte hinweg. In 2014 wurde dieser Wert erstmals leicht überschritten.
Die Offshore-Windenergie soll von bisher etwa 2.777 MW einspeisender Nennleistung auf rund 6.500 MW im Jahr 2020 und in der Folge bis zum Jahr 2030 auf 15.000 MW ausgebaut werden.
Bulgarien
In Bulgarien wurden im Jahr 2014 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 9 MW neu installiert. Damit hat sich die Neuinstallation im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Ende 2014 waren in Bulgarien 690 MW (2013: 681 MW) installiert.
Laut dem bulgarischen National Renewable Energy Action Plan (NREAP) will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 20,6 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen, verglichen mit 10,6 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 1.256 MW Windenergie bis 2020 installiert werden.
Der wichtigste politische Fördermechanismus in Bulgarien basierte auf einem Einspeisevergütungssystem. Im Jahr 2012 hat die Regierung die Vergütungen für in Windenergieanlagen erzeugten Strom im Rahmen des Programms erheblich reduziert und erschwert die Weiterentwicklung von Windenergieprojekten. In 2015 erfolgte eine weitere Gesetzesänderung, wonach neu errichtete Windenergieanlagen zukünftig den Strom ausschließlich am freien Markt veräußern müssen.
Frankreich
In Frankreich wurden im Jahr 2014 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 1.042 MW neu installiert. Damit sind die Neuinstallationen im Vergleich zum Vorjahr, in dem Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 630 MW neu installiert wurden, deutlich angestiegen. Ende 2014 waren in Frankreich 9.285 MW installiert. Im ersten Halbjahr 2015 wurden etwas mehr als 500 MW neu installiert.
Laut dem französischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 27 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen generieren, verglichen mit 15,5 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 25.000 MW Windenergie bis 2020 installiert werden.
Mit dem 2015 in Kraft getretenen Energiewende-Gesetz bekräftigen französische Regierung und Parlament ihre ambitionierten Ziele über 2020 hinaus. Demnach soll der Anteil erneuerbarer Energien bis ins Jahr 2030 auf 32 Prozent erhöht und der Stromanteil der Kernenergie bis 2025 von 75 auf 50 Prozent reduziert werden. Die Förderung von Windkraftanlagen wird ab Anfang 2016 auf eine verpflichtende Direktvermarktung umgestellt.
Großbritannien
Zweitgrößter Markt für Windenergie in der Europäischen Union war in 2014 das Vereinigte Königreich mit einer neu installierten Gesamtleistung von 1.736 MW. Damit sind die Neuinstallationen im Vergleich zum Vorjahr, in dem Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 2.075 MW neu installiert wurden, leicht zurückgegangen. Ende 2014 waren in Großbritannien 12.440 MW installiert.
Laut dem britischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 30 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen generieren, verglichen mit 9 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 28.000 MW Windenergie bis 2020 installiert werden.
Im Rahmen einer Energiemarktreform ist in 2014 ein neues "contracts-for-difference"- Modell (CFD) für erneuerbare Energien eingeführt worden. CFDs sind langfristige Verträge zwischen dem Stromerzeuger und einem staatlichen Ausgleichsunternehmen. Unter dem CFD-System sind Zahlungen an den Stromproduzenten vorgesehen, wenn der Marktpreis für Strom unter dem festgesetzten Referenzpreis (strike price) liegt. Damit soll die Wirtschaftlichkeit der Projekte sichergestellt werden. Die Gesamthöhe der Zahlungen ist begrenzt auf eine jährlich festzulegende Summe. Liegt der Marktpreis für Strom über dem Referenzpreis, soll eine Rückzahlung durch den Stromproduzenten erfolgen. Die Vergütungsdauer liegt bei 15 Jahren. Nach der Wahl im Juni 2015 hat die britische Regierung die geplante nächste CFD-Runde auf Anfang 2016 verschoben.
Italien
Im Jahr 2014 wurden in Italien Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 107 MW neu installiert. Damit hat sich die Zahl der Neuinstallationen im Vergleich zum Vorjahr, in dem Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 437 MW neu installiert wurden, deutlich vermindert. Ende 2014 waren in Italien 8.663 MW installiert.
Laut dem italienischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 26,4 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen generieren, verglichen mit 18,7 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 12.680 MW Windenergie bis 2020 installiert werden.
Die wichtigsten politischen Fördermechanismen in Italien wurden von einem System mit grünen Zertifikaten zu einem System mit Einspeisevergütungen und schließlich zu einem wettbewerbsbasierten Auktionssystem für Netzeinspeisekapazitäten verändert. Nach dem Dekret von 2012 sind in den Jahren 2012 bis 2014 jährlich bis zu 500 MW vergeben worden. Ein neues Dekret zum zukünftigen Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energiequellen wurde von der Regierung im Januar 2015 angekündigt und wird in Kürze erwartet.
Polen
In Polen wurden im Jahr 2014 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 444 MW neu installiert. Damit sind die Neuinstallationen im Vergleich zum Vorjahr, in dem Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 894 MW neu installiert wurden, erheblich zurückgegangen. Ende 2014 waren in Polen 3.833 MW installiert.
Laut dem polnischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 15 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen decken. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 6.650 MW Windenergie bis 2020 installiert werden.
Das bereits seit längerem diskutierte neue Gesetz zur Förderung erneuerbarer Energien wurde am 11. März 2015 unterzeichnet und tritt zum 1. Januar 2016 in Kraft. Von diesem Zeitpunkt an erfolgt die Förderung erneuerbarer Energien über ein Auktionsverfahren. Für Projekte, die bis Ende 2015 ans Netz gehen, gelten die bisherigen Regelungen des Quotensystems mit grünen Zertifikaten.
Rumänien
In Rumänien wurden im Jahr 2014 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 354 MW neu installiert. Damit sind die Neuinstallationen im Vergleich zum Vorjahr, in dem Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 695 MW neu installiert wurden, erheblich zurückgegangen. Ende 2014 waren in Rumänien 2.953 MW installiert.
Laut dem rumänischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 42,6 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen, verglichen mit 27,5 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 4.000 MW Windenergie bis 2020 installiert werden.
Die in der "Emergency Ordinance" vom Juli 2013 vorgeschlagenen gesetzlichen Änderungen sind im ersten Quartal 2014 in Kraft getreten. Wesentliche Punkte dieser Änderung sind Reduzierungen bei der Zahl der "grünen Zertifikate", die an Energieerzeuger ausgegeben werden.
Derzeit gibt es in Rumänien sowie zwischen Rumänien und der EU-Kommission erhebliche politische Diskussionen über eine positive Änderung des Vergütungssystems für erneuerbare Energien.
Schweden
Im Jahr 2014 wurden in Schweden Windkraftanlagen mit einer Gesamtnennleistung von insgesamt 1.050 MW neu installiert. Dies stellt eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr dar, in dem Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 689 MW installiert wurden. Ende 2014 waren in Schweden 5.424 MW installiert.
Laut dem schwedischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 63 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen decken, verglichen mit 54,9 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten 4.547 MW Windenergie bis 2020 installiert werden, wobei diese MW-Zahl bereits übertroffen wurde und weiterhin Neuinstallationen erfolgen.
Der wichtigste politische Fördermechanismus in Schweden basiert auf einem Quotensystem mit grünen Zertifikaten, die sowohl in Schweden als auch in Norwegen gehandelt werden können. Die neue Schwedische Regierung hat in ihrer ersten Regierungserklärung das Ziel formuliert, langfristig 100 Prozent der Energie Schwedens aus erneuerbaren Quellen erzeugen zu wollen.
Südafrika
In Südafrika waren im Jahr 2013 Windkraftanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 10 MW installiert. Aufgrund des Tenderverfahrens ist die installierte Kapazität bis Ende 2014 auf 570 MW gestiegen.
Der südafrikanische "Integrated Resource Plan", der im Mai 2010 von der nationalen Energiebehörde (DoE) verkündet wurde, sieht ein 18 GW-Programm für erneuerbare Energien bis 2030 vor. Davon sollen 8.400 MW aus der Windenergie kommen.
Mit dem "Renewable Energy Independent Power Producer Programme" (REIPPP) hat die Regierung ein Ausschreibungssystem für erneuerbare Energien eingeführt. In der vierten Runde haben 13 Erneuerbare-Energien-Projekte mit einer Gesamtkapazität von 1,1 GW einen Zuschlag erhalten. Unter diesen Projekten befanden sich sieben Onshore-Windparks mit insgesamt 676 MW. Im November 2015 soll eine "Expedited Submission Phase" stattfinden, in der 650 MW für Windkraft-Projekte ausgeschrieben sind.
Türkei
In der Türkei wurden im Jahr 2014 insgesamt Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von 804 MW neu in Betrieb genommen, wodurch die in der Türkei installierte Gesamtnennleistung von 2.958 MW Ende 2013 auf 3.762 MW Ende 2014 angestiegen ist.
Die Regierung strebt bis zum Jahr 2023 einen Anteil von 30 Prozent erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch an, im Vergleich zu 9 Prozent in 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten 20.000 MW Windenergie bis 2023 installiert werden.
Der wichtigste politische Fördermechanismus in der Türkei basiert auf einem Einspeisevergütungssystem. Daneben wurde 2013 ein Lizensierungsverfahren für Netzeinspeisekapazitäten vorgestellt, das die Zugänge zu den einzelnen Netzeinspeisepunkten im Rahmen eines jährlich stattfindenden Auktionsverfahrens ermöglicht.
Ungarn
Die Entwicklung des Windenergiemarktes in Ungarn hat seit 2012 einen Stillstand erfahren. In 2012, 2013 und 2014 wurden keine Windkraftanlagen neu installiert. Damit beträgt die installierte Gesamtnennleistung weiterhin 329 MW.
Laut dem ungarischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 10,9 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen, verglichen mit 6,7 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 750 MW Windenergie bis 2020 installiert werden.
Der wichtigste politische Fördermechanismus in Ungarn basiert auf einem System von Einspeisevergütungen. Trotz dieses Programms ist die Entwicklung der Windenergie in Ungarn aufgrund der unzureichenden Vergabe von Stromnetzkapazitäten seit einiger Zeit beschränkt.
USA / Kanada
In den USA wurden im Jahr 2014 insgesamt Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von 4.854 MW neu in Betrieb genommen, wodurch die in den USA installierte Gesamtnennleistung auf 65.879 MW Ende 2014 angestiegen ist.
In den USA wurde die staatliche Förderungspolitik Ende 2014 verlängert. Projekte, die sich bis Ende 2014 im Bau befanden und bis Ende 2016 fertiggestellt werden, sind dazu berechtigt, Steuererleichterungen (PTC) zu erhalten. Viele einzelne Staaten haben Renewable Portfolio-Standards erlassen, die einen bestimmten Anteil festlegen, der aus erneuerbaren Energien bezogen werden muss.
Die politischen Rahmenbedingungen in allen Ländern, in denen die PNE WIND-Gruppe tätig ist, beobachten wir laufend, um kurzfristig auf Veränderungen reagieren zu können.
Der Vorstand der PNE WIND AG sieht in der Länderdiversifikation, die regelmäßig überprüft wird, und in den nationalen und internationalen gesetzlichen Grundlagen die Voraussetzungen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren.
3. Unternehmensstruktur
Die Unternehmensstruktur hat sich in den ersten neun Monaten 2015 gegenüber dem 31. Dezember 2014 verändert.
Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen:
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| PNE WIND Elektrik Üretim Ltd., Türkei, Ankara (100 Prozent), |
| PNE WIND Bati Rüzgari Elektrik Üretim Ltd., Türkei, Ankara (100 Prozent), |
| PNE WIND Güney Rüzgari Elektrik Üretim Ltd., Türkei, Ankara (100 Prozent), |
| PNE WIND YieldCo Verwaltungs GmbH, Cuxhaven (100 Prozent), |
| WKN Windpark Hedendorf GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), |
| WKN Windpark Groß Niendorf GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), |
| WKN Windkraft Nord GmbH & Co Windpark Westerengel KG, Husum (100 Prozent), |
| WKN Sallachy Ltd., Glasgow, Großbritannien (100 Prozent). |
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesem Vorgang nicht ergeben.
Im Berichtszeitraum veränderte sich die Anteilsquote bei der folgenden Gesellschaft, die in den Konzernkreis einbezogen wird:
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PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd., Ankara, Türkei (von 100 Prozent auf 50 Prozent)
Durch die Veränderung der Anteilsquote und dem damit einhergehenden Verlust der Kontrolle über die PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd. sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt 3,8 Mio. Euro, sowie Schulden aus dem Konzern in Höhe von 0,1 Mio. Euro zzgl. Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,1 Mio. Euro abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaftsanteile betrug 1,6 Mio. Euro. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen 3,0 Mio. Euro. Seit dem Verlust der Kontrolle wird die Gesellschaft als assoziiertes Unternehmen at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Aus der Neubewertung gemäß IFRS 10.25(b) der weiterhin gehaltenen Anteile an der Gesellschaft im Rahmen des Übergangs auf die Einbeziehung als assoziiertes Unternehmen hat sich ein Ertrag in Höhe von EUR 0,8 Mio. ergeben, der ertragswirksam vereinnahmt wurde.
Im Berichtszeitraum sind folgende Gesellschaften aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Veräußerung endkonsolidiert worden:
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| PNE WIND UK Ltd, Eastbourne, Großbritannien, |
| WKN GmbH & Co. Windpark Looft II KG, Husum, |
| BGZ Solarpark Passauer Land GmbH & Co. KG, Husum. |
Durch die Endkonsolidierung der PNE WIND UK Ltd. sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt 17,6 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen der Projekte bestanden, sowie Schulden aus dem Konzern in Höhe von 1,5 Mio. Euro zzgl. der Gesellschafterdarlehen in Höhe von 31,3 Mio. Euro abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaftsanteile betrug 22,1 Mio. Euro. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen 0,4 Mio. Euro.
Durch die Endkonsolidierung der WKN GmbH & Co. Windpark Looft II KG sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt 24,5 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen des Projekts bestanden, sowie Schulden aus dem Konzern in Höhe von 24,0 Mio. Euro abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug 1 TEUR. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen 2,0 Mio. Euro.
Durch die Endkonsolidierung der BGZ Solarpark Passauer Land GmbH & Co. KG sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt 11,1 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus den technischen Anlagen des Solarparks bestanden, sowie Schulden aus dem Konzern in Höhe von 10,7 Mio. Euro abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug 809 TEUR. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen 2,2 Mio. Euro.
4. Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze
Im Finanzbericht über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 zum 30. September 2015 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014.
Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE WIND-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt.
5. Organisation und Mitarbeiter
Im Konzern der PNE WIND AG waren zum 30. September 2015 insgesamt 389 Personen (im Vorjahr: 413) beschäftigt. Die Mitarbeiter der Beteiligungsunternehmen sind in dieser Zahl enthalten. Von diesen Mitarbeitern (einschließlich Vorstände und Auszubildende) waren zum Stichtag 146 (im Vorjahr: 143) bei der PNE WIND AG beschäftigt. Insgesamt 243 Mitarbeiter waren bei den inländischen Tochtergesellschaften (192 Mitarbeiter) und ausländischen Tochtergesellschaften (51 Mitarbeiter) beschäftigt. Der Rückgang der Anzahl der Mitarbeiter ist insbesondere auf die Veräußerung der PNE WIND UK Ltd. zurückzuführen. Mit der vorhandenen Mitarbeiterzahl sollte die Basis für die weitere Entwicklung des Konzerns geschaffen sein.
6. Überblick Geschäftstätigkeit
Die PNE WIND-Gruppe führte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 das operative Kerngeschäft der Windparkprojektierung onshore wie offshore in Deutschland sowie im Ausland kontinuierlich fort. Veräußert wurde im zweiten Quartal das Tochterunternehmen PNE WIND UK mit der darin enthaltenen kompletten in der Entwicklung befindlichen Projektpipeline.
Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen:
Segment Projektierung von Windkraftanlagen
Teilbereich Windkraft onshore
Die Entwicklung und Realisierung von Windpark-Projekten an Land wurde in den ersten neun Monaten 2015 sowohl in Deutschland als auch auf den Auslandsmärkten, in denen die PNE WIND AG über Tochtergesellschaften oder Joint Ventures tätig ist, kontinuierlich fortgeführt.
Überblick über die Onshore-Projektaktivitäten der PNE WIND AG per 30. September 2015 in MW:
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| Land | I-II | III | IV | Total MW |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 1.026 | 58 | 33 | 1.117 |
| Bulgarien | 121 | 0 | 0 | 121 |
| Rumänien | 55 | 102 | 0 | 157 |
| Türkei | 700 | 0 | 0 | 700 |
| Ungarn | 0 | 42 | 0 | 42 |
| USA | 172 | 180 | 0 | 352 |
| Kanada | 555 | 0 | 0 | 555 |
| Total | 2.629 | 382 | 33 | 3.044 |
Überblick über die Onshore-Projektaktivitäten der WKN AG per 30. September 2015 in MW:
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| Land | I-II | III | IV | Total MW |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 146 | 44 | 19 | 209 |
| Italien | 510 | 0 | 0 | 510 |
| Frankreich | 178 | 88 | 0 | 266 |
| Polen | 243 | 42 | 0 | 285 |
| Großbritannien | 0 | 66 | 0 | 66 |
| Südafrika | 130 | 0 | 0 | 130 |
| Schweden | 240 | 0 | 0 | 240 |
| USA | 165 | 0 | 0 | 165 |
| Gesamt | 1.612 | 240 | 19 | 1.871 |
Phase I - II = Erkundung und Entwicklung
Phase III = Planung
Phase IV = Errichtung bis Übergabe
Projekte, die zum Stichtag 30. September 2015 im Bau oder komplett errichtet waren, aber noch nicht an die Käufer übergeben wurden, sind in der Phase 4 der Tabelle dargestellt.
Deutschland:
Im Bereich "Windkraft onshore Deutschland" der PNE WIND AG wurde der Windpark "Chransdorf" (Brandenburg, 57,6 MW) im dritten Quartal komplett in Betrieb genommen. Dieser Windpark wurde in die YieldCo eingebracht. Darüber hinaus befanden sich zum 30. September 2015 zwei Windparks mit rund 33,3 MW Nennleistung in Bau. Dabei handelt es sich um den Windpark "Köhlen" (Niedersachsen, 21,3 MW) sowie das Repowering-Projekt "Waldfeucht/Selfkant" (Nordrhein-Westfalen, 12 MW). In "Waldfeucht" werden Windenergieanlagen ersetzt, die ebenfalls bereits von der PNE WIND AG projektiert worden waren.
Auch für die mehrheitlich zur PNE WIND AG gehörende WKN-Gruppe bleibt Deutschland weiterhin ein Kernmarkt. Im dritten Quartal 2015 wurde der Windpark "Siebenbäumen" (Schleswig-Holstein, 6 MW) in Betrieb genommen. Dieser wurde bereits Ende 2014 an einen Investor verkauft. Der Windpark Looft (Schleswig-Holstein, 10 MW) wurde bereits im Mai 2015 in Betrieb genommen und jetzt an den Investor übergeben. Dieser Windpark war ebenfalls bereits Ende 2014 verkauft worden. Im dritten Quartal 2015 wurde außerdem mit dem Bau des Windparks "Apensen II" (Niedersachsen, 6 MW) begonnen.
Bereits im ersten Quartal 2015 wurden zwei der drei Windkraftanlagen im Windpark Nentzelsrode (Thüringen, 6,9 MW), welcher bereits in 2013 an einen Investor veräußert wurde, in Betrieb genommen. Für die dritte Anlage liegt die Genehmigung vor und das Projekt soll im Laufe des Geschäftsjahres 2016 in Betrieb genommen werden.
Insgesamt bearbeitete die PNE WIND-Gruppe (PNE WIND AG und WKN AG) zum Ende des dritten Quartals 2015 in Deutschland Onshore-Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von mehr als 1.300 MW in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung.
Um Windpark-Projekte in Deutschland an Land nach der Genehmigung zeitnah realisieren zu können, steht die PNE WIND AG ständig mit verschiedenen namhaften Herstellern von Windenergieanlagen in Kontakt. Mit den Herstellern Enercon, Senvion (vormals Repower) und Nordex sowie Vestas wurden außerdem zum Teil langfristige Wartungsverträge für bereits errichtete Windenergieanlagen abgeschlossen.
Auch im Ausland wurde von der PNE WIND-Gruppe das Kerngeschäft der Projektentwicklung kontinuierlich weitergeführt.
Bulgarien:
Die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in Bulgarien sind derzeit weiterhin schlecht. Dies erschwert es, Windpark-Projekte dort rentabel zu errichten und zu betreiben. Für die von der PNE WIND AG bearbeiteten Windparks werden die erreichten Projektrechte mit möglichst geringen Kosten erhalten, um Möglichkeiten der Vermarktung zu sichern.
Frankreich:
Bereits in 2014 hat die WKN-Gruppe in Frankreich die Bau- und Umweltgenehmigung für ein Projekt mit 10 MW Nennleistung erhalten. Zusätzlich zum bereits im ersten Halbjahr 2015 genehmigten Projekt mit 19,2 MW hat die WKN-Gruppe im dritten Quartal die Genehmigung für ein weiteres Projekt mit einer Nennleistung von 6 MW erhalten. Somit hält die WKN-Gruppe insgesamt Genehmigungen für 35,2 MW. Diese befinden sich derzeit im Widerspruchsverfahren. Die Aussichten für die Erlangung der Baugenehmigungen sind trotz der Widersprüche hoch, weshalb die Vermarktung vorbereitet wird.
Außerdem befanden sich zum Ende des dritten Quartals 2015 weitere Projekte mit einer Gesamtleistung von ca. 53 MW im Genehmigungsverfahren. Hier findet derzeit die amtliche Prüfung statt.
Großbritannien:
Die Anteile an der britischen Tochtergesellschaft PNE WIND UK Ltd. und damit die von ihr in den vergangenen Jahren entwickelte gesamte Projekt-Pipeline wurden im Juni 2015 zu einem sehr günstigen Zeitpunkt verkauft. Der Kaufpreis für 100 Prozent der Gesellschaftsanteile inkl. der Rückführung der Gesellschafterdarlehen an die PNE WIND Ausland GmbH liegt bei insgesamt bis zu 103 Mio. britischen Pfund (zum Zeitpunkt der Transaktion ca. 141,5 Mio. Euro), von denen rund 40,1 Mio. britische Pfund (zum Zeitpunkt der Transaktion ca. 54,8 Mio. Euro) sofort gezahlt wurden (wovon PNE WIND rund 38,3 Mio. britische Pfund / rund 52,8 Mio. Euro erhalten hat). Der weitere Betrag ist als Meilenstein-Zahlungen von bis zu 63 Mio. britische Pfund (zum Zeitpunkt der Transaktion ca. 86,4 Mio. Euro) bis 2020 vereinbart. Die bisherigen Mitarbeiter der PNE WIND UK werden mit dem Projekt-Portfolio übernommen. Der Käufer hat außerdem eine Option für den Kauf eines 66 MW-Projektes erhalten. Bei Wahrnehmung dieser Option durch den Käufer wird eine weitere Zahlung erfolgen.
Die umfangreichen Vorleistungen in die Entwicklung der britischen Projekte einschließlich des Erreichens von Genehmigungen sowie des Zuschlags im staatlichen Förderungssystem "contract for differences" (CfD) für ein baureifes Projekt zahlten sich damit aus.
PNE WIND hatte im Februar diesen Jahres mit der Suche nach einem finanzstarken Partner begonnen, um die von PNE WIND UK entwickelten Windparkstandorte mit einer schnell gewachsenen Projekt-Pipeline von nahezu 1.200 MW Nennleistung gemeinsam zügig weiterzuentwickeln. Im Zuge der Gespräche mit Interessenten wurde deutlich, dass Investoren ein großes Interesse an der Übernahme der Mehrheit der Anteile an PNE WIND UK und damit auch der gesamten Projekt-Pipeline hatten, was zur Veräußerung des gesamten Geschäfts führte, an dem die PNE WIND AG 90 Prozent hielt. Die restlichen bisher vom Joint Venture Partner gehaltenen 10 Prozent der Anteile wurden von diesem ebenfalls verkauft.
Für ein Projekt der WKN-Gruppe mit einer geplanten Nennleistung von bis zu 66 MW wird weiterhin eine Entscheidung zur Baugenehmigung durch den schottischen Energieminister erwartet. Das Projekt genießt lokale und regionale Akzeptanz und ist aufgrund seiner positiven Arbeitsweise mit den Gemeinden in einer von der Regierung erarbeiteten Studie als Vorzeige-Beispiel benannt worden (Scottish Government Good Practice Principles for Community Benefits from Onshore Renewable Energy Developments).
Italien:
In Italien verfügt die WKN-Gruppe über ein baugenehmigtes Projekt mit einer Nennleistung von 30 MW. Für zwei weitere Projekte mit jeweils 13 Windenergieanlagen liegt die Umweltgenehmigung vor und eine Entscheidung der für die Erteilung der Baugenehmigung zuständigen Behörde wird in den nächsten Monaten erwartet. Darüber hinaus wurde für einen weiteren WKN-Windpark mit 6 Windkraftanlagen die Umwelt- und Baugenehmigung positiv entschieden.
Für die Teilnahme an den potentiellen Tenderverfahren 2015/2016 werden die Projekte vorbereitet, so dass Unternehmen der WKN-Gruppe mit einem oder mehreren Projekten an diesem Tender teilnehmen könnten. Derzeit liegt noch keine offizielle Bestätigung darüber vor, dass es im Jahr 2015 in Italien ein Tenderverfahren für Onshore-Windenergieprojekte geben wird.
Ein weiteres Projekt mit 40 MW hat bereits im dritten Quartal 2013 eine Umweltgenehmigung erhalten. Offen für die erforderliche Baugenehmigung ist eine Einigung mit dem Netzbetreiber und den Mitbewerbern bezüglich des Netzanschlusses. Eine Einigung konnte bisher nicht erzielt werden.
Polen:
Die WKN-Gruppe verfügt in Polen über ein baugenehmigtes Projekt mit einer Nennleistung von ca. 32 MW. Zurzeit wird intensiv an der Optimierung des Projektes für die erste Ausschreibung in 2016 gearbeitet. Gleichzeitig finden Gespräche mit potenziellen Investoren statt. WKN entwickelt in Polen Projekte mit rund 285 MW zu installierender Nennleistung. Ab 1. Januar 2016 wird das polnische Erneuerbare Energien Gesetz neu reguliert und ein Ausschreibungsverfahren eingeführt. Das Gesetz wurde im März 2015 verabschiedet.
Rumänien:
In Rumänien wurde die Entwicklung von Windparks durch die PNE WIND AG mit minimierten Kosten fortgesetzt. Änderungen des Vergütungssystems sorgten in 2013 und 2014 für Unsicherheit. Seit der Präsidentschaftswahl im November 2014 und dem Wahlsieg des EU-nahen Kandidaten wird mit einer Überarbeitung der Gesetzgebung für erneuerbare Energien gerechnet. In Rumänien werden von der PNE WIND AG derzeit Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von bis zu 157 MW im fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung bearbeitet. Für zwei dieser Projekte mit einer Nennleistung von insgesamt 102 MW wurden bereits die Genehmigungen erteilt. Die Vermarktung der Projekte ist jedoch aufgrund der regulatorischen Unsicherheiten schwierig.
Schweden:
Derzeit entwickelt die WKN-Gruppe in Schweden vier Windpark-Projekte mit bis zu 240 MW Nennleistung. Die Antragsunterlagen zur Umweltgenehmigung für diese Projekte wurden in 2013/2014 eingereicht und es wurden im Berichtszeitraum insgesamt 26 Windkraftanlagen genehmigt. Diese Genehmigungen sind derzeit noch nicht widerspruchsfrei.
Südafrika:
In Ausschreibungsverfahren (Tender) seit 2014 hat sich die WKN-Gruppe mehrfach mit dem Projekt "Banna Ba Pifhu" mit 30 MW beteiligt, jedoch keinen Zuschlag erhalten. Anfang September 2015 wurde das Projekt im Rahmen eines bedingten Kaufvertrags (Conditional SPA) an einen Investor veräußert, welcher das Projekt bei der nächsten Tenderrunde im November 2015 erneut einbringt.
Das Ubuntu-Projekt befindet sich derzeit in der Umplanung, um an einer der folgenden Ausschreibungsrunden teilzunehmen.
Türkei:
In der Türkei entwickelt die PNE WIND AG derzeit Windpark-Projekte mit bis zu 700 MW zu installierender Nennleistung. Anfang April 2014 vereinbarten die PNE WIND AG und die STEAG GmbH, zukünftig gemeinsam Windpark-Projekte in der Türkei zu entwickeln. Im April 2015 hat die PNE WIND 50 Prozent ihrer Anteile an der PNE WIND Yenilibir Enerjiler Ltd. an die STEAG verkauft und zusammen mit STEAG Ende April 2015 Anträge auf eine Vorlizenz für 6 Projekte mit maximal 230 MW gestellt. Bei dieser Runde wurden 3.000 MW Windkapazität vom staatlichen Netzbetreiber TEiAŞ zur Verfügung gestellt. Zurzeit werden die Vorbereitungen zur nächsten Ausschreibungsrunde (2.000 MW), mit der im ersten Quartal nächsten Jahres gerechnet wird, vorgenommen.
Ukraine:
Aufgrund der anhaltend äußerst schwierigen politischen Situation in der Ukraine wurden die Projektierungsaktivitäten bereits in 2014 vorerst gestoppt und ein Marktausstieg in 2015 beschlossen.
Ungarn:
In Ungarn waren zwei von Tochterunternehmen der PNE WIND AG entwickelte Windpark-Projekte bereits genehmigt. Die ungarische Regierung blockiert allerdings seit einiger Zeit den weiteren Ausbau unter anderem der Windenergie. Durch die zwischenzeitliche Errichtung einer militärischen Radaranlage konnte eine Baugenehmigung für einen Windpark mit 36 MW nicht verlängert werden. Daher hat das verbliebene ungarische Tochterunternehmen seine Aktivitäten minimiert und wartet darauf, sich mit einem genehmigten Windpark mit 42 MW Nennleistung an Ausschreibungen für Netzanschlüsse an das Höchstspannungsnetz in Ungarn beteiligen zu können.
USA / Kanada:
Im vierten Quartal 2013 hat die PNE WIND USA mit dem Bau des Windpark-Projekts "Chilocco" im US-Bundesstaat Oklahoma begonnen. In mehreren Projektphasen können Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 150 MW errichtet werden. Erste Bau- und Erschließungsarbeiten wurden durchgeführt, so dass für das Projekt die steuerlichen Fördermechanismen PTCs gesichert wurden. Diese wurden für Projekte gewährt, die sich Ende 2013 bereits in Bau befanden und deren Fertigstellung bis Ende 2015 erfolgt.
Ende 2014 wurde die Regelung zum PTC analog um ein Jahr verlängert. Damit verlängert sich die Fertigstellungsfrist für das Projekt "Chilocco" bis Ende 2016.
In den USA verfügt die WKN-Gruppe über ein Projekt im Bundesstaat Montana, in dem in mehreren Phasen Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 165 MW errichtet werden können.
In Kanada arbeitet die PNE WIND AG derzeit an sieben Windpark-Projekten, die sich in einem frühen Entwicklungsstadium befinden.
Ausland gesamt:
Insgesamt entwickelten die Unternehmen der PNE WIND-Gruppe zum Stichtag 30. September 2015 in den Auslandsmärkten, in denen sie mit Tochtergesellschaften oder über Joint Ventures tätig sind, nach dem Verkauf der Projektepipeline in Großbritannien noch Projekte mit rund 3.600 MW zu errichtender Nennleistung. Diese befinden sich in unterschiedlichen Phasen des mehrjährigen Entwicklungsprozesses. Insgesamt befinden sich die internationalen Märkte derzeit in einem Wandel, an den sich auch die Aktivitäten der PNE WIND-Gruppe anpassen müssen, um Risiken zu minimieren. Während sich die Rahmenbedingungen in Ungarn, Bulgarien und Rumänien in den vergangenen Jahren verschlechtert haben, sind sie in Frankreich deutlich besser geworden. Der Vorstand ist weiterhin zuversichtlich, durch eine Fokussierung einerseits und weitere Internationalisierung der Windpark-Projektierung andererseits die Unternehmensentwicklung weiter vorantreiben zu können.
Erweiterung der Geschäftstätigkeit / YieldCo
Die PNE WIND AG hat seit 2014 wesentliche Schritte vollzogen, um ihr Geschäftsmodell zu erweitern. Dazu gehört die Gründung der YieldCo-Gesellschaften, in denen eigenentwickelte und fertiggestellte Windparks gebündelt werden. In den Bau und die Fertigstellung der Windparks muss die PNE WIND AG zunächst zwar erheblich investieren, sie schafft damit jedoch werthaltige Vermögensgegenstände und erhält ab der Inbetriebnahme langfristig kalkulierbare Renditen aus dem Stromverkauf sowie dem Betriebsmanagement. Ziele des YieldCo-Geschäfts sind neben der Steigerung des Ertragspotenzials sowie der Stärkung der Wettbewerbsposition des Konzerns vor allem der Aufbau einer neuen Tochtergesellschaft (YieldCo), die ihren Investoren stabile und attraktive Renditen bieten soll. Damit stellt die YieldCo eine klassische Win-win-Situation, mit großem Potenzial sowohl für PNE WIND als auch für die Investoren und Eigentümer der YieldCo dar.
YieldCos - also Gesellschaften, die Portfolios vorrangig aus Erneuerbare Energien-Projekten halten und Erträge per Dividende an ihre Eigner ausschütten - sind insbesondere im angelsächsischen Raum eine erprobte und erfolgreiche Ergänzung zum Kerngeschäft von Projektierern. YieldCos wurden in diesen Märkten besonders gut angenommen, da sie Investoren die Möglichkeit bieten, direkt in komplett fertiggestellte Projekte der erneuerbaren Energien zu investieren. Eine Asset-Klasse, die zuvor eher Versorgern und anderen institutionellen Investoren vorbehalten war. Für PNE WIND als Projektierer sind YieldCos ein möglicher Weg, um das Geschäft durch die Erschließung neuer Vertriebs- und Finanzierungsmöglichkeiten auszuweiten. Sie bieten das für die Realisierung neuer Projekte benötigte Eigenkapital zu attraktiven Konditionen.
In der YieldCo der PNE WIND AG sollen ausschließlich bereits fertiggestellte Windparks zu einem Portfolio zusammengefasst werden. Die YieldCo enthält somit vollständig in Betrieb befindliche Windparks, die an verschiedenen Standorten verlässlich Strom produzieren und über die gesicherte Einspeisevergütung nachhaltige Erträge generieren.
Die PNE WIND YieldCo Deutschland GmbH soll vornehmlich deutsche Windparks mit einer Gesamtnennleistung von bis zu 150 MW umfassen. Dabei wird es sich um Projekte handeln, die von der PNE WIND-Gruppe in den vergangenen Jahren entwickelt wurden. Windparks mit 93,9 MW Nennleistung wurden bereits in Betrieb genommen oder befinden sich im Bau. Für weitere für die YieldCo vorgesehene Projekte wurde die Genehmigung beantragt. Mit ihrer Fertigstellung sollen die Windparks nach und nach in die deutsche YieldCo-Gesellschaft eingebracht werden.
Profitieren will die PNE WIND AG durch diese Erweiterung des Geschäftsmodells in vielfältiger Weise: So geht das Unternehmen davon aus, die YieldCo, d.h. das gebündelte und fertiggestellte Windpark-Portfolio, zu besseren Konditionen veräußern zu können als einzelne Projekte im Rahmen des bisherigen Geschäftsmodells. Hintergrund dieser Überlegung ist, dass Investoren fertige Projekte mit nachgewiesenen Erträgen erwerben. Projekt-Risiken werden dadurch und durch die Streuung auf mehrere Parks minimiert. Zudem honorieren die Investoren, dass sie ihre Anteile einer börsennotierten YieldCo deutlich schneller kaufen oder verkaufen können, als bei einem Direktinvestment in einen Windpark. Die PNE WIND AG sieht die Möglichkeit einer Beteiligung auch für Ihre Aktionäre gegeben, so dass diese später von dem Profit der PNE WIND AG aus dem YieldCo Geschäft und von den Erträgen der YieldCo profitieren können, wenn sie sich im Falle eines Börsengangs an der YieldCo beteiligen.
Daneben plant die PNE WIND AG, sowohl durch das Management der YieldCo als auch durch die kaufmännische und technische Betriebsführung der Windparks des Portfolios zusätzliche Erträge zu erzielen.
Außerdem wird durch den Aufbau der YieldCo ein Absatzkanal für weitere Projekte der PNE WIND-Gruppe geschaffen, da Überschüsse aus der YieldCo auch zur Erweiterung des Portfolios genutzt werden sollen. Über einen potentiellen Minderheitenanteil an der YieldCo könnte die PNE WIND AG zudem auch langfristig am angestrebten Erfolg der YieldCo partizipieren.
Wir wollen damit unser Modell erweitern und als Gruppe nachhaltig davon profitieren. Wir haben aber auch in Kauf genommen, dass dieses Vorhaben steigende Investitionen (bisher investierte Liquidität durch PNE WIND in die Windpark Gesellschaften seit 2014 bis 30. September 2015 von rund 54,8 Mio. Euro) und eine zeitliche Verschiebung unserer Erträge aus 2014 und 2015 bis in das Jahr 2016 bedeutet. Durch das YieldCo-Modell werden zwar Windpark-Verkäufe an konzernexterne Dritte zeitlich nach hinten geschoben und damit im Konzern auch der Umsatz und das Ergebnis aus diesen Verkäufen, dennoch wiegen die genannten Potenziale diese Verschiebung mehr als auf. Die bisher aufgelaufenen - auf Konzernebene eliminierten - Gewinne vor Steuern betragen seit 2014 bis zum 30. September 2015 rund 22,8 Mio. Euro (davon rund 17,1 Mio. Euro in 2015). Die PNE WIND-Gruppe schafft mit dieser strategischen Erweiterung erhebliche Werte und stellt sich damit für die Zukunft noch breiter auf.
Die nachfolgende Tabelle und die entsprechenden Erläuterungen geben Aufschluss über den aktuellen Status der für das YieldCo-Portfolio vorgesehenen Windpark-Projekte, die in Betrieb sind, sich in Bau befinden oder bereits genehmigt sind:
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| Projekt | Standort | Status | Geplante Nennleistung in MW | Geplante Fertigstellung |
|---|---|---|---|---|
| Chransdorf | Brandenburg | In Betrieb | 57,6 | |
| Waldfeucht | Nordrhein-Westfalen | In Bau | 9,0 | 2. Halbjahr 2015 |
| Apensen II | Niedersachsen | In Bau | 6,0 | 1. Halbjahr 2016 |
| Köhlen | Niedersachsen | In Bau | 21,3 | 2. Halbjahr 2016 |
Windpark Chransdorf
Der Windpark "Chransdorf" befindet sich in einem Waldgebiet zwischen den brandenburgischen Gemeinden Großräschen und Altdöbern.
Das Projekt hat in 2014 die Baugenehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erhalten und wurde im dritten Quartal 2015 in Betrieb genommen. Im Windpark wurden 24 Windenergieanlagen von Typ Nordex N117/2400 mit einer Nabenhöhe von jeweils 141 Metern errichtet. Die Gesamtnennleistung des Parks beträgt 57,6 MW.
Windpark Waldfeucht
Das Projekt hat in 2014 die Baugenehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erhalten und befindet sich derzeit im Bau.
Im Windpark "Waldfeucht/Selfkant" bei Heinsberg (Nordrhein-Westfalen) werden Windenergieanlagen repowert, die bereits von der PNE WIND geplant und 1999 in Betrieb genommen wurden. Neu gebaut werden dort vier Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 12,0 MW, von denen drei Anlagen (9,0 MW) für die YieldCo vorgesehen sind. Die Fertigstellung des Windparks ist für die zweite Jahreshälfte 2015 geplant.
Windpark Apensen II
Das Projekt hat in 2015 die Baugenehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erhalten, sodass im dritten Quartal 2015 mit dem Bau begonnen werden konnte.
Im Windpark "Apensen II" werden zwei Windenergieanlagen von Typ Nordex N117/3000 mit einer Nabenhöhe von jeweils 141 Metern errichtet. Die Gesamtnennleistung des Parks beträgt 6,0 MW. Die Fertigstellung des Parks ist für Mitte nächsten Jahres geplant.
Windpark Köhlen
Das Projekt hat in 2015 die endgültige Baugenehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) erhalten, sodass im September 2015 mit dem Bau begonnen werden konnte.
Im Windpark "Köhlen" werden für die PNE WIND AG sieben Windenergieanlagen von Typ Enercon E101 mit einer Nabenhöhe von jeweils 149 Metern errichtet. Die Nennleistung pro Windenergieanlage beträgt 3,05 MW. Die Fertigstellung des Parks ist für das vierte Quartal 2016 geplant.
Teilbereich Windkraft offshore
Überblick über die Offshore-Projektaktivitäten der PNE WIND AG per 30. September 2015:
Eigene Projekte
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| Zone | Projekte | Phase | WEA | Total MW |
|---|---|---|---|---|
| 4 | Nemo | 2 | 80 | 480 |
| 4 | Jules Verne | 2 | 80 | 480 |
| 4 | Nautilus I | 2 | 80 | 480 |
| 2 | Atlantis I | 3 | 80 | 400 |
| 3 | Atlantis II | 2 | 80 | 400 |
| 3 | Atlantis III | 2 | 80 | 400 |
| Total | 480 | 2.640 |
Verkaufte Projekte
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| Zone | Projekte | Phase | WEA | Total MW |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Borkum Riffgrund I | 8 | 78 | 312 |
| 1 | Borkum Riffgrund II | 5 | 56 | 448 |
| 1 | Gode Wind 1 & 2 | 7 / 7 | 55 + 42 | 582 |
| 1 | Gode Wind 3 & 4 | 3 / 4 | 15 + 42 | 342 |
| 4 | HTOD5 (Nautilus II) | 2 | 68 | 476 |
| Total | 356 | 2.160 |
Phase 1 = Projektfindungsphase
Phase 2 = Antragskonferenz erfolgt
Phase 3 = Erörterungstermin erfolgt
Phase 4 = Genehmigung bzw. Planfeststellungsbeschluss erteilt
Phase 5 = Zusage des Netzanschlusses erfolgt
Phase 6 = Investitionsentscheidungen erfolgt
Phase 7 = im Bau
Phase 8 = in Betrieb
Im März 2015 hat das zuständige Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) Post an Dutzende Windpark-Entwickler verschickt. In dem Schreiben informiert das BSH darüber, dass für die Projekte in den sogenannten Zonen 3, 4 und 5 in der Nordsee bis auf weiteres kein Verfahren zur Planfeststellung fortgeführt wird. Es handelt sich dabei um etwa 40 geplante Parks, u.a. auch die bei der PNE WIND AG in der Entwicklung befindlichen Offshore Parks "Nemo", "Nautilus I", "Nautilus II / HTOD5", "Jules Verne" sowie "Atlantis" II und III, die in der Regel mehr als 100 Kilometer von der Küste entfernt liegen. PNE WIND ist dazu in Diskussion mit dem BSH sowie anderen Betroffenen und prüft die weitere Vorgehensweise. "Atlantis I" liegt in Zone 2 und ist daher davon nicht direkt betroffen. Die planmäßige Realisierung von "Atlantis I" ist jedoch - wie bei allen Offshore-Projekten - abhängig vom Netzanschluss, der durch das Umspannwerk BorWin 4 realisiert werden soll, über dessen Umsetzungszeitraum derzeit diskutiert wird. Darüber hinaus werden im Rahmen der Novellierung des EEG Ausschreibungen zur Ermittlung der Förderhöhe diskutiert.
"Borkum Riffgrund"-Projekte
Positiv entwickelte sich das in früheren Jahren an den dänischen Energiekonzern DONG Energy verkaufte Offshore-Windpark-Projekt "Borkum Riffgrund I", an dessen Entwicklung die PNE WIND AG als Dienstleister weiter beteiligt ist. Nachdem DONG Energy im Jahr 2011 die Investitionsentscheidung für "Borkum Riffgrund I" getroffen hat, ist 2013 mit dem Bau des Offshore-Windparks begonnen worden. Die ersten Windenergieanlagen wurden bereits in 2014 installiert, mittlerweile sind alle 78 Turbinen errichtet und in Betrieb genommen worden. Das für den Netzanschluss vorgesehene Umspannwerk DolWin alpha wurde von ABB im Auftrag von TenneT für eine Leistung von 800 MW ausgelegt und in 2013 installiert.
Für das benachbarte Offshore-Projekt "Borkum Riffgrund II" erteilte das BSH im Dezember 2011 die Baugenehmigung. In 2013 hat der Übertragungsnetzbetreiber TenneT den Auftrag für den Bau der Umspannstation DolWin3, mit der Windparks in der Nordsee an das Höchstspannungsnetz an Land angebunden werden, an Alstom vergeben. Nach Fertigstellung kann mit diesem Netzanschluss der geplante Offshore-Windpark "Borkum-Riffgrund II" von DONG Energy ans Netz gebracht werden. Die Fertigstellung des Netzanschlusses ist für 2017 vorgesehen. Erste Schritte in Richtung Baubeginn wurden jetzt mit der Unterzeichnung eines Turbinenliefervertrages mit MHI Vestas für den Windpark gemacht.
Beim Erreichen festgelegter Projektfortschritte in dem Offshore-Windparkprojekt "Borkum Riffgrund II" werden Teilzahlungen aus den Projektverkäufen von kumuliert rund 7,0 Mio. Euro von DONG Energy an die PNE WIND AG erfolgen. Weitere wesentliche Projektfortschritte sind die finale Investitionsentscheidung und die Inbetriebnahme des Projektes.
"Gode Wind"-Projekte
Bereits im August 2012 wurden die Offshore-Windparks "Gode Wind" 1 bis 3 an den dänischen Energiekonzern DONG Energy verkauft, der diese inzwischen auf die Projekte "Gode Wind" 1 bis 4 aufteilte. Die Anteile an den Projekten "Gode Wind" 1, 2 und 4 sind zu 100 Prozent an DONG Energy übergegangen. DONG Energy hat in diesem Jahr auf See mit dem Bau der Projekte "Gode Wind" 1 und 2 begonnen. Die vollständige Inbetriebnahme dieser Projekte soll in 2016 abgeschlossen werden. Die PNE WIND AG hat bisher für die Anteile, die verauslagten Projektentwicklungskosten und für erreichte Milestones Zahlungen in Höhe von insgesamt 129 Mio. Euro erhalten.
Beim Erreichen festgelegter Projektfortschritte werden darüber hinaus weitere wesentliche Teilzahlungen aus den Projektverkäufen von kumuliert bis zu 25 Mio. Euro erfolgen. Ein nächster Meilenstein wird mit der Genehmigung des BSH für das Projekt "Gode Wind 3" erreicht. Der Erörterungstermin für dieses Projekt wurde im September 2014 durchgeführt. Damit hat das Projekt die Phase 3 in der Projektentwicklung erreicht. Ein weiterer wichtiger Projektschritt ist die Entscheidung zum Bau und zur Finanzierung des zweiten Bauabschnitts von "Gode Wind 2" (dem jetzigen "Gode Wind 4"), die eine Zahlung von 15 Mio. Euro auslösen wird.
Im Rahmen der Transaktion wird die PNE WIND AG darüber hinaus DONG Energy mindestens bis 2017 als Dienstleister bei der Realisierung der Projekte unterstützen. Das Volumen dieses Dienstleistungsvertrages beläuft sich im Zeitraum 2012 bis 2017 auf bis zu 8,5 Mio. Euro.
"Atlantis"-Projekte
Über die Tochtergesellschaften "Atlantis" I bis III wurden in 2013 drei Offshore-Projekte von der BARD Engineering GmbH erworben, um am erwarteten weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland zu partizipieren. Die Zulassungsunterlagen der Projekte werden von der PNE WIND AG überarbeitet und auf andere Antragsparameter umgestellt (u.a. Turbine und Gründungsstrukturen) sowie an die aktuellen Anforderungen des Planfeststellungsverfahrens angepasst. Die PNE WIND AG will die erworbenen Projekte über die Planfeststellung hinaus bis zur Baureife weiter entwickeln. Aufgrund der Erfahrungen im Offshore-Bereich verfügt die PNE WIND AG über die Kompetenz zur werthaltigen Entwicklung solcher Vorhaben.
Die PNE WIND-Tochtergesellschaften "Atlantis" I bis III leisteten bei Vollzug des Kaufvertrags eine erste Kaufpreiszahlung. Darüber hinaus wurden mit dem Verkäufer variable Teilzahlungen vereinbart, die jeweils zu festgelegten Projektfortschritten oder bei einem Verkauf der Projekte fällig werden.
In den drei erworbenen Offshore-Windparkprojekten können nach derzeitiger Planung insgesamt bis zu 240 Offshore-Windenergieanlagen der 5 MW-Klasse errichtet werden. Die Projektgebiete befinden sich in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der Nordsee.
Zurzeit arbeitet die PNE WIND AG unter anderem auf juristischem Weg daran, einen Netzanschluss für das am weitesten fortgeschrittene Projekt "Atlantis I" zu einem frühen Zeitpunkt zu erreichen. In diesem Zusammenhang kann auf die Überarbeitung des Offshore-Netzentwicklungsplans (O-NEP) 2015 verwiesen werden, deren Ergebnis voraussichtlich Anfang 2016 erwartet wird.
Projekte "Nemo", "Nautilus I" und "Jules Verne"
Die Projekte "Nemo", "Nautilus I" und "Jules Verne" befinden sich in der Nordsee innerhalb der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) rund 180 Kilometer nordwestlich der Insel Helgoland. Nach derzeitigem Planungsstand können in den Projektgebieten jeweils 80 Standorte von Offshore-Windenergieanlagen geplant und genehmigt werden. Diese Offshore-Projekte werden in Abhängigkeit des von der Bundesregierung vorgegebenen Netzanbindungsregimes weiter entwickelt. Aufgrund der verringerten Vorgaben der Bundesregierung für den Ausbau der Offshore-Windenergie sind diese Projekte erst langfristig zur Genehmigung vorgesehen und befinden sich noch in einer frühen Planungsphase.
Projekt "Nautilus II" bzw. "HTOD5"
Das von der PNE WIND AG entwickelte Offshore-Projekt "Nautilus II", das in der Zwischenzeit in "HTOD5" umbenannt wurde, befindet sich ebenfalls in der Planungs- und Antragsphase. Auch nach dem Verkauf des Projekts im November 2011 an Ventizz/HOCHTIEF ist die PNE WIND AG zunächst bis zum Erhalt der Planfeststellung als Projektentwickler tätig. Das Projekt wird für bis zu 68 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von jeweils bis zu 7 MW in Abhängigkeit des von der Bundesregierung vorgegebenen Netzanbindungsregimes geplant. Das Projektgebiet befindet sich in der Nordsee innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland rund 180 Kilometer nordwestlich von Helgoland. Aufgrund der verringerten Vorgaben der Bundesregierung für den Ausbau der Offshore-Windenergie ist dieses Projekt erst langfristig zur Genehmigung vorgesehen und befindet sich noch in einer frühen Planungsphase.
Offshore gesamt
Insgesamt bearbeitete der Offshore-Bereich der PNE WIND AG 13 Offshore-Projekte zum Stichtag 30. September 2015, davon sechs eigene sowie sieben weitere als Dienstleister. Das von der PNE WIND AG entwickelte und verkaufte Projekt "Borkum Riffgrund I" mit 78 WEA, 312 MW Nennleistung und einem Investitionsvolumen von rund 1,2 Milliarden Euro wurde im dritten Quartal in Betrieb genommen. Die ebenfalls bereits verkauften Projekte "Gode Wind" 1 und 2 befinden sich derzeit in Bau: Nach dem gegenwärtigen Planungsstand können in den eigenen Offshore-Windparks insgesamt bis zu 480 Windenergieanlagen errichtet werden. Maßgeblich für die genaue Zahl ist unter anderem die Nennleistung der auszuwählenden Anlagen, die zwischen 3 und 8 MW betragen kann. Insgesamt liegt die geplante realistische Nennleistung der sechs eigenen Offshore-Projekte bei bis zu 2.640 MW.
Segment Stromerzeugung
Im Segment Stromerzeugung sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien befasst sind. Dieser Bereich beinhaltet unter anderem die von der PNE WIND AG selbst betriebenen Windparks "Altenbruch II", und "Laubuseschbach", die YieldCo-Gesellschaften mit ihren Projekten wie z.B. "Chransdorf" sowie die PNE Biomasse GmbH, die per Geschäftsbesorgungsvertrag das Personal für das Holzheizkraftwerk in Silbitz stellt, welches ebenfalls in diesem Segment erfasst wird. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Onshore-Windpark-Projekte umgesetzt werden sollen. Weiterhin gehörte der Solarbetrieb BGZ Solarpark Passauer Land GmbH & Co. KG bis zu seiner Veräußerung zum Geschäftsbereich Stromerzeugung.
Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment Stromerzeugung im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Windparks ausgewiesen.
Das Segment Stromerzeugung hat in den ersten neun Monaten 2015 ein EBIT von 1,3 Mio. Euro (im Vorjahr 1,6 Mio. Euro) erreicht.
7. Wirtschaftsbericht
a. Umsatz und Ertragslage
Die im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS ermittelt und dargestellt.
Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.
Der PNE WIND AG-Konzern erzielte nach IFRS in den ersten neun Monaten 2015 eine Gesamtleistung von 189,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 201,5 Mio. Euro). Davon entfallen 80,5 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr: 184,1 Mio. Euro), 104,9 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 15,0 Mio. Euro) sowie 4,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,4 Mio. Euro) auf sonstige betriebliche Erträge. Der Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahreszeitraum 2014 ist dabei im Wesentlichen auf die schwerpunktmäßig in den ersten neun Monaten 2015 erfolgte konzerninterne Entwicklung von Projekten für die YieldCo zurückzuführen. Da es sich dabei um konzerninterne Umsätze handelt, werden diese im Konzern eliminiert und die erbrachten Leistungen über die Bestandsveränderungen gezeigt. In Höhe von 97,1 Mio. Euro entfallen somit Bestandveränderungen auf die Errichtung des YieldCo-Projekts "Chransdorf", das nach der Inbetriebnahme an die PNE WIND YieldCo Deutschland GmbH veräußert wurde.
Erläuterung:
Da die YieldCo die erworbenen Windparks unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betreiben und zur Stromerzeugung nutzen wird, erfolgt der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung an die YieldCo gem. IAS 16 als Anlagevermögen. Die Umgliederung aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen erfolgte dabei ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung und führte dementsprechend zu keiner Verringerung der Bestandsveränderung.
Die Aktivitäten des Konzerns in der Projektentwicklung im In- und Ausland, onshore wie offshore, spiegeln sich auch in den Aufwandspositionen wider. Die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum niedrigere Materialaufwandsquote im Konzern liegt darin begründet, dass sich in den Umsatzerlösen auch die Verkaufserlöse aus dem Verkauf der PNE WIND UK widerspiegeln und diesen keine oder nur im Verhältnis unwesentliche Materialaufwendungen gegenüber stehen.
Der Personalaufwand belief sich in den ersten neun Monaten 2015 auf 22,3 Mio. Euro im Konzern und lag damit rd. 2,7 Mio. Euro über dem Wert der Vorjahresperiode (19,6 Mio. Euro). Hintergrund des Anstiegs ist im Wesentlichen die Aufhebungsvereinbarung mit dem ehemaligen CEO der PNE WIND AG. Die Mitarbeiteranzahl per 30. September 2015 reduzierte sich im Konzern, im Wesentlichen durch den Verkauf der PNE WIND UK, gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 389 Personen (per 30. September 2014: 413 Mitarbeiter).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr auf 19,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 15,7 Mio. Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich im Wesentlichen auf in Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen oder sonstige Vermögenswerte, Rechts- und Beratungskosten, Werbe- und Reisekosten, Versicherungen und Beiträge, Reparatur und Instandhaltungsaufwand im Wesentlichen bei "Altenbruch II" und "Silbitz" sowie Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt im Wesentlichen begründet in den gestiegenen Rechts- und Beratungskosten aufgrund des Verkaufs der PNE WIND UK, des Anteilsverkaufs in der Türkei, des Aufbaus der YieldCo, der Netzanbindung für das Offshore-Projekt "Atlantis 1", der Schiedsgerichtsklage WKN und der Neuaufstellungen der WKN-Bilanzen für das Geschäftsjahr 2012.
Die Abschreibungen beliefen sich auf 7,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 5,7 Mio. Euro). Im Wesentlichen sind die Abschreibungen auf den im Eigenbetrieb befindlichen Windpark "Altenbruch II", das Holzheizkraftwerk Silbitz sowie dem YieldCo-Projekt "Chransdorf" angefallen. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert insbesondere aus den laufenden Abschreibungen des neu hinzu gekommenen YieldCo-Projekts "Chransdorf".
Die Zinsaufwendungen reduzierten sich im Konzern gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 10,9 Mio. Euro auf 10,4 Mio. Euro. Im Wesentlichen ist der Zinsaufwand aufgrund der Mitte und Ende 2014 ausgelaufenen Wandelanleihe 2009/2014 und der Wandelanleihe 2010/2014, welche im Vorjahreszeitraum noch zu Zinsaufwand führten, geringer ausgefallen.
Auf Konzernebene wurde in den ersten neun Monaten 2015 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 16,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 7,7 Mio. Euro) und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) in Höhe von 7,3 Mio. Euro (im Vorjahr: -1,3 Mio. Euro) ausgewiesen. Das Konzern-Ergebnis nach Minderheitenanteilen belief sich auf 9,8 Mio. Euro (im Vorjahr: -0,1 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,13 Euro (im Vorjahr: 0,0 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf 0,13 Euro (im Vorjahr: 0,0 Euro).
Aufgrund des positiven Geschäftsergebnisses erhöhte sich der Bilanzgewinn im Konzern im Berichtszeitraum auf 20,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2014: 10,7 Mio. Euro).
Bei den im Konzern konsolidierten Tochtergesellschaften wurden in den ersten neun Monaten 2015 die wesentlichen Umsätze aus Managementvergütung und Serviceleistungen in Höhe von 4,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,8 Mio. Euro), aus Umspannwerknutzungsentgelten in Höhe von 1,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,2 Mio. Euro) und aus Stromverkaufserlösen im Bereich Stromerzeugung in Höhe von 10,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,7 Mio. Euro) erzielt. Der Teil-Konzern WKN AG wurde nach IFRS mit folgenden Werten (vor Konsolidierungseffekten) im Konzern der PNE WIND AG einbezogen:
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| 01.01. - 30.09.2015 | 01.01. - 30.09.2014 | |
|---|---|---|
| WKN Teilkonzern | Mio. EUR | Mio. EUR |
| --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 31,2 | 52,6 |
| Gesamtleistung | 41,6 | 61,6 |
| Personalaufwand | -7,9 | -8,0 |
| Sonstiger betrieblicher Aufwand | -8,8 | -6,1 |
| EBIT | 6,2 | -5,4 |
| Mitarbeiterzahl per 30.09. des Jahres | 174 MA | 192 MA |
In den Ergebnissen des Konzerns in den ersten neun Monaten 2015 spiegeln sich u.a. die Vorleistungen für die Weiterentwicklung der Projektpipeline im In- und Ausland für On- und Offshore-Projekte wider, die bisher insbesondere in Großbritannien zu Ergebnissen geführt haben. Die Vorleistungen für inländische Projekte, die sich derzeit in der Realisierung befinden, im Konzern konsolidiert werden und für die geplante YieldCo vorgesehen sind, haben auf Konzernebene noch nicht zu Ergebnissen geführt. Die bisher aufgelaufenen - auf Konzernebene eliminierten - Gewinne vor Steuern betragen seit 2014 bis zum 30. September 2015 rund 22,8 Mio. Euro (davon rund 17,1 Mio. Euro in 2015).
Mit Blick auf die erfreuliche Gesamtentwicklung der Gruppe bestätigen wir erneut unsere EBIT-Prognose von kumuliert 110 bis 130 Mio. Euro für die Geschäftsjahre 2014 bis 2016 und stellen in Aussicht, mit der Realisierung des YieldCo-Konzepts eine Anhebung dieser Prognose vorzunehmen..
Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir eine weitere positive Entwicklung des Konzern-EBIT's, so dass sich das Konzern-EBIT bis zum Jahresende in Richtung 30 bis 40 Mio. Euro entwickeln sollte. Voraussetzungen hierfür sind, dass die geplanten Realisierungen und Verkäufe von Onshore-Projekten im In- und Ausland, insbesondere durch die Genehmigung für ein UK-Projekt und die Realisierung eines diesbezüglichen Optionsvertrags für dieses Projekt sowie die erwartete Meilensteinzahlung aus dem Offshore-Geschäft eintreten.
b. Finanzlage / Liquidität
Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.
Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung Aufschluss. Zum 30. September 2015 stand den Konzernunternehmen eine Liquidität inklusive zur Verfügung stehendender Konsortial-Betriebsmittellinien der WKN AG (siehe Erläuterung unten) und Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 207,7 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 3,1 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (im Vorjahr: 75,4 Mio. Euro, davon 1,5 Mio. Euro verpfändet).
Die zur Verfügung stehende Liquidität gliedert sich auf in
| ― | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 111,7 Mio. Euro, |
| ― | freie Konsortial-Betriebsmittellinien in Höhe von 9,0 Mio. Euro und |
| ― | zur Verfügung stehende Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 87,0 Mio. Euro. |
Die PNE WIND AG verfügt zudem über eine Avalkredit-Fazilität für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale in Höhe von 3,0 Mio. Euro (Inanspruchnahme 3,0 Mio. Euro) und die WKN AG über insgesamt 10,0 Mio. Euro (Inanspruchnahme 6,9 Mio. Euro).
Erläuterung:
Die WKN-Gruppe finanziert sich im Wesentlichen aus einem Betriebsmittel-Konsortialkredit über insgesamt 29,0 Mio. Euro sowie einem endfälligen Betriebsmitteldarlehen über 6,0 Mio. Euro als Sockelfinanzierung. Der Betriebsmittel-Konsortialkredit enthält übliche Regelungen, wie z.B. Verpflichtungen zur Einhaltung von Finanzkennzahlen und Kündigungsrechte etc.. Diese Finanzkennzahlen wurden von der WKN zum 30. September 2015 eingehalten. Aufgrund des Wegfalls einer Avalkredit-Fazilität von 5,0 Mio. Euro bestand jedoch zum 30. September 2015 laut Konsortialkreditvertrag, welcher einen Passus zum Thema "Bestand der vorhandenen Avalkredit-Fazilitäten" beinhaltet, für die Banken die grundsätzliche Möglichkeit zur Beendigung der Gesamtkreditzusage. Die Kreditgeber haben nach Gesprächen mit dem WKN Vorstand zunächst ein Aussetzen der Kündigungsmöglichkeit bis zum 30. November 2015 vereinbart. Bis dahin will die WKN AG eine Vereinbarung mit den Banken erreichen, die einen Verzicht auf die oben genannte Kündigungsmöglichkeit vorsieht. Die WKN AG geht davon aus, dass die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden können.
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -78,1 Mio. Euro (im Vorjahr: -35,2 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt
| ― | von dem positiven Konzernergebnis der ersten neun Monate des Jahres, |
| ― | von den Ausgaben für die Umsetzung des YieldCo-Projekts "Chransdorf", die Weiterentwicklung der Projektpipeline und die in der Realisierung befindlichen Windparkprojekte, welche sich in den Vorräten abzeichnet und im Wesentlichen durch Projektzwischenfinanzierungen finanziert wurden (siehe auch Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit), |
| ― | von dem Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus der Endkonsolidierung, welcher aufgrund von Bilanzierungsregeln nicht im Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, sondern im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen wird. |
Beim Cash Flow aus Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Ein- bzw. Auszahlungen für Investitionen in das Konzernanlagevermögen sowie aus Verkäufen von konsolidierten Einheiten in Höhe von in Summe 19,6 Mio. Euro (im Vorjahr: in Summe -3,5 Mio. Euro) getätigt bzw. erhalten. Die Investitionen in Sachanlagen bezogen sich im Wesentlichen auf Investitionen in Umspannwerke für die in der Realisierung befindlichen Windparkprojekte. In den ersten neun Monaten 2015 wurden Desinvestitionen in Höhe von rund 23,7 Mio. Euro im Cash Flow aus Investitionstätigkeit ausgewiesen. Im Wesentlichen betrifft dies den Verkauf der Anteile an der PNE WIND UK Ltd.
Im Berichtszeitraum war der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 103,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,1 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt durch
| ― | die Tilgung und den Abgang von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -8,6 Mio. Euro, |
| ― | durch die Inanspruchnahme von Bankkrediten in Höhe von 105,0 Mio. Euro, die im Wesentlichen zur Projektzwischenfinanzierung der in der Realisierung befindlichen Windparkprojekte und zur Projektfinanzierung des YieldCo-Projekts "Chransdorf" verwendet wurden, |
| ― | durch die Kapitalerhöhung aus Mai 2015, welche zu einem Bruttoemissionserlös von rund 9,5 Mio. Euro führte. |
Zum Stichtag 30. September 2015 betrug das Grundkapital der PNE WIND AG somit 76.555.361,00 Euro.
Zum Stichtag 30. September 2015 verfügte der Konzern über einen Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt 111,7 Mio. Euro (Vorjahr: 41,0 Mio. Euro).
Der PNE WIND AG stand zum 30. September 2015 eine Liquidität in Höhe von 64,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 29,7 Mio. Euro, davon 1,5 Mio. Euro verpfändet) zur Verfügung, die in Höhe von 3,1 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist.
Weitere Informationen zur Liquiditätssituation und zur finanziellen Lage des Konzerns finden sich in den jeweiligen Tabellen zur Kapitalflussrechnung im Anschluss an diesen Lagebericht.
c. Vermögenslage
Die Zahlen im Text und den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.
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| 30.09.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Aktiva | ||
| Summe der langfristigen Vermögenswerte | 239,2 | 149,8 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 63,7 | 63,9 |
| Sachanlagen | 157,4 | 73,6 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 3,4 | 2,0 |
| Latente Steuern | 14,8 | 10,3 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 1,1 | 1,0 |
| Summe der kurzfristigen Vermögenswerte | 268,5 | 266,0 |
| Vorräte | 129,7 | 152,4 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 26,7 | 40,2 |
| Steuerforderungen | 0,4 | 1,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 111,7 | 72,2 |
| Bilanzsumme | 508,8 | 416,8 |
Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme der PNE WIND AG insgesamt 508,8 Mio. Euro. Damit erhöhte sich der Wert um 22,1 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2014.
Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von 149,8 Mio. Euro zum Jahresende 2014 auf aktuell 239,2 Mio. Euro zu. Zum 30. September 2015 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 63,7 Mio. Euro und blieben damit ungefähr auf dem Stand vom 31. Dezember 2014. Die mit Abstand größten Einzelposten dieser Position sind dabei die Firmenwerte im Segment Projektierung Windkraft in Höhe von 60,2 Mio. Euro (davon Projektierung von Windkraftanlagen PNE 20,0 Mio. Euro und Projektierung von Windkraftanlagen WKN 40,2 Mio. Euro). Im selben Zeitraum erhöhten sich die Sachanlagen um 83,8 Mio. Euro auf 157,4 Mio. Euro (31. Dezember 2014: 73,6 Mio. Euro). Hierunter fallen im Wesentlichen Grundstücke und Bauten (16,9 Mio. Euro ohne Grundstücke und Bauten von "Silbitz"), im Besitz oder im Bau befindliche Umspannwerke (11,4 Mio. Euro) sowie die technischen Anlagen und Maschinen des YieldCo-Projekts "Chransdorf" (95,6 Mio. Euro), des Windparkprojekts Altenbruch II (24,3 Mio. Euro) und des Holzheizkraftwerks Silbitz (4,6 Mio. Euro inklusive Grundstücke und Bauten in Höhe von 2,9 Mio. Euro). Die Veränderung der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf die Umgliederung des YieldCo-Projekts "Chransdorf" in Höhe von 97,1 Mio. Euro (vor laufenden Abschreibungen in 2015) aus dem Vorratsvermögen in das Sachanlagevermögen zurückzuführen.
Erläuterung:
Da die YieldCo die erworbenen Windparks unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betreiben und zur Stromerzeugung nutzen wird, erfolgt der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung an die YieldCo gem. IAS 16 als Anlagevermögen. Die Umgliederung erfolgt aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen.
Unter der Position "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" werden die Anlagen im Bau aus dem Offshore-Projekt "Gode Wind 3" in Höhe von 1,1 Mio. Euro ausgewiesen.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum ein Anstieg von 266,0 Mio. Euro (31. Dezember 2014) auf 268,5 Mio. Euro per 30. September 2015 zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist diese Veränderung auf die Reduzierung des Vorratsvermögen (-22,7 Mio. Euro) und dem Anstieg der Zahlungsmittel (+39,5 Mio. Euro) zurückzuführen. Von den kurzfristigen Vermögenswerten entfallen 8,8 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2014: 20,1 Mio. Euro).
Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen verringerten sich von 130,5 Mio. Euro (31. Dezember 2014) auf 119,7 Mio. Euro. Im Wesentlichen ist die Reduzierung durch die mit der Fertigstellung des YieldCo-Projekts "Chransdorf" einhergehende Umgliederung des Vorratsvermögens per 31. Dezember 2014 in Höhe von 29,6 Mio. Euro, welche in dem Stand von 130,5 Mio. Euro per 31. Dezember 2014 enthalten waren, in das Sachanlagevermögen (siehe Erläuterung zu den Sachanlagen) sowie der unfertigen Leistungen durch die im Bau befindlichen Onshore-Projekte in Deutschland und die Weiterentwicklung der Projektpipelines On- und Offshore im In- und Ausland geprägt.
Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf
| ― | die Offshore-Projekte "Nemo", "Nautilus", "Jules Verne" (10,4 Mio. Euro), |
| ― | die Offshore-Projekte "Atlantis I - III" (31,1 Mio. Euro), |
| ― | die für die YieldCo geplanten Onshore-Projekte (2,3 Mio. Euro), |
| ― | die Onshore-Projekte in Deutschland (20,1 Mio. Euro), |
| ― | die Onshore-Projekte in Polen (12,6 Mio. Euro), |
| ― | die Onshore-Projekte in Italien (13,9 Mio. Euro), |
| ― | die Onshore-Projekte in Frankreich (7,2 Mio. Euro), |
| ― | die Onshore-Projekte in Schweden (5,3 Mio. Euro), |
| ― | die Onshore-Projekte in Rumänien (5,2 Mio. Euro), |
| ― | die Onshore-Projekte in den USA (4,2 Mio. Euro), |
| ― | das eine Onshore-Projekt der WKN in UK (4,4 Mio. Euro) und |
| ― | die Onshore-Projekte in Südafrika (2,9 Mio. Euro). |
Im Übrigen haben sich die Vorratsbestände aufgrund der Verringerung der geleisteten Anzahlungen für im Bau befindliche Onshore-Projekte von 21,7 Mio. Euro um 11,8 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro verringert.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 111,7 Mio. Euro zum 30. September 2015 (per 31. Dezember 2014: 72,2 Mio. Euro). Die Veränderung resultiert insbesondere aus den Einzahlungen aus der Veräußerung der PNE WIND UK Ltd.
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| 30.09.2015 | 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| Mio. EUR | Mio. EUR | |
| --- | --- | --- |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | 178,7 | 160,1 |
| Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1,0 | 1,0 |
| Rückstellungen | 15,5 | 13,5 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 206,9 | 151,0 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 94,8 | 79,4 |
| Abgegrenzte Umsatzerlöse | 11,9 | 11,7 |
| Schulden i.V. mit zur Veräußerung bestimmten Anlagen | 0,0 | 0,0 |
| Bilanzsumme | 508,8 | 416,8 |
Auf der Passivseite erhöhte sich das Konzerneigenkapital von 160,1 Mio. Euro (31. Dezember 2014) auf 178,7 Mio. Euro zum 30. September 2015. Bedingt war diese Entwicklung im Wesentlichen durch das positive Ergebnis des Konzerns und die im Mai 2015 durchgeführte Eigenkapitalerhöhung. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 30. September 2015 ca. 35 Prozent (per 31. Dezember 2014: ca. 38 Prozent) und die Fremdkapitalquote ca. 65 Prozent (per 31. Dezember 2014: ca. 62 Prozent).
Die langfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich von 151,0 Mio. Euro Ende 2014 auf 206,9 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 204,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2014: 148,8 Mio. Euro). Darunter befindet sich die Verbindlichkeit aus der im Mai und September 2013 begebenen Unternehmensanleihe in Höhe von netto 96,9 Mio. Euro. Die Bruttoeinnahme der Anleihe betrug 100,0 Mio. Euro, nach IFRS wurden die direkt mit der Anleihe zusammenhängenden Aufwendungen in Höhe von 5,1 Mio. Euro mit den Verbindlichkeiten aus der Anleihe im Geschäftsjahr 2013 verrechnet. Die Erfassung dieser Aufwendungen erfolgt über die Laufzeit der Anleihe im Zinsaufwand (seit Ausgabe der Anleihe ist hieraus ein Zinsaufwand von 2,1 Mio. Euro, davon in den ersten neun Monaten 2015 in Höhe von 0,8 Mio. Euro, erfasst worden). Des Weiteren ist in den langfristigen Finanzverbindlichkeiten die im Geschäftsjahr 2014 ausgegebene Wandelanleihe 2014/2019 mit 6,1 Mio. Euro enthalten. Bei dieser Anleihe sind die im Zusammenhang mit der Platzierung entstandenen Aufwendungen in Höhe von 0,3 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2014 mit den Verbindlichkeiten verrechnet worden, sie werden über die Laufzeit über "Zinsaufwand" wieder erfasst. Zudem wurde ein Teil der Wandelanleihe in Höhe von 0,2 Mio. Euro als Eigenkapital ausgewiesen. Darüber hinaus sind langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 93,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2014: 38,7 Mio. Euro) enthalten.
Im Wesentlichen sind in den Kreditverbindlichkeiten (langfristig und kurzfristig) enthalten:
| ― | die Betriebsmittellinien der WKN AG (20,0 Mio. Euro, davon langfristig 0,0 Mio. Euro - siehe Erläuterung 1 unten), |
| ― | endfällige Betriebsmitteldarlehen der WKN AG (6,0 Mio. Euro, davon langfristig 0,0 Mio. Euro), |
| ― | die Projektfinanzierungen des Windparks "Altenbruch II" (19,4 Mio. Euro, davon langfristig 16,4 Mio. Euro), |
| ― | die Projektfinanzierung des Holzheizkraftwerks (HKW) Silbitz (2,0 Mio. Euro, davon langfristig 1,4 Mio. Euro), |
| ― | die Finanzierung der Gebäude der Gesellschaften PNE WIND AG am Unternehmenssitz in Cuxhaven und der WKN AG in Husum (4,0 Mio. Euro, davon langfristig 3,4 Mio. Euro), |
| ― | die Projektzwischen- und Projektfinanzierungen des YieldCo-Projekts "Chransdorf" (75,3 Mio. Euro, davon langfristig 72,2 Mio. Euro - siehe Erläuterung 2 unten), |
| ― | die Projektzwischenfinanzierung des Windparks Waldfeucht Repowering (15,0 Mio. Euro, davon langfristig 0,0 Mio. Euro - siehe Erläuterung 3 unten), |
| ― | die Projektzwischenfinanzierung des Windparks Apensen II (11,3 Mio. Euro, davon langfristig 0,0 Mio. Euro). |
Erläuterung 1:
Die Betriebsmittellinien der WKN AG haben eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2016 und somit beträgt die Restlaufzeit per 30. September 2015 weniger als 1 Jahr. Aus diesem Grund erfolgt die Einstufung unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Zum Vorjahreszeitpunkt wurden die in Anspruch genommenen Betriebsmittellinien der WKN aufgrund der Laufzeit von mehr als 1 Jahr und entsprechend IAS 1.73 als langfristig eingestuft und unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Im Rahmen eines langfristigen Konsortialkredites bestand ein Anspruch auf eine Refinanzierung dieser Verbindlichkeiten und der Konzern beabsichtigte, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.
Erläuterung 2:
Die Finanzierung des Windpark-Projekts "Chransdorf" der YieldCo erfolgte teilweise durch öffentliche KFW-Darlehen, die zu einem Zinssatz unter dem Marktzinssatz gewährt wurden. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert und dem Nominalwert der Darlehen in Höhe von 8,6 Mio. Euro wurde mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der entsprechenden Vermögenswerte (Windenergieanlagen) saldiert und wird über die Nutzungsdauer dieser Vermögenswerte erfolgswirksam erfasst.
Erläuterung 3:
Die Projektfinanzierungen für einige Projekte (insbes. das Projekt Apensen II und das Projekt Waldfeucht Repowering) sind derzeit noch Zwischenfinanzierungen und werden erst nach Fertigstellung der Windparks in langfristige Projektfinanzierungen umgewandelt. Obwohl die Langfristfinanzierung gesichert ist, werden die Projektzwischenfinanzierungen bis zur Umwandlung unter den kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten ausgewiesen.
Am 30. September 2015 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG 76.555.361 Stück. Die Erhöhung der Aktienzahl gegenüber dem 30. Juni 2015 (76.553.439 Stück) ergibt sich aus der Ausgabe von 1.922 neuen Aktien, die durch Wandlung von 2014/19 Wandelschuldverschreibungen entstanden sind.
Die PNE WIND AG hat den an der Betreiber-Gesellschaft des HKW Silbitz beteiligten Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurück zu erwerben. Aufgrund dieser Zusage wird unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten eine abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit zum 30. September 2015 in Höhe von 6,8 Mio. Euro ausgewiesen. Zudem hat die PNE WIND AG den Kommanditisten der HKW Silbitz GmbH & Co. KG eine Ausschüttungsgarantie bis 2016 angeboten, welche mit einem abgezinsten Wert von 0,4 Mio. Euro in den Rückstellungen bilanziert ist.
In den ersten neun Monaten 2015 erhöhten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 79,4 Mio. Euro (31. Dezember 2014) auf 94,8 Mio. Euro. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, welche die kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten beinhalten, erhöhten sich von 38,4 Mio. Euro (31. Dezember 2014) auf 63,0 Mio. Euro. Die Veränderung beruht hier im Wesentlichen auf den Zugängen von kurzfristigen Projektzwischenfinanzierungen für die in Realisierung befindlichen Projekte mit Laufzeiten unter einem Jahr, welche mit Projektrealisierung in Anspruch genommen werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich von 21,5 Mio. Euro (31. Dezember 2014) auf 18,0 Mio. Euro.
Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung (nach DVFA - Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management) am 30. September 2015 somit 155,7 Mio. Euro (31. Dezember 2014: 115,0 Mio. Euro).
8. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Im Berichtszeitraum ergaben sich neben der nachfolgend dargestellten Vergütung für die Aufsichtsratstätigkeit bei der WKN AG keine Transaktionen mit nahe stehenden Personen.
Die Aufsichtsräte Dieter K. Kuprian und Dr. Peter Fischer waren bis zum 31. Oktober 2015 sowie der Vorstandsvorsitzende Martin Billhardt bis zum 30. September 2015 als Aufsichtsräte der WKN AG tätig. Für diese Tätigkeit hätten sie fixe Vergütungen bis zum 31. Oktober 2015 in folgender Höhe erhalten:
| ― | Dieter K. Kuprian: 66,7 TEUR (per 30. September 2015 bestand ein Anspruch von 60 TEUR), |
| ― | Dr. Peter Fischer: 50 TEUR (per 30. September 2015 bestand ein Anspruch von 45 TEUR) |
| ― | Martin Billhardt: 30 TEUR (per 30. September 2015 bestand ein Anspruch von 30 TEUR) |
Der gesamte Aufsichtsrat hat in der Hauptversammlung der WKN AG am 30. September 2015 auf seine fixe Vergütung für das Geschäftsjahr 2015 verzichtet und die Gesellschaft hat diesen Verzicht angenommen. Dementsprechend wurde die entsprechende Rückstellung für die fixe Vergütung des Geschäftsjahres 2015 aufgelöst.
Der Aufsichtsrat der WKN AG hat bis zum 30. September 2015 insgesamt 13 Sitzungen abgehalten und dafür Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt netto 97,5 TEUR (je Aufsichtsratsmitglied netto 32,5 TEUR) erhalten.
Per 30. September 2015 bestand noch eine Rückstellung für die Aufsichtsratsvergütung des Geschäftsjahres 2014 für das Aufsichtsratsmitglied Herr Dr. Peter Fischer (60 TEUR), welche Anfang Oktober 2015 ausgezahlt wurde.
9. Vertrieb und Marketing
Der Vertrieb der Windpark-Projekte, die an Land errichtet werden, stützt sich weiterhin auf den Direktverkauf an Einzel- und Großinvestoren. Mit diesem Direktvertrieb hat die PNE WIND AG in den vergangenen Jahren positive Erfahrungen gemacht und wird diesen bewährten Weg daher auch weiterhin verfolgen.
Darüber hinaus erfolgt derzeit eine Ergänzung des Geschäftsmodells: fertiggestellte Windparks werden in einer neuen Tochtergesellschaft, einer sogenannten YieldCo, gebündelt, um sowohl durch das Management der YieldCo als auch durch die kaufmännische und technische Betriebsführung der Windparks zusätzliche Erträge zu erzielen. Die PNE WIND AG strebt an, die Anteile an dieser Tochtergesellschaft später ganz oder anteilig an Investoren zu veräußern.
Darüber hinaus ist auch der Verkauf größerer Projektportfolien möglich, wenn es dafür auf Investorenseite Interesse gibt.
Zur Realisierung der Offshore-Windpark-Projekte ist weiterhin die Zusammenarbeit mit starken Partnern vorgesehen.
10. Entwicklung und Innovationen
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fanden im Konzern der PNE WIND AG im Berichtszeitraum nicht statt.
11. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums waren:
| ― | das Ausscheiden des bisherigen CEOs Martin Billhardt mit Ablauf des 30. Septembers 2015, |
| ― | die Bestellung des Vorstandsmitglieds Markus Lesser zum Interims-CEO, |
| ― | die Hauptversammlung am 23. Oktober 2015 mit der Wahl von sechs neuen Aufsichtsräten und dem Beschluss zur Ausschüttung einer Dividende. |
Ansonsten hat es keine wesentlichen Ereignisse mit Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns nach Ablauf des Berichtszeitraums gegeben.
12. Immaterielle Unternehmenswerte / Nachhaltige Entwicklung
Der Erfolg bei der Entwicklung von Windpark-Projekten onshore und offshore basiert wesentlich auf dem Wissen und den Erfahrungen langjähriger qualifizierter Mitarbeiter sowie einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen an einem Projekt Beteiligten. Dabei sind unsere Mitarbeiter besonders gefordert: Ihre Kreativität und individuelles Vorgehen sind häufig die Schlüssel zur Lösung der oft komplexen Fragestellungen während der Entwicklungsphase eines Windparks. Der Wert eines Windpark-Projektes, von dem dann wieder der unternehmerische Erfolg der PNE WIND AG abhängt, wird im Wesentlichen in der Planungsphase bis zur Genehmigung geschaffen. Hierzu können wir auf die Fähigkeiten und Erfahrungen unserer in der Regel langjährig im Unternehmen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen. Sie verfügen nicht nur über eine hervorragende Expertise in der Branche, sondern sind darüber hinaus auch sehr gut vernetzt. So kann sichergestellt werden, dass in allen Phasen der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung aber auch beim Betrieb von Windpark-Projekten auf hohe Fachkompetenz vertraut werden kann.
Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, dass die Potenziale unserer Mitarbeiter durch eine effektive interne Organisation und ein hohes Maß an Eigenverantwortung optimal genutzt werden können. Regelmäßige Bewertungen der Mitarbeiter und ihrer Aufgaben ermöglichen es uns, leistungsorientiert und auf die jeweiligen Aufgaben speziell zugeschnittene Anforderungsprofile immer wieder anzupassen. Auf diese Weise können hohe Standards in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen erreicht und gehalten werden. Durch die Sicherstellung der Qualifizierung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sowie die laufende Optimierung der Verfahrensprozesse soll unsere Expertise im Markt weiter gestärkt werden.
Aus der Praxis heraus haben wir langjährige Erfahrungen in der Projektentwicklung in Prozesse übergeführt, die es uns ermöglichen, zielgerichtet und intensiv von der Standortakquisition bis zur schlüsselfertigen Errichtung alle Phasen der Windpark-Projektierung erfolgreich zu planen und abzuschließen.
Auch im Zuge der internationalen Expansion wissen wir um die große Bedeutung erfahrener Partner. Daher gilt der Grundsatz, dass wir möglichst nur dann in neue Märkte eintreten, wenn wir dies gemeinsam mit einheimischen und dort gut vernetzten Partnern machen können. Auch hier gilt der Grundsatz der fachlich-qualifizierten und von Vertrauen getragenen Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und an einem Projekt Beteiligten.
Wichtig ist außerdem die Pflege des in vielen Jahren aufgebauten Netzwerkes von Partnern und Unterstützern unseres Geschäftsmodells. Da die Windpark-Projektierung auf politischen Rahmenbedingungen basiert, sind diese eng in die Aktivitäten von Branchenverbänden eingebunden und pflegen den ständigen Dialog.
Mit der kontinuierlichen Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen sichern wir Ausbildungsplätze und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. In der Regel bleiben die jungen Mitarbeiter auch nach der Ausbildung im Unternehmen.
Um die Fokussierung auf das Kerngeschäft der Windparkprojektierung und die damit verbundene Kompetenz stärker im Markt zu dokumentieren, wird der Unternehmensname "PNE WIND" im Zuge kontinuierlichen Marketings zunehmend zu einer Marke entwickelt. Das Ziel ist es, national wie international unsere "Passion for Energy" noch intensiver nach außen zu dokumentieren und damit den Wert der Marke zu steigern.
Mit den von uns projektierten und betriebenen Windparks leisten wir einen erheblichen Beitrag zur Verminderung von klimaschädlichen Abgasen und damit zum Schutz von Mensch, Umwelt und Natur. Allein der Windpark "Altenbruch II" vermeidet die Emission von jährlich rund 38.000 Tonnen Kohlendioxid, 197 Tonnen Schwefeldioxid sowie 49 Tonnen Stickoxid. Die Stromerzeugung aus Windenergie leistet jedoch nicht nur positive Umweltbeiträge, sondern trägt auch dazu bei, die begrenzten Vorräte fossiler Energieträger zu schonen, denn diese sind viel zu wertvoll, um einfach verbrannt zu werden. Volkswirtschaftlich wirkt sich positiv aus, dass die Stromerzeugung dezentral erfolgt und damit teure Importe von Energieträgern vermindert und vermieden werden. Die Wertschöpfung findet dort statt, wo Strom aus Windenergie erzeugt wird. Somit sichern die von uns projektierten und in Betrieb genommenen Windparks eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch richtige Stromerzeugung in der Zukunft.
13. Risiko- und Chancenbericht
Allgemeine Faktoren
Der Konzern und mit ihm die konsolidierten Einzelgesellschaften sind durch die Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die nicht vom unternehmerischen Handeln zu trennen sind. Durch das interne Risikomanagementsystem minimiert die Gesellschaft die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken und geht sie nur dann ein, wenn ein entsprechender Mehrwert für das Unternehmen bei beherrschbarem Risiko geschaffen werden kann. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. Aufbauend auf der Analyse der Kernprozesse erfolgt eine Bewertung der erfassten Risiken. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig. Sofern im Folgenden nicht anders angegeben, hat sich die Einschätzung der jeweiligen Risiken gegenüber dem 31. Dezember 2014 nicht geändert.
Risiken aus operativer Tätigkeit
Ein wesentliches Risiko ist das Genehmigungsrisiko von Projekten. Bei zeitlichen Verzögerungen der Genehmigungen können sich Verschiebungen in den Liquiditätsflüssen, höhere Anzahlungserfordernisse und Ausfälle von geplanten Mittelrückflüssen ergeben. Außerdem können Projekte in diesen Fällen unwirtschaftlich werden, was zu Ausbuchungen von bereits aktivierten unfertigen Erzeugnissen führen kann. Neben dem Vorratsvermögen kann dieses Risiko auch die Werthaltigkeit der Forderungen betreffen. Sollten sich die Offshore-Projekte nicht realisieren lassen, hätte dies zur Folge, dass Ausbuchungen von Vermögenswerten von bis zu 41,5 Mio. Euro vorgenommen werden müssten. Bei Nichtrealisierung würden jedoch gleichzeitig auch die zukünftigen vereinbarten Meilensteinzahlungen aus dem Kaufvertrag für den Erwerb der Atlantis-Projekte entfallen und somit könnte eine gebildete Rückstellung in Höhe von bis zu 9,4 Mio. Euro aufgelöst werden. Risiken bestehen auch bei den Projektvorräten für In- und Ausland-Projekte in der Bilanz, sollten Projekte unwirtschaftlich werden bzw. eine Realisierung nicht möglich sein. Die operativen Chancen in der Projektierung von Windparks an Land und auf See können jedoch nur realisiert werden, wenn solche unternehmerischen Risiken in Kauf genommen werden.
Zeitliche Verzögerungen können sich in der Projektumsetzung unter anderem wegen des ungewissen Zeitpunkts der Erteilung von Genehmigungen und Netzanschlusszusagen, möglicher Widersprüche/Klagen gegen bereits erteilte Genehmigungen, der rechtzeitigen Verfügbarkeit von Windenergieanlagen oder der rechtzeitigen Verfügbarkeit sonstiger für die Errichtung eines Windparks erforderlicher Voraussetzungen und Komponenten ergeben. Durch ein umfangreiches Projektcontrolling versucht die Gesellschaft, diesen komplexen Anforderungen zeitgerecht Rechnung zu tragen.
Die Zahl der für die Errichtung von Windkraftanlagen geeigneten Standorte in Deutschland ist begrenzt. Dies kann in Zukunft zu einem verstärkten Wettbewerb um diese Standorte und damit erhöhten Akquisitionskosten sowie zu höheren Betriebskosten, wie z.B. Nutzungsentschädigungen, führen, die den erzielbaren Deckungsbeitrag entsprechend mindern würden.
Im Zuge der Projektrealisierung bleibt die Gesellschaft darauf angewiesen, den aus zukünftig entstehenden oder zukünftig fällig werdenden Verbindlichkeiten resultierenden Kapitalbedarf zu decken. Außerdem könnte weiterer Kapitalbedarf entstehen, wenn und soweit die PNE WIND AG aus von ihr unmittelbar oder mittelbar gegebenen Bürgschaften oder vergleichbaren Zusagen in Anspruch genommen werden sollte oder sich sonstige in diesem Abschnitt beschriebene Risiken realisieren sollten.
Ein Risiko für die künftige Entwicklung liegt - wie bei allen Unternehmen, die Windparks projektieren - im Bereich der Finanzierung und des Vertriebs von Windpark-Projekten. Um dem zu begegnen, hat die PNE WIND AG bereits seit mehreren Jahren auf den Vertriebsweg "Einzel- und Großinvestoren" gesetzt. Negative Auswirkungen steigender Zinssätze auf die Projektvermarktung können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da steigende Zinsen eine Erhöhung der Projektkosten zur Folge haben. Zudem können steigende Kapitalmarktzinsen gleichzeitig zu sinkenden Verkaufspreisen führen, da die Anforderungen der Einzel- und Großinvestoren an eine Projektverzinsung in diesem Fall steigen dürften.
Die der WKN AG zur Verfügung gestellten Finanzierungsmittel unterliegen teilweise einer variablen Verzinsung, die überwiegend an den 3-Monats-EURIBOR, bzw. den EONIA gekoppelt sind. Bis auf einen geringfügigen Teilbetrag hat sich die WKN AG nicht gegen steigende kurzfristige Zinsen abgesichert.
Risiken für die Projektrealisierung können sich bei einer Finanzkrise und daraus resultierender Zurückhaltung von Banken bei der Projektfinanzierung ergeben. Die bisherige Praxis zeigt jedoch ein großes Interesse von Infrastrukturfonds, Versicherungen und Pensionskassen an der Beteiligung an Offshore-Windparks.
Risiken der Finanzierung bestehen auf Seiten der Partnerunternehmen (DONG Energy sowie Ventizz/Hochtief) auch für die Offshore-Windpark-Projekte. Je nach Projektfortschritt stehen der PNE WIND AG noch Zahlungen für die Projekte "Borkum Riffgrund II", "Nautilus II" sowie "Gode Wind" 3 und 4 zu. Die Käufer der Projekteanteile haben bisher noch keine Entscheidungen, die Projekte bauen zu wollen, getroffen. Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die Projekte realisiert werden. Ein Scheitern dieser Projekte hätte keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die kurz- bzw. mittelfristige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG, auch wenn die geplanten Zahlungen nicht mehr fließen würden, da diese entweder im einstelligen Millionen-Bereich oder außerhalb der kurz- bzw. mittelfristigen Planung erwartet werden.
Liquiditätsrisiken, das operative Geschäft unterjährig finanzieren zu können, bestehen insbesondere, wenn sich Closings bei Projektverkäufen im Rahmen des Direktverkaufs an externe Investoren verzögern sollten. Ein Risiko kann auch entstehen, wenn die geplante YieldCo Projekte nicht wie geplant übernehmen kann oder die Anteile an der YieldCo nicht ganz oder teilweise veräußert werden können. Diese Liquiditätsrisiken werden zwar als gering eingestuft, hätten beim Eintreten jedoch Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG und des Konzerns.
Refinanzierungsrisiken können sich unter Berücksichtigung der mehrjährigen Projektentwicklungs-Zeiträume ergeben, wenn das KfW-Darlehen der WKN AG im Juni 2016 ausläuft.
Refinanzierungsrisiken können sich ergeben, wenn der Betriebsmittel-Konsortialkreditvertrag der WKN AG im Juni 2016 ausläuft. Der Betriebsmittel-Konsortialkredit enthält übliche Regelungen, wie z.B. Verpflichtungen zur Einhaltung von Finanzkennzahlen und Kündigungsrechte etc.. Diese Finanzkennzahlen wurden von der WKN zum 30. September 2015 eingehalten. Aufgrund des Wegfalls einer Avalkredit-Fazilität von 5,0 Mio. € bestand jedoch zum 30. September 2015 laut Konsortialkreditvertrag, welcher einen Passus zum Thema "Bestand der vorhandenen Avalkredit-Fazilitäten" beinhaltet, für die Banken die grundsätzliche Möglichkeit zur Beendigung der Gesamtkreditzusage. Die Kreditgeber haben nach Gesprächen mit dem WKN Vorstand zunächst ein Aussetzen der Kündigungsmöglichkeit bis zum 30. November 2015 vereinbart. Bis dahin will die WKN AG eine Vereinbarung mit den Banken erreichen, die einen Verzicht auf die oben genannte Kündigungsmöglichkeit vorsieht. Die WKN AG geht davon aus, dass die Verhandlungen zu einem erfolgreichen Abschluss geführt werden können.
Bei Windparks innerhalb Deutschlands, welche die PNE-WIND Gruppe zunächst im Eigenbetrieb halten will, hätte eine verringerte Förderung nach dem EEG zur Folge, dass die PNE WIND nur noch geringere Erträge aus dem Betrieb des Windparks erzielen kann. Daneben sieht das EEG bestimmte Verringerungstatbestände vor, bei deren Vorliegen die Förderungshöhe bis auf null sinken kann. Im ungünstigsten Fall können Verzögerungen bei der Fertigstellung eines Windparks oder der Eintritt bestimmter Ereignisse sogar zu der Unwirtschaftlichkeit und damit zur Unveräußerbarkeit eines Windparks führen. Dies könnte die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND-Gruppe wesentlich beeinträchtigen.
Risiken für den geplanten Zeitrahmen zur Umsetzung der Offshore-Windparkprojekte "Nemo", "Jules Verne", "Nautilus" sowie der Projekte "Atlantis I - III" können sich auch aus zeitlichen Verschiebungen bei der Planung und Erstellung der Netzanschlüsse ergeben. Die im März 2015 erfolgte Ankündigung des zuständigen Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, Genehmigungsverfahren in den Gebieten, in denen sich die Projekte "Nemo", "Jules Verne", "Nautilus" sowie die Projekte "Atlantis" II und III befinden, vorerst nicht mehr durchzuführen und laufende Verfahren vorerst nicht abzuschließen, kann zu Verzögerungen oder einem völligen Scheitern dieser Projekte führen. Eine Verzögerung oder Nichtberücksichtigung der Projekte beim Netzanschluss hätte ebenso wie ein Scheitern der Projekte kurzfristig wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags- und Vermögenslage aufgrund von Ausbuchungen von Vermögenswerten und zusätzlich langfristig auf die künftige Finanzlage der PNE WIND AG. Zurzeit arbeitet die PNE WIND AG unter anderem auf juristischem Weg daran, einen Netzanschluss für das am weitesten fortgeschrittene Projekt "Atlantis I" zu einem frühen Zeitpunkt zu erreichen.
Bei allen von der PNE WIND AG im Geschäftsbereich Windkraft offshore projektierten Offshore-Windparks ist es von großer Bedeutung, einen kapitalkräftigen Investor zu gewinnen, da die Realisierung eines Offshore-Windparks mit sehr hohen Investitionskosten verbunden ist.
Ein Lieferantenrisiko im Bereich Windenergieanlagen ergibt sich aus der starken weltweiten Nachfrage im Verhältnis zu den vorhandenen Kapazitäten. Trotz eines raschen Ausbaus der Kapazitäten bei den Herstellern von Windenergieanlagen können Lieferengpässe bei steigender internationaler Nachfrage nicht ausgeschlossen werden. Solche Lieferengpässe könnten zu verzögerter Realisierung von Windpark-Projekten führen. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf den möglichst frühzeitigen Abschluss von Lieferverträgen mit namhaften Herstellern von Windenergieanlagen sowie Zulieferern (z.B. Fundamente) und die Vereinbarung der fristgerechten Lieferung.
Aus den Projekten im internationalen Bereich können sich mittel- und langfristig Währungsrisiken ergeben. Im operativen Bereich resultieren Fremdwährungsrisiken vorrangig daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden können. Im Investitionsbereich können sich Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ergeben. Es ist geplant, soweit möglich und wirtschaftlich, die Absicherung wesentlicher konzernexterner Fremdwährungsgeschäfte durch Währungssicherungsgeschäfte vorzunehmen.
In der PNE WIND-Gruppe gibt es Joint Venture-Gesellschaften, die Auslandsaktivitäten bereits eingegangen sind oder künftig gegebenenfalls eingehen werden, und daher Risiken darstellen können. Es besteht das Risiko, dass die Zusammenarbeit mit Partnern bereits bestehender Joint Ventures scheitert, etwa im Falle des Ausstiegs eines Joint Venture Partners mit der Folge, dass die Beziehungen und Kenntnisse des Joint Venture Partners über den betreffenden Auslandsmarkt nicht mehr genutzt werden können oder es zum Stillstand oder Scheitern bereits begonnener ausländischer Windparkprojekte kommt. Auch könnte es - insbesondere dann, wenn sich die von dem Joint Venture Unternehmen bearbeiteten Projekte nicht wie zunächst geplant realisieren lassen - zu Rechtsstreitigkeiten mit dem Joint Venture Partner kommen. Dies könnte zur Folge haben, dass in der Bilanz der PNE WIND-Gruppe Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz bzw. auf das Vorratsvermögen der betreffenden Joint Venture-Gesellschaft erfolgen müssen. All dies kann die Tätigkeit der Gesellschaft in dem betreffenden Auslandsmarkt deutlich erschweren und im ungünstigsten Fall sogar zu einem vollständigen Scheitern der Aktivität in diesem Land führen. Dies hätte Auswirkungen auf die zukünftigen Ergebnisse der PNE WIND-Gruppe.
Die PNE WIND-Gruppe plant und entwickelt im Ausland Projekte, welche in der Planung des Konzerns mit den entsprechenden Erträgen aus der jeweiligen Windparkkonfiguration enthalten sind. Sollten Investoren im Ausland grundsätzliche Änderungen, z.B. eine Veränderung der Windkraftanlagenanzahl oder des Windkraftanlagentyps, als Bedingung für den Kauf des Projekts fordern und der PNE WIND-Gruppe keine weiteren geeigneten Investoren zur Verfügung stehen, so könnte dies beim Projekt und damit bei den wirtschaftlichen Kennzahlen der PNE WIND-Gruppe zu Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen führen, die für die PNE WIND-Gruppe nicht geplante negative Ergebnisse nach sich ziehen könnten.
PNE WIND hat für 2015 eine Jahresprognose und eine Drei-Jahres-Guidance für 2014 bis 2016 für ihre Konzern-EBIT-Ziele veröffentlicht. Diese Prognosen sind auf Basis der Planung für die Geschäftsjahre 2014 bis 2016 bzw. für das Geschäftsjahr 2015 getroffen worden. Sollten sich Planungsannahmen im Zeitverlauf ändern, könnte dies dazu führen, dass die veröffentlichte Prognose für den Zeitraum der Geschäftsjahre 2014 bis 2016 (Konzern EBIT von 110 bis 130 Mio. Euro) bzw. für das Geschäftsjahr 2015 (Konzern-EBIT von 30 bis 40 Mio. Euro) nicht erreicht wird. Die Verfehlung einer veröffentlichten Prognose könnte für die Gesellschaft bzw. den Aktienkurs nachteilige Auswirkungen haben.
Aus dem Risiko von langfristigen Darlehensverpflichtungen und daraus bestehenden Zinszahlungen werden zur Absicherung in Einzelfällen Zinssicherungsgeschäfte (SWAPs) abgeschlossen, welche bei negativer Zinsentwicklung zu einer zusätzlichen Liquiditätsbelastung für die Gesellschaft werden können.
Aus der Ausgabe der Anleihe 2013/2018 und den in den Anleihebedingungen enthaltenen Covenants zur Eigenkapitalquote kann es aufgrund der Nichteinhaltung der Covenants zu erhöhten Zinszahlungen oder einem Kündigungsrecht der Anleihezeichner vor fristgemäßem Ablauf der Anleihe kommen. Eine erhöhte Zinszahlung für die Anleihe hätte keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG. Eine Kündigung der Anleihe durch die Anleihezeichner vor fristgerechtem Ablauf der Anleihe hätte erhebliche Auswirkungen auf die künftige kurz- bzw. mittelfristige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG. Das Rating der PNE WIND AG wurde zuletzt im April 2015 erneuert. Negative Änderungen der Ratingeinstufung können bei einem Projektierer aufgrund der langfristigen Projektentwicklungszeiten bei unvorhergesehenen kurzfristigen Veränderungen im Umfeld eintreten. Dies könnte möglicherweise negative Auswirkungen auf Refinanzierungskosten der Gesellschaft haben.
Tritt ein Kontrollwechsel ein, hat jeder Anleihegläubiger nach Maßgabe der Anleihebedingungen der Unternehmensanleihe 2013/2018 das Recht, von der PNE WIND AG als Emittentin die vorzeitige Rückzahlung seiner Schuldverschreibungen zu verlangen. Ein Kontrollwechsel gilt in diesem Zusammenhang dann als eingetreten, wenn die Emittentin davon Kenntnis erlangt hat, dass eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer einer solchen Anzahl von Aktien der Emittentin geworden ist, auf die 30 % oder mehr der Stimmrechte entfallen. Dies hätte erhebliche Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG.
Risiken aus dem Mehrheitsanteil an der WKN AG
Der von der PNE WIND AG für den Erwerb der Gesamtbeteiligung an der WKN AG gezahlte Kaufpreis könnte sich als zu hoch herausstellen und hohe Mittelabflüsse sowie Ergebnisbelastungen durch Abschreibungen zur Folge haben.
Die von der PNE WIND AG getroffenen Annahmen zu den Gegebenheiten und zur geschäftlichen Entwicklung der WKN AG könnten sich als zu optimistisch erweisen und/oder die PNE WIND AG könnte Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der WKN-Gruppe fehlerhaft oder zu optimistisch eingeschätzt haben. Im Zuge einer Detailuntersuchung und Projektauswertung durch unabhängige Wirtschaftsprüfer wurden Ungereimtheiten in der Bewertung von Projekten der WKN zum Zeitpunkt der Übernahme durch die PNE WIND AG festgestellt. Diese wurden erst nach der Übernahme sichtbar. Die PNE WIND AG macht Ansprüche gegen die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH, den ehemaligen Hauptaktionär der WKN AG und jetzigen Aktionär der PNE WIND AG, geltend.
Die geltend gemachten Rückzahlungsansprüche in Höhe von 6,2 Mio. Euro würden zu einer Herabsetzung des Beteiligungsansatzes sowie einer nachträglichen Anschaffungspreisminderung führen.
Bei der WKN AG handelt es sich um ein eigenständiges Unternehmen innerhalb der PNE WIND-Gruppe, auf dessen Geschäftstätigkeit seitens der PNE WIND AG nicht unmittelbar Einfluss genommen werden kann. Hierdurch sowie durch den Umstand, dass die WKN AG über außenstehende Aktionäre verfügt, könnten sich Schwierigkeiten bei der Umsetzung der mit dem Erwerb der Gesamtbeteiligung an der WKN AG verfolgten Strategie ergeben und die Nutzung von Synergieeffekten erschwert werden.
Die WKN-Gruppe könnte zukünftig nicht in der Lage sein, ihren Finanzierungsbedarf - insbesondere bei Fälligwerden größerer Fremdverbindlichkeiten - zu decken. Dies könnte zu erhöhten Aufwendungen oder nichtvertraglichen, freiwilligen Unterstützungszahlungen der PNE WIND AG führen. Die Risikoeinschätzung hat sich im Vergleich zum Vorjahr geändert, da zwischenzeitlich eine Avalkredit-Fazilität weggefallen ist.
Aus der Inanspruchnahme des Konsortialkredits über 29,0 Mio. Euro und den in den Kreditvertrag enthaltenen Covenants u.A. zur Einhaltung einer Eigenkapitalquote, eines Zinsdeckungsgrades oder eines Gearingfaktors kann es aufgrund der Nichteinhaltung der Covenants zu erhöhten Zinszahlungen oder einem Kündigungsrecht der Banken vor fristgemäßem Ablauf (30. Juni 2016) des Konsortialkredits kommen. In diesem Zusammenhang sind neben der an die Covenants des Konsortialkreditvertrages angelehnten Betriebsmittel-Sockelfinanzierung über 6,0 Mio. Euro auch die 10,0 Mio. Euro aus Avalkreditlinien der WKN AG zu betrachten. Eine erhöhte Zinszahlung für die Kreditinanspruchnahme hätte keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND-Gruppe. Eine Kündigung des Konsortialkreditvertrags durch die Banken vor fristgerechtem Ablauf des Konsortialkredits könnte, je nach der dann in Anspruch genommen Höhe des Konsortialkredits, erhebliche Auswirkungen auf die künftige kurz- bzw. mittelfristige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WKN AG und somit auch auf die PNE WIND AG haben.
Politische Risiken / Marktrisiken
Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde insbesondere eine plötzliche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten zählen. Der Vorstand der PNE WIND AG ist der Ansicht, dass Windparks auch zu den aktuellen Vergütungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen wirtschaftlich projektiert und betrieben werden können.
In Märkten, in denen die Unternehmen der PNE WIND-Gruppe tätig sind, können Risiken künftiger Ausschreibungsverfahren für Windparks on- und offshore derzeit noch nicht bewertet werden, da z.B. in Deutschland konkrete Informationen über die Ausgestaltung im Gesetz vorgesehener Ausschreibungen für die Windenergie bisher nicht vorliegen.
Die politischen Risiken und die Marktrisiken im Ausland, wie etwa in den USA und Rumänien, können Auswirkungen auf die geplanten Projektumsetzungen in den nächsten Jahren haben. Die PNE WIND AG und ihre Tochtergesellschaften beobachten die aktuellen Entwicklungen im Ausland intensiv, um mögliche Veränderungen der Marktlage oder der politischen Ausrichtung frühzeitig erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können. Bei abrupten Änderungen der Vergütungssysteme sowie bei gesetzgeberischen rückwirkenden Eingriffen können sich aufgrund der mehrjährigen Projektentwicklungszyklen gleichwohl Risiken für die PNE WIND-Gruppe verwirklichen.
Rechtliche Risiken
Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Der Vorstand schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.
Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung ("DPR") hat der Gesellschaft im August 2014 mitgeteilt, den Konzernabschluss, den Jahresabschluss sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 einer Stichprobenprüfung zu unterziehen. Die Gesellschaft hat ihre Bereitschaft erklärt, an der Prüfung mitzuwirken und angeforderte Unterlagen und Informationen zu übersenden sowie etwaige Fragen im Zusammenhang mit der Stichprobenprüfung zu beantworten. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es aufgrund der Stichprobenprüfung zu Fehlerfeststellungen seitens der DPR kommt, die Auswirkungen auf die Finanzkennzahlen der PNE WIND AG haben könnten. Dies könnte die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND-Gruppe wesentlich beeinträchtigen.
Steuerliche Risiken
Die PNE WIND AG und ihre Tochter- sowie sonstige Konzerngesellschaften sind derzeit auf drei Kontinenten der Welt tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen in diesen Bereichen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der steuerlichen Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie die aktiven und passiven latenten Steuern haben. Die PNE WIND-Gruppe agiert in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Zukünftige Auslegungen und Entwicklungen steuerlicher Gesetze und Regelungen könnten Steuerverbindlichkeiten, Rentabilität und Geschäftsbetrieb beeinflussen. Um diese Risiken zu minimieren, wird konzernübergreifend laufend mit länderspezifischen Steuerberatern zusammengearbeitet und die aktuelle Steuersituation analysiert.
Seit April 2015 findet eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Außenprüfung der wesentlichen inländischen Gesellschaften der PNE WIND AG-Gruppe, ohne die WKN AG und deren Tochtergesellschaften, für den Veranlagungszeitraum 1. Januar 2011 bis einschließlich 31. Dezember 2013 statt. Für die WKN AG ist die Außenprüfung jetzt auch angekündigt und soll im letzten Quartal 2015 beginnen. Die letzte Außenprüfung berücksichtigte die Veranlagungszeiträume vom 1. Januar 2006 bis einschließlich 31. Dezember 2010 bei den wesentlichen inländischen Tochtergesellschaften der PNE WIND-Gruppe, die der WKN AG und deren Tochtergesellschaften den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2006. Bei steuerlichen Außenprüfungen besteht immer das Risiko, dass sich die Ergebnisse der Außenprüfung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Gesellschaft in zukünftigen Jahres- und Konzernabschlüssen auswirken.
Chancen
Als Projektierer von Onshore- und Offshore-Windparks agiert die PNE WIND-Gruppe in einem attraktiven internationalen Wachstumsmarkt. Unabhängige Studien gehen aufgrund der Endlichkeit der fossilen Energieträger, dem Zwang zur Verminderung von Klimaschadstoffen sowie dem Bedarf an sicheren Energiequellen von weiterhin hohen Zuwachsraten der Windkraft in den kommenden Jahren aus. Die Unternehmen in der PNE WIND-Gruppe verfügen aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Markt über die Voraussetzungen und die Erfahrungen, um von dieser Entwicklung langfristig zu profitieren.
Die ständige Weiterentwicklung des Geschäftsmodells setzt die PNE WIND AG mit der Gründung einer sogenannten YieldCo fort. In dieser Tochtergesellschaft sollen fertiggestellte, in Betrieb genommene deutsche Onshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von bis zu 150 MW gebündelt werden. Anschließend kann die Tochter möglichst bis Ende 2016 ganz oder anteilig an Investoren veräußert.
Von dieser in den USA und Großbritannien bereits erprobten Strategie kann das Unternehmen gleich mehrfach profitieren: So rechnen wir damit, bereits in Betrieb befindliche Windpark-Portfolios zu einem höheren Preis veräußern zu können als Einzelprojekte. Der Grund hierfür ist, dass YieldCo-Investoren - vornehmlich größere Infrastruktur- und Nachhaltigkeitsfonds - im Durchschnitt eine geringere Renditeerwartung haben, als die Käufer von Windparks, die gerade in Betrieb gehen. Dies auch, da bei der Veräußerung von ganzen Paketen honoriert wird, dass keine Baurisiken mehr übernommen werden müssen und zudem in verschiedene Standorte investiert, also diversifiziert, werden kann. Darüber hinaus kann die PNE WIND AG durch das Management der YieldCo und die nach Möglichkeit langjährige kaufmännische und technische Betriebsführung der Windparks weitere Erträge erzielen. Schließlich soll PNE WIND dadurch profitieren, in der YieldCo - auch nach deren Verkauf - einen Abnehmer für weitere Windpark-Projekte zu erhalten.
Die PNE WIND AG schafft zurzeit im Rahmen des Aufbaus der YieldCo ein Portfolio von Windparks im Eigenbestand, das schon jetzt signifikante regelmäßige Erträge durch Stromverkäufe erzeugt.
Besondere Chancen liegen in den Auslandsaktivitäten des Konzerns. PNE WIND-Gruppe ist bereits in einer Reihe attraktiver Wachstumsmärkte tätig. Dabei erfolgt die Expansion primär in Länder mit stabilen politischen Rahmenbedingungen und mit verlässlichen Vergütungs- und Förderregeln oder auch in Länder mit einem vergleichsweise hohen Marktpotential. Um die jeweiligen örtlichen Bedingungen hinreichend zu berücksichtigen, erfolgt der Markteintritt vielfach in Kooperation mit einem lokalen Partner, wobei sich die Unternehmen der PNE WIND-Gruppe mittels hoher Beteiligungsquoten die notwendigen Mitsprache- und Kontrollrechte sichern und im Gegenzug die Projektentwicklungsleistungen im Wesentlichen vollständig finanzieren. Diese Art der Internationalisierung hat sich als kosteneffiziente und zugleich erfolgversprechende Strategie bewährt. So wurden nach diesem Muster Joint-Ventures in mehreren Ländern geschlossen. Auch künftig wird die PNE WIND AG diesen bewährten Weg der selektiven Auslandsexpansion weiter verfolgen und vorhandene Marktchancen entschlossen nutzen.
Die Kernkompetenz der PNE WIND-Gruppe liegt in der Projektentwicklung, der Finanzierung und dem Bau von Windprojekten auf hohem internationalen Niveau. Diese Kompetenz kann auch in weiteren Auslandsmärkten mit Ausbaupotential genutzt werden. Solche Märkte werden daher kontinuierlich beobachtet und die Chancen für einen Markteintritt sorgfältig geprüft.
Neben den Chancen der Internationalisierung bietet auch der etablierte deutsche Markt weiterhin eine Reihe von Perspektiven. Hier ist mit jährlichem Zubau in einem Korridor von rund 2.400 bis 2.600 MW in den kommenden Jahren sowie zusätzlich mit einem verstärkten Austausch von veralteten Windenergieanlagen durch modernere, leistungsfähigere Anlagen zu rechnen (so genanntes Repowering). Der Bundesverband WindEnergie (BWE) rechnet dafür mit einem jährlichen Volumen von rund 1.000 MW. In der Regel befinden sich Windparks, die sich für ein Repowering eignen, bereits in Vorranggebieten für Windenergienutzung, was die Planung vereinfacht und mit einer Akzeptanz der Windenergie verbunden ist.
Hinzu kommt der geplante Ausbau der deutschen Offshore-Windenergie, der inzwischen auch in Deutschland an Dynamik gewinnt. Die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung und die Notwendigkeit zur Erhöhung der Versorgungssicherheit erfordern den beschleunigten Ausbau von Windparks auf See. Die PNE WIND AG zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereits fünf Offshore-Windpark-Projekte durch den gesamten Genehmigungsprozess beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie führte, von denen drei eine unbedingte Netzanbindungszusage von TenneT erhalten haben. Zwei dieser Offshore-Projekte befinden sich in Bau, das dritte wurde bereits komplett errichtet und in Betrieb genommen. Sechs weitere eigene Offshore-Projekte sowie weitere zwei Projekte, in denen die PNE WIND AG als Dienstleister tätig ist, werden derzeit entwickelt, um auch hier die Genehmigungen zügig zu erreichen.
Schließlich bietet das Wachstum des Windenergie-Sektors in Deutschland erhöhte Perspektiven bei der Erbringung von Dienstleistungen. Die PNE WIND AG versteht sich als verlässlicher Partner der Betreiber von Windparks und betreut diese oftmals auch nach erfolgter Übergabe im technischen und kaufmännischen Betriebsmanagement. Mit einer Ausweitung der Windkraft-Projektierung entsteht damit die Möglichkeit einer Steigerung des After-Sales-Geschäfts, woraus entsprechend günstige Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren können. Mit der Zusammenführung der Betriebsführungsgesellschaften der PNE WIND AG und der WKN AG in der "energy consult GmbH" hat sich die Gruppe in diesem Geschäftsbereich neu aufgestellt. Mehr als 760 Windenergieanlagen mit mehr als 1.400 MW Nennleistung sowie Photovoltaikanlagen werden betreut. Mit Sitz in Cuxhaven und ihrer Betriebsstätte in Husum ist die energy consult GmbH sowohl auf dem deutschen Markt als auch international im technischen Betriebsmanagement präsent.
Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung des Vorstandes, mit Ausnahme der im Text erwähnten Veränderungen, gegenüber dem 31. Dezember 2014 nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht des Vorstandes jedoch mit dem Aufbau von Projekten im Eigenbestand / YieldCo und den zu erwartenden Meilenstein-Zahlungen gut. Somit ist nach Einschätzung des Vorstandes auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.
14. Steuerungssystem
Die Steuerung der PNE WIND-Gruppe erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Unternehmenseinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Das interne Steuerungssystem umfasst alle Unternehmensbereiche. So können kurze Reaktionszeiten auf Veränderungen in allen Bereichen und auf allen Entscheidungsebenen der PNE WIND-Gruppe gewährleistet werden. Bei wesentlichen ergebnisrelevanten Veränderungen wird unverzüglich an den Vorstand berichtet.
Ausgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns bzw. der Unternehmenseinheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der PNE WIND-Gruppe ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der PNE WIND-Gruppe.
Die Unternehmenseinheiten berichten monatlich über aktuelle Entwicklungen bzw. Zielabweichungen. Darüber hinaus werden operative Frühindikatoren kontinuierlich analysiert.
Zwischen Vorstand und den Geschäftsbereichen findet regelmäßig ein Austausch statt, in dem ein Überblick über die jeweils aktuelle Marktsituation gegeben wird. Darüber hinaus werden im Verlauf des Jahres u.a. Schwerpunktthemen wie die Festlegung der Strategie und deren systematische Umsetzung im Rahmen der Jahres- und Mittelfristplanung sowie die Zielvereinbarung und Zielerreichung diskutiert.
Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen; dabei kommt der Ergebnisgröße EBIT eine besondere Bedeutung zu, da diese aus unserer Sicht die geeignete Größe zur Beurteilung der Ertragskraft der PNE WIND-Gruppe ist. Weiterhin wird als nichtfinanzielle Steuerungsgröße das Projektierungsvolumen on- und offshore im In- und Ausland verwendet. Auf der Basis der Steuerungskennzahlen EBIT und Projektierungsvolumen erfolgt in der PNE WIND-Gruppe der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf.
15. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS/RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns
Internes Kontrollsystem (IKS)
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden.
Im Rahmen der Implementierung des IKS haben wir die einzelnen Funktionsbereiche der Gesellschaft und des Konzerns einer sorgfältigen Analyse unterzogen und entsprechend der Wahrscheinlichkeit und der Möglichkeit eines Schadenseintritts bewertet.
Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen bzw. den vorgenommenen Bewertungen haben wir den Aufbau der einzelnen Einheiten organisiert. Daneben haben wir die Arbeitsabläufe im Rahmen eines internen Qualitätsmanagementsystems an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Beispielsweise achten wir auf eine konsequente Trennung von unvereinbaren Tätigkeiten, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Gleichzeitig haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut.
Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des Internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen im System implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte überwacht.
Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess ist es, sicherzustellen, dass die Rechnungslegung einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie (konzern)internen Richtlinien erfolgt und dadurch den Adressaten des Konzern- und des Einzelabschlusses zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Hierfür hat PNE ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, das alle dafür relevanten Leitlinien, Verfahren und Maßnahmen umfasst.
Das interne Kontrollsystem besteht aus den Bereichen Steuerung und Überwachung.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat (hier insbesondere der Prüfungsausschuss) sind mit prozessunabhängigen Prüfungsmaßnahmen in das interne Überwachungssystem eingebunden.
Für spezielle fachliche Fragestellungen und komplexe Bilanzierungssachverhalte fungiert das Konzernrechnungswesen als zentraler Ansprechpartner. Falls erforderlich, wird auf externe Sachverständige (Wirtschaftsprüfer, qualifizierte Gutachter etc.) zurückgegriffen.
Darüber hinaus werden die rechnungslegungsbezogenen Kontrollen durch das Controlling des Konzerns durchgeführt. Alle Posten und wesentlichen Konten der Gewinn- und Verlustrechnungen, der Bilanzen des Konzernabschlusses und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden in regelmäßigen Abständen auf Richtigkeit und Plausibilität überprüft. In Abhängigkeit davon, wie die rechnungslegungsbezogenen Daten durch das Rechnungswesen erstellt werden, erfolgen die Kontrollen monatlich oder quartalsweise.
Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist Bestandteil des Risikomanagements des Konzerns. Die für die Richtigkeit der rechnungslegungsbezogenen Daten relevanten Risiken werden von dem für den Risikobereich Finanzen zuständigen Risikobeauftragten überwacht und quartalsweise vom Risikomanagementgremium identifiziert, dokumentiert und beurteilt. Geeignete Maßnahmen zum Monitoring sowie zur Risikooptimierung von rechnungslegungsbezogenen Risiken sind durch das Risikomanagement des Konzerns eingerichtet.
Risikomanagement (RMS)
Die Risikopolitik des Konzerns und der Gesellschaft ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Konzerns sowie der Gesellschaft zu sichern und gleichzeitig deren Werte systematisch und kontinuierlich zu steigern.
Die Risikostrategie basiert auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzfeldern des Konzerns und der Gesellschaft gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- und/oder Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden.
Im "Risikomanagementhandbuch" hat der Konzern die Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement formuliert. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die systematische Identifikation, Beurteilung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung klar definierter Kategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert.
Die einzelnen Risiken werden im Rahmen der internen Risikoberichterstattung innerhalb des Konzerns anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung klassifiziert.
Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| 0% bis 5% | Sehr gering |
| 6% bis 20% | Gering |
| 21% bis 50% | Mittel |
| 51% bis 100% | Hoch |
Klassifizierung nach Auswirkungsgrad
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| Erwartete Auswirkung in T€ | Grad der Auswirkung |
|---|---|
| T€ 0 bis T€ 250 | Niedrig |
| >T€ 250 bis T€ 1.000 | Moderat |
| >T€ 1.000 bis T€ 2.000 | Wesentlich |
| >T€ 2.000 bis T€ 40.000 | Gravierend |
Aus der Kombination der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Auswirkung des Risikos erfolgt die Klassifizierung des Risikos in hoch, mittel und gering.
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| Auswirkung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gravierend | Mittel | Hoch | Hoch | Hoch |
| Wesentlich | Mittel | Mittel | Hoch | Hoch |
| Moderat | Gering | Mittel | Mittel | Hoch |
| Niedrig | Gering | Gering | Mittel | Mittel |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Sehr gering | Gering | Mittel | Hoch |
Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung und Absicherung von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Das zentrale Risikomanagement berichtet regelmäßig über die identifizierten Risiken an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.
Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der (Konzern-)Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch werden frühzeitig wichtige Informationen über potentiell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung/Auflösung von Rückstellungen gewonnen.
In regelmäßigen Zeitabständen werden auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements sowie die dazugehörigen Kontrollsysteme kontrolliert und entsprechend angepasst. Aufgrund der besonderen Bedeutung einer vorbildlichen Handlungsweise in allen geschäftlichen Belangen werden verantwortliche Mitarbeiter gezielt in Fragen der Compliance geschult.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder IKS noch RMS absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht greifen oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses insbesondere die folgenden Einzelrisiken intensiv verfolgt:
| ― | Mögliche Ansprüche aus der Finanzierung und Prospekthaftung älterer Windpark-Projekte, bei denen die Laufzeiten noch nicht beendet sind. |
| ― | Mögliche technische Risiken, die sich aus dem Eigenbetrieb von Windparks ergeben und die daraus erwarteten Ergebnisse negativ beeinflussen könnten. |
| ― | Mögliche Risiken, die sich aus Änderungen von Gesetzen und Verordnungen für unser operatives Geschäft in der Windpark-Projektierung ergeben können. |
| ― | Mögliche Risiken, die sich aus fehlenden Stromtransportkapazitäten in ausländischen Märkten, z.B. Rumänien, ergeben können. |
| ― | Einen besonderen Stellenwert haben die Bemühungen um Einhaltung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung. Risiken können sich jedoch aus der Nichteinhaltung der Regeln und der internen Richtlinien durch Einzelne ergeben. Auch mögliche Risiken aus dem "Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)" werden in diesem Zusammenhang regelmäßig überprüft. |
16. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf unserer Internetseite www.pnewind.com im Bereich "Investor Relations" unter Corporate Governance veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.
17. Ausblick / Prognose
Die PNE WIND-Gruppe ist ein international tätiger Windkraft-Pionier aus Deutschland und einer der erfahrensten On- und Offshore Windpark-Projektierer. Das Unternehmen vereint wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Dabei bietet es die gesamte Wertschöpfungskette an: von Entwicklung, Projektierung, Realisierung, Finanzierung, Betrieb, Vertrieb und Repowering von Windparks im In- und Ausland, an Land sowie auf See aus einer Hand.
Die Projektierung und Realisierung von Windparks sind und bleiben das Kerngeschäft der Unternehmen in der PNE WIND-Gruppe. Hinzu kommt der Betrieb von immer mehr Windparks.
Der Ausbau der erneuerbaren Energien ist ein weltweit diskutiertes Thema. Die PNE WIND-Gruppe ist in einem Markt tätig, der weltweit jährlich im Schnitt um etwa 15 Prozent wächst. Das Unternehmen ist international bestens positioniert, um von dem enormen Wachstumspotenzial des Windenergiemarktes zu profitieren. Immer mehr Staaten betonen die dringende Notwendigkeit einer Wende in der Energieversorgung hin zu den erneuerbaren Energien und schaffen Rahmenbedingungen, mit denen der ökologisch richtige Ausbau auch ökonomisch sinnvoll wird. Davon profitiert die Windenergie, da sie aufgrund der technischen Entwicklung bereits besonders effektiv und preisgünstig zur Sicherung der künftigen Stromerzeugung beiträgt.
Europa bleibt für uns ein Kernmarkt und wir begrüßen die neuen Europäischen Rahmenrichtlinien für Klima und Energie im Zeitraum zwischen 2020 und 2030. Diese EU-Vorgaben für das Ausbauziel der erneuerbaren Energien werden mit kontinuierlichen Investitionen und einer Steigerung des Anteils an der Stromerzeugung verbunden sein. Auch in 2014 haben Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein Ausbauziel für den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035 und mindestens 80 Prozent im Jahr 2050 festgeschrieben. Dieses erfordert in etwa eine Verdoppelung der zu diesem Zeitpunkt installierten Leistung bis zum Jahr 2035 und einen anschließenden weiteren Ausbau. Onshore und Offshore-Windenergie sind tragende Säulen dieses Ausbaus zum Erreichen der Ziele.
Die PNE WIND AG hat seit 2014 wesentliche Schritte vollzogen, um ihr Geschäftsmodell zu erweitern. Dazu gehört die Gründung der YieldCo-Gesellschaften, in denen fertiggestellte eigene Windparks gebündelt werden. In den Bau und die Fertigstellung der Windparks muss die PNE WIND AG zunächst zwar erheblich investieren, sie schafft damit jedoch werthaltige Vermögensgegenstände und erhält ab der Inbetriebnahme langfristig kalkulierbare Renditen aus dem Stromverkauf sowie dem Betriebsmanagement.
Ziele des YieldCo-Geschäfts sind neben der Steigerung des Ertragspotenzials sowie der Stärkung der Wettbewerbsposition des Konzerns vor allem der Aufbau einer neuen Tochtergesellschaft (YieldCo), die ihren Investoren stabile und attraktive Renditen bieten soll. Damit stellt die YieldCo eine klassische Win-win-Situation dar, mit großem Potenzial sowohl für PNE WIND als auch für die möglichen Investoren der YieldCo. In diese Tochtergesellschaft sollen fertiggestellte, vornehmlich deutsche Onshore-Windparks mit einer Gesamtleistung von bis zu 150 MW eingebracht werden, bevor die Tochter möglichst bis Ende 2016 ganz oder anteilig an Investoren veräußert werden soll.
Die Internationalisierung unserer Aktivitäten eröffnet uns zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten, bedeutet jedoch auch, dass wir Risiken besser verteilen können. Geografische Diversifikation ermöglicht uns in der PNE WIND-Gruppe den Zugang zum globalen Windenergiemarkt ebenso wie die Minimierung auf einzelne Märkte bezogener Risiken. Während unsere Referenzliste die im Konzern bereits erfolgreich realisierten Projekte mit mehr als 2.300 MW ausweist, zeigt unsere Pipeline sowohl onshore als auch offshore, national wie international eine Fülle von Projekten in verschiedenen Phasen der Projektentwicklung als Basis für künftiges Wachstum.
Leidenschaft für erneuerbare Energien und Technik sowie das Streben, wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer Verantwortung zu vereinbaren, zeichnet die Mitarbeiter der PNE WIND-Gruppe aus - vom Auszubildenden bis zum Vorstand. Damit ist die PNE WIND-Gruppe insgesamt sehr gut aufgestellt. Wir sind sehr zuversichtlich, auch künftig die Chancen im Wachstumsmarkt "Wind" nutzen zu können.
Zum Ende des dritten Quartals 2015 waren Windparks mit rund 52,2 MW Nennleistung in Bau. Im Laufe des Jahres 2015 konnten bereits Windparks mit 67,6 MW fertig gestellt und in Betrieb genommen werden.
Im Ausland verfügen Unternehmen der Gruppe über genehmigte Projekte in Frankreich, Italien, Polen, Rumänien und den USA, die realisiert oder verkauft werden können.
Die Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns in den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 haben sich gegenüber der Einschätzung zum 31. Dezember 2014 nicht verändert. Die PNE WIND AG erwartet für den Zeitraum der drei Geschäftsjahre 2014 bis 2016 auf EBIT-Basis weiterhin positive Ergebnisse aus dem operativen Geschäft. Zusammen mit den Beteiligungsergebnissen aus dem In- und Ausland wird dies nach unseren Erwartungen den größeren Teil des kumulierten Konzern-EBIT ausmachen. Im Konzern erwarten wir in den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 ein EBIT von kumuliert 110 bis 130 Mio. Euro und stellen in Aussicht, mit der Realisierung des YieldCo-Konzepts eine Anhebung dieser Prognose vorzunehmen. Für das Geschäftsjahr 2015 erwarten wir eine weitere positive Entwicklung des Konzern-EBITs, sodass sich das Konzern-EBIT bis zum Jahresende in Richtung 30 bis 40 Mio. Euro entwickeln sollte. Voraussetzungen hierfür sind, dass die geplanten Realisierungen und Verkäufe von Onshore-Projekten im In- und Ausland, insbesondere durch die Genehmigung für ein UK-Projekt und die Realisierung eines diesbezüglichen Optionsvertrags für dieses Projekt sowie die erwartete Meilenstein-Zahlung aus dem Offshore-Geschäft eintreten.
Cuxhaven, 6. November 2015
PNE WIND AG, Vorstand
Verkürzter Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2015
KONZERN GESAMTERGEBNISRECHNUNG (IFRS)
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| Alle Angaben in T€ | III. Quartal | II. Quartal | Periode | Periode | |
|---|---|---|---|---|---|
| (Rundungsdifferenzen möglich) | 01.07.2015 - 30.09.2015 |
01.07.2014 - 30.09.2014 |
01.01.2015 - 30.09.2015 |
01.01.2014 - 30.09.2014 |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. | Umsatzerlöse | 8.520 | 66.217 | 80.458 | 184.134 |
| 2. | Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 89.077 | -135 | 104.917 | 14.985 |
| 3. | Sonstige betriebliche Erträge | 2.126 | 752 | 4.171 | 2.383 |
| 4. | Gesamtleistung | 99.723 | 66.834 | 189.546 | 201.502 |
| 5. | Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen | -88.787 | -47.441 | -124.392 | -152.835 |
| 6. | Personalaufwand | -8.538 | -6.308 | -22.335 | -19.638 |
| 7. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-3.153 | -1.954 | -7.016 | -5.678 |
| 8. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -6.557 | -6.277 | -19.103 | -15.693 |
| 9. | Betriebsergebnis | -7.312 | 4.854 | 16.700 | 7.658 |
| 10. | Erträge aus Beteiligungen und assoziierten Unternehmen | -91 | -7 | -228 | 7 |
| 11. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 345 | 643 | 1.205 | 1.885 |
| 12. | Aufwendungen aus Verlustübernahme | -5 | -11 | -15 | -21 |
| 13. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.776 | -3.867 | -10.361 | -10.876 |
| 14. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -10.839 | 1.612 | 7.301 | -1.347 |
| 15. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.484 | 332 | 1.446 | 364 |
| 16. | Sonstige Steuern | -21 | -10 | -69 | -89 |
| 17. | Ergebnis vor Minderheitenanteilen | -9.376 | 1.934 | 8.678 | -1.072 |
| 18. | Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis | -698 | -325 | -1.088 | -974 |
| 19. | Konzernergebnis | -8.678 | 2.259 | 9.766 | -98 |
| Übriges Ergebnis / Posten, die möglicherweise zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
|||||
| 20. | Währungsdifferenzen | 170 | 518 | -571 | 1.094 |
| 21. | Sonstige | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 22. | Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | 170 | 518 | -571 | 1.094 |
| 23. | Gesamtergebnis der Periode | -9.206 | 2.452 | 8.107 | 22 |
| Zurechnung des Konzernergebnisses der Periode | -9.376 | 1.934 | 8.678 | -1.072 | |
| Anteilseigner der Muttergesellschaft | -8.678 | 2.259 | 9.766 | -98 | |
| Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis | -698 | -325 | -1.088 | -974 | |
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | -9.206 | 2.452 | 8.107 | 22 | |
| Anteilseigner der Muttergesellschaft | -8.508 | 2.777 | 9.195 | 996 | |
| Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis | -698 | -325 | -1.088 | -974 | |
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert), in EUR | -0,12 | 0,04 | 0,13 | 0,00 | |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert), in EUR | -0,11 | 0,04 | 0,13 | 0,00 | |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert), in Mio. |
74,9 | 55,6 | 74,9 | 55,6 | |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert), in Mio. |
76,9 | 58,1 | 76,9 | 58,1 |
KONZERN-BILANZ (IFRS) Aktiva
Aktiva
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| per 30.09.2015 | per 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| (Rundungsdifferenzen möglich) | T€ | T€ |
| --- | --- | --- |
| Immaterielle Vermögenswerte | 63.747 | 63.926 |
| Sachanlagen | 157.361 | 73.655 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 3.367 | 1.986 |
| Latente Steuern | 14.766 | 10.318 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 239.241 | 149.885 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 1.100 | 1.015 |
| Vorräte | 129.689 | 152.389 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 27.079 | 41.370 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 111.732 | 72.175 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 268.500 | 265.934 |
| Aktiva, gesamt | 508.841 | 416.834 |
KONZERN-BILANZ (IFRS) Passiva
Passiva
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| per 30.09.2015 | per 31.12.2014 | |
|---|---|---|
| (Rundungsdifferenzen möglich) | T€ | T€ |
| --- | --- | --- |
| Gezeichnetes Kapital | 76.555 | 71.975 |
| Kapitalrücklage | 82.287 | 77.803 |
| Gewinnrücklagen | 51 | 51 |
| Fremdwährungsrücklage | -918 | -347 |
| Konzernbilanzgewinn | 20.440 | 10.680 |
| Minderheitenanteile | 252 | 33 |
| Eigenkapital, gesamt | 178.667 | 160.195 |
| Sonstige Rückstellungen | 9.355 | 9.561 |
| Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | 961 | 996 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 204.412 | 148.849 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 2.528 | 2.200 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 217.256 | 161.606 |
| Steuerrückstellungen | 4.365 | 3.171 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.753 | 737 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 63.032 | 38.351 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 18.036 | 21.476 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 25.725 | 31.291 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 112.911 | 95.026 |
| Schulden i.V. m. zur Veräußerung bestimmten Anlagen | 7 | 7 |
| Passiva, gesamt | 508.841 | 416.834 |
KAPITALFLUSSRECHNUNG KONZERN (IFRS)
Konzernabschluss vom 1. Januar bis zum 30. September
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| 2015 | 2014 | |
|---|---|---|
| T€ | T€ | |
| --- | --- | --- |
| Konzernergebnis | 8.677 | -1.072 |
| -/+ Ertragsteuerertrag/-aufwand | -1.446 | -364 |
| -/+ Zinserträge und Zinsaufwendungen | 9.157 | 8.991 |
| -/+ Gezahlte/erhaltene Ertragsteuern | -1.338 | -27 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 7.016 | 5.678 |
| +/- Zu-/Abnahme der Rückstellungen | 2.004 | 1.013 |
| +/- Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 752 | 363 |
| - Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus der Endkonsolidierung | -36.023 | 0 |
| +/- Ab-/Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva | -59.108 | -116.157 |
| +/ Ab-/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teilgewinnrealisierung | 14.541 | -3.213 |
| +/ Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | -16.294 | 75.649 |
| - Gezahlte Zinsen | -6.533 | -7.227 |
| + Erhaltene Zinsen | 505 | 1.185 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -78.090 | -35.181 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 13 | 192 |
| - Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte | -3.145 | -3.660 |
| - Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | -954 | -3 |
| + Einzahlungen aus Verkäufen von konsolidierten Einheiten | 23.710 | 0 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | 19.625 | -3.471 |
| + Zuzahlungen von Gesellschaftern | 9.455 | 0 |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 104.954 | 21.434 |
| - Auszahlungen für Transaktionskosten bei der Ausgabe von Aktien | -396 | 0 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -8.555 | -7.073 |
| - Auszahlungen aus der Rückgabe von Anleihen | -1.825 | 0 |
| - Auszahlung für Dividende | 0 | -8.229 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 103.633 | 6.132 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 45.168 | -32.520 |
| + Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -5.611 | -3.911 |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 72.175 | 77.402 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode* | 111.732 | 40.971 |
| * davon als Sicherheit verpfändet | 3.098 | 1.458 |
Ergänzende Angaben: Der Wert des Finanzmittelfonds entspricht zum 30. September der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente"
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL (IFRS)
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| Alle Angaben in T€ | Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklagen |
Fremdwäh- rungsrücklage |
Konzern- bilanzergebnis |
Eigenkapital vor Minderheiten |
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Rundungsdifferenzen möglich) | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand am 1. Januar 2014 | 54.858 | 55.546 | 51 | -712 | 32.073* | 141.816* |
| Periodenergebnis 01-09/2014 | 0 | 0 | 0 | 0 | -98 | -98 |
| Dividende | 0 | 0 | 0 | 0 | -8.229 | -8.229 |
| Wandlung der Wandelanleihe 2009/2014 | 1.275 | 1.906 | 0 | 0 | 0 | 3.181 |
| Wandlung der Wandelanleihe 2010/2014 | 191 | 227 | 0 | 0 | 0 | 418 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 1.094 | -196 | 898 |
| Stand am 30. September 2014 | 56.324 | 57.679 | 51 | 382 | 23.550* | 137.986* |
| Stand am 1. Januar 2015 | 71.975 | 77.803 | 51 | -347 | 10.680 | 160.162 |
| Periodenergebnis 01-09/2015 | 0 | 0 | 0 | 0 | 9.765 | 9.765 |
| Barkapitalerhöhung | 4.579 | 4.876 | 0 | 0 | 0 | 9.455 |
| Kapitalerhöhungskosten | 0 | -396 | 0 | 0 | 0 | -396 |
| Wandlung der Wandelanleihe 2014/2019 | 2 | 4 | 0 | 0 | 0 | 6 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | -571 | -5 | -576 |
| Stand am 30. September 2015 | 76.555 | 82.287 | 51 | -918 | 20.440 | 178.415 |
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| Alle Angaben in T€ | Anteile im Fremdbesitz |
Eigenkapital gesamt |
|---|---|---|
| (Rundungsdifferenzen möglich) | ||
| --- | --- | --- |
| Stand am 1. Januar 2014 | 5.432* | 147.248* |
| Periodenergebnis 01-09/2014 | -974 | -1.072 |
| Dividende | 0 | -8.229 |
| Wandlung der Wandelanleihe 2009/2014 | 0 | 3.181 |
| Wandlung der Wandelanleihe 2010/2014 | 0 | 418 |
| Sonstige Veränderungen | -107 | 791 |
| Stand am 30. September 2014 | 4.351* | 142.337* |
| Stand am 1. Januar 2015 | 33 | 160.195 |
| Periodenergebnis 01-09/2015 | -1.088 | 8.677 |
| Barkapitalerhöhung | 0 | 9.455 |
| Kapitalerhöhungskosten | 0 | -396 |
| Wandlung der Wandelanleihe 2014/2019 | 0 | 6 |
| Sonstige Veränderungen | 1.307 | 731 |
| Stand am 30. September 2015 | 252 | 178.667 |
* Vorjahreszahlen angepasst. Wir verweisen auf den Gliederungspunkt "1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" im verkürzten Konzernanhang.
Verkürzter Konzernanhang der PNE WIND AG, Cuxhaven, für die ersten neun Monate 2015
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Finanzbericht über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 der PNE WIND AG und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in der EU zu berücksichtigen sind.
Im Finanzbericht über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 zum 30. September 2015 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014. Aus den unten aufgeführten erstmals zum 1. Januar 2015 verpflichtend anzuwendenden Standards ergaben sich keine Änderungen zum 30. September 2015.
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| Standard/Änderung/ Interpretation |
Inhalt | Erstmalige Pflichtanwendung gem. IASB |
Erstmalige Pflichtanwendung in der EU |
|---|---|---|---|
| IFRIC 21 | Abgaben | 01.01.2014 | 17.06.2014 |
| Jährliche Verbesserungen an den IFRS | Zyklus 2011-2013 | 01.07.2014 | 01.01.2015 |
Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE WIND-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie berücksichtigt gemäß IAS 33 die potentiellen Aktien aus den Wandelanleihen.
Wie im Konzernanhang zum 31. Dezember 2014 dargestellt, wurde im Rahmen der erstmaligen Einbeziehung des WKN-Teilkonzerns zum 4. Juli 2013 eine Kaufpreisallokation nach IFRS 3 vorgenommen. Das der Kaufpreisallokation zugrunde liegende Bewertungsgutachten basierte auf den Konzernabschlüssen der WKN AG zum 31. Dezember 2012 und zum 30. Juni 2013. In 2014 stellte sich heraus, dass die Bewertung der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, der übernommenen Schulden und aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen als Folge von Fehlinformationen nicht gem. IFRS 3.18ff. zum korrekt ermittelten beizulegenden Zeitwert zum Erwerbsstichtag erfolgte. Die Fehlinformationen führten zu Fehlinterpretationen von Sachverhalten, für welche Informationen zum Zeitpunkt der Kaufpreisallokation vorlagen. Als Folge dessen wurden die im Konzernanhang zum 31. Dezember 2014 dargestellten Korrekturen gem. IAS 8.41ff. der Kaufpreisallokation und des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2013 vorgenommen. In Bezug auf die im Neun-Monats-Finanzbericht zum 30. September 2015 dargestellten Angaben haben sich Anpassungen der in der Eigenkapitalveränderungsrechnung ausgewiesenen Vortragswerte zum 1. Januar 2014 für das Konzernbilanzergebnis, das Eigenkapital vor Minderheiten, die Anteile im Fremdbesitz sowie das Eigenkapital gesamt ergeben. Entsprechend haben sich die Werte dieser Posten ebenfalls zum 30. September 2014 geändert.
Bezüglich der Ermittlung der Korrekturwerte bestand zum 31. Dezember 2014 insofern noch eine Unsicherheit, als dass die Nachtragsprüfung des geänderten Konzernabschlusses der WKN AG zum 31. Dezember 2012 noch nicht abgeschlossen war und infolge dessen auch noch kein endgültig überarbeitetes Bewertungsgutachten zur Kaufpreisallokation zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 vorlag. Diese Unsicherheit besteht zum Zeitpunkt der Erstellung des Neun-Monats-Finanzbericht zum 30. September 2015 aufgrund der Beendigung der Nachtragsprüfung des Konzernabschlusses der WKN AG zum 31. Dezember 2012 sowie des Vorliegens eines endgültig überarbeiteten Bewertungsgutachtens zur Kaufpreisallokation nicht mehr. Änderungen gegenüber der zum 31. Dezember 2014 vorliegenden (vorläufigen) Fassung des überarbeiteten Bewertungsgutachtens und damit der vorgenommenen Korrekturen der Kaufpreisallokation haben sich nicht ergeben.
2. Finanzinstrumente
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten neben den Beteiligungen der Gesellschaft diejenigen Anteile an Unternehmen, die wegen ihrer geringen Bedeutung nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie Darlehensforderungen und Ausleihungen.
Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten neben den liquiden Mitteln im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehensforderungen.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, unter Angabe der Kategorien, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher finanzieller Vermögenswerte:
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| Kategorie gem. IAS 39 |
gesamt | Fair Value | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- |
| Per 30.09.2015 | |||
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 111.732 | 111.732 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 8.829 | 8.829 |
| Kurzfristige sonstige Darlehensforderung | LaR | 807 | 807 |
| Forderungen gegen verbundenen Unternehmen | LaR | 5.286 | 5.286 |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und solche, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
LaR | 2.828 | 2.828 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | AfS | 2.005 | - |
| Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | AfS | 604 | - |
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 153 | 153 |
| Sonstige langfristige Darlehensforderungen | LaR | 60 | 60 |
| 132.304 | 129.695 | ||
| Summe Kredite und Forderungen | 129.695 | 129.695 | |
| Summe zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 2.609 | - | |
| Per 31.12.2014 | |||
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 72.175 | 72.175 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 20.098 | 20.098 |
| Kurzfristige sonstige Darlehensforderung | LaR | 1.777 | 1.777 |
| Forderungen gegen verbundenen Unternehmen | LaR | 5.392 | 5.392 |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und solche, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
LaR | 1.872 | 1.872 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | AfS | 1.083 | - |
| Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | AfS | 604 | - |
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 153 | 153 |
| Sonstige langfristige Darlehensforderungen | LaR | 138 | 138 |
| 103.292 | 101.605 | ||
| Summe Kredite und Forderungen | 101.605 | 101.605 | |
| Summe zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 1.687 | - |
LaR = Kredite und Forderungen
AfS = zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Bei den Krediten und Forderungen entsprechen die Buchwerte wegen marktüblicher Verzinsung und/oder kurzfristiger Laufzeit zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.
Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und die daher am 30. September 2015 in Höhe von TEUR 2.609 (31. Dezember 2014: TEUR 1.687) zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand am Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.
Die Finanzverbindlichkeiten betreffen Wandelschuldverschreibungen, Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstige Finanzverbindlichkeiten.
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten gegenüber:
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| Kategorie gem. IAS 39 |
gesamt | bis zu 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
mehr als 5 Jahre |
Fair Value | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Per 30.09.2015 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 18.036 | 18.036 | 0 | 0 | 18.036 |
| Festverzinslich | ||||||
| Anleihen | FLAC | 103.074 | 0 | 103.074 | 0 | 108.593 |
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 133.221 | 39.792 | 84.108 | 9.321 | 136.068 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 9.433 | 2.557 | 6.876 | 0 | 9.539 |
| Verb. aus Leasingverhältnissen | FLAC | 307 | 110 | 197 | 0 | 307 |
| Variabel verzinslich | ||||||
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 20.000 | 20.000 | 0 | 0 | 20.000 |
| Derivate | ||||||
| Zinsswap | FLHfT | 1.408 | 572 | 836 | 0 | 1.408 |
| 285.479 | 81.067 | 195.091 | 9.321 | 293.951 | ||
| Per 31.12.2014 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | FLAC | 21.476 | 21.476 | 0 | 0 | 21.476 |
| Festverzinslich | ||||||
| Anleihen | FLAC | 104.092 | 1.825 | 102.267 | 0 | 109.634 |
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 51.775 | 13.115 | 26.074 | 12.586 | 55.830 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 8.903 | 2.502 | 6.401 | 0 | 9.209 |
| Verb. aus Leasingverhältnissen | FLAC | 390 | 110 | 280 | 0 | 390 |
| Variabel verzinslich | ||||||
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 20.000 | 20.000 | 0 | 0 | 20.000 |
| Derivate | ||||||
| Zinsswap | FLHfT | 2.040 | 798 | 1.242 | 0 | 2.040 |
| 208.676 | 59.826 | 136.264 | 12.586 | 218.579 |
FLHfT = zur Veräußerung verfügbar
FLAC = Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen.
Finanzinstrumente der Stufe 1 zeichnen sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes sämtlicher in der Konzernbilanz erfassten und in diesem Anhang erläuterten Finanzinstrumente beruht entweder auf quotierten Preisen der Stufe 1 oder auf Informations- und Inputfaktoren der oben umschriebenen Stufe 2. Durch die Verwendung beobachtbarer Marktparameter weicht die Bewertung nicht von allgemeinen Marktannahmen ab.
Zum 30. September 2015 sind zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente in Höhe von TEUR 1.408 (per 31. Dezember 2014: TEUR 2.040) der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen.
3. Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis hat sich in den ersten neun Monaten des Berichtsjahres verändert.
Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen:
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| PNE WIND Elektrik Üretim Ltd., Türkei, Ankara (100 Prozent), |
| PNE WIND Bati Rüzgari Elektrik Üretim Ltd., Türkei, Ankara (100 Prozent), |
| PNE WIND Güney Rüzgari Elektrik Üretim Ltd., Türkei, Ankara (100 Prozent), |
| PNE WIND YieldCo Verwaltungs GmbH, Cuxhaven (100 Prozent), |
| WKN Windpark Hedendorf GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), |
| WKN Windpark Groß Niendorf GmbH & Co. KG, Husum (100 Prozent), |
| WKN Windkraft Nord GmbH & Co Windpark Westerengel KG, Husum (100 Prozent), |
| WKN Sallachy Ltd., Glasgow, Großbritannien (100 Prozent). |
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesem Vorgang nicht ergeben.
Im Berichtszeitraum veränderte sich die Anteilsquote bei der folgenden Gesellschaft, die in den Konzernkreis einbezogen wird:
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PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd., Ankara, Türkei (von 100 Prozent auf 50 Prozent)
Durch die Veränderung der Anteilsquote und dem damit einhergehenden Verlust der Kontrolle über die PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd. sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt 3,8 Mio. Euro, sowie Schulden aus dem Konzern in Höhe von 0,1 Mio. Euro zzgl. Gesellschafterdarlehen in Höhe von 2,1 Mio. Euro abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaftsanteile betrug 1,6 Mio. Euro. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen 3,0 Mio. Euro. Seit dem Verlust der Kontrolle wird die Gesellschaft als assoziiertes Unternehmen at equity in den Konzernabschluss einbezogen. Aus der Neubewertung gemäß IFRS 10.25(b) der weiterhin gehaltenen Anteile an der Gesellschaft im Rahmen des Übergangs auf die Einbeziehung als assoziiertes Unternehmen hat sich ein Ertrag in Höhe von 0,8 Mio. Euro ergeben, der ertragswirksam vereinnahmt wurde.
Im Berichtszeitraum sind folgende Gesellschaften aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Veräußerung endkonsolidiert worden:
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| PNE WIND UK Ltd, Eastbourne, Großbritannien, |
| WKN GmbH & Co. Windpark Looft II KG, Husum, |
| BGZ Solarpark Passauer Land GmbH & Co. KG, Husum. |
Durch die Endkonsolidierung der PNE WIND UK Ltd. sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt 17,6 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen der Projekte bestanden, sowie Schulden aus dem Konzern in Höhe von 1,5 Mio. Euro zzgl. der Gesellschafterdarlehen in Höhe von 31,3 Mio. Euro abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaftsanteile betrug 22,1 Mio. Euro. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen 0,4 Mio. Euro.
Durch die Endkonsolidierung der WKN GmbH & Co. Windpark Looft II KG sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt 24,5 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen des Projekts bestanden, sowie Schulden aus dem Konzern in Höhe von 24,0 Mio. Euro abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug 1 TEUR. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen 2,0 Mio. Euro.
Durch die Endkonsolidierung der BGZ Solarpark Passauer Land GmbH & Co. KG sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt 11,1 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus den technischen Anlagen des Solarparks bestanden, sowie Schulden aus dem Konzern in Höhe von 10,7 Mio. Euro abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug 809 TEUR. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen 2,2 Mio. Euro.
Wir verweisen auf die Angaben zum Überblick der Geschäftstätigkeit, zur Entwicklung des Umsatzes sowie zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im verkürzten Konzernzwischenlagebericht über die ersten neun Monate 2015.
4. Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft hat den Gesellschaftern des Holzkraftwerkes "Silbitz" eine jährliche Garantiedividende auf das eingesetzte Eigenkapital vertraglich bis ins Jahr 2016 zugesichert für den Fall, dass das Holzkraftwerk "Silbitz" entsprechende Dividendenzahlungen nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Aufgrund der vorliegenden Planungen für das Holzkraftwerk "Silbitz" hat die Gesellschaft Rückstellungen in Höhe von 0,4 Mio. Euro gebildet.
5. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums waren:
| ― | das Ausscheiden des bisherigen CEOs Martin Billhardt mit Ablauf des 30. Septembers 2015, |
| ― | die Bestellung des Vorstandsmitglieds Markus Lesser zum Interims-CEO, |
| ― | die Hauptversammlung am 23. Oktober 2015 mit der Wahl von sechs neuen Aufsichtsräten und dem Beschluss zur Ausschüttung einer Dividende. |
Ansonsten hat es keine wesentlichen Ereignisse mit Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns nach Ablauf des Berichtszeitraums gegeben.
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 nach Bereichen
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der operativen Segmente der PNE WIND AG. Danach wird in die zwei Bereiche Projektierung von Windkraftanlagen und Stromerzeugung unterschieden.
Der Geschäftsbereich "Projektierung von Windkraftanlagen" umfasst zum einen die Projektierung und Realisierung von Windparks in Deutschland und dem Ausland ("onshore") sowie die Projektierung von Windparks auf hoher See ("offshore"). Daneben gehören zu diesem Geschäftsbereich auch die Erbringung von Serviceleistungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von Windparks sowie die Errichtung und der Betrieb von Umspannwerken. Kern der operativen Tätigkeit ist die Erkundung geeigneter Standorte für Windparks sowie deren anschließende Projektierung und Realisierung.
Zum Geschäftsbereich "Stromerzeugung" gehört zum einen der Betrieb der Windparks "Laubuseschbach" und "Altenbruch II", sowie das YieldCo-Projekt "Chransdorf". Weiterhin gehört zu diesem Geschäftsbereich die Beteiligungsgesellschaft PNE Biomasse GmbH, die auf der Grundlage eines entsprechenden Geschäftsbesorgungsvertrags Mitarbeiter an die Betriebsgesellschaft Holzheizkraftwerk "Silbitz" verleiht und über die auch die weiteren vertraglichen Verpflichtungen der PNE WIND AG im Hinblick auf das Holzheizkraftwerk "Silbitz" gesteuert werden. Dazu gehört insbesondere die Belieferung der Betriebsgesellschaft Holzheizkraftwerk "Silbitz", welche ebenfalls diesem Segment zugeordnet ist, mit Brennstoffen. Weiterhin gehörte der Solarbetrieb BGZ Solarpark Passauer Land GmbH & Co. KG bis zu seiner Veräußerung zum Geschäftsbereich Stromerzeugung. Schließlich gehören zum Geschäftsbereich "Stromerzeugung" die Gesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG, die bis zur Umsetzung eines Windparkprojekts als dessen Trägergesellschaft fungieren und anschließend an den jeweiligen Investor veräußert werden. Die Zuordnung dieser Gesellschaften zu dem Geschäftsbereich "Stromerzeugung" erfolgt somit vor dem Hintergrund, dass sie - wenn zum Teil auch erst nach ihrem Ausscheiden aus der PNE WIND-Gruppe - als künftiger Betreiber eines Windparks stromerzeugend tätig sein werden.
Die Bewertung der angegebenen Beträge der Erträge und Aufwendungen sowie des Segmentvermögens und -schulden erfolgt in Übereinstimmung mit den Vorschriften zur externen Rechnungslegung. Die separate Überleitung einzelner angegebener Segmentinformationen auf die entsprechenden Werte im Konzernabschluss ist daher nicht erforderlich.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften des Konzerns liegen grundsätzlich Preise zu Grunde, die auch mit Dritten vereinbart werden.
Den Werten per 30. September 2015 sind die Werte vom 30. September 2014 bzw. beim Segmentvermögen/Segmentschulden die Werte vom 31. Dezember 2014 gegenübergestellt.
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| (Rundungsdifferenzen möglich) | Projektierung von Windkraftanlagen in T€ |
Stromerzeugung in T€ |
Konsolidierung in T€ |
PNE WIND AG Konzern in T€ |
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2015 | 2015 | 2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 2014 | 2014 | 2014 | 2014 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse extern | 70.440 | 10.018 | 0 | 80.458 |
| 175.882 | 8.252 | 0 | 184.134 | |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 116.933 | 421 | -117.354 | 0 |
| -1.295 | 421 | 874 | 0 | |
| Bestandsveränderungen | 7.359 | 0 | 97.558 | 104.917 |
| 15.016 | 0 | -31 | 14.985 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.400 | 62 | -291 | 4.171 |
| 2.508 | 188 | -313 | 2.383 | |
| Gesamtleistung | 199.132 | 10.501 | -20.087 | 189.546 |
| 192.111 | 8.861 | 530 | 201.502 | |
| Abschreibungen | -2.321 | -4.695 | 0 | -7.016 |
| -2.282 | -3.396 | 0 | -5.678 | |
| Betriebsergebnis | 32.526 | 1.267 | -17.093 | 16.700 |
| 239 | 1.622 | 5.797 | 7.658 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 5.886 | 345 | -5.025 | 1.205 |
| 6.165 | 8 | -4.287 | 1.885 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -13.278 | -2.109 | 5.025 | -10.361 |
| -13.027 | -2.137 | 4.287 | -10.876 | |
| Steueraufwand und -ertrag | -3.069 | -187 | 4.702 | 1.446 |
| 2.123 | -24 | -1.734 | 364 | |
| Investitionen | 3.827 | 272 | 0 | 4.099 |
| 3.643 | 20 | 0 | 3.663 | |
| Segmentvermögen | 520.446 | 186.847 | -198.451 | 508.841 |
| 580.415 | 97.619 | -261.200 | 416.834 | |
| Segmentschulden | 399.915 | 151.742 | -221.484 | 330.173 |
| 458.524 | 95.149 | -297.035 | 256.639 | |
| Segmenteigenkapital | 120.530 | 35.104 | 23.033 | 178.667 |
| 121.890 | 2.470 | 35.835 | 160.195 |
In die einzelnen Segmente sind folgende Gesellschaften einbezogen:
Projektierung von Windkraftanlagen:
PNE WIND AG, PNE WIND Betriebsführungs GmbH, PNE WIND Verwaltungs GmbH, PNE WIND Netzprojekt GmbH, PNE Gode Wind III GmbH, PNE WIND Nemo GmbH, PNE WIND Jules Verne GmbH, PNE WIND Nautilus GmbH, PNE WIND Atlantis I GmbH, PNE WIND Atlantis II GmbH, PNE WIND Atlantis III GmbH, PNE WIND Ausland GmbH, PNE WIND GM Hungary Kft., PNE WIND Pusztahencse Kft., NH North Hungarian Windfarm Kft., PNE WIND NEH/I Kft., PNE WIND Yenilenebilir Enerjila Ltd. (bis 16.4.15), PNE WIND Elektrik Üretim Ltd., PNE WIND Bati Rüzgari Elektrik Üretim Ltd., PNE WIND Güney Rüzgari Elektrik Üretim Ltd., PNE WIND Development EOOD, PNE WIND Straldja-Kamenec OOD, PNE WIND PARK Dobrudzha OOD, PNE WIND Bulgaria EOOD, PNE WIND Ventus Praventsi OOD, PNE WIND Romania S.R.L., PNE WIND Romania Energy Holding S.R.L., EVN WINDPOWER DEVELOPMENT & CONSTRUCTION S.R.L., S.C. PNE WIND MVI SRL, PNE WIND USA Inc., PNE WIND Central States LLC, PNE WIND DEVELOPMENT LLC, Underwood Windfarm LLC, Butte Windfarm LLC, Chilocco WIND FARM LLC, PNE-BCP WIND Inc., PNE WIND UK Ltd. (bis 12.6.15), Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH, Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG, WKN AG, Windkraft Nord USA Inc., WKN Italia S.R.L., Aero Sol S.R.L., Aero-Tanna S.R.L., ATS Energia S.R.L., WKN Basilicata Development S.R.L., WKN France S.A.S.U., Parc Eolien de Crampon S.A.S.U. (bis 31.12.2014), TOV WKN Ukraine, Ukrainische Windenergie Management GmbH, New Energy Association International GmbH, Sevivon Sp. z o.o., VKS Vindkraft Sverige AB, WKN Windcurrent SA (Pty) Ltd., NordStrom New Energy GmbH, WKN Windkraft Nord GmbH & Co., BGZ Fondsverwaltung GmbH, energy consult GmbH
Stromerzeugung:
PNE Biomasse GmbH, PNE WIND Grundstücks GmbH, PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG, PNE WIND Altenbruch II GmbH & Co. KG, Holzheizkraftwerk Silbitz GmbH & Co. KG, PNE WIND Park I GmbH & Co. KG (bis 7.4.14), PNE WIND Park III GmbH & Co. KG (bis 3.6.14), PNE WIND Park VI GmbH & Co. KG (bis 23.12.14), PNE WIND Park VII GmbH & Co. KG (bis 16.12.14), PNE WIND Park Altdöbern A GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Altdöbern B GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Altdöbern C GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Großräschen A GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Großräschen B GmbH & Co. KG, PNE WIND Infrastruktur Chransdorf-West GmbH & Co. KG, PNE WIND Infrastruktur Chransdorf Vewaltungs GmbH, PNE WIND Park Calau II B GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Calau II C GmbH & Co. KG (bis 30.6.14), PNE WIND Park Calau II D GmbH & Co. KG (bis 30.9.14), PNE WIND Park Köhlen I GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt A GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt B GmbH & Co. KG, PNE WIND Park IX GmbH & Co. KG, PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH (bis 30.6.14), WKN Windpark Hedendorf GmbH & Co. KG, WKN Windpark Groß Niendorf GmbH & Co. KG, WKN Windpark Hedendorf GmbH & Co. KG, WKN Sallachy Ltd., NordStrom Solar GmbH, NordStrom Bioenergie GmbH, BGZ Solarpark Passauer Land GmbH & Co. KG (bis 31.7.15), PNE WIND YieldCo Deutschland GmbH, PNE WIND YieldCo Verwaltungs GmbH, PNE WIND YieldCo International ltd., Kommanditgesellschaften
Von den Werten im Geschäftsbereich Projektierung von Windkraftanlagen entfällt auf
1. den Teilbereich Windkraft onshore Deutschland
| ― | eine Gesamtleistung von 144,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 175,2 Mio. Euro), |
| ― | Umsatzerlöse von 143,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 172,5 Mio. Euro), |
| ― | ein Betriebsergebnis von -2,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,3 Mio. Euro), |
| ― | ein Anteil vom Segmentvermögen von 371,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2014: 401,5 Mio. Euro) und |
| ― | ein Eigenkapitalanteil von 78,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2014: 104,1 Mio. Euro). |
2. den Teilbereich Windkraft onshore Ausland
| ― | eine Gesamtleistung von 51,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,7 Mio. Euro), |
| ― | Umsatzerlöse von 41,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,7 Mio. Euro), |
| ― | ein Betriebsergebnis von 34,8 Mio. Euro (im Vorjahr: -0,9 Mio. Euro), |
| ― | ein Anteil vom Segmentvermögen von 111,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2014: 146,3 Mio. Euro) und |
| ― | ein Eigenkapitalanteil von 45,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2014: 22,5 Mio. Euro). |
Die Umsatzerlöse mit externen Kunden und das Segmentvermögen der Segmente "Projektierung Windkraftanlagen" und "Stromerzeugung" entfallen im Wesentlichen auf Deutschland. Im Berichtszeitraum wurden mit Kunden Umsätze getätigt, die mehr als 10 Prozent vom Konzernumsatz ausmachten. Mit einem Kunden wurde ein Umsatz von 38,7 Mio. Euro und damit größer 10 Prozent des Konzernumsatzes gemacht (im Vorjahr mit verschiedenen Kunden rund 25,5 Mio. Euro, rund 23,3 Mio. Euro, rund 23,2 Mio. Euro, rund 21,6 Mio. Euro und rund 20,1 Mio. Euro). Keine weiteren einzelnen Kunden haben 10 Prozent oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen.
Die Basis der Rechnungslegung für Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten entspricht den für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungsvorschriften.
Cuxhaven, 6. November 2015
PNE WIND AG, Vorstand