Annual Report • Mar 27, 2017
Annual Report
Open in ViewerOpens in native device viewer
Sechstes Rekordergebnis in Folge
Umsatzanstieg auf über € 1,3 Mrd.
Rekordinvestitionen an den österreichischen Betriebsstandorten
Primärnotierung an der Schweizer Börse SIX in Zürich
| Kennzahlen 5 |
|---|
| Konzernstruktur 6 |
| Vorwort des Vorstandes 8 |
| Organe der Gesellschaft 10 |
| Beteiligungen 12 |
| Aktie & Investor Relations 24 | |
|---|---|
| Corporate Governance Bericht 27 | |
| Bericht des Aufsichtsrates 64 |
| 1. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2016 68 | |
|---|---|
| 2. Wirtschaftliches Umfeld 68 | |
| 3. Geschäftsentwicklung der Segmente 69 | |
| 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 70 | |
| 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 73 | |
| 6. Risikobericht 76 | |
| 7. Angaben gemäß § 243a (Abs. 1) UGB 77 | |
| 8. Ausblick 78 |
| SERVICE 170 |
|
|---|---|
| Finanzkalender 170 | |
| Impressum 170 |
| Ertragskennzahlen | 2015 | 2016 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in m€ | 1.223,6 | 1.343,0 | 10 |
| EBITDA | in m€ | 178,4 | 198,4 | 11 |
| EBIT | in m€ | 112,9 | 122,3 | 8 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | in m€ | 65,0 | 89,0 | 37 |
| EBITDA-Marge | in % | 14,6% | 14,8% | - |
| EBIT-Marge | in % | 9,2% | 9,1% | - |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2015 | 31.12.2016 | Vdg. in % | |
| Bilanzsumme | in m€ | 1.175,9 | 1.391,8 | 18 |
| Eigenkapital | in m€ | 386,6 | 454,9 | 18 |
| Eigenkapitalquote | in % | 32,9% | 32,7% | - |
| Nettoverschuldung | in m€ | 387,4 | 364,6 | -6 |
| Gearing | in % | 100,2% | 80,1% | - |
| Mitarbeiter | 31.12.2015 | 31.12.2016 | Vdg. in % | |
| Mitarbeiterstand zum Stichtag | 4.553 | 5.069 | 11 |
(inkl. Leiharbeiter und externe Dienstnehmer)
Vereinfachte Darstellung zum 31.12.2016
Sonstige Beteiligungen:
100% K KraftFahrZeug Holding GmbH (vormals: CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH)
100% PF Beteiligungsverwaltungs GmbH
24% AGM Durmont Austria GmbH (vormals: Durmont Teppichbodenfabrik GmbH)
18% Wethje Carbon Composites GmbH
12,3% ACstyria Autocluster GmbH *) indirekt über K KraftFahrZeug Holding GmbH
Die KTM Industries-Gruppe ist eine führende europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf das globale Sportmotorradsegment und den automotiven High-Tech Komponentenbereich. Mit ihren weltweit bekannten Marken KTM, Husqvarna Motorcycles, WP und Pankl zählt sie in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern. Wie in den Vorjahren stand im Geschäftsjahr 2016 die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaften im Vordergrund.
Das abgelaufene Geschäftsjahr war zudem geprägt von weiteren Anteilserwerben an der Pankl Racing Systems AG, welche damit ihre strategische Positionierung innerhalb der KTM Industries-Gruppe nachhaltig stärkt. Die KTM Industries AG erhöhte ihren Anteil an der Pankl Racing Systems AG somit von bisher 55,9% auf 94,5%. Weiters hält die KTM Industries AG zum Stichtag 31.12.2016 51,7% an der KTM AG sowie (mittel- bzw. unmittelbar) 88,3% an der WP AG.
Mit der im November 2016 erfolgten Primärnotierung an der SIX Swiss Exchange kam die KTM Industries AG als zweites österreichisches Unternehmen an den Züricher Börsenplatz. Die Schweizer Börse SIX Swiss Exchange wird damit zu einer Hauptbörse für die KTM Industries-Aktien, welche aber auch weiterhin an der Wiener Börse handelbar sind.
Die KTM Industries-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Rekordumsatz von € 1.343,0 Mio. (+10%) nach € 1.223,6 Mio. im Vorjahr. Das EBIT steigerte sich auf € 122,3 Mio. (+8%) nach € 112,9 Mio. im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich von € 65,0 Mio. auf € 89,0 Mio. (+37%). Die Bilanzsumme erhöhte sich von € 1.175,9 Mio. auf € 1.391,8 Mio., die Eigenkapitalquote beträgt 32,7%.
Im Geschäftsjahr 2016 konnten im Zuge des Wachstums der Gruppe weitere 516 Mitarbeiter eingestellt werden, davon 428 in Österreich. Die KTM Industries-Gruppe beschäftigte 2016 über 5.000 Mitarbeiter, davon mehr als 75% in Österreich. Nach Straffung der Konzernstruktur und Umstrukturierungen sowie nach der erfolgten Umbenennung der CROSS Industries AG auf KTM Industries AG im abgelaufenen Geschäftsjahr setzt die Gesellschaft ihren Fokus weiterhin intensiv auf den automotiven Nischenbereich.
Im vergangenen Jahr wurden für den weiteren Wachstumskurs € 144 Mio. in Modellentwicklung, Betriebsanlagen und Infrastruktur investiert. Hervorzuheben ist die Auspufffertigung und das Motorsportzentrum in Munderfing, die Erweiterung der Produktionskapazitäten im KTM-Hauptwerk in Mattighofen sowie das neue High Performance Antriebswerk bei Pankl in Kapfenberg.
Alle operativen Bereiche konnten im abgeschlossenen Geschäftsjahr sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich steigern:
Die KTM AG ist mit 203.423 verkauften Motorrädern mit den Marken KTM und Husqvarna stückzahlenmäßig erneut die Nummer 1 in Europa vor BMW und Triumph und der am schnellsten wachsende Motorradhersteller weltweit. Nachhaltig liegt die Exportquote bei über 95%, wobei mehr als 50% der Produkte außerhalb Europas abgesetzt werden.
KTM AG erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von € 1.141,8 Mio. (+11,7%) und setzte 167.550 Fahrzeuge ab, was einem Zuwachs von 10% entspricht. Weltweit - inklusive der vom indischen KTM-Partner Bajaj verkauften DUKE 200, DUKE 390, RC 200 und RC 390 - wurden insgesamt 203.423 Fahrzeuge der Marken KTM und Husqvarna verkauft. Diese erfreuliche Entwicklung ist neben dem kontinuierlichen Wachstum der KTM vor allem auch auf die erfolgreichen und vom Markt extrem positiv aufgenommenen Produktentwicklung der Husqvarna Modelle zurückzuführen.
Auch die WP AG, ein Technologieführer im Powersports-Bereich, konnte im Geschäftsjahr 2016 den Umsatz auf € 166,1 Mio. (+14,9%) und das EBIT auf € 12,1 Mio. (Vorjahr: € 9,7 Mio.) deutlich steigern und neue Rekordwerte erzielen. Die WP AG hat im Jahr 2016 auf dem Standort in Munderfing eine neu aufgestellte moderne Auspufffertigung eingerichtet und damit das langfristige Modernisierungsprojekt abgeschlossen. Durch die 2016 realisierte engere Anbindung an die KTM AG wird das weitere Wachstum der Fahrzeug-Gruppe abgesichert.
Die Produkte der WP-Gruppe bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird.
Auch die Pankl Racing Systems AG konnte im Geschäftsjahr 2016 ihren bisherigen Umsatzrekord wieder übertreffen. Pankl erzielte eine Umsatzsteigerung von 7% auf € 186,0 Mio. Die Pankl Racing Systems AG konnte, vor allem aufgrund eines sehr starken vierten Quartals, das Geschäftsjahr 2016 mit Rekordergebnissen abschließen, wobei insbesondere das neue Formel 1 Reglement für einen deutlichen Schub verantwortlich war. Besonders erfreulich war, dass in vielen Bereichen spürbare Produktivitätsverbesserungen erreicht wurden und diese in Verbindung mit der gestiegenen Nachfrage zu überproportionalen Ergebnisverbesserungen geführt haben.
Die KTM Industries-Gruppe setzt im Geschäftsjahr 2017 weiterhin auf organisches Wachstum in ihren Kernbereichen durch Ausbau der Marktanteile und globales Wachstum, wobei der Fokus neben der Einführung neuer Modelle auf den Emerging Markets liegt. Innerhalb der Konzernbereiche wird weiterhin auf die wechselseitige Nutzung der Synergiepotentiale und auf eine Weiterentwicklung der Kooperationsprojekte gesetzt. Das Investitionsvolumen wird im Geschäftsjahr 2017 weiter steigen, wobei die Schwerpunkte auf neue Fahrzeugmodelle sowie Infrastruktur- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich der Entwicklung liegen werden.
Wels, im März 2017
DI Stefan Pierer
Vorsitzender des Vorstandes
DI Stefan Pierer CEO Bestellt bis 29.02.2020
Mag. Friedrich Roithner CFO Bestellt bis 29.02.2020
Ing. Alfred Hörtenhuber Bestellt bis 31.01.2018
Mag. Wolfgang Plasser Bestellt bis 31.05.2022
Josef Blazicek Aufsichtsratsvorsitzender
Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2020 beschließt
Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2020 beschließt
Mitglied
Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2019 beschließt
Gewählt bis zum Ende der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Geschäftsjahres 2019 beschließt
DI Stefan Pierer übernimmt KTM
1992
Erster Rallye Dakar Sieg auf KTM Seitdem sicherten sich nur KTM-Fahrer den Sieg
KTM – Kronreif Trunkenpolz Mattighofen Die drei Buchstaben tauchten erstmals auf um KTM zu repräsentieren
Motocross World Championship Sieg Ein Österreicher gewinnt Motocross-WM auf einem in Österreich hergestellten KTM-Motorrad
2001
Erste KTM Straßenmotorräder werden verkauft
KTM fährt elektrisch KTM hat als Spitzenreiter im Offroad-Motorradsport mit der Einführung der innovativen KTM FREERIDE E-SX, E-XC und E-SM nun auch neue Maßstäbe für Elektromotorräder gesetzt
2016
2008
Auftritt der RC8
Das erste Superbike von KTM stellte herkömmliche Vorstellungen in Bezug auf Design und Fahrverhalten vollends auf den Kopf
Erwerb Husqvarna Motorcycles
2012
2013
Erwerb Stahlrahmenund Auspufffertigung
Einführung der in Zusammenarbeit mit BOSCH entwickelten Motorrad-Stabilitätskontrolle
Beginn der Kooperation mit der Bajaj-Gruppe
Das Geschäftsjahr 2016 geht als weiteres Rekordjahr in die KTM-Geschichte ein. Es konnte ein Konzernumsatz von € 1.141,8 Mio. (+11,7% zum Vorjahr) erreicht werden, wovon rund 95% der Umsatzerlöse außerhalb Österreichs erzielt wurden. Der Absatz konnte – unter Berücksichtigung der in Indien vom Partner Bajaj verkauften DUKE 200, DUKE 390, RC 200 und RC 390 – im Geschäftsjahr 2016 auf weltweit 203.423 Fahrzeuge (+11,1% zum Vorjahr) gesteigert werden. Damit erzielte KTM im abgelaufenen Geschäftsjahr ein EBITDA von € 160,0 Mio. (+13,1% zum Vorjahr) und ein EBIT von € 102,8 Mio. (+8,1% zum Vorjahr).
Im Juni 2016 wurde ein Schuldscheindarlehen mit einem gesamten Emissionsvolumen von € 120 Mio. und Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren erfolgreich platziert.
Zum 31.12.2016 beträgt der Mitarbeiterstand 2.931 Mitarbeiter.
48% Bajaj Auto International Holdings B.V.
0,3% Streubesitz
51,7% KTM Industries AG
Im April 2016 hat der Hauptaktionär der KTM AG ein öffentliches Erwerbsangebot an sämtliche Streubesitzaktionäre der KTM AG als flankierende Maßnahme zur Zurückziehung der Aktien der KTM AG vom Dritten Markt (MTF) der Wiener Börse gestellt. Mit Ablauf des 24. Juni 2016 wurde die Aktie vom Dritten Markt der Wiener Börse zurückgezogen und im Herbst 2016 von Inhaberaktien auf Namensaktien umgestellt.
Für das Jahr 2017 erwartet KTM ein leichtes Wachstum des globalen Motorradmarktes. Aufgrund neuer Produkte, der konsequenten Strategieumsetzung sowie durch die Konzentration auf das Commercial Business Development zur quantitativen und qualitativen Weiterentwicklung der Vertriebspartner geht KTM davon aus, weiterhin Marktanteile zu gewinnen.
| Ertragskennzahlen | 2015 | 2016 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in m€ | 1.022,5 | 1.141,8 | 12% |
| EBITDA | in m€ | 141,5 | 160,0 | 13% |
| EBIT | in m€ | 95,1 | 102,8 | 8% |
| Ergebnis nach Steuern | in m€ | 63,9 | 72,1 | 13% |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2015 | 31.12.2016 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Bilanzsumme | in m€ | 848,9 | 1.056,5 | 24% |
| Eigenkapital | in m€ | 379,8 | 428,0 | 13% |
| Eigenkapitalquote | 44,7% | 40,5% | - | |
| Nettoverschuldung | in m€ | 97,2 | 80,9 | -17% |
| Gearing | 25,6% | 18,9% | - | |
| Börsekennzahlen | 2015 | 2016 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Anzahl der Aktien | in Stk. | 10.845.000 | 10.845.000 | - |
| Marktkapitalisierung | in m€ | 1.323,1 | *) | - |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 122,0 | *) | - |
*) letzter Handelstag der KTM AG-Aktie an der Wiener Börse war der 24.06.2016
75,9% KTM Industries AG
Das Geschäftsjahr 2016 der WP-Gruppe war von einem starken Umsatzwachstum und strategischer Neuausrichtungen geprägt. Der Umsatz des Konzerns konnte auf € 166,1 Mio. (Vorjahr: € 144,6 Mio.) gesteigert werden. Der Umsatzanstieg war in allen Produktsparten und über einen Großteil der Kundensegmente festzustellen. WP konnte aufgrund des starken Wachstums von KTM ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren. Das Ergebnis vor Steuer lag bei € 11,4 Mio. und konnte gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden (Vorjahr: € 8,7 Mio.).
Trotz eines verhaltenen Wachstums des Gesamtmarkts, konnte WP im Bereich Fahrwerkskomponenten ein sehr starkes Mengen- und Umsatzwachstum vorweisen, was auf das starke Wachstum bei KTM zurückzuführen ist. Für das weitere Wachstum von WP ist eine engere Kooperation mit KTM von entscheidender Bedeutung, weshalb in 2016 die Bereiche F&E und Factory Racing aus strategischen Gesichtspunkten in die KTM Gruppe eingegliedert wurden.
24% KTM AG 0,1% Streubesitz
Zum 31.12.2016 beträgt der Mitarbeiterstand 615 Mitarbeiter.
Im April 2016 hat der Hauptaktionär der WP AG ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot an sämtliche Streubesitzaktionäre der WP AG als flankierende Maßnahme zur Zurückziehung der Aktien der WP AG vom Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse gestellt. Mit Ablauf des 10. Juni 2016 wurde die Aktie vom Geregelten Freiverkehr der Wiener Börse zurückgezogen und im Herbst 2016 von Inhaberaktien auf Namensaktien umgestellt.
Der Auftragsstand liegt in allen Geschäftsbereichen über dem Niveau des Vorjahres, weshalb für 2017 zumindest mit einem gleichbleibenden Umsatz zu rechnen ist. Vorrangiges Ziel ist in diesem Jahr die Konsolidierung des Unternehmens auf dem nun angestiegenen Umsatzniveau und eine Verbesserung der operativen Ergebnismarge.
| Ertragskennzahlen | 2015 | 2016 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in m€ | 144,6 | 166,1 | 15% |
| EBITDA | in m€ | 13,6 | 16,6 | 23% |
| EBIT | in m€ | 9,7 | 12,1 | 25% |
| Ergebnis nach Steuern | in m€ | 7,1 | 14,2 | 100% |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2015 | 31.12.2016 | Vdg. in % | |
| Bilanzsumme | in m€ | 99,6 | 106,5 | 7% |
| Eigenkapital | in m€ | 42,3 | 53,5 | 26% |
| Eigenkapitalquote | 42,4% | 50,2% | - | |
| Nettoverschuldung | in m€ | 20,0 | 24,9 | 24% |
| Gearing | 47,3% | 46,5% | - | |
| Börsekennzahlen | 2015 | 2016 | Vdg. in % | |
| Anzahl der Aktien | in Stk. | 5.000.000 | 5.000.000 | - |
|---|---|---|---|---|
| Marktkapitalisierung | in m€ | 70,5 | *) | - |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 14,10 | *) | - |
*) letzter Handelstag der WP AG-Aktie an der Wiener Börse war der 10.06.2016
Errichtung der Fabrik in Topolcany Erwerb Northbridge Motorsport (Pleuelschraube) Erwerb Carrillo Industries (Stahlpleuel)
Fertigstellung High Performance Serien-Produktion in Bruck an der Mur
Neue Produktionsfläche für das Racing-Segment in Kapfenberg
2012
Zusätzliche neue Produktions- und Büroflächen
für die Aerospace-Division in Kapfenberg
Erweiterung der Schmiedehalle für neue automatisierte Pressenlinie
Zusammenlegung der US-Firmen CP und Carrillo
Erwerb von 51 % an Pankl APC Turbosystems GmbH (Turbolader – vormals APC Advanced Propulsion Concepts Mannheim GmbH)
KTM Industries AG Spatenstich High Performance Antriebswerk in Kapfenberg
5,5% Streubesitz 94,5% KTM Industries AG
Die Umsatzerlöse der Pankl-Gruppe konnten im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 7% auf einen neuen Rekordwert von € 186,0 Mio. (Vorjahr: € 173,6 Mio.) gesteigert werden. Das operative Ergebnis der Pankl-Gruppe erhöhte sich vor allem aufgrund des starken letzten Quartals bedingt durch ein reglementbedingt anziehendes Formel 1 Geschäft und erreichte mit € 13,2 Mio. (Vorjahr: € 10,2 Mio.) ein neues Rekordniveau. Die EBIT-Marge beläuft sich auf 7,1% (Vorjahr: 5,9%). Das Ergebnis nach Steuern betrug € 10,0 Mio. nach € 7,9 Mio. im Vorjahr.
Im Rennsportgeschäft konnte die Pankl Gruppe vor allem im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 von den Formel 1 Reglementänderungen für die Saison 2017 profitieren. Das High-Performance Geschäft entwickelte sich im abgelaufen Jahr stabil. Das Luftfahrtgeschäft hat sich weitestgehend stabilisiert, dennoch war auch das Geschäftsjahr 2016 vom schwierigen Marktumfeld für Helikopter geprägt.
Zum 31.12.2016 beträgt der Mitarbeiterstand 1.514 Mitarbeiter.
Über den Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten liegt der höchste Schlusskurs bei € 35,0; der niedrigste bei € 26,5. Am 31.12.2016 schloss
die Pankl Aktie bei € 34,0. Die Marktkapitalisierung bei 3.150.000 zum Handel zugelassenen Aktien betrug per 31.12.2016 € 107,1 Mio.
Zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 liegen die Auftragsstände der Pankl-Töchter über denen des Vorjahres. Im Jahr 2017 wird vor allem der Inbetriebnahme des neuen High Performance Antriebswerkes in Kapfenberg, der mit Abstand größten Investition der bisherigen Unternehmensgeschichte, herausragende Bedeutung zukommen.
| Ertragskennzahlen | 2015 | 2016 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in m€ | 173,6 | 186,0 | 7% |
| EBITDA | in m€ | 23,6 | 26,2 | 11% |
| EBIT | in m€ | 10,2 | 13,2 | 29% |
| Ergebnis nach Steuern | in m€ | 7,9 | 10,0 | 26% |
| Bilanzkennzahlen | 31.12.2015 | 31.12.2016 | Vdg. in % | |
| Bilanzsumme | in m€ | 180,7 | 195,6 | 8% |
| Eigenkapital | in m€ | 82,9 | 80,2 | -3% |
| Eigenkapitalquote | 45,9% | 41,0% | - | |
| Nettoverschuldung | in m€ | 69,1 | 73,4 | 6% |
| Gearing | 83,4% | 91,5% | - | |
| Börsekennzahlen | 2015 | 2016 | Vdg. in % | |
| Anzahl der Aktien | in Stk. | 3.150.000 | 3.150.000 | - |
| Marktkapitalisierung | in m€ | 86,6 | 107,1 | 24% |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 27,5 | 34,0 | 24% |
Seit 14. November 2016 notiert die KTM Industries AG als zweites österreichisches Unternehmen an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange in Zürich. Die Schweizer Börse wurde damit zu einer Hauptbörse für die KTM Industries-Aktien, welche auch weiterhin an der Wiener Börse handelbar sind.
Die KTM Industries AG strebt eine weitgehende Konzentration des Handels in ihren Aktien auf die SIX Swiss Exchange an. Mit dem an der Wiener Börse geplanten Wechsel vom "prime market"-Segment in das "standard market"- Segment per Ende März 2017 sollen auch die Voraussetzungen für eine Aufnahme der Aktien in den Swiss Performance Index (SPI) geschaffen werden. Um die Handelsliquidität der Aktie zu erhöhen und den Aktionärskreis zu erweitern, hat der Hauptaktionär, die Pierer Industrie AG, im ersten Quartal 2017 einen Teil seiner Beteiligung (27.205.398 Aktien; dies entspricht rund 12,1% des Grundkapitals der Gesellschaft) an qualifizierte Anleger und institutionelle Investoren im Rahmen eines prospektfreien Angebots verkauft.
Mit der Durchführung der Primärnotierung sowie der angestrebten prospektfreien internationalen Privatplatzierung ist die Bank Vontobel AG beauftragt worden.
Die KTM Industries-Aktie startete am 14. November 2016 an der Schweizer Börse SIX erstmals mit einem Kurs von CHF 4,90 und schloss am letzten Handelstag (30.12.2016) bei CHF 5,35, was einer Wertentwicklung von rund 9,2% in diesen sechs Wochen entspricht. Der höchste Schlusskurs an der Schweizer Börse SIX lag bei CHF 5,79; der niedrigste bei CHF 5,14. Die Marktkapitalisierung betrug per 31.12.2016 CHF 1.205,8 Mio.
An der Wiener Börse schloss die Aktie am ersten Handelstag des Geschäftsjahres 2016 bei € 3,75 und am letzten Handelstag (30.12.2016) bei einem Kurs von € 5,10. Der höchste Schlusskurs im Geschäftsjahr 2016 lag bei € 5,18; der niedrigste bei € 3,35. Die Marktkapitalisierung betrug per 31.12.2016 € 1.149,2 Mio.
Das Grundkapital in der Höhe von € 225.386.742 ist eingeteilt in 225.386.742 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stammaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist. 74,89% Pierer Industrie AG
Nach der erfolgreich durchgeführten Privatplatzierung am 23. Februar 2017 hat sich der Streubesitz von rund 25,11 % auf 37,18% erhöht. Die Pierer Industrie AG hält weiterhin eine Beteiligung in Höhe von rund 62,82 % des Grundkapitals der Gesellschaft.
Der Vorstand wird der Hauptversammlung am 27. April 2017 die Ausschüttung einer Dividende von € 0,03 je Aktie vorschlagen. Im Hinblick auf ein Ergebnis je Aktie von € 0,23 bedeutet das eine Ausschüttungsquote von 13%. Bei 225.386.742 dividendenberechtigten Aktien wird somit ein Betrag in Höhe von rund € 6,76 Mio. ausgeschüttet.
Das Management der KTM Industries AG ist bemüht, eine transparente, zeitnahe und umfassende Informations- und Kommunikationspolitik mit den Kapitalmarktteilnehmern sowie der breiten Öffentlichkeit zu führen. Daher wird in regelmäßigen Abständen über die wirtschaftliche Lage sowie über die künftige Entwicklung der KTM Industries-Gruppe informiert. Um Transparenz, Service und Aktualität zu gewährleisten werden alle Finanzberichte, Pressemeldungen, Ad-Hoc-Meldungen, Stimmrechtsmitteilungen sowie Unternehmenspräsentationen auf der Website des Unternehmens www.ktm-industries.com veröffentlicht und stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.
| Investor Relations: | Mag. Michaela Friepeß |
|---|---|
| Telefon: | +43 7242 69 402 |
| Fax: | +43 7242 69 402 109 |
| E-Mail: | [email protected] |
| ISIN: | AT0000820659 |
| Börsenkürzel: | KTMI |
| Reuters: | KTMI:VI |
| Bloomberg: | KTMI:AV |
| Aktiengattung: | Nennwertlose Inhaber-Stammaktien |
5,10 5,35 5,35
| CORPORATE GOVERNANCE 2016 nach ÖCGK 27 | |
|---|---|
| 01 Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) 28 |
|
| 02 Zusammensetzung der Organe und Organbezüge 30 | |
| Arbeitsweise des Vorstands 30 | |
| Zusammensetzung des Vorstands 30 | |
| Arbeitsweise des Aufsichtsrates 32 | |
| Zusammensetzung des Aufsichtsrates 33 | |
| Ausschüsse des Aufsichtsrates und deren Mitglieder 34 | |
| Unabhängigkeit des Aufsichtsrates 35 |
| 04 Prüfungen und Externe Evaluierung 39 | |
|---|---|
| 03 Maßnahmen zur Förderung von Frauen 38 | |
| Vergütungsbericht 36 | |
| 1. Konzernstruktur und Aktionariat 41 | |
|---|---|
| 2. Kapitalstruktur44 | |
| 3. Aufsichtsrat 48 | |
| 4. Vorstand 53 | |
| 5. Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen59 | |
| 6. Mitwirkungsrechte der Aktionäre 60 | |
| 7. Kontrollwechsel und Abwehrmaßnahmen 61 | |
| 8. Revisionsstelle 62 | |
| 9. Informationspolitik 63 | |
Mit dem Österreichischen Corporate Governance-Kodex wird inländischen Aktiengesellschaften ein Ordnungsrahmen für die Führung und Überwachung des Unternehmens zur Verfügung gestellt. Der Kodex verfolgt das Ziel einer verantwortlichen, auf nachhaltige und langfristige Wertschaffung ausgerichteten Leitung und Kontrolle von Gesellschaften und Konzernen. Damit soll ein hohes Maß an Transparenz für alle Stakeholder des Unternehmens erreicht werden.
Grundlage des Kodex sind die Vorschriften des österreichischen Aktien-, Börse- und Kapitalmarktrechtes, die EU-Empfehlungen zu den Aufgaben der Aufsichtsratsmitglieder und zur Vergütung von Direktoren sowie in ihren Grundsätzen die OECD-Richtlinien für Corporate Governance. Der Kodex wurde seit dem Jahr 2002 mehrfach überarbeitet. Der vorliegende Corporate Governance-Bericht basiert auf dem Status der Kodex-Revision vom Jänner 2015. Der Kodex ist unter www.corporate-governance.at öffentlich zugänglich.
Die KTM Industries AG bekennt sich uneingeschränkt zum Österreichischen Corporate Governance-Kodex in der geltenden Fassung. Dieses Bekenntnis ist eine freiwillige Selbstverpflichtung der KTM Industries AG mit dem Ziel, das Vertrauen der Aktionärinnen und Aktionäre zu stärken und die hohen unternehmensinternen Rechts-, Verhaltens-und Ethikstandards der KTM Industries AG weiter kontinuierlich zu optimieren. Zudem ist das Unternehmen durch die Notiz seiner Aktien im Prime Market der Wiener Börse verpflichtet, die Vorgaben des ÖCGK einzuhalten.
Der Corporate Governance Bericht des Geschäftsjahres 2016 ist auf der Homepage der Gesellschaft (www.ktm-industries.com) unter der Rubrik Investor Relations > Corporate Governance > Corporate Governance Bericht öffentlich zugänglich.
Aufgrund dieses Bekenntnisses hat die KTM Industries AG nicht nur den gesetzlichen Anforderungen ("L-Regel") zu genügen. Vielmehr bewirkt diese freiwillige Selbstverpflichtung, dass sie die Nichteinhaltung von C-Regeln ("Comply or Explain") – das sind Regeln, die über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehen – zu begründen hat. Im Sinn dieser Systematik des ÖCGK hat die KTM Industries AG die Abweichung von den C-Regeln des ÖCGK wie folgt erklärt:
"C-Regel 18": Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016.
"C-Regel 21": Die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung werden in der Gesellschaft sowie bei ihren wesentlichen unmittelbaren Tochterunternehmen eingehalten. Aufgrund der großen Anzahl von Tochterunternehmen kann die Anwendung jedoch nicht auf alle Tochterunternehmen ausgedehnt werden, weil dies aufgrund der Größe der KTM Industries-Gruppe einen nicht bewältigbaren Verwaltungsaufwand mit sich bringen würde. Der Vorstand der Gesellschaft hat daher nach eingehender Beratung und unter Einbeziehung der wesentlichen Tochtergesellschaften beschlossen, von einer Anwendung auf alle Tochterunternehmen Abstand zu nehmen.
"C-Regeln 27 und 30": Die variablen Jahresvergütungskomponenten sind der Höhe nach nicht begrenzt und hängen von Erfolgskennzahlen von Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe ab. Eine Veröffentlichung zu allen Details der Vorstandsbezüge, insbesondere zu den einzelnen Leistungskriterien der variablen Vergütung, wird nicht vorgenommen, weil diese Informationen, zusätzlich zu den bereits im Corporate Governance Bericht veröffentlichten Informationen, nach Ansicht der Gesellschaft den Aktionären keine besonderen kapitalmarktrelevanten Informationen bringen würde.
"C-Regel 36": Der Aufsichtsrat ist bestrebt, seine Organisation, Arbeitsweise und Effizienz ständig zu verbessern. Eine explizite Selbstevaluierung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden.
"C-Regeln 39, 41, und 43": Da der Aufsichtsrat der KTM Industries AG im Geschäftsjahr 2016 aus nur vier Mitgliedern bestand, wurde auf die Einrichtung eines Nominierungs- und Vergütungsausschusses sowie eines eigenen Ausschusses, der zu Entscheidungen in dringenden Fällen befugt ist, verzichtet, da dies zu keiner Effizienzsteigerung der Aufsichtsratsarbeit geführt hätte. Die Aufgaben des Nominierungsund Vergütungsausschusses werden vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.
"C-Regel 49": Der Abschluss von Verträgen mit Mitgliedern des Aufsichtsrates, durch die sich diese außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat gegenüber der Gesellschaft zu einer Leistung gegen ein nicht bloß geringfügiges Entgelt verpflichten, wird gesetzeskonform vom Aufsichtsrat genehmigt. Von einer Veröffentlichung wird jedoch aufgrund der damit zusammenhängenden Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse Abstand genommen. Im Übrigen enthält der Anhang zum Konzernabschluss Angaben zu "related party transactions", in welchen die Entgelte für Leistungen von Mitgliedern des Aufsichtsrats außerhalb ihrer Tätigkeit im Aufsichtsrat enthalten sind.
"C-Regel 83": Dieser Regel wird nicht entsprochen, da das betriebsspezifische Risikomanagement auf der Ebene der Beteiligungsgesellschaften eingerichtet und aufgrund der Holdingfunktion das beteiligungsspezifische Risikomanagement ohnedies Teil des Beteiligungsmanagements ist.
Darüber hinaus ist die KTM Industries AG auch darauf bedacht, nicht nur den Mindestanforderungen, sondern auch allen R-Regeln ("Recommendation", Empfehlungen) des ÖCGK ausnahmslos zu entsprechen.
Das Unternehmen fühlt sich zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpflichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten, auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die KTM Industries AG informiert ihre Aktionäre mit Adhoc- oder Pressemeldungen zu allen unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website unter der Rubrik "Investor Relations" oder "Newsroom" veröffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.
Die Gesellschaft hat 225.386.742 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (öffentliches Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine Aktien erhält. Die Aktionärsstruktur der KTM Industries AG ist im Abschnitt "Aktie & Investor Relations" des Geschäftsberichtes dargestellt.
Die Organe der KTM Industries AG setzen sich aus dem Vorstand, dem Aufsichtsrat sowie der Hauptversammlung zusammen. Die Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat erfolgt in regelmäßigen Abständen und basiert auf einer offenen und transparenten Diskussion.
Der Vorstand der KTM Industries AG bzw. die einzelnen Vorstandsmitglieder agieren auf der Grundlage des Gesetzes, der Satzung der Gesellschaft und der vom Aufsichtsrat beschlossenen Geschäftsordnung des Vorstands, welche die Regeln der Zusammenarbeit der Vorstandsmitglieder sowie die Geschäftsverteilung im Vorstand festlegen.
Die Abstimmung innerhalb des Vorstands erfolgt in regelmäßigen Sitzungen, die in einem ca. zwei- bis vierwöchigen Rhythmus stattfinden, aber auch in Gestalt eines informellen Informationsaustausches. In den Vorstandssitzungen werden das laufende Geschäft und die unternehmensstrategischen Themen besprochen. Ebenso werden die jeweils anstehenden Maßnahmen der Leitung und Geschäftsführung abgestimmt, die von den geschäftsordnungsgemäß zuständigen Vorstandsmitgliedern umzusetzen sind.
Die Geschäftsordnung unterwirft den Vorstand bzw. die einzelnen Vorstandsmitglieder umfassenden Informations- und Berichtspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat und normiert einen umfangreichen Katalog von Maßnahmen und Rechtsgeschäften, die der Zustimmung durch den Aufsichtsrat bedürfen.
Der Vorstand der KTM Industries AG besteht aus vier Mitgliedern (Regel 16):
Nach dem Abschluss seiner Ausbildung an der Montanuniversität Leoben (Betriebs- und Energiewirtschaft) begann Stefan Pierer seine Karriere 1982 bei der HOVAL GmbH in Marchtrenk als Vertriebsassistent und später als Vertriebsleiter und Prokurist. 1987 gründete er die KTM Industries-Gruppe, in der er als Aktionär und Vorstand tätig ist. Seit 1992 ist er Aktionär und Vorstand der KTM-Gruppe, ab 2011 Aufbau der Pierer Industrie AG, deren Alleinaktionär und Vorstandsvorsitzender er ist.
Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:
Aufsichtsratsvorsitzender der Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft
Aufsichtsrat der ATHOS Immobilien Aktiengesellschaft (bis 9.3.2017)
Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Johannes Kepler Universität Linz begann Friedrich Roithner seine Karriere bei der Ernst & Young GmbH. Nach drei Jahren wechselte er zur Austria Metall AG, wo er bis 2006 (davon ab 2002 im Vorstand) tätig war. Seit 2007 ist Friedrich Roithner im Management der KTM Industries-Gruppe tätig. Von März 2008 bis Juni 2010 war Friedrich Roithner Vorstand der Unternehmens Invest AG; seit Juli 2010 ist er Vorstand der KTM Industries AG.
Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:
Aufsichtsrat der WP AG Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:
Nach der Matura, begann Alfred Hörtenhuber seine berufliche Karriere 1975 bei der K. Rosenbauer KG in Leonding als Vertriebsassistent und später Exportleiter für Westeuropa. Er absolvierte berufsbegleitende Managementausbildungen am MZSG St. Gallen und am IMD Lausanne. 1985 Eintritt in die Miba Gruppe zuerst als Marketingleiter, ab 1990 als Vorstand für Marketing, Forschung und Entwicklung in der Miba Sintermetall AG. 1998 CEO der Miba Friction Group und Mitglied des Vorstandes in die Miba AG Holding. Seit 2008 ist Alfred Hörtenhuber im Management der KTM Industries-Gruppe tätig und seit Oktober 2010 auch Mitglied des Vorstandes der KTM Industries AG.
Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:
Vorstand der WP AG Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:
Keine
Wolfgang Plasser ist im Jahr 1962 in Oberösterreich geboren und hat das Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert. Wichtige Stationen seiner Berufslaufbahn sind seine Tätigkeiten bei der KPMG, der Investment Bank Austria, sein Wirken als Finanzvorstand der Vossen AG sowie bei der Ocean Consulting GmbH. Wolfgang Plasser ist seit 2004 im Vorstand der Pankl Racing Systems AG und ist dort seit 2006 als CEO tätig.
Weitere wesentliche Funktionen im Konzern:
Vorstand der Pankl Racing Systems AG
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:
Keine
Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2016 die ihm nach Gesetz, Satzung, ÖCGK und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben und Pflichten gewissenhaft wahrgenommen. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats und der Ausschüsse des Aufsichtsrats sind im Sinn des ÖCGK frei und unabhängig. Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen und somit jeweils mindestens eine pro Quartal (Regel C-36 des ÖCGK) abgehalten. Die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund zweieinhalb Stunden. Weiters fanden zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses statt; die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund eine Stunde.
Der Aufsichtsrat hat entsprechend den Satzungsbestimmungen einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter gewählt und entsprechend der gesetzlichen Verpflichtung einen Prüfungsausschuss bestellt.
Die Sitzungen des Aufsichtsrats werden vom Vorsitzenden und bei dessen Verhinderung von seinem Stellvertreter geleitet.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten 14 Tage vor jeder Sitzung die mit dem Vorsitzenden abgestimmte Tagesordnung und umfassende Informationen zu den Tagesordnungspunkten. In dringenden Fällen kann der Vorsitzende des Aufsichtsrates die Frist verkürzen, sofern alle Mitglieder des Aufsichtsrates nachweislich verständigt wurden. Im Falle der Verkürzung der Frist dürfen, falls nicht alle Mitglieder des Aufsichtsrates anwesend oder vertreten sind, nur jene Tagesordnungspunkte behandelt werden, die für die verkürzte Einberufung ursächlich waren.
Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder des Aufsichtsrats ordnungsgemäß eingeladen wurden und mindestens die Hälfte der gewählten Mitglieder, jedenfalls aber drei Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, an der Sitzung persönlich teilnehmen.
Die Beschlüsse des Aufsichtsrates werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst; bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden des Aufsichtsrates den Ausschlag.
Der Aufsichtsrat ist berechtigt, vom Vorstand jederzeit schriftliche Berichte über Angelegenheiten der Gesellschaft und Belange der Geschäftsführung zu verlangen. An den Sitzungen des Aufsichtsrates und des Prüfungsausschusses nimmt grundsätzlich auch der Vorstand teil, sofern der Vorsitzende des Aufsichtsrates nicht anderes bestimmt. Die Mitglieder des Vorstands haben kein Stimmrecht.
In der Aufsichtsratssitzung erläutern die Mitglieder des Vorstandes umfassend den Geschäftsverlauf und die personelle und finanzielle Entwicklung der Unternehmensgruppe. Die Beratung mit dem Vorstand und der Mitglieder untereinander nimmt breiten Raum ein. Die Beschlussfassung zu Investitionen, Akquisitionen und anderen Anträgen gemäß der Geschäftsordnung des Vorstandes bilden einen weiteren Schwerpunkt jeder Aufsichtsratssitzung.
Die vom Aufsichtsrat gebildeten Ausschüsse erfüllen ihre Aufgaben im Namen des Aufsichtsrates. Jedem Ausschuss müssen mindestens 2 Mitglieder angehören. Für jeden gebildeten Ausschuss bestellt der Aufsichtsrat ein Ausschussmitglied zum Vorsitzenden. Für die Einberufung, die Sitzungen und die Beschlussfassung eines Ausschusses gilt die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates.
Der Aufsichtsrat kann auch ein einzelnes Mitglied mit der Aufsicht und Prüfung einzelner Geschäftsvorgänge beauftragen. Dieses Aufsichtsratsmitglied hat über seine Tätigkeit dem Aufsichtsrat zu berichten.
Es wurden keine Verträge zwischen der Gesellschaft und Mitgliedern des Aufsichtsrats geschlossen, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedürfen (Regel C-49 des ÖCGK).
Weiters hat der Prüfungsausschuss die Rechnungslegungsprozesse (einschließlich der Konzernrechnungslegung), die Abschlussprüfung (einschließlich der Konzernabschlussprüfung) und die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Revisionssystems überwacht. Schließlich wurde auch die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers (Konzernabschlussprüfers) insbesondere im Hinblick auf die für die geprüfte Gesellschaft erbrachten zusätzlichen Leistungen geprüft und überwacht.
Im Übrigen wird zur Arbeitsweise des Aufsichtsrates auf den Bericht des Aufsichtsrates verwiesen.
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft besteht aus vier Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:
Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften:
KTM AG (bis 21.07.2016) (die Aktien der KTM AG wurden zum Ablauf des 24. Juni 2016 delistet), Pankl Racing Systems AG, All for One Steeb AG (Deutschland)
Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften:
KTM AG (die Aktien der KTM AG wurden zum Ablauf des 24. Juni 2016 delistet)
Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften:
WP AG (bis 20.07.2016) (die Aktien der WP AG wurden zum Ablauf des 10. Juni 2016 delistet)
Weitere Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in anderen in- und ausländischen börsenotierten Gesellschaften:
Keine
Der Prüfungsausschuss der Gesellschaft besteht aus drei Mitgliedern und setzt sich wie folgt zusammen:
| Mag. Klaus Rinnerberger | Josef Blazicek | Dr. Ernst Chalupsky |
|---|---|---|
| Vorsitzender | Stellvertretender Vorsitzender | Mitglied |
Der Aufsichtsrat der KTM Industries AG hat entsprechend dem Aktiengesetz einen Prüfungsausschuss eingerichtet, der die planmäßigen Aufsichts- und Kontrollfunktionen wahrnimmt.
Der Prüfungsausschuss ist für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Gewinnverwendungsvorschlags und des Lageberichts sowie die Prüfung des Konzernabschlusses und des Corporate Governance-Berichts zuständig. Der Prüfungsausschuss hat einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erstatten und bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für dessen Wahl vor. Der Prüfungsausschuss hat gemäß Regel C-81a des ÖCGK mit dem Abschlussprüfer in einer Besprechung die Abwicklung der wechselseitigen Kommunikation festzulegen.
Der Prüfungsausschuss der KTM Industries AG ist im Geschäftsjahr 2016 zu zwei Sitzungen zusammengekommen, an der auch ein Vertreter des Wirtschafsprüfers teilgenommen haben.
Da der Aufsichtsrat aus nicht mehr als 6 Mitgliedern besteht, werden die Aufgaben des Vergütungs- und Nominierungsausschusses vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.
Ein Aufsichtsratsmitglied ist als unabhängig anzusehen, wenn es in keiner geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Gesellschaft oder zu deren Vorstand steht, die einen materiellen Interessenskonflikt begründet und daher geeignet ist, das Verhalten des Mitgliedes zu beeinflussen.
Dr. Ernst Chalupsky ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH. Die KTM Industries-Gruppe wird von der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH in Rechtsangelegenheiten beraten. Die Beratungsleistungen werden zu marktüblichen Bedingungen in Anspruch genommen.
Von der Kiska GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter das Aufsichtsratsmitglied Gerald Kiska ist, werden zu marktüblichen Bedingungen Beratungs- und Dienstleistungen in Anspruch genommen.
Die Unabhängigkeit der Aufsichtsratsmitglieder wird anhand folgender Leitlinien definiert:
Gemäß Regel C-54 ÖCGK soll dem Aufsichtsrat der Gesellschaft mindestens ein unabhängiger Kapitalvertreter angehören, der nicht Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist oder dessen Interessen vertritt. Diese Anforderungen der C-Regel 54 wurde erfüllt, da kein Mitglied des Aufsichtsrates Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% ist oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertritt.
Das Aufsichtsratsmitglied Mag. Gerald Kiska ist gemäß Regel C-53 nicht von der Gesellschaft und vom Vorstand unabhängig. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates der KTM Industries AG bekennen sich zu den Kriterien der Unabhängigkeit gemäß Regel C-53 und deklarieren sich als unabhängig.
Bei der Festlegung der Gesamtbezüge für die Mitglieder des Vorstandes hat der Aufsichtsrat dafür zu sorgen, dass die Vergütungen in einem angemessenen Verhältnis zu den Aufgaben und Leistungen des einzelnen Vorstandsmitgliedes, zur Lage der Gesellschaft und zu der üblichen Vergütung stehen und langfristige Verhaltensanreize zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung berücksichtigt werden.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands resultiert aus privatrechtlichen Vereinbarungen, die zwischen dem Mitglied des Vorstandes und der Gesellschaft, die dabei durch den Aufsichtsrat vertreten wird, abgeschlossen werden.
Die Vergütung der Mitglieder des Vorstands der KTM Industries AG enthält fixe und variable Bestandteile. Die variablen Bestandteile der Vergütung werden im Vorhin einzelvertraglich festgelegt, knüpfen an messbare, nachthaltige, langfristige und mehrjährige Leistungskriterien an und verleiten nicht zum Eingehen unangemessener Risiken. Die variablen Bestandteile der Vergütung sind der Höhe nach nicht begrenzt und hängen für das Geschäftsjahr 2016 von den Erfolgskennzahlen EBIT, EBT, operativer Cash-Flow und Free Cash-Flow1) der Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe ab. In Bezug auf die verschiedenen Mitglieder des Vorstands zielen die einzelvertraglich festgelegten variablen Vergütungsbestandteile jeweils auf unterschiedliche Erfolgskennzahlen ab (siehe Tabelle unten auf Seite 37). Die Gewichtung der einzelnen Parameter der variablen Bestandteile der Vergütung unterliegt dem freien Ermessen und wird zwischen der Gesellschaft, dem Aufsichtsrat und dem jeweiligen Vorstandmitglied individuell festgelegt.
Die Vergütungspolitik wird vom Aufsichtsrat jährlich überprüft. Ein externes Benchmarking der Vergütung bzw. Vergütungsstruktur erfolgt nicht. Der Aufsichtsratsvorsitzende informiert die Hauptversammlung einmal jährlich über die Grundsätze des Vergütungssystems.
Die Mitglieder des Vorstands haben Anspruch auf einen Firmenwagen. Eine Unfallversicherung gewährt Versicherungsschutz im Todesfall und bei Invalidität, eine private Haftpflichtversicherung deckt die gesetzliche Haftpflicht der Vorstandsmitglieder ab, die aus Personenschäden, Sachschäden oder Vermögensschäden Dritter resultiert. Es besteht Versicherungsschutz für Schadenersatzansprüche wegen Vermögensschäden Dritter oder der Gesellschaft aufgrund von Pflichtverletzungen als Organmitglied der Gesellschaft. Die Kosten für diese Versicherungen trägt die Gesellschaft.
Für konzerninterne Mandate und Funktionen werden keine zusätzlichen Entgelte gewährt.
Bei vorzeitiger Abberufung ohne wichtigen Grund sind die fixen Grundbezüge für die Vertragsdauer auszuzahlen.
Die Vorstände, ausgenommen Herr DI Stefan Pierer, erbringen ihre Leistungen aufgrund lohnsteuerpflichtiger Dienstverträge. Die Vorstandstätigkeiten von Herrn DI Stefan Pierer wird im Konzern mittels eines Überlassungsvertrages mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH geregelt. Es bestehen keine weiteren Vereinbarungen mit dem Vorstand hinsichtlich betrieblicher Altersversorgung. Die Vorstandsmitglieder haben gemäß Vertrag einen Anspruch auf eine freiwillige Abfertigung, jedoch unterliegen sie grundsätzlich dem System der "Abfertigung Neu".
Es bestehen keine Aktienoptionsprogramme oder ähnliche anteilsbasierende Vergütungssysteme. Es besteht eine D&O-Versicherung, welche neben dem Vorstand und dem Aufsichtsrat auch die Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften umfasst.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder inklusive erfolgsabhängiger Komponenten belief sich im Geschäftsjahr 2016 auf € 4,24 Mio. (Vorjahr: € 4,52 Mio.). Den wichtigsten Berechnungsparameter der variablen Vergütung bildet - neben der mit dem Vorstandsmitglied individuell vereinbarten leistungsbezogenen Zielerreichung – auch die Entwicklung einzelner Erfolgskennzahlen der Gruppe. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Vorstandes gewährt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 bestanden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an aktuelle oder frühere Mitglieder des Vorstandes. An Mitgliedern des Vorstandes nahe stehende Personen wurden im Geschäftsjahr 2016 keine marktunüblichen Vergütungen ausgereicht und keine Darlehen oder Kredite gewährt.
1) Der Free Cash-Flow Wert errechnet sich aus der Summe des Konzern-Cash-Flows aus dem operativen Bereich abzüglich des Konzern-Cash-Flows aus Investitionsaktivitäten.
Vorstandsvergütung im Geschäftsjahr 2016 (Konzernebene):
| Fix (in EUR) | Fix in % | Variabel (in EUR) | Variabel in % | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|
| Stefan Pierer | 375.519 | 20 | 1.480.100 (1) | 80 | 1.855.619 |
| Friedrich Roithner | 199.102 | 26 | 573.447 (2) | 74 | 772.549 |
| Alfred Hörtenhuber *) | 290.070 | 53 | 258.144 (3) | 47 | 548.214 |
| Wolfgang Plasser *) | 393.684 | 59 | 270.250 (4) | 41 | 663.934 |
| Gesamt | 1.258.375 | 33 | 2.581.941 | 67 | 3.840.316 |
(1) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBT-Wert und dem Free Cash Flow der KTM-Gruppe.
(2) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBIT-Wert der KTM Industries-Gruppe.
(3) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBT-Wert und dem operativen Cash Flow der WP-Gruppe.
(4) Der variable Bestandteil der Vergütung basiert auf dem EBIT-Wert der Pankl-Gruppe.
Weiters erhielten die Mitglieder des Vorstandes Bezüge aus Vorperioden in Höhe von TEUR 403.
*) Ing. Alfred Hörtenhuber ist in einem bestehendem Angestellten-/Vorstandsverhältnis mit der KTM Industries AG; wird jedoch gemäß Überlassungsvertrag seit 01.10.2015 an die WP AG weiterverrechnet.
Mag. Wolfgang Plasser wurde mit Wirkung der Eintragung der Verschmelzung am 2. Juni 2015 zum Vorstandsmitglied der KTM Industries AG bestellt. Aufgrund seiner Vorstandstätigkeit in der Pankl Racing Systems AG wurde zur besseren Vergleichbarkeit der gesamte Jahresbezug angeführt. Seit 01.10.2015 wird Mag. Wolfgang Plasser mittels eines Überlassungsvertrages in die KTM Industries AG verrechnet. Weiters wird er mittels Überlassungsvertrag an die Pankl Racing Systems AG überlassen.
Die Höhe der Gesamtbezüge der Aufsichtsratsmitglieder wird im Rahmen der jährlichen Hauptversammlung für das jeweilige abgelaufene Geschäftsjahr von der Hauptversammlung beschlossen. Der entsprechende Beschlussvorschlag ist vom Vorstand zu unterbreiten. Bei der Erstellung des Beschlussvorschlages sowie bei der Beschlussfassung in der Hauptversammlung gilt grundsätzlich freies Ermessen, wobei allerdings der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang sowie der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens Rechnung zu tragen ist. Sofern Aufsichtsratsmitglieder auch Aktionäre der Gesellschaft sind, unterliegen sie bei der Abstimmung über die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder in der Hauptversammlung keinem Stimmverbot.
Für das Geschäftsjahr 2015 wurde im Rahmen der 19. Ordentlichen Hauptversammlung am 27. April 2016 die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates in Höhe von EUR 53.000 beschlossen. Tatsächlich betrug die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2015 € 46.000. Mag. Klaus Rinnerberger hat sich als Vorstandsmitglied der Pierer Industrie AG verpflichtet, die Bestellung als Aufsichtsratsmitglied in konzernangehörigen Unternehmen anzunehmen und hat für derartige Funktionen keinen Anspruch auf gesonderte Vergütung. Für das Geschäftsjahr 2016 wurden als Gesamtbezüge aller Aufsichtsratsmitglieder EUR 28.000 aufwandswirksam berücksichtigt. Mitglieder des Aufsichtsrats, die während eines Geschäftsjahrs in den Aufsichtsrat gewählt werden oder ausscheiden, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer tatsächlichen Zugehörigkeit zum Aufsichtsrat pro rata temporis.
38 KTM Industries-Gruppe Aktie & Corporate Governance Konzernlagebericht Konzernabschluss
Der Vorstand wird der für 27. April 2017 einzuberufenden 20. Ordentlichen Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2016 eine Gesamtvergütung in dieser Höhe vorschlagen. Die individuelle Aufteilung soll sich – vorbehaltlich der Genehmigung durch die Hauptversammlung – wie folgt darstellen:
| Aufsichtsratsmitglied | Vergütung |
|---|---|
| Josef Blazicek | |
| Vorsitzender des Aufsichtsrates | EUR 16.000 |
| Stellvertretender Vorsitzender des Prüfungsausschusses | |
| Dr. Ernst Chalupsky | |
| Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates | EUR 8.000 |
| Mitglied des Prüfungsausschusses | |
| Mag. Gerald Kiska | |
| Mitglied des Aufsichtsrates | EUR 4.000 |
| Mag. Klaus Rinnerberger | |
| Mitglied des Aufsichtsrates | EUR 0 |
| Vorsitzender des Prüfungsausschusses | |
| Gesamt | EUR 28.000 |
Zusätzlich zur jährlichen Aufwandsentschädigung erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats einen Barauslagenersatz für tatsächlich angefallene Spesen. Weiters sind die Mitglieder des Aufsichtsrats bis zu einer bestimmten Höchstbetragsgrenze durch eine Manager-Haftpflichtversicherung der Gesellschaft geschützt, welche die persönliche Haftung der Mitglieder des Aufsichtsrats im Fall einer fahrlässigen Pflichtverletzung in Ausübung ihrer Tätigkeit als Organ der Gesellschaft abdeckt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an Mitglieder des Aufsichtsrates gewährt. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 bestanden keine Darlehen, Kredite oder Vorschüsse an aktuelle oder frühere Mitglieder des Aufsichtsrates. An Mitgliedern des Aufsichtsrates nahe stehende Personen wurden im Geschäftsjahr 2016 keine marktunüblichen Vergütungen ausgereicht und keine Darlehen oder Kredite gewährt. Darüber hinaus wurde im Jahr 2016 keine (sonstige) Vergütung an Mitglieder des Aufsichtsrats bezahlt. Sonstige Geschäftsbeziehungen mit Aufsichtsratsmitgliedern bestanden nicht.
Eine Besetzung des Vorstands mit einer Frau ist derzeit nicht absehbar, da keine Erweiterung des Vorstands geplant ist und die derzeitigen Funktionsperioden noch laufen. Jedoch ist die Gleichbehandlung von weiblichen und männlichen Mitarbeitern sowie deren Chancengleichheit am Arbeitsplatz für die KTM Industries AG selbstverständlich. Ein spezifisches Programm zur Förderung von Frauen in diesem Zusammenhang gibt es nicht.
Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, wurde von der 19. ordentlichen Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis 31.12.2016 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist KPMG mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Konzernabschluss (ohne Teilkonzerne) EUR 120.000 (Vorjahr: EUR 115.000), und Prüfung Jahresabschluss EUR 28.800 (Vorjahr: EUR 28.000). Sonstige Beratungsleistungen im Zusammenhang mit prüfungsnahen Leistungen betragen EUR 186.580.
Gemäß C-Regel 62 ÖCGK hat die Gesellschaft regelmäßig im Abstand von drei Jahren eine externe Institution mit der Evaluierung zur Einhaltung der C- und R-Regeln des Kodex zu beauftragen. KTM Industries AG hat die Oberhammer Rechtsanwälte GmbH mit der Evaluierung für das Vorjahr beauftragt. Der vollständige Bericht einschließlich der Ergebnisse der Evaluierung vom Geschäftsjahr 2015 ist auf www.ktm-industries.com abrufbar.
Die nächste externe Evaluierung wird im Jahr 2019 über das Geschäftsjahr 2018 durchgeführt werden.
Die KTM Industries AG unterliegt als in der Schweiz börsennotierte österreichische Gesellschaft zwingend den Regelungen der schweizerischen Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance der SIX Swiss Exchange ("Schweizer Corporate Governance-Richtlinie"). Die Schweizer Corporate Governance-Richtlinie ist unter https://www.six-exchange-regulation.com/dam/downloads/regulation/ admission-manual/directives/06_16-DCG_de.pdf verfügbar.
Die KTM Industries AG weist darauf hin, dass die Gesellschaft nach österreichischem Recht errichtet wurde und daher die Bezeichnung der Gesellschaftsorgane und ihre Aufgaben sowie Verantwortlichkeiten von den Schweizer Vorschriften abweichen. In Folge werden ausschließlich die Begrifflichkeiten der österreichischen Rechtsordnung verwendet. Gesellschaften, die nicht nach Schweizer Obligationenrecht verfasst sind, haben die Bestimmungen der Schweizer Corporate Governance-Richtlinie, die in engem Bezug zum schweizerischen Obligationenrecht formuliert sind, analog zu erfüllen. Entsprechend folgt eine kurze Beschreibung der Eigenheiten der österreichischen Organisationsstruktur:
Die KTM Industries AG mit Sitz in 4600 Wels, Edisonstraße 1, Österreich ist seit dem 14. November 2016 an der SIX Swiss Exchange primärkotiert (ISIN: AT0000820659, Valorennummer: 504.289). Das Grundkapital der KTM Industries AG beträgt EUR 225.386.742 und ist eingeteilt in 225.386.742 auf Inhaber lautende Stückaktien mit Stimmrecht, wobei jede Stückaktie am Grundkapital in gleichem Umfang beteiligt ist.
Geschäftsgegenstand der KTM Industries AG ist insbesondere die Ausübung der Tätigkeit einer Holdinggesellschaft, insbesondere der Erwerb und die Verwaltung von Industrieunternehmen und von Unternehmen und Beteiligungen an Industrieunternehmen, die Leitung der zur KTM Industries-Gruppe gehörenden Unternehmen und Beteiligungen und die Erbringung von Dienstleistungen für diese (Konzerndienstleistungen) sowie allgemein die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Unternehmensberatung. Dieser Unternehmensgegenstand der Gesellschaft wird in § 2 der Satzung festgelegt, die auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar ist (http:// www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft).
Die Unternehmensführung der KTM Industries-Gruppe wird durch ein Managementteam realisiert, das Bereichsverantwortliche umfasst, die für die Führung eines Produktbereichs im Rahmen der vom Vorstand vorgegebenen Strategie verantwortlich sind. Sie berichten direkt an den Vorstand der KTM Industries AG.
Die KTM Industries AG ist ihrerseits die Obergesellschaft der KTM Industries-Gruppe. Die KTM Industries-Gruppe ist eine führende europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf das globale Sportmotorradsegment und den automotiven high-tech Komponentenbereich. Die KTM Industries-Gruppe gliedert sich in die Kernbereiche (i) Gesamtfahrzeug mit ihrer Beteiligung an der KTM-Gruppe, und (ii) High Performance mit den Beteiligungen an der Pankl-Gruppe und der WP-Gruppe.
Die folgende Grafik zeigt die Struktur der KTM Industries-Gruppe (vereinfachte Darstellung):
Die KTM Industries-Gruppe umfasst die folgenden Kernbereiche:
Die K KraftFahrZeug Holding GmbH hat ihren Sitz in Wels, Österreich, und ist die Obergesellschaft der KTM AG und somit der KTM-Gruppe.
Das Stammkapital der K KraftFahrZeug Holding GmbH beträgt EUR 35.000. An der K KraftFahrZeug Holding GmbH ist die KTM Industries AG zu 100% beteiligt.
Die KTM AG hat ihren Sitz in Mattighofen, Österreich. Das Grundkapital der KTM AG beträgt EUR 10.845.000. An der KTM AG ist die KTM Industries AG über die K KraftFahrZeug Holding GmbH zu rund 51,7% beteiligt.
In der KTM AG sind neben der KTM Sportmotorcycle GmbH, die KTM-Racing AG, die KTM Immobilien GmbH, die KTM Sportcar GmbH, die Husqvarna Motorcycles GmbH sowie die Beteiligungen an der KTM Technologies GmbH, der Kiska GmbH und den Vertriebsgesellschaften der KTM-Gruppe und der Husqvarna-Gruppe zusammengefasst.
Die KTM-Gruppe ist ein weltweit tätiger Hersteller von Fahrzeugen im Offroad- und Straßen-Bereich. Die Produkte der KTM-Gruppe werden unter den Marken "KTM" und "Husqvarna" vertrieben. Die KTM-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt leistungsstarke und rennsporttaugliche Fahrzeuge für den Offroad- und Straßenbereich. Neben den Motorrädern für den Offroad- und Straßenbereich umfasst das Produktportfolio Kleinmotorräder, den KTM-X-BOW sowie Markenzubehör (Ersatzteile, technisches Zubehör und Bekleidung).
Die Produkte der KTM-Gruppe werden über 28 Vertriebsgesellschaften und zwei Joint-Venture-Unternehmen in Dubai und Neuseeland weltweit an über 2'000 eigenständige Händler und Importeure vertrieben.
Die WP AG hat ihren Sitz in Munderfing, Österreich, und ist die Holdinggesellschaft der WP-Gruppe und nur insoweit selbst operativ tätig, als sie Beteiligungen erwirbt und hält. Kerngeschäft der Gesellschaft ist der Erwerb und die Verwaltung von Industrieunternehmen und von Unternehmen und Beteiligungen an Industrieunternehmen, die Leitung der zur WP-Gruppe gehörenden Beteiligungsgesellschaften und die Erbringung von Dienstleistungen für diese Beteiligungsgesellschaften sowie die Erbringung von Dienstleistungen auf dem Gebiet der Unternehmensberatung. Die wesentlichen Beteiligungsunternehmen sind für das nachhaltige Ergebnis der Gesellschaft verantwortlich.
Das Grundkapital der WP AG beträgt EUR 5.000.000. An der WP AG ist die KTM Industries AG unmittelbar zu rund 75,9% beteiligt; weitere rund 24% werden mittelbar über die KTM AG gehalten.
Die operativ tätige Obergesellschaft der WP-Gruppe ist die WP Performance Systems GmbH mit Sitz in Munderfing, Österreich. Alleingesellschafterin der WP Performance Systems GmbH ist die WP AG. Das Stammkapital der WP Performance Systems GmbH beträgt EUR 100.000.
Geschäftsgegenstand der WP-Gruppe ist die Entwicklung, die Erzeugung und der Vertrieb von folgenden Fahrwerkskomponenten für Motorräder und Fahrzeuge: (i) Federungselemente, (ii) Rahmenfertigung und verwandte Stahlschweisbaugruppen, (iii) Auspuffsysteme und (iv) Kühlsysteme.
Die WP Gruppe ist ein umfassender Systemanbieter im internationalen Motorrad- und Powersportbereich. Aufgrund der angebotenen Produktgruppen ist die WP Gruppe in der Lage, das gesamte Fahrwerk eines Motorrads zu entwickeln, zu testen und zu fertigen.
Die Produkte der WP-Gruppe werden unter den Marken "WP Suspension", "WP" und "WP Performance Systems" vertrieben.
Die Pankl Racing Systems AG hat ihren Sitz in Bruck an der Mur, Österreich, und ist die Obergesellschaft der Pankl-Gruppe, welche insgesamt 15 Gesellschaften umfasst, und erfüllt im Wesentlichen eine Holding-Funktion.
Das Grundkapital der Pankl Racing Systems AG beträgt EUR 3.150.000. Die Aktien der Pankl Racing Systems AG notieren im Amtlichen Handel der Wiener Börse (ISIN AT0000800800). An der Pankl Racing Systems AG ist die KTM Industries AG unmittelbar zu rund 94,5% beteiligt. Die Börsekapitalisierung der Pankl Racing Systems AG betrug zum Stichtag 31. Dezember 2016 rund EUR 107,1 Mio.
In der Pankl Racing Systems AG sind in Österreich neben der Pankl Aerospace Systems Europe GmbH, die Pankl Beteiligungs GmbH, die Pankl Schmiedetechnik GmbH & Co KG, die Pankl Drivetrain Systems GmbH & Co KG, die Pankl Engine Systems GmbH & Co KG, die Capital Technology Beteiligungs GmbH sowie die Beteiligung an der Pankl APC Turbosystems GmbH zusammengefasst. Im Ausland ist die Pankl-Gruppe durch ihre 100-prozentigen Tochtergesellschaften Pankl Racing Systems UK Limited, Pankl Holdings, Inc. sowie deren Tochtergesellschaften vertreten.
Die Pankl-Gruppe entwickelt, erzeugt, wartet und vertreibt mechanische Motor- und Antriebssysteme im Hochtechnologiebereich für dynamische Komponenten in den weltweiten Märkten der Rennsport-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie (insbesondere für Helikopter- und Triebwerkshersteller), welche aus hochwertigen und innovativen Werkstoffen konstruiert sind und die für extreme mechanische Belastungen ausgelegt sind.
Weitere Informationen zu den Geschäftssegmenten der KTM Industries AG finden sich auf den Seiten 12- 23 des Geschäftsberichtes.
Eine detaillierte Aufstellung der aktiven nichtkotierten Tochtergesellschaften der KTM Industries AG ist dem Beteiligungsspiegel (Seiten 158 - 162) zu entnehmen.
Die Aktionärsstruktur der KTM Industries AG setzt sich zum Stichtag 31. Dezember 2016 wie folgt zusammen:
Pierer-Gruppe
| Pierer Industrie AG | 74,89% |
|---|---|
| Pierer Konzerngesellschaft mbH | 1,14% |
| Streubesitz | 23,97% |
Die Pierer-Gruppe hält somit zum Stichtrag 31. Dezember 2016 rund 76,03% des Grundkapitals und der Stimmrechte der KTM Industries AG.
Der KTM Industries AG sind keine anderen Aktionäre bekannt, die, direkt oder indirekt, mehr als 3 Prozent der Stimmrechte KTM Industries AG halten.
Zwischen der Kotierung der KTM Industries AG an der SIX Swiss Exchange am 14.11.2016 und dem Stichtag am 31.12.2016 wurden keine Transaktionen realisiert, die nach Artikel 120 ff Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG) meldepflichtig waren.
Der Vollständigkeit wegen wird angegeben, dass am 23. Februar 2017 und somit nachdem Bilanzstichtag, von der Pierer Industrie AG, welche von Dipl. Ing. Stefan Pierer, Vorstand der KTM Industries AG, kontrolliert wird, 27.205.398 Aktien an der KTM Industries AG zum Preis von CHF 4,90 im Rahmen einer prospektfreien internationalen Privatplatzierung an institutionelle Anleger verkauft wurden. Dieses Aktienpaket entspricht einer Beteiligung an der KTM Industries AG in Höhe von rund 12,07%. Ebenfalls am 23. Februar 2017 hat die Pierer Konzerngesellschaft mbH 304.878 Aktien (rund 0,14%) zum Preis von EUR 4,42 erworben sowie 139.428 Aktien (rund 0,06%) zum Preis von EUR 4,59 verkauft.
Somit hat die Beteiligung der Pierer-Gruppe an der KTM Industries AG am 23. Februar 2017 die Schwelle von 66 2/3 unterschritten und beträgt seither rund 64,04%.
Meldungen von bedeutenden Aktionären bzw. Aktionärsgruppen, welche im Sinne von Artikel 120 ff Finanzmarktinfrastrukturgesetz (FinfraG) an die KTM Industries AG und die Offenlegungsstelle der SIX Swiss Exchange AG erfolgt sind, können auf der Veröffentlichungsplattform der Offenlegungsstelle https://www.six-exchange-regulation.com/de/home/publications/significant-shareholders.html eingesehen werden.
Es existieren keine Kreuzbeteiligungen.
Das Grundkapital der KTM Industries AG beträgt zum Stichtag EUR 225.386.742 und ist zur Gänze aufgebracht. Das Grundkapital der KTM Industries AG ist in 225.386.742 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien eingeteilt, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert.
Die Aktien gewähren die nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt insbesondere das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Ausschüttungen sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung.
Die KTM Industries AG verfügt zum Stichtag über kein genehmigtes Kapital1 .
1) Quelle: Satzung der KTM Industries AG, die auf der Webseite abrufbar ist: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
Die KTM Industries AG verfügt zum Stichtag über kein bedingtes Kapital 2 .
2) Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
Am 2. Juni 2015 wurde die Verschmelzung der CROSS Industrie AG auf die BF HOLDING AG (nunmehr KTM Industries AG) in das Firmenbuch eingetragen. Im Rahmen der Verschmelzung der CROSS Industries AG auf die BF HOLDING AG wurde das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 15.386.742 um EUR 210.000.000 auf EUR 225.386.742 durch Ausgabe von 210.000.000 jungen Aktien erhöht. Diese jungen Aktien wurden der Pierer Industrie AG als Alleinaktionärin der übertragenden Gesellschaft zugewiesen. Weitere Veränderungen des Grundkapitals haben in den letzten drei Berichtsjahren nicht stattgefunden.
Infolge der Verschmelzung wurde die die BF HOLDING AG in CROSS Industries AG umfirmiert. In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 21. Juli 2016 wurde die Firma der Gesellschaft auf "KTM Industries AG" geändert. Die entsprechende Satzungsänderung3 wurde am 29. Juli 2016 in das Firmenbuch eingetragen.
3) Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
Die Summe des Konzerneigenkapitals der KTM Industries AG betrug zum 31. Dezember 2014 EUR 370,9 Mio., zum 31. Dezember 2015 EUR 386,6 Mio. und zum 31. Dezember 2016 EUR 454,9 Mio. Informationen über die Veränderung des Eigenkapitals sind in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung des Geschäftsberichts dargelegt (Seiten 88-89).
Das Grundkapital der KTM Industries AG beträgt zum Stichtag EUR 225.386.742 und ist zur Gänze aufgebracht. Das Grundkapital der KTM Industries AG ist in 225.386.742 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien eingeteilt, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert.
Die KTM Industries AG hat weder Partizipations- noch Genussscheine ausgegeben.
Mit den Aktien der KTM Industries AG sind folgende Rechte verbunden:
Jeder Aktionär hat Anspruch auf Ausschüttung einer Dividende aus dem im Jahresabschluss ausgewiesenen Reingewinn. Die Hauptversammlung der KTM Industries AG ist aufgrund ihrer Satzungsbestimmungen4 dazu berechtigt, den Bilanzgewinn ganz oder teilweise von der Verteilung auszuschließen. Beschließt demnach die Hauptversammlung den Gewinn von der Verteilung auszuschließen, hat der Aktionär keinen Anspruch darauf, selbst wenn die Gesellschaft im vergangenen Geschäftsjahr Gewinne erwirtschaftet hat und sie in der Bilanz ausgewiesen sind.
Die Anteile der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft bestimmen sich nach ihren Anteilen am Grundkapital. Diesbezüglich bestehen keine Beschränkungen für gebietsfremde Wertpapierinhaber. Dividenden, die binnen 30 Jahren nach Fälligkeit nicht behoben werden, verfallen zu Gunsten der freien Rücklage der Gesellschaft. Die Beschlussfassung über die Ausschüttung von Dividenden für ein Geschäftsjahr auf die Aktien der Gesellschaft obliegt der ordentlichen Hauptversammlung des darauffolgenden Geschäftsjahres, die auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat entscheidet. Dividenden dürfen nur aus dem Bilanzgewinn, wie er in dem von Vorstand und Aufsichtsrat festgestellten Jahresabschluss (Einzelabschluss) der Gesellschaft nach UGB ausgewiesen ist, gezahlt werden. Bei der Ermittlung des zur Ausschüttung zur Verfügung stehenden Betrags ist der Jahresüberschuss um Gewinn- und Verlustvorträge des Vorjahres sowie Entnahmen aus bzw. Einstellungen in Rücklagen zu korrigieren. Kraft Gesetzes sind bestimmte Rücklagen zu bilden, die bei der Berechnung des zur Ausschüttung verfügbaren Bilanzgewinns abgezogen werden müssen.
Von der Hauptversammlung beschlossene Dividenden werden in Übereinstimmung mit den Regeln des jeweiligen Clearingsystems unter Abzug von Kapitalertragssteuer ausgezahlt, da die dividendenberechtigten Aktien in einem Clearingsystem verwahrt werden.
4) Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
Jeder Aktionär kann bei einer Kapitalerhöhung die Zuteilung von so vielen Aktien begehren, wie es seinem bisherigen Anteil entspricht. Das Bezugsrecht dient dazu, dass der Aktionär einerseits das Ausmaß seiner bisherigen Beteiligung hält (Verwässerungsschutz) und andererseits sichert das Bezugsrecht den Wert der bisherigen Beteiligung des Aktionärs (Vermögensschutz). Das Bezugsrecht kann durch einen Hauptversammlungsbeschluss mit qualifizierter Mehrheit von drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals ausgeschlossen werden. Für einen Bezugsrechtsausschluss muss ein sachlicher Grund vorliegen.
Jeder Aktionär hat einen Anspruch auf das nach der Berichtigung aller Schulden verbleibende Vermögen (Liquidationserlös) im Zuge der Abwicklung (Liquidation). Der Aktionär ist insofern Gläubiger der Gesellschaft; der Anspruch ist gerichtlich durchsetzbar. Der Liquidationserlös ist unter den Aktionären im Verhältnis ihres Aktienbesitzes aufzuteilen und muss nicht zwingend in Geld bestehen, sondern kann auch in Sachwerten ausgeschüttet werden.
Die Bestimmungen über die Auflösung der Gesellschaft richten sich nach dem österreichischen Aktiengesetz.
Jeder Aktionär hat das Recht an der Hauptversammlung teilzunehmen, da die Aktionäre ihre Rechte in der Hauptversammlung ausüben. Die Teilnahmeberechtigung an der Hauptversammlung richtet sich nach dem Anteilsbesitz jeweils am Ende des zehnten Tages vor dem Tag der Hauptversammlung (Nachweisstichtag). Zum Nachweis des Anteilsbesitzes genügt eine Depotbestätigung gemäß § 10 a des österreichischen Aktiengesetzes, die der Gesellschaft spätestens am dritten Werktag vor der Hauptversammlung zugehen muss. Ein Aktionär muss nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen, er kann sich auch durch einen entsprechend bevollmächtigten Vertreter vertreten lassen oder eine Ermächtigung zur Stimmrechtsausübung erteilen.
Gemäß § 109 des österreichischen Aktiengesetzes können Aktionäre, deren Anteile zusammen 5% des Grundkapitals erreichen, schriftlich verlangen, dass Punkte auf die Tagesordnung der nächsten Hauptversammlung gesetzt und bekannt gemacht werden. Jedem beantragten Tagesordnungspunkt muss ein Beschlussvorschlag samt Begründung beiliegen. Die antragsstellenden Aktionäre müssen seit mindestens drei Monaten vor Antragstellung Inhaber der Aktien sein. Das Aktionärsverlangen muss der Gesellschaft spätestens am 21. Tag vor einer ordentlichen Hauptversammlung, ansonsten spätestens am 19. Tag vor der Hauptversammlung zugehen(§ 109 Abs 2 des österreichischen Aktiengesetzes).
Gemäß § 110 des österreichischen Aktiengesetzes können Aktionäre, deren Anteile zusammen 1% des Grundkapitals erreichen, der Gesellschaft zu jedem Punkt der Tagesordnung in Textform Vorschläge zur Beschlussfassung übermitteln und verlangen, dass diese Vorschläge zusammen mit den Namen der betreffenden Aktionäre, der anzuschließenden Begründung und einer allfälligen Stellungnahme des Vorstands oder des Aufsichtsrates auf der Internetseite der Gesellschaft zugänglich gemacht werden. Das Verlangen ist beachtlich, wenn es der Gesellschaft spätestens am siebenten Werktag vor der Hauptversammlung zugeht. Bei einem Vorschlag zur Wahl eines Aufsichtsratsmitgliedes tritt an die Stelle der Begründung die Erklärung der vorgeschlagenen Person gemäß § 87 Abs 2 des österreichischen Aktiengesetzes.
Gemäß § 119 des österreichischen Aktiengesetzes ist jeder Aktionär berechtigt, in der Hauptversammlung zu jedem Punkt der Tagesordnung Anträge zu stellen. Die Anträge, die in der Hauptversammlung gestellt werden, müssen nicht begründet werden.
Gemäß§ 118 des österreichischen Aktiengesetzes ist jedem Aktionär auf Verlangen in der Hauptversammlung Auskunft über Angelegenheiten der Gesellschaft zu geben, soweit sie zur sachgemäßen Beurteilung eines Tagesordnungspunktes erforderlich ist. Das Auskunftsrecht dient der Information über die Lage der Gesellschaft und als Grundlage für die Entscheidungsfindung der Gesellschaft.
Grundsätzlich ist nur der Vorstand und nicht der Aufsichtsrat, mit Ausnahme von Angelegenheiten, die nur den Aufsichtsrat betreffen, zur Auskunft verpflichtet.
Die Auskunft darf verweigert werden, soweit sie nach vernünftiger unternehmerischer Beurteilung geeignet ist, der Gesellschaft oder einem verbundenen Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen, oder ihre Erteilung strafbar wäre. Die Auskunft darf auch verweigert werden, soweit sie auf der Internetseite der Gesellschaft in Form von Frage und Antwort über mindestens sieben Tage vor Beginn der Hauptversammlung durchgehend zugänglich war.
Jeder Aktionär hat das Recht, in der Hauptversammlung seine Meinung zu äußern. Die Hauptversammlung ist das Informations- und Diskussionsforum der Aktionäre. Die Redezeit kann vom Leiter der Hauptversammlung von Anfang an oder je nach Bedarf beschränkt werden. Das Rederecht als solches darf nicht vollkommen beseitigt werden.
Jeder Aktionär hat ein Stimmrecht in der Hauptversammlung entsprechend der Höhe seiner Beteiligung. Die Satzung5 kann einem Aktionär generell nicht mehr Stimmen einräumen, als er Anteilsbesitz hat, allerdings ist die Beschränkung des Stimmrechts ab einer bestimmten Beteiligungshöhe zulässig. Der Aktionär hat drei Möglichkeiten, sein Stimmrecht auszuüben: Er kann für einen Antrag oder gegen einen Antrag stimmen oder sich der Stimme enthalten. In bestimmten Fällen der Befangenheit des Aktionärs ruht das Stimmrecht für die konkrete Beschlussfassung.
Sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in jenen Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
5) Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
Das des österreichische Aktiengesetz normiert an verschiedenen Stellen die Möglichkeit oder Pflicht eines Aktionärs, als Voraussetzung zur Wahrung oder Durchsetzung seiner Rechte Widerspruch zu erheben (z.B. Widerspruch gegen die Ausgabe von Gewinnanteilsscheinen, Widerspruch gegen die Niederschrift über die Hauptversammlung, Widerspruch gegen Umwandlungsbeschluss).
Jeder Aktionär ist berechtigt, Hauptversammlungsbeschlüsse anzufechten, wobei Anfechtung die nachträgliche Aufhebung eines wirksam zustande gekommenen Beschlusses bedeutet. Anfechtbar sind alle Beschlüsse, die Gesetze oder die Satzung6 verletzen, aber keine Nichtigkeit begründen. Aktionäre haben Widerspruch zu Protokoll zu erheben, um anfechtungsberechtigt zu sein.
6) Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
Die KTM Industries AG hat nur Inhaberaktien ausstehend. Es gibt weder eine Beschränkung der Übertragbarkeit noch gesellschaftliche Regeln zu Nominee-Eintragungen.
Die KTM Industries AG hat weder Wandel- noch Optionsrechte ausgegeben.
Der Aufsichtsrat besteht aus mindestens drei von der Hauptversammlung einzeln gewählten Mitgliedern und so vielen Arbeitnehmervertretern, wie gemäß § 110 Abs 1 des österreichischen Arbeitsverfassungsgesetzes erforderlich. Die Aufsichtsratsmitglieder werden von der Hauptversammlung höchstens für die Zeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung gewählt, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach der Wahl beschließt; hierbei wird das Geschäftsjahr in dem das einzelne Aufsichtsratsmitglied gewählt wird, nicht mitgerechnet.
Mitglieder eines Aufsichtsrates einer österreichischen Aktiengesellschaft gelten im Sinne der schweizerischen Rechtsterminologie als nicht-exekutive Organmitglieder.
Der Aufsichtsrat der KTM Industries AG besteht zum Stichtag aus vier Mitglieder und setzt sich wie folgt zusammen:
| Name | Position |
|---|---|
| Josef Blazicek | Aufsichtsratsvorsitzender |
| Dr. Ernst Chalupsky | Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden |
| Mag. Gerald Kiska | Aufsichtsratsmitglied |
| Mag. Klaus Rinnerberger | Aufsichtsratsmitglied |
Josef Blazicek (geb. 1964), österreichischer Staatsbürger, war nach Abschluss der Matura als Unternehmer tätig. Er begann seine Karriere bei der GIRO Credit Bank der Österreichischen Sparkassen AG im Bereich International Sales. Ab 1989 war er Leiter der Trading Abteilung der ERSTE BANK AG, bis er im Jahr 1991 dieselbe Funktion bei der INVESTMENTBANK AUSTRIA AG übernahm, wo er unteranderem Mitglied der Bank Austria Securities Ltd. in New York war. Zwischen 2000 und 2003 war Josef Blazicek als Head of Syndications für die ICE Securities Ltd. in London beschäftigt. Danach folgte bis zum Jahr 2006 die Tätigkeit als Geschäftsführender Gesellschafter der OCEAN Equities Ltd. Parallel dazu war Josef Blazicek bis zum Jahr 2005 als Partner in der QINO Gruppe im Management von Tochtergesellschaften in der Schweiz tätig. Seit 2004 ist Josef Blazicek Gesellschafter der Unternehmensberatung OCEAN Consulting GmbH (Wien).
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Josef Blazicek seit dem Jahr 2008 vertreten. Derzeit übt Josef Blazicek die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden der KTM Industries AG aus. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2020 beschließt.
Josef Blazicek ist in folgenden Positionen tätig, die für die KTM Industries AG von Bedeutung sind:
Dr. Ernst Chalupsky, M.B.L.-HSG (geb. 1954), österreichischer Staatsbürger, ist Rechtsanwalt und Partner der international vertretenen Rechtsanwaltskanzlei SCWP Schindhelm. Dr. Ernst Chalupsky ist nach Abschluss seines Studiums an der Johannes Kepler Universität Linz und seiner Ausbildung als Rechtsanwaltsanwärter in einer renommierten oberösterreichischen Sozietät seit 1982 als Rechtsanwalt in Wels tätig. Bis zur Fusion mit Saxinger & Baumann zu SCWP im Jahre 2000 war Dr. Ernst Chalupsky als Partner in der Sozietät Chalupsky & Gumpoldsberger in Wels tätig. 1996/1997 absolvierte Dr. Ernst Chalupsky an der Universität St. Gallen das Masterstudium «Europäisches und internationales Wirtschaftsrecht».
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Dr. Ernst Chalupsky seit dem Jahr 2014 vertreten. Derzeit übt Dr. Ernst Chalupsky die Funktion des Stellvertreters des Aufsichtsratsvorsitzenden der KTM Industries AG aus. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2020 beschließt.
Dr. Ernst Chalupsky ist in folgenden Positionen tätig, die für die KTM Industries AG von Bedeutung sind:
Dr. Ernst Chalupsky ist Gesellschafter und Geschäftsführer der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH. Die KTM Industries-Gruppe wird von der Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH in Rechtsangelegenheiten beraten. Die Beratungsleistungen werden zu marktüblichen Bedingungen in Anspruch genommen.
Mag. Gerald Kiska (geb. 1959), österreichischer Staatsbürger, arbeitete nach Absolvierung der Hochschule für Gestaltung in Linz in verschiedenen Designbüros und Agenturen im In- und Ausland; darunter Interform Design in Wolfsburg, Form Orange in Götzis, Agentur Idea, Stuttgart und Porsche Design in Zell am See. 1990 gründete er sein eigenes Designunternehmen in Anif/Salzburg. Von 1994 bis 1995 lehrte Herr Kiska im Rahmen einer Gastprofessur an der Hochschule für Gestaltung Offenbach am Main, von 1995 bis 2002 engagierte er sich als Gründer und Dozent an der Fachhochschule für Industrial Design in Graz und bis 2003 hatte er eine Gastprofessur an der Universität für Gestaltung Linz inne.
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Mag. Gerald Kiska seit dem Jahr 2014 vertreten. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2019 beschließt.
Mag. Gerald Kiska ist in folgenden Positionen tätig, die für die KTM Industries AG von Bedeutung sind:
Von der Kiska GmbH, deren geschäftsführender Gesellschafter das Aufsichtsratsmitglied Gerald Kiska ist, werden zu marktüblichen Bedingungen Beratungs- und Dienstleistungen in Anspruch genommen.
Mag. Klaus Rinnerberger (geb. 1964), österreichischer Staatsbürger, begann 1987 nach Abschluss des Jurastudiums in Wien seine berufliche Laufbahn als Auditor und Consultant bei Arthur Andersen & Co. Danach nahm er diverse Führungsfunktionen in der Automobilindustrie, u.a. als Mitglied des Vorstandes der Magna Automobiltechnik AG sowie der Magna Steyr AG ein. 2009 wechselte er in den Vorstand der Polytec Holding AG und hatte nach Herauslösung der Peguform aus der Polytec bis Dezember 2011 die Rolle des CEO der Peguform Gruppe inne.
Im Aufsichtsrat der Gesellschaft ist Mag. Klaus Rinnerberger seit dem Jahr 2015 vertreten. Die laufende Funktionsperiode endet mit dem Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2019 beschließt.
Mag. Klaus Rinnerberger ist in folgenden Positionen tätig, die für die Gesellschaft von Bedeutung sind:
Vorstandsmitglied der Pierer Industrie AG, 4600 Wels.
50 KTM Industries-Gruppe Aktie & Corporate Governance Konzernlagebericht Konzernabschluss
Die nachfolgende Tabelle enthält die Namen der Unternehmen und Gesellschaften, bei denen die aktuellen Mitglieder des Aufsichtsrats der KTM Industries AG – nach Kenntnis der Gesellschaft – während der letzten drei Berichtsperioden Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgans bzw. Partner waren. Aus der Spalte "noch aufrecht" ergibt sich jeweils, ob die Mitgliedschaft in diesen Organen oder als Partner noch weiter fortbesteht:
| Aufsichtsrat | Gesellschaft | Position | Noch aufrecht |
|---|---|---|---|
| Josef Blazicek | |||
| KTM Industries AG | AR-Vorsitzender | Ja | |
| KTM AG | AR-Vorsitzender | Nein | |
| All for One Steeb AG | AR-Vorsitzender | Ja | |
| BEKO Holding AG | AR-Vorsitzender | Nein | |
| Pierer Industrie AG | AR-Mitglied/stellvertretender Vorsitzender | Ja | |
| Pankl Racing Systems AG | AR-Mitglied/stellvertretender Vorsitzender | Ja | |
| QCP Swiss AG | Verwaltungsrat | Ja | |
| Update software AG | AR-Mitglied | Nein | |
| Triplan AG | AR-Mitglied | Nein | |
| Semper Constantia Privatbank AG | AR-Mitglied | Nein | |
| BF HOLDING AG | AR-Mitglied | Nein | |
| KTM Motorrad AG | AR-Mitglied | Nein | |
| KTM-Sportmotorcycle AG | AR-Mitglied/stellvertretender Vorsitzender | Nein | |
| PS GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| WP Immobilien GmbH | AR-Mitglied | Nein | |
| (vormals CROSS Immobilien AG) | |||
| CROSS Motorsport Systems AG (nunmehr WP AG) |
AR-Mitglied | Nein | |
| OCEAN Advisory GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| OCEAN Consulting GmbH | Gesellschafter | Ja | |
| Qino Management & Advisory Ltd. | Non-executive Director | Ja | |
| Dr. Ernst Chalupsky | |||
| KTM Industries AG | AR-Mitglied/stellvertretender Vorsitzender | Ja | |
| Pierer Industrie AG | AR-Vorsitzender | Ja | |
| KTM AG | AR-Mitglied | Ja | |
| Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebsaktiengesellschaft |
AR-Mitglied | Ja | |
| TGW Logistics Group GmbH | AR-Mitglied | Ja | |
| MCGA Beteiligungs- und verwaltungs-GmbH |
Gesellschafter/Geschäftsführer | Ja | |
| Saxinger, Chalupsky & Partner Rechtsanwälte GmbH |
Gesellschafter/Geschäftsführer | Ja |
| Aufsichtsrat | Gesellschaft | Position | Noch aufrecht |
|---|---|---|---|
| KTM Motorrad AG | AR-Mitglied | Nein | |
| WP Immobilien GmbH (vormals CROSS Immobilien AG) |
AR-Mitglied | Nein | |
| CROSS Motorsport Systems AG (nunmehr WP AG) |
AR-Mitglied | Nein | |
| Beteiligungsverwaltungs gesellschaft mbH |
Gesellschafter | Nein | |
| PBS Holding AG | AR-Mitglied | Nein | |
| Zielpunkt GmbH | AR-Mitglied | Nein | |
| BOW Beteiligungs GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| ZIP Warenhandel AG | AR-Mitglied/stellvertretender Vorsitzender | Nein | |
| Unternehmens Invest Aktiengesellschaft |
AR-Vorsitzender | Nein | |
| Mag. Gerald Kiska | |||
| KTM Industries AG Kiska GmbH |
AR-Mitglied Gesellschafter/Geschäftsführer |
Ja Nein/Ja |
|
| Kiska Beteiligungs GmbH | Gesellschafter/Geschäftsführer | Ja | |
| Kiska Holding GmbH | Gesellschafter/Geschäftsführer | Ja | |
| Österreichische DESIGN Privatstiftung | VSt | Ja | |
| KTM Technologies GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| Pierer Industrie AG | AR-Mitglied | Ja | |
| WP AG | AR-Mitglied | Nein |
| KTM Industries AG | AR-Mitglied | Ja |
|---|---|---|
| KTM Industries AG | VST | Nein |
| Pierer Industrie AG | VSt | Ja |
| Schachinger Logistic Holding GmbH | Mitglied des Beirates | Ja |
| Industrieholding GmbH | Mitglied des Beirates | Ja |
| Industrieholding GmbH | Vorsitzender des Beirates | Nein |
AR-Mitglied Nein
Darüber hinaus bestehen für die Mitglieder des Aufsichtsrates keine weiteren wesentlichen keine wesentlichen Tätigkeiten, Interessenbindungen und Kreuzverflechtungen.
WP Immobilien GmbH
(vormals CROSS Immobilien AG)
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Zusammensetzung des Aufsichtsrats, Seiten 33-34).
Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte einen Prüfungsausschuss gebildet. Die Aufgaben eines Vergütungsausschusses und eines Nominierungsausschusses werden aus Effizienzgründen vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen, da der Aufsichtsrat der KTM Industries AG aus nicht mehr als 6 Mitgliedern besteht.
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Ausschüsse des Aufsichtsrats und deren Mitglieder, Seite 34).
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Arbeitsweise des Aufsichtsrats, Seiten 32-33).
Der Vorstand einer österreichischen Aktiengesellschaft leitet die Gesellschaft in eigener Verantwortung. Ein Weisungsrecht des Aufsichtsrates oder der Hauptversammlung besteht daher nicht. Allerdings hat der Vorstand nach dem österreichischen Aktiengesetz vor dem Abschluss bestimmter außergewöhnlicher Geschäfte die Zustimmung des Aufsichtsrates einzuholen. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung.
Dem Aufsichtsrat obliegen die Bestellung und die Abberufung des Vorstands sowie insbesondere die Überprüfung der laufenden Geschäftstätigkeit des Vorstandes. Zu diesem Zweck informiert der Vorstand den Aufsichtsrat regelmäßig über seine Tätigkeit.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen und somit jeweils mindestens eine pro Quartal abgehalten. Die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund zweieinhalb Stunden. Weiters fanden zwei Sitzungen des Prüfungsausschusses statt; die Sitzungen dauerten durchschnittlich rund eine Stunde (siehe dazu auch Corporate Governance Bericht nach den Bestimmungen des ÖCGK, Arbeitsweise des Aufsichtsrats, Seiten 32-33).
Die KTM Industries AG verfügt über ein kein eigenes Risikomanagement-System. Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert.
Im Rahmen der internen Kontroll- und Reportingsystematik werden die erkennbaren Risiken in zahlreichen Bereichen des Unternehmens laufend erhoben und bewertet; die wesentlichen Ergebnisse werden vom Vorstand beurteilt und dem Aufsichtsrat zur Kenntnis gebracht. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2016.
Das Management-Informations-System der Gesellschaft bündelt eine Vielzahl von leistungsmessenden Indikatoren aus verschiedenen Bereichen der KTM Industries-Gruppe sowie umfassende finanzielle Informationen und stellt diese dem Management der Gesellschaft zeitnah in aufbereiteter Weise elektronisch zur Verfügung. Der Aufsichtsrat erhält monatliche sowie quartalsweise Berichte auf Basis von Informationen im Management-Informations-System.
Soweit nachfolgend nichts Gegenteiliges aufgeführt ist, existieren bezüglich der Mitglieder des Vorstands keine weiteren aufführungspflichtigen Tätigkeiten und Interessenbindungen.
Der Vorstand der KTM Industries AG besteht derzeit aus vier Mitgliedern:
| Name | Position |
|---|---|
| DI Stefan Pierer | Vorstandsvorsitzender, CEO |
| Mag. Friedrich Roithner | Stellvertretender Vorstandsvorsitzender, CFO |
| Ing. Alfred Hörtenhuber | Vorstand |
| Mag. Wolfgang Plasser | Vorstand |
DI Stefan Pierer (geb. 1956), österreichischer Staatsbürger, begann seine Karriere 1982 bei der HOVAL GmbH, nach dem Abschluss seiner Ausbildung an der Montanuniversität Leoben (Betriebs- und Energiewirtschaft), in Marchtrenk. Dort war DI Stefan Pierer als Vertriebsassistent und später als Vertriebsleiter für Oberösterreich und als Prokurist tätig. 1987 gründete DI Stefan Pierer die nunmehrige KTM Industries-Gruppe. Die KTM Industries-Gruppe ist eine österreichische Industriebeteiligungsgruppe, die sich sowohl strategisch als auch operativ auf den Motorrad- und Fahrzeugindustriesektor konzentriert. DI Stefan Pierer ist Vorstandsvorsitzender der KTM Industries AG.
Strategische und operative Gesamtleitung sowie das strategische/operative Management der KTM-Gruppe
Vorstandsvorsitzender der KTM AG
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:
Mag. Friedrich Roithner (geb. 1963), österreichischer Staatsbürger, war nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Linz bei einer international tätigen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungskanzlei als Revisionsassistent (Schwerpunkt Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung) tätig. Ab 1992 war Mag. Friedrich Roithner bei der Austria Metall AG tätig, wo er von 2002 bis 2006 Mitglied des Vorstandes war. Seit Ende 2007 ist Friedrich Roithner im Management der KTM Industries-Gruppe tätig. Mag. Friedrich Roithner ist der stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Finanzvorstand der KTM Industries AG.
Finanzen/(Konzern)Rechnungswesen/Steuer- und Rechtsangelegenheiten
Vorstand der Pierer Industrie AG
Aufsichtsratsvorsitzender der KTM AG (seit 21.07.2016)
Ing. Alfred Hörtenhuber (geb. 1955), österreichischer Staatsbürger, begann nach der Matura im Jahr 1975 seine berufliche Karriere bei der K. Rosenbauer KG in Leonding als Vertriebsassistent und später Exportleiter für Westeuropa. Er absolvierte berufsbegleitende Managementausbildungen am MSZG St. Gallen und am IMD Lausanne. 1985 trat er in die Miba-Gruppe zuerst als Marketingleiter, ab 1990 als Vorstand für Marketing, Forschung und Entwicklung in der Miba Sintermetall AG ein. 1998 wurde er CEO der Miba Friction Group und Mitglied des Vorstands in der Miba Holding AG. Seit dem 6. Februar 2008 ist Alfred Hörtenhuber im Management der KTM Industries-Gruppe tätig. Ing. Alfred Hörtenhuber ist Vorstandsmitglied der KTM Industries AG.
Strategisches/operatives Management der WP Gruppe
Aufsichtsratsmandate oder vergleichbare Funktionen in in- und ausländischen, nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften:
Keine
Mag. Wolfgang Plasser (geb. 1962), österreichischer Staatsbürger, hat das Studium der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien absolviert. Wichtige Stationen seiner Berufslaufbahn sind seine Tätigkeiten bei der KPMG, der Investment Bank Austria, sein Wirken als Finanzvorstand der Vossen AG sowie bei der Ocean Consulting GmbH. Mag. Wolfgang Plasser ist seit 2004 im Vorstand der Pankl Racing Systems AG und ist dort seit 2006 als Vorstandsvorsitzender tätig. Mag. Wolfgang Plasser ist Vorstandsmitglied der Gesellschaft.
Strategisches/operatives Management der Pankl Gruppe
Vorstand der Pankl Racing Systems AG
Keine
Die nachfolgende Tabelle enthält die Namen der Unternehmen und Gesellschaften, bei denen die aktuellen Mitglieder des Vorstands – nach Kenntnis der Gesellschaft – während der letzten fünf Jahre Mitglied eines Verwaltungs-, Geschäftsführungs- oder Aufsichtsorgans bzw. Partner waren. Aus der Spalte "noch aufrecht" ergibt sich jeweils, ob die Mitgliedschaft in diesen Organen oder als Partner noch weiter fortbesteht:
| Vorstand | Gesellschaft | Position | Noch aufrecht |
|---|---|---|---|
| DI Stefan Pierer | |||
| KTM Industries AG | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| CROSS Motorsport Systems AG (nunmehr WP AG) |
Vorstand | Nein | |
| WP AG | AR-Vorsitzender | Ja | |
| Pierer Konzerngesellschaft mbH | Gesellschafter/Geschäftsführer | Ja | |
| KTM AG | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| KTM Motorrad AG | VSt-Vorsitzender | Nein | |
| Pierer Industrie AG | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| Workspace Unternehmerzentrum GmbH (vormals Pierer Informatik GmbH) |
Geschäftsführer | Ja | |
| K KraftFahrZeug Holding GmbH GmbH (vormals CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH) |
Geschäftsführer | Ja | |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| PIERER Immobilien GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| Pierer Anlagenbau GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| PS GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| Swisspartners AG | Verwaltungsrat | Ja | |
| Pierer Swiss AG | Verwaltungsrat | Ja | |
| Vorstand | Gesellschaft | Position | Noch aufrecht |
|---|---|---|---|
| Pierer Immobilien GmbH & Co KG | Geschäftsführer der Komplementärin Pierer Immobilien GmbH; VSt-Vorsitzender der Kommanditistin Pierer Industrie AG |
Ja | |
| Pierer Invest Beteiligungs GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| UIAG Beteiligungs GmbH (vormals RK Invest Holding GmbH) |
Geschäftsführer | Nein | |
| SP GmbH (Gesellschaft gelöscht) | Geschäftsführer | Nein | |
| Wohnbau-west Bauträger Gesellschaft m.b.H. |
Geschäftsführer | Ja | |
| ATHOS Immobilien Aktiengesellschaft | AR-Mitglied | Nein | |
| BF HOLDING AG | AR-Vorsitzender | Nein | |
| Pankl Racing Systems AG | AR-Vorsitzender | Ja | |
| Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft |
AR-Vorsitzender | Ja | |
| Privatstiftung Christina | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| Österreichische DESIGN Privatstiftung | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| Stossier Privatstiftung | VSt-Vorsitzender | Ja | |
| Unternehmens Invest Aktiengesellschaft |
VSt-Vorsitzender | Nein | |
| WP Immobilien GmbH (vormals CROSS Immobilien AG) |
VSt-Vorsitzender, AR-Vorsitzender | Nein | |
| CROSS Finanzierungs GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Integration GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| Knünz Invest Beteiligungs GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH |
Geschäftsführer | Nein | |
| P&K Beteiligungs GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| Peguform Holding GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| Pierer Finanzierungsgesellschaft m.b.H. (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| Seestern Holding GmbH (mit Verschmel- zungsvertrag vom 23.07.2013 wurde diese Gesellschaft als übertragende Gesellschaft mit der Pierer Industrie AG (FN 290677 t) als übernehmender Gesellschaft verschmolzen.) |
Geschäftsführer | Nein | |
| UIAG Automotive Beteiligungs GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| Austria Email Aktiengesellschaft | AR-Mitglied/stellvertretender Vorsitzender | Nein | |
| BEKO Holding AG | AR-Mitglied | Nein | |
| Eternit-Werke Ludwig Hatschek Aktiengesellschaft |
AR-Mitglied | Nein | |
| Unternehmens Invest Aktiengesellschaft |
AR-Mitglied | Nein | |
| WP Components GmbH | AR-Vorsitzender | Nein |
| Vorstand | Gesellschaft | Position | Noch aufrecht |
|---|---|---|---|
| Mag. Friedrich Roithner | |||
| KTM Industries AG | Stellvertretender Vorstandsvorsitzender | Ja | |
| WP AG | AR-Mitglied/stellvertretender Vorsitzender | Ja | |
| CROSS Motorsport Systems AG (nunmehr WP AG) |
Vorstand | Nein | |
| CROSS Motorsport Systems GmbH (nunmehr WP AG) |
Geschäftsführer | Nein | |
| KTM AG | VSt | Nein | |
| KTM AG | AR-Mitglied | Ja | |
| Pierer Industrie AG | VSt | Ja | |
| Workspace Unternehmerzentrum GmbH (vormals: Pierer Informatik GmbH |
Geschäftsführer | Ja | |
| K KraftFahrZeug Holding GmbH(vormals CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH) |
Geschäftsführer | Ja | |
| Durmont Teppichbodenfabrik GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| Pankl Racing Systems AG | AR-Mitglied | Ja | |
| BF HOLDING AG | AR-Mitglied | Nein | |
| Wirtschaftspark Wels Errichtungs- und Betriebs-Aktiengesellschaft |
AR-Mitglied | Ja | |
| Unternehmens Invest Aktiengesellschaft |
VSt | Nein | |
| WP Immobilien GmbH (vormals CROSS Immobilien AG) |
VSt-Vorsitzender, Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Automotive Beteiligungs GmbH (nunmehr CROSS Industries AG) |
Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Automotive Holding GmbH (nunmehr CROSS Industries AG) |
Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Finanzierungs GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Integration GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Lightweight Technologies Holding GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| KTM Immobilien GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| KTM Sportmotorcycle GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH |
Geschäftsführer | Nein | |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| Peguform Holding GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| Seestern Holding GmbH mit Verschmelzungsvertrag vom 23.07.2013 wurde diese Gesellschaft als übertragende Gesellschaft mit der Pierer Industrie AG (FN 290677 t) als übernehmen der Gesellschaft verschmolzen.) |
Geschäftsführer | Nein | |
| UIAG Automotive Beteiligungs GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| BEKO Holding AG | AR-Mitglied | Nein | |
| WP Components | AR-Mitglied/stellvertretender Vorsitzender | Nein | |
| Pierer Invest Beteiligungs GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein |
| Vorstand | Gesellschaft | Position | Noch aufrecht |
|---|---|---|---|
| Ing. Alfred Hörtenhuber | |||
| KTM Industries AG | VSt | Ja | |
| WP AG | VSt | Ja | |
| WP Performance Systems GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| WP Components GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| Pankl Racing Systems AG | AR-Mitglied | Ja | |
| KinderPaliativNetzwerk GmbH | Gesellschafter | Ja | |
| KTM AG | AR-Mitglied | Nein | |
| KTM Motorrad AG | AR-Mitglied | Nein | |
| KTM-Sportmotorcycle AG | AR-Vorsitzender | Nein | |
| Pankl Racing Systems AG | VSt | Nein | |
| TGW-Future Privatstiftung | Vorsitzender Stiftungsrat | Nein | |
| CROSS Motorsport Systems AG (nunmehr WP AG) |
Vorstand | Nein | |
| CROSS Automotive Beteiligungs GmbH (nunmehr CROSS Industries) |
Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Automotive Holding GmbH (nunmehr CROSS Industries) |
Geschäftsführer | Nein | |
| CROSS Lightweight Technologies Holding GmbH (Gesellschaft gelöscht) |
Geschäftsführer | Nein | |
| Knünz Invest Beteiligungs GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| Mag. Wolfgang Plasser | Wethje Carbon Composites GmbH (vormals Wethje Holding GmbH) |
Geschäftsführer | Nein |
| KTM Industries AG | Vorstand | Ja | |
| Pankl Racing Systems AG | Vorstandsvorsitzender | Ja | |
| CROSS Motorsport Systems AG (nunmehr WP AG) |
Vorstand | Nein | |
| CROSS Motorsport Systems GmbH | Geschäftsführer | Nein | |
| OCEAN Advisory GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| OCEAN Consulting GmbH | Geschäftsführer | Ja | |
| Pankl Holdings, Inc. (CA) | AR-Vorsitzender | Ja | |
| Pankl Aerospace Systems, Inc. | AR-Mitglied | Ja | |
| CP-Carrillo, Inc. | AR-Mitglied | Ja | |
| Pankl Holdings, Inc. (NV) | AR-Vorsitzender | Nein | |
| CP-Carrillo, LLC | AR-Mitglied | Nein | |
| Performance Equipment Company, LLC | AR-Mitglied | Nein | |
| Pankl Engine Systems, Inc. | AR-Mitglied | Nein |
Es existieren keine Managementverträge.
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Vergütungsbericht, Seiten 36-38).
Es besteht kein Programm, das es Mitarbeitern aller Stufen oder Organen der Gesellschaft ermöglicht, Beteiligungen an der Gesellschaft zu erwerben.
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Vergütungsbericht, Seiten 36-38). An ehemaligen Mitglieder des Aufsichtsrates oder des Vorstandes wurde im Berichtsjahr 2016 keinerlei Vergütungen geleistet oder sonstige geldwerte Vorteil gewährt.
Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der KTM Industries AG hielten zum Stichtag Aktien der Gesellschaft:
| Unmittelbarer | Mittelbarer | Stimmrechte | ||
|---|---|---|---|---|
| Person | Aktienbesitz | Aktienbesitz | Anzahl Aktien | in% * |
| DI Stefan Pierer | Nein | Ja** | 171.793.423 | 76,22 |
| Mag. Friedrich Roithner | Ja | Nein | 2.254.000 | 1,00 |
| Ing. Alfred Hörtenhuber | Ja | Nein | 650.000 | 0,29 |
| Mag. Wolfgang Plasser | Ja | Nein | 650.000 | 0,29 |
| Mag. Klaus Rinnerberger | Ja | Nein | 2.254.000 | 1,00 |
| Josef Blazicek | Ja | Nein | 2.253.865 | 1,00 |
| Dr. Ernst Chalupsky | Ja | Nein | 426.830 | 0,19 |
| Mag. Gerald Kiska | Ja | Nein | 2.254.000 | 1,00 |
* gerundet
** über die Pierer Konzerngesellschaft mbH und die Pierer Industrie AG
Die KTM Industries AG hat 225.386.742 Stückaktien ausgegeben. Jede Stückaktie gewährt ein Stimmrecht. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die ausgegebenen Stückaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit zum Tragen. Das Stimmrecht kann auch durch Bevollmächtigte ausgeübt werden. Die Vollmacht muss einer bestimmten Person in Textform erteilt werden, sowie der KTM Industries AG übermittelt werden und von dieser aufbewahrt oder nachprüfbar festgehalten werden.
Es bestehen sohin weder statutarische Stimmrechtsbeschränkungen noch Gruppenklauseln noch Regeln zur Gewährung von Ausnahmen.
Sofern das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, und in jenen Fällen, in denen eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals.
Die Satzung7 der KTM Industries AG sieht keine gegenüber dem österreichischen Aktiengesetz höheren Stimmerfordernisse vor.
7) Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
Die Bestimmungen über die Einberufung der Hauptversammlung weichen nicht von den Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes ab8 .
Die Einberufung ist spätestens am 28. Tag vor einer ordentlichen Hauptversammlung, ansonsten spätestens am 21. Tag vor der Hauptversammlung bekannt zu machen. Die Einberufung wird in der "Wiener Zeitung" veröffentlicht, über ein europäisches Verbreitungssystem bekannt gemacht und auf der Webseite der KTM Industries AG zur Verfügung gestellt.
Die Hauptversammlung wird in der Regel durch den Vorstand der Aktiengesellschaft einberufen.
Daneben hat der Vorstand die Hauptversammlung einzuberufen, wenn Aktionäre, deren Anteile zusammen 5 Prozent des Grundkapitals erreichen, die Einberufung schriftlich unter Vorlage der Tagesordnung und eines Beschlussvorschlags zu jedem Tagesordnungspunkt verlangen und ihr Verlangen begründen. Abweichend von dieser gesetzlichen Bestimmung, kann die Satzung das Recht, die Einberufung der Hauptversammlung zu verlangen, an eine weniger strenge Form oder an den Besitz eines geringeren Anteils am Grundkapital knüpfen. Die Satzung der KTM Industries AG sieht derzeit keine von den gesetzlichen Anforderungen abweichenden Bestimmungen vor9 . Die antragstellenden Aktionäre müssen seit mindestens drei Monaten vor Antragstellung Inhaber der Aktien sein und die Aktien bis zur Entscheidung über den Antrag halten. Wenn die Einberufung nicht vom Vorstand ausgeht, ist dieser zur notwendigen Mitwirkung an der ordnungsgemäßen Einberufung und Vorbereitung der Hauptversammlung verpflichtet.
8) Die Satzung auf der Webseite der KTM Industries AG: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
9) Die Satzung ist auf der Webseite der KTM Industries AG abrufbar: http://www.ktm-industries.at/index.php/corporate-governance/satzung-der-gesellschaft
Die KTM Industries AG hat lediglich Inhaberaktien ausstehend und führt demzufolge kein Aktienbuch.
Auf die KTM Industries AG sind aufgrund der Zulassung der Aktien zum Amtlichen Handel der Wiener Börse die Bestimmungen des österreichischen Übernahmegesetzes anwendbar. Das österreichische Übernahmegesetz kennt sowohl verpflichtende als auch freiwillige Übernahmeangebote.
Erlangt ein Bieter (allein oder mit gemeinsam vorgehenden Rechtsträgern) eine kontrollierende Beteiligung an einer börsenotierten österreichischen Gesellschaft, muss er den übrigen Aktionären ein Pflichtangebot nach dem Übernahmegesetz stellen. Eine kontrollierende Beteiligung hält, wer 30% oder mehr der ständig stimmberechtigten Aktien des börsenotierten Unternehmens direkt oder indirekt kontrolliert.
Erwirbt ein Aktionär, der zwar über eine kontrollierende Beteiligung verfügt, jedoch nicht mehr als 50% der stimmberechtigten Aktien auf sich vereint, innerhalb eines Zeitraums von zwölf Monaten zusätzlich mindestens 2% der Stimmrechte der Gesellschaft, löst dies ebenfalls eine Angebotspflicht für alle Beteiligungspapiere der Zielgesellschaft aus (creeping-in).
Wird ein kontrollrelevanter Schwellenwert erreicht, ist dies unverzüglich der Übernahmekommission mitzuteilen; die Angebotsunterlage ist der Übernahmekommission binnen 20 Börsetagen ab Kontrollerlangung anzuzeigen.
Die kontrollrelevanten Schwellenwerte können nicht nur durch einzelne Aktionäre, sondern auch durch gemeinsam vorgehende Rechtsträger erreicht werden. Die Melde- und Angebotspflicht kann daher etwa auch durch den Abschluss von Syndikatsverträgen oder sonstige Absprachen ausgelöst werden. Eine gesellschaftsrechtliche Verbindung der gemeinsam vorgehenden Gesellschafter ist dafür nicht erforderlich.
Bei der Berechnung der kontrollrelevanten Schwellenwerte unbeachtet bleiben eigene Aktien, bei denen die Stimmrechte ruhen.
Das Übernahmegesetz kennt auch verschiedene Ausnahmen von der Verpflichtung, ein Pflichtangebot zu stellen. In diesen Fällen ist der Sachverhalt der Übernahmekommission nur anzuzeigen.
Um die Interessen der Aktionäre zu schützen, sieht das Übernahmegesetz vor, dass bei einem Pflichtangebot eine doppelte Untergrenze für den Angebotspreis eingehalten werden muss: Der Angebotspreis darf einerseits nicht unter der höchsten Gegenleistung liegen, die der Bieter (oder ein mit ihm gemeinsam vorgehender Rechtsträger) in den letzten zwölf Monaten vor dem Übernahmeangebot für Aktien der Zielgesellschaft leistete. Andererseits darf der Angebotspreis auch nicht unter dem durchschnittlichen nach den jeweiligen Handelsvolumina gewichteten Börsekurs der Aktien der Zielgesellschaft in den letzten sechs Monaten liegen.
Ein solches Angebot kann von einem Bieter veröffentlicht werden, der zwar keine kontrollierende Beteiligung an der Zielgesellschaft hält, eine solche Beteiligung aber anstrebt. Die Bestimmungen über die Pflichtangebote, auch hinsichtlich des Mindestpreises, sind sinngemäß anzuwenden.
Angebote, durch die der Bieter eine kontrollierende Beteiligung erlangen könnte, sind kraft Gesetzes dadurch bedingt, dass dem Bieter im Rahmen des Angebots Annahmeerklärungen zugehen, die mehr als 50% der ständig stimmberechtigten Aktien umfassen, die Gegenstand des Angebots sind.
Ein freiwilliges Angebot liegt vor, wenn das Angebot weder Rechtsfolge noch Mittel zur Herbeiführung eines Kontrollwechsels ist. Das freiwillige Angebot wird in der Praxis häufig von bestehenden Kontrollaktionären eingesetzt, um den Streubesitz zu verringern. Beim freiwilligen Angebot ist der Bieter bei der Festsetzung des Angebotspreises keiner gesetzlichen Preisregelung unterworfen und kann daher den Angebotspreis frei bestimmen.
Zum Stichtag hat sich die Unternehmensleitung (Vorstand und Aufsichtsrat) nicht durch mit besonderen vertraglichen Vereinbarungen gegen eine unerwünschte Übernahme geschützt.
Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, wurde von der 19. ordentlichen Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 bestellt. Erstmals zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Gesellschaft wurde die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr 1.10.2014 - 31.12.2014 bestellt.
Der verantwortliche Prüfungspartner ist Mag. Ernst Pichler; er trat sein Amt erstmals für das Rumpfgeschäftsjahr 1.10.2014 - 31.12.2014 an.
Es wird auf die Ausführungen des Corporate Governance Berichtes nach den Bestimmungen des ÖCGK verwiesen (Prüfungen und Externe Evaluierung, Seite 39).
Für zusätzliche Beratungsleistungen hat die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft der KTM Industries AG im Geschäftsjahr 2016 kein Beratungshonorar in Rechnung gestellt.
Der Wirtschaftsprüfer hat im Berichtsjahr an jeweils zwei Sitzungen des Aufsichtsrats und des Prüfungsausschusses teilgenommen. Der Wirtschaftsprüfer wird durch den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats überwacht und in regelmäßigen Abständen beurteilt.
Der Prüfungsausschuss hat einen Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers zu erarbeiten und bereitet den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für dessen Wahl vor. Darüber hinaus hat der Prüfungsausschuss gemäß Regel C-81a des ÖCGK mit dem Abschlussprüfer in einer Besprechung die Abwicklung der wechselseitigen Kommunikation festzulegen.
Die Vergütung des Wirtschaftsprüfers wird regelmäßig auf Marktüblichkeit überprüft. Der verantwortliche Prüfungspartner für die Gesellschaft rotiert jeweils alle 7 Jahre (interne Rotation). Infolge der Umsetzung der Verordnung (EU) Nr. 537/2014 vom 16. April 2014 über spezifische Anforderungen an die Abschlussprüfung bei Unternehmen von öffentlichem Interesse muss die KTM Industries AG spätestens für das Geschäftsjahr 2024 den Abschlussprüfer wechseln (externe Rotation).
Die Gesellschaft unterhält im Sinne einer dauernden Informationsquelle auf der Internetseite http://www.ktm-industries.com/index. php/ir einen Investor Relations Bereich, der jedermann zugänglich ist. Dort sind alle wichtigen Informationen sowie Dokumente über den Geschäftsverlauf und den Aktienkurs (Kursdaten, Aktionärsstruktur, Berichte, Finanzkalender, Dokumente für die Hauptversammlungen) abrufbar.
Aufgrund der Notierung der Aktien der Gesellschaft im Amtlichen Handel, Marktsegment Prime Market, der Wiener Börse, wurden im Geschäftsjahr 2016 Jahresfinanzberichte sowie Zwischenberichte (Quartalsberichte und Halbjahresfinanzberichte) der KTM Industries AG erstellt und in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht.
Der Jahresfinanzbericht ist spätestens innerhalb von vier Monaten nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen und auf der Internetseite zur Verfügung zu stellen (http://www.ktm-industries.com/index.php/bericht). Die Zwischenberichte (Quartalsberichte und Halbjahresfinanzberichte) haben die ersten drei, sechs und neun Monate des Geschäftsjahres zu umfassen und sind spätestens innerhalb von zwei Monaten nach Ende des Berichtszeitraums zu veröffentlichen und auf der Internetseite zur Verfügung zu stellen (http://www. ktm-industries.com/index.php/bericht). Die Geschäftsberichte können auch in gedruckter Version verfügbar gemacht werden oder über die Homepage der Oesterreichischen Kontrollbank http://issuerinfo.oekb.at/startpage.html abgerufen werden.
Ab Ende März 2017 werden die Aktien der Gesellschaft im Amtlichen Handel der Wiener Börse AG in das Marktsegment standard market wechseln. Dies kann dazu führen, dass nur mehr die Jahresfinanzberichte sowie Halbjahresfinanzberichte erstellt und veröffentlicht werden.
Die Gesellschaft ist verpflichtet, einen Anschluss an ein geeignetes elektronisch betriebenes europaweites Informationsverbreitungssystem zu unterhalten und die gemäß § 48d des österreichischen Börsegesetzes zu veröffentlichenden Insider-Informationen und Director's Dealings-Meldungen über dieses System in deutscher und englischer Sprache zu verbreiten. Kursrelevante Ereignisse werden zeitgerecht über die Medien und auf der Website publiziert. Die Insider-Informationen der KTM Industries AG sind auf den Webseiten http://www.ktm-industries.com/index.php/newsroom sowie unter http://issuerinfo.oekb.at/startpage.html verfügbar und können weiters unter http://www.ktm-industries.com/index.php/ir-kontakt (Investor Relations Push Verteiler Anmeldung) bezogen werden.
Der Finanzkalender der KTM Industries AG, der die wesentlichen zeitlichen Eckdaten des laufenden Geschäftsjahres ausweist, ist unter dem Link http://www.ktm-industries.com/index.php/finanzkal abrufbar.
Informationen über die Corporate Governance der KTM Industries AG (Unabhängigkeitskriterien der Aufsichtsratsmitlieder, Compliance-Richtlinie, Corporate Governance Berichte, Director's Dealing Meldungen und Stimmrechtsmitteilungen) sind auf der Webseite unter http://www.ktm-industries.com/index.php/corporate-governance abrufbar.
Die Kontaktinformationen der Gesellschaft finden sich im Impressum am Ende dieses Geschäftsberichtes.
Der Aufsichtsrat der KTM Industries AG hat im Geschäftsjahr 2016 vier Sitzungen abgehalten und die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und dabei intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzerngesellschaften, sowie über wesentliche Ereignisse beraten. Der Vorstand der KTM Industries AG hat dem Aufsichtsrat im Geschäftsjahr 2016 regelmäßig im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäftsund Finanzlage über den Gang der Geschäfte und die Lage der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzernunternehmen berichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert.
Im Prüfungsausschuss wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Das Präsidium des Aufsichtsrates hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen. Der Prüfungsausschuss tagte zweimal. Im März 2016 wurden alle Themen in Zusammenhang mit dem Jahres- und Konzernabschluss 2015 sowie der Vorschlag für die Bestellung des Abschlussprüfers behandelt. In der Sitzung im Dezember 2016 gab der Abschlussprüfer eine kurze Übersicht zum geplanten Ablauf sowie zu den Schwerpunkten der Prüfung für das Geschäftsjahr 2016. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses waren Mag. Klaus Rinnerberger (Vorsitzender), Josef Blazicek (Stellvertreter des Vorsitzenden) und Dr. Ernst Chalupsky. Da sich der Aufsichtsrat der Gesellschaft aus nicht mehr als sechs Mitgliedern zusammensetzt, werden die Aufgaben des Vergütungs- und Nominierungsausschusses vom gesamten Aufsichtsrat wahrgenommen.
Sowohl der Jahresabschluss und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 als auch der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2016 wurden von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, geprüft. Die Prüfung hat nach ihrem abschließenden Ergebnis keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben und der Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss der Gesellschaft - jeweils für das Geschäftsjahr 2016 - wurden mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Abschlussprüfer hat bestätigt, dass die Buchführung und der Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2016 den gesetzlichen Vorschriften entsprechen, der Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2016 vermittelt und der Lagebericht im Einklang mit dem Jahresabschluss steht.
Der Abschlussprüfer bestätigt auch, dass der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften entspricht und ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns für das Geschäftsjahr 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme für das abgelaufene Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den Internationalen Financial Reporting Standards (IFRS) vermittelt und der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht.
Sämtliche Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss am 21. März 2017 eingehend mit den Prüfern behandelt und in der anschließenden Sitzung gemeinsam mit den vom Vorstand aufgestellten Lageberichten sowie dem Corporate Governance Bericht dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Prüfungsausschuss hat sich in seinem Bericht an den Aufsichtsrat dem Ergebnis der Abschlussprüfer angeschlossen und ist nach der von ihm vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichtes und des Corporate Governance Berichtes für das Geschäftsjahr 2016 zum abschließenden Ergebnis gelangt, dass die geprüften Unterlagen gesetzmäßig und richtig sind, die vom Vorstand getroffenen bilanzpolitischen Entscheidungen wirtschaftlich und zweckmäßig sind und kein Anlass zur Beanstandung gegeben ist.
Der Aufsichtsrat schließt sich dem Bericht des Prüfungsausschusses und damit auch dem Ergebnis der Abschlussprüfung an. Auch nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes sowie des Konzernabschlusses, des Konzernlageberichtes und des Corporate Governance Berichtes für das Geschäftsjahr 2016 ist kein Anlass zur Beanstandung gegeben. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 gebilligt, der damit gem. § 96 Abs. 4 AktG festgestellt ist. Er nimmt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht jeweils für das Geschäftsjahr 2016 zustimmend zur Kenntnis. Dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes über die Verwendung des im Geschäftsjahr 2016 erzielten Bilanzgewinns schließt sich der Aufsichtsrat an.
Weiters wurde über Vorschlag des Prüfungsausschusses ein Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2017 für die 20. ordentliche Hauptversammlung am 27. April 2017 vorbereitet. Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Linz, wird als Abschlussprüferin für das Geschäftsjahr vom 01. Jänner 2017 bis 31. Dezember 2017 vorgeschlagen.
In der 19. ordentlichen Hauptversammlung vom 27. April 2016 wurden Josef Blazicek und Dr. Ernst Chalupsky erneut in den Aufsichtsrat gewählt und zwar bis zur Beendigung der Hauptversammlung die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2020 beschließt. Mag. Gerald Kiska und Mag. Klaus Rinnerberger wurden ebenfalls erneut in den Aufsichtsrat gewählt und zwar bis zur Beendigung der Hauptversammlung die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019 beschließt.
Weiters wurde die Bestellung zum Mitglied des Vorstands von Mag. Wolfgang Plasser bis zum 31. Mai 2022 vorzeitig durch den Aufsichtsrat verlängert.
Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und ihren Beitrag zum erfreulichen Unternehmensergebnis im abgeschlossenen Geschäftsjahr. Der Dank gilt auch den Aktionären, Kunden und Partner, die ihr Vertrauen in die Gesellschaft setzten und damit wesentlich zu diesem Erfolg beigetragen haben.
Wels, im März 2017
Vorsitzender des Aufsichtsrates Josef Blazicek
| 1. Wesentliche Ereignisse im Geschäftsjahr 2016 68 | |
|---|---|
| 2. Wirtschaftliches Umfeld68 | |
| 3. Geschäftsentwicklung der Segmente 69 | |
| 4. Finanzielle Leistungsindikatoren 70 | |
| 5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 73 | |
| 6. Risikobericht76 | |
| 7. Angaben gemäß § 243a (Abs. 1) UGB77 | |
| 8. Ausblick78 | |
per 31.12.2016 der KTM Industries AG, Wels
Die KTM Industries-Gruppe ist eine führende europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf das globale Sportmotorradsegment und den automotiven high-tech Komponentenbereich. Innerhalb der Gruppe besteht ein hoher Grad an technologischer Vernetzung, welcher in Europa in dieser Form einzigartig ist. Strategische Partnerschaften auf operativer Ebene stärken die Wettbewerbsfähigkeit in unseren relevanten Märkten. All diese Faktoren sind die Grundlage für den hohen Innovationsgrad der KTM Industries-Gruppe und sichern den organischen Wachstumskurs nachhaltig ab. Für weitere Informationen zu den Mehrheitsbeteiligungen verweisen wir auf den Konzernanhang (Punkt I. Unternehmen).
In ihren Kapitalmarktaktivitäten hat sich die KTM Industries-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr verstärkt auf die Börsennotierung der KTM Industries AG konzentriert. Im Juli 2016 wurde die Gruppe von "CROSS Industries AG" auf "KTM Industries AG" umbenannt und im November 2016 an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange in Zürich gelistet. Das Debüt an der Schweizer Börse SIX war sehr erfolgreich und die Aktie entwickelt sich an der neuen Hauptbörse sehr erfreulich.
Um eine schlankere Kapitalmarktstruktur zu schaffen, wurde im Sommer 2016 ein Delisting der beiden operativen Gesellschaften KTM AG und WP AG durchgeführt. Der Streubesitz dieser beiden Gesellschaften lag jeweils deutlich unter einem Prozent. Den Streubesitzaktionären der KTM AG und der WP AG wurden als flankierende Maßnahme zum Delisting jeweils Erwerbsangebote unterbreitet, um ihnen einen Ausstieg zu ermöglichen. Jene Aktionäre, die dieses Angebot nicht annahmen, bleiben weiterhin Aktionäre der KTM AG und der WP AG.
Die KTM Industries-Gruppe setzte im Geschäftsjahr 2016 ihren Erfolgskurs fort. Es konnte ein Rekordumsatz in Höhe von € 1.343,0 Mio. erzielt werden. Das Umsatzwachstum wurde durch die positive Entwicklung der operativen Gesellschaften KTM AG, WP AG und Pankl Racing Systems AG getragen, welche im Geschäftsjahr 2016 jeweils mit Umsatz und EBIT über dem Vorjahresniveau lagen.
Zudem war das abgelaufene Geschäftsjahr geprägt von weiteren Anteilserwerben an der Pankl Racing Systems AG, welche damit ihre strategische Positionierung innerhalb der KTM Industries-Gruppe nachhaltig stärkt. Die KTM Industries AG erhöhte ihren Anteil an der Pankl Racing Systems AG von bisher 55,9% auf 94,5%.
Weiters wurde bekannt gegeben, dass das Aktienverkaufsprogramm der KTM Industries AG am 11. Dezember 2016 beendet wurde. Im Zeitraum vom 7. September 2015 bis 11. Dezember 2016 wurden 71.038 Stückaktien über die Börse verkauft. Die Gesellschaft verfügt nun über keine eigenen Aktien mehr.
Nach Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Jänner 2017 wird sich die Weltwirtschaft leicht erholen. Der IWF sieht für das Jahr 2017 einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,4%, wobei für Industrieländer ein Wachstum von 1,9% für 2017 und 2,0% 2018 erwartet wird.
Für die Eurozone wird lediglich eine Entwicklung von 1,6% für 2017 und 2018 prognostiziert. Die Entwicklung im US-amerikanischen Raum wird mit einem Anstieg von 2,3% angekündigt. Für das Jahr 2018 sieht der IWF ein weltweites Wachstum von 3,6%.
Für Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 4,5% für das Jahr 2017 und 4,8% für das Jahr 2018 prognostiziert, wobei für Indien mit einem Wachstum von 7,2% für 2017 und 7,7% für 2018 die größte Entwicklung erwartet wird. Für den ASEAN-Raum wird für 2017 mit einem Wachstum von 4,9% gerechnet.
Der europäische Gesamtmarkt1 konnte im Vergleich zum Vorjahr mit 565.655 zugelassenen Fahrzeugen um 14,3% zulegen. Der Anstieg ist vorwiegend auf die positive Entwicklung in den größten europäischen Märkten wie Deutschland (+ 14,5%), Italien (+ 21,6%), Spanien (+ 25,2%) und Schweden (+ 41,8 %) zurückzuführen.
Die Fahrzeuge der Marke KTM konnten in einem schwierigen Marktumfeld in den wesentlichen Märkten wie Österreich (+ 7,0 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Schweden (+ 3,5 Prozentpunkte zum Vorjahr) die Marktanteile steigern. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von KTM 9,8% (Vorjahr: 8,4 %). Der Marktanteil von Husqvarna Motorcycles konnte sich in den Märkten in Schweden (+3,8 Prozentpunkte zum Vorjahr), Italien (+ 0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Deutschland (+ 0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr) positiv entwickeln. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von Husqvarna 1,6% (Vorjahr: 1,1 %).
Die Zulassungen am US-Gesamtmarkt2 entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016 mit 406.826 Fahrzeugen leicht rückläufig (Vorjahr: 419.864 Fahrzeuge). KTM konnte die Marktanteile am US-Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr jedoch um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5% steigern. Husqvarna steigerte seine Marktanteile um 0,7 Prozentpunkte auf 1,5% am US-Gesamtmarkt.
Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 11,7% von € 1.022,5 Mio. auf € 1.141,8 Mio. Der Umsatz in Nordamerika erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,6% auf € 327,7 Mio. und entspricht 28,7% des Gesamtumsatzes. In Europa erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 17,8% auf € 603,6 Mio.; hier beträgt der Gesamtumsatzanteil 52,9%. In den übrigen Ländern erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,0% auf € 210,5 Mio. Der Gesamtumsatzanteil in den übrigen Ländern beträgt 18,4%.
Der Anteil der Motorräder inkl. Sportminicycles und X-Bows am Gesamtumsatz ist mit 83,9% gegenüber dem Vorjahr (83,8%) nahezu unverändert geblieben. Die Umsätze im Offroad-Segment erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 23,7% auf € 526,1 Mio. Im Street-Segment stagnierten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr (-2,2%) mit € 381,9 Mio. Der Umsatz mit Ersatzteilen, Bekleidung und Zubehör (PowerWear und PowerParts) und Sonstige erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 % auf € 184,0 Mio.
Das Geschäftsjahr 2016 der WP-Gruppe war von einem starken Umsatzwachstum und strategischer Neuausrichtungen geprägt. Der Umsatz des Konzerns konnte auf € 166,1 Mio. gesteigert werden (Vorjahr: € 144,6 Mio.). Der Umsatzanstieg war in allen Produktsparten und über einen Großteil der Kundensegmente festzustellen. WP konnte aufgrund des starken Wachstums von KTM ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren.
Trotz eines verhaltenen Wachstums des Gesamtmarktes, konnte WP im Bereich Fahrwerkskomponenten ein sehr starkes Mengen- und Umsatzwachstum vorweisen, was auf das starke Wachstum bei KTM zurückzuführen ist.
Im Segment Engine Components wird vorwiegend an OEM Kunden geliefert. Die für WP relevanten Märkte haben im letzten Jahr leicht zugelegt. WP konnte aufgrund des starken Wachstums von KTM ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren. Auch in dieser Sparte wird ein starker Fokus auf die Entwicklungstätigkeit gelegt. In der Produktsparte Kühler wurden Kühlerkomponenten für den Moto-GP Sport entwickelt, welche auch in 2016 erfolgreich zum Einsatz gekommen sind.
Für den weiteren Erfolg von WP und damit für weiteres Wachstum ist eine engere Kooperation mit KTM von entscheidender Bedeutung, deshalb wurden in 2016 die Bereiche F&E und Factory Racing aus strategischen Gesichtspunkten in die KTM-Gruppe eingegliedert.
1 Motorräder >= 120ccm ohne Motocross, Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder
2 Motorräder >= 120ccm inklusive Motocross, ohne Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder
Die Umsatzerlöse der Pankl-Gruppe konnten im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 7,1% auf einen neuen Rekordwert von € 186,0 Mio. gesteigert werden. Im Segment Racing/High Performance konnten sowohl im Geschäftsbereich Racing als auch im Bereich High Performance deutliche Umsatzanstiege gegenüber 2015 verzeichnet werden. Im Segment Aerospace stabilisierte sich der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Die USA stellen mit 25,0% Anteil am Gesamtumsatz weiterhin den größten Absatzmarkt dar. Die größten Absatzmärkte in Europa sind Deutschland (22,9%), Österreich (11,1%) und Italien (10,6%).
Im Rennsportgeschäft konnte die Pankl-Gruppe vor allem im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 von den Formel 1 Reglementänderungen für die Saison 2017 profitieren. Das High-Performance Geschäft entwickelte sich im abgelaufen Jahr stabil. Insgesamt erwirtschaftete das Segment Racing/High Performance einen Umsatz in Höhe von € 161,5 Mio. nach € 148,7 Mio. in 2015, was einer Umsatzsteigerung von 8,6% entspricht.
Das Luftfahrtgeschäft hat sich weitestgehend stabilisiert, dennoch war auch das Geschäftsjahr 2016 vom schwierigen Marktumfeld für Helikopter geprägt. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 lag mit € 25,5 Mio. leicht unter dem Vorjahr (€ 25,6 Mio.).
Für weitere Informationen zu den einzelnen Segmenten wird auf die jeweiligen Konzernabschlüsse der Unternehmen bzw. auf deren Homepage verwiesen.
| 2016 | 2015 3) | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Mio. € | |||
| Ertragskennzahlen: | |||
| Umsatz | 1.343,0 | 1.223,6 | 1.086,3 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) | 198,4 | 178,4 | 148,1 |
| EBITDA-Marge | 14,8% | 14,6% | 13,6% |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 122,3 | 112,9 | 93,0 |
| EBIT-Marge | 9,1% | 9,2% | 8,6% |
| Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 89,0 | 65,0 | 54,9 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche | 0,0 | 0,0 | 2,1 |
| Operativer Cash-Flow | 167,8 | 106,9 | 82,1 |
| Bilanzkennzahlen: | |||
| Bilanzsumme | 1.391,8 | 1.175,9 | 1.031,1 |
| Eigenkapital | 454,9 | 386,6 | 370,9 |
| Eigenkapitalquote | 32,7% | 32,9% | 36,0% |
Working Capital employed 1) 245,2 243,3 206,8 Nettoverschuldung 2) 364,6 387,4 315,1
1) Working Capital employed: Forderungen aus LuL zuzüglich Vorräte abzüglich Verbindlichkeiten aus LuL
2) Nettoverschuldung: Finanzverbindlichkeiten abzüglich Flüssige Mittel
3) angepasst, siehe Anhang Punkt 5.
Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die KTM Industries-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 1.343,0 Mio. (Vorjahr: € 1.223,6 Mio.) und ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von € 122,3 Mio., welches im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 8% gestiegen ist (Vorjahr: € 112,9 Mio.).
| Umsatz | 2016 | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Mio. € | |||
| KTM AG | 1.141,8 | 1.022,5 | 864,6 |
| WP AG | 166,1 | 144,6 | 121,1 |
| Pankl Racing Systems AG | 186,0 | 173,6 | 165,0 |
| Sonstige und Konsolidierung | -151,0 | -117,1 | -64,5 |
| KTM Industries-Gruppe | 1.343,0 | 1.223,6 | 1.086,3 |
| EBIT | 2016 | 2015 | 2014 |
| Mio. € | |||
| KTM AG | 102,8 | 95,1 | 75,4 |
| WP AG | 12,1 | 9,7 | 8,6 |
| Pankl Racing Systems AG | 13,2 | 10,2 | 11,9 |
| Sonstige und Konsolidierung | -5,8 | -2,1 | -2,8 |
| KTM Industries-Gruppe | 122,3 | 112,9 | 93,0 |
Die KTM-Gruppe konnte den Absatz – unter Berücksichtigung der in Indien durch den KTM-Partner Bajaj verkauften DUKE 200, DUKE 390, RC 200 und RC 390 – im Geschäftsjahr 2016 weltweit auf 203.423 (+11% zum Vorjahr) Fahrzeuge der Marken KTM und Husqvarna steigern. Der Umsatz stieg auf € 1.141,8 Mio. (+12% gegenüber dem Vorjahr). Das EBIT konnte aufgrund der positiven Absatz- und Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um € 7,7 Mio. auf € 102,8 Mio. (Vorjahr: € 95,1 Mio.) gesteigert werden.
Die WP-Gruppe steigerte im Geschäftsjahr 2016 den Umsatz um rund 15% von € 144,6 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf einen neuen Rekordwert von insgesamt € 166,1 Mio. Die Ergebnislage ist im Wesentlichen auf eine gute Fixkostendeckung auf dem derzeitigen Umsatzniveau zurückzuführen. Wesentlichen Einfluss auf das operative Ergebnis hatte der Verkauf einer nicht betriebsnotwendigen Immobilie.
Die Pankl-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von € 186,0 Mio. (Vorjahr: € 173,6 Mio.). Das operative Ergebnis der Pankl-Gruppe erhöhte sich vor allem auf Grund des starken letzten Quartals bedingt durch ein reglementbedingt anziehendes Formel 1 Geschäft und erreichte mit € 13,2 Mio. (Vorjahr: € 10,2 Mio.) ein neues Rekordniveau. Die EBIT-Marge beläuft sich auf 7,1% (Vorjahr: 5,9%).
Die Bilanzstruktur der KTM Industries-Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:
| 2016 | 20151) | 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | in % | Mio. € | in % | Mio. € | in % | |
| Langfristige Vermögenswerte | 692,3 | 50% | 637,6 | 54% | 579,7 | 56% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 699,5 | 50% | 538,4 | 46% | 451,4 | 44% |
| Vermögenswerte | 1.391,8 | 100% | 1.175,9 | 100% | 1.031,1 | 100% |
| Eigenkapital | 454,9 | 33% | 386,6 | 33% | 370,9 | 36% |
| Langfristige Schulden | 502,9 | 36% | 531,3 | 45% | 411,7 | 40% |
| Kurzfristige Schulden | 433,9 | 31% | 258,1 | 22% | 248,5 | 24% |
| Eigenkapital und Schulden | 1.391,8 | 100% | 1.175,9 | 100% | 1.031,1 | 100% |
1) angepasst, siehe Anhang Punkt 5.
Die Bilanzsumme der KTM Industries-Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 215,8 Mio. bzw. 18% auf € 1.391,8 Mio.
Die langfristigen Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr 2016 um € 54,7 Mio. aufgrund der Investitionstätigkeit auf € 692,3 Mio. angestiegen. Ihr Anteil am gesamten Vermögen ist aber von 54% auf 50% gesunken. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um € 161,1 Mio. auf 699,5 Mio. erhöht. Diese Zunahme beruht zum einen auf dem wachstumsbedingten Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt € 20,4 Mio. sowie auf den um € 116,5 Mio. erhöhten Stand an Zahlungsmitteln zum Stichtag, welcher im Wesentlichen auf die Aufnahme eines € 120 Mio. Schuldscheindarlehens bei der operativen KTM AG zur Refinanzierung einer im April fälligen Anleihe zurückzuführen ist.
Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um € 68,3 Mio. von € 386,6 Mio. auf € 454,9 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2016 32,7% (Vorjahr: 32,9%), wobei der leichte Rückgang der Quote auf die Bilanzverlängerung im Zuge der vorzeitigen Refinanzierung bei KTM AG zurückzuführen ist. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Zukäufe von Minderheitenanteilen in Höhe von € 59,0 Mio. reduzierten das Eigenkapital in dieser Höhe; durch die eigenkapitalwirksame Begebung eines Perpetual Bonds in Höhe von € 60 Mio. konnte jedoch dieser Rückgang kompensiert werden. Aufgrund des positiven Periodenergebnisses in Höhe von € 89,0 Mio. abzüglich der Dividenden in Höhe von € 18,0 Mio. entwickelte sich damit das Eigenkapitel im Geschäftsjahr 2016 insgesamt positiv.
Der Cashflow aus dem operativen Bereich lag im Geschäftsjahr 2016 bei € 167,8 Mio. und damit über dem Vorjahreswert von € 106,9 Mio. Die Verbesserung des Cash-flows aus Betriebstätigkeit ist neben dem positiven Konzernergebnis auf diverse Maßnahmen zur Verbesserung des Working Capitals im Vergleich zur Vorjahresentwicklung zurückzuführen. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen betrug € -158,8 Mio. Nach Berücksichtigung des Cashflows aus Finanzierungsaktivitäten in Höhe von € 107,2 Mio. erhöhten sich die liquiden Mittel im Vergleich zum 31.12.2015 um € 116,5 Mio. auf € 251,6 Mio. im Geschäftsjahr 2016.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in der KTM Industries-Gruppe € 144,4 Mio. (Vorjahr: € 133,0 Mio.) in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte investiert. Rund € 107,5 Mio. (Vorjahr: € 110,9 Mio.) stammen aus der KTM-Gruppe, wovon € 57,8 Mio. aktivierte Entwicklungskosten betreffen. Im laufenden Geschäftsjahr wurden bei KTM neben den gewohnt hohen Investitionen in Serienentwicklungsprojekte und in die Anschaffung von Werkzeugen erhebliche Kapazitäts- und Erweiterungsinvestitionen vorgenommen. Die Errichtung des neuen Motorsportgebäudes in Munderfing wurde abgeschlossen.
Die Pankl-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2016 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 24,0 Mio. (Vorjahr: € 11,6 Mio.). Die Investitionen verteilen sich wie folgt auf folgende Anlagengruppen: Immaterielle Vermögenswerte (€ 0,7 Mio.), Grundstücke, Gebäude, Maschinen und maschinelle Anlagen (€ 12,1 Mio.) und sonstige Sachanlagen sowie Anzahlungen (€ 11,2 Mio.). Vor allem auf Grund der angelaufenen Investitionen in das neue Antriebswerk lag die Investitionssumme damit deutlich über den Abschreibungen.
Die WP-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2016 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 12,8 Mio. (Vorjahr: € 10,5 Mio.). Im Wesentlichen betrafen die Investitionen die Errichtung einer neuen Auspufffertigung, eines Entwicklungszentrums für Rahmen- und Auspuffsysteme und das WP Motorsportzentrum.
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (vor Aktivierung von Entwicklungsleistungen) lag im Geschäftsjahr 2016 in der KTM Industries-Gruppe bei € 106,2 Mio. Die Produkte aller Konzernunternehmen bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Der Produktlebenszyklus ist je nach Kunden stark abweichend.
In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschäftigte KTM im Geschäftsjahr 2016 durchschnittlich 487 Mitarbeiter (Vorjahr: 382 Mitarbeiter), das entspricht 17,8% der gesamten Belegschaft. Rund € 92,6 Mio. (Vorjahr: € 68,8 Mio.) wurden im Geschäftsjahr 2016 in die Forschung und Entwicklung investiert, dies entspricht 8,1% des Gesamtumsatzes (+1,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr).
Das abgelaufene Geschäftsjahr umfasste eine Vielzahl verschiedener Projekte in den Off-road- und Street-Segmenten. Allem voran steht die Serienüberleitung der KTM 1290 Super-Duke GT, mit der es KTM gelungen ist, das Sporttouring-Segment neu zu definieren. Das mit einer Reihe innovativer Sicherheitssysteme und neuartiger Komfortfunktionen ausgestatte Modell konnte in renommierten Vergleichstests durchwegs Bestnoten einfahren.
Ein weiteres zentrales Projekt stellte die Weiterentwicklung der KTM Adventure Modellreihe dar. Neben der Überarbeitung unzähliger Details zeichnen sich diese Modelle insbesondere durch ihre gänzlich neuentwickelte Voll-LED Scheinwerfereinheit und das neue TFT-Dashboard, das erstmals eine Vernetzung des Fahrers mit dem Motorrad ermöglicht, aus. Parallel dazu wurde die Entwicklung neuer HUSQVARNA Modelle im Straßensegment weiter vorangetrieben. Die im Rahmen der EICMA im November 2016 vorgestellten Fahrzeuge polarisieren insbesondere durch klare, auf das wesentliche reduzierte Designansätze. Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten in verschiedenen Stadien von Konzeptentwicklungen bis hin zu Serienanläufen vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen.
Bei der WP-Gruppe sind technische Innovationen und die Einführung neuer Produkte maßgeblich für die Stellung im Wettbewerb verantwortlich. In der WP-Gruppe lag der Aufwand für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 bei € 4,5 Mio. (Vorjahr: € 4,4 Mio.). Die Produkte der WP-Gruppe bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Ein Großteil der Entwicklungen erfolgt kundenspezifisch, wodurch eine Aktivierung von Entwicklungskosten im Unternehmen nur in sehr geringem Umfang vorgenommen wird. Um weiterhin die hohen Anforderungen erfüllen zu können wurden in 2016 die Bereiche F&E und Factory Racing aus strategischen Gesichtspunkten in die KTM-Gruppe eingegliedert.
Technologieführerschaft ist im Rennsport- und High Performance Bereich einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren, dementsprechend nimmt Forschung und Entwicklung in den Unternehmen der Pankl-Gruppe eine zentrale Rolle ein. Die Gesamtaufwendungen für die intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf € 13,2 Mio. (Vorjahr: € 12,6 Mio.). Ständige Verbesserung der Effizienz steht für Pankl an oberster Stelle. Im Segment Racing/High Performance konnte durch die Erarbeitung einer neuen Methode des Querschmiedens der Energieverbrauch in diesem Bereich über die gesamte Prozesskette reduziert werden. Für einen reibungslosen Einsatz der Endprodukte spielt das Material eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund ist eine ständige Weiterentwicklung der Werkstofftechnik essentiell. So wurde ein neuer Schmiedeprozess entwickelt, um eine gleichmäßigere und höhere Festigkeit von Aluminiumradträgerrohlingen zu erhalten. Eines der herausragenden Produktinnovationen ist die Entwicklung eines Motorsportlagers für Supersportwagen mit Aluminiumradträger, welches weltweit einzigartig ist. Die Umsetzung eines Aluminiumpleuels zur Erzielung gewichtsmäßiger Vorteile befindet sich derzeit in der Finalisierungsphase, die ersten Motorversuche sind für Anfang 2017 geplant. Zudem wurden neue Beschichtungen für Lagerschale, Kolbenbolzen, Schrauben und Kolben entwickelt.
Durch Kooperationen mit universitären (Montanuniversität Leoben, TU Graz, TU Wien) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden optimale Synergien im Entwicklungsbereich erreicht, um den hohen Ansprüchen der Branche gerecht zu werden. Auch in der Luftfahrt ist die ständige technologische Weiterentwicklung ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Die KTM Industries-Gruppe verfolgt einen konsequenten und nachhaltigen Weg der Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems und sämtlicher interner und externer Prozesse zur Erstellung der Produkte, sowie eine rasche Reaktion auf Marktbedürfnisse.
Die KTM-Gruppe wendet ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem für sämtliche Tätigkeiten von der Produktidee über Marktanalysen, Designstudium, Konstruktion und Entwicklung, Zusammenarbeit mit den Zulieferbetrieben, Serienbeschaffung von Komponenten, Teilefertigung, Zusammenbau von Motor und Fahrzeug bis zu Verpackung und Versand an.
Die hohe Produktqualität wird durch fertigungsgerechtes Design, den Einsatz analytischer und statistischer Berechnungsmethoden, umfassende Prüfungen und Tests, Erfüllung relevanter Homologationsvorschriften, Fokussierung auf Prozessqualität, Kommunikation und Schulungsmaßnahmen bei KTM und bei den Zulieferbetrieben erreicht.
KTM wurde durch die Auditoren des TÜV Süd LG Österreich bescheinigt, dass die Forderungen von EN ISO 9001:2008 und des Deutschen Kraftfahrbundesamtes (KBA) mehr als erfüllt werden.
Die WP-Gruppe entwickelt und produziert für ihre Kunden in enger Zusammenarbeit maßgeschneiderte Komponenten mit den vereinbarten Qualitäts-, Kosten- und Terminzielen. Laufende Weiterentwicklung von Produkten und Prozessabläufen gehört zu den Kernkompetenzen der WP-Gruppe. Eine permanente Erweiterung des Know-hows und Null-Fehler-Prinzip sind Ziele zur Sicherung und Ausweitung der Produkt- und Kundenportfolios.
Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb qualitativ hochwertiger Produkte sind ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmensleitbildes der Pankl-Gruppe. Diese Maxime wird durch eine lückenlose Qualitätssicherung im Hinblick auf die Produktqualität und durch eine Überwachung der Prozesse sichergestellt.
Zulassungen und Zertifizierungen garantieren dem Kunden höchste Produktqualität. Jährliche Überwachungsaudits gewährleisten darüber hinaus eine Weiterführung der Zertifizierungen. Entsprechend den Anforderungen der Automobil- und Luftfahrtindustrie verfügt die Pankl-Gruppe über Zertifizierungen gemäß ISO 9001, ISO 14001, ISO/TS 16949, ISO 27001, ISO 31000, VDA 6.1 sowie AS/EN 9100.
Umweltgerechtes Handeln und nachhaltiges Wirtschaften haben auch für die KTM Industries-Gruppe hohe Priorität.
KTM ist sich als produzierendes Unternehmen der Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst. Als innovatives Beispiel für die gesamte Industrie gilt das von KTM eigens entwickelte Motorrad-Logistik-System auf Mehrweg-Metallplatten, durch das auf zusätzliches Verpackungsmaterial verzichtet werden kann.
KTM erfüllt bei allen neuen Offroad-Vergasern (EXC-Modelle) die Euro IV Norm, die europäische Abgasnorm für Motorräder. Diese Norm gilt nicht nur für neue, sondern auch für bestehende Fahrzeugtypen. Primär wird dies durch den Einsatz von Benzineinspritzsystemen möglich.
KTM schafft durch die strategische Führung, die Fokussierung auf die Entwicklung der Kernkompetenzen, die ständige Verbesserung der Arbeitsprozesse, den partnerschaftlichen Umgang mit den Mitarbeitern und Lieferanten und das prozessorientierte Qualitätsmanagementsystem sowohl für die Gesellschaft als auch für die Aktionäre Mehrwert. Mit durchschnittlich 2.380 Mitarbeitern in Österreich ist KTM einer der größten Arbeitgeber in der Region.
KTM nutzt jede Möglichkeit, den Nachhaltigkeitsanforderungen eines modernen Unternehmens gerecht zu werden. So sind die Betriebsund Verwaltungsgebäude ressourcenschonend und energieeffizient gebaut, die Kühlung der Prüfräume und des Werkzeugbaus wird mittels Grundwasser gesteuert, für Vor- und Fertigprodukte werden diverse Materialien sortengetrennt und Mehrweggebinde verwendet.
Die Produktionsgesellschaft in Mattighofen deckt ihren Bedarf zu einem großen Teil aus dem lokalen Beschaffungsmarkt, womit KTM eine aktive Rolle in der Schaffung und Erhaltung regionaler Wertschöpfung spielt.
Um natürlich begrenzte Ressourcen zu schonen, ist die WP-Gruppe auf eine möglichst vollständige Rohstoffausnutzung bedacht und setzt auf das Recycling von Aluminiumabfällen. Alle bestehenden umweltrechtlichen Bestimmungen und Auflagen werden erfüllt; erforderliche technische Werte unterliegen einer laufenden Untersuchung mit dem Ziel kontinuierlicher Verbesserungen. Um eine kostenoptimierte, nachhaltige, umwelt- und ressourcenschonende Produktion zu gewährleisten, wird ständig in neue und moderne Produktionsanlagen investiert.
Bei der Pankl-Gruppe beliefen sich die Energiekosten, gemessen am Umsatz, auf 1,8% und sind damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (2015: 1,9%). Die Pankl-Gruppe hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Aufwand im Zusammenhang mit dem Erwerb von CO2-Zertifikaten und ist auch nicht im Rahmen des Nationalen Allokationsplans (NAP) erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Erweiterung des Umweltmanagementsystems der Pankl-Gruppe hinsichtlich der Norm ISO 14001 gestartet und seither laufend ausgebaut.
Erfreulich stellt sich die Mitarbeiterentwicklung in der Gruppe dar. Im Geschäftsjahr 2016 konnten weitere 516 Mitarbeiter aufgenommen werden, davon 428 in Österreich. Die Gruppe beschäftigt zum 31.12.2016 5.069 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.553 Mitarbeiter).
Um eine ständige Verbesserung im Bereich der Gesundheit und Sicherheit zu erreichen, werden von KTM unter anderem präventiv durchgeführte Maßnahmen hinsichtlich allgemeiner Sicherheit am Arbeitsplatz, Brandschutz, Maschinensicherheit sowie diverse Seminare zu gesundheits- und sicherheitsrelevanten Themenstellungen, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie Maßnahmen zur Sicherstellung von geeigneten Arbeitsplätzen (Beleuchtung, Höhenbestimmungen, Anordnung der Arbeitsmittel, Einsatz von Arbeitshilfen inklusive) getätigt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WP sind ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmenserfolgs. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele leisten den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Eine finanzielle Anerkennung von individueller Leistung durch moderne Vergütungsmodelle ist der WP-Gruppe ebenso wichtig, wie die Honorierung der Gesamtleistung der Belegschaft durch freiwillige Sozialleistungen. Daneben werden Potenziale der Mitarbeiter unter anderem durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert. Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, bietet die WP-Gruppe neben diversen laufenden Fortbildungsmaßnahmen seinen Führungskräften bedarfsgerechte Personalentwicklungsprogramme. Die Programme sollen den Führungskräften nicht nur die Optimierung der eigenen Steuerungsfähigkeiten ermöglichen, sondern auch, sich persönlich weiterentwickeln zu können, um mit den Anforderungen besser zurechtzukommen und die eigene Effektivität und Effizienz zu erhöhen.
Ein weiterer Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2016 lag in der Erweiterung der Brandschutzschulungen, welche nun im Rahmen eines 4-Jahresplans mit praktischen Übungen auf 120 Mitarbeiter an den Standorten der Pankl in Bruck an der Mur und Kapfenberg ausgeweitet wurden. An den österreichischen Standorten wurden, zusätzlich zu der bestehenden Intranet-Plattform, sogenannte Infopoints errichtet, wo sich die Mitarbeiter zum Thema Arbeitssicherheit informieren können.
Die KTM-Gruppe unterstützt die von Heinz Kinigadner ins Leben gerufene "Wings for Life Stiftung für Rückenmarkforschung", in allen Marketingbelangen. "Wings for Life" ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit dem Ziel, die Forschung und den medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritt zur künftigen Heilung von Querschnittslähmung als Folge von Rückenmarksverletzungen zu fördern und zu beschleunigen.
Bei der Pankl-Gruppe erfolgt die Auswahl von sozialen Projekten, welche unterstützt werden sollen, direkt durch die einzelnen Unternehmen der Pankl-Gruppe, da diese die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse am besten kennen. Wie bereits in den Jahren zuvor, legte Pankl auch 2016 wieder viel Wert auf die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter. Um einen wichtigen Beitrag für die eigene Gesundheit zu leisten, wurde das Angebot der Vorsorgeuntersuchung, sowie der Impfungen von einer Vielzahl von Mitarbeitern angenommen. Der arbeitsmedizinische Schwerpunkt lag im Geschäftsjahr 2016 beim Thema Hautschutz in der Produktion. Von unserer Arbeitsmedizinerin wurden Workshops durchgeführt, um den Mitarbeitern dieses Thema näher zu bringen und um Hautkrankheiten vorzubeugen. Zudem wurde 2016 an beiden österreichischen Standorten zusammen mit der AUVA ein Hautschutztag organisiert.
Für die Ausführungen zum Risikobericht und zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verweisen wird auf den Konzernanhang (Punkt 32 und 33) der KTM Industries AG.
Der Vorstand der KTM Industries AG hat am 7. März 2014 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28.02.2013 gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG (Erwerb eigener Aktien und Verkauf der erworbenen eigenen Aktien) Gebrauch zu machen. Die Gesellschaft hat im März 2014 ein dem Ermächtigungsbeschluss entsprechendes Aktienrückkauf programm veröffentlicht und gestartet. Das Aktienrückkaufprogramm wurde am 29. Juli 2015 beendet. Im Zeitraum vom 13. März 2014 bis zum 29. Juli 2015 wurden 71.038 eigene Aktien zurückgekauft. Der Vorstand der KTM Industries AG hat am 28. August 2015 den Beschluss gefasst, die von ihr erworbenen 71.038 eigenen Aktien über die Wiener Börse zu verkaufen. Im Zeitraum vom 7. September 2015 bis zum 11. Dezember 2016 wurden alle 71.038 eigenen Aktien über die Wiener Börse verkauft. Zum Stichtag 11. Dezember 2016 verfügt die KTM Industries AG sohin über keine eigenen Aktien mehr.
Die Entwicklung der KTM Industries AG hängt von der Entwicklung der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen ab.
Die KTM Industries-Gruppe setzt zukünftig weiterhin auf organisches Wachstum in ihren Kernbereichen durch Ausbau der Marktanteile und globales Wachstum, wobei ein starker Fokus auf den Emerging Markets liegt. Innerhalb der Konzernbereiche wird weiterhin auf die wechselseitige Nutzung der Synergiepotenziale sowie auf die Weiterentwicklung und Ausweitung der Kooperationsprojekte gesetzt.
Aufgrund der derzeitigen Auftragslage geht das Management in seiner Einschätzung auch für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Wie schon in den letzten Jahren werden sich auch in Zukunft die Märkte in den verschiedenen Kontinenten unterschiedlich entwickeln. Aus diesem Grund wird auf die kontinuierliche Überprüfung und kritische Beurteilung der Markt-, Produktivitäts- und Kostensituation Wert gelegt, um gegebenenfalls Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der angestrebten Ertragslage durchzuführen.
Insgesamt kann für alle Geschäftsbereiche der KTM Industries-Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 ein positiver Ausblick gegeben werden.
Bei der KTM-Gruppe gestalten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten weiterhin schwierig. Für das Jahr 2017 wird ein leichtes Wachstum des globalen Motorradmarktes erwartet. Aufgrund neuer Produkte, der konsequenten Umsetzung der Strategie sowie durch die Konzentration auf das Commercial Business Development zur quantitativen und qualitativen Weiterentwicklung der Vertriebspartner wird davon ausgegangen, weiterhin Marktanteile zu gewinnen.
Bei KTM werden in 2017 neue Modelle in den Handel gebracht. Die bereits auf internationalen Motorradmessen präsentierten KTM Street Modelle der ADVENTURE Reihe sowie die neuen naked Bike-Modelle "DUKE" werden im Jahr 2017 in den Markt eingeführt. Auch bei der Marke Husqvarna Motorcycles wird für 2017 ein weiteres Wachstum erwartet, da die Produktpalette um Straßenmotorradmodelle erweitert wird. Mittelfristig hat sich KTM das Ziel gesetzt, den jährlichen Absatz auf 300.000 Stück zu steigern. 2017 erwartet KTM eine weitere Steigerung sowohl bei Umsatz als auch Absatz.
Das für 2017 geplante Investitionsvolumen liegt weiterhin auf hohem Niveau. Die Investitionsschwerpunkte umfassen insbesondere neue Serienentwicklungsprojekte sowie Infrastruktur- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich der Entwicklung. KTM investiert am Standort Mattighofen rund € 25 Mio. in den Ausbau und die Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungszentrale. Die Gesamtinvestition soll Ende 2017 abgeschlossen werden. Durch diese Erweiterungsinvestition werden mittelfristig rund 100 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze am Standort in Mattighofen geschaffen. Auch eine Erweiterung des Logistikzentrums sowie der Ausbau der Qualitätssicherung am Hauptstandort in Mattighofen werden in 2017 begonnen.
Bei der WP-Gruppe liegt der Auftragsstand in allen Geschäftsbereichen über dem Niveau des Vorjahres. Vorrangiges Ziel ist in diesem Jahr die Konsolidierung des Unternehmens auf dem nun angestiegenen Umsatzniveau und eine Verbesserung der operativen Ergebnismarge. Durch das konsequente Bekenntnis zu Innovation und Qualität ist die WP für die Zukunft bestens aufgestellt. In Kombination mit den erfolgreichen OEM Kunden und einem starken eigenen Vertriebsnetz ist die Basis für ein weiteres Wachstum gegeben. Trotz des hohen Investitionstempos geht die WP-Gruppe davon aus, dass 2017 ein solides Ergebnis erwirtschaftet werden kann.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2016 haben sich bei der Pankl-Gruppe die Marktbedingungen, sowohl im Rennsport- als auch im Aerospacebereich, verbessert. Besonders erfreulich war, dass in vielen Bereichen spürbare Produktivitätsverbesserungen erreicht werden konnten und diese in Verbindung mit der gestiegenen Nachfrage zu überproportionalen Ergebnisverbesserungen geführt haben. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 liegen die Auftragsstände der Töchter über denen des Vorjahres. 2017 wird vor allem der Inbetriebnahme des neuen High Performance Antriebswerkes in Kapfenberg, der mit Abstand größten Investition der bisherigen Unternehmensgeschichte, herausragende Bedeutung zukommen.
Durch die insgesamt stabile finanzielle Situation der Tochterunternehmen, mit soliden Eigenkapitalquoten und einer fristenkongruenten Finanzierung, werden sich für die Unternehmen der KTM Industries-Gruppe auch 2017 neue Chancen am Markt ergeben.
Wels, am 10. März 2017
Der Vorstand der KTM Industries AG
Dipl.-Ing. Stefan Pierer, CEO Mag. Friedrich Roithner, CFO Ing. Alfred Hörtenhuber Mag. Wolfgang Plasser
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 82 | |
|---|---|
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung 83 | |
| Konzernbilanz 84 | |
| Konzern-Kapitalflussrechnung 86 | |
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 88 | |
| Konzernanhang 90 | |
| Beteiligungsspiegel der KTM Industries AG 158 | |
| Segmentberichterstattung 163 | |
| Bestätigungsvermerk 164 | |
| Erklärung der gesetzlichen Vertreter 169 | |
für das Geschäftsjahr 2016, KTM Industries AG (vormals: CROSS Industries AG)
| Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung | Anhang-Nr. | 2016 | 2015 1) |
|---|---|---|---|
| in TEUR | |||
| Umsatzerlöse | 6 | 1.342.962 | 1.223.570 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der | 7 | -909.146 | -844.123 |
| Umsatzerlöse erbrachten Leistungen | |||
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 433.816 | 379.447 | |
| Vertriebs- und Rennsportaufwendungen | 7 | -169.546 | -149.424 |
| Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen | 7 | -39.745 | -29.705 |
| Verwaltungsaufwendungen | 7 | -79.958 | -69.127 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 10 | -28.035 | -22.164 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 11 | 5.392 | 3.825 |
| Ergebnis aus at-Equity Beteiligungen | 12 | 393 | 0 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 122.317 | 112.853 | |
| Zinserträge | 13 | 2.744 | 1.525 |
| Zinsaufwendungen | 13 | -19.505 | -17.770 |
| Ergebnis aus at-Equity Beteiligungen | 12 | 0 | -2.851 |
| Sonstiges Finanz- und Beteiligungsergebnis | 13 | 3.391 | -3.794 |
| Ergebnis vor Steuern | 108.947 | 89.963 | |
| Ertragsteuern | 14 | -19.935 | -24.981 |
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 89.012 | 64.982 | |
| davon Eigentümer des Mutterunternehmens | 52.080 | 30.009 | |
| davon Nicht beherrschende Gesellschafter | 36.932 | 34.973 | |
| Unverwässertes (=verwässertes) Ergebnis je Aktie (EUR) | 15 | 0,23 | 0,13 |
1) angepasst, siehe Anhang Punkt 5.
für das Geschäftsjahr 2016, KTM Industries AG (vormals: CROSS Industries AG)
| Konzern-Gesamtergebnisrechnung | Anhang-Nr. | 2016 | 2015 |
|---|---|---|---|
| in TEUR | |||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 89.012 | 64.982 | |
| Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert wurden oder anschließend umgegliedert werden können |
|||
| Fremdwährungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen | 853 | 661 | |
| Fremdwährungsumrechnung aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen |
19 | 11 | -5 |
| Fremdwährungsumrechnung aus Nettoinvestitionen aus ausländischen Geschäftsbetrieben |
25 | -415 | 2.124 |
| Latente Steuer auf die Fremdwährungsumrechnung aus Nettoinvestitionen aus ausländischen Geschäftsbetrieben |
-29 | -90 | |
| Bewertung von Cashflow-Hedges | 25 | -4.156 | 5.931 |
| Latente Steuer auf die Bewertung von Cashflow-Hedges | 1.039 | -1.483 | |
| -2.697 | 7.138 | ||
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden |
|||
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen |
30 | -1.055 | 131 |
| Steuereffekt | 264 | -32 | |
| -791 | 99 | ||
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -3.488 | 7.237 | |
| Gesamtergebnis | 85.524 | 72.219 | |
| davon Eigentümer des Mutterunternehmens | 48.871 | 33.625 | |
| davon Nicht beherrschende Gesellschafter | 36.653 | 38.594 |
zum 31. Dezember 2016, KTM Industries AG (vormals: CROSS Industries AG)
| Konzernbilanz | Anhang-Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2015 1) |
|---|---|---|---|
| Vermögenswerte | |||
| in TEUR | |||
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 16 | 303.217 | 274.456 |
| Firmenwert | 17 | 117.732 | 117.724 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 18 | 244.274 | 207.805 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 19 | 6.312 | 3.968 |
| Latente Steueransprüche | 14 | 9.836 | 7.160 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 245 | 105 | |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 20 | 10.649 | 26.360 |
| 692.265 | 637.578 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 21 | 251.986 | 242.678 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 22 | 121.873 | 110.831 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.810 | 6.084 | |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 22 | 63.870 | 35.262 |
| Laufende Steueransprüche | 22 | 8.377 | 7.535 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 23 | 251.578 | 135.124 |
| Zur Veräußerung gehaltenes Vermögen | 24 | 0 | 855 |
| 699.494 | 538.369 | ||
| 1.391.759 | 1.175.947 |
1) angepasst, siehe Anhang Punkt 5.
| Konzernbilanz | Anhang-Nr. | 31.12.2016 | 31.12.2015 1) |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital und Schulden | |||
| in TEUR | |||
| Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 25 | 225.387 | 225.387 |
| Kapitalrücklagen | 25 | 9.949 | 9.798 |
| Ewige Anleihe | 25 | 60.000 | 0 |
| Sonstige Rücklagen einschließlich Konzernbilanzgewinn | 25 | -21.049 | -38.516 |
| Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens | 274.286 | 196.669 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 25 | 180.651 | 189.947 |
| 454.937 | 386.616 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 26 | 425.475 | 465.224 |
| Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer | 30 | 23.536 | 20.905 |
| Latente Steuerschulden | 14 | 42.741 | 38.313 |
| Andere langfristige Schulden | 27 | 11.142 | 6.834 |
| 502.894 | 531.276 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Finanzverbindlichkeiten | 26 | 190.700 | 57.343 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 130.864 | 111.399 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 1.859 | 2.158 | |
| Rückstellungen | 29 | 16.799 | 10.226 |
| Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern | 707 | 1.643 | |
| Andere kurzfristige Schulden | 27 | 92.999 | 75.286 |
| 433.928 | 258.055 | ||
| 1.391.759 | 1.175.947 |
1) angepasst, siehe Anhang Punkt 5.
für das Geschäftsjahr 2016, KTM Industries AG (vormals: CROSS Industries AG)
| Konzern-Kapitalflussrechnung | Anhang-Nr. | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||
| Betriebstätigkeit | ||||
| Ergebnis des Geschäftsjahres | 89.012 | 64.982 | ||
| + (-) | Zinsaufwendungen / Zinserträge | 13 | 16.761 | 16.245 |
| + | Steueraufwendungen | 14 | 19.935 | 24.981 |
| + | Abschreibungen auf Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 16,18 | 76.362 | 65.571 |
| + (-) | Dotierung (Auflösung) von langfristigen Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer |
1.136 | 1.256 | |
| (-) + | Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Anteilen an Tochtergesellschaften | -111 | -1.211 | |
| (-) + | Gewinne (Verluste) aus der Equity-Konsolidierung | 12 | -393 | 2.851 |
| (-) + | Gewinne (Verluste) aus dem Verkauf von Anlagevermögen | -3.419 | 244 | |
| (-) + | Gewinne (Verluste) aus der Bewertung von | -4.507 | 2.541 | |
| nicht konsolidierten Tochterunternehmen | ||||
| + (-) | Sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen (Erträge) | 31 | 2.526 | -4.247 |
| + | Zinseinzahlungen | 2.373 | 1.538 | |
| - | Zinsauszahlungen | -18.163 | -16.256 | |
| - | Steuerzahlungen | -17.646 | -14.066 | |
| + | Erhaltene Dividenden | 116 | 250 | |
| Brutto Cash-flow | 163.982 | 144.679 | ||
| - (+) | Erhöhung (Verminderung) von Vorräten | 12.698 | -20.827 | |
| - (+) | Erhöhung (Verminderung) von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, | -24.543 | -17.943 | |
| Vorauszahlungen, sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerten | ||||
| + (-) | Erhöhung (Verminderung) von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und | 14.217 | 100 | |
| Leistungen, Vorauszahlungen und anderen kurz- und langfristigen Schulden | ||||
| + (-) | Erhöhung (Verminderung) von Verbindlichkeiten aus Steuern, | 1.453 | 855 | |
| latenten Steuern und sonstigen Rückstellungen | ||||
| Erhöhung (Verminderung) des Nettoumlaufvermögens | 3.825 | -37.815 | ||
| Cash-flow aus Betriebstätigkeit | 167.807 | 106.864 |
| Konzern-Kapitalflussrechnung | Anhang-Nr. | 2016 | 2015 | |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||
| Investitionstätigkeit | ||||
| - | Auszahlungen für den Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
16,18 | -166.379 | -115.726 |
| - | Auszahlungen für den Erwerb von finanziellen Vermögenswerten | -824 | -192 | |
| + | Einzahlungen aus dem Verkauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen |
6.216 | 2.054 | |
| + | Einzahlungen aus der Veräußerung/Tilgung von finanziellen Vermögenswerten |
329 | 198 | |
| + | Erhaltene Dividenden | 3.100 | 0 | |
| + (-) | Änderungen Konsolidierungskreis | 241 | 0 | |
| + (-) | Ein-/Auszahlungen aus sonstigen Vermögenswerten | -1.464 | 3.610 | |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | -158.781 | -110.056 | ||
| Finanzierungstätigkeit | ||||
| - | Dividendenzahlungen an Dritte | -17.950 | -14.752 | |
| + (-) | Veräußerung / Erwerb eigene Aktien | 252 | 36 | |
| + (-) | Veräußerung / Erwerb von nicht beherrschenden Anteilen | -48.794 | -5.406 | |
| + | Aufnahme Schuldscheindarlehen | 26 | 119.540 | 0 |
| + | Aufnahme Forschungsdarlehen | 0 | 45.000 | |
| + | Aufnahme Perpetual Bond | 25 | 60.000 | 0 |
| + | Zuflüsse aus der Aufnahme von langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten | 51.900 | 105.408 | |
| - | Rückzahlung Perpetual Bond | -1.010 | -58.990 | |
| - | Rückkauf eigener Anleihen | -19.143 | 0 | |
| - | Abflüsse aus der Rückzahlung von langfristigen verzinslichen Verbindlichkeiten |
-46.890 | -28.868 | |
| + (-) | Veränderung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten | 10.928 | 9.107 | |
| + (-) | Erhöhung (Verminderung) aus übriger Finanzierungstätigkeit | -1.639 | -882 | |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | 107.194 | 50.653 | ||
| Gesamt Cash-Flow | 116.220 | 47.461 | ||
| + | Anfangsbestand der liquiden Mittel im Konzern | 135.124 | 89.404 | |
| + | Veränderung durch Fremdwährungseffekte | 234 | -1.741 | |
| Endbestand der liquiden Mittel im Konzern | 23 | 251.578 | 135.124 |
für das Geschäftsjahr 2016, KTM Industries AG (vormals: CROSS Industries AG)
| Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Anhang Nr. |
Grundkapital | Kapitalrücklagen | Ewige Anleihe (Perpetual Bond) |
Rücklagen einschließlich Konzern bilanzgewinn |
| Stand am 1. Jänner 2016 | 225.387 | 9.798 | 0 | -36.789 | |
| Gesamtergebnis | |||||
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 52.080 | |
| Sonstiges Ergebnis | 25 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 52.080 | |
| Transaktionen mit Anteilseignern | |||||
| Dividenden an Dritte | 0 | 0 | 0 | -6.760 | |
| Kauf/Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen | 3.2 | 0 | 0 | 0 | -24.236 |
| Ewige Anleihe | 25 | 0 | 0 | 60.000 | 0 |
| Kapitalmaßnahmen | 0 | 0 | 0 | -510 | |
| Veräußerung eigene Aktien | 0 | 151 | 0 | 0 | |
| Stand am 31. Dezember 2016 | 225.387 | 9.949 | 60.000 | -16.215 | |
| Stand am 1. Jänner 2015 | 1.332 | 137.825 | 58.987 | 11.425 | |
| Gesamtergebnis | |||||
| Periodenergebnis | 0 | 0 | 0 | 30.009 | |
| Sonstiges Ergebnis | 25 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 30.009 | |
| Transaktionen mit Anteilseignern | |||||
| Dividenden an Dritte | 0 | 0 | 0 | -5.313 | |
| Verschmelzung auf BF HOLDING AG | 224.055 | -128.027 | 0 | -70.805 | |
| Kauf/Verkauf von Anteilen an Tochterunternehmen | 3.2 | 0 | 0 | 0 | -1.111 |
| Rückkauf / Kündigung Ewige Anleihe | 0 | 0 | -58.987 | -1.013 | |
| Erwerb / Veräußerung eigene Aktien | 0 | 0 | 0 | 19 | |
| Stand am 31. Dezember 2015 | 225.387 | 9.798 | 0 | -36.789 |
| Anteile nicht beherrschender Gesamt Gesellschafter |
Rücklage für eigene Anteile |
Ausgleichsposten Währungsum rechnung |
IAS 19 Rücklage für versichrungs mathematische Verluste |
Rücklage nach IAS 39 |
|---|---|---|---|---|
| 196.669 189.947 |
-101 | 1.761 | -3.401 | 14 |
| 52.080 36.932 |
0 | 0 | 0 | 0 |
| -3.209 -279 |
0 | -1.040 | -567 | -1.602 |
| 48.871 36.653 |
0 | -1.040 | -567 | -1.602 |
| -6.760 -11.190 |
0 | 0 | 0 | 0 |
| -24.236 -34.759 |
0 | 0 | 0 | 0 |
| 60.000 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -510 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 252 274.286 180.651 |
101 0 |
0 721 |
0 -3.968 |
0 -1.588 |
| 204.327 166.601 |
0 | 605 | -3.544 | -2.303 |
| 30.009 34.973 |
0 | 0 | 0 | 0 |
| 3.616 3.621 |
0 | 1.156 | 143 | 2.317 |
| 33.625 38.594 |
0 | 1.156 | 143 | 2.317 |
| 0 | 0 | |||
| -5.313 -9.439 |
0 | 0 | ||
| 25.223 -1.514 |
0 | 0 | 0 | 0 |
| -1.111 -4.295 |
0 | 0 | 0 | 0 |
| -60.000 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| -82 | -101 | 0 | 0 | 0 |
Die KTM Industries AG (vormals: CROSS Industries AG) hat ihren Sitz in 4600 Wels, Edisonstraße 1, und ist in das Firmenbuch beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 78112 x eingetragen.
Die KTM Industries-Gruppe ist eine führende europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf den globalen automotiven Nischenbereich. Mit ihren weltweit bekannten Marken KTM, Husqvarna Motorcycles, WP und Pankl zählt sie in ihren Segmenten jeweils zu den Technologie- und Marktführern.
Die Gesellschaft steht mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels (oberstes Konzernmutterunternehmen), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landesals Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 134766 k hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.
In der folgenden Übersicht sind die wesentlichen vollkonsolidierten Teilkonzerne bzw. Unternehmensgruppen, das Beteiligungsausmaß (unter Berücksichtigung direkter und indirekter Anteile), der Anteil der Stimmrechte sowie der Unternehmensgegenstand zum 31.12.2016 angegeben:
Anteil am Kapital bzw. Stimmrechte in %: 51,67
Die KTM-Gruppe betreibt die Entwicklung, Erzeugung und den Vertrieb von motorisierten Freizeitgeräten (Power Sports), insbesondere unter den Marken "KTM" und "Husqvarna" und hält Beteiligungen an Unternehmen zur Entwicklung, Erzeugung und dem Vertrieb von solchen Geräten. Die KTM-Gruppe umfasst zum 31.12.2016 42 in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaften in Österreich, den USA, Japan, Südafrika, Mexiko und Indien sowie in verschiedenen anderen Ländern in Europa und Asien. Darüber hinaus hält die KTM-Gruppe unter anderem Beteiligungen an Generalimporteuren in wichtigen Vertriebsmärkten (Neuseeland und Dubai) sowie Beteiligungen an diversen Flagship-Stores in Österreich und Deutschland.
Wesentliche Absatzmärkte sind die USA, Deutschland, Frankreich, Australien, Großbritannien, Italien, Spanien, Kanada, Österreich, Schweden und sonstige europäische Länder.
Anteil am Kapital bzw. Stimmrechte in %: 88,26
Die WP-Gruppe ist im Motorrad-Zuliefer-Bereich tätig. Die WP-Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt, an ihrem Sitz in Munderfing, Österreich, Federungselemente, Rahmen, Kühler sowie Auspuffsysteme.
Anteil am Kapital bzw. Stimmrechte in %: 94,53
Die Pankl-Gruppe ist ein international führender Hersteller von mechanischen Systemen im Hochtechnologiebereich für dynamische Komponenten in den weltweiten Nischenmärkten der Rennsport-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie. Vor allem dieTechnologieentwicklung, aber auch das Verbessern sowie das Testen von Produkten ist für Pankl von besonderer Bedeutung um besser auf die Herausforderungen dieser Märkte reagieren zu können. Durch eine breite Standortdiversifikation kann Pankl mit seinem weltweiten Firmennetzwerk Kunden optimal betreuen. Die Standorte sind verteilt in Österreich, Deutschland, Großbritannien, Slowakei, Japan und den USA.
Der Konzernabschluss zum 31.12.2015 und 31.12.2016 wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), soweit sie in der Europäischen Union angewendet werden, erstellt. Dabei wurden auch die zusätzlichen Anforderungen des § 245a Abs1 UGB (österreichisches Unternehmensgesetzbuch) erfüllt.
Das IASB hat folgende Änderungen bei bestehenden IFRS sowie einige neue IFRS und IFRIC verabschiedet, die auch bereits von der EU-Kommission übernommen wurden und somit seit dem 1.1.2016 verpflichtend anzuwenden sind:
Aufgrund der erstmaligen Anwendung der genannten IFRS ergeben sich im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Änderungen. Es ergaben sich keine Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Das IASB und das IFRIC haben weitere Standards und Interpretationen verabschiedet, die aber im Geschäftsjahr 2016 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind bzw. von der EU-Kommission noch nicht übernommen wurden. Es handelt sich dabei um folgende Standards und Interpretationen:
| Standard/Änderung | Anwendungs zeitpunkt IASB |
Endorsement durch EU erfolgt? |
Anwendungs zeitpunkt EU |
|---|---|---|---|
| Neue Standards und Interpretationen | |||
| IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden | 1.1.2018 | Ja | 1.1.2018 |
| IFRS 9 Finanzinstrumente | 1.1.2018 | Ja | 1.1.2018 |
| IFRS 16 Leasing | 1.1.2019 | Nein |
| Standard/Änderung | Anwendungs zeitpunkt IASB |
Endorsement durch EU erfolgt? |
Anwendungs zeitpunkt EU |
|---|---|---|---|
| Geänderte Standards und Interpretationen | |||
| IFRS 14: Regulatorische Abgrenzungsposten | 1.1.2016 | Nein | |
| Änderungen zu IFRS 2: Klassifizierung und Bewertung von | 1.1.2018 | Nein | |
| Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung | |||
| Änderungen zu IFRS 4: Geändert durch Anwendung von IFRS 9 | 1.1.2018 | Nein | |
| Finanzinstrumente gemeinsam mit IFRS 4 Versicherungsverträge | |||
| Änderungen zu IFRS 10 und IAS 28: Verkauf oder Einlage von | auf unbestimmte | Nein | |
| Vermögenswerten zwischen einem Anleger und einem assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen |
Zeit verschoben | ||
| Änderungen zu IFRS 15: Klarstellung von IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden |
1.1.2018 | Nein | |
| Änderungen zu IAS 7: Geändert durch Angabeninitiative | 1.1.2017 | Nein | |
| Änderungen zu IAS 12: Geändert durch Ansatz latenter | 1.1.2017 | Nein | |
| Steueransprüche für unrealisierte Verluste | |||
| Änderungen zu IAS 40: Geändert durch Übertragungen von als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien |
1.1.2018 | Nein | |
| IFRIC 22: Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen |
1.1.2018 | Nein | |
| Jährliche Verbesserungen zu IFRS 2014-2016: Änderungen zu IFRS 12 |
1.1.2017 | Nein | |
| Jährliche Verbesserungen zu IFRS 2014-2016: Änderungen zu IFRS 1 und IAS 28 |
1.1.2018 | Nein |
Die Standards mit wesentlichen Auswirkungen auf die KTM Industries-Gruppe werden im Folgenden kurz erläutert:
In IFRS 15 wird geregelt, wann und in welcher Höhe Erlöse zu erfassen sind. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. Der Standard bietet dafür ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Die Erstanwendung wird zu Anpassungen bei internen Prozessen und Dokumentation sowie zu erweiterten Anhangsangaben führen. Weiters könnten Umsätze, vor allem bei kundenspezifischen Einzelfertigungen, früher als bisher zu erfassen sein bzw. bestimmte Vertragsbestandteile mit Kunden als separate Leistungsverpflichtungen einzuschätzen sein.
IFRS 16 regelt den Ansatz, die Bewertung, den Ausweis sowie die Angabepflichten von Leasingverhältnissen. Für den Leasingnehmer sieht der Standard ein einziges Bilanzierungsmodell vor. Dieses Modell führt beim Leasingnehmer dazu, dass sämtliche Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen in der Bilanz zu erfassen sind, es sei denn, die Laufzeit beträgt 12 Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert (jeweils Wahlrecht). Der Leasinggeber unterscheidet für Bilanzierungszwecke weiterhin zwischen Finanzierungs- oder Mietleasingvereinbarungen (finance bzw. operate lease). Die Auswirkungen auf den Konzernabschluss der KTM Industries-Gruppe werden untersucht. Es wird ein Anstieg der Buchwerte der Sachanlagen sowie ein Anstieg der finanziellen Verbindlichkeiten durch die Aktivierung von Leasingverhältnissen erwartet.
Im Juni 2014 veröffentlichte das IASB IFRS 9 Finanzinstrumente, der die Ansatz- und Bewertungsvorschriften von finanziellen Vermögenswerten, die Impairment-Vorschriften und die Vorschriften zum Hedge-Accounting ändert. Die Auswirkungen des IFRS 9 auf die KTM Industries-Gruppe werden noch untersucht. Auswirkung auf die KTM Industries-Gruppe haben vor allem die neuen ImpairmentVorschriften, Erfassung des Expected Loss sowie die Vereinfachungen im Hedge-Accounting. Hinsichtlich der Klassifizierung und Bewertung von Finanzinstrumenten wird von keinen wesentlichen Änderungen ausgegangen.
Weitere geänderte Standards und Interpretationen sind für die KTM Industries-Gruppe nicht relevant bzw. haben keinen wesentlichen Einfluss. Es ist keine vorzeitige Anwendung von noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards geplant.
Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Rechnungslegungsvorschriften zugrunde. Diese Vorschriften wurden von allen einbezogenen Unternehmen angewendet. Die einbezogenen Unternehmen haben ihre Jahresabschlüsse zum Konzernbilanzstichtag 31.12. aufgestellt.
Der Konzernabschluss wird in der funktionalen Währung der Muttergesellschaft, dem Euro, aufgestellt. Alle Beträge sind, soweit auf Abweichungen nicht gesondert hingewiesen wird, auf 1.000 Euro (TEUR) gerundet, wobei rundungsbedingte Differenzen auftreten können.
Das Geschäftsjahr der KTM Industries AG umfasst den Zeitraum vom 1.1. bis zum 31.12.2016. Der Konzernabschluss wird am 21.3.2017 (Vorjahr: 16.3.2016) vom Vorstand zur Prüfung durch den Aufsichtsrat, zur Vorlage an die Hauptversammlung und zur anschließenden Veröffentlichung freigegeben. Der Aufsichtsrat kann im Rahmen der ihm obliegenden Prüfung eine Änderung des Konzernabschlusses veranlassen.
Der Konsolidierungskreis basiert auf der Anwendung der Standards IFRS 10 und 11. In den Konzernabschluss werden neben der KTM Industries AG alle wesentlichen Tochterunternehmen voll einbezogen. Tochterunternehmen sind vom Konzern beherrschte Unternehmen. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet.
Für die Bestimmung des Konsolidierungskreises wurde eine Wesentlichkeitsgrenze im Konzern festgelegt. Gesellschaften mit ruhender oder nur geringer Geschäftstätigkeit, die für die Vermittlung eines getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur von untergeordneter Bedeutung sind, werden nicht konsolidiert, sondern als sonstige langfristige Vermögenswerte ausgewiesen und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet bzw. bei Wertminderung abgeschrieben. Die Auswirkung auf das Vermögen und das Eigenkapital dieser Gesellschaften beträgt weniger als 1,20% des Konzernwertes.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das der Konzern maßgeblichen Einfluss hat. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens, an dem die Beteiligung gehalten wird, mitzuwirken. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor. Die Ergebnisse, Vermögenswerte und Schulden von assoziierten Unternehmen sind in diesem Abschluss unter Verwendung der Equity-Methode einbezogen. Nach der Equity-Methode sind Anteile an assoziierten Unternehmen mit ihren Anschaffungskosten in die Konzernbilanz aufzunehmen, die um Veränderungen des Anteils des Konzerns am Gewinn oder Verlust und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens nach dem Erwerbszeitpunkt angepasst werden.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sind im Beteiligungsspiegel zum 31.12.2016 auf Seite 158ff zum Konzernanhang angeführt.
Die Anzahl der Unternehmen im Konsolidierungskreis hat sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt entwickelt:
| Vollkonsolidierte Gesellschaften |
At Equity Gesellschaften |
|
|---|---|---|
| Stand zum 31.12.2015 | 62 | 5 |
| Konsolidierungskreiszugänge | 5 | 2 |
| Konsolidierungskreisabgänge | 0 | -2 |
| Abgänge durch Verschmelzungen | -1 | 0 |
| Abgänge durch Liquidation | -3 | 0 |
| Stand zum 31.12.2016 | 63 | 5 |
| davon ausländische Unternehmen | 40 | 3 |
Die KTM Industries AG, als Mutterunternehmen der KTM Industries-Gruppe wurde in dieser Aufstellung nicht berücksichtigt.
Die KTM AG hielt zum 31.12.2015 10% an der Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH, Linz. Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 16.9.2016 hat die KTM Immobilien GmbH weitere 83,63 % der Anteile an der Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH, Linz, erworben. Damit erhöhte sich die Beteiligung von 10% auf 93,63%. Die Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH war Eigentümer des KTM Logistikzentrums in Munderfing und hat dieses an die KTM-Gruppe verleast (Finanzierungsleasing). Durch den Erwerb der Gesellschaft wurde das Finanzierungsleasing vorzeitig aufgelöst (siehe Punkt 34.1). In der am 16.9.2016 stattgefundenen außerordentlichen Generalversammlung der Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH, Linz, wurde die Umfirmierung in die KTM Logistikzentrum GmbH sowie die Sitzverlegung nach Mattighofen beschlossen. Die Erstkonsolidierung der KTM Logistikzentrum GmbH erfolgte per 16.9.2016.
Folgende Vermögenswerte und Schulden wurden übernommen:
| Netto-Zufluss aus der Akquisition | 138 |
|---|---|
| Übernommene Zahlungsmittel | 4.883 |
| Kaufpreis | 4.745 |
| Aktibe Unterschiedsbetrag | 242 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -287 |
| Andere kurzfristige Schulden (finanziell) | -4.854 |
| Andere kursfristige Schulden | -161 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituren | -21.147 |
| Zahlungsmittel und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 4.884 |
| Anlagevermögen | 26.068 |
| in TEUR |
Der aus der Erstkonsolidierung entstandene aktive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 242 wurde aufwandswirksam erfasst.
Die WP Performance Sports GmbH, Munderfing, und die KTM Sportmotorcycle MEA DMCC, Dubai, wurden in 2016 neu gegründet und somit erstmals in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die Erstkonsolidierung beider Gesellschaften erfolgte zum 1.12.2016.
Das bei einem deutschen Schiedsgericht anhängige Verfahren hinsichtlich Gewährleistungsansprüchen aus dem Verkauf der Peguform Gruppe im Jahr 2012 wurde im Februar 2017 zu hundert Prozent zugunsten der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, eine 100% Tochter der KTM Industries AG, entschieden. Der Restkaufpreis in Höhe von rund € 20,3 Mio. steht nun der KTM Industries Gruppe zur Gänze zu. Die PF Beteiligungsverwaltungs GmbH wurde in den Jahren 2014 und 2015 aufgrund von Unwesentlichkeit nicht vollkonsolidiert, der Wert des Eigenkapitals spiegelte in den Vorjahren den Beteiligungsbuchwert wider (31.12.2015: TEUR 13.501). Die gebildete Rückstellung aus dem Schiedsverfahren wurde in der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH zum 31.12.2016 ertragswirksam aufgelöst. Hinsichtlich dieses Geschäftsfalles und aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen wurde die Gesellschaft zum 31.12.2016 wieder in den Konzernabschluss einbezogen. Der im Rahmen der Erstkonsolidierung entstandene passive Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4.572 stellt eine Umkehr der bisher erfassten Wertminderungen dar und wurde daher ertragswirksam im Finanzergebnis erfasst.
Folgende Vermögenswerte und Schulden wurden übernommen:
| Kaufpreisforderung aus dem Verkauf der Peguform-Gruppe | 20.318 |
|---|---|
| Zahlungsmittel und sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 89 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | -1.959 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -234 |
| Andere kurzfristige Schulden | -141 |
| Passiver Unterschiedbetrag | -4.572 |
| Beteiligungsbuchwert | 13.501 |
| Übernommene Zahlungsmittel | 79 |
Im Zuge einer Umstrukturierung der US Töchter innerhalb der Pankl-Gruppe wurde im Geschäftsjahr 2016 die CP-CARRILLO, LLC in die CP-CARRILLO, Inc. umgewandelt. Weiters wurden die Carrillo Acquisitions, Inc., die Performance Equipment Company, LLC und die Pankl Engine Systems, Inc. liquidiert. Im Zuge der Liquidierung wurden die Vermögenswerte auf die CP-CARRILLO, Inc. übertragen. Der Unternehmenssitz der Pankl Holdings, Inc. wurde vom US-Bundesstaat Nevada nach Kalifornien verlegt.
Am 2. Mai 2016 erwarb die Pankl Aerospace Systems Europe GmbH die S-Beschichtungstechnik GmbH zu 100%. Diese Gesellschaft wurde rückwirkend mit 1. Jänner 2016 auf die Pankl Aerospace Systems Europe GmbH verschmolzen.
Die KTM-Gruppe beteiligte sich in 2016 mit 34% an der KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc., Philippinen. Die Gesellschaft wird als nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen in den Konzernabschluss einbezogen. Zudem wurde die Mattighofen Museums-Immobilien GmbH im Geschäftsjahr 2016 erstmals "At-Equity" einbezogen.
Die beiden Abgänge der "At-Equity" einbezogenen Gesellschaften betreffen Unternehmen der Wethje-Gruppe, an welchen die KTM Industries AG zum 31. Dezember 2016 rund 18,0% der Anteile hält (31. Dezember 2015: 49,0%).
Im März 2016 wurden 26% an dem Designunternehmen Cero Design Studio S.L. mit Sitz in Barcelona, Spanien erworben. Die Anteile werden zu Anschaffungskosten bilanziert.
Die Auswirkungen der Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen sowie die Veränderung an dem den Anteilseignern zurechenbaren Eigenkapital während des Geschäftsjahres stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Erworbener (-) bzw. abgegangener (+) Buchwert nicht beherrschender Anteile | 34.759 | 4.295 |
| Erhaltener (+) / gezahlter (-) Kaufpreis an nicht beherrschende Anteilseigner | -58.995 | -5.406 |
| Im Eigenkapital erfasster Unterschiedsbetrag | -24.236 | -1.111 |
Im Geschäftsjahr 2016 hat die KTM Industries AG die Anteile an der KTM AG von 51,28% auf 51,67% sowie bei der Pankl Racing Systems AG von 55,85% auf 94,53% erhöht. Ihre Anteile an der WP AG hat die KTM Industries AG von 89,48% auf 88,26% (direkt und indirekt) verringert.
Weiters hat die Pankl Racing Systems AG ihre Anteile an der CP-CARRILLO, Inc. von 70,00% auf 100,00% erhöht.
Kapitalkonsolidierung: Die Erstkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode (Acquisition Method). Dabei werden im Erwerbszeitpunkt, das ist der Tag an dem die Möglichkeit der Beherrschung erlangt wird, die neu bewerteten identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Geschäftsbetriebes der Gegenleistung und sofern zutreffend dem Betrag für die nicht beherrschenden Anteile und dem beizulegenden Zeitwert der zum Erwerbszeitpunkt bereits gehaltenen Anteile gegenüber gestellt. Ein verbleibender positiver Wert wird als Firmenwert aktiviert; ein verbleibender negativer Wert wird nach nochmaliger Überprüfung der Wertansätze als "Erwerb zu einem Preis unter dem Marktwert" in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag erfasst. Mit dem Erwerb verbundene Nebenkosten werden als Aufwand erfasst. Der Betrag für die nicht beherrschenden Anteile wird - sofern nicht anders angegeben - mit dem anteiligen Reinvermögen am erworbenen Unternehmen ohne Firmenwertkomponente erfasst.
Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilseignern, die zu keinem Verlust der Beherrschung führen, werden direkt und ausschließlich im Eigenkapital erfasst, ohne dass dabei Anpassungen an den Vermögenswerten und Schulden der Gesellschaft oder beim Firmenwert vorgenommen werden.
Innerhalb der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden konzerninterne Umsätze und sonstige Erträge mit Material- und sonstigen betrieblichen Aufwendungen verrechnet. Damit werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nur Außenumsatzerlöse ausgewiesen.
Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden alle Verbindlichkeiten, Forderungen und Ausleihungen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen konsolidiert.
Zwischenergebnisse aus konzerninternen Verkäufen von Vorräten bzw. Anlagevermögen wurden eliminiert.
Latente Steuern aus der Konsolidierung werden bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen in Ansatz gebracht.
Die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Eigenkapital werden als gesonderte Position innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesen. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden bei Vorliegen von Andienungsrechten in die Verbindlichkeiten umgegliedert.
Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode erfasst. Dabei werden nach dem Erwerb der Anteile eingetretene Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Wenn der auf den Konzern entfallende Anteil von Verlusten die Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen übersteigt, wird der Buchwert dieser Beteiligung (inklusive langfristiger Investments) auf Null abgeschrieben, und weitere Verluste werden nur erfasst, soweit der Konzern zu einer Zahlung verpflichtet ist oder eine solche geleistet hat. Die Abschlüsse der assoziierten Unternehmen werden in allen wesentlichen Belangen gemäß IFRS aufgestellt oder auf IFRS übergeleitet. Der mit einem assoziierten Unternehmen verbundene Geschäfts- oder Firmenwert ist im Buchwert des Anteils enthalten und wird nicht planmäßig abgeschrieben.
Bei Erwerbsvorgängen unter gemeinsamer Beherrschung ("common control transaction") ist IFRS 3 nicht anwendbar. Gemäß IAS 8.10 ist in solchen Fällen eine Bilanzierungsmethode zu entwickeln, die zu einer zuverlässigen, wirtschaftlich adäquaten und entscheidungsrelevanten Darstellung führt. Die Entscheidung, ob eine Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen einer Kaufpreisallokation vorgenommen wird oder sämtliche Aktiva und Passiva jeweils zu Buchwerten übernommen werden, wird bei jedem Anwendungsfall aufs Neue getroffen.
Währungsumrechnung: Die Konzernwährung ist der Euro. Die außerhalb des Euro-Raumes gelegenen Tochterunternehmen werden als wirtschaftlich selbständige Unternehmen angesehen. Gemäß dem Konzept der funktionalen Währung erfolgt daher die Umrechnung der im Einzelabschluss dieser Gesellschaften ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, einschließlich ausgewiesener Firmenwerte und aus der Erstkonsolidierung resultierender Wertanpassungen, mit dem Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag und der Posten der Gewinnund Verlustrechnung mit dem gewogenen durchschnittlichen Devisenkurs des Geschäftsjahres. Daraus entstehende Fremdwährungsgewinne und -verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst.
In den Einzelabschlüssen der Konzernunternehmen werden Transaktionen in Fremdwährung mit dem Kurs zum Tag der Transaktion verbucht. Zum Bilanzstichtag werden Fremdwährungsposten zum jeweiligen Stichtagskurs umgerechnet. Sämtliche Kursdifferenzen sind in den Einzelabschlüssen in der Periode, in der sie entstanden sind, als Aufwand oder Ertrag verbucht.
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | 2016 | 2015 | |
| US-Dollar | 1,0541 | 1,0887 | 1,1066 | 1,1096 |
| Britisches Pfund | 0,8562 | 0,7340 | 0,8189 | 0,7260 |
| Schweizer Franken | 1,0739 | 1,0835 | 1,0902 | 1,0676 |
| Japanischer Yen | 123,4000 | 131,0700 | 120,3138 | 134,2865 |
| Südafrikanischer Rand | 14,4570 | 16,9530 | 16,2772 | 14,1528 |
| Mexikanischer Peso | 21,7719 | 18,9145 | 20,6550 | 17,5995 |
| Chinesischer Renminbi | 7,3202 | 7,0608 | 7,3496 | 6,9730 |
Die für die Währungsumrechnung zu Grunde gelegten Wechselkurse der für den Konzernabschluss wesentlichen Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
Der Rechnungslegung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zugrunde. Diese sind mit Ausnahme der verpflichtend neu anzuwendenden Standards sowie der Bilanzierung von Zuwendungen der öffentlichen Hand identisch mit jenen des Geschäftsjahres 2015. Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte wurden bis zum Geschäftsjahr 2015 als passiver Abgrenzungsposten in der Bilanz dargestellt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden diese Zuwendungen vom Buchwert des Vermögensgegenstandes abgesetzt. Die Bilanzpositionen "Sachanlagevermögen" sowie "Andere langfristige Schulden" wurden in Höhe von TEUR -1.637 angepasst. Eine Anpassung des Vorjahres wurde vorgenommen.
Die Konzern-Bilanz wird nach lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterteilt. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Die Konzern-Kapitalflussrechnung wird nach der indirekten Methode erstellt.
Sämtliche kurzfristige Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag bzw. eines Geschäftszyklus realisiert oder erfüllt. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden werden grundsätzlich außerhalb dieses Zeitraumes realisiert oder erfüllt.
Um die Aussagekraft des Konzernabschlusses zu verbessern, wurden zum 31.12.2016 einzelne Posten und Darstellungen anders aufgegliedert sowie die Abfolge der Angaben teilweise neu gegliedert und Darstellungen in den Angaben angepasst bzw. ergänzt.
Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert.
Umsatzerlöse werden nach dem Gefahrenübergang gemäß den Geschäftsbedingungen (Incoterms) bzw. nach dem Zeitpunkt der Erbringung der Leistung abzüglich Skonti, Kundenboni und Rabatte erfasst.
Sonstige betriebliche Erträge werden realisiert, wenn der wirtschaftliche Nutzen aus dem zugrunde liegenden Vertrag wahrscheinlich ist und es eine verlässliche Bestimmung der Erträge gibt.
Der Gewinn- /Verlustanteil von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung als gesonderter Posten im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ausgewiesen. Bei sämtlichen assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, handelt es sich um Beteiligungen die als wesentliche Lieferanten oder Kunden in die operative Geschäftstätigkeit der KTM Industries-Gruppe eingebunden sind.
Zinserträge werden unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung zeitanteilig realisiert.
Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| in Jahren | |
| Gebäude | 10 - 50 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2 - 25 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2 - 10 |
In den Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen werden die Einzelkosten einschließlich der zurechenbaren Material- und Fertigungsgemeinkosten erfasst. Finanzierungskosten, die sich bei direkter Zurechnung von Fremdkapital ergeben bzw. die sich bei Anwendung eines durchschnittlichen Kapitalisierungszinssatzes auf die angefallenen Aufwendungen ergeben, werden gemäß IAS 23 aktiviert.
Eine außerplanmäßige Abschreibung wird dann vorgenommen, wenn die zukünftig zu erwartenden abgezinsten Erfolgsbeiträge (Future Cash-flows) die aktuellen Buchwerte unterschreiten.
Für die Einstufung einer Immobilie als Investment Property nach IAS 40 werden in der KTM Industries-Gruppe die folgenden Kriterien definiert. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien sind gem. IAS 40.5 Immobilien, die von KTM Industries als Eigentümer oder als Leasingnehmer im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses zur Erzielung von Mieteinnahmen und/oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden. Ausgenommen sind Immobilien die zur Herstellung oder Lieferung von Gütern bzw. der Erbringung von Dienstleistungen oder für Verwaltungszwecke gehalten werden und Immobilien, die zum Verkauf im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens oder für den Prozess der Herstellung oder Entwicklung solcher Verkäufe gehalten werden.
Wenn Sachanlagen durch Leasingverträge finanziert werden, bei denen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen, werden diese als Finanzierungsleasing erfasst. Der Ansatz erfolgt zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der künftig zu erwartenden Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibung erfolgt linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer oder, wenn kürzer, über die Laufzeit des Leasingvertrages. Die Leasingraten werden in eine Zins- und Tilgungskomponente aufgeteilt. Der Ausweis erfolgt unter den Sachanlagen bzw. die Zahlungsverpflichtungen unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Der Zinsanteil der Leasingverpflichtung wird direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und eine entsprechende Abwertung im Bedarfsfall ergebniswirksam berücksichtigt.
Zur Durchführung von Werthaltigkeitstests werden Firmenwerte den "zahlungsmittelgenerierenden Einheiten" zugeordnet. Der Wertminderungsaufwand der "zahlungsmittelgenerierenden Einheiten" wird durch Gegenüberstellung des bisher fortgeführten Buchwerts (inklusive zugeordnetem Firmenwert) mit dem höheren Betrag aus beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert errechnet. Unterschreitet der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten den fortgeführten Buchwert, so ist in Höhe der Differenz eine Wertberichtigung auf den Firmenwert vorzunehmen. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf ist auf die verbleibenden Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit im Verhältnis zum Buchwert aufzuteilen.
Die dem Wertminderungstest zu Grunde liegenden Cash-Flows basieren auf der aktuellsten, vom Aufsichtsrat genehmigten Planung. Die Planung umfasst in der Regel einen Planungshorizont von drei bis fünf Jahren. Nach dem Detailplanungszeitraum werden unter der Annahme der Unternehmensfortführung die Cashflows der fünften Detailplanungsperiode als Basis für die Errechnung einer ewigen Rente herangezogen, wobei kein Wachstumsabschlag auf den Diskontsatz verwendet wird. Die Mittelfristplanung basiert auf internen Annahmen über die zukünftigen Absatz-, Preis- und Kostenentwicklungen, die zukünftige Erschließung neuer Märkte sowie die Zusammensetzung des Produktmixes. Die Annahmen beruhen im Wesentlichen auf den langjährigen Erfahrungswerten und der Einschätzung des Managements.
Für die Durchführung von Werthaltigkeitstests wurde der Nutzungswert herangezogen, welcher den Barwert der zukünftigen geschätzten Cash-Flows vor Steuern darstellt. Die Bestimmung des Diskontierungszinssatzes (gewogener Kapitalkostensatz) erfolgt auf Basis extern verfügbarer Kapitalmarktdaten.
Die Berechnung erfolgte unter Anwendung der folgenden Diskontierungssätze vor Steuer:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| KTM-Gruppe | 10,4% | 10,1% |
| Pankl-Gruppe | 9,0% | 9,8% |
| WP-Gruppe | 10,5% | 10,1% |
Die ermittelten Nutzungswerte werden mit Hilfe von Multiplikatorverfahren auf Plausibilität geprüft und es werden Szenarien hinsichtlich des Diskontierungssatzes sowie der künftig geplanten EBITs gerechnet. Eine Sensitivitätsanalyse ergibt, dass unter jeweils sonst gleichen Bedingungen, bei einer Erhöhung des Diskontierungssatzes vor Steuer um 1% eine Wertberichtigung von € 0,0 Mio. (Vorjahr: € 4,6 Mio.) bzw. bei einer Verringerung des EBITs um 10% eine Wertberichtigung von € 0,0 Mio. (Vorjahr: € 5,1 Mio.) gegeben wäre.
Immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert und abzüglich Abschreibungen bewertet. Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung folgender Nutzungsdauern:
| Nutzungsdauer | |
|---|---|
| in Jahren | |
| Software | 2 - 5 |
| Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte | 5 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 2 - 15 |
Bei selbst erstellten immateriellen Vermögenswerten erfolgt eine Aufteilung des Herstellungszeitraumes in eine Forschungs-, Entwicklungs- und Modellpflegephase. In der Forschungs- und Modellpflegephase angefallene Kosten werden sofort ergebniswirksam erfasst. Ausgaben in der Entwicklungsphase werden als immaterielle Vermögenswerte aktiviert, wenn bestimmte den zukünftigen Nutzen der getätigten Aufwendungen bestätigende Voraussetzungen, vor allem die technische Machbarkeit des entwickelten Produktes oder Verfahrens sowie dessen Marktgängigkeit, erfüllt sind. Die Bewertung der selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen. Die planmäßige Abschreibung erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundelegung einer Nutzungsdauer von fünf Jahren. Die planmäßige Abschreibung von aktivierten Entwicklungskosten, die eindeutig Projekten zugeordnet werden können, erfolgt mit dem Beginn der Serienproduktion.
Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, wie die im Rahmen der ursprünglichen Kaufpreisallokation angesetzte Marke "KTM" in Höhe von TEUR 61.103, werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen und allfällige notwendige Wertminderungen ergebniswirksam berücksichtigt. Der Vorstand geht von einer unbestimmten Nutzungsdauer der Marke "KTM" aus, da die Rechte in den relevanten Absatzmärkten keinen zeitlichen, rechtlichen oder vertraglichen Einschränkungen unterliegen und aufgrund der nachhaltigen Bekanntheit der Marke auch keine wirtschaftliche Entwertung vorliegt. Die Marke KTM ist der zahlungsmittelgenerierenden Einheit "KTM" zuzuordnen.
Der Markenbewertung liegt der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten zu Grunde und die Bewertung erfolgt auf Basis der Lizenzpreisanalogie-Methode. Die der Bewertung zugrunde gelegte Lizenzrate in Höhe von 1,5 % der Umsatzerlöse wurde aus vergleichbaren öffentlich verfügbaren Lizenzvereinbarungen abgeleitet. Die Berechnung des Impairment-Erfordernisses zum 31.12.2016 erfolgte analog zum Firmenwert-Wertminderungstest auf Basis der aktuellen Fünfjahresplanung. Als Diskontierungszinssatz wurden die vermögenswertspezifischen Kapitalkosten in Höhe von 12,5 % (Vorjahr: 12,1 %) angesetzt, die sich aus dem Konzern Vorsteuer-WACC in Höhe von 9,5 % (Vorjahr: 9,1 %) und einem Risikozuschlag für die Marke in Höhe von 3,0 % (Vorjahr: 3,0 %) zusammensetzen. Der Risikozuschlag wurde auf Basis des WACC-to-WARA-Konzepts abgeleitet.
Die wesentlichen wertbestimmenden Parameter bei der Bewertung der Marke "KTM" sind der Diskontierungszinssatz, die Lizenzgebühr sowie die geplanten Umsatzerlöse. Eine Sensitivitätsanalyse für diese Parameter ergibt, dass analog Vorjahr keine für möglich gehaltene Änderung von wesentlichen Annahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag übersteigt.
Abgrenzungsposten für latente Steuern werden für zukünftig zu erwartende steuerliche Auswirkungen aus Geschäftsvorfällen, die bereits entweder im Konzernabschluss oder in der Steuerbilanz ihren Niederschlag gefunden haben (zeitliche Differenzen), gebildet. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden unter Berücksichtigung ihrer zeitnahen Realisierbarkeit gebildet. Aktive und passive latente Steuerposten werden bei gleicher Steuerhoheit saldiert ausgewiesen. Für die Unterschiede der steuerlichen Basis von vollkonsolidierten oder at-Equity bewerteten Anteilen zum entsprechenden konzernalen Eigenkapital werden nur latente Steuern abgegrenzt, wenn eine Realisierung in absehbarer Zeit wahrscheinlich ist. Der Berechnung liegt der im jeweiligen Land übliche Ertragssteuersatz zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Umkehr der Wertdifferenz zu Grunde.
Die Erfassung der Käufe und Verkäufe sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zum Erfüllungstag.
Finanzielle Vermögenswerte, die zu Handelszwecken gehalten werden, werden mit ihrem Marktpreis bewertet, Bewertungsänderungen werden ergebniswirksam erfasst.
Finanzinvestitionen, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen (Held-to-Maturity Investments), werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Die übrigen finanziellen Vermögenswerte (Financial Assets Available-for-Sale) werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet. Als beizulegender Zeitwert werden grundsätzlich die jeweiligen Börsenkurse zum Bilanzstichtag angesetzt; Bewertungsänderungen werden, sofern wesentlich, im sonstigen Ergebnis erfasst. In den sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerten sind Eigenkapitalinstrumente enthalten, welche nicht auf einem aktiven Markt notiert sind und deren beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Diese werden zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderung bilanziert.
Wertminderungen von finanziellen Vermögenswerten werden bei objektiven Hinweisen vorgenommen. Dazu zählen beispielsweise finanzielle Schwierigkeiten, Insolvenz, Vertragsbruch oder erheblicher Zahlungsverzug des Schuldners oder Emittenten. Bei einem gehaltenen Eigenkapitalinstrument gilt ein signifikanter oder länger anhaltender Rückgang des beizulegenden Zeitwertes unter dessen Anschaffungskosten als ein objektiver Hinweis auf eine Wertminderung. Der Konzern hält einen Rückgang um 20 % für signifikant und einen Zeitraum von neun Monaten für länger anhaltend.
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente enthalten Kassenbestände, Bankguthaben, Schecks sowie maximal drei Monate laufende Festgelder (vom Erwerbszeitpunkt gerechnet) und werden zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögenswerte werden im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert und in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Fremdwährungsforderungen werden umgerechnet mit dem Stichtagskurs, abzüglich aufgrund von erkennbaren Risiken notwendigen Wertminderungen, angesetzt. Finanzielle Forderungen sind der Kategorie "Loans and Receivables" zugeordnet und werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Einzelwertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten werden nur dann vorgenommen, wenn sie als uneinbringlich oder zum Teil uneinbringlich angesehen werden. Als Indikatoren für Einzelwertberichtigungen gelten finanzielle Schwierigkeiten, Insolvenz, Vertragsbruch oder erheblicher Zahlungsverzug der Kunden. Die Einzelwertberichtigungen setzen sich aus zahlreichen Einzelpositionen zusammen, von denen keine alleine betrachtet wesentlich ist. Eine direkte Ausbuchung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nur, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen (insbesondere im Insolvenzfall). Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in einer der folgenden Perioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der
Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung entweder direkt oder durch Anpassung des Wertberichtigungskontos rückgängig gemacht.
Finanzielle Schulden werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzielle Schulden sind der Kategorie Financial Liabilities at Amortized Cost zugeordnet. Ein Unterschiedsbetrag zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode verteilt und im Finanzergebnis erfasst. Die im Zusammenhang mit Anleihen angefallenen Emissionskosten werden über die Laufzeit verteilt angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet.
Die KTM AG hat mit einem österreichischen Kreditinstitut ein revolvierendes Programm zur Finanzierung von Lieferantenverbindlichkeiten (Supplier Finance Programm) aufgesetzt. Im Rahmen dieses Programmes bietet das Kreditinstitut Lieferanten die Möglichkeit an, ihre Forderungen gegenüber der KTM AG vor Fälligkeit von dem Kreditinstitut diskontieren und auszahlen zu lassen. Die KTM AG tilgt die Verbindlichkeit bei Fälligkeit laut Rechnung durch Zahlung an das Kreditinstitut.
Neben konzernfremden Lieferanten haben auch die beiden Konzernunternehmen WP AG und Pankl Racing Systems AG ein solches Programm mit der KTM AG abgeschlossen. Das Programm wurde sowohl auf zivilrechtliche Aspekte als auch hinsichtlich der Bestimmungen des IAS 39 geprüft. Während auf Ebene der Teilkonzerne weiter Lieferverbindlichkeiten bestehen, ist aus Sicht der KTM Industries-Gruppe kein Leistungsaustausch erfolgt, sondern es sind lediglich Fremdmittel aufgenommen worden, welche unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen werden. Zum 31.12.2016 betragen die Verbindlichkeiten aus diesem Programm insgesamt TEUR 64.949 (Vorjahr: TEUR 34.338), davon werden zum 31.12.2016 in der KTM Industries-Gruppe die Beziehungen zwischen den Konzernunternehmen in Höhe von TEUR 47.527 (Vorjahr: TEUR 34.338) als kurzfristige Finanzverbindlichkeiten dargestellt.
Die vom Konzern abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) werden im Wesentlichen zur Absicherung des Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisikos abgeschlossen. Ziel des Einsatzes von derivativen Finanzinstrumenten ist die Differenziertheit von Cash-flows aus künftigen Transaktionen auszugleichen. Als Grundlage zur Planung der künftigen Zahlungsflüsse dienen die voraussichtlichen Umsatzerlöse und Materialeinkäufe in Fremdwährung.
Derivate sind nach IAS 39 grundsätzlich zu Marktwerten bewertet. Die KTM Industries-Gruppe wendet auf diese derivativen Finanzinstrumente die Regeln des "Cash-flow-Hedge Accounting" gemäß IAS 39 an. Fair Value Hedge Accounting findet in der KTM Industries-Gruppe keine Anwendung.
Ein Cash-flow-Hedge liegt vor, wenn variable Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten und erwartete Geschäftsvorfälle, die einem Marktpreisrisiko unterliegen, abgesichert werden. Liegen die Voraussetzungen für einen Cash-flow-Hedge vor, ist der effektive Teil der Marktwertänderungen von Sicherungsinstrumenten ergebnisneutral im Konzerneigenkapital zu erfassen, die ergebniswirksame Erfassung erfolgt erst bei Eintritt des gesicherten Grundgeschäftes. Bei den in der KTM Industries-Gruppe eingesetzten Fremdwährungsabsicherungen wird in der Folge die Marktwertveränderung der Derivate ergebniswirksam im Gewinn oder Verlust erfasst. Ab diesem Zeitpunkt stehen der Marktwertveränderung die Stichtagskursbewertung der Fremdwährungsforderung bzw -verbindlichkeiten aus der Lieferung bzw Leistung gegenüber. Etwaige Ergebnisveränderungen aus der Ineffektivität der derivativen Finanzinstrumente werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Für die Anwendung des Hedge Accountings müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Zum einen muss eine Dokumentation der Sicherungsbeziehungen vorliegen und zum anderen muss die Hedging-Effektivität in regulär wiederkehrenden Messungen zwischen 80 % und 125 % liegen. Durch Effektivitätstests wird der wirksame Ausgleich zwischen unrealisierten Verlusten und Gewinnen nachgewiesen.
Für die Effektivitätsmessung bei Währungsabsicherungen werden Grund- und Sicherungsgeschäfte je abgesichertem Risiko in sogenannte Laufzeitbänder zusammengefasst. Die Laufzeitbänder sollten höchstens ein Quartal umfassen. Prospektiv wird die Sicherungsbeziehung durch einen Vergleich der wesentlichen Konditionen (Laufzeit, …) des Sicherungs- als auch Grundgeschäftes getestet. Die retrospektive Effektivitätsmessung wird unter Verwendung der Dollar-Offset-Methode durchgeführt. Dazu werden die Fair Value Änderungen des Grundgeschäftes den Fair Value Änderungen des Sicherungsgeschäftes gegenübergestellt und beurteilt.
Bei Zinsabsicherungen erfolgt die Messung der prospektiven Effektivität anhand einer Sensitivitätsanalyse und die der retrospektiven Effektivität unter Anwendung der Dollar-Offset-Methode.
Sicherungsgeschäfte, die nicht die Kriterien für Sicherungsinstrumente im Sinne des IAS 39 erfüllen, werden als Handelsgeschäfte qualifiziert und der Kategorie "At Fair Value through Profit or Loss" (Held-for-Trading) zugeordnet. Marktwertänderungen werden in der laufenden Periode in voller Höhe ergebniswirksam erfasst und im Finanzergebnis ausgewiesen.
Die Bewertung der Derivate erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Marktwert und wird anhand anerkannter finanzmathematischer Methoden ermittelt. Die Basis dazu bilden die zum Bilanzstichtag vorliegenden Marktdaten (Zinssatz, Wechselkurse, …). Zur Bewertung von Devisentermingeschäften wird der Terminkurs des Bilanzstichtages herangezogen. Bei vorliegenden positiven Marktwerten wird durch ein sogenanntes credit value adjustment (CVA) die Bonität des Vertragspartners in die Bewertung miteinbezogen. Bei negativen Marktwerten wird ein debit value adjustment (DVA) abgeschlagen, um das eigene Ausfallsrisiko zu berücksichtigen. Zur Schätzung der Bewertung werden eigene Modelle verwendet. Diese werden mittels Bankbewertungen verplausibilisiert.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Nettoveräußerungswert (Lower of Cost or Net Realizable Value) am Bilanzstichtag bewertet. Der Nettoveräußerungswert ergibt sich aus dem geschätzten Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten des Vertriebs. Die Bewertung der Vorräte erfolgt auf Basis des Durchschnittspreisverfahrens anhand einer Reichweitenanalyse mit Abwertung bei eingeschränkter Verwendbarkeit. Zusätzlich wird auf Einzelfallbasis der wirtschaftliche Nutzen des vorhandenen Vorratsvermögens überprüft und gegebenenfalls eine zusätzliche Wertberichtigung aufgrund langer Lagerdauer oder eingeschränkter Absatzmöglichkeiten vorgenommen.
Die Anschaffungskosten umfassen alle Kosten, die angefallen sind, um den Gegenstand in den erforderlichen Zustand und an den jeweiligen Ort zu bringen. Die Herstellungskosten umfassen die Material- und Fertigungseinzelkosten auf Basis einer Normalauslastung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Verwaltungsgemein- sowie Vertriebskosten sind hingegen nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert, da die Vorräte keine qualifizierenden Vermögenswerte gemäß IAS 23 darstellen.
Die Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer setzen sich aus Verpflichtungen für Abfertigungen und Jubiläumsgeldern zusammen. Aufgrund gesetzlicher Vorschriften ist die KTM Industries-Gruppe zudem verpflichtet, an alle MitarbeiterInnen in Österreich, deren Arbeitsverhältnis vor dem 1.1.2003 begann, bei Kündigung durch den Dienstgeber oder zum Pensionsantrittszeitpunkt eine Abfertigungszahlung zu leisten. Diese leistungsorientierte Verpflichtung ist von der Anzahl der Dienstjahre und von dem bei Abfertigungsanfall maßgeblichen Bezug abhängig. Für alle nach dem 31.12.2002 begründeten Arbeitsverhältnisse in Österreich zahlt die Gesellschaft monatlich 1,53 % des Entgelts in eine betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse, in der die Beiträge auf einem Konto des Arbeitnehmers veranlagt und diesem bei Beendigung des Dienstverhältnisses ausbezahlt oder als Anspruch weitergegeben werden. Die Gesellschaft ist ausschließlich zur Leistung der Beiträge verpflichtet, welche in jenem Geschäftsjahr im Aufwand erfasst werden, für das sie entrichtet wurden (beitragsorientierte Verpflichtung).
Die Bewertung der leistungsorientierten Verpflichtungen für Abfertigungen und Jubiläumsgelder erfolgt nach der in IAS 19 (Employee Benefits) vorgeschriebenen Methode der laufenden Einmalprämien (Projected Unit Credit Method) auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten. Im Rahmen dieses Anwartschaftsbarwertverfahrens werden sowohl die am Bilanzstichtag bekannten erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter berücksichtigt. Dabei wird der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation/DBO) ermittelt und gegebenenfalls dem beizulegenden Zeitwert des am Bilanzstichtag bestehenden Planvermögens gegenübergestellt.
Aufgrund von kollektivvertraglichen Vereinbarungen sind die Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe verpflichtet, an MitarbeiterInnen in Österreich Jubiläumsgelder nach Maßgabe der Erreichung bestimmter Dienstjahre (ab 25 Dienstjahren) zu leisten (leistungsorientierte Verpflichtung).
Sich am Jahresende ergebende Unterschiedsbeträge (versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste) zwischen den planmäßig ermittelten Abfertigungsverpflichtungen und den tatsächlichen Anwartschaftsbarwerten werden abzüglich latenter Steuern direkt im sonstigen Ergebnis erfasst.
Rückstellungen für Gewährleistungen werden im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte ergebniswirksam gebildet.
Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die Inanspruchnahme wahrscheinlich und die voraussichtliche Höhe des Rückstellungsbetrages zuverlässig schätzbar ist.
Zuschüsse der öffentlichen Hand werden berücksichtigt, sobald Sicherheit besteht, dass diese der Gruppe zufließen werden und die Gruppe den gestellten Anforderungen entsprechen kann. Grundsätzlich werden Förderungen in der Gewinn- und Verlustrechnung auf Grundlage eines direkten Zusammenhangs mit den entsprechenden Kosten, die durch die Förderung ausgeglichen werden sollen, berücksichtigt.
Eine Eventualverbindlichkeit ist eine mögliche Verpflichtung, die aus vergangenen Ereignissen resultiert und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse erst noch bestätigt wird, die nicht vollständig unter der Kontrolle des Unternehmens stehen. Weiters ist eine Eventualverbindlichkeit eine gegenwärtige Verpflichtung, die auf vergangenen Ereignissen beruht, jedoch nicht erfasst wird, weil ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen mit der Erfüllung dieser Verpflichtung nicht wahrscheinlich ist oder die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann.
Im Konzernabschluss müssen zu einem gewissen Grad Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, welche die bilanzierten Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die Angabe von Eventualverbindlichkeiten am Bilanzstichtag und den Ausweis von Aufwendungen und Erträgen im Geschäftsjahr beeinflussen. Es werden Erfahrungswerte herangezogen, welche vom Vorstand für angemessen empfunden werden. Die sich tatsächlich einstellenden Beträge können von den Schätzungen abweichen, wenn sich angenommene Parameter entgegen der Erwartung entwickeln. Bei Bekanntwerden neuer Gegebenheiten werden diese entsprechend berücksichtigt und bisherige Annahmen entsprechend angepasst.
Im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accountings werden Einschätzungen zum Eintritt von künftigen Zahlungsströmen getroffen. Die Planung künftiger Zahlungsströme leitet sich aus der Absatz- und Bestellmengenplanung ab, wird monatlich auf die Zielerreichung überprüft und mit Erfahrungswerten aus der Vergangenheit verplausibilisiert. Gemäß der internen Währungsabsicherungsrichtlinie werden Fremdwährungsabsicherungen grundsätzlich rollierend für eine Reichweite von bis zu zwölf Monaten abgeschlossen. Die Sicherungsquote der einzelnen Währungen wird von der Planungsunsicherheit im jeweiligen Markt, der Volatilität der Währung und den Sicherungskosten abhängig gemacht. Auf Basis der Bedeutung von Währungen (Volumen, Ergebnisrelevanz) werden Gruppierungen vorgenommen, woraus sich unterschiedliche Vorgehensweisen ergeben. Die Sicherungsquote pro Währung darf jedoch maximal 80 % des Fremdwährungsexposures nicht übersteigen. Details zu den Sensitivitäten, die für Währungs- und Zinsrisiken bestehen, sind den Erläuterungen im Punkt 33.3. "Finanzrisikomanagement" zu finden.
Daneben bestehen Schätzungsunsicherheiten beim Ansatz und der Bewertung von Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer. Es werden Annahmen zu den folgenden Faktoren getroffen: Erwartungswerte, demografische Annahmen wie das Pensionsalter von Frauen/Männern und Mitarbeiterfluktuation sowie finanzielle Annahmen wie Rechnungszinssatz und künftige Lohn- und Gehaltstrends. Zum Bilanzstichtag waren Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 23.536 (Vorjahr: TEUR 20.905) angesetzt. Weitere Erläuterungen sind dem Punkt 30. "Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer" zu entnehmen.
Folgende Ermessensentscheidungen wurden bei der Anwendung der Rechnungslegungsmethoden in der KTM Industries-Gruppe getroffen:
Finanzierungsleasing
Es werden Einschätzungen über die Kriterien für die Klassifizierung als Finanzierungsleasing getroffen. Weitere Angaben dazu sind unter Punkt 16. Sachanlagen sowie unter Punkt 34. Leasingverhältnisse zu finden.
Das KTM-Logistikzentrum wird zum Großteil von der KTM-Gruppe selbst genutzt. In geringem Ausmaß erfolgt eine Vermietung an konzernfremde Dritte. Bei den Untermietverhältnissen an konzernfremde Mieter handelt es sich um Unternehmen mit langfristigen Liefer- bzw. Dienstleistungsbeziehungen zur KTM-Gruppe, und stellt einen ausgelagerten Teil der Wertschöpfungskette von KTM dar. Da die Vermietung nicht der Absicht der Erzielung von Mieteinnahmen dient, sondern aus betrieblichem Interesse erfolgt, wird auch jener Teil der an konzernfremde Dritte vermietet wird, unter den Sachanlagen ausgewiesen und nicht als Investment Property eingestuft.
Supplier Finance
Es werden Einschätzungen über den Ausweis der Verbindlichkeiten im Rahmen des Supplier Finance Programmes getroffen. Weitere Angaben dazu sind unter Punkt 5. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zu finden.
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| KTM | 1.141.819 | 1.022.487 |
| WP | 166.106 | 144.583 |
| Pankl | 185.991 | 173.638 |
| Sonstige | 8.553 | 19.641 |
| Konsolidierung | -159.507 | -136.779 |
| 1.342.962 | 1.223.570 |
Die Aufteilung nach geografischen Bereichen der Außenumsätze erfolgt nach dem Sitz der Kunden.
| Nordamerika | Europa | Sonstige | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | 2016 | 2015 | |
| Außenumsätze | 742.720 | 650.968 | 376.048 | 353.635 | 224.194 | 218.967 |
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | 696.133 | 667.605 |
| Personalaufwand | 128.091 | 109.270 |
| Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 55.603 | 51.192 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 29.319 | 16.057 |
| 909.146 | 844.123 | |
| Vertriebs- und Rennsportaufwendungen | 2016 | 2015 |
| in TEUR | ||
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | 22.306 | 17.629 |
| Personalaufwand | 61.117 | 55.021 |
| Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 5.813 | 4.741 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 99.152 | 81.928 |
| Sponsorgelder und sonstige betriebliche Erträge | -18.842 | -9.895 |
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | 6.261 | 5.979 |
| Personalaufwand | 23.993 | 21.775 |
| Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 4.448 | 2.132 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 14.650 | 6.864 |
| Fördergelder und sonstige betriebliche Erträge | -9.607 | -7.045 |
| 39.745 | 29.705 |
Die in den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen dargestellten Aufwandsarten umfassen Forschungs- sowie nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten.
Der Personalaufwand ohne Effekte aus den aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 48.343 (Vorjahr: TEUR 41.445).
Insgesamt betrugen die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (vor aktivierten Entwicklungskosten) TEUR 106.248 (Vorjahr: TEUR 82.187) und somit rund 7,9% (Vorjahr: 6,7%) vom Umsatz.
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Materialaufwand und Aufwand für bezogene Leistungen | 5.039 | 3.217 |
| Personalaufwand | 33.389 | 30.441 |
| Abschreibungen für Sachanlagevermögen und immaterielle Vermögenswerte | 9.743 | 7.107 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 37.920 | 30.467 |
| Sonstige betriebliche Erträge | -6.133 | -2.105 |
| 79.958 | 69.127 |
Sponsorerlöse und -beiträge sowie Fördergelder werden von den korrespondierenden Aufwendungen abgezogen.
Die planmäßigen Abschreibungen und Wertminderungen auf Anlagen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den jeweiligen Funktionsbereichen ausgewiesen.
Die auf die Berichtsperiode entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft setzen sich wie folgt zusammen:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Jahresabschlussprüfung aller Einzelgesellschaften | 338 | 321 |
| Konzernabschlussprüfung | 318 | 301 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 198 | 19 |
| Sonstige Leistungen | 66 | 34 |
| 920 | 675 |
Die Vergütung für den Vorstand 2016 der KTM Industries AG beinhaltet Gehälter, Sachleistungen, Prämien sowie Leistungen an die betriebliche Mitarbeitervorsorgekasse und betrug TEUR 3.840 (Vorjahr: TEUR 3.421). Weiters erhielten die Mitglieder des Vorstandes Bezüge aus Vorperioden in Höhe von TEUR 403.
Darüber hinaus bestehen keine Vereinbarungen über eine betriebliche Altersversorgung für den Vorstand und es wurden im Geschäftsjahr 2016 keine Pensionskassenzahlungen an den Vorstand geleistet.
Für das Geschäftsjahr 2016 (Auszahlung im Geschäftsjahr 2017) wird eine Vergütung an den Aufsichtsrat der KTM Industries AG von insgesamt TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 53) vorgeschlagen.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine Kredite und Vorschüsse an die Mitglieder des Aufsichtsrats der KTM Industries AG.
| Stand am 1.1.2016 | 4.553 |
|---|---|
| Veränderungen im Geschäftsjahr | 516 |
| Stand am 31.12.2016 | 5.069 |
| davon Arbeiter | 2.676 |
| davon Angestellte | 2.393 |
Der Mitarbeiterstand wird jeweils inklusive Leiharbeiter und externen Dienstnehmern dargestellt.
Zum 31.12.2016 sind 3.916 Mitarbeiter in Österreich und 1.153 Mitarbeiter im Ausland beschäftigt.
Der gesamte Personalaufwand im Geschäftsjahr 2016, ohne Effekte aus der Aktivierung von Entwicklungskosten, beträgt TEUR 275.414 (Vorjahr: TEUR 239.987).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Gewährleistungsaufwendungen | 27.874 | 21.518 |
| Übrige Aufwendungen | 161 | 646 |
| 28.035 | 22.164 |
In den Gewährleistungsaufwendungen sind Abschreibungen in Höhe von TEUR 513 (Vorjahr: TEUR 400) enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Fördergelder | 859 | 1.361 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagen | 3.419 | 260 |
| Endkonsolidierungserfolg Durmont | 0 | 1.211 |
| Übrige sonstige Erträge | 1.114 | 993 |
| 5.392 | 3.825 |
Wie unter Punkt 5. bereits erläutert wird das Ergebnis von At-Equity Beteiligungen, welche als wesentliche Lieferanten oder Kunden in die operative Geschäftstätigkeit der KTM Industries-Gruppe eingebunden sind, erstmals im Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit dargestellt. Die Vorjahreszahlen wurden im Finanzergebnis ausgewiesen und aufgrund von Unwesentlichkeit nicht angepasst.
Der Gewinnanteil von assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, setzt sich wie folgt zusammen:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Kiska GmbH, Anif | 357 | 102 |
| KTM New Zealand Ltd., Auckland, Neuseeland | 36 | 31 |
| Wethje-Gruppe | 0 | -2.984 |
| 393 | -2.851 |
Das Ergebnis aus at-Equity bilanzierten Beteiligungen ist unter Punkt 19. dargestellt.
Das Finanz- und Beteiligungsergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Zinserträge | 2.744 | 1.525 |
| Zinsaufwendungen | -19.505 | -17.770 |
| Ergebnis aus at-Equity Beteiligungen | 0 | -2.851 |
| Sonstiges Finanz- und Beteiligungsergebnis | 3.391 | -3.794 |
| -13.370 | -22.890 |
Das Ergebnis aus at-Equity wurde unter Punkt 12. näher erläutert.
Das sonstige Finanz- und Beteiligungsergebnis beinhaltet im Geschäftsjahr 2016 den Erstkonsolidierungseffekt der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH in Höhe von TEUR 4.572. Weiters sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Bewertung von Finanzinstrumenten in Höhe von TEUR 274 (Vorjahr: TEUR 1.218), Aufwendungen in Zusammenhang mit Finanzanlagen in Höhe von TEUR 4.126 (Vorjahr: TEUR 3.330) sowie Fremdwährungsverluste mit TEUR 53 (Vorjahr: Fremdwährungsgewinne TEUR 690) enthalten. Zudem sind Dividendenerträge nicht konsolidierter Gesellschaften in Höhe von TEUR 2.959 enthalten (Vorjahr: TEUR 64).
Die Ertragsteueraufwände und -erträge des Konzerns teilen sich wie folgt in laufende und latente Steuern auf:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Laufende Steuer | -16.745 | -10.783 |
| Latente Steuern | -3.190 | -14.198 |
| -19.935 | -24.981 |
Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die österreichischen Gesellschaften der KTM Industries-Gruppe unterliegen einem Körperschaftsteuersatz von 25,0%. Die Berechnung ausländischer Ertragsteuern basiert auf den in den einzelnen Ländern gültigen oder verabschiedeten Gesetzen und Verordnungen. Die angewandten Ertragsteuersätze für ausländische Gesellschaften variieren von 8,7% bis 38,0%.
Eine Überleitungsrechnung zwischen dem erwarteten Steueraufwand des Geschäftsjahres (Anwendung des Konzernsteuersatzes in Höhe von 25,0% auf das Ergebnis vor Steuern) und dem tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand kann wie folgt dargestellt werden:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 108.947 | 89.963 |
| Erwarteter Steueraufwand/-ertrag | -27.237 | -22.491 |
| Nicht temporäre Differenzen | 1.851 | -688 |
| Ansatz/Wertberichtigungen/Verbrauch von Verlustvorträgen | 2.436 | -2.583 |
| Steuern aus Vorperioden | 453 | 277 |
| Effekte ausländischer Steuersätze | -1.109 | -810 |
| Ergebnis aus Equity-Beteiligungen | 99 | -729 |
| Investitionsbegünstigungen | 2.090 | 1.467 |
| Sonstiges | 1.482 | 576 |
| -19.935 | -24.981 |
| Verlustvortrag | davon wert berichtigt |
verbleibender Verlustvortrag |
aktive latente Steuer |
|
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.16 | 31.12.16 | 31.12.16 | 31.12.16 |
| KTM Industries AG, Wels | 89.007 | -89.007 | 0 | 0 |
| K KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels | 3.595 | -3.595 | 0 | 0 |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wels | 9.984 | -9.984 | 0 | 0 |
| WP-Gruppe, Munderfing | 670 | -670 | 0 | 0 |
| Pankl-Gruppe, Kapfenberg | 9.559 | -85 | 9.474 | 3.483 |
| 112.815 | -103.341 | 9.474 | 3.483 |
Die in der KTM Industries-Gruppe vorhandenen und aktivierten steuerlichen Verlustvorträge können wie folgt zusammengefasst werden:
| Verlustvortrag | davon wert berichtigt |
verbleibender Verlustvortrag |
aktive latente Steuer |
|
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.15 | 31.12.15 | 31.12.15 | 31.12.15 |
| KTM Industries AG, Wels | 76.668 | -76.668 | 0 | 0 |
| K KraftFahrZeug Holding GmbH, Wels | 3.011 | -3.011 | 0 | 0 |
| WP-Gruppe, Munderfing | 1.386 | -1.386 | 0 | 0 |
| Pankl-Gruppe, Kapfenberg | 14.733 | -5.695 | 9.038 | 3.008 |
| 95.798 | -86.760 | 9.038 | 3.008 |
Abzugsfähige temporäre Differenzen und noch nicht genutzte steuerliche Verluste (einschließlich offene Siebtelabschreibungen) auf welche keine aktiven latenten Steuern aktiviert wurden belaufen sich auf TEUR 122.372 (Vorjahr: TEUR 111.162). Die Wertberichtigung der Verlustvorträge und temporären Differenzen wurde in der Höhe vorgenommen, in der eine mittelfristige Realisierung der latenten Steueransprüche aus heutiger Sicht als nicht hinreichend sicher angenommen werden kann.
Insgesamt errechnen sich die aktiven und passiven latenten Steuern aus folgenden Bilanzposten:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Aktive latente Steuern: | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 0 | 0 |
| Vorräte | 6.380 | 6.854 |
| Langfristige Vermögenswerte: | ||
| Anlagevermögen | 338 | 1.169 |
| Verlustvorträge | 7.479 | 3.008 |
| Personalverbindlichkeiten | 4.278 | 3.235 |
| Rückstellungen | 2.447 | 2.242 |
| Verbindlichkeiten | 2.210 | 1.796 |
| 23.132 | 18.304 | |
| Saldierung | -13.296 | -11.144 |
| 9.836 | 7.160 |
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Passive latente Steuern: | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | -1.593 | -1.558 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | -51.612 | -44.575 |
| Sachanlagen | -2.577 | -2.958 |
| Sonstige | -255 | -366 |
| -56.037 | -49.457 | |
| Saldierung | 13.296 | 11.144 |
| -42.741 | -38.313 |
In den aktiven Steuerlatenzen sind in den langfristigen Vermögenswerten Beträge für offene Siebentel aus steuerlichen Teilwertabschreibungen auf Beteiligungen gemäß § 12 Abs 3 Z 2 öKStG (österreichisches Körperschaftsteuergesetz) in Höhe von TEUR 2.309 (Vorjahr: TEUR 2.128) enthalten. Weiters sind in den aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge TEUR 3.991 enthalten, die aus einem künftig resultierenden Steuervorteil aus dem Liquidationsverlust der WP Suspension B.V. entstanden sind. Dieser kann ab Liquidationszeitpunkt über sieben Jahre verteilt geltend gemacht werden.
Die temporären Unterschiede im Posten "Immaterielle Vermögenswerte" resultieren im Wesentlichen aus den steuerlich nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten sowie aus quasipermanenten Unterschieden durch den Ansatz der Marke "KTM".
Zum 31.12.2016 (und im Vorjahr) war davon auszugehen, dass aufgrund der derzeit geltenden steuerlichen Bestimmungen die insbesondere aus einbehaltenen Gewinnen bzw. nicht abgedeckten Verlusten resultierenden Unterschiede zwischen steuerlichem Beteiligungsansatz und anteiligem Eigenkapital der in den IFRS-Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen (Outside-basis Differences) in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben bzw. die Umkehrung der Unterschiede vom Konzern gesteuert werden kann.
Weiters war davon auszugehen, dass die Unterschiede zwischen dem steuerlichen Beteiligungsansatz und dem Buchwert der nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen (Outside-basis Differences) in absehbarer Zeit steuerfrei bleiben bzw. die Umkehrung der Unterschiede vom Konzern gesteuert werden kann.
In Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen und nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen wurden gemäß IAS 12.39 für zu versteuernde temporäre Differenzen in der Höhe von TEUR 244.549 (Vorjahr: TEUR 197.253) keine latenten Steuerabgrenzungen gebildet.
Die latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Latente Steuern (netto) am 1.1. | -31.153 | -15.670 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -78 | 0 |
| Erfolgswirksam erfasste latente Steuern | -3.190 | -14.198 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern | 1.274 | -1.606 |
| Fremdwährung | 242 | 321 |
| Latente Steuern (netto) am 31.12. | -32.905 | -31.153 |
Die Aktienanzahl der KTM Industries AG beträgt 225.386.742 Stück. Im laufenden Geschäftsjahr 2016 wurden die gesamten eigenen Aktien in Höhe von 61.030 Stück verkauft. Zum Stichtag 31.12.2016 hält die KTM Industries AG keine eigenen Aktien. Das Ergebnis je Aktie betrug im laufenden Geschäftsjahr 2016 € 0,23 (Vorjahr: € 0,13).
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Ergebnis - Eigentümer des Mutterunternehmens (in TEUR) | 52.080 | 30.009 |
| Gesamt Aktienanzahl (Stück) | 225.386.742 | 225.386.742 |
| abzüglich Eigener Aktien (Stück) | 0 | -61.030 |
| 225.386.742 | 225.325.712 | |
| Unverwässertes (=verwässertes) Ergebnis je Aktie (EUR) | 0,23 | 0,13 |
Die Aufgliederung der Sachanlagen und seine Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 sowie im Geschäftsjahr 2015 werden in den folgenden Tabellen dargestellt:
| Grund stücke |
Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten: |
||||||
| Stand am 1.1.2016 | 18.296 | 177.072 | 270.780 | 80.742 | 22.765 | 569.655 |
| Währungsumrechnung | 4 | 48 | -274 | 426 | 13 | 217 |
| Zu-/Abgänge auf Grund Ände rung Konsolidierungskreis |
4.066 | 22.800 | 27 | 291 | 0 | 27.184 |
| Zugänge | 1.038 | 10.224 | 18.811 | 12.364 | 32.285 | 74.722 |
| Umbuchungen | 0 | 19.655 | 11.048 | 2.465 | -33.292 | -124 |
| Abgänge | -1.029 | -33.645 | -5.803 | -5.027 | -486 | -45.990 |
| Stand am 31.12.2016 | 22.375 | 196.154 | 294.589 | 91.261 | 21.285 | 625.664 |
| Grund stücke |
Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen |
und Geschäfts ausstattung |
Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||||
| Kumulierte Abschreibungen: | ||||||
| Stand am 1.1.2016 | 64 | 47.760 | 191.823 | 55.552 | 0 | 295.199 |
| Währungsumrechnung | 2 | -33 | -164 | 395 | 0 | 200 |
| Zu-/Abgänge auf Grund Änderung Konsolidierungskreis |
0 | 798 | 23 | 128 | 0 | 949 |
| Zugänge | 0 | 6.799 | 25.662 | 10.218 | 0 | 42.679 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 69 | -71 | 0 | -2 |
| Abgänge | 0 | -6.395 | -5.527 | -4.656 | 0 | -16.578 |
| Stand am 31.12.2016 | 66 | 48.929 | 211.886 | 61.566 | 0 | 322.447 |
| Buchwert: | ||||||
| Stand am 31.12.2016 | 22.309 | 147.225 | 82.703 | 29.695 | 21.285 | 303.217 |
| Stand am 31.12.2015 | 18.232 | 129.312 | 78.957 | 25.190 | 22.765 | 274.456 |
| Grund stücke |
Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
| in TEUR | ||||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten: |
||||||
| Stand am 1.1.2015 | 17.300 | 147.259 | 143.687 | 191.784 | 24.359 | 524.389 |
| Währungsumrechnung | 11 | 935 | 1.724 | 1.311 | 34 | 4.015 |
| Abgänge aufgrund Ausweis als zur Veräußerung gehaltenes Vermögen |
-187 | -347 | -892 | 0 | 0 | -1.426 |
| Zu-/Abgänge auf Grund Änderung Konsolidierungskreis |
0 | 0 | -3.674 | -344 | -714 | -4.732 |
| Zugänge | 1.302 | 19.702 | 18.068 | 12.276 | 27.634 | 78.982 |
| Umbuchungen | 0 | 12.967 | 122.130 | -106.733 | -28.366 | -2 |
| Abgänge | -130 | -3.444 | -10.263 | -17.552 | -182 | -31.571 |
| Stand am 31.12.2015 | 18.296 | 177.072 | 270.780 | 80.742 | 22.765 | 569.655 |
| Kumulierte Abschreibungen: | ||||||
| Stand am 1.1.2015 | 61 | 42.093 | 96.576 | 146.244 | 44 | 285.018 |
| Währungsumrechnung | 2 | 340 | 1.353 | 970 | 0 | 2.665 |
| Abgänge aufgrund Ausweis als zur Veräußerung gehaltenes |
0 | -28 | -543 | 0 | 0 | -571 |
Betriebs-
Geleistete
Vermögen
| Grund stücke |
Gebäude | Technische Anlagen und Maschinen |
Betriebs und Geschäfts ausstattung |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||||
| Zu-/Abgänge auf Grund Änderung Konsolidierungskreis |
0 | 0 | -1.132 | -209 | -44 | -1.385 |
| Zugänge | 1 | 5.772 | 22.564 | 9.015 | 0 | 37.352 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 83.202 | -83.202 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | -417 | -10.197 | -17.266 | 0 | -27.880 |
| Stand am 31.12.2015 | 64 | 47.760 | 191.823 | 55.552 | 0 | 295.199 |
| Buchwert: | ||||||
| Stand am 31.12.2015 | 18.232 | 129.312 | 78.957 | 25.190 | 22.765 | 274.456 |
| Stand am 31.12.2014 | 17.239 | 105.166 | 47.111 | 45.540 | 24.315 | 239.371 |
Die Buchwertabgänge bei den Gebäuden im Geschäftsjahr 2016 betreffen im Wesentlichen die Auflösung des Finanzierungsleasings im Zusammenhang mit dem KTM Logistikzentrum in Höhe von TEUR 26.043. Dem gegenüber stehen Netto-Zugänge aus Konsolidierungskreisänderungen in Höhe von TEUR 26.068 aus der Erstkonsolidierung der KTM Logistikzentrum GmbH.
In den Zugängen zu Gebäuden sind Investitionen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 14.588) und zu Technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von TEUR 1.291 (Vorjahr: TEUR 0) als Zugänge aus Finanzierungsleasingverhältnissen enthalten, welche im Geschäftsjahr 2016 nicht zahlungswirksam waren. Für weitere Details verweisen wir auf Punkt 34. Leasingverhältnisse
Weiters sind in den Anlagenzugängen zu den Sachanlagen Investitionen in Höhe von TEUR 7.674 (Vorjahr: TEUR 8.755) enthalten, die zum Abschlussstichtag noch nicht zahlungswirksam waren.
Im Geschäftsjahr 2015 wurden Umbuchungen zwischen Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung vorgenommen. Der Ausweis von Maschinen, welche für Produktionszwecke verwendet werden, erfolgt nun nach konzerneinheitlichen Vorgaben unter Maschinen.
Die aktivierten Firmenwerte in Höhe von TEUR 117.732 (Vorjahr: TEUR 117.724) setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| KTM-Gruppe | 94.142 | 94.096 |
| Pankl-Gruppe | 22.630 | 22.668 |
| WP-Gruppe | 960 | 960 |
| 117.732 | 117.724 |
Die ausgewiesenen Firmenwerte werden gemäß IAS 36 "Wertminderungen" nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich auf ihre Werthaltigkeit getestet. Hinsichtlich der Berechnungsmethode wird auf den Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.
Die Aufgliederung der immateriellen Vermögenswerte und seine Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 sowie im Geschäftsjahr 2015 werden in den folgenden Tabellen dargestellt:
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
Kundenstamm, Markenwerte Selbsterstellte immaterielle Vermögens werte |
Firmenwert | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten: |
|||||
| Stand am 1.1.2016 | 40.134 | 234.730 | 140.545 | 11.592 | 427.001 |
| Währungsumrechnung | 145 | -57 | -286 | 0 | -198 |
| Zu-/Abgänge auf Grund Än derung Konsolidierungskreis |
311 | 0 | 269 | 0 | 580 |
| Zugänge | 10.166 | 57.840 | 242 | 1.442 | 69.690 |
| Umbuchungen | 11.716 | 0 | 0 | -11.590 | 126 |
| Abgänge | -7.862 | -37.743 | 0 | 0 | -45.605 |
| Stand am 31.12.2016 | 54.610 | 254.770 | 140.770 | 1.444 | 451.594 |
| Kumulierte Abschreibungen: |
|||||
| Stand am 1.1.2016 | 22.176 | 56.475 | 22.821 | 0 | 101.472 |
| Währungsumrechnung | 111 | -56 | -25 | 0 | 30 |
| Zu-/Abgänge auf Grund Än derung Konsolidierungskreis |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 6.619 | 26.822 | 242 | 0 | 33.683 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | -7.854 | -37.743 | 0 | 0 | -45.597 |
| Stand am 31.12.2016 | 21.052 | 45.498 | 23.038 | 0 | 89.588 |
| Buchwert: | |||||
| Stand am 31.12.2016 | 33.558 | 209.272 | 117.732 | 1.444 | 362.006 |
| Stand am 31.12.2015 | 17.958 | 178.255 | 117.724 | 11.592 | 325.529 |
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
Kundenstamm, Markenwerte Selbsterstellte immaterielle Vermögens werte |
Firmenwert | Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
Summe | |
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | |||||
| Anschaffungs- und Herstellungskosten: |
|||||
| Stand am 1.1.2015 | 40.617 | 223.418 | 140.089 | 5.343 | 409.467 |
| Währungsumrechnung | 205 | 50 | 539 | 0 | 794 |
| Zu-/Abgänge auf Grund Än derung Konsolidierungskreis |
-408 | -840 | -83 | 0 | -1.331 |
| Zugänge | 4.142 | 43.469 | 0 | 6.363 | 53.974 |
| Umbuchungen | 116 | 0 | 0 | -114 | 2 |
| Abgänge | -4.538 | -31.367 | 0 | 0 | -35.905 |
| Stand am 31.12.2015 | 40.134 | 234.730 | 140.545 | 11.592 | 427.001 |
| Kumulierte Abschreibungen: |
|||||
| Stand am 1.1.2015 | 22.174 | 64.531 | 22.828 | 0 | 109.533 |
| Währungsumrechnung | 63 | 43 | -7 | 0 | 99 |
| Zu-/Abgänge auf Grund Än derung Konsolidierungskreis |
-159 | -578 | 0 | 0 | -737 |
| Zugänge | 4.340 | 23.879 | 0 | 0 | 28.219 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | -4.242 | -31.400 | 0 | 0 | -35.642 |
| Stand am 31.12.2015 | 22.176 | 56.475 | 22.821 | 0 | 101.472 |
| Buchwert: | |||||
| Stand am 31.12.2015 | 17.958 | 178.255 | 117.724 | 11.592 | 325.529 |
| Stand am 31.12.2014 | 18.443 | 158.887 | 117.261 | 5.343 | 299.934 |
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 57.840 (Vorjahr: TEUR 43.469) aktiviert. Im Posten "Immaterielle Vermögenswerte" sind zum 31.12.2016 Entwicklungskosten mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 145.286 (Vorjahr: TEUR 113.296) enthalten. Die Abschreibungsdauer wurde entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von fünf Jahren festgelegt.
Weiters ist, unverändert zum Vorjahr, in den immateriellen Vermögenswerten die Marke "KTM", die im Rahmen der Erstkonsolidierung dieser Gruppe in Höhe von TEUR 60.000 angesetzt und im Geschäftsjahr 2010 aufgrund einer Abschlagszahlung an die Firma KTM Kühler GmbH, Mattighofen, um TEUR 1.103 erhöht wurde, mit einem Wert von TEUR 61.103 enthalten, die einer unbestimmbaren Nutzungsdauer unterliegt und demgemäß einem jährlichen Impairment-Test unterzogen wird, welcher zu keinem Wertberichtigungsbedarf geführt hat. Hinsichtlich der Berechnungsmethode wird auf den Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verwiesen.
Die KTM AG hat mit Übertragungsvereinbarung vom 17.9.2013 das Lizenzrecht für die Nutzung der Marke "Husqvarna" von der Pierer Industrie AG um TEUR 10.000 erworben. Das Lizenzrecht wird planmäßig über die Restnutzungsdauer von 11 Jahren abgeschrieben.
In den Anlagenzugängen zu den immateriellen Vermögenswerten sind Investitionen in Höhe von TEUR 1.051 enthalten, die zum Abschlussstichtag nicht zahlungswirksam waren (Vorjahr: TEUR 1.153).
Entwicklungskosten eines nicht nutzungsbereiten Vermögenswertes in Höhe von TEUR 214 (Vorjahr: TEUR 715) wurden aufgrund der Einstellung des Projektes wertgemindert. Weiters wurde ein nutzungsbereites Projekt aufgrund geänderter Annahmen in der Absatzplanung und daraus resultierender fehlender Werthaltigkeit um TEUR 2.663 (Vorjahr: TEUR 912) wertgemindert.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, werden einzeln als unwesentlich betrachtet.
In den assoziierten Unternehmen sind Minderheitsbeteiligungen an der KTM New Zealand Ltd., Auckland, Neuseeland, der KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate, KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc., Philippinen, sowie Anteile an der Kiska GmbH, Anif, und der Mattighofen Museums-Immobilien GmbH, Mattighofen, enthalten.
Die KTM New Zealand Ltd. und die KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC fungieren als Generalimporteure für die Produkte der Marken KTM und Husqvarna in den jeweiligen Märkten.
Die Kiska GmbH ist ein Designunternehmen, welches Leistungen im Bereich Entwicklung und Design erbringt.
Der Bilanzstichtag der Kiska GmbH ist der 31. März bzw. der KTM New Zealand Ltd. der 30. Juni. Die Stichtage wurden bei der Gründung der Unternehmen bzw. vor dem Erwerb der Beteiligungen festgelegt. Eine Änderung des Abschlussstichtags wird aufgrund von Wesentlichkeitsüberlegungen nicht angestrebt. Zum Zwecke der Bilanzierung nach der Equity-Methode wurde jeweils ein ungeprüfter Zwischenabschluss zum 31. Dezember herangezogen.
Die KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc. wurde im Juni 2016 gemeinsam mit dem Partner Ayala Corp. gegründet. Die Beteiligung der KTM-Gruppe beträgt 26%. Die Gesellschaft wird ab Mitte 2017 die CKD (Completely-Knocked-Down) Assemblierung für KTM-Motorräder auf den Philippinen beginnen. Zum 31.12.2016 war die Gesellschaft noch nicht operativ tätig, es fielen lediglich unwesentliche Aufwendungen für den Ausbau der Gesellschaft an und es wurden noch keine Umsatzerlöse erzielt. Daher wird zum laufenden Bilanzstichtag auf die Übernahme des Equity-Ergebnisses verzichtet.
Die nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen enthalten auch die Beteiligung an der Mattighofen Museums-Immobilien GmbH in Höhe von TEUR 2.349 (Vorjahr: TEUR 49), die aufgrund ihrer Tätigkeit als reine Projektgesellschaft (Bau der KTM-Welt) fungiert und keine operativen Ergebnisse erwirtschaftet.
Die Wethje-Gruppe wird aufgrund des Beteiligungsausmaßes zum 31.12.2016 von 17,97% (Vorjahr: 49,00%) nicht mehr nach der Equity-Methode bilanziert. Die Wethje-Gruppe entwickelt und produziert Carbon-Composite Bauteile für den automotiven Bereich sowie für die Luft- & Raumfahrtindustrie.
Die Buchwerte haben sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt entwickelt:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Beteiligungsbuchwert Stand 1.1. | 3.968 | 6.868 |
| Anteiliges Jahresergebnis | 393 | -1.565 |
| Wertberichtigung Wethje Gruppe | 0 | -1.286 |
| Ausschüttung | -116 | -78 |
| Fremdwährungsumrechnung im sonstigen Ergebnis | 11 | -5 |
| Erwerb von Anteilen | 2.959 | 94 |
| Abgang von Anteilen | -903 | -60 |
| Beteiligungsbuchwert Stand 31.12. | 6.312 | 3.968 |
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Nicht konsolidierte Tochterunternehmen und nicht nach der Equity-Methode | 2.236 | 17.906 |
| bilanzierte Finanzanlagen | ||
| Ausleihungen | 1.970 | 2.045 |
| Übrige langfristige Vermögenswerte | 6.443 | 6.409 |
| 10.649 | 26.360 |
Die Veränderung der Buchwerte nicht konsolidierter Tochterunternehmen resultiert im Wesentlichen aufgrund der Erstkonsolidierung der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH (siehe auch Punkt 3.1.).
Die Anteile an den nicht konsolidierten Unternehmen stellen einen finanziellen Vermögenswert an einem Eigenkapitalinstrument dar, der gemäß IAS 39 bewertet und aufgrund der fehlenden Marktgängigkeit mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt wird.
Die Buchwerte der nicht konsolidierten Tochterunternehmen sowie Ausleihungen haben sich in den Geschäftsjahren 2016 und 2015 wie folgt entwickelt:
| Stand am 1.1.2016 |
Zugänge | Fremd währungs umrechnung |
Wert berichtigung |
Abgänge | Stand am 31.12.2016 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||||
| Nicht konsolidierte Tochter unternehmen und nicht nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen |
17.906 | 1.239 | 0 | -2.885 | -14.024 | 2.236 |
| Ausleihungen | 2.045 | 76 | 67 | 0 | -218 | 1.970 |
| 19.951 | 1.315 | 67 | -2.885 | -14.242 | 4.206 |
| 120 | KTM Industries-Gruppe | Aktie & Corporate Governance | Konzernlagebericht | Konzernabschluss |
|---|---|---|---|---|
| ----- | ----------------------- | ------------------------------ | -------------------- | ------------------ |
| Stand am 1.1.2015 |
Zugänge | Fremd währungs umrechnung |
Wert berichtigung |
Abgänge | Stand am 31.12.2015 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||||
| Nicht konsolidierte Tochter unternehmen und nicht nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen |
19.886 | 587 | -1 | -2.541 | -25 | 17.906 |
| Ausleihungen | 1.993 | 0 | 225 | 0 | -173 | 2.045 |
| 21.879 | 587 | 224 | -2.541 | -198 | 19.951 |
Die übrigen langfristigen Vermögenswerte setzten sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Kaufpreisforderung Wethje | 3.660 | 3.634 |
| Kaufpreisforderung Durmont | 1.440 | 1.440 |
| Langfristiger Kaufpreisanteil Durmont | 960 | 960 |
| Sonstiges | 383 | 375 |
| 6.443 | 6.409 |
Beim Verkauf der Mehrheit an der Wethje-Gruppe 2014 wurde gleichzeitig eine Put-/Call-Option über den Verkauf weiterer 23% der Anteile abgeschlossen. In 2015 wurde beim Verkauf der Anteile an der AGM Durmont Austria GmbH (vormals: Durmont Teppichbodenfabrik GmbH), über die bei der KTM Industries AG verbleibenden 24% der Anteile, ebenfalls eine Put-/Call-Option abgeschlossen. Beide Optionen sind aufgrund ihrer Ausgestaltung im Konzernabschluss zum 31.12.2016 als langfristige Forderung bilanziert.
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 73.275 | 60.370 |
| Unfertige Erzeugnisse | 44.353 | 36.861 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 134.358 | 145.447 |
| 251.986 | 242.678 | |
| Vorratsbestand brutto | 282.300 | 272.160 |
| - Wertberichtigungen | -30.314 | -29.482 |
| Vorratsbestand netto | 251.986 | 242.678 |
Der Buchwert der auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert abgewerteten Vorräte beläuft sich auf TEUR 96.896 (Vorjahr: TEUR 114.159).
Die Wertberichtigungen auf Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | |
|---|---|
| in TEUR | |
| Stand am 1.1.2015 | 2.148 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 10 |
| Währungsumrechnung | 44 |
| Zuführungen | 719 |
| Verbrauch | -273 |
| Auflösungen | -122 |
| Stand am 31.12.2015 = 1.1.2016 | 2.526 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 |
| Währungsumrechnung | -18 |
| Zuführungen | 2.523 |
| Verbrauch | -572 |
| Auflösungen | -281 |
| Stand am 31.12.2016 | 4.178 |
Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen TEUR 299 (Vorjahr: TEUR 340).
Die kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Forderungen aus derivativen Finanzinstrumenten | 3.169 | 3.573 |
| Wertpapiere | 3.567 | 1.636 |
| Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen | 4.660 | 5.930 |
| Förderungen | 6.864 | 4.575 |
| Asset Backed Securities Finanzierungen (ABS) | 2.722 | 2.842 |
| Kaufpreisforderung Peguform | 20.318 | 0 |
| Sonstige | 9.023 | 6.423 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 50.323 | 24.979 |
| Forderungen gegenüber Finanzämtern | 8.377 | 7.535 |
| Anzahlungen auf Vorräte und sonstige Vorauszahlungen | 10.598 | 7.963 |
| Sonstige | 2.949 | 2.320 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | 21.924 | 17.818 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 72.247 | 42.797 |
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Festgelder in Höhe von TEUR 251.578 (Vorjahr: TEUR 135.124).
Das in der KTM Industries AG bestehende Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt TEUR 56.500 wurde im Dezember 2016 mit Wirkung zum 16. Jänner 2017 in Höhe von TEUR 32.000 aufgekündigt. Aufgrund einer abgeschlossenen Aufrechnungsvereinbarung mit den Darlehensgebern wurde das gekündigte Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 32.000 mit bestehenden Bankguthaben per 31. Dezember 2016 saldiert dargestellt. Bezüglich weiterer Informationen verweisen wir auf Punkt 26. Finanzverbindlichkeiten.
In diesem Posten waren im Vorjahr (Stichtag 31.12.2015) ein Grundstück inklusive Gebäude mit TEUR 506 sowie ein Prüfstand in Höhe von TEUR 349 erfasst. Die Vermögenswerte wurden zur Gänze im 1. Quartal 2016 verkauft.
Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr 2016 und im Geschäftsjahr 2015 ist auf Seite 88-89 dargestellt.
Das Grundkapital zum 31.12.2016 beträgt EUR 225.386.742 und ist zerlegt in 225.386.742 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert.
Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse sowie seit November 2016 auch an der SIX Swiss Exchange in Zürich. Die Schweizer Börse SIX soll zur Hauptbörse für die KTM Industries-Aktien werden, welche aber weiterhin zusätzlich an der Wiener Börse handelbar sind.
Die Aktien gewähren die gewöhnlichen nach dem österreichischen Aktiengesetz den Aktionären zustehenden Rechte. Dazu zählt das Recht auf die Auszahlung der in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende sowie das Recht auf Ausübung des Stimmrechtes in der Hauptversammlung. Alle Anteile wurden voll eingezahlt. Das im Konzernabschluss ausgewiesene Grundkapital entspricht dem Ausweis im Einzelabschluss der KTM Industries AG.
Im Juli 2016 wurde eine ewige Anleihe (Perpetual Bond) der KTM Industries AG in Höhe von TEUR 40.000 begeben. Im Dezember 2016 wurde die Nominale um TEUR 20.000 auf ein Emissionsvolumen von insgesamt TEUR 60.000 aufgestockt. Die Anleihe wird als Eigenkapital ausgewiesen, da das Kapital der KTM Industries AG unbeschränkt zur Verfügung steht und auch kein Kündigungsrecht seitens der Anleihegläubiger besteht. Im Sinne von IAS 32.20 besteht auch keine faktische Rückzahlungsverpflichtung. Die daraus resultierende Eigenmittelerhöhung im Geschäftsjahr 2016 beträgt TEUR 60.000.
Der Perpetual Bond ist als nicht besicherte Teilschuldverschreibung, die nachrangig zu allen gegenwärtigen oder künftigen nicht besicherten, nicht nachrangigen Verbindlichkeiten der KTM Industries AG ausgestattet. Zinsen müssen von der KTM Industries AG nur ausbezahlt werden, wenn eine Dividende oder eine andere Ausschüttung an die Aktionäre beschlossen wird, andere nachrangige Verbindlichkeiten oder Gesellschafterdarlehen getilgt werden oder Zinsen auf Gesellschafterdarlehen gezahlt werden.
Die Rücklagen des Konzerns enthalten die eigenmittelwirksamen Buchungen aus der Kapitalkonsolidierung und sonstigen erfolgsneutralen Eigenmittelbuchungen einschließlich der Neubewertung von Finanzanlagen sowie das Ergebnis des Geschäftsjahres. In der Rücklage nach IAS 39 ist die Cash-flow-Hedge-Rücklage enthalten.
Die Cash-flow-Hedge-Rücklage einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter (nach Steuern) hat sich wie folgt entwickelt:
| Stand am 31.12.2016 | -2.686 |
|---|---|
| Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung - Erfassung im operativen Ergebnis | -1.619 |
| Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung - Erfassung im Finanzergebnis | 858 |
| Effektiver Anteil der Fair-Value Änderungen von Cash-flow-Hedges | -2.356 |
| Stand am 31.12.2015 | 431 |
| Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung - Erfassung im operativen Ergebnis | 1.904 |
| Umbuchung vom Konzerneigenkapital in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung - Erfassung im Finanzergebnis | 1.242 |
| Effektiver Anteil der Fair-Value Änderungen von Cash-flow-Hedges | 1.302 |
| Stand am 1.1.2015 | -4.017 |
| in TEUR |
Die IAS 19 Rücklage beinhaltet versicherungsmathematische Verluste aus Abfertigungsrückstellungen. Die IAS 19 Rücklage beträgt einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter zum 31.12.2016 TEUR -6.521 (Vorjahr: TEUR -5.730).
Die Rücklagen aus Währungsdifferenzen umfassen alle Kursdifferenzen, die aus der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse von konsolidierten Tochterunternehmen entstanden sind. Die Nettoinvestitionen in ausländische Tochterunternehmen umfassen neben dem Beteiligungsansatz folgende langfristige Darlehen:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | Währung | |
|---|---|---|---|
| Kreditbetrag in Tausend | |||
| Pankl Racing Systems UK Ltd. | 1.615 | 1.615 | GBP |
| CP-CARRILLO, Inc. | 1.069 | 1.069 | USD |
| Pankl Holdings, Inc. | 16.550 | 16.550 | USD |
| KTM North America, Inc. | 3.863 | 3.863 | USD |
Da die Rückzahlung in absehbarer Zeit weder geplant noch wahrscheinlich ist, werden Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung im sonstigen Ergebnis erfasst.
Die Rücklage für die eigenen Anteile des Unternehmens umfasst die Anschaffungskosten der vom Konzern gehaltenen Anteile des Unternehmens. Am 31. Dezember 2016 hielt der Konzern keine Anteile an der KTM Industries AG (31.12.2015: 61.030 Aktien). Im Geschäftsjahr 2016 wurden die gesamten eigenen Anteile verkauft.
Das Sonstige Ergebnis nach Steuern entwickelte sich im Konzerneigenkapital wie folgt:
| 2016 | Rücklage nach IAS 39 |
IAS 19 Rücklage für versicherungs mathematische Verluste |
Ausgleichs posten Währungs umrechnung |
Gesamt | Anteile nicht be herrschender Gesellschafter |
Konzern eigen kapital Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||||
| Währungsumrech nungsdifferenzen |
0 | 0 | -1.040 | -1.040 | 1.460 | 420 |
| Absicherung von Zahlungsströmen |
-1.602 | 0 | 0 | -1.602 | -1.515 | -3.117 |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen |
0 | -567 | 0 | -567 | -224 | -791 |
| -1.602 | -567 | -1.040 | -3.209 | -279 | -3.488 | |
| 2015 | ||||||
| in TEUR | ||||||
| Währungsumrech nungsdifferenzen |
0 | 0 | 1.156 | 1.156 | 1.534 | 2.690 |
| Absicherung von Zahlungsströmen |
2.317 | 0 | 0 | 2.317 | 2.131 | 4.448 |
| Neubewertung der Nettoschuld aus leistungsorientierten Versorgungsplänen |
0 | 143 | 0 | 143 | -44 | 99 |
| 2.317 | 143 | 1.156 | 3.616 | 3.621 | 7.237 |
Die Minderheitsanteile umfassen die Anteile Dritter am Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen.
| 2016 | KTM AG | WP AG | Pankl Racing Systems AG |
Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozentsatz nicht beherrschender | 48,33% | 11,74% | 5,47% | ||
| Anteile zum Stichtag | |||||
| in TEUR | |||||
| Umsatzerlöse | 1.141.819 | 166.106 | 185.991 | ||
| Gewinn | 72.108 | 14.310 | 8.925 | ||
| Sonstiges Ergebnis | -2.593 | -137 | -731 | ||
| Gesamtergebnis | 69.515 | 14.173 | 8.194 | ||
| Nicht beherrschenden Anteilen | 34.899 | 1.692 | 341 | 0 | 36.932 |
| zugeordneter Gewinn | |||||
| Nicht beherrschenden Anteilen | -1.244 | -40 | 1.005 | 0 | -279 |
| zugeordnetes Sonstiges Ergebnis |
| 2016 | KTM AG | WP AG | Pankl Racing Systems AG |
Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozentsatz nicht beherrschender Anteile zum Stichtag |
48,33% | 11,74% | 5,47% | ||
| in TEUR | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 438.261 | 57.632 | 99.115 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 540.636 | 42.337 | 95.698 | ||
| Langfristige Schulden | -281.524 | -27.854 | -55.171 | ||
| Kurzfristige Schulden | -348.081 | -23.564 | -60.228 | ||
| Nettovermögen | 349.292 | 48.551 | 79.414 | ||
| Buchwert der nicht | 169.027 | 6.338 | 5.286 | 0 | 180.651 |
| beherrschenden Anteile | |||||
| Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit |
165.590 | 2.583 | 21.925 | ||
| Cashflows aus der Investitionstätigkeit | -146.752 | -4.435 | -21.437 | ||
| Cashflows aus der | 99.261 | -4.274 | 1.318 | ||
| Finanzierungstätigkeit | |||||
| Veränderung der Zahlungsmittel | 118.099 | -6.126 | 1.806 | ||
| Dividenden an nicht beherrschende Anteile |
10.542 | 8 | 640 | 0 | 11.190 |
| 2015 | KTM AG | WP AG | Pankl Racing Systems AG |
Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozentsatz nicht beherrschender | 48,72% | 10,52% | 44,15% | ||
| Anteile zum Stichtag | |||||
| in TEUR | |||||
| Umsatzerlöse | 1.022.487 | 144.583 | 173.638 | ||
| Gewinn | 63.934 | 7.184 | 6.674 | ||
| Sonstiges Ergebnis | 4.832 | 258 | 2.147 | ||
| Gesamtergebnis | 68.766 | 7.442 | 8.821 | ||
| Nicht beherrschenden Anteilen | 31.128 | 744 | 3.101 | 0 | 34.973 |
| zugeordneter Gewinn | |||||
| Nicht beherrschenden Anteilen | 2.362 | 26 | 1.233 | 0 | 3.621 |
| zugeordnetes Sonstiges Ergebnis | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 370.496 | 49.690 | 91.970 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | 399.680 | 43.283 | 91.941 | ||
| Langfristige Schulden | -269.695 | -29.089 | -73.051 | ||
| Kurzfristige Schulden | -199.353 | -26.609 | -27.760 | ||
| Nettovermögen | 301.128 | 37.275 | 83.100 | ||
| Buchwert der nicht beherrschenden Anteile |
146.719 | 3.898 | 39.330 | 0 | 189.947 |
| 2015 | KTM AG | WP AG | Pankl Racing Systems AG |
Sonstige | Gesamt |
|---|---|---|---|---|---|
| Prozentsatz nicht beherrschender Anteile zum Stichtag |
48,72% | 10,52% | 44,15% | ||
| in TEUR | |||||
| Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit |
118.104 | 11.713 | 16.541 | ||
| Cashflows aus der Investitionstätigkeit | -94.302 | -8.123 | -11.333 | ||
| Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit |
27.367 | -8.075 | -9.747 | ||
| Veränderung der Zahlungsmittel | 51.169 | -4.485 | -4.539 | ||
| Dividenden an nicht beherrschende Anteile |
8.012 | 300 | 1.127 | 0 | 9.439 |
Die Zielsetzung des Konzerns ist es, eine starke Kapitalstruktur beizubehalten, um das Vertrauen der Anleger, Gläubiger und der Märkte zu wahren und die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sicherzustellen. Der Vorstand überwacht regelmäßig die Kapitalrendite sowie die Höhe der Dividenden, die an die Halter der Stammaktien ausgeschüttet werden.
Die Strategie der KTM Industries-Gruppe zielt darauf ab, dass die KTM Industries AG und die anderen Konzerngesellschaften eine den lokalen Anforderungen entsprechende Eigenkapitalausstattung haben. Einige Darlehensverträge enthalten Financial Covenants, hinsichtlich Eigenkapitalquote und dynamischer Verschuldung (Nettoverschuldung geteilt durch EBITDA), deren Nichteinhaltung zu einer vorzeitigen Rückzahlung der Finanzverbindlichkeiten führen würde. Im Berichtsjahr wurden alle Financial Covenants erfüllt.
Das Management verwendet zur Steuerung das Eigenkapital, Bilanzsumme und EBITDA nach IFRS.
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Eigenkapital | 454.937 | 386.616 |
| Bilanzsumme | 1.391.759 | 1.175.947 |
| Eigenkapitalquote | 32,7% | 32,9% |
Neben der Eigenkapitalquote wird die Kennzahl "Gearing" (Verhältnis der Nettoverschuldung zum Eigenkapital) sowie die Kennzahl "dynamische Verschuldung" (Verhältnis Nettoverschuldung zum EBITDA) für die Überwachung des Kapitals verwendet. Die Nettoverschuldung definiert sich dabei aus verzinslichen Anleihen und Krediten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie sonstigen verzinslichen Schulden abzüglich Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Die Zielsetzung liegt dabei in der langfristigen Liquiditätssicherung, der effizienten Inanspruchnahme von Fremdfinanzierungen sowie der finanziellen Risikobegrenzung bei gleichzeitiger Optimierung der Rendite.
Die Nettoverschuldung stellt sich wie folgt dar:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 425.475 | 465.224 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 190.700 | 57.343 |
| 616.175 | 522.567 | |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | -251.578 | -135.124 |
| Nettoverschuldung | 364.597 | 387.443 |
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| in TEUR | ||
| Eigenkapital | 454.937 | 386.616 |
| Nettoverschuldung | 364.597 | 387.443 |
| Gearing | 80,1% | 100,2% |
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| in TEUR | ||
| Nettoverschuldung | 364.597 | 387.443 |
| EBITDA | 198.437 | 178.424 |
| Dynamische Verschuldung | 1,8 | 2,2 |
Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 18% erhöht. Das über den Abschreibungen liegende Investitionsniveau führte im Geschäftsjahr 2016 zu einer Steigerung der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte. Das von der KTM AG im Juni 2016 platzierte Schuldscheindarlehen mit einem Emissionsvolumen von TEUR 120.000 zur Refinanzierung der im April 2017 fälligen Anleihe führte zum Bilanzstichtag zu einem erhöhten Bestand an Zahlungsmitteln.
Das Eigenkapital wurde zum einen durch das Periodenergebnis in Höhe von TEUR 89.012 und der Ausgabe eines Perpetual Bonds in Höhe von TEUR 60.000 erhöht, andererseits führten die Erwerbe von nicht beherrschenden Anteilen an Tochterunternehmen von insgesamt TEUR 58.995 sowie Dividenden in Höhe von TEUR 17.950 zu einer Verringerung des Eigenkapitals. Insgesamt erhöhte sich das Eigenkapital zum Vorjahr um TEUR 68.321. Aufgrund des deutlichen Anstiegs der Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapital-Quote jedoch minimal um 0,2 Prozentpunkte auf 32,7%.
Aufgrund der niedrigeren Nettoverschuldung (-5,9% zu Vorjahr) und des deutlich angestiegenen operativen Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von TEUR 20.013 gegenüber dem Vorjahr reduzierte sich die "dynamische Verschuldung" von 2,2 auf 1,8. Das "Gearing" verringerte sich ebenfalls von 100,2% auf 80,1%.
| 31.12.2016 | 31.12.2016 | 31.12.2016 | 31.12.2016 | |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | Nominale | Buchwert | Laufzeit < 1 Jahr |
Laufzeit > 1 Jahr |
| Anleihen | ||||
| KTM AG | 83.100 | 83.061 | 83.061 | 0 |
| KTM Industries AG | 57.800 | 57.654 | 0 | 57.654 |
| Pankl Racing Systems AG | 10.000 | 9.985 | 9.985 | 0 |
| 150.900 | 150.700 | 93.046 | 57.654 | |
| Schuldscheindarlehen | 144.500 | 143.887 | 0 | 143.887 |
| Namensschuldverschreibung | 30.000 | 30.000 | 0 | 30.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 285.711 | 285.711 | 93.834 | 191.877 |
| Leasingverbindlichkeiten | 1.641 | 1.641 | 572 | 1.069 |
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | 4.236 | 4.236 | 3.248 | 988 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 616.988 | 616.175 | 190.700 | 425.475 |
| 31.12.2015 | 31.12.2015 | 31.12.2015 | 31.12.2015 | |
| in TEUR | Nominale | Buchwert | Laufzeit < 1 Jahr |
Laufzeit > 1 Jahr |
| Anleihen | ||||
| KTM AG | 85.000 | 84.845 | 0 | 84.845 |
| KTM Industries AG | 76.010 | 75.700 | 1.010 | 74.690 |
| Pankl Racing Systems AG | 10.000 | 9.962 | 0 | 9.962 |
| 171.010 | 170.507 | 1.010 | 169.497 | |
| Schuldscheindarlehen | 56.500 | 56.268 | 0 | 56.268 |
| Summe Finanzverbindlichkeiten | 523.302 | 522.567 | 57.343 | 465.224 |
|---|---|---|---|---|
| Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten | 5.616 | 5.616 | 3.788 | 1.828 |
| Leasingverbindlichkeiten | 22.504 | 22.504 | 1.207 | 21.297 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 237.672 | 237.672 | 51.338 | 186.334 |
| Namensschuldverschreibung | 30.000 | 30.000 | 0 | 30.000 |
| Nominale | Ausgabe | Laufzeit | Verzinsung | |
|---|---|---|---|---|
| KTM AG | 83.100 | April 2012 | 5 Jahre | 4,375% |
| KTM Industries AG | 57.800 | Oktober 2012 | 6 Jahre | 4,625% |
| Pankl Racing Systems AG | 10.000 | August 2013 | 4 Jahre | 3,250% |
Die KTM AG hat am 24.4.2012 eine Anleihe (ISIN: AT0000A0UJP7) mit einer Laufzeit von fünf Jahren, einem Volumen von TEUR 85.000 und einer Verzinsung von 4,375% erfolgreich platziert. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Anleihen in Höhe von TEUR 1.966 (Nominale TEUR 1.900) erworben.
Die KTM Industries AG hat im Oktober 2012 eine Anleihe in Höhe von TEUR 75.000 mit einer Laufzeit von 6 Jahren und einer Verzinsung von 4,625% (ISIN: AT0000A0WQ66) begeben. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Anleihe um TEUR 17.200 reduziert. Die Gesellschaft hat mit dem Rückkauf der Teilschuldverschreibungen ihre Kapitalmarktstruktur optimiert und ihre laufende Zinsbelastung gesenkt.
Die abgegrenzten Zinsaufwendungen sind in den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten.
Im Juni 2016 wurde von der KTM AG zur Refinanzierung der im April 2017 fälligen Anleihe ein Schuldscheindarlehen mit einem Emissionsvolumen von TEUR 120.000 und einer Laufzeit von fünf, sieben bzw. zehn Jahren platziert und führte zum Stichtag 31.12.2016 zu einem erhöhten Bestand an Zahlungsmitteln.
Die KTM Industries AG hat im Juli 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 56.500 und einer Laufzeit von fünf und sieben Jahren begeben. Mit Kündigungsschreiben vom 13. Dezember 2016 mit Wirkung zum 16. Jänner 2017 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 32.000, davon TEUR 25.500 mit Laufzeit 5 Jahren und TEUR 6.500 mit Laufzeit 7 Jahren, aufgekündigt. Mit 21. Dezember 2016 wurde eine Aufrechnungsvereinbarung mit den Darlehensgebern abgeschlossen, dass beide Parteien berechtigt sind, mit bestehenden, künftigen oder bedingten Ansprüchen und Forderungen aus und im Zusammenhang mit dem von der Darlehensgeberin der Darlehensnehmerin gewährten Schuldscheindarlehen einerseits und den bestehenden, künftigen oder bedingten Ansprüchen und Forderungen der Darlehensnehmerin gegenüber der Darlehensgeberin aus und im Zusammenhang mit dem Konto andererseits, aufzurechnen. Das gekündigte Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 32.000 wurde mit bestehenden Bankguthaben per 31. Dezember 2016 in Höhe von TEUR 32.000 in der Bilanz saldiert dargestellt.
Die anderen langfristigen Schulden setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Kautionen | 6.921 | 6.248 |
| Sonstige finanzielle Schulden | 3.652 | 0 |
| Andere langfristige finanzielle Schulden | 10.573 | 6.248 |
| Andere langfristige nicht finanzielle Schulden | 569 | 586 |
| Andere langfristige Schulden | 11.142 | 6.834 |
Die anderen kurzfristigen Schulden setzten sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Umsatzboni | 17.004 | 13.398 |
| Preisnachlässe | 3.757 | 8.818 |
| Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen | 3.556 | 3.770 |
| Verbindlichkeiten aus derivativen Finanzinstrumenten | 7.665 | 3.568 |
| Personalverbindlichkeiten | 4.667 | 3.519 |
| Sonstige finanzielle Schulden | 15.541 | 5.593 |
| Andere kurzfristige finanzielle Schulden | 52.190 | 38.666 |
| Personalverbindlichkeiten | 28.293 | 24.153 |
| Vorauszahlungen | 6.864 | 4.408 |
| Verbindlichkeiten Finanzämter | 4.448 | 4.367 |
| Sonstige nicht finanzielle Schulden | 1.204 | 3.692 |
| Andere kurzfristige nicht finanzielle Schulden | 40.809 | 36.620 |
| Andere kurzfristige Schulden | 92.999 | 75.286 |
Der Gesamtbetrag der eingetragenen Pfandrechte beläuft sich auf TEUR 95.323 (Vorjahr: TEUR 104.154) und gliedert sich wie folgt:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Sachanlagen | 82.750 | 89.051 |
| Forderungen | 12.573 | 15.103 |
| 95.323 | 104.154 |
Die zum 31. Dezember 2015 bestehenden Bürgschaftserklärungen und Haftungsgarantien gegenüber der Wethje-Gruppe und der AGM Durmont Austria GmbH (vormals: Durmont Teppichbodenfabrik GmbH) in Höhe von TEUR 13.967 sind im Geschäftsjahr 2016 ohne Inanspruchnahme erloschen.
Im Rahmen des Verkaufes der Peguform-Gruppe wurden von der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH Garantien in Höhe von maximal 15 % des Kaufpreises an den Käufer gegeben. Zum Bilanzstichtag des Vorjahres waren zwei Gewährleistungsfälle (Schiedsklage und Steuernachzahlung aus der Betriebsprüfung der SMP Deutschland GmbH) reklamiert. Als Eventualverbindlichkeit bestanden zum 31. Dezember 2015 TEUR 14.616. Im Februar 2017 wies das Schiedsgericht die Klage des Käufers als unbegründet ab. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 bestehen somit keine Eventualverbindlichkeiten im Zusammenhang mit der Schiedsklage.
Der Konzern bildet Rückstellungen für Garantien, Kulanzen und Reklamationen für bekannte, zu erwartende Einzelfälle. Die erwarteten Aufwendungen basieren vor allem auf früheren Erfahrungen.
Die Schätzung zukünftiger Aufwendungen ist zwangsläufig zahlreichen Unsicherheiten unterworfen, was zu einer Anpassung der gebildeten Rückstellungen führen könnte. Es ist nicht auszuschließen, dass die tatsächlichen Aufwendungen für diese Maßnahmen die hierfür gebildeten Rückstellungen in nicht vorhersehbarer Weise übersteigen. Insgesamt werden zum 31.12.2016 Rückstellungen für Garantien und Kulanzen in Höhe von TEUR 10.134 (Vorjahr: TEUR 8.834) bilanziert.
Die Rückstellungen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Stand am 1.1.2016 |
Währungs umrech nung |
Zu führungen |
Auf lösungen |
Ver brauch |
Ver änderung Konsolidie rungskreis |
Stand am 31.12.2016 |
|
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | |||||||
| Kurzfristige Rückstellungen: |
|||||||
| Rückstellungen für Garantien und Gewährleistung |
8.834 | 0 | 9.703 | -155 | -8.166 | -82 | 10.134 |
| Rückstellungen für Prozesse |
775 | 0 | 715 | -334 | -337 | 0 | 819 |
| Sonstige Rückstellungen | 617 | 0 | 5.612 | 0 | -511 | 128 | 5.846 |
| 10.226 | 0 | 16.030 | -489 | -9.014 | 46 | 16.799 |
Die Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten Vorsorgen für:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Abfertigungen | 19.826 | 17.827 |
| Jubiläumsgelder | 3.710 | 3.078 |
| 23.536 | 20.905 |
Die Nettoschuld aus den leistungsorientierten Vorsorgeplänen für Abfertigungen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Anwartschaftsbarwert: | ||
| Stand am 1.1. | 17.827 | 16.911 |
| Dienstzeitaufwand | 986 | 1.015 |
| Zinsaufwand | 341 | 327 |
| Erfolgte Zahlungen | -454 | -197 |
| Versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn | 1.067 | -131 |
| Sonstiges | 59 | -98 |
| Stand am 31.12. | 19.826 | 17.827 |
Die gewichteten Restlaufzeiten (Duration) der Abfertigungsverpflichtungen zum 31.12.2016 betragen 14 Jahre (Vorjahr: 14 Jahre).
Der versicherungsmathematische Verlust setzt sich aus den folgenden Faktoren zusammen:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Änderung von Erwartungswerten | 383 | 1.158 |
| Änderung demografischer Annahmen | 21 | 2 |
| Änderung finanzieller Annahmen | 663 | -1.291 |
| Versicherungsmathematischer Verlust | 1.067 | -131 |
Der Bewertung der Verpflichtung liegen folgende Annahmen zugrunde:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| Rechnungszinssatz | 1,50% | 2,00% |
| Lohn-/Gehaltstrend | 2,25% | 2,50% |
| Pensionsalter (Jahre) Frauen/Männer | 62-65 Jahre mit | 62-65 Jahre mit |
| Übergangsregel | Übergangsregel |
Der Rechnungszins wurde unter der Berücksichtigung der sehr langen durchschnittlichen Laufzeiten und hohen durchschnittlichen Restlebenserwartung festgesetzt. Der Abzinsungssatz ist die Rendite, die am Abschlussstichtag für erstrangige, festverzinsliche Industrieanleihen am Markt erzielt wird.
Die Mitarbeiterfluktuation ist betriebsspezifisch ermittelt und alters-/dienstzeitabhängig berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Bewertungen liegen länderspezifische Sterbetafeln zu Grunde. Als Pensionseintrittsalter wurde das gesetzliche Pensionseintrittsalter je Land gewählt.
Eine Änderung (+/- 0,5 %-Punkte) der Parameter "Rechnungszinssatz" und "Lohn-/Gehaltstrend" hätte zum 31.12.2016 folgende Auswirkungen auf den Barwert der zukünftigen Zahlungen gehabt:
| 2016 | Änderung | |
|---|---|---|
| Parameter | -0,50% | +0,50% |
| Rechnungszinssatz | 7,2% | -6,6% |
| Lohn-/Gehaltstrend | -6,6% | 7,1% |
Eine Änderung (+/- 0,5 %-Punkte) der Parameter "Rechnungszinssatz" und "Lohn-/Gehaltstrend" hätte zum 31.12.2015 folgende Auswirkungen auf den Barwert der zukünftigen Zahlungen gehabt:
| 2015 | Änderung | |
|---|---|---|
| Parameter | -0,50% | +0,50% |
| Rechnungszinssatz | 7,3% | -6,7% |
| Lohn-/Gehaltstrend | -6,7% | 7,2% |
Die Verpflichtungen für Ansprüche aus Jubiläumsgeldern entwickelten sich wie folgt:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Stand am 1.1. | 3.078 | 2.468 |
| Dienstzeitaufwand | 307 | 253 |
| Zinsaufwand | 61 | 49 |
| Versicherungsmathematischer Verlust | 264 | 291 |
| Sonstiges | 0 | 17 |
| Stand am 31.12. | 3.710 | 3.078 |
Für Mitarbeiter von österreichischen Konzernunternehmen, die ab dem 1.1.2003 in das Dienstverhältnis eingetreten sind, wurden Beiträge für Abfertigungen an eine gesetzliche Mitarbeitervorsorgekasse in Höhe von 1,53 % des Lohnes bzw. Gehaltes einbezahlt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Beiträge von insgesamt TEUR 2.062 (Vorjahr: TEUR 1.779) gezahlt.
Die Veränderungen der in der Kapitalflussrechnung dargestellten Bilanzposten sind nicht unmittelbar aus der Bilanz ableitbar, da nicht zahlungswirksame Effekte aus der Währungsumrechnung und sonstige nicht zahlungswirksame Geschäftsfälle neutralisiert werden.
Die sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge enthalten im Wesentlichen unrealisierte Fremdwährungsgewinne /-verluste sowie Bewertungseffekte aus Forderungen und Vorräten.
Als weltweit agierender Konzern ist die KTM Industries-Gruppe mit einer Vielzahl von möglichen Risiken konfrontiert. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen können. Das Management setzt rechtzeitig Maßnahmen zur Vermeidung, Minimierung und Absicherung von Risiken.
In den Rechnungslegungsprozess ist ein dem Unternehmen angepasstes internes Kontrollsystem integriert, dass Grundprinzipien wie Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip beinhaltet. Durch interne und externe Überprüfungen wird sichergestellt, dass die Prozesse ständig verbessert und optimiert werden. Weiters besteht ein konzerneinheitliches Berichtswesen zur laufenden Kontrolle und Steuerung des Risikomanagement-Prozesses.
Eine kontinuierliche Fortsetzung des Wachstums ist von unterschiedlichen Faktoren wie etwa Nachfrageverhalten, Produktentwicklung, Wechselkursentwicklungen, wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Absatzmärkten, Einkaufspreisen von Zulieferteilen oder Mitarbeiterentwicklung abhängig.
Die Ertragslage der KTM Industries AG ist geprägt von Aufwendungen im Zusammenhang mit aufgenommenen Finanzierungen, Beteiligungserwerben sowie Projektaufwendungen und hängt wesentlich von der Dividendenpolitik ihrer Beteiligungsgesellschaften ab. Die Beteiligung an der KTM-Gruppe stellt derzeit die größte und wesentlichste Beteiligung dar.
Die KTM Industries-Gruppe ist eine diversifizierte Unternehmensgruppe mit der Fokussierung auf den Automotiven Bereich. Neben Risiken, denen die ganze Gruppe ausgesetzt ist, sind auch unternehmensspezifische Risiken vorhanden.
Konjunkturelles Risiko: Die KTM/WP-Gruppe ist schwerpunktmäßig in der Motorradbranche tätig. Die Absatzmöglichkeiten von Motorrädern sind von der allgemeinen konjunkturellen Lage in den Ländern und Regionen bestimmt, in denen Motorradproduzenten tätig sind. Wie die letzten Jahre gezeigt haben, ist die Motorradbranche generell zyklisch und unterliegt zudem starken Nachfrageschwankungen. Durch entsprechende Marktforschungen und -prognosen, welche in der Planung berücksichtigt werden, wird dem Risiko entgegengewirkt.
Die Pankl-Gruppe unterliegt im Rennsport-Markt stark den Änderungen des Reglements in den jeweiligen Rennserien. Diese laufenden Änderungen im Reglement führen zu hohen Entwicklungs- und Testaktivitäten für die einzelnen Rennteams. Es besteht das Risiko, dass diesen Herausforderungen nicht ausreichend entsprochen werden kann, aber auch die Chance für Pankl, die Marktanteile weiter zu steigern sowie die führende Marktposition durch Innovationen noch weiter zu festigen. Durch die Verschiebung von Testtagen oder Saisonstarts kann die Saisonalität des Umsatzes in einzelnen Rennklassen beeinflusst werden.
Im Bereich der Luftfahrt unterliegt die Pankl mit ihren Produkten den Schwankungen der Luftfahrtindustrie. Im Bereich der zivilen Luftfahrt stagniert das Wachstum im Helikopterbereich bedingt durch den Ölpreisverfall, Chancen können sich aber im Triebwerksbereich für Flächenflugzeuge ergeben. Im militärischen Bereich wirken sich Reduktionen der Militärbudgets negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus.
Wettbewerb und Preisdruck: Der Motorradmarkt in Industriestaaten ist von intensivem Wettbewerb geprägt, wobei die stärksten Konkurrenten von KTM vier japanische, drei europäische und in geringem Ausmaß ein amerikanischer Hersteller sind und manche von ihnen größere finanzielle Ressourcen, höhere Absatzzahlen und Marktanteile besitzen. Im Straßenmotorradmarkt herrscht zudem ein hoher Preisdruck und neu hinzukommende Mitbewerber versuchen mittels Niedrigpreisstrategie den Markteintritt zu schaffen. Durch die erfolgreiche Marktstrategie von KTM konnte die Marktführerschaft in Europa erreicht werden.
Absatzrisiko: Die größten Einzelabsatzmärkte der KTM-Gruppe stellen der europäische sowie der US-amerikanische Markt dar. Ein Einbruch dieser Märkte könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der KTM-Gruppe haben. Der Markteintritt der KTM-Gruppe in neue Märkte stellt im Wesentlichen ein Kostenrisiko dar, da in manchen dieser Märkte die Absatzentwicklung sowie die politischen Rahmenbedingungen schwer einschätzbar sind. Durch die Zusammenarbeit mit dem strategischen Partner Bajaj Auto Ltd., Indien, wird gemeinsam weiterhin konsequent an der Umsetzung einer globalen Produktstrategie gearbeitet.
Beschränkungen des Motorradfahrens: Der Umsatz der KTM/WP-Gruppe hängt unter anderem von den Einsatzmöglichkeiten ihrer Motorräder im Gelände ab und wird daher erheblich von nationalen gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Absatzländern beeinflusst, die den Geländemotorsport, Motorradzulassungen und Lenkerberechtigungen regeln.
Veränderungen am Beschaffungsmarkt: Für die KTM Industries-Gruppe stellt der Beschaffungsmarkt ein Risiko im Bezug auf Menge, Qualität und Preis dar. Die KTM Industries-Gruppe begegnet diesen Risiken mit laufender Auditierung bestehender und potentieller Lieferanten sowie durch den Abschluss langfristiger Abnahmeverträge. Die Qualität des bereitgestellten Materials wird laufend überwacht.
Das Beschaffungsrisiko der KTM-Gruppe liegt im Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen der nationalen und internationalen Märkte im Wesentlichen darin, im Fall von Lieferanteninsolvenzen oder Lieferungsengpässen rechtzeitig geeignete Maßnahmen zur Sicherstellung der Teilebereitstellung einzuleiten. Daher ist KTM nur indirekt von diesem Risiko betroffen. Zur Risikominimierung und Sicherstellung der Verfügbarkeit der Materialien wird bei KTM großer Wert auf eine sorgfältige Auswahl neuer Lieferanten nach festgelegten Kriterien und die nachhaltige Zusammenarbeit bzw. deren Weiterentwicklung mit bereits bestehenden, langjährig ausgerichteten und stabilen Lieferantenbeziehungen gelegt. Da die Qualität der KTM-Produkte wesentlich von der Qualität und den Eigenschaften der zu beschaffenden Subkomponenten geprägt ist, wird insbesondere auf Bonität, Betriebseinrichtungen und Produktionsprozesse der Lieferanten geachtet. Durch entsprechendes Monitoring wird die lückenlose Teileverfügbarkeit sichergestellt.
Die Pankl-Gruppe benötigt für die Herstellung einzelner Komponenten qualitativ hochwertige (Roh-) Materialien wie etwa Edelstahl-, Titan- und Aluminiumlegierungen. Die rechtzeitige Verfügbarkeit der Rohstoffe ist von einer sorgfältigen Vorausplanung der zukünftigen Ordervolumina abhängig. Eine Verknappung der Materialien könnte zu Produktions- und Auslieferungsverzögerungen oder zu erhöhten Materialkosten führen. Da die Gesellschaft einen Großteil ihrer Rohstoffe im Ausland bezieht, unterliegt sie einer Vielzahl von Risiken, zu denen unter anderem wirtschaftliche oder politische Störungen, Transportverzögerungen oder auch Wechselkursschwankungen zählen. Jedes dieser vorgenannten Risiken könnte nachteilige Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit und das Betriebsergebnis der Gesellschaft haben.
Bei der WP-Gruppe ist das Risiko von Seiten der Beschaffungsmärkte derzeit höher einzuschätzen. Die Versorgung mit bestimmten Rohstoffen (Aluminiumlegierungen, Spezialstähle und Kunststoff) ist derzeit sehr schwierig und kann zu Engpässen führen. Die weitere preisliche Entwicklung der Rohstoffe ist schwer einzuschätzen, dies kann Auswirkungen auf die WP-Gruppe haben.
Forschung- und Entwicklung, Rennsport: Technische Innovationen und die Einführung neuer Produkte sind maßgeblich für die Stellung im Wettbewerb verantwortlich. Dazu müssen neue Trends rechtzeitig erkannt werden. Um dem Risiko entgegenzuwirken, ist es wichtig, die Innovationsfähigkeit der eigenen Produkte zu gewährleisten.
KTM legt daher großen Wert auf die frühzeitige Erkennung von Trends im Motorradbereich, auf Forschung und Entwicklung im technischen und funktionellen Bereich sowie auf die Erforschung der Wünsche der Kunden, um eine innovative und marktnahe Produktentwicklung zu erreichen. Die Leistungen im Rennsport sind für das Unternehmen nicht nur als Marketinginstrument von großer Bedeutung, sondern bilden auch die Grundlage für die Produktentwicklung und sind Maßstab für die Serienentwicklung. Aus der Möglichkeit, Produkte unter Rennbedingungen bei Rennsportereignissen zu testen, werden wertvolle Erfahrungen gewonnen. Weiters werden technische Neuerungen vor der Serieneinführung einer umfassenden Prüfung durch das Qualitätsmanagementsystem unterzogen, um technische Fehler mit negativen Auswirkungen auf die Ergebnisentwicklung weitestgehend auszuschließen.
Bei Pankl ist der Forschungs- und Entwicklungsprozess stets dem Risiko ausgesetzt, dass Entwicklungsziele nicht erreicht oder Ergebnisse vom Markt nicht angenommen werden. Die Pankl-Gruppe begegnet diesen Risiken mit laufender Marktbeobachtung und einer engen Abstimmung von Entwicklungsaktivitäten mit dem Kunden.
Produkthaftungsrisiko: Die KTM Industries-Gruppe ist im Geschäftsumfeld auch Schadenersatzforderungen aufgrund von Unfällen und Verletzungen ausgesetzt. Dies gilt insbesondere für die USA, wo Ansprüche in Produkthaftungsfällen mit höheren Haftungssummen geltend gemacht werden. Zur Absicherung dieser Risiken bestehen entsprechende Versicherungen.
Risiken durch rechtliche Rahmenbedingungen: Da die KTM Industries-Gruppe ihre Produkte in einer Vielzahl von Ländern vertreibt, ist sie dem Risiko von Veränderungen nationaler Vorschriften, Lizenzbedingungen, Steuern, Handelsbeschränkungen, Preisen, Einkommen und Devisenbeschränkungen, ferner dem Risiko von politischer, sozialer und ökonomischer Instabilität, von Inflation und Zinsschwankungen ausgesetzt. Um dem Risiko entgegenzuwirken, werden die jeweiligen länderspezifischen Regelungen vor dem Markteintritt eingehend überprüft und laufend weiterhin überwacht, um bei Änderungen rechtzeitig handeln zu können.
Compliance: Gemäß den Anforderungen des § 234 b UGB wurde ein Corporate Governance-Bericht erstellt. Wir verweisen diesbezüglich auf die Veröffentlichung im Geschäftsbericht der KTM Industries AG bzw. auf die Website der KTM Industries AG.
Betriebliches und Umweltrisiko: Obwohl eine 100%ige Risikoausschließung bei Naturgewalten nicht möglich ist, versuchen die Unternehmen der KTM Industries-Gruppe das Risiko, dass Produktionsabläufe beeinträchtigt werden können, durch geeignete Notfallpläne und Versicherungen zu minimieren.
Personelle Risiken: Insbesondere in Hinblick auf den Wachstumskurs können sich Risiken aus dem Ausscheiden von Schlüsselkräften aus dem Unternehmen ergeben. Durch ein effizientes Personalmanagement sowie der stetigen Weiterführung von Personalentwicklungsprogrammen wird dem Risiko des Ausscheidens von Führungskräften entgegengewirkt.
Das Risiko des Fachkräftemangels wird durch ein umfassendes Lehrlingsausbildungsprogramm in einer eigenen Lehrwerkstätte minimiert. Ziel ist die Rekrutierung von Mitarbeitern aus der Region und eine langfristige Bindung an das Unternehmen.
Finanzielle Risiken: Hinsichtlich der finanziellen Risiken (Währungsrisiken, Zinsänderungsrisiken, Ausfallsrisiken sowie Liquiditätsrisiken) wird auf die nachfolgenden Ausführungen unter Punkt 33. verwiesen.
Die KTM Industries-Gruppe hält originäre und derivative Finanzinstrumente. Zu den originären Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Finanzverbindlichkeiten und Anleihen. Der Bestand der originären Finanzinstrumente ergibt sich aus der Konzernbilanz bzw. aus dem Konzernanhang.
Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zur Absicherung von bestehenden Zinsänderungs- und Fremdwährungsrisiken verwendet. Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente ist im Konzern entsprechenden Bewilligungs- und Kontrollverfahren unterworfen. Die Bindung an ein Grundgeschäft ist zwingend erforderlich, Handelsgeschäfte sind nicht zulässig.
Die Erfassung der Käufe und Verkäufe sämtlicher Finanzinstrumente erfolgt zum Erfüllungstag.
Die Bewertung der Finanzinstrumente erfolgt im Zugangszeitpunkt grundsätzlich zu Anschaffungskosten. Die Finanzinstrumente werden ausgebucht, wenn die Rechte auf Zahlungen aus dem Investment erloschen sind oder übertragen wurden und der Konzern im Wesentlichen alle Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbunden sind, übertragen hat.
Der Zeitwert eines Finanzinstruments wird durch notierte Marktpreise für das identische Instrument auf aktiven Märkten ermittelt (Stufe 1). Soweit keine notierten Marktpreise auf aktiven Märkten für das Instrument verfügbar sind, erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes mittels Bewertungsmethoden, deren wesentliche Parameter ausschließlich auf beobachtbaren Marktdaten basieren (Stufe 2). Ansonsten erfolgt die Ermittlung des Zeitwertes auf Basis von Bewertungsmethoden, für welche zumindest ein wesentlicher Parameter nicht auf beobachtbaren Marktdaten basiert (Stufe 3).
Umgliederungen zwischen den Stufen werden zum Ende der Berichtsperiode berücksichtigt. Im Geschäftsjahr kam es zu keinen Verschiebungen zwischen den Stufen.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Vermögenswerten (aktivseitige Finanzinstrumente), getrennt nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Allerdings enthält sie keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert bzw. zur Stufe von finanziellen Vermögenswerten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt bzw. es sich um ein Eigenkapitalinstrument handelt, dass zu Anschaffungskosten bewertet wird.
| Buchwert | Fair Value | Beizulegender Zeitwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |
| in TEUR | ||||||
| Kredite und Forderungen | ||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 251.578 | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 121.873 | |||||
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.055 | |||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig) |
50.030 | |||||
| Finanzanlagen - Ausleihungen | 1.970 | |||||
| Summe | 427.506 | |||||
| Zur Veräußerung verfügbar | ||||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 3.756 | |||||
| Summe | 3.756 | |||||
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Wertpapiere |
2.047 | 2.047 | 2.047 | 0 | 0 | 2.047 |
| Summe | 2.047 |
| 138 | KTM Industries-Gruppe | Aktie & Corporate Governance | Konzernlagebericht | Konzernabschluss |
|---|---|---|---|---|
| ----- | ----------------------- | ------------------------------ | -------------------- | ------------------ |
| Buchwert Fair Value |
Beizulegender Zeitwert | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |||
| in TEUR | ||||||||
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | ||||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Derivate mit positivem Marktwert |
3.169 | 3.169 | 0 | 3.169 | 0 | 3.169 | ||
| Summe | 3.169 | |||||||
| Summe | 436.478 | |||||||
| Buchwert | Fair Value | Beizulegender Zeitwert | ||||||
| 31.12.2015 | 31.12.2015 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |||
| in TEUR | ||||||||
| Kredite und Forderungen | ||||||||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 135.124 | |||||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 110.831 | |||||||
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 6.189 | |||||||
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte (kurz- und langfristig) |
26.179 | |||||||
| Finanzanlagen - Ausleihungen | 2.045 | |||||||
| Summe | 280.368 | |||||||
| Zur Veräußerung verfügbar | ||||||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 17.906 | |||||||
| Summe | 17.906 | |||||||
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Wertpapiere |
1.636 | 1.636 | 1.636 | 0 | 0 | 1.636 | ||
| Summe | 1.636 | |||||||
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | ||||||||
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte - Derivate mit positivem Marktwert |
3.573 | 3.573 | 0 | 3.573 | 0 | 3.573 | ||
| Summe | 3.573 | |||||||
| Summe | 303.483 |
Die im Zusammenhang mit dem bei der KTM bestehenden ABS-Programm verkauften Forderungen werden entsprechend den Regelungen des IAS 39 vollständig ausgebucht. Im Rahmen des ABS-Programms werden monatlich revolvierend versicherte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bis zu einem maximalen Volumen von TEUR 75.000 (Vorjahr: TEUR 75.000) verkauft. Zum Bilanzstichtag wurden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 54.071 (Vorjahr: TEUR 55.067) an Dritte verkauft. Die Vereinbarung wurde 2012 abgeschlossen, 2014 bzw. 2015 ergänzt und läuft bis 2022. Bis zu einer vertraglich definierten Höhe trägt KTM
weiterhin ein Risiko aus kreditrisikobedingten Ausfällen. Zum Stichtag 31.12.2016 beträgt das hieraus resultierende maximale Verlustrisiko TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 385). Zum Zeitpunkt des Verkaufs wird der erwartete Verlust aufwandswirksam als Verbindlichkeit verbucht. Der Buchwert des anhaltenden Engagements beträgt zum 31.12.2016 TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 385) und ist unter den anderen kurzfristigen Schulden ausgewiesen. Der Buchwert entspricht dem beizulegenden Zeitwert des anhaltenden Engagements. In der Berichtsperiode wurden aus dem anhaltenden Engagement TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 43) erfolgswirksam und kumuliert seit Transaktionsbeginn TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 385) aufwandswirksam erfasst. Das Volumen unterliegt keinen wesentlichen Schwankungen.
Daneben gibt es in der KTM Industries-Gruppe ein Factoring über ein maximales Volumen von TEUR 2.500 (Vorjahr: TEUR 2.500). Die in Zusammenhang mit diesen Verträgen verkauften Forderungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 1.247 (Vorjahr: TEUR 479) und werden entsprechend den Regelungen des IAS 39 auf Grund des Überganges der Verfügungsmacht vollständig ausgebucht.
Die nachstehende Tabelle zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte von finanziellen Schulden (passivseitige Finanzinstrumente), getrennt nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IAS 39. Allerdings enthält sie keine Informationen für finanzielle Schulden, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt.
| Buchwert | Fair Value | Beizulegender Zeitwert | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2016 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | ||
| in TEUR | |||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | |||||||
| Verzinsliche Verbindlichkeiten | 463.834 | 481.474 | 0 | 0 | 481.474 | 481.474 | |
| Anleihen | 150.700 | 156.835 | 146.512 | 0 | 10.323 | 156.835 | |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 1.641 | ||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 130.864 | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
1.859 | ||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) |
55.098 | ||||||
| Summe | 803.996 | ||||||
| Zu Handelszwecken gehalten | |||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -Derivate mit negativem Marktwert |
147 | 147 | 0 | 147 | 0 | 147 | |
| Summe | 147 | ||||||
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | |||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -Derivate mit negativem Marktwert (Cash Flow Hedge) |
7.518 | 7.518 | 0 | 7.518 | 0 | 7.518 | |
| Summe | 7.518 | ||||||
| Summe | 811.661 |
| Buchwert | Fair Value | Beizulegender Zeitwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2015 | 31.12.2015 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Gesamt | |||
| in TEUR | ||||||||
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||||||
| Verzinsliche Verbindlichkeiten | 329.556 | 342.171 | 0 | 0 | 342.171 | 342.171 | ||
| Anleihen | 170.507 | 178.500 | 167.903 | 0 | 10.597 | 178.500 | ||
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing | 22.504 | |||||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 111.399 | |||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen |
2.158 | |||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurz- und langfristig) |
41.346 | |||||||
| Summe | 677.470 | |||||||
| Zu Handelszwecken gehalten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -Derivate mit negativem Marktwert |
645 | 645 | 0 | 645 | 0 | 645 | ||
| Summe | 645 | |||||||
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | ||||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten -Derivate mit negativem Marktwert (Cash Flow Hedge) |
2.923 | 2.923 | 0 | 2.923 | 0 | 2.923 | ||
| Summe | ||||||||
| 2.923 |
Die nachstehende Tabelle zeigt die Bewertungstechnik, die bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes verwendet wird sowie die verwendeten wesentlichen, nicht beobachtbaren Inputfaktoren.
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Art | Bewertungstechnik | Wesentliche, nicht beobachtbare Inputfaktoren |
Zusammenhang zwischen wesentlichen, nicht beob achtbaren Inputfaktoren und der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert |
||||||||
| Devisen termingeschäfte und Zinsswaps |
Marktvergleichsverfahren: Die beizulegenden Zeitwerte basieren auf Preisnotierungen von Banken. Ähnliche Verträge werden auf einem aktiven Markt gehandelt und die Preisnotierungen spie geln die tatsächlichen Transaktionskosten für ähnliche Instrumente wieder. |
Nicht anwendbar | Nicht anwendbar | ||||||||
| Wertpapiere | Zur Bewertung von Wertpapieren wird der aktuelle Börsenkurs am Bilanzstichtag herangezogen. |
Nicht anwendbar | Nicht anwendbar |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente | ||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Art | Bewertungstechnik | Wesentliche, nicht beobachtbare Inputfaktoren | ||||||||
| Anleihen | Zur Bewertung der börsennotierten Anleihe wird die Kursnotierung zum Bilanzstichtag herangezogen bzw. abgezinste Cashflows |
Nicht anwendbar | ||||||||
| Finanzielle Verbindlichkeiten |
Abgezinste Cashflows | Risikoaufschlag für eigenes Bonitätsrisiko |
Der Konzern schließt mit Banken Aufrechnungsvereinbarungen im Zusammenhang mit Derivaten ab. Grundsätzlich werden die Beträge, die gemäß solchen Vereinbarungen von jeder Gegenpartei an einem einzigen Tag im Hinblick auf alle ausstehenden Transaktionen in der gleichen Währung geschuldet werden, zu einem einzigen Nettobetrag zusammengefasst, der von einer Partei an die andere zu zahlen ist. In bestimmten Fällen – zum Beispiel, wenn ein Kreditereignis wie ein Ausfall eintritt – werden alle ausstehenden Transaktionen unter der Vereinbarung beendet, der Wert zur Beendigung ermittelt und es ist nur ein einziger Nettobetrag zum Ausgleich aller Transaktionen zu zahlen. Eine Saldierung in der Bilanz wird nicht vorgenommen, da es in der Regel nicht zu einem Nettoausgleich mehrerer Transaktionen aus derartigen Rahmenverträgen kommt.
Im Zusammenhang mit dem im Vorjahr als Finanzierungsleasing ausgewiesenen Logistikzentrum in Munderfing leistete KTM eine Einmalkaution in Höhe von TEUR 4.707 sowie laufende monatliche Kautionen von kumuliert TEUR 53 an den Leasinggeber. Vertragsgemäß erfolgt bei Beendigung des Leasingvertrages die Rückführung der Kautionen an den Leasingnehmer. Daher erfolgte gemäß IAS 32.42 eine Saldierung der Kaution mit der Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing. Wie in Punkt 34. erläutert wurde das Finanzierungsleasing im Geschäftsjahr 2016 vorzeitig aufgelöst.
Das mit Wirkung zum 16.1.2017 gekündigte Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 32.000 wurde mit bestehenden Bankguthaben per 31.12.2016 in Höhe von TEUR 32.000 in der Bilanz saldiert dargestellt. Nähere Informationen siehe Punkt 26.
Die folgenden Tabellen zeigen tatsächlich aufgerechnete finanzielle Vermögenswerten und Verbindlichkeiten sowie nicht aufgerechnete Beträge, die zwar Gegenstand einer Aufrechnungsvereinbarung sind, aber die Aufrechnungskriterien nach IFRS nicht erfüllen.
| Finanzielle Vermögenswerte 2016 | Finanzielle Vermögen werte (brutto) |
Aufgerechnete bilanzielle Beträge (brutto) |
Bilanzierte finanzielle Vermögens werte (netto) |
Effekt von Aufrechnungs rahmenverein barungen |
Nettobeträge |
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | |||||
| Zahlungsmittel | 283.578 | -32.000 | 251.578 | 0 | 251.578 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte Derivate mit positivem Marktwert Devisentermingeschäfte |
3.169 | 0 | 3.169 | -2.043 | 1.126 |
| Summe | 286.747 | -32.000 | 254.747 | -2.043 | 252.704 |
| Finanzielle Schulden 2016 | Finanzielle Schulden (brutto) |
Aufgerechnete bilanzielle Beträge (brutto) |
Bilanzierte finanzielle Schulden (netto) |
Effekt von Aufrechnungs rahmenverein barungen |
Nettobeträge |
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | |||||
| Finanzverbindlichkeiten | 648.175 | -32.000 | 616.175 | 0 | 616.175 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte Derivate mit positivem Marktwert |
|||||
| Devisentermingeschäfte | 6.503 | 0 | 6.503 | -2.043 | 4.460 |
| Zinsswaps | 1.162 | 0 | 1.162 | 0 | 1.162 |
| Summe | 655.840 | -32.000 | 623.840 | -2.043 | 621.797 |
| Finanzielle Vermögenswerte 2015 | Finanzielle Vermögen werte (brutto) |
Aufgerechnete bilanzielle Beträge (brutto) |
Bilanzierte finanzielle Vermögens werte (netto) |
Effekt von Aufrechnungs rahmenverein barungen |
Nettobeträge |
| in TEUR | |||||
| Sonstige Forderung | 4.760 | -4.760 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Derivate mit positivem Marktwert Devisentermingeschäfte |
3.573 | 0 | 3.573 | -1.143 | 2.430 |
| Summe | 8.333 | -4.760 | 3.573 | -1.143 | 2.430 |
| Finanzielle Schulden 2015 | Finanzielle Schulden (brutto) |
Aufgerechnete bilanzielle Beträge (brutto) |
Bilanzierte finanzielle Schulden (netto) |
Effekt von Aufrechnungs rahmenverein barungen |
Nettobeträge |
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | |||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 27.264 | -4.760 | 22.504 | 0 | 22.504 |
| Sonstige finanzielle Schulden Derivate mit negativem Marktwert |
|||||
| Devisentermingeschäfte | 1.317 | 0 | 1.317 | -1.143 | 174 |
| Zinsswaps | 2.251 | 0 | 2.251 | 0 | 2.251 |
| Summe | 30.832 | -4.760 | 26.072 | -1.143 | 24.929 |
Das Nettoergebnis aus den Finanzinstrumenten nach Klassen bzw. Bewertungskategorien gemäß IAS 39 enthält Nettogewinne/-verluste, Gesamtzinserträge/-aufwendungen sowie Minderungsverluste und setzt sich wie folgt zusammen:
| 2016 | aus Zinsen |
aus der Folge bewertung zum Fair Value |
aus Wertbe richtigung |
aus Abgangs ergebnis |
Netto ergebnis (Summe) |
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | |||||
| Kredite und Forderungen | 2.743 | 0 | -2.322 | -172 | 249 |
| Zur Veräußerung gehalten | 68 | -43 | -718 | 0 | -693 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungs instrumente und Held-for-Trading |
-143 | 531 | 0 | 0 | 388 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | -18.041 | 0 | 0 | 0 | -18.041 |
| Summe | -15.373 | 488 | -3.040 | -172 | -18.097 |
| 2015 | aus Zinsen |
aus der Folge bewertung zum Fair Value |
aus Wertbe richtigung |
aus Abgangs ergebnis |
Netto ergebnis (Summe) |
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | |||||
| Kredite und Forderungen | 1.525 | 0 | -613 | -300 | 612 |
| Zur Veräußerung gehalten | 64 | 0 | -2.925 | 0 | -2.861 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungs instrumente und Held-for-Trading |
-621 | 598 | 0 | 0 | -23 |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | -15.331 | 0 | 0 | 0 | -15.331 |
| Summe | -14.363 | 598 | -3.538 | -300 | -17.603 |
Die Veränderung der Wertberichtigung auf Kredite und Forderungen ist in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Der erfolgsneutrale Teil aus der Folgebewertung zum Fair Value der finanziellen Vermögenswerte Available-for-Sale ist in der Fair Value-Rücklage AfS-Wertpapiere ausgewiesen. Die restlichen Komponenten des Nettoergebnisses sind in den Finanzerträgen bzw. Finanzaufwendungen enthalten.
Die KTM Industries-Gruppe unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Schulden und geplanten Transaktionen, Kredit-, Markt-, Währungs- und Liquiditätsrisiken. Ziel des Finanzrisikomanagements ist es, diese Risiken zu steuern und zu begrenzen. Der Vorstand und der Aufsichtsrat werden regelmäßig über Risiken informiert, welche die Geschäftsentwicklung maßgeblich beeinflussen können.
Die Grundsätze des Finanzrisikomanagements werden durch den Aufsichtsrat und den Vorstand festgelegt und überwacht. Die Umsetzung obliegt dem Konzerntreasury und den dezentralen Treasuryeinheiten. Die KTM Industries-Gruppe setzt zur Absicherung der nachfolgend beschriebenen Finanzrisiken derivative Finanzinstrumente ein mit dem Ziel, die Absicherung der operativen Zahlungsströme gegen Schwankungen der Wechselkurse und/oder Zinssätze sicherzustellen. Der Sicherungshorizont umfasst in der Regel die aktuell offenen Posten sowie geplante Transaktionen in den nächsten zwölf Monaten. In Ausnahmefällen können in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat auch längerfristige strategische Sicherungspositionen eingegangen werden.
Als weltweit tätiges Unternehmen ist die KTM Industries-Gruppe von weltwirtschaftlichen Rahmendaten wie der Veränderung von Währungsparitäten oder den Entwicklungen auf den Finanzmärkten beeinflusst. Insbesondere die Wechselkursentwicklung des US-Dollars, der im Fremdwährungsrisiko der KTM-Gruppe das höchste Einzelrisiko darstellt, ist dabei für die Umsatz- und Ertragsentwicklung des Unternehmens von Bedeutung. Im Geschäftsjahr 2016 hat die KTM-Gruppe rund 24 % der Umsätze (Vorjahr: 25 %) in US-Dollar erzielt. Durch Währungssicherungsmaßnahmen, insbesondere Hedging-Strategien, können diese Währungsverschiebungen weitestgehend zumindest über ein Modelljahr ausgeglichen werden, wobei für das Geschäftsjahr 2016 das US-Dollar-Geschäft mit einer Bandbreite zwischen EUR/USD 1,0735 und 1,1495 abgesichert wurde.
Währungsrisiken bestehen für den Konzern weiters, sofern finanzielle Vermögenswerte und Schulden in einer anderen als der lokalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgewickelt werden. Die Gesellschaften des Konzerns fakturieren zum überwiegenden Teil in lokaler Währung und finanzieren sich weitgehend in lokaler Währung. Veranlagungen erfolgen überwiegend in der Landeswährung der anlegenden Konzerngesellschaft. Aus diesen Gründen ergeben sich zumeist natürlich geschlossene Währungspositionen.
Die KTM Industries-Gruppe tätigt neben Investitionen in Österreich, wenn auch insgesamt in untergeordnetem Ausmaß, auch internationale Investitionen außerhalb der Eurozone. Wechselkursschwankungen, insbesondere solche zwischen dem Euro, US-Dollar und Währungen der Nachbarländer Österreichs können sich für den Wert solcher Beteiligungen als nachteilig erweisen.
Für die Währungsrisiken von Finanzinstrumenten wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen der Wechselkurse auf Ergebnis (nach Steuern) und Eigenkapital zeigen. Als Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen sowie die für das Geschäftsjahr 2017 geplanten Ein- und Verkäufe in Fremdwährung. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der Konzernsteuersatz in Höhe von 25 % verwendet. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Zinssätze, konstant bleiben. Bei der Analyse wurden jene Währungsrisiken von Finanzinstrumenten, die in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind, einbezogen.
Währungsrisiken aus Euro-Positionen in Tochterunternehmen, deren funktionale Währung vom Euro abweicht, wurden dem Währungsrisiko der funktionalen Währung des jeweiligen Tochterunternehmens zugerechnet. Risiken aus Fremdwährungspositionen abseits vom Euro wurden auf Konzernebene aggregiert. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung blieben unberücksichtigt.
Für das Währungsrisiko wird eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Dabei werden Effekte aus der Änderung des Wechselkurses um +/- 10 % auf den Gewinn und Verlust, das sonstige Ergebnis und das Eigenkapital aufgezeigt.
Die KTM Industries-Gruppe legt der Analyse folgende Annahmen zu Grunde:
| Erhöhung (+) / Verminderung (-) | Aufwertung um 10% | Abwertung um 10% | |||
|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| Veränderung des Ergebnisses (nach Steuern) | 6.383 | 2.499 | -7.953 | -3.218 | |
| Veränderung der währungsbezogenen Cash-Flow-Hedge-Rücklage |
-11.704 | -7.307 | 14.305 | 8.930 | |
| Veränderung des Eigenkapitals | -5.321 | -4.808 | 6.352 | 5.712 |
Die Finanzinstrumente sind sowohl aktiv- als auch passivseitig vor allem variabel verzinst. Das Risiko besteht demnach in steigenden Aufwandszinsen bzw. sinkenden Ertragszinsen, die sich aus einer nachteiligen Veränderung der Marktzinsen ergeben.
Die KTM Industries-Gruppe ist teilweise variabel refinanziert und unterliegt somit dem Risiko von Zinsschwankungen am Markt. Dem Risiko wird durch regelmäßige Beobachtung des Geld- und Kapitalmarktes sowie durch den teilweisen Einsatz von Zinsswaps (Fixed Interest Rate Payer Swaps) Rechnung getragen. Im Rahmen der abgeschlossenen Zinsswaps erhält das Unternehmen variable Zinsen und zahlt im Gegenzug fixe Zinsen auf die abgeschlossenen Nominalen.
Zinsänderungsrisiken resultieren somit im Wesentlichen aus originären variabel verzinsten Finanzinstrumenten (Cash-flow-Risiko). Für die Zinsänderungsrisiken dieser Finanzinstrumente wurden Sensitivitätsanalysen durchgeführt, die die Auswirkungen von hypothetischen Änderungen des Marktzinsniveaus auf Ergebnis (nach Steuern) und Eigenkapital zeigen. Als Basis wurden die betroffenen Bestände zum Bilanzstichtag herangezogen. Dabei wurde unterstellt, dass das Risiko am Bilanzstichtag im Wesentlichen das Risiko während des Geschäftsjahres repräsentiert. Als Steuersatz wurde der Konzernsteuersatz in Höhe von 25 % verwendet. Außerdem wurde bei der Analyse unterstellt, dass alle anderen Variablen, insbesondere Wechselkurse, konstant bleiben.
Eine Veränderung um 50 Basispunkte hätte folgende Auswirkungen:
| Erhöhung (+) / Verminderung (-) | Erhöhung um 50 BP | Verringerung um 50 BP | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.20 15 | ||
| Veränderung des Ergebnisses (nach Steuern) | 109 | 16 | 36 | -17 | ||
| Veränderung der zinsbezogenen Cash-Flow-Hedge-Rücklage |
261 | 412 | -266 | -420 | ||
| Veränderung des Eigenkapitals | 370 | 428 | -230 | -437 |
Als Ausfallsrisiko bezeichnet man das Risiko, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommen kann.
Das Ausfallrisiko bei Forderungen gegenüber Kunden kann als gering eingeschätzt werden, da die Bonität neuer und bestehender Kunden laufend geprüft wird und Sicherheiten gefordert werden. Dies erfolgt einerseits durch Kreditversicherungen und andererseits durch bankmäßige Sicherheiten (Garantien, Akkreditive). In internen Richtlinien werden die Ausfallsrisiken festgelegt und kontrolliert.
Des Weiteren ist der Konzern einem Kreditrisiko aus derivativen Finanzinstrumenten ausgesetzt, das durch Nichterfüllung der vertraglichen Vereinbarungen seitens der Vertragspartner entsteht. Bei den Vertragspartnern handelt es sich um internationale Finanzinstitute. Bei den derivativen Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert ist das Ausfallsrisiko auf deren Wiederbeschaffungskosten beschränkt, wobei das Ausfallsrisiko als gering eingestuft werden kann, da es sich bei den Vertragspartnern ausschließlich um Banken mit hoher Bonität handelt.
Auf der Aktivseite stellen die ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Ausfallrisiko dar. Mit Ausnahme der unter Punkt 33.2. des Konzernanhangs beschriebenen Aufrechnungsvereinbarung, gibt es zusätzlich keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen. Die Buchwerte der Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:
| Buchwert 31.12.2016 |
davon: Zum Abschluss stichtag weder wertgemindert noch überfällig |
davon: Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig |
davon wertge mindert |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | bis 30 Tage |
30 bis 60 Tage |
60 bis 90 Tage |
mehr als 90 Tage |
|||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
121.873 | 98.814 | 15.516 | 2.564 | 1.079 | 2.455 | 1.445 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
2.055 | 1.361 | 256 | 54 | 183 | 201 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögens werte (kurz- und langfristig) |
50.030 | 49.174 | 483 | 81 | 96 | 196 | 0 |
| Finanzanlagen - Ausleihungen | 1.970 | 1.970 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 175.928 | 151.319 | 16.255 | 2.699 | 1.358 | 2.852 | 1.445 |
| Buchwert 31.12.2015 |
davon: Zum Abschluss stichtag weder wertgemindert noch überfällig |
davon: Zum Abschlussstichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig |
davon wertge mindert |
||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | bis 30 Tage |
30 bis 60 Tage |
60 bis 90 Tage |
mehr als 90 Tage |
|||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
110.831 | 86.742 | 13.658 | 2.605 | 1.752 | 3.266 | 2.808 |
| Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen |
6.189 | 5.476 | 170 | 163 | 49 | 331 | 0 |
| Sonstige finanzielle Vermögens werte (kurz- und langfristig) |
26.179 | 25.604 | 205 | 30 | 47 | 293 | 0 |
| Finanzanlagen - Ausleihungen | 2.045 | 2.045 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 145.244 | 119.867 | 14.033 | 2.798 | 1.848 | 3.890 | 2.808 |
Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der finanziellen Liefer- und sonstigen Forderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.
Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements in der KTM Industries-Gruppe ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität sicherzustellen. Liquiditätsrisiken liegen insbesondere auch darin, dass die Einzahlungen aus Umsatzerlösen durch eine Abschwächung der Nachfrage unter den Planannahmen liegen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien (Bar- und Avalkredite) und bei Bedarf in Form von Barbeständen bei Banken von hoher Bonität vorgehalten. Der Sicherstellung der kurz- und mittelfristigen Liquidität wird allerhöchste Priorität beigemessen. Darüber hinaus ist die Maximierung des Free-Cashflows durch Kostensenkungsmaßnahmen, proaktives Working-Capital-Management sowie reduzierte Investitionsausgaben eine wesentliche Steuerungsgröße. Es liegen aus heutiger Sicht ausreichende Zusagen zur Bonität unserer strategischen Finanzpartner und somit zur Absicherung der kurzfristigen Liquiditätsreserven vor. Der langfristige Liquiditätsbedarf wird durch die Emission von Unternehmensaktien und -anleihen, die Aufnahme von Darlehen oder Kapitalerhöhungen sichergestellt.
Die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Cash-flows (Zins- und Tilgungszahlungen) sowie die Restlaufzeiten der finanziellen Schulden setzen sich wie folgt zusammen:
| Buchwert | Cash-Flows 2017 | Cash-Flows 2018 bis 2021 | Cash-Flows ab 2022 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2016 | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||||||||
| Verzinsliche Verbindlichkeiten |
463.834 | 6.237 | 1.204 | 97.082 | 17.529 | 3.157 | 212.188 | 10.289 | 1.364 | 155.177 |
| Anleihen | 150.700 | 4.176 | 0 | 93.100 | 2.036 | 0 | 57.800 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing |
1.641 | 0 | 15 | 572 | 0 | 22 | 1.069 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
130.864 | 0 | 0 | 130.864 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbunde nen Unternehmen |
1.859 | 0 | 0 | 1.859 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurz- u. langfristig) |
55.098 | 0 | 0 | 51.446 | 0 | 0 | 3.652 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 803.996 | 10.413 | 1.219 | 374.923 | 19.565 | 3.179 | 274.709 | 10.289 | 1.364 | 155.177 |
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Derivate mit negativem Marktwert |
147 | 0 | 0 | 147 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 147 | 0 | 0 | 147 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | ||||||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Derivate mit negativem Marktwert (Cash Flow Hedge)" |
7.518 | 273 | 0 | 6.716 | 818 | 0 | 255 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 7.518 | 273 | 0 | 6.716 | 818 | 0 | 255 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 811.661 | 10.686 | 1.219 | 381.786 | 20.383 | 3.179 | 274.964 | 10.289 | 1.364 | 155.177 |
| Buchwert | Cash-Flows 2016 | Cash-Flows 2017 bis 2020 | Cash-Flows ab 2021 | |||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2015 | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung | Zinsen fix |
Zinsen variabel |
Tilgung |
| Zu fortgeführten Anschaffungskosten | ||||||||||
| Verzinsliche Verbindlichkeiten |
329.556 | 4.275 | 1.409 | 55.126 | 12.329 | 4.017 | 218.473 | 6.013 | 286 | 56.189 |
| Anleihen | 170.507 | 7.582 | 0 | 1.010 | 7.623 | 0 | 170.000 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten Finanzierungsleasing |
22.504 | 4 | 404 | 1.207 | 0 | 1.415 | 3.998 | 0 | 2.230 | 17.299 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
111.399 | 0 | 0 | 111.399 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbunde nen Unternehmen |
2.158 | 0 | 0 | 2.158 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (kurz- u. langfristig) |
41.346 | 0 | 0 | 35.098 | 0 | 0 | 921 | 0 | 0 | 5.327 |
| Summe | 677.470 | 11.861 | 1.813 | 205.998 | 19.952 | 5.432 | 393.392 | 6.013 | 2.516 | 78.815 |
| Zu Handelszwecken gehalten | ||||||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Derivate mit negativem Marktwert |
645 | 141 | 0 | 0 | 0 | 0 | 500 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 645 | 141 | 0 | 0 | 0 | 0 | 500 | 0 | 0 | 0 |
| Beizulegender Zeitwert - Sicherungsinstrumente | ||||||||||
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Derivate mit negativem Marktwert (Cash Flow Hedge)" |
2.923 | 786 | 0 | 1.780 | 863 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 2.923 | 786 | 0 | 1.780 | 863 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 681.038 | 12.788 | 1.813 | 207.778 | 20.815 | 5.432 | 393.892 | 6.013 | 2.516 | 78.815 |
Einbezogen wurden alle Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue finanzielle Verbindlichkeiten gehen nicht ein. Bei den laufenden Betriebsmittelkrediten wurde eine durchschnittliche Restlaufzeit von 12 Monaten unterstellt; diese Kredite werden aber regelmäßig prolongiert und stehen - wirtschaftlich betrachtet - länger zur Verfügung. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem Bilanzstichtag gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Laufzeitband zugeordnet.
Die vom Konzern abgeschlossenen derivativen Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte und Zinsswaps) werden im Wesentlichen zur Absicherung des Fremdwährungs- und Zinsänderungsrisikos abgeschlossen.
Im Rahmen des Cash-flow-Hedge-Accounting werden sowohl variable zukünftige Zahlungsströme aus langfristigen Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis 2020 als auch zukünftige operative Fremdwährungszahlungsströme, deren Ein-/Ausgang in den nächsten 12 Monaten geplant wird, abgesichert.
Nachfolgende als Sicherungsinstrumente eingesetzte, derivative Finanzinstrumente werden zum 31.12.2016 eingesetzt:
| Nominalbetrag 31.12.2016 |
Marktwerte 31.12.2016 |
Exposures 31.12.2016 |
Laufzeit bis 1 Jahr |
Laufzeit 1- 5 Jahre |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | in 1000 Landeswährung |
in TEUR | in TEUR | ||
| Devisentermingeschäfte | |||||
| USD | 135.800 | -4.625 | 183.020 | 118.800 | 17.000 |
| JPY | 2.591.755 | -551 | 41.064 | 2.591.755 | 0 |
| CAD | 50.700 | -634 | 56.570 | 49.700 | 1.000 |
| GBP | 40.250 | 2.637 | 69.359 | 39.250 | 1.000 |
| CHF | 18.900 | -198 | 23.848 | 18.900 | 0 |
| SEK | 111.600 | 72 | 19.941 | 111.600 | 0 |
| MXN | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| DKK | 10.250 | 0 | 2.694 | 10.250 | 0 |
| PLN | 19.250 | 61 | 10.428 | 19.250 | 0 |
| NOK | 48.200 | -72 | 8.160 | 48.200 | 0 |
| CZK | 83.450 | 9 | 9.123 | 83.450 | 0 |
| ZAR | 50.000 | -60 | 19.585 | 50.000 | 0 |
| Zinsswaps | 35.718 | -989 | 0 | 854 | 34.864 |
| Nominalbetrag 31.12.2015 |
Marktwerte 31.12.2015 |
Exposures 31.12.2015 |
Laufzeit bis 1 Jahr |
Laufzeit 1- 5 Jahre |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | in 1000 Landeswährung |
in TEUR | in TEUR | ||
| Devisentermingeschäfte | |||||
| USD | 67.000 | -817 | 81.199 | 67.000 | 0 |
| JPY | 2.310.000 | 422 | 26.853 | 2.310.000 | 0 |
| CAD | 37.470 | 1.505 | 34.263 | 37.470 | 0 |
| GBP | 32.860 | 700 | 48.520 | 32.860 | 0 |
| CHF | 18.590 | 236 | 20.843 | 18.590 | 0 |
| SEK | 117.000 | -117 | 19.842 | 117.000 | 0 |
| MXN | 56.500 | 181 | 8.884 | 56.500 | 0 |
| DKK | 6.030 | 2 | 2.661 | 6.030 | 0 |
| PLN | 11.350 | 57 | 6.710 | 11.350 | 0 |
| NOK | 16.480 | 87 | 6.931 | 16.480 | 0 |
| CZK | 132.000 | -7 | 7.848 | 132.000 | 0 |
| ZAR | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zinsswaps | 80.572 | -1.606 | 0 | 44.846 | 35.726 |
Bei folgenden derivativen Finanzinstrumenten konnte keine Sicherungsbeziehung hergestellt werden:
| Nominalbetrag 31.12.2016 |
Marktwerte 31.12.2016 |
Laufzeit bis 1 Jahr |
Laufzeit 1- 5 Jahre |
|
|---|---|---|---|---|
| in 1000 | in TEUR | |||
| Zinsswaps | Landeswährung 20.000 |
-147 | 20.000 | 0 |
| Nominalbetrag 31.12.2015 |
Marktwerte 31.12.2015 |
Laufzeit bis 1 Jahr |
Laufzeit 1- 5 Jahre |
|
| in 1000 Landeswährung |
in TEUR | |||
| Zinsswaps | 31.000 | -645 | 11.000 | 20.000 |
Die von der KTM Industries-Gruppe abgeschlossenen Devisentermingeschäfte werden im Wesentlichen zur Absicherung künftig beabsichtigter Umsätze und Materialaufwendungen in Fremdwährungen gegen das Risiko von Wechselkursschwankungen abgeschlossen.
Zum 31.12.2016 wurden Payer Interest Rate Swaps in Höhe von TEUR 55.718 (Vorjahr: TEUR 111.572) zur Reduzierung der Volatilität variabler Zinszahlungen aus Krediten gehalten. Davon wurden Zinsswaps mit einem Nominale von TEUR 20.000 (Vorjahr: TEUR 31.000) mit einem negativen Marktwert von TEUR 147 (Vorjahr: TEUR 645) als "zu Handelszwecken gehalten" klassifiziert.
Unter den Gebäuden wurde im Vorjahr ein Finanzierungsleasing ausgewiesen, bei dem die KTM-Gruppe als Leasingnehmer auftrat. Dabei handelt es sich um das Logistikzentrum am Standort Munderfing, welches in 2015 fertiggestellt wurde. Nach Ablauf der Vertragslaufzeit von 15 Jahren bestand ein Andienungsrecht, das Gebäude zum Restwert zu erwerben. Im Zusammenhang mit dem Erwerb der KTM Logistikzentrum GmbH wurden die offenen Finanzierungsleasingverbindlichkeiten gegenüber dem Leasinggeber für das Logistikzentrum am Standort Munderfing vorzeitig getilgt. Aufgrund der Erstkonsolidierung der KTM Logistikzentrum GmbH am 16.9.2016 erfolgt der Ausweis des Logistikzentrums unverändert im Sachanlagevermögen des Konzerns.
Im Dezember 2016 wurden Finanzierungsleasingverträge für Werkzeuge (Spezialleasing) mit einer Laufzeit von 3-5 Jahren abgeschlossen, wofür im Geschäftsjahr 2016 noch keine Zinszahlungen angefallen sind.
Der Buchwert der Finanzierungsleasingverhältnisse stellt sich wie folgt dar:
| 2016 | Gebäude | Maschinen |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Anschaffungswert | 0 | 4.743 |
| Kumulierte Abschreibung | 0 | -2.936 |
| Buchwert | 0 | 1.807 |
| 2015 | Gebäude | Maschinen |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Anschaffungswert | 27.050 | 3.757 |
| Kumulierte Abschreibung | -360 | -2.851 |
| Buchwert | 26.690 | 906 |
Der Barwert der Mindestleasingzahlungen stellt sich wie folgt dar:
| Leasingzahlungen | Barwerte | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
| Bis zu 1. Jahr | 590 | 1.489 | 584 | 1.463 |
| 2 bis 5 Jahre | 1.091 | 4.910 | 1.057 | 4.660 |
| Über 5 Jahre | 0 | 24.919 | 0 | 19.815 |
| 1.681 | 31.318 | 1.641 | 25.938 | |
| abzüglich Zinszahlungen | -40 | -4.054 | ||
| abzüglich Kautionen | 0 | -4.760 | ||
| Buchwert der Leasingverpflichtungen | 1.641 | 22.504 |
Die Zahlungsverpflichtungen aus Finanzierungsleasing werden in der Konzernbilanz unter den Finanzverbindlichkeiten, siehe Punkt 26., ausgewiesen.
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Zinsen aus Finanzierungsleasingverhältnissen in der Höhe von TEUR 308 (Vorjahr: TEUR 168) erfasst.
Neben den Finanzierungsleasingverhältnissen gibt es in der KTM Industries-Gruppe Miet- bzw. Leasingverhältnisse, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operatingleasingverhältnisse zu klassifizieren sind. Die Leasingverträge beinhalten Leasingraten, die meist auf variablen Miet- bzw. Leasingzinsen basieren.
Zahlungen aus als Aufwand erfassten Leasingzahlungen (Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen) aus Operatingleasingverhältnissen betragen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 14.079 (Vorjahr: TEUR 13.906).
Die Nutzung von nicht im Sachanlagevermögen ausgewiesenen Miet- und Leasinggegenständen (im Wesentlichen, die Miete von Grundstücken, Betriebs- und Verwaltungsgebäuden und Lagerplätzen, sowie Leasing von CNC-Maschinen, KFZ- und EDV-Ausstattung) bringt Verpflichtungen gegenüber Dritten von TEUR 67.964 (Vorjahr: TEUR 62.755) mit sich, welche wie folgt fällig werden:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Bis zu 1. Jahr | 15.013 | 11.751 |
| 2 bis 5 Jahre | 42.633 | 38.715 |
| Über 5 Jahre | 10.318 | 12.289 |
| 67.964 | 62.755 |
Die Definition für Aufwendungen aus Operating-Leasingverhältnissen wurde konzerneinheitlich definiert. Die Angabe umfasst auch langfristige Mieten für Grundstücke bzw. Superädifikate und Gebäude.
Die ausgewiesenen Aufwendungen beinhalten keine wesentlichen bedingten Mietzahlungen oder Zahlungen aus Untermietverhältnissen. Die Operatingleasingverträge sind meist variabel verzinst.
Neben den Finanzierungs- und Operatingleasingverhältnissen, wo die KTM Industries-Gruppe als Leasingnehmer auftritt, gibt es in der KTM Industries-Gruppe Miet- bzw. Leasingverhältnisse, die nach ihrem wirtschaftlichen Gehalt als Operatingleasingverhältnisse aus Sicht des Leasinggebers zu klassifizieren sind. Operatingleasingverhältnisse werden über eine Grundmietzeit von bis zu 25 Jahren abgeschlossen. Die Leasingverträge beinhalten Leasingraten, die meist auf variablen Mietzinsen basieren.
Es bestehen Ansprüche auf den Erhalt von Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operatingleasingverhältnissen, die wie folgt fällig werden:
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
|---|---|---|
| in TEUR | ||
| Bis zu 1. Jahr | 0 | 824 |
| 2 bis 5 Jahre | 0 | 412 |
| Über 5 Jahre | 0 | 0 |
| 0 | 1.236 |
Die Leasingerträge aus Operatingleasingverhältnissen betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 234 (Vorjahr: TEUR 969).
Im Geschäftsjahr 2016 hat der Konzern Verträge über den Kauf von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagevermögen im Jahr 2016 im Wert von TEUR 14.082 (Vorjahr: TEUR 8.859) geschlossen. In 2016 ist der größte Teil dieser Verpflichtung dem Neubau des High Performance Antriebswerkes bei der Pankl-Gruppe in Kapfenberg in der Höhe von TEUR 10.466 und der Auspufffertigung bei der WP-Gruppe in Munderfing in der Höhe von TEUR 2.163 (Vorjahr: 6.445) zuzuordnen.
In der KTM Industries AG erfolgt die Steuerung der Geschäftstätigkeit auf Basis der einzelnen Unternehmensgruppen (KTM-Gruppe, WP-Gruppe, PANKL-Gruppe). Die einzelnen Unternehmensgruppen werden separat geführt und an die KTM Industries AG gemäß den IFRS Rechnungslegungsvorschriften berichtet. Der für den Segmentbericht relevante Hauptentscheidungsträger ist der Gesamtvorstand der KTM Industries AG. Die Segmentberichterstattung erfolgt gemäß den internen Berichten mit den Segmenten KTM, WP, PANKL sowie Sonstige.
Im Bereich "Sonstige" werden die KTM Industries AG, die K KraftFahrZeug Holding GmbH und die PF Beteiligungsverwaltungs GmbH dargestellt. Im Vorjahreszeitraum ist die AGM Durmont Austria GmbH enthalten, welche im April 2015 endkonsolidiert wurde.
Eine Beschreibung der einzelnen Segmente erfolgt unter Punkt I.
Die Segmentsteuerungsgröße EBIT beschreibt das betriebliche Ergebnis der Periode vor Finanzergebnis und Ertragsteuern.
Für segmentübergreifende Angaben (Darstellung der Umsatzerlöse nach Regionen und Produktgruppen) für das Geschäftsjahr 2016 und 2015 verweisen wir auf Punkt 6. Umsatzerlöse sowie bezüglich Produkten und Dienstleistungen der einzelnen Segmente auf Punkt I.
Keines der Segmente weist eine Abhängigkeit von externen Kunden im Sinn des IFRS 8.34 auf.
Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten erfolgen zu marktüblichen Bedingungen.
Die Segmentberichterstattung wird auf Seite 163 angeführt.
Im Februar 2017 wurde die KTM Industries AG informiert, dass der Hauptaktionär Pierer Industrie AG im Rahmen einer prospektfreien internationalen Privatplatzierung an qualifizierte Anleger 27.205.398 Aktien der KTM Industries AG veräußert hat. Dies entspricht einer Beteiligung am Grundkapital der Gesellschaft von rund 12,1%. Zusätzlich wurden Aktien im Ausmaß von rund 0,9% des Grundkapitals der Gesellschaft von Dritten veräußert. Die Pierer Industrie AG hält weiterhin eine Beteiligung an der KTM Industries AG in Höhe von rund 62,8% des Grundkapitals der Gesellschaft.
Die KTM Industries AG wurde im Februar 2017 über den positiven Ausgang des Schiedsverfahrens über den Verkauf der Peguform-Gruppe informiert. Das seit nunmehr fast vier Jahren bei einem deutschen Schiedsgericht anhängige Verfahren hinsichtlich Gewährleistungsansprüchen aus dem Verkauf der Peguform Gruppe im Jahr 2012 wurde nunmehr zu hundert Prozent zugunsten der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, eine 100 % Tochter der KTM Industries AG, entschieden. Das Schiedsgericht wies die Klage des Käufers als unbegründet ab. Der seit der Veräußerung der Beteiligung auf einem Treuhandkonto hinterlegte Restkaufpreis in Höhe von rund € 20,3 Mio. fließt nun zur Gänze der Unternehmensgruppe KTM Industries zu.
Weitere Ereignisse nach dem 31.12.2016, die für die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden materiell sind, sind entweder im vorliegenden Abschluss berücksichtigt oder nicht bekannt.
Die Aktien der KTM Industries AG, Wels, werden zum Stichtag 31. Dezember 2016 zu 74,89 % von der Pierer Industrie AG, Wels, gehalten. Die Pierer Industrie AG wiederum ist zu 100 % im Besitz der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels. Alleiniger Gesellschafter der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels, ist Herr Dipl.-Ing. Stefan Pierer.
Herr Dipl.-Ing. Stefan Pierer übt folgende wesentliche Organfunktionen im Pierer Konzerngesellschaft mbH-Konzern aus:
Im Geschäftsjahr 2016 kaufte die KTM Industries AG insgesamt 38,48% der Anteile an der Pankl Racing Systems AG in Höhe von TEUR 36.066 von der Pierer Industrie AG und der Pierer Konzerngesellschaft mbH. Weitere 0,2% der Anteile wurden von Dritten erworben. Dadurch erhöhte sich der Beteiligungsanteil der KTM Industries AG an der Pankl Racing Systems AG von 55,85% (31.12.2015) auf 94,53% (31.12.2016). Durch diese wesentliche Aufstockung wird die Pankl-Gruppe in ihrer strategischen Positionierung innerhalb der KTM Industries-Gruppe nachhaltig gestärkt.
Weiters wurden im Juli 2016 konzernintern 24% der Anteile an der WP AG von der KTM Industries AG an die KTM AG verkauft. Aufgrund dieser Transaktion und unter Berücksichtigung des Erwerbes von WP-Anteilen in Höhe von 10,38% von Dritten verringerte sich der Beteiligungsanteil (direkt und indirekt) der KTM Industries AG an der WP AG leicht von 89,48% (31.12.2015) auf 88,26% (31.12.2016).
Die KTM Industries AG und die WP AG verkauften insgesamt 6% der Anteile an der WP Immobilien GmbH an die P Immobilienverwaltung GmbH.
Im Geschäftsjahr 2016 wurde zudem eine nicht betriebsnotwendige Liegenschaft um TEUR 4.722 an die PIERER IMMOREAL GmbH verkauft. Der Kaufpreis wurde im April 2016 bezahlt.
Aufgrund der strategischen Orientierung der KTM Industries-Gruppe auf den automotiven Nischenbereich wurde die Network Performance Channel GmbH, Deutschland an die Pierer Industrie AG verkauft.
Die KTM Industries AG hat im Februar 2016 der AGM Durmont Austria GmbH einen Gesellschafterzuschuss in Höhe von TEUR 1.817 gewährt.
Zur Eigenkapitalstärkung und Finanzierung der in 2016 getätigten Erwerbe in ihre Kernbeteiligungen KTM, Pankl und WP, mit einem Gesamtinvestitionsvolumen in Höhe von TEUR 58.995 hat die KTM Industries AG eine nachrangige 5,00% Anleihe ohne feste Laufzeit (Ewige Anleihe) in Höhe von TEUR 60.000 begeben. Diese ewige Anleihe wurde von der Pierer Industrie AG gezeichnet, unterliegt nicht der Prospektpflicht und wird im Eigenkapital der Gruppe im IFRS-Konzernabschluss ausgewiesen. Im Geschäftsjahr sind Zinsen in Höhe von TEUR 1.414 angefallen, welche in 2017 zahlungswirksam sind.
Zum 31.12.2016 bestehen gegenüber der Pierer Industrie AG offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 18) sowie offene Forderungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 11) aus laufenden Verrechnungen und Dienstleitungen. Im Geschäftsjahr 2016 bestehen keine offenen Forderungen gegenüber der Pierer Industrie AG aufgrund von Aktienverkäufen (Vorjahr: TEUR 3.150). Zudem sind mit der Pierer Industrie AG Erträge in Höhe von TEUR 467 (Vorjahr: TEUR 438) sowie Aufwendungen in Höhe von TEUR 45 (Vorjahr: TEUR 469) entstanden.
Seit dem Jahr 2007 besteht eine Kooperation mit der indischen Bajaj-Gruppe. Die Bajaj-Gruppe ist der zweitgrößte Hersteller in Indien mit einem Absatz von ca. 3,89 Mio. Motorrädern und Three-Wheelern im letzten Geschäftsjahr (Bilanzstichtag 31.3.2016). Den Schwerpunkt der Zusammenarbeit bildet die gemeinsame Entwicklung von Street-Motorrädern im Einstiegssegment, welche in Indien produziert und unter der Marke KTM von beiden Unternehmen in ihren Stammmärkten vertrieben werden.
Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Herr Rajiv Bajaj, ist Geschäftsführer der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien. Das Aufsichtsratsmitglied Herr Srinivasan Ravikumar ist Director der Bajaj Auto International Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande und President of Business Development and Assurance der Bajaj Auto Ltd. Die Bajaj Auto International Holdings B.V., Amsterdam, Niederlande, ein Tochterunternehmen der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien, hält zum 31.12.2016 47,99 % an der KTM AG. Gegenüber der Bajaj Auto Ltd., Pune, Indien, besteht zum 31.12.2016 eine Forderung (inklusive Forderungen aus geleisteten Anzahlungen) in Höhe von TEUR 4.255 sowie eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: Forderung in Höhe von TEUR 227 sowie eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 2.735). Die Bajaj Auto International Holdings B.V. gewährte der KTM AG ein kurzfristiges, fremdüblich verzinstes Darlehen in Höhe von TEUR 5.000 mit einer Laufzeit bis 31.3.2015, welches im Vorjahr vereinbarungsgemäß getilgt wurde. Die Bajaj Auto International Holdings B.V. gewährte der KTM AG vom 24.10.2016 bis zum 22.12.2016 ein kurzfristiges, fremdüblich verzinstes Darlehen in Höhe von TEUR 10.000. Zudem sind aus der Kooperation mit der Bajaj-Gruppe Aufwendungen in Höhe von TEUR 65.452 (Vorjahr: TEUR 74.493) entstanden.
An die KTM New Zealand Ltd. und die KTM Middle East Al Shafar LLC, zwei Generalimporteure der KTM-Gruppe, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, erfolgen fremdübliche Lieferungen von Motorrädern und Ersatzteilen. An KTM-Händler, an denen die KTM-Gruppe Minderheitenanteile hält und die als sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte bilanziert werden, erfolgen fremdübliche Lieferungen von Motorrädern und Ersatzteilen.
Die KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc., Philippinen, wurde im Juni 2016 gemeinsam mit dem Partner Ayala Corp. gegründet. Die Beteiligung der KTM Gruppe beträgt 26%. Die Gesellschaft wird ab Mitte 2017 die CKD (Completely-Knocked-Down) Assemblierung für KTM-Motorräder auf den Philippinen beginnen. Zum 31.12.2016 war die Gesellschaft noch nicht operativ tätig.
Die Wohnbau-west Bauträger Gesellschaft m.b.H., ein unmittelbares Tochterunternehmen der Pierer Konzerngesellschaft mbH, erbrachte in 2015 als Generalunternehmer Leistungen im Zusammenhang mit der Planung und Errichtung des KTM-Logistikzentrums in Munderfing für die Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH (nunmehr: KTM Logistikzentrum GmbH), mit welcher die KTM Immobilien GmbH einen fremdüblichen Leasingvertrag abgeschlossen hat. Die von der Wohnbau-west Bauträger Gesellschaft m.b.H. in 2015 erbrachten Bauleistungen betragen TEUR 14.730.
An der in 2015 gegründeten Mattighofen Museums-Immobilien GmbH sind die Pierer Konzerngesellschaft GmbH (51%) und die KTM Immobilien GmbH (49%) beteiligt. Zum 31.12.2016 bestehen Forderungen in der Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 17). Die KTM Immobilien GmbH hat gemäß ihrem Anteil im Geschäftsjahr 2016 einen anteiligen Gesellschafterzuschuss in Höhe von TEUR 2.300 an die Mattighofen Museums-Immobilien GmbH geleistet.
Die KTM AG gewährte der TRUE Management & Investment GmbH, welche im Einflussbereich des Vorstandsmitglieds Herr Ing. Mag. Hubert Trunkenpolz steht, ein fremdüblich verzinstes Darlehen mit einer Laufzeit bis zum 31.12.2017 und jährlichen Verlängerungsoptionen bis längstens 28.2.2018. Zum Bilanzstichtag waren TEUR 100 an Darlehensforderungen angesetzt.
Herr Mag. Gerald Kiska gehört dem Aufsichtsrat der KTM Industries AG, Wels, an und ist als geschäftsführender Gesellschafter der Kiska GmbH, Anif, an der die KTM AG, Mattighofen, zu 26,0 % beteiligt ist, tätig. Weiters ist Herr Mag. Kiska in der KTM Technologies GmbH, Anif als Geschäftsführer bestellt. Für Leistungen der Kiska GmbH, Anif, sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von TEUR 13.852 (Vorjahr: TEUR 12.278) sowie Erträge in Höhe von TEUR 620 (Vorjahr: TEUR 684) angefallen. Gegenüber der Kiska GmbH, Anif, bestanden zum 31.12.2016 offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.488 (Vorjahr: TEUR 3.722).
Aufgrund des Anteilsverkaufes im Geschäftsjahr 2016 der Pierer Industrie AG an der All for One Steeb AG in Höhe von 25,07% wird die All for One nicht mehr als nahe stehendes Unternehmen klassifiziert. Die All for One Steeb AG erbrachte IT-Beratungsleistungen für die KTM Industries-Gruppe im Vorjahr in Höhe von TEUR 5.435. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 bestanden gegenüber der All for One Steeb AG offene Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.361.
Im Geschäftsjahr 2016 erhielten die beiden Gesellschafter (mittelbar und unmittelbar) Pierer Industrie AG und Pierer Konzerngesellschaft mbH Dividenden von der KTM Industries AG in Höhe von TEUR 5.202 aus dem vorangegangenen Geschäftsjahr 2015.
Die weiteren Geschäftsvorfälle und die Beträge der ausstehenden Salden mit nahestehenden Unternehmen und Personen stellen sich wie folgt dar:
| 2016 | Forderungen | Verbindlichkeiten | Erträge | Aufwendungen |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||
| Gesellschafter (mittelbar und unmittelbar) | 355 | 1.487 | 413 | 6.011 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 2.961 | 0 | 6.213 | 955 |
| Sonstige nahe stehende Unternehmen | 3.221 | 601 | 9.110 | 6.756 |
| 6.537 | 2.088 | 15.737 | 13.722 |
| 2015 | Forderungen | Verbindlichkeiten | Erträge | Aufwendungen |
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||
| Gesellschafter (mittelbar und unmittelbar) | 10 | 1.657 | 649 | 5.424 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 3.652 | 86 | 11.618 | 672 |
| Sonstige nahe stehende Unternehmen | 4.952 | 737 | 13.116 | 5.368 |
| 8.614 | 2.480 | 25.383 | 11.464 |
Sämtliche Transaktionen mit nahe stehenden Unternehmen erfolgten zu marktüblichen Bedingungen.
Die Gesellschaft ist seit Veranlagung 2014 Gruppenmitglied der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels. Die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden dem Gruppenträger zugerechnet. Die zu leistenden Steuerumlagen zwischen dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied wurde in Form von einer Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung geregelt. Ein steuerlicher Verlust inklusive der beteiligten Tochtergesellschaften wird evident gehalten und mit künftigen steuerlichen Gewinnen verrechnet. Für bei Beendigung des Vertrages nicht verrechnete Verluste ist eine Ausgleichszahlung vereinbart.
Der Beteiligungsspiegel enthält alle Gesellschaften, die neben den Mutterunternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden (siehe Seiten 158-162).
Nach den Vorschriften des Aktiengesetzes bildet der nach österreichischen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellte Einzelabschluss der KTM Industries AG zum 31.12.2016 die Basis für die Dividendenausschüttung.
Für das Geschäftsjahr 2016 wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn der KTM Industries AG in Höhe von TEUR 19.574, eine Dividende von EUR 0,03 je Aktie (entspricht insgesamt TEUR 6.762) auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. Vom Bilanzgewinn 2015 wurde eine Dividende in Höhe von ebenfalls EUR 0,03 je Aktie ausgeschüttet.
Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2016 nachstehende Herren bestellt:
Als jeweils kollektivvertretungsbefugte Vorstandsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2016 nachstehende Herren bestellt:
Wels, am 10. März 2017
Der Vorstand
Dipl.-Ing. Stefan Pierer Mag. Friedrich Roithner Ing. Alfred Hörtenhuber Mag. Wolfgang Plasser
Anlage 1 zum Konzernanhang (Seite 158ff): Beteiligungsspiegel zum 31.12.2016 Anlage 2 zum Konzernanhang (Seite 163): Segmentberichterstattung zum 31.12.2016
(vormals: CROSS Industries AG), Wels zum 31. Dezember 2016
| Erstkonso lidierungs |
Anteils | Konsolidie | Anteils | Konsolidie | |
|---|---|---|---|---|---|
| Gesellschaft | zeitpunkt | höhe % | rungsart | höhe % | rungsart |
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||||
| Vollkonsolidierte Gesellschaften: | |||||
| Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg | 1.1.2008 | 94,53 | KVI | 55,85 | KVI |
| Pankl Engine Systems GmbH & Co KG, Bruck an der Mur |
1.1.2008 | 94,53 | KVI | 55,85 | KVI |
| Pankl Drivetrain Systems GmbH & Co KG, Kapfenberg |
1.1.2008 | 94,53 | KVI | 55,85 | KVI |
| Pankl Racing Systems UK Ltd., Bicester, Großbritannien |
1.1.2008 | 94,53 | KVA | 55,85 | KVA |
| Pankl Holdings, Inc., Irvine, USA | 1.1.2008 | 94,53 | KVA | 55,85 | KVA |
| Capital Technology Beteiligungs GmbH, Bruck an der Mur |
1.1.2008 | 94,53 | KVI | 55,85 | KVI |
| CP-CARRILLO, Inc. (vormals: CP-CARRILLO, LLC.), Irvine, USA |
1.1.2008 | 94,53 | KVA | 39,10 | KVA |
| Pankl Emission Control Systems GmbH, Kapfenberg |
1.1.2008 | 94,53 | KVI | 55,85 | KVI |
| Pankl Aerospace Systems Inc., Cerritos, USA | 1.1.2008 | 94,53 | KVA | 55,85 | KVA |
| Pankl Systems Austria GmbH, (vormals: Pankl Beteiligungs GmbH), Kapfenberg |
1.1.2008 | 94,53 | KVI | 55,85 | KVI |
| Pankl Schmiedetechnik GmbH & Co KG, Kapfenberg |
1.1.2008 | 94,53 | KVI | 55,85 | KVI |
| Pankl Aerospace Systems Europe GmbH, Kapfenberg |
1.1.2008 | 94,53 | KVI | 55,85 | KVI |
| Pankl Automotive Slovakia s.r.o., Topolcany, Slowakei |
1.1.2008 | 94,53 | KVA | 55,85 | KVA |
| Pankl - APC Turbosystems GmbH, Mannheim, Deutschland |
28.9.2012 | 66,17 | KVA | 39,10 | KVA |
| WP AG, Munderfing | 30.6.2005 | 88,26 | KVI | 89,48 | KVI |
| WP Performance Systems GmbH, Munderfing | 30.11.2007 | 88,26 | KVI | 89,48 | KVI |
| WP Components GmbH, Munderfing | 31.12.2009 | 88,26 | KVI | 89,48 | KVI |
| WP Immobilien GmbH, Munderfing | 30.4.2005 | 82,97 | KVI | 90,01 | KVI |
| K KraftFahrZeug Holding GmbH (vormals: | |||||
| CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH), Wels | 30.9.2010 | 100,00 | KVI | 100,00 | KVI |
| KTM AG, Mattighofen | 31.5.2005 | 51,67 | KVI | 51,28 | KVI |
| KTM Immobilien GmbH, Mattighofen | 31.5.2005 | 51,86 | KVI | 51,47 | KVI |
| KTM North America, Inc., Amherst, Ohio, USA | 31.5.2005 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Gesellschaft | Erstkonso lidierungs zeitpunkt |
Anteils höhe % |
Konsolidie rungsart |
Anteils höhe % |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||||
| KTM-Motorsports Inc., Amherst, Ohio, USA | 31.5.2005 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle Japan K.K., Tokyo, Japan | 31.5.2005 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM-Racing AG, Frauenfeld, Schweiz | 31.5.2005 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM-Sportcar GmbH, Mattighofen | 31.5.2005 | 51,67 | KVI | 51,28 | KVI |
| KTM Motorcycles S.A. Pty. Ltd., Northriding, Südafrika |
1.3.2009 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM Sportmotorcycle Mexico C.V. de S.A., Lerma, Mexiko |
1.6.2009 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM South East Europe S.A., Elefsina, Griechenland |
1.11.2010 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM Technologies GmbH, Anif | 1.10.2008 | 38,24 | KVI | 37,95 | KVI |
| KTM Sportmotorcycle GmbH, Mattighofen | 31.3.2011 | 51,67 | KVI | 51,28 | KVI |
| KTM-Sportmotorcycle India Private Limited, Pune, Indien |
1.6.2012 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles GmbH, Mattighofen | 1.1.2013 | 51,67 | KVI | 51,28 | KVI |
| KTM-Sportmotorcycle Deutschland GmbH, (vormals: KTM-Sportmotorcycle GmbH), Ursensollen, Deutschland |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM Switzerland Ltd, Frauenfeld, Schweiz | 31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle UK Limited, Brackley, Großbritannien |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle Espana S.L., Terrassa, Spanien |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle France SAS, Saint Priest, Frankreich |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle Italia s.r.l., Gorle, Italien | 31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle Nederland B.V., Malden, Niederlande |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle Scandinavia AB, Örebro, Schweden |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM-Sportmotorcycle Belgium S.A., Wavre, Belgien |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM Canada Inc., St-Bruno, Kanada | 31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM Hungária Kft., Törökbálint, Ungarn | 31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM Central East Europe s.r.o., Bratislava, Slowakei |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM Österreich GmbH, Mattighofen | 31.12.2013 | 51,67 | KVI | 51,28 | KVI |
| KTM Nordic Oy, Vantaa, Finnland | 31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Gesellschaft | Erstkonso lidierungs zeitpunkt |
Anteils höhe % |
Konsolidie rungsart |
Anteils höhe % |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||||
| KTM Sportmotorcycle d.o.o., Marburg, Slowenien | 31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM Czech Republic s.r.o., Pilsen, Tschechien | 31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM Sportmotorcycle SEA PTE. Ltd., Singapur, Singapur |
1.1.2014 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles Italia S.r.l., Albano Sant'Alessandro, Italien |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles Deutschland GmbH, Ursensollen, Deutschland |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles Espana S.L., Terrassa, Spanien |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles UK Ltd., Brackley, Großbritannien |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles France SAS, Saint Priest, Frankreich |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| HQV Motorcycles Scandinavia AB, Örebro, Schweden |
31.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles North America, Inc., Murrieta, CA, USA |
1.12.2013 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Husqvarna Motorsports, Inc., Murrieta, CA, USA | 1.4.2015 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| Husqvarna Motorcycles S.A. Pty. Ltd., Northriding, Südafrika |
1.4.2015 | 51,67 | KVA | 51,28 | KVA |
| KTM Logistikzentrum GmbH, Mattighofen (vormals: Oberbank Mattigtal Immobilienleasing GmbH, Linz) |
16.9.2016 | 48,56 | KVI | 5,13 | KOI |
| WP Performance Sports GmbH, Munderfing | 30.11.2016 | 61,18 | KVI | - | - |
| KTM Sportmotorcycle MEA DMCC, Dubai | 30.11.2016 | 51,67 | KVA | - | - |
| PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, Wels | 31.12.2016 | 100,00 | KVI | 100,00 | KOI |
| Assoziierte Unternehmen: | |||||
| KTM New Zealand Ltd., Auckland, Neuseeland | - | 13,43 | KEA | 13,33 | KEA |
| Kiska GmbH, Anif | - | 13,43 | KEI | 13,33 | KEI |
| KTM MIDDLE EAST AL SHAFAR LLC, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate |
- | 12,92 | KEA | 12,82 | KEA |
| KTM Asia Motorcycle Manufacturing Inc., Binan, Laguna, Philippines |
- | 17,57 | KEA | - | - |
| Mattighofen Museums-Immobilien GmbH, Mattighofen |
- | 25,41 | KEI | 25,13 | KOI |
| Gesellschaft | Erstkonso lidierungs zeitpunkt |
Anteils höhe % |
Konsolidie rungsart |
Anteils höhe % |
Konsolidie rungsart |
|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 | 31.12.2015 | ||||
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte: | |||||
| Wethje Carbon Composites GmbH, Hengersberg, Deutschland |
- | 17,97 | KOA | 49,00 | KEA |
| Wethje Immobilien GmbH, Vilshofen-Pleinting, Deutschland |
- | 22,89 | KOA | 52,06 | KEA |
| AGM Durmont Austria GmbH (vormals: Durmont Teppichbodenfabrik GmbH), Hartberg |
- | 24,00 | KOI | 24,00 | KOI |
| ACstyria Autocluster GmbH, Grambach | - | 12,33 | KOI | 12,33 | KOI |
| KTM Australia Pty Ltd., Perth, Australien | - | 51,67 | KOA | 51,28 | KOA |
| KTM Finance GmbH, Frauenfeld, Schweiz | - | 51,67 | KOA | 51,28 | KOA |
| KTM Wien GmbH, Vösendorf | - | 39,27 | KOI | 38,97 | KOI |
| KTM do Brasil Ltda., Sao Paulo, Brasilien | - | 51,67 | KOA | 51,28 | KOA |
| KTM Braumandl GmbH, Wels | - | 13,43 | KOI | 13,33 | KOI |
| Project Moto Rütter & Holte GmbH, Oberhausen, Deutschland |
- | 13,43 | KOA | 13,33 | KOA |
| MX - KTM Kini GmbH, Wiesing | - | 13,43 | KOI | 13,33 | KOI |
| KTM Regensburg GmbH, Regensburg, Deutschland | - | 13,43 | KOA | 13,33 | KOA |
| KTM Events & Travel Service AG, Frauenfeld, Schweiz 1) |
- | 51,67 | KOA | 51,28 | KOA |
| KISKA Inc., Murrieta, USA | - | 26,35 | KOA | 26,15 | KOA |
| Cero Design Studio S.L., Barcelona, Spanien | - | 13,43 | KOA | - | - |
| Pankl Japan Inc., Tokyo, Japan | - | 94,53 | KOA | 55,85 | KOA |
| WP Suspension B.V., Malden, Niederlande | - | 88,26 | KOA | 89,48 | KOA |
| WP Cooling Systems (Dalian) Co., Ltd., Dalian, China | - | 88,26 | KOA | 89,48 | KOA |
| WP Germany GmbH, Ursensollen, Deutschland | - | 88,26 | KOA | 89,48 | KOA |
| WP Suspension North America, Inc., Murrieta, CA, USA |
- | 88,26 | KOA | 89,48 | KOA |
| KVI | Vollkonsolidierung, Inland |
|---|---|
| KVA | Vollkonsolidierung, Ausland |
| KEI | Einbeziehung at-equity, Inland |
| KEA | Einbeziehung at-equity, Ausland |
| KOI | Auf Grund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert, Inland |
| KOA | Auf Grund untergeordneter Bedeutung nicht konsolidiert, Ausland |
1) in Liquidation
| 162 | ||
|---|---|---|
| Eigenkapital | Ergebnis | |||
|---|---|---|---|---|
| in TEUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 | 2016 | 2015 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte: | ||||
| KTM Australia Pty Ltd., Perth, Australien 1) | 6 | -6 | 0 | 0 |
| KTM Finance GmbH, Frauenfeld, Schweiz | 2) | 17 | 2) | 0 |
| KTM Wien GmbH, Vösendorf | 2) | 97 | 2) | -6 |
| KTM do Brasil Ltda., Sao Paulo, Brasilien | 746 | 787 | -268 | -289 |
| KTM Braumandl GmbH, Wels | 2) | 138 | 2) | 20 |
| Project Moto Rütter & Holte GmbH, | 2) | 268 | 2) | 106 |
| Oberhausen, Deutschland | ||||
| MX - KTM Kini GmbH, Wiesing | 2) | 98 | 2) | 14 |
| KTM Regensburg GmbH, Regensburg, Deutschland | 2) | -23 | 2) | -46 |
| KISKA, Inc., Murrieta, USA | 557 | 203 | 308 | 111 |
| Cero Design Studio S.L., Barcelona, Spanien | 2) | 297 | 2) | 151 |
1) Letzter verfügbarer Jahresabschluss vom 31. August 2016 2) Noch nicht verfügbar
| 2016 | KTM | WP | PANKL | Sonstige | Konsolidie rung |
Konzern fortgeführte Geschäfts bereiche |
|---|---|---|---|---|---|---|
| in TEUR | ||||||
| Umsatzerlöse (einschließlich Erlöse innerhalb der Segmente) |
1.141.819 | 166.106 | 185.991 | 8.553 | -159.507 | 1.342.962 |
| Umsatzerlöse extern | 1.141.453 | 26.171 | 174.910 | 428 | 0 | 1.342.962 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 102.795 | 12.099 | 13.210 | -3.823 | -1.964 | 122.317 |
| Investitionen | 107.526 | 12.831 | 23.979 | 76 | 0 | 144.412 |
| Abschreibungen | 57.215 | 4.549 | 13.011 | 1.345 | 0 | 76.120 |
| Anteil am Ergebnis von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
2.357 | 0 | 0 | 0 | -1.964 | 393 |
| Bilanzsumme | 1.056.523 | 106.514 | 195.628 | 590.705 | -557.611 | 1.391.759 |
| Eigenkapital | 427.978 | 53.460 | 80.229 | 396.879 | -503.608 | 454.937 |
| Konzern fortgeführte |
||||||
| Konsolidie | Geschäfts | |||||
| 2015 | KTM | WP | PANKL | Sonstige | rung | bereiche |
| in TEUR Umsatzerlöse (einschließlich Erlöse innerhalb der Segmente) |
1.022.487 | 144.583 | 173.638 | 19.641 | -136.779 | 1.223.570 |
| Umsatzerlöse extern | 1.021.385 | 24.377 | 165.494 | 12.314 | 0 | 1.223.570 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit | 95.105 | 9.692 | 10.205 | -2.080 | -69 | 112.853 |
| Investitionen Abschreibungen |
110.893 46.419 |
10.464 3.876 |
11.639 13.437 |
184 1.839 |
-224 0 |
132.956 65.571 |
| Anteil am Ergebnis von Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden |
133 | 0 | 0 | -2.984 | 0 | -2.851 |
| Bilanzsumme | 848.933 | 99.628 | 180.662 | 516.124 | -469.400 | 1.175.947 |
und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Siehe Anhang Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Seite 99ff, Seite 104) sowie Note 17 und 18.
Im Konzernabschluss der KTM Industries AG werden Firmenwerte in Höhe von MEUR 117,7 ausgewiesen.
Mindestens einmal jährlich und bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf Wertminderungen werden Firmenwerte von der Gesellschaft einem Wertminderungstest unterzogen. Hierfür ermittelt die KTM Industries AG den erzielbaren Betrag, der Wertmaßstab im Rahmen des Werthaltigkeitstests ist, anhand eines Discounted-Cashflow-Verfahrens. Die Werthaltigkeit der Firmenwerte wird gesondert für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten 'KTM', 'Pankl' und 'WP' überwacht. Das Ergebnis der Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Zahlungsmittelflüsse (unter Berücksichtigung von künftigen Umsatzwachstum, Ergebnismargen und langfristigen Wachstumsraten) sowie von den verwendeten Diskontierungszinssätzen abhängig und daher mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Faktoren. Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Firmenwert zu hoch bewertet wird.
Die beim Werthaltigkeitstest zugrunde gelegten erwarteten Zahlungsmittelzu- und -abflüsse (Cashflows) haben wir mit der aktuellen vom Aufsichtsrat genehmigten Fünfjahresplanung abgeglichen. Die Planungstreue haben wir anhand von Informationen aus Vorperioden analysiert.
Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen, die in diese Fünfjahresplanung eingeflossen sind sowie der Berechnungsmethode des Werthaltigkeitstestes beurteilt. Wir haben die verwendeten Kapitalkosten den Diskontierungssätzen einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer-Group) gegenüber-
gestellt.
Die bei der Bestimmung der Diskontierungszinssätze herangezogenen Annahmen haben wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt; darüber hinaus haben wir das zur Ermittlung der Diskontierungssätze verwendete Berechnungsschema nachvollzogen.
Durch eigene Sensitivitätsanalysen haben wir ermittelt, ob die getesteten Buchwerte bei möglichen Veränderungen der Annahmen in realistischen Bandbreiten noch ausreichend durch die jeweiligen erzielbaren Beträge gedeckt sind. Wir haben beurteilt, ob die langfristige Entwicklung des Rentabilitätsniveaus in der Rentenphase konsistent und plausibel erscheint.
Diese Prüfungshandlungen haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten vorgenommen.
Wir haben ferner beurteilt, ob die Erläuterungen zur Bewertung der Firmenwerte im Konzernanhang vollständig und sachgerecht sind.
Siehe Anhang Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (Seite 100f, Seite 104) sowie Note 18.
Im Konzernabschluss der KTM Industries AG wird die Marke 'KTM' mit einem Buchwert von MEUR 61,1 ausgewiesen. Die Marke 'KTM' stellt einen immateriellen Vermögenswert mit unbestimmter Nutzungsdauer dar.
Mindestens einmal jährlich und bei Vorliegen von Anhaltspunkten auf Wertminderungen wird die Marke von der Gesellschaft einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Hierfür ermittelt die KTM Industries AG den erzielbaren Betrag, der Wertmaßstab im Rahmen des Werthaltigkeitstests ist, anhand der Lizenzpreisanalogie-Methode. Das Ergebnis der Bewertung ist in hohem Maße von der Einschätzung der künftigen Umsatzerlöse, der zugrunde gelegten Lizenzrate sowie dem verwendeten Diskontierungszinssatz abhängig und daher mit einer erheblichen Unsicherheit behaftet. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Marke ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Faktoren. Das Risiko für den Abschluss liegt darin, dass der Wert der Marke zu hoch bewertet wird.
Die beim Werthaltigkeitstest zugrunde gelegten erwarteten Umsatzerlöse (Cashflows) haben wir mit der aktuellen vom Aufsichtsrat genehmigten Fünfjahresplanung abgeglichen. Die Planungstreue haben wir anhand von Informationen aus Vorperioden analysiert. Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen, die in diese Fünfjahresplanung eingeflossen sind sowie der Berechnungsmethode des Werthaltigkeitstestes beurteilt.
Wir haben die verwendeten Kapitalkosten den Diskontierungssätzen und die zugrunde liegende Lizenzrate einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer-Group) gegenübergestellt.
Die bei der Bestimmung des Diskontierungszinssatzes herangezogenen Annahmen haben wir durch Abgleich mit markt- und branchenspezifischen Richtwerten auf Angemessenheit beurteilt; darüber hinaus haben wir das zur Ermittlung des Diskontierungssatzes verwendete Berechnungsschema nachvollzogen.
Durch eigene Sensitivitätsanalysen haben wir ermittelt, ob der getestete Buchwert der Marke bei möglichen Veränderungen der Annahmen in realistischen Bandbreiten noch ausreichend durch den erzielbaren Betrag gedeckt ist. Wir haben beurteilt, ob die langfristige Entwicklung der erwarteten Umsatzerlöse in der Rentenphase konsistent und plausibel erscheint.
Diese Prüfungshandlungen haben wir unter Einbezug unserer Bewertungsspezialisten vorgenommen.
Wir haben ferner beurteilt, ob die Erläuterungen zur Bewertung der Marke mit unbestimmter Nutzungsdauer im Konzernanhang vollständig und sachgerecht sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens , Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichtes durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.
Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Geschäftsbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke. Der Geschäftsbericht wird uns voraussichtlich nach dem Datum des Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt.
Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.
In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen, sobald diese vorhanden sind und abzuwägen, ob sie angesichts des bei der Prüfung gewonnenen Verständnisses wesentlich in Widerspruch zum Konzernabschluss stehen, oder sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Ernst Pichler.
Linz, am 10. März 2017
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweich¬ende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wels, im März 2017
Der Vorstand der KTM Industries AG
DI Stefan Pierer Mag. Friedrich Roithner Ing. Alfred Hörtenhuber Mag. Wolfgang Plasser
| Finanzkalender | |
|---|---|
| 27. Jänner 2017 | Veröffentlichung vorläufiger Jahreszahlen 2016 |
| 27. März 2017 | Veröffentlichung Jahresfinanzbericht 2016 |
| 17. April 2017 | Nachweisstichtag Hauptversammlung |
| 27. April 2017 | 20. ordentliche Hauptversammlung |
| 2. Mai 2017 | Ex-Dividenden-Tag |
| 3. Mai 2017 | Nachweisstichtag "Dividenden" (Record Date) |
| 4. Mai 2017 | Dividenden-Zahltag |
| 29. August 2017 | Bericht zum 1. Halbjahr 2017 |
Eigentümer, Herausgeber und Verleger KTM Industries AG Edisonstraße 1 4600 Wels, Österreich FN 78112 x / Landes- und Handelsgericht Wels
Grafische Umsetzung: Grafik-Buero Elena Gratzer, 4600 Wels Fotos: KTM-Archiv, Husqvarna-Archiv, Pankl-Archiv, WP-Archiv
Der vorliegende Geschäftsbericht wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und die Richtigkeit der Daten überprüft. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch die Summierung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben geringfügige Rechendifferenzen bzw. Satz- und Druckfehler auftreten können.
Personenbezogene Begriffe wie "Mitarbeiter" oder "Arbeitnehmer" werden aus Gründen der Lesbarkeit geschlechtsneutral verwendet.
Dieser Bericht und die darin enthaltenen zukunftsweisenden Angaben wurden auf Basis aller während der Erstellung zur Verfügung stehenden Daten und Informationen erstellt. Wir weisen allerdings darauf hin, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den in diesem Bericht angegebenen zukunftsbezogenen Aussagen aufgrund unterschiedlicher Faktoren abweichen können.
Dieser Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Maßgeblich ist in Zweifelsfällen die deutschsprachige Version.
Edisonstraße 1, 4600 Wels Telefon: +43 (0)7242 / 69402 Fax: +43 (0)7242 / 69402 / 109 [email protected] www.ktm-industries.com
Lagebericht Bilanz Gewinn- und Verlustrechnung Anhang Anlage 1 zum Anhang: Anlagenspiegel Anlage 2 zum Anhang: Beteiligungsliste Bestätigungsvermerk Erklärung der gesetzlichen Vertreter
Da diese Gesellschaft eine reine Holdinggesellschaft ist, beinhaltet der Lagebericht neben den Informationen des Einzelabschlusses auf Basis UGB (Teil 1) auch die Informationen des Konzernabschlusses auf Basis IFRS (Teil 2).
Das Geschäftsjahr für den Einzelabschluss der KTM Industries AG umfasst den Zeitraum vom 1.1.2016 bis 31.12.2016.
In der am 21.7.2016 stattgefundenen außerordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, den Firmenwortlaut von CROSS Industries AG auf KTM Industries AG zu ändern. Die Eintragung im Firmenbuch (FN 78112 x) erfolgte am 29.7.2016.
Die KTM Industries AG besitzt zum Abschlussstichtag über die 100% Tochtergesellschaft K KraftFahrZeug Holding GmbH (vormals: CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH) eine Mehrheitsbeteiligung an der KTM AG (51,7%). Weiters hält sie 75,9% der Anteile an der WP AG und 94,5% der Anteile an der Pankl Racing Systems AG. Zum Stichtag 31.12.2016 hält die KTM Industries AG weitere 100% der Anteile an der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, 24% an der AGM Durmont Austria GmbH (vormals: Durmont Teppichbodenfabrik GmbH), 18% an der Wethje Carbon Composites GmbH und 12,33% an der ACstyria Autocluster GmbH.
Da die KTM Industries AG im Wesentlichen die Aufgaben einer Holdinggesellschaft erfüllt, wird im Lagebericht auch auf die Entwicklungen des Geschäftsjahres 2016 ihrer Tochtergesellschaften sowie des Konzerns insgesamt eingegangen.
Die KTM Industries AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von € 18,3 Mio. (Vorjahr: € 9,4 Mio.) erzielt. Positiv wirkten sich im Wesentlichen Dividendenerträge aus den Beteiligungsunternehmen aus sowie Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen. Negativ wirkten sich vor allem die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus. Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen, Aufwendungen für Vorstandstätigkeiten, Steuerberatungsaufwand sowie Rechts- und Beratungsaufwand.
Die Bilanzsumme zum 31.12.2016 lag bei € 468,0 Mio. (Vorjahr: € 414,9 Mio.). Das Anlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr 2016 auf € 392,2 Mio. erhöht (Vorjahr: € 355,3 Mio.) und ist im Wesentlichen auf den Zugang an Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie an Wertpapieren (Wertrechten) des Anlagevermögens zurückzuführen.
Das Umlaufvermögen hat sich im Geschäftsjahr 2016 auf € 75,6 Mio. erhöht (Vorjahr: € 59,3 Mio.) und ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betragen zum Stichtag € 71,3 Mio. (Vorjahr: € 57,4 Mio.) und betreffen im Wesentlichen Finanzierungsforderungen, Forderungen aus phasengleicher Ergebnisübernahme sowie Forderungen aus laufenden Verrechnungen.
Das Eigenkapital betrug zum Stichtag € 256,3 Mio. (Vorjahr: € 244,5 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt zum Stichtag 31.12.2016 54,8% und liegt somit auf einem sehr hohen Niveau.
Die Verbindlichkeiten lagen zum Ende des Geschäftsjahres 2016 bei € 209,0 Mio. (Vorjahr: € 169,5 Mio.). Von den Verbindlichkeiten betreffen € 117,8 Mio. (Vorjahr: € 76,0 Mio.) Anleihen, € 24,5 Mio. (Vorjahr: € 56,5 Mio.) Schuldscheindarlehen, € 30,0 Mio. (Vorjahr: € 30,0 Mio.) Namensschuldverschreibungen, € 30 Mio. (Vorjahr: € 2,3 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, € 1,5 Mio. (Vorjahr: € 0,6 Mio.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, € 3,0 Mio. (Vorjahr: € 1,3 Mio.) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie € 2,3 Mio. (Vorjahr: € 2,7 Mio.) sonstige Verbindlichkeiten.
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 10 (Vorjahr: 13) MitarbeiterInnen.
Die KTM Industries-Gruppe ist eine führende europäische Fahrzeug-Gruppe mit dem strategischen Fokus auf das globale Sportmotorradsegment und den automotiven high-tech Komponentenbereich. Innerhalb der Gruppe besteht ein hoher Grad an technologischer Vernetzung, welcher in Europa in dieser Form einzigartig ist. Strategische Partnerschaften auf operativer Ebene stärken die Wettbewerbsfähigkeit in unseren relevanten Märkten. All diese Faktoren sind die Grundlage für den hohen Innovationsgrad der KTM Industries-Gruppe und sichern den organischen Wachstumskurs nachhaltig ab. Für weitere Informationen zu den Mehrheitsbeteiligungen verweisen wir auf den Konzernanhang (Punkt I. Unternehmen).
In ihren Kapitalmarktaktivitäten hat sich die KTM Industries-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr verstärkt auf die Börsennotierung der KTM Industries AG konzentriert. Im Juli 2016 wurde die Gruppe von "CROSS Industries AG" auf "KTM Industries AG" umbenannt und im November 2016 an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange in Zürich gelistet. Das Debüt an der Schweizer Börse SIX war sehr erfolgreich und die Aktie entwickelt sich an der neuen Hauptbörse sehr erfreulich.
Um eine schlankere Kapitalmarktstruktur zu schaffen, wurde im Sommer 2016 ein Delisting der beiden operativen Gesellschaften KTM AG und WP AG durchgeführt. Der Streubesitz dieser beiden Gesellschaften lag jeweils deutlich unter einem Prozent. Den Streubesitzaktionären der KTM AG und der WP AG wurden als flankierende Maßnahme zum Delisting jeweils Erwerbsangebote unterbreitet, um ihnen einen Ausstieg zu ermöglichen. Jene Aktionäre, die dieses Angebot nicht annahmen, bleiben weiterhin Aktionäre der KTM AG und der WP AG.
Die KTM Industries-Gruppe setzte im Geschäftsjahr 2016 ihren Erfolgskurs fort. Es konnte ein Rekordumsatz in Höhe von € 1.343,0 Mio. erzielt werden. Das Umsatzwachstum wurde durch die positive Entwicklung der operativen Gesellschaften KTM AG, WP AG und Pankl Racing Systems AG getragen, welche im Geschäftsjahr 2016 jeweils mit Umsatz und EBIT über dem Vorjahresniveau lagen.
Zudem war das abgelaufene Geschäftsjahr geprägt von weiteren Anteilserwerben an der Pankl Racing Systems AG, welche damit ihre strategische Positionierung innerhalb der KTM Industries-Gruppe nachhaltig stärkt. Die KTM Industries AG erhöhte ihren Anteil an der Pankl Racing Systems AG von bisher 55,9% auf 94,5%.
Weiters wurde bekannt gegeben, dass das Aktienverkaufsprogramm der KTM Industries AG am 11. Dezember 2016 beendet wurde. Im Zeitraum vom 7. September 2015 bis 11. Dezember 2016 wurden 71.038 Stückaktien über die Börse verkauft. Die Gesellschaft verfügt nun über keine eigenen Aktien mehr.
Nach Einschätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Jänner 2017 wird sich die Weltwirtschaft leicht erholen. Der IWF sieht für das Jahr 2017 einen Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung von 3,4%, wobei für Industrieländer ein Wachstum von 1,9% für 2017 und 2,0% 2018 erwartet wird.
Für die Eurozone wird lediglich eine Entwicklung von 1,6% für 2017 und 2018 prognostiziert. Die Entwicklung im US-amerikanischen Raum wird mit einem Anstieg von 2,3% angekündigt. Für das Jahr 2018 sieht der IWF ein weltweites Wachstum von 3,6%.
Für Schwellen- und Entwicklungsländer wird ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 4,5% für das Jahr 2017 und 4,8% für das Jahr 2018 prognostiziert, wobei für Indien mit einem Wachstum von 7,2% für 2017 und 7,7% für 2018 die größte Entwicklung erwartet wird. Für den ASEAN-Raum wird für 2017 mit einem Wachstum von 4,9% gerechnet.
Der europäische Gesamtmarkt1 konnte im Vergleich zum Vorjahr mit 565.655 zugelassenen Fahrzeugen um 14,3% zulegen. Der Anstieg ist vorwiegend auf die positive Entwicklung in den größten europäischen Märkten wie Deutschland (+ 14,5%), Italien (+ 21,6%), Spanien (+ 25,2%) und Schweden (+ 41,8 %) zurückzuführen.
Die Fahrzeuge der Marke KTM konnten in einem schwierigen Marktumfeld in den wesentlichen Märkten wie Österreich (+ 7,0 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Schweden (+ 3,5 Prozentpunkte zum Vorjahr) die Marktanteile steigern. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von KTM 9,8% (Vorjahr: 8,4 %). Der Marktanteil von Husqvarna Motorcycles konnte sich in den Märkten in Schweden (+3,8 Prozentpunkte zum Vorjahr), Italien (+ 0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr) und Deutschland (+ 0,4 Prozentpunkte zum Vorjahr) positiv entwickeln. Am europäischen Gesamtmarkt beträgt der Marktanteil von Husqvarna 1,6% (Vorjahr: 1,1 %).
Die Zulassungen am US-Gesamtmarkt2 entwickelten sich im Geschäftsjahr 2016 mit 406.826 Fahrzeugen leicht rückläufig (Vorjahr: 419.864 Fahrzeuge). KTM konnte die Marktanteile am US-Gesamtmarkt gegenüber dem Vorjahr jedoch um 0,3 Prozentpunkte auf 5,5% steigern. Husqvarna steigerte seine Marktanteile um 0,7 Prozentpunkte auf 1,5% am US-Gesamtmarkt.
1 Motorräder >= 120ccm ohne Motocross, Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder
2 Motorräder >= 120ccm inklusive Motocross, ohne Scooters und ATVs, inkl. Elektromotorräder
Der Konzernumsatz erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 11,7% von € 1.022,5 Mio. auf € 1.141,8 Mio. Der Umsatz in Nordamerika erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,6% auf € 327,7 Mio. und entspricht 28,7% des Gesamtumsatzes. In Europa erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 17,8% auf € 603,6 Mio.; hier beträgt der Gesamtumsatzanteil 52,9%. In den übrigen Ländern erhöhte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 1,0% auf € 210,5 Mio. Der Gesamtumsatzanteil in den übrigen Ländern beträgt 18,4%.
Der Anteil der Motorräder inkl. Sportminicycles und X-Bows am Gesamtumsatz ist mit 83,9% gegenüber dem Vorjahr (83,8%) nahezu unverändert geblieben. Die Umsätze im Offroad-Segment erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 23,7% auf € 526,1 Mio. Im Street-Segment stagnierten die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr (-2,2%) mit € 381,9 Mio. Der Umsatz mit Ersatzteilen, Bekleidung und Zubehör (PowerWear und PowerParts) und Sonstige erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 % auf € 184,0 Mio.
Das Geschäftsjahr 2016 der WP-Gruppe war von einem starken Umsatzwachstum und strategischer Neuausrichtungen geprägt. Der Umsatz des Konzerns konnte auf € 166,1 Mio. gesteigert werden (Vorjahr: € 144,6 Mio.). Der Umsatzanstieg war in allen Produktsparten und über einen Großteil der Kundensegmente festzustellen. WP konnte aufgrund des starken Wachstums von KTM ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren.
Trotz eines verhaltenen Wachstums des Gesamtmarktes, konnte WP im Bereich Fahrwerkskomponenten ein sehr starkes Mengen- und Umsatzwachstum vorweisen, was auf das starke Wachstum bei KTM zurückzuführen ist.
Im Segment Engine Components wird vorwiegend an OEM Kunden geliefert. Die für WP relevanten Märkte haben im letzten Jahr leicht zugelegt. WP konnte aufgrund des starken Wachstums von KTM ein über dem Markt liegendes Wachstum realisieren. Auch in dieser Sparte wird ein starker Fokus auf die Entwicklungstätigkeit gelegt. In der Produktsparte Kühler wurden Kühlerkomponenten für den Moto-GP Sport entwickelt, welche auch in 2016 erfolgreich zum Einsatz gekommen sind.
Für den weiteren Erfolg von WP und damit für weiteres Wachstum ist eine engere Kooperation mit KTM von entscheidender Bedeutung, deshalb wurden in 2016 die Bereiche F&E und Factory Racing aus strategischen Gesichtspunkten in die KTM-Gruppe eingegliedert.
Die Umsatzerlöse der Pankl-Gruppe konnten im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr um 7,1% auf einen neuen Rekordwert von € 186,0 Mio. gesteigert werden. Im Segment Racing/High Performance konnten sowohl im Geschäftsbereich Racing als auch im Bereich High Performance deutliche Umsatzanstiege gegenüber 2015 verzeichnet werden. Im Segment Aerospace stabilisierte sich der Umsatz auf dem Niveau des Vorjahres. Die USA stellen mit 25,0% Anteil am Gesamtumsatz weiterhin den größten Absatzmarkt dar. Die größten Absatzmärkte in Europa sind Deutschland (22,9%), Österreich (11,1%) und Italien (10,6%).
Im Rennsportgeschäft konnte die Pankl-Gruppe vor allem im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 von den Formel 1 Reglementänderungen für die Saison 2017 profitieren. Das High-Performance Geschäft entwickelte sich im abgelaufen Jahr stabil. Insgesamt erwirtschaftete das Segment Racing/High Performance einen Umsatz in Höhe von € 161,5 Mio. nach € 148,7 Mio. in 2015, was einer Umsatzsteigerung von 8,6% entspricht.
Das Luftfahrtgeschäft hat sich weitestgehend stabilisiert, dennoch war auch das Geschäftsjahr 2016 vom schwierigen Marktumfeld für Helikopter geprägt. Der Umsatz im Geschäftsjahr 2016 lag mit € 25,5 Mio. leicht unter dem Vorjahr (€ 25,6 Mio.).
Für weitere Informationen zu den einzelnen Segmenten wird auf die jeweiligen Konzernabschlüsse der Unternehmen bzw. auf deren Homepage verwiesen.
| 2016 | 2015 3) | 2014 | |
|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| Ertragskennzahlen: | |||
| Umsatz | 1.343,0 | 1.223,6 | 1.086,3 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibung (EBITDA) | 198,4 | 178,4 | 148,1 |
| EBITDA-Marge | 14,8% | 14,6% | 13,6% |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 122,3 | 112,9 | 93,0 |
| EBIT-Marge | 9,1% | 9,2% | 8,6% |
| Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen | 89,0 | 65,0 | 54,9 |
| Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereiche | 0,0 | 0,0 | 2,1 |
| Operativer Cash-Flow | 167,8 | 106,9 | 82,1 |
| Bilanzkennzahlen: | |||
| Bilanzsumme | 1.391,8 | 1.175,9 | 1.031,1 |
| Eigenkapital | 454,9 | 386,6 | 370,9 |
| Eigenkapitalquote | 32,7% | 32,9% | 36,0% |
| Working Capital employed 1) | 245,2 | 243,3 | 206,8 |
| Nettoverschuldung 2) | 364,6 | 387,4 | 315,1 |
1) Working Capital employed: Forderungen aus LuL zuzüglich Vorräte abzüglich Verbindlichkeiten aus LuL
2) Nettoverschuldung: Finanzverbindlichkeiten abzüglich Flüssige Mittel
3) angepasst, siehe Anhang Punkt 5.
Im Geschäftsjahr 2016 erzielte die KTM Industries-Gruppe Umsatzerlöse in Höhe von € 1.343,0 Mio. (Vorjahr: € 1.223,6 Mio.) und ein Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) in Höhe von € 122,3 Mio., welches im Vergleich zur Vorjahresperiode um rund 8% gestiegen ist (Vorjahr: € 112,9 Mio.).
| Umsatz Beteiligungsunternehmen | 2016 | 2015 | 2014 |
|---|---|---|---|
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| KTM AG | 1.141,8 | 1.022,5 | 864,6 |
| WP AG | 166,1 | 144,6 | 121,1 |
| Pankl Racing Systems AG | 186,0 | 173,6 | 165,0 |
| Sonstige und Konsolidierung | -151,0 | -117,1 | -64,5 |
| KTM Industries-Gruppe | 1.343,0 | 1.223,6 | 1.086,3 |
| EBIT Beteiligungsunternehmen | 2016 | 2015 | 2014 |
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | |
| KTM AG | 102,8 | 95,1 | 75,4 |
| WP AG | 12,1 | 9,7 | 8,6 |
| Pankl Racing Systems AG | 13,2 | 10,2 | 11,9 |
| Sonstige und Konsolidierung | -5,8 | -2,1 | -2,8 |
| KTM Industries-Gruppe | 122,3 | 112,9 | 93,0 |
Die KTM-Gruppe konnte den Absatz – unter Berücksichtigung der in Indien durch den KTM-Partner Bajaj verkauften DUKE 200, DUKE 390, RC 200 und RC 390 – im Geschäftsjahr 2016 weltweit auf 203.423 (+11% zum Vorjahr) Fahrzeuge der Marken KTM und Husqvarna steigern. Der Umsatz stieg auf € 1.141,8 Mio. (+12% gegenüber dem Vorjahr). Das EBIT konnte aufgrund der positiven Absatzund Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um € 7,7 Mio. auf € 102,8 Mio. (Vorjahr: € 95,1 Mio.) gesteigert werden.
Die WP-Gruppe steigerte im Geschäftsjahr 2016 den Umsatz um rund 15% von € 144,6 Mio. im Vergleichszeitraum des Vorjahres auf einen neuen Rekordwert von insgesamt € 166,1 Mio. Die Ergebnislage ist im Wesentlichen auf eine gute Fixkostendeckung auf dem derzeitigen Umsatzniveau zurückzuführen. Wesentlichen Einfluss auf das operative Ergebnis hatte der Verkauf einer nicht betriebsnotwendigen Immobilie.
Die Pankl-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Umsatz von € 186,0 Mio. (Vorjahr: € 173,6 Mio.). Das operative Ergebnis der Pankl-Gruppe erhöhte sich vor allem auf Grund des starken letzten Quartals bedingt durch ein reglementbedingt anziehendes Formel 1 Geschäft und erreichte mit € 13,2 Mio. (Vorjahr: € 10,2 Mio.) ein neues Rekordniveau. Die EBIT-Marge beläuft sich auf 7,1% (Vorjahr: 5,9%).
| 2016 | 2015 1) | 2014 | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mio. € | in % | Mio. € | in % | Mio. € | in % | |
| Langfristige Vermögenswerte | 692,3 | 50% | 637,6 | 54% | 579,7 | 56% |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 699,5 | 50% | 538,4 | 46% | 451,4 | 44% |
| Vermögenswerte | 1.391,8 | 100% | 1.175,9 | 100% | 1.031,1 | 100% |
| Eigenkapital | 454,9 | 33% | 386,6 | 33% | 370,9 | 36% |
| Langfristige Schulden | 502,9 | 36% | 531,3 | 45% | 411,7 | 40% |
| Kurzfristige Schulden | 433,9 | 31% | 258,1 | 22% | 248,5 | 24% |
| Eigenkapital und Schulden | 1.391,8 | 100% | 1.175,9 | 100% | 1.031,1 | 100% |
Die Bilanzstruktur der KTM Industries-Gruppe hat sich wie folgt entwickelt:
1) angepasst, siehe Anhang Punkt 5.
Die Bilanzsumme der KTM Industries-Gruppe erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um € 215,8 Mio. bzw. 18% auf € 1.391,8 Mio.
Die langfristigen Vermögenswerte sind im Geschäftsjahr 2016 um € 54,7 Mio. aufgrund der Investitionstätigkeit auf € 692,3 Mio. angestiegen. Ihr Anteil am gesamten Vermögen ist aber von 54% auf 50% gesunken. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um € 161,1 Mio. auf 699,5 Mio. erhöht. Diese Zunahme beruht zum einen auf dem wachstumsbedingten Anstieg der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt € 20,4 Mio. sowie auf den um € 116,5 Mio. erhöhten Stand an Zahlungsmitteln zum Stichtag, welcher im Wesentlichen auf die Aufnahme eines € 120 Mio. Schuldscheindarlehens bei der operativen KTM AG zur Refinanzierung einer im April fälligen Anleihe zurückzuführen ist.
Das Eigenkapital erhöhte sich im Geschäftsjahr um € 68,3 Mio. von € 386,6 Mio. auf € 454,9 Mio. Die Eigenkapitalquote beträgt zum 31.12.2016 32,7% (Vorjahr: 32,9%), wobei der leichte Rückgang der Quote auf die Bilanzverlängerung im Zuge der vorzeitigen Refinanzierung bei KTM AG zurückzuführen ist. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr getätigten Zukäufe von Minderheitenanteilen in Höhe von € 59,0 Mio. reduzierten das Eigenkapital in dieser Höhe; durch die eigenkapitalwirksame Begebung eines Perpetual Bonds in Höhe von € 60 Mio. konnte jedoch dieser Rückgang kompensiert werden. Aufgrund des positiven Periodenergebnisses in Höhe von € 89,0 Mio. abzüglich der Dividenden in Höhe von € 18,0 Mio. entwickelte sich damit das Eigenkapitel im Geschäftsjahr 2016 insgesamt positiv.
Der Cashflow aus dem operativen Bereich lag im Geschäftsjahr 2016 bei € 167,8 Mio. und damit über dem Vorjahreswert von € 106,9 Mio. Die Verbesserung des Cash-flows aus Betriebstätigkeit ist neben dem positiven Konzernergebnis auf diverse Maßnahmen zur Verbesserung des Working Capitals im Vergleich zur Vorjahresentwicklung zurückzuführen. Der Zahlungsmittelabfluss aus Investitionen betrug € -158,8 Mio. Nach Berücksichtigung des Cashflows aus Finanzierungsaktivitäten in Höhe von € 107,2 Mio. erhöhten sich die liquiden Mittel im Vergleich zum 31.12.2015 um € 116,5 Mio. auf € 251,6 Mio. im Geschäftsjahr 2016.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden in der KTM Industries-Gruppe € 144,4 Mio. (Vorjahr: € 133,0 Mio.) in Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte investiert. Rund € 106,4 Mio. (Vorjahr: € 110,9 Mio.) stammen aus der KTM-Gruppe, wovon € 57,8 Mio. aktivierte Entwicklungskosten betreffen. Im laufenden Geschäftsjahr wurden bei KTM neben den gewohnt hohen Investitionen in Serienentwicklungsprojekte und in die Anschaffung von Werkzeugen erhebliche Kapazitäts- und Erweiterungsinvestitionen vorgenommen. Die Errichtung des neuen Motorsportgebäudes in Munderfing wurde abgeschlossen.
Die Pankl-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2016 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 24,0 Mio. (Vorjahr: € 11,6 Mio.). Die Investitionen verteilen sich wie folgt auf folgende Anlagengruppen: Immaterielle Vermögenswerte (€ 0,7 Mio.), Grundstücke, Gebäude, Maschinen und maschinelle Anlagen (€ 12,1 Mio.) und sonstige Sachanlagen sowie Anzahlungen (€ 11,2 Mio.). Vor allem auf Grund der angelaufenen Investitionen in das neue Antriebswerk lag die Investitionssumme damit deutlich über den Abschreibungen.
Die WP-Gruppe investierte im Geschäftsjahr 2016 in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte € 12,8 Mio. (Vorjahr: € 10,5 Mio.). Im Wesentlichen betrafen die Investitionen die Errichtung einer neuen Auspufffertigung, eines Entwicklungszentrums für Rahmen- und Auspuffsysteme und das WP Motorsportzentrum.
Der Aufwand für Forschung und Entwicklung (vor Aktivierung von Entwicklungsleistungen) lag im Geschäftsjahr 2016 in der KTM Industries-Gruppe bei € 106,2 Mio. Die Produkte aller Konzernunternehmen bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Der Produktlebenszyklus ist je nach Kunden stark abweichend.
In der Forschungs- und Entwicklungsabteilung beschäftigte KTM im Geschäftsjahr 2016 durchschnittlich 487 Mitarbeiter (Vorjahr: 382 Mitarbeiter), das entspricht 17,8% der gesamten Belegschaft. Rund € 92,6 Mio. (Vorjahr: € 68,8 Mio.) wurden im Geschäftsjahr 2016 in die Forschung und Entwicklung investiert, dies entspricht 8,1% des Gesamtumsatzes (+1,4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr).
Das abgelaufene Geschäftsjahr umfasste eine Vielzahl verschiedener Projekte in den Off-road- und Street-Segmenten. Allem voran steht die Serienüberleitung der KTM 1290 Super-Duke GT, mit der es KTM gelungen ist, das Sporttouring-Segment neu zu definieren. Das mit einer Reihe innovativer Sicherheitssysteme und neuartiger Komfortfunktionen ausgestatte Modell konnte in renommierten Vergleichstests durchwegs Bestnoten einfahren.
Ein weiteres zentrales Projekt stellte die Weiterentwicklung der KTM Adventure Modellreihe dar. Neben der Überarbeitung unzähliger Details zeichnen sich diese Modelle insbesondere durch ihre gänzlich neuentwickelte Voll-LED Scheinwerfereinheit und das neue TFT-Dashboard, das erstmals eine Vernetzung des Fahrers mit dem Motorrad ermöglicht, aus. Parallel dazu wurde die Entwicklung neuer HUSQVARNA Modelle im Straßensegment weiter vorangetrieben. Die im Rahmen der EICMA im November 2016 vorgestellten Fahrzeuge polarisieren insbesondere durch klare, auf das wesentliche reduzierte Designansätze. Im Geschäftsjahr 2016 wurde eine Vielzahl an F&E-Projekten in verschiedenen Stadien von Konzeptentwicklungen bis hin zu Serienanläufen vorangetrieben und erfolgreich abgeschlossen.
Bei der WP-Gruppe sind technische Innovationen und die Einführung neuer Produkte maßgeblich für die Stellung im Wettbewerb verantwortlich. In der WP-Gruppe lag der Aufwand für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2016 bei € 4,5 Mio. (Vorjahr: € 4,4 Mio.). Die Produkte der WP-Gruppe bewegen sich in einem sehr anspruchsvollen Leistungsniveau, weshalb von den Kunden eine permanente Entwicklung und Weiterentwicklung gefordert wird. Ein Großteil der Entwicklungen erfolgt kundenspezifisch, wodurch eine Aktivierung von Entwicklungskosten im Unternehmen nur in sehr geringem Umfang vorgenommen wird. Um weiterhin die hohen Anforderungen erfüllen zu können wurden in 2016 die Bereiche F&E und Factory Racing aus strategischen Gesichtspunkten in die KTM-Gruppe eingegliedert.
Technologieführerschaft ist im Rennsport- und High Performance Bereich einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren, dementsprechend nimmt Forschung und Entwicklung in den Unternehmen der Pankl-Gruppe eine zentrale Rolle ein. Die Gesamtaufwendungen für die intensiven Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten beliefen sich im Geschäftsjahr 2016 auf € 13,2 Mio. (Vorjahr: € 12,6 Mio.). Ständige Verbesserung der Effizienz steht für Pankl an oberster Stelle. Im Segment Racing/High Performance konnte durch die Erarbeitung einer neuen Methode des Querschmiedens der Energieverbrauch in diesem Bereich über die gesamte Prozesskette reduziert werden. Für einen reibungslosen Einsatz der Endprodukte spielt das Material eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund ist eine ständige Weiterentwicklung der Werkstofftechnik essentiell. So wurde ein neuer Schmiedeprozess entwickelt, um eine gleichmäßigere und höhere Festigkeit von Aluminiumradträgerrohlingen zu erhalten. Eines der herausragenden Produktinnovationen ist die Entwicklung eines Motorsportlagers für Supersportwagen mit Aluminiumradträger, welches weltweit einzigartig ist. Die Umsetzung eines Aluminiumpleuels zur Erzielung gewichtsmäßiger Vorteile befindet sich derzeit in der Finalisierungsphase, die ersten Motorversuche sind für Anfang 2017 geplant. Zudem wurden neue Beschichtungen für Lagerschale, Kolbenbolzen, Schrauben und Kolben entwickelt.
Durch Kooperationen mit universitären (Montanuniversität Leoben, TU Graz, TU Wien) und außeruniversitären Forschungseinrichtungen werden optimale Synergien im Entwicklungsbereich erreicht, um den hohen Ansprüchen der Branche gerecht zu werden. Auch in der Luftfahrt ist die ständige technologische Weiterentwicklung ein entscheidender Erfolgsfaktor.
Die KTM Industries-Gruppe verfolgt einen konsequenten und nachhaltigen Weg der Verbesserung des Qualitätsmanagementsystems und sämtlicher interner und externer Prozesse zur Erstellung der Produkte, sowie eine rasche Reaktion auf Marktbedürfnisse.
Die KTM-Gruppe wendet ein prozessorientiertes Qualitätsmanagementsystem für sämtliche Tätigkeiten von der Produktidee über Marktanalysen, Designstudium, Konstruktion und Entwicklung, Zusammenarbeit mit den Zulieferbetrieben, Serienbeschaffung von Komponenten, Teilefertigung, Zusammenbau von Motor und Fahrzeug bis zu Verpackung und Versand an.
Die hohe Produktqualität wird durch fertigungsgerechtes Design, den Einsatz analytischer und statistischer Berechnungsmethoden, umfassende Prüfungen und Tests, Erfüllung relevanter Homologationsvorschriften, Fokussierung auf Prozessqualität, Kommunikation und Schulungsmaßnahmen bei KTM und bei den Zulieferbetrieben erreicht.
KTM wurde durch die Auditoren des TÜV Süd LG Österreich bescheinigt, dass die Forderungen von EN ISO 9001:2008 und des Deutschen Kraftfahrbundesamtes (KBA) mehr als erfüllt werden.
Die WP-Gruppe entwickelt und produziert für ihre Kunden in enger Zusammenarbeit maßgeschneiderte Komponenten mit den vereinbarten Qualitäts-, Kosten- und Terminzielen. Laufende Weiterentwicklung von Produkten und Prozessabläufen gehört zu den Kernkompetenzen der WP-Gruppe. Eine permanente Erweiterung des Know-hows und Null-Fehler-Prinzip sind Ziele zur Sicherung und Ausweitung der Produkt- und Kundenportfolios.
Die Entwicklung, Produktion und der Vertrieb qualitativ hochwertiger Produkte sind ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmensleitbildes der Pankl-Gruppe. Diese Maxime wird durch eine lückenlose Qualitätssicherung im Hinblick auf die Produktqualität und durch eine Überwachung der Prozesse sichergestellt.
Zulassungen und Zertifizierungen garantieren dem Kunden höchste Produktqualität. Jährliche Überwachungsaudits gewährleisten darüber hinaus eine Weiterführung der Zertifizierungen. Entsprechend den Anforderungen der Automobil- und Luftfahrtindustrie verfügt die Pankl-Gruppe über Zertifizierungen gemäß ISO 9001, ISO 14001, ISO/TS 16949, ISO 27001, ISO 31000, VDA 6.1 sowie AS/EN 9100.
Umweltgerechtes Handeln und nachhaltiges Wirtschaften haben auch für die KTM Industries-Gruppe hohe Priorität.
KTM ist sich als produzierendes Unternehmen der Verantwortung gegenüber der Umwelt bewusst. Als innovatives Beispiel für die gesamte Industrie gilt das von KTM eigens entwickelte Motorrad-Logistik-System auf Mehrweg-Metallplatten, durch das auf zusätzliches Verpackungsmaterial verzichtet werden kann.
KTM erfüllt bei allen neuen Offroad-Vergasern (EXC-Modelle) die Euro IV Norm, die europäische Abgasnorm für Motorräder. Diese Norm gilt nicht nur für neue, sondern auch für bestehende Fahrzeugtypen. Primär wird dies durch den Einsatz von Benzineinspritzsystemen möglich.
KTM schafft durch die strategische Führung, die Fokussierung auf die Entwicklung der Kernkompetenzen, die ständige Verbesserung der Arbeitsprozesse, den partnerschaftlichen Umgang mit den Mitarbeitern und Lieferanten und das prozessorientierte Qualitätsmanagementsystem sowohl für die Gesellschaft als auch für die Aktionäre Mehrwert. Mit durchschnittlich 2.380 Mitarbeitern in Österreich ist KTM einer der größten Arbeitgeber in der Region.
KTM nutzt jede Möglichkeit, den Nachhaltigkeitsanforderungen eines modernen Unternehmens gerecht zu werden. So sind die Betriebs- und Verwaltungsgebäude ressourcenschonend und energieeffizient gebaut, die Kühlung der Prüfräume und des Werkzeugbaus wird mittels Grundwasser gesteuert, für Vor- und Fertigprodukte werden diverse Materialien sortengetrennt und Mehrweggebinde verwendet.
Die Produktionsgesellschaft in Mattighofen deckt ihren Bedarf zu einem großen Teil aus dem lokalen Beschaffungsmarkt, womit KTM eine aktive Rolle in der Schaffung und Erhaltung regionaler Wertschöpfung spielt.
Um natürlich begrenzte Ressourcen zu schonen, ist die WP-Gruppe auf eine möglichst vollständige Rohstoffausnutzung bedacht und setzt auf das Recycling von Aluminiumabfällen. Alle bestehenden umweltrechtlichen Bestimmungen und Auflagen werden erfüllt; erforderliche technische Werte unterliegen einer laufenden Untersuchung mit dem Ziel kontinuierlicher Verbesserungen. Um eine kostenoptimierte, nachhaltige, umwelt- und ressourcenschonende Produktion zu gewährleisten, wird ständig in neue und moderne Produktionsanlagen investiert.
Bei der Pankl-Gruppe beliefen sich die Energiekosten, gemessen am Umsatz, auf 1,8% und sind damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr (2015: 1,9%). Die Pankl-Gruppe hatte im abgelaufenen Geschäftsjahr keinen Aufwand im Zusammenhang mit dem Erwerb von CO2-Zertifikaten und ist auch nicht im Rahmen des Nationalen Allokationsplans (NAP) erfasst. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Erweiterung des Umweltmanagementsystems der Pankl-Gruppe hinsichtlich der Norm ISO 14001 gestartet und seither laufend ausgebaut.
Erfreulich stellt sich die Mitarbeiterentwicklung in der Gruppe dar. Im Geschäftsjahr 2016 konnten weitere 516 Mitarbeiter aufgenommen werden, davon 428 in Österreich. Die Gruppe beschäftigt zum 31.12.2016 5.069 Mitarbeiter (Vorjahr: 4.553 Mitarbeiter).
Um eine ständige Verbesserung im Bereich der Gesundheit und Sicherheit zu erreichen, werden von KTM unter anderem präventiv durchgeführte Maßnahmen hinsichtlich allgemeiner Sicherheit am Arbeitsplatz, Brandschutz, Maschinensicherheit sowie diverse Seminare zu gesundheits- und sicherheitsrelevanten Themenstellungen, die betriebliche Gesundheitsförderung sowie Maßnahmen zur Sicherstellung von geeigneten Arbeitsplätzen (Beleuchtung, Höhenbestimmungen, Anordnung der Arbeitsmittel, Einsatz von Arbeitshilfen inklusive) getätigt.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der WP sind ein wesentlicher Bestandteil des Unternehmenserfolgs. Ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele leisten den entscheidenden Beitrag zum Unternehmenserfolg. Eine finanzielle Anerkennung von individueller Leistung durch moderne Vergütungsmodelle ist der WP-Gruppe ebenso wichtig, wie die Honorierung der Gesamtleistung der Belegschaft durch freiwillige Sozialleistungen. Daneben werden Potenziale der Mitarbeiter unter anderem durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung gefordert und gefördert. Um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, bietet die WP-Gruppe neben diversen laufenden Fortbildungsmaßnahmen seinen Führungskräften bedarfsgerechte Personalentwicklungsprogramme. Die Programme sollen den Führungskräften nicht nur die Optimierung der eigenen Steuerungsfähigkeiten ermöglichen, sondern auch, sich persönlich weiterentwickeln zu können, um mit den Anforderungen besser zurechtzukommen und die eigene Effektivität und Effizienz zu erhöhen
Ein weiterer Schwerpunkt im Geschäftsjahr 2016 lag in der Erweiterung der Brandschutzschulungen, welche nun im Rahmen eines 4-Jahresplans mit praktischen Übungen auf 120 Mitarbeiter an den Standorten der Pankl in Bruck an der Mur und Kapfenberg ausgeweitet wurden. An den österreichischen Standorten wurden, zusätzlich zu der bestehenden Intranet-Plattform, sogenannte Infopoints errichtet, wo sich die Mitarbeiter zum Thema Arbeitssicherheit informieren können.
Die KTM-Gruppe unterstützt die von Heinz Kinigadner ins Leben gerufene "Wings for Life Stiftung für Rückenmarkforschung", in allen Marketingbelangen. "Wings for Life" ist eine gemeinnützige Gesellschaft mit dem Ziel, die Forschung und den medizinisch-wissenschaftlichen Fortschritt zur künftigen Heilung von Querschnittslähmung als Folge von Rückenmarksverletzungen zu fördern und zu beschleunigen.
Bei der Pankl-Gruppe erfolgt die Auswahl von sozialen Projekten, welche unterstützt werden sollen, direkt durch die einzelnen Unternehmen der Pankl-Gruppe, da diese die lokalen Gegebenheiten und Bedürfnisse am besten kennen. Wie bereits in den Jahren zuvor, legte Pankl auch 2016 wieder viel Wert auf die Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter. Um einen wichtigen Beitrag für die eigene Gesundheit zu leisten, wurde das Angebot der Vorsorgeuntersuchung, sowie der Impfungen von einer Vielzahl von Mitarbeitern angenommen. Der arbeitsmedizinische Schwerpunkt lag im Geschäftsjahr 2016 beim Thema Hautschutz in der Produktion. Von unserer Arbeitsmedizinerin wurden Workshops durchgeführt, um den Mitarbeitern dieses Thema näher zu bringen und um Hautkrankheiten vorzubeugen. Zudem wurde 2016 an beiden österreichischen Standorten zusammen mit der AUVA ein Hautschutztag organisiert.
Für die Ausführungen zum Risikobericht und zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess verweisen wird auf den Konzernanhang (Punkt 32 und 33) der KTM Industries AG.
Pierer Industrie AG: 74,89%
Der Vorstand der KTM Industries AG hat am 7. März 2014 beschlossen, von der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 28.02.2013 gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG (Erwerb eigener Aktien und Verkauf der erworbenen eigenen Aktien) Gebrauch zu machen. Die Gesellschaft hat im März 2014 ein dem Ermächtigungsbeschluss entsprechendes Aktienrückkaufprogramm veröffentlicht und gestartet. Das Aktienrückkaufprogramm wurde am 29. Juli 2015 beendet. Im Zeitraum vom 13. März 2014 bis zum 29. Juli 2015 wurden 71.038 eigene Aktien zurückgekauft. Der Vorstand der KTM Industries AG hat am 28. August 2015 den Beschluss gefasst, die von ihr erworbenen 71.038 eigenen Aktien über die Wiener Börse zu verkaufen. Im Zeitraum vom 7. September 2015 bis zum 11. Dezember 2016 wurden alle 71.038 eigenen Aktien über die Wiener Börse verkauft. Zum Stichtag 11. Dezember 2016 verfügt die KTM Industries AG sohin über keine eigenen Aktien mehr.
Die Entwicklung der KTM Industries AG hängt von der Entwicklung der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen ab.
Die KTM Industries-Gruppe setzt zukünftig weiterhin auf organisches Wachstum in ihren Kernbereichen durch Ausbau der Marktanteile und globales Wachstum, wobei ein starker Fokus auf den Emerging Markets liegt. Innerhalb der Konzernbereiche wird weiterhin auf die wechselseitige Nutzung der Synergiepotenziale sowie auf die Weiterentwicklung und Ausweitung der Kooperationsprojekte gesetzt.
Aufgrund der derzeitigen Auftragslage geht das Management in seiner Einschätzung auch für das Geschäftsjahr 2017 weiterhin von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Wie schon in den letzten Jahren werden sich auch in Zukunft die Märkte in den verschiedenen Kontinenten unterschiedlich entwickeln. Aus diesem Grund wird auf die kontinuierliche Überprüfung und kritische Beurteilung der Markt-, Produktivitäts- und Kostensituation Wert gelegt, um gegebenenfalls Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der angestrebten Ertragslage durchzuführen.
Insgesamt kann für alle Geschäftsbereiche der KTM Industries-Gruppe für das Geschäftsjahr 2017 ein positiver Ausblick gegeben werden.
Bei der KTM-Gruppe gestalten sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Märkten weiterhin schwierig. Für das Jahr 2017 wird ein leichtes Wachstum des globalen Motorradmarktes erwartet. Aufgrund neuer Produkte, der konsequenten Umsetzung der Strategie sowie durch die Konzentration auf das Commercial Business Development zur quantitativen und qualitativen Weiterentwicklung der Vertriebspartner wird davon ausgegangen, weiterhin Marktanteile zu gewinnen.
Bei KTM werden in 2017 neue Modelle in den Handel gebracht. Die bereits auf internationalen Motorradmessen präsentierten KTM Street Modelle der ADVENTURE Reihe sowie die neuen naked Bike-Modelle "DUKE" werden im Jahr 2017 in den Markt eingeführt. Auch bei der Marke Husqvarna Motorcycles wird für 2017 ein weiteres Wachstum erwartet, da die Produktpalette um Straßenmotorradmodelle erweitert wird. Mittelfristig hat sich KTM das Ziel gesetzt, den jährlichen Absatz auf 300.000 Stück zu steigern. 2017 erwartet KTM eine weitere Steigerung sowohl bei Umsatz als auch Absatz.
Das für 2017 geplante Investitionsvolumen liegt weiterhin auf hohem Niveau. Die Investitionsschwerpunkte umfassen insbesondere neue Serienentwicklungsprojekte sowie Infrastruktur- und Erweiterungsinvestitionen im Bereich der Entwicklung. KTM investiert am Standort Mattighofen rund € 25 Mio. in den Ausbau und die Erweiterung der Forschungs- und Entwicklungszentrale. Die Gesamtinvestition soll Ende 2017 abgeschlossen werden. Durch diese Erweiterungsinvestition werden mittelfristig rund 100 neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze am Standort in Mattighofen geschaffen. Auch eine Erweiterung des Logistikzentrums sowie der Ausbau der Qualitätssicherung am Hauptstandort in Mattighofen werden in 2017 begonnen.
Bei der WP-Gruppe liegt der Auftragsstand in allen Geschäftsbereichen über dem Niveau des Vorjahres. Vorrangiges Ziel ist in diesem Jahr die Konsolidierung des Unternehmens auf dem nun angestiegenen Umsatzniveau und eine Verbesserung der operativen Ergebnismarge. Durch das konsequente Bekenntnis zu Innovation und Qualität ist die WP für die Zukunft bestens aufgestellt. In Kombination mit den erfolgreichen OEM Kunden und einem starken eigenen Vertriebsnetz ist die Basis für ein weiteres Wachstum gegeben. Trotz des hohen Investitionstempos geht die WP-Gruppe davon aus, dass 2017 ein solides Ergebnis erwirtschaftet werden kann.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2016 haben sich bei der Pankl-Gruppe die Marktbedingungen, sowohl im Rennsport- als auch im Aerospacebereich, verbessert. Besonders erfreulich war, dass in vielen Bereichen spürbare Produktivitätsverbesserungen erreicht werden konnten und diese in Verbindung mit der gestiegenen Nachfrage zu überproportionalen Ergebnisverbesserungen geführt haben. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 liegen die Auftragsstände der Töchter über denen des Vorjahres. 2017 wird vor allem der Inbetriebnahme des neuen High Performance Antriebswerkes in Kapfenberg, der mit Abstand größten Investition der bisherigen Unternehmensgeschichte, herausragende Bedeutung zukommen.
| 31.12.2016 EUR |
31.12.2015 TEUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen: | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände: | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen |
3.180,28 | 3 |
| II. Sachanlagen: | ||
| 1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 623.717,11 | 644 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau | 0,00 | 8 |
| 623.717,11 | 652 | |
| III. Finanzanlagen: | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen (davon Umgründungsmehrwert |
||
| EUR 34.275.720,66; Vorjahr: TEUR 34.276) | 386.388.687,29 | 349.551 |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 4.583 |
| 3. Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens | 5.173.490,47 | 540 |
| 391.562.177,76 | 354.675 | |
| 392.189.075,15 | 355.330 | |
| B. Umlaufvermögen: | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 20.144,41 | 9 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0 |
| 2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 71.260.367,12 | 57.423 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 40.990.248,61 | 30.322 |
| 3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
66.721,09 | 61 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0 |
| 4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 1.544.221,00 | 1.430 |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 1.235.894,91 | 1.265 |
| 72.891.453,62 | 58.923 | |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 2.705.137,32 | 329 |
| 75.596.590,94 | 59.252 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 214.671,89 | 295 |
| 468.000.337,98 | 414.876 |
| 31.12.2016 EUR |
31.12.2015 TEUR |
||
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital: | |||
| I. Eingefordertes und eingezahltes Nennkapital (Grundkapital): |
225.386.742,00 | 225.387 | |
| Gezeichnetes Nennkapital | |||
| II. Eigene Anteile | 0,00 | -61 | |
| 225.386.742,00 | 225.326 | ||
| III. Kapitalrücklagen: | |||
| Gebundene | 9.949.091,87 | 9.859 | |
| IV. Gewinnrücklage: | |||
| Gesetzliche Rücklage | 1.379.804,44 | 465 | |
| V. Bilanzgewinn (davon Gewinn-/Verlustvortrag | |||
| EUR 2.091.508,97; Vorjahr: TEUR -112) | 19.574.449,36 | 8.851 | |
| 256.290.087,67 | 244.501 | ||
| B. Rückstellungen: | |||
| 1. Abfertigungsrückstellung | 70.200,00 | 120 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 1.992.898,97 | 762 | |
| 2.063.098,97 | 882 | ||
| C. Verbindlichkeiten: | |||
| 1. Anleihen | 117.800.000,00 | 76.010 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0,00 | 1.010 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 117.800.000,00 | 75.000 | |
| 2. Schuldscheindarlehen | 24.500.000,00 | 56.500 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0,00 | 0 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 24.500.000,00 | 56.500 | |
| 3. Namensschuldverschreibungen | 30.000.000,00 | 30.000 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0,00 | 0 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 30.000.000,00 | 30.000 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 30.000.000,00 | 2.336 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 0,00 | 2.336 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 30.000.000,00 | 0 | |
| 5. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.471.570,14 | 632 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 1.471.570,14 | 632 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0 | |
| 6. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.996.908,83 | 1.343 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 2.996.908,83 | 1.343 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 0,00 | 0 | |
| 7. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.256.821,33 | 2.672 | |
| davon aus Steuern | 82.920,46 | 328 | |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | 17.173,30 | 27 | |
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 1.996.442,89 | 2.419 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 260.378,44 | 253 | |
| 209.025.300,30 | 169.493 | ||
| davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr | 6.464.921,86 | 7.740 | |
| davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | 202.560.378,44 | 161.753 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 621.851,04 | 0 | |
| 468.000.337,98 | 414.876 |
| 2016 EUR |
2015 TEUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 9.905.612,70 | 8.993 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge: | ||
| a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen |
26.858,99 | 0 |
| b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 19.501,00 | 8 |
| c) Übrige | 92,85 | 15 |
| 46.452,84 | 22 | |
| 3. Aufwendungen für Material und sonstige bezogene Herstellungsleistungen: |
||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -6.384.782,49 | -5.143 |
| 4. Personalaufwand: | ||
| a) Gehälter | -1.220.632,35 | -2.562 |
| b) Soziale Aufwendungen | -290.099,09 | -448 |
| davon für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen |
-64.860,90 | -50 |
| davon für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben | ||
| sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge | -197.192,36 | -384 |
| -1.510.731,44 | -3.010 | |
| 5. Abschreibungen: | ||
| Auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-82.359,17 | -86 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen: | ||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag fallen |
-5.417,32 | -35 |
| b) Übrige | -5.555.784,77 | -3.337 |
| -5.561.202,09 | -3.372 | |
| 7. Zwischensumme aus Z 1 bis Z 6 (Betriebsergebnis) (Übertrag) | -3.587.009,65 | -2.596 |
| 2016 EUR |
2015 TEUR |
|
|---|---|---|
| Übertrag: | -3.587.009,65 | -2.596 |
| 8. Erträge aus Beteiligungen (davon aus verbundenen Unternehmen EUR 24.287.760,20; Vorjahr: TEUR 23.797) |
24.287.760,20 | 23.797 |
| 9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge (davon aus verbundenen Unternehmen EUR 653.010,29; Vorjahr: TEUR 762) |
791.276,80 | 896 |
| 10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen |
4.566.195,92 | 1.391 |
| 11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens: |
||
| a) Abschreibungen | 0,00 | -5.472 |
| b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen | 0,00 | -560 |
| 0,00 | -6.032 | |
| 12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen (davon betreffend ver | ||
| bundene Unternehmen EUR 975.342,47; Vorjahr: TEUR 431) | -7.758.322,68 | -8.041 |
| 13. Zwischensumme aus Z 8 bis Z 12 (Finanzergebnis) | 21.886.910,24 | 12.011 |
| 14. Ergebnis vor Steuern | 18.299.900,59 | 9.415 |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3.500,00 | -4 |
| 16. Ergebnis nach Steuern = | ||
| Jahresüberschuss | 18.296.400,59 | 9.411 |
| 17. Zuweisung zu Gewinnrücklagen | -914.820,03 | -465 |
| 18. Auflösung von Kapitalrücklagen | 101.359,83 | 17 |
| 19. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 2.091.508,97 | -112 |
| 20. Bilanzgewinn | 19.574.449,36 | 8.851 |
Der vorliegende Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 ist nach den Vorschriften des Unternehmensgesetzbuches in der gegenwärtigen Fassung aufgestellt worden.
In der am 21.7.2016 stattgefundenen außerordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, den Firmenwortlaut von CROSS Industries AG auf KTM Industries AG zu ändern. Die Eintragung im Firmenbuch (FN 78112 x) erfolgte am 29.7.2016. Die Änderung wurde an der Wiener Börse am 24.8.2016 wirksam.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten; hinsichtlich der Änderung durch das RÄG 2014 wird auf die nachfolgenden Darstellungen verwiesen.
Soweit es zur Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erforderlich ist, wurden im Anhang zusätzliche Angaben gemacht.
Bei der Gesellschaft handelt es sich gemäß § 221 Abs 3 2. Satz UGB um eine große Kapitalgesellschaft.
Die Gesellschaft ist ein konsolidierungspflichtiges Mutterunternehmen im Sinn des § 244 UGB und hat einen Konzernabschluss, der beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 78112 x hinterlegt wird, aufzustellen.
Die Gesellschaft steht mit der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels (oberstes Konzernmutterunternehmen), und deren verbundenen Unternehmen in einem Konzernverhältnis und wird in deren Konzernabschluss einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird beim Landes- als Handelsgericht Wels unter der Nummer FN 134766 k hinterlegt und stellt den Konzernabschluss für den größten Konzernkreis dar.
Die Vorjahresbeträge sind hinsichtlich der Gliederung von Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnung an die geänderten Vorgaben des RÄG 2014 angepasst worden. Diese betrifft insbesondere Umgliederungen von sonstigen Erlösen zu den Umsatzerlösen (und diesbezüglichen Aufwendungen von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu anderen Posten).
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Der Liquiditätsplan der KTM Industries AG sieht in den 12 Monaten nach dem Bilanzerstellungszeitpunkt keinen zusätzlichen Finanzierungsbedarf vor. Sämtliche Tilgungen, Zinszahlungen und operativen Aufwendungen können aus den liquiden Mitteln gedeckt werden.
Die operativen Gesellschaften der KTM Industries AG-Gruppe sind eigenständig mittel- und langfristig finanziert.
Bei Vermögensgegenständen und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung angewandt.
Dem Vorsichtsgrundsatz wurde Rechnung getragen, indem insbesondere nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden.
Beilage I/7
Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste, die im Geschäftsjahr 2016 oder in einem früheren Geschäftsjahr entstanden sind, wurden berücksichtigt.
Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und in längstens 3 bis 4 Jahren abgeschrieben. Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände und geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert unter je EUR 400,00) werden sofort als Aufwand erfasst.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, abzüglich planmäßiger Abschreibungen, bewertet. Geringwertige Vermögensgegenstände (Einzelanschaffungswert bis EUR 400,00) werden im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben.
Die Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen erfolgt nach der linearen Abschreibungsmethode unter Zugrundlegung folgender Nutzungsdauern:
| Nutzungsdauer in Jahren |
|
|---|---|
| Büro und Geschäftsausstattung | 3 - 10 |
| Investitionen in Fremdgebäude | i10 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf einen zum Abschlussstichtag niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, soweit der Ansatz mit einem niedrigeren Wert erforderlich ist.
Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen - soweit diese notwendig sind, um dauernden Wertminderungen Rechnung zu tragen - angesetzt. Die im Jahresabschluss ausgewiesenen wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen, Beteiligungen und Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens wurden auf ihre Werthaltigkeit untersucht. Bei jenen Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen deren Aktien an der Börse gehandelt werden und der Börsenkurs zum Bilanzstichtag unter den anteiligen Anschaffungskosten liegt, wurden auf Basis der vorliegenden Unternehmensplanungen überschlägige Unternehmenswertermittlungen durchgeführt. Daraus ergaben sich keine Abwertungserfordernisse.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag, vermindert um notwendige Wertberichtigungen angesetzt.
Die Abfertigungsrückstellungen betreffen vertraglich vereinbarte Abfertigungen und werden vereinfachend nach finanzmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 2,6 % und geplanten Gehaltserhöhungen von 1,1 % ermittelt. Der Ansammlungszeitraum läuft bis zum Ende der vertraglichen Vereinbarung.
Der Rechnungszinssatz für Abfertigungsrückstellungen wird aus dem 10-jährigen Durchschnittszinssatz entsprechend der Veröffentlichung der Deutschen Bundesbank abgeleitet.
Die Zinsaufwendungen betreffend Abfertigungsrückstellungen sowie die Auswirkungen aus einer Änderung des Zinssatzes werden im betreffenden betrieblichen Aufwand erfasst.
Bei der Bemessung der Rückstellungen wurden entsprechend den gesetzlichen Erfordernissen alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste berücksichtigt.
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.
Die Aufgliederung des Anlagevermögens und seine Entwicklung im Geschäftsjahr sind im Anlagenspiegel angeführt (vergleiche Anlage 1 zum Anhang).
Der Umgründungsmehrwert in Höhe von EUR 34.275.720,66 wird dem indirekt gehaltenen Tochterunternehmen KTM AG, Mattighofen, zugeordnet.
Die Finanzanlagen haben sich insbesondere durch folgende Transaktionen verändert:
Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 30.9.2016 hat die KTM Industries AG, Wels, ihre 5 % Anteile an der WP Immobilien GmbH, Munderfing, verkauft.
Im Geschäftsjahr 2016 hat die KTM Industries AG, Wels, 10,38 % Anteile an der WP AG, Munderfing, erworben und 24 % Anteile veräußert und hält somit zum Stichtag 75,86 % Anteile.
Die KTM Industries AG, Wels, hat mit Notariatsakt vom 20.7.2016 0,02 % Anteile an der WP Components GmbH, Munderfing, verkauft.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 38,68 % Anteile an der Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg, erworben und hält zum Stichtag 94,53 % am Grundkapital der Pankl Racing Systems AG, Kapfenberg.
Im Februar 2016 wurde die Liquidation der BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, abgeschlossen, die Gesellschaft wurde gelöscht.
Die Gesellschaft hat mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 3.8.2016 100 % Anteile an der Network Performance Channel GmbH, Neu-Isenburg, Deutschland, verkauft.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 0,18 % Anteile an der KTM AG, Mattighofen, erworben.
Die KTM Industries AG, Wels, hält zum Stichtag 31.12.2016 direkt 0,28 % Anteile an der KTM AG, Mattighofen, und indirekt über die 100,00 % Tochtergesellschaft der K KraftFahrZeug Holding GmbH (vormals: CROSS KraftFahrZeug Holding GmbH), Wels, 51,39 % am Grundkapital und an den Stimmrechten der KTM AG, Mattighofen.
Die KTM Industries AG (vormals: CROSS Industries AG) hat im Rahmen des Shareholders Agreement vom 11.8.2014 eine Put/Call- Option auf den Verkauf von weiteren 23 % Anteilen an der Wethje Carbon Composites GmbH abgeschlossen. Die Option kann erstmalig 3 Jahre nach dem Closing für die Dauer von 6 Monaten und damit vom 1.10.2017 bis zum 31.3.2018 ausgeübt werden. Im März 2016 erfolgte bei der Wethje Carbon Composites GmbH eine Kapitalerhöhung unter Ausschluss der Gesellschaft. Die KTM Industries AG ist nach Kapitalerhöhung mit 17,97 % Anteile an der Wethje Carbon Composites GmbH beteiligt.
An der Wethje Immobilien GmbH, Vilshofen-Pleinting, Deutschland, hält die Gesellschaft unverändert 6 % Anteile.
Die Gesellschaft hat im Februar 2016 an der AGM Durmont Austria GmbH (vormals: Durmont Teppichbodenfabrik GmbH), Hartberg, einen Gesellschafterzuschuss in Höhe von EUR 1.817.331,72 gewährt. Für 24 % Anteile an der AGM Durmont Austria GmbH (vormals: Durmont Teppichbodenfabrik GmbH), Hartberg, wurde im Geschäftsjahr 2015 eine Put-/Call-Option abgeschlossen.
Im Geschäftsjahr 2016 hat die KTM Industries AG, Wels, 0,17 % Anteile an Stamm-Stückaktien der Oberbank AG, Linz, erworben und 0,17 % Anteile veräußert.
Die KTM Industries AG, Wels, hält unverändert 12,33 % Anteile an der AC styria Autocluster GmbH, Grambach. Im Geschäftsjahr 2016 hat die KTM Industries AG, Wels, einen Zuschuss in Höhe von EUR 50.000,00 an die Gesellschaft geleistet.
Im Geschäftsjahr wurden Zuschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.849.000,00 (Vorjahr: TEUR 0) und Abschreibungen auf Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens in Höhe von EUR 1.817.331,72 (Vorjahr: TEUR 60) vorgenommen.
Aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen besteht auf Grund von langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen für das Geschäftsjahr 2017 eine Verpflichtung von EUR 335.290,73 (Vorjahr: TEUR 331). Der Gesamtbetrag der Verpflichtungen für die nächsten 5 Jahre beträgt EUR 1.543.082,99 (Vorjahr: TEUR 1.510).
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Finanzierungsforderungen in Höhe von EUR 47.697.501,24 (Vorjahr: TEUR 31.621), Forderungen aus phasengleicher Ergebnisübernahme EUR 20.000.000,00 (Vorjahr: TEUR 20.000), Forderungen aus laufenden Verrechnungen und sonstige Forderungen in Höhe von EUR 3.562.865,88 (Vorjahr: TEUR 5.802).
Die Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Forderungen aus laufenden Verrechnungen und sonstige Forderungen in Höhe von EUR 66.721,09 (Vorjahr: TEUR 61).
Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände in Höhe von EUR 1.544.221,00 (Vorjahr: TEUR 1.430) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Anteilsverkäufen in Höhe von EUR 1.080.000,00 (Vorjahr: TEUR 1.046), Forderungen aus Versicherungsleistungen für ehemalige Mitarbeiter in Höhe von EUR 260.378,44 (Vorjahr: TEUR 253) sowie Forderungen aus Steuern in Höhe von EUR 184.891,89 (Vorjahr: TEUR 65).
Das eingefordertes und eingezahltes Nennkapital (Grundkapital) der Gesellschaft beträgt EUR 225.386.742,00 und ist in 225.386.742 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, von denen jede eine gleiche Beteiligung am Grundkapital repräsentiert, aufgeteilt.
Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener sowie an der Schweizer Börse.
Auf Grund erstmaliger Anwendung des Rechnungslegungsänderungsgesetzes 2014 wurden die eigenen Anteile zum 31.12.2015 in Höhe des Nominales von EUR 61.030,00 offen vom Grundkapital abgesetzt und eine gebundene Kapitalrücklage in selber Höhe gebildet. Im Geschäftsjahr wurden die gesamten eigenen Anteile verkauft. Der daraus resultierende Ertrag wurde in die gebundene Kapitalrücklage eingestellt.
Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von EUR 1.992.898,97 (Vorjahr: TEUR 762) beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Haftungen und Risiken im Zusammenhang mit dem Beteiligungsportfolio in Höhe von EUR 1.300.000,00 (Vorjahr: TEUR 0), für Prämien in Höhe von EUR 297.290,00 (Vorjahr: TEUR 401), Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten in Höhe von EUR 186.235,16 (Vorjahr: TEUR 159), Rückstellungen für nicht konsumierte Urlaube und Zeitguthaben in Höhe von EUR 66.918,81 (Vorjahr: TEUR 95), sonstige Rückstellungen in Höhe von EUR 114.455,00 (Vorjahr: TEUR 53) sowie Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von EUR 28.000,00 (Vorjahr: TEUR 53).
Die Anleihe (Perpetual Bond) in Höhe von EUR 1.010.000,00 wurde am 1.12.2015 mit Wirkung zum 7.2.2016 gekündigt und am 8.2.2016 vollständig getilgt.
Beilage I/13
Die Gesellschaft hat im September 2012 eine Anleihe in Höhe von EUR 75.000.000,00 mit einer Laufzeit von 6 Jahren und einer Verzinsung von 4,625 % (ISIN AT0000A0WQ66) begeben. Im Dezember 2016 wurde die Anleihe um EUR 17.200.000,00 auf EUR 57.800.000,00 reduziert. Die Gesellschaft hat mit dem Rückkauf der Teilschuldverschreibungen ihre Kapitalstruktur optimiert und ihre laufende Zinsbelastung gesenkt.
Zur Eigenkapitalstärkung und Finanzierung der in 2016 getätigten Erwerbe in ihren Kernbeteiligungen hat die KTM Industries AG im Juli 2016 eine nachrangige 5,00 % Anleihe ohne feste Laufzeit (Ewige Anleihe) in Höhe von 40 Mio EUR begeben. Im Dezember 2016 wurde die Nominale von 40 Mio EUR um 20 Mio EUR auf ein Emissionsvolumen von 60 Mio EUR aufgestockt.
Die KTM Industries AG hat im Juli 2015 ein Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 56.500.000,00 begeben, welches in Höhe von TEUR 44.000 mit einer Laufzeit von 5 Jahren und in Höhe von TEUR 12.500 mit einer Laufzeit von 7 Jahren abgeschlossen wurde. Das Darlehen wird in Höhe von TEUR 24.500 mit einem fixen Zinssatz und in Höhe von TEUR 32.000 mit einem variablen Zinssatz verzinst. Mit Kündigungsschreiben vom 13.12.2016 mit Wirkung zum 16.1.2017 wurde ein Teilbetrag des Schuldscheindarlehens in Höhe von TEUR 32.000, davon TEUR 25.500 mit Laufzeit 5 Jahren und TEUR 6.500 mit Laufzeit 7 Jahren, aufgekündigt. Mit 21.12.2016 wurde eine Aufrechnungsvereinbarung mit den Darlehensgebern abgeschlossen, dass beide Parteien berechtigt sind, mit bestehenden, künftigen oder bedingten Ansprüchen und Forderungen aus und im Zusammenhang mit dem von der Darlehensgeberin der Darlehensnehmerin gewährten Schuldscheindarlehen einerseits und den bestehenden, künftigen oder bedingten Ansprüchen und Forderungen der Darlehensnehmerin gegenüber der Darlehensgeberin aus und im Zusammenhang mit dem Konto andererseits, aufzurechnen. Das gekündigte Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 32.000 wurde mit bestehenden Bankguthaben zum 31.12.2016 in Höhe von TEUR 32.000 in der Bilanz saldiert dargestellt.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 30.000.000,00 betreffen einen Kredit mit fixem Zinssatz und einer Endfälligkeit im Juli 2021.
Am 17.7.2015 hat die KTM Industries AG eine Namensschuldverschreibung in Höhe von EUR 30.000.000,00 mit einer fixen Verzinsung und einer Laufzeit von 10 Jahren begeben.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf EUR 2.996.908,83 (Vorjahr: TEUR 1.343) und betreffen Zinsen aus der Anleihe in Höhe von EUR 1.413.698,63 (Vorjahr: TEUR 0), sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 1.468.776,44 (Vorjahr: TEUR 1.321), Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 110.933,76 (Vorjahr: TEUR 18) sowie Verbindlichkeiten aus Steuerumlagen in Höhe von EUR 3.500,00 (Vorjahr: TEUR 4).
Die sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 2.256.821,33 (Vorjahr: TEUR 2.672) betreffen im Wesentlichen Zinsen aus den begebenen Anleihen, Schuldscheindarlehen und Namensschuldverschreibungen in Höhe von EUR 1.741.308,87 (Vorjahr: TEUR 2.004) sowie sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 515.512,46 (Vorjahr: TEUR 667).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 260.378,44 (Vorjahr: TEUR 253) mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren enthalten.
Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind Aufwendungen in Höhe von EUR 1.996.442,89 (Vorjahr: TEUR 2.294) enthalten, die nach dem Stichtag zahlungswirksam werden.
| 31.12.2016 TEUR |
31.12.2015 TEUR |
|
|---|---|---|
| Bürgschaftserklärung für die Wethje Carbon Composites GmbH, Deutschland |
0 | 5.582 |
| Haftungsgarantie für die Wethje Carbon Composites GmbH, Deutschland, gegen über Mitsubishi Rayon Co., Ltd., Japan |
0 | 5.635 |
| Bürgschaftserklärung für die AGM Durmont Austria GmbH (vormals: Durmont Teppichbodenfabrik GmbH), Hartberg |
0 | 2.750 |
| Garantie für die Network Performance Channel GmbH, Deutschland, gegenüber IXIA TECHNOLOGIES |
||
| INTERNATIONAL Limeted, Irland | 0 | 658 |
| 0 | 14.625 |
Die Haftungsverhältnisse betrafen im Vorjahr in Höhe von TEUR 658 verbundene Unternehmen.
Die Umsatzerlöse beinhalten die Weiterverrechnungen laufender Projekte und Erlöse für Dienstleistungen. Im Geschäftsjahr wurden im Inland EUR 9.635.924,28 (Vorjahr: TEUR 8.413), in anderen EU Ländern EUR 257.175,42 (Vorjahr: TEUR 570) und in Drittländer EUR 12.513,00 (Vorjahr: TEUR 10) Umsatz erzielt.
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen betreffen in Höhe von EUR 20.282,98 (Vorjahr: TEUR 44) Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen.
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2016 | 2015 | |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| Vorstände Mitarbeitervorsorgekasse | 8.159,78 | 26.501,49 |
| Veränderung Abfertigungsrückstellung Vorstände | 10.800,00 | 5.500,00 |
| Sonstige Arbeitnehmer | 45.901,12 | 17.805,83 |
| 64.860,90 | 49.807,32 |
Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für konzerninterne Dienstleistungen, Aufwendungen für Vorstandstätigkeiten, Steuerberatungsaufwand sowie Rechts- und Beratungsaufwand.
Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 24.287.760,20 (Vorjahr: TEUR 23.797) betreffen Dividendenerträge aus verbundenen Unternehmen.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge betreffen im Wesentlichen Zinsen aus Darlehen in Höhe von EUR 773.552,32 (Vorjahr: TEUR 857).
Die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen resultieren in Höhe von EUR 2.717.195,92 (Vorjahr: TEUR 1.391) sowie aus der Zuschreibung zu Finanzanlagen in Höhe von EUR 1.849.000,00 (Vorjahr: TEUR 0).
Die Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens betreffen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 2.155) Abschreibungen von verbundenen Unternehmen. Im Vorjahr waren weiters Abschreibungen von Beteiligungen in Höhe von TEUR 3.317 sowie Verluste aus abgegangenen Finanzanlagen in Höhe von TEUR 560 enthalten.
Die Gesellschaft ist seit der Veranlagung 2014 Gruppenmitglied der Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG der Pierer Konzerngesellschaft mbH, Wels.
Die steuerlichen Ergebnisse der Gruppenmitglieder werden dem Gruppenträger zugerechnet. Die zu leistenden Steuerumlagen zwischen dem Gruppenträger und jedem einzelnen Gruppenmitglied wurde in Form von einer Gruppen- und Steuerumlagevereinbarung geregelt.
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten die voraussichtlich an die Gruppenträger zu zahlende Mindestkörperschaftsteuer.
Es existieren temporäre Unterschiede zwischen steuerlichen und unternehmensrechtlichen Wertansätzen im Wesentlichen auf Grund von Bewertungsunterschieden im Sachanlagevermögen und bei der Bewertung von Personalrückstellungen. Da zum Bilanzstichtag weder passive latente Steuern zur Gegenverrechnung, als auch substantielle Hinweise für die Rechtfertigung eines Ansatzes aktiver latenter Steuern vorliegen, wurden keine aktiven latenten Steuern angesetzt.
(im Jahresdurchschnitt)
Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die Gesellschaft 10 (Vorjahr: 13) Angestellte, davon 3 (Vorjahr: 3) Teilzeitbeschäftigte.
Da der Abschlussprüfer der Gesellschaft auch Abschlussprüfer des Konzernabschlusses der KTM Industries AG ist, wird hinsichtlich der auf das Geschäftsjahr 2016 entfallenden Aufwendungen für den Abschlussprüfer auf die entsprechenden Angaben im Konzernanhang dieser Gesellschaft verwiesen.
Ein wesentliches Ziel des Finanzrisikomanagements in der KTM Industries AG-Gruppe ist es, die jederzeitige Zahlungsfähigkeit und die finanzielle Flexibilität sicherzustellen. Zu diesem Zweck wird eine Liquiditätsreserve in Form von ungenützten Kreditlinien (Bar- und Avalkredite) und bei Bedarf in Form von Barbeständen bei Banken von hoher Bonität vorgehalten.
Der langfristige Liquiditätsbedarf der Gruppe wurde durch die Emission von Unternehmensanleihen sowie die Aufnahme von Bankkrediten sichergestellt.
Die operativen Gesellschaften sind durch kurz- bzw langfristige Finanzierungen selbst finanziert.
Die im Geschäftsjahr 2012 begebene Anleihe der KTM AG mit einem Nominalen von 85,0 Mio EUR und einem fixen Kupon von 4,375 % weist eine Laufzeit bis April 2017 auf. Die Anleiheverbindlichkeit reduzierte sich durch den vorzeitigen Rückkauf eigener Anleihen auf 83,0 Mio EUR.
Im Juni 2016 hat die KTM AG ein Schuldscheindarlehen mit einem gesamten Emissionsvolumen von 120 Mio EUR und Laufzeiten von fünf bis zehn Jahren erfolgreich platziert.
Im August 2013 begab die Pankl Racing Systems AG eine 3,25 % Anleihe mit einer Laufzeit von 2013 bis 2017 über 10 Mio EUR.
Die WP-Gruppe ist durch kurz- und langfristige Lombarddarlehensverträge bzw Bankkredite finanziert.
Es wird vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 19.574.449,36 eine Dividende von EUR 0,03 je Aktie, das sind in Summe EUR 6.761.602,26 auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Das bei einem deutschen Schiedsgericht anhängige Verfahren hinsichtlich Gewährleistungsansprüchen aus dem Verkauf der Peguform-Gruppe im Jahr 2012 wurde im Februar 2017 zu 100 % zugunsten der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH, eine 100 % Tochter der KTM Industries AG, entschieden. Der Restkaufpreis in Höhe von rund 20,4 Mio EUR steht nun der PF Beteiligungsverwaltungs GmbH zur Gänze zu. Auf Ebene der KTM Industries AG wurde auf Grund dieses Sachverhalts eine Zuschreibung auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.849.000,00 im Jahresabschluss zum 31.12.2016 vorgenommen.
Als Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2016 die nachstehenden Herren bestellt:
Josef B l a z i c e k (Vorsitzender) Dr. Ernst C h a l u p s k y (Stellvertreter des Vorsitzenden) Mag. Gerald K i s k a Mag. Klaus R i n n e r b e r g e r
Im Geschäftsjahr 2016 erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats Vergütungen in Höhe von TEUR 28 (Vorjahr: TEUR 53). Die Mitglieder des Vorstands erhielten für das Geschäftsjahr 2016 Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 3.711 (Vorjahr: TEUR 2.754), davon wurden für Tätigkeiten der Vorstände innerhalb des Konzerns TEUR 2.839 (Vorjahr: TEUR 2.156) weiterverrechnet. Weiters erhielten die Mitglieder des Vorstands Bezüge aus Vorperioden in Höhe von TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 1.432), davon wurden für Tätigkeiten der Vorstände aus Vorperioden innerhalb des Konzerns TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 1.194) weiterverrechnet.
KTM Industries AG (vormals: CROSS Industries AG), Anlage 1 Wels zum Anhang
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | Abschreibungen | Buchwerte | |||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.1.2016 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
Umbuch- ungen EUR |
31.12.2016 Stand am EUR |
Stand am 1.1.2016 EUR |
gänge EUR Zu- |
gänge EUR Ab- |
schreibungen EUR Zu- |
chungen Umbu- EUR |
31.12.2016 Stand am EUR |
31.12.2016 Stand am EUR |
31.12.2015 Stand am EUR |
|
| I. Immaterielle Vermö gensgegenstände: |
|||||||||||||
| Konzessionen, gewerb liche Schutzrechte und Vorteile sowie daraus ähnliche Rechte und |
|||||||||||||
| abgeleitete Lizenzen | 345.952,14 | 3.219,00 | 0,00 | 0,00 | 349.171,14 | 343.042,02 | 2.948,84 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 345.990,86 | 3.180,28 | 2.910,12 |
| II. Sachanlagen: | |||||||||||||
| Betriebs- und Ge 1. Andere Anlagen, |
|||||||||||||
| schäftsausstattung | 1.297.823,79 | 67.117,96 | 18.174,52 | 0,00 | 1.346.767,23 | 654.193,30 | 79.410,33 | 10.553,51 | 0,00 | 0,00 | 723.050,12 | 623.717,11 | 643.630,49 |
| 2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau |
8.419,08 | 5.233,20 | 13.652,28 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 8.419,08 |
| 1.306.242,87 | 72.351,16 | 31.826,80 | 0,00 | 1.346.767,23 | 654.193,30 | 79.410,33 | 10.553,51 | 0,00 | 0,00 | 723.050,12 | 623.717,11 | 652.049,57 | |
| III. Finanzanlagen: | |||||||||||||
| denen Unternehmen 1. Anteile an verbun |
1) 356.372.150,20 |
47.232.546,60 17.216.009,51 | 0,00 386.388.687,29 | 6.821.085,01 | 0,00 | 4.972.085,01 -1.849.000,00 | 0,00 | 0,00 | 1) 386.388.687,29 |
349.551.065,19 | |||
| 2. Beteiligungen | 7.840.329,41 | 0,00 | 0,00 -7.840.329,41 | 0,00 | 3.257.112,53 | 0,00 | 0,00 | 0,00 -3.257.112,53 | 0,00 | 0,00 | 4.583.216,88 | ||
| 3. Wertpapiere (Wert rechte) des An |
|||||||||||||
| lagevermögens | 600.271,59 | 4.824.662,24 2.957.329,52 7.840.329,41 | 10.307.933,72 | 2) 59.999,00 1.817.331,72 |
0,00 | 0,00 3.257.112,53 5.134.443,25 | 5.173.490,47 | 540.272,59 | |||||
| 364.812.751,20 | 52.057.208,84 20.173.339,03 | 0,00 396.696.621,01 | 10.138.196,54 1.817.331,72 | 4.972.085,01 -1.849.000,00 | 0,00 5.134.443,25 | 391.562.177,76 | 354.674.554,66 | ||||||
| 366.464.946,21 | 52.132.779,00 20.205.165,83 | 0,00 398.392.559,38 | 11.135.431,86 1.899.690,89 | 4.982.638,52 -1.849.000,00 | 0,00 6.203.484,23 | 392.189.075,15 | 355.329.514,35 |
1) davon Umgründungsmehrwert EUR 34.275.720,66
2) Abschreibung wurde gegen dotierte Wertberichtigung aufgelöst
Die Gesellschaft hält bei folgenden Unternehmen mindestens 20,00 % Anteilsbesitz:
| Ergebnis des letzten |
|||
|---|---|---|---|
| Kapital- | Geschäfts | ||
| anteil | Eigenkapital | jahres 1) |
|
| EUR | |||
| 18.073.122,16 | 4.568.028,98 | ||
| 33.331.788,32 | 2.515.342,75 | ||
| 68.160.465,59 | 7.713.237,90 | ||
| 2.375.606,00 | |||
| % | Stichtag 100,00 31.12.2016 75,86 31.12.2016 94,53 31.12.2016 24,00 31.12.2016 |
EUR 100,00 31.12.2016 205.365.201,20 10.421.739,04 0,28 31.12.2016 316.716.742,45 23.529.692,33 7.339.078,35 |
1) Jahresüberschuss
2) direkt gehalten, auf Grund weiterer indirekt gehaltener Anteil handelt es sich um Anteile an verbundenen Unternehmen
KTM Industries AG (vormals: CROSS Industries AG), Wels Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2016 10. März 2017
Wir haben den Jahresabschluss der
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2016, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.
Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 31. Dezember 2016 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Siehe Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anhang Beilage I/6, Anlage 1 und 2 zum Anhang.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen mit einem Bilanzausweis in Höhe von MEUR 386,4 die Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens in Höhe von MEUR 5,2 sowie die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von MEUR 71,3 stellen rund 99 % des ausgewiesenen Vermögens im Jahresabschluss der KTM Industries AG zum 31. Dezember 2016 dar.
Anlassbezogen werden Finanzanlagen sowie in diesem Zusammenhang auch Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen von der Gesellschaft einer Werthaltigkeitsüberprüfung unterzogen. Auslöser einer anlassbezogenen Überprüfung ist einerseits eine wesentliche statische Unterdeckung bei der Gegenüberstellung des Beteiligungsansatzes mit dem anteiligen Eigenkapital zum Stichtag und andererseits das Vorliegen von externen und internen Einflussfaktoren, die eine erhebliche Wertminderung auslösen können. Im Anlassfall wird eine Bewertung auf Basis von diskontierten Netto-Zahlungsmittelzuflüssen, die im Wesentlichen von zukünftigen Umsatz- und Margenerwartungen abhängig sind und von abgeleiteten Diskontierungszinssätzen durchgeführt. Diese Bewertung ist mit bedeutenden Schätzunsicherheiten insbesondere betreffend langfristige Planungsannahmen sowie Marktunsicherheiten behaftet. Für den Abschluss besteht das Risiko einer Überbewertung.
Wir haben die oben beschriebene statische Unterdeckung hinsichtlich des Vorliegens eines Anlassfalles untersucht und das Vorliegen anderer Einflussfaktoren, die einen Anlassfall auslösen könnten, kritisch hinterfragt. Das Unternehmen hat in drei Fällen eine anlassbezogene Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt.
Wir haben die der Bewertung zugrunde gelegten Umsätze, Margen, Jahresergebnisse sowie Investitionen mit der aktuellen und vom Vorstand genehmigten Fünfjahresplanung des Konzerns abgeglichen. Um die Angemessenheit der Planungen beurteilen zu können, haben wir uns ein Verständnis über den Planungsprozess verschafft und die verwendeten Annahmen mit der historischen Entwicklung abgeglichen. Wir haben die Annahmen in Gesprächen mit dem Management erörtert und uns in diesem Zuge ein Verständnis darüber verschafft, wie historische Erfahrungen die Planung des Managements beeinflussen.
Darüber hinaus haben wir die Angemessenheit der ermittelten Diskontierungssätze sowie das dazugehörige Berechnungsschema beurteilt und durch Sensitivitätsanalysen ermittelt, ob die getesteten Buchwerte bei möglichen realistischen Veränderungen der Annahmen noch durch den jeweiligen Bewertungsansatz gedeckt sind. Wir haben beurteilt, ob die langfristige Entwicklung des Rentabilitätsniveaus in der Rentenphase konsistent und plausibel erscheint.
Diese Prüfungshandlungen haben wir unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten vorgenommen.
Abschließend haben wir untersucht, ob die Erläuterungen des Unternehmens zu Finanzanlagen und Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen im Anhang vollständig und sachgerecht sind.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.
Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.
Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.
Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.
Darüber hinaus gilt:
— Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.
Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.
Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichtes durchgeführt.
Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld wurden wesentliche fehlerhafte Angaben im Lagebericht nicht festgestellt.
Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Ernst Pichler.
Linz, am 10. März 2017
KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
Mag. Ernst Pichler Wirtschaftsprüfer
Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wels, im März 2017
Der Vorstand der KTM Industries AG
DI Stefan Pierer Mag. Friedrich Roithner Ing. Alfred Hörtenhuber Mag. Wolfgang Plasser
Building tools?
Free accounts include 100 API calls/year for testing.
Have a question? We'll get back to you promptly.