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PNE AG — Interim / Quarterly Report 2014
Aug 14, 2014
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Interim / Quarterly Report
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HALBJAHRESFINANZBERICHT PNE WIND AG
und Bericht über das zweite Quartal 2014
Zusammenfassung
Das operative Geschäft der PNE WIND AG war im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2014 geprägt von einer deutlichen Ausweitung der Projektrealisierung in Deutschland sowie durch Fortschritte bei der Entwicklung von Projekten im In- und Ausland. Der Offshore-Bereich entwickelte die sechs eigenen Projekte kontinuierlich weiter und war für sieben weitere Projekte als Dienstleister tätig.
Im ersten Halbjahr 2014 wurde von den Unternehmen der PNE WIND-Gruppe mit dem Bau von Windpark-Projekten mit 128 MW Nennleistung begonnen und diese teilweise bereits fertiggestellt. Die Windpark-Projekte, die sich derzeit noch in Bau befinden, sollen ebenfalls in 2014 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Außerdem lagen der PNE WIND AG zum Ende des ersten Halbjahres 2014 Genehmigungen für weitere Windparks mit mehr als 70 MW Nennleistung vor, mit deren Bau kurzfristig begonnen werden soll.
Im Ausland wurden weitere Genehmigungen für Projekte in Frankreich, Großbritannien und Italien erreicht.
Mit einer gut gefüllten Projekt-Pipeline als Basis für unsere zukünftigen Erträge blicken wir optimistisch nach vorn und erwarten im Konzern in den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 ein EBIT von kumuliert 110 bis 130 Mio. Euro.
Auf einen Blick
PNE WIND AG Konzernkennzahlen
| In TEUR | 01.01. - 30.06.2014 | 01.01. - 30.06.2013 | 01.01. - 30.06.2012 |
|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 134.667 | 37.410 | 14.995 |
| Umsatz | 117.917 | 21.737 | 12.259 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2.804 | -5.610 | -6.287 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -2.960 | -8.449 | -8.861 |
| Periodenergebnis | -2.357 | -8.810 | -7.850 |
| Eigenkapital per 30. Juni | 142.130 | 64.864 | 64.116 |
| Eigenkapitalquote per 30. Juni, in% | 33,83 | 27,97 | 38,59 |
| Bilanzsumme per 30. Juni | 420.137 | 231.879 | 166.138 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert), in EUR | -0,04 | -0,21 | -0,17 |
| Durchschnittliche Aktienanzahl, in Mio. | 55,4 | 42,7 | 45,8 |
Inhaltsverzeichnis
- 2 Vorwort
- 4 Kapitalmarkt-Informationen
- 8 Verkürzter Konzernzwischenlagebericht
- 46 Verkürzter Konzernzwischenabschluss
- 50 Verkürzter Konzernanhang
- 60 Impressum
Vorwort
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
das PNE WIND-Geschäftsmodell und unsere konsequente Projektierungsarbeit der vergangenen Jahre tragen weiter Früchte. So konnten wir nach unserem Rekordjahr 2013 auch im ersten Halbjahr 2014 eine positive Entwicklung des operativen Geschäfts erreichen. In der Inbetriebnahme, der Veräußerung sowie dem Bau verschiedener Onshore-Windparks in Deutschland und dem Ausland zeigt sich der Erfolg der langjährigen Vorarbeiten und Planungen. Und nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich, Großbritannien und Italien haben wir in den vergangenen Monaten weitere Genehmigungen erhalten. Unsere Strategie der internationalen Diversifi zierung wirkt und soll auch in Zukunft zu positiven Umsätzen und Ergebnissen führen, aber auch Risiken minimieren.
Im ersten Halbjahr 2014, das – im Gegensatz zum Vorjahreszeitraum – nun auch die WKN AG und ihre Tochtergesellschaften beinhaltet, erwirtschaftete der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von 117,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 21,7 Mio. Euro), ein Betriebsergebnis (EBIT) von 2,8 Mio. Euro (im Vorjahr: -5,6 Mio. Euro) und ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von -0,04 Euro (im Vorjahr: -0,21 Euro). Damit konnten wir unsere Ergebnissituation im Vergleich zum Vorjahr und zum ersten Quartal 2014 sukzessive steigern.
Einen großen Anteil an der erfreulichen Entwicklung hat in diesem Jahr der Bereich Windkraft onshore und das sowohl in Deutschland als auch international. Damit wird deutlich, dass wir auch durch die Mehrheitsbeteiligung an der WKN AG, ihrer Projekte und ihrer Pipeline und der damit weiter verstärkten Auslandspräsenz unser Geschäftsmodell auf ein noch breiteres Fundament gestellt haben.
In Deutschland werden von der PNE WIND-Gruppe Windparks mit mehr als 128 MW Nennleistung realisiert. Davon konnten in den ersten sechs Monaten 2014 sechs Windpark-Projekte mit einer kumulierten Nennleistung von rund 57,3 MW bereits fertiggestellt werden. Weitere Windpark-Projekte sind derzeit in Bau oder sind bereits genehmigt und mit ihrem Bau wird kurzfristig begonnen.
So steht bereits ein neues Großprojekt in den Startlöchern: Für den brandenburgischen Windpark "Chransdorf" liegt uns jetzt die Genehmigung vor – mit bauvorbereitenden Maßnahmen konnte bereits begonnen werden. In fünf Abschnitten soll hier eine Gesamtkapazität von 57,6 MW errichtet werden. "Chransdorf" ist damit das größte Einzelprojekt in der Geschichte unseres Unternehmens.
Dass die von der PNE WIND-Gruppe entwickelten Windparks auch für Dritte erhebliche Werte darstellen, belegen unsere Verkaufserfolge im ersten Halbjahr. So konnte der bereits im Dezember 2013 verkaufte brandenburgische Windpark "Calau II A" mit 15,4 MW im ersten Quartal 2014 in Betrieb genommen und an die Hamburger Beteiligungsgesellschaft CEE übergeben werden. Und auch die Abschnitte "Calau II C und D" mit zusammen 30,8 MW Nennleistung wurden im Juni an die Allianz und damit einen erfahrenen Infrastrukturinvestor veräußert, wobei "Calau II C" noch im ersten Halbjahr fertiggestellt wurde. Schließlich wurde mit "Görike-Söllenthin" (6 MW) im April ein weiterer Windpark in Brandenburg Verkürzter Konzernzwischenlagebericht
an die EnBW Energie Baden-Württemberg AG verkauft. Unsere Kunden sind sehr erfahrene Infrastrukturinvestoren, die großen Wert auf die Qualität unserer Projekte legen. Diese Qualität erreichen wir unter anderem durch den Einsatz modernster Windenergieanlagen und hoher Türme, so dass die Energieausbeute dadurch deutlich steigt.
Seit dem 1. August ist nun auch das neue EEG in Kraft. Viel wurde darüber in den vergangenen Monaten diskutiert. Einige Vorschläge ließen Schlimmes befürchten, doch mit Hilfe von Branchenverbänden und Landesregierungen ist es gelungen, unverhältnismäßige Eingriffe zu verhindern. Der verabschiedete Onshore-Ausbaukorridor von 2.400 bis 2.600 MW stellt eine realistische Kenngröße dar und bremst die Windenergie nicht aus. Vor allem, da das immer wichtiger werdende Repowering nicht eingerechnet wird. Zudem plant die Bundesregierung, die Menge an Strom aus erneuerbaren Energien von derzeit ca. 25 Prozent bis zum Jahr 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis zum Jahr 2050 auf 80 Prozent auszubauen – Ziele, die ohne ein weiteres Wachstu
m der Windenergie, onshore wie offshore, nicht zu erreichen sind. Mit unserer umfangreichen Pipeline sind wir für diese Entwicklungen gut aufgestellt.
Auch unsere internationalen Aktivitäten bauen wir aus: In Frankreich wurde Ende Juli 2014 ein bereits zuvor verkaufter Windpark mit 12 MW fertig gestellt. In den USA wird ein Windpark (bis zu 153 MW in mehreren Projektphasen) weiter bearbeitet. Darüber hinaus sind weitere Projekte in Frankreich (10 MW), Italien (30 MW), Großbritannien (38 MW), Ungarn (78 MW), Rumänien (102 MW) und Polen (32 MW) bereits genehmigt. In der Türkei kooperieren wir außerdem mit der STEAG GmbH. Der Essener Stromproduzent hat langjährige Erfahrungen mit dortigen Energie-Projekten. Im neu zu gründenden Gemeinschaftsunternehmen werden wir die in Entwicklung befindlichen Windparks beider Partner für die kommende Ausschreibungsrunde vorbereiten.
Unsere Entwicklungspipeline onshore wie offshore ist gut gefüllt und verspricht bei der verstärkten Umsetzung von Projekten kontinuierliche Rückflüsse. Auf dieser Basis blicken wir optimistisch in die Zukunft und bestätigen für den Konzern unsere abgegebene Prognose: Wir erwarten in den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 weiterhin ein EBIT von kumuliert 110 bis 130 Mio. Euro.
Mit Interesse beobachten wir, dass sich neue unabhängige Energieversorger (sogenannte IPP – Independent Power Producer) am Markt kapitalisieren. So haben in den vergangenen Monaten Greencoats, NRG Yield, Abengoa Yield und andere mehr als 2,0 Milliarden britische Pfund erhalten und in Erneuerbare-Energien-Projekte investiert. Mit der Mehrheitsbeteiligung an der WKN hat das Geschäftsvolumen unserer Gruppe jetzt die Größe erreicht, die erforderlich ist, um möglicherweise in ein solches Geschäftsmodell einzusteigen. Daher prüfen auch wir, für bald zur Realisierung anstehende Projekte, den Aufbau eines eigenständigen IPP/Yieldco-Geschäfts mit Onshore-Windparks insbesondere in Deutschland.
Wir bedanken uns, auch im Namen unserer Mitarbeiter, sehr herzlich für Ihr Vertrauen. Bleiben Sie uns auch in der Zukunft verbunden!
Mit freundlichen Grüßen
Martin Billhardt - Vorstandsvorsitzender PNE WIND AG -
Kapitalmarkt-Informationen
Die Aktie der PNE WIND AG eröffnete das Geschäftsjahr 2014 mit einem Einstiegskurs von 2,80 Euro und damit rund 23 Prozent über dem Schlusskurs zum ersten Handelstag 2013. Zu Beginn des laufenden Jahres gewannen die Anteilsscheine der PNE WIND AG, einhergehend mit dem Gesamtmarkt, deutlich an Wert, sodass am 17. Januar 2014 bei 3,09 Euro ein erstes Zwischenhoch erreicht wurde. Im Zuge der Diskussionen um mögliche Änderungen des EEG sank der Kurs der PNE-Aktie in der Folge allerdings wieder deutlich. Bei 2,43 Euro notierten die Papiere am 4. Februar 2014 auf ihrem Tiefstand der ersten sechs Monate 2014.
Auch im Zuge positiver Unternehmensmeldungen – unter anderem konnte PNE im
März das erfolgreichste Ergebnis der Firmenhistorie und einen erneut gestiegenen Dividendenvorschlag verkünden – entwickelte sich der Aktienkurs wieder deutlich freundlicher. Am 2. Juni 2014 wurde so bei 3,16 Euro der Höchstkurs des ersten Halbjahres 2014 erreicht. Im Umfeld neuer EEG-Diskussionen ging der Kurs im Anschluss wieder leicht zurück und pendelte sich bei Werten um die Drei-Euro-Marke ein. Am 30. Juni 2014, dem letzten Handelstag des Berichtzeitraums, notierten die Wertpapiere der PNE WIND AG bei 2,96 Euro. Dies entspricht einer Marktkapitalisierung von 165,5 Mio. Euro.
Informationen zu Anleihen
Die PNE WIND AG hat in den Jahren 2009 und 2010 jeweils eine Wandelanleihe begeben. Die 2009 gestartete Anleihe ist zum 16. Juli 2014 ausgelaufen, die 2010er Anleihe wird Ende Dezember 2014 auslaufen. Diese Anleihen wurden im Berichtszeitraum an den Börsen zu Kursen von deutlich über 100 Prozent gehandelt. Außerdem wurden im Berichtszeitraum Anleihen in 1.068.306 Aktien gewandelt. Zum 30. Juni 2014 standen noch Anteile dieser beiden Anleihen im Volumen von insgesamt rund 7,2 Mio. Euro aus, die sich durch Wandlungen und Rückzahlung zum 31. Juli 2014 auf rund 5,7 Mio. Euro verringerten.
Die in 2013 begebene Unternehmensanleihe mit einem Volumen von 100 Mio. Euro wurde im Berichtszeitraum überwiegend zu Kursen über 100 Prozent gehandelt. Die Eigenkapitalquote belief sich entsprechend dem Wertpapierprospekt dieser Anleihe zum Stichtag 30. Juni 2014 auf rund 38,1 Prozent.
Die Genussscheine der PNE WIND AG wurden im Berichtszeitraum nur in sehr geringem Umfang gehandelt.
Informationen zu Anleihen Hauptversammlung Aktionärsstruktur
Hauptversammlung
Bei der ordentlichen Hauptversammlung, die am 4. Juni 2014 in Cuxhaven stattfand, wurde eine erneut gesteigerte Dividendenausschüttung beschlossen. Die Aktionäre stimmten mit großer Mehrheit für den Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, eine Dividende von 0,10 Euro sowie eine Sonderdividende von 0,05 Euro je gewinnberechtigter Stückaktie auszuzahlen.
Der für die Dividende maßgebliche Bilanzgewinn der PNE WIND AG betrug im Geschäftsjahr 2013 rund 67,6 Mio. Euro. Hiervon wurden rund 8,3 Mio. Euro als Dividende ausgeschüttet. Der verbleibende Betrag von rund 59,3 Mio. Euro wurde auf neue Rechnung vorgetragen.
Die Amtszeit der Aufsichtsratsmitglieder Rafael Vazquez Gonzalez, JUDr. Olaf Aden und Dr. Christian Rolfs endete mit Ablauf der Hauptversammlung. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurden Volker Friedrichsen, der über seine Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH und die VF Vermögensverwaltung GmbH per 30. Juni 2014 rund 19,4 Prozent der PNE WIND-Aktien hält, sowie Rechtsanwältin Astrid Zielke und Wirtschaftsprüfer Peter Baron von le Fort. Die Amtszeit dieser Aufsichtsratsmitglieder endet mit der im Jahr 2016 stattfindenden Hauptversammlung.
Die Aktionäre stimmten darüber hinaus der Entlastung des Vorstands mit einer deutlichen Mehrheit von über 99 Prozent zu. Die Aktionäre stimmten gegen die Entlastung der Aufsichtsratsmitglieder.
Aktionärsstruktur
Am Ende des Berichtszeitraums am 30. Juni 2014 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG 55.926.754 Stück. Die Erhöhung der Gesamtaktienzahl gegenüber dem 31. Dezember 2013 (54.858.448 Stück) ergibt sich aus der Wandlung von Wandelschuldverschreibungen im Verlauf des ersten Halbjahres 2014.
Volker Friedrichsen ist über seine Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH und die VF Vermögensverwaltung GmbH, größter Einzelaktionär der PNE WIND AG und hielt am 30. Juni 2014 10.824.674 Aktien. Das entspricht einem Anteil von rund 19,4 Prozent. Gemäß der Definition der Deutschen Börse AG befanden sich die übrigen Aktien im Streubesitz.
Den Mitgliedern des Vorstands waren am 30. Juni 2014 Aktien der Gesellschaft folgendermaßen zuzurechnen: Herrn Martin Billhardt 40.000 Aktien, Herrn Jörg Klowat 110.000 Aktien und Herrn Markus Lesser 10.000 Aktien. Von den Mitgliedern des Aufsichtsrates hielten Herr Dieter K. Kuprian 10.000 Aktien und Volker Friedrichsen (über die Volker Friedrichsen Beteiligungs-GmbH und die VF Vermögensverwaltung GmbH) 10.824.674 Aktien der Gesellschaft. Damit hielten Vorstand und Aufsichtsrat am 30. Juni 2014 zusammen rund 19,7 Prozent.
Finanzkalender 2014
| 12. November 2014 | Veröffentlichung Bericht 3. Quartal |
|---|---|
| November 2014 | Analystenkonferenz /Deutsches Eigenkapitalforum |
Stammdaten der Aktie (zum 30. Juni 2014)
| WKN | A0JBPG |
|---|---|
| ISIN | DE000A0JBPG2 |
| Anzahl der Aktien | 55.926.754 |
| Marktkapitalisierung | 165,5 Mio. Euro |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Indizies | CDAX Technology, ÖkoDAX |
| Designated Sponsors | Commerzbank, VEM Aktienbank, Close Brothers Seydler Bank |
| Reuters | PNEGn |
| Bloomberg | PNE3 |
Weitere Informationen
Weitere Informationen
Auf der Website www.pnewind.com finden Sie ausführliche Informationen über die PNE WIND AG sowie im Bereich "Investor Relations" aktuelle Daten zur Aktie. Hier können außerdem Geschäfts- und Quartalsberichte, Pressemitteilungen sowie Hintergrundinformationen über die PNE WIND AG als Download abgerufen werden.
Verkürzter Konzernzwischenlagebericht der PNE WIND AG, Cuxhaven, für die ersten sechs Monate 2014
1. Markt/gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Energie aus Windkraft hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Stütze der Stromerzeugung entwickelt. Der jährliche Kapazitätszuwachs ist dabei in einigen der weltweit wichtigsten Volkswirtschaften höher als bei jeder anderen Art der Energieproduktion. Seit 2000 hat die kumulierte installierte Leistung pro Jahr um durchschnittlich 24 Prozent zugenommen (Prozent/ yr). Alleine 2013 wurden 35.467 MW zusätzliche Windenergieleistung installiert, insgesamt sind bereits 318.137 MW am Netz. Das jährliche Investitionsvolumen in diesem Bereich beläuft sich auf mehrere zehn Milliarden Euro und sorgt gemeinsam mit starken Wachstumsperspektiven dafür, dass immer mehr internationale Misch-
konzerne in den Markt eintreten. Dies führt wiederum zu einer Beschleunigung bei Innovationen. Energiespeicherlösungen und weitere Investitionen in die Stromnetze sorgen für eine zusätzliche Entfaltung des Potenzials dieser Industrie.
Verbesserungen an der Windturbinen-Technologie haben deren Energieausbeute deutlich gesteigert – bei gleichzeitig geringeren Aufwendungen für Betrieb und Wartung. Diese Entwicklungen haben zu einer Kostenreduktion geführt, womit Windstrom auf einigen Märkten – selbst ohne Subventionen – bereits konkurrenzfähig ist.
Unter Berücksichtigung dieser technologischen Fortschritte prognostiziert die Internationale Energieagentur (IEA) einen Anstieg des Anteils der Windenergie am weltweiten Energiemix zur Stromerzeugung von aktuell 2,5 Prozent auf 15 bis 18 Prozent im Jahr 20501 . Länder wie Dänemark (29,9 Prozent Windstromanteil), Spanien (17,8 Prozent), Portugal (20 Prozent), Deutschland (7,9 Prozent) und USA (4,1 Prozent) zeigen, dass Windkraft einen erheblichen Beitrag zur Stromerzeugung liefern kann. Und das ganz ohne die von Kritikern befürchteten Versorgungsengpässe und -unterbrechungen.
Die Windkraft ist nicht mehr nur für einzelne Märkte relevant. Vielmehr müssen zum Erreichen der Prognosen der IEA weltweit bis 2050 insgesamt 2.300 bis 2.800 GW Windenergieleistung installiert werden. Diese Zahlen belegen die immensen Möglichkeiten der PNE WIND-Gruppe. Um auf den globalen Windmärkten optimal positioniert zu sein, konzentriert sich die Gruppe auf die Entwicklung, die Errichtung sowie den Verkauf von Windparks in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Polen, Italien, Schweden, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, der Türkei, Kanada, den USA, der Ukraine sowie Südafrika.
Internationale Energieagentur (IEA)
Verkürzter Konzernzwischenlagebericht
Markt/gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Insgesamt stehen die 14 Länder, in denen die Gruppe aktiv ist, für 64 Prozent der 2013 neu errichteten Kapazität sowie 82 Prozent der weltweit installierten Gesamtnennleistung. Daran zeigt sich, dass die PNE WIND-Gruppe in den wesentlichen Wachstumsmärkten präsent ist. Um die Nachfrage nach Windparks heute und in den kommenden Jahren zu decken, investiert die PNE WIND-Gruppe kontinuierlich in ihre Projekt-Pipeline. Aktuell arbeiten wir an Projekten mit mehr als 10.200 MW (onshore: rund 5.500 MW und offshore: rund 4.700 MW) in verschiedenen Phasen der Entwicklung.
| Land | 2011 MW |
2012 MW |
2013 MW |
Installierte Gesamtnenn leistung MW |
|---|---|---|---|---|
| Weltweit | 40.564 | 44.799 | 35.467 | 318.137 |
| Europa | 9.664 | 12.102 | 11.159 | 117.289 |
| Bulgarien | 28 | 158 | 7 | 681 |
| Frankreich | 830 | 814 | 631 | 8.254 |
| Deutschland | 2.007 | 2.439 | 2.998 | 33.730 |
| Ungarn | 34 | 0 | 0 | 329 |
| Italien | 1.090 | 1.239 | 444 | 8.551 |
| Polen | 436 | 880 | 894 | 3.390 |
| Rumänien | 520 | 923 | 695 | 2.599 |
| Schweden | 754 | 846 | 724 | 4.470 |
| Großbritannien | 1.298 | 2.064 | 1.883 | 10.531 |
| Türkei | 477 | 506 | 646 | 2.956 |
| Ukraine | 66 | 125 | 95 | 371 |
| Nordamerika | ||||
| USA | 6.647 | 13.124 | 1.084 | 61.091 |
| Kanada | 1.267 | 935 | 1.599 | 7.803 |
Die hier dargestellten Zahlen beziehen sich hauptsächlich auf Onshore-Windparks. Daneben machen Offshore-Windparks einen immer größeren Anteil der jährlich fertiggestellten Projekte aus.
Der Bau von Offshore-Windparks wird als ein wesentlicher Wachstumstreiber für den Windenergiemarkt gesehen. Nach Angaben des europäischen Windenergieverbands (EWEA) verzeichnete der europäische Offshore-Markt im Jahr 2013 einen Zubau von 1.567 MW. Damit stehen insgesamt bereits 6.562 MW Nennleistung aus Offshore-Windturbinen im europäischen Stromnetz zur Verfügung2 . In den Seegebieten vor der deutschen Küste von Nord- und Ostsee waren zum 30. Juni 2014 nunmehr 146 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von rund 628 MW in Betrieb. Für weitere 199 Offshore-Windenergieanlagen mit rund 829 MW Nennleistung waren die Netzanschlüsse in Bau3 .
2. Politische Rahmenbedingungen
Viele Märkte, in denen die PNE WIND-Gruppe aktiv ist, sind stark gewachsen, während in anderen eine gewisse Abschwächung zu verzeichnen war, die in erster Linie auf die Unsicherheiten hinsichtlich der politischen Rahmenbedingungen zurückzuführen ist. Obwohl sich die Stromerzeugung aus Windkraft in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt hat und ihre Kosten gesunken sind, bleibt in vielen Märkten eine Abhängigkeit von politischen Vorgaben bestehen – insbesondere für einen gesicherten Marktzugang sowie um sich gegen herkömmliche, teilweise verdeckt subventionierte Energieerzeugung durchzusetzen. Im Gegensatz zum Vorgehen bei erneuerbaren Energien spiegeln sich bei herkömmlichen Energieträgern die tatsächlichen Gestehungskosten nicht in den Verkaufspreisen wider. Somit ist eine anhaltende politische Unterstützung notwendig, um für ausgewogene Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.
EU-Ziele:
Der Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen kommt in der Europäischen Union (EU) aus Gründen der Sicherheit und der Diversifizierung der Energieversorgung, des Umweltschutzes sowie des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts eine der höchsten Prioritäten zu. Die Richtlinie 2009/28/EG über erneuerbare Energie sieht ehrgeizige Ziele für alle Mitgliedstaaten vor, damit die EU bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent Energie aus erneuerbaren Quellen erreicht.
Es liegt in der Verantwortung der einzelnen Mitgliedsstaaten, die EU-Ziele in nationale Politik umzusetzen.
Deutschland:
Der deutsche Windenergiemarkt verzeichnete 2013 erneut ein deutliches Wachstum. Der jährlichen Studie der Deutschen WindGuard im Auftrag des Bundesverbandes Windenergie (BWE) und des Verbandes deutscher Maschinen und Anlagenbauer (VDMA) zufolge, wurden in Deutschland im Jahr 2013 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 2.998 MW (2012: 2.439 MW) installiert, womit die installierte Gesamtleistung nun 33.730 MW beträgt. Im ersten Halbjahr 2014 betrug der Zubau rund 1.722 MW (650 Windenergieanlagen) sodass sich die installierte Gesamtnennleistung auf 35.388 MW erhöhte.
Von besonderer Bedeutung für die weitere Entwicklung der Windenergie sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt sind. Das EEG gibt die Vergütung für Strom aus Windenergie onshore und offshore vor und legt den Einspeisevorrang für Strom aus erneuerbaren Energien in das Stromnetz fest. Das EEG wurde im ersten Halbjahr 2014 novelliert. Der Bundestag beschloss die Gesetzesnovelle am 27. Juni 2014. Inkrafttreten wird das neu gefasste EEG zum 1. August 2014.
Dem neuen Gesetz zufolge, ist es Vorgabe der Bundesregierung, den Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von derzeit ca. 25 Prozent bis zum Jahr 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis zum Jahr 2035 auf 55 bis 60 Prozent auszubauen. Diese Ziele stehen in etwa im Einklang mit dem nationalen Allokationsplan der EU, der einen Anteil von 38,6 Prozent Politische Rahmenbedingungen
der erneuerbaren Energien am Stromsektor bis 2020 vorsieht. Das jährliche Ausbauziel der Bundesregierung für Onshore-Windenergie liegt in einem Korridor von 2.400 bis 2.600 MW, wobei das Repowering alter Anlagen nicht mitgerechnet wird.
Im Repowering werden ältere Windenergieanlagen mit geringerer Leistung durch neue, leistungsfähigere Anlagen ersetzt. Nach Schätzungen des Bundesverbands für Windenergie (BWE), ist mittel- bis langfristig ein deutlicher Anstieg im Repowering zu erwarten. Der BWE schätzt den Markt für Repowering-Maßnahmen auf bis zu 1.000 MW pro Jahr über die nächsten Jahrzehnte hinweg.
Die Offshore-Windenergie soll von heute etwa 1.457 MW installierter Nennleistung auf rund 6.500 MW im Jahr 2020 und in der Folge bis zum Jahr 2030 auf 15.000 MW ausgebaut werden.
Bulgarien:
Laut dem bulgarischen National Renewable Energy Action Plan (NREAP) will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 20,6 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen, verglichen mit 10,6 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 1.256 MW Windenergie bis 2020 installiert werden. Ende 2013 waren in Bulgarien 681 MW installiert.
Der wichtigste politische Fördermechanismus in Bulgarien basiert auf einem Einspeisevergütungssystem. Im Jahr 2012 hat die Regierung die Vergütungen für in Windenergieanlagen erzeugten Strom im Rahmen des Programms erheblich reduziert und erschwert die Weiterentwicklung von Windenergieprojekten.
Frankreich:
Laut dem französischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 27 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen generieren, verglichen mit 15,5 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 25.000 MW Windenergie bis 2020 installiert werden. Ende 2013 waren in Frankreich 8.254 MW installiert.
Der wichtigste politische Fördermechanismus für erneuerbare Energien ergibt sich aus dem Preisregulierungssystem, das auf festen Einspeisevergütungen basiert.
Die französische Regierung hat im Juni 2014 den Entwurf eines Energiewende-Gesetzes präsentiert. Das Gesetz sieht einen Erneuerbaren Energien Anteil von 32 Prozent am Gesamtenergiebedarf bis 2030 und einen Erneuerbaren Energien Anteil von 40 Prozent am Strombedarf bis 2025 vor.
Großbritannien:
Laut dem britischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 30 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen generieren, verglichen mit 9 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 28.000 MW Windenergie bis 2020 installiert werden. Ende 2013 waren in Großbritannien 10.531 MW installiert.
Der wichtigste politische Fördermechanismus für erneuerbare Energien ergibt sich aus dem "Renewables Obligation"-Programm, das für Projekte gilt, die vor Ende März 2017 installiert sind. Im Rahmen einer Energiemarktreform wird in 2014 ein neues "contracts-for-difference"- Modell (CFD) für erneuerbare Energien eingeführt. CFDs sind langfristige Verträge zwischen dem Stromerzeuger und einem staatlichen Ausgleichsunternehmen. Unter dem CFD-System sind Zahlungen an den Stromproduzenten vorgesehen, wenn der Marktpreis für Strom unter dem festgesetzten Referenzpreis (strike price) liegt. Damit soll die Wirtschaftlichkeit der Projekte sichergestellt werden. Liegt der Marktpreis für Strom über dem Referenzpreis, soll eine Rückzahlung durch den Stromproduzenten erfolgen. Die Vergütungsdauer liegt bei 15 Jahren.
Italien:
Laut dem italienischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 26,4 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen generieren, verglichen mit 18,7 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 12.680 MW Windenergie bis 2020 installiert werden. Ende 2013 waren in Italien 8.551 MW installiert.
Die wichtigsten politischen Fördermechanismen in Italien haben sich von einem System mit grünen Zertifikaten zu einem System mit Einspeisevergütungen und schließlich zu einem wettbewerbsbasierten Auktionssystem für Netzeinspeisekapazitäten entwickelt. Im Dekret vom 6. Juli 2012 wurde eine maximale Höhe von EUR 5,8 Mrd. an öffentlichen Mitteln festgelegt, die zur Förderung von erneuerbaren Energien verwendet werden können und zum 31. Dezember 2013 beliefen sich die jährlichen Kosten auf rund EUR 4,6 Mrd4 .
Polen:
Laut dem polnischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 15 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen decken. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 6.650 MW Windenergie bis 2020 installiert werden. Ende 2013 waren in Polen 3.390 MW installiert.
Im ersten Halbjahr beschloss die polnische Regierung ihre bereits seit längerem diskutierte Verordnung zu Ressourcen erneuerbarer Energien, die sich jetzt in der parlamentarischen Beratung befindet. Die Verordnung gibt einen Rahmen für die Entwicklung des Marktes erneuerbarer Energien in Polen vor. Außerdem wird ein Regelwerk vorgeschlagen, nach dem Projekte unter die bisherigen Regelungen des Zertifikatesystems oder ein neues Ausschreibungsmodell fallen werden.
Rumänien:
Laut dem rumänischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 42,6 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen, verglichen mit 27,5 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 4.000 MW Windenergie bis 2020 installiert werden. Ende 2013 waren in Rumänien 2.599 MW installiert.
Die in der "Emergency Ordinance" vom Juli 2013 vorgeschlagenen gesetzlichen Änderungen sind im ersten Quartal 2014 in Kraft getreten. Wesentliche Punkte dieser Änderung sind Reduzierungen bei der Zahl der "grünen Zertifikate", die an Energieerzeuger ausgegeben werden. Außerdem verabschiedete die rumänische Regierung im Berichtszeitraum den Entwurf einer Resolution mit der das Ziel des Systems der "grünen Zertifikate" im Stromerzeugungssektor für das Jahr 2014 vermindert werden soll. Bisher waren mindestens 14 Prozent "Grün-Strom" gefordert, für das laufende Jahr sind es 11,1 Prozent.
ENELGreen Power annual report 2013
Politische Rahmenbedingungen
Derzeit gibt es in Rumänien sowie zwischen Rumänien und der EU-Kommission erhebliche politische Diskussionen über Änderungen des Vergütungssystems für erneuerbare Energien.
Schweden:
Laut dem schwedischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 63 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen decken, verglichen mit 54,9 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 4.547 MW Windenergie bis 2020 installiert werden. Ende 2013 waren in Schweden 4.470 MW installiert.
Der wichtigste politische Fördermechanismus in Schweden basiert auf grünen Zertifikaten, die sowohl in Schweden als auch in Norwegen gehandelt werden können.
Südafrika:
Der südafrikanische "Integrated Resource Plan", der im Mai 2010 von der nationalen Energiebehörde (DoE) verkündet wurde, sieht ein 18 GW-Programm für erneuerbare Energien in den nächsten 20 Jahren vor. Davon sollen 8.400 MW aus der Windenergie kommen.
Mit dem "Renewable Energy Independent Power Producer Programme" (REIPPP) hat die Regierung ein Ausschreibungssystem eingeleitet, in dem bevorzugte Bieter ausgewählt werden. In der dritten Runde wurden 17 Erneuerbare-Energien-Projekte mit einer Gesamtkapazität von 1,5 GW ausgewählt. Unter diesen Projekten befanden sich sieben Onshore-Windparks mit insgesamt 787 MW. Die vierte Runde soll im August 2014 mit einem Volumen von etwa 1.000 MW abgeschlossen werden.
Türkei:
Die Regierung strebt bis zum Jahr 2023 einen Anteil von 30 Prozent erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch an, im Vergleich zu 9 Prozent in 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollten 20.000 MW Windenergie bis 2023 installiert werden. Ende 2013 waren in der Türkei 2.956 MW installiert.
Der wichtigste politische Fördermechanismus in der Türkei basiert auf einem Einspeisevergütungssystem. Daneben wurde 2013 ein Lizensierungsverfahren für Netzeinspeisekapazitäten vorgestellt, dass die Zugänge zu den einzelnen Netzeinspeisepunkten im Rahmen eines Auktionierungsverfahrens ermöglicht.
Ungarn:
Laut dem ungarischen NREAP will die Regierung bis zum Jahr 2020 rund 10,9 Prozent des Strombedarfs des Landes aus erneuerbaren Energiequellen erzeugen, verglichen mit 6,7 Prozent im Jahr 2010. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen 750 MW Windenergie bis 2020 installiert werden. Ende 2013 waren in Ungarn 329 MW installiert.
Der wichtigste politische Fördermechanismus in Ungarn basiert auf einem System von Einspeisevergütungen. Trotz dieses Programms ist die Entwicklung der Windenergie in Ungarn aufgrund der unzureichenden Vergabe von Stromnetzkapazitäten beschränkt.
Ukraine:
Die ukrainische Regierung strebt an, das starke Potenzial für erneuerbare Energien zu erschließen, um die Abhängigkeit des Landes von importiertem Erdgas und Öl zu verringern. Im Jahr 2009 wurde eine neue Regelung zur Einspeisevergütung durch die Annahme des Grün-Tarif-Gesetzes eingeführt und eine garantierte Mindestvergütung für Strom aus Wind, Kleinwasserkraft, Biomasse und Solarenergie festgelegt. Ende 2013 waren in der Ukraine 371 MW installiert.
Die weitere Entwicklung unserer Aktivitäten in der Ukraine hängt von der künftigen Stabilisierung der politischen Situation ab.
USA/Kanada:
Der US-Markt für Windenergie wurde mit der späten Erweiterung des sogenannten Production Tax Credit (PTC) im Jahr 2012 deutlich reduziert. Der American Wind Energy Association (AWEA) zufolge wurden in der USA im Jahr 2013 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 1.084 MW (2012: 13.131 MW) neu installiert, womit die installierte Gesamtleistung nun 61.091 MW beträgt. Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von bis zu 12.000 MW konnten sich in 2013 noch die steuerlichen Vergünstigungen (PTC) sichern, so dass der Ausbau auch nach dem Auslaufen der PTCV weiter geht. Allerdings sind im Markt beim weiteren Ausbau deutliche Verzögerungen festzustellen mangels ausreichender Klarstellung der detaillierten Regelungen zur Qualifizierung unter dem PTC (2013) durch die US Steuerbehörden (IRS).
In den USA wurde die staatliche Förderungspolitik Ende 2012 verlängert. Projekte, die sich bis Ende 2013 im Bau befanden und bis Ende 2015 fertiggestellt werden, sind dazu berechtigt, den PTC zu erhalten. Viele einzelne Staaten haben Renewable Portfolio-Standards erlassen, die einen bestimmten Anteil festlegen, der aus erneuerbaren Energien bezogen werden muss.
Die politischen Rahmenbedingungen in allen Ländern, in denen die PNE WIND-Gruppe tätig ist, beobachten wir laufend, um kurzfristig auf Veränderungen reagieren zu können.
3. Unternehmensstruktur
Die Unternehmensstruktur hat sich in den ersten sechs Monaten 2014 gegenüber dem 31. Dezember 2013 verändert.
Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen:
- PNE WIND Park IX GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent),
- PNE WIND Park X GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent).
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesen Vorgängen nicht ergeben.
Im Berichtszeitraum veränderte sich die Anteilsquote bei folgenden Gesellschaften, die in den Konzernkreis einbezogen werden:
- PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH, Cuxhaven, (von 100 Prozent auf 50 Prozent),
- PNE WIND Park III GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (von 100 Prozent auf 50 Prozent),
- WKN Basilicata Development S.R.L., Potenza/Basilicata, Italien (von 70 Prozent auf 100 Prozent),
- WKN AG, Husum (von 82,75 Prozent auf 83,08 Prozent).
Die PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH und die PNE WIND Park III GmbH & Co. KG werden seit der Anteilsreduzierung als assoziierte Unternehmen "at-equity" in den Konzern einbezogen.
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesem Vorgang nicht ergeben.
Im Berichtszeitraum sind folgende Gesellschaften aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Veräußerung endkonsolidiert worden:
- PNE WIND Park I GmbH & Co. KG, Cuxhaven,
- PNE WIND Park Calau II C GmbH & Co. KG, Cuxhaven,
- WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Ebersgrün KG, Husum.
Durch die Endkonsolidierung der PNE WIND Park I GmbH & Co. KG sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt EUR 8,2 Mio., die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen des Projekts bestanden, sowie Schulden in Höhe von EUR 8,1 Mio. abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug TEUR 52. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen 0 EUR.
Durch die Endkonsolidierung der PNE WIND Park Calau II C GmbH & Co. KG sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt EUR 35,2 Mio., die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen des Projekts bestanden, sowie Schulden in Höhe von EUR 35,2 Mio. abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug TEUR 6. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen EUR 2,3 Mio.
Durch die Endkonsolidierung der WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Ebersgrün KG sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt EUR 18,7 Mio., die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen des Projekts bestanden, sowie Schulden in Höhe von EUR 17,0 Mio. abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug TEUR 1. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen EUR 1,6 Mio.
4. Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze
Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2014 zum 30. Juni 2014 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013.
Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE WIND-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt.
5. Organisation und Mitarbeiter
Im Konzern der PNE WIND AG waren zum 30. Juni 2014 insgesamt 411 Personen (im Vorjahr: 196) beschäftigt. Die Mitarbeiter der Beteiligungsunternehmen sind in dieser Zahl enthalten. Von diesen Mitarbeitern (einschließlich Vorstände und Auszubildende) waren zum Stichtag 139 (im Vorjahr: 131) bei der PNE WIND AG beschäftigt. Insgesamt 272 Mitarbeiter waren bei den inländischen Tochtergesellschaften (199 Mitarbeiter) und ausländischen Tochtergesellschaften (73 Mitarbeiter) beschäftigt. Die deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus der Einbeziehung der Mitarbeiter der WKN AG (im Vorjahr erst ab 4. Juli in den Konzern einbezogen). Die personelle Basis für die Fortführung des bisherigen Wachstumskurses sollte mit der vorhandenen Mitarbeiterzahl aktuell geschaffen sein.
6. Überblick Geschäftstätigkeit
Die PNE WIND-Gruppe führte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2014 das operative Kerngeschäft der Windparkprojektierung onshore wie offshore in Deutschland sowie im Ausland kontinuierlich fort.
Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen:
Segment Projektierung von Windkraftanlagen
Teilbereich Windkraft onshore
Die Entwicklung und Realisierung von Windpark-Projekten an Land wurde im ersten Halbjahr 2014 sowohl in Deutschland als auch auf den Auslandsmärkten, in denen die PNE WIND AG über Tochtergesellschaften oder Joint Ventures tätig ist, kontinuierlich fortgeführt.
Verkürzter Konzernzwischenlagebericht
- Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze
- Organisation und Mitarbeiter
- Überblick Geschäftstätigkeit
Überblick über die Onshore-Projektaktivitäten der PNE WIND AG per 30. Juni 2014 in MW:
| Land | I-II | III | IV | Total MW |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 903 | 152 | 45 | 1.100 |
| Bulgarien | 121 | 0 | 0 | 121 |
| Rumänien | 55 | 102 | 0 | 157 |
| Türkei | 700 | 0 | 0 | 700 |
| UK | 690 | 67 | 0 | 757 |
| Ungarn | 0 | 78 | 0 | 78 |
| USA | 169 | 183 | 0 | 352 |
| Kanada | 575 | 0 | 0 | 575 |
| Gesamt | > 3.000 | 582 | 45 | >3.500 |
Phase I – II = Erkundung und Entwicklung
Phase III = Planung Phase IV = Errichtung bis Übergabe
Überblick über die Onshore-Projektaktivitäten der WKN AG per 30. Juni 2014 in MW:
| Land | I-II | III | IV | Total MW |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | 122 | 29 | 50 | 201 |
| Italien | 450 | 70 | 0 | 520 |
| Frankreich | 140 | 10 | 12 | 162 |
| Polen | 250 | 32 | 0 | 282 |
| Großbritannien | 0 | 66 | 0 | 66 |
| Südafrika | 130 | 0 | 0 | 130 |
| Schweden | 240 | 0 | 0 | 240 |
| Ukraine | 230 | 0 | 0 | 230 |
| USA | 78 | 0 | 0 | 78 |
| Gesamt | > 1.500 | 207 | 62 | > 1.700 |
Phase I – II = Erkundung und Entwicklung
Phase III = Planung Phase IV = Errichtung bis Übergabe
Deutschland:
Im Bereich "Windkraft onshore Deutschland" der PNE WIND AG wurden im ersten Halbjahr 2014 fünf Windparks mit einer Nennleistung von 38,8 MW komplett errichtet. Bereits im ersten Quartal 2014 war der Windpark "Calau II A" (Brandenburg, 15,4 MW) in Betrieb genommen worden. Im zweiten Quartal folgte das Projekt "Calau II C" (Brandenburg, 15,4 MW). Beide Projekte sind im Berichtszeitraum an die Käufer übergeben worden und daher nicht mehr im Phasenmodell dargestellt.
Weitere Projekte waren zum 30. Juni 2014 komplett errichtet aber noch nicht an die Käufer übergeben worden. Dabei handelt es sich um die Windparks "Kemberg II A" (Sachsen-Anhalt, 2,0 MW), "Görike-Söllenthin II" (Brandenburg, 2 MW) und "Leddin IV" (Brandenburg, 4 MW).
Zum 30. Juni 2014 befanden sich weitere drei Projekte der PNE WIND AG mit insgesamt 37 MW Nennleistung in Bau. Dies sind die Projekte "Calau II D" (Brandenburg, 15,4 MW), "Sontra" (Hessen, 12,0 MW) und "Kemberg III" (Sachsen-Anhalt, 9,6 MW). Diese Projekte, die komplett errichtet oder im Bau waren aber noch nicht an die Käufer übergeben wurden, sind in der Phase 4 der Tabelle dargestellt.
Außerdem lagen der PNE WIND AG zum Ende des ersten Halbjahrs 2014 Genehmigungen für weitere Windparks mit mehr als 70 MW Nennleistung vor, mit deren Bau kurzfristig begonnen werden soll. Dazu zählt unter anderem das Windpark-Projekt Chransdorf (Brandenburg), in dem in mehreren Abschnitten Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 57,6 MW errichtet werden. Für weitere vier Windparks mit rund 51,2 MW Nennleistung waren die Genehmigungen beantragt.
Um Windpark-Projekte in Deutschland an Land nach der Genehmigung zeitnah realisieren zu können, steht die PNE WIND AG ständig mit verschiedenen namhaften Herstellern von Windenergieanlagen in Kontakt. Mit den etablierten deutschen Herstellern Enercon, Senvion (vormals Repower) und Nordex sowie dem etablierten dänischen Hersteller Vestas wurden außerdem zum Teil langfristige Wartungsverträge für bereits errichtete Windenergieanlagen abgeschlossen.
Auch für die WKN-Gruppe bleibt Deutschland weiterhin ein Kernmarkt. Die mehrheitlich zur PNE WIND AG gehörende WKN AG hat im ersten Halbjahr 2014 den Windpark Kropp mit sechs Windenergieanlagen und 18,4 MW Nennleistung komplett fertiggestellt. Davon sind 9,2 MW an die Käufer übergeben und nicht mehr in der Phase 4 der Tabelle erhalten. In der Phase 4 dargestellt sind der zweite Teil des Windparks Kropp, das Projekt Nentzelsrode mit 4,6 MW Nennleistung, der Windpark Kastorf mit einer Gesamtleistung von 15,4 MW und das Repoweringprojekt Weidehof mit 18 MW Nennleistung. Für weitere fünf Windparks mit rund 52,9 MW Nennleistung waren die Genehmigungen beantragt.
Insgesamt bearbeitete die PNE WIND-Gruppe (PNE WIND AG und WKN AG) zum Ende des ersten Halbjahres 2014 in Deutschland onshore Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von rund 1.300 MW in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung.
Auch im Ausland wurde von der PNE WIND-Gruppe das Kerngeschäft der Projektentwicklung kontinuierlich weitergeführt.
Bulgarien:
In Bulgarien setzte die PNE WIND AG die Entwicklung von Windparks fort. Allerdings sind die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in Bulgarien nach einer deutlichen Absenkung der Einspeisevergütung in 2012 derzeit schlecht. Dies erschwert es, Windpark-Projekte dort rentabel zu errichten und zu betreiben. Daher wird die vorhandene Projektpipeline in Bulgarien weiterhin auf ihre Rentabilität und damit auf ihre spätere Umsetzbarkeit überprüft.
Frankreich:
Im ersten Quartal 2014 hat die WKN-Gruppe in Frankreich die Bau- und Umweltgenehmigung für ein Projekt mit 10 MW Nennleistung erhalten. Derzeit wird in diesem Projekt die Widerspruchsfrist abgewartet, um bei Widerspruchsfreiheit anschließend mit dem Projekt in den Verkauf zu gehen.
Die WKN-Gruppe hat 2013 die Rechte an einem Projekt mit einer Nennleistung von 12 MW an die KGAL GmbH & Co. KG, einem Investmentmanager für langfristige Realkapitalanlagen, veräußert. Dabei wurden der Betreibergesellschaft ein Anlagenliefervertrag mit ENERCON sowie ein Netzanschlussvertrag vermittelt. Auf Basis der abgeschlossenen Verträge stellt die WKN France SAS die notwendige Kabelinfrastruktur einschließlich Übergabestation, Wege und Kranstellflächen her und hat die Bauleitung für das Gesamtvorhaben übernommen. Der Windpark wurde wie vereinbart im Juli 2014 in Betrieb genommen.
Außerdem wurden für drei weitere Projekte die Anträge auf Bau- und Umweltgenehmigungen mit einer Gesamtnennleistung von 39 MW eingereicht. Hier findet derzeit die amtliche Prüfung statt.
Großbritannien:
PNE WIND UK Limited plant innerhalb der nächsten Jahre umfangreiche Investitionen in Windpark-Projekte in Großbritannien, die mit einer zu installierenden Nennleistung von mehr als 750 MW derzeit entwickelt werden. Dabei handelt es sich sowohl um Projekte, die von der PNE WIND AG eigenständig entwickelt werden, wie auch um Projekte, die gemeinsam mit der schottischen Forstverwaltung vorangebracht werden. Die Zusammenarbeit mit der schottischen Forstverwaltung (Scottish Forestry Commission) bei der Entwicklung von Windpark-Flächen in Zentral-Schottland wurde intensiv weitergeführt. Im schottischen National Forest der Verwaltungsbezirke Argyll und Bute, West Dunbartonshire, Stirling, Perth und Kinross sowie Angus wurden Flächen für bis zu 13 Windpark-Projekte identifiziert. Mit einer in 2013 erzielten Einigung auf die vertragliche Gestaltung für die zukünftigen gemeinsamen Projektentwicklungen und -gesellschaften wurde auch der zeitliche Ablauf für die weitere Entwicklung der ausgewählten Projekte mit der Forestry Commission festgelegt. PNE WIND entwickelt diese in enger Abstimmung mit der Forestry Commission und den Gemeinden vor Ort.
Unabhängig von der Zusammenarbeit mit der Forestry Commission werden von PNE WIND UK in Großbritannien weitere Windpark-Projekte entwickelt. Für das Projekt "Tralorg" (20 MW) wurde die Genehmigung des schottischen Energieministers im Februar 2014 erteilt. Im Juni 2014 wurde außerdem die Genehmigung für das Projekt "Penbreck" mit 18 MW erteilt, das in einem zusätzlichen Abschnitt, der noch genehmigt werden muss, weitere 9 MW umfasst und damit auf 27 MW Gesamtnennleistung kommt.
Für ein Projekt der WKN-Gruppe mit 66 MW, für das in 2013 die Genehmigung seitens der lokalen Genehmigungsbehörde (Highland Council) erteilt wurde, wird derzeit in einem zweiten Schritt die Genehmigung durch den schottischen Energieminister eingeholt. Das Projekt ist aufgrund seiner positiven Zusammenarbeit mit den Gemeinden in einer von der Regierung erarbeiteten Studie als Vorzeige-Beispiel benannt worden (Scottish Government Good Practice Principles for Community Benefits from Onshore Renewable Energy Developments).
Italien:
In Italien wurde Anfang Juni 2014 die Baugenehmigung für das Windparkprojekt Castelgrande mit 30 MW in der süditalienischen Region Basilikata erlangt. Im Windpark sollen insgesamt 10 Windenergieanlagen der 3-Megawatt-Klasse errichtet werden. Nach Erhalt der Genehmigung hat WKN mit dem Projekt Ende Juni am diesjährigen Auktionsverfahren teilgenommen. Die Vorbereitungen zur Realisierung des Projektes Castelgrande laufen intensiv. Baubeginn und Errichtung des Windparks sind für 2015/16 geplant.
Das Projekt Valle (40 MW) hat bereits im dritten Quartal 2013 eine Umweltgenehmigung erhalten. Offen für die erforderliche Baugenehmigung ist eine Einigung mit dem Netzbetreiber und den Mitbewerbern bezüglich des Netzanschlusses. Eine Einigung konnte bisher nicht erzielt werden, so dass – wie im letzten Bericht angekündigt – das Projekt nicht am diesjährigen Tender teilnehmen konnte.
Polen:
Im Oktober 2013 erhielt WKN die Baugenehmigung für ein Projekt mit einer Nennleistung von 32,2 MW. Zurzeit finden Gespräche mit potenziellen Investoren statt mit dem Ziel, das Projekt bis Ende 2015 fertigzustellen. Ab 2016 soll das polnische Erneuerbare Energien Gesetz neu reguliert werden. Ein wichtiger erster Schritt in der politischen Diskussion war die Veröffentlichung des neuen Gesetzentwurfs im ersten Quartal 2014.
Rumänien:
In Rumänien wurde die Entwicklung von Windparks durch die PNE WIND AG fortgesetzt. Allerdings sorgen Änderungen des Vergütungssystems, über die derzeit diskutiert wird, für Unsicherheit. In Rumänien werden von der PNE WIND AG derzeit Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von bis zu 157 MW im fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung bearbeitet. Für zwei Projekte mit einer Nennleistung von insgesamt 102 MW wurden bereits die Genehmigungen erteilt, der Netzanschluss gesichert sowie die technische Baureife erreicht.
Schweden:
Derzeit entwickelt die WKN-Gruppe in Schweden vier Windpark-Projekte. Die Antragsunterlagen zur Umweltgenehmigung für diese Projekte wurden in 2013/2014 eingereicht und werden von den zuständigen Behörden bearbeitet. Mit der Erteilung erster Genehmigungen wird innerhalb des vierten Quartals 2014 gerechnet.
Südafrika:
Im Ausschreibungsverfahren (Tender) 2014 wird sich die WKN-Gruppe mit dem Projekt "Banna Ba Pifhu" mit 30 MW beteiligen. Die Genehmigung wird kurzfristig vor dem Abgabetermin erwartet. Aufgrund vereinfachter Tender-Bedingungen ist die Vorbereitung der Ausschreibung erleichtert.
Das Ubuntu-Projekt, das den Zuschlag in 2013 nicht erhalten hat, wird zum Tender in 2015 vorbereitet. Für einen Tender in 2016 wird ein weiteres Projekt mit 80 MW vorbereitet.
Die Evaluierung der weiteren Projektpipeline wurde abgeschlossen. Verhandlungen oder Vertragsabschlüsse werden nach der Tenderteilnahme von "Banna Ba Pifhu" erfolgen.
Türkei:
In der Türkei entwickelt die PNE WIND AG derzeit Windpark-Projekte mit bis zu 700 MW zu installierender Nennleistung. Diese Projekte werden für die nächste von der Regierung geplante Lizensierungsrunde vorbereitet, die Voraussetzung für die Realisierung solcher Vorhaben ist. Anfang April 2014 vereinbarten die PNE WIND AG und die STEAG GmbH, eine gemeinsame Gesellschaft zu gründen, in der zukünftig gemeinsam Windpark-Projekte in der Türkei entwickelt werden sollen. PNE WIND und STEAG werden jeweils 50 Prozent an der Gesellschaft halten.
Ukraine:
In der Ukraine arbeitet die WKN AG derzeit an mehreren Windpark-Projekten, die sich in einem frühen Entwicklungsstadium befinden. Aufgrund der politischen Situation werden alle Aktivitäten vorerst gestoppt und lediglich noch projekt- und strukturerhaltende Maßnahmen ausgeführt.
Ungarn:
In Ungarn sind zwei von Tochterunternehmen der PNE WIND AG entwickelte Windpark-Projekte bereits genehmigt. In ihnen können 32 Windenergieanlagen mit 78 MW Nennleistung errichtet werden. Mit diesen genehmigten Windparks werden sich die ungarischen Tochterunternehmen an der nächsten Ausschreibung für Netzanschlüsse an das Höchstspannungsnetz in Ungarn beteiligen oder die bereits erreichte Wertschöpfung durch einen Verkauf der Projekte realisieren.
USA:
In den USA sind die Strompreise aufgrund aktueller Senkungen der Gaspreise sehr niedrig. Dennoch ist nach Einschätzung der Internationalen Energie Behörde (IEA) davon auszugehen, dass die Strompreise mittelfristig steigen werden und ein weiterer Ausbau der Windenergie in den USA zu erwarten ist. Aufgrund dieser Perspektive steht die verstärkte Entwicklung des Projekt-Bestandes im Fokus der PNE WIND USA. Die bereits bisher bearbeiteten Windpark-Projekte werden intensiv weiterentwickelt und wirtschaftlich optimiert, um sie möglichst bald ergebniswirksam vermarkten zu können. Im vierten Quartal 2013 hat die PNE WIND USA mit dem Bau des Windpark-Projekts "Chilocco" im US-Bundesstaat Oklahoma begonnen. In mehreren Projektphasen können Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 153 MW errichtet werden.
In den USA verfügt die WKN-Gruppe über ein Projekt im Bundesstaat Montana in dem mit einer Nennleistung von 78 MW errichtet werden können.
Ausland gesamt:
Insgesamt entwickelten die Unternehmen der PNE WIND-Gruppe zum Stichtag 30. Juni 2014 in den Auslandsmärkten, in denen sie mit Tochtergesellschaften oder über Joint Ventures tätig sind, Projekte mit mehr als 3.900 MW zu errichtender Nennleistung, die sich in unterschiedlichen Phasen des mehrjährigen Entwicklungsprozesses befinden. Aufgrund der Geschäftsentwicklung im Konzern ist der Vorstand zuversichtlich, durch die Internationalisierung der Windpark-Projektierung das Geschäft zu diversifizieren und das Unternehmenswachstum weiter vorantreiben zu können.
Teilbereich Windkraft offshore
Überblick über die Offshore-Projektaktivitäten der PNE WIND AG per 30. Juni 2014:
| Projekt | Phase | WEA | Total MW |
|---|---|---|---|
| Borkum Riffgrund I * | 7 | 78 | 312 |
| Borkum Riffgrund II * | 5 | 97 | 349 |
| Gode Wind 1 * | 7 | 55 | 330 |
| Gode Wind 2 * | 7 | 42 | 252 |
| Gode Wind 3 * | 1 | 15 | 90 |
| Gode Wind 4 * | 4 | 42 | 252 |
| Nautilus II * | 2 | 68 | 476 |
| Nemo | 2 | 80 | 480 |
| Jules Vernes | 2 | 80 | 480 |
| Nautilus I | 2 | 80 | 480 |
| Atlantis I | 2 | 80 | 400 |
| Atlantis II | 2 | 80 | 400 |
| Atlantis III | 2 | 80 | 400 |
| Gesamt | 877 | 4.700 |
* PNE WIND AG als Dienstleister aktiv
Phase 1 = Projektfindungsphase Phase 2 = Antragskonferenz erfolgt
Phase 3 = Erörterungstermin erfolgt
Phase 4 = Genehmigung bzw. Planfeststellungsbeschluss erteilt
Phase 5 = Zusage des Netzanschlusses Phase 6 = Investitionsentscheidungen erfolgt
Phase 7 = im Bau
"Atlantis"-Projekte
Die Geschäftsaktivitäten der PNE WIND AG im Offshore-Bereich wurden im Geschäftsjahr 2013 deutlich ausgeweitet: Über die Tochtergesellschaften "Atlantis" I bis III wurden drei Offshore-Projekte von der BARD Engineering GmbH erworben, um am erwarteten weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie in Deutschland zu partizipieren. Die Projekte sind vom vorherigen Eigentümer bereits so weit entwickelt worden, dass sie sich nunmehr im Planfeststellungsverfahren beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) befinden. Die PNE WIND AG will die erworbenen Projekte über die Genehmigung hinaus bis zur Baureife weiter entwickeln. Aufgrund der Erfahrungen im Offshore-Bereich verfügt die PNE WIND AG über die Kompetenz zur werthaltigen Entwicklung solcher Vorhaben.
Die PNE WIND-Tochtergesellschaften "Atlantis" I bis III zahlten bei Vollzug des Kaufvertrags einen Kaufpreis von insgesamt 17 Mio. Euro. Darüber hinaus wurden mit dem Verkäufer variable Teilzahlungen vereinbart, die jeweils zu festgelegten Projektfortschritten oder bei einem Verkauf der Projekte fällig werden und den festen Kaufpreis deutlich übersteigen können.
In den drei erworbenen Offshore-Windparkprojekten können nach derzeitiger Planung insgesamt bis zu 240 Offshore-Windenergieanlagen der 5 MW-Klasse errichtet werden. Die Projektgebiete befinden sich in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) in der Nordsee.
Projekte "Nemo", "Nautilus" und "Jules Verne"
Kontinuierlich wurde im Berichtszeitraum auch an den weiteren Offshore-Projekten der PNE WIND AG in der Nordsee gearbeitet. Derzeit werden die Projekte "Nemo", "Nautilus" und "Jules Verne" zur Genehmigungsreife entwickelt. Diese Offshore-Projekte befinden sich in der Nordsee innerhalb der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) rund 180 Kilometer nordwestlich der Insel Helgoland. Nach derzeitigem Planungsstand können in den Projektgebieten jeweils 80 Standorte von Offshore-Windenergieanlagen geplant und genehmigt werden.
"Gode Wind"-Projekte
Bereits im August 2012 wurden die Offshore-Windparks "Gode Wind" 1 bis 3 an den dänischen Energiekonzern DONG Energy Power A/S (DONG Energy) verkauft, der diese inzwischen auf die Projekte "Gode Wind" 1 bis 4 aufteilte. Die Anteile an den Projekten "Gode Wind" 1 und 2 sind zu 100 Prozent an DONG Energy übergegangen, während der Vollzug des Verkaufs der Anteile an der Projektgesellschaft für das Windparkprojekt Gode Wind III noch unter dem Vorbehalt des Erhalts eines Planfeststellungsbeschlusses steht. Die Inbetriebnahme von "Gode Wind" 1 und 2 ist für 2016 geplant. Die PNE WIND AG hat bisher für die Anteile, die verauslagten Projektentwicklungskosten und für erreichte Milestones Zahlungen in Höhe von insgesamt 129 Mio. Euro erhalten.
Beim Erreichen festgelegter Projektfortschritte werden darüber hinaus weitere wesentliche Teilzahlungen aus den Projektverkäufen von kumuliert bis zu 25 Mio. Euro erfolgen. Ein weiterer wesentlicher Projektfortschritt wird mit der Genehmigung des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) für das Projekt "Gode Wind 3" erreicht. Ein weiterer wichtiger Projektschritt ist die Entscheidung zur Finanzierung und zum Bau des zweiten Bauabschnitts von "Gode Wind 2" (dem jetzigen "Gode Wind 4"), die eine Zahlung von 15 Mio. Euro auslösen wird.
Im Rahmen der Transaktion wird die PNE WIND AG darüber hinaus DONG Energy mindestens bis 2017 als Dienstleister bei der Realisierung der Projekte unterstützen. Das Volumen dieses Dienstleistungsvertrages beläuft sich im Zeitraum 2012 bis 2017 auf bis zu 8,5 Mio. Euro.
"Borkum Riffgrund"-Projekte
Positiv entwickelte sich auch das in früheren Jahren an den dänischen Energiekonzern DONG Energy verkaufte Offshore-Windpark-Projekt "Borkum Riffgrund I", an dessen Entwicklung die PNE WIND AG als Dienstleister weiter beteiligt ist. Nachdem DONG Energy die Investitionsentscheidung für "Borkum Riffgrund I" getroffen hat, ist mit dem Bau des Offshore-Windparks begonnen worden. Die ersten Windenergieanlagen sollen 2014 in Betrieb genommen werden. Das für den Netzanschluss benötigte Umspannwerk DolWin alpha wird von ABB im Auftrag von TenneT für eine Leistung von 800 MW ausgelegt und soll in 2014 fertiggestellt werden. Für das benachbarte Offshore-Projekt "Borkum Riffgrund II" erteilte das BSH im Dezember 2011 die Baugenehmigung. DONG Energy hatte dieses Projekt zwischenzeitlich zurückgestellt, da der Netzbetreiber TenneT anfangs keine zeitlich bestimmte Netzanschlusszusage für dieses Projekt gegeben hatte. DONG Energy hat derzeit die Weiterentwicklung wieder aufgenommen, jedoch noch keine endgültige Investitionsentscheidung für "Borkum Riffgrund II" getroffen.
Projekt "Nautilus II"
Das von der PNE WIND AG entwickelte Offshore-Projekt "Nautilus II" befindet sich noch in der Planungs- und Antragsphase. Auch nach dem Verkauf des Projekts im November 2011 ist die PNE WIND AG zunächst bis zum Erreichen der Genehmigung als Projektentwickler für Ventizz /Hochtief tätig. Das Projekt wird zur Zeit mit 68 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von jeweils bis zu 7 MW geplant. Das Projektgebiet befindet sich in der Nordsee innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland rund 180 Kilometer nordwestlich von Helgoland.
Offshore gesamt
Insgesamt bearbeitete der Offshore-Bereich der PNE WIND AG zum Stichtag 30. Juni 2014 13 Offshore-Projekte, davon sechs eigene sowie sieben weitere als Dienstleister. Drei von der PNE WIND AG entwickelte und verkaufte Projekte haben eine unbedingte Netzzusage von TenneT erhalten und befinden sich bereits in Bau: "Borkum Riffgrund I" sowie "Gode Wind" 1 und 2. Nach dem gegenwärtigen Planungsstand können in den eigenen Offshore-Windparks insgesamt bis zu 480 Windenergieanlagen errichtet werden. Maßgeblich für die genaue Zahl ist unter anderem die Nennleistung der auszuwählenden Anlagen, die zwischen 3 und 7 MW betragen kann. Insgesamt liegt die geplante realistische Nennleistung der sechs eigenen Offshore-Projekte bei bis zu 2.640 MW.
Segment Stromerzeugung
Im Segment Stromerzeugung sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien befasst sind. Dieser Bereich beinhaltet unter anderem die von der PNE WIND AG selbst betriebenen Windparks "Altenbruch II" und "Laubuseschbach", den Solarpark "Passauer Land", welcher seit 2006 von der WKN-Gruppe mit einer Nennleistung von rund 3,3 MWp in Bayern betrieben wird, sowie die PNE Biomasse GmbH, die per Geschäftsbesorgungsvertrag das Personal für das Holzheizkraftwerk in Silbitz stellt, welches ebenfalls in diesem Segment erfasst wird. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Onshore-Windpark-Projekte umgesetzt werden sollen.
Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment Stromerzeugung im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Windparks ausgewiesen.
Das Segment Stromerzeugung hat im ersten Halbjahr 2014 ein EBIT von 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr 1,3 Mio. Euro) erreicht.
Überblick Geschäftstätigkeit Wirtschaftsbericht
Verkürzter
7. Wirtschaftsbericht
a. Umsatz und Ertragslage
Die im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS ermittelt und dargestellt.
Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.
Die Angaben für den Konzern sind aufgrund der wesentlichen Auswirkungen der Einbeziehung des WKN Teilkonzerns nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar (Erstkonsolidierungszeitpunkt des WKN Teilkonzerns war der 4. Juli 2013).
Der PNE WIND AG-Konzern erzielte gemäß IFRS im ersten Halbjahr 2014 eine Gesamtleistung von 134,7 Mio. Euro (im Vorjahr 37,4 Mio. Euro). Davon entfallen 117,9 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr 21,7 Mio. Euro), 15,1 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr 15,3 Mio. Euro) sowie 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr 0,4 Mio. Euro) auf sonstige betriebliche Erträge.
Die Aktivitäten des Konzerns in der Projektentwicklung im In- und Ausland, onshore wie offshore, spiegeln sich auch in den Aufwandspositionen wider. Der Materialaufwand im Konzern erhöhte sich aufgrund der Weiterentwicklung von On- und Offshore-Projekten und der Umsetzung von Onshore-Projekten von 26,0 Mio. Euro auf nunmehr 105,4 Mio. Der Personalaufwand belief sich im ersten Halbjahr 2014 auf 13,3 Mio. Euro und erhöhte sich damit im Vergleich zum Wert der Vorjahresperiode (7,1 Mio. Euro).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern in Höhe von 9,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 7,4 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten, Werbe- und Reisekosten sowie Miet- und Leasingaufwendungen.
Die Abschreibungen erhöhten sich auf 3,7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum (2,6 Mio. Euro). Im Wesentlichen sind die Abschreibungen auf den im Eigenbetrieb befindlichen Windpark "Altenbruch II", den Solarpark "Passauer Land" und das Holzheizkraftwerk Silbitz angefallen.
Auf Konzernebene wurde im ersten Halbjahr 2014 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 2,8 Mio. Euro (im Vorjahr -5,6 Mio. Euro), und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) in Höhe von -3,0 Mio. Euro (im Vorjahr -8,4 Mio. Euro) erzielt. Das Konzern-Ergebnis nach Minderheitenanteilen belief sich auf -2,4 Mio. Euro (im Vorjahr -8,8 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,04 Euro (im Vorjahr -0,21 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf -0,04 Euro (im Vorjahr -0,15 Euro).
Das kumulierte Konzern-Bilanzergebnis beläuft sich per 30. Juni 2014 auf 24,4 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 35,2 Mio. Euro).
Bei den im Konzern konsolidierten Tochtergesellschaften wurden im ersten Halbjahr 2014 die wesentlichen Umsätze aus Managementvergütungen und Serviceleistungen in Höhe von 1,7 Mio. Euro (im Vorjahr 1,4 Mio. Euro), aus Umspannwerknutzungsentgelt in Höhe von 0,8 Mio. Euro (im Vorjahr 0,7 Mio. Euro) und aus Stromverkaufserlösen im Bereich Stromerzeugung in Höhe von 6,2 Mio. Euro (im Vorjahr 5,4 Mio. Euro) erzielt. Der konsolidierte Konzern der WKN AG hat im ersten Halbjahr 2014 mit 44,6 Mio. Euro (im Vorjahr 0,0 Mio. Euro) zu den Konzernumsatzerlösen und -1,9 Mio. Euro (im Vorjahr 0,0 Mio. Euro) zum Konzern-EBIT beigetragen (der WKN Konzern wurde im Vorjahr erst per 4. Juli 2013 im PNE Konzern konsolidiert).
Die Ergebnisse des Konzerns entsprechen unter Berücksichtigung der Vorleistungen in der Projektentwicklung, die sich mittel- bis langfristig auszahlen sollen, den Erwartungen des Vorstandes.
b. Finanzlage/Liquidität
Die Zahlen im Text und den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.
Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung Aufschluss. Zum 30. Juni 2014 stand den Konzernunternehmen eine Liquidität inklusive zur Verfügung stehendender Konsortial-Betriebsmittellinien der WKN AG (siehe Erläuterung unten) und Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 150,7 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 0,3 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (im Vorjahr: 117,6 Mio. Euro, davon 7,9 Mio. Euro verpfändet).
Die zur Verfügung stehende Liquidität gliedert sich auf in
- Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 46,6 Mio. Euro,
- freie Konsortial-Betriebsmittellinien in Höhe von 11,6 Mio. Euro und
- zur Verfügung stehende Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 92,5 Mio. Euro.
Die PNE WIND AG verfügt zudem über eine Avalkredit-Fazilität für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale in Höhe von 3 Mio. Euro und die WKN AG über insgesamt 15 Mio. Euro.
Erläuterung:
Die WKN-Gruppe finanziert sich im Wesentlichen aus einem Betriebsmittel-Konsortialkredit über insgesamt 29 Mio. Euro sowie einem endfälligen Betriebsmitteldarlehen über 6 Mio. Euro als Sockelfinanzierung. Die Konsortialkredite haben eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2016. Ferner bestehen auf Ebene der WKN AG weitere Betriebsmittel-Kreditlinien über 0,6 Mio. Euro.
Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -15,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 5,5 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt
- durch das negative Konzernergebnis,
- durch die Zunahme der Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung aufgrund der in der Umsetzung befindlichen Windparks,
- von den Ausgaben für die Weiterentwicklung der Projektpipeline, welche sich in den Vorräten abzeichnet und
- von der Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Passiva.
Wirtschaftsbericht
Beim Cash Flow aus Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Ein- bzw. Auszahlungen für Investitionen in das Konzernanlagevermögen in Höhe von -3,1 Mio. Euro (im Vorjahr: -1,4 Mio. Euro) getätigt bzw. erhalten. Geprägt war der Cash Flow im Wesentlichen von den Investitionen in Umspannwerke für die in der Umsetzung befindlichen Windparkprojekte.
Im Berichtszeitraum war der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -8,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 56,7 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt
- durch die Zahlung der Dividende in Höhe von -8,2 Mio. Euro,
- durch die Tilgung und den Abgang von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -4,5 Mio. Euro sowie durch die Inanspruchnahme von Bankkrediten in Höhe von 4,2 Mio. Euro unter anderem zur Projektzwischenfinanzierung der in der Umsetzung befindlichen Windparkprojekte.
Durch die Wandlung von Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2010/2014 im Volumen von nominal 290.400,00 Euro wurden im Berichtszeitraum weitere 131.986 neue Aktien ausgegeben. Außerdem wurden durch die Wandlung von Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2009/2014 im Volumen von nominal 2.340.800,00 Euro im Berichtszeitraum weitere 936.320 neue Aktien ausgegeben. Zum Stichtag 30. Juni 2014 betrug das Grundkapital der Gesellschaft somit 55.926.754,00 Euro.
Zum Stichtag 30. Juni 2014 verfügte der Konzern über einen Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt 46,6 Mio. Euro (Vorjahr: 97,4 Mio. Euro).
Der PNE WIND AG stand zum 30. Juni 2014 eine Liquidität in Höhe von 36,4 Mio. Euro (im Vorjahr 91,9 Mio. Euro, davon 7,9 Mio. Euro verpfändet) zur Verfügung, die in Höhe von 0,3 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist.
Weitere Informationen zur Liquiditätssituation und der finanziellen Lage des Konzerns sowie der PNE WIND AG finden sich in den jeweiligen Tabellen zur Kapitalflussrechnung im Anschluss an diesen Lagebericht.
| Aktiva (in Mio. EUR) | 30.06.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Summe der langfristigen Vermögenswerte | 149,9 | 150,2 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 56,1 | 56,3 |
| Sachanlagen | 75,4 | 76,1 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 8,7 | 8,6 |
| Latente Steuern | 9,6 | 9,2 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 0,8 | 0,8 |
| Summe der kurzfristigen Vermögenswerte | 269,4 | 283,9 |
| Vorräte | 155,0 | 145,9 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 66,3 | 59,4 |
| Steuerforderungen | 1,5 | 1,2 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 46,6 | 77,4 |
| Bilanzsumme | 420,1 | 434,9 |
c. Vermögenslage
Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme der PNE WIND AG insgesamt 420,1 Mio. Euro. Damit verringerte sich der Wert um 3,4 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2013.
Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von 150,2 Mio. Euro zum Jahresende 2013 auf aktuell 149,9 Mio. Euro ab. Zum 30. Juni 2014 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 56,1 Mio. Euro und verringerten sich um 0,2 Mio. Euro gegenüber dem Wert zum 31. Dezember 2013. Die mit Abstand größten Einzelposten dieser Position sind dabei die Firmenwerte im Segment Projektierung Windkraft in Höhe von 51,8 Mio. Euro (davon Projektierung Windkraft 20,0 Mio. Euro und WKN 31,5 Mio. Euro). Im selben Zeitraum verringerten sich die Sachanlagen um 0,7 Mio. Euro auf 75,4 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 76,1 Mio. Euro). Hierunter fallen im Wesentlichen Grundstücke und Bauten (17,6 Mio. Euro ohne Grundstücke und Bauten von "Silbitz"), im Besitz befindliche Umspannwerke und geleistete Anzahlungen für Umspannwerke (9,8 Mio. Euro) sowie die technischen Anlagen und Maschinen des Windparkprojekts Altenbruch II (27,5 Mio. Euro), des Solarparks "Passauer Land" (9,9 Mio. Euro) und des Holzheizkraftwerks Silbitz (5,3 Mio. Euro inklusive Grundstücke und Bauten in Höhe von 3,0 Mio. Euro).
Unter der Position "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" werden die Anlagen im Bau aus dem Offshore-Projekt "Gode Wind 3" ausgewiesen.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum ein Rückgang von 283,9Mio.Euro (31. Dezember 2013) auf 269,4 Mio. Euro per 30. Juni 2014 zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist dieser Rückgang auf die Verringerung der Zahlungsmittel zurückzuführen. Von den kurzfristigen Vermögenswerten entfallen 47,1 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2013: 34,4 Mio. Euro).
Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen erhöhten sich von 129,2 Mio. Euro (31. Dezember 2013) auf 148,1 Mio. Euro. Im Wesentlichen ist der Anstieg der unfertigen Leistungen durch die Weiterentwicklung der Projektpipeline und der in der Umsetzung befindlichen Projekte geprägt. In den unfertigen Leistungen sind die Offshore-Projekte "Nemo", "Nautilus", "Jules Verne" sowie "Atlantis I – III" mit insgesamt 37,5 Mio. Euro enthalten.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 46,6 Mio. Euro zum 30. Juni 2014 (per 31. Dezember 2013: 77,4 Mio. Euro).
| Passiva (in Mio. EUR) | 30.06.2014 | 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 142,1 | 150,6 |
| Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1,0 | 1,0 |
| Rückstellungen | 12,3 | 12,1 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 165,7 | 174,4 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 87,7 | 85,7 |
| Abgegrenzte Umsatzerlöse | 11,3 | 11,1 |
| Schulden i.V. mit zur Veräußerung bestimmten Anlagen | 0,0 | 0,0 |
| Bilanzsumme | 420,1 | 434,9 |
Konzernzwischenabschluss Verkürzter Konzernanhang
Auf der Passivseite verringerte sich das Konzerneigenkapital von 150,6 Mio. Euro (31. Dezember 2013) auf 142,1 Mio. Euro zum 30. Juni 2014. Bedingt war diese Entwicklung im Wesentlichen durch das negative Ergebnis des Konzerns und die Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2013. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 30. Juni 2014 ca. 34 Prozent (per 31. Dezember 2013: ca. 35 Prozent) und die Fremdkapitalquote ca. 66 Prozent (per 31. Dezember 2013: ca. 65 Prozent). Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich von 174,4 Mio. Euro Ende 2013 auf 165,7 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 163,8 Mio. Euro. Darunter befindet sich die Verbindlichkeit aus der im Mai und September 2013 begebenen Unternehmensanleihe in Höhe von netto 95,8 Mio. Euro. Die Bruttoeinnahme der Anleihe betrug 100,0 Mio. Euro, nach IFRS wurden die direkt mit der Anleihe zusammenhängenden Aufwendungen in Höhe von 5,1 Mio. Euro mit den Verbindlichkeiten aus der Anleihe verrechnet. Die Erfassung dieser Aufwendungen erfolgt über die Laufzeit der Anleihe im Zinsaufwand (seit Ausgabe der Anleihe ist hieraus ein Zinsaufwand von 0,9 Mio. Euro, davon im ersten Halbjahr 2014 in Höhe von 0,5 Mio. Euro, erfasst worden). Darüber hinaus sind langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 60,3 Mio. Euro enthalten. Im Wesentlichen sind in den Kreditverbindlichkeiten enthalten:
- die Konsortial-Betriebsmittellinie der WKN AG (18,0 Mio. Euro, davon langfristig 18,0 Mio. Euro – siehe Exkurs unten),
- endfällige Betriebsmitteldarlehen der WKN AG (6,0 Mio. Euro, davon langfristig 6,0 Mio. Euro),
- die Projektfinanzierung des Solarparks "Passauer Land" (6,4 Mio. Euro, davon langfristig 5,6 Mio. Euro),
- die Projektfinanzierungen des Windparks "Altenbruch II" (23,9 Mio. Euro, davon langfristig 20,7 Mio. Euro),
- die Projektfinanzierung des Holzheizkraftwerks (HKW) Silbitz (3,0 Mio. Euro, davon langfristig 2,3 Mio. Euro),
- die Projektfinanzierungen für in Umsetzung befindliche Windparkprojekte in Deutschland (1,0 Mio. Euro, davon langfristig 0,0 Mio. Euro),
- die Finanzierung der Gebäude der Gesellschaften PNE WIND AG am Unternehmenssitz in Cuxhaven und der WKN AG in Husum (4,9 Mio. Euro, davon langfristig 4,2 Mio. Euro).
Erläuterung:
Kurzfristig fällige Darlehensverbindlichkeit aus der Inanspruchnahme der Konsortial-Betriebsmittellinie der WKN AG in Höhe von 18,0 Mio. Euro, welche im Wesentlichen als kurzfristige Geldmarktkredite aufgenommen sind, wurden entsprechend IAS 1.73 als langfristig eingestuft, da im Rahmen eines langfristigen Konsortialkredites ein Anspruch auf eine Refinanzierung dieser Verbindlichkeiten besteht und der Konzern beabsichtigt, von dieser Möglichkeit Gebrauch zu machen.
Am 30. Juni 2014 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG 55.926.754 Stück. Die Erhöhung gegenüber dem 31. Dezember 2013 (54.858.448 Stück) ergibt sich aus der Wandlung von Wandelschuldverschreibungen im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2014.
Die PNE WIND AG hat den an der Betreiber-Gesellschaft des HKW Silbitz beteiligten Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurückzuerwerben. Aufgrund dieser Zusage wird unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten eine abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit zum 30. Juni 2014 in Höhe von 6,1 Mio. Euro ausgewiesen. Zudem hat die PNE WIND AG den Kommanditisten der HKW Silbitz GmbH & Co. KG eine Ausschüttungsgarantie bis 2016 angeboten, welche mit einem abgezinsten Wert von 0,8 Mio. Euro in den Rückstellungen bilanziert ist.
Im ersten Halbjahr 2014 erhöhten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 85,7 Mio. Euro (31. Dezember 2013) auf 87,7 Mio. Euro. Darunter fallen die Verbindlichkeiten gegenüber den Wandelanleihegläubigern in Höhe von 7,2 Mio. Euro (ein Teil der Wandelanleihe wird nach IFRS als Eigenkapital dargestellt), die bisher unter den langfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden. Die Laufzeit der Wandelanleihen endet im Juli (Wandelanleihe 2009/2014) bzw. Ende Dezember 2014 (Wandelanleihe 2010/2014). Ebenso unter den kurzfristigen und nicht mehr unter den langfristigen Verbindlichkeiten werden die Genussrechte der PNE WIND AG und der WKN AG ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 12,1 Mio. Euro (31. Dezember 2013) auf 14,9 Mio. Euro. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten, welche die kurzfristigen Kreditverbindlichkeiten beinhalten, reduzierten sich von 39,0 Mio. Euro (31. Dezember 2013) auf 28,3 Mio. Euro. Die Veränderung beruht hier im Wesentlichen auf kurzfristigen Projektzwischenfinanzierungen mit Laufzeiten unter einem Jahr, welche nach Übergabe der Windparks auf die Investoren übergehen bzw. übergegangen sind. Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung (nach DVFA – Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Asset Management) am 30. Juni 2014 somit 142,4 Mio. Euro (31. Dezember 2013: 134,1 Mio. Euro).
8. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2014 ergaben sich folgende Transaktionen mit nahe stehenden Personen:
Die PNE WIND AG hat mit der net.curity InformationsTechnologien GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter Herr Rafael Vazquez Gonzalez Aufsichtsrat der PNE WIND AG bis zum 4. Juni 2014 war, Beratungsverträge zur Erbringung von EDV-Dienstleistungen abgeschlossen. Im Berichtszeitraum erfolgten daraus Transaktionen mit einem Volumen von netto EUR 122.884,94 (i. V. EUR 124.755,37). In diesem Betrag ist ein Betrag von netto EUR 0,00 (i. V. EUR 0,00) für Investitionen der PNE WIND AG in Soft- und Hardwareausstattungen enthalten. Die Geschäftsvorfälle entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern. Zum 30. Juni 2014 bestand eine Verbindlichkeit aus dieser Transaktion in Höhe von TEUR 5 (i. V. TEUR 4).
Die net.curity InformationsTechnologien GmbH ist für die einwandfreie Funktion der elektronischen Datenverarbeitung der PNE WIND AG einschließlich Wartung und Instandhaltung der Geräte und Anlagen sowie für die Aktualisierung der Programme zuständig. Darüber hinaus stellt sie die erforderlichen Server- und Speicherkapazitäten sowie den technischen Service für die Firmen-Webseite und Kommunikationseinrichtungen.
- Wirtschaftsbericht
- Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen Vertrieb und Marketing
- Entwicklung und Innovationen
Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
Immaterielle Unternehmenswerte/Nachhaltige Entwicklung
9. Vertrieb und Marketing
Der Vertrieb der Windpark-Projekte, die an Land errichtet werden, stützt sich weiterhin auf den Direktverkauf an Einzel- und Großinvestoren. Mit diesem Direktvertrieb hat die PNE WIND AG in den vergangenen Jahren positive Erfahrungen gemacht und wird diesen bewährten Weg daher auch künftig verfolgen. Zur Realisierung der Offshore-Windpark-Projekte ist weiterhin die Zusammenarbeit mit starken Partnern vorgesehen.
10. Entwicklung und Innovationen
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fanden im Konzern der PNE WIND AG im Berichtszeitraum nicht statt.
11. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
Wesentliche Ereignisse mit Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der PNE WIND AG hat es nach Ende des Berichtszeitraums nicht gegeben.
12. Immaterielle Unternehmenswerte/Nachhaltige Entwicklung
Der Erfolg bei der Entwicklung von Windpark-Projekten onshore und offshore basiert wesentlich auf dem Wissen und den Erfahrungen langjähriger Mitarbeiter sowie einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen an einem Projekt Beteiligten. Kreativität und individuelles Vorgehen sind häufig die Schlüssel zur Lösung der oft komplexen Fragestellungen während der Entwicklungsphase eines Windparks. Der Wert eines Windpark-Projektes, von dem dann wieder der unternehmerische Erfolg der PNE WIND AG abhängt, wird im Wesentlichen in der Planungsphase bis zur Genehmigung geschaffen. Hierzu können wir auf die Fähigkeiten und Erfahrungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen, die nicht nur über eine hervorragende Expertise in der Branche verfügen, sondern auch darüber hinaus sehr gut vernetzt sind.
So kann sichergestellt werden, dass in allen Phasen während der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung von Windpark-Projekten auf hohe Fachkompetenz vertraut werden kann. Darüber hinaus legen wir Wert darauf, dass die Potenziale unserer Mitarbeiter durch eine effektive interne Organisation und ein hohes Maß an Eigenverantwortung optimal genutzt werden können. Regelmäßige Bewertungen der Mitarbeiter und ihrer Aufgaben ermöglichen es uns, leistungsorientiert und auf die jeweiligen Aufgaben speziell zugeschnittene Anforderungsprofile immer wieder anzupassen. Auf diese Weise können hohe Standards in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen erreicht und gehalten werden. Durch die Sicherstellung der Qualifizierung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sowie die laufende Optimierung der Verfahrensprozesse soll unsere Expertise im Markt weiter gestärkt werden.
Aus der Praxis heraus haben wir langjährige Erfahrungen in der Projektentwicklung in Prozesse übergeführt, die es uns ermöglichen, zielgerichtet und intensiv von der Standortakquisition bis zur schlüsselfertigen Errichtung alle Phasen der Windpark-Projektierung erfolgreich zu planen und abzuschließen.
Auch im Zuge der internationalen Expansion wissen wir um die große Bedeutung erfahrener Partner. Daher gilt der Grundsatz, dass wir in der Regel nur dann in neue Märkte eintreten, wenn wir dies gemeinsam mit einheimischen und dort gut vernetzten Partnern machen können. Auch hier gilt der Grundsatz der fachlich-qualifizierten und von Vertrauen getragenen Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und an einem Projekt Beteiligten.
Wichtig ist außerdem die Pflege des in vielen Jahren aufgebauten Netzwerkes von Partnern und Unterstützern unseres Geschäftsmodells. Da die Windpark-Projektierung auf politischen Rahmenbedingungen basiert, sind diese eng in die Aktivitäten von Branchenverbänden eingebunden und pflegen den ständigen Dialog.
Mit der Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen sichern wir Ausbildungsplätze und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. In der Regel bleiben die jungen Mitarbeiter auch nach der Ausbildung im Unternehmen.
Um die Fokussierung auf das Kerngeschäft der Windparkprojektierung und die damit verbundene Kompetenz stärker im Markt zu dokumentieren, wird der Unternehmensname "PNE WIND AG" im Zuge kontinuierlichen Marketings zunehmend zu einer Marke entwickelt. Das Ziel ist es, national wie international unsere "Passion for Energy" noch intensiver nach außen zu dokumentieren und damit den Wert der Marke zu steigern.
Mit den von uns projektierten und betriebenen Windparks leisten wir einen erheblichen Beitrag zur Verminderung von klimaschädlichen Abgasen. Allein der Windpark "Altenbruch II" vermeidet die Emission von jährlich rund 38.000 Tonnen Kohlendioxid, 197 Tonnen Schwefeldioxid sowie 49 Tonnen Stickoxid. Die Stromerzeugung aus Windenergie leistet jedoch nicht nur positive Umweltbeiträge, sondern trägt auch dazu bei, die begrenzten Vorräte fossiler Energieträger zu schonen, denn diese sind viel zu wertvoll, um einfach verbrannt zu werden. Volkswirtschaftlich wirkt sich positiv aus, dass die Stromerzeugung dezentral erfolgt und damit teure Importe von Energieträgern vermindert und vermieden werden. Die Wertschöpfung findet dort statt, wo Strom aus Windenergie erzeugt wird. Somit sichern die von uns projektierten und in Betrieb genommenen Windparks eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch richtige Stromerzeugung in der Zukunft.
13. Risiko- und Chancenbericht
Allgemeine Faktoren
Der Konzern und mit ihm die konsolidierten Einzelgesellschaften sind durch die Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die nicht vom unternehmerischen Handeln zu trennen sind. Durch das interne Risikomanagementsystem minimiert die Gesellschaft die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken und geht sie nur dann ein, wenn ein entsprechender Mehrwert für das Unternehmen bei beherrschbarem Risiko geschaffen werden kann. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. Aufbauend auf der Analyse der Kernprozesse erfolgt eine Bewertung der erfassten Risiken. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig.
Verkürzter Konzernzwischenlagebericht
Immaterielle Unternehmenswerte/Nachhaltige Entwicklung Risiko- und Chancenbericht
Risiken aus operativer Tätigkeit
Ein wesentliches Risiko ist das Genehmigungsrisiko von Projekten. Bei zeitlichen Verzögerungen der Genehmigungen können sich Verschiebungen in den Liquiditätsflüssen, höhere Anzahlungserfordernisse und Ausfälle von geplanten Mittelrückflüssen ergeben. Außerdem können Projekte in diesen Fällen unwirtschaftlich werden, was zu Ausbuchungen von bereits aktivierten unfertigen Erzeugnissen führen kann. Neben dem Vorratsvermögen kann dieses Risiko auch die Werthaltigkeit der Forderungen betreffen. Sollten sich die Offshore-Projekte nicht realisieren lassen, hätte dies zur Folge, dass Ausbuchungen von Vermögenswerten vorgenommen werden müssten. Die operativen Chancen in der Projektierung von Windparks können jedoch nur realisiert werden, wenn solche unternehmerischen Risiken in Kauf genommen werden.
Zeitliche Verzögerungen können sich in der Projektumsetzung unter anderem wegen des ungewissen Zeitpunkts der Erteilung von Genehmigungen und Netzanschlusszusagen, möglicher Widersprüche/Klagen gegen bereits erteilte Genehmigungen, der rechtzeitigen Verfügbarkeit von Windenergieanlagen oder der rechtzeitigen Verfügbarkeit sonstiger für die Errichtung eines Windparks erforderlicher Voraussetzungen und Komponenten ergeben. Durch ein umfangreiches Projektcontrolling versucht die Gesellschaft, diesen komplexen Anforderungen zeitgerecht Rechnung zu tragen.
Die Zahl der für die Errichtung von Windkraftanlagen geeigneten Standorte in Deutschland ist begrenzt. Dies kann in Zukunft zu einem verstärkten Wettbewerb um diese Standorte und damit erhöhten Akquisitionskosten sowie zu höheren Betriebskosten, wie z.B. Nutzungsentschädigungen, führen, die den erzielbaren Deckungsbeitrag entsprechend mindern würden.
Im Zuge der Projektrealisierung bleibt die Gesellschaft darauf angewiesen, den aus zukünftig entstehenden oder zukünftig fällig werdenden Verbindlichkeiten resultierenden Kapitalbedarf zu decken. Außerdem könnte weiterer Kapitalbedarf entstehen, wenn und soweit die PNE WIND AG aus von ihr unmittelbar oder mittelbar gegebenen Bürgschaften oder vergleichbaren Zusagen in Anspruch genommen werden sollte oder sich sonstige in diesem Abschnitt beschriebene Risiken realisieren sollten.
Ein Risiko für die künftige Entwicklung liegt – wie bei allen Unternehmen, die Windparks projektieren – im Bereich der Finanzierung und des Vertriebs von Windpark-Projekten. Um dem zu begegnen, hat die PNE WIND AG bereits seit mehreren Jahren auf den Vertriebsweg "Einzel- und Großinvestoren" gesetzt. Negative Auswirkungen steigender Zinssätze auf die Projektvermarktung können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da steigende Zinsen eine Erhöhung der Projektkosten zur Folge haben. Zudem können steigende Kapitalmarktzinsen gleichzeitig zu sinkenden Verkaufspreisen führen, da die Anforderungen der Einzel- und Großinvestoren an eine Projektverzinsung in diesem Fall steigen dürften.
Die der WKN AG zur Verfügung gestellten Finanzierungsmittel unterliegen teilweise einer variablen Verzinsung, die überwiegend an den 3-Monats-EURIBOR, bzw. den EONIA gekoppelt sind. Bis auf einen geringfügigen Teilbetrag hat sich die WKN AG nicht gegen steigende kurzfristige Zinsen abgesichert.
Risiken für die Projektrealisierung können sich bei einer Finanzkrise und daraus resultierender Zurückhaltung von Banken bei der Projektfinanzierung ergeben. Allerdings setzt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das von der Bundesregierung beschlossene Programm um, mit dem 5 Mrd. Euro für die ersten zehn deutschen Offshore-Windpark-Projekte zur Verfügung gestellt werden.
Risiken der Finanzierung bestehen auf Seiten der Partnerunternehmen (DONG Energy sowie Ventizz /Hochtief) auch für die Offshore-Windpark-Projekte. Je nach Projektfortschritt stehen der PNE WIND AG noch Zahlungen für die Projekte "Borkum Riffgrund II", "Nautilus II" sowie "Gode Wind" 3 und 4 zu. Die Käufer der Projekteanteile haben bisher noch keine Entscheidungen, die Projekte bauen zu wollen, getroffen. Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die Projekte realisiert werden. Ein Scheitern dieser Projekte hätte keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die kurz- bzw. mittelfristige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG, auch wenn die geplanten Zahlungen nicht mehr fließen würden, da diese entweder im einstelligen Millionen-Bereich oder außerhalb der kurz- bzw. mittelfristigen Planung erwartet werden.
Liquiditätsrisiken, das operative Geschäft unterjährig finanzieren zu können, bestehen insbesondere, wenn sich Closings bei Projektverkäufen verzögern sollten.
Refinanzierungsrisiken können sich unter Berücksichtigung der mehrjährigen Projektentwicklungs-Zeiträume ergeben, wenn die beiden Genussrechte der WKN AG im Dezember 2014 sowie das KfW-Darlehen der WKN AG im Juni 2016 auslaufen.
Risiken für den geplanten Zeitrahmen zur Umsetzung der Offshore-Windparkprojekte "Nemo", "Jules Verne", "Nautilus" sowie der Projekte "Atlantis I – III" können sich auch aus zeitlichen Verschiebungen bei der Planung und Erstellung der Netzanschlüsse ergeben. Eine Verzögerung oder Nichtberücksichtigung der Projekte beim Netzanschluss hätte Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG.
Bei allen von der PNE WIND AG im Geschäftsbereich Windkraft offshore projektierten Offshore-Windparks ist es von großer Bedeutung, einen kapitalkräftigen Investor zu gewinnen, da die Realisierung eines Offshore-Windparks mit sehr hohen Investitionskosten verbunden ist.
Ein Lieferantenrisiko im Bereich Windenergieanlagen ergibt sich aus der starken weltweiten Nachfrage im Verhältnis zu den vorhandenen Kapazitäten. Trotz eines raschen Ausbaus der Kapazitäten bei den Herstellern von Windenergieanlagen können Lieferengpässe bei steigender internationaler Nachfrage nicht ausgeschlossen werden. Solche Lieferengpässe könnten zu verzögerter Realisierung von Windpark-Projekten führen. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf den möglichst frühzeitigen Abschluss von Lieferverträgen mit namhaften Herstellern von Windenergieanlagen sowie Zulieferern (z.B. Fundamente) und die Vereinbarung der fristgerechten Lieferung.
Aus den Projekten im internationalen Bereich können sich mittel- und langfristig Währungsrisiken ergeben. Im operativen Bereich resultieren Fremdwährungsrisiken vorrangig daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden können. Im Investitionsbereich können sich Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ergeben. Es ist geplant, soweit möglich und wirtschaftlich, die Absicherung wesentlicher konzernexterner Fremdwährungsgeschäfte durch Währungssicherungsgeschäfte vorzunehmen.
In der PNE WIND- Gruppe gibt es Joint Venture Gesellschaften auf die die PNE WIND-Gruppe nicht uneingeschränkt Einfluss nehmen kann. Sollten Joint Venture Partner, die 50 oder mehr Prozent der Anteile an der jeweiligen Joint Venture Gesellschaft halten, eine andere zukünftige Entwicklung der gemeinsamen Unternehmung sehen als die PNE WIND-Gruppe, kann dies zu geschäftspolitischen Entscheidungen führen, die in der PNE WIND-Gruppe Abschreibungen auf die Beteiligungsansätze an diesen Gesellschaften nach sich ziehen könnten. Dies hätte Auswirkungen auf die zukünftigen Ergebnisse der PNE WIND-Gruppe.
Die PNE WIND-Gruppe plant und entwickelt im Ausland Projekte, welche in der Planung des Konzerns mit den entsprechend Erträgen aus der jeweiligen Windparkkonfiguration enthalten sind. Sollten Investoren im Ausland grundsätzliche Änderungen, z.B. eine Veränderung der Windkraftanlagenanzahl oder des Windkraftanlagentyps, als Bedingung für den Kauf des Projekts fordern und der PNE WIND-Gruppe keine weiteren geeigneten Investoren zur Verfügung stehen, so könnte dies beim Projekt und damit bei den wirtschaftlichen Kennzahlen der PNE WIND-Gruppe zu Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen führen, die für die PNE WIND-Gruppe nicht geplante negative Ergebnisse nach sich ziehen könnten.
Aus dem Risiko von langfristigen Darlehensverpflichtungen und daraus bestehenden Zinszahlungen werden zur Absicherung in Einzelfällen Zinssicherungsgeschäfte (SWAPs) abgeschlossen, welche bei negativer Zinsentwicklung zu einer zusätzlichen Liquiditätsbelastung für die Gesellschaft werden können.
Aus der Ausgabe der Anleihe 2013/2018 und den in den Anleihebedingungen enthaltenen Covenants zur Eigenkapitalquote kann es aufgrund der Nichteinhaltung der Covenants zu erhöhten Zinszahlungen oder einem Kündigungsrecht der Anleihezeichner vor fristgemäßem Ablauf der Anleihe kommen. Eine erhöhte Zinszahlung für die Anleihe hätte keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG. Eine Kündigung der Anleihe durch die Anleihezeichner vor fristgerechtem Ablauf der Anleihe hätte erhebliche Auswirkungen auf die künftige kurz- bzw. mittelfristige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG. Das Rating der PNE WIND AG wurde im April 2014 erneuert. Für die kommenden zwölf Monate hält die Ratingagentur eine Abschwächung des Ratings für möglich. Dies könnte möglicherweise negative Auswirkungen auf Refinanzierungskosten der Gesellschaft haben.
Risiken aus dem Mehrheitsanteil an der WKN AG
Der von der PNE WIND für den Erwerb der Gesamtbeteiligung an der WKN AG gezahlte Kaufpreis könnte sich als zu hoch herausstellen und hohe Mittelabflüsse sowie Ergebnisbelastungen durch Abschreibungen zur Folge haben.
Die von der PNE WIND getroffenen Annahmen zu den Gegebenheiten und zur geschäftlichen Entwicklung der WKN AG könnten sich als zu optimistisch erweisen und/oder die PNE WIND könnte Risiken im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit der WKN-Gruppe fehlerhaft oder zu optimistisch eingeschätzt haben.
Bei der WKN AG handelt es sich um ein eigenständiges Unternehmen innerhalb der PNE WIND-Gruppe, auf dessen Geschäftstätigkeit seitens der PNE WIND nicht unmittelbar Einfluss genommen werden kann. Hierdurch sowie durch den Umstand, dass die WKN AG über außenstehende Aktionäre verfügt, könnten sich Schwierigkeiten bei der Umsetzung der mit dem Erwerb der Gesamtbeteiligung an der WKN AG verfolgten Strategie ergeben und die Nutzung von Synergieeffekten erschwert werden.
Die WKN-Gruppe könnte zukünftig nicht in der Lage sein, ihren Finanzierungsbedarf – insbesondere bei Fälligwerden größerer Fremdverbindlichkeiten – zu decken. Dies könnte zu erhöhten Aufwendungen und Einstandspflichten der PNE WIND AG führen.
Die WKN-Gruppe ist neben der Projektierung von Windkraftanlagen auch in geringem Umfang auf dem Gebiet der Projektierung von Photovoltaikanlagen tätig. Dies hat zur Folge, dass die PNE WIND diversen Risiken im Zusammenhang mit der Entwicklung und Projektierung von Photovoltaikparks unterliegt.
Für die WKN-Gruppe bestehen Risiken im Zusammenhang mit dem Betrieb des Photovoltaikparks "Passauer Land" wie etwaig zu hohe Ertragserwartungen, zu geringe Betriebskostenschätzungen und damit einhergehender etwaiger zusätzlicher Liquiditätsbedarf.
Aus der Inanspruchnahme des Konsortialkredits über 29 Mio. Euro und den in den Kreditvertrag enthaltenen Covenants u.A. zur Einhaltung einer Eigenkapitalquote, eines Zinsdeckungsgrades oder eines Gearingfaktors kann es aufgrund der Nichteinhaltung der Covenants zu erhöhten Zinszahlungen oder einem Kündigungsrecht der Banken vor fristgemäßem Ablauf (2016) des Konsortialkredits kommen. Eine erhöhte Zinszahlung für die Kreditinanspruchnahme hätte keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND Gruppe. Eine Kündigung des Konsortialkreditvertrags durch die Banken vor fristgerechtem Ablauf des Konsortialkredits könnte, je nach der dann in Anspruch genommen Höhe des Konsortialkredits, erhebliche Auswirkungen auf die künftige kurz- bzw. mittelfristige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WKN AG und somit auch auf die PNE WIND AG haben.
Politische Risiken/Marktrisiken
Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde insbesondere eine plötzliche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten zählen. In Deutschland sind Verschlechterungen aus Sicht des Unternehmens derzeit kurzfristig nicht zu erwarten, da die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) am 1. August 2014 in Kraft getreten ist. Der Vorstand der PNE WIND AG ist der Ansicht, dass Windparks auch zu den jetzt vorgesehenen Vergütungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen wirtschaftlich projektiert und betrieben werden können.
Die politischen Risiken und die Marktrisiken im Ausland können Auswirkungen auf die geplanten Projektumsetzungen in den nächsten Jahren haben. Die PNE WIND AG und ihre Tochtergesellschaften beobachten die aktuellen Marktentwicklungen im Ausland intensiv, um mögliche Veränderungen der Marktlage oder der politischen Ausrichtung frühzeitig erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können.
Rechtliche Risiken
Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Der Vorstand schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.
Steuerliche Risiken
Die PNE WIND AG und ihre Tochter- sowie Konzerngesellschaften sind derzeit in 14 Ländern der Welt tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen in diesen Bereichen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der steuerlichen Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf unsere Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie aktiven und passiven latenten Steuern haben. Wir agieren in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Zukünftige Auslegungen und Entwicklungen steuerlicher Gesetze und Regelungen könnten unsere Steuerverbindlichkeiten, Rentabilität und unseren Geschäftsbetrieb beeinflussen. Um diese Risiken zu minimieren, wird konzernübergreifend laufend mit länderspezifischen Steuerberatern zusammengearbeitet und die aktuelle Steuersituation analysiert.
Die letzte körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Außenprüfung der wesentlichen inländischen Gesellschaften der PNE WIND AG-Gruppe berücksichtigte die Veranlagungszeiträume vom 1. Januar 2006 bis einschließlich 31. Dezember 2010, die der WKN AG und deren Tochtergesellschaften den Zeitraum bis zum 31. Dezember 2006. Bei steuerlichen Außenprüfungen besteht immer das Risiko, dass sich die Ergebnisse der Außenprüfung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Gesellschaft in zukünftigen Jahres- und Konzernabschlüssen auswirken.
Chancen
Als Projektierer von Onshore- und Offshore-Windparks agiert die PNE WIND-Gruppe in einem attraktiven Wachstumsmarkt. Unabhängige Studien gehen aufgrund der Endlichkeit der fossilen Energieträger, dem Zwang zur Reduktion von Klimaschadstoffen sowie dem Bedarf an sicheren Energiequellen von weiterhin hohen Zuwachsraten der Windkraft in den kommenden Jahren aus. Die Unternehmen in der PNE WIND-Gruppe verfügen aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Markt über die Voraussetzungen, um von dieser Entwicklung langfristig zu profitieren.
Besondere Chancen liegen in den Auslandsaktivitäten des Konzerns. So hat die PNE WIND-Gruppe ihre Geschäftstätigkeit bereits auf attraktive Wachstumsmärkte ausgedehnt. Dabei erfolgt die Expansion primär in Länder mit stabilen politischen Rahmenbedingungen und mit verlässlichen Vergütungs- und Förderregeln oder auch in Länder mit einem vergleichsweise hohen Marktpotential. Um die jeweiligen örtlichen Bedingungen hinreichend zu berücksichtigen, erfolgt der Markteintritt dabei grundsätzlich in Kooperation mit einem lokalen Partner, wobei sich die Unternehmen der PNE WIND-Gruppe mittels hoher Beteiligungsquoten die notwendigen Mitsprache- und Kontrollrechte sichern und im Gegenzug die Projektentwicklungsleistungen im Wesentlichen vollständig finanzieren. Diese Art der Internationalisierung hat sich als kosteneffiziente und zugleich erfolgversprechende Strategie bewährt. So wurden nach diesem Muster Joint-Ventures für die Windpark-Projekte in Bulgarien, der Türkei, Rumänien und Großbritannien sowie von der WKN in allen internationalen Märkten, in denen sie tätig ist, geschlossen. Die in den USA und Ungarn gegründeten Tochtergesellschaften der PNE WIND AG werden sich ebenfalls an dieser Strategie orientieren. Auch künftig wird die PNE WIND AG diesen bewährten Weg der selektiven Auslandsexpansion weiter verfolgen und vorhandene Marktchancen entschlossen nutzen. Zu diesem Zweck werden weitere Windenergiemärkte kontinuierlich beobachtet und die Markteintrittschancen sorgfältig geprüft.
Neben den Chancen der Internationalisierung bietet auch der etablierte deutsche Markt weiterhin eine Reihe von Perspektiven. So ist neben dem jährlichen Zubau in einem Korridor von rund 2.400 bis 2.600 MW in den kommenden Jahren mit einem verstärkten Austausch von bis dahin veralteten Windenergieanlagen durch modernere, leistungsfähigere Anlagen zu rechnen (so genanntes Repowering). Der Bundesverband WindEnergie (BWE) rechnet dafür mit einem jährlichen Volumen von rund 1.000 MW. In der Regel befinden sich Windparks, die sich für ein Repowering eignen, bereits in Vorranggebieten für Windenergienutzung, was die Planung vereinfacht und mit einer Akzeptanz der Windenergie verbunden ist.
Hinzu kommt der geplante Ausbau der deutschen Offshore-Windenergie, der inzwischen auch in Deutschland an Dynamik gewinnt. Die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung und die Notwendigkeit zur Erhöhung der Versorgungssicherheit erfordern den beschleunigten Ausbau von Windparks auf hoher See. Die PNE WIND AG zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereits fünf Offshore-Windpark-Projekte durch den gesamten Genehmigungsprozess beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie führte, von denen drei eine unbedingte Netzanbindungszusage von TenneT erhalten haben und sich in Bau befinden. Sechs weitere eigene Offshore-Projekte sowie weitere zwei Projekte, in denen die PNE WIND AG als Dienstleister tätig ist, werden derzeit Risiko- und Chancenbericht Steuerungssystem
Konzernzwischenabschluss Verkürzter Konzernanhang
entwickelt, um auch hier die Genehmigungen zügig zu erreichen. Vor dem Hintergrund eines verstärkten Bedeutungszuwachses der Offshore-Windenergie können auch hier positive Effekte auf die weitere Geschäftsentwicklung der PNE WIND AG erwartet werden.
Schließlich bietet das Wachstum des Windenergie-Sektors in Deutschland erhöhte Perspektiven bei der Erbringung von Dienstleistungen. Die PNE WIND AG versteht sich als verlässlicher Partner der Betreiber von Windparks und betreut diese oftmals auch nach erfolgter Übergabe in der technischen und kaufmännischen Betriebsführung. Mit einer Ausweitung der Windkraft-Projektierung entsteht damit die Möglichkeit einer Steigerung des After-Sales-Geschäfts, woraus entsprechend günstige Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren können. Mit der 2014 erfolgten Zusammenführung der Betriebsführungsgesellschaften der PNE WIND AG und der WKN AG in der "energy consult GmbH" hat sich die Gruppe in diesem Geschäftsbereich neu aufgestellt. Bereits zum Start betreut das neue Unternehmen 650 Windenergieanlagen mit mehr als 1.080 MW Nennleistung sowie Photovoltaikanlagen. Mit Sitz in Cuxhaven und ihrer Betriebsstätte in Husum ist die energy consult GmbH sowohl auf dem deutschen Markt als auch international in der technischen Betriebsführung präsent.
Insgesamt ist nach Einschätzung des Vorstandes daher auch in den folgenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.
14. Steuerungssystem
Die Steuerung der PNE WIND-Gruppe erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Unternehmenseinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Das interne Steuerungssystem umfasst alle Unternehmensbereiche. So können kurze Reaktionszeiten auf Veränderungen in allen Bereichen und auf allen Entscheidungsebenen der PNE WIND-Gruppe gewährleistet werden. Bei wesentlichen ergebnisrelevanten Veränderungen wird unverzüglich an den Vorstand berichtet.
Ausgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns bzw. der Unternehmenseinheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der PNE WIND-Gruppe ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der PNE WIND-Gruppe.
Die Unternehmenseinheiten berichten monatlich über aktuelle Entwicklungen bzw. Zielabweichungen. Darüber hinaus werden operative Frühindikatoren kontinuierlich analysiert.
Zwischen Vorstand und den Geschäftsbereichen findet regelmäßig ein Austausch statt, in denen ein Überblick über die jeweils aktuelle Marktsituation gegeben wird. Darüber hinaus werden im Verlauf des Jahres u.a. Schwerpunktthemen wie die Festlegung der Strategie und deren systematische Umsetzung im Rahmen der Jahres- und Mittelfristplanung sowie die Zielvereinbarung und Zielerreichung diskutiert.
Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahlen; dabei kommt der Ergebnisgröße EBIT eine besondere Bedeutung zu, da diese aus unserer Sicht die geeignete Größe zur Beurteilung der Ertragskraft der PNE WIND-Gruppe ist. Weiterhin wird als nichtfinanzielle Steuerungsgröße das Projektierungsvolumen on- und offshore im In- und Ausland verwendet. Auf der Basis der Steuerungskennzahlen EBIT und Projektierungsvolumen erfolgt in der PNE WIND-Gruppe der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf.
15. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS/ RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns
Internes Kontrollsystem (IKS)
Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungsund Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden.
Im Rahmen der Implementierung des IKS haben wir die einzelnen Funktionsbereiche der Gesellschaft und des Konzerns einer sorgfältigen Analyse unterzogen und entsprechend der Wahrscheinlichkeit und der Möglichkeit eines Schadenseintritts bewertet.
Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen bzw. den vorgenommenen Bewertungen haben wir den Aufbau der einzelnen Einheiten organisiert. Daneben haben wir die Arbeitsabläufe an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Beispielsweise achten wir auf eine konsequente Trennung von unvereinbaren Tätigkeiten, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Gleichzeitig haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut.
Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des Internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.
Neben diesen im System implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte überwacht.
Verkürzter
Steuerungssystem Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS/ RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns
Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess ist es, sicherzustellen, dass die Rechnungslegung einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie (konzern)internen Richtlinien erfolgt und dadurch den Adressaten des Konzern- und des Einzelabschlusses zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Hierfür hat PNE ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, das alle dafür relevanten Leitlinien, Verfahren und Maßnahmen umfasst.
Das interne Kontrollsystem besteht aus den Bereichen Steuerung und Überwachung.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat (hier insbesondere der Prüfungsausschuss) sind mit prozessunabhängigen Prüfungsmaßnahmen in das interne Überwachungssystem eingebunden.
Für spezielle fachliche Fragestellungen und komplexe Bilanzierungssachverhalte fungiert das Konzernrechnungswesen als zentraler Ansprechpartner. Falls erforderlich, wird auf externe Sachverständige (Wirtschaftsprüfer, qualifizierte Gutachter etc.) zurückgegriffen.
Darüber hinaus werden die rechnungslegungsbezogenen Kontrollen durch das Controlling des Konzerns durchgeführt. Alle Posten und wesentlichen Konten der Gewinn- und Verlustrechnungen, der Bilanzen des Konzernabschlusses und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden in regelmäßigen Abständen auf Richtigkeit und Plausibilität überprüft. In Abhängigkeit davon, wie die rechnungslegungsbezogenen Daten durch das Rechnungswesen erstellt werden, erfolgen die Kontrollen monatlich oder quartalsweise.
Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist Bestandteil des Risikomanagements des Konzerns. Die für die Richtigkeit der rechnungslegungsbezogenen Daten relevanten Risiken werden von dem für den Risikobereich Finanzen zuständigen Risikobeauftragten überwacht und quartalsweise vom Risikomanagementgremium identifiziert, dokumentiert und beurteilt. Geeignete Maßnahmen zum Monitoring sowie zur Risikooptimierung von rechnungslegungsbezogenen Risiken sind durch das Risikomanagement des Konzerns eingerichtet
Risikomanagement (RMS)
Die Risikopolitik des Konzerns und der Gesellschaft ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Konzerns sowie der Gesellschaft zu sichern und gleichzeitig deren Werte systematisch und kontinuierlich zu steigern.
Die Risikostrategie basiert auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzfeldern des Konzerns und der Gesellschaft gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- und/oder Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen – soweit dies möglich ist – vermieden.
Im "Risikomanagementhandbuch" hat der Konzern die Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement formuliert. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die systematische Identifikation, Beurteilung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung klar definierter Kategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert.
Die einzelnen Risiken werden im Rahmen der internen Risikoberichterstattung innerhalb des Konzerns anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung klassifiziert.
Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| 0% bis 5% | Sehr gering |
| 6% bis 20% | Gering |
| 21% bis 50% | Mittel |
| 51% bis 100% | Hoch |
Klassifizierung nach Auswirkungsgrad
| Erwartete Auswirkung in TEUR | Grad der Auswirkung |
|---|---|
| TEUR 0 bis TEUR 250 | Niedrig |
| >TEUR 250 bis TEUR 1.000 | Moderat |
| >TEUR 1.000 bis TEUR 2.000 | Wesentlich |
| >TEUR 2.000 bis TEUR 40.000 | Gravierend |
Aus der Kombination der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Auswirkung des Risikos erfolgt die Klassifizierung des Risikos in hoch, mittel und gering.
| Auswirkung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gravierend | Mittel | Hoch | Hoch | Hoch |
| Wesentlich | Mittel | Mittel | Hoch | Hoch |
| Moderat | Gering | Mittel | Mittel | Hoch |
| Niedrig | Gering | Gering | Mittel | Mittel |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Sehr gering | Gering | Mittel | Hoch |
Verkürzter Konzernzwischenlagebericht
Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS/ RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns
Verkürzter
Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung und Absicherung von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Das zentrale Risikomanagement berichtet regelmäßig über die identifizierten Risiken an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Zusätzlich zur Regelberichter¬stattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.
Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der (Konzern-)Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch werden frühzeitig wichtige Informationen über potentiell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung/Auflösung von Rückstellungen gewonnen.
In regelmäßigen Zeitabständen werden auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements sowie die dazugehörigen Kontrollsysteme kontrolliert und entsprechend angepasst. Aufgrund der besonderen Bedeutung einer vorbildlichen Handlungsweise in allen geschäftlichen Belangen werden verantwortliche Mitarbeiter gezielt in Fragen der Compliance geschult.
Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder IKS noch RMS absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht greifen oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.
Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses insbesondere die folgenden Einzelrisiken intensiv verfolgt:
- Mögliche Ansprüche aus der Finanzierung und Prospekthaftung älterer Windpark-Projekte, bei denen die Laufzeiten noch nicht beendet sind.
- Mögliche technische Risiken, die sich aus dem Eigenbetrieb von Windparks ergeben und die daraus erwarteten Ergebnisse negativ beeinflussen könnten.
- Mögliche Risiken, die sich aus Änderungen von Gesetzen und Verordnungen für unser operatives Geschäft in der Windpark-Projektierung ergeben können.
- Einen besonderen Stellenwert haben die Bemühungen um Einhaltung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung. Risiken können sich jedoch aus der Nichteinhaltung der Regeln und der internen Richtlinien durch Einzelne ergeben. Auch mögliche Risiken aus dem "Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)" werden in diesem Zusammenhang regelmäßig überprüft.
16. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)
Die Erklärung zur Unternehmensführung ist auf unserer Internetseite www.pnewind.com im Bereich "Investor Relations" unter Corporate Governance veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.
17. Ausblick/Prognose
Die Projektierung und Realisierung von Windparks ist das Kerngeschäft der Unternehmen in der PNE WIND-Gruppe. Über die PNE WIND AG und die WKN AG sowie die Tochtergesellschaften und Joint Ventures dieser Unternehmen ist der Konzern in Deutschland sowie 13 internationalen Märkten tätig.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein weltweit diskutiertes Thema. Immer mehr Staaten betonen die dringende Notwendigkeit einer Wende in der Energieversorgung hin zu den erneuerbaren Energien und schaffen Rahmenbedingungen, mit denen der ökologisch richtige Ausbau auch ökonomisch sinnvoll wird. Davon profitiert die Windenergie, da sie aufgrund der technischen Entwicklung bereits besonders effektiv und preisgünstig zur Sicherung der künftigen Stromerzeugung beiträgt.
Deutschland bleibt für uns ein Kernmarkt. Daher begrüßen wir den Beschluss von Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat, im novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ein Ausbauziel für den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von 55 bis 60 Prozent im Jahr 2035 und mindestens 80 Prozent im Jahr 2050 festzuschreiben. Dieses erfordert in etwa eine Verdoppelung der bisher installierten Leistung bis zum Jahr 2035 und einen anschließenden weiteren Ausbau. Onshore und Offshore-Windenergie sind tragende Säulen dieses Ausbaus zum Erreichen der Regierungsziele. Und die Entscheidung zur Verlängerung des Vergütungssystems für Strom aus Offshore-Windparks bis 2019 gibt uns Planungssicherheit für unsere OffshoreBeschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS/ RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) Ausblick/Prognose
Projekte. Onshore ergeben sich Wachstumsperspektiven sowohl in der Entwicklung neuer Windpark-Flächen als auch im Repowering. Bei mehr als 30.000 MW installierter Windkraft-Nennleistung in Deutschland sehen wir schon heute neue große Perspektiven für den Ersatz alter durch neue und effektivere Windenergieanlagen.
Die Internationalisierung unserer Aktivitäten eröffnet uns zusätzliche Wachstumsmöglichkeiten, bedeutet jedoch auch, dass wir Risiken besser verteilen können. Geografische Diversifikation ermöglicht uns in der PNE WIND-Gruppe den Zugang zum globalen Windenergiemarkt ebenso wie die Minimierung auf einzelne Märkte bezogener Risiken. Während unsere Referenzliste die im Konzern bereits erfolgreich realisierten Projekte mit rund 2.000 MW ausweist, zeigt unsere Pipeline sowohl onshore als auch offshore, national wie international eine Fülle von Projekten in verschiedenen Phasen der Projektentwicklung als Basis für künftiges Wachstum.
Damit ist PNE WIND-Gruppe insgesamt sehr gut aufgestellt. Wir sind sehr zuversichtlich, auch künftig die Chancen im Wachstumsmarkt "Wind" nutzen zu können.
Im laufenden Geschäftsjahr erwarten wir, in Deutschland Projekte mit rund 150 MW Nennleistung abschließen oder mit deren Bau beginnen zu können. 128 MW davon sind bereits errichtet oder befinden sich derzeit bereits im Bau. Weitere mehr als 70 MW sind genehmigt. Im Ausland verfügen Unternehmen der Gruppe über genehmigte Projekte mit einer Nennleistung von etwa 521 MW in Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen, Rumänien, Ungarn und USA, die realisiert oder verkauft werden können.
Die im Konzernlagebericht 2013 abgegebenen Prognosen und sonstigen Aussagen zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns für die Geschäftsjahre 2014 bis 2016 haben sich nicht verändert. Die PNE WIND AG erwartet für den Zeitraum der drei Geschäftsjahre 2014 bis 2016 weiterhin positive Ergebnisse auf EBIT-Basis aus dem operativen Geschäft. Zusammen mit den Beteiligungsergebnissen aus dem In- und Ausland wird dies nach unseren Erwartungen den größeren Teil des kumulierten Konzern-EBIT ausmachen. Im Konzern erwarten wir in den Geschäftsjahren 2014 bis 2016 ein EBIT von kumuliert 110 bis 130 Mio. Euro.
Cuxhaven, 12. August 2014
PNE WIND AG, Vorstand
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, zum 30. Juni 2014
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) | II. Quartal 01.04.2014 - 30.06.2014 |
II. Quartal 01.04.2013 - 30.06.2013 |
I. Halbjahr 01.01.2014 - 30.06.2014 |
I. Halbjahr 01.01.2013 - 30.06.2013 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 84.978 | 9.563 | 117.917 | 21.737 |
| 2. | Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 5.011 | 13.049 | 15.120 | 15.299 |
| 3. | Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. | Sonstige betriebliche Erträge | 1.017 | 190 | 1.631 | 374 |
| 5. | Gesamtleistung | 91.006 | 22.802 | 134.668 | 37.410 |
| 6. | Materialaufwand/Aufwand für bezogene Leistungen | -74.843 | -16.866 | -105.394 | -26.027 |
| 7. | Personalaufwand | -6.174 | -3.254 | -13.330 | -7.050 |
| 8. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-1.869 | -1.286 | -3.724 | -2.558 |
| 9. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -4.496 | -4.476 | -9.416 | -7.385 |
| 10. | Betriebsergebnis | 3.624 | -3.080 | 2.804 | -5.610 |
| 11. | Erträge aus Beteiligungen | -3 | 2 | 14 | 2 |
| 12. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 805 | 360 | 1.242 | 599 |
| 13. | Aufwendungen aus Verlustübernahme | -5 | 0 | -10 | 0 |
| 14. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.169 | -2.088 | -7.009 | -3.440 |
| 15. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.252 | -4.806 | -2.959 | -8.449 |
| 16. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.308 | -282 | 32 | -582 |
| 17. | Sonstige Steuern | -25 | -15 | -79 | -30 |
| 18. | Konzernjahresüberschuss vor Minderheiten | 2.535 | -5.103 | -3.006 | -9.061 |
| 19. | Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis | -287 | -133 | -649 | -251 |
| 20. | Konzernergebnis | 2.822 | -4.970 | -2.357 | -8.810 |
| Übriges Ergebnis/Posten, die möglicherweise zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden | |||||
| 21. | Währungsdifferenzen | 485 | -210 | 576 | -311 |
| 22. | Sonstige | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 23. | Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | 485 | -210 | 576 | -311 |
| 24. | Gesamtergebnis der Periode | 3.020 | -5.313 | -2.430 | -9.372 |
| Zurechnung des Konzernjahresergebnisses der Periode | |||||
| Anteilseigner der Muttergesellschaft | 2.822 | -4.970 | -2.357 | -8.810 | |
| Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis | -287 | -133 | -649 | -251 | |
| 2.535 | -5.103 | -3.006 | -9.061 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | |||||
| Anteilseigner der Muttergesellschaft | 3.307 | -5.180 | -1.781 | -9.121 | |
| Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis | -287 | -133 | -649 | -251 | |
| 3.020 | -5.313 | -2.430 | -9.372 | ||
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert), in EUR | 0,05 | -0,12 | -0,04 | -0,21 | |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert), in EUR | 0,05 | -0,08 | -0,04 | -0,15 | |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert), in Mio. |
55,4 | 42,7 | 55,4 | 42,7 | |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert), in Mio. |
58,6 | 55,3 | 58,6 | 55,3 |
Konzernzwischenabschluss Verkürzter Konzernanhang
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS) Konzernbilanz (IFRS)
Konzernbilanz (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, zum 30. Juni 2014
Aktiva
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) | per 30.06.2014 | per 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 56.132 | 56.343 |
| Sachanlagen | 75.436 | 76.089 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 8.708 | 8.605 |
| Latente Steuern | 9.626 | 9.150 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 149.902 | 150.187 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 839 | 753 |
| Vorräte | 155.015 | 145.860 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 67.789 | 60.739 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 46.592 | 77.402 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 269.396 | 284.001 |
| Aktiva, gesamt | 420.137 | 434.941 |
Passiva
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) | per 30.06.2014 | per 31.12.2013 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 55.927 | 54.858 |
| Kapitalrücklage | 56.961 | 55.546 |
| Eigene Anteile | 0 | 0 |
| Gewinnrücklagen | 51 | 51 |
| Fremdwährungsrücklage | -136 | -712 |
| Konzernbilanzgewinn | 24.391 | 35.173 |
| Minderheitenanteile | 4.936 | 5.693 |
| Eigenkapital, gesamt | 142.130 | 150.609 |
| Sonstige Rückstellungen | 9.555 | 9.457 |
| Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1.020 | 1.043 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 163.762 | 172.475 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 1.946 | 1.913 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 176.283 | 184.888 |
| Steuerrückstellungen | 1.912 | 1.919 |
| Sonstige Rückstellungen | 786 | 735 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 28.333 | 38.979 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.866 | 12.093 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 55.821 | 45.710 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 101.718 | 99.436 |
| Schulden i.V. m. zur Veräußerung bestimmten Anlagen | 6 | 8 |
| Passiva, gesamt | 420.137 | 434.941 |
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2014
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) | 2014 | 2013 | |
|---|---|---|---|
| Konzernfehlbetrag | -3.006 | -9.061 | |
| - /+ | Ertragsteuerertrag/ -aufwand | -32 | 582 |
| - /+ | Zinserträge und Zinsaufwendungen | 5.767 | 2.841 |
| - /+ | Gezahlte/erhaltene Ertragsteuern | -27 | -52 |
| +/ - | Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 3.724 | 2.558 |
| +/ - | Zu- /Abnahme der Rückstellungen | 257 | 61 |
| +/ - | Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 115 | -317 |
| +/ - | Ab- /Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva | -60.699 | -17.309 |
| +/ - | Ab- /Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teilgewinnrealisierung | -16.778 | 26.877 |
| +/ - | Zu- /Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva | 56.400 | 2.044 |
| - | Gezahlte Zinsen | -1.786 | -2.838 |
| + | Erhaltene Zinsen | 719 | 138 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -15.346 | 5.524 | |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 0 | 8 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten | 0 | 0 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte | -2.858 | -792 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen | 0 | 0 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | -192 | -13 |
| + | Einzahlungen aus Verkäufen von konsolidierten Einheiten | 0 | 0 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Einheiten | 0 | -607 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | -3.050 | -1.404 | |
| + | Zuzahlungen von Gesellschaftern | 0 | 1.642 |
| + | Einzahlungen von Minderheitengesellschaftern | 0 | 0 |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 4.247 | 6.963 |
| + | Einzahlungen aus der Ausgabe von Anleihen | 0 | 66.338 |
| - | Auszahlungen für Transaktionskosten bei der Ausgabe von Anleihen | 0 | -2.710 |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -4.544 | -2.194 |
| - | Auszahlungen aus dem Erwerb eigener Anteile | 0 | -9.220 |
| - | Auszahlung für Dividende | -8.229 | -4.166 |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | -8.526 | 56.653 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | -26.922 | 60.773 | |
| + | Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -3.888 | 0 |
| + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 77.402 | 36.586 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode* | 46.592 | 97.359 | |
| * davon als Sicherheit verpfändet | 293 | 7.938 |
Verkürzter
Konzernzwischenabschluss Verkürzter Konzernanhang
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) Konzern-Eigenkapitalspiegel (IFRS)
Konzern-Eigenkapitalspiegel (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2014
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Eigene Anteile |
Gewinn rücklagen |
Fremdwährungs rücklage |
Konzernbilanz ergebnis |
Eigenkapital vor Minderheiten |
Anteile im Fremdbesitz |
Eigenkapital gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1. Januar 2013 | 45.786 | 44.886 | -1.510 | 51 | -205 | 581 | 89.589 | -2.994 | 86.595 |
| Periodenergebnis 01-06/2013 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -8.810 | -8.810 | -251 | -9.061 |
| Erwerb eigener Anteile | 0 | 0 | -9.220 | 0 | 0 | 0 | -9.220 | 0 | -9.220 |
| Dividende | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -4.166 | -4.166 | 0 | -4.166 |
| Wandlung der Wandelanleihe 2009/2014 |
4 | 6 | 0 | 0 | 0 | 0 | 10 | 0 | 10 |
| Wandlung der Wandelanleihe 2010/2014 |
742 | 890 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.632 | 0 | 1.632 |
| Umbuchung von Minder heiten im Rahmen der Beteiligungserhöhung an der PNE WIND UK |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.334 | -1.334 | 1.334 | 0 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | -311 | -615 | -926 | 0 | -926 |
| Stand am 30. Juni 2013 | 46.532 | 45.782 | -10.730 | 51 | -516 | -14.344 | 66.775 | -1.911 | 64.864 |
| Stand am 1. Januar 2014 | 54.858 | 55.546 | 0 | 51 | -712 | 35.173 | 144.916 | 5.693 | 150.609 |
| Gesamtergebnis 01-06/2014 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -2.357 | -2.357 | -649 | -3.006 |
| Dividende | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -8.229 | -8.229 | 0 | -8.229 |
| Wandlung der Wandelanleihe 2009/2014 |
936 | 1.259 | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.195 | 0 | 2.195 |
| Wandlung der Wandelanleihe 2010/2015 |
132 | 156 | 0 | 0 | 0 | 0 | 288 | 0 | 288 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 576 | -196 | 380 | -107 | 273 |
| Stand am 30. Juni 2014 | 55.927 | 56.961 | 0 | 51 | -136 | 24.391 | 137.194 | 4.936 | 142.130 |
Verkürzter Konzernanhang der PNE WIND AG, Cuxhaven, für die ersten sechs Monate 2014
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2014 der PNE WIND AG und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in der EU zu berücksichtigen sind.
Im Finanzbericht über die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2014 zum 30. Juni 2014 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013. Aus den erstmals zum 1. Januar 2014 verpflichtend anzuwendenden Standards ergaben sich keine Änderungen zum 30. Juni 2014.
Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE WIND-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie berücksichtigt gemäß IAS 33 die potentiellen Aktien aus den Wandelanleihen.
2. Finanzinstrumente
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten neben den Beteiligungen der Gesellschaft diejenigen Anteile an Unternehmen, die wegen ihrer geringen Bedeutung nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie Darlehensforderungen und Ausleihungen.
Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten neben den liquiden Mitteln im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehensforderungen.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Finanzinstrumente
Die nachfolgende Tabelle zeigt, unter Angabe der Kategorien, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher finanzieller Vermögenswerte:
| Alle Angaben in TEUR | Kategorie gem. IAS 39 |
Gesamt | Fair Value |
|---|---|---|---|
| Per 30.06.2014 | |||
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 46.592 | 46.592 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 47.126 | 47.126 |
| Kurzfristige sonstige Darlehensforderung | LaR | 6.380 | 6.380 |
| Forderungen gegen verbundenen Unternehmen | LaR | 4.707 | 4.707 |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen, und solchen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
LaR | 2.972 | 2.972 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | AfS | 1.082 | - |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | AfS | 6.159 | - |
| Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | AfS | 612 | - |
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 719 | 719 |
| Sonstige langfristige Darlehensforderungen | LaR | 136 | 136 |
| 116.485 | 108.632 | ||
| Summe Kredite und Forderungen | 108.632 | 108.632 | |
| Summe zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 7.853 | - | |
| Per 31.12.2013 | |||
| Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | LaR | 77.402 | 77.402 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | LaR | 34.371 | 34.371 |
| Kurzfristige sonstige Darlehensforderung | LaR | 8.638 | 8.638 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | LaR | 3.736 | 3.736 |
| Forderungen gegen assoziierte Unternehmen, und solchen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
LaR | 3.099 | 3.099 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | AfS | 1.079 | - |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | AfS | 5.957 | - |
| Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligunsverhältnis besteht | AfS | 612 | - |
| Sonstige Ausleihungen | LaR | 719 | 719 |
| Sonstige langfristige Darlehensforderungen | LaR | 238 | 238 |
| 135.853 | 128.203 | ||
| Summe Kredite und Forderungen | 128.203 | 128.203 | |
| Summe zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 7.648 | - | |
| LaR = Kredite und Forderungen |
AfS = zur Veräußerung verfügbaren finanzielle Vermögenswerte
Bei den Krediten und Forderungen entsprechen die Buchwerte wegen marktüblicher Verzinsung und/oder kurzfristiger Laufzeit zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten.
Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und die daher am 30. Juni 2014 in Höhe von TEUR 7.853 (31. Dezember 2013: TEUR 7.648) zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand am Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht.
Die Finanzverbindlichkeiten betreffen ausgegebenes Genussrechtskapital, Wandelschuldverschreibungen, Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie sonstige Finanzverbindlichkeiten.
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten gegenüber:
| Alle Angaben in TEUR | Kategorie gem. IAS 39 |
Gesamt | Bis zu 1 Jahr |
1 bis 5 Jahre |
Mehr als 5 Jahre |
Fair Value |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Per 30.06.2014 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
FLAC | 14.866 | 14.866 | 0 | 0 | 14.866 |
| Festverzinslich | ||||||
| Genussrechtskapital | FLAC | 3.061 | 0 | 3.061 | 0 | 3.061 |
| Anleihen | FLAC | 103.062 | 7.232 | 95.830 | 0 | 114.455 |
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 49.565 | 7.271 | 28.446 | 13.848 | 55.975 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 15.814 | 9.664 | 6.150 | 0 | 16.516 |
| Verb. aus Leasingverhältnissen | FLAC | 445 | 110 | 335 | 0 | 445 |
| Variabel verzinslich | ||||||
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 18.000 | 0 | 18.000 | 0 | 18.198 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Derivate | ||||||
| Zinsswap | FLHfT | 2.147 | 994 | 1.153 | 0 | 2.147 |
| 206.960 | 40.137 | 152.975 | 13.848 | 225.663 | ||
| Per 31.12.2013 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
FLAC | 12.093 | 12.093 | 0 | 0 | 12.093 |
| Festverzinslich | ||||||
| Genussrechtskapital | FLAC | 3.061 | 0 | 3.061 | 0 | 3.061 |
| Anleihen | FLAC | 105.018 | 3.836 | 101.182 | 0 | 114.513 |
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 70.326 | 24.529 | 30.904 | 14.893 | 78.089 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 15.575 | 9.921 | 5.654 | 0 | 16.601 |
| Verb. aus Leasingverhältnissen | FLAC | 500 | 106 | 394 | 0 | 500 |
| Variabel verzinslich | ||||||
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | FLAC | 15.013 | 0 | 15.013 | 0 | 15.215 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | FLAC | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Derivate | ||||||
| Zinsswap | FLHfT | 1.960 | 586 | 1.374 | 0 | 1.960 |
| 223.546 | 51.071 | 157.582 | 14.893 | 242.032 | ||
| FLHfT = zur Veräußerung verfügbar FLAC = Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten |
Verkürzter Konzernzwischenlagebericht
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzinstrumente wurden grundsätzlich basierend auf den am Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen ermittelt und sind einer der drei Hierarchiestufen von beizulegenden Zeitwerten gemäß IFRS 13 zuzuordnen.
Finanzinstrumente der Stufe 1 zeichnen sich durch eine Bewertung auf Basis quotierter Preise auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus. Innerhalb der Stufe 2 wird die Bewertung der Finanzinstrumente auf Basis von Inputfaktoren, die aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, oder anhand von Marktpreisen für ähnliche Instrumente durchgeführt. Finanzinstrumente der Stufe 3 werden auf Basis von Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind, bewertet.
Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes sämtlicher in der Konzernbilanz erfassten und in diesem Anhang erläuterten Finanzinstrumente beruht entweder auf quotierten Preisen der Stufe 1 oder auf Informations- und Inputfaktoren der oben umschriebenen Stufe 2. Durch die Verwendung beobachtbarer Marktparameter weicht die Bewertung nicht von allgemeinen Marktannahmen ab.
Zum 30. Juni 2014 sind zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente in Höhe von TEUR 2.147 (im Vorjahr: TEUR 1.710) der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen.
3. Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis hat sich in den ersten 6 Monaten des Berichtsjahres verändert.
Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen:
- PNE WIND Park IX GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent),
- PNE WIND Park X GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent)
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesen Vorgängen nicht ergeben.
Im Berichtszeitraum veränderte sich die Anteilsquote bei folgenden Gesellschaften, die in den Konzernkreis einbezogen werden:
- PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH, Cuxhaven, (von 100 Prozent auf 50 Prozent),
- PNE WIND Park III GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (von 100 Prozent auf 50 Prozent),
- WKN Basilicata Development S.R.L., Potenza/Basilicata, Italien (von 70 Prozent auf 100 Prozent),
- WKN AG, Husum (von 82,75 Prozent auf 83,08 Prozent).
Die PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH und die PNE WIND Park III GmbH & Co. KG werden seit der Anteilsreduzierung als assoziierte Unternehmen "at-equity" in den Konzern einbezogen.
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesem Vorgang nicht ergeben.
Im Berichtszeitraum sind folgende Gesellschaften aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Veräußerung endkonsolidiert worden:
- PNE WIND Park I GmbH & Co. KG, Cuxhaven,
- PNE WIND Park Calau II C GmbH & Co. KG, Cuxhaven,
- WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Ebersgrün KG, Husum.
Durch die Endkonsolidierung der PNE WIND Park I GmbH & Co. KG sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt EUR 8,2 Mio., die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen des Projekts bestanden, sowie Schulden in Höhe von EUR 8,1 Mio. abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug TEUR 52. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen 0 EUR.
Durch die Endkonsolidierung der PNE WIND Park Calau II C GmbH & Co. KG sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt EUR 35,2 Mio., die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen des Projekts bestanden, sowie Schulden in Höhe von EUR 35,2 Mio.
. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug TEUR 6. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen EUR 2,3 Mio.
Durch die Endkonsolidierung der WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Ebersgrün KG sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt EUR 18,7 Mio., die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen des Projekts bestanden, sowie Schulden in Höhe von EUR 17,0 Mio. abgegangen. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug TEUR 1. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen EUR 1,6 Mio.
Wir verweisen auf die Angaben zum Überblick der Geschäftstätigkeit, zur Entwicklung des Umsatzes sowie zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im verkürzten Konzernzwischenlagebericht über die ersten sechs Monate 2014.
4. Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft hat den Gesellschaftern des Holzkraftwerkes "Silbitz" eine jährliche Garantiedividende auf das eingesetzte Eigenkapital vertraglich bis ins Jahr 2016 zugesichert für den Fall, dass das Holzkraftwerk "Silbitz" entsprechende Dividendenzahlungen nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Aufgrund der vorliegenden Planungen für das Holzkraftwerk "Silbitz" hat die Gesellschaft Rückstellungen in Höhe von 0,8 Mio. Euro gebildet. Sollten die vorliegenden Planungen in den Jahren 2014 bis 2016 nicht umgesetzt werden können, so könnte sich dieser Betrag auf insgesamt 1,4 Mio. Euro erhöhen.
5. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
Nach Ende des Berichtszeitraums hat es keine wesentlichen Ereignisse mit Auswirkung auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage gegeben.
Konsolidierungskreis Haftungsverhältnisse
Konzern-Segmentberichterstattung (IFRS) Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 nach Bereichen Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 nach Bereichen
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der operativen Segmente der PNE WIND AG. Danach wird in die zwei Bereiche Projektierung von Windkraftanlagen und Stromerzeugung unterschieden.
Der Geschäftsbereich "Projektierung von Windkraftanlagen" umfasst zum einen die Projektierung und Realisierung von Windparks in Deutschland und dem Ausland ("onshore") sowie die Projektierung von Windparks auf hoher See ("offshore"). Daneben gehören zu diesem Geschäftsbereich auch die Erbringung von Serviceleistungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von Windparks sowie die Errichtung und der Betrieb von Umspannwerken. Kern der operativen Tätigkeit ist die Erkundung geeigneter Standorte für Windparks sowie deren anschließende Projektierung und Realisierung.
Zum Geschäftsbereich "Stromerzeugung" gehört zum einen der Betrieb der Windparks "Laubuseschbach" und "Altenbruch II". Weiterhin gehört zu diesem Geschäftsbereich die Beteiligungsgesellschaft PNE Biomasse GmbH, die auf der Grundlage eines entsprechenden Geschäftsbesorgungsvertrags Mitarbeiter an die Betriebsgesellschaft Holzheizkraftwerk "Silbitz" verleiht und über die auch die weiteren vertraglichen Verpflichtungen der PNE WIND AG im Hinblick auf das Holzheizkraftwerk "Silbitz" gesteuert werden. Dazu gehört insbesondere die Belieferung der Betriebsgesellschaft Holzheizkraftwerk "Silbitz", welche ebenfalls diesem Segment zugeordnet ist, mit Brennstoffen. Weiterhin gehört der Solarbetrieb der BGZ Solarpark Passauer Land GmbH & Co. KG zum Geschäftsbereich Stromerzeugung. Schließlich gehören zum Geschäftsbereich "Stromerzeugung" die Gesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG, die bis zur Umsetzung eines Windparkprojekts als dessen Trägergesellschaft fungieren und anschließend an den jeweiligen Investor veräußert werden. Die Zuordnung dieser Gesellschaften zu dem Geschäftsbereich "Stromerzeugung" erfolgt somit vor dem Hintergrund, dass sie – wenn auch erst nach ihrem Ausscheiden aus der PNE WIND-Gruppe – als künftiger Betreiber eines Windparks stromerzeugend tätig sein werden.
Die Bewertung der angegebenen Beträge der Erträge und Aufwendungen sowie des Segmentvermögens und -schulden erfolgt in Übereinstimmung mit den Vorschriften zur externen Rechnungslegung. Die separate Überleitung einzelner angegebener Segmentinformationen auf die entsprechenden Werte im Konzernabschluss ist daher nicht erforderlich.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften des Konzerns liegen grundsätzlich Preise zu Grunde, die auch mit Dritten vereinbart werden.
Den Werten per 30. Juni 2014 sind die Werte vom 30. Juni 2013 bzw. beim Segment-vermögen/Segmentschulden die Werte vom 31. Dezember 2013 gegenübergestellt.
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) |
Projektierung Windkraftanlagen |
Stromerzeugung | |||
|---|---|---|---|---|---|
| 2014 | 2013 | 2014 | 2013 | ||
| Umsatzerlöse extern | 112.004 | 16.651 | 5.913 | 5.086 | |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 4.483 | 15.168 | 281 | 281 | |
| Bestandsveränderungen | 10.845 | 3.901 | 0 | 0 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.732 | 427 | 64 | 3 | |
| Gesamtleistung | 129.065 | 36.147 | 6.257 | 5.370 | |
| Abschreibungen | -1.457 | -816 | -2.267 | -1.742 | |
| Betriebsergebnis | -1.978 | -4.761 | 1.488 | 1.304 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 4.305 | 1.366 | 5 | 464 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -8.532 | -3.366 | -1.544 | -1.304 | |
| Steueraufwand und -ertrag | 1.021 | -538 | -7 | -44 | |
| Investitionen | 3.042 | 1.318 | 8 | 94 | |
| Segmentvermögen | 548.160 | 541.166 | 84.963 | 88.247 | |
| Segmentschulden | 444.707 | 426.012 | 81.982 | 85.150 | |
| Segmenteigenkapital | 103.453 | 115.154 | 2.981 | 3.096 |
In die einzelnen Segmente sind folgende Gesellschaften einbezogen:
Projektierung von Windkraftanlagen: PNE WIND AG, PNE WIND Betriebsführungs GmbH, PNE WIND Netzprojekt GmbH, PNE Gode Wind III GmbH, PNE WIND Jules Verne GmbH, PNE WIND Nemo GmbH, PNE WIND Nautilus GmbH, PNE WIND GM Hungary Kft., PNE WIND Ausland GmbH, PNE WIND Straldja-Kamenec OOD, PNE WIND Bulgaria EOOD, PNE WIND BE Development EOOD, PNE WIND Ventus Praventsi OOD, PNE WIND Yenilenebilir Enerjila Ltd., PNE WIND UK Ltd., NH North Hungarian Windfarm Kft., PNE WIND NEH/I Kft., PNE WIND PARK Dobrudzha OOD, PNE WIND USA Inc., PNE WIND Central States LLC, PNE WIND DEVELOP-MENT LLC, Underwood Windfarm LLC, Butte Windfarm LLC, Chilocco WIND FARM LLC, PNE-BCP WIND Inc., PNE WIND Romania S.R.L, PNE WIND Romania Energy Holding S.R.L., EVN WIND-POWER DEVELOPMENT & CONSTRUCTION S.R.L., S.C. PNE WIND MVI SRL, PNE WIND Pusztahencse Kft., Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH, Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG, PNE WIND Verwaltungs GmbH, PNE WIND Atlantis I GmbH, PNE WIND Atlantis II GmbH, PNE WIND Atlantis III GmbH, WKN AG, Windkraft Nord USA Inc., WKN Italia S.R.L., Aero Sol S.R.L., Aero-Tanna S.R.L., ATS Energia S.R.L., WKN Basilicata Development S.R.L., WKN France S.A.S.U., Parc Eolien de Crampon S.A.S.U., TOV WKN Ukraine, Ukrainische Windenergie Management GmbH, New Energy Association International GmbH, Sevivon Sp. z o.o., VKS Vindkraft Sverige AB, WKN Windcurrent SA (Pty) Ltd., NordStrom New Energy GmbH, WKN Windkraft Nord GmbH & Co., BGZ Fondsverwaltung GmbH, energy consult GmbH
Stromerzeugung: PNE Biomasse GmbH, PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG, PNE WIND Altenbruch II GmbH & Co. KG, PNE WIND Grundstücks GmbH, Holzheizkraftwerk Silbitz GmbH & Co. KG, PNE WIND Park II GmbH & Co. KG (bis 18.07.13), PNE WIND Park I GmbH & Co. KG (bis 7.4.14), PNE WIND Park VI GmbH & Co. KG, PNE WIND Park VII GmbH & Co. KG, PNE WIND Park X GmbH & Co. KG, PNE WIND Park IX GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Altdöbern A GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Altdöbern B GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Altdöbern C GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Großräschen A GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Großräschen B GmbH & Co. KG, PNE WIND Infrastruktur Chransdorf-West GmbH & Co. KG, PNE WIND Infrastruktur Chransdorf Vewaltungs GmbH, PNE WIND Park Calau II A GmbH & Co. KG (bis 22.12.2013), PNE WIND Park Calau II B GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Calau II C GmbH & Co. KG (bis 30.6.14), PNE WIND Park Calau II D GmbH & Co. KG, PNE WIND Park III GmbH & Co. KG (bis 30.6.14) , PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH (bis 30.6.14), PNE WIND Park Köhlen I GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Köhlen II GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt A GmbH & Co. KG, PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt B GmbH & Co. KG, NordStrom Solar GmbH, NordStrom Bioenergie GmbH, BGZ Solarpark Passauer Land GmbH & Co. KG, WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Ebersgrün KG (bis 1.4.14), Kommanditgesellschaften
Verkürzter Konzernzwischenlagebericht Verkürzter
Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 nach Bereichen
| Projektierung Stromerzeugung Konsolidierung PNE WIND AG Konzern Windkraftanlagen |
|
|---|---|
| 2014 2013 2014 2013 2014 2013 2014 |
2013 |
| 112.004 16.651 5.913 5.086 0 0 117.917 |
21.737 |
| 4.483 15.168 281 281 -4.764 -15.449 0 |
0 |
| 10.845 3.901 0 0 4.275 11.398 15.120 |
15.299 |
| 0 0 0 0 0 0 |
0 |
| 427 64 3 -165 -56 1.631 |
374 |
| 36.147 6.257 5.370 -655 -4.107 134.667 |
37.410 |
| -2.267 -1.742 0 0 -3.724 |
-2.558 |
| 1.488 1.304 3.294 -2.153 2.804 |
-5.610 |
| 5 464 -3.068 -1.231 1.242 |
599 |
| -1.544 -1.304 3.067 1.231 -7.009 |
-3.438 |
| -7 -44 -982 0 32 |
-582 |
| 8 94 0 0 3.050 |
1.412 |
| 84.963 88.247 -212.986 -194.472 420.137 |
434.941 |
| 81.982 85.150 -248.682 -226.831 278.007 |
284.332 |
| 2.981 3.096 35.697 32.358 142.130 |
150.609 |
Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden sind im Segment "Projektierung von Windkraftanlagen" erfasst.
Von den Werten im Geschäftsbereich Projektierung von Windkraftanlagen entfällt eine Gesamtleistung von 119,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 32,2 Mio. Euro), Umsatzerlöse von 110,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 16,0 Mio. Euro), ein Betriebsergebnis von 0,0 Mio. Euro (im Vorjahr: -1,1 Mio. Euro), ein Anteil vom Segmentvermögen von 382,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2013: 393,2 Mio. Euro) und ein Eigenkapitalanteil von 81,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2013: 93,9 Mio. Euro) auf den Teilbereich Windkraft onshore Deutschland. Zusätzlich entfällt auf Windkraft onshore Ausland eine Gesamtleistung von 7,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,1 Mio. Euro), Umsatzerlöse von 0,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,0 Mio. Euro), ein Betriebsergebnis von -1,7 Mio. Euro (im Vorjahr: -2,1 Mio. Euro), ein Anteil vom Segmentvermögen von 135,7 Mio. Euro (per 31. Dezember 2013: 120,2 Mio. Euro) und ein Eigenkapitalanteil von 26,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2013: 26,5 Mio. Euro).
Die Umsatzerlöse mit externen Kunden und das Segmentvermögen der Segmente "Projektierung Windkraftanlagen" und "Stromerzeugung" entfallen im Wesentlichen auf Deutschland. Im Berichtszeitraum wurden mit Kunden Umsätze getätigt, die mehr als 10 Prozent vom Konzernumsatz ausmachten. Die Umsätze größer 10 Prozent des Konzernumsatzes betrugen rund 25,9 Mio. Euro, rund 18,4 Mio. Euro, rund 16,7 Mio. Euro und rund 12,0 Mio. Euro (im Vorjahr rund 13 Mio. Euro mit einem Kunden). Keine weitereren einzelnen Kunden haben 10 Prozent oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen.
Die Basis der Rechnungslegung für Transaktionen zwischen berichtspflichtigen Segmenten entspricht den für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungsvorschriften.
Cuxhaven, 12. August 2014
PNE WIND AG, Vorstand
Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht
An die PNE WIND AG, Cuxhaven
Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Segmentberichterstattung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der PNE WIND AG, Cuxhaven, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2014, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w Abs. 2 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und zu dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.
Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.
Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss der PNE WIND AG, Cuxhaven, in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.
Hamburg, den 12. August 2014
Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Reiher) (ppa. Wendlandt) Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
Konzernzwischenabschluss Verkürzter Konzernanhang
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
PNE WIND AG, Vorstand
Martin Billhardt Jörg Klowat Markus Lesser
Impressum
PNE WIND AG
Peter-Henlein-Straße 2-4 27472 Cuxhaven Deutschland
Telefon: + 49 (0) 47 21-718-06 Telefax: + 49 (0) 47 21-718-444 E-Mail: [email protected]
www.pnewind.com
Vorstand: Martin Billhardt (Vorsitzender), Jörg Klowat, Markus Lesser Registergericht: Tostedt Registernummer: HRB 110360
Stand: 12. August 2014
Satz & Layout: cometis AG Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden
Fotos: Wolfhard Scheer, Peter Sierigk, Andreas Birresborn, PNE WIND AG
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Sie sind Einschätzungen des Vorstands der PNE WIND AG und spiegeln dessen gegenwärtige Ansichten hinsichtlich zukünftiger Ereignisse wider. An Begriffen wie "erwarten", "schätzen", beabsichtigen", "kann", "wird" und ähnlichen Ausdrücken mit Bezug auf das Unternehmen können solche vorausschauenden Aussagen erkannt werden. Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können sind z.B. ohne Anspruch auf Vollständigkeit: die Entwicklung des Windmarktes, Wettbewerbseinflüsse, einschließlich Preisveränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen und Beteiligungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die in den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der PNE WIND AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.
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