Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

PNE AG Annual Report 2017

Apr 11, 2018

334_rns_2018-04-11_b3c6526e-d4df-4aa5-a216-48174ac828d0.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

PNE WIND AG

Cuxhaven

PNE WIND AG Konzern-Jahresfinanzbericht 2017

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

die PNE WIND AG hat das Geschäftsjahr 2017 sowohl operativ wie auch finanziell erfolgreich abschließen können. Wichtige operative Erfolge waren der Verkauf des Offshore-Projekts "Atlantis 1" sowie der Zuschlag, den das von uns entwickelte Offshore-Projekt "Gode Wind 3" in der ersten deutschen Ausschreibung für Windparks auf See erhielt. Bei den Windparks an Land ist die Fertigstellung des Projekts "Kührstedt /Alfstedt" mit 43 MW hervorzuheben. Dieser Windpark ist seit Ende 2017 in Betrieb und gehört zum Volumen des neuen europäischen Windparkportfolios, in dem bis 2020 Windparks mit rund 200 MW gebündelt werden sollen. Ende 2017 konnte der bis dahin von der PNE WIND AG gehaltene 20-prozentige Anteil am bisherigen Windparkportfolio an eine Tochtergesellschaft der Allianz Global Investors veräußert werden. Der Erlös dieses Verkaufs erleichtert die Finanzierung und damit den Aufbau des neuen Portfolios. PNE WIND übernimmt außerdem für 20 Jahre die Betriebsführung der Windparks und sichert damit laufende Erlöse. Sehr erfreulich hat sich auch das Auslandsgeschäft entwickelt. In Frankreich wurden erneut Windparks fertiggestellt und mit dem Bau weiterer Projekte begonnen. In Schweden und den USA konnten genehmigte Windparks erfolgreich verkauft werden. In der Türkei haben wir mit einem Projekt von 70 MW die Ausschreibung gewonnen.

Der Vorstand mit seinem Vorsitzenden Markus Lesser, Finanzvorstand Jörg Klowat und dem Vorstand für das operative Geschäft, Kurt Stürken, hat nicht nur diese Entwicklungen vorangetrieben, sondern auch eine erweiterte strategische Ausrichtung der Gesellschaft erarbeitet. Dazu gehören unter anderem die Identifikation neuer Märkte, die Erweiterung der von der Gesellschaft angebotenen Dienstleistungen sowie die Entwicklung von kombinierten Wind / Photovoltaikprojekten sowie Power-to-Gas-Lösungen. Zur erweiterten Strategie zählt außerdem die Entwicklung von "Insellösungen" für die Energieversorgung von Kommunen, Gewerbe oder Industrie mit dezentralen Angeboten. Auf der erfolgreichen Basis der Entwicklung von Windparkprojekten wird sich die PNE WIND AG damit zu einem Anbieter von Lösungen für saubere Energien, einem "Clean Solution Provider", weiterentwickeln.

Weichenstellungen erfolgten ferner in der Hauptversammlung am 31. Mai 2017, in der Dr. Jens Kruse, Marcel Egger und Florian Schuhbauer mit deutlichen Voten in den Aufsichtsrat gewählt wurden. Der bisherige Vorsitzende, Alexis Fries, sowie die Aufsichtsratsmitglieder Christoph Gross und Wilken Freiherr von Hodenberg schieden aus dem Aufsichtsrat aus. Zum neuen Vorsitzenden des Aufsichtsrates wurde Per Hornung Pedersen gewählt.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2017 zu insgesamt 13 ordentlichen Sitzungen zusammengetreten, und zwar am 19. Januar, 1. März, 22. März, 6. April (telefonisch), 5. Mai, 30. Mai, 31. Mai, 23. Juni, 28. August, 29. August, 12. September, 7. November und 7. Dezember 2017. Die Aufsichtsratsmitglieder haben mit Ausnahme von Herrn Egger, der zu einer Sitzung verhindert war, an allen Sitzungen teilgenommen. Die Sitzungen und Telefonkonferenzen erfolgten vor dem 31. Mai 2017 in der damaligen Zusammensetzung des Aufsichtsrats, danach in der Zusammensetzung, die sich aus den Neuwahlen der Aufsichtsratsmitglieder in der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 ergeben hatte.

Der Aufsichtsrat verfügt, der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprechend, über eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sind sämtliche seit dem 31. Mai 2017 amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats ebenso wie die am 31. Mai 2017 ausgeschiedenen Alexis Fries, Christoph Gross und Wilken Freiherr von Hodenberg unabhängig.

Im Mai 2017 hat der Aufsichtsrat gemäß § 111 Abs. 5 Satz 1 AktG die Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2021 entscheidet, auf 1 / 6 (16,67 Prozent) festgelegt. Das Ziel, dass Frauen 1 / 6 der Aufsichtsratsmitglieder stellen sollen, ist mit der gegenwärtigen Zusammensetzung des Aufsichtsrates erreicht.

Die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder Dr. Jens Kruse, Marcel Egger und Florian Schuhbauer im Rahmen der Hauptversammlung am 31. Mai 2017 erfolgte jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach dem Beginn der Amtszeit des Aufsichtsrates beschließt. Das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit begonnen hat, wird dabei nicht mitgerechnet. Der bisherige Vorsitzende Alexis Fries, Christoph Gross und Wilken Freiherr von Hodenberg schieden mit Ablauf der Hauptversammlung 2017 aus dem Aufsichtsrat aus. Ihnen gilt ein Dank für die ebenso fachkundige wie engagierte Mitarbeit im Aufsichtsrat. Die Hauptversammlung am 31. Mai 2017 beschloss ferner die Entlastung aller Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2016. Um eine effiziente Wahrnehmung seiner Aufgaben sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat einen Personalausschuss, einen Nominierungsausschuss und einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) eingerichtet.

Der Personalausschuss tagte jeweils gemeinsam mit dem Nominierungsausschuss. Sie traten im Geschäftsjahr 2017 am 1. März, 21. März, 3. April, und 10. Oktober zu insgesamt vier Sitzungen zusammen. Themen der Sitzungen waren unter anderem die Zielvereinbarungen der Vorstandsmitglieder sowie die Sondierung des Marktes und die Erarbeitung von Vorschlägen für die Wahlen zum Aufsichtsrat.

Das Audit Committee (Prüfungsausschuss) trat am 21. März, 5. Mai (telefonisch), 7. August (telefonisch) und 7. November 2017 zu insgesamt vier Sitzungen zusammen. Gegenstand dieser Sitzungen waren die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016, die Erörterung des Halbjahresfinanzberichts und der Quartalsmitteilungen des Jahres 2017 sowie diesbezügliche Empfehlungen an den Aufsichtsrat, entsprechende Beschlüsse zu fassen.

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig durch schriftliche und in seinen Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands zeitnah und umfassend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und über die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft sowie über die geplante Geschäftspolitik und weitere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, speziell in der Finanz-, Investitions- und Personalplanung, informiert. Vorstand und Aufsichtsrat haben über diese Themenkomplexe ausführlich beraten. Der Aufsichtsrat hat zusätzlich Einsicht in die Bücher, Schriften und Vermögensaufstellungen genommen und diese geprüft. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auch auf der künftigen Liquiditätsplanung und der Finanzierungsstruktur der PNE WIND AG und des Konzerns. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig in Einzelgesprächen vom Vorstand informieren lassen.

Der Aufsichtsrat hat die aufgrund von Bestimmungen des Gesetzes, der Satzung und der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen eingehend geprüft und im Wege der Beschlussfassung entschieden.

Schwerpunkte der Tätigkeit und Themenstellungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2017 waren:

die Berichterstattung und die Beratungen über den Jahres- und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016
die Vorbereitung der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017
die Berichterstattung über die Entwicklung der laufenden und geplanten Geschäfte
die Berichterstattung und Beratung bezüglich der unternehmensstrategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und der Analyse der Aktionärsstruktur
die Beratung über Auswirkungen, die sich aus den Veränderungen der Märkte für Erneuerbare Energien ergeben
die Beschlussfassung über die Abgabe der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Besonders intensiv befasste sich der Aufsichtsrat dabei mit der künftigen Ausrichtung des Geschäftsmodells und der strategischen Ausrichtung des Unternehmens.

Interessenkonflikte von Mitgliedern des Vorstands sowie des Aufsichtsrats sind im Berichtsjahr weder angezeigt worden, noch erkennbar aufgetreten.

Der Jahresabschluss der PNE WIND AG, der Konzernabschluss sowie die Berichte über die Lage der PNE WIND AG und des Konzerns sind vom Vorstand zeitnah aufgestellt worden. Der von der Hauptversammlung am 31. Mai 2017 gewählte Abschlussprüfer, die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, hat diese zusammen mit der Buchführung geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zum Jahresabschluss sowie zum Konzernabschluss erteilt.

Der Vorstand hat zusätzlich einen Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen verfasst und zusammen mit dem vom Abschlussprüfer erstellten Prüfungsbericht dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den folgenden Vermerk für den Bericht erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."

Den Auftrag zur Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2017 hat der Aufsichtsrat am 24. Juli 2017 erteilt. Entsprechend der Empfehlungen in Ziffer 7.2.1 des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) hat der Aufsichtsrat vor der Erteilung des Prüfauftrags eine Erklärung des Abschlussprüfers darüber eingeholt, welche beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und dem Unternehmen bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten. Die Erklärung erstreckt sich auch auf den Umfang anderer Beratungsleistungen, die für das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erbracht wurden. Nach der dem Aufsichtsrat durch den Abschlussprüfer vorgelegten Erklärung ergeben sich keine Zweifel an dessen Unabhängigkeit.

Der Aufsichtsrat hat dem Abschlussprüfer Schwerpunktthemen für die Abschlussprüfung der PNE WIND AG und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2017 vorgegeben.

Der Jahresabschluss für die PNE WIND AG, der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht 2017 der PNE WIND AG, der Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und die Prüfberichte des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 21. März 2018 vor. Die Unterlagen wurden in der Sitzung des Audit Committee am 20. März 2018 sowie in der Bilanzsitzung von den Mitgliedern des Aufsichtsrats umfassend geprüft und erörtert. Der Vorsitzende des Audit Committee hat dem Gesamtaufsichtsrat in der Bilanzsitzung einen Bericht über die Behandlung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des Berichts über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nebst dessen Prüfbericht im Prüfungsausschuss gegeben. An der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats sowie auch an der vorausgegangenen Sitzung des Audit Committee haben Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen berichtet und gingen dabei insbesondere auf die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte (Key Audit Matters) und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. Es bestanden keine Einwände. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden im Anschluss an die Berichterstattung vom Vorstand und dem Abschlussprüfer vollständig beantwortet. Der Aufsichtsrat hat nach eigener umfassender Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts, und des Berichts über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (einschließlich der Schlusserklärung des Vorstands) sowie auf Basis der Empfehlungen des Prüfungsausschusses dem Ergebnis der Prüfungen durch den Abschlussprüfer zugestimmt.

Der Aufsichtsrat billigt daher den zum 31. Dezember 2017 aufgestellten Jahresabschluss der PNE WIND AG und den zum 31. Dezember 2017 aufgestellten Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Den Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung hat der Aufsichtsrat unter Berücksichtigung der Interessen der Gesellschaft und der Aktionäre geprüft und sich diesem angeschlossen. Darüber hinaus erhebt der Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung auch gegen die Schlusserklärung des Vorstands im Bericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.

Die Regeln und Hindernisse, die eine Übernahme und Ausübung von Kontrolle der Gesellschaft durch Dritte erschweren können, sind vom Aufsichtsrat überprüft und bewertet worden. Der Aufsichtsrat hält diese für ausreichend.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PNE WIND AG für ihre besonders engagierte, verantwortungsvolle und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2017.

Cuxhaven, 21. März 2018

Per Hornung Pedersen, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht

der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2017

1. Markt / gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Windenergie hat sich in den vergangenen Jahren zu einer wichtigen Stütze der Stromerzeugung entwickelt. Der jährliche Kapazitätszuwachs ist dabei in einigen der weltweit wichtigsten Volkswirtschaften höher als bei jeder anderen Art der Energieproduktion. Seit 2000 hat die kumulierte installierte Leistung kontinuierlich zugenommen. In 2017 wurden weltweit 52.575 MW zusätzliche Windenergieleistung installiert, insgesamt sind damit bereits 539.581 MW am Netz1 . Das jährliche Investitionsvolumen in diesem Bereich beläuft sich auf mehrere zehn Milliarden Euro und sorgt gemeinsam mit starken Wachstumsperspektiven dafür, dass immer mehr internationale Mischkonzerne in den Markt eintreten. Dies führt wiederum zu einer Beschleunigung bei Innovationen. Energiespeicherlösungen und weitere Investitionen in die Stromnetze sorgen für eine zusätzliche Entfaltung des Potenzials dieser Industrie.

Der deutsche Windenergiemarkt verzeichnete 2017 erneut einen Zuwachs: Ende des Jahres waren Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt rund 56.164 MW (im Vorjahr: 50.018 MW) in Betrieb - davon 50.777 MW an Land (onshore) und weitere 5.387 MW auf See (offshore). 1.792 Windenergieanlagen (2016: 1.624) mit einer Nennleistung von 5.333 MW (2016: 4.625 MW) wurden an Land neu in Betrieb genommen, weitere 222 Anlagen (2016: 156) mit rund 1.250 MW (2016: 818 MW) Nennleistung auf See. Gleichzeitig wurden an Land 387 alte Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 467 MW abgebaut.2

Der Bau von Windparks auf See soll in Deutschland langfristig fortgesetzt werden. Die Windenergie auf See soll in Deutschland auf rund 6.500 MW im Jahr 2020 und auf 15.000 MW bis zum Jahr 2030 ausgebaut werden.3

Auch in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) wurde die Windenergie weiter ausgebaut: Nach Angaben des europäischen Windenergieverbands (WindEurope) erhöhte sich die installierte Windenergie-Nennleistung an Land und auf See auf insgesamt 169.300 MW (im Vorjahr: 153.730 MW). Von dem Zubau entfielen 12.526 MW auf onshore und 3.154 MW auf offshore.4

Verbesserungen an der Windturbinen-Technologie haben deren Energieausbeute bezogen auf die Investsumme deutlich gesteigert - bei gleichzeitig geringeren Aufwendungen für Betrieb und Wartung. Durch die damit einhergehende Kostenreduktion ist Windstrom auf einigen Märkten bereits konkurrenzfähig zu fossilen Energieträgern.

Diese Entwicklungen belegen die Möglichkeiten von PNE WIND. Um auf den globalen Windmärkten optimal positioniert zu sein, konzentriert sich die Gruppe auf die Entwicklung, die Errichtung sowie den Verkauf und den Betrieb von Windparks in ausgewählten Kernmärkten.

1 Global Wind Energy Council (GWEC)

2 Deutsche WindGuard: Status des Windenergieausbaus an Landin Deutschland 2017 / Status des Offshore-Windenergieausbaus in Deutschland 2017

3 Windenergie auf See Gesetz (WindSeeG) 2017

4 WindEurope Wind in Power 2017

2. Politische Rahmenbedingungen

Die Märkte, in denen PNE WIND aktiv ist, entwickeln sich derzeit unterschiedlich. Während einige weiter gewachsen sind, war in anderen eine Abschwächung zu verzeichnen, die in erster Linie auf Unsicherheiten aufgrund sich ändernder politischer Rahmenbedingungen zurückzuführen ist. Die Technik zur Stromerzeugung aus Windenergie hat sich in den vergangenen Jahren deutlich weiterentwickelt und Kosten für Herstellung von Anlagen und Betrieb dieser sind gesunken, dennoch bleibt in vielen Märkten eine Abhängigkeit von politischen Vorgaben bestehen - insbesondere für einen gesicherten Marktzugang, auch um sich gegen konventionelle, teilweise verdeckt subventionierte Energieerzeugung durchzusetzen. Anders als bei den sauberen Energien spiegeln sich bei konventionellen Energieträgern die tatsächlichen Gestehungskosten, einschließlich der Kosten für Umweltverschmutzung oder für den Rückbau und die Endlagerung atomarer Abfälle, nur in geringem Umfang in den StromVerkaufspreisen wider. Somit ist weiterhin die Politik gefordert, für ausgewogene Wettbewerbsbedingungen zwischen den unterschiedlichen Energieerzeugungsarten zu sorgen.

Ein weiterer Impuls für den Ausbau sauberer Energien weltweit ist von den Weltklimakonferenzen 2015 in Paris und 2016 in Marrakesch ausgegangen, die sich darauf verständigte, den Anstieg der weltweiten Durchschnittstemperatur auf maximal 2 Grad zu begrenzen. Dieses Ziel wird nur durch den verstärkten Ausbau der sauberen Energien zu erreichen sein.

EU-Ziele

Der Förderung der Stromerzeugung aus sauberen Energiequellen kommt in der Europäischen Union (EU) aus Gründen der Sicherheit und der Diversifizierung der Energieversorgung, des Umweltschutzes sowie des wirtschaftlichen und sozialen Zusammenhalts eine der höchsten Prioritäten zu. Die Richtlinie 2009 / 28 / EG zur Förderung der Nutzung von Energie aus sauberen Quellen sieht ehrgeizige Ziele für alle Mitgliedstaaten vor, damit die EU bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent am Endenergieverbrauch aus sauberen Quellen erreicht.

Im Oktober 2014 hat die Europäische Union neuen Rahmenrichtlinien für Klima und Energie im Zeitraum zwischen 2020 und 2030 zugestimmt, auf denen das 2016 beschlossene "Winterpaket" ab 2020 aufbaut. Diese bauen auf dem bisherigen bis 2020 beschlossenen Rahmen auf und beziehen die längerfristige Zielsetzung der EU ein, den Ausstoß von Treibhausgasen bezogen auf den Stand von 1990 bis zum Jahr 2050 um 80 bis 95 Prozent zu vermindern. Ein wesentlicher Punkt der Rahmenrichtlinie ist der Ausbau des Anteils der sauberen Energien am Energieverbrauch auf 27 Prozent bis zum Jahr 2030. Es liegt in der Verantwortung der einzelnen Mitgliedsstaaten, die EU-Ziele in nationale Politik umzusetzen. Derzeit diskutieren EU-Kommission, EU-Parlament und Ministerrat über die Fortschreibung der Ziele.

Deutschland

Windenergie an Land (onshore) (EEG 2017]

Zum 1. Januar 2017 trat die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2017) in Kraft. Im EEG 2017 gilt die Vorgabe, den Anteil des Stroms aus sauberen Energien an der Stromerzeugung von derzeit ca. 33 Prozent bis zum Jahr 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis zum Jahr 2035 auf 55 bis 60 Prozent auszubauen. Im Jahr 2050 soll der Anteil der sauberen Energien an der Stromversorgung mindestens 80 Prozent betragen.

Allerdings brachte die Gesetzesreform auch einen Systemwechsel. Seit Anfang 2017 erfolgt die Förderung für Erneuerbare-Energien-Anlagen in Deutschland über Ausschreibungen. Dabei werden von der Bundesnetzagentur für Windparks an Land in den Jahren 2017, 2018 und 2019 jeweils 2.800 Megawatt (MW) ausgeschrieben. Anschließend sieht das Gesetz eine Erhöhung der jährlichen Ausschreibungsmenge auf 2.900 MW brutto vor. Repowering-Projekte sind in dem Ausschreibungsvolumen einbezogen.

Windparks an Land, die bis Ende 2016 eine Genehmigung erhielten und in 2017 oder 2018 in Betrieb genommen werden, können noch die gesetzlich festgelegte Vergütung erhalten (Übergangsregel des EEG 2014), ohne an der Ausschreibung teilnehmen zu müssen.

Aufgrund des schleppenden Ausbaus des Übertragungsnetzes ist der Windenergieausbau in sogenannten Netzengpass-Regionen in Norddeutschland vorübergehend auf jährlich 902 MW begrenzt.

Die Ergebnisse der in 2017 durchgeführten Ausschreibungen für Windenergie an Land haben gezeigt, dass die gesetzlichen Regelungen sogenannte "Bürgerenergiegesellschaften" deutlich bevorzugen. Diese können sich an den Ausschreibungen beteiligen, auch wenn keine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) vorliegt und haben eine deutlich längere Frist für die Realisierung ihrer Projekte und somit einen Wettbewerbsvorteil. Der Gesetzgeber hat darauf reagiert, indem er für die ersten beiden Ausschreibungen in 2018 diese Sonderregelungen ausgesetzt hat und diskutiert eine Verlängerung dieser Aussetzung.

Windenergie auf See (offshore) - Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG)

Ebenfalls am 1. Januar 2017 trat das Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG) in Kraft. Für die Windenergie auf See hält das neue WindSeeG an dem Ausbauziel von 15 GW bis zum Jahr 2030 fest. Um dieses Ziel zu erreichen, ist in den Jahren 2021 und 2022 ein Zubau von 500 MW und anschließend ein jährliches Zubauvolumen von 700 MW bis 2025 vorgesehen.

Windparks auf See, die bis Ende 2020 in Betrieb genommen werden, können noch die gesetzlich festgelegte Vergütung beziehen (Übergangsregel des EEG 2014).

Für Windparks auf See, die nach 2020 in Betrieb gehen wollen, sieht das Gesetz, wie auch bei Windparks an Land, eine Umstellung auf Ausschreibungen vor. Diese soll in zwei Schritten erfolgen: Windparks auf See, welche zwischen 2021 und 2025 in Betrieb genommen werden, haben über zwei Ausschreibungsrunden in 2017 und 2018 im Umfang von jeweils 1.550 MW die Möglichkeit, eine staatliche Förderung zu erhalten. Teilnehmen dürfen an diesem sogenannten Übergangssystem Windparks, für die vor dem 1. August 2016 nach der Seeanlagenverordnung eine Genehmigung erteilt worden ist oder ein Plan festgestellt wurde bzw. ein Erörterungstermin nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz durchgeführt worden ist. Die von PNE WIND entwickelten und die bereits verkauften Projekte "Atlantis I" (Verkauf Anfang 2017) sowie "Gode Wind" 3 und 4, an deren Entwicklung PNE WIND als Dienstleister weiter beteiligt ist, erfüllen dieses Kriterium. Das von PNE WIND entwickelte Projekt "Gode Wind 3" erhielt in 2017 einen Zuschlag.

Mit dem 1. Januar 2017 endeten sämtliche laufenden Planfeststellungs- oder Genehmigungsverfahren zur Errichtung und zum Betrieb von Windenergieanlagen auf See, soweit die Projekte nicht unter den oben genannten Anwendungsbereich der Ausschreibungen für bestehende Projekte fielen. Diese Gesetzesänderung betraf u.a. die PNE WIND-Projekte "Atlantis" II und III, "Jules Verne", "Nemo", "Nautilus I" sowie "Nautilus II / HTOD5", für das PNE WIND als Dienstleister tätig war. Bezüglich der Auswirkungen auf die Projekte verweisen wir auf die Ausführungen im Kapitel 11 "Risiko- und Chancenbericht".

Nach Ablauf der genannten Übergangsregeln in 2025 sollen Flächen im Rahmen der Umstellung auf das "zentrale Modell" künftig staatlich voruntersucht und ausgeschrieben werden.

Bulgarien

In 2012 hat die Regierung die Vergütungen für in Windenergieanlagen erzeugten Strom erheblich reduziert und erschwert seitdem die Weiterentwicklung von Windenergieprojekten. In 2015 erfolgte eine weitere Gesetzesänderung, wonach neu errichtete Windenergieanlagen zukünftig den Strom ausschließlich am freien Markt veräußern müssen.

Frankreich

Mit dem 2015 in Kraft getretenen Energiewende-Gesetz bekräftigen französische Regierung und Parlament ihre ambitionierten Ziele über 2020 hinaus. Die konkreten Ausbauziele für die Windenergie wurden in 2016 auf 15,0 GW bis 2018 und 21,8 bis 26 GW bis 2023 festgelegt. Um dem von der EU vorgegebenen Rahmen der Förderpolitik zu entsprechen, werden seit 2017 auch in Frankreich die Fördertarife durch nationale Ausschreibungen vergeben. Da aber in Frankreich die Zuordnung des Tarifes zu dem jeweiligen Windpark nicht erst bei Inbetriebnahme erfolgt, sondern bereits frühzeitig kurz nach Einreichung des Bauantrages beantragt werden kann, werden in Frankreich in diesem Jahr und in den folgenden Jahren noch viele Windparks auf Basis des alten Tarifsystems realisiert werden. Aufgrund der ambitionierten Ausbauziele der französischen Regierung ist aber zu erwarten, dass sich der Wettbewerb und der entsprechende Preisdruck in Grenzen halten.

Großbritannien

Seit der Energiemarktreform 2014 wird Windenergie direkt an der Strombörse vermarktet. Zusätzliche Ausgleichszahlungen werden durch Ausschreibungen vergeben. Besonders windstarke Standorte sind heute bereits ohne Förderung wettbewerbsfähig zur konventionellen Stromerzeugung. Die Auswirkungen der britischen Entscheidung zum Austritt aus der Europäischen Union (Brexit) auf den dortigen Windenergiemarkt und die Energiepolitik können derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden.

Italien

Seit 2012 besteht die verpflichtende Direktvermarktung mit einer zusätzlichen Förderung, die durch Ausschreibungen vergeben wird. Die nationale Energiestrategie "SEN 2017" sieht vor, den Anteil der sauberen Energien an der Stromerzeugung bis 2030 auf 55 Prozent auszubauen. Um den Ausbau zu beschleunigen, plant die Regierung, den regulatorischen Rahmen dahingehend anzupassen, dass zukünftig auch direkte Stromabnahmeverträge mit Unternehmen zu attraktiven Konditionen möglich werden.

Polen

In 2016 wurde das polnische Erneuerbare-Energien-Gesetz neu reguliert und ein Ausschreibungsverfahren eingeführt. Die Rahmenbedingungen für die Entwicklung von Windenergieprojekten haben sich in den letzten Jahren in einigen Punkten verschlechtert. Die EU-Vorgaben für den Klimaschutz und die volkswirtschaftlichen Perspektiven sprechen aber für einen weiteren Ausbau der sauberen Energien in Polen. Zudem versprechen die guten Windbedingungen zunehmend auch eine wettbewerbsfähige Vermarktung ohne Förderung. Aktuell gibt es Bestrebungen der Regierung, die Rahmenbedingungen wieder zu verbessern.

Rumänien

Mit gesetzlichen Änderungen wurde 2014 die Zahl der "grünen Zertifikate", die an Energieerzeuger ausgegeben werden, reduziert und damit die Bedingungen für Windpark-Projekte verschlechtert. Seit längerer Zeit gibt es in Rumänien sowie zwischen Rumänien und der EU-Kommission erhebliche politische Diskussionen über eine positive Änderung des Vergütungssystems für saubere Energien. Es bleibt abzuwarten, ob die derzeitige Regierung ein neues Gesetz auf den Weg bringt. Andererseits lassen steigende Strompreise und ein gutes Wirtschaftswachstum einen steigenden Energiebedarf erwarten.

Schweden

Die Förderung der Windenergie erfolgt in Schweden durch ein Quotensystem mit grünen Zertifikaten, die sowohl in Schweden als auch in Norwegen gehandelt werden können. Die derzeitige schwedische Regierung hat das Ziel formuliert, langfristig 100 Prozent der Energie Schwedens aus sauberen Quellen erzeugen zu wollen.

Südafrika

Mit dem "Renewable Energy Independent Power Producer Programme" (REIPPP) hat die Regierung ein Ausschreibungssystem eingeführt, in dem langfristige Stromabnahmeverträge versteigert werden.

Türkei

Der Windenergiemarkt in der Türkei basiert auf einem System von staatlich garantierten Einspeisevergütungen. Daneben wurde 2013 ein Lizensierungsverfahren für Netzeinspeisekapazitäten vorgestellt, welches die Zugänge zu den einzelnen Netzeinspeisepunkten im Rahmen eines Auktionsverfahrens ermöglicht.

In 2017 wurden zwei Ausschreibungen für Windenergie durchgeführt mit einem Volumen von 3.000 MW (YEKDEM-Ausschreibung) und 1.000 MW (YEKA-Ausschreibung). PNE WIND erhielt dabei in einer regionalen Ausschreibung mit 260 MW den Zuschlag für ein 71 MW-Projekt. Für 2018 sind weitere Ausschreibungen vorgesehen, wobei die Zeitpunkte noch nicht offiziell bestätigt wurden.

In der Türkei gab es nach dem Putschversuch vom Juli 2016 politische Unsicherheiten. Seitdem hat sich die Lage wieder beruhigt. Die PNE WIND sieht weiterhin gute Gründe dafür, dass die Türkei saubere Energien und dabei insbesondere die Windenergie fördern und schnell ausbauen wird. Die Vorbereitung weiterer Ausschreibungen für saubere Energien durch die türkischen Behörden stärkt diese Einschätzung.

Ungarn

Der wichtigste politische Fördermechanismus in Ungarn ist ein System von Einspeisevergütungen. Trotz dieses Programms ist die Entwicklung der Windenergie in Ungarn aufgrund der unzureichenden Vergabe von Stromnetzkapazitäten seit Jahren beschränkt.

USA / Kanada

In den USA dominiert das System der steuerlichen Fördermechanismen "Production Tax Credits (PTC)". Ende 2015 wurde diese Regelung bis Ende 2020 erneut verlängert, also für weitere fünf Jahre. Dieses unterliegt aber einer jährlichen Degression von 20 Prozent jedes Jahr nach 2016. Projekte die durch Baubeginn oder dem Kauf von PTC Material vor 2017 qualifiziert wurden, erhalten 100 Prozent der Vergütung, wenn sie vor dem Ablauf des Jahres 2020 (innerhalb von vier Jahren) ihren kaufmännischen Betrieb aufgenommen haben. Dieser Vorteil reduziert sich um 20 Prozent für jedes Jahr nach 2016, in dem der Qualifikationsmeilenstein erreicht wurde bzw. wird.

Die Steuerreform von 2017 ändert die PTC-Regelungen zwar nicht, aber die Verminderung der Steuersätze von 35 Prozent auf 21 Prozent und das Inkrafttreten anderer Regelungen wie der Base Erosion Anti-Abuse Tax (BEAT) werden die steuerlichen Vorteile, die aus den PTC gezogen werden können, verringern.

Die US-amerikanische Meeresenergiebehörde "United States Bureau of Ocean Energy Management (BOEM)" arbeitet derzeit daran, Flächen für Windparks auf See in den bundesstaatlich kontrollierten Küstengewässern zu verpachten. PNE WIND hat sich bei der BOEM initiativ um fünf Windparkflächen auf See beworben und erwartet in 2018 die Rückmeldung der BOEM, ob diese Flächen durch PNE WIND weiterentwickelt werden können

In Kanada sind die regulatorischen Anforderungen an das Genehmigungsverfahren für die Errichtung von Windenergieanlagen vielfältig und in den einzelnen kanadischen Provinzen unterschiedlich geregelt. Dabei beziehen sich die Genehmigungsprozesse hauptsächlich auf kommunale Baulandpolitik, umweltrelevante Themen sowie verschiedene Aspekte im Zusammenhang mit dem Netzanschluss. Die Zusammenarbeit mit den Kommunen ist dabei von besonderer Bedeutung. Besonders schwierig sind die Erlangung des Netzanschlusses und die Erfüllung der Netzanschlussbedingungen. Der Markt für saubere Energien in Kanada entwickelt sich daher nur zögerlich.

Einschätzung

Insgesamt befinden sich die internationalen Märkte derzeit in einem Wandel, an den sich die Aktivitäten der PNE WIND anpassen müssen, um Risiken zu minimieren und neue Chancen zu erarbeiten. Während sich die Rahmenbedingungen in Ungarn, Bulgarien, Rumänien und Polen in den vergangenen Jahren verschlechtert haben, sind sie in Frankreich, Schweden und USA besser geworden. Der Vorstand ist zuversichtlich, durch eine Fokussierung der Unternehmensstrategie einerseits und weitere Internationalisierung unter anderem auf neuen Märkten in Lateinamerika und im mittleren Osten andererseits die Unternehmensentwicklung positiv voranbringen zu können.

3. Unternehmensstruktur

Die Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem 31. Dezember 2016 durch die erstmalige Einbeziehung von Gesellschaften, die Veränderung der Anteilsquoten an Gesellschaften und die Endkonsolidierung von veräußerten Gesellschaften verändert. Nähere Informationen hierzu finden sich im Konzernanhang unter dem Kapitel "Konsolidierungskreis".

4. Organisation und Mitarbeiter

Im Konzern waren im Geschäftsjahr 2017 im Jahresdurchschnitt einschließlich der Vorstände 362 Personen (im Vorjahr: 358) beschäftigt . Die Mitarbeiter der Beteiligungsunternehmen sind in dieser Zahl enthalten. Von diesen Mitarbeitern (einschließlich Vorstände und Auszubildende) waren im Jahresdurchschnitt 152 (im Vorjahr: 148) Mitarbeiter bei der PNE WIND AG beschäftigt .

Zum 31. Dezember 2017 waren im Konzern einschließlich der Vorstände 369 Personen beschäftigt (per 31. Dezember 2016: 356 Personen). Davon waren 214 Mitarbeiter (per 31. Dezember 2016: 206 Personen) bei den Tochtergesellschaften der PNE WIND AG beschäftigt; davon 159 Personen (per 31. Dezember 2016: 158 Personen) bei inländischen und 55 Mitarbeiter (per 31. Dezember 2016: 48 Personen) bei ausländischen Tochtergesellschaften.

Die vorhandene Mitarbeiterzahl wird laufend überprüft, um für die weitere Entwicklung des Konzerns vorbereitet zu sein.

5. Überblick Geschäftstätigkeit

Zusammenfassung

Die international tätige PNE WIND ist einer der erfahrensten Projektierer von Windparks an Land und auf See. Auf dieser erfolgreichen Basis entwickelt sie sich weiter zu einem "Clean Energy Solution Provider", einem Anbieter von Lösungen für saubere Energie. Von der ersten Standorterkundung und der Durchführung der Genehmigungsverfahren über die Finanzierung und die schlüsselfertige Errichtung bis zum Betrieb und dem Repowering umfasst das Leistungsspektrum schon bisher alle Phasen der Projektierung und des Betriebs von Windparks. Aus dieser starken Position heraus entwickelt sich PNE WIND weiter. Neben der Windenergie werden zukünftig Photovoltaik, Speicherung und die Power-to-Gas-Technologie mit einem Schwerpunkt bei Wasserstoff Teil unseres Angebotes sein.

Im Geschäftsjahr 2017 war das operative Geschäft der PNE WIND von der Entwicklung und Realisierung von Windparks an Land, von Projektverkäufen sowie von Erfolgen bei Windenergie auf See geprägt. Insgesamt hat PNE WIND im Geschäftsjahr 2017 in Deutschland, Frankreich, Schweden und den USA Windparks an Land mit 233,6 MW Nennleistung fertiggestellt, mit deren Bau begonnen oder die Projektrechte veräußert. Außerdem wurde ein Windpark auf See mit geplant 584 MW veräußert.

In Deutschland und in Frankreich wurden in 2017 Windparks an Land mit einer Nennleistung von zusammen 89,7 MW errichtet und in Betrieb genommen. Zum 31. Dezember 2017 befanden sich in Deutschland, Frankreich und Schweden Windparks mit zusammen rund 51,9 MW in Bau.

Deutlich positiv hat sich das Geschäft im Ausland entwickelt. Veräußert werden konnten im Berichtszeitraum der Windpark "Vivaldi Springtime" (80 MW) in Montana / USA, das schwedische Windparkprojekt "Laxaskogen" (25,2 MW), das sich in Bau befindet, sowie das französische Windparkprojekt "Riaucourt" (12 MW) und der in 2017 fertiggestellte französische Windpark "Longeves" (9 MW).

Im Bereich Windenergie auf See konnte das Projekt "Atlantis I" im Berichtszeitraum an Vattenfall veräußert werden. Das von PNE WIND entwickelte und bereits veräußerte Offshore-Projekt "Gode Wind 3" erhielt im Zuge der ersten deutschen Offshore-Ausschreibung als eines von vier Projekten einen Zuschlag.

Für das Ende 2016 anteilig (80 Prozent) verkaufte 142 MW-Projektportfolio konnte im dritten Quartal 2017 eine Optimierung der Projektfinanzierungen der Windparks durchgeführt werden. Aufgrund fixierter Regelungen im Verkaufsvertrag konnte PNE WIND durch Refinanzierung eine erhebliche Steigerung des Wertes des Portfolios erzielen und damit einhergehend eine nachträgliche Kaufpreiszahlung vereinnahmen. Ende 2017 wurden auch die bis dahin verbliebenen 20 Prozent der Portfolio-Anteile veräußert.

Die Entwicklung der Segmente im Einzelnen:

Segment Projektierung von Windkraftanlagen

Teilbereich Windkraft an Land

Die Entwicklung und Realisierung von Windpark-Projekten an Land (onshore) wurde in 2017 sowohl in Deutschland als auch in den Auslandsmärkten, in denen PNE WIND über Tochtergesellschaften oder Joint Ventures tätig ist, kontinuierlich fortgeführt.

Überblick über den Stand der Onshore-Projektaktivitäten an Land von PNE WIND per 31. Dezember 2017 in MW:

scroll

Land I-II III IV Total MW
Deutschland 1.403 97 10 1.510
Bulgarien 121 0 0 121
Frankreich 351 102 10 463
Großbritannien 43 0 0 43
Italien 102 14 0 116
Kanada 505 0 0 505
Polen 223 42 0 265
Rumänien 54 102 0 156
Südafrika 200 30 0 230
Schweden 0 158 0 158
Türkei 629 71 0 700
Ungarn 0 42 0 42
USA 232 200 0 432
Total 3.863 858 20 4.741

Phase I - II = Erkundung und Entwicklung

Phase III = Planung

Phase IV = Errichtung bis Übergabe

Deutschland

In Deutschland bearbeitete PNE WIND zum 31. Dezember 2017 Windparkprojekte mit einer Nennleistung von rund 1.510 MW in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung.

Davon befand sich zum 31. Dezember 2017 der Windpark "Looft" mit einer Nennleistung von rund 16,5 MW in Bau und soll im ersten Halbjahr 2018 fertiggestellt werden.

Die Windparks "Kührstedt-Alfstedt" (rd. 43 MW) in Niedersachsen, "Kirchengel" (9,9 MW) in Thüringen sowie zwei Windenergieanlagen im Repoweringprojekt "Altenbruch" (6 MW) wurden in 2017 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Die Windparks "Kührstedt-Alfstedt" sind für das im Aufbau befindliche neue internationale Portfolio vorgesehen.

Im Berichtszeitraum wurden Projektrechte im Volumen von 14,1 MW an Projektpartner veräußert. Projektrechte im Volumen von 8 MW hat PNE WIND von Projektpartnern übernommen.

Zur Erweiterung des Geschäftsmodells im Sinne einer verstärkten Erbringung von Dienstleitungen wird als erstes Projekt der Windpark "Wangerland" in Niedersachsen (34 MW) mit einem umfassenden Dienstleitungspaket betreut. PNE WIND erbringt Baumanagement, Projektentwicklungsleistungen und Projektfinanzierungsleistung.

Um Windparks in Deutschland an Land nach der Genehmigung zeitnah realisieren zu können, steht PNE WIND ständig mit verschiedenen namhaften Herstellern von Windenergieanlagen in Kontakt. Mit den Herstellern Enercon, Senvion (vormals Repower), Nordex und Vestas wurden außerdem zum Teil langfristige Wartungsverträge für bereits errichtete Windenergieanlagen abgeschlossen.

Internationale Aktivitäten:

Auch im Ausland wurde von PNE WIND das Kerngeschäft der Projektentwicklung kontinuierlich weitergeführt. In den USA, in Schweden und in Frankreich konnten im Berichtszeitraum die Rechte an Windparkprojekten erfolgreich vermarktet und teilweise mit dem Bau begonnen werden. Damit gewinnt das Auslandsgeschäft der Windparkprojektierung zunehmend an Bedeutung.

Bulgarien:

Die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in Bulgarien machen es schwer, Windparks dort rentabel zu errichten und zu betreiben. Für die von PNE WIND bearbeiteten Windparks werden die erreichten Projektrechte weiterhin mit möglichst geringen Kosten erhalten, um Möglichkeiten der Vermarktung zu sichern.

Frankreich:

Der Windpark "Sommette-Eaucourt" (21,6 MW) wurde Ende des Jahres für John Laing Investments Ltd. fertiggestellt. Auch der Windpark "Saint-Martin-L'Ars" (10,3 MW) wurde an denselben Investor verkauft und soll durch WKN als Generalunternehmerin (EPC-Contractor) im ersten Halbjahr 2018 fertiggestellt werden.

Der Windpark "Longèves" (9 MW) wurde in 2017 an den französischen Infrastrukturfonds Fund Quaero Capital verkauft und Ende des Jahres in Betrieb genommen. Im Dezember 2017 kaufte Quaero auch die Projektrechte an dem Windpark "Riaucourt" (12 MW).

Darüber hinaus wurde das Engagement in Frankreich wesentlich intensiviert; die Gesamtnennleistung der bearbeiteten Projekte konnte um 15 Prozent auf rund 463 MW gesteigert werden.

Großbritannien:

Die Anteile an der britischen Tochtergesellschaft PNE WIND UK Ltd. und damit die von ihr entwickelte Projekt-Pipeline wurden in 2015 an Brookfield verkauft. Weitere Meilenstein-Zahlungen sind abhängig von Projektfortschritten bis 2021 vereinbart. Brookfield arbeitet an der weiteren Entwicklung der Windpark-Projekte. Die Auswirkungen der britischen Entscheidung zum Austritt aus der Europäischen Union (Brexit) auf den dortigen Windenergiemarkt und die Energiepolitik können derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden.

Seit dem Verkauf der Tochtergesellschaft bearbeitet PNE WIND nur noch einen Windpark in Großbritannien. Der schottische Windpark "Sallachy" war 2015 trotz weitreichender Unterstützung von Gemeinden und Politikern vom Energieminister abgelehnt worden. Weiterhin werden Optionen zur Weiterführung des Projektes geprüft. Eine Option ist die Verringerung der Nennleistung auf 43 MW. Bei dieser Größe liegt die Entscheidung zum Bau ausschließlich beim lokalen Council. Mehrere potentielle Partner haben Angebote gemacht, das Projekt gemeinsam umzusetzen. Damit wird die Wahrscheinlichkeit, doch noch eine Genehmigung zu erhalten, deutlich höher eingeschätzt.

Italien:

In Italien verfügt PNE WIND zum Ende des Berichtszeitraums über Betriebs- und Umweltgenehmigungen für vier Windparks mit zusammen rund 116 MW Nennleistung.

Aufgrund der in Italien bisher nur schleppend durchgeführten Ausschreibungen, ist damit zu rechnen, dass die Beteiligung auch an künftigen Ausschreibungen sehr groß sein wird.

Polen:

In Polen wird die Direktvermarktung des Stroms aus sauberen Energien diskutiert, nachdem die aktuelle Regierung die Ausschreibungen nicht wie angekündigt durchführt. Die zwei WKN-Windparks "Jasna" (132 MW) und "Barwice" (42 MW) sind genehmigt und haben wettbewerbsfähigen Stromgestehungskosten und damit eine mögliche Chance für Direktstromabnahmeverträge.

Rumänien:

In Rumänien wurde die Entwicklung von Windparks durch PNE WIND mit minimierten Kosten fortgesetzt. Änderungen des Vergütungssystems sorgten in 2013 und 2014 für Unsicherheit. Seitdem haben sich die politischen Rahmenbedingungen für die Windenergie kaum verändert. Steigende Strompreise und gute Windverhältnisse führen jedoch zu zunehmend besseren Voraussetzungen für die Realisierung von Windparkprojekten. In Rumänien werden von PNE WIND derzeit Windparkprojekte mit einer Nennleistung von bis zu 156 MW im fortgeschrittenen Stadium der Entwicklung bearbeitet. Für zwei dieser Projekte mit einer Nennleistung von insgesamt 102 MW wurden bereits die Genehmigungen erteilt. Die Vermarktung der Projekte ist jedoch aufgrund der regulatorischen Unsicherheiten schwierig.

Schweden:

Ende September 2017 konnte das schwedische Windenergieprojekt "Laxaskogen" an eine private deutsche Investorengruppe verkauft werden. Der Windpark mit sieben Anlagen und einer Nennleistung von 25,2 MW wird im Süden Schwedens errichtet. Die Inbetriebnahme ist für das erste Quartal 2019 geplant. Die zu PNE WIND gehörende WKN AG zeichnet für den Bau des Windparks verantwortlich, der von der schwedischen WKN-Kooperation VKS Vindkraft Sverige AB entwickelt wurde.

Südafrika:

Das Projekt "Banna Ba Pifhu" (30 MW) wurde in 2015 von der WKN-Gruppe im Rahmen eines bedingten Kaufvertrages (Conditional SPA) an einen Investor veräußert, welcher mit diesem Projekt an der Ausschreibung im November 2015 teilgenommen hat. Die Bekanntgabe der Ergebnisse hat sich verschoben und wird nunmehr in 2018 erwartet.

Türkei:

Ende 2017 führte der staatliche Netzbetreiber TEIAS den zweiten Teil einer Ausschreibung von 3.000 MW Windkapazität durch. PNE WIND nahm über die türkische Tochtergesellschaft mit einem Projekt in der windreichen Canakkale Region in der Westtürkei an dieser Runde teil. Der bisherige Partner in der türkischen Tochtergesellschaft, die STEAG GmbH, signalisierte, an der Ausschreibung nicht teilnehmen zu wollen. Daher hat PNE WIND die von der STEAG GmbH gehaltenen Anteile an der PNE WIND Yenilibir Enerjiler Ltd. und damit an den darin gehaltenen sechs Projekten zurückgekauft. In der Ausschreibung erhielt PNE WIND für das Projekt "Köseler" (71,4 MW) einen Zuschlag.

Der staatliche Netzbetreiber TEIAS bereitet für 2018 die nächste Ausschreibung für Windenergie vor. PNE WIND sieht weiterhin gute Gründe dafür, dass die Türkei saubere Energien und dabei insbesondere die Windenergie fördern und schnell ausbauen wird. Dafür sprechen unter anderem die Stabilität der Stromnetze, die hohe Abhängigkeit von Gaslieferungen aus dem Ausland aber auch der prognostizierte weiter steigende Bedarf an elektrischer Energie. Die Vorbereitung weiterer Ausschreibungen für saubere Energien durch die türkischen Behörden stärkt diese Einschätzung.

Ungarn:

Die ungarische Regierung blockiert seit einiger Zeit den weiteren Ausbau unter anderem der Windenergie. Daher hat unser verbliebenes ungarisches Tochterunternehmen seine Aktivitäten minimiert und wartet darauf, dass sich die Rahmenbedingungen aufgrund von EU-Vorgaben wieder verbessern.

USA / Kanada:

In den USA hat die Windkraft Nord USA Inc., ein Unternehmen der zu PNE WIND gehörenden WKN AG, die Projektrechte "Vivaldi Springtime" an die Pattern Energy Group 2 LP ("Pattern Development") verkauft. Pattern Development ist eines der führenden Unternehmen in der Entwicklung von Erneuerbaren-Energien- und Stromnetz-Projekten und hat bislang über 4.000 Megawatt Windprojekte entwickelt, finanziert und in Betrieb genommen. Die Rechte des 80-Megawatt-Projektes "Vivaldi Springtime" im US-Bundesstaat Montana wurden baureif inklusive des Power-Purchase-Agreements (PPA/ Stromabnahmevertrag) und des Netzanschlusses verkauft. Der Baubeginn ist durch Pattern Development in 2017 erfolgt, die Inbetriebnahme soll in 2018 erfolgen. Die Vertragspartner haben darüber hinaus eine Option für eine Erweiterung des Projektes vereinbart.

Das Windpark-Projekt "Chilocco", für das bereits in 2013 erste Arbeiten angelaufen waren um die aktuellen PTC-Regelungen zu sichern, wurde mit einer geplanten Nennleistung rund 200 MW weiter bearbeitet.

Darüber hinaus werden derzeit mehrere Windpark-Projekte in den USA für die erforderlichen Genehmigungen zum Bau und Betrieb vorbereitet.

In Kanada arbeitet PNE WIND derzeit an sieben Windpark-Projekten, die sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium befinden.

Projektierung von Windkraftanlagen an Land gesamt:

Insgesamt bearbeiteten die Unternehmen der PNE WIND zum 31. Dezember 2017 in Deutschland sowie in den Auslandsmärkten, in denen sie mit Tochtergesellschaften oder über Joint Ventures tätig sind, Windpark-Projekte mit rund 4.741 MW zu errichtender Nennleistung in unterschiedlichen Phasen des mehrjährigen Entwicklungsprozesses.

Teilbereich Windenergie auf See

Zusammenfassung

Die hohe Kompetenz des Offshore-Bereichs der PNE WIND zeigt sich in sichtbaren Erfolgen auf See: Das in der Nordsee gelegene Windparkprojekt "Atlantis I" wurde im Januar 2017 an den schwedischen Energiekonzern Vattenfall veräußert. Das Projekt "Atlantis I" wurde nach Zahlung eines Betrages im unteren zweistelligen Millionenbereich übergeben. Über Meilensteinzahlungen profitiert PNE WIND zusätzlich an einer weiteren Wertsteigerung des Projekts infolge der Weiterentwicklung durch Vattenfall. Wie schon bei den bereits früher veräußerten Offshore-Projekten "Borkum Riffgrund" und "Gode Wind" soll PNE WIND auch bei "Atlantis I" langfristig als Dienstleister an der weiteren Entwicklung beteiligt bleiben.

Bei der ersten deutschen Ausschreibung für Offshore-Windparks erhielt das von PNE WIND entwickelte Projekt "Gode Wind 3" als eines von vier Projekten einen Zuschlag.

Drei von PNE WIND entwickelte und nach der Genehmigung veräußerte Windparks auf See wurden bereits von den Käufern errichtet und in Betrieb genommen: "Borkum Riffgrund 1" sowie "Gode Wind 1" und 2 mit zusammen 894 MW Nennleistung. Für das ebenfalls von PNE WIND entwickelte und veräußerte Projekt "Borkum Riffgrund 2" hat DONG Energy als Käufer in 2016 die Entscheidung zur Finanzierung und zur voraussichtlichen Inbetriebnahme in 2019 getroffen.

Überblick über die Referenzen des Offshore-Bereiches von PNE WIND per 31. Dezember 2017:

Verkaufte Projekte

scroll

Zone Projekte Phase WEA Total MW
1 Borkum Riffgrund 1 8 78 312
1 Borkum Riffgrund 2 6 56 448
1 Gode Wind 1 & 2 8 / 8 55 + 42 582
1 Gode Wind 3 & 4 5 / 4 14 + 42 450
2 Atlantis I 3 73 584
4 HTOD5 (Nautilus II) 2 68 476
Total 428 2.852

Phase 1 = Projektfindungsphase

Phase 2 = Antragskonferenz erfolgt

Phase 3 = Erörterungstermin erfolgt

Phase 4 = Genehmigung bzw. Planfeststellungsbeschluss erteilt

Phase 5 = Zusage des Netzanschlusses erfolgt

Phase 6 = Investitionsentscheidungen erfolgt

Phase 7 = im Bau

Phase 8 = in Betrieb

Davon bereits fertiggestellte Projekte

scroll

Zone Projekte Phase WEA Total MW
1 Borkum Riffgrund 1 In Betrieb 78 312
1 Gode Wind 1 In Betrieb 55 330
1 Gode Wind 2 In Betrieb 42 252
Total 175 894

Durch die 2016 beschlossenen Änderungen des EEG und das neue Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG) haben sich die Risiken für weitere Offshore-Projekte, die von PNE WIND entwickelt werden, zum Jahresende 2016 deutlich erhöht. Seitdem hat es keine weiteren Veränderungen gegeben. Weitere Ausführungen zu den Risiken finden sich im Risiko- und Chancenbericht. PNE WIND, die Zweite Nordsee Offshore Holding GmbH (STRABAG-Konzern) und International Mainstream Renewable Power Limited haben - über ihre betroffenen Projektgesellschaften - Ende Juli 2017 beim Bundesverfassungsgericht eine gemeinsame Verfassungsbeschwerde gegen einige der neuen gesetzlichen Regelungen eingereicht.

Unabhängig vom Windenergie-auf-See-Gesetz sowie von möglichem Schadensersatz und einer Verfassungswidrigkeit des Gesetzes entwickelt PNE WIND seit einiger Zeit Lösungen für eine alternative Verwendung von Offshore-Gebieten in der Nordsee.

Im Bereich Windenergie auf See prüft PNE WIND auch Möglichkeiten zur Erzeugung von anderen Energieträgern wie etwa Wasserstoff auf See. Hierzu werden grundlegende Berechnungen und Untersuchungen durchgeführt, auf deren Basis bei positiver Perspektive mögliche weitergehende Projektaktivitäten stattfinden können.

Windenergie auf See international

PNE WIND prüft die Möglichkeit von Meereswindparks vor den USA-Küsten. Die US-amerikanische Meeresenergiebehörde "United States Bureau of Ocean Energy Management (BOEM)" arbeitet derzeit daran, weitere Flächen für Windparks auf See in den bundesstaatlich kontrollierten Küstengewässern zu verpachten. PNE WIND hat sich bei der BOEM initiativ um fünf Windparkflächen auf See beworben und erwartet in 2018 die Rückmeldung der BOEM, ob diese Flächen durch PNE WIND weiterentwickelt werden können. Dass Windparks vor den Küsten der USA möglich sind, zeigt sich daran, dass der erste US-amerikanische Windpark auf See im Juli 2017 in Betrieb genommen wurde.

Segment Stromerzeugung

Im Segment Stromerzeugung sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus sauberen Energien befasst sind. Dieser Bereich beinhaltet unter anderem die von PNE WIND selbst betriebenen Windparks "Laubuseschbach", "Gerdau-Schwienau", "Pülfringen" und das zum Ende des Geschäftsjahres in Betrieb genommene Projekt "Kührstedt-Alfstedt" mit einer Nennleistung von zusammen rund 69 MW sowie die PNE Biomasse GmbH, die per Geschäftsbesorgungsvertrag das Personal für das Holzheizkraftwerk in Silbitz stellt, welches ebenfalls in diesem Segment erfasst wird. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Onshore-Windpark-Projekte umgesetzt werden sollen.

Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment Stromerzeugung im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Windparks ausgewiesen.

Die PNE WIND AG hatte den an der Betreibergesellschaft des HKW Silbitz beteiligten Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurück zu erwerben. Im Januar 2017 ist die PNE WIND AG dieser vertraglichen Zusage nachgekommen und hat die Anteile an der HKW Silbitz GmbH & Co. KG zu einem Preis von rund 7,5 Mio. Euro übernommen.

Das Segment Stromerzeugung hat im Geschäftsjahr 2017 ein EBIT von 1,1 Mio. Euro (im Vorjahr 8,7 Mio. Euro) erreicht. Bis zum Zeitpunkt des Verkaufs Ende Dezember 2016 war das 142 MW-Wind-park-Portfolio mit seinen Ergebnisbeiträgen im Segment Stromerzeugung noch enthalten und macht somit den entscheidenden Unterschied zum diesjährigen EBIT-Ergebnis des Berichtszeitraums aus.

6. Wirtschaftsbericht

Die im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS und für die PNE WIND AG sowie deren inländischen Tochtergesellschaften nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften ermittelt und dargestellt.

Erläuterung

Die PNE WIND AG hat mit Vertrag vom 9. Dezember 2016 80 Prozent der Anteile an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH an die AREF II Wind Germany I GmbH veräußert. Das Closing ist am 29. Dezember 2016 erfolgt. Im entsprechenden Verkaufsvertrag wurde u. a. ein Earn-Out für die Optimierung der Projektfinanzierungen vereinbart. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Earn-Outs wurde vom Management im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 aufgrund der Unsicherheiten über die Entwicklung der Finanzmärkte in Bezug auf Laufzeiten und Zinsen zunächst auf eine Wahrscheinlichkeit von 0 Prozent geschätzt.

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 resultierte aus dieser Transaktion eine Übergangskonsolidierung von der Vollkonsolidierung zu einer at equity Einbeziehung der PNE WIND Partners Deutschland GmbH. In diesem Zusammenhang wurden die zurückbehaltenen Anteile gem. IFRS 10.25 mit dem fair value, der aus dem Verkaufspreis - ohne Berücksichtigung der Earn OutKomponente - für die veräußerten 80 Prozent der Anteile abgeleitet wurde, bewertet und der entsprechende Ertrag aus der Neubewertung unter den sonstigen Erträgen erfasst.

Im Berichtszeitraum 2017 konnte die Umfinanzierung erfolgreich abgeschlossen werden. Die Optimierung der Finanzierungsstruktur beinhaltete eine Erhöhung der Fremdkapitalquote und Kostenreduzierungen im Portfolio und führte, bei einer gleichbleibenden Rendite für den Käufer der Anteile vor und nach der Optimierung, zu einer nachträglichen Erhöhung des letztjährigen Unternehmenswertes von rd. 330 Mio. Euro auf einen Unternehmenswert von rd. 360 Mio. Euro. Aufgrund der Unternehmenswertsteigerung hat die PNE WIND AG eine nachträgliche Kaufpreiszahlung von rd. 21,4 Mio. Euro im 3. Quartal 2017 vereinnahmen können, welche im Konzern in den Umsatzerlösen enthalten ist.

Der angepasste fair value der zurückbehaltenen Anteile stellt eine Schätzungsänderung gem. IAS 8.34 dar, die gem. IAS 8.36 im laufenden Ergebnis des Berichtszeitraums 2017 zu erfassen ist. Analog zum Vorgehen bei der ursprünglichen Bilanzierung im Geschäftsjahr 2016 ist der Ertrag in Höhe von rd. EUR 5,4 Mio. im sonstigen Ertrag zu erfassen.

a. Umsatz und Ertragslage

Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.

Der PNE WIND AG-Konzern erzielte gemäß IFRS im Geschäftsjahr 2017 eine Gesamtleistung von 186,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 259,2 Mio. Euro). Davon entfallen 114,1 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr: 248,6 Mio. Euro), 63,3 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) sowie 9,5 Mio. Euro auf sonstige betriebliche Erträge (im Vorjahr: 9,1 Mio. Euro). Der Rückgang der Umsatzerlöse gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den in 2016 erfolgten Verkauf der Anteile (80 %) an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH und die damit einhergehende Realisierung aus in den Vorjahren in diesem Zusammenhang eliminierten konzerninternen Umsätze zurückzuführen. Im Geschäftsjahr 2017 wurden die erbrachten Leistungen für die im Eigenbesitz befindlichen Projekte über die Bestandsveränderungen gezeigt, was die Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erklärt.

Erläuterung:

Da die Windparks in Eigenbesitz unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt wurden, erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern gem. IAS 16 als Anlagevermögen. Die Umgliederung aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen erfolgte dabei ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung und führte dementsprechend zu keiner Verringerung der Bestandsveränderung.

Von der Gesamtleistung im Konzern entfielen auf die PNE WIND AG 133,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 116,6 Mio. Euro). Die Gesamtleistung der PNE WIND AG setzt sich aus Umsatzerlösen in Höhe von 93,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 73,6 Mio. Euro), aus Bestandsveränderungen in Höhe von -0,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,4 Mio. Euro) und aus sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 40,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 39,6 Mio. Euro) zusammen. Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich bei der PNE WIND AG im Wesentlichen aus dem Gewinn aus dem Verkauf der Anteile (20 %) und der erhaltenen nachträglichen Kaufpreiszahlung für die in 2016 verkauften Anteile (80 %) an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH (nach IFRS erfolgt der Ausweis im Konzern unter der Position "Umsatzerlöse") und der Veräußerung der Anteile des Offshore-Windpark-Projekts "Atlantis I" zusammen. Zudem werden dort die Auflösung von Rückstellungen und sonstige Erträge wie z.B. Gutschriften, Weiterberechnungen, Auflösung des Investitionszuschusses und Erträge aus dem Sachbezug für Kfz-Nutzung erfasst.

Die Aktivitäten des Konzerns in der Projektentwicklung im In- und Ausland, onshore wie offshore, spiegeln sich auch in den Aufwandspositionen wider. Der Konzern-Gesamtleistung steht ein Materialaufwand von 108,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 97,0 Mio. Euro) gegenüber. Die im Vergleich zum Vorjahr höhere Materialaufwandsquote (Materialaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) im Konzern liegt darin begründet, dass sich im Vorjahr die eliminierten internen Erträge aus der Projektentwicklung und Umsetzung der Vorjahre mit dem Verkauf des Projekt-Portfolios realisiert hatten. Zudem war der zusätzliche Ertrag aus dem Verkauf der Anteile an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH in 2016 enthalten. Dieser Ertrag war entstanden, da der Verkaufswert der Anteile über dem Buchwert der Anteile lag, und spiegelte sich ebenfalls in den Umsätzen wider. Diesen Sachverhalten standen im Vorjahr keine oder nur im Verhältnis unwesentliche Materialaufwendungen gegenüber.

Im Einzelabschluss der PNE WIND AG betrug der Materialaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr 78,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 52,5 Mio. Euro). Der Materialaufwand ist im Wesentlichen aus den Kosten für die Windenergieanlagen und den Baukosten für die Infrastrukturleistungen der umgesetzten bzw. im Bau befindlichen Windparkprojekte entstanden.

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 25,8 Mio. Euro im Konzern und blieb damit ungefähr auf dem Wert der Vorjahresperiode (25,4 Mio. Euro). Die Mitarbeiteranzahl per 31. Dezember 2017 ist im Konzern auf 369 Personen angestiegen (per 31. Dezember 2016: 356 Mitarbeiter). Der Anstieg der Mitarbeiterzahl ist insbesondere auf Anpassungen der Organisation an die neue Strategie zurückzuführen.

Im Einzelabschluss der PNE WIND AG belief sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2017 auf 11,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 10,9 Mio. Euro). Die Mitarbeiteranzahl per 31. Dezember 2017 hat sich in der PNE WIND AG auf 155 Personen erhöht (per 31. Dezember 2016: 150 Mitarbeiter).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern in Höhe von 24,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 26,9 Mio. Euro) gliedern sich im Wesentlichen auf in

Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 5,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 7,9 Mio. Euro), ,
Werbe- und Reisekosten in Höhe von 2,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,4 Mio. Euro),
Versicherungen und Beiträge in Höhe von 1,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,4 Mio. Euro),
Kraftfahrzeugkosten in Höhe von 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 1,5 Mio. Euro),
Reparatur und Instandhaltungsaufwand im Wesentlichen bei den Portfolio-Projekten und dem HKW "Silbitz" in Höhe von 1,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,3 Mio. Euro)
Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen, ebenfalls im Wesentlichen angefallen bei den Portfolio Projekten, in Höhe von 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 3,6 Mio. Euro),
Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von 0,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,5 Mio. Euro),
EDV-Kosten in Höhe von 0,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,4 Mio. Euro),
Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte sowie Forderungsverlusten in Höhe von 2,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,3 Mio. Euro).

Im Einzelabschluss der PNE WIND AG belief sich der sonstige betriebliche Aufwand im Geschäftsjahr 2017 auf 7,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 9,4 Mio. Euro).

Beim Vergleich der Abschreibungen und Zinsen in 2017 gegenüber dem Geschäftsjahr 2016 sind wesentliche Veränderungen darauf zurückzuführen, dass in 2016 bis zum Verkauf des Projekt Portfolios im Eigenbetrieb Windparks mit 142 MW, sowie weitere Windparks mit 26 MW (Laubuseschbach, Gerdau und Pülfringen) und in 2017 Windparks mit nur rund 69 MW im Konzern enthalten waren.

Die Abschreibungen reduzierten sich im Wesentlichen aufgrund der geringeren Anzahl an Windparks im Konzern gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 5,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 12,9 Mio. Euro).

Die Zinsaufwendungen reduzierten sich im Konzern gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 17,3 Mio. Euro auf 10,7 Mio. Euro. Im Wesentlichen sind die Zinsen und ähnliche Aufwendungen aufgrund der geringeren Anzahl an Windparks im Bestand im Konzern und deren Projektfinanzierungen gesunken.

Die Zinsaufwendungen reduzierten sich bei der PNE WIND AG nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr und betrugen 8,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 8,9 Mio. Euro) und sind im Wesentlichen für die Zinsen der Anleihe 2013 / 2018 angefallen.

Auf Konzernebene wurde im Geschäftsjahr 2017 ein Betriebsergebnis (EBIT - entspricht dem in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Betriebsergebnis") von 23,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 97,0 Mio. Euro) und ein Ergebnis vor Steuern (EBT - entspricht dem in der Konzern Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Ergebnis vor Steuern") in Höhe von 14,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 81,6 Mio. Euro) erzielt. Das Konzern-Ergebnis nach Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis belief sich auf 17,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 69,0 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf 0,22 Euro (im Vorjahr: 0,90 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf 0,22 Euro (im Vorjahr: 0,88 Euro).

Die PNE WIND AG wies im Geschäftsjahr 2017 ein Betriebsergebnis (EBIT - entspricht dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Betriebsergebnis") von 35,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 43,2 Mio. Euro) und ein Ergebnis vor Steuern (EBT - entspricht dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Wert in der Zeile "Ergebnis vor Steuern") von 33,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 41,0 Mio. Euro) aus.

Aufgrund des positiven Geschäftsergebnisses erhöhte sich der Bilanzgewinn im Konzern im Berichtszeitraum auf 84,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 76,9 Mio. Euro). Im Geschäftsjahr 2017 wurde eine Dividende (inkl. Sonderdividende) in Höhe von 9,2 Mio. Euro aus dem vorhandenen Bilanzgewinn ausgeschüttet. Zum 31. Dezember 2017 belief sich der Bilanzgewinn der PNE WIND AG auf 130,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 107,5 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss der PNE WIND AG belief sich auf 32,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 40,0 Mio. Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie der Einzelgesellschaft lag bei 0,43 Euro (im Vorjahr: 0,52 Euro) und das verwässerte Ergebnis je Aktie der Einzelgesellschaft bei 0,42 Euro (im Vorjahr: 0,51 Euro).

Bei den im Konzern konsolidierten Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2017 die wesentlichen Umsätze aus Managementvergütung und Serviceleistungen in Höhe von 6,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 7,0 Mio. Euro), aus Umspannwerknutzungsentgelt in Höhe von 3,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,8 Mio. Euro) und aus Stromverkaufserlösen im Bereich Stromerzeugung in Höhe von 8,3 Mio. Euro (im Vorjahr: 26,3 Mio. Euro) erzielt. Der Teil-Konzern WKN AG wurde nach IFRS mit folgenden Werten (vor Konsolidierungseffekten) im Konzern der PNE WIND AG einbezogen:

scroll

WKN Teilkonzern

(in Mio. EUR)
01.01-31.12 2017 01.01-31.12 2016
Umsatzerlöse 59,7 59,3
Gesamtleistung 61,0 66,9
Personalaufwand 9,3 10,1
Sonstiger betrieblicher Aufwand 11,0 9,4
EBIT 9,3 -3,5
Mitarbeiterzahl per 31.12. des Jahres 141 MA 135 MA

b. Finanzlage / Liquidität

Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.

Das Finanzmanagement der PNE WIND AG und des PNE WIND Konzerns ist darauf ausgerichtet, ausreichend Liquidität

für die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit bereitzustellen,
um die Voraussetzungen zur Umsetzung der Strategieerweiterung zu schaffen sowie
um den Risiken aus dem Projektgeschäft zu begegnen.

Die Finanzierung erfolgt dabei auf Ebene der jeweiligen Projektgesellschaften in Form von Darlehen sowie auf Ebene der PNE WIND AG u.a. durch die Emission von Anleihen. Derivative Finanzinstrumente wie Zins-Swaps werden in der Regel nur auf Ebene der Projektgesellschaften eingesetzt, um Zinsrisiken variabel verzinslicher Darlehen abzusichern. Zum 31. Dezember 2017 bestanden keine derivativen Finanzinstrumente.

Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die Kapitalflussrechnung Aufschluss. Zum 31. Dezember 2017 stand den Konzernunternehmen eine Liquidität inklusive Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 225,6 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 1,1 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist (im Vorjahr: 177,1 Mio. Euro, davon 0,1 Mio. Euro verpfändet).

Die zur Verfügung stehende Liquidität gliedert sich auf in

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 194,0 Mio. Euro,
zur Verfügung stehende Projekteigenkapitalzwischenfinanzierungen in Höhe von 25,0 Mio. Euro und
zur Verfügung stehende Projektfremdkapitalzwischenfinanzierungen in Höhe von 6,6 Mio. Euro.

Die PNE WIND AG und die WKN AG verfügten zum 31. Dezember 2017 über keine Betriebsmittellinien (per 31. Dezember 2016: 10 Mio. Euro) und keine Linie für Gewährleistungs- und Vertragserfüllungsavale (per 31. Dezember 2016: 10 Mio. Euro). Die im Vorjahr bestandenen Linien sind vertragsgemäß Ende 2017 ausgelaufen.

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 22,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 64,4 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt

von dem Konzernergebnis des Berichtjahres,
von der Weiterentwicklung der Projektpipeline und der Realisierung von Windpark-Projekten, welche sich in den Veränderungen bei den Vorräten, Forderungen und Verbindlichkeiten abzeichnen und im Wesentlichen durch Projektzwischenfinanzierungen finanziert wurden (siehe auch Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit),
von dem Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus der Endkonsolidierung, z. B. der PNE WIND Atlantis I GmbH (im Vorjahr betraf dies die PNE WIND Partners Deutschland GmbH), welcher aufgrund von Bilanzierungsregeln nicht im Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit, sondern im Cash Flow aus der Investitionstätigkeit ausgewiesen wird.

Beim Cash Flow aus der Investitionstätigkeit wurden im Berichtszeitraum Ein- bzw. Auszahlungen für Investitionen in das Konzernanlagevermögen und die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von in Summe -69,6 Mio. Euro (im Vorjahr in Summe -105,6 Mio. Euro) erhalten bzw. getätigt. Ein- und Auszahlungen aus Verkäufen und Käufen von konsolidierten Einheiten wurden in Höhe von in Summe 10,6 Mio. Euro (im Vorjahr: in Summe 102,9 Mio. Euro) erhalten bzw. getätigt. Im Geschäftsjahr 2017 betraf dies im Wesentlichen den Kauf der Anteile der HKW Silbitz GmbH & Co. KG sowie den Verkauf der Anteile an der PNE WIND Atlantis I GmbH (im Vorjahr betraf es im Wesentlichen den Verkauf der Anteile an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH). Die Investitionen in Sachanlagen bezogen sich im Wesentlichen auf Investitionen für die Umsetzung der Windparks für das im Aufbau befindliche Windparkportfolio und in Umspannwerke für diese Windparkprojekte. Die Ein- und Auszahlungen aus Verkäufen und Käufen von Finanzanlagen wurden in Höhe von in Summe 32,7 Mio. Euro (im Vorjahr: in Summe 0,4 Mio. Euro) erhalten bzw. getätigt. Hier ist im Wesentlichen die Einnahme aus dem Verkauf der bis dahin im Konzern gehaltenen Anteile (20 Prozent) an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH enthalten.

Im Berichtszeitraum war der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 49,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 20,1 Mio. Euro) im Wesentlichen geprägt durch

die Tilgung von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -2,1 Mio. Euro,
die Dividendenzahlung in Höhe von -9,2 Mio. Euro,
die Inanspruchnahme von Bankkrediten in Höhe von 61,2 Mio. Euro, die im Wesentlichen zur Projektfinanzierung der Windparkprojekte für das im Aufbau befindliche Windparkportfolio verwendet wurden.

Wandlungen von Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2014 / 2019 hat es im Berichtszeitraum nicht gegeben. Zum Stichtag 31. Dezember 2017 betrug das Grundkapital der PNE WIND AG somit unverändert 76.556.026,00 Euro.

Zum Stichtag 31. Dezember 2017 verfügte der Konzern über einen Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt 194,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 147,7 Mio. Euro).

Der PNE WIND AG stand zum 31. Dezember 2017 eine Liquidität in Höhe von 156,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 128,1 Mio. Euro, davon 0,1 Mio. Euro verpfändet) zur Verfügung, die in Höhe von 0,5 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist.

Die Finanzlage der PNE WIND AG war im Geschäftsjahr 2017 insbesondere durch den positiven Cash Flow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 33,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 73,6 Mio. Euro) im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem Verkauf der restlichen Anteile an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH (20 Prozent), sowie durch den positiven Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 12,6 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,3 Mio. Euro) geprägt. Diese Mittelzuflüsse wurden insbesondere zur Finanzierung des negativen Cash Flows aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -17,8 Mio. Euro (im Vorjahr: -11,3 Mio. Euro) verwendet.

c. Vermögenslage

Die Zahlen im Text und in den Tabellen wurden kaufmännisch gerundet, geringfügige Rundungsdifferenzen sind jedoch möglich.

a. Konzern

scroll

in Mio. EUR 31.12.2017 31.12.2016
Aktiva
Summe der langfristigen Vermögenswerte 184,9 142,2
Immaterielle Vermögenswerte 66,8 67,4
Sachanlagen 103,9 39,2
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 2,5 28,5
Latente Steuern 11,7 7,1
Summe der kurzfristigen Vermögenswerte 308,4 289,8
Vorräte 86,4 112,9
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 26,8 28,4
Steuerforderungen 1,2 0,8
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 194,0 147,7
Bilanzsumme 493,3 432,0

Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme der PNE WIND AG insgesamt 493,3 Mio. Euro. Damit ist der Wert um 14,2 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2016 gestiegen.

Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von 142,2 Mio. Euro zum Jahresende 2016 auf aktuell 184,9 Mio. Euro zu. Zum 31. Dezember 2017 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 66,8 Mio. Euro und reduzierten sich damit um rd. 0,6 Mio. Euro gegenüber dem Stand vom 31. Dezember 2016. Die mit Abstand größten Einzelposten dieser Position sind dabei die Firmenwerte in Höhe von 63,4 Mio. Euro (davon Projektierung von Windenergieanlagen PNE 23,0 Mio. Euro und Projektierung von Windenergieanlagen WKN 40,2 Mio. Euro). Im selben Zeitraum erhöhten sich die Sachanlagen, im Wesentlichen aufgrund Fertigstellung der für das Windparkportfolio vorgesehenen drei Windparks Kührstedt, um 64,7 Mio. Euro auf 103,9 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 39,2 Mio. Euro). Hierunter fallen im Wesentlichen Grundstücke und Bauten (11,6 Mio. Euro ohne Grundstücke und Bauten von "Silbitz"), im Besitz oder im Bau befindliche Umspannwerke (13,0 Mio. Euro), die technischen Anlagen und Maschinen des Holzheizkraftwerks Silbitz (3,5 Mio. Euro inklusive Grundstücke und Bauten in Höhe von 2,8 Mio. Euro), der Windparks Gerdau und Pülfringen (6,0 Mio. Euro) sowie der drei Windparks Kührstedt (66,4 Mio. Euro). Die Veränderung der Sachanlagen ist im Wesentlichen auf das Projekt-Portfolio und die damit einhergehenden zugegangenen Sachanlagen der Windparks zurückzuführen.

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum ein Anstieg von 289,8 Mio. Euro (31. Dezember 2016) auf 308,4 Mio. Euro per 31. Dezember 2017 zu verzeichnen. Im Wesentlichen ist diese Veränderung auf die Reduzierung des Vorratsvermögens (-26,5 Mio. Euro) und dem Anstieg der Zahlungsmittel (+46,3 Mio. Euro) zurückzuführen. Von den kurzfristigen Vermögenswerten entfallen 5,1 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2016: 13,2 Mio. Euro).

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen reduzierten sich von 105,0 Mio. Euro (31. Dezember 2016) auf 83,4 Mio. Euro.

Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf

Offshore-Projekte (23,9 Mio. Euro),
Onshore-Projekte Inland (20,3 Mio. Euro),
Onshore-Projekte Ausland (39,2 Mio. Euro).

Die in den Vorratsbeständen befindlichen geleisteten Anzahlungen für im Bau befindliche Onshore-Projekte haben sich von 7,9 Mio. Euro um 5,0 Mio. Euro auf 2,9 Mio. Euro verringert.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 194,0 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017 (per 31. Dezember 2016: 147,7 Mio. Euro).

scroll

in Mio. EUR 31.12.2017 31.12.2016
Passiva
Eigenkapital 235,2 229,4
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 0,9 0,9
Rückstellungen 5,9 11,9
Langfristige Verbindlichkeiten 77,0 119,9
Kurzfristige Verbindlichkeiten 156,4 53,6
Abgegrenzte Umsatzerlöse 17,9 16,3
Bilanzsumme 493,3 432,0

Auf der Passivseite erhöhte sich das Konzerneigenkapital von 229,4 Mio. Euro (31. Dezember 2016) auf 235,2 Mio. Euro zum 31. Dezember 2017. Bedingt war diese Entwicklung im Wesentlichen durch das Ergebnis des Konzerns und den gegenläufigen Effekt durch die Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2017. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2017 ca. 48 Prozent (per 31. Dezember 2016: ca. 53 Prozent) und die Fremdkapitalquote ca. 52 Prozent (per 31. Dezember 2016: ca. 47 Prozent).

Die langfristigen Verbindlichkeiten reduzierten sich von 119,9 Mio. Euro Ende 2016 auf 77,0 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 72,8 Mio. Euro (per 31. Dezember 2016: 116,5 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2016 befand sich noch die Verbindlichkeit aus der im Mai und September 2013 begebenen Unternehmensanleihe in Höhe von 100,0 Mio. Euro (Buchwert 31.12.2016: 98,3 Mio. Euro) unter den langfristigen Verbindlichkeiten. Aufgrund der Fälligkeit Ende Mai 2018 wird diese jetzt unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten (Buchwert 31.12.2017: 99,5 Mio. Euro) ausgewiesen. In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ist die im Geschäftsjahr 2014 ausgegebene Wandelanleihe 2014 / 2019 mit 6,4 Mio. Euro enthalten. Darüber hinaus sind langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 66,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2016: 11,3 Mio. Euro) enthalten.

Im Wesentlichen sind in den Kreditverbindlichkeiten (lang- und kurzfristig) enthalten:

die Projektfinanzierung des Holzheizkraftwerks (HKW) Silbitz (valutiert per 31.12.17: 0,7 Mio. Euro, davon langfristig 0,0 Mio. Euro),
die Finanzierung des Gebäudes der PNE WIND AG am Unternehmenssitz in Cuxhaven (valutiert per 31.12.17: 2,5 Mio. Euro, davon langfristig 2,3 Mio. Euro),
die Projektfinanzierungen der Windparks Gerdau-Schwienau und Pülfringen (valutiert per 31.12.17: 7,0 Mio. Euro, davon langfristig 5,8 Mio. Euro) und
die Projektfinanzierungen der Windparks Kührstedt-Alfstedt, Kührstedt-Alfstedt A und Kührstedt-Alfstedt B (valutiert per 31.12.17: 61,2 Mio. Euro, davon langfristig 57,1 Mio. Euro).

Am 31. Dezember 2017 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG unverändert 76.556.026 Stück.

Im Geschäftsjahr 2017 veränderten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 53,6 Mio. Euro (31. Dezember 2016) auf 156,4 Mio. Euro, im Wesentlichen durch den jetzigen Ausweis der 100 Mio. Euro Unternehmensanleihe unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die in dieser Position enthaltenen kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich aufgrund der Aufnahme von Fremdkapitalzwischenfinanzierungen für im Bau befindliche Onshore-Windparks von 2,2 Mio. Euro (31. Dezember 2016) auf 6,4 Mio. Euro. Im Berichtszeitraum veränderten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 15,7 Mio. Euro (31. Dezember 2016) auf 25,3 Mio. Euro.

Die PNE WIND AG hatte den an der Betreibergesellschaft des HKW Silbitz beteiligten Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurück zu erwerben. Im Januar 2017 ist die PNE WIND AG dieser vertraglichen Zusage nachgekommen und hat die Anteile an der HKW Silbitz GmbH & Co. KG zu einem Preis von rund 7,5 Mio. Euro übernommen. Diese Finanzverbindlichkeit war Ende 2016 unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoliquidität (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente abzüglich der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten) am 31. Dezember 2017 somit 14,1 Mio. Euro (31. Dezember 2016: 20,1 Mio. Euro).

b. PNE WIND AG

scroll

in Mio. EUR 31.12.2017 31.12.2016
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,1 0,0
Sachanlagen 11,5 11,8
Finanzlagen 91,2 102,8
Vorräte 10,2 13,1
Forderungen und sonstige Aktiva 140,0 122,8
Flüssige Mittel 156,8 128,1
Bilanzsumme 409,8 378,6

Das Anlagevermögen setzt sich zusammen aus den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,0 Mio. Euro), den Sachanlagen in Höhe von 11,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,8 Mio. Euro) und den Finanzanlagen in Höhe von 91,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 102,8 Mio. Euro). Die Veränderungen bei den Finanzanlagen beruhen im Wesentlichen auf den Verkauf des 20-prozentigen Anteils an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH im Dezember 2017, die Investition in die Anteile an der HKW Silbitz GmbH & Co. KG sowie auf die vorgenommenen Abschreibungen.

Das Umlaufvermögen setzt sich zusammen aus den Vorräten in Höhe von 10,2 Mio. Euro (im Vorjahr: 13,1 Mio. Euro), davon unfertige Leistungen in Höhe von 10,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 10,5 Mio. Euro) und geleistete Anzahlungen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,6 Mio. Euro) sowie den Forderungen und sonstigen Aktiva in Höhe von 140,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 122,8 Mio. Euro). Von den Forderungen und sonstigen Aktiva entfallen wiederum 1,2 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (im Vorjahr: 10,5 Mio. Euro), 137,3 Mio. Euro auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (im Vorjahr: 109,7 Mio. Euro) und 1,4 Mio. Euro (im Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) auf sonstige Vermögensgegenstände.

Die Barmittel beliefen sich zum 31. Dezember 2017 auf 156,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 128,1 Mio. Euro).

scroll

in Mio. EUR 31.12.2017 31.12.2016
Passiva
Eigenkapital 265,9 242,5
Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,9 0,9
Rückstellungen 12,8 9,3
Verbindlichkeiten 130,1 125,8
Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 0,1
Bilanzsumme 409,8 378,6

Das Eigenkapital der PNE WIND AG belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2017 auf 265,9 Mio. Euro (im Vorjahr: 242,5 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote der PNE WIND AG betrug zum 31. Dezember 2017 ca. 65 Prozent (per 31. Dezember 2016 ca. 64 Prozent) und die Fremdkapitalquote ca. 35 Prozent (per 31. Dezember 2016 ca. 36 Prozent).

Am 31. Dezember 2017 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG unverändert 76.556.026 Stück.

Die wesentlichen Positionen auf der Passivseite betreffen die Verbindlichkeiten in Höhe von 130,1 Mio. Euro (im Vorjahr: 125,8 Mio. Euro). Diese gliedern sich im Wesentlichen in die in 2013 ausgegebene Unternehmensanleihe in Höhe von 100,0 Mio. Euro, die in 2014 begebene Wandelanleihe 2014 / 2019 in Höhe von 6,6 Mio. Euro, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 2,5 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,6 Mio. Euro), erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 0,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 4,6 Mio. Euro), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 7,7 Mio. Euro (im Vorjahr: 6,2 Mio. Euro).

Die wesentlichen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen in Verbindung mit Windparkprojekten in Höhe von 8,4 Mio. Euro (per 31. Dezember 2016: 5,5 Mio. Euro), sowie Rückstellungen für variable Vergütungen der Vorstände und leitenden Mitarbeiter in Höhe von 1,9 Mio. Euro (per 31. Dezember 2016: 1,6 Mio. Euro).

7. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Angaben zu Beziehungen mit "nahestehenden Personen" finden sich im Konzernanhang unter "X. Sonstige Angaben" Punkt 4.

8. Vertrieb und Marketing

Der Vertrieb der Windpark-Projekte, die an Land errichtet werden, stützt sich erfolgreich auf den Direktverkauf an Einzel- und Großinvestoren. Mit diesem Direktvertrieb hat PNE WIND seit Jahren positive Erfahrungen und wird diesen bewährten Vertriebsweg daher auch weiterhin verfolgen. Dabei ist auch der Verkauf größerer Projektportfolien möglich, wenn es dafür auf Investorenseite Interesse gibt.

Ein solcher Verkauf eines 142 MW großen Projektportfolios konnte im Geschäftsjahr 2016 mit einem Verkauf von 80 Prozent der Anteile erfolgreich durchgeführt und im Geschäftsjahr 2017 mit dem Verkauf der zunächst verbliebenen 20 Prozent Anteile abgeschlossen werden. Außerdem konnten im Geschäftsjahr 2017 Windparkprojekte in Frankreich, Schweden und den USA erfolgreich vermarktet werden.

Die Bündelung von Projekten und deren Entwicklung bis zu einer möglichst hohen Werthaltigkeit hat sich auch zuvor bereits bewährt. So konnten 2012 mehrere Offshore-Projekte in einem Paket und 2015 das britische Tochterunternehmen mit der dort entwickelten Projekt-Pipeline erfolgreich vermarktet werden.

Dieser erfolgreiche Weg soll auch künftig beschritten werden.

9. Entwicklung und Innovationen

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten außerhalb des operativen Geschäftszwecks Projektentwicklung fanden im Konzern der PNE WIND AG im Berichtszeitraum nicht statt.

10. Immaterielle Unternehmenswerte / Nachhaltige Entwicklung

Der Erfolg bei der Entwicklung von Windpark-Projekten an Land und auf See basiert wesentlich auf dem Wissen und den Erfahrungen langjähriger qualifizierter Mitarbeiter sowie einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen an einem Projekt Beteiligten. Dabei sind unsere Mitarbeiter besonders gefordert: Ihre Kreativität und individuelles Vorgehen sind häufig die Schlüssel zur Lösung der oft komplexen Fragestellungen während der Entwicklung eines Windparks. Der Wert eines Windpark-Projektes, von dem dann wieder der unternehmerische Erfolg der PNE WIND AG und des Konzerns abhängt, wird im Wesentlichen in der Planungsphase bis zum Erreichen der Genehmigung geschaffen. Hierzu können wir auf die Fähigkeiten und Erfahrungen unserer in der Regel langjährig im Unternehmen tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen. Sie verfügen nicht nur über eine hervorragende Expertise in der Branche, sondern sind darüber hinaus auch sehr gut vernetzt. So wird sichergestellt, dass in allen Phasen der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung aber auch beim Betrieb von Windpark-Projekten auf hohe Fachkompetenz vertraut werden kann.

Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, dass die Potenziale unserer Mitarbeiter durch eine effektive interne Organisation und ein hohes Maß an Eigenverantwortung optimal genutzt werden können. Regelmäßige Bewertungen der Mitarbeiter und ihrer Aufgaben ermöglichen es uns, leistungsorientiert und auf die jeweiligen Aufgaben speziell zugeschnittene Anforderungsprofile immer wieder anzupassen. Auf diese Weise können hohe Standards in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen erreicht und gehalten werden. Durch die Sicherstellung der Qualifizierung und Weiterbildung unserer Mitarbeiter sowie die laufende Optimierung der Verfahrensprozesse soll unsere Expertise im Markt weiter gestärkt werden.

Aus der Praxis heraus haben wir langjährige Erfahrungen in der Projektentwicklung in Prozesse übergeführt, die es uns ermöglichen, zielgerichtet und intensiv von der Standortakquisition über die schlüsselfertige Errichtung und den Betrieb von Windparks bis hin zum Ersatz alter Windenergieanlagen durch moderne, das sogenannte "Repowering", alle Phasen der Windpark-Projektierung erfolgreich zu planen, durchzuführen und abzuschließen.

Bei der internationalen Expansion und der strategischen Erweiterung des Geschäftsmodells um andere saubere Energien, Speichertechnologien und Power-to-Gas-Lösungen wissen wir um die große Bedeutung erfahrener Partner. Daher gilt der Grundsatz, dass wir möglichst nur dann in neue Märkte eintreten, wenn wir dies gemeinsam mit dort gut vernetzten Partnern machen können. Auch hier gilt der Grundsatz der fachlich-qualifizierten und von Vertrauen getragenen Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und an einem Projekt Beteiligten.

Wichtig ist außerdem die Pflege des in vielen Jahren aufgebauten Netzwerkes von Partnern und Unterstützern unseres Geschäftes. Da die Windpark-Projektierung im Wesentlichen auf politischen Rahmenbedingungen basiert, arbeiten wir eng und intensiv mit Branchenverbänden zusammen und pflegen den ständigen Dialog. Den direkten Dialog suchen und pflegen die Projektverantwortlichen von PNE WIND auch mit allen an einem Vorhaben Beteiligten, von den Grundeigentümern und Anliegern über die Kommunalpolitik bis hin zu den beteiligten Behörden.

Mit der kontinuierlichen Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen sichern wir Ausbildungsplätze und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. In der Regel bleiben die jungen Mitarbeiter auch nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung im Unternehmen.

Mit den von uns projektierten und betriebenen Windparks und den künftigen Projekten für saubere Energie leisten wir national wie international einen erheblichen Beitrag zur Verminderung von klimaschädlichen Abgasen und damit zum Schutz von Mensch, Umwelt und Natur. Die Stromerzeugung aus sauberen Energien wie der Windenergie leistet jedoch nicht nur positive Umweltbeiträge, sondern trägt auch dazu bei, die begrenzten Vorräte fossiler Energieträger zu schonen. Volkswirtschaftlich wirkt sich positiv aus, dass die Stromerzeugung dezentral erfolgt und damit teure Importe von Energieträgern vermindert und vermieden werden. Die Wertschöpfung findet dort statt, wo Strom aus sauberen Energien erzeugt wird. Somit sichern die von uns projektierten und in Betrieb genommenen Projekte eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch richtige Stromerzeugung.

11. Risiko- und Chancenbericht

Allgemeine Faktoren

Der Konzern und mit ihm die konsolidierten Einzelgesellschaften sind durch die Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die nicht vom unternehmerischen Handeln zu trennen sind. Durch das interne Risikomanagementsystem minimiert die Gesellschaft die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken und geht sie nur dann ein, wenn ein entsprechender Mehrwert für das Unternehmen bei beherrschbarem Risiko geschaffen werden kann. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. Aufbauend auf der Analyse der vorhandenen Kernprozesse erfolgt eine Bewertung der erfassten Risiken. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig. Sofern im Folgenden nicht anders angegeben, hat sich die Einschätzung der jeweiligen Risiken gegenüber dem 31. Dezember 2016 nicht wesentlich geändert. Mit Umsetzung der strategischen Erweiterung des Geschäftsmodells auch auf weitere sauberen Energien und Speichertechnologien können sich weitere Risiken ergeben.

Risiken aus operativer Tätigkeit

Ein wesentliches Risiko ist das Genehmigungsrisiko von Projekten. Bei zeitlichen Verzögerungen der Genehmigungen, bei negativen Ergebnissen von Ausschreibungen oder wenn sich durch marktbasierte Fördermechanismen das Angebot-Nachfrageverhältnis wesentlich verschiebt, können sich Verschiebungen in den Liquiditätsflüssen, höhere Anzahlungserfordernisse und Ausfälle von geplanten Mittelrückflüssen ergeben. Außerdem können Projekte in diesen Fällen unwirtschaftlich werden, was zu Ausbuchungen von bereits aktivierten unfertigen Erzeugnissen führen kann. Neben dem Vorratsvermögen kann dieses Risiko auch die Werthaltigkeit der Forderungen betreffen. Risiken bestehen für Bilanzwerte für On- sowie Offshore Projekte im In- und Ausland, sollten Projekte unwirtschaftlich werden bzw. eine Realisierung nicht möglich sein. Die operativen Chancen in der Projektierung von Windparks an Land und auf See können jedoch nur realisiert werden, wenn solche unternehmerischen Risiken in Kauf genommen werden.

Zeitliche Verzögerungen können sich in der Projektumsetzung unter anderem wegen des ungewissen Zeitpunkts der Erteilung von Genehmigungen und Netzanschlusszusagen, möglicher Widersprüche / Klagen gegen bereits erteilte Genehmigungen, der rechtzeitigen Verfügbarkeit von Windenergieanlagen oder der rechtzeitigen Verfügbarkeit sonstiger für die Errichtung eines Windparks erforderlicher Voraussetzungen und Komponenten ergeben. Durch ein umfangreiches Projektcontrolling versucht die Gesellschaft, diesen komplexen Anforderungen zeitgerecht Rechnung zu tragen.

Die Zahl der für die Errichtung von saubere Energien Kraftwerken geeigneten Standorte in Deutschland ist begrenzt. Dies kann in Zukunft zu einem verstärkten Wettbewerb um diese Standorte und damit erhöhten Akquisitionskosten sowie zu höheren Betriebskosten, wie z. B. Nutzungsentschädigungen, führen, die den erzielbaren Deckungsbeitrag entsprechend mindern würden.

Im Zuge der Projektrealisierung bleibt die Gesellschaft darauf angewiesen, den aus zukünftig entstehenden oder zukünftig fällig werdenden Verbindlichkeiten resultierenden Kapitalbedarf zu decken. Außerdem könnte weiterer Kapitalbedarf entstehen, wenn und soweit die PNE WIND AG aus von ihr unmittelbar oder mittelbar gegebenen Bürgschaften oder vergleichbaren Zusagen in Anspruch genommen werden sollte oder sich sonstige in diesem Abschnitt beschriebene Risiken realisieren sollten.

Ein Risiko für die künftige Entwicklung liegt - wie bei allen Unternehmen, die Projekte mit sauberen Energien entwickeln - im Bereich der Finanzierung und des Vertriebs von Projekten. Um dem zu begegnen, hat PNE WIND bereits seit mehreren Jahren auf den Vertriebsweg "Einzel- und Großinvestoren" sowie außerdem auf den Aufbau und Vertrieb von Portfolien mit Windparks, die bereits in Betrieb genommen wurden, gesetzt. Negative Auswirkungen steigender Zinssätze auf die Projektvermarktung können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da steigende Zinsen eine Erhöhung der Projektkosten zur Folge haben. Zudem können steigende Kapitalmarktzinsen gleichzeitig zu sinkenden Verkaufspreisen führen, da die Anforderungen der Einzel- und Großinvestoren an eine Projektverzinsung in diesem Fall steigen dürften. Weiterhin könnten sich bei einer Finanzkrise und einer daraus resultierenden Zurückhaltung der Banken Projektfinanzierungen für die Projektrealisierung als Risiko darstellen.

Der PNE WIND-Gruppe zur Verfügung gestellte Finanzierungsmittel unterliegen teilweise einer variablen Verzinsung, die überwiegend an den 3-Monats-EURIBOR, bzw. den EONIA gekoppelt sind. Die Gesellschaften haben sich nur teilweise gegen steigende kurzfristige Zinsen abgesichert.

Liquiditätsrisiken, das operative Geschäft unterjährig finanzieren zu können, bestehen insbesondere, wenn sich Closings bei Projektverkäufen im Rahmen des Direktverkaufs an externe Investoren verzögern sollten. Diese Liquiditätsrisiken werden zwar als gering eingestuft, hätten beim Eintreten jedoch Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG und des Konzerns.

Risiken der Finanzierung bestehen auf Seiten der Partnerunternehmen (Oersted vormals DONG Energy, Vattenfall) auch für die Offshore-Windpark-Projekte. Je nach Projektfortschritt stehen der PNE WIND AG noch Zahlungen für die Projekte "Atlantis I" sowie "Gode Wind" 3 und 4 zu. Die Käufer der Projekte haben bisher noch keine Entscheidungen, die Projekte bauen zu wollen, getroffen. Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die Projekte realisiert werden und dass die noch zustehenden Zahlungen der PNE WIND AG zufließen.

Risiken für die Weiterentwicklung und Realisierung von Projekten durch Partnerunternehmen bestehen auch aus dem 2015 erfolgten Verkauf der Projektpipeline in Großbritannien. Aus diesem Verkauf können noch Meilensteinzahlungen erhalten werden. Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass diese Meilensteinzahlungen wie erwartet vollständig erfolgen, da diese unter anderem von den Marktbedingungen und der Aktivität des Käufers abhängig sind.

Ein Lieferantenrisiko im Bereich Windenergieanlagen ergibt sich aus der weltweiten Nachfrage im Verhältnis zu den vorhandenen Kapazitäten. Lieferengpässe bei steigender internationaler Nachfrage können nicht ausgeschlossen werden. Solche Lieferengpässe könnten zu verzögerter Realisierung von Windpark-Projekten führen. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf den möglichst frühzeitigen Abschluss von Lieferverträgen mit namhaften Herstellern von Windenergieanlagen sowie Zulieferern (z. B. Fundamente) und die Vereinbarung der fristgerechten Lieferung.

Aus den Projekten im internationalen Bereich können sich mittel- und langfristig Währungsrisiken ergeben. Im operativen Bereich resultieren Fremdwährungsrisiken vorrangig daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden können. Im Investitionsbereich können sich Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ergeben. Es ist geplant, soweit möglich und wirtschaftlich, die Absicherung wesentlicher konzernexterner Fremdwährungsgeschäfte durch Wäh-rungssicherungsgeschäfte rechtzeitig vor dem Zeitpunkt der jeweiligen Transaktionen vorzunehmen.

In der PNE WIND-Gruppe gibt es Joint Venture-Gesellschaften, die Auslandsaktivitäten bereits eingegangen sind oder künftig gegebenenfalls eingehen werden, und daher Risiken darstellen können. Es besteht das Risiko, dass die Zusammenarbeit mit Partnern bereits bestehender Joint Ventures scheitert, etwa im Falle des Ausstiegs eines Joint Venture Partners mit der Folge, dass die Beziehungen und Kenntnisse des Joint Venture Partners über den betreffenden Auslandsmarkt nicht mehr genutzt werden können oder es zum Stillstand oder Scheitern bereits begonnener ausländischer Windparkprojekte kommt. Auch könnte es - insbesondere dann, wenn sich die von dem Joint Venture Unternehmen bearbeiteten Projekte nicht wie zunächst geplant realisieren lassen - zu Rechtsstreitigkeiten mit dem Joint Venture Partner kommen. Dies könnte zur Folge haben, dass in der Bilanz der PNE WIND-Gruppe Abschreibungen auf den Beteiligungsansatz bzw. auf das Vorratsvermögen der betreffenden Joint Venture-Gesellschaft erfolgen müssen. All dies kann die Tätigkeit der Gesellschaft in dem betreffenden Auslandsmarkt deutlich erschweren und im ungünstigsten Fall sogar zu einem vollständigen Scheitern der Aktivität in diesem Land führen. Dies hätte Auswirkungen auf die zukünftigen Ergebnisse der PNE WIND-Gruppe.

Die Bewertung von Projekten zur Nutzung sauberer Energien ist u. a. von der Einschätzung der künftigen Entwicklung der Strompreise in den Zielmärkten abhängig. Veränderungen in der Strompreisentwicklung können zu Veränderungen der Marktsituation führen.

PNE WIND plant und entwickelt im Ausland sowohl in etablierten Märkten als künftig auch in Schwellenländern Projekte, welche in der Planung des Konzerns mit den entsprechenden Erträgen aus der jeweiligen Windparkkonfiguration enthalten sind. Sollten Investoren im Ausland grundsätzliche Änderungen, z. B. eine Veränderung der Zahl oder des Typs der Windenergieanlagen, als Bedingung für den Kauf des Projekts fordern und der PNE WIND-Gruppe keine weiteren geeigneten Investoren zur Verfügung stehen, so könnte dies beim Projekt und damit bei den wirtschaftlichen Kennzahlen der PNE WIND-Gruppe zu Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen führen, die für die PNE WIND-Gruppe nicht geplante negative Ergebnisse nach sich ziehen könnten.

PNE WIND veröffentlicht Prognosen für ihre Unternehmensziele. Diese Prognosen sind auf Basis der Planung des Konzerns getroffen worden. Sollten sich Planungsannahmen im Zeitverlauf ändern, könnte dies dazu führen, dass die veröffentlichte Prognose nicht erreicht wird. Die Verfehlung einer veröffentlichten Prognose könnte für die Gesellschaft bzw. den Aktienkurs nachteilige Auswirkungen haben.

Aus dem Risiko von langfristigen Darlehensverpflichtungen und daraus bestehenden Zinszahlungen werden zur Absicherung in Einzelfällen Zinssicherungsgeschäfte (SWAPs) abgeschlossen, welche bei negativer Zinsentwicklung zu einer zusätzlichen Liquiditätsbelastung für die Gesellschaft werden können.

Aus der Ausgabe der Anleihe 2013 / 2018 und den in den Anleihebedingungen enthaltenen Covenants zur Eigenkapitalquote kann es aufgrund der Nichteinhaltung der Covenants zu erhöhten Zinszahlungen oder einem Kündigungsrecht der Anleihezeichner vor fristgemäßem Ablauf der Anleihe kommen. Die Anleihe wird zu Ende Mai 2018 zur Rückzahlung fällig, daher hätte eine erhöhte Zinszahlung für die Anleihe sowie eine Kündigung der Anleihe keine schwerwiegenden Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG.

Aus dem Erwerb der Mehrheitsanteile an der WKN AG im Jahr 2013 ist bei der Erstkonsolidierung ein Firmenwert in Höhe von rd. 40,2 Mio. Euro im Konzern entstanden, welcher zum Ende eines jeden Jahres auf seine Werthaltigkeit mittels eines Impairmenttest überprüft werden muss. Sollte sich in der Zukunft ein Impairment ergeben, hätte dies Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage des Konzerns.

Die PNE WIND AG hat ein Rating der Creditreform erhalten, welches zuletzt im April 2017 erneuert wurde. Negative Änderungen der Ratingeinstufung durch das Ratingunternehmen können bei einem Projektierer aufgrund der langfristigen Projektentwicklungszeiten bei unvorhergesehenen kurzfristigen Veränderungen im Umfeld eintreten. Dies könnte möglicherweise negative Auswirkungen auf Refinanzierungskosten der Gesellschaft haben.

Politische Risiken / Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu zählen insbesondere plötzliche Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten der PNE WIND. Der Vorstand der PNE WIND AG ist der Ansicht, dass Windparks zu den aktuell gültigen oder in Ausschreibungen zu erzielenden Vergütungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen wirtschaftlich projektiert und betrieben werden können. Dennoch werden die Rahmenbedingungen in den Ländern, in denen PNE WIND tätig ist, kontinuierlich überprüft, um auf mögliche Veränderungen zeitnah reagieren und somit Risiken mindern zu können.

Durch die 2016 beschlossenen Änderungen des EEG und das neue Windenergie-auf-See-Gesetz (WindSeeG) haben sich die Risiken für weitere Offshore-Projekte, die von PNE WIND entwickelt werden, zum Jahresende 2016 deutlich erhöht. Seitdem hat es keine weiteren Veränderungen gegeben. Durch die vorgenannten Gesetzesänderungen kann die Realisierung der Projekte deutlich verzögert oder vollkommen verhindert werden. Laut zweier Rechtsgutachten sind Teile des WindSeeG verfassungswidrig. Insbesondere werden durch das Gesetz gutgläubig getätigte Investitionen ohne Entschädigungsvorschrift durch eine verfassungsrechtlich unzulässige Rückwirkung entwertet. Basierend auf dieser Einschätzung ist der Vorstand der PNE WIND AG der Auffassung, dass das Gesetz in diesen Teilen verfassungswidrig ist und keinen Bestand haben wird. Darüber hinaus geht der Vorstand davon aus, dass eine Verfassungsbeschwerde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest einen Ersatz des der PNE WIND AG entstandenen Schadens und damit einer Erstattung der bereits angefallenen Aufwendungen zur Folge hätte. Die PNE WIND AG, die Zweite Nordsee Offshore Holding GmbH (STRABAG-Konzern) und die International Mainstream Renewable Power Limited haben -über ihre betroffenen Projektgesellschaften - Ende Juli 2017 beim Bundesverfassungsgericht eine gemeinsame Verfassungsbeschwerde gegen einige der neuen gesetzlichen Regelungen eingereicht.

Zum 31. Dezember 2017 hat der Vorstand aufgrund der vorstehend beschriebenen bestehenden Möglichkeiten keine Wertberichtigung auf die Vermögenswerte der möglicherweise betroffenen Offshore-Projekte "Nemo", "Nautilus", "Jules Verne"" Atlantis II - III" vorgenommen. Sollte sich ergeben, dass die Gesellschaft entgegen der aktuellen Auffassung des Vorstands keinen Anspruch auf einen Schadensersatz für bereits getätigte Investitionen bei diesen Offshore-Projekten hat, auch sonst keine entsprechende Kompensationsleistungen erhält sowie die alternativen Verwendungsmöglichkeiten der Offshore-Projekte nicht verwirklicht werden können, so wäre gegebenenfalls eine Wertberichtigung der Vermögenswerte vorzunehmen. In der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 sind Vermögenswerte in Höhe von 23,7 Mio. Euro und Rückstellungen in Höhe von 1,1 Mio. Euro der möglicherweise betroffenen Offshore-Projekte ausgewiesen.

Das polnische Parlament hat eine deutlich verschärfte Abstandsregelung für Windenergieanlagen verabschiedet. Das Gesetz sieht verbindliche Abstände von Windenergieanlagen zu Wohnhäusern und schützenswerten Naturgebieten und Nationalparks von zehnfacher Gesamthöhe der Windenergieanlage (Nabenhöhe plus Rotorlänge) vor. Dies kann die Entwicklung und Vermarktung weiterer Windparks in Polen deutlich erschweren. Für bereits genehmigte Projekte gilt diese Regelung nicht, wenn eine Betriebsgenehmigung bis Juli 2019 erteilt wird. Anderenfalls verliert dann auch die Baugenehmigung ihre Gültigkeit.

Die politischen Risiken und die Marktrisiken im Ausland - insbesondere in Schwellenländern -können Auswirkungen auf die geplanten Projektrealisierungen in den nächsten Jahren haben. Die PNE WIND AG und ihre Tochtergesellschaften beobachten die aktuellen Entwicklungen im Ausland intensiv, um mögliche Veränderungen der Marktlage oder der politischen Ausrichtung frühzeitig erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können. Bei abrupten Änderungen der Vergütungssysteme sowie bei gesetzgeberischen rückwirkenden Eingriffen können sich aufgrund der mehrjährigen Projektentwicklungszyklen gleichwohl Risiken für die PNE WIND-Gruppe verwirklichen.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Der Vorstand schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.

Steuerliche Risiken

Die PNE WIND AG und ihre Tochter- sowie sonstige Konzerngesellschaften sind derzeit in Asien, Süd- und Nordamerika, Europa und Afrika tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen in diesen Bereichen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der steuerlichen Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie die aktiven und passiven latenten Steuern haben. PNE WIND agiert in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Zukünftige Auslegungen und Entwicklungen steuerlicher Gesetze und Regelungen könnten Steuerverbindlichkeiten, Rentabilität und Geschäftsbetrieb beeinflussen. Um diese Risiken zu minimieren, wird konzernübergreifend laufend mit länderspezifischen Steuerberatern zusammengearbeitet und die aktuelle Steuersituation analysiert.

Es bestehen steuerliche Risiken aus der körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Außenprüfung bei der WKN AG für die Jahre 2010 bis 2013. Diese Prüfung ist auch zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht final abgeschlossen und es liegen noch keine Betriebsprüfungsberichte oder Entwürfe von Betriebsprüfungsberichten vor. Entsprechend sind auch noch keine angepassten Steuerbescheide ergangen. Auf Basis der Gespräche zwischen dem Vorstand der WKN AG sowie deren Steuerberatern auf der einen Seite und der Finanzbehörde auf der anderen Seite bestehen unterschiedliche Sichtweisen in Bezug auf die steuerliche Berücksichtigung einzelner Sachverhalte. Mögliche Feststellungen der Betriebsprüfung könnten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WKN AG und des PNE WIND Konzerns im einstelligen bis zu einem unteren zweistelligen Millionen Bereich haben. Auf Basis des aktuellen Erkenntnisstands geht der Vorstand der PNE WIND AG weiterhin davon aus, dass die steuerliche Abbildung der Sachverhalte zutreffend erfolgt ist. Für einzelne ausgewählte Sachverhalte, die im Rahmen der Betriebsprüfung aufgegriffen wurden, wurde gleichwohl vorsorglich eine Rückstellung in Höhe von rund 0,9 Mio. Euro gebildet. Für den wirtschaftlich überwiegenden Teil der im Rahmen der Betriebsprüfung aufgegriffenen Sachverhalte sieht der Vorstand dagegen unverändert keinen Anlass, in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 eine Rückstellung zu erfassen. Sollte die Betriebsprüfung negativ ausgehen und zu Belastungen über die gebildete Rückstellung hinaus führen, würde eine Auswirkung auf die veröffentlichte Guidance auch dann nicht eintreten, da mögliche Ergebnisauswirkungen im Steueraufwand und damit außerhalb des EBITs ausgewiesen werden würden.

Chancen

Als Projektierer von Onshore- und Offshore-Windparks agiert PNE WIND in einem internationalen Wachstumsmarkt. Unabhängige Studien gehen aufgrund der Endlichkeit der fossilen Energieträger, dem Zwang zur Verminderung von Klimaschadstoffen sowie dem Bedarf an sicheren Energiequellen von weiterhin hohen Zuwachsraten der Windenergie in den kommenden Jahren aus. Der erfolgreiche Abschluss der Weltklimakonferenz im Dezember 2015 in Paris mit der Zielsetzung, einen Anstieg der Durchschnittstemperaturen um mehr als 2 Grad gegenüber dem Stand von 1990 zu verhindern, zeigt, dass die Notwendigkeit einer Energiewende weltweit erkannt worden ist. Die Unternehmen in der PNE WIND-Gruppe verfügen aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Markt über die Voraussetzungen und die Erfahrungen, um von dieser Entwicklung langfristig zu profitieren.

Die ständige Weiterentwicklung des Geschäftsmodells setzte die PNE WIND AG mit der Gründung einer Tochtergesellschaft fort, in der erneut, nach der erfolgreichen Umsetzung des ersten Windpark-Portfolios in den Jahren 2014-2016, fertiggestellte und in Betrieb genommene Windparks an Land mit einer Gesamtleistung von rund 200 MW bis 2020 gebündelt werden sollen. Die PNE WIND bleibt vorerst direkt beteiligt und profitiert somit von künftigen Erträgen sowie dem Betriebsmanagement und hat bei einem möglichen späteren kompletten oder anteiligen Verkauf die Chance auf Hebung von zusätzlichen Gewinnen. Bereits beim vorherigen Portfolio hat sich gezeigt, dass dieser Weg erfolgreich beschritten werden kann.

Besondere Chancen liegen in den Auslandsaktivitäten des Konzerns sowie in möglichen neuen Märkten und in der Erweiterung des Geschäftsmodells auf weitere saubere Energien und Speichertechnologien sowie neue Märkte. PNE WIND ist bereits in einer Reihe attraktiver Wachstumsmärkte tätig. Dabei erfolgt die Expansion primär in Länder mit stabilen politischen Rahmenbedingungen und mit verlässlichen Vergütungs- und Förderregeln oder auch in Länder mit einem vergleichsweise hohen Marktpotential. Dazu zählen auch Schwellenländer mit einem stark steigenden Strombedarf. Um die jeweiligen örtlichen Bedingungen hinreichend zu berücksichtigen, erfolgt der Markteintritt vielfach in Kooperation mit einem lokalen Partner. Diese Art der Internationalisierung hat sich als kosteneffiziente und erfolgversprechende Strategie bewährt. Auch künftig wird PNE WIND diesen bewährten Weg der selektiven Auslandsexpansion weiterverfolgen und vorhandene Marktchancen entschlossen nutzen.

Die Kernkompetenz von PNE WIND liegt in der Projektentwicklung, dem Bau und dem Betrieb sowie Repowering von Windprojekten auf hohem internationalen Niveau. Diese Kompetenz kann auch in weiteren Auslandsmärkten mit Ausbaupotential genutzt werden. Solche Märkte werden daher kontinuierlich beobachtet und die Chancen für einen Markteintritt sorgfältig geprüft.

Neben den Chancen der Internationalisierung stehen die Perspektiven, die der etablierte deutsche Markt für Windenergie sowohl an Land wie auch auf See weiterhin bietet. Die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung und die Notwendigkeit zur Erhöhung der Versorgungssicherheit erfordern den beschleunigten Ausbau von Windparks an Land wie auf See. PNE WIND zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereits sechs Windpark-Projekte auf See durch den gesamten Genehmigungsprozess beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie führte. Drei dieser Windparks sind von den Käufern bereits komplett errichtet und in Betrieb genommen worden. Ein weiterer steht kurz vor dem Baubeginn. Im Offshore-Bereich wurde eine hohe Kompetenz entwickelt, die auch auf internationale Märkte übertragen werden kann. Daher prüfen wir die Möglichkeiten der Entwicklung von Windparks auf See in den USA, aber auch in anderen Ländern.

Das Wachstum des Windenergie-Sektors in Deutschland bietet außerdem erhöhte Perspektiven bei der Erbringung von Dienstleistungen. PNE WIND versteht sich als verlässlicher Partner der Betreiber von Windparks und betreut diese oftmals auch nach erfolgter Übergabe im technischen und kaufmännischen Betriebsmanagement. Dieser Bereich wird zielstrebig weiter ausgebaut. Mit der energy consult GmbH hat sich die Gruppe in diesem Geschäftsbereich stark aufgestellt. Windenergieanlagen mit mehr als 1.500 MW Nennleistung, eine Vielzahl an Umspannwerken sowie auch Photovoltaikanlagen werden betreut. Mit Sitz in Cuxhaven und ihrer Betriebsstätte in Husum ist die energy consult GmbH sowohl auf dem deutschen Markt als auch international im technischen Betriebsmanagement präsent.

Optimierte Strategie:

Die seit langem erfolgreiche Tätigkeit in diesen Geschäftsfeldern ist die gute Basis für eine strategische Optimierung der Konzernaktivitäten.

Weltweit wächst die Nachfrage nach sauberen Energien und einer gesicherten Stromversorgung. Diesen Entwicklungen trägt PNE WIND mit einer Ausweitung des operativen Geschäfts Rechnung und will als "Clean Energy Solution Provider" die Chancen aus der Wandlung der Märkte nutzen. Die strategische Weiterentwicklung umfasst nahezu die gesamte Wertschöpfungskette der sauberen Energien. Aufbauend auf den umfangreichen Erfahrungen aus der erfolgreichen Entwicklung, Projektierung und Realisierung von Windparks an Land und auf See werden künftig auch Projekte und Lösungen zur Planung, Errichtung und zum Betrieb von sauberen Energien Kraftwerken entwickelt und realisiert. Das ist Kern der neuen, im November 2017 vorgestellten Strategie.

Projektentwicklung und Portfolio

Projektentwicklung bleibt das Kerngeschäft. Dazu zählen unter anderem die Entwicklung von Qualitätsprojekten, der Aufbau eines neuen europäischen Windpark-Portfolios mit rund 200 MW bis 2020 (Windparkportfolio 2020) und technologieübergreifende Projekte sowie weitere Servicedienstleistungen.

Technologien

Neben der Windenergie sollen künftig auch Photovoltaik, Speicherung und Power-to-Gas wesentliche Bausteine der Unternehmensstrategie sein. Damit wird der Einstieg in die Segmente Mobilität und Wärme aus sauberen Energien (Sektorenkopplung) geplant. Dazu gehört die Entwicklung von Power-to-Gas-Projekten mit einem Schwerpunkt bei der Erzeugung von Wasserstoff. In der Verbindung von Windparks, Photovoltaikanlagen und Speichern will PNE WIND künftig auch Kraftwerke und Insellösungen also autarke saubere Energieanlagen, die unabhängig vom Stromnetz sind, entwickeln. Die 2017 begonnene Kooperation mit der VPC GmbH, Ingenieurdienstleister für Energieerzeugungs- und Verteilungsanlagen, ist ein erster Schritt.

Märkte

Neben den etablierten Märkten in Europa und Amerika für Windenergie wie Deutschland, Frankreich oder USA rücken für PNE WIND künftig auch Schwellenländer etwa in Lateinamerika, im mittleren und fernen Osten sowie in Afrika, die ein großes Potential für die Entwicklung von sauberen Energien besitzen, in den Fokus. Diese zeichnen sich durch einen stark steigenden Energiebedarf aus. Kooperationen mit erfahrenen Partnern gewährleisten sichere Markteinstiege in diesen Ländern.

Dienstleistungen

Zusätzliche Dienstleistungen etwa beim Betriebsmanagement und weitere Finanzierungslösungen für Projekte der sauberen Energien stehen ebenfalls für eine Ausweitung der Aktivitäten von PNE WIND. Auch anorganisches Wachstum durch Kooperationen, Beteiligungen oder Übernahmen von Unternehmen aus Service-, der Photovoltaik-, der Batterie- und Speicherbranche ist möglich.

Die Optimierung von Windparks steht ebenso auf der Agenda wie Offshore-Dienstleistungen, die Ausweitung des Betriebsmanagements für Windparks und Umspannwerke auch auf Photovoltaik-projekte und der Aufbau von technologieübergreifendem Knowhow.

Energy Supply Management

Zusätzlich soll ein weiteres Margenpotential durch die Optimierung der Vermarktung von Strom und Gas aus sauberen Energien erschlossen werden.

Umsetzung / Smart Development

Wir verfügen über erfahrene und spezialisierte Mitarbeiter, um die Strategie umzusetzen. Mit einem integrierten Projektansatz werden bereits Geschäftsmöglichkeiten mit neuen Produkten sowie in neuen Märkten entwickelt. Dabei sollen verschiedene saubere Energien und Speichertechnologien kombiniert, der Eintritt sowie der Austritt in neue Märkte beschleunigt, die Zeitspanne bis zu einem Projekterfolg verkürzt und hohe Vorleistungen in Projekten vermieden werden.

Risikominimierung und neue Potenziale

Mit dieser neuen Strategie minimieren wir Marktrisiken, eröffnen der PNE WIND neue Potenziale und Märkte und werden mittelfristig vor allem die bisher sehr volatilen Ergebnisse verstetigen. Nach einer Übergangsphase, in der mit Investitionen die Weichen zur Umsetzung der Strategie gestellt werden, soll dies bis 2023 zu einem Anstieg des durchschnittlichen operativen Ergebnisses (EBIT) und einer Verringerung der Volatilität führen. Mit der Strategie "Scale up" setzen wir weiter auf unsere Kernkompetenzen und eröffnen uns weitere Teile der Wertschöpfungskette.

Einschätzung:

Insgesamt haben sich Umfang und Gefährdungspotential der Risiken nach Einschätzung des Vorstandes, mit Ausnahme der im Text erwähnten Veränderungen, gegenüber dem 31. Dezember 2016 nicht wesentlich verändert. Die zukünftigen Perspektiven für die Entwicklung des Unternehmens sind aus Sicht des Vorstandes angesichts der weltweiten Entwicklung des Klimaschutzes und des Ausbaus der Windenergie und den zu erwartenden Meilenstein-Zahlungen aus bereits erfolgten Projekt-Verkäufen gut. Somit ist nach Einschätzung des Vorstandes auch in den kommenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen. Auf Grundlage der positiven wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft per 31. Dezember 2017 stellt kein Einzelrisiko eine wesentliche Gefahr für den Konzern dar, auch wenn Risiken Auswirkungen im unteren zweistelligen Millionen Bereich haben könnten (z.B. Risiko Wertberichtigung Vorräte Offshore, Risiko Betriebsprüfung WKN AG). Somit sind aus Sicht des Vorstands bestandsgefährdende Risiken aktuell nicht ersichtlich.

12. Steuerungssystem

Die Steuerung der PNE WIND-Gruppe erfolgt über regelmäßige Erörterungen zwischen dem Vorstand und den Unternehmenseinheiten; Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Das interne Steuerungssystem umfasst alle Unternehmensbereiche. So können kurze Reaktionszeiten auf Veränderungen in allen Bereichen und auf allen Entscheidungsebenen der PNE WIND-Gruppe gewährleistet werden. Bei wesentlichen ergebnisrelevanten Veränderungen wird unverzüglich an den Vorstand berichtet.

Ausgangspunkt für die Steuerung des Gesamtkonzerns bzw. der Unternehmenseinheiten sind die Zielvorgaben des Vorstands, die sich aus Vision, Mission und der Gesamtstrategie der PNE WINDGruppe ableiten. Ein wesentliches Instrument für die Umsetzung der Ziele und Vorgaben ist die Gesamtheit an internen Regelungen der PNE WIND-Gruppe.

Die Unternehmenseinheiten berichten monatlich über aktuelle Entwicklungen bzw. Zielabweichungen. Darüber hinaus werden operative Frühindikatoren kontinuierlich analysiert.

Zwischen Vorstand und den Geschäftsbereichen findet regelmäßig ein Austausch statt, in denen ein Überblick über die jeweils aktuelle Marktsituation gegeben wird. Darüber hinaus werden im Verlauf des Jahres u. a. Schwerpunktthemen wie die Festlegung der Strategie und deren systematische Umsetzung im Rahmen der Jahres- und Mittelfristplanung sowie die Zielvereinbarung und Zielerreichung diskutiert.

Die Steuerung der Aktivitäten unserer operativen Einheiten erfolgt auf Basis der genannten Steuerungskennzahl; dabei kommt den Ergebnisgrößen EBIT und in der Zukunft EBITDA, vor dem Hintergrund des Portfolioaufbaus bis 2020, eine besondere Bedeutung zu, da diese aus unserer Sicht die geeigneten Größe zur Beurteilung der Ertragskraft der PNE WIND-Gruppe sind. Weiterhin wird als nichtfinanzielle Steuerungsgröße die Projektierungspipeline verwendet. Auf der Basis der Steuerungskennzahlen EBIT (Betriebsergebnis lt. Konzern-Gesamtergebnisrechnung bzw. bei der PNE WIND AG lt. Gewinn- und Verlustrechnung), EBITDA (Konzern-EBIT zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen bzw. bei der PNE WIND AG EBIT zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen) und Projektierungspipeline erfolgt in der PNE WIND-Gruppe der Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf. Zum Ende des Geschäftsjahres 2017 wurde die Prognose für das Konzern-EBIT für das Geschäftsjahr erreicht bzw. übertroffen. Gleichzeitig konnte auch die Steuerungskennzahl "Projektierungspipeline" erreicht werden, da die Pipeline ungefähr gleich groß war Ende 2017 wie Ende 2016.

13. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS / RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns

Internes Kontrollsystem (IKS)

Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungs- und Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden.

Im Rahmen der Implementierung des IKS haben wir die einzelnen Funktionsbereiche der Gesellschaft und des Konzerns einer sorgfältigen Analyse unterzogen und entsprechend der Wahrscheinlichkeit und der Möglichkeit eines Schadenseintritts bewertet.

Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen bzw. den vorgenommenen Bewertungen haben wir den Aufbau der einzelnen Einheiten organisiert. Daneben haben wir die Arbeitsabläufe an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Beispielsweise achten wir auf eine konsequente Trennung von unvereinbaren Tätigkeiten, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Gleichzeitig haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut.

Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des Internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.

Neben diesen im System implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte überwacht.

Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Ziel des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den (Konzern-) Rechnungslegungsprozess ist es, sicherzustellen, dass die Rechnungslegung einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung und den International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie (konzern)internen Richtlinien erfolgt und dadurch den Adressaten des Konzern- und des Einzelabschlusses zutreffende und verlässliche Informationen zur Verfügung gestellt werden. Hierfür hat PNE WIND ein rechnungslegungsbezogenes internes Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, das alle dafür relevanten Leitlinien, Verfahren und Maßnahmen umfasst.

Das interne Kontrollsystem besteht aus den Bereichen Steuerung und Überwachung.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat (hier insbesondere der Prüfungsausschuss) sind mit prozessunabhängigen Prüfungsmaßnahmen in das interne Überwachungssystem eingebunden.

Für spezielle fachliche Fragestellungen und komplexe Bilanzierungssachverhalte fungiert das Konzernrechnungswesen als zentraler Ansprechpartner. Falls erforderlich, wird auf externe Sachverständige (Wirtschaftsprüfer, qualifizierte Gutachter etc.) zurückgegriffen.

Darüber hinaus werden die rechnungslegungsbezogenen Kontrollen durch das Controlling des Konzerns durchgeführt. Alle Posten und wesentlichen Konten der Gewinn- und Verlustrechnungen, der Bilanzen des Konzernabschlusses und der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden in regelmäßigen Abständen auf Richtigkeit und Plausibilität überprüft. In Abhängigkeit davon, wie die rechnungslegungsbezogenen Daten durch das Rechnungswesen erstellt werden, erfolgen die Kontrollen monatlich oder quartalsweise.

Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem ist Bestandteil des Risikomanagements des Konzerns. Die für die Richtigkeit der rechnungslegungsbezogenen Daten relevanten Risiken werden von dem für den Risikobereich Finanzen zuständigen Risikobeauftragten überwacht und quartalsweise vom Risikomanagementgremium identifiziert, dokumentiert und beurteilt. Geeignete Maßnahmen zum Monitoring sowie zur Risikooptimierung von rechnungslegungsbezogenen Risiken sind durch das Risikomanagement des Konzerns eingerichtet.

Risikomanagement (RMS)

Die Risikopolitik des Konzerns und der Gesellschaft ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Konzerns sowie der Gesellschaft zu sichern und gleichzeitig deren Werte systematisch und kontinuierlich zu steigern.

Die Risikostrategie basiert auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzfeldern des Konzerns und der Gesellschaft gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- und / oder Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden.

Im "Risikomanagementhandbuch" hat der Konzern die Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement formuliert. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die systematische Identifikation, Beurteilung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung klar definierter Kategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Schadenshöhe bewertet. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert.

Die einzelnen Risiken werden im Rahmen der internen Risikoberichterstattung innerhalb des Konzerns anhand der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung klassifiziert.

Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit

scroll

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
0 % bis 5 % Sehr gering
6 % bis 20 % Gering
21 % bis 50 % Mittel
51 % bis 100 % Hoch

Klassifizierung nach Auswirkungsgrad

scroll

Erwartete Auswirkung

in TEUR
Grad der Auswirkung
T EUR 0 bis T EUR 250 Niedrig
>T EUR 250 bis T EUR 1.000 Moderat
>T EUR 1.000 bis T EUR 2.000 Wesentlich
>T EUR 2.000 bis T EUR 40.000 Gravierend

Aus der Kombination der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Auswirkung des Risikos erfolgt die Klassifizierung des Risikos in hoch, mittel und gering.

scroll

Auswirkung Klassifizierung
Gravierend Mittel Hoch Hoch Hoch
Wesentlich Mittel Mittel Hoch Hoch
Moderat Gering Mittel Mittel Hoch
Niedrig Gering Gering Mittel Mittel
Eintrittswahrscheinlichkeit Sehr gering Gering Mittel Hoch

Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung und Absicherung von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Das zentrale Risikomanagement berichtet regelmäßig über die identifizierten Risiken an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.

Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der (Konzern-)Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch werden frühzeitig wichtige Informationen über potentiell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung / Auflösung von Rückstellungen gewonnen.

In regelmäßigen Zeitabständen werden auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements sowie die dazugehörigen Kontrollsysteme kontrolliert und entsprechend angepasst. Aufgrund der besonderen Bedeutung einer vorbildlichen Handlungsweise in allen geschäftlichen Belangen werden verantwortliche Mitarbeiter gezielt in Fragen der Compliance geschult.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder IKS noch RMS absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht greifen oder Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses insbesondere die folgenden Einzelrisiken intensiv verfolgt:

Mögliche Risiken, die sich aus Änderungen von Gesetzen und Verordnungen für unser operatives Geschäft in der Windpark-Projektierung ergeben können.
Mögliche Risiken, die sich aus dem Windenergie-auf-See-Gesetz ergeben können.
Mögliche Risiken, die sich aus fehlenden Netzkapazitäten im In- und Ausland ergeben können.
Mögliche technische Risiken, die sich aus dem Eigenbetrieb von Windparks ergeben und die daraus erwarteten Ergebnisse negativ beeinflussen könnten.
Einen besonderen Stellenwert haben die Bemühungen um Einhaltung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung. Risiken können sich jedoch aus der Nichteinhaltung der Regeln und der internen Richtlinien durch Einzelne ergeben.

14. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f bzw. §315d HGB)

Die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Erklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB ist auf unserer Internetseite www.pnewind.com im Bereich "Investor Relations" unter Corporate Governance veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

15. Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat gemäß § 312 AktG für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 8. Februar 2017 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der die folgende Schlusserklärung enthält: "Wir erklären, dass die PNE WIND AG bei jedem der in diesem Bericht aufgeführten Rechtsgeschäfte nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das jeweilige Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, eine angemessene Gegenleistung erhalten hat."

16. Ergänzende Angaben nach § 289a Abs. 1 HGB und § 315a Abs. 1 HGB (Übernahmerichtlinie-Umsetzungsgesetz)

Kapitalverhältnisse

Die PNE WIND AG hat zum 31. Dezember 2017 insgesamt 76.556.026 Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro ausgegeben. Am 31. Dezember 2017 betrug der Anteil nicht meldepflichtiger Aktienbestände (weniger als 3 Prozent des Grundkapitals) rund 82 Prozent. Eine direkte oder indirekte Beteiligung, die den Wert von 10 Prozent der Stimmrechte überschreitet, wurde zum Stichtag 31. Dezember 2017 nicht gemeldet.

Die Aktien der Gesellschaft unterliegen nur in den gesetzlich geregelten Fällen und nicht satzungsgemäß Beschränkungen bezüglich des Stimmrechts oder der Übertragung. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Eine Stimmrechtskontrolle durch die Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital ist nicht gegeben.

Aktionärsrechte und -pflichten

Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu.

Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung.

Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben.

Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die von ihr zu bestellenden Mitglieder des Aufsichtsrats und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens fünf Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens fünf Jahre ist zulässig. Gemäß § 6 Abs. 1 der Satzung bestimmt der Aufsichtsrat die Zahl der Mitglieder des Vorstands. Zudem kann er einen Vorsitzenden des Vorstands sowie Stellvertreter ernennen.

Die Änderung der Satzung bedarf gemäß § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Gemäß § 15 Abs. 2 der Satzung werden Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit nicht zwingende gesetzliche Vorschriften entgegenstehen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, sofern das Gesetz außer der Stimmmehrheit eine Kapitalmehrheit vorschreibt, mit der einfachen Mehrheit des bei Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals gefasst. Gemäß § 179 Abs. 2 AktG bedarf ein satzungsändernder Beschluss der Hauptversammlung einer Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals umfasst. Die Satzung kann eine andere Kapitalmehrheit, für eine Änderung des Gegenstands des Unternehmens jedoch nur eine größere Kapitalmehrheit bestimmen.

Zu Änderungen der Satzung, die nur deren Fassung betreffen, ist gemäß § 10 Abs. 7 der Satzung der Aufsichtsrat berechtigt. Ferner ist der Aufsichtsrat ermächtigt, § 5 der Satzung entsprechend der jeweiligen Ausnutzung eines bedingten Kapitals anzupassen sowie die Satzung entsprechend der Durchführung der Kapitalerhöhung unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2017 und, falls das Genehmigte Kapital 2017 bis zum 30. Mai 2022 nicht vollständig ausgenutzt worden ist, nach Ablauf der Ermächtigungsfrist jeweils anzupassen.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 hat den Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, bis zum 30. Mai 2022 einmalig oder mehrmals eigene Aktien der Gesellschaft im Umfang von insgesamt bis zu 10 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der betreffenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder - falls dieser Betrag geringer ist - des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkaptals zu einem oder mehreren zulässigen Zwecken im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen zu erwerben. Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 Prozent des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann dabei durch die Gesellschaft, durch abhängige oder im Besitz der Gesellschaft stehende Unternehmen oder durch auf deren Rechnung oder auf Rechnung der Gesellschaft handelnde Dritte durchgeführt werden, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen, insbesondere gemäß § 71 Absatz 2 AktG, vorliegen. Gemäß der Ermächtigung erfolgt der Erwerb nach Wahl des Vorstands über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. mittels einer an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder mittels Einräumung von Andienungsrechten. Dabei darf bei einem Erwerb über die Börse der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durch die Eröffnungsauktion im XETRA-Handelssystem (oder in einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen Nachfolgesystem) ermittelten Börsenkurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse am Tag der Eingehung der Verpflichtung zum Erwerb um nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten. Bei einem Erwerb auf der Grundlage eines öffentlichen Kaufangebots darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handelssystem (oder in einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den letzten drei Börsenhandelstagen vor erstmaliger Veröffentlichung des Angebots nicht mehr als 10 Prozent über- oder unterschreiten. Im Falle der öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder eines Erwerbs durch Einräumung von Andienungsrechten darf der Erwerbspreis je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den nicht gewichteten durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie im XETRA-Handelssystem (oder in einem an die Stelle des XETRA-Systems getretenen Nachfolgesystem) an der Frankfurter Wertpapierbörse an den drei letzten Börsenhandelstagen vor dem Tag der Annahme der Verkaufsangebote bzw. dem Tag der Einräumung von Andienungsrechten um nicht mehr als 10 Prozent über oder unterschreiten. Ergeben sich nach der Veröffentlichung eines öffentlichen Kaufangebots oder der öffentlichen Einladung an Aktionäre zur Abgabe von Verkaufsangeboten oder nach der Einräumung von Andienungsrechten erhebliche Abweichungen des maßgeblichen Kurses, so können das Angebot, die Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten bzw. die Andienungsrechte angepasst werden. In diesem Fall wird auf den Schlusskurs im XETRA-Handelssystem am letzten Börsentag vor der Veröffentlichung der Anpassung abgestellt; die 10 Prozent-Grenze für das Über- oder Unterschreiten ist auf diesen Betrag anzuwenden. Das Volumen eines öffentlichen Kaufangebots oder einer öffentlichen Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten (zusammen "Öffentliches Erwerbsangebot") kann begrenzt werden. Sofern die Gesamtzahl der auf ein öffentliches Erwerbsangebot angedienten Aktien dessen Volumen überschreitet, kann der Erwerb nach dem Verhältnis der angedienten Aktien (Andienungsquoten) erfolgen; darüber hinaus können eine bevorrechtigte Annahme geringer Stückzahlen (bis zu 50 Aktien je Aktionär) sowie zur Vermeidung rechnerischer Bruchteile von Aktien eine Rundung nach kaufmännischen Grundsätzen vorgesehen werden. Etwaige weitergehende Andienungsrechte der Aktionäre nach Maßgabe der Beteiligungsquoten sind ausgeschlossen. Auch im Fall der Einräumung von Andienungsrechten kann deren Gesamtvolumen begrenzt werden. Werden den Aktionären zum Zwecke des Erwerbs Andienungsrechte eingeräumt, so werden diese den Aktionären im Verhältnis zu ihrem Aktienbesitz entsprechend der Relation des Volumens der von der Gesellschaft zurückzukaufenden Aktien zum ausstehenden Grundkapitals zugeteilt. Bruchteile von Andienungsrechten müssen nicht zugeteilt werden; für diesen Fall werden etwaige Teilandienungsrechte ausgeschlossen. Die nähere Ausgestaltung des jeweiligen Erwerbs, insbesondere eines etwaigen Kaufangebots oder einer Einladung zur Abgabe von Verkaufsangeboten bestimmt der Vorstand. Dies gilt auch für die Ausgestaltung etwaiger Andienungsrechte, insbesondere hinsichtlich der Laufzeit und ggf. ihrer Handelbarkeit. Dabei sind auch kapitalmarktrechtliche und sonstige gesetzliche Beschränkungen und Anforderungen zu beachten.

Der Vorstand ist außerdem ermächtigt, die aufgrund der vorstehend beschriebenen oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen Aktien zu folgenden Zwecken zu verwenden: Die Aktien können über die Börse oder mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes durch ein öffentliches Angebot an alle Aktionäre im Verhältnis ihrer Beteiligungsquote veräußert werden. Im Falle eines öffentlichen Angebots an alle Aktionäre kann das Bezugsrecht für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden. Ferner können die Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats anderweitig gegen Zahlung eines Barkaufpreises je Aktie veräußert werden, der den Börsenpreis der börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. Der auf die Anzahl der unter dieser Ermächtigung insgesamt veräußerten Aktien entfallene anteilige Betrag des Grundkapitals darf zudem 10 Prozent des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreiten. Außerdem können erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats auch gegen Sachleistung, insbesondere als (Teil-)Gegenleistung beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen von Unternehmen oder von sonstigen Vermögensgegenständen, einschließlich von Rechten und Forderungen - auch gegen die Gesellschaft -, oder von Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen, oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, angeboten und übertragen werden. Des Weiteren können erworbene eigene Aktien zur Bedienung von Erwerbsrechten auf Aktien der Gesellschaft aus oder im Zusammenhang mit von der Gesellschaft oder einer unmittelbaren oder mittelbaren 100 prozentigen Beteiligungsgesellschaft ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und / oder Optionsrechten verwendet werden. Ferner können erworbene eigene Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder die Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Die Einziehung erfolgt zur Kapitalherabsetzung. Der Vorstand kann allerdings gemäß § 237 Absatz 3 Nr. 3 AktG abweichend bestimmen, dass das Grundkapital nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Absatz 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall gemäß § 237 Absatz 3 Nr. 3, zweiter Halbsatz, ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen. Alle vorgenannten Ermächtigungen zur Veräußerung oder anderweitigen Verwendung bzw. zur Einziehung erworbener eigener Aktien können einmal oder mehrmals, ganz oder auch in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden.

Von der durch Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 erteilten Ermächtigung, eigene Aktien zu erwerben, hat die Gesellschaft bis zum 31. Dezember 2017 keinen Gebrauch gemacht. Auch von der zuvor bestehenden Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien, die dem Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 22. Mai 2013 erteilt worden war und die im Zuge der Erteilung der Ermächtigung mit Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 aufgehoben wurde, machte der Vorstand im Berichtszeitraum keinen Gebrauch.

Zudem hat die Hauptversammlung vom 15. Mai 2012 den Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, bis zum 14. Mai 2017 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 50.000.000,00 Euro mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren auszugeben. Gleichzeitig wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere 7.750.000,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II/ 2012). Von der im Rahmen des Bedingten Kapitals II / 2012 erteilten Ermächtigung, die am 14. Mai 2017 infolge Zeitablaufs erloschen ist, hatte der Vorstand im Jahr 2014 durch Begebung der Wandelanleihe 2014 / 2019 Gebrauch gemacht.

Die Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 hat den Vorstand der Gesellschaft erneut ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen (zusammen "Schuldverschreibungen") auszugeben. Die Schuldverschreibungen können nach dieser Ermächtigung einen Gesamtnennbetrag von bis zu 80.000.000,00 Euro und eine Laufzeit von längstens 20 Jahre haben. Den Inhabern oder Gläubigern der Schuldverschreibungen können Wandlungs- und / oder Optionsrechte auf insgesamt bis zu 20.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft entsprechend einem anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 20.000.000,00 Euro eingeräumt werden. Gleichzeitig wurde das Grundkapital der Gesellschaft um weitere bis zu 20.000.000,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Von der im Rahmen des Bedingten Kapitals 2017 erteilten Ermächtigung hat der Vorstand im Berichtszeitraum keinen Gebrauch gemacht.

Darüber hinaus wurde der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Mai 2022 durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 38.250.000,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand im Berichtszeitraum ebenfalls keinen Gebrauch gemacht.

Zum 31. Dezember 2017 bestand das Genehmigte Kapital 2017 daher noch in voller Höhe von 38.250.000,00 Euro.

Die zuvor bestehende Ermächtigung über ein genehmigtes Kapital, welche die Hauptversammlung mit Beschluss vom 22. Mai 2013 erteilt hatte, wurde im Zuge des Beschlusses der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 über die Schaffung des Genehmigten Kapitals 2017 aufgehoben. Von dieser vorausgegangenen Ermächtigung hatte der Vorstand zweimal, nämlich im Jahr 2014 sowie im Jahr 2015, Gebrauch gemacht.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen, sowie Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind

Unternehmensanleihe 2013 / 2018

Tritt ein Kontrollwechsel ein, hat jeder Anleihegläubiger nach Maßgabe der Anleihebedingungen das Recht, von der PNE WIND AG als Emittentin die vorzeitige Rückzahlung seiner Schuldverschreibungen zu verlangen. Ein Kontrollwechsel gilt in diesem Zusammenhang dann als eingetreten, wenn die Emittentin davon Kenntnis erlangt hat, dass eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer einer solchen Anzahl von Aktien der Emittentin geworden ist, auf die 30 Prozent oder mehr der Stimmrechte entfallen.

Wandelanleihe 2014 / 2019

Tritt ein Kontrollwechsel ein, hat jeder Wandelanleihegläubiger nach Maßgabe der Anleihebedingungen das Recht, von der PNE WIND AG als Anleiheschuldnerin die vorzeitige Rückzahlung seiner Wandelteilschuldverschreibungen, für welche das Wandlungsrecht nicht ausgeübt wurde und die nicht zur vorzeitigen Rückzahlung fällig gestellt wurden, zu verlangen. Ein Kontrollwechsel liegt in diesem Zusammenhang vor, wenn eine Person oder gemeinsam handelnde Personen die Kontrolle über die Anleiheschuldnerin erlangt oder erlangen, wobei Kontrolle (i) direktes oder indirektes (im Sinne von § 22 WpHG, seit 3.1.2018 § 34 WpHG) rechtliches oder wirtschaftliches Eigentum von insgesamt mehr als 30 Prozent der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin oder (ii) bei einem öffentlichen Angebot für Aktien der Anleiheschuldnerin den Fall, dass die Aktien, die sich bereits in der Kontrolle des Bieters befinden, und die Aktien, für die bereits das Angebot angenommen wurde, zusammen mehr als 30 Prozent der Stimmrechte der Anleiheschuldnerin gewähren oder (iii) der Verkauf oder die Übertragung aller oder im Wesentlichen aller Vermögenswerte der Anleiheschuldnerin durch diese an bzw. auf eine andere Person oder Personen bedeutet.

Im Falle eines Kontrollwechsels wird nach Maßgabe der Anleihebedingungen zudem der Wandlungspreis für die Ausübung der Wandlungsrechte innerhalb einer bestimmten Frist angepasst.

IKB Darlehensvertrag mit der PNE WIND West Europe GmbH

Tritt ein Kontrollwechsel im Sinne des Vertrags ein, hat die IKB Deutsche Industriebank AG als Darlehensgeberin nach Maßgabe des Darlehensvertrags das Recht, den Darlehensvertrag ohne Einhaltung einer Kündigungsfrist aus wichtigem Grund zu kündigen. Kontrollwechsel meint nach dem Vertrag, dass die PNE WIND AG als Bürge des Darlehensvertrags nicht mehr direkt oder indirekt die Mehrheit der Geschäftsanteile oder der Stimmrechte am Darlehensnehmer hält oder eine natürliche oder juristische Person mindestens 30,1 Prozent der stimmberechtigten Aktien an der PNE WIND AG als Bürgen halten.

Weitere Vereinbarungen

Darüber hinaus haben weder die PNE WIND AG noch die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften weitere wesentliche Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft steht den Vorstandsmitgliedern ein Sonderkündigungsrecht zu, das sie für die zwei auf den Eintritt des Kontrollwechsels folgenden Monate (den Monat, in dem der Kontrollwechsel eintritt, dabei nicht mitgerechnet) mit einer Frist von vierzehn Tagen zum Monatsende ausüben können. Ein zur Ausübung des Sonderkündigungsrechts berechtigender Kontrollwechsel tritt ein, wenn ein Dritter der Gesellschaft nach § 21 WpHG (seit 3.1.2018 § 33 WpHG) mitteilt, dass er 50 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht oder überschritten hat. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht den Vorstandsmitgliedern das Festgehalt gemäß des jeweiligen Anstellungsvertrags für die restliche Vertragslaufzeit zu; es ist mit Vertragsbeendigung ohne Abzinsung in einem Betrag auszuzahlen. Erfolgt der Kontrollwechsel im Zuge eines öffentlichen Angebots, so steht den Vorstandsmitgliedern im Falle der Ausübung des Sonderkündigungsrechts außerdem eine Sonderprämie in Höhe von 50 Prozent der zu erwartenden Tantieme bis Vertragsende zu. Dabei ist - jeweils bezogen auf die Marktkapitalisierung - die Wertsteigerung anhand der Differenz zwischen dem von einem Bieter zuerst angebotenen Erwerbspreis und dem etwaigen höheren, für die Durchführung des Angebots maßgeblichen Erwerbspreis zu bemessen; insgesamt darf die Sonderprämie jedoch nicht höher sein als das feste Jahresgehalt nach § 5 Abs. 1 des jeweiligen Anstellungsvertrags.

17. Vergütungsbericht

Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat beliefen sich im Geschäftsjahr 2017 auf zusammen TEUR 2.668 (im Vorjahr: TEUR 2.690).

Die fixe Vergütung an den Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 TEUR 530 (i. V. TEUR 461) betragen.

Nach der Satzung erhält der Vorsitzende TEUR 120, sein Stellvertreter TEUR 90, die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates TEUR 60 als feste Bezüge und darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied TEUR 1 pro Sitzung. Zusätzlich erhält der Vorsitzende des Prüfungsausschusses eine fixe Vergütung von TEUR 30 und jedes weitere Mitglied des Prüfungsausschusses TEUR 15 als zusätzliche Vergütung. Die Vorsitzenden anderer Ausschüsse des Aufsichtsrats erhalten eine zusätzliche Vergütung von TEUR 20. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beläuft sich im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 622 (i. V. TEUR 528). Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Aufsichtsratsmitglieder.

scroll

in TEUR Fixe Vergütung 2017 Sitzungsgeld 2017 Gesamtbezüge 2017
Herr Pedersen 112,9 15,0 127,9
Frau Niklas 75,0 15,0 90,0
Herr Rohardt 60,0 16,0 76,0
Herr Kruse 61,3 8,0 69,3
Herr Fries 58,3 8,0 66,3
Herr Egger 52,5 7,0 59,5
Herr Freiherr von Hodenberg 37,5 8,0 45,5
Herr Groß 37,5 7,0 44,5
Herr Schuhbauer 35,0 8,0 43,0
Gesamtvergütung 530,0 92,0 622,0

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017 Gesamtbezüge (inkl. abgegrenzter Verbindlichkeiten für Tantiemen) bzw. es wurden Rückstellungen gebildet in Höhe von TEUR 2.046 (i. Vj. TEUR 2.162).

Die Werte in den nachfolgenden Tabellen unter den aufgeführten Begriffen "gewährte Zuwendungen" spiegeln alle in dem Geschäftsjahr aufwandswirksam erfassten Leistungen, welche zum Teil erst im folgenden Jahr liquiditätswirksam werden, wider. Hingegen sind die Werte, die unter dem Begriff "Zufluss" aufgeführt werden, im jeweiligen Geschäftsjahr liquiditätswirksam geworden und betreffen somit zum Teil Aufwendungen aus dem Vorjahreszeitraum (z. B. Rückstellungen für variable Vergütungen, die im Folgejahr zur Auszahlungen führen).

scroll

in TEUR Gewährte Zuwendungen Gesamter Vorstand Zufluss Gesamter Vorstand
2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) 2016 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 1.321 885 885 885 1.321 885
Nebenleistungen 61 76 76 76 61 76
Summe 1.382 961 961 961 1.382 961
Einjährige variable Vergütung 342 598 0 598 168 342
Mehrjährige variable Vergütung 357 487 0 730 308 357
davon Zeitraum 2014-2016 0 0 0 0 308 0
davon Zeitraum 2016-2018 357 0 0 0 0 357
davon Zeitraum 2017-2019 0 487 0 730 0 0
Sonstiges 81 0 0 0 81 0
Summe 780 1.085 0 1.328 557 699
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 2.162 2.046 961 2.289 1.939 1.660

Die Vorstandsgehälter setzen sich aus einem fixen und variablen Gehaltsanteil zusammen. Der fixe Gehaltsbestandteil besteht aus dem Festgehalt sowie Nebenleistungen (Zuschüsse zu Krankenversicherungs- und Rentenversicherungsbeiträgen) sowie dem geldwerten Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen. Er wird monatlich ausgezahlt. Der variable Gehaltsbestandteil der Vorstandsgehälter ist aufgeteilt in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil. Der kurzfristige Teil ist an die Erreichung bestimmter Ziele im laufenden Geschäftsjahr und der langfristige Teil an die Erreichung von Zielen über mehrere Jahre gebunden. Der langfristige Teil der variablen Vergütung beträgt 55 Prozent und der kurzfristige Anteil 45 Prozent vom möglichen variablen Gehalt. Der Aufsichtsrat vereinbart die kurz- und langfristigen Ziele mit dem Vorstand. Als kurzfristiges Ziel wurde aktuell das zu erwartende Konzern EBT im nächsten Geschäftsjahr festgelegt. Sollte das kurzfristige Ziel nicht zu 100 Prozent erreicht werden, so wird der Anteil dieses Ziels an der kurzfristigen variablen Vergütung nicht oder nur anteilig im Verhältnis der Zielerreichung ausbezahlt. Als langfristige Ziele sind Kennzahlen festgelegt, die die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft fördern sollen, wie z.B. ein zu erwartendes Konzern EBT eines Dreijahreszeitraumes. Der variable, an mehrjährige Ziele gebundene Gehaltsbestandteil wird jeweils für ein abgeschlossenes Geschäftsjahr ausbezahlt, jedoch mit dem Vorbehalt der Rückforderung bei Nichterreichung des langfristigen Ziels über mehrere Jahre bzw. der Verrechnung mit den dann fälligen Ansprüchen. Die Vorstandsgehälter unterliegen jeweils einem Cap zur Gesamtvergütung pro Jahr. Zur Vergütung der Vorstände werden fixe und variable Vergütungen aus Konzerntätigkeiten, z. B. Aufsichtsratsvergütungen bei Tochtergesellschaften, in die Berechnung für den Cap bei der Vorstandsvergütung mit einbezogen. Aktienoptionen wurden den Vorstandsmitgliedern nicht gewährt.

Für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft steht den Vorstandsmitgliedern ein Sonderkündigungsrecht zu, das sie für die zwei auf den Eintritt des Kontrollwechsels folgenden Monate (den Monat, in dem der Kontrollwechsel eintritt, dabei nicht mitgerechnet) mit einer Frist von vierzehn Tagen zum Monatsende ausüben können. Ein zur Ausübung des Sonderkündigungsrecht berechtigender Kontrollwechsel tritt ein, wenn ein Dritter der Gesellschaft nach § 21 WpHG (seit 3.1.2018 § 33 WpHG) mitteilt, dass er 50 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht oder überschritten hat. Bei der Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht den Vorstandsmitgliedern das Festgehalt für die restliche Vertragslaufzeit zu, jedoch in jedem Fall beschränkt auf einen Höchstbetrag von zwei Jahresvergütungen. Erfolgt der Kontrollwechsel im Zuge eines öffentlichen Angebots, so steht den Vorstandsmitgliedern im Falle der Ausübung des Sonderkündigungsrechts außerdem eine Sonderprämie in Höhe von 50 Prozent einer im Rahmen des Angebots erreichten Steigerung des Unternehmenswerts zu. Dabei ist - jeweils bezogen auf die Marktkapitalisierung - die Wertsteigerung anhand der Differenz zwischen dem von einem Bieter zuerst angebotenen Erwerbspreis und dem etwaigen höheren, für die Durchführung des Angebots maßgeblichen Erwerbspreis zu bemessen; insgesamt darf die Sonderprämie jedoch nicht höher sein als das feste Jahresgehalt.

Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Vorstandsmitglieder.

Die Aufgliederung der Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands nach dem Corporate Governance Kodex ist in den nachfolgenden Tabellen dargestellt.

scroll

Gewährte Zuwendungen Zufluss
Markus Lesser Markus Lesser
--- --- --- --- --- --- ---
in TEUR Vorstandsvorsitzender (CEO) Vorstandsvorsitzender (CEO)
--- --- --- --- --- --- ---
2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) 2016 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 322 350 350 350 322 350
Nebenleistungen 24 24 24 24 24 24
Summe 346 374 374 374 346 374
Einjährige variable Vergütung 158 236 0 236 78 158
Mehrjährige variable Vergütung 192 193 0 289 143 192
davon Zeitraum 2014-2016 0 0 0 0 143 0
davon Zeitraum 2016-2018 192 0 0 0 0 192
davon Zeitraum 2017-2019 0 193 0 289 0 0
Sonstiges 35 0 0 0 35 0
Summe 385 429 0 525 256 350
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 731 803 374 899 602 724

scroll

Gewährte Zuwendungen Zufluss
Jörg Klowat Jörg Klowat
--- --- --- --- --- --- ---
in TEUR Finanzvorstand (CFO) Finanzvorstand (CFO)
--- --- --- --- --- --- ---
2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) 2016 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 330 315 315 315 330 315
Nebenleistungen 31 32 32 32 31 32
Summe 361 347 347 347 361 347
Einjährige variable Vergütung 135 213 0 213 90 135
Mehrjährige variable Vergütung 165 173 0 260 165 165
davon Zeitraum 2014-2016 0 0 0 0 165 0
davon Zeitraum 2016-2018 165 0 0 0 0 165
davon Zeitraum 2017-2019 0 173 0 260 0 0
Sonstiges 46 0 0 0 46 0
Summe 346 386 0 473 301 300
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 707 733 347 820 662 647

scroll

Gewährte Zuwendungen Zufluss
Kurt Stürken Kurt Stürken
--- --- --- --- --- --- ---
in TEUR Vorstand (COO) Vorstand (COO)
--- --- --- --- --- --- ---
2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) 2016 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 64 220 220 220 64 220
Nebenleistungen 6 20 20 20 6 20
Summe 70 240 240 240 70 240
Einjährige variable Vergütung 49 149 0 149 0 49
Mehrjährige variable Vergütung 0 121 0 181 0 0
davon Zeitraum 2014-2016 0 0 0 0 0 0
davon Zeitraum 2016-2018 0 0 0 0 0 0
davon Zeitraum 2017-2019 0 121 0 181 0 0
Sonstiges 0 0 0 0 0 0
Summe 49 270 0 330 0 49
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 119 510 240 570 70 289

scroll

Gewährte Zuwendungen Zufluss
Per Hornung Per Hornung Pedersen
--- --- --- --- --- --- ---
in TEUR Pedersen Ex-Vorstand Ex-Vorstand
--- --- --- --- --- --- ---
2016 2017 2017 (Min) 2017 (Max) 2016 2017
--- --- --- --- --- --- ---
Festvergütung 605 0 0 0 605 0
Nebenleistungen 0 0 0 0 0 0
Summe 605 0 0 0 605 0
Einjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0 0 0
davon Zeitraum 2014-2016 0 0 0 0 0 0
davon Zeitraum 2016-2018 0 0 0 0 0 0
davon Zeitraum 2017-2019 0 0 0 0 0 0
Sonstiges 0 0 0 0 0 0
Summe 0 0 0 0 0 0
Versorgungsaufwand 0 0 0 0 0 0
Gesamtvergütung 605 0 0 0 605 0

18. Ausblick / Prognose

Ausblick / Prognose

PNE WIND vereint als international tätiger Windenergie-Pionier aus Deutschland und einer der erfahrensten Projektierer von Windparks an Land und auf See wirtschaftlichen Erfolg mit ökologischer Verantwortung. Dabei bearbeitet sie bisher die Wertschöpfungskette rund um Windparks von der Entwicklung, Projektierung, Realisierung und dem Vertrieb über den Betrieb von Windparks und Umspannwerken bis hin zum Repowering - also dem Ersatz älterer Windenergieanlagen durch neue auf dem aktuellen Stand der Technik.

Wir wollen Projekte mit einer hohen Qualität, die internationale Standards erfüllt und eine gesicherte Projekt-Finanzierung auf internationalem Niveau möglich macht, entwickeln. Möglich ist eine solche Projekt-Qualität durch die Sicherstellung der Prognose für den Projektzeitplan und den Kostenrahmen von der Entwicklung bis zur Inbetriebnahme.

Nach dem erfolgreichen Aufbau und Verkauf eines ersten Windpark-Portfolios verfolgen wir das Ziel, bis 2020 ein neues europäisches Portfolio mit Windparks von insgesamt rund 200 MW zu realisieren (Windparkportfolio 2020). Das Portfolio soll vorrangig Windparks in Deutschland und Frankreich umfassen. Der Aufbau des neuen Portfolios kann durch selbstentwickelte Windpark-Projekte, den Zukauf von Altwindparks zum späteren Repowering und den verstärkten Ankauf von teilentwickelten Projekten erfolgen. Ein erster 43 MW-Windpark für dieses Portfolio wurde bereits in 2017 errichtet und in Betrieb genommen. Bis der Aufbau des neuen Portfolios abgeschlossen ist, werden fertiggestellte Windparks in einer Tochtergesellschaft gebündelt, um durch den Stromverkauf laufende Erträge zu erzielen.

Darüber hinaus ist die Verbindung von Kraftwerken mit sauberen Energien und Speichertechnologien ein Zukunftsthema. Wir haben daher die strategische Ausrichtung der Unternehmensgruppe erweitert. Das operative Geschäft wird neu ausgerichtet und die Aktivitäten national wie international auf eine deutlich breitere Basis gestellt. Ziel ist es, PNE WIND vom Spezialisten für Windparks zum Anbieter von Lösungen für saubere Energie weiterzuentwickeln. Grundzüge dieser erweiterten Strategie eines "Clean Energy Solution Provider" sind die Ausweitung des ServiceAngebots und die Erschließung neuer Märkte sowie Technologien. Mit dieser Erweiterung des erfolgreichen Geschäftsmodells, sollen die Volatilität der Erträge zu verringert und neue Margenpotentiale erschlossen werden.

Wir reagieren mit der neuen strategischen Ausrichtung auf Veränderungen in den Märkten der sauberen Energien. Während saubere Energien weltweit in den kommenden Jahren dynamisch wachsen werden, sind in einzelnen, etablierten Märkten gegenläufige Entwicklungen zu beobachten. Förderungen für Windenergie werden gekürzt und Vergütungssysteme auf Ausschreibungen oder andere Marktmechanismen umgestellt und der Zubau der Windenergie in manchen Ländern dadurch begrenzt. Das verschärft den Wettbewerbsdruck. Die Optimierung der Kosten rund um ein Projekt gewinnt daher immer mehr an Bedeutung.

Diesen Entwicklungen trägt PNE WIND mit der Ausweitung des operativen Geschäfts Rechnung und will als "Clean Energy Solution Provider" die Chancen aus der Wandlung der Märkte nutzen. Aufbauend auf den umfangreichen Erfahrungen aus der erfolgreichen Entwicklung, Projektierung und Realisierung von Windparks werden künftig auch Projekte und Lösungen zur Planung, Errichtung und zum Betrieb von Kraftwerken mit sauberen Energien entwickelt und realisiert. Das ist Kern der neuen, im November 2017 vorgestellten Strategie.

Damit minimieren wir Marktrisiken, eröffnen PNE WIND neue Potenziale und Märkte und werden mittelfristig vor allem die bisher volatilen Ergebnisse verstetigen. Nach einer Übergangsphase, in der mit Investitionen die Weichen zur Umsetzung der Strategie (Scale-Up) gestellt werden, soll dies bis 2023 zu einem Anstieg des durchschnittlichen operativen Ergebnisses (EBIT) führen.

Im Geschäftsjahr 2018 erwarten wir zwar Vorleistungen in Höhe von rund 3 Mio. Euro für die strategische Erweiterung des Geschäftsmodells und die Vorbereitung des Eintritts in neue Märkte, rechnen aber dennoch mit einem deutlich positiven EBIT im Konzern in Höhe von 10 bis 16 Mio. Euro im Konzern. Das EBITDA im Konzern wird nach der Prognose in einer Spanne zwischen 20 bis 26 Mio. Euro erwartet. In diesen Ergebnissen sind keine Gewinne aus Projekten berücksichtigt, die in 2018 für das im Aufbau befindliche "Windparkportfolio 2020" errichtet werden sollen. Die PNE WIND AG erwartet für das Geschäftsjahr 2018 auf EBIT-Basis ein positives Ergebnis aus dem operativen Bereich in einer Größenordnung im unteren einstelligen Millionenbereich. Die MW-Zahlen der Projektierungspipeline sollen auch im Geschäftsjahr 2018 im Konzern mindestens konstant gehalten werden.

Cuxhaven, 20. März 2018

PNE WIND AG

Vorstand

Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS)

der PNE WIND AG, Cuxhaven, für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017

scroll

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Anhang 2017 2016
1. Umsatzerlöse VI.1. 114.076 248.577
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 63.331 1.591
3. Sonstige betriebliche Erträge VI.2. 9.483 9.075
4. Gesamtleistung 186.891 259.244
5. Materialaufwand -108.381 -96.951
6. Personalaufwand VI.3. -25.789 -25.423
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen IV.3. / V.1. / V.2. -5.466 -12.884
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen VI.4. -24.097 -26.918
9. Wertminderungsaufwand Geschäfts- oder Firmenwerte IV.3. / V.1. -28 -28
10. Betriebsergebnis 23.129 97.040
11. Erträge aus Beteiligungen 147 158
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge VI.5. 619 1.111
13. Erträge von assoziierten Unternehmen 1.002 644
14. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -85 0
15. Aufwendungen aus Verlustübernahme von assoziierten Unternehmen -42 -66
16. Zinsen und ähnliche Aufwendungen VI.6. -10.709 -17.331
17. Ergebnis vor Steuern 14.061 81.556
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag VI.7. 330 -14.362
19. Sonstige Steuern -156 -114
20. Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag vor nicht beherrschenden Anteilen 14.235 67.080
21. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Ergebnis V.7. -2.840 -1.893
22. Konzernjahresüberschuss / -fehlbetrag 17.075 68.973
Übriges Ergebnis / Posten, die möglicherweise zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
23. Währungsdifferenzen 90 -222
24. Sonstige 0 0
25. Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) 90 -222
26. Gesamtergebnis der Periode 14.325 66.857
Zurechnung des Konzernjahresergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft 17.075 68.973
Anteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresergebnis -2.840 -1.893
14.235 67.080
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode
Anteilseigner der Muttergesellschaft 17.165 68.750
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis -2.840 -1.893
14.325 66.857
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert) (in 1000) VI.8 76.556 76.556
Unverwässertes Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft (in EUR ) 0,22 0,90
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert) (in 1000) VI.8 78.709 78.615
Verwässertes Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft (in EUR ) 0,22 0,88

Konzernbilanz (IFRS)

der PNE WIND AG, Cuxhaven, zum 31. Dezember 2017

Aktiva

scroll

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Anhang Stand am 31.12.2017 Stand am 31.12.2016
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte IV. 1. / IV.3. / V.1.
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.444 3.991
2. Geschäfts- oder Firmenwert 63.381 63.409
66.825 67.400
II. Sachanlagen IV.2. / IV.3. / V.2.
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.379 14.855
2. Technische Anlagen und Maschinen 87.142 21.670
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.330 2.545
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21 159
103.872 39.230
III. Langfristige finanzielle Vermögenswerte IV. 5. / V.3.
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27 26
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 475 27.194
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.785 1.092
4. Sonstige Ausleihungen 178 115
5. Sonstige langfristige Darlehensforderungen 26 25
2.490 28.452
IV. Latente Steuern IV.6. / VI.7. 11.718 7.136
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte IV. 7. / V.4. 86.361 112.946
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände IV.9. / V.6.
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.119 13.187
2. Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen 61 1.472
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4.455 4.937
4. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und solche, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 642 2.533
5. Übrige Vermögenswerte 16.548 6.261
26.826 28.390
III. Steuerforderungen 1.208 754
IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente IV. 10. 193.984 147.686
493.285 431.994
Passiva
in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Anhang Stand am 31.12.2017 Stand am 31.12.2016
A. Eigenkapital V.6.
I. Gezeichnetes Kapital 76.556 76.556
II. Kapitalrücklage 82.288 82.288
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 5 5
2. Andere Gewinnrücklagen 46 46
51 51
IV. Fremdwährungsrücklage -908 -997
V. Konzernbilanzgewinn 84.911 76.883
VI. Nicht beherrschende Anteile V.7. -7.679 -5.393
235.220 229.388
B. Langfristige Schulden
I. Sonstige Rückstellungen IV. 12. / V.10. 1.060 7.945
II. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand IV. 14. / V.8. 855 902
III. Langfristige Finanzverbindlichkeiten IV. 13. / V.11.
1. Anleihen 6.357 104.526
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 65.965 11.334
3. Sonstige Finanzverbindlichkeiten 0 631
4. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 429 0
72.751 116.491
IV. Latente Steuerverbindlichkeiten IV.6. / VI.7. 4.247 3.347
C. Kurzfristige Schulden
I. Steuerrückstellungen V.9. 2.154 1.565
II. Sonstige Rückstellungen IV. 12. / V.10. 2.704 2.403
III. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten IV. 13. / V.11.
1. Anleihen 99.459 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.383 2.163
3. Sonstige Finanzverbindlichkeiten 1.087 8.623
4. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 179 346
107.109 11.131
IV. Sonstige Verbindlichkeiten IV. 13. / V. 12.
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.295 15.692
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 490 582
3. Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen und solchen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.347 1.562
4. Abgegrenzte Umsatzerlöse 17.894 16.308
5. Abgegrenzte Verbindlichkeiten 13.456 18.298
6. Übrige Verbindlichkeiten 8.701 6.380
67.183 58.822
493.285 431.994

Konzern-Kapitalfluss-Rechnung (IFRS)

der PNE WIND AG, Cuxhaven, für den Zeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2017

scroll

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Anhang 2017 2016
Konzernjahresergebnis 14.235 67.080
- / + Ertragsteuerertrag / -aufwand VI.7. -330 14.362
- / + Gezahlte / Erhaltene Ertragsteuern -1.360 -3.162
- / + Zinserträge und -aufwendungen VI.5. / VI.6. 10.091 16.219
- Gezahlte Zinsen -9.506 -13.580
+ Erhaltene Zinsen 618 1.075
Abschreibungen / Zuschreibungen auf immaterielle +/ - Vermögenswerte des Anlagevermögens, Sachanlagen und langfristige finanzielle Vermögenswerte 5.579 12.912
+/ - Zunahme / Abnahme der Rückstellungen V.10. 2.584 4.562
- / + Zahlungsunwirksame Erträge /Aufwendungen -5.273 -221
- Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens und aus der Endkonsolidierung III.2. -5.999 -64.630
+ / - Abnahme / Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva IV.7. / V.4. -7.070 17.149
+ , Abnahme / Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teilgewinnrealisierung IV.7./ IV.10. / V.3./ V.5. 9.759 -14.387
+ / - Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva IV.13.V.11./ V.12. 9.303 27.047
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 22.630 64.426
Einzahlungen aus Abgängen der immateriellen Vermögenswerte 9 0
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 445 3.114
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle Vermögenswerte V.1. / V.2. -70.015 -108.699
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 33.970 428
Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -1.239 0
+ Einzahlungen aus Verkäufen von konsolidierten Einheiten III.2. 18.115 103.334
Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Einheiten -7.535 -418
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -26.250 -2.241
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten V.13. 61.240 66.563
Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten V.13. -2.134 -43.392
- Auszahlung für Dividende -9.187 -3.062
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 49.919 20.109
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel (< = 3 Monate) 46.299 82.294
Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds -1 -20.684
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode IV.10. / VII.1. 147.686 86.076
Finanzmittelfonds am Ende der Periode* IV.10. /VII.1. 193.984 147.686
*davon als Sicherheit verpfändet V.13. 1.054 98

Konzern-Eigenkapitalspiegel (IFRS)

scroll

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
Stand zum 1. Januar 2016 76.555 82.287 51
Konzernjahresergebnis 2016 0 0 0
Dividende 0 0 0
Wandlung der Wandelanleihe 2014/2019 1 1 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2016 76.556 82.288 51
Konzernjahresergebnis 2017 0 0 0
Dividende 0 0 0
Sonstige Veränderungen 0 0 0
Stand zum 31. Dezember 2017 76.556 82.288 51

scroll

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Fremdwährungsrücklage Konzernbilanzergebnis Eigenkapital vor nicht beherrschenden Anteilen
Stand zum 1. Januar 2016 -775 10.912 169.030
Konzernjahresergebnis 2016 0 68.973 68.973
Dividende 0 -3.062 -3.062
Wandlung der Wandelanleihe 2014/2019 0 0 2
Sonstige Veränderungen -222 61 -162
Stand zum 31. Dezember 2016 -997 76.883 234.781
Konzernjahresergebnis 2017 0 17.075 17.075
Dividende 0 -9.187 -9.187
Sonstige Veränderungen 90 140 229
Stand zum 31. Dezember 2017 -908 84.911 242.899

scroll

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Nicht beherrschende Anteile Eigenkapital gesamt
Stand zum 1. Januar 2016 -3.102 165.928
Konzernjahresergebnis 2016 -1.893 67.080
Dividende 0 -3.062
Wandlung der Wandelanleihe 2014/2019 0 2
Sonstige Veränderungen -399 -561
Stand zum 31. Dezember 2016 -5.393 229.388
Konzernjahresergebnis 2017 -2.840 14.235
Dividende 0 -9.187
Sonstige Veränderungen 554 783
Stand zum 31. Dezember 2017 -7.679 235.220

Entwicklung des Konzernanlagevermögens (IFRS)

der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2017

scroll

Anschaffungs- Herstellungskosten
in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 1.1.2017 Veränderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Umgliederungen Abgänge Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2017
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.337 23 251 0 77 -2 9.531
2. Geschäfts- oder Firmenwert 147.777 0 0 0 0 -6 147.771
157.114 23 251 0 77 -8 157.302
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.668 0 33 0 0 -1 20.701
2. Technische Anlagen und Maschinen 49.058 202 68.991 341 86 -148 118.358
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.931 0 460 117 577 -10 5.921
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 163 0 338 -458 0 -18 25
75.820 202 69.822 0 663 -177 145.005
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.623 0 88 0 2 0 6.709
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 28.056 0 374 0 27.093 0 1.337
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.092 0 750 0 58 0 1.785
4. Sonstige Ausleihungen 153 0 104 0 41 0 216
35.924 0 1.316 0 27.194 0 10.046
268.858 225 71.389 0 27.933 -185 312.353

scroll

Kumulierte Abschreibungen
in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 1.1.2017 Veränderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2017
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.345 22 789 69 0 6.087
2. Geschäfts- oder Firmenwert 84.368 0 28 0 -6 84.390
89.713 22 817 69 -6 90.477
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.813 0 508 0 0 6.322
2. Technische Anlagen und Maschinen 27.387 184 3.783 28 -111 31.215
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.385 0 386 171 -9 3.591
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4 0 0 0 0 4
36.590 184 4.677 198 -120 41.133
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.597 0 85 0 0 6.682
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 862 0 0 0 0 862
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 38 0 0 0 0 38
7.497 0 85 0 0 7.582
133.800 206 5.579 267 -126 139.191

scroll

Buchwerte
in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 31.12.2017 Stand am 31.12.2016
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.444 3.991
2. Geschäfts- oder Firmenwert 63.381 63.409
66.825 67.400
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.379 14.855
2. Technische Anlagen und Maschinen 87.142 21.670
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.330 2.545
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 21 159
103.872 39.230
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27 26
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 475 27.194
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.785 1.092
4. Sonstige Ausleihungen 178 115
2.464 28.427
173.161 135.057

Entwicklung des Konzernanlagevermögens (IFRS)

der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2016

scroll

Anschaffungs- Herstellungskosten
in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 1.1.2016 Veränderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Umgliederungen Abgänge Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2016
--- --- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.469 1.604 264 0 0 -1 9.337
2. Geschäfts- oder Firmenwert 144.745 3.033 0 0 0 0 147.777
152.214 4.637 264 0 0 -1 157.114
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.749 -30 20 0 6.071 0 20.668
2. Technische Anlagen und Maschinen 189.507 -213.945 73.630 0 112 -22 49.058
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.680 0 633 0 386 4 5.931
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 22 -35.151 35.302 0 10 0 163
221.958 -249.126 109.585 0 6.579 -18 75.820
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.954 0 -922 0 409 0 6.623
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.513 0 26.521 22 1 0 28.056
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 604 528 1 -22 18 0 1.092
4. Sonstige Ausleihungen 153 0 1 0 1 0 153
10.224 528 25.601 0 428 0 35.924
384.396 -243.962 135.449 0 7.007 -19 268.858

scroll

Kumulierte Abschreibungen
in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 1.1.2016 Veränderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge Währungsdifferenzen Stand am 31.12.2016
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.769 0 576 0 0 5.345
2. Geschäfts- oder Firmenwert 84.340 0 28 0 0 84.368
89.109 0 604 0 0 89.713
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.155 0 753 2.094 0 5.813
2. Technische Anlagen und Maschinen 44.545 -27.860 10.750 59 11 27.387
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.908 0 767 292 3 3.385
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4 0 0 0 0 4
54.611 -27.860 12.269 2.445 14 36.590
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.597 0 0 0 0 6.597
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 862 0 0 0 0 862
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0 0 0 0 0 0
4. Sonstige Ausleihungen 0 0 38 0 0 38
7.459 0 38 0 0 7.497
151.180 -27.860 12.912 2.445 14 133.800

scroll

Buchwerte
in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Stand am 31.12.2016 Stand am 31.12.2015
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.991 2.700
2. Geschäfts- oder Firmenwert 63.409 60.405
67.400 63.105
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.855 19.594
2. Technische Anlagen und Maschinen 21.670 144.962
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.545 2.773
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 159 18
39.230 167.347
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26 1.357
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 27.194 650
3. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.092 604
4. Sonstige Ausleihungen 115 153
28.427 2.765
135.057 233.216

Konzern-Segmentberichterstattung (IFRS)

der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2017

scroll

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Projektierung Windkraftanlagen Stromerzeugung Konsolidierung
2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatzerlöse extern 106.526 223.053 7.550 25.524 0 0
Umsatzerlöse intern 81.361 -26.983 722 751 -82.083 26.232
Bestandsveränderungen -158 1.591 0 0 63.489 0
Sonstige betriebliche Erträge 9.232 9.300 1.553 1.883 -1.302 -2.108
Gesamtleistung 196.961 206.961 9.826 28.158 -19.896 24.124
Abschreibungen -2.368 -2.904 -3.126 -10.007 0 0
Betriebsergebnis 31.012 57.775 1.111 8.701 -8.993 30.564
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.816 6.133 5 415 -5.203 -5.437
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -15.367 -16.819 -545 -5.949 5.203 5.437
Steueraufwand und -ertrag -2.310 -3.039 -58 -2.154 2.698 -9.169
Investitionen 4.391 3.122 74.398 105.577 0 0
Segmentvermögen 599.187 584.535 115.249 24.925 -221.152 -177.466
Segmentschulden1 401.001 391.258 116.670 35.190 -259.606 -223.841
Segmenteigenkapital 198.186 193.277 -1.420 -10.265 38.453 46.375

scroll

in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) PNE WIND AG Konzern
2017 2016
--- --- ---
Umsatzerlöse extern 114.076 248.577
Umsatzerlöse intern 0 0
Bestandsveränderungen 63.331 1.591
Sonstige betriebliche Erträge 9.483 9.075
Gesamtleistung 186.891 259.244
Abschreibungen -5.494 -12.912
Betriebsergebnis 23.129 97.040
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 618 1.111
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.709 -17.331
Steueraufwand und -ertrag 330 -14.362
Investitionen 78.789 108.699
Segmentvermögen 493.285 431.994
Segmentschulden1 258.065 202.606
Segmenteigenkapital 235.220 229.388

1 Die abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden den Segmentschulden zugeordnet.

Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und Aufstellung des Anteilbesitzes

der PNE WIND AG, Cuxhaven, zum 31. Dezember 2017

scroll

Gesellschaft Sitz Beteiligungsquote Vorjahr

(%)
Beteiligungsquote

(%)
Eigenkapital

in TEUR
I. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
1 PNE WIND Betriebsführungs GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 1.264
2 PNE Biomasse GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 -86
3 PNE WIND Netzprojekt GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 866
4 PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00 -117
5 PNE WIND Grundstücks GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 132
6 PNE WIND Jules Verne GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 1.006
7 PNE WIND Nemo GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 1.006
8 PNE WIND Nautilus GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 1.006
9 PNE Erneuerbare Energien Offshore I GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 79
10 PNE Erneuerbare Energien Offshore II GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 79
11 PNE WIND Atlantis II GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 11
12 PNE WIND Atlantis III GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 11
13 Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 80
14 Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00 -36
15 PNE WIND Verwaltungs GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 53
16 energy consult GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 332
17 energy consult Prüfgesellschaft GmbH Husum 0,00 100,00 93
18 PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt A GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00 -132
19 PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt B GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00 -41
20 KG PNE WIND Park Kührstedt Alfstedt GmbH & Co. Cuxhaven 50,00 100,00 6
21 PNE WIND Park Calau II B GmbH & Co. KG Cuxhaven 100,00 100,00 -14
22 PNE WIND Ausland GmbH Cuxhaven 100,00 100,00 -1.363
23 PNE WIND USA Inc. Chicago, USA 100,00 100,00 -9.701
24 PNE WIND DEVELOPMENT LLC Chicago, USA 100,00 100,00 -2.986
25 Chilocco WIND FARM LLC Chicago, USA 100,00 100,00 -461
26 PNE WIND Central States LLC Minnesota, USA 100,00 100,00 -1.168
27 Underwood Windfarm LLC Minnesota, USA 100,00 100,00 -270
28 Butte Windfarm LLC Minnesota, USA 100,00 100,00 -1.979
29 PNE WIND Canada Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00 -722
30 NH North Hungarian Windfarm Kft. Budapest, Ungarn 100,00 100,00 62
31 PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd. Ankara, Türkei 50,00 100,00 1.659
32 PNE WIND Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei 100,00 100,00 -2.462
33 PNE WIND Bati Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei 100,00 100,00 -83
34 PNE WIND Güney Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei 100,00 100,00 -166
35 PNE WIND Kuzey Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei 100,00 100,00 -49
36 S.C. PNE WIND Romania Energy Holding S.R.L Bukarest, Rumänien 80,00 80,00 -1.108
37 S.C. PNE WIND Romania S.R.L Bukarest, Rumänien 100,00 100,00 -4.596
38 S.C. PNE WIND MVI S.R.L Bukarest, Rumänien 100,00 100,00 -1.416
39 S.C. EVN WINDPOWER DEVELOPMENT & CONSTRUCTION S.R.L. Bukarest, Rumänien 100,00 100,00 -1.040
40 PNE WIND Bulgaria EOOD Sofia, Bulgarien 100,00 100,00 -1.859
41 PNE WIND PARK Dobrudzha EOOD (vormals PNE WIND Park Dobrudzha OOD) Sofia, Bulgarien 51,00 100,00 -1.183
42 HKW Silbitz GmbH & Co. KG Silbitz 0,00 100,00 -2.527
43 WKN AG Husum 83,10 83,10 43.703
44 Windkraft Nord USA, Inc. Chicago, USA 100,00 100,00 799
45 WKN Italia s.r.l. Catania / Sizilien, Italien 100,00 100,00 -5.245
46 Aero Sol s.r.l Catania / Sizilien, Italien 100,00 100,00 57
47 Aero-Tanna s.r.l. Catania / Sizilien, Italien 100,00 100,00 428
48 ATS Energia s.r.l. Torremaggiore / Foggia, Italien 70,00 70,00 502
49 WKN France S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00 3.556
50 Sevivon Sp. z o.o. Koszalin, Polen 80,00 80,00 -15.512
51 VKS Vindkraft Sverige AB Motala, Schweden 80,00 80,00 1.626
52 WKN Windcurrent SA (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika 80,00 80,00 -3.575
53 NordStrom New Energy GmbH Husum 100,00 100,00 823
54 NordStrom Solar GmbH Husum 100,00 100,00 541
55 NordStrom Bioenergie GmbH Husum 100,00 100,00 -975
56 BGZ Fondsverwaltung GmbH Husum 100,00 100,00 207
57 WKN Sallachy Ltd. Glasgow, Großbritannien 100,00 100,00 -656
58 WKN Windpark Groß Niendorf GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 -9
59 Windpark Gerdau-Schwienau GmbH & Co. KG (vormals Plambeck Neue Energien Windparks Fonds VIII Gerdau-Schwienau GmbH & Co. KG) Cuxhaven 86,42 89,79 -4.696
60 Windpark Pülfringen GmbH & Co. KG (vormals Plambeck Neue Energien Windpark Pülfringen GmbH & Co. Betriebs KG) Cuxhaven 100,00 100,00 -3.494
61 PNE WIND Middle East GmbH Cuxhaven 0,00 100,00 79
62 PNE WIND Middle East Verwaltungs GmbH Cuxhaven 0,00 100,00 20
63 PNE WIND Middle East Alpha I GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 1
64 PNE WIND Middle East Alpha II GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 1
65 PNE WIND Middle East Beta I GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 1
66 PNE WIND Middle East Beta II GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 1
67 PNE WIND Middle East RE One GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 1
68 PNE WIND Middle East RE Two GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 1
69 PNE WIND Middle East Service GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 1
70 PNE WIND West Europe GmbH Cuxhaven 0,00 100,00 466
71 PNE WIND West Europe Verwaltungs GmbH Cuxhaven 0,00 100,00 21
72 PNE WIND Türkei HoldCo I GmbH Cuxhaven 0,00 100,00 3.361
73 Pavana GmbH Husum 0,00 100,00 684
74 Parc Eolien de Haie de Useroles S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00 -183
II. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Gesellschaften
1 Societa' Energetica Sarda s.r.l. Villaurbana / Sardinien, Italien 50,00 50,00 -38
2 PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH Cuxhaven 25,00 25,00 21
3 PNE WIND Park III GmbH & Co. KG Cuxhaven 25,00 25,00 54
4 Windpark Altenbruch GmbH Cuxhaven 50,00 50,00 897
III. Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Pilger Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00 0
2 Climax Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00 0
3 Watson Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00 0
4 Wadena Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00 0
5 Eston Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00 0
6 Whiska Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 100,00 100,00 0
7 Burleigh Wind LLC Chicago, USA 100,00 0,00 0
8 Netzanschluss Genthin GbR Nielebock 52,00 52,00 10
9 ATS Energia PE Sant' Agata s.r.l. Torremaggiore/ Foggia, Italien 52,00 52,00 0
10 ATS Energia PE Fiorentino s.r.l. Torremaggiore/ Foggia, Italien 52,00 52,00 6
11 ATS Energia PE Florio s.r.l. Torremaggiore/ Foggia, Italien 52,00 52,00 6
12 ATS Energia PE Valle s.r.l. Torremaggiore/ Foggia, Italien 52,00 52,00 6
13 WKN PE Piombino s.r.l. Catania/ Sizilien, Italien 74,90 74,90 14
14 WKN Solar PE 1 s.r.l. Catania/ Sizilien, Italien 100,00 100,00 -33
15 WKN Basilicata Development PE1 s.r.l. Catania/ Sizilien, Italien 100,00 100,00 -1
16 WKN Basilicata Development PE2 s.r.l. Catania/ Sizilien, Italien 100,00 100,00 3
17 WKN PE Polidon s.r.l. Catania/ Sizilien, Italien 100,00 100,00 6
18 Parc Eolien de Puchot S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00 -90
19 Parc Eolien des Grands Champs S.A.S.U. Nantes, Frankreich 100,00 100,00 -50
20 SAS la Haie Perron Nantes, Frankreich 100,00 100,00 -46
21 SAS Parc Eolien de la Tardoire Nantes, Frankreich 100,00 100,00 -24
22 SAS Parc Eolien d'Ermenonville de la Grande Nantes, Frankreich 100,00 100,00 -24
23 SAS Parc Eolien de La Fosse Descroix Nantes, Frankreich 0,00 100,00 k.A.
24 SAS Parc Eolien de La Plaine de la Minée Nantes, Frankreich 0,00 100,00 k.A.
25 SAS Parc Eolien de Pierre-Morains Nantes, Frankreich 0,00 100,00 k.A.
26 SAS Parc Eolien de Vill' Aire Nantes, Frankreich 0,00 100,00 k.A.
27 SAS Parc Eolien des Hauts Poiriers Nantes, Frankreich 0,00 100,00 k.A.
28 SAS Parc Eolien des Monts de Chalus Nantes, Frankreich 0,00 100,00 k.A.
29 SAS Parc Eolien de la Cote des Moulins Nantes, Frankreich 100,00 100,00 -9
30 SAS Parc Eolin de Dameraucourt Nantes, Frankreich 100,00 100,00 -9
31 SAS Parc Eolin de la Coutanciere Nantes, Frankreich 100,00 100,00 -9
32 Windfarm Polska III Sp. z o.o. Koszalin, Polen 60,00 60,00 -1.520
33 Windfarm Polska IV Sp. z o.o. Koszalin, Polen 80,00 80,00 -275
34 Windfarm Polska V Sp. z o.o. Koszalin, Polen 58,00 58,00 -110
35 Windfarm Polska VI Sp. z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00 -97
36 Windfarm Zomar Sp. z o.o. Koszalin, Polen 57,00 57,00 -61
37 Windfarm Polska II Sp. z o.o. Koszalin, Polen 100,00 100,00 -584
38 Vindpark Hultema i Motala AB Motala, Schweden 80,00 80,00 5
39 Vindpark Målarberget i Norberg AB Motala, Schweden 80,00 80,00 5
40 Vindpark Norrberget i Sala AB Motala, Schweden 80,00 80,00 5
41 Vindpark Näshult i Högsby AB Motala, Schweden 80,00 80,00 5
42 Banna Ba Pifhu Wind Farm (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika 80,00 80,00 -4
43 Ubuntu Wind Farm (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika 80,00 80,00 -68
44 Phemba PV (RF) PTY) Ltd. Wilderness, Südafrika 80,00 80,00 k.A.
45 Broadlands Solar PV Park (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika 80,00 80,00 k.A.
46 Windchills SPV (RF) (PTY) LTD Wilderness, Südafrika 80,00 80,00 k.A.
47 Haga Haga Wind Farm (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika 80,00 80,00 k.A.
48 WKN WERTEWIND GmbH Husum 0,00 100,00 25
49 WKN Turkey GmbH Husum 100,00 100,00 3
50 WKN Windkraft Nord Beteiligungs-GmbH Husum 100,00 100,00 109
51 Windpark Meerhof Verwaltungsgesellschaft mbH Husum 100,00 100,00 21
52 Zukunftsenergien Beteiligungs-GmbH Husum 100,00 100,00 5
53 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Daberkow KG Husum 100,00 100,00 k.A.
54 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Steffenshagen KG Husum 100,00 100,00 k.A.
55 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Immenrode KG Husum 100,00 100,00 k.A.
56 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Oelsig II KG Husum 100,00 100,00 k.A.
57 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Weinstraße KG Husum 100,00 100,00 k.A.
58 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Weinstraße II KG Husum 100,00 100,00 k.A.
59 WKN Windpark Beerfelde GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
60 WKN Windpark Kirchheilingen GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
61 WKN Windpark Zinndorf II GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
62 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Bebensee KG Husum 100,00 100,00 k.A.
63 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Berkenthin KG Husum 100,00 100,00 k.A.
64 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Hamwarde KG Husum 100,00 100,00 k.A.
65 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kuhs-Sarmstorf KG Husum 100,00 100,00 k.A.
66 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kollow KG Husum 100,00 100,00 k.A.
67 WKN Windpark Kittlitz III GmbH & Co. KG Husum 0,00 100,00 k.A.
68 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kleinbüllesheim KG Husum 100,00 100,00 k.A.
69 Windpark Rositz GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
70 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kannawurf KG Husum 100,00 100,00 k.A.
71 Windpark Brilon GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
72 WKN Windpark Groß Oesingen GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
73 WKN Windpark Großbrembach GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
74 WKN Windpark Hamwarde GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
75 WKN Windpark Lütau GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
76 WKN Windpark Großenehrich GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
77 WKN Windpark Christianshöhe GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
78 WKN Windpark Cornberg GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
79 WKN Windpark Wölsickendorf-Wollenberg GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
80 WKN Windpark Karstädt IV GmbH & Co. KG (vormals WKN Windpark 62 GmbH & Co. KG) Husum 100,00 100,00 k.A.
81 WKN Windpark 61 GmbH & Co. KG Husum 100,00 100,00 k.A.
82 NordStrom Beteiligungsgesellschaft mbH Husum 100,00 100,00 39
83 NordStrom Bioenergie Beteiligungsgesellschaft mbH Husum 100,00 100,00 21
84 REE GmbH Husum 100,00 100,00 48
85 GREENWIND GmbH Husum 100,00 100,00 40
86 EWEG Europäische Windenergie-Entwicklungsgesellschaft mbH Husum 100,00 100,00 19
87 IWC Bulgaria Project EOOD Dobrich, Bulgarien 100,00 100,00 -4.974
88 IWC Bulgaria 3 EOOD Dobrich, Bulgarien 100,00 100,00 k.A.
89 IWC Bulgaria 4 EOOD Dobrich, Bulgarien 100,00 100,00 k.A.
90 IWC Bulgaria WP 5 EOOD Dobrich, Bulgarien 100,00 100,00 k.A.
91 IWC Bulgaria 6 EOOD Dobrich, Bulgarien 100,00 100,00 k.A.
92 Innovative Wind Concepts GmbH Husum 100,00 100,00 -41
93 PNE WIND Park Nordleda A GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 k.A.
94 PNE WIND Park Nordleda B GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 k.A.
95 PNE WIND Park XIV GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 k.A.
96 PNE WIND Park XV GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 k.A.
97 PNE WIND Park XVI GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 k.A.
98 PNE WIND Park XVII GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 k.A.
99 PNE WIND Park XVIII GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 k.A.
100 PNE WIND Park XIX GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 k.A.
101 PNE WIND Park XX GmbH & Co. KG Cuxhaven 0,00 100,00 k.A.
IV. Nicht einbezogene assoziierte Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Windpark Köhlen GmbH Oldenburg 50,00 50,00 1.499
2 Elbe-Weser-Windkraft GmbH Cuxhaven 50,00 50,00 20
3 STEAG ve PNE WIND Rüzgar Enerjisi ÜretimA.S. Ankara, Türkei 50,00 50,00 -58
4 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Milda KG Husum 50,00 50,00 15
5 EVN Energieversorgung Nord GmbH & Co. KG Husum 50,00 50,00 -247
6 Windpark Gebstedt GmbH & Co. KG (vormals WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Weinstraße KG) Husum 100,00 50,00 k.A.

scroll

Gesellschaft Sitz Jahresergebnis

in TEUR
Zeitpunkt der Erstkonsolidierung

in TEUR
I. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
1 PNE WIND Betriebsführungs GmbH Cuxhaven 691 31.12.1998
2 PNE Biomasse GmbH Cuxhaven 1221 23.04.2000
3 PNE WIND Netzprojekt GmbH Cuxhaven 08 01.01.2002
4 PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG Cuxhaven -271 29.12.2004
5 PNE WIND Grundstücks GmbH Cuxhaven 131 01.12.2000
6 PNE WIND Jules Verne GmbH Cuxhaven -201 30.06.2010
7 PNE WIND Nemo GmbH Cuxhaven -201 30.06.2010
8 PNE WIND Nautilus GmbH Cuxhaven -201 30.06.2010
9 PNE Erneuerbare Energien Offshore I GmbH Cuxhaven -191 24.11.2016
10 PNE Erneuerbare Energien Offshore II GmbH Cuxhaven -191 24.11.2016
11 PNE WIND Atlantis II GmbH Cuxhaven -201 18.06.2013
12 PNE WIND Atlantis III GmbH Cuxhaven -201 18.06.2013
13 Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH Cuxhaven -31 16.07.2011
14 Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG Cuxhaven -201 16.07.2011
15 PNE WIND Verwaltungs GmbH Cuxhaven 41 21.11.2012
16 energy consult GmbH Cuxhaven 08 11.12.2013
17 energy consult Prüfgesellschaft GmbH Husum -71 11.08.2017
18 PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt A GmbH & Co. KG Cuxhaven -1111 01.04.2013
19 PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt B GmbH & Co. KG Cuxhaven -311 01.04.2013
20 KG PNE WIND Park Kührstedt Alfstedt GmbH & Co. Cuxhaven 241 31.03.2017
21 PNE WIND Park Calau II B GmbH & Co. KG Cuxhaven 432 01.04.2013
22 PNE WIND Ausland GmbH Cuxhaven 481 16.11.2007
23 PNE WIND USA Inc. Chicago, USA -1.4951 27.10.2008
24 PNE WIND DEVELOPMENT LLC Chicago, USA -1.1921 29.07.2011
25 Chilocco WIND FARM LLC Chicago, USA -101 01.10.2012
26 PNE WIND Central States LLC Minnesota, USA -341 01.10.2009
27 Underwood Windfarm LLC Minnesota, USA -51 01.10.2009
28 Butte Windfarm LLC Minnesota, USA -161 01.10.2009
29 PNE WIND Canada Inc. New Brunswick, Kanada 131 26.01.2010
30 NH North Hungarian Windfarm Kft. Budapest, Ungarn -181 07.08.2008
31 PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd. Ankara, Türkei -281 08.12.2017
32 PNE WIND Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei -9631 20.02.2015
33 PNE WIND Bati Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei -461 16.09.2015
34 PNE WIND Güney Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei -931 16.09.2015
35 PNE WIND Kuzey Rüzgari Elektrik Üretim Ltd. Ankara, Türkei -401 10.10.2016
36 S.C. PNE WIND Romania Energy Holding S.R.L Bukarest, Rumänien -2511 10.05.2012
37 S.C. PNE WIND Romania S.R.L Bukarest, Rumänien -1.2301 27.11.2008
38 S.C. PNE WIND MVI S.R.L Bukarest, Rumänien -981 31.08.2012
39 S.C. EVN WINDPOWER DEVELOPMENT & CONSTRUCTION S.R.L. Bukarest, Rumänien -2611 14.11.2012
40 PNE WIND Bulgaria EOOD Sofia, Bulgarien -721 09.11.2010
41 PNE WIND PARK Dobrudzha EOOD (vormals PNE WIND Park Dobrudzha OOD) Sofia, Bulgarien -381 26.03.2010
42 HKW Silbitz GmbH & Co. KG Silbitz 1.2101 01.09.2009
43 WKN AG Husum 4.0151 04.07.2013
44 Windkraft Nord USA, Inc. Chicago, USA 2.0221 04.07.2013
45 WKN Italia s.r.l. Catania / Sizilien, Italien -2421 04.07.2013
46 Aero Sol s.r.l Catania / Sizilien, Italien -3831 04.07.2013
47 Aero-Tanna s.r.l. Catania / Sizilien, Italien -711 04.07.2013
48 ATS Energia s.r.l. Torremaggiore / Foggia, Italien -1061 04.07.2013
49 WKN France S.A.S.U. Nantes, Frankreich 4.4441 04.07.2013
50 Sevivon Sp. z o.o. Koszalin, Polen -2.4171 04.07.2013
51 VKS Vindkraft Sverige AB Motala, Schweden 1.6151 04.07.2013
52 WKN Windcurrent SA (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika -2.8041 04.07.2013
53 NordStrom New Energy GmbH Husum 05 04.07.2013
54 NordStrom Solar GmbH Husum 311 04.07.2013
55 NordStrom Bioenergie GmbH Husum -61 04.07.2013
56 BGZ Fondsverwaltung GmbH Husum 05 04.07.2013
57 WKN Sallachy Ltd. Glasgow, Großbritannien -2742 01.07.2015
58 WKN Windpark Groß Niendorf GmbH & Co. KG Husum -31 01.07.2015
59 Windpark Gerdau-Schwienau GmbH & Co. KG (vormals Plambeck Neue Energien Windparks Fonds VIII Gerdau-Schwienau GmbH & Co. KG) Cuxhaven 1081 01.10.2016
60 Windpark Pülfringen GmbH & Co. KG (vormals Plambeck Neue Energien Windpark Pülfringen GmbH & Co. Betriebs KG) Cuxhaven -1741 01.10.2016
61 PNE WIND Middle East GmbH Cuxhaven -211 22.02.2017
62 PNE WIND Middle East Verwaltungs GmbH Cuxhaven -51 06.07.2017
63 PNE WIND Middle East Alpha I GmbH & Co. KG Cuxhaven -11 28.08.2017
64 PNE WIND Middle East Alpha II GmbH & Co. KG Cuxhaven -11 28.08.2017
65 PNE WIND Middle East Beta I GmbH & Co. KG Cuxhaven -11 28.08.2017
66 PNE WIND Middle East Beta II GmbH & Co. KG Cuxhaven -11 28.08.2017
67 PNE WIND Middle East RE One GmbH & Co. KG Cuxhaven -11 28.08.2017
68 PNE WIND Middle East RE Two GmbH & Co. KG Cuxhaven -11 28.08.2017
69 PNE WIND Middle East Service GmbH & Co. KG Cuxhaven -11 28.08.2017
70 PNE WIND West Europe GmbH Cuxhaven -341 12.06.2017
71 PNE WIND West Europe Verwaltungs GmbH Cuxhaven -41 10.07.2017
72 PNE WIND Türkei HoldCo I GmbH Cuxhaven -61 30.05.2017
73 Pavana GmbH Husum -2041 30.09.2017
74 Parc Eolien de Haie de Useroles S.A.S.U. Nantes, Frankreich -652 31.12.2016
II. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Gesellschaften
1 Societa' Energetica Sarda s.r.l. Villaurbana / Sardinien, Italien -283 04.07.2013
2 PNE WIND Infrastruktur Calau II GmbH Cuxhaven -12 01.04.2013
3 PNE WIND Park III GmbH & Co. KG Cuxhaven 402 01.04.2013
4 Windpark Altenbruch GmbH Cuxhaven -82 01.10.2016
III. Nicht einbezogene Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Pilger Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 02
2 Climax Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 02
3 Watson Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 02
4 Wadena Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 02
5 Eston Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 02
6 Whiska Wind Farm Inc. New Brunswick, Kanada 02
7 Burleigh Wind LLC Chicago, USA 02
8 Netzanschluss Genthin GbR Nielebock 182
9 ATS Energia PE Sant' Agata s.r.l. Torremaggiore/ Foggia, Italien -81
10 ATS Energia PE Fiorentino s.r.l. Torremaggiore/ Foggia, Italien -43
11 ATS Energia PE Florio s.r.l. Torremaggiore/ Foggia, Italien -43
12 ATS Energia PE Valle s.r.l. Torremaggiore/ Foggia, Italien -43
13 WKN PE Piombino s.r.l. Catania/ Sizilien, Italien -33
14 WKN Solar PE 1 s.r.l. Catania/ Sizilien, Italien 03
15 WKN Basilicata Development PE1 s.r.l. Catania/ Sizilien, Italien -43
16 WKN Basilicata Development PE2 s.r.l. Catania/ Sizilien, Italien -43
17 WKN PE Polidon s.r.l. Catania/ Sizilien, Italien -33
18 Parc Eolien de Puchot S.A.S.U. Nantes, Frankreich -143
19 Parc Eolien des Grands Champs S.A.S.U. Nantes, Frankreich -73
20 SAS la Haie Perron Nantes, Frankreich -93
21 SAS Parc Eolien de la Tardoire Nantes, Frankreich -93
22 SAS Parc Eolien d'Ermenonville de la Grande Nantes, Frankreich -93
23 SAS Parc Eolien de La Fosse Descroix Nantes, Frankreich k.A.6
24 SAS Parc Eolien de La Plaine de la Minée Nantes, Frankreich k.A.6
25 SAS Parc Eolien de Pierre-Morains Nantes, Frankreich k.A.6
26 SAS Parc Eolien de Vill' Aire Nantes, Frankreich k.A.6
27 SAS Parc Eolien des Hauts Poiriers Nantes, Frankreich k.A.6
28 SAS Parc Eolien des Monts de Chalus Nantes, Frankreich k.A.6
29 SAS Parc Eolien de la Cote des Moulins Nantes, Frankreich -93
30 SAS Parc Eolin de Dameraucourt Nantes, Frankreich -93
31 SAS Parc Eolin de la Coutanciere Nantes, Frankreich -93
32 Windfarm Polska III Sp. z o.o. Koszalin, Polen -4233
33 Windfarm Polska IV Sp. z o.o. Koszalin, Polen -453
34 Windfarm Polska V Sp. z o.o. Koszalin, Polen -333
35 Windfarm Polska VI Sp. z o.o. Koszalin, Polen -183
36 Windfarm Zomar Sp. z o.o. Koszalin, Polen -153
37 Windfarm Polska II Sp. z o.o. Koszalin, Polen -1653
38 Vindpark Hultema i Motala AB Motala, Schweden 02
39 Vindpark Målarberget i Norberg AB Motala, Schweden 02
40 Vindpark Norrberget i Sala AB Motala, Schweden 02
41 Vindpark Näshult i Högsby AB Motala, Schweden 02
42 Banna Ba Pifhu Wind Farm (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika 01
43 Ubuntu Wind Farm (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika -91
44 Phemba PV (RF) PTY) Ltd. Wilderness, Südafrika k.A.6
45 Broadlands Solar PV Park (Pty) Ltd. Wilderness, Südafrika k.A.6
46 Windchills SPV (RF) (PTY) LTD Wilderness, Südafrika k.A.6
47 Haga Haga Wind Farm (RF) (Pty) Ltd Wilderness, Südafrika k.A.6
48 WKN WERTEWIND GmbH Husum -642
49 WKN Turkey GmbH Husum -43
50 WKN Windkraft Nord Beteiligungs-GmbH Husum 523
51 Windpark Meerhof Verwaltungsgesellschaft mbH Husum 33
52 Zukunftsenergien Beteiligungs-GmbH Husum -13
53 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Daberkow KG Husum k.A.6
54 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Steffenshagen KG Husum k.A.6
55 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Immenrode KG Husum k.A.6
56 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Oelsig II KG Husum k.A.6
57 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Weinstraße KG Husum k.A.6
58 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Weinstraße II KG Husum k.A.6
59 WKN Windpark Beerfelde GmbH & Co. KG Husum k.A.6
60 WKN Windpark Kirchheilingen GmbH & Co. KG Husum k.A.6
61 WKN Windpark Zinndorf II GmbH & Co. KG Husum k.A.6
62 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Bebensee KG Husum k.A.6
63 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Berkenthin KG Husum k.A.6
64 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Hamwarde KG Husum k.A.6
65 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kuhs-Sarmstorf KG Husum k.A.6
66 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kollow KG Husum k.A.6
67 WKN Windpark Kittlitz III GmbH & Co. KG Husum k.A.6
68 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kleinbüllesheim KG Husum k.A.6
69 Windpark Rositz GmbH & Co. KG Husum k.A.6
70 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Kannawurf KG Husum k.A.6
71 Windpark Brilon GmbH & Co. KG Husum k.A.6
72 WKN Windpark Groß Oesingen GmbH & Co. KG Husum k.A.6
73 WKN Windpark Großbrembach GmbH & Co. KG Husum k.A.6
74 WKN Windpark Hamwarde GmbH & Co. KG Husum k.A.6
75 WKN Windpark Lütau GmbH & Co. KG Husum k.A.6
76 WKN Windpark Großenehrich GmbH & Co. KG Husum k.A.6
77 WKN Windpark Christianshöhe GmbH & Co. KG Husum k.A.6
78 WKN Windpark Cornberg GmbH & Co. KG Husum k.A.6
79 WKN Windpark Wölsickendorf-Wollenberg GmbH & Co. KG Husum k.A.6
80 WKN Windpark Karstädt IV GmbH & Co. KG (vormals WKN Windpark 62 GmbH & Co. KG) Husum k.A.6
81 WKN Windpark 61 GmbH & Co. KG Husum k.A.6
82 NordStrom Beteiligungsgesellschaft mbH Husum 33
83 NordStrom Bioenergie Beteiligungsgesellschaft mbH Husum 03
84 REE GmbH Husum 23
85 GREENWIND GmbH Husum 63
86 EWEG Europäische Windenergie-Entwicklungsgesellschaft mbH Husum 03
87 IWC Bulgaria Project EOOD Dobrich, Bulgarien -812
88 IWC Bulgaria 3 EOOD Dobrich, Bulgarien k.A.6
89 IWC Bulgaria 4 EOOD Dobrich, Bulgarien k.A.6
90 IWC Bulgaria WP 5 EOOD Dobrich, Bulgarien k.A.6
91 IWC Bulgaria 6 EOOD Dobrich, Bulgarien k.A.6
92 Innovative Wind Concepts GmbH Husum -1834
93 PNE WIND Park Nordleda A GmbH & Co. KG Cuxhaven k.A.6
94 PNE WIND Park Nordleda B GmbH & Co. KG Cuxhaven k.A.6
95 PNE WIND Park XIV GmbH & Co. KG Cuxhaven k.A.6
96 PNE WIND Park XV GmbH & Co. KG Cuxhaven k.A.6
97 PNE WIND Park XVI GmbH & Co. KG Cuxhaven k.A.6
98 PNE WIND Park XVII GmbH & Co. KG Cuxhaven k.A.6
99 PNE WIND Park XVIII GmbH & Co. KG Cuxhaven k.A.6
100 PNE WIND Park XIX GmbH & Co. KG Cuxhaven k.A.6
101 PNE WIND Park XX GmbH & Co. KG Cuxhaven k.A.6
IV. Nicht einbezogene assoziierte Gesellschaften aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Windpark Köhlen GmbH Oldenburg 452
2 Elbe-Weser-Windkraft GmbH Cuxhaven -12
3 STEAG ve PNE WIND Rüzgar Enerjisi ÜretimA.S. Ankara, Türkei -342
4 WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Milda KG Husum 03
5 EVN Energieversorgung Nord GmbH & Co. KG Husum -133
6 Windpark Gebstedt GmbH & Co. KG (vormals WKN Windkraft Nord GmbH & Co. Windpark Weinstraße KG) Husum k.A.6

1 gem. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

2 gem. vorläufigem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2017

3 gem. Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016

4 gem. Jahresabschluss zum 30. September 2016

5 nach Ergebnisabführung an WKN AG

6 bisher keine Aufnahme des operativen Geschäftsbetriebs

7 enthalten im Ergebnis der Windkraft Nord USA Inc.

8 nach Ergebnisabführung an PNE WIND AG

Konzernanhang

der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2017

I. Handelsregister und Gegenstand des Unternehmens

Die PNE WIND AG (im Folgenden auch "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Cuxhaven, Peter-Henlein-Straße 2-4, Deutschland. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 1 10360 in das Handelsregister beim Amtsgericht Tostedt eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft umfassten im Berichtsjahr im Wesentlichen die Projektierung, Errichtung und den Betrieb von Windparks und Umspannwerken zur Stromerzeugung sowie den Service von Windkraftanlagen.

II. Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze

1. Going Concern

Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Auf Risiken, die den Bestand des Unternehmens möglicherweise gefährden könnten, wird im Konzernlagebericht der Gesellschaft eingegangen.

2. Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der PNE WIND AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in der EU zu berücksichtigen sind.

Soweit nichts anderes angegeben ist, wird der vorstehende Konzernabschluss in Euro (EUR) aufgestellt und grundsätzlich auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund dieser Rundungen kann es bei Darstellungen innerhalb dieses IFRS-Konzernanhangs möglich sein, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren.

Der Konzernabschluss entspricht den Anforderungen des § 315 e HGB.

Dem Konzernabschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde. Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage der historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten aufgestellt. Davon ausgenommen sind einzelne Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt wurden.

Der vom Vorstand zum 31. Dezember 2017 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde in der Vorstandssitzung am 12. März 2018 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der zum 31. Dezember 2017 aufgestellte Konzernabschluss wird beim Betreiber des Bundesanzeigers eingereicht.

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2017 die nachfolgend aufgeführten Änderungen von IFRS-Standards erstmalig angewendet. Hieraus haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss ergeben.

scroll

Standard / Interpretation Datum des EU-Endorsement Anwendungspflicht in der EU
Änderungen zu IAS 12: Ansatz latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste 6. November 2017 1. Januar 2017
Änderungen zu IAS 7: Angabeninitiative -Uberleitung von Schulden aus Finanzie -rungstätigkeiten 6. November 2017 1. Januar 2017

Im Geschäftsjahr 2017 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, teilweise von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen, nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:

scroll

Standard / Interpretation Datum des EU-Endorsement (vorr.) Anwendungspflicht in der EU
IFRS 9: Neuer Standard "Finanzinstrumente": Einordnung und Bewertung von Finanzinstrumenten 22. November 2016 1. Januar 2018
IFRS 14: Neuer Standard "Regulatorische Abgrenzungsposten" Übernahme wird nicht vorgeschlagen offen
IFRS 15: Neuer Standard "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" 22. September 2016 1. Januar 2018
Klarstellung zu IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" 31. Oktober 2017 1. Januar 2018
IFRS 16: Neuer Standard "Leasingverhältnisse" 31. Oktober 2017 1. Januar 2019
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Veräußerung oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und einem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture offen Vom IASB auf unbestimmte Zeit verschoben
Änderungen an IFRS 2: Einstufung und Bewertung von anteilsbasierten Vergütungen 26. Februar 2018 1. Januar 2018
Änderungen an IFRS 4: Anwendung von IFRS 9 "Finanzinstrumente" in Verbindung mit IFRS 4 3. November 2017 1. Januar 2018
Änderungen an IAS 40: Übertragung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien Noch nicht übernommen 1. Januar 2018
Jährliches Verbesserungsprojekt "Improvements to IFRSs 2014-2016 Cycle" 7. Februar 2018 1. Januar 2017/1.Januar 2018
IFRIC 22: neue Interpretation "Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen" Noch nicht übernommen 1. Januar 2018
IFRIC 23: neue Interpretation "Unsicherheit bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung" Noch nicht übernommen 1. Januar 2019
Änderungen an IAS 28: Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures Noch nicht übernommen 1. Januar 2019
Änderungen an IFRS 9: Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung Noch nicht übernommen 1. Januar 2019
Jährliches Verbesserungsprojekt "Improvements to IFRSs 2015-2017 Cycle" Noch nicht übernommen 1. Januar 2019
IFRS 17: Neuer Standard "Versicherungsverträge" Noch nicht übernommen 1. Januar 2021

Die Anwendungspflicht in der EU stellt dabei den Zeitpunkt dar, in dem die neue Rechnungslegungsvorschrift voraussichtlich erstmals bei der PNE WIND AG berücksichtigt wird. Der Konzern wendete keinen neuen Standard, keine neue Interpretation oder Änderung an einem Standard vorzeitig in 2017 an.

IFRS 9 "Finanzinstrumente"

Neuer Standard, der am 12. November 2009 verabschiedet wurde. Im Zusammenhang mit dem neuen Standard wurden "Änderungen an IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39 - Verpflichtender Erstanwendungszeitpunkt und Angaben zum Ubergang" sowie "Änderungen an IFRS 9, IFRS 7 und IAS 39 - Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen" veröffentlicht. IFRS 9 enthält neue Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten, grundlegende Änderungen bezüglich der Bilanzierung von Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte sowie überarbeitete Regelungen zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen.

Bei der Bewertung von Finanzinstrumenten hält IFRS 9 an den bisherigen Wertmaßstäben "fortgeführte Anschaffungskosten" und "beizulegender Zeitwert" fest. Die Zuordnung finanzieller Vermögenswerte zu diesen Bewertungskategorien hängt zukünftig jedoch von zwei Kriterien ab: dem zu grunde liegenden Geschäftsmodell des Portfolios, dem der finanzielle Vermögenswert zugeordnet ist, sowie der konkreten Ausgestaltung der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme.

Die Erfassung von Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte bezieht sich nach IFRS 9 künftig auf die erwarteten Verluste. Der allgemeine Ansatz sieht ein dreistufiges Modell zur Ermittlung der Risikovorsorge vor. In Abhängigkeit des Kreditausfallrisikos des Kontrahenten erfordert das Modell ein unterschiedliches Ausmaß an Wertberichtigung. Für bestimmte Finanzinstrumente, wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gilt ein vereinfachtes Verfahren zur Erfassung von Wertminderungen.

Die Regelungen des IFRS 9 bezüglich der Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen orientieren sich stärker an der Risikomanagementstrategie des Unternehmens.

Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss ist abgeschlossen. Das Management geht davon aus, dass bezüglich der meisten Finanzinstrumente eine Klassifizierung nach IFRS 9 keine Änderung der Bewertung gegenüber IAS 39 zur Folge hat. Lediglich Anteile an verbundenen Unternehmen sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind nach IFRS 9 ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten, da die vertraglich vereinbarten Zahlungsströme nicht nur Zins- und Tilgungszahlungen umfassen. Nach IAS 39 wurden diese Anteile bisher der Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" zugeordnet, so dass deren Wertänderungen - sofern vorhanden - im sonstigen Ergebnis erfasst worden wären. Hinsichtlich der Wertminderungen werden aus dem "expected-loss"- Modell nach IFRS 9 keine wesentlichen Änderungen erwartet. Grundsätzlich sind die Anhangangaben zu Finanzinstrumenten angesichts detaillierterer Vorschriften punktuell auszuweiten.

IFRS 15 "Umsatzerlöse"

Der Standard regelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. IFRS 15 ersetzt IAS 18 ,Erlöse', IAS 11 ,Fertigungsaufträge' und eine Reihe von erlösbezogenen Interpretationen. Die Anwendung von IFRS 15 ist für alle IFRS-Anwender verpflichtend und gilt für fast alle Verträge mit Kunden - die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge.

Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15 auf den Konzernabschluss ist abgeschlossen; neben umfangreicheren Anhangangaben erwartet das Management auf Basis der voraussichtlich zu erfassenden Umsätze keine bzw. geringfügige Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 15. Enthalten Verträge mehrere Leistungsverpflichtungen, stimmen die aus den einzelnen Leistungsverpflichtungen realisierten Umsatzerlöse bereits mit deren Einzelveräußerungspreisen überein. Auch hinsichtlich des Zeitpunkts der Umsatzrealisierung ergeben sich durch IFRS 15 keine Änderungen. PNE wird IFRS 15 erstmalig für das am 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr anwenden. PNE sieht derzeit vor, die Erstanwendung gemäß der modifiziert retrospektiven Methode vorzunehmen.

IFRS 16 "Leasingverhältnisse"

IFRS 16 regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ersetzt den Vorgängerstandard IAS 17. Nach dem neuen Standard besteht nunmehr eine grundsätzliche Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer. Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer künftig das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand (sog. right-of-use asset) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit. Dabei sind die Regelungen des IFRS 16 auf jeden Vertrag einzeln anzuwenden. Leasinggeber und Leasingnehmer haben allerdings unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, anstelle einer Einzelbetrachtung Portfolien anzuwenden, auf die dann die Regelungen des IFRS 16 angewendet werden. Zudem bestehen einzelne Erleichterungswahlrechte für Leasingnehmer in Hinblick auf kurzfristige Leasingverhältnisse sowie Vereinbarungen über geringwertige Vermögenswerte.

Für Leasinggeber besteht auch nach dem neuen Standard unverändert eine Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Mietleasingverträgen.

IFRS 16 sieht neben Änderungen in der Bilanzierung auch eine Ausweitung der Angabepflichten sowohl für Leasinggeber als auch für Leasingnehmer vor.

Die Analyse der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Als wesentlichste Auswirkung wurde bislang identifiziert, dass der Konzern für bestehende "Operating Lease"-Verträge (siehe X. Sonstige Angaben Tz. 1), bei denen PNE Leasingnehmer ist, neue Vermögenswerte (Nutzungsrechte) und Schulden erfassen wird. Darüber hinaus wird es Änderungen in der Erfassung von Aufwendungen, die mit diesen Leasingverhältnissen verbunden sind, geben. Derzeit werden die Miet- und Leasingraten aus "Operating Lease"-Verträgen aufwandswirksam linear über die Vertragslaufzeit erfasst. Mit Anwendung des IFRS 16 sind Abschreibungsaufwendungen für Nutzungsrechte und Zinsaufwendungen unter Anwendung der Effektivzinsmethode für die Schulden aus den Leasingverträgen über die Laufzeit der Leasingverhältnisse ergebniswirksam zu erfassen.

Auf eine weitere detaillierte Darstellung von neuen oder geänderten Standards bzw. Interpretationen wird im Folgenden verzichtet, da die Auswirkungen aus ihrer erstmaligen Anwendung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns voraussichtlich von untergeordneter Bedeutung sein werden.

III. Konsolidierungsgrundsätze

1. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden im Wege der Vollkonsolidierung alle Unternehmen einbezogen, über welche die Konzernobergesellschaft die Beherrschung ausübt. Beherrschung eines Beteiligungsunternehmens ist dann gegeben, wenn ein Investor schwankenden Renditen aus seinem Engagement in dem Beteiligungsunternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen zu beeinflussen. In den Konsolidierungskreis werden auch Windparkbetreibergesellschaften, die aufgrund dieser Kriterien vom Mutterunternehmen oder damit verbundenen Unternehmen beherrscht werden, einbezogen.

Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften erstmalig in den Konzernkreis einbezogen (in Klammern Erstkonsolidierungszeitpunkt, Anteilshöhe und Segmentzuordnung):

1. Energy consult Prüfgesellschaft, Husum (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 11. August 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

2. PNE WIND Middle East GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 22. Februar 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

3. PNE WIND Middle East Verwaltungs GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 6. Juli 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

4. PNE WIND Middle East Alpha I GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 28. August 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

5. PNE WIND Middle East Alpha II GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 28. August 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

6. PNE WIND Middle East Beta I GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 28. August 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

7. PNE WIND Middle East Beta II GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 28. August 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

8. PNE WIND Middle East RE One GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 28. August 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

9. PNE WIND Middle East RE Two GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 28. August 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

10. PNE WIND Middle East Service GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 28. August 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

11. PNE WIND West Europe GmbH, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 12. Juni 2017, Segment Stromerzeugung) (Gegründet),

12. PNE WIND West Europe Verwaltungs GmbH, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 10. Juli 2017, Segment Stromerzeugung) (Gegründet),

13. PNE WIND Türkei HoldCo I GmbH, Cuxhaven, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 30. Mai 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

14. Pavana GmbH, Husum, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 30. September 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet),

15. SAS Parc Eolien de Longèves, Nantes, Frankreich, (100 Prozent, Erstkonsolidierung zum 30. Juni 2017, Segment Projektierung von Windkraftanlagen) (Gegründet) (die Gesellschaft wurde im Berichtsjahr bereits weiter veräußert - siehe unten).

Gegenstand des Unternehmen Nr. 1 ist die Durchführung von technischen Prüfungen, Inspektionen und Begutachtungen an Anlagen zur Erzeugung von erneuerbaren Energien.

Gegenstand der Unternehmen Nr. 2 und Nr. 3 ist die Ausübung einer Beteiligungsgesellschaft für Kooperationen zur Entwicklung, Projektierung und Umsetzung von Windparkprojekten im Ausland.

Gegenstand der Unternehmen Nr. 4 - 10 und Nr. 15 ist die Errichtung und der Betrieb von Windkraftanlagen in Form von Windparks sowie die Veräußerung der erzeugten elektrischen Energie.

Gegenstand der Unternehmen Nr. 11 - 13 ist die Ausübung der Tätigkeit einer geschäftsleitenden Gesellschaft, insbesondere der Erwerb und die Verwaltung von Unternehmen und Beteiligungen, der Erwerb im In- und Ausland, insbesondere von Windparks.

Gegenstand des Unternehmen Nr. 14 ist die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der erneuerbaren Energien.

Die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaften Nr. 1 - 15 waren zum Erstkonsolidierungszeitpunkt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich.

Im Berichtszeitraum veränderte sich die Anteilsquote bei den folgenden Gesellschaften, die in den Konzernkreis einbezogen werden bzw. im Vorjahr einbezogen wurden:

PNE WIND PARK Dobrudzha EOOD, Sofia, Bulgarien (von 51,0 Prozent auf 100 Prozent, Segment Projektierung von Windkraftanlagen)

Durch die Veränderung der Anteilsquote hat sich keine Veränderung der Konsolidierungsart, sondern lediglich eine Veränderung der Minderheiten von rd. TEUR 600 ergeben. Das gezahlte Entgelt für den Erwerb der Anteile betrug rd. TEUR 3. Aus der Transaktion ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns.

PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd., Ankara, Türkei (von 50 Prozent auf 100 Prozent, Segment Projektierung von Windkraftanlagen)

Durch die Veränderung der Anteilsquote und der damit einhergehenden vollständigen Kontrolle über die PNE WIND Yenienelilir Enerjiler Ltd. sind dem Konzern im Rahmen der Übergangskonsolidierung Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 2,6 Mio. Euro, davon Zahlungsmittel in Höhe von 1,9 Mio. Euro, sowie Schulden in Höhe von 0,0 Mio. Euro zugegangen. Bis zum Zeitpunkt der Vollkonsolidierung der Gesellschaft wurde die Gesellschaft unter den assoziierten Unternehmen mit einem Wert in Höhe von 1,4 Mio. Euro ausgewiesen. Das gezahlte Entgelt für den Erwerb der Anteile betrug rd. 1,1 Mio. Euro. Die Ubergangskonsolidierung erfolgte zum 8. Dezember 2017, insofern ergaben sich aus der Transaktion keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns.

PNE WIND Park Kührstedt-Alfstedt GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (von 50 Prozent auf 100 Prozent, Segment Stromerzeugung)

Durch die Veränderung der Anteilsquote hat sich keine Änderung der Konsolidierungsart ergeben, sondern lediglich eine unwesentliche Veränderung der Minderheiten ergeben. Das gezahlte Entgelt für den Erwerb der Anteile betrug rd. TEUR 5. Aus der Transaktion ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns.

Windpark Gerdau-Schwienau GmbH & Co. KG, Cuxhaven, (von 86,42 Prozent auf 89,79 Prozent, Segment Stromerzeugung)

Durch die Veränderung der Anteilsquote hat sich keine Veränderung der Konsolidierungsart, sondern lediglich eine Veränderung der Minderheiten ergeben. Das gezahlte Entgelt für den Erwerb der Anteile betrug rd. TEUR 16. Aus der Transaktion ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns.

Danach umfasst der Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2017 neben der PNE WIND AG die weiteren in der "Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften" unter Punkt I "Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften" und unter Punkt II "Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Gesellschaften" aufgeführten Unternehmen.

Gesellschaften, die nicht im Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2017 einbezogen wurden, sind in der "Aufstellung der in den Konzernabschuss einbezogenen Gesellschaften und Aufstellung des Anteilsbesitzes" unter dem Punkt III "Nicht einbezogene Unternehmen aufgrund unwesentlicher Bedeutung" und Punkt IV "Nicht einbezogene assoziierte Unternehmen aufgrund unwesentlicher Bedeutung" aufgeführt.

Im Geschäftsjahr 2017 sind 13 Vorratsgesellschaften, die nicht in den Konzern aufgrund unwesentlicher Bedeutung einbezogen wurden, auf konsolidierte Gesellschaften verschmolzen worden. Hieraus ergab sich keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

2. Anteilsveräußerung

Im Berichtszeitraum sind folgende Gesellschaften bzw. Anteile an Gesellschaften veräußert worden:

1. 20 % der Anteile an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH, Husum, Deutschland (Ausweis erfolgte in der Bilanz unter dem Punkt "Anteile an assoziierten Unternehmen"),

2. 100 % der Anteile an der PNE WIND Atlantis I GmbH, Cuxhaven (Abgang aus dem Segment Projektierung von Windkraftanlagen),

3. SAS Parc Eolien de Longèves, Nantes, Frankreich (Abgang aus dem Segment Projektierung von Windkraftanlagen).

Weiterhin wurden aufgrund der nunmehr untergeordneten Bedeutung die Gesellschaften Ukrainische Windenergie Management GmbH und New Energy Association International GmbH entkonsolidiert (Abgang aus dem Segment "Projektierung von Windkraftanlagen").

Zu 1. Der Kaufpreis für 20 Prozent der Gesellschaftsanteile an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH betrug rd. 23,1 Mio. EUR.

Durch die Endkonsolidierung der PNE WIND Partners Deutschland GmbH ist der at equity Ansatz von rd. 21,7 Mio. Euro abgegangen. Aus der Endkonsolidierung ergab sich ein Ertrag von rd. 6,8 Mio. Euro. Hierin enthalten ist ein Ertrag aus einer Neubewertung der verbliebenen Anteile (siehe unten bei Erläuterung) in Höhe von 5,4 Mio. EUR. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaftsanteile betrug rd. 23,1 Mio. EUR. Der Veräußerungsgewinn ist in den Umsatzerlösen im Konzern enthalten.

Erläuterung

Die PNE WIND AG hat mit Vertrag vom 9. Dezember 2016 80 Prozent der Anteile an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH an die AREF II Wind Germany I GmbH veräußert. Das Closing ist am 29. Dezember 2016 erfolgt. Im entsprechenden Verkaufsvertrag wurde u. a. ein Earn-Out für die Optimierung der Projektfinanzierungen vereinbart. Die Eintrittswahrscheinlichkeit des Earn-Outs wurde vom Management im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 aufgrund der Unsicherheiten über die Entwicklung der Finanzmärkte in Bezug auf Laufzeiten und Zinsen zunächst auf eine Wahrscheinlichkeit von 0 Prozent geschätzt.

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 resultierte aus dieser Transaktion eine Ubergangskonsolidierung von der Vollkonsolidierung zu einer at equity Einbeziehung der PNE WIND Partners Deutschland GmbH. In diesem Zusammenhang wurden die zurückbehaltenen Anteile gem. IFRS 10.25 mit dem fair value, der aus dem Verkaufspreis - ohne Berücksichtigung der Earn Out-Komponente - für die veräußerten 80 Prozent der Anteile abgeleitet wurde, bewertet und der entsprechende Ertrag aus der Neubewertung unter den sonstigen Erträgen erfasst.

Im Berichtszeitraum 2017 konnte die Umfinanzierung erfolgreich abgeschlossen werden. Die Optimierung der Finanzierungsstruktur beinhaltete eine Erhöhung der Fremdkapitalquote und Kostenreduzierungen im Portfolio und führte, bei einer gleichbleibenden Rendite für den Käufer der Anteile vor und nach der Optimierung, zu einer nachträglichen Erhöhung des letztjährigen Unternehmenswertes von rd. 330 Mio. Euro auf einen Unternehmenswert von rd. 360 Mio. Euro.

Der angepasste fair value der zurückbehaltenen Anteile stellt eine Schätzungsänderung gem. IAS 8.34 dar, die gem. IAS 8.36 im laufenden Ergebnis des Berichtszeitraums 2017 zu erfassen ist. Analog zum Vorgehen bei der ursprünglichen Bilanzierung im Geschäftsjahr 2016 ist der Ertrag in Höhe von rd. EUR 5,4 Mio. im sonstigen Ertrag zu erfassen.

Zu 2.

Der Kaufpreis für 100 Prozent der Gesellschaftsanteile an der PNE WIND Atlantis I GmbH betrug inkl. der Rückführung der Gesellschafterdarlehen rd. 18,1 Mio. Euro. Zusätzlich wurde durch den Käufer eine bei Verkauf der Anteile zu leistende Zahlung aus dem damaligen Kaufvertrag mit dem vorherigen Eigentümer geleistet. Uber Meilensteinzahlungen profitiert die PNE WIND AG zusätzlich an einer weiteren Wertsteigerung des Projekts infolge der Weiterentwicklung durch den Käufer.

Durch die Entkonsolidierung der PNE WIND Atlantis I GmbH sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt rd. 22,1 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus den aktivierten Leistungen des Projekts (Unfertige Erzeugnisse) bestanden, sowie Schulden und Rückstellungen aus dem Konzern in Höhe von rd. 8,6 Mio. Euro zzgl. der Gesellschafterdarlehen in Höhe von 14,9 Mio. Euro abgegangen. Aus der Entkonsolidierung der Gesellschaft ergab sich ein Ertrag von rund 1,3 Mio. Euro. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug rd. 3,3 Mio. Euro zzgl. der Rückführung der Gesellschafterdarlehen (zusammen rd. 18,1 Mio. Euro). Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen TEUR 1. Der Veräußerungsgewinn ist in den Umsatzerlösen im Konzern enthalten.

Zu 3.

Der Kaufpreis für 100 Prozent der Gesellschaftsanteile an der SAS Parc Eolien de Longèves betrug rd. 7,3 Mio. Euro.

Durch die Entkonsolidierung der SAS Parc Eolien de Longèves sind Vermögenswerte aus dem Konzern in Höhe von insgesamt rd. 19,3 Mio. Euro, die im Wesentlichen aus den technischen Anlagen des Projekts bestanden, sowie Schulden und Rückstellungen aus dem Konzern in Höhe von rd. 19,7 Mio. Euro abgegangen. Aus der Entkonsolidierung der Gesellschaft ergab sich ein Ertrag von rund 7,8 Mio. Euro. Das erhaltene Entgelt für die Veräußerung der Gesellschaft betrug rd. 7,3 Mio. Euro. Die im Rahmen der Transaktion abgegangenen Zahlungsmittel der Gesellschaft betrugen rd. 1,6 Mio. Euro. Der Veräußerungsgewinn ist in den Umsatzerlösen im Konzern enthalten.

scroll

in TEUR PNE WIND Atlantis I GmbH PNE WIND Partners Deutschland GmbH (20%) Parc Eolien de Longeves
1. Gesamte erhaltene Gegenleistung 18.115 23.100 7.345
2. Abgegangene Vermögenswerte und Schulden
Kurzfristige Vermögenswerte 22.115 0 1.931
Langfristige Vermögenswerte 0 21.686 17.345
Kurzfristige Verbindlichkeiten -8.584 0 -669
Langfristige Verbindlichkeiten 0 0 -19.047
Veräußertes Nettovermögen 13.530 21.686 -440
3. Veräußerungsgewinn / -verlust
Erhaltene Gegenleistung 18.115 23.100 7.345
Aufgegebenes Nettovermögen -13.530 -21.686 440
Veräußerungsgewinn / -verlust 4.585 1.414 7.785
4. Nettozahlungsmittelfluss
Durch Zahlungsmittel beglichener Veräußerungspreis 18.115 23.100 7.345
Abzüglich mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel -1 0 -1.556
Nettozahlungsmittelfluss aus der Veräußerung* 18.115 23.100 5.789

* Inklusive Rückführung von Konzerndarlehen

3. Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzernabschluss sind die zum 31. Dezember 2017 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten, teilweise von Abschlussprüfern testierten Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften.

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Das Eigenkapital ermittelt sich dabei als Saldo der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt (vollständige Neubewertung).

Nicht beherrschende Anteile werden zum Erwerbszeitpunkt mit ihrem entsprechenden Anteil am identifizierbaren Nettovermögen des erworbenen Unternehmens bewertet. Werden Beteiligungsquoten bereits konsolidierter Unternehmen (ohne Kontrollerlangung oder Kontrollverlust) erweitert oder reduziert, erfolgt dies ergebnisneutral zu Gunsten bzw. zu Lasten der nicht beherrschenden Anteile innerhalb des Eigenkapitals.

Verliert der Konzern die Beherrschung über ein Tochterunternehmen, bucht er die Vermögenswerte und Schulden des Tochterunternehmens und alle zugehörigen, nicht beherrschenden Anteile und anderen Bestandteile am Eigenkapital aus. Jeder entstehende Gewinn oder Verlust wird im Gewinn oder Verlust erfasst. Jeder zurückbehaltene Anteil an dem ehemaligen Tochterunternehmen wird zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt des Verlustes der Beherrschung bewertet.

Die Anteile des Konzerns an nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen umfassen Anteile an assoziierten Unternehmen und an einem Gemeinschaftsunternehmen.

Assoziierte Unternehmen sind Unternehmen, bei denen der Konzern einen maßgeblichen Einfluss, jedoch keine Beherrschung oder gemeinschaftliche Führung, in Bezug auf die Finanz- und Geschäftspolitik hat. Bei assoziierten Unternehmen übt der Konzern in der Regel aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 Prozent und 50 Prozent einen maßgeblichen Einfluss aus. Ein Gemeinschaftsunternehmen ist eine Vereinbarung, über die der Konzern die gemeinschaftliche Führung ausübt, wobei er Rechte am Nettovermögen der Vereinbarung besitzt, anstatt Rechte an deren Vermögenswerten und Verpflichtungen für deren Schulden zu haben. Gemeinschaftliche Führung ist die vertraglich festgelegte, gemeinsame Ausübung einer Vereinbarung. Diese ist nur dann gegeben, wenn Entscheidungen über die maßgeblichen Tätigkeiten gemeinschaftlich erfolgen.

Bei Beteiligungen, die at-equity in den Konzernabschluss einbezogen sind, wird der Buchwert jährlich um die dem Konzern-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Eigenkapitals werden einschließlich außerplanmäßiger Abschreibungen eines Geschäfts- oder Firmenwerts im Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen berücksichtigt. Zwischengesellschaftliche Gewinne und Verluste waren bei diesen Gesellschaften unbedeutend.

Wesentliche konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den zu konsolidierenden Gesellschaften werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden, soweit sie wesentlich sind, eliminiert und bei der Steuerabgrenzung berücksichtigt.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Rechnungslegung erfolgt bei sämtlichen Gesellschaften des Konzerns originär nach den national geltenden gesetzlichen Vorschriften sowie den diese ergänzenden Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung.

Die Abschlüsse aller einbezogenen Unternehmen werden auf der Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Die entsprechend der jeweils geltenden Vorschriften erstellten Jahresabschlüsse (HB I) werden in IFRS-konforme Jahresabschlüsse (HB II) übergeleitet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB erfordert bei einigen Positionen, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf die Höhe und den Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.

Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern bei den Sachanlagen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen bei latenten Steuern, die Ermittlung von Fertigstellungsgraden bei Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung sowie die Festlegung von Cash Flows, Wachstumsraten und Diskontierungsfaktoren im Zusammenhang mit Wertminderungsprüfungen der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Die verwendeten Annahmen und Schätzungen beziehen sich auf Erfahrungswerte, die während der zurückliegenden Geschäftstätigkeit des PNE WIND Konzerns gesammelt werden konnten, und orientieren sich an im jeweiligen Markt öffentlich zugänglichen relevanten Erwartungen. Somit können die verwendeten Annahmen und Schätzungen grundsätzlich nicht von allgemeinen Markterwartungen und damit bei zukunftsorientierten Werten am Markt ablesbaren Preisentwicklungen abweichen. Das maximale Risiko einer vollständigen Wertabweichung wird durch die jeweiligen bilanzierten Buchwerte der immateriellen und materiellen sowie finanziellen Vermögenswerte repräsentiert. Für eine Darstellung der durch die verwendeten Annahmen und Schätzungen hervorgerufenen historischen Wertentwicklung der Vermögenswerte wird insbesondere auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Die tatsächlich eintretenden Werte und Wertentwicklungen können jedoch von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

1. Immaterielle Vermögenswerte

Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen werden zu Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Auf Grund ihrer endlich bestimmbaren Nutzungsdauer werden sie um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwei bis vier Jahre. Soweit notwendig, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem dauerhaftem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.

Nach IFRS 3 werden Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung nicht planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen nach IAS 36 ("impairment only approach") vorgenommen.

2. Sachanlagen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten gemäß IAS 16 abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 waren nicht erforderlich.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

scroll

in Jahren
Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10

Wesentliche Restwerte waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.

Vermögenswerte, die im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen gehalten werden, werden über ihre erwartete Nutzungsdauer auf die gleiche Art und Weise wie im Eigentum des Konzerns stehende Vermögenswerte abgeschrieben. Besteht jedoch keine hinreichende Sicherheit, dass das Eigentum am Ende des Leasingverhältnisses auf den Leasingnehmer übergeht, werden die Vermögenswerte über die kürzere Dauer aus Laufzeit des Leasingverhältnisses und erwarteter Nutzungsdauer abgeschrieben.

Fremdkapitalkosten werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordneten Fremdkapitalkosten werden aktiviert.

3. Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag wird beurteilt, ob Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf für in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswertes vorgeschrieben, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuell erforderlichen Wertminderungsaufwands zu ermitteln. Ist die Beurteilung der Werthaltigkeit einzelner Vermögenswerte individuell nicht möglich, werden zusammen eingesetzte Vermögenswerte zu zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zusammengefasst, auf deren Ebene Zahlungsströme abschätzbar sind. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme aus diesem Vermögenswert bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter Zugrundelegung eines risikoadjustierten Abzinsungssatzes vor Steuern auf den Barwert abgezinst. Ergebniswirksam erfasste Abwertungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter der Position ,Wertminderungsaufwand Geschäfts- oder Firmenwerte' ausgewiesen.

Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren für einen Vermögenswert aufwandswirksam erfassten Wertminderung wird vorgenommen (mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte), wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Werterhöhung beziehungsweise Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswertes wird jedoch nur insoweit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertaufholungen auf Abschreibungen, die im Rahmen von Wertminderungsprüfungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst wurden, dürfen nicht vorgenommen werden.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich zum 31. Dezember oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Anzeichen vorliegen, dass der Buchwert gemindert sein könnte. Eine eventuelle Wertminderung wird sofort aufwandswirksam als Bestandteil der Abschreibungen erfasst.

Zur Ermittlung eines eventuellen Wertminderungsbedarfes auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie auf immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen.

Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der zurechenbare Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes in die Berechnung des Gewinns oder Verlusts aus der Veräußerung einbezogen.

4. Leasingverträge

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasingverhältnisse klassifiziert, wenn durch die Leasingvereinbarung im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifiziert. Der Konzern tritt ausschließlich als Leasingnehmer im Rahmen von Operating- und Finanzierungsleasingverhältnissen auf.

Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses als Leasingnehmer gehaltene Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte mit ihrem beizulegenden Zeitwert oder, falls dieser niedriger ist, mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird innerhalb der Konzernbilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen ausgewiesen.

Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn-und Verlustrechnung erfasst.

Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Konzern.

5. Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte werden überwiegend zu Anschaffungskosten angesetzt, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert, da es sich um Investitionen in Eigenkapitalinstrumente handelt, für die kein notierter Marktpreis zur Verfügung steht.

Die Ausleihungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden at-equity in den Konzern einbezogen.

Aus den assoziierten Unternehmen resultieren Aufwendungen aus der Verlustübernahme in Höhe von TEUR 42 (im Vorjahr: TEUR 66) und Erträge in Höhe von TEUR 1.002 (im Vorjahr: TEUR 644). Die Veränderung des Buchwerts der Anteile an assoziierten Unternehmen resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der 20 prozentigen Beteiligung an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH (per 31.12.2016: TEUR 25.833), sowie aus der Anteilserhöhung (von 50 % auf 100 %) und der damit einhergehenden Vollkonsolidierung der PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd. (per 31.12.2016: TEUR 1.026).

6. Latente Steuern

Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss angesetzt. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen berechnet. Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden grundsätzlich mit den landesspezifischen Steuersätzen für die einzelnen Konzernunternehmen ermittelt.

Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung stehen wird.

Aktive und passive latente Steuern werden in der Konzernbilanz saldiert ausgewiesen, sofern ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.

7. Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Darüber hinaus werden die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordneten Fremdkapitalkosten aktiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Veräußerungserlös abzüglich geschätzter Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.

8. Bilanzierung von langfristigen Fertigungsaufträgen

Bei langfristigen Fertigungsaufträgen, welche die Erstellung von Windparks betreffen, erfolgt eine Teilgewinnrealisierung nach den Vorschriften von IAS 11. Dabei wird der aus einem Fertigungsauftrag erwartete Ergebnisbeitrag anhand der voraussichtlich anfallenden Auftragserlöse und Auftragskosten geschätzt und die Erlöse und Aufwendungen entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag erfasst. Der Fertigstellungsgrad der einzelnen Aufträge wird dabei anhand der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen ermittelt, die mit dem gesamten erwarteten Leistungsvolumen verglichen werden. Von Subunternehmern erbrachte Leistungen werden bei der Bestimmung des Fertigstellungsgrades berücksichtigt. Insgesamt wird der Fertigstellungsgrad projektindividuell anhand der erbrachten Leistungen ermittelt.

Soweit die Summe aus angefallenen Auftragskosten und ausgewiesenen Gewinnen die Anzahlungen übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den künftigen Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen als Bestandteil der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen". Ein negativer Saldo wird unter den "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" ausgewiesen.

Ein erwarteter Gesamtverlust aus einem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

9. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten ggf. abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bewertet.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zu marktgerechten Konditionen diskontiert.

10. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als drei Monaten.

11. Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien eingeteilt:

zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte
bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen
zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die das Unternehmen bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt und halten kann, ausgenommen vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die hauptsächlich erworben wurden, um einen Gewinn aus der kurzfristigen Wertentwicklung zu erzielen, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte, ausgenommen vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert, es sei denn, sie werden innerhalb von 12 Monaten ab dem Bilanzstichtag fällig. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten bilanziert. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Unternehmensleitung die Absicht hat, diese innerhalb von 12 Monaten ab dem Bilanzstichtag zu realisieren.

Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden nach der Methode der Bilanzierung zum Handelstag bilanziert, das heißt zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen ist.

Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts wird dieser mit den Anschaffungskosten angesetzt. Diese setzen sich aus dem Zeitwert der Gegenleistung und - mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte - den Transaktionskosten zusammen.

Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden erfolgswirksam erfasst. Als Zeitwert eines Finanzinstruments gilt dabei der Betrag, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenpreis, sofern die zu bewertenden Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden. Sofern kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, wird der beizulegende Zeitwert mittels geeigneter finanzmathematischer Methoden, wie zum Beispiel anerkannten Optionspreismodellen oder der Diskontierung zukünftiger Zahlungszuflüsse mit dem Marktzinssatz, errechnet.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Ist es wahrscheinlich, dass bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten eine Wertminderung eintritt, so wird diese ergebniswirksam erfasst. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, wenn die nachfolgende teilweise Werterholung (beziehungsweise Verringerung der Wertminderung) objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden kann. Eine Werterhöhung wird jedoch nur insoweit erfasst, wie sie den Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung nicht erfolgt wäre.

Vom Unternehmen ausgereichte Forderungen und Kredite, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Sofern eine Wertminderung vorliegt, wird diese als Differenz zwischen dem Buchwert und dem Barwert der erwarteten künftigen Cashflows ermittelt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden grundsätzlich zum Marktwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden abzüglich eines Steueranteils im Eigenkapital in der Position "Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen" ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung der Position "Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen" erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei Vorliegen einer Wertminderung. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden erfasst, wenn ein Konzernunternehmen Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Sie werden entweder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder als sonstige finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert.

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten, bspw. Anleihen, aufgenommene Kredite, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und Sonstige, werden gemäß der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente können nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in (Bewertungs-) Stufen eingeordnet werden. Die Einordnung eines Finanzinstruments in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für die Gesamtbewertung und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Input für die Bewertung als Ganzes erheblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren:

scroll

Stufe 1 die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten (unverändert übernommenen) Preise
Stufe 2 Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis) oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen
Stufe 3 nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren)

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes sämtlicher in der Konzernbilanz erfassten und in diesem Anhang erläuterten Finanzinstrumente beruht auf Informations- und Inputfaktoren der oben umschriebenen Stufe 2. Durch die Verwendung beobachtbarer Marktparameter weicht die Bewertung nicht von allgemeinen Marktannahmen ab. Die beizulegenden Zeitwerte in den Stufen 2 wurden in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsverfahren bestimmt.

Weitere erfasste Finanzinstrumente verfügen weder über an Märkten notierte Preise noch über vergleichbare Transaktionen, die zu ihrer verlässlichen Wertermittlung herangezogen werden könnten, so dass sie zu ihren (historischen) Anschaffungskosten ausgewiesen werden.

Im Einzelnen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen.

12. Rückstellungen

Rückstellungen werden für sämtliche externen Verpflichtungen gebildet, soweit die Inanspruchnahme eher wahrscheinlich ist und die Höhe der Rückstellung zuverlässig geschätzt werden kann. Daneben werden Drohverlustrückstellungen für sog. "onerous contracts" entsprechend der Vorschriften von IAS 37 gebildet.

Bei der Bewertung der Rückstellung wird der wahrscheinlichste Wert, bei einer Bandbreite unterschiedlicher Werte deren Erwartungswert, angesetzt. Die Ermittlung und Bewertung erfolgt, sofern möglich, anhand vertraglicher Vereinbarungen; ansonsten basieren die Berechnungen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und Schätzungen des Vorstands.

Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt, die Abzinsung erfolgt mit Marktzinssätzen, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen.

Der Konzern verfügt neben gesetzlichen Pensionsverpflichtungen in sehr geringem Umfang über betriebliche Pensionspläne in Form von beitragsorientierten Zusagen. Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.

Rückstellungen für erwartete Belastungen aus Rückbauverpflichtungen stellen Bestandteile der Anschaffungs- oder Herstellungskosten dazugehöriger Vermögenswerte dar. Die Bildung der Rückstellung ist insofern bei der Erstbewertung erfolgsneutral vorzunehmen.

13. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem Barwert der künftigen Leasingraten während der unkündbaren Grundmietzeit bilanziert.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich zu marktgerechten Konditionen verzinst.

Eventualverbindlichkeiten sind nicht in der Bilanz ausgewiesen. Eine Aufstellung der am Bilanzstichtag bestehenden Eventualverbindlichkeiten erfolgt unter Gliederungspunkt X.2.

14. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden im Zeitpunkt des Zuflusses mit dem Nominalbetrag erfolgsneutral in einem separaten Posten erfasst und entsprechend der Abschreibungen der geförderten Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.

15. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

16. Umsatzerlöse / Gewinnrealisierung

Verkäufe wurden zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Erbringung der Dienstleistung beim Kunden als Erlöse dargestellt.

Die Umsatzrealisierung bei langfristigen Fertigungsaufträgen ist unter Tz. IV.9. erläutert.

Zinserträge werden periodengerecht unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode abgegrenzt.

17. Fremdwährungsumrechnung

Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt, der Berichtswährung und funktionale Währung der Muttergesellschaft ist.

Transaktionen in Fremdwährung werden zum aktuellen Kurs am Tag der Transaktion in die jeweils funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von bzw. an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist, welche Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind und welche in der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen erfasst werden, werden bei Abgang der Nettoinvestition erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen.

Zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sind die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe des Konzerns in Euro (EUR) umzurechnen, wobei die am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Die entstandenen Umrechnungsdifferenzen werden als Bestandteil des Eigenkapitals in die Rücklage aus der Währungsumrechnung eingestellt. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebes werden diese Beträge erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen.

Ein aus dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert sowie Anpassungen an die beizulegenden Zeitwerte werden als Vermögenswerte oder Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

V. Bilanz

Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Werte des Anlagevermögens wird auf den Konzernanlagespiegel verwiesen. Hinsichtlich der Verfügungsbeschränkungen von Vermögenswerten des Anlagevermögens wird auf Punkt V.2 "Sachanlagevemögen" verwiesen.

1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen mit TEUR 63.381 (i. V. TEUR 63.409) Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften.

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden zur Uberprüfung der Werthaltigkeit den entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet.

Der künftig erzielbare Betrag wurde als beizulegender Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten (Fair Value less cost to sell) definiert.

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Projektierung von Windkraftanlagen WKN" wurden die zukünftigen Cash Flows aus detaillierten Planungen für die nächsten 3 Jahre abgeleitet (Hierarchiestufe 3). Für den Zeitraum danach wurde kein Wachstumsabschlag berücksichtigt.

Der für die Diskontierung der prognostizierten Cash Flows verwendete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz vor Steuern beträgt für die Detailplanungsphase und für den anschließenden Zeitraum 8,19 Prozent (i. V. 9,32 Prozent).

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Projektierung von Windkraftanlagen PNE" wurden die zukünftigen Cash Flows aus detaillierten Planungen für die nächsten 3 Jahre abgeleitet (Hierarchiestufe 3). Für den Zeitraum danach wurde kein Wachstumsabschlag berücksichtigt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cash Flows verwendete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz vor Steuern beträgt für die Detailplanungsphase und für den anschließenden Zeitraum 8,23 Prozent (i. V. 8,99 Prozent).

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "Stromerzeugung" wurden die zukünftigen Cash Flows aus detaillierten Planungen für die nächsten 3 Jahre abgeleitet (Hierarchiestufe 3). Für den Zeitraum danach wurde eine kumulierte Planung über die jeweilige erwartete Restnutzungsdauer bis 2026 zu Grunde gelegt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cash Flows verwendete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz vor Steuern beträgt für die Detailplanungsphase und für den anschließenden Zeitraum 4,12 Prozent (i. V. 5,84 Prozent).

Wesentliche Grundannahmen für die Berechnung der beizulegenden Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten der Geschäftseinheiten zum 31. Dezember 2017 und zum 31. Dezember 2016:

Projektierung von Windkraftanlagen WKN und PNE

Geplante Bruttogewinnmargen - Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die in vorhergehenden Geschäftsjahren erzielt wurden, ermittelt und unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht.

Zur Ermittlung des zukünftigen Cash Flows werden von den so ermittelten Bruttogewinnen die zu erwartenden operativen Kosten abgezogen. Finanzierungskosten und Steuern bleiben unberücksichtigt. Der danach verbleibende Betrag stellt die Ausgangsbasis der Diskontierung dar.

Durchschnittlich gewichteter Kapitalkostensatz - Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten erfolgte durch Anwendung des Capital Asset Pricing Models (CAPM). Die Kosten des Fremdkapitals vor Steuern wurden mit einem Zinssatz von 2,07 Prozent (i. V. 4,94 Prozent) angesetzt.

Ergebnis der Wertminderungstests und Sensitivitäten

Der erzielbare Betrag der CGU Laubuseschbach (Stromerzeugung) liegt unterhalb des Buchwertes der Vermögenswerte der CGU, so dass eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 28 für diesen Windpark vorgenommen wurde.

Für die beiden CGUs Projektierung von Windkraftanlagen PNE und WKN wurde kein Wertminderungsbedarf festgestellt. Für die CGU Projektierung von Windkraftanlagen PNE ist die Geschäftsführung der Ansicht, dass keine vernünftige Veränderung der Grundannahmen, auf denen die Bestimmung des erzielbaren Betrages basiert, zu einem Wertminderungsbedarf führen würde. Hinsichtlich der CGU Projektierung von Windkraftanlagen WKN schätzt die Geschäftsführung, dass eine Veränderung des Zinssatzes um 5 Prozent dazu führen würde, dass die Summe der Buchwerte den erzielbaren Betrag der CGU um TEUR 3.567 übersteigt.

Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte, die den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden:

scroll

in TEUR Projektierung von Windkraftanlagen PNE Projektierung von Windkraftanlagen WKN Stromerzeugung
2017 2016 2017 2016 2017 2016
--- --- --- --- --- --- ---
Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes 23.032 23.032 40.207 40.207 142 170

scroll

in TEUR Summe
2017 2016
--- --- ---
Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwertes 63.381 63.409

2. Sachanlagen

Unter den technischen Anlagen und Maschinen ist ein im Rahmen eines Finanzierungsleasings erworbenes Umspannwerk (Umspannwerk Kletzke) mit fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 464 (i. V. TEUR 545) aktiviert. Zum Ende des Finanzierungsleasings Anfang 2017 ist das rechtliche Eigentum an dem Umspannwerk auf den Konzern übergegangen.

Unter den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind 10 LIDAR-Windmessgeräte mit Nettoanschaffungskosten in Höhe von TEUR 928 (i. V. TEUR 928) aktiviert. Die Geräte wurden im Rahmen eines Sale-and-Lease-back-Vertrages für einen Zeitraum von 60 Monaten gemietet und gehen mit Beendigung des Vertragsverhältnisses in das Eigentum der Mieterin über. Die zugehörigen Mindestleasingverpflichtungen sowie die Barwerte der Mindestleasingverpflichtungen sind unter den Finanzverbindlichkeiten dargestellt. Ein bei der Veräußerung erwirtschafteter Gewinn wird über die Vertragslaufzeit abgegrenzt.

In 2016 wurde im Rahmen einer Sale-and-Lease-back-Vereinbarung Grundstück und Gebäude veräußert. Zu den künftigen Mietzahlungen siehe Punkt "X. Sonstige Angaben".

Die Gesellschaft hat in den Geschäftsjahren 2016 und 2017 Windparks in Eigenbesitz / Portfolio-Projekte gebaut und in Betrieb genommen. Diese Projekte wurden unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt, daher erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern gemäß IAS 16 als Anlagevermögen. Bis zur Entscheidung zur externen Veräußerung oder zum eigenen Betrieb erfolgte der Ausweis gemäß IAS 2 im Vorratsvermögen. Die Umgliederung aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen erfolgte dabei ohne Berührung der Gewinn- und Verlustrechnung und führte dementsprechend zu keiner Verringerung der Bestandsveränderung.

Die Finanzierungen der Windpark-Projekte erfolgt teilweise durch öffentliche KfW-Darlehen. Diese Darlehen wurden im Rahmen des Erwerbs mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Differenz zwischen beizulegendem Zeitwert und Nominalwert der Darlehen von ursprünglich TEUR 846 wird über die Laufzeit der Darlehen erfolgswirksam erfasst.

Verfügungsbeschränkungen bestehen in Bezug auf den Firmensitz in Cuxhaven. Es besteht eine eingetragene Grundschuld in Höhe von TEUR 3.170.

3. Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten neben den Beteiligungen der Gesellschaft an assoziierten Unternehmen (inkl. Gemeinschaftsunternehmen) in Höhe von TEUR 475 (i. V. TEUR 27.194) diejenigen Anteile an Unternehmen, die wegen ihrer geringen Bedeutung nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, in Höhe von TEUR 27 (i. V. TEUR 26). Die Beteiligungen sollen auf langfristige Sicht nicht veräußert werden. Darüber hinaus sind in dem Posten Ausleihungen in Höhe von TEUR 178 (i. V. TEUR 115) und sonstige Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 26 (i. V. TEUR 25) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden wie im Vorjahr Wertminderungen in Höhe von TEUR 28 auf langfristige finanzielle Vermögenswerte vorgenommen.

Zur Kategorisierung und Bewertung der Finanzinstrumente siehe Tz. V.6.

Anteile an Gemeinschaftsunternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsunternehmen, weil auf der Basis von vertraglichen Vereinbarungen eine gemeinschaftliche Beherrschung gegeben ist.

Im Vorjahr waren unter den Gemeinschaftsunternehmen im Wesentlichen die PNE WIND Partners Deutschland GmbH (20 % Anteil) und die PNE WIND Yenilibilir Ltd. (50 % Anteil) ausgewiesen. Die Anteile an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH wurden Ende 2017 verkauft (siehe Tz. III. / 2.) und bei der PNE WIND Yenilibilir Ltd. wurde die Anteilsquote auf 100 Prozent erhöht (siehe Tz. III. / 1.).

Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der PNE WIND Partners Deutschland GmbH und der PNE WIND Yenilibilir Ltd. sind für das Vorjahr angegeben.

Die Anteilsquote an der PNE WIND Partners Deutschland GmbH betrug zum Ende 2016 im Konzern 20 Prozent. Der Buchwert der Konzernbeteiligung betrug zum 31.12.2016 TEUR 25.833.

Die Anteilsquote an der PNE WIND Yenilibilir Ltd. betrug zum Ende 2016 im Konzern 50 Prozent. Der Buchwert der Konzernbeteiligung betrug zum 31.12.2016 TEUR 1.026.

Anteile an assoziierten Unternehmen sind in diesem Konzernabschluss nach der Equity-Methode bilanziert.

Einzelheiten zur Windpark Altenbruch GmbH als wesentliches assoziiertes Unternehmen des Konzerns sind den folgenden Tabellen zu entnehmen:

scroll

Assoziierte Unternehmen Hauptgeschäft Sitz Beteiligungs- und Stimmrechtsquote
31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Windpark Altenbruch GmbH Stromerzeugung aus Windenergie Cuxhaven 50 % 50 %

Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen der in Übereinstimmung mit den IFRS aufgestellten Abschlüsse der assoziierten Unternehmen (für Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode vom Konzern entsprechend angepasst).

Überleitungsrechnung von den dargestellten zusammenfassenden Finanzinformationen zum Buchwert der Beteiligung an der Windpark Altenbruch GmbH im Konzernabschluss:

scroll

Windpark Altenbruch GmbH 31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Nettoreinvermögen des Gemeinschaftsunternehmens 897 1.331
Beteiligungsquote des Konzerns 50 % 50 %
Geschäfts-oder Firmenwert 0 0
Erhaltene Dividende 0 -342
Buchwert der Konzernbeteiligung 449 324

scroll

Windpark Altenbruch GmbH 31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Kurzfristige Vermögenswerte 75 482
Langfristige Vermögenswerte 829 871
Kurzfristige Schulden -7 -22
Langfristige Schulden 0 0

scroll

Windpark Altenbruch GmbH 31.12.2017

TEUR
31.12.2016

TEUR
Umsatzerlöse 46 1.144
Jahresüberschuss aus fortgeführten Geschäftsbereichen -8 1.110
Nachsteuerergebnis aus aufgegebenen Bereichen 0 0
Jahresüberschuss -8 1.110
Sonstiges Ergebnis 0 0
Gesamtergebnis -8 1.110
Vom assoziierten Unternehmen erhaltene Dividende 0 342

Zusammengefasste Informationen für assoziierte Unternehmen, die einzeln unwesentlich sind

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Summe der Buchwerte der Konzernteile an diesen Unternehmen 26 11

4. Vorräte

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 104 115
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 83.375 104.962
Fertige Erzeugnisse und Waren 2 2
Geleistete Anzahlungen 2.881 7.866
86.361 112.946

Die Gesellschaft hat in den Geschäftsjahren 2016 und 2017 Windparks in Eigenbesitz / Portfolio-Projekte gebaut und in Betrieb genommen. Diese Projekte wurden unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt, daher erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern gemäß IAS 16 als Anlagevermögen. Die Umgliederung der Assets erfolgte aus dem Konzernvorratsvermögen in das Konzernanlagevermögen.

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Wertminderungen der Vorräte auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von TEUR 7.251 (i. V. TEUR 8.564) als Aufwand erfasst. Die Wertminderungen entfallen in Höhe von TEUR 2.698 (i.V. TEUR 0) auf das Inland und in Höhe von TEUR 4.553 (i.V. TEUR 8.564) auf das Ausland. Der Aufwand ist in den Bestandsveränderungen enthalten. Die Wertminderungen wurden im Wesentlichen vorgenommen, da Sachverhalte dazu geführt haben, dass einige Projekte nicht mehr wirtschaftlich umsetzbar sind und die vorhandenen Vermögenswerte wertberichtigt werden mussten.

Insgesamt wurden angefallene Kosten für Vorräte in Höhe von TEUR 63.331 (i. V. TEUR 1.591) aufwandswirksam erfasst.

In den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sind Vermögenswerte in Höhe von TEUR 71.027 (i. V. TEUR 63.799) enthalten, die voraussichtlich nach mehr als zwölf Monaten realisiert bzw. erfüllt werden.

Die unfertigen Leistungen gliedern sich im Wesentlichen wie folgt auf

Offshore-Projekte (23,9 Mio. Euro),
Onshore-Projekte Inland (20,3 Mio. Euro),
Onshore-Projekte Ausland (39,2 Mio. Euro).

Die unfertigen Leistungen reduzierten sich von TEUR 104.962 (31. Dezember 2016) auf TEUR 83.375. Im Wesentlichen ist die Reduzierung auf den Verkauf des Offshore-Projekts Atlantis I bzw. auf den Verkauf und die damit einhergehende Endkonsolidierung der PNE WIND Atlantis I GmbH zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2016 wurde noch ein Vorratsvermögen für das Projekt Atlantis I in Höhe von TEUR 21.925 im Konzern ausgewiesen.

5. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung

Die Forderungen aus der langfristigen Auftragsfertigung sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Windparkgesellschaften aus der Errichtung von Windparks.

Vor Saldierung mit erhaltenen Anzahlungen betragen die Forderungen aus der langfristigen Auftragsfertigung TEUR 12.605 (i. V. TEUR 4.199). Nach Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen ergibt sich folgender Saldo, der unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen wird:

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinne 12.605 4.199
Erhaltene Anzahlungen -12.605 -4.147
0 52

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Im Geschäftsjahr 2017 wurden Wertminderungen in Höhe von TEUR 1.450 (i. V. TEUR 1.374) auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte vorgenommen. Die ermittelten Wertminderungen beruhen individuell auf Erfahrungswerten im Zahlungsverkehr mit den jeweiligen Gesellschaften.

Das Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt (in TEUR):

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
1.1 3.942 2.782
Zuführungen 1.450 1.374
Inanspruchnahmen (-) 953 0
Auflösungen (-) 113 214
31.12. 4.326 3.942

Der Gesamtbetrag der wertgeminderten Forderungen beträgt zum 31. Dezember 2017 TEUR 4.391 (i. V. TEUR 4.010).

Von den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten waren zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Beträge überfällig. An den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Eigentumsvorbehalte in geschäftsüblichen Umfang vereinbart, darüber hinaus wurden keine weiteren Sicherheiten für die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte vereinbart.

Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen

Unter den kurzfristigen sonstigen Darlehensforderungen sind von der PNE WIND AG und der WKN AG an veräußerte Windparkprojektgesellschaften ausgegebene Darlehen ausgewiesen.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen, assoziierte Unternehmen und solche, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen, assoziierte Unternehmen und solche, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind kurzfristige sonstige finanzielle Forderungen ausgewiesen.

Die nachfolgende Tabelle zeigt, unter Angabe der Kategorien, die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher finanzieller Vermögenswerte:

scroll

in TEUR gesamt Fair Value
Per 31.12.2017
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente LaR 193.984 193.984
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 5.119 5.119
Kurzfristige sonstige Darlehensforderung LaR 61 61
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen LaR 4.455 4.455
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen, und solchen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht LaR 642 642
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen AfS 27 -
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AfS 1.785 -
Sonstige ausleihen LaR 178 178
Sonstige langfristige Darlehensforderungen LaR 26 26
206.277 204.466
Summe Kredite und Forderungen 204.466 204.466
Summe zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.812 -
Per 31.12.2016
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsäquivalente LaR 147.686 147.686
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 13.187 13.187
Kurzfristige sonstige Darlehensforderung LaR 1.472 1.472
Forderungen gegen verbundenen Unternehmen LaR 4.937 4.937
Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen, und solchen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht LaR 2.533 2.533
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Anteile an verbundenen Unternehmen AfS 26 -
Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht AfS 1.092 -
Sonstige Ausleihung LaR 115 115
Sonstige langfristige Darlehensforderungen LaR 25 25
171.073 169.955
Summe Kredite und Forderungen 169.955 169.955
Summe zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.118 -

LaR= Kredite und Forderungen

AfS= zur Veräußerung verfügbaren finanzielle Vermögenswerte

Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und die daher am 31. Dezember 2017 in Höhe von TEUR 1.812 (i. V. TEUR 1.118) zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand am Bilanzstichtag keine Verkaufsabsicht. Nettoergebnisse entfallen auf die Kategorie "zur Veräußerung verfügbar" nicht.

Bei den Krediten und Forderungen entsprechen die Buchwerte zum Bilanzstichtag annähernd den beizulegenden Zeitwerten. Nettoergebnisse entfallen auf die Kategorie "Kredite und Forderungen" in Höhe von TEUR 1.450 (i. V. TEUR 1.402) auf Wertminderungen, die in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen wurden, sowie in Höhe von TEUR 393 (i. V. TEUR 107) auf Zinserträge, welche im Finanzergebnis ausgewiesen werden.

Übrige Vermögenswerte

Unter den übrigen Vermögenswerten sind im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen ausgewiesen.

6. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 1. Januar 2017 EUR 76.556.026,00 (i. V. EUR 76.555.434,00), eingeteilt in 76.556.026 (i. V. 76.555.434) Namensstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Im Berichtszeitraum hat sich das Grundkapital der Gesellschaft nicht geändert.

Am Bilanzstichtag betrug das Grundkapital der Gesellschaft daher unverändert EUR 76.556.026,00, eingeteilt in 76.556.026 Namensstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.

Genehmigtes Kapital 2017

Die Hauptversammlung hat den Vorstand mit Beschluss vom 31. Mai 2017 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Mai 2022 durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und / oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 38.250.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2017). Dabei ist den Aktionären mit den nachfolgenden Einschränkungen ein Bezugsrecht zu gewähren, wobei das Bezugsrecht den Aktionären auch mittelbar gemäß § 186 Absatz 5 AktG gewährt werden kann. Der Vorstand wurde außerdem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben. Ferner wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem Betrag, der 10 % des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, auszuschließen, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabebetrags nicht wesentlich unterschreitet (vereinfachter Bezugsrechtsausschluss nach § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG). Auf diese vorgenannte 10 %-Grenze ist der anteilige Betrag des Grundkapitals anzurechnen, der auf neue oder zurückerworbene Aktien entfällt, die während der Laufzeit der Ermächtigung unter vereinfachtem Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß oder entsprechend § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben oder veräußert worden sind, sowie der anteilige Betrag des Grundkapitals, auf den sich Wandlungs- und / oder Optionsrechte aus Schuldverschreibungen beziehen, die während der Laufzeit der Ermächtigung in sinngemäßer Anwendung von § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind.

Weiter wurde der Vorstand für einen Teilbetrag von bis zu insgesamt EUR 15.300.000,00 ermächtigt, das Bezugsrecht mit Zustimmung des Aufsichtsrats auszuschließen,.

sofern die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen, insbesondere beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder sonstigen Vermögensgegenständen, einschließlich von Rechten und Forderungen - auch gegen die Gesellschaft -, oder von Ansprüchen auf den Erwerb von Vermögensgegenständen oder im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt, sowie
um Inhabern bzw. Gläubigern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Schuldverschreibungen mit Wandlungs- und / oder Optionsrechten ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- und / oder Optionsrechts als Aktionär zustehen würde.

Von den vorstehenden Ermächtigungen zum Ausschluss des Bezugsrechts darf der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats insgesamt nur in dem Umfang Gebrauch machen, dass der anteilige Betrag des Grundkapitals, der auf während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2017 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegebene oder veräußerte Aktien der Gesellschaft entfällt bzw. auf den sich Instrumente oder Rechte beziehen, die während der Laufzeit des Genehmigten Kapitals 2017 unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben werden und den Bezug von Aktien der Gesellschaft, auch aus bedingtem Kapital, ermöglichen, insgesamt 20 % des im Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder - falls dieser Wert geringer ist - im Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigungen bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet.

Schließlich sieht die Ermächtigung über das Genehmigte Kapital 2017 vor, dass der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrags entscheidet.

Das Genehmigte Kapital 2017 wurde am 17. August 2017 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen.

Von dem Genehmigten Kapital 2017 machte der Vorstand im Berichtszeitraum keinen Gebrauch. Auch von dem zuvor bestehenden Genehmigten Kapital in Höhe von EUR 4.290.305,00, das die Hauptversammlung mit Beschluss vom 31. Mai 2017 im Zuge der Ermächtigung über das Genehmigte Kapital 2017 aufgehoben hat, machte der Vorstand im Berichtszeitraum keinen Gebrauch.

Das Genehmigte Kapital betrug somit zum 31. Dezember 2017 EUR 38.250.000,00.

Bedingtes Kapital II / 2012

Die Hauptversammlung vom 15. Mai 2012 hat eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um weitere bis zu EUR 7.750.000,00 beschlossen:

Das Grundkapital ist um weitere bis zu EUR 7.750.000,00, eingeteilt in bis zu 7.750.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital II / 2012). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem hundertprozentigen unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsunternehmen der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 15. Mai 2012 bis zum 14. Mai 2017 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 11. September 2014 und Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag Gebrauch gemacht und beschlossen, eine Wandelanleihe (die "Wandelanleihe 2014 / 2019") von bis zu EUR 25.575.000,00 zu begeben. Die Wandelteilschuldverschreibungen wurden zu einem Kurs von 100 Prozent ausgegeben. Der Wandlungspreis je künftig durch Ausübung des Wandlungsrechts erworbener Aktie liegt vorbehaltlich einer späteren Anpassung bei EUR 3,30. Die Wandelanleihe wurde im Umfang von EUR 6.565.132,20 gezeichnet. Dies entspricht Bezugsrechten auf bis zu 1.989.434 neue Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00. Unter Berücksichtigung der mit der Wandelanleihe 2014 / 2019 eingeräumten Bezugsrechte wurde das bedingte Kapital II / 2012 damit insgesamt in Höhe bis zu EUR 1.989.434,00 teilweise ausgenutzt. Im verbleibenden Umfang von bis zu EUR 5.760.566,00 erfolgte im Berichtszeitraum keine Ausnutzung. Am 14. Mai 2017 ist die Ermächtigung zur Ausnutzung des Bedingten Kapitals II / 2012 infolge Zeitablaufs erloschen, sodass eine Ausnutzung des verbliebenen Umfangs des Bedingten Kapitals II / 2012 und die entsprechende Einräumung von Bezugsrechten nicht mehr möglich sind.

Im Berichtszeitraum wurden keine Wandlungsrechte ausgeübt (i.V. 576) und daher keine neuen Aktien (i.V. 592) aus dem bedingten Kapital II / 2012 ausgegeben.

Bedingtes Kapital 2017

Die Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 hat darüber hinaus eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um weitere bis zu EUR 20.000.000,00 beschlossen:

Das Grundkapital ist um weitere bis zu EUR 20.000.000,00, eingeteilt in bis zu 20.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem auf diese Aktien entfallenen anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2017). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber oder Gläubiger von Options- oder Wandlungsrechten aus begebenen Wandel- und / oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einer unmittelbaren oder mittelbaren 100 %igen Beteiligungsgesellschaft der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 31. Mai 2017 bis zum 30. Mai 2022 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nicht durchgeführt, soweit ein Barausgleich gewährt wird oder eigene Aktien, Aktien aus genehmigtem Kapital oder Aktien einer anderen börsennotierten Gesellschaft zur Bedienung eingesetzt werden. Die Ausgabe der neuen Aktien erfolgt zu dem nach Maßgabe des vorstehend bezeichneten Ermächtigungsbeschlusses jeweils zu bestimmenden Wandlungs- oder Optionspreis. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie entstehen, am Gewinn teil; soweit rechtlich zulässig, kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Gewinnbeteiligung neuer Aktien hiervon und von § 60 Absatz 2 AktG abweichend, auch für ein bereits abgelaufenes Geschäftsjahr, festlegen. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

Von der Ermächtigung über das Bedingte Kapital 2017 hat der Vorstand im Berichtszeitraum keinen Gebrauch gemacht.

Kapitalrücklage

In der Kapitalrücklage sind das Agio der ausgegebenen Aktien sowie der Eigenkapitalanteil der Wandelschuldverschreibung enthalten.

Eigene Anteile

Zum 31. Dezember 2017 hielt die Gesellschaft wie im Vorjahr keine eigenen Aktien. Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft keine eigenen Aktien gekauft oder verkauft.

Fremdwährungsrücklage

In der Fremdwährungsrücklage sind Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der funktionalen Währung ausländischer Geschäftsbetriebe in die Berichtswährung des Konzerns enthalten.

Konzernbilanzergebnis

Im Konzernbilanzergebnis kumulieren sich die Gewinne und Verluste. Im Rahmen der Dividendenzahlung 2017 wurden aus dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der PNE WIND AG ausgewiesenen Bilanzgewinn TEUR 3.062 Dividende (EUR 0,04 je Aktie) (i. V. TEUR 3.062 Dividende (EUR 0,04 je Aktie)) sowie außerdem zusätzlich TEUR 6.124 Sonderdividende (EUR 0,08 je Aktie) (i. V. TEUR 0,00) und somit insgesamt TEUR 9.187 Dividende (EUR 0,12 je Aktie) an die Aktionäre ausgeschüttet. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, aus dem Bilanzgewinn der PNE WIND AG in Höhe von EUR 130.896.618,23 (i. V. EUR 107.471.103,89) eine vierprozentige Dividende auf den rechnerischen Anteil am Grundkapital der für das Geschäftsjahr 2017 gewinnbezugsberechtigten Aktien auszuschütten. Der verbleibende Bilanzgewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

7. Nicht beherrschende Anteile

Aus der Kapitalkonsolidierung der WKN AG, der Windparkbetreibergesellschaften und der Beteiligungen im Ausland sowie den Ergebnissen aus laufenden und vergangenen Geschäftsjahren resultieren kumuliert negative nicht beherrschende Anteile in Höhe von TEUR -12.401 (i. V. TEUR -9.265). Zum Bilanzstichtag ergab sich ein Anteil von TEUR 7.679 (i. V. TEUR -5.393).

Die nachfolgende Tabelle enthält Einzelheiten zu den nicht 100 %igen Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen.

scroll

Name des Tochterunternehmens Sitz Beteiligungs- und Stimmrechtsquote der nicht beherrschenden Anteile Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn / Verlust Kumulierte nicht beherrschende Anteile
31.12.2017 31.12.2016 2017

in TEUR
2016

in TEUR
31.12.2017

in TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
WKN AG Deutschland 16,90 % 16,90 % -3.179 -1.954 -10.140
Sonstige 339 61 2.461
Gesamtsumme der nicht beherrschenden Anteile -2.840 -1.893 -7.679

scroll

Name des Tochterunternehmens Kumulierte nicht beherrschende Anteile
31.12.2016

in TEUR
--- ---
WKN AG -3.014
Sonstige -2.379
Gesamtsumme der nicht beherrschenden Anteile -5.393

Die zusammenfassenden Finanzinformationen hinsichtlich der Tochterunternehmen des Konzerns, an denen wesentliche nicht beherrschende Anteile bestehen, sind nachfolgend angegeben. Die zusammenfassenden Finanzinformationen entsprechen den Beträgen vor konzerninternen Eliminierungen.

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
WKN AG
Kurzfristige Vermögenswerte 84.696 77.215
Langfristige Vermögenswerte 21.477 20.879
Kurzfristige Schulden 68.096 64.476
Langfristige Schulden 1.070 2.242
Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital 47.147 38.336
Nicht beherrschende Gesellschafter -10.140 -6.960

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
WKN AG
Umsatzerlöse 63.514 60.208
Aufwendungen 58.790 66.712
Jahresüberschuss 4.724 -6.504
davon:
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallender Jahresüberschuss 7.904 -4.550
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallender Jahresüberschuss -3.179 -1.954
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallender Sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes Sonstiges Ergebnis 0 0
Sonstiges Ergebnis 0 0
Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes Gesamtergebnis 7.904 -4.550
Auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallendes Gesamtergebnis -3.179 -1.954
Gesamtergebnis 4.724 -6.504

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
WKN AG
An die nicht beherrschenden Gesellschafter gezahlte Dividenden 0 0
Nettozahlungsströme aus betrieblicher Tätigkeit 13.898 -1.429
Nettozahlungsströme aus Investitionstätigkeit 116 -834
Nettozahlungsströme aus Finanzierungstätigkeit -640 0
Nettozahlungsströme gesamt 13.374 -2.264

8. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2000 Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt TEUR 1.746 für den Anbau eines Bürogebäudes, die Erweiterung des Geschäftsgebäudes und dessen Einrichtung erhalten.

Die Auflösung der Investitionszuschüsse orientiert sich an der Nutzungsdauer der zugrunde liegenden Vermögenswerte. Im Berichtsjahr wurde insgesamt ein Betrag in Höhe von TEUR 47 (i. V. TEUR 47) aufgelöst.

9. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, die für abgelaufene Geschäftsjahre sowie für das Geschäftsjahr 2017 gebildet wurden.

Es bestehen steuerliche Risiken aus der körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerlichen Außenprüfung bei der WKN AG für die Jahre 2010 bis 2013. Diese Prüfung ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht final abgeschlossen und es liegen noch keine Betriebsprüfungsberichte oder Entwürfe von Betriebsprüfungsberichten vor. Entsprechend sind auch noch keine angepassten Steuerbescheide ergangen. Auf Basis der Gespräche zwischen dem Vorstand der WKN AG sowie deren Steuerberatern auf der einen Seite und der Finanzbehörde auf der anderen Seite bestehen unterschiedliche Sichtweisen in Bezug auf die steuerliche Berücksichtigung einzelner Sachverhalte. Mögliche Feststellungen der Betriebsprüfung könnten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WKN AG und des PNE WIND Konzerns im einstelligen bis zu einem unteren zweistelligen Millionen Bereich haben. Auf Basis des aktuellen Erkenntnisstands geht der Vorstand weiterhin davon aus, dass die steuerliche Abbildung der Sachverhalte zutreffend erfolgt ist. Für einzelne ausgewählte Sachverhalte, die im Rahmen der Betriebsprüfung aufgegriffen wurden, wurde gleichwohl vorsorglich eine Rückstellung in Höhe von rund EUR 0,9 Mio. gebildet. Für den wirtschaftlich überwiegenden Teil der im Rahmen der Betriebsprüfung aufgegriffenen Sachverhalte sieht der Vorstand dagegen unverändert keinen Anlass, in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 eine Rückstellung zu erfassen. Sollte die Betriebsprüfung negativ ausgehen und zu Belastungen über die gebildete Rückstellung hinaus führen, würde eine Auswirkung auf die veröffentlichte Guidance auch dann nicht eintreten, da mögliche Ergebnisauswirkungen im Steueraufwand und damit außerhalb des EBITs ausgewiesen werden würden.

10. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

scroll

in TEUR 1.1.2017 Verbrauch Auflösung Zuführung Konso. Kreis / Umglieder. 31.12.2017
Variabler Kaufpreisbestandteil Atlantis I-III 7.945 6.885 0 0 0 1.060
Ausschüttungsgarantien Silbitz 363 363 0 0 0 0
Prozesskosten 987 219 0 1.032 -826 974
Übrige 1.053 0 0 676 0 1.729
10.348 7.467 0 1.708 -826 3.763

Bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich in Höhe von EUR 1,7 Mio. im Wesentlichen um langfristige Rückbauverpflichtungen, die auf die Windparks im Eigenbestand entfallen, und ansonsten um kurzfristige Rückstellungen.

Die Höhe variabler Kaufpreisbestandteile aus dem Erwerb von Offshore-Projekten wird zum Zeitpunkt des Erstansatzes geschätzt und in den Vorräten sowie Rückstellungen erfasst. Die Bilanzierung von Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der variablen Kaufpreisbestandteile, die keine Berichtigungen während des Bewertungszeitraumes darstellen, ist gemäß IAS 37 Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen zu bewerten. Der Konzern erfasst die Veränderung der variablen Kaufpreisbestandteile aus dem Erwerb der Offshore-Windparks korrespondierend im Vorratsvermögen. Mit dem Verkauf des Offshore-Projekts Atlantis I im Geschäftsjahr 2017 (siehe Tz. III. / 2.) veränderten sich die übrigen Rückstellungen um rd. EUR 6,9 Mio. EUR. Zum 31. Dezember 2017 wird eine abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von rund EUR 1,1 Mio. (i. V. EUR 7,9 Mio.) ausgewiesen.

11. Finanzverbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft ausgegebene Wandelschuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sonstige Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen.

Die Finanzverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf bzw. gliedern sich nach Zinsvereinbarungen wie folgt:

scroll

in TEUR gesamt bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre mehr als 5 Jahre Fair Value
Per 31.12.2017
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 25.295 25.295 0 0 25.295
Festverzinslich
Anleihen FLAC 105.816 99.459 6.357 0 107.933
Verb. gegenüber Kreditinstituten FLAC 72.349 6.383 20.383 45.583 74.370
Sonstige Finanzverbindlichkeiten FLAC 1.087 1.087 0 0 1.087
Verb. aus Leasingverhältnissen FLAC 608 179 429 0 608
205.155 132.403 27.169 45.583 209.293
Per 31.12.2016
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 15.692 15.692 0 0 15.692
Festverzinslich
Anleihen FLAC 104.526 0 104.526 0 110.368
Verb. gegenüber Kreditinstituten FLAC 13.496 2.163 6.725 4.608 14.512
Sonstige Finanzverbindlichkeiten FLAC 9.254 8.623 631 0 9.866
Verb. aus Leasingverhältnissen FLAC 346 346 0 0 346
143.314 26.824 111.882 4.608 150.784

FLHfT= zu Handelszwecken gehandelt

FLAC= Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten

Die beizulegenden Zeitwerte der in den Tabellen aufgeführten Finanzinstrumente wurden auf Basis der am Bilanzstichtag zur Verfügung stehenden Marktinformationen und der nachstehend dargestellten Methoden und Annahmen ermittelt. Der beizulegende Zeitwert wird in Übereinstimmung mit allgemein anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Verwendung von beobachtbaren aktuellen Marktpreisen für ähnliche Instrumente bestimmt (Stufe 2). Im aktuellen Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen vorgenommen.

Für die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie der sonstigen Finanzverbindlichkeiten werden aktuelle Zinssätze herangezogen, zu denen vergleichbare Darlehen mit identischen Fristigkeiten zum Bilanzstichtag hätten aufgenommen werden können.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Anleihen basiert auf beobachtbaren Preisnotierungen zum Bilanzstichtag.

Es wird angenommen, dass bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den sonstigen Finanzverbindlichkeiten die beizulegenden Zeitwerte aufgrund der kurzen Restlaufzeiten den Buchwerten dieser Finanzinstrumente entsprechen. Auch bei den Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen entsprechen die Buchwerte wegen einer kurzfristigen Restlaufzeit oder insgesamt geringfügigen Beträgen im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten.

Die Nettoergebnisse der finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bestehen ausschließlich aus Zinsen in Höhe von TEUR 9.282 (i. V. TEUR 13.515), die im Finanzierungsaufwand enthalten sind.

Das Nettoergebnis der zu Handelszwecken gehaltenen Verbindlichkeiten resultiert aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR -413).

Anleihen

Die Anleihen haben sich wie folgt entwickelt:

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Wandelanleihe 2014
Stand 1. Januar 6.255 6.160
Gewandelt 0 2
Aufzinsung 102 97
Stand 31. Dezember 6.357 6.255
Anleihe 2013
Stand 1. Januar 98.271 97.185
Aufzinsung 1.188 1.086
Stand 31. Dezember 99.459 98.271
Gesamt 105.816 104.526

Wandelanleihe 2014 / 2019

Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 15. Mai 2012 hat der Vorstand am 11. September 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beschlossen, bis zu 7.750.000 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Wandelteilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je EUR 3,30 und somit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 25.575.000,00 zu begeben. Sodann hat die Gesellschaft durch Beschluss des Vorstands vom 1. Oktober 2014 insgesamt 1.989.434 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Wandelteilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je EUR 3,30 und somit einem Gesamtnennbetrag von EUR 6.565.132,20 begeben. Die Wandelanleihe 2014 / 2019 wurde am 9. Oktober 2014 zum Regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Die Wandelteilschuldverschreibungen werden für ihre gesamte Laufzeit durch eine Inhaberdauerglobalurkunde verbrieft. Die Laufzeit der Wandelanleihe begann am 10. Oktober 2014 und endet am 10. Oktober 2019. Die Wandelteilschuldverschreibungen werden in Höhe ihres Nennbetrags mit 3,75 Prozent p. a. verzinst, und zwar während der gesamten Laufzeit, sofern sie nicht vorher zurückgezahlt wurden oder das Wandlungsrecht rechtswirksam ausgeübt worden ist. Die Zinsen sind vierteljährlich nachträglich am 10. Januar, 10. April, 10. Juni und 10. Oktober eines jeden Jahres, erstmals am 10. Januar 2015, zahlbar. Jeder Anleihegläubiger hat nach Maßgabe der Anleihebedingungen das unentziehbare Recht, seine Wandelteilschuldverschreibungen in stimmberechtigte, auf den Namen lautende Stückaktien der PNE WIND AG umzutauschen. Je eine Wandelteilschuldverschreibung berechtigt vorbehaltlich einer etwaigen Anpassung des Wandlungspreises zum Umtausch in je eine auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft. Zur Sicherung der Wandlungsrechte dient das Bedingte Kapital II / 2012 (vergleiche hierzu oben unter 6.). Das Wandlungsrecht kann jederzeit, allerdings nicht innerhalb bestimmter, in den Anleihebedingungen festgelegter Nichtausübungszeiträume ausgeübt werden. Die Anleihebedingungen sehen ferner Kündigungsrechte, Bestimmungen über die Anpassung des Wandlungspreises bei Verschmelzungen und Kontrollwechsel, Verwässerungsschutzklauseln und eine Änderung der Anleihebedingungen durch Beschluss der Anleihegläubiger vor.

Im Berichtsjahr wurden keine Wandlungsrechte aus Wandelteilschuldverschreibungen (i. V. 576) ausgenutzt und keine neuen Aktien aus dem Bedingten Kapital II / 2012 ausgeübt (i. V. 592).

Die Wandelanleihe 2014 / 2019 ist in voller Höhe konvertibel.

Unternehmensanleihe 2013 / 2018

Zur Finanzierung von Maßnahmen des externen und des internen Wachstums, insbesondere zur Finanzierung des Erwerbs der Unternehmensbeteiligung an der WKN AG, Husum, und für allgemeine Geschäftszwecke hat die PNE WIND AG im Mai 2013 eine Unternehmensanleihe in Höhe von EUR 66.338.000,00 begeben. Diese Unternehmensanleihe wurde im September 2013 im Rahmen einer Privatplatzierung auf ein Volumen von EUR 100 Mio. aufgestockt.

Die Schuldverschreibungen aus der Unternehmensanleihe 2013 / 2018 sind am regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und nehmen seit September 2013 am Prime Standard für Unternehmensanleihen teil.

Die Schuldverschreibungen werden mit Wirkung vom 14. Mai 2013 (einschließlich) bis zum 1. Juni 2018 (ausschließlich) in Höhe von 8 Prozent verzinst. Die Zinsen sind mit Ausnahme der ersten Zinsperiode halbjährlich nachträglich jeweils zum 1. Juni und 1. Dezember eines jeden Jahres zahlbar.

Sofern nicht bereits ganz oder teilweise zurückgezahlt oder angekauft und entwertet, ist die PNE WIND AG verpflichtet, die Schuldverschreibungen am 1. Juni 2018 zum Nennbetrag zurückzuzahlen.

Tritt ein Kontrollwechsel ein, hat jeder Anleihegläubiger nach Maßgabe der Anleihebedingungen das Recht, von der PNE WIND AG als Emittentin die vorzeitige Rückzahlung seiner Schuldverschreibungen zu verlangen. Ein Kontrollwechsel gilt in diesem Zusammenhang dann als eingetreten, wenn die Emittentin davon Kenntnis erlangt hat, dass eine Person oder eine gemeinsam handelnde Gruppe von Personen im Sinne von § 2 Abs. 5 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes der rechtliche oder wirtschaftliche Eigentümer einer solchen Anzahl von Aktien der Emittentin geworden ist, auf die 30 Prozent oder mehr der Stimmrechte entfallen.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Zinssätze für die festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen zwischen 1,35 Prozent und 5,34 Prozent. Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist das Unternehmen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Zinssätze hierfür lagen 2017 von 7,24 Prozent bis zu 12,00 Prozent (Kontokorrentzinssatz). Die variablen Zinssätze werden in Abständen von weniger als einem Jahr angepasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Laufzeiten bis 2032.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 71.376 (i. V. TEUR 3.974) gesichert durch:

1. Eingetragene Grundschuld i.H.v. TEUR 3.170 auf dem Objekt Peter-Henlein-Str. 2-4, Cuxhaven (valutierter Betrag TEUR 2.486 (i. V. TEUR 2.621))

2. Abtretung der Mietansprüche bzgl. Objekt Peter-Henlein-Str. 2-4, Cuxhaven

3. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit dem Holzheizkraftwerk Silbitz sowie Abtretung aller Forderungen dieses Holzheizkraftwerkes (valutierter Betrag TEUR 676 (i. V. TEUR 1.353))

4. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit den Windparks Gerdau Schwienau und Pülfringen sowie Abtretung aller Forderungen dieser Windparks (valutierter Betrag TEUR 7.002 (i. V. TEUR 8.225))

5. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit den Windparks Kührstedt A, Kührstedt B und Kührstedt Bederkesa sowie Abtretung aller Forderungen dieser Windparks (valutierter Betrag TEUR 61.213 (i. V. TEUR 0))

Zum 31. Dezember 2017 standen dem Konzern zudem nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierung von rund EUR 6,6 Mio. (i. V. EUR 19,4 Mio.) und eine nicht in Anspruch genommene Kreditlinie in Höhe von EUR 25,0 Mio. (i. V. EUR 0,0 Mio.) für die Eigenkapitalfinanzierung für das im Aufbau befindliche 200 MW Windparkportfolio zur Verfügung.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Verzugs- oder sonstigen Leistungsstörungen bei Zinsen oder Tilgung vor und es wird nicht von einer Inanspruchnahme der gegebenen Sicherheiten ausgegangen.

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthielten im Vorjahr eine vertragliche Zusage der PNE WIND AG an die beteiligten Kommanditisten der Betreiber-Gesellschaft HKW Silbitz, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurückzuerwerben. Aufgrund dieser Zusage wurde im Vorjahr unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten eine abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von rund EUR 7,5 Mio. ausgewiesen. Die Kommanditanteile wurden vertragsgemäß Anfang Januar 2017 übernommen.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Verzug- oder sonstigen Leistungsstörungen bei Zinsen oder Tilgung vor.

Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen

Der Konzern hat für verschiedene Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung Finanzierungsleasingverhältnisse und Mietkaufverträge abgeschlossen. Die Verträge beinhalten keine Verlängerungsoptionen, Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln.

Die Nettobuchwerte der Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing von TEUR 665 (i. V. TEUR 545) entfallen in voller Höhe auf technische Anlagen und Maschinen.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:

scroll

in TEUR Mindestleasingzahlungen Barwert der Mindestleasingzahlungen
31.12.2017 31.12.2016 31.12.2017 31.12.2016
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen:
Mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 200 388 179 346
Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 466 701 429 666
Mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 0 0 0 0
666 1.089 608 1.012
abzüglich:
Zukünftige Finanzierungskosten -58 -77
Barwert der Leasingverpflichtungen 608 1.012
Zur Rückzahlung innerhalb von zwölf Monaten fälliger Betrag (unter den kfr. Schulden ausgewiesen) 179 346
Zur Rückzahlung nach mehr als zwölf Monaten fälliger Betrag 429 666

Die nachfolgende Überleitungsrechnung stellt die Veränderungen zwischen Eröffnungsbilanzwert und Schlussbilanzwert von Schulden aus Finanzierungstätigkeit dar - sowohl zahlungswirksame als auch nicht zahlungswirksame Veränderungen.

scroll

in TEUR Nicht zahlungswirksame Veränderungen
Eröffnungs bilanzwert Cashflow (zahlungswirksame Veränderungen) Erwerb von Unternehmen Änderungen des Fair Value Übrige Schlussbilanzwert
--- --- --- --- --- --- ---
Anleihen 104.526 - - 1.290 0 105.816
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.496 59.106 - - 253 72.855
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 9.254 - -7.535 - -632 1.087
Leasingverbindlichkeiten 346 -179 - - 441 608
Schulden aus Finanzierungstätigkeiten 127.622 58.927 -7.535 1.290 62 180.366

12. Sonstige Verbindlichkeiten

Abgegrenzte Umsatzerlöse

Der Posten in Höhe von TEUR 17.894 (i. V. TEUR 16.308) resultiert im Wesentlichen aus von Windparkbetreibergesellschaften geleisteten Vorauszahlungen für die Nutzung von Umspannwerken. Der Betrag wird über die Laufzeit der Nutzungsverträge (20 bis 25 Jahre) ertragswirksam aufgelöst.

Übrige Verbindlichkeiten

Unter den übrigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von rd. EUR 6,6 Mio. (i. V. rd. EUR 3,4 Mio.) enthalten.

13. Finanzinstrumente und Grundsätze des Risikomanagements

Der Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen.

Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Finanzen und Controlling. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird. Die Grundsätze des Risikomanagements wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Risikokategorien im Sinne von IFRS 7

Kreditrisiko

Der Konzern ist aus seinem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, wie z. B. Einholung von Sicherheiten oder Bürgschaften, wenn dies auf Grund von Bonitätsprüfungen angemessen erscheint. Bei den weder überfälligen noch wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten wird das Ausfallrisiko als gering angesehen.

Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen) vor.

Zinsrisiko

Aktuell erfolgt keine Absicherung des Zinsrisikos in Bezug auf Veränderungen des Marktzinsniveaus bei Zinszahlungen für bestehende und erwartete variabel verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten innerhalb der Gesellschaft. Es besteht auch für keine Gesellschaft des Konzerns hierzu eine vertragliche Verpflichtung. Grundsätzlich werden fest verzinsliche Finanzinstrumente in Form von Projektfinanzierungen zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs eingesetzt, somit entstehen keine wesentlichen Zinsrisiken.

Liquiditätsrisiko

Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt, welche die Liquiditätszu- und Liquiditätsabflüsse sowohl auf kurzfristige als auch auf mittel- und langfristige Sicht abbildet.

Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist unter Tz. V 11. Finanzverbindlichkeiten abgebildet.

Marktrisiko

Im Bereich der Marktpreisrisiken ist der Konzern Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.

Währungsrisiken

Die Währungskursrisiken des Konzerns resultieren primär aus der operativen Tätigkeit und Investitionen. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cash-Flows des Konzerns wesentlich beeinflussen.

Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass bilanziell erfasste, aber auch geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden.

Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Zum Jahresende bestehen kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Konzern, die aus Sicht der Gesellschaft zu keinem wesentlichen Risiko führen.

Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen.

Zur Sicherung gegen wesentliche Fremdwährungsrisiken setzt der Konzern Devisenderivate in Form von Devisentermingeschäften und Devisenoptionsgeschäften ein. Mittels dieser Devisenderivate werden die Zahlungen bis maximal ein Jahr im Voraus gesichert. Der Konzern war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Sicherungsgeschäfte waren zum Bilanzstichtag daher nicht abgeschlossen worden.

Gemäß IFRS 7 erstellt der Konzern Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Der Konzern ist aufgrund geringer Fremdwährungsvermögenswerte und -schulden keinem wesentlichen Währungsrisiko ausgesetzt. Andere, für den Konzern relevante Währungen als in Euro lagen zum Bilanzstichtag in Britischem Pfund und Amerikanischem Dollar vor.

Zinsrisiken

Der Konzern unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt der Konzern grundsätzlich Zinsderivate (Zinsswaps, Zinscaps) ein, um Zinsänderungsrisiken entgegenzuwirken.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash-Flow-Hedges gegen Zinsänderungen designiert sind, aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das Zinsergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2017 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätten sich keine Effekte in Bezug auf eine Neubewertungsrücklage im Eigenkapital ergeben. Darüber hinaus wäre das Zinsergebnis um TEUR 0 (i. V. TEUR 0) niedriger / höher gewesen.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.

Zum 31. Dezember 2017 und 31. Dezember 2016 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.

Risikokonzentrationen

Über die allgemeinen (Kapitalmarkt-)Marktrisiken hinaus, bestehen aus Sicht des Managements keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Zeitwerte

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite und langfristige Darlehen.

Der Buchwert der Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil.

In Abhängigkeit vom Marktwert am Bilanzstichtag werden derivative Finanzinstrumente als sonstiger Vermögenswert (bei positivem Marktwert) oder als sonstige Verbindlichkeit (bei negativem Marktwert) ausgewiesen.

Kapitalmanagement

Die Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen

in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung,
in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals sowie
in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur.

Um die Kapitalstruktur aufrechtzuerhalten oder zu verändern, gibt die Gesellschaft je nach Erfordernis neue Anteile heraus, nimmt Verbindlichkeiten auf oder veräußert Vermögenswerte, um Verbindlichkeiten zu tilgen.

Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften, sonstige Finanzverbindlichkeiten) abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital zuzüglich Nettofremdkapital.

Einzelne Gesellschaften des Segments Stromerzeugung unterliegen Vorgaben hinsichtlich ihrer Liquiditätsreserven durch Banken, die zwar bei der Überwachung der Kapitalstruktur berücksichtigt werden, in der Summe jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kapitalstruktur und ihrer Verfügbarkeit auf Konzernebene haben.

Die Strategie der Gesellschaft besteht darin, einen Verschuldungsgrad bis zu 70 Prozent einzugehen, um weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten durch Beibehaltung eines guten Kreditratings zu gewährleisten.

Aufgrund der wirtschaftlich sehr erfolgreichen Geschäftsjahre 2016 und 2017 ist der Verschuldungsgrad des Konzerns jeweils positiv.

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Finanzschulden 179.860 127.622
. / . Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 193.984 147.686
\= Nettofremdkapital -14.124 -20.064
+ Eigenkapital 235.220 229.388
\= Gesamtkapital 221.096 209.324
Verschuldungsgrad -6,39% -9,59%

Die im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Strategie zur Überwachung der Kapitalstruktur hat insofern ihre Ziele weiterhin erreicht, als dass sowohl der Verschuldungsgrad nicht überschritten wurde, sowie auch sämtliche externen Vorgaben der Liquiditätssicherung eingehalten wurden.

VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach den Produkt- und Leistungsbereichen im Konzern. Es erfolgten im Berichtszeitraum im Wesentlichen Umsätze aus dem Geschäftsbereich Projektierung von Windkraftanlagen, Management und Serviceleistungen von Windkraftanlagen sowie Umsätze aus Umspannwerknutzungsentgelt. Im Geschäftsbereich Stromerzeugung wurden im Wesentlichen Umsätze aus dem Verkauf von Strom aus dem laufenden Betrieb von Windparks und des Holzheizkraftwerks Silbitz erzielt.

In den Geschäftsjahren 2016 und 2017 wurden Umsatzerlöse aus langfristiger Fertigung erzielt (siehe Abschnitte IV Nr. 9 und V Nr. 6).

scroll

in TEUR 2017 2016
Umsatzerlöse vor HB II-Überleitung 105.670 244.378
Umsatzerlöse aus Teilgewinnrealisierung 12.605 4.199
Umkehreffekt aus der Teilgewinnrealisierung -4.199 0
Umsatzanteil aus der Teilgewinnrealisierung 8.406 4.199
114.076 248.577

Den Umsatzanteilen aus Teilgewinnrealisierung stehen Auftragskosten i. H. v. TEUR 2.368 (i. V. TEUR 1.978) gegenüber, so dass sich eine Teilgewinnrealisierung i. H. v. TEUR 6.038 (i. V. TEUR 2.221) ergibt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen folgende Einmaleffekte enthalten:

Der Ertrag stammt aus der Aufwertung des Unternehmenswerts der PNE WIND Partners Deutschland GmbH (der Anteil PNE WIND AG zu diesem Zeitpunkt betrug 20 %) von rd. 330 Mio. Euro auf rd. 360 Mio. Euro. Die Aufwertung erfolgte aufgrund einer Optimierung der Finanzierungen der Windparks. Im Konzern konnte ein Ertrag in Höhe von TEUR 5.362 aus diesem Vorgang verbucht werden.
Die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte trugen mit TEUR 112 (i. V. TEUR 175) zu den sonstigen betrieblichen Erträgen bei.
Im Geschäftsjahr 2017 konnten abgegrenzte Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.160 (i. V. TEUR 1.824) aufgelöst werden, da die Gründe zur Passivierung nicht mehr bestanden.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen war im Vorjahr ein Wert von 2,5 Mio. Euro enthalten, welcher aus Vergleichen im Rahmen von Schiedsgerichtsverfahren mit ehemaligen Anteilseignern der WKN AG stammt.

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 2017 2016
Löhne und Gehälter 22.417 22.185
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 3.372 3.238
25.789 25.423
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 362 358
Personalaufwand je Mitarbeiter 71 71

Die Aufwendungen für beitragsorientierte Pläne nach IAS 19 betrugen im Geschäftsjahr 2017 TEUR 920 (i. V. TEUR 864).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen folgende Aufwendungen:

Rechts- und Beratungskosten TEUR 5.438 (i. V. TEUR 7.901)
Miet-, Pacht- und Leasingkosten TEUR 1.497 (i. V. TEUR 3.632)
Wertberichtigungen auf Forderungen oder Forderungsverluste TEUR 2.468 (i. V. TEUR 2.243)
Werbe- und Reisekosten TEUR 2.185 (i. V. TEUR 2.421)
Kraftfahrzeugkosten TEUR 1.506 (i. V. TEUR 1.542)
EDV-Kosten TEUR 475 (i. V. TEUR 449)
Versicherungen und Beiträge TEUR 1.142 (i. V. TEUR 1.390)
Aufsichtsratsvergütungen TEUR 622 (i. V. TEUR 529)
Reparatur/ Instandhaltungskosten (im Wesentlichen "Silbitz" und die Windparkprojekte im Konzern) TEUR 1.539 (i. V. TEUR 2.333)

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen sind Darlehens- und Kontokorrentzinsen in Höhe von TEUR 393 (i. V. TEUR 107) sowie die Wertänderung derivativer Finanzinstrumente in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 413) enthalten.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen auf die Anleihe 2013 / 18 von TEUR 8.000 (i. V. TEUR 8.000), die Wandelschuldverschreibungen mit TEUR 246 (i. V. TEUR 246), Darlehens- und Kontokorrentzinsen mit TEUR 1.036 (i. V. TEUR 5.269) enthalten. Im Geschäftsjahr 2017 wurden bei einem Kapitalisierungssatz von 2,67 % (i. V. 2,74 %) Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 210 (i. V. TEUR 220) und bei einem Kapitalisierungssatz von 8,0 % (i. V. 8,0 %) Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 910 (i. V. TEUR 1.857) aktiviert.

7. Ertragsteuern

Der Ertragsteuerertrag (Vorjahr: Ertragsteueraufwand) setzt sich wie folgt zusammen:

scroll

in TEUR 2017 2016
Laufende Steuern 2.482 3.337
Latente Steuern
- aus Konsolidierungseffekten und HB II-Anpassungen -3.149 8.342
- aus Einzelabschlüssen 337 2.682
-2.812 11.025
-330 14.362

Unter den laufenden Steueraufwendungen werden bei den inländischen Gesellschaften Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer sowie bei den ausländischen Gesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.

Für die inländischen Gesellschaften betrug die Körperschaftsteuer 15 Prozent, der Solidaritätszuschlag betrug unverändert 5,5 Prozent auf die Körperschaftsteuer. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer belief sich damit die Gesamtsteuerbelastung der inländischen Gesellschaften auf rund 30 Prozent.

Bei den Auslandsgesellschaften kommen die individuellen landesspezifischen Steuersätze zur Anwendung.

Wesentliche Änderungen des Steueraufwandes durch Änderung der jeweiligen nationalen Steuersätze ergaben sich nicht.

Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern über geschätzte steuerliche Verlustvorträge im Inland von ca. EUR 91 Mio. (i. V. ca. EUR 94 Mio.) sowie im Ausland von ca. EUR 59 Mio. (i. V. ca. EUR 56 Mio.) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen. Ein latenter Steueranspruch auf diese Verluste wurde in Höhe von TEUR 2.588 erfasst (i. V. TEUR 1.389) und in Höhe von TEUR 576 mit passiven latenten Steuern saldiert bzw. in Höhe von TEUR 1.389 wertberichtigt. Angesichts der Verlustsituation in der Vergangenheit (Ausland) sowie der weitestgehenden Steuerfreiheit auf Verkäufe von Anteilen an Kapitalgesellschaften in Deutschland werden lediglich latente Steueransprüche auf Verlustvorträge in Höhe des Betrags aktiviert, der künftig sicher durch positive zu versteuernde Ergebnisdifferenzen realisiert werden kann. Die Verluste im Inland können für unbegrenzte Zeit vorgetragen werden. Für die wesentlichen Verluste in den USA gilt, dass die Verlustnutzung in den USA auf 12 bzw. 20 Jahre beschränkt ist. Auf Verlustvorträge im Inland von EUR 86 Mio. (i. V. EUR 89 Mio.) und im Ausland von EUR 59 Mio. (i. V. EUR 56 Mio.) sind keine latenten Steuern angesetzt worden.

Nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung des rechnerischen auf den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand:

scroll

in TEUR 2017 2016
Konzernergebnis vor Ertragsteuern 13.905 81.442
Steuersatz 30,0 % 30,0 %
Ertragsaufwand - rechnerisch 4.172 24.433
Steuererstattung aus Verlustrücktrag -211 -239
Nichtansatz von latenten Steuern 2.716 5.206
Nutzung von Verlustvorträgen -972 -5.589
Steuerfreie Veräußerungsgewinne und sonstige steuerfreie Erträge -6.974 -9.774
Permantente Abweichungen 0 -1.758
Periodenfremder Steueraufwand / -ertrag 40 -42
Nichtabziehbare Aufwendungen -105 871
Sonstige Konsolidierungseffekte 1.005 1.254
Ausgewiesener Steuerertrag / -aufwand -330 14.362

Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen ermittelt. Da sämtliche mit Steuerlatenzen behafteten Sachverhalte im Inland begründet sind, wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,0 Prozent (i. V. 30,0 Prozent) angenommen.

Steuerlatenzen aufgrund von Bewertungsunterschieden entstanden bei den folgenden Bilanzpositionen:

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
aktive latente Steuern passive latente Steuern aktive latente Steuern passive latente Steuern
--- --- --- --- ---
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 1.213 0 1.266 0
Vorräte 962 1.378 539 321
Sachanlagevermögen 8.152 2.510 4.345 2.248
Immaterielle Vermögenswerte 732 725 754 278
Verbindlichkeiten 0 222 190 500
Sonstige Rückstellungen 50 1 41 0
11.109 4.836 7.135 3.347
Verlustvorträge 2.588 0 1.389 0
Übrige Konsolidierungseffekte inkl. Wertberichtigung -1.389 0 1.436 2.825
12.308 4.836 9.960 6.172
Saldierungsfähiger Anteil -590 -590 -2.825 -2.825
Latente Steuern 11.718 4.246 7.135 3.347

8. Ergebnis je Aktie

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 2017 insgesamt 76.556 Tausend Namensstückaktien (i. V. 76.556 Tausend Namensstückaktien).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt damit EUR 0,22 je Aktie (i. V. EUR 0,90 je Aktie).

scroll

2017 2016
Konzernjahresüberschuss (in TEUR) 17.075 68.973
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (in Tausend) 76.556 76.556
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,22 0,90

Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:

scroll

2017 2016
Konzernergebnis vor Eliminierung von Verwässeungseffekten (in TEUR) 17.075 68.973
- Zinsaufwendungen auf Wandelschuldverschreibung (in TEUR) 246 246
Ergebnis nach Eliminierung (in TEUR) 17.321 69.219
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien vor Verwässerungseffekten (in Tausend) 76.556 76.556
+ gewogener Durchschnitt wandelbarer Aktien (in Tausend) 2.153 2.059
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien nach Verwässerungseffekten (in Tausend) 78.709 78.615
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,22 0,88

VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode aufgestellt.

1. Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds entspricht der in der Bilanz ausgewiesenen Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

2. Überleitung zwischen Beträgen in der Kapitalflussrechnung und der Bilanz

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer Tätigkeit, Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Auswirkungen von Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert.

3. Nicht-zahlungswirksame Effekte

In der Kapitalflussrechnung werden in der Nettodarstellung TEUR 5.273 (i. V. TEUR 221) als nicht-zahlungswirksame Effekte ausgewiesen. Dieser Wert setzt sich zusammen aus

Einem Ertrag in Höhe von TEUR 5.362 aus der Aufwertung des Unternehmenswerts der PNE WIND Partners Deutschland GmbH (der Anteil PNE WIND AG zu diesem Zeitpunkt betrug 20 %) von rd. 330 Mio. Euro auf rd. 360 Mio. Euro.
Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR -89 (i. V. TEUR 221)

VIII. Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

Transaktionskosten

Es sind wie im Vorjahr keine Transaktionskosten entstanden.

IX. Segmentberichterstattung

Die operativen Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft umfassten im Berichtsjahr im Wesentlichen die fokussierte Projektierung, Errichtung und den Betrieb von Windparks und Umspannwerken zur Stromerzeugung, den Service von Windkraftanlagen und die Eigenkapitaleinwerbung für Windparkbetreibergesellschaften. Darüber hinaus wird auch eine umweltschonende Stromerzeugung zu ökonomisch nachhaltigen Bedingungen betrieben.

In den Geschäftsjahren 2016 und 2017 hat die Gesellschaft Windparks in Deutschland projektiert, errichtet und diese Windparks vorerst im eigenen Besitz gehalten. Da die Windparks in Eigenbesitz unabhängig von ihrer aktuellen oder künftigen Gesellschafterstruktur selbst betrieben und zur Stromerzeugung genutzt werden, erfolgte der Ausweis der Windparks ab dem Zeitpunkt der Veräußerung im Konzern im Segment Stromerzeugung.

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung des Segmentberichtsformats der PNE WIND AG. Danach wird in die beiden Bereiche Projektierung von Windkraftanlagen und Stromerzeugung unterschieden.

Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften des PNE WIND AG-Konzerns liegen grundsätzlich Preise zu Grunde, die auch mit Dritten vereinbart werden. Die interne Berichterstattung, der die Segmentberichterstattung zu Grunde liegt, basiert ausschließlich auf Werten der in diesem Konzernabschluss erläuterten IFRS-Rechnungslegung des Konzerns. Sowohl Onshore- wie Offshore-Windkraftanlagen werden nach einem einheitlichen Prozessablauf projektiert.

Die Umsatzerlöse mit externen Kunden und das Segmentvermögen der Segmente "Projektierung von Windkraftanlagen" und "Stromerzeugung" entfallen im Wesentlichen auf Deutschland und Frankreich. Im Segment "Projektierung von Windkraftanlagen" werden Umsatzerlöse mit externen Kunden realisiert, die mehr als 10 Prozent der gesamten Umsatzerlöse betragen. Im Berichtsjahr wurden mit einem Kunden rd. EUR 22,9 Mio. Umsätze, mit einem weiteren Kunden Umsätze von rd. EUR 13,3 Mio. und einem Dritten Kunden rd. EUR 12,9 Mio. generiert, welche dem Inlandsbereich zugeordnet werden können. Weitere Umsätze mit Kunden, die dem Auslandsbereich zugeordet werden können, wurden mit einem Kunden in Höhe von rd. EUR 11,7 Mio. generiert. Kein weiterer einzelner Kunde hat 10 Prozent oder mehr zum Konzernumsatz beigetragen. Im Vorjahr wurden mit einem Kunden rd. EUR 115,0 Mio. Umsätze und mit einem weiteren Kunden Umsätze von rd. EUR 33,6 Mio. generiert, welche dem Inlandsbereich zugeordnet wurden.

Langfristige Vermögenswerte werden regional wie folgt eingesetzt:

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Deutschland 172.675 134.412
Übrige Länder 512 671
173.187 135.083

Im Segment Projektierung von Windkraftanlagen konzentriert sich ein jeweils wesentlicher Anteil der externen Erlöse auf Kunden, mit denen langfristige und nachhaltige Geschäftsbeziehungen gepflegt werden. Der im Segment Stromerzeugung produzierte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist.

Der Anteil am Periodenergebnis der assoziierten Unternehmen, die mit der "at-equity"-Methode erfasst wurden, in Höhe von TEUR -451 (i. V. TEUR 578) ist im Segment "Projektierung von Windkraftanlagen" und in Höhe von TEUR 1.411 (i. V. TEUR 0) im Segment "Stromerzeugung" enthalten.

X. Sonstige Angaben

1. Operating-Leasingverhältnisse

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverhältnissen in Höhe von TEUR 6.001 (i. V. TEUR 6.543).

Wesentlicher Bestandteil dieser sonstigen finanziellen Verpflichtungen ist in Höhe von TEUR 4.374 (i.V. TEUR 4.860) die Anmietung eines Bürogebäudes, welches in 2016 im Rahmen eines Sale-and-Lease-back-Vertrages veräußert wurde. Das Mietverhältnis hat eine Laufzeit ab 2017 von fünfzehn Jahren und nach Ablauf dieses Zeitraums zwei Optionen zur Verlängerung des Leasingverhältnisses um jeweils fünf Jahre. Darüber hinaus besteht für die Gesellschaft nach zehn Jahren einmalig ein einseitiges Sonderkündigungsrecht. Die an den Vermieter gezahlte Miete wird in regelmäßigen Abständen auf der Basis eines Preisindices an die Marktmiete angepasst, und der Konzern ist nicht am Restwert der Grundstücke und Gebäude beteiligt. Demzufolge wurde bestimmt, dass im Wesentlichen alle Risiken und Chancen der Grundstücke und Gebäude beim Vermieter liegen. Die Gesellschaft hat das Recht zur Untervermietung. Insgesamt neun Untermieter haben 27 % der Nutzfläche des Gebäudes gemietet. Die Untermietverträge aus den Jahren vor 2017 haben jeweils eine Laufzeit von einem Jahr und verlängern sich automatisch, sofern sie nicht vor Ablauf der Kündigungsfrist gekündigt werden. Bei den neuen Untermietern, die ab 2017 im Gebäude aufgenommen wurden, sind unbefristete Mietverträge mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten abgeschlossen worden. Bei den Untermietern handelt es sich um zwei Unternehmen der PNE WIND-Gruppe sowie sieben konzernfremde Unternehmen. Die jährlichen Mieteinnahmen belaufen sich auf TEUR 129.

Im Januar 2018 wurden vier weitere Untermietverträge mit einem Unternehmen der PNE WIND-Gruppe und mit drei konzernfremden Unternehmen abgeschlossen. Hierdurch werden bis April 2018 weitere 19 % der Nutzfläche des Gebäudes vermietet. Die jährlichen Mieteinnahmen für diese zusätzliche Vermietung werden sich auf TEUR 88 belaufen.

Die übrigen Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Kfz-Leasing und Bürotechnik-Leasingverträgen. Die Fälligkeit der Miet- und Leasingverpflichtungen gliedert sich wie folgt:

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Miet- und Leasingverpflichtungen
Restlaufzeit bis 1 Jahr 1.203 1.254
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 2.852 2.845
Restlaufzeit über 5 Jahre 1.946 2.444
6.001 6.543

2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse aus der Bereitstellung von Bürgschaften für:

scroll

in TEUR 31.12.2017 31.12.2016
Diverse Windkraftprojekte 20.518 34.980
Übrige 466 1.295
20.984 36.275

Die WKN AG hat Vertragserfüllungsbürgschaften in Höhe von TEUR 14.010 (i. V. TEUR 24.762) für eigene Geschäfte und das Geschäft von Tochtergesellschaften ausgegeben. Diesen Vertragserfüllungsbürgschaften liegen Verträge zugrunde, die die WKN AG zu Bauleistungen in der Zukunft verpflichten (z.B: Rückbau eines Windmessmastes) und die planmäßig abgearbeitet werden. Die Bürgschaften dienen der Absicherung der Vertragsparteien. Eine Inanspruchnahme ist aus derzeitiger Sicht nicht zu erwarten, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen noch nicht eingetreten sind.

Eine Inanspruchnahme aus den weiteren ausgegebenen Bürgschaften in Höhe von TEUR 6.974 (i. V. TEUR 11.513) ist ebenfalls aus derzeitiger Sicht nicht zu erwarten.

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo betreffend Windkraftanlagen in Höhe von netto TEUR 6.585 (i. V. TEUR 19.562). Das Bestellobligo ist in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig.

Weiterhin bestehen aus Zusammenarbeit bei der Projektentwicklung im Ausland sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 26 (i. V. TEUR 149).

Wesentliche Risiken aus diesen Geschäften werden nicht gesehen.

3. Annahmen des Managements über zukünftige Entwicklungen und andere Bewertungsunsicherheiten

Die Gesellschaften der PNE WIND-Gruppe sind bei Entwicklung, Projektierung und Betrieb von Windparks onshore und offshore in 13 Ländern auf drei Kontinenten aktiv. Die Rahmenbedingungen verändern sich fortlaufend. Einerseits wird der Ausbau Erneuerbarer Energien mit dem im November 2016 in Kraft getretenen Klimaschutzabkommen von Paris (COP 21) weltweit einen Aufschwung erleben.

Andererseits führen Marktveränderungen durch verschiedene politische Entwicklungen, aber auch die latente Bankenkrise zu regulatorischen Unsicherheiten. Zu Details der Unsicherheiten zukünftiger Entwicklungen und den strategischen Zielen der PNE WIND AG wird an dieser Stelle zusätzlich auf die Ausführungen im Lagebericht in Punkt 11 "Risiko- und Chancenbericht im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht" verwiesen.

4. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Bzgl. der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der PNE WIND AG und ihrer Tochterunternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Aufsichtsratsmitglieder der WKN AG sind die folgenden Personen:

Markus Lesser, CEO der PNE WIND AG,
Jörg Klowat, CFO der PNE WIND AG,
Thorsten Fastenau, Generalbevollmächtigter der PNE WIND AG

Der Aufsichtsrat der WKN AG hat im Geschäftsjahr 2017 insgesamt 9 Sitzungen (i. V.: 16 Sitzungen abgehalten und dafür Sitzungsgelder in Höhe von insgesamt netto TEUR 27 (i. V. TEUR 45) erhalten. Als Verbindlichkeiten aus Sitzungsgeldern wurden zum 31. Dezember 2017 netto TEUR 0 (i. V. TEUR 3) im Jahresabschluss der WKN AG ausgewiesen.

Als abgegrenzte Verbindlichkeiten für die fixe Vergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2017 wurden per 31. Dezember 2017 TEUR 54 (i. V. TEUR 54) in der Bilanz ausgewiesen.

Die Vergütung und der Anteilsbesitz des Aufsichtsrats und der Vorstände sind unter Gliederungspunkt X.5 erläutert.

5. Angaben zum Aufsichtsrat und zum Vorstand

Aufsichtsrat

Herr Alexis Fries, Pfaffhausen, Schweiz, selbstständiger Management-Berater, Diplom-Physiker (Vorsitzender) (bis 31. Mai 2017)
Herr Wilken Freiherr von Hodenberg, Hamburg, selbstständiger Rechtsanwalt (stellvertretender Vorsitzender) (bis 31. Mai 2017)
Herr Christoph Gross, Mainz, selbstständiger Wirtschaftsprüfer (bis 31. Mai 2017)
Herr Per Hornung Pedersen, Hamburg, selbstständiger Unternehmensberater (Vorsitzender seit 31. Mai 2017)
Herr Dr. Jens Kruse, Hamburg, Leiter Corporate Finance bei der M.M. Warburg & Co., Hamburg, (stellvertretender Vorsitzender) (seit 31. Mai 2017)
Herr Marcel Egger, Apensen, Mitglied der Gruppengeschäftsführung der EUROGATE-Gruppe (seit 31. Mai 2017)
Frau Dr. Isabella Niklas, Hamburg, Rechtsanwältin, in der Sozietät Osborne Clarke, Hamburg
Herr Andreas M. Rohardt, Hermannsburg, geschäftsführender Gesellschafter der ARO greenenergy GmbH, Hermannsburg
Herr Florian Schuhbauer, Frankfurt am Main, Geschäftsführer der Active Ownership Advisors GmbH, Frankfurt am Main (seit 31. Mai 2017)

Herr Per Hornung Pedersen ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

SE Blue Renewables, Kopenhagen, Dänemark, (Aufsichtsratsvorsitzender) (bis 31.8.2017)
Suzlon Energy Ltd., Mumbai, Indien
Sea Tower AS, Oslo, Norwegen

Herr Dr. Jens Kruse ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

Biesterfeld AG, Hamburg
MAX AUTOMATION AG, Düsseldorf, (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Marcel Egger ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

J.F. Müller & Sohn AG, Hamburg
EUROGATE Tanger S.A., Tanger, Marokko
Mitglied des Board of Directors (konzerninterne Mandate der EUROGATE-Gruppe) der:
NTB North Sea Terminal Bremerhaven GmbH & Co, Bremerhaven
MSC Gate Bremerhaven GmbH & Co. KG, Bremerhaven
LISCONT Operadores de Contentores S.A., Lissabon, Portugal
EUROGATE Container Terminal Limassol Limited, Limassol, Zypern
000 Ust-Luga Container Terminal, Ust-Luga, Russland

Herr Andreas M. Rohardt ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

SOEX GROUP, Ahrensburg, (Vorsitzender des Beirates)

Herr Florian Schuhbauer ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

Active Ownership Capital S.a r.l., Luxemburg
Active Ownership Fund SICAV-FIS SCS, Luxemburg
exceet Group SE, Luxemburg

Die fixe Vergütung an den Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017 TEUR 530 (i. V. TEUR 461) betragen. Nach der Satzung erhält der Vorsitzende TEUR 120, sein Stellvertreter TEUR 90, die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates TEUR 60 als feste Bezüge und darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied TEUR 1 pro Sitzung. Zusätzlich erhält der Vorsitzende des Prüfungsausschusses eine fixe Vergütung von TEUR 30 und jedes weitere Mitglied des Prüfungsausschusses TEUR 15 als zusätzliche Vergütung. Die Vorsitzenden anderer Ausschüsse des Aufsichtsrats erhalten eine zusätzliche Vergütung von TEUR 20. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats beläuft sich im Geschäftsjahr 2017 auf TEUR 622 (i. V. TEUR 528). Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Aufsichtsratsmitglieder.

scroll

in TEUR Fixe Vergütung 2017 Sitzungsgeld 2017 Gesamtbezüge 2017
Herr Pedersen 112,9 15,0 127,9
Frau Niklas 75,0 15,0 90,0
Herr Rohardt 60,0 16,0 76,0
Herr Kruse 61,3 8,0 69,3
Herr Fries 58,3 8,0 66,3
Herr Egger 52,5 7,0 59,5
Herr Freiherr von Hodenberg 37,5 8,0 45,5
Herr Groß 37,5 7,0 44,5
Herr Schuhbauer 35,0 8,0 43,0
530,0 92,0 622,0

Von den Mitgliedern des Aufsichtsrates hielt am 31. Dezember 2017 Herr Marcel Egger 20.000 Aktien der Gesellschaft. Dem Mitglied des Aufsichtsrates, Herr Florian Schuhbauer, waren am 31. Dezember 2017 über den Active Ownership Funds SICAV-FIS SCS 3.885.383 Aktien der Gesellschaft zuzurechnen. Dies sind insgesamt 3.905.383 Aktien der Gesellschaft.

Vorstand

Herr Markus Lesser, Kaarst, (Vorsitzender) (CEO)
Herr Jörg Klowat, Cuxhaven, (CFO)
Herr Kurt Stürken, Hamburg, (COO)

Herr Markus Lesser ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

WKN AG, Husum, (Aufsichtsratsvorsitzender)
RenCon GmbH, Kaarst

Herr Jörg Klowat ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

WKN AG, Husum, (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)

Herr Kurt Stürken ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

Vindstyrka i Trelleborg AB, Eslöv, Schweden
Lejesta Kraft AB, Eslöv, Schweden
Sturken GmbH, Salzhausen

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2017 Gesamtbezüge (inkl. Rückstellungen für Tantiemen), in der Bilanz ausgewiesen, in Höhe von TEUR 2.046 (i. V. TEUR 2.162).

Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Vorstandsmitglieder.

Die Aufgliederung der Vergütung der einzelnen Mitglieder des Vorstands nach dem Corporate Governance Kodex ist im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht unter Punkt 17. "Vergütungsbericht" dargestellt.

Von den Vorständen der Gesellschaft wurden am 31. Dezember 2017 Aktien der Gesellschaft wie folgt gehalten:

scroll

Herr Jörg Klowat, Cuxhaven 100.000 Aktien
(i. V. 100.000 Aktien)
Herr Markus Lesser, Kaarst 24.000 Aktien
(i. V. 24.000 Aktien)

Zusätzliche Angaben für deutsche Mutterunternehmen im IFRS-Konzernabschluss gemäß § 315e HGB

6. Honorare für den Konzernabschlussprüfer

Vom Konzernabschlussprüfer wurde im Geschäftsjahr 2017 folgendes Honorar berechnet:

scroll

in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen (Einzel- und Konzernabschluss) 5381
Andere Bestätigungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 16
554

1 Davon für das vorherige Geschäftsjahr: TEUR 69

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen beinhaltet auch Honorare für die prüferische Durchsicht des Halbjahresfinanzberichts sowie Honorare für die Durchführung freiwilliger Abschlussprüfungen von Konzernunternehmen.

7. Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Corporate Governance Kodex ist eine gesetzliche Richtlinie zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Er fasst die international wie national anerkannten Standards für verantwortungsvolle Unternehmensführung zusammen. Ziel der Richtlinie ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern. Einmal jährlich müssen Vorstand und Aufsichtsrat eine Erklärung abgeben, in der sie erklären, in wie weit den Regeln des Corporate Governance Kodex entsprochen wird.

Die letzte Entsprechenserklärung wurde im September 2017 abgegeben.

Die Entsprechenserklärung ist auf unserer Internetseite www.pnewind.com im Bereich "Investor Relations" unter Corporate Governance veröffentlicht und kann dort heruntergeladen werden.

8. Angaben zum Personalbestand

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

scroll

2017 2016
Leitende Angestellte (ohne Vorstand PNE WIND AG) 59 56
Angestellte 272 272
Gewerbliche Arbeitnehmer 28 28
359 356

9. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Ereignisse mit wesentlicher Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hat es nach Ende des Berichtszeitraums nicht gegeben.

Cuxhaven, 20. März 2018

PNE WIND AG

gez. Markus Lesser, Vorstandsvorsitzender

gez. Jörg Klowat, Vorstand

gez. Kurt Stürken, Vorstand

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die PNE WIND AG, Cuxhaven

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der PNE WIND AG, Cuxhaven, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzern-Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den mit dem Lagebericht des Mutterunternehmens zusammengefassten Konzernlagebericht der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2017 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 und
vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537 / 2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren.

Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

1. Goodwill-Impairment-Test

2. Werthaltigkeit der Offshore-Projektvorräte

3. Werthaltigkeit der Onshore-Projektvorräte im Ausland

4. Realisierung von Umsatzerlösen aus der Planung und Errichtung sowie dem Verkauf von Onshore- und Offshore-Windparkprojekten

5. Steuerisiken aus Ertragsteuern

Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir wie folgt strukturiert:

a. Sachverhaltsbeschreibung (einschließlich Verweis auf zugehörige Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht)

b. Prüferisches Vorgehen

1. Goodwill-Impairment-Test

a. Unter dem Bilanzposten "Immaterielle Vermögenswerte" werden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von EUR 63,4 Mio. (entspricht 12,8 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden jeweils zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres einem Werthaltigkeitstest (Impairment Test) gemäß IAS 36 unterzogen. Bei diesen Werthaltigkeitstests werden die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten den erzielbaren Beträgen gegenübergestellt. Die Durchführung der Werthaltigkeitstests erfolgte durch einen von den gesetzlichen Vertretern der PNE WIND AG beauftragten unabhängigen Berater, der gutachterliche Stellungnahmen nach den Grundsätzen der Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS HFA 40 erstellt hat. Die Bewertungen erfolgten mittels Bewertungsmodellen nach dem Discounted Cashflow-Verfahren. Das Ergebnis dieser Bewertungen ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelzuflüsse durch die gesetzlichen Vertreter sowie der verwendeten Diskontierungszinssätze abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftetet. Vor diesem Hintergrund, der betragsmäßigen Bedeutung der Geschäfts- oder Firmenwerte sowie aufgrund der Komplexität der zugrundeliegenden Bewertungsmodelle war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der Gesellschaft zu den Geschäfts- oder Firmenwerten sind in den Abschnitten "IV.1 Immaterielle Vermögenswerte", "IV. Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen" sowie "V.1 Immaterielle Vermögenswerte" des Konzernanhangs enthalten. Darüber hinaus sind die Risiken in Bezug auf die Werthaltigkeit des Firmenwertes für die zahlungsmittelgenerierende Einheit WKN in Abschnitt "11. Risiko- und Chancenbericht" des zusammengefassten Lageberichts aufgeführt.

b. Im Rahmen unserer Prüfung des Sachverhalts haben wir auf unseren Kenntnissen und Prüfungsergebnissen aus Vorjahren aufgebaut. Zum Zwecke der Risikobeurteilung haben wir uns unter anderem ein Bild von der Planungstreue in der Vergangenheit gemacht. Wir haben die Aufbau- und Ablauforganisation im Hinblick auf die Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen bezüglich des Unternehmensplanungsprozesses überprüft. Dies betrifft insbesondere die regelmäßige Überprüfung der Liquidität sowie der Angemessenheit und Realisierbarkeit der Unternehmensplanung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten durch die gesetzlichen Vertreter der PNE WIND AG zwecks Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Tätigkeit des von den gesetzlichen Vertretern der PNE WIND AG beauftragten Sachverständigen verwertet. Dazu haben wir uns von der Kompetenz, den Fähigkeiten und der Objektivität des Sachverständigen überzeugt. Im Hinblick auf die Beurteilung der Angemessenheit der Annahmen, Verfahren und Modelle des Bewertungsverfahrens haben wir interne Spezialisten aus dem Bereich Valuation Services einbezogen, mit deren Unterstützung wir auch das methodische Vorgehen zur Durchführung der Werthaltigkeitstests und die bei der Bestimmung der verwendeten Diskontierungszinssätze herangezogenen Parameter einschließlich der durchschnittlichen Kapitalkosten ("Weighted Average Cost of Capital") und die Berechnungsschemata beurteilt haben. Des Weiteren haben wir zur Beurteilung der bei der Berechnung verwendeten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse einen Abgleich mit den aktuellen Planwerten aus der von den gesetzlichen Vertretern verabschiedeten und vom Aufsichtsrat genehmigten Dreijahresplanung vorgenommen und diese plausibilisiert. Mit der Kenntnis, dass bereits relativ kleine Veränderungen des verwendeten Diskontierungszinssatzes wesentliche Auswirkungen auf die Höhe des auf diese Weise ermittelten erzielbaren Betrags für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben können, haben wir ergänzend die von der Gesellschaft erstellten Sensitivitätsanalysen beurteilt. Zudem haben wir sämtliche Protokolle von Sitzungen der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats eingesehen und die dort erfolgten Diskussionen und Erläuterungen zur Geschäftsentwicklung der einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten in unsere Plausibilisierung einbezogen.

2. Werthaltigkeit der Offshore-Projektvorräte

a. In dem Bilanzposten "Vorräte" sind unfertige Leistungen aus den in Entwicklung befindlichen Offshore-Windparks in Höhe von EUR 23,9 Mio. (entspricht 4,8 % der Konzernbilanzsumme) enthalten

Durch das am 1. Januar 2017 in Kraft getretene Windenergie-auf-See-Gesetz ("WindSeeG") wurde die Förderung und Genehmigung von Offshore-Windparks erheblich geändert. Unter anderem sieht das WindSeeG vor, dass an den neu eingeführten Ausschreibungsrunden zur Sicherung einer staatlichen Förderung nur Windparks teilnehmen dürfen, die vor dem 1. August 2016 nach der Seeanlagenverordnung eine Genehmigung erhalten haben oder für die ein Plan festgestellt bzw. ein Erörterungstermin nach dem Verwaltungsverfahrensgesetz durchgeführt worden ist. Sämtliche laufenden Planfeststellungs- und Genehmigungsverfahren zur Errichtung und zum Betrieb von Windenergieanlagen auf See wurden zum 1. Januar 2017 beendet, soweit die entsprechenden Projekte nicht die genannten Voraussetzungen erfüllt haben. Ein neues Planfeststellungsverfahren für Offshore-Windparks in den vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ("BSH") festgelegten Zonen 3, 4 und 5 der Nordsee ist bis auf Weiteres nicht vorgesehen. Betroffen hiervon sind unter anderem auch die von der PNE WIND AG projektierten Offshore-Windpark-Projekte "Nemo", "Nautilus", "NautilusII / HTOD5", "Jules Verne","AtlantisII" und "Atlantis III". Hierdurch haben sich die Risiken für die Offshore-Windpark-Projekte des Konzerns deutlich erhöht. Die PNE WIND AG ist - gestützt auf zwei Rechtsgutachten - der Auffassung, dass Teile des WindSeeG verfassungswidrig sind. Entsprechend haben die von den Änderungen betroffenen Konzerngesellschaften im August 2017 eine Verfassungsbeschwerde eingereicht. Die gesetzlichen Vertreter der PNE WIND AG gehen davon aus, dass die Verfassungsbeschwerde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest einen Ersatz des dem Konzern entstandenen Schadens und damit die Erstattung der bereits angefallenen Aufwendungen zur Folge hat. Entsprechend wurde keine Wertberichtigung der für die betroffenen Offshore-Windpark-Projekte aktivierten unfertigen Leistungen vorgenommen.

Vor dem Hintergrund der betragsmäßigen Bedeutung der betroffenen unfertigen Leistungen sowie der in hohem Maße von den Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter abhängigen Beurteilung der Werthaltigkeit war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der Gesellschaft zu den betroffenen unfertigen Leistungen sind in den Abschnitten "IV.7 Vorräte" und "V.4 Vorräte" sowie "X.3 Annahmen des Managements über zukünftige Entwicklungen und andere Bewertungsunsicherheiten" des Konzernanhangs enthalten. Darüber hinaus sind die Risiken in Bezug auf die Werthaltigkeit der unfertigen Leistungen in Abschnitt "11. Risiko- und Chancenbericht" des zusammengefassten Lageberichts aufgeführt.

b. Wir haben die Aufbau- und Ablauforganisation im Hinblick auf die Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen in Bezug auf die Beurteilung der Werthaltigkeit der Offshore-Projektvorräte überprüft. Dies betrifft insbesondere die regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit der im Konzernabschluss ausgewiesenen Projektvorräte durch die gesetzlichen Vertreter.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Tätigkeit der von den gesetzlichen Vertretern der PNE WIND AG zur Erstellung von Rechtsgutachten beauftragten Sachverständigen verwertet. Dazu haben wir uns von der Kompetenz, den Fähigkeiten und der Objektivität der Sachverständigen überzeugt.

Darüber hinaus haben wir die Rechtsgutachten der Sachverständigen sowie die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zum Verfahrensausgang in der Verfassungsbeschwerde hinsichtlich ihrer Plausibilität, der Argumentationskette und der getroffenen Schlussfolgerung nachvollzogen und mit den gesetzlichen Vertretern des Mutterunternehmens sowie dem Bereichsleiter Offshore Wind der PNE WIND AG diskutiert.

3. Werthaltigkeit der Onshore-Projektvorräte im Ausland

a. In dem Bilanzposten "Vorräte" sind unfertige Leistungen aus den in Entwicklung befindlichen Onshore-Windparkprojekten in Höhe von EUR 59,5 Mio. (entspricht 12,1% der Konzernbilanzsumme) enthalten. Hiervon entfallen EUR 39,2 Mio. auf Onshore-Projektvorräte im Ausland.

Der Erfolg der von dem PNE WIND-Konzern projektierten Onshore-Windparkprojekte ist insbesondere von der jeweiligen Einspeisevergütung abhängig, die die Rentabilität der Projekte in den einzelnen Ländern maßgeblich beeinflusst. Änderungen der regulatorischen Rahmenbedingungen in Ländern, in denen der PNE WIND-Konzern tätig ist, (z.B. Änderungen der gesetzlich garantierten Einspeisevergütung) haben einen erheblichen Einfluss auf die Bewertung der bilanzierten unfertigen Leistungen. Darüber hinaus können Projekte aufgrund fehlender Genehmigungen, einer nicht erfolgreichen Teilnahme an im Ausland in der Regel erforderlichen Ausschreibungen zur Sicherung von Einspeisevergütungen und zeitlichen Verzögerungen unwirtschaftlich werden sowie zu Liquiditätsengpässen führen und die notwendigen Mittelrückflüsse gefährden. Hieraus ergeben sich jeweils Auswirkungen auf die Werthaltigkeit der Projektvorräte. Die Einschätzung der Werthaltigkeit der Onshore-Windpark-Projekte durch die gesetzlichen Vertreter der PNE WIND AG ist vor dem Hintergrund häufiger regulatorischer Änderungen und einer geringeren Erfahrung mit Projekten im Ausland in hohem Maße ermessenbehaftet.

Vor dem Hintergrund der betragsmäßigen Bedeutung der unfertigen Leistungen sowie der in hohem Maße von den ermessenbehafteten Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter abhängigen Beurteilung der Werthaltigkeit war dieser Sachverhalt aus unserer Sicht im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der Gesellschaft zu den betroffenen unfertigen Leistungen sind in den Abschnitten "IV.7 Vorräte" und "V.4 Vorräte" sowie "X.3 Annahmen des Managements über zukünftige Entwicklungen und andere Bewertungsunsicherheiten" des Konzernanhangs enthalten. Darüber hinaus sind die Risiken in Bezug auf die Werthaltigkeit der unfertigen Leistungen in Abschnitt "11. Risiko- und Chancenbericht" des zusammengefassten Lageberichts aufgeführt.

b. Im Rahmen unserer Prüfung des Sachverhalts haben wir aufbauend auf unseren Kenntnissen und Prüfungsergebnissen aus Vorjahren aufgebaut. Wir haben die Aufbau- und Ablauforganisation zur Vorratsbewertung im Hinblick auf die Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen überprüft. Dies betrifft insbesondere die regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit der im Konzernabschluss ausgewiesenen Projektvorräte durch die gesetzlichen Vertreter.

Wir haben die Werthaltigkeit der Projektvorräte im Ausland als bedeutsames Risiko festgelegt.

Im Rahmen unserer Prüfung haben wir das prüferische Vorgehen der ausländischen Teilbereichsprüfer durch eigene Inaugenscheinnahmen ausgewählter Onshore-Projekte sowie telefonisch und vor Ort erfolgte Erörterungen mit den Teilbereichsprüfern beurteilt. Zudem haben wir die Berichterstattung der Teilbereichsprüfer einer kritischen Durchsicht unterzogen.

Zudem haben wir die Werthaltigkeit der unfertigen Leistungen für ausländsiche Projekvorräte mit den gesetzlichen Vertretern der PNE WIND AG sowie der jeweiligen Konzernunternehmen diskutiert.

Weiterhin haben wir die Auskünfte der gesetzlichen Vertreter der PNE WIND AG über die Realisierungsfähigkeit von ausländischen Onshore Projekten in Stichproben auf Basis von durch Konzerngesellschaften erstellten Planungen und Projektkalkulationen beurteilt.

Zudem haben wir sämtliche Protokolle von Sitzungen der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats sowie die Protokolle der regelmäßigen Besprechungen der Projektverantwortlichen hinsichtlich möglicher Hinweise auf einen Wertberichtigungsbedarf eingesehen.

4. Realisierung von Umsatzerlösen aus der Planung und Errichtung sowie dem Verkauf von Onshore- und Offshore-Windparkprojekten

a. In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung werden Umsatzerlöse in Höhe von EUR 114,1 Mio. ausgewiesen. Hiervon entfallen EUR 106,5 Mio. auf die Planung und Errichtung sowie den Verkauf von Onshore- und Offshore-Windparkprojekten.

Die Umsatzerlöse aus der Planung und Errichtung sowie dem Verkauf von Onshore- und Offshore-Windparkprojekten resultieren teilweise aus komplexen vertraglichen Gestaltungen. Daher sowie auf Grund der Erfassung der Umsatzerlöse nach der Percentage of Completion Methode (POC-Methode) und der wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft handelt es sich um einen Sachverhalt von besonderer Bedeutung.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den Umsatzerlösen aus der Planung und Errichtung sowie dem Verkauf von Onshore- und Offshore-Windparkprojekten sind in den Abschnitten "IV.8 Bilanzierung von langfristigen Fertigungsaufträgen", "IV.16 Umsatzerlöse/Gewinnrealisierung" und "VI.1 Umsatzerlöse" des Konzernanhangs enthalten.

b. Im Rahmen unserer Prüfung der Umsatzerlöse haben wir auf Konzernebene, aufbauend auf unseren Erkenntnissen aus den Vorjahresabschlussprüfungen sowie des wirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds der Gesellschaft, die Aufbau- und Ablauforganisation des Projektierungsprozesses im Hinblick auf Angemessenheit und Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen geprüft. Dabei stand die Einhaltung der Kriterien des IAS 11 und IAS 18 zur Realisierung von Umsatzerlösen nach der POC-Methode im Vordergrund. Die Erfüllung der Kriterien für die Umsatzrealisierung nach IAS 11 bzw. IAS 18 haben wir für sämtliche wesentlichen Transaktionen anhand der Verträge, Rechnungen und Abnahmeprotokolle und sonstiger Leistungsnachweise sowie unter Rückgriff auf Zahlungsnachweise geprüft. Weiterhin haben wir im Rahmen unserer Prüfung das prüferische Vorgehen der ausländischen Teilbereichsprüfer durch eigene Inaugenscheinnahmen ausgewählter Onshore-Projekte sowie telefonisch und vor Ort erfolgte Erörterungen mit den Teilbereichsprüfern beurteilt. Zudem haben wir die Berichterstattung der Teilbereichsprüfer einer Würdigung unterzogen. Weiterhin haben wir besonders komplexe Sachverhalte unter Einbezug interner Spezialisten aus unserem IFRS Centre of Excellence hinsichtlich ihrer Übereinstimmung mit den IFRS beurteilt.

5. Steuerrisiken aus Ertragsteuern

a. Aus der laufenden steuerlichen Außenprüfung bei der WKN AG, für die Jahre 2010 bis 2013 ergeben sich in Bezug auf mögliche Feststellungen und daraus resultierenden Steuernachzahlungen und Zinsen Risiken für den PNE-Konzern. Die steuerliche Außenprüfung ist noch nicht final abgeschlossen. Zudem liegen noch keine Betriebsprüfungsberichte oder Entwürfe von Betriebsprüfungsberichten vor. Der Gespräche zwischen den gesetzlichen Vertretern der WKN AG sowie deren Steuerberatern auf der einen Seite und der Finanzbehörde auf der anderen Seite bestehen unterschiedliche Sichtweisen in Bezug auf die steuerliche Berücksichtigung einzelner Sachverhalte. Mögliche Feststellungen der steuerlichen Außenprüfung könnten Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der WKN AG und des PNE WIND-Konzerns im einstelligen bis zu einem unteren zweistelligen Millionen-Bereich haben. Auf Basis des aktuellen Erkenntnisstands gehen die gesetzlichen Vertreter der WKN AG und der PNE WIND AG davon aus, dass die steuerliche Abbildung der Sachverhalte zutreffend ist. Für einzelne ausgewählte Sachverhalte, die im Rahmen der steuerlichen Außenprüfung aufgegriffen wurden, wurde gleichwohl vorsorglich eine Rückstellung in Höhe von rund EUR 0,9 Mio. gebildet. Für den wirtschaftlich überwiegenden Teil der im Rahmen der steuerlichen Außenprüfung aufgegriffenen Sachverhalte sehen die gesetzlichen Vertreter der PNE WIND AG dagegen unverändert keinen Anlass, in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017 eine Rückstellung zu bilden. Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den steuerlichen Risiken sind in Abschnitt "V.9 Steuerrückstellungen" des Konzernanhangs sowie Abschnitt "11. Risiko- und Chancenbericht" des zusammengefassten Lageberichts aufgeführt.

Die Angaben der gesetzlichen Vertreter zu den steuerlichen Risiken sind in Abschnitt "V.9 Steuerrückstellungen" des Konzernanhangs sowie Abschnitt "11. Risiko- und Chancenbericht" des zusammengefassten Lageberichts aufgeführt.

b. Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Tätigkeit der von den gesetzlichen Vertretern der WKN AG zur Erstellung von steuerlichen Einschätzungen der Risiken beauftragten Sachverständigen verwertet. Dazu haben wir uns von der Kompetenz, den Fähigkeiten und der Objektivität dieser Sachverständigen überzeugt.

Wir haben die Aufbau- und Ablauforganisation im Hinblick auf die Angemessenheit der eingerichteten Kontrollen in Bezug auf die Beurteilung der im Rahmen der steuerlichen Außenprüfung aufgegriffenen Sachverhalte überprüft. Dies betrifft insbesondere die - unter Rückgriff auf steuerliche Berater - erfolgte Beurteilung und Einschätzung des Risiken durch die gesetzlichen Vertreter PNE WIND AG und WKN AG. Darüber hinaus haben wir die Stellungnahmen der Sachverständigen sowie die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter zum Verfahrensausgang hinsichtlich ihrer Plausibilität, der Argumentationskette und der getroffenen Schlussfolgerung nachvollzogen und mit den gesetzlichen Vertretern des Mutterunternehmens sowie den gesetzlichen Vertretern der WKN AG und den steuerlichen Beratern der WKN AG diskutiert. In diese Prüfungshandlungen haben wir interne Spezialisten unserer Steuerabteilung einbezogen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

die mit der Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB zusammengefasste Konzernerklärung zur Unternehmensführung nach § 315d HGB, auf die im zusammengefassten Lagebericht hingewiesen wird,
den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex,
die Versicherung der gesetzlichen Vertreter zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB bzw. § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB und
alle übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zum zusammengefassten Lagebericht sowie unseres Bestätigungsvermerks oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen -beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 31. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 31. Mai 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Konzernabschlussprüfer der PNE WIND AG, Cuxhaven, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Konzernabschluss oder im zusammengefassten Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die Konzernunternehmen erbracht:

Durchführung eines Workshops zur Darstellung der generellen Neuerungen im Rahmen der Einführung der neuen IFRS-Standards IFRS 9 "Financial Instruments", IFRS 15 "Revenues from Contracts with Customers" sowie IFRS 16 "Leases".

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Patrick Wendlandt.

Hamburg , 20. März 2018

**Deloitte GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

gez. Dr. Probst, Wirtschaftsprüfer, German Public Auditor

gez. Wendlandt, Wirtschaftsprüfer, German Public Auditor

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

PNE WIND AG

Vorstand

Markus Lesser

Jörg Klowat

Kurt Stürken