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Earnings Release May 12, 2009

801_rns_2009-05-12_d73c8325-39e4-49ae-a091-1233801b7f11.pdf

Earnings Release

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Bericht zum 1. Quartal 2009

BRAIN FORCE in Zahlen

Ertragskennzahlen 1-3/2009 1-3/2008 Vdg. in % Ultimo 2008
Umsatz in Mio. € 22,29 25,33 -12 106,21
EBITDA in Mio. € 1,05 1,62 -35 7,79
EBIT in Mio. € 0,11 0,61 -82 3,83
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -0,04 0,44 >100 2,38
Ergebnis nach Steuern in Mio. € -0,33 0,16 >100 -2,10
Ergebnis je Aktie in € -0,02 0,01 >100 -0,14
Ergebnis je Aktie bereinigt 1) in € -0,01 0,01 >100 0,09
Investitionen in Mio. € 0,62 0,66 -7 2,45
Akquisitionen in Mio. € 0 0 - 2,22
Mitarbeiter 2) 1.074 1.107 -3 1.153
Bilanzkennzahlen 31.3.2009 31.12.2008 Vdg. in %
Eigenkapital in Mio. € 23,79 24,15 -1
Nettoverschuldung in Mio. € 6,45 4,89 +32
Capital Employed in Mio. € 30,06 28,86 +4
Working Capital 3) in Mio. € 7,17 5,62 +28
Bilanzsumme in Mio. € 61,22 66,31 -8
Eigenkapitalquote in % 39 36 -
Gearing in % 27 20 -
Börsekennzahlen 4) 1-3/2009 1-12/2008 Vdg. in %
Höchstkurs der Aktie in € 2,19 2,58 -15
Tiefstkurs der Aktie in € 1,02 1,01 +1
Ultimokurs der Aktie in € 1,53 1,89 -19
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 23,54 29,08 -19
Segmente 5)
1-3/2009 in Mio. €
Deutschland Zentral-Osteuropa Süd-Westeuropa Nordeuropa Sonstiges Holding und
Umsatz 10,55 (-10%) 3,02 (-17%) 6,49 (-7%) 2,23 (-24%) 0 -
EBITDA 0,79 (-22%) -0,13 (>100) 0,66 (-8%) 0,22 (-55%) -0,48 (+43%)
EBIT 0,52 (-14%) -0,40 (>100) 0,46 (-17%) 0,02 (-93%) -0,50 (+42%)
Investitionen 0,24 (+25%) 0,05 (+23%) 0,17 (-37%) 0,13 (-3%) 0,02 (-8%)
Mitarbeiter 2) 452 (+8%) 158 (-12%) 370 (-9%) 84 (-9%) 10 (0%)

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode

3) kurzfristige Vermögenswerte exklusive Zahlungsmittel abzüglich kurzfristige Schulden exklusive Finanzverbindlichkeiten bereinigt um kurzfristige Rückstellungen für Earn-out Zahlungen

4) Wiener Börse

5) aufgrund der erstmaligen Anwendung des IFRS 8 sind EBITDA und EBIT der Segmente vor Verrechnung von Markenlizenzkosten und Konzerndienstleistungen dargestellt; die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst

Umsatz nach Segmenten

  • 2 Zentral-Osteuropa 14%
  • 3 Süd-Westeuropa 29%
  • 4 Nordeuropa 10%

Umsatz nach Geschäftsfeldern

2 Business Solutions 24%

3 Infrastructure Optimization 45%

Mitarbeiter nach Segmenten

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre,

BRAIN FORCE ist nach dem Rekordjahr 2008 gut vorbereitet in das erwartet schwierige Wirtschaftsjahr 2009 gestartet. Aber auch wir können uns der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise nicht entziehen und verzeichnen in den ersten Monaten Umsatz- und Ergebnisrückgänge. Wir haben jedoch frühzeitig begonnen, durch Optimierung der Kostenstruktur und konsequente Nutzung von Einsparungspotenzialen der deutlich schlechteren Marktlage gegenzusteuern.

Insgesamt ging der Umsatz im ersten Quartal 2009 um 12% auf 22,29 Mio. € zurück. Das EBITDA blieb mit 1,05 Mio. € um 35% hinter dem Vorjahreswert und das EBIT verringerte sich von 0,61 auf 0,11 Mio. €. In den operativen Ergebnissen der ersten drei Monate sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,15 Mio. € enthalten. Alle Landesgesellschaften sahen sich mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen konfrontiert, was auf die abwartende Haltung unserer Kunden im Hinblick auf IT-Investitionen zurückzuführen ist.

In Deutschland schwächte sich das Professional Services Geschäft leicht ab, da sich die Nachfrage nach IT-Experten nach einem guten 2008er Jahr rückläufi g entwickelte. Zusätzlich waren die Bereiche Professional Services und Business Solutions, wo unsere Teams intensiv an der Weiterentwicklung der FINAS Suite arbeiten, von deutlichem Margendruck gekennzeichnet. Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization hatte die Berliner Zweigstelle erneut ein negatives operatives Ergebnis zu verzeichnen. Zudem fi el der Umsatzund Ergebnisbeitrag der BRAIN FORCE Hamburg GmbH weg, die nach dem Auslaufen des Managed Services Vertrages mit der Talanx Gruppe per 30. September 2008 verkauft wurde. Sehr positiv war dagegen die Entwicklung unserer Niederlassung in Frankfurt, die bei voller Auslastung im Rahmen eines Roll-out Projektes für eine weltweit tätige Fluglinie erneut Umsatz und EBIT signifi kant steigern konnte. Angesichts der besonders schwierigen Wirtschaftslage in Deutschland hielt sich der EBIT-Rückgang in diesem Segment mit -14% auf 0,52 Mio. € in einem vernünftigen Rahmen.

In der Region Süd-Westeuropa zeigte sich Italien mit einem spürbaren Nachfragerückgang bei ERP- und CRM-Lizenzen sowie rückläufi gen Investitionen für IT-Infrastruktur konfrontiert. Das operative Ergebnis hat sich in diesem Umfeld relativ gut gehalten und ist in den ersten drei Monaten 2009 um 17% auf 0,46 Mio. € gesunken. Deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge mussten wir dagegen in Zentral-Osteuropa und

Günter Pridt, Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG

Konsequente Nutzung von Einsparungspotenzialen

Positives operatives Ergebnis trotz Restrukturierungsaufwendungen

Moderater EBIT-Rückgang in Deutschland

Spürbarer Nachfragerückgang in allen Ländern im ersten Quartal

Nordeuropa ausweisen. Während sich in Zentral-Osteuropa die BRAIN FORCE Gesellschaft in Tschechien gut behaupten konnte und sich die Professional Services in Österreich zufriedenstellend entwickelten, musste der Bereich Infrastructure Optimization (SolveDirect) im ersten Quartal einen deutlichen Einbruch bei den Lizenzverkäufen und damit ein negatives operatives Ergebnis hinnehmen. Dies hat zu einem EBIT-Rückgang in Zentral-Osteuropa von -0,02 auf -0,40 Mio. € geführt. Die Region Nordeuropa sieht sich nach einem sehr guten Jahr 2008 ebenfalls einer deutlichen Nachfrageabschwächung ausgesetzt. Trotzdem konnte unsere Tochtergesellschaft in den Niederlanden bei einem Umsatzrückgang von 24% noch ein leicht positives EBIT von 0,02 Mio. € erwirtschaften, nachdem im ersten Quartal des Vorjahres 0,32 Mio. € erreicht wurden.

Restrukturierungsmaßnahmen sind abhängig von der weiteren Umsatzentwicklung

In Erwartung einer schwierigen Marktlage haben wir frühzeitig Maßnahmen getroffen, um das Unternehmen weitgehend unbeschadet durch das Rezessionsjahr 2009 zu steuern. Dazu zählen eine Reihe konsequent umgesetzter Sparmaßnahmen im laufenden Geschäft sowie die Übersiedlung der österreichischen Gesellschaften an einen deutlich günstigeren Standort. Durch laufende Kapazitätsanpassungen bei Subunternehmern können wir Umsatzrückgänge teilweise kompensieren. Darüber hinaus wurde ein konzernweites Cash Pooling zum internen Liquiditätsausgleich geschaffen sowie ein Projekt zur Optimierung des Working Capital im Konzern gestartet. Gemeinsam mit den lokalen Geschäftsführungen haben wir Szenarien entwickelt, die je nach weiterer Umsatzentwicklung im Laufe des Jahres Kurzarbeitsmodelle und in letzter Konsequenz auch den Abbau von Mitarbeitern vorsehen. Dafür werden aus heutiger Sicht in den Quartalen 2 und 3 Restrukturierungskosten zwischen 0,7 und 2,5 Mio. € anfallen.

Verbesserung der Kostenstruktur und Optimierung des Cash-flows als Fokus 2009

Dank der bereits in 2007 und 2008 umgesetzten Restrukturierung und Optimierung des Konzerns blicke ich zuversichtlich in die Zukunft, auch wenn wir uns in den nächsten Quartalen weiterhin auf ein schwieriges Marktumfeld einstellen müssen. BRAIN FORCE verfügt über eine solide Bilanzstruktur und hat aktuell keinen absehbaren Finanzierungsengpass. Daher bleibt es unser Ziel, auch in 2009 ein positives operatives Ergebnis (vor Restrukturierungsaufwendungen) zu erwirtschaften und das Unternehmen nach dem Ende der Wirtschaftskrise langfristig auf Wachstum auszurichten. Im laufenden Jahr werden wir die Kostenstruktur des Konzerns nachhaltig verbessern und uns auf die Optimierung des operativen Cash-fl ows konzentrieren. Unseren Kunden helfen wir mit maßgeschneiderten Lösungen, ihre Ressourcen im IT-Bereich optimal einzusetzen.

Ihr

Lagebericht

Ertragslage der ersten drei Monate

Der Konzern hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2009 einen Umsatz von 22,29 Mio. € erzielt und damit um 12% weniger als zur Vergleichszeit 2008. Alle Landesgesellschaften verzeichneten Umsatzrückgänge, was auf die seit Jahresbeginn abwartende Haltung der Unternehmen im Hinblick auf IT-Investitionen zurückzuführen ist.

In Deutschland schwächte sich die Kundennachfrage nach IT-Experten im Vergleich zum guten Vorjahr ab. Zusätzlich waren die Bereiche Professional Services und Business Solutions, wo intensiv an der Weiterentwicklung der FINAS Suite gearbeitet wurde, von deutlichem Margendruck gekennzeichnet. Im Bereich Infrastructure Optimization hatte die Berliner Zweigstelle erneut ein negatives operatives Ergebnis zu verzeichnen. Zudem fi el der Umsatz- und Ergebnisbeitrag der BRAIN FORCE Hamburg GmbH weg, die nach dem Auslaufen des Managed Services Vertrages mit der Talanx Gruppe per 30. September 2008 verkauft wurde. Sehr positiv war dagegen die Entwicklung der Niederlassung in Frankfurt, die bei voller Auslastung erneut Umsatz und EBIT signifi kant steigern konnte. In Summe ist der Umsatz im Segment Deutschland um 10% auf 10,55 Mio. € gefallen und das EBIT um 14% auf 0,52 Mio. € zurückgegangen.

In der Region Süd-Westeuropa ist der Umsatz um 7% auf 6,49 Mio. € und das EBIT um 17% auf 0,46 Mio. € gesunken. BRAIN FORCE Italien war mit einem merklichen Nachfragerückgang bei ERP- und CRM-Lizenzen sowie geringeren IT-Infrastrukturinvestitionen konfrontiert. Höhere Umsatz- und Ergebnisrückgänge mussten in Zentral-Osteuropa und Nordeuropa ausgewiesen werden. Während sich im Segment Zentral-Osteuropa die BRAIN FORCE Gesellschaft in Tschechien gut behaupten konnte und Professional Services in Österreich eine zufriedenstellende Entwicklung zeigten, musste der Bereich Infrastructure Optimization (SolveDirect) im ersten Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang aufgrund ausbleibender Lizenzverkäufe und damit ein negatives operatives Ergebnis hinnehmen. Dies hat zu einem EBIT-Rückgang in Zentral-Osteuropa von -0,02 auf -0,40 Mio. € geführt. Die Region Nordeuropa sieht sich nach einem sehr guten Jahr 2008 ebenfalls einer deutlichen Nachfrageabschwächung ausgesetzt. Trotzdem konnte die BRAIN FORCE Tochtergesellschaft in den Niederlanden bei einem Umsatzrückgang von 24% noch ein leicht positives EBIT von 0,02 Mio. € erwirtschaften, nachdem im ersten Quartal des Vorjahres 0,32 Mio. € erreicht wurden.

Das Konzern-EBITDA fi el im Berichtszeitraum um 35% auf 1,05 Mio. € und das EBIT ging von 0,61 auf 0,11 Mio. € zurück. Ausschlaggebend dafür waren vor allem die geringeren Lizenzerlöse, die üblicherweise einen wesentlichen Beitrag zur Ergebnisentwicklung liefern. In den operativen Ergebnissen des ersten Quartals 2009 sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,15 Mio. € enthalten. Das Finanzergebnis hat sich durch die Optimierung der konzerninternen Finanzierungen von -0,17 auf -0,15 Mio. € leicht verbessert, was zu einem Ergebnis vor Steuern von -0,04 nach +0,44 Mio. € im ersten Quartal 2008 geführt hat. Das Ergebnis nach Steuern erreichte -0,33 nach +0,16 Mio. € im Vorjahr, woraus sich für das erste Quartal 2009 ein Ergebnis je Aktie von -0,02 € (Vorjahr: +0,01 €) errechnet. Das um Restrukturierungsaufwendungen bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,01 nach +0,01 € im Vorjahresquartal.

Cash-flow

Der Cash-fl ow aus dem Ergebnis ist trotz der Umsatzrückgänge und des negativen Nettoergebnisses im ersten Quartal mit +0,97 Mio. € (Vorjahr: +1,53 Mio. €) deutlich positiv ausgefallen. Der Cash-fl ow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich von -0,16 auf -0,98 Mio. €. Einerseits konnte der Mittelabfl uss in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit dem Zahlungsmittelzufl uss in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen weitgehend kompensiert werden. Dabei resultieren die geringeren Verbindlichkeiten aus der Reduktion der Subunternehmer und der Forderungsabbau aus dem Umsatzrückgang sowie den Anstrengungen zur Optimierung des Working Capital. Andererseits reduzierten sich die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten deutlich, was auf die geringere Umsatzsteuerzahllast durch die Umsatzrückgänge sowie die Prämienauszahlungen für das operative Rekordjahr 2008 zurückzuführen ist.

Rückgang des Nettoergebnisses von +0,16 auf -0,33 Mio.im Q1

Cash-flow aus dem Ergebnis deutlich positiv

Abbau der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten

Der Cash-fl ow aus Investitionstätigkeit betrug -1,77 Mio. € (Vorjahr: -1,52 Mio. €), wovon -0,62 Mio. € für Investitionen und -1,18 Mio. € für kurzfristige Cash-Veranlagungen in Wertpapiere aufgewendet wurden. Der Cash-fl ow aus Finanzierungstätigkeit zeigt mit -2,21 Mio. € (Vorjahr: -0,13 Mio. €) die erfolgreiche Reduktion der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten im Rahmen des Cash Poolings. Eine planmäßige Tilgung von Finanzverbindlichkeiten war im ersten Quartal 2009 nicht vorgesehen. Von den langfristigen Finanzverbindlichkeiten von 10,98 Mio. € sind 1,0 Mio. € zwischen 2010 und 2012 sowie 9,9 Mio. € erst 2014 fällig. Der Zahlungsmittelbestand am Ende der Periode beläuft sich auf 3,84 Mio. €. Inklusive der kurzfristig veräußerbaren fi nanziellen Vermögenswerte stehen liquide Mittel in Höhe von 5,03 Mio. € zur Verfügung.

Vermögens- und Finanzlage

Zum 31.3.2009 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 61,22 Mio. €, das Eigenkapital lag bei 23,79 Mio. €. Die Eigenkapitalquote hat sich im Vergleich zum Jahresende 2008 von 36 auf 39% verbessert, was auf die weitere Reduktion der Bilanzsumme zurückzuführen war. Die Nettoverschuldung lag zum Stichtag bei 6,45 Mio. €, nachdem sie zum 31.12.2008 4,89 Mio. € betragen hatte. Dieser Anstieg begründet sich durch die Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte sowie den Abbau der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten, die den operativen Cash-fl ow verringert haben. Das Gearing (Verschuldungsgrad) des Konzerns beläuft sich zum 31.3.2009 auf solide 27% und das Verhältnis von Nettoverschuldung zum EBITDA der letzten zwölf Monate auf 0,9x.

Entwicklung der Segmente

BRAIN FORCE gliedert seine Geschäftsaktivitäten in folgende Segmente:

  • Deutschland
  • Zentral-Osteuropa mit Österreich, Tschechien und der Slowakei
  • Süd-Westeuropa mit Italien und der Schweiz
  • Nordeuropa mit den Niederlanden

  • 1 Deutschland 47%

  • 2 Zentral-Osteuropa 14%
  • 3 Süd-Westeuropa 29%
  • 4 Nordeuropa 10%

  • 1 Professional Services 31%

  • 2 Business Solutions 24%
  • 3 Infrastructure Optimization 45%
Eigenkapital in Mio. €
31.3.2009
23,79
31.12.2008
24,15

Deutschland

In Deutschland ging der Umsatz um 10% auf 10,55 Mio. € zurück, was einem Anteil von 47% am Konzernumsatz entspricht. Das EBITDA sank um 22% auf 0,79 Mio. € und das EBIT um 14% auf 0,52 Mio. €.

Die Generierung von Neugeschäft im Bereich Professional Services hat sich deutlich erschwert, da Kunden Investitionen in ihre IT verschieben und externe Dienstleister reduzieren. Zusätzlich ist der Margendruck stärker geworden. BRAIN FORCE konnte im Bestandskunden-Umfeld bei einem Großkunden der Mobilfunkbranche weitere IT-Experten vermitteln und erhielt neue Aufträge von einem langjährigen Bankkunden. Der Geschäftsbereich Infrastructure Optimization gewann im Öffentlichen Dienst einen größeren Auftrag für die Netzwerklösung Net Organizer und verkaufte einigen Kunden Upgrade-Versionen der BRAIN FORCE ICT Suite. In Summe war jedoch erneut ein negatives operatives Ergebnis in diesem Geschäftsfeld zu verzeichnen.

Positiv entwickelte sich die Vermarktung von Packaging Robot unserer niederländischen Tochtergesellschaft in Deutschland. Erste Kundenprojekte wurden erfolgreich gestartet, was zu Folgeaufträgen führen sollte. Der Bereich Business Solutions hat sich dank der wirtschaftlichen Stabilität im Versicherungsumfeld relativ gut gehalten. So hat ein langjähriger Bestandskunde etliche Zusatzaufträge erteilt. Zudem fand der neue Vermarktungsansatz für Rechenkerne großes Interesse, so dass einige Kunden Lizenzen orderten, um damit ihre Berateranwendungen zu steuern. Die Weiterentwicklung der FINAS Suite im ersten Quartal hat jedoch zu erhöhtem Entwicklungsaufwand und Margendruck geführt.

Zentral-Osteuropa

Die Region Zentral-Osteuropa hat im ersten Quartal einen Umsatz von 3,02 Mio. € erzielt, was einem Rückgang um 17% zum Vorjahreszeitraum und einem Anteil von 14% am Konzernumsatz entspricht. Das EBITDA betrug -0,13 nach +0,25 Mio. € ein Jahr zuvor und das EBIT ging von -0,02 auf -0,40 Mio. € zurück.

Der Bereich Professional Services in Österreich konnte sich gut behaupten. Neben zahlreichen Bestandskunden kommen in einem Technologieunternehmen erstmalig BRAIN FORCE Experten für ein IT-Infrastrukturprojekt zum Einsatz. Zudem setzen zwei Neukunden aus dem Öffentlichen Sektor auf die Expertise von BRAIN FORCE. Dagegen musste SolveDirect der schwierigen Wirtschaftslage im ersten Quartal Tribut zollen, nachdem zahlreiche Kunden geplante Lizenzkäufe verschoben haben und die entsprechenden Umsätze deutlich rückläufi g waren. Die Tochtergesellschaft in Tschechien konnte dagegen einige Neukunden gewinnen und das geplante Ergebnis erwirtschaften.

Süd-Westeuropa

Die Region Süd-Westeuropa erwirtschaftete mit einem Umsatz von 6,49 Mio. € einen Anteil von 29% am Konzernumsatz und lag um 7% unter dem Vorjahr. Das EBITDA ging um 8% auf 0,66 Mio. € und das EBIT um 17% auf 0,46 Mio. € zurück.

Schwierig zeigten sich im angespannten konjunkturellen Umfeld in Italien der Absatz von ERP- und CRM-Lizenzen sowie die Zurückhaltung der Kunden im Hinblick auf neue IT-Infrastrukturinvestitionen. Trotzdem konnte BRAIN FORCE Italien ihre gute Position in der Finanzdienstleisterbranche ausbauen. Eine bedeutende Bank setzt zukünftig die ERP-Lösungen von BRAIN FORCE ein. Im Bereich Infrastructure Optimization wurde ein Transportunternehmen in Mailand sowie die italienische Niederlassung einer Schweizer Großbank als Neukunde gewonnen.

Nordeuropa

Die Region Nordeuropa erwirtschaftete einen Umsatz von 2,23 Mio. €, was einem Rückgang um 24% zum Vorjahr und einem Anteil von 10% am Konzernumsatz entspricht. Das EBITDA lag im Berichtszeitraum bei 0,22 Mio. € (Vorjahr: 0,48 Mio. €) und das EBIT bei 0,02 Mio. € (Vorjahr: 0,32 Mio. €).

Schwieriges Neukundengeschäft aber treue Bestandskunden

Vermarktung von Packaging Robot in Deutschland läuft vielversprechend an

Ergebnisrückgang in Zentral-Osteuropa durch fehlende SolveDirect Lizenzerlöse

Italienische Großbank setzt zukünftig die ERP-Lösungen von BRAIN FORCE ein

Position im öffentlichen Sektor ausgebaut

BRAIN FORCE Niederlande setzt in ihrem Geschäftsmodell stark auf die Gewinnung von Neukunden, die aktuell sehr zurückhaltend agieren. Dennoch konnten etliche Neukunden akquiriert werden, die zukünftig auf die Lösungen Packaging Robot, Workspace Manager und ID-Suite setzen. Dabei stellte unsere Tochtergesellschaft in den Niederlanden ihre starke Position im öffentlichen Dienst erneut unter Beweis und zählt künftig vier neue Unternehmen zu ihrem Kundenkreis. Software-Lizenzen wurden unter anderem einem internationalen Hersteller von Kinderwägen sowie einem IT-Dienstleister verkauft.

Holding und Sonstiges

Kostenoptimierung führt zu Ergebnisverbesserung

Im Bereich Holding und Sonstiges verbesserten sich das EBITDA von -0,83 auf -0,48 Mio. € und das EBIT von -0,85 auf -0,50 Mio. € deutlich. Diese positive Entwicklung war auf strikte Kostensparmaßnahmen in der Holding und die Übersiedelung in einen deutlich günstigeren Bürostandort zurückzuführen.

Auftragslage

Der Auftragsbestand betrug zum 31.3.2009 auf Konzernebene 30,05 Mio. € und liegt damit um 3% über dem Vorjahresniveau von 29,10 Mio. €. Im Vergleich zum 31.12.2008 ist der Auftragsbestand erwartungsgemäß um 8% zurückgegangen.

Der Auftragsbestand teilt sich zum 31.3.2009 auf die Regionen wie folgt auf:

  • Deutschland hält einen Auftragsbestand von 17,71 Mio. € (31.03.2008: 15,18 Mio. €).
  • Zentral-Osteuropa verfügt über einen Auftragsbestand von 6,68 Mio. € (31.03.2008: 9,21 Mio. €).
  • Süd-Westeuropa hält einen Auftragsbestand von 3,99 Mio. € (31.03.2008: 3,36 Mio. €).
  • Nordeuropa verfügt über einen Auftragsbestand von 1,67 Mio. € (31.03.2008: 1,35 Mio. €)

Forschung und Entwicklung

BRAIN FORCE Deutschland hat im ersten Quartal die Module Finanzanalyse Center, Risikoabsicherung sowie Gesundheitsvorsorge für eine HTML-Anbindung weiterentwickelt und somit die Online-Fähigkeit der Systeme geschaffen. Dadurch haben Finanzdienstleister nun die Möglichkeit, bei der Beratung vor Ort auf alle relevanten Kundendaten online zuzugreifen, was das Beratungsgespräch verbessert und die Kundenzufriedenheit erhöht.

In den Niederlanden hat unsere Tochtergesellschaft die kontinuierliche Weiterentwicklung von Packaging Robot, Workspace Manager, Infrastructure Framework und BRAIN FORCE ID-Suite fortgeführt. Zudem wurden die erweiterten Anforderungen an die MSI-Paketierung umgesetzt und die Oberfl ächen der Anwendungen den neuen Bedingungen angepasst. In Österreich startete SolveDirect im ersten Quartal mit der Entwicklung von SD Release 2.5, welche noch im Mai zur Vermarktung gelangt.

Online-Fähigkeit von BRAIN FORCE Finanzanalyse Center

Kontinuierliche Anpassung unserer Lösungen an die Markterfordernisse

Auftragsbestand

Erwarteter Rückgang im

Human Resources

Der Personalstand im Konzern belief sich zum 31.3.2009 auf 798 angestellte Mitarbeiter und lag damit rund 5% unter dem 31.3.2008. Daneben wurden zum Stichtag 271 freie Mitarbeiter in verschiedenen Kundenprojekten eingesetzt, was einem Rückgang um 3% zum Vorjahr entspricht. Aufgrund der Wirtschaftskrise und dem daraus resultierenden Umsatzrückgang mussten erste personelle Anpassungen vorgenommen werden. Diese trafen vor allem die Regionen Süd-Westeuropa und Nordeuropa. In Deutschland wurden die Verträge mit einigen freien Mitarbeitern nicht verlängert. In Summe waren zum Stichtag 1.069 Mitarbeiter für BRAIN FORCE tätig, ein Rückgang um 4% bzw. 46 Mitarbeiter zum 31.3.2008.

Die Mitarbeiter (freie und angestellte) verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Segmente:

  • Deutschland: 448 (Vorjahr: 421 / Veränderung: +6%)
  • Zentral-Osteuropa: 157 (Vorjahr: 176 / Veränderung: -11%)
  • Süd-Westeuropa: 373 (Vorjahr: 413 / Veränderung: -10%)
  • Nordeuropa: 81 (Vorjahr: 96 / Veränderung: -16%)
  • Holding und Sonstiges: 10 (Vorjahr: 9 / Veränderung: +11%)

Durchschnittlich waren im ersten Quartal des Geschäftsjahres 806 (Vorjahr: 835) angestellte und 268 (Vorjahr: 272) freie Mitarbeiter bei BRAIN FORCE beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter im Konzern ist damit um 3% auf 1.074 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.107) zurückgegangen.

Personelle Strukturierungsmaßnahmen

Durchschnittlich 1.074 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt

Mitarbeiter nach Segmenten

5 Holding und Sonstiges 1%

  • 1 Deutschland 38%
  • 2 Zentral-Osteuropa 16%
  • 3 Süd-Westeuropa 37%
  • 4 Nordeuropa 8%
  • 5 Holding und Sonstiges 1%

Quartalsbericht nach IFRS der BRAIN FORCE Gruppe

Gewinn- und Verlustrechnung in EUR 1-3/2009 1-3/2008
Umsatzerlöse 22.289.705 25.334.305
Herstellungskosten -17.427.924 -18.861.789
Bruttoergebnis vom Umsatz 4.861.781 6.472.516
Vertriebskosten -2.513.562 -2.821.206
Verwaltungskosten -2.415.177 -2.845.495
Sonstige betriebliche Aufwendungen -159.155 -286.935
Sonstige betriebliche Erträge 334.399 90.215
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) 108.286 609.095
Finanzerträge 57.365 147.713
Finanzaufwendungen -206.322 -319.476
Finanzergebnis -148.957 -171.763
Ergebnis vor Steuern -40.671 437.332
Ertragsteuern -287.964 -278.203
Ergebnis nach Steuern -328.635 159.129
Ergebnis zurechenbar der Muttergesellschaft -328.635 159.129
Ergebnis je Aktie -0,02 0,01
Kennzahlen nach Segmenten 1-3/2009
in EUR
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Nordeuropa Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 10.547.263 3.022.106 6.494.943 2.225.393 0 22.289.705
EBITDA 790.181 -134.637 655.236 215.321 -477.562 1.048.539
Abschreibungen -270.618 -261.255 -194.227 -194.308 -19.845 -940.253
EBIT 519.563 -395.891 461.009 21.013 -497.408 108.286
Investitionen 242.320 49.365 171.223 134.941 17.704 615.553
Vermögenswerte 17.980.863 16.299.625 18.113.727 8.449.847 380.886 61.224.948
Schulden 6.944.874 3.687.647 10.109.298 1.559.566 15.134.165 37.435.550
Kennzahlen nach Segmenten 1-3/2008
in EUR
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Nordeuropa Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 11.765.258 3.662.875 6.990.313 2.915.859 0 25.334.305
EBITDA 1.010.456 249.952 713.256 483.015 -832.124 1.624.555
Abschreibungen -407.361 -268.175 -154.653 -165.234 -20.037 -1.015.460
EBIT 603.095 -18.223 558.603 317.781 -852.161 609.095
Investitionen 193.644 40.097 272.446 139.537 19.198 664.922
Vermögenswerte 21.143.699 18.845.381 19.043.731 9.099.596 6.083.807 74.216.214
Schulden 7.836.810 4.123.746 13.510.880 1.782.268 20.529.876 47.783.580
Bilanz in EUR 31.3.2009 31.12.2008
AKTIVA
Sachanlagen 2.420.290 2.493.383
Firmenwerte 14.516.571 14.516.571
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 11.053.525 11.328.281
Anteile an assoziierten Unternehmen 11.466 11.466
Finanzanlagen 184.619 183.128
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 107.499 101.712
Latente Steueransprüche 12.179 50.723
Langfristige Vermögenswerte 28.306.149 28.685.264
Vorräte 259.802 185.787
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 25.662.128 26.898.432
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.966.704 1.741.880
Finanzielle Vermögenswerte 1.192.573 0
Zahlungsmittel 3.837.592 8.799.244
Kurzfristige Vermögenswerte 32.918.799 37.625.343
Summe Aktiva 61.224.948 66.310.607
PASSIVA
den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 15.386.742 15.386.742
Rücklagen 15.214.013 15.245.099
Angesammelte Ergebnisse -6.811.358 -6.482.723
Eigenkapital 23.789.397 24.149.118
Finanzverbindlichkeiten 10.978.227 10.975.548
Sonstige Verbindlichkeiten 141.374 144.891
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 2.211.927 2.271.221
Latente Steuerschulden 2.645.038 2.613.772
Langfristige Schulden 15.976.566 16.005.432
Finanzverbindlichkeiten 498.659 2.713.156
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.943.829 8.340.473
Sonstige Verbindlichkeiten 12.208.649 13.105.463
Steuerrückstellungen 1.078.512 824.561
Sonstige Rückstellungen 729.336 1.172.404
Kurzfristige Schulden 21.458.985 26.156.057
Summe Passiva 61.224.948 66.310.607
Entwicklung des Eigenkapitals in EUR Grundkapital Kapitalrücklage sonstige
Rücklagen
angesammelte
Ergebnisse
gesamtes
Eigenkapital
Stand 1.1.2009 15.386.742 15.536.020 -290.921 -6.482.723 24.149.118
Marktbewertung von Wertpapieren 0 0 1.491 0 1.491
Differenzen aus Währungsumrechnung 0 0 -32.577 0 -32.577
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 -328.635 -328.635
Stand 31.3.2009 15.386.742 15.536.020 -322.007 -6.811.358 23.789.397
Cash-flow Statement in EUR 1-3/2009 1-3/2008
Ergebnis vor Steuern -40.671 437.332
Abschreibungen 940.253 1.015.461
Finanzergebnis 148.957 171.763
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -633 4.799
Veränderung langfristiger Rückstellungen und Schulden -62.811 54.307
Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen -52.188 -131.409
Erhaltene / gezahlte Ertragsteuern 34.485 -19.153
Cash-flow aus dem Ergebnis 967.392 1.533.100
Veränderungen Vorräte -74.015 107.332
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.236.304 -1.118.685
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -1.396.644 -565.441
Veränderungen übriger kurzfristiger Vermögenswerte und Schulden -1.665.950 -112.303
Differenzen aus der Währungsumrechnung -42.684 -4.518
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -975.597 -160.515
Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 0 0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte -615.553 -664.922
Einzahlungen / Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte -1.182.459 -862.556
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 23.775 9.698
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1.774.237 -1.517.780
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 169.168 2.103.339
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten -2.380.986 -2.230.833
Gezahlte Dividende 0 0
Kapitalerhöhung 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit -2.211.818 -127.494
Veränderung der Zahlungsmittel -4.961.652 -1.805.789
Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang 8.799.244 9.440.943
Veränderung der Zahlungsmittel -4.961.652 -1.805.789
Zahlungsmittelbestand am Periodenende 3.837.592 7.635.154

Erläuterungen zum Quartalsbericht

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Zwischenbericht zum 31.3.2009 der BRAIN FORCE HOLDING AG wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards (IFRS), Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34), erstellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vom Jahresabschluss zum 31.12.2008 werden unverändert angewandt. Die Gliederungen der Konzernbilanz, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und des Cash-fl ow-Statements entsprechen jenen im Jahresabschluss. Die Darstellung der Entwicklung des Eigenkapitals erfolgt für den Zeitraum vom 1.1. bis 31.3.2009. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2009 wird IFRS 8 Operative Segmente erstmals angewandt.

Für zusätzliche Informationen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31.12.2008.

Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden alle Tochterunternehmen einbezogen, an denen die BRAIN FORCE HOLDING AG direkt oder indirekt mit mehr als der Hälfte der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig zur Beherrschung der Tätigkeit befähigt ist.

Der Konsolidierungskreis ist gegenüber dem Jahresabschluss zum 31.12.2008 unverändert. Im Vergleichszeitraum 1.1. bis 31.3.2008 war die BRAIN FORCE Hamburg GmbH, München, Deutschland noch enthalten. Der Umsatzanteil belief sich auf 0,76 Mio. €, das EBITDA auf 0,25 Mio. €. Die Anteile an der BRAIN FORCE Hamburg GmbH wurden mit Vollzugstag 30.9.2008 verkauft.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 12% auf 22,29 Mio. € gesunken. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) reduzierte sich von 1,62 auf 1,05 Mio. €. Das Betriebsergebnis (EBIT) des ersten Quartals 2009 beträgt 0,11 Mio. € (Vorjahr: 0,61 Mio. €). Das Ergebnis der Berichtsperiode ist durch Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,15 Mio. € belastet.

Erläuterungen zur Segmentberichterstattung

Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach geografi schen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (EBITDA und EBIT) erfolgt dabei erstmalig ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen. In der Vorjahresberichterstattung waren diese Kosten in den einzelnen Segmenten noch enthalten. Die Vorjahreswerte wurden in der laufenden Berichterstattung entsprechend angepasst. Die Segmentberichterstattung ist auf Seite 4 angeführt.

Erläuterungen zum Cash-flow-Statement

Der Cash-fl ow aus dem Ergebnis erreichte im ersten Quartal 2009 +0,97 Mio. € und reduzierte sich damit um 0,56 Mio. € im Vorjahresvergleich. Der Cash-fl ow aus laufender Geschäftstätigkeit verringerte sich von -0,16 auf -0,98 Mio. €, was vor allem auf den Abbau der sonstigen Verbindlichkeiten zurückzuführen war. Der Zahlungsmittelabfl uss aus Investitionstätigkeit betrug -1,77 Mio. €, wovon -0,62 Mio. € auf Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte entfallen. Für kurzfristige Veranlagungen in Wertpapiere ergab sich ein Zahlungsmittelabfl uss von -1,18 Mio. €. Der Cash-fl ow aus Finanzierungstätigkeit zeigt mit -2,21 Mio. € den Mittelabfl uss für die Reduktion der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 46% vom Gesamtvermögen und betragen zum Stichtag 28,31 Mio. €. Die Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte betrugen im abgelaufenen Quartal 0,62 Mio. €, wovon 0,43 Mio. € auf Produktentwicklungskosten entfallen.

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen betrug zum 31.3.2009 54%. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erreichten 25,66 Mio. € bzw. 42% des Gesamtvermögens. Das Working Capital errechnet sich zum Stichtag mit 7,17 Mio. € und stieg im Vergleich zum 31.12.2008 um 1,55 Mio. € an. Abweichend zur Darstellung im Jahresabschluss zum 31.12.2008 beinhaltet das Working Capital ab 2008 keine kurzfristigen Rückstellungen für erwartete Earn-out Zahlungen.

Die Zahlungsmittel betrugen zum Stichtag 3,84 Mio. €. Inklusive der fi nanziellen Vermögenswerte erreichten die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel 5,03 Mio. €. Die Nettoverschuldung stieg im Vergleich zum 31.12.2008 um 1,56 auf 6,45 Mio. €. Das Eigenkapital nach IFRS lag zum Stichtag bei 23,79 Mio. €, was eine Eigenkapitalquote von 39% ergibt.

Zum 31.3.2009 beträgt die Anzahl der ausgegebenen Aktien 15.386.742, das genehmigte Kapital beläuft sich auf 7.693.371 €.

Sonstige Angaben

In der Berichtsperiode wurden keine wesentlichen Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen getätigt.

Erklärung des Vorstandes

Hiermit erklärt der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG nach bestem Wissen, dass der ungeprüfte, im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellte verkürzte Konzernzwischenabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zum 31.3.2009 vermittelt.

Wien, 12. Mai 2009

Der Vorstand

Günter Pridt Thomas Melzer

Finanzkalender

Datum Event
12. Mai 2009 Veröffentlichung Bericht zum 1. Quartal 2009
14. Mai 2009 11. o. Hauptversammlung
18. Mai 2009 Ex-Tag für Dividende 2008
19. Mai 2009 1. Auszahlungstag für Dividende 2008
21. August 2009 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2009
10. November 2009 Veröffentlichung Bericht zum 3. Quartal 2009

Informationen zum Unternehmen und zur BRAIN FORCE Aktie

Investor Relations: Thomas Melzer
Telefon: +43 1 263 09 09 12
E-Mail: [email protected]
Internet: www.brainforce.com
Wiener Börse: BFC
Reuters: BFC.VI
Bloomberg: BFC AV
Datastream: O:BFS
ISIN: AT0000820659

BRAIN FORCE HOLDING AG Karl-Farkas-Gasse 22

1030 Wien Österreich

Telefon: +43 1 263 09 09 0 Fax: +43 1 263 09 09 40

[email protected] www.brainforce.com

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