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PNE AG — Annual Report 2010
Mar 31, 2011
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Annual Report
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An die Aktionäre der PNE WIND AG 01/2011
PNE WIND AG mit erfolgreichem Geschäftsjahr 2010
Dividendenzahlung wird auf HV vorgeschlagen
Geschäft in Schottland forciert
Vorwort
Sehr geehrte Aktionäre,
offshore, onshore, national und international – im vergangenen Geschäftsjahr hatte die PNE WIND AG erneut in allen Segmenten beständigen Rückenwind. Und so werden wir auf der Hauptversammlung Ihnen, verehrte Aktionäre vorschlagen, dass erstmals eine Dividende von 0,04 Euro pro Aktie gezahlt wird. Wir sehen diesen Schritt als eine Bestätigung unserer Arbeit und möchten durch die geplante Dividendenzahlung die Attraktivität unserer Aktie weiter erhöhen.
Was waren ansonsten die wesentlichen Entwicklungen im Jahr 2010? Wir waren weiterhin erfolgreich im Onshore-Bereich tätig, haben Windparks mit zusammen 32 MW Leistung fertig gestellt und an die Käufer übergeben. Zudem konnten wir erneut unsere Expertise durch ein gelungenes Repowering unter Beweis stellen. Außerdem legten wir für zahlreiche Anlagen die geforderten Qualifikationen für Systemdienstleistungen vor und sicherten somit den damit verbundenen Bonus.
Zusätzlich wurde mit den erfolgreich in einem schwierigen Marktumfeld durchgeführten Kapitalmaßnahmen mit Luxempart S.A. ein wichtiger Großinvestor gewonnen und die künftige Wachstumsfinanzierung durch Platzierung einer Kapitalerhöhung und einer Wandelanleihe im Gesamtvolumen von rund 28,5 Mio. Euro gesichert. Demnach sehen wir uns in unserem Kerngeschäft der On- und Offshore-Windpark-Projektierung für die Zukunft in einer guten Ausgangslage, um das von Experten prognostizierte weitere Wachstum der Branche optimal zu nutzen.
Offshore – volle Kraft voraus
Das Geschäftsjahr 2010 war bei uns auch geprägt von der Vorwärtsentwicklung unserer Offshore-Projekte. So konnten wir zu Beginn des Jahres die 90% der Anteile an der PNE Gode Wind I GmbH zurückkaufen. Somit liegen sämtliche Projektrechte an "Gode Wind I" wieder bei der PNE WIND AG. Dieser Offshore-Windpark schließt sich direkt an "Gode Wind II" an, den wir mit Hochdruck der Baureife entgegenbringen und bei dem wir der Realisierung bereits entscheidende Schritte näher gekommen sind. In beiden Projekten zusammen können bis zu 161 Offshore-Windenergieanlagen errichtet werden. Ganz neu ist unser Projekt "Gode Wind III", das wir – wie "Gode
Wind I und II" – gemeinsam mit dem Windturbinenhersteller Vestas entwickeln wollen. Dieser Windpark liegt direkt neben den beiden andern Projekten.
Im Auftrag unserer Kunden
Zudem sind wir weiterhin als Dienstleister für den dänischen Versorger DONG Energy in der Entwicklung der beiden Offshore-Windparks "Borkum Riffgrund I und II" tätig, die sich – ebenso wie unsere eigenen genehmigten Projekte – in einer erstklassigen Lage vor der deutschen Küste in der Nordsee befinden.
Auch mit der laufenden Zusammenarbeit mit DONG Energy bei unseren Offshore-Aktivitäten und EnBW Erneuerbare Energien GmbH bei unseren Onshore-Windparks sind wir sehr zufrieden. So konnten wir vertragsgemäß weitere vier Windparks an EnBW übergeben. Für die nächsten zehn Jahre werden wir zusätzlich die Betriebsführung der Windparks im Auftrag des Käufers übernehmen. Zu den erfolgreich verkauften Projekten zählt der Windpark "Görike". Bei diesem Projekt konnte die PNE WIND AG zum zweiten Mal erfolgreich ein Repowering durchführen. Das unterstreicht, dass unsere Expertise sich marktgerecht auf alle Bereiche der Projektierung von Windparks übertragen lässt. In diesem Segment sehen Experten in den kommenden Jahren großes Potenzial in Deutschland und die PNE WIND AG ist mit zwei erfolgreichen Referenzprojekten gut aufgestellt.
Bleiben Sie über die aktuellen Entwicklungen bei Ihrer PNE WIND AG immer auf dem Laufenden – tragen Sie sich auf unserer Website unter www.pnewind.com im Bereich Service in unseren Newsletterverteiler ein, dann kommen die Nachrichten unmittelbar nach deren Veröffentlichung direkt zu Ihnen nach Hause.
PNE WIND verändert den Vorstand
Die wichtige Basis für den Erfolg der PNE WIND AG sind unsere Mitarbeiter mit ihrer hervorragenden Expertise. An dieser Stelle Ihnen allen einen besonderen Dank für den stets unermüdlichen Einsatz.
Zahlen und Fakten
Auch dank dieses Engagements entwickelte sich die PNE WIND AG im Geschäftsjahr 2010 entsprechend unserer Planungen. Mit einem Betriebsergebnis (EBIT) von 9,5 Mio. Euro (im Vorjahr 14,7 Mio. Euro) konnten wir ein solides Ergebnis erzielen. Aus diesem Grund bekräftigen wir unsere bisherige EBIT-Prognose von kumuliert 42 bis 54 Mio. Euro für den Zeitraum 2010 bis 2012. Darüber hinaus erwarten wir für den Zeitraum 2011 bis 2013 ein kumuliertes EBIT im Bereich von 60 bis 72 Mio. Euro. Grund für den Ergebnissprung ist nach unserer Einschätzung vor allem die Realisierung des ersten Offshore-Projekts "Gode Wind II", wodurch wir deutlich wachsende Ergebnisbeiträge erwarten. Die Prognose verdeutlicht zugleich das Potenzial, das wir durch die geschaffenen Projektwerte im Offshore-Segment mittelfristig in Ertrag und Cashflows ummünzen können.
Insgesamt sind wir sind sehr zuversichtlich, dass wir die positive Entwicklung unserer Gesellschaft weiter fortsetzen können. Daher möchten wir uns an dieser Stelle auch im Namen unserer Mitarbeiter bei Ihnen für Ihre Treue und Ihr Vertrauen in die PNE WIND AG herzlich bedanken!
Martin Billhardt - Vorstandsvorsitzender -
Im Vorstand der PNE WIND AG ergeben sich einige Veränderungen. Der bislang für das operative Geschäft zuständige Vorstand (COO), Bernd Paulsen, scheidet nach einer für das Unternehmen erfolgreichen Zeit zum 31. März 2011 aus. Er wird sich künftig einer neuen Herausforderung mit stärkerer Ausrichtung in die technischen Bereiche zuwenden. Als künftigen COO berief der Aufsichtsrat daher Markus Lesser, der über eine mehr als 10-jährige Erfahrung im Bereich der Erneuerbaren Energien verfügt.
So verantwortete er als Geschäftsführer und Vertriebsleiter beim Windenergieanlagenhersteller Nordex AG die Projektsicherung, die Turn-Key-Umsetzung von Windparks sowie den Vertrieb von Windenergieanlagen für die Gebiete Mittel-, Südost- und Osteuropa. Anschließend wechselte Lesser als COO in den Vorstand der Renergys Group AG in Zürich/ Schweiz. Hier leitete er das technische und operative Geschäft der Renergys Gruppe. Zuletzt war Markus Lesser in der Geschäftsführung der Epuron GmbH tätig. In den verschiedenen Tätigkeiten verantwortete er Projektentwicklungen, Konstruktion und die Betriebsführung insbesondere von WindenergieanlagenProjekten in Europa, Asien, Südamerika und Australien sowie im Bereich Offshore-Windenergie. Ab 1. Mai 2011 ist Markus Lesser als COO bei der PNE WIND AG künftig für die Bereiche Projektentwicklung sowie Realisierung vom Onshore- und Offshore-Projekten verantwortlich.
Bekannte Gesichter
Des Weiteren wurde Jörg Klowat, bisher Bereichsleiter Finanz- und Rechnungswesen der PNE WIND AG, zum 1. April 2011 in den Vorstand der PNE WIND berufen. Er wird künftig die Position des Finanzvorstands (CFO) übernehmen und bleibt somit als Herr der Zahlen (vgl. PNE POWER 01/2010) weiterhin verantwortlich für die Bereiche Finanz- und Rechnungswesen, Controlling sowie Risikomanagement. Der gebürtige Cuxhavener ist bereits seit August 1999 im Finanzbereich der PNE WIND AG tätig.
Komplettiert und geführt wird der Vorstand weiterhin von Martin Billhardt, der auch künftig als CEO der PNE WIND AG für alle Aufgaben rings um Strategie, Investor Relations, Akqui-sition, Vertrieb, Personal, Recht und Beteiligungen zuständig ist.
Operatives Geschäft – Offshore und Onshore
Die PNE WIND AG ergreift aktiv die Chance, die sich im Bereich der Offshore-Windpark-Projektierung bietet: Als Spezialist für die Projektierung von Windparks entwickeln wir bereits seit 1999 Offshore-Windparks vor der deutschen Küste. Drei von der PNE WIND AG in der Nordsee bearbeitete Projekte sind bereits vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt worden: Die Windparks "Gode Wind I und II" sowie das bereits verkaufte Projekt "Borkum Riffgrund I". "Gode Wind II" wird in 2011 als erster unserer Offshore-Windparks die Baureife erreichen und könnte sich damit gegebenenfalls für das im
September 2010 von der Bundesregierung beschlossene Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) qualifizieren. Laut Energiekonzept sollen damit die ersten zehn deutschen Offshore-Windparks mit jeweils bis zu 500 Mio. Euro gefördert werden.
Vom BSH liegt der PNE WIND AG die Genehmigung für den Bau des Offshore-Windparks "Gode Wind II" seit Juli 2009 vor. Seither arbeiten die Experten bei uns intensiv an der Umsetzung dieses Projekts, wählen die geeigneten Windenergieanlagen, Fundamente, Umspannwerke und andere Komponenten aus, um für die späteren Käufer – etwa Finanzinvestoren
oder Energieversorger – eine attraktive Rendite zu ermöglichen. Ziel der Projektierungsarbeit durch die PNE WIND AG ist es, "Gode Wind II" zügig so weit für einen Investor vorzubereiten, dass dieser umgehend nach seinem Einstieg in das Projekt den Baubeginn veranlassen kann.
Zukunftsträchtige Energie aus dem Meer
Um die Baureife zu erreichen, wurden 2010 zahlreiche qualifizierte Unternehmen in die technische Entwicklung dieses Offshore-Windparks eingebunden. So kooperieren wir hier mit dem Windenergieanlagen-Hersteller Vestas sowie dem in der technischen Entwicklung und Umsetzung von Offshore-Projekten sehr erfahrenen Managementunternehmen K2 Management A/S aus Dänemark. Außerdem wurden mit MT Højgaard A/S (Fundamente), DRAKA Norsk Kabel AS (parkinterne Verkabelung) und ALSTOM Grid GmbH (Umspannwerk) weitere spezialisierte Partner in die Projektentwicklung eingebunden. Darüber hinaus sind im Rahmen der Projektfinanzierung Green Giraffe Energy Bankers als Financial Advisor sowie Augusta & Co. als Equity Placement Advisor tätig, um die PNE WIND AG bei der Akquirierung des Fremdkapitalanteils sowie des Eigenkapitals zu unterstützen.
Ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur Vorbereitung des Baubeginns war die in 2010 durchgeführte Baugrunderkundung des Projektgebiets etwa 40 Kilometer nördlich der Insel Norderney. In einem Zeitraum von rund 10 Wochen – von März bis Mai 2010 – wurden die Standorte aller in "Gode Wind II" geplanten 84
Windenergieanlagen sowie der Standort der Umspannstation erkundet. Mit einem Spezialschiff wurden die Untersuchungen entsprechend dem Standard "Baugrunderkundung" des BSH durchgeführt. Dabei wurden 84 Drucksondierungen mit einer durchschnittlichen Erkundungstiefe von 48 Metern unter dem Meeresgrund sowie zusätzlich 11 Bohrungen zur Entnahme von Bodenproben niedergebracht. Vorgenommen wurde die Erkundung von der Fugro Consult GmbH und fachlich begleitet von zwei Repräsentanten der Grundbauingenieure Steinfeld und Partner GbR, die auch das Untersuchungskonzept erstellten.
Parallel dazu entwickeln wir den Offshore-Windpark "Gode Wind I". Dieses vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie ebenfalls bereits genehmigte Projekt, liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu "Gode Wind II". Hier ist die Errichtung von 77 Windenergieanlagen vorgesehen. "Gode Wind I" soll die Baureife etwa ein Jahr nach dem Projekt "Gode Wind II" erreichen.
Vier weitere Projekte
Darüber hinaus wurden in 2010 beim BSH die Genehmigungsverfahren für vier weitere Offshore-Windparks eingeleitet. Hierbei handelt es sich um die Projekte "Jules Verne", "Nautilus", "Nemo" und "Gode Wind III" in der Nordsee. In diesen Projektgebieten sind bereits Voruntersuchungen erfolgt und weitere Analysen müssen durchgeführt werden. Diese Projekte sind die Grundlage für die mittel- und langfristig weiterhin positive Entwicklung des Offshore-Bereichs der PNE WIND AG.
Onshore
Seit 1995 projektiert die PNE WIND AG schon sehr erfolgreich Onshore-Windparks in Deutschland. Und so verteilen sich die von uns in Deutschland projektierten Windparks über das gesamte Bundesgebiet, weshalb wir auch künftig unsere national verankerte Position festigen und ausbauen wollen. Da windreiche Flächen für neue Windpark-Projekte aus unserer Sicht jedoch künftig seltener zu finden sein werden, hat sich die Gesellschaft schon jetzt den lukrativen Repowering-Bereich erschlossen. Bis zum Jahr 2020 sieht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG in ihrer Studie "Onshore-Windenergie – Repowering-Potenziale in Deutschland" hier ein Zubau-Potenzial von bis zu 8.570 MW. Durch den erfolgreichen Abschluss des zweiten Repowering-Projektes mit dem Windpark "Görike" – "Alt Zeschdorf" wurde
bereits im Geschäftsjahr 2009 durchgeführt – sieht sich die PNE WIND AG hier in einer sehr guten Ausgangsposition, um an der künftigen Marktentwicklung zu partizipieren.
Zudem setzen wir unsere im deutschen Heimatmarkt erworbene Expertise inzwischen verstärkt im Ausland ein, um unseren Geschäftserfolg international auszudehnen. Durch den Export unseres Expertenwissens konnten wir in den vergangenen Jahren verschiedene Joint-Venture-Projekte etablieren und haben zudem den Aufbau unserer international vertretenen Tochtergesellschaften vorangetrieben.
Somit ist die PNE WIND AG offshore und onshore, national und international in einer hervorragenden Position, um die Entwicklung im Windmarkt aktiv mitzugestalten.
Zusammenarbeit mit Vestas
Mit dem Windenergieanlagen-Hersteller Vestas werden wir beim Bau aller Gode Wind-Projekte künftig eng und exklusiv kooperieren. Diese am 15. März bekanntgegebenen Entscheidung fußt auf der erfolgreichen Zusammenarbeit bei der Entwicklung des Offshore-Windparks "Gode Wind II", weshalb wir künftig auch die Projekte "Gode Wind I und III" gemeinsam entwickelt.
"Gode Wind I" bietet Platz für 77 Offshore-Windenergieanlagen (WEA) und hat bereits alle notwendigen Genehmigungen der deutschen Behörden. "Gode Wind III" befindet sich dagegen noch in einer frühen Entwicklungsphase. In diesem Projekt können voraussichtlich bis zu 15 WEA errichtet werden, weshalb es eventuell als Referenzprojekt für die von Vestas angekündigten WEA der 6 MW-Plattform genutzt werden könnte. Zunächst wird allerdings "Gode Wind II" mit 84 WEA von Vestas bestückt und in den Jahren 2012/2013 errichtet. Parallel dazu entwickeln wir die beiden anderen Projekte weiter, so dass mit ihrem Bau anschließend begonnen werden kann.
Internationale Aktivitäten – Großbritannien
PNE WIND UK, 100%ige Tochtergesellschaft der PNE WIND AG, hat in Edinburgh, Schottland, ein neues Büro eröffnet. Dies ist ein Zeichen für die Anerkennung der schottischen Konkurrenzfähigkeit und der Tatsache, dass hier die besten Windressourcen Europas zu finden sind. Somit wird PNE WIND künftig die langjährig in Deutschland gesammelte Expertise bei der Entwicklung von Windparks auch in Schottland einsetzen. Die Gesellschaft sieht hier ein sehr großes Marktpotenzial, da die örtliche Regierung das ehrgeizige Ziel verfolgt, bis 2020 80% der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen.
PNE WIND UK Limited plant daher innerhalb der nächsten Jahre umfangreiche Investitionen in Großbritannien und Schottland. Beispielsweise will die Gesellschaft in den kommenden Jahren Projekte mit einer Nennleistung von rund 300 MW aus Windenergie entwickeln. Vier der bereits gesicherten Standorte mit
gutem Windpotenzial in den Regionen Ayrshire, Lanarkshire, Grampian und Scottish Borders befinden sich bereits in einem fortgeschrittenen Planungsstadium. Damit hat sich die PNE WIND AG bereits heute Standorte in der besten Windregion ganz Großbritanniens gesichert.
Bevorzugter Partner
Auch die ersten Erfolge bezüglich lokaler Partnerschaften gibt es zu vermelden: So wurde die PNE WIND AG von der schottischen Forestry Commission zum bevorzugten Partner für die potenzielle Entwicklung von Windenergieanlagen in Zentral-Schottland ausgewählt. Bis Oktober 2011 hat das Unternehmen nun Zeit, um im schottischen National Forest der Verwaltungsbezirke Argyll and Bute, West Dunbartonshire, Stirling, Perth and Kinross sowie Angus geeignete Windpark-Standorte zu ermitteln. Danach werden die Forestry Commission
und die PNE WIND AG gemeinsam darüber entscheiden, auf wie viele Anlagen der Planungsprozess und, bei positiver Entscheidung für das Vorhaben, die Bauund Betriebsphasen ausgelegt werden sollen.
Das von der Forestry Commission verwaltete Gebiet in Zentral-Schottland umfasst eine Fläche von etwa 1.000 Quadratkilometern und bietet Raum für Windparks mit einem geschätzten Entwicklungspotenzial von 100 bis 200 MW Nennleistung. Die durchschnittliche Jahreswindgeschwindigkeit in diesem Gebiet liegt zwischen 6,5 und 8,5 m/s (Quelle: UK Wind Speed Database NOABL bei 45 m).
Martin Billhardt, Vorstandsvorsitzender der PNE WIND AG, sieht in der Entscheidung der Forestry Commission eine "historische Chance" für die weitere Entwicklung der Gesellschaft. "Unser Team vor Ort wird eng mit der Forestry Commission und den lokalen Interessengruppen zusammenarbeiten, um ein für diese Region optimales Windpark-Konzept zu erstellen. Dadurch werden wir Schottland bei der Erreichung seines Ziels unterstützen, bis zum Jahr 2020 80% der benötigten Energie aus erneuerbaren Quellen zu gewinnen. Durch unsere Partnerschaft mit der Forestry Commission verbindet sich das Wissen der Hüter der schottischen Wälder mit der Expertise der PNE WIND AG im Bereich erneuerbarer Energien. So leisten wir einen wertvollen Beitrag zur Energiepolitik der schottischen Regierung und auch zum Umweltund Klimaschutz", erklärt Billhardt.
Finanzen
Es war wieder ein erfolgreiches Jahr für die PNE WIND AG. Wir möchten diesen Erfolg gerne mit unseren Aktionären teilen. Daher haben Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam beschlossen, dass bei der Hauptversammlung den Aktionären der Gesellschaft die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,04 Euro pro Aktie vorgeschlagen wird.
Insgesamt konnten wir für das Geschäftsjahr 2010 erneut ein deutlich positives Ergebnis verbuchen. Beim Konzernbetriebsergebnis (EBIT) – der für das Projektgeschäft maßgeblichen Kennzahl – wurden gemäß IFRS-Rechnungslegung 9,5 Mio. Euro erwirtschaftet (Vorjahr: 14,7 Mio. Euro). Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) betrug 5,4 Mio. Euro gegenüber 9,9 Mio. Euro im Vorjahr. Insgesamt erzielte die PNE WIND AG im Jahr 2010 eine Gesamtleistung in Höhe von 80,0 Mio. Euro (Vorjahr: 133,6 Mio. Euro). Der Rückgang erklärt sich aus dem planmäßig zyklischen Geschäft eines Windkraft-Projektierers, da Projekte meist mehrere Jahre bis zur Fertigstellung in Anspruch nehmen. In 2010 wurde die erwartete Anzahl an Onshore-Windparks inklusive eines Repowerings erfolgreich abgeschlossen und anschließend an die Käufer übergeben. Gleichzeitig wurden in der Planung befindliche Projekte im In- und Ausland aktiv vorangetrieben, um diese in den kommenden Jahren fertig zu stellen.
Der Konzernjahresüberschuss belief sich auf 7,9 Mio. Euro nach 10,1 Mio. Euro im Vorjahr. Daraus ergab sich ein unverwässertes Ergebnis je Aktie von 0,17 Euro (Vorjahr: 0,24 Euro). Die PNE WIND AG als Einzelgesellschaft erzielte im Berichtsjahr einen Bilanzgewinn von 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0 Mio. Euro).
Die Eigenkapitalquote stieg daher auf 40,8% (Vorjahr: 40,0%). Zudem ist es uns gelungen, mit Luxempart S.A: einen langfristig orientierten Finanzinvestor als potenziellen Großaktionär zu gewinnen. Durch die gezeichnete Wandelanleihe und infolge der erworbenen Aktien der Kapitalerhöhung würde Luxempart nach einer Wandlung über rund 15% der Anteile an der PNE WIND AG verfügen.
Das Geschäftsjahr 2010 zeichnete sich im Wesentlichen durch die umfangreichen Fortschritte bei der Entwicklung des Offshore-Windparks "Gode Wind II" aus. Hier konnte die Baugrunduntersuchung der Standorte für alle Windenergieanlagen (WEA) sowie für das Umspannwerk beendet werden. Zusätzlich positionierte sich die PNE WIND AG aktiv als einer der führenden Anbieter im Bereich des so genannten Repowerings. Hierbei werden alte WEA durch leistungsfähigere neue Modelle ersetzt. In diesem Segment, dass von Experten als eines der Zukunftsmärkte für die Windenergiebranche eingeschätzt wird, konnte die PNE WIND AG mit Inbetriebnahme des Windparks "Görike" bereits das zweite Projekt erfolgreich errichten.
Auf Grund der positiven Entwicklung bestätigen wir unsere bisherige Prognose, zwischen 2010 und 2012 ein kumuliertes EBIT von 42 bis 54 Mio. Euro zu erzielen. Durch den Offshore-Bereich sehen wir weitere erhebliche Ertragspotenziale: innerhalb der nächsten drei Jahre 2011 bis 2013 rechnen wir sogar mit einem Anstieg des kumulierten EBIT auf 60 bis 72 Mio. Euro. Insbesondere die großen Fortschritte bei der Realisierung des Offshore-Windparks "Gode Wind II" zeigen, dass PNE WIND weiterhin mit Rückenwind unterwegs ist.
Konzernkennzahlen auf einen Blick
| In Mio. EUR | 2010 | 2009 | 2008 |
|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 80,0 | 133,6 | 112,5 |
| Umsatz | 65,6 | 137,3 | 74,6 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 9,5 | 14,7 | 23,5 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | 5,4 | 9,9 | 19,7 |
| Jahresüberschuss | 7,9 | 10,1 | 17,1 |
| Eigenkapital | 81,7 | 70,5 | 54,6 |
| Eigenkapitalquote (in%) | 40,8 | 40,0 | 20,6 |
| Bilanzsumme | 200,2 | 176,4 | 265,8 |
Aktie & Börse
| Stammdaten der Aktie | |
|---|---|
| WKN | A0JBPG |
| ISIN | DE000A0JBPG2 |
| Anzahl der Aktien zum 31. Dezember 2010 | 45.775.826 |
| Marktkapitalisierung zum 22. März 2011 | 96,13 Mio. EUR |
| Free Float | 100% |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Indizes | HDax, Mid-Cap-Market-Index, CDAX Technology, ÖkoDAX |
| Designated Sponsors | Commerzbank, VEM Aktienbank, Close Brothers Seydler Bank |
| Reuters | PNEGn |
| Bloomberg |
Impressum
PNE WIND AG Peter-Henlein-Straße 2-4 27472 Cuxhaven Deutschland
Telefon: + 49 (0) 47 21-718-06 Telefax: + 49 (0) 47 21-718-444 E-Mail: [email protected] www.pnewind.com
Vorstand:
Martin Billhardt (Vorsitzender) Registergericht: Tostedt Registernummer: HRB 110360
April 2011
Redaktion & Satz: cometis AG Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden
Finanzkalender
| 9. Mai 2011 | Bericht über das 1. Quartal 2011 |
|---|---|
| 18. Mai 2011 | Hauptversammlung |
| 8. August 2011 | Halbjahresfinanzbericht 2011 |
| 7. November 2011 | Bericht über das 3. Quartal 2011 |
Weitere Informationen
Auf der Website www.pnewind.com finden Sie ausführliche Informationen über die PNE WIND AG sowie im Bereich "Investor Relations" aktuelle Daten zur Aktie. Hier können außerdem Geschäfts- und Quartalsberichte, Pressemitteilungen sowie Hintergrundinformationen über die PNE WIND AG als Download abgerufen werden. Zudem bietet Ihnen die Homepage die Möglichkeit, sich in unseren Nachrichtenverteiler einzutragen.