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PNE AG — Interim / Quarterly Report 2013
Feb 10, 2014
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Interim / Quarterly Report
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An die Aktionäre der PNE WIND AG 02 / 2013
Finanzierungsentscheidung von DONG Energy für "Gode Wind" I und II erhalten
Mehrheitliche Übernahme der WKN AG erfolgreich abgeschlossen
Weitere operative Fortschritte onshore wie offshore in den ersten neun Monaten 2013
Vorwort
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
im November hat der dänische Energiekonzern DONG Energy Power endgültig entschieden, die von uns erworbenen Offshore-Projekte "Gode Wind" I und II zu bauen. Diese Finanzierungsentscheidung bedeutet für uns den Erhalt einer weiteren Meilenstein-Zahlung in Höhe von 45 Mio. Euro. Das bestätigt unsere Planungen und Erwartungen für das Geschäftsjahr 2013.
Bestätigt sehen wir auch unseren Kurs zum weiteren Ausbau der Windenergie, denn auch wenn die aktuellen politischen Diskussionen etwas anderes vermuten lassen: Die Windkraft ist und bleibt das Rückgrat der Energiewende. Keine andere Technik zur Nutzung der erneuerbaren Energien ist von den Kosten her so nah an denen der – ebenfalls über Jahrzehnte subventionierten – fossilen Energieträger.
Zwar ist noch nicht entschieden, wie die Änderungen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) letztlich aussehen werden, dennoch muss uns bei den kursierenden Vorschlägen nicht Angst und Bange werden: Die derzeitige politische Diskussion über eine Anpassung der Ausbauziele im Offshore-Bereich ist zugleich ein Comitment für den weiteren Ausbau. Damit stellt die Politik sicher, dass es keinen Investitionsstau gibt. Anpassungen mit Augenmaß sind gefragt, denn ohne den Ausbau der Offshore-Windenergie wird die Energiewende nicht gelingen. Und auch im Onshore-Bereich überrascht die Forderung nach sinkenden Vergütungssätzen nicht, ist die Degression doch seit jeher im EEG verankert. Wichtig wird auch hier sein, dass die Anpassung wie im Offshorebereich mit Augenmaß erfolgt, um das, was in den vergangenen Jahren entstanden ist, nicht zu gefährden. Darüber hinaus ist die PNE WIND-Gruppe in 14 Ländern tätig und breit aufgestellt. Risiken in einzelnen Märkten werden damit diversifi ziert.
Dies alles muss berücksichtigt werden, um die aktuelle Debatte richtig einordnen zu können, denn letztlich bewegen wir uns als PNE WIND-Gruppe in einem konstanten, langfristigen und vor allem internationalen Wachstumsmarkt. So waren die ersten neun Monate 2013 ganz besondere in der Historie der PNE WIND AG: Wir haben nicht nur die bisher größte Kapitalmaßnahme der Unternehmensgeschichte (Bond über 100 Mio. Euro) erfolgreich umgesetzt und damit unsere Konzernfi nanzierung entscheidend weiterentwickelt (siehe Bericht auf Seite 7). Mit der Übernahme der Mehrheit an der WKN AG wurde auch das Fundament für erhebliche Wachstumsmöglichkeiten in der Zukunft gelegt (siehe Bericht auf Seite 3). Der Konzern PNE WIND stößt damit in eine neue Unternehmensgröße vor.
Daneben konnten wir im Zuge unserer Unternehmensstrategie die Zahl der Offshore-Projekte weiter ausbauen. Mit der Übernahme von "Atlantis" I bis III von der BARD Engineering GmbH haben wir unsere eigene Entwicklungspipeline verdoppelt und können das in den vergangenen Jahren erlangte Know-how auch in diesen Projekten gewinnbringend anwenden (siehe Bericht auf den Seiten 4/5).
Im Onshore-Bereich konnten wir in den vergangenen Monaten ebenfalls verschiedene Erfolge vermelden: So wurden in Deutschland die Windparks "Zernitz II" und "Langwedel II" fertiggestellt. Mit "Langwedel II" konnten wir bereits unseren 100. Windpark in Betrieb nehmen. Und Windpark Nummer 101 "Calau II" ist ebenso wie der Windpark Nummer 102 "Görike-Söllenthin" bereits im Bau.
Anhand der gezeigten Perspektiven bekräftigen wir unsere aktuelle EBIT-Prognose. Wir planen mit einem kumulierten EBIT von 60 bis 72 Mio. Euro für die Jahre 2011 bis 2013 und rechnen aufgrund unserer gut gefüllten Pipeline auch über diese Zeit hinaus mit hohen Erträgen aus der Projektierungsarbeit. So geben wir den Ausblick für die nächsten zwei Geschäftsjahre 2014 und 2015 mit einem kumulierten EBIT von ebenfalls 60 bis 72 Mio. Euro an. Die Einbeziehung der WKN-Projekte in unsere Prognose ist nach Verabschiedung der Unternehmensplanung 2014 durch unseren Aufsichtsrat geplant.
Wir bedanken uns, auch im Namen unserer Mitarbeiter, herzlich für Ihr Vertrauen und hoffen, dass Sie uns auch in Zukunft auf unserem spannenden Weg begleiten.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Billhardt - Vorstandsvorsitzender -
Übernahme WKN AG
Schon immer war es ein Teil unserer Unternehmensstrategie, bei einem geeigneten Ziel auch auf externes Wachstum zu setzen. So haben wir unsere PNE WIND AG in den letzten Jahren zunächst intern deutlich weiterentwickelt und fi t für eine solche Übernahme gemacht. Mit der WKN AG fanden wir ein Unternehmen, das von der Erfahrung, den Entwicklungsmöglichkeiten und nicht zuletzt auch der Geschäftsphilosophie sowie den handelnden Personen perfekt zur PNE WIND AG passt. So traten wir mit Rückenwind in die Übernahmeverhandlungen ein, in dem Wissen, dass eine erfolgreiche Umsetzung einen weiteren Meilenstein in der Geschichte unseres Unternehmens bedeuten würde – mit entscheidendem Mehrwert für die PNE WIND AG und unsere Aktionäre.
Die Husumer WKN AG blickt – ähnlich wie wir – auf eine über 20jährige Geschichte als Projektierer zurück. Der Fokus des erfahrenen Teams liegt dabei auf der Entwicklung von schlüsselfertigen Onshore-Windparks. Über 90 Projekte mit einer installierten Gesamtnennleistung von rund 1.131 MW sprechen eine deutliche Sprache und zeugen von dem großen Know-how, das sich die mehr als 200 Mitarbeiter starke Mannschaft in den vergangenen Jahrzehnten erworben hat.
Was das Unternehmen für die PNE WIND AG unter anderem so wertvoll macht, sind die Länder, in denen WKN aktiv ist: Neben Deutschland und Großbritannien konzentrieren sich die Husumer vor allem auf Italien, Frankreich, Polen, Südafrika, Schweden und die Ukraine. Staaten, in denen PNE WIND bislang nicht aktiv war und zu denen wir jetzt mit einem Schlag Zugang erhalten.
Damit erweitern wir als PNE WIND-Gruppe unseren Tätigkeitsbereich auf insgesamt 14 Länder. Dies hilft uns nicht nur dabei, kurzfristig das Potenzial in weiteren vielversprechenden Märkten nutzen zu können, sondern verringert auch unsere Abhängigkeiten. Wie nicht nur die aktuelle Diskussion in Deutschland zeigt, sind die wichtigen und notwendigen staatlichen Regelungen zur Förderung der Erneuerbaren Energien häufi g Gegenstand von teilweise rein politisch motivierten Änderungen. Die Präsenz auf einer wachsenden Anzahl an Märkten reduziert somit auch diese Risiken.
Neben dem fachlichen Know-how und der weitreichenden Erfahrung der WKN AG, ist es auch die Zukunft, die für uns diese Übernahme so sinnvoll macht. Das Unternehmen verfügt über eine internationale Entwicklungspipeline von über 1.700 MW, die in den kommenden Jahren auf den genannten acht Märkten entwickelt, gebaut und veräußert werden sollen. Gemeinsam mit unseren über 3.200 MW verspricht dies in der Zukunft stetige Umsatzund Ergebnisbeiträge für den Konzern.
Durch die Übernahme des Mehrheitsanteils an der WKN AG haben wir den PNE WIND-Konzern in eine neue Größenordnung geführt. Dass wir ein absolut gesundes und profi tables Unternehmen mit großem Potenzial erworben haben, wird auch in den Zahlen über die ersten neun Monate 2013 deutlich. Hierin wurden die WKN AG und ihre Tochtergesellschaften ab dem 4. Juli erstmals vollkonsolidiert. Wir wollen mit unserem neuen Partner auch in der Zukunft weiter wachsen und gemeinsam Erfolge feiern. Hierzu bleiben wir zwar im Außenauftritt zwei unterschiedliche Marken, die aber unter anderem bei Einkaufs- und Vertriebsaktivitäten gemeinsam ihre Stärken ausspielen wollen. Diese Synergien wollen wir auch personell untermauern: Roland Stanze, bisheriger Generalbevollmächtigter und Bereichsleiter Business Development bei der PNE WIND AG, wechselt ab 1. Januar 2014 in den WKN-Vorstand und übernimmt zum 1. Juli 2014 zusätzlich den Finanzbereich der WKN AG als CFO. Wir freuen uns, auch im Sinne unserer Aktionäre, auf eine spannende und erfolgreiche Zusammenarbeit!
Operative Entwicklung
Die Internationale Energieagentur IEA schätzt in einer aktuellen Studie, dass der weltweite Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von 20 Prozent im Jahr 2011 auf 31 Prozent im Jahr 2035 ansteigen wird. Den größten Beitrag dazu wird die Windenergie leisten. Wir bewegen uns mit unserem international aufgestellten Geschäftsmodell also in einem Wachstumsmarkt. Dies zeigt auch die operative Entwicklung unserer Gruppe in den vergangenen Monaten.
Große Fortschritte konnten wir im Teilbereich Windkraft offshore erzielen. Unsere in den vergangenen Jahren gewissenhaft geplanten und projektierten Windpark-Projekte auf dem Meer tragen nun Früchte. Aus dem Verkauf der "Gode Wind"-Projekte an den dänischen Energiekonzern DONG Energy Power A/S erhalten wir 2013 insgesamt Milestone-Zahlungen in Höhe von 72 Mio. Euro. Damit konnten aus diesem Geschäft bereits 129 Mio. Euro abgerechnet werden. Zusätzlich erwarten wir nun, abhängig von festgelegten Projektfortschritten, noch bis zu 25 Mio. Euro.
So zeigt sich einmal mehr, dass wir mit unserer langjährigen Expertise in der Entwicklung von Offshore-Projekten erhebliche Werte geschaffen haben, die unsere Unternehmensentwicklung und -finanzierung nachhaltig voranbringen. Um hiervon auch in der Zukunft profitieren zu können, haben wir im dritten Quartal 2013 unsere unternehmenseigene Entwicklungspipeline im Offshore-Bereich erheblich ausgeweitet: Über die Tochtergesellschaften "Atlantis" I bis III wurden drei Offshore-Projekte von der
BARD Engineering GmbH erworben. Die Projekte sind vom vorherigen Eigentümer bereits so weit entwickelt worden, dass sie sich derzeit im Planfeststellungsverfahren beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) befinden. Wir wollen die erworbenen Projekte über die Genehmigung hinaus bis zur Baureife weiter entwickeln und diese im Anschluss bei Investoren platzieren.
Die PNE WIND-Tochtergesellschaften zahlten bei Vollzug des Kaufvertrags einen Kaufpreis von insgesamt 17 Mio. Euro. Darüber hinaus wurden variable Teilzahlungen vereinbart, die jeweils zu festgelegten Projektfortschritten oder bei einem Verkauf der Projekte fällig werden. In den drei erworbenen Offshore-Windparkprojekten können nach derzeitiger Planung insgesamt bis zu 240 Offshore-Windenergieanlagen der 5 MW-Klasse errichtet werden.
Insgesamt bearbeitete der Offshore-Bereich der PNE WIND AG zum 30. September 2013 jeweils sechs Windpark-Projekte auf eigene Rechnung sowie als Dienstleister. Nach dem gegenwärtigen Planungsstand können in den eigenen Offshore-Windparks insgesamt bis zu 480 Windenergieanlagen errichtet werden. Damit liegt die geplante realistische Nennleistung der sechs Projekte bei bis zu 2.640 MW – bei ihrer vollständigen Errichtung ein erheblicher Beitrag zur erneuerbaren Energieproduktion des Landes.
Neben der vielfältigen Arbeit auf dem Offshore-Markt, liegt unser zweiter Schwerpunkt auf der Entwicklung nationaler und internationaler Windkraft-Projekte an Land. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Experten der WKN AG haben wir uns auch in diesem Bereich für die Zukunft noch breiter aufgestellt (siehe Bericht auf Seite 3).
In den zurückliegenden Monaten haben wir in der Projektrealisierung weitere Fortschritte erzielt: Der Windpark "Zernitz II" (Brandenburg) mit drei Windenergieanlagen und einer Gesamtnennleistung von 6 MW sowie der Windpark "Langwedel II" mit vier Windenergieanlagen und einer Nennleistung von 8 MW wurden fertiggestellt und in Betrieb genommen. Im Juli 2013 konnte zudem der bereits zuvor fertiggestellte Windpark "Zernitz II" an den Käufer übergeben werden. Mit dem Bau des ersten Abschnitts (15 MW) des Windparks "Calau II" (Brandenburg), in dem in drei Phasen Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 45 MW errichtet werden sollen, wurde im dritten Quartal begonnen. Außerdem startete der Bau des Windparks "Görike-Söllenthin" mit einer Gesamtleistung von 4 MW. Genehmigungen für weitere Windpark-Projekte in unserem Heimatmarkt sind beantragt und werden zeitnah erwartet.
Deutschland bleibt auch für die WKN-Gruppe ein Kernmarkt. In den ersten neun Monaten 2013 wurden Bauanträge für vier Windparks mit einer Gesamtnennleistung von 60 MW bei den zuständigen Behörden eingereicht. Für ein Projekt mit einer Nennleistung von 7 MW hat die WKN Baugenehmigungen erhalten. Die WKN AG geht zudem davon aus, für drei Windparks mit einer Nennleistung von 51 MW die erforderlichen Genehmigungen Ende 2013 oder Anfang 2014 zu erlangen. Der Bau dieser Windparks ist für das kommende Jahr vorgesehen. Mit der Vermarktung dieser Projekte wurde derweil bereits begonnen. Insgesamt verfügt die WKN-Gruppe über eine Pipeline von
Onshore-Windparkprojekten in Deutschland von mehr als 200 MW.
Und auch im Ausland haben wir, gemeinsam mit unseren lokalen Partnern, das Geschäft weiterentwickelt. So hat unsere Tochtergesellschaft PNE WIND UK, neben der intensivierten Zusammenarbeit mit der Schottischen Forestry Commision, ein weiteres Projekt entwickelt, welches in den nächsten Monaten realisiert werden könnte. Für den geplanten Onshore-Windpark "Tralorg" mit 20 MW Nennleistung wurde die Genehmigung des schottischen Energieministers beantragt. Die Entscheidung könnte Ende 2013/Anfang 2014 erfolgen. Vor derselben Genehmigung steht ein WKN-Projekt mit 66 MW. Auch hier wird mit einer zeitnahen Entscheidung gerechnet.
Darüber hinaus haben wir – gemeinsam mit WKN – auch in den USA noch viel vor. Neben unserem eigenen 77 MW-Projekt Chilocco in Oklahoma verfügt WKN über Planungen für einen Groß-Windpark von 397 MW in Montana. Die ersten 25 MW davon befinden sich aktuell im regionalen Ausschreibungsverfahren. Weitere wichtige Fortschritte unter anderem in Rumänien, Frankreich oder Südafrika runden die erfolgreiche Geschäftsentwicklung in diesem Bereich ab und zeugen von unserer breiten internationalen Aufstellung.
Terminhinweis HV
- Juni 2014 in Cuxhaven Sie als unsere Aktionäre sind unser Kapital. Auf einen direkten Kontakt mit Ihnen legen wir deshalb großen Wert. So laden wir Sie sehr herzlich zu unserer nächsten ordentlichen Jahreshauptversammlung am 4. Juni 2014 zu uns nach Cuxhaven ein.
Finanzen
Die PNE WIND AG führte in den ersten neun Monaten 2013 das operative Geschäft der Windparkprojektierung national wie international kontinuierlich fort und stieß mit der Übernahme und der zum 4. Juli 2013 erstmalig erfolgten Vollkonsolidierung der WKN AG und ihrer Tochtergesellschaft in eine neue Unternehmensgröße vor.
Dabei erzielte der deutlich vergrößerte PNE WIND-Konzern gemäß IFRS in den ersten neun Monaten 2013 eine Gesamtleistung von 60,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 86,1 Mio. Euro). Davon entfallen 43,6 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr: 80,9 Mio. Euro), 15,7 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 3,6 Mio. Euro) sowie 0,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) auf sonstige betriebliche Erlöse. In den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres sorgte der Verkauf der "Gode Wind"-Projekte an DONG Energy für die deutlich höheren Kennzahlen.
Neben der Gesamtleistung spiegeln sich vor allem auch in den Aufwandspositionen die WKN-Übernahme und damit das substantielle Wachstum unseres Konzerns wider. So erhöhte sich der Personalaufwand von 10,0 Mio. Euro in den ersten neun Monaten 2013 auf jetzt 12,7 Mio. Euro deutlich – allerdings bei einer gleichzeitigen mehr als Verdopplung der Mitarbeiterzahl durch die WKN-Übernahme Mitte des Jahres. Die Mitarbeiterzahl beträgt zum 30. September 2013 409 nach 186 vor einem Jahr.
Aufgrund der für die Projektentwicklung anfallenden Vorlaufkosten sowie durch die Aufwendungen in Verbindung mit der WKN-Übernahme, verzeichnete der PNE WIND-Konzern ein negatives Betriebsergebnis. In den ersten neun Monaten 2013 erreichten wir nach IFRS-Bilanzierung ein EBIT in Höhe von -6,0 Mio. Euro. Dieses hatte im Vorjahr – maßgeblich beeinflusst durch den Verkauf der "Gode Wind"-Projekte – noch 24,9 Mio. Euro betragen.
Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) belief sich auf -12,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 21,0 Mio. Euro). Somit ergibt sich ein unverwässertes Konzern-Ergebnis je Aktie von -0,28 Euro (im Vorjahr: 0,48 Euro).
Trotz des per 30. September 2013 negativen Ergebnisses sind wir finanziell weiterhin hervorragend aufgestellt. Dies zeigt sich nicht zuletzt in unseren deutlich gesteigerten Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten. Diese nahmen zum 30. September 2013 auf 59,2 Mio. Euro
PNE WIND AG Konzernkennzahlen
In TEUR 01.01. – 30.09.2013 01.01. – 30.09.2012 01.01. – 30.09.2011 Gesamtleistung 60.192 86.133 36.326 Umsatz 43.592 80.893 33.075 Betriebsergebnis (EBIT) -6.016 24.851 -742 Ergebnis vor Steuern (EBT) -12.262 20.973 -4.509 Konzernergebnis nach Minderheiten -12.430 22.030 -3.996 Eigenkapital per 30. September 98.496 93.610 75.055 Eigenkapitalquote per 30. September, in % 26,05 48,73 39,52 Bilanzsumme per 30. September 378.141 192.116 189.925 Ergebnis je Aktie (unverwässert), in EUR -0,28 0,48 -0,09
Durchschnittliche Aktienanzahl, in Mio. Stk. 44,8 45,8 45,8
(31. Dezember 2012: 36,6 Mio. Euro) zu und bilden damit ein starkes Fundament für die Finanzierung unserer weiteren Projektierungsarbeit. Zwar stiegen im Zuge der WKN-Übernahme sowie der Begebung unserer Unternehmensanleihe auch die Verbindlichkeiten. Dennoch liegt unsere Eigenkapitalquote mit rund 26,1 Prozent (im Vorjahr: 48,7 Prozent) weiterhin klar innerhalb unseres Zielkorridors.
Anhand der gezeigten Perspektiven blicken wir positiv in die Zukunft und bekräftigen unsere aktuelle EBIT-Prognose. So planen wir weiterhin mit einem kumulierten EBIT von 60 bis 72 Mio. Euro für die Jahre 2011 bis 2013 und rechnen aufgrund unserer gut gefüllten Pipeline auch über diese Zeit hinaus mit hohen Erträgen aus unserer Projektierungsarbeit. Dabei geben wir den Ausblick für die nächsten zwei Geschäftsjahre 2014 und 2015 mit einem kumulierten EBIT von ebenfalls 60 bis 72 Mio. Euro an.
Meldungen
Volker Friedrichsen neuer Ankerinvestor der PNE WIND AG
Im Zuge der Übernahme des Mehrheitsanteils an der WKN AG änderten sich auch die Besitzverhältnisse an unserem Unternehmen: Seit Anfang August hält der Windkraftexperte und Gründer der WKN AG Volker Friedrichsen durch seine Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH rund 20 Prozent der Stimmrechte der PNE WIND AG. Friedrichsen gründete 1990 die damalige WKN Windkraft Nord (heute WKN AG) im nordfriesischen Husum und war damit schon früh in der Projektierung von Windparks aktiv. Seine vorherige langjährige Tätigkeit als Geschäftsführer der deutschen Niederlassung des Windanlagenbauers Vestas macht ihn zum Windkraftpionier der ersten Stunde. Bis zum Verkauf an PNE WIND hielt er mit über 53 Prozent die Mehrheit an der WKN AG.
Wir hatten im Rahmen unseres Kaufs seiner WKN-Anteile viele vertrauensvolle Gespräche. Besonders gefreut hat uns dabei, dass Herr Friedrichsen mit einer direkten Beteiligung an der PNE WIND AG unsere weitere Entwicklung auch langfristig mit begleiten will. Gemeinsam mit dem Investor Luxempart S.A., der im Besitz größerer Pakete unserer Wandelanleihe war, hat Herr Friedrichsen eine gute Lösung gefunden, um diesen Wunsch umzusetzen. Herr Friedrichsen erwarb von der Luxempart S.A. Wandelanleihen in einem Gesamtwert von rund 16,9 Mio. Euro und wandelte diese unmittelbar in ca. 79,09% 19,79% 1,12%
7,7 Mio. PNE WIND-Aktien um. Gemeinsam mit den von uns selbst zuvor erworbenen Aktien, die ebenfalls Teil der Kaufpreiszahlung waren, besitzt Herr Friedrichsen damit rund 10,7 Mio. PNE WIND-Aktien, was knapp 20 Prozent der Stimmrechte entspricht.
Für die PNE WIND AG und Sie als unsere Aktionäre bietet dies vielfältige Vorteile: Neben der Tatsache, dass wir mit Volker Friedrichsen einen echten Windexperten als Ankerinvestor gewonnen haben, reduzierte die PNE WIND AG durch die Wandlung der Anleihe ihre Schulden unmittelbar um 16,9 Mio. Euro. Zusätzlich werden auch verbleibende Zinszahlungen in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro eingespart. Wir freuen uns über diese Lösung und blicken gespannt in eine gemeinsame erfolgreiche Zukunft.
Aktionärsstruktur PNE WIND AG
Unternehmensanleihe erfolgreich aufgestockt
Dass die PNE WIND AG durch ihre strategische und operative Entwicklung einen ausgezeichneten Ruf am Kapitalmarkt genießt, macht die Aufstockung unserer Unternehmensanleihe auf 100 Mio. Euro deutlich. Im Rahmen einer Privatplatzierung konnten wir im September zusätzliche rund 33,7 Mio. Euro bei Investoren platzieren, womit unsere Anleihe nun im Prime Standard für Unternehmensanleihen an der Frankfurter Wertpapierbörse, dem Segment mit den höchsten Transparenzanforderungen, notiert.
Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH: 19,79% Vorstand & Aufsichtsrat: 1,12% Free Float: 79,09% Wir setzen dieses zusätzliche Kapital ein, um unsere Position bei der Windparkentwicklung weiter zu stärken. Durch den Zukauf von drei Offshore-Projekten, die wir bis zur Baureife entwickeln wollen, haben wir und bereits verstärkt. Und onshore steht in Deutschland der Bau von Windparks mit einer Nennleistung von mehr als 180 MW bevor, für die bereits Windenergieanlagen geordert wurden. Auch für damit verbundene, erhebliche Vorleistungen wollen wir die zusätzlichen Mittel einsetzen.
Bleiben Sie über die aktuellen Entwicklungen bei Ihrer PNE WIND AG immer auf dem Laufenden – tragen Sie sich auf unserer Website unter www.pnewind.com im Bereich Investor Relations in unseren E-Mail-Verteiler ein, dann kommen die aktuellen Nachrichten zum Unternehmen unmittelbar nach deren Veröffentlichung direkt zu Ihnen nach Hause.
Aktie & Börse
| Stammdaten der Aktie (zum 18. November 2013) | |
|---|---|
| WKN | A0JBPG |
| ISIN | DE000A0JBPG2 |
| Anzahl der Aktien | 54.292.407 |
| Free Float | rund 80 % |
| Marktkapitalisierung | 165,5 Mio. Euro |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Indizes | CDAX Technology, ÖkoDAX, RENIXX World |
| Designated Sponsors | Commerzbank, VEM Aktienbank, Close Brothers Seydler Bank |
| Reuters | PNEGn |
| Bloomberg | PNE3 |
Impressum
PNE WIND AG Peter-Henlein-Straße 2-4 27472 Cuxhaven Deutschland
Telefon: + 49 (0) 47 21-718-06 Telefax: + 49 (0) 47 21-718-444 E-Mail: [email protected] www.pnewind.com
Vorstand:
Martin Billhardt (Vorsitzender) Registergericht: Tostedt Registernummer: HRB 110360
November 2013
Redaktion & Satz: cometis AG Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden
Finanzkalender
| 31.03.2014 | Geschäftsbericht 2013 |
|---|---|
| 14.05.2014 | Bericht 1. Quartal 2014 |
| 04.06.2014 | Hauptversammlung |
| 13.08.2014 | Halbjahresfinanzbericht 2014 |
| 12.11.2014 | Bericht 3. Quartal 2014 |
| November 2014 Analystenkonferenz /Frankfurt |
Weitere Informationen
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