Interim / Quarterly Report • May 12, 2011
Interim / Quarterly Report
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2010/11
Halbjahresfinanzbericht
| Ertragskennzahlen 1) | 10/2010-3/2011 | 10/2009-3/2010 | Vdg. in % | 2009/10 | |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 33,90 | 37,40 | -9 | 69,59 |
| EBITDA | in Mio. € | 1,10 | 5,25 | -79 | 5,66 |
| EBITDA operativ 2) | in Mio. € | 1,10 | 0,89 | +24 | 1,15 |
| EBIT | in Mio. € | 0,01 | 3,68 | -100 | 2,86 |
| EBIT operativ 2) | in Mio. € | 0,01 | -0,68 | >100 | -1,65 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | -1,49 | 2,49 | >100 | 0,33 |
| Ergebnis nach Steuern | in Mio. € | -1,55 | 2,24 | >100 | 0,92 |
| Ergebnis je Aktie | in € | -0,10 | 0,15 | >100 | 0,06 |
| Ergebnis je Aktie bereinigt 2) | in € | -0,10 | -0,14 | -29 | -0,26 |
| Investitionen | in Mio. € | 0,64 | 0,84 | -24 | 1,53 |
| Akquisitionen | in Mio. € | 0,00 | 1,11 | -100 | 1,11 |
| Mitarbeiter 3) | 712 | 845 | -16 | 779 |
| Bilanzkennzahlen | 31.3.2011 | 30.9.2010 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | in Mio. € | 18,55 | 20,11 | -8 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 7,63 | 9,04 | -16 |
| Capital Employed | in Mio. € | 26,13 | 29,10 | -10 |
| Working Capital 4) | in Mio. € | 0,49 | 3,30 | -85 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 49,92 | 51,05 | -2 |
| Eigenkapitalquote | in % | 37 | 39 | - |
| Gearing | in % | 41 | 45 | - |
| Mitarbeiter 5) | 731 | 713 | +2 |
| Börsekennzahlen 6) | 10/2010-3/2011 | 2009/10 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Höchstkurs der Aktie | in € | 1,02 | 1,40 | -27 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 0,80 | 0,91 | -12 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 0,86 | 1,00 | -14 |
| Gewichtete Aktienanzahl | in Tsd. | 15.387 | 15.387 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 13,23 | 15,39 | -14 |
| Segmente 10/2010-3/2011 in Mio. € |
Deutschland | Italien | Niederlande | Zentral Osteuropa |
Holding und Sonstiges |
|||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz (konsolidiert) | 18,58 | (+1%) | 10,47 | (-5%) | 3,38 | (-14%) | 1,48 | (-64%) | 0 | - |
| EBITDA operativ 2) | 0,86 | (+97%) | 0,68 | (-20%) | 0,31 (>100%) | 0,05 | (-92%) | -0,79 | (+27%) | |
| EBIT operativ 2) | 0,47 | (>100%) | 0,30 | (-27%) | 0,06 (>100%) | 0,01 | (-98%) | -0,82 | (+26%) | |
| Investitionen | 0,18 | (0%) | 0,36 | (+36%) | 0,06 | (-76%) | 0,03 | (-60%) | 0,00 | (-98%) |
| Mitarbeiter 3) | 339 | (-11%) | 275 | (-8%) | 64 | (-17%) | 27 | (-66%) | 7 | (-26%) |
1) der fortgeführten Geschäftsbereiche
2) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
3) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode
4) Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
5) Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) zum Stichtag
6) Wiener Börse
3 Lagebericht
Inhalt
Sehr geehrte Aktionäre, geschätzte Damen und Herren,
nach einer wirtschaftlich schwierigen Phase von zwei Jahren konnten wir in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 sowohl auf Konzernebene als auch in allen Regionen wieder ein positives operatives EBIT erwirtschaften. Zum einen haben wir es geschafft, die gestiegene Vertriebspipeline in messbare Ergebnisse umzuwandeln. So wurde im zweiten Quartal (Jänner bis März 2011) erstmals seit zwei Jahren wieder ein Umsatzwachstum zur Vorperiode erzielt. Zum anderen waren die durchgeführten Restrukturierungen eine solide Basis für die ausgewiesenen Ergebnisverbesserungen. Natürlich sind uns dabei auch die guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, unserem größten Markt, entgegen gekommen. Dagegen zeigt sich jedoch die Konjunktur in Italien, unserem zweitwichtigsten Markt, anhaltend schwach. Unter diesen Rahmenbedingungen konnte der BRAIN FORCE Konzern im ersten Halbjahr einen sehr erfreulichen Free Cash-flow von 1,62 Mio. € generieren. In den letzten Monaten hat sich auch unsere Auftragslage kontinuierlich verbessert, was mich für die weitere Entwicklung zuversichtlich stimmt.
Gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres sind drei Konsolidierungskreisänderungen zu beachten: das Ende 2009 verkaufte Professional Service Geschäft in Österreich sowie die SolveDirect Service Management GmbH, die seit Jänner 2010 at equity konsolidiert wird, sind in den Zahlen des Vorjahres enthalten. Hingegen sind die Ergebnisse der Ende Februar 2010 akquirierten BRAIN FORCE GmbH (vormals: INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H.) in den Vergleichszahlen erst ab März 2010 berücksichtigt. Der Großteil des Umsatzrückganges von 37,40 auf 33,90 Mio. € ist auf diese Konsolidierungskreisänderungen zurückzuführen. Organisch betrachtet, also auf vergleichbarer Basis, ging der Umsatz um 2% nur leicht zurück, wobei wir uns – wie bereits erwähnt – seit dem zweiten Quartal wieder auf Wachstumskurs befinden. Von Jänner bis März konnte der Umsatz um 3% gesteigert werden. Das EBIT war saisonal bedingt leicht negativ.
In der Region Deutschland (55% des Konzernumsatzes) erhöhte sich der Umsatz im ersten Halbjahr um 1% auf 18,58 Mio. €, wobei die erfreuliche Entwicklung des Network Performance Channel Geschäftes die Rückgänge der Lizenzerlöse und im Projektgeschäft leicht überkompensieren konnte. Der Network Performance Channel erzielte auch höhere Margen, sodass sich das operative EBITDA in Deutschland von 0,43 auf 0,86 Mio. € verdoppelte. Das operative EBIT stieg deutlich von 0,03 auf 0,47 Mio. €. Im zweiten Halbjahr sieht es nach einer Erholung der Lizenzerlöse im Bereich FINAS und einer Verbesserung des Projektgeschäftes am Standort Frankfurt aus.
Dr. Michael Hofer Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG
Positives operatives Ergebnis auf Konzernebene und in allen Regionen sowie hoher Free Cash-flow
Seit dem zweiten Quartal ist BRAIN FORCE wieder auf Wachstumskurs
Erfreuliche Entwicklung von Network Performance Channel führt zu deutlicher Ergebnissteigerung in Deutschland
Erfolgreiche Restrukturierung in Italien führt zu positiven Ergebnissen
Positives operatives EBIT trotz Umsatzrückgang in den Niederlanden
BRAIN FORCE Österreich und Tschechien zeigen Umsatzwachstum
Ergebnisverbesserung und weitere Working Capital Optimierung führen zu gutem Free Cash-flow
Positive Entwicklungen des ersten Halbjahres bestätigen die Zielsetzung
Abspaltung von BEKO ohne direkte Konsequenzen für BRAIN FORCE
In Italien (vormals Süd-Westeuropa, 31% vom Konzernumsatz) haben die in 2009 durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen gegriffen. Trotz der anhaltenden Konjunkturschwäche und eines Umsatzrückganges von 5% konnten im ersten Halbjahr mit einem EBITDA von 0,68 Mio. € und einem EBIT von 0,30 Mio. € erneut deutlich positive Ergebnisse erwirtschaftet werden. Zusätzliches Verbesserungspotenzial erwarte ich mir nach einer Erholung der Lizenzerlöse im Microsoft Dynamics Umfeld in den nächsten Quartalen.
In den Niederlanden (10% des Konzernumsatzes) konnte der Umsatzrückgang im ersten Halbjahr von 14% dank der Restrukturierung im Vorjahr überkompensiert werden. Das operative EBITDA hat sich von 0,06 auf 0,31 Mio. € stark verbessert und das operative EBIT drehte von -0,35 auf +0,06 Mio. €. Auch in den Niederlanden scheinen wir damit die Trendwende geschafft zu haben. Für die zweite Jahreshälfte rechne ich mit Umsatzzuwächsen und weiteren positiven Ergebnissen.
In der Region Zentral-Osteuropa (4% Umsatzanteil) kam es in den ersten sechs Monaten in Österreich durch den Verkauf des Professional Services Geschäftes und die Konsolidierungsänderung von SolveDirect zu einem Rückgang des Umsatzes um 64%. Organisch konnte das Segment jedoch aufgrund von Zuwächsen in Österreich und Tschechien um 12% wachsen. Das EBITDA erreichte 0,05 Mio. € und auch das EBIT war leicht positiv. Im weiteren Jahresverlauf sollten sich die Ergebnisse insbesondere in Österreich nach der Gewinnung einiger Neukunden deutlich verbessern. SolveDirect entwickelt sich im Rahmen der Erwartungen und konzentriert sich auf den Ausbau des internationalen Geschäftes, insbesondere die US-Expansion.
Durch die positive Ergebnisentwicklung und die weitere Optimierung des Working Capital hat sich auch unser Cash-flow deutlich verbessert. Der Free Cash-flow erreichte im ersten Halbjahr 1,62 Mio. €, wodurch wir die Nettoverschuldung von 9,04 auf 7,63 Mio. € reduzieren und die liquiden Mittel auf 4,53 Mio. € steigern konnten. Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf -1,55 Mio. €. Darin enthalten sind die bewusst in Kauf genommenen negativen Ergebnisbeiträge der SolveDirect aus der anteiligen Übernahme der Anlaufverluste der Expansionsoffensive sowie der Verwässerungen durch die Kapitalerhöhungen des Investors.
Unser Ziel für das laufende Geschäftsjahr 2010/11 bleibt unverändert ein positives operatives Ergebnis. Die Entwicklungen des ersten Halbjahres zeigen, dass wir auf dem besten Weg sind, dieses Ziel zu erreichen. Ich gehe davon aus, dass sich die zuletzt positive Ergebnisentwicklung auch im Kurs der BRAIN FORCE Aktie niederschlagen wird. Die erfolgte Wiederaufnahme des Fließhandels in XETRA Frankfurt hat die Liquidität der Aktie für unsere deutschen Eigentümer verbessert und zu einem in Summe höheren Handelsvolumen geführt.
Abschließend möchte ich Sie darüber informieren, dass – wie in der Hauptversammlung der BEKO HOL-DING AG am 4. Februar 2011 beschlossen – die Übertragung von 53,6% der BRAIN FORCE-Anteile von der BEKO HOLDING AG im Zuge einer Abspaltung auf die CROSS Informatik GmbH durchgeführt und im Firmenbuch eingetragen wurde. Für uns ergeben sich dadurch keine direkten Konsequenzen: Die CROSS Gruppe bleibt unser mittelbarer Mehrheitseigentümer und auch unsere Unternehmensstrategie werden wir konsequent weiter umsetzen.
Ihr
Michael Hofer
Der BRAIN FORCE Konzern hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2010/11 einen Umsatz von 33,90 Mio. € erwirtschaftet und damit um 9% weniger als im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um die drei strategischen Transaktionen in Österreich (Verkauf des Professional Services Geschäftes mit Ende Dezember 2009, Änderung der Konsolidierungsmethode bei SolveDirect auf at equity per Anfang Jänner 2010 sowie Akquisition und Vollkonsolidierung der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H. mit Anfang März 2010) ging der Umsatz organisch um 2% nur leicht zurück. Dem geringeren Auftragsvolumen bei einem Großkunden in den Niederlanden und dem nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in Italien stehen positive Entwicklungen in Deutschland und Zentral-Osteuropa gegenüber.
Durch das konsequente Kostenmanagement und die umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen konnte trotz eines Umsatzrückgangs von absolut 3,50 Mio. € (organisch -0,78 Mio. €) das operative EBITDA (vor nicht-wiederkehrenden Aufwendungen und Erträgen) um 24% oder 0,21 auf 1,10 Mio. € gesteigert werden. Das operative EBIT verbesserte sich um 0,68 auf +0,01 Mio. € und war in allen Regionen positiv – sowohl im Halbjahr als auch im zweiten Quartal. Organisch betrachtet, also bereinigt um Konsolidierungskreisänderungen, konnte das operative Konzern-EBIT im ersten Halbjahr 2010/11 sogar um fast 1 Mio. € von -0,92 auf +0,03 Mio. € verbessert werden.
In den ersten sechs Monaten sind keine nicht-wiederkehrenden Aufwendungen angefallen, während im Vergleichszeitraum des Vorjahres Restrukturierungsaufwendungen von 1,97 Mio. € verbucht wurden. Die Kosteneinsparungen aus diesen Maßnahmen haben sich als wesentlicher Beitrag für die rasche Rückkehr zu positiven operativen EBITs in allen operativen Gesellschaften sowie im gesamten Konzern erwiesen.
Weiters sind in den ersten sechs Monaten keine nicht-wiederkehrenden Erträge angefallen, während im Vorjahr 6,33 Mio. € verbucht worden sind. Die nicht-wiederkehrenden Aufwendungen und Erträge sind in den oben beschriebenen operativen Ergebnissen nicht enthalten. Aus der Berücksichtigung dieser Einmal-Effekte der Vorjahresperiode erklärt sich der Rückgang des EBITDA in den ersten sechs Monaten von 5,25 auf 1,10 Mio. € und jener des EBIT von 3,68 auf 0,01 Mio. €.
Das Finanzergebnis hat sich um 0,07 auf -0,38 Mio. € leicht verschlechtert, was auf gestiegene Finanzierungsaufwendungen zurückzuführen war. Von den laufenden Finanzierungen entfällt der überwiegende Teil auf das fix verzinste langfristige Schuldscheindarlehen. Seit Jänner 2010 wird die SolveDirect Service Management GmbH at equity bilanziert. Damit kommt es im Ergebnis aus assoziierten Unternehmen durch die Kapitalerhöhungen zu negativen Verwässerungseffekten und zur Übernahme unseres Anteils (per 31.3.2011: 69%) am jeweiligen Ergebnis nach Steuern von SolveDirect. Im ersten Halbjahr betrug das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -1,12 Mio. € (Vorjahr: -0,88 Mio. €). Davon entfallen -0,54 Mio. € auf die Ergebnisübernahme und -0,59 Mio. € auf die Verwässerung durch drei Kapitalerhöhungen zur Finanzierung der US-Expansion.
In Summe errechnet sich für den Konzern ein Ergebnis vor Steuern von -1,49 Mio. € (Vorjahr: 2,49 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern belief sich auf -1,55 nach +2,14 Mio. € im Vorjahr. Ohne die nicht-wiederkehrenden Effekte des Vorjahres hat sich das Ergebnis vor Steuern um 0,38 Mio. € verbessert. Das Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen lag bei -0,10 € (Vorjahr: +0,15 €). Das um die nicht-wiederkehrenden Effekte bereinigte Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen belief sich auf -0,10 nach -0,14 € im Vorjahr.
Der Konzernumsatz stieg im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 gegenüber dem Vorjahr um 3% auf 16,86 Mio. € und lag damit erstmals seit 2008 wieder über dem Vergleichswert der Vorperiode. In Deutschland (Umsatz +2%) hat sich insbesondere der Bereich Network Performance Channel überdurchschnittlich gut entwickelt. In Zentral-Osteuropa (Umsatz +93%) führten die Anfang des Quartals gewonnenen Aufträge von zwei neuen Großkunden in Österreich zu einem höheren Umsatz. Auch in Tschechien konnte der Umsatz verbessert werden, nachdem erstmalig in dieser Gesellschaft Verkäufe im Positive Umsatzentwicklung in Deutschland und Zentral-Osteuropa
Deutliche Ergebnisverbesserungen durch konsequentes Kostenmanagement trotz Umsatzrückgang
In 2010 durchgeführte Restrukturierung als wesentlicher Beitrag zur Rückkehr in die Gewinnzone
Umsatz in Mio. € H1 2010/11 33,90 H1 2009/10 37,40
EBITDA operativ in Mio. € H1 2010/11
1,10 H1 2009/10 0,89
Verbesserung des bereinigten Ergebnisses je Aktie
Nach 8 Quartalen wieder Umsatzwachstum geschafft Bereich Network Performance Channel realisiert wurden. In Italien war der Umsatz im anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld nahezu unverändert und in den Niederlanden (Umsatz -4%) konnte durch Aufträge einiger Neukunden das deutlich niedrigere Volumen eines Großkunden weitgehend kompensiert werden. In Deutschland stieg der Umsatz von 8,75 auf 8,96 Mio. €, in der Region Zentral-Osteuropa von 0,42 auf 0,80 Mio. €, in Italien stagnierte der Umsatz bei 5,26 Mio. € (Vorjahr: 5,30 Mio. €) und in den Niederlanden ging er von 1,90 auf 1,83 Mio. € nur geringfügig zurück.
Das operative EBIT der BRAIN FORCE Gruppe hat sich im zweiten Quartal um 0,67 auf -0,21 Mio. € deutlich verbessert. Bereinigt um die Konsolidierungskreiseffekte war sogar eine Ergebnissteigerung um 0,71 Mio. € zu verzeichnen. Ein klares Zeichen für die Wirksamkeit der konsequenten Einsparungen der letzten zwei Jahre. Das operative EBIT war das zweite Quartal in Folge in allen Regionen positiv. Die deutlichsten Verbesserungen wurden einerseits in Deutschland erreicht, was vor allem auf die erfreuliche Entwicklung im Bereich Network Performance Channel zurückzuführen ist, und andererseits in den Niederlanden durch die in 2010 erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen. Auch die Holding trug durch weitere Kostenreduktionen 0,18 Mio. € zur Ergebnisverbesserung bei.
Im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sind keine nicht-wiederkehrenden Aufwendungen oder Erträge angefallen, während von Jänner bis März 2010 per Saldo +1,95 Mio. € ausgewiesen wurden. Darin begründet sich der Rückgang des Konzern-EBIT von 1,08 auf -0,21 Mio. € im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11.
Der Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche lag im ersten Halbjahr mit 0,98 Mio. € deutlich über dem Wert des Vergleichszeitraumes des Vorjahres von -1,57 Mio. €. Dies ist in erster Linie auf den Anstieg der operativen Ergebnisse zurückzuführen, was sich auch im Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cash-flow) zeigt. Der operative Cash-flow verbesserte sich um 3,52 auf 2,25 Mio. €, nachdem er im Vorjahr noch -1,27 Mio. € betrug. Neben der Ergebnisverbesserung ist dies vor allem auf die weitere Optimierung des Working Capital zurückzuführen. Positive Auswirkung zeigte hier vorallem die von der deutschen Tochtergesellschaft abgeschlossene Factoringvereinbarung. Aufgrund dieses Vertrages reduzierten sich zum Stichtag 31.3.2011 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,73 Mio. € bei gleichzeitigem Anstieg der sonstigen Forderung um 0,74 Mio. €. Die Nettoauswirkung des Factoring auf den Zahlungsmittelbestand betrug somit +0,99 Mio. €.
Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit belief sich auf -0,63 Mio. € (Vorjahr: +1,28 Mio. €). Die Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte sind um 0,20 Mio. € gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen, wovon 0,13 Mio. € auf reduzierte Produktentwicklungen entfallen. Den aktivierten Eigenleistungen in Höhe von 0,40 Mio. € stehen planmäßige Abschreibungen von 0,64 Mio. € gegenüber. Der positive Cash-flow aus Investitionstätigkeit des Vorjahres resultierte aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Österreich, der zu Zahlungsmittelzuflüssen in Höhe von 3,31 Mio. € führte. Für Akquisitionen wurden im Vorjahr 1,11 Mio. € aufgewendet. In den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres konnte ein positiver Free Cash-flow von 1,62 Mio. € erwirtschaftet werden, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 45% entspricht.
Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit von -1,00 Mio. € resultiert mit -0,92 Mio. € aus der geringeren Ausnützung von Betriebsmittellinien und mit -0,08 Mio. € aus der planmäßigen Tilgung eines Darlehens. Der positive Free Cash-flow wurde somit Großteils zur Reduktion der Finanzverbindlichkeiten verwendet. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 9,97 Mio. € sind in 2014 fällig. In Summe betrug der Cash-flow aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0,62 Mio. € (Vorjahr: 0,21 Mio. €). Der Cash-flow aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich Berlin belief sich auf -0,21 Mio. € (Vorjahr: -0,83 Mio. €). Zum 31.3.2011 verfügte der BRAIN FORCE Konzern über einen Zahlungsmittelbestand von 4,53 Mio. € (30.9.2010: 4,12 Mio. €).
Anstieg des operativen Cashflow um 3,52 Mio. € durch Ergebnisverbesserung und Abbau des Working Capital
Deutliche operative Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr nach erfolgreicher Restrukturierung
Positiver Free Cash-flow von 1,62 Mio. € um 45% über dem Vorjahreswert
Solider Cash-Bestand von 4,53 Mio. € zum Bilanzstichtag
Am 31.3.2011 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 49,92 Mio. €, das Eigenkapital lag bei 18,55 Mio. €. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum 30.9.2010 von 39 auf 37% reduziert, was auf das negative Gesamtergebnis der Periode in Höhe von 1,56 Mio. € zurückzuführen war. Vom Gesamtergebnis entfällt ein negativer Ergebnisbeitrag von -1,12 Mio. € auf die at equity bilanzierte SolveDirect Service Management GmbH. Dieser Ergebnisbeitrag liegt innerhalb der Planung und ergibt sich aus den erhöhten Kosten der Expansion am US-Markt und dem damit zusammenhängenden Verwässerungseffekt aus drei Kapitalerhöhungen.
Das Working Capital (Vorräte plus Lieferforderungen abzüglich Lieferverbindlichkeiten und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten) hat sich in den ersten sechs Monaten von 3,30 auf 0,49 Mio. € verringert, was im Wesentlichen auf den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8% auf 16,25 Mio. € zurückzuführen ist. Die sonstigen Forderungen erhöhten sich um 1,19 auf 2,53 Mio. €, die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 1,43 auf 8,31 Mio. €. Sowohl der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die Erhöhung der sonstigen Forderungen ist im Wesentlichen auf die von der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, abgeschlossene Factoringvereinbarung zurückzuführen. Die Erhöhung der sonstigen Verbindlichkeiten zeigt den stichtagsbezogenen Anstieg der Abgrenzung von Wartungsverträgen um 1,09 Mio. € und höhere Verpflichtungen aus Urlaubsansprüchen. Die Nettoverschuldung lag zum 31.3.2011 bei 7,63 Mio. €, nachdem sie zum 30.9.2010 noch 9,04 Mio. € betragen hatte. Die Reduktion der Nettoverschuldung um 16% ist auf den positiven Free Cash-flow zurückzuführen. Das Gearing (Verschuldungsgrad) des Konzerns verbesserte sich ebenfalls und beläuft sich zum 31.3.2011 auf 41% nachdem es zum 30.9.2010 noch 45% betragen hatte.
In Deutschland sind die FINAS-Module BRAIN FORCE CRM, Risikoabsicherung, Fördercenter sowie Vorsorgeoptimierung erweitert worden, um die Vertriebsprozesse unserer Kunden noch besser zu unterstützen. Damit die Entwicklung zukünftiger Produkte weiter optimiert wird und in der Folge weniger Wartungsaufwände anfallen, haben unsere Spezialisten das Anwendungsframework für die FINAS-Produktfamilie ausgebaut.
Unsere Tochtergesellschaft in Italien nimmt als einer der ersten Microsoft Partner am Private Beta-Programm für Dynamics AX 2012 teil und testet die neue Version im Rahmen eines Kundenmigrationsprojekts. Die BRAIN FORCE Lösung NG4 für den Börsenhandel wurde funktional erweitert, um sie zukünftig eigenständig vermarkten zu können. Die Software ist aus einem Kundenprojekt entstanden. Sie managt Handelsaufträge und leitet diese über Schnittstellen an Post Trading sowie Position Keeping Systeme weiter.
In den Niederlanden erhielt die Paketierungssoftware Packaging Robot funktionelle Erweiterungen. Sie unterstützt nunmehr auch das Editieren von App-V-Paketen durch die Integration eines Tools der Firma GridMagic.
SolveDirect hat das Release 5.7 ausgerollt, mit dem Kunden zukünftig in der Standardversion eine Passwort-Policy, erweiterte Kalenderfunktionalitäten und XML-Webservices, ein beschleunigtes Setup von Verbindungen zu BMC Remedy sowie einen noch besseren Überblick über die Auftragshistorie erhalten.
Der Personalstand im Konzern belief sich zum 31.3.2011 auf 505 angestellte Mitarbeiter und lag damit rund 7% unter jenem vom 31.3.2010. Zusätzlich wurden zum Stichtag 226 freie Mitarbeiter in verschiedenen Kundenprojekten eingesetzt, was erstmals seit 2009 wieder einem leichten Anstieg um 3% zum Vorjahr entspricht. In unserem größten Markt Deutschland wurde die Mitarbeiterkapazität durch Abbau und Kurzarbeit im Vergleich zum Vorjahr um 6% reduziert. In der Region Italien lag der Personalstand um 3% knapp unter dem Vorjahresniveau. In den Niederlanden war ein geringer Rückgang von 2% zu verzeichnen. Zwei neu gewonnene Großaufträge in Österreich führten in der Region Zentral-Osteuropa zu einem leichten Anstieg
Eigenkapital in Mio. € 31.3.2011 18,55 30.9.2010 20,11
Nettoverschuldung in Mio. € 31.3.2011 7,63 30.9.2010 9,04
Weiterentwicklung BRAIN FORCE CRM sowie FINAS Risikoabsicherung, Fördercenter und Vorsorgeoptimierung
Teilnahme am Microsoft Private Beta Partnerprogramm für AX 2012, Lösung für den Börsenhandel funktional erweitert
Packaging Robot funktional erweitert
SolveDirect Release 5.7 mit weiteren Verbesserungen ausgerollt
Anstieg der freien Mitarbeiter als positives Zeichen für die weitere Entwicklung
4 Zentral-Osteuropa 4%
5 Holding und Sonstiges 1%
31.3.2010
des Personalstandes um 5%. Den prozentual höchsten Rückgang verzeichnete das Segment Holding und Sonstiges mit 23%, was auf die Reduktion um zwei Mitarbeiter auf nunmehr nur noch sieben zurückzuführen ist und eine weitere Senkung der Overheads zur Folge hat. 4 4 5
In Summe waren zum Stichtag 731 Mitarbeiter für BRAIN FORCE tätig. Das entspricht einem Rückgang um 4% bzw. 33 Mitarbeiter im Vergleich zum 31.3.2010. 2 1
Die Mitarbeiter (angestellte und freie) verteilen sich zum 31.3.2011 wie folgt auf die einzelnen Segmente:
Durchschnittlich waren in den Monaten Oktober 2010 bis März 2011 502 angestellte (Vorjahr: 621) und 210 freie Mitarbeiter (Vorjahr: 224) bei BRAIN FORCE beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag bei 712 und damit um 16% unter der Vergleichsperiode des Vorjahres, wobei sich der Rückgang des Personalstandes auf 9% verringert, wenn man die Änderungen des Konsolidierungskreises (Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich, Konsolidierungsänderung von SolveDirect auf at equity und Akquisition von Inisys) berücksichtigt.
Betreffend der Angaben zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen wird auf die Erläuterungen zum Halbjahresabschluss verwiesen.
Der Auftragsbestand erreichte zum 31.3.2011 auf Konzernebene 19,42 Mio. € und ist gegenüber dem 30.9.2010 um erfreuliche 21% gestiegen. Im Vergleich zum 31.3.2010 war ein Wachstum von 8% zu verzeichnen. Damit zeigt der wirtschaftliche Aufschwung nunmehr auch deutlich positive Effekte im Auftragseingang der BRAIN FORCE Gruppe.
Der Zuwachs in der Region Zentral-Osteuropa betrug 40%, was auf zwei neue Großkunden in Österreich zurückzuführen war. Ihren Auftragsbestand noch stärker erhöhen konnten Italien (+50%) und die Niederlande (+96%). Insbesondere in den Niederlanden hat sich die Vertriebs-Pipeline in den letzten Monaten sehr erfreulich entwickelt. Sie liegt aktuell wieder auf Vorkrisenniveau. Lediglich in Deutschland lag das Auftragsniveau 9% unter dem Stichtag des Vorjahrs, des Vorjahres, was vorrangig auf die Abarbeitung eines langfristigen Großauftrages am Standort Frankfurt zurückzuführen ist. 2 1 4 4
Der Auftragsbestand teilt sich zum 31.3.2011 auf die Regionen wie folgt auf:
Die Restrukturierung der letzten Jahre und der wirtschaftliche Aufschwung zeigten im ersten Halbjahr positive Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung des BRAIN FORCE Konzerns. So konnten alle operativen Segmente sowohl im ersten als auch im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres positive operative Ergebnisse erzielen. Zusätzlich lassen die Prognosen einzelner Marktforschungsinstitute auf eine anhaltende Konjunkturerholung in den nächsten Jahren schließen. Dies zeigt sich auch in der zuletzt deutlich gestiegenen Auftragslage des BRAIN FORCE Konzerns. Auch die aktuelle Vertriebspipeline lässt eine positive Geschäftsentwicklung im Gesamtjahr 2010/11 erwarten. Unter diesen Voraussetzungen rechnen wir aus heutiger Sicht mit einer Zielerreichung und damit einhergehend mit einem positiven operativen Ergebnis im Gesamtjahr.
| Gesamtergebnisrechnung in EUR | 56 1-3/2011 |
Entwicklung des Eigenkapitals 1-3/2010 |
10/2010-3/2011 | 10/2009-3/2010 |
|---|---|---|---|---|
| Fortgeführte Geschäftsbereiche | 57 Cash-flow-Statement |
|||
| Umsatzerlöse | 16.856.888 Konzernanhang |
16.375.626 | 33.903.584 | 37.401.772 |
| 58 Herstellungskosten |
-13.639.837 58 Die Gesellschaft |
-13.655.845 | -26.982.467 | -30.016.509 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 3.217.051 58 |
2.719.781 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze |
6.921.117 | 7.385.263 |
| Vertriebskosten | -1.563.204 59 |
-1.763.900 Konsolidierungskreis / Konzernunternehmen |
-3.197.327 | -4.065.082 |
| Verwaltungskosten | -1.727.839 | -1.796.293 | -3.479.263 | -3.918.287 |
| 65 Sonstige betriebliche Aufwendungen |
-146.503 | Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung -103.769 |
-276.520 | -283.456 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 65 Umsatzerlöse (1) 13.625 |
71.628 | 37.503 | 204.728 |
| Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT operativ) | 65 Aufwandsarten (2) -206.870 |
-872.553 | 5.510 | -676.834 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 65 0 |
Sonstige betriebliche Erträge (3) -1.965.519 |
0 | -1.965.519 |
| Nicht-wiederkehrende Erträge | 66 0 |
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (4) 3.913.445 |
0 | 6.325.381 |
| Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT) | 66 Personalaufwand (5) -206.870 |
1.075.373 | 5.510 | 3.683.028 |
| Finanzerträge | 66 Finanzergebnis (6) 5.534 |
31.767 | 6.539 | 39.093 |
| Finanzaufwendungen | 66 Ertragsteuern (7) -235.516 |
-169.058 | -384.121 | -351.640 |
| Finanzergebnis | -229.982 Erläuterungen zur Bilanz |
-137.291 | -377.582 | -312.547 |
| 67 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen |
-481.737 67 Sachanlagen (8) |
-881.206 | -1.122.733 | -881.206 |
| Ergebnis vor Steuern | -918.589 68 Firmenwerte (9) |
56.876 | -1.494.805 | 2.489.275 |
| Ertragsteuern | 21.652 69 |
-187.595 Sonstige immaterielle Vermögenswerte (10) |
-50.733 | -248.726 |
| Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen | -896.937 70 |
-130.719 Anteile an assoziierten Unternehmen (11) |
-1.545.538 | 2.240.549 |
| Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches | 0 70 Finanzanlagen (12) |
-20.856 | 0 | -97.951 |
| Ergebnis nach Steuern | 70 Latente Steuern (13) -896.937 |
-151.575 | -1.545.538 | 2.142.598 |
| Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente | 72 Vorräte (14) -508 |
-1.052 | -1.895 | -7.708 |
| Währungsumrechnungsdifferenzen | 72 20.144 |
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (15) -1.242 |
-10.909 | -3.187 |
| Sonstiges Ergebnis | 73 19.636 |
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (16) -2.294 |
-12.804 | -10.895 |
| Gesamtergebnis | 73 Zahlungsmittel (17) -877.301 |
-153.869 | -1.558.342 | 2.131.703 |
| Ergebnis je Aktie 1) | 73 Eigenkapital (18) -0,06 |
-0,01 | -0,10 | 0,14 |
| Ergebnis je Aktie bereinigt 2) | 74 -0,06 |
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen (19) -0,14 |
-0,10 | -0,14 |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 77 -0,06 77 |
Finanzverbindlichkeiten (20) -0,01 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (21) |
-0,10 | 0,15 |
| Ergebnis je Aktie des aufgegebenen Geschäftsbereiches | 0,00 78 |
0,00 Sonstige Verbindlichkeiten (22) |
0,00 | -0,01 |
1) Ergebnisse sind ausschließlich den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar
78 Sonstige Rückstellungen (24) 2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen nicht-wiederkehrende Erträge sowie dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches
| Kennzahlen nach Segmenten 10/2010 - 3/2011 in EUR |
Deutschland | 78 Italien 78 |
Niederlande | Zentral Erläuterungen zum Cash-flow-Statement Osteuropa Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (25) |
Holding und Sonstiges |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (konsolidiert) | 18.578.561 | 10.465.250 79 |
3.384.278 | 1.475.495 Cash-flow aus Investitionstätigkeit (26) |
0 | 33.903.584 |
| EBITDA | 855.775 | 683.543 79 |
305.435 | 52.770 Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit (27) |
-794.164 | 1.103.359 |
| EBITDA operativ 1) | 855.775 | 683.543 79 |
305.435 Zahlungsmittelbestand (28) |
52.770 | -794.164 | 1.103.359 |
| Abschreibungen | -388.775 | -387.378 | -247.227 | -44.172 | -30.297 | -1.097.848 |
| EBIT operativ 1) | 466.999 | 79 296.165 |
Finanzrisikomanagement 58.208 |
8.598 | -824.460 | 5.510 |
| Nicht-wiederkehrende Aufwendungen / Erträge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| EBIT | 466.999 | 81 296.165 |
Sonstige Angaben 58.208 |
8.598 | -824.460 | 5.510 |
| Kennzahlen nach Segmenten 10/2009 - 3/2010 in EUR |
Deutschland | 81 Italien 82 |
Ergebnis je Aktie (30) Niederlande |
Zentral Osteuropa |
Holding und Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen Sonstiges |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (konsolidiert) | 18.317.386 | 11.011.416 | und Personen (31) 3.945.056 |
4.127.914 | 0 | 37.401.772 |
| EBITDA | -361.472 | 82 552.265 |
Mitarbeiterbeteiligungen (32) -812.974 |
639.493 | 5.231.903 | 5.249.215 |
| EBITDA operativ 1) | 433.528 | 83 852.784 |
Finanzinstrumente (33) 57.026 |
639.493 | -1.093.478 | 889.353 |
| Abschreibungen | -407.794 | 84 -446.795 |
-411.445 | Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (34) -274.591 |
-25.562 | -1.566.187 |
| EBIT operativ 1) | 25.734 | 84 405.989 |
Angaben über Arbeitnehmer (35) -354.419 |
364.902 | -1.119.040 | -676.834 |
| Nicht-wiederkehrende Aufwendungen / Erträge | -795.000 | 84 -300.519 84 |
-870.000 Freigabe zur Veröffentlichung (37) |
Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag (36) 0 |
6.325.381 | 4.359.862 |
| EBIT | -769.266 | 105.470 84 |
-1.224.419 | 364.902 | 5.206.341 Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates (38) |
3.683.028 |
1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
| Cash-flow Statement in EUR | 10/2010-3/2011 | 10/2009-3/2010 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | -1.494.805 | 2.489.275 |
| Abschreibungen | 1.097.848 | 1.566.187 |
| Finanzergebnis | 377.582 | 312.547 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 1.122.733 | 881.206 |
| Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 179 | -507 |
| Eliminierung Erträge aus Unternehmensveräußerung | 0 | -6.658.079 |
| Veränderungen langfristiger Rückstellungen und Schulden | -120.129 | -161.296 |
| Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche | 983.408 | -1.570.667 |
| Veränderungen Vorräte | -42.302 | -132.712 |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.304.082 | -2.349.270 |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 97.336 | 1.272.457 |
| Veränderungen übriger kurzfristiger Vermögenswerte und Schulden | 185.548 | 1.745.376 |
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | -1.432 | 13.763 |
| Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen | -334.995 | -291.198 |
| Erhaltene / Gezahlte Ertragsteuern | 61.489 | 42.206 |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche | 2.253.134 | -1.270.045 |
| Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | 0 | -1.111.079 |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensveräußerungen | 0 | 3.305.233 |
| Auszahlungen aus Abgang von verbundenen Unternehmen | 0 | -77.243 |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte | -639.168 | -838.259 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten | 10.270 | 507 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche | -628.898 | 1.279.159 |
| Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 276.441 | 275.618 |
| Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Bankkontokorrentkrediten | -1.277.525 | -78.260 |
| Gezahlte Dividende | 0 | 0 |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | 0 |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche | -1.001.084 | 197.358 |
| Veränderung der Zahlungsmittel aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 623.152 | 206.472 |
| Veränderung der Zahlungsmittel aus aufgegebenem Geschäftsbereich | -212.169 | -831.815 |
| Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang | 4.115.563 | 5.543.493 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | 410.983 | -625.343 |
| Zahlungsmittelbestand am Periodenende | 4.526.546 | 4.918.150 |
| Bilanz in EUR | 31.3.2011 | 30.9.2010 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| Sachanlagen | 1.737.785 | 1.885.838 |
| Firmenwerte | 11.001.151 | 11.001.151 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 2.614.846 | 2.936.087 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 9.406.015 | 10.528.748 |
| Finanzanlagen | 47.396 | 49.291 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 91.312 | 74.191 |
| Latente Steueransprüche | 1.469.490 | 1.345.698 |
| Langfristige Vermögenswerte | 26.367.995 | 27.821.004 |
| Vorräte | 246.510 | 204.208 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 16.250.497 | 17.571.459 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 2.525.665 | 1.339.590 |
| Zahlungsmittel | 4.526.546 | 4.115.563 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 23.549.218 | 23.230.820 |
| Summe Aktiva | 49.917.213 | 51.051.824 |
| Passiva | ||
| den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital | ||
| Grundkapital | 15.386.742 | 15.386.742 |
| Rücklagen | 10.733.267 | 10.746.071 |
| Angesammelte Ergebnisse | -7.568.786 | -6.023.248 |
| Eigenkapital | 18.551.223 | 20.109.565 |
| Finanzverbindlichkeiten | 9.968.183 | 9.962.825 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 138.104 | 141.514 |
| Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen | 1.432.876 | 1.530.710 |
| Latente Steuerschulden | 118.662 | 120.592 |
| Langfristige Schulden | 11.657.825 | 11.755.641 |
| Finanzverbindlichkeiten | 2.184.234 | 3.190.676 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 7.700.022 | 7.602.483 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 8.309.052 | 6.878.531 |
| Steuerrückstellungen | 1.288.944 | 1.065.006 |
| Sonstige Rückstellungen | 225.913 | 449.922 |
| Kurzfristige Schulden | 19.708.165 | 19.186.618 |
| Summe Passiva | 49.917.213 | 51.051.824 |
| den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung des Eigenkapitals in EUR |
Grundkapital | Kapital rücklage |
Sonstige Rücklagen |
Angesammelte Ergebnisse |
Gesamtes Eigenkapital |
|||
| Stand 1.10.2009 | 15.386.742 | 12.376.066 | -290.678 | -8.157.276 | 19.314.854 | |||
| Gesamtergebnis der Periode 10/2009-3/2010 | 0 | 0 | -10.895 | 2.142.598 | 2.131.703 | |||
| Stand 31.3.2010 | 15.386.742 | 12.376.066 | -301.573 | -6.014.678 | 21.446.557 | |||
| Übertragung von Rücklagen | 0 | -1.342.756 | 0 | 1.342.756 | 0 | |||
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 14.334 | -1.351.326 | -1.336.992 | |||
| Gesamtergebnis der Periode 4-9/2010 | 0 | -1.342.756 | 14.334 | -8.570 | -1.336.992 | |||
| Stand 30.9.2010 | 15.386.742 | 11.033.310 | -287.239 | -6.023.248 | 20.109.565 | |||
| Gesamtergebnis der Periode 10/2010-3/2011 | 0 | 0 | -12.804 | -1.545.538 | -1.558.342 | |||
| Stand 31.3.2011 | 15.386.742 | 11.033.310 | -300.043 | -7.568.786 | 18.551.223 |
Der Halbjahresfinanzbericht zum 31.3.2011 der BRAIN FORCE HOLDING AG wurde gemäß den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom Jahresabschluss zum 30.9.2010 werden unverändert angewandt. Für zusätzliche Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 30.9.2010, der die Basis für den vorliegenden Zwischenbericht darstellt.
In den Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen einbezogen, an denen die BRAIN FORCE HOLDING AG direkt oder indirekt mit mehr als der Hälfte der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig zur Beherrschung der Tätigkeit befähigt ist.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Bilanzstichtag zum 30.9.2010 wie folgt geändert: die BRAIN FORCE HOLDING AG hat mit Notariatsakt vom 9.12.2010 die Firma Network Performance Channel GmbH mit Sitz in Langen, Deutschland, gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und die Entwicklung von IT-Produkten und die Erbringung von Servicedienstleistungen im IT-Bereich. Die Gesellschaft wurde am 7.1.2011 in das Handelsregister eingetragen und wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Im Vergleichszeitraum des Vorjahres (1.10.-31.12.2009) waren die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, und die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, als vollkonsolidierte Unternehmen im Konsolidierungskreis enthalten. Die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, wurde mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 16.12.2009 verkauft und per 31.12.2009 endkonsolidiert. Die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, wurde nach dem Einstieg eines Finanzinvestors und dem damit einhergehenden Kontrollverlust über die Gesellschaft per 1.1.2010 endkonsolidiert und als assoziiertes Unternehmen at equity bilanziert.
Mit Kaufvertrag vom 25.2.2010 wurde die INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, übernommen. Im Zeitraum vom 1.10.2009 bis 28.2.2010 war die Gesellschaft somit nicht im Konsolidierungskreis enthalten. Per 5.8.2010 wurde die Gesellschaft in BRAIN FORCE GmbH umfirmiert.
Im Vergleich zum Halbjahresbericht des Vorjahres reduzierten die Veränderungen des Konsolidierungskreises die Umsatzerlöse um 2,72 Mio. €; das EBITDA verringerte sich dadurch um 0,47 Mio. €.
Die Tätigkeit des per Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2009 aufgegebenen Geschäftsbereiches am Standort Berlin wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 vollständig beendet. Aufgrund der Verwendung der Rückstellung für die Schließung des Standortes wirkt sich der aufgegebene Geschäftsbereich ergebnismäßig nicht mehr auf die Gesamtergebnisrechnung aus. Auch zukünftig werden keine Ergebnisbeiträge des Standortes Berlin erwartet, lediglich im Cash-flow Statement werden die Zahlungsmittelabflüsse im Zuge der Verwendung der verbleibenden Rückstellung dargestellt werden.
Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 9% auf 33,90 Mio. € gesunken. Das operative EBITDA (vor nichtwiederkehrenden Posten) erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 24% von 0,89 auf 1,10 Mio. €. Das operative Betriebsergebnis (EBIT) stieg von -0,68 auf +0,01 Mio. €. Im Vorjahr konnten durch den Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, ein Buchgewinn von 2,47 Mio. € und durch die Aufdeckung einer stillen Reserve im Zuge der erstmaligen at equity Konsolidierung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, in Höhe von 3,86 Mio. € nicht-wiederkehrende Erträge von insgesamt 6,33 Mio. € erwirtschaftet werden. Zusätzlich sind im Vorjahr Restrukturierungsaufwendungen von 1,97 Mio. € angefallen, wodurch sich ein EBITDA von 5,25 Mio. € und ein EBIT von 3,68 Mio. € ergab.
Das Finanzergebnis zeigt mit -0,38 Mio. € eine geringfügige Verschlechterung gegenüber dem Vorjahr, die auf gestiegene Finanzierungskosten zurückzuführen ist. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen beläuft sich auf -1,12 Mio. € und betrifft die SolveDirect Service Management GmbH. Davon entfallen -0,54 Mio. € auf den Ergebnisbeitrag des laufenden Geschäftsjahres und -0,59 Mio. € auf den Verwässerungseffekt durch drei weitere Kapitalerhöhungen des 3TS Cisco Growth Funds zur Finanzierung der Expansion.
Das Ergebnis nach Steuern erreichte in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres -1,55 Mio. €, nachdem im Vorjahr durch die Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrenden Erträge ein Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen von 2,24 Mio. € erzielt worden war.
Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (operatives EBITDA und operatives EBIT) erfolgt dabei ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen. Die Segmentberichterstattung ist im Anschluss an die Gesamtergebnisrechnung angeführt. Das Segment Süd-Westeuropa wurde in Italien umbenannt.
Im Vergleich zum Jahresabschluss per 30.9.2010 wurde die Darstellung des Cash-flow insofern geändert, als der Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen sowie die Position gezahlte Ertragsteuern nicht mehr im Cash-flow aus dem Ergebnis, sondern im Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen werden. Die Eliminierung der Erträge aus Unternehmensveräußerung des vorangegangenen Geschäftsjahres erfolgt dagegen im Cash-flow aus dem Ergebnis. Die Vorjahresgliederung wurde entsprechend angepasst.
Der Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche erreichte in den ersten sechs Monaten 0,98 Mio. € und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von -1,57 Mio. €. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit drehte im Halbjahr von -1,27 auf +2,25 Mio. € und verbesserte sich somit um 3,52 Mio. €. Neben der Ergebnisverbesserung ist dies vor allem auf die weitere Optimierung des Working Capital zurückzuführen. Positive Auswirkung zeigte vor allem die von der deutschen Tochtergesellschaft abgeschlossene Factoringvereinbarung. Aufgrund dieses Vertrages reduzierten sich zum Stichtag 31.3.2011 die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 1,73 Mio. € bei gleichzeitigem Anstieg der sonstigen Forderungen um 0,74 Mio. €. Die Nettoauswirkung des Factoring auf den Zahlungsmittelbestand betrug somit +0,99 Mio. €.
Der Cash-flow aus Investitionstätigkeit betrug -0,63 nach +1,28 Mio. € im Vorjahr. Im Wesentlichen wurden die Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte um 24% auf 0,64 Mio. € verringert. Der positive Cash-flow aus Investitionstätigkeit des Vorjahres resultierte aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, der zu Zahlungsmittelzuflüssen in Höhe von 3,31 Mio. € führte. Für Akquisitionen wurden im Vorjahr 1,11 Mio. € aufgewendet. Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf -1,00 Mio. € und zeigt die Reduktion der Finanzverbindlichkeiten, während im Vorjahr die Finanzverbindlichkeiten um 0,20 Mio. € aufgebaut wurden.
Die Bilanzsumme beläuft sich zum Stichtag auf 49,92 Mio. € was einem Rückgang gegenüber dem 30.9.2010 um 2% entspricht. Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 53% vom Gesamtvermögen und betragen zum Stichtag 26,37 nach 27,82 Mio. € zum 30.9.2010. Die Sachanlagen und die sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 0,47 Mio. €. Den Investitionen in Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 0,64 Mio. € (davon 0,40 Mio. € Produktentwicklungskosten) stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von 1,10 Mio. € gegenüber. Die Firmenwerte betragen unverändert 11,00 Mio. €. Die Anteile an assoziierten Unternehmen reduzierten sich um 1,12 auf 9,41 Mio. €. Der Anteil an SolveDirect beträgt zum 31.3.2011 68,67% (30.9.2010: 81,42%).
Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen erreichte zum 31.3.2011 47%. Stichtagsbezogen reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem 30.9.2010 um rund 8% auf 16,25 Mio. € bzw. 32% des Gesamtvermögens. Im zweiten Quartal hat die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, mit einem Bankinstitut eine Factoringvereinbarung über den Ankauf von im Vertrag definierten Kundenforderungen abgeschlossen. Zum Stichtag 31.3.2011 beliefen sich die angekauften Kundenforderungen auf 1,73 Mio. €, was zu einer Ausbuchung der Forderungen in entsprechender Höhe führte. Gleichzeitig erhöhte der im Vertrag vereinbarte Sperrbetrag (bestimmter Prozentsatz der angekauften Forderungen) sowie der von der BRAIN FORCE Software GmbH nicht abgerufene Anteil der angekauften Forderungen den Posten sonstige Forderungen und Vermögenswerte um 0,74 Mio. €. Die Zahlungsmittel erhöhten sich um 10% und betrugen zum Stichtag 4,53 Mio. €.
Zum 31.3.2011 beläuft sich das Konzerneigenkapital nach IFRS auf 18,55 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 37% entspricht. Die langfristigen Schulden haben sich nur unwesentlich von 11,76 auf 11,66 Mio. € reduziert.
Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 3% auf 19,71 Mio. €, was im Wesentlichen auf den Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 1,43 auf 8,31 Mio. € zurückzuführen war. Nahezu unverändert zeigten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit 7,70 Mio. €. Die Steuerrückstellungen erhöhten sich um 0,22 auf 1,29 Mio. €, während sich die sonstigen Rückstellungen für Restrukturierungen um 0,22 auf 0,23 Mio. € reduzierten. Das Working Capital errechnet sich zum Stichtag mit 0,49 Mio. € und reduzierte sich somit gegenüber
dem 30.9.2010 um 2,81 Mio. €, wovon 1,73 Mio. € auf den Forderungsverkauf durch Factoring entfallen. Zum Stichtag 31.3.2011 zeigt die Nettoverschuldung im Vergleich zum 30.9.2010 eine Reduktion um 1,41 auf 7,63 Mio. €.
Zum 31.3.2011 beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien 15.386.742, das genehmigte Kapital beläuft sich auf 7.693.371 €.
Als nahestehende Unternehmen und Personen werden die wesentlichen Eigentümer und die Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie jene von assoziierten Unternehmen betrachtet. Die BEKO HOLDING AG, Nöhagen, Österreich, war bis zur Eintragung der in der ordentlichen Hauptversammlung vom 4.2.2011 beschlossenen Abspaltung der Anteile der BRAIN FORCE HOL-DING AG Mehrheitseigentümer. Mit der Eintragung der Abspaltung am 12.3.2011 ist die CROSS Informatik GmbH, Wels, an der die CROSS Industries AG, Wels, wesentlich beteiligt ist, neuer Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG.
Sowohl mit der BEKO Engineering & Informatik AG, einer Tochtergesellschaft der BEKO HOLDING AG, als auch mit Beteiligungsgesellschaften der CROSS Industries AG bestehen Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage nur unwesentlich beeinflussen. Mit der Hofer Management GmbH, Vöcklabruck, eine Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, besteht eine Überlassungsvereinbarung über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Mit dem assoziierten Unternehmen SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage nur unwesentlich beeinflussen.
Der Halbjahresfinanzbericht zum 31.3.2011 wurde weder einer Prüfung noch einer prüferischen Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG hat in der Sitzung vom 16.12.2010 die Verträge mit den Vorstandsmitgliedern Michael Hofer und Thomas Melzer bis zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12, sohin bis zum 30.9.2012 verlängert.
In der 13. ordentlichen Hauptversammlung der BRAIN FORCE HOLDING AG am 2.3.2011 wurden unter anderem Beschlussfassungen über die Ermächtigung des Vorstandes zum Erwerb eigener Aktien, über die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals und über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) AktG zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten gefasst. Die Beschlüsse betreffend der Schaffung des neuen genehmigten Kapitals und über die bedingte Erhöhung des Grundkapitals wurden am 21.4.2011 im Firmenbuch eingetragen.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und dass der Halbjahreslagebericht des Konzerns ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bezüglich der wichtigen Ereignisse während der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres und ihrer Auswirkungen auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss und bezüglich der wesentlichen Risiken und Ungewissheiten in den restlichen sechs Monaten des Geschäftsjahres und bezüglich der offen zu legenden wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vermittelt.
Wien, 12. Mai 2011
Der Vorstand
Michael Hofer Thomas Melzer
| Datum | Event |
|---|---|
| 12. Mai 2011 | Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2010/11 |
| 18. August 2011 | Veröffentlichung Bericht zum 3. Quartal 2010/11 |
| 21. Dezember 2011 | Veröffentlichung Jahresabschluss 2010/11 und Bilanzpressekonferenz |
| Investor Relations: | Thomas Melzer |
|---|---|
| Telefon: | +43 1 263 09 09 12 |
| E-Mail: | [email protected] |
| Internet: | www.brainforce.com |
| Wiener Börse: | BFC |
| Reuters: | BFCG |
| Bloomberg: | BFC:AV |
| Datastream: | O:BFS |
| ISIN: | AT0000820659 |
BRAIN FORCE HOLDING AG Karl-Farkas-Gasse 22 1030 Wien Österreich
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