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PNE AG — Interim / Quarterly Report 2012
Nov 5, 2012
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Interim / Quarterly Report
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PNE WIND AG
Neun-Monats-Finanzbericht und Bericht über das dritte Quartal 2012
Auf einen Blick
PNE WIND AG Konzernkennzahlen
| In TEUR | 01.01. – 30.09.2012 | 01.01. – 30.09.2011 | 01.01. – 30.09.2010 |
|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 86.133 | 36.326 | 69.402 |
| Umsatz | 80.893 | 33.075 | 56.156 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 24.851 | -742 | 7.861 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 20.973 | -4.509 | 4.170 |
| Periodenergebnis | 22.030 | -3.996 | 4.271 |
| Eigenkapital per 30. September | 93.610 | 75.055 | 78.710 |
| Eigenkapitalquote per 30. September, in % | 48,73 | 39,52 | 38,95 |
| Bilanzsumme per 30. September | 192.116 | 189.925 | 202.063 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert), in EUR | 0,48 | -0,09 | 0,09 |
| Durchschnittliche Aktienanzahl, in Mio. EUR | 45,8 | 45,8 | 45,0 |
| Stammdaten der Aktie (zum 30. September 2012) | |
|---|---|
| WKN | A0JBPG |
| ISIN | DE000A0JBPG2 |
| Anzahl der Aktien | 45.785.869 |
| Marktkapitalisierung | 93,9 Mio. EUR |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Indizes | CDAX Technology, ÖkoDAX |
| Designated Sponsors | Commerzbank, VEM Aktienbank, Close Brothers Seydler Bank |
| Reuters | PNEGn |
| Bloomberg | PNE3 |
Inhaltsverzeichnis
- 2 Vorwort
- 4 Kapitalmarkt-Informationen
- 7 Verkürzter Konzernzwischenlagebericht
- 28 Verkürzter Konzernzwischenabschluss
- 32 Verkürzter Konzernanhang
- 37 Impressum
Vorwort
Sehr geehrte Aktionäre,
seit 1999 entwickeln wir in der PNE WIND AG Offshore-Windparkprojekte. Eine konzentrierte und beharrliche Pionierarbeit, die sich nun erneut erheblich auszahlt: Im August konnten wir mit dem Verkauf der Offshore-Windparks "Gode Wind" I, II und III an die dänische DONG Energy A/S das bedeutendstes Geschäft unserer Unternehmensgeschichte abschließen. Für die Anteile an unseren Projektgesellschaften "Gode Wind" I und II sowie für von uns im Laufe der Entwicklung aufgewendete Projektierungskosten haben wir bereits einen Liquiditätszufl uss in Höhe von rund 57 Mio. Euro bei Geschäftsabschluss erhalten. Zusätzlich werden, voraussichtlich in den kommenden zwei bis drei Jahren und abhängig vom Erreichen festgelegter Projektfortschritte, weitere rund 100 Mio. Euro an die PNE WIND AG fl ießen. Mit diesem Verkauf haben wir einmal mehr unsere hohe Fachkompetenz bei der Entwicklung komplexer Windpark-Projekte unter Beweis gestellt und auch die fi nanzielle Basis und damit die Dividendenfähigkeit unserer Gesellschaft entscheidend gestärkt.
Die Projekte "Gode Wind" I und II zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass wir für sie bereits die unbedingten Netzanschlusszusagen mit einem festgelegten Datum für die Fertigstellung des Netzanschlusses erreichen konnten.
Die weiteren Zahlungen von rund 100 Mio. Euro aus den "Gode Wind"-Projekten bilden auch das Fundament für die künftige Entwicklung unserer Projekt-Pipeline – onshore wie offshore. Wir erwarten die Zahlung aus dem nächsten Milestone des Vertrages Anfang 2013. Darüber hinaus wird die Genehmigung des Projekts "Gode Wind III" durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) und der damit verbundene Übergang der Anteile an DONG Energy eine weitere Zahlung auslösen. Schließlich sind die fi nalen Investitionsentscheidungen für die Windparks "Gode Wind" I und II weitere Meilensteine. In den kommenden fünf Jahren wird die PNE WIND AG als Dienstleister DONG Energy bei der Realisierung der Projekte unterstützen. Dieser Dienstleistungsvertrag beläuft sich auf zusätzliche mindestens 5 Mio. Euro bei einem budgetierten Rahmen von 8,5 Mio. Euro. Dies unterstreicht die exzellente Kooperation zwischen den beiden Unternehmen, die bereits mit den "Borkum Riffgrund"-Projekten begann.
Das Offshore-Projekt "Borkum Riffgrund I" hat sich positiv entwickelt und steht kurz vor Baubeginn, während für "Borkum Riffgrund II" noch die unbedingte Netzanschlusszusage des Übertragungsnetzbetreibers mit einem festen Anschlussdatum aussteht. Wie bedeutsam dieses ist, zeigt sich daran, dass DONG Energy im Oktober die Realisierung von "Borkum Riffgrund II" zeitlich verschoben hat. Wir sehen diese Entscheidung allerdings nicht als Indikator für ein Umdenken bei der DONG Energy im Offshore-Bereich, sondern nur als Reaktion auf die spezielle Situation in diesem Projekt. Andererseits erhöht dies die Chancen einer schnellen Realisierung der "Gode Wind"-Projekte, für die bereits die unbedingten Netzanschlusszusagen mit einem festgelegten Datum vorliegen.
Rückenwind erfahren wir aber nicht nur vom offenen Meer, sondern auch in unserem Onshore-Bereich. Neben dem erfolgreich abgeschlossenen Repowering-Projekt "Kemberg II" befi ndet sich in Deutschland aktuell ein weiterer Windpark im Bau. Zusätzliche Projekte in fi nalen Phasen werden zeitnah folgen.
Und auch länderübergreifend bewegt sich einiges in unserem großen Bestand an Projekten: So stellen wir in Deutschland und Großbritannien ein Portfolio von Windparks mit rund 180 MW zu installierender Nennleistung zusammen. Dieses Paket von Projekten, die in den kommenden Jahren fertiggestellt werden sollen, wollen wir im ersten Halbjahr 2013 Investoren zum Kauf anbieten und so für zusätzliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge sorgen.
Gespräche mit Energieversorgern, Versicherern und Finanzinvestoren auf der Husum Windenergy, der weltgrößten Messe ihrer Art, und zu anderen Terminen haben uns nochmals bestätigt, dass wir in unserer Projekt-Pipeline onshore wie offshore äußerst attraktive Projekte entwickeln. So arbeiten wir derzeit allein in Deutschland an Windparks, in denen rund 1.100 MW Nennleistung errichtet werden können. Im Ausland kommen weitere rund 2.000 MW hinzu. Zusätzlich versprechen auch die drei eigenen Offshore-Projekte "Nemo", "Nautilus I" und "Jules Verne" in der Nordsee (mit jeweils 80 Anlagen-Standorten) großes Potenzial.
Die erfreuliche Entwicklung der vergangenen Monate spiegelt sich in unseren Ergebniszahlen wider. So erwirtschafteten wir in den ersten neun Monaten 2012 bei Umsatzerlösen von rund 80,9 Mio. Euro ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von rund 24,9 Mio. Euro. Auch hier zeigen sich noch einmal deutlich die Eigenschaften unseres Geschäftsmodells. Durch den Verkauf der Projektrechte an der "Gode Wind"- Familie vor deren Errichtung haben wir substantielle Erträge erwirtschaftet.
Anhand der gezeigten Erfolge bekräftigen wir unsere EBIT-Prognose von kumuliert 60 bis 72 Mio. Euro für die Geschäftsjahre 2011 bis 2013 und rechnen aufgrund unserer gut gefüllten Pipeline auch zukünftig mit hohen Erträgen aus unserer Projektierungsarbeit.
Wir bedanken uns, auch im Namen unserer Mitarbeiter, sehr herzlich bei Ihnen für das große Vertrauen, das Sie uns auch in den vergangenen Monaten entgegengebracht haben. Wir hoffen, dass Sie uns auch in Zukunft auf unserem spannenden Weg begleiten werden.
Mit freundlichen Grüßen
Martin Billhardt - Vorstandsvorsitzender PNE WIND AG -
Kapitalmarkt-Informationen
Aktie
Die Aktie der PNE WIND AG eröffnete das Geschäftsjahr 2012 mit einem Einstiegskurs von 1,85 Euro, nachdem der Kurs in den letzten Handelstagen 2011 mit der Meldung über den geplanten Verkauf des Offshore-Projekts "Gode Wind II" bereits stark zugelegt hatte. Infolgedessen kam es zu leichten Gewinnmitnahmen, so dass sich der Kurs um 1,80 Euro einpendelte.
Am 29. Februar belastete die Nachricht der Zahlungsverzögerung beim Verkauf von "Gode Wind II" den Aktienkurs. So schloss die Aktie am 1. März bei 1,73 Euro. In der Folge konnten die Anteilsscheine zwar wieder Höhen um 1,84 Euro erklimmen. Die Meldung über das
vorläufi ge Scheitern der Veräußerung von "Gode Wind II" sorgte aber für einen erneuten Kursrückgang.
So bewegte sich der Aktienpreis im weiteren Verlauf des Sommers in einem Band zwischen 1,70 Euro und 1,54 Euro und folgte aufgrund fehlender positiver Nachrichten mit dem leichten Abwärtstrend auch der Gesamtentwicklung an der Frankfurter Börse. Am 26. Juli durchbrach das Papier der PNE WIND AG die Marke von 1,50 Euro nach unten und notierte, auch aufgrund technischer Verkaufsreaktionen, mit 1,35 Euro am 13. August auf ihrem Tiefststand des Berichtszeitraums.
Mit der Meldung des Verkaufs der Offshore-Projekte "Gode Wind" I bis III an DONG Energy begann die Aktie mit einer Kursrallye, in deren Folge die Anteilsscheine innerhalb weniger Wochen fast 60 Prozent an Wert gewannen. So notierten sie am 25. September bei 2,15 Euro, dem bisherigen Jahreshöchststand. Nach leichten Gewinnmitnahmen schloss die Aktie am 28. September, dem letzten Handelstag des Berichtszeitraums, bei 2,05 Euro und damit rund 11 Prozent über dem Einstandskurs zu Beginn des Geschäftsjahres. Dies entsprach einer Marktkapitalisierung von 93,9 Mio. Euro.
Ende Juni 2012 teilte die PNE WIND AG mit, dass die Gesamtanzahl der Stimmrechte von 45.777.960 auf 45.785.869 angestiegen ist. Grund hierfür war das Einlösen von Wandlungsrechten durch Inhaber von Wandelschuldverschreibungen. In diesem Zusammenhang erfolgte der Umtausch in insgesamt 7.909 zusätzliche auf den Namen lautende Stückaktien.
Hauptversammlung
Die ordentliche Hauptversammlung fand am 15. Mai 2012 in Cuxhaven statt. Dabei beschlossen die Aktionäre der PNE WIND AG mit großer Mehrheit, auch in diesem Jahr eine Dividende in Höhe von 0,04 Euro je gewinnberechtigter Stückaktie auszuschütten. Die Aktionäre folgten damit dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat.
Ebenfalls hohe Zustimmung erfuhr die Neuwahl bisheriger Aufsichtsratsmitglieder: Der Vorsitzende Dieter K. Kuprian sowie Dr. Peter Fischer und Professor Dr. Reza Abhari wurden für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt. Ihre Mandate wären erst in 2013 abgelaufen. Die vorzeitige Wiederwahl erfolgte, um die Unternehmensentwicklung durch personelle Kontinuität im Aufsichtsrat zu begleiten.
Die Hauptversammlung stimmte darüber hinaus auch der Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, mit einer Mehrheit von jeweils über 96 Prozent zu. Ferner beschloss die Hauptversammlung eine weitere Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe von Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen mit der Möglichkeit zum Ausschluss des Bezugsrechts und die Schaffung eines weiteren bedingten Kapitals dafür sowie eine entsprechende Satzungsänderung. Damit können bis zum 14. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 50.000.000,00 Euro mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren ausgegeben werden. Den Inhabern der Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen können Wandlungs- oder Optionsrechte auf bis zu 7.750.000 auf den Namen lautende Stückaktien der PNE WIND AG entsprechend einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 7.750.000,00 Euro eingeräumt werden.
Aktionärsstruktur
Am Ende des Berichtszeitraums am 30. September 2012 hielt die Baden-Württembergische Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte über die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH 3,06 Prozent der Stimmrechte an der PNE WIND AG. Gemäß der Defi nition der Deutschen Börse AG befanden sich die übrigen 96,94 Prozent der Aktien im Streubesitz.
Ausgehend von den beiden im Mai / Juni 2010 durchgeführten Kapitalmaßnahmen ist jedoch künftig eine Veränderung innerhalb der Aktionärsstruktur möglich. So wurden bei der Kapitalerhöhung und der ebenfalls angebotenen Wandelanleihe nicht von Altaktionären der PNE WIND AG gezeichnete Anteile dem Finanzinvestor Luxempart S.A. aus Luxemburg offeriert. Gemäß einer vertraglichen Vereinbarung erwarb dieser Investor von Aktionären nicht bezogene Aktien und Teilschuldverschreibungen. Von den insgesamt 1.249.500 bei der Kapitalerhöhung platzierten Aktien wurden 927.114 Aktien von der Luxempart S.A. gezeichnet. Aus der Wandelanleihe zeichnete Luxempart S.A. Teilschuldverschreibungen im Umfang von ca. 16,87 Mio. Euro. Es besteht die Möglichkeit, diese Teilschuldverschreibung jederzeit in Aktien zu wandeln. Nach Wandlung der Anleihen sowie infolge der von ihr gehaltenen Aktien wäre Luxempart S.A. damit zu ca. 15 Prozent an der PNE WIND AG beteiligt und so größte Einzelaktionärin der Gesellschaft.
Directors' Dealings
Am 17. September 2012 haben alle Vorstandsmitglieder sowie der Aufsichtsratsvorsitzende jeweils 10.000 Aktien zu einem Preis von 1,899 Euro erworben. Damit sind den Mitgliedern des Vorstands am 30. September 2012 Aktien der Gesellschaft folgendermaßen zuzurechnen: Herrn Martin Billhardt 410.000 Aktien, Herrn Jörg Klowat 110.000 Aktien und Herrn Markus Lesser 55.500 Aktien. Von den Mitgliedern des Aufsichtsrates halten Herr Dieter K. Kuprian 10.000 sowie Herr Jacquot Schwertzer 5.704 Aktien der Gesellschaft. Damit halten Vorstand und Aufsichtsrat zusammen 1,29 Prozent der PNE-Aktien.
Finanzkalender
| 12.-14. November 2012 | Analystenkonferenz / Deutsches Eigenkapitalforum |
|---|---|
| 27. März 2013 | Veröffentlichung Geschäftsbericht |
| 13. Mai 2013 | Veröffentlichung Bericht 1. Quartal |
| 22. Mai 2013 | Hauptversammlung |
| 12. August 2013 | Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht |
| 11. November 2013 | Veröffentlichung Bericht 3. Quartal |
| 11.-13. November 2013 | Analystenkonferenz / Deutsches Eigenkapitalforum |
Weitere Informationen
Auf der Website www.pnewind.com fi nden Sie ausführliche Informationen über die PNE WIND AG sowie im Bereich "Investor Relations" aktuelle Daten zur Aktie. Hier können außerdem Geschäfts- und Quartalsberichte, Pressemitteilungen sowie Hintergrundinformationen über die PNE WIND AG als Download abgerufen werden.
Verkürzter Konzernzwischenlagebericht der PNE WIND AG, Cuxhaven, für die ersten neun Monate 2012
1. Markt / gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Die PNE WIND AG ist als Projektierer von Windparks an Land (onshore) wie auch auf See (offshore) in Deutschland, Südosteuropa, Großbritannien und Nordamerika tätig. Dabei liegt die Kernkompetenz in der Entwicklung, Projektierung, Finanzierung und Realisierung von Windparks sowie deren Betriebsführung. Von der PNE WIND AG entwickelte Windpark-Projekte werden in der Regel entweder nach kompletter Fertigstellung oder bereits nach Erhalt der Genehmigung veräußert. Nach Übergabe an die Erwerber und künftigen Betreiber zählt zudem die technische und kaufmännische Betriebsführung einschließlich der regelmäßigen Wartung zum Leistungsspektrum der PNE WIND AG.
Die deutsche Konjunktur wurde auch in den vergangenen Monaten durch die europäische Staatsschuldenkrise und Unsicherheiten auf den Finanzmärkten belastet.
Das schwierige wirtschaftliche Umfeld hat sich auch auf die Windbranche ausgewirkt, da das allgemeine Investitionsklima durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten verhaltener ausfi el. Allerdings sind Projekte in der Windindustrie durch die Größe der Investitionsvolumina und die gesicherten, regelmäßigen Rückfl üsse von langfristiger Natur, weshalb diese nicht unmittelbar von aktuellen Marktbewegungen beeinfl usst werden.
So ist bei der Errichtung von Windparks in Deutschland ein Aufwärtstrend zu beobachten. Nachdem die neu installierte Leistung bereits im Jahr 2011 gegenüber dem Vorjahr anstieg, ermittelte die Deutsche WindGuard für das erste Halbjahr 2012, dass 414 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von mehr als 1.000 MW zugebaut wurden.1
Dass die konsequente Förderung erneuerbarer Energien Früchte trägt, belegen aktuellen Daten des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW): So lag der Anteil regenerativer Energien am deutschen Strommix im ersten Halbjahr 2012 erstmals bei mehr als 25 Prozent (Erstes Halbjahr 2011: rund 21 Prozent). Die Windenergie ist innerhalb der erneuerbaren Energien auch weiterhin ein wichtiger Stützpfeiler: Sie baute ihren Anteil an der Stromerzeugung im ersten Halbjahr auf 9,2 Prozent (2011: 7,7 Prozent) aus.2
Der Bau von Offshore-Windparks, also Windparks auf dem Meer, wird als ein wesentlicher Wachstumstreiber für den nationalen sowie den internationalen Windenergiemarkt gesehen. Nach Angaben des europäischen Windenergieverbandes (EWEA) verzeichnete der europäische Offshore-Markt im Jahr 2011 einen Zubau von insgesamt 866 MW. 235 neue Offshore-Windkraftanlagen, die sich auf insgesamt neun Windparks verteilten, wurden errichtet. Damit werden insgesamt bereits 3.813 MW aus 1371 Windturbinen in das europäische Stromnetz eingespeist. Weitere Windfarmen befi nden sich momentan im Bau. Dies verdeutlicht, dass der Ausbau der Offshore-Windenergie in Europa bereits in vollem Gange ist. Auch der deutsche Markt für Offshore-Windparks wird wachsen. Hier rechnet die Windenergieagentur WAB bis 2017 mit einer neu installierten Leistung von bis zu 4.500 MW.3 Die Ziele der Bundesregierung sehen langfris-
Deutsche WindGuard, August 2012
BDEW Pressemitteilung, Juli 2012
3 WAB, 2011 tig vor, dass Windenergie auf See rund 15 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland sicherstellen könnte. Die Bundesregierung rechnet damit, dass bis zum Jahr 2030 etwa 20.000 bis 25.000 MW Offshore-Windenergie errichtet werden können. Die erforderliche Infrastruktur ist in den Häfen weitgehend errichtet. Im Offshore-Bereich ist die PNE WIND AG mit bereits vier erreichten Genehmigungen und weiteren Projekten in der Planungs- und Genehmigungsphase einer der führenden Projektierer in Deutschland.
In deutschen Gewässern sind bislang erst wenige Offshore-Windparks am Netz. Weitere fünf befi nden sich nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) derzeit im Bau. Zusätzlich wurden bereits zahlreiche weitere Projekte vom BSH sowie den Landesbehörden genehmigt. Somit verfügt die Offshore-Windenergie in Deutschland über erhebliches Ausbaupotenzial. Eine wichtige Perspektive stellt dabei die Anfang 2010 gestartete Initiative von neun Anrainerstaaten zum Bau eines Hochspannungsnetzes in der Nordsee dar. Diese wird aktuell von der deutschen Bundesregierung mit Bemühungen unterstützt, den Ausbau der Netzanschlüsse ans Festland zu beschleunigen. Schließlich setzt die nachhaltige Nutzung der Windenergie auf See ein leistungsfähiges Stromnetz voraus. Langfristig bedeutet diese Gemeinschaftsinitiative einen deutlichen Schub für die Offshore-Windenergie.
An Land gibt es Perspektiven, die über die Entwicklung von neuen Windpark-Standorten deutlich hinaus gehen: Bei diesem Repowering werden ältere Windenergieanlagen mit geringer Leistung durch leistungsstärkere Neuanlagen ersetzt. Laut der Prognosen des Bundesverbandes Windenergie (BWE) ist mittel- und langfristig mit deutlichen Zuwächsen beim Repowering zu rechnen. In 2011 wurden nach Angabe des DEWI 170 Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen 123 MW durch 95 moderne Anlagen mit insgesamt 238 MW ersetzt.4 Der BWE schätzt den Markt für Repowering-Maßnahmen in den nächsten Jahrzehnten auf 1.000 MW pro Jahr – das entspricht einem jährlichen Umsatz von rund 1,5 Mrd. Euro.5 Auch die PNE WIND AG hat in diesem Bereich bereits mehrfach erfolgreich die eigene Kompetenz eingesetzt und erwartet mittelund langfristig zusätzliche positive Effekte in diesem Geschäftssegment.
Zudem befl ügeln die Verknappung fossiler Brennstoffe ebenso wie die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesrepublik das Wachstum des Windenergiemarktes. So ist bis zum Jahr 2020 die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen um 40 Prozent gemessen am Jahr 1990 geplant. Die Bundesregierung hat diesen Anspruch in ihrer Koalitionsvereinbarung Ende 2009 bekräftigt und im Energiekonzept, das im September 2010 vorgelegt wurde, erneut bestätigt. Demnach wird am Ziel festgehalten, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von derzeit rund 25 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 35 Prozent und bis zum Jahr 2050 auf 80 Prozent auszubauen. Der Windkraft als derzeit technologisch fortgeschrittenster und effi zientester Technologie zur regenerativen Stromerzeugung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Darüber hinaus belegt das Umweltbundesamt mit einer Studie, dass der Strombedarf in Deutschland bis zum Jahr 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Auch in diesem Szenario um den Energiemix der Zukunft kommt der Windenergie eine wesentliche Rolle zu.6
Insgesamt entwickelt sich der Markt für Windenergieanlagen zur Stromerzeugung nachhaltig. In den EU-Staaten wurde im September die Marke von 100 GW installierter Nennleistung überschritten, teilte der europäische Windenergieverband EWEA mit. Davon befi nden sich nach einer
4 DEWI, Januar 2012
5 BWE Repowering, 2012
6 Energieziel 2050: 100 % Strom aus erneuerbaren Quellen / UBA, Juli 2010
Erhebung der Deutschen WindGuard 30 GW installierter Nennleistung in Deutschland. Weltweit hat die installierte Leistung ebenfalls im September den Wert von 250 GW überschritten, teilte der weltweite Windenergieverband WWEA mit. Viele etablierte Hersteller von Windenergieanlagen haben ihre Produktionskapazitäten international erweitert, um der wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können. Gleichzeitig drängen vor allem aus Indien, China und Südkorea neue Unternehmen in den Markt. Dadurch vergrößert sich die Zahl der Lieferanten von Windenergieanlagen, wodurch eine dämpfende Wirkung auf die Preisentwicklung erwartet werden kann.
2. Politische Rahmenbedingungen
Windenergie ist weiterhin abhängig von Unterstützungen, um sich gegen die herkömmliche Energieerzeugung durchzusetzen. Die politische Förderung durch die Regierungen ist daher ein Instrument, um die Realisierung von Windparks in Deutschland sowie international voran zu bringen.
Hohe Bedeutung für die Entwicklung der Windenergie in Deutschland kommt dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), das mit Wirkung vom 1. Januar 2012 novelliert wurde, zu. Die Rahmenbedingungen sichern eine kontinuierliche Entwicklung der Windenergie in Deutschland an Land und vor allem auf See.
Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes gelten für Strom aus Windenergie in Deutschland folgende Bedingungen:
Die Vergütung für Strom aus neu errichteten Windenergieanlagen (WEA) an Land beläuft sich ab 2012 auf 8,93 Cent / kWh. Für Strom aus Windenergieanlagen, die mit einer das Stromnetz stabilisierenden Technik ausgerüstet sind, wird zusätzlich ein "Systemdienstleistungsbonus" von 0,48 Cent / kWh gezahlt. Sofern die Windenergieanlagen im Rahmen eines Repowerings, also dem Ersatz alter WEA durch moderne, leistungsfähigere WEA, errichtet werden, ist außerdem ein "Repowering-Bonus" in Höhe von 0,50 Cent / kWh fällig. Außerdem wurden die Voraussetzungen für ein Repowering-Projekt neu gefasst. Die ersetzten Windenergieanlagen müssen nun vor dem 1. Januar 2002 in Betrieb genommen worden sein, und die Begrenzung bei der Nennleistung der neuen Anlagen (bisher maximal das Fünffache) wurde aufgehoben. Damit ist eine sichere Basis für die langfristige Renditekalkulation von Windpark-Projekten in Deutschland gegeben. Die Degression, also die jährliche Absenkung der Vergütungssätze für neu errichtete Windenergieanlagen, beträgt derzeit 1 Prozent und erhöht sich ab 2013 auf 1,5 Prozent.
Für die Vergütung von Strom aus Offshore-Windparks gibt es zwei alternative Möglichkeiten. Einerseits kann eine Anfangsvergütung von 15 Cent / kWh für den Zeitraum von 12 Jahren in Anspruch genommen werden. Für Offshore-Windparks, die vor dem 1. Januar 2018 in Betrieb gehen, kann sich der Betreiber alternativ für eine Vergütung von 19 Cent / kWh für einen Zeitraum von 8 Jahren entscheiden. In beiden Modellen verlängert sich der Zeitraum für die Zahlung der Anfangsvergütung je nach Entfernung des Offshore-Windparks zur Küstenlinie und der Wassertiefe im Gebiet des Windparks.
Um kurzfristig den weiteren Ausbau insbesondere von Offshore-Windparks zu fördern, wurde außerdem ein Kreditprogramm "Offshore-Windenergie" mit einem Volumen von insgesamt 5 Mrd. Euro in Kraft gesetzt, das von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durchgeführt wird.
Außerdem regelt das EEG unter anderem die vorrangige Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien und die dafür zu zahlenden Vergütungen sowohl für Strom aus Windenergieanlagen an Land (onshore) als auch auf See (offshore). Um die Wirkungen des Gesetzes regelmäßig und zeitnah zu überprüfen, muss die Bundesregierung künftig jährlich einen Monitoringbericht vorlegen und den nächsten Erfahrungsbericht zu den Wirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bis zum 31. Dezember 2014 dem Bundestag zuleiten.
International ist die PNE WIND AG auf den Märkten in Nordamerika, Großbritannien, Bulgarien, Rumänien, Ungarn und der Türkei präsent.
In den USA ist die Fortsetzung der bisherigen Förderpolitik nach Ende des Jahres 2012 unsicher. Klarheit über den weiteren Kurs kann erst nach der Präsidentschaftswahl im November dieses Jahres erwartet werden. Die Fortführung der bisherigen Förderung wird von Abgeordneten der beiden großen Parteien unterstützt, dennoch ist es bisher leider nicht gelungen, eine Fortschreibung des Gesetzes über Steuergutschriften zu erreichen.
In Großbritannien und damit auch in Schottland wird der Ausbau der Windenergie weiterhin stark gefördert.
Die bulgarische Regierung hat per Ende Juni 2012 die Vergütungen für Strom aus Windenergie deutlich gesenkt. Diese Veränderung wirkt sich erheblich auf die Wirtschaftlichkeit von Windpark-Projekten aus.
Der rumänische Windenergiemarkt profi tiert derzeit von den Vorgaben der Europäischen Union für Investitionen in die erneuerbaren Energien. Die EU-Zustimmung zu den rumänischen Gesetzen hat Unsicherheit über den politischen Kurs beseitigt und den Weg für kontinuierliche Investitionen freigemacht.
Die politischen Rahmenbedingungen in allen Ländern, in denen die PNE WIND AG tätig ist, beobachten wir laufend, um kurzfristig auf Veränderungen reagieren zu können.
Der Vorstand der PNE WIND AG sieht in den nationalen und internationalen gesetzlichen Grundlagen die Voraussetzungen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren.
3. Unternehmensstruktur
Die Unternehmensstruktur hat sich in den ersten neun Monaten 2012 gegenüber dem 31. Dezember 2011 verändert.
Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften neu in den Konzernkreis einbezogen:
• PNE WIND Romania Energy Holding SRL, Bukarest, Rumänien (80 Prozent Anteil über die PNE WIND Ausland GmbH, Cuxhaven),
• S.C. PNE WIND MVI SRL, Bukarest, Rumänien (99,9 Prozent Anteil über die PNE WIND Romania Energy Holding SRL, Bukarest, und 0,1 Prozent über die PNE WIND Ausland GmbH, Cuxhaven)
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesem Vorgang nicht ergeben.
Im Berichtszeitraum wurden die Anteile bei folgenden Gesellschaften, die in den Konzernkreis einbezogen werden, erhöht:
- PNE WIND Renewable Solutions LLC, Minnesota, USA (von 75,0 Prozent auf 100 Prozent, gehalten durch die PNE WIND USA Inc., Chicago, USA),
- Underwood Windfarm LLC, Minnesota, USA (von 75,0 Prozent auf 100 Prozent, gehalten durch die PNE WIND Renewable Solutions LLC, Minnesota, USA),
- Butte Windfarm LLC, Minnesota, USA (von 75,0 Prozent auf 100 Prozent, gehalten durch die PNE WIND Renewable Solutions LLC, Minnesota, USA).
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesem Vorgang nicht ergeben.
Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:
- Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CV GmbH & Co. KG, Cuxhaven,
- PNE Gode Wind I GmbH, Cuxhaven,
- PNE Gode Wind II GmbH, Cuxhaven.
Durch die Endkonsolidierung der Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CV GmbH & Co. KG sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 18,3 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 18,6 Mio. Euro abgegangen.
Durch die Endkonsolidierung der PNE Gode Wind I GmbH sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 27,0 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 5,0 Mio. Euro im Konzern abgegangen.
Durch die Endkonsolidierung der PNE Gode Wind II GmbH sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 17,1 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio. Euro im Konzern abgegangen.
4. Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze
Im Finanzbericht über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2012 zum 30. September 2012 wurden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011.
Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE WIND-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt.
5. Organisation und Mitarbeiter
Im Konzern der PNE WIND AG waren zum 30. September 2012 insgesamt 186 Personen (im Vorjahr: 175) beschäftigt. Die Mitarbeiter der Beteiligungsunternehmen sind in dieser Zahl enthalten. Von diesen Mitarbeitern (einschließlich Vorstände und Auszubildende) waren zum Stichtag 123 (im Vorjahr: 110) bei der PNE WIND AG beschäftigt. Insgesamt 63 Mitarbeiter waren bei der PNE Biomasse GmbH (16 Mitarbeiter) und der PNE WIND Betriebsführungs GmbH (24 Mitarbeiter) sowie bei Auslandsgesellschaften (23 Mitarbeiter) beschäftigt. Mit der moderaten Aufstockung der Mitarbeiterzahl hat die PNE WIND AG auf die ausgedehnte Geschäftstätigkeit reagiert und zugleich die personelle Basis für die Fortführung des bisherigen Wachstumskurses gelegt.
6. Überblick Geschäftstätigkeit
Die PNE WIND AG erzielte im Berichtszeitraum vor allem im Segment "Windkraft offshore" positive Geschäftsergebnisse. Im August 2012 konnten die Offshore-Windpark-Projekte "Gode Wind" I bis III an den dänische Energiekonzern DONG Energy veräußert werden. Dies führte im August zu einer Zahlung von 57 Mio. Euro. Weitere Zahlungen von bis zu 100 Mio. Euro werden beim Erreichen festgelegter Fortschritte in der Projektentwicklung folgen. Darüber hinaus ist die PNE WIND AG in die weitere Entwicklung der drei Offshore-Projekte eingebunden und erhält daraus Zahlungen von bis zu 8,5 Mio. Euro.
Auch im Segment "Windkraft onshore" gab es eine positive Entwicklung. Im dritten Quartal konnte mit dem Bau eines weiteren Windparks begonnen werden.
Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen:
Segment Windkraft
Teilbereich Windkraft onshore
Die PNE WIND AG führte in den ersten neun Monaten 2012 das operative Geschäft im Bereich Windkraft onshore Deutschland kontinuierlich fort. Im ersten Quartal wurde der Windpark "Kemberg II" mit einer Nennleistung von 10 MW fertiggestellt. Dabei handelte es sich um das dritte erfolgreich realisierte Repowering-Projekt der PNE WIND AG. Im dritten Quartal wurde mit dem Bau des Windparks "Zernitz II" mit einer Gesamtnennleistung von 6 MW begonnen. Für weitere zwei Projekte mit einer Nennleistung von 14 MW lagen die für den Baubeginn notwendigen Genehmigungen vor. Die Rechte am Windpark-Projekt "Rositz II" wurden im Berichtszeitraum veräußert. Genehmigungen für weitere Windpark-Projekte onshore in Deutschland werden zeitnah erwartet. Insgesamt bearbeitet die PNE WIND AG zum Ende des Berichtszeitraums Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von bis zu 1.100 MW in Deutschland onshore.
Auch im Ausland wurde das Kerngeschäft der Projektentwicklung kontinuierlich weitergeführt.
Großbritannien:
PNE WIND UK Limited plant innerhalb der nächsten Jahre umfangreiche Investitionen in Windpark-Projekte in Großbritannien, die mit einer zu installierenden Nennleistung von bis zu 590 MW derzeit entwickelt werden. Unter anderem wurde PNE WIND UK von der schottischen Forstverwaltung (Scottish Forestry Commission) zum bevorzugten Partner für die Entwicklung von Windpark-Flächen in Zentral-Schottland ausgewählt. Die PNE WIND UK ermittelt im schottischen National Forest der Verwaltungsbezirke Argyll and Bute, West Dunbartonshire, Stirling, Perth and Kinross sowie Angus hierfür geeignete Standorte. Im Anschluss daran werden die Forestry Commission und die PNE WIND UK gemeinsam darüber entscheiden, auf wie viele Anlagen der Planungsprozess und, bei positiver Entscheidung für das Vorhaben, die Bau- und Betriebsphasen ausgelegt werden sollen.
Das von der Forestry Commission verwaltete Gebiet in Zentral-Schottland umfasst eine Fläche von etwa 1.000 Quadratkilometern und bietet Raum für Windparks mit einem geschätzten Entwicklungspotenzial von 100 bis 200 MW Nennleistung. Die durchschnittliche Jahreswindgeschwindigkeit in diesem Gebiet liegt zwischen 6,5 und 8,5 m / s (Quelle: UK Wind Speed Database NOABL bei 45 m).
Unabhängig von der Zusammenarbeit mit der Forestry Commission werden in Großbritannien weitere Windpark-Projekte entwickelt, von denen vier bereits die Phase der Bürgerinformation und der öffentlichen Projektdiskussion erreicht haben. Hierbei handelt es sich um die Windpark-Projekte Brunta Hill (23 MW), Tralorg (20 MW), Kennoxhead (50 MW) und Hill of Braco (30 MW).
USA:
Das Tochterunternehmen PNE WIND USA passt als Reaktion auf die Entwicklung des Marktes für Windenergie und die derzeit geringe Nachfrage nach Strom in den USA sowie auf die noch ausstehende Verlängerung der steuerlichen Regelungen für Windenergie seine Marktstrategie an. Da künftig von einem weiteren Ausbau der Windenergie in den USA auszugehen ist, steht die verstärkte Entwicklung des Projekt-Bestandes im Fokus der PNE WIND USA. Die bereits bisher bearbeiteten Windpark-Projekte werden intensiv weiterentwickelt und wirtschaftlich optimiert, um sie möglichst bald ergebniswirksam vermarkten zu können. Wesentliche Planungsfortschritte wurden im Projekt Chilocco erreich, das mit einer Nennleistung von 70 MW in Oklahoma entwickelt wird.
Ungarn:
In Ungarn sind zwei vom Tochterunternehmen PNE WIND GM Hungary Kft entwickelte Windpark-Projekte bereits genehmigt. In ihnen können 32 Windenergieanlagen mit 78 MW Nennleistung errichtet werden. Die letzte der Genehmigungen wurde im Januar 2012 erteilt. Mit diesen genehmigten Windparks wird sich die PNE WIND GM Hungary Kft an der nächsten Ausschreibung für Netzanschlüsse an das Höchstspannungsnetz in Ungarn beteiligen oder die bereits erreichte Wertschöpfung durch einen Verkauf der Projekte realisieren.
Weitere Auslandsaktivitäten:
In Bulgarien wurde die Entwicklung von Windparks fortgesetzt. Allerdings sind die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in Bulgarien nach einer deutlichen Absenkung der Einspeisevergütung derzeit schlecht. Dies erschwert es, Windpark-Projekte dort rentabel zu errichten und zu betreiben. Daher wird die vorhandene Projektpipeline in Bulgarien derzeit auf ihre Rentabilität und damit auf ihre spätere Umsetzbarkeit überprüft. Um möglichen Risiken dieser Bewertungen vorzubeugen hat die Gesellschaft die bilanziellen Projektwerte in Bulgarien per 30. Juni 2012 auf ein Minimum abgewertet. Dies führte im Konzern zu einer kumulierten Verschlechterung des EBIT in Höhe von rund 1,0 Mio. Euro per 30. September 2012.
Im Gegensatz dazu profi tiert der rumänische Windenergiemarkt von der Zustimmung der EU zu Investitionen in die erneuerbaren Energien. Die installierte Nennleistung von Windenergieanlagen könnte sich daher in 2012 auf rund 1.500 MW erhöhen, schätzt der Verband der rumänischen Energieversorgungsunternehmen. In Rumänien werden von der PNE WIND AG derzeit Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von bis zu 160 MW bearbeitet, von denen für ein erstes Projekt kurzfristig die technische Baureife erreicht werden kann.
In der Türkei wird auf die nächste Ausschreibung für Windenergie-Projekte durch die Regierung gewartet, die Voraussetzung für die Realisierung solcher Vorhaben ist.
Insgesamt wurden von den Tochtergesellschaften und Joint Ventures, mit denen die PNE WIND AG auf Auslandsmärkten tätig ist, zum 30. September 2012 Windpark-Vorhaben mit einer Nennleistung von mehr als 2.000 MW in verschiedenen Phasen der mehrjährigen Projektentwicklung bearbeitet.
Für die PNE WIND AG ergeben sich damit im Onshore-Bereich in Deutschland wie auch Südosteuropa, Großbritannien, Kanada und den USA trotz ständiger Veränderungen in den Märkten attraktive Entwicklungsperspektiven. Daher ist der Vorstand zuversichtlich, durch die Internationalisierung der Windpark-Projektierung das Geschäft zu diversifi zieren und das Unternehmenswachstum weiter vorantreiben zu können.
Teilbereich Windkraft offshore
Im August 2012 wurden die Offshore-Windparks "Gode Wind" I bis III an den dänischen Energiekonzern DONG Energy verkauft. Die Anteile an den Projekten "Gode Wind" I und II sind zu 100 Prozent an DONG Energy übergegangen. Die PNE WIND AG hat für die Anteile und die verauslagten Projektentwicklungskosten eine Sofortzahlung in Höhe von rund 57 Mio. Euro erhalten. Beim Erreichen festgelegter Projektfortschritte werden darüber hinaus bis voraussichtlich 2015 weitere wesentliche Teilzahlungen aus den Projektverkäufen von kumuliert rund 100 Mio. Euro erfolgen. Wesentliche Projektfortschritte werden mit der Fertigstellung eines Gutachtens für DONG Energy, der Genehmigung des BSH für das Projekt "Gode Wind III" sowie den Investment-Entscheidungen (FID) von DONG Energy für die Projekte "Gode Wind" I und II erreicht.
Im Rahmen der Transaktion wird die PNE WIND AG darüber hinaus DONG Energy in den kommenden fünf Jahren als Dienstleister bei der Realisierung der Projekte unterstützen. Das Volumen dieses Dienstleistungsvertrages beläuft sich auf bis zu 8,5 Mio. Euro.
Alle drei Offshore-Windpark-Projekte befi nden sich in der Nordsee etwa 38 bis 40 Kilometer nördlich der Insel Norderney. Die Windparks "Gode Wind" I und II sind bereits vom BSH genehmigt und bis zur Baureife entwickelt. Außerdem liegt für diese Offshore-Windparks bereits die unbedingte Zusage für den Netzanschluss des Übertragungsnetzbetreibers TenneT vor. Der Offshore-Windpark "Gode Wind III" befi ndet sich noch in der Entwicklungsphase und wird derzeit mit dem Ziel bearbeitet, die Genehmigung des BSH zügig zu erreichen.
Kontinuierlich wurde im Berichtszeitraum auch an den weiteren Offshore-Projekten der PNE WIND AG in der Nordsee gearbeitet. Derzeit werden die Projekte "Nemo", "Nautilus" und "Jules Verne" zur Genehmigungsreife entwickelt. Alle diese Offshore-Projekte befi nden sich in der Nordsee innerhalb der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) rund 180 Kilometer nordwestlich der Insel Helgoland. Nach derzeitigem Planungsstand können in den Projektgebieten jeweils 80 Standorte von Windenergieanlagen geplant und genehmigt werden.
Positiv entwickelte sich auch das in früheren Jahren an den dänischen Energiekonzern DONG Energy Power A / S verkaufte Offshore-Windpark-Projekt "Borkum Riffgrund I", an dessen Entwicklung die PNE WIND AG als Dienstleister weiter beteiligt ist. Nachdem DONG Energy Power A / S die Investitionsentscheidung für "Borkum Riffgrund I" getroffen hat, sind die Vorbereitungen für den Bau des Offshore-Windparks angelaufen. Der Baubeginn wird für 2013 angestrebt und die ersten Windenergieanlagen sollen 2014 in Betrieb genommen werden. Das für den Netzanschluss benötigte Umspannwerk DolWin1 wird von ABB im Auftrag von TenneT für eine Leistung von 800 MW ausgelegt und soll 2013 errichtet werden. Für das benachbarte Offshore-Projekt "Borkum Riffgrund II" erteilte das BSH im Dezember 2011 die Baugenehmigung. DONG Energy hat dieses Projekt derzeit zurück gestellt, da der Netzbetreiber TenneT keine zeitlich bestimmte Netzanschlusszusage für dieses Projekt gegeben hat. Daher hat DONG Energy noch keine endgültige Investitionsentscheidung für "Borkum Riffgrund II" getroffen.
Das von der PNE WIND AG entwickelte Offshore-Projekt "Nautilus II" befi ndet sich noch in der Planungs- und Antragsphase. Auch nach dem Verkauf des Projekts im November 2011 ist die PNE WIND AG zunächst bis zum Erreichen der Genehmigung als Projektentwickler tätig. Das Projekt wird für bis zu 80 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von jeweils bis zu 7 MW geplant. Das Projektgebiet befi ndet sich in der Nordsee innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland rund 180 Kilometer nordwestlich von Helgoland. Mit dem Erreichen der Genehmigung für "Nautilus II" wird für 2014 gerechnet.
Insgesamt bearbeitete der Offshore-Bereich der PNE WIND AG zum Stichtag 30. September 2012 drei eigene Windpark-Projekte und ist als Dienstleister bei sechs weiteren Offshore-Projekten tätig. Nach dem gegenwärtigen Planungsstand können in den eigenen Offshore-Windparks insgesamt bis zu 240 Windenergieanlagen errichtet werden. Maßgeblich für die genaue Zahl ist unter anderem die Nennleistung der auszuwählenden Anlagen, die zwischen 3 und 7 MW betragen kann. Insgesamt liegt die geplante realistische Nennleistung der drei eigenen Offshore-Projekte bei bis zu 1.440 MW.
Segment Stromerzeugung
Im Segment Stromerzeugung sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus Erneuerbaren Energien befasst sind. Dieser Bereich beinhaltet unter anderem die von der PNE WIND AG selbst betriebenen Windparks "Altenbruch II" und "Laubuseschbach" sowie die PNE Biomasse GmbH, die per Geschäftsbesorgungsvertrag das Personal für das Holzheizkraftwerk in Silbitz stellt, welches ebenfalls in diesem Segment erfasst wird. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Onshore-Windpark-Projekte umgesetzt werden sollen.
Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment Stromerzeugung im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Windparks ausgewiesen.
Das Segment Stromerzeugung hat in den ersten neun Monaten 2012 ein EBIT von ca. 1,7 Mio. Euro erreicht und damit das Vorjahres-EBIT (ca. 0,7 Mio. Euro) deutlich verbessert. Aufgrund der guten Windverhältnisse im Verlauf der ersten neun Monate 2012 erzielte der Windpark "Altenbruch II" ein gegenüber dem Vorjahr um rund 0,1 Mio. Euro höher liegendes EBIT (per 30. September 2012: 1,7 Mio. Euro). Das Windangebot betrug in den ersten neun Monaten 2012 je nach Standort zwischen 95 und 100 Prozent des langjährigen Mittelwertes.
7. Umsatz und Ertragslage
Die im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS ermittelt und dargestellt.
Der PNE WIND AG-Konzern erzielte gemäß IFRS in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 eine Gesamtleistung von 86,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 36,2 Mio. Euro). Davon entfallen 80,9 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr: 33,1 Mio. Euro), 3,6 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 1,9 Mio. Euro) sowie 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,4 Mio. Euro) auf sonstige betriebliche Erlöse.
Die Aktivitäten des Konzerns in der Projektentwicklung im In- und Ausland, onshore wie offshore spiegeln sich auch in den Aufwandspositionen wider. Der Personalaufwand belief sich in den ersten neun Monaten 2012 auf 10,0 Mio. Euro und erhöhte sich damit im Vergleich zum Wert der Vorjahresperiode (8,7 Mio. Euro). Die Mitarbeiteranzahl per 30. September 2012 ist im Konzern auf 186 Personen gestiegen (per 30. September 2011: 175 Mitarbeiter).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern in Höhe von 7,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,4 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Rechts- und Beratungskosten, Werbe- und Reisekosten sowie Miet- und Leasingaufwendungen.
Die Abschreibungen erhöhten sich aufgrund der erstmaligen Abschreibungen (0,2 Mio. Euro bis zum Zeitpunkt der Endkonsolidierung) des Windparks "Kemberg II" auf 4,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum (3,8 Mio. Euro). Im Wesentlichen sind die Abschreibungen auf den im Eigenbetrieb befi ndlichen Windpark "Altenbruch II" und das Holzheizkraftwerk Silbitz GmbH und Co. KG angefallen.
Der Verkauf der Projekte "Gode Wind I" und "Gode Wind II" sowie die Endkonsolidierung der Gesellschaften führten im Konzern per 30. September 2012 zu Umsatzerlösen von rund 63 Mio. Euro. Im Zusammenhang mit der Veräußerung und durch die Endkonsolidierung der Gesellschaften entstanden Materialaufwendungen und sonstige betriebliche Aufwendungen von rund 29 Mio. Euro (im Wesentlichen aus dem Abgang der durch die Erstkonsolidierung beim Rückkauf der Anteile an der PNE Gode Wind I GmbH aktivierten Konzessionen in Höhe von rund 17 Mio. Euro) im Konzern zum 30. September 2012. Unter Berücksichtigung der oben genannten Umsatzerlöse und der Aufwendungen ergibt sich somit daraus ein positiver EBIT-Effekt von rund 34 Mio. Euro im Konzern.
Auf Konzernebene erzielte die PNE WIND AG in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 24,9 Mio. Euro (im Vorjahr: -0,7 Mio. Euro) und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) in Höhe von 21,0 Mio. Euro (im Vorjahr: -4,5 Mio. Euro). Das Konzern-Ergebnis nach Minderheiten belief sich auf 22,0 Mio. Euro (im Vorjahr: -4,0 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich nach den ersten neun Monaten auf 0,48 Euro (im Vorjahr: -0,09 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf 0,39 Euro (im Vorjahr: -0,06 Euro).
Das kumulierte Konzern-Bilanzergebnis beläuft sich per 30. September 2012 auf 5,6 Mio. Euro (31. Dezember 2011: -14,0 Mio. Euro).
Die Ergebnisse des Konzerns und der PNE WIND AG entsprechen unter Berücksichtigung der Vorleistungen in der Projektentwicklung, die sich mittel- bis langfristig auszahlen sollen, den Erwartungen des Vorstandes.
8. Finanzlage / Liquidität
Über die Liquiditätssituation und die fi nanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalfl ussrechnung Aufschluss. Zum 30. September 2012 stand den Konzernunternehmen eine Liquidität inklusive Kreditlinien für Projektzwischenfi nanzierungen in Höhe von 62,3 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 0,5 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (im Vorjahr: 48,6 Mio. Euro, davon 1,0 Mio. Euro verpfändet).
Im Konzern bestanden zum 30. September 2012 keine Kontokorrentkreditlinien.
Der in der Kapitalfl ussrechnung ausgewiesene Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -12,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,8 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt von der Abnahme der Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung aufgrund der Fertigstellung und Übergabe des Windparkprojekts "Kemberg II" (rund 8,9 Mio. Euro per 31. Dezember 2011) und dem Ausweis der Milestone-Forderung gegenüber DONG Energy aus dem Verkauf der Projekte "Gode Wind I" und "Gode Wind II" (rund 27 Mio. Euro per 30. September 2012), sowie dem Zahlungseingang aus der per 31. Dezember 2011 bilanzierten Forderung aus dem Beteiligungsverkauf PNE2 Riff II GmbH (rund 6,0 Mio. Euro). Weiterhin ist der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit geprägt von der Umgliederung des "Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens" (-18,3 Mio. Euro) in den Cash Flow aus Investitionstätigkeit ("Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Einheiten").
Beim Cash Flow aus Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Investitionen in das Konzernanlagevermögen in Höhe von 12,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,2 Mio. Euro) getätigt. Dabei entfi el der größte Teil auf die Umsetzung des Windparkprojekts "Kemberg II" (rund 11,7 Mio. Euro). Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch eigene Mittel und beim Projekt "Kemberg II" im Wesentlichen durch Fremdfi nanzierung. Einzahlungen von rund 52,1 Mio. Euro netto erfolgten aus dem Verkauf der Projekte "Gode Wind I" und "Gode Wind II" im Konzern (nach Abzug von 5 Mio. Euro nachträgliche Kosten aus dem Rückkauf von 90 Prozent der Anteile an "Gode Wind I" von der Royal Bank of Scotland im Jahr 2010).
Im Berichtszeitraum war der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 4,4 Mio. Euro (im Vorjahr: -7,0 Mio. Euro) im Wesentlichen durch die Inanspruchnahme von Bankkrediten zur Finanzierung des Windparkprojekts "Kemberg II" (rund 9,8 Mio. Euro), die Tilgung und den Abgang von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -3,6 Mio. Euro und die Dividendenzahlung im Mai 2012 (rund -1,8 Mio. Euro) gekennzeichnet.
Zum Stichtag 30. September 2012 verfügte der Konzern über Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt 51,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 26,8 Mio. Euro). Der PNE WIND AG stand per 30. September 2012 insgesamt eine Liquidität in Höhe von 48,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 23,5 Mio. Euro) zur Verfügung, welche in Höhe von 0,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,0 Mio. Euro) an Kreditinstitute verpfändet ist.
9. Vermögenslage
| Aktiva (in Mio. EUR) | 30.09.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 22,2 | 39,8 |
| Sachanlagen | 60,9 | 93,8 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 0,2 | 0,2 |
| Latente Steuern | 0,4 | 0,7 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 0,6 | 0,0 |
| Vorräte | 21,5 | 14,1 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 34,6 | 24,3 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 51,7 | 19,4 |
| Bilanzsumme | 192,1 | 192,3 |
Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme der PNE WIND AG insgesamt rund 192,1 Mio. Euro. Damit verringerte sich der Wert um rund 0,1 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2011. Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von rund 134,5 Mio. Euro zum Jahresende 2011 auf aktuell 83,7 Mio. Euro ab. Die Veränderung hängt im Wesentlichen mit dem Verkauf der Projekte "Gode Wind I" und "Gode Wind II" zusammen. Das Projekt "Gode Wind III" bzw. dessen Vermögenswerte werden als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte ausgewiesen.
Zum 30. September 2012 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 22,2 Mio. Euro und veränderten sich somit um 17,6 Mio. Euro zum Wert von 39,8 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011. Der mit Abstand größte Einzelposten dieser Position ist dabei der Firmenwert des Segments Projektierung Windkraft in Höhe von 20,0 Mio. Euro. Die im Geschäftsjahr 2010 mit der Erstkonsolidierung der PNE Gode Wind I GmbH eingebrachten Projektrechte in Höhe von 17,4 Mio. Euro verließen mit Verkauf des Projekts "Gode Wind I" den Konzern. Im selben Zeitraum verringerten sich die Sachanlagen um rund 32,9 Mio. Euro auf 60,9 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 93,8 Mio. Euro). Hierunter fallen im Wesentlichen Grundstücke und Bauten (13,3 Mio. Euro ohne Grundstücke und Bauten von "Silbitz"), im Besitz befi ndliche Umspannwerke (7,3 Mio. Euro) sowie die technischen Anlagen und Maschinen des Windparkprojekts Altenbruch II (32,0 Mio. Euro) und des Holzheizkraftwerks Silbitz (6,4 Mio. Euro inklusive Grundstück und Bauten in Höhe von 3,1 Mio. Euro). Die im letzten Jahr unter dieser Position ausgewiesen Anlagen im Bau der Offshore-Projekte "Gode Wind I" und "Gode Wind II" verließen mit Verkauf der Gesellschaften die Konzernbilanz. Unter den Vorräten werden die Offshore Projekte "Nemo", "Nautilus" und "Jules Verne" ausgewiesen. Weiterhin werden die vormals unter dieser Position ausgewiesenen Anlagen im Bau aus dem Offshore-Projekt "Gode Wind III" (0,5 Mio. Euro) unter der Position "Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" ausgewiesen.
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum eine Steigerung von 57,8 Mio. Euro (31. Dezember 2011) auf 107,8 Mio. Euro per 30. September 2012 zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist diese Steigerung auf den Zahlungseingang in Höhe von 57 Mio. Euro und weitere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von rund 27 Mio. Euro, die Anfang 2013 zur Zahlung fällig werden, aus dem Verkauf der Projekte "Gode Wind I" und "Gode Wind II" zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich von rund 24,3 Mio. Euro (31. Dezember 2011) auf rund 34,6 Mio. Euro. Davon stammen 31,3 Mio. Euro aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2011: 12,2 Mio. Euro).
Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen erhöhten sich von 12,6 Mio. Euro (31. Dezember 2011) auf 19,9 Mio. Euro. In den unfertigen Leistungen in Höhe von 19,9 Mio. Euro sind die Offshore-Projekte "Nemo", "Nautilus" und "Jules Verne" mit insgesamt 7,8 Mio. Euro enthalten.
| Passiva (in Mio. EUR) | 30.09.2012 | 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 93,6 | 74,7 |
| Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1,1 | 1,1 |
| Rückstellungen | 1,6 | 1,9 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 69,5 | 72,9 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 19,0 | 34,3 |
| Abgegrenzte Umsatzerlöse | 7,3 | 7,4 |
| Schulden i.V. mit zur Veräußerung bestimmten Anlagen | 0,0 | 0,0 |
| Bilanzsumme | 192,1 | 192,3 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 51,7 Mio. Euro zum 30. September 2012 (per 31. Dezember 2011:19,4 Mio. Euro).
Auf der Passivseite erhöhte sich das Konzerneigenkapital von 74,7 Mio. Euro (31. Dezember 2011) auf 93,6 Mio. Euro zum 30. September 2012. Bedingt war diese Entwicklung durch das positive Ergebnis des Konzerns. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 30. September 2012 ca. 49 Prozent (per 31. Dezember 2011: ca. 39 Prozent) und die Fremdkapitalquote ca. 51 Prozent (per 31. Dezember 2011: ca. 61 Prozent). Im Wesentlichen durch planmäßige Kredittilgungen verringerten sich die langfristigen Verbindlichkeiten von 72,9 Mio. Euro Ende 2011 auf rund 69,5 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 69,4 Mio. Euro. Darunter fallen die Verbindlichkeiten gegenüber den Wandelanleihegläubigern in Höhe von 28,8 Mio. Euro (ein Teil der Wandelanleihe wird nach IFRS als Eigenkapital dargestellt) und die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 32,0 Mio. Euro. Im Wesentlichen sind in den Kreditverbindlichkeiten die Projektfi nanzierungen des Windparks "Altenbruch II" (25,4 Mio. Euro) und des Holzheizkraftwerks (HKW) Silbitz (3,3 Mio. Euro) sowie die Finanzierung des Gebäudes der Gesellschaft am Unternehmenssitz in Cuxhaven (3,0 Mio. Euro) enthalten.
Am 30. September 2012 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG 45.785.869 Stück. Die Erhöhung gegenüber dem 31. Dezember 2011 (45.777.960 Stück) ergibt sich aus der Wandlung von Wandelschuldverschreibungen im zweiten Quartal 2012.
Die PNE WIND AG hat den an der Betreiber-Gesellschaft des HKW Silbitz beteiligten Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurück zu erwerben. Aufgrund dieser Zusage wird unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten eine abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit zum 30. September 2012 in Höhe von 5,3 Mio. Euro ausgewiesen. Zudem hat die PNE WIND AG den Kommanditisten der HKW Silbitz GmbH & Co. KG eine Ausschüttungsgarantie bis 2016 angeboten, welche mit einem abgezinsten Wert von 1,0 Mio. Euro in den Rückstellungen bilanziert ist.
In den ersten neun Monaten 2012 reduzierten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 34,3 Mio. Euro (31. Dezember 2011) auf 19,0 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich von 6,5 Mio. Euro (31. Dezember 2011) auf 8,7 Mio. Euro. Im Wesentlichen reduzierten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten aufgrund der Veränderung der Verbindlichkeiten aus langfristiger Auftragsfertigung von 6,9 Mio. Euro (31. Dezember 2011) auf 0,0 Mio. Euro, da der Windpark "Kemberg II" übergeben wurde. Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung am 30. September 2012 somit 15,8 Mio. Euro (31. Dezember 2011: 54,4 Mio. Euro).
10. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2012 ergaben sich folgende Transaktionen mit nahe stehenden Personen:
Die PNE WIND AG hat mit der net.curity InformationsTechnologien GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsrat Herr Rafael Vazquez Gonzalez ist, Beratungsverträge zur Erbringung von EDV-Dienstleistungen abgeschlossen. In den ersten neun Monaten 2012 erfolgten daraus Transaktionen mit einem Volumen von netto 185.549,24 Euro. Die Geschäftsvorfälle entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern.
11. Vertrieb und Marketing
Der Vertrieb der Windpark-Projekte, die an Land errichtet werden, stützt sich weiterhin auf den Direktverkauf an Einzel- und Großinvestoren. Mit diesem Direktvertrieb hat die PNE WIND AG in den vergangenen Jahren positive Erfahrungen gemacht und wird diesen bewährten Weg daher auch künftig verfolgen. Zur Realisierung der Offshore-Windpark-Projekte ist weiterhin die Zusammenarbeit mit starken Partnern vorgesehen.
12. Entwicklung und Innovationen
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fanden im Konzern der PNE WIND AG im Berichtszeitraum nicht statt.
13. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
Wesentliche Ereignisse mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gab es nach Ende des Berichtszeitraums nicht.
14. Chancen- und Risikobericht
Allgemeine Faktoren
Der Konzern und mit ihm die konsolidierten Einzelgesellschaften sind durch die Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die nicht vom unternehmerischen Handeln zu trennen sind. Durch das interne Risikomanagementsystem minimiert die Gesellschaft die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken und geht sie nur dann ein, wenn ein entsprechender Mehrwert für das Unternehmen bei beherrschbarem Risiko geschaffen werden kann. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. Aufbauend auf der Analyse der Kernprozesse erfolgt eine Bewertung der erfassten Risiken. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig.
Risiken aus operativer Tätigkeit
Ein wesentliches Risiko ist das Genehmigungsrisiko von Projekten. Bei zeitlichen Verzögerungen der Genehmigungen können sich Verschiebungen in den Liquiditätsfl üssen, höhere Anzahlungserfordernisse und Ausfälle von geplanten Mittelrückfl üssen ergeben. Außerdem können Projekte in diesen Fällen unwirtschaftlich werden, was zu Ausbuchungen von bereits aktivierten unfertigen Erzeugnissen führen kann. Neben dem Vorratsvermögen kann dieses Risiko auch die Werthaltigkeit der Forderungen betreffen. Sollten sich die Offshore-Projekte nicht realisieren lassen, hätte dies zur Folge, dass Ausbuchungen von Vermögenswerte vorgenommen werden müssten. Die operativen Chancen in der Projektierung von Windparks können jedoch nur realisiert werden, wenn solche unternehmerischen Risiken in Kauf genommen werden.
Zeitliche Verzögerungen können sich in der Projektumsetzung unter anderem wegen des ungewissen Zeitpunkts der Erteilung von Genehmigungen und Netzanschlusszusagen, möglicher Klagen gegen bereits erteilte Genehmigungen, der rechtzeitigen Verfügbarkeit von Windenergieanlagen oder der rechtzeitigen Verfügbarkeit sonstiger für die Errichtung eines Windparks erforderlicher Voraussetzungen und Komponenten ergeben. Durch ein umfangreiches Projektcontrolling versucht die Gesellschaft, diesen komplexen Anforderungen zeitgerecht Rechnung zu tragen.
Die Zahl der für die Errichtung von Windkraftanlagen geeigneten Standorte in Deutschland ist begrenzt. Dies kann in Zukunft zu einem verstärkten Wettbewerb um diese Standorte und damit erhöhten Akquisitionskosten führen.
Im Zuge der Projektrealisierung bleibt die Gesellschaft darauf angewiesen, den aus zukünftig entstehenden oder zukünftig fällig werdenden Verbindlichkeiten resultierenden Kapitalbedarf zu decken. Außerdem könnte weiterer Kapitalbedarf entstehen, wenn und soweit die PNE WIND AG aus von ihr gegebenen Bürgschaften oder vergleichbaren Zusagen in Anspruch genommen werden sollte oder sich sonstige in diesem Abschnitt beschriebene Risiken realisieren sollten.
Ein Risiko für die künftige Entwicklung liegt – wie bei allen Unternehmen, die Windparks projektieren – im Bereich der Finanzierung und des Vertriebs von Windpark-Projekten. Um dem zu begegnen, hat die PNE WIND AG bereits seit mehreren Jahren auf den Vertriebsweg "Einzel- und Großinvestoren" gesetzt. Negative Auswirkungen steigender Zinssätze auf die Projektvermarktung können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da steigende Zinsen eine Erhöhung der Projektkosten zur Folge haben.
Risiken für die Projektrealisierung können sich bei einer Finanzkrise und daraus resultierender Zurückhaltung von Banken bei der Projektfi nanzierung ergeben. Allerdings setzt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das von der Bundesregierung beschlossene Programm um, mit dem 5 Mrd. Euro für die ersten zehn deutschen Offshore-Windpark-Projekte zur Verfügung gestellt werden.
Risiken der Finanzierung bestehen auf Seiten der Partnerunternehmen auch für die Offshore-Windpark-Projekte. Je nach Projektfortschritt stehen der PNE WIND AG noch Zahlungen für die Projekte "Borkum Riffgrund II", "Nautilus II" sowie "Gode Wind" I bis III zu. Die Käufer der Projekteanteile haben bisher noch keine Entscheidungen, die Projekte bauen zu wollen, getroffen. Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die endgültigen Entscheidungen getroffen werden, die Projekte zu realisieren. Ein Scheitern eines oder mehrerer der Projekte "Gode Wind" I bis III hätte erhebliche Auswirkungen auf die künftige kurz- bzw. mittelfristige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG, da die PNE WIND AG zukünftige geplante Zahlungen nicht mehr erhalten würde. Ein Scheitern der Projekte "Riffgrund II" und "Nautilus II" hätte keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG, auch wenn die geplanten Zahlungen nicht mehr fl ießen würden, da diese entweder im einstelligen Millionen-Bereich ("Riffgrund II") oder außerhalb der kurz- bzw. mittelfristigen Planung ("Nautilus II") erwartet werden.
Bei allen von der PNE WIND AG im Geschäftsbereich Windkraft Offshore projektierten Offshore-Windparks ist es von großer Bedeutung, einen kapitalkräftigen Investor zu gewinnen, da die Realisierung eines Offshore-Windparks mit sehr hohen Investitionskosten verbunden ist.
Ein Lieferantenrisiko im Bereich Windenergieanlagen ergibt sich aus der starken weltweiten Nachfrage im Verhältnis zu den vorhandenen Kapazitäten. Trotz eines raschen Ausbaus der Kapazitäten bei den Herstellern von Windenergieanlagen können Lieferengpässe bei steigender internationaler Nachfrage nicht ausgeschlossen werden. Solche Lieferengpässe könnten zu verzögerter Realisierung von Windpark-Projekten führen. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf den möglichst frühzeitigen Abschluss von Lieferverträgen mit namhaften Herstellern von Windenergieanlagen sowie Zulieferern (z.B. Fundamente) und die Vereinbarung der fristgerechten Lieferung.
Aus den Projekten im internationalen Bereich können sich mittel- und langfristig Währungsrisiken ergeben. Im operativen Bereich resultieren Fremdwährungsrisiken vorrangig daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden. Im Investitionsbereich können sich Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ergeben. Es ist geplant, die Absicherung wesentlicher konzernexterner Fremdwährungsgeschäfte durch Währungssicherungsgeschäfte vorzunehmen.
Aus dem Risiko von langfristigen Darlehensverpfl ichtungen und daraus bestehenden Zinszahlungen werden zur Absicherung in Einzelfällen Zinssicherungsgeschäfte (SWAPs) abgeschlossen, welche bei negativer Zinsentwicklung zu einer zusätzlichen Liquiditätsbelastung für die Gesellschaft werden können.
Politische Risiken / Marktrisiken
Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde insbesondere eine plötzliche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten zählen. In Deutschland sind Verschlechterungen aus Sicht des Unternehmens jedoch mittelfristig nicht zu befürchten, da der Deutsche Bundestag Ende Juni 2011 die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschloss, die per 1. Januar 2012 in Kraft trat. Die nächste reguläre Novellierung ist in 2015 auf Basis des Erfahrungsberichtes, den die Bundesregierung dem Bundestag in 2014 vorlegen muss, zu erwarten.
Die politischen Risiken und die Marktrisiken im Ausland können Auswirkungen auf die geplanten Projektumsetzungen in den nächsten Jahren haben. Die PNE WIND AG und ihre Tochtergesellschaften beobachten die aktuellen Marktentwicklungen im Ausland intensiv, um mögliche Veränderungen der Marktlage oder der politischen Ausrichtung frühzeitig erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können.
Rechtliche Risiken
Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingefl ossen. Der Vorstand schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfl uss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.
Steuerliche Risiken
Die PNE WIND AG und ihre Tochtergesellschaften sind derzeit in acht Ländern der Welt tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen in diesen Bereichen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der steuerlichen Gesetze und Regelungen auch Einfl uss auf unsere Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie aktiven und passiven latenten Steuern haben. Wir agieren in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Zukünftige Auslegungen und Entwicklungen steuerlicher Gesetze und Regelungen könnten unsere Steuerverbindlichkeiten, Rentabilität und unseren Geschäftsbetrieb beeinfl ussen. Um diese Risiken zu minimieren, wird konzernübergreifend laufend mit länderspezifi schen Steuerberatern zusammengearbeitet und die aktuelle Steuersituation analysiert.
Zurzeit fi ndet eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Außenprüfung der wesentlichen inländischen Gesellschaften der Gruppe der PNE WIND AG für die Veranlagungszeiträume vom 1. Januar 2006 bis einschließlich 31. Dezember 2010 statt. Bei steuerlichen Außenprüfungen besteht immer das Risiko, dass sich die Ergebnisse der Außenprüfung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Gesellschaft in zukünftigen Jahres- und Konzernabschlüssen auswirken.
Chancen
Als Projektierer von Onshore- und Offshore-Windparks agiert die PNE WIND AG in einem attraktiven Wachstumsmarkt. Unabhängige Studien gehen aufgrund der Endlichkeit der fossilen Energieträger, dem Zwang zur Reduktion von Klimaschadstoffen sowie dem Bedarf an sicheren Energiequellen von hohen Zuwachsraten der Windkraft in den kommenden Jahren aus. Die PNE WIND AG verfügt dabei aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Markt über die Voraussetzungen, um von dieser Entwicklung langfristig zu profi tieren.
Besondere Chancen liegen im Auslandsengagement der Gesellschaft. So hat die PNE WIND AG ihre Geschäftstätigkeit bereits auf attraktive Wachstumsmärkte ausgedehnt. Dabei erfolgt die Expansion primär in Länder mit stabilen politischen Rahmenbedingungen und mit verlässlichen, dem deutschen EEG vergleichbaren Förderregeln. Um die jeweiligen örtlichen Bedingungen hinreichend zu berücksichtigen, erfolgt der Markteintritt dabei stets in Kooperation mit einem lokalen Partner, wobei sich die PNE WIND AG mittels hoher Beteiligungsquoten die notwendigen Mitsprache- und Kontrollrechte sichert. Diese Art der Internationalisierung hat sich bereits in den vergangenen Jahren als kosteneffi ziente und zugleich erfolgversprechende Strategie bewährt. So wurden nach diesem Muster Joint-Ventures für die Windpark-Projekte in Bulgarien, der Türkei, Rumänien und Großbritannien geschlossen. Die in den USA und Ungarn gegründeten Tochtergesellschaften werden sich wie auch das Joint-Venture in Kanada ebenfalls an dieser Strategie orientieren. Auch künftig wird die PNE WIND AG diesen bewährten Weg der selektiven Auslandsexpansion weiter verfolgen und vorhandene Marktchancen entschlossen nutzen. Zu diesem Zweck fi nden eine kontinuierliche Beobachtung weiterer Windenergiemärkte sowie eine sorgfältige Prüfung entsprechender Markteintrittschancen statt.
Neben den Chancen der Internationalisierung bietet auch der etablierte deutsche Markt weiterhin eine Reihe von Perspektiven. So ist in den kommenden Jahren mit einem verstärkten Austausch von bis dahin veralteten Windenergieanlagen durch modernere, leistungsfähigere Anlagen zu rechnen (so genanntes Repowering). Dadurch ist von einem Anstieg der Marktgröße für Windenergieanlagen auszugehen. Mit den Windparks "Alt Zeschdorf", "Görike" und "Kemberg II" konnte die PNE WIND AG ihre ersten Repowering-Projekte bereits erfolgreich abschließen. Aufgrund der langjährigen Erfahrung der PNE WIND AG, dem umfassenden Netzwerk sowie der ausgewiesenen Expertise der Mitarbeiter befi ndet sich die Gesellschaft damit in einer günstigen Position, um an diesem Prozess nachhaltig zu partizipieren.
Hinzu kommt der geplante Ausbau der deutschen Offshore-Windenergie. Hier befi ndet sich Deutschland, das ansonsten als einer der Vorreiter in Sachen Windkraft gilt, noch am Anfang. Die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung und die Notwendigkeit zur Erhöhung der Versorgungssicherheit erfordern den beschleunigten Ausbau von Windparks auf hoher See. Die PNE WIND AG zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereits vier Offshore-Windpark-Projekte durch den gesamten Genehmigungsprozess beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie führte. Drei weitere eigene Offshore-Projekte werden derzeit entwickelt. Vor dem Hintergrund eines verstärkten Bedeutungszuwachses der Offshore-Windenergie können auch hier positive Effekte auf die weitere Geschäftsentwicklung der PNE WIND AG erwartet werden.
Schließlich bietet das Wachstum des Windenergie-Sektors in Deutschland erhöhte Perspektiven bei der Erbringung von Dienstleistungen. Die PNE WIND AG versteht sich als verlässlicher Partner der Betreiber von Windparks und betreut diese oftmals auch nach erfolgter Übergabe in der technischen und kaufmännischen Betriebsführung. Zum 30. September 2012 wurden 245 Windenergieanlagen betreut. Mit einer Ausweitung der Windkraft-Projektierung entsteht damit die Möglichkeit einer Steigerung des After-Sales-Geschäfts, woraus entsprechend günstige Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren können.
Insgesamt ist nach Einschätzung des Vorstandes daher auch in den folgenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.
15. Ausblick
Die Projektierung und Realisierung von Windparks sind das Kerngeschäft der PNE WIND AG. Tätig ist die Gesellschaft in Deutschland, USA, Kanada, Großbritannien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Türkei. Während im Ausland bisher ausschließlich Windparks an Land (onshore) entwickelt werden, ist dies in Deutschland zusätzlich auch auf See (offshore) der Fall. Das Ziel dabei ist, die Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung zügig auszuweiten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein weltweit diskutiertes Thema. Immer mehr Staaten betonen die dringende Notwendigkeit einer Wende in der Energieversorgung hin zu den erneuerbaren Energien und schaffen Rahmenbedingungen, mit denen der ökologisch richtige Ausbau auch ökonomisch sinnvoll wird. Davon profi tiert in erster Linie die Windenergie, da sie aufgrund jahrzehntelanger technischer Entwicklung bereits besonders effektiv und preisgünstig zur Sicherung der künftigen Stromerzeugung beiträgt.
Diese Perspektiven berücksichtigen wir in unserer Unternehmensstrategie. Kurz- und mittelfristig sehen wir in der Projektierung von Windparks in Deutschland einen wesentlichen Faktor der Unternehmensentwicklung. Dabei kommt in naher Zukunft den Offshore-Projekten besondere Bedeutung zu. Nach Jahren intensiver Planungen und Vorarbeiten konnten am 14. August 2012 die Offshore-Windparks "Gode Wind" I bis III an den dänischen Energiekonzern DONG Energy verkauft werden. Die Anteile an den Projekten "Gode Wind" I und II sind bereits zu 100 Prozent an DONG Energy übergegangen. Dafür haben wir eine erste Zahlung in Höhe von rund 57 Mio. Euro erhalten, die auch die Erstattung von Vorleistungen und die Zurückführung von Krediten beinhaltet. Beim Erreichen festgelegter Projektfortschritte werden wir in den kommenden Jahren außerdem weitere wesentliche Milestone-Zahlungen aus den Projektverkäufen von kumuliert rund 100 Mio. Euro erhalten. Ein wesentlicher Projektfortschritt wurde mit der Fertigstellung eines Gutachtens für DONG Energy erreicht. Weitere wesentliche Projektfortschritte werden mit der Genehmigung des BSH für das Projekt "Gode Wind III" sowie den Investment-Entscheidungen (FID) von DONG Energy für die Projekte "Gode Wind" I und II erreicht. Darüber hinaus wurde im Rahmen der Transaktion vereinbart, dass die PNE WIND AG in den kommenden fünf Jahren DONG Energy als Dienstleister bei der Realisierung der Projekte mit einem Vertragsvolumen von bis zu 8,5 Mio. Euro unterstützen wird.
Die von uns entwickelten Offshore-Projekte "Borkum Riffgrund" I und II haben ebenfalls Fortschritte erreicht. Mit dem Bau von "Borkum Riffgrund I" will DONG Energy voraussichtlich 2013 beginnen und das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erteilte für "Borkum Riffgrund II" Ende 2011 die Genehmigung. Die Kapitalkraft von DONG Energy zeigt sich in seiner führenden Position im Offshoremarkt sowie in der Fähigkeit, neue Finanzkonstrukte zu entwickeln und neue Partner in den Markt zu holen. Wir gehen davon aus, dass das Offshore-Projekt "Borkum Riffgrund II" trotz des derzeitigen Stopps von DONG Energy gebaut wird, was uns weitere Meilenstein-Zahlungen einbringen wird, die sich zeitlich entsprechend verzögern werden. Der Offshore-Bereich ist eine tragende Säule unseres Unternehmens und gibt positive Effekte für die Unternehmensentwicklung.
Die große Zahl der Onshore-Projekte, die von uns aktuell in Deutschland sowie im Ausland bearbeitet werden, ist die Basis künftiger Unternehmenserfolge. In den kommenden Jahren werden Projekte, die wir heute intensiv entwickeln, die Baureife erreichen, gebaut werden können und damit zu Umsatz sowie Ergebnis beitragen.
Einen positiven und langfristig wachsenden Effekt auf unser Geschäftsmodell in Deutschland erwarten wir außerdem vom zunehmenden Austausch kleinerer, veralteter durch leistungsfähigere und effi zientere Windenergieanlagen. Sukzessive werden im Rahmen dieses Repowering ältere Anlagen ersetzt. Bei einer derzeit installierten Nennleistung von mehr als 30.000 MW in Deutschland erwarten wir deshalb einen weiterhin wachsenden Markt mit attraktiven Wachstumschancen für unsere Gesellschaft. Wir haben bereits drei Repowering-Projekte erfolgreich durchgeführt. Ein Vorteil für die PNE WIND AG ist zudem, dass wir vielen von uns entwickelten Windparks auch während der Betriebsphase durch die technische und kaufmännische Betriebsführung langfristig verbunden bleiben.
In unseren internationalen Märkten ist der Erfolg unserer Projektentwicklung von den aktuellen Marktbedingungen abhängig. In Großbritannien haben wir vier weitere Windpark-Projekte so weit entwickelt, dass sie nun in der öffentlichen Anhörung sind. Desweiteren arbeiten wir weiter erfolgreich mit der schottischen Forstverwaltung (Forestry Commission Scotland) eng zusammen. In Ungarn wurden bereits zwei unserer Windparks genehmigt. In den USA haben wir unsere Strategie angepasst, um auf mögliche Veränderungen der Förderprogramme vorbereitet zu sein. Wesentliche Planungsfortschritte wurden im Projekt Chilocco erreicht, das mit einer Nennleistung von 70 MW in Oklahoma entwickelt wird.
Wir stellen in Deutschland und Großbritannien ein Portfolio von Windparks mit rund 180 MW zu installierender Nennleistung zusammen. Dieses Paket von Projekten, die in den kommenden Jahren fertiggestellt werden sollen, soll im ersten Halbjahr 2013 Investoren zum Kauf angeboten werden und so für zusätzliche Umsatz- und Ergebnisbeiträge sorgen.
Mittelfristig werden auch weitere Projekte in diesen sowie anderen Ländern so weit entwickelt sein, dass wir mit ihrem Bau und der Vermarktung beginnen können. Daraus wollen wir in der Zukunft wachsende Umsätze und Cash Flows generieren. Auch wenn negative Entwicklungen, wie derzeit die Absenkung der Einspeisevergütungen in Bulgarien, nicht völlig auszuschließen sind, bleiben wir weiter von unseren Auslandsaktivitäten überzeugt.
Darüber hinaus prüfen wir ständig, ob in weiteren Ländern die Rahmenbedingungen für Windpark-Projekte so gestaltet worden sind, dass auch dort ein Markteintritt der PNE WIND AG sinnvoll ist.
Die PNE WIND AG ist onshore wie offshore, national wie international sehr gut aufgestellt. Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, auch künftig die Chancen im Wachstumsmarkt "Wind" nutzen zu können. Der Vorstand ist weiter der Ansicht, dass die EBIT-Prognose von 60 bis 72 Mio. Euro für den Dreijahreszeitraum von 2011 bis 2013 erreicht und sich die positive Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Die Perspektiven auf dem nationalen und den internationalen Märkten onshore und offshore sind die Grundlage für eine Dividendenfähigkeit und die notwendigen Investitionen in Projekte während der kommenden Jahre. Das EBIT des Konzerns wird sich in den kommenden Geschäftsjahren aus Einnahmen aus den Offshore-Projekten sowie Ergebnissen aus Onshore-Windparks im In- und Ausland zusammensetzen. Darüber hinaus werden auch für die PNE WIND AG in den kommenden Jahren weiterhin positive Jahresergebnisse erwartet. Feste Prognosen für die einzelnen Jahre sind aufgrund der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und den damit verbundenen kurzfristigen Ergebnisschwankungen schwer abzuschätzen. Die Prognose des EBIT über den Zeitraum bis Ende 2013 spiegelt jedoch die zuversichtlichen Erwartungen in die weiterhin positive Ertragslage der Gesellschaft wider.
Cuxhaven, 2. November 2012 PNE WIND AG, Vorstand
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, zum 30. September 2012
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) | III. Quartal 01.07.2012 – 30.09.2012 |
III. Quartal 01.07.2011 – 30.09.2011 |
Periode 01.01.2012 – 30.09.2012 |
Periode 01.01.2011 – 30.09.2011 |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | Umsatzerlöse | 68.634 | 16.483 | 80.893 | 33.075 |
| 2. | Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeug nissen |
1.823 | -462 | 3.619 | 1.868 |
| 3. | Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 4. | Sonstige betriebliche Erträge | 681 | 391 | 1.621 | 1.383 |
| 5. | Gesamtleistung | 71.138 | 16.412 | 86.133 | 36.326 |
| 6. | Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen | -32.555 | -12.385 | -39.605 | -18.104 |
| 7. | Personalaufwand | -3.514 | -2.487 | -9.972 | -8.731 |
| 8. | Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte |
-1.288 | -1.360 | -4.118 | -3.842 |
| 9. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.643 | -1.870 | -7.587 | -6.390 |
| 10. | Betriebsergebnis (EBIT) | 31.138 | -1.690 | 24.851 | -742 |
| 11. | Beteiligungserträge | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 12. | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 95 | 157 | 241 | 819 |
| 13. | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1.397 | -1.914 | -4.115 | -4.589 |
| 14. | Aufwendungen aus Verlustübernahmen | -2 | 1 | -4 | 2 |
| 15. | Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) | 29.834 | -3.446 | 20.973 | -4.509 |
| 16. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -169 | -68 | -80 | -178 |
| 17. | Sonstige Steuern | -14 | -13 | -54 | -40 |
| 18. | Ergebnis vor Minderheitenanteilen | 29.651 | -3.527 | 20.839 | -4.727 |
| 19. | Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis | -229 | -299 | -1.191 | -730 |
| 20. | Konzernergebnis | 29.880 | -3.228 | 22.030 | -3.997 |
| Übriges Ergebnis | |||||
| 21. | Währungsdifferenzen | -156 | 173 | -117 | -80 |
| 22. | Sonstige | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 23. | Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) | -156 | 173 | -117 | -80 |
| 24. | Gesamtergebnis der Periode | 29.495 | -3.354 | 20.722 | -4.806 |
| Zurechnung des Konzernergebnisses der Periode | |||||
| Anteilseigener der Muttergesellschaft | 29.880 | -3.228 | 22.030 | -3.997 | |
| Anteile anderer Gesellschafter am Konzernergebnis | -229 | -299 | -1.191 | -730 | |
| 29.651 | -3.527 | 20.839 | -4.727 | ||
| Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode | |||||
| Anteilseigener der Muttergesellschaft | 29.724 | -3.055 | 21.913 | -4.076 | |
| Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis | -229 | -299 | -1.191 | -730 | |
| 29.495 | -3.354 | 20.722 | -4.806 | ||
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert), in EUR | 0,65 | -0,07 | 0,48 | -0,09 | |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert), in EUR | 0,52 | -0,05 | 0,39 | -0,06 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert), in Mio. |
45,8 | 45,8 | 45,8 | 45,8 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert), in Mio. |
59,1 | 59,1 | 59,1 | 59,1 |
Konzernbilanz (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, zum 30. September 2012
Aktiva
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) | per 30.09.2012 | per 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögenswerte | 22.192 | 39.797 |
| Sachanlagen | 60.888 | 93.803 |
| Langfristige finanzielle Vermögenswerte | 248 | 246 |
| Latente Steuern | 392 | 652 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 83.720 | 134.498 |
| Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte | 584 | 0 |
| Vorräte | 21.454 | 14.096 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 34.690 | 24.286 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 51.668 | 19.447 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 107.812 | 57.829 |
| Aktiva, gesamt | 192.116 | 192.327 |
Passiva
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) | per 30.09.2012 | per 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Gezeichnetes Kapital | 45.786 | 45.778 |
| Kapitalrücklage | 44.886 | 44.877 |
| Gewinnrücklagen | 51 | 51 |
| Fremdwährungsrücklage | -251 | -133 |
| Konzernbilanzverlust | 5.636 | -13.998 |
| Minderheitenanteile | -2.498 | -1.872 |
| Eigenkapital, gesamt | 93.610 | 74.702 |
| Sonstige Rückstellungen | 640 | 933 |
| Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1.102 | 1.137 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 69.390 | 72.506 |
| Latente Steuerverbindlichkeiten | 106 | 372 |
| Langfristige Schulden, gesamt | 71.238 | 74.948 |
| Schulden i.V. mit zur Veräußerung bestimmten Anlagen | 6 | 0 |
| Steuerrückstellungen | 216 | 215 |
| Sonstige Rückstellungen | 747 | 791 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 6.295 | 12.255 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.674 | 6.523 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 10.807 | 22.359 |
| Steuerverbindlichkeiten | 523 | 534 |
| Kurzfristige Schulden, gesamt | 27.262 | 42.677 |
| Passiva, gesamt | 192.116 | 192.327 |
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, für die ersten neun Monate 2012
| Konzernabschluss vom 1. Januar bis zum 30. September Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) 2012 2011 |
||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzernüberschuss / -fehlbetrag | 20.839 | -4.727 | ||||
| + / - | Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 4.118 | 3.842 | |||
| + / - | Zu- / Abnahme der Rückstellungen | -63 | -790 | |||
| + / - | Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -380 | -54 | |||
| - / + | Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -18.312 | 0 | |||
| + / - | Ab- / Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva | -5.018 | 5.066 | |||
| + / - | Ab- / Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teilgewinnrealisierung |
-11.806 | -2.913 | |||
| + / - | Zu- / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva |
-1.469 | 2.339 | |||
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -12.091 | 2.763 | ||||
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 69 | 16 | |||
| + | Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten | 0 | 0 | |||
| - | Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte |
-12.089 | -8.196 | |||
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen | 1 | 3 | |||
| + | Einzahlungen aus Verkäufen von konsolidierten Einheiten | 52.075 | 0 | |||
| - | Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Einheiten | 0 | 0 | |||
| - | Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen | -15 | 0 | |||
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | 40.040 | -8.177 | ||||
| + | Zuzahlungen von Gesellschaftern | 17 | 5 | |||
| + | Einzahlungen von Minderheitengesellschaftern | 0 | 0 | |||
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 9.815 | 0 | |||
| + | Einzahlungen aus der Ausgabe von Anleihen | 0 | 0 | |||
| - | Auszahlungen an Gesellschafter | -1.831 | -1.831 | |||
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -3.588 | -5.143 | |||
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen | 0 | 0 | |||
| - | Auszahlung für Kapitalerhöhungskosten | 0 | 0 | |||
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 4.413 | -6.969 | ||||
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 32.362 | -12.383 | ||||
| + | Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds | -141 | 0 | |||
| + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 19.447 | 39.176 | |||
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode * | 51.668 | 26.793 | ||||
| * davon als Sicherheit verpfändet | 459 | 1.029 |
Ergänzende Angaben: Der Wert des Finanzmittelfonds entspricht zum 30. September der Bilanzposition "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".
Konzern-Eigenkapitalspiegel (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, für die ersten neun Monate 2012
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) |
Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklagen |
Fremdwährungs rücklage |
Konzernbilanz ergebnis |
Eigenkapital vor Minderheiten |
Anteile im Fremdbesitz |
Eigenkapital gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand zum 1. Januar 2011 | 45.776 | 44.874 | 51 | -32 | -8.244 | 82.425 | -737 | 81.688 |
| Gesamtergebnis 01-09 / 2011 | 0 | 0 | 0 | 0 | -3.997 | -3.997 | -730 | -4.727 |
| Dividende | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.831 | -1.831 | 0 | -1.831 |
| Wandlung Wandelanleihe 2010 / 2014 |
2 | 3 | 0 | 0 | 0 | 5 | 0 | 5 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | -80 | 0 | -80 | 0 | -80 |
| Stand am 30. September 2011 | 45.778 | 44.877 | 51 | -112 | -14.072 | 76.522 | -1.467 | 75.055 |
| Stand am 1. Januar 2012 | 45.778 | 44.877 | 51 | -133 | -13.998 | 76.574 | -1.872 | 74.702 |
| Gesamtergebnis 01-09 / 2012 | 0 | 0 | 0 | 0 | 22.030 | 22.030 | -1.191 | 20.839 |
| Dividende | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.831 | -1.831 | 0 | -1.831 |
| Wandlung Wandelanleihe 2010 / 2014 |
8 | 9 | 0 | 0 | 0 | 17 | 0 | 17 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | 0 | 0 | -117 | -564 | -681 | 564 | -117 |
| Stand am 30. September 2012 | 45.786 | 44.886 | 51 | -250 | 5.636 | 96.108 | -2.498 | 93.610 |
Verkürzter Konzernanhang der PNE WIND AG, Cuxhaven, für die ersten neun Monate 2012
1. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Der Finanzbericht über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2012 der PNE WIND AG und ihrer Tochtergesellschaften ist nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in der EU zu berücksichtigen sind.
Im Finanzbericht über die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2012 zum 30. September 2012 wurden mit Ausnahme der zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und der Schulden in Verbindung mit den zur Veräußerung bestimmten Anlagen die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2011.
Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte werden als solche klassifi ziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und werden als "zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte" klassifi ziert. Diese Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben.
In den ersten neun Monaten 2012 wurden Vorräte in Höhe von rund 1,0 Mio. Euro im Aufwand erfasst.
Der Zwischenabschluss wurde in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 erstellt. Der Steueraufwand wird in der PNE WIND-Gruppe basierend auf einer Schätzung des in den jeweiligen Gesellschaften zu versteuernden Einkommens ermittelt. Das verwässerte Ergebnis pro Aktie berücksichtigt gemäß IAS 33 die potentiellen Aktien aus den Wandelanleihen.
2. Konsolidierungskreis
Wir verweisen auf die Angaben zum Überblick der Geschäftstätigkeit, zur Entwicklung des Umsatzes sowie zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im verkürzten Konzernzwischenlagebericht über die ersten neun Monate 2012.
3. Erläuterungen zu wesentlichen Veränderungen der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung
Die Hauptgruppen der Vermögenswerte und Schulden, klassifi ziert als zur Veräußerung bestimmt, lauten wie folgt:
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) | per 30.09.2012 | per 31.12.2011 |
|---|---|---|
| Vorräte | 566 | 0 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 3 | 0 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 14 | 0 |
| Summe Aktiva | 583 | 0 |
| Rückstellungen | 6 | 0 |
| Summe Passiva | 6 | 0 |
Die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Projektes "Gode Wind III", die dem Segment Projektierung von Windkraftanlagen zugeordnet sind, wurden als zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und Schulden i. V. mit zur Veräußerung bestimmten Anlagen umklassifi ziert. Aus der Bewertung der Veräußerungsgruppen zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten wurde im Berichtszeitraum keine Wertminderung erfasst.
In den unfertigen Leistungen in Höhe von 19,9 Mio. Euro sind die Offshore-Projekte "Nemo", "Nautilus" und "Jules Verne" mit insgesamt 7,8 Mio. Euro enthalten.
Darüber hinaus verweisen wir auf die Angaben zur Unternehmensstruktur im verkürzten Konzernzwischenlagebericht über die ersten neun Monate 2012.
4. Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft hat den Gesellschaftern des Holzkraftwerkes "Silbitz" eine jährliche Garantiedividende auf das eingesetzte Eigenkapital vertraglich bis ins Jahr 2016 zugesichert für den Fall, dass das Holzkraftwerk "Silbitz" entsprechende Dividendenzahlungen nicht aus eigenen Mitteln bestreiten kann. Aufgrund der vorliegenden Planungen für das Holzkraftwerk "Silbitz" hat die Gesellschaft Rückstellungen in Höhe von 1,0 Mio. Euro gebildet. Sollten die vorliegenden Planungen in den Jahren 2012 bis 2016 nicht umgesetzt werden können, so könnte sich dieser Betrag auf insgesamt 1,6 Mio. Euro erhöhen.
5. Dividende
Die ordentliche Hauptversammlung hat am 15. Mai 2012 die Auszahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 0,04 Euro je stimmberechtigter Aktie (insgesamt EUR 1.831.118,40) beschlossen. Die Auszahlung erfolgte im Mai 2012.
6. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
Wesentliche Ereignisse mit Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage gab es nach Ende des Berichtszeitraums nicht.
Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 nach Bereichen
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung der operativen Segmente der PNE WIND AG. Danach wird in die zwei Bereiche Projektierung von Windkraftanlagen und Stromerzeugung unterschieden.
Der Geschäftsbereich "Projektierung von Windkraftanlagen" umfasst zum einen die Projektierung und Realisierung von Windparks in Deutschland und dem Ausland ("onshore") sowie die Projektierung von Windparks auf hoher See ("offshore"). Daneben gehören zu diesem Geschäftsbereich auch die Erbringung von Serviceleistungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von Windparks sowie die Errichtung und der Betrieb von Umspannwerken. Kern der operativen Tätigkeit ist die Erkundung geeigneter Standorte für Windparks sowie deren anschließende Projektierung und Realisierung.
Zum Geschäftsbereich "Stromerzeugung" gehört zum einen der Betrieb der Windparks "Laubuseschbach" und "Altenbruch II". Weiterhin gehört zu diesem Geschäftsbereich die Beteiligungsgesellschaft PNE Biomasse GmbH, die auf der Grundlage eines entsprechenden Geschäftsbesorgungsvertrags Mitarbeiter an die Betriebsgesellschaft Holzheizkraftwerk "Silbitz" verleiht und über die auch die weiteren vertraglichen Verpfl ichtungen der PNE WIND AG im Hinblick auf das Holzheizkraftwerk "Silbitz" gesteuert werden. Dazu gehört insbesondere die Belieferung der Betriebsgesellschaft Holzheizkraftwerk "Silbitz", welche ebenfalls diesem Segment zugeordnet ist, mit Brennstoffen. Schließlich gehören zum Geschäftsbereich "Stromerzeugung" die Gesellschaften in der Rechtsform der GmbH & Co. KG, die bis zur Umsetzung eines Windparkprojekts als dessen Trägergesellschaft fungieren und anschließend an den jeweiligen Investor veräußert werden. Die Zuordnung dieser Gesellschaften zu dem Geschäftsbereich "Stromerzeugung" erfolgt somit vor dem Hintergrund, dass sie – wenn auch erst nach ihrem Ausscheiden aus der PNE WIND-Gruppe – als künftiger Betreiber eines Windparks stromerzeugend tätig sein werden.
Die Bewertung der angegebenen Beträge der Erträge und Aufwendungen sowie des Segmentvermögens und -schulden erfolgt in Übereinstimmung mit den Vorschriften zur externen Rechnungslegung. Die separate Überleitung einzelner angegebener Segmentinformationen auf die entsprechenden Werte im Konzernabschluss ist daher nicht erforderlich.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften des Konzerns liegen grundsätzlich Preise zu Grunde, die auch mit Dritten vereinbart werden.
Den Werten per 30. September 2012 sind die Werte vom 30. September 2011 bzw. beim Segmentvermögen / Segmentschulden die Werte vom 31. Dezember 2011 gegenübergestellt.
| Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) |
Projektierung von Windkraft anlagen |
Strom erzeugung |
Konsoli dierung |
PNE WIND AG Konzern |
|---|---|---|---|---|
| 2012 | 2012 | 2012 | 2012 | |
| 2011 | 2011 | 2011 | 2011 | |
| Umsatzerlöse extern | 73.296 27.175 |
7.598 5.900 |
0 0 |
80.894 33.075 |
| Umsatzerlöse mit anderen | 5.419 | 421 | -5.840 | 0 |
| Segmenten | 5.940 | 501 | -6.441 | 0 |
| Bestandsveränderungen | 3.619 | 0 | 0 | 3.619 |
| 1.867 | 0 | 0 | 1.867 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 1.615 | 7 | -1 | 1.621 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.344 | 100 | -61 | 1.383 |
| 83.949 | 8.026 | -5.841 | 86.134 | |
| Gesamtleistung | 36.326 | 6.501 | -6.501 | 36.326 |
| -1.220 | -2.898 | 0 | -4.118 | |
| Abschreibungen | -1.243 | -2.599 | 0 | -3.842 |
| 23.156 | 1.694 | 0 | 24.851 | |
| Betriebsergebnis | -1.407 | 666 | 0 | -742 |
| 2.068 | 24 | -1.851 | 241 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 1.983 | 645 | -1.628 | 819 |
| -3.618 | -2.348 | 1.851 | -4.115 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.202 | -3.012 | 1.628 | -4.587 |
| -164 | 84 | 0 | -80 | |
| Steueraufwand und -ertrag | -266 | 89 | 0 | -178 |
| 363 | 11.726 | 0 | 12.089 | |
| Investitionen | 7.660 | 536 | 0 | 8.196 |
| 229.754 | 48.513 | -86.151 | 192.116 | |
| Segmentvermögen | 221.155 | 58.270 | -87.097 | 192.327 |
| 169.472 | 51.353 | -122.319 | 98.506 | |
| Segmentschulden | 186.319 | 60.584 | -129.278 | 117.625 |
| 60.282 | -2.840 | 36.168 | 93.610 | |
| Segmenteigenkapital | 34.835 | -2.314 | 42.181 | 74.702 |
In die einzelnen Segmente sind folgende Gesellschaften einbezogen:
Projektierung von Windkraftanlagen: PNE WIND AG, PNE WIND Betriebsführungs GmbH, PNE WIND Netzprojekt GmbH, PNE Gode Wind I GmbH (bis 14.08.2012), PNE Gode Wind II GmbH (bis 14.08.2012), PNE Gode Wind III GmbH, PNE WIND Jules Verne GmbH, PNE WIND Nemo GmbH, PNE WIND Nautilus GmbH, PNE WIND GM Hungary Kft., PNE WIND Ausland GmbH, PNE WIND Straldja-Kamenec OOD, PNE WIND Bulgaria EOOD, PNE WIND BE Development OOD, PNE WIND Ventus Praventsi OOD, PNE WIND Yenilenebilir Enerjila Ltd., PNE WIND UK Ltd., NH North Hungarian Windfarm Kft., PNE WIND NEH / I Kft., PNE WIND PARK Dobrudzha OOD, PNE WIND USA Inc., PNE WIND Renewable Solutions LCC, PNE WIND DEVELOPMENT LLC, Underwood Windfarm LCC, Butte Windfarm LCC, PNE-BCP WIND Inc., PNE WIND Romania S.R.L, PNE WIND Romania Energy Holding S.R.L., S.C. PNE WIND MVI SRL, PNE WIND Pusztahencse Kft., Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH, Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG, PNE WIND Nautilus II GmbH (bis 07.11.2011)
Stromerzeugung: PNE Biomasse GmbH, PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG, PNE WIND Altenbruch II GmbH & Co. KG, PNE WIND Grundstücks GmbH, Holzheizkraftwerk Silbitz GmbH & Co. KG, Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CV GmbH & Co. KG (bis 31.03.2012) Kommanditgesellschaften
Die zur Veräußerung bestimmten Vermögenswerte und Schulden sind im Segment "Projektierung von Windkraftanlagen" erfasst.
Von den Werten im Geschäftsbereich Projektierung von Windkraftanlagen entfällt eine Gesamtleistung von 13,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 21,5 Mio. Euro), Umsatzerlöse von 9,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 19,0 Mio. Euro), ein Betriebsergebnis von -1,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,3 Mio. Euro), ein Anteil vom Segmentvermögen von 156,3 Mio. Euro (per 31.12.2011: 153,8 Mio. Euro) und ein Eigenkapitalanteil von 46,3 Mio. Euro (per 31.12.2011: 33,4 Mio. Euro) auf den Teilbereich Windkraft onshore Deutschland. Zusätzlich entfällt auf Windkraft onshore Ausland eine Gesamtleistung von 2,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,1 Mio. Euro), Umsatzerlöse von 0,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,0 Mio. Euro), ein Betriebsergebnis von -4,8 Mio. Euro (im Vorjahr: -3,4 Mio. Euro), ein Anteil vom Segmentvermögen von 38,1 Mio. Euro (per 31. Dezember 2011: 27,7 Mio. Euro) und ein Eigenkapitalanteil von -16,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2011: -11,4 Mio. Euro).
Die Umsatzerlöse mit externen Kunden und das Segmentvermögen der Segmente "Projektierung Windkraftanlagen" und "Stromerzeugung" entfallen im Wesentlichen auf Deutschland. Im Segment "Projektierung von Windkraftanlagen" werden Umsatzerlöse mit externen Kunden realisiert, die mehr als 10 Prozent der gesamten Umsatzerlöse betragen.
Die Basis der Rechnungslegung für Transaktionen zwischen berichtspfl ichtigen Segmenten entspricht den für den Konzernabschluss geltenden Bilanzierungsvorschrifte.
Cuxhaven, im 2. November 2012
PNE WIND AG, Vorstand
Impressum
PNE WIND AG
Peter-Henlein-Straße 2-4 27472 Cuxhaven Deutschland
Telefon: + 49 (0) 47 21-718-06 Telefax: + 49 (0) 47 21-718-444 E-Mail: [email protected]
www.pnewind.com
Vorstand: Martin Billhardt (Vorsitzender), Jörg Klowat, Markus Lesser Registergericht: Tostedt Registernummer: HRB 110360
Satz & Layout: cometis AG Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Sie sind Einschätzungen des Vorstands der PNE WIND AG und spiegeln dessen gegenwärtige Ansichten hinsichtlich zukünftiger Ereignisse wider. An Begriffen wie "erwarten", "schätzen", beabsichtigen", "kann", "wird" und ähnlichen Ausdrücken mit Bezug auf das Unternehmen können solche vorausschauenden Aussagen erkannt werden. Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können sind z.B. ohne Anspruch auf Vollständigkeit: die Entwicklung des Windmarktes, Wettbewerbseinflüsse, einschließlich Preisveränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen und Beteiligungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die in den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der PNE WIND AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.
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