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PNE AG Annual Report 2011

Mar 26, 2012

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Annual Report

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PNE WIND AG Geschäftsbericht 2011

Auf einen Blick

Kurzprofil

  • Die PNE WIND AG mit Sitz in Cuxhaven plant und realisiert Windpark-Projekte sowohl auf hoher See (offshore) als auch an Land (onshore)
  • Kernkompetenz: Entwicklung, Projektierung, Realisierung und Finanzierung von Windparks sowie deren Betrieb bzw. Verkauf mit anschließender technischer und kaufmännischer Betriebsführung
  • 2011 Fokussierung auf die weitere Entwicklung der Offshore-Projekte sowie des Projektbestandes onshore im In- und Ausland
  • Seit Gründung im Jahr 1995 Errichtung von 98 Onshore-Windparks mit 568 Windenergieanlagen (Gesamtnennleistung: 814 MW), davon drei erfolgreiche Repowering-Projekte
  • Perspektive in Deutschland: Projektabschlüsse onshore und offshore
  • Perspektive international: Verstärkte Expansion in ausgewählte Zielmärkte und Aufbau der Unternehmensstruktur im Ausland
  • Festigung der Position als einer der erfahrensten Windpark-Projektierer.

PNE WIND AG Konzernkennzahlen

In Mio. EUR 2011 2010 2009
Gesamtleistung 53,9 80,0 133,6
Umsatz 48,6 65,6 137,3
Betriebsergebnis (EBIT) 0,1 9,5 14,7
Ergebnis vor Steuern (EBT) -4,9 5,4 9,9
Jahresüberschuss -3,9 7,9 10,1
Eigenkapital 74,7 81,7 70,5
Eigenkapitalquote (in%) 38,8 40,8 40,0
Bilanzsumme 192,3 200,2 176,4
Stammdaten der Aktie
WKN A0JBPG
ISIN DE000A0JBPG2
Anzahl der Aktien 45.777.960
Marktkapitalisierung zum 31. Dezember 2011 84,7 Mio. EUR
Free Float 100%
Marktsegment Prime Standard
Indizes CDAX Technology, ÖkoDAX
Designated Sponsors Commerzbank, VEM Aktienbank,
Close Brothers Seydler Bank
Reuters PNEGn
Bloomberg PNE3

Inhaltsverzeichnis

PNE WIND AG hautnah

  • Highlights 2011
  • Vorwort
  • Bericht des Aufsichtsrats
  • Vorstand und Aufsichtsrat
  • Porträt der PNE WIND AG
  • Börsennews der PNE WIND AG
  • Corporate Governance Bericht

Lage- und Konzernlagebericht

  • Markt/gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
  • Politische Rahmenbedingungen
  • Unternehmensstruktur
  • Organisation und Mitarbeiter
  • Überblick Geschäftstätigkeit
  • Umsatz und Ertragslage
  • Finanzlage/Liquidität
  • Vermögenslage
  • Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
  • Vertrieb und Marketing
  • Entwicklung und Innovationen
  • Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
  • Immaterielle Unternehmenswerte
  • Chancen- und Risikobericht
  • Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS/RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns
  • Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)
  • Ergänzende Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB (Übernahmerichtlinie-Gesetz)
  • Vergütungsbericht
  • Ausblick

Konzernabschluss

  • Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • Konzernbilanz
  • Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
  • Konzern-Segmentberichterstattung
  • Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • Konzernanhang
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Abschluss der AG

  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Bilanz
  • Kapitalflussrechnung
  • Eigenkapitalspiegel
  • Anlagenspiegel
  • Verbindlichkeitenspiegel
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Glossar

Impressum

Überschrift 1 Überschrift 2 PNE WIND AG hautnah

  • Highlights 2011
  • Vorwort
  • Bericht des Aufsichtsrats

PNE Wind AG hautnah Börsennews der PNE WIND AG Lage- und Konzernlagebericht Konzernabschluss Abschluss der AG

  • Vorstand und Aufsichtsrat
  • Porträt der PNE WIND AG
  • Börsennews der PNE WIND AG
  • Corporate Governance Bericht

Highlights 2011

  • PNE WIND UK wird als bevorzugter Partner der schottischen Forstverwaltung FCS für die Entwicklung von Windparks in Zentral-Schottland ausgewählt
  • PNE WIND AG schließt Vereinbarungen mit den Lieferanten der wichtigen Komponenten für den Offshore-Windpark "Gode Wind II"
  • Genehmigung des Offshore-Projekts "Borkum Riffgrund II"

• PNE WIND AG zahlt Dividende in Höhe von 4 Cent je Aktie • PNE WIND AG veräußert Offshore-Projekt "Nautilus II" an SSP Technology Holding ApS und vereinbart weitere Zusammenarbeit bei der Projektentwicklung 02 05 11 12

PNE WIND II 5

Vorwort

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Jahr 2011 brachte für die PNE WIND AG wichtige Weichenstellungen: die Natur- und Umweltkatastrophe in Japan, der deutsche Atomausstieg sowie entscheidende Fortschritte in der Entwicklung von Offshore-Windparks prägten das Geschäftsjahr. Im Juni beschloss die Bundesregierung, auch als Reaktion auf das Reaktorunglück in Fukushima, bis 2022 alle deutschen Atomkraftwerke abzuschalten. Gleichzeitig soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung bis spätestens 2020 auf 35 Prozent erhöht werden. Die Windenergie an Land (onshore) und auf See (offshore) wird dabei eine entscheidende Rolle spielen. Als Windpark-Projektierer sind wir in diesem Umfeld hervorragend aufgestellt, wie unsere Fortschritte in der Entwicklung vor allem von Offshore-Windparks eindrucksvoll belegen.

Besondere Erfolge erzielten wir bei unserem Projekt "Gode Wind II", das wir im Laufe des Geschäftsjahres entscheidend weiterentwickelt haben. Vom Vertragsabschluss mit Vestas zur Lieferung von 84 Windenergieanlagen über die verbindliche Zusage für den Netzanschluss durch den Netzbetreiber TenneT bis hin zur Baureife des Parks: Unsere langjährige Projektarbeit trägt nun Früchte. Jetzt bemühen wir uns um einen zeitnahen Verkauf des Projekts, nachdem ein erster Käufer die Konditionen leider nicht erfüllen konnte.

Daneben haben wir auch bei zwei weiteren Offshore-Projekten wichtige Fortschritte erzielt: So erhielt der bereits im Jahr 2009 an DONG Energy veräußerte Offshore-Windpark "Borkum Riffgrund II" Ende 2011 vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Genehmigung. Aufgrund der erteilten Genehmigung werden wir eine weitere Zahlung von DONG Energy im ersten Halbjahr 2012 erhalten. Insgesamt sind nun vier von uns entwickelte Offshore-Projekte in deutschen Gewässern genehmigt – ein weiterer Beleg für unsere umfassende Kompetenz bei der Entwicklung von Windparks auf See.

Darüber hinaus zeigt auch der Verkauf des Projekts "Nautilus II" an das Ventizz-Portfoliounternehmen SSP Technology Holding ApS, dass wir mit der Entwicklung von Projektgebieten auf See nachhaltige Werte geschaffen haben. Hierdurch sichern wir auch in der Zukunft weitere Umsatz- und Ergebnisbeiträge für die PNE WIND AG.

Im Ausland haben wir unser Geschäft im vergangenen Jahr ebenfalls deutlich weiterentwickelt und damit unsere Gesellschaft auf ein noch breiteres Fundament gestellt. Dabei haben wir unsere internationale Expansionsstrategie, mit erfahrenen Partnern vor Ort neue Märkte zu erschließen, weiter entwickelt. So wurden wir von der staatlichen schottischen Forstverwaltung als Partner für eine privilegierte Zusammenarbeit ausgewählt. Ziel dieser Kooperation ist es, geeignete Windparkflächen in Waldgebieten in Zentral-Schottland zu identifizieren und dort Windparkprojekte zu entwickeln. Um diese Windparks vor Ort zu projektieren, haben wir in Edinburgh, Schottland, eine neue Niederlassung eröffnet. Diese nutzen wir als Basis für die Erschließung des lokalen Marktes der PNE WIND UK.

Darüber hinaus hat sich auch unsere Tochtergesellschaft PNE WIND USA bereits Flächen für die Entwicklung von Windparks von ca. 352 MW Leistung gesichert. Die Genehmigung von zwei Windparks in Ungarn mit zusammen 78 MW Nennleistung ist erfolgt. So können wir unser im Heimatmarkt erlangtes Know-how auch in den Auslandsmärkten Südosteuropa, Großbritannien, USA und Kanada einsetzen.

Gleichzeitig arbeitet unser Team weiter intensiv an den Onshore-Windparks in Deutschland: Derzeit entwickeln wir in unserem Heimatmarkt Windparks in denen mehr als 1.100 MW installiert werden können. In 2011 haben wir mit dem Bau des Windparks "Kemberg II" begonnen, der im März 2012 fertig gestellt und in Betrieb genommen wurde. Der Park hat eine Nennleistung von 10 MW. Er ist außerdem ein Beitrag zum Repowering, denn er ersetzt fünf ältere Windenergieanlagen, die außer Betrieb genommen wurden. Somit haben wir ein weiteres Repowering-Projekt abgeschlossen.

Wir sind der Ansicht, dass sich für uns aufgrund der positiven Marktentwicklung gute Perspektiven, national wie international, entwickeln werden. Wir bestätigen daher die EBIT-Prognose für die Geschäftsjahre 2011 bis 2013 von kumuliert 60 bis 72 Mio. Euro. Zusammensetzen werden sich diese Ergebnisse aus weiteren Einnahmen von Offshore-Projekten sowie verschiedenen Onshore-Windparks im In- und Ausland, die uns auch für die Zukunft zusätzliches Wachstumspotenzial ermöglichen. So steht der genehmigte Offshore-Windpark "Gode Wind I" nunmehr zur Platzierung bei Eigenkapitalinvestoren an.

Sie als Aktionäre sind dabei die Grundlage unseres Erfolgs. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir Sie auch in diesem Jahr direkt an unserer positiven Geschäftsentwicklung teilhaben lassen können: So werden wir der Hauptversammlung im Mai vorschlagen, erneut eine Dividende in Höhe von 0,04 Euro je Aktie auszubezahlen.

Wir möchten uns deshalb auch im Namen unserer Mitarbeiter sehr herzlich bei Ihnen für das entgegengebrachte Vertrauen bedanken und hoffen, dass Sie uns auch in der Zukunft die Treue halten und uns auf unserem weiteren Weg begleiten.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Billhardt - Vorstandsvorsitzender PNE WIND AG -

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2011 hat die PNE WIND AG erneut wichtige Weichen für die weitere Entwicklung der Gesellschaft und des Konzerns gestellt. Dies gilt vor allem für den Offshore-Bereich und die internationalen Aktivitäten.

Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2011 zu insgesamt sechs ordentlichen Sitzungen zusammengetreten, und zwar am 16. März, 17. Mai, 18. Mai, 24. August, 25. August und 7. Dezember 2011. Außerdem fand eine außerordentliche Sitzung am 10. Januar 2011 statt. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat verfügt, der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprechend, über eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder.

Von der Hauptversammlung, die am 18. Mai 2011 in Cuxhaven stattfand, wurden Dr. Peter Fischer, Rafael Vazquez Gonzalez, Alain Huberty und Jacquot Schwertzer als Mitglieder des Aufsichtsrates wiedergewählt. Die Wahl erfolgte jeweils für die Zeit bis zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2012 beschließt.

Um eine effiziente Wahrnehmung seiner Aufgaben sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat zudem einen Personalausschuss, einen Prüfungsausschuss (Audit Committee) sowie einen Nominierungsausschuss eingerichtet.

Der Personalausschuss trat im Geschäftsjahr 2011 am 7. Januar, 9. Januar, 16. März und 17. Mai 2011 zu vier Sitzungen zusammen. Themen der Sitzungen waren die Neuaufstellung des Vorstandes sowie die Zielvereinbarungen und Incentivierungen des Vorstands.

Das Audit Committee (Prüfungsausschuss) trat am 9. Februar, 15. März und 3. August 2011 zu Sitzungen zusammen. Gegenstand dieser Sitzungen waren die Beratung bezüglich der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance sowie diesbezügliche Empfehlungen an den Aufsichtsrat, entsprechende Beschlüsse zu fassen.

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig durch schriftliche und in seinen Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands zeitnah und umfassend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und über die Vermögens-, Ertragsund Finanzlage der Gesellschaft sowie über die geplante Geschäftspolitik und weitere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, speziell in der Finanz-, Investitionsund Personalplanung informiert. Vorstand und Aufsichtsrat haben über diese Themenkomplexe ausführlich beraten. Der Aufsichtsrat hat zusätzlich Einsicht in die Bücher, Schriften und Vermögensaufstellungen genommen und diese geprüft. Besondere Berichte wurden nicht angefordert. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig in Einzelgesprächen vom Vorstand informieren lassen.

Der Aufsichtsrat hat die aufgrund von Bestimmungen des Gesetzes, der Satzung und der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen eingehend geprüft und im Wege der Beschlussfassung entschieden.

Schwerpunkte der Tätigkeit und Themenstellungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2011 waren:

  • die Berichterstattung und die Beratungen über den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010
  • die Berichterstattung und Beratung bezüglich der unternehmensstrategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und der Analyse der Aktionärsstruktur
  • die Berichterstattung über die Entwicklung der laufenden und geplanten Geschäfte
  • die Beschlussfassung über die Zustimmung zum Vorstandsbeschluss bezüglich der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex.

Der Vorstand hat am 24. August 2011 und der Aufsichtsrat der PNE WIND AG hat am 24. August 2011 gem. §161 Aktiengesetz (AktG) erklärt, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der Regel

  1. dass kein Abfindungs-CAP bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne besonderen Grund besteht (Regel 4.2.3), was in laufenden Vorstandsverträgen begründet ist,

entsprochen wurde.

Vorstand und Aufsichtsrat erklärten weiterhin, gemäß §161 AktG, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der oben genannten Regel auch künftig entsprochen wird.

Diese Entsprechenserklärung bezieht sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010.

Der Jahresabschluss der PNE WIND AG, der Konzernabschluss sowie die Berichte über die Lage der PNE WIND AG und des Konzerns sind vom Vorstand zeitnah aufgestellt worden. Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 18. Mai 2011 gewählte Abschlussprüfer, die Deloitte & Touche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH, Niederlassung Hamburg, hat diese zusammen mit der Buchführung geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Den Auftrag zur Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2011 hat der Aufsichtsrat am 11. Oktober 2011 erteilt. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat vor der Erteilung des Prüfauftrags eine Erklärung des Abschlussprüfers darüber eingeholt, welche beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und dem Unternehmen bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten. Die Erklärung erstreckt sich auch auf den Umfang anderer Beratungsleistungen, die für das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erbracht wurden. Nach der dem Aufsichtsrat durch den Abschlussprüfer vorgelegten Erklärung ergeben sich keine Zweifel an dessen Unabhängigkeit.

Als Schwerpunktthema für die Abschlussprüfung der PNE WIND AG hat der Aufsichtsrat dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011 das Thema "bilanzielle Abbildung der Veräußerung von Offshore-Projekten" gesetzt.

Der Jahresabschluss für die PNE WIND AG, der Konzernabschluss, der Lagebericht der PNE WIND AG, der Konzernlagebericht und der Prüfbericht des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 24. März 2012 vor. Die Unterlagen wurden in der Sitzung des Audit Committee am 24. März 2012 sowie in der Bilanzsitzung von den Mitgliedern des Aufsichtsrats umfassend geprüft und erörtert. Der Vorsitzende des Audit Committee hat dem Gesamtaufsichtsrat in der Bilanzsitzung einen Bericht über die Behandlung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses im Prüfungsausschuss gegeben. An der Bilanzsitzung haben Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Es bestanden keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zugestimmt.

Der Aufsichtsrat billigt daher den zum 31. Dezember 2011 aufgestellten Jahresabschluss der PNE WIND AG und den zum 31. Dezember 2011 aufgestellten Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung an.

Die Regeln und Hindernisse, die eine Übernahme und Ausübung von Kontrolle erschweren können, sind vom Aufsichtsrat überprüft und bewertet worden. Der Aufsichtsrat hält diese für ausreichend.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der PNE WIND AG für ihre besonders engagierte, verantwortungsvolle und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2011.

Cuxhaven, 24. März 2012

Dieter K. Kuprian Vorsitzender des Aufsichtsrats

Vorstand und Aufsichtsrat

Martin Billhardt Vorstandsvorsitzender (CEO)

  • Branchenerfahrung seit 1995
  • Vorstandsvorsitzender seit Juni 2008
  • Aufgabenbereiche: Strategie, Investor Relations, Akquisition, Vertrieb, Personal, Recht, Beteiligungen

Jörg Klowat Finanzvorstand (CFO)

  • Seit 1999 bei PNE WIND AG tätig
  • Finanzvorstand seit April 2011
  • Aufgabenbereiche: Finanz- und Rechnungswesen, Controlling sowie Risikomanagement

Markus Lesser Vorstand operatives Geschäft (COO)

  • Über 10 Jahre im Bereich Projektierung Erneuerbarer Energien
  • Vorstand für das operative Geschäft seit Mai 2011
  • Aufgabenbereiche: Projektentwicklung sowie Realisierung von Onshore- und Offshore-Windparks

Die Mitglieder des Aufsichtsrats (v.l.n.r.): Jacquot Schwertzer, Prof. Reza Abhari, Dr. Peter Fischer (stellv. Vorsitzender), Dieter K. Kuprian (Vorsitzender), Alain Huberty, Rafael Vazquez Gonzalez

Porträt der PNE WIND AG

Wie funktioniert das Geschäft eines Windpark-Projektierers?

Das Geschäftsmodell eines Windpark-Projektierers weist im Vergleich zu anderen Unternehmen viele Besonderheiten auf. So liegt unsere Aufgabe vornehmlich in der Planung und dem Management bei der Errichtung von Windparks. Hauptziel unserer Aktivitäten ist es, die Projekte zu attraktiven Konditionen an einen Investor zu veräußern. Die PNE WIND AG generiert vor allem Wertschöpfung bei der Schaffung des Projektrechts, also dem Recht zum Bau und der Inbetriebnahme eines Windparks an einem bestimmten Standort. Zwischen dem Beginn der Planungen und der Inbetriebnahme eines Windparks liegt zumeist ein Zeitraum von drei bis fünf Jahren.

Fünf Phasen lassen sich für die Projektierung eines Windparks definieren: Alles beginnt mit dem Erstkontakt zu Entscheidungsträgern und Grundeigentümern. Es folgen die Erkundung und Entwicklung sowie schließlich die Planung bis hin zur Genehmigung. In diesen ersten vier Projektphasen zeigt sich unsere Kompetenz als Projektentwickler. Hier findet insgesamt 95 Prozent der Wertschöpfung statt. Gleichzeitig sind diese Phasen wenig kostenintensiv – lediglich etwa 6 Prozent der Gesamtkosten entfallen auf diese ersten vier Projektabschnitte wie unsere Grafik verdeut-

licht. In der eigentlichen Realisierung des Projektes, also der Erschließung des Standortes und dem Bau der Windenenergieanlagen, werden hingegen lediglich rund 5 Prozent des Gesamtwertes eines Windpark-Projektes generiert. Aufgrund der Ausgaben für die Windenergieanlagen und die benötigte Infrastruktur fallen hier allerdings rund 94 Prozent der Kosten und des Umsatzes an.

Unterschiedlich sind die Zahlungsflüsse vom Käufer eines Windparks an die PNE WIND AG. Häufig wird eine Anzahlung vereinbart und der Großteil des Kaufpreises nach Fertigstellung und Übergabe des Windparks gezahlt. Möglich ist aber auch, dass bestimmte Meilensteine festgelegt werden. Wird eines dieser festgelegten Ziele erreicht, ist die Zahlung der nächsten Rate durch den Käufer des Windparks fällig.

Eine Alternative zur Veräußerung eines "schlüsselfertigen" Windparks stellt der Verkauf des durch die PNE WIND AG erreichten Projektrechts dar. Auf diese Weise ist es möglich, den Windpark nach erfolgter Genehmigung – also noch vor dem Baubeginn – vollständig an den Investor zu veräußern.

Ob schlüsselfertig errichtet oder Projektrechtskauf – je nachdem, welche Alternative vom Investor bevorzugt wird, ergeben sich Konsequenzen für die buchhalterische Erfassung und unternehmerische Bewertung: Wird das Projekt vor seiner tatsächlichen Errichtung veräußert, so entsteht ein vergleichsweise geringer Finanzierungsaufwand für die PNE WIND AG. Der Grund dafür sind die bis zu diesem Zeitpunkt niedrigen Kosten bei der Projektierung. Wird der Windpark hingegen schlüsselfertig und betriebsbereit an den Investor verkauft, fällt der notwendige Finanzierungsbedarf aber auch der Umsatz für die Gesellschaft entsprechend höher aus, da Ausgaben für Infrastruktur und Anlagen von der PNE WIND AG vorfinanziert werden müssen.

Beide Modelle bieten Vorteile für die PNE WIND AG. Bei einem frühzeitigen Verkauf sind die Finanzierungskosten vergleichsweise niedrig, da die Aufwendungen der kostenintensiven Bauphase vom Käufer (also dem Investor) getragen werden. Ein Verkauf der Genehmigung führt damit zwar zu einem deutlich geringeren Umsatz, mindert jedoch gleichzeitig die während der Projektierung entstehenden Kosten. Wird der Windpark hingegen erst nach Fertigstellung veräußert, spiegelt sich der gestiegene Wert in einem höheren erzielbaren Preis wider. Welche Form der Transaktion im Einzelfall die vorteilhaftere Alternative darstellt, hängt dabei – neben den Präferenzen des Investors – von einer Reihe verschiedener Faktoren ab, die sich von Projekt zu Projekt unterscheiden. Vor diesem Hintergrund eignen sich die Ertragsgrößen wie Betriebs- oder Vorsteuerergebnis (EBIT bzw. EBT) wesentlich besser zur Beurteilung der operativen Geschäftsentwicklung der PNE WIND AG als Kennziffern wie Umsatz oder Gesamtleistung.

Verstetigung der Geschäftstätigkeit durch selektiven Eigenbetrieb von Windparks

Windpark-Projektierung ist ein sehr zyklisches Geschäft, schließlich erstreckt sich die Entwicklung eines Projektes über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren und das Ergebnis wird erst am Ende dieses Prozesses verbucht. Daher wurde 2009 die Entscheidung gefällt, dass die PNE WIND AG neben dem Kerngeschäft "Projektierung" in Einzelfällen auch als Betreiber von Windparks, also als so genannter "Independent Power Producer" (IPP), tätig sein kann. Aus eigenen Windparks erzielen wir regelmäßige Einnahmen, erreichen eine erhöhte Risikodiversifizierung und verstetigen unsere Geschäftsergebnisse.

Ein Beispiel dafür ist der im Landkreis Cuxhaven gelegene Windpark Altenbruch II (25,8 MW/Inbetriebnahme: Mai 2009), der als Offshore-Referenzfeld genutzt wird. Durch die Nähe zur Nordseeküste werden durchschnittliche Windgeschwindigkeiten von etwa 8,0 m/ s bei einer Nabenhöhe von 105 Meter erreicht – vergleichbar mit den Bedingungen auf dem offenen Meer. Aus diesem Grund können an diesem Standort Offshore-Windenergieanlagen praktisch erprobt und wichtige Erkenntnisse für deren Betrieb gewonnen werden.

Offshore-Windparks

Zukunft der Stromerzeugung auf dem Meer

Die Erkenntnis, schnell den Ausstoß von Klimaschadstoffen vermindern zu müssen und die begrenzten Ressourcen fossiler Energieträger zu schonen, ist Triebfeder für den rasanten Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien in aller Welt. Der Windenergie kommt in diesem Energiemix der Zukunft eine Schlüsselfunktion zu, weil ihre Nutzung bereits technisch ausgereift und besonders kostengünstig ist. Dabei sind sich die Experten einig, dass die Zukunft der Stromerzeugung im Bereich Windenergie sowohl an Land als auch auf dem Meer liegt. Schließlich kann auf See, aufgrund höherer Windgeschwindigkeiten und beständigerer Windverhältnisse, deutlich mehr Strom als an Land erzeugt werden.

Offshore-Windparks sind Chance und Herausforderung zugleich. Allein in Deutschland könnte nach einer Greenpeace-Studie mehr als die Hälfte des nationalen Stromverbrauchs durch Windstrom aus Offshore-Windparks gedeckt werden. Die PNE WIND AG ergreift daher aktiv die Chance, die sich in diesem Geschäft bietet. Als Spezialist für die Projektierung von Windparks entwickelt sie bereits seit 1999 Offshore-Windparks vor der deutschen Küste. Vier von der PNE WIND AG in der Nordsee entwickelte Projekte sind bereits vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt worden: Die Windparks "Gode Wind" I und II sowie die bereits verkauften Projekte "Borkum Riffgrund" I und II.

In der Entwicklung besonders weit fortgeschrittenen ist der Offshore-Windpark "Gode Wind II". Dieser Windpark wurde von uns so weit vorbereitet, dass der Investor kurzfristig nach seinem Einstieg in das Projekt den Baubeginn veranlassen kann.

Um die Baureife des Projekts zu erreichen, wurden bereits 2010 für die erforderlichen Komponenten qualifizierte Lieferanten und

Berater in die technische Entwicklung dieses Offshore-Windparks eingebunden. So kooperieren wir bei diesem Projekt mit dem Windenergieanlagen-Hersteller Vestas sowie mit dem in der technischen Entwicklung und Umsetzung von Offshore-Projekten sehr erfahrenen Managementunternehmen K2 Management A/S aus Dänemark. Außerdem wurden mit MT Højgaard A/S (Fundamente), DRAKA Norsk Kabel AS (parkinterne Verkabelung) und ALSTOM Grid GmbH (Umspannwerk) weitere spezialisierte Partner in die Projektentwicklung eingebunden. Darüber hinaus sind im Rahmen der Projektfinanzierung Green Giraffe Energy Bankers als Financial Advisor sowie Augusta & Co. als Equity Placement Advisor tätig.

In 2011 erhielten wir vom dafür zuständigen Übertragungsnetzbetreiber TenneT die unbedingte Zusage für den Netzanschluss auf der Basis eines genauen Zeitplans.

Parallel dazu entwickeln wir weitere Windparks in der Nordsee. Dazu zählt "Gode Wind I". Dieses vom BSH ebenfalls bereits genehmigte Projekt liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu "Gode Wind II". Hier ist die Errichtung von 54 Windenergieanlagen vorgesehen. Auch "Gode Wind I" soll die Baureife zügig erreichen. Eine Erweiterung in diesem Projektgebiet ist durch den ebenfalls von uns geplanten Offshore-Windpark "Gode Wind III" vorgesehen, der nochmals Platz für 15 Windenergieanlagen bietet.

Darüber hinaus befinden sich weitere von uns entwickelte Offshore-Windparks im Genehmigungsverfahren beim BSH. Hierbei handelt es sich um die Projekte "Jules Verne", "Nautilus I", "Nemo" sowie das bereits veräußerte "Nautilus II". In diesen Projektgebieten in der mittleren Nordsee sind bereits die wesentlichen Voruntersuchungen abgeschlossen. Um die Genehmigung des BSH zu erlangen, sind umfangreiche Analysen erforderlich. Dazu gehört ein mehrjähriges naturschutzfachliches Untersuchungsprogramm, in dem unter anderem die Auswirkungen des Windparks auf die marine Umwelt (Fische, Vögel, Meeressäuger und die Lebensgemeinschaft im und am Meeresboden) ermittelt und Konfliktlösungen erarbeitet werden. Außerdem sind Studien zur Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs erforderlich.

Die Perspektiven für die Offshore-Windenergie in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) der Bundesrepublik Deutschland sind enorm, insbesondere da die Bundesregierung das Ziel gesetzt hat, bis zum Jahr 2030 die Installation von 25.000 MW Offshore-Windenergie vor den deutschen Küsten zu erreichen. Die Bundesregierung will die Realisierung deutscher Offshore-Windparks beschleunigen und hat daher über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Förderprogramm aufgelegt, aus dem zehn deutsche Offshore-Windparks mit jeweils bis zu 500 Mio. Euro gefördert werden.

Die Entwicklung und Veräußerung der Offshore-Projekte werden auch in der Zukunft erheblich zur Erreichung unserer Unternehmensziele beitragen.

Projekt Phase Lage WEA
bis zu
MW gesamt
(bis zu)
Nennleistung
pro Anlage
Gode Wind I 4 Nordsee 54 REpower 324 6,0 MW
Gode Wind II 4 Nordsee 84 Vestas 252 3,0 MW
Gode Wind III 1 Nordsee 15 Vestas 105 7,0 MW**
Nemo 2 Nordsee 80 480 6,0 MW**
Jules Vernes 2 Nordsee 80 480 6,0 MW**
Nautilus I 2 Nordsee 80 480 6,0 MW**
Nautilus II* 2 Nordsee 80 560 7,0 MW**
Borkum Riffgrund I* 4 Nordsee 77 Siemens 277 3,6 MW
Borkum Riffgrund II* 4 Nordsee 97 Siemens 349 3,6 MW
Total: 647 3.307
Phase 1 = Projektfindungsphase
Phase 2 = Antragskonferenz erfolgt
Phase 3 = Erörterungstermin erfolgt
Phase 4 = Genehmigung erteilt

Projekte offshore – national

* PNE WIND AG als Dienstleister tätig ** voraussichtlich

Onshore

Internationaler Aufwind für die PNE WIND AG

Seit 1995 sind wir mit unserem Geschäftsmodell, der Projektierung von Windparks, erfolgreich am Markt und mittlerweile nicht nur im In- sondern auch im Ausland aktiv. Wir können daher auf ein umfangreiches Wissensspektrum beispielsweise bei der Standortakquisition, der Windanalyse sowie der Errichtung von Windparks zurückgreifen. Zusätzlich haben wir in den vergangenen Jahren ein umfangreiches Netzwerk zu nationalen und internationalen Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft aufgebaut, das uns bei der Planung und Realisierung zugutekommt.

Die von der PNE WIND AG in Deutschland projektierten Windparks verteilen sich über das gesamte Bundesgebiet, weshalb wir auch künftig unsere national verankerte Position festigen und ausbauen wollen. Da windreiche Flächen für neue Windpark-Projekte aus Sicht von PNE WIND künftig seltener zu finden sein werden, hat sich die Gesellschaft frühzeitig den lukrativen Repowering-Bereich erschlossen. Durch den erfolgreichen Abschluss von bisher drei Repowering-Projekten mit dem Windparks "Görike", "Alt Zeschdorf" und "Kemberg II" sieht sich die PNE WIND AG hier in einer sehr guten Ausgangsposition, um an der Marktentwicklung zu partizipieren. Ein besonderer Vorteil ist dabei unser Zugang zu bereits bestehenden Windparkflächen, da wir durch unsere langjährige Marktpräsenz rund 300 Windenergieanlagen in der Betriebsführung haben. Positiv wirken sich zugleich die vielfältigen, langjährigen Kontakte in der Windenergiebranche aus.

Zudem wächst die internationale Bedeutung der Windenergie, da immer mehr Länder diese natürliche Ressource für ihren Energiemix nutzen und dabei häufig auf Know-how aus Deutschland zurückgreifen. Wir setzen deshalb unsere im deutschen Heimatmarkt erworbene Expertise verstärkt im Ausland ein, um unseren Geschäftserfolg international auszudehnen. So konnten wir in den vergangenen Jahren verschiedene Tochtergesellschaften und Joint-Venture-Projekte etablieren.

Projekte international

Land Anzahl Projekte MW bis zu
USA 10 352
Kanada 7 575
UK 21 591
Türkei 2 93
Ungarn 2 84
Rumänien 2 143
Bulgarien 7 248
Summe: 51 2.086

Aktuell sind wir in sieben ausländischen Wachstumsmärkten vertreten, entweder durch Joint Ventures mit lokalen Partnern oder aber mit unseren eigenen Tochtergesellschaften. Innerhalb dieser Gesellschaften werden aktuell Projekte mit einer Gesamtnennleistung von bis zu 2.086 MW bearbeitet. Zudem überprüft die PNE WIND AG regelmäßig weitere Zukunftsmärkte. Ein Auslandsengagement muss dabei von vornherein klar definierte Anforderungen erfüllen:

• Bonität und politische Stabilität des Landes

Ein Auslandsinvestment ist immer mit einem Risiko verbunden, daher muss das Land eine hinreichende Kreditwürdigkeit sowie eine hohe politische Verlässlichkeit aufweisen, um als Standort in Betracht gezogen zu werden.

• Politische Förderung der Erneuerbaren Energien

Das potenzielle Land sollte ein langfristig kalkulierbares Vergütungssystem – vergleichbar dem deutschen EEG – aufweisen, um dauerhaft planbare Erträge zu gewährleisten.

• Lokale Kooperationspartner

Für uns ist die Zusammenarbeit mit gut vernetzten, lokalen Partnern Grundvoraussetzung und Erfolgsgarant für ein Engagement.

Unser Anspruch

Eine gesicherte Energieversorgung ist die Grundvoraussetzung einer modernen Volkswirtschaft. In den kommenden Jahren wollen Regierungen weltweit die Erneuerbaren Energien immer mehr zum Hauptpfeiler der zukünftigen Stromerzeugung ausbauen. Schon heute decken erneuerbare Energien in Deutschland 20 Prozent des Strombedarfs ab – 8 Prozent stammten nach Schätzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in 2011 aus Windenergieanlagen. Damit erweist sich die Windenergie bereits heute als einer der Pfeiler für den Energiemix der Zukunft. Und im Gegensatz zu anderen derzeit genutzten Energieträgern ist hier eine sichere, nachhaltige und umweltfreundliche Stromerzeugung auf lange Sicht gewährleistet.

Als Wirtschaftsunternehmen, das in diesem weltweiten Markt agiert, sehen wir daher unser Ziel im erfolgreichen Ausbau unserer Geschäftstätigkeit im klar definierten Zukunftsmarkt "Projektierung von Windparks". Mit unserem ökologisch richtigen und ökonomisch sinnvollen Produkt wollen wir weiter wachsen, um für unsere Aktionäre einen echten Mehrwert zu schaffen. Zudem soll ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz und somit zu einer langfristig sicheren Energieversorgung geleistet werden. Schließlich streben wir bei der PNE WIND AG eine nachhaltige Verbindung von wirtschaftlichem Erfolg und ökologischer Verantwortung an. Somit steht die PNE WIND AG schon heute für Windkraft-Projektierung aus Leidenschaft und wir werden unsere Energie dazu einsetzen, erfolgreiche Windpark-Projekte in den Bereichen Offshore, Onshore und Repowering im In- und Ausland umzusetzen.

Dass wir unser Geschäft als Windpark-Projektierer verstehen, beweist unsere langfristige Erfolgsbilanz: Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2011 haben wir seit Gründung 1995 insgesamt 98 Windparks errichtet. Dabei wurden 568 Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 814 MW unter unserer Leitung installiert. Die PNE WIND AG ist mit dieser umfassenden Erfahrung einer der erfolgreichsten Projektierer von Windparks.

Bei einem Windpark-Projektierer ist ein Indikator für künftig erzielbare Erträge die Zahl der in Bearbeitung befindlichen Projekte. Durch das breite Spektrum unseres Projektierungsansatzes sind wir hier für die Zukunft gut gerüstet. So arbeiten unsere Experten im Onshore-Bereich im In- und Ausland derzeit an der Entwicklung von Windparks mit einer Gesamtnennleistung von rund 3.200 MW. Weitere sollen hinzu kommen – national wie international.

Hinzu kommen die Offshore-Windpark-Projekte mit einer Gesamtnennleistung von bis zu 3.307 MW. Für Windparks mit über 1.000 MW liegen der PNE WIND AG bereits die Genehmigungen vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) vor.

Betriebsführung

Die PNE WIND AG lässt ihre Kunden nach der Fertigstellung und Inbetriebnahme eines Windparks nicht allein – schließlich birgt für uns Kundenbindung und -zufriedenheit hohes Wachstumspotenzial für die Zukunft. Aus diesem Grund sorgen wir dafür, dass der Windpark läuft. So überwacht unser Team in der Betriebsführung aktuell etwa 300 Windenergieanlagen im Auftrag der Kunden. Ziel ist es, Fehler frühzeitig zu erkennen und Schäden sowie teure Ausfallzeiten zu vermeiden bzw. zu minimieren. Natürlich müssen regelmäßig auch Wartungen an den Anlagen durchgeführt werden. Wir stellen sicher, dass diese planbaren Arbeiten möglichst optimiert stattfinden. Damit ermöglichen wir einen effizienten Betrieb des Windparks für unsere Kunden. Zudem wird somit die optimale Wirtschaftlichkeit erreicht. Außerdem kann der Service der PNE WIND AG auch für die kaufmännische Betriebsführung in Anspruch genommen werden. Dann übernehmen wir beispielsweise die gesamte buchhalterische Abwicklung für den Eigentümer. Unsere Kunden sparen dadurch Zeit und Geld, denn wir verfügen als Spezialisten in diesem Gebiet über langjährige Erfahrung.

Börsennews der PNE WIND AG

Aktie

Die Aktie der PNE WIND AG eröffnete das Geschäftsjahr 2011 mit einem Einstiegskurs von 1,52 Euro. Ab Mitte Januar begann das Papier mit einem Anstieg, der in einem vorläufigen Höchststand von 1,85 Euro mündete. Anschließend vollzog der Kurs eine Seitwärtsbewegung, ehe die dramatischen Ereignisse in Japan rund um das Reaktorunglück in Fukushima die Aktienmärkte weltweit und auch die Aktie der PNE WIND AG unter Druck setzten.

Begründet durch die darauffolgende Diskussion um den Atomausstieg in Deutschland und der damit verbundenen langfristigen Ausweitung der Förderungen erneuerbarer Energien, rückten Titel aus diesem Segment wieder stär-

ker in den Anlegerfokus. Von dieser Entwicklung konnte auch die Aktie der PNE WIND AG maßgeblich profitieren: In weniger als drei Wochen legten die Anteilsscheine um fast 70 Prozent zu und erreichten am 28. März bei 2,59 Euro ihren Jahreshöchststand. Anschließend gab der Aktienkurs wieder etwas nach.

Die Schuldenkrisen europäischer Staaten sowie der USA sorgten zu Beginn des dritten Quartals 2011 dafür, dass der Kurs vermehrt unter Druck geriet und sich auch die PNE WIND AG nicht von der insgesamt negativen Grundstimmung an den Aktienmärkten freimachen konnte. Analog zu den weltweiten Leitindizes gab das Papier in den folgenden Wochen stark nach und verzeichnete am 4. November seinen Jahrestiefststand von 1,48 Euro.

Zum Jahresschluss 2011 notierte die Aktie der PNE WIND AG bei 1,85 Euro. Dies entspricht einer Marktkapitalisierung von 84,7 Millionen Euro. Im Geschäftsjahr 2011 verzeichnete das Papier damit trotz teilweise turbulenter Rahmenbedingungen einen Kursanstieg von 21,7 Prozent.

Aktionärsstruktur

Am 31. Dezember 2011 verfügte kein Investor über mehr als 3 Prozent der Stimmrechtsanteile an der PNE WIND AG. Gemäß der Definition der Deutschen Börse AG befinden sich somit rechnerisch 100 Prozent der Aktien im Streubesitz.

Ausgehend von den beiden im Mai/Juni 2010 durchgeführten Kapitalmaßnahmen ist jedoch künftig eine Veränderung innerhalb der Aktionärsstruktur möglich. So wurden bei der Kapitalerhöhung und der ebenfalls angebotenen Wandelanleihe nicht vonAltaktionären derPNE WINDAG gezeichnete Anteile dem Finanzinvestor Luxempart S.A. aus Luxemburg offeriert. Gemäß einer vertraglichen Vereinbarung erwarb dieser Investor von Aktionären nicht bezogene Aktien und Teilschuldverschreibungen. Von den insgesamt 1.249.500 bei der Kapitalerhöhung platzierten Aktien wurden 927.114 Aktien von der Luxempart S.A. gezeichnet. Aus der Wandelanleihe zeichnete Luxempart S.A. Teilschuldverschreibungen im Umfang von ca. 16,87 Mio. Euro. Es besteht die Möglichkeit, diese Teilschuldverschreibung jederzeit in Aktien zu wandeln. Nach Wandlung der Anleihen sowie infolge der von ihr gehaltenen Aktien wäre Luxempart S.A. damit zu ca. 15 Prozent an der PNE WIND AG beteiligt und so größte Einzelaktionärin der Gesellschaft.

Hauptversammlung

Die ordentliche Hauptversammlung fand am 18. Mai 2011 in Cuxhaven statt. Beschlossen wurde die Zahlung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 0,04 Euro je stimmberechtigter Aktie. Die Hauptversammlung stimmte darüber hinaus allen weiteren Beschlüssen, einschließlich der Neuwahl der bisherigen Aufsichtsratsmitglieder, mit einer Mehrheit von jeweils über 90 Prozent zu. Die genauen Abstimmungsergebnisse sind auf der Internetseite www.pnewind.com im Bereich Investor Relations unter "Hauptversammlungen" veröffentlicht.

Die nächste ordentliche Hauptversammlung findet am 15. Mai 2012 statt.

Investor Relations

Offen, konkret, zeitnah – so kommuniziert die PNE WIND AG mit ihren Aktionären. Da wir ein im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierböse gelistetes Unternehmen sind, befolgen wir umfassend die strengen Publizitätspflichten. Neben der Publikation umfangreicher Geschäfts-, Halbjahres- und Quartalsberichte zählt dazu die unverzügliche Bekanntgabe kursrelevanter Informationen über Ad hoc-Mitteilungen. Maßgeblich ist für uns dabei zudem das Anliegen, die bereitgestellten Informationen verständlich, transparent und nachvollziehbar aufzubereiten. So informieren wir die interessierte Öffentlichkeit ebenso wie unsere zahlreichen Privatanleger zusätzlich durch die kontinuierliche Veröffentlichung von Corporate News über den aktuellen Geschäftsverlauf.

Zur weiteren Stärkung des Anlegervertrauens und der stetigen Verbreiterung der Investorenbasis befindet sich der Vorstand im regen Austausch mit der Financial Community. So präsentierte sich der Vorstand im Geschäftsjahr 2011 erneut auf zahlreichen Kapitalmarktkonferenzen im Inund Ausland. Dabei sucht der Vorstand der PNE WIND AG das persönliche Gespräch mit Investoren und Analysten. Außerdem pflegen wir regelmäßigen Kontakt zur Finanzpresse. Abgerundet wird unsere aktive Kommunikationspolitik zudem durch unseren zweimal im Jahr erscheinenden Aktionärsbrief.

Finanzkalender

7. Mai 2012 Bericht über das 1. Quartal 2012
15. Mai 2012 Hauptversammlung
6. August 2012 Halbjahresfinanzbericht 2012
5. November 2012 Bericht über das 3. Quartal 2012

Weitere Informationen

Auf der Website www.pnewind.com finden Sie ausführliche Informationen über die PNE WIND AG sowie im Bereich "Investor Relations" aktuelle Daten zur Aktie. Hier können außerdem Geschäfts- und Quartalsberichte, Pressemitteilungen sowie Hintergrundinformationen über die PNE WIND AG als Download abgerufen werden. Zusätzlich können sich hier interessierte Personen für den Verteiler der PNE WIND AG eintragen, um über die Entwicklungen bei der Gesellschaft stets auf dem Laufenden zu sein.

Corporate Governance Bericht

a. Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht findet sich im Lagebericht auf der Seite 66 dieses Geschäftsberichtes.

b. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB

Unter Corporate Governance versteht man national und international anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Achtung der Aktionärsinteressen, Offenheit sowie Transparenz der Unternehmenskommunikation sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance. Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG orientieren sich traditionell an diesen Standards.

In Deutschland wurde im Jahr 2002 der erste Deutsche Corporate Governance Kodex (nachfolgend "Kodex" genannt) von der gleichnamigen Regierungskommission vorgelegt. Der Kodex wird in der Regel einmal jährlich vor dem Hintergrund nationaler und internationaler Entwicklungen überprüft und bei Bedarf angepasst. Die letzten Änderungen wurden von der Regierungskommission am 26. Mai 2010 beschlossen. Der Kodex kann in seiner jeweils gültigen Fassung im Internet unter www.corporate-governance-code.de abgerufen werden.

Die branchen- und unternehmensübergreifenden Empfehlungen und Anregungen des Kodex sind nicht verpflichtend, jedoch müssen Vorstand und Aufsichtsrat jährlich gemäß den §§ 161 AktG und 285 Nr. 16 HGB im Rahmen des Jahresabschlusses erklären, ob den Empfehlungen des Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden (sog. Entsprechenserklärung). Die zuletzt von Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG abgegebene Entsprechenserklärung findet sich unten vollständig wiedergegeben. Neben den Empfehlungen enthält der Kodex auch Anregungen, deren Anwendung ebenfalls nicht verpflichtend ist; auch eine Erklärung über die etwaige Abweichung von Anregungen ist nicht vorgeschrieben. Die PNE WIND AG weicht indessen nicht gravierend von diesen Anregungen ab: Der Vorstand hat am 24. August 2011 und der Aufsichtsrat am 24. August 2011 beschlossen, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit Ausnahme der Regel, wonach kein Abfindungs-CAP bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne besonderen Grund besteht (Regel 4.2.3), was in laufenden Vorstandsverträgen begründet ist, zu folgen.

Für Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG sind die Empfehlungen und Anregungen des Kodex ebenso wie die gesetzlichen Vorschriften integraler Bestandteil ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft. Sie überprüfen die Berücksichtigung dieser Standards in regelmäßigen Abständen, so dass für die Aktionäre, die Mitarbeiter und nicht zuletzt auch für das Unternehmen selbst eine gebührende Beachtung dieser Standards gewährleistet ist.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Der Corporate Governance Kodex ist eine gesetzliche Richtlinie zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Er fasst die international wie national anerkannten Standards für verantwortungsvolle Unternehmensführung zusammen. Ziel der Richtlinie ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern.

Der Vorstand hat am24.August 2011 und derAufsichtsrat derPNEWINDAGhat am24.August 2011 gem. §161 Aktiengesetz (AktG) erklärt, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der Regel,

  1. dass kein Abfindungs-CAP bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne besonderen Grund besteht (Regel 4.2.3), was in laufenden Vorstandsverträgen begründet ist,

entsprochen wurde.

Vorstand und Aufsichtsrat erklärten weiterhin, gemäß §161 AktG, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der oben genannten Regel auch künftig entsprochen wird.

Diese Entsprechenserklärung bezieht sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die PNE WIND AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Vorstand der PNE WIND AG besteht gegenwärtig aus den folgenden Mitgliedern, deren Zusammenarbeit und Geschäftsverteilung in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt sind:

  • Martin Billhardt, Vorstandsvorsitzender (CEO), Aufgabenbereiche: Strategie, Investor Relations, Akquisition, Vertrieb, Personal, Recht, Beteiligungen
  • Jörg Klowat, Vorstandsmitglied (CFO), Aufgabenbereiche: Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement
  • Markus Lesser, Vorstandsmitglied (COO), Aufgabenbereiche: Projektentwicklung und Projekt-Umsetzung onshore und offshore

Die laufende Amtszeit der Vorstandsmitglieder endet für den Vorstandsvorsitzenden Herrn Billhardt am 30. April 2013, für Herrn Klowat am 31. März 2014 und für Herrn Lesser am 31. Dezember 2013.

Der Vorstand leitet das Unternehmen unter eigener Verantwortung und hat hierbei die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden.

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Für bedeutende Geschäftsvorgänge, wie z.B. größere Investitionsvorhaben oder Veränderungen der Unternehmensstruktur, bedarf der Vorstand der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Katalog der zustimmungspflichtigen Geschäfte ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand niedergelegt.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat turnusmäßig durch schriftliche und in den Sitzungen des Aufsichtsrats durch schriftliche und mündliche Berichte über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens. Über außergewöhnliche Vorgänge berichtet der Vorstand dem Aufsichtsrat zusätzlich in schriftlicher Form. Darüber hinaus lässt sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats in Einzelgesprächen regelmäßig vom Vorstand informieren.

Der Aufsichtsrat der PNE WIND AG setzt sich gemäß Gesetz und Satzung aus sechs von der Hauptversammlung zu wählenden Mitgliedern zusammen. Er wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat umfasst gegenwärtig folgende Mitglieder:

  • Dieter K. Kuprian (Aufsichtsratsvorsitzender)
  • Dr. Peter Fischer (stellvertretender Vorsitzender)
  • Alain Huberty
  • Jacquot Schwertzer
  • Prof. Dr. Reza Abhari
  • Rafael Vazquez

Die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2013.

Aus seiner Mitte hat der Aufsichtsrat der PNE WIND AG die folgenden drei Ausschüsse gebildet:

  • einen Personalausschuss, derzeit bestehend aus: Dieter K. Kuprian (Vorsitzender) Dr. Peter Fischer Jacquot Schwertzer
  • ein Audit Committee, derzeit bestehend aus: Prof. Dr. Reza Abhari (Vorsitzender) Alain Huberty Dieter K. Kuprian
  • einen Nominierungsausschuss, derzeit bestehend aus: Dieter K. Kuprian (Vorsitzender) Prof. Dr. Reza Abhari (stellvertretender Vorsitzender) Dr. Peter Fischer Jacquot Schwertzer

Die Ausschüsse bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat im gesetzlich zulässigen Umfang Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. Die Aufgaben- und Kompetenzverteilung sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegt. Hierdurch wird auch die Information des Gesamtaufsichtsrats über die Erkenntnisse und Entscheidungen der Ausschüsse sichergestellt.

Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats, insbesondere die Bestellung, die Abberufung und die Verlängerung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern vor. Er bereitet außerdem die Beschlüsse des Aufsichtsrats über die Festsetzung (einschließlich einer etwaigen Herabsetzung) der Gesamtvergütung des Vorstands vor.

Das Audit Committee ist für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und die Überprüfung der Wirksamkeit der internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssysteme zuständig. Es befasst sich außerdem mit der Abschlussprüfung sowie mit Fragen der Compliance. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist unabhängiger Finanzexperte und verfügt aus seiner beruflichen Praxis entsprechend den gesetzlichen Anforderungen an den unabhängigen Finanzexperten über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung oder der Abschlussprüfung.

Der Nominierungsausschuss tritt nur fallweise zusammen und hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseigner vorzuschlagen.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Grundzüge der Vergütungssysteme und die Höhe der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat werden jährlich im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichts ist, veröffentlicht.

Aktiengeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat

§ 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der PNE WIND AG sowie sonstige Personen, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen ermächtigt sind, Geschäfte in Bezug auf die PNE-Aktie (sog. Directors' Dealings) zu melden, sofern die Gesamtsumme dieser Geschäfte in einem Kalenderjahr einen Wert von 5.000 € überschreitet. Diese Verpflichtung gilt auch für natürliche und juristische Personen, die mit einer der oben genannten Personen in enger Beziehung stehen. Die PNE WIND AG muss die erhaltene Mitteilung unverzüglich veröffentlichen und stellt diese auch auf ihrer Internetseite ein.

Von den Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft sind am 31. Dezember 2011 Herrn Martin Billhardt 400.000 Aktien zuzurechnen, außerdem halten Herr Jörg Klowat 100.000 und Herr Markus Lesser 45.500 Aktien der Gesellschaft. Von den Mitgliedern des Aufsichtsrates hält Herr Jacquot Schwertzer 5.704 Aktien der Gesellschaft. Damit halten Vorstand und Aufsichtsrat zusammen 1,20 Prozent der PNE-Aktien.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse der PNE WIND AG werden vom Vorstand auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Jahresabschluss der PNE WIND AG wird nach den Vorschriften des deutschenHandelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss werden vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Der Halbjahresfinanzbericht wird vom Abschlussprüfer einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Konzernzwischenabschlüsse zum Ende des 1. und des 3. Quartals werden vom Abschlussprüfer weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Sie werden allerdings vor der Veröffentlichung zwischen Vorstand und Prüfungsausschuss erörtert.

Zum Abschlussprüfer für den Konzernabschluss und den Jahresabschluss hat die Hauptversammlung 2011 die Deloitte & Touche Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, gewählt. Vor der Wahl hatte Deloitte & Touche am 4. März 2011 die nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlene sogenannte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Danach bestanden (und bestehen) an der Unabhängigkeit von Deloitte & Touche als Abschlussprüfer keine Zweifel.

Mit dem Abschlussprüfer wurde vertraglich vereinbart, dass der Aufsichtsrat unverzüglich informiert wird über

  • Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Abschlussprüfung auftreten,
  • Feststellungen oder Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben und die für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlich sind sowie
  • Feststellungen, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.

Transparente Unternehmenskommunikation

Eine offene, transparente Unternehmenskommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil guter Corporate Governance. Neben klaren und verständlichen Inhalten erfordert dieser Aspekt auch einen gleichberechtigten Zugang aller Zielgruppen zu den Informationen des Unternehmens. Die PNE WIND AG misst dem Internet als orts- und zeitunabhängigem sowie frei zugänglichem Informationsmedium eine hohe Bedeutung bei. Entsprechend hält der Internetauftritt der PNE WIND AG (www.pnewind.com) für die interessierte Öffentlichkeit eine Vielzahl von gut strukturierten Informationen rund um das Unternehmen bereit. Im Bereich "Investor Relations" sind beispielsweise umfassende finanzwirtschaftliche Informationen über die PNE WIND AG abrufbar, wie z.B. Geschäfts- und Zwischenberichte sowie Ad hoc- und Pressemitteilungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.

Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse, d.h. die Veröffentlichungstermine des Geschäftsberichts und der Zwischenberichte sowie der Termin der Hauptversammlung, sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Dieser wird mit ausreichend zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der PNE WIND AG eingestellt.

Cuxhaven, den 24. März 2012

PNE WIND AG, Der Vorstand

Lage- und Konzernlagebericht

  • Markt/gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
  • Politische Rahmenbedingungen
  • Unternehmensstruktur
  • Organisation und Mitarbeiter
  • Überblick Geschäftstätigkeit
  • Umsatz und Ertragslage
  • Finanzlage/Liquidität
  • Vermögenslage
  • Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
  • Vertrieb und Marketing
  • Entwicklung und Innovationen
  • Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
  • Immaterielle Unternehmenswerte
  • Chancen- und Risikobericht
  • Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS/RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns
  • Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)
  • Ergänzende Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB (Übernahmerichtlinie-Gesetz)

PNE WIND II 31

  • Vergütungsbericht
  • Ausblick

Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2011

1. Markt/gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die PNE WIND AG ist als Projektierer von Windparks an Land (onshore) wie auch auf See (offshore) in Deutschland, Südosteuropa, Großbritannien und Nordamerika tätig. Dabei liegt die Kernkompetenz in der Entwicklung, Projektierung, Finanzierung und Realisierung von Windparks sowie deren Betriebsführung. Von der PNE WIND AG entwickelte Windpark-Projekte werden in der Regel entweder nach kompletter Fertigstellung oder bereits nach Erhalt der Genehmigung veräußert. Nach Übergabe an die Erwerber und künftigen Betreiber zählt zudem die technische und kaufmännische Betriebsführung einschließlich der regelmäßigen Wartung zum Leistungsspektrum der PNE WIND AG. Selektiv betreibt die Gesellschaft auch Windparks in Eigenregie. Somit bewegt sich die Gesellschaft im Weltmarkt der Windenergie.

Die deutsche Konjunktur wurde insbesondere in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2011 zunehmend durch die europäische Staatsschuldenkrise belastet. Darüber hinaus droht Europa aufgrund der wachsenden Unsicherheiten auf den Finanzmärkten eine erneute Bankenkrise, die zusätzlich spürbare Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben könnte. Laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vergangenen Jahr zwar noch deutlich um 3,0 Prozent gestiegen. Dennoch belegt die erste vorläufige Schätzung der konjunkturellen Entwicklung des vierten Quartals 2011 – ein Rückgang um 0,25 Prozent – die Eintrübung der volkswirtschaftlichen Stimmungslage.1

Aktuelle Zahlen zur Entwicklung der deutschen Konjunktur untermauern diesen Trend. So prognostiziert die Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2012 für das laufende Jahr ein Wachstum von lediglich 0,7 Prozent. Insbesondere bei den Exporten macht sich die europäische Schuldenkrise bemerkbar: Diese sollen laut der aktuellen Einschätzung nur moderat zunehmen und dabei hinter den Importen zurückbleiben. Entscheidende Voraussetzung für diese Projektionen wird allerdings sein, inwieweit es der EU gelingt, die wirtschaftspolitischen Herausforderungen der europäischen Staatsschuldenkrise zu meistern und effektive Lösungen für die aktuellen Risiken zu entwerfen.2

Das schwierige wirtschaftliche Umfeld hat sich ab der zweiten Jahreshälfte 2011 vermehrt auch auf die Aktien in der Windbranche ausgewirkt, da das allgemeine Investitionsklima durch die Turbulenzen auf den Finanzmärkten verhaltener ausfiel. Allerdings sind Projekte in der Windindustrie durch die Größe der Investitionsvolumina und die gesicherten, regelmäßigen Rückflüsse von langfristiger Natur, weshalb diese nicht unmittelbar von aktuellen Marktbewegungen beeinflusst werden.

1 Statistisches Bundesamt, 2012

2 Bundesregierung, Jahreswirtschaftsbericht, 2012

So ist bei der Errichtung von Windparks in Deutschland ein Aufwärtstrend zu beobachten. Nachdem die neu installierte Leistung im Jahr 2010 noch leicht rückläufig war, stieg sie in 2011 wieder an. Das Deutsche Windenergie-Institut (DEWI) ermittelte, dass 2011 895 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 2.007 MW neu errichtet wurden.3 Insbesondere die Natur- und Nuklearkatastrophe in Japan im März sorgte für ein verstärktes Interesse an Ökostrom, was der Windbranche eine neue Dynamik verlieh. Der Ausstieg aus der Kernenergie soll nun schneller erfolgen als zuvor beabsichtigt. So wird nach derzeitigen Planungen das letzte deutsche Atomkraftwerk 2022 vom Netz gehen. Darüber hinaus hat sich die Bundesregierung das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen bis 2050 um 80 Prozent gegenüber 1990 zu senken. Der Ausbau der regenerativen Energiequellen ist das zentrale Instrument zum Erreichen dieses Ziels. Dass die konsequente Förderung erneuerbarer Energien Früchte trägt, belegen aktuelle Zahlen: So lag der Anteil regenerativer Energien am deutschen Strommix 2011 laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft erstmals bei rund 20 Prozent. Er war damit höher als der Anteil der Atomkraft, die 18 Prozent zur deutschen Brutto-Stromerzeugung beitrug. Die Windenergie ist innerhalb der regenerativen Energien auch weiterhin ein wichtiger Stützpfeiler: Sie baute ihre Quote von zuletzt 6 auf rund 8 Prozent aus.4

Als ein wesentlicher Wachstumstreiber für den nationalen sowie den internationalen Windenergiemarkt wird der Bau von Offshore-Windparks gesehen. Nach Angaben des europäischen Windenergieverbandes (EWEA) verzeichnete der europäische Offshore-Markt im Jahr 2011 einen Zubau von insgesamt 866 MW. 235 neue Offshore-Windkraftanlagen, die sich auf neun Windparks verteilten, wurden errichtet. Damit werden insgesamt bereits 3.813 MW aus 1371 Windturbinen in das europäische Stromnetz eingespeist. Weitere neun Windfarmen befinden sich momentan im Bau, die zusätzliche 2.375 MW Leistung erbringen werden.5 Dies verdeutlicht, dass der Ausbau der Offshore-Windenergie in Europa bereits in vollem Gange ist. Auch der deutsche Markt für Offshore-Windparks wird wachsen. Hier rechnet die Windenergieagentur WAB bis 2017 mit einer neu installierten Leistung von bis zu 4.500 MW.6 Die Ziele der Bundesregierung sehen langfristig vor, dass Windenergie auf See rund 15 Prozent der Stromerzeugung in Deutschland sicherstellen könnte. Die Bundesregierung rechnet damit, dass bis zum Jahr 2030 etwa 20.000 bis 25.000 MW Offshore-Windenergie errichtet werden können. Die erforderliche Infrastruktur ist in den Häfen weitgehend errichtet. Im Offshore-Bereich ist die PNE WIND AG mit bereits vier erreichten Genehmigungen einer der führenden Projektierer in Deutschland.

In deutschen Gewässern sind bislang erst drei Offshore-Windparks am Netz. Zwei weitere befinden sich derzeit in Nord- und Ostsee im Bau. Zusätzlich wurden bereits 27 Projekte vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) sowie den Landesbehörden genehmigt. Somit verfügt die Offshore-Windenergie in Deutschland über erhebliches Ausbaupotenzial. Eine wichtige Perspektive stellt dabei die Anfang 2010 gestartete Initiative von neun Anrainerstaaten zum Bau eines Hochspannungsnetzes in der Nordsee dar. Schließlich setzt die nachhaltige Nutzung der Windenergie auf See ein leistungsfähiges Stromnetz voraus. Langfristig bedeutet diese Gemeinschaftsinitiative einen deutlichen Schub für die Offshore-Windenergie. Darüber hinaus stützt ein Sonderkreditprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Höhe von 5 Mrd. Euro den Ausbau der Windenergie auf hoher See. Mit dieser Finanzierung will die Bundesregierung insgesamt zehn Offshore-Windparks unterstützen.

  • 4 BWE Pressemitteilung, Juli 2012
  • 5 EWEA, 2012

3 DEWI, Januar 2012

6 WAB, 2011

Perspektiven über die Entwicklung von neuen Windpark-Standorten an Land hinaus entwickeln sich beim Repowering, dem Ersatz älterer Windenergieanlagen mit geringer Leistung durch leistungsstärkere Neuanlagen. Laut der Prognosen des BWE ist mittel- und langfristig mit deutlichen Zuwächsen beim Repowering zu rechnen. In 2011 wurden nach Angabe des DEWI 170 Windenergieanlagen mit einer Leistung von zusammen 123 MW durch 95 moderne Anlagen mit insgesamt 238 MW ersetzt.7 Der BWE schätzt den Markt für Repowering-Maßnahmen in den nächsten Jahrzehnten auf 1.000 MW pro Jahr – das entspricht einem jährlichen Umsatz von rund 1,5 Mrd. Euro.8 Auch die PNE WIND AG hat in diesem Bereich bereits mehrfach erfolgreich die eigene Kompetenz eingesetzt und erwartet mittel- und langfristig zusätzliche positive Effekte in diesem Geschäftssegment.

Zudem beflügeln die Verknappung fossiler Brennstoffe ebenso wie die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesrepublik das Wachstum des Windenergiemarktes. So ist bis zum Jahr 2020 die Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen um 40 Prozent gemessen am Jahr 1990 geplant. Die Bundesregierung hat diesen Anspruch in ihrer Koalitionsvereinbarung Ende 2009 bekräftigt und im Energiekonzept, das im September 2010 vorgelegt wurde, erneut bestätigt. Demnach wird am Ziel festgehalten, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von derzeit rund 20 Prozent bis zum Jahr 2020 auf 35 Prozent und bis zum Jahr 2050 auf 80 Prozent auszubauen. Der Windkraft als derzeit technologisch fortgeschrittenster und effizientester Technologie zur regenerativen Stromerzeugung kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Insbesondere im Offshore-Bereich sieht die Regierung enorme Wachstumspotenziale. Darüber hinaus belegt das Umweltbundesamt mit einer Studie, dass der Strombedarf in Deutschland bis zum Jahr 2050 zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien gedeckt werden kann. Auch in diesem Szenario um den Energiemix der Zukunft kommt der Windenergie eine wesentliche Rolle zu.9

Insgesamt entwickelt sich der Markt für Windenergieanlagen zur Stromerzeugung nachhaltig. Viele etablierte Hersteller von Windenergieanlagen haben ihre Produktionskapazitäten international erweitert, um der wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können. Gleichzeitig drängen vor allem aus Indien, China und Südkorea neue Unternehmen in den Markt. Dadurch vergrößert sich die Zahl der Lieferanten von Windenergieanlagen, wodurch eine dämpfende Wirkung auf die Preisentwicklung erwartet werden kann.

Für die Zukunft gehen Industrieexperten von einer Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumspfades aus. Die Internationale Energieagentur (IEA) rechnet mit einem kontinuierlichen Ausbau der Windenergie in den kommenden Jahren. Bis 2035 soll sich die installierte Windleistung weltweit im Vergleich zu 2010 um bis zu 400 Prozent erhöhen.10 Daher sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die PNE WIND AG insgesamt weiterhin als positiv einzustufen.

9 Energieziel 2050: 100% Strom aus erneuerbaren Quellen/UBA, Juli 2010 10 IEA, 2012

7 DEWI, Januar 2012

8 BWE Repowering, 2012

2. Politische Rahmenbedingungen

Die politischen Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland haben sich in 2011 verändert. Am 30. Juni 2011 beschloss derDeutscheBundestag die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG). Mit der Gesetzesnovelle, die zum 1. Januar 2012 in Kraft trat, verändern sich die Vorgaben für die Vergütung von Windstrom onshore wie offshore, aber auch die Richtlinien für das Repowering älterer Windenergieanlagen. Die neuen Rahmenbedingungen sichern eine kontinuierliche Entwicklung der Windenergie in Deutschland an Land und vor allem auf See.

Nach dem Inkrafttreten des Gesetzes gelten für Strom aus Windenergie in Deutschland folgende Bedingungen:

Die Vergütung für Strom aus neu errichteten Windenergieanlagen (WEA) an Land beläuft sich ab 2012 auf 8,93 Cent/kWh. Für Strom aus Windenergieanlagen, die mit einer das Stromnetz stabilisierenden Technik ausgerüstet sind, wird zusätzlich ein "Systemdienstleistungsbonus" von 0,48 Cent/kWh gezahlt. Sofern die Windenergieanlagen im Rahmen eines Repowerings, also dem Ersatz alter WEA durch moderne, leistungsfähigere WEA, errichtet werden, ist außerdem ein "Repowering-Bonus" in Höhe von 0,50 Cent/kWh fällig. Außerdem wurden die Voraussetzungen für ein Repowering-Projekt neu gefasst. Die ersetzten Windenergieanlagen müssen nun vor dem 1. Januar 2002 in Betrieb genommen worden sein und die Begrenzung bei der Nennleistung der neuen Anlagen (bisher maximal das Fünffache) wurde aufgehoben. Damit ist eine sichere Basis für die langfristige Renditekalkulation von Windpark-Projekten in Deutschland gegeben. Die Degression, also die jährliche Absenkung der Vergütungssätze für neu errichtete Windenergieanlagen, beträgt derzeit 1 Prozent und erhöht sich ab 2013 auf 1,5 Prozent.

Für die Vergütung von Strom aus Offshore-Windparks gibt es zwei alternative Möglichkeiten. Einerseits kann eine Anfangsvergütung von 15 Cent/kWh für den Zeitraum von 12 Jahren in Anspruch genommen werden. Für Offshore-Windparks, die vor dem 1. Januar 2018 in Betrieb gehen, kann sich der Betreiber alternativ für eine Vergütung von 19 Cent/kWh für einen Zeitraum von 8 Jahren entscheiden. In beiden Modellen verlängert sich der Zeitraum für die Zahlung der Anfangsvergütung je nach Entfernung des Offshore-Windparks zur Küstenlinie und der Wassertiefe im Gebiet des Windparks.

Um kurzfristig den weiteren Ausbau insbesondere von Offshore-Windparks zu fördern, wurde außerdem das Kreditprogramm "Offshore-Windenergie" mit einem Volumen von insgesamt 5 Mrd. Euro in Kraft gesetzt, das von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durchgeführt wird.

Außerdem regelt das EEG unter anderem die vorrangige Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien und die dafür zu zahlenden Vergütungen sowohl für Strom aus Windenergieanlagen an Land (onshore) als auch auf See (offshore). Um die Wirkungen des Gesetzes regelmäßig und zeitnah zu überprüfen, muss die Bundesregierung künftig jährlich einen Monitoringbericht vorlegen und den nächsten Erfahrungsbericht zu den Wirkungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes bis zum 31. Dezember 2014 dem Bundestag zuleiten.

Die politischen Rahmenbedingungen in allen Ländern, in denen die PNE WIND AG tätig ist, beobachten wir laufend, um kurzfristig auf Veränderungen reagieren zu können.

Der Vorstand der PNE WIND AG sieht in den nationalen und internationalen gesetzlichen Grundlagen die Voraussetzungen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren.

3. Unternehmensstruktur

Die Unternehmensstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem 31. Dezember 2010 verändert.

Im Berichtszeitraum wurden folgende Gesellschaften neu in den Konzernkreis einbezogen:

  • PNE WIND Ventus Praventsi OOD, Sofia, Bulgarien
  • PNE WIND Nautilus II GmbH, Cuxhaven
  • PNE Gode Wind III GmbH, Cuxhaven
  • Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH, Cuxhaven
  • Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG, Cuxhaven
  • PNE WIND NEH/I Kft., Gödöllö, Ungarn
  • PNE WIND DEVELOPMENT LLC, Delaware, USA
  • Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CV GmbH & Co. KG, Cuxhaven

Mit Wirkung zum 1. Januar 2011 (0.00 Uhr) wurde die PNE Biomasse GmbH (übertragende Gesellschaft), Cuxhaven, auf die PNE Biomasse AG (aufnehmende Gesellschaft), Cuxhaven, verschmolzen. Die PNE Biomasse AG wurde in 2011 in die PNE Biomasse GmbH, Cuxhaven, formwechselnd umgewandelt (Handelsregistereintragung: 31. März 2011).

Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesen Vorgängen nicht ergeben.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden folgende Gesellschaften endkonsolidiert:

• PNE WIND Nautilus II GmbH, Cuxhaven

Die Endkonsolidierung der PNE Nautilus II GmbH hat sich nur unwesentlich auf den Konzernabschluss der PNE WIND AG ausgewirkt.

4. Organisation und Mitarbeiter

Im Konzern der PNE WIND AG waren im Geschäftsjahr 2011 im Jahresdurchschnitt einschließlich der Vorstände 171 Personen (im Vorjahr: 154) beschäftigt. Die Mitarbeiter der Beteiligungsunternehmen sind in dieser Zahl enthalten. Von diesen Mitarbeitern (einschließlich Vorstände) waren im Jahresdurchschnitt 109 (zum 31. Dezember 2010: 101) bei der PNE WIND AG beschäftigt. Insgesamt 62 Mitarbeiter waren durchschnittlich bei den anderen Konzerngesellschaften beschäftigt. Davon entfielen auf die PNE Biomasse GmbH 17 Mitarbeiter, auf die PNE WIND Betriebsführungs GmbH 23 Mitarbeiter sowie auf die Auslandsgesellschaften 22 Mitarbeiter. Mit der moderaten Aufstockung der Mitarbeiterzahl hat die PNE WIND AG auf die ausgeweitete Geschäftstätigkeit reagiert und zugleich die personelle Basis für die Fortführung des bisherigen Wachstumskurses gelegt.

5. Überblick Geschäftstätigkeit

Segment Windkraft

Teilbereich Windkraft onshore

Die PNE WIND AG führte im Geschäftsjahr 2011 das operative Geschäft im Bereich Windkraft onshore Deutschland kontinuierlich fort. Insgesamt wurden von der PNE WIND AG in Deutschland onshore zum 31. Dezember 2011 Windpark-Projekte mit einer zu installierenden Leistung von mehr als 1.100 MW in den verschiedenen Phasen der Projektentwicklung bearbeitet. Mit dem Bau eines Windparks mit 10 MW Nennleistung wurde in 2011 begonnen, die Fertigstellung und Inbetriebnahme erfolgten im ersten Quartal 2012. Für weitere zwei Projekte mit einer Nennleistung von 16 MW lagen die für den Baubeginn notwendigen Genehmigungen vor. Weitere Genehmigungen für Windpark-Projekte onshore in Deutschland werden zeitnah erwartet.

Außerdem wurde intensiv daran gearbeitet, zahlreiche Windenergieanlagen so nachzurüsten, dass sie zur Stabilität des Stromnetzes beitragen können. Da für so nachgerüstete Anlagen ein zusätzlicher Systemdienstleistungsbonus gezahlt wird, ergaben sich daraus positive EBIT-Beiträge im Konzern.

Vor allem in Großbritannien, den USA und Ungarn wurden im Berichtszeitraum erfreuliche Fortschritte bei der Entwicklung und Vermarktung von Windpark-Projekten erreicht.

Großbritannien:

PNE WIND UK Limited plant innerhalb der nächsten Jahre umfangreiche Investitionen in Großbritannien. Die vielversprechenden Ziele der schottischen Regierung für den Ausbau der erneuerbaren Energien haben die PNE WIND UK dazu veranlasst, auch in Schottland eine Niederlassung zu gründen. Zu diesem Zweck wurde in Edinburgh ein neues Büro eröffnet.

Außerdem wurde PNE WIND UK von der schottischen Forstverwaltung (Scottish Forestry Commission) zum bevorzugten Partner für die Entwicklung von Windpark-Flächen in Zentral-Schottland ausgewählt. Die PNE WIND UK ermittelt im schottischen National Forest der Verwaltungsbezirke Argyll and Bute, West Dunbartonshire, Stirling, Perth and Kinross sowie Angus hierfür geeignete Standorte. Im Anschluss daran werden die Forestry Commission und die PNE WIND UK gemeinsam darüber entscheiden, auf wie viele Anlagen der Planungsprozess und, bei positiver Entscheidung für das Vorhaben, die Bau- und Betriebsphasen ausgelegt werden sollen.

Das von der Forestry Commission verwaltete Gebiet in Zentral-Schottland umfasst eine Fläche von etwa 1.000 Quadratkilometern und bietet Raum für Windparks mit einem geschätzten Entwicklungspotenzial von 100 bis 200 MW Nennleistung. Die durchschnittliche Jahreswindgeschwindigkeit in diesem Gebiet liegt zwischen 6,5 und 8,5 m/ s (Quelle: UK Wind Speed Database NOABL bei 45 m).

USA:

Das Tochterunternehmen PNE WIND USA passt als Reaktion auf die Entwicklung des Marktes für Windenergie und die derzeit geringe Nachfrage nach Strom in den USA sowie auf die noch ausstehende Verlängerung der steuerlichen Regelungen für Windenergie seine Marktstrategie an. Da künftig von einem weiteren Ausbau der Windenergie in den USA auszugehen ist, steht die Verstärkung der Projekt-Pipeline im Fokus der PNE WIND USA. Die bereits bisher bearbeiteten Windpark-Projekte werden intensiv weiterentwickelt und wirtschaftlich optimiert, um sie möglichst bald ergebniswirksam vermarkten zu können. Für das Projekt Belle Fourche wurde bereits die Baureife erreicht. Deutliche Planungsfortschritte gab es auch bei weiteren Projekten.

Ungarn:

In Ungarn konnte in 2011 die Genehmigung eines ersten Windpark-Projektes erreicht werden. Das Projekt befindet sich in der Nähe des Kraftwerkstandortes Pacs an der Mitteldonau. In diesem Windpark können 18 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 36 MW errichtet werden. Die Planungen für den Netzanschluss des Windparks sind abgeschlossen. Im Januar 2012 wurde ein weiterer Windpark mit 14 Windenergieanlagen und einer Nennleistung von 42 MW genehmigt. Mit diesen genehmigten Windparks wird sich die PNE WIND GM Hungary Kft, ein 100prozentiges Tochterunternehmen der PNE WIND AG, an der nächsten Ausschreibung für Netzanschlüsse an das Höchstspannungsnetz in Ungarn beteiligen.

Weitere Auslandsaktivitäten:

In Rumänien und Bulgarien wurde die Entwicklung von Windparks fortgesetzt. Allerdings sind die politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen in diesen Ländern derzeit nicht optimal, so dass die mittelfristige Realisierung von Projekten angestrebt wird. In der Türkei wird auf die nächste Ausschreibung für Windenergie-Projekte durch die Regierung gewartet, die Voraussetzung für die Realisierung solcher Vorhaben ist.

Insgesamt wurden von den Tochtergesellschaften und Joint Ventures, mit denen die PNE WIND AG auf Auslandsmärkten tätig ist, zum 31. Dezember 2011 Windpark-Vorhaben mit einer Nennleistung von mehr als 2.000 MW in verschiedenen Phasen der Projektentwicklung bearbeitet.

Für die PNE WIND AG ergeben sich damit im Onshore-Bereich in Deutschland wie auch in Ungarn, Bulgarien, Rumänien, der Türkei, Großbritannien, Kanada und den USA attraktive Markt- und Wachstumsperspektiven. Daher ist der Vorstand zuversichtlich, durch die Internationalisierung der Windpark-Projektierung das Unternehmenswachstum weiter vorantreiben zu können.

Teilbereich Windkraft offshore

Sehr erfreulich entwickelten sich 2011 auch die Aktivitäten im Offshore-Bereich. Dies gilt vor allem für das in der Entwicklung sehr weit fortgeschrittene und bereits vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigte Projekt "Gode Wind II", in dem 84 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 252 MW errichtet werden sollen. Für diesen Windpark erhielt die PNE WIND AG Ende Juni 2011 vom zuständigen Übertragungsnetzbetreiber TenneT die unbedingte Zusage des Netzanschlusses, nachdem die von TenneT durchgeführte Ausschreibung zur Beschaffung der Netzanbindungskomponenten abgeschlossen war. Mittlerweile ist dieser von TenneT beauftragt und in Bau. Zuvor hatte die PNE WIND AG die erforderlichen Unterlagen eingereicht und damit alle vier Kriterien aus dem Positionspapier der Bundesnetzagentur für den Erhalt der unbedingten Netzanschlusszusage erfüllt. Mit diesen Fortschritten in der Projektentwicklung wurden wesentliche Voraussetzungen erreicht, um mit der Umsetzung des Offshore-Windparks "Gode Wind II" beginnen zu können.

Projekte offshore - national

Projekt MW gesamt
(bis zu)
Gode Wind I 324
Gode Wind II 252
Gode Wind III 105
Nemo 480
Jules Vernes 480
Nautilus 480
Nautilus II* 560
Borkum Riffgrund I* 277
Borkum Riffgrund II* 349
Total: 3.307
* PNE WIND AG als Dienstleister tätig

Für den Bau von "Gode Wind II" liegen seit März 2011 folgende Unterlagen vor:

  • Liefervertrag für 84 Vestas-Windenergieanlagen vom Typ V112
  • Vorvertrag für die Lieferung von 84 Monopile-Gründungen der Firma MT Højgaard A/S
  • Vorvertrag für die Lieferung der internen Parkverkabelung der Firma Draka Norsk Kabel AS
  • Vorvertrag für die Lieferung des Windpark-Umspannwerkes der Firma ALSTOM Grid GmbH

"Gode Wind I" bietet Platz für 54 Offshore-Windenergieanlagen, die von REpower geliefert werden sollen. Die PNE WIND AG ist verantwortlich für die weiteren Komponenten wie das Umspannwerk, die Fundamente sowie die Parkverkabelung. Darüber hinaus wird die PNE WIND AG das Windpark-Design und die Finanzierungstrategie sowie die Einbindung weiterer Projektpartner vorantreiben. "Gode Wind I" verfügt bereits über alle notwendigen Genehmigungen der deutschen Behörden.

"Gode Wind III" befindet sich noch in einer frühen Entwicklungsphase. In diesem Projekt werden voraussichtlich bis zu 15 Windenergieanlagen errichtet werden können. Es wird als Referenzprojekt für die von Vestas angekündigte 7 MW-Windenergieanlage geplant.

Positiv entwickelten sich auch die 2009 an den dänischen Energiekonzern DONG Energy Power A/S verkauften Offshore-Windpark-Projekte "Borkum Riffgrund" I und II, an deren Entwicklung die PNE WIND AG als Dienstleistungsunternehmen weiter tätig ist. Nachdem DONG Energy Power A/S eine Investitionsentscheidung für "Borkum Riffgrund I" getroffen hat, sind die Vorbereitungen für den Bau des Offshore-Windparks angelaufen. Die PNE WIND AG hat im ersten Quartal 2011 eine weitere Milestone-Forderung in Höhe von rund 6,7 Mio. Euro aus diesen Projekten verbuchen können und die Zahlung hieraus im zweiten Quartal erhalten. Nachdem das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) die Genehmigung für "Borkum Riffgrund II" erteilt hat, wurde hierfür Ende 2011 eine weitere Milestone-Forderung in Höhe von rund 6,0 Mio. Euro eingebucht.

Verkauft wurden im November 2011 die Rechte an dem Offshore-Windpark-Projekt "Nautilus II". Käufer ist die SSP Technology Holding ApS. Das Offshore-Projekt wird in der Nordsee geplant und befindet sich noch in der Planungs- und Genehmigungsphase. Die SSP Technology Holding ApS, eine Gesellschaft des Ventizz Capital Funds IV, hat alle Anteile der Projektgesellschaft "PNE WIND Nautilus II GmbH" übernommen. Die PNE WIND AG wird das Offshore-Projekt als Dienstleister bis zum Erhalt der Genehmigung weiterentwickeln und beim Erreichen festgelegter Fortschritte in der Projektentwicklung am Erfolg partizipieren. Das Offshore-Windpark-Projekt "Nautilus II" wird für 80 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 7 MW je Anlage geplant. Das Projektgebiet befindet sich in der Nordsee innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftszone der Bundesrepublik Deutschland rund 180 Kilometer nordwestlich von Helgoland. Mit dem Erreichen der Genehmigung wird im Jahr 2013 gerechnet.

Insgesamt bearbeitete der Offshore-Bereich der PNE WIND AG zum Stichtag 31. Dezember 2011 sechs eigene Windpark-Projekte in verschiedenen Phasen der Projektentwicklung und ist als Dienstleister bei drei weiteren Offshore-Projekten tätig. Die eigenen Projekte "Gode Wind I" und "Gode Wind II" sind bereits vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt. Die weiteren vier eigenen Offshore-Projekte befinden sich in der Planungs- und Antragsphase. Nach dem gegenwärtigen Planungsstand können in diesen eigenen Windparks insgesamt bis zu 393 Windenergieanlagen errichtet werden. Maßgeblich für die genaue Zahl ist unter anderem die Nennleistung der auszuwählenden Anlagen, die zwischen 3 und 7 MW betragen kann. Insgesamt liegt die geplante realistische Nennleistung der sechs eigenen Offshore-Projekte bei bis zu 2.141 MW und zusätzlich bei den von uns beratenen Projekten bei bis zu 1.186 MW.

Segment Stromerzeugung

Im Segment Stromerzeugung sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Erzeugung von Elektrizität aus erneuerbaren Energien befasst sind. Dieser Bereich beinhaltet unter anderem die von der PNE WIND AG selbst betriebenen Windparks "Altenbruch II" und "Laubuseschbach" sowie die PNE Biomasse GmbH, die per Geschäftsbesorgungsvertrag das Personal für das Holzheizkraftwerk in Silbitz stellt, welches ebenfalls in diesem Segment erfasst wird. Außerdem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Onshore-Windpark-Projekte umgesetzt werden sollen.

Bis zum erfolgreichen Verkauf von Windparks und der Übergabe an die Betreiber werden im Segment Stromerzeugung im Rahmen der Segmentberichterstattung laufende Einnahmen dieser Windparks ausgewiesen.

Das Segment Stromerzeugung hat im Geschäftsjahr 2011 das Vorjahres-EBIT (ca. 1,8 Mio. Euro) ausweisen können, obwohl der Stillstand des Holzheizkraftwerkes Silbitz aufgrund eines Schadens an der Turbine und dem Generator eine negative EBIT-Auswirkung in Höhe von ca. -1,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahres-EBIT von Silbitz hatte. Dieser negative Effekt beim HKW Silbitz wurde durch das positive Betriebsergebnis des im Eigenbetrieb betriebenen Windparks "Altenbruch II" kompensiert. Durch das Windangebot im Verlauf des Jahres 2011 gegenüber dem Verlauf 2010 erzielte der Windpark "Altenbruch II" ein gegenüber dem Vorjahr um 1,1 Mio. Euro höher liegendes EBIT. Das Windangebot betrug 2011 je nach Standort zwischen 90 und 100 Prozent des langjährigen Mittelwertes.

6. Umsatz und Ertragslage

Die im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS und für die PNE WIND AG sowie deren Tochtergesellschaften auf handelsrechtlicher Ebene (HGB) ermittelt und dargestellt.

Der PNE WIND AG-Konzern erzielte gemäß IFRS im Geschäftsjahr 2011 eine Gesamtleistung von 53,9 Mio. Euro (im Vorjahr 80,0 Mio. Euro). Davon entfallen 48,6 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr 65,6 Mio. Euro), 2,2 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr 1,7 Mio. Euro) sowie 3,1 Mio. Euro (im Vorjahr 12,7 Mio. Euro) auf sonstige betriebliche Erlöse.

Konzernkennzahlen

2011 2010
53,9 80,0
48,6 65,6
0,1 9,5
-4,9 5,4
-3,9 7,9

Von der Gesamtleistung im Konzern entfielen auf die PNE WIND AG 31,1 Mio. Euro (im Vorjahr 79,2 Mio. Euro). Die Gesamtleistung der PNE WIND AG setzt sich aus Umsatzerlösen in Höhe von 18,0 Mio. Euro (im Vorjahr 71,9 Mio. Euro), aus Bestandsveränderungen in Höhe von -1,8 Mio. Euro (im Vorjahr -0,8 Mio. Euro) und aus sonstigen betrieblichen Erlösen in Höhe von 14,9 Mio. Euro (im Vorjahr 8,1 Mio. Euro) zusammen. Die wesentlichen Umsätze resultierten bei der PNE WIND AG aus Dienstleistungsabrechnungen für die im Konzern entwickelten Offshore-Projekte, die Dienstleistungen im Rahmen der SDL-Fähigkeitserstellung von Onshore-Projekten sowie die Umsetzung des Windparks "Kemberg II". Die sonstigen betrieblichen Erlöse setzen sich bei der PNE WIND AG im Wesentlichen aus den weiteren Kaufpreisforderungen aus den Beteiligungsverkäufen an der PNE2 Riff I GmbH und PNE2 Riff II GmbH aus dem Jahr 2009 (in Summe 12,6 Mio. Euro), den Auflösungen von Wertberichtigungen (0,9 Mio. Euro), der Auflösung von Rückstellungen (0,7 Mio. Euro), Mieterlösen und sonstigen Erträgen wie z.B. Gutschriften, Weiterberechnungen, Auflösung des Investitionszuschusses und Erträgen aus dem Sachbezug für Kfz-Nutzung zusammen. Die auf Einzelabschlussebene der PNE WIND AG ausgewiesenen Verkaufserlöse "Riff I und II" werden im Konzern als Umsätze ausgewiesen, da sich der Verkauf aus Konzernsicht nach IFRS als Veräußerung eines Projekts im Rahmen des operativen Geschäfts darstellt, wohingegen die Veräußerung der Anteile an den Gesellschaften auf Gesellschaftsebene der PNE WIND AG nach HGB als Beteiligungsveräußerung dargestellt wird.

Bei den im Konzern konsolidierten Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2011 die wesentlichenUmsätze aus Managementvergütung und Serviceleistungen inHöhe von 3,6 Mio. Euro (im Vorjahr 3,8 Mio. Euro), aus Umspannwerknutzungsentgelt und Dienstleistungen zur SDL-Fähigkeitserstellung von Onshore-Projekten in Höhe von 3,6 Mio. Euro (im Vorjahr 1,6 Mio. Euro) und aus Stromverkaufserlösen in Höhe von 9,1 Mio. Euro (im Vorjahr 8,3 Mio. Euro) erzielt.

Verglichen mit dem Vorjahr spiegelt sich die Veränderung in der operativen Geschäftstätigkeit des Konzerns ebenfalls in den Aufwandspositionen wider. Aufgrund der geringeren Anzahl von umgesetzten Windparks ging der Materialaufwand von 42,7 Mio. Euro auf nunmehr rund 28,7 Mio. Euro zurück. Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf 11,5 Mio. Euro und erhöhte sich damit im Vergleich zum Wert der Vorjahresperiode (10,2 Mio. Euro). Ein Grund hierfür ist die per 31. Dezember 2011 im Konzern auf 180 Personen gestiegene Zahl der Mitarbeiter (per 31. Dezember 2010: 159 Mitarbeiter).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Konzern in Höhe von 8,5 Mio. Euro (im Vorjahr 12,7 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen oder sonstige Vermögenswerte 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr 0,3 Mio. Euro), Rechts- und Beratungskosten 2,0 Mio. Euro (im Vorjahr 2,5 Mio. Euro), Werbe- und Reisekosten 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr 1,2 Mio. Euro), Reparatur und Instandhaltungsaufwand im Wesentlichen bei "Altenbruch II" und "Silbitz" 1,1 Mio. Euro (im Vorjahr 0,5 Mio. Euro) sowie Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen 1,5 Mio. Euro (im Vorjahr 1,2 Mio. Euro). Im Wesentlichen sind die niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber dem Vorjahr auf rückläufige Vorlaufkosten im Ausland (rund 0,9 Mio. Euro) und nicht angefallene Kapitalbeschaffungskosten (rund 0,6 Mio. Euro) zurückzuführen.

Die Abschreibungen blieben mit 5,1 Mio. Euro auf Vorjahresniveau (im Vorjahr 5,0 Mio. Euro). Im Wesentlichen sind die Abschreibungen auf den im Eigenbetrieb befindlichen Windpark "Altenbruch II" und das Holzheizkraftwerk "Silbitz" angefallen.

Im Konzern und auf Gesellschaftsebene der PNE WIND AG fielen im Geschäftsjahr 2011 Ertragsteuern nur in sehr geringem Umfang an. Dies resultiert im Wesentlichen aus der Realisierung von steuerfreien Veräußerungsgewinnen bei der PNE WIND AG sowie sonstigen steuerfreien Erträgen. Weiterhin hat die PNE WIND AG erhebliche Verlustvorträge (ca. 102 Mio. Euro), welche mit laufenden Gewinnen verrechnet wurden bzw. werden können. Darüber hinaus bestehen weder auf Ebene der Einzelabschlüsse, noch auf Konzernebene wesentliche Differenzen zwischen Handels- /IFRSund Steuerbilanz, so dass latente Steuern ebenfalls nur in geringem Umfang angefallen sind.

Auf Konzernebene wurde im Geschäftsjahr 2011 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr 9,5 Mio. Euro), und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) in Höhe von -4,9 Mio. Euro (im Vorjahr 5,4 Mio. Euro) erzielt. Das Konzern-Ergebnis nach Minderheitenanteilen belief sich auf -3,9 Mio. Euro (im Vorjahr 7,9 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,09 Euro (im Vorjahr 0,17 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie auf -0,04 Euro (im Vorjahr 0,16 Euro).

Die PNE WIND AG wies im Geschäftsjahr 2011 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 1,7 Mio. Euro (im Vorjahr 4,0 Mio. Euro) und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 0,3 Mio. Euro (im Vorjahr 3,2 Mio. Euro) aus.

Im Einzelabschluss der PNE WIND AG belief sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2011 auf 8,1 Mio. Euro (im Vorjahr 7,3 Mio. Euro).

Aufgrund des negativen Geschäftsergebnisses erhöhte sich der Bilanzverlust im Konzern im Berichtszeitraum auf -14,0 Mio. Euro (im Vorjahr -8,2 Mio. Euro). Zum 31. Dezember 2011 belief sich der Bilanzgewinn der PNE WIND AG auf 2,5 Mio. Euro (im Vorjahr 4,1 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss der PNE WIND AG belief sich auf 0,2 Mio. Euro (im Vorjahr 4,1 Mio. Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie der Einzelgesellschaft lag bei 0,00 Euro (im Vorjahr 0,09 Euro) und das verwässerte Ergebnis je Aktie der Einzelgesellschaft bei 0,03 Euro (im Vorjahr 0,09 Euro).

Die Ergebnisse des Konzerns und der PNE WIND AG entsprechen angesichts der Aufwendungen für die Projektentwicklung im In- und Ausland und der erfolgten Zahlungen aus den Offshore-Projekten "Borkum Riffgrund" I und II den Erwartungen des Vorstandes.

7. Finanzlage/Liquidität

Die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2011 positiv entwickelt. Zum 31. Dezember 2011 stand den Konzernunternehmen eine Liquidität inkl. Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 39,3 Mio. Euro (im Vorjahr 49,6 Mio. Euro, davon 0,2 Mio. Euro verpfändet) zur Verfügung, die in Höhe von 1,0 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist.

Im Konzern bestanden zum 31. Dezember 2011 keine Kontokorrentkreditlinien.

Cash Flow
in Mio. Euro 2011 2010
Cash Flow aus
laufender Geschäfts
tätigkeit
-1,4 -7,7
Cash Flow aus
Investitionstätigkeit
-14,1 -16,6
Cash Flow aus
Finanzierungstätigkeit
-4,2 21,9
Finanzmittelfonds am
Ende der Periode
19,4 39,2

Der in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -1,4 Mio. Euro (im Vorjahr -7,7 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt von der zum Jahresende 2011 entstandenen Forderung gegen DONG Energy wegen dem Genehmigungserhalt für das Offshore Projekt "Borkum Riffgrund II".

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit zum Ende des Berichtszeitraum hat einen Saldo in Höhe von -14,1 Mio. Euro (im Vorjahr -16,6 Mio. Euro). Im Berichtszeitraum wurden Investitionen in Höhe von 16,8 Mio. Euro (im Vorjahr 16,6 Mio. Euro) getätigt. Dabei entfiel der größte Teil auf die Weiterentwicklung von Offshore-Projekten in Höhe von 9,7 Mio. Euro. Die Finanzierung der Investitionen erfolgte durch eigene Mittel.

Im Berichtszeitraum war der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -4,2 Mio. Euro (im Vorjahr 21,9 Mio. Euro) im Wesentlichen durch die Tilgung und den Abgang von Kreditverbindlichkeiten in Höhe von -5,5 Mio. Euro, bei gleichzeitiger Inanspruchnahme einer Zwischenfinanzierung für das Projekt Kemberg II in Höhe von 3,0 Mio. Euro, und der ausgeschütteten Dividende für das Geschäftsjahr 2010 in Höhe von 1,8 Mio. Euro gekennzeichnet.

Durch die Wandlung von Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2010/2014 im Volumen von nominal 4.700 wurden im Berichtszeitraum weitere 2.134 neue Aktien ausgegeben.Damit betrug zum Stichtag 31. Dezember 2011 das Grundkapital der Gesellschaft 45.777.960 Euro.

Zum Stichtag 31. Dezember 2011 verfügte der Konzern über Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt 19,4 Mio. Euro (Vorjahr: 39,2 Mio. Euro).

Der PNE WINDAG stand zum 31.Dezember 2011 eine Liquidität inHöhe von 16,0 Mio. Euro (im Vorjahr 34,9 Mio. Euro, davon 0,2 Mio. Euro verpfändet) zur Verfügung, die in Höhe von 1,0 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist.

Weitere Informationen zur Liquiditätssituation und der finanziellen Lage des Konzerns sowie der PNE WIND AG finden sich in den jeweiligen Tabellen zur Kapitalflussrechnung im Anschluss an diesen Lagebericht.

8. Vermögenslage

a) Konzern

Aktiva (in Mio. EUR) 31.12.2011 31.12.2010
Immaterielle Vermögenswerte 39,8 40,0
Sachanlagen 93,8 85,2
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 0,2 0,2
Latente Steuern 0,7 1,0
Vorräte 14,1 12,8
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 24,3 21,7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19,4 39,2
Bilanzsumme 192,3 200,2

ZumStichtag betrug dieKonzern-Bilanzsumme derPNE WINDAGinsgesamt rund 192,3 Mio.Euro. Damit verringerte sich der Wert um rund 4 Prozent im Vergleich zum 31. Dezember 2010. Die langfristigen Vermögenswerte nahmen insgesamt von rund 126,4 Mio. Euro zum Jahresende 2010 auf aktuell 134,5 Mio. Euro zu. Zum 31. Dezember 2011 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 39,8 Mio. Euro und veränderten sich somit nur geringfügig zum Wert von 40,0 Mio. Euro zum 31. Dezember 2010. Die mit Abstand größten Einzelposten dieser Position sind dabei der Firmenwert des Segments Projektierung Windkraft in Höhe von 20,0 Mio. Euro und die im Geschäftsjahr 2010 mit der Erstkonsolidierung der PNE Gode Wind I GmbH eingebrachten Projektrechte in Höhe von 17,4 Mio. Euro. Im selben Zeitraum erhöhten sich die Sachanlagen um rund 8,6 Mio. Euro auf 93,8 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 85,2 Mio. Euro). Hierunter fallen im Wesentlichen Grundstücke und Bauten (13,6 Mio. Euro), im Besitz befindliche Umspannwerke (7,7 Mio. Euro), Anlagen im Bau aus den Projekten "Gode Wind I" (6,7 Mio. Euro), "Gode Wind II" (13,8 Mio. Euro) und den weiteren Offshore-Projekten "Nautilus", "Nemo" und "Jules Verne" (3,9 Mio. Euro), dem Onshore Projekt Kemberg II (5,2 Mio. Euro) sowie die technischen Anlagen und Maschinen des Windparkprojekts Altenbruch II (33,9 Mio. Euro) und des Holzheizkraftwerks Silbitz (6,9 Mio. Euro inklusive Grundstück und Bauten in Höhe von 3,2 Mio. Euro).

Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum eine Verminderung von 73,7 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 57,8 Mio. Euro per 31. Dezember 2011 zu verzeichnen. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte erhöhten sich von rund 21,7 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf rund 24,3 Mio. Euro. Davon stammen 12,2 Mio. Euro aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2010: 11,7 Mio. Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen Begründet in der Forderung aus dem Beteiligungsverkauf PNE2 Riff II GmbH (rund 6,0 Mio. Euro). Die Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung in Höhe von 8,9 Mio. Euro erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2010 (1,3 Mio. Euro).

Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen erhöhten sich von 10,4 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 12,6 Mio. Euro.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente betrugen 19,4 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011 (per 31. Dezember 2010: 39,2 Mio. Euro).

Passiva (in Mio. EUR) 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital 74,7 81,7
Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand 1,1 1,2
Rückstellungen 1,9 2,6
Langfristige Verbindlichkeiten 72,9 76,2
Kurzfristige Verbindlichkeiten 34,3 30,5
Abgegrenzte Umsatzerlöse 7,4 8,0
Bilanzsumme 192,3 200,2

Auf der Passivseite verringerte sich das Konzerneigenkapital von 81,7 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 74,7 Mio. Euro zum 31. Dezember 2011. Bedingt war diese Entwicklung durch das negative Ergebnis des Konzerns. Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2011 ca. 39 Prozent (per 31. Dezember 2010: ca. 41 Prozent) und die Fremdkapitalquote ca. 61 Prozent (per 31. Dezember 2010: ca. 59 Prozent). Im Wesentlichen durch planmäßige Kredittilgungen veränderten sich die langfristigen Verbindlichkeiten von 76,2 Mio. Euro auf rund 72,9 Mio. Euro. Die Position besteht hauptsächlich aus Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 72,5 Mio. Euro. Darunter fallen die Verbindlichkeiten gegenüber den Wandelanleihegläubigern in Höhe von 28,5 Mio. Euro (ein Teil der Wandelanleihe wird nach IFRS als Eigenkapital dargestellt) und die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Volumen von 36,3 Mio. Euro. Im Wesentlichen sind in den Kreditverbindlichkeiten die Projektfinanzierungen des Windparks "Altenbruch II" (27,9 Mio. Euro) und des Holzheizkraftwerks (HKW) Silbitz (4,0 Mio. Euro) sowie die Finanzierung des Gebäudes der Gesellschaft am Unternehmenssitz in Cuxhaven (4,0 Mio. Euro) enthalten.

Am 31. Dezember 2011 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG 45.777.960 Stück. Die Erhöhung gegenüber dem 31. Dezember 2010 (45.775.826 Stück) ergibt sich aus der Wandlung von Wandelschuldverschreibungen im Verlauf des Jahres 2011.

Entwicklung der kurz- und
langfristigen Verbindlichkeiten
in Mio. Euro
2011
2010
2009
Verbindlichkeiten
kurzfristig 34,3 30,5 59,3
72,9
76,2
32,9
langfristig

Die PNE WIND AG hat den an der Betreiber-Gesellschaft des HKW Silbitz beteiligten Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurück zu erwerben. Aufgrund dieser Zusage wird unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten eine abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit zum 31. Dezember 2011 in Höhe von 5,0 Mio. Euro ausgewiesen. Zudem hat die PNE WIND AG den Kommanditisten der HKW Silbitz GmbH & Co. KG eine Ausschüttungsgarantie bis 2016 angeboten, welche mit einem abgezinsten Wert von 1,3 Mio. Euro in den Rückstellungen bilanziert ist.

Im Geschäftsjahr 2011 erhöhten sich die kurzfristigen Verbindlichkeiten geringfügig von 30,5 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 34,3 Mio. Euro. Obwohl im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von 8,0 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 6,5 Mio. Euro und die Steuerverbindlichkeiten von 2,4 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 0,5 Mio. Euro reduziert wurden, stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten an, da sich im Wesentlichen die Verbindlichkeiten aus langfristiger Auftragsfertigung im selben Zeitraum von 0,2 Mio. Euro (31. Dezember 2010) auf 6,9 Mio. Euro erhöhten. Unter Berücksichtigung der liquiden Mittel betrug die Nettoverschuldung am 31. Dezember 2011 somit 54,4 Mio. Euro (31. Dezember 2010: 36,7 Mio. Euro).

b) PNE WIND AG

Aktiva (in Mio. EUR) 31.12.2011 31.12.2010
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,1 0,2
Sachanlagen 13,5 14,7
Finanzanlagen 27,3 26,7
Vorräte 8,3 6,7
Forderungen und sonstige Aktiva 56,2 42,9
Flüssige Mittel 16,0 34,9
Bilanzsumme 121,4 126,1

Das Anlagevermögen setzt sich zusammen aus den immateriellen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,1 Mio. Euro (im Vorjahr 0,2 Mio. Euro), den Sachanlagen in Höhe von 13,5 Mio. Euro (im Vorjahr 14,7 Mio. Euro) und den Finanzanlagen in Höhe von 27,3 Mio. Euro (im Vorjahr 26,7 Mio. Euro). Die Veränderungen bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen beruhen im Wesentlichen auf den planmäßig vorgenommenen Abschreibungen. Die Finanzanlagen haben sich im Wesentlichen aufgrund einer Erhöhung der Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 0,5 Mio. Euro, gegenüber dem 31. Dezember 2010 um 0,6 Mio. Euro unwesentlich erhöht.

Das Umlaufvermögen setzt sich zusammen aus unfertigen Leistungen in Höhe von 3,3 Mio. Euro (im Vorjahr 5,0 Mio. Euro), geleisteten Anzahlungen in Höhe von 5,0 Mio. Euro (im Vorjahr 1,7 Mio. Euro) und Forderungen und sonstige Aktiva in Höhe von 56,2 Mio. Euro (im Vorjahr 42,9 Mio. Euro). Davon entfallen wiederum 2,8 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (im Vorjahr 9,6 Mio. Euro), auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 46,7 Mio. Euro (im Vorjahr 26,5 Mio. Euro) und 6,3 Mio. Euro (im Vorjahr 6,8 Mio. Euro) auf sonstige Vermögensgegenstände. Im Wesentlichen betreffen die sonstigen Vermögensgegenstände die Forderung aus dem Beteiligungsverkauf an der PNE2 Riff II GmbH aus dem Jahr 2009 für den Erhalt der Genehmigung in Höhe von rund 6,0 Mio. Euro.

Die Barmittel beliefen sich in der Einzelgesellschaft zum 31. Dezember 2011 auf 16,0 Mio. Euro (im Vorjahr: 34,9 Mio. Euro).

Passiva (in Mio. EUR) 31.12.2011 31.12.2010
Eigenkapital 67,9 69,5
Sonderposten für Investitionszuschüsse 1,1 1,2
Rückstellungen 7,0 8,6
Verbindlichkeiten 45,3 46,7
Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 0,1
Bilanzsumme 121,4 126,1

Das Eigenkapital der PNE WIND AG gemäß HGB-Rechnungslegung belief sich zum Stichtag 31. Dezember 2011 auf 67,9 Mio. Euro (im Vorjahr 69,5 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote der PNE WIND AG betrug zum 31. Dezember 2011 ca. 56 Prozent (per 31. Dezember 2010 ca. 55 Prozent) und die Fremdkapitalquote ca. 44 Prozent (per 31. Dezember 2010 ca. 45 Prozent).

Am 31. Dezember 2011 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der PNE WIND AG 45.777.960 Stück. Die Erhöhung gegenüber dem 31. Dezember 2010 (45.775.826 Stück) ergibt sich aus der Wandlung von Wandelschuldverschreibungen im Verlauf des Jahres 2011.

Die wesentlichen Positionen auf der Passivseite betreffen die Verbindlichkeiten in Höhe von 45,3 Mio. Euro (im Vorjahr 46,7 Mio. Euro). Diese gliedern sich im Wesentlichen auf in die Wandelanleihe 2009/2014 in Höhe von 3,8 Mio. Euro und die Wandelanleihe 2010/2014 in Höhe von 26,0 Mio. Euro, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4,3 Mio. Euro (im Vorjahr 4,9 Mio. Euro), erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 2,5 Mio. Euro (im Vorjahr 0,0 Mio. Euro) und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro (im Vorjahr 3,8 Mio. Euro).

Die Rückstellungen umfassen eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 1,2 Mio. Euro (per 31. Dezember 2010: 1,4 Mio. Euro). Diese wurde vorsorglich mit Bezug auf einen Holzliefervertrag für das Holzheizkraftwerk Silbitz gebildet. In diesem Vertrag hat sich die PNE WIND AG verpflichtet, Holz zu festgelegten Konditionen zu liefern, die zu Verlusten führen können. Die weiteren wesentlichen Rückstellungen betreffen ausstehende Rechnungen in Verbindung mit Windparkprojekten in Höhe von 1,5 Mio. Euro (per 31. Dezember 2010: 1,7 Mio. Euro), eine Ausschüttungsgarantie an die Kommanditisten der HKW Silbitz GmbH & Co. KG, welche mit einem abgezinsten Wert von 1,3 Mio. Euro (per 31. Dezember 2010: 1,5 Mio. Euro) bilanziert ist, sowie Rückstellungen für variable Vergütungen der Vorstände und leitenden Mitarbeiter in Höhe von 1,0 Mio. Euro (per 31. Dezember 2010: 1,3 Mio. Euro).

9. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich folgende Transaktionen mit nahe stehenden Personen:

Die PNE WIND AG hat mit der net.curity InformationsTechnologien GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsrat Herr Rafael Vazquez Gonzalez ist, Beratungsverträge zur Erbringung von EDV-Dienstleistungen abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten daraus Transaktionen mit einem Volumen von netto 229.370,51 Euro. Die Geschäftsvorfälle entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern.

10. Vertrieb und Marketing

Der Vertrieb der Windpark-Projekte, die an Land errichtet werden, stützt sich weiterhin auf den Direktverkauf an Einzel- und Großinvestoren. Mit diesem Direktvertrieb hat die PNE WIND AG in den vergangenen Jahren positive Erfahrungen gemacht und wird diesen bewährten Weg daher auch künftig verfolgen. Zur Realisierung der Offshore-Windpark-Projekte ist weiterhin die Zusammenarbeit mit starken Partnern vorgesehen.

11. Entwicklung und Innovationen

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fanden im Konzern der PNE WIND AG im Berichtszeitraum nicht statt.

12. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums

Die PNE WIND AG hat im März 2012 die erste und zweite Zahlung aus dem Verkauf des Offshore-Windparkprojektes "Gode Wind II" in Höhe von 45,0 Mio. Euro nicht erhalten. Damit hat die HYSSING Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH, die von der dänischen Brancor Capital Partners APS unter Leitung von Kim Bangestrup gehalten wird, als Käufer die Voraussetzung für den Übergang der Anteile zum Bilanzstichtag nicht erfüllt und somit bleibt die PNE Gode Wind II GmbH zu 100 Prozent im Besitz der PNE WIND AG. Der Vertrag über den Verkauf der Windpark-Gesellschaft war am 29. Dezember 2011 geschlossen worden.

Am 20. Februar 2012 hat die LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH, Stuttgart, der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH an den Stimmrechten der PNE WIND AG am 20. Februar 2012 über alle ihre Sondervermögen hinweg die Schwelle von 3 Prozent überschritten hat und an diesem Tag 3,06 Prozent (1.400.000 Stimmrechte) betrug. Davon sind 3,06 Prozent (1.400.000 Stimmrechte) der LBBW Asset Management Investmentgesellschaft mbH nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Dabei handelt es sich um Stimmrechte der Baden-Württembergischen Versorgungsanstalt für Ärzte, Zahnärzte und Tierärzte, deren Stimmrechtsanteil an der PNE WIND AG mehr als 3 Prozent beträgt.

Kernkompetenzen

  • x Gute Vernetzung in die Branche
  • x Fachkompetenz durch qualifizierte Mitarbeiter
  • x Langjährige Erfahrung in der Windpark-Projektentwicklung
  • x Internationale Expansion mit erfahrenen Partnern vor Ort
  • x Nachwuchsförderung durch Ausbildungsplätze
  • x PNE WIND AG als Marke im Kerngeschäft der Windparkprojektierung
  • x Beitrag zur Energiewende durch ökologisch sinnvolle und ökonomisch richtige Stromerzeugung in der Zukunft

13. Immaterielle Unternehmenswerte

Der Erfolg bei der Entwicklung von Windpark-Projekten onshore und offshore basiert wesentlich auf dem Wissen und den Erfahrungen langjähriger Mitarbeiter sowie einer vertrauensvollen Zusammenarbeit mit allen an dem Projekt Beteiligten. Kreativität ist zur Lösung der vielfach komplexen Fragestellungen während der Entwicklungsphase eines Windparks häufig gefordert. Der Wert eines Windpark-Projektes, von dem dann wieder der unternehmerische Erfolg der PNE WIND AG abhängt, wird im Wesentlichen in der Planungsphase bis zur Genehmigung geschaffen. Hierzu können wir auf die Fähigkeiten und Erfahrungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zurückgreifen, die nicht nur über eine hervorragende Expertise in der Branche verfügen, sondern auch darüber hinaus sehr gut vernetzt sind.

So kann sichergestellt werden, dass in allen Phasen während der Entwicklung, Realisierung und Vermarktung von Windpark-Projekten auf hohe Fachkompetenz vertraut werden kann. Darüber hinaus legen wir Wert darauf, dass die Potenziale unserer Mitarbeiter durch eine effektive interne Organisation und ein hohes Maß an Eigenverantwortung optimal genutzt werden können. Regelmäßige Bewertungen der Mitarbeiter und ihrer Aufgaben ermöglichen es uns, leistungsorientiert und auf die jeweiligen Aufgaben speziell zugeschnittene Anforderungsprofile immer wieder anzupassen. Auf diese Weise können hohe Standards in den unterschiedlichen Aufgabenbereichen erreicht und gehalten werden. Durch die Sicherstellung der Qualifizierung unserer Mitarbeiter und die laufende Optimierung der Verfahrensprozesse soll unsere Expertise im Markt weiter gestärkt werden.

Aus der Praxis heraus haben wir langjährige Erfahrungen in der Projektentwicklung in Prozesse übergeführt, die es uns ermöglichen, zielgerichtet und intensiv von der Standortakquisition bis zur schlüsselfertigen Errichtung alle Phasen der Windpark-Projektierung erfolgreich abzuschließen.

Auch im Zuge der internationalen Expansion wissen wir um die große Bedeutung erfahrener Partner. Daher gilt der Grundsatz, dass wir nur dann in neue Märkte eintreten, wenn wir dies gemeinsam mit einheimischen und dort gut vernetzten Partnern machen können. Auch hier gilt der Grundsatz der fachlich-qualifizierten und von Vertrauen getragenen Zusammenarbeit mit den Projektpartnern und -beteiligten.

Wichtig ist auch die Pflege des in vielen Jahren aufgebauten Netzwerkes von Partnern und Unterstützern unseres Geschäftsmodells. Da die Windpark-Projektierung auf politischen Rahmenbedingungen basiert, sind diese eng in die Aktivitäten von Branchenverbänden eingebunden und pflegen den ständigen Dialog.

Mit der Ausbildung und Qualifizierung junger Menschen sichern wir Ausbildungsplätze und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung. In der Regel bleiben die jungen Mitarbeiter auch nach der Ausbildung im Unternehmen.

Um die Fokussierung auf das Kerngeschäft der Windparkprojektierung und die damit verbundene Kompetenz stärker im Markt zu dokumentieren, wird der Unternehmensname "PNE WIND AG" im Zuge kontinuierlichen Marketings zunehmend zu einer Marke entwickelt. Das Ziel ist es, national wie international unsere "Passion for Energy" noch intensiver nach außen zu dokumentieren und damit den Wert der Marke zu steigern.

Mit den von uns projektierten und betriebenen Windparks leisten wir einen erheblichen Beitrag zur Verminderung von klimaschädlichen Abgasen. Allein der Windpark "Altenbruch II" vermeidet die Emission von jährlich rund 38.000 Tonnen Kohlendioxid, 197 Tonnen Schwefeldioxid sowie 49 Tonnen Stickoxid. Die Stromerzeugung aus Windenergie leistet jedoch nicht nur positive Umweltbeiträge sondern trägt auch dazu bei, die begrenzten Vorräte fossiler Energieträger zu schonen, denn diese sind viel zu wertvoll, um einfach verbrannt zu werden. Volkswirtschaftlich wirkt sich positiv aus, dass die Stromerzeugung dezentral erfolgt und damit teure Importe von Energieträgern vermindert und vermieden werden. Die Wertschöpfung findet dort statt, wo Strom aus Windenergie erzeugt wird. Somit sichern die von uns projektierten und in Betrieb genommenen Windparks eine ökologisch sinnvolle und ökonomisch richtige Stromerzeugung in der Zukunft.

14. Chancen- und Risikobericht

Allgemeine Faktoren

Der Konzern und mit ihm die konsolidierten Einzelgesellschaften sind durch die Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die nicht vom unternehmerischen Handeln zu trennen sind. Durch das interne Risikomanagementsystem minimiert die Gesellschaft die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken und geht sie nur dann ein, wenn ein entsprechender Mehrwert für das Unternehmen bei beherrschbarem Risiko geschaffen werden kann. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. Aufbauend auf der Analyse der Kernprozesse erfolgt eine Bewertung der erfassten Risiken. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig.

Ausgewählte Risiken

  • x (Nicht-)Genehmigung von Projekten
  • x Zeitliche Verzögerungen bei der Projektumsetzung
  • x Verstärkter Wettbewerb um Windpark-Standorte
  • x Finanzierung neuer Windpark-Projekte
  • x Lieferung neuer Windenergieanlagen
  • x Mittel- und langfristig: Währungsrisiken
  • x Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im In- und Ausland
  • x Rechtliche Risiken
  • x Mögliche Änderungen von Steuergesetzgebungen im In- und Ausland

Risiken aus operativer Tätigkeit

Ein wesentliches Risiko ist das Genehmigungsrisiko von Projekten. Bei zeitlichen Verzögerungen der Genehmigungen können sich Verschiebungen in den Liquiditätsflüssen, höhere Anzahlungserfordernisse und Ausfälle von geplanten Mittelrückflüssen ergeben. Außerdem können Projekte in diesen Fällen unwirtschaftlich werden, was zu Ausbuchungen von bereits aktivierten unfertigen Erzeugnissen führen kann. Neben dem Vorratsvermögen kann dieses Risiko auch die Werthaltigkeit der Forderungen betreffen. Sollten sich die Offshore-Projekte nicht realisieren lassen, hätte dies zur Folge, dass Ausbuchungen von Anlagevermögen vorgenommen werden müssten. Die operativen Chancen in der Projektierung von Windparks können jedoch nur realisiert werden, wenn solche unternehmerischen Risiken in Kauf genommen werden.

Zeitliche Verzögerungen können sich in der Projektumsetzung unter anderem wegen des ungewissen Zeitpunkts der Erteilung von Genehmigungen und Netzanschlusszusagen, möglicher Klagen gegen bereits erteilte Genehmigungen, der rechtzeitigen Verfügbarkeit von Windenergieanlagen oder der rechtzeitigen Verfügbarkeit sonstiger für die Errichtung eines Windparks erforderlicher Voraussetzungen und Komponenten ergeben. Durch ein umfangreiches Projektcontrolling versucht die Gesellschaft, diesen komplexen Anforderungen zeitgerecht Rechnung zu tragen.

Die Zahl der für die Errichtung von Windkraftanlagen geeigneten Standorte in Deutschland ist begrenzt. Dies kann in Zukunft zu einem verstärkten Wettbewerb um diese Standorte und damit erhöhten Akquisitionskosten führen.

Im Zuge der Projektrealisierung bleibt die Gesellschaft darauf angewiesen, den aus zukünftig entstehenden oder zukünftig fällig werdenden Verbindlichkeiten resultierenden Kapitalbedarf zu decken. Außerdem könnte weiterer Kapitalbedarf entstehen, wenn und soweit die PNE WIND AG aus von ihr gegebenen Bürgschaften oder vergleichbaren Zusagen in Anspruch genommen werden sollte oder sich sonstige in diesem Abschnitt beschriebene Risiken realisieren sollten.

Ein Risiko für die künftige Entwicklung liegt – wie bei allen Unternehmen, die Windparks projektieren – im Bereich der Finanzierung und des Vertriebs von Windpark-Projekten. Um dem zu begegnen, hat die PNE WIND AG bereits seit mehreren Jahren auf den Vertriebsweg "Einzel- und Großinvestoren" gesetzt. Negative Auswirkungen steigender Zinssätze auf die Projektvermarktung können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da steigende Zinsen eine Erhöhung der Projektkosten zur Folge haben.

Risiken für die Projektrealisierung können sich bei einer Finanzkrise und daraus resultierender Zurückhaltung von Banken bei der Projektfinanzierung ergeben. Allerdings setzt die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) das von der Bundesregierung beschlossene Programm um, mit dem 5 Mrd. Euro für die ersten zehn deutschen Offshore-Windpark-Projekte zur Verfügung gestellt werden.

Risiken der Finanzierung bestehen auf Seiten der Partnerunternehmen auch für die Offshore-Windpark-Projekte. Je nach Projektfortschritt stehen der PNE WIND AG noch Zahlungen für das Projekt "Borkum Riffgrund II" und "Nautilus II" zu. Die Käufer der Projekteanteile haben bisher noch keine Entscheidungen, die Projekte bauen zu wollen, getroffen. Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die endgültigen Entscheidungen getroffen werden, die Projekte zu realisieren. Ein Scheitern eines oder mehrerer Projekte hätte erhebliche Auswirkungen auf die künftige Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der PNE WIND AG, da die PNE WIND AG zukünftige geplante Zahlungen nicht mehr erhalten würde.

Für die Projekte "Gode Wind" I und II, an denen die PNE WIND AG alle Anteile hält, wird die PNE WIND AG – wie bei anderen Windpark-Projekten auch – nach einem finanzkräftigen Projekt-Partner suchen oder andere Finanzierungsmöglichkeiten schaffen. Es kann auch hier nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die Finanzierung tatsächlich sichergestellt werden kann.

Angesichts der seit 2009 verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen für Offshore-Windparks in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone sowie der günstigen Lage der Projekte in Bezug auf die jeweilige Landentfernung und die Wassertiefe, schätzt die PNE WIND AG die Realisierungschancen der genehmigten Offshore-Projekte nach wie vor als hoch ein.

Bei allen von der PNE WIND AG im Geschäftsbereich Windkraft Offshore projektierten Offshore-Windparks ist es von großer Bedeutung, einen kapitalkräftigen Investor zu gewinnen, da die Realisierung eines Offshore-Windparks mit sehr hohen Investitionskosten verbunden ist.

Ein Lieferantenrisiko im Bereich Windenergieanlagen ergibt sich aus der starken weltweiten Nachfrage im Verhältnis zu den vorhandenen Kapazitäten. Trotz eines raschen Ausbaus der Kapazitäten bei den Herstellern von Windenergieanlagen können Lieferengpässe bei steigender internationaler Nachfrage nicht ausgeschlossen werden. Solche Lieferengpässe könnten zu verzögerter Realisierung von Windpark-Projekten führen. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf den möglichst frühzeitigen Abschluss von Lieferverträgen mit namhaften Herstellern von Windenergieanlagen sowie Zulieferern (z.B. Fundamente) und die Vereinbarung der fristgerechten Lieferung.

Aus den Projekten im internationalen Bereich können sich mittel- und langfristig Währungsrisiken ergeben. Im operativen Bereich resultieren Fremdwährungsrisiken vorrangig daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden. Im Investitionsbereich können sich Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ergeben. Es ist geplant, die Absicherung wesentlicher konzernexterner Fremdwährungsgeschäfte durch Währungssicherungsgeschäfte vorzunehmen.

Aus dem Risiko von langfristigen Darlehensverpflichtungen und daraus bestehenden Zinszahlungen werden zur Absicherung in Einzelfällen Zinssicherungsgeschäfte (SWAPs) abgeschlossen, welche bei negativer Zinsentwicklung zu einer zusätzlichen Liquiditätsbelastung für die Gesellschaft werden können.

Politische Risiken/Marktrisiken

Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde insbesondere eine plötzliche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland oder den Auslandsmärkten zählen. In Deutschland sind Verschlechterungen jedoch mittelfristig nicht zu befürchten, da der Deutsche Bundestag Ende Juni 2011 die Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) beschloss, die per 1. Januar 2012 in Kraft tritt. Die nächste Novellierung ist 2015 auf Basis des Erfahrungsberichtes, den die Bundesregierung dem Bundestag 2014 vorlegen muss, zu erwarten. Damit besteht in den kommenden Jahren Planungssicherheit für Windpark-Projekte onshore und offshore sowie für das Repowering von Windparks.

Die politischen Risiken und die Marktrisiken im Ausland können Auswirkungen auf die geplanten Projektumsetzungen in den nächsten Jahren haben. Die PNE WIND AG und ihre Tochtergesellschaften beobachten die aktuellen Marktentwicklungen im Ausland intensiv, um mögliche Veränderungen der Marktlage oder der politischen Ausrichtung frühzeitig erkennen und rechtzeitig Maßnahmen einleiten zu können.

Rechtliche Risiken

Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Der Vorstand schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht derzeit davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden. Dazu zählen auch Risiken aus noch nicht rechtskräftig abgeschlossenen Verfahren.

Entfallen ist 2011 das Risiko aus dem Verfahren um die SSP Technology A/S, da die SSP Technology Holding ApS, eine Gesellschaft der Ventizz Gruppe, ihre Berufung gegen das klageabweisende Urteil des Landgerichts Stade vom 7. Oktober 2010 zurückgenommen hat und dieses Urteil damit rechtskräftig wurde.

Steuerliche Risiken

Die PNE WIND AG und ihre Tochtergesellschaften sind derzeit in acht Ländern der Welt tätig und unterliegen damit vielfältigen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen in diesen Bereichen können zu einem höheren Steueraufwand und zu höheren Steuerzahlungen führen. Außerdem können Änderungen der steuerlichen Gesetze und Regelungen auch Einfluss auf unsere Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten sowie aktiven und passiven latenten Steuern haben. Wir agieren in Ländern mit komplexen steuerlichen Regelungen, die unterschiedlich ausgelegt werden könnten. Zukünftige Auslegungen und Entwicklungen steuerlicher Gesetze und Regelungen könnten unsere Steuerverbindlichkeiten, Rentabilität und unseren Geschäftsbetrieb beeinflussen. Um diese Risiken zu minimieren, wird konzernübergreifend laufend mit länderspezifischen Steuerberatern zusammengearbeitet und die aktuelle Steuersituation analysiert.

Zurzeit findet eine körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Außenprüfung der wesentlichen inländischen Gesellschaften der Gruppe der PNE WIND AG für die Veranlagungszeiträume vom 1. Januar 2006 bis einschließlich 31. Dezember 2010 statt. Bei steuerlichen Außenprüfungen besteht immer das Risiko, dass sich die Ergebnisse der Außenprüfung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einer Gesellschaft in zukünftigen Jahres- und Konzernabschlüssen auswirken.

Chancen

Als Projektierer von Onshore- und Offshore-Windparks agiert die PNE WIND AG in einem attraktiven Wachstumsmarkt. Unabhängige Studien gehen aufgrund der Endlichkeit der fossilen Energieträger, dem Zwang zur Reduktion von Klimaschadstoffen sowie dem Bedarf an sicheren Energiequellen von hohen Zuwachsraten der Windkraft in den kommenden Jahren aus. Die PNE WIND AG verfügt dabei aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Markt über die Voraussetzungen, um von dieser Entwicklung langfristig zu profitieren.

Besondere Chancen liegen im Auslandsengagement der Gesellschaft. So hat die PNE WIND AG ihre Geschäftstätigkeit bereits auf attraktive Wachstumsmärkte ausgedehnt. Dabei erfolgt die Expansion pri-

mär in Länder mit stabilen politischen Rahmenbedingungen und mit verlässlichen, dem deutschen EEG vergleichbaren Förderregeln. Um die jeweiligen örtlichen Bedingungen hinreichend zu berücksichtigen, erfolgt der Markteintritt dabei stets in Kooperation mit einem lokalen Partner, wobei sich die PNE WIND AG mittels hoher Beteiligungsquoten die notwendigen Mitsprache- und Kontrollrechte sichert. Diese Art der Internationalisierung hat sich bereits in den vergangenen Jahren als kosteneffiziente und zugleich erfolgversprechende Strategie bewährt. So wurden nach diesem Muster Joint-Ventures für die Windpark-Projekte in Ungarn, Bulgarien, der Türkei, Rumänien und Großbritannien geschlossen. Die in den USA gegründete Tochtergesellschaft wird sich wie auch das von ihr gegründete Joint-Venture in Kanada ebenfalls an dieser Strategie orientieren. Auch künftig wird die PNE WIND AG diesen bewährten Weg der selektiven Auslandsexpansion weiter verfolgen und vorhandene Marktchancen entschlossen nutzen. Zu diesem Zweck finden eine kontinuierliche Beobachtung weiterer Windenergiemärkte sowie eine sorgfältige Prüfung entsprechender Markteintrittschancen statt.

Neben den Chancen der Internationalisierung bietet auch der etablierte deutsche Markt weiterhin eine Reihe von Perspektiven. So ist in den kommenden Jahren mit einem verstärkten Austausch von bis dahin veralteten Windenergieanlagen durch modernere, leistungsfähigere Anlagen zu rechnen (so genanntes Repowering). Dadurch ist von einem Anstieg der Marktgröße für Windenergieanlagen auszugehen. Mit den Windparks "Alt Zeschdorf", "Görike" und "Kemberg II" konnte die PNE WIND AG ihre ersten Repowering-Projekte bereits erfolgreich abschließen.

Perspektiven

  • x Langfristiger Wachstumspfad bei Erneuerbaren Energien durch Endlichkeit fossiler Energieträger
  • x Große Wachstumspotenziale in attraktiven Auslandsmärkten
  • x Hoher Repowering-Bedarf in den nächsten Jahren
  • x Offshore-Windparks als zentrale Säule der Energiewende
  • x Wachsende Zahl an Windparks bietet zusätzlichen Bedarf an technischer und kaufmännischer Betriebsführung

Aufgrund der langjährigen Erfahrung der PNE WIND AG, dem umfassenden Netzwerk sowie der ausgewiesenen Expertise der Mitarbeiter befindet sich die Gesellschaft damit in einer günstigen Position, um an diesem Prozess nachhaltig zu partizipieren.

Hinzu kommt der geplante Ausbau der deutschen Offshore-Windenergie. Hier befindet sich Deutschland, das ansonsten als einer der Vorreiter in Sachen Windkraft gilt, noch am Anfang. Die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung und die Notwendigkeit zur Erhöhung der Versorgungssicherheit erfordern den beschleunigten Ausbau von Windparks auf hoher See. Die PNE WIND AG zeichnet sich dadurch aus, dass sie bereits vier Offshore-Windpark-Projekte durch den gesamten Genehmigungsprozess beim Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie führte. Zwei dieser genehmigten Projekte sind noch vollständig im Besitz der Gesellschaft, fünf weitere werden derzeit entwickelt. Vor dem Hintergrund eines verstärkten Bedeutungszuwachses der Offshore-Windenergie können auch hier positive Effekte auf die weitere Geschäftsentwicklung der PNE WIND AG erwartet werden.

Schließlich bietet das Wachstum des Windenergie-Sektors in Deutschland erhöhte Perspektiven bei der Erbringung von Dienstleistungen. Die PNE WIND AG versteht sich als verlässlicher Partner der Betreiber von Windparks und betreut diese oftmals auch nach erfolgter Übergabe in der technischen und kaufmännischen Betriebsführung. Zum 31. Dezember 2011 wurden 289 Windenergieanlagen betreut. Mit einer Ausweitung der Windkraft-Projektierung entsteht damit die Möglichkeit einer Steigerung des After-Sales-Geschäfts, woraus entsprechend günstige Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren können.

Insgesamt ist nach Einschätzung des Vorstandes daher auch in den folgenden Geschäftsjahren mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.

15. Beschreibung der wesentlichen Merkmale des IKS/RMS der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns

Internes Kontrollsystem (IKS)

Ziel der von uns eingerichteten Methoden und Maßnahmen ist es, das Vermögen des Unternehmens zu sichern und die betriebliche Effizienz zu steigern. Die Zuverlässigkeit des Rechnungsund Berichtswesens sowie die Einhaltung der internen Vorgaben und der gesetzlichen Vorschriften sollen durch das installierte Interne Kontrollsystem (IKS) gewährleistet werden.

Im Rahmen der Implementierung des IKS haben wir die einzelnen Funktionsbereiche der Gesellschaft und des Konzerns einer sorgfältigen Analyse unterzogen und entsprechend der Wahrscheinlichkeit und der Möglichkeit eines Schadenseintritts bewertet.

Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen bzw. den vorgenommenen Bewertungen haben wir den Aufbau der einzelnen Einheiten organisiert. Daneben haben wir die Arbeitsabläufe an die gewonnenen Erkenntnisse angepasst. Beispielsweise achten wir auf eine konsequente Trennung von unvereinbaren Tätigkeiten, zudem haben wir angemessene Kontrollspannen eingeführt. Darüber hinaus legen wir besonderen Wert auf überschneidungsfreie Verantwortlichkeiten, mit der Maßgabe, dass Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung gebündelt werden. Gleichzeitig haben wir Kontrollen in die Arbeitsabläufe eingebaut.

Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des IKS finden in allen Funktionsbereichen der Muttergesellschaft und des Gesamtkonzerns Anwendung. Die Implementierung der aufbau- und ablauforganisatorischen Kontrollen im Bereich des Internen Kontrollsystems stellt im Rechnungslegungsprozess die Datenintegrität der in die Finanzberichte eingehenden Angaben sicher.

Neben diesen im System implementierten Kontrollen werden die einzelnen Funktionsbereiche ebenfalls durch Vorgesetzte überwacht.

Risikomanagement (RMS)

Die Risikopolitik des Konzerns und der Gesellschaft ist in die Unternehmensstrategie eingebettet und darauf ausgerichtet, den Bestand des Konzerns sowie der Gesellschaft zu sichern und gleichzeitig deren Werte systematisch und kontinuierlich zu steigern.

Die Risikostrategie basiert auf einer Bewertung der Risiken und der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzfeldern des Konzerns und der Gesellschaft gehen wir angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst ein, wenn sie gleichzeitig einen angemessenen Ertrag erwarten lassen oder unvermeidbar sind. Risiken in unterstützenden Prozessen übertragen wir gegebenenfalls auf andere Risikoträger. Andere Risiken, die keinen Zusammenhang mit Kern- und/oder Unterstützungsprozessen haben, werden dagegen - soweit dies möglich ist - vermieden.

Im "Risikomanagementhandbuch" hat der Konzern die Rahmenbedingungen für ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement formuliert. Das Handbuch regelt die konkreten Prozesse im Risikomanagement. Es zielt auf die systematische Identifikation, Beurteilung, Kontrolle und Dokumentation von Risiken ab. Dabei werden unter Beachtung klar definierter Kategorien Risiken der Geschäftsfelder, der operativen Einheiten, der bedeutenden assoziierten Unternehmen sowie der zentralen Bereiche identifiziert und hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und möglichen Schadenshöhe bewertet. Die Berichterstattung wird durch vom Management festgelegte Wertgrenzen gesteuert.

Aufgabe der Verantwortlichen ist es auch, Maßnahmen zur Vermeidung, Reduzierung und Absicherung von Risiken zu entwickeln und gegebenenfalls zu initiieren. Die wesentlichen Risiken sowie eingeleitete Gegenmaßnahmen werden turnusmäßig überwacht. Das zentrale Risikomanagement berichtet regelmäßig über die identifizierten Risiken an den Vorstand und den Aufsichtsrat. Zusätzlich zur Regelberichterstattung gibt es für unerwartet auftretende Risiken eine spontane konzerninterne Berichterstattungspflicht. Das Risikomanagementsystem ermöglicht es dem Vorstand, wesentliche Risiken frühzeitig zu erkennen und gegensteuernde Maßnahmen einzuleiten.

Die zuvor beschriebenen wesentlichen Merkmale des Risikomanagementsystems finden konzernweit Anwendung. Bezogen auf die Prozesse in der (Konzern-)Rechnungslegung bedeutet dies, dass die identifizierten Risiken insbesondere hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkungen auf die Berichterstattung in den jeweiligen Finanzberichten untersucht und bewertet werden. Hierdurch werden frühzeitig wichtige Informationen über potentiell mögliche Fair-Value-Änderungen von Vermögenswerten und Schulden generiert, drohende Wertminderungen angezeigt und wichtige Informationen zur Einschätzung der Notwendigkeit der Bildung/Auflösung von Rückstellungen gewonnen.

In regelmäßigen Zeitabständen werden auf Vorstandsebene die Angemessenheit und Effizienz des Risikomanagements sowie die dazugehörigen Kontrollsysteme kontrolliert und entsprechend angepasst. Auch im Geschäftsjahr 2011 wurde das Risikomanagement des Konzerns an die Führungs- und Unternehmensstruktur angepasst. Aufgrund der besonderen Bedeutung einer vorbildlichen Handlungsweise in allen geschäftlichen Belangen wurden verantwortliche Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2011 gezielt in Fragen der Compliance geschult.

Abschließend ist darauf hinzuweisen, dass weder IKS noch RMS absolute Sicherheit bezüglich des Erreichens der damit verbundenen Ziele geben können. Wie alle Ermessensentscheidungen können auch solche zur Einrichtung angemessener Systeme grundsätzlich fehlerhaft sein. Kontrollen können aus simplen Fehlern oder Irrtümern heraus in Einzelfällen nicht greifen oder, Veränderungen von Umgebungsvariablen können trotz entsprechender Überwachung verspätet erkannt werden.

Aktuell werden im Rahmen des Risikomanagementprozesses insbesondere die folgenden Einzelrisiken intensiv verfolgt:

  • Mögliche Ansprüche aus der Finanzierung und Prospekthaftung älterer Windpark-Projekte, bei denen die Laufzeiten noch nicht beendet sind.
  • Mögliche technische Risiken, die sich aus dem Eigenbetrieb von Windparks ergeben und die daraus erwarteten Ergebnisse negativ beeinflussen könnten.
  • Mögliche Risiken, die sich aus Änderungen von Gesetzen und Verordnungen für unser operatives Geschäft in der Windpark-Projektierung ergeben können.
  • Einen besonderen Stellenwert haben die Bemühungen um Einhaltung der Regeln des Deutschen Corporate Governance Kodex in der jeweils gültigen Fassung. Risiken können sich jedoch aus der Nichteinhaltung der Regeln und der internen Richtlinien durch Einzelne ergeben. Auch mögliche Risiken aus dem "Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG)" werden in diesem Zusammenhang regelmäßig überprüft.

16. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)

Unter Corporate Governance versteht man national und international anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Effiziente Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat, Achtung der Aktionärsinteressen, Offenheit sowie Transparenz der Unternehmenskommunikation sind wesentliche Aspekte guter Corporate Governance. Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG orientieren sich traditionell an diesen Standards.

In Deutschland wurde im Jahr 2002 der erste Deutsche Corporate Governance Kodex (nachfolgend "Kodex" genannt) von der gleichnamigen Regierungskommission vorgelegt. Der Kodex wird in der Regel einmal jährlich vor dem Hintergrund nationaler und internationaler Entwicklungen überprüft und bei Bedarf angepasst. Die letzten Änderungen wurden von der Regierungskommission am 26. Mai 2010 beschlossen. Der Kodex kann in seiner jeweils gültigen Fassung im Internet unter www.corporate-governance-code.de abgerufen werden.

Die branchen- und unternehmensübergreifenden Empfehlungen und Anregungen des Kodex sind nicht verpflichtend, jedoch müssen Vorstand und Aufsichtsrat jährlich gemäß den §§ 161 AktG und 285 Nr. 16 HGB im Rahmen des Jahresabschlusses erklären, ob den Empfehlungen des Kodex entsprochen wurde und wird oder welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden. Dies erfolgt in einer sogenannten "Entsprechenserklärung". Die zuletzt von Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG abgegebene Entsprechenserklärung findet sich unten vollständig wiedergegeben. Neben den Empfehlungen enthält der Kodex auch Anregungen, deren Anwendung ebenfalls nicht verpflichtend ist; auch eine Erklärung über die etwaige Abweichung von Anregungen ist nicht vorgeschrieben. Die PNE WIND AG weicht indessen nicht gravierend von diesen Anregungen ab: Der Vorstand hat am 24. August 2011 und der Aufsichtsrat am 24. August 2011 beschlossen, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010 mit Ausnahme der Regel, wonach kein Abfindungs-CAP bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne besonderen Grund besteht (Regel 4.2.3), was in laufenden Vorstandsverträgen begründet ist, zu folgen.

Für Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG sind die Empfehlungen und Anregungen des Kodex ebenso wie die gesetzlichen Vorschriften integraler Bestandteil ihrer Tätigkeit für die Gesellschaft. Sie überprüfen die Berücksichtigung dieser Standards in regelmäßigen Abständen, so dass für die Aktionäre, die Mitarbeiter und nicht zuletzt auch für das Unternehmen selbst eine gebührende Beachtung dieser Standards gewährleistet ist.

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Der Corporate Governance Kodex ist eine gesetzliche Richtlinie zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Er fasst die international wie national anerkannten Standards für verantwortungsvolle Unternehmensführung zusammen. Ziel der Richtlinie ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern.

Der Vorstand hat am24.August 2011 und derAufsichtsrat derPNEWINDAGhat am24.August 2011 gem. §161 Aktiengesetz (AktG) erklärt, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der Regel, dass kein Abfindungs-CAP bei vorzeitiger Beendigung der Vorstands-tätigkeit ohne besonderen Grund besteht (Regel 4.2.3), was in laufenden Vorstandsverträgen begründet ist, entsprochen wurde.

Vorstand und Aufsichtsrat erklärten weiterhin gemäß §161 AktG, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der oben genannten Regel auch künftig entsprochen wird.

Diese Entsprechenserklärung bezieht sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010.

Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat

Die PNE WIND AG ist eine Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Ein Grundprinzip des deutschen Aktienrechts ist das duale Führungssystem mit den Organen Vorstand und Aufsichtsrat, die beide mit jeweils eigenen Kompetenzen ausgestattet sind. Vorstand und Aufsichtsrat der PNE WIND AG arbeiten bei der Steuerung und Überwachung des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen.

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und kann ein Mitglied zum Vorsitzenden des Vorstands ernennen. Der Vorstand der PNE WIND AG besteht gegenwärtig aus den folgenden Mitgliedern, deren Zusammenarbeit und Geschäftsverteilung in der Geschäftsordnung des Vorstands geregelt sind:

  • Martin Billhardt, Vorstandsvorsitzender (CEO), Aufgabenbereiche: Strategie, Investor Relations, Akquisition, Vertrieb, Personal, Recht, Beteiligungen
  • Jörg Klowat, Vorstandsmitglied (CFO), Aufgabenbereiche: Finanz- und Rechnungswesen, Controlling, Risikomanagement
  • Markus Lesser, Vorstandsmitglied (COO), Aufgabenbereiche: Projektentwicklung sowie Realisierung von Onshore- und Offshore-Windparks

Die laufende Amtszeit der Vorstandsmitglieder endet für den Vorstandsvorsitzenden Herrn Billhardt am 30. April 2013, für Herrn Klowat am 31. März 2014 und für Herrn Lesser am 31. Dezember 2013.

Der Vorstand leitet das Unternehmen unter eigener Verantwortung und hat hierbei die Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters anzuwenden.

Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Für bedeutende Geschäftsvorgänge, wie z.B. größere Investitionsvorhaben oder Veränderungen der Unternehmensstruktur, bedarf der Vorstand der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats. Der Katalog der zustimmungspflichtigen Geschäfte ist in der Geschäftsordnung für den Vorstand niedergelegt.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat turnusmäßig durch schriftliche und in den Sitzungen des Aufsichtsrats durch schriftliche und mündliche Berichte über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens. Über außergewöhnliche Vorgänge berichtet der Vorstand dem Aufsichtsrat zusätzlich in schriftlicher Form. Darüber hinaus lässt sich der Vorsitzende des Aufsichtsrats in Einzelgesprächen regelmäßig vom Vorstand informieren.

Der Aufsichtsrat der PNE WIND AG setzt sich gemäß Gesetz und Satzung aus sechs von der Hauptversammlung zu wählenden Mitgliedern zusammen. Er wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat umfasst gegenwärtig folgende Mitglieder:

  • Dieter K. Kuprian (Aufsichtsratsvorsitzender)
  • Dr. Peter Fischer (stellvertretender Vorsitzender)
  • Alain Huberty
  • Jacquot Schwertzer
  • Prof. Reza Abhari
  • Rafael Vazquez Gonzalez

Die Amtszeit aller Aufsichtsratsmitglieder endet mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2013.

Aus seiner Mitte hat der Aufsichtsrat der PNE WIND AG die folgenden drei Ausschüsse gebildet:

  1. Personalausschuss Kuprian, Dieter K. (Vorsitzender) Dr. Fischer, Peter Schwertzer, Jacquot

  2. Audit Committee Prof. Abhari, Reza (Vorsitzender) Huberty, Alain Kuprian, Dieter K.

  3. Nominierungsausschuss Kuprian, Dieter K. (Vorsitzender) Prof. Abhari, Reza (stellvertretender Vorsitzender) Dr. Fischer, Peter Schwertzer, Jacquot

Die Ausschüsse bereiten die Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie die Themen, die im Plenum zu behandeln sind, vor. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat im gesetzlich zulässigen Umfang Entscheidungsbefugnisse auf die Ausschüsse übertragen. Die Aufgaben- und Kompetenzverteilung sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats festgelegt. Hierdurch wird auch die Information des Gesamtaufsichtsrats über die Erkenntnisse und Entscheidungen der Ausschüsse sichergestellt.

Der Personalausschuss bereitet die Personalentscheidungen des Aufsichtsrats, insbesondere die Bestellung, die Abberufung und die Verlängerung der Bestellung von Vorstandsmitgliedern vor. Er bereitet außerdem die Beschlüsse des Aufsichtsrats über die Festsetzung (einschließlich einer etwaigen Herabsetzung) der Gesamtvergütung des Vorstands vor.

Das Audit Committee ist für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses und die Überprüfung der Wirksamkeit der internen Kontroll-, Risikomanagement- und Revisionssysteme zuständig. Es befasst sich außerdem mit der Abschlussprüfung sowie auch mit Fragen der Compliance. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses ist unabhängiger Finanzexperte und verfügt aus seiner beruflichen Praxis über besondere Kenntnisse und Erfahrungen auf den Gebieten der Rechnungslegung oder der Abschlussprüfung.

Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseigner vorzuschlagen.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Grundzüge der Vergütungssysteme und die Höhe der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat werden jährlich im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichts ist, veröffentlicht.

Aktiengeschäfte von Vorstand und Aufsichtsrat

§ 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) verpflichtet die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der PNE WIND AG sowie sonstige Personen, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen ermächtigt sind, Geschäfte in Bezug auf die PNE-Aktie (sog. Directors' Dealings) zu melden, sofern die Gesamtsumme dieser Geschäfte in einem Kalenderjahr einen Wert von 5.000 Euro überschreitet. Diese Verpflichtung gilt auch für natürliche und juristische Personen, die mit einer der oben genannten Personen in enger Beziehung stehen. Die PNE WIND AG muss die erhaltene Mitteilung unverzüglich veröffentlichen und stellt diese auch auf ihrer Internetseite ein.

Von den Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren am 31. Dezember 2011 dem Vorstandsvorsitzenden Martin Billhardt 400.000 Aktien, dem Finanzvorstand Jörg Klowat 100.000 Aktien und dem Vorstand für das operative Geschäft Markus Lesser 45.500 Aktien zuzurechnen. Aus dem Aufsichtsrat hielt Herr Jacquot Schwertzer 5.704 Aktien. Damit halten Vorstand und Aufsichtsrat zusammen 1,20 Prozent der PNE-Aktien.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Der Konzernabschluss sowie die Konzernzwischenabschlüsse der PNE WIND AG werden vom Vorstand auf der Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Der Jahresabschluss der PNE WIND AG wird nach den Vorschriften des deutschenHandelsgesetzbuches (HGB) erstellt. Der Konzernabschluss und der Jahresabschluss werden vom Abschlussprüfer sowie vom Aufsichtsrat geprüft. Der Halbjahresfinanzbericht wird vom Abschlussprüfer einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Konzernzwischenabschlüsse zum Ende des 1. und des 3. Quartals werden vom Abschlussprüfer weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Sie werden allerdings vor der Veröffentlichung zwischen Vorstand und Prüfungsausschuss erörtert.

Zum Abschlussprüfer für den Konzernabschluss und den Jahresabschluss hat die Hauptversammlung 2011 die Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, gewählt. Vor der Wahl hatte Deloitte & Touche am 4. März 2011 die nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlene sogenannte Unabhängigkeitserklärung abgegeben. Danach bestanden (und bestehen) an der Unabhängigkeit von Deloitte & Touche als Abschlussprüfer keine Zweifel.

Mit dem Abschlussprüfer wurde vertraglich vereinbart, dass der Aufsichtsrat unverzüglich informiert wird über

  • Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Abschlussprüfung auftreten,
  • Feststellungen oder Vorkommnisse, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben und die für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlich sind sowie
  • Feststellungen, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben.

Transparente Unternehmenskommunikation

Eine offene, transparente Unternehmenskommunikation ist ein wesentlicher Bestandteil guter Corporate Governance. Neben klaren und verständlichen Inhalten erfordert dieser Aspekt auch einen gleichberechtigten Zugang aller Zielgruppen zu den Informationen des Unternehmens. Die PNE WIND AG misst dem Internet als orts- und zeitunabhängigem sowie frei zugänglichem Informationsmedium eine hohe Bedeutung bei. Entsprechend hält der Internetauftritt der PNE WIND AG (www.pnewind.com) für die interessierte Öffentlichkeit eine Vielzahl von gut strukturierten Informationen rund um das Unternehmen bereit. Im Bereich "Investor Relations" sind beispielsweise umfassende finanzwirtschaftliche Informationen über die PNE WIND AG abrufbar, wie z.B. Geschäfts- und Zwischenberichte sowie Ad hoc- und Pressemitteilungen. Alle Informationen stehen zeitgleich in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung.

Die geplanten Termine der wesentlichen wiederkehrenden Ereignisse, d.h. die Veröffentlichungstermine des Geschäftsberichts und der Zwischenberichte sowie der Termin der Hauptversammlung, sind in einem Finanzkalender zusammengestellt. Dieser wird mit ausreichend zeitlichem Vorlauf veröffentlicht und auf der Internetseite der PNE WIND AG eingestellt.

17. Ergänzende Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB und § 315 Abs. 4 HGB (Übernahmerichtlinie-Gesetz)

Kapitalverhältnisse

Die PNE WIND AG hat zum 31. Dezember 2011 insgesamt 45.777.960 Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro ausgegeben. Am 31. Dezember 2011 betrug der Anteil nicht meldepflichtiger Aktienbestände (weniger als 3 Prozent des Grundkapitals) 100 Prozent. Direkte oder indirekte Beteiligungen, die den Wert von 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, wurden nicht gemeldet.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht gegeben. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Eine Stimmrechtskontrolle durch die Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital ist nicht gegeben.

Aktionärsrechte und -pflichten

Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu.

Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung.

Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben.

Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die von ihr zu bestellenden Mitglieder des Aufsichtsrats und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft.

Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung

Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens 5 Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens 5 Jahre ist zulässig.

Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 hat den Vorstand der Gesellschaft ermächtigt, bis zum 13. Mai 2014 Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 4.126.700,00 Euro zu erwerben. Die Möglichkeit, eigene Aktien zu erwerben, wurde im Berichtsjahr nicht genutzt.

DerVorstandistdurcheinenweiterenBeschlussderHauptversammlungvom14.Mai2009ermächtigt, bis zum 13. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals Wandelund/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 100.000.000,00 Euro mit einer Laufzeit von längstens 20 Jahren auszugeben. Gleichzeitig wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 15.000.000,00 Euro bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009/I). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand bisher zweimal Gebrauch gemacht: Am 18. Juni 2009 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu 37.500.000,00 Euro zu begeben (Wandelanleihe 2009/2014). Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurden insgesamt 38.500 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je 100,00 Euro begeben. Die Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2009/2014 gewähren Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 1.540.000 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft.

Unter nochmaliger Ausnutzung der Ermächtigung vom 14. Mai 2009 hat der Vorstand am 18. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats zudem beschlossen, eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu 29.500.000,00 Euro zu begeben (Wandelanleihe 2010/2014). Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurden insgesamt 260.000 Stück auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je 100,00 Euro begeben. Die Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2010/2014 gewähren Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 11.818.181 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft. Im Berichtsjahr erfolgte keine Ausnutzung. Das bedingte Kapital war damit am 31. Dezember 2011 in Höhe von insgesamt 13.358.181,00 Euro teilweise ausgenutzt.

Demnach kann der Vorstand unter Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 noch einmalig oder mehrmals Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu 70.150.000,00 Euro ausgeben, die Umtauschrechte auf bis zu 1.641.819 Aktien aus dem Bedingten Kapital 2009/I gewähren können.

Die Hauptversammlung der Gesellschaft vom 11. Juni 2008 hat den Vorstand zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 20.623.338,00 Euro durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sachund/oder Bareinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008/I). Mit Beschluss des Vorstands vom 18. Juni 2009 und unter Zustimmung des Aufsichtsrats wurde das Genehmigte Kapital 2008/I im Wege einer Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erstmalig in Höhe von 3.250.000,00 Euro ausgenutzt und es wurden 3.250.000 neue Aktien ausgegeben. Unter nochmaliger Ausnutzung der Ermächtigung vom 11. Juni 2008 hat der Vorstand zudem am 18. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen in Höhe von 1.249.500,00 Euro beschlossen und auf dieser Grundlage unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2008/I 1.249.500 neue Aktien ausgegeben. Im Berichtsjahr erfolgte keine Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2008/I.

Unter Berücksichtigung der bisher erfolgten zweimaligen Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 11. Juni 2008 betrug das Genehmigte Kapital 2008/I zum 31. Dezember 2011 noch 16.123.838,00 Euro.

Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen

Die PNE WIND AG hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft steht den Vorstandsmitgliedern ein Sonderkündigungsrecht zu, das sie für die zwei auf den Eintritt des Kontrollwechsels folgenden Monate (den Monat, in dem der Kontrollwechsel eintritt, dabei nicht mitgerechnet) mit einer Frist von vierzehn Tagen zum Monatsende ausüben können. Ein zur Ausübung des Sonderkündigungsrechts berechtigender Kontrollwechsel tritt ein, wenn ein Dritter der Gesellschaft nach § 21 WpHG mitteilt, dass er 50 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht oder überschritten hat. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht den Vorstandsmitgliedern das Festgehalt gem. § 5 Abs. 1 für die restliche Vertragslaufzeit zu; es ist mit Vertragsbeendigung ohne Abzinsung in einem Betrag auszuzahlen. Erfolgt der Kontrollwechsel im Zuge eines öffentlichen Angebots, so steht den Vorstandsmitgliedern im Falle der Ausübung des Sonderkündigungsrechts außerdem eine Sonderprämie in Höhe von 50 Prozent der zu erwartenden Tantieme bis Vertragsende zu. Dabei ist – jeweils bezogen auf die Marktkapitalisierung – die Wertsteigerung anhand der Differenz zwischen dem von einem Bieter zuerst angebotenen Erwerbspreis und dem etwaigen höheren, für die Durchführung des Angebots maßgeblichen Erwerbspreis zu bemessen; insgesamt darf die Sonderprämie jedoch nicht höher sein als das feste Jahresgehalt nach § 5 Abs. 1.

18. Vergütungsbericht

Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat beliefen sich im Geschäftsjahr 2011 auf zusammen TEUR 2.017 (i. Vj. TEUR 1.605).

Im Geschäftsjahr 2011 hat die fixe Vergütung an den Aufsichtsrat TEUR 193 (i. Vj. TEUR 220) betragen. Der Vorsitzende erhält TEUR 14, sein Stellvertreter TEUR 10,5 und die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates TEUR 7 als feste Bezüge. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied TEUR 2,5 pro Sitzung. Eine variable Vergütung wurde im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 112) zurückgestellt. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 194 (i.V. TEUR 332). Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Aufsichtsratsmitglieder.

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 Gesamtbezüge bzw. es wurden Rückstellungen gebildet in Höhe von TEUR 1.823, die sich wie folgt verteilen:

Martin Billhardt: Fixe Bezüge von TEUR 297, variable Bezüge von TEUR 234, sonstige Vergütungen von TEUR 154. Die Gesamtbezüge betrugen somit TEUR 685 (i. Vj. TEUR 829).

Jörg Klowat: Fixe Bezüge von TEUR 146, variable Bezüge von TEUR 164, sonstige Vergütungen von TEUR 0. Die Gesamtbezüge betrugen somit TEUR 310 (i. Vj. TEUR 0).

Markus Lesser: Fixe Bezüge von TEUR 141, variable Bezüge von TEUR 81, sonstige Vergütungen von TEUR 0. Die Gesamtbezüge betrugen somit TEUR 222 (i. Vj. TEUR 0).

Bernd Paulsen: Fixe Bezüge von TEUR 51, variable Bezüge von TEUR 0, sonstige Vergütungen von TEUR 555. Die Gesamtbezüge betrugen somit TEUR 606 (i. Vj. TEUR 445).

Der im Geschäftsjahr ausgeschiedene Vorstand, Herr Paulsen, hat die ihm für seine Vorstandstätigkeit bis zum Ende seines Vertrags zustehenden Vergütungsansprüche in Höhe von TEUR 555 zum Zeitpunkt seines Ausscheidens erhalten. Mit dieser Zahlung sind sämtliche fixen und variablen Gehaltsansprüche abgegolten.

Die Vorstandsgehälter setzen sich aus einem fixen und variablen Gehaltsanteil zusammen. Der fixe Gehaltsbestandteil besteht aus dem Festgehalt sowie Nebenleistungen (Zuschüsse zu Krankenversicherungs- und Rentenversicherungsbeiträgen) und geldwertem Vorteil aus der Nutzung von Dienstwagen. Er wird monatlich ausgezahlt. Der variable Gehaltsbestandteil der Vorstandsgehälter ist aufgeteilt in einen kurzfristigen und einen langfristigen Teil. Der kurzfristige Teil ist an die Erreichung bestimmter Ziele im laufenden Geschäftsjahr und der langfristige Teil an die Erreichung von Zielen über mehrere Jahre gebunden. Der langfristige Teil der variablen Vergütung beträgt 55 - 60 Prozent und der kurzfristige Anteil 40 - 45 Prozent vom möglichen variablen Gehalt. Der Aufsichtsrat vereinbart die kurz- und langfristigen Ziele mit dem Vorstand. Die kurzfristigen Ziele orientieren sich an wesentlichen Planungsdaten für das nächste Geschäftsjahr wie z.B. die Umsetzung der geplanten Windparkprojekte im Geschäftsjahr. Sollte ein kurzfristiges Ziel nicht zu 100 Prozent erreicht werden, so wird der Anteil dieses Ziels an der kurzfristigen variablen Vergütung nicht ausgezahlt oder nur anteilig im Verhältnis der Zielerreichung ausbezahlt. Die langfristigen Ziele sollen die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft fördern, derzeit ist nur ein langfristiges Ziel festgelegt, welches ausgerichtet ist auf das zu erwartende EBIT der nächsten drei Jahre. Der variable, an mehrjährige Ziele gebundene Gehaltsbestandteil wird jeweils für ein abgeschlossenes Geschäftsjahr ausbezahlt, jedoch mit dem Vorbehalt der Rückforderung bei Nichterreichung des langfristigen Ziels über mehrere Jahre bzw. der Verrechnung mit den dann fälligen Ansprüchen. Der Aufsichtsrat kann den Vorstandsmitgliedern im Falle besonders herausragender Leistungen bezogen auf ein abgeschlossenes Geschäftsjahr zusätzlich eine Bonuszahlung zuwenden, ohne dass hierauf ein vertraglicher Anspruch besteht. Aktienoptionen wurden den Vorstandsmitgliedern nicht gewährt.

Prognosen

  • x Projektierung von Windparks im In- und Ausland als wesentlicher Faktor der Unternehmensentwicklung
  • x Aktuell in der Bearbeitung befindliche Projekte als Basis künftiger Unternehmenserfolge
  • x Repowering als Geschäftsfeld mit langfristig wachsenden Ertragsperspektiven
  • x Ausweitung der Geschäftstätigkeit im Ausland
  • x EBIT-Prognose 2011 bis 2013 von kumuliert 60 bis 72 Mio. Euro bestätigt
  • x Grundlage: Einnahmen aus Offshore- und Onshore-Projekten im In- und Ausland

19. Ausblick

Die Projektierung und Realisierung von Windparks ist das Kerngeschäft der PNE WIND AG. Tätig ist die Gesellschaft in Deutschland, USA, Kanada, Großbritannien, Ungarn, Rumänien, Bulgarien und der Türkei. Während im Ausland ausschließlich Windparks an Land (onshore) entwickelt werden, ist dies in Deutschland zusätzlich auch auf See der Fall. Das Ziel dabei ist, die Nutzung der Windenergie zur Stromerzeugung zügig auszuweiten. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien ist ein weltweit diskutiertes Thema. Immer mehr Staaten betonen die dringende Notwendigkeit einer Wende in der Energieversorgung hin zu den Erneuerbaren Energien und schaffen Rahmenbedingungen, mit denen der ökologisch richtige Ausbau auch ökonomisch sinnvoll wird. Davon profitiert in erster Linie die Windenergie, da sie aufgrund jahrzehntelanger technischer Entwicklung bereits besonders effektiv und preisgünstig zur Sicherung der künftigen Stromerzeugung beiträgt.

Diese Perspektiven berücksichtigen wir in unserer Unternehmensstrategie. Kurz- und mittelfristig sehen wir in der Projektierung von Windparks in Deutschland einen wesentlichen Faktor der Unternehmensentwicklung. Dabei kommt in naher Zukunft den Offshore-Projekten besondere Bedeutung zu. Nach Jahren intensiver Planungen und Vorarbeiten werden von uns entwickelte Windpark-Projekte vor den deutschen Küsten realisiert. Das gilt in erster Linie für die bereits genehmigten Offshore-Windparks "Gode Wind" I und II, aber auch für die 2009 veräußerten Projekte "Borkum Riffgrund" I und II, die inzwischen beide genehmigt wurden und daher eine hohe Wahrscheinlichkeit der Realisierung besitzen. Der Offshore-Bereich ist eine tragende Säule unseres Unternehmens und gibt positive Effekte für die Unternehmensentwicklung. Mit dem Bau von "Borkum Riffgrund I" will DONG Energy noch in 2012 beginnen. Dies wäre dann die erste Realisierung eines von der PNE WIND AG entwickelten Offshore-Windparks.

Die große Zahl der Projekte, die von uns aktuell in Deutschland sowie im Ausland bearbeitet werden, ist die Basis künftiger Unternehmenserfolge. In den kommenden Jahren werden Projekte, die wir heute in Deutschland aber auch im Ausland intensiv entwickeln, die Baureife erreichen und gebaut werden können.

Einen positiven und langfristig wachsenden Effekt auf unser Geschäftsmodell in Deutschland erwarten wir außerdem vom zunehmenden Austausch kleinerer, veralteter durch leistungsfähigere und effizientere Windenergieanlagen. Sukzessive werden im Rahmen dieses Repowering ältere Anlagen ersetzt. Bei einer derzeit installierten Nennleistung von mehr als 27.000 MW in Deutschland erwarten wir deshalb einen weiterhin wachsenden Markt mit attraktiven Wachstumschancen für unsere Gesellschaft. Wir haben bereits zwei erste Repowering-Projekte erfolgreich durchgeführt. Ein Vorteil für die PNE WIND AG ist zudem, dass wir vielen von uns entwickelten Windparks auch während der Betriebsphase durch die technische und kaufmännische Betriebsführung langfristig verbunden bleiben.

Intensive Vorarbeiten beginnen, sich für uns auch im Ausland auszuzahlen. In den USA kommt die Projektentwicklung weiter voran. In Großbritannien arbeiten wir unter anderem mit der schottischen Forstverwaltung (Forestry Commission Scotland) eng zusammen. In Ungarn wurde der erste unserer Windparks genehmigt. Mittelfristig werden auch weitere Projekte in diesen sowie anderen Ländern so weit entwickelt sein, dass wir mit ihrem Bau und der Vermarktung beginnen können. Daraus wollen wir in der Zukunft wachsende Umsätze und Cash Flows generieren.

Wenn alle diese Projekte in Zusammenarbeit mit Investoren und Partnern gebaut werden können, wäre das mit einem Investitionsvolumen von mehr als 7 Mrd. Euro verbunden. Das zeigt die Dimension der potenziellen Unternehmensentwicklung. Darüber hinaus prüfen wir ständig, ob in weiteren Ländern die Rahmenbedingungen für Windpark-Projekte so gestaltet worden sind, dass auch dort ein Markteintritt der PNE WIND AG sinnvoll ist. Unsere behutsame Expansionsstrategie im Ausland beginnt also Früchte zu tragen.

Die PNE WIND AG ist onshore wie offshore, national wie international sehr gut aufgestellt. Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, auch künftig die Chancen im Wachstumsmarkt "Wind" nutzen zu können. Der Vorstand ist weiter der Ansicht, dass die EBIT-Prognose von 60 bis 72 Mio. Euro für den Dreijahreszeitraum von 2011 bis 2013 erreicht wird. Der Vorstand ist weiter der Ansicht, dass sich die positive Entwicklung in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Die Perspektiven auf dem nationalen und den internationalen Märkten onshore und offshore sind die Grundlage für eine Dividendenfähigkeit und die notwendigen Investitionen in Projekte während der kommenden Jahre. Das EBIT des Konzerns wird sich in den kommenden Geschäftsjahren aus Einnahmen aus den Offshore-Projekten sowie Ergebnissen aus Onshore-Windparks im In- und Ausland zusammensetzen. Darüber hinaus werden auch für die PNE WIND AG in den kommenden Jahren weiterhin positive Jahresergebnisse erwartet. Feste Prognosen für die einzelnen Jahre sind aufgrund der operativen Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und den damit verbundenen kurzfristigen Ergebnisschwankungen schwer abzuschätzen. Die Prognose des EBIT über den Zeitraum bis Ende 2013 spiegelt jedoch die zuversichtlichen Erwartungen in die weiterhin positive Ertragslage der Gesellschaft wider.

Cuxhaven, 24. März 2012 PNE WIND AG, Vorstand

Grenzen

  • Festlandsockel/AWZ
  • 12-Seemeilenzone/Küstenmeer
  • Internationale Grenze

Offshore Windparks

  • geplant
  • im Bau
  • genehmigt
  • in Betrieb

Plattformen

Umspannplattform, in Betrieb

Jules Verne

Nemo

Nautilus I

Nautilus II

  • Umspannplattform, im Bau
  • Umspannplattform, geplant
  • Konverterplattform, im Bau
  • Konverterplattform, geplant

Netzanbindungen

  • in Betrieb
  • im Bau
  • genehmigt
  • geplant

Konzernabschluss

  • 73 Konzern-Gesamtergebnisrechnung
  • 74 Konzernbilanz
  • 76 Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 77 Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • 78 Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
  • 82 Konzern-Segmentberichterstattung
  • 84 Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und Aufstellung des Anteilsbesitzes
  • 86 Konzernanhang
  • 130 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • 131 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich)
Anhang
2011 2010
1. Umsatzerlöse
V.16./VII.1.
48.638 65.589
2. Erhöhung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen 2.164 1.742
3. Sonstige betriebliche Erträge
VII.2.
3.059 12.704
4. Gesamtleistung 53.860 80.035
5. Materialaufwand -28.717 -42.667
6. Personalaufwand
VII.3.
-11.450 -10.220
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
V.3./VI.1./VI.2.
-5.126 -4.953
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen
VII.4.
-8.467 -12.653
9. Wertminderungsaufwand Geschäfts- oder Firmenwerte
V.3./VI.1.
-30 -39
10. Betriebsergebnis 70 9.504
11. Erträge aus Beteiligungen 3 0
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 876 485
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 0 -6
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
VII.5.
-5.827 -4.626
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -4.878 5.358
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
VII.6.
-125 1.813
17. Sonstige Steuern -52 -59
18. Konzernjahresfehlbetrag/ -überschuss vor Minderheiten -5.056 7.112
19. Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis
VI.7.
-1.135 -783
20. Konzernjahresfehlbetrag/ -überschuss -3.920 7.895
Übriges Ergebnis
21. Währungsdifferenzen -101 -66
22. Sonstige 0 0
23. Übriges Ergebnis der Periode (nach Steuern) -101 -66
24. Gesamtergebnis der Periode -5.157 7.046
Zurechnung des Konzernjahresergebnisses der Periode
Anteilseigener der Muttergesellschaft -3.920 7.895
Anteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresergebnis -1.135 -783
-5.056 7.112
Zurechnung des Gesamtergebnisses der Periode
Anteilseigener der Muttergesellschaft -4.022 7.830
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamtergebnis -1.135 -783
-5.157 7.046
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert) (in Tsd.)
VII.8.
45.777 45.186
Unverwässertes Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft (in EUR) -0,09 0,17
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert) (in Tsd.)
VII.8.
59.132 53.173
Verwässertes Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft (in EUR) -0,04 0,16

PNE WIND II 73

Konzernbilanz (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, zum 31. Dezember 2011

Aktiva

Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich)
Anhang
Stand am 31.12.2011 Stand am 31.12.2010
A. Langfristige Vermögenswerte
I. Immaterielle Vermögenswerte
V.1./V.3./VI.1.
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 19.487 19.684
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.310 20.340
39.797 40.024
II. Sachanlagen
V.2./V.3./VI.2.
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.775 17.914
2. Technische Anlagen und Maschinen 46.990 49.641
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 550 627
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 29.488 17.029
93.803 85.211
III. Langfristige finanzielle Vermögenswerte
VI.3.
1. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 48 50
2. Sonstige Ausleihungen 0 0
3. Sonstige langfristige Darlehensforderungen 198 136
246 186
IV. Latente Steuern
V.5./VII.6.
652 1.027
B. Kurzfristige Vermögenswerte
I. Vorräte
V.7./VI.4.
14.096 12.846
II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
V.9./VI.5.
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21.105 12.981
2. Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen 0 2
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis
besteht
79 0
4. Übrige Vermögenswerte 1.293 7.197
22.477 20.179
III. Steuerforderungen 1.809 1.501
IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
V.10.
19.447 39.176
192.327 200.153

Passiva

Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich)
Anhang
Stand am 31.12.2011 Stand am 31.12.2010
A. Eigenkapital
VI.6.
I. Gezeichnetes Kapital 45.778 45.776
II. Kapitalrücklage 44.877 44.874
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 5 5
2. Andere Gewinnrücklagen 46 46
51 51
IV. Fremdwährungsrücklage -133 -32
V. Konzernbilanzverlust -13.998 -8.244
VI. Minderheitenanteile
VI.7.
-1.872 -737
74.702 81.688
B. Langfristige Schulden
I. Sonstige Rückstellungen
V.12./VI.10.
933 1.300
II. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand
VI.8.
1.137 1.184
III. Langfristige Finanzverbindlichkeiten
V.13./VI.11.
1. Genussrechtskapital 843 882
2. Anleihen 28.484 28.097
3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 36.280 40.375
4. Sonstige Finanzverbindlichkeiten 6.291 5.280
5. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 608 714
72.506 75.349
IV. Latente Steuerverbindlichkeiten
V.5./VII.6.
372 865
C. Kurzfristige Schulden
I. Steuerrückstellungen
VI.9.
215 58
II. Sonstige Rückstellungen
V.12./VI.10.
791 1.193
III. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
V.13./VI.11.
1. Anleihen 0 0
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.228 6.545
3. Sonstige Finanzverbindlichkeiten 3.921 3.931
4. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 106 106
12.255 10.582
IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
V.13.
6.522 7.989
V. Sonstige Verbindlichkeiten
V.13./VI.12.
1. Abgegrenzte Umsatzerlöse 7.396 8.025
2. Abgegrenzte Verbindlichkeiten 8.044 2.513
3. Übrige Verbindlichkeiten 6.919 7.049
22.358 17.585
VI. Steuerverbindlichkeiten 534 2.360
192.327 200.153

Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2011

Alle Angaben in TEUR (Rundungsdifferenzen möglich) Anhang 2011 2010
Konzernjahresergebnis -5.056 7.112
+ Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände
des Anlagevermögens und Sachanlagen
5.156 4.992
+/ - Zunahme/Abnahme der Rückstellungen VI.9./VI.10. -611 -1.574
- Zahlungsunwirksame Erträge 493 -10.725
+/ - Abnahme/Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva V.7./VI.4. 4.582 -8.061
+/ - Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen und Teilgewinnrealisierung
V.8./VI.5. -8.124 7.399
+/ - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie anderer Passiva
VI.8./VII.11.-12. 2.184 -6.800
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.376 -7.657
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 1.826 0
- Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in immaterielle
Vermögenswerte
VI.1.-2. -15.469 -11.603
+ Einzahlungen aus Abgängen von Finanzanlagen 903 0
- Auszahlungen für Investitionen in Finanzanlagen -1.375 0
- Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Einheiten 0 -5.000
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -14.115 -16.603
+ Zuzahlungen von Gesellschaftern VI.6. 5 2.500
+ Einzahlungen aus der Ausgabe von Anleihen 0 26.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten VI.11. 3.038 343
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten VI.11. -5.450 -6.813
- Auszahlung für Dividende -1.831 0
- Auszahlung für Kapitalerhöhungskosten 0 -180
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -4.238 21.850
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds -19.729 -2.410
+ Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des
Finanzmittelfonds
0 86
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode V.10./VIII.1. 39.176 41.500
Finanzmittelfonds am Ende der Periode* V.10. /VIII.1. 19.447 39.176
* davon als Sicherheit verpfändet 979 190

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2011

Alle Angaben in TEUR
(Rundungsdifferenzen möglich)
Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
Fremdwährungs
rücklage
Konzernbilanz
ergebnis
Eigenkapital vor
Minderheiten
Anteile im
Fremdbesitz
Eigenkapital
gesamt
Stand zum 1. Januar 2010 44.525 42.037 51 34 -16.140 70.507 0 70.507
Konzernjahresergebnis 2010 0 0 0 0 7.895 7.895 -783 7.112
Barkapitalerhöhung 1.250 1.090 0 0 0 2.340 0 2.340
Eigenkapitalanteil Wandel
anleihe 2010/2014
0 1.745 0 0 0 1.745 0 1.745
Wandlung der Wandelanleihe
2009/2014
1 2 0 0 0 3 0 3
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -66 0 -66 47 -19
Stand zum 31. Dezember 2010 45.776 44.874 51 -32 -8.244 82.425 -737 81.688
Konzernjahresergebnis 2011 0 0 0 0 -3.920 -3.920 -1.135 -5.055
Dividende 0 0 0 0 -1.831 -1.831 0 -1.831
Wandlung der Wandelanleihe
2010/2014
2 3 0 0 0 5 0 5
Sonstige Veränderungen 0 0 0 -101 -3 -104 0 -104
Stand zum 31. Dezember 2011 45.778 44.877 51 -133 -13.998 76.574 -1.872 74.702

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, im Geschäftsjahr 2011

Alle Angaben in TEUR Anschaffungs- /Herstellungskosten
(Rundungsdifferenzen möglich) Stand am
1.1.2011
Veränderungen
des Konsolidie
rungskreises
Zugänge Umgliede
rungen
Abgänge Währungs
differenzen
Stand am
31.12.2011
I.
Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
22.059 0 43 0 0 -1 22.101
2. Geschäfts- oder Firmenwert 104.540 0 0 0 0 0 104.540
126.600 0 43 0 0 -1 126.641
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
22.041 0 2 0 766 0 21.276
2. Technische Anlagen und
Maschinen
69.606 0 1.316 115 77 7 70.968
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.280 0 185 0 134 1 2.332
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau
17.038 -2 13.926 -115 1.350 0 29.497
110.965 -2 15.429 0 2.327 8 124.073
III.
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
6.160 0 1.375 0 1.375 0 6.160
2. Anteile an Unternehmen
mit denen ein Beteiligungs
verhältnis besteht 50 0 0 0 3 0 48
3. Sonstige Ausleihungen 0 0 0 0 0 0 0
6.210 0 1.375 0 1.378 0 6.208
243.776 -2 16.847 0 3.705 8 256.923
Kumulierte Abschreibungen
Buchwerte
Stand am
Veränderungen
Zugänge
Umgliede
Abgänge
Währungs
Stand am
Stand am
1.1.2011
des Konsolidie
rungen
differenzen
31.12.2011
31.12.2011
rungskreises
2.375
0
240
0
0
0
2.614
19.487
84.200
0
30
0
0
0
84.230
20.310
86.575
0
270
0
0
0
86.845
39.796
4.127
0
602
0
228
0
4.501
16.775
19.965
0
4.023
0
21
11
23.978
46.990
1.653
0
261
0
132
0
1.782
550
9
0
0
0
0
0
9
29.488
25.754
0
4.886
0
381
11
30.271
93.803
6.160
0
0
0
0
0
6.160
0
0
0
0
0
0
0
0
48
0
0
0
0
0
0
0
0
6.160
0
0
0
0
0
6.160
48

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, im Geschäftsjahr 2010

Alle Angaben in TEUR Anschaffungs- /Herstellungskosten
(Rundungsdifferenzen möglich) Stand am
1.1.2010
Veränderungen
des Konsolidie
rungskreises
Zugänge Umgliede
rungen
Abgänge Währungs
differenzen
Stand am
31.12.2010
I.
Immaterielle Vermögenswerte
1. Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten
und Werten
4.614 17.433 12 0 0 0 22.059
2. Geschäfts- oder Firmenwert 104.540 0 0 0 0 0 104.540
109.154 17.433 12 0 0 0 126.600
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten
einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken
22.081 0 0 -43 0 3 22.041
2. Technische Anlagen und
Maschinen
69.106 0 451 43 0 6 69.606
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.147 0 134 0 2 1 2.280
4. Geleistete Anzahlungen und
Anlagen in Bau
3.962 2.073 11.003 0 0 0 17.038
97.296 2.073 11.588 0 2 10 110.965
III.
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
6.160 0 0 0 0 0 6.160
2. Anteile an Unternehmen
mit denen ein Beteiligungs
verhältnis besteht
381 -331 0 0 0 0 50
3. Sonstige Ausleihungen 73 0 0 0 73 0 0
6.614 -331 0 0 73 0 6.210
213.066 19.175 11.600 0 75 10 243.776
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am
1.1.2010
Veränderungen
des Konsolidie
rungskreises
Zugänge Umgliede
rungen
Abgänge Währungs
differenzen
Stand am
31.12.2010
Stand am
31.12.2010
Stand am
31.12.2009
2.138 0 236 0 0 0 2.375 19.684 2.476
84.161 0 39 0 0 0 84.200 20.340 20.379
86.299 0 275 0 0 0 86.575 40.025 22.855
3.570 0 556 0 0 0 4.127 17.914 18.510
16.006 0 3.960 0 0 0 19.965 49.641 53.102
1.455 0 201 0 2 0 1.653 627 693
9 0 0 0 0 0 9 17.029 3.952
21.040 0 4.716 0 2 0 25.754 85.211 76.257
6.160 0 0 0 0 0 6.160 0
0 0 0 0 0 0 0 50
0 0 0 0 0 0 0 0
6.160 0 0 0 0 0 6.160 50
113.501 0 4.992 0 2 0 118.490 125.286 99.565

Konzern-Segmentberichterstattung (IFRS) der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2011

Alle Angaben in TEUR
(Rundungsdifferenzen möglich)
Projektierung
Windkraftanlagen
Stromerzeugung
2011 2010 2011 2010
Umsatzerlöse extern 39.550 57.274 9.088 8.315
Umsatzerlöse intern 9.157 10.237 722 642
Bestandsveränderungen 2.164 1.742 0 0
Sonstige betriebliche Erträge 2.623 12.782 888 457
Gesamtleistung 53.493 82.035 10.699 9.414
Abschreibungen -1.655 -1.492 -3.502 -3.500
Betriebsergebnis -1.728 7.673 1.798 1.832
Zinsen und ähnliche Erträge 2.705 1.419 474 32
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.315 -2.990 -3.814 -2.608
Steueraufwand und -ertrag -250 1.842 125 -29
Investitionen 11.775 16.256 5.835 347
Segmentvermögen 221.155 208.800 58.270 53.899
Segmentschulden1) 186.319 161.155 60.584 50.508
Segmenteigenkapital 34.835 47.645 -2.314 3.392

In die einzelnen Segmente sind folgende Gesellschaften einbezogen:

Projektierung von Windkraftanlagen: PNE WIND AG, PNE WIND Betriebsführungs GmbH, PNE WIND Netzprojekt GmbH, PNE Gode Wind I GmbH, PNE Gode Wind III GmbH, PNE WIND Ausland GmbH, PNE WIND Ventus Praventsi OOD, PNE WIND GM Hungary Kft., PNE WIND Straldja-Kamenec OOD, PNE WIND Bulgaria EOOD, PNE WIND BE Development OOD, PNE WIND Yenienerbilir Enerjiler Ltd., PNE WIND DEVELOPMENT LLC, PNE WIND UK Ltd., NH North Hungarian Windfarm Kft., PNE WIND Pusztahencse Kft., PNE WIND USA Inc., PNE WIND Renewable Solutions LLC, PNE WIND Romania S.R.L., PNE WIND NEH/I Kft. Underwood Windfarm LLC, Butte Windfarm LLC, PNE BCP WIND Inc., PNE WIND PARK Dobrudzha OOD, PNE WIND Jules Verne GmbH, PNE WIND Nemo GmbH, PNE WIND Nautilus GmbH Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH, Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG, PNE Gode Wind II GmbH, PNE WIND Nautilus II GmbH (bis 07.11.2011) Stromerzeugung: PNE Biomasse GmbH, PNE WIND Grundstücks GmbH, PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG, PNE WIND Altenbruch II GmbH & Co. KG, HKW Silbitz GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds CVI GmbH & Co. KG (bis 31.03.10), Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CV GmbH & Co. KG,

1) Die abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden den Segmentschulden zugeordnet.

Projektierung
Stromerzeugung
Windkraftanlagen
(Rundungsdifferenzen möglich)
Konsolidierung PNE WIND AG Konzern
2011
2010
2011
2010
2011 2010 2011 2010
39.550
57.274
9.088
8.315
0 0 48.638 65.589
9.157
10.237
722
642
-9.878 -10.879 0 0
2.164
1.742
0
0
0 0 2.164 1.742
2.623
12.782
888
457
-453 -535 3.059 12.704
53.493
82.035
10.699
9.414
-10.332 -11.414 53.860 80.035
-1.655
-1.492
-3.502
-3.500
0 0 -5.156 -4.992
-1.728
7.673
1.798
1.832
0 0 70 9.504
2.705
1.419
474
32
-2.302 -966 876 485
-4.315
-2.990
-3.814
-2.608
2.302 966 -5.827 -4.632
-250
1.842
125
-29
0 0 -125 1.813
11.775
16.256
5.835
347
0 0 17.610 16.603
221.155
208.800
58.270
53.899
-87.097 -62.547 192.327 200.153
186.319
161.155
60.584
50.508
-129.278 -93.198 117.625 118.465
34.835
47.645
-2.314
3.392
42.181 30.651 74.702 81.688

Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften und Aufstellung des Anteilsbesitzes

der PNE WIND AG, Cuxhaven zum 31. Dezember 2011

Gesellschaft Beteiligungsquote
%
Jahresergebnis
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Zeitpunkt der
Erstkonsolidierung
I. Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
1 PNE WIND Betriebsführungs GmbH , Cuxhaven 100,0 118 565 31.12.1998
2 PNE Biomasse GmbH (vormals PNE Biomasse AG) , Cuxhaven 100,0 -311 -279 23.04.2000
3 PNE WIND Grundstücks GmbH , Cuxhaven 100,0 -30 52 01.12.2000
4 PNE WIND Altenbruch II GmbH & Co. KG , Cuxhaven 100,0 1.282 5.276 08.11.2001
5 PNE WIND Netzprojekt GmbH , Cuxhaven 100,0 513 900 01.01.2002
6 PNE WIND Laubuseschbach GmbH & Co. KG , Cuxhaven 100,0 -147 284 29.12.2004
7 PNE Gode Wind II GmbH, Cuxhaven 100,0 -22 583 13.08.2007
8 PNE WIND GM Hungary Kft. , Pusztahencse, Ungarn 100,0 -130 -96 28.09.2007
9 PNE WIND Ausland GmbH , Cuxhaven 100,0 -95 -388 16.11.2007
10 PNE WIND Yenilenebilir Enerjiler Ltd. , Istanbul, Türkei 99,0 -265 -435 27.02.2008
11 PNE WIND UK Ltd. , Eastbourne, Großbritannien 67,5 -1.750 -2.746 02.07.2008
12 NH North Hungarian Windfarm Kft., Gödöllö, Ungarn 100,0 -194 -172 07.08.2008
13 PNE WIND Pusztahencse Kft. (vormals Plambeck GM
Windfarm Pusztahencse Kft.), Pusztahencse, Ungarn
100,0 -6 -4 07.08.2008
14 PNE WIND Straldja-Kamenec OOD, Sofia, Bulgarien 70,0 -41 -76 15.08.2008
15 PNE WIND BE Development OOD , Sofia, Bulgarien 80,0 -54 -295 15.08.2008
16 PNE WIND USA Inc. , Delaware, USA 100,0 -760 -3.443 27.10.2008
17 S.C. PNE WIND Romania S.R.L. , Bukarest, Rumänien 80,0 -471 -749 27.11.2008
18 HKW Silbitz GmbH & Co. KG, Cuxhaven 0,0 -1.704 -1.765 01.07.2009
19 PNE WIND Renewable Solutions LLC, Delaware, USA 75,0 -684 -863 01.10.2009
20 Underwood Windfarm LLC, Minnesota, USA 75,0 -76 -181 01.10.2009
21 Butte Windfarm LLC, Minnesota, USA 75,0 -21 -716 01.10.2009
22 PNE Gode Wind I GmbH, Cuxhaven 100,0 -17 3.213 10.02.2010
23 PNE-BCP WIND Inc., Saskatoon, Kanada 75,0 -189 -313 26.01.2010
24 PNE WIND PARK Dobrudzha OOD, Sofia, Bulgarien 51,0 -146 -216 26.03.2010
25 PNE WIND Jules Verne GmbH, Cuxhaven 100,0 -20 1.127 30.06.2010
26 PNE WIND Nemo GmbH, Cuxhaven 100,0 -20 1.127 30.06.2010
27 PNE WIND Nautilus GmbH, Cuxhaven 100,0 -20 1.127 30.06.2010
28 PNE WIND Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien 100,0 -78 -91 09.11.2010
29 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CV GmbH
& Co. KG, Cuxhaven
100,0 -3 -7 01.01.2011
30 PNE WIND Ventus Praventsi OOD, Sofia, Bulgarien 75,0 -23 -23 21.01.2011
31 PNE Gode Wind III GmbH, Cuxhaven 100,0 -5 20 07.06.2011
32 Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH, Cuxhaven 100,0 -5 95 16.07.2011
33 Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG, Cuxhaven 100,0 -6 19 16.07.2011
34 PNE WIND DEVELOPMENT LLC, Delaware, USA 100,0 -449 -485 29.07.2011
35 PNE WIND NEH/I Kft., Gödöllö, Ungarn 100,0 -1 1 13.09.2011

(Fortsetzung auf der nächsten Seite)

Gesellschaft Beteiligungsquote
%
Jahresergebnis
TEUR
Eigenkapital
TEUR
Zeitpunkt der
Erstkonsolidierung
II. Nicht einbezogene Unternehmen aufgrund unwesentlicher Bedeutung
1 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds VI GmbH
& Co. KG, Cuxhaven
100,0 -3 -66
2 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds LXXXVIII
GmbH & Co. KG, Cuxhaven
100,0 -3 -3
3 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds XCI GmbH
& Co. KG, Cuxhaven
100,0 -3 -24
4 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds XCII
GmbH & Co. KG, Cuxhaven
100,0 -3 -25
5 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CIII GmbH
& Co. KG, Cuxhaven
100,0 -2 -6
6 PNE WIND Park I GmbH & Co. KG, Cuxhaven 100,0 -2 -1
7 PNE WIND Park II GmbH & Co. KG, Cuxhaven 100,0 -2 -3
8 PNE WIND Park III GmbH & Co. KG, Cuxhaven 100,0 0 2
9 Netzanschluss Genthin GbR, Nielebock 52,0 -8 10
10 Windkraft Stade GmbH & Co. Frischer Wind KG, Cuxhaven 50,0 -8 -7
11 Windkraft Stade GmbH, Cuxhaven 50,0 -2 20
12 Windpark Altenbruch GmbH, Cuxhaven 50,0 1 52
13 Cherokee Chilocco WIND FARM LLC, Delaware, USA 100,0 0 0
14 Pilger Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada 75,0 0 0
15 Climax Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada 75,0 0 0
16 Watson Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada 75,0 0 0
17 Wadena Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada 75,0 0 0
18 Eston Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada 75,0 0 0
19 Whiska Wind Farm Inc., Saskatoon, Kanada 75,0 0 0
IV. Sonstige Unternehmen
1 Windpark Offshore Testfeld GmbH & Co. KG, Cuxhaven 33,3 -1 24

Konzernanhang der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2011

I. Handelsregister und Gegenstand des Unternehmens

Die PNE WIND AG (im Folgenden auch "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Cuxhaven, Peter-Henlein-Straße 2-4, Deutschland. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 110360 in das Handelsregister beim Amtsgericht Tostedt eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft umfassten im Berichtsjahr im Wesentlichen die Projektierung, Errichtung und den Betrieb von Windparks und Umspannwerken zur Stromerzeugung, den Service von Windkraftanlagen sowie die Eigenkapitaleinwerbung für Windpark-Betreibergesellschaften.

II. Einstellung von Geschäftsbereichen

Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine Geschäftsbereiche eingestellt.

III. Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze

1. Going Concern

Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Auf Risiken, die den Bestand des Unternehmens möglicherweise gefährden könnten, wird im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Gesellschaft eingegangen.

2. Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der PNE WIND AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet, wie sie in der EU zu berücksichtigen sind.

Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2011 die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen angewandt:

Inkrafttreten Datum des EU
Endorsements
Änderungen von Standards
Änderung von IFRS 1: Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von
Vergleichsangaben nach IFRS 7
01.07.2010 22.06.2010
Änderung zu IAS 24: Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden
Unternehmen und Personen
01.01.2011 19.07.2010
Änderung zu IAS 32: Klassifizierung von Bezugsrechten 01.02.2010 23.12.2009
Jährliche Verbesserungen an verschiedenen Standards (2010) 01.01.2010 18.02.2011
Jährliche Verbesserungen an IFRS 3 (2010) 01.07.2010 18.02.2011
Änderungen an IAS 27 (2008) 01.07.2010 03.06.2009
Neue Interpretationen
Änderungen des IFRIC 14: Vorauszahlungen im Rahmen von Mindest
dotierungsverpflichtungen
01.01.2011 19.07.2010
IFRIC 19: Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapital
instrumente
01.07.2010 23.07.2010

IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen (2009)

In der überarbeiteten Fassung des IAS 24 wurde zur Erhöhung der Verständlichkeit und Beseitigung bestehender Inkonsistenzen die Definition der nahe stehenden Unternehmen und Personen grundlegend überarbeitet. Demnach wird bei der künftigen Bestimmung der nahe stehenden Unternehmen und Personen zukünftig die Betrachtung bei vorliegendem maßgeblichen Einfluss bzw. gemeinschaftlicher Führung nicht auf die beiden betrachteten Unternehmen beschränkt, sondern stets auf den Konzernverbund erweitert. Neben dieser Definitionsänderung kam es auch zu einer Ausweitung der angabepflichtigen Geschäfte, da schwebende Geschäfte nun auch als berichtspflichtige Geschäftsvorfälle zu betrachten sind.

IAS 32 Finanzinstrumente: Klassifizierung von Bezugsrechten

Die Änderung an IAS 32 betrifft die Klarstellung der Klassifizierung von Bezugsrechten als Eigenoder Fremdkapital. Es wird neu geregelt, dass bestimmte, auf Fremdwährung lautende Bezugsrechte beim Emittenten bilanziell nunmehr als Eigenkapital und nicht mehr als Verbindlichkeit auszuweisen sind. Diese Änderung umfasst nur solche Bezugsrechte, die zu einem zuvor fixierten Fremdwährungsbetrag anteilig allen bisherigen Inhabern der Eigenkapitaltitel derselben Klasse angedient werden.

Jährliche Verbesserungen 2011

Im Mai 2010 hat das IASB im Rahmen des Annual Improvements Process-Projekts den dritten jährlich erscheinenden Sammelstandard zur Vornahme kleinerer Änderungen veröffentlicht. Diese enthalten Änderungen an sechs Standards und einer Interpretation. Ein wesentlicher Einfluss auf die im Konzernabschluss dargestellte Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergibt sich hierbei aufgrund von Änderungen an

  • IFRS 7: Finanzinstrumente Angaben zu Art und Ausmaß von Risiken aus Finanzinstrumenten
  • IAS 1: Darstellung des Abschlusses Klarstellung zur Eigenkapitalveränderungsrechnung
  • IAS 34: Zwischenberichterstattung Anhangangaben zu wesentlichen Ereignissen und Geschäftsvorfällen
  • IFRIC 13: Kundenbindungsprogramme Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts

Jährliche Verbesserungen - IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse

Die jährlichen Verbesserungen betreffend IFRS 3 (überarbeitet) beinhalten wesentliche Änderungen bezüglich der Bewertung von nicht beherrschenden Anteilen, der Bilanzierung von nicht ersetzten und freiwillig ersetzten anteilsbasierten Vergütungsprämien sowie Übergangsvorschriften betreffend noch offener bedingter Gegenleistungsverpflichtungen, die aus Unternehmenserwerben resultieren, welche vor dem Inkrafttreten des IFRS 3 (überarbeitet 2008) zum 1. Juli 2010 stattgefunden haben. Es ergeben sich Auswirkungen auf die Bewertung von Anteilen von nicht beherrschenden Gesellschaftern zum Zeitpunkt des Kontrollerwerbs, die Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungsprämien des erworbenen Unternehmens, die der Erwerber im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses zu ersetzen hat, sowie auf die Behandlung von noch offenen bedingten Gegenleistungsverpflichtungen.

IFRIC 14 - Vorauszahlungen im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen

Die Änderungen der Interpretation IFRIC 14, welche eine Auslegung von IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmern" darstellt, betreffen die Vorschriften zur Bilanzierung von Pensionsplänen. Die vorgenommenen Änderungen beschäftigen sich mit dem Sonderfall von zur Erfüllung der Mindestdotierungsverpflichtung vorab geleisteten Zahlungen. Es wird klargestellt, dass die hieraus resultierenden künftigen Vorteile, sofern diese als verfügbar anzusehen sind, den Ansatzkriterien eines Vermögenswerts genügt. Eine retrospektive Anwendung ist vorgeschrieben.

IFRIC 19 - Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente

Die Interpretation IFRIC 19 bietet Hilfestellung bei der bilanziellen Behandlung von finanziellen Verbindlichkeiten, welche im Rahmen von Nachverhandlungen mit den bisherigen Kreditgebern teilweise oder vollständig durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten ersetzt werden. Die so ausgegeben Eigenkapitalinstrumente sind als "gezahltes Entgelt" anzusehen und dementsprechend ist die zugrundeliegende finanzielle Verbindlichkeit vollständig oder partiell auszubuchen. Die Eigenkapitalinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, oder, sofern dieser nicht verlässlich ermittelt werden kann, mit dem beizulegenden Zeitwert der getilgten Verbindlichkeit.

Die übrigen neuen Rechnungslegungsvorschriften und Interpretationen haben weder einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns noch führt das Geschäftsmodell der PNE WIND AG zu deren Anwendung.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden folgende vom IASB bereits verabschiedete neue bzw. geänderte, aber überwiegend von der EU noch nicht übernommene Rechnungslegungsnormen, nicht berücksichtigt, weil eine Verpflichtung zur Anwendung noch nicht gegeben war:

Neue Standards/ Interpretationen Inkrafttreten Datum des EU
Endorsement
Erwarteter Anwen
dungszeitpunkt
IFRS 9: Finanzinstrumente 01.01.2015 Offen Offen
IFRS 10: Konsolidierte Abschlüsse 01.01.2013 Offen Offen
IFRS 11: Gemeinschaftliche Vereinbarungen 01.01.2013 Offen Offen
IFRS 12: Angaben zu Anteilen an anderen Unter
nehmen
01.01.2013 Offen Offen
IFRS 13: Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 01.01.2013 Offen Offen
IFRIC 20: Bilanzierung von Abraumbeseitigung im
Tagebergbau
01.01.2013 Offen Offen
Neue Standards/ Interpretationen Inkrafttreten Datum des EU
Endorsement
Erwarteter Anwen
dungszeitpunkt
Änderung IFRS 7: Finanzinstrumente: Angaben –
Übertragungen finanzieller Vermögenswerte
01.07.2011 22.11.2011 01.01.2012
Änderung IAS 1: Darstellung des Abschlusses –
Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses
01.07.2012 Offen Offen
Änderung IAS 12: Latente Steuern – Realisierung
zugrundeliegender Vermögenswerte
01.01.2012 Offen Offen
Änderung IAS 19: Leistungen an Arbeitnehmer 01.01.2013 Offen Offen
Änderung IAS 27: Konzern- und Einzelabschlüsse 01.01.2013 Offen Offen
Änderung IAS 28: Anteile an assoziierten Unterneh
men
01.01.2013 Offen Offen
Änderung IFRS 1: Ausgeprägte Hochinflation 01.07.2011 Offen Offen
Änderung IFRS 1: Streichung der Verweise auf den
festen Umsetzungszeitpunkt für Erstanwender der
IFRS
01.07.2011 Offen Offen
Änderung an IFRS 7: Aufrechnungsvorschriften 01.01.2013 Offen Offen
Änderung an IAS 32: Aufrechnungsvorschriften 01.01.2014 Offen Offen

Der erwartete Anwendungszeitpunkt stellt dabei den Beginn des Geschäftsjahres der PNE WIND AG dar, in dem die neue Rechnungslegungsvorschrift erstmals berücksichtigt wird.

Im Mai 2011 hat das IASB mit IFRS 10: Konsolidierte Abschlüsse, IFRS 11: Gemeinschaftliche Vereinbarungen und IFRS 12: Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen drei neue Standards zur Bilanzierung von Unternehmensverbindungen veröffentlicht. Gleichzeitig wurden an den bisherigen Standards IAS 27 und IAS 28 Folgeänderungen aufgrund der Neuregelungen vorgenommen.

IFRS 10 Konsolidierte Abschlüsse

IFRS 10 führt eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung für sämtliche Unternehmen ein und schafft damit eine einheitliche Grundlage für die Bestimmung des Vorliegens einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Einbeziehung in den Konsolidierungskreis. Der Standard enthält umfassende Anwendungsleitlinien zur Bestimmung eines Beherrschungsverhältnisses. Der neue Standard ersetzt SIC-12 "Konsolidierung – Zweckgesellschaften" vollständig sowie IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" teilweise.

IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen

IFRS 11 regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) ausübt. Für die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen ist künftig nur noch die Equity-Methode zulässig. Die bisher alternativ anwendbare Quotenkonsolidierung wird abgeschafft. Der neue Standard ersetzt IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen – Nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen".

IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

IFRS 12 fasst alle Anhangangaben in einem Standard zusammen, die ein Unternehmen mit Anteilen an bzw. einem Engagement in anderen Unternehmen erfüllen muss; hierzu gehören Anteile an Tochtergesellschaften, Anteile an assoziierten Unternehmen, Anteile an gemeinschaftlichen Vereinbarungen (Joint Arrangements) sowie Anteile an strukturierten Unternehmen. Der neue Standard ersetzt die bisherigen Vorschriften zu den Anhangangaben in IAS 27, IAS 28, IAS 31 und SIC-12.

Änderung IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse

Der geänderte IAS 27 enthält infolge der neuen Verlautbarung IFRS 10 nur noch Regelungen, die für einen nach IFRS erstellten separaten Einzelabschluss relevant sind.

Änderung IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen

Der angepasste IAS 28 regelt die Rechnungslegung für Anteile an assoziierten Unternehmen sowie die Anforderungen für die Anwendung der Equity-Methode bei der Bilanzierung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und an Gemeinschaftsunternehmen.

Der Konzern prüft derzeit die Auswirkungen der Erstanwendung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 auf den Konzernabschluss. Eine abschließende Beurteilung kann noch nicht erfolgen, zumal die Standards noch nicht von der EU übernommen sind.

IFRS 9 Finanzinstrumente

IFRS 9 soll den bisherigen IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" vollständig ersetzen. Im November 2009 wurde zunächst IFRS 9 "Finanzinstrumente – Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten" veröffentlicht. Gemäß der Methodik von IFRS 9 sind finanzielle Vermögenswerte entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Die Zuordnung zu einer der beiden Bewertungskategorien hängt davon ab, wie ein Unternehmen seine Finanzinstrumente steuert (sein Geschäftsmodell) und von der Art der vertraglich vereinbarten Zahlungsströme der finanziellen Vermögenswerte. Der Standard wurde durch im Oktober 2010 veröffentlichte Vorschriften zur Bilanzierung finanzieller Verbindlichkeiten sowie der Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ergänzt. Die verpflichtende Erstanwendung des IFRS 9 wurde im Dezember 2011 durch das IASB vom 1. Januar 2013 auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, verschoben.

Aufgrund der Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts auf den 1. Januar 2015 und der noch fehlenden Empfehlung zur Übernahme durch die EU hat der Konzern noch keine detaillierte Prüfung der möglichen Auswirkungen des IFRS 9 vorgenommen.

Weitere veröffentlichte Standards und Interpretationen, die zum Teil noch einer Übernahme in der EU bedürfen, haben nach den derzeitigen Einschätzungen keine wesentliche Auswirkung auf die Bilanzierung erfasster Transaktionen und Geschäftsvorfälle.

IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert

Im Mai 2011 hat das IASB den neuen Standard IFRS 13 "Bewertung zum beizulegenden Zeitwert" veröffentlicht. IFRS 13 enthält eine Definition des beizulegenden Zeitwerts sowie Regelungen, wie dieser zu ermitteln ist, wenn andere IFRS-Vorschriften die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert als Wertmaßstab vorschreiben. Der Standard selbst enthält keine Vorgaben, in welchen Fällen der beizulegende Zeitwert zu verwenden ist. Mit Ausnahme der in IFRS 13 explizit ausgenommenen Standards definiert IFRS 13 einheitliche Anhangangaben für alle Vermögenswerte und Schulden, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sowie für alle Vermögenswerte und Schulden, für die die Angabe des beizulegenden Zeitwerts als Anhangangabe erforderlich ist; hierdurch werden insbesondere in Bezug auf die nicht finanziellen Vermögenswerte die Angabenpflichten erweitert.

Der Konzern geht derzeit davon aus, dass die Anwendung des neuen Standards, sofern er von der EU in dieser Form übernommen wird, zu erweiterten Anhangangaben führen wird.

Änderung IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer

Im Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veröffentlicht. Die Änderungen betreffen im Wesentlichen die Abschaffung der aufgeschobenen Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten (sog. Korridormethode) zu Gunsten einer sofortigen Erfassung im Sonstigen Ergebnis innerhalb des Eigenkapitals, die Darstellung von Änderungen der Nettoverbindlichkeiten/ -vermögenswerte aus leistungsorientierten Pensionsplänen sowie die Erfassung eines Nettozinsaufwands bzw. -ertrags aus den Nettoverbindlichkeiten bzw. Nettovermögenswerten eines Pensionsplans. Darüber hinaus werden zusätzliche Anhangangaben zu den Charakteristiken der Pensionspläne und den damit für das Unternehmen verbundenen Risiken verlangt.

Der Konzern kann derzeit noch nicht abschließend beurteilen, welche Auswirkungen die Anwendung der Änderungen des IAS 19 haben wird, zumal die Änderungen noch nicht von der EU übernommen wurden. Die Erstanwendung wird aber zu erweiterten Anhangangaben führen.

Änderung von IFRS 7 Angaben – Übertragungen finanzieller Vermögenswerte

Die Änderung betrifft erweiterte Angabepflichten zu Übertragungen finanzieller Vermögenswerte, bei denen eine vollständige oder teilweise Ausbuchung gescheitert ist bzw. ein anhaltendes Engagement bilanziert werden muss.

Änderung IAS 1 Darstellung des Abschlusses – Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses

Im Juni 2011 hat das IASB unter dem Titel "Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses" Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht. Die Änderungen verlangen eine Aufteilung der im Sonstigen Ergebnis (OCI – Other Comprehensive Income) dargestellten Posten in die Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sog. recycling), und solche Posten, bei denen dies nicht der Fall ist. Soweit nichts anderes angegeben ist, wird der vorstehende Konzernabschluss in Euro (EUR) aufgestellt und grundsätzlich auf Tausend Euro (TEUR) gerundet. Aufgrund dieser Rundungen kann es bei Darstellungen innerhalb dieses IFRS-Konzernanhangs möglich sein, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe aufaddieren.

Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Erstanwendung der übrigen neuen Rechnungslegungsvorschriften, sofern sie von der EU in dieser Form übernommen werden, einen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.

Der Konzernabschluss entspricht den Anforderungen des § 315a HGB.

Dem Konzernabschluss liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.

Der vom Vorstand zum 31. Dezember 2011 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde in der Vorstandssitzung am 24. März 2012 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.

Der zum 31. Dezember 2011 aufgestellte Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch eingereicht.

IV. Konsolidierungsgrundsätze

1. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden im Wege der Vollkonsolidierung alle Unternehmen einbezogen, über welche die Konzernobergesellschaft die Kontrolle ausübt. Ausübung der Kontrolle wird angenommen, sobald die Muttergesellschaft im Besitz von mehr als 50% der Stimmrechte der Tochtergesellschaft ist oder die Finanzierungs- und Geschäftspolitik einer Tochtergesellschaft bestimmen oder eine Mehrheit des Aufsichts- bzw. Verwaltungsrats einer Tochtergesellschaft stellen kann. Darüber hinaus werden Windparkbetreibergesellschaften, die nach wirtschaftlicher Betrachtung vom Mutterunternehmen oder damit verbundenen Unternehmen beherrscht werden, in den Konsolidierungskreis einbezogen.

Im Berichtsjahr wurden folgende neu gegründete Gesellschaften erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen (in Klammern Erstkonsolidierungszeitpunkt und Anteilshöhe):

    1. PNE WIND Ventus Praventsi OOD, Sofia, Bulgarien (75 Prozent Anteil über die PNE WIND Ausland GmbH, Cuxhaven, Erstkonsolidierung zum 21. Januar 2011),
    1. PNE WIND Nautilus II GmbH, Cuxhaven (100 Prozent Anteil über die PNE WIND AG, Cuxhaven, Erstkonsolidierung zum 7. Juni 2011),
    1. PNE Gode Wind III GmbH, Cuxhaven (100 Prozent Anteil über die PNE WIND AG, Cuxhaven, Erstkonsolidierung zum 7. Juni 2011),
    1. PNE WIND NEH/I Kft. Gödöllö, Ungarn (100 Prozent Anteil über die NH North Hungarian Windfarm Kft., Gödöllö, Ungarn, Erstkonsolidierung zum 13. September 2011),
    1. PNE WIND DEVELOPMENT LLC, Delaware, USA (100 Prozent Anteil über die PNE WIND USA Inc., Delaware, USA, Erstkonsolidierung zum 29. Juli 2011),
    1. Wind Kapital Invest Verwaltungs GmbH, Cuxhaven (100 Prozent Anteil über die PNE WIND AG, Cuxhaven, Erstkonsolidierung zum 16. Juli 2011),
    1. Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent Anteil über die PNE WIND AG, Cuxhaven, Erstkonsolidierung zum 16. Juli 2011),
    1. Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CV GmbH & Co. KG, Cuxhaven (100 Prozent Anteil über die PNE WIND AG, Cuxhaven, Erstkonsolidierung zum 1. Januar 2011).

Gegenstand der Unternehmen Nr. 1 – 5 ist die Projektierung und Realisierung von Windparks im jeweiligen Land. Kern der operativen Tätigkeit ist die Erkundung geeigneter Standorte für Windparks sowie deren anschließende Projektierung und Realisierung.

Gegenstand des Unternehmens Nr. 6 ist die Beratung, Projektierung, Finanzierung, Errichtung und der Betrieb von Anlagen der Umwelt- und Energietechnik, insbesondere von Windparks, ferner die Übernahme der persönlichen Haftung als Komplementärin in der Wind Kapital Invest GmbH & Co. KG.

Gegenstand des Unternehmens Nr. 7 ist der Erwerb von bestehenden Windparks bzw. deren Betreibergesellschaften bzw. Beteiligung an diesen nebst Optimierung der Windkraftanlagen (Repowering), die Errichtung und der Betrieb von Windkraftanlagen in Form von Windparks sowie die Veräußerung der erzeugten elektrischen Energie.

Gegenstand des Unternehmens Nr. 8 ist die Errichtung und der Betrieb von Windkraftanlagen in Form von Windparks sowie die Veräußerung der erzeugten elektrischen Energie.

Die Buchwerte bzw. beim Erwerb angesetzten beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft waren zum Erstkonsolidierungszeitpunkt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich.

Danach umfasst der Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2011 neben der PNE WIND AG die weiteren in der "Aufstellung der in den Konzernabschuss einbezogenen Gesellschaften" aufgeführten Unternehmen.

Gesellschaften, die nicht im Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2011 einbezogen wurden, sind in der "Aufstellung der in den Konzernabschuss einbezogenen Gesellschaften" unter dem Punkt III "Nicht einbezogene Unternehmen aufgrund unwesentlicher Bedeutung" aufgeführt.

2. Unternehmenszusammenschlüsse und -verkäufe

Im Geschäftsjahr 2011 wurde folgende Gesellschaft endkonsolidiert:

• PNE WIND Nautilus II GmbH, Cuxhaven

Die Endkonsolidierung der PNE Nautilus II GmbH hat sich nur unwesentlich auf den Konzernabschluss der PNE WIND AG ausgewirkt.

Hinsichtlich der Auswirkungen auf den Konzernerfolg verweisen wir auf die Erläuterungen unter VII. Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Segmentberichterstattung.

3. Konsolidierungsmethoden

Grundlage für den Konzernabschluss sind die zum 31. Dezember 2011 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten, teilweise von Abschlussprüfern geprüften Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften.

Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Das Eigenkapital ermittelt sich dabei als Saldo der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt (vollständige Neubewertung).

Wesentliche konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den zu konsolidierenden Gesellschaften werden eliminiert. Zwischenergebnisse werden, soweit sie wesentlich sind, eliminiert und bei der Steuerabgrenzung berücksichtigt.

Werden Beteiligungsquoten bereits konsolidierter Unternehmen (ohne Kontrollerlangung oder Kontrollverlust) erweitert oder reduziert, erfolgt dies ergebnisneutral zu Gunsten bzw. zu Lasten der Minderheitenanteile innerhalb des Eigenkapitals.

V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Rechnungslegung erfolgt bei sämtlichen Gesellschaften des Konzerns originär nach den national geltenden gesetzlichen Vorschriften sowie den diese ergänzenden Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Die Abschlüsse aller einbezogenen Unternehmen werden auf der Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Die entsprechend der jeweils geltenden Vorschriften erstellten Jahresabschlüsse (HB I) werden in IFRS-konforme Jahresabschlüsse (HB II) übergeleitet. Die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.

Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB erfordert bei einigen Positionen, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf die Höhe und den Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.

Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern bei den Sachanlagen, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen bei latenten Steuern, die Ermittlung von Fertigstellungsgraden bei Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung sowie die Festlegung von Cash Flows, Wachstumsraten und Diskontierungsfaktoren im Zusammenhang mit Wertminderungsprüfungen der Geschäfts- oder Firmenwerte.

Die verwendeten Annahmen und Schätzungen beziehen sich auf Erfahrungswerte, die während der zurückliegenden Geschäftstätigkeit des PNE Wind Konzerns gesammelt werden konnten, und orientieren sich an im jeweiligen Markt öffentlich zugänglichen relevanten Erwartungen. Somit können die verwendeten Annahmen und Schätzungen grundsätzlich nicht von allgemeinen Markterwartungen und damit bei zukunftsorientierten Werten am Markt ablesbaren Preisentwicklungen abweichen. Das maximale Risiko einer vollständigen Wertabweichung wird durch die jeweiligen bilanzierten Buchwerte der immateriellen und materiellen sowie finanziellen Vermögenswerte repräsentiert. Für eine Darstellung der durch die verwendeten Annahmen und Schätzungen hervorgerufenen historischen Wertentwicklung der Vermögenswerte wird insbesondere auf den Anlagenspiegel verwiesen.

Die tatsächlich eintretenden Werte und Wertentwicklungen können jedoch von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Solche Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.

1. Immaterielle Vermögenswerte

Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen werden zu Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Auf Grund ihrer endlich bestimmbaren Nutzungsdauer werden sie um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwei bis vier Jahre. Soweit notwendig, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem dauerhaftem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.

Nach IFRS 3 werden Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung nicht mehr planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen nach IAS 36 ("impairment only approach") vorgenommen.

2. Sachanlagen

Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten gemäß IAS 16 abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 waren nicht erforderlich.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:

In Jahren
Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20 bis 50
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 10

Wesentliche Restwerte waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.

Gemietete bzw. geleaste Vermögenswerte, bei denen sowohl das wirtschaftliche Risiko als auch der wirtschaftliche Nutzen bei der jeweiligen Konzerngesellschaft liegt ("finance lease"), werden gemäß IAS 17 aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes durch planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zahlungsverpflichtung wird mit dem Betrag passiviert, der dem niedrigeren Wert aus dem Fair Value des Vermögensgegenstandes und dem Barwert aller künftigen Leasingraten entspricht. Die Leasingzahlungen werden so auf Zins aufwendungen und Veränderungen der Verbindlichkeit aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst.

Mietzahlungen bei operativen Leasingverhältnissen werden im Periodenergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt.

Fremdkapitalkosten werden grundsätzlich erfolgswirksam erfasst. Die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordneten Fremdkapitalkosten werden aktiviert.

3. Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag wird beurteilt, ob Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf für in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswertes vorgeschrieben, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuell erforderlichen Wertminderungsaufwands zu ermitteln. Ist die Beurteilung der Werthaltigkeit einzelner Vermögenswerte individuell nicht möglich, werden zusammen eingesetzte Vermögenswerte zu zahlungsgenerierenden Einheiten zusammengefasst, auf deren Ebene Zahlungsströme abschätzbar sind. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme aus diesem Vermögenswert bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter Zugrundelegung eines risikoadjustierten Abzinsungssatzes vor Steuern auf den Barwert abgezinst. Ergebniswirksam erfasste Abwertungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter der Position 'Wertminderungsaufwand Geschäfts- oder Firmenwerte' ausgewiesen.

Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren für einen Vermögenswert aufwandswirksam erfassten Wertminderung wird vorgenommen (mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte), wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Werterhöhung beziehungsweise Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswertes wird jedoch nur insoweit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertaufholungen auf Abschreibungen, die im Rahmen von Wertminderungsprüfungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst wurden, dürfen nicht vorgenommen werden.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich zum 31. Dezember oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Anzeichen vorliegen, dass der Buchwert gemindert sein könnte. Eine eventuelle Wertminderung wird sofort aufwandswirksam als Bestandteil der Abschreibungen erfasst.

Zur Ermittlung eines eventuellen Wertminderungsbedarfes auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie auf immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen.

Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der zurechenbare Betrag des Geschäftsoder Firmenwertes in die Berechnung des Gewinns oder Verlusts aus der Veräußerung einbezogen.

4. Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert, da es sich um Investitionen in Eigenkapitalinstrumente handelt, für die kein notierter Marktpreis zur Verfügung steht. Somit ist eine verlässliche Bewertung zum beizulegenden Zeitwert nicht möglich. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt.

5. Latente Steuern

Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss angesetzt. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen berechnet. Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden grundsätzlich mit den landesspezifischen Steuersätzen für die einzelnen Konzernunternehmen ermittelt.

Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung stehen wird.

Aktive und passive latente Steuern werden in der Konzernbilanz saldiert ausgewiesen, sofern ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.

6. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche

Vermögenswerte des Anlagevermögens und Abgangsgruppen, deren Veräußerung innerhalb von 12 Monaten geplant ist, werden gemäß IFRS 5 in einer separaten Position erfasst. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten.

Gewinne bzw. Verluste aus Wertaufholungen oder Wertminderungsaufwendungen sind im Geschäftsjahr 2011 nicht angefallen.

7. Vorräte

Die Vorräte werden grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Darüber hinaus werden die direkt dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zugeordneten Fremdkapitalkosten aktiviert. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Veräußerungserlös abzüglich geschätzter Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.

8. Bilanzierung von langfristigen Fertigungsaufträgen

Bei langfristigen Fertigungsaufträgen, welche die Erstellung von Windparks betreffen, erfolgt eine Teilgewinnrealisierung nach den Vorschriften von IAS 11. Dabei wird der aus einem Fertigungsauftrag erwartete Ergebnisbeitrag anhand der voraussichtlich anfallenden Auftragserlöse und Auftragskosten geschätzt und die Erlöse und Aufwendungen entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag erfasst. Der Fertigstellungsgrad der einzelnen Aufträge wird dabei anhand der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen ermittelt, die mit dem gesamten erwarteten Leistungsvolumen verglichen werden. Von Subunternehmern erbrachte Leistungen werden bei der Bestimmung des Fertigstellungsgrades berücksichtigt. Insgesamt wird der Fertigstellungsgrad projektindividuell anhand der erbrachten Leistungen ermittelt.

Soweit die Summe aus angefallenen Auftragskosten und ausgewiesenen Gewinnen die Anzahlungen übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den künftigen Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen als Bestandteil der Position "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen". Ein negativer Saldo wird unter den "Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen" ausgewiesen.

Ein erwarteter Gesamtverlust aus einem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.

9. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten ggf. abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bewertet.

Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zu marktgerechten Konditionen diskontiert.

10. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als zwölf Monaten.

11. Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden grundsätzlich gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien eingeteilt:

  • zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte
  • bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
  • vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die das Unternehmen bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt und halten kann, ausgenommen vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die hauptsächlich erworben wurden, um einen Gewinn aus der kurzfristigen Wertentwicklung zu erzielen, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte, ausgenommen vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert, es sei denn, sie werden innerhalb von 12 Monaten ab dem Bilanzstichtag fällig. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten bilanziert. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Unternehmensleitung die Absicht hat, diese innerhalb von 12 Monaten ab dem Bilanzstichtag zu realisieren.

Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden nach der Methode der Bilanzierung zum Handelstag bilanziert, das heißt zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen ist.

Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts wird dieser mit den Anschaffungskosten angesetzt. Diese setzen sich aus dem Zeitwert der Gegenleistung und – mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte – den Transaktionskosten zusammen.

Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden erfolgswirksam erfasst. Als Zeitwert eines Finanzinstruments gilt dabei der Betrag, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenpreis, sofern die zu bewertenden Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden. Sofern kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, wird der beizulegende Zeitwert mittels geeigneter finanzmathematischer Methoden, wie zum Beispiel anerkannten Optionspreismodellen oder der Diskontierung zukünftiger Zahlungszuflüsse mit dem Marktzinssatz, errechnet.

Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Ist es wahrscheinlich, dass bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten eine Wertminderung eintritt, so wird diese ergebniswirksam erfasst. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, wenn die nachfolgende teilweise Werterholung (beziehungsweise Verringerung der Wertminderung) objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden kann. Eine Werterhöhung wird jedoch nur insoweit erfasst, wie sie den Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung nicht erfolgt wäre.

Vom Unternehmen ausgereichte Forderungen und Kredite, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum Marktwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden abzüglich eines Steueranteils im Eigenkapital in der Position "Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen" ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung der Position "Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen" erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei Vorliegen einer Wertminderung.

Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente können nach der Bedeutung der in ihre Bewertungen einfließenden Faktoren und Informationen klassifiziert und in (Bewertungs-) Stufen eingeordnet werden. Die Einordnung eines Finanzinstruments in eine Stufe erfolgt nach der Bedeutung seiner Inputfaktoren für die Gesamtbewertung und zwar nach der niedrigsten Stufe, deren Input für die Bewertung als Ganzes erheblich ist. Die Bewertungsstufen untergliedern sich hierarchisch nach ihren Inputfaktoren:

Stufe 1 die auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierten (unverän
dert übernommenen) Preise
Stufe 2 Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise han
delt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d.h. als Preis)
oder indirekt (d.h. in Ableitung von Preisen) beobachten lassen
Stufe 3 nicht auf beobachtbaren Marktdaten basierende Faktoren für die Bewertung des Vermögenswerts
oder der Verbindlichkeit (nicht beobachtbare Inputfaktoren)

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes sämtlicher in der Konzernbilanz erfassten und in diesem Anhang erläuterten Finanzinstrumente beruht auf Informations- und Inputfaktoren der oben umschriebenen Stufe 2. Durch die Verwendung beobachtbarer Marktparameter weicht die Bewertung nicht von allgemeinen Marktannahmen ab.

Weitere erfasste Finanzinstrumente verfügen weder über an Märkten notierte Preise noch über vergleichbare Transaktionen, die zu ihrer verlässlichen Wertermittlung herangezogen werden könnten, so dass sie zu ihren (historischen) Anschaffungskosten ausgewiesen werden.

Im Einzelnen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen.

12. Rückstellungen

Rückstellungen werden für sämtliche externen Verpflichtungen gebildet, soweit die Inanspruchnahme eher wahrscheinlich ist und die Höhe der Rückstellung zuverlässig geschätzt werden kann. Daneben werden Drohverlustrückstellungen für sog. "onerous contracts" entsprechend der Vorschriften von IAS 37 gebildet.

Bei der Bewertung der Rückstellung wird der wahrscheinlichste Wert, bei einer Bandbreite unterschiedlicher Werte deren Erwartungswert, angesetzt. Die Ermittlung und Bewertung erfolgt, sofern möglich, anhand vertraglicher Vereinbarungen; ansonsten basieren die Berechnungen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und Schätzungen des Vorstands.

Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt, die Abzinsung erfolgt mit Marktzinssätzen, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen.

Der Konzern verfügt in sehr geringem Umfang über Pensionspläne in Form von beitragsorientierten Zusagen. Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.

13. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem Barwert der künftigen Leasingraten während der unkündbaren Grundmietzeit bilanziert.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich zu marktgerechten Konditionen verzinst.

Eventualverbindlichkeiten sind nicht in der Bilanz ausgewiesen. Eine Aufstellung der am Bilanzstichtag bestehenden Eventualverbindlichkeiten erfolgt unter Gliederungspunkt XI.1.

14. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden im Zeitpunkt des Zuflusses mit dem Nominalbetrag erfolgsneutral in einem separaten Posten erfasst und entsprechend der Abschreibungen der geförderten Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst.

15. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

16. Umsatzerlöse/Gewinnrealisierung

Verkäufe wurden zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Erbringung der Dienstleistung beim Kunden als Erlöse dargestellt. Die Umsatzrealisierung bei langfristigen Fertigungsaufträgen ist unter V.8. erläutert.

Zinserträge werden periodengerecht unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode abgegrenzt.

17. Fremdwährungsumrechnung

Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt, der Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft ist.

Transaktionen in Fremdwährung werden zum aktuellen Kurs am Tag der Transaktion in die jeweils funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.

Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von bzw. an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist, welche Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind und welche in der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen erfasst werden, werden bei Abgang der Nettoinvestition erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen.

Zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sind die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe des Konzerns in Euro (EUR) umzurechnen, wobei die am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Die entstandenen Umrechnungsdifferenzen werden als Bestandteil des Eigenkapitals in die Rücklage aus der Währungsumrechnung eingestellt. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebes werden diese Beträge erfolgswirksam erfasst. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt zu historischen Kursen.

Ein aus dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert sowie Anpassungen an die beizulegenden Zeitwerte werden als Vermögenswerte oder Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.

VI. Bilanz

Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Werte des Anlagevermögens wird auf den Konzernanlagespiegel verwiesen. Hinsichtlich der Verfügungsbeschränkungen von Vermögenswerten des Anlagevermögens wird auf den Verbindlichkeitenspiegel verwiesen.

1. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte betreffen mit TEUR 20.310 (i.V. TEUR 20.340) Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften.

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet.

Der künftig erzielbare Betrag wurde als Barwert zukünftiger Cash-Flows (Nutzungswert) definiert.

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Projektierung von Windkraftanlagen, der den wesentlichen Anteil dieser Bilanzposten ausmacht, wurden die zukünftigen Cash-Flows aus detaillierten Planungen für die nächsten 3 Jahre abgeleitet. Für den Zeitraum danach wurde kein Wachstumsabschlag berücksichtigt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cash-Flows verwendete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz beträgt für die Detailplanungsphase und für den anschließenden Zeitraum 7,16%.

Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Stromerzeugung wurden die zukünftigen Cash-Flows aus detaillierten Planungen für die nächsten 3 Jahre abgeleitet. Für den Zeitraum danach wurde eine kumulierte Planung über die jeweilige erwartete Restnutzungsdauer bis 2026 zu Grunde gelegt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cash-Flows verwendete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz beträgt für die Detailplanungsphase und für die anschließenden Zeitraum 3,80%.

Wesentliche Grundannahmen für die Berechnung der Nutzungswerte der Geschäftseinheiten zum 31. Dezember 2011 und zum 31. Dezember 2010:

Projektierung von Windkraftanlagen

Geplante Bruttogewinnmargen – Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die in vorhergehenden Geschäftsjahren erzielt wurden, ermittelt und unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht.

Zur Ermittlung des zukünftigen Cash-Flows werden von den so ermittelten Bruttogewinnen die zu erwartenden operativen Kosten abgezogen. Finanzierungskosten und Steuern bleiben unberücksichtigt. Der danach verbleibende Betrag stellt die Ausgangsbasis der Diskontierung dar.

Durchschnittlich gewichteter Kapitalkostensatz – Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten erfolgte durch Anwendung des Capital Asset Pricing Models (CAPM). Die Kosten des Fremdkapitals vor Steuern wurden mit einem Zinssatz von 3,62% angesetzt.

Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte, die den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden:

Alle Angaben in TEUR Projektierung von
Windkraftanlagen
Stromerzeugung Summe
2011 2010 2011 2010 2011 2010
Buchwert des Geschäfts- oder
Firmenwertes
20.000 20.000 310 340 20.310 20.340

Der erzielbare Betrag der CGU Laubuseschbach (Stromerzeugung) liegt unterhalb des Buchwertes der Vermögenswerte der CGU, so dass eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 30 für diesen Windpark vorgenommen wurde.

2. Sachanlagen

Unter den technischen Anlagen und Maschinen ist ein im Rahmen eines Finanzierungsleasings erworbenes Umspannwerk mit fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 950 (i.V. TEUR 1.032) aktiviert. Zum Ende des Finanzierungsleasings geht das rechtliche Eigentum an dem Umspannwerk auf den Konzern über. Die zugehörigen Mindestleasingverpflichtungen sowie die Barwerte der Mindestleasingverpflichtungen sind unter den Finanzverbindlichkeiten dargestellt.

3. Langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten neben den Beteiligungen der Gesellschaft diejenigen Anteile an Unternehmen, die wegen ihrer geringen Bedeutung nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden. Die Beteiligungen sollen auf langfristige Sicht nicht veräußert werden. Darüber hinaus sind in dem Posten Darlehensforderungen in Höhe von TEUR 198 (i.V. TEUR 136) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2011 wurden keine Wertminderungen auf langfristige finanzielle Vermögenswerte vorgenommen.

4. Vorräte

Alle Angaben in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 66 30
Unfertige Erzeugnisse und Leistungen 12.588 10.438
Fertige Erzeugnisse und Waren 3 139
Geleistete Anzahlungen 1.439 2.239
14.096 12.846

Im Geschäftsjahr 2011 wurden Wertminderungen der Vorräte in Höhe von TEUR 1.297 (i.V. TEUR 562) als Aufwand erfasst. Der Aufwand ist in den Bestandsveränderungen enthalten.

In den unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sind Vermögenswerte in Höhe von TEUR 6.980 (i.V. TEUR 1.224) enthalten, die voraussichtlich nach mehr als zwölf Monaten realisiert bzw. erfüllt werden.

5. Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung

Die Forderungen aus der langfristigen Auftragsfertigung sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Windparkgesellschaften aus der Errichtung von Windparks.

Vor Saldierung mit erhaltenen Anzahlungen betragen die Forderungen aus der langfristigen Auftragsfertigung TEUR 11.433 (i.V. TEUR 1.326). Nach Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen ergibt sich folgender Saldo, der unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen wird:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Aufgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen 11.433 1.326
Erhaltene Anzahlungen -2.511 0
8.922 1.326

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Im Geschäftsjahr 2011 wurden Wertminderungen in Höhe von TEUR 30 (i.V. TEUR 256) auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte vorgenommen. Die ermittelten Wertminderungen beruhen individuell auf Erfahrungswerten im Zahlungsverkehr mit den jeweiligen Gesellschaften.

Das Wertberichtigungskonto hat sich wie folgt entwickelt (in TEUR):

31.12.2010 1.905
Zuführungen 30
Inanspruchnahmen (-) 0
Auflösungen (-) 273
31.12.2011 1.662

Der Gesamtbetrag der wertgeminderten Forderungen beträgt zum 31. Dezember 2011 TEUR 2.619.

Von den Forderungen und sonstigen Vermögenswerten waren zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Beträge überfällig. An den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Eigentumsvorbehalte in geschäftsüblichem Umfang vereinbart, darüber hinaus wurden keine weiteren Sicherheiten für die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte vereinbart.

6. Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 1. Januar 2011 EUR 45.775.826,00, eingeteilt in 45.775.826 Namensstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie. Im Berichtszeitraum hat sich das Grundkapital der Gesellschaft wie folgt geändert:

Im Geschäftsjahr 2011 gab die Gesellschaft 2.134 Aktien aus dem bedingten Kapital 2009/I nach Ausübung entsprechender Wandlungsrechte aus.

Am Bilanzstichtag betrug das Grundkapital der Gesellschaft EUR 45.777.960,00, eingeteilt in 45.777.960 Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 1,00 je Aktie.

Genehmigtes Kapital

Die Hauptversammlung hat am 11. Juni 2008 unter Aufhebung des bisherigen genehmigten Kapitals in dem Umfang, wie dieses noch nicht ausgenutzt war, ein neues genehmigtes Kapital geschaffen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2013 durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt EUR 20.623.338,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008/I). Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats

  • das Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem Betrag, der 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, auszuschließen, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Betrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese 10-Prozent-Grenze werden die Aktien angerechnet, die nach § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben und unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Ferner sind Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden;
  • das Bezugsrecht der Aktionäre zum Zwecke der Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere durch den Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder durch Erwerb sonstiger Wirtschaftsgüter, auszuschließen, wenn der Erwerb oder die Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt und gegen die Ausgabe von Aktien vorgenommen werden soll;

• das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- bzw. Optionsrechts zustehen würde.

Sofern der Vorstand von den vorgenannten Ermächtigungen keinen Gebrauch macht, kann das Bezugsrecht der Aktionäre nur für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden.

Das genehmigte Kapital wurde am 8. August 2008 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen.

Der Vorstand hat erstmals am 18. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tage beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft unter Ausnutzung des genehmigten Kapitals um bis zu EUR 4.127.496,00 zu erhöhen und den Aktionären ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien einzuräumen. Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurde eine Kapitalerhöhung im Umfang von EUR 3.250.000,00 durchgeführt und es wurden 3.250.000 neue Aktien ausgegeben. Das genehmigte Kapital betrug somit zum 31. Dezember 2009 noch EUR 17.373.338,00.

Unter nochmaliger teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung vom 11. Juni 2008 hat der Vorstand am 18. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tage beschlossen, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 1.249.500,00 zu erhöhen und den Aktionären ein Bezugsrecht auf die neuen Aktien einzuräumen. Auf der Grundlage dieses Beschlusses wurde eine Kapitalerhöhung im Umfang von EUR 1.249.500,00 durchgeführt und es wurden 1.249.500 neue Aktien ausgegeben. Das genehmigte Kapital betrug danach noch EUR 16.123.838,00.

Im Berichtsjahr 2011 erfolgte keine Ausnutzung des genehmigten Kapitals. Das genehmigte Kapital betrug somit zum 31. Dezember unverändert EUR 16.123.838,00.

Bedingtes Kapital I/2009

Die Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 hat eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu EUR 15.000.000,00 beschlossen:

Das Grundkapital ist um weitere bis zu EUR 15.000.000,00, eingeteilt in bis zu 15.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I/2009). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem hundertprozentigen unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsunternehmen der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 bis zum 13. Mai 2014 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungs- oder Optionsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzulegen.

Von dieser Ermächtigung machte der Vorstand erstmals mit Beschluss vom 18. Juni 2009 und Zustimmung des Aufsichtsrats vom 18. Juni 2009 Gebrauch und beschloss die Ausgabe einer Wandelanleihe (die "Wandelanleihe 2009/2014") von bis zu EUR 37,5 Mio. nominal. Die Wandelschuldverschreibungen wurden zu einem Kurs von 100% ausgegeben. Der Wandlungspreis je künftig durch Ausübung des Wandlungsrechts erworbener Aktie liegt bei EUR 2,50. Die Wandelanleihe wurde im Umfang von EUR 3.850.000 nominal gezeichnet. Dies entspricht Bezugsrechten auf bis zu 1,54 Mio. neue Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00. Damit wurde das bedingte Kapital in Höhe von EUR 1.540.000 teilweise ausgenutzt.

Unter nochmaliger Ausnutzung dieser Ermächtigung hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 18. Mai 2010 beschlossen, eine Wandelanleihe im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 29,5 Mio. eingeteilt in bis zu 295.000 auf den Inhaber lautende Teilschuldverschreibungen auszugeben (die "Wandelanleihe 2010/2014"). Die Teilschuldverschreibungen wurden zu einem Ausgabebetrag von EUR 100,00 ausgegeben. Der Wandlungspreis beträgt im Falle der wirksamen Ausübung des Wandlungsrechts EUR 2,20. Die Wandelanleihe wurde im Umfang von EUR 26.000.000,00 nominal gezeichnet. Dies entspricht Bezugsrechten auf bis zu 11.818.181 neue Aktien mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von je EUR 1,00. Unter Einbeziehung der erstmaligen Ausnutzung der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 wurde das bedingte Kapital 2009/I damit insgesamt in Höhe von EUR 13.358.181,00 teilweise ausgenutzt.

7. Minderheitenanteile

Aus der Kapitalkonsolidierung der Windparkbetreibergesellschaften und der Beteiligungen im Ausland sowie den Ergebnissen aus laufenden und vergangenen Geschäftsjahren resultieren negative Minderheitenanteile in Höhe von TEUR 2.207 (i.V. TEUR 1.072). Zum Bilanzstichtag ergab sich ein negativer Anteil von TEUR 1.872 (i.V. TEUR 737).

8. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2000 Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt TEUR 1.746 für den Anbau eines Bürogebäudes, die Erweiterung des Geschäftsgebäudes und dessen Einrichtung erhalten.

Die Auflösung der Investitionszuschüsse orientiert sich an der Nutzungsdauer der zugrunde liegenden Vermögenswerte. Im Berichtsjahr wurde insgesamt ein Betrag in Höhe von TEUR 47 (i.V. TEUR 47) aufgelöst.

9. Steuerrückstellungen

Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstige betriebliche Steuern, die für abgelaufene Geschäftsjahre sowie für das Geschäftsjahr 2011 gebildet wurden.

10. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Alle Angaben in TEUR Konso.Kreis/
1.1.2011 Verbrauch Auflösung Zuführung Umglieder. 31.12.2011
Ausschüttungsgarantien
Silbitz
1.492 359 0 143 0 1.276
Prozesskosten 357 120 35 132 0 334
Investitionszuschuss 562 0 562 0 0 0
Übrige 82 0 0 32 0 114
2.493 479 597 307 0 1.724

Die Verzinsung der Ausschüttungsgarantie ist in unwesentlichem Umfang in den Zuführungen enthalten, bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich um kurzfristige Rückstellungen.

Die Rückstellung für Ausschüttungsgarantien Silbitz betrifft eine Garantie der PNE WIND AG. Die PNE WIND AG hat den Kommanditisten der HKW Silbitz GmbH & Co. KG eine Ausschüttungsgarantie angeboten, welche mit einem abgezinsten Wert von rund 1,3 Mio. Euro in den Rückstellungen bilanziert ist. Außerdem hat die PNE WIND AG den an der Betreiber-Gesellschaft des HKW Silbitz beteiligten Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurück zu erwerben. Aufgrund dieser Zusage wird unter den sonstigen Finanzverbindlichkeiten eine abgezinste Kaufpreisverbindlichkeit zum 31. Dezember 2011 in Höhe von rund 5,0 Mio. Euro ausgewiesen.

11. Finanzverbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft ausgegebenes Genussrechtskapital, Wandelschuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sonstige Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen.

Die Finanzverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf bzw. gliedern sich nach Zinsvereinbarungen wie folgt:

Alle Angaben in TEUR Gesamt Bis zu
1 Jahr
1 bis
5 Jahre
Mehr als
5 Jahre
Per 31.12.2011
Festverzinslich
Genussrechtskapital 843 0 843 0
Anleihen 28.484 0 28.484 0
Verb. gegenüber Kreditinstituten 43.316 7.036 16.232 20.048
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 5.146 135 0 5.011
Verb. aus Leasingverhältnissen 714 106 425 183
Variabel verzinslich
Verb. gegenüber Kreditinstituten 1.192 1.192 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 3.387 3.387 0 0
Derivate
Zinsswap 1.679 399 1.079 201
84.761 12.255 47.063 25.443
Per 31.12.2010
Festverzinslich
Genussrechtskapital 882 0 882 0
Anleihen 28.097 0 28.097 0
Verb. gegenüber Kreditinstituten 45.561 5.186 17.674 22.701
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 4.762 143 0 4.619
Verb. aus Leasingverhältnissen 820 106 425 289
Variabel verzinslich
Verb. gegenüber Kreditinstituten 1.359 1.359 0 0
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 3.387 3.387 0 0
Derivate
Zinsswap 1.063 401 607 55
85.931 10.582 47.685 27.664

Die ausgewiesenen Buchwerte der Finanzverbindlichkeiten entsprechen in etwa den beizulegenden Zeitwerten.

Genussrechtskapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 4. November 2003 war der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. September 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach Genussrechte zu begeben. Die Laufzeit der Genussrechte kann bis zu 20 Jahren betragen. Der Gesamtnennbetrag der gewährten Genussrechte darf EUR 100.000.000,00 nicht überschreiten. Die aufgrund der Ermächtigung ausgegebenen Genussrechte dürfen keine Wandlungs- oder Optionsrechte auf Aktien der PNE WIND AG vorsehen. Die Genussrechte können ausschließlich in Euro begeben werden. Den Aktionären steht das gesetzliche Bezugsrecht zu. Die Genussrechte können auch einem Dritten, insbesondere einer Bank oder einem Bankenkonsortium mit der Verpflichtung angeboten werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen.

In teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung hat der Vorstand am 18. März 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 24. März 2004 Genussscheine begeben. Im Berichtszeitraum wurden keine Genussscheine begeben.

Die Genussscheine haben folgende wesentliche Ausstattungsmerkmale: Die begebenen Genussscheine lauten auf den Inhaber und sind eingeteilt in untereinander gleichberechtigte Genussscheine im Nennbetrag von je EUR 100,00. Die Inhaber der Genussscheine erhalten eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der Emittentin vorgehende Ausschüttung für jedes Geschäftsjahr innerhalb der Laufzeit, die wie folgt ermittelt wird: a) Ausschüttungsbetrag von 7 Prozent des Nennbetrags der Genussscheine und b) eine Erfolgsverzinsung von bis zu 3 Prozent des Nennbetrages der Genussscheine. Durch die Erfolgsverzinsung können sich die Ausschüttungen abhängig von der Höhe des erzielten Ergebnisses der Emittentin auf bis zu 10 Prozent des Nennbetrages der Genussscheine erhöhen. Grundlage für die Berechnung der Erfolgsverzinsung ist der Jahresüberschuss gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 20 Handelsgesetzbuch (HGB) zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (§ 275 Abs. 2 Nr. 18 HGB) des nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschlusses der PNE WIND AG für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr.

Ein Anspruch auf eine Ausschüttung steht den Genussscheininhabern nicht zu, soweit der im vorangegangenen Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss der Emittentin, erhöht um Gewinnvorträge und gemindert um Verlustvorträge und Zuführungen zur gesetzlichen Rücklage, nicht dazu ausreicht. Reicht er nicht aus, erhöhen Fehlbeträge die Ausschüttung des Folgejahres, gegebenenfalls späterer Folgejahre, soweit der nach Satz 1 korrigierte Jahresüberschuss des Folgejahres bzw. der Folgejahre ausreicht. Die Nachzahlungspflicht besteht nur während der Laufzeit der Genussscheine. Die Genussscheine sind vom 1. April 2004 an ausschüttungsberechtigt.

Die Laufzeit der Genussscheine endet am 31. Dezember 2014. Vorbehaltlich der Bestimmungen über die Verlustteilnahme werden die Genussscheine zum Ende der Laufzeit oder nach dem Wirksamwerden ihrer Kündigung zum Nennbetrag zurückgezahlt.

Wird ein Bilanzverlust ausgewiesen oder das Grundkapital der Emittentin zur Deckung von Verlusten herabgesetzt, vermindert sich der Rückzahlungsanspruch jedes Genussscheininhabers um den Anteil am Bilanzverlust, der sich aus dem Verhältnis seines Rückzahlungsanspruchs zum Eigenkapital (einschließlich Genussscheinkapital) errechnet. Die Forderungen aus den Genussscheinen gehen den Forderungen aller anderen nicht nachrangigen Gläubiger der Emittentin im Rang nach.

Entsprechend den Regelungen in IAS 32 werden die Genussrechte als Fremdkapital ausgewiesen. Die zum 31. Dezember 2011 ausgewiesene Verbindlichkeit aus dem Genussrechtskapital beträgt EUR 842.800,00.

Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft 390 Genussscheine im Nominalwert von EUR 39.000,00 zurückgekauft.

Anleihen

Die Anleihen haben sich wie folgt entwickelt:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Wandelanleihe 2009:
- Stand 1. Januar 3.681 3.645
- Ausgegeben/Aufzinsung 42 39
- Gewandelt 0 3
- Stand 31. Dezember 3.723 3.681
Wandelanleihe 2010:
- Stand 1. Januar 24.416 0
- Ausgegeben/Aufzinsung 350 24.416
- Gewandelt 5 0
- Stand 31. Dezember 24.761 24.416
Gesamt 28.484 28.097

Wandelanleihe 2009/2014

Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 hat der Vorstand am 18. Juni 2009 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beschlossen, bis zu 375.000 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je EUR 100,00 und somit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 37.500.000,00 zu begeben. Sodann hat die Gesellschaft durch Beschluss des Vorstands vom 10. Juli 2009 insgesamt 38.500 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je EUR 100,00 und somit einem Gesamtnennbetrag von EUR 3.850.000,00 begeben. Die Wandelanleihe 2009 wurde am 17. Juli 2009 in den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Die Teilschuldverschreibungen werden für ihre gesamte Laufzeit durch eine Inhaberdauerglobal urkunde verbrieft. Die Laufzeit der Teilschuldverschreibungen begann am 17. Juli 2009 und endet am 17. Juli 2014. Die Teilschuldverschreibungen werden in Höhe ihres Nennbetrags mit 7 Prozent p. a. verzinst, und zwar während der gesamten Laufzeit, sofern sie nicht vorher zurückgezahlt wurden oder das Wandlungsrecht rechtswirksam ausgeübt worden ist. Jeder Anleihegläubiger hat nach Maßgabe der Anleihebedingungen das unentziehbare Recht, seine Teilschuldverschreibungen in stimmberechtigte, auf den Namen lautende Stückaktien der PNE WIND AG umzutauschen. Je eine Teilschuldverschreibung berechtigt vorbehaltlich einer etwaigen Anpassung des Wandlungspreises zum Umtausch in je 40 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft. Zur Sicherung der Wandlungsrechte dient das Bedingte Kapital I/2009 (vergleiche hierzu oben unter 6.). Das Wandlungsrecht kann innerhalb bestimmter Ausübungszeiträume, die jeweils nach der ordentlichen Hauptversammlung liegen, ausgeübt werden. Des Weiteren besteht ein Ausübungszeitraum am Laufzeitende. Die Anleihebedingungen sehen ferner Bestimmungen über die Anpassung des Wandlungspreises bei Kapitalerhöhungen und Verwässerungsschutzklauseln vor.

Im Berichtsjahr wurden von Inhabern von Teilschuldverschreibungen aus der Wandelanleihe 2009/2014 keine Wandlungsrechte ausgeübt.

Im Berichtsjahr wurde der Buchwert der Wandelanleihe um TEUR 42 aufgezinst.

Wandelanleihe 2010/2014

Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 hat der Vorstand am 18. Mai 2010 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom gleichen Tag beschlossen, bis zu 295.000 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je EUR 100,00 und somit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 29.500.000,00 zu begeben. Sodann hat die Gesellschaft durch Beschluss des Vorstands vom 14. Juni 2010 insgesamt 260.000 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Teilschuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je EUR 100,00 und somit einem Gesamtnennbetrag von EUR 26.000.000,00 begeben. Die Wandelanleihe 2010/2014 wurde am 16. Juni 2010 in den Freiverkehr an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen. Die Teilschuldverschreibungen werden für ihre gesamte Laufzeit durch eine Inhaberdauerglobalurkunde verbrieft. Die Laufzeit der Wandelanleihe begann am 16. Juni 2010 und endet am 31. Dezember 2014. Die Teilschuldverschreibungen werden in Höhe ihres Nennbetrags mit 6,5 Prozent p. a. verzinst, und zwar während der gesamten Laufzeit, sofern sie nicht vorher zurückgezahlt wurden oder das Wandlungsrecht rechtswirksam ausgeübt worden ist. Jeder Anleihegläubiger hat nach Maßgabe der Anleihebedingungen das unentziehbare Recht, seine Teilschuldverschreibungen in stimmberechtigte, auf den Namen lautende Stückaktien der PNE WIND AG umzutauschen. Je eine Teilschuldverschreibung berechtigt vorbehaltlich einer etwaigen Anpassung des Wandlungspreises zum Umtausch in je 45,4545 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft. Zur Sicherung der Wandlungsrechte dient das Bedingte Kapital I/2009 (vergleiche hierzu oben unter 6.). Das Wandlungsrecht kann jederzeit ausgeübt werden. Die Anleihebedingungen sehen ferner Bestimmungen über die Anpassung des Wandlungspreises bei Kapitalerhöhungen, Verwässerungsschutzklauseln und eine Änderung der Anleihebedingungen durch Beschluss der Anleihegläubiger vor.

Im Berichtsjahr haben die Inhaber von insgesamt 47 Teilschuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von EUR 4.700,00 ihr Wandlungsrecht ausgeübt, so dass insgesamt 2.134 neue, auf den Namen lautende Stückaktien der PNE WIND AG ausgegeben wurden.

Der Buchwert der Wandelanleihe wurde im Berichtsjahr um TEUR 350 aufgezinst.

Die Anleihen sind in voller Höhe konvertibel.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die Zinssätze für die festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen zwischen 2,89% - 5,95%. Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist das Unternehmen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Zinssätze hierfür lagen 2011 bei bis zu 14,00% (Kontokorrentzinssatz). Die variablen Zinssätze werden in Abständen von weniger als einem Jahr angepasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Laufzeiten bis 2026. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 44.782 (i.V. TEUR 47.322) gesichert durch:

    1. Eingetragene Grundschuld i.H.v. TEUR 10.007 auf dem Objekt Peter-Henlein-Str. 2-4, Cuxhaven (valutierter Betrag TEUR 4.282).
    1. Abtretung der Mietansprüche bzgl. Objekt Peter-Henlein-Str. 2 4, Cuxhaven.
    1. Sicherungsübereignung des Umspannwerkes Granzow (valutierter Betrag TEUR 134).
    1. Sicherungsübereignung des Windparks Laubuseschbach (valutierter Betrag TEUR 556) sowie Abtretung aller Forderungen dieses Windparks.
    1. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit dem Projekt Altenbruch II, sowie Abtretung aller Forderungen dieses Windparks (valutierter Betrag TEUR 32.034).
    1. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit dem Holzheizkraftwerk Silbitz, sowie Abtretung aller Forderungen dieses Holzheizkraftwerkes (valutierter Betrag TEUR 4.738).
    1. Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit dem Projekt Kemberg II, sowie Abtretung aller Forderungen dieses Windparks (valutierter Betrag TEUR 3.038).

Zum 31. Dezember 2011 standen dem Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierung von rund EUR 19,9 Mio. zur Verfügung.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Verzugs- oder sonstigen Leistungsstörungen bei Zinsen oder Tilgung vor.

Sonstige Finanzverbindlichkeiten

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten variabel verzinsliche Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der EnBW Erneuerbare Energien GmbH, Stuttgart, die der PNE WIND AG im Zusammenhang mit der Umsetzung von Onshore-Windparks für EnBW gewährt wurden. Die variablen Zinsen werden anhand des jeweils aktuellen Drei-Monats-EURIBOR bei Fertigstellung und Übergabe der Windparkprojekte ermittelt.

Zum Bilanzstichtag lagen keine Verzug- oder sonstigen Leistungsstörungen bei Zinsen oder Tilgung vor.

Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen

Der Konzern hat für verschiedene Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung Finanzierungsleasingverhältnisse und Mietkaufverträge abgeschlossen. Die Verträge beinhalten keine Verlängerungsoptionen, Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln.

Die Nettobuchwerte der Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing von TEUR 714 (i.V. TEUR 820) entfallen in voller Höhe auf technische Anlagen und Maschinen.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:

Alle Angaben in TEUR Mindestleasingzahlungen Barwert der Mindestleasing
zahlungen
31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
verhältnissen:
Mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 172 172 106 106
Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und
bis zu fünf Jahren
688 688 425 425
Mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 188 360 183 289
1.048 1.220 714 820
abzüglich:
Zukünftige Finanzierungskosten -334 -400
Barwert der Leasingverpflichtungen 714 820
Zur Rückzahlung innerhalb von zwölf Monaten fälliger
Betrag (unter den kfr. Schulden ausgewiesen)
106 106
Zur Rückzahlung nach mehr als zwölf Monaten fälliger
Betrag
608 714

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften sind TEUR 714 (i.V. TEUR 820) gesichert durch die Abtretung des juristischen Eigentums am Umspannwerk Kletzke.

12. Sonstige Verbindlichkeiten

Abgegrenzte Umsatzerlöse

Der Posten in Höhe von TEUR 7.396 (i.V. TEUR 8.025) resultiert im Wesentlichen aus von Windparkbetreibergesellschaften geleisteten Vorauszahlungen für die Nutzung von Umspannwerken. Der Betrag wird über die Laufzeit der Nutzungsverträge (20 bis 25 Jahre) ertragswirksam aufgelöst.

13. Finanzinstrumente und Grundsätze des Risikomanagement

Der Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen.

Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz.

Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Finanzen und Controlling. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird. Die Grundsätze des Risikomanagements wurden im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Risikokategorien im Sinne von IFRS 7

Kreditrisiko

Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, wie z.B. Einholung von Sicherheiten oder Bürgschaften, wenn dies auf Grund von Bonitätsprüfungen angemessen erscheint.

Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen) vor.

Zinsrisiko

Derzeit erfolgt eine Absicherung des Zinsrisikos in Bezug auf Veränderungen des Marktzinsniveaus bei Zinszahlungen für bestehende und erwartete variabel verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten innerhalb der Gesellschaft PNE WIND Altenbruch II GmbH & Co. KG, zu der diese Gesellschaft aufgrund eines Darlehensvertrages im Rahmen der Zusage eines KfW-Förderkredites verpflichtet ist. Der beizulegende Zeitwert dieses Derivates ist mit TEUR 1.679 unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen erfasst. Da ansonsten grundsätzlich fest verzinsliche Finanzinstrumente zur Finanzierung des Geschäftsbetriebs eingesetzt werden, entsteht des Weiteren kein Zinsrisiko.

Liquiditätsrisiko

Nicht genutzte, dem Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien (ohne Projektzwischenfinanzierungslinien) stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt, welche die Liquiditätszu- und Liquiditätsabflüsse sowohl auf kurzfristige als auch auf mittel- und langfristige Sicht abbildet. Von dem insgesamt dem Konzern zur Verfügung stehenden Volumen an Kreditlinien in Höhe von TEUR 0 (i.V. TEUR 0) werden zum Bilanzstichtag 0% (i.V. 0%) genutzt.

Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist unter "11. Finanzverbindlichkeiten" abgebildet.

Marktrisiko

Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.

Währungsrisiken

Die Währungskursrisiken der Gesellschaft resultieren primär aus der operativen Tätigkeit und Investitionen. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cash-Flows des Konzerns wesentlich beeinflussen.

Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass bilanziell erfasste aber auch geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden.

Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Zum Jahresende bestehen kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Konzern, die aus Sicht der Gesellschaft zu keinem wesentlichen Risiko führen.

Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen.

Zur Sicherung gegen wesentliche Fremdwährungsrisiken setzt die Gesellschaft Devisenderivate in Form von Devisentermingeschäften und Devisenoptionsgeschäften ein. Mittels dieser Devisenderivate werden die Zahlungen bis maximal ein Jahr im Voraus gesichert. Die Gesellschaft war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Sicherungsgeschäfte waren zum Bilanzstichtag daher nicht abgeschlossen worden.

Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Den Währungssensitivitätsanalysen liegen grundsätzlich die folgenden Annahmen zu Grunde:

  • Wesentliche originäre Finanzinstrumente (Wertpapiere, Forderungen, flüssige Mittel, Schulden) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung valutiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.
  • Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivateeinsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.

Der Konzern ist aufgrund geringer Fremdwährungsvermögenswerte und -schulden keinem wesentlichen Währungsrisiko ausgesetzt. Andere, für den Konzern relevante Währungen als in Euro lagen zum Bilanzstichtag in Britischen Pfund und Amerikanischen Dollar vor.

Zinsrisiken

Die Gesellschaft unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Gesellschaft grundsätzlich Zinsderivate (Zinsswaps, Zinscaps) ein, um Zinsänderungsrisiken entgegen zu wirken.

Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:

  • Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
  • Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash-Flow-Hedges gegen Zinsänderungen designiert sind, aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
  • Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das Zinsergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.

Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2011 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätten sich nur unwesentliche Effekte in Bezug auf eine Neubewertungsrücklage im Eigenkapital ergeben. Darüber hinaus wäre das Zinsergebnis um TEUR 63 niedriger /höher gewesen.

Sonstige Preisrisiken

IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariable kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.

Zum 31. Dezember 2011 und 31. Dezember 2010 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegenden Finanzinstrumente im Bestand.

Risikokonzentrationen

Über die allgemeinen (Kapitalmarkt-) Marktrisiken hinaus, bestehen aus Sicht des Managements keine wesentlichen Risikokonzentrationen.

Zeitwerte

Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite und langfristige Darlehen.

Der Buchwert der Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.

Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil.

In Abhängigkeit vom Marktwert am Bilanzstichtag werden derivative Finanzinstrumente als sonstiger Vermögenswert (bei positivem Marktwert) oder als sonstige Verbindlichkeit (bei negativem Marktwert) ausgewiesen.

Kapitalmanagement

Die Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen

  • in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung,
  • in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals sowie
  • in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur.

Um die Kapitalstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, gibt die Gesellschaft je nach Erfordernis neue Anteile heraus, nimmt Verbindlichkeiten auf oder veräußert Vermögenswerte, um Verbindlichkeiten zu tilgen.

Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Genussscheine/Wandelanleihe, Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften, sonstige Finanzverbindlichkeiten) abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital zuzüglich Nettofremdkapital.

Einzelne Gesellschaften des Segments Stromerzeugung unterliegen Vorgaben hinsichtlich ihrer Liquiditätsreserven durch Banken, die zwar bei der Überwachung der Kapitalstruktur berücksichtigt werden, in der Summe jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Kapitalstruktur und ihrer Verfügbarkeit auf Konzernebene haben.

Die Strategie der Gesellschaft besteht darin, einen Verschuldungsgrad bis 80% einzugehen, um weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten durch Beibehaltung eines guten Kreditratings zu gewährleisten.

Alle Angaben in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Finanzschulden 84.761 85.930
- Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 19.377 39.176
= Nettofremdkapital 65.384 46.754
+ Eigenkapital 74.702 81.688
= Gesamtkapital 140.086 128.442
Verschuldungsgrad 46,67% 36,40%

Die im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Strategie zur Überwachung der Kapitalstruktur hat insofern ihre Ziele weiterhin erreicht, als dass sowohl der Verschuldungsgrad als auch sämtliche externen Vorgaben der Liquiditätssicherung eingehalten wurden.

VII. Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach den Produkt- und Leistungsbereichen im Konzern. Es erfolgten im Berichtszeitraum im Wesentlichen Umsätze aus dem Geschäftsbereich Projektierung von Windkraftanlagen, Management und Serviceleistungen von Windkraftanlagen sowie Umsätze aus Umspannwerknutzungsentgelt. Im Geschäftsbereich Stromerzeugung wurden im Wesentlichen Umsätze aus dem Verkauf von Strom aus dem laufenden Betrieb des Windparks Altenbruch II und dem Holzheizkraftwerk Silbitz erzielt.

Den Umsatzerlösen aus langfristiger Fertigung für das Geschäftsjahr 2011 liegt ein Projekt zu Grunde (siehe Abschnitte V Nr. 8 und VI Nr. 5).

Alle Angaben in TEUR 2011 2010
Umsatzerlöse vor HB II-Überleitung 39.032 81.379
Umsatzerlöse aus Teilgewinnrealisierung 10.932 1.326
Umkehreffekt aus der Teilgewinnrealisierung -1.326 -17.116
Umsatzanteil aus der Teilgewinnrealisierung 9.606 -15.790
48.638 65.589

Den Umsatzanteilen aus Teilgewinnrealisierung stehen Auftragskosten i. H. v. TEUR -10.074 (i.V. TEUR -12.796) gegenüber, so dass sich gegenüber der Teilgewinnrealisierung zum Vorjahr (TEUR 507) eine um TEUR 468 geringere Teilgewinnrealisierung ergibt.

2. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen folgende Einmaleffekte enthalten:

  • Die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte trugen mit TEUR 572 (i.V. TEUR 341) zu den sonstigen betrieblichen Erträgen bei.
  • Im Geschäftsjahr 2011 konnten Rückstellungen in Höhe von TEUR 700 (i.V. TEUR 182) aufgelöst werden, da die Gründe zur Passivierung nicht mehr bestanden.

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Alle Angaben in TEUR 2011 2010
Löhne und Gehälter 10.213 9.105
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 1.237 1.115
11.450 10.220
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 171 154
Personalaufwand je Mitarbeiter 67 66

Im Geschäftsjahr 2011 ist ein Betrag in Höhe von TEUR 17 als Aufwendungen für Altersversorgung (beitragsorientierte Versorgungspläne) im Personalaufwand enthalten (i.V. TEUR 17).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen folgende Aufwendungen:

  • Rechts- und Beratungskosten TEUR 1.975 (i.V. TEUR 2.496)
  • Miet- und Leasingkosten TEUR 1.455 (i.V. TEUR 1.242)
  • Wertberichtigungen auf Forderungen oder Forderungsverluste TEUR 60 (i.V. TEUR 266)
  • Werbe- und Reisekosten TEUR 1.279 (i.V. TEUR 1.162)
  • Kraftfahrzeugkosten TEUR 534 (i.V. TEUR 538)
  • EDV-Kosten TEUR 416 (i.V. TEUR 408)
  • Versicherungen und Beiträge TEUR 653 (i.V. TEUR 751)
  • Reparatur /Instandhaltungskosten (im Wesentlichen "Silbitz" und "Altenbruch") TEUR 1.065 (i.V. TEUR 491)

5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den Zinserträgen sindDarlehens- und Kontokorrentzinsen inHöhe von TEUR 425 (i.V. TEUR 476) sowie die Wertänderung derivativer Finanzinstrumente TEUR 440 (i.V. TEUR 0) enthalten.

6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen auf die Wandelschuldverschreibung TEUR 1.959 (i.V. TEUR 1.185), Darlehens- und Kontokorrentzinsen TEUR 2.341 (i.V. TEUR 2.494) sowie die Wertänderung derivativer Finanzinstrumente TEUR 1.056 (i.V. TEUR 272) enthalten. Im Geschäftsjahr 2011 wurden bei einem Kapitalisierungssatz von 4,41% Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 697 (i.V. TEUR 248) aktiviert.

7. Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Alle Angaben in TEUR 2011 2010
Laufende Steuern 244 -1.688
Latente Steuern
- aus Konsolidierungseffekten und HBII-Anpassungen 5 186
- aus Einzelabschlüssen -124 -311
-119 -125
125 -1.813

Unter den laufenden Steueraufwendungen werden bei den inländischen Gesellschaften Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer sowie bei den ausländischen Gesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.

Für die inländischen Gesellschaften betrug die Körperschaftsteuer 15%, der Solidaritätszuschlag betrug unverändert 5,5%. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer belief sich damit die Gesamtsteuerbelastung der inländischen Gesellschaften auf rund 30%.

Bei den Auslandsgesellschaften kommen die individuellen landesspezifischen Steuersätze zur Anwendung.

Wesentliche Änderungen des Steueraufwandes durch Änderung der jeweiligen nationalen Steuersätze ergaben sich nicht.

Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern über geschätzte steuerliche Verlustvorträge von ca. 102 Mio. EUR (i.V. ca. 90 Mio. EUR) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen. Ein latenter Steueranspruch auf diese Verluste wurde in Höhe von TEUR 0 erfasst (i.V. TEUR 0). Angesichts der Verlustsituation in der jüngeren Vergangenheit werden lediglich latente Steueransprüche auf Verlustvorträge in Höhe des Betrags aktiviert, der künftig sicher durch positive Ergebnisdifferenzen realisiert werden kann. Die Verluste können für unbegrenzte Zeit vorgetragen werden.

Nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung des rechnerischen auf den in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand:

Alle Angaben in TEUR 2011 2010
Konzernergebnis vor Ertragsteuern -4.930 5.416
Steuersatz 30,0% 30,0%
Ertragsteueraufwand – rechnerisch -1.479 1.625
Zuführung zur Wertberichtigung auf steuerliche Verlustvorträge 0 1.389
Nichtansatz von latenten Steuern 5.148 1.884
Nutzung von Verlustvorträgen -418 0
Steuerfreie Veräußerungsgewinne und sonstige steuerfreie Erträge -3.139 -5.057
Periodenfremder Steuerertrag 29 -1.654
Sonstige Differenzen -16 0
Ausgewiesener Steueraufwand 125 -1.813

Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen ermittelt. Da sämtliche mit Steuerlatenzen behafteten Sachverhalte im Inland begründet sind, wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,0% (i.V. 30,0%) angenommen.

Steuerlatenzen aufgrund von Bewertungsunterschieden entstanden bei den folgenden Bilanzpositionen:

Alle Angaben in TEUR Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
Aktive
latente
Steuern
Passive
latente
Steuern
31.12.2011 31.12.2010
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 0 2.677 11 398
Vorräte 1.352 0 30 0
Sachanlagevermögen 608 307 0 318
Finanzanlagen 0 0 0 42
Verbindlichkeiten 504 1.161 339 525
Sonstige Rückstellungen 2.421 0 931 0
4.885 4.145 1.311 1.283
Verlustvorträge 1.389 0 1.389 0
Übrige Konsolidierungseffekte
inkl. Wertberichtigungen
-1.849 0 -1.255 0
4.425 4.145 1.445 1.283
Saldierungsfähiger Anteil -3.773 -3.773 -418 -418
Latente Steuern 652 372 1.027 865

8. Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen

Ein aufgegebener Geschäftsbereich ist ein Unternehmensbestandteil, der veräußert bzw. eingestellt wurde. Ein Unternehmensbestandteil bezeichnet einen Geschäftsbereich und die dazugehörigen Cash Flows, die betrieblich und für Zwecke der Rechnungslegung vom restlichen Unternehmen klar abgegrenzt werden können.

Im Geschäftsjahr 2011 lag kein entsprechender Sachverhalt vor.

9. Ergebnis je Aktie

Unverwässertes Ergebnis je Aktie

Die Anzahl der Aktien betrug im Jahresdurchschnitt 2011 insgesamt 45.777.149 Namensaktien (i.V. 45.186.354).

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie beträgt damit EUR -0,09 je Aktie (i.V. EUR 0,17 je Aktie).

2011 2010
Konzernjahresüberschuss (in TEUR) -3.920 7.895
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien 45.777.149 45.186.354
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,09 0,17

Verwässertes Ergebnis je Aktie

Das verwässerte Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:

2011 2010
Konzernergebnis vor Eliminierung von Verwässerungseffekten (in TEUR) -3.920 7.895
- Zinsaufwendungen auf Wandelschuldverschreibung (in TEUR) 1.371 830
Ergebnis nach Eliminierung (in TEUR) -2.549 8.725
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien vor
Verwässerungseffekten (in Tsd.)
45.777 45.186
+ gewogener Durchschnitt wandelbarer Aktien (in Tsd.) 13.355 7.967
Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien nach
Verwässerungseffekten (in Tsd.)
59.132 53.153
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,04 0,16

VIII. Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode aufgestellt.

1. Finanzmittelfonds

Der Finanzmittelfonds zum 1. Januar 2011 und zum 31. Dezember 2011 entspricht jeweils der in der Bilanz ausgewiesenen Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

2. Erläuterungen zu einzelnen Zahlungsströmen

In den in der Kapitalflussrechnung ausgewiesenen Zahlungsströmen aus der operativen Geschäftstätigkeit sind folgende Beträge für Zins- und Steuerzahlungen enthalten:

Alle Angaben in TEUR 2011 2010
Zinseinnahmen 436 485
Zinsausgaben 2.470 2.816
Steuerzahlungen und -erstattungen 33 55

3. Überleitung zwischen Beträgen in der Kapitalflussrechnung und der Bilanz

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Auswirkungen von Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert.

IX. Eigenkapitalveränderungsrechnung

Transaktionskosten

Als Transaktionskosten wurden im Geschäftsjahr 2011 TEUR 0 (i.V. TEUR 180) (nach latenten Steuern) direkt vom Eigenkapital (Kapitalrücklage) abgezogen. Neben der Barkapitalerhöhung wurden hier im Vorjahr auch die Transaktionskosten der Eigenkapitalkomponente der Wandelanleihe 2010/2014 anteilig erfasst.

X. Segmentberichterstattung

Die operativen Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft umfassten im Berichtsjahr im Wesentlichen die auf Deutschland fokussierte Projektierung, Errichtung und den Betrieb von Windparks und Umspannwerken zur Stromerzeugung, den Service von Windkraftanlagen und die Eigenkapitaleinwerbung für Windparkbetreibergesellschaften. Darüber hinaus wird auch eine umweltschonende Stromerzeugung zu ökonomisch nachhaltigen Bedingungen betrieben.

Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung des Segmentberichtsformats der PNE WIND AG. Danach wird in die beiden Bereiche Projektierung von Windkraftanlagen und Stromerzeugung unterschieden.

Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften des PNE WIND AG-Konzerns liegen grundsätzlich Preise zu Grunde, die auch mit Dritten vereinbart werden. Die interne Berichterstattung, der die Segmentberichterstattung zu Grunde liegt, basiert ausschließlich auf Werten der in diesem Konzernabschluss erläuterten IFRS-Rechnungslegung des Konzerns. Sowohl Onshore- wie Offshore-Windanlagen werden nach einem einheitlichen Prozessablauf projektioniert.

Die Geschäftstätigkeiten der ausländischen Einheiten befinden sich in einem Projektstand, der nur künftige Umsatzerlöse erwarten lässt, so dass die segmentierten Umsatzerlöse geografisch im Wesentlichen in Deutschland erwirtschaftet werden.

Von den Werten im Geschäftsbereich Projektierung von Windkraftanlagen entfallen eine Gesamtleistung von 28,9 Mio. Euro (i.V. 55,9 Mio. Euro), Umsatzerlöse von 25,2 Mio. Euro (i.V. 55,7 Mio. Euro), ein Betriebsergebnis von 1,8 Mio. Euro (i.V. 10,2 Mio. Euro), ein Anteil vom Segmentvermögen von 153,8 Mio. Euro (i.V. 153,6 Mio. Euro) und ein Eigenkapitalanteil von 33,4 Mio. Euro (i.V. 33,3 Mio. Euro) auf den Teilbereich Windkraft onshore Deutschland. Zusätzlich entfällt auf Windkraft onshore Ausland eine Gesamtleistung von 3,2 Mio. Euro (i.V. 2,1 Mio. Euro), Umsatzerlöse von 0,0 Mio. Euro (i.V. 0,0 Mio. Euro), ein Betriebsergebnis von -4,9 Mio. Euro (i.V. -3,8 Mio. Euro), ein Anteil vom Segmentvermögen von 27,7 Mio. Euro (i.V. 16,1 Mio. Euro) und ein Eigenkapitalanteil von -11,4 Mio. Euro (i.V. -5,8 Mio. Euro).

Die Umsatzerlöse mit externen Kunden und das Segmentvermögen der Segmente "Projektierung Windkraftanlagen" und "Stromerzeugung" entfallen auf Deutschland. Im Segment "Projektierung von Windkraftanlagen" werden Umsatzerlöse mit externen Kunden realisiert, die mehr als 10 Prozent der gesamten Umsatzerlöse betragen.

Alle Angaben in TEUR 2011 2010 Deutschland 133.163 124.879 Übrige Länder 682 542 133.845 125.421

Langfristige Vermögenswerte werden regional wie folgt eingesetzt:

Im Segment Projektierung von Windkraftanlagen konzentriert sich ein jeweils wesentlicher Anteil der externen Erlöse auf Kunden, mit denen langfristige und nachhaltige Geschäftsbeziehungen gepflegt werden. Der im Segment Stromerzeugung produzierte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist.

XI. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse aus der Bereitstellung von Bürgschaften für:

Alle Angaben in TEUR 31.12.2011 31.12.2010
Diverse Windkraftprojekte 784 708
Übrige 65 0
849 708

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietleasing in Höhe von TEUR 1.036 (i.V. TEUR 967). Die Fälligkeit der Miet- und Leasingverpflichtungen gliedert sich wie folgt:

Miet- und Leasingverpflichtungen TEUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr 487
Restlaufzeit 1 - 5 Jahre 549
Restlaufzeit über 5 Jahre 0
1.036

Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo betreffend Windkraftanlagen in Höhe von netto TEUR 34.818 (i.V. TEUR 37.405). Das Bestellobligo ist in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig.

Weiterhin bestehen aus Zusammenarbeit bei der Projektentwicklung im Ausland sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 1.673 (i.V. TEUR 1.710).

2. Annahmen des Managements über zukünftige Entwicklungen und andere Bewertungsunsicherheiten

Die PNE WIND AG bearbeitet derzeit neun Offshore-Windpark-Projekte, drei davon als Consulter, die sich in unterschiedlichen Entwicklungsphasen befinden. Die Projektgebiete liegen innerhalb der Ausschließlichen Wirtschaftzone (AWZ) der Bundesrepublik Deutschland in der Nordsee. Die Entwicklung dieser Projekte bis zur Genehmigungsreife ist mit nicht unerheblichen Aufwendungen für zahlreiche ökologische Untersuchungen sowie Sicherheitsanalysen verbunden. Ohne diese Vorarbeiten ist eine Genehmigung durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH), Hamburg, jedoch nicht zu erlangen. Auch nach der Genehmigung sind zur Vorbereitung der technischen Baureife dieser Projekte weitere kostenintensive Untersuchungen, beispielsweise des Baugrundes am jeweiligen Standort einer Offshore-Windenergieanlage notwendig. Sollte ein Offshore-Windpark-Projekt nicht verkauft oder realisiert werden können, hätte dies Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Sollten Projekte, in denen die PNE WIND AG als Dienstleister für die Projektentwicklung tätig ist, nicht realisiert werden, besteht das Risiko, dass bereits vereinbarte Milestone-Zahlungen nicht erfolgen. Daher werden diese Risiken kontinuierlich abgewogen. Gänzlich auszuschließen sind sie nicht. Die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) formulierten Zielvorgaben für den Ausbau der Erneuerbaren Energien in Deutschland sowie die multinationalen Planungen für den Aufbau eines Hochspannungs-Verbundnetzes in der Nordsee zeigen jedoch die Erwartung des großflächigen Ausbaus der Offshore-Windenergie. Zur Planungssicherheit trägt ferner die von der Bundesregierung im September 2009 in Kraft gesetzte Raumordnung für die AWZ in der Nordsee bei. Dies erhöht die Planungssicherheit für vom BSH noch nicht genehmigte Offshore-Projekte und stärkt die Werthaltigkeit der bereits genehmigten Vorhaben.

3. Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG

Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten keine Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG, die die Gesellschaft betroffen haben.

4. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Bzgl. der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der PNE WIND AG und ihrer Tochterunternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes.

Im Geschäftsjahr 2011 ergaben sich folgende Transaktionen mit nahe stehenden Personen:

• Die PNE WIND AG hat mit der net.curity InformationsTechnologien GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsrat Herr Rafael Vazquez Gonzalez ist, Beratungsverträge zur Erbringung von EDV-Dienstleistungen abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten daraus Transaktionen mit einem Volumen von netto 229.370,51 Euro. Die Geschäftsvorfälle entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern.

Die Vergütung und der Anteilsbesitz des Aufsichtsrats und der Vorstände sind unter Gliederungspunkt XI.5. erläutert.

5. Angaben zum Aufsichtsrat und zum Vorstand

Aufsichtsrat

  • Herr Dieter K. Kuprian, Berlin, Unternehmensberater /Geschäftsführer der GFM Gesellschaft für Mittelstandsberatung mbH, Berlin (Vorsitzender)
  • Herr Dr. Peter Fischer, Cuxhaven, selbständiger Unternehmensberater (stellvertretender Vorsitzender)
  • Herr Professor Reza Abhari, Zürich, Schweiz, Universitätsprofessor an der ETH Zürich
  • Herr Rafael Vazquez Gonzalez, Cuxhaven, Geschäftsführer der net.curity InformationsTechnologien GmbH
  • Herr Alain Huberty, Leudelange, Luxemburg, Executive Director und Generalsekretär der Luxempart S.A.
  • Herr Jacquot Schwertzer, Leudelange, Luxemburg, Member of the Management Committee der Luxempart S.A.

Herr Dieter K. Kuprian ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

  • ERLAU AG, Aalen/Unterkochen
  • Intersoft Consulting Services GmbH, Hamburg
  • RUD Ketten Rieger & Dietz GmbH & Co. KG, Aalen

Herr Professor Reza Abhari ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

• First Climate AG, Bad Vilbel, Schweiz

Herr Alain Huberty ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

  • Poweo S.A., Paris, Frankreich
  • Utopia S.A., Leudelange, Luxemburg
  • QUIP AG, Baesweiler
  • Indufin Capital Partners SICAR, Leudelange, Luxemburg
  • Luxempart Capital Partners SICAR, Leudelange, Luxemburg

Herr Jacquot Schwertzer ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

  • Poweo S.A., Paris, Frankreich
  • Foyer S.A., Leudelange, Luxemburg
  • Indufin Capital Partners SICAR, Leudelange, Luxemburg
  • Luxempart Capital Partners SICAR, Leudelange, Luxemburg
  • QUIP AG, Baesweiler
  • Utopia S.A., Leudelange, Luxemburg

Im Geschäftsjahr 2011 hat die fixe Vergütung an den Aufsichtsrat TEUR 193 (i.V. TEUR 220) betragen. Der Vorsitzende erhält TEUR 14, sein Stellvertreter TEUR 10,5 und die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates TEUR 7 als feste Bezüge. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied TEUR 2,5 pro Sitzung. Eine variable Vergütung wurde im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1 (i.V. TEUR 112) ausgezahlt bzw. zurückgestellt. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats belief sich im Geschäftsjahr 2011 auf TEUR 194 (i.V. TEUR 332). Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Aufsichtsratsmitglieder.

Von den Mitgliedern des Aufsichtsrates hielt Herr Jacquot Schwertzer am 31. Dezember 2011 5.704 Aktien.

Vorstand

  • Herr Martin Billhardt, Cuxhaven (CEO)
  • Herr Bernd Paulsen, Schiffdorf (COO) (bis 31. März 2011)
  • Herr Jörg Klowat, Cuxhaven, (CFO) (seit 1. April 2011)
  • Herr Markus Lesser, Kaarst, (COO) (seit 1. Mai 2011)

Herr Martin Billhardt ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

  • Deutsche Rohstoff AG, Heidelberg
  • PNE Biomasse AG, Cuxhaven (bis 31. März 2011)

Herr Jörg Klowat ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

• PNE Biomasse AG, Cuxhaven (bis 31. März 2011)

Herr Markus Lesser ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:

• RenCon GmbH, Kaarst

Die Mitglieder des Vorstandes erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011 Gesamtbezüge in Höhe von TEUR 1.823 (i.V. TEUR 1.274), die sich wie folgt verteilen:

Alle Angaben in TEUR Fixes Gehalt Variables Gehalt Sonstige
Vergütungen
Gesamtbezüge
2011 2011 2011 2011
Martin Billhardt 297 234 154 685
Bernd Paulsen 51 0 555 606
Jörg Klowat 146 164 0 310
Markus Lesser 141 81 0 222
635 479 709 1.823

Der im Geschäftsjahr ausgeschiedene Vorstand, Herr Paulsen, hat die ihm für seine Vorstandstätigkeit bis zum Ende seines Vertrags zustehenden Vergütungsansprüche in Höhe von TEUR 555 zum Zeitpunkt seines Ausscheidens erhalten. Mit dieser Zahlung sind sämtliche fixen und variablen Gehaltsansprüche abgegolten.

Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Vorstandsmitglieder.

Von den Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft sind am 31. Dezember 2011 Herrn Martin Billhardt 400.000 Aktien zuzurechnen, außerdem hält Herr Jörg Klowat 100.000 Aktien und Herr Markus Lesser 45.500 Aktien der Gesellschaft.

Zusätzliche Angaben für deutsche Mutterunternehmen im IFRS Konzernabschluss gemäß § 315a HGB

6. Honorare für den Konzern-Abschlussprüfer

Vom Konzernabschlussprüfer wurde im Geschäftsjahr 2011 folgendes Honorar berechnet:

Abschlussprüfungsleistungen (Einzel- und Konzernabschluss) TEUR 186
Andere Bestätigungsleistungen TEUR 21
Sonstige Leistungen TEUR 16

7. Deutscher Corporate Governance Kodex

Der Corporate Governance Kodex ist eine gesetzliche Richtlinie zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Er fasst die international wie national anerkannten Standards für verantwortungsvolle Unternehmensführung zusammen. Ziel der Richtlinie ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern.

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der PNE WIND AG haben jeweils am 24. August 2011 gemäß §161 Aktiengesetz (AktG) erklärt, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der Regel,

dass kein Abfindungs-CAP bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne besonderen Grund besteht (Regel 4.2.3), was in laufenden Vorstandsverträgen begründet ist,

entsprochen wurde.

Vorstand und Aufsichtsrat erklärten weiterhin gemäß §161 AktG, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der oben genannten Regel auch künftig entsprochen wird.

Diese Entsprechenserklärung bezieht sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 26. Mai 2010.

DerCorporateGovernanceBerichtistim Geschäftsbericht und auf derHomepage derPNE WINDAG unter www.pnewind.com im Bereich Investor Relations unter Corporate Governance hinterlegt.

8. Angaben zum Personalbestand

Beschäftigte im Jahresdurchschnitt

2011 2010
Gewerbliche Arbeitnehmer 25 15
Angestellte 119 113
Leitende Angestellte (ohne Vorstand PNE WIND AG) 24 24
168 152

Cuxhaven, 24. März 2012

PNE WIND AG

Martin Billhardt Jörg Klowat Markus Lesser Vorsitzender des Vorstands Vorstand Vorstand

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der PNE WIND AG, Cuxhaven, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Segmentberichterstattung sowie Anhang – sowie den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der PNE WIND AG, Cuxhaven, den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 24. März 2012

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Reiher) (ppa. Wendlandt) Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

130 II PNE WIND

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

PNE WIND AG, Vorstand

Martin Billhardt Jörg Klowat Markus Lesser

Abschluss der AG

Gewinn- und Verlustrechnung

PNE Wind AG hautnah Börsennews der PNE WIND AG Lage- und Konzernlagebericht Konzernabschluss Abschluss der AG

Bilanz

  • Kapitalflussrechnung
  • Eigenkapitalspiegel
  • Anlagenspiegel
  • Verbindlichkeitenspiegel
  • Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • Versicherung der gesetzlichen Vertreter

134 II PNE WIND

Gewinn- und Verlustrechnung (HGB) der PNE WIND AG für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2011

(Rundungsdifferenzen möglich) 2011
EUR
2010
TEUR
1. Umsatzerlöse 17.980.963,20 71.929
2. Verminderung des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen -1.774.880,93 -845
3. Sonstige betriebliche Erträge 14.897.635,62 8.116
4. Gesamtleistung 31.103.717,89 79.200
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -812.883,19 -39.615
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -12.658.829,06 -19.930
-13.471.712,25 -59.545
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.293.875,05 -6.551
b) Soziale Abgaben -778.574,25 -744
-8.072.449,30 -7.295
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen
-771.088,37 -741
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -7.131.627,03 -7.666
9. Betriebsergebnis 1.656.840,94 3.953
10. Erträge aus Beteiligungen 250,00 1
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.982.387,37 1.131
12. Abschreibungen auf Finanzanlagen -715.646,55 -74
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.648.991,24 -1.811
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 274.840,52 3.199
15. Außerordentliche Erträge 0,00 0
16. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 -658
17. Außerordentliches Ergebnis 0,00 -658
18. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,31 1.654
19. Sonstige Steuern -46.397,37 -51
20. Jahresüberschuss 228.443,46 4.144
Ergebnis je Aktie (unverwässert) 0,00 € 0,09 €
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(unverwässert) (in Tsd.)
45.777 45.186
Ergebnis je Aktie (verwässert) 0,03 € 0,09 €
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) (in Tsd.) 59.132 53.173

PNE WIND II 135

Bilanz (HGB) der PNE WIND AG zum 31. Dezember 2011

Aktiva

(Rundungsdifferenzen möglich) 2011
EUR
2010
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und
Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
128.893,37 169
128.893,37 169
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
13.001.577,03 14.011
2. Technische Anlagen und Maschinen 88.203,34 125
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 435.982,19 561
13.525.762,56 14.697
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.864.104,96 25.744
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.441.550,06 937
3. Beteiligungen 42.075,78 44
27.347.730,80 26.725
Anlagevermögen, gesamt 41.002.386,73 41.591
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse 3.252.799,66 5.028
2. Waren 3.191,47 3
3. Geleistete Anzahlungen 5.036.769,54 1.664
8.292.760,67 6.695
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.821.970,38 9.598
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 46.744.256,47 26.473
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
0,00 0
4. Sonstige Vermögensgegenstände 6.267.789,71 6.765
55.834.016,56 42.835
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 15.983.461,49 34.856
Umlaufvermögen, gesamt 80.110.238,72 84.387
C. Rechnungsabgrenzungsposten 330.056,66 118
Aktiva, gesamt 121.442.682,11 126.096

Passiva

(Rundungsdifferenzen möglich) 2011
EUR
2010
TEUR
A. Eigenkapital
I.
Gezeichnetes Kapital
45.777.960,00 45.776
Bedingtes Kapital: EUR 1.641.819,00
II.
Kapitalrücklage
18.736.644,68 18.734
III.
Bilanzgewinn
2.541.625,54 4.144
IV.
Genussrechtskapital
842.800,00 882
Eigenkapital, gesamt 67.899.030,22 69.536
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.136.988,72 1.184
C. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 7.019.016,20 8.557
7.019.016,20 8.557
D. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 29.841.900,00 29.847
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.282.119,57 4.896
3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 2.511.250,00 0
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.609.891,43 3.810
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.284.492,05 985
6. Sonstige Verbindlichkeiten 5.744.764,92 7.160
Verbindlichkeiten, gesamt 45.274.417,97 46.698
E. Rechnungsabgrenzungsposten 113.229,00 121
Passiva, gesamt 121.442.682,11 126.096

Kapitalflußrechnung (HGB) der PNE WIND AG, Cuxhaven, für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Alle Angaben in TEUR
(Rundungsdifferenzen möglich)
2011 2010
Jahresergebnis 228 4.144
+ Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und
Gegenstände des Sachanlagevermögens
771 741
+ Abschreibungen auf Finanzanlagen 716 74
- Abnahme der Rückstellungen -1.538 -1.190
+/ - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 475 1
+/ - Ab- /Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva -22.089 -21.724
+ Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.230 -8.553
- /+ Ab- /Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sowie anderer Passiva
-865 627
Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -16.071 -25.880
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 425 0
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und
in Sachanlagen
-126 -105
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des
Finanzanlagevermögens
903 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -1.525 -5.180
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -323 -5.285
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 0 2.499
+ Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen 5 26.000
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten 0 0
- Auszahlung Dividende -1.831 0
- Auszahlungen aus dem Rückkauf von Anleihen und Genussrechten -39 -18
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -614 -1.637
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -2.479 26.844
Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel
(≤ 3 Monate)
-18.873 -4.321
+ Finanzmittel (≤ 3 Monate) am Anfang der Periode 34.856 39.177
Finanzmittel (≤ 3 Monate) am Ende der Periode* 15.983 34.856
Ergänzende Angaben: Der Wert der Finanzmittel entspricht zum 31.12. der Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten"
* davon als Sicherheit verpfändet 979 180

Eigenkapitalspiegel (HGB) der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011

Alle Angaben in EUR
(Rundungsdifferenzen möglich)
Gezeichnetes
Kapital
Kapitalrücklage Genussrechts
kapital
Bilanzgewinn/
-verlust
Eigenkapital
gesamt
Stand zum 01. Januar 2010 44.524.966,00 17.482.543,88 899.500,00 0,00 62.907.009,88
Wandelschuldverschreibung 2009/2014 1.360,00 2.040,00 0,00 0,00 3.400,00
Barkapitalerhöhung 1.249.500,00 1.249.500,00 0,00 0,00 2.499.000,00
Rückkauf Genussrechtskapital 0,00 0,00 -17.700,00 0,00 -17.700,00
Jahresüberschuss 2010 0,00 0,00 0,00 4.144.215,12 4.144.215,12
Stand zum 31. Dezember 2010 45.775.826,00 18.734.083,88 881.800,00 4.144.215,12 69.535.925,00
Wandelschuldverschreibung 2010/2014 2.134,00 2.560,80 0,00 0,00 4.694,80
Rückkauf Genussrechtskapital 0,00 0,00 -39.000,00 0,00 -39.000,00
Dividendenzahlung 0,00 0,00 0,00 -1.831.033,04 -1.831.033,04
Jahresüberschuss 2011 0,00 0,00 0,00 228.443,46 228.443,46
Stand zum 31. Dezember 2011 45.777.960,00 18.736.644,68 842.800,00 2.541.625,54 67.899.030,22

Anlagenspiegel (HGB) der PNE WIND AG im Geschäftsjahr 2011

Anschaffungs- /Herstellungskosten
Alle Angaben in EUR
(Rundungsdifferenzen möglich)
Stand am
1.1.2011
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am
31.12.2011
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähn
liche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
405.598,13 20.514,20 0,00 0,00 426.112,33
405.598,13 20.514,20 0,00 0,00 426.112,33
II.
Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken
17.730.165,55 0,00 0,00 766.276,43 16.963.889,12
2. Technische Anlagen und Maschinen 199.040,17 0,00 0,00 32.625,66 166.414,51
3. Andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
1.723.536,26 105.323,80 0,00 132.695,10 1.696.164,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 9.350,00 0,00 0,00 0,00 9.350,00
19.662.091,98 105.323,80 0,00 931.597,19 18.835.818,59
III.
Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.891.413,72 2.210.646,55 0,00 1.375.000,00 28.727.060,27
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 936.992,34 504.557,72 0,00 0,00 1.441.550,06
3. Beteiligungen 44.263,59 312,19 0,00 2.500,00 42.075,78
28.872.669,65 2.715.516,46 0,00 1.377.500,00 30.210.686,11
48.940.359,76 2.841.354,46 0,00 2.309.097,19 49.472.617,03
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Stand am
1.1.2011
Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand am
31.12.2011
Stand am
31.12.2011
Stand am
31.12.2010
236.551,71 60.667,25 0,00 0,00 297.218,96 128.893,37 169.046,42
236.551,71 60.667,25 0,00 0,00 297.218,96 128.893,37 169.046,42
3.719.528,79 470.726,84 0,00 227.943,54 3.962.312,09 13.001.577,03 14.010.636,76
74.422,63 10.755,53 0,00 6.966,99 78.211,17 88.203,34 124.617,54
1.162.572,10 228.938,75 0,00 131.328,08 1.260.182,77 435.982,19 560.964,16
9.350,00 0,00 0,00 0,00 9.350,00 0,00 0,00
4.965.873,52 710.421,12 0,00 366.238,61 5.310.056,03 13.525.762,56 14.696.218,46
2.147.308,76 715.646,55 0,00 0,00 2.862.955,31 25.864.104,96 25.744.104,96
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.441.550,06 936.992,34
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 42.075,78 44.263,59
2.147.308,76 715.646,55 0,00 0,00 2.862.955,31 27.347.730,80 26.725.360,89
7.349.733,99 1.486.734,92 0,00 366.238,61 8.470.230,30 41.002.386,73 41.590.625,77

Verbindlichkeitenspiegel (HGB) der PNE WIND AG zum 31. Dezember 2011

Alle Angaben in EUR
(Rundungsdifferenzen möglich)
(Vorjahreszahlen in Klammern)
Restlaufzeiten
Art der Verbindlichkeiten Bis zu einem Jahr Ein bis fünf Jahre Mehr als fünf Jahre Gesamtbetrag
1. Anleihen 0,00
(0,00)
29.841.900,00
(29.846.600,00)
0,00
(0,00)
29.841.900,00
(29.846.600,00)
2. Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten
245.230,58
(389.030,50)
1.138.256,60
(1.307.768,72)
2.898.632,39
(3.199.445,50)
4.282.119,57
(4.896.244,72)
3. Erhaltene Anzahlungen auf
Bestellungen
2.511.250,00
(0,00)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
2.511.250,00
(0,00)
4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
1.609.891,43
(3.810.229,70)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
1.609.891,43
(3.810.229,70)
5. Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
1.284.492,05
(985.410,63)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
1.284.492,05
(985.410,63)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 5.744.764,92
(7.159.852,38)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
5.744.764,92
(7.159.852,38)
davon aus Steuern:
EUR 399.439,48 (i.V. TEUR 2.111)
davon aus sozialer Sicherheit:
EUR 0 (i.V. TEUR 0)
Gesamtsumme 11.395.628,98
(12.344.523,21)
30.980.156,60
(31.154.368,72)
2.898.632,39
(3.199.445,50)
45.274.417,97
(46.698.337,43)
Ein bis fünf Jahre
Mehr als fünf Jahre
Gesamtbetrag
Sicherheiten
29.841.900,00
0,00
29.841.900,00
(29.846.600,00)
(0,00)
(29.846.600,00)
Keine
2.898.632,39
4.282.119,57
(3.199.445,50)
(4.896.244,72)
1.
Eingetragene Grundschuld i.H.v. TEUR 10.007 auf dem Objekt Peter-Henlein-Str. 2-4, Cuxhaven.
Zum 31.12.2011 sind TEUR 4.282 in Anspruch genommen.
2.
Abtretung der Mietansprüche bzgl. Objekt Peter-Henlein-Str. 2-4, Cuxhaven.
0,00
2.511.250,00
(0,00)
(0,00)
Keine
1.609.891,43
(3.810.229,70)
Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.
1.284.492,05
(985.410,63)
Keine
5.744.764,92
(7.159.852,38)
Verpfändung von Kommanditanteilen für die Darlehensgewährung von TEUR 3.387 im Rahmen des
Verkaufs von Onshore-Projekten

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der PNE WIND AG, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der PNE WIND AG, Cuxhaven, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 24. März 2012

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

(Reiher) (ppa. Wendlandt) Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Abschluss der PNE WIND AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

PNE WIND AG, Vorstand

Martin Billhardt Jörg Klowat Markus Lesser

Glossar

Ad hoc-Mitteilung Verpflichtung eines Emittenten von Wertpapieren, d.h. eines bör
sennotierten Unternehmens im regulierten Markt, kursrelevante
Informationen unverzüglich zu melden und zu publizieren.
AWZ Ausschließliche Wirtschaftszone, das Gebiet jenseits des Küs
tenmeers, dessen Breite sich bis zu 200 Seemeilen von den
Basislinien des Küstenmeers erstreckt (so genannte 200-See
meilen-Zone).
BSH Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, eine deutsche
Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums
für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung mit Dienstsitzen in Ham
burg und Rostock, die u.a. solche Aufgaben wie Umweltschutz im
Seeverkehr, Vermessung in Nord- und Ostsee, Raumordnung in
der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone sowie Geneh
migungsverfahren für Offshore-Windparks und Pipelines bear
beitet.
EBIT Earnings Before Interest and Taxes, eine betriebswirtschaftliche
Kennzahl, die den Gewinn vor Steuern, Zinsen und außerordent
lichem Ergebnis (auch als operatives Ergebnis oder Betriebser
gebnis bezeichnet) darstellt und die operative Ertragskraft eines
Unternehmens unabhängig von dessen Kapitalstruktur zeigt.
EEG Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Art und Umfang der Förde
rung regenerativer Energien festlegt.
Equity Placement Advisor Berater für die Eigenkapitalakquise, ein Finanzierungsexperte,
der das Kapital suchende Unternehmen bei der Akquise von
Eigenkapital unterstützt.
Financial Advisor Finanzberater, ein Finanzierungsexperte, der das Unternehmen
bei der Projektfinanzierung und Kapitalbeschaffung berät.
HGB Handelsgesetzbuch, das die deutschen Rechnungslegungsvor
schriften festlegt; ausschlaggebend für die Dividendenfähigkeit
kapitalmarktorientierter Unternehmen in Deutschland.
International Financial
Reporting Standards (IFRS)
Internationale
Rechnungslegungsvorschriften,
deren
Ziel
in
der Vergleichbarkeit der Abschlüsse von (zumeist kapitalmarkt
orientierten) Unternehmen besteht.
IPP Independent Power Producer, ein unabhängiger Stromerzeuger,
der mithilfe eigener Anlagen elektrische Energie (bspw. Wind-,
Solarenergie oder Energie aus Biomasse) erzeugt und diese in
ein Stromnetz einspeist.
Joint Venture Schließen sich zwei oder mehr Firmen für ein gemeinsames
Projekt zusammen, dann spricht man von einem Joint Venture.
KfW Kreditanstalt für Wiederaufbau, eine Förderbank der deutschen
Wirtschaft, deren Aufgabe in der Realisierung von öffentlichen
Aufträgen (Finanzierung von Energiespar-Techniken und der
kommunalen Infrastruktur), der Förderung vom Mittelstand und
Existenzgründern, der Vergabe von Krediten an kleine und mitt
lere Unternehmen sowie Finanzierungen von Infrastrukturpro
jekten besteht.
Kommanditist Gesellschafter
einer
Kommanditgesellschaft
(KG),
der
nur
beschränkt mit seiner Einlage haftet, im Unterschied zum Kom
plementär.
Marktwert Preis, der am Markt für einen Vermögensgegenstand (materiell
oder immateriell) unter freier Wirkung von Angebot und Nach
frage aktuell erzielt werden kann.
Megawatt (MW) Die nach James Watt benannte Einheit für Leistung (W). Eine Mil
lion Watt entsprechen einem Megawatt (MW). Watt ist generell
die physikalische Einheit für die Angabe von Energie pro Zeit.
Offshore Offshore (aus dem Englischen übersetzt als "vor der Küste, im
Meer") ist die Bezeichnung für die Stromerzeugung aus Wind
energie auf dem Meer.
Onshore Onshore (aus dem Englischen übersetzt als "auf dem Festland")
bezeichnet zur Erzeugung von Strom an Land errichteten Wind
parks.
Prime Standard Börsensegment der Frankfurter Wertpapierbörse mit den höchs
ten Transparenzstandards.
RENIXX Renewable Energy Industrial Index, ein globaler Aktienindex
für erneuerbare Energien, der die Performance der 30 weltweit
führenden börsennotierten Unternehmen aus dem Bereich der
regenerativen Energiewirtschaft abbildet. Herausgegeben wird
der RENIXX vom Internationalen Wirtschaftsforum Regenera
tive Energien (IWR). Die Berechnung des Index erfolgt nach den
Prinzipien eines Performanceindex und wird alle 60 Sekunden
durchgeführt.
Repowering Der Ersatz älterer Windenergienanlagen mit geringer Leistung
durch moderne, leistungsfähigere und damit effizientere Anla
gen wird Repowering genannt. Dieser Austausch eröffnet für die
Windenergienutzung an Land neue Perspektiven. Beispielsweise
wird das Landschaftsbild durch die Reduzierung der Anlagenan
zahl entlastet, verbesserte Technologien erhöhen die Energieef
fizienz und es können positive Wertschöpfungs- und Beschäfti
gungseffekte erzielt werden.
Teilschuldverschreibung Schuldverschreibung, die vom Emittenten bei der Platzierung am
Markt in viele einzelne Wertpapiere aufgeteilt wurde und so von
einer Vielzahl von Marktteilnehmern gezeichnet werden kann.
VorstAG Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung, das klarere
Vorgaben an den Aufsichtsrat zur Festsetzung der Vorstandsver
gütung enthält und verstärkt Anreize für eine nachhaltige Unter
nehmensentwicklung setzt.
Wandelanleihe Verzinsliches Wertpapier, das dem Inhaber das Recht gibt, es
während einer Wandlungsfrist zu einem vorher festgelegten Ver
hältnis in Aktien umzuwandeln.
WEA Windenergieanlage, die die kinetische Energie des Windes in
elektrische Energie umwandelt und sie in das Stromnetz ein
speist.
Windhöffigkeit Mit dem Fachbegriff Windhöffigkeit wird das durchschnittliche
Windaufkommen an einem bestimmten Standort bezeichnet. Er
spiegelt somit das Ertragspotenzial wider.

Impressum

PNE WIND AG

Peter-Henlein-Straße 2-4 27472 Cuxhaven Deutschland

Telefon: + 49 (0) 47 21-718-06 Telefax: + 49 (0) 47 21-718-444 E-Mail: [email protected]

www.pnewind.com

Vorstand: Martin Billhardt (Vorsitzender), Jörg Klowat, Markus Lesser Registergericht: Tostedt Registernummer: HRB 110360

Stand: 26. März 2012

Satz & Layout: cometis AG Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden

Fotos: Peter Sierigk

Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Sie sind Einschätzungen des Vorstands der PNE WIND AG und spiegeln dessen gegenwärtige Ansichten hinsichtlich zukünftiger Ereignisse wider. An Begriffen wie "erwarten", "schätzen", beabsichtigen", "kann", "wird" und ähnlichen Ausdrücken mit Bezug auf das Unternehmen können solche vorausschauenden Aussagen erkannt werden. Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können sind z.B. ohne Anspruch auf Vollständigkeit: die Entwicklung des Windmarktes, Wettbewerbseinflüsse, einschließlich Preisveränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen und Beteiligungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die in den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der PNE WIND AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.

PNE WIND AG Peter-Henlein-Straße 2-4 27472 Cuxhaven Deutschland

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