Annual Report • Mar 26, 2003
Annual Report
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Geschäftsbericht 2001
| Kennzahlen der plenum-Gruppe (US-GAAP) in Mio. € | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2001 | 2000 | 1999 | 1998 | 1997 | |
| Umsatzerlöse | 65,0 | 47,2 | 25,7 | 20,3 | 13,8 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 19,4 | 19,6 | 10,7 | 8,8 | 5,4 |
| EBITDA | 5,1 | 4,6 | 3,4 | 4,5 | 2,9 |
| EBIT | 3,3 | 3,1 | 2,9 | 4,2 | 2,6 |
| Konzernergebnis vor a.0. Aufwendungen | 3,0 | 2,1 | 1,9 | 3,6 | 1,4 |
| Konzernergebnis nach a.0 Aufwendungen | 2,9 | 1,8 | 1,9 | 3,5 | 1,4 |
| Ergebnis je Aktie vor a.o. Aufwendungen (in €) | 0,31 | 0,25 | 0,27 | 0,34 | 0,22 |
| Ergebnis je Aktie nach a.o. Aufwendungen (in €) | 0,30 | 0,21 | 0,27 | 0,33 | 0,22 |
| Eigenkapital | 20,4 | 29,0 | 26,3 | 22,7 | 4,6 |
| Bilanzsumme | 33,3 | 41,7 | 31,6 | 27,6 | 7,8 |
| Eigenkapitalquote | 62% | 70% | 83% | 82% | 59% |
| Mitarbeiter am 31.12 | 462 | 318 | 170 | 122 | 86 |
• Ergebnis pro Aktie steigt auf 0,30 Euro (+ 45%) • Umsatzwachstum auf 65 Mio. Euro (+ 40%) • Ergebnissteigerung (EBITDA) auf 5,1 Mio. Euro (+10%)


Das Jahr 2001, insbesondere das zweite Halbjahr, war geprägt von rezessiven Tendenzen und großen Unsicherheiten über die weitere Entwicklung der Wirtschaft. Unsere klare strategische Ausrichtung, das Vertrauen unserer Kunden, die Kompetenz unserer Mitarbeiter und der konsequente Einsatz von Instrumenten zur Unternehmenssteuerung waren die Basis für unser hervorragendes Ergebnis auch in einem extrem schwierigen Marktumfeld.
Gerade in Zeiten konjunktureller Schwierigkeiten setzen unsere Kunden auf einen starken und vertrauten Partner. So gelang es der plenum Management Consulting in zahlreichen Aufträgen die Kostenstruktur unserer Kunden nachhaltig zu verbessern.
Dass unter diesem Kostendruck unsere Kunden trotzdem nicht auf zukunftsweisende IT- und Kommunikationslösungen zur weiteren Geschäftsentwicklung verzichten mussten, ist in vielen Fällen der effizienten Zusammenarbeit der Bereiche plenum Systems und plenum Communication mit unseren Consultants und nicht zuletzt den Mitarbeitern unserer Kunden zu verdanken.
Das Ergebnis dieser erfolgreichen Marktpositionierung heißt: Profitabilität bei anhaltend hoher Wachstumsdynamik. Die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres unterstreichen dies nachdrücklich: Ein Umsatzwachstum von rund 40% auf 65,0 Mio. Euro bei einem Ergebnis (EBITDA) von 5,1 Mio. Euro. Somit konnten wir auch trotz des konjunkturellen Einbruchs nach den tragischen Ereignissen des 11. September unsere im August angehobenen Prognosen erreichen.
Sprecher des Vorstandes plenum AG, Wiesbaden
Finanzvorstand plenum AG, Wiesbaden Dies ist nicht nur eine klare Bestätigung der Erwartungen von Analysten und Börsenbeobachtern, sondern stellt wiederum die hohe Planungszuverlässigkeit von plenum unter Beweis.
Die Zukunft steht im Zeichen einer zunehmenden Konsolidierung im Markt der IT-Dienstleister. Aufgrund unserer erfolgreichen Akquisitionen der letzten zwei Jahre und ihrer systematischen Integration in das Leistungsportfolio der plenum, sind wir der festen Überzeugung, in diesem Prozess eine entscheidende Rolle zu spielen.
Wir werden daher durch weitere strategische Akquisitionen unsere Marktposition ausbauen und plenum zu einem der führenden Anbieter integrierter IT- und Kommunikationslösungen entwickeln. Unser wirtschaftlicher Erfolg und die weiterhin dynamischen Perspektiven basieren nicht zuletzt auf dem hohen Engagement und der hervorragenden Kompetenz unserer Mitarbeiter.
Hiervon profitieren nicht nur das Unternehmen, sondern in gleichem Maße auch unsere Kunden und Aktionäre.
Der Vorstand dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistung und allen Aktionärinnen und Aktionären für ihr Vertrauen.
Der Vorstand
Hartmut Skubch
Thomas Reuther


plenum hat die Geschäftsjahre 2000 und 2001 konsequent genutzt, um seine Transformation vom Beratungshaus zum Lösungsanbieter abzuschließen.
Aufgestellt mit drei Kernkompetenzen:
• Expertise in integrierter Kommunikation, ist plenum derzeit der einzige Anbieter ganzheitlicher IT- und Kommunikationslösungen, der sich konsequent an der Geschäftsstrategie der Blue Chip Kunden orientiert.
Die zunehmende Komplexität der IT und die durch das Internet ausgelöste Verknüpfung von Kommunikation und Technologie führt insbesondere in einem konjunkturell angespannten Marktumfeld zu einer steigenden Nachfrage nach integrierten Lösungen, weil:
• unsere Kunden das Integrationsrisiko auf einen Lösungsanbieter übertragen können,
plenum profitiert von diesem Trend zu integrierten Lösungen, achtet aber auch intensiv auf Höchstleistungen in jedem einzelnen Unternehmensbereich. So hat sich die plenum Management Consulting in ihrer 15-jährigen Geschichte einen ausgezeichneten Ruf, insbesondere im Wettbewerb zu den führenden angelsächsischen Beratungshäusern, bei den deutschen Blue Chip Kunden erworben.
| Aachener und Münchener Versicherung |
|---|
| AXA Konzern AG |
| Bacardi GmbH |
| Bausparkasse Schwäbisch Hall |
| Bayerische Landesbank |
| Berliner Volksbank eG |
| Berufsgenossenschaften |
| (Bau, Tiefbau, Nahrung und Gaststätten) |
| BHF Bank |
| Börse Stuttgart AG |
| Bruno Banani |
| Deutsche Krankenversicherungs AG |
Deutsche Leasing AG Deutsche Post ERGO-Konzern Frankfurter Sparkasse Gerling-Konzern Hamburger Sparkasse Henkel KGaA Landesbank Hessen-Thüringen Lebensversicherung 1871 Microsoft Porsche R+V Versicherung AG
| Sal. Oppenheim jr. & Cie. |
|---|
| Sanetta |
| SIGNAL IDUNA Gruppe |
| Sparkassen Versicherungen |
| DeTeMobil Deutsche Telekom |
| MobilNet GmbH |
| Victoria Versicherung AG |
| Wella AG |
| Westdeutsche Landesbank |
| yellomiles |



Die plenum Communication zählt inzwischen zu den TOP 25 der deutschen Werbeagenturen und Dienstleistern für integrierte Kommunikation.
Auch der Systemintegrator plenum Systems konnte sich in den letzten vier Jahren erfolgreich als Anbieter komplexer, innovativer IT-Lösungen positionieren. Allerdings sehen wir hier noch einen deutlichen Bedarf für externes Wachstum, um auch weiterhin das durchschnittliche Projektvolumen systematisch zu steigern. So werden wir vom Konsolidierungsprozess in der Branche der IT-Dienstleister profitieren und unter dem Dach der im Markt etablierten Marke plenum weitere strategische Akquisitionen tätigen. Erklärtes Ziel für das Jahr 2002 ist es daher, die Marktposition in diesem Segment durch eine gezielte Großakquisition deutlich zu verbessern, wobei Deutschland im Mittelpunkt der Aktivitäten stehen wird.
Obwohl die aktuellen Wirtschaftsprognosen nur ein sehr moderates organisches Wachstum erwarten lassen, soll plenum durch diesen geplanten Schritt eine Umsatzgröße erreichen, die zum einen die Aufmerksamkeit am Kunden- und Kapitalmarkt weiter signifikant erhöht, zum anderen eine weitere Optimierung der Kostenstruktur ermöglicht.
Geschäftsführer plenum Management Consulting GmbH
Vorsitzender der Geschäftsführung plenum Systems GmbH
Vorsitzender der Geschäftsführung plenum stoll & fischbach Communication GmbH Zukunftssichere Lösungen verlangen integrierte Denkansätze und Systeme.
Die plenum Management Consulting entwickelt als eines der führenden Beratungsunternehmen zukunftsfähige Business-Strategien, optimiert Organisationsprozesse und plant IT-Systeme. In Zeiten der Konsolidierung und Kostenoptimierung entwickelt das Unternehmen, je nach Kundenanforderung, interdisziplinäre Lösungen in den Themenschwerpunkten Effizienzsteigerung von IT-Organisationen, Auslagerungen, IT-Strategie sowie Business Engineering.
Dieser Unternehmensbereich bietet neben Full-Service-Leistungen bei eMarketing und eBusiness auch die Entwicklung von Internetauftritten und Content, strategische Markenführung sowie klassische Offline Kommunikation. Das Leistungsspektrum wurde durch das Zusammengehen mit der stoll & fischbach
um wichtige Cross-Media- und eBranding-Kompetenzen erweitert. Somit können kreative und integrierte Lösungen für neue Geschäftsmodelle, eBusiness und eCRM entwickelt werden. Lösungen der plenum Communication wurden mit dem Deutschen Multimedia Award 2001 und der Silver Medal bei den internationalen New York Festivals ausgezeichnet.
Der Integrations-Spezialist bietet konzentrierte IT-Kompetenz aus einer Hand. plenum Systems entwickelt IT-Strategien und bietet die Planung sowie Implementierung technischer Architekturen an. Die Entwicklung neuer Business-Anwendungen sowie IT-Lösungen zur Unternehmenskommunikation gehören zum Kerngeschäft des Systemhauses. Zudem bietet plenum Systems Lösungen für die Integration neuer Technologieoptionen in bestehende Softwarelandschaften und die Entwicklung und Inbetriebnahme internetfähiger IT-Infrastrukturen.

Organisationsstruktur der plenum-Gruppe, Stand 31. März 2002

Durch das Internet wurde die Verzahnung von Geschäftsmodellen, IT und Kommunikation deutlich vorangetrieben. Dabei ist zusätzlich die technologische Komplexität enorm angestiegen. Um Geschäftsrisiken zu verringern, müssen – insbesondere in einer konjunkturell angespannten Phase – die Kernkompetenzen Business, IT und Kommunikation/Marketing in einem übergreifenden Team gebündelt und integrierte, von allen akzeptierte Lösungen erarbeitet werden. plenum profitiert von diesem Trend zu integrierten Lösungen und sieht sich in seiner strategischen Positionierung voll bestätigt. Erfolgsfaktor für plenum bleibt dabei weiterhin die individuelle wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und die hohe Qualität der Leistungen der drei Unternehmensbereiche. Nur durch Einzelleistungen, die höchsten Marktansprüchen genügen, lassen sich auch qualitativ hochwertige integrierte Lösungen erzielen.
plenum Management Consulting
integrierte Lösungen
plenum Communication
plenum Systems



Das Börsenjahr 2001 war geprägt von hoher Volatilität und einem allgemeinen, stark ausgeprägten Abwärtstrend in nahezu allen Aktienmärkten weltweit. Dies ist eine Folge der sich immer deutlicher abzeichnenden Abschwächung der wirtschaftlichen Entwicklung in den Industrieländern, aber auch der Bewertungsanpassung nach der Hausse-Phase der späten neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Damit setzte sich die Negativentwicklung der Aktienkurse seit dem Frühjahr 2000 ungebremst fort. Dies gilt insbesondere für die Börsensegmente aus den Wachstumsbereichen – und hier vor allem in den Sektoren Telekommunikation, Internet und Software-Unternehmen.
Diesem Trend konnte sich die plenum-Aktie zwar nicht entziehen. Wie die Abbildung der relativen Kursentwicklung gegenüber den wichtigen Vergleichsindizes jedoch zeigt, hat plenum auch am Aktienmarkt "outperformt".
Während die wichtigste Benchmark für die plenum-Aktie, der Gesamtindex des Neuen Marktes (NEMAX Allshare Index), im Jahre 2001 um 64% an Kurswert einbüßte und der für plenum relevante IT-Branchenindex des NEMAX um fast 48% einbrach, gab die plenum-Aktie gegenüber dem Jahresendkurs 2000 (Euro 9,36) um lediglich 26% auf Euro 6,90 nach.

plenum
11
Geschäftsbericht 2001

Dies ist auch in einer Baisse-Phase unbefriedigend, da der Aktienkurs das hohe Wachstum von plenum nicht widerspiegelt. Es zeigt aber dennoch, dass der Aktienmarkt trotz genereller Baisse-Stimmung zu differenzieren vermag: Das im Jahresverlauf durchweg hervorragende und im Vergleich zum Wettbewerb nicht von der ausgeprägten Konsolidierung in der IT- und Marketingbranche tangierte Geschäft von plenum hat die Aktie zu den wenigen Outperformern am Neuen Markt gemacht.
Sie hat sich nach den Panikverkäufen in Folge der tragischen Ereignisse des 11. September auch deutlich besser erholt als der Gesamtmarkt. Ihre Jahresperformance liegt auf einem vergleichbaren Niveau mit den deutschen Blue Chips im DAX-Index (-20%).
Dass die plenum-Aktie im sehr schwierigen Kapitalmarktumfeld des Jahres 2001 per Saldo eine im Vergleich zu allen Benchmarks derart befriedigende Entwicklung genommen hat, resultiert nicht zuletzt auch aus einer weiter intensivierten Kommunikation mit unseren Aktionären, den Kapitalmarkt-Akteuren, Multiplikatoren und Meinungsbildnern.
Zeitnähe, Transparenz und Vollständigkeit sind für plenum die wesentlichen Parameter in der Berichterstattung und Kommunikation. Zahlreiche Roadshows und Meetings mit Analysten und Investoren haben den Bekanntheitsgrad der plenum-Aktie wesentlich erhöht. Als Ergebnis dieser systematischen Investor Relations Arbeit konnten zum Jahresende zahlreiche neue Investoren gewonnen werden.

Obwohl viele Analyse-Häuser die Zahl ihrer Unternehmensanalysen verringert haben, ist es darüber hinaus gelungen, die "Coverage" der plenum-Aktie deutlich auszuweiten.
Die Aufnahme der Coverage durch das internationale Brokerhaus CAI Cheuvreux mit dem Prädikat "Outperform" war dabei ein wichtiger Meilenstein. Damit hat plenum erstmalig die Chance, die Aktie in den Fokus großer internationaler Investoren zu rücken.
Weitere Analyse-Häuser und Investmentbanken haben im letzten Jahr plenum in ihr beobachtetes Universum aufgenommen – mit Kaufempfehlungen.


| Handelsparameter | |||
|---|---|---|---|
| Wertpapier-Kennnummer | 690 100 | Höchst-/Tiefstkurs 2001 | 14,00 € (29.01.)/ |
| Tickersymbol | PLEG.F, PLE NM | 4,40 € (21.09.) | |
| Handelssegment | Neuer Markt | Designated Sponsors | M.M.Warburg, |
| Frankfurt | Landesbank | ||
| Handelsplätze | Alle acht deutschen | Baden-Württemberg | |
| Börsen sowie Xetra | Gewicht im NEMAX All Share | ||
| Erster Handelstag | 3. August 1998 | (31.12.) | 0,12% |
| Schlusskurs (31.12.) | 6,90 € | Gewicht im NEMAX IT-Services | |
| Marktkapitalisierung (31.12.) | 66,1 Mio. € | Branchenindex (31.12.) | 2,56% |

Nach einer Periode mit spürbarem Mangel an qualifizierten Fachkräften in den vergangenen Jahren hat sich der Personalmarkt im Laufe des Geschäftsjahres 2001 nachhaltig entspannt. Aufgrund der konjunkturellen Schwierigkeiten mussten zahlreiche Mitbewerber ihren Mitarbeiterzuwachs deutlich reduzieren oder sogar Personal freisetzen. plenum hingegen hat die Anzahl der Beschäftigten von 318 um 45% auf 462 Personen zum 31.12.2001 nahezu analog zum Umsatzwachstum gesteigert. Durch die Akquisition von stoll & fischbach stieg die Zahl der Mitarbeiter um rund 100 an. Zusätzliche hochqualifizierte Mitarbeiter konnten am Markt für plenum gewonnen werden.
Ziel der Personalführung war auch im Geschäftsjahr 2001, das Qualifikationsniveau der Mitarbeiter weiter zu heben bzw. verstärkt Mitarbeiter mit langjähriger Berufserfahrung zu gewinnen. Darüber hinaus wurden die Ressourcen in den kundennahen

und vertriebsorientierten Bereichen bevorzugt verstärkt. In der plenum-Gruppe wurde nunmehr eine Größe erreicht, die systematische Weiterbildungs- und Fortbildungsprogramme für die Mitarbeiter erforderlich machen. Eine weitere Herausforderung ist die unternehmensweite Umsetzung von Karriere- und Laufbahnentwicklungen sowie die gezielte Identifizierung und Förderung von Managementnachwuchskräften. Diese wichtigen Schritte sollen durch entsprechende Personalentwicklungsprogramme und durch den Ausbau von Weiterbildungsmaßnahmen zeitnah umgesetzt werden.
Integrierte IT- und Kommunikationslösungen verlangen die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams. Neben ausgezeichnetem Fachwissen und Professionalität ist vor allem ein hohes Maß an sozialer Kompetenz ausschlaggebend für den Erfolg bereichsübergreifender Projekte. In der Auswahl und Weiterentwicklung unserer Mitarbeiter sind dies für plenum zentrale Kriterien, welche gleichzeitig unsere Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen.
Auf Initiative des Vorstands wurde ein Kommunikationsforum für Mitarbeiter gebildet. Zweimonatlich treffen sich Vertreter der Standorte, um gemeinsam mit dem Vorstand ausgewählte Fragestellungen zu diskutieren und in themenspezifischen Projekten umzusetzen. Gleichzeitig können so auf direktem Wege Hintergründe zu Entscheidungen des Managements transparent gemacht werden. Neben einer Verbesserung der Information und Kommunikation über die geschäftliche Entwicklung wurde allen Mitarbeitern damit auch ein direkter Kanal zum Vorstand eröffnet. Entscheidungen, die in diesem Forum erörtert werden, betreffen beispielsweise die organisatorische Integration akquirierter Unternehmen oder die Ausgestaltung leistungsorientierter Vergütungssysteme sowie Weiterbildungsprogramme. Diese Entscheidungen werden anschließend an die gesamte Belegschaft kommuniziert.




Die Weltwirtschaft war in 2001 geprägt von einem synchronen Verlauf in Richtung Rezession. Vorläufer spielten hierbei die USA, wo, ausgelöst durch kräftige Einbrüche bei den Investitionen, die Konjunktur schon im Frühjahr in die Minuszahlen abglitt. Europa, insbesondere Deutschland, konnte sich diesem Sog nicht entziehen, während die Probleme in Japan andauerten. Die Notenbanken reagierten mit massiven Gegenmaßnahmen zur Stützung der Konjunktur.
Die Zinssenkungen wurden nach den tragischen Ereignissen des 11. September in den USA zusätzlich noch von umfangreichen Konjunkturprogrammen flankiert. Dennoch stellten die Attentate einen schweren Dämpfer dar, so dass zum Jahresende 2001 noch nicht absehbar war, wann die weltwirtschaftliche Talsohle durchschritten sein würde.
In diesem seit vielen Jahren schärfsten weltwirtschaftlichen Abschwung hatte auch die Informations- und Kommunikationswirtschaft ihr bisher schwierigstes Jahr, wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM) Anfang 2002 hervorhebt.
Dennoch ist die Branche im Jahr 2001 erneut deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft gewachsen: Während das deutsche Brutto-Inlandsprodukt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Januar 2002 preisbereinigt nur noch um 0,6% gewachsen war, legte der deutsche Markt für Informationstechnik und Telekommunikation in 2001 laut BITKOM immerhin noch um 2% auf 140 Mrd. Euro zu. Software und IT-Service definieren in diesem Markt die stärksten Wachstumsträger.

Die somit auch im IT-Sektor deutlich geringeren Wachstumsraten des Rezessionsjahres 2001 sind an der Entwicklung der IT-Dienstleister nicht spurlos vorübergegangen. Zahlreiche Anbieter mussten den Markt verlassen oder gehen finanziell geschwächt einer ungewissen Zukunft entgegen.
Dies betrifft vor allem Nischenanbieter, die darüber hinaus einer weiteren Marktveränderung, der Abkehr von stark fragmentierten Einzellösungen hin zu integrierten Gesamtlösungen, nicht gewachsen sind. Entsprechend hat sich ein ausgeprägter Konsolidierungsprozess in der Branche herausgebildet.
Demgegenüber positioniert sich plenum durch ein umfassendes Angebot an integrierten Lösungen mit überzeugendem Erfolg: Die Begleitung der Kunden bei Aufbau und Weiterentwicklung der informationstechnologischen Gestaltung und Durchdringung ihrer gesamten geschäftlichen Aktivitäten.
Umsatzerlöse (in Mio. €)
Mit ihrem ganzheitlichen Lösungsansatz hat die plenum-Gruppe erneut ein Wachstum erzielt, das deutlich über dem ihrer einzelnen Teilmärkte lag.
plenum hat im vergangenen Geschäftjahr wesentliche strategische und geschäftliche Meilensteine erreicht – und dies trotz eines konjunkturell zunehmend schwierigeren Umfeldes:


plenum hat in den vergangenen Jahren intensiv in den Aufbau eines integrierten Leistungsangebotes mit ausgeprägter Umsetzungskompetenz für innovative Technologie- und Kommunikationslösungen sowohl im Online- als auch im Offline-Bereich investiert. Damit war die plenum-Gruppe im Geschäftsjahr 2001 in der Lage, die gewandelten Forderungen des Marktes bzw. der Kunden an entscheidender Stelle mit ihrem neuen integrierten Lösungsansatz zu beantworten.
Der traditionsreiche Geschäftsbereich plenum Management Consulting stellt den zentralen Kern der Marktpositionierung der Gruppe dar. Mit der erfolgreichen Umsetzung von Innovationsprojekten hat sich plenum über viele Jahre eine ausgezeichnete Reputation für hochqualitative Lösungen erworben und sich damit den nachhaltigen Zugang zum Top Management von Blue Chip Kunden gesichert.
Mit der Akquisition von stoll & fischbach konnte das Leistungsportfolio der plenum-Gruppe im Kommunikationsbereich entscheidend gestärkt werden. Der besondere Leistungsmix aus Offline-Expertise und einer stark ausgeprägten, technologisch orientierten Online-Kompetenz war eines der wesentlichen Auswahlkriterien bei der Akquisition von stoll & fischbach. Dies hat wesentlich zur erfolgreichen und schnellen Integration in die plenum-Gruppe beigetragen.
Im Zuge dieses Prozesses wurde der ehemalige Bereich plenum New Media mit der stoll & fischbach Gruppe zur plenum stoll&fischbach Communication zusammengeführt. Damit ist die Ergänzung des Leistungsportfolios von plenum im Geschäftsjahr 2001 erfolgreich abgeschlossen. Vor allem aber soll die Stärke von plenum kurzfristig in Deutschland genutzt werden, um eine wesentliche Rolle im Konsolidierungsprozess in der IT-Branche zu übernehmen und damit schnell steigende Marktanteile und Größe zu gewinnen.

EBITDA (in Mio. €)

Die Vertriebsstruktur der plenum-Gruppe orientiert sich an den unterschiedlichen Anforderungen des Marktes und weist somit ein hohes Maß an Flexibilität auf.Zusätzlich zur Akquisition integrierter Lösungen agieren die drei Geschäftsbereiche mit eigenem Vertrieb auch selbstständig in ihren jeweiligen Märkten.Dies ermöglicht plenum sowohl Wachstumschancen in Einzelmärkten wahrzunehmen als auch vom Trend zu integrierten und zweidimensionalen Lösungen zu profitieren.
Die Kundenverantwortung liegt jeweils bei dem Geschäftsbereich, der die engsten Beziehungen zum Kunden hat.Ausgewählte Großkunden werden durch ein übergreifendes Accountmanagement betreut. Aufgabe des Kundenverantwortlichen ist es, Akquisitionspotenziale für integrierte Projekte oder Möglichkeiten zum Cross-Selling für die anderen Geschäftsbereiche zu identifizieren und zu realisieren.
Unterstützt wird dieser übergeifende Vertriebsansatz durch ein zentrales Vertriebscontrolling mit systematischen Instrumenten und Kennzahlen sowie regelmäßigen konzernübergreifenden Salesmeetings.Ziel für das Geschäftsjahr 2002 ist der forcierte Ausbau der Vertriebskapazitäten insbesondere in den Bereichen Systems und Communication.
Aus Branchensicht gelang im Geschäftsjahr 2001 der weitere Ausbau der in den Vorjahren etablierten Präsenz der Gruppe in den Branchen Telekommunikation und Energieversorgung.Damit setzte plenum die erfolgreiche Diversifizierung der von ihr bedienten "Branchen im Umbruch" fort. Wurden 1998 noch rund 90% des Umsatzes im Finanzdienstleistungssektor erzielt, konnte dieser Anteil inzwischen auf rund 40% zurückgeführt werden.In den Branchen Telekommunikation und Energieversorgung wurde im Jahr 2001 ein Umsatzanteil von ca.20% generiert.Die übrigen Umsätze werden überwiegend in den Branchen Konsumgüterindustrie, Automotive und Mode erzielt.

Erfolgsfaktor der Branchenerschließung durch plenum ist dabei die hohe Reputation und Bekanntheit durch mittlerweile 16 Jahre Top-Management Consulting in Deutschland. Dies ermöglicht die Neukundengewinnung bei branchenübergreifenden Themenstellungen – wie z.B. dem IT-Management – und im Anschluss daran die zügige Expansion in dieser Branche.
Das Geschäftsjahr 2001 war geprägt von einem starken internen und externen Wachstum.So wuchs der Umsatz im Vorjahresvergleich um nahezu 40% auf 65,0 Mio.Euro (Vj.47,2 Mio.Euro).
Im Kerngeschäft (Vj.33,0 Mio.Euro), d.h. ohne den bereits zu Beginn des Geschäftsjahres geschlossenen Geschäftsbereich New Venture (Vj.14,2 Mio.Euro), betrug das Wachstum – inklusive der erstmals konsolidierten stoll & fischbach Gruppe – sogar fast 100%.
Das organische Wachstum im Kerngeschäft (ohne stoll & fischbach Gruppe und New Venture) betrug nahezu 50%: Die höchste Wachstumsquote im IT-Service Bereich in Deutschland.
Das Ergebnis wurde durch einen insgesamt schwachen IT-Markt, rezessive Tendenzen und dem damit einhergehenden Preisdruck seitens der Kunden beeinflusst.Dennoch konnte das Konzernergebnis (EBITDA) – trotz Wegfall der Ergebnisbeiträge von plenum New Venture – um 10% auf 5,1 Mio.Euro gesteigert werden.Der Periodenüberschuss lag mit 2,9 Mio.Euro ebenfalls deutlich über dem Vorjahreswert (Vj.1,8 Mio.Euro).Somit ergibt sich nach Ausgabe von 1,1 Mio.neuer Stückaktien im Rahmen des Erwerbs der stoll&fischbach Gruppe ein um fast 50% gesteigertes Ergebnis je Aktie von 0,30 Euro (Vj. 0,21 Euro) bei einer Anzahl von 9.577.068 Stückaktien.Zu berücksichtigen ist dabei, dass diese hervorragenden Ergebnisse erzielt werden konnten, obwohl Integrationsaufwendungen für fünf Unternehmensakquisitionen anfielen.



Entgegen dem allgemeinen Branchentrend und der IT-Konjunkturabkühlung konnte der Umsatz im 2. Halbjahr gegenüber dem 1. Halbjahr im Kerngeschäft von 31,4 Mio. Euro um 3% auf 32,6 Mio. Euro gesteigert werden. Das 4. Quartal war mit 16,7 Mio. Euro das umsatzstärkste Quartal der Firmengeschichte. Dies bedeutet, dass allein im 4. Quartal 2001 mehr Umsatzerlöse im Kerngeschäft erzielt wurden als im gesamten 2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2000. Bereinigt um Einmalaufwendungen (Integrationskosten, Verwaltungsoptimierung etc.) in Höhe von 0,9 Mio. Euro konnte im 4. Quartal ein Ergebnis (EBITDA) von 1,9 Mio. Euro und eine Marge von über 11% erzielt werden.
Seit nunmehr acht Quartalen, bestätigt durch zwei geprüfte Jahresabschlüsse, hat plenum seine Umsatz- und Ergebnisprognosen und somit die Erwartungen der financial community stets erfüllt oder sogar übertroffen.
Die ursprüngliche Umsatzprognose (59,2 Mio. Euro) konnte um über 10% und die ursprüngliche Erbebnisprognose (EBITDA: 3,9 Mio. Euro) sogar um über 30% übertroffen werden. Selbst die Ende August angehobenen Prognosen wurden unter drastisch verschlechterten Marktbedingungen eingehalten. Dies unterstreicht Qualität und Bedeutung der präzisen kaufmännischen Unternehmenssteuerung für den nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg von plenum und sichert somit langfristig die Wertsteigerung des Unternehmens.
Die Finanzkraft der plenum-Gruppe bleibt auch bei hohem Wachstum unverändert erhalten: Die liquiden Mittel erhöhten sich im Berichtszeitraum um 1,4 Mio. Euro auf 7,5 Mio. Euro (Vj. 6,1 Mio. Euro). Die Nettoliquidität erhöhte sich sogar um 2,1 Mio. Euro auf 6,7 Mio. Euro (Vj. 4,6 Mio. Euro). Allein im 4. Quartal erzielte die plenum-Gruppe einen Free Cash Flow von rund 2,0 Mio. Euro.
Dies zeigt eindrucksvoll, dass unser Geschäftsmodell erfolgreich ist und plenum sein starkes Wachstum, unabhängig vom Kapitalmarkt bzw. der aktuellen Entwicklung der Kapitalmärkte, selbst finanzieren kann.
Trotz der erheblichen Ausweitung des Geschäftsvolumens im Geschäftsjahr 2001 wurde die Bilanzsumme von rund 41 Mio. Euro auf rund 33 Mio. Euro verkürzt. Die Verminderung der Eigenkapitalquote im Berichtsjahr um knapp 10 Prozentpunkte auf nunmehr 62% resultiert im Wesentlichen aus der Verrechnung des Eigenkapitals im Zusammenhang mit der pooling-of-interest Methode beim Erwerb der stoll & fischbach-Gruppe sowie der im 2. Quartal vorgenommenen erfolgsneutralen Verrechnung der Beteiligungen und zahlreichen Verschmelzungsvorgängen. Aus diesen Gründen verminderten sich auch die Finanzanlagen auf der Aktivseite (-13,3 Mio. Euro).
Entsprechend der hohen Eigenkapitalquote ist auch die Fristenstruktur der Bilanz sehr ausgewogen: Die langfristigen Aktiva sind zu 150% durch Eigenkapital gedeckt. Dies gelang durch strenge Begrenzung auf betriebsnotwendige Investitionen und aktives Management des Umlaufvermögens. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+5,0 Mio. Euro) korrespondiert mit dem stark angestiegenen Geschäftsvolumen im Kerngeschäft. Die Mittelbindung im Umlaufvermögen wurde durch die deutliche Reduzierung der Vorräte (-1,1 Mio. Euro) vermindert.
Zur Rohmarge (Bruttoergebnis vom Umsatz) ist im Vorjahres- und Quartalsvergleich (4. Quartal mit dem Vorjahresquartal) anzumerken, dass die dargestellten Zahlen nicht miteinander vergleichbar sind. Das Geschäftsjahr 2000 und das 4. Quartal 2000 waren noch maßgeblich durch die Geschäftstätigkeit der plenum New Venture geprägt. In diesem Zusammenhang verweisen wir auch auf die Segmentberichterstattung.
Im Rahmen von Kostenoptimierungen konnte im Berichtsjahr die Kostenstruktur signifikant gesenkt werden:

In allen Unternehmensbereichen spiegelt sich ein weit überdurchschnittliches Marktwachstum im Vergleich zum Vorjahr wider. Zusätzlich konnten die Ergebnismargen ebenso in allen Segmenten signifikant erhöht werden. Aufgrund der Zunahme von integrierten, unternehmensübergreifenden Projekten – gerade im 2. Halbjahr des Geschäftsjahres 2001 – sind die Umsatzzahlen der einzelnen Segmente nur eingeschränkt aussagefähig: Die Kunden der Consulting verlangen verstärkt Implementierungsleistungen und von der plenum Communication werden zunehmend auch Technologieleistungen nachgefragt, so dass sich die Unternehmensbereiche zukünftig weiter miteinander verzahnen werden.

plenum hat diese Markttendenz zu integrierten, unternehmensübergreifenden Projekten bei den neuen Zielsystemen ab dem 1.1.2002 durch neue Steuerungsgrößen für die Unternehmensbereiche und die Festlegung adäquater Verrechnungspreise zwischen den Unternehmensbereichen berücksichtigt.
Das äußerst starke organische Umsatzwachstum von nahezu 50% gegenüber dem Vorjahr auf 10,5 Mio. Euro (Vj. 7,2 Mio. Euro) unterstreicht die außergewöhnlich erfolgreiche Geschäftsentwicklung der Management Consulting im Geschäftsjahr 2001.
Trotz des starken Wachstums und den gestiegenen Kundenanforderungen konnte eine Marge von knapp 30% (Vj. 18%) erzielt werden. In Zeiten konjunktureller Abkühlung und Konsolidierung profitieren die Kunden der Management Consulting insbesondere in Optimierungs- und Controllingprojekten von signifikanten Einsparungen bei ihren IT-Kosten.
Zudem erweist sich der etablierte Zugang der Consulting zum Top-Management der Finanzdienstleister-, Telekommunikationsund Versorgerbranche als Erfolgsfaktor für das gesamte Unternehmen.
Zunehmend wird die plenum Management Consulting auch mit internationalen, großvolumigen Projekten beauftragt: Im Mai erhielten die Consultants den Auftrag zur europaweiten Optimierung des gesamten IT-Bereiches eines großen internationalen Luft- und Raumfahrtunternehmens.

Weiterhin wurde die plenum Management Consulting mit der Optimierung und Standardisierung europaweit eingesetzter IT-Prozesse eines großen Telekommunikationsunternehmens betraut. Der bisherige Auftrag wurde für das Geschäftsjahr 2002 nicht nur verlängert,sondern auch auf weitere internationale Tochtergesellschaften des Auftraggebers ausgeweitet.
In einem weiteren Großprojekt begleitet plenum den Gründungsprozess einer Transaktions- und Abwicklungsbank. Die zunehmende Verzahnung der Unternehmensbereiche wird unter anderem dadurch unterstrichen,dass die Berater der plenum Management Consulting die Projektsteuerung sowie interne Kommunikation unterstützen und Themenbereiche der externen Kommunikation und Markenentwicklung von der plenum Communication erarbeitet werden.
Als zweitgrößter Unternehmensbereich mit einem Umsatzanstieg um rund 25% gegenüber dem Vorjahr auf 24,4 Mio. Euro (Vj. 19,9 Mio. Euro) erwies sich die Entwicklung der plenum Systems – trotz merklicher IT-Konjunkturabkühlung – unverändert dynamisch. Mit einer Steigerung des operativen Ergebnisses gegenüber dem Vorjahr um über 60% auf 2,9 Mio. Euro (Vj. 1,8 Mio. Euro) bewies die plenum Systems im Geschäftsjahr 2001 ihre nachhaltige Ertragskraft. Das erste Halbjahr wurde dabei noch maßgeblich vom schwachen Verlauf des Trainingsgeschäftes (plenum Institut) mitbeeinflusst.
Entscheidend für die Ertragssteigerung und das Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2001 war vor allem der Ausbau zahlreicher Großkunden. So gelang der erfolgreiche Einstieg in das Großprojektgeschäft,wie beispielsweise die Realisierung eines neuen Kundenmanagement-Systems bei der BHF-Bank.

In diesem Projekt beschäftigt die plenum Systems seit Mitte des Jahres rund 12 Mitarbeiter über 14 Monate.
Die aktuelle Vertriebssituation zeigt eine weitere Zunahme dieses erfreulichen Trends auch für das Geschäftsjahr 2002. So wurde die plenum Systems bereits zum Jahresbeginn 2002 langfristiger strategischer Partner der BG-Phoenics GmbH,dem gemeinsamen IT-Dienstleister der acht Berufsgenossenschaften der Bauwirtschaft und der BG Nahrungsmittel und Gaststätten. Ziel des gemeinsamen Projektes ist die Ablösung bisheriger Systeme und deren Neuentwicklung auf Basis moderner Softwaretechnologie. Bereits jetzt zeichnet sich ab,dass ein derartiges System als "Standardsoftware" für alle weiteren 28 Berufsgenossenschaften in Deutschland dienen kann. Der Auftrag hat ein Volumen von mehreren Millionen Euro und reicht zunächst bis ins Jahr 2003.
Der Unternehmensbereich Communication erzielte im Geschäftsjahr 2001 ein rasantes Wachstum auf 28,3 Mio. Euro, obgleich sowohl der Online-Markt als auch der Werbemarkt im laufenden Geschäftsjahr stark eingebrochen sind. Der Vergleich mit den Vorjahresumsätzen in Höhe von 5,9 Mio. Euro zeigt unter Einbeziehung der Umsätze der stoll & fischbach Gruppe (Vj. 12,1 Mio. Euro) mit insgesamt 18,0 Mio. Euro das höchste organische Wachstum in der Kommunikationsbranche mit rund 60%. Der Unternehmensbereich entwickelte sich mit einem Umsatzanteil von rund 45% am Gesamtumsatz des plenum-Konzerns zum größten Umsatzträger. Der Hauptanteil des Umsatzes der plenum Communication mit rund 70% stammt dabei aus dem Online-Geschäft. Bemerkenswert ist weiterhin eine deutliche Zunahme technologielastiger Aufgabenstellungen und damit einer verstärkten Zusammenarbeit mit der plenum Systems.



plenum Communication rückt nach dieser dynamischen Entwicklung innerhalb von 2 Jahren nach Gründung unter die TOP 25 der deutschen Werbeagenturen und unter die TOP 10 der Multimedia-Agenturen vor. Maßgeblich für das starke Umsatzwachstum waren die starke strategische Positionierung von plenum sowie die erneute Zunahme von Großprojekten,wie beispielsweise der erfolgreich abgeschlossene internationale Roll-Out von martini.com,der ausschlaggebend war für die anschließende Beauftragung als Internet-Lead-Agentur für Martini durch Bacardi Global Brands Inc.
Für die Börse Stuttgart lieferte plenum Communication eine komplett überarbeitete Markenführungsstrategie und realisierte diese als Gentigration-Projekt durch eine Cross-Media-Kampagne: Neben der Neugestaltung des Onlineauftritts und dem Einsatz klassischer Werbemittel wurden auch zielgruppenspezifische Events und PR-Maßnahmen für die Börse Stuttgart durchgeführt.
Hervorzuheben ist die hohe Profitabilität der plenum Communication mit einer Marge von rund 11%. Dabei ist zu berücksichtigen, dass dieses Ergebnis insbesondere im 2. Halbjahr durch hohe Einmalaufwendungen in Höhe von 1,2 Mio. Euro – vor allem für Integrationsmaßnahmen – geprägt wurde.
Die sonstigen Umsatzerlöse von 1,8 Mio. Euro bestehen vorwiegend aus Umsätzen des Bereiches New Venture aus dem 1. Quartal des Geschäftsjahres 2001. Die bilanzierten Finanzanlagen,die im Wesentlichen börsliche und vorbörsliche Beteiligungen enthielten, wurden bereits unterjährig mit dem "Erinnerungswert" von jeweils einem Euro angesetzt.
Der Unterschiedsbetrag zwischen Bilanzansatz und "Erinnerungswert" wurde erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Aufgrund dieses Vorgangs verminderte sich die Eigenkapitalquote im Konzern auf nunmehr 62%.
Auch im Geschäftsjahr 2001 ist es plenum erfolgreich gelungen,die personellen Ressourcen mit hochqualifizierten Mitarbeitern zu verstärken. Insgesamt nahm die Anzahl der Beschäftigten von 318 um 45% auf 462 Personen zu.
Rund 100 zusätzliche Mitarbeiter stießen durch die Akquisition von stoll & fischbach zur plenum-Gruppe. Der übrige Mitarbeiterzuwachs konnte am Markt für plenum gewonnen werden. Der Zugang durch Neueinstellungen war dabei sogar noch höher, als die Nettoveränderungsrate der Anzahl der Mitarbeiter ausweist,da im Zuge der Integration von insgesamt 5 Akquisitionen und einer damit einhergehenden Optimierung von zentralen bzw. dezentralen Funktionen auch Personal in den administrativen Bereichen freigesetzt wurde.
Der Umsatz pro Kopf erhöhte sich damit im Vergleich zum Vorjahr erheblich. Bereinigt man die Vorjahreszahl um den zwischenzeitlich nicht mehr fortgeführten Geschäftsbereich New Venture,so konnte der Umsatz pro Kopf um 35% von 103 Tsd. Euro auf 140 Tsd. Euro gesteigert werden.
plenum begrüßt nachdrücklich die Erarbeitung eines einheitlichen Corporate Governance Kodex durch eine Regierungskommission und wird diesen Kodex als Maßstab seiner eigenen Corporate Governance-Grundsätze heranziehen. Bereits jetzt hat Corporate Governance für plenum einen hohen Stellenwert und berücksichtigt deren Grundsätze verantwortungsvoller Unternehmensführung. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten in enger Abstimmung zusammen und sind der Steigerung des Unternehmenswertes verpflichtet.


In den Geschäftsordnungen sind klare Regelungen zu ihren wesentlichen Aktivitäten festgelegt:
Im Geschäftsjahr 2001 waren zwei Veränderungen im Vorstand der plenum AG zu verzeichnen. Reinhard Neumann,seit 1. Juli 2000 zuständiges Vorstandsmitglied für den Vertrieb,schied zum 31. März 2001 aus dem Gremium aus. Die Entscheidung erfolgte einvernehmlich mit dem Aufsichtsrat aufgrund unteschiedlicher Auffassungen in den strategischen Akzenten der Geschäftspolitik.
Heiner Andexer,der seit dem Börsengang im August 1998 im Vorstand der plenum AG und vorher bereits in der Geschäftsführung der plenum Management Consulting tätig war,schied zum 31. August 2001 aus dem Vorstand aus. Die Niederlegung des Amtes erfolgte einvernehmlich mit dem Aufsichtsrat und auf persönlichen Wunsch von Heiner Andexer. Er steht dem Unternehmen weiterhin beratend zur Verfügung. Vorstand und Aufsichtsrat danken Herrn Andexer für sein langjähriges Engagement für die plenum-Gruppe.
Die plenum-Gruppe wird zunächst mit zwei Vorständen geführt,um die Organisation schlank und die Entscheidungswege kurz zu halten.
Diesen Vorteilen steht andererseits eine Begrenzung der Managementkapazitäten auf Vorstandsebene entgegen. plenum hat aus diesem Grund ein zusätzliches Managementkomitee,den "erweiterten Vorstand", installiert. Dort werden operative Entscheidungen in enger Abstimmung zwischen den beiden Vorstandsmitgliedern sowie den Geschäftsführern der Geschäftsbereiche gefällt.
Damit wurde zugleich die intensive Kommunikation zwischen den operativen Leistungsträgern der plenum-Gruppe und dem strategisch planenden und steuernden Vorstand institutionalisiert. Zusätzlich wurde dieses Modell auch innerhalb der einzelnen Geschäftsbereiche (erweiterte Geschäftsführung) etabliert,so dass die Gruppe heute über eine klar strukturierte Führungsorganisation verfügt.
Die Implementierung der Führungsorganisation schließt zugleich die Integration der in den letzten zwei Jahren erworbenen Unternehmen ab.



Detaillierte Planung und Steuerung der Geschäftsentwicklung sowie Begrenzung von Risiken stellen bei plenum traditionell gelebte Bausteine der Unternehmensführung dar. Dazu gehören vor allem umfangreiche Reporting- und Controllingsysteme basierend auf SAP R/3,ein zentrales Cash Management sowie die Steuerplanung im Einzelabschluss und auf Konzernebene.
Investitionen,Neueinstellungen von Mitarbeitern und laufende operative Kosten werden im Einzelnen budgetiert und zeitnah kontrolliert. Damit werden Kostenrisiken für die Gruppe soweit möglich reduziert bzw. begrenzt.
Die Umsatzentwicklung ist aufgrund des hohen Anteils langjähriger Kundenbeziehungen relativ sicher absehbar. Dies gilt grundsätzlich auch für das gesamte vergangene Geschäftsjahr,auch wenn sich die Entscheidungsprozesse unserer Kunden,insbesondere nach dem 11. September,insgesamt verlängerten.


Dies führte teilweise zu kurzfristigen Projektverschiebungen und bei anhaltend rezessiver Marktentwicklung zu einem Preisdruck,der durch die erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten einiger Wettbewerber mitverursacht wurde.
Aus heutiger Sicht sind die Umsatz- und Ertragsrisiken für das laufende Geschäftsjahr als relativ gering einzuschätzen. Dies gilt umso mehr,als keine Abhängigkeit von einzelnen Großkunden besteht. Die plenum Top 10-Kunden stellen lediglich rund 32% des Umsatzvolumens dar.
plenum beschränkt sich nicht nur auf eine reine Umsatz- und Kostenplanung,die seit Jahren bottom-up durchgeführt wird. Vor allem konzentriert sich plenum auch auf die Stärkung der Innenfinanzierung und die Generierung von Liquidität.
Die Gruppe verfügt über eine detaillierte Investitionsplanung sowie ein zeitnahes Management des Umlaufvermögens,insbesondere des working capital bzw. der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Als akquisitionsstarkes Unternehmen hat plenum bereits frühzeitig ein ausgefeiltes Integrationsmanagement entwickelt,das einen systematischen Integrationsprozess sicherstellt. Dieser hat sich bereits bei fünf Akquisitionen in den vergangenen zwei Jahren bewährt.
Über einen direkt dem Vorstand zugeordneten Integrationsmanager wird ein einheitlicher Gesamtprozess der Unternehmensintegration sichergestellt und die Adressierung aller relevanten Bereiche gewährleistet. Dazu zählen vor allem:
• die finanzielle Integration im Controlling und Rechnungswesen sowie die sofortige Einbeziehung des akquirierten Unternehmens in den unternehmensweiten Cash Pool,

Zusätzlich werden Risiken bei Akquisitionen durch die Vertragsgestaltung aktiv reduziert. So unterliegen die Aktienkomponenten des Kaufpreises einer strikten Kontrolle ihrer vertragsgemäßen Verwendung,insbesondere im Hinblick auf Lock-Up Perioden und Rückgewährverpflichtungen bei vorzeitigem Ausstieg der Altgesellschafter.
Unabhängig von diesen unternehmensspezifischen Instrumenten,die plenum zur Risikosteuerung nutzt,ist die Gruppe,wie alle Unternehmen,dem Risiko unvorhersehbarer Ereignisse,die die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung beeinträchtigen, ausgesetzt. Strenge Kostenbegrenzung soll diesen möglichen Einflüssen entgegenwirken.
Darüber hinaus besteht allgemein das Risiko, nicht über die geeigneten Mitarbeiter für operative Aufgaben und Projekte zu verfügen oder auf Management-Ebene wesentliche Leistungsträger zu verlieren. Durch die Implementierung der neuen Führungsstruktur mit drei klar definierten Management-Ebenen hat plenum im vergangenen Geschäftsjahr eine breite Verankerung der Verantwortung umgesetzt und damit diese Risiken erheblich reduziert.
Insgesamt hat sich die Situation auf dem Personalmarkt nach einer tendenziellen Personalknappheit in der IT- und Kommunikationsbranche in den vergangenen Jahren entspannt. Derzeit können auch kurzfristig in ausreichender Anzahl hoch qualifizierte Mitarbeiter gewonnen werden. Im Consulting Bereich sind zusätzliche,überdurchschnittlich qualifizierte und erfahrene Mitarbeiter traditionell nur in begrenzter Anzahl verfügbar.
Nach Ende des Geschäftsjahres waren keine wesentlichen Ereignisse zu verzeichnen, über die zu berichten wäre.


Die Konjunkturschwäche in Zentraleuropa setzte sich zu Beginn des Jahres 2002 zunächst fort. Damit blieben die Investitionsbudgets der Kunden weiterhin eng begrenzt und auf Projekte zur Kostenoptimierung im IT-Bereich konzentriert. Aus heutiger Sicht ist noch nicht absehbar,wann die notwendigen Investitionen für innovative,leistungsstärkere IT-Prozesse der Unternehmen freigegeben werden. Der Bereich plenum Management Consulting wird,wie bereits im vergangenen Geschäftsjahr,auch 2002 entscheidende Basis der Geschäftsentwicklung der Gruppe bleiben. Auch die hohe Bedeutung des Bestandskundengeschäftes wird unverändert gelten.
Im Rahmen von Renditevorgaben für die Unternehmensbereiche und deren strategische Geschäftseinheiten wurden im vergangenen Geschäftsjahr nicht profitable Geschäftseinheiten geschlossen bzw. verkauft: Dies betraf im Berichtsjahr,die plenum New Venture,plenum Systems Schweiz und teilweise plenum Institut.

Durch Entkonsolidierung dieser Gesellschaften beträgt der vergleichbare Ausgangswert für die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2002 nunmehr 60 Mio. Euro. Durch diese erfolgreichen Optimierungsmaßnahmen weist keine Geschäftseinheit in der plenum-Gruppe zum Jahresende negative Ergebnisbeiträge auf.
plenum sieht sich aufgrund des hohen Anteils an langjährigen Kundenbeziehungen sowie aufgrund des etablierten Zugangs zum Top Management ihrer Kunden sehr gut positioniert,um von der weiteren Konsolidierung im IT-Servicebereich zu profitieren. Hierdurch soll der Anteil von langlaufenden Großprojekten am Gesamtumsatz der Gruppe weiter ausgebaut werden.
Der Vorstand rechnet unter den gegebenen Marktbedingungen damit,dass im Geschäftsjahr 2002 lediglich ein moderates organisches Wachstum zu erzielen ist. Insofern wurde die Kostenstruktur der plenum-Gruppe nochmals entsprechend angepasst.
Zusätzliche Wachstumsimpulse sollen 2002 vor allem durch die aktive Wahrnehmung im Konsolidierungsprozess der IT-Branche realisiert werden. Bei steigenden Umsätzen durch externes Wachstum und damit einhergehender Fixkostendegression dürfte dies zu einem überproportionalen Anstieg der Margen führen.
Dabei wird sich plenum künftig auf wenige, relativ große Akquisitionen konzentrieren. Dies ermöglicht eine gezielte Stärkung der Gruppe bei einer Begrenzung des Risikos auf wenige qualitätsgesicherte Transaktionen. Hierzu wurden bereits Finanzierungsstrukturen entwickelt und ein ehrgeiziger M&A-Fahrplan aufgesetzt.
plenum wird sich aktiv im Markt positionieren und sich vor allem im Segment Systems verstärken,um von der spätestens für das nächste Jahr erwarteten Freigabe der Innovations-und IT-Budgets der Unternehmen überdurchschnittlich zu profitieren.

Während des Geschäftsjahres hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Arbeit des Vorstandes überwacht und beratend begleitet.
Aufsichtsrat und Vorstand haben sich 2001 in vier Sitzungen mit der Lage der Gesellschaft, der strategischen Geschäftsentwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern sowie mit verschiedenen Einzelthemen befasst. Zudem standen der Aufsichtsratsvorsitzende und die Aufsichtsratsmitglieder häufig in telefonischem oder persönlichem Kontakt insbesondere mit dem Sprecher des Vorstandes.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in den jeweiligen Sitzungen sowie im Rahmen der quartalsweisen Berichterstattung umfassend über die Geschäftsentwicklung sowie die wirtschaftliche Lage des Unternehmens, der Tochtergesellschaften und der Beteiligungen. Dies geschah sowohl mündlich als auch schriftlich.
In seiner Sitzung im März 2001 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss des Jahres 2000 der plenum AG zur Kenntnis genommen und mit dem Wirtschaftsprüfer diskutiert. Der Jahresabschluss wurde vom Aufsichtsrat gebilligt und damit festgestellt. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes stimmte der Aufsichtsrat zu.Weiterhin nahm der Aufsichtsrat die Reduzierung der Geschäftstätigkeit der plenum Institut GmbH und die Einstellung der Geschäftstätigkeit der plenum New Venture AG zustimmend zur Kenntnis. Ende März 2001 schied Herr Reinhard Neumann aus dem Vorstand aus. Die Niederlegung erfolgte einvernehmlich mit dem Aufsichtsrat aufgrund unterschiedlicher Auffassungen in den strategischen Akzenten der Geschäftspolitik.
Im Mai beschäftigte sich das Gremium mit dem Bericht für das erste Quartal. Im August befasste sich der Aufsichtsrat mit den Ergebnissen des zweiten Quartals und der Geschäftsentwicklung im Communication Bereich (ehemals New Media) sowie der Anhebung der Umsatz- und Ergebnisprognosen.
Auf seiner Sitzung im November stand der Bericht für das dritte Quartal und die erwartete Geschäftsentwicklung bis Jahresende auf der Tagesordnung. Aufgrund der Ereignisse vom 11. September und deren Auswirkungen auf die weltweite Wirtschaftsentwicklung reagierte der Vorstand sinnvollerweise mit einer Szenarienplanung für das Jahr 2002 und die Folgejahre.
Weiterhin fasste der Aufsichtsrat seine Beschlüsse zu besonderen Vorgängen schriftlich. Hierzu gehörte der Erwerb von 100% der Geschäftsanteile der stoll&fischbach GmbH sowie der Eurotel New Media GmbH (beide stoll & fischbach Gruppe,Herrenberg). Dies ist ein bedeutender Schritt für die plenum AG zur Vervollständigung ihres Leistungsangebotes und zur Verbesserung der Wettbewerbsposition.
Der Jahresabschluss der plenum AG und der Konzernabschluss nach US-GAAP zum 31.12.2001 wurden unter Einbeziehung der Buchführung durch Votum (Hofheim) geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Diese Unterlagen sowie der Vorschlag des Vorstandes zur Ergebnisverwendung und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Sie wurden vom Aufsichtsrat geprüft und im Beisein des Prüfers erörtert. Der Aufsichtsrat schloss sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und stellte als Ergebnis seiner eigenen Prüfung fest,dass Einwendungen nicht zu erheben sind. In seiner Sitzung am 11. März 2002 nahm der Aufsichtsrat den Konzernabschluss 2001 zur Kenntnis. Er billigte schriftlich den Jahresabschluss 2001 der plenum AG und stellte ihn damit fest. Zudem stimmte er dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes zu.
Herr Heiner Andexer legte sein Vorstandsmandat aus persönlichen Gründen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat Ende August nieder. Der Aufsichtsrat dankt Herrn Andexer für seine verdienstvolle Tätigkeit zum Wohle des Unternehmens und der Aktionäre und begrüßt seine Bereitschaft, weiterhin dem Unternehmen als Managementpartner beratend und darüber hinaus – im Falle einer Erweiterung des Aufsichtsrates – als mögliches Mitglied zur Verfügung zu stehen.
Der Aufsichtsrat dankt sowohl den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als auch dem Vorstand des Unternehmens für das große Engagement im vergangenen Geschäftsjahr,das zu dem beachtlichen Geschäftserfolg geführt hat.
Wiesbaden,im März 2002 Der Aufsichtsrat
Michael Bauer Vorsitzender des Aufsichtsrats
Dr.Wolfgang Händel, Icking Unternehmensberater
Mitglied des Vorstandes der AXA Lebensversicherung AG, AXA Versicherung AG,AXA Service AG, AXA Krankenversicherung AG,Köln

| Aktiva | |||
|---|---|---|---|
| Tsd.€ | Anhang | 31.12.2001 | 31.12.2000 |
| Liquide Mittel | 14 | 7.513 | 6.195 |
| Forderungen aus Lieferung und Leistung | 13 | 11.185 | 6.153 |
| Vorräte | 12 | 262 | 1.331 |
| Latente Steuern | 8 | 882 | 0 |
| Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige | |||
| kurzfristige Vermögensgegenstände | 13 | 2.544 | 3.987 |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände, gesamt | 22.386 | 17.666 | |
| Sachanlagenvermögen | 11 | 3.755 | 3.359 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 11 | 4.798 | 4.652 |
| Finanzanlagen | 11 | 193 | 13.524 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 1.946 | 2.081 | |
| Latente Steuern | 8 | 223 | 388 |
| langfristige Vermögensgegenstände, gesamt | 10.915 | 24.004 | |
| Aktiva, gesamt | 33.301 | 41.670 |
| Passiva Tsd. € |
31.12.2001 | 31.12.2000 | |
|---|---|---|---|
| Anhang | |||
| Kurzfristige Darlehen | 19 | 470 | 881 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung | 19 | 2.031 | 1.462 |
| Erhaltene Anzahlungen | 19 | 348 | 683 |
| Rückstellungen | 18 | 6.020 | 6.365 |
| Latente Steuern | 8 | 912 | 159 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 1.881 | 1.853 | |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 11.662 | 11.403 | |
| Latente Steuern | 8 | 459 | 494 |
| Personalrückstellungen | 18 | 758 | 667 |
| Minderheitenanteile | 17 | 0 | 63 |
| Gezeichnetes Kapital | 15 | 9.577 | 8.123 |
| Kapitalrücklage | 14.151 | 11.791 | |
| Eigene Anteile | 15 | -83 | 0 |
| Bilanzgewinn inkl. Gewinnrücklagen | 11.263 | 9.125 | |
| Kumuliertes other comprehensive income | -14.486 | 4 | |
| Eigenkapital, gesamt | 20.422 | 29.043 | |
| Passiva, gesamt | 33.301 | 41.670 |
| 01.01 bis | 01.01 bis | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. € | Anhang | Q4-2001* | Q4-2000 | 31.12.2001 | 31.12.2000 |
| Umsatzerlöse | 26 | 16.649 | 13.428 | 64.957 | 47.182 |
| Umsatzkosten | -10.886 | -7.558 | -45.588 | -27.552 | |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 5.763 | 5.870 | 19.369 | 19.630 | |
| Vertriebskosten | -1.700 | -1.111 | -5.783 | -5.180 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | -2.731 | -3.275 | -7.929 | -7.488 | |
| Forschungs- und Entwicklungskosten | 6 | -635 | -335 | -2.425 | -3.411 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge | 4 | -81 | -437 | 198 | -278 |
| Abschreibungen auf den Firmenwert | -32 | -32 | -128 | -128 | |
| Betriebsergebnis | 584 | 680 | 3.302 | 3.145 | |
| Zinserträge/-aufwendungen | 7 | -113 | 167 | -199 | 192 |
| Beteiligungserträge | 7 | 0 | 30 | 1 | 63 |
| Verluste aus assoziierten Unternehmen | 7 | 0 | 229 | 0 | -77 |
| Ergebnis vor Steuern, Minderheitsanteilen | |||||
| und a.o. Aufwendungen | 471 | 1.106 | 3.104 | 3.323 | |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 8 | 957 | -99 | -124 | -1.208 |
| Außerordentliche Aufwendungen | 9 | -123 | -301 | -123 | -301 |
| Ergebnis vor Minderheitenanteilen | 1.305 | 706 | 2.857 | 1.814 | |
| Auf Anteil im Fremdbesitz enfallender Gewinn/Verlust | 12 | -33 | 4 | -2 | 4 |
| Konzernergebnis | 1.272 | 710 | 2.855 | 1.818 | |
| Ergebnis vor a.o. Aufwendungen je Aktie (in €) | 10 | 0,14 | 0,13 | 0,31 | 0,25 |
| Außerordentliche Aufwendungen je Aktie (in €) | 10 | -0,01 | -0,04 | -0,01 | -0,04 |
| Ergebnis je Aktie (in €,unverwässert) | 10 | 0,13 | 0,09 | 0,30 | 0,21 |
| Ergebnis je Aktie (in €,verwässert) | 10 | 0,13 | 0,09 | 0,30 | 0,21 |
| Im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 9.577 | 8.477 | 9.577 | 8.477 | |
| Im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 9.577 | 8.477 | 9.577 | 8.477 | |
| Other comprehensive income | 21 | -5.942 | 4 | -14.490 | 4 |
| Comprehensive income | 21 | -4.670 | 714 | -11.635 | 1.822 |
*Die aktuellen Quartalszahlen sind nicht mit den Vorjahreszahlen vergleichbar, wir verweisen hierzu auch auf die Erläuterungen zur Gewinn-und Verlustrechnung.
| Tsd. € | 1.1.2001-31.12.2001 | 1.1.2000-31.12.2000 |
|---|---|---|
| Kapitalfluss aus operativer Tätigkeit | 3.104 | 3.022 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 2.855 | 1.818 |
| Konzernergebnis | ||
| Anpassungen: | 2 | -4 |
| Minderheitenanteile Abschreibungen |
1.784 | 1.446 |
| Veränderung der Aktiva & Passiva: | ||
| 1.170 | -1.119 | |
| Veränderung der Vorräte | -3.646 | -2.757 |
| Veränderung der Forderungen | ||
| Veränderungen aktiver Rechnungsabgrenzungs posten und sonstiger Vermögensgegenstände |
950 | -304 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten | -481 | 1.380 |
| aus Lieferung und Leistung | -307 | 0 |
| Veränderung der sonstigen Verbindlichkeiten | -421 | 2.060 |
| Veränderung der Rückstellungen | -1.128 | 125 |
| Veränderung sonstiger Aktiva und Passiva | 778 | 2.645 |
| Mittelzufluss aus operativer Tätigkeit | ||
| Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit | ||
| Veränderung von immateriellen | -1.534 | -4.794 |
| Vermögensgegenständen und Sachlagen | 440 | -62 |
| Zugänge durch Veränderung Konsolidierungskreis | ||
| Veränderung des Finanzanlagevermögens Zug |
-369 | -2.456 |
| und Firmenwertes | -1.463 | -7.312 |
| Mittelzufluss aus Investitionstätigkeit | ||
| Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit | -411 | 0 |
| Rückführung von Darlehen | 2.414 | 882 |
| Veränderung des Eigenkapitals | ||
| Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit | 2.003 | 882 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 1.318 | -3.785 |
| Wechselkursänderungen | 0 | 4 |
| Liquide Mittel am Anfang der Periode | 6.195 | 9.976 |
| Liquide Mittel am Ende der Periode | 7.513 | 6.195 |
| Tsd. € | Anhang | Anzahl Aktien |
Compre- Income |
hensive Gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
Gewinn- rücklage |
Other Com prehensive Income |
Summe Eigenkapital |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Tsd. | Tsd.€ | Tsd.€ | Tsd.€ | Tsd.€ | Tsd.€ | Tsd.€ | ||
| Veränderung Konsolidierungskreis | 1.251 | -1.159 | 350 | 442 | ||||
| Sonstige Kapitalveränderungen | 440 | 440 | ||||||
| Konzernergebnis | 1.818 | 1.818 | 1.818 | |||||
| Other comprehensive income | 4 | 4 | 4 | |||||
| 31.12.2000 | 8.123 | 8.123 | 11.791 | 9.125 | 4 | 29.043 | ||
| Barkapitalerhöhungen | 216 | 2.421 | 2.637 | |||||
| Kapitalerhöhung aus Sacheinlagen | 1.238 | 435 | 1.673 | |||||
| Veränderung Konsolidierungskreis | 20 | -1.172 | -136 | -1.308 | ||||
| Eigene Aktien | -83 | -83 | ||||||
| Sonstige Kapitalveränderungen | 676 | -581 | 95 | |||||
| Konzernergebnis | 2.855 | 2.855 | 2.855 | |||||
| Other comprehensive income | 21 | -14.490 | -14.490 | -14.490 | ||||
| 31.12.2001 | 9.577 | 9.577 | 14.068 | 11.263 | -14.486 | 20.422 |
plenum Konzernabschluss 44
Der Konzernabschluss der plenum AG und ihrer Tochterunternehmen (im Folgenden als "plenum" oder "der Konzern" bezeichnet) wurde im Einklang mit den in den USA allgemein anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen ("United States Generally Accepted Accounting Principles" oder "US-GAAP") aufgestellt. Mit dem vorliegenden Konzernabschluss nimmt plenum die Befreiungsmöglichkeit des §292a HGB in Anspruch, wonach ein Konzernabschluss nach deutschem Recht nicht aufgestellt werden muss,wenn an seiner Stelle ein Abschluss nach international anerkanntem Recht vorgelegt wird. Die wesentlichen Unterschiede zwischen der Rechnungslegung nach deutschem Recht und den US-GAAP werden unter Ziffer 30 erläutert.
Die im vorangegangenen Geschäftsjahr angewandten Bilanzierungs-,Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden wurden unverändert fortgeführt. Sofern nichts anderes angegeben wird,sind alle Werte in Tsd. Euro angegeben. Einzelne Vorjahresangaben wurden an die aktuelle Darstellung angepasst.
Alle Tochterunternehmen,an denen plenum direkt oder indirekt die Mehrheit des stimmberechtigten Kapitals hält,wurden voll konsolidiert.
Die Änderungen des Konsolidierungskreises werden in folgender Tabelle dargestellt:
| Voll konsolidierte Tochterunternehmen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Inland | Ausland | Gesamt | ||
| 31.12.2000 | 14 | 1 | 15 | |
| Zugänge | 3 | 0 | 3 | |
| Abgänge | -8 | -1 | -9 | |
| 31.12.2001 | 9 | 0 | 9 |
Im Berichtsjahr haben sich Zugänge im Konsolidierungskreis durch den Erwerb der stoll & fischbach GmbH, Herrenberg und der Eurotel New Media GmbH, Herrenberg (vgl. Ziffer 22) ergeben sowie durch die Neugründung der educta GmbH,Leinfelden-Echterdingen.
Zwischen der plenum AG und den Gesellschaften plenum Systems GmbH und stoll & fischbach GmbH wurde im Geschäftsjahr 2001 jeweils ein Beherrschungsund Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Die abgeschlossenen Verträge müssen noch durch die Hauptversammlung bestätigt und im Handelsregister eingetragen werden.

Die Abgänge betreffen die Abstockung der Mehrheitsbeteiligung an der plenum Systems (Schweiz) AG, Burgdorf von 60% auf 15% (jetzt aloba AG),sowie die folgenden Verschmelzungsvorgänge:
| Gesellschaft | Tätigkeitsfeld | Verschmolzen auf |
|---|---|---|
| mpt new media Gesellschaft für | Dienstleistungen im Bereich der Online-Medien | plenum new media AG,Berlin |
| Digitalmarketing mbH,Berlin | ||
| D.O.M. - Digital Online Media GmbH,Köln | Dienstleistungen im Bereich der Online-Medien | plenum new media AG,Berlin |
| mtw lean advertising GmbH,Düsseldorf | Dienstleistungen im Bereich der Online-Medien | plenum new media AG,Berlin |
| mtw lean communication GmbH,Düsseldorf | Dienstleistungen im Bereich der Online-Medien | plenum new media AG,Berlin |
| IBL Ingenieurbüro Letters GmbH, | IT-Dienstleistungen | plenum Systems GmbH, |
| Leinfelden-Echterdingen | Wiesbaden,vormals plenum | |
| Systeme Gesellschaft für | ||
| Technologie mbH,Wiesbaden | ||
| Avantis GmbH,Leinfelden-Echterdingen | Entwicklung und Vermarktung | plenum Systems GmbH, |
| von Softwareprodukten | Wiesbaden, | |
| educta GmbH,Leinfelden-Echterdingen | Entwicklung und Vermarktung | plenum Systems GmbH, |
| von Softwareprodukten | Wiesbaden, | |
| Eurotel New Media GmbH,Herrenberg | Dienstleistungen im Bereich der Online-Medien | stoll & fischbach GmbH, |
| Herrenberg |
Eine Übersicht über alle Tochterunternehmen und Beteiligungen zum Bilanzstichtag ist im Anteilsbesitz als Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Abschlüsse der einzelnen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den US-GAAP einheitlich nach den von der plenum AG vorgegebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der purchase-Methode oder nach der Methode der Interessenszusammenführung (pooling-of-interest). Bei der purchase-Methode werden die Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung verrechnet. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäftswert aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer ergebniswirksam abgeschrieben. Bei der Methode der Interessenszusammenführung wird der Beteiligungswert der Muttergesellschaft mit dem Grundkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird mit den Kapitalrücklagen verrechnet. Die Anschaffungsnebenkosten werden aufwandswirksam verbucht. Ein Geschäftswert entsteht bei dieser Methode nicht.
Zwischenergebnisse,Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden erforderliche Steuerabgrenzungen vorgenommen,soweit sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht. Für nicht dem Konzern gehörende Anteile an voll konsolidierten Tochterunternehmen wurde ein entsprechender Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter gebildet.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen,die die angegebenen Beträge für Vermögensgegenstände,Verbindlichkeiten und finanzielle Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Die sich tatsächlich einstellenden Werte können von diesen Schätzungen abweichen.
Der Jahresabschluss der bis zum 30.11.2001 in den Konzernabschluss einbezogenen plenum Systems (Schweiz) AG wurde entsprechend dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Da dieses Tochterunternehmen wirtschaftlich selbstständig ist,erfolgte die Umrechnung in Euro mit dem Jahresdurchschnittskurs für die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung. Die Umrechnungsdifferenzen gegenüber dem Vorjahr wurden erfolgsneutral im Posten übriges comprehensive income ausgewiesen. Folgende Wechselkurse wurden verwendet:
| Währung CHF | 2001 | 2000 |
|---|---|---|
| Mittelkurs am Bilanzstichtag*) | n/a | 1,52 |
| Jahresdurchschnittskurs*) | 1,48 | 1,56 |
*) Gegenwert von 1 €
Beratungs- und Schulungsleistungen werden nach erbrachter Leistung realisiert. In den Fällen,in denen plenum Leistungen auf Festpreisbasis erbringt,erfolgt die Umsatzrealisierung nach der percentage-of-completion Methode. Zu erwartende Gutschriften für Kunden kürzen die Umsatzerlöse.
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden sämtlich bei Anfall ergebniswirksam erfasst,soweit keine wesentlichen Aufwendungen auf den Zeitraum zwischen technologischer Verfügbarkeit und Marktreife entfallen.
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und planmäßig linear über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer grundsätzlich über einen Zeitraum von sieben bis fünfzehn Jahren linear abgeschrieben. Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungskosten bewertet und werden linear entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben.
Im Konzern werden die folgenden Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3–7 Jahre |
| Geschäfts- und Firmenwert | 10–15 Jahre |
| Computeranlagen und Kraftfahrzeuge | 3–8 Jahre |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3–10 Jahre |
| Mietereinbauten | 5–10 Jahre |
Die Anteile an assoziierten sowie an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet,sofern die Vermutung des significant influence nicht widerlegt werden kann. Abschreibungen auf einen niedrigeren Wert am Bilanzstichtag werden nur dann ergebniswirksam vorgenommen,wenn die Wertminderung als voraussichtlich dauerhaft angesehen wird.
Die Anschaffungskosten für eigene Aktien werden von den Kapitalrücklagen abgesetzt.
Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert. Bestandteile der Herstellungskosten sind die Fertigungslöhne,Materialeinzelkosten und die Material- und Fertigungsgemeinkosten. Weitere Kostenbestandteile werden nicht einbezogen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren Börsenkursen oder Rücknahmewerten bilanziert.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden durch eine periodengerechte Abgrenzung der Aufwendungen ermittelt.
Latente Steuern werden für zeitlich begrenzte,sich in der Zukunft voraussichtlich umkehrende Unterschiede zwischen den jeweiligen steuerrechtlichen und handelsrechtlichen Ergebnissen,sowie für zeitliche Unterschiede aus erfolgswirksamen Konsolidierungsmaßnahmen gebildet. Die Berechnung erfolgt nach der liability-Methode. Dabei sind die aktiven und passiven latenten Steuern mit dem zukünftigen voraussichtlichen Steuersatz zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Realisierung zu berücksichtigen. Aktive latente Steuern werden auch für Verlustvorträge gebildet,die geeignet sind,die künftigen Steuerbelastungen zu mindern. Wertberichtigungen auf aktive latente Steuern waren in den Berichtsjahren nicht erforderlich.
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen beruht auf dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß SFAS 87. Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden gebildet,wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht,die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt,der dem Marktwert entspricht.
Das other comprehensive income umfasst erfolgsneutrale Veränderungen des Eigenkapitals,die nicht im Zusammenhang mit Transaktionen mit den Aktionären stehen.
In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme des Konzerns gemäß den Grundsätzen des SFAS 95 in die Bereiche Geschäfts-,Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Die liquiden Mittel enthalten nur solche flüssigen Mittel und Wertpapiere des Umlaufvermögens,deren Ursprungslaufzeit weniger als drei Monate beträgt. Veränderungen des Konsolidierungskreises sind in den jeweiligen Positionen der drei Gliederungsbereiche eliminiert. Dies gilt auch für wechselkursbedingte Wertänderungen,deren Einfluss auf den Zahlungsmittelbestand gesondert ausgewiesen wird.
In der Segmentberichterstattung nach SFAS 131 werden die Unternehmenssegmente entsprechend der internen Berichtsstruktur definiert sowie die intern verwendete Ergebniskennzahl ausgewiesen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge umfassen im Wesentlichen Erträge aus Sachbezügen von Mitarbeitern in Höhe von 277 Tsd. Euro (2000: 110 Tsd. Euro),Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 173 Tsd. Euro (2000: 54 Tsd. Euro),die gemäß den Vorschriften für pooling-of-interest erfolgswirksam zu erfassenden Anschaffungsnebenkosten in Höhe von 152 Tsd. Euro (2000: 453 Tsd. Euro)und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von 146 Tsd. Euro (2000: 400 Tsd. Euro).
In den Aufwandspositionen der Gewinn- und Verlustrechnung sind folgende wesentliche Aufwendungen verrechnet:
| in Tsd. € | 2001 | 2000 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 23.625 | 16.580 |
| Soziale Abgaben | 3.580 | 2.650 |
| Bezogene Dienstleistungen | 18.120 | 8.910 |
| 45.325 | 28.140 |
| in Tsd. € | 2001 | 2000 |
|---|---|---|
| Erträge aus anderen Wertpapieren | ||
| und Ausleihungen des | ||
| Finanzanlagevermögens | -219 | 105 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 180 | 132 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | ||
| und auf Wertpapiere | ||
| des Umlaufvermögens | 0 | -38 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -160 | -7 |
| 8.Steuern vom Einkommen und Ertrag Erträge aus Beteiligungen |
1 | 63 |
| Die Ertragsteuern des Konzerns teilen sic0e folgt auf: Verluste aus assoziierten Unternehmen |
0 | -77 |
| -198 | 178 |
Die Ertragssteuern des Konzerns teilen sich wie folgt auf:
| -39 | -1.108 | |
|---|---|---|
| a.o. Aufwendungen | 85 | 100 |
| Laufende Steuern auf | ||
| -124 | -1.208 | |
| Latente Steuern | -1 | 508 |
| vor a.o. Aufwendungen | -123 | -1.716 |
| Laufende Steuern auf Ergebnis | ||
| in Tsd. € | 2001 | 2000 |
Im Berichtsjahr wurden Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von 2.425 Tsd. Euro (2000: 3.411 Tsd. Euro) für die Entwicklung von Komponenten vor allem im Segment plenum Systems aufgewendet.
Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus Buchungsunterschieden in den folgenden Bilanzpositionen:
| in Tsd. € | 2001 | 2000 |
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 223 | 388 |
| Sonstige Rückstellungen | 882 | 0 |
| Aktive latente Steuern | 1.105 | 388 |
| Forderungen | 856 | 0 |
| Sonstige Wertpapiere | 0 | 76 |
| Rechnungsabgrenzung | 56 | 83 |
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 250 | 285 |
| Sachanlagevermögen | 209 | 209 |
| Passive latente Steuern | 1.371 | 653 |
Hinsichtlich ihrer Fristigkeit verteilen sich die latenten Steuern wie folgt:
| in Tsd. € | 2001 | 2000 |
|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | ||
| Kurzfristig | 882 | 0 |
| Langfristig | 223 | 388 |
| Summe aktive latente Steuern | 1.105 | 388 |
| Passive latente Steuern | ||
| Kurzfristig | 912 | 159 |
| Langfristig | 459 | 494 |
| Summe passive latente Steuern | 1.371 | 653 |
Zum 31.12.2001 bestehen steuerliche Verlustvorträge von 7.732 Tsd. Euro (31.12.2000: 969 Tsd. Euro),die zeitlich unbegrenzt nutzbar sind.
Bezogen auf das Konzernergebnis vor Ertragssteuern beträgt die effektive Steuerbelastung im Berichtsjahr 1 % (2000: 38%). Die Überleitung der rechnerischen Steuerbelastung bezogen auf den derzeit gültigen Körperschaftsteuersatz von 25% für nicht ausgeschüttete Gewinne zur effektiven Steuerbelastung stellt sich wie folgt dar:
| in Tsd. € | 2001 | 2000 |
|---|---|---|
| Erwarteter Steueraufwand | 1.187 | 1.514 |
| Steuereffekt aus initial effect | -1.150 | 0 |
| Steuern auf aktivierte Eigenleistungen | -27 | 0 |
| Nutzung von Verlustvorträgen | 165 | -388 |
| Steuern auf nicht steuerbare | ||
| Aufwendungen und Erträge | -25 | 55 |
| Umbewertung Anlagevermögen | -111 | -73 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 39 | 1.108 |
Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf Teilziffer 21.
Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Segmentes New Venture. Sie werden im Einklang mit den Bestimmungen des AIN-APB 30 als außerordentliche Aufwendungen ausgewiesen.
Das Ergebnis je Aktie wurde nach den Vorschriften des SFAS 128 ermittelt.
| 2001 | 2000 |
|---|---|
| 2.978 | 2.119 |
| -123 | -301 |
| 2.855 | 1.818 |
| 9.577 | 8.477 |
| 0,31 | 0,25 |
| -0,01 | -0,04 |
| 0,30 | 0,21 |
Für die Kenngröße Ergebnis je Aktie ohne Berücksichtigung von Verwässerungseffekten wird der Konzernjahresüberschuss durch die relevante Anzahl der eingetragenen bzw. zur Eintragung angemeldeten Aktien dividiert. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auch auf TZ 21.
Die in den Jahren 2001 und 2000 ausgegebenen Aktien-Optionen haben gemäß der treasury stock method keinen Verwässerungseffekt auf das Ergebnis je Aktie, da der durchschnittliche Marktpreis der Aktie unterhalb der Bezugspreise der Optionen lag.
| Immaterielle | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| Vermögens- | Sach- | Finanz- Firmen | |||
| in Tsd. € | gegenstände anlagen | anlagen | wert | Gesamt | |
| Anschaffungskosten | 5.074 | 5.744 | 13.718 | 2.479 | 27.015 |
| zum 1.1.2001 | |||||
| Zugänge | 437 | 1.396 | 732 | 0 | 2.565 |
| Abgänge | 0 | -498 | -387 | 0 | -885 |
| Zugänge durch Änderungen | |||||
| im Konsolidierungskreis | 291 | 2.353 | 0 | 282 | 2.926 |
| Abgänge durch Änderungen | |||||
| im Konsolidierungskreis | -14 | -45 | 0 | -76 | -135 |
| Anschaffungskosten | |||||
| bis zum 31.12.2001 | 5.788 | 8.950 | 14.063 | 2.685 | 31.486 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||||
| zum 1.1.2001 | -422 | -2.385 | -194 | -398 | -3.399 |
| Abschreibungen Zugänge | -418 | -1.238 | 0 | -128 | -1.784 |
| Abschreibungen Abgänge | 9 | 186 | 194 | 12 | 401 |
| Veränderung der Abschreibungen | |||||
| aufgrund Änderungen des | |||||
| Konsolidierungskreises | -159 | -1.758 | 0 | -225 | -2.142 |
| Sonstige Verrechnungen | 0 | 0 | -13.870 | 0 | -13.870 |
| Abschreibungen | |||||
| zum 31.12.2001 | -990 | -5.195 | -13.870 | -739 | -20.794 |
| Buchwert zum 31.12.2001 | 4.798 | 3.755 | 193 | 1.946 | 10.692 |
Bezüglich der sonstigen Verrechnungen wird auf Tz.21 verwiesen.
Diese Position umfasst im Wesentlichen nicht abgerechnete Projektkosten.
13. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Wertberichtigungen für Ausfallrisiken in Höhe von 96 Tsd. Euro (31.12.2000: 13 Tsd. Euro). Die Rechnungsabgrenzungsposten und sonstigen kurzfristigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen:
| 2.544 | 3.987 22.545 |
|
|---|---|---|
| Übrige | 183 | 1.633 |
| Rechnungsabgrenzung | 212 | 271 |
| Steuerforderungen | 2.149 | 2.083 |
| in Tsd. € | 2001 | 2000 |
Sämtliche Forderungen weisen eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr auf.
Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände, laufende Guthaben bei Kreditinstituten und Wertpapiere zur Geldanlage. Auf die verbundenen Unternehmen entfallen Guthaben von 1.571 Tsd. Euro (31.12.2000: 1.179 Tsd. Euro).
Zu Beginn des Geschäftsjahres betrugen Grund-, genehmigtes und bedingtes Kapital:
| in Tsd. € | 01.01.2001 |
|---|---|
| Grundkapital | 8.123.469,00 |
| Genehmigtes Kapital | 2.820.280,00 |
| Bedingtes Kapital | 715.346,00 |
Durch Beschluss der Gesellschaft vom 21. März 2001 wurde das genehmigte Kapital in Höhe von 137.700 Euro für eine Kapitalerhöhung im Wege der Sacheinlage in Anspruch genommen. Mit gleichem Datum wurde das genehmigte Kapital in Höhe von 200.000 Euro für eine Barkapitalerhöhung in Anspruch genommen, mit der der Gesellschaft flüssige Mittel von 2.520 Tsd. Euro zugeflossen sind. Ebenfalls mit gleichem Datum wurde die Ausgabe von Mitarbeiteraktien des Konzerns in Höhe von 15.899 Euro beschlossen. Das Bezugsrecht der Altaktionäre wurde bei allen drei Kapitalerhöhungen ausgeschlossen. Die drei Kapitalerhöhungen wurden am 14. Mai 2001 in das Handelsregister Wiesbaden eingetragen.
Durch Beschluss der Gesellschaft vom 2. Mai 2001 wurde das genehmigte Kapital weiterhin in Höhe von 1.100.000 Euro für eine Kapitalerhöhung im Wege der Sacheinlage in Anspruch genommen. Das Bezugsrecht der Altaktionäre wurde dabei ausgeschlossen. Die Kapitalerhöhung wurde am 18. Oktober 2001 in das Handelsregister Wiesbaden eingetragen.
Die Hauptversammlung beschloss am 22. Juni 2001 unter Aufhebung des bis dahin genehmigten Kapitals und der bis dahin bedingten Kapitalerhöhung die Schaffung eines neuen genehmigten Grundkapitals in Höhe von 4.238.534 Euro und eine bedingte Erhöhung des Grundkapitals in Höhe von 847.707 Euro. Die Kapitalerhöhungen wurden am 18. Oktober 2001 in das Handelsregister Wiesbaden eingetragen.
plenum ist aufgrund des Hauptversammlungsbeschlusses vom 22. Juni 2001 ermächtigt, bis zum 22. Dezember 2002 für bestimmte Zwecke eigene Aktien bis zu einem Anteil am Grundkapital von höchstens 10% der ausgegebenen Aktien zu erwerben. Der durchschnittliche Börsenkurs darf dabei um nicht mehr als 10% überschritten und um nicht mehr als 30% unterschritten werden. Im Jahr 2001 hat plenum erstmals 16.790 eigene Aktien zum Preis von insgesamt 83 Tsd. Euro erworben.
Zum Ende des Geschäftsjahres betrugen Grund-, genehmigtes und bedingtes Kapital:
| in € | 31.12.2001 |
|---|---|
| Grundkapital | 9.577.068,00 |
| Genehmigtes Kapital | 4.238.534,00 |
| Bedingtes Kapital | 847.707,00 |
Der Konzern verfügt zur aktienorientierten Vergütung über ein Stock-Option- und ein Mitarbeiteraktienprogramm.
Im Rahmen des Mitarbeiteraktienprogramms erhalten diejenigen Mitarbeiter, die nicht an dem Stock-Option-Programm teilnehmen, die Möglichkeit, in Abhängigkeit ihrer Betriebszugehörigkeit und ihres Einkommens Aktien der plenum AG zu vergünstigten Konditionen zu erwerben, über die nach einer Wartefrist von einem Jahr verfügt werden kann.
Für das Stock-Option-Programm hat die Hauptversammlung am 9. Juni 2000 und 22. Juni 2001 den Vorstand der plenum AG für einen Zeitraum von fünf Jahren ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals Optionsrechte auf Stückaktien der plenum AG an Arbeitnehmer der Gesellschaft sowie an Mitglieder der Geschäftsführungen und Arbeitnehmer von mit der plenum AG gem. §§ 15 ff. AktG verbundenen Unternehmen zu gewähren. Der Aufsichtsrat wurde für denselben Zeitraum ermächtigt, einmalig oder mehrmals Bezugsrechte auf Stückaktien der plenum AG an Mitglieder des Vorstands der plenum AG zu gewähren.
Der Ausübungspreis für die Optionsrechte errechnet sich aus dem Schlusskurs der Aktie der plenum AG am Ausgabetag zuzüglich eines Aufschlags von 15%. Bis zu 50% der jeweils gewährten Optionsrechte können erstmals nach Ablauf der gesetzlichen Mindestwartefrist von 2 Jahren nach Zuteilung ausgeübt werden. Die übrigen 50% der jeweils gewährten Optionsrechte können erstmals nach Ablauf einer Wartefrist von 3 Jahren nach Zuteilung ausgeübt werden.
Voraussetzung für die Ausübung ist jeweils, dass der Kurs der Aktie der plenum AG mindestens ein Mal um 15% gegenüber dem Kurs am Zuteilungstag gestiegen ist. Die Optionsrechte haben eine Laufzeit von 5 Jahren. Mit Ablauf der Ausübungsfrist verfallen die Optionsrechte entschädigungslos.
Im Berichtsjahr wurden an Mitglieder des Vorstandes der plenum AG 100.000 (2000: 19.500) und an andere Anspruchsberechtigte insgesamt 354.600 (2000: 230.850) Optionsrechte ausgegeben, von denen aufgrund der noch nicht abgelaufenen Mindestwartezeit noch keine ausgeübt werden konnten.
| Anzahl der Optionen | Durchschnittl. | |
|---|---|---|
| Ausübungspreise in € | ||
| Stand am 1.1. | 250.350 | 12,72 |
| Gewährt | 454.600 | 9,06 |
| Ausgeübt | 0 | n/a |
| Verfallen | -74.400 | 12,73 |
| Stand am 31.12. | 630.550 | 10,08 |
Unter dieser Position wurden für das Geschäftsjahr 2000 noch bestehende Minderheitenbeteiligungen konzernfremder Gesellschafter an voll konsolidierten Konzerngesellschaften ausgewiesen, die mit 40% auf die Anteile an der plenum Systems (Schweiz) AG und mit 10% auf die Anteile an der Avantis GmbH (Leinfelden) entfielen.
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2001 | 31.12.2000 | |||
|---|---|---|---|---|
| davon | davon | |||
| in Tsd. € | Gesamt | > 1 Jahr | Gesamt | > 1 Jahr |
| Steuern | 124 | 0 | 1.830 | 0 |
| Ausgehende Rechnungen | 546 | 54 | 996 | 0 |
| Personalrückstellungen | 2.794 | 0 | 2.781 | 0 |
| Rückstellungen für | ||||
| Integrationsaufwendungen | 2.150 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige Rückstellungen | 406 | 0 | 758 | 0 |
| 6.020 | 54 | 6.365 | 0 |
In der Rückstellung für Integrationsaufwendungen wurden die durch die Unternehmensakquisitionen in den Jahren 2000 und 2001 verursachten Aufwendungen berücksichtigt, die noch anfallen werden, um die Integration dieser Unternehmen in die bestehenden Führungs-, Organisations- und Verwaltungsstrukturen erfolgreich abzuschließen.
Die Gesellschaft hat an ausgewählte Arbeitnehmer Pensionszusagen erteilt. Die Höhe der zugesagten Leistungen richtet sich nach Betriebszugehörigkeit und Gehaltsumfang. Der Rückstellungsbedarf wurde versicherungsmathematisch gemäß den Bestimmungen des SFAS 87 unter Berücksichtigung künftig zu erwartender Gehaltsveränderungen berechnet.
Für die Ermittlung der Pensionsverpflichtungen nach der projected unit credit method wurden die folgenden Annahmen zugrunde gelegt:
Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| 2001 | 2000 | |
|---|---|---|
| in % | in % | |
| Rechnungszinssatz | 6,50 | 6,00 |
| Inflationsrate | 2,00 | 2,00 |
| Anwartschaftstrend | 3,00 | 2,75 |
In den Pensionsverpflichtungen sind im Berichtsjahr projected benefit obligations in Höhe von 679 Tsd. Euro (2000: 597 Tsd. Euro),service cost in Höhe von 34 Tsd. Euro (2000: 32 Tsd. Euro) und interest cost in Höhe von 45 Tsd. Euro (2000: 38 Tsd. Euro) enthalten.
| 31.12.2001 | 31.12.2000 | |||
|---|---|---|---|---|
| davon | davon | |||
| in Tsd. € | Gesamt | > 1 Jahr | Gesamt | > 1 Jahr |
| Verbindlichkeiten gegenüber | ||||
| Geldinstituten | 470 | 235 | 881 | 0 |
| Erhaltene Anzahlungen | 348 | 0 | 683 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus | ||||
| Lieferung und Leistung | 2.031 | 0 | 1.462 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.881 | 0 | 1.853 | 0 |
| 4.730 | 235 | 4.879 | 0 |
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen ausschließlich kurzfristige Kreditlinien von Tochtergesellschaften. Die durchschnittlichen gewogenen Zinssätze für diese Kreditlinien betrugen für 2001 5,32% und für 2000 5,68%. Dem Konzern stehen weitere ungenutzte Kreditrahmen in Höhe von 1.879 Tsd. Euro (31.12.2000: 241 Tsd. Euro) zur Verfügung.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 1.275 Tsd. Euro (Vorjahr: 874 Tsd. Euro) und Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 563 Tsd. Euro (Vorjahr: 244 Tsd. Euro).
Die Änderungen des Eigenkapitals in Höhe von 1.308 Tsd. Euro entstanden durch den Erwerb der stoll & fischbach GmbH, Herrenberg und der Eurotel New media GmbH, Herrenberg.
Das other comprehensive income zum 31.12.2001 besteht im Wesentlichen aus dem initial effect in Höhe von -14.486 Tsd. Euro. Beim initial effect handelt es sich um einen kumulativen, retrograden Effekt einer Wertänderung bei den sonstigen Beteiligungen, der unter dem other comprehensive income offen ausgewiesen und im Jahr 2002 mit den retained earnings verrechnet wird.
Sowohl die plenum AG als auch die plenum Systems GmbH halten zum 31.12.2001 Beteiligungen an börslichen (prodacta AG, datadesign AG und digital advertising AG) bzw. vorbörslichen (engram AG) Beteiligungen, die im Rahmen der New Venture-Aktivitäten ursprünglich verwaltet worden sind (Auf- und Abstockung der Beteiligungen) bzw. verwaltet werden sollten. Diese Wertpapiere werden am Bilanzstichtag mit dem fair value bewertet. Die Bilanzansätze sämtlicher Beteiligungen wurden im Zusammenhang mit der Aufgabe des New-Venture-Geschäftes (vgl. Tz 23) neu beurteilt. Hierbei wurde der Börsenkurs (quoted price) bzw. voraussichtliche Marktpreis aufgrund der Einschätzung des Managements durch den dauerhaft realisierbaren Wert von 1 Euro je Position ersetzt. Aufgrund des neuen Bilanzansatzes ergibt sich ein initial effect als Sonderposten in Höhe von -14.486 Tsd. Euro, der weder den außerordentlichen noch den sonstigen betrieblichen Posten des Geschäftsjahres 2001 zuzuordnen ist. Wegen seines kumulativen, retrograden Charakters wird dieser Posten direkt mit dem Eigenkapital verrechnet.
Wenn der initial effect als change in accounting principles dem Geschäftsjahr 2001 zugeordnet worden wäre, hätte sich folgende Auswirkung auf das Konzernergebnis ergeben:
| in Tsd. € | 2001 |
|---|---|
| Konzernergebnis vor initial effect | 2.855 |
| Initial effect | -14.486 |
| Proforma-Konzernergebnis nach initial effect | -11.631 |
| Ergebnis je Aktie (in €) | 0,30 |
| Initial effect je Aktie (in €) | -1,51 |
| Proforma-Ergebnis je Aktie nach initial effect (in €) | -1,21 |
Im Mai 2001 wurden die stoll & fischbach GmbH, Herrenberg, gegen Ausgabe von 733.333 Aktien der plenum AG und die Eurotel New media GmbH, Herrenberg, gegen Ausgabe von 366.667 Aktien der plenum AG erworben. Die Gesellschaften sind im Bereich übergreifende Kommunikationsleistungen in klassischen und neuen Medien tätig. Beide Gesellschaften werden nach der zum Erwerbszeitpunkt noch bestehenden pooling-of-interest Methode bilanziert, bei der kein goodwill entsteht. Beide Gesellschaften wurden zum 1.1.2001 in den Konzernabschluss einbezogen. Während des Geschäftsjahres wurde die Eurotel New Media GmbH auf die stoll & fischbach GmbH verschmolzen.
Im Berichtszeitraum vor der Erstkonsolidierung wurden von den beiden Gesellschaften die folgenden Umsätze und Ergebnisse erzielt:
| in Tsd. € | stoll & fischbach GmbH | Eurotel New Media GmbH |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 9.419 | 3.411 |
| Jahresüberschuss | 324 | 9 |
Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den beiden Gesellschaften sind nur in unwesentlicher Höhe angefallen.
Der Vorstand der plenum AG hat im Berichtsjahr den Beschluss gefasst, die Geschäftstätigkeit des Segmentes New Venture einzustellen. Nach Übertragung der noch laufenden Projekte an die plenum Management Consulting GmbH und Übertragung der Verwaltung der noch bestehenden Beteiligungen auf die plenum AG fand zum 31.12.2001 bereits keine aktive Geschäftstätigkeit mehr statt.
Zum 31.12.2001 sind keine wesentlichen das Segment New Venture betreffenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in der Konzernbilanz enthalten. Die dem Segment zuzurechnenden Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2001 belaufen sich auf 1.751 Tsd. Euro. Der seit dem Beschluss zur Einstellung bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene operative Verlust beläuft sich auf 208 Tsd. Euro, weitere Verluste werden für das kommende Geschäftsjahr nicht erwartet.
Die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind zu Nominalwerten angesetzt.
Zum Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen aus Bürgschaften in Höhe von 181 Tsd. Euro (31.12.2000: 270 Tsd. Euro)
Im Rahmen von Miet-, Pacht- und Leasingverträgen wurden Aufwendungen in Höhe von 2.071 Tsd. Euro erfasst (Vorjahr: 1.337 Tsd. Euro). Die zukünftigen Verpflichtungen aus solchen Verträgen, die zum 31.12.2001 eine anfängliche oder verbleibende Laufzeit von mehr als einem Jahr besitzen, betragen:
| in Tsd. € | 2001 |
|---|---|
| 2002 | 1.894 |
| 2003 | 1.795 |
| 2004 | 1.304 |
| 2005 | 1.023 |
| 2006 und später | 1.580 |
| 7.596 |
plenum unterliegt wegen der Konzentration der Geschäftstätigkeit auf den Euro-Raum keinen wesentlichen Wechselkursrisiken und auch keinen wesentlichen Zinsänderungsrisiken. Im Rahmen des gewöhnlichen Finanzmanagements werden gängige Finanzinstrumente wie Geldanlagen, Anlagen in variabel- und festverzinslichen Wertpapieren sowie Aktien genutzt. Derivate im Sinne des SFAS 133 werden nicht genutzt.
Entsprechend der nach Dienstleistungen gegliederten internen Organisations- und Berichtsstruktur wird im Rahmen der Segmentberichterstattung gemäß SFAS 131 zwischen den Segmenten Consulting (Beratungsleistungen zur Strategieentwicklung, Effizienzsteigerung und Neuorganisation für IT-Management) , Systems (Beratungs- und Umsetzungsleistungen für innovative Technologielösungen) und Communication (komplexe Dienstleistungen für integrierte Kommunikation – on- und offline) unterschieden.
Als wichtigste interne Ergebniskennzahl und als Indikator für die nachhaltige Ertragskraft eines Segmentes dient bei plenum der Internal Operating Profit (IOP). Der IOP ist ein bereinigter Jahresüberschuss vor konzernübergreifenden Kosten, Abschreibungen, Finanzergebnis, Konsolidierungseffekten und Steuern.
Aufgrund der im Berichtsjahr durchgeführten Geschäftsfeldoptimierung im Konzern wurde die Darstellung für das Vorjahr entsprechend der strategischen Aufstellung angepasst. Dies betraf das Segment Institut (Zuordnung zum Segment Systems) und das Segment New Venture (Zuordnung zu "Sonstige"). Wir verweisen hierzu auch auf den Lagebericht.
| Segmentinformation | Consulting | Systems Communi- | Sonstige Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in Mio. € | cation | |||||
| Nettoumsätze | 10,5 | 24,4 | 28,3 | 1,8 | 65,0 | |
| Vorjahr | 7,2 | 19,9 | 5,9 | 14,2 | 47,2 | |
| Innenumsätze | 0,0 | 1,4 | 0,2 | 0,0 | 1,6 | |
| Vorjahr | 0,1 | 0,1 | 0,1 | 0,0 | 0,3 | |
| Bruttoumsätze | 10,5 | 25,8 | 28,5 | 1,8 | 66,6 | |
| Vorjahr | 7,3 | 20,0 | 6,0 | 14,2 | 47,5 | |
| Segmentkosten | -7,5 | -22,9 | -25,7 | -1,8 | -57,9 | |
| Vorjahr | -6,0 | -18,2 | -5,9 | -9,3 | -39,4 | |
| Internal operating Profit (IOP) | 3,0 | 2,9 | 2,8 | 0,0 | 8,7 | |
| 29% | 12% | 10% | 0% | 13% | ||
| Vorjahr | 1,3 | 1,8 | 0,1 | 4,9 | 8,1 | |
| 18% | 9% | 2% | 35% | 17% | ||
Das operative Ergebnis der Segmente leitet sich wie folgt zum Konzernergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) über:
| Überleitung | in Tsd. € | |
|---|---|---|
| operatives Segment-Ergebnis | 01.01. bis 31.12.2001 | 01.01. bis 31.12.2000 |
| IOP | 8,7 | 8,1 |
| Konzernübergreifenden Kosten | -3,5 | -3,0 |
| Konsolidierungseffekte | -0,1 | -0,5 |
| EBITDA *) | 5,1 | 4,6 |
| Abschreibungen | -1,8 | -1,5 |
| EBIT | 3,3 | 3,1 |
*) Konzernergebnis von Zinsen, Steuern und Abschreibung
Im Konzern werden weder das Vermögen noch die Investitionen auf die Berichtssegmente aufgeteilt und daher nicht separat ausgewiesen. Aus der Kundenstruktur des Konzerns ergibt sich keine wesentliche Konzentration auf bestimmte geografische Regionen oder Segmente. Aufgrund der großen Anzahl von Kunden und der Vielzahl der Geschäftsaktivitäten gibt es keine Kunden, deren Geschäftsvolumen im Verhältnis zum gesamten Geschäftsvolumen von plenum wesentlich ist.
Es bestehen derzeit keine wesentlichen Prozessrisiken noch sonstige Risiken.
Die plenum Institut GmbH unterhält Geschäftsbeziehungen zur Informatic Consulting Bauer GmbH, Moos. Alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der Informatic Consulting Bauer GmbH ist Michael Bauer, Aufsichtsratsvorsitzender der plenum AG. Die Informatic Consulting Bauer GmbH erbringt Referentenleistungen im Rahmen des Seminarprogramms der plenum Institut GmbH und akquiriert Seminaraufträge.
Die plenum Institut GmbH bezog im Geschäftsjahr 2001 Dienstleistungen in Höhe von 233 Tsd. Euro (2000: 296 Tsd. Euro) von der Informatic Consulting Bauer GmbH, Moos. Zum 31.12.2001 bestanden Verbindlichkeiten in Höhe von 5 Tsd. Euro (2000: 25 Tsd. Euro) gegenüber der Informatic Consulting Bauer GmbH.
Im Juli 2001 hat das Financial Accounting Standard Board die Statements of Financial Accounting Standards ("SFAS") Nr. 141 (Business Combinations) und Nr. 142 (Business Combinations and Intangible Assets – Accounting for goodwill) herausgegeben. Die neuen Vorschriften des SFAS Nr. 141 gelten für alle nach dem 30. Juni 2001 initiierten Business Combinations. Bedeutendste Änderung zur bisher geltenden APB 16 ist die Abschaffung der pooling-of-interest Methode. Künftig sind daher alle Business Combinations nach der purchase-Methode zu bilanzieren und führen bei einem Überschuss des Kaufpreises über die zu Marktwerten angesetzten Vermögensgegenstände und Schulden zum Ausweis eines goodwills.
SFAS Nr. 142 ist bei dem Kalenderjahr entsprechendem Geschäftsjahr ab dem 1.1.2002 anzuwenden. Abweichend von der bisher geltenden APB 17 werden künftig goodwills nicht mehr über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben, sondern mindestens jährlich nach Berichtseinheiten auf Wertminderungen untersucht. Diese Behandlung ist auch auf bereits bestehende goodwills anzuwenden. Auswirkungen der neuen Vorschriften auf den Konzernabschluss werden sich bei künftigen Unternehmenserwerben möglicherweise durch Ausweis von goodwill ergeben, der in Folgejahren auf Wertminderungen zu untersuchen ist. Aus den bisher im Konzernabschluss bilanzierten Geschäfts- und Firmenwerten werden voraussichtlich keine wesentlichen Effekte auf den Konzernabschluss erwartet.
plenum nimmt die Befreiungsmöglichkeit des § 292a HGB in Anspruch, wonach ein Konzernabschluss nach deutschem Recht nicht aufgestellt werden muss, wenn an seiner Stelle ein Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsgrundsätzen aufgestellt wird.
Zum besseren Verständnis für die Adressaten des Konzernabschlusses und zur Erfüllung der Voraussetzungen gemäß § 292a Abs. 2 Nr. 4b werden die wesentlichen Unterschiede zwischen den Rechnungslegungsgrundsätzen nach deutschem Recht und nach US-GAAP nachfolgend erläutert.
Nach US-GAAP sind für temporäre Differenzen, die aus Ansatz- bzw. Bewertungsunterschieden zwischen den Wertansätzen in der Konzernbilanz und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen resultieren, latente Steuern zu berechnen.
Dabei sind die aktiven und passiven latenten Steuern mit dem zukünftigen voraussichtlichen Steuersatz zum Zeitpunkt ihrer jeweiligen Realisierung zu berücksichtigen (liability-Methode).
Nach den Vorschriften des HGB dürfen keine latenten Steuern auf Verlustvorträge aktiviert werden. Nach US-GAAP besteht eine Ansatzpflicht. Auf aktive latente Steuern sind grundsätzlich Wertberichtigungen vorzunehmen, wenn erkennbar ist, dass sich ein Teil oder alle latente Steuern nicht realisieren lassen.
Rückstellungen sind nach US-GAAP zu bilden, wenn eine Verpflichtung gegenüber einem Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des notwendigen Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist. Die Bildung von Aufwandsrückstellungen, die als reine Innenverpflichtungen anzusehen sind, sind nach US-GAAP nicht zulässig. Solche Aufwendungen sind vielmehr im Jahr ihres Anfalls zu bilanzieren.
Pensionsrückstellungen werden nach deutschen Bilanzierungsgrundsätzen nach dem Anwartschaftsdeckungsverfahren ermittelt. Dem gegenüber berechnet man nach US-GAAP die Rentenverpflichtungen auf der Basis von leistungsorientierten Versorgungszusagen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren, das Gehaltsund Rentensteigerungen der Zukunft bereits berücksichtigt. In den US-Wert fließen die jeweiligen Realzinsen ein und nicht der im deutschen Steuerrecht geltende Abzinsungssatz von 6%.
Ein goodwill musste in der Vergangenheit nach US-GAAP aktiviert und über seine voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben werden.
Die nach HGB mögliche Verrechnung mit dem Eigenkapital ist nicht zulässig. In 2001 wurde SFAS 142 verabschiedet, der nunmehr Abschreibungen nur nach einem jährlich durchzuführenden Impairmenttest vorsieht.
Latente Steuern sind auf den goodwill nicht zu berechnen.
Das HGB erfordert bei der Aktivierung eigener Anteile die Bildung einer Kapitalrücklage in gleicher Höhe. Nach US-GAAP werden eigene Anteile grundsätzlich nicht aktiviert und auch keine Rücklage gebildet. Die Anschaffungskosten für die eigenen Aktien werden stattdessen mit dem Eigenkapital (hier: Kapitalrücklage) verrechnet.
Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände, die abgrenzbar und einzeln bewertbar sind, sind nach den US-GAAP unter bestimmten Voraussetzungen zu aktivieren. Dasselbe gilt für Aufwendungen für die Modifikation von intern genutzter Standardsoftware, die durch das Unternehmen selbst durchgeführt wird. Nach deutschem Recht ist die Aktivierung eigener Aufwendungen unzulässig.
Nach den US-GAAP wird für die langfristige Auftragsfertigung die Anwendung der percentage-of-completion-Methode empfohlen, sofern die hierfür notwendigen Bedingungen erfüllt sind. Die Anwendung dieser Methode führt zu einer Teilgewinnrealisierung vor Beendigung des Auftrages. Nach deutschem Recht ist die Anwendung der percentage-of-completion Methode grundsätzlich nicht erlaubt.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter beträgt:
| 2001 | 2000 | |
|---|---|---|
| Angestellte | 390 | 254 |
Die plenum AG hat zum 31.12.2001 ein Grundkapital in Höhe von 9.577.068 Euro, das in 9.577.068 nennwertlose Stückaktien unterteilt ist. Der Aktienbesitz der Organe der plenum AG wird in den folgenden Tabellen dargestellt:
| Hartmut Skubch | Thomas Reuther | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Stückzahl | Stückzahl | Stückzahl | |
| Stand 1.1.2001 | 2.050.933 | 0 | 2.050.933 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2001 | 2.050.933 | 0 | 2.050.933 |
Heiner Andexer besaß zu Beginn des Geschäftsjahres 2001 und bei seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der plenum AG zum 31.8.2001 193.723 Stückaktien. Reinhard Neumann besaß zu Beginn des Geschäftsjahres 2001 und bei seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der plenum AG zum 31.3.2001 keine Stückaktien.
| Hartmut Skubch | Thomas Reuther | Gesamt | |
|---|---|---|---|
| Stückzahl | Stückzahl | Stückzahl | |
| Stand 1.1.2001 | 6.500 | 6.500 | 13.000 |
| Zugänge | 50.000 | 50.000 | 100.000 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2001 | 56.500 | 56.500 | 113.000 |
Heiner Andexer besaß zu Beginn des Geschäftsjahres 2001 6.500 Optionen. Sämtliche Bezugsrechte sind bei seinem Ausscheiden aus dem Vorstand der plenum AG zum 31.8.2001 erloschen.
Reinhard Neumann erhielt keine Optionen der plenum AG.
| Aktienbesitz der Aufsichtsräte | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Bauer | Michael Dr. Wolfgang Händel |
Norbert Rohring |
Gesamt | ||||
| Stückzahl | Stückzahl | Stückzahl Stückzahl | |||||
| Stand 1.1.2001 | 370.360* | 3.500 | 700 | 374.560 | |||
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | ||||
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | 0 | |||
| Stand 31.12.2001 | 370.360 | 3.500 | 700 | 374.560 |
Ende des Berichtsjahres 2001 hat Michael Bauer 370.360 Aktien auf seine eigene private Vermögensverwaltungsgesellschaft übertragen.
Die von der plenum AG für das Geschäftsjahr 2001 gewährten Gesamtbezüge des Vorstandes betragen 983 Tsd. Euro (2000: 646 Tsd. Euro). Der Aufsichtsrat der plenum AG hat im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 20 Tsd. Euro (2000: 20 Tsd. Euro) erhalten.
| Mitglieder des Vorstandes | Ressort | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften |
Mitgliedschaften in vergleich baren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
|---|---|---|---|
| Hartmut Skubch (Sprecher des Vorstandes) |
Strategie | Prodacta AG, Ettlingen (bis April 2001) engram AG, Bremen (bis Mai 2001) |
– |
| Thomas Reuther | Finanzen | plenum New Venture AG, Berlin (Vorsitzender) plenum new media AG, Berlin (Vorsitzender) |
– |
| Heiner Andexer (bis 31.August 2001) | Marketing | – | – |
| Reinhard Neumann (bis 31.März 2001) | Vertrieb | – | – |
| Mitglieder des Aufsichtsrates | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften |
Mitgliedschaften in vergleich baren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
|
| Michael Bauer (Vorsitzender) plenum-Gründer und IT-Berater |
Subito AG, Mörfelden-Walldorf (Vorsitzender) Advanced Internet Systems AG, München (Vorsitzender) Softway AG, Hirschaid (Vorsitzender) |
– | |
| Dr. Wolfgang Händel (Unternehmensberater) |
Solutio AG, München YES! AG, München |
Spezialtechnik Dresden GmbH, Dresden |
|
| Norbert Rohrig Mitglied des Vorstandes der AXA Lebensversicherung AG, AXA Versicherung AG, AXA Service AG, AXA Krankenversicherung AG, alle Köln |
– | AXA IT-Service GmbH, Köln, -Vorsitzender des Beirates U.S.U. Softwarehaus, Unternehmens beratung AG Möglingen, -Mitglied des Beirates-, Systematics AG (EDS), Hamburg -stv. Vorsitzender des Beirates |
Wiesbaden,11. März 2002
Hartmut Skubch Thomas Reuther
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital |
|---|---|
| plenum Institut für Informations- und | |
| Kommunikationstechnologie GmbH, Wiesbaden | 100 % |
| plenum Management Consulting GmbH | 100 % |
| plenum Systems GmbH, Wiesbaden, vormals: | |
| plenum Systeme Gesellschaft für Software Technologie mbH | 100 % |
| plenum new media AG, Berlin | 100 % |
| plenum New Venture AG, Berlin | 100 % |
| plenum financial solutions AG, Wiesbaden | 100 % |
| plenum Systems (Frankfurt), Frankfurt am Main, vormals: | |
| Rost & Partner EDV-Unternehmensberatung GmbH | 100 % |
| a.f.n. active.financial.network GmbH, Frankfurt am Main | 100 % |
| stoll & fischbach GmbH, Herrenberg | 100 % |
| Name und Sitz der Gesellschaft | Anteil am Kapital |
|---|---|
| engram AG | 25% |
| Prodacta AG | 16% |
| digital advertising AG | 16% |
| aloba AG | 15% |
| DataDesign AG | 10% |
Wir haben den von der plenum Aktiengesellschaft, Wiesbaden, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2001 geprüft. Aufstellung und Inhalt des Konzernabschlusses nach den United States Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) liegen in der Verantwortung des Vorstandes der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach den deutschen Prüfungsvorschriften und unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehlaussagen ist. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für die Wertansätze und Angaben im Konzernabschluss auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung beinhaltet die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstandes sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Nach unserer Überzeugung vermittelt der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den US-GAAP ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie der Zahlungsströme des Geschäftsjahres.
Unsere Prüfung, die sich auch auf den vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2001 aufgestellten Konzernlagebericht erstreckt hat, hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Überzeugung gibt der Konzernlagebericht insgesamt eine zutreffende Vorstellung von der Lage des Konzerns und stellt die Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Außerdem bestätigen wir, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2001 die Voraussetzungen für eine Befreiung der Gesellschaft von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts nach deutschem Recht erfüllen.
Votum GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Tomas Mielert Wirtschaftsprüfer
Mai 2002 Bilanzpressekonferenz Analystenkonferenz Frankfurt
Mai 2002 Veröffentlichung 3-Monats-Bericht
Juni 2002 Hauptversammlung Kurhaus Wiesbaden
August 2002 Veröffentlichung 6-Monats-Bericht
November 2002 Veröffentlichung 9-Monats-Bericht
Investor Relations Hagenauer Straße 53 D-65203 Wiesbaden Tel. +49. (0)611. 98 82-229 Fax+49. (0)611. 98 82-174 www.plenum.de/facts.htm [email protected]
Gern nehmen wir Sie in unseren Investor-Relations-Verteiler auf. Sie erhalten dann regelmäßig unsere Unternehmensberichte und Informationen über plenum.
Dieser Geschäftsbericht erscheint auch in englischer Sprache. Weitere Exemplare können Sie über den Geschäftsberichts-Service anfordern: Tel +49. (0) 800. 181 41 40 Fax+49. (0) 800. 819 55 70 www.handelsblatt.com/gberichte
Konzeption und Gestaltung: plenum stoll & fischbach Communication GmbH Johannes-Kepler-Str. 4-6 71083 Herrenberg
Aktuelle Informationen sind im Internet unter www.plenum.de erhältlich.
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