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PNE AG — Annual Report 2008
Mar 30, 2009
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Annual Report
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Im Aufwind
Kennzahlen zum Konzern
| in Mio. EUR | 2008 | 2007 | 2006 |
|---|---|---|---|
| Gesamtleistung | 112,5 | 58,6 | 93,3 |
| Umsatz | 74,6 | 50,1 | 87,8 |
| EBITDA | 24,9 | 16,8 | 2,2 |
| EBIT | 23,5 | 15,6 | 0,3 |
| Ergebnis vor Steuern | 19,7 | 11,4 | -6,1 |
| Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag | 17,1 | 11,1 | -6,3 |
| Bilanzsumme | 265,8 | 127,9 | 125,3 |
| Eigenkapital | 54,6 | 41,2 | 14,9 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 20,6 | 32,2 | 11,9 |
Unternehmensprofil
Die Plambeck Neue Energien AG mit Sitz in Cuxhaven plant und realisiert Windpark-Projekte an Land (onshore) sowie auf hoher See (offshore). Dabei liegt die Kernkompetenz in der Entwicklung, Projektierung, Realisierung und Finanzierung von Windparks sowie deren Betrieb bzw. Verkauf mit anschließendem Service. Bisher errichtete das Unternehmen bis Anfang März 2009 insgesamt 88 Windparks mit 503 Windenergieanlagen und einer Gesamtnennleistung von 699 MW.
Neben der Geschäftstätigkeit im etablierten deutschen Heimatmarkt expandiert die Plambeck Neue Energien AG zunehmend in dynamische Wachstumsmärkte und ist über Joint Ventures bereits in Ungarn, Bulgarien, Türkei, Großbritannien, Irland und Rumänien vertreten. In diesen Ländern werden gegenwärtig Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von bis zu 1.400 MW bearbeitet, die mittelfristig realisiert werden sollen. Außerdem wurde eine Tochtergesellschaft in den USA gegründet. In Deutschland (onshore) befinden sich derzeit Windpark-Projekte mit mehr als 400 MW Nennleistung in der Bearbeitung.
Darüber hinaus entwickelt die Plambeck Neue Energien AG Offshore-Windpark-Projekte, von denen zwei große Vorhaben in deutschen Gewässern bereits genehmigt sind. Auch für den Offshore-Bereich wird der Einstieg in aussichtsreiche Auslandsmärkte geprüft.
Inhaltsverzeichnis
| 02 | Highlights 2008 |
|---|---|
| 05 | An die Aktionäre |
| 31 | Lagebericht |
| 59 | Konzernabschluss |
| 123 | Abschluss der AG |
| 135 | Glossar |
| 136 | Impressum |
Highlights 2008
Plambeck veröffentlicht die Geschäftszahlen für 2007
- Betriebsergebnis (EBIT) von 15,6 Mio. Euro erzielt (+ 15,3 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr)
- Jahresüberschuss auf 11,1 Mio. Euro gesteigert (+ 17,4 Mio. Euro im Vorjahresvergleich)
• Nettoverschuldung auf 19,2 Mio. Euro gesenkt (Vorjahr: 44,5 Mio. Euro)
Ergebnisse unterstreichen erfolgreiche Sanierung der Gesellschaft
Dr. Wolfgang von Geldern kündigt Rückzug aus Vorstand an
- Nach erfolgreicher Restrukturierung zieht sich langjähriger Vorstandsvorsitzender aus operativem Geschäft zurück
- Erfahrung bleibt Unternehmen durch Beratungsfunktion erhalten
- Weiterhin Engagement für Windkraft als Vorsitzender des Wirtschafts verbandes Windkraftwerke e.V.
Stabwechsel an bisherigen Finanzvorstand Martin Billhardt beschlossen
Erstes Quartal 2008 bringt weitere Ergebnisverbesserung
- Im Vergleich zur Vorjahresperiode EBIT auf 1,2 Mio. Euro verdreifacht
- Operatives Kerngeschäft On- und Offshore weiter ausgebaut
- Verstärkung der Auslandsaktivität: Bulgarische und türkische Tochtergesellschaften erstmals in Konzernabschluss einbezogen Geschäftsjahr beginnt mit viel Rückenwind
Personelle Weichenstellung vollzogen
- Martin Billhardt wird Vorstandsvorsitzender
- Bernd Paulsen verstärkt Vorstand und übernimmt Ressort Projektentwicklung und Umsetzung von Windparkprojekten
- Roland Stanze und Thorsten Fastenau werden Generalbevollmächtigte
Organisatorisches Fundament für Weiterentwicklung von Plambeck gelegt
Plambeck veräußert Mehrheitsanteile an der SSP Technology A/S
- Gesellschaft trennt sich von 67-prozentiger Beteiligung an dänischem Rotorblatthersteller
- Transaktion generiert 35 Mio. Euro an freier Liquidität für Plambeck
- Ertragsstarker Beteiligungsverkauf
Mittelzufluss erlaubt beschleunigten Ausbau des Kerngeschäfts
Kooperation für Windpark-Projekte in Großbritannien und Irland
- Gründung eines Joint Venture mit britischem Projektentwickler New Energy Development Ltd. (NED)
- Ziel: Entwicklung und Umsetzung von Windparks mit Kapazität von zunächst 300 MW
- Plambeck hält 67,5 Prozent der Anteile und ist für Auswahl und Einkauf der Anlagen, Finanzierung, Vertrieb sowie Betriebsführung zuständig
Erfolgreicher Markteintritt in einen der attraktivsten europäischen Windmärkte
An die Aktionäre
Inhalt
| 07 | Brief an die Aktionäre |
|---|---|
| 10 | Bericht des Aufsichtsrates |
| 13 | Corporate Governance Bericht |
| 13 | Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG |
| 13 | Directors' Dealings |
| 14 | Porträt der Plambeck Neue Energien AG |
| 14 | Unser Anspruch |
| 15 | Aus Plambeck Neue Energien AG wird "PNE Wind AG" |
| 16 | Plambeck im Profil |
| 18 | Überblick über die Geschäftstätigkeit |
| 26 | Marketing und Vertrieb |
| 26 | Lieferanten |
| 27 | Aktie |
| 27 | Kursverlauf |
| 28 | Stammdaten |
| 28 | Aktionärsstruktur |
| 29 | Investor Relations |
| 29 | Finanzkalender |
Brief an die Aktionäre
Sehr geehrte Aktionäre,
im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir große Fortschritte erzielt. Damit sind die Weichen für eine kraftvolle Fortsetzung unseres Expansionskurses gestellt.
Operativ konnten wir unsere Marktstellung im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter festigen. Wir verfügen über eine umfangreiche Projekt-Pipeline im In- und Ausland, onshore wie offshore, die wir derzeit sukzessive umsetzen. Insgesamt bearbeiten wir aktuell Projekte mit einer Gesamtnennleistung von rund 4.400 MW an Land und auf hoher See in unterschiedlichen Phasen – ein Vielfaches der bislang von uns umge-
setzten Windparks! Aufgrund der Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) zum 1. Januar 2009 waren wir vielfach mit dem Wunsch unserer Investoren konfrontiert, projektierte Windparks zu optimieren und erst im Jahr 2009 fertig zu stellen. Daher wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008 Windparks mit einer Gesamtnennleistung von lediglich 6 MW fertig gestellt. Dennoch: Wir haben diese Zeit gut genutzt um die Wirtschaftlichkeit der Projekte weiter zu verbessern. Und der Erfolg gibt uns Recht, im Jahr 2009 konnten wir bereits vier Windparks mit einer Nennleistung von insgesamt 48 MW komplett fertig stellen.
Im Offshore-Bereich gibt es ebenfalls planmäßige Projektfortschritte. Derzeit arbeiten wir an der Entwicklung von insgesamt sieben Offshore-Windparks mit einer geplanten Nennleistung von rund 2.700 MW. Für zwei der Projekte liegen bereits die entsprechenden Genehmigungen vor, hier agieren wir zusammen mit verlässlichen und finanzstarken Partnern. Mittel- und langfristig wird sich der Bereich Offshore zu einem Wachstumstreiber für unsere Branche entwickeln, und wir haben durch unser frühzeitiges Engagement die Ausgangslage für eine führende Marktposition geschaffen.
Die Auswirkungen der Restrukturierung der Plambeck Neue Energien AG zeigen sich deutlich in den Geschäftzahlen für das Jahr 2008. Beim Betriebsergebnis (EBIT) wurde eine Steigerung um 7,9 Mio. Euro auf 23,5 Mio. € erzielt (Vorjahr: 15,6 Mio. Euro). Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich von 11,4 Mio. Euro im Jahr 2007 auf nunmehr 19,7 Mio. Euro. Nach Abzug der Ertragssteuern erwirtschaftete die Plambeck Neue Energien AG damit im Geschäftsjahr 2008 einen Konzernjahresüberschuss vor Minderheiten von 17,1 Mio. Euro, eine signifikante Steigerung im Vergleich zum Vorjahreswert von 11,1 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie beträgt 0,44 Euro (Vorjahr: 0,29 Euro). Verglichen mit dem Vorjahr stieg der Umsatz von 50,1 Mio. Euro auf 74,6 Mio. Euro, die Gesamtleistung legte von 58,6 Mio. Euro auf 112,5 Mio. Euro zu.
Unsere Gesellschaft ist finanziell solide aufgestellt. Dies wird deutlich bei der Betrachtung unserer Kapitalstruktur. Mit einem Eigenkapital von 54,6 Mio. Euro und einer Eigenkapitalquote von 20,6 Prozent verfügen wir über eine stabile Kapitalstruktur. Damit sind wir in der Lage, den Ausbau unseres Kerngeschäfts dynamisch vorantreiben zu können.
Im Jahr 2008 haben wir die strategische Neuausrichtung der Plambeck Neue Energien AG abgeschlossen. Sichtbarstes Zeichen dafür war der Verkauf unserer Mehrheitsbeteilung am dänischen Rotorblatthersteller SSP Technology A/S. Unsere ehemalige Tochter hat sich in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt und benötigte weiteres Kapital, um der stark gestiegenen Kundennachfrage gerecht zu werden. Vor dem Hintergrund der bei Plambeck beschlossenen Fokussierung auf unser Kerngeschäft, die Projektierung von Windparks, haben wir uns daher für einen Verkauf entschieden. Mit Ventizz Capital Fund IV haben wir dazu einen Investor gefunden, der die langfristige Entwicklung der SSP sicherstellt und uns gleichzeitig einen attraktiven Preis geboten hat. Im Zuge der Transaktion haben wir eine freie Liquidität von rund 35 Mio. Euro vereinnahmt – für uns somit ein ertragsstarker Beteiligungsverkauf. Sowohl sämtliche Ergebnispositionen als auch unsere Kapitalausstattung wurden daher positiv von der Veräußerung beeinflusst.
Ein wichtiger Baustein unserer Unternehmensstrategie besteht in der Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeit. Rohstoffknappheit, Klimawandel, Versorgungssicherheit – diese Themen waren im vergangenen Jahr in der Debatte um die Energiepolitik der Zukunft bestimmend und haben zu einem weiteren Bedeutungszuwachs der erneuerbaren Energien auf der internationalen Bühne geführt. Eindeutiges Indiz dafür ist die Wahl des neuen US-Präsidenten Barack Obama, der massive Investitionen in die Förderung der "Renewables" angekündigt hat. Auf diese Entwicklung haben wir uns bereits frühzeitig eingestellt: aktuell sind wir in acht Wachstumsmärkten vertreten. Bereits im Jahr 2007 wurden Joint Ventures in Ungarn, Bulgarien und der Türkei vereinbart, die in 2008 gegründet werden konnten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir mit dem Markteintritt in Großbritannien, Irland, Frankreich, Rumänien und den USA weitere Fortschritte erzielt.
Insbesondere im US-Windmarkt sehen wir große Chancen für Plambeck. Erstmals haben die Vereinigten Staaten im Jahr 2008 die Bundesrepublik als größten Markt für Windstrom abgelöst – und das ohne "Obama-Effekt"! Wir haben dieses Potenzial frühzeitig erkannt und im Oktober 2008 die Gründung unserer US-Tochter "Plambeck New Energy USA, Inc." vollzogen. Seit Jahresbeginn 2009 haben wir dort mit Kelly Lloyd einen sehr erfahrenen und ausgezeichnet vernetzten General Manager, der den Aufbau unsere Dependance zügig vorantreibt. Zuvor war Kelly Lloyd mehr als zehn Jahre bei dem Projektentwickler enXco, Inc., einer US-Tochtergesellschaft von EDF Energies Nouvelles, in unterschiedlichen Positionen tätig. Zuletzt fungierte er als Finanzvorstand und sicherte dabei Finanzierungen von über 500 Mio. \$. für Entwicklung und Bau von Projekten. Wir sind daher sehr zuversichtlich, gemeinsam mit lokalen Joint Venture-Partnern in den kommenden drei Jahren in den USA Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von bis zu 2.500 MW unter Vertrag nehmen und entwickeln zu können.
Operativ hat die Plambeck Neue Energien AG die Konzentration auf das Kerngeschäft der Windpark-Projektierung onshore wie offshore damit bereits vollzogen. Künftig soll sich diese strategische Neuausrichtung auch in unserem Firmennamen zeigen. Deswegen schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der am 14. Mai 2009 in Cuxhaven stattfindenden Hauptversammlung eine Umfirmierung der Gesellschaft in "PNE Wind AG" vor. Unsere Kernkompetenz sowie die zunehmend internationale Ausrichtung wollen wir durch den neuen Namen und den Zusatz zum Firmenlogo "Passion for Energy" noch stärker dokumentieren. Gleichzeitig unterstreicht der neue Name die Kontinuität in der Unternehmensentwicklung. Wir sind deshalb überzeugt, dass wir mit "PNE Wind AG" das Profil sowie die Ausrichtung der Gesellschaft prägnant nach außen zeigen und gleichzeitig eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen.
Für das laufende Geschäftsjahr sind wir deshalb trotz des schwierigen Marktumfeldes zuversichtlich. Wir bewegen uns in einem absoluten Wachstumsmarkt. Mit unserer Expansionsstrategie sind wir sehr gut auf die künftigen Entwicklungen vorbereitet. Basis für unseren Erfolg ist unsere umfangreiche Projekt-Pipeline, die wir im Bereich onshore auf 10.000 MW und im Offshore-Segment auf 5.000 MW erweitern wollen.
Angesichts der schwierigen Lage auf den internationalen Kapitalmärkten hatte die Plambeck-Aktie im vergangenen Jahr mit kräftigem Gegenwind zu kämpfen. Verglichen mit den allgemeinen Kursverlusten an den Börsen – beispielsweise hat der TecDax im Jahresverlauf fast 50 Prozent an Wert verloren – hat sich das Papier dennoch positiv entwickelt, insbesondere im vierten Quartal. Vor dem Hintergrund unserer operativen Stärke sind wir zuversichtlich, dass sich dieser Trend auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen wird.
Bei Ihnen, sehr geehrte Aktionäre, möchten wir uns für Ihre Treue und Ihr Vertrauen bedanken.
Martin Billhardt Vorsitzender des Vorstandes
Bericht des Aufsichtsrates
Sehr geehrte Aktionäre,
im Geschäftsjahr 2008 hat die Plambeck Neue Energien AG wichtige Erfolge erzielt. Besonders zu erwähnen ist der Verkauf der Geschäftsanteile an der SSP Technology A/S an den Ventizz IV SPV C Limited. Mit der Gründung weiterer Joint Ventures in Großbritannien und Rumänien sowie der Gründung einer Gesellschaft in den USA ist es gelungen, das Unternehmen im Ausland verstärkt zu etablieren.
Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2008 zu insgesamt fünf ordentlichen Sitzungen zusammengetreten, und zwar am 14. März, 10. Juni, 11. Juni, 23. September und 8. Dezember 2008. Außerdem fanden vier außerordentliche Sitzungen am 9. Mai, 29. Juni, 7. Oktober und 17. November 2008 statt. Kein Aufsichtsratsmitglied hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.
Die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat sich im Geschäftsjahr 2008 wie folgt geändert: Herr Timm Weiß ist zum 11. Juni 2008 ausgeschieden. Herr Prof. Dr. Reza Abhari wurde am 11. Juni 2008 in den Aufsichtsrat gewählt. Der Aufsichtsrat verfügt, der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) entsprechend, über eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder.
In seiner Sitzung vom 23. September 2008 hat der Aufsichtsrat die Einrichtung eines Nominierungsausschusses beschlossen und dessen Mitglieder gewählt. Der Aufsichtsrat hat damit zur effizienteren Wahrnehmung seiner Aufgaben insgesamt die folgenden drei Ausschüsse eingerichtet: den Personalausschuss, das Audit Committee und den Nominierungsausschuss.
Herr Rafael Vazquez und Herr Dieter K. Kuprian wurden in den Personalausschuss gewählt. Herr Dieter K. Kuprian wurde weiterhin zum Ausschussvorsitzenden dieses Ausschusses gewählt.
Der Personalausschuss trat im Geschäftsjahr 2008 am 14. März 2008 zu einer Sitzung zusammen, in dieser wurde die Amtsniederlegung von Herrn Dr. von Geldern zum 11. Juni 2008 behandelt. Des Weiteren trat er am 9. Mai 2008 zu einer Sitzung zusammen, die dazu diente, dem Aufsichtsrat die Bestellung von Herrn Bernd Paulsen zum Mitglied des Vorstands zum 1. Juli 2008 sowie die Bestellung des Herrn Martin Billhardt zum Vorstandsvorsitzenden ebenfalls zum 1. Juli 2008 zu empfehlen. In einer weiteren Sitzung des Personalausschusses am 10. Juni 2008 wurde über die Beschlussannahme und über eine neue Geschäftsordnung des Vorstands beraten.
Herr Prof. Dr. Abhari, Herr Kunkel und Herr Dieter K. Kuprian wurden in das Audit Committee gewählt. Herr Prof. Dr. Abhari wurde zum Vorsitzenden dieses Ausschusses gewählt, Herr Kunkel zum stellvertretenden Vorsitzenden.
Das Audit Committee (Prüfungsausschuss) trat am 10. Juni 2008 zu einer Sitzung zusammen. Gegenstand dieser Sitzung war die Beratung bezüglich der Rechnungslegung, des Risikomanagements und der Compliance sowie diesbezügliche Empfehlungen an den Aufsichtsrat, entsprechende Beschlüsse zu fassen.
Der neu eingerichtete Nominierungsausschuss bestehend aus Herrn Dieter K. Kuprian (Vorsitzender), Herrn Prof. Dr. Reza Abhari (stellvertretender Vorsitzender) und Herrn Dr. Peter Fischer, trat im Geschäftsjahr 2008 nicht zusammen. Aufgabe des Nominierungsausschusses ist es, bei anstehenden Neuwahlen zum Aufsichtsrat geeignete Kandidaten für die Anteilseigner vorzuschlagen.
Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. In allen Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Aufsichtsrat wurde regelmäßig durch schriftliche und in seinen Sitzungen durch schriftliche und mündliche Berichte des Vorstands zeitnah und umfassend über die aktuelle Geschäftsentwicklung und über die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage der Gesellschaft sowie über die geplante Geschäftspolitik und weitere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung, speziell in der Finanz-, Investitions- und Personalplanung. Vorstand und Aufsichtsrat haben über diese Themenkomplexe ausführlich beraten. Der Aufsichtsrat hat zusätzlich Einsicht in die Bücher, Schriften und Vermögensaufstellungen genommen und diese geprüft. Besondere Berichte wurden nicht angefordert. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig in Einzelgesprächen vom Vorstand informieren lassen.
Der Aufsichtsrat hat die aufgrund von Bestimmungen des Gesetzes, der Satzung und der Geschäftsordnung des Vorstands zustimmungspflichtigen Geschäfte und Maßnahmen eingehend geprüft und im Wege der Beschlussfassung entschieden.
Schwerpunkte der Tätigkeit und Themenstellungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2008 waren:
- die Berichterstattung und die Beratungen über den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2007
- die Amtsniederlegung des alten und die Bestellung eines neuen Vorstandsvorsitzenden
- die Beschlussfassung über die Gründung eines Joint Ventures in Großbritannien
- die Beratung und Beschlussfassung über die Veräußerung der Anteile an der SSP Technology A/S
- die Berichterstattung und Beratung bezüglich der unternehmensstrategischen Weiterentwicklung der Gesellschaft und der Analyse der Aktionärsstruktur
- die Berichterstattung über die Entwicklung der laufenden und geplanten Geschäfte
- die Beschlussfassung bezüglich der Finanz- und Investitionsplanung 2009
- die Beschlussfassung über die Zustimmung zum Vorstandsbeschluss bezüglich der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex.
Der Vorstand hat am 24. November 2008 und der Aufsichtsrat am 8. Dezember 2008 beschlossen, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 mit Ausnahme der Regel 3.8 zu entsprechen. Die Regel 3.8 des DCGK empfiehlt, beim Abschluss von D&O-Versicherungen einen Selbstbehalt zu vereinbaren.
Der Jahresabschluss der Plambeck Neue Energien AG, der Konzernabschluss sowie die Berichte über die Lage der Plambeck Neue Energien AG und des Konzerns sind vom Vorstand zeitnah aufgestellt worden. Der von der ordentlichen Hauptversammlung am 11. Juni 2008 gewählte Abschlussprüfer, die Ebner Stolz Mönning Bachem, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte, Partnerschaft, Niederlassung Stuttgart, hat diese zusammen mit der Buchführung geprüft und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Den Auftrag zur Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr 2008 hat der Aufsichtsrat am 18. Dezember 2008 erteilt. Entsprechend den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex hat der Aufsichtsrat vor der Erteilung des Prüfauftrags eine Erklärung des Abschlussprüfers darüber eingeholt, welche beruflichen, finanziellen oder sonstigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und dem Unternehmen bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten. Die Erklärung erstreckt sich auch auf den Umfang anderer Beratungsleistungen, die für das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erbracht wurden. Nach der dem Aufsichtsrat durch den Abschlussprüfer vorgelegten Erklärung ergeben sich keine Zweifel an dessen Unabhängigkeit.
Der Jahresabschluss für die Plambeck Neue Energien AG, der Konzernabschluss, der Lagebericht der Plambeck Neue Energien AG, der Konzernlagebericht und der Prüfbericht des Abschlussprüfers lagen allen Aufsichtratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung am 12. März 2009 vor. Die Unterlagen wurden in der Sitzung des Audit Committee am 9. März 2009 sowie in der Bilanzsitzung von den Mitgliedern des Aufsichtsrats umfassend geprüft und erörtert. Der Vorsitzende des Audit Committee hat dem Gesamtaufsichtsrat in der Bilanzsitzung einen Bericht über die Behandlung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses im Prüfungsausschuss gegeben. An der Bilanzsitzung haben Vertreter des Abschlussprüfers teilgenommen und über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Es bestanden keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Abschlussprüfung zugestimmt.
Der Aufsichtsrat billigt daher den zum 31. Dezember 2008 aufgestellten Jahresabschluss der Plambeck Neue Energien AG und den zum 31. Dezember 2008 aufgestellten Konzernabschluss. Der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung schließt sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung an.
Die Regeln und Hindernisse, die eine Übernahme und Ausübung von Kontrolle erschweren können, sind vom Aufsichtsrat überprüft und bewertet worden. Der Aufsichtsrat hält diese für ausreichend.
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Plambeck Neue Energien AG für ihre besonders engagierte, verantwortungsvolle und erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2008.
Cuxhaven, 12. März 2009
Dieter K. Kuprian Vorsitzender des Aufsichtsrats
Corporate Governance Bericht
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß § 161 AktG
zum Corporate Governance Kodex: Der Corporate Governance Kodex ist eine gesetzliche Richtlinie zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Er fasst die international wie national anerkannten Standards für verantwortungsvolle Unternehmensführung zusammen. Ziel der Richtlinie ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern.
Der Vorstand hat am 24. November 2008 und der Aufsichtsrat der Plambeck Neue Energien AG hat am 8. Dezember 2008 gem. §161 Aktiengesetz (AktG) erklärt, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der Regel 3.8 entsprochen wurde. Der Vorstand und der Aufsichtsrat erklären weiterhin, gemäß §161 AktG, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der Regel 3.8 auch im Geschäftsjahr 2009 entsprochen wird.
Die Regel 3.8 empfiehlt, beim Abschluß von D&O-Versicherungen einen Selbstbehalt zu vereinbaren. Diese Entsprechenserklärung bezieht sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008.
Directors' Dealings
Am 10. Juli 2008 kaufte Bernd Paulsen 2.500 Aktien der Plambeck Neue Energien AG zum Stückpreis von 2,99 Euro.
Zum 31. Dezember 2008 waren damit aus dem Vorstand Herrn Martin Billhardt 50.000 Aktien zuzurechnen. Herr Bernd Paulsen verfügte über 2.500 Aktien. Aus dem Aufsichtsrat hielt Herr Alfred Mehrtens 346 Aktien.
Porträt der Plambeck Neue Energien AG
Unser Anspruch
Strom treibt die Welt an. Bislang basiert die weltweite Versorgung vor allem auf dem Verbrauch endlicher Ressourcen wie Öl oder Gas. Jedoch haben die bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, die Unsicherheit über die Verfügbarkeit dieser Rohstoffe sowie die immer näher rückende Erschöpfung fossiler Energieträger zu einem energiepolitischen Umdenken in einer wachsenden Zahl von Ländern geführt. Schließlich stehen uns natürliche Energiequellen in unbegrenzter Menge zur Verfügung – wir müssen sie nur nutzen.
Bereits heute existieren technisch praktikable und wirtschaftlich sinnvolle Wege, um preiswerten und umweltverträglichen Strom zu gewinnen. Windkraft spielt in diesem Kontext eine entscheidende Rolle. Es handelt sich um die am weitesten fortgeschrittene Methode zur ressourcenschonenden Stromerzeugung, mit keiner anderen alternativen Technologie wurden bereits ähnlich umfangreiche Erfahrungen gesammelt. Deshalb sehen Industrieexperten ein erhebliches Wachstumspotenzial für den weltweiten Windmarkt in den kommenden Jahren.
In diesem Umfeld agiert die Plambeck Neue Energien AG seit Jahren sehr erfolgreich. Mit einer installierten Gesamtnennleistung von 699 MW bis Anfang März 2009 gehören wir zu den weltweit erfahrensten Projektierern von Windparks. Die nachhaltige Vereinbarkeit von wirtschaftlichem Erfolg und ökologischer Verantwortung ist unsere oberste Prämisse.
Aus Plambeck Neue Energien AG wird "PNE Wind AG"
Unabhängig, zukunftsfähig, nachhaltig – was für die Windkraft gilt, trifft insbesondere auch auf uns zu. Operativ hat die Plambeck Neue Energien AG die Konzentration auf das Kerngeschäft der Windpark-Projektierung – onshore wie offshore – erfolgreich vollzogen. Heute ist die Gesellschaft auf einem konsequenten Kurs: Wir verfolgen ein nachhaltiges, fokussiertes und eigenständiges Geschäftsmodell. Künftig soll sich diese strategische Ausrichtung auch in unserem Unternehmensnamen widerspiegeln. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen daher der am 14. Mai 2009 in Cuxhaven stattfindenden Hauptversammlung eine Umfirmierung der Gesellschaft in "PNE Wind AG" vor.
Unsere Kernkompetenz sowie die zunehmend internationale Ausrichtung wollen wir durch den neuen Namen und den Zusatz zum Firmenlogo 'Passion for Energy' noch stärker zum Ausdruck bringen. Zudem verringert sich durch die künftige Firmierung die Gefahr von Verwechslungen mit ehemals verbundenen Unternehmen. Gleichzeitig unterstreicht der neue Name die Kontinuität in der Unternehmensentwicklung. Als erfahrener Projektierer für Windparks in Deutschland können wir stolz auf das bislang Erreichte sein.
Wir sind deshalb überzeugt, dass wir als "PNE Wind AG" unser international ausgerichtetes Geschäftsmodell als Windpark-Projektierer prägnant nach außen dokumentieren und damit eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen.
Windparks
Plambeck im Profil
- Ganzheitlich: Vollständige Planung und Realisierung von Windparks, Onshore wie Offshore
- Diversifiziert: Erträge aus Projektierung, Stromerzeugung, Service
- International: Bereits heute in acht Auslandsmärkten vertreten
Plambeck Neue Energien AG plant und realisiert Windpark-Projekte an Land (onshore) sowie auf hoher See (offshore). Entwicklung, Projektierung, Realisierung und Finanzierung stellen dabei die Kernkompetenzen unserer Gesellschaft dar. Nach erfolgter Inbetriebnahme bieten wir den Betreibern zudem einen umfassenden Service, der außer der technischen auch die kaufmännische Betriebsführung umfasst. Neben dem Verkauf von Windparks wird künftig der Eigenbetrieb zur Stromerzeugung als "IPP" (Independent Power Producer) zum weiteren Unternehmenswachstum beitragen.
In einem stark fragmentierten und hart umkämpften Markt zeigt unser langjähriger Erfolg: Wir verstehen unser Geschäft. Seit 1995 projektieren wir Windparks in Deutschland. Zum Ablauf des vergangenen Geschäftsjahres konnten wir auf 84 errichtete Windparks zurückblicken. Insgesamt 479 Windenergieanlagen mit einer Gesamtnennleistung von 651 MW wurden dabei unter unserer Leitung in ganz Deutschland installiert. Damit zählen wir zu den erfahrensten Projektierern von Windparks – weltweit!
| Projekte | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 82 0 35 36 Weitere in Planung |
Im Bau befindliche Windparks Vorliegende Genehmigungen Kurzfristig erwartete Genehmigungen |
677 | 888 | |||
| 236 | 1.430 | 1.666 | ||||
| 993 | ||||||
| 0 MW | 200 MW onshore Deutschland onshore Ausland |
400 MW offshore |
600 MW | 800 MW | 1.000 MW |
- Künftig werden wir unsere Marktposition weiter ausbauen: Onshore wie offhore, in Deutschland und im Ausland
- Insgesamt bearbeiten wir aktuell Windparks mit einem Volumen von rund 4.440 MW
- Auf dem Festland entwickeln wir derzeit nationale und internationale Projekte mit einer Nennleistung von zusammen rund 1.800 MW
- Auf hoher See bearbeiten wir gegenwärtig Projekte in Nord- und Ostsee im Volumen von zusammen 2.446 MW
- Für die Offshore-Standorte "Gode Wind I" und "Borkum Riffgrund I" wurden Genehmigungen von rund 677 MW bereits erteilt
Überblick über die Geschäftstätigkeit
Geschäftsmodell
Konsequente Nutzung der Marktchancen in allen Bereichen der Windkraft
Als Projektierer besteht unser Geschäft aus der Entwicklung von Windparks zur Stromerzeugung – von der blanken Scholle bis zur fertigen Anlage! Unsere Leistungspalette beinhaltet alle Schritte der Wertschöpfungskette. Damit deckt die Plambeck Neue Energien AG jede einzelne Phase bei der Entstehung eines neuen Windparks ab.
Wertschöpfungskette
Entwicklung
Am Anfang steht dabei die Entwicklung des jeweiligen Standortes. Dazu müssen die notwendigen Flächen akquiriert und die herrschenden Windverhältnisse sorgfältig untersucht werden. Basierend auf den Ergebnissen der Windanalyse wird die wirtschaftlich sinnvollste Windenergieanlage (WEA) gewählt. Nachdem diese Vorarbeiten abgeschlossen sind, die Spezifikationen des künftigen Windparks also bereits feststehen, wird das Projekt den zuständigen Behörden zur Genehmigung vorgelegt.
Finanzierung
Wesentlich bei der erfolgreichen Projektierung eines Windparks ist zudem die Sicherstellung der Finanzierung. Ausgangspunkt ist auch hier eine gründliche Analyse der Gegebenheiten, etwa im Hinblick auf künftig zu erzielende Rückflüsse. Daneben erfolgt die rechtliche Konzeption der Betreibergesellschaft, bevor im nächsten Schritt der Vertrieb des Projektes erfolgen kann. Schließlich arrangiert Plambeck Neue Energien, je nach vorgesehener Struktur der Transaktion, die eigentliche Projektfinanzierung des Windparks für den Betreiber – eine wichtige Kernkompetenz unserer Gesellschaft und zugleich klarer Wettbewerbsvorteil.
Bau
Während der eigentlichen Bauphase erfolgt die physische Konstruktion der Anlagen. Dazu ist zunächst die Verlegung eines Netzanschlusses erforderlich. Gleichzeitig wird die notwendige Infrastruktur errichtet. Nachdem diese Arbeiten abgeschlossen sind, können die Herzstücke des Windparks, die Windenergieanlagen, montiert werden. Im Anschluss an die Fertigstellung sowie die technische Abnahme wird der Windpark in Betrieb genommen. Ab diesem Zeitpunkt erzeugt die Anlage Strom und liefert damit kontinuierliche, berechenbare und attraktive Rückflüsse für den Betreiber.
Verkauf/IPP
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wechselt der Windpark endgültig und vollständig in den Besitz des Endbetreibers. Dabei handelt es sich entweder um Investoren, die den Park im Anschluss betreiben. Im Einzelfall übernimmt Plambeck auch selbst Windparks zur eigenen Stromerzeugung als unabhängiger Anbieter (IPP= Independent Power Producer). Dieses Geschäftsfeld wird mit der im ersten Halbjahr 2009 anstehenden Fertigstellung des Windparks Altenbruch neuen Aufwind erhalten. Aufgrund der hohen Windgeschwindigkeiten von mehr als 8m/sec in 105 Meter Nabenhöhe an diesem Standort können hier praxisnahe Erkenntnisse über den Betrieb von Offshore-Windenergieanlagen gewonnen werden. Gleichzeitig generiert die Gesellschaft mit dem Eigenbetrieb attraktive und stabile Cash Flows.
Service
Nach erfolgter Fertigstellung, Inbetriebnahme und Übergabe an den Investor betreut Plambeck im Geschäftsfeld "Service" die Windparks auch im laufenden Betrieb weiter. Wir übernehmen die technische und kaufmännische Betriebsführung und sorgen dafür, dass sich die Windräder weiter drehen! Diese After-Sales-Betreuung der von Plambeck projektierten Windparks sichert uns eine hohe Kundenbindung und gewährleistet dabei wiederkehrende Umsätze für unsere Gesellschaft.
Wie funktioniert das Geschäft eines Windpark-Projektierers?
Seit dem Jahr 1995 ist die Plambeck Neue Energien AG erfolgreich im Markt für Windenergie tätig. Als Projektierer leisten wir einen effektiven Beitrag zum Klimaschutz und helfen beim Aufbau einer Zukunftstechnologie, wodurch national wie international die Entstehung nachhaltiger Arbeitsplätze gefördert wird. Gleichzeitig erwirtschaften wir einen Mehrwert für unsere Aktionäre, indem wir die zunehmende globale Knappheit von Energie als attraktives Geschäftsfeld verstehen. Unser Geschäftsmodell unterscheidet sich dabei in einigen Punkten von vielen anderen Industriezweigen. Plambeck generiert vor allem Erträge bei der Schaffung eines Projektrechts, also dem Recht zur Errichtung eines Windparks an einem bestimmten Standort.
Wir veranlassen, planen und managen den Bau eines Windparks mit dem Ziel, das Projekt schließlich zu attraktiven Konditionen an einen Investor zu veräußern. Dabei kann zwischen dem Beginn der Planungen bis zur tatsächlichen Fertigstellung eines Windparks ein Zeitraum von drei bis fünf Jahren vergehen.
Finanzielle Wertschöpfungskette
In den frühen Phasen eines Projektes generieren wir das Gros unserer Wertschöpfung. Angefangen mit dem Erstkontakt zu den relevanten Entscheidungsträgern über Erkundung und Entwicklung bis hin zur Planungsphase werden insgesamt 95 Prozent der Wertschöpfung während der ersten vier (von insgesamt fünf) Projektphasen geschaffen. Bei der eigentlichen Umsetzung, also der Erschließung des Standortes sowie der physischen Errichtung der Windenenergieanlagen, werden hingegen nur rund 5 Prozent erwirtschaftet. Gleichzeitig sind diese Phasen wenig kostenintensiv – lediglich 6 Prozent der Gesamtkosten entfallen auf die ersten vier Projektabschnitte. Hingegen entstehen 94 Prozent der Kosten durch den eigentlichen Bau der Windenergieanlagen.
Dabei erfolgt die Vergütung oftmals nach dem "Milestone"-Prinzip: Bei Verkauf des Windparks an einen Investor wird vertraglich die Zahlung des Kaufpreises an einzelne Projektfortschritte geknüpft. Sobald einer dieser festgelegten "Meilensteine" erreicht wird, ist der Käufer (oder Investor) damit zur Leistung einer Abschlagszahlung verpflichtet.
Alternativ kann der Windpark auch bereits nach erfolgter Genehmigung (also vor seiner tatsächlichen Errichtung) vollständig an den Investor veräußert werden. In diesem Fall ist der Finanzierungsaufwand für Plambeck Neue Energien AG aufgrund der bis dahin anfallenden niedrigen Kosten sehr gering. Wird der Windpark hingegen "schlüsselfertig" (d.h. betriebsbereit) übergeben, ist der entstehende Finanzierungsbedarf für die Gesellschaft entsprechend höher. Daneben erfolgt eine Verbuchung des Verkaufserlöses als Umsatz.
In beiden Fällen ergeben sich spezifische Vorteile für Plambeck: Bei einem frühzeitigen Verkauf durch niedrigere Finanzierungskosten, bei einer zeitlich späteren Veräußerung durch einen höheren Preis. Vor diesem Hintergrund eignen sich die Ertragsgrößen wie Betriebs- oder Vorsteuerergebnis (EBIT bzw. EBT) wesentlich besser zur Beurteilung der operativen Geschäftsentwicklung als Umsatz oder Gesamtleistung.
Windkraft an Land (Onshore)
Seit 1995 besteht unser Kerngeschäft aus der Projektierung von Windparks an Land (Onshore). Dabei betreiben wir "Green-Field-Development": Plambeck entwickelt den Windpark von der "blanken Scholle" bis zur Inbetriebnahme der fertigen Windenergieanlage.
Bis zum 31. Dezember 2008 haben wir Windparks mit einer Gesamtnennleistung von 651 MW projektiert. Aufgrund unserer gut gefüllten Projekt-Pipeline erwarten wir einen Anstieg im laufenden Geschäftsjahr auf insgesamt 771 MW installierte Leistung. Plambeck befindet sich dabei auf einem guten Weg: Im Jahr 2009 konnten bis Anfang März bereits vier Windparks mit zusammen 48 MW errichtet werden.
Installierte Gesamtnennleistung – 10-Jahres Rückblick
*2009: Prognose
Statt eines Verkaufs an einen Investor hat die Plambeck Neue Energien AG bereits in der Vergangenheit einen kleinen Teil der projektierten Parks nach Fertigstellung in eigener Regie betrieben. So ist die Gesellschaft bislang mit dem Windpark Laubuseschbach in geringem Umfang als unabhängiger Stromerzeuger aktiv. Mit Fertigstellung des Windparks "Altenbruch II" im ersten Halbjahr 2009 wird das Geschäftsfeld "IPP" signifikant ausgebaut. Der Standort im Landkreis Cuxhaven bietet eine Reihe von Vorteilen: hohe Windgeschwindigkeiten ermöglichen die praktische Erprobung von Offshore-Windenergienanlagen und erlauben gleichzeitig eine hohe Leistung des Windparks. Im Ergebnis wird "Altenbruch II" künftig einen jährlichen Umsatzbeitrag von rund 6 Mio. Euro sowie einen nachhaltigen Ergebnisbeitrag von rund 2,8 Mio. Euro liefern.
Unser im deutschen Heimatmarkt erworbenes Know-how werden wir künftig verstärkt international einsetzen und unseren Erfolg damit auch auf andere Länder ausdehnen. Derzeit gewinnt die Windkraft als sicherer, effizienter und umweltschonender Stromlieferant international zunehmend an Bedeutung. Daraus entstehen Marktchancen, die wir entschlossen nutzen werden!
Internationale Aktivitäten - Präsenz in Auslandmärkten
Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Türkei, Frankreich, Großbritannien, Irland, USA – aktuell sind wir bereits in acht Wachstumsmärkten vertreten, entweder durch Joint Ventures mit lokalen Partnern oder aber mit eigenen Tochtergesellschaften. Dort bearbeiten wir derzeit Projekte mit einer Gesamtnennleistung von insgesamt 1.430 MW. Diesen Weg werden wir weiter fortsetzen, etwa durch eine Verstärkung unserer Aktivitäten in den Vereinigten Staaten. Im größten Windmarkt der Zukunft haben wir uns eine ehrgeizige Zielmarke gesetzt: Mittelfristig wollen wir dort Windparks in einem Volumen von bis zu 2.500 MW akquirieren. Das ist ein wichtiger Beitrag zu dem Ziel, mittelfristig im Bereich onshore Projekte mit bis zu 10.000 MW zu bearbeiten.
Projektübersicht Ausland
| Land | MW bis zu | Investitions volumen bis zu (in Mio. EUR) |
|---|---|---|
| Ungarn | 260 | 445 |
| Türkei | 450 | 765 |
| Bulgarien | 250 | 425 |
| Rumänien | 150 | 250 |
| Frankreich | 20 | 36 |
| USA | 2.500 | - |
| UK/Irland | 300 | 510 |
| UK (offshore) | "The Crown Estate Round 3" Ausschreibung | |
| Summe | 3.930 MW | 2.395 |
Künftig werden wir den wachstumsträchtigen Internationalisierungskurs noch forcieren. Deshalb prüft Plambeck Neue Energien AG fortlaufend den Eintritt in weitere Zukunftsmärkte. An ein Auslandsengagement stellen wir dabei klare, strenge Kriterien:
Zur finanziellen Absicherung unseres Investments muss das Land eine hinreichende Kreditwürdigkeit sowie eine hohe politische Verlässlichkeit aufweisen
• Wirtschaftliches Vergütungssystem
Existenz eines langfristig kalkulierbaren Vergütungssystems, vergleichbar mit dem deutschen EEG, um dauerhaft planbare Erträge zu generieren
• Verfügbarkeit örtlicher Kooperationspartner
Windkraft ist "people's business", daher ist die Zusammenarbeit mit gut vernetzten lokalen Partnern für uns ein Erfolgsgarant
An das einzelne Investitionsprojekt stellen wir dabei im Ausland die gleichen, hohen Anforderungen wie in Deutschland: An jedem Plambeck-Standort muss sich ein Windpark wirtschaftlich rechnen! Dies setzt gute Windverhältnisse und die Erschließung zu vertretbaren Kosten ebenso wie eine hohe Wahrscheinlichkeit zur Genehmigungsfähigkeit voraus.
• Bonität und politische Stabilität des Landes
Windkraft auf hoher See (Offshore)
Im Januar 2007 hat die Europäische Union ihre "New Energy"-Strategie beschlossen. Darin wird die Reduktion des CO2-Ausstoßes der Mitgliedsländer bis zum Jahr 2020 um mindestens 20 Prozent im Vergleich zu 1990 verbindlich festgeschrieben. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, ist ein Ausbau der erneuerbaren Energien unabdingbar. Insbesondere der Windkraft als technologisch am weitesten fortgeschrittener Technologie kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu.
Ohne einen Ausbau der Offshore-Windkraft sind weder die europäischen noch die deutschen Klimaziele zu erreichen. Die Stromerzeugung mittels "Windkraftwerken" auf See weist eine Reihe von Vorteilen auf: Verfügbarkeit großer Flächen, hohe durchschnittliche Windgeschwindigkeiten und eine große Anzahl von Windstunden machen den Betrieb von Windparks hier besonders attraktiv. Deshalb hat die Plambeck Neue Energien AG bereits frühzeitig den Offshore-Windmarkt als Wachstumsfeld erschlossen.
| Projekt | Phase | Lage | WEA bis zu | MW (3 MW/WEA) |
MW (3,6 MW/WEA) |
MW (5 MW/WEA) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | 4 | Nordsee | 77 | 230 | 277 | 385 |
| 2 | 3 | Nordsee | 103 | 309 | 370 | 515 |
| 3 | 4 | Nordsee | 80 | 240 | 288 | 400 |
| 4 | 2 | Nordsee | 144 | 432 | 518 | 720 |
| 5 | 1 | Ostsee | 76 | 228 | 273 | 380 |
| 6 | 1 | Nordsee | 100 | 300 | 360 | 500 |
| 7 | 1 | Nordsee | 100 | 300 | 360 | 500 |
| Summe: | 680 | 2.039 | 2.446 | 3.400 |
Übersicht Offshore-Projekte
Phase 3 = Antragskonferenz erfolgt Phase 4 = Genehmigung erteilt
Phase 1 = Projektfindungsphase Phase 2 = Antragskonferenz in Vorbereitung
Aktuell bearbeiten wir sieben Offshore-Projekte mit rund 2.500 MW in Nord- und Ostsee. Dies wollen wir mittelfristig auf Projekte mit bis zu 5.000 MW ausbauen. Unsere Expertise wird daran deutlich, dass wir in zwei Fällen nach dem Erhalt der Genehmigungen von Offshore-Windparks bereits Investoren und erfahrene Joint Venture Partner ins Boot holen konnten. Damit haben wir unter Beweis gestellt, dass wir das notwendige Know-how für den Ausbau des Bereichs Offshore besitzen.
In einem besonders fortgeschrittenen Stadium befinden sich die Projekte "Gode Wind I" und "Borkum Riffgrund I". Bereits im Jahr 2006 wurde für "Gode Wind I" die Baugenehmigung vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) erteilt. Das Projektgebiet liegt rund 33 Kilometer nördlich der Insel Norderney und weist eine Fläche von rund 36,6 Quadratkilometern auf, die Wassertiefe beträgt 28 bis 33 Meter. Im Rahmen der ersten Bauphase werden hier voraussichtlich ab dem Jahr 2010/11 insgesamt 80 Offshore-Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von bis zu 400 MW errichtet werden.
Im November 2007 wurden die Mehrheitsanteile an der Projektgesellschaft "Plambeck Neue Energien AG Gode Wind I GmbH" an die niederländische Evelop, eine Tochtergesellschaft des Econcern-Konzern, verkauft. Mit Vertragsunterzeichnung erhielt die Plambeck Neue Energien die erste Tranche des vereinbarten Kaufpreises, konnte also wie schon zuvor beim Offshore-Projekt "Borkum Riffgrund I" von der frühzeitigen Projektentwicklung profitieren. Derzeit hält die Gesellschaft noch eine 10 Prozent-Beteiligung an der Projektgesellschaft und übernimmt die weitere Entwicklung gemeinsam mit Evelop. Im zweiten Halbjahr 2009 ist der "Financial Close" für das Projekt "Gode Wind I" mit der damit verbundenen Fälligkeit der zweiten Kaufpreisrate vorgesehen.
Daneben wurde im Februar 2004 die Genehmigung für das Offshore-Projekt "Borkum Riffgrund I" erteilt. In einer Entfernung von rund 38 Kilometer von der Insel Borkum ist hier die Installation von 77 Offshore-Windenergieanlagen in einer Wassertiefe von 23 bis 29 Metern geplant. "Borkum Riffgrund I", dessen erste Bauphase in den nächsten zwei Jahren beginnen soll, sieht eine Nennleistung von bis zu 277 MW vor. Im Anschluss ist das Projekt "Borkum Riffgrund II" mit bis zu 103 weiteren Anlagen mit einer Nennleistung von bis zu 515 MW geplant. Das Genehmigungsverfahren für dieses Projekt läuft derzeit.
Plambeck realisiert diese Projekte im Rahmen eines Joint Ventures gemeinsam mit den skandinavischen Energiekonzernen DONG Energy Power und Vattenfall Europe. Zusammen mit diesen verlässlichen und finanzstarken Partnern treibt die Gesellschaft die Projekte schrittweise voran. Aktuell hält Plambeck an der Betreibergesellschaft noch einen Anteil von 50 Prozent und erwartet aus dem Projekt noch weitere Milestone-Zahlungen von bis zu 57 Mio. Euro.
Service
Nach Fertigstellung und Inbetriebnahme eines Windparks lassen wir unsere Kunden nicht allein. Im Gegenteil: Wir sorgen dafür, dass der Windpark läuft! Plambeck übernimmt im Rahmen des "After-Sales"-Geschäfts beispielsweise die technische Überwachung der Windenergieanlagen (z. Z. etwa 300 WEA), um Fehler frühzeitig zu erkennen und damit Schäden und teure Ausfallzeiten zu vermeiden bzw. zu minimieren. Außerdem stellen wir sicher, dass Service und Wartung der Windenergieanlagen regelmäßig und möglichst nicht zu Starkwindzeiten durchgeführt werden. Dadurch gewährleisten wir einen effizienten Betrieb mit optimaler Wirtschaftlichkeit.
Darüber hinaus betreuen wir die Betreibergesellschaft eines Windpark auch kaufmännisch, etwa indem wir für den Eigentümer die gesamte Buchhaltung durchführen. Als Spezialist verfügen wir in diesem Feld über ausgewiesene Expertise und sparen so unserem Kunden Zeit und Geld.
Marketing und Vertrieb
Als Projektierer besteht unsere Dienstleistung aus der Planung und Realisierung von Windparks, wir übernehmen nur einen geringen Teil der fertig gestellten Anlagen selbst. Das Gros hingegen wird an interessierte Investoren, die späteren Betreiber des Parks, verkauft. Ziel unserer Marketing- und Vertriebsaktivitäten ist daher die Identifizierung potenzieller Käufer unserer Windparks.
Häufig werden Investoren durch Ausschreibungen ermittelt. Allerdings verfügen wir durch unsere langjährige Tätigkeit im internationalen Windenergiemarkt auch über exzellente Kontakte zu den entsprechenden Investorengruppen. Unser persönliches Netzwerk erleichtert die direkte Kontaktaufnahme und stellt einen wichtigen Wettbewerbsvorteil für die Plambeck Neue Energien AG dar.
Unsere Käufer bestehen dabei zumeist aus folgenden Investorengruppen:
-
- National und international agierende Finanzinvestoren mit Ausrichtung auf die erneuerbaren Energien
-
- Infrastrukturfonds
-
- Vermittler, die den Weiterverkauf an Retail-Investoren übernehmen
-
- Lokale, nationale und internationale Energieversorger
Lieferanten
Herzstück eines Windparks ist die Windenergieanlage, sie entscheidet letztlich über die Wirtschaftlichkeit eines Standortes. Dabei ist die Auswahl der entsprechenden Anlage nach den jeweiligen örtlichen Bedingungen ausschlaggebend für die Profitabiltität des Parks. Windkraft ist ein attraktives Investment, daher hat der enorme Ausbau der Windenenergie in den vergangenen Jahren zu einem Nachfrageanstieg nach Windenergieanlagen geführt. Auch wenn die Anbieter mit einem Ausbau der Produktionsstätten reagiert haben: die Kapazitäten der Anlagenhersteller bleiben knapp.
Daher stellen gute Verbindungen zu den Herstellern und die Fähigkeit zur Beschaffung der jeweils optimal an den Standort angepassten Anlage ein wesentliches Erfolgskriterium in unserem Geschäftsmodell dar. Unsere langjährige Erfahrung, die guten Kontakte und der ständige Austausch mit den wichtigen Herstellern wie Vestas, Siemens, Nordex oder Enercon stellen dabei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sicher. Zudem legt Plambeck großen Wert auf einen möglichst frühzeitigen Abschluss von langfristigen Lieferverträgen, damit wir unseren Kunden immer die beste Anlage für ihren Windpark gewährleisten können.
Aktie Kursverlauf seit 1. Januar 2008
Die Entwicklungen an den internationalen Kapitalmärkten waren im abgelaufenen Geschäftsjahr geprägt von den Auswirkungen der Finanzkrise. Ausgehend von den US-amerikanischen Immobilienmärkten resultierten starke Unsicherheiten an den Börsen, die sich in einer hohen Volatilität und weltweiten Kursverlusten ausdrückten. Insbesondere nach der Insolvenz der amerikanischen Bank "Lehman Brothers" im September 2008 waren starke Turbulenzen an den Finanzmärkten die Folge.
Vor diesem Hintergrund hatte die Plambeck-Aktie im abgelaufenen Geschäftsjahr mit starkem Gegenwind zu kämpfen. Zu Jahresbeginn verlor der Titel zunächst an Boden, konnte jedoch im Anschluss eine Erholung verzeichnen. Im Juli erreichte die das Papier wieder das Niveau vom Beginn des Jahres. Durch die Zuspitzung der Finanzkrise kam es im Sommer 2008 zu einem erneuten Absinken der weltweiten Indizes. Von diesem Sog wurde auch die Aktie der Plambeck Neue Energien AG ergriffen und verlor über die in den Vormonaten erzielten Zuwächse hinaus.
Im Oktober 2008 begann der Wert der Aktie erneut zu steigen. Trotz anhaltender Unsicherheit an den Kapitalmärkten und einem damit äußerst schwierigen Börsenumfeld legten die Plambeck-Anteile zu und notierten zum Jahresende bei 1,86 Euro (XETRA). Dies entsprach einer Marktkapitalisierung von rund 76,8 Mio. Euro. Das laufende Geschäftsjahr war bislang ebenfalls von einer positiven Kursentwicklung gekennzeichnet. Ungeachtet eines weiterhin schwierigen Klimas an den Finanzmärkten hielt sich die Aktie bislang im Bereich der 2 Euro-Marke.
Stammdaten
| WKN | AOJBPG |
|---|---|
| ISIN | DE000A0JBPG2 |
| Zahl der Aktien | 41.267.368 |
| Marktkapitalisierung zum 31. Dezember 2008 | 76,8 Mio. Euro |
| Marktsegment | Prime Standard |
| Indizes | HDax, Mid-Cap-Market-Index, CDAX Technology, ÖkoDAX |
| Designated Sponsors/Market Maker | Commerzbank, VEM Aktienbank |
| Reuters | PNEGn |
| Bloomberg | PNE3 |
Aktionärsstruktur
Investor Relations
Offenheit, Transparenz, Verlässlichkeit – an diesen Grundsätzen richtet die Plambeck Neue Energien AG ihre Kommunikation mit den Anlegern aus. Als im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notierte Gesellschaft befolgen wir strenge Publizitätspflichten. Dazu zählt neben der Veröffentlichung umfangreicher Geschäfts-, Halbjahres- und Quartalsberichten auch die unverzügliche Bekanntgabe kursrelevanter Informationen über Ad-hoc-Mitteilungen. Daneben wird die interessierte Öffentlichkeit kontinuierlich mittels Corporate News über den aktuellen Geschäftsverlauf informiert. Eine Reihe von Analysten-Studien und der regelmäßige Kontakt mit der Finanzpresse ergänzen die Kommunikationspolitik. Daneben ist der Vorstand im Sinne einer weiteren Stärkung des Anlegervertrauens an einem regen Austausch mit der Financial Community interessiert. Zu diesem Zweck präsentiert sich die Gesellschaft regelmäßig auf Kapitalmarktkonferenzen im In- und Ausland und die Vorstandsmitglieder suchen aktiv das persönliche Gespräch mit den Investoren.
Finanzkalender
| Veröffentlichung Geschäftsbericht | 30. März 2009 |
|---|---|
| DVFA Small Cap Forum (Frankfurt) | 28.-30. April 2009 |
| Veröffentlichung Q1-Bericht | 4. Mai 2009 |
| Hauptversammlung in Cuxhaven | 14. Mai 2009 |
| Veröffentlichung Halbjahresbericht | 10. August 2009 |
| Veröffentlichung Q3-Bericht | 9. November 2009 |
| Eigenkapitalforum | 9.-11. November 2009 |
Weitere Informationen
Unter www.pne.de finden Sie ausführliche Informationen über die Plambeck Neue Energien AG sowie im Bereich "Investor Relations" aktuelle Daten zur Aktie. Hier können außerdem Geschäfts- und Quartalsberichte, Pressemitteilungen sowie Hintergrundinformationen über die Plambeck Neue Energien AG als Download abgerufen werden.
Lagebericht
Inhalt
- Markt / Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
- Politische Rahmenbedingungen
- Unternehmensstruktur
- Organisation und Mitarbeiter
- Überblick Geschäftstätigkeit
- Entwicklung des Umsatzes
- Ertragslage
- Finanzlage / Liquidität
- Vermögenslage
- Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
- Vertrieb und Marketing
- Entwicklung und Innovationen
- Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
- Chancen- und Risikobericht
- Ergänzende Angaben nach § 289 IV HGB (Übernahmerichtlinie-Gesetz)
- Vergütungsbericht
- Ausblick
- Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Zusammengefasster Lage- und Konzernlagebericht der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2008
1. Markt / Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IMF) ist die Weltwirtschaft trotz der aktuellen Krise an den internationalen Finanzmärkten im abgelaufenen Geschäftsjahr um 3,4 Prozent gewachsen. Dabei entfiel das Gros des Zuwachses auf sog. "Emerging Markets", während die etablierten Industriestaaten nur geringe Steigerungsraten ausweisen konnten. Während zu Jahresbeginn noch eine robuste konjunkturelle Entwicklung zu verzeichnen war, kam es insbesondere im vierten Quartal hier zu Einbrüchen bei der Wirtschaftsleistung. So fielen in den entwickelten Volkswirtschaften in diesem Zeitraum die Brutto-Inlandsprodukte (BIP) kumuliert um 1,1 Prozent.1 Hintergrund dieses aktuellen Konjunkturabschwungs ist die Zuspitzung der vom US-amerikanischen Immobilienmarkt ausgehenden Finanzkrise. Nach dem Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank "Lehman Brothers" kam es zu einer Vertrauenskrise auf den Finanzmärkten, wodurch der freie Kapitalfluss zwischen den einzelnen Instituten beeinträchtigt wurde. Kombiniert mit verstärkten Rezessionsängsten verlangsamte sich deshalb die wirtschaftliche Entwicklung. In Deutschland, dem Heimatmarkt der Plambeck Neue Energien AG, äußerte sich der Abschwung in einem Rückgang der realen Wirtschaftsleistung um 1,6 Prozentim vierten Quartal 2008 (verglichen mit dem Vorjahreszeitraum). Aufgrund der guten ökonomischen Lage zu Jahresbeginn ergab sich bezogen auf das Gesamtjahr ein Anstieg des BIP von real 1,3 Prozent.2 Für das laufende Geschäftsjahr 2009 rechnen die Ökonomen des IMF mit einem leichten Zuwachs von 0,5 Prozent der Weltwirtschaft, bevor in den folgenden Jahren das Wachstumstempo wieder anziehen dürfte. Insbesondere in den "Emerging Markets" (wie beispielsweise in den Staaten Mittel- und Osteuropas) werden künftig erneut hohe Zuwachsraten erwartet.
Entwicklung der weltweiten Wirtschaftsleistung
Quelle: IMF
1 IMF, 2009
2Statistisches Bundesamt, 2009
Um eine weitere Verschärfung der wirtschaftlichen Lage zu verhindern, reagierten die Notenbanken weltweit mit einem Absenken der Leitzinssätze. So nahm die Europäische Zentralbank seit Mitte vergangenen Jahres mehrere Zinsschritte vor und verringerte dadurch den Zinssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems sukzessive auf 2,00 Prozent im Januar 2009.3 In den USA und Japan bewegen sich die Zinsen nahe der Nulllinie. Ein Abklingen der Krise vorausgesetzt, kann daher von einer künftigen Verbesserung der Finanzierungsmöglichkeiten im Jahresverlauf 2009 ausgegangen werden.
Flankiert wurden diese geldpolitischen Maßnahmen von einer Reihe staatlicher Konjunkturpakete rund um den Globus. Neben der Stabilisierung des Wirtschaftsverlaufs verfolgen diese Programme oftmals den Zweck, klima- und energiepolitische Ziele zu erreichen. In den USA etwa wurde unter der Obama-Administration im Januar 2009 ein Gesetzes-Paket verabschiedet, dass die Injektion von rund 787 Mrd. US\$ in den Wirtschaftskreislauf vorsieht.4 Davon sollen allein 10 Prozent in die Förderung des Umweltschutzes fließen, für den Ausbau der regenerativen Energien sind allein 32,8 Mrd. US\$ vorgesehen.5
Neben umweltpolitischen Erwägungen liegt der Grund für diese Akzentuierung der Konjunkturprogramme in einem langfristig erwarteten Anstieg der Energiepreise. Zwar kam es aufgrund der weltweiten wirtschaftlichen Abkühlung im Jahresverlauf zu einem deutlichen Rückgang bei den Preisen für Energie, jedoch dürfte es sich hierbei nicht um einen langfristigen Trend handeln. Denn trotz der schwierigen ökonomischen Situation zum Jahresende lag der Ölpreis über dem langjährigen Mittelwert – ein deutliches Indiz für die zunehmende Knappheit fossiler Energieträger. Mit Einsetzen einer wirtschaftlichen Erholung geht der IMF deshalb von einer nachhaltigen Steigerung der Energiepreise ab dem Jahr 2010 aus.
Entwicklung Rohölpreis
Quelle: IMF
3 EZB, 2009
4 Congress of the USA, 2009
5 Environmental America, 2009 Trotz des weltweiten Konjunkturabschwungs und sinkenden Energiepreisen zeigte sich der internationale Markt für Windenergie bislang weitgehend robust. Angesichts forcierter globaler Anstrengungen zur Einsparung von CO2 -Emissionen, langfristig weiter steigender Energiekosten sowie ungewisser Versorgungssicherheit im Hinblick auf fossile Energieträger (wie Öl und insbesondere Gas) wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut ein Rekord beim Zubau der installierten Nennleistung erzielt. So stieg die weltweite Gesamtnennleistung im Jahr 2008 um mehr als 27.000 MW auf rund 120.800 MW. Dieser starke Anstieg von rund 28,8 Prozent resultierte primär aus dem beschleunigten Wachstum der Märkte in Nordamerika (insbesondere den USA) und Asien. In Europa war eine Erhöhung von knapp 18 Prozent auf insgesamt 65.947 MW zu verzeichnen. Damit bleibt der europäische Windmarkt weltweit führend. Das absolute Wachstum der Nennleistung in etablierten Märkten wie Deutschland, Spanien, Italien oder Frankreich war dabei sehr dynamisch. Besonders hohe Wachstumsraten waren zudem in einigen mittelund osteuropäischen Ländern zu verzeichnen: In Ungarn wurde die installierte Leistung verdoppelt, in Bulgarien konnte gar eine Verdreifachung erzielt werden. Damit verteilt sich der gesamteuropäische Ausbau der Windkraft zunehmend auf eine Vielzahl von Ländern.6
In Deutschland, dem bislang wichtigsten Markt für die Plambeck Neue Energien AG, wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut ein kontinuierlicher Zubau der installierten Nennleistung erreicht. Insgesamt belief sich der Netto-Zubau auf 1.625 MW, damit nahm der etablierte deutsche Windmarkt wiederholt eine Spitzenposition ein. In 2008 wurden nach Angaben des Deutschen Wind-Energie Instituts (DEWI) 866 Windenergieanlagen neu errichtet.7 Unter Berücksichtigung von demontierten Anlagen erhöhte sich die Gesamtzahl der Windenergieanlagen in Deutschland auf 20.301 mit einer Nennleistung 23.903 MW zum Ende 2008. Vor dem Hintergrund der mit der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geänderten Gesetzeslage und der seit 1. Januar 2009 gestiegenen Einspeisevergütung für Strom aus Windenergie können aus Sicht der Gesellschaft positive Impulse auf den Zubau von Windenergieanlagen erwartet werden. Damit haben sich die Rahmenbedingungen für die operative Geschäftstätigkeit der Plambeck Neue Energien AG weiter verbessert.
Für den Markt in Deutschland erwartet die Gesellschaft mittel- und langfristig zusätzliche positive Effekte vom einsetzenden Repowering (d.h. der Ersatz alter Windenergieanlagen durch moderne) sowie dem Bau von Offshore-Projekten in Nord- und Ostsee. Diese Einschätzung stimmt mit kürzlich von der Bundesregierung veröffentlichten Prognosen überein, wonach der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von derzeit rund 10 Prozent auf 30 Prozent bis zum Jahr 2020 erhöht werden soll. In diesem Kontext kommt der Windkraft als derzeit technologisch fortgeschrittenster und effizientester Technologie zur regenerativen Stromerzeugung eine besondere Bedeutung zu: Ihr Anteil an der nationalen Strom-erzeugung soll von aktuell rund 6 Prozent auf 15 Prozent im Jahr 2020 steigen. Insbesondere im Offshore-Bereich sieht die Regierung enorme Wachstumspotenziale. Von dieser Entwicklung sind weitere positive Effekte auf die deutsche Windindustrie zu erwarten.8
6 EWEA, 2009
7 DEWI 2009
8 Bundesumweltministerium, 2008
Damit wächst der Markt für Windenergieanlagen zur Stromerzeugung kräftig und nachhaltig. Viele etablierte Hersteller von Windenergieanlagen haben ihre Produktionskapazitäten international erweitert, um der wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können. Gleichzeitig drängen vor allem in Indien und China neue Unternehmen in den Markt. Dadurch vergrößert sich die Zahl der Lieferanten von Windenergieanlagen, wodurch eine dämpfende Wirkung auf die Preisentwicklung angenommen werden kann.
Für die Zukunft gehen Industrieexperten von einer Fortsetzung des eingeschlagenen Wachstumspfades aus. Eine aktuelle Untersuchung der HSH Nordbank kommt zu dem Schluss, das weltweit bis zum Jahr 2012 eine durchschnittliche jährliche Zuwachsrate von rund 22 Prozent erwartet werden kann. Besonders stark wird danach der Anteil der Windkraft an der Stromerzeugung in den USA, Asien sowie verschiedenen europäischen Ländern zunehmen.9 Insgesamt sind daher die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Plambeck Neue Energien AG trotz der derzeit konjunkturellen Herausforderungen als positiv einzustufen.
2. Politische Rahmenbedingungen
Weltweit haben sich die politischen Rahmenbedingungen für erneuerbare Energien in jüngster Vergangenheit deutlich verbessert. Eine Reihe von Ländern, darunter mit den USA die weltweit größte Volkswirtschaft, messen der Stromerzeugung aus regenerativen Quellen eine zunehmende Bedeutung bei. In Europa wurde mit der Verabschiedung der New Energy-Strategie im Juni 2007 der regulatorische Grundstein für einen europaweiten Ausbau der erneuerbaren Energien gelegt. Die Strategie definiert eine EU-weite Reduktion der CO2-Emissionen (Stand 1990) um 20 Prozent bis zum Jahr 2020 als bindendes Ziel für alle Mitgliedsstaaten. Dazu erarbeiten die nationalen Regierungen Aktionspläne, in denen sie die einzelnen für die Zielerreichung notwendigen Schritte definieren. Wesentliches Mittel für die Verminderung des CO2-Ausstosses ist dabei die Förderung regenerativer Energien.10 So geht die EWEA davon aus, dass für die Erreichung des Ziels Stromerzeugung zu 34 Prozent aus erneuerbaren Quellen erforderlich ist. Demnach müssten insgesamt 12 Prozent des gesamten europäischen Strombedarfs durch Windkraft gedeckt werden.11 Hieraus resultiert eine deutliche Steigerung des europäischen Windmarktes, mit entsprechend positiven Marktchancen für die Plambeck Neue Energien AG.
Auch in Deutschland hat sich das regulatorische Umfeld positiv entwickelt. Zum 1. Januar 2009 ist die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft getreten. Für den mit Windenergieanlagen erzeugten Strom wurden bessere gesetzliche Rahmenbedingungen mit deutlich erhöhten Vergütungen beschlossen. Die Verbesserungen betreffen sowohl Windenergieanlagen an Land (onshore) als auch auf See (offshore).
Für Strom aus Offshore-Windparks wird eine Anfangsvergütung von 15 Cent/kWh (bisher: 8,92 Cent/ kWh) gezahlt, wenn diese Windparks bis 2015 in Betrieb genommen werden. Damit erreicht die Vergütung ein international übliches Niveau und verbessert die langfristig kalkulierbare Wirtschaftlichkeit von Offshore-Windpark-Projekten deutlich.
11 EWEA, 2008
9 HSH Nordbank, 2008
10 Europäische Kommission, 2007
Für Strom aus Windenergieanlagen (WEA) an Land wurde die Vergütung auf 9,2 Cent/kWh (bisher: 8,03 Cent/kWh) ebenfalls signifikant angehoben. Für Strom aus Windenergieanlagen, die mit einer das Stromnetz stabilisierenden Technik ausgerüstet sind, wird zusätzlich ein "Systemdienstleistungsbonus" von 0,5 Cent/kWh gezahlt. Bei im Rahmen eines Repowerings (Ersatz alter WEA durch moderne, leistungsfähigere WEA) errichteten Windenergieanlagen wird außerdem ein "Repowering-Bonus" in Höhe von 0,5 Cent/kWh fällig. Dies verbessert generell die Wirtschaftlichkeit von Windpark-Projekten in Deutschland. Daneben erhöht sich die Zahl der Standorte, an denen Windparks wirtschaftlich projektiert und betrieben werden können. Zudem wurde die Degression, also die Absenkung der Vergütungssätze, von bisher zwei Prozent auf nunmehr nur noch ein Prozent jährlich gesenkt.
Der Vorstand der Plambeck Neue Energien AG sieht in dieser gesetzlichen Grundlage die Voraussetzungen für eine weiterhin positive Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren.
3. Unternehmensstruktur
Die Unternehmensstruktur wurde im Geschäftsjahr 2008 weiter auf das Kerngeschäft der Windpark-Projektierung onshore und offshore konzentriert. Gleichzeitig wurden diese Aktivitäten international ausgeweitet.
Im ersten Quartal 2008 wurden die Gesellschaften in Bulgarien und der Türkei, an denen die Plambeck Neue Energien AG über die PNE Auslandsbeteiligungs GmbH zu mindestens 50 Prozent beteiligt ist, erstmals in den Konzernabschluss einbezogen. Im Einzelnen handelt es sich dabei um die Plambeck New Energy Yambol OOD, Nessebar, Bulgarien, (Beteiligung 50 Prozent), die Plambeck New Energy Bulgary OOD, Nessebar, Bulgarien, (Beteiligung 80 Prozent) und die Plambeck Yeni Enerjiler Limited Sirketi, Istanbul, Türkei, (Beteiligung 80 Prozent).
Im dritten Quartal weitete die Gesellschaft ihre internationalen Aktivitäten bei der Entwicklung von Windpark-Projekten weiter aus. Mit dem britischen Projektentwickler New Energy Development Ltd. (NED) wurde am 3. Juli 2008 ein Vertrag über die Entwicklung und den Bau von Windparks in Großbritannien und Irland abgeschlossen. Die Plambeck Neue Energien AG hat sich im dritten Quartal über die PNE Auslandsbeteiligungs GmbH zu 67,5 Prozent an der neu gegründeten Joint Venture Gesellschaft Plambeck New Energy UK Ltd., Eastbourne, East Sussex, Großbritannien, beteiligt. In Rumänien wurde im vierten Quartal das Joint Venture Plambeck New Energy SRL mit Sitz in Bukarest gegründet, an dem die PNE Auslandsbeteiligungs GmbH 80 Prozent der Anteile hält.
In den USA wurde im vierten Quartal 2008 das 100-prozentige US-Tochterunternehmen der PNE Auslandsbeteiligungs GmbH, die Plambeck New Energy USA, Inc., New York, USA, gegründet. Ziel des Unternehmens mit derzeitigem Sitz in New York ist die Erschließung des attraktiven US-amerikanischen Windmarkts im Rahmen der internationalen Expansionsstrategie. Dazu sollen in Zusammenarbeit mit lokalen Joint Venture-Partnern mittelfristig Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von bis zu 2.500 MW akquiriert werden.
In Frankreich wurde mit einem dort tätigen Projektentwickler die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und Realisierung eines Windparks mit mehr als 20 MW Nennleistung beschlossen.
Gemeinsam mit den Kooperationspartnern werden in den genannten Ländern derzeit Windpark-Projekte mit einer Nennleistung von bis zu 1.430 MW und einem Investitionsvolumen von bis zu 2.450 Mio. Euro bearbeitet, die mittel- und langfristig errichtet werden sollen.
Im August 2008 fand in Ungarn die Gründung zweier Gesellschaften statt, deren Haupttätigkeit in der Erstellung von Windpark-Infrastruktur bestehen wird. Dabei handelt es sich um die 100 -prozentige Tochtergesellschaft der PNE Auslandsbeteiligungs GmbH NH North Hungarian Windfarm Kft. mit Sitz in Hatvan, Ungarn, sowie um die Plambeck GM Windfarm Pusztahencse Kft. mit Sitz in Pusztahencse, deren Anteile zu 100 Prozent von der Plambeck GM New Energy Hungary Ltd., Pusztahencse, Ungarn gehalten werden.
Im Zuge der Konzentration auf das Kerngeschäft wurden die Anteile, die die Plambeck Neue Energien AG an der dänischen SSP Technology A/S hielt, zum 30. Juni 2008 an Ventizz Capital Fund IV, L.P. verkauft. Die Zahlung des Kaufpreises und die Rückführung der von der Plambeck Neue Energien AG gewährten Gesellschafterdarlehen sind vertragsgemäß vollständig im dritten Quartal erfolgt. Dies führte bei der Plambeck Neue Energien AG zu einer freien Liquidität in Höhe von ca. 35 Mio. Euro.
Im ersten Halbjahr 2008 übernahm die Plambeck Neue Energien AG bei 30 Windparkbetreibergesellschaften, so genannten Vorratsgesellschaften, die Kommanditanteile. Drei Windparkbetreibergesellschaften wurden im zweiten bzw. vierten Quartal 2008 erstmalig im Konzern konsolidiert. Es handelt sich hierbei um die Plambeck Neue Energien Windpark Fonds LXXII GmbH & Co. KG, die Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CI GmbH & Co. KG und die Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CIV GmbH & Co. KG. In diesen Gesellschaften werden die Windparkprojekte Schwienau II, Alt Zeschdorf und Calau umgesetzt.
Wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben sich aus diesen Vorgängen mit Ausnahme des Verkaufs der SSP Technology A/S nicht ergeben.
4. Organisation und Mitarbeiter
Im Plambeck-Konzern waren im Geschäftsjahr 2008 im Jahresdurchschnitt 183 Mitarbeiter einschließlich der Vorstände und der anteilig berücksichtigten Mitarbeiter von SSP Technology beschäftigt (ohne Mitarbeiter der SSP Technology 116). Durch den Verkauf der SSP-Beteiligung im Jahresverlauf waren zum 31. Dezember 2008 im Konzern 123 Personen (im Vorjahr ohne Mitarbeiter der SSP Technology A/S: 110) beschäftigt. Von diesen Mitarbeitern (einschließlich Vorstände) waren im Jahresdurchschnitt 81 (zum 31. Dezember 2007: 77) bei der Plambeck Neue Energien AG beschäftigt. Insgesamt 35 Mitarbeiter waren durchschnittlich bei der Plambeck Neue Energien Biomasse AG (17 Mitarbeiter) und der Plambeck Neue Energien Betriebs- und Beteiligungs GmbH (18 Mitarbeiter) beschäftigt.
5. Überblick Geschäftstätigkeit
Segment Windkraft
Teilbereich Windkraft onshore
Im Berichtszeitraum setzte die Plambeck Neue Energien das operative Geschäft im Bereich Windkraft onshore Deutschland kontinuierlich fort. Im Geschäftsjahr 2008 wurden drei Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt sechs MW errichtet und in Betrieb genommen. Darüber hinaus befanden sich zum 31. Dezember 2008 Windparks mit einer Nennleistung von 120 MW in Bau. Der wesentliche Grund für die in 2008 geringe Zahl fertig gestellter Windenergieanlagen waren unter anderem die geänderten Anforderungen der Investoren im Zuge der ab 2009 geänderten Gesetzeslage in Deutschland, die eine auf 9,2 bis 10,2 Cent/kWh erhöhte Vergütung vorsieht. Bis Ende 2008 errichtete die Plambeck Neue Energien AG damit insgesamt 84 Windparks mit 479 Windenergieanlagen und einer Gesamtnennleistung von 651 MW.
Insgesamt wurden in Deutschland onshore zum Jahresende Windpark-Projekte mit einer zu installierenden Leistung von rund 400 MW in verschiedenen Phasen der Projektentwicklung bearbeitet. Für fünf dieser, noch nicht in Bau befindlichen Projekte lagen zum 31. Dezember 2008 bereits die für den Baubeginn notwendigen Genehmigungen vor. In diesen Projekten können Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von insgesamt 35 MW errichtet werden.
Neben den aussichtsreichen Perspektiven im Inland hat die Plambeck Neue Energien AG mit dem erfolgreichen Markteintritt in europäische Wachstumsmärkte die Grundlagen für eine weitere Ausdehnung der Geschäftstätigkeit gelegt. Mit den Gemeinschaftsunternehmen in Ungarn, Bulgarien, der Türkei, Großbritannien und Irland sowie dem Tochterunternehmen in den USA ergeben sich attraktive Marktund Wachstumsperspektiven. Daher ist der Vorstand zuversichtlich, durch die Internationalisierung der Windpark-Projektierung das Unternehmenswachstum weiter vorantreiben zu können.
Teilbereich Windkraft offshore
Zum Ende des Jahres 2008 bearbeitete der Offshore-Bereich der Plambeck Neue Energien AG sieben Offshore-Windpark-Projekte in Nord- und Ostsee. Nach dem gegenwärtigen Planungsstand können in diesen Windparks insgesamt bis zu 640 Windenergieanlagen errichtet werden. Maßgeblich für die genaue Zahl ist unter anderem die Nennleistung der auszuwählenden Anlagen, die zwischen 3 und 5 MW betragen wird. Insgesamt liegt die geplante Nennleistung der Offshore-Projekte bei rund 2.700 MW. Der Baubeginn erster Projekte ist je nach Planungsstand für die Jahre 2010 bzw. 2011 vorgesehen.
Mit "Borkum Riffgrund I" und "Gode Wind I", die in der Nordsee entstehen sollen, sind zwei Projekte bereits vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) genehmigt. Für das Projekt "Borkum Riffgrund II" hat im Mai 2007 die Antragskonferenz stattgefunden, die einen wesentlichen Schritt auf dem Weg zur Erreichung der Genehmigung darstellt. Für das Projekt "Gode Wind II", das vor Norderney ebenfalls in der Nordsee realisiert werden soll, fand die Antragskonferenz im Oktober 2007 statt. Aufgrund der Größe der Projekte und der damit verbundenen Investitionsvolumina arbeitet die Plambeck Neue Energien AG bei der Umsetzung von Offshore-Windpark-Projekten mit starken, finanzkräftigen und verlässlichen Partnern zusammen. So wurde für die Projekte "Borkum Riffgrund I + II" ein Joint Venture mit den Energiekonzernen DONG Energy Power A/S (Dänemark) und Vattenfall (Schweden) geschlossen. Das Projekt "Gode Wind I" wird gemeinsam mit der niederländischen Evelop, einer Tochtergesellschaft des Econcern-Konzerns, vorangetrieben.
Die weiteren Projekte, eines davon in der Ostsee, befinden sich derzeit in der Planungs- und Antragsphase.
Segment Projektierung Rotorblätter
Mit dem Verkauf der Anteile an der dänischen SSP Technology A/S wurde das Segment "Projektierung von Rotorblättern" aufgegeben.
Segment Stromerzeugung
Im Segment Stromerzeugung sind alle Aktivitäten von Konzernunternehmen gebündelt, die unmittelbar mit der Produktion von Elektrizität aus erneuerbaren Energien befasst sind. Dieser Bereich besteht daher unter anderem aus dem von der Plambeck Neue Energien AG selbst betriebenen Windpark Laubuseschbach sowie der Plambeck Neue Energien Biomasse AG, die per Geschäftsbesorgungsvertrag das Personal für das Holzheizkraftwerk in Silbitz stellt. Zudem umfasst das Segment Anteile an Kommanditgesellschaften, in denen künftige Onshore-Windpark-Projekte umgesetzt werden sollen.
Das Segment Stromerzeugung hat sich im Geschäftsjahr 2008 kontinuierlich weiter entwickelt.
6. Entwicklung des Umsatzes
Die im Folgenden aufgeführten Zahlen wurden für den Konzern nach IFRS und für die Plambeck Neue Energien AG sowie deren Tochtergesellschaften auf handelsrechtlicher Ebene (HGB) ermittelt und dargestellt.
Aufgrund der Aufgabe des Segments "Projektierung von Rotorblättern" im Geschäftsjahr 2008 wurde die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung des Geschäftsjahres 2007 entsprechend den Regelungen des IFRS 5 angepaßt, um diese mit dem Berichtsjahr vergleichbar zu machen.
Der Plambeck-Konzern erzielte gemäß IFRS im Geschäftsjahr 2008 eine Gesamtleistung von 112,5 Mio. Euro (im Vorjahr 58,6 Mio. Euro). Davon entfallen 74,6 Mio. Euro auf Umsatzerlöse (im Vorjahr 50,1 Mio. Euro), 3,6 Mio. Euro auf Bestandsveränderungen (im Vorjahr minus 1,1 Mio. Euro), 1,6 Mio. Euro auf andere aktivierte Eigenleistungen (im Vorjahr 0,5 Mio. Euro) sowie 32,7 Mio. Euro (im Vorjahr 9,0 Mio. Euro) auf sonstige betriebliche Erlöse. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erlösen resultiert im Wesentlichen aus dem Verkauf der Beteiligung an der SSP Technology A/S, der zu einer Steigerung des entsprechenden Wertes von 27,1 Mio. Euro führte. Weiterhin enthält diese Position Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Verbindlichkeiten. Bereinigt man die Gesamtleistung um den Einmaleffekt aus der Veräußerung der Anteile an der SSP Technology A/S, so ergibt sich aufgrund der gestiegenen Projektumsetzung im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung von rund 26,8 Mio. Euro. Damit konnte verglichen mit dem Geschäftsjahr 2007 eine bereinigte Verbesserung der Gesamtleistung von mehr als 45 Prozent erreicht werden.
Von der Gesamtleistung im Konzern entfielen auf die Plambeck Neue Energien AG 60,1 Mio. Euro (im Vorjahr 63,5 Mio. Euro). Die Gesamtleistung der Plambeck Neue Energien AG setzt sich aus Umsatzerlösen in Höhe von 12,9 Mio. Euro (im Vorjahr 41,3 Mio. Euro), aus Bestandsveränderungen in Höhe von 45,4 Mio. Euro (im Vorjahr minus 6,1 Mio. Euro) und aus sonstigen betrieblichen Erlösen in Höhe von 1,8 Mio. Euro (im Vorjahr 28,3 Mio. Euro) zusammen. Die wesentlichen Umsätze resultierten bei der Plambeck Neue Energien AG aus der Umsetzung der Windparks Kaarst II und Prötzel II. Die sonstigen betrieblichen Erlöse setzen sich im Wesentlichen den Auflösungen von Wertberichtigungen (0,8 Mio. Euro), der Auflösung von Rückstellungen (0,2 Mio. Euro) und dem Ertrag aus dem Rückkauf von Wandelschuldverschreibungen (0,2 Mio. Euro) zusammen. Der Netto-Ertrag aus dem Verkauf der Anteile an der SSP Technology A/S wird nach den Vorschriften des HGB unter der Position "Beteiligungserträge" ausgewiesen.
Bei den im Konzern konsolidierten Tochtergesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2008 Umsätze aus Managementvergütung und Serviceleistungen in Höhe von 5,1 Mio. Euro (im Vorjahr 6,1 Mio. Euro), aus Umspannwerknutzungsentgelt in Höhe von 2,0 Mio. Euro (im Vorjahr 0,9 Mio. Euro) erzielt. Im Bereich Rotorblattherstellung wurde bis zum Verkauf der Anteile an der SSP Technology A/S zum 30. Juni 2008 eine Gesamtleistung in Höhe von 10,6 Mio. Euro (im Vorjahr 11,1 Mio. Euro) erreicht, welche sich aus Umsatzerlösen in Höhe von 11,3 Mio. Euro (im Vorjahr 10,0 Mio. Euro) und Bestandsveränderungen in Höhe von minus 0,7 Mio. Euro (im Vorjahr 1,1 Mio. Euro) zusammensetzt. Mit dem Verkauf der Anteile an der SSP Technology A/S und der Endkonsolidierung der Gesellschaft finden keine Aktivitäten mehr im Segment "Projektierung von Rotorblättern" statt. Nach IFRS 5 werden die Gewinn- und Verlustrechnungsdaten der SSP Technology A/S bis zum Verkauf am 30. Juni 2008 nicht mehr in den einzelnen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern zusammengefasst unter der Position "Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen" ausgewiesen.
7. Ertragslage
Im Konzern wurde in 2008 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 23,5 Mio. Euro (im Vorjahr 15,6 Mio. Euro), und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) in Höhe von 19,7 Mio. Euro (im Vorjahr 11,4 Mio. Euro) erzielt. Der Konzern-Jahresüberschuss vor Minderheitenanteilen belief sich auf 17,1 Mio. Euro (im Vorjahr 11,1 Mio. Euro). Das unverwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft belief sich auf 0,44 Euro (im Vorjahr 0,29 Euro) und das verwässerte Konzern-Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft auf 0,41 Euro (im Vorjahr 0,28 Euro).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 10,1 Mio. Euro (im Vorjahr 10,9 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen oder sonstige in Höhe von Vermögenswerte 0,7 Mio. Euro (im Vorjahr 2,4 Mio. Euro), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 2,1 Mio. Euro (im Vorjahr 1,5 Mio. Euro), Werbe- und Reisekosten in Höhe von 0,6 Mio. Euro (im Vorjahr 0,6 Mio. Euro), Schadensersatz in Höhe von 0,2 Mio. Euro (im Vorjahr 0,4 Mio. Euro) sowie Miet- und Leasingaufwendungen in Höhe von 1,3 Mio. Euro (im Vorjahr 1,4 Mio. Euro).
Verglichen mit dem Vorjahr spiegelt sich die erweiterte operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft im Konzern ebenfalls in den Aufwandspositionen wider. Aufgrund der stark gestiegenen Anzahl von Windparks in Bau nahm der Materialaufwand von 24,9 Mio. Euro auf nunmehr rund 70,3 Mio. Euro zu. Der Personalaufwand belief sich in 2008 auf 7,3 Mio. Euro und erhöhte sich damit im Vergleich zum Wert der Vorjahresperiode (6,0 Mio. Euro). Grund hierfür ist u.a. die Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Konzern.
Im Einzelabschluss der Plambeck Neue Energien AG belief sich der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2008 auf 5,7 Mio. Euro (im Vorjahr 4,6 Mio. Euro). Die Plambeck Neue Energien AG wies im Geschäftsjahr 2008 ein Betriebsergebnis (EBIT) von 14,4 Mio. Euro (im Vorjahr 1,0 Mio. Euro) und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von 14,1 Mio. Euro (im Vorjahr 2,1 Mio. Euro) aus.
Das Bilanzergebnis im Konzern beläuft sich auf minus 34,5 Mio. Euro (im Vorjahr minus 49,8 Mio. Euro). Das Bilanzergebnis der Plambeck Neue Energien AG beläuft sich auf minus 10,6 Mio. Euro (im Vorjahr minus 21,1 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss der Plambeck Neue Energien AG belief sich auf 11,0 Mio. Euro (im Vorjahr 1,8 Mio. Euro). Das unverwässerte Ergebnis je Aktie der Einzelgesellschaft belief sich auf 0,27 Euro (im Vorjahr 0,05 Euro) und das verwässerte Ergebnis je Aktie der Einzelgesellschaft auf 0,26 Euro (im Vorjahr 0,07 Euro).
Das Ergebnis des Konzerns und der Plambeck Neue Energien AG entsprechen den Erwartungen des Vorstandes.
8. Finanzlage / Liquidität
Über die Liquiditätssituation und die finanzielle Lage des Konzerns gibt die im Konzernanhang enthaltene Konzernkapitalflussrechnung Aufschluss. Verglichen mit dem Vorjahr konnte die Ausstattung mit Finanzmitteln weiter verbessert werden. Zum 31. Dezember 2008 stand den Konzernunternehmen eine Liquidität inkl. Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierungen in Höhe von 50,0 Mio. Euro (im Vorjahr 16,7 Mio. Euro, davon 3,0 Mio. Euro verpfändet) zur Verfügung, die in Höhe von 1,0 Mio. Euro an Kreditinstitute verpfändet ist.
Im Konzern bestanden zum 31. Dezember 2008 keine Kontokorrentkreditlinien.
Der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesene Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von minus 83,2 Mio. Euro (im Vorjahr 15,1 Mio. Euro) war im Wesentlichen geprägt vom Aufbau von Forderungen und Rückstellungen aus langfristiger Auftragsfertigung sowie dem Aufbau der geleisteten Anzahlungen für in der Umsetzung befindlichen Windpark-Projekten.
Der resultierende Mittelzufluss aus dem "Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens" in Höhe von rund 26,1 Mio. Euro wurde aus dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit in den Cash Flow aus Investitionstätigkeit umgegliedert. Gleichzeitig kam es im Rahmen des Verkaufs zu einem Rückfluss aus gewährten Darlehen im Volumen von 3,7 Mio. Euro, die hier positiv zu Buche schlugen.
Beim Cash Flow aus Investitionstätigkeit ist ebenfalls der Verkauf der Anteile an der SSP Technology A/S zu berücksichtigen. Dieser Vorgang erbrachte für die Plambeck Neue Energien AG eine Verbesserung der freien Liquidität um insgesamt rund 35. Mio. Euro. Dieser Wert setzt sich zusammen aus den angesprochenen zurückgezahlten Darlehen sowie dem Nettozufluss des Anteilsverkaufs in Höhe von 31,7 Mio. Euro. Daneben wurden im Berichtszeitraum Investitionen in das Konzernsachanlagevermögen in Höhe von 6,0 Mio. Euro getätigt. Dabei entfällt der größte Teil auf Investitionen für den Kauf eines Grundstücks durch die PNE AG (0,8 Mio. Euro), die Umsetzung des für den Eigenbetrieb vorgesehenen Windparkprojekts Altenbruch II (1,5 Mio. Euro), die Investitionskosten für Umspannwerke (1,1 Mio. Euro) und die Weiterentwicklung der Offshore-Projekte "Borkum Riffgrund I und II" (0,4 Mio. Euro), sowie "Gode Wind II" (1,5 Mio. Euro). Die Weiterentwicklung des Offshore-Projekts "Borkum Riffgrund" wurde zum größten Teil durch die Joint Venture Partner an der PNE Riff I GmbH, die Energieerzeuger DONG Energy Power A/S und Vattenfall Europe, finanziert. Die Umsetzung des eigenen Windparkprojekts Altenbruch II erfolgt anteilig über Fremd- und Eigenfinanzierung. Die Finanzierung des Grundstücks erfolgte über Fremdfinanzierung, während die Finanzierung des Umspannwerks sowie die Investitionskosten für das Projekt Gode Wind II durch eigene Mittel finanziert wurden. Insgesamt summierte sich der Cash Flow aus Investitionstätigkeit im Berichtszeitraum auf 25,7 Mio. Euro (im Vorjahr: minus 7,4 Mio. Euro).
Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von 71,4 Mio. Euro (im Vorjahr 0,3 Mio. Euro) ist im Wesentlichen durch Projektzwischenfinanzierungen und die Langzeitfinanzierung für den in Eigenbetrieb geplanten Windpark Altenbruch II geprägt.
Zum Bilanzstichtag verfügte die Gesellschaft damit über Finanzmittelfonds in Höhe von insgesamt 29,3 Mio. Euro (Vorjahr: 15,7 Mio. Euro).
| a) Konzern | ||
|---|---|---|
| Aktiva | 31.12.2008 Mio. EUR |
31.12.2007 Mio. EUR |
| Immaterielle Vermögenswerte | 20,5 | 24,3 |
| Sachanlagen | 44,2 | 39,1 |
| langfristige finanzielle Vermögenswerte | 1,2 | 1,1 |
| Latente Steuern | 1,6 | 1,7 |
| Vorräte | 88,0 | 30,6 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 81,0 | 15,4 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 29,3 | 15,7 |
| Bilanzsumme | 265,8 | 127,9 |
9. Vermögenslage
Zum Stichtag betrug die Konzern-Bilanzsumme der Plambeck Neue Energien AG insgesamt rund 265,8 Mio. Euro, womit sich der Wert im Vergleich zum 31. Dezember 2007 mehr als verdoppelte. Dabei nahmen die langfristigen Vermögenswerte im Berichtszeitraum von rund 66,2 Mio. Euro auf aktuell 67,5 Mio. Euro zu. Während die immateriellen Vermögenswerte um rund 3,8 Mio. Euro zurückgingen, war bei den Sachanlagen eine Erhöhung um rund 5,1 Mio. Euro zu verzeichnen. Zum 31.Dezember 2008 summierten sich die immateriellen Vermögenswerte auf 20,5 Mio. Euro (31. Dezember 2007: 24,3 Mio. Euro). Der mit Abstand größte Einzelposten dieser Position ist dabei der Firmenwert des Segments Projektierung Windkraft in Höhe von 20 Mio. Euro. Hintergrund der Reduzierung der immateriellen Vermögenswerte war die Endkonsolidierung der SSP Technology A/S. Daraus resultierte eine Verringerung des Firmenwertes (sog. "Goodwill) um insgesamt 3,4 Mio. Euro. Die Entwicklung der Offshore Projekte Borkum Riffgrund I und II, Gode Wind II sowie Investitionen in Umspannwerke und das für den Eigenbetrieb vorgesehene Windparkprojekt Altenbruch II führten zu einem Anstieg der Sachanlagen. Im Einzelnen setzt sich dieser Posten mit einem Volumen von 44,2 Mio. Euro (31. Dezember 2007: 39,1 Mio. Euro) zusammen aus Grundstücken und Bauten (15,9 Mio. Euro), im Besitz oder Bau befindliche Umspannwerke (11,0 Mio. Euro) und Anlagen im Bau aus den Projekten Borkum Riffgrund I und II (5,3 Mio. Euro) und Gode Wind II (1,5 Mio. Euro).
Bei den kurzfristigen Vermögenswerten war im Berichtszeitraum ein signifikanter Anstieg von rund 61,7 Mio. Euro (31. Dezember 2007) auf derzeit 198,3 Mio. Euro zu verzeichnen. Primär ist diese Erhöhung auf die hohe Zahl von im Bau befindlichen Projekten zurückzuführen. Deutlich wird diese Entwicklung etwa bei der Betrachtung der Forderungen und sonstigen Vermögenswerten: Diese stiegen von rund 15,4 Mio. Euro (31. Dezember 2007) auf nunmehr rund 81,0 Mio. Euro. Davon stammen 60,1 Mio. Euro Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung (31. Dezember 2007: 2,4 Mio. Euro) und 2,8 Mio. Euro Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (31. Dezember 2007: 7,4 Mio. Euro). Der Anstieg der Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung resultiert dabei primär aus der höheren Zahl von Projekten in der laufenden Auftragsfertigung. Waren zum Jahresende 2007 lediglich die beiden kleineren Projekte "Kaarst II" und "Prötzel III" in der Umsetzung, so galt dies zum Ende des Geschäftsjahres 2008 für die deutlich größeren Windpark-Projekte Langwedel, Leddin und Calau. Daher spiegelt der Anstieg der Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung den gegenwärtig hohen Stand der Windpark-Projekte in der Realisierung wider.
Zudem stiegen die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente aufgrund der Veräußerung der dänischen SSP Technology A/S von 15,7 Mio. Euro (31. Dezember 2007) auf 29,3 Mio. Euro zum Bilanzstichtag an. Aus dem Verkauf der SSP Technology A/S ergab sich für die Plambeck Neue Energien AG ein Liquiditätszufluss in Höhe von rund 35 Mio. Euro. Gleichzeitig fielen die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen geringfügig von 19,2 Mio. Euro (31. Dezember 2007) auf aktuell 17,1 Mio. Euro. Unter den Vorräten werden unter anderem das Offshore-Projekt "Gode Wind II" sowie geleistete Anzahlungen in Höhe von 70,7 Mio. Euro (31. Dezember.2007: 10,9 Mio. Euro) ausgewiesen.
| Passiva | 31.12.2008 Mio. EUR |
31.12.2007 Mio. EUR |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 54,6 | 41,2 |
| Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | 1,3 | 1,4 |
| Rückstellungen | 15,2 | 7,5 |
| Langfristige Verbindlichkeiten | 83,5 | 55,7 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | 101,0 | 15,1 |
| Abgegrenzte Umsatzerlöse | 10,2 | 7,0 |
| Bilanzsumme | 265,8 | 127,9 |
Auf der Passivseite erhöhte sich das Konzerneigenkapital von 41,2 Mio. Euro (31. Dezember 2007) auf 54,6 Mio. Euro zum 31. Dezember 2008.12 Daneben wurde die Ausdehnung der Geschäftstätigkeit mittels einer Erhöhung der langfristigen Verbindlichkeiten finanziert: diese stiegen von rund 55,7 Mio. Euro auf aktuell rund 83,5 Mio. Euro. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 81,9 Mio. Euro, darunter die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 19,6 Mio. Euro, die im Vergleich zum Jahresende 2007 um 5,6 Mio. Euro zugenommen haben. Daneben erhöhten sich die sonstigen Finanzverbindlichkeiten auf 60,9 Mio. Euro (31. Dezember 2007: 20,7 Mio. Euro). Hier sind primär Finanzierungsmittel von Babcock & Brown in Höhe von 53,0 Mio. Euro (31. Dezember 2007: 17,8 Mio. Euro) verbucht, die den im Konzern befindlichen Kommanditgesellschaften als Anzahlung für geplante und in Umsetzung befindliche Windpark-Projekte aus dem Rahmenvertrag gezahlt wurden. Mit Umsetzung der Projekte und Übergabe der Kommanditanteile an Babcock & Brown übernimmt der Geschäftspartner die Verpflichtung aus diesen Darlehen.
Im Berichtszeitraum stiegen die kurzfristigen Verbindlichkeiten von 15,1 Mio. Euro (31. Dezember 2007) auf 101,0 Mio. Euro an. Grund für diese Steigerung war in erster Linie die Inanspruchnahme von Projektzwischenfinanzierungen für die in Umsetzung befindlichen Projekte in Höhe von 66,5 Mio. Euro per 31. Dezember 2008 (per 31. Dezember 2007: 0,0 Mio. Euro), welche durch die zukünftigen Investoren übernommen werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verzeichneten in Verbindung mit den im Bau befindlichen Projekten einen Anstieg um 6,2 Mio. Euro von 4,1 Mio. Euro (31. Dezember 2007) auf 10,3 Mio. Euro zum 31. Dezember 2008.
Der Anstieg der Rückstellungen von 7,5 Mio. Euro (31. Dezember 2007) auf 15,2 Mio. Euro ist durch die Bildung von zusätzlichen Rückstellungen der langfristigen Auftragsfertigung von 2,2 Mio. Euro (31. Dezember 2007) auf aktuell 7,9 Mio. Euro aufgrund der hohen Zahl von Projekten in Bau begründet.13
12 Nach IAS 27 dürfen Minderheitenanteile in der Bilanz nicht mit einem negativen Wert ausgewiesen werden, sondern sind mit dem Bilanzergebnis und damit zu Lasten des Mutterunternehmens zu verrechnen. Zukünftige positive Ergebnisanteile werden solange ausschließlich zugunsten des Mutterunternehmens berücksichtigt, bis die vorherige Belastung des Konzernbilanzergebnisses durch die negativen Minderheitenanteile ausgeglichen ist.
13 Darunter fällt eine Rückstellung für drohende Verluste aus Absatzgeschäften in Höhe von 1,7 Mio. Euro (per 31.12.2007: 2,4 Mio. Euro) ausgewiesen. Diese wurde vorsorglich mit Bezug auf einen Holzliefervertrag für das Holzheizkraftwerk Silbitz gebildet. In diesem Vertrag hat sich die Plambeck Neue Energien AG verpflichtet, Holz zu festgelegten Konditionen zu liefern, die zu Verlusten führen können.
Die Veräußerung der Anteile an der SSP Technology A/S hatte Auswirkungen auf die Vermögenswerte und Schulden im Konzern. Durch die Veräußerung der Anteile sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 18,3 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 7,1 Mio. Euro zum 30. Juni 2008 abgegangen.
Die Plambeck Neue Energien AG hat den Kommanditisten der HKW Silbitz GmbH & Co. KG eine Ausschüttungsgarantie bis 2016 angeboten, welche mit einem abgezinsten Wert von 1,1 Mio. Euro in den Rückstellungen bilanziert ist. Außerdem hat die Plambeck Neue Energien AG den an der Betreiber-Gesellschaft des HKW Silbitz beteiligten Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurück zu erwerben. Aufgrund der Bewertung zum 31. Dezember 2008 waren hierfür keine Rückstellungen erforderlich.
| Aktiva | 31.12.2008 Mio. EUR |
31.12.2007 Mio. EUR |
|---|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 0,1 | 0,1 |
| Sachanlagen | 15,5 | 15,2 |
| Finanzanlagen | 20,1 | 25,1 |
| Vorräte | 138,6 | 28,8 |
| Forderungen und sonstige Aktiva | 15,3 | 21,4 |
| Flüssige Mittel | 22,8 | 11,6 |
| Bilanzsumme | 212,4 | 102,2 |
b) Plambeck Neue Energien AG
Zu den wesentlichen Positionen der Aktivseite in der Einzelbilanz der Plambeck Neue Energien AG gehören die Vorräte in Höhe von 138,6 Mio. Euro (im Vorjahr 28,8 Mio. Euro). Diese setzen sich zusammen aus unfertigen Leistungen in Höhe von 63,7 Mio. Euro (im Vorjahr 17,3 Mio. Euro), geleisteten Anzahlungen in Höhe von 74,8 Mio. Euro (im Vorjahr 11,6 Mio. Euro) und Forderungen und sonstige Aktiva in Höhe von 15,3 Mio. Euro (im Vorjahr 21,4 Mio. Euro). Davon entfallen wiederum 1,4 Mio. Euro auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (im Vorjahr 3,7 Mio. Euro), Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 8,1 Mio. Euro (im Vorjahr 13,1 Mio. Euro) und 3,0 Mio. Euro (im Vorjahr 3,1 Mio. Euro) auf sonstige Vermögensgegenstände (im Wesentlichen Umsatzsteuerforderungen).
Die Barmittel beliefen sich in der Einzelgesellschaft zum 31. Dezember 2008 auf 22,8 Mio. Euro (im Vorjahr: 11,6 Mio. Euro).
| Passiva | 31.12.2008 Mio. EUR |
31.12.2007 Mio. EUR |
|---|---|---|
| Eigenkapital | 54,4 | 43,3 |
| Sonderposten für Investitionszuschüsse | 1,3 | 1,4 |
| Rückstellungen | 9,4 | 7,6 |
| Verbindlichkeiten | 147,1 | 49,8 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 0,2 | 0,1 |
| Bilanzsumme | 212,4 | 102,2 |
Das Eigenkapital zum Stichtag 31. Dezember 2008 betrug bei der Plambeck Neue Energien AG gemäß HGB-Rechnungslegung 54,4 Mio. Euro (im Vorjahr 43,3 Mio. Euro).
Am 31. Dezember 2008 betrug die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien der Plambeck Neue Energien AG 41.247.368 Stück. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr ergibt sich aus der Wandlung von Wandelschuldverschreibungen im Laufe des Jahres 2008.
Die wesentlichen Positionen auf der Passivseite betreffen die Verbindlichkeiten in Höhe von 147,1 Mio. Euro (im Vorjahr 49,8 Mio. Euro). Diese gliedern sich im Wesentlichen auf in die Wandelanleihe 2004/2009 in Höhe von 16,5 Mio. Euro (im Vorjahr 19,9 Mio. Euro), Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 8,7 Mio. Euro (im Vorjahr 8,5 Mio. Euro), Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 110,8 Mio. Euro (im Vorjahr 14,0 Mio. Euro) und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8,4 Mio. Euro (im Vorjahr 1,4 Mio. Euro). Der Anstieg bei den Erhaltenen Anzahlungen ergibt sich im Wesentlichen aus den Zahlungen für im Bau befindliche Windparkprojekte.
Die Rückstellungen umfassen im Wesentlichen eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 1,7 Mio. Euro (siehe Konzern).
10. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Im Geschäftsjahr 2008 ergaben sich folgende Transaktionen mit nahe stehenden Personen:
Die Plambeck Neue Energien AG und die Plambeck Neue Energien Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft GmbH haben mit der net.curity InformationsTechnologienGmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsrat Herr Rafael Vazquez Gonzales ist, Beratungsverträge zur Erbringung von EDV-Dienstleistungen abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2008 erfolgten daraus Transaktionen mit einem Volumen von netto 145.031,60 Euro bzw. 30.247,00 Euro. Die Geschäftsvorfälle entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern.
Die Gesellschaft hat an Vorstände verzinsliche Darlehen ausgereicht. Das Darlehen an Herrn Martin Billhardt beträgt 178.706,21 Euro und das an Herrn Dr. Wolfgang von Geldern 175.000,00 Euro. Die Darlehen werden mit 3 Prozent über 3-Monats-Euribor verzinst. Dr. Wolfgang von Geldern hat das Darlehen inkl. Zinsen im Berichtszeitraum zurückgezahlt. Die Geschäftsvorfälle entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern.
11. Vertrieb und Marketing
Der Vertrieb der Windpark-Projekte, die an Land errichtet werden, stützt sich weiterhin auf den Direktverkauf an Einzelinvestoren. Mit diesem Direktvertrieb hat die Plambeck Neue Energien AG in den vergangenen Jahren positive Erfahrungen gemacht und wird diesen bewährten Weg daher auch weiterhin verfolgen. Zur Realisierung der Offshore-Windpark-Projekte ist weiterhin die Zusammenarbeit mit starken Partnern vorgesehen, wie das in den Projekten "Borkum Riffgrund" I und II sowie "Gode Wind I" bereits der Fall ist.
12. Entwicklung und Innovationen
Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten fanden im Konzern der Plambeck Neue Energien AG seit dem Verkauf der Anteile an der SSP Technology A/S nicht mehr statt.
13. Wesentliche Ereignisse nach Ende des Berichtszeitraums
Im Jahr 2009 konnte bereits ein Teil der zum Jahresende 2008 noch in Bau befindlichen Windparks in Betrieb genommen werden. Hierzu zählen die Windparks Leddin (10 MW Nennleistung), Calau (8 MW Nennleistung) und Langwedel (20 MW Nennleistung), die im Januar bzw. Februar 2009 komplett in Betrieb genommen wurden. Im weiteren Verlauf des 1. Halbjahrs 2009 wird der verbliebene Teil voraussichtlich fertig gestellt, in Betrieb genommen und anschließend an die Käufer und späteren Betreiber übergeben. Darunter fällt ein Windpark mit neun Windenergieanlagen und einer Nennleistung von 25,8 MW, der für den Eigenbetrieb im Konzern der Plambeck Neue Energien AG vorgesehen ist. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme dieses Windparks in Altenbruch wird die Plambeck Neue Energien AG ihren Geschäftsbereich "Stromerzeugung" (IPP) deutlich ausweiten.
Ende Februar 2009 konnte der Verkauf von drei Onshore-Windparks in Niedersachsen und Brandenburg mit insgesamt 26 Windkraftanlagen und einer installierten Gesamtleistung von 52 Megawatt an die EnBW Energie Baden-Württemberg AG abgeschlossen werden. Die Plambeck Neue Energien AG wird außerdem in den kommenden drei Jahren die technische und kaufmännische Betriebsführung durchführen. Der Kaufvertrag mit einem Investitionsvolumen von bis zu 1,7 Mio. Euro pro MW Nennleistung steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamts. Die Windparks Buchholz (36 MW) und Schwienau II (10 MW) liegen in Niedersachsen, der Windpark Alt Zeschdorf (6 MW) befindet sich in Brandenburg. Eingesetzt werden in diesen Windparks 21 Anlagen der Marke Vestas V90 mit jeweils 2 MW Leistung und 5 Anlagen der Marke Vestas V80 mit jeweils 2 MW Leistung. Der erfolgreiche Verkauf wird im Geschäftsjahr 2009 einen positiven Einfluss auf die Finanz-, Vermögensund Ertragslage entfalten.
Die noch ausstehenden Anteile der Wandelschuldverschreibung 2004/2009 wurden zum 16. März 2009 fristgerecht und in vollem Umfang zurückgezahlt. Die Wandelanleihe ist damit wie geplant ausgelaufen.
14. Chancen- und Risikobericht
Allgemeine Faktoren
Die Plambeck Neue Energien AG ist durch die Geschäftstätigkeit Risiken ausgesetzt, die nicht vom unternehmerischen Handeln zu trennen sind. Durch das interne Risikomanagementsystem minimiert die Gesellschaft die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken und geht sie nur dann ein, wenn ein entsprechender Mehrwert für das Unternehmen bei beherrschbarem Risiko geschaffen werden kann. Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. Aufbauend auf der Analyse der Kernprozesse erfolgt eine Bewertung der erfassten Risiken. Die Risikoberichterstattung an den Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt regelmäßig.
Risiken aus operativer Tätigkeit
Ein wesentliches Risiko ist das Genehmigungsrisiko. Bei zeitlichen Verzögerungen der Genehmigungen können sich Verschiebungen in den Liquiditätsflüssen, höhere Anzahlungserfordernisse und Ausfälle von geplanten Mittelrückflüssen ergeben. Außerdem können Projekte in diesen Fällen unwirtschaftlich werden, was zu Ausbuchungen von bereits aktivierten unfertigen Erzeugnissen führen kann. Neben dem Vorratsvermögen kann dieses Risiko auch die Werthaltigkeit der Forderungen betreffen. Sollten sich die Offshore-Projekte "Borkum Riffgrund" oder "Gode Wind" nicht realisieren lassen, hätte dies zur Folge, dass Ausbuchungen vom Anlagevermögen vorgenommen werden müssten. Die operativen Chancen in der Projektierung von Windparks können jedoch nur realisiert werden, wenn solche unternehmerischen Risiken in Kauf genommen werden.
Zeitliche Verzögerungen können sich in der Projektumsetzung u. a. wegen des ungewissen Zeitpunkts der Erteilung von Genehmigungen, der rechtzeitigen Verfügbarkeit von Windenergieanlagen oder der rechtzeitigen Verfügbarkeit sonstiger für die Errichtung eines Windparks erforderlicher Voraussetzungen ergeben. Durch ein umfangreiches Projektcontrolling versucht die Gesellschaft, diesen komplexen Anforderungen zeitgerecht Rechnung zu tragen.
Die Zahl der für die Errichtung von Windkraftanlagen geeigneten Standorte in Deutschland ist begrenzt. Dies kann in Zukunft zu einem verstärkten Wettbewerb um diese Standorte und damit erhöhten Akquisitionskosten führen.
Im Zuge der Projektrealisierung bleibt die Gesellschaft darauf angewiesen, den aus zukünftig entstehenden oder zukünftig fällig werdenden Verbindlichkeiten resultierenden Kapitalbedarf zu decken. Außerdem könnte weiterer Kapitalbedarf entstehen, wenn und soweit die Plambeck Neue Energien AG aus von ihr gegebenen Bürgschaften oder vergleichbaren Zusagen in Anspruch genommen werden sollte oder sich sonstige in diesem Abschnitt beschriebene Risiken realisieren sollten.
Ein Risiko für die künftige Entwicklung liegt wie bei allen Unternehmen, die Windparks projektieren, im Bereich der Finanzierung und des Vertriebs von Windparkprojekten. Um dem zu begegnen, hat die Plambeck Neue Energien AG bereits seit mehreren Jahren auf den Vertriebsweg "Einzel- und Großin vestoren" gesetzt. Negative Auswirkungen steigender Zinssätze auf die Projektvermarktung können jedoch nicht ausgeschlossen werden, da steigende Zinsen eine Erhöhung der Projektkosten zur Folge haben.
Risiken für die Projektrealisierung können sich bei einer weiter anhaltenden Finanzkrise und daraus resultierender Zurückhaltung von Banken bei der Projektfinanzierung ergeben. Allerdings hat die in der Projektfinanzierung tätige Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) im Januar 2009 im Einvernehmen mit der Bundesregierung angekündigt, die Finanzrahmen in der Projektfinanzierung auf bis zu 50 Mio. Euro auszuweiten und die Laufzeiten auf bis zu 15 Jahre zu verlängern.
Risiken der Finanzierung bestehen auf Seiten unserer Partner auch für die Offshore-Windpark-Projekte. Für das Projekt "Borkum Riffgrund" haben wir mit den Joint Venture-Partnern DONG Energy und Vattenfall Europe bereits finanzkräftige Partner gefunden. Investitionsentscheidungen für die Realisierung sind angesichts der bisherigen Rahmenbedingungen jedoch noch nicht getroffen worden. Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass im Rahmen des Joint Ventures die endgültige Entscheidung getroffen wird, dieses Projekt zu realisieren. Ein Scheitern des Projektes hätte erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Für das Projekt "Gode Wind I" wurde mit Evelop, einem Tochterunternehmen des niederländischen Econcern, ebenfalls ein starker und im Offshore-Bereich erfahrener Partner gefunden. Sollte es im Geschäftsjahr 2009 allerdings nicht zum Financial Close für das Projekt "Gode Wind I" kommen, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage sowie das EBIT in 2009. Angesichts der verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen für Offshore-Windparks in der deutschen Ausschließlichen Wirtschaftszone schätzt die Plambeck Neue Energien AG die Realisierungschancen der Offshore-Projekte jedoch als hoch ein.
Bei allen von der Plambeck Neue Energien AG im Geschäftsbereich "Windkraft offshore" projektierten Offshore-Windparks ist es von großer Bedeutung, einen kapitalkräftigen Investor zu gewinnen, da die Realisierung eines Offshore Windparks mit sehr hohen Investitionskosten verbunden ist.
Ein Lieferantenrisiko im Bereich Windenergieanlagen ergibt sich aus der wachsenden weltweiten Nachfrage im Verhältnis zu den vorhandenen Kapazitäten. Trotz eines raschen Ausbaus der Kapazitäten bei den Herstellern von Windenergieanlagen können Lieferengpässe bei weiter steigender internationaler Nachfrage nicht ausgeschlossen werden. Solche Lieferengpässe könnten zu verzögerter Realisierung von Windpark-Projekten führen. Die Gesellschaft legt daher großen Wert auf den möglichst frühzeitigen Abschluss von Lieferverträgen mit namhaften Herstellern von Windenergieanlagen und die Vereinbarung der fristgerechten Lieferung. Hier hat Plambeck mit Vestas entsprechende Vereinbarungen geschlossen.
Aus den Projekten im internationalen Bereich können sich mittel- und langfristig Währungsrisiken ergeben. Im operativen Bereich resultieren Fremdwährungsrisiken vorrangig daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als dem Euro abgewickelt werden. Im Investitionsbereich können sich Fremdwährungsrisiken im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen ergeben.
Politische Risiken/Marktrisiken
Unkalkulierbare Risiken können auch von außen in den Markt getragen werden. Hierzu würde insbesondere eine plötzliche Änderung der gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland zählen. Verschlechterungen sind jedoch mittelfristig nicht zu befürchten, da das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in 2008 novelliert wurde und in neuer Fassung zum 1. Januar 2009 in Kraft getreten ist. Die nächste Novellierung ist in 2012 auf Basis des Erfahrungsberichtes, den die Bundesregierung dem Bundestag bis zum 31. Dezember 2011 vorlegen muss, zu erwarten.
Rechtliche Risiken
Alle erkennbaren Risiken werden laufend abgewogen und sind in diesen Bericht bzw. in die Unternehmensplanung eingeflossen. Der Vorstand schätzt die Risiken als überschaubar ein und geht davon aus, dass sie keinen nennenswerten negativen Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft haben werden.
Steuerliche Risiken
Die letzte körperschaft-, gewerbe- und umsatzsteuerliche Außenprüfung der wesentlichen Gesellschaften der Plambeck-Gruppe berücksichtigte die Veranlagungszeiträume vom 01. Januar 2002 bis einschließlich 31. Dezember 2005. Feststellungen wurden im Jahres- und Konzernabschluss berücksichtigt, soweit sich dies auf die Steuern vom Einkommen und Ertrag ausgewirkt hat.
Chancen
Als Projektierer von On- und Offshore-Windparks agiert die Plambeck Neue Energien AG in einem attraktiven Wachstumsmarkt. Unabhängige Studien gehen aufgrund der Endlichkeit der fossilen Energieträger, dem Zwang zur CO2-Reduktion sowie dem Bedarf an sicheren Energiequellen von hohen Zuwachsraten der Windkraft in den kommenden Jahren aus. Die Plambeck Neue Energien AG verfügt dabei aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit im Markt über die Voraussetzungen, um von dieser Entwicklung langfristig zu profitieren.
Besondere Chancen liegen im Auslandsengagement der Gesellschaft. So hat die Plambeck Neue Energien AG ihre Geschäftstätigkeit bereits auf attraktive Wachstumsmärkte ausgedehnt. Dabei erfolgt die Expansion primär in Länder mit stabilen politischen Rahmenbedingungen und mit verlässlichen, dem deutschen EEG vergleichbaren Förderregeln. Um die jeweiligen örtlichen Bedingungen hinreichend zu berücksichtigen, erfolgt der Markteintritt dabei stets in Kooperation mit einem lokalen Partner, wobei die Plambeck Neue Energien AG sich mittels hoher Beteiligungsquoten die notwendigen Mitsprache- und Kontrollrechte sichert. Diese Art der Internationalisierung hat sich bereits in den vergangenen Jahren als kosteneffiziente und zugleich Erfolg versprechende Strategie bewährt. So wurden nach diesem Muster Joint Ventures für die Windpark-Projekte in Ungarn, Bulgarien, der Türkei, Rumänien, Großbritannien und Irland geschlossen. Die in den USA gegründete Tochtergesellschaft wird sich ebenfalls an dieser Strategie orientieren. Diesen Weg der selektiven Auslandsexpansion wird die Plambeck Neue Energien AG daher auch künftig weiter verfolgen. Zu diesem Zweck findet eine kontinuierliche Beobachtung weiterer europäischer und nordamerikanischer Windenergiemärkte sowie eine sorgfältige Prüfung entsprechender Markteintrittschancen statt.
Neben den Chancen der Internationalisierung bietet auch der etablierte deutsche Markt weiterhin eine Reihe von Perspektiven. So ist in den kommenden Jahren mit einem verstärkten Austausch von bis dahin veralteten Windenergieanlagen durch modernere, leistungsfähigere Anlagen zu rechnen (so genanntes Repowering). Dadurch ist von einem Anstieg der Marktgröße für Windenergieanlagen auszugehen. Aufgrund der langjährigen Erfahrung der Plambeck Neue Energien AG, dem umfassenden Netzwerk sowie der ausgewiesenen Expertise der Mitarbeiter befindet sich die Gesellschaft in einer günstigen Position, um an diesem Prozess nachhaltig zu partizipieren.
Hinzu kommt der geplante Ausbau der deutschen Offshore-Windenergie. Hier befindet sich das Land, das ansonsten als Vorreiter in Sachen Windkraft gilt, noch am Anfang. Die ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung und die Notwendigkeit zur Erhöhung der Versorgungssicherheit erfordern den beschleunigten Ausbau von Windparks auf hoher See. Hier zeichnet sich die Plambeck Neue Energien AG dadurch aus, dass sie bereits zwei Offshore-Windpark-Projekte bis zur Genehmigung durch das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie führte. Vor dem Hintergrund eines verstärkten Bedeutungszuwachses der Offshore-Windenergie können auch hier positive Effekte auf die weitere Geschäftsentwicklung der Gesellschaft erwartet werden.
Daneben bestehen zusätzliche Marktchancen im Bereich "Independent Power Production" (IPP), der Stromerzeugung durch den Eigenbetrieb von Windparks. Im Geschäftsjahr 2009 ist die Inbetriebnahme des Projektes "Altenbruch II" in Cuxhaven vorgesehen, in dem gleichzeitig leistungsstarke Offshore-Windenergieanlagen gestestet werden können, deren Erkenntnisse in das Projektgeschäft einfließen werden. Zudem wird von dieser Vertiefung der Wertschöpfungskette eine erhöhte Risikodiversifizierung und damit eine Verstetigung des Geschäftsergebnisses erwartet.
Schließlich bietet die Ausdehnung des Windenergie-Sektors in Deutschland erhöhte Perspektiven im Bereich der Dienstleistungserbringung. Plambeck Neue Energien AG versteht sich als verlässlicher Partner der Betreiber von Windparks und betreut diese oftmals auch nach erfolgter Übergabe in der technischen und kaufmännischen Betriebsführung. Mit einer Ausweitung der Windkraft-Projektierung entsteht damit die Möglichkeit einer Steigerung des After-Sales-Geschäfts, wodurch entsprechend günstige Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft resultieren können.
Insgesamt ist nach Einschätzung des Vorstandes daher im Geschäftsjahr 2009 mit einer positiven Unternehmensentwicklung zu rechnen.
15. Ergänzende Angaben nach § 289 IV HGB (Übernahmerichtlinie-Gesetz)
Kapitalverhältnisse
Die Plambeck Neue Energien AG hat zum 31. Dezember 2008 41.267.368 Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 Euro ausgegeben. Der Anteil nicht meldepflichtiger Aktienbestände (weniger als 3 Prozent des Grundkapitals) betrug am 31. Dezember 2008 85,42 Prozent. Direkte oder indirekte Beteiligungen, die den Wert von 10 vom Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im Anhang des Konzernabschlusses aufgeführt.
Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht gegeben. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind nicht vorhanden. Eine Stimmrechtskontrolle durch die Beteiligung von Arbeitnehmern am Kapital ist nicht gegeben.
Aktionärsrechte und -pflichten
Dem Aktionär stehen Vermögens- und Verwaltungsrechte zu.
Zu den Vermögensrechten gehören nach § 58 Abs. 4 AktG das Recht auf Teilhabe am Gewinn und nach § 271 AktG am Liquidationserlös sowie nach § 186 AktG das Bezugsrecht auf Aktien bei Kapitalerhöhung.
Zu den Verwaltungsrechten gehören das Recht, an der Hauptversammlung teilzunehmen und das Recht, auf dieser zu reden, Fragen und Anträge zu stellen sowie die Stimmrechte auszuüben.
Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Die Hauptversammlung wählt die von ihr zu bestellenden Mitglieder des Aufsichtsrats und den Abschlussprüfer; sie entscheidet über die Entlastung der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat, über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen, über Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien sowie gegebenenfalls über die Durchführung von Sonderprüfungen, über vorzeitige Abberufung von Mitgliedern des Aufsichtsrats und über eine Auflösung der Gesellschaft.
Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung
Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG geregelt. Danach werden Vorstandsmitglieder vom Aufsichtsrat auf höchstens 5 Jahre bestellt. Eine wiederholte Bestellung jeweils für höchstens 5 Jahre ist zulässig.
Befugnisse des Vorstands insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen
Der Vorstand ist ermächtigt, Aktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von bis zu 2.249.527,00 Euro zu erwerben.
Im Rahmen der Wandelanleihe 2004/2009 hat die Plambeck Neue Energien AG Teilschuldverschreibungen mit Umtauschrechten auf bis zu 9.400.000 auf den Namen lautende Stückaktien ausgegeben.
Das Genehmigte Kapital wurde von der Hauptversammlung am 11. Juni 2008 im gesetzlich möglichen Umfang in einer Höhe bis zu 20.623.338,00 Euro neu beschlossen und seitdem nicht ausgenutzt.
Wesentliche Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen
Die Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft hat keine wesentlichen Vereinbarungen getroffen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen. Für den Fall eines Kontrollwechsels bei der Gesellschaft steht dem Vorstandsmitglied ein Sonderkündigungsrecht zu, das er für die zwei auf den Eintritt des Kontrollwechsels folgenden Monate (den Monat, in dem der Kontrollwechsel eintritt, dabei nicht mitgerechnet) mit einer Frist von vierzehn Tagen zum Monatsende ausüben kann. Ein zur Ausübung des Sonderkündigungsrecht berechtigender Kontrollwechsel tritt ein, wenn ein Dritter der Gesellschaft nach § 21 WpHG mitteilt, dass er 50 Prozent der Stimmrechte an der Gesellschaft erreicht oder überschritten hat. Bei Ausübung des Sonderkündigungsrechts steht dem Vorstandsmitglied das Festgehalt gem. § 5 Abs. 1 für die restliche Vertragslaufzeit zu; es ist mit Vertragsbeendigung ohne Abzinsung in einem Betrag auszuzahlen. Erfolgt der Kontrollwechsel im Zuge eines öffentlichen Angebots, so steht dem Vorstandsmitglied im Falle der Ausübung des Sonderkündigungsrechts außerdem eine Sonderprämie in Höhe von 50 Prozent der zu erwartenden Tantieme bis Vertragsende zu. Dabei ist – jeweils bezogen auf die Marktkapitalisierung – die Wertsteigerung anhand der Differenz zwischen dem von einem Bieter zuerst angebotenen Erwerbspreis und dem etwaigen höheren, für die Durchführung des Angebots maßgeblichen Erwerbspreis zu bemessen; insgesamt darf die Sonderprämie jedoch nicht höher sein als das feste Jahresgehalt nach § 5 Abs. 1.
16. Vergütungsbericht
Die Vergütungen von Vorstand und Aufsichtsrat beliefen sich im Geschäftsjahr 2008 auf zusammen 2.289.281,95 Euro.
Die fixe Vergütung an den Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2008 113.000,00 Euro (i. Vj. 104.000,00 Euro) betragen. Der Vorsitzende erhält 8.000,00 Euro, sein Stellvertreter 6.000,00 Euro und die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates 4.500,00 Euro als feste Bezüge. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied 1.500,00 Euro pro Sitzung. Eine variable Vergütung wurde im Berichtsjahr in Höhe von 66.803,67 Euro ausgezahlt. Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Aufsichtsratsmitglieder.
Die Mitglieder des Vorstandes erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008 Gesamtbezüge in Höhe von 2.109.478,28 Euro, die sich wie folgt verteilen:
Martin Billhardt: Fixe Bezüge 267.837,98 Euro, variable Bezüge 180.000,00 Euro, sonstige Vergütungen 110.000,00 Euro. Die Gesamtbezüge betrugen somit 557.837,98 Euro.
Bernd Paulsen (ab 01.Juli.2008): Fixe Bezüge 85.299,24 Euro, variable Bezüge 60.000,00 Euro. Die Gesamtbezüge betrugen somit 145.299,24 Euro.
Dr. Wolfgang von Geldern (bis 11.Juni.2008): Fixe Bezüge 92.401,30 Euro, variable Bezüge 1.058.657,48 Euro, sonstige Vergütungen 255.282,28 Euro. Die Gesamtbezüge betrugen somit 1.406.341,06 Euro.
Die sonstigen Vergütungen von Herrn Dr. Wolfgang von Geldern in Höhe von 255.282,28 Euro enthalten die kumulierten Bezüge des Festgehalts für die Zeit bis zum 31.12.2009 abzüglich einer Teilanrechnung von 60 Prozent seines zukünftigen Beraterhonorars und abzüglich einer Abzinsung von 5 Prozent pro Jahr. Das variable Gehalt von Herrn Dr. Wolfgang von Geldern enthält Rückstellungen für Tantiemeansprüche für die Jahre 2008 und 2009 in Höhe von 473.657,48 Euro.
17. Ausblick
Nach wie vor sprechen zahlreiche gute Gründe für den Ausbau der erneuerbaren Energien – darunter fallen die globalen Auswirkungen des Klimawandels ebenso wie die Endlichkeit fossiler Energieträger. Zudem haben die jüngsten Auseinandersetzungen um die Gaslieferungen nach Europa gezeigt, dass Energieimporte aus politisch instabilen Regionen ein Risiko für eine verlässliche Stromversorgung darstellen. Gleichzeitig existieren bereits heute technisch machbare und wirtschaftlich vorteilhafte Technologien zur Erzeugung von Strom aus alternativen Quellen. Wind, Sonne und Wasser stehen in unbegrenzter Menge zur Verfügung, wir müssen sie nur nutzen. Insbesondere die Windkraft spielt hier eine tragende Rolle bei der Sicherstellung der zukünftigen Energieversorgung. Mit keiner anderen regenerativen Technologie gibt es bereits ähnlich umfangreiche Erfahrungen. Daher deckt Windstrom bereits heute einen Anteil von 4,2 Prozent am gesamteuropäischen Stromverbrauch. Und auch in Asien und insbesondere den USA hat die Windenergie in den vergangenen Jahren kontinuierlich an Bedeutung gewonnen. Vor diesem Hintergrund bewegt sich die Plambeck Neue Energien AG in einem zukunftsträchtigen Wachstumsmarkt, der auch in Zukunft beträchtliche Chancen für die weitere Unternehmensentwicklung bietet.
Wir haben uns bereits frühzeitig auf die Zukunft eingestellt. In den kommenden Jahren wird unsere Branche weiter Aufwind bekommen – und wir wollen davon nachhaltig profitieren! Deshalb haben wir unsere Strategie klar auf die künftigen Markterfordernisse ausgerichtet. Die Entwicklung, Realisierung und Vermarktung von Windpark-Projekten in Deutschland, onshore wie offshore, bleibt dabei das Kerngeschäft unserer Gesellschaft. Aufgrund des großen Bestandes an gesicherten Windpark-Standorten und der ausgeprägten Projektpipeline sehen wir hier gute Perspektiven für die weitere Entwicklung unserer Gesellschaft. Die ab 2009 gültigen, deutlich verbesserten gesetzlichen Rahmenbedingungen gewährleisten adäquate und langfristig planbare Erträge aus dem Betrieb deutscher Windparks. Daher sind wir zuversichtlich, unser Geschäft im deutschen Heimatmarkt weiter ausbauen zu können.
In den kommenden Jahren erwarten wir einen positiven Effekt auf unser Geschäftsmodell durch den zunehmenden Austausch kleinerer, veralteter Windenergieanlagen zugunsten leistungsfähiger und effizienterer Installationen. Sukzessive werden demnach im Rahmen dieses "Repowering" bislang installierten Anlagen in der ganzen Republik ersetzt. Bei einer derzeit installierten Nennleistung von rund 24.000 MW in Deutschland erwarten wir deshalb einen weiterhin wachsenden Markt mit attraktiven Wachstumschancen für Plambeck.
Durch die im ersten Halbjahr 2009 anstehende Übernahme des Windparks Altenbruch II werden wir daneben unser Geschäftsfeld "Stromerzeugung" als konzernunabhängiger Erzeuger von Strom aus erneuerbaren Energien ("Independent Power Producer") ausbauen. Aufgrund hoher Windgeschwindigkeiten erlaubt uns der Standort die praktische Erprobung von Offshore-Windenergieanlagen und ermöglicht zudem die Erwirtschaftung stabiler und nachhaltiger Cash Flows. Dadurch werden wir unsere Einnahmeseite verstetigen und gleichzeitig ein weiteres Wachstumsfeld für unsere Gesellschaft erschließen.
Die Erreichung der ehrgeizigen Klimaziele der Bundesregierung setzt zudem die verstärkte Stromgewinnung durch Offshore-Windparks voraus. Bei der Entwicklung solcher "Windkraftwerke" auf hoher See steht Deutschland noch Anfang. Wir haben uns hier frühzeitig und erfolgreich positioniert und sind entschlossen, vom künftigen Wachstum des Bereichs zu profitieren. Mit den bereits genehmigten Projekten "Borkum Riffgrund I" und "Gode Wind I" sowie dem weit vorangeschrittenen Projekt "Borkum Riffgrund II" haben wir die Weichen für eine positive Entwicklung bereits gestellt. Dabei arbeiten wir intensiv und vertrauensvoll mit renommierten und finanzstarken Partnern aus Dänemark, Schweden und den Niederlanden zusammen.
Weiterhin sehen wir deutliche Wachstumschancen für unser Kerngeschäft durch die konsequente Fortsetzung unserer Internationalisierungsstrategie. Bislang sind wir in acht Zukunftsmärkten präsent: In Ungarn, Bulgarien, Türkei, Großbritannien, Irland und Rumänien haben wir Joint Ventures mit lokalen Partner geschlossen. In den USA haben wir mit der Gründung unserer Tochtergesellschaft die Grundlage für einen erfolgreichen Eintritt in einen der größten Windmärkte der Zukunft geschaffen. Zudem arbeiten wir in Frankreich mit einem Partner an der Umsetzung eines Windparks. Diese Strategie wollen wir weiter verfolgen, deshalb beobachten wir Länder mit viel versprechenden Marktentwicklungen sehr aufmerksam. Sofern die erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen gegeben sind, werden wir den Kurs der Auslandsexpansion auf weitere Länder ausweiten. Dabei setzen wir weiterhin auf das Prinzip der Kooperation mit lokalen Partnern, die über entsprechende Erfahrungen im jeweiligen Zielland verfügen.
Aktuell bearbeiten wir Windpark-Projekte mit einer Gesamtnennleistung von rund 4.400 MW – ein Vielfaches dessen, was wir bislang projektiert haben! Gleichzeitig sind wir Onshore wie Offshore, national wie international, optimal aufgestellt. Deshalb sind wir sehr zuversichtlich, auch künftig die Chancen im Wachstumsmarkt "Wind" nutzen zu können.
Wir erwarten daher von der kontinuierlichen Umsetzung unserer Unternehmensstrategie sowie der schrittweisen Realisierung unserer umfangreichen Projekt-Pipeline künftig verstärkt positive Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage unserer Gesellschaft. Beim Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, dem EBIT, wollen wir im Geschäftsjahr 2009 eine Verbesserung auf 29 bis 33 Mio. Euro erzielen. Trotz eines derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfelds sind wir zuversichtlich, auch darüber hinaus ähnlich positive Ergebnisse erreichen zu können.
Cuxhaven, 27. Februar 2009 Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft, Vorstand
Martin Billhardt Bernd Paulsen
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft, Vorstand
Martin Billhardt Bernd Paulsen
Konzernabschluss
Inhalt
- Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- Konzernbilanz
- Konzernkapitalflussrechnung
- Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
- Entwicklung des Konzernanlagevermögens
- Konzern-Segmentberichterstattung
- Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
- Konzernanhang
- Bestätigungsvermerk
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft (IFRS) für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008
| Anhang | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| 1. Umsatzerlöse | V.16./VII.1. | 74.603 | 50.131 |
| 2. Erhöhung (i.V. Verminderung) des Bestandes an unfertigen Erzeugnissen und Leistungen |
3.599 | -1.104 | |
| 3. Andere aktivierte Eigenleistungen | 1.586 | 520 | |
| 4. Sonstige betriebliche Erträge | VII.2. | 32.702 | 9.044 |
| 5. Gesamtleistung | 112.489 | 58.590 | |
| 6. Materialaufwand | -70.258 | -24.859 | |
| 7. Personalaufwand | VII.3. | -7.255 | -6.002 |
| 8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
V.3./VI.1./ VI.2. |
-1.366 | -1.195 |
| 9. Sonstige betriebliche Aufwendungen | VII.4. | -10.069 | -10.899 |
| 10. Betriebsergebnis | 23.541 | 15.634 | |
| 11. Erträge aus Beteiligungen | 16 | 250 | |
| 12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.583 | 389 | |
| 13. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -26 | -28 | |
| 14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | VII.5. | -5.416 | -4.831 |
| 15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 19.698 | 11.414 | |
| 16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | VII.6. | -1.352 | -17 |
| 17. Sonstige Steuern | -127 | -111 | |
| 18. Konzernjahresüberschuss (fortgeführte Bereiche) | 18.220 | 11.286 | |
| 19. Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen | VII.7. | -1.170 | -188 |
| 20. Konzernjahresüberschuss vor Minderheiten | 17.050 | 11.098 | |
| 21. Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis | VI.7. | 79 | 36 |
| 22. Konzernjahresüberschuss nach Minderheiten | 17.129 | 11.134 | |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (unverwässert) (in 1000) |
VII.8 | 41.257 | 39.376 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft (in EUR ) |
0,44 | 0,29 | |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien (verwässert) (in 1000) |
VII.8 | 46.393 | 44.704 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft (in EUR ) |
0,41 | 0,28 |
Konzern-Bilanz
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft (IFRS) zum 31. Dezember 2008
| Anhang | Stand am 31. Dezember 2008 |
Stand am 31. Dezember 2007 |
|
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| A. Langfristige Vermögenswerte | |||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | V.1./V.3./VI.1. | ||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
133 | 548 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 20.414 | 23.777 | |
| 20.547 | 24.325 | ||
| II. Sachanlagen | V.2./V.3./VI.2. | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
15.891 | 18.479 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 12.487 | 10.710 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus stattung |
379 | 653 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 15.445 | 9.279 | |
| 44.203 | 39.121 | ||
| III. Langfristige finanzielle Vermögenswerte | VI.4./VI.3. | ||
| 1. Anteile an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
365 | 365 | |
| 2. Sonstige Ausleihungen | 771 | 756 | |
| 3. Sonstige langfristige Darlehensforderungen | 65 | 0 | |
| 1.201 | 1.121 | ||
| IV. Latente Steuern | V.5./VII.6. | 1.632 | 1.710 |
| B. Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| I. Vorräte | V.7./VI.4. | 87.977 | 30.572 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögenswerte | V.9./VI.5. | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 62.938 | 9.801 | |
| 2. Kurzfristige sonstige Darlehensforderungen | 289 | 774 | |
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
1.359 | 830 | |
| 4. Übrige Vermögenswerte | 2.699 | 941 | |
| 67.284 | 12.346 | ||
| III. Steuerforderungen | 13.621 | 2.932 | |
| IV. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | V.10. | 29.314 | 15.741 |
| 265.779 | 127.868 |
| Anhang | Stand am 31. Dezember 2008 TEUR |
Stand am 31. Dezember 2007 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | VI.6. | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 41.267 | 41.247 | |
| II. Kapitalrücklage | 47.785 | 47.999 | |
| III. Gewinnrücklagen | |||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 5 | 5 | |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 46 | 46 | |
| 51 | 51 | ||
| IV. Fremdwährungsrücklage | 19 | 0 | |
| V. Konzernbilanzverlust | -34.484 | -49.809 | |
| VI. Minderheitenanteile | VI.7. | 0 | 1.688 |
| 54.639 | 41.176 | ||
| B. Langfristige Schulden | |||
| I. Sonstige Rückstellungen | V.12./VI.10. | 2.357 | 3.346 |
| II. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand | VI.8. | 1.346 | 1.392 |
| III. Langfristige Finanzverbindlichkeiten | V.13./VI.11 | ||
| 1. Genussrechtskapital | 490 | 0 | |
| 2. Anleihe | 0 | 18.319 | |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 19.548 | 14.016 | |
| 4. Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 60.908 | 20.663 | |
| 5. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 927 | 1.033 | |
| 81.873 | 54.031 | ||
| IV. Latente Steuerverbindlichkeiten | V.5./VII.6. | 1.632 | 1.710 |
| C. Kurzfristige Schulden | |||
| I. Steuerrückstellungen | VI.9. | 1.491 | 75 |
| II. Sonstige Rückstellungen | V.12./VI.10 | 11.277 | 4.098 |
| III. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | V.13./VI.11 | ||
| 1. Anleihe | 16.461 | 0 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 67.258 | 969 | |
| 3. Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 670 | 4.006 | |
| 4. Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen | 106 | 106 | |
| 84.495 | 5.081 | ||
| IV. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | V.13. | 10.285 | 4.122 |
| V. Sonstige Verbindlichkeiten | V.13./VI.12 | ||
| 1. Abgegrenzte Umsatzerlöse | 10.190 | 7.020 | |
| 2. Abgegrenzte Verbindlichkeiten | 3.468 | 2.448 | |
| 3. Übrige Verbindlichkeiten | 2.569 | 2.317 | |
| 16.227 | 11.785 | ||
| VI. Steuerverbindlichkeiten | 159 | 1.052 | |
| 265.779 | 127.868 |
Konzern-Kapitalflussrechnung
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2008
| Anhang | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| Konzernjahresergebnis | 17.050 | 11.098 | |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf immaterielle + Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
1.366 | 1.721 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | VI.9./VI.10 | 7.433 | -9.492 |
| +/- Zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | 0 | -1.254 | |
| Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des - Anlagevermögens und aus der Endkonsolidierung |
VII.7. | -26.130 | 0 |
| - Zunahme der Vorräte sowie anderer Aktiva |
V.7./VI.4. | -77.371 | -12.869 |
| +/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Teilgewinnrealisierung |
V.8./VI.11.-12. | -53.653 | 22.799 |
| Zunahme der Verbindlichkeiten aus + Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva |
VI.8./VII.11.-12. | 48.125 | 3.056 |
| Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit | -83.180 | 15.059 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen + des Sachanlagevermögens |
160 | 1.941 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen - und in immaterielle Vermögenswerte |
VI.1.-2. | -6.023 | -9.550 |
| Einzahlungen aus Verkäufen von konsolidierten + Einheiten |
VII.7./VIII.3. | 31.750 | 500 |
| Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte - Einheiten |
VIII.3. | -152 | -310 |
| Cash Flow aus Investitionstätigkeit | 25.735 | -7.419 | |
| + Zuzahlungen von Gesellschaftern |
VI.6. | 0 | 13.903 |
| + Zuzahlungen von Minderheitengesellschaftern |
0 | 4.007 | |
| + Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten |
VI.11. | 75.302 | 2.286 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten |
VI.11. | -801 | -19.379 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen |
VI.11. | -3.109 | 0 |
| - Auszahlung für Kapitalerhöhungskosten |
0 | -560 | |
| Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit | 71.392 | 257 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 13.947 | 7.897 | |
| + Konsolidierungskreisbedingte Veränderung des Finanzmittelfonds |
-374 | 1 | |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | V.10./VIII.1. | 15.741 | 7.843 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | V.10./VIII.1. | 29.314 | 15.741 |
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft (IFRS), Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2008
| Gezeich netes Kapital |
Kapital rücklage |
Gewinn rücklagen |
Fremd währungs rücklage |
Konzern bilanz ergebnis |
Anteile im Fremd besitz *) |
Eigen kapital gesamt |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Stand zum 1. Januar 2007 | 37.451 | 38.079 | 53 | 0 | -60.829 | 183 | 14.937 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | |||||||
| Kapitalerhöhungskosten | 0 | -504 | 0 | 0 | 0 | -56 | -561 |
| Umgliederung im Rahmen der Verschmel zung der Nova Solar GmbH |
0 | 0 | -2 | 0 | 2 | 0 | 0 |
| Konzernjahresergebnis 2007 | 0 | 0 | 0 | 0 | 11.134 | -36 | 11.098 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | |||||||
| Barkapitalerhöhung | 3.750 | 10.312 | 0 | 0 | -106 | 1.597 | 15.553 |
| Wandlung der Wandelanleihe | 46 | 112 | 0 | 0 | 0 | 0 | 158 |
| Sonstige Veränderungen | |||||||
| Erhöhung negativer Minderheitenanteile | 0 | 0 | 0 | 0 | -10 | 0 | -10 |
| Stand zum 31. Dezember 2007 | 41.247 | 47.999 | 51 | 0 | -49.809 | 1.688 | 41.175 |
| Konzernjahresergebnis 2008 | 0 | 0 | 0 | 0 | 17.129 | -79 | 17.050 |
| Transaktionen mit Gesellschaftern | |||||||
| Wandlung der Wandelanleihe | 21 | 51 | 0 | 0 | 0 | 0 | 71 |
| Rückkauf der Wandelanleihe | 0 | -264 | 0 | 0 | -1.058 | 0 | -1.323 |
| Sonstige Veränderungen | |||||||
| Abgang Minderheiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | -1.688 | -1.688 |
| Umbuchung Minderheiten und Sonstige | 0 | 0 | 0 | 19 | -255 | 79 | -157 |
| Aufwertung Genussrechte | 0 | 0 | 0 | 0 | -490 | 0 | -490 |
| Stand zum 31. Dezember 2008 | 41.267 | 47.785 | 51 | 19 | -34.484 | 0 | 54.639 |
*) Gemäß IAS 27.35 erfolgt bei Überschreiten des den Minderheiten zuzurechnenden Verlustes über den diesen Gesellschaftern zuzurechnenden Eigenkapitalanteil eine Verrechnung mit dem Eigenkapital der Mehrheitsbeteiligung.
Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft (IFRS) im Geschäftsjahr 2008
| Stand am 01.01.2008 |
Zugänge | Um gliederungen |
Abgänge | Anschaffungs-/Herstellungskosten Stand am 31.12.2008 |
||
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
2.053 | 50 | 0 | 1.702 | 401 | |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 107.903 | 0 | 0 | 3.363 | 104.540 | |
| 109.956 | 50 | 0 | 5.065 | 104.941 | ||
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
20.635 | 1.171 | 45 | 3.336 | 18.515 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 14.497 | 1.054 | 1.868 | 738 | 16.680 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus stattung |
2.555 | 72 | 0 | 251 | 2.376 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 9.289 | 8.680 | -1.913 | 601 | 15.455 | |
| 46.976 | 10.976 | 0 | 4.926 | 53.026 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.323 | 0 | 0 | 0 | 6.323 | |
| 2. Anteile an Unternehmen mit denen ein Betei ligungsverhältnis besteht |
365 | 0 | 0 | 0 | 365 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 756 | 37 | 0 | 22 | 771 | |
| 7.445 | 37 | 0 | 22 | 7.459 | ||
| 164.377 | 11.063 | 0 | 10.014 | 165.426 |
| Anschaffungs-/Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen Stand am Stand am Zugänge Abgänge Stand am Stand am 31.12.2008 01.01.2008 31.12.2008 31.12.2008 TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR 401 1.505 27 1.265 268 133 104.540 84.126 0 0 84.126 20.414 104.941 85.632 27 1.265 84.394 20.547 18.515 2.156 467 0 2.623 15.891 18.479 16.680 3.788 735 329 4.193 12.487 10.710 2.376 1.902 137 42 1.997 379 653 15.455 9 0 0 9 15.445 9.279 53.026 7.855 1.339 371 8.823 44.203 39.121 6.323 6.323 0 0 6.323 0 365 0 0 0 0 365 365 771 0 0 0 0 771 756 7.459 6.323 0 0 6.323 1.136 1.121 165.426 99.810 1.366 1.636 99.540 65.886 64.568 |
||||
|---|---|---|---|---|
| Buchwerte | ||||
| Stand am 31.12.2007 |
||||
| TEUR | ||||
| 548 | ||||
| 23.777 | ||||
| 24.325 | ||||
Konzern-Segmentberichterstattung
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2008
| Projektierung Windkraftanlagen |
Stromerzeugung | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| Umsatzerlöse extern | 74.004 | 48.711 | 598 | 1.419 | |
| Umsatzerlöse intern | 2.484 | 1.426 | 264 | 264 | |
| Bestandsveränderungen | 4.720 | -1.314 | 0 | 0 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 1.586 | 520 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.523 | 10.403 | 2.424 | 4.380 | |
| Gesamtleistung | 85.732 | 59.227 | 4.872 | 6.583 | |
| Abschreibungen | -1.229 | -1.058 | -137 | -137 | |
| Betriebsergebnis | -4.402 | 11.790 | 1.813 | 3.919 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 1.932 | 3.266 | 172 | 8 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -3.077 | -3.457 | -2.886 | -4.287 | |
| Steueraufwand und -ertrag | -1.719 | -134 | -19 | 0 | |
| Investitionen | 3.919 | 3.352 | 2.104 | 2.454 | |
| Segmentvermögen | 270.970 | 137.101 | 140.233 | 30.484 | |
| Segmentschulden1) | 246.220 | 131.913 | 139.054 | 56.741 | |
| Segmenteigenkapital | 24.750 | 5.188 | 1.179 | -26.257 |
In die einzelnen Segmente sind folgende Gesellschaften einbezogen:
| Projektierung von Windkraftanlagen: | Plambeck Neue Energien AG, PNE Betriebs- und Beteiligungs GmbH, PNE Netzprojekt GmbH, PNE2 Riff I GmbH, PNE2 Riff II GmbH, PNE Gode Wind II GmbH, PNE Auslandsbeteiligungs GmbH Plambeck GM New Energy Hungary Kft., Plambeck New Energy Yambol OOD, Plambeck New Energy Bulgary OOD, Plambeck Yeni Enerjila Limited Sirketi, Plambeck New Energy UK Ltd., NH North Hungarian Windfarm Kft., Plambeck GM Windfarm Pusztahencse Kft., Plambeck New Energy USA Inc., Plambeck New Energy S.R.L., |
|---|---|
| Stromerzeugung: | PNE Biomasse AG, PNE Biomasse GmbH, PNE Grundstücks GmbH, PNE WP Fonds Laubuseschbach GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds LV GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds LX GmbH & Co. KG PNE WP Fonds LXXVIII GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds LXXXIX GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds LXXII GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds CI GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds CIV GmbH & Co. KG |
| Einzustellende Bereiche: | In diesem Segment ist die SSP Technology A/S einbezogen (die Anteile an der Gesellschaft wurden im Jahr 2008 veräußert) |
1) Die abgegrenzten Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden den Segmentschulden zugeordnet. Rundungsdifferenzen in den Werten sind möglich
| Konsolidierung Plambeck Neue Energien AG Konzern 2008 2007 2008 2007 TEUR TEUR TEUR TEUR 0 0 0 74.602 50.130 0 -2.748 -1.690 0 0 0 -69 210 3.599 -1.104 0 0 0 1.586 520 0 -1.335 -5.740 32.702 9.043 0 -4.152 -7.220 112.489 58.590 0 0 0 -1.366 -1.195 0 93 -75 23.541 15.634 0 -521 -2.885 1.583 390 0 521 2.885 -5.442 -4.859 0 386 6 -1.352 -128 0 0 6.023 9.550 -145.425 -56.094 265.779 127.868 |
||
|---|---|---|
| Einzustellende Bereiche |
||
| 2007 | 2008 | |
| TEUR | TEUR | |
| 0 | ||
| 0 | ||
| -1.052 | ||
| 0 | ||
| 27.089 | ||
| 26.037 | ||
| 0 | ||
| 26.037 | ||
| 0 | ||
| 0 | ||
| 0 | ||
| 3.744 | 0 | |
| 16.377 | 0 | |
| -174.134 -109.668 211.140 86.692 |
7.706 | 0 |
| 28.709 53.574 54.639 41.176 |
8.671 | 0 |
Projektierung von Windkraftanlagen: Plambeck Neue Energien AG, PNE Betriebs- und Beteiligungs GmbH, PNE Netzprojekt GmbH, PNE2 Riff I GmbH, PNE2 Riff II GmbH, PNE Gode Wind II GmbH, PNE Auslandsbeteiligungs GmbH Plambeck GM New Energy Hungary Kft., Plambeck New Energy Yambol OOD, Plambeck New Energy Bulgary OOD, Plambeck Yeni Enerjila Limited Sirketi, Plambeck New Energy UK Ltd., NH North Hungarian Windfarm Kft., Plambeck GM Windfarm Pusztahencse Kft., Plambeck New Energy USA Inc., Plambeck New Energy S.R.L.,
Stromerzeugung: PNE Biomasse AG, PNE Biomasse GmbH, PNE Grundstücks GmbH, PNE WP Fonds Laubuseschbach GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds LV GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds LX GmbH & Co. KG PNE WP Fonds LXXVIII GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds LXXXIX GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds LXXII GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds CI GmbH & Co. KG, PNE WP Fonds CIV GmbH & Co. KG
Einzustellende Bereiche: In diesem Segment ist die SSP Technology A/S einbezogen (die Anteile an der Gesellschaft wurden im Jahr 2008 veräußert)
Aufstellung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft, Cuxhaven, zum 31. Dezember 2008
| Gesellschaft | Beteiligungs quote% |
Jahres ergebnis |
Eigen kapital |
Zeitpunkt der Erstkon solidierung |
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |||
| 1 Plambeck Neue Energien Betriebs- und Beteiligungs gesellschaft mbH, Cuxhaven |
100,0 | 393 | 499 | 31.12.1998 |
| 2 Plambeck Neue Energien Biomasse Betriebsgesell schaft mbH, Cuxhaven |
100,0 | 2 | 50 | 01.12.2000 |
| 3 Plambeck Neue Energien Grundstücks GmbH, Cuxhaven |
100,0 | 35 | 28 | 01.12.2000 |
| 4 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds LV GmbH & Co. KG, Cuxhaven |
100,0 | -843 | 3.981 | 08.11.2001 |
| 5 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds LX GmbH & Co. KG, Cuxhaven |
100,0 | -180 | -2.855 | 08.11.2001 |
| 6 Plambeck Neue Energien Netzprojekt GmbH, Cuxhaven |
100,0 | -152 | -151 | 01.01.2002 |
| 7 Plambeck Neue Energien Biomasse AG, Cuxhaven |
100,0 | -5 | -72 | 23.04.2002 |
| 8 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds LXXVIII GmbH & Co. KG, Cuxhaven |
100,0 | -610 | -621 | 20.11.2002 |
| 9 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds XL GmbH & Co. KG, Cuxhaven |
100,0 | -11 | -38 | 29.12.2004 |
| 10 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds LXXXIX, Cuxhaven |
100,0 | -1.017 | -1.065 | 01.01.2007 |
| 11 PNE Gode Wind II GmbH, Cuxhaven | 100,0 | -12 | 657 | 13.08.2007 |
| 12 Plambeck GM New Energy Hungary Kft., Puszta hencse, Ungarn |
79,0 | -32 | -22 | 28.09.2007 |
| 13 Plambeck Neue Energien Auslandsbeteiligungs GmbH, Cuxhaven |
100,0 | -152 | -55 | 16.11.2007 |
| 14 Plambeck Yeni Enerjiler Ltd. Sirketi, Taksim/Beyoglu, Türkei |
80,0 | -48 | -43 | 27.02.2008 |
| 15 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds LXXII GmbH & Co. KG, Cuxhaven |
100,0 | -146 | -161 | 30.06.2008 |
| 16 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CI GmbH & Co. KG, Cuxhaven |
100,0 | -66 | -66 | 30.06.2008 |
| 17 Plambeck New Energy UK Ltd., Eastbourne, Groß britannien |
67,5 | -186 | -51 | 02.07.2008 |
| 18 NH North Hungarian Windfarm Kft., Hatvan, Ungarn | 100,0 | -2 | -1 | 07.08.2008 |
| 19 Plambeck GM Windfarm Pusztahencse Kft., Puszta hencse, Ungarn |
100,0 | -1 | -1 | 07.08.2008 |
| 20 Plambeck New Energy Bulgaria OOD, Nessebar, Bulgarien |
80,0 | -5 | -8 | 15.08.2008 |
| 21 Plambeck New Energy USA Inc., New York, USA | 100,0 | 0 | 0 | 27.10.2008 |
| 22 Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CIV GmbH & Co. KG, Cuxhaven |
100,0 | -2 | -1 | 30.10.2008 |
| 23 Plambeck New Energy S.R.L., Bukarest, Rumänien |
80,0 | -2 | -1 | 27.11.2008 |
Konzernanhang
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr 2008
I. Handelsregister und Gegenstand des Unternehmens
Die Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft (im Folgenden auch "Plambeck Neue Energien AG", "PNE AG" oder "Gesellschaft") hat ihren Sitz in Cuxhaven, Peter-Henlein-Straße 2-4, Deutschland. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 110360 in das Handelsregister beim Amtsgericht Tostedt eingetragen. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft umfassten im Berichtsjahr im Wesentlichen die Projektierung, Errichtung und den Betrieb von Windparks und Umspannwerken zur Stromerzeugung, den Service von Windkraftanlagen, die Eigenkapitaleinwerbung für Windparkbetreibergesellschaften und die Projektierung von Rotorblättern für Windenergieanlagen (bis 30. Juni 2008).
II. Einstellung von Geschäftsbereichen
Im Geschäftsjahr 2008 wurde der Geschäftsbereich "Projektierung von Rotorblättern" veräußert. Der Bereich bzw. die einzige Gesellschaft dieses Geschäftsbereichs, die SSP Technology A/S, Kirkeby, Dänemark, wurde zum 30. Juni 2008 an einen Konzernfremden veräußert. Durch die Veräußerung des Geschäftsbereichs sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 18,3 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 7,1 Mio. Euro zum 30. Juni 2008 abgegangen.
Entsprechend der Vorschriften des IFRS 5 ist eine Unterteilung des Konzernabschlusses in "fortzuführende Bereiche" und "einzustellende Bereiche" vorzunehmen. Die Darstellung dieser Unterteilung ist auch im Rahmen der Segmentberichterstattung dargestellt.
Gemäß den Regelungen des IFRS 5 wurden die Vorjahreszahlen der Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Segmentberichterstattung entsprechend angepaßt, um diese mit dem Berichtsjahr vergleichbar zu machen.
III. Allgemeine Rechnungslegungsgrundsätze
1. Going Concern
Die Bilanzierung erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Auf Risiken, die den Bestand des Unternehmens möglicherweise gefährden könnten, wird im zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Gesellschaft eingegangen.
2. Konzernabschluss
Der Konzernabschluss der Plambeck Neue Energien AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt. Vom IASB verabschiedete neue Standards werden grundsätzlich ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens angewendet.
Der Konzern hat im Geschäftsjahr die nachfolgend aufgelisteten neuen und überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen angewandt. Aus der Anwendung dieser neuen oder überarbeiteten IFRS-Standards und -Interpretationen ergaben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Sie führten jedoch zu zusätzlichen Angaben.
Änderungen an IAS 39 und IFRS 7 – "Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten"
Das IASB hat im Oktober 2008 Änderungen zur Umklassifizierung von Finanzinstrumenten erlassen. Nach der Änderung ist nun eine Umwidmung von nicht-derivativen Vermögenswerten der Klassen "Fair Value through Profit and Loss", für die nicht die Fair Value Option gewählt wurde, und "Available for Sale" in die Kategorie "Loans and Receivables" möglich. Vermögenswerte müssen zum Marktwert des jeweiligen Umwidmungszeitpunkts umklassifiziert werden. Durch die Änderung des IAS 39 können die Umwidmungen bis zum 31. Oktober 2008 rückwirkend zum 1. Juli 2008 vorgenommen werden. Nach dem 1. November 2008 ist eine Umwidmung zum jeweils gültigen Marktwert vorzunehmen.
Änderungen an IAS 39 und IFRS 7 – "Umklassifizierung von finanziellen Vermögenswerten: Inkrafttreten und Übergangsregelungen"
Das IASB hat am 27. November 2008 eine aktualisierte Fassung der jüngsten Umklassifizierungsänderungen an IAS 39 und IFRS 7, die im Oktober 2008 veröffentlicht worden waren, herausgegeben, um das Datum des Inkrafttretens der Änderungen zu verdeutlichen. Hierbei handelt es sich um folgende Klarstellung des IASB: Jede Umklassifizierung, die am oder nach dem 1. November 2008 vorgenommen wird, tritt mit dem Zeitpunkt der Umklassifizierung in Kraft. Umklassifizierungen jedoch, die vor dem 1. November 2008 vorgenommen wurden, können zum 1. Juli 2008 oder einem späteren Zeitpunkt in Kraft treten. Umklassifizierungen können nicht rückwirkend zu einem Datum vor dem 1. Juli 2008 in Kraft treten.
Soweit nichts anderes angegeben ist, wird der vorstehende Konzernabschluss in Euro (EUR) aufgestellt.
Der Konzernabschluss entspricht den Anforderungen des § 315 a HGB.
Dem Konzernabschluss liegen im Vergleich zum Vorjahr einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde.
Die Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Mutterunternehmens aufgestellt.
Der vom Vorstand zum 31. Dezember 2008 aufgestellte Konzernabschluss und Konzernlagebericht wurde in der Vorstandssitzung am 27. Februar 2009 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben.
Der zum 31. Dezember 2008 aufgestellte Konzernabschluss wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch eingereicht.
IV. Konsolidierungsgrundsätze
1. Konsolidierungskreis
In den Konzernabschluss werden im Wege der Vollkonsolidierung alle Unternehmen einbezogen, über welche die Konzernobergesellschaft die Kontrolle ausübt. Ausübung der Kontrolle wird angenommen, sobald die Muttergesellschaft im Besitz von mehr als 50 Prozent der Stimmrechte der Tochtergesellschaft ist oder die Finanzierungs- und Geschäftspolitik einer Tochtergesellschaft bestimmen oder eine Mehrheit des Aufsichts- bzw. Verwaltungsrats einer Tochtergesellschaft stellen kann. Darüber hinaus werden Windparkbetreibergesellschaften, die nach wirtschaftlicher Betrachtung vom Mutterunternehmen oder damit verbundenen Unternehmen beherrscht werden, in den Konsolidierungskreis einbezogen.
Danach umfasst der Konsolidierungskreis zum 31. Dezember 2008 neben der Plambeck Neue Energien AG die weiteren in der "Aufstellung der in den Konzernabschuss einbezogenen Gesellschaften" aufgeführten Unternehmen.
Es wurden 7 Windparkbetreibergesellschaften nicht im Konzernabschluss einbezogen, da es sich hierbei um Vorratsgesellschaften mit inaktivem Geschäftsbetrieb handelt.
Im Wege der Quotenkonsolidierung werden folgende Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen, die von der Plambeck Neue Energien AG und einem oder mehreren Unternehmen gemeinsam geführt werden, da mindestens ein Gesellschafterunternehmen nicht zum Konsolidierungskreis gehört.
| Name | Beteiligungs quote |
Eigenkapital TEUR |
Zeitpunkt der Erst konsolidierung |
|---|---|---|---|
| PNE2 Riff I GmbH, Cuxhaven | 50,0% | 2.084 | 24.07.2003 |
| PNE2 Riff II GmbH, Cuxhaven | 50,0% | -23 | 25.06.2004 |
| Plambeck New Energy Yambol OOD, Nessebar, Bulgarien |
50,0% | -1 | 15.08.2008 |
Aufgrund der Anteilsquote an den Joint Ventures sind dem Konzern folgende Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen zuzurechnen:
| PNE2 Riff I 2008 TEUR |
PNE2 Riff II 2008 TEUR |
PNE Yambol 2008 TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Erlöse | 32 | 3 | 0 |
| Aufwendungen | -499 | -41 | -2 |
| Ergebnis nach Steuern | -467 | -38 | -2 |
| kurzfristige Vermögenswerte | 837 | 96 | 3 |
| langfristige Vermögenswerte | 8.450 | 422 | 0 |
| kurzfristige Schulden | 60 | 85 | 3 |
| langfristige Schulden | 8.664 | 467 | 0 |
2. Unternehmenszusammenschlüsse und -verkäufe
Im Berichtsjahr wurden folgende neu gegründeten Gesellschaften erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen (in Klammern Erstkonsolidierungszeitpunkt und Anteilshöhe):
- Plambeck Yeni Enerjiler Ltd. Sirketi, Taksim/Beyoglu, Türkei (27.02.08 / 80 Prozent)
- Plambeck New Energy UK Ltd., Eastbourne, Großbritannien (02.07.08 / 67,5 Prozent)
- NH North Hungarian Windfarm Kft., Hatvan, Ungarn (07.08.08 / 100 Prozent)
- Plambeck GM Windfarm Pusztahencse Kft., Pusztahencse, Ungarn (07.08.08 / 100 Prozent)
- Plambeck New Energy Bulgaria OOD, Nessebar, Bulgarien (15.08.08 / 80 Prozent)
- Plambeck New Energy USA Inc., New York, USA (27.10.08 / 100 Prozent)
- Plambeck New Energy S.R.L., Bukarest, Rumänien (27.11.08 / 80 Prozent)
Gegenstand der Unternehmen ist die Projektierung und Realisierung von Windparks im jeweiligen Land. Kern der operativen Tätigkeit ist die Erkundung geeigneter Standorte für Windparks sowie deren anschließende Projektierung und Realisierung.
Aus der Gegenüberstellung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital am Erstkonsolidierungsstichttag ergab sich kein zusätzlicher Geschäfts- oder Firmenwert.
Die Buchwerte bzw. beim Erwerb angesetzten beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaften waren zum Gründungszeitpunkt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich.
Im Geschäftsjahr wurden 100 Prozent der Anteile an folgenden Gesellschaften erstmals in den Konzernabschluss einbezogen:
- Plambeck Neue Energien Windpark Fonds LXXII GmbH & Co. KG, Cuxhaven (30.06.08)
- Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CI GmbH & Co. KG, Cuxhaven (30.06.08)
- Plambeck Neue Energien Windpark Fonds CIV GmbH & Co. KG, Cuxhaven (30.10.08)
Gegenstand der Unternehmen ist die Errichtung und der Betrieb von Windkraftanlagen in Form von Windparks sowie die Veräußerung der erzeugten elektrischen Energie.
Aus der Gegenüberstellung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital am Erstkonsolidierungsstichtag ergab sich kein zusätzlicher Geschäfts- oder Firmenwert.
Die Buchwerte bzw. beim Erwerb angesetzten beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft waren zum Erstkonsolidierungszeitpunkt für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unwesentlich.
Im Berichtsjahr wurden die Anteile an der SSP Technology A/S, Kirkeby, Dänemark, veräußert. Durch die Veräußerung der Anteile sind Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 18,3 Mio. Euro sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 7,1 Mio. Euro zum 30. Juni 2008 abgegangen. Hinsichtlich der Auswirkungen auf den Konzernerfolg verweisen wir auf die Erläuterungen unter VII. Gewinn- und Verlustrechnung, sowie die Segmentberichterstattung.
3. Konsolidierungsmethoden
Grundlage für den Konzernabschluss sind die zum 31. Dezember 2008 nach einheitlichen Bilanzierungsund Bewertungsmethoden aufgestellten, teilweise von Abschlussprüfern geprüften Jahresabschlüsse der in den Konzern einbezogenen Gesellschaften. Die nicht geprüften Jahresabschlüsse wurden von Seiten des Konzernabschlussprüfers einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
Die Kapitalkonsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt. Das Eigenkapital ermittelt sich dabei als Saldo der beizulegenden Zeitwerte der Vermögenswerte und Schulden im Erwerbszeitpunkt (vollständige Neubewertung). Unternehmenszusammenschlüsse, die nicht in den Anwendungsbereich des IFRS 3 fallen, werden unter Zugrundelegung der beteiligungsproportionalen Neubewertungsmethode konsolidiert (Quotenkonsolidierung). Die sich aus der Kapitalkonsolidierung ergebenden aktiven Unterschiedsbeträge werden als Firmenwerte ausgewiesen.
Seit dem Inkrafttreten des IFRS 3 werden Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung nicht mehr planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen nach IAS 36 ("impairment only approach") vorgenommen.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den zu konsolidierenden Gesellschaften werden eliminiert. In Einzelfällen wird auf eine Eliminierung verzichtet, soweit sich die Geschäftstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr ausschließlich auf einen sehr kleinen Zeitraum bezieht und die wechselseitigen Aufwendungen und Erträge sich ausschließlich auf die Durchführung von Dienstleistungen aus dem Verwaltungsbereich beziehen. Wechselseitige Zinserträge und Zinsaufwendungen werden im Finanzergebnis konsolidiert. Zwischengewinne werden, soweit sie wesentlich sind, eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden erforderliche Steuerabgrenzungen gebildet.
V. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Rechnungslegung erfolgt bei sämtlichen Gesellschaften des Konzerns originär nach den national geltenden gesetzlichen Vorschriften sowie den diese ergänzenden Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.
Die Abschlüsse aller einbezogenen Unternehmen werden auf der Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Die entsprechend der jeweils geltenden Vorschriften erstellten Jahresabschlüsse (HB I) werden in IFRS-konforme Jahresabschlüsse (HB II) übergeleitet. Die Bilanzierungsund Bewertungsvorschriften wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert angewandt.
Die Erstellung des Konzernabschlusses unter Beachtung der Verlautbarungen des IASB erfordert bei einigen Positionen, dass Annahmen getroffen und Schätzungen verwendet werden, die sich auf die Höhe und den Ausweis bilanzierter Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken.
Annahmen und Schätzungen beziehen sich insbesondere auf die Ermittlung der Zeitwerte der Put-Optionen, auf die Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen sowie die Festlegung von Cash Flows, Wachstumsraten und Diskontierungsfaktoren im Zusammenhang mit Wertminderungsprüfungen.
Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis ergebniswirksam berücksichtigt.
1. Immaterielle Vermögenswerte
Konzessionen, Schutzrechte und Lizenzen werden zu Anschaffungskosten und Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Auf Grund ihrer endlich bestimmbaren Nutzungsdauer werden sie um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode über die zu erwartende wirtschaftliche Nutzungsdauer vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt in der Regel zwei bis vier Jahre. Soweit notwendig, wird eine außerplanmäßige Abschreibung vorgenommen, die bei späterem dauerhaftem Wegfall der Gründe rückgängig gemacht wird. Außerplanmäßige Wertkorrekturen (Minderungen und Mehrungen) waren im Berichtsjahr nicht erforderlich.
Nach IFRS 3 werden Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung nicht mehr planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen nach IAS 36 ("impairment only approach") vorgenommen.
2. Sachanlagen
Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten gemäß IAS 16 abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibung bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß IAS 36 waren nicht erforderlich.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer wie folgt abgeschrieben:
| in Jahren | |
|---|---|
| Gebäude einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 20 bis 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 5 bis 10 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 bis 10 |
Wesentliche Restwerte waren bei der Bemessung der Abschreibungshöhe nicht zu berücksichtigen.
Gemietete bzw. geleaste Vermögenswerte, bei denen sowohl das wirtschaftliche Risiko als auch der wirtschaftliche Nutzen bei der jeweiligen Konzerngesellschaft liegt (finance lease), werden gemäß IAS 17 aktiviert und über die geschätzte Nutzungsdauer des Leasinggegenstandes durch planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert. Die Zahlungsverpflichtung wird mit dem Betrag passiviert, der dem niedrigeren Wert aus dem fair value des Vermögensgegenstandes und dem Barwert aller künftigen Leasingraten entspricht. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Veränderungen der Verbindlichkeit aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgswirksam erfasst.
Mietzahlungen bei operativen Leasingverhältnissen werden im Periodenergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt.
Alle Fremdkapitalkosten wurden erfolgswirksam erfasst.
3. Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen
Zu jedem Bilanzstichtag wird beurteilt, ob Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf für in der Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist eine jährliche Überprüfung eines Vermögenswertes vorgeschrieben, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuell erforderlichen Wertminderungsaufwands zu ermitteln. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Wert aus dem Zeitwert eines Vermögenswertes oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten zukünftigen Zahlungsströme aus diesem Vermögenswert bzw. der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter Zugrundelegung eines risikoadjustierten Abzinsungssatzes vor Steuern auf den Barwert abgezinst. Ergebniswirksam erfasste Abwertungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte werden in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter der Position "Wertminderungsaufwand Geschäfts- oder Firmenwerte" ausgewiesen.
Eine ertragswirksame Korrektur einer in früheren Jahren für einen Vermögenswert aufwandswirksam erfassten Wertminderung wird vorgenommen (mit Ausnahme der Geschäfts- oder Firmenwerte), wenn Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass die Wertminderung nicht mehr besteht oder sich verringert haben könnte. Die Wertaufholung wird als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Werterhöhung beziehungsweise Verringerung der Wertminderung eines Vermögenswertes wird jedoch nur insoweit erfasst, wie sie den Buchwert nicht übersteigt, der sich unter Berücksichtigung der Abschreibungseffekte ergeben hätte, wenn in den vorherigen Jahren keine Wertminderung erfasst worden wäre. Wertaufholungen auf Abschreibungen, die im Rahmen von Wertminderungsprüfungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert erfasst wurden, dürfen nicht vorgenommen werden.
Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich zum 31. Dezember oder dann auf Wertminderung getestet, wenn Anzeichen vorliegen, dass der Buchwert gemindert sein könnte. Eine eventuelle Wertminderung wird sofort aufwandswirksam erfasst.
Zur Ermittlung eines eventuellen Wertminderungsbedarfes auf Geschäfts- oder Firmenwerte sowie auf immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer wird der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, mit dem erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verglichen.
Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens wird der zurechenbare Betrag des Geschäfts- oder Firmenwertes in die Berechnung des Gewinns oder Verlusts aus der Veräußerung einbezogen.
4. Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten angesetzt, gegebenenfalls vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Unverzinsliche bzw. niedrig verzinsliche Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt.
Auf eine Bewertung der Finanzanlagen zu Zeitwerten bzw. auf die erfolgsneutrale Erfassung nicht realisierter Gewinne und Verluste in einem gesonderten Posten des Eigenkapitals wurde verzichtet, da deren Zeitwert im Wesentlichen dem Buchwert entspricht.
5. Latente Steuern
Latente Steuern werden nach der "liability method" entsprechend IAS 12 auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbilanz und dem Konzernabschluss angesetzt. Für die steuerlich nicht abzugsfähige Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung wird keine latente Steuerschuld angesetzt.
Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden sind aufgrund der zum Bilanzstichtag gültigen Gesetze und Verordnungen berechnet. Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden grundsätzlich mit den landesspezifischen Steuersätzen für die einzelnen Konzernunternehmen ermittelt.
Ein Aktivposten für steuerliche Verlustvorträge wird in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass zukünftiges zu versteuerndes Einkommen zur Verrechnung zur Verfügung stehen wird.
Aktive und passive latente Steuern werden in der Konzernbilanz saldiert ausgewiesen, sofern ein einklagbares Recht besteht, tatsächliche Steuerschulden aufzurechnen und die latenten Steuern sich auf dasselbe Steuersubjekt und dieselbe Steuerbehörde beziehen.
6. Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche
Vermögenswerte des Anlagevermögens, deren Veräußerung innerhalb von 12 Monaten geplant ist, werden gemäß IFRS 5 in einer separaten Position erfasst. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert. Zum Jahresende liegen keine zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte vor.
Mit Wirkung zum 30. Juni 2008 hat die Plambeck Neue Energien AG die Veräußerung des Geschäftsbereichs "Projektierung Rotorblätter" vorgenommen. Die Beherrschung über den Geschäftsbereich ist am 30. Juni 2008 an den Erwerber übergangen. Die Veräußerung des Geschäftsbereichs "Projektierung Rotorblätter" geht mit der langfristigen Strategie des Konzerns einher, seine Geschäftstätigkeit auf die Bereiche Projektierung Windkraftanlagen und Stromerzeugung zu konzentrieren.
7. Vorräte
Die Vorräte werden grundsätzlich mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile der produktionsbezogenen Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Veräußerungserlös abzüglich geschätzter Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten Vertriebskosten.
Finanzierungskosten werden nicht aktiviert.
8. Bilanzierung von langfristigen Fertigungsaufträgen
Bei langfristigen Fertigungsaufträgen, die die Erstellung von Windparks betreffen, erfolgt eine Teilgewinnrealisierung nach den Vorschriften von IAS 11. Dabei wird der aus einem Fertigungsauftrag erwartete Ergebnisbeitrag anhand der voraussichtlich anfallenden Auftragserlöse und Auftragskosten geschätzt und die Erlöse und Aufwendungen entsprechend dem Leistungsfortschritt am Bilanzstichtag erfasst. Der Fertigstellungsgrad der einzelnen Aufträge wird dabei anhand der bis zum Bilanzstichtag erbrachten Leistungen ermittelt. Von Subunternehmern erbrachte Leistungen werden bei der Bestimmung des Fertigstellungsgrades berücksichtigt.
Soweit die Summe aus angefallenen Auftragskosten und ausgewiesenen Gewinnen die Anzahlungen übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den künftigen Forderungen aus langfristigen Fertigungsaufträgen als Bestandteil der Position 'Forderungen aus Lieferungen und Leistungen'. Ein negativer Saldo wird unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen.
Ein erwarteter Gesamtverlust aus einem Fertigungsauftrag wird sofort als Aufwand erfasst.
9. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu den fortgeführten Anschaffungskosten ggf. abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bewertet.
Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zu marktgerechten Konditionen verzinst.
10. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben und kurzfristige Einlagen mit ursprünglichen Fälligkeiten von weniger als zwölf Monaten.
11. Finanzinstrumente
Finanzinstrumente werden grundsätzlich gemäß IAS 39 in die folgenden Kategorien eingeteilt:
- zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte
- bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen
- vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen und
- zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte
Finanzielle Vermögenswerte mit festgelegten oder bestimmbaren Zahlungen und festen Laufzeiten, die das Unternehmen bis zur Endfälligkeit zu halten beabsichtigt und halten kann, ausgenommen vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen klassifiziert. Finanzielle Vermögenswerte, die hauptsächlich erworben wurden, um einen Gewinn aus der kurzfristigen Wertentwicklung zu erzielen, werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Derivative Finanzinstrumente werden auch als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert, es sei denn, es handelt sich um Derivate, die als Sicherungsinstrument designiert wurden und als solche effektiv sind. Gewinne und Verluste aus finanziellen Vermögenswerten, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden erfolgswirksam erfasst. Alle sonstigen finanziellen Vermögenswerte, ausgenommen vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen, werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte eingestuft.
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden unter den langfristigen Vermögenswerten bilanziert, es sei denn, sie werden innerhalb von 12 Monaten ab dem Bilanzstichtag fällig. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden unter den kurzfristigen Vermögenswerten bilanziert. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen, wenn die Unternehmensleitung die Absicht hat, diese innerhalb von 12 Monaten ab dem Bilanzstichtag zu realisieren.
Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden nach der Methode der Bilanzierung zum Handelstag bilanziert, das heißt zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf eingegangen ist.
Bei der erstmaligen Erfassung eines finanziellen Vermögenswerts wird dieser mit den Anschaffungskosten angesetzt. Diese setzen sich aus dem Zeitwert der Gegenleistung und – mit Ausnahme der zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte – den Transaktionskosten zusammen.
Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts von zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerten werden erfolgswirksam erfasst. Als Zeitwert eines Finanzinstruments gilt dabei der Betrag, der im Geschäftsverkehr zwischen vertragswilligen und unabhängigen Vertragspartnern unter aktuellen Marktbedingungen erzielt werden kann. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenpreis, sofern die zu bewertenden Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden. Sofern kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, wird der beizulegende Zeitwert mittels geeigneter finanzmathematischer Methoden, wie zum Beispiel anerkannten Optionspreismodellen oder der Diskontierung zukünftiger Zahlungszuflüsse mit dem Marktzinssatz, errechnet.
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Ist es wahrscheinlich, dass bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Vermögenswerten eine Wertminderung eintritt, so wird diese ergebniswirksam erfasst. Eine zuvor aufwandswirksam erfasste Wertminderung wird ertragswirksam korrigiert, wenn die nachfolgende teilweise Werterholung (beziehungsweise Verringerung der Wertminderung) objektiv auf einen nach der ursprünglichen Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden kann. Eine Werterhöhung wird jedoch nur insoweit erfasst, wie sie den Betrag der fortgeführten Anschaffungskosten nicht übersteigt, der sich ergeben hätte, wenn die Wertminderung nicht erfolgt wäre.
Vom Unternehmen ausgereichte Forderungen und Kredite, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden zu ihren fortgeführten Anschaffungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum Marktwert bilanziert. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden abzüglich eines Steueranteils im Eigenkapital in der Position 'Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen' ausgewiesen. Die erfolgswirksame Auflösung der Position 'Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen' erfolgt entweder mit der Veräußerung oder bei Vorliegen einer Wertminderung.
Die Zeitwerte der Finanzinstrumente werden durch deren Buchwerte verlässlich bestimmt.
Im Einzelnen verweisen wir auf die Erläuterungen zu den jeweiligen Bilanzpositionen.
12. Rückstellungen
Rückstellungen werden für sämtliche externen Verpflichtungen gebildet, soweit die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die Höhe der Rückstellung zuverlässig geschätzt werden kann. Daneben werden Drohverlustrückstellungen für sog. "onerous contracts" entsprechend der Vorschriften von IAS 37 gebildet.
Bei der Bewertung der Rückstellung wird der wahrscheinlichste Wert, bei einer Bandbreite unterschiedlicher Werte deren Erwartungswert, angesetzt. Die Ermittlung und Bewertung erfolgt, sofern möglich, anhand vertraglicher Vereinbarungen; ansonsten basieren die Berechnungen auf Erfahrungen aus der Vergangenheit und Schätzungen des Vorstands.
Langfristige Rückstellungen werden mit dem Barwert angesetzt, die Abzinsung erfolgt mit Marktzinssätzen, die dem Risiko und dem Zeitraum bis zur Erfüllung entsprechen.
Der Konzern verfügt in sehr geringem Umfang über Pensionspläne in Form von beitragsorientierten Zusagen. Zahlungen für beitragsorientierte Zusagen werden bei Fälligkeit als Aufwand erfasst.
13. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn des Leasingverhältnisses mit dem Barwert der künftigen Leasingraten während der unkündbaren Grundmietzeit bilanziert.
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden grundsätzlich zu marktgerechten Konditionen verzinst.
Eventualverbindlichkeiten sind nicht in der Bilanz ausgewiesen. Eine Aufstellung der am Bilanzstichtag bestehenden Eventualverbindlichkeiten erfolgt unter Gliederungspunkt XI.1.
14. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand
Zuwendungen der öffentlichen Hand werden im Zeitpunkt des Zuflusses mit dem Nominalbetrag erfolgsneutral in einem separaten Posten erfasst und entsprechend der Abschreibungen der geförderten Vermögenswerte erfolgswirksam aufgelöst. Für unerfüllte Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten werden entsprechende Rückstellungen gebildet.
15. Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
16. Umsatzerlöse/Gewinnrealisierung
Verkäufe wurden zum Zeitpunkt der Lieferung bzw. der Erbringung der Dienstleistung beim Kunden als Erlöse dargestellt. Die Umsatzrealisierung bei langfristigen Fertigungsaufträgen ist unter V.8. erläutert.
Zinserträge werden periodengerecht unter Berücksichtigung der Effektivzinsmethode abgegrenzt.
17. Fremdwährungsumrechnung
Die in den Abschlüssen der einzelnen Gesellschaften des Konzerns erfassten Posten werden auf der Grundlage der jeweiligen funktionalen Währung bewertet. Der Konzernabschluss wird in Euro erstellt, der Berichtswährung und funktionale Währung der Gesellschaft ist.
Transaktionen in Fremdwährung werden zum aktuellen Kurs am Tag der Transaktion in die jeweils funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden ergebniswirksam berücksichtigt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter "Sonstige betriebliche Erträge" oder "Sonstige betriebliche Aufwendungen" erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet.
Umrechnungsdifferenzen aus zu erhaltenden bzw. zu zahlenden monetären Posten von/an einen ausländischen Geschäftsbetrieb, deren Erfüllung weder geplant noch wahrscheinlich ist, welche Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb sind und welche in der Rücklage aus Währungsumrechnungsdifferenzen erfasst werden. Diese werden bei Abgang der Nettoinvestition erfolgswirksam erfasst.
Zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sind die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe des Konzerns in Euro (€) umzurechnen, wobei die am Bilanzstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Die entstandenen Umrechnungsdifferenzen werden als Bestandteil des Eigenkapitals in die Rücklage aus der Währungsumrechnung eingestellt. Bei Veräußerung eines ausländischen Geschäftsbetriebes werden diese Beträge erfolgswirksam erfasst.
Ein aus dem Erwerb eines ausländischen Geschäftsbetriebs entstehender Geschäfts- oder Firmenwert sowie Anpassungen an die beizulegenden Zeitwerte werden als Vermögenswerte oder Schulden des ausländischen Geschäftsbetriebs behandelt und zum Stichtagskurs umgerechnet.
VI. Bilanz
Hinsichtlich der Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Werte des Anlagevermögens wird auf den Konzernanlagespiegel verwiesen. Hinsichtlich der Verfügungsbeschränkungen von Vermögenswerten des Anlagevermögens wird auf den Verbindlichkeitenspiegel verwiesen.
1. Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte betreffen mit 20.414 tausend Euro (i. V. 23.777 tausend Euro) hauptsächlich Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften. Im Geschäftsjahr 2008 reduzierte sich durch den Verkauf der Anteile an der SSP Technology A/S, Kirkeby, Dänemark, der Geschäfts- und Firmenwert um 3.363 tausend Euro.
In Vorjahren vorgenommene planmäßige Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden, soweit sie nicht unter den Anwendungsbereich des IFRS 3 fallen, entsprechend IFRS 3.79 (b) in Höhe von 14.617 tausend Euro mit den historischen Anschaffungskosten verrechnet.
Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte
Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden zur Überprüfung der Werthaltigkeit den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet.
Der künftig erzielbare Betrag wurde als Barwert zukünftiger Cash-Flows (Nutzungswert) definiert.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Projektierung von Windkraftanlagen, der den wesentlichen Anteil dieser Bilanzposten ausmacht, wurden die zukünftigen Cash-Flows aus detaillierten Planungen für die nächsten 3 Jahre abgeleitet. Für den Zeitraum danach wurde eine Wachstumsrate von 2 Prozent zu Grunde gelegt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cash-Flows verwendete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz beträgt für die Detailplanungsphase 9,41 Prozent und für den anschließenden Zeitraum 7,41 Prozent.
Zur Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwertes der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Stromerzeugung wurden die zukünftigen Cash-Flows aus detaillierten Planungen für die nächsten 3 Jahre abgeleitet. Für den Zeitraum danach wurde eine kumulierte Planung bis 2026 zu Grunde gelegt. Der für die Diskontierung der prognostizierten Cash-Flows verwendete durchschnittlich gewichtete Kapitalkostensatz beträgt für die Detailplanungsphase und für die anschließenden Zeitraum 5,04 Prozent.
Wesentliche Grundannahmen für die Berechnung der Nutzungswerte der Geschäftseinheiten zum 31. Dezember 2008 und zum 31. Dezember 2007:
Projektierung von Windkraftanlagen und Projektierung von Rotorblättern
Geplante Bruttogewinnmargen – Die Bruttogewinnmargen werden anhand der durchschnittlichen Bruttogewinnspannen, die in vorhergehenden Geschäftsjahren erzielt wurden, ermittelt und unter Berücksichtigung der erwarteten Effizienzsteigerung erhöht.
Zur Ermittlung des zukünftigen Cash-Flows werden von den so ermittelten Bruttogewinnen die zu erwartenden operativen Kosten abgezogen. Finanzierungskosten und Steuern bleiben unberücksichtigt. Der danach verbleibende Betrag stellt die Ausgangsbasis der Diskontierung dar.
Durchschnittlich gewichteter Kapitalkostensatz – Die Ermittlung der Eigenkapitalkosten erfolgte durch Anwendung des Capital Asset Pricing Models (CAPM). Die Kosten des Fremdkapitals vor Steuern wurden mit einem Zinssatz von 7,00 Prozent angesetzt.
Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte, die den jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet wurden:
| Projektierung von Wind kraftanlagen |
Projektierung von Rotor blättern |
Strom erzeugung |
Summe | ||
|---|---|---|---|---|---|
| Name | 2008 2007 TEUR TEUR |
2008 2007 TEUR TEUR |
2008 2007 TEUR TEUR |
2008 2007 TEUR TEUR |
|
| Buchwert des Geschäfts- oder Firmen wertes |
20.000 20.000 | 0 3.363 |
414 414 |
20.414 23.777 |
Im Geschäftsjahr 2008 wurden aufgrund der Veräußerung sämtlicher Gesellschaftsanteile einer Tochtergesellschaft Geschäfts- oder Firmenwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Projektierung von Rotorblättern in Höhe von 3.363 tausend Euro vermindert.
2. Sachanlagen
Unter den technischen Anlagen und Maschinen ist ein im Rahmen eines Finanzierungsleasings erworbenes Umspannwerk mit fortgeführten Anschaffungskosten in Höhe von 1.194 tausend Euro (i. V. 1.275 tausend Euro) aktiviert. Die zugehörigen Mindestleasingverpflichtungen sowie die Barwerte der Mindestleasingverpflichtungen sind unter den Finanzverbindlichkeiten dargestellt.
3. Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte enthalten neben den Beteiligungen der Gesellschaft diejenigen Anteile an Unternehmen, die wegen ihrer geringen Bedeutung nicht im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen werden, sowie ein ausgereichtes Darlehen in Höhe von 771 tausend Euro (i. V. 756 tausend Euro), das in Teilen lediglich mit 1 Prozent verzinst wird. Die Ausleihung wurde deshalb über die Laufzeit zu marktgerechten Konditionen abgezinst und wird mit ihrem Barwert ausgewiesen. Darüber hinaus sind in dem Posten Darlehensforderungen in Höhe von 65 tausend Euro (i. V. 0 tausend Euro) enthalten.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden keine Wertminderungen auf langfristige finanzielle Vermögenswerte vorgenommen.
4. Vorräte
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 0 | 471 |
| Unfertige Erzeugnisse und Leistungen | 17.067 | 19.177 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 166 | 29 |
| Geleistete Anzahlungen | 70.744 | 10.895 |
| 87.977 | 30.572 |
Aufgrund der Entscheidung das Windparkprojekt Altenbruch II in Eigenregie zu betreiben wurden im Geschäftsjahr 2008 Vermögenswerte in Höhe von 5.004 tausend Euro aus den Vorräten in die Anlagen in Bau umgegliedert.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden Wertminderungen der Vorräte in Höhe von 1.495 tausend Euro (i.V. 1.362 tausend Euro) als Aufwand erfasst. Der Aufwand ist in den Bestandsveränderungen enthalten.
In den Unfertigen Erzeugnissen und Leistungen sind Vermögenswerte in Höhe von 1.943 tausend Euro (i.V. 9.876 tausend Euro) enthalten, die voraussichtlich nach mehr als zwölf Monaten realisiert bzw. erfüllt werden.
5. Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung
Die Forderungen aus der langfristigen Auftragsfertigung sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen im Wesentlichen Forderungen gegen Windparkgesellschaften aus der Einrichtung von Windparks.
Vor Saldierung mit erhaltenen Anzahlungen betragen die Forderungen aus der langfristigen Auftragsfertigung 60.149 tausend Euro (i. V. 3.575 tausend Euro). Nach Saldierung mit den erhaltenen Anzahlungen ergibt sich folgender Saldo, der unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen wird:
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Abgelaufene Kosten einschließlich Teilgewinnen | 60.149 | 3.575 |
| Erhaltene Auszahlungen | 0 | -1.181 |
| 60.149 | 2.394 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte Im Geschäftsjahr 2008 wurden Wertminderungen in Höhe von 667 tausend Euro (i. V. 2.382 tausend Euro) auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte vorgenommen.
Von den Forderungen und sonstigen Vermögenswerte waren zum Bilanzstichtag keine Wesentlichen Beträge überfällig. An den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden Eigentumsvorbehalte in geschäftsüblichen Umfang vereinbart, darüber hinaus wurden keine weiteren Sicherheiten für die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte vereinbart.
6. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum 1. Januar 2008 41.246.677,00, Euro eingeteilt in 41.246.677 Namensstückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie. Im Berichtszeitraum hat sich das Grundkapital der Gesellschaft wie folgt geändert: Im Geschäftsjahr 2008 gab die Gesellschaft 20.691 Aktien aus dem bedingten Kapital III nach Ausübung entsprechender Wandlungsrechte aus. Danach betrug das Grundkapital 41.267.368,00 Euro. Am Bilanzstichtag betrug das Grundkapital der Gesellschaft 41.267.368,00 Euro, eingeteilt in 41.267.368 Namensaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie.
Genehmigtes Kapital
Die Hauptversammlung hat am 11. Juni 2008 unter Aufhebung des bisherigen genehmigten Kapitals in dem Umfang, wie dieses noch nicht ausgenutzt war, ein neues genehmigtes Kapital geschaffen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 10. Juni 2013 durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Sach- und/oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 20.623.338,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
• das Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem Betrag, der 10 Prozent des zum Zeitpunkt der Ausnutzung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals nicht überschreitet, auszuschließen, um die neuen Aktien gegen Bareinlagen zu einem Betrag auszugeben, der den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Ausstattung nicht wesentlich unterschreitet. Auf diese 10 Prozent-Grenze werden die Aktien angerechnet, die nach § 71 Absatz 1 Nr. 8 AktG aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung erworben und unter Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG veräußert werden. Ferner sind Aktien anzurechnen, die zur Bedienung von Wandel- und/ oder Optionsschuldverschreibungen ausgegeben wurden oder auszugeben sind, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung des § 186 Absatz 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden;
- das Bezugsrecht der Aktionäre zum Zwecke der Gewinnung von Sacheinlagen, insbesondere durch den Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen oder durch Erwerb sonstiger Wirtschaftsgüter, ausschließen, wenn der Erwerb oder die Beteiligung im wohlverstandenen Interesse der Gesellschaft liegt und gegen die Ausgabe von Aktien vorgenommen werden soll;
- das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen, soweit es erforderlich ist, um Inhabern von Wandelund/oder Optionsschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegeben wurden, ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung ihres Wandlungs- bzw. Optionsrechts zustehen würde.
Sofern der Vorstand von den vorgenannten Ermächtigungen keinen Gebrauch macht, kann das Bezugsrecht der Aktionäre nur für Spitzenbeträge ausgeschlossen werden.
Das genehmigte Kapital wurde am 8. August 2008 in das Handelsregister der Gesellschaft eingetragen. Eine Ausnutzung des genehmigten Kapitals ist bislang nicht erfolgt.
Bedingtes Kapital I
Das Bedingte Kapital I wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 17. Mai 2006 aufgehoben. Dies wurde am 23. Juni 2006 in das Handelsregister eingetragen.
Bedingtes Kapital II
Die Hauptversammlung vom 15. Juni 2001 hat eine weitere bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft um bis zu 300.000,00 Euro beschlossen:
Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 14. Juni 2006 auf den Inhaber lautende Wandelschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von nominal 300.000,00, Euro eingeteilt in 300.000 Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von je 1,00, Euro auszugeben. Die Wandelschuldverschreibungen haben eine Laufzeit von zwei Jahren und sind mit 4 Prozent p. a. zu verzinsen. Die Wandelschuldverschreibungen können erstmals nach der ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2003 umgetauscht werden. Der Anleihegläubiger erhält dabei für Wandelschuldverschreibungen im Nennwert von 0,95238 Euro auf eine Stückaktie einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro.
Seit Wirksamwerden der von der Hauptversammlung vom 23. Mai 2003 beschlossenen Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln betrug das Bedingte Kapital II 315.000,00 Euro. Am 26. Juli 2005 beschloss die Hauptversammlung, das Bedingte Kapital II im Verhältnis der beschlossenen Kapitalherabsetzung anzupassen und auf 210.000,00 Euro zu verringern.
Am 2. Juni 2006 wurden nach entsprechenden Wandlungserklärungen 7.704 Bezugsaktien aus dem Bedingten Kapital II ausgegeben. Hiervon entfielen 4.703 Bezugsaktien auf Herrn Dr. Wolfgang von Geldern (Vorstandsvorsitzender). Seitdem beträgt das Bedingte Kapital II noch bis zu EUR 202.296,00.
Es bestehen bereits seit dem Geschäftsjahr 2006 keine wirksamen Wandlungsrechte mehr auf Aktien aus dem Bedingten Kapital II.
Bedingtes Kapital III
Die außerordentliche Hauptversammlung vom 4. November 2003 hat beschlossen, das Grundkapital um weitere bis zu 9.400.000,00 Euro, eingeteilt in bis zu 9.400.000 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag des Grundkapitals von je 1,00 Euro, bedingt zu erhöhen (Bedingtes Kapital III). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber von Options- oder Wandlungsrechten aus Options- oder Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft oder einem hundertprozentigen unmittelbaren oder mittelbaren Beteiligungsunternehmen der Gesellschaft aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der Hauptversammlung vom 4. November 2003 bis zum 30. September 2008 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Optionsbzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen.
Durch Beschluss des Vorstands vom 11. Februar 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 12. Februar 2004 hat die Gesellschaft Teilschuldverschreibungen mit Umtauschrechten auf bis zu 9.400.000 auf den Namen lautende Stückaktien der Gesellschaft aus dem bedingten Kapital III ausgegeben. Die Wandlungsrechte können noch in mehreren Ausübungszeiträumen, die jeweils nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft liegen, ausgeübt werden. Bislang sind noch keine Wandlungsrechte ausgeübt worden.
Die Hauptversammlung vom 26. Juli 2005 hat beschlossen, das bedingte Kapital III – ungeachtet der ebenfalls beschlossenen Kapitalherabsetzung (vgl. dazu "Gezeichnetes Kapital") – unverändert zu lassen und nicht entsprechend anzupassen (vgl. auch "6 Prozent Wandelanleihe von 2004/2009").
Am 12. Juli 2006 wurden nach entsprechenden Wandlungserklärungen 326.158 Bezugsaktien aus dem Bedingten Kapital III ausgegeben. Am 2. Juli 2007 wurde nach entsprechenden Wandlungserklärungen 45.925 Bezugsaktien aus dem Bedingten Kapital III ausgegeben. Am 14. Juli 2008 wurden nach entsprechenden Wandlungserklärungen 20.691 Bezugsaktien aus dem Bedingten Kapital III ausgegeben. Seitdem beträgt das Bedingte Kapital III noch bis zu 9.007.226,00 Euro. Insgesamt bestanden zum 31. Dezember 2008 noch Wandlungsrechte auf bis zu 5.284.824 Aktien aus dem Bedingten Kapital III.
7. Minderheitenanteile
Aus der Kapitalkonsolidierung der Windparkbetreibergesellschaften und der Beteiligungen im Ausland sowie den Ergebnissen aus laufenden und vergangenen Geschäftsjahren resultieren negative Minderheitenanteile in Höhe von 36 tausend Euro (i. V. 25.576 tausend Euro). Nach IAS 27 dürfen Minderheitenanteile in der Bilanz nicht mit einem negativen Wert ausgewiesen werden, sondern sind mit dem Bilanzergebnis und damit zu Lasten des Mutterunternehmens zu verrechnen. Zukünftige positive Ergebnisanteile werden solange ausschließlich zugunsten des Mutterunternehmens berücksichtigt, bis die vorherige Belastung des Konzernbilanzergebnisses durch die negativen Minderheitenanteile ausgeglichen ist.
Die Veränderung der negativen Minderheitenanteile resultiert im Wesentlichen aus der Übernahme von Kommanditanteilen an bereits in den Konzern einbezogenen Windparkgesellschaften sowie aus den im Ausland neu gegründeten Gesellschaften.
8. Abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand
Die Gesellschaft hat seit dem Jahr 2000 Investitionszuschüsse in Höhe von insgesamt 1.746 tausend Euro für den Anbau eines Bürogebäudes, die Erweiterung des Geschäftsgebäudes und dessen Einrichtung erhalten.
Die Auflösung der Investitionszuschüsse orientiert sich an der Nutzungsdauer der zugrunde liegenden Vermögenswerte. Im Berichtsjahr wurde insgesamt ein Betrag in Höhe von 47 tausend Euro (i. V. 47 tausend Euro) aufgelöst.
9. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten laufende Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie sonstige betriebliche Steuern, die für abgelaufene Geschäftsjahre sowie für das Geschäftsjahr 2008 gebildet wurden.
10. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| 01.01.2008 TEUR |
Verbrauch TEUR |
Auflösung TEUR |
Zuführung TEUR |
31.12.2008 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Auftragskosten im Rahmen der Teilge winnrealisierung |
2.216 | 2.216 | 0 | 7.862 | 7.862 |
| Drohende Verluste aus einem Holzliefer vertrag |
2.359 | 645 | 0 | 0 | 1.714 |
| Ausschüttungsgarantien Silbitz | 1.300 | 271 | 0 | 100 | 1.129 |
| Vergleich NWE GmbH | 411 | 94 | 11 | 0 | 306 |
| Prozesskosten | 490 | 180 | 163 | 331 | 478 |
| Investitionszuschuss | 353 | 0 | 0 | 47 | 400 |
| Sonstige drohende Verluste | 109 | 108 | 1 | 198 | 198 |
| Übrige | 206 | 235 | 7 | 1.583 | 1.547 |
| 7.444 | 3.749 | 182 | 10.121 | 13.634 |
Die Rückstellung für drohende Verluste betrifft einen Holzliefervertrag mit einem Biomassekraftwerk. Der in dem Vertrag vereinbarte Verkaufspreis liegt unter dem derzeitigen Marktpreis. In Höhe des erwarteten Verlustes (2009 bis 2016) wurde entsprechend IAS 37 eine Drohverlustrückstellung gebildet.
Die Rückstellung für Ausschüttungsgarantien Silbitz betrifft eine Garantie der Plambeck Neue Energien AG. Die Plambeck Neue Energien AG hat den Kommanditisten der HKW Silbitz GmbH & Co. KG eine Ausschüttungsgarantie angeboten, welche mit einem abgezinsten Wert von 1,1 Mio. Euro in den Rückstellungen bilanziert ist. Außerdem hat die Plambeck Neue Energien AG den an der Betreiber-Gesellschaft des HKW Silbitz beteiligten Kommanditisten vertraglich zugesagt, deren Kommanditanteile Anfang 2017 zu einem Preis in Höhe von 110 Prozent des Nominalbetrags zurück zu erwerben. Aufgrund der Bewertung dieses bedingten Erwerbs waren zum 31. Dezember 2008 keine Rückstellungen erforderlich.
11. Finanzverbindlichkeiten
Der Ausweis betrifft ausgegebenes Genussrechtskapital, Wandelschuldverschreibungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sonstige Finanzverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen.
Die Finanzverbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf bzw. gliedern sich nach Zinsvereinbarungen wie folgt:
| gesamt TEUR |
bis zu 1 Jahr TEUR |
1 bis 5 Jahre TEUR |
mehr als 5 Jahre TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Per 31.12.2008 | ||||
| Festverzinslich | ||||
| Genussrechtskapital | 490 | 0 | 0 | 490 |
| Anleihen | 16.461 | 16.461 | 0 | 0 |
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | 86.806 | 67.258 | 7.436 | 12.112 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 53.406 | 375 | 0 | 53.031 |
| Verb. aus Leasingverhältnissen | 1.033 | 106 | 425 | 502 |
| Variabel verzinslich | ||||
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | 1 | 1 | 0 | 0 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 8.172 | 295 | 7.877 | 0 |
| 166.369 | 84.496 | 15.738 | 66.135 | |
| Per 31.12.2007 | ||||
| Festverzinslich | ||||
| Genussrechtskapital | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Anleihen | 18.319 | 0 | 18.319 | 0 |
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | 14.948 | 932 | 3.711 | 10.305 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 17.801 | 3.749 | 14.052 | 0 |
| Verb. aus Leasingverhältnissen | 1.139 | 106 | 425 | 608 |
| Variabel verzinslich | ||||
| Verb. gegenüber Kreditinstituten | 36 | 36 | 0 | 0 |
| Sonstige Finanzverbindlichkeiten | 6.868 | 257 | 6.611 | 0 |
| 59.111 | 5.080 | 43.118 | 10.913 |
Genussrechtskapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 4. November 2003 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 30. September 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrfach Genussrechte zu begeben. Die Laufzeit der Genussrechte kann bis zu 20 Jahren betragen. Der Gesamtnennbetrag der gewährten Genussrechte darf 100.000.000,00 Euro nicht überschreiten. Die aufgrund der Ermächtigung ausgegebenen Genussrechte dürfen keine Wandlungs- oder Optionsrechte auf Aktien der Plambeck Neue Energien AG vorsehen. Die Genussrechte können ausschließlich in Euro begeben werden. Den Aktionären steht das gesetzliche Bezugsrecht zu. Die Genussrechte können auch einem Dritten, insbesondere einer Bank oder einem Bankenkonsortium mit der Verpflichtung angeboten werden, sie den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre für Spitzenbeträge auszuschließen.
In teilweiser Ausnutzung der Ermächtigung hat der Vorstand am 18. März 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 24. März 2004 Genussscheine begeben. Im Berichtszeitraum wurden keine Genussscheine begeben.
Die Genussscheine haben folgende wesentliche Ausstattungsmerkmale: Die begebenen Genussscheine lauten auf den Inhaber und sind eingeteilt in untereinander gleichberechtigte Genussscheine im Nennbetrag von je 100,00 Euro. Die Inhaber der Genussscheine erhalten eine dem Gewinnanteil der Aktionäre der Emittentin vorgehende Ausschüttung für jedes Geschäftsjahr innerhalb der Laufzeit, die wie folgt ermittelt wird: a) Ausschüttungsbetrag von 7 Prozent des Nennbetrags der Genussscheine und b) eine Erfolgsverzinsung von bis zu 3 Prozent des Nennbetrages der Genussscheine. Durch die Erfolgsverzinsung können sich die Ausschüttung abhängig von der Höhe des erzielten Ergebnisses der Emittentin auf bis zu 10 Prozent des Nennbetrages der Genussscheine erhöhen. Grundlage für die Berechnung der Erfolgsverzinsung ist der Jahresüberschuss gemäß § 275 Abs. 2 Nr. 20 Handelsgesetzbuch (HGB) zuzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (§ 275 Abs. 2 Nr. 18 HGB) des nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschlusses der Plambeck Neue Energien AG für das jeweils abgelaufene Geschäftsjahr.
Ein Anspruch auf eine Ausschüttung steht den Genussscheininhabern nicht zu, soweit der im vorangegangenen Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss der Emittentin, erhöht um Gewinnvorträge und gemindert um Verlustvorträge und Zuführungen zur gesetzlichen Rücklage, nicht dazu ausreicht. Reicht er nicht aus, erhöhen Fehlbeträge die Ausschüttung des Folgejahres, gegebenenfalls späterer Folgejahre, soweit der nach Satz 1 korrigierte Jahresüberschuss des Folgejahres bzw. der Folgejahre ausreicht. Die Nachzahlungspflicht besteht nur während der Laufzeit der Genussscheine. Die Genussscheine sind vom 1. April 2004 an ausschüttungsberechtigt.
Die Laufzeit der Genussscheine endet am 31. Dezember 2014. Vorbehaltlich der Bestimmungen über die Verlustteilnahme werden die Genussscheine zum Ende der Laufzeit oder nach dem Wirksamwerden ihrer Kündigung zum Nennbetrag zurückgezahlt.
Wird ein Bilanzverlust ausgewiesen oder das Grundkapital der Emittentin zur Deckung von Verlusten herabgesetzt, vermindert sich der Rückzahlungsanspruch jedes Genussscheininhabers um den Anteil am Bilanzverlust, der sich aus dem Verhältnis seines Rückzahlungsanspruchs zum Eigenkapital (einschließlich Genussscheinkapital) errechnet. Die Forderungen aus den Genussscheinen gehen den Forderungen aller anderen nicht nachrangigen Gläubiger der Emittentin im Rang nach.
Entsprechend den Regelungen in IAS 32 werden die Genussrechte als Fremdkapital ausgewiesen.
Aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Situation wurde der Rückzahlungsanspruch der Genussrechte im Berichtsjahr auf 490 tausend Euro erhöht.
Anleihen
Die Anleihen haben sich wie folgt entwickelt:
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Wandelanleihe 1998: | ||
| Stand 31. Dezember | 0 | 0 |
| Wandelanleihe 2001: | ||
| Stand 31. Dezember | 0 | 0 |
| Wandelanleihe 2004: | ||
| Stand 1. Januar | 18.319 | 18.477 |
| Ausgegeben / Aufzinsung | 1.286 | 0 |
| Eingezogen | 3.073 | 0 |
| Gewandelt | 71 | 158 |
| Stand 31. Dezember | 16.461 | 18.319 |
| Gesamt | 16.461 | 18.319 |
Wandelschuldverschreibung 1998 (Mitarbeiterprogramm)
Die Wandelschuldverschreibungen wurden im Rahmen des Mitarbeiterprogramms Mitgliedern des Vorstandes und leitenden Mitarbeitern angeboten. Seit Ende 2005 wurden keine Wandelanleihen mehr ausgegeben.
Wandelschuldverschreibung 2001 (Mitarbeiterprogramm)
Durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung am 15. Juni 2001 können mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom Vorstand einmal oder mehrmals bis zum 14. Juni 2006 Wandelschuldverschreibungen im Gesamtbetrag von insgesamt 210.000,00 Euro mit einer jährlichen Verzinsung von 4 Prozent ausgegeben werden. Die Wandelschuldverschreibungen sind eingeteilt in 210.000 Stück mit einem Nennwert von je 1,00 Euro und mit einer Laufzeit von jeweils zwei Jahren. Der Ausgabebetrag der neuen Aktien beträgt jeweils mindestens 110 Prozent des durchschnittlichen Schlusskurses der Aktien der Plambeck Neue Energien AG im Xetra-Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse in den letzten fünf Börsentagen vor der Ausgabe der jeweiligen Tranche der Wandelschuldverschreibungen.
Der Umtausch erfolgt im Verhältnis 1:1, so dass eine Wandelschuldverschreibung im Nennbetrag von 1,00 Euro gegen eine neue Stückaktie umgetauscht werden kann. Die neuen Aktien sind ab Beginn des im Jahr der Ausgabe laufenden Geschäftsjahres gewinnberechtigt.
Das Wandlungsrecht konnte erstmalig nach zwei Jahren, ab dem 1. März 2004 innerhalb von zwei Wochen, beginnend mit dem dritten Bankarbeitstag in Frankfurt am Main nach der ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2003 ausgeübt werden (Wandlungsfrist).
Im Geschäftsjahr 2007 wurden aus der Wandelanleihe 2001 keine weiteren Anleihen begeben. Ebenso wurden im Geschäftsjahr 2007 keine Bezugsaktien aus dem Bedingten Kapital II ausgegeben.
Es bestehen keine wirksamen Wandlungsrechte mehr zum Bilanzstichtag.
Wandelanleihe 2004
Auf der Grundlage des Ermächtigungsbeschlusses der außerordentlichen Hauptversammlung vom 4. November 2003 hat die Gesellschaft durch Beschluss des Vorstands vom 11. Februar 2004 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 12. Februar 2004 9.400.000 Stück auf den Inhaber lautende, untereinander gleichberechtigte Wandelschuldverschreibungen mit einem rechnerischen Nennbetrag von je 2,50 Euro mit einem rechnerischen Gesamtnennbetrag von 23.500.000,00 Euro begeben. Die Notierung der genannten Anleihe als Stücknotiz wurde zum 19. November des Vorjahres eingestellt und zum 22. November des Vorjahres als Prozentnotiz aufgenommen. Die Teilschuldverschreibungen werden für ihre gesamte Laufzeit durch eine Inhaberdauerglobalurkunde verbrieft. Die Laufzeit der Wandelschuldverschreibungen begann am 15. März 2004 und endet am 14. März 2009. Die Wandelschuldverschreibungen werden in Höhe ihres rechnerischen Nennbetrags mit 6 Prozent p. a. verzinst, und zwar während der gesamten Laufzeit, sofern sie nicht vorher zurückgezahlt wurden oder das Wandlungsrecht rechtswirksam ausgeübt worden ist. Jeder Anleihegläubiger hat nach Maßgabe der Anleihebedingung das unentziehbare Recht, seine Wandelschuldverschreibungen innerhalb eines Ausübungszeitraums in stimmberechtigte, auf den Namen lautende Stückaktien der Plambeck Neue Energien AG umzutauschen. Je eine Teilschuldverschreibung berechtigt zum Umtausch in eine auf den Namen lautende Stückaktie der Gesellschaft. Zur Sicherung der Wandlungsrechte dient das bedingte Kapital III (vergleiche hierzu oben unter 3.). Das Wandlungsrecht kann innerhalb bestimmter Ausübungszeiträume, die jeweils nach der ordentlichen Hauptversammlung liegen, ausgeübt werden. Des Weiteren besteht ein Ausübungszeitraum am Laufzeitende. Die Anleihebedingungen sehen ferner Bestimmungen über die Anpassung des Wandlungspreises bei Kapitalerhöhungen und Verwässerungsschutzklauseln vor.
Die Hauptversammlung vom 26. Juli 2005 hat den Vorstand ermächtigt, den Inhabern der Teilschuldverschreibungen aus der 6 Prozent Wandelanleihe von 2004/2009 ein Sonderwandlungsrecht zu bestimmten Bedingungen einzuräumen. Nach Maßgabe des einzuräumenden Sonderwandlungsrechts sollen die Inhaber der Teilschuldverschreibungen ungeachtet der Kapitalherabsetzung ihre Wandelschuldverschreibungen zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt zum bisherigen Wandlungspreis in Aktien der Gesellschaft umtauschen können. Der Vorstand hat bislang von der Ermächtigung keinen Gebrauch gemacht.
Im Geschäftsjahr 2006 wurden aufgrund der entsprechenden Ausübung von Wandlungsrechten aus der 6 Prozent-Wandelanleihe 2004/2009 insgesamt 326.158 Bezugsaktien aus dem bedingten Kapital III ausgegeben. Im Geschäftsjahr 2007 wurden aufgrund der entsprechenden Ausübung von Wandlungsrechten aus der 6 Prozent-Wandelanleihe 2004/2009 45.925 Bezugsaktien aus dem bedingten Kapital III ausgegeben. Im Geschäftsjahr 2008 wurden aufgrund der entsprechenden Ausübung von Wandlungsrechten aus der 6 Prozent-Wandelanleihe 2004/2009 20.691 Bezugsaktien aus dem bedingten Kapital III ausgegeben. Zum 31. Dezember 2008 betrug das bedingte Kapital III noch bis zu 9.007.226,00 Euro. Aus der 6 Prozent-Wandelanleihe 2004/2009 bestanden zum Bilanzstichtag gegenüber der Gesellschaft noch Wandlungsrechte auf den Bezug von bis zu 5.284.824 neuen Aktien, die jeweils aus dem bedingten Kapital III ausgegeben würden.
Im Geschäftsjahr 2008 hat die Gesellschaft zudem von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, Teilschuldverschreibungen zurückzukaufen. Bis zum Bilanzstichtag hat sie Teilschuldverschreibungen im Nominalbetrag von 3.337.655,00 Euro erworben. Diese Teilschuldverschreibungen entsprechen Wandlungsrechten auf insgesamt 890.041 Bezugsaktien. Im Umlauf befanden sich daher am Bilanzstichtag noch Wandelschuldverschreibungen im Nominalbetrag von insgesamt 16.480.437,50 Euro, die Wandlungsrechte auf den Bezug von bis zu 4.394.783 neuen Aktien, die jeweils aus dem bedingten Kapital III ausgegeben würden, gewähren.
Im Berichtsjahr wurde der Nominalwert der Wandelanleihe um 228 tausend Euro aufgezinst. Darüber hinaus wurde der Nominalbetrag der Wandelanleihe um 1.058 tausend Euro erfolgsneutral erhöht (IAS 8.41).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Die Zinssätze für die festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten liegen zwischen 4,13 Prozent - 9,00 Prozent. Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist das Unternehmen einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Die Zinssätze hierfür lagen 2008 bis zu 13,5 Prozent (Kontokorrentzinssatz). Die variablen Zinssätze werden in Abständen von weniger als einem Jahr angepasst. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben Laufzeiten bis 2026.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 86.796 tausend Euro (i. V. 14.527 tausend Euro) gesichert durch:
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- Eingetragene Grundschuld i.H.v. 10.007 tausend Euro auf dem Objekt Peter-Henlein-Str. 2-4, Cuxhaven (valutierter Betrag 8.048 tausend Euro).
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- Abtretung der Mietansprüche bzgl. Objekt Peter-Henlein-Str. 2-4, Cuxhaven.
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- Eingetragene Grundschuld i.H.v. 1.100 tausend Euro auf dem Objekt Humphry-Davy-Str. 1, Cuxhaven (valutierter Betrag 674 tausend Euro).
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- Sicherungsübereignung des Umspannwerkes Granzow (valutierter Betrag 616 tausend Euro).
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- Sicherungsübereignung des Windparks Laubuseschbach (valutierter Betrag 1.004 tausend Euro) sowie Abtretung aller Forderungen dieses Windparks.
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- Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit dem Projekt Altenbruch II, sowie Abtretung aller Forderungen dieses Windparks (valutierter Betrag 30.257 tausend Euro)
-
- Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit dem Projekt Schwienau II, sowie Abtretung aller Forderungen dieses Windparks (valutierter Betrag 9.614 tausend Euro)
-
- Sicherungsabtretung aller Rechte aus Verträgen im Zusammenhang mit dem Projekt Buchholz, sowie Abtretung aller Forderungen dieses Windparks (valutierter Betrag 36.583 tausend Euro)
Zum 31. Dezember 2008 standen dem Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien für Projektzwischenfinanzierung von rund 20,7 Mio. Euro zur Verfügung.
Zum Bilanzstichtag lagen keine Verzugs- oder sonstigen Leistungsstörungen bei Zinsen oder Tilgung vor.
Sonstige Finanzverbindlichkeiten
Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten fest verzinsliche Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Babcock & Brown Wind Partners Limited (ABN 39105051616), Sydney.
Darüber hinaus enthält der Posten variabel verzinsliche Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Dong Energy Power A/S, Fredericia/Dänemark, die im Wesentlichen mit der Umsetzung der Offshore Projekte Borkum Riffgrund I und II übernommen werden. Die variablen Zinsen werden alle drei Monate anhand des Drei-Monats EURIBOR angepasst.
Zum Bilanzstichtag lagen keine Verzug- oder sonstigen Leistungsstörungen bei Zinsen oder Tilgung vor.
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen
Der Konzern hat für verschiedene Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung Finanzierungsleasingverhältnisse und Mietkaufverträge abgeschlossen. Die Verträge beinhalten keine Verlängerungsoptionen, Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln.
Die Nettobuchwerte der Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing von 1.033 tausend Euro (i. V. 1.139 tausend Euro) entfallen in voller Höhe auf technische Anlagen und Maschinen.
Die künftigen Mindestleasingzahlungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen und Mietkaufverträgen können auf deren Barwert wie folgt übergeleitet werden:
| Mindestleasingzahlungen | Barwert der Mindestleasingzahlungen |
|||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungslea singverhältnissen |
||||
| Mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr |
172 | 172 | 106 | 106 |
| Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren |
688 | 688 | 425 | 425 |
| Mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren |
704 | 862 | 502 | 608 |
| 1.564 | 1.722 | 1.033 | 1.139 | |
| abzüglich: | ||||
| Zukünftige Finanzierungskosten | -531 | -583 | ||
| Barwert der Leasingverpflichtungen | 1.033 | 1.139 | ||
| Zur Rückzahlung innerhalb von zwölf | ||||
| Monaten fälliger Betrag (unter den kfr. Schulden ausgewiesen) |
106 | 106 | ||
| Zur Rückzahlung nach mehr als zwölf | ||||
| Monaten fälliger Betrag | 927 | 1.033 |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften sind 1.033 tausend Euro (i. V. 1.139 tausend Euro) gesichert durch die Abtretung des juristischen Eigentums am Umspannwerk Kletzke.
12. Sonstige Verbindlichkeiten
Abgegrenzte Umsatzerlöse
Der Posten in Höhe von 10.190 tausend Euro (i. V. 7.020 tausend Euro) resultiert im Wesentlichen aus von Windparkbetreibergesellschaften geleisteten Vorauszahlungen für die Nutzung von Umspannwerken. Der Betrag wird über die Laufzeit der Nutzungsverträge (20 bis 25 Jahre) ertragswirksam aufgelöst.
13. Finanzinstrumente und Grundsätze des Risikomanagement
Der Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen neben Adressenausfallrisiken und Liquiditätsrisiken unter anderem Risiken aus der Veränderung von Wechselkursen und Zinssätzen. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Risiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen.
Bezüglich der Marktpreisrisiken werden je nach Einschätzung des Risikos derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h. für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz.
Die Grundzüge der Finanzpolitik werden jährlich vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement obliegen der Abteilung Finanzen und Controlling. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures informiert wird.
Risikokategorien im Sinne von IFRS 7
Kreditrisiko
Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Adressenausfallrisiko ausgesetzt. Dem Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte wird durch angemessene Wertberichtigungen unter Berücksichtigung bestehender Sicherheiten Rechnung getragen. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos bei originären Finanzinstrumenten werden verschiedene Sicherungsmaßnahmen getroffen, wie z.B. Einholung von Sicherheiten oder Bürgschaften.
Das maximale Ausfallrisiko wird im Wesentlichen durch die Buchwerte der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (einschließlich derivativer Finanzinstrumente mit positivem Marktwert) wiedergegeben. Zum Abschlussstichtag liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko mindernden Vereinbarungen (wie z. B. Aufrechnungsvereinbarungen) vor.
Zinsrisiko
Eine Absicherung des Zinsrisikos in Bezug auf Veränderungen des Marktzinsniveaus bei Zinszahlungen für bestehende und erwartete variabel verzinsliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erfolgt derzeit nicht.
Liquiditätsrisiko
Nicht genutzte, dem Konzern zur Verfügung stehende Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Um die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns sicherzustellen, wird eine revolvierende Liquiditätsplanung erstellt, die die Liquiditätszu- und Liquiditätsabflüsse sowohl auf kurzfristige als auch auf mittel- und langfristige Sicht abbildet.
Die Fristigkeitenanalyse der finanziellen Verbindlichkeiten mit vertraglichen Restlaufzeiten ist unter "11. Finanzverbindlichkeiten" abgebildet.
Marktrisiko
Im Bereich der Marktpreisrisiken ist die Gesellschaft Währungsrisiken, Zinsrisiken und sonstigen Preisrisiken ausgesetzt.
Währungsrisiken
Die Währungskursrisiken der Gesellschaft resultieren primär aus der operativen Tätigkeit und Investitionen. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cash-Flows des Konzerns wesentlich beeinflussen.
Im operativen Bereich resultieren die Fremdwährungsrisiken primär daraus, dass geplante Transaktionen in einer anderen Währung als der funktionalen Währung (EUR) abgewickelt werden.
Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Zum Jahresende bestehen keine nennenswerten Fremdwährungsverbindlichkeiten im Konzern.
Insgesamt bestehen keine nennenswerten Fremdwährungspositionen zum Jahresende.
Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich resultieren im Wesentlichen aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen.
Zur Sicherung gegen wesentliche Fremdwährungsrisiken setzt die Gesellschaft Devisenderivate in Form von Devisentermingeschäften und Devisenoptionsgeschäften ein. Mittels dieser Devisenderivate werden die Zahlungen bis maximal ein Jahr im Voraus gesichert. Die Gesellschaft war zum Abschlussstichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Sicherungsgeschäfte waren zum Bilanzstichtag daher nicht abgeschlossen worden.
Gemäß IFRS 7 erstellt die Gesellschaft Sensitivitätsanalysen in Bezug auf die Marktpreisrisiken, mittels derer die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital ermittelt werden. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.
Den Währungssensitivitätsanalysen liegen grundsätzlich die folgenden Annahmen zu Grunde:
- Wesentliche originäre Finanzinstrumente (Wertpapiere, Forderungen, flüssige Mittel, Schulden) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung valutiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital.
- Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivateeinsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen.
- Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair-Value-Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Gewinn- und Verlustrechnung oder Eigenkapital verbunden.
• Währungskursbedingte Veränderungen der Marktwerte von Devisenderivaten, die in eine wirksame Cash-Flow-Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind, wirken sich auf die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital aus. Sie werden daher in die eigenkapitalbezogene Sensitivitätsanalyse einbezogen.
Das Währungskursrisiko wird im Hinblick auf die geringen Fremdwährungsvermögenswerte und -schulden als gering eingeschätzt.
Andere, für den Konzern relevante Währungen lagen zum Bilanzstichtag nicht vor.
Zinsrisiken
Die Gesellschaft unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Eurozone. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Gesellschaft grundsätzlich Zinsderivate (Zinsswaps, Zinscaps) ein, um Zinsänderungsrisiken entgegen zu wirken.
Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie gegebenenfalls auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zu Grunde:
- Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
- Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cash-Flow-Hedges gegen Zinsänderungen designiert sind, aus und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
- Bei zur Absicherung von Zinsrisiken designierten Fair-Value-Hedges gleichen sich die zinsbedingten Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind diese Finanzinstrumente nicht mit Zinsrisiken in Bezug auf Gewinn- und Verlustrechnung oder Eigenkapital verbunden.
- Marktzinssatzänderungen von Zinsderivaten, die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das Zinsergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte an den beizulegenden Zeitwert) und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt.
Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2008 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, hätten sich nur unwesentliche Effekte in Bezug auf eine Neubewertungsrücklage im Eigenkapital ergeben. Darüber hinaus wäre das Zinsergebnis um 82 tausend Euro niedriger/höher (i.V. 69 tausend Euro) gewesen.
Sonstige Preisrisiken
IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von sonstigen Preisrisikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes in Frage.
Zum 31. Dezember 2008 und 31. Dezember 2007 hatte die Gesellschaft keine wesentlichen, sonstigen Preisrisiken unterliegende Finanzinstrumente im Bestand.
Zeitwerte
Die nicht zum Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente des Konzerns umfassen in erster Linie Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten, Kontokorrentkredite und langfristige Darlehen.
Der Buchwert der Zahlungsmitteläquivalente sowie der Kontokorrentkredite kommt ihrem Zeitwert aufgrund der kurzen Laufzeit dieser Finanzinstrumente sehr nahe. Bei Forderungen und Schulden, denen normale Handelskreditbedingungen zugrunde liegen, kommt der auf historischen Anschaffungskosten beruhende Buchwert dem Zeitwert ebenfalls sehr nahe.
Der Zeitwert der langfristigen Schulden beruht auf den derzeit verfügbaren Zinssätzen für Fremdkapitalaufnahmen mit dem gleichen Fälligkeits- und Bonitätsprofil. Der Zeitwert des Fremdkapitals weicht derzeit kaum vom Buchwert ab.
Der Zeitwert der derivativen Finanzinstrumente wurde auf der Basis der folgenden Methoden und Annahmen ermittelt:
In Abhängigkeit vom Marktwert am Bilanzstichtag werden derivative Finanzinstrumente als sonstiger Vermögenswert (bei positivem Markwert) oder als sonstige Verbindlichkeit (bei negativem Marktwert) ausgewiesen.
Zum Bilanzstichtag waren keine derivaten Finanzinstrumente im Bestand.
Kapitalmanagement
Die Ziele des Kapitalmanagements der Gesellschaft liegen
- in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung,
- in der Gewährleistung einer adäquaten Verzinsung des Eigenkapitals sowie
- in der Aufrechterhaltung einer optimalen, die Kapitalkosten möglichst gering haltenden Kapitalstruktur.
Um die Kapitalsstruktur aufrecht zu erhalten oder zu verändern, gibt die Gesellschaft je nach Erfordernis neue Anteile heraus, nimmt Verbindlichkeiten auf oder veräußert Vermögenswerte, um Verbindlichkeiten zu tilgen.
Die Überwachung der Kapitalstruktur erfolgt auf Basis des Verschuldungsgrades, berechnet aus dem Verhältnis von Nettofremdkapital zu Gesamtkapital. Das Nettofremdkapital setzt sich aus den kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Genussscheine/ Wandelanleihe, Verbindlichkeiten gegenüber Leasinggesellschaften, sonstige Finanzverbindlichkeiten) abzüglich Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Das Gesamtkapital besteht aus dem Eigenkapital zuzüglich Nettofremdkapital.
Die Strategie der Gesellschaft besteht darin, einen Verschuldungsgrad bis 80 Prozent einzugehen, um weiterhin Zugang zu Fremdkapital zu vertretbaren Kosten durch Beibehaltung eines guten Kreditratings zu gewährleisten.
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Finanzschulden | 166.368 | 59.112 |
| - Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 29.314 | 15.741 |
| = Nettofremdkapital | 137.054 | 43.371 |
| + Eigenkapital | 54.639 | 41.175 |
| = Gesamtkapital | 191.693 | 84.546 |
| Verschuldungsgrad | 71,50% | 51,30% |
VII. Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Aufteilung der Umsatzerlöse erfolgt nach den Produkt- und Leistungsbereichen im Konzern. Es erfolgten im Berichtszeitraum Umsätze aus dem Geschäftsbereich Projektierung von Windkraftanlagen einschließlich Service von Windkraftanlagen, Projektierung von Windkraftanlagenrotoren, Provisionen für den Eigenkapitalvertrieb von Windparkprojekten und Geschäftsführungsvergütungen.
Den Umsatzerlösen aus langfristiger Fertigung für das Geschäftsjahr 2008 liegen 3 Projekte zu Grunde.
| 2008 TEUR |
2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse vor HB II-Überleitung | 18.029 | 71.018 |
| Umsatzerlöse aus Teilgewinnrealisierung | 60.149 | 3.575 |
| Umkehreffekt aus der Teilgewinnrealisierung | -3.575 | -24.462 |
| Umsatzanteil aus der Teilgewinnrealisierung | 56.574 | -20.887 |
| 74.603 | 50.131 |
Den Umsatzanteilen aus Teilgewinnrealisierung stehen Auftragskosten i. H. v. 51.071 tausend Euro (i. V. 21.221 tausend Euro) gegenüber, so dass sich ein realisierter Teilgewinn (i. V. Teilverlust) in Höhe von 5.503 tausend Euro (i. V. - 334 tausend Euro) ergibt.
2. Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen folgende Einmaleffekte enthalten:
- Der Verkauf der Anteile an der SSP Technology A/S trug mit 27.090 tausend Euro zu den sonstigen betrieblichen Erträgen bei. Darin enthalten sind sowohl die Erlöse aus der Veräußerung, als auch Endkonsolidierungseffekte und Verkaufsprovisionen.
- Die Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und sonstige Vermögenswerte trugen mit 1.033 tausend Euro (i. V. 1.695 tausend Euro) zu den sonstigen betrieblichen Erträgen bei.
- Aus Schadensersatzansprüchen wurde ein betrieblicher Ertrag in Höhe von 286 tausend Euro (i. V. 2.481 tausend Euro) erzielt.
- Im Geschäftsjahr 2008 konnten Rückstellungen und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 204 tausend Euro (i. V. 776 tausend Euro) aufgelöst werden, da die Gründe zur Passivierung nicht mehr bestanden.
- Aus dem Rückkauf der Wandelschuldverschreibungen im Jahr 2008 entstand ein sonstiger betrieblicher Ertrag von 157 tausend Euro (i. V. 0 tausend Euro)
3. Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 2008 TEUR |
2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 6.504 | 5.277 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 751 | 725 |
| 7.255 | 6.002 | |
| Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt (ohne SSP Technology A/S) | 116 | 115 |
| Personalaufwand je Mitarbeiter | 63 | 52 |
Da der Personalaufwand der SSP Technology A/S nicht in dieser Position enthalten ist, sondern gemäß IFRS 5 separat ausgewiesen wird, wurde die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2007 und 2008 angepasst.
Im Geschäftsjahr 2008 ist ein Betrag in Höhe von 17 tausend Euro als Aufwendungen für Altersversorgung (beitragsorientierte Versorgungspläne) im Personalaufwand enthalten (i. V. 276 tausend Euro).
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen folgende Aufwendungen:
- Rechts- und Beratungskosten 2.136 tausend Euro (i. V. 1.391 tausend Euro)
- Miet- und Leasingkosten 1.345 tausend Euro (i. V. 974 tausend Euro)
- Wertberichtigungen auf Forderungen o. Forderungsverluste 667 tausend Euro (i. V. 2.382 tausend Euro)
- Werbe- und Reisekosten 633 tausend Euro (i. V. 494 tausend Euro)
- Kraftfahrzeugkosten 404 tausend Euro (i. V. 325 tausend Euro)
- EDV-Kosten 286 tausend Euro (i. V. 247 tausend Euro)
- Schadenersatz 191 tausend Euro (i. V. 444 tausend Euro)
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Zinsen auf die Wandelschuldverschreibung 989 tausend Euro (i. V. 1.194 tausend Euro) und Darlehens- und Kontokorrentzinsen 3.620 tausend Euro (i. V. 2.366 tausend Euro) enthalten.
6. Ertragsteuern
Der Ertragsteueraufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 2008 TEUR |
2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Laufende Steuern | 1.737 | 11 |
| Latente Steuern | ||
| aus Konsolidierungseffekten und HBII-Anpassungen | 2.272 | 136 |
| aus Einzelabschlüssen | -2.657 | -130 |
| -385 | 6 | |
| 1.352 | 17 |
Unter den laufenden Steueraufwendungen werden bei den inländischen Gesellschaften Körperschaftsteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer und bei den ausländischen Gesellschaften vergleichbare ertragsabhängige Steuern ausgewiesen.
Für die inländischen Gesellschaften betrug die Körperschaftsteuer 15 Prozent, der Solidaritätszuschlag betrug unverändert 5,5 Prozent. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer belief sich damit die Gesamtsteuerbelastung der inländischen Gesellschaften auf 30 Prozent.
Bei den Auslandsgesellschaften kommen Steuersätze die individuellen landesspezifischen Steuersätze zur Anwendung.
Wesentliche Änderungen des Steueraufwandes durch Änderung der jeweiligen nationalen Steuersätze ergaben sich nicht.
Zum Bilanzstichtag verfügte der Konzern über steuerliche Verlustvorträge von ca. 90 Mio. Euro (i. V. ca. 108 Mio. Euro) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen. Ein latenter Steueranspruch auf diese Verluste wurde in Höhe von 1.632 tausend Euro erfasst (i. V. 0 tausend Euro). Angesichts der Verlustsituation in der jüngeren Vergangenheit werden lediglich latente Steueransprüche auf Verlustvorträge in Höhe des Betrags aktiviert, der künftig sicher durch positive Ergebnisdifferenzen realisiert werden kann. Die Verluste können für unbegrenzte Zeit vorgetragen werden.
Nachfolgende Tabelle zeigt eine Überleitung des rechnerischen auf den in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Steueraufwand:
| 2008 TEUR |
2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Ertragsteuern | 18.402 | 11.115 |
| Steuersatz | 30,0% | 40,0% |
| Ertragsteueraufwand – rechnerisch | 5.521 | 4.446 |
| Auswirkungen von Steuersatzänderungen | 0 | -1.342 |
| Zuführung zur Wertberichtigung auf steuerliche Verlustvorträge | -1.632 | 658 |
| Nichtansatz von latenten Steuern | 3.588 | 2.945 |
| Steuerfreie Veräußerungsgewinne | -7.811 | -6.607 |
| Periodenfremder Steueraufwand | 1.687 | 0 |
| Sonstige Differenzen | -1 | -83 |
| Ausgewiesener Steueraufwand | 1.352 | 17 |
Die latenten Steuern auf Bewertungskorrekturen werden mit den landesspezifischen Steuersätzen ermittelt. Da sämtliche mit Steuerlatenzen behafteten Sachverhalte im Inland begründet sind, wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 30,0 Prozent (i. V. 30,0 Prozent) angenommen.
| aktive latente Steuern |
passive latente Steuern |
aktive latente Steuern |
passive latente Steuern |
|
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | |||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Forderungen und sonstige Vermögens werte |
19 | 18.045 | 218 | 718 |
| Vorräte | 15.282 | 0 | 2.036 | 0 |
| Sachanlagevermögen | 0 | 223 | 0 | 156 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 0 | 360 | 0 |
| Finanzanlagen | 231 | 0 | 319 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 6 | 0 | 835 |
| Sonstige Rückstellungen | 4.502 | 1.231 | 1.962 | 0 |
| 20.034 | 19.505 | 4.895 | 1.709 | |
| Verlustvorträge | 1.632 | 0 | 0 | 0 |
| Übrige Konsolidierungseffekte inkl. Wert berichtigungen |
-2.209 | -48 | -1.985 | 1.201 |
| 19.457 | 19.457 | 2.910 | 2.910 | |
| Saldierungsfähiger Anteil | -17.825 | -17.825 | -1.201 | -1.201 |
| Latente Steuern | 1.632 | 1.632 | 1.709 | 1.709 |
Steuerlatenzen aufgrund von Bewertungsunterschieden entstanden bei den folgenden Bilanzpositionen:
7. Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
Ein aufgegebener Geschäftsbereich ist ein Unternehmensbestandteil, der veräußert bzw. eingestellt wurde. Ein Unternehmensbestandteil bezeichnet einen Geschäftsbereich und die dazugehörigen Cashflows, die betrieblich und für Zwecke der Rechnungslegung vom restlichen Unternehmen klar abgegrenzt werden können.
Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen betrifft den in 2008 eingestellten Geschäftsbereich "Projektierung Rotorblätter".
Das in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesene Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen gliedert sich wie folgt:
| 2008 TEUR |
2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 11.288 | 9.998 |
| Bestandsveränderungen | -697 | 1.060 |
| Materialaufwand | -5.989 | -5.876 |
| Personalaufwand | -4.225 | -3.246 |
| Abschreibungen | -118 | -526 |
| sonstige betriebliche Aufwendungen | -970 | -1.161 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 17 | 31 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -328 | -344 |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen vor Steuern | -1.022 | -64 |
| Ertragsteuern auf aufgegebene Geschäftsbereiche | -148 | -123 |
| Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen | -1.170 | -187 |
Aufgrund der nähe zum operativen Geschäft wurde der Abgangserfolg aus der Veräußerung der Anteile an der SSP Technology A/S nicht in das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen einbezogen (IFRS 5.33), sondern im laufenden Betriebsergebnis ausgewiesen. Der hierdurch entstandene Abgangserfolg beträgt 26.037 tausend Euro und setzt sich zusammen aus 27.090 tausend Euro (sonstige betriebliche Erträge) und -1.053 tausend Euro (Bestandsverminderungen).
8. Ergebnis je Aktie
Unverwässertes Ergebnis je Aktie
Die Anzahl der Aktien beträgt im Jahresdurchschnitt 2008 Namensaktien 41.257.079 (i. V. 39.375.915).
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft beträgt damit 0,44 Euro je Aktie (i. V. 0,29 Euro je Aktie).
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Konzernjahresüberschuss (fortgeführte Bereiche) (in TEUR) | 18.220 | 11.286 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien | 41.257.079 | 39.375.915 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,44 | 0,29 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie aus aufzugebenden Bereichen beträgt -0,03 Euro je Aktie (i. V. 0,00 Euro je Aktie).
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen (in TEUR) | -1.170 | -188 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien | 41.257.079 | 39.375.915 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,03 | 0,00 |
Verwässertes Ergebnis je Aktie
Das verwässerte Ergebnis je Aktie aus dem fortzuführenden Geschäft ermittelt sich wie folgt:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Eliminierung von Verwässerungseffekten (in TEUR) |
18.220 | 11.286 |
| - Zinsaufwendungen auf Wandelschuldverschreibung (in TEUR) |
989 | 1.194 |
| Ergebnis nach Eliminierung (in TEUR) | 19.209 | 12.480 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien vor Verwäs serungseffekten |
41.257.079 | 39.375.915 |
| + gewogener Durchschnitt wandelbarer Aktien | 5.136.219 | 5.328.479 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien nach Ver wässerungseffekten |
46.393.298 | 44.704.394 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,41 | 0,28 |
Das verwässerte Ergebnis je Aktie aus aufzugebenden Bereichen ermittelt sich wie folgt:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Eliminierung von Verwässerungseffekten | ||
| (in TEUR) | -1.170 | -188 |
| - Zinsaufwendungen auf Wandelschuldverschreibung | ||
| (in TEUR) | 989 | 1.194 |
| Ergebnis nach Eliminierung (in TEUR) | -181 | 1.006 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien vor Verwäs | ||
| serungseffekten | 41.257.079 | 39.375.915 |
| + gewogener Durchschnitt wandelbarer Aktien | 5.136.219 | 5.328.479 |
| Gewogener Durchschnitt der ausgegebenen Aktien nach Ver | ||
| wässerungseffekten | 46.393.298 | 44.704.394 |
| Verwässertes Ergebnis je Aktie (in EUR) | 0,00 | 0,02 |
VIII. Kapitalflussrechnung
1. Finanzmittelfonds
Der Finanzmittelfonds zum 1. Januar 2008 und zum 31. Dezember 2008 entspricht jeweils der in der Bilanz ausgewiesenen Position "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".
2. Erläuterungen zu einzelnen Zahlungsströmen
In den in der Cashflow-Rechnung ausgewiesenen Zahlungsströmen aus der operativen Geschäftstätigkeit sind folgende Beträge für Zins- und Steuerzahlungen enthalten:
| 2008 TEUR |
2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Zinseinnahmen | 1.584 | 420 |
| Zinsausgaben | 3.701 | 2.558 |
| Steuerzahlungen und -erstattungen | 110 | -90 |
3. Einzahlungen aus Verkauf von Unternehmensbereichen und Auszahlungen im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen und Unternehmensneugründungen
Die Zahlungsströme aus dem Verkauf der Anteile an der SSP werden im Cashflow aus Invesitionstätigkeit mit 31.750 tausend Euro ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr erfolgten Auszahlungen für Investitionen in konsolidierte Einheiten in Höhe von 152 tausend Euro. Es handelt sich hierbei um den Erwerb der Anteile an folgenden Gesellschaften (in Klammern Erstkonsolidierungszeitpunkt und Anteilshöhe):
- Plambeck Yeni Enerjiler Ltd. Sirketi, Taksim/Beyoglu, Türkei (27.02.08 / 80 Prozent)
- Plambeck New Energy UK Ltd., Eastbourne, Großbritannien (02.07.08 / 67,5 Prozent)
- NH North Hungarian Windfarm Kft., Hatvan, Ungarn (07.08.08 / 100 Prozent)
- Plambeck GM Windfarm Pusztahencse Kft., Pusztahencse, Ungarn (07.08.08 / 100 Prozent)
- Plambeck New Energy Bulgaria OOD, Nessebar, Bulgarien (15.08.08 / 80 Prozent)
- Plambeck New Energy Yambol OOD, Nessebar, Bulgarien (15.08.08 / 50 Prozent)
- Plambeck New Energy USA Inc., New York, USA (27.10.08 / 100 Prozent)
- Plambeck New Energy S.R.L., Bukarest, Rumänien (27.11.08 / 80 Prozent)
4. Überleitung zwischen Beträgen in der Kapitalflussrechnung und der Bilanz
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich der Zahlungsmittelbestand im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert hat. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus operativer, investiver und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Auswirkungen von Veränderungen des Konsolidierungskreises sind dabei eliminiert.
IX. Eigenkapitalveränderungsrechnung
Transaktionskosten
Als Transaktionskosten wurden im Geschäftsjahr 2008 0 tausend Euro (i. V. 560 tausend Euro) (nach latenten Steuern) direkt vom Eigenkapital abgezogen.
X. Segmentberichterstattung
Die interne Organisations- und Managementstruktur sowie die interne Berichterstattung an Vorstand und Aufsichtsrat bilden die Grundlage zur Bestimmung des primären Segmentberichtsformats der Plambeck Neue Energien AG. Danach wird in die drei Bereiche Projektierung von Windkraftanlagen, Stromerzeugung und einzustellende Bereiche unterschieden.
Eine regionale (sekundäre) Segmentierung wird nicht vorgenommen, da die Voraussetzungen nach IFRS 8 nicht erfüllt sind.
Den Geschäftsbeziehungen zwischen den Gesellschaften des Plambeck-Konzerns liegen grundsätzlich Preise zu Grunde, die auch mit Dritten vereinbart werden.
Im Einzelnen wird hierzu auf die Segmentberichterstattung als integralen Bestandteil des Anhangs verwiesen).
XI. Sonstige Angaben
1. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen zum Bilanzstichtag Haftungsverhältnisse aus der Bereitstellung von Bürgschaften für:
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Holzheizkraftwerk Silbitz | 9.341 | 10.885 |
| Diverse Windkraftprojekte | 429 | 429 |
| Übrige | 3 | 974 |
| 9.773 | 12.288 |
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietleasing in Höhe von 734 tausend Euro (i. V. 1.884 tausend Euro). Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus dem Bestellobligo betreffend Windkraftanlagen in Höhe von 39.844 tausend Euro (i. V. 57.261 tausend Euro).
Das Bestellobligo ist in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig. Die Fälligkeit der Miet- und Leasingverpflichtungen gliedert sich wie folgt:
| Miet- und Leasingverpflichtungen | TEUR |
|---|---|
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 435 |
| Restlaufzeit 1 - 5 Jahre | 299 |
| Restlaufzeit über 5 Jahre | 0 |
| 734 |
2. Annahmen des Managements über zukünftige Entwicklungen und andere Bewertungsunsicherheiten
Für den in der Projektierung von den innerhalb der Plambeck-Gruppe bearbeiteten Offshore-Windparks am weitesten fortgeschrittenen Offshore-Windpark Borkum Riffgrund ist die Gesellschaft im Jahr 2003 ein Joint Venture mit dem dänischen Energieunternehmen DONG Energy Power A/S eingegangen. Das auf zwei Gemeinschaftsunternehmen in der Rechtsform der GmbH gründende Joint Venture sieht die Realisierung des Windparks Borkum Riffgrund in zwei Ausbaustufen vor. Es kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass im Rahmen dieses Joint Venture die endgültige Entscheidung getroffen wird, den Windpark Borkum Riffgrund zu realisieren. Sollte sich, gleich aus welchen Gründen, herausstellen, dass der Windpark Borkum Riffgrund nicht realisiert werden kann, so würde sich dies, unter anderem durch den dann entstehenden hohen Abschreibungsbedarf, in hohem Maße negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Plambeck auswirken. Auch im Falle der Entscheidung, den Windpark Borkum Riffgrund zu realisieren, kann nicht sicher davon ausgegangen werden, dass die Realisierung zu den derzeit angenommenen Bedingungen, insbesondere zu den derzeit kalkulierten Aufwendungen, gelingt.
Es kann schließlich nicht gewährleistet werden, dass das von Plambeck und der DONG Energy Power A/S begründete Joint Venture, so wie von den beiden Joint Venture-Partnern angestrebt, bestehen bleibt und längerfristig durchgeführt wird. Sollte die Zusammenarbeit von Plambeck mit DONG Energy Power A/S im Rahmen der angestrebten Realisierung des Windparks Borkum Riffgrund scheitern, so würde sich dies negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Unter Umständen könnte ein Scheitern der Zusammenarbeit sogar dazu führen, dass die Gesellschaft den Zugriff auf das Projekt des Offshore-Windparks Borkum Riffgrund verliert und an dessen etwaiger späterer Realisierung wirtschaftlich nicht mehr beteiligt ist. Dies würde die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Plambeck ebenfalls nachteilig beeinflussen.
3. Mitteilungen nach § 21 Abs. 1 WpHG
Entsprechend der Meldepflicht nach § 21 Abs. 1 WpHG wurden uns folgende Mitteilungen zugeleitet, die von uns entsprechend § 26 Abs. 1 veröffentlicht wurden:
Mitgeteilt von Fidelity International:
Die Fidelity International, Surrey, Großbritannien, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im Namen und Auftrag der Fidelity Management & Research Company, Boston, USA, und der Fidelity Commonwealth Trust, Boston, USA, nachträglich folgendes mitgeteilt:
Am 22. Dezember 2006 überschritt die Fidelity Management & Research Company die Schwelle von 5 Prozent der Stimmrechte an der Plambeck Neue Energien AG. An diesem Tag hielt die Fidelity Management & Research Company 9,87 Prozent (3.700.000 Stimmrechte) der Stimmrechte an der Plambeck Neue Energien AG .
Alle diese Stimmrechte sind der Fidelity Management & Research Company nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die Stimmrechte waren der Fidelity Management & Research Company unter anderem von der Fidelity Commonwealth Trust zuzurechnen, die als Aktionär 3 Prozent oder mehr der Stimmrechte an der Plambeck Neue Energien AG hielt.
Weiterhin hat uns die Fidelity International, Surrey, Großbritannien, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG im Namen und Auftrag der Fidelity Commonwealth Trust, Boston, USA, nachträglich folgendes mitgeteilt:
Am 22. Dezember 2006 überschritt Fidelity Commonwealth Trust die Schwelle von 5 Prozent der Stimmrechte an der Plambeck Neue Energien AG. An diesem Tag hielt Fidelity Commonwealth Trust 9,87 Prozent (3.700.00 Stimmrechte) an der Plambeck Neue Energien AG.
Mitgeteilt von Financiere de Champlain:
Die Financiere de Champlain, Paris, Frankreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG nachträglich mitgeteilt, dass der Anteil von Financiere de Champlain an den Stimmrechten der Plambeck Neue Energien AG am 19. April 2007 die Schwelle von 3 Prozent überschritten hat und an diesem Tag 3,03 Prozent (1.250.765 Stimmrechte) der Stimmrechte betrug.
Mitgeteilt von Financiere de Champlain:
Die Financiere de Champlain, Paris, Frankreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von Financiere de Champlain an den Stimmrechten der Plambeck Neue Energien AG, Cuxhaven, am 27. Dezember 2007 die Schwelle von 5 Prozent überschritten hat und an diesem Tag 6,01 Prozent (2.479.192 Stimmrechte) der Stimmrechte betrug.
Mitgeteilt von Financiere de Champlain:
Die Financiere de Champlain, Paris, Frankreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von Financiere de Champlain an den Stimmrechten der Plambeck Neue Energien AG am 8. Mai 2008 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten hat und an diesem Tag 4,84 Prozent (1.998.168 Stimmrechte) der Stimmrechte betrug.
Mitgeteilt von Financiere de Champlain:
Die Financiere de Champlain, Paris, Frankreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von Financiere de Champlain an den Stimmrechten der Plambeck Neue Energien AG am 27. Mai 2008 die Schwelle von 5 Prozent überschritten hat und an diesem Tag 5,11 Prozent (2.108.036 Stimmrechte) der Stimmrechte betrug.
Mitgeteilt von Dr. Norbert Reinhardt:
Herr Dr. Norbert Reinhard hat uns gemäß § 21 Abs. 1 und § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG mitgeteilt, dass sein Anteil an den Stimmrechten der Plambeck Neue Energien AG am 9. Juni 2008 die Schwellen von 3, 5 und 10 Prozent überschritten hat und an diesem Tag 12,02 Prozent (4.959.777 Stimmrechte) betrug.
Davon sind ihm 12,02 Prozent (4.959.767 Stimmrechte) nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen. Die Vollmachten gelten jeweils nur für die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft am 11. Juni 2008. Nach der Hauptversammlung vermindert der Stimmrechtsanteil wieder auf 0,00 Prozent (10 Stimmrechte).
Von folgenden Aktionären, deren Stimmrechtsanteil an der Plambeck Neue Energien AG jeweils 3 Prozent oder mehr beträgt, seien ihm Stimmrechte zuzurechnen: Credit Suisse Securities (Europe) Limited, London Financiere de Champlain, Paris.
Mitgeteilt von Financiere de Champlain:
Die Financiere de Champlain, Paris, Frankreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass der Anteil von Financiere de Champlain an den Stimmrechten der Plambeck Neue Energien AG am 25. Juni 2008 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten hat und an diesem Tag 4,71 Prozent (1.943.458 Stimmrechte) der Stimmrechte betrug.
Mitgeteilt von Credit Suisse:
Die Credit Suisse Group, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 und § 24 WpHG im eigenen Namen und im Namen und Auftrag der nachfolgend benannten Gesellschaften folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse, Zürich, Schweiz und der Credit Suisse Group, Zürich, Schweiz, an der Plambeck Neue Energien AG hat am 05. September 2008 die Schwelle von 5 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 5,01 Prozent (2.066.228 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil ist den in diesem Absatz genannten Gesellschaften jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG voll zuzurechnen.
Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass der gemeldete Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Securities (Europe) Limited, London, England, an der Plambeck Neue Energien AG per 05. September 2008 die Schwelle von 3 Prozent weiterhin überschritten hat und 4,94 Prozent (2.040.228 Stimmrechte) betrug.
Durch den vorstehend gemeldeten Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Securities (Europe) Limited, hat ferner der Stimmrechtsanteil der mit ihr verbundenen Unternehmen, der Credit Suisse (International) Holding AG, Zug, Schweiz, der Credit Suisse Investments (UK), London, England, und der Credit Suisse Investment Holdings (UK), London, England, an der Plambeck Neue Energien AG ebenfalls per 05. September 2008 weiterhin die Schwelle von 3 Prozent überschritten und betrug an diesem Tag 4,94 Prozent (2.040.228 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil ist den in diesem Absatz genannten Gesellschaften jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG voll zuzurechnen.
Die Kette der kontrollierenden Unternehmen lautet wie folgt (beginnend mit der untersten Gesellschaft): Credit Suisse Securities (Europe) Ltd., Credit Suisse Investment Holdings (UK), Credit Suisse Investments (UK), Credit Suisse (International) Holding AG, Credit Suisse und Credit Suisse Group.
Mitgeteilt von Credit Suisse:
Die Credit Suisse Group, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 und § 24 WpHG im eigenen Namen und im Namen und Auftrag der nachfolgend benannten Gesellschaften folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse, Zürich, Schweiz, und der Credit Suisse Group, Zürich, Schweiz, an der Plambeck Neue Energien AG hat am 10. September 2008 die Schwelle von 5 Prozent unterschritten und betrug an diesem Tag jeweils 4,99 Prozent (2.059.384 Stimmrechte). Am 11. September 2008 wurde die Schwelle von 5 Prozent wieder überschritten und der Stimmrechtsanteil betrug jeweils 5,0002 Prozent (2.063.467 Stimmrechte). Am 12. September 2008 wurde die Schwelle von 5 Prozent erneut unterschritten und der Stimmrechtsanteil betrug an diesem Tag jeweils 4,89 Prozent (2.019.537 Stimmrechte). Diese Stimmrechtsanteile sind den in diesem Absatz genannten Gesellschaften jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG voll zuzurechnen.
Der Vollständigkeit halber wird darauf hingewiesen, dass der gemeldete Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Securities (Europe) Limited, London, England, an der Plambeck Neue Energien AG per 10. September 2008, 11. September 2008 und 12. September 2008 die Schwelle von 3 Prozent weiterhin überschritten hat und an diesen Tagen 4,93 Prozent (2.033.384 Stimmrechte), 4,94 Prozent (2.037.467 Stimmrechte) sowie 4,83 Prozent (1.993.537 Stimmrechte) betrug.
Durch den vorstehend gemeldeten Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Securities (Europe) Limited, London, England, hat ferner der Stimmrechtsanteil der mit ihr verbundenen Unternehmen, der Credit Suisse (International) Holding AG, Zug, Schweiz, der Credit Suisse Investments (UK), London, England, und der Credit Suisse Investment Holdings (UK), London, England an der Plambeck Neue Energien AG ebenfalls per 10. September 2008, 11. September 2008 und 12. September 2008 weiterhin die Schwelle von 3 Prozent überschritten und betrug an diesen Tagen jeweils 4,93 Prozent (2.033.384 Stimmrechte), jeweils 4,94 Prozent (2.037.467 Stimmrechte) sowie jeweils 4,83 Prozent (1.993.537 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil ist den in diesem Absatz genannten Gesellschaften jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG voll zuzurechnen.
Die Kette der kontrollierenden Unternehmen lautet wie folgt (beginnend mit der untersten Gesellschaft): Credit Suisse Securities (Europe) Ltd., Credit Suisse Investment Holdings (UK), Credit Suisse Investments (UK), Credit Suisse (International) Holding AG, Credit Suisse und Credit Suisse Group.
Mitgeteilt von Credit Suisse:
Die Credit Suisse Group, Zürich, Schweiz, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 und § 24 WpHG im eigenen Namen und im Namen und Auftrag der nachfolgend benannten Gesellschaften folgendes mitgeteilt:
Der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Securities (Europe) Limited, London, Großbritannien, an der Plambeck Neue Energien AG hat am 30. Oktober 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten und betrug an diesem Tag 2,644 Prozent (1.090.983 Stimmrechte).
Durch den vorstehend gemeldeten Stimmrechtsanteil der Credit Suisse Securities (Europe) Limited, London, Großbritannien, hat ferner der Stimmrechtsanteil der mit ihr verbundenen Unternehmen, der Credit Suisse (International) Holding AG, Zug, Schweiz, der Credit Suisse Investments (UK), London, Großbritannien, und der Credit Suisse Investment Holdings (UK), London, Großbritannien, an der Plambeck Neue Energien AG ebenfalls am 30. Oktober 2008 die Schwelle von 3 Prozent unterschritten und betrug an diesem Tag 2,644 Prozent (1.090.983 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil ist den in diesem Absatz genannten Gesellschaften jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG voll zuzurechnen.
Der Stimmrechtsanteil der Credit Suisse, Zürich, Schweiz, und der Credit Suisse Group, Zürich, Schweiz, an der Plambeck Neue Energien AG hat am 30. Oktober 2008 ebenfalls die Schwelle von 3 Prozent unterschritten und betrug an diesem Tag 2,707 Prozent (1.116.983 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil ist den in diesem Absatz genannten Gesellschaften jeweils nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG voll zuzurechnen.
Die Kette der kontrollierenden Unternehmen lautet wie folgt (beginnend mit der untersten Gesellschaft): Credit Suisse Securities (Europe) Ltd., Credit Suisse Investment Holdings (UK), Credit Suisse Investments (UK), Credit Suisse (International) Holding AG, Credit Suisse und Credit Suisse Group.
4. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Bzgl. der in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse der Plambeck Neue Energien AG und ihrer Tochterunternehmen verweisen wir auf die Aufstellung des Anteilsbesitzes. Im Geschäftsjahr 2008 ergaben sich folgende Transaktionen mit nahe stehenden Personen:
• Die Plambeck Neue Energien AG und die Plambeck Neue Energien Betriebs- und Beteiligungsgesellschaft GmbH haben mit der net.curity InformationsTechnologienGmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter der Aufsichtsrat Herr Rafael Vazquez Gonzales ist, Beratungsverträge zur Erbringung von EDV-Dienstleistungen abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2008 erfolgten daraus Transaktionen mit einem Volumen von netto 145 tausend Euro bzw. 30 tausend Euro. Die Geschäftsvorfälle entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern.
Die Gesellschaft hat an Vorstände verzinsliche Darlehen ausgereicht. Das Darlehen an Herrn Martin Billhardt beträgt 178.706,21 Euro und das an Herrn Dr. Wolfgang von Geldern 175.000,00 Euro. Die Darlehen werden mit 3 Prozent über 3-Monats-Euribor verzinst. Herr Dr. Wolfgang von Geldern hat das Darlehen inkl. Zinsen im Berichtszeitraum zurückgezahlt. Die Geschäftsvorfälle entsprechen denen mit unabhängigen Geschäftspartnern.
Die Vergütung und der Anteilsbesitz des Aufsichtsrats und der Vorstände sind unter Gliederungspunkt XII.5 erläutert.
5. Angaben zum Aufsichtsrat und zum Vorstand
Aufsichtsrat
Herr Dieter K. Kuprian, Berlin, Bankkaufmann (Vorsitzender) Herr Dr. Peter Fischer, Cuxhaven, Unternehmensberater, (stellvertretender Vorsitzender) Herr Horst Kunkel, Bietigheim, Kaufmann Herr Timm Weiß, Cuxhaven, Rechtsanwalt (bis 11. Juni 2008) Herr Professor Dr. Reza Abhari, Zürich, Schweiz, Universitätsprofessor (seit 11. Juni 2008) Herr Alfred Mehrtens, Cuxhaven, Landwirt Herr Rafael Vazquez Gonzales, Cuxhaven, Kaufmann
Herr Dieter K. Kuprian ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
ERLAU AG, Aalen/Unterkochen Intersoft Consulting Services GmbH, Hamburg (seit 17. Juli 2008) Herr Horst Kunkel ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
GfM, Gesellschaft für Mittelstandsberatung GmbH, Berlin (bis 18. November 2008) Betz Holding GmbH & Co. KG, Reutlingen Albatros Industrieprodukte GmbH & Co. KG, Berlin (seit 29. September 2008) Röcker Verwaltungsgesellschaft mbH, Woringen
Herr Professor Dr. Reza Abhari ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
First Climate AG, Schweiz (seit Februar 2008)
Die fixe Vergütung an den Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2008 113 tausend Euro (i. V. 104 tausend Euro) betragen. Der Vorsitzende erhält 8 tausend Euro, sein Stellvertreter 6 tausend Euro und die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates 4,5 tausend Euro als feste Bezüge. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied 1,5 tausend Euro pro Sitzung. Eine variable Vergütung wurde im Berichtsjahr in Höhe von 67 tausend Euro ausgezahlt. Darüber hinaus trägt die Gesellschaft die Kosten einer Vermögensschadenhaftpflichtversicherung für sämtliche Aufsichtsratsmitglieder.
Von den Mitgliedern des Aufsichtsrats der Gesellschaft hielt am 31. Dezember 2008 Herr Alfred Mehrtens 346 Aktien der Gesellschaft.
Vorstand Herr Martin Billhardt, Cuxhaven (Vorstandsvorsitzender) Dr. Wolfgang von Geldern, Nordholz (bis 11. Juni 2008) Herr Bernd Paulsen, Fahrdorf (seit 1. Juli 2008)
Herr Martin Billhardt ist bzw. war noch bei folgenden Gesellschaften Aufsichtsratsmitglied oder Mitglied eines anderen Kontrollgremiums im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 3 des AktG:
Plambeck Neue Energien Biomasse AG, Cuxhaven Deutsche Rohstoff AG, Frankfurt
Die Mitglieder des Vorstandes erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008 Gesamtbezüge in Höhe von 2.109 tausend Euro, die sich wie folgt verteilen:
| Fixes Gehalt 2008 |
Variables Gehalt 2008 |
Sonstige Vergütungen 2008 |
Gesamt bezüge 2008 |
|
|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | |
| Bernd Paulsen | 85 | 60 | 0 | 145 |
| Martin Billhardt | 268 | 180 | 110 | 558 |
| Dr. Wolfgang von Geldern | 92 | 1.059 | 255 | 1.406 |
| 445 | 1.299 | 365 | 2.109 |
Die sonstigen Vergütungen von Herrn Dr. Wolfgang von Geldern in Höhe von 255 tausend Euro enthalten die kumulierten Bezüge des Festgehalts für die Zeit bis zum 31. Dezember 2009 abzüglich einer Teilanrechnung von 60 Prozent seines zukünftigen Beraterhonorars und abzüglich einer Abzinsung von 5 Prozent pro Jahr. Das variable Gehalt von Herrn Dr. Wolfgang von Geldern enthält Rückstellungen für Tantiemeansprüche für die Jahre 2008 und 2009 in Höhe von 474 tausend Euro.
Von den Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft sind am 31. Dezember 2008 Herrn Martin Billhardt 50.000 Aktien zuzurechnen, außerdem hält Herr Bernd Paulsen 2.500 Aktien der Gesellschaft.
Zusätzliche Angaben für deutsche Mutterunternehmen im IFRS Konzernabschluss gemäß § 315a HGB
6. Honorare für den Konzern-Abschlussprüfer
Als Honorare für den Konzern-Abschlussprüfer sind im Geschäftsjahr folgende Aufwendungen angefallen:
| TEUR | |
|---|---|
| Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss) | 120 |
| Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen | 28 |
| Sonstige Leistungen | 66 |
7. Deutscher Corporate Governance Kodex
Der Corporate Governance Kodex ist eine gesetzliche Richtlinie zur Leitung und Überwachung börsennotierter Gesellschaften in Deutschland. Er fasst die international wie national anerkannten Standards für verantwortungsvolle Unternehmensführung zusammen. Ziel der Richtlinie ist es, das Vertrauen von Investoren, Kunden, Mitarbeitern und der Öffentlichkeit in die deutsche Unternehmensführung zu fördern.
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und im Internet allgemein zugänglich gemacht.
Der Vorstand hat am 24. November 2008 und der Aufsichtsrat der Plambeck Neue Energien AG hat am 8. Dezember 2008 gem. § 161 Aktiengesetz (AktG) erklärt, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der Regel 3.8 entsprochen wurde. Der Vorstand und der Aufsichtsrat erklären weiterhin, gemäß § 161 AktG, dass dem Corporate Governance Kodex mit Ausnahme der Regel 3.8 auch im Geschäftsjahr 2008 entsprochen wird.
In der Ziffer 3.8 des Deutschen Corporate Governance Kodex wird empfohlen, beim Abschluss von D&O-Versicherungen einen Selbstbehalt zu vereinbaren. Dies ist beim Abschluss der neuen D&O-Versicherung aus Gründen der Vertragsgestaltung nicht geschehen. Die Versicherung, die gewählt wurde, hat einen Selbstbehalt nicht vorgesehen.
Diese Entsprechenserklärung bezieht sich auf den Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 14. Juni 2007.
Der Corporate Governance Bericht ist im Geschäftsbericht und auf der Homepage der Plambeck Neue Energien AG unter www.pne.de/Investor Relations/Corporate Governance hinterlegt.
8. Angaben zum Personalbestand
Beschäftigte im Jahresdurchschnitt
| 2008 TEUR |
2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 69 | 83 |
| Angestellte | 91 | 70 |
| Leitende Angestellte (ohne Vorstand PNE AG) | 21 | 18 |
| 181 | 171 |
Cuxhaven, 27. Februar 2009
Martin Billhardt Bernd Paulsen Vorsitzender des Vorstands Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft, Cuxhaven, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel, Segmentberichterstattung und Anhang – sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lage- und
Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."
Stuttgart, 11. März 2009
Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Martina Schaaf Christian Fuchs Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
Abschluss der AG
Inhalt
- Gewinn- und Verlustrechnung Bilanz Kapitalflussrechnung Eigenkapitalspiegel
- Anlagenspiegel
- Verbindlichkeitenspiegel
- Bestätigungsvermerk
Gewinn- und Verlustrechnung
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft (HGB) für den Zeitraum
vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 12.836.326,32 | 41.286 |
| 2. Erhöhung (i. V. Verminderung) des Bestandes an unfertigen Leistungen | 45.449.232,72 | -6.074 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 1.805.920,14 | 28.274 |
| 4. Gesamtleistung | 60.091.479,18 | 63.486 |
| 5. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für bezogene Waren | -44.265.769,33 | -32.941 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | -13.759.511,60 | -9.547 |
| -58.025.280,93 | -42.488 | |
| 6. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | -5.192.248,60 | -4.041 |
| b) Soziale Abgaben | -540.300,40 | -515 |
| -5.732.549,00 | -4.557 | |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-628.932,21 | -574 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.392.608,76 | -15.146 |
| 9. Betriebsergebnis | -11.687.891,72 | 722 |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 26.775.175,63 | 246 |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 1.834.570,01 | 3.239 |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | -650.000,00 | 0 |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -2.160.084,55 | -2.090 |
| 14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 14.111.769,37 | 2.116 |
| 15. Außerordentliche Erträge | 27.255.149,25 | 3.921 |
| 16. Außerordentliche Aufwendungen | -28.637.830,75 | -4.118 |
| 17. Außerordentliches Ergebnis | -1.382.681,50 | -197 |
| 18. Steuern (i.V. Erstattete Steuern) vom Einkommen und Ertrag | -1.630.087,50 | 28 |
| 19. Sonstige Steuern | -124.139,75 | -108 |
| 20. Jahresüberschuss | 10.974.860,62 | 1.839 |
| 21. Aufstockung Genussrechtskapital | -489.624,70 | 0 |
| 22. Verlustvortrag | -21.058.531,02 | -22.897 |
| 23. Bilanzverlust | -10.573.295,10 | -21.059 |
| Ergebnis je Aktie (unverwässert, in EUR) | 0,27 | 0,05 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) (in Tau send) |
41.257 | 39.376 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert, in EUR) | 0,26 | 0,07 |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 46.393 | 44.704 |
Bilanz
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft (HGB) zum 31. Dezember 2008
| Aktiva | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
70.034,05 | 61 |
| 70.034,05 | 61 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
15.033.817,57 | 14.706 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 119.395,70 | 96 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 364.407,25 | 438 |
| 15.517.620,52 | 15.240 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbunden Unternehmen | 16.897.114,38 | 21.892 |
| 2. Beteiligungen | 2.422.000,66 | 2.422 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 770.697,49 | 756 |
| 20.089.812,53 | 25.070 | |
| Anlagevermögen, gesamt | 35.677.467,10 | 40.371 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Unfertige Leistungen | 63.737.896,42 | 17.254 |
| 2. Fertige Erzeugnisse | 5.013,78 | 4 |
| 3. Geleistete Anzahlungen | 74.847.925,71 | 11.561 |
| 138.590.835,91 | 28.819 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.352.863,38 | 3.690 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 8.069.924,47 | 13.069 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungs verhältnis besteht |
2.544.642,09 | 1.495 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 2.986.227,69 | 3.111 |
| 14.953.657,63 | 21.365 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 22.779.913,82 | 11.554 |
| Umlaufvermögen, gesamt | 176.324.407,36 | 61.738 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 355.484,12 | 114 |
| Aktiva, gesamt | 212.357.358,58 | 102.223 |
| Passiva | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 41.267.368,00 | 41.247 |
| Bedingtes Kapital: EUR 9.007.226,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 23.194.108,21 | 23.137 |
| III. Bilanzverlust | -10.573.295,10 | -21.059 |
| IV. Genussrechtskapital | 489.625,70 | 0 |
| Eigenkapital, gesamt | 54.377.806,81 | 43.325 |
| B. Sonderposten für Investitionszuschüsse | 1.345.506,81 | 1.392 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 2.041.782,14 | 4 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 7.357.452,54 | 7.551 |
| 9.399.234,68 | 7.555 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Anleihen | 16.480.437,50 | 19.896 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 8.722.797,38 | 8.500 |
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 110.807.761,66 | 13.993 |
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.378.340,99 | 1.450 |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.279.012,65 | 59 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.430.053,10 | 5.909 |
| Verbindlichkeiten, gesamt | 147.098.403,28 | 49.807 |
| E. Rechnungsabgrenzungsposten | 136.407,00 | 144 |
| Passiva, gesamt | 212.357.358,58 | 102.223 |
Kapitalflussrechnung
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft (HGB) für den Zeitraum vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008
| 2008 | 2007 | ||
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | ||
| Jahresergebnis | 10.975 | 1.839 | |
| + | Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Gegen stände des Sachanlagevermögens |
629 | 574 |
| + | Abschreibungen auf Finanzanlagen | 650 | 0 |
| + | Zunahme der Rückstellungen | 1.844 | 239 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge | -158 | 0 | |
| - | Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -25.000 | -22.379 |
| -/+ Zu-/Abnahme der Vorräte sowie anderer Aktiva | -106.584 | 5.596 | |
| + | Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.337 | 4.947 |
| + | Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva |
100.430 | 1.736 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -14.877 | -7.448 | |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagever mögens |
23 | 0 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen |
-923 | -284 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagever mögens |
31.750 | 25.500 |
| - | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | -1.790 | -15.694 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | 29.060 | 9.522 | |
| + | Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen | 0 | 14.062 |
| + | Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten | 762 | 0 |
| Auszahlungen aus dem Rückkauf von Anleihen | -3.180 | 0 | |
| - | Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten | -539 | -11.482 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -2.957 | 2.580 | |
| Zahlungswirksame Veränderung der Finanzmittel (< = 3 Monate) | 11.226 | 4.654 | |
| + | Zugänge zum Finanzmittelfonds im Rahmen der Verschmelzung | 0 | 67 |
| + | Finanzmittel (≤ 3 Monate) am Anfang der Periode | 11.554 | 6.833 |
| Finanzmittel (≤ 3 Monate) am Ende der Periode | 22.780 | 11.554 |
Ergänzende Angaben: Der Wert der Finanzmittel entspricht zum 31.12.der Bilanzposition "Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten"
Eigenkapitalspiegel (HGB)
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2008
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Genussrechts kapital |
Bilanzgewinn / -verlust |
Eigenkapital gesamt |
|
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| Stand am 01. Januar 2007 | 37.451.057,00 | 12.699.247,96 | 1,00 | -22.897.439,36 | 27.252.866,60 |
| Barkapitalerhöhung | 3.749.695,00 | 10.311.661,25 | 0,00 | 0,00 | 14.061.356,25 |
| Wandelschuldverschreibung 2002/2004 |
45.925,00 | 126.300,00 | 0,00 | 0,00 | 172.225,00 |
| Jahresüberschuss 2007 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 1.838.908,34 | 1.838.908,34 |
| Stand am 31. Dezember 2007 |
41.246.677,00 | 23.137.209,21 | 1,00 | -21.058.531,02 | 43.325.356,19 |
| Wandelschuldverschreibung 2004/2009 |
20.691,00 | 56.899,00 | 0,00 | 0,00 | 77.590,00 |
| Aufstockung Genussrechts kapital |
0,00 | 0,00 | 489.624,70 | -489.624,70 | 0,00 |
| Jahresüberschuss 2008 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 10.974.860,62 | 10.974.860,62 |
| Stand am 31. Dezember 2008 |
41.267.368,00 | 23.194.108,21 | 489.625,70 | -10.573.295,10 | 54.377.806,81 |
Anlagenspiegel
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft im Geschäftsjahr 2008
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am | Zugänge | Abgänge | Stand am | ||
| 01.01.2008 | 31.12.2008 | ||||
| EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
229.096,41 | 28.578,44 | 0,00 | 257.674,85 | |
| 229.096,41 | 28.578,44 | 0,00 | 257.674,85 | ||
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
17.006.746,64 | 794.650,43 | 0,00 | 17.801.397,07 | |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 140.159,01 | 32.625,66 | 0,00 | 172.784,67 | |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1.876.205,04 | 67.104,94 | 21.241,75 | 1.922.068,23 | |
| 4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 9.350,00 | 0,00 | 0,00 | 9.350,00 | |
| 19.032.460,69 | 894.381,03 | 21.241,75 | 19.905.599,97 | ||
| III. Finanzanlagen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 56.118.299,63 | 2.397.857,03 | 39.382.792,28 | 19.133.364,38 | |
| 2. Beteiligungen | 2.422.000,66 | 0,00 | 0,00 | 2.422.000,66 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 755.972,67 | 36.724,82 | 22.000,00 | 770.697,49 | |
| 59.296.272,96 | 2.434.581,85 | 39.404.792,28 | 22.326.062,53 | ||
| 78.557.830,06 | 3.357.541,32 | 39.426.034,03 | 42.489.337,35 |
| Buchwerte | Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Stand am | Stand am | Stand am | Abgänge | Zugänge | Stand am |
| 31.12.2007 | 31.12.2008 | 31.12.2008 | 01.01.2008 | ||
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| 61.316,29 | 70.034,05 | 187.640,80 | 0,00 | 19.860,68 | 167.780,12 |
| 61.316,29 | 70.034,05 | 187.640,80 | 0,00 | 19.860,68 | 167.780,12 |
| 14.706.426,95 | 15.033.817,57 | 2.767.579,50 | 0,00 | 467.259,81 | 2.300.319,69 |
| 96.041,38 | 119.395,70 | 53.388,97 | 0,00 | 9.271,34 | 44.117,63 |
| 437.520,71 | 364.407,25 | 1.557.660,98 | 13.563,73 | 132.540,38 | 1.438.684,33 |
| 0,00 | 0,00 | 9.350,00 | 0,00 | 0,00 | 9.350,00 |
| 15.239.989,04 | 15.517.620,52 | 4.387.979,45 | 13.563,73 | 609.071,53 | 3.792.471,65 |
| 21.891.667,25 | 16.897.114,38 | 2.236.250,00 | 32.640.382,38 | 650.000,00 | 34.226.632,38 |
| 2.422.000,66 | 2.422.000,66 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 755.972,67 | 770.697,49 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 25.069.640,58 | 20.089.812,53 | 2.236.250,00 | 32.640.382,38 | 650.000,00 | 34.226.632,38 |
| 40.370.945,91 | 35.677.467,10 | 6.811.870,25 | 32.653.946,11 | 1.278.932,21 | 38.186.884,15 |
Verbindlichkeitenspiegel
der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft (HGB) zum 31. Dezember 2008
| Restlaufzeiten | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| bis zu einem Jahr |
ein bis fünf Jahre |
mehr als fünf Jahre |
Gesamtbetrag | |||
| Art der Verbindlichkeiten | EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| 1. Anleihen | 16.480.437,50 | 0,00 | 0,00 | 16.480.437,50 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditins tituten |
504.762,67 | 2.203.492,82 | 6.014.541,89 | 8.722.797,38 |
| 3. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 110.807.761,66 | 0,00 | 0,00 | 110.807.761,66 | |
|---|---|---|---|---|---|
| 4. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
8.378.340,99 | 0,00 | 0,00 | 8.378.340,99 | |
| 5. Verbindlichkeiten gegenüber verbunde nen Unternehmen |
1.279.012,65 | 0,00 | 0,00 | 1.279.012,65 | |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 1.430.053,10 | 0,00 | 0,00 | 1.430.053,10 | |
| davon aus Steuern: EUR 65.986,94 (i.V. TEUR 964) |
|||||
| davon im Rahmen der sozialen Sicher heit EUR 0,00 (i.V. TEUR 0) |
|||||
| Gesamtsumme | 138.880.368,57 | 2.203.492,82 | 6.014.541,89 | 147.098.403,28 | |
| Sicherheiten | |
|---|---|
| Keine | |
| 1. Eingetragene Grundschuld i.H.v. TEUR 10.007 auf dem Objekt | |
| Peter-Henlein-Str. 2-4, Cuxhaven. Zum 31.12.2008 sind TEUR 8.048 in Anspruch genommen. |
|
| 2. Abtretung der Mietansprüche bzgl. Objekt "Peter-Henlein Str. 2.4, Cuxhaven. |
|
| 3. Eingetragene Grundschuld i.H.v. TEUR 1.100 auf dem Objekt | |
| Humphry-Davy-Str. 1, Cuxhaven. Zum 31.12.2008 sind TEUR 674 in Anspruch genommen. |
|
| Keine | |
| Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten | |
| Gegenständen. | |
| Keine | |
| Keine | |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Plambeck Neue Energien Aktiengesellschaft, Cuxhaven, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2008 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht nach den deutschen handels- und aktienrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lage- und Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Stuttgart, 28. Februar 2009
Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Martina Schaaf Christian Fuchs Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
Glossar
| BSH: | Abkürzung für Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie in Hamburg |
|---|---|
| EEG: | Erneuerbare Energien Gesetz, das Art und Umfang der Förderung regenerativer Energien festlegt |
| HGB: | Handelsgesetzbuch, das die deutschen Rechnungslegungsvor schriften festlegt; ausschlaggebend für die Dividendenfähigkeit kapitalmarktorientierter Unternehmen in Deutschland |
| International Financial Reporting Standards (IFRS): |
Internationale Rechnungslegungsvorschriften, deren Ziel in der Vergleichbarkeit der Abschlüsse von (zumeist kapitalmarkt orientierten) Unternehmen besteht |
| IPP (Independent Power Producer): | Unabhängige Stromerzeuger |
| Joint Venture: | Gemeinschaftsunternehmung von zwei oder mehr Firmen |
| Kommanditist: | Gesellschafter einer Kommanditgesellschaft (KG), der nur be schränkt mit seiner Einlage haftet, im Unterschied zum Komple mentär |
| Megawatt: | Eine Million Watt (physikalische Einheit für die Leistung, entspricht Arbeit pro Zeit) |
| Offshore: | Vor der Küste, im Meer |
| Onshore: | Auf dem Festland |
| PNE AG: | Abkürzung für Plambeck Neue Energien AG |
| Prime Standard: | Börsensegment der Frankfurter Wertpapierbörse mit den höchs ten Transparenzstandards |
| Repowering: | Austausch älterer Windenergienanlagen durch moderne, leis tungsfähigere und damit effizientere Anlagen |
| Wandelanleihe: | Verzinsliches Wertpapier, das dem Inhaber das Recht gibt, es wäh rend einer Wandlungsfrist zu einem vorher festgelegten Verhältnis in Aktien umzuwandeln |
| Windhöffigkeit: | Bezeichnung für die Windstärke einer Region |
Impressum
Plambeck Neue Energien AG Peter-Henlein-Straße 2-4 27472 Cuxhaven Deutschland
Telefon: + 49 (0) 47 21-718-06 Telefax: + 49 (0) 47 21-718-444 E-Mail: [email protected] www.pne.de
Vorstand: Martin Billhardt (Vorsitzender), Martin Paulsen Registergericht: Tostedt Registernummer: HRB 110360
Stand: 30. März 2009
Redaktion & Satz: cometis AG Unter den Eichen 7 65195 Wiesbaden
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unsicherheiten unterliegen. Sie sind Einschätzungen des Vorstands der Plambeck Neue Energien AG und spiegeln dessen gegenwärtige Ansichten hinsichtlich zukünftiger Ereignisse wider. An Begriffen wie "erwarten", "schätzen", beabsichtigen", "kann", "wird" und ähnlichen Ausdrücken mit Bezug auf das Unternehmen können solche vorausschauenden Aussagen erkannt werden. Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können sind z.B. ohne Anspruch auf Vollständigkeit: die Entwicklung des Windmarktes, Wettbewerbseinflüsse, einschließlich Preisveränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen und Beteiligungen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die in den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der Plambeck Neue Energien AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.
Plambeck Neue Energien AG
Peter-Henlein-Straße 2-4 27472 Cuxhaven Deutschland
Telefon: + 49 (0) 47 21-718-06 Telefax: + 49 (0) 47 21-718-444
[email protected] www.pne.de