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Earnings Release Nov 26, 2007

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Earnings Release

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Quartalsbericht Q3/2007

BRAIN FORCE-Konzern

Kennzahlen nach Regionen zum
30.09.2007
Region
Deutschland
Region
Central and
Eastern Europe
Region
South West
Europe
Region
North Europe
nicht
zuteilbar
Total
EUR EUR EUR EUR EUR
Segmentumsatzerlöse (konsolidiert) 34.302.657 10.013.743 20.562.404 6.565.399 0 71.444.203
Segment EBITDA -370.917 270.805 1.505.675 323.945 -3.290.175 -1.560.667
Segmentabschreibungen 11.324.019 637.926 1.209.562 2.639.843 52.558 15.863.908
Segmentergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT) -11.694.936 -367.121 296.113 -2.315.898 -3.342.733 -17.424.575
Finanzierungsergebnis -330.075
Ergebnisanteil an assoziierten
Unternehmen -518.911 -518.911
Ergebnis vor Ertragsteuern -18.273.561
Ertragsteuern -1.993.413
Periodenergebnis -20.266.974
Segmentvermögenswerte 21.782.617 17.073.662 18.731.269 8.915.022 5.361.176 71.863.746
Segmentschulden 7.244.092 4.111.179 12.876.809 2.319.429 19.399.052 45.950.561
Segmentinvestitionen 8.329.082 7.457.334 488.071 532.872 34.452 16.841.811

Ergebnis je Aktie in EUR -1,32

Quartalsbericht Q3/2007 – BRAIN FORCE HOLDING AG

Vorwort des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionäre,

das dritte Quartal 2007 war für die BRAIN FORCE-Group in jeder Hinsicht ereignisreich. Anfang Juli wurde die SolveDirect erworben, die somit erstmals in unserem Konzernabschluss einbezogen wurde. In der Aufsichtsratsitzung vom 4. September 2007 wurde Helmut Fleischmann als Vorstandsvorsitzender abberufen, seine Agenden wurden zur Gänze von mir übernommen. Meine wichtigsten Aufgaben in den letzten Wochen waren vor allem, die Organisation zu stabilisieren und unser Unternehmen am Markt entsprechend zu positionieren, um damit eine zukünftig nachhaltig profitable Entwicklung zu gewährleisten.

Dies haben wir vor allem durch die Umsetzung unseres sehr engagierten Restrukturierungsplans erreicht, wobei einige Standorte geschlossen beziehungsweise deren Belegschaft deutlich reduziert wurde. Wir konzentrieren und fokussieren uns damit fortan auf unsere Kernkompetenzen und Kernmärkte, was sich bereits im gestiegenen Auftragsbestand des dritten Quartals niederschlug. Wir rechnen auch deshalb schon im vierten Quartal mit dem Turnaround und erwarten, auf EBIT-Basis wieder positive Zahlen zu schreiben.

BRAIN FORCE konnte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2007 den Umsatz um 13 Prozent auf EUR 71,44 Mio. steigern. Das kumulierte operative EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) beträgt nach drei Quartalen EUR -17,42 Mio., wobei der größte Teil dieses Verlustes auf Abschreibungen von Firmenwerten und sonstigen immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen ist. Zudem wurden Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen gebildet, die das Ergebnis um weitere EUR 2,42 Mio. verschlechterten. Gleichwohl haben wir damit jetzt alle nicht werthaltigen Elemente aus unserer Bilanz genommen und das Risiko für die Zukunft deutlich gemindert.

Als neuer Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG bin ich zuversichtlich, dass sich der im vierten Quartal erwartete Turnaround auch im nächsten Geschäftsjahr fortsetzen wird, in dem wir sowohl ein Umsatzplus wie auch nachhaltig wieder Gewinne erwarten.

Ihr

Günter Pridt Chief Executive Officer

Quartalsbericht Q3/2007

Umsatz- und Ertragslage

Der Konzern hat in den ersten neun Monaten 2007 einen Umsatz von EUR 71,44 Mio. erzielt und damit ein deutliches Plus von 13,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum von EUR 63,18 Mio. erreicht. Im dritten Quartal lag der Umsatz bei EUR 23,70 Mio., was einem Plus von 16,8 Prozent zum Vorjahresquartal entspricht.

Aufgrund geänderter Marktbedingungen in Deutschland und den Niederlanden und einer in der Vergangenheit suboptimalen Integration akquirierter Unternehmen, musste BRAIN FORCE im Berichtszeitraum außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte in Höhe von EUR 8,65 Mio. und auf sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 3,09 Mio. vornehmen. Die Kosten der Restrukturierung wurden zur Gänze im dritten Quartal ergebnismindernd erfasst und betragen EUR 2,42 Mio. Aktive latente Steuern wurden teilweise wertberichtigt. Diese Maßnahmen führten dazu, dass das EBITDA im Konzern EUR -1,56 Mio. (Vorjahr: EUR 3,77 Mio.) und das EBIT EUR -17,42 Mio. (Vorjahr: EUR 1,26 Mio.) beträgt. Das operative EBITDA vor Restrukturierungsmaßnahmen beträgt EUR 0,55 Mio., das operative EBIT EUR -3,27 Mio. Auf Quartalsbasis liegt das EBITDA bei EUR -2,86 Mio. und das EBIT bei EUR -6,68 Mio. Das operative EBITDA beträgt EUR -0,75 Mio. und das EBIT EUR -1,82 Mio. Das Periodenergebnis wird in den ersten neun Monaten auf EUR -20,27 Mio. (Vorjahr: EUR 1,38 Mio.) und im dritten Quartal auf EUR -9,58 Mio. beziffert. Das Ergebnis je Aktie beträgt damit EUR -1,32 (Vorjahr: EUR 0,10) für die ersten drei Quartale. Die liquiden Mittel zum Ende 30. September umfassen EUR 6,70 Mio., die Eigenkapitalquote ist 36,0 Prozent.

Deutliches Umsatzplus

Das operative Geschäft war vor allem durch einen starken Umsatzrückgang im Technology and Infrastructure-Bereich in Deutschland und teilweise auch in den Niederlanden gekennzeichnet. Im klassischen Enterprise Services-Bereich konnte die Anzahl an verkauften Mannstunden gesteigert werden, die Margen in diesem Bereich sind aber, wie für dieses Geschäftsfeld erwartet, unter Druck. Die Erstkonsolidierung der SolveDirect Anfang Juli 2007 hatte positive Auswirkung auf Umsatz und EBITDA und es wird derzeit die weiterführende Integration der SolveDirect umgesetzt mit spezifischem Augenmerk darauf, die erwarteten Synergien so rasch wie möglich zu realisieren.

Fokussierung auf Kernkompetenzen

Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen

BRAIN FORCE hat im dritten Quartal ein Effizienzsteigerungsprogramm gestartet und die Reorganisation des Unternehmens unter der Leitung des neuen Vorstandsvorsitzenden Günter Pridt begonnen. So wurden Abschreibungen auf Firmenwerte in der Vergangenheit akquiierter Unternehmen vollzogen, die sich in erster Linie auf den Geschäftsbereich Technology and Infrastructure und hier auf die Tochtergesellschaften in den Niederlanden sowie der BRAIN FORCE Software GmbH bzw. BRAIN FORCE Frankfurt GmbH in Deutschland fokussierten. Gleichzeitig hat der Konzern unprofitable Standorte in den USA, Spanien und Großbritannien geschlossen und kostenintensive Marketingausgaben wie das Motorsport-Sponsoring eingestellt. Entwicklungsleistungen für unrentable Produkte wurden gestoppt, die damit beschäftigten Mitarbeiter wurden entweder abgebaut oder in andere Bereiche integriert.

Eine zentrale Maßnahme innerhalb des Effizienzprogramms ist dabei auch die Konzentration auf die Kernmärkte und Kernkompetenzen des Konzerns. BRAIN FORCE wird sich zukünftig verstärkt auf die regionalen Märkte in Deutschland, Italien, Österreich und in den Niederlanden konzentrieren und versuchen, bestehende Synergien und damit Umsatzpotenziale intensiv zu nutzen. Darüber hinaus wird sich die BRAIN FORCE-Mannschaft auf Produkte und Lösungen konzentrieren, die auf Marktstandards aufsetzen und den Kunden Mehrwerte in ihren Geschäftsabläufen bieten. Hierzu gehört beispielsweise das Management von geschäftskritischen IT-Anwendungen und Infrastrukturen auf Basis von standardisierten Security- und Monitoring-Produkten. Weiteres Marktpotenzial sieht BRAIN FORCE in der Software-Verteilung und Migration auf Basis von Microsoft Windows. Auch wird die Vermarktung spezieller Unternehmenssoftware-Lösungen auf Basis von Microsoft Dynamics zu einem Schwerpunkt des Vertriebs gemacht.

Eine weitere Konzentrationsmaßnahme ist der Ausbau der umsatz-, ertrags- und wachstumsstarken Geschäftsbereiche des Unternehmens. Hierzu gehören das Angebot und die Vermittlung von ITund TK-Spezialisten und deren Know-how bei Beratungs- und Dienstleistungseinsätzen. Zudem wird der Konzern das Branchenumfeld Finanzdienstleister verstärken und die Vermarktung seiner erfolgreichen Lösung BRAIN FORCE FINAS Suite vorantreiben. Weitere Wachstumsperspektiven sieht der Konzern in den kürzlich erworbenen Lösungen der SolveDirect, die ebenfalls ein hervorragendes Marktpotenzial aufweisen.

Entwicklung in den Primärsegmenten

BRAIN FORCE hat seine Primärsegmente in folgende Staaten und Regionen gegliedert:

  • Region Deutschland mit Deutschland
  • Region South West Europe mit Italien und Schweiz
  • Region Central and Eastern Europe mit Österreich, Tschechien, Slowakei und den weiteren Ländern Osteuropas
  • Region North Europe mit Niederlande, Belgien und Luxemburg

Die Region Deutschland erzielte in den ersten neun Monaten ein Umsatzplus von 18,3 Prozent auf EUR 34,30 Mio. (Vorjahr: EUR 29,00 Mio.) und ist mit 48 Prozent des Konzernumsatzes die größte Region innerhalb der Gruppe. Das EBITDA lag bei EUR -0,37 Mio. (Vorjahr: EUR 2,85 Mio.) und das EBIT beträgt EUR -11,69 Mio. (Vorjahr: EUR 1,56 Mio.).

Die deutschen Gesellschaften konnten etliche Projekte im Bestandskunden- wie auch Neukundenbereich realisieren. So entschieden sich eine städtische Behörde sowie eine Telekommunikationsgesellschaft für die Einführung von BRAIN FORCE ICT Bill, einer neuen Lösung zur Kostenabrechnung von ITK-Aufwendungen. Im Finanzdienstleistungsumfeld wurden zahlreiche Folgeprojekte bei langjährigen Kunden erfolgreich weitergeführt. Zudem konnten erste Abschlüsse mit dem neuen Modul BRAIN FORCE Gewerbeabsicherung erzielt werden.

Die Region South West Europe erzielte in den ersten neun Monaten einen Umsatz von EUR 20,56 Mio. und damit ein Plus von 4,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum (EUR 19,63 Mio.). Das EBITDA lag bei EUR 1,51 Mio. (Vorjahr: EUR 1,57 Mio.) und das EBIT bei EUR 0,30 Mio. (Vorjahr: EUR 1,10 Mio.)

In Italien wurden Microsoft Dynamics CRM und AX bei einem japanischen Hersteller von Elektronikkomponenten erfolgreich eingeführt. Zudem konnten etliche Aufträge im Bereich Technology and Infrastructure gewonnen werden, die die Implementierung von Security-Lösungen wie auch von Software-Virtualisierungssystemen umfassen.

Zahlreiche Folgeprojekte erfolgreich realisiert

Die Entwicklung der Region Central und Eastern Europe war vor allem durch die Akquisition der SolveDirect gekennzeichnet. Ende des dritten Quartals wurde die SolveDirect auf die bestehende österreichische BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH verschmolzen, um die geplanten Synergien realisieren zu können. Der Umsatz im Berichtszeitraum betrug EUR 10,01 Mio., was einem Plus von 26,5 Prozent zum Vorjahr von EUR 7,91 Mio. entspricht. Das EBITDA stieg leicht von EUR 0,21 Mio. im Vorjahr auf jetzt EUR 0,27 Mio. Das EBIT liegt bei EUR -0,37 Mio. (Vorjahr: EUR 0,11 Mio.). Auf die SolveDirect entfiel dabei ein Umsatz von EUR 1,06 Mio., das EBITDA betrug EUR 0,13 Mio. Dabei wurden in der österreichischen Tochtergesellschaft Projekte sowohl im Banken- und Versicherungsbereich wie auch im Öffentlichen Sektor gewonnen. Sie umfassen die Unterstützung im SAP-Umfeld sowie von JAVA und Oracle-Anwendungen. SolveDirect war sehr erfolgreich in der Vermarktung von ServiceDesk-Lösungen tätig, vor allem in Deutschland konnte der selbstentwickelte SD-Cube erfolgreich verkauft werden.

Die Region North Europe erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von EUR 6,57 Mio., der damit nur leicht unter dem Wert von 2006 (EUR 6,64 Mio.) lag. Das EBITDA beträgt EUR 0,32 Mio. (Vorjahr: EUR 1,14 Mio.) sowie das EBIT EUR -2,32 Mio. (Vorjahr: EUR 0,56 Mio.).

Das Ergebnis wurde vor allem durch die zeitliche Verzögerung der VISTA-Einführung sowie den schwachen länderübergreifenden Vertrieb von BRAIN Force Packaging Robot negativ beeinflusst. Der Umsatzrückgang konnte jedoch kompensiert werden, da die niederländische Einheit gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Atos Origin einige Neukunden gewinnen und daraus umfassende Lizenz- und Serviceumsätze generierten. Zudem wurde der BRAIN FORCE Packaging Robot in einer weiteren regionalen Behörde eingeführt und unterstreicht die Kompetenz von BRAIN FORCE im Öffentlichen Sektor.

Die nicht auf die Region verteilten Konzernkosten beliefen sich in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres auf EUR 3,34 Mio. (Vorjahr: EUR 2,07 Mio.).

SolveDirect erfolgreich in der Vermarktung

Auftragslage

Der Auftragsbestand betrug zum 30.09.2007 auf Konzernebene EUR 27,97 Mio. und liegt damit um 5,1 Prozent über dem Vorjahresniveau von EUR 26,60 Mio.

Die Regionen teilen sich dabei wie folgt auf:

  • Die Region Deutschland hält einen Auftragsbestand von EUR 14,62 Mio. (30.09.2006: EUR 17,33 Mio.).
  • Die Region Central and Eastern Europe hält einen Auftragsbestand von EUR 6,66 Mio. (30.09.2006: EUR 5,94 Mio.).
  • Die Region South West Europe hält einen Auftragsbestand von EUR 3,85 Mio. (30.09.2006: EUR 2,51 Mio.).
  • Die Region North Europe hält einen Auftragsbestand von EUR 2,84 Mio. (30.09.2006: EUR 0,82 Mio.)

Forschung und Entwicklung

Neue Absatzpotenziale mit BRAIN FORCE Gewerbeabsicherung

BRAIN FORCE hat im Bereich Technology and Infrastructure die Testphase des Desktop Manager 2.1 gestartet und wird mit der Vermarktung der Lösungen im vierten Quartal dieses Jahres beginnen. Zudem wurde mit dem BRAIN FORCE ICT Bill eine Softwarelösung zur verursachergerechten ITK-Leistungsverrechnung in Unternehmen auf den Markt gebracht. Damit können nun ITK-Kosten innerhalb von Abteilungen genau abgerechnet werden, was zu einer deutlichen Produktivitätssteigerung und somit zur verbesserten Wettbewerbsfähigkeit führt.

Im Geschäftsfeld Business Solutions wurde die BRAIN FORCE FINAS Suite mit den Modulen Fondsberatung, Vergleichsrechner und Vertragsverwaltung angepasst und erweitert. Damit können jetzt Berater von Finanzdienstleistern ihren Kunden ein optimiertes Angebot im Zuge der zukünftigen Abgeltungssteuer zur Verfügung stellen. Gleichzeitig wurde das Modul BRAIN FORCE Gewerbeabsicherung auf den Markt gebracht, was der Versicherungsbranche neue Absatzpotenziale bei Gewerbekunden ermöglicht.

Human Resources

Der Personalstand betrug zum 30.09.2007 insgesamt 887 angestellte Mitarbeiter. Dies entspricht einem leichten Anstieg von 2,4 Prozent zum Vorjahr (866). Zudem waren im Konzern 306 freie Mitarbeiter tätig und damit 4,1 Prozent weniger als zum Vorjahresstichtag.

Die Angestellten verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Regionen:

Leichter Gewinn in Q4 erwartet

Voraussichtliche Entwicklung

BRAIN FORCE rechnet im Zuge der erfolgten Restrukturierungsmaßnahmen bereits für das vierte Quartal des laufenden Geschäftsjahres mit dem Turnaround. So soll der Umsatz in diesem Geschäftszeitraum bei rd. EUR 26 Mio. bei einem leicht positiven EBIT betragen. Im kommenden Jahr wird sich dieser Trend fortsetzen. Dann soll der Umsatz ein Plus von 5 bis 10 Prozent vorweisen. Das EBITDA soll zwischen EUR 6 und 7 Mio. und das EBIT zwischen EUR 2 und 3 Mio. wieder nachhaltig positiv sein.

Quartalsbericht Q3/2007

Konzernzwischenbilanz zum 30.09.2007 30.09.2007 31.12.2006
Aktiva EUR EUR
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 2.346.276 1.614.068
Firmenwert 15.912.720 21.304.952
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 13.780.854 10.487.375
Anteile an assoziierten Unternehmen 5.902 536.857
Sonstige Finanzanlagen 185.038 183.283
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 789.587 825.772
Aktive latente Steuern 2.385.903 4.768.959
35.406.280 39.721.266
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte 115.191 337.613
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 26.547.349 25.851.979
Finanzielle Vermögenswerte 1.370.197 0
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.725.731 2.134.858
Zahlungsmittel 6.698.998 13.533.837
36.457.466 41.858.287
71.863.746 81.579.553
30.09.2007 31.12.2006
Passiva EUR EUR
Eigenkapital
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft
zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 15.386.742 15.386.742
Rücklagen 24.423.503 24.475.469
Angesammelte Ergebnisse -13.897.060 8.365.027
Eigene Anteile 0 -134.737
25.913.185 48.092.501
Langfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 11.310.563 547.815
Sonstige Verbindlichkeiten 78.132 27.449
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 3.331.693 3.881.527
Sonstige Rückstellungen 1.460.901 3.155.240
Passive latente Steuern 2.676.234 1.887.977
18.857.523 9.500.008
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten 3.756.734 1.999.158
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.284.530 8.520.498
Sonstige Verbindlichkeiten 11.158.098 10.527.742
Steuerrückstellungen 1.355.003 1.698.344
Sonstige Rückstellungen 2.538.673 1.241.302
27.093.038 23.987.044
71.863.746 81.579.553
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Quartalsbericht Quartalsbericht 9-Monatsbericht 9-Monatsbericht
vom 01.01.-30.09.2007 01.07.2007
- 30.09.2007
01.07.2006
- 30.09.2006
01.01.2007
- 30.09.2007
01.01.2006
- 30.09.2006
EUR EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 23.694.553 20.276.583 71.444.203 63.181.535
2. Veränderung des Bestands an noch nicht abrechenbaren
Leistungen -260.993 -1.485 -211.232 78.538
3. aktivierte Eigenleistungen 171.304 431.219 1.110.046 1.235.821
4. sonstige betriebliche Erträge 54.557 410.723 401.089 1.182.036
5. Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen -18.304.437 -14.382.332 -53.738.505 -44.843.614
6. Personalaufwand -4.986.302 -3.456.383 -13.064.213 -10.953.516
7. Aufwand für planmäßige Abschreibungen -1.376.767 -858.087 -4.126.623 -2.509.110
8. Aufwand für außerplanmäßige Abschreibungen -2.447.000 0 -11.737.285 0
9. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.225.380 -2.766.585 -7.502.055 -6.110.799
10. Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit -6.680.465 -346.347 -17.424.575 1.260.891
11. Finanzerträge 57.169 161.566 385.397 385.723
12. Finanzaufwendungen -202.751 -88.677 -715.472 -254.885
13. Finanzergebnis -145.582 72.889 -330.075 130.838
14. Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -500.283 -52.940 -518.911 203.239
15. Ergebnis vor Ertragsteuern -7.326.330 -326.398 -18.273.561 1.594.968
16. Ertragsteuern -2.249.048 -231.570 -1.993.413 -210.770
17. Periodenergebnis -9.575.378 -557.968 -20.266.974 1.384.198
Periodenergebnis zurechenbar
den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft -957.537 -557.968 -20.266.974 1.384.198
den Minderheiten 0 0 0 0
-957.537 -557.968 -20.266.974 1.384.198
Ergebnis pro Aktie -1,32 0,10
Konzern-Geldfl ussrechnung vom 01.01.-30.09.2007 01.01.2007
- 30.09.2007
01.01.2006
- 30.09.2006
EUR EUR
Zahlungsmittelfluss aus betrieblicher Tätigkeit
Ergebnis vor Ertragsteuern -18.273.561 1.594.969
Berichtigungen für:
+
Abschreibungen
15.863.908 2.509.110
+/- Finanzierungsergebnis 330.075 -130.838
+/- Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 518.911 -203.239
+/- Verluste/Gewinne aus dem Abgang von Sachanlagen
und immateriellen Vermögenswerten -8.551 13.659
+/- Veränderung der Rückstellungen für langfristige
Personalverpflichtungen und sonstige Rückstellungen -635.108 -527.504
+/- Veränderung der Vorräte 228.022 -85.043
+/- Veränderung der Forderungen 660.395 2.411.386
+/- Veränderung der Verbindlichkeiten -461.376 -1.425.389
+/- Differenzen aus der Währungsumrechnung 14.659 7.973
-1.762.626 4.165.084
+/- erhaltene/gezahlte Zinsen -100.018 -4.758
+ erhaltene Dividenden 0 137.841
- gezahlte Ertragsteuern -1.372.511 -1.140.330
Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit -3.235.155 3.157.837
Zahlungsmittelfluss aus Investitionstätigkeit
- Erwerb von Tochterunternehmen -6.860.134 -8.294.414
- Erwerb von Sachanlagen und sonstigen immateriellen
Vermögenswerten -2.377.902 -1.790.442
- Erwerb von sonstigen Finanzanlagen und finanziellen
Vermögenswerten -9.439.661 -9.420.543
+ Verkauf von Sachanlagen und sonstigen immateriellen
Vermögenswerten 44.978 7.619
+ Verkauf von sonstigen Finanzanlagen und finanziellen
Vermögenswerten 8.461.177 5.155.735
Nettozahlungsmittel aus Investitionstätigkeit -10.171.542 -14.342.045
Zahlungsmittelfluss aus Finanzierungstätigkeit
+ Ausgabe von Aktien 0 14.092.861
- Erwerb von eigenen Aktien -3.032.962 0
- bezahlte Dividenden -1.505.546 -820.054
+/- Aufnahme/Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 11.440.279 -3.666.439
Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit 6.901.771 9.606.368
Veränderung der Zahlungsmittel -6.504.926 -1.577.840
Zahlungsmittel zum Jahresanfang 13.203.924 11.106.099
+/- Veränderung der Zahlungsmittel -6.504.926 -1.577.840
Zahlungsmittel zum Quartalsende 6.698.998 9.528.259

Veränderungen des Eigenkapitals

Stand 1. Januar 2006

Marktbewertung von Wertpapieren
Differenzen aus Währungsumrechnung
Ergebnis aus direkt im Eigenkapital erfassten Posten
Periodenergebnis 1. Januar - 30. September 2006
Gesamtergebnis der Periode
Kapitalerhöhung aus Bareinlage
Transaktionskosten der Kapitalerhöhung
Dividendenzahlungen
sonstige Veränderungen Minderheiten
Stand 30. September 2006
Marktbewertung von Wertpapieren
Differenzen aus Währungsumrechnung
Übertragung von Rücklagen
Ergebnis aus direkt im Eigenkapital erfassten Posten
Periodenergebnis 1. Oktober - 31. Dezember 2006
Gesamtergebnis der Periode
Veränderung eigener Anteile
sonstige Veränderungen Minderheiten
Stand 31. Dezember 2006
Marktbewertung von Wertpapieren
Differenzen aus Währungsumrechnung
Ergebnis aus direkt im Eigenkapital erfassten Posten
Periodenergebnis
Gesamtergebnis der Periode
Dividendenzahlungen
Veränderung eigener Anteile
Sonstige Veränderungen Minderheiten
Stand 30. September 2007
gesamtes
Eigenkapital
Minderheiten den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar
Summe Summe eigene angesammelte sonstige Kapital- Grundkapital
Anteile Ergebnisse Rücklagen rücklage
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
32.107.691 425.830 31.681.861 -29.925 5.812.121 -149.821 15.791.657 10.257.828
-22 0 -22 0 0 -22 0 0
10.561 0 10.561 0 0 10.561 0 0
10.539 0 10.539 0 0 10.539 0 0
1.384.198 0 1.384.198 0 1.384.198 0 0 0
1.394.737 0 1.394.737 0 1.384.198 10.539 0 0
15.899.633 0 15.899.633 0 0 0 10.770.719 5.128.914
-1.811.773 0 -1.811.773 0 0 0 -1.811.773 0
-820.054 0 -820.054 0 -820.054 0 0 0
-1.296.348 -425.830 -870.518 0 -870.518 0 0 0
45.473.887 0 45.473.887 -29.925 5.505.748 -139.282 24.750.604 15.386.742
-7.597 0 -7.597 0 0 -7.597 0 0
-17.993 0 -17.993 0 0 -17.993 0 0
0 0 0 0 110.262 -110.262 0 0
-25.590 0 -25.590 0 110.262 -135.852 0 0
2.788.649 0 2.788.649 0 2.788.649 0 0 0
2.763.059 0 2.763.059 0 2.898.911 -135.852 0 0
-104.813 0 -104.813 -104.813 0 0 0 0
-39.632 0 -39.632 0 -39.632 0 0 0
48.092.501 0 48.092.501 -134.737 8.365.027 -275.134 24.750.604 15.386.742
751 0 751 0 0 751 0 0
-1.106 0 -1.106 0 0 -1.106 0 0
-356 0 -356 0 0 -356 0 0
-20.266.974 0 -20.266.974 0 -20.266.974 0 0 0
-20.267.330 0 -20.267.330 0 -20.266.974 -356 0 0
-1.505.546 0 -1.505.546 0 -1.505.546 0 0 0
83.127 0 83.127 134.737 0 0 -51.611 0
-489.567 0 -489.567 0 -489.567 0 0 0
25.913.185 0 25.913.185 0 -13.897.060 -275.490 24.698.993 15.386.742

19

Erläuterungen zum Konzernzwischenabschluss zum 30.09.2007

Die Gesellschaft

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, hat sich in den vergangenen Jahren als mittelständisches IT-Unternehmen vom reinen Projektdienstleister zum IT-Lösungsanbieter gewandelt. Der BRAIN FORCE-Konzern bietet seine Produkte und Dienstleistungen auf den für ihn relevanten Märkten über Tochtergesellschaften, vorwiegend in den Branchen Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Telekommunikation sowie Industrie, an.

Der Sitz der Muttergesellschaft ist IZD Tower, Wagramer Straße 19, 1220 Wien, Österreich.

Rechnungslegungsgrundsätze, allgemeine Erläuterungen

Der vorliegende Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2007 der BRAIN FORCE HOLDING AG wurde gemäß den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt.

Alle Tochterunternehmen, also jene Unternehmen, an denen die BRAIN FORCE HOLDING AG direkt oder indirekt mit mehr als der Hälfte der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig zur Beherrschung der Tätigkeit befähigt ist, wurden konsolidiert. Die in den Konzernabschluss einbezogenen Zwischenabschlüsse zum 30. September 2007 wurden nach IFRS-Prinzipien aufgestellt.

Die Gliederung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Veränderungen des Eigenkapitals und der Konzern-Geldflussrechnung erfolgt entsprechend der Darstellung im Jahresabschluss zum 31. Dezember 2006. Die im vorangegangenen Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden beibehalten.

Zusätzlich geforderte Angaben gemäß der strukturierten Quartalsberichterstattung (SQR) der Deutschen Börse bzw. gemäß der Bestimmungen über die Mindestinhalte der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem Regelwerk des Prime Markets an der Wiener Börse sind in den Erläuterungen angeführt.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis änderte sich gegenüber dem 31. Dezember 2006 wie folgt: die SFP Software für FinanzPartner GmbH, München, Deutschland, wurde mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland verschmolzen. Die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister der BRAIN FORCE Software GmbH als aufnehmende Gesellschaft erfolgte mit 5. März 2007.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im laufenden Geschäftsjahr eine Tochtergesellschaft mit Sitz in New York, USA, gegründet. Die BRAIN FORCE Inc., New York, wurde am 7. Mai 2007 registriert.

Mit Kaufvertrag vom 6. Juli 2007 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG 100 Prozent der Geschäftsanteile an der SolveDirect.com Internet-Services GmbH, Wien, übernommen. Gemäß Verschmelzungsvertrag vom 22. August 2007 wurde die SolveDirect.com Internet-Services GmbH mit der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 21. September 2007 im Firmenbuch eingetragen.

Der konsolidierte Zwischenabschluss umfasst die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, und sämtliche in der Folge angeführten Tochtergesellschaften und assoziierte Unternehmen:

Gesellschaft Anteil in %
BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien 100
BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland 100
BRAIN FORCE Hamburg GmbH, München, Deutschland1) 100
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien 100
BRAIN FORCE Network Solutions B.V., Veenendaal, Niederlande 100
BFS Brain Force Software AG, Kloten, Schweiz 100
BRAIN FORCE SOFTWARE Ltd., Cambridge, Großbritannien 100
BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechische Republik 100
Brain Force Software s.r.o., Bratislava, Slowakei 2) 100
NSE Capital Venture GmbH, München, Deutschland1) 100
BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande 100
BRAIN FORCE Frankfurt GmbH, Langen, Deutschland 100
(vormals SYSTEAM Ingenieurbüro für Datenkommunikation und Informatik GmbH)
BRAIN FORCE Inc., New York, USA 100
CONSULTING CUBE s.r.l., Mailand, Italien3) 25
KEMP Technologies Inc., New York, USA 30

1) Der Anteil wird durch BRAIN FORCE Software GmbH, München, gehalten.

2) Der Anteil wird durch BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, gehalten.

3) Der Anteil wird durch BRAIN FORCE S.p.A. gehalten.

21

Insgesamt sind 14 Unternehmen (31.12.2006: 14) vollkonsolidiert und zwei assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2006: 2) at equity in den Konzernzwischenabschluss zum 30. September 2007 einbezogen.

Konsolidierungsmethoden

Die Konsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IFRS 3. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. des Überganges der Kontrolle verrechnet.

Immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifizierbar, einer eigenständigen Bilanzierung zugeführt. Sie werden planmäßig abgeschrieben. Der verbleibende Firmenwert wird auf die zahlungsmittelgenerierende(n) Einheit(en) aufgeteilt und mindestens einmal jährlich auf dieser Ebene auf Werthaltigkeit getestet.

Im Falle eines Überschusses des erworbenen anteiligen Reinvermögens über die Anschaffungskosten sind sowohl die erworbenen Vermögenswerte und Schulden und Eventualverbindlichkeiten aber auch die Anschaffungskosten nochmals zu bewerten und danach ein bestehender Überschuss erfolgswirksam zu erfassen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge, Aufwendungen und eventuelle Zwischenergebnisse sind eliminiert.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2006 um 11,9 Prozent auf EUR 71,86 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 81,58 Mio.).

Die langfristigen Vermögenswerte belaufen sich auf 49,3 Prozent vom Gesamtvermögen und betragen zum Stichtag 30. September 2007 EUR 35,41 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 39,72 Mio.).

Die Reduktion der langfristigen Vermögenswerte und der Bilanzsumme ist im Wesentlichen auf die erfassten außerplanmäßigen Abschreibungen von Firmenwerten und Wertminderungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten zurückzuführen. Demgegenüber steht der Zugang der Vermögenswerte aus der Akquisition der SolveDirect.com GmbH.

Die Firmenwerte reduzierten sich um EUR 5,39 Mio. auf EUR 15,91 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 21,30 Mio.). Die Reduktion der ausgewiesenen Firmenwerte setzt sich aus einer ergebnisneutralen Anpassung der Anschaffungskosten der BRAIN FORCE B.V., Niederlande (ehem. VAI B.V.), in Höhe von EUR 2,30 Mio. sowie der vorgenommenen außerplanmäßigen Firmenwertabschreibung von EUR 8,65 Mio. zusammen. Aus dem Erwerb der SolveDirect.com GmbH erhöhte sich der Firmenwert um EUR 5,56 Mio.

Die Anpassung der Anschaffungskosten der BRAIN FORCE B.V. erfolgte aufgrund einer revidierten Planung der zukünftigen Erträge aus der Akquisition und der damit verbundenen Reduktion des erfolgsabhängigen Kaufpreises. Betreffend der außerplanmäßigen Abschreibung der Firmenwerte siehe den Teil Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung.

Die Investitionen in Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten betrugen in der abgelaufenen Berichtsperiode EUR 11,28 Mio. Davon entfallen EUR 8,90 Mio. auf die mit dem Erwerb der SolveDirect.com übernommenen Vermögenswerte. Zugänge in Höhe von EUR 2,38 Mio. entfallen auf die bestehenden Konzernunternehmen, darin enthalten sind EUR 1,11 Mio. (Vorjahr: EUR 1,24 Mio.) an Produktentwicklungskosten.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte betragen zum 30. September 2007 EUR 13,78 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 10,49 Mio.). Die darin enthaltenen Entwicklungskosten belaufen sich auf EUR 3,03 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 6,40 Mio.) und betragen somit 4,2 Prozent (31. Dezember 2006: 7,8 Prozent) vom Gesamtvermögen. In der Berichtsperiode wurden außerplanmäßige Wertminderungen in Höhe von EUR 3,09 Mio. vorgenommen. Betreffend der Wertminderungsaufwendungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten siehe Teil Erläuterungen zur Gewinnund Verlustrechnung.

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen verringerten sich um EUR 0,53 Mio. In diesem Posten ist im Wesentlichen der 30-Prozent-Anteil an der KEMP Technologies Inc. enthalten, dessen Buchwert in der abgeschlossenen Berichtsperiode auf Wertminderung geprüft wurde. Auf Basis des zuletzt vorliegenden Zwischenabschlusses zum 30. Juni 2007 der KEMP sowie der Einschätzung der zukünftigen Entwicklung wurde ein Wertminderungsbedarf in Höhe von EUR 0,50 Mio. festgestellt und in der Berichtsperiode erfasst.

Die sonstigen langfristigen Forderungen belaufen sich auf EUR 790 Tausend (31. Dezember 2006: EUR 826 Tausend) und beinhalten im Wesentlichen eine gezeichnete Wandelanleihe in Höhe von EUR 632 Tausend.

Zum 30. September 2007 betragen die aktiven latenten Steuern EUR 2,39 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 4,77 Mio.). Die Reduktion ist auf Anpassungen der zukünftig erwarteten Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge innerhalb der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, München, zurückzuführen. Diese Anpassungen sind einerseits in der Änderung der Mittelfristplanung der Gesellschaft, andererseits in der vom Deutschen Bundesrat beschlossenen Unternehmenssteuerreform begründet.

Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen beträgt 50,7 Prozent und reduzierte sich um EUR 5,40 Mio. auf EUR 36,46 Mio.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich gegenüber dem 31. Dezember 2006 um 2,7 Prozent auf EUR 26,55 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 25,85 Mio.).

Der Posten finanzielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 1,37 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 0) beinhaltet kurzfristige Veranlagungen in Wertpapiere, die zu Handelszwecken gehalten werden, wobei etwaige Kursschwankungen in der laufenden Periode erfasst werden.

Der Posten sonstige kurzfristige Forderungen und Vermögenswerte in Höhe von EUR 1,73 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 2,13 Mio.) beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung sonstiger Wartungsverträge mit EUR 944 Tausend (31. Dezember 2006: EUR 775 Tausend).

Die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel betragen zum Stichtag EUR 6,70 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 13,53 Mio.). Mit den finanziellen Vermögenswerten betragen die kurzfristig verfügbaren liquiden Mittel EUR 8,07 Mio.

Das Konzerneigenkapital nach IFRS beträgt EUR 25,91 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 48,09 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 30. September 2007 36,1 Prozent (31. Dezember 2006: 59,0 Prozent).

Zum Stichtag beträgt das genehmigte Kapital EUR 7.693.371.

Die langfristigen Schulden erhöhten sich um EUR 9,36 Mio. auf EUR 18,86 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 9,50 Mio.). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Aufnahme eines langfristigen Darlehens in Höhe von EUR 10 Mio. zurückzuführen. Einen Rückgang zeigen die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen (EUR -0,55 Mio.) sowie die sonstigen langfristigen Rückstellungen (EUR -1,70 Mio.). Die sonstigen langfristigen Rückstellungen beinhalten die erfolgsabhängigen Kaufpreisverpflichtungen aus dem Erwerb der BRAIN FORCE B.V. und der SolveDirect.com Internet-Service GmbH.

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 8,28 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 8,52 Mio.) sind erhaltene Anzahlungen von EUR 750 Tausend (31. Dezember 2006: EUR 772 Tausend) enthalten.

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten betragen EUR 11,16 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 10,53 Mio.) und erhöhten sich um EUR 0,63 Mio. Innerhalb dieses Postens zeigt sich ein Anstieg der abgegrenzten Wartungsverträge um EUR 0,72 Mio. auf EUR 2,21 Mio.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten den kurzfristigen Anteil der variablen Kaufpreisverpflichtungen aus dem Erwerb der BRAIN FORCE B.V. und der SolveDirect.com Internet-Service GmbH.

Das working capital beträgt zum Stichtag 30. September 2007 EUR 9,36 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 17,87 Mio.). Die Nettoverschuldung beträgt EUR 7 Mio.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Umsatzerlöse des Berichtszeitraumes 1. Januar - 30. September 2007 betragen EUR 71,44 Mio. (Vorjahr: EUR 63,18 Mio.). Somit konnte ein Umsatzanstieg von 13,1 Prozent erreicht werden. An Eigenleistungen wurden in der Berichtsperiode EUR 1,11 Mio. (Vorjahr: EUR 1,24 Mio.) aktiviert.

Der Posten Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen beläuft sich auf EUR 53,74 Mio. (Vorjahr: EUR 44,84 Mio.).

Der Personalaufwand der Bereiche Verwaltung und Vertrieb erhöhte sich im Vorjahresvergleich um EUR 2,11 Mio. auf EUR 13,06 Mio.

Der Aufwand für planmäßige Abschreibungen inklusive der Amortisation der im Rahmen der Kaufpreisallokationen aktivierten Vermögenswerte beträgt EUR 4,13 Mio. (Vorjahr: EUR 2,51 Mio.).

In der Berichtsperiode wurden außerplanmäßige Abschreibungen von Firmenwerten und Wertminderungsaufwendungen von sonstigen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von EUR 11,74 Mio. erfasst. Auf Firmenwertabschreibungen entfallen EUR 8,65 Mio. Betroffen sind die Firmenwerte aus den Akquisitionen der BRAIN FORCE B.V., Niederlande (vormals VAI B.V.) mit EUR 3,65 Mio., der BRAIN FORCE FRANKFURT GmbH, Deutschland (vormals SYSTEAM GmbH) mit EUR 3,50 Mio. sowie aus der Akquisition der beusen solutions GmbH, Deutschland (nunmehr verschmolzen mit der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Deutschland) mit EUR 1,50 Mio. Ursache für die außerplanmäßige Abschreibung der Firmenwerte waren die weit hinter den Erwartungen liegenden Produkt- und Projektumsätze vor allem im Technologie- und Infrastrukturbereich. Insbesondere in Deutschland liegen die erzielten Umsätze aus der internationalen Vermarktung der mit der BRAIN FORCE B.V. übernommenen Produktlinie sowie aus der Vermarktung der eigenen Produkte und Lizenzen deutlich unter den Prognosen, was zu einer

völligen Überarbeitung der Planwerte führte. Auf das berichtspflichtige Primärsegment Deutschland entfallen EUR 6,25 Mio. der Firmenwertabschreibung.

Umstrukturierungen im indirekten Vertrieb der Produkte und Lizenzen im TI-Bereich führten zu zeitlichen Verzögerungen und Planverfehlungen in der internationalen Vermarktung, was weitere Abschreibungen des Firmenwertes aus dem Erwerb der BRAIN FORCE B.V. zur Folge hatte: EUR 2,07 Mio. entfallen auf das Primärsegment North Europe, EUR 0,25 Mio. auf die Region South West Europe, der Rest auf die Region Central and Eastern Europe.

Die genannten Zielverfehlungen führten auch zu Wertminderungsaufwendungen für Entwicklungskosten (EUR 1,86 Mio.) und aktivierten Vertriebsrechten und Kundenbeziehungen (EUR 1,23 Mio.). Die Wertminderung der Vertriebsrechte und Kundenbeziehungen betrifft zur Gänze das Primärsegment Deutschland. Die Wertminderungsaufwendungen der Entwicklungskosten betreffen die Regionen Deutschland (EUR 1,67 Mio.) und South West Europe (EUR 0,13 Mio.). Der Rest betrifft die Region Central and Eastern Europe.

Die übrigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um EUR 1,39 Mio. auf EUR 7,50 Mio. (Vorjahr: EUR 6,11 Mio.). Der Anstieg ist vor allem auf gestiegene Personalrecruiting-, Branding- und Werbeaufwendungen zurückzuführen.

Das Finanzergebnis beträgt EUR -330 Tausend (Vorjahr: EUR +131 Tausend). Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen zeigt den Ergebnisbeitrag und die vorgenommenen Wertminderungsaufwendungen der KEMP Technologies Inc. in Höhe von EUR 0,52 Mio.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt EUR -18,27 Mio. (Vorjahr: EUR +1,59 Mio.). Die Ertragsteuern belaufen sich auf EUR -1,99 Mio. (Vorjahr: EUR -211 Tausend).

Segmentinformation

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG hat sich aufgrund der stark internationalen Ausrichtung des Konzerns entschlossen, die Primärsegmente den regionalen Märkten anzupassen. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2007 wurden folgende Regionen und Staaten definiert:

  • Region Deutschland
  • Region Central and Eastern Europe mit Österreich, Tschechien, Slowakei und den weiteren Ländern Osteueuropas
  • Region South West Europe mit Italien und der Schweiz
  • Region North Europe mit Niederlande und Großbritannien

Die BRAIN FORCE Inc., New York, USA, sowie die Ergebnisbeiträge der KEMP Technologies Inc., New York, USA, werden im Segment Nicht zuteilbare Kosten dargestellt.

Die Kennzahlen nach geografischen Segmenten stellen sich zum 30. September 2007 wie folgt dar:

Region
Deutschland
Region
Central and
Eastern Europe
Region
South West
Europe
Region
North Europe
nicht
zuteilbar
Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Segmentumsatzerlöse (konsolidiert) 34.302.657 10.013.743 20.562.404 6.565.399 0 71.444.203
Segment EBITDA -370.917 270.805 1.505.675 323.945 -3.290.175 -1.560.667
Segmentabschreibungen 11.324.019 637.926 1.209.562 2.639.843 52.558 15.863.908
Segmentergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT) -11.694.936 -367.121 296.113 -2.315.898 -3.342.733 -17.424.575
Finanzierungsergebnis -330.075
Ergebnisanteil an assoziierten
Unternehmen -518.911 -518.911
Ergebnis vor Ertragsteuern -18.273.561
Ertragsteuern -1.993.413
Periodenergebnis -20.266.974
Segmentvermögenswerte 21.782.617 17.073.662 18.731.269 8.915.022 5.361.176 71.863.746
Segmentschulden 7.244.092 4.111.179 12.876.809 2.319.429 19.399.052 45.950.561
Segmentinvestitionen 8.329.082 7.457.334 488.071 532.872 34.452 16.841.811
Region
Deutschland
Region
Central and
Eastern Europe
Region
South West
Europe
Region
North Europe
nicht
zuteilbar
Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Segmentumsatzerlöse (konsolidiert) 29.004.737 7.906.160 19.628.738 6.641.900 0 63.181.535
Segment EBITDA 2.853.434 212.165 1.571.689 1.135.737 -2.003.024 3.770.001
Segmentabschreibungen 1.292.365 100.603 472.197 574.985 68.960 2.509.110
Segmentergebnis der betrieblichen
Tätigkeit (EBIT) 1.561.069 111.562 1.099.492 560.752 -2.071.984 1.260.891
Finanzierungsergebnis 130.838
Gewinnanteil an assoziierten
Unternehmen 215.798 -12.559 203.239
Ergebnis vor Ertragsteuern 1.594.968
Ertragsteuern -210.770
Periodenergebnis 1.384.198
Segmentvermögenswerte 32.598.388 3.650.985 18.366.784 9.565.987 10.195.427 74.377.571
Segmentschulden 9.055.100 2.188.170 12.007.126 1.669.719 3.983.569 28.903.684
Segmentinvestitionen 8.680.639 33.208 423.206 362.022 87.883 9.586.958

Der Vorjahresvergleich der geografischen Segmente stellt sich wie folgt dar:

Die Kennzahlen nach Geschäftsfeldern stellen sich zum 30. September 2007 wie folgt dar:

Enterprise
Services
Business
Solutions
Technology and
Infrastructure
nicht
zuteilbar
Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Segmentumsatzerlöse (konsolidiert) 27.212.874 19.586.231 24.645.098 0 71.444.203
Segmentvermögenswerte 12.672.051 16.582.096 37.248.422 5.361.177 71.863.746
Segmentinvestitionen 478.038 726.466 15.602.855 34.452 16.841.811

Kennzahlen nach Geschäftsfeldern zum 30. September 2006:

Enterprise
Services
Business
Solutions
Technology and
Infrastructure
nicht
zuteilbar
Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Segmentumsatzerlöse (konsolidiert) 24.552.939 19.260.761 19.367.835 0 63.181.535
Segmentvermögenswerte 20.058.073 22.887.713 21.236.358 10.195.427 74.377.571
Segmentinvestitionen 7.810.947 727.504 960.624 87.883 9.586.958

Erläuterungen zur Konzern-Geldflussrechnung

Die Geldflussrechnung wurde nach der indirekten Methode erstellt.

Aus ihr ist die Veränderung der Zahlungsmittel im Konzern auf Grund der Mittelzu- und -abflüsse im Laufe der Berichtsperiode ersichtlich, wobei zwischen betrieblicher Tätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden wird.

Ausgehend vom Ergebnis vor Ertragsteuern in Höhe von EUR -18,27 Mio. (Vorjahr: EUR 1,59 Mio.) zeigen die Nettozahlungsmittel aus betrieblicher Tätigkeit einen Mittelabfluss von EUR 3,24 Mio. (Vorjahr: Mittelzufluss EUR 3,16 Mio.).

Die Abschreibungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich um EUR 13,35 Mio. auf EUR 15,86 Mio., davon entfallen EUR 11,74 Mio. auf die vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen der Firmenwerte und sonstigen Wertminderungen. Die Veränderung der Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen zeigt eine Reduktion von EUR 0,64 Mio. Im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember 2006 verringerten sich die Forderungen um EUR 0,66 Mio. Die Veränderung der Verbindlichkeiten zeigt einen Mittelabfluss von EUR 0,46 Mio. Die gezahlten Ertragsteuern belaufen sich auf EUR 1,37 Mio. (Vorjahr: EUR 1,14 Mio.).

Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionstätigkeit beträgt EUR 10,17 Mio. (Vorjahr: EUR 14,34 Mio.).

Für den Erwerb von Tochterunternehmen wurden Zahlungsmittel in Höhe von EUR 6,86 Mio. aufgewendet. Darin enthalten sind Zahlungen für den Erwerb der SolveDirect (EUR 5,24 Mio.) sowie im Zusammenhang mit dem Squeeze-out der Altaktionäre der Brain Force Financial Solutions AG und dem anschließenden Spruchverfahren (EUR 0,36 Mio.). EUR 1,26 Mio. wurden für in Vorjahren erworbene Unternehmen bezahlt – vorrangig Earn out Leistungen im Zusammenhang mit dem Erwerb der BRAIN FORCE B.V., Niederlande.

Für den Erwerb von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten wurden EUR 2,38 Mio. (Vorjahr: EUR 1,79 Mio.) aufgewendet. Der Zahlungsmittelabfluss für den Erwerb von Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten beträgt EUR 9,44 Mio. (Vorjahr: EUR 9,42 Mio.).

Aus dem Verkauf von Finanzanlagen und finanziellen Vermögenswerten resultiert ein Mittelzufluss von EUR 8,46 Mio. (Vorjahr: EUR 5,16 Mio.).

Die Nettozahlungsmittel aus Finanzierungstätigkeit zeigen einen Mittelzufluss von EUR 6,90 Mio. (Vorjahr: EUR 9,61 Mio.).

Davon entfallen EUR 11,44 Mio. auf die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten. Darin enthalten ist ein endfälliges Darlehen mit einer Laufzeit von 7 Jahren in Höhe von EUR 10 Mio.

Für den Erwerb von eigenen Aktien wurden EUR 3,03 Mio. aufgewendet. Sämtliche eigene Aktien wurden im Rahmen der Akquisition der SolveDirect als Kaufpreisteil an die Verkäufer übertragen.

Für die Zahlung der in der ordentlichen Hauptversammlung beschlossenen Dividende wurden EUR 1,51 Mio. (Vorjahr: EUR 820 Tausend) an die Aktionäre der BRAIN FORCE HOLDING AG aufgewendet.

Zum Stichtag 30. September 2007 stehen dem BRAIN FORCE-Konzern Zahlungsmittel und kurzfristig veranlagte finanzielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 8,07 Mio. (31. Dezember 2006: EUR 13,53 Mio.) zur Verfügung.

Akquisition

Mit Kaufvertrag vom 6. Juli 2007 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG 100 Prozent an der SolveDirect.com Internet-Service GmbH, Wien, übernommen. SolveDirect ist Anbieter einer IT-Service Management Software, die vollständig auf einer Sammlung von Best Practise gemäß ITIL ausgerichtet ist. Mit den Produkten der SolveDirect wird die BRAIN FORCE IT-Management Suite komplettiert.

Gemäß Kauf- und Abtretungsvertrag gingen die Geschäftsanteile an der SolveDirect mit Ablauf des 30. Juni 2007 auf die Käuferin über. Als Zeitpunkt der Erstkonsolidierung wurde somit der 1. Juli 2007 gewählt.

Im Rahmen der Erstkonsolidierung wurde von der nach IFRS 3 geltenden Regelung der provisorischen Feststellung der erstmaligen Bilanzierung Gebrauch gemacht. Demnach erfolgte die erstmalige Bilanzierung des Unternehmenszusammenschlusses nur vorläufig am Ende der Berichtsperiode, in der der Zusammenschluss stattfand, weil die den identifizierten Vermögenswerten, Schulden oder Eventualschulden zuzuweisenden beizulegenden Zeitwerte nur provisorisch bestimmt werden konnten.

Der Kaufpreis inklusive Anschaffungsnebenkosten beläuft sich auf EUR 12,07 Mio. Es wurden Vermögenswerte mit beizulegenden Zeitwerten in Höhe von EUR 10,61 Mio. übernommen; darin sind langfristige Vermögenswerte mit EUR 8,90 Mio. enthalten. Die übernommenen Zahlungsmittel betragen EUR 0,77 Mio. Die übernommenen Schulden belaufen sich auf EUR 4,10 Mio.; davon EUR 3,19 Mio. langfristig. Der übernommene Firmenwert beträgt EUR 5,56 Mio.

Die erworbene Gesellschaft trug zum Ergebnis der Berichtsperiode wie folgt bei: Es wurden in der Zeit vom 1. Juli bis 30. September 2007 Umsatzerlöse in der Höhe von EUR 1,06 Mio. und ein Periodenergebnis in Höhe von EUR -92 Tausend erwirtschaftet. Die Gesamtaktiva betragen zum 30. September 2007 EUR 10,33 Mio., das Fremdkapital EUR 3,91 Mio.

Sonstige Angaben

Am 29. März 2007 fand beim Landgericht München I eine mündliche Verhandlung im Spruchverfahren betreffend der Bestimmung einer angemessenen Barabfindung an die Minderheitsaktionäre der Brain Force Financial Solutions AG statt. Einzelne Minderheitsaktionäre hatten die im Rahmen der Anfechtungsklagen der entsprechenden Hauptversammlungsbeschlüsse im Vergleichsweg festgelegte Barabfindung als zu niedrig erachtet. Nach dieser mündlichen Verhandlung erging seitens des Landgerichtes München I ein schriftlicher Vergleichsvorschlag dessen Annahme durch alle Beteiligten bis spätestens 29. Mai 2007 in schriftlicher Form beim Gericht eingehen sollte.

Mit Beschluss des Landgerichts München I vom 12. Juni 2007 wurde die Annahme des Vergleichsvorschlages durch die Antragsteller festgestellt. Der Vergleich sieht eine Erhöhung der Barabfindung von EUR 11,00 auf EUR 16,27 vor. Zusätzlich trägt die BRAIN FORCE HOLDING AG die gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten.

Am 9. Mai 2007 fand die ordentliche Hauptversammlung der Aktionäre der BRAIN FORCE HOLDING AG statt. Sämtliche Tagesordnungspunkte wurden antragsgemäß einstimmig beschlossen. So wurde unter anderem der Beschluss gefasst, aus dem Ergebnis eine Dividende in Höhe

von EUR 0,10 pro Aktie an die Aktionäre der BRAIN FORCE HOLDING AG auszuschütten. Weiters erfolgte die Beschlussfassung über den Widerruf der in der ordentlichen Hauptversammlung vom 11. Mai 2006 eingeräumten Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien unter gleichzeitiger erneuten Ermächtigung des Vorstandes zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10 Prozent begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 18 Monaten ab Beschlussfassung und sohin bis 9. November 2008 gilt und der Gegenwert den Betrag von EUR 1,00 nicht unterschreiten und den Betrag von EUR 15,00 nicht überschreiten darf.

Unter dem Tagesordnungspunkt Wahlen in den Aufsichtsrat wurde die Wiederwahl von Herrn Mag. Christian Schamburek als Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft vorgeschlagen und antragsgemäß beschlossen.

Angaben gemäß IAS 24:

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 6. Juli 2007 sämtliche Geschäftsanteile an der SolveDirect.com Internet-Services GmbH übernommen. Der Kaufpreis wurde teilweise in BRAIN FORCE-Aktien bezahlt, welche gemäß Kauf- und Abtretungsvertrag einem stufenweisen Lockup unterliegen.

In einer Nebenvereinbarung vom 6. Juli 2007, abgeschlossen zwischen den Verkäufern und der BRAIN FORCE HOLDING AG, stimmt die BRAIN FORCE – bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen - der Übertragung der dem Lockup unterliegenden Aktien an die MARCHSIXTEEN FINANCE SERVICES LLP (M16) zu.

In einer separaten Vereinbarung zwischen den Verkäufern und der M16 verpflichten sich die Verkäufer, unter Aufgabe bisher wirksamer Rahmenvereinbarungen, jeweils 7,5 Prozent des Kaufpreises den die Verkäufer für die Abtretung der Geschäftsanteile der SolveDirect.com Internet-Services GmbH von der BRAIN FORCE HOLDING AG erhalten an die M16 abzutreten. Die Auszahlung der 7,5 Prozent Bonus-Vereinbarung durch die Verkäufer an die M16 erfolgt unter Maßgabe der Bezahlung des Kaufpreises durch die BRAIN FORCE an die Altgesellschafter, somit aufgeteilt in Fix-Kaufpreis, Earn Out 2007 und Earn Out 2008. Aktuell umfasst die Bonus-Vereinbarung somit den Fix-Kaufpreis in Höhe von EUR 9.000.000.

Ein Mitglied des Aufsichtsrates ist Gesellschafter und Geschäftsführer der MARCHSIXTEEN FINANCE SERVICES LLP.

In der Aufsichtsratssitzung vom 4. September 2007 wurde, mit sofortiger Wirkung, die

Abberufung des Vorstandsvorsitzenden Helmut Fleischmann beschlossen. Gleichzeitig wurde Herr Günter Pridt, bisher Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der BRAIN FORCE HOLDING AG, als interimistischer Vorstandsvorsitzender bestellt. In weiterer Folge wurde der Interims-Vertrag bis Ende 2009 verlängert.

Mit 29. Oktober 2007 hat Herr Wolfgang Lippert, bisher Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG, sein Mandat als Vorstand aus persönlichen Gründen zurückgelegt. Günter Pridt, Vorstandsvorsitzender, wird bis auf weiteres das Unternehmen als Alleinvorstand führen.

Der Personalstand beträgt zum Stichtag 887 Angestellte (30. September 2006: 866); die Auftragslage beläuft sich auf EUR 27,97 Mio. (30. September 2006: EUR 26,60 Mio.).

Zum Stichtag 30. September 2007 halten Vorstand und Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG keine Optionen.

Wien, am 26. November 2007

Der Vorstand:

Günter Pridt Chief Executive Officer

Finanzkalender 2008

Datum Event
27.03.2008 Geschäftsbericht 2007 und Bilanzpressekonferenz
24.04.2008 Hauptversammlung

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Redaktion: Martin Kögel, Florian Kränzle

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