Annual / Quarterly Financial Statement • Jul 10, 2023
Annual / Quarterly Financial Statement
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Finanzbericht: 32736395

AKTIVSEITE
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| EUR | EUR | Vorjahr EUR |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.280.068,65 | 1.622.276,84 | |
| II. Sachanlagevermögen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 125.361,96 | 133.585,45 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 9.833.542,49 | 10.432.085,39 | |
| 11.238.973,10 | 12.187.947,68 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Vorräte | |||
| Unfertige Leistungen | 33.625,05 | 18.115,40 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 2.399.377,48 | 2.513.719,49 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.379.044,74 | 1.251.887,84 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 848.894,54 | 657.894,69 | |
| 4.627.316,76 | 4.423.502,02 | ||
| III. Guthaben bei Kreditinstituten | 1.765.275,31 | 797.994,50 | |
| 6.426.217,12 | 5.239.611,92 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 104.397,35 | 47.866,55 | |
| D. Aktive latente Steuern | 176.231,84 | 234.975,75 | |
| 17.945.819,41 | 17.710.401,90 | ||
| PASSIVSEITE | |||
| EUR | EUR | Vorjahr EUR |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 1.697.426,00 | 1.697.426,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 2.164.513,79 | 2.164.513,79 | |
| III. Bilanzgewinn | 3.753.532,54 | 1.890.595,94 | |
| 7.615.472,33 | 5.752.535,73 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Rückstellungen für Pensionen | 788.186,63 | 725.933,47 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 24.600,00 | 24.600,00 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 5.000.003,63 | 6.993.720,03 | |
| 5.812.790,26 | 7.744.253,50 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.757.777,78 | 2.240.000,00 | |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 156.168,50 | 113.496,04 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 812.975,43 | 289.803,54 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 713.167,86 | 491.953,40 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 901.235,41 | 843.383,94 | |
| - davon aus Steuern EUR 174.836,61 (Vorjahr: EUR 159.744,13) | 4.341.324,98 | 3.978.636,92 | |
| - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 111,82 (Vorjahr: EUR 3.691,87) | |||
| D. Passive latente Steuern | 176.231,84 | 234.975,75 | |
| 17.945.819,41 | 17.710.401,90 |
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| Geschäftsjahr Euro |
Vorjahr Euro |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 15.690.176,91 | 12.509.620,32 |
| 2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen | 15.509,65 | 1.535,40 |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 60.028,32 | 21.766,60 |
| 4. Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -2.704.061,74 | -1.670.770,38 |
| 5. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter -8.211.629,70 | -7.832.011,96 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.223.276,87 | -1.170.760,46 | |
| - davon für Altersversorgung EUR 35.841,21 (Vorjahr: EUR 61.562,06) | -9.434.906,57 | -9.002.772,42 |
| 6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -423.760,12 | -289.925,83 |
| 7. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.386.790,95 | -1.706.392,62 |
| 8. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne | 1.058.183,46 | 257.014,21 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0,00 | 29.641,51 |
| - davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 3.052,09) | ||
| - davon aus der (saldierten) Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 26.589,42) | ||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -50.515,91 | -13.289,81 |
| - davon aus der (saldierten) Aufzinsung von Rückstellungen: EUR 17.619,00 (Vorjahr: EUR 0,00) | ||
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 42.521,60 | 35.838,60 |
| 12. Ergebnis nach Steuern | 1.866.384,65 | 172.265,58 |
| 13. Sonstige Steuern | -3.448,05 | -7.990,00 |
| 14. Jahresüberschuss | 1.862.936,60 | 164.275,58 |
| 15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 1.890.595,94 | 1.726.320,36 |
| 16. Bilanzgewinn | 3.753.532,54 | 1.890.595,94 |
Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung von Beratungs- und Servicedienstleistungen für Dritte sowie der Erwerb, die Verwaltung und Leitung von Tochterunternehmen, verbundenen Unternehmen oder Beteiligungen, die insbesondere im Bereich der Entwicklung und Implementierung von informationstechnologischen, organisatorischen und geschäftsbezogenen Veränderungen tätig sind.
Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und des AktG. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.
Die Angaben laut Registergericht lauten:
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| Firma: | plenum AG |
| Sitz: | Frankfurt am Main |
| Registergericht: | Frankfurt am Main |
| Handelsregisternummer: | HRB 97164 |
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:
Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten angesetzt und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.
Die zugrunde liegende Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände und der Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben.
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert, sofern eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Wertaufholungen werden vorgenommen, soweit die Gründe für eine zuvor vorgenommene Abschreibung nicht mehr bestehen.
Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung von Verpflichtungen aus Pensionszusagen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind, sind zum beizulegenden Zeitwert (fortgeführte Anschaffungskosten) bewertet und werden mit der zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Zu Einzelheiten wird auf die Ausführungen unter den Angaben zur Bilanz verwiesen.
Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellkosten unter Berücksichtigung angemessener Verwaltungsgemeinkosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert bewertet. Soweit diese eine Laufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen und unverzinslich sind, wurden sie auf den Bilanzstichtag abgezinst.
Das Bankguthaben wird zum Nominalwert angesetzt.
Ausgaben vor dem Bilanzstichtag werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.
Bei der Ermittlung latenter Steuern werden bei der plenum AG neben den zeitlichen Bilanzierungsunterschieden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung würde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt werden. Für einen sich insgesamt ergebenden Überhang aktiver latenter Steuern besteht gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB ein Aktivierungswahlrecht. Von diesem Wahlrecht macht die plenum AG keinen Gebrauch.
Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt.
Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre abgezinst.
Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten verdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Klaus Heubeck verwendet. Dabei werden auch künftig zu erwartende Steigerungen der Renten berücksichtigt. Ein Gehaltstrend ist nicht zu berücksichtigen, da die Pensionsverpflichtungen ausschließlich drei Rentenempfänger betreffen.
Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Dieser Zinssatz betrug zum Stichtag 1,79 %. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ist ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 S. 2 HGB).
Die Pensionszusage an ein ehemaliges Vorstandsmitglied ist durch einen Pensionsfonds teilweise abgesichert. Soweit es sich dabei um Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB handelt, wird die Rückstellung mit dem entsprechenden Deckungsvermögen verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen wird nach § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.
Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen (§ 266 Abs. 2 Buchst. E HGB). Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre.
Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind in dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagespiegel gesondert dargestellt.
Als immaterielle Vermögensgegenstände werden im Wesentlichen die Marken der Gruppe "plenum, Atzelberg und pIMC" und Software-Lizenzen ausgewiesen. Die Marke "plenum" wird über 12 Jahre abgeschrieben.
Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Finanzanlagen mit Blick auf die ausstehenden Earn Out-Zahlungen neu bewertet und um 840 Tsd. Euro reduziert.
Zum Anteilsbesitz siehe im Übrigen Textziffer V.4.
Die unter den Vorräten ausgewiesenen unfertigen Leistungen betreffen noch nicht abgerechnete Kundenprojekte.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind im Zuge des aktiven Forderungsmanagements um 5% auf 2.399 Tsd. Euro gesunken.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 1.379 Tsd. Euro (31. Dezember 2020: 1.252 Tsd. Euro) betreffen im Wesentlichen gruppeninterne Leistungsverrechnungen.
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Durch die Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH entstand zum 01.01.2014 eine passive latente Steuer in Höhe von 766 Tsd. Euro. Diese ergab sich aus der unterschiedlichen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Behandlung der zum 01.01.2014 durchgeführten Verschmelzung und wurde entsprechend zum Ende des Geschäftsjahres angepasst. Aufgrund der bestehenden Verlustvorträge in der plenum AG sind zum 01.01.2014 in gleicher Höhe zwingend aktive latente Steuern zu bilden. Der Steuersatz beträgt 31,925%.
Der Stand der passiven latenten Steuern ist per 31.12.2022: 176 Tsd. Euro (31. Dezember 2021: 235 Tsd. Euro). Die Änderung der Steuersalden wird nachfolgend dargestellt.
Im Rahmen der Verschmelzung mit der plenum Management Consulting GmbH ist zum 01.01.2014 eine passive latente Steuer in Höhe von 766 Tsd. Euro entstanden. Diese wurde entsprechend zum Ende des Geschäftsjahres auf 176 Tsd. Euro angepasst (Vorjahr: 235 Tsd. Euro). Die wesentliche Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz besteht aus der Aktivierung der Marke "plenum" in der Handelsbilanz, welche insgesamt über 12 Jahre abgeschrieben wird. Der Steuersatz beträgt 31,925%.
Die Steuersalden (in Tsd. Euro) haben sich wie folgt geändert:
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| 31.12.2022 | Veränderung | 31.12.2021 | |
|---|---|---|---|
| Aktive latente Steuern | 176 | 59 | 235 |
| Passive latente Steuern | 176 | 59 | 235 |
Das Eigenkapital hat sich im Geschäftsjahr 2022 positiv entwickelt:
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| Eigenkapitalentwicklung plenum AG | Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapitalrücklage TEUR |
Erwirtschaftetes Eigenkapital TEUR |
Eigenkapital TEUR |
|---|---|---|---|---|
| Stand 31. Dezember 2020 | 1.697 | 2.165 | 1.726 | 5.588 |
| Konzernjahresüberschuss 2021 | 164 | 164 | ||
| Stand 31. Dezember 2021 | 1.697 | 2.165 | 1.890 | 5.752 |
| Konzernjahresüberschuss 2022 | 1.863 | 1.863 | ||
| Stand 31. Dezember 2022 | 1.697 | 2.165 | 3.753 | 7.615 |
Am 31. Dezember 2022 betrug das gezeichnete Kapital der plenum AG 1.697.426,00 Euro (Vorjahr: 1.697.426,00 Euro), das in 1.697.426 Stückaktien (Vorjahr: 1.697.426 Stückaktien) eingeteilt war. Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 18. Juni 2023 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 848.713 Euro durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von bis zu 848.713 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen.
Die Rückstellungen für Pensionen betreffen Zusagen für die Altersversorgung an ein ehemaliges Vorstandsmitglied und an zwei Angestellte (vormals Mitarbeiter der plenum Management Consulting GmbH). Vom Gesamtbetrag der Rückstellung für Pensionszusagen entfällt ein Betrag von 300 Tsd. Euro (Vorjahr: 307 Tsd. Euro) an ein ehemaliges Vorstandsmitglied. Diese Pensionszusage ist durch einen Pensionsfonds teilweise abgesichert. Die Entwicklung zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:
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| Pensionsrückstellungen | 31.12.2022 TEUR |
31.12.2021 TEUR |
|---|---|---|
| Erfüllungsbetrag der Pensionszusagen | 969 | 963 |
| Aktivwert des Deckungsvermögens | 181 | 237 |
| Anschaffungskosten des Deckungsvermögens | 230 | 230 |
Zum 31. Dezember 2022 sind die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens höher als der Aktivwert des Deckungsvermögens, woraus ein ausschüttungsgesperrter Differenzbetrag in Höhe von 0 Euro resultiert.
Der Unterschiedsbetrag aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen im Sinne des § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt 30 Tsd. Euro; insoweit bestünde eine Ausschüttungssperre.
Zudem ergab sich Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Rückstellungen in Höhe von 18 Tsd. Euro (Vorjahr 12 Tsd. Euro). Der Zinsertrag aus dem Deckungsvermögen beträgt 1 Tsd. Euro (Vorjahr 1 Tsd. Euro).
In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für den Erwerb der RFC Professionals GmbH, der BLUBERRIES GmbH sowie für Personal und ausstehende Rechnungen enthalten.
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben 664 Tsd. Euro eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr und 1.093 Tsd. Euro eine Restlaufzeit zwischen einem und fünf Jahren (Vorjahr 1.758 Tsd. Euro). Alle anderen Verbindlichkeiten in Höhe von 2.584 Tsd. Euro (Vorjahr 1.739 Tsd. Euro) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Für die Büroräume besteht ein Mietverhältnis bis Dezember 2023. Die Verpflichtungen aus Büromiete und Kfz-Leasing belaufen sich insgesamt auf rund 350 Tsd. Euro pro Jahr.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 34 Tsd. Euro (Vorjahr 10 Tsd. Euro), die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Aus Währungsumrechnung ergeben sich Erträge von 1 Tsd. Euro nachdem im Vorjahr keine Erträge aus Währungsumrechnungen enthalten waren.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten die Abschreibung eines Darlehens an die Konzerntochter plenum AG (Schweiz) in Höhe von 190 Tsd. Euro. sowie um 126 Tsd. Euro gestiegene Kosten für Personalentwicklung, wie z.B. Aus- und Weiterbildung. Aus Währungsumrechnung ergeben sich Aufwendungen in Höhe von 4 Tsd. Euro, nachdem im Vorjahr keine Aufwendungen aus Währungsumrechnungen enthalten waren.
Im Geschäftsjahr 2022 waren durchschnittlich 87 Mitarbeitende (Vorjahr 80) beschäftigt. Davon waren 72 beratend, 9 in der Verwaltung und 6 als Aushilfe tätig.
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrates sind die folgenden Herren bestellt:
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| Name | Beruf | Mandate * |
|---|---|---|
| Dr. Walter Herzog, - Vorsitzender - | Unternehmensberater | Keine weiteren Mandate |
| Thies Eggers - stellvertretender Vorsitzender - | Wirtschaftsprüfer und Steuerberater | Aufsichtsrat der Allgeier SE, München (stellvertretender Vorsitzender) Aufsichtsrat der Bayerische Gewerbebau AG, München (Vorsitzender) Aufsichtsrat der SBF AG, Leipzig Aufsichtsrat der Foodhub e.G., München |
| Dr. Klaus Freihube | Dipl.-Kaufmann | Keine weiteren Mandate |
* Hier werden die Mandate in weiteren Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen angegeben.
Die gewährten Aufsichtsratsvergütungen für 2022 betragen 85 Tsd. Euro (Vorjahr: 85 Tsd. Euro).
Als Vorstand der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022 Herr Ulf Wohlers bestellt. Der Vorstand hatte keine Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften.
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| Beteiligungen plenum AG | Anteil am Kapital 31.12.2022 in % |
Eigenkapital 31.12.2022 TEUR |
Ergebnis 2022 TEUR |
|---|---|---|---|
| RFC Professionals GmbH, Oestrich-Winkel | 100 | 761 | 1.014 |
| BLUBERRIES GmbH, Amerang | 100 | 1.280 | 0 |
| plenum AG (Schweiz), Zürich | 100 | -94 | -215 |
Mit Wirkung zum 4. Juli 2019 wurde ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der plenum AG und der BLUBERRIES GmbH geschlossen. Die RFC Professionals GmbH wurde mit Wirkung zum 01.12.2021 erworben.
Die plenum AG (Schweiz) wurde mit Wirkung zum 01.07.2021 mit Sitz in Zürich als 100% Tochter der plenum AG gegründet.
Die plenum AG, Frankfurt, erstellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss gemäß HGB-Vorschriften (größter und kleinster Konsolidierungskreis), der unter folgender Internetadresse erhältlich ist: www.plenum.de und im Bundesanzeiger veröffentlich wird.
Das Zinsrisiko eines Kredites mit einem Restwert in Höhe von 300 Tsd. Euro wurde mit Hilfe eines CAPs abgesichert.
Es handelt sich bei der Art der Bewertungseinheit um einen Mikro-Hedge. Deshalb ist eine sehr hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen gegeben, da die wesentlichen risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmten.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres sind nicht zu verzeichnen.
Das Geschäftsjahr 2022 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 1.863 Tsd. Euro ab. Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Am 01.04.2014 wurde der Gesellschaft mitgeteilt, dass die FTMK Holding GmbH eine Beteiligung von mehr als 25% des Grundkapitals und damit eine wesentliche Beteiligung i.S. des § 20 Abs. 1 AktG an der plenum AG übernommen hat. Die SF Holding GmbH hält mittelbar über die FTMK Holding GmbH eine Beteiligung von mehr als 25% des Grundkapitals und damit eine wesentliche Beteiligung i.S. des § 20 Abs. 1 AktG an der plenum AG.
Frankfurt, den 10. Mai 2023
Der Vorstand
Ulf Wohlers
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| Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2022 EUR |
Zugänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2022 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 7.321.232,78 | 6.217,50 | 0,00 | 0,00 | 7.327.450,28 |
| 7.927.196,16 | 6.217,50 | 0,00 | 0,00 | 7.327.450,28 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 348.806,17 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 348.806,17 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 620.300,59 | 67.110,94 | 0,00 | 0,00 | 687.411,53 |
| 969.106,76 | 67.110,94 | 0,00 | 0,00 | 1.036.217,70 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 10.432.085,39 | 241.414,03 | 0,00 | 839.956,93 | 9.833.542,49 |
| 10.432.085,39 | 241.414,03 | 0,00 | 839.956,93 | 9.833.542,49 | |
| 19.328.388,31 | 314.742,47 | 0,00 | 839.956,93 | 18.197.210,47 |
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| Abschreibungen | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2022 EUR |
Zugänge EUR |
Zuschreibungen EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2022 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 5.698.932,63 | 348.449,00 | 0,00 | 0,00 | 6.047.381,63 |
| 6.304.919,32 | 348.449,00 | 0,00 | 0,00 | 6.047.381,63 | |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 348.806,17 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 348.806,17 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 486.738,86 | 75.310,71 | 0,00 | 0,00 | 562.049,57 |
| 835.545,03 | 75.310,71 | 0,00 | 0,00 | 910.855,74 | |
| III. Finanzanlagen | |||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | |
| 7.140.464,35 | 423.759,71 | 0,00 | 0,00 | 6.958.237,37 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2022 EUR |
31.12.2021 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.280.068,65 | 1.622.300,15 |
| 1.280.068,65 | 1.622.300,15 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 0,00 | 0,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 125.361,96 | 133.561,73 |
| 125.361,96 | 133.561,73 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 9.833.542,49 | 10.432.085,39 |
| 9.833.542,49 | 10.432.085,39 | |
| 11.238.973,10 | 12.187.947,27 |
Der Konzernlagebericht der plenum Gruppe, bestehend aus der plenum AG - als Muttergesellschaft des plenum-Konzerns - und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften, wurde mit dem Lagebericht der plenum AG für das Geschäftsjahr 2022 zusammengefasst (§ 315 Abs. 5 HGB i.V.m. § 298 Abs. 2 HGB). Die Aufstellung und die Prüfung des vorliegenden Konzernabschlusses und des zusammengefassten Konzernlageberichts zum 31. Dezember 2022 nach HGB erfolgt auf freiwilliger Basis.
Die plenum AG ist eine auf die Schnittstelle von Business und IT fokussierte Management Beratung. Wir unterstützen unsere Kunden bei der Weiterentwicklung und Absicherung ihrer Geschäftsmodelle im Hinblick auf die Potenziale der Digitalisierung sowie der konsistenten Umsetzung regulatorischer Vorgaben.
Das Geschäftsmodell der plenum Gesellschaften ist im Kern auf den Aufbau, die Erhaltung und Vermarktung von aktuellem und lösungsrelevantem Know-how in definierten Themenfeldern und Branchen ausgerichtet. Neben der Durchführung und Begleitung von Veränderungsprojekten der Kunden, die nach zeitlichem Einsatz oder im Festpreis verrechnet werden, beinhaltet das Modell auch die Möglichkeit, darüberhinausgehende, nicht personengebundene Professional Services und Dienstleistungen oder Software anzubieten. Im Mittelpunkt steht immer die Befähigung des Kunden selbst.
Das operative Geschäft der plenum Gruppe verteilt sich auf sechs Gesellschaften: plenum AG, BLUBERRIES GmbH, plenum AG (Schweiz), RFC Professionals GmbH, RFC Professionals GmbH (Austria) sowie die RFC Excellence GmbH.

Die plenum AG ist die zentrale Organisationseinheit der plenum Gruppe; sie fungiert als Konzernmutter und Serviceprovider für die Tochtergesellschaften.
Der Vorstand der plenum AG führt die Geschäfte mit Hilfe eines operativen Management Boards, dem aktuell sechs Managing Partner angehören. Die Managing Partner verantworten neben ihren Vertriebsaufgaben jeweils definierte Funktionsbereiche der Gesellschaft. RFC wird in enger Abstimmung, aber gesondert, in Zusammenarbeit mit der RFC Geschäftsführung im Einklang mit den Konzernzielen gesteuert.
Die plenum Gruppe verfügt über ein etabliertes internes Steuerungssystem in Form eines angemessenen Projekt- und Finanzreportings auf Basis von Microsoft Business Central. Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren sind der Umsatz und das Konzern-EBITDA bzw. für die plenum AG und die weiteren Konzerngesellschaften das EBITDA. Das Reporting wird inkl. Forecast monatlich aktualisiert und dem erweiterten Management zur Steuerung zur Verfügung gestellt. Im Sinne einer einheitlichen und klaren Steuerung innerhalb der Gruppe wurden die Steuerungsgrößen der plenum AG analog umgesetzt.
Darüber hinaus werden sämtliche liquiden Mittel des Konzerns durch das zentrale Cash Management der plenum AG verwaltet. Geschäftsverlauf, Lage und Risiken des Mutterunternehmens und des Konzerns stimmen weitgehend überein.
Die Steuerung des Unternehmens umfasst über die betriebswirtschaftlichen Faktoren hinaus auch nicht finanzielle Kennzahlen zur Steuerung des Geschäftsmodells.
Die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben und übergreifender Regeln wird über eine dezidierte Compliance Einheit überwacht und sichergestellt. In diesem Rahmen wurden ein übergreifendes Anweisungswesen aufgebaut und Richtlinien erstellt, die verbindlich für alle Mitarbeitenden des Unternehmens gelten. Zur Berücksichtigung besonderer Themenbereiche (u.a. Informationssicherheit und Datenschutz) wurden zudem "beauftragte" Personen ernannt und ausgebildet.
Als wachsendes Unternehmen sind wir uns unserer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und kommen dieser entsprechend unserer Leistungsfähigkeit nach. Das Thema Corporate Social Responsiblity (CSR) ist daher fest in unseren Werten und Leitlinien verankert. Für das Geschäftsjahr 2022 hat plenum einen Nachhaltigkeitsbericht im Einklang mit dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) veröffentlicht, in dem unsere Aktivitäten in diesem Feld transparent kommuniziert und Veränderungsentwicklungen in Bezug auf die plenum Nachhaltigkeitsstrategie nachvollziehbar dargestellt werden.
Der plenum Nachhaltigkeitsbericht wird unter www.plenum.de/untemehmen/investor-relations/ auf unserer Homepage zur Verfügung gestellt.
Der Beratungsmarkt hat sich im Jahr 2022 sehr positiv entwickelt. Trotz teils erheblicher gesamtwirtschaftlicher Herausforderungen von gestörten Lieferketten, über steigende Inflationsraten und einer massiv forcierten Energiewende in Folge des Urkainekrieges und der Coronapandemie ist der Markt insgesamt um 15% dynamisch gewachsen. Die Marktdynamik des Vorjahres (10,3%) konnte damit gemäß der BDU Facts&Figures 2023 Branchenbefragung weiter ausgebaut und der 10-Jahresdurchschnitt auf 7,8% p.a. gesteigert werden.
Innerhalb der Beratungswirtschaft spiegeln sich die großen politischen und gesamtwirtschaftlichen Themen in den Branchen Chemie & Pharma, Gesundheitswesen und Energiewirtschaft mit den größten Wachstumsraten wider. Der Blick auf die Beratungsthemen zeigt insbesondere aktuelle Beratungsnischen wie z.B. Nachhaltigkeit & CSR sowie IT-Sicherheit & Datenschutz mit Wachstumsraten von über 20% bei kleinen Marktanteilen (<2%) auf dem Vormarsch.
Daneben weisen abermals die mittelgroßen bis großen Beratungsunternehmen ein überdurchschnittliches Wachstum aus. Die Tendenz zu größeren, skalierbareren Strukturen und damit zur Konsolidierung in der Beratungsindustrie hält demnach weiterhin an.
Als eine Auswirkung der Coronapandemie haben sich die Arbeitsmodelle in der Beratung in Richtung New Work verschoben, d.h. flexible Arbeitszeiten, das Arbeiten von zu Hause, dezentrale Zusammenarbeit sind in der Branche zwischenzeitlich akzeptierte Realität. Auch von Kundenseite werden diese Veränderungen weitgehend angenommen, so dass wir davon ausgehen, dass die aktuelle Situation auch das "new normal" werden wird.
Vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Transformationsanforderungen zeigt sich die Beratungsbranche damit weiterhin sehr robust und anpassungsfähig.
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| in Tsd. Euro | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Auftragseingang | 25.012 | 18.115 |
| Umsatzerlöse | 24.175 | 17.305 |
| Auftragsbestand | 4.632 | 3.795 |
Der Auftragseingang ist mit der über das gesamte Geschäftsjahr 2022 gewachsenen Marktnachfrage insbesondere ggü. dem Vorjahr um 38% deutlich gestiegen. Der Auftragseingang hat sich damit im Gleichklang mit dem Umsatz entwickelt, welcher um 40% auf 24.175 Tsd. Euro angestiegen ist. Der Auftragsbestand liegt in der Momentaufnahme zum Jahresultimo 2022 mit 22% über dem Vorjahr. Knapp ein Fünftel des Jahresumsatzes 2022 sind damit bereits vor Beginn des neuen Geschäftsjahres fest beauftragt. Vor dem Hintergrund der seit einigen Jahren zu beobachtenden kürzeren Beauftragungszyklen sind wir mit der Auftragssituation sehr zufrieden.
Im Einklang mit unserer auf den deutschsprachigen Raum ausgerichteten Marktstrategie gibt es keine spezifischen Präferenzen oder Ziele für die Teilmärkte Deutschland, Österreich oder Schweiz. Der Umsatz der plenum Gruppe wird weiterhin ganz überwiegend in Deutschland erbracht. Der Auslandsumsatz in Höhe von rund 620 Tsd. Euro entfällt je zur Hälfte auf die Schweiz und Österreich. Der Anteil am Gesamtumsatz ist damit auf 2,6% (8%) zurückgegangen.
Im Rahmen unserer Gesamtstrategie genießen die Standorte in Wien und Zürich ggü. den deutschen Standorten Frankfurt und München keine besondere Präferenz. Sie sollen aber als Markt- und Recruiting-Stützpunkte zukünftig auf ein angemessenes Maß weiter ausgebaut und mit weiterem Umsatz unterlegt werden.
plenum konzentriert sich auf die drei Kernbranchen Finanzinstitute, Versicherungen und die Energiewirtschaft, inkl. der Mobilitätsbranche.
Der Umsatzanteil mit Kreditinstituten und vergleichbaren Finanzdienstleistern ist nicht zuletzt durch den Beratungsschwerpunkt der RFC Gesellschaften ggü. dem Vorjahr auf rund 57% (45%) stark angestiegen. Auch das Geschäft mit Versicherungsgesellschaften konnte den deutlichen Wachstumstrend aus dem Jahr 2021 fortführen und den relativen Anteil am Gesamtumsatz der plenum Gruppe um 2 Prozentpunkte auf 14% ausbauen. Die Beratung der Energie- und Mobilitätsbranche hat sich im Jahresverlauf in absoluten Zahlen stabil entwickelt. Relativ gesehen ist der Umsatz mit Energieversorgern und Stadtwerken am Gesamtgeschäft auf knapp 26% gesunken.
Der Umsatz mit Kunden außerhalb der drei Kernbranchen hat leicht auf gut 3% der Gesamtleistung zugenommen.
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| Branchen | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Finanzinstitute | 57% | 45% |
| Energie & Mobilität | 26% | 42% |
| Versicherungen | 14% | 12% |
| Sonstige | 3% | 0% |
Fast die Hälfte des Gruppenumsatzes wird im Umfeld digitaler Fragestellungen erzeugt. Thematisch liegt der Schwerpunkt des Beratungsgeschäfts für plenum damit weiterhin in IT-Governance, IT-Resilienz, IT-Architektur und Informations-Governance Projekten. Knapp ein Drittel des Geschäfts bezieht sich auf Prozessoptimierungen regelmäßig in Verbindung mit der digitalen Transformation. Rund ein Fünftel des Umsatzes geht auf konkrete Compliance Fragestellungen, wie dem Umgang mit den Nachhaltigkeitsanforderungen zurück.
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| Kompetenzcluster | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Digital Advisory | 48% | 37% |
| Process Advisory | 31% | 35% |
| Übergreifende Themen | 12% | 12% |
| Risk&Compliance Advisory | 10% | 17% |
| Platform Transformation Advisory | 0% | 0% |
Die Themenschwerpunkte der rund 148 Projekte liegen wie schon in den Vorjahren überwiegend im Bereich der Steuerung und Sicherung von IT-Organisationen im Hinblick auf regulatorische Anforderungen, operationale Risiken und Effizienz. Der Urkainekrieg sowie die Lieferkettenprobleme haben die Sensibilität der Kundenorganisationen im Hinblick auf ihre Widerstandsfähigkeit ggü. politischer Krisen oder konkreter Cyberangriffe noch einmal deutlich erhöht. Veränderungsprojekte in diesem Umfeld z.B. zur Verbesserung der Enterprise- oder IT-Resilienz werden daher von unseren Kunden mit gleicher Priorität vorangetrieben, wie die Umsetzung konkreter regulatorischer Anforderungen.
Darüber hinaus haben viele Unternehmen erkannt, dass zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend digitalen Welt eine deutlich höhere Agilität und Veränderungsfähigkeit erforderlich ist. In dieser Hinsicht nehmen die Projekte im Kontext IT-Strategie und IT-Architektur sowie die entsprechenden Transformationsvorhaben einen größeren Raum ein.
Im Zuge der verbindlichen Umsetzung der durch die Europäische Union reformierten Nachhaltigkeitsberichterstattung der Unternehmen gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) haben wir im Geschäftsjahr 2022 eine deutlich steigende Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsfragestellungen wahrgenommen. Je nach Reife und Größe des Unternehmens variiert die Dringlichkeit und Intensität der Umsetzung. Die vorwiegend mittelständischen Kunden der plenum Gruppe waren bislang in erster Linie auf übergreifende Standortbestimmung und Organisationsfragestellungen fokussiert. Der Aufbau konkreter KPI-Steuerungsstrukturen wie die Implementierung von Monitoring-Prozessen und angemessenen Reporting-Werkzeugen wird diesen vorbereitenden Maßnahmen in den kommenden Jahren folgen.
Neben dem reinen Beratungsgeschäft bietet die plenum Gruppe konkrete Services im Thema Informationssicherheit an und stellt mittlerweile bei rund zehn Kunden in unterschiedlichen Branchen den Informationssicherheitsbeauftragten.
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| in Tsd. € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 24.175 | 17.305 |
Der Umsatz der plenum Gruppe ist im Geschäftsjahr 2022 um 40% auf 24.175 Tsd. Euro angestiegen. Das Wachstum wurde maßgeblich durch die erstmals für ein vollständiges Geschäftsjahr konsolidierte RFC Professionals GmbH und ein solides organisches Wachstum getragen. Die Jahresprognose aus dem Geschäftsbericht 2021 sowie dem unterjährigem Emittentenbericht wurde dami tpunktgenau eingehalten.
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| in Tsd. € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Bestandsveränderung Unfertige Erzeugnisse | 23 | 3 |
| in % vom Umsatz | 0,1% | 0,0% |
Es wurden mit wenigen Ausnahmen aufgrund der laufenden Jahresabschlussaktivitäten alle Leistungen periodengerecht im Geschäftsjahr 2022 abgerechnet. Zahlungsausfälle oder strittige Leistungen waren nicht zu verzeichnen.
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| in Tsd. € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Erträge | 109 | 64 |
| in % vom Umsatz | 0,5% | 0,4% |
Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren aus der Auflösung diverser Rückstellungen und gruppeninterner Verrechnungen. Im Verhältnis zum Umsatz sind sie auf einem konstanten Niveau.
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| in Tsd. € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Materialaufwand | 3.888 | 2.298 |
| in % vom Umsatz | 16,1% | 13,3% |
Der Materialaufwand ist absolut um fast 1.600 Tsd. Euro sowie relativ zum Umsatz um 2,8 Prozentpunkte auf 16,1% vom Umsatz ggü. dem Vorjahr deutlich angestiegen.
Vor dem Hintergrund der großen und vor allem schwankenden Nachfrage mussten vermehrt externe Experten, zur flexiblen Bedienung spezieller Kundenanforderungen in die Projektbeauftragungen einbezogen werden. Im Zuge von intensiven Wachstumsphasen ist ein höherer Anteil externer Experten aus Risiko-Gesichtspunkten sinnvoll. Mittelfristig werden die erforderlichen Fähigkeiten und das spezifische Expertenwissen entlang der nachhaltigen Nachfrageentwicklung intern aufgebaut.
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| in Tsd. € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Personalaufwand | 15.332 | 12.373 |
| in % vom Umsatz | 63,4% | 71,5% |
Der Personalaufwand ist aufgrund der erstmals für ein volles Geschäftsjahr konsolidierten RFC Professionals GmbH um 2.959 Tsd. Euro bzw. 23% gestiegen. In Relation zum Umsatz sind die Personalaufwände hingegen um gut 8 Prozentpunkte auf 63,4% (71,5%) gesunken. Dies reflektiert zum einen die relativ zum Umsatz gestiegenen Materialkosten sowie zum anderen ein übergreifend stabiles Personalkostenniveau.
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| in Tsd. € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Abschreibungen | 848 | 802 |
| in % vom Umsatz | 3,5% | 4,6% |
Die Abschreibungen sind auf einem insgesamt stabilen Niveau. Dabei stehen sich die Effekte aus der RFC Professionals Akquisition sowie der zum Ultimo 2022 auslaufenden Earnout-Vereinbarung BLUBERRIES GmbH gegenüber.
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| in Tsd. € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Sonstige betriebliche Aufwendungen * | 3.078 | 2.076 |
| in % vom Umsatz | 12,7% | 12,0% |
* inkl. der sonstigen Steuern
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Zusammenhang mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen um rund 1.000 Tsd. Euro gestiegen. Die Betriebskostenquote ist gleichwohl nur leicht um 0,7 Prozentpunkte gestiegen. Neben den nach den Pandemie-Jahren wieder gestiegenen Reisekosten haben Investitionen in die Unternehmenskultur sowie deutlich erhöhte Recruiting-Aufwände zum Anstieg beigetragen.
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| in Tsd. € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| Finanzergebnis | -3 | 13 |
| Steuern von Einkommen und Ertrag | -476 | 673 |
Dem nahezu neutralem Finanzergebnis stehen deutlich erhöhte Steuern von Einkommen und Ertrag gegenüber, die aufgrund der Mindestbesteuerung und im Zuge der noch nicht in steuerlicher Organschaft konsolidierten RFC Professionals GmbH geleistet wurden.
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| in Tsd. € | 2022 | 2021 |
|---|---|---|
| EBITDA | 2.008 | 625 |
| EBIT | 1.160 | -177 |
| Konzernergebnis | 681 | 508 |
Entsprechend der Vorjahresprognose konnte im Zuge des signifikanten Umsatzanstiegs das operative Ergebnis auf 2.008 Tsd. Euro verbessert bzw. ggü. dem Vorjahr mehr als verdreifacht werden. Dies entspricht einer EBITDA Marge von 8,3%. Das Konzernergebnis liegt mit 681 Tsd. Euro um 173 Tsd. Euro oder 34% über dem Vorjahreswert.
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| in Tsd. Euro | 31.12.2022 | 31.12.2021 |
|---|---|---|
| Liquide Mittel | 3.664 | 3.231 |
| Veränderung der liquiden Mittel | 433 - | 840 |
Die Liquiden Mittel sind um 13% oder 433 Tsd. Euro auf 3.664 Tsd. Euro gestiegen. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist mit 2.477 Tsd. Euro (503 Tsd. Euro) deutlich positiv. Dabei sind die negativen Cashflows aus Investitions- (-1.507 Tsd. Euro) und Finanzierungstätigkeit (-534 Tsd. Euro) in Summe ggü. dem Vorjahr auf -2.041 Tsd. Euro (-1.343 Tsd. Euro) gestiegen.
Die Bilanzsumme ist nach Firmenwertabschreibungen und der Rückführung der Rückstellungen ggü. dem Vorjahr um gut 9% auf 17.892 Tsd. Euro (19.607 Tsd. Euro) zurückgegangen. Der Bilanzgewinn steigt um den Jahresüberschuss in Höhe von 681 Tsd. Euro auf 999 Tsd. Euro. (319 Tsd. Euro).
Das Anlagevermögen verringert sich aufgrund der planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und den Firmenwert um 16%, während das Umlaufvermögen nahezu unverändert bei 9.283Tsd. Euro (-2%) liegt. Hier stehen einem in Folge des aktiven Forderungsmanagements reduzierten Forderungsbestand höhere sonstige Vermögensgestände und Liquide Mittel gegenüber.
Die Passivseite zeigt ein um gut 16% verbessertes Eigenkapital sowie deutlich um 9% auf 4.676 Tsd. Euro reduzierte Verbindlichkeiten. Den planmäßig um 473 Tsd. Euro reduzierte Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten und um 380 Tsd. Euro verringerten sonstigen Verbindlichkeiten (Steuern) stehen gestiegene Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für externe Ressourcen gegenüber. Die Tilgung der zur Finanzierung der Akquisitionen aufgenommenen Kredite erfolgt planmäßig. Die sonstigen Rückstellungen wurden im Einklang mit den in 2022 ausgelaufenen Earnout-Vereinbarungen BLUBERRIES GmbH und Atzelberg AG & Co KG sowie der laufenden Vereinbarung RFC Professionals GmbH um 2.181 Tsd. Euro auf 5.742 Tsd. Euro zurückgeführt.
Die plenum AG und ihre Tochtergesellschaften betreiben das Geschäft in gemieteten Geschäftsräumen. Des Weiteren ist die Betriebs- und Geschäftsausstattung teilweise geleast. Die angemieteten und geleasten Gegenstände können bei der plenum AG und ihren Tochtergesellschaften nicht aktiviert werden.
Die plenum AG ist das Mutterunternehmen des plenum Konzerns. Die plenum AG hält die 2011 gegründete BLUBERRIES GmbH, die seit Mitte 2021 bestehende plenum AG (Schweiz) sowie die 2012 formierte RFC Professionals GmbH inkl. ihrer Tochterunternehmen (RFC Excellence GmbH, Oestrich-Winkel, RFC Professionals GmbH (Austria)) zu jeweils 100% als Tochterunternehmen. Der Jahresabschluss der plenum AG wird nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt.
Die plenum AG fungiert als Muttergesellschaft der plenum Gruppe sowohl als operative Einheit für einen großen Teil des operativen Geschäfts als auch als gruppeninterne Serviceeinheit. In dieser Funktion erbringt die plenum AG die internen Geschäftsfunktionen für die weiteren Bestandteile der Gruppe. Das Kundengeschäft wird in Abhängigkeit bestehender Rahmenverträge über die plenum AG oder eine ihrer Töchter abgebildet, so dass in den Geschäftszahlen der AG deutliche Schwankungen entstehen können. Die Gruppe wird über die Konzernperspektive geführt.
Die Geschäftsentwicklung entspricht der Konzernperspektive. Der Umsatz ist aufgrund interner Leistungsverrechnungen überproportional auf 15.690 Tsd. Euro (12.510 Tsd. Euro) gestiegen. Eine gesonderte Jahresprognose für die plenum AG wurde aufgrund der Konzernabhängigkeiten nicht abgegeben. Das operative Ergebnis (EBITDA) der plenum AG liegt mit 1.236 Tsd. Euro um 1.092 Tsd. Euro deutlich über dem Vorjahreswert.
Die Vermögensstruktur der plenum AG weist zum Bilanzstichtag Anlagevermögen von 63% (69%) aus. Das Umlaufvermögen ist bei konstanten Vorräten, Forderungen und sonstige Vermögensgegenständen durch den Anstieg der Guthaben bei Kreditinstituten auf 36% der Bilanzsumme angestiegen. Die Rechnungsabgrenzungsposten und Aktive latente Steuern machen 0,6% bzw. 1% der Bilanzsumme aus.
Auf der Passivseite ist das Eigenkapital in Höhe des Jahresüberschusses um 1.863 Tsd. Euro auf 7.615 Tsd. Euro gestiegen. Die Eigenkapitalquote beläuft sich bei einer nahezu konstanten Bilanzsumme von 17.946 Tsd. Euro (17.710 Tsd. Euro) damit auf 42% (32%) gestiegen.
Das voll eingezahlte Grundkapital der plenum AG ist eingeteilt in 1.697.426 auf den Namen lautende Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).
Als Vorstand der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2022 Herr Ulf Wohlers bestellt.
Im Jahresverlauf wurden keine signifikanten neuen Investitionen in Finanzanlagen getätigt.
Die zur Finanzierung der Akquisitionen aufgenommenen Kredite werden planmäßig zurückgeführt. Das ausstehende Kreditvolumen beläuft sich zum Jahresultimo 2022 auf 1.758 Tsd. Euro.
Die Liquidität der Gesellschaft war das ganze Jahr über gesichert. plenum war stets in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war bezogen auf das Gesamtjahr 2022 positiv. Die liquiden Mittel belaufen sich auf 1.765 Tsd. Euro und sind damit um 967 Tsd. Euro höher als im Vorjahr.
Die Qualifikation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die plenum Gruppe. Vor diesem Hintergrund haben wir über die letzten Jahre mit der "plenum School" ein internes Weiterbildungsprogramm entwickelt, welches von allen Professionals durchlaufen wird. Das Programm zielt neben fachlichen Inhalten insbesondere auf beraterische Fähigkeiten (Soft Skills) ab. Innovative eLearning-Angebote runden das Angebot für die Mitarbeitenden ab, um den individuellen Weiterbildungsanforderungen flexibel gerecht zu werden.
Die plenum Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 im Durchschnitt und zum Jahresultimo 137 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Steigerung um 3% oder 4 Personen.
Die Fluktuation ist mit etwas über 17% (20%) rückläufig auf einem branchenüblichen Niveau. Die Investitionen in die Personalentwicklung sowie in das Recruiting haben demnach eine Verbesserung der Situation ggü. dem Vorjahr bewirkt.
Mit Blick auf die positive Entwicklung sind wir entschlossen den qualitätsorientierten Weg in der Personalentwicklung fortzuführen. Durch die umfangreichen Personalentwicklungsmaßnahmen im Kontext Aus- und Weiterbildung sowie mit Hilfe der vielfältigen Investitionen in die Unternehmenskultur wird plenum schon heute als sehr attraktiver Arbeitgeber auf dem umkämpften Bewerbermarkt wahrgenommen. Darüber hinaus helfen die flexiblen, auch auf den Bedarf der Mitarbeitenden zugeschnittenen Arbeits- und Arbeitszeitmodelle sowie ein aktuelles Benefit-Programm dabei, neue Mitarbeitende von plenum zu überzeugen. Die plenum Gruppe bietet damit die Vorzüge großer Beratungsgesellschaften in Verbindung mit der Flexibilität und dem Wirkungsgrad kleinerer Organisationen.
Im Recruiting erfolgt die Marktansprache verstärkt über Social-Media-Kanäle, die sich in der Summe als sehr effektiv erweisen.
Vielfalt ist neben dem Grundsatz der allgemeinen Chancengleichheit ein wichtiger Faktor für die Zusammenarbeit und kreative Lösungsfindung auf unseren Kundeprojekten sowie für die plenuminterne Weiterentwicklung. Der Anteil an Mitarbeiterinnen liegt zum Jahresultimo 2022 bei 26% leicht unterhalb des Vorjahres und deutlich unterhalb des Zielwertes von über 35% für die plenum Gruppe. Auf der Managementebene, d.h. für den Vorstand und die darunterliegende Führungsebene wird aufgrund der geringen Größe jedoch kein konkretes Ziel für einen Frauenanteil vorgegeben.
Der Altersdurchschnitt der Mitarbeiter liegt mit rund 40 Jahren (41 Jahre) im Zielbereich und entspricht der Positionierung und dem Anspruch des Unternehmens, die Kunden mit einem guten Mix aus kreativen und erfahrenen Beraterinnen und Beratern auf den Veränderungsprojekten zu unterstützen.
Nicht nur bei unseren Kunden spielt das Thema Nachhaltigkeit eine zunehmend bedeutende Rolle. Das Management der plenum AG ist sich der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung des Unternehmens bewusst und steuert die langfristige Ausrichtung genauso wie das operative Geschäft in diesem Bewusstsein.
In diesem Sinne hat plenum für 2022 einen Nachhaltigkeitsbericht erstellt, der bereits im Einklang mit der in 2023 zu finalisierenden Nachhaltigkeitsstrategie steht. Diese sieht eine fokussierte Verbesserung des Unternehmens im Hinblick auf den CO 2-Footprint, die Nachhaltigkeit des Beratungsprodukt sowie der Diversität der Mitarbeitenden vor.
Zur Steuerung und Vermeidung negativer Auswirkungen von Risiken hat plenum ein angemessenes Planungs- und Steuerungssystem aufgesetzt. Das operative Risikocontrolling wird vom Vorstand wahrgenommen und innerhalb der jährlichen Strategie- und Planungsrunden weiterentwickelt und laufend an die aktuellen Erfordernisse angepasst. Der Aufsichtsrat sowie die erweiterte Führung sind in die Berichtsprozesse eingebunden.
Die plenum Gruppe ist bei ihren Aktivitäten typischen Geschäftsrisiken, wie beispielsweise Nachfragerückgängen, Preisdruck und Forderungsausfallrisiken, ausgesetzt. Forderungsausfälle wurden in den vergangenen Jahren nicht verzeichnet. Wiederkehrende punktuelle oder temporäre Nachfragerückgänge spiegeln sich automatisch in der Auslastung der Consultants wider. Die plenum Gruppe versucht, diese Risiken durch flexible Arbeitszeit- und Lohnmodelle zu begrenzen.
Das Kundenportfolio ist zur Vermeidung eventueller Klumpenrisiken gut diversifiziert. Der Umsatzanteil der zehn größten Kunden liegt mit rund 50% weiterhin auf einem guten Niveau. Kein Kunde hat mehr als 10% des Umsatzvolumens auf sich vereint.
Wesentliche Werkverträge wurden im Geschäftsjahr 2022 nicht abgeschlossen. Die plenum Gruppe begegnet den Risiken aus Kunden- und Lieferantenverträgen durch die aktive Gestaltung der Verträge, ein qualifiziertes Projektmanagement und ein detailliertes Projektcontrolling.
Der Einsatz von Finanzinstrumenten wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch interne Richtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limite festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, Kreditrisiken minimieren und das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Sicherungsgeschäfte werden ausschließlich über die zentrale Finanzabteilung des Konzerns zur Absicherung von Marktzins- oder Wechselkursänderungen abgeschlossen.
Im Einzelnen werden folgende Finanzrisiken gesteuert:
Preisänderungsrisiken resultieren daraus, dass sich der Wert eines Finanzinstruments wegen höherer oder niedrigerer Marktzinssätze oder Wechselkurse ändert. Die Konzernfinanzierung ist darauf ausgerichtet, das niedrige Zinsniveau langfristig zu sichern. Teile des Fremdkapitals sind mit einem Cap gesichert, der keinerlei Nachschussverpflichtungen für die Gesellschaft definiert. Weitere Sicherungsgeschäfte wurden nicht getätigt. Das Darlehen zur teilweisen Finanzierung der RFC Akquisition wurde bislang nicht gegen Zinsänderungen abgesichert.
Ausfallrisiken ergeben sich, wenn der Vertragspartner bei einem Geschäft seinen Verpflichtungen gar nicht oder nicht fristgerecht nachkommt und dadurch finanzielle Verluste verursacht. Bereits identifizierten Ausfallrisiken wurde durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Insgesamt kann das Risiko aufgrund einer regelmäßigen Risikovorsorge sowie der Kundenstruktur als begrenzt angesehen werden.
Liquiditätsrisiken können entstehen, wenn die Gruppe nicht in der Lage sein sollte, die notwendigen Finanzmittel vorzuhalten oder zu beschaffen, um Verpflichtungen einzuhalten, die sich im Zusammenhang mit Finanzinstrumenten oder laufenden Zahlungsverpflichtungen ergeben. Der Fortbestand des Konzerns ist aufgrund der aktuellen ausreichenden finanziellen Ausstattung nicht gefährdet.
Die plenum Gruppe unterliegt keinen erheblichen Zahlungsstromschwankungen, die sich beispielsweise aus einer deutlichen Saisonabhängigkeit des Geschäfts ergeben würden. Als weitgehend nur im Euroraum operierendes Unternehmen ist die Gruppe den Auswirkungen von Währungsschwankungen nur bedingt ausgesetzt, da sie in der Regel sowohl in Euro einkauft als auch fakturiert. Änderungen des zukünftigen Zinsniveaus können bei variabel verzinslichen Vermögensgegenständen und Schulden Schwankungen der Zahlungsströme hervorrufen. Dieses Risiko wird bei Bedarf durch den Einsatz von Zinsswaps und Zinscaps abgesichert. Regelmäßig wird analysiert, wie sich Änderungen des Zinsniveaus auf die Zahlungsströme auswirken. Derzeit ergibt sich kein signifikantes über das genannte Zinsabsicherungsgeschäft hinausgehendes Zinsänderungsrisiko.
Die in der Berichterstattung der vergangenen Jahre aufgeführten Risiken in Verbindung mit der Corona-Pandemie wurden sowohl in Bezug auf die Kundenbeziehungen als auch in Richtung interne Zusammenarbeit abschließend bewältigt. Kunden- und Mitarbeiter haben sich an die neue Art der Zusammenarbeit gewöhnt. Weitere Entwicklungen in diesem Kontext werden nicht mehr als spezielles Risiko angesehen, sondern im Rahmen der Funktionsbereiche im Kunden- und Bewerbermarkt operativ gesteuert.
Konjunkturelle Risiken in Verbindung mit gestörten Lieferketten oder steigender Inflation oder dem Ukrainekrieg werden weiterhin unter den Marktrisiken subsummiert und nicht gesondert gesteuert.
Die Stärke von plenum ist die Kompetenz und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden, der sehr gute Marktzugang sowie das verteilte und ausgewogene Netzwerk mit Kernansprechpartnern bei den Kunden. Es herrscht nach wie vor ein starker Wettbewerb um hoch qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Branchen, in denen plenum tätig ist. Der künftige Erfolg hängt teilweise davon ab, inwieweit es dauerhaft gelingt, qualifiziertes Personal zu gewinnen oder dauerhaft an das Unternehmen zu binden. Um dies zu erreichen, setzt plenum kurzfristig und langfristig wirkende Anreizmodelle sowie umfassende Qualifizierungsmaßnahmen, wie das 2022 installierte umfassende Führungskräfteentwicklungsprogramm ein.
Das Wiederaufkeimen der Inflation im Jahr 2022 birgt in Verbindung des damit veränderten Zinsumfeldes für das Geschäftsmodell der plenum Gruppe ein deutliches Kostenrisiko. Insbesondere in Bezug auf die Personalkostenentwicklung und die Bewertung von Pensionsverpflichtungen ergeben sich ggf. zusätzliche Belastungen für plenum, die nicht vollständige durch eigenständige Preiserhöhungen abgefangen werden können. In den letzten Monaten konnten gleichwohl moderate Erhöhungen der Tagessätze mit den Kunden abgestimmt werden.
Wesentliche Risiken aus schwebenden Rechtsstreitigkeiten liegen nicht vor.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass derzeit für die plenum Gruppe konjunkturelle Risiken, die Abhängigkeit von der Entwicklung einzelner Branchen und die weitere Gewinnung/ Bindung von Kompetenzträgern im Hinblick auf das Gesamtrisiko Bedeutung haben. Aufgrund der Bestandsaufnahme der Risiken, der Einschätzung von deren Eintrittswahrscheinlichkeit und der Beurteilung der Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen ist die Unternehmensführung der Ansicht, dass Risiken, die den Fortbestand der plenum Gruppe gefährden könnten, aus heutiger Sicht nicht bestehen.
Die großen Veränderungstreiber von der Digitalisierung, dem Klima- und dem demographischen Wandel sowie der daraus folgenden gesellschaftlichen Veränderungen, haben die Wirtschaft bereits in den vergangenen Jahren vor große Herausforderungen gestellt.
Die multiplen Krisen der letzten Jahre sowie eine zunehmend kurzfristig agierende Politik, die mit inkrementellen regulatorischen Vorgaben in den Transformationsprozess steuernd eingreift, verstärken den Anpassungsdruck auf die Geschäftsmodelle dabei zunehmend.
Unter diesen Gegebenheiten ist Anpassungsfähigkeit und Resilienz das Gebot der Stunde. Hierfür braucht es funktionierende moderne Organisationen, in denen die Produktions- und Supportprozesse Hand in Hand gehen und sauber mit der unterstützenden IT verzahnt sind. Es braucht verlässlich gesteuerte Partnerschaften, um trotzt hoher Veränderungsraten, Skaleneffekte durch Spezialisierung in funktionierenden Lieferketten generieren zu können und eine angemessene Sicherheits-Governance, um die Geschäftsmodelle ggü. äußeren Gefahren wirksam zu schützen.
Die Transformation der Geschäftsmodelle ist demnach vielschichtig und aufgrund der regelmäßig hohen Komplexität mit langen Umsetzungsphasen bzw. erheblichem Aufwand für die betroffenen Unternehmen verbunden, denen in Zeiten des verstärkten Fachkräftemangels zusätzlich sowohl die Kompetenz in speziellen Fragestellungen als auch die Kapazität zur Bewältigung der Aufgabe fehlt.
plenum kann in diesen Fragestellungen von der Problemanalyse, über die Strategiefindung bis zur Umsetzung und den Betrieb einzelner Funktionen sinnvoll und konstruktiv unterstützen. Vielfach verfügen wir aufgrund der regelmäßig langjährigen Zusammenarbeit mit unseren Kunden über spezielle Kenntnisse und eine besondere Vertrauensstellung, die für den Erfolg langlaufender Transformationsvorhaben wesentlich sind.
Als mittelgroße Beratungsgesellschaft verfügen wird damit nicht nur über das Know-how sondern zugleich über die Flexibilität und Kreativität für die spezifische Kundensituation angemessene Lösungen für unsere Kunden zu finden.
Nachdem der Beratungsmarkt die Erwartungen für das Jahr 2022 mit einem Wachstum von 15% deutlich übertroffen hat, geht die Branche in Deutschland laut der aktuellen BDU Marktstudie (Facts&Figures 2023) von 12% Wachstum für das Jahr 2023 aus. Auch wenn das Ambitionsniveau damit leicht unterhalb des Vorjahres liegt, zeigt sich der Beratungsmarkt unabhängig von der gesamtwirtschaftlichen Risikosituation weiterhin sehr optimistisch.
Im Hinblick auf die Themen- und Branchenschwerpunkte unterstellt der Markt ebenfalls Kontinuität. Die Trendthemen Nachhaltigkeit & CSR sowie IT-Datenschutz & IT Sicherheit werden weiterhin mit einem überdurchschnittlichen Wachstum prognostiziert. Gleiches gilt für die Branchenverteilung, in der insbesondere die Sektoren Energie- und Wasserversorgung, der Publik Sektor aber auch Kreditinstitute und Versicherungen im Fokus stehen werden.
Aber auch für die Beratungsindustrie gibt es Transformationsbedarf. So wird die in den Corona-Jahren deutlich zurückgegangene Vor-Ort Beratung tendenziell wieder zunehmen und das Thema New Work mit Komponenten vor Ort beim Kunden, im Büro als auch im Homeoffice weiter voranschreiten. Für die Beratungshäuser, die ohnehin Vorreiter in dieser Hinsicht sind, könnte dieser nachhaltige Schritt in Richtung flexibler und attraktiver Arbeitsmodelle ein interessanter Vorteil im intensivierten "war for talents" sein.
Vor dem Hintergrund der insgesamt steigenden Erwartungen an die Beratungsunternehmen und dem damit verbundenen Investitionsbedarf, ist auch in der Beratungsbranche ein zunehmender Standardisierungs- und Konsolidierungsdruck zu beobachten, der insbesondere von den sehr großen Gesellschaften am Markt befeuert wird.
In den vergangenen Jahren sind wir als Organisation beträchtlich gewachsen und haben uns in unseren Kernbranchen eine exzellente Position rund um die Themen der digitalen Transformation und der Steuerung und Absicherung der Geschäftsmodelle im Einklang mit den entsprechenden regulatorischen Vorgaben erarbeitet.
Auf dieser Basis und mit Blick auf die positive Branchenerwartung für das Jahr 2023 beabsichtigen wir das plenum Geschäftsmodell weiter entlang unser Strategiedimensionen Kunde, Mitarbeitende und Kapitalgeber konsequent ausbauen.
Für das laufende Geschäftsjahr 2023 stehen die laufenden Investitionen in das Recruiting und die Personalentwicklung in den wesentlichen Beratungsfeldern Cyber-Resilienz, Architektur & Datenmanagement sowie Nachhaltigkeit im Vordergrund. Wir möchten uns dabei sowohl quantitativ als auch qualitativ weiterentwickeln. Eine gesundere Unternehmenskultur sowie motivierte und gut qualifizierte Mitarbeiter sind das Rückgrat unseres Geschäftsmodells.
Darüber hinaus gehen wir weiter gezielt Partnerschaften mit Softwareherstellern ein, um mit beratungsbegleitenden Werkzeugen unsere Beratungsqualität und -effizienz zu stärken.
Dabei verlieren wir die zentralen Erfolgsfaktoren unseres Geschäftsmodells nicht aus den Augen. Im Rahmen unserer klaren Branchenausrichtung bleiben wir dicht am Kunden und skalieren unsere Kompetenz entlang deren wesentlichen Veränderungstreiber.
Der regionale Ausbau ist hingegen bis auf weiteres abgeschlossen. Mit unseren Standorten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind wir im "deutschsprachigem" Raum im Hinblick auf räumliche Kunden- und Mitarbeiternähe angemessen vertreten.
Das Wachstum ist in unserer Strategie kein Selbstzweck. Der Blick auf die Markt- und Wettbewerbsentwicklung der letzten Jahre unterstreicht, dass die Geschäftsmodelle in der Beratung mit wachsender Unternehmensgröße tendenziell stabilere und höhere Wachstumsraten bzw. höhere durchschnittliche Margen ermöglichen. Mit einer Umsatzverdopplung in den vergangenen fünf Jahren auf 24.175 Tsd. Euro im Geschäftsjahr 2022 sind wir auf unserem Weg schon ein gutes Stück vorangekommen und sehen uns in unserer Zielsetzung auch aufgrund der verbesserten Profitabilität bestätigt.
Diese ermöglicht uns sodann ggf. weitere anorganische Investitionen und damit entsprechende nachhaltige Unternehmenswertsteigerungen oder auch eine baldige Rückerlangung der Dividendenfähigkeit des Unternehmens.
Die aktuellen Prognosen der Wirtschaftsinstitute sowie der Bundesregierung deuten auf eine stagnierende oder ggf. leicht nachlassende Wirtschaftsentwicklung mit Wachstumsraten nahe Null für das Jahr 2023 hin.
Diesen negativen Indikatoren für die Gesamtwirtschaft steht ein erheblicher durch den Markt und die Politik getriebener Transformationsbedarf der Wirtschaft entgegen, welcher durch die Unternehmen allein aufgrund des allgegenwärtigen Fachkräftemangels kaum bewältigt werden kann. Für die Beratungsindustrie ergeben sich dementsprechend große Chancen ihren Kunden bei der Bewältigung der anstehenden Herausforderungen als vertrauensvoller Ratgeber oder auch mit ergänzender Kapazität zur Seite zu stehen.
Auch für plenum ergeben sich in diesem Umfeld für das laufende Geschäftsjahr interessante Wachstumschancen. Mit dem seit Ende des vergangenen Geschäftsjahres gestarteten Geschäftsfeld "Platform Transformation Advisory" ist plenum nun mit einem noch stärkeren bzw. spezifischeren IT-Know-how am Markt präsent und qualifiziert sich hiermit für weitergehende Fragestellungen im Umfeld Cloud- bzw. SAP S/4HANA-Transformationen. Erste konkrete Markterfolge stimmen uns sehr optimistisch und deuten auf einen schnellen Markterfolg des für plenum neuen Beratungsfeldes hin.
Daneben sehen wir auch für das laufende Geschäftsjahr eine stabile Nachfrage im Bereich Cyber-Resilienz sowie ein weiter deutlich wachsendes Interesse an Nachhaltigkeitsfragestellungen. Die Limitierung der Geschäftsentwicklung wird im laufenden Jahr eher auf der Personalseite zu finden sein.
Wir sind gut ins Jahr gestartet. Ungeachtet der potenziellen gesamtwirtschaftlichen Risiken sehen wir uns im Beratungsmarkt sehr gut positioniert und erwartet für das Geschäftsjahr 2023 ein Wachstum von über 10% und ein ebenfalls deutlich verbessertes EBITDA.
Entsprechend des großen Gewichtes der plenum AG innerhalb der plenum Gruppe, ist die Konzernprognose gleichermaßen für die plenum AG gültig. Da es innerhalb des Konzerns aufgrund von geschäftspolitischen Überlegungen zu Verschiebungen von Umsatz und Ergebnis unter den Konzerngesellschaften kommen kann, ist eine leicht unterschiedliche Entwicklung der plenum AG und des Konzerns letztlich jedoch nicht auszuschließen.
Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
Wir haben den Jahresabschluss der plenum AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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| ― | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und |
| ― | vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut für Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt, den 10. Mai 2023
RSM GmbH
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Steuerberatungsgesellschaft
A. Kramer, Wirtschaftsprüfer
S. Varughese, Wirtschaftsprüfer
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