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Plenum AG

Quarterly Report Aug 30, 2006

5446_10-q_2006-08-30_4f54d455-5353-4380-9ce6-12d0b891cb3a.pdf

Quarterly Report

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Quartalsbericht 2/2006

Q2 nach International Financial Reporting Standards (IFRS) zum 30.6.2006

Überblick

Kennzahlen in Tsd. € Q2-2006 Q2-2005 1. 1. bis
30. 6. 2006
1.1. bis
30. 6. 2005
Umsatzerlöse 6.521 8.194 12.753 16.599
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.109 911 1.949 1.585
EBITDA – 179 – 839 – 305 – 1.336
EBIT – 335 – 1.032 – 611 – 1.694
Konzernergebnis – 329 – 810 – 642 – 1.605
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert/verwässert) – 0,04 – 0,09 – 0,07 – 0,17
Durchschnittliche im Umlauf befindliche
Aktien (in Tsd., unverwässert) 9.577 9.577 9.577 9.577
Durchschnittliche im Umlauf befindliche
Aktien (in Tsd., verwässert) 9.650 9.577 9.621 9.577
Kennzahlen in Tsd. € 30.6.2006 31.12.2005
Eigenkapitalquote 42 % 42 %
Nettoliquidität* 3.622 5.477
Mitarbeiter 193 195

* Liquide Mittel/Wertpapiere abzgl. kurzfristiger Bankverbindlichkeiten und erhaltener Anzahlungen

Organisationsstruktur der plenum-Gruppe, Stand März 2006

Umsatzentwicklung in Mio. €

Umsatzverteilung im 1. Halbjahr 2006

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Damen und Herren Aktionäre, wir kommen schneller voran als geplant!

Hartmut Skubch, Vorstandsvorsitzender plenum AG, Wiesbaden

Das ist der Kern meiner Botschaft an Sie, liebe Aktionäre, für das zweite Quartal 2006, und auch die Perspektiven für das zweite Halbjahr 2006 bestätigen diese Aussage.

Mit einem Umsatz von 6,5 Mio. Euro im zweiten Quartal (Vorquartal: 6,2 Mio. Euro) des laufenden Geschäftsjahres ist unser Unternehmen mit 5 % auf Quartalsebene seit Anfang 2006 weiterhin auf Wachstumskurs.

Gegenüber dem vierten Quartal 2005 (5,2 Mio. Euro) beträgt das Wachstum bereits 25 %.

Der planmäßige Rückzug aus dem margenschwachen Implementierungsgeschäft, das noch in 2004 ca. 50 % unseres Umsatzes ausmachte, wird inzwischen von dem Wachstum in unseren Kerngeschäften Beratung und Agentur überkompensiert. So legte das Beratungsgeschäft um 12 % gegenüber dem ersten Quartal und um 3,7 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Das Agenturgeschäft wuchs um 3,7 % gegenüber dem Vorquartal und um 11,5 % gegenüber dem Vorjahresquartal.

Für unsere Kunden stehen wieder strategische Wachstumsthemen im Vordergrund ihrer Überlegungen. Mit unserer thematischen Fokussierung auf Fragen der strategischen Geschäftsoptimierung unter Nutzung der Innovationspotenziale der Informationstechnologie (IT) haben wir uns auf diese Nachfrage hervorragend vorbereitet.

Mit ihrem gegen führende internationale Wettbewerber gewonnenen Etat als Leadagentur für die "Dubai Metro Kampagne" eröffnete die Agentur plenum stoll & fischbach den Markt für plenum im Mittleren Osten. Aufgrund des hohen Volumens dieses Auftrages und der realistischen Chance für weitere Aufträge auch im Beratungsgeschäft, laufen derzeit Vorbereitungen zur Gründung einer Tochtergesellschaft der plenum AG in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Im Rahmen der Umsetzung der Refokussierungsstrategie wurde in den vergangenen Monaten ein Effizienzprogramm umgesetzt. Neben der Reduktion der Gemeinkosten wurden auch die Verwaltungsstrukturen der veränderten Geschäftsausrichtung angepasst. So wurde die Anzahl der voll- und teilzeitbeschäftigten Mitarbeiter in der zentralen Verwaltung um 42 % reduziert. Infolgedessen rechnen wir in Summe mit jährlichen Einsparungen ab 2007 von mindestens 0,9 Mio. Euro.

Die umgesetzten Maßnahmen der Refokussierungsstrategie wirken sich auch deutlich auf der Ergebnisseite aus. Inklusive der durch die Personalmaßnahmen entstehenden Restrukturierungskosten lag unser Ergebnis (EBIT) mit – 0,3 Mio. Euro für das zweite Quartal 2006 deutlich über unserer Planung.

Meine Vorstandskollegen und ich sehen unser Unternehmen wieder auf Wachstumskurs. Infolge der erfreulichen Entwicklung heben wir die Umsatzund Ergebnisprognosen auf 25 Mio. Euro (vorher: 24 Mio. Euro) und – 1 Mio. Euro (vorher: – 1,9 Mio. Euro) an. Die in der Mittelfristplanung von Ende 2004 angekündigte Rückkehr zur Profitabilität in 2007 wird deutlich bekräftigt.

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Geschäftsfreunde, die bisher erreichten Ergebnisse machen uns Mut und bestärken uns in unserer strategischen Ausrichtung. Ich freue mich auf Ihre weitere Unterstützung auf unserem Weg in die Zukunft.

Wiesbaden, August 2006

3

Hartmut Skubch

Zwischenlagebericht

Markt- und Branchenentwicklung

Umsatz und Auftragseingang

Begünstigt durch eine weltweit dynamische Konjunkturentwicklung haben sich im zweiten Quartal auch in Deutschland die wirtschaftlichen Aktivitäten beschleunigt und an Breite gewonnen. Die aktuelle Berechnung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) geht von einem Wachstum in Höhe von 0,7 % im zweiten Quartal aus nach 0,4 % im ersten Quartal 2006.

Mitgetragen durch eine gestärkte Binnenkonjunktur soll Einschätzungen des Bundeswirtschaftsministeriums zufolge die deutsche Volkswirtschaft mit 1,8 % ein doppelt so hohes Wirtschaftswachstum für das Gesamtjahr 2006 aufweisen wie noch im Vorjahr.

Nach deutlichen Frühjahrsbelebungen im zweiten Quartal erwartet auch der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. für das Gesamtjahr ein Wachstum von 2,4 % in der ITK-Branche. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft geht ebenfalls von einem etwa doppelten Wachstum für das Jahr 2006 aus und erwartet einen Anstieg in Höhe von 2 %.

Die Umsatzerlöse sind im zweiten Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,4 % bzw. 1.673 Tsd. Euro von 8.194 Tsd. Euro auf 6.521 Tsd. Euro zurückgegangen. Auch auf Halbjahresbasis sind die Umsatzerlöse in einer vergleichbaren prozentualen Höhe zurückgegangen. So reduzierten sie sich im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um 23,2 % bzw. 3.846 Tsd. Euro von 16.599 Tsd. Euro auf 12.753 Tsd. Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf die Verminderung der Umsätze aus dem Implementierungsgeschäft zurückzuführen und war von uns bereits im vergangenen Jahr angekündigt worden. Die Nettoumsätze des Beratungsgeschäftes und des Agenturgeschäftes konnten gegenüber dem Vorjahr leicht gesteigert werden – im Beratungsgeschäft um 0,8% und im Agenturgeschäft um 2,8%.

Im Vergleich zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sind die Umsatzerlöse im zweiten Quartal 2006 um 4,6 % bzw. 289 Tsd. Euro von 6.232 Tsd. Euro auf 6.521 Tsd. Euro gestiegen. Der Anstieg ist in erster Linie auf die Entwicklung des Beratungsgeschäftes zurückzuführen. Im Agenturgeschäft sind die Nettoumsätze leicht gestiegen (+ 1,2 %) und bei der Implementierung sind die Nettoumsatzerlöse gegenüber dem Vorquartal leicht zurück gegangen (– 4,5%).

Auftrags Auftrags Umsätze Auftrags rechnerische
bestand eingang bestand Laufzeit
Tsd. € 1. 1.2006 30. 6.2006 in Monaten
Beratung 2.235 6.413 5.022 3.626 4,1
Agentur 2.102 7.514 5.452 4.164 4,6
Implementierung 1.123 2.022 2.279 866 2,3
Summe 5.460 15.949 12.753 8.656 4,0

Nach der deutlichen Steigerung im ersten Quartal 2006 stieg der Auftragsbestand auch zum 30. Juni 2006 noch einmal um 13,1 % bzw. 1.003 Tsd. Euro gegenüber dem 31. März 2006 auf nunmehr 8.656 Tsd. Euro und damit auf den höchsten Stand seit März 2005. Dafür ist im zweiten Quartal vor allem der hohe Auftragseingang im Agenturgeschäft – bedingt durch das Engagement in Dubai – verantwortlich. Im Implementierungsgeschäft ist der Auftragsbestand seit Beginn des laufenden Geschäftsjahres erwartungsgemäß rückläufig.

Ertragslage und Kostenentwicklung

4 4 Trotz der gegenüber dem zweiten Quartal 2005 gesunkenen Umsatzerlöse ist das Bruttoergebnis vom Umsatz im zweiten Quartal 2006 um 198 Tsd. Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gestiegen. Die Bruttoergebnismarge stieg von 11 % auf 17 %. Vergleicht man das zweite Quartal 2006 mit dem ersten Quartal 2006, so ergibt sich ein Anstieg des Bruttoergebnisses vom Umsatz in Höhe von 269 Tsd. Euro auf 1.109 Tsd. Euro und ein Anstieg der Marge von 13 % auf 17 %. Insgesamt ergibt sich im ersten Halbjahr 2006 gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 ein Anstieg des Bruttoergebnisses vom Umsatz in Höhe von 364 Tsd. Euro auf 1.949 Tsd. Euro und ein Anstieg der Marge von 10 % auf 15 %. Der Grund für den Anstieg des Bruttoergebnisses ist hauptsächlich, dass höhere Preise am Markt durchgesetzt werden konnten und Projekte mit niedrigen Deckungsbeiträgen deutlich zurückgegangen sind.

Die Vertriebskosten sind gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 517 Tsd. Euro auf 1.213 Tsd. Euro zurückgegangen. Der Grund, der zur Verringerung der Vertriebskosten führt, ist im Wesentlichen der Rückzug aus dem Implementierungsgeschäft, wodurch sich insbesondere die Teilnahme an großen Ausschreibungen verringerte.

Aufgrund der verbesserten Auftragslage ist die Auslastung in den Projekten gestiegen. Die Verwaltungskosten haben sich vor allem dadurch im ersten Halbjahr 2006 um 374 Tsd. Euro auf 1.245 Tsd. Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum vermindert. Im Vergleich der ersten beiden Quartale des Jahres 2006 ergibt sich ein Anstieg der Verwaltungskosten von 409 Tsd. Euro auf 836 Tsd. Euro. Dieser Anstieg liegt teilweise in den durchgeführten Personalmaßnahmen begründet und ist des Weiteren saisonal bedingt.

Die Entwicklung neuer Themen im Rahmen der Refokussierung auf das Kerngeschäft der Beratung führte zu höheren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sie sich mehr als verdreifacht und betragen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 392 Tsd. Euro. Bereits im Laufe des Geschäftsjahres 2005 stiegen die Forschungs- und Entwicklungskosten an. Im vierten Quartal 2005 betrugen sie bereits 206 Tsd. Euro.

Nach einem um 19 Tsd. Euro niedrigeren Finanzergebnis von 40 Tsd. Euro und einem Steueraufwand von 71 Tsd. Euro, der zum Teil aus Nachzahlungen aufgrund der letzten Betriebsprüfung und zum Teil aus latenten Steuern resultiert, ergibt sich im ersten Halbjahr 2006 ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 963 Tsd. Euro gestiegenes Konzernergebnis von – 642 Tsd. Euro.

Gegenüber dem ersten Quartal 2006 ergibt sich im zweiten Quartal 2006 ein um 16 Tsd. Euro gesunkenes Konzernergebnis von – 329 Tsd. Euro.

Für das Geschäftsjahr 2006 wurden die Konzernumlagen neu kalkuliert. Dies wurde notwendig aufgrund organisatorischer Veränderungen innerhalb des Konzerns und der insgesamt veränderten Größenverhältnisse der Segmente. Diese Maßnahme hat auf das Konzernergebnis insgesamt keine Auswirkungen. Es werden jedoch die Segmentergebnisse beeinflusst, die im Geschäftsjahr 2006 insgesamt um rund 1,4 Mio. Euro entlastet werden.

Beratung

Die Bruttoumsatzerlöse sind im zweiten Quartal 2006 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 148 Tsd. Euro bzw. 5,5 % von 2.668 Tsd. Euro auf 2.816 Tsd. Euro gestiegen. Vergleicht man das zweite Quartal mit dem ersten Quartal 2006, ist sogar ein Anstieg von 322 Tsd. Euro bzw. 12,9 % zu verzeichnen. Die Bruttoumsatzerlöse des ersten Halbjahres des Segmentes Beratung haben sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 241 Tsd. Euro bzw. 4,8 % auf 5.310 Tsd. Euro erhöht.

Der Anteil des Segmentes Beratung an den gesamten Bruttoumsatzerlösen liegt im ersten Halbjahr 2006 mit 40,2% deutlich über dem Anteil des Vorjahres von 30,2 %. Im zweiten Quartal 2006 beträgt der Anteil aus dem Beratungsgeschäft an den gesamten Bruttoumsatzerlösen 41,1 %.

Das Segmentergebnis steigt im zweiten Quartal 2006 um 203 Tsd. Euro auf 230 Tsd. Euro im Vergleich zum ersten Quartal 2006 an. Es ergibt sich im ersten Halbjahr 2006 ein um 637 Tsd. Euro besseres Ergebnis von 257 Tsd. Euro als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Im zweiten Quartal zeigte sich weiterhin eine sehr gute Akzeptanz der plenum Beratungskernthemen durch unsere Kunden. Insbesondere die Themen IT-Governance, IT-Architektur und IT-Effizienz erfuhren eine hohe Nachfrage.

So konnten mehrere Aufträge bei einer namhaften Landesbank im Zuge der Folgemaßnahmen zur IT-Strategie generiert werden. Auch wurden Effizienzprojekte zur Synergieermittlung in der Anwendungsentwicklung, im Betrieb und im Processing bei aktuellen namhaften Bankfusionen gewonnen.

Beispielsweise wurden die Synergiepotentiale von zwei integrierenden Kreditfabriken ermittelt. Weiterhin unterstützte plenum eine große Sparkasse bei der Optimierung ihres Kreditgeschäftes. Hier wurden Prozessabläufe standardisiert und konsolidiert. Auch wurde die Begleitung der Migration der IT von einer Grosssparkasse zu einem IT-Dienstleister begonnen.

Auch neue Themen werden positiv von unseren Kunden aufgenommen. So haben wir einige Aufträge zur Einführung eines "IT-Valuemanagements" generieren können. Projektinhalte sind hier die Identifizierung von Leistungsindikatoren und -metriken in der IT im Sinne des Unternehmenswertbeitrages.

Folglich hat die plenum Management Consulting sowohl eine hohe Anzahl an namhaften Projekten in den Kernthemenfeldern als auch in neuen innovativen Themenfeldern gewinnen können und bestätigt damit ihre thematische Ausrichtung.

Agentur

5 Vergleicht man die Bruttoumsatzerlöse des zweiten Quartals 2005 mit denen des zweiten Quartals 2006, so erhält man eine Steigerung um 242 Tsd. Euro bzw. 9,2 % auf 2.866 Tsd. Euro. Auch gegenüber dem ersten Quartal 2006 sind die Bruttoumsatzerlöse gestiegen (+ 4,8 %). Im Vergeich zum ersten Halbjahr 2005 sind die Bruttoumsatzerlöse im ersten Halbjahr 2006 um 179 Tsd. Euro auf 5.602 Tsd. Euro gestiegen.

Das Segment Agentur hat im ersten Halbjahr 2006 einen Anteil an den gesamten Bruttoumsatzerlösen von 42,5 % (1. Halbjahr 2005: 32,3 %). Im zweiten Quartal 2006 trägt die Agentur einen Anteil von 42,2 % der gesamten Bruttoumsatzerlöse.

Eine Verringerung des Segmentergebnisses um 69 Tsd. Euro auf 10 Tsd. Euro ist im Vergleich der beiden ersten Quartale 2006 zu verzeichnen. Das Segmentergebnis des ersten Halbjahres des laufenden Geschäftsjahres von 89 Tsd. Euro ist um 788 Tsd. Euro besser als im ersten Halbjahr 2005.

Nachdem bereits die Teilnahme am Pitch in Dubai im ersten Quartal des Jahres ein großer Erfolg für plenum stoll & fischbach war, kann nun der Etatgewinn gemeldet werden. plenum stoll & fischbach ist internationale Lead Agentur für das Verkehrsprojekt "Dubai Metro" und setzte sich gegen hochkarätige Wettbewerber durch. Für die Agentur ist dies einer der größten Aufträge in der Firmengeschichte.

Implementierung

Vergleicht man das zweite Quartal 2006 mit dem zweiten Quartal 2005, so ist aufgrund des geplanten Ausstiegs aus dem Implementierungsgeschäft ein Rückgang der Bruttoumsatzerlöse um 1.931 Tsd. Euro auf 1.113 Tsd. Euro festzustellen. Im Vergleich zwischen dem ersten und dem zweiten Quartal 2006 sind die Bruttoumsatzerlöse um 53 Tsd. Euro von 1.166 Tsd. Euro auf 1.113 Tsd. Euro gesunken. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2005 sind im ersten Halbjahr 2006 die Bruttoumsatzerlöse um 4.036 Tsd. Euro auf 2.279 Tsd. Euro gefallen.

Der Anteil an den Bruttoumsatzerlösen beträgt im ersten Halbjahr 2006 17,3 % (1. Halbjahr 2005: 37,6 %).

Trotz des starken Umsatzrückganges ist eine Erhöhung des Segmentergebnisses um 397 Tsd. Euro auf – 13 Tsd. Euro zu verzeichnen.

Vermögens- und Finanzlage

Der Bestand an liquiden Mitteln zum Ende des zweiten Quartals 2006 (3.707 Tsd. Euro) reduzierte sich gegenüber dem 31. Dezember 2005 um 2.127 Tsd. Euro. Gegenüber dem Ende des ersten Quartals reduzierten sich die liquiden Mittel um 620 Tsd. Euro.

Das Anlagevermögen ist hauptsächlich abschreibungsbedingt um 215 Tsd. Euro zurückgegangen. Die Anlagenintensität (Anlagevermögen im Verhältnis zum Gesamtvermögen) ist gegenüber dem letzten Bilanzstichtag aufgrund des Rückganges der Bilanzsumme leicht angestiegen.

Insgesamt hat sich die Bilanzsumme im Vergleich zum 31. Dezember 2005 um 11,6 % und zum Ende des ersten Quartals 2006 um 9,2 % auf 10.917 Tsd. Euro vermindert.

Trotz des Rückganges des Eigenkapitals liegt die Eigenkapitalquote aufgrund der verkürzten Bilanz weiterhin bei 42 %. Die langfristige Finanzlage (das Verhältnis von langfristigem Vermögen zu langfristigem Kapital) ist im Verleich zum 31. Dezember 2005 gering von 0,4 auf 0,5 gestiegen. Die kurzfristige Finanzlage (das Verhältnis von kurzfristigem Vermögen zu kurzfristigem Kapital) hat sich von 1,8 auf 1,5 reduziert.

Die Reduzierung der liquiden Mittel um 2.127 Tsd. Euro gegenüber dem Ende des vorigen Geschäftsjahres entspricht im Wesentlichen dem Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit von 1.948 Tsd. Euro. Der Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit entstand hauptsächlich aus dem Anstieg der Forderungen von 765 Tsd. Euro und den Auszahlungen in den sonstigen Rückstellungen von 710 Tsd. Euro. Der Mittelabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit hat sich im zweiten Quartal 2006 gegenüber dem ersten

Quartal 2006 deutlich reduziert. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 30. Juni 2006 gegenüber dem 31. März 2006 wieder zurückgegangen sind, während sie im ersten Quartal 2006 deutlich zugenommen hatten. Der Mittelabfluss des zweiten Quartales 2006 ist im Wesentlichen auf die Auszahlung der variablen Gehaltsbestandteile der Berater für das Geschäftsjahr 2005 zurückzuführen.

Im ersten Quartal 2006 wurden nur geringfügige Ersatzinvestitionen getätigt. Wie im Geschäftsbericht 2005 angekündigt sind auch im weiteren Geschäftsjahr 2006 keine wesentlichen Investitionen geplant.

Für den Berichtszeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2006 hat die plenum AG keine Zwischendividende oder sonstige Ausschüttungen vorgenommen oder vorgeschlagen.

Mitarbeiter

Aufgrund der Personalanpassungsmaßnahmen in 2005 hat sich der Stand der Mitarbeiter zum 30. Juni 2006 im Vergleich zum 30. Juni 2005 um 33 auf 193 verringert. Der durchschnittliche Bestand der Mitarbeiter ging dabei von 231 auf 196 zurück. Im Vergleich zum Jahresende 2005 ging die Anzahl der Mitarbeiter nur leicht um 5 zurück. Die Personalmaßnahmen des zweiten Quartales 2006 werden sich erst im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres auf die Anzahl der

Entwicklung der Risikosituation

Die plenum-Aktie

Gegenüber der im Geschäftsbericht 2005 ausführlich dargestellten Risikosituation der plenum AG und ihrer Tochterunternehmen sind keine westlichen Veränderungen eingetreten.

Ausblick

Aufgrund der positiven Entwicklung in den ersten beiden Quartalen des laufenden Geschäftsjahres, des sehr guten Auftragsbestands für das Beratungsgeschäft und vor dem Hintergrund des Millionenauftrages aus Dubai im Agenturgeschäft, hebt das Management der plenum AG die Umsatzerwartung für 2006 um 4,2 % von 24 Mio. Euro auf 25 Mio. Euro und die Ergebniserwartung (EBIT) für 2006 um 47,4 % von minus 1,9 Mio. Euro auf minus 1 Mio. Euro an.

Die Ende 2004 eingeleitete Refokussierungsstrategie mit den Schwerpunkten

  • Konzentration auf das Beratungsgeschäft
  • Profilierung des Agenturgeschäftes
  • Ausstieg aus dem reinen Implementierungsgeschäft

hat das Unternehmen in den Kerngeschäftsfeldern wieder auf Wachstumskurs gebracht.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Berichtszeitraum sind nicht zu verzeichnen.

Der Kursverlauf der plenum-Aktie war im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2006 von einer insgesamt positiven Entwicklung geprägt. Die Unternehmsleitung wertet dies als Ausdruck des zunehmenden Vertrauens des Kapitalmarktes in die Refokussierungsstrategie der plenum AG.

Insgesamt konnte der Kurs der Aktie im ersten Halbjahr von 1,17 Euro am Jahresanfang um 47 % auf 1,72 Euro bis zum 30. Juni 2006 zulegen (Hoch/Tief: 1,87/1,03).

Auch nach dem Halbjahresstichtag entwickelte sich die Aktie trotz eines zwischenzeitlich sehr schwachen Börsenumfeldes weiter positiv, zeitweise bis auf 1,90 Euro.

Im laufenden Jahr hat die plenum AG den Dialog mit den Aktionären und Analysten weiter forciert. Institutionelle Anleger hatten in Einzelgesprächen Gelegenheit direkt mit dem Management über die Erfolge der Refokussierungsstrategie, die Milestones der operativen Entwicklung und die Unternehmensstrategie zu sprechen.

Die plenum AG wird die Financial Community auch weiterhin zeitnah und umfassend über die Entwicklungen der Gesellschaft informieren und den Dialog mit den Aktionären intensiv fortsetzen.

Privatanleger können, wie gewohnt, alle relevanten Informationen über die Investor Relations-Internetseite www.plenum.de/investorrelations erhalten.

plenum Aktie

Kursentwicklung Januar 2006 bis Juli 2006 (indexiert)

Kursentwicklung und Handelsvolumina von August 2005 bis Juli 2006

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (nicht testiert)

Tsd. € Q2-2006 Q2-2005 1. 1. bis
30. 6. 2006
1. 1. bis
30. 6. 2005
Umsatzerlöse 6.521 8.194 12.753 16.599
Umsatzkosten – 5.412 – 7.283 – 10.804 – 15.014
Bruttoergebnis vom Umsatz 1.109 911 1.949 1.585
Vertriebskosten – 595 – 755 – 1.213 – 1.730
Allgemeine Verwaltungskosten – 836 – 1.206 – 1.245 – 1.619
Forschungs- und Entwicklungskosten – 155 – 108 – 392 – 123
Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen 142 126 290 193
Betriebsergebnis – 335 – 1.032 – 611 – 1.694
Finanzergebnis 16 31 40 58
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit – 319 – 1.001 – 571 – 1.636
Steuern vom Einkommen und Ertrag – 10 191 – 71 31
Konzernergebnis –329 – 810 – 642 – 1.605
Ergebnis je Aktie in €
(unverwässert/verwässert) – 0,04 – 0,09 – 0,07 – 0,17
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(in Tsd., unverwässert) 9.577 9.577 9.577 9.577
Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien
(in Tsd., verwässert) 9.650 9.577 9.621 9.577

Konzernbilanz

(nicht testiert)

Aktiva, Tsd. € 30. 6. 2006 31. 12. 2005
Liquide Mittel/Wertpapiere 3.707 5.834
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.229 3.464
Vorräte 45 60
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige
kurzfristige Vermögensgegenstände 463 337
Kurzfristige Vermögensgegenstände, gesamt 8.444 9.695
Sachanlagevermögen 926 1.067
Immaterielle Vermögensgegenstände 170 244
Finanzanlagen 123 123
Ausleihungen 1.182 1.157
Latente Steuern 72 65
Langfristige Vermögensgegenstände, gesamt 2.473 2.656
Aktiva, gesamt 10.917 12.351
Passiva, Tsd. € 30. 6. 2006 31. 12. 2005
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen 0 18
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 813 858
Erhaltene Anzahlungen 85 339
Kurzfristige Rückstellungen 3.956 3.747
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 647 528
Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt 5.501 5.490
Langfristige Darlehen 0 44
Langfristige Rückstellungen 0 855
Latente Steuern 58 8
Pensionsrückstellungen 792 770
Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt 850 1.677
Gezeichnetes Kapital 9.577 9.577
Kapitalrücklage 14.201 14.177
Eigene Anteile – 83 – 83
Bilanzverlust – 19.129 – 18.487
Eigenkapital, gesamt 4.566 5.184
Passiva, gesamt 10.917 12.351

Konzern-Kapitalflussrechung

(nicht testiert)

Tsd. € 1. 1. bis 30. 6. 2006 1. 1. bis 30. 6. 2005
Konzernergebnis – 642 – 1.605
Abschreibungen 306 358
Steuern vom Einkommen und Ertrag 71 – 31
Ergebnis aus dem Abgang von immateriellen Vermögensgegenständen
und Sachanlagen 0 6
Finanzergebnis – 40 – 58
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 24 0
Veränderung des working capital
Vorräte 15 80
Forderungen – 765 1.605
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige
Vermögensgegenstände – 76 – 176
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen – 45 – 36
Sonstige Verbindlichkeiten – 135 – 108
Veränderung der Rückstellungen – 624 – 897
Veränderung sonstiger Aktiva und Passiva – 28 – 11
Zinseinzahlungen 15 41
Aus-/Einzahlungen aus Ertragsteuern – 24 1
Mittelabfluss/-zufluss aus operativer Tätigkeit – 1.948 – 831
Einzahlungen aus dem Abgang von
immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen 0 1
Auszahlungen für Investitionen
in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen – 118 – 207
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit – 118 – 206
Rückführung von Darlehen – 61 – 10
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit – 61 – 10
Veränderung der liquiden Mittel/ Wertpapiere – 2.127 – 1.047
Liquide Mittel/Wertpapiere am Anfang der Periode 5.834 6.632
Liquide Mittel /Wertpapiere am Ende der Periode 3.707 5.585

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals

(nicht testiert)

Tsd. € Anzahl
Aktien
in Tsd.
Konzern
ergebnis
Gezeich
netes
Kapital
Kapital
rücklage
Eigene
Anteile
Bilanz
verlust
Summe
Eigen
kapital
1. 1. 2005 9.577 9.577 14.151 – 83 – 15.324 8.321
Konzernergebnis – 1.605 – 1.605 – 1.605
30. 6. 2005 9.577 9.577 14.151 – 83 – 16.929 6.716
1. 1. 2006 9.577 9.577 14.177 – 83 – 18.487 5.184
Stock Options 24 24
Konzernergebnis – 642 – 642 – 642
30. 6. 2006 9.577 9.577 14.201 – 83 – 19.129 4.566

Segmentinformationen

(nicht testiert)

Implemen
Tsd. € Beratung Agentur tierung Gesamt 1
Bruttoumsätze Q2 – 2006 2.816 2.866 1.113 6.795
Q2– 2005 2.668 2.624 3.044 8.336
1. HJ-2006 5.310 5.602 2.279 13.191
1. HJ-2005 5.069 5.423 6.315 16.807
Innenumsätze Q2 – 2006 150 124 0 274
Q2– 2005 51 76 1 128
1. HJ-2006 288 150 0 438
1. HJ-2005 89 118 1 208
Nettoumsätze Q2 – 2006 2.666 2.742 1.113 6.521
Q2– 2005 2.617 2.548 3.043 8.208
1. HJ-2006 5.022 5.452 2.279 12.753
1. HJ-2005 4.980 5.305 6.314 16.599
Abschreibungen Q2 – 2006 – 50 – 58 0 – 108
Q2– 2005 – 55 – 84 0 – 139
1. HJ-2006 – 101 – 109 0 – 210
1. HJ-2005 – 113 – 138 0 – 251
Segmentkosten Q2 – 2006 – 2.386 – 2.674 – 1.129 – 6.189
Q2– 2005 – 2.682 – 3.092 – 3.259 – 9.033
1. HJ-2006 – 4.664 – 5.254 – 2.292 – 12.210
1. HJ-2005 – 5.247 – 5.866 – 6.724 – 17.837
Segmentergebnis (EBIT) Q2 – 2006 230 10 – 16 224
Q2– 2005 – 65 – 544 – 216 – 825
1. HJ-2006 257 89 – 13 333
1. HJ-2005 – 380 – 699 – 410 – 1.489
EBITDA Q2 – 2006 280 68 – 16 332
Q2– 2005 – 10 – 460 – 216 – 686
1. HJ-2006 358 198 – 13 543
1. HJ-2005 – 267 – 561 – 410 – 1.238
Segmentinvestitionen Q2– 2006 3 33 0 36
Q2– 2005 4 139 0 143
1. HJ-2006 13 78 0 91
1. HJ-2005 8 167 0 175
Segmentvermögen 30. 6. 2006 3.852 1.965 954 6.771
31. 12. 2005 3.460 1.931 670 6.061
Segmentschulden 30. 6. 2006 – 2.461 – 1.701 – 2.129 – 6.291
31. 12. 2005 – 2.035 – 2.299 – 2.691 – 7.025

1 Überleitung zu den Konzernzahlen unter Textziffer D5 in den Erläuterungen zum Zwischenabschluss

Erläuterungen zum Zwischenabschluss des ersten Halbjahres 2006

A. Grundlagen

10 10 Der Konzernabschluss der plenum AG zum 31. Dezember 2005 ist nach den am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, erstellt. In dem Konzernzwischenabschluss ("Zwischenabschluss") zum 30. Juni 2006, der auf Basis des International Accounting Standard (IAS) 34 "Interim Financial Reporting" erstellt wurden, werden im Wesentlichen die gleichen Bilanzierungsmethoden angewendet, wie im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2005. Notwendige Anpassungen, die sich durch neue oder überarbeitete Standards ergeben, sind im Folgenden erläutert. Alle zum 30. Juni 2006 verbindlichen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) werden zu Grunde gelegt. Ferner steht dieser Zwischenbericht im Einklang mit dem Deutschen Rechnungslegungs Standard Nr. 6 (DRS 6) – Zwischenberichterstattung des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. (DRSC). Die Zwischenabschlüsse werden vom Konzernabschlussprüfer, der Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, weder geprüft, noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Für weitere Informationen zu den im Einzelnen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wird auf den Konzernabschluss der plenum AG zum 31. Dezember 2005 verwiesen.

In den plenum AG Konzernabschluss des ersten Halbjahres 2006 sind neben der plenum AG vier inländische Tochterunternehmen einbezogen.

Im ersten Halbjahr 2006 erstmals anzuwendende geänderte Rechnungslegungsvorschriften

Folgender überarbeiteter und ergänzter Standard ist erstmals im Konzernabschluss zum 30. Juni 2006 anzuwenden:

– Amendment to IAS 21

("Effects of Changes in Foreign Exchange Rates")

Da alle konsolidierten Unternehmen des plenum Konzerns im Inland liegen, hat dieser Standard keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der plenum AG.

Im ersten Halbjahr 2006 neu herausgegebene Rechnungslegungsvorschriften

Das IASB hat im ersten Halbjahr 2006 folgende neue Interpretationen herausgegeben:

– IFRIC 8 ("Scope of IFRS 2")

– IFRIC 9 ("Reassessment of Embedded Derivatives")

IFRIC 8 ist ab dem 1. Mai 2006 und IFRIC 9 ist ab dem 1. Juni 2006 anzuwenden. Diese Interpretationen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den plenum Konzern.

B. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

B1. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten folgende Positionen:

1. 1. bis 1. 1. bis
Tsd. € Q2-2006 Q2-2005 30. 6. 2006 30. 6. 2005
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen 64 62 187 91
Erträge aus der Herabsetzung von
Wertberichtigungen 6 64 28 77
Übrige 74 4 78 29
144 130 293 197

B2. Finanzergebnis

1. 1. bis 1. 1. bis
Tsd. € Q2-2006 Q2-2005 30. 6. 2006 30. 6. 2005
Erträge aus sonstigen Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 12 12 25 25
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40 22 55 41
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 36 – 3 – 40 – 8
16 31 40 58

B3. Steuern vom Einkommen und Ertrag

1. 1. bis 1. 1. bis
Tsd. € Q2-2006 Q2-2005 30. 6. 2006 30. 6. 2005
Laufende Steuern – 28 0 – 28 0
Latente Steuern 18 191 – 43 31
– 10 191 – 71 31

B4. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Konzernergebnisses mit der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der ausgegebenen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie tritt dann ein, wenn die durchschnittliche Aktienanzahl durch Hinzurechnung der Ausgabe potenzieller Aktien aus Optionsrechten erhöht wird.

In 2005 wurden Optionsrechte an die Mitarbeiter ausgegeben. Durch diese Optionsrechte entstanden im Geschäftsjahr 2006 bei einem Durchschnittskurs der plenum Aktie im zweiten Quartal 2006 von 1,71 Euro und im ersten Halbjahr 2006 von 1,52 Euro und einem Bezugspreis von 1,31 Euro folgende Verwässerungseffekte des Ergebnisses:

Wertberichtigungen 6 64 28 77 Ergebnis
Übrige 74 4 78 29 Ergebnis Aktien je Aktie
144 130 293 197 Den Aktionären zustehendes Ergebnis aus Q2-2006 (in Tsd. €)
– 329
In Q2-2006 durchschnittlich ausstehende Anzahl von Aktien, unver
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betragen 3 Tsd. Euro (2. Quartal 2006: 2 Tsd. Euro; 1. Halbjahr 2005: wässert (in Tsd.) 9.577
7 Tsd. Euro; 2. Quartal 2005: 4 Tsd. Euro). Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) – 0,04
Durchschnittliche Anzahl von Aktienoptionen in Q2-2006, die einen
B2. Finanzergebnis Verwässerungseffekt verursachen (in Tsd.) 310
Durchschnittliche Anzahl von Aktienoptionen in Q2-2006, für die
Das Finanzergebnis setzt sich aus den in unten stehender Tabelle angegebenen Positionen zusammen: Aktien zum durchschnittlichen Marktpreis ausgegeben worden
wären (in Tsd.) – 237
1. 1. bis 1. 1. bis In Q2-2006 durchschnittlich ausstehende Anzahl von Aktien,
Tsd. € Q2-2006 Q2-2005 30. 6. 2006 30. 6. 2005 verwässert (in Tsd.) 9.650
Erträge aus sonstigen Ausleihungen Ergebnis je Aktie in € (verwässert) – 0,04
des Finanzanlagevermögens 12 12 25 25
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 40 22 55 41 Den Aktionären zustehendes Ergebnis aus dem 1. HJ-2006 (in Tsd. €)
– 642
Zinsen und ähnliche Aufwendungen – 36 – 3 – 40 – 8 Im 1. HJ-2006 durchschnittlich ausstehende Anzahl von Aktien,
16 31 40 58 unverwässert (in Tsd.) 9.577
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) – 0,07
B3. Steuern vom Einkommen und Ertrag Durchschnittliche Anzahl von Aktienoptionen im 1. HJ-2006,
die einen Verwässerungseffekt verursachen (in Tsd.) 317
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag des Konzerns teilen sich wie folgt auf: Durchschnittliche Anzahl von Aktienoptionen im 1. HJ-2006,
1. 1. bis 1. 1. bis für die Aktien zum durchschnittlichen Marktpreis ausgegeben
Tsd. € Q2-2006 Q2-2005 30. 6. 2006 30. 6. 2005 worden wären (in Tsd.) – 273
Laufende Steuern – 28 0 – 28 0 Im 1. HJ-2006 durchschnittlich ausstehende Anzahl von Aktien,
Latente Steuern 18 191 – 43 31 verwässert (in Tsd.) 9.621
– 10 191 – 71 31 Ergebnis je Aktie in € (verwässert) – 0,07
Erläuterungen
11
1
1
Den Aktionären zustehendes Ergebnis aus dem 1. HJ-2006 (in Tsd. €)
– 642
Im 1. HJ-2006 durchschnittlich ausstehende Anzahl von Aktien,
unverwässert (in Tsd.) 9.577
Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) – 0,07
Durchschnittliche Anzahl von Aktienoptionen im 1. HJ-2006,
die einen Verwässerungseffekt verursachen (in Tsd.) 317
Durchschnittliche Anzahl von Aktienoptionen im 1. HJ-2006,
für die Aktien zum durchschnittlichen Marktpreis ausgegeben
worden wären (in Tsd.) – 273
Im 1. HJ-2006 durchschnittlich ausstehende Anzahl von Aktien,
verwässert (in Tsd.) 9.621
Ergebnis je Aktie in € (verwässert) – 0,07

C. Erläuterungen zur Konzernbilanz

C1. Liquide Mittel/Wertpapiere

Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten mit einer ursprünglichen Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens beinhalten eine kurzfristige Geldanlage in einen Geldmarktfonds in Höhe von 1.342 Tsd. Euro.

C2. Anlagevermögen

In das Anlagevermögen wurden im Berichtszeitraum 118 Tsd. Euro investiert. Das Anlagevermögen wurde im selben Zeitraum durch Abschreibungen in Höhe von 306 Tsd. Euro vermindert.

C3. Rückstellungen

Die langfristigen Rückstellungen in Höhe von 855 Tsd. Euro des Vorjahres betreffen eine Gewährleistungsrückstellung, die für zwei Jahre gebildet worden war. Nach Einschätzung der Unternehmensleitung sind Ansprüche aus den betreffenden Gewährleistungsverpflichtungen nach dem 30. Juni 2007 nicht mehr zu erwarten. Es wurde deshalb zum 30. Juni 2006 eine Umgliederung in die kurzfristigen Rückstellungen vorgenommen.

C4. Verbindlichkeiten

Das zum 31. Dezember 2005 noch bestehende Darlehen bei einem Kreditinstitut wurde ohne Vorfälligkeitsentschädigung vor der Fälligkeit zurückgeführt.

C5. Eigenkapital

Zu Beginn und zum Ende des Berichtszeitraumes betrugen Grund-, genehmigtes und bedingtes Kapital:

Tsd. € Grundkapital 9.577 Genehmigtes Kapital 4.789 Bedingtes Kapital 957

Zum 30. Juni 2006 besitzt plenum 16.790 eigene Aktien, die in 2001 zum Preis von insgesamt 83 Tsd. Euro erworben und offen mit dem Eigenkapital verrechnet wurden. Im ersten Halbjahr 2006 wurden keine eigenen Aktien erworben, verwendet oder eingezogen.

Im Berichtsjahr wurden mit Zuteilungsdatum vom 14. Juni 2005 an Mitarbeiter der plenum AG und an Mitarbeiter verbundener Unternehmen neue Optionsrechte ausgegeben. Die Kapitalrücklage wurde in Höhe des im ersten Halbjahr 2006 gebuchten Personalaufwandes in Höhe von 24 Tsd. Euro erhöht.

D. Zusatzangaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, zur Konzernbilanz und zur Konzern-Kapitalflussrechnung

D1. Aufwand für bezogene Waren und Leistungen

Der Aufwand für bezogene Waren und Leistungen betrug im zweiten Quartal 2006 1.984 Tsd. Euro (2. Quartal 2005: 3.109 Tsd. Euro).

D2. Personalaufwand

Der Personalaufwand enthält folgende Positionen:

1. 1. bis 1. 1. bis
Tsd. € Q2-2006 Q2-2005 30. 6. 2006 30. 6. 2005
Löhne und Gehälter 3.259 3.684 6.378 7.370
Soziale Abgaben 445 562 874 1.097
Aufwendungen für Altersvorsorge 30 25 62 50
3.734 4.271 7.314 8.517

Im ersten Halbjahr 2006 wurden durchschnittlich 196 (1. Halbjahr 2005: 231) Mitarbeiter beschäftigt.

D3. Aktienorientierte Vergütung

Im zweiten Quartal 2006 wurden keine Aktienoptionen ausgegeben.

D4. Konzern-Kapitalflussrechnung

In der Konzern-Kapitalflussrechnung wurde eine nicht zahlungswirksame Erhöhung der Kapitalrücklage von 24 Tsd. Euro (1. Halbjahr 2005: 0 Tsd. Euro) berücksichtigt.

D5. Segmentinformationen

Die Segmentzahlen leiten sich wie folgt zu den Konzernzahlen über:

Segmente
Tsd. € Gesamt Überleitung Konzern
Bruttoumsätze
Q2-2006
6.795 – 274 6.521
Q2– 2005 8.322 – 128 8.194
1. HJ 2006 13.191 – 438 12.753
1. HJ 2005 16.807 – 208 16.599
Innenumsätze
Q2-2006
274 – 274 0
Q2– 2005 128 – 128 0
1. HJ 2006 438 – 438 0
1. HJ 2005 208 – 208 0
Nettoumsätze
Q2-2006
6.521 0 6.521
Q2– 2005 8.194 0 8.194
1. HJ 2006 12.753 0 12.753
1. HJ 2005 16.599 0 16.599
Abschreibungen
Q2-2006
– 108 – 48 – 156
Q2– 2005 – 139 – 53 – 192
1. HJ 2006 – 210 – 96 – 306
1. HJ 2005 – 251 – 107 – 358
Übrige Kosten
Q2-2006
– 6.189 – 510 – 6.699
Q2– 2005 – 8.880 – 153 – 9.033
1. HJ 2006 – 12.210 – 847 – 13.057
1. HJ 2005 – 17.837 – 100 – 17.937
Ergebnis (EBIT)
Q2-2006
224 – 558 – 334
Q2– 2005 – 825 – 206 – 1.031
1. HJ 2006 333 – 943 – 610
1. HJ 2005 – 1.489 – 207 – 1.696
IOP (EBITDA)
Q2-2006
322 – 510 – 178
Q2– 2005 – 686 – 153 – 839
1. HJ 2006 543 – 847 – 304
1. HJ 2005 – 1.238 – 98 – 1.336
Investitionen
Q2-2006
36 26 62
Q2– 2005 143 4 147
1. HJ 2006 91 27 118
1. HJ 2005 175 7 182
Vermögen
30.06.2006
6.771 4.146 10.917
31.12.2005 6.061 6.290 12.351
Schulden
30.06.2006
– 6.291 – 60 – 6.351
31.12.2006 – 7.025 – 591 – 7.616

Die Konzernumlagen wurden zu Beginn des Geschäftsjahres 2006 neu kalkuliert. Durch die Neukalkulation werden die Segmente im Geschäftsjahr 2006 gegenüber dem Geschäftsjahr 2005 insgesamt um 1,4 Mio. Euro geringer belastet.

Aus der Kundenstruktur des Konzerns ergibt sich keine

wesentliche Konzentration auf bestimmte geographische Regionen. Auf einen Großkunden des Segmentes Implementierung entfielen im ersten Halbjahr 2006 13,7% der Umsatzerlöse (1. Halbjahr 2005: 35,5%).

Nach Schluss des ersten Halbjahres 2006 haben sich keine wichtigen Ereignisse ergeben.

D6. Organe

Der Aktienbesitz und die Bezugsrechte der Organe der plenum AG werden im Folgenden dargestellt:

Aktienbesitz der Vorstände
Stückzahl
Hartmut
Skubch
Klaus
Gröne
Michael
Rohde
Andreas
Janssen
Gesamt
1. 1. 2006 1.891.253 20.453 0 0 1.911.706
30. 6. 2006 1.891.253 20.453 0 0 1.911.706
Bezugsrechte der Vorstände
Stückzahl
Hartmut
Skubch
Klaus
Gröne
Michael
Rohde
Andreas
Janssen
Gesamt
1. 1. 2006 50.000 20.000 10.000 3.900 83.900
verfallen – 50.000 – 20.000 – 10.000 – 3.900 – 83.900
30. 6. 2006 0 0 0 0 0
verfallen – 50.000 – 20.000 – 10.000 – 3.900
– 83.900
30. 6. 2006 0
0
0 0
0
1 3
Aktienbesitz der Aufsichtsräte Michael Dr. Wolfgang Norbert
Stückzahl Bauer* Händel Rohrig Gesamt
1. 1. 2006
30. 6. 2006
370.360
370.360
1.000
1.000
700
700
372.060
372.060
* indirekter Aktienbesitz
Erläuterungen
13

Unternehmenskalender

  1. November 2006 Veröffentlichung Q3-Abschluss 2006

Herausgeber und Kontakt

14 14 plenum AG Investor Relations Hagenauer Straße 53 D-65203 Wiesbaden Tel. + 49 611 9882-361 Fax + 49 611 9882-496 www.plenum.de/investorrelations [email protected]

Gern nehmen wir Sie in unseren Investor-Relations-Verteiler auf, um Ihnen unsere Informationen über plenum zukommen zu lassen.

Informationen sind im Internet unter www.plenum.de erhältlich.

Dieser Geschäftsbericht erscheint auch in englischer Sprache.

Weitere Exemplare können Sie über den Geschäftsberichts-Service anfordern: Tel.: +49 800 1814140 Fax.: +49 800 8195570

www.handelsblatt.com/gberichte

Konzeption und Gestaltung: plenum stoll & fischbach GmbH (vormals plenum Communication GmbH) Kalkofenstr. 51 71083 Herrenberg

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