Quarterly Report • Feb 16, 2010
Quarterly Report
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| Ertragskennzahlen 1) | 10-12/2009 | 10-12/2008 | Vdg. in % | 2008/09 2) | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 21,03 | 27,51 | -24 | 89,20 |
| EBITDA | in Mio. € | 3,52 | 2,25 | +56 | 2,05 |
| EBITDA operativ 3) | in Mio. € | 1,11 | 2,25 | -51 | 3,44 |
| EBIT | in Mio. € | 2,61 | 1,29 | >100 | -1,59 |
| EBIT operativ 3) | in Mio. € | 0,20 | 1,29 | -85 | -0,21 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | 2,43 | 0,50 | >100 | -2,65 |
| Ergebnis nach Steuern | in Mio. € | 2,37 | -3,06 | >100 | -5,46 |
| Ergebnis je Aktie | in € | 0,15 | -0,20 | >100 | -0,35 |
| Ergebnis je Aktie bereinigt 3) | in € | 0,00 | 0,03 | >100 | -0,08 |
| Investitionen | in Mio. € | 0,41 | 0,78 | -48 | 2,64 |
| Akquisitionen | in Mio. € | 0,00 | -0,13 | -100 | 0,14 |
| Mitarbeiter 4) | 921 | 1.126 | -18 | 1.049 |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2009 | 30.09.2009 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | in Mio. € | 21,60 | 19,31 | +12 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 7,80 | 5,65 | +38 |
| Capital Employed | in Mio. € | 29,37 | 24,77 | +19 |
| Working Capital 5) | in Mio. € | 3,52 | 2,83 | +24 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 54,46 | 54,45 | 0 |
| Eigenkapitalquote | in % | 40 | 35 | - |
| Gearing | in % | 36 | 29 | - |
| Börsekennzahlen 6) | 10-12/2009 | 1-9/2009 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 1,25 | 2,19 | -43 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 1,04 | 1,02 | +2 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 1,22 | 1,20 | +2 |
| Gewichtete Aktienanzahl | in Tsd. | 15.387 | 15.387 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 18,77 | 18,46 | +2 |
| Geschäftsbereiche 10-12/2009 in Mio. € |
Deutschland | Zentral Osteuropa |
Süd Westeuropa |
Nordeuropa | Holding und Sonstiges |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 9,57 | (-29%) | 3,71 | (-9%) | 5,71 | (-23%) | 2,04 | (-21%) | 0,00 | - |
| EBITDA operativ 3) | 0,57 | (-56%) | 0,52 | (-38%) | 0,45 | (-28%) | 0,10 | (-60%) | -0,52 | (-30%) |
| EBIT operativ 3) | 0,37 | (-63%) | 0,25 | (-57%) | 0,23 | (-47%) | -0,12 (>100%) | -0,54 | (-30%) | |
| Investitionen | 0,12 | (+29%) | 0,06 | (-66%) | 0,09 | (-55%) | 0,12 | (-49%) | 0,01 | (-80%) |
| Mitarbeiter 4) | 392 | (-17%) | 137 | (-17%) | 305 | (-22%) | 77 | (-14%) | 11 | (+6%) |
1) der fortgeführten Geschäftsbereiche
2) Zeitraum 1.10.2008 bis 30.9.2009, ungeprüft
3) bereinigt um nicht-wiederkehrende Erträge und Aufwendungen und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches
4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode
5) Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
6) Wiener Börse
Sehr geehrte Aktionäre, geschätzte Damen und Herren,
das erste Quartal des neuen Geschäftsjahres 2009/10, das nach der Umstellung des Bilanzstichtages erstmals im Oktober begann, war weiterhin von einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld beeinflusst. Für mich persönlich war es das erste Quartal als Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG, ein Quartal, das von zwei strategisch wichtigen Transaktionen geprägt war: dem Verkauf unseres Professional Services Geschäftes in Österreich an BEKO sowie dem Einstieg eines Investors bei SolveDirect zur Finanzierung der Expansion in den USA.
Die im letzten Jahr durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen, insbesondere die Personalreduktion in Italien, und die konsequenten Sparmaßnahmen haben gegriffen. Dadurch konnten wir den deutlichen Umsatzrückgang im Zuge der Wirtschaftskrise weitgehend abfangen und im BRAIN FORCE Konzern ein positives operatives Quartalsergebnis erzielen. Mit diesem kleinen Zwischenerfolg dürfen wir uns allerdings nicht zufrieden geben. Einerseits liegen wir zu deutlich unter dem Vorjahresniveau, wo wir – noch von der Krise verschont – ein Rekordergebnis erwirtschaftet hatten. Andererseits steht uns noch ein harter Weg bevor, um die mittelfristig angestrebte EBIT-Marge von 5% zu erreichen.
Insgesamt ging der Umsatz von Oktober bis Dezember 2009 im Vergleich zum Rekordniveau des Vorjahres um 24% auf 21,03 Mio. € zurück. Das operative EBITDA (vor nicht-wiederkehrenden Erträgen) halbierte sich auf 1,11 Mio. €, und das operative EBIT verringerte sich von 1,29 auf 0,20 Mio. €, blieb jedoch positiv. Der Ergebnisrückgang ist in erster Linie auf das Ausbleiben von relevanten Softwarelizenzerlösen zurückzuführen, die in der Vergangenheit üblicherweise für wichtige Ergebnisbeiträge in diesem Quartal sorgten. Die Region Deutschland verzeichnete einen Rückgang von 29% beim Umsatz und von 63% im operativen EBIT. Am Standort Frankfurt ist ein größeres Projekt ausgelaufen, das nicht durch andere Zusatzaufträge kompensiert werden konnte. In der Region Zentral-Osteuropa ging der Umsatz um 9% und das operative EBIT um 57% zurück. Während der Serviceumsatz relativ stabil blieb, war das schwächere Lizenzgeschäft von SolveDirect die Hauptursache für den Ergebnisrückgang. In der Region Süd-Westeuropa betrug der Umsatzrückgang 23% und das operative EBIT lag um 47% unter dem Vorjahr. Auch hier schlugen die geringeren Lizenzerlöse im ERP-Geschäft überproportional auf das Ergebnis durch. Unerfreulich war die Entwicklung der Region Nordeuropa, wo ein Großkunde im öffentlichen Bereich die Projektaufträge deutlich reduzierte und zusätzlich die erwarteten Lizenzerlöse ausblieben, was zu einem negativen operativen EBIT führte.
Dr. Michael Hofer Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG
Umsetzung von zwei strategisch wichtigen Transaktionen im ersten Quartal
Operatives Ergebnis deutlich unter Rekordniveau 2008, aber positiv
Operativer Ergebnisrückgang infolge ausbleibender Softwarelizenzerlöse im ersten Quartal
Außerordentlich hohes Konzern-EBIT durch Verkauf von Professional Services in Österreich
Verkaufserlös kann für Akquisitionen in den Wachstumsbereichen verwendet werden
Organischer und transaktionsbedingter Rückgang des Umsatzniveaus im Gesamtjahr
Ziel für das Gesamtjahr bleibt ein positives EBIT
Positiv anzumerken ist, dass wir durch den Verkauf unseres Professional Services Geschäftes in Österreich um 3,80 Mio. € in Cash einen nicht-wiederkehrenden Buchgewinn von 2,41 Mio. € erzielt haben und somit im ersten Quartal ein außerordentlich hohes Konzern-EBITDA von 3,52 Mio. € (Vorjahr: 2,25 Mio. €) sowie ein EBIT von 2,61 Mio. € (Vorjahr: 1,29 Mio. €) ausweisen konnten. Beim Blick auf Cash-flow und Bilanz ist zu berücksichtigen, dass der Verkaufserlös in zwei Tranchen (am 5.1. und 31.3.2010) fließt und im Quartalsabschluss noch als offene Kaufpreisforderung dargestellt ist.
Diese Transaktion war eine 'Win-Win-Situation'. BEKO kann durch die Integration der übernommenen Professional Services Unit aus Skaleneffekten Synergien erzielen und wir erhalten Cash, den wir in unsere Wachstumsbereiche Business Solutions und Infrastructure Optimization investieren werden. Die Chancen stehen gut, dass wir bereits in Kürze den Ausbau unserer österreichischen Microsoft Dynamics Unit (Bereich Business Solutions) durch die Akquisition eines mittelständischen österreichischen Unternehmens beschleunigen.
Beim Ausblick auf das Geschäftsjahr 2009/10 ist zu berücksichtigen, dass durch den Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich die entsprechenden Umsatz- und Ergebnisbeiträge entfallen, was kurzfristig auch durch das geplante anorganische Wachstum im Bereich Business Solutions nicht kompensiert werden kann. Weiters ist zu beachten, dass der Einstieg eines Finanzinvestors bei SolveDirect zwar einerseits starkes Umsatzwachstum in den USA ermöglichen soll, andererseits aber diese Gesellschaft ab dem zweiten Quartal at-equity zu bilanzieren ist und die Expansion mittelfristig zu negativen Beiträgen im Finanzergebnis führen wird. In Kombination mit der anhaltenden Wirtschaftskrise wird das Umsatzniveau von BRAIN FORCE im Gesamtjahr voraussichtlich auf rund 70 Mio. € sinken.
Durch die aktuellen Entwicklungen in der Niederlassung Frankfurt und in den Niederlanden zeichnet sich weiterer Restrukturierungsbedarf ab, den wir konsequent durchziehen und getrennt ausweisen werden. In Frankfurt können die deutlich reduzierten Projektaufträge einer weltweit tätigen Fluglinie nicht durch das erwartete Zusatzgeschäft kompensiert werden und es sind daher die Personalkosten über Kurzarbeit und Kündigungen nach unten anzupassen. In den Niederlanden lasten die ausbleibenden Lizenzerlöse auf den Ergebnissen, und wir müssen auch hier den Personalstand reduzieren. Unser Ziel bleibt es jedoch, das Jahr mit einem positiven EBIT abzuschließen, wobei nicht-wiederkehrende Restrukturierungsaufwendungen von bis zu 1,4 Mio. € zu erwarten sowie ein Buchgewinn aus dem Verkauf der Professional Services in Österreich von 2,41 Mio. € zu berücksichtigen sind.
Ihr Michael Hofer
Der Konzern hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres einen Umsatz von 21,03 Mio. € erwirtschaftet und damit um 24% weniger als im Vergleichszeitraum Oktober bis Dezember 2008, der für BRAIN FORCE noch außergewöhnlich positiv verlaufen war. Insbesondere die Zurückhaltung der Kunden beim Kauf neuer Softwarelizenzen, die in der Vergangenheit üblicherweise für wichtige Ergebnisbeiträge in diesem Quartal sorgten, belastete die Umsatz- und Ergebnisentwicklung.
In Deutschland sank der Umsatz um 29% auf 9,57 Mio. €, was im Wesentlichen auf eine deutlich geringere Auslastung der Mitarbeiter am Standort Frankfurt nach dem Auslaufen großer Rollout-Projekte im Bereich Aviation zurückzuführen war. Zusätzlich wirkten sich die geringeren Serviceerlöse im FINAS-Bereich negativ auf die Umsatzentwicklung aus. Die Region Süd-Westeuropa verzeichnete im Vergleich mit einem starken Vorjahresquartal einen Umsatzrückgang von 23% auf 5,71 Mio. €, der aus der Zurückhaltung der italienischen Kunden in Bezug auf IT-Investitionen resultierte. Während in Nordeuropa die erwarteten Lizenzverkäufe ausblieben und die Region daher ein Umsatzminus von 21% auf 2,04 Mio. € ausweist, hielt sich der Umsatzrückgang in Zentral-Osteuropa mit 9% auf 3,71 Mio. € in Grenzen. Hier konnte der Umsatz im Geschäftsfeld Professional Services durch Neuabschlüsse stabil gehalten werden, wohingegen der Bereich SolveDirect unter dem Vorjahr lag.
Durch die Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2009 konnte der Umsatzrückgang abgefedert werden und das operative EBITDA (vor nicht-wiederkehrenden Erträgen) hat sich von Oktober bis Dezember 2009 um 1,14 auf 1,11 Mio. € und das operative EBIT um 1,10 auf 0,20 Mio. € verringert. Der operative Ergebnisrückgang ist in erster Linie auf deutlich geringere Lizenzerlöse im Konzern und die geringere Auslastung der Mitarbeiter am Standort Frankfurt zurückzuführen. Außerdem hatte BRAIN FORCE im letzten Kalenderquartal 2008 eines der besten operativen Ergebnisse in der Unternehmensgeschichte erwirtschaftet.
Die Region Deutschland erzielte ein EBITDA von 0,57 Mio. € (-56% im Vorjahresvergleich) und ein EBIT von 0,37 Mio. €. Die Region Süd-Westeuropa erreichte ein EBITDA von 0,45 Mio. € (-28%) und ein EBIT von 0,23 Mio. €. Die Region Zentral-Osteuropa erzielte ein EBITDA von 0,52 Mio. € (-38%) und ein EBIT von 0,25 Mio. €. Nordeuropa konnte ein EBITDA von 0,10 Mio. € (-60%) erwirtschaften und wies ein negatives EBIT von 0,12 Mio. € aus. Das operative EBIT des Segments Holding und Sonstiges verbesserte sich von -0,77 auf -0,54 Mio. €, was im Wesentlichen auf die im Vorjahresquartal gebildete Mietleerstands- und Instandhaltungsrückstellung für die ehemaligen Büroräumlichkeiten am Standort Wien zurückzuführen war.
Inklusive des Buchgewinnes aus der Veräußerung der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, stieg das Konzern-EBITDA um 56% auf 3,52 Mio. €. Das Konzern-EBIT verdoppelte sich sogar und erreichte 2,61 Mio. €. Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,62 auf -0,18 Mio. € verbessert. Im Vorjahr war das Finanzergebnis durch die Abschreibung der KEMP Anleihe mit 0,63 Mio. € belastet. Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 1,93 Mio. € und belief sich auf 2,43 Mio. €, das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen erreichte +2,37 nach -3,06 Mio. € im Vorjahr. Das Netto-Ergebnis des Vorjahres war durch eine Abschreibung von aktivierten Verlustvorträgen in Höhe von 2,90 Mio. € belastet, die aufgrund der Übernahme von BRAIN FORCE durch die Cross Industries AG vorgenommen werden musste. Auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfällt im ersten Quartal 2009/10 ein Ergebnis von -0,08 Mio. € (Vorjahr: -0,14 Mio. €). Daraus ergibt sich ein Nettogesamtergebnis von +2,29 Mio. € (Vorjahr: -3,19 Mio. €) und somit ein Ergebnis je Aktie von +0,15 € (Vorjahr: -0,21 €). Das um nicht-wiederkehrende Erträge (Verkauf BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien) und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt 0,00 €.
Der Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche zeigt gegenüber dem Vorjahresquartal einen deutlichen Anstieg um 3,08 Mio. € und beträgt +4,29 Mio. € (Vorjahr: +1,20 Mio. €). Bereinigt um den Effekt aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, beläuft sich der Cash-flow aus
Rückgang des operativen Cashflow durch stichtagsbezogenen Aufbau des Working Capital
Umsatzrückgang in allen Regionen vom Rekordniveau in 10-12/2008
Alle operativen Gesellschaften erzielen positives EBITDA
Verdoppelung des EBIT durch nicht-wiederkehrenden Ertrag aus Verkauf der Professional Services in Österreich
dem Ergebnis auf +0,88 Mio. €. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche (operativer Cash-flow) verringerte sich von +4,54 auf -1,33 Mio. €. Dieser Rückgang ist auf einen stichtagsbedingten Aufbau des Working Capital um 0,69 auf 3,52 Mio. € im ersten Quartal zurückzuführen, während in der Vorjahresperiode ein Abbau der Betriebsmittel um 3,35 Mio. € zu verzeichnen war. Im außergewöhnlich guten Wert des Vorjahresquartals war eine Anzahlung von 0,73 Mio. € enthalten.
Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit betrug -0,57 Mio. € (Vorjahr: +0,59 Mio. €), wovon -0,41 Mio. € (Vorjahr: -0,78 Mio. €) für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte aufgewendet wurden. Der Zahlungsmittelabfluss für Unternehmensveräußerungen von 0,16 Mio. € betrifft den Abgang der liquiden Mittel aufgrund der Endkonsolidierung der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Verkaufserlös in zwei Tranchen (am 5.1. und 31.3.2010) fließt und im Quartalsabschluss noch als offene Kaufpreisforderung dargestellt ist. Im positiven Cash-flow aus Investitionstätigkeit des Vorjahresquartals waren Zahlungseingänge aus der Veräußerung von kurzfristigen Veranlagungen in Wertpapiere (+0,88 Mio. €) und aus Unternehmensveräußerungen und Akquisitionen (+0,43 Mio. €) enthalten. Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit zeigt mit +0,12 Mio. € (Vorjahr: -1,05 Mio. €) einen geringfügigen Anstieg der Finanzverbindlichkeiten und Kontokorrentkredite. Von den langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 10,85 Mio. € sind 0,90 Mio. € zwischen 2011 und 2012 sowie 9,95 Mio. € erst 2014 fällig.
Zum 31.12.2009 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 54,46 Mio. €, das Eigenkapital lag bei 21,60 Mio. €. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum 30.9.2009 von 35 auf 40% verbessert, was in erster Linie auf das positive Gesamtergebnis der Periode in Höhe von 2,29 Mio. € zurückzuführen ist. Die Nettoverschuldung lag zum 31.12.2009 bei 7,80 Mio. €, nachdem sie zum 30.09.2009 noch 5,65 Mio. € betragen hatte. Dieser Anstieg begründet sich durch den negativen operativen Cash-flow und die Investitionen. Zusätzlich wirkte sich im vorliegenden Zwischenabschluss der Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, mit einem Zahlungsmittelabfluss von 0,16 Mio. € kurzfristig negativ aus, da der Kaufpreis von 3,80 Mio. € vereinbarungsgemäß erst im Folgequartal fällig wird. Demzufolge hat sich ausschließlich stichtagsbezogen auch das Gearing (Verschuldungsgrad) des Konzerns von 29 auf 36% erhöht und das Verhältnis von Nettoverschuldung zum operativen EBITDA der letzten zwölf Monate betrug 3,4x. Die Forderung aus dem Verkauf der österreichischen BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH ist in den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten enthalten, die dadurch einen Anstieg von 1,25 auf 5,13 Mio. € aufweisen. Der Zahlungsmittelbestand zum 31.12.2009 beläuft sich auf 3,51 Mio. € (30.9.2009: 5,54 Mio. €) und wird nach Eingang der offenen Kaufpreisforderung wieder deutlich ansteigen.
4 4 3 1 Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (operatives EBITDA und EBIT) erfolgt seit 2009 ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzrechte und Konzerndienstleistungen. In der Vorjahresberichterstattung waren diese Kosten in den einzelnen Segmenten noch enthalten. Die Vorjahreswerte wurden in der laufenden Darstellung entsprechend angepasst.
BRAIN FORCE gliedert die Geschäftsaktivitäten in folgende Segmente bzw. Regionen:
Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte
Einsparung bei den
In Deutschland ging der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 um 29% auf 9,57 Mio. € zurück, was einem Anteil von 45% am Konzernumsatz entsprach. Das EBITDA reduzierte sich um 56% auf 0,57 Mio. € und das EBIT ging um 63% auf 0,37 Mio. € zurück.
Im Geschäftsfeld Professional Services blieb die Neukundengewinnung schwierig, weil sich Unternehmen bei IT-Investitionen nach wie vor zurückhaltend zeigen. Dafür hat sich die Situation bei den Bestandskunden leicht verbessert, wo vereinzelt neue Projekte gestartet werden konnten. Im Geschäftsfeld Business Solutions hat BRAIN FORCE einen großen Auftrag eines mittelständischen Finanzinstituts erhalten, bei dem ein CRM-System eingeführt wird. Dagegen reduzierte ein langjähriger Großkunde im Versicherungsumfeld das jährliche Auftragsvolumen deutlich, weswegen Kurzarbeit in diesem Bereich eingeführt wurde.
Das neu gegründete Geschäftsfeld Infrastructure Optimization entwickelte sich zufriedenstellend. Die im letzten Jahr gestartete Zusammenarbeit mit einem weltweit führenden Hardware- und Serviceanbieter im Bereich Softwarepaketierung konnte vertieft werden, läuft insgesamt aber langsamer an als geplant. Am Standort Frankfurt ist ein Rollout-Projekt im Bereich Aviation ausgelaufen. Da die Luftfahrtbranche nach wie vor stark von der Wirtschaftkrise betroffen ist, blieb die Generierung von Neugeschäft in dieser Zielgruppe schwierig und unter unseren Erwartungen. Die Channel-Aktivitäten in Frankfurt entwickelten sich gut, konnten jedoch wegen des geringen Umsatzniveaus die Gesamtsituation an diesem Standort nicht wesentlich verbessern.
Die Region Zentral-Osteuropa erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von 3,71 Mio. €, was einem Rückgang um 9% zum Vorjahr und einem Anteil von 18% am Konzernumsatz entsprach. Das EBITDA betrug 0,52 Mio. € und lag um 38% unter dem Vorjahr. Das EBIT erreichte 0,25 nach 0,58 Mio. € in 2008.
Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat Ende 2009 ihr Professional Services Geschäft in Österreich an die BEKO Engineering & Informatik AG, eine Tochtergesellschaft der BEKO HOLDING AG, verkauft. Dazu wurde die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, abgetreten um einen Kaufpreis von 3,8 Mio. € in Cash, den wir in unsere Wachstumsbereiche Business Solutions und Infrastructure Optimization investieren werden.
Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization blieb die Tochtergesellschaft SolveDirect Service Management GmbH insgesamt zwar wegen der anhaltend schwierigen Wirtschaftslage unter den gesteckten Zielen, konnte aber die Success Story mit dem Großkunden Cisco, einem führenden multinationalen Hersteller von Netzwerkstrukturen in den USA, durch den Verkauf einer SD.cube Lizenz weiter ausbauen. Um das vor allem in den USA erwartete Wachstumspotenzial bei IT-Service-Management-Lösungen von SolveDirect nutzen zu können, wurde ein Partner gesucht, der nicht nur Kapital bereitstellt, sondern auch über ein gutes Netzwerk in den USA verfügt. Mit dem 3TS Cisco Growth Fund haben wir den idealen Partner gefunden, der gemeinsam mit dem SolveDirect Management in den nächsten Jahren bis zu 6 Mio. € in die SolveDirect Service Management GmbH zur Finanzierung der US-Expansion investieren wird.
In Tschechien wurde ein Projekt zur Aktualisierung einer SQL-Datenbank bei einem Finanzinstitut gewonnen und damit die BRAIN FORCE Kompetenz in diesem Marktumfeld erneut unter Beweis gestellt.
Die Region Süd-Westeuropa erwirtschaftete von Oktober bis Dezember mit einem Umsatz von 5,71 Mio. € einen Anteil von 27% am Konzernumsatz und lag um 23% unter dem Vorjahr. Das EBITDA ging um 28% auf 0,45 Mio. € zurück, das EBIT lag mit 0,23 Mio. € um 47% hinter dem Vorjahreswert.
In Italien konnte im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization ein Projekt bei der Tochtergesellschaft einer Schweizer Großbank gewonnen werden. Es wurden verschiedene Lösungen für das Investmentbanking bzw. das Asset Management eingeführt und Serviceleistungen in diesem Zusammenhang erbracht. Bei einem Unternehmen des Gesundheitswesens erfolgte die Implementierung der Systemmanagementlösung Altiris. Im Geschäftsfeld Business Solutions wurde bei zwei Unternehmen des produzierenden Gewerbes ein Customer Relationship Management- sowie ein Corporate Performance Management-Projektauftrag gewonnen.
Investitionen in die Wachstumsbereiche
Einstieg eines Finanzinvestors zur Finanzierung der US-Expansion von SolveDirect
Infrastruktur-Projekte im Bankenumfeld bei BRAIN FORCE Italien
Die Region Nordeuropa (Geschäftsfeld Infrastructure Optimization) erwirtschaftete im ersten Quartal des Geschäftsjahres einen Umsatz von 2,04 Mio. €, was einem Rückgang um 21% zum Vorjahr und einem Anteil von 10% am Konzernumsatz entspricht. Das EBITDA lag bei 0,10 Mio. € (Vorjahr: 0,24 Mio. €) und das EBIT bei -0,12 Mio. € (Vorjahr: 0,05 Mio. €).
Zwar konnten einige Projekte im öffentlichen Dienst gewonnen und bei zwei Gemeinden das neue Microsoft Betriebssystem Windows 7 eingeführt werden. Insgesamt wirkten sich jedoch das schwierige Umfeld bei der Neukundengewinnung und der Umsatzrückgang bei einem Großkunden sowie der deutliche Rückgang der Lizenzerlöse negativ aus.
Im Bereich Holding und Sonstiges verbesserte sich das operative EBITDA von -0,75 auf -0,52 Mio. € und das operative EBIT von -0,77 auf -0,54 Mio. €. Die Verbesserung resultierte im Wesentlichen aus der im Vorjahresquartal erforderlichen Bildung einer Mietleerstands- und Instandhaltungsrückstellung für die ehemaligen Büroräumlichkeiten am Standort Wien. Inklusive des Buchgewinnes aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, erzielte der Bereich ein EBITDA von 1,89 Mio. € und ein EBIT von 1,88 Mio. €.
Der Auftragsbestand erreichte zum 31.12.2009 auf Konzernebene 16,50 Mio. € und lag damit um 48% unter dem außergewöhnlich hohen Vorjahresniveau von 32,00 Mio. €. Im Vergleich zum 30.09.2009 ist der Auftragsbestand um 29% zurückgegangen. Für den deutlichen Rückgang im Jahresvergleich waren vor allem die anhaltend schwierige Wirtschaftslage, der Wegfall des Auftragsbestandes der veräußerten BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, sowie das Auslaufen großer Rollout-Projekte für eine weltweit agierende Fluglinie am Standort Frankfurt verantwortlich. Bereinigt um die Endkonsolidierung der österreichischen Gesellschaft lag der Auftragsbestand um 43% unter dem Vorjahresniveau und um 21% unter dem Vorquartal.
Der Auftragsbestand teilte sich zum 31.12.2009 auf die Regionen wie folgt auf:
Auftragslage nach Regionen 31.12.2009 31.12.2008
4 Nordeuropa 7%
2 Zentral-Osteuropa 22%
Deutlich positives EBIT durch Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien
Schwaches Quartal vor allem wegen niedriger Lizenzerlöse
Reduzierter Auftragsbestand reflektiert das wirtschaftliche Umfeld und den Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien
BRAIN FORCE hat die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten den aktuellen Marktbedingungen und dem reduzierten Umsatzniveau angepasst. In Deutschland wurde das Kampagnenmanagement- und Vertriebsinformationssystem BRAIN FORCE CRM an die Bedürfnisse des Marktes für kleine und mittelständische Banken angeglichen und bereits bei einem ersten Kunden erfolgreich eingeführt. Zudem haben wir bei einzelnen Modulen der FINAS Suite Adaptionen an die aktuelle Gesetzeslage vorgenommen.
In den Niederlanden wurde BRAIN FORCE Infrastructure Framework auf das neue Microsoft Betriebssystem Windows 7 sowie den Windows Server 2008 R2 angepasst. Zudem erfolgten erste Vorbereitungen für die im Frühjahr 2010 erscheinende neueste Version des Packaging Robot. In Österreich hat SolveDirect ihr Winter Release auf den Markt gebracht und eine Wikipedia-Dokumentation über das gesamte SolveDirect Angebot veröffentlicht. Damit können Interessenten alle Informationen zu Funktion, Features und Einsatzgebieten der einzelnen SolveDirect Produkte in Erfahrung bringen.
Der Personalstand im Konzern belief sich zum 31.12.2009 auf 617 angestellte Mitarbeiter und lag damit rund 24% unter dem Wert zum 31.12.2008. Zusätzlich wurden zum Stichtag 210 freie Mitarbeiter in verschiedenen Kundenprojekten eingesetzt, was einem Rückgang um 33% zum Vorjahr entsprach. Aufgrund der Wirtschaftskrise und dem daraus resultierenden Umsatzrückgang mussten im Vergleich zum Vorjahr personelle Anpassung vorgenommen werden. Betroffen von dieser Maßnahme war in erster Linie die Region Süd-Westeuropa. In Deutschland wurde die Kurzarbeit weitergeführt und zugleich etliche Verträge mit freien Mitarbeitern nicht verlängert. Durch den Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, reduzierte sich die Mitarbeiterzahl in der Region Zentral-Osteuropa um 105 Mitarbeiter. In Summe waren zum Stichtag 827 Mitarbeiter für BRAIN FORCE tätig, ein Rückgang um 27% bzw. 302 Mitarbeiter im Vergleich zum 31.12.2008.
Die Mitarbeiter (angestellte und freie) verteilten sich zum Stichtag 31.12.2009 wie folgt auf die einzelnen Regionen:
Durchschnittlich waren in den Monaten Oktober bis Dezember 2009 685 (Vorjahr: 809, Veränderung: -15%) angestellte und 236 (Vorjahr: 317, Veränderung: -26%) freie Mitarbeiter bei BRAIN FORCE beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag bei 921 und war damit um 18% geringer als ein Jahr zuvor.
5 Holding und Sonstiges 1%
1 Deutschland 43%
Fokussierung auf kleine und mittelständische Banken mit BRAIN FORCE CRM
Neue Version von Packaging Robot für das Frühjahr 2010 geplant
Weniger Mitarbeiter durch umgesetzte Restrukturierungen und Sparmaßnahmen
| Gesamtergebnisrechnung in EUR | 10-12/2009 | 10-12/2008 |
|---|---|---|
| Fortgeführte Geschäftsbereiche | ||
| Umsatzerlöse | 21.026.146 | 27.507.491 |
| Herstellungskosten | -16.360.664 | -20.169.106 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 4.665.482 | 7.338.385 |
| Vertriebskosten | -2.301.182 | -2.838.219 |
| Verwaltungskosten | -2.121.994 | -2.393.427 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -179.687 | -861.055 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 133.100 | 48.817 |
| Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Erträgen (EBIT operativ) | 195.719 | 1.294.501 |
| Nicht-wiederkehrende Erträge | 2.411.936 | 0 |
| Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Erträgen (EBIT) | 2.607.655 | 1.294.501 |
| Finanzerträge | 7.326 | 3.254 |
| Finanzaufwendungen | -182.582 | -800.351 |
| Finanzergebnis | -175.256 | -797.097 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Steuern | 2.432.399 | 497.404 |
| Ertragsteuern | -61.131 | -3.552.943 |
| Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 2.371.268 | -3.055.539 |
| Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches | -77.095 | -139.365 |
| Ergebnis nach Steuern | 2.294.173 | -3.194.904 |
| Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | -6.656 | -1.732 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | -1.945 | -14.644 |
| Sonstiges Ergebnis | -8.601 | -16.376 |
| Gesamtergebnis | 2.285.572 | -3.211.280 |
| Ergebnis je Aktie 1) | 0,15 | -0,21 |
| Ergebnis je Aktie bereinigt 2) | 0,00 | 0,03 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 0,15 | -0,20 |
| Ergebnis je Aktie des aufgegebenen Geschäftsbereiches | 0,00 | -0,01 |
1) Ergebnisse sind ausschließlich den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar
2) bereinigt um nicht-wiederkehrende Erträge und Aufwendungen und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches
| Kennzahlen nach Segmenten 10-12/2009 in EUR |
Deutschland | Zentral Osteuropa |
Süd Westeuropa |
Nordeuropa | Holding und Sonstiges |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (konsolidiert) | 9.565.425 | 3.711.855 | 5.708.209 | 2.040.657 | 0 | 21.026.146 |
| EBITDA operativ1) | 573.374 | 519.408 | 445.859 | 95.014 | -523.843 | 1.109.812 |
| EBITDA | 573.374 | 519.408 | 445.859 | 95.014 | 1.888.093 | 3.521.748 |
| Abschreibungen | -203.935 | -265.372 | -219.817 | -210.106 | -12.582 | -911.811 |
| EBIT operativ1) | 369.439 | 251.755 | 226.043 | -115.092 | -536.426 | 195.719 |
| Nicht-wiederkehrende Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 | 2.411.936 | 2.411.936 |
| EBIT | 369.439 | 251.755 | 226.043 | -115.092 | 1.875.510 | 2.607.655 |
| Kennzahlen nach Segmenten 10-12/2008 in EUR |
Deutschland | Zentral Osteuropa |
Süd Westeuropa |
Nordeuropa | Holding und Sonstiges |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (konsolidiert) | 13.404.661 | 4.089.938 | 7.427.266 | 2.585.626 | 0 | 27.507.491 |
| EBITDA | 1.307.913 | 839.768 | 617.363 | 237.832 | -750.166 | 2.252.710 |
| Abschreibungen | -305.073 | -259.005 | -187.742 | -189.886 | -16.504 | -958.210 |
| EBIT | 1.002.840 | 580.763 | 429.621 | 47.948 | -766.670 | 1.294.502 |
1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Erträge
| Cash-flow Statement in EUR | 10-12/2009 | 10-12/2008 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 2.432.399 | 497.404 |
| Abschreibungen | 914.093 | 958.210 |
| Finanzergebnis | 175.256 | 797.097 |
| Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | -248 | 15.079 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge | 998.064 | -250.000 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen und Schulden | -90.944 | -76.436 |
| Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen | -148.339 | -144.299 |
| Gezahlte Ertragsteuern | 6.004 | -592.196 |
| Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche | 4.286.285 | 1.204.859 |
| Veränderungen Vorräte | 15.809 | 42.920 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -1.171.247 | 1.676.955 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -487.262 | -302.526 |
| Veränderungen übriger kurzfristiger Vermögenswerte und Schulden | -3.968.192 | 1.933.885 |
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | -4.945 | -20.878 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche | -1.329.552 | 4.535.215 |
| Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 0 | 126.379 |
| Netto-Auszahlungen / Einzahlungen für Unternehmensveräußerungen | -162.068 | 300.000 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte | -408.372 | -781.829 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten | 248 | 61.168 |
| Einzahlungen / Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte | 0 | 881.148 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche | -570.192 | 586.866 |
| Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 202.627 | 0 |
| Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Bankkontokorrentkredite | -78.260 | -1.051.871 |
| Gezahlte Dividende | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche | 124.367 | -1.051.871 |
| Veränderung der Zahlungsmittel aus fortgeführten Geschäftsbereichen | -1.775.377 | 4.070.210 |
| Veränderung der Zahlungsmittel aus aufgegebenem Geschäftsbereich | -253.677 | -321.067 |
| Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang | 5.543.493 | 5.050.101 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -2.029.054 | 3.749.143 |
| Zahlungsmittelbestand am Periodenende | 3.514.439 | 8.799.244 |
| Bilanz in EUR | 31.12.2009 | 30.9.2009 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Sachanlagen | 2.269.877 | 2.464.411 |
| Firmenwerte | 14.516.571 | 14.516.571 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 9.811.706 | 10.213.570 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 9.809 | 9.809 |
| Finanzanlagen | 32.205 | 193.376 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 98.162 | 100.252 |
| Latente Steueransprüche | 456.734 | 433.899 |
| Langfristige Vermögenswerte | 27.195.064 | 27.931.888 |
| Vorräte | 234.770 | 267.256 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 18.386.288 | 19.457.294 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 5.129.037 | 1.249.600 |
| Zahlungsmittel | 3.514.439 | 5.543.493 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 27.264.534 | 26.517.643 |
| Summe Aktiva | 54.459.598 | 54.449.531 |
| Passiva | ||
| den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 15.386.742 | 15.386.742 |
| Rücklagen | 12.076.787 | 12.085.388 |
| Angesammelte Ergebnisse | -5.863.103 | -8.157.276 |
| Eigenkapital | 21.600.426 | 19.314.854 |
| Finanzverbindlichkeiten | 10.853.579 | 10.877.500 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 126.664 | 138.273 |
| Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen | 1.634.505 | 1.964.139 |
| Latente Steuerschulden | 1.840.720 | 1.783.410 |
| Langfristige Schulden | 14.455.468 | 14.763.322 |
| Finanzverbindlichkeiten | 461.637 | 313.349 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 6.690.040 | 7.526.871 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8.410.143 | 9.368.320 |
| Steuerrückstellungen | 1.205.613 | 1.113.692 |
| Sonstige Rückstellungen | 1.636.271 | 2.049.123 |
| Kurzfristige Schulden | 18.403.704 | 20.371.355 |
| Summe Passiva | 54.459.598 | 54.449.531 |
| Entwicklung des Eigenkapitals | den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in EUR | Grundkapital | Kapital rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Angesammelte Ergebnisse |
Gesamtes Eigenkapital |
|||
| Stand 1.10.2008 | 15.386.742 | 15.536.020 | -274.545 | -3.287.819 | 27.360.398 | |||
| Gesamtergebnis der Periode 10-12/2008 | 0 | 0 | -16.376 | -3.194.904 | -3.211.280 | |||
| Stand 31.12.2008 | 15.386.742 | 15.536.020 | -290.921 | -6.482.723 | 24.149.118 | |||
| Übertragung von Rücklagen | 0 | -3.159.954 | 0 | 3.159.954 | 0 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | -4.834.507 | -4.834.507 | |||
| Gesamtergebnis der Periode 1-9/2009 | 0 | -3.159.954 | 243 | -1.674.553 | -4.834.264 | |||
| Stand 30.9.2009 | 15.386.742 | 12.376.066 | -290.678 | -8.157.276 | 19.314.854 | |||
| Gesamtergebnis der Periode 10-12/2009 | 0 | 0 | -8.601 | 2.294.173 | 2.285.572 | |||
| Stand 31.12.2009 | 15.386.742 | 12.376.066 | -299.279 | -5.863.103 | 21.600.426 |
Der Zwischenbericht zum 31.12.2009 der BRAIN FORCE HOLDING AG wurde gemäß den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom Jahresabschluss zum 30.9.2009 werden unverändert angewandt. Für zusätzliche Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 30.9.2009, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.
In den Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen einbezogen, an denen die BRAIN FORCE HOLDING AG direkt oder indirekt mit mehr als der Hälfte der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig zur Beherrschung der Tätigkeit befähigt ist.
Am 25.11.2009 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG als Alleingesellschafter der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung die Abspaltung des Teilbetriebes SolveDirect auf eine neu entstehende Kapitalgesellschaft beschlossen. Die Eintragung der Gesellschaft, SolveDirect Service Management GmbH, Wien, im Firmenbuch erfolgte am 3.12.2009. Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 16.12.2009 wurden in weiterer Folge sämtliche Anteile der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, an die BEKO Engineering & Informatik AG, Nöhagen, verkauft. Die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, wurde per 31.12.2009 endkonsolidiert. Eine weitere Änderung des Konsolidierungskreises liegt nicht vor.
Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 24% auf 21,03 Mio. € gesunken. Das operative (vor nichtwiederkehrenden Erträgen) EBITDA der fortgeführten Geschäftsbereiche reduzierte sich um 51% von 2,25 auf 1,11 Mio. €. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) beträgt 0,20 nach 1,29 Mio. € im Vorjahr. Inklusive des Buchgewinnes aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFT-WARE GmbH, Wien, erhöhte sich das Konzern-EBITDA um 56% auf 3,52 Mio. €. Das Konzern-EBIT konnte mit einem Anstieg um 1,31 auf 2,61 Mio. € mehr als verdoppelt werden. Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen erreichte in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres +2,37 Mio. €, nachdem im Vorjahr aufgrund notwendiger Abschreibungen der KEMP Anleihe und von aktivierten Verlustvorträgen ein Ergebnis nach Steuern von -3,06 Mio. € erzielt wurde.
Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (operatives EBITDA und operatives EBIT) erfolgt dabei ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen. Die Segmentberichterstattung ist im Anschluss an die Gesamtergebnisrechnung angeführt.
Der Cash-flow aus dem Ergebnis liegt mit +4,29 Mio. € deutlich über dem Vorjahreswert von +1,20 Mio. €. Bereinigt um den Effekt aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, beläuft sich der Cash-flow aus dem Ergebnis auf +0,88 Mio. €. Aufgrund des stichtagsbezogenen Aufbaus des Working Capital um 0,69 auf 3,52 Mio. € beläuft sich der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit auf -1,33 Mio. €.
Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit betrug -0,57 Mio. €, wovon -0,41 Mio. € auf Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte entfallen. Der Zahlungsmittelabfluss für Unternehmensveräußerungen von 0,16 Mio. € betrifft den Abgang der liquiden Mittel aufgrund der Endkonsolidierung der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, wobei zu berücksichtigen ist, dass der Kaufpreis in zwei Tranchen im Folgequartal fließen wird.
Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf +0,12 Mio. € und zeigt damit einen geringfügigen Anstieg der Finanzverbindlichkeiten und Kontokorrentkredite.
Die Bilanzsumme beläuft sich auf 54,46 Mio. € und ist somit gegenüber dem 30.9.2009 nahezu unverändert. Aufgrund der Endkonsolidierung der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, zeigen einzelne Bilanzposten allerdings wesentliche Veränderungen.
Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 50% vom Gesamtvermögen und betragen zum Stichtag 27,20 Mio. €. Die Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte betrugen im abgelaufenen Quartal 0,41 Mio. €, wovon 0,29 Mio. € auf Produktentwicklungskosten (aktivierte Eigenleistungen) entfallen.
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen erreichte zum 31.12.2009 50%. Stichtagsbezogen reduzierten sich zwar die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem 30.9.2009 um rund 6% und betragen 18,39 Mio. € bzw. 34% des Gesamtvermögens, allerdings zeigt der um die Auswirkung der Endkonsolidierung bereinigte Wert einen Anstieg um 1,17 Mio. €. Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte erhöhten sich von 1,25 auf 5,13 Mio. € was im Wesentlichen auf die darin enthaltene Kaufpreisforderung in Höhe von 3,80 Mio. € gegenüber der BEKO Engineering & Informatik AG aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, zurückzuführen ist. Die Zahlungsmittel betrugen zum Stichtag 3,51 Mio. €.
Zum 31.12.2009 beläuft sich das Konzerneigenkapital nach IFRS auf 21,60 Mio. € was einer Eigenkapitalquote von 40% entspricht. Durch das positive Gesamtergebnis der abgelaufenen Berichtsperiode konnte damit die Eigenkapitalquote deutlich gesteigert werden. Die langfristigen Schulden betragen 14,46 Mio. € und haben sich um 0,31 Mio. € reduziert, was im Wesentlichen im Rückgang der langfristigen Personalrückstellungen durch die Endkonsolidierung der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, begründet liegt. Die kurzfristigen Schulden reduzierten sich von 20,37 auf 18,40 Mio. € was vorrangig auf den Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Endkonsolidierung der BRAIN FORCE Wien zurückzuführen ist. Das Working Capital errechnet sich zum Stichtag mit 3,52 Mio. € und erhöhte sich im Vergleich zum 30.9.2009 um 0,69 Mio. €.
Die Nettoverschuldung stieg im Vergleich zum 30.9.2009 um 2,15 auf 7,80 Mio. €, was vor allem auf den noch nicht geflossenen Kaufpreis zurückzuführen ist.
Zum 31.12.2009 beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien 15.386.742, das genehmigte Kapital beläuft sich auf 7.693.371 €.
Der konsolidierte Zwischenabschluss zum 31.12.2009 wurde weder einer Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Am 21.12.2009 veröffentlichte die BRAIN FORCE HOLDING AG den Abschluss eines Beteiligungsvertrages mit dem 3TS Cisco Growth Fund bezüglich ihrer Tochtergesellschaft SolveDirect Service Management GmbH. Der Beteiligungsvertrag mit dem 3TS Cisco Growth Fond sieht, gemeinsam mit dem SolveDirect Management, für die nächsten Jahre ein Investment in die SolveDirect bis zu 6 Mio. € vor. Das Investment soll je nach Kapitalbedarf zur Finanzierung der US-Expansion durch mehrere Kapitalerhöhungen erfolgen.
Wien, 16. Februar 2010
Der Vorstand
Dr. Michael Hofer Mag. Thomas Melzer
| Datum | Event |
|---|---|
| 16. Februar 2010 | Veröffentlichung Bericht zum 1. Quartal 2009/10 |
| 24. Februar 2010 | 12. o. Hauptversammlung |
| 25. Februar 2010 | Ex-Tag für Dividende 2009 |
| 01. März 2010 | 1. Auszahlungstag für Dividende 2009 |
| 12. Mai 2010 | Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2009/10 |
| 12. August 2010 | Veröffentlichung Bericht zum 3. Quartal 2009/10 |
| 21. Dezember 2010 | Veröffentlichung Jahresabschluss 2009/10 und Bilanzpressekonferenz |
| Investor Relations: | Thomas Melzer |
|---|---|
| Telefon: | +43 1 263 09 09 12 |
| E-Mail: | [email protected] |
| Internet: | www.brainforce.com |
| Wiener Börse: | BFC |
| Reuters: | BFC.VI |
| Bloomberg: | BFC AV |
| Datastream: | O:BFS |
| ISIN: | AT0000820659 |
BRAIN FORCE HOLDING AG Karl-Farkas-Gasse 22 1030 Wien Österreich
Telefon: +43 1 263 09 09 0 Fax: +43 1 263 09 09 40
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