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Quarterly Report Feb 16, 2011

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Quarterly Report

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BRAIN FORCE HOLDING AG

2010/11

Bericht zum 1. Quartal

BRAIN FORCE in Zahlen

Ertragskennzahlen 1) 10-12/2010 10-12/2009 Vdg. in % 2009/10
Umsatz in Mio. € 17,05 21,03 -19 69,59
EBITDA in Mio. € 0,76 3,52 -78 5,66
EBITDA operativ 2) in Mio. € 0,76 1,11 -31 1,15
EBIT in Mio. € 0,21 2,61 -92 2,86
EBIT operativ 2) in Mio. € 0,21 0,20 +9 -1,65
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -0,58 2,43 >100 0,33
Ergebnis nach Steuern in Mio. € -0,65 2,37 >100 0,92
Ergebnis je Aktie in € -0,04 0,15 >100 0,06
Ergebnis je Aktie bereinigt 2) in € -0,04 0,00 - -0,26
Investitionen in Mio. € 0,25 0,41 -39 1,53
Akquisitionen in Mio. € 0,00 0,00 - 1,11
Mitarbeiter 3) 700 921 -24 779
Bilanzkennzahlen 31.12.2010 30.9.2010 Vdg. in %
Eigenkapital in Mio. € 19,43 20,11 -3
Nettoverschuldung in Mio. € 8,28 9,04 -8
Capital Employed in Mio. € 27,66 29,10 -5
Working Capital 4) in Mio. € 2,34 3,30 -29
Bilanzsumme in Mio. € 50,69 51,05 -1
Eigenkapitalquote in % 38 39 -
Gearing in % 43 45 -
Mitarbeiter 5) 705 713 -1
Börsekennzahlen 6) 10-12/2010 2009/10 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 1,02 1,40 -27
Tiefstkurs der Aktie in € 0,80 0,91 -12
Ultimokurs der Aktie in € 0,94 1,00 -6
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 14,46 15,39 -6
Segmente 10-12/2010
in Mio. €
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Niederlande Holding und
Sonstiges
Umsatz (konsolidiert) 9,61 (+1%) 0,67 (-82%) 5,21 (-9%) 1,55 (-24%) 0,00 -
EBITDA operativ 2) 0,67 (+16%) 0,03 (-95%) 0,34 (-24%) 0,14 (+42%) -0,40 (+23%)
EBIT operativ 2) 0,47 (+26%) 0,00 (-98%) 0,15 (-34%) 0,01 (>100%) -0,42 (+22%)
Investitionen 0,07 (-39%) 0,00 (-94%) 0,14 (+56%) 0,03 (-77%) 0,00 (-99%)
Mitarbeiter 3) 334 (-15%) 27 (-80%) 274 (-10%) 57 (-26%) 8 (-27%)

Umsatz nach Regionen 1 Deutschland 56% 2 Zentral-Osteuropa 4% 3 Süd-Westeuropa 31% 4 Niederlande 9% 2 Zentral-Osteuropa 24% 3 Süd-Westeuropa 14% 1 Deutschland 52% 2 3 1 4 4 Mitarbeiter nach Segmenten 1 Deutschland 49% 2 Zentral-Osteuropa 4% 3 Süd-Westeuropa 38% 4 Niederlande 8% 5 Holding und Sonstiges 1% 1 3 4 4 5 2 Umsatz nach Geschäftsfeldern 1 Process Optimization 26% 2 Infrastructure Optimization 47% 3 Professional Services 27% 2 Zentral-Osteuropa 24% 3 Süd-Westeuropa 14% 4 Nordeuropa 10% 1 Deutschland 52% 3 1 4 2

  • 1) der fortgeführten Geschäftsbereiche
  • 2) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
  • 3) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode
  • 4) Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
  • 5) Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) zum Stichtag
  • 6) Wiener Börse

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre, geschätzte Damen und Herren,

im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 konnten wir nach den wirtschaftlich schwierigen letzten zwei Jahren sowohl auf Konzernebene als auch in allen Regionen ein positives operatives EBIT erzielt. Wir haben es geschafft, die gestiegene Vertriebspipeline in messbare Ergebnisse umzuwandeln. Basis hierfür waren einerseits die erfolgreich umgesetzten Restrukturierungen und Kosteneinsparungen und andererseits die verbesserten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Besonders herausstreichen möchte ich den generierten Free Cash-flow von fast 1 Mio. € in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres.

Gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres sind drei Konsolidierungskreisänderungen zu beachten: das Ende 2009 verkaufte Professional Service Geschäft in Österreich sowie die SolveDirect Service Management GmbH, die seit Jänner 2010 at equity konsolidiert wird, sind in den Zahlen des Vorjahresquartals enthalten. Hingegen sind die Ergebnisse der Ende Februar 2010 akquirierten BRAIN FORCE GmbH (vormals: INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H.) in den Vergleichszahlen noch nicht einbezogen. Der Großteil des Umsatzrückganges von 21 auf 17 Mio. € ist auf diese Konsolidierungskreisänderungen zurückzuführen. Organisch betrachtet, also auf vergleichbarer Basis, ging der Umsatz um 6% zurück. Dies war in erster Linie auf unter den Erwartungen liegende Lizenzerlöse in Italien und das geringere Auftragsvolumen eines Großkunden in den Niederlanden zurückzuführen, zwei Effekte, die kurzfristig nicht vollständig von den teilweise positiven Entwicklungen in anderen Bereichen kompensiert werden konnten. Erfreulich ist, dass wir dabei das operative EBIT deutlich von -0,05 auf +0,24 Mio. € steigern konnten – ein klarer Beweis für die Wirksamkeit der in den letzten zwei Jahren umgesetzten Einsparungen.

In der Region Deutschland (56% des Konzernumsatzes) erhöhte sich der Umsatz von Oktober bis Dezember 2010 um 1% auf 9,61 Mio. €, wobei die erfreuliche Entwicklung des Network Performance Hardware Geschäftes die Rückgänge bei den Lizenzerlösen aber auch im Servicegeschäft in Summe leicht überkompensieren konnte. Der Bereich Network Performance Hardware erzielte auch eine höhere Marge, sodass das EBITDA in Deutschland um 16% auf 0,67 Mio. € und das EBIT sogar um 26% auf 0,47 Mio. € verbessert werden konnte.

In der Region Zentral-Osteuropa (4% des Konzernumsatzes) kam es in den ersten drei Monaten vor allem durch den Verkauf des Professional Services Geschäftes und die Konsolidierungsänderung von Solve-Direct in Österreich zu einem Rückgang des Umsatzes um 82%. Organisch betrug der Umsatzrückgang 21%. Das EBITDA erreichte 0,03 Mio. € und auch das EBIT war leicht positiv. SolveDirect entwickelt sich im Rahmen der Erwartungen und konzentriert sich auf den Ausbau des internationalen Geschäftes, insbesondere die US-Expansion.

Dr. Michael Hofer Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG

Positives operatives Ergebnis auf Konzernebene und in allen Regionen

Steigerung des operativen EBIT trotz leichtem operativen Umsatzrückgang

Erfreuliche Entwicklung von Network Performance Hardware führten zu deutlicher Ergebnisverbesserung in Deutschland

BRAIN FORCE Österreich und Tschechien erwirtschaftet positives EBIT in Zentral-Osteuropa

Erfolgreiche Restrukturierung in Italien bringt positive Ergebnisse

Positives EBIT trotz Umsatzrückgang in den Niederlanden

Ergebnisverbesserung und weitere Working Capital Optimierung führen zu starkem Free Cash-flow

laufende Optimierung des Working Capital zuletzt auch der Cash-flow deutlich verbessert hat. Der Free Cash-flow erreichte in dern ersten drei Monaten fast 1 Mio. €, wodurch wir die Nettoverschuldung auf 8,28 Mio. € reduzieren und die liquiden Mittel auf 4,68 Mio. € steigern konnten. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf -0,65 Mio. €. Ohne die bewusst in Kauf genommenen negativen Ergebnisbeiträge der SolveDirect (anteilige Übernahme der Anlaufverluste der Expansionsoffensive sowie der Verwässerungen durch die Kapitalerhöhungen des Investors) haben wir ein ausgeglichenes Ergebnis nach Steuern erzielt.

Unser Ziel für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 bleibt unverändert die Erzielung eines positiven operativen Ergebnisses. Die guten Zahlen des ersten Quartals sowie die positiven Entwicklungen im laufenden zweiten Quartal – zwei neue Großkunden in Österreich, ein neuer Großkunde im Bereich FINAS in Deutschland und die deutlich über Erwartung liegende Entwicklung im Bereich Network Performance Hardware –

Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass sich durch den Anstieg der operativen Ergebnisse und die

Positive Entwicklungen im Q1 und unveränderte Zielsetzung

zeigen, dass wir auf dem besten Weg sind, dieses Ziel zu erreichen. Ich gehe davon aus, dass sich die positive Ergebnisentwicklung letztlich auch im Kurs der BRAIN FORCE Aktie niederschlagen wird. Um die Handelbarkeit unserer Aktie insbesondere für unsere deutschen Aktionäre zu verbessern, werden wir die Wiederaufnahme des Fließhandels in XETRA Frankfurt anstreben. Abschließend möchte ich Sie informieren, dass in der Hauptversammlung der BEKO HOLDING AG am 4. Februar 2011 beschlossen wurde, 53,6% der Anteile an der BRAIN FORCE HOLDING AG im Zuge einer Abspaltung von der BEKO HOLDING AG auf die CROSS Informatik GmbH zu übertragen. Für uns ergeben

sich dadurch keine unmittelbaren Konsequenzen: Die Cross Gruppe bleibt unser mittelbarer Eigentümer,

und auch unsere Unternehmensstrategie werden wir konsequent weiter umsetzen.

Abspaltung von BEKO ohne unmittelbare Konsequenzen für BRAIN FORCE

Ihr

Michael Hofer

In der Region Süd-Westeuropa (31% des Konzernumsatzes) haben die bereits 2009 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere die Kapazitätsanpassungen in Italien, gegriffen und es konnten im ersten Quartal mit einem EBITDA von 0,34 Mio. € und einem EBIT von 0,15 Mio. € trotz eines Umsatzrückganges von 9% erneut deutlich positive Ergebnisse erwirtschaftet werden. Zusätzliches Verbesserungspotenzial erwarte ich mir nach einer Erholung der Lizenzerlöse im Microsoft Dynamics Umfeld in den nächsten Quartalen in Italien.

In den Niederlanden (9% des Konzernumsatzes) konnte der Umsatzrückgang von 24% dank der im Vorjahr umgesetzten Restrukturierungen (Mitarbeiterabbau von 26%) überkompensiert werden. Das EBITDA stieg deutlich um 42% auf 0,14 Mio. € und erstmals nach fünf Quartalen drehte auch das EBIT wieder auf plus

0,01 Mio. €.

Lagebericht

Ertragslage in den ersten drei Monaten (Oktober bis Dezember 2010)

Der BRAIN FORCE Konzern hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 (Oktober bis Dezember 2010) einen um 19% geringeren Umsatz von 17,05 Mio. € erwirtschaftet. Ein Großteil des Rückgangs – 3,00 Mio. € – ist jedoch auf Konsolidierungskreisänderungen zurückzuführen. Bereinigt um diese drei strategischen Transaktionen in Österreich (Verkauf des Professional Services Geschäftes Ende Dezember 2009, Änderung der Konsolidierungsmethode bei SolveDirect auf at equity mit Anfang Jänner 2010 sowie Akquisition und Vollkonsolidierung der BRAIN FORCE GmbH – vormals: INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H. – mit Anfang März 2010) ging der Umsatz organisch um vergleichsweise geringe 6% zurück. Dies war in erster Linie auf unter den Erwartungen liegende Lizenzerlöse in Italien und das geringere Auftragsvolumen eines Großkunden in den Niederlanden zurückzuführen, zwei Effekte, die kurzfristig nicht vollständig von den teilweise positiven Entwicklungen in anderen Bereichen kompensiert werden konnten.

Das operative EBITDA erreichte 0,76 nach 1,11 Mio. € im Vorjahr. Bereinigt um die Konsolidierungskreiseffekte hat sich das operative EBITDA jedoch von 0,60 auf 0,77 Mio. € verbessert. Ein klares Zeichen für die Wirksamkeit der umgesetzten Einsparungen. Das operative EBIT war in allen Regionen positiv und stieg leicht von 0,20 auf 0,21 Mio. €. Organisch betrachtet, drehte das operative EBIT sogar von -0,05 auf +0,24 Mio. €. Die deutlichste Verbesserung konnte in den Niederlanden erzielt werden, wo infolge der Restrukturierungsmaßnahmen erstmals seit fünf Quartalen wieder ein positives operatives Ergebnis erwirtschaftet wurde. In Deutschland entwickelte sich vor allem der Bereich Network Performance Hardware sehr erfolgreich. Auch die Holding trug durch weitere Kosteneinsparungen 0,12 Mio. € zur Ergebnisverbesserung bei.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sind keine Einmalerträge angefallen, während in der Vorjahresperiode 2,41 Mio. € Buchgewinn aus dem Verkauf des Professional Services Geschäfts in Österreich erzielt wurden. Darin begründet sich der Rückgang des Konzern-EBIT von 2,61 auf 0,21 Mio. €.

Das Finanzergebnis hat sich von -0,18 auf -0,15 Mio. € leicht verbessert. Von den laufenden Finanzierungskosten entfällt der Großteil auf das fix verzinste langfristige Schuldscheindarlehen. Seit Jänner 2010 wird die SolveDirect Service Management GmbH at equity bilanziert. In den ersten drei Monaten betrug das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -0,64 Mio. € (Vorjahr: 0). Davon entfallen -0,23 Mio. € auf die Übernahme unseres Anteils (per 31.12.2010: 72,45%) am SolveDirect Ergebnis nach Steuern und -0,41 Mio. € resultieren aus dem Verwässerungseffekt durch zwei Kapitalerhöhungen zur Finanzierung der US-Expansion.

In Summe errechnet sich für den Konzern ein Ergebnis vor Steuern von -0,58 Mio. € (Vorjahr 2,43 Mio. €). Der Rückgang ist auf die nicht-wiederkehrenden Effekte des Vorjahres und die Konsolidierungskreisänderungen zurückzuführen. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf -0,65 nach 2,29 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis je Aktie lag bei -0,04 € (Vorjahr: 0,15 €). Das um die nicht-wiederkehrenden Effekte bereinigte Ergebnis je Aktie erreichte -0,04 nach 0,00 € im Vorjahr.

Cash-flow

Der Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche lag im ersten Quartal mit 0,68 Mio. € um 8% über dem Wert des Vergleichszeitraumes des Vorjahres von 0,63 Mio. €. Eine deutliche Verbesserung weist der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cash-flow) auf, der sich um 2,52 Mio. € auf +1,19 Mio. € erhöhte. Der Anstieg resultiert aus der weiteren Optimierung des Working Capital, insbesondere durch den Abbau von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei gleichzeitigem Anstieg der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten.

EBITDA operativ 10-12 in Mio. € 2010 0,76 2009 1,11

Im Vorjahr höheres EBIT durch Einmalerträge

Leichte Verbesserung des Finanzergebnisses

Rückgang im Nettoergebnis wegen nicht-wiederkehrender Effekte im Vorjahr und Konsolidierungskreisänderungen

Anstieg des operativen Cashflow um 2,52 Mio. € durch Abbau des Working Capital

Positiver Free Cash-flow von 0,95 Mio. €

Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -0,24 Mio. € (Vorjahr: -0,57 Mio. €). Dies entspricht einem Rückgang um 0,16 Mio. € gegenüber dem Vorjahr, wovon 0,10 Mio. € auf reduzierte Produktentwicklungen entfallen. Den im ersten Quartal aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 0,19 Mio. € stehen planmäßige Abschreibungen von 0,32 Mio. € gegenüber. In den ersten drei Monaten wurde ein positiver Free Cash-flow von 0,95 Mio. € erwirtschaftet, während dieser im Vorjahresquartal mit -1,90 Mio. € negativ war.

Cash-Bestand von 4,68 Mio. € zum 31.12.2010

Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit von -0,19 Mio. € resultiert mit -0,11 Mio. € aus der geringeren Ausnützung von Betriebsmittellinien und mit -0,08 Mio. € aus der planmäßigen Tilgung eines Darlehens. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 9,96 Mio. € sind in 2014 fällig. In Summe betrug der Cash-flow aus fortgeführten Geschäftsbereichen +0,76 Mio. € (Vorjahr: -1,78 Mio. €). Der Cash-flow aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich Berlin belief sich auf -0,20 Mio. € (Vorjahr: -0,25 Mio. €). Zum 31.12.2010 verfügte der BRAIN FORCE Konzern über einen Zahlungsmittelbestand von 4,68 Mio. € (30.9.2010: 4,12 Mio. €).

Vermögens- und Finanzlage

Eigenkapital in Mio. € 31.12.2010 19,43 30.9.2010 20,11

Nettoverschuldung in Mio. € 31.12.2010 8,28 30.9.2010 9,04

Weiterentwicklung Fördercenter und Prototyp für Touch-Technologie, verbesserte Konfigurierbarkeit

Infrastructure Framework und ID-Suite aktualisiert, Packaging Robot und Workspace Manager funktional erweitert

Am 31.12.2010 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 50,69 Mio. €, das Eigenkapital lag bei 19,43 Mio. €. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum 30.9.2010 von 39 auf 38% nur leicht reduziert, was auf das negative Gesamtergebnis der Periode in Höhe von 0,68 Mio. € zurückzuführen war. Vom Gesamtergebnis entfällt ein negativer Ergebnisbeitrag von -0,64 Mio. € auf die at equity bilanzierte SolveDirect Service Management GmbH. Dieser Ergebnisbeitrag liegt innerhalb der Planung und ergibt sich aus den erhöhten Kosten der Expansion am US-Markt und dem Verwässerungseffekt aus zwei Kapitalerhöhungen.

Das Working Capital (Vorräte plus Lieferforderungen abzüglich Lieferverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten) hat sich im ersten Quartal von 3,30 auf 2,34 Mio. € verringert, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2% auf 17,30 Mio. € und den Anstieg der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 11% auf 7,65 Mio. € zurückzuführen ist. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten um 0,77 Mio. € zeigt gestiegene Verbindlichkeiten gegenüber den Finanzbehörden aufgrund des Umsatzzuwachses im Vergleich zum vorangegangenen Quartal (Juli bis September 2010). Die Nettoverschuldung lag zum 31.12.2010 bei 8,28 Mio. €, nachdem sie zum 30.9.2010 noch 9,04 Mio. € betragen hatte. Die Reduktion der Nettoverschuldung um 8% ist auf den positiven Free Cash-flow zurückzuführen. Das Gearing (Verschuldungsgrad) des Konzerns verbesserte sich ebenfalls und beläuft sich zum 31.12.2010 auf 43%, nachdem es zum 30.9.2010 noch 45% betragen hatte.

Forschung und Entwicklung

Die Entwicklung des FINAS-Moduls BRAIN FORCE Fördercenter sowie neuer Bedienkonzepte, die der stärkeren Verbreitung von Smart Phones Rechnung tragen, wurde zielstrebig fortgesetzt. Unsere Spezialisten haben alle FINAS-Module im Rahmen der Wartung an die aktuelle Gesetzgebung angepasst und dabei die Konfigurierbarkeit durch technische Optimierung weiter deutlich verbessert.

In den Niederlanden wurde das BRAIN FORCE Infrastructure Framework an die neuesten Microsoft Technologien sowie Citrix XenDesktop angepasst und die BRAIN FORCE ID-Suite im Rahmen der Wartung aktualisiert. Die Software Packaging Robot 3.0 erhielt funktionelle Erweiterungen und unterstützt nun die Paketierung im ThinApp-Format sowie das Editieren von App-V-Paketen durch die Integration eines Tools der Firma GridMagic. Das Produkt Workspace Manager wurde für den Betrieb in Terminal Server-Umgebungen optimiert.

SolveDirect hat das Projekt Collaborative Service Management, das über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) teilfinanziert wurde, mit der Integration der Module SD.Calendar, SD.Dialog und SD.Survey in die Releases 5.0 und 5.6 erfolgreich abgeschlossen. Mit der Funktionsgruppe SD.Calendar entstand ein optimiertes Kalendermodul zur Planung von Serviceeinsätzen. SD.Dialog verbessert die Kommunikation im Serviceprozess durch Funktionen für Chat, Blog und einer Schnittstelle zu Workflow- und Wiki-Inhalten. SD.Survey liefert konfigurierbare Umfragefunktionen, mit denen End-User-Profile erstellt und nach unterschiedlichen Kriterien ausgewertet werden können.

Unsere italienische Tochtergesellschaft hat die Add-ons für Microsoft Dynamics AX und NAV im Rahmen der Wartung aktualisiert und um weitere branchenspezifische Funktionalitäten für die Stahlindustrie erweitert. Die Umstellung der BRAIN FORCE eigenen ERP-Software Visual Space auf .Net-Technologie wurde fortgesetzt.

Human Resources

Der Personalstand im Konzern belief sich zum 31.12.2010 auf 501 angestellte Mitarbeiter und lag damit rund 19% unter jenem des 31.12.2009. Zusätzlich wurden zum Stichtag 204 freie Mitarbeiter in verschiedenen Kundenprojekten eingesetzt, was einem leichten Rückgang um 3% zum Vorjahr entspricht. Damit hat die BRAIN FORCE Gruppe ihre Mitarbeiterzahl an das niedrigere Umsatzniveau angepasst. Den größten Mitarbeiterabbau verzeichnete die Region Zentral-Osteuropa mit 47%, was jedoch ausschließlich auf den Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Österreich, zurückzuführen ist. In den Niederlanden ist ein Rückgang um 22% zu verzeichnen. In unserem größten Markt Deutschland wurde die Mitarbeiterkapazität durch Abbau und Kurzarbeit um 14% reduziert. In Süd-Westeuropa lag der Personalstand um 8% unter dem Vorjahresniveau. Jener im Segment Holding und Sonstiges ging um 20% zurück.

In Summe waren zum Stichtag 705 Mitarbeiter für BRAIN FORCE tätig. Das ist ein Rückgang um 15% bzw. 122 Mitarbeiter zum 31.12.2009.

Die Mitarbeiter (angestellte und freie) verteilen sich zum 31.12.2010 wie folgt auf die einzelnen Segmente:

  • Deutschland: 341 (Vorjahr: 396 / Vdg.: -14%)
  • Zentral-Osteuropa: 27 (Vorjahr: 50 / Vdg.: -47%)
  • Süd-Westeuropa: 271 (Vorjahr: 296 / Vdg.: -8%)
  • Niederlande: 58 (Vorjahr: 75 / Vdg.: -22%)
  • Holding und Sonstiges: 8 (Vorjahr: 10 / Vdg.: -20%)

1 Deutschland 48% 3 2 Durchschnittlich waren in den Monaten Oktober bis Dezember 2010 495 angestellte (Vorjahr: 685) und 205 freie Mitarbeiter (Vorjahr: 236) bei BRAIN FORCE beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag im ersten Quartal bei 700 und damit um 24% unter der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Auftragslage

Der Auftragsbestand erreichte zum 31.12.2010 auf Konzernebene 15,76 Mio. € und ist damit gegenüber dem 31.12.2009 um 4% gesunken. Bereinigt um den Wegfall des Auftragsbestandes der veräußerten BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Österreich, und der nunmehr at-equity konsolidierten SolveDirect Service Management GmbH konnte der Auftragsbestand jedoch deutlich um 21% gesteigert werden. Ein erstes sehr positives Zeichen, dass die Krise hinter uns liegt. Im Vergleich zum 30.9.2010 ist eine minimale Abschwächung um 2% eingetreten. In Deutschland lag das Auftragsniveau 7% unter dem Stichtag des

Entwicklung der Module SD.Calendar, SD.Dialog und SD.Survey erfolgreich abgeschlossen

Add-ons für Microsoft Dynamics

Mitarbeiter nach Segmenten 31.12.2010

1 Deutschland 48%

  • 2 Zentral-Osteuropa 4%
  • 3 Süd-Westeuropa 39%
  • 4 Niederlande 8%
  • 5 Holding und Sonstiges 1%

  • 1 Deutschland 47%

  • 2 Zentral-Osteuropa 4%
  • 3 Süd-Westeuropa 40%
  • 4 Niederlande 8%
  • 5 Holding und Sonstiges 1%

Auftragslage nach Regionen 31.12.2010

4 4 2 3 1

  • 1 Deutschland 54%
  • 2 Zentral-Osteuropa 22%

3 Süd-Westeuropa 17%

4 Niederlande 7%

Vorquartals, was an den üblichen saisonalen Rückgängen in den Geschäftsfeldern Professional Services (-15%) und Infrastructure Optimization (-13%) liegt, die das Geschäftsfeld FINAS mit einer deutlichen Steigerung um 96% nicht ganz ausgleichen konnte. Der Rückgang in der Region Zentral-Osteuropa betrug zum Stichtag 36%, allerdings konnten mit Jahresbeginn zwei neue Großkunden in Österreich für Microsoft Dynamics Lösungen gewonnen werden. Stark erhöhen konnten ihren Auftragsbestand die Regionen Süd-Westeuropa (+9%) und die Niederlande (+45%). 3 1

Der Auftragsbestand teilt sich zum 31.12.2010 auf die Regionen wie folgt auf:

  • Deutschland hält einen Auftragsbestand von 11,01 Mio. € (31.12.2009: 8,88 Mio. €). 1 Deutschland 54%
  • Zentral-Osteuropa verfügt über einen Auftragsbestand von 0,23 Mio. € (31.12.2009: 3,61 Mio. € / bereinigt 31.12.2009: 0,13 Mio. €). 2 Zentral-Osteuropa 22%
  • Süd-Westeuropa hält einen Auftragsbestand von 3,26 Mio. € (31.12.2009: 2,78 Mio. €). 3 Süd-Westeuropa 17%
  • Die Niederlande verfügen über einen Auftragsbestand von 1,27 Mio. € (31.12.2009: 1,22 Mio. €). 4 Niederlande 7%

Ausblick

Die Kosteinsparungen und Restrukturierungsmaßnahmen der letzten Jahre zeigten im ersten Quartal positive Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des BRAIN FORCE Konzerns. So konnten alle operativen Segmente positive operative Ergebnisse erzielen, und der Konzernumsatz lag über jenem der vorangegangenen drei Quartale. Zusätzlich lassen die Prognosen einzelner Marktforschungsinstitute auf eine anhaltende Konjunkturerholung in den nächsten Jahren schließen. Dies zeigt sich auch in der zuletzt deutlich gestiegenen Auftragslage des BRAIN FORCE Konzerns. Auch die aktuelle Vertriebspipeline lässt eine positive Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr 2010/11 erwarten. Unter diesen Voraussetzungen rechnen wir aus heutiger Sicht mit einer Zielerreichung und damit einhergehend mit einem positiven operativen Ergebnis im Gesamtjahr.

Konzernabschluss 54 Gewinn- und Verlustrechnung 52 Quartalsbericht nach IFRS der BRAIN FORCE Gruppe

56
Entwicklung des Eigenkapitals
Gesamtergebnisrechnung in EUR
10-12/2010 10-12/2009
57
Cash-flow-Statement
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Umsatzerlöse
Konzernanhang
17.046.696 21.026.146
58
Herstellungskosten
58
Die Gesellschaft
-13.342.630 -16.360.664
Bruttoergebnis vom Umsatz
58
3.704.066
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
4.665.482
Vertriebskosten
59
-1.634.123
Konsolidierungskreis / Konzernunternehmen
-2.301.182
Verwaltungskosten -1.751.424 -2.121.994
65
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Aufwendungen
-130.017 -179.687
65
Umsatzerlöse (1)
Sonstige betriebliche Erträge
23.878 133.100
65
Aufwandsarten (2)
Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT operativ)
212.380 195.719
65
Sonstige betriebliche Erträge (3)
Restrukturierungsaufwendungen
0 0
66
Nicht-wiederkehrende Erträge
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (4)
0
2.411.936
66
Personalaufwand (5)
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT)
212.380 2.607.655
66
Finanzergebnis (6)
Finanzerträge
1.005 7.326
66
Ertragsteuern (7)
Finanzaufwendungen
-148.605 -182.582
Finanzergebnis
Erläuterungen zur Bilanz
-147.600 -175.256
67
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen
67
Sachanlagen (8)
-640.996 0
Ergebnis vor Steuern
68
Firmenwerte (9)
-576.216 2.432.399
Ertragsteuern
69
-72.385
Sonstige immaterielle Vermögenswerte (10)
-61.131
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen
70
-648.601
Anteile an assoziierten Unternehmen (11)
2.371.268
Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches
70
Finanzanlagen (12)
0 -77.095
Ergebnis nach Steuern
70
Latente Steuern (13)
-648.601 2.294.173
72
Vorräte (14)
Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente
-1.387 -6.656
72
Währungsumrechnungsdifferenzen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15)
-31.053
-1.945
73
Sonstiges Ergebnis
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (16)
-32.440
-8.601
73
Zahlungsmittel (17)
Gesamtergebnis
-681.041 2.285.572
73
Eigenkapital (18)
Ergebnis je Aktie 1)
-0,04 0,15
74
Ergebnis je Aktie bereinigt 2)
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen (19)
-0,04
0,00
77
Finanzverbindlichkeiten (20)
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen
77
-0,04
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (21)
0,15
Ergebnis je Aktie des aufgegebenen Geschäftsbereiches
78
Sonstige Verbindlichkeiten (22)
0,00 0,00

1) Ergebnisse sind ausschließlich den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar

78 Sonstige Rückstellungen (24) 2) bereinigt um nicht-wiederkehrende Erträge und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

Kennzahlen nach Segmenten 10-12/2010
in EUR
Deutschland 78
Zentral
Osteuropa
78
Süd
Westeuropa
Niederlande
Erläuterungen zum Cash-flow-Statement
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (25)
Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 9.614.686 674.106
79
5.206.864 1.551.040
Cash-flow aus Investitionstätigkeit (26)
0 17.046.696
EBITDA 666.119 26.381
79
338.334 135.321
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit (27)
-403.525 762.630
EBITDA operativ 1) 666.119 26.381
79
338.334
Zahlungsmittelbestand (28)
135.321 -403.525 762.630
Abschreibungen -200.929 -22.410 -188.706 -123.206 -14.999 -550.250
EBIT operativ 1) 465.190 79
3.971
Finanzrisikomanagement
149.628
12.115 -418.524 212.380
Nicht-wiederkehrende Aufwendungen / Erträge 0 0 0 0 0 0
EBIT 465.190 81
3.971
Sonstige Angaben
149.628
12.115 -418.524 212.380
Kennzahlen nach Segmenten 10-12/2009
in EUR
Deutschland 81
Zentral
82
Osteuropa
Ergebnis je Aktie (30)
Süd
Westeuropa
Niederlande Holding und
Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 9.565.425 3.711.855 und Personen (31)
5.708.209
2.040.657 0 21.026.146
EBITDA 573.374 82
519.408
Mitarbeiterbeteiligungen (32)
445.859
95.014 1.888.093 3.521.748
EBITDA operativ 1) 573.374 83
519.408
Finanzinstrumente (33)
445.859
95.014 -523.843 1.109.812
Abschreibungen -203.935 84
-267.654
-219.817 Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (34)
-210.106
-12.582 -914.093
EBIT operativ 1) 369.439 84
251.755
Angaben über Arbeitnehmer (35)
226.043
-115.092 -536.426 195.719
Nicht-wiederkehrende Aufwendungen / Erträge 0 84
0
84
0
Freigabe zur Veröffentlichung (37)
Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag (36)
0
2.411.936 2.411.936
EBIT 369.439 251.755
84
226.043 -115.092 1.875.510
Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates (38)
2.607.655

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Erträge

Cash-flow Statement in EUR 10-12/2010 10-12/2009
Ergebnis vor Steuern -576.216 2.432.399
Abschreibungen 550.250 914.093
Finanzergebnis 147.600 175.256
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 640.996 0
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 987 -248
Eliminierung Erträge aus Unternehmensveräußerung 0 -2.801.935
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und Schulden -86.914 -90.944
Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 676.703 628.621
Veränderungen Vorräte -11.962 15.809
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 264.552 -1.171.247
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -75.306 -487.262
Veränderungen übriger kurzfristiger Vermögenswerte und Schulden 503.817 -168.193
Differenzen aus der Währungsumrechnung 12.368 -4.945
Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen -165.580 -148.339
Gezahlte / Erhaltene Ertragsteuern -14.095 6.004
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 1.190.497 -1.329.552
Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 0 0
Netto-Auszahlungen für Unternehmensveräußerungen 0 -162.068
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte -246.336 -408.372
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 8.216 248
Cash-flow aus Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche -238.120 -570.192
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 351.007 202.627
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Bankkontokorrentkrediten -539.621 -78.260
Gezahlte Dividende 0 0
Kapitalerhöhung 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche -188.614 124.367
Veränderung der Zahlungsmittel aus fortgeführten Geschäftsbereichen 763.763 -1.775.377
Veränderung der Zahlungsmittel aus aufgegebenem Geschäftsbereich -196.428 -253.677
Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang 4.115.563 5.543.493
Veränderung der Zahlungsmittel 567.335 -2.029.054
Zahlungsmittelbestand am Periodenende 4.682.898 3.514.439
Bilanz in EUR 31.12.2010 30.9.2010
AKTIVA
Sachanlagen 1.740.872 1.885.838
Firmenwerte 11.001.151 11.001.151
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 2.767.187 2.936.087
Anteile an assoziierten Unternehmen 9.887.752 10.528.748
Finanzanlagen 47.904 49.291
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 74.291 74.191
Latente Steueransprüche 1.353.148 1.345.698
Langfristige Vermögenswerte 26.872.305 27.821.004
Vorräte 216.170 204.208
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.295.736 17.571.459
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.621.984 1.339.590
Zahlungsmittel 4.682.898 4.115.563
Kurzfristige Vermögenswerte 23.816.788 23.230.820
Summe Aktiva 50.689.093 51.051.824
Passiva
den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 15.386.742 15.386.742
Rücklagen 10.713.631 10.746.071
Angesammelte Ergebnisse -6.671.849 -6.023.248
Eigenkapital 19.428.524 20.109.565
Finanzverbindlichkeiten 9.964.611 9.962.825
Sonstige Verbindlichkeiten 135.268 141.514
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 1.450.439 1.530.710
Latente Steuerschulden 116.038 120.592
Langfristige Schulden 11.666.356 11.755.641
Finanzverbindlichkeiten 3.000.276 3.190.676
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.526.599 7.602.483
Sonstige Verbindlichkeiten 7.645.728 6.878.531
Steuerrückstellungen 1.149.273 1.065.006
Sonstige Rückstellungen 272.337 449.922
Kurzfristige Schulden 19.594.213 19.186.618
Summe Passiva 50.689.093 51.051.824
den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar
Entwicklung des Eigenkapitals
in EUR
Grundkapital Kapital
rücklage
Sonstige
Rücklagen
Angesammelte
Ergebnisse
Gesamtes
Eigenkapital
Stand 1.10.2009 15.386.742 12.376.066 -290.678 -8.157.276 19.314.854
Gesamtergebnis der Periode 10-12/2009 0 0 -8.601 2.294.173 2.285.572
Stand 31.12.2009 15.386.742 12.376.066 -299.279 -5.863.103 21.600.426
Übertragung von Rücklagen 0 -1.342.756 0 1.342.756 0
Ergebnis nach Steuern 0 0 12.040 -1.502.901 -1.490.861
Gesamtergebnis der Periode 1-9/2010 0 -1.342.756 12.040 -160.145 -1.490.861
Stand 30.9.2010 15.386.742 11.033.310 -287.239 -6.023.248 20.109.565
Gesamtergebnis der Periode 10-12/2010 0 0 -32.440 -648.601 -681.041
Stand 31.12.2010 15.386.742 11.033.310 -319.679 -6.671.849 19.428.524

Erläuterungen zum Quartalsbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 31.12.2010 der BRAIN FORCE HOLDING AG wurde gemäß den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom Jahresabschluss zum 30.9.2010 werden unverändert angewandt. Für zusätzliche Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 30.9.2010, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen einbezogen, an denen die BRAIN FORCE HOLDING AG direkt oder indirekt mit mehr als der Hälfte der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig zur Beherrschung der Tätigkeit befähigt ist.

Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Bilanzstichtag zum 30.9.2010 unverändert.

Im Vergleichszeitraum des Vorjahres (1.10.-31.12.2009) waren die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, und die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, als vollkonsolidierte Unternehmen im Konsolidierungskreis enthalten. Die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, wurde mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 16.12.2009 verkauft und per 31.12.2009 endkonsolidiert. Die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, wurde nach dem Einstieg eines Finanzinvestors und dem damit einhergehenden Kontrollverlust über die Gesellschaft per 1.1.2010 endkonsolidiert und als assoziiertes Unternehmen at equity bilanziert.

Mit Kaufvertrag vom 25.2.2010 wurde die INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, übernommen. Im ersten Quartal des Vorjahres war die Gesellschaft somit nicht im Konsolidierungskreis enthalten. Per 5.8.2010 wurde die Gesellschaft in BRAIN FORCE GmbH umfirmiert.

Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres reduzierten die Veränderungen des Konsolidierungskreises die Umsatzerlöse für den Zeitraum vom 1.10. bis 31.12.2010 um 3,00 Mio. €; das EBITDA verringerte sich dadurch um 0,50 Mio. €.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Die Tätigkeit des per Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2009 aufgegebenen Geschäftsbereiches am Standort Berlin wurde im abgelaufenen Quartal beendet. Aufgrund der Verwendung der Rückstellung für die Schließung des Standortes wirkt sich der aufgegebene Geschäftsbereich ergebnismäßig nicht mehr auf die Gesamtergebnisrechnung aus. Auch zukünftig werden keine Ergebnisbeiträge des Standortes Berlin erwartet, lediglich im Cash-flow Statement werden die Zahlungsmittelabflüsse im Zuge der Verwendung der verbleibenden Rückstellung dargestellt werden.

Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 19% auf 17,05 Mio. € gesunken. Das operative EBITDA (vor nicht-wiederkehrenden Posten) reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr um 31% von 1,11 auf 0,76 Mio. €. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) zeigt einen Anstieg um 9% auf 0,21 Mio. €. Im ersten Quartal des Vorjahres konnte durch den Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, ein Buchgewinn von 2,41 Mio. € erwirtschaftet werden, wodurch sich ein EBITDA von 3,52 Mio. € und ein EBIT von 2,61 Mio. € ergab.

Das Finanzergebnis zeigt mit -0,15 Mio. € gegenüber dem Vorjahr eine geringfügige Verbesserung von 0,03 Mio. €, die auf Fremdwährungskursgewinne zurückzuführen ist. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen beläuft sich auf -0,64 Mio. € und betrifft die SolveDirect Service Management GmbH. Davon entfallen -0,23 Mio. € auf den Ergebnisbeitrag im ersten Quartal des Geschäftsjahres und -0,41 Mio. € auf den Verwässerungseffekt durch zwei weitere Kapitalerhöhungen des 3TS Cisco Growth Funds zur Finanzierung der Expansion.

Das Ergebnis nach Steuern erreichte in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres -0,65 Mio. €, nachdem im Vorjahr vor allem durch den Buchgewinn aus der Unternehmensveräußerung ein Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen von 2,37 Mio. € erzielt worden war.

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend, berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (operatives EBITDA und operatives EBIT) erfolgt dabei ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen. Die Segmentberichterstattung ist im Anschluss an die Gesamtergebnisrechnung angeführt.

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Im Vergleich zum Jahresabschluss per 30.9.2010 wurde die Darstellung des Cash-flow insofern geändert, als der Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen sowie die Position gezahlte Ertragsteuern nicht mehr im Cash-flow aus dem Ergebnis, sondern im Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen werden. Die Eliminierung der Erträge aus Unternehmensveräußerung des vorangegangenen Geschäftsjahres erfolgt dagegen im Cash-flow aus dem Ergebnis. Die Vorjahresgliederung wurde entsprechend angepasst.

Der Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche erreichte im abgelaufenen Quartal 0,68 Mio. € und lag damit um rund 8% über dem Vorjahreswert von 0,63 Mio. €. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit drehte im ersten Quartal von -1,33 auf +1,19 Mio. €. Die Verbesserung in Höhe von 2,52 Mio. € ist in erster Linie auf die konsequente Optimierung des Working Capital zurückzuführen.

Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit betrug -0,24 nach -0,57 Mio. € im Vorjahr. Im Wesentlichen wurden die Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte um 40% auf 0,25 Mio. € verringert. Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf -0,19 Mio. € und zeigt die Reduktion der Finanzverbindlichkeiten, während im Vorjahr die Finanzverbindlichkeiten um 0,12 Mio. € aufgebaut wurden.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die Bilanzsumme beläuft sich zum Stichtag auf 50,69 Mio. € und ist gegenüber dem 30.9.2010 mit einem Rückgang um 1% nahezu unverändert. Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 53% vom Gesamtvermögen und betragen zum Stichtag 26,87 nach 27,82 Mio. € zum 30.9.2010. Die Sachanlagen und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 0,31 Mio. €. Den Investitionen in Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0,25 Mio. € (davon 0,19 Mio. € Produktentwicklungskosten) stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 0,55 Mio. € gegenüber. Die Firmenwerte betragen unverändert 11,00 Mio. €. Die Anteile an assoziierten Unternehmen reduzierten sich um 0,64 auf 9,89 Mio. €. Der Anteil an SolveDirect beträgt zum 31.12.2010 72,45% (30.9.2010: 81,42%).

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen erreichte zum 31.12.2010 47%. Stichtagsbezogen reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem 30.9.2010 um rund 2% auf 17,30 Mio. € bzw. 34% des Gesamtvermögens. Die Zahlungsmittel erhöhten sich um 14% und betrugen zum Stichtag 4,68 Mio. €.

Zum 31.12.2010 beläuft sich das Konzerneigenkapital nach IFRS auf 19,43 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 38% entspricht. Die langfristigen Schulden haben sich nur unwesentlich von 11,76 auf 11,67 Mio. € reduziert.

Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 2% auf 19,59 Mio. €, was im Wesentlichen auf den Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 0,77 auf 7,65 Mio. € zurückzuführen ist. Nahezu unverändert zeigten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 7,53 Mio. € sowie die Steuerrückstellungen mit 1,15 Mio. €. Die sonstigen Rückstellungen für Restrukturierungen reduzierten sich um 0,18 auf 0,27 Mio. €. Das Working Capital errechnet sich zum Stichtag mit 2,34 Mio. € und reduzierte sich somit gegenüber dem 30.9.2010 um 0,96 Mio. €. Zum Stichtag 31.12.2010 zeigt die Nettoverschuldung im Vergleich zum 30.9.2010 eine Reduktion um 0,76 auf 8,28 Mio. €.

Zum 31.12.2010 beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien 15.386.742, das genehmigte Kapital beläuft sich auf 7.693.371 €.

Verzicht auf Prüfung des Zwischenberichts

Der Zwischenbericht zum 31.12.2010 wurde weder einer Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.

Sonstige Angaben

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat mit Notariatsakt vom 9.12.2010 die Firma Network Performance Channel GmbH mit Sitz in Langen, Deutschland, gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und die Entwicklung von IT-Produkten und die Erbringung von Servicedienstleistungen im IT-Bereich. Die Gesellschaft wurde am 7.1.2011 in das Handelsregister eingetragen.

Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG hat in der Sitzung vom 16.12.2010 die Verträge mit den Vorstandsmitgliedern Michael Hofer und Thomas Melzer bis zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12, sohin bis zum 30.9.2012 verlängert.

Die BEKO HOLDING AG, Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG, hat am 30.12.2010 mit der Veröffentlichung ihrer Einladung zur ordentlichen Hauptversammlung bekannt gegeben, dass die Anteile der BRAIN FORCE HOLDING AG mit dem Beschluss der Hauptversammlung der BEKO HOLDING AG auf die noch zu errichtende CROSS Informatik GmbH mit Sitz in Wels übertragen werden soll. Der Beschluss sieht die Übertragung von 8.243.448 Stück Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG vor, dies entspricht 53,58% von insgesamt 15.386.742 auf Inhaber lautende Stückaktien. In der Hauptversammlung der BEKO HOLDING AG am 4.2.2011 wurde die Übertragung der Anteile der BRAIN FORCE HOLDING AG durch Spaltung auf die CROSS Informatik GmbH mit der notwendigen Mehrheit der Aktionäre beschlossen.

Die Gesellschafterversammlung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, hat im Jänner 2011 eine weitere Kapitalerhöhung um 500.000 EUR beschlossen. Nach Eintragung der Kapitalerhöhung ins Firmenbuch wird der Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH 68,7% betragen.

Wien, 16. Februar 2011

Der Vorstand

Michael Hofer Thomas Melzer

Finanzkalender

Datum Event
16. Februar 2011 Veröffentlichung Bericht zum 1. Quartal 2010/11
02. März 2011 13. o. Hauptversammlung
04. März 2011 Ex-Tag für Dividende 2010
07. März 2011 Auszahlungstag für Dividende 2010
12. Mai 2011 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2010/11
18. August 2011 Veröffentlichung Bericht zum 3. Quartal 2010/11
21. Dezember 2011 Veröffentlichung Jahresabschluss 2010/11 und Bilanzpressekonferenz

Informationen zum Unternehmen und zur BRAIN FORCE Aktie

Thomas Melzer
+43 1 263 09 09 12
[email protected]
www.brainforce.com
BFC
BFCG
BFC:AV
O:BFS
AT0000820659

BRAIN FORCE HOLDING AG Karl-Farkas-Gasse 22 1030 Wien

Österreich

Telefon: +43 1 263 09 09 0 Fax: +43 1 263 09 09 40

[email protected] www.brainforce.com

www.brainforce.com

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