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Annual Report Dec 19, 2012

801_10-k_2012-12-19_e4a4161d-5510-4917-afbb-829b89910124.pdf

Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2011/12 – Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Konzerngeschäftsbericht

  • 06 Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • 08 Bericht des Aufsichtsrates
  • 10 Corporate Governance Bericht
  • 16 Das Unternehmen
  • 22 Konzernlagebericht
  • 37 Konzernabschluss
  • 38 Geamtergebnisrechnung
  • 39 Cash-flow Statement
  • 40 Konzernbilanz
  • 41 Konzernanhang
  • 68 Service

Teil 2: Einzelabschluss nach österreichischem UGB

Bilanz Anlage 1 Gewinn- und Verlustrechnung Anlage 2 Anhang Anlage 3 Lagebericht Anlage 4 Bestätigungsvermerk

Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z3 BörseG

BRAIN FORCE in Zahlen

Umsatz und EBITDA-

Marge

EBITDA-Marge operativ

EBITDA

3,13 3,13

EBITDA EBITDA operativ

in Mio. €

6

4

2,74 2,06

2

0

in Mio. €

2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 Ergebnis je Aktie in € 0,1 0 -0,1 -0,2 -0,3 -0,09 -0,09 nach IFRS bereinigt -0,14 -0,11

Umsatz nach Regionen

  • +L[ZJOSHUK
  • 0[HSPLU
  • 5PLKLYSHUKL
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH

Free Cash-flow und Investitionen in Mio. €

EBITDA operativ nach Regionen

  • +L[ZJOSHUK
  • 0[HSPLU
  • 5PLKLYSHUKL
  • 5VYKL\YVWH ALU[YHS6Z[L\YVWH

Mitarbeiter nach

Eigenkapital Nettoverschuldung

30.9.2011 30.9.2012

5,82

18,72

Segmenten

  • :K>LZ[L\YVWH 5PLKLYSHUKL
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH
  • 5VYKL\YVWH /VSKPUN\UK:VUZ[PNLZ

Eigenkapital und Nettoverschuldung in Mio. €

20

15

10

5,98

16,61

5

0

Ertragskennzahlen 1) 2009/10 2010/11 2011/12 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 69,59 71,09 76,01 +7
EBITDA in Mio. € 5,66 3,13 2,06 -34
EBITDA operativ 2) in Mio. € 1,15 3,13 2,74 -13
EBIT in Mio. € 2,86 1,04 0,11 -89
EBIT operativ 2) in Mio. € -1,65 1,04 0,79 -24
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 0,33 -1,38 -2,21 -60
Ergebnis nach Steuern in Mio. € 0,92 -1,37 -2,13 -56
Free Cash-flow 3) in Mio. € -2,17 3,54 -0,05 >100
Investitionen in Mio. € 1,53 1,51 1,63 +7
Akquisitionen in Mio. € 1,11 0,00 0,00 0
Mitarbeiter 4) 779 733 752 +3
Bilanzkennzahlen 30.9.2010 30.9.2011 30.9.2012 Vdg. in %
Eigenkapital in Mio. € 20,11 18,72 16,61 -11
Nettoverschuldung in Mio. € 9,04 5,82 5,98 +3
Capital Employed in Mio. € 29,10 24,50 22,56 -8
Working Capital in Mio. € 4,63 1,34 0,41 -69
Bilanzsumme in Mio. € 51,05 49,43 46,42 -6
Eigenkapitalquote in % 39 38 36 -
Gearing in % 45 31 36 -
Mitarbeiter 5) 713 786 756 -4
Börsekennzahlen 2009/10 2010/11 2011/12 Vdg. in %
Ergebnis je Aktie in € 0,05 -0,09 -0,14 -56
Ergebnis je Aktie bereinigt 6) in € -0,26 -0,09 -0,11 -22
Dividende je Aktie in € 0,00 0,00 0,00 -
Eigenkapital je Aktie in € 1,31 1,22 1,08 -11
Höchstkurs der Aktie in € 1,40 1,10 0,95 -14
Tiefstkurs der Aktie in € 0,91 0,72 0,55 -24
Ultimokurs der Aktie in € 1,00 0,94 0,65 -31
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 15,39 14,46 9,99 -31
Geschäftsbereiche 2011/12
in Mio. €
Deutschland Italien Niederlande Zentral-Osteuropa Holding und
Sonstiges
Umsatz 39,77 (+4%) 22,47 (+9%) 10,57 (+18%) 3,20 (+0%) 0,00 -
EBITDA operativ 2,04 (-20%) 1,57 (+37%) 0,42 (-54%) 0,21 (-2%) -1,50 (+11%)
EBIT operativ 1,41 (-21%) 0,90 (>100%) -0,08 (>100%) 0,11 (-17%) -1,55 (+11%)
Investitionen 0,56 (+21%) 0,55 (-27%) 0,36 (+80%) 0,09 (+10%) 0,06 (>100%)
Mitarbeiter 4) 343 (-1%) 284 (+2%) 90 (+24%) 30 (+8%) 5 (-36%)

1) der fortgeführten Geschäftsbereiche

2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge

3) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode

5) Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) zum Stichtag

6) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen, nicht-wiederkehrende Erträge sowie dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

BRAIN FORCE im Überblick

BRAIN FORCE ist ein führendes IT-Service-Unternehmen mit 756 Mitarbeitern an 14 Standorten in sieben europäischen Ländern sowie einer Niederlassung in Kalifornien, USA. Die Konzernzentrale des an der Wiener Börse und im Xetra-Fließhandel notierten Unternehmens befindet sich in Wien, Österreich. Der größte Umsatzanteil wird in Deutschland mit 52% erwirtschaftet, gefolgt von Italien mit 30%, den Niederlanden mit 14% und Zentral-Osteuropa (vor allem Österreich) mit 4%.

Gegründet 1983 hat BRAIN FORCE seit dem Börsegang im Jahr 1999 (am Neuen Markt in Frankfurt, aktuelle Börsenotiz in Wien) ihr Angebotsportfolio deutlich ausgebaut und an die Markterfordernisse angepasst.

  • BRAIN FORCE ist ein mittelständisches IT-Unternehmen, gegründet 1983
  • mit 756 Mitarbeitern an 14 Standorten in sieben europäischen Ländern (DE, IT, AT, NL, CZ, SK, CH) sowie einer Niederlassung in Kalifornien, USA
  • Sitz und Konzernzentrale in Wien, Österreich, notiert an der Wiener Börse

Inhalt

Vorwort

  • Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • Bericht des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

  • Corporate Governance bei BRAIN FORCE
  • Vorstand
  • Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates
  • Vergütungsbericht

  • Das Unternehmen Unternehmensprofil
  • Produkte und Services
  • Unternehmensstrategie
  • Unternehmensstruktur
  • BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer

Lagebericht *

  • Wirtschaftliches Umfeld
  • Ergebnis- und Bilanzanalyse
  • Forschung und Entwicklung
  • Human Resources
  • Auftragslage
  • Ausblick und Ziele
  • Risikomanagement
  • Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

Konzernabschluss *

  • Inhaltsverzeichnis
  • Konzernabschluss
  • Konzernanhang
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Service

  • Standorte
  • Glossar
  • Finanzkalender
  • Impressum
  • * vom Wirtschaftsprüfer geprüft

Vorwort

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2011/12 hat der BRAIN FORCE Konzern ein Umsatzwachstum von 7% erzielt und nach dem operativen Turnaround im Vorjahr neuerlich ein positives Betriebsergebnis erwirtschaftet. Nachdem wir im ersten Quartal noch ein negatives operatives Betriebsergebnis ausweisen mussten, drehte dieses ins Positive, mit kontinuierlich ansteigenden Ergebnissen ab dem zweiten Quartal. In Summe konnten wir durch die steigenden Ergebnisse auch die im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 verbuchten Restrukturierungaufwendungen kompensieren und ein positives Ergebnis nach Restrukturierung erzielen. Insbesondere die vertriebsseitig gesetzten Maßnahmen zeigen positive Auswirkungen auf den aktuellen Auftragsbestand und auf die Vertriebspipeline. Diese aus der Stärkung des Vertriebs resultierende Basis gilt es auch in den nächsten Quartalen in messbare Ergebnisse umzusetzen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2011/12 waren in allen BRAIN FORCE Märkten von Beginn an schwierig. Erwarteten die Wirtschaftsexperten zu Beginn des Jahres 2012 noch ein Wachstum von 1,5% für den gesamten Euroraum, so wurde dieses im Verlauf des Jahres schrittweise nach unten korrigiert. Einer der Hauptgründe für die langsame bzw. rückläufige Entwicklung der Wirtschaftsleistung liegt in der schwachen Binnennachfrage einiger Länder begründet. Trotz Rückgänge der Wirtschaftsleistung in einzelnen EU-Staaten, insbesondere in Italien und den Niederlanden, konnten sich unsere Landesgesellschaft am Markt behaupten und im Vorjahresvergleich Umsatzsteigerungen verzeichnen. Die von unseren Gesellschaften erzielbaren Margen stehen allerdings weiterhin unter Druck, ausgelöst durch das mit der abgeschwächten Binnennachfrage einhergehende Kostenbewusstsein der Kunden.

Für das Jahr 2013 erwartet die Europäische Kommission kaum eine konjunkturelle Erholung. Die prognostizierten Wachstumsraten für die BRAIN FORCE Märkte Deutschland und Österreich belaufen sich auf 0,8% bzw. 0,9%. In den Niederlanden soll ein Anstieg der Wirtschaftsleistung von lediglich 0,3% erzielt werden, für Italien wird weiterhin mit einem Rückgang gerechnet.

Die Umsetzung der Strategie, die Geschäftsbereiche innerhalb des BRAIN FORCE Konzerns weiter zu homogenisieren, größere Einheiten zu schaffen und Geschäftsbereiche oder Gesellschaften ohne langfristige Wachstumsperspektive einzustellen oder abzugeben, wird konsequent weiterverfolgt. In Wachstumsbereiche - wie den Channel-Vertrieb von Netzwerkprodukten - wurde und wird auch in Zukunft investiert, da wir durch den Trend zu Cloud Computing und Outsourcing eine laufend steigende Bedeutung von Datennetzen und das Monitoring von diesen Netzwerken erwarten. Dazu haben wir Mitarbeiter angestellt, bilden diese aus und intensivieren weiterhin die Marktbearbeitung in Europa, dem Mittleren Osten und Indien über ein internationales Reseller-Netzwerk.

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 weist die BRAIN FORCE HOLDING AG eine Umsatzsteigerung um 7% auf 76,01 Mio. € aus. Dabei verzeichneten alle operativen Geschäftsbereiche zum Teil deutliche Erhöhungen. Das operative Konzern-EBITDA betrug 2,74 Mio. € und lag damit um rund 13% unter dem Vorjahreswert von 3,13 Mio. €. Das operative Konzern-EBIT lag mit 0,79 Mio. € um 0,25 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang der operativen Ergebnisse liegt vorrangig in der mit der Stärkung des Vertriebs zusammenhängenden Erhöhung der Aufwendungen um 0,91 Mio. €. Das bedeutet einen Anstieg der Vertriebskosten um 14%, wohingegen die Verwaltungskosten um rund 1% reduziert werden konnten.

Im Geschäftsjahr 2011/12 sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,68 Mio. € angefallen, wodurch sich ein Konzern-EBIT-DA von 2,06 Mio. € und ein Konzern-EBIT von 0,11 Mio. € ergaben. Die im ersten Quartal durchgeführte Restrukturierung betraf den Geschäftsbereich FINAS (Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister) in der Region Deutschland. Nachdem sich dieser Bereich im vorangegangenen Geschäftsjahr aufgrund von mehreren Lizenzverkäufen und der Nutzung der Möglichkeit der Kurzarbeit durchaus positiv entwickelt hatte, mussten wir uns in diesem Geschäftsjahr zu einem Abbau von Mitarbeitern entscheiden, um eine nachhaltig positive Entwicklung zu ermöglichen. Diese Maßnahme hat sich bereits auf die Ergebnisse der Folgequartale deutlich positiv ausgewirkt.

Trotz der positiven operativen Entwicklung lag das Ergebnis vor Steuern bei -2,21 nach -1,38 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Rückgang war im Wesentlichen auf die angefallenen Restrukturierungsaufwendungen zurückzuführen bei einer gleichzeitig leichten Verbesserung des at equity Ergebnisses aus der SolveDirect Service Management GmbH von -1,63 auf -1,49 Mio. €. Das Gesamtergebnis belief sich auf -2,14 nach -1,39 Mio. € im Vorjahr.

Der Personalstand des BRAIN FORCE Konzerns zeigt eine dem Wachstum entsprechende Entwicklung. Bei einem Umsatzanstieg von 7% erhöhte sich die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl um 3% auf 752. Dabei erhöhte sich sowohl die Anzahl angestellten Mitarbeiter von 505 auf 518 als auch die der freien Mitarbeiter von

228 auf 234. Stichtagsbezogen reduzierte sich der Personalstand um 4% von 786 auf 756 Mitarbeiter.

Trotz leichter Rückgänge im Vergleich zum Vorjahr zeigen die Bilanzkennzahlen weiterhin durchaus solide Werte. Die Eigenkapitalquote beläuft sich zum Stichtag 30. September 2012 auf 36%, das Gearing beträgt ebenfalls 36%. Der operative Cash-flow lag mit +1,55 Mio. € zwar deutlich unter dem Vorjahreswert von +5,04 Mio. €, es ist allerdings zu berücksichtigen, dass der im Vorjahr aus Maßnahmen zur Working Capital Verbesserung resultierende Effekt rund 3,29 Mio. € betrug und eine weitere Optimierung gegenüber Kunden und Lieferanten nur sehr schwer durchsetzbar ist. Zusätzlich belasten die im Geschäftsjahr 2011/12 bezahlten Restrukturierungsaufwendung in Höhe von 0,68 Mio. € den operativen Cash-flow. Trotz dieser Einschränkungen betragen die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag 5,62 Mio. € nach 5,81 Mio. € im Vorjahr. Die Nettoverschuldung erhöhte sich nur geringfügig von 5,82 auf 5,98 Mio. €.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr 2011/12 hatte sich BRAIN FORCE ein weiteres Wachstum als Ziel gesetzt. Mit einem Umsatzanstieg von 7% bzw. 4,92 auf 76,01 Mio. € konnten wir dieses Ziel erreichen. Das operative Betriebsergebnis von 0,79 Mio. €,

insbesondere die kontinuierliche Verbesserung ab dem zweiten Quartal lassen aus heutiger Sicht für das Geschäftsjahr 2012/13 ein operatives Wachstum erwarten. Die Voraussetzung dafür bildet eine weiterhin erfolgreiche Marktbearbeitung die über dem prgonostiziertem Wachstum der Wirtschaftsleistung in den EU-Ländern liegt.

Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle bei unseren Mitarbeitern für ihren Einsatz in einem weiterhin schwierigen Marktumfeld. Unseren Kunden und Geschäftspartnern danke ich für das in uns gesetzte Vertrauen, wir arbeiten mit vollem Einsatz daran, Ihre Erwartungen zu erfüllen. Sie, geschätzte Aktionäre, ersuche ich, uns weiterhin zu unterstützen. Wir werden alles daran setzen, unsere operative Performance kontinuierlich zu verbessern, um so die Basis für eine zukünftig verbesserte Aktienkurs- und Dividendenentwicklung zu legen.

Ihr

Michael Hofer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG hat sich im Geschäftsjahr 2011/12 in fünf Sitzungen intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung der Gesellschaft einschließlich ihrer Konzernunternehmen, sowie über wesentliche Ereignisse beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand ausführlicher Berichte über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns sowie über die Personalsituation unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert.

In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Das Präsidium des Aufsichtsrates hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen. Der Prüfungsausschuss tagte zweimal, der Vergütungs- und Nominierungsausschuss trat einmal zusammen. Die Kriterien der Erfolgsbeteiligung, die Grundsätze der Altersversorgung und die Ansprüche bei Beendigung der Funktion sowie der Einzelausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sind im Vergütungsbericht dargestellt. Es existiert kein Aktienoptionsplan für Führungskräfte des Konzerns.

In der Sitzung vom 24. Oktober 2011 hat der Aufsichtsrat weitere Einsparungen in der Konzernholding und die damit zusammenhängende einvernehmliche Beendigung des Vorstandsvertrages von Herrn Thomas Melzer beschlossen. Der bis 30. September 2012 laufende Vorstandsvertrag von Herrn Melzer wurde vorzeitig zum 31. Dezember 2011 beendet. Weiters berichtete der Vorstand über die zu erwartenden Ergebnisse des Geschäftsjahres 2010/11.

Zur Behandlung des Jahresabschlusses über das Geschäftsjahr 2010/11 zog der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 7. Dezember 2011 den Abschlussprüfer hinzu, der über die Ergebnisse der Wirtschaftsprüfung des Geschäftsjahres 2010/11 berichtete. In der anschließenden Sitzung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG erörtert und festgestellt sowie den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Corporate Governance Bericht, den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes geprüft und den Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung beschlossen. Weiters wurde ein Vorschlag an die Hauptversammlung für die Wahl des Abschlussprüfers erarbeitet sowie die Tagesordnung der Hauptversammlung festgelegt. Weitere Tagesordnungspunkte der Sitzung betrafen einen Bericht des Vorstands

über die aktuelle Geschäftsentwicklung und Finanzierungssituation, sowie Beschlüsse zu genehmigungspflichtigen Geschäften. Weiters wurden die wesentlichen Eckdaten für den abzuschließenden Vertrag mit dem neuen Finanzvorstand abgestimmt.

In der Sitzung am 14. Februar 2012 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Vorbereitung der 14. ordentlichen Hauptversammlung der BRAIN FORCE HOLDING AG, welche am 1. März 2012 wie geplant stattfand. Zusätzlich berichtete der Vorstand in dieser Sitzung über die Ergebnisse des ersten Quartals des Geschäftsjahres 2011/12 und der aktuellen Erwartung für das Gesamtjahr, sowie über die Finanzierungssituation.

In der Sitzung am 10. Mai 2012 legte der Vorstand dem Aufsichtsrat einen detaillierten Bericht über die Ergebnisentwicklung des zweiten Quartals und den aktuellen Ausblick für das Gesamtjahr 2011/12 vor.

In der Prüfungsausschusssitzung am 6. September 2012 wurden unter Beiziehung des Abschlussprüfers die Ergebnisse der Vorprüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2012 behandelt sowie der Ablauf, Zeitplan und die Schwerpunkte der Hauptprüfung diskutiert. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung informierte sich der Aufsichtsrat detailliert über die aktuelle Geschäftslage, die Ergebnisse des dritten Quartals, die Vorschau auf das Ergebnis des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 sowie über das Budget 2012/13 und die Mittelfristplanung. Das Budget wurde nach intensiver Diskussion vom Aufsichtsrat genehmigt. Weiters hat der Aufsichtsrat die Verlängerung des Vertrages mit dem Vorstandsvorsitzenden Michael Hofer beschlossen.

Der Jahresabschluss und Lagebericht der BRAIN FORCE HOL-DING AG sowie der Konzernabschluss zum 30. September 2012 nach IFRS wurden durch die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss am 6. Dezember 2012 eingehend mit dem Prüfer behandelt und in der anschließenden Sitzung gemeinsam mit den vom Vorstand aufgestellten Lageberichten sowie dem Corporate Governance Bericht, dem

Aufsichtsrat vorgelegt. Wir haben die Unterlagen gemäß § 96 AktG geprüft und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 des AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Jahresergebnisses an. Weiters wurde der Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung sowie ein Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2012/13 für die 15. ordentliche Hauptversammlung am 28. Februar 2013 vorbereitet.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Management sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2011/12.

Wien, am 6. Dezember 2012

Stefan Pierer Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance bei BRAIN FORCE

BRAIN FORCE verfolgt eine Strategie zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sind das Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat. Das soll Vertrauen in das Unternehmen schaffen und die Basis für langfristige Wertschöpfung bilden.

BRAIN FORCE bekennt sich zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) und hat sich zur Beachtung der Regelungen verpflichtet. Dementsprechend orientierte sich das Unternehmen im Geschäftsjahr 1.10.2011 bis 30.9.2012 am ÖCGK in der Fassung von Jänner 2010. Neben den verbindlich einzuhaltenden "L-Regeln" wurde der aktuelle Kodex unter Berücksichtigung der nachstehenden Erklärungen im Geschäftsjahr eingehalten.

"C-Regel 18": Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich im Lagebericht des Konzernabschlusses zum 30. September 2012.

"C-Regel 36": Der Aufsichtsrat ist bestrebt, seine Organisation, Arbeitsweise und Effizienz ständig zu verbessern. Eine explizite Selbstevaluierung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden.

"C-Regel 45": Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist zugleich Aufsichtsrat der update Software AG, welche wie die BRAIN FORCE Software GmbH, München, für gleiche Geschäftssparten Front Office Business Lösungen anbietet.

"C-Regel 83": Der Konzernabschlussprüfer hat im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2009/10 unter anderem auch die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern beurteilt und darüber an Aufsichtsrat und Vorstand berichtet. Im Hinblick auf die Unternehmensgröße haben wir ab dem darauf folgendem Geschäftsjahr die Prüfung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern ausgesetzt.

Der ÖCGK in der jeweils aktuellen Fassung sowie der Corporate Governance Bericht stehen online unter www.brainforce.com unter der Rubrik "Investoren" zur Verfügung. Zur Vermeidung von Insiderhandel wurde ein Compliance Code im Unternehmen installiert, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht umsetzt. Seine Einhaltung wird vom Compliance Officer kontinuierlich überwacht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG fühlt sich zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpflichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten, auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die BRAIN FORCE HOLDING AG informiert ihre Aktionäre mit Adhoc- oder Pressemeldungen zu allen unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir frühzeitig im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website unter der Rubrik "Investoren" veröffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat 15.386.742 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (öffentliches Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine BRAIN FORCE Aktien erhält. Die Aktionärsstruktur ist im Teil BRAIN FORE Aktie und Eigentümer des Geschäftsberichtes dargestellt.

Der Vorstand leitet unter eigener Verantwortung die Geschäfte der Gesellschaft im Einklang mit den relevanten Gesetzen, der Satzung der BRAIN FORCE HOLDING AG und der Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung enthält im Wesentlichen den Geschäftsverteilungsplan sowie einen Katalog von Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen (mindestens eine pro Quartal). Hinzu kommen weitere Sitzungen aus besonderem Anlass: zum Beispiel zur Vorbereitung einer Hauptversammlung, zur Budgetberatung oder zur Diskussion aktueller strategischer Entscheidungen. Damit stehen dem Aufsichtsrat sämtliche Informationen zur Verfügung, die er zur Wahrnehmung seiner Beratungs- und Kontrollfunktion benötigt. Im Geschäftsjahr 1.10.2011 bis 30.09.2012 fanden insgesamt 5 Aufsichtsratssitzungen statt. Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat auch in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Funktion je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch Ausschüsse aus. Mitglieder und Verantwortungsbereiche der Aufsichtsratsausschüsse sind im Geschäftsbericht im Teil Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates dargestellt. Bis auf jenes Aufsichtsratsmitglied, dessen Mandat mit der Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2010/11 abgelaufen ist, haben alle Mitglieder an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat auf Grundlage der Generalklausel in Punkt 53 des ÖCGK die nachfolgend dargestellten Unabhängigkeitskriterien für Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG festgelegt:

  • Kriterium 1: Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der BRAIN FORCE HOLDING AG oder eines Tochterunternehmens der BRAIN FORCE HOLDING AG.
  • Kriterium 2: Das Aufsichtsratsmitglied unterhält beziehungsweise unterhielt in den letzten fünf Jahren zur BRAIN FORCE HOLDING AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß Regel 48 des ÖCGK führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
  • Kriterium 3: Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
  • Kriterium 4: Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied der BRAIN FORCE HOLDING AG Aufsichtsratsmitglied ist.
  • Kriterium 5: Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten.
  • Kriterium 6: Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes der BRAIN FORCE HOLDING AG oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten 1. – 5. beschriebenen Position befinden.

Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sind als unabhängig im Sinne der oben angeführten Kriterien anzusehen. Entsprechende Erklärungen wurden von allen Aufsichtsräten abgegeben. Die Hauptaufgabe des Aufsichtsrates stellt gemäß § 95 Aktiengesetz die Überwachung der Geschäftsführung dar. Diese Aufgabe wird von den derzeit bestellten Aufsichtsräten voll inhaltlich wahrgenommen. Die Gesellschaft weist einen Streubesitz von mehr als 20% und weniger als 50% auf. Zumindest ein Aufsichtsratsmitglied (Christoph Senft) ist kein Anteilseigner mit einer Beteiligung an der Gesellschaft von mehr als 10% oder vertritt die Interessen eines Großaktionärs. Die Mitarbeiter haben keinen Betriebsrat für die BRAIN FORCE HOLDING AG gewählt. Aus diesem Grund ist auch kein Mitarbeitervertreter Mitglied des Aufsichtsrates.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat weder Kredite an Aufsichtsratsmitglieder noch an Vorstände vergeben. Auf Basis des im August 2011 abgeschlossenen Mandatsvertrages zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen hat die OCEAN Advisory GmbH, Wien, im Geschäftsjahr 2011/12 Beratungsleistungen in Höhe von EUR 53.862 abgerechnet. Das Entgelt entspricht branchenüblichen Standards. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der Ocean Advisory GmbH. Mit der CROSS Informatik GmbH, Wels, bestand im Geschäftsjahr 2011/12 ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Die CROSS Informatik GmbH, Wels, ist Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG. Mit Beginn des Geschäftsjahres 2012/13, somit seit 1. Oktober 2012, besteht zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, einer Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, eine Überlassungsvereinbarung über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes.

Im Geschäftsjahr 2011/12 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG gemeinsam mit der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, die Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, gegründet. Der Anteil der BRAIN FORCE HOLDING AG an der Network Performance Channel GmbH beträgt 74%, die HOFER Management GmbH hält 26% der Anteile.

Zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der CROSS Industries AG, Wels, die zu 50% an der CROSS Informatik GmbH, Wels, beteiligt, ist, sowie mit dem assoziierten Unternehmen SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen deren Umfang die Finanzlage nur unwesentlich beeinflussen.

Im BRAIN FORCE Konzern werden alle Stellen ungeachtet des Geschlechts und nach objektiven Qualifikationskriterien besetzt. Ein spezifisches Programm zur Förderung von Frauen in diesem Zusammenhang gibt es nicht.

Die PwC Wirtschaftsprüfung GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, wurde von der 14. o. Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG für das Geschäftsjahr vom 1.10.2011 bis 30.9.2012 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist PwC mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Im Geschäftsjahr vom 1.10.2011 bis 30.9.2012 lagen die Beratungshonorare von PwC für die BRAIN FORCE HOLDING AG bei 0,03 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und prüfungsnahe Leistungen wurden 0,12 Mio. € verrechnet. Vertragliche Vereinbarung über die Erbringung von projektbezogenen Beratungsleistungen im neuen Wirtschaftsjahr bestehen derzeit nicht.

Vorstand

Im Oktober 2011 hat der Aufsichtsrat die einvernehmliche Beendigung des Vorstandsvertrages von Herrn Mag. Thomas Melzer zum 31.12.2011 beschlossen. Thomas Melzer war vom 01.04.2008 bis

31.12.2011 als Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG tätig.

Michael Hofer (* 18.09.1960) Vorstandsvorsitzender (CEO) Erstbestellung: 19.10.2009 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.12.2013

Dr. Michael Hofer ist promovierter Betriebswirt und seit 19.10.2009 Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG. Seine berufliche Karriere begann er 1983 mit einem Ordinariat für Werbewissenschaften und Markforschung an der Universität Wien. 1991 wurde er Produktmanager bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG und wechselte 1994 als Geschäftsführer zur Trumag Trunkenbolz VertriebsgmbH. Von 1996 an war Michael Hofer im Vorstand der Welsermühl Holding AG und ging 1997 zur KTM Sportmotorcycle AG. Dort war er bis 2005 in den Bereichen Organisation, IT, Rechnungswesen, Human Resources sowie Vertriebslogistik tätig, davon zweieinhalb Jahre als Vorstand. Vor seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden der BRAIN FORCE HOLDING AG war er rund vier Jahre Alleinvorstand bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG sowie seit 28.05.2008 Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Aufgabengebiet von Michael Hofer seit 19. Oktober 2009:

  • Operations
  • Marketing
  • Legal Management
  • Public Relations

Hannes Griesser (* 02.02.1967) Finanzvorstand (CFO) Erstbestellung: 01.01.2012 Ende der laufenden Funktionsperiode: 31.12.2014

Mag. Hannes Griesser ist Betriebswirt und seit 01.01.2012 Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG. Er begann seine Tätigkeit bei BRAIN FORCE im September 2000 im Bereich Konzernkonsolidierung und übernahm im April 2001 die Leitung des Konzernrechnungswesens. Im Juli 2008 wurde Hannes Griesser zum Prokuristen bestellt.

Er war von Dezember 2007 bis Dezember 2009 Geschäftsführer der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, zuständig für den Bereich Finanzen. Vor seiner Tätigkeit bei BRAIN FORCE arbeitete Hannes Griesser bei mehreren mittelständischen Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften.

Aufgabengebiet von Hannes Griesser:

  • Finance & Administration
  • Investor Relations
  • Human Resources
  • Internal Communications

Von den Vorstandsmitgliedern gemeinsam wahrgenommen werden:

  • Business Strategy
  • Strategic Projects

Die Vorstandsmitglieder üben keine Aufsichtsratsmandate oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften aus.

Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG setzte sich im Geschäftsjahr vom 1.10.2011 bis 30.09.2012 aus folgenden von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen:

Dipl.-Ing. Stefan Pierer (* 25.11.1956)

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 28.05.2008
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015/16
  • Weitere Funktionen:
  • Vorstand der CROSS Industries AG
  • Vorstand der KTM AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG (ab 27.04.2012)

Mag. Friedrich Roithner (* 10.03.1963)

  • Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 28.05.2008
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015/16

Weitere Funktionen:

  • Vorstand der CROSS Industries AG
  • Vorstand der KTM AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG (ab 27.04.2012)

Dr. Christoph Senft (* 07.03.1961)

  • Mitglied des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 12.06.2003
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2013/14

Weitere Funktionen:

Eigentümer und Beirat der MWS Industrieholding GmbH

Josef Blazicek (* 15.02.1964)

  • Mitglied des Aufsichtsrates
  • Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK
  • Erstbestellung: 28.05.2008
  • Ende der laufenden Funktionsperiode: ordentliche Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2015/16

Weitere Funktionen:

  • Vorsitzender-Stv. des Aufsichtsrates der CROSS Industries AG
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der BEKO HOLDING AG
  • Aufsichtsrat der update software AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsrat der All for One Steeb AG
  • Aufsichtsrat der Triplan AG
  • Vorsitzender-Stv. des Aufsichtsrates der KTM AG (ab 20.04.2012); ab 26.09.2012 Vorsitzender

Prüfungsausschuss

Mitglieder: Friedrich Roithner (Vorsitzender), Christoph Senft (Stellvertreter), Josef Blazicek

Die Aufgaben des Prüfungsausschusses umfassen:

  • Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses
  • Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers
  • Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlages für die Gewinnverteilung und des Lageberichtes
  • Prüfung des Konzernabschlusses
  • Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers
  • Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Im Geschäftsjahr vom 01.10.2011 bis 30.09.2012 wurden zwei Prüfungsausschusssitzungen abgehalten, in denen im Wesentlichen die folgenden Sachverhalte behandelt wurden:

Dezember 2011:

  • Bericht des Wirtschaftsprüfers über die Abschlussprüfung zum 30.09.2011
  • Erarbeitung einer Empfehlung an den Aufsichtsrat betreffend Erstattung eines Wahlvorschlages für den Wirtschaftsprüfer für das Geschäftsjahr 2011/12

September 2012:

Bericht des Wirtschaftsprüfers über die Ergebnisse der Vorprüfung des Jahresabschlusses zum 30.09.2012,

Bericht des Vorstandes zum Budget für das Wirtschaftsjahr 2012/13

Vergütungs- und Nominierungsausschuss

Mitglieder: Stefan Pierer (Vorsitzender), Friedrich Roithner (Stellvertreter)

Die Aufgaben des Nominierungs- und Vergütungsausschusses umfassen:

  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Besetzung frei werdender Mandate in Vorstand und Aufsichtsrat
  • Vergütung der Vorstandsmitglieder
  • Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern

Im Geschäftsjahr vom 01.10.2011 bis 30.09.2012 wurde eine Vergütungs- und Nominierungsausschusssitzung abgehalten, in der im Wesentlichen die Bestellung von Hannes Griesser zum neuen Finanzvorstand sowie die variable Vergütung für die Vorstandsmitglieder Michael Hofer und Thomas Melzer für das Geschäftsjahr 2010/11 behandelt wurden.

Mag. Wolfgang M. Hickel (* 04.03.1943)

Mitglied des Aufsichtsrates bis 01.03.2012

Vergütungsbericht

Transparente Darstellung der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge im Vergütungsbericht

Ziel des Vergütungssystems ist eine adäquate und leistungsorientierte Vergütung

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG angewendet werden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Die Festlegung der Vergütung des BRAIN FORCE Vorstandes hat der Aufsichtsrat dem Vergütungs- und Nominierungsausschuss übertragen.

Der Vorstand ist im Rahmen der Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes für eine bestimmte Dauer bestellt (Bestellung von Michael Hofer bis 31.12.2013 und Hannes Griesser bis 31.12.2014). Für diese Zeiträume wurden die Verträge der einzelnen BRAIN FORCE Vorstandsmitglieder abgeschlossen sowie Höhe und Struktur der Bezüge definiert. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstände im nationalen und internationalen Vergleich (IT Branche) gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten. Ein wichtiges Element dabei ist eine entsprechende variable Komponente, die den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Dazu teilen sich die Gesamtbezüge in fixe und erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die erfolgsabhängige Komponente auf das jeweilige operative EBIT des Konzerns abstellt.

Jahresbonus der Vorstände orientiert sich am operativen EBIT

Keine variable Vergütung für Geschäftsjahr 2011/12

Die fixe Vergütung orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds. Die Folge sind differenzierte Bezüge je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung. Der Jahresbonus ist eine variable Barvergütung, deren Höhe direkt vom operativen EBIT der BRAIN FORCE Gruppe abhängt. Die variablen Gehaltsbestandteile sind nach oben gedeckelt. Fixes Gehalt und Jahresbonus gelangen bei unterjähriger Beschäftigung aliquot zur Auszahlung.

Die gesamte Vergütung für die Tätigkeit der Vorstandsmitglieder im Geschäftsjahr 2011/12 betrug 450.000 €, (Vorjahr: 586.782 €). Darüber hinaus wurde für die vorzeitige Beendigung des Vorstandsvertrages von Thomas Melzer eine Abfindung in Höhe von 201.904 € gewährt. Für das Geschäftsjahr 2011/12 gelangt keine variable Vergütung zur Auszahlung.

2011/12 2010/11
Vorstandsvergütung in € 1) Fix Variabel Gesamt Fix
Variabel
Gesamt
Michael Hofer 275.000 0 275.000 275.000 64.716 339.716
Thomas Melzer 50.000 0 50.000 200.000 47.066 247.066
Hannes Griesser 125.000 0 125.000 0 0 0
Gesamt 450.000 0 450.000 475.000 111.782 586.782

1) ohne Vergütung für die vorzeitige Beendigung eines Vorstandsvertrages in Höhe von 201.904 €

Vorstände üben keine Nebentätigkeiten aus

Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen die Vorstandsmitglieder die Zustimmung des Aufsichtsrates. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führt. Die BRAIN FORCE Vorstände haben im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Nebentätigkeiten in Form von Aufsichtsratsmandaten oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften ausgeübt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Im Fall der Beendigung des Vorstandsvertrages mit dem Finanzvorstand Hannes Griesser bestehen Abfertigungsansprüche gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich. An Mitarbeitervorsorgekassen wurden Zahlungen in Höhe von 3.435 € (Vorjahr: 3.660 €) geleistet. Für den Finanzvorstand werden 10% des Jahresfixbezuges vom Dienstgeber in eine Pensionskasse eingezahlt. Weitere Pensionskassenregelungen bestehen nicht. Für frühere Mitglieder des Vorstandes wurden keine Aufwendungen erfaßt (Vorjahr: 0 €).

Die Hauptversammlung am 01.03.2012 hat das folgende, im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen: Gestaffelt nach Funktionen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010/11 neben dem Ersatz der Barauslagen eine feste Vergütung. So erhält der Vorsitzende 10.000 € p.a., sein Stellvertreter 7.500 € p.a. und jedes andere Mitglied 6.000 € p.a. Zusätzlich stehen den Aufsichtsräten als Anwesenheitsgeld für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrates 600 € pro Sitzung bzw. dem Vorsitzenden 1.000 € und seinem Stellvertreter 800 € zu. Für die Mitwirkung in Ausschüssen erhält der Ausschussvorsitzende 500 €, dessen Stellvertreter im Ausschuss 400 € und jedes andere Mitglied 300 € je Sitzung und Teilnahme. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrates in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine besondere Vergütung bewilligt werden. Für das Geschäftsjahr 2011/12 (Auszahlung im Geschäftsjahr 2012/13) wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 52.100 € aufwandsmäßig erfasst. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 57.100 € für das Geschäftsjahr 2010/11 ausbezahlt.

Aufsichtsratsvergütung in € 2011/12 2010/11
Stefan Pierer, Vorsitzender 16.500 16.000
Friedrich Roithner, Vorsitzender-Stellvertreter 13.700 13.300
Josef Blazicek 9.000 9.600
Wolfgang Hickel 3.100 9.000
Christoph Senft 9.800 9.200
Gesamt 52.100 57.100

Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wird auf die Ausführungen im Corporate Governance Bericht verwiesen. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG haben keine Pensionszusagen.

Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden gemäß § 48 Börsegesetz der Finanzmarktaufsicht gemeldet und auf der BRAIN FORCE Website unter "Investoren/Corporate Governance/Directors' Dealings" veröffentlicht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat für Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer des Konzerns eine "Directors and Officers" (D&O) Versicherung abgeschlossen und trägt dafür die Kosten.

Abfertigungsansprüche für den Finanzvorstand entsprechen der gesetzlichen Regelung in Österreich

Beschluss der Hauptversammlung zum Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Keine Pensionszusagen für den Aufsichtsrat

Veröffentlichung von Transaktionen in eigenen Aktien auf der Website

Unternehmen trägt die Kosten der D&O-Versicherung

Das Unternehmen

Unternehmensprofil

IT-Service-Gruppe mit 756 Mitarbeitern in sieben Ländern Europas und den USA

BRAIN FORCE wurde

1983 gegründet

BRAIN FORCE ist ein führendes IT-Service-Unternehmen mit 756 Mitarbeitern an 14 Standorten in sieben europäischen Ländern sowie einer Niederlassung in Kalifornien, USA. Die Konzernzentrale des an der Wiener Börse und im Xetra-Fließhandel notierten Unternehmens befindet sich in Wien, Österreich. Der größte Umsatzanteil wird in Deutschland mit 52% erwirtschaftet, gefolgt von Italien mit 30%, den Niederlanden mit 14% und Zentral-Osteuropa (vor allem Österreich) mit 4%.

Gegründet 1983 hat BRAIN FORCE seit dem Börsegang im Jahr 1999 (am Neuen Markt in Frankfurt, aktuelle Börsenotiz in Wien) ihr Angebotsportfolio deutlich ausgebaut und an die Markterfordernisse angepasst. Das Kerngeschäft basiert aktuell auf drei Säulen:

Process Optimization

Im Geschäftsfeld Process Optimization fassen wir IT-Services und Softwarelösungen für geschäftskritische Prozesse zusammen, mit deren Hilfe unsere Kunden Wettbewerbsvorteile erzielen.

Infrastructure Optimization

Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization bieten wir IT-Lösungen an, die unseren Kunden zu einer besser managebaren bzw. effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen. So steigern wir die Produktivität unserer Kunden und senken gleichzeitig ihre Kosten.

Professional Services

Im Geschäftsfeld Professional Services bieten wir eine den Kundenanforderungen entsprechende Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Spezialisten.

Unsere Kunden profitieren von smarten IT-Lösungen, die auf Best-Practice-Procedures, effektiven Serviceleistungen und innovativen Produkten basieren. Diese Lösungen reduzieren die Kosten unserer Kunden, erhöhen die Produktivität und steigern ihren Geschäftserfolg.

BRAIN FORCE ist an folgenden Standorten vertreten:

BRAIN FORCE liefert smarte IT-Lösungen auf Basis von Best-Practice-Procedures, effektiven Serviceleistungen und führenden Produkten in den Geschäftsfeldern Process Optimization und Infrastructure Optimization. Das Geschäftsfeld Professional Services ergänzt das Angebot durch das Rekrutieren und die Bereitstellung der richtigen IT-Spezialisten zum richtigen Zeitpunkt. Unsere Kunden reduzieren so ihre Kosten, erhöhen die Produktivität und steigern ihren Geschäftserfolg.

Zu Process Optimization zählen wir IT-Services und Softwarelösungen im Bereich:

  • Enterprise Resource Planning (ERP): Verbesserung der Wettbewerbsposition durch optimierte Abstimmung und Integration der Geschäftsprozesse basierend auf umfassendem Branchen Know-how
  • Customer Relationship Management (CRM): Steigerung von Vertriebserfolg und Kundenzufriedenheit mit Hilfe einer optimal auf die Abläufe im Tagesgeschäft abgestimmten Lösung
  • Business Analytics: Corporate Performance Management (CPM) und Business Intelligence (BI) Prozesse, Methoden und Kennzahlensysteme zur Ausrichtung operativer und strategischer Prioritäten sowie Bereitstellung zielgruppenspezifischer Berichte
  • Softwarelösungen für Finanzdienstleister: Geschäftsprozess-Optimierungen mit Hilfe maßgeschneiderter IT-Lösungen für den Front- und Backoffice-Bereich von Versicherungen, Banken und Maklern in der DACH-Region bzw. in Zentral-Osteuropa

Zu Infrastructure Optimization zählen wir IT-Lösungen im Bereich:

  • IT-Consulting: Beratung bei der Umsetzung strategischer Ziele wie der Kosten- und Risikoreduktion bzw. eines effizienten IT-Betriebs sowie der Einführung neuer Technologien für moderne Arbeitsplatzkonzepte
  • Server and Data Management: Aufbau einer gut managebaren, dynamischen, sicheren und zuverlässigen Server- und Dateninfrastruktur
  • Desktop Management: Schaffung dynamischer, anwenderfokussierter Infrastrukturen durch Implementierung führender Technologien unter Verwendung von Best Practices sowie Erzielung von Kosteneinsparungen durch Automatisierung und Virtualisierung
  • Application Management: Best-Practice-Procedures und intelligente Tools, um die Kompatibilität von Applikationen sicherzustellen und die Verfügbarkeit jederzeit und überall zu gewährleisten
  • Communication and Collaboration: Erhöhung der User Produktivität durch Integration führender Technologien in den Bereichen Kommunikation und Zusammenarbeit in die bestehende ITK-Infrastruktur
  • IT Service Management Solutions: Integration, Verwaltung und Steuerung aller Serviceprozesse, Systeme und Partner auf einer einzigen Plattform
  • Network Performance: Innovative Lösungen für eine verbesserte Produktivität, gesteigerte Verfügbarkeit und zur Vermeidung von Ausfällen von Netzwerkapplikationen

Zu Professional Services zählen wir:

  • Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Fachkräften
  • IT-Consulting: Service Strategy, Virtualisierung, Cloud Computing, Zielszenarien, Alternativen, Maßnahmenkataloge
  • Projekt-/Servicemanagement: Projektmanagement nach PRINCE2, Servicemanagement nach ITIL, effiziente Projekt- und Serviceorganisation, Service Value Management
  • Support: 1st, 2nd und 3rd Level Service Desk, Temporärer Einsatz bei Spitzenzeiten, Incident, Problem, Change, Release und Configuration Management
  • Softwareentwicklung: Anforderungsmanagement, Erstellung von Prototypen, Individualentwicklung, Anwendungstest
  • Rollout & Betrieb: Softwarevirtualisierung und -paketierung, Rollout von Hard- und Software, Management von Hard- und Software, Betrieb von ITK-Infrastrukturen
  • Qualitätssicherung: Erstellung von Testkonzepten, Testautomatisierung, Test von Komponenten und Systemen, CSI: Continual Service Improvement

Smarte IT-Lösungen von BRAIN FORCE tragen zur Kostenreduktion und dem Erfolg unserer Kunden bei

BRAIN FORCE liefert Lösungen zur Unterstützung geschäftskritischer Prozesse

Wir verhelfen Kunden zu einer besser managebaren und effizienteren IT-Infrastruktur

Bereitstellung der richtigen IT-Spezialisten zum richtigen Zeitpunkt

Kerngeschäft IT-Optimierung
Consulting Projects Staffing
Produkte und Handel
Process Optimization Infrastructure Optimization SolveDirect
Service Management in Europa und USA
BF Österreich
ERP
BF Italien FINAS Suite
BF Italien
ERP, CRM, BI
BF Deutschland Front-Office-Lösungen für
Finanzdienstleister in DE und AT
BF CZ + SK
Hypotheken u. Asset Management
BF Niederlande NPC
Vertrieb Net Optics Netzwerk-Produkte in
Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Indien
Professional Services
Rekrutierung/Einsatz von IT-Spezialisten

Strategische Geschäftsfelder, BF = BRAIN FORCE

Unternehmensstrategie

Die Wachstumsstrategie von BRAIN FORCE konzentriert sich auf die Standbeine Process Optimization und Infrastructure Optimization. Diese Kerngeschäftsfelder wurden nach eingehender Untersuchung des Marktumfeldes in den BRAIN FORCE Ländern und auf Basis externer Analysen der Gartner Group als zukunftsträchtige und überdurchschnittlich wachsende Bereiche der IT-Branche identifiziert. Das Angebot in diesen Wachstumsbereichen wird konzernweit über lokale Geschäftseinheiten abgedeckt, was den Wiedererkennungswert der Marke BRAIN FORCE auf internationaler Ebene steigert und ein homogenes Unternehmen bilden soll. Darüber hinaus bietet BRAIN FORCE im Geschäftsfeld Professional Services die Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Spezialisten an und vermarktet einzelne lokale Angebote wie die FINAS Suite (Vertriebs- und Beratungslösungen für Finanzdienstleister) in der DACH-Region, Rebecca (Programm zur Hypothekenverwaltung) und Jupiter (Asset Management Lösung) vor allem in Zentral-Osteuropa sowie die Cloud-Lösungen von SolveDirect (Servicemanagement und B2B-Integration) weltweit.

Process Optimization

Im Geschäftsfeld Process Optimization steht die Analyse betriebswirtschaftlicher Prozesse und die Betreuung Microsoft basierender Businesslösungen für zahlreiche national und international tätige Kunden im Fokus. Dazu wurden die Aktivitäten der österreichischen Gesellschaft vom Standort Neulengbach in Niederösterreich, Richtung Westen auf Oberösterreich ausgeweitet. In der italienischen Gesellschaft ist die Marktbearbeitung profitcenter-orientiert aufgesetzt. Vorteile ergeben sich aus einer Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen den BRAIN FORCE Gesellschaften, bei der die gemeinsame Nutzung und Vermarktung eigenentwickelter Add-ons sowie intensiver Know-how Austausch im Vordergrund stehen.

In Tschechien und der Slowakei verfolgen wir die Strategie, unser Geschäft in der Kernzielgruppe Banken und Versicherungen u.a. mit dem Network Performance Angebot auszuweiten.

Infrastructure Optimization / Professional Services

In den Geschäftsfeldern Infrastructure Optimization und Professional Services werden zum Großteil idente Zielgruppen und Kunden bearbeitet, bei denen sich die inhaltlichen Aufgabenstellungen auf Infrastrukturoptimierung, u.a. mit den Zukunftsthemen Desktop-Virtualisierung, Cloud Computing und Network Performance konzentrieren. Dabei verstehen wir das Professional Services Geschäft als eine Art der Dienstleistungen für unsere Kunden (Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Experten). Das Professional Services Geschäft wird derzeit an den Standorten Frankfurt, München und Veenendaal (Niederlande) ausgebaut.

Forcierung der langfristigen Wachstumsbereiche Process und Infrastructure Optimization

Reorganisation und Profitcenter-orientierte Marktbearbeitung in Italien und Österreich

Zukunftsthemen Desktop-Virtualisierung, Cloud Computing und Network Performance

Neben den Kerngeschäftsfeldern, die in jedem Land angeboten werden, vertreibt BRAIN FORCE eigene Softwarelösungen und Drittprodukte. Die eigene FINAS Suite, eine Vertriebs- und Beratungslösung für Finanzdienstleister (Versicherungen, Banken und Makler), wird vor allem in Deutschland von der Versicherungsbranche geschätzt. Wachstumspotenzial sehen wir bei diesem Produkt durch eine stärkere Bearbeitung der Zielgruppe Banken.

Die SolveDirect Service Management GmbH (53% Beteiligung, at equity konsolidiert) mit Ihrer Cloud-Lösung für Service-Integration und -Management betreibt die weltweit größte Service Management Plattform auf Basis SaaS. Die Lösung erhielt funktionelle Erweiterungen und wird inzwischen von mehr als 200 Kunden wie Cisco, IBM, Siemens, T-Systems, etc. eingesetzt. Seit dem Start der US-Expansion 2010 mit dem Support des 3TS Cisco Growth Fund ist der Umsatz um mehr als 20% gestiegen. In Europa wird die Akquise bei Large Accounts insbesondere in Deutschland und der Schweiz weiterhin verstärkt. Wir erwarten uns in den nächsten Jahren weitere Wachstumsraten in diesem Geschäftsbereich.

Die BRAIN FORCE Channel-Aktivitäten als Großhändler für Net Optics Taps (Netzwerk-Produkte zur Messung des "Durchflusses" von Leitungen) werden von unseren zwei Gesellschaften Network Performance Channel GmbH, mit Sitz in Deutschland und Österreich, wahrgenommen. Die Marktbearbeitung in Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Indien wurde dabei deutlich ausgeweitet. Nach einer sehr positiven Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Vorjahr mit nahezu einer Verdoppelung des Umsatzes, konnte auch im Geschäftsjahr 2011/12 ein Wachstum bei gleichzeitigem Ausbau des Vertriebs erzielt werden. Auch in Zukunft wird ein profitables Umsatz- und Ergebniswachstum erwartet. Für die Expansion wurde und wird auch in Zukunft sowohl die Organisation als auch das Reseller-Netzwerk weiter ausgebaut. Nachhaltige Wachstumsimpulse erwarten wir in den nächsten Jahren durch den Trend zum Cloud Computing.

IT-Consulting

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den Zugang der Unternehmen zu IT-Aufgaben grundlegend verändert. Während früher die IT-Manager Investitionen im Rahmen ihrer Budgets eigenverantwortlich umsetzten, hat sich die Entscheidungskompetenz stärker zum Top-Management verlagert. Daraus entstand eine neue Zielsetzung für die IT-Abteilungen in den Unternehmen: Früher war IT performanceorientiert, jetzt ist sie kostenorientiert.

Zusätzlich verändert das Cloud Computing und der Trend zum mobilen Arbeiten die IT-Landschaft nachhaltig: die Vielfalt der eingesetzten Endgeräte nimmt zu, das Server-Management wird vielseitiger und alle Applikationen werden zentralisiert. Die Unternehmen (Kunden) werden zunehmend mehr IT-Aufgaben outsourcen, da sie die fachliche Qualifikation ihrer Mitarbeiter intern nicht mehr sicherstellen können. Die Administration der IT-Infrastruktur bleibt im Unternehmen, die Technik kommt von außen.

In Zukunft wird sich BRAIN FORCE daher auf IT-Consulting konzentrieren. Wir wollen der Partner in den Bereichen Process und Infrastructure Optimization mit einer klaren Ausrichtung auf Kosteneinsparungen für unsere Kunden sein.

Vertrieb eigener Softwarelösungen und von Drittprodukten

Cloud-Lösung funktionell erweitert, Umsatz seit US-Expansion um mehr als 20% gesteigert

BRAIN FORCE Channel-Aktivitäten durch Gesellschaften in Deutschland und Österreich

Zugang der Unternehmen zu IT-Aufgaben grundlegend verändert

Trends Cloud Computing und mobiles Arbeiten verändern IT-Landschaft

Ausrichtung auf Kosteneinsparungen

Unternehmensstruktur

Die folgende Grafik stellt zum Bilanzstichtag die bestehende Konzernstruktur dar:

BRAIN FORCE HOLDING AG (Anteile in %)

1) wird zu 99,5% von der BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Tschechien, und zu 0,5% von der BRAIN FORCE HOLDING AG, Österreich, gehalten.

BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer

Kursentwicklung

Der Wiener Leitindex ATX lag zu Beginn unseres Geschäftsjahres (30.9.2011 - 30.9.2012) bei einem Kurs von 1.948. Nach einem schwachen Start stieg er kurzfristig auf 2.095 Punkte und fiel schon bald danach Ende November auf das Jahrestief von 1.653 Punkten. Nach einer Aufwärtsphase erreichte der ATX Mitte März sein Jahreshoch von 2.249 Punkten. Es folgte dann eine dreimonatige Abwärtsbewegung auf 1.855 Punkte. Schließlich schloss der ATX nach einer deutlichen Erholung im letzten Quartal bei einem Kurs von 2.090. Im Jahresverlauf konnte der ATX somit 7% gewinnen.

Die BRAIN FORCE Aktie, die im Standard Market Continuous der Wiener Börse notiert, begann das Geschäftsjahr 2011/12 mit einem Kurs von 0,94 €. Nach einer anfänglichen Seitwärtsbewegung fiel der Kurs kurz nach Veröffentlichung der vorläufigen Ergebnisse 2010/11 auf 0,80 €. Zu einem weiteren Rückgang kam es dann im Februar 2012 mit der Veröffentlichung der Ergebnisse des ersten Quartals 2011/12. Am 17.02.2012 erreichte die Aktie den Jahrestiefststand mit 0,55 €. Bereits drei Tage später stand der Aktienkurs wieder bei 0,74 €. Seit dem tiefsten Stand von 0,55 € konnte sich der Kurs bis 30.09.2012, dem Ende des Geschäftsjahres 2011/12, leicht auf 0,65 € erholen. Trotzdem betrug der Kursrückgang der BRAIN FORCE Aktie im Berichtsjahr 31%.

Index (indexiert)

ATX performt im Berichtsjahr deutlich besser als BRAIN FORCE

Aktie

Anstieg des ATX im Jahresverlauf um 7%

Dividendenpolitik

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG wird der Hauptversammlung am 28.02.2013 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten, um die Liquidität im Unternehmen zu halten.

Eigentümer

Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG ist die CROSS Informatik GmbH, Wels, mit einem Anteil von 55,73% zum Stichtag 30.09.2012. Weiters hat die Gesellschaft davon Kenntnis, dass der "Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR)" rund 16,97% am Grundkapital hält. Die BEKO HOLDING AG hält nach der im letzten Geschäftsjahr erfolgten Spaltung noch 1% an der BRAIN FORCE HOLDING AG. Darüber hinaus befindet sich das Grundkapital in Streubesitz.

Kennzahlen je Aktie 2011/12 2010/11 Vdg. in %
Ergebnis in € -0,14 -0,09 -56
Ergebnis bereinigt 1) in € -0,11 -0,09 -22
Dividende in € 0,00 0,00 -
Free Cash-flow 2) in € 0,00 0,23 -100
Eigenkapital in € 1,08 1,22 -11
Höchstkurs in € 0,95 1,10 -14
Tiefstkurs in € 0,55 0,72 -24
Ultimokurs in € 0,65 0,94 -31
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 +0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 9,99 14,46 -31

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches sowie um sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

Investor Relations

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verfolgt in seiner Investor Relations Arbeit eine transparente Kommunikationspolitik. Dabei ist es unser Bestreben, bei allen kapitalmarktrelevanten Zielgruppen Vertrauen in das Unternehmen zu schaffen. Die Funktion des Investor Relations ist dem Finanzvorstand bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Das Ziel unserer IR-Arbeit ist es, ein richtiges Bild des Unternehmens zu vermitteln, um so eine korrekte Bewertung der BRAIN FORCE Aktie zu ermöglichen.

Die BRAIN FORCE Aktie (15.386.742 ausgegebene Stückaktien, nennwertlos) wird aktuell von Warburg Research (Deutschland) gecovert. Alle Analysen zum Unternehmen stehen im IR-Bereich unserer Website zum Download bereit.

Informationen zur BRAIN FORCE Aktie

Investor Relations: Hannes Griesser
Telefon: +43 1 263 09 09 0
E-Mail: [email protected]
Internet: www.brainforce.com
Wiener Börse: BFC
Reuters: BFCG
Bloomberg: BFC:AV
Datastream: O:BFS
ISIN: AT0000820659

Vorstand schlägt vor, keine Dividende auszuschütten

Aktionärsstruktur

  • *96::0UK\Z[YPLZ(.
  • ,YZ[LY7YP]H[LY0U]LZ[TLU[JS\I
  • )YZLIP\ZALU[YHS.I9
  • ),26/63+05.(.
  • -YLL-SVH[

Ziel ist eine transparente Kommunikationspolitik

Analysen zum Unternehmen sind auf der Website verfügbar

Lagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Nach der kräftigen Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2010 und einem Anstieg von 3,8% im Jahr 2011 erwartet die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose vom November 2012 für dieses Jahr eine Steigerung der globalen Wirtschaftsleistung um 3,1%. Im Euroraum kommt es 2012 zu großen konjunkturellen Unterschieden zwischen den EU-Mitgliedstaaten und es wird ein Schrumpfen von 0,4% prognostiziert. In Deutschland, dem für BRAIN FORCE wichtigsten Markt, und in Österreich soll das Plus bei jeweils 0,8% liegen, während in Italien und in den Niederlanden Rückgänge von 2,3% beziehungsweise 0,3% erwartet werden. Der Hauptgrund für die langsamere Entwicklung liegt in der schlechten Binnennachfrage einiger Länder, während bei der Sanierung der öffentlichen Haushalte Fortschritte zu erkennen sind. Für das Jahr 2013 erwartet die Europäische Kommission aktuell ein Wachstum von moderaten 0,1% im Euroraum. In Deutschland und in Österreich soll der Anstieg mit 0,8% beziehungsweise 0,9% deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegen, in den Niederlanden mit 0,3% knapp darüber. In Italien wird weiterhin mit einem Rückgang von 0,5% gerechnet. Das Erliegen des Wirtschaftswachstums wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt schlecht aus. So prognostiziert die Kommission für 2013 eine Arbeitslosigkeit von 12% im Euroraum, allerdings mit großen Unterschieden zwischen den Mitgliedstaaten. Für Deutschland wird im kommenden Jahr eine Arbeitslosenquote von 5,6%vorhergesagt. Als Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und somit auch für die Senkung der Arbeitslosigkeit sieht die EU es als erforderlich an, dass die Finanzpolitik mit Strukturreformen verknüpft wird. Die EU-Kommission prognostiziert für 2012 ein Schrumpfen von 0,4% im Euroraum Für 2013 wird – bis auf Italien – in allen BRAIN FORCE Märkten ein Wachstum prognostiziert

1,4% ansteigen. Die weltweiten IT-Ausgaben sollen 2013 um 4,4% wachsen.

2012 Rückgang der IT-Ausgaben in EMEA und Erholung des IT-Marktes erst in 2013

In Deutschland wächst die ITK-Branche 2012 stärker als der Gesamtmarkt

Die BITKOM (Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) erwartet wie im Oktober 2012 veröffentlicht, dass die Umsätze der Branche Informations- und Telekommunikationstechnologie 2012 in Deutschland um 2,8% ansteigen werden. Damit fällt das Wachstum der ITK-Branche deutlich stärker aus als der gesamtwirtschaftliche Trend. In den Bereichen Software und IT-Services sehen die Experten für dieses Jahr Wachstumsraten von 4,4% (Software) und 2,1% (IT-Services). Für 2013 gehen die Branchenbeobachter bei den Umsätzen in Deutschland von einem Zuwachs von 1,6% für die gesamte ITK-Branche aus. Für den Bereich Software wird ein Anstieg um 5,1% und für den Bereich IT-Services um 3,0% erwartet.

Nach einer Einschätzung der Marktforschungsagentur Gartner vom November 2012 werden in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) die IT-Ausgaben 2012 um 3,6% sinken und erst 2013 wieder um

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Ertragslage

BRAIN FORCE hat im Geschäftsjahr 2011/12 neuerlich ein operativ positives Betriebsergebnis erwirtschaftet. Nach einem operativ negativen ersten Quartal, in dem zusätzlich Restrukturierungsaufwendungen angefallen sind, konnten in den drei Folgequartalen des Geschäftsjahres positive Betriebsergebnisse verbucht werden. Insbesondere der Umsatzanstieg, mit einem Wachstum in allen Regionen, zeigte eine erfreuliche Entwicklung.

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2011/12 um 7% auf 76,01 Mio. € gestiegen. Die Region Deutschland zeigte mit 39,77 Mio. € einen um 4% höheren Umsatz und trug 52% zum Konzernumsatz bei. In der Region Italien erhöhte sich der Umsatz um 9% auf 22,47 Mio. €, was einem Anteil von 30% am Konzernumsatz entspricht. In der Region Niederlande stieg der Umsatz um 18% auf 10,57 Mio. €. Dieses Segment trug damit 14% zum Konzernumsatz bei. In Zentral-Osteuropa erhöhte sich der Umsatz geringfügig auf 3,20 Mio. €, was einem Anteil von 4% am Konzernumsatz entspricht.

Neuerlich positives operatives Betriebsergebnis im Geschäftsjahr 2011/12

Umsatz nach Regionen

+L[ZJOSHUK 4PV€

  • 0[HSPLU4PV€
  • 5PLKLYSHUKL4PV€
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH4PV€
Rentabilitätskennzahlen 1) 2011/12 2010/11
in % in %
Bruttoergebnis zu Umsatz 21,2 21,2
Vertriebskosten zu Umsatz 9,8 9,2
Verwaltungskosten zu Umsatz 9,6 10,4
EBITDA-Marge operativ 3,6 4,4
EBIT-Marge operativ 1,0 1,5

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen

Dem Anstieg des Konzernumsatzes von 7% stehen um 7% höhere Herstellungskosten gegenüber, wodurch sich eine zum Vorjahr unveränderte Bruttomarge von 21,2% ergibt. Die Stärkung der Vertriebsaktivitäten, insbesondere im Bereich der Network Performance Channel-Aktivitäten, führte zu einem Anstieg der Vertriebskosten um 14%. Der 12-Monatsvergleich zeigt im Bereich der Verwaltungskosten einen Rückgang von rund 1%. Die operative EBITDA-Marge reduzierte sich um 0,8 Prozentpunkte auf 3,6%, die operative EBIT-Marge betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 1%. Ausschlaggebend für die Reduktion dieser Kennzahlen waren im Vorjahresergebnis enthaltene sonstige Erträge aus dem Eingang von abgeschriebenen Forderungen.

Das operative EBITDA des Geschäftsjahres 2011/12 betrug 2,74 Mio. € (Vorjahr: 3,13 Mio. €) und das operative EBIT 0,79 Mio. € (Vorjahr: 1,04 Mio. €). Zusätzlich sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,68 Mio. angefallen, womit sich ein EBITDA von 2,06 Mio. € und ein EBIT von 0,11 Mio. € ergibt. Die Restrukturierungsaufwendungen betrafen den Bereich FINAS (Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister) in der Region Deutschland. Nachdem sich dieser Bereich im vorangegangenen Geschäftsjahr durch die Nutzung der Möglichkeit der Kurzarbeit durchaus positiv entwickelt hatte, musste sich das Management im ersten Quartal dieses Geschäftsjahres zu einem Abbau von Mitarbeitern entscheiden. Diese Maßnahme wirkte sich auf die Ergebnisse der Folgequartale nachhaltig positiv aus.

EBITDA operativ 1) nach Segmenten 2011/12 2010/11 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Deutschland 2,04 2,54 -20
Italien 1,57 1,15 +37
Niederlande 0,42 0,92 -54
Zentral-Osteuropa 0,21 0,21 -0
Holding und Sonstiges -1,50 -1,69 +11
BRAIN FORCE Konzern 2,74 3,13 -13
EBIT operativ 1) nach Segmenten 2011/12 2010/11 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Deutschland 1,41 1,78 -21
Italien 0,90 0,44 >100
Niederlande -0,08 0,42 >100
Zentral-Osteuropa 0,11 0,14 -17
Holding und Sonstiges -1,55 -1,74 +11
BRAIN FORCE Konzern 0,79 1,04 -24

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen

In Deutschland reduzierte sich das operative EBITDA um 20% auf 2,04 Mio. € und das operative EBIT von 1,78 auf 1,41 Mio. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Anstieg der Vertriebskosten im Bereich Network-Performance-Channel sowie im Vorjahresergebnis enthaltene Erträge aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen zurückzuführen. Ergebnissteigerungen zeigen insbesondere der Bereich Professional Services am Standort Langen/Frankfurt sowie – nach erfolgter Restrukturierung – der Bereich FINAS.

Höhere Vertriebskosten in Deutschland mindern EBITDA und EBIT

Bruttoergebnis zu Umsatz mit 21,2% unverändert zum Vorjahr. Reduktion bei EBITDAund EBIT-Marge

Positive Entwicklung in Italien

Unterdurchschnittliche Auslastung drückt das Ergebnis in den Niederlanden

Nahezu unveränderte Ergebnisse in Zentral-Osteuropa

Im Segment Italien lag das operative EBITDA mit 1,57 Mio. € um 37% über dem Vorjahresniveau. Das operative EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 0,44 auf 0,90 Mio. €. Bei einem Umsatzanstieg von 9% konnten die operativen EBITDA- und EBIT-Margen deutlich verbessert werden, was auf eine erhöhte Auslastung der Mitarbeiter zurückzuführen war.

In den Niederlanden lagen die operativen Ergebnisse, trotz gestiegener Umsätze, unter Vorjahresniveau. Das operative EBITDA reduzierte sich von 0,92 auf 0,42 Mio. €, das operative EBIT drehte von 0,42 auf -0,08 Mio. €. Nach deutlichen Umsatz- und Ergebnissteigerungen seit dem zweiten Quartal des Vorjahres mussten im zweiten und dritten Quartal 2011/12 negative operative Ergebnisse verzeichnet werden. Der Grund lag in einer unterdurchschnittlichen Auslastung des mit dem Umsatzwachstum verbundenen Anstiegs der Mitarbeiter. Nach Durchführung von Maßnahmen zur Steigerung der Auslastung konnte bereits im vierten Quartal ein positives Ergebnis erzielt werden.

Zentral-Osteuropa verzeichnete gegenüber dem Vorjahr sowohl im Umsatz als auch in den operativen Zahlen nahezu unveränderte Ergebnisse. Das operative EBITDA betrug unverändert 0,21 Mio. €, das operative EBIT reduzierte sich geringfügig von 0,14 auf 0,11 Mio. €.

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt) 2011/12 2010/11 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Umsatzerlöse 76,01 71,09 +7
Herstellungskosten -59,92 -55,99 -7
Bruttoergebnis vom Umsatz 16,09 15,10 +7
Vertriebskosten -7,42 -6,51 -14
Verwaltungskosten -7,31 -7,38 +1
Sonstige betriebliche Aufwendungen -0,71 -0,79 +10
Sonstige betriebliche Erträge 0,14 0,63 -78
EBIT operativ 0,79 1,04 -24
Restrukturierungsaufwendungen -0,68 0,00 -
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten 0,11 1,04 -89
Finanzergebnis -0,82 -0,79 -4
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -1,49 -1,63 +8
Ergebnis vor Steuern -2,21 -1,38 -60
Ertragsteuern 0,07 0,01 >100
Ergebnis nach Steuern -2,13 -1,37 -56
Sonstiges Ergebnis -0,01 -0,02 +82
Gesamtergebnis -2,14 -1,39 -53

Anstieg der Finanzierungskosten aufgrund der Einführung von Factoring

SolveDirect konzentriert sich auf US-Markt

Das Finanzergebnis betrug -0,82 Mio. € (Vorjahr: -0,79 Mio. €). Dabei stiegen die Finanzierungs- und Zinsaufwendungen (Saldo aus erhaltenen und gezahlten Zinsen) um 0,09 auf 0,88 Mio. €. (Vorjahr: 0,79 Mio. €), was insbesondere auf das gegen Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres eingeführte Factoring in Deutschland, den Niederlanden und Italien zurückzuführen ist. Demgegenüber stehen Erträge aus Fremdwährungsumrechnung von 0,05 Mio. € (Vorjahr: -0,01 Mio. €). Der Interest Cover (Verhältnis operatives EBITDA zu Zinsergebnis) betrug in 2011/12 3,1x (Vorjahr: 4,0x).

Die BRAIN FORCE Beteiligung SolveDirect Service Management GmbH (53,16% Beteiligung per 30.9.2012) konzentriert sich seit dem Einstieg des Finanzinvestors 3TS Cisco Growth Fund auf die Expansion ihres IT Service Management Geschäftes in den USA. Mit einer Umsatzsteigerung von 2% auf 6,56 Mio. € lag das Wachstum, insbesondere am US-Markt, unter den Erwartungen. Das EBITDA verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um rund 1,0 Mio. €, war aber aufgrund der Expansionskosten weiterhin negativ.

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen verbesserte sich auf -1,49 Mio. € (Vorjahr: -1,63 Mio. €) und betraf die SolveDirect Service Management GmbH. Davon entfielen -0,34 Mio. € (Vorjahr: -0,99 Mio. €)

auf den Ergebnisbeitrag des Geschäftsjahres und -1,15 Mio. € (Vorjahr: -0,64 Mio. €) auf den Verwässerungseffekt durch weitere Kapitalerhöhungen des Investors zur Finanzierung der Expansion.

Das Ergebnis vor Steuern lag bei -2,21 nach -1,38 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis nach Steuern betrug -2,13 nach -1,37 Mio. € im Vorjahr.

Das Ergebnis je Aktie (EPS nach IFRS) betrug -0,14 nach -0,09 € im Vorjahr. Bereinigt um die im Geschäftsjahr 2011/12 angefallenen Restrukturierungsaufwendungen belief sich das Ergebnis je Aktie auf -0,11 €.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 6% auf 46,42 Mio. €. Maßgeblich für diese Reduktion sind einerseits der Rückgang der Anteile an assoziierten Unternehmen sowie der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Andererseits verringerten sich im Wesentlichen das ausgewiesene Eigenkapital aufgrund des negativen Gesamtergebnisses und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Entwicklung der Bilanzstruktur in Mio.

Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 24,12 Mio. € oder 52% (Vorjahr: 53%). Die Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 8% auf 3,88 Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,63 Mio. € getätigt, wovon 1,14 Mio. € auf Entwicklungskosten entfallen. Zum Stichtag 30.9.2012 summieren sich die bilanzierten Entwicklungskosten auf 2,23 Mio. € (Vorjahr: 2,18 Mio. €) und betragen somit 5% (Vorjahr: 4%) vom Gesamtvermögen.

Die Firmenwerte betragen unverändert 11,00 Mio. €. Die Anteile an assoziierten Unternehmen reduzierten sich aufgrund von Verlustzuweisungen und Anteilsreduktionen durch Verwässerung um 1,49 auf 7,40 Mio. €. Davon entfallen 7,39 Mio. € auf den 53,16%-Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien.

Bilanzkennzahlen 30.9.2012 30.9.2011
Eigenkapital in Mio. € 16,61 18,72
Eigenkapitalquote in % 35,8 37,9
Nettoverschuldung in Mio. € 5,98 5,82
Gearing in % 36,0 31,1
Working Capital in Mio. € 0,41 1,34
Working Capital zu Umsatz in % 0,5 1,9
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 2,2 1,9
EBITDA operativ / Zinsergebnis 3,1 4,0
FFO / Nettoverschuldung 1) in % 32,8 51,3

1) FFO = Funds from Operations = Cash-flow aus dem Ergebnis

Reduktion der Bilanzsumme um 6%

Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt 52%

Firmenwerte unverändert bei 11,00 Mio. €

Abbau der Lieferforderungen um 9% insbesondere durch Factoring

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 22,30 Mio. € um 1,06 Mio. € unter dem Vorjahresniveau und betragen 48% (Vorjahr: 47%) des Gesamtvermögens. Stichtagsbezogen reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 9% auf 13,92 Mio. € (Vorjahr: 15,36 Mio. €) und stellen 30% des Gesamtvermögens dar. Die Konzerngesellschaften BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, und die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien, haben Factoring-Vereinbarungen mit Bankinstituten über den Ankauf von in den Verträgen definierten Kundenforderungen abgeschlossen. Zum Stichtag 30.9.2012 beliefen sich die angekauften Kundenforderungen auf 4,13 Mio. € (Vorjahr: 2,86 Mio. €), was zu einer Ausbuchung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in entsprechender Höhe führte. Gleichzeitig erhöhten die im Vertrag vereinbarten Sperrbeträge (bestimmter Prozentsatz der angekauften Forderungen) den Posten sonstige Forderungen und Vermögenswerte um 0,64 Mio. € (Vorjahr: 0,49 Mio. €).

Zum Stichtag 30.9.2012 betrugen die Zahlungsmittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, 5,62 Mio. € und reduzierten sich somit im Vorjahresvergleich 0,19 Mio. €. Der Rückgang ist in erster Linie auf die Zahlungen im Zusammenhang mit den angefallenen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,68 Mio. € zurückzuführen.

Zum 30.9.2012 belief sich das Konzerneigenkapital inklusive nicht beherrschender Anteile auf 16,61 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 36% (Vorjahr: 38%) entspricht. Der Rückgang ist auf das negative Gesamtergebnis, resultierend aus den Restrukturierungsaufwendungen und dem negativen Ergebnisbeitrag aus assoziierten Unternehmen zurückzuführen.

Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) verringerten sich um 0,03 auf 11,60 Mio. €. Von den Finanzverbindlichkeiten entfallen 9,98 Mio. € (Vorjahr: 9,97 Mio. €) auf ein langfristiges Schuldscheindarlehen, das zu 100% fix verzinst ist. Eine Analyse der Fälligkeitsstruktur zeigt, dass 9,98 Mio. € der Finanzverbindlichkeiten eine Laufzeit bis 2014 aufweisen. Die verbleibenden 1,62 Mio. € (kurzfristige Finanzverbindlichkeiten) betreffen ausgenützte Kontokorrentkreditvereinbarungen.

Berechnung der Nettoverschuldung 30.9.2012 30.9.2011 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 9,98 9,97 0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1,62 1,66 -2
- Zahlungsmittel -5,62 -5,81 -3
Nettofinanzverbindlichkeiten 5,98 5,82 +3

Zum 30.9.2012 betrug die Nettoverschuldung 5,98 Mio. € und lag damit um 3% über dem Vorjahreswert von 5,82 Mio. €. Trotz eines Ergebnisrückganges, insbesondere aufgrund der angefallenen Restrukturierungsaufwendungen, erhöhte sich die Nettoverschuldung nur geringfügig. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu operativem EBITDA belief sich auf solide 2,2x nach 1,9x im Jahr davor. Das Gearing (Eigenkapital zu Nettoverschuldung) erhöhte sich von 31,1% auf 36,0%.

Zahlungsmittel in Höhe von 5,62 Mio. € zum Stichtag 30.9.2012

Eigenkapitalquote von 36% zum Bilanzstichtag 30.9.2012

Fälligkeitsstruktur der

Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich um 5% auf 8,24 Mio. € (Vorjahr: 8,64 Mio. €) und belaufen sich auf 18% der Bilanzsumme. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 6% auf 8,03 Mio. € (Vorjahr: 7,57 Mio. €) und beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit und Steuern, Abgrenzungen von Wartungsverträgen und Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern.

Cash-flow

Der Cash-flow aus dem Ergebnis erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr +1,95 Mio. € und lag damit um 1,04 Mio. € unter jenem des Vergleichszeitraumes 2010/11 von +2,99 Mio. €. Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cash-flow) lag mit +1,55 Mio. € ebenfalls unter dem Vorjahreswert von +5,04 Mio. €. Hauptverantwortlich für die Reduktion waren der Rückgang des Geschäftsergebnisses, insbesondere durch die Restrukturierungsaufwendungen von 0,68 Mio. €, sowie die im Vorjahr realisierte Auswirkung aus Working Capital Maßnahmen. Zwar konnte auch im abgelaufenen Geschäftsjahr das Working Capital weiter verbessert werden, doch lagen die Auswirkungen deutlich unter den positiven Effekten des Vorjahres.

Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit zeigt einen Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 1,60 Mio. € (Vorjahr: 1,50 Mio. €). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 1,63 Mio. € und erhöhten sich somit gegenüber dem Vorjahreswert von 1,51 Mio. € um 8%. Der Anstieg war insbesondere auf die Erhöhung der im Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten von 0,96 auf 1,14 Mio. € zurückzuführen. Der Free Cash-flow (Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Cash-flow abzüglich Cash-flow aus Investitionstätigkeit zuzüglich Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen) war mit -0,05 Mio. € nahezu ausgeglichen, nachdem dieser im Vorjahr aufgrund des operativen Cash-flows von +5,04 Mio. € deutlich positiv war.

Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit von -0,03 Mio. € zeigt die Reduktion der Finanzverbindlichkeiten. Zum 30.9.2012 verfügt der BRAIN FORCE Konzern über einen Zahlungsmittelbestand von 5,62 Mio. € (Vorjahr: 5,81 Mio. €).

Cash-flow Statement 2011/12 2010/11 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,55 5,04 -69
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1,63 -1,51 -7
Devestitionen und Sonstiges 0,03 0,01 >100
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1,60 -1,50 -7
Free Cash-flow -0,05 3,54 >100

Forschung und Entwicklung

Die optimale Kombination von Software und Services zum Nutzen unserer Kunden ist für den nachhaltigen Erfolg von BRAIN FORCE ausschlaggebend. Deshalb arbeiten wir gezielt daran, unsere Angebote in den Bereichen Process Optimization und Infrastructure Optimization an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 1,14 Mio. € in die Eigenentwicklung von Softwareprodukten investiert.

In Deutschland wurden im Bereich FINAS zum einen Neu- und Weiterentwicklungen der Rechenkernkomponenten realisiert, zum Teil in enger Kooperation mit einem bedeutenden Finanzdienstleistungskonzern. Hierdurch und über eine konsequent fortentwickelte Gliederung der vorhandenen Rechenkerne in einzelne Funktionselemente wurde das Angebot von BRAIN FORCE im Bereich direkt nutzbarer Logik-Bausteine nochmals deutlich optimiert. Daneben konnte die Entwicklung der neuen smart FINAS Version für die Beratungs- und Analysesysteme der FINAS Suite für die Plattform SWING abgeschlossen werden und für die Plattform HTML wird die Freigabe im Geschäftsjahr 2012/2013 erfolgen. Gerade dieser signifikante Entwicklungsschritt sichert durch das revolutionär vereinfachte Bedien- und Oberflächenkonzept die ausgeprägte Wettbewerbsfähigkeit im Marktsegment der Finanzdienstleistungsunternehmen. Im Rahmen des

Reduktion der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 5%

Positiver operativer Cash-flow von 1,55 Mio. €

Investitionen in Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten beliefen sich auf 1,63 Mio. €

Optimale Kombination von Software und Services für hohen Kundennutzen

Umfangreiche Neuerungen im FINAS Bereich

weiteren Ausbaus der Komponentengruppe Verkaufsunterstützungstools wurde zudem die Neuentwicklung der Anwendung BU-Check erfolgreich umgesetzt. BRAIN FORCE folgt damit einem deutlichen Markt-Trend zur Fokussierung auf das Thema Berufsunfähigkeit. Zudem wurde das System BU-Check zeitgleich als erste produktiv nutzbare APP realisiert. Diese erste Freigabe markiert den Beginn einer kontinuierlichen Erweiterungs-Strategie hinsichtlich APP-Angeboten im FINAS-Bereich.

Niederlande: Das Infrastructure Framework unterstützt jetzt die neuesten Versionen von Citrix XenApp, Microsoft System Center Configuration Manager 2012 und Microsoft Remote Desktop. Der Packaging Robot unterstützt nun die Paketierung von App-V-Paketen. Dadurch eignet sich das Tool bestens für Application Lifecycle Projects bei Kunden, die sowohl neueste Technologien zur Applikationsvirtualisierung als auch traditionelle MSI Paketierung nutzen. Das Produkt Workspace Manager wurde für den Einsatz in virtuellen Desktopinfrastrukturen weiter optimiert.

SolveDirect konzentrierte sich im Jahr 2012 auf die geplante Entwicklung des Produktes SolveDirect ServiceGrid. Der Hauptzweck des SolveDirect Service Grid und des Service Grid Core ist es, ein zentrales Service zur Verfügung zu stellen, das es Servicepartnern (Vendoren, Managed Service Lieferanten, Endkunden) ermöglicht, ihre Service Prozesse mit geringstem Aufwand und Kosten zu integrieren. Dieses zentrale Service ist in geografisch verteilten Lokationen (Data Centers) zur Verfügung zu stellen, um den rechtlichen länderspezifischen Anforderungen in Bezug auf Datensicherheit und Privatheit zu folgen. Der ServiceGrid Core wurde im Dezember 2011 ausgeliefert und bei den ersten Kunden erfolgreich eingesetzt. Im Oktober wurde ein Patentantrag als US Patent gestellt und als Antrag vom US Patentamt angenommen (patent pending). Um dieses (logisch) zentrale Service auf (physisch) verteilten Plattformen verfügbar zu machen, wird ein ServiceGrid Control Center entworfen und implementiert, das in der Lage ist, eine (potenziell unendliche) Anzahl von Plattformen zu verwalten und die Verbindung zwischen Partnern auf unterschiedlichen Plattformen zu koordinieren. Als erster Schritt dazu wurde im März 2012 eine zentrale Change- und Releasemanagement Anwendung (Cloud Control Center) in Betrieb genommen. Damit werden die derzeit 10 SolveDirect-Plattformen in Europa und USA zentral betrieben.

Human Resources

Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE und entscheidend für den Erfolg. Durch ihr Wissen und Engagement kann sich das Unternehmen weiterentwickeln und seine Ziele erreichen.

Im Vorjahresvergleich reduzierte sich der Personalstand im Konzern geringfügig. Er belief sich zum 30.9.2012 auf 518 angestellte Mitarbeiter. Zusätzlich wurden 238 freie Mitarbeiter in verschiedenen Kundenprojekten eingesetzt. In Summe waren zum Stichtag 756 Mitarbeiter für BRAIN FORCE tägig, was einem Rückgang um rund 4% im Vergleich zum 30.9.2011 entspricht.

In unserem größten Markt Deutschland reduzierte sich der Mitarbeiterstand um 6%, was insbesondere auf die durchgeführten Mitarbeitermaßnahmen im Bereich FINAS zurückzuführen ist. In der Region Italien blieb die Mitarbeiterzahl mit einem Anstieg von 1% weitestgehend unverändert. In den Niederlanden war nach einem deutlichen Anstieg im Vorjahr im Geschäftsjahr 2011/12 ein Rückgang von 12% zu verzeichnen. Der Personalstand in der Region Zentral-Osteuropa lag 6% über dem Vorjahresniveau. Jener im Segment Holding und Sonstiges wurde um drei Mitarbeiter reduziert.

Die Mitarbeiter (angestellte und freie) verteilen sich zum 30.9.2012 wie folgt auf die einzelnen Regionen:

  • +L[ZJOSHUK Deutschland: 349 (30.9.2011: 369 / Vdg.: -6%)
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH Italien: 288 (30.9.2011: 287 / Vdg.: +1%)
  • :K>LZ[L\YVWH Niederlande: 84 (30.9.2011: 95 / Vdg.: -12%)
  • 5VYKL\YVWH Zentral-Osteuropa: 31 (30.9.2011: 29 / Vdg.: +6%)
  • Holding und Sonstiges: 4 (30.9.2011: 7 / Vdg.: -41%)

Infrastructure Framework aktualisiert, Workspace Manager für virtuelle Desktopinfrastrukturen optimiert

Konzentration auf die Entwicklung des SolveDirect Produkts Service Grid

Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE

756 Mitarbeiter zum Stichtag beschäftigt

Mitarbeiter nach Segmenten

  • +L[ZJOSHUK
  • 0[HSPLU
  • 5PLKLYSHUKL
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH
  • /VSKPUN\UK:VUZ[PNLZ

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2011/12 518 (2010/11: 505) angestellte und 234 (2010/11: 228) freie Mitarbeiter bei BRAIN FORCE beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag bei 752 und damit um 3% über dem Wert des Vorjahres.

Um den ständigen Veränderungen und Innovationen in der schnelllebigen IT-Branche gerecht zu werden, ist die kontinuierliche Schulung und fachliche Ausbildung der Mitarbeiter wichtig – angefangen bei den IT-Consultants bis zur Belegschaft in Verwaltung und Vertrieb. In den Niederlanden nehmen Mitarbeiter laufend an Trainingseinheiten zu den neuesten Entwicklungen von Microsoft, VMWare oder Citrix teil. Dadurch verfügen sie über einen technologischen Vorsprung und zählen so zu den ersten Ansprechpartnern beispielsweise bei der Einführung neuer Technologien wie im Bereich Desktop-Virtualisierung. In Italien werden Mitarbeiter in den neuesten Technologien von Microsoft Dynamics, Oracle, Symantec oder Cisco geschult und zertifiziert. In Deutschland nutzen Mitarbeiter die Möglichkeit, sich in regelmäßigen abteilungsbezogenen Meetings sowie bei Mitarbeiterveranstaltungen auszutauschen.

Auftragslage

Der Auftragsbestand erreichte zum 30.9.2012 auf Konzernebene 17,57 Mio. € und lag damit um 10% oder 1,67 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 15,90 Mio. €. Beachtliche Zuwachsraten konnten dabei vor allem die Regionen Italien (+46%) und Niederlande (+24%) verzeichnen, was sich auch in den gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Umsätze widerspiegelt. Der Auftragsstand in Deutschland verringerte sich um 6%, was im Wesentlichen auf die planmäßige Abarbeitung eines langfristigen Kundenvertrages zurückzuführen ist. In der Region Zentral-Osteuropa war ein Rückgang von 39% zu registrieren.

Der Auftragsbestand teilt sich zum 30.9.2012 auf die Regionen wie folgt auf:

  • Deutschland hält einen Auftragsbestand von 8,96 Mio. € (30.9.2011: 9,51 Mio. €)
  • Italien hält einen Auftragsbestand von 6,13 Mio. € (30.9.2011: 4,20 Mio. €)
  • Die Niederlande verfügen über einen Auftragsbestand von 2,24 Mio. € (30.9.2011: 1,80 Mio. €)
  • Zentral-Osteuropa verfügt über einen Auftragsbestand von 0,24 Mio. € (30.9.2011: 0,39 Mio. €)

Ausblick und Ziele

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hatte sich für das Geschäftsjahr 2011/12 ein weiteres Umsatzwachstum und ein positives operatives Ergebnis als Ziele gesetzt. Mit einem Umsatzanstieg von 7% und einem operativen EBIT in Höhe von 0,79 Mio. € wurden diese Ziele erreicht. Somit hat sich gezeigt, dass die Konzerngesellschaften in Deutschland, Italien und den Niederlanden, mit Umsatzwachstumsraten zwischen 4% und 18% sich gegen (prognostizierte) schrumpfende Wirtschaftsleistungen (Italien, Niederlande) behaupten konnten. Die Ertragslage hat sich nach einem operativ negativen Ergebnis im ersten Quartal (Oktober bis Dezember 2011) in den folgenden drei Quartalen deutlich verbessert. Die operativen Betriebsergebnisse konnten kontinuierlich gesteigert werden, wodurch auch das Betriebsergebnis nach Restrukturierungaufwendungen mit 0,11 Mio. € positiv ausfiel.

Als nicht zufriedenstellend zeigte sich allerdings die Entwicklung der im Konzernabschluss at equity bilanzierten Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH. Zwar konnten die anteiligen negativen Ergebnisbeiträge von -1,00 Mio. € im Vorjahr auf -0,34 Mio. € deutlich reduziert werden, doch führten die gemäß Beteiligungsvertrag erfolgten Kapitalerhöhungen durch den 3TS Cisco Growth Fund zu weiteren Verwässerungen in Höhe von -1,15 Mio. €. Dadurch ergab sich ein negatives Ergebnis aus assoziierten Unternehmen von -1,49 Mio. € und – unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses – ein negatives Ergebnis vor Steuern von -2,21 Mio. €.

Auftragsbestand nach Regionen

+L[ZJOSHUK

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Ziel eines Umsatzwachstums wurde erreicht

Entwicklung der SolveDirect unter den Erwartungen

Umsatzwachstum und positives operatives Ergebniss als Ziele für 2012/13

Konzernweiter Risikomanagement-Prozess mit Fokus auf die TOP 10 Risiken

Lokale Verantwortung, aber zentrale Steuerung des Risiko-

Wichtigstes Instrument zur Risikoüberwachung ist das

managements

Berichtswesen

Die Prognosen der Europäischen Kommission lassen auch für 2013 keine spürbare Erholung der Wirtschaftsleistung erwarten. Der BRAIN FORCE Konzern erwartet weiterhin eine erfolgreiche Umsetzung der Marktbearbeitung und entgegen dieser Prognosen ein operatives Wachstum (Umsatz, Betriebsergebnis) für das Geschäftsjahr 2012/13, das über dem europäischen Durchschnitt liegt. Das Gesamtergebnis der BRAIN FORCE wird maßgeblich von einer neuerlichen Verbesserung der operativen Ergebnisse der SolveDirect Service Management GmbH – insbesondere in Bezug auf die US-Expansion – sowie der geplanten Strategieumsetzung, abhängig sein.

Risikomanagement

Der BRAIN FORCE Konzern ist im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. BRAIN FORCE verfügt über zentral gesteuerte, konzernweite Risikomanagement-Prozesse. Dabei werden die Risiken innerhalb der Gruppe regelmäßig und systematisch identifiziert, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß bewertet sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die TOP 10 Risiken des Konzerns gelegt. Die jährliche Aktualisierung der Risikobewertung findet im Zuge des Budgetierungsprozesses statt.

Gemäß der dezentralen Struktur des BRAIN FORCE Konzerns liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Holdingebene wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Gesamtvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das quartalsweise adaptierte Forecasting. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilte im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2009/10 unter anderem auch die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern und berichtete darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Nachdem die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern bestätigt worden ist und auch im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde die Beurteilung durch den Konzernabschlussprüfer ab der Jahresabschlussprüfung 2010/11 ausgesetzt.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen

Aktuell keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken identifiziert

Maximierung des Free Cashflows durch Kostensenkungen notwendigen Maße abgesichert.

Nach aktueller Einschätzung weist der Konzern keine einzelnen bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf. Die Bewertung aller Top 10-Risiken beläuft sich in Summe auf weniger als 22% des Eigenkapitals. Im Folgenden werden die relevanten Risiken beschrieben und die definierten Gegenmaßnahmen erläutert.

Finanzielle Risiken

Die wesentlichsten finanziellen Risiken sind unzureichende Liquidität und Finanzierung. Die Vorhaltung ausreichender Liquidität hat für BRAIN FORCE sowie für jedes andere Unternehmen insbesondere in Zeiten angespannter Finanzmärkte oberste Priorität. Diesem Risiko begegnet BRAIN FORCE durch die Maximierung des Free Cash-flow mittels Kostensenkungen, aktivem Working Capital Management und einer Minimierung der Investitionsausgaben. Dazu wurden in den letzten Jahren die Kostenstrukturen dem gesunkenen Umsatzniveau angepasst sowie die "Order to Cash"- und "Purchase to Pay"-Prozesse optimiert. Neben diesen Maßnahmen hat BRAIN FORCE eine Kreditversicherung für ausgewählte Kunden in Deutschland und Österreich abgeschlossen, um dem Forderungsausfallsrisiko Rechnung zu tragen und die Basis für Factoring zu schaffen.

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. Das Liquiditätsmanagement der großen operativen Gesellschaften in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Österreich wird durch die Holdinggesellschaft unterstützt.

Die Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe basiert aktuell auf einer soliden Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 36% zum 30.9.2012. Der Zahlungsmittelstand beträgt zum Stichtag 5,62 Mio. €, die im Konzern zur Verfügung stehenden Kreditlinien belaufen sich auf 5,15 Mio. €, wovon 1,62 Mio. € ausgenutzt waren. Die Aufrechterhaltung ausreichender Kreditlinien, insbesondere in Zeiten restriktiver Kreditvergabe der Banken, hat für die Gesellschaft oberste Priorität.

Die Refinanzierungsmöglichkeiten von BRAIN FORCE sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich teilweise dem Einfluss des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG entziehen. Die sonstigen Einflussgrößen umfassen Kreditbedingungen (Covenants) in den aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beachtung gewisser Ratings.

In 2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen in Höhe von 10 Mio. € mit einer Laufzeit bis 20. März 2014 aufgenommen. Dafür wird jährlich eine Bewertung des Konzernabschlusses nach Moody´s KMV RiskCalc vorgenommen. Eine Verschlechterung der Bewertung nach diesem System um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres berechtigt jeden Gläubiger zur Kündigung, wenn die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist. Weiters berechtigt eine Verschlechterung unter Ba3 jeden Gläubiger zur Kündigung. Die von der Erste Bank zur Verfügung gestellte Betriebsmittelline sieht eine Eigenkapitalquote von über 30% vor. Die beschriebenen Covenants werden von BRAIN FORCE laufend beobachtet und bei allen wesentlichen geschäftspolitischen Überlegungen simuliert. Nicht eingehaltene Covenants können dazu führen, dass die zu zahlenden Zinsen durch höhere Risikozuschläge steigen oder Kredite fällig gestellt werden.

Eine Abschreibung der Firmenwerte des Konzerns war im Geschäftsjahr 2011/12 nicht angezeigt.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern im Wesentlichen nur in den Tochtergesellschaften Network Performance Channel GmbH, Deutschland, und Network Performance Channel GmbH, Österreich, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses ausgesetzt. Dabei kaufen die Gesellschaften Produkte in US-Dollar und verkauft diese in Europa, dem Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Das Einkaufsvolumen betrug im Geschäftsjahr 2011/12 6,18 Mio. US-Dollar. Teilweise werden die Umsätze durch die Gesellschaften auch in US-Dollar fakturiert. Im Geschäftsjahr 2011/12 erfolgte innerhalb der Network Performance Channel GmbH, Deutschland, eine Absicherung des EUR/USD-Wechselkursrisikos. Die Absicherung der Fremdwährungspositionen erfolgte mittels Devisenterminkontrakten. Aufgrund des Anstiegs der in US-Dollar fakturierten Umsatzerlöse, ist davon auszugehen, dass das Fremdwährungsrisiko im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses zukünftig eine geringere Bedeutung für den BRAIN FORCE Konzern darstellen wird.

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten infolge einer Änderung der Marktzinssätze ergibt. Die Finanzverbindlichkeiten des BRAIN FORCE Konzerns zum Bilanzstichtag von 11,6 Mio. € sind zu 86% fix und zu 14% variabel verzinst. Zahlungsmittel werden nicht veranlagt, sondern als Guthaben auf Bankkonten gehalten, um ausreichend Liquidität vorzuhalten.

Laufende Finanzplanungen zur Überwachung des Liquiditätsrisikos

Eigenkapitalquote von 36% zum Bilanzstichtag

Kreditvereinbarungen beinhalten Covenant- und Ratingkriterien

Erfüllung der Covenant- und Ratingkriterien

Firmenwerte bestätigt

Währungsrisiko spielt nur in Network Performance Channel-Aktivitäten eine Rolle

Finanzverbindlichkeiten sind zu 86% fix verzinst

Kreditversicherung verringert Ausfallsrisikos

Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallsrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpflichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden durch die lokalen Gesellschaften. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet. Zusätzlich besteht eine Kreditversicherung für ausgewählte Kunden in Deutschland und Österreich, um das Ausfallsrisiko zu verringern. Die im Geschäftsjahr 2011/12 verbuchten Forderungsausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen betragen rund 1,3% des Forderungsbestandes zum 30. September 2012.

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Management des Kapitalrisikos liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer kostenseitig optimierten Kapitalstruktur. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 36 % (Vorjahr: 38%).

Markt- und Wettbewerbsrisiko

Der BRAIN FORCE Konzern agiert in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld, zudem unterliegen Software und IT-Dienstleistungen konjunkturellen Schwankungen. Diesen Faktoren wird zum einen durch die Fokussierung auf Kernkompetenzen sowie profitable Bereiche und zum anderen durch die gezielte Erschließung neuer Technologien und Märkte Rechnung getragen. Ein Überangebot an IT-Beratern kann zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen. Durch einen Rückgang der Nachfrage kann es zu einer Unterauslastung bei unseren angestellten IT-Mitarbeitern kommen. Im Fall eines nachhaltigen Konjunktureinbruches muss der Konzern Maßnahmen wie Kurzarbeit und Abbau von Mitarbeitern treffen. Die Beendigung von Dienstverhältnissen ist teilweise mit hohen Abfindungskosten verbunden und kann die Profitabilität bzw. das Bilanzbild negativ beeinflussen.

Hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte sind in der IT-Branche ein wichtiger Erfolgsfaktor. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen bzw. die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, werden attraktive, erfolgsorientierte Vergütungssysteme und Weiterbildungsprogramme angeboten.

Rechtliche Risiken

Durch laufendes Projekt-Controlling sollen eventuelle Haftungsrisiken aus Projekten minimiert werden. Je nach Größe und Risikopotenzial der Projekte ist ein Risiko- und Änderungsmanagement im Rahmen der Projektabwicklung installiert. Eine rechtliche Überprüfung aller wesentlichen Verträge ist verpflichtend vorgeschrieben. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zur Versicherungsprämie ausgerichtet wird.

Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen und rechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollund Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem und für die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Konzernrechnungslegung der BRAIN FORCE Gruppe liegt organisatorisch in der BRAIN FORCE HOLDING AG: die beiden Organisationseinheiten Accountancy & Group Consolidation, zuständig für das externe Berichtswesen, und Financial Controlling, zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Fokus auf Kernkompetenzen und profitable Bereiche

Aufrechterhaltung einer kostenseitig optimierten

Kapitalstruktur

Mitarbeiterbindung durch erfolgsorientierte Vergütung und Trainings

Umfassendes Projekt Controlling und Abschluss von Versicherungen zur Minimierung eventueller Haftungsrisiken

Entscheidungen werden auf Basis von internen und externen Beratungen getroffen

Verantwortung für internes Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand

Grundlage der Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung ist ein Bilanzierungshandbuch (Accounting Manual), das von der BRAIN FORCE HOLDING AG herausgegeben und regelmäßig aktualisiert wird. Darin werden die wesentlichen auf IFRS basierenden Bilanzierungs- und Berichterstattungserfordernisse konzerneinheitlich vorgegeben. Dies betrifft insbesondere Vorgaben zur Bilanzierung und Berichterstattung von langfristigen Vermögenswerten, Kundenforderungen und Abgrenzungen, Finanzinstrumenten und Rückstellungen sowie die Überleitung der latenten Steueransprüche und -schulden.

Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der Gruppe sind vor allem die Vorgaben betreffend der Umsatzrealisierung sowie Aufzeichnungen über Projektabrechnungen von besonderer Bedeutung. Diese Prozesse werden in allen BRAIN FORCE Gesellschaften weitgehend automatisiert durchgeführt. Die regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und Gruppen von Vermögenswerten, die einzelnen Geschäftssegmenten zugerechnet sind, erfolgt in der Konzernzentrale. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management Meetings und im Einzelfall unter direkter Einbeziehung der zentralen Stabstelle sichergestellt.

Die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle im Konzern erfolgt mit unterschiedlichen Softwarelösungen. In manchen Ländern ist aufgrund der Größe der Tochterunternehmen das Rechnungswesen an lokale Steuerberater ausgelagert. Die Gesellschaften liefern quartalsweise an die Holding Berichtspakete (sogenannte Reporting Packages) mit allen relevanten Buchhaltungsdaten zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cash-Flow. Diese Daten werden dann in das zentrale Konsolidierungs- bzw. Reportingsystem eingepflegt. Soweit in den Konzerngesellschaften das gleiche System wie in der Konzernmutter verwendet wird, erfolgt die Datenübertragung automatisiert, nur in Landesgesellschaften mit anderen Systemen erfolgt die Erfassung mittels standardisierter Formulare. Diese Finanzinformationen werden auf Konzernebene in der Stabstelle Accountancy & Group Consolidation überprüft und bilden die Basis für die Quartals- und Jahresberichterstattung der BRAIN FORCE Gruppe nach IFRS.

Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle Interne Revision eingerichtet. Die oben dargestellte interne Kontroll- und Reportingsystematik ist jedoch in einer Weise aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware verwendet. Systemabhängig erfolgt die Übernahme der Ist-Daten aus den Primärsystemen mittels automatisierten Schnittstellen, teilweise wird die Übernahme mittels standardisierter Formulare vorgenommen. Die Eingabe der Werte für Vorschaurechnungen erfolgt generell in einem standardisierten Prozess. Die Berichterstattung erfolgt nach Regionen, weiters pro Gesellschaft und auch nach den Geschäftsfeldern Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services. Neben einer Berichterstattung über die operative Ergebnisentwicklung für den jeweils abgelaufenen Monat erfolgte im Geschäftsjahr 2011/12 zu jedem Quartalsende eine Aktualisierung der Gesamtjahres-Vorschau. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, sowie des Vorjahreszeitraumes und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen, bestehend aus Segmentberichterstattung, Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüsse, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen informiert.

Bilanzierungshandbuch regelt die wesentlichen Berichtserfordernisse nach IFRS

Einhaltung der Vorgaben wird regelmäßig überprüft

Weitgehend automatisierte Übernahme der Daten in die Konsolidierung

Keine eigene Stabstelle Interne Revision eingerichtet

Laufendes Reportingsystem mit quartalsweise aktualisierter Vorschaurechnung

Regelmäßige und umfangreiche Information des Aufsichtsrates ist sichergestellt

Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital beträgt 15.386.742 €. Es ist zerlegt in 15.386.742 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30. September 2012 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der BRAIN FORCE HOLDING AG, die zumindest 10 von Hundert beträgt: CROSS Informatik GmbH: 55,73%

Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR): 16,97%

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Im BRAIN FORCE Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs.1 Z 4 und 8 AktG zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie den Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten darf. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, ihre Konzernunternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder außerhalb davon erfolgen.

Weiters wurde beschlossen, die Ermächtigung des Vorstandes für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Aus schluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen fest zusetzen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn diese Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Erwerbes von Unternehmen, Betrieben, Teil betrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden. Diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt werden und gilt für die höchste gesetzlich zulässige Dauer. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

b) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 1. März 2016 um bis zu wei tere EUR 7.693.371,- durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (Genehmigtes Kapital 2011).

Weiters wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn – die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder - die Kapitalerhöhung zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes erfolgt, oder – um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen, oder - um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

  • c) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag dieser Beschluss fassung Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen, Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 15.000.000,-, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 7.693.371 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben, und zwar auch mittelbar im Wege der Garantie für die Emission von Finanzinstrumenten durch ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mit Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft. Für die Bedienung kann der Vorstand das bedingte Kapital oder eigene Aktien verwenden. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sowie der etwaige Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf die emittierten Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.
  • d) In der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde beschlossen: Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.693.371,- durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stück aktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 2. März 2011, soweit die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs und/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben eine Dividendenberechtigung, die den zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen.

Weiters wurde die Änderung der Satzung durch Einfügung einer neuen Bestimmung "§5a Bedingtes Kapital" beschlossen.

    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Ändert sich die Beteiligungsverhältnisse der Gesellschaft dermaßen, dass ein Dritter, welcher nicht als Konzernunternehmen im Sinne des § 15 AktG zu qualifizieren ist, eine unmittelbare oder mittelbare kontrollierende Beteiligung gemäß § 22ff UebG erlangt, ist das Vorstandsmitglied Hannes Griesser berechtigt, sein Vorstandsmandat binnen einer Frist von zwei Monaten ab Anzeige der Kontollerlangung an die Übernahmekommission mit sofortiger Wirkung zurückzulegen. Die Gesellschaft hat sich in diesem Fall verpflichtet, die Entgeltansprüche des Vorstandsmitglieds, die ihm bis zum Ende der seiner Tätigkeit bei voller vereinbarter Laufzeit seines Vorstandsvertrages zustünden, in Form einer Einmalzahlung als Abfertigung innerhalb von vier Wochen ab dem Austrittsdatum auszubezahlen. Für den Fall eines "Kontrollwechsels" wurde mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer vertraglich vereinbart, dass die CROSS Informatik GmbH (bis 30. September 2012) bzw. die HOFER Management GmbH (ab 1. Oktober 2012) das Recht hat, den Überlassungsvertrag, den sie mit der BRAIN FORCE HOLDING AG unter Beitritt von Herrn Michael Hofer abgeschlossen hat, einseitig unter Wahrung aller Ansprüche auf zulösen. Dieses begünstigte Auflösungsrecht ist spätestens zum Zeitpunkt des Closings (Rechtswirksamkeit) betreffend des den Kontrollwechsel auslösenden Anteilserwerbes wahrzunehmen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn die CROSS Industries AG nicht mehr a) direkt oder b) indirekt über eine Tochtergesellschaft, die zumindest zu 50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG beteiligt ist, die Stimmenmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält.

Konzernabschluss

37 Konzernabschluss

  • 38 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
  • 38 Gesamtergebnisrechnung
  • 38 Segmentberichterstattung
  • 39 Cash-flow Statement
  • 40 Bilanz
  • 40 Entwicklung des Eigenkapitals

Konzernanhang

  • 41 Die Gesellschaft
  • 41 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

65 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

  • 48 Umsatzerlöse (1)
  • 48 Aufwandsarten (2)
  • 49 Sonstige betriebliche Erträge (3)
  • 49 Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (4)
  • 49 Personalaufwand (5)
  • 49 Finanzergebnis (6)
  • 49 Ertragsteuern (7)
  • 50 Segmentinformation (8)

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

  • 51 Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (9)
  • 51 Cash-flow aus Investitionstätigkeit (10)
  • 51 Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit (11)
  • 51 Zahlungsmittelbestand (12)

52 Erläuterungen zur Bilanz

  • 52 Sachanlagen (13)
  • 52 Firmenwerte (14)
  • 53 Sonstige immaterielle Vermögenswerte (15)
  • 54 Anteile an assoziierten Unternehmen (16)
  • 54 Finanzanlagen (17)
  • 55 Latente Steuern (18)
  • 56 Vorräte (19)
  • 56 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (20)
  • 57 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (21)
  • 57 Zahlungsmittel (22)
  • 57 Eigenkapital (23)
  • 58 Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen (24)
  • 61 Finanzverbindlichkeiten (25)
  • 61 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26)
  • 61 Sonstige Verbindlichkeiten (27)
  • 61 Steuerrückstellungen (28)
  • 61 Sonstige Rückstellungen (29)
  • 61 Eventualverbindlichkeiten (30)
  • 62 Finanzinstrumente (31)
  • 62 Aufgegebener Geschäftsbereich (32)
  • 63 Finanzrisikomanagement (33)
  • 64 Aufwendungen für den Abschlussprüfer (34)
  • 64 Ergebnis je Aktie (35)
  • 65 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (36)
  • 65 Mitarbeiterbeteiligungen (37)
  • 65 Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (38)
  • 65 Angaben über Arbeitnehmer (39)
  • 66 Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag (40)
  • 66 Freigabe zur Veröffentlichung (41)
  • 66 Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates (42)
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in EUR Note 1.10.2011 - 30.9.2012 1.10.2010 - 30.9.2011
Umsatzerlöse 1 76.007.330 71.086.916
Herstellungskosten 2 -59.916.230 -55.989.017
Bruttoergebnis vom Umsatz 16.091.100 15.097.899
Vertriebskosten 2 -7.424.053 -6.514.172
Verwaltungskosten 2 -7.307.801 -7.381.622
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 -709.791 -790.771
Sonstige betriebliche Erträge 3 139.450 628.735
Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT operativ) 788.905 1.040.069
Restrukturierungsaufwendungen 2 -677.207 0
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT) 111.698 1.040.069
Finanzerträge 6 57.319 1.290
Finanzaufwendungen 6 -881.908 -791.638
Finanzergebnis 6 -824.589 -790.348
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 16 -1.493.888 -1.631.858
Ergebnis vor Steuern -2.206.779 -1.382.137
Ertragsteuern 7 74.239 13.515
Ergebnis nach Steuern -2.132.540 -1.368.622
davon Anteilsinhaber der Muttergesellschaft -2.121.924 -1.368.622
davon nicht beherrschende Anteile -10.616 0
Ergebnis je Aktie – unverwässert und verwässert 35 -0,14 -0,09
Ergebnis je Aktie bereinigt 1) -0,11 -0,09
Gesamtergebnisrechnung in EUR 1.10.2011 - 30.9.2012 1.10.2010 - 30.9.2011
Ergebnis nach Steuern -2.132.540 -1.368.622
Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente 960 -3.940
Währungsumrechnungsdifferenzen -5.088 -19.498
Sonstiges Ergebnis -4.128 -23.438
Gesamtergebnis -2.136.668 -1.392.060
davon Anteilsinhaber der Muttergesellschaft -2.126.052 -1.392.060
davon nicht beherrschende Anteile -10.616 0
Kennzahlen nach Segmenten
2011/12 in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 39.765.826 22.472.081 10.571.339 3.198.084 0 76.007.330
EBITDA 1.359.067 1.573.370 419.440 207.036 -1.498.188 2.060.725
EBITDA operativ 1) 2.036.274 1.573.370 419.440 207.036 -1.498.188 2.737.932
Abschreibungen -630.421 -673.001 -500.261 -93.713 -51.631 -1.949.027
EBIT operativ 1) 1.405.853 900.369 -80.821 113.323 -1.549.819 788.905
Restrukturierungsaufwendungen -677.207 0 0 0 0 -677.207
EBIT 728.646 900.369 -80.821 113.323 -1.549.819 111.698
Kennzahlen nach Segmenten
2010/11 in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 38.243.645 20.705.727 8.949.070 3.188.474 0 71.086.916
EBITDA 2.541.309 1.146.513 919.378 212.195 -1.686.337 3.133.058
EBITDA operativ 1) 2.541.309 1.146.513 919.378 212.195 -1.686.337 3.133.058
Abschreibungen -758.591 -704.875 -495.881 -75.179 -58.463 -2.092.989
EBIT operativ 1) 1.782.718 441.638 423.497 137.016 -1.744.800 1.040.069
Restrukturierungsaufwendungen 0 0 0 0 0 0
EBIT 1.782.718 441.638 423.497 137.016 -1.744.800 1.040.069

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen

Cash-flow Statement in EUR Note 1.10.2011 - 30.9.2012 1.10.2010 - 30.9.2011
Ergebnis vor Steuern -2.206.779 -1.382.137
Abschreibungen 1.949.027 2.092.989
Finanzergebnis 824.589 790.348
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 1.493.888 1.631.858
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 3.619 10.652
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und Schulden -110.012 -156.236
Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 1.954.332 2.987.474
Veränderungen Vorräte -70.192 -100.321
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.434.470 2.193.514
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -404.894 1.051.371
Veränderungen übriger kurzfristiger Vermögenswerte und Schulden -167.208 249.232
Differenzen aus der Währungsumrechnung 9.450 -19.250
Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen -739.728 -714.650
Gezahlte Ertragsteuern -466.262 -607.253
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 9 1.549.968 5.040.117
Auszahlungen aus Abgang von verbundenen Unternehmen -9.334 0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.625.474 -1.512.285
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 17.404 10.379
Einzahlungen aus Abgängen Finanzanlagen 14.281 0
Cash-flow aus Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 10 -1.603.123 -1.501.906
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 497.931 10.716
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Bankkontokorrentkrediten -527.236 -1.533.676
Gezahlte Dividende 0 0
Kapitalerhöhung 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 11 -29.305 -1.522.960
Veränderung der Zahlungsmittel aus fortgeführten Geschäftsbereichen -82.460 2.015.251
Veränderung der Zahlungsmittel aus aufgegebenem Geschäftsbereich 32 -106.670 -324.212

Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang 5.806.602 4.115.563 Veränderung der Zahlungsmittel -189.130 1.691.039 Zahlungsmittelbestand am Periodenende 12, 22 5.617.472 5.806.602

Bilanz in EUR Note 30.9.2012 30.9.2011
AKTIVA
Sachanlagen 13 1.266.011 1.593.534
Firmenwerte 14 11.001.151 11.001.151
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15 2.608.991 2.626.407
Anteile an assoziierten Unternehmen 16 7.403.002 8.896.890
Finanzanlagen 17 34.129 45.351
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 21 87.223 91.229
Latente Steueransprüche 18 1.721.279 1.813.823
Langfristige Vermögenswerte 24.121.786 26.068.385
Vorräte 19 374.721 304.529
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20 13.923.229 15.357.699
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 21 2.385.615 1.892.131
Zahlungsmittel 22 5.617.472 5.806.602
Kurzfristige Vermögenswerte 22.301.037 23.360.961
Summe Aktiva 46.422.823 49.429.346
PASSIVA
Grundkapital 23 15.386.742 15.386.742
Rücklagen 23 7.355.483 9.599.679
Angesammelte Ergebnisse -6.150.772 -6.268.916
Anteilsinhaber der Muttergesellschaft 16.591.453 18.717.505
Nicht beherrschende Anteile 15.384 0
Eigenkapital 16.606.837 18.717.505
Finanzverbindlichkeiten 25 9.984.257 9.973.541
Sonstige Verbindlichkeiten 27 238.289 151.150
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 24 1.317.577 1.440.583
Latente Steuerschulden 18 64.918 136.736
Langfristige Schulden 11.605.041 11.702.010
Finanzverbindlichkeiten 25 1.616.979 1.657.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 8.238.708 8.643.602
Sonstige Verbindlichkeiten 27 8.031.011 7.574.840
Steuerrückstellungen 28 280.643 872.755
Sonstige Rückstellungen 29 43.604 261.634
Kurzfristige Schulden 18.210.945 19.009.831
Summe Passiva 46.422.823 49.429.346
Anteilsinhaber der Muttergesellschaft Nicht
Entwicklung des Eigenkapitals
in EUR
Note Grundkapital Kapitalrücklage Sonstige
Rücklagen
Angesammelte
Ergebnisse
beherrschende
Anteile
Gesamtes
Eigenkapital
Stand 1.10.2010 15.386.742 11.033.310 -287.239 -6.023.248 0 20.109.565
Übertragung von Rücklagen 0 -1.122.954 0 1.122.954 0 0
Gesamtergebnis der Periode 0 0 -23.438 -1.368.622 0 -1.392.060
Stand 30.9.2011 23 15.386.742 9.910.356 -310.677 -6.268.916 0 18.717.505
Übertragung von Rücklagen 0 -2.240.068 0 2.240.068 0 0
Veränderung nicht
beherrschende Anteile
0 0 0 0 26.000 26.000
Gesamtergebnis der Periode 0 0 -4.128 -2.121.924 -10.616 -2.136.668
Stand 30.9.2012 23 15.386.742 7.670.288 -314.805 -6.150.772 15.384 16.606.837

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012

Die Gesellschaft

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist ein führendes IT-Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, den Niederlanden, Tschechien, der Slowakei und den USA. BRAIN FORCE entwickelt eigene Softwarelösungen bzw. implementiert Produkte führender Technologieanbieter. Das Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services. Der Sitz der Muttergesellschaft ist Am Hof 4, 1010 Wien, Österreich.

Zum Bilanzstichtag hält die CROSS Informatik GmbH, Wels, Österreich, die Mehrheit der Anteile an der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet.

Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss zum 30. September 2012 wurde gemäß § 245a Abs. 1 UGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis des historischen Anschaffungskostenprinzips, mit Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden (einschließlich Derivaten), die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Die Aufstellung von im Einklang mit IFRS stehenden Konzernabschlüssen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erfordert Schätzungen. Außerdem verlangt die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaft, dass das Management Annahmen trifft. Bereiche mit höheren Ermessensspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, werden unter der Erläuterung "Ermessensspielräume und Schätzungen" aufgeführt.

Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit gerundet und – soweit angegeben – in Tausend Euro ausgewiesen. Für Berechnungen werden dennoch die genauen Beträge einschließlich nicht dargestellter Ziffern verwendet, sodass dadurch Rechendifferenzen auftreten können.

Neue und geänderte Standards und Interpretationen, die von der EU übernommen und im Geschäftsjahr erstmals angewendet wurden

Alle neu anzuwendenden Regelungen (Standardänderungen, neue und geänderte Interpretationen), die im Geschäftsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden waren, hatten keine oder keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Standards, Interpretationen und Änderungen zu publizierten Standards, die noch nicht angewendet wurden

Eine Reihe von Änderungen von Standards, neue Standards und Interpretationen wurden bereits publiziert, aber wurden von der Europäischen Union noch nicht übernommen oder sind noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft sind nicht wesentlich bzw. werden noch untersucht und werden daher im Detail nicht dargestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden alle auf den einheitlichen Konzernbilanzstichtag 30. September 2012 erstellt.

In den Konzernabschluss sind neben der BRAIN FORCE HOLDING AG inländische und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%.

Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Tag, ab dem die Kontrolle über das Unternehmen besteht, und endet mit dem Tag, an dem die Kontrolle endet.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2011 wie folgt geändert:

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat gemeinsam mit der Hofer Management GmbH, Vöcklabruck, Österreich, mit Notariatsakt vom 22. Dezember 2011 die Firma Network Performance Channel GmbH mit Sitz in Vöcklabruck, Österreich, gegründet. Der Anteil der BRAIN FORCE HOLDING AG an der Network Performance Channel GmbH beträgt 74%. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und die Entwicklung von IT-Produkten und die Erbringung von Servicedienstleistungen im IT-Bereich. Die Gesellschaft wurde am 13. Jänner 2012 in das Handelsregister eingetragen und wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Die BRAIN FORCE Network Solutions B.V., Veenendaal, Niederlande, an der die BRAIN FORCE HOLDING AG 100% der Anteile hält, wurde im 2. Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 endkonsolidiert. Die BRAIN FORCE Network Solutions B.V. übte seit Jahresbeginn 2010 keine operative Geschäftstätigkeit aus und wurde nach Abschluss des Liquidationsverfahrens per 31. Jänner 2012 im Handelsregister gelöscht.

Der Konzernabschluss umfasst somit die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, und die angeführten Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen:

Gesellschaft Konsolidierungsart Anteil in %
BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland V 100
Network Performance Channel GmbH, Langen, Deutschland V 100
NSE Capital Venture GmbH, München Deutschland 1) V 100
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien V 100
BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz V 100
BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande 1) V 100
BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich V 100
Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, Österreich V 74
BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien V 100
Brain Force Software s.r.o., Bratislava, Slowakei 2) V 100
SolveDirect Service Management GmbH, Wien, Österreich 3) E 53,16
CONSULTING CUBE s.r.l., Bologna, Italien 4) E 25

V... Vollkonsolidierung

E... Equity-Bewertung

1) Der Anteil wird durch die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, gehalten.

2) 0,5% des Anteils werden durch die BRAIN FORCE HOLDING AG, 99,5% durch die BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien, gehalten.

3) Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der SolveDirect Service Management Inc., San Francisco, USA. Die Gesellschaften wurden als Teilkonzern at equity in den Konzernabschluss einbezogen (siehe auch Seite 44).

4) Der Anteil wird durch die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien, gehalten.

Konsolidierungsmethoden

Die Konsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IFRS 3. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. des Übergangs der Kontrolle verrechnet. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst, wenn sie anfallen.

Immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifizierbar, einer eigenständigen Bilanzierung zugeführt. Sie werden planmäßig abgeschrieben. Der verbleibende Firmenwert wird auf die zahlungsmittelgenerierende(n) Einheit(en) aufgeteilt und mindestens einmal jährlich auf dieser Ebene auf Werthaltigkeit getestet.

Im Falle eines Überschusses des erworbenen anteiligen Reinvermögens über die Anschaffungskosten sind sowohl die erworbenen Vermögenswerte und Schulden und Eventualverbindlichkeiten als auch die Anschaffungskosten nochmals zu bewerten, und ein bestehender Überschuss ist danach erfolgswirksam zu erfassen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge, Aufwendungen und eventuelle Zwischenergebnisse sind eliminiert.

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis jener Währung bewertet, die der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, entspricht (funktionale Währung). Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung der Muttergesellschaft und die Berichtswährung des Konzerns darstellt.

Die aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Tochterunternehmen resultierenden Differenzen werden im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Bewertung von Forderungen und Schulden in fremder Währung zum Kurs am Bilanzstichtag resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, die eine von der Konzernberichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden zum jeweiligen Bilanzstichtag entsprechend umgerechnet.

Die Euro-Wechselkurse wichtiger Währungen sind in der folgenden Tabelle angeführt:

Währung Stichtagskurs
30.9.2012
Stichtagskurs
30.9.2011
1 EUR 1 EUR
Schweizer Franken (CHF) 1,2100 1,2185
Tschechische Kronen (CZK) 25,1300 24,6400
US-Dollar (USD) 1,2945 1,3520

Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen werden linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis ab dem Monat, in dem der Vermögenswert zur Verfügung steht.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
bauliche Investitionen in fremden Betriebsgebäuden 5 bis 10 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre
Büromaschinen 4 bis 5 Jahre
Büroeinrichtung 5 bis 10 Jahre

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag.

Instandhaltungsaufwendungen

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet werden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Die aus der Erwerbskonsolidierung entstandenen Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 keiner planmäßigen Abschreibung unterzogen.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanzierten Vermögenswerte werden linear wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer
Produktentwicklungen 3 Jahre
Kundenbeziehungen 7 Jahre

Sonstige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibungen, angesetzt. Diese beträgt für:

Nutzungsdauer
Software 3 bis 5 Jahre
Lizenz- und Vertriebsrechte 3 Jahre
Eingetragene Markenrechte 10 Jahre

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag. Der Firmenwert ist darüber hinaus verpflichtend einmal jährlich auf Wertminderung zu überprüfen.

Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung werden als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten, sowohl fremdbezogene Güter und Dienstleistungen als auch interne Entwicklungskosten, die aus Entwicklungsprojekten entstehen, werden gemäß IAS 38 als Vermögenswerte aus Entwicklung (sonstige immaterielle Vermögenswerte) bei Erfüllung der erforderlichen Kriterien maximal in jenem Ausmaß angesetzt, in dem von diesen Ausgaben zukünftige Gewinne erwartet werden. Einmal als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden jedoch in einer späteren Periode nicht als Vermögenswert ausgewiesen.

Aktivierte Entwicklungskosten werden nach Beendigung des Entwicklungsprojektes in der Bilanz als sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen und nach der erwarteten Nutzungsdauer des jeweiligen Produktes, derzeit 3 bis 5 Jahre, linear abgeschrieben.

Assoziierte Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, also jener Unternehmen, an denen der Konzern direkt oder indirekt mit mehr als 20% der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftspolitik des assoziierten Unternehmens ausüben kann, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Dabei werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten gebucht und in der Folge entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am sich ändernden Reinvermögen des assoziierten Unternehmens berichtigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt den Anteil am Erfolg des assoziierten Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde durch den Abschluss eines Beteiligungsvertrages mit dem 3TS Cisco Growth Fund die alleinige Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, aufgegeben. Die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, wurde bis zum 31. Dezember 2009 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Per 1. Jänner 2010 wurde die Gesellschaft endkonsolidiert und der beizulegende Zeitwert der Anteile als Anteile an assoziierten Unternehmen erstmals erfasst. Der Anteil an der at equity bilanzierten SolveDirect Service Management GmbH, Wien, beträgt zum Bilanzstichtag 30. September 2012 53,16% (Vorjahr: 67,39%).

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden neben Beteiligungen jene Wertpapiere ausgewiesen, deren Besitz für unbestimmte Zeit gedacht ist und die infolge eines Liquiditätsbedarfs oder aufgrund von Änderungen der Zinssätze gegebenenfalls verkauft werden. Sie sind in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" eingestuft.

Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten (basierend auf den Kursinformationen) bewertet, wobei nicht realisierte Wertänderungen im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung innerhalb der sonstigen Rücklagen erfasst werden.

Beteiligungen gelten zwar auch als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die Bewertung erfolgt jedoch grundsätzlich zu Anschaffungskosten, da für diese Gesellschaften ein aktiver Markt nicht existiert und die jeweiligen Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können. Soweit Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert bestehen, wird dieser angesetzt.

Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Sofern Wertminderungen eintreten, werden die erforderlichen Abschreibungen jedenfalls ergebniswirksam berücksichtigt.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen, Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Nettoverkaufspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, wo separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Im Falle des Wegfalls der Wertminderung wird, ausgenommen bei Firmenwerten, eine entsprechende Zuschreibung durchgeführt.

Vorräte

Vorräte werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Fertigungsaufträge

Der Gewinn eines Fertigungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Der Arbeitsfortschritt wird dargestellt als das Verhältnis von bereits angefallenen Arbeitsstunden bis zum Bilanzstichtag und den gesamten Arbeitsstunden für das jeweilige Projekt. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung bilanziert. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen (bei Wertminderung) bilanziert. Forderungen in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet. Soweit langfristige Forderungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind, erfolgt der Ausweis unter den kurzfristigen Vermögenswerten.

Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben in Fremdwährungen werden mit dem am 30. September 2012 gültigen Stichtagskurs bewertet. In den Zahlungsmitteln sind die von der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, im Rahmen der abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen angeschafften und verpfändeten Wertpapiere in Höhe von EUR 123.575 (Vorjahr: EUR 89.573) enthalten.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Entstehungswert oder einem abweichenden Rückzahlungsbetrag angesetzt. Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aus vorangegangenen Ereignissen hat und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen beinhalten Pensionen und Abfertigungen, welche auf Basis von versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 berechnet werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation = DBO) wird aufgrund der zurückgelegten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und (im Falle der Pensionen) der Rentenanpassung berechnet. Die sich nach der Methode der laufenden Einmalprämien ergebende Verpflichtung wird bei Pensionen bei Vorliegen eines fondsfinanzierten Versorgungssystems in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Rückstellungen für Pensionen passiviert.

Der zu erfassende Periodenaufwand beinhaltet Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand und Aufwand bzw. Ertrag aus der Amortisation von Vergangenheitskosten und von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Im Rahmen der Berechnung der Verpflichtungen werden versicherungsmathematische Annahmen getroffen, vor allem hinsichtlich des anzuwendenden Zinssatzes für die Abzinsung, der Steigerungsrate für Gehälter bzw. Pensionen, des Pensionseintrittsalters und der Wahrscheinlichkeiten betreffend Fluktuation und Inanspruchnahme. Der Berechnung werden die lokalen biometrischen Grundlagen zugrunde gelegt.

Für die Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung kommt ein Zinssatz zur Anwendung, der in Anlehnung an die durchschnittliche Verzinsung von Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit gewählt wurde.

Die zur Anwendung kommende Steigerungsrate der Gehälter wurde aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Die verwendeten Abschläge für Fluktuation und Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Vorperioden.

Das zur Anwendung kommende Pensionseintrittsalter wird bei den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen den zugrunde liegenden Zusagen entnommen; im Rahmen der Abfertigungsverpflichtungen wird auf das voraussichtliche Pensionseintrittsalter abgestellt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht berücksichtigt, sofern sie den höheren Wert aus 10% des Verpflichtungsumfanges oder eines etwaigen Planvermögens (Korridor) nicht übersteigen. Der den Korridor übersteigende Betrag wird über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Belegschaft ergebniswirksam verteilt und bilanziell erfasst.

Die Abfertigungen betreffen Verpflichtungen nach österreichischem bzw. italienischem Recht.

Die Abfertigungen nach österreichischem Recht sind einmalige Abfindungen, die aufgrund von arbeitsrechtlichen Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber sowie regelmäßig bei Pensionseintritt bezahlt werden müssen. Ihre Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.

Anzahl Dienstjahre 3 5 10 15 20 25
Anzahl Monatsbezüge 2 3 4 6 9 12

Für nach 2002 in ein österreichisches Unternehmen eingetretene Mitarbeiter kommt ein beitragsorientiertes Modell zur Anwendung. Der Dienstgeber hat ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses einen laufenden Beitrag in Höhe von 1,53% des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) zu leisten. Eine weitere Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht mehr. Der Anspruch der Arbeitnehmer richtet sich gegen die jeweilige MVK, während die laufenden Beitragszahlungen im Personalaufwand ausgewiesen werden.

Die Abfertigungen nach italienischem Recht (TFR) sind einmalige Abfindungen, die fällig werden, sobald der Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt. Die Höhe der Abfindung ermittelt sich aus der Anzahl der Monatsgehälter (indexiert), wobei pro Dienstjahr ein Monatsgehalt (Jahresgehalt dividiert durch 13,5) verdient wird. Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. für die Schaffung eines Eigenheimes bzw. medizinische Versorgung, kann der Arbeitnehmer einen Vorschuss von bis zu 70% des Anspruches erhalten. Ab dem Geschäftsjahr 2007 sind die erdienten Beträge in die staatliche Sozialversicherung oder eine vom Mitarbeiter genannte Versorgungseinrichtung abzuführen.

Umsatzerlöse

Die Erfassung der Erlöse erfolgt mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden, wobei Rabatte und sonstige Erlösschmälerungen abgezogen werden. Umsätze, die sich auf Dienstleistungsgeschäfte gemäß IAS 18 beziehen, werden nach der Teilgewinnrealisierungsmethode bewertet.

Fremdkapitalkosten

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden, wie im Vorjahr, mangels Erfordernis keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden anhand der Verbindlichkeiten-Methode unter Anwendung der jeweils landesspezifischen Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steueransprüche bzw. Begleichung der latenten Steuerschulden erwartet wird. Latente Steuerschulden werden unter den langfristigen Schulden, latente Steueransprüche unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus der Aktivierung von Entwicklungskosten und sonstigen im Rahmen der Kaufpreisallokation nach IFRS 3 identifizierten Vermögenswerten und Schulden, der Abschreibung von Sachanlagen, Forderungen, steuerlich gebildeten Rückstellungen, Fertigungsaufträgen, Rückstellungen für Pensionen und anderen langfristigen Personalverpflichtungen. Latente Steueransprüche, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen zukünftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

Ermessensspielräume und Schätzungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat der BRAIN FORCE Konzern zu einem gewissen Grad zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen zum Anlagevermögen, zu Wertberichtigungen von Forderungen, Rückstellungen und latenten Steuern getroffen. Die tatsächlichen Werte können letztendlich von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Wertminderung von Firmenwerten

Die Auswirkung einer nachteiligen Veränderung der im Rahmen der jährlichen Wertminderungstests getroffenen Schätzungen des Zinssatzes um plus 10% bzw. des Zahlungsmittelflusses um minus 10% würde zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 10 bzw. TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 45 bzw. TEUR 307) der bilanzierten Firmenwerte führen.

Latente Steuern

Sollten die künftigen steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode um 10% von den zum Bilanzstichtag getroffenen Annahmen nach unten abweichen, wäre die bilanzierte Nettoposition an latenten Steueransprüchen voraussichtlich um TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 187) zu verringern.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Im BRAIN FORCE Konzern werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im Falle von Pensionen und Abfertigungen nach österreichischem Recht unter Berücksichtigung der Korridorregelung in der Gewinn- und Verlustrechnung über die durchschnittliche restliche Dienstzeit, im Falle der Abfertigungen nach italienischem Recht sofort in voller Höhe erfasst.

Der Barwert der Verpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Aufwendungen verwendeten Annahmen schließen die Steigerungsrate der Gehälter und den Zinssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen hat Auswirkungen auf den Barwert der Verpflichtung und auf die noch nicht verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste. Bei Anwendung der Korridormethode ist der Betrag an versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors entsprechend der durchschnittlichen restlichen Dienstzeit der Begünstigten ergebniswirksam zu verteilen. Die Steigerungsrate der Gehälter wird aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Der Konzern ermittelt den angemessenen Zinssatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Zinssatzes wird der Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde gelegt, die auf jene Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, und deren Laufzeit jener der Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung entspricht. Weitere wesentliche Annahmen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten.

Wenn den Annahmen ein Diskontierungszinssatz zugrunde gelegt würde, der um 10% von den Schätzungen des Managements nach unten abweicht, wäre der Barwert der Verpflichtung für Pensionen und Abfertigungen um TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 73) zu erhöhen.

Übrige Bilanzposten

Bei den übrigen Bilanzposten ergeben sich durch Änderungen der Schätzungen bzw. Annahmen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Aufgrund der ab dem zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 enthaltenen Anteile nicht beherrschender Gesellschafter wurde die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung geändert. Es erfolgt nunmehr eine separate Darstellung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung mit der Aufteilung des Ergebnisses auf die Anteilsinhaber der Muttergesellschaft und die Minderheitsgesellschafter. Anschließend zeigt die Gesamtergebnisrechnung die Überleitung auf das Gesamtergebnis der Periode.

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in EUR 2011/12 2010/11
Dienstleistungen laufend 48.699.764 44.839.066
Fertigungssaufträge 10.568.828 9.762.787
Produkte 16.738.738 16.485.063
Umsatzerlöse 76.007.330 71.086.916

(2) Aufwandsarten

Die Darstellung der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Nachfolgende Darstellung zeigt eine Aufgliederung nach Aufwandsarten.

in EUR 2011/12 2010/11
Veränderung Bestand an noch nicht abrechenbaren Leistungen 35.800 -54.053
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (siehe Note 4) 31.677.467 28.846.094
Aktivierte Eigenleistungen -1.139.988 -960.011
Personalaufwand (siehe Note 5) 32.258.086 30.829.013
Restrukturierungsaufwendungen 677.207 0
Abschreibungen 1.949.027 2.092.989
Mieten und Energiekosten 2.573.511 2.686.098
Kfz-Aufwand 2.298.367 2.106.174
Fahrt- und Reisespesen 1.038.455 1.085.466
Werbe- und Marketingaufwendungen 503.555 383.368
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 1.493.038 1.363.256
Post und Kommunikation 545.866 579.317
Forderungsausfälle und Wertberichtigungen 185.655 131.888
Betriebsversicherungen 131.997 128.693
Sonstiger Aufwand 1.807.039 1.457.290
Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen 76.035.082 70.675.582

Die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 677.207 enthalten Kosten im Zusammenhang mit den durchgeführten Mitarbeiterabbaumaßnahmen im Bereich FINAS in der Region Deutschland.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Ausbildungskosten, Recruitingkosten sowie Aufwendungen für Instandhaltungen und Wartungen interner Anlagen.

(3) Sonstige betriebliche Erträge

Zu den sonstigen betrieblichen Erträgen zählen:

in EUR 2011/12 2010/11
Ertrag aus Eingang abgeschriebener Forderungen 0 481.093
Ertrag Auflösung Forderungswertberichtigungen 46.401 0
Versicherungsentschädigungen 71.061 0
Übrige 21.988 147.642
Sonstige betriebliche Erträge 139.450 628.735

(4) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

Die Aufwendungen sind dem Funktionsbereich Herstellungskosten zugeordnet und gliedern sich wie folgt:

in EUR 2011/12 2010/11
Wareneinsatz 5.466.479 5.473.442
Wartung 1.434.727 1.433.768
Lizenzen 2.355.827 1.530.834
Aufwendungen für Material 9.257.033 8.438.044
Subunternehmer 22.420.434 20.408.050
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen 31.677.467 28.846.094

(5) Personalaufwand

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in EUR 2011/12 2010/11
Gehälter 25.724.350 24.686.585
Aufwendungen für Abfertigungen 593.637 550.197
Aufwendungen für Altersversorgung 14.904 21.432
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Pflichtbeiträge 5.925.195 5.570.799
Personalaufwand 32.258.086 30.829.013

Die Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten neben den Aufwendungen im Rahmen der gesetzlichen Ansprüche (siehe Note 24) auch die in die Mitarbeitervorsorgekasse einzuzahlenden Beiträge in Höhe von EUR 22.845 (Vorjahr: EUR 21.256).

(6) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis errechnet sich wie folgt:

in EUR 2011/12 2010/11
Erträge aus Wertpapieren 3.074 1.290
Nettoergebnis aus Fremdwährungsumrechnung 54.245 -4.628
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -881.908 -787.010
Finanzergebnis -824.589 -790.348

(7) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern der fortgeführten Geschäftsbereiche setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 2011/12 2010/11
Laufender Steuerertrag / -aufwand -94.965 438.466
Latenter Steuerertrag / -aufwand 20.726 -451.981
Ertragsteuern -74.239 -13.515

Die Ertragsteuern des Jahres sind um EUR 477.456 höher (Vorjahr: EUR 332.019 höher) als der rechnerische Ertragsteueraufwand in Höhe von EUR -551.695 (Vorjahr: EUR -345.534), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25% (Vorjahr: 25%) auf das Ergebnis vor Steuern ergeben würde, wobei der Steuersatz dem auf die Muttergesellschaft anwendbaren Körperschaftsteuersatz entspricht. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem rechnerischen und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellen sich folgendermaßen dar:

in EUR 2011/12 2010/11
Ergebnis vor Steuern -2.206.779 -1.382.137
davon 25% = rechnerischer Ertragsteueraufwand -551.695 -345.534
Auswirkungen ausländischer Steuersätze 283.470 458.387
Steuerfreie Erträge -49.221 -76.897
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 59.204 7.963
Sonstige permanente Differenzen 71.591 -2.762
Steuerliche Verluste, für die keine latenten Steueransprüche gebildet wurden 956.026 709.541
Abschreibung von aktiven latenten Steuern 163.429 0
Verwendung sowie nachträgliche Aktivierung von nicht angesetzten temporären Differenzen und
Verlusten
-408.012 -861.744
Ertragsteueraufwand / -ertrag der laufenden Periode 524.792 -111.046
Aperiodischer Ertragsteueraufwand / -ertrag -599.031 97.531
Ausgewiesener Ertragsteuerertrag -74.239 -13.515

(8) Segmentinformation

Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (operatives EBITDA und operatives EBIT vor Restrukturierungsaufwendungen) erfolgt dabei ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA und EBIT sowie der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften und ist in folgende Regionen aufgeteilt:

  • Deutschland
  • Italien (vormals Süd-Westeuropa mit Italien und der Schweiz)
  • Niederlande
  • Zentral Osteuropa mit Österreich, Tschechien und der Slowakei

Die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt im Anschluss an die Gesamtergebnisrechnung. Von den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2011/12 entfallen EUR 1,98 Mio. (Vorjahr: EUR 1,79 Mio.) auf Österreich, EUR 74,03 Mio. (Vorjahr: EUR 69,30 Mio.) entfallen auf andere Länder.

Die Investitionen, Vermögenswerte und Schulden teilen sich auf die Regionen wie folgt auf:

Kennzahlen 2011/12
in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Investitionen 564.204 548.867 364.712 87.016 60.675 1.625.474
Vermögenswerte 15.064.360 12.680.966 6.939.303 2.398.122 9.340.072 46.422.823
Schulden 7.206.811 8.270.142 1.672.373 781.593 11.885.067 29.815.986
Kennzahlen 2010/11
in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Investitionen 464.787 752.394 202.968 79.094 13.042 1.512.285
Vermögenswerte 14.794.318 12.943.821 8.169.643 2.467.979 11.053.585 49.429.346
Schulden 6.894.545 7.481.972 2.361.392 870.845 13.103.087 30.711.841

Bei der Region Deutschland sind in den Kennzahlen 2010/11 Schulden in Höhe von EUR 106.670 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen (siehe Note 32).

Die in den einzelnen Regionen tätigen Konzerngesellschaften sind in den Bereichen Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services tätig.

Der Bereich Process Optimization bietet optimierte Lösungen für geschäftskritische Prozesse in folgenden Bereichen an: Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Corporate Performance Management/Business Intelligence (CPM/BI) sowie Financial IT Services.

Der Bereich Infrastructure Optimization bietet Lösungen für eine besser managebare und effizientere IT-Infrastruktur in folgenden Bereichen an: Server and Data Management, Workspace Management, Application Provisioning and Control, Communication and Collaboration sowie IT Service Management Solutions. Weiters bietet der Bereich Network Performance innovative Lösungen für eine verbesserte Produktivität, gesteigerte Verfügbarkeit und zur Vermeidung von Ausfällen von Netzwerkapplikationen.

Der Bereich Professional Services bietet die Erfahrung und das Know-how seiner IT- und Telekommunikations-Spezialisten in Form von temporären Beratungs- und Dienstleistungseinsätzen an. Dabei werden alle Projektphasen von Planung über Realisierung, Test und Integration bis hin zum Betrieb abgedeckt. Die Bandbreite der angebotenen Dienstleistungen umfasst: Consulting, Programming, Infrastructure, Integration, Migration, Rollout, Operation, Support und Maintenance.

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Das Cash-flow Statement des BRAIN FORCE Konzerns wurde nach der indirekten Methode erstellt.

Daraus ist die Veränderung der Zahlungsmittel im Konzern aufgrund der Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Berichtszeitraums ersichtlich, wobei zwischen Cash-flow aus dem Ergebnis, aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden wird.

In einem gesonderten Posten wird die Veränderung der Zahlungsmittel des aufgegebenen Geschäftsbereiches angeführt (siehe Erläuterung 32).

(9) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt, ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, korrigiert um nicht aus-(ein-)zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge, nach Veränderung der Mittelbindung im Working Capital und nach Berücksichtigung der bezahlten Zinsen (saldiert mit den erhaltenen Zinsen) sowie der bezahlten Ertragsteuern, den Zufluss/Abfluss von flüssigen Mitteln aus der betrieblichen Tätigkeit.

(10) Cash-flow aus Investitionstätigkeit

Dieser Bereich zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen sowie finanziellen Vermögenswerten.

(11) Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

(12) Zahlungsmittelbestand

Als Zahlungsmittelbestand werden jene Zahlungsmittel festgelegt, welche den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten umfassen, soweit diese kurzfristig und uneingeschränkt abrufbar sind.

Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(13) Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich wie folgt:

in EUR bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2011 1.826.397 4.808.043 6.634.440
Währungsumrechnungsdifferenz -35 -770 -805
Zugänge 6.482 319.894 326.376
Abgänge 0 -1.224.007 -1.224.007
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2012 1.832.844 3.903.160 5.736.004
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2011 1.240.533 3.800.373 5.040.906
Währungsumrechnungsdifferenz -4 -438 -442
Abschreibungen 2011/12 158.935 483.136 642.071
Abgänge 0 -1.212.542 -1.212.542
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2012 1.399.464 3.070.529 4.469.993
Buchwerte 30.9.2012 433.380 832.631 1.266.011
in EUR bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2010 1.778.515 5.358.633 7.137.148
Währungsumrechnungsdifferenz -17 -389 -406
Zugänge 47.899 386.312 434.211
Abgänge 0 -936.513 -936.513
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2011 1.826.397 4.808.043 6.634.440
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2010 1.080.517 4.170.793 5.251.310
Währungsumrechnungsdifferenz -1 -156 -157
Abschreibungen 2010/11 160.017 545.219 705.236
Abgänge 0 -915.483 -915.483
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2011 1.240.533 3.800.373 5.040.906
Buchwerte 30.9.2011 585.864 1.007.670 1.593.534

(14) Firmenwerte

Die Firmenwerte betragen zum 30. September 2012 EUR 11.001.151 (Vorjahr: EUR 11.011.151).

Die Firmenwerte resultieren aus den in der Vergangenheit durchgeführten Akquisitionen der entsprechenden Anteile für die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien (vormals: TEMA Studio di Informatica S.p.A.), die Brain Force Financial Solutions AG, München, Deutschland (vormals: NSE Software AG, im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland), die INDIS S.p.A., Mailand, Italien (im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien), die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande (vormals VAI B.V.), die BRAIN FORCE Frankfurt GmbH, Langen, Deutschland (vormals SYSTEAM Ingenieurbüro für Datenkommunikation und Informatik GmbH, im Geschäftsjahr 2008 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland) sowie die BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich (vormals: INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H.).

Die Wertminderungstests im Geschäftsjahr 2011/12 wurden auf Basis folgender zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt, deren Werte sind unverändert gegenüber dem Vorjahr:

in EUR zugeordnete
Firmenwerte
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Process Optimization 1.783.670
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Infrastructure Optimization 1.014.887
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Process Optimization 1.172.812
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization 2.026.577
BRAIN FORCE B.V. – Segment Niederlande, Bereich Infrastructure Optimization 3.842.616
BRAIN FORCE GmbH – Segment Zentral-Osteuropa, Bereich Process Optimization 1.160.589
Buchwert der Firmenwerte per 30.9.2012 11.001.151

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde jeweils auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Die Berechnung der Nutzungswerte basiert auf den erwarteten Zahlungsströmen, die sich aus dem vom Vorstand beschlossenen Budget für 2012/13 und der daraus abgeleiteten Mittelfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre ergeben. Die wesentlichen Annahmen des Managements bei der Berechnung der Nutzungswerte sind die geplanten Umsatzerlöse, EBIT-Margen und Diskontierungszinssätze. Der Berechnung wurde eine angemessene EBIT-Marge auf Basis der regionalen bereichsbezogenen Performance zugrunde gelegt.

Die Zahlungsströme nach der vierjährigen Periode werden mit den unten angegebenen Wachstumsraten extrapoliert, die die langfristige durchschnittliche Wachstumsrate der betreffenden Geschäftsbereiche nicht übersteigen. Die Berechnungen haben keinen Abschreibungsbedarf ergeben.

Wichtigste Annahmen zur Berechnung der Nutzungswerte:

in % Wachstumsrate Diskontrate
vor Steuern
Diskontrate
nach Steuern
2011/12 2010/11 2011/12 2010/11 2011/12 2010/11
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Process Optimization 1,0 1,0 19,6 20,1 7,7 8,2
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 1,0 20,4 21,1 7,7 8,2
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Process Optimization 1,0 1,0 10,6 12,1 7,6 8,5
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 1,0 10,5 10,9 7,6 7,8
BRAIN FORCE B.V. – Segment Niederlande, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 1,0 10,1 11,1 7,8 8,7
BRAIN FORCE GmbH – Segment Zentral-Osteuropa, Bereich Process Optimization 1,0 1,0 10,4 11,1 7,8 8,7

Die jeweiligen Diskontraten vor Steuern wurden iterativ auf Basis der Zahlungsströme vor Steuern unter Verwendung des Nutzungswertes ermittelt. Der Nutzungswert errechnet sich unter Anwendung von Diskontraten nach Steuern auf Zahlungsströme nach Steuern. Die Diskontraten berücksichtigen die verwertbaren steuerlichen Verlustvorträge. Die Abweichungen gegenüber den Diskontraten nach Steuern sind durch die effektive Steuerbelastung der jeweiligen Einheit begründet.

Als Diskontrate wurden die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC; Weighted Average Cost of Capital), berechnet nach dem CAPM-Modell (Capital Asset Pricing Modell), ermittelt, die die Finanzierungsstruktur sowie die Marktrisiken der Geschäftsfelder reflektieren.

Hinsichtlich der Auswirkungen von Schätzungsänderungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu "Ermessensspielräume und Schätzungen".

(15) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:

in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2011 12.977.155 5.940.540 18.917.695
Währungsumrechnungsdifferenz -3.349 -413 -3.762
Zugänge 1.139.988 159.110 1.299.098
Abgänge 0 -291.888 -291.888
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2012 14.113.794 5.807.349 19.921.143
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2011 10.795.093 5.496.195 16.291.288
Währungsumrechnungsdifferenz -3.349 -413 -3.762
Abschreibungen 2011/12 1.095.149 211.807 1.306.956
Abgänge 0 -282.330 -282.330
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2012 11.886.893 5.425.259 17.312.152
Buchwerte 30.9.2012 2.226.901 382.090 2.608.991
in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2010 12.230.190 6.013.366 18.243.556
Währungsumrechnungsdifferenz -1.689 -208 -1.897
Zugänge 960.011 118.062 1.078.073
Abgänge -211.357 -190.680 -402.037
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2011 12.977.155 5.940.540 18.917.695
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2010 9.823.358 5.484.111 15.307.469
Währungsumrechnungsdifferenz -1.689 -208 -1.897
Abschreibungen 2010/11 1.184.781 202.972 1.387.753
Abgänge -211.357 -190.680 -402.037
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2011 10.795.093 5.496.195 16.291.288
Buchwerte 30.9.2011 2.182.062 444.345 2.626.407

In den Entwicklungskosten sind noch nicht fertiggestellte Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 514.333 (Vorjahr: EUR 431.304) enthalten.

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten neben angeschaffter Software und Rechten auch im Rahmen der bei Erwerben nach IFRS 3 durchgeführten Kaufpreisallokation identifizierte sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Entwicklungskosten und Kundenbeziehungen mit einem Buchwert von EUR 119.736 (Vorjahr: EUR 358.410).

(16) Anteile an assoziierten Unternehmen

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen entwickelten sich wie folgt:

in EUR 2011/12 2010/11
Buchwert Periodenanfang 8.896.890 10.528.748
Ergebnisanteil nach Steuern -1.493.888 -1.631.858
Buchwert Periodenende 7.403.002 8.896.890

Der Ergebnisanteil nach Steuern betrifft im Wesentlichen die Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH und beinhaltet die laufende Ergebnisübernahme sowie Verwässerungseffekte aus den durchgeführten Kapitalerhöhungen.

Der im vorliegenden Konzernabschluss bilanzierte Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen betrifft den 53,16%-Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH und den 25%-Anteil an der CONSULTING CUBE s.r.l., Italien.

Die Finanzdaten der zum Bilanzstichtag ausgewiesenen assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

in EUR SolveDirect Service
Management GmbH
Consulting
Cube s.r.l.
30.9.2012 30.9.2011
Vermögenswerte 16.423.407 326.350 16.749.757 16.318.987
Schulden 2.519.659 279.272 2.798.931 3.089.553
Umsatzerlöse 6.559.082 361.195 6.920.277 6.704.357
Periodenergebnis -426.404 2.723 -423.681 -1.590.695

(17) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen bestehen aus Wertpapieren und entwickeln sich wie folgt:

in EUR 2011/12 2010/11
Buchwert Periodenanfang 45.351 49.291
Verkauf Finanzanlagen (Buchwertabgang) -12.182 0
Anpassung an Marktwert 960 -3.940
Buchwert Periodenende 34.129 45.351

Bei den Wertpapieren handelt es sich um Anteile an Investmentfonds, die als veräußerbar klassifiziert und zum Marktwert (Börsenkurs zum Bilanzstichtag) bewertet werden.

(18) Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche werden unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, die latenten Steuerschulden sind Bestandteil der langfristigen Schulden.

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in EUR 1.10.2011 GuV
Veränderung
30.9.2012
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 39.989 -16.949 23.040
Verlustvorträge 1.872.252 -204.210 1.668.042
Sonstige 772.340 -40.613 731.727
Latente Steueransprüche 2.684.581 -261.772 2.422.809
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 324.848 -7.608 317.240
Sonstiges Anlagevermögen 77.533 -13.048 64.485
Forderungen 466.948 -158.627 308.321
Sonstige 138.165 -61.763 76.402
Latente Steuerschulden 1.007.494 -241.046 766.448
in EUR 1.10.2010 GuV
Veränderung
30.9.2011
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 39.599 390 39.989
Verlustvorträge 2.087.533 -215.281 1.872.252
Sonstige 422.684 349.656 772.340
Latente Steueransprüche 2.549.816 134.765 2.684.581
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 561.055 -236.207 324.848
Sonstiges Anlagevermögen 168.888 -91.355 77.533
Forderungen 536.072 -69.124 466.948
Sonstige 58.695 79.470 138.165
Latente Steuerschulden 1.324.710 -317.216 1.007.494

Aktive latente Steuern und passive latente Steuern werden in der Bilanz saldiert als Aktivum oder Passivum erfasst, soweit ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und die latenten Steueransprüche und Steuerschulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Folgende Beträge wurden nach Aufrechnung in der konsolidierten Bilanz dargestellt:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Latente Steueransprüche 1.721.279 1.813.823
Latente Steuerschulden -64.918 -136.736
Buchwert 1.656.361 1.677.087

Innerhalb der nächsten 12 Monate wird eine Realisierung der latenten Steueransprüche im Ausmaß von EUR 386.089 (Vorjahr: EUR 476.451) bzw. eine Erfüllung der latenten Steuerschulden im Ausmaß von EUR 54.295 (Vorjahr: EUR 97.391) erwartet.

Latente Steueransprüche für Verlustvorträge werden nur in jenem Ausmaß angesetzt, in dem eine Verwertung als wahrscheinlich erscheint. Im Rahmen der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit stellt das Unternehmen auf die vorhandenen Plandaten ab.

Im Konzern sind für folgende noch nicht genutzte steuerliche Verluste bzw. für abzugsfähige Differenzen keine latenten Steueransprüche angesetzt:

in EUR Basis latenter
Steueranspruch
Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit 30.217.268 7.554.316
Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit 469.819 112.757
Abzugsfähige temporäre Differenzen 4.305.065 1.076.266
30.9.2012 34.992.152 8.743.339
in EUR Basis latenter
Steueranspruch
Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit 27.744.034 6.936.008
Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit 550.528 133.624
Abzugsfähige temporäre Differenzen 4.496.264 1.124.066
30.9.2011 32.790.826 8.193.698

Der Betrag der abzugsfähigen Differenzen betrifft durchgeführte außerplanmäßige Abschreibungen, die steuerlich gleichmäßig über sieben Jahre zu verteilen sind.

(19) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Eine Abwertung auf den Nettoveräußerungswert war in den Geschäftsjahren nicht erforderlich.

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Noch nicht abrechenbare Leistungen 49.154 44.473
Handelswaren 325.567 260.056
Vorräte 374.721 304.529

(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen 13.549.738 14.759.278
Abzüglich Wertberichtigung -1.079.524 -1.272.095
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 826.246 551.316
Forderungen aus Fertigungs- / Dienstleistungsaufträgen 621.332 1.159.442
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen 0 155.015
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten Unternehmen 5.437 4.743
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.923.229 15.357.699

Für das geschätzte Ausfallrisiko der Forderungen wurde durch Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

in EUR 2011/12 2010/11
Forderungswertberichtigung zum Periodenanfang 1.272.095 1.149.925
Verwendung -331.825 -4.151
Auflösung -46.401 0
Zuführung 185.655 126.321
Forderungswertberichtigung zum Periodenende 1.079.524 1.272.095

Folgende nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag überfällig:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Bis zu 30 Tage 1.559.257 1.019.132
Über 30 Tage 2.773.346 2.706.333
Überfällige nicht wertgeminderte Forderungen 4.332.603 3.725.465

Für ausgewählte Kunden der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, sowie der BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich, wurde eine Kreditversicherung abgeschlossen, die das Ausfallrisiko der überfälligen Forderungen deutlich reduziert.

Die Summe der angefallenen Kosten und ausgewiesenen Gewinne für am Bilanzstichtag laufende Projekte beträgt EUR 1.134.188. Teilrechnungen wurden in Höhe von EUR 512.856 gelegt. Die unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesenen erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf EUR 265.810.

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Depots 83.551 89.598
Sonstige 3.672 1.631
Langfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 87.223 91.229
Geleistete Anzahlungen 220.324 178.366
Finanzbehörden 86.177 123.146
Wartungsverträge und sonstige Abgrenzungen 927.350 768.158
Forderungen gegenüber Dienstnehmern 61.815 81.512
Forderungen Factoring (Sperrkonten) 637.485 490.093
Sonstige 452.464 250.856
Kurzfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 2.385.615 1.892.131

Die Forderungen gegenüber Finanzbehörden beinhalten Ertragssteueransprüche in Höhe von EUR 86.177 (Vorjahr: EUR 117.062).

(22) Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Kassenbestände 23.784 10.147
Guthaben bei Kreditinstituten 5.593.688 5.796.455
Zahlungsmittel 5.617.472 5.806.602

(23) Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742 (Vorjahr: EUR 15.386.742) und ist in 15.386.742 nennwertlose, auf Inhaber lautende Stückaktien aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse im Marktsegment Standard Market Continuous.

Zum Bilanzstichtag beträgt das genehmigte Kapital EUR 7.693.371 (Vorjahr: EUR 7.693.371).

In der 13. ordentlichen Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, für die Dauer von 30 Monaten ab Beschlussfassung, eigene Aktien bis zum Ausmaß von 10% vom Grundkapital zu erwerben, wobei je zu erwerbender Stückaktie der Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschritten werden darf. Von der Genehmigung zum Rückkauf eigener Aktien wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Weiters wurde in derselben Hauptversammlung ein bedingtes Kapital gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG in Höhe von bis zu EUR 7.693.371 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) beschlossen.

Die Entwicklung des Grundkapitals und der Rücklagen ist in folgender Tabelle dargestellt:

in EUR Grundkapital Rücklagen
Stand 1.10.2011 15.386.742 9.599.679
Verwendung zur Verlustabdeckung 0 -2.240.068
Sonstige Veränderungen 0 -4.128
Stand 30.9.2012 15.386.742 7.355.483
in EUR Grundkapital Rücklagen
Stand 1.10.2010 15.386.742 10.746.071
Verwendung zur Verlustabdeckung 0 -1.122.954
Sonstige Veränderungen 0 -23.438
Stand 30.9.2011 15.386.742 9.599.679

Die sonstigen Rücklagen setzen sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Rücklage aus Marktbewertung von Wertpapieren 905 -55
Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen -315.710 -310.622
Sonstige Rücklagen -314.805 -310.677

(24) Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen teilen sich wie folgt auf:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Rückstellungen für Pensionen 87.507 80.275
Rückstellungen für Abfertigungen 39.460 97.932
Rückstellungen für Abfertigungen (TFR) 1.190.610 1.262.376
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 1.317.577 1.440.583

Rückstellungen für Pensionen

Auf Basis von Einzelvereinbarungen wurde drei Mitarbeitern der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung die Gewährung eines Pensionszuschusses zugesagt. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert. Von den anspruchsberechtigten Personen sind zwei vorzeitig (vor Pensionseintritt) aus dem Unternehmen ausgeschieden, wobei der anteilige Anspruch gegenüber dem Unternehmen weiterhin besteht.

Die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen wurden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt und setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) 329.790 244.911
Zeitwert des Planvermögens -172.112 -164.420
157.678 80.491
Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) -70.171 -216
Bilanzansatz Pensionsrückstellungen 87.507 80.275

Das Planvermögen im Sinne des IAS 19 bildet das Deckungskapital der an die Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsleistungen.

Die Entwicklung des versicherungsmathematischen Barwerts der Pensionsverpflichtung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2011/12 2010/11
Stand Periodenanfang 244.911 245.916
Laufender Dienstzeitaufwand 2.123 2.214
Zinsaufwand 12.246 11.681
Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste 70.510 -14.900
Stand Periodenende 329.790 244.911

Die Entwicklung des Zeitwerts des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2011/12 2010/11
Stand Periodenanfang 164.420 155.786
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) 6.820 7.762
Bezahlte Beiträge 872 872
Stand Periodenende 172.112 164.420

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand / Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2011/12 2010/11
Laufender Dienstzeitaufwand 2.123 2.214
Zinsaufwand 12.246 11.681
Auswirkung von Plankürzungen / -abgeltungen -6.265 -6.250
Aufwand / Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen 8.104 7.645

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR -4.142 (Vorjahr: EUR -4.036).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2011/12 2010/11
Zinssatz 4,00% 5,00%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Rentensteigerung 3% 2%
Pensionseintrittsalter 60, 62 Jahre 60, 62 Jahre
Sterbetafeln Deutschland Heubeck 2005 Heubeck 2005

Neben den leistungsorientierten Verpflichtungen werden in Österreich für einige Arbeitnehmer im Rahmen von Altersversorgungszusagen fixe Beiträge an Pensionskassen bezahlt; die Zahlungen der Gesellschaft werden entsprechend IAS 19 für beitragsorientierte Pläne im Aufwand für Altersversorgung ausgewiesen.

Der in den Personalkosten erfasste Aufwand für Altersversorgung (exklusive Zinsaufwand) setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2011/12 2010/11
Aufwand für leistungsorientierte Verpflichtungen -4.142 -4.036
Aufwand für beitragsorientierte Verpflichtungen 19.046 25.468
Aufwand für Altersversorgung (exkl. Zinsaufwand) 14.904 21.432

Rückstellungen für Abfertigungen (Österreich)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen wurden nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Versicherungsmathematischer Barwert der Abfertigungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) 43.513 67.393
Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) -4.053 30.539
Bilanzansatz Abfertigungsrückstellungen 39.460 97.932

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2011/12 2010/11
Stand Periodenanfang 97.932 90.206
Abfertigungsaufwand -27 8.885
Abfertigungszahlungen -58.445 -1.159
Stand Periodenende 39.460 97.932

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2011/12 2010/11
Laufender Dienstzeitaufwand 6.636 7.019
Zinsaufwand 3.125 3.082
Amortisation von versicherungsmathematischen Gewinnen -9.788 -1.216
Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Österreich) -27 8.885

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR -3.152 (Vorjahr: EUR 5.803).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2011/12 2010/11
Zinssatz 4,00% 5,00%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Fluktuation im Durchschnitt altersabhängig altersabhängig
Pensionseintrittsalter gemäß Pensionsreform 2004 gemäß Pensionsreform 2004
Sterbetafeln AVÖ 2008-P, Angestellte AVÖ 2008-P, Angestellte

Rückstellungen für Abfertigungen (TFR – Italien)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen (TFR - Italien) wurden im Geschäftsjahr 2011/12 nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt. Der zum 30. September 2012 erfasste Bilanzansatz in Höhe von EUR 1.190.610 entspricht dem versicherungsmathematischen Barwert der Abfertigungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation).

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2011/12 2010/11
Stand Periodenanfang 1.262.376 1.367.002
Abfertigungsaufwand 102.007 61.707
Abfertigungszahlungen -173.773 -166.333
Stand Periodenende 1.190.610 1.262.376

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2011/12 2010/11
Zinsaufwand 58.774 60.982
Ansatz von versicherungsmathematischen (Gewinnen) / Verlusten 43.233 725
Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Italien) 102.007 61.707

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR 43.233 (Vorjahr: EUR 725).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2011/12 2010/11
Zinssatz 4,00% 5,00%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Inflation 2% 2%
Fluktuation 10% 10%
Pensionseintrittsalter 66 Jahre 65 Jahre
Sterbetafeln RG48 RG48

(25) Finanzverbindlichkeiten

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Darlehen – langfristig 9.984.257 9.973.541
Kontokorrentkredite – kurzfristig 1.616.979 1.657.000
Finanzverbindlichkeiten 11.601.236 11.630.541

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ist ein im Geschäftsjahr 2007 aufgenommenes Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10.000.000 enthalten. Das endfällige, mit 5,17% verzinste Darlehen hat eine Laufzeit bis März 2014.

Die Verzinsung der Kontokorrentkredite liegt bei 3,50 bis 5,30% (Vorjahr: 3,60 bis 4,90%).

Am Bilanzstichtag standen dem Konzern insgesamt Kreditlinien über EUR 5,15 Mio. zur Verfügung.

Der Zeitwert der Darlehen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 9.277.943 (Vorjahr: EUR 8.843.138).

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Verbindlichkeiten aus verrechneten Lieferungen und Leistungen 7.374.024 7.286.578
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 265.810 360.725
Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 571.374 956.644
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.500 39.655
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.238.708 8.643.602

(27) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 238.289 151.150
Aus Steuern 1.327.811 1.412.160
Aus sozialer Sicherheit 624.483 643.034
Verpflichtungen aus Urlauben und Überstunden 1.308.751 1.146.281
Verpflichtungen aus Prämien 535.486 654.309
Verbindlichkeiten Personalverrechnung 1.426.551 1.291.993
Abgrenzung von Wartungsverträgen 2.145.599 1.845.010
Sonstige 662.330 582.053
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 8.031.011 7.574.840

(28) Steuerrückstellungen

Stand 1.10.2011 Verwendung Zuführung / Auflösung Stand 30.9.2012
EUR EUR EUR EUR
872.755 -415.291 -176.821 280.643

(29) Sonstige Rückstellungen

in EUR Stand 1.10.2011 Verwendung Zuführung /
Auflösung
Stand 30.9.2012
Langfristig 0 0 0 0
Restrukturierung und Abfindungen 118.800 -118.800 0 0
Gewährleistungen 36.164 0 7.440 43.604
Schließungskosten aufgegebener Geschäftsbereich (siehe Note 32) 106.670 -106.670 0 0
Kurzfristig 261.634 -225.470 7.440 43.604

(30) Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten gegenüber Dritten.

(31) Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, Beteiligungen, flüssige Mittel und Bankkonten, Forderungen und Lieferantenkredite bzw. Finanzverbindlichkeiten. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien:

in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte / Finanzanlagen 34.129 45.351
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.923.229 15.202.684
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.238.987 919.774
Zahlungsmittel 5.617.472 5.806.602
Kredite und Forderungen 20.779.688 21.929.060
Finanzverbindlichkeiten 11.601.236 11.630.541
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.945.398 8.243.222
Sonstige Verbindlichkeiten 3.933.118 3.674.637
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten 23.479.752 23.548.400

Die Buchwerte und Zahlungsströme der Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Buchwerte in EUR 30.9.2012 30.9.2011
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 9.984.257 9.973.541
Kurzfristiger Anteil 0 0
Finanzverbindlichkeiten Restlaufzeit > 1 Jahr 9.984.257 9.973.541
Zahlungsströme in EUR: 30.9.2012 30.9.2011
2012/13 Tilgung 0 2011/12 Tilgung 0
2012/13 Zinsen 517.000 2011/12 Zinsen 517.000
2013/14 Tilgung 9.984.257 2012/13 Tilgung 0
2013/14 Zinsen 244.139 2012/13 Zinsen 517.000
2014/15 Tilgung 0 2013/14 Tilgung 9.973.541
2014/15 Zinsen 0 2013/14 Zinsen 244.139
2015/16 Tilgung 0 2014/15 Tilgung 0
2015/16 Zinsen 0 2014/15 Zinsen 0
2016/17 Tilgung 0 2015/16 Tilgung 0
2016/17 Zinsen 0 2015/16 Zinsen 0

Die Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst:

in EUR 2011/12 2010/11
Ausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Betriebsergebnis netto
185.655 131.888
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 3.074 1.290
Kredite und Forderungen 86.323 51.410
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten -839.841 -767.303
Finanzergebnis netto -750.444 -714.603

(32) Aufgegebener Geschäftsbereich

Die Tätigkeit des aufgegebenen Geschäftsbereiches (Standort Berlin) wurde bereits im ersten Quartal des vorangegangenen Geschäftsjahres vollständig beendet. Aufgrund der Verwendung der im Rumpfgeschäftsjahr 2009 gebildeten Rückstellung für die Schließung des Standortes wirkte sich der aufgegebene Geschäftsbereich sowohl im Vorjahr als auch im Geschäftsjahr 2011/12 ergebnismäßig nicht auf die Gesamtergebnisrechnung aus.

Zum Bilanzstichtag 30. September 2012 entfallen keine Vermögenswerte und Schulden auf den Standort Berlin. Die zum Stichtag 30. September 2011 vorhandene Rückstellung für Schließungskosten in Höhe von EUR 106.670 wurde im Geschäftsjahr 2011/12 vollständig verwendet. Der sich daraus ergebende Cash-flow des aufgegebenen Geschäftsbereiches stellt sich wie folgt dar:

in EUR 2011/12 2010/11
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -106.670 -324.212
Cash-flow aus Investitionstätigkeit 0 0
Cash-flow aus aufgegebenem Geschäftsbereich -106.670 -324.212

(33) Finanzrisikomanagement

Der BRAIN FORCE Konzern ist Finanzrisiken (Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Währungsrisiko, Zinsänderungsrisiko) in unterschiedlichem Ausmaß ausgesetzt. Die risikopolitischen Grundsätze der BRAIN FORCE Gruppe werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Risikostrategie erfolgt dezentral in den jeweiligen Gesellschaften und wird zentral koordiniert. Notwendige Sicherungsmaßnahmen wie bspw. Versicherungen werden für den Konzern so weit wie möglich zentral verhandelt und abgeschlossen. Das Liquiditäts-, das Währungs- und das Zinsänderungsrisiko werden gemäß den Vorgaben des Vorstandes zentral gesteuert und man zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllt werden können. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds in der IT-Branche hat die Vorhaltung ausreichender Liquidität und freier Kreditlinien für BRAIN FORCE oberste Priorität, um in der Finanzierung des Konzerns flexibel zu sein. Eine Liquiditätsvorschau auf monatlicher Basis wird jährlich im Rahmen des Budgets durchgeführt, weiters erstellen die operativen Gesellschaften monatliche Finanzplanungen, die in der Holding überwacht und konsolidiert werden. Zur Optimierung der Liquiditätssituation wird auf ein aktives Management des Working Capital geachtet.

Im Geschäftsjahr 2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10 Mio. mit einer Laufzeit bis 20. März 2014 aufgenommen. Dafür wird jährlich eine Bewertung des Konzernabschlusses nach Moody´s KMV RiskCalc vorgenommen. Eine Verschlechterung der Bewertung nach diesem System um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres berechtigt jeden Gläubiger zur Kündigung, wenn die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist. Weiters berechtigt eine Verschlechterung unter Ba3 jeden Gläubiger zur Kündigung. Die von der Erste Bank zur Verfügung gestellte Betriebsmittellinie sieht eine Eigenkapitalquote von über 30% vor.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpflichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet. Zusätzlich besteht eine Kreditversicherung für ausgewählte Kunden der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, sowie der BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich, um das Ausfallrisiko weiter zu verringern. Die im Geschäftsjahr 2011/12 verbuchten Forderungsausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen betragen rund 1,3% (Vorjahr: 1,0%) des Forderungsbestandes zum 30. September 2012.

Währungsrisiko

Das Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten bzw. anderen Bilanzposten und/oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen ergibt, wird als Währungsrisiko bezeichnet. Das Risiko besteht insbesondere dort, wo Geschäftsvorfälle in einer anderen als der lokalen Währung einer Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen können.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern im Wesentlichen nur in den Tochtergesellschaften Network Performance Channel GmbH, Deutschland, und Network Performance Channel GmbH, Österreich, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses ausgesetzt. Dabei kaufen die Gesellschaften Produkte in US-Dollar und verkaufen diese in Europa, dem Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Das Einkaufsvolumen betrug im Geschäftsjahr 2011/12 6,18 Mio. US-Dollar. Teilweise werden die Umsätze durch die Gesellschaften auch in US-Dollar fakturiert. Im Geschäftsjahr 2011/12 erfolgte innerhalb der Network Performance Channel GmbH, Deutschland, eine Absicherung des EUR/USD-Wechselkursrisikos. Die Absicherung der Fremdwährungspositionen erfolgte mittels Devisenterminkontrakten. Aufgrund des Anstiegs der in USD fakturierten Umsatzerlöse, ist davon auszugehen, dass das Fremdwährungsrisiko im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses zukünftig eine geringere Bedeutung für den BRAIN FORCE Konzern darstellen wird.

Die Konzernerlöse werden zu rund 96% (Vorjahr: 95%) in Euro erzielt, der Rest in US-Dollar und Tschechischen Kronen. Das Währungsrisiko auf der Aktivseite bei den Lieferungen und Leistungen resultiert aus nicht auf Euro lautende Forderungen mit einem Anteil von rund 5% (Vorjahr: 5%). Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert das Währungsrisiko aus nicht auf Euro lautende Verbindlichkeiten mit einem Anteil von rund 10% (Vorjahr: unter 10%).

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und/oder zinsbedingten Zahlungsströmen infolge von Schwankungen von Marktzinssätzen ergibt. Das Zinsänderungsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Bilanzposten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Bilanzposten.

Bei Finanzinstrumenten mit fester Zinsbindung wird über die gesamte Laufzeit ein Marktzinssatz vereinbart. Das Risiko besteht darin, dass sich bei schwankendem Zinssatz der Kurswert (Barwert der künftigen Zahlungen, das sind Zinsen und Rückzahlungsbetrag, abgezinst mit dem zum Stichtag für die Restlaufzeit gültigen Marktzinssatz) des Finanzinstruments verändert. Das zinsbedingte Kursrisiko führt dann zu einem Verlust oder Gewinn, wenn das festverzinsliche Finanzinstrument vor Ende der Laufzeit veräußert wird. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird der Zinssatz zeitnah angepasst und folgt dabei in der Regel dem jeweiligen Marktzinssatz. Hier besteht das Risiko, dass der Marktzinssatz schwankt und infolgedessen veränderte Zinszahlungen fällig werden.

Die Finanzverbindlichkeiten beliefen sich am Ende des Geschäftsjahres 2011/12 auf 25% der Bilanzsumme. Der überwiegende Teil der Finanzverbindlichkeiten stellt das 2007 aufgenommene langfristige endfällige Darlehen über EUR 10 Mio. dar, welches grundsätzlich eine fixe Verzinsung aufweist, die nur bei einer wesentlichen Veränderung der Bonität angepasst werden kann (siehe unter Liquiditätsrisiko). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen wie im Vorjahr 3% der Bilanzsumme und weisen eine variable Verzinsung auf.

Die Erträge bzw. operativen Cash-flows des BRAIN FORCE Konzerns sind weitgehend unbeeinflusst von Änderungen in den Marktzinsen. Die Veranlagung der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und nur in wertgesicherte Instrumente von Geschäftspartnern einwandfreier Bonität.

Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalrisikomanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur zur Minimierung der Kapitalkosten. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 36% (Vorjahr: 38%).

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

(34) Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Konzernabschluss EUR 29.000 (Vorjahr: EUR 29.000), sonstige Prüfungsleistungen EUR 10.000 (Vorjahr: EUR 13.200) und sonstige Leistungen EUR 11.550 (Vorjahr: EUR 0).

(35) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Ergebnisses nach Steuern durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, bereinigt um anteilig gehaltene eigene Aktien, berechnet.

in EUR 2011/12 2010/11
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern -2.121.924 -1.368.622
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (unverwässert und verwässert) 15.386.742 15.386.742
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,14 -0,09

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in der Aufsichtsratssitzung am 6. Dezember 2012 behandelt. Der mit dem Bericht des Aufsichtsrates vorzulegende Vorschlag zur Gewinnverteilung unterliegt der Beschlussfassung durch die ordentliche Hauptversammlung.

Als nahestehende Unternehmen und Personen werden die wesentlichen Eigentümer und die Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie jene von assoziierten Unternehmen betrachtet.

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011/12 gewährten Bezüge der Vorstandsmitglieder betrugen EUR 452.500 (Vorjahr: EUR 586.782). In den Bezügen sind variable Anteile in Höhe von EUR 0 (Vorjahr: EUR 111.782) enthalten. Darüber hinaus wurde für die vorzeitige Beendigung eines Vorstandsvertrages eine Abfindung in Höhe von EUR 201.904 (Vorjahr: EUR 0) gewährt.

Des Weiteren wurden für Vorstandsmitglieder Aufwendungen für Abfertigungen (Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen) und Pensionen in Höhe von EUR 21.185 (Vorjahr: EUR 23.378) erfolgswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 52.100 (Vorjahr: EUR 59.500) aufwandsmäßig erfasst.

Es wurden an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder weder Darlehen gewährt noch Garantien abgegeben.

Mit der CROSS Informatik GmbH, Wels, bestand im Geschäftsjahr 2011/12 ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Die CROSS Informatik GmbH, Wels, ist Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2012/13, somit seit 1. Oktober 2012 besteht zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, einer Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, eine Überlassungsvereinbarung über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes.

Im Geschäftsjahr 2011/12 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG gemeinsam mit der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, die Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, gegründet. Der Anteil der BRAIN FORCE HOLDING AG an der Network Performance Channel GmbH beträgt 74%, die HOFER Management GmbH hält 26% der Anteile.

Auf Basis des im August 2011 abgeschlossenen Mandatsvertrages zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen hat die OCEAN Advisory GmbH, Wien, im Geschäftsjahr 2011/12 Beratungsleistungen in Höhe von EUR 53.862 abgerechnet. Das Entgelt entspricht branchenüblichen Standards. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der OCEAN Advisory GmbH, Wien.

Zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der CROSS Industries AG, Wels, die zu 50% an der CROSS Informatik GmbH, Wels, beteiligt ist, sowie mit dem assoziierten Unternehmen SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage unwesentlich beeinflussen.

(37) Mitarbeiterbeteiligungen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG. Zum Bilanzstichtag halten somit weder Vorstands- noch Aufsichtsratsmitglieder Optionsrechte.

(38) Verpflichtungen aus Leasinggeschäften

Verpflichtungen aus operativem Leasing bzw. Miete in EUR 30.9.2012 30.9.2011
bis zu einem Jahr 3.064.142 2.990.481
zwischen 1 und 5 Jahren 7.475.840 7.533.426
über 5 Jahre 325.745 2.121.332

(39) Angaben über Arbeitnehmer

Durchschnitt Stichtag
2011/12 2010/11 30.9.2012 30.9.2010
Anzahl der Arbeitnehmer (Angestellte) 518 505 517 530

(40) Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Am 5. Oktober 2012 gab die BRAIN FORCE HOLDING AG die Verlängerung des Vorstandsvertrages mit Herrn Dr. Michael Hofer bis zum 31. Dezember 2013 bekannt.

(41) Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem Datum der Unterfertigung vom Vorstand aufgestellt und freigegeben. Der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird gemeinsam mit dem vorliegenden Konzernabschluss am 6. Dezember 2012 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und hinsichtlich des Einzelabschlusses auch zur Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Aktionäre können den Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

(42) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, Vorsitzender
  • Mag. Thomas Melzer, Wien, Finanzvorstand bis 31. Dezember 2011
  • Mag. Hannes Griesser, Stockerau, Finanzvorstand seit 1. Jänner 2012

Im Geschäftsjahr 2011/12 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

  • Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels, Vorsitzender
  • Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter
  • Dr. Christoph Senft, Angerberg
  • Josef Blazicek, Perchtoldsdorf
  • Mag. Wolfgang M. Hickel, Wien, bis 1. März 2012

Wien, den 29. November 2012

Der Vorstand:

Dr. Michael Hofer Mag. Hannes Griesser

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2012, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2012 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 29. November 2012

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Jürgen Schauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

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Deutschland

BRAIN FORCE Software GmbH Wilhelm-Wagenfeld-Str. 30 80807 München Telefon: +49 89 74 833 0 Fax: +49 89 74 833 920 [email protected] www.brainforce.de

BRAIN FORCE Software GmbH Im Mediapark 4d 50670 Köln Telefon: +49 221 160 20 0 Fax: +49 221 160 20 13 [email protected] www.brainforce.de

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Network Performance Channel GmbH Ohmstr. 12 63225 Langen bei Frankfurt Telefon: +49 6103 906 722 Fax: +49 6103 906 711 [email protected] www.np-channel.com

Italien

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BRAIN FORCE HOLDING AG Am Hof 4 1010 Wien Telefon: +43 1 263 0909 0 Fax: +43 1 263 0909 40 [email protected] www.brainforce.com

BRAIN FORCE GmbH Wiener Str. 51 3040 Neulengbach Telefon: +43 2772 55464 40 Fax: +43 2772 55464 91 [email protected] www.brainforce.at

Network Performance Channel GmbH Wartburger Str. 1B 4840 Vöcklabruck Telefon: +43 664 925 795 2 [email protected] www.np-channel.com

SolveDirect Service Management GmbH Karl-Farkas-Gasse 22 1030 Wien Telefon: +43 1 585 3555 - 0 Fax: +43 1 585 3555 - 111 [email protected] www.solvedirect.com

Schweiz

BFS BRAIN FORCE SOFTWARE AG Haldenstr. 7 8124 Maur Telefon: +41 44 810 2550 Fax: +43 1 263 0909 40 [email protected] www.brainforce.ch

Slowakei

BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Chorvatska 1 811 00 Bratislava 1 Telefon: +420 224 817 424 - 6 Fax: +420 224 817 427 [email protected] www.brainforce.cz

Tschechische Republik

BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Malá Štepánská 1929 120 00 Prag 2 Telefon: +420 296 331 11 Fax: +420 296 331 112 [email protected] www.brainforce.cz

U.S.A.

SolveDirect Service Management Inc. 440 N Wolf Road Sunnyvale, CA 94085 Telefon: +1 408 524 1676 Fax: +1 408 762 2010 [email protected] www.solvedirect.com

ATX: "Austrian Traded Price Index"; Leitindex der Wiener Börse

BRAIN FORCE CRM: CRM-Lösung für Finanzdienstleister, setzt sich aus den Modulen Kampagnenmanagement und Vertriebsinformationssystem zusammen

BRAIN FORCE FINAS Suite: Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister

BRAIN FORCE Fördercenter: Software zur Ermittlung der staatlichen Fördermöglichkeiten bei Vorsorgefinanzprodukten

BRAIN FORCE Infrastructure Framework: Sammlung von Best-Practice-Vorgehensweisen zur optimierten Einrichtung einer Basisinfrastruktur

BRAIN FORCE Packaging Robot: Lösung aus Best-Practice-Methoden und Software-Tools für automatisierte Softwarepaketierung und -virtualisierung

BRAIN FORCE Workspace Manager: Lösung zur Standardisierung von Arbeitsumgebungen auf PCs, Notebooks und Servern

Capital Employed: Eigenkapital + verzinsliches Fremdkapital - liquider Mittel und Finanzanlagevermögen; das gesamte verzinsliche im Unternehmen eingesetzte Kapital

Cash-flow: Kennzahl zur Unternehmensanalyse; beschreibt die Veränderung der flüssigen Mittel in einer Periode

Cloud Computing: Beschreibt den Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

Corporate Governance: Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen, festgehalten im Österreichischen Corporate Governance Kodex; der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar

CRM: "Customer Relationship Management"; Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen

EBIT: "Earnings Before Interest and Tax"; Betriebsergebnis

EBITDA: "Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortization"; Betriebsergebnis vor Abschreibungen

EBITDA-Marge: EBITDA im Verhältnis zum Umsatz

Eigenkapitalquote: Kennzahl, die das Eigenkapital ins Verhältnis zu den gesamten Vermögenswerten setzt

EPS: "Earnings Per Share", Ergebnis je Aktie; Konzernergebnis dividiert durch die gewichtete Anzahl der Aktien abzüglich eigener Anteile

Equity-Methode: Bilanzierungsmethode von Anteilen an Unternehmen bei welchen der Anteilseigner über maßgeblichen Einfluss verfügt, üblicherweise für Beteiligungen zwischen 20% und 50%

ERP: "Enterprise Resource Planning"; Anwendungssoftware zur Ressourcenplanung in Unternehmen

FFO: "Funds from Operations"; Cash-flow aus dem Ergebnis

Free Cash-flow: Operativer Cash-flow -Investitions-Cash-flow + Akquisitionen; gibt die Höhe der flüssigen Mittel an, die im Jahr erwirtschaftet werden und für Dividenden, Kredittilgung oder Aktienrückkauf zur Verfügung stehen

Gearing: Verschuldungsgrad; Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

IFRS: "International Financial Reporting Standards", internationale Rechnungslegungsstandards

Infrastructure Optimization: BRAIN FORCE Geschäftsfeld mit Lösungen, die Unternehmen zu einer besser managebaren bzw. effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen

Interest Cover: operatives EBITDA im Verhältnis zum Zinsergebnis; zeigt, wie oft das Unternehmen sein Zinsergebnis durch das operative Ergebnis bezahlen kann

ITK: Informations- und Kommunikationstechnologie

Jupiter: BRAIN FORCE Asset Management Lösung für Banken

Latente Steuern: Zeitlich abweichende Wertansätze in IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und aus Konsolidierungsvorgängen führen zu latenten Steuern

Microsoft Dynamics: Business Lösungen von Microsoft (ERP und CRM)

Microsoft Dynamics AX: "Microsoft Dynamics Axapta", ERP-Lösung für Großunternehmen

Microsoft Dynamics NAV: "Microsoft Dynamics Navision", ERP-Lösung für mittelständische Betriebe

Nettoverschuldung: Saldo aus Finanzverbindlichkeiten - liquider Mittel

Process Optimization: BRAIN FORCE Geschäftsfeld mit Lösungen für geschäftskritische Prozesse

Professional Services: BRAIN FORCE Geschäftsfeld mit Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Experten

Rebecca: BRAIN FORCE Lösung zur Kreditsachbearbeitung (Hypothekenverwaltung)

SaaS: "Software as a Service"; ein Geschäftsmodell mit der Philosophie, Software als Dienstleistung basierend auf Internettechniken bereitzustellen

SolveDirect: Die Beteiligung SolveDirect ist der Experte für Smart Service Integration und bietet innovative Service Management Lösungen auf SaaS Basis

Tap: "Test Access Port"; Lösung zur Analyse von Hochgeschwindigkeitsnetzwerken

Treasury: Unternehmensfunktion zur Sicherstellung der Finanzierung, des Finanzrisikos und Cash-Managements des Konzerns

WACC: "Weight Average Cost of Capital"; durchschnittliche Kapitalkosten, die das Unternehmen für sein Fremd- und Eigenkapital auf den Finanzmärkten bezahlen muss

Working Capital: Betriebsmittel; Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten

Xetra: Exchange Electronic Trading; elektronisches Handelssystem der Deutsche Börse AG

Finanzkalender

Datum Event
19. Dezember 2012 Veröffentlichung Jahresabschluss 2011/12
15. Februar 2013 Veröffentlichung Bericht zum 1. Quartal 2012/13
28. Februar 2013 15. o. Hauptversammlung
05. März 2013 Ex-Dividenden-Tag
07. März 2013 Dividenden-Zahltag
15. Mai 2013 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2012/13
14. August 2013 Veröffentlichung Bericht zum 3. Quartal 2012/13
19. Dezember 2013 Veröffentlichung Jahresabschluss 2012/13

Impressum

Für den Inhalt verantwortlich: BRAIN FORCE HOLDING AG Am Hof 4, 1010 Wien, Österreich

Erstellt durch: BRAIN FORCE Software GmbH Wilhelm-Wagenfeld-Straße 30, 80807 München, Deutschland Konzept: BRAIN FORCE HOLDING AG

Fotos: BRAIN FORCE HOLDING AG, Franz Pflügl, Shutterstock

Druck: Artax, Tschechische Republik

Einzelabschluss zum 30. September 2012 BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien

Einzelabschluss nach österreichischem UGB

Inhalte

Bilanz – Anlage 1 Gewinn- und Verlustrechnung – Anlage 2 Anhang – Anlage 3 Lagebericht – Anlage 4 Bestätigungsvermerk Erklärung des Vorstands gemäß § 82 (4) BörseG

Bilanz zum 30. September 2012

A k t i v a P a s s i v a

30.9.2012 30.9.2011 30.9.2012 30.9.2011
EUR TEUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
I.
Grundkapital
15.386.742,00 15.387
Software und Markenrechte 998,92 2 II. Kapitalrücklagen
gebundene 11.702.578,81 13.942
II. Sachanlagen III. Bilanzgewinn 0,00 0
1. Bauten auf fremdem Grund 22.160,51 40 27.089.320,81 29.329
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 47.287,14 42
69.447,65 82 B. Rückstellungen
III. Finanzanlagen 1. Rückstellungen für Abfertigungen 0,00 62
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.592.183,01 21.518 2. sonstige Rückstellungen 119.494,48 199
2. Beteiligungen 9.664.000,00 11.186 119.494,48 261
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 32.747,40 33
31.288.930,41 32.737 C. Verbindlichkeiten
31.359.376,98 32.821 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.267.741,75 11.600
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 101.540,84 164
B. Umlaufvermögen 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 27.500,00 40
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
4. sonstige Verbindlichkeiten, 36.162,17 57
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.019,82 24 davon aus Steuern EUR 9.658,91 (Vorjahr: TEUR 18),
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.152.981,18 8.395 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 5.066,97
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen (Vorjahr: TEUR 9)
ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.342,22 0 11.432.944,76 11.861
4. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 71.674,03 87
7.251.017,25 8.506 D. Rechnungsabgrenzungsposten 20.678,35 20
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 10.012,89 95
7.261.030,14 8.601
C. Rechnungsabgrenzungsposten 42.031,28 49
38.662.438,40 41.471 38.662.438,40 41.471

Eventualverbindlichkeiten 2.980.747,00 2.357

30.9.2012
30.9.2011
EUR
TEUR
1. Umsatzerlöse
1.269.593,34
1.274
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit
Ausnahme der Finanzanlagen
3.062,29
0
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen
0,00
2
c) übrige
455.973,00
493
459.035,29
495
3. Personalaufwand
a) Gehälter
-587.072,71
-620
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen
-23,95
-9
c) Aufwendungen für Altersversorgung
-19.046,13
-25
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozial
abgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge
-91.396,35
-119
e) sonstige Sozialaufwendungen
-1.665,84
-6
-699.204,98
-779
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlage
vermögens und Sachanlagen
-58.294,18
-59
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag fallen
-2.413,88
-2
b) übrige
-1.343.147,76
-1.573
-1.345.561,64
-1.575
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis)
-374.432,17
-644
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbun
denen Unternehmen EUR 264.492,77 (Vorjahr: TEUR 141)
265.441,84
142
8. Aufwendungen aus Finanzanlagen, davon Abschreibungen
EUR 1.521.507,81 (Vorjahr: TEUR 0)
-1.521.514,93
0
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon aus verbun
denen Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 1)
-609.562,47
-621
10. Zwischensumme aus Z 7 bis 9 (Finanzergebnis)
-1.865.635,56
-479
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit =
Jahresfehlbetrag
-2.240.067,73
-1.123
12. Auflösung von Kapitalrücklagen
2.240.067,73
1.123
13. Bilanzgewinn
0,00
0
1.10.2011 - 1.10.2010 -

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 30. September 2012 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung angewandt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Anlagevermögen

Die Bewertung der ausschließlich entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen, bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungswerten von bis zu EUR 400 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang dargestellt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei wesentlicher Wertminderung mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Risiken erforderliche Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden und der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.

Zum Bilanzstichtag 30. September 2012 hat die Gesellschaft keine Verpflichtungen nach dem "Abfertigungssystem alt". Die Bilanzierung der Rückstellungen für Abfertigungen zum 30. September 2011 erfolgte nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß den Richtlinien der "International Financial Reporting Standards" (IFRS) nach der sogenannten "Methode der laufenden Einmalprämien" nach IAS 19.

Die Berechnung erfolgte auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 5,00% und einer 3%igen Gehaltssteigerung. Für die Berechnung der Rückstellungen wurden die Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008-P Angestellte verwendet. Das Pensionseintrittsalter wurde bei den Rückstellungen für Abfertigungen gemäß Budgetbegleitgesetz 2003, Artikel 73 vom 20. August 2003 angesetzt. Die Annahmen für die Fluktuation erfolgten auf Basis von Erfahrungswerten.

Auf Basis der getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen wurde der Barwert der leistungsorientierten zukünftigen Verpflichtungen errechnet. Im Rahmen der Bewertung und Erfassung der Rückstellung sieht IAS 19 vor, dass im Rahmen der Bewertung aufgetretene versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste nicht berücksichtigt werden müssen, soweit der Gesamtbetrag der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste 10% (= Korridor) des Barwertes der Verpflichtung nicht übersteigt. Übersteigt der Betrag der nicht angesetzten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste den Korridor, so war der übersteigende Betrag erfolgswirksam verteilt über die Restdienstzeit der aktiven Dienstnehmer zu buchen.

Im Vorjahr führte die Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 bei den Rückstellungen für Abfertigungen zu im Bilanzansatz nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von EUR 22.737.

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

B. Erläuterungen zu Posten der Bilanz

A k t i v a

Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens:

Anschaffungs-/Herstellungskosten kumulierte Restbuchwerte Abschreibungen
Stand Stand Abschrei- Stand Stand des laufenden
1.10.2011 Zugänge Abgänge 30.9.2012 bungen 30.9.2012 30.9.2011 Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software und Markenrechte 481.210,36 0,00 0,00 481.210,36 480.211,44 998,92 2.167,04 1.168,12
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 90.177,59 0,00 0,00 90.177,59 68.017,08 22.160,51 40.196,03 18.035,52
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts
ausstattung *) 363.019,91 50.636,77 13.091,24 400.565,44 353.278,30 47.287,14 41.865,62 39.090,54
453.197,50 50.636,77 13.091,24 490.743,03 421.295,38 69.447,65 82.061,65 57.126,06
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 41.234.772,14 74.000,00 562.230,05 40.746.542,09 19.154.359,08 21.592.183,01 21.518.183,83 0,00
2. Beteiligungen 11.185.507,81 0,00 0,00 11.185.507,81 1.521.507,81 9.664.000,00 11.185.507,81 1.521.507,81
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 35.030,28 0,00 6,30 35.023,98 2.276,58 32.747,40 32.753,70 0,00
52.455.310,23 74.000,00 562.236,35 51.967.073,88 20.678.143,47 31.288.930,41 32.736.445,34 1.521.507,81
53.389.718,09 124.636,77 575.327,59 52.939.027,27 21.579.650,29 31.359.376,98 32.820.674,03 1.579.801,99

*) davon geringwertige Vermögensgegenstände

gemäß § 13 EStG 841,81 841,81 841,81

Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen werden als Nutzungsdauern im Falle von Markenrechten 10 Jahre bzw. bei Software 4 bis 5 Jahre angenommen.

Im Geschäftsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine immateriellen Vermögensgegenstände von verbundenen Unternehmen erworben.

Sachanlagen

Den linear vorgenommenen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Bauten auf fremdem Grund 5
Personenkraftwagen 2 - 4
EDV-Anlagen 2 - 5
sonstige Büroeinrichtung 5 - 10

Finanzanlagen

Der Zugang im Bereich der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 74.000 (Vorjahr: TEUR 25) betrifft das einbezahlte Stammkapital für den 74%-Anteil an der Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, Österreich. Die Gesellschaft wurde mit Notariatsakt vom 22. Dezember 2011 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und die Entwicklung von IT-Produkten sowie die Erbringung von Servicedienstleistungen im IT-Bereich. Die Gesellschaft wurde am 13. Jänner 2012 in das Firmenbuch eingetragen.

Der Abgang im Bereich der Anteile an verbundenen Unternehmen betrifft den 100%- Anteil an der BRAIN FORCE Network Solutions B.V., Veenendaal, Niederlande. Die Gesellschaft übte seit Jahresbeginn 2010 keine operative Geschäftstätigkeit aus und wurde nach Abschluss des Liquidationsverfahrens per 31. Jänner 2012 im Handelsregister gelöscht. Der Abgang zu Anschaffungskosten beläuft sich auf EUR 562.230. Bereits im Geschäftsjahr 2002 wurde auf die Beteiligung eine Teilwertabschreibung in Höhe von EUR 562.229 vorgenommen, womit sich ein Buchwertabgang von EUR 1 ergibt.

Der Posten Beteiligungen setzt sich aus dem 53,16%-Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, zusammen. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde mit dem 3TS Cisco Growth Fund ein Beteiligungsvertrag geschlossen. Das Investment des auf Wachstumsunternehmen spezialisierten Fonds erfolgt durch mehrere Kapitalerhöhungen in der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bei denen die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, nicht mitzieht. Aufgrund der im Beteiligungsvertrag festgelegten Aufsichtsund Kontrollbefugnisse erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2009/10 der Ausweis der an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, gehaltenen Anteile als Beteiligung. Im Geschäftsjahr 2011/12 erfolgten weitere Kapitalerhöhungen gemäß dem Beteiligungsvertrag, wodurch sich der Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH von 67,39% auf 53,16% reduzierte. Im Geschäftsjahr wurde eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert im Ausmaß von EUR 1.521.508 vorgenommen.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 4.657.633 (Vorjahr: TEUR 4.150) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 6.264.973 (Vorjahr: TEUR 3.156) aus Darlehen. Die restlichen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 888.008 (Vorjahr: TEUR 5.239). Im Vorjahr entfielen davon EUR 4.500.000 auf die offene Kaufpreisforderung aus dem Verkauf der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, an die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland. Der noch nicht bezahlte Kaufpreis in Höhe von EUR 4.000.000 wird vertragsgemäß ab 1. Jänner 2012 verzinst und nunmehr in den Darlehen ausgewiesen.

In den sonstigen Forderungen sind wie im Vorjahr keine Erträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

P a s s i v a

Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 15.386.742 und ist in 15.386.742 nennwertlose Stückaktien, welche auf Inhaber lauten, aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse.

Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.693.371 (Vorjahr: TEUR 7.693).

In der 13. ordentlichen Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, für die Dauer von 30 Monaten ab Beschlussfassung, eigene Aktien bis zum Ausmaß von 10% vom Grundkapital zu erwerben, wobei je zu erwerbender Stückaktie der Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschritten werden darf. Von der Genehmigung zum Rückkauf eigener Aktien wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Weiters wurde in derselben Hauptversammlung ein bedingtes Kapital gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG in Höhe von bis zu EUR 7.693.371 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) beschlossen.

Das Grundkapital und die Kapitalrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Grundkapital
EUR
gebundene
Kapital
rücklagen
EUR
Stand 1.10.2011 15.386.742 13.942.647
Auflösung der gebundenen Kapitalrücklage zur
Verlustabdeckung
0 -2.240.068
Stand 30.9.2012 15.386.742 11.702.579

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:

30.9.2012
EUR
30.9.2011
TEUR
gesetzliche Sonderzahlungen 11.351 24
noch nicht konsumierte Urlaube 8.807 14
Prämien 4.417 70
Wirtschaftsprüfung und Beratung 39.500 33
Übrige 55.419 58
119.494 199

Verbindlichkeiten

Am 6. März 2007 wurde ein endfälliges Darlehen über EUR 10 Mio. aufgenommen, welches am 20. März 2014 zurückzuführen ist.

Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 27.500 (Vorjahr: TEUR 40), die wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr ausweisen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 36.162 (Vorjahr: TEUR 57) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

C. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und aus der Verrechnung von Markenlizenzentgelten an Beteiligungsunternehmen erzielt.

Von den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 1.269.593 (Vorjahr: TEUR 1.274) wurden EUR 44.910 (Vorjahr: TEUR 44) im Inland und EUR 1.224.683 (Vorjahr: TEUR 1.230) in den übrigen Ländern der Europäischen Union erwirtschaftet.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe nach § 9 KStG und hat mit dem Gruppenmitglied, der BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, einen Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

Der aufgrund der zeitlichen Differenzen gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt ohne Berücksichtigung des steuerlich entstandenen Verlustes bzw. der voraussichtlichen Nutzbarkeit EUR 581.798 (Vorjahr: TEUR 504) und resultiert vorwiegend aus der unterschiedlichen Behandlung von außerplanmäßigen Abschreibungen auf Beteiligungen.

D. Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse

Name/Sitz Anteil
am
Kapital
Eigenkapital
zum
30.9.2012
Jahres
ergebnis
% EUR EUR
BRAIN FORCE Software GmbH, München,
Deutschland 100 2.311.160 355.029
Network Performance Channel GmbH, Langen,
Deutschland 100 310.548 188.121
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien 100 429.762 -94.810
BFS Brain Force Software AG, Maur,
Schweiz 100 -337.139 -5.441
BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag,
Tschechien 100 411.456 56.684
BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach 100 98.090 44.985
Network Performance Channel GmbH,
Vöcklabruck 74 59.169 -40.831
SolveDirect Service Management GmbH, Wien 53,16 4.291.010 243.440

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs. 3 UGB sind alle Unternehmen, die dem Konzern der CROSS Informatik GmbH, Wels, angehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Jahresabschluss EUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 10), sonstige Prüfungsleistungen (Konzern) EUR 29.000 (Vorjahr: TEUR 32) und sonstige Leistungen EUR 11.550 (Vorjahr: TEUR 0). Konsolidierungskreis

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist mehrheitlich im Besitz der CROSS Informatik GmbH, Wels, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt.

Haftungsverhältnisse und Garantien

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, hat gegenüber der Deutschen Factoring GmbH & Co., Bremen, Deutschland, eine gesamtschuldnerische Haftungserklärung abgegeben. Die Haftung besteht für alle Ansprüche der Deutschen Factoring GmbH & Co., Bremen, Deutschland, gegenüber der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, und der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, aus den abgeschlossenen Factoringvereinbarungen. Der maximale Finanzierungsrahmen beläuft sich auf EUR 5.000.000. Zum Stichtag 30. September 2012 betragen die von der Bank angekauften Kundenforderungen (abzüglich Sperrbeträge) EUR 2.580.747 (Vorjahr: TEUR 1.957).

Mit der BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung basierend auf Forderungen der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, abgeschlossen. Der Umfang des vom Rangrücktritt erfassten Betrages ist EUR 142.578 (Vorjahr: TEUR 143). Eine Begleichung der Forderung durch die BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, ist nach Schweizer Recht erst möglich, wenn keine Besorgnis der Überschuldung mehr vorliegt. Die Forderung gegenüber der BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, wurde im Geschäftsjahr 2010/11 wertberichtigt.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, hat der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, im Geschäftsjahr 2009/10 ein nachrangiges Darlehen in Höhe von EUR 400.000 gewährt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 155.341 (Vorjahr: TEUR 133) und der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf insgesamt EUR 216.368 (Vorjahr: TEUR 279).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit der CROSS Informatik GmbH, Wels, bestand im Geschäftsjahr 2011/12 ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Die CROSS Informatik GmbH, Wels, ist Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien.

Mit Beginn des Geschäftsjahres 2012/13, somit seit 1. Oktober 2012 besteht zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, einer Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, eine Überlassungsvereinbarung über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes.

Im Geschäftsjahr 2011/12 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG gemeinsam mit der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, die Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, gegründet. Der Anteil der BRAIN FORCE HOLDING AG an der Network Performance Channel GmbH beträgt 74%, die HOFER Management GmbH hält 26% der Anteile. Auf Basis des im August 2011 abgeschlossenen Mandatsvertrages zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen hat die OCEAN Advisory GmbH, Wien, im Geschäftsjahr 2011/12 Beratungsleistungen in Höhe von EUR 53.862 abgerechnet. Das Entgelt entspricht branchenüblichen Standards. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der OCEAN Advisory GmbH, Wien.

Zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der CROSS Industries AG, Wels, die zu 50% an der CROSS Informatik GmbH, Wels, beteiligt ist, sowie mit dem assoziierten Unternehmen SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage unwesentlich beeinflussen.

Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (= Angestellte) betrug im Geschäftsjahr 2011/12 vier Personen (Vorjahr: 6).

Eingeräumte Aktienoptionen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte im Sinne des § 80 AktG betragen EUR 17.583 (Vorjahr: TEUR 27) und für andere Arbeitnehmer EUR 3.464 (Vorjahr: TEUR 9). Von den Gesamtaufwendungen sind EUR 1.977 (Vorjahr: TEUR 2) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Der Posten "Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen" enthält Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR -5.861 (Vorjahr: TEUR 2).

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr 2011/12 gewährten Bezüge der Vorstandsmitglieder betrugen EUR 452.500 (Vorjahr: TEUR 587). In den Bezügen sind variable Anteile in Höhe von EUR 0 (Vorjahr: TEUR 112) enthalten. Darüber hinaus wurde für die vorzeitige Beendigung eines Vorstandsvertrages eine Abfindung in Höhe von EUR 201.904 (Vorjahr: TEUR 0) gewährt.

Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 52.100 (Vorjahr: TEUR 60) aufwandsmäßig erfasst.

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, Vorsitzender Mag. Thomas Melzer, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden, bis 31. Dezember 2011 Mag. Hannes Griesser, Stockerau, Stellvertreter des Vorsitzenden, seit 1. Jänner 2012

Im Geschäftsjahr 2011/12 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels, Vorsitzender Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter Dr. Christoph Senft, Angerberg Josef Blazicek, Perchtoldsdorf Mag. Wolfgang M. Hickel, Wien, bis 1. März 2012

Wien, den 26. November 2012

Der Vorstand:

gez.:

gez.:

Dr. Michael Hofer

Mag. Hannes Griesser

BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012

Bericht über die wirtschaftliche Lage und den Geschäftsverlauf

Wirtschaftliche Lage

Nach der kräftigen Erholung der Weltwirtschaft im Jahr 2010 und einem Anstieg von 3,8% der globalen Wirtschaftsleistung im Jahr 2011 erwartet die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose vom November 2012 für dieses Jahr eine Steigerung der globalen Wirtschaftsleistung um 3,1%. Im Euroraum kommt es 2012 zu großen konjunkturellen Unterschieden zwischen den EU-Mitgliedstaaten und es wird ein Schrumpfen von 0,4% prognostiziert. In Deutschland, dem für BRAIN FORCE wichtigsten Markt, und in Österreich soll das Plus bei jeweils 0,8% liegen, während in Italien und in den Niederlanden Rückgänge von 2,3% beziehungsweise 0,3% erwartet werden. Der Hauptgrund für die langsamere Entwicklung liegt in der schlechten Binnennachfrage einiger Länder, während bei der Sanierung der öffentlichen Haushalte Fortschritte zu erkennen sind.

Für das Jahr 2013 erwartet die Europäische Kommission aktuell ein Wachstum von moderaten 0,1% im Euroraum. In Deutschland und in Österreich soll der Anstieg mit 0,8 beziehungsweise 0,9% deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegen, in den Niederlanden mit 0,3% knapp darüber. In Italien wird weiterhin mit einem Rückgang von 0,5% gerechnet. Das Erliegen des Wirtschaftswachstums wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt schlecht aus. So prognostiziert die Kommission für 2013 eine Arbeitslosigkeit von 12% im Euroraum, allerdings mit großen Unterschieden zwischen den Mitgliedstaaten. Für Deutschland wird im kommenden Jahr eine Arbeitslosenquote von 5,6% vorhergesagt. Als Voraussetzung für ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum und somit auch für die Senkung der Arbeitslosigkeit sieht die EU es als erforderlich an, dass die Finanzpolitik mit Strukturreformen verknüpft wird.

Nach einer Einschätzung der Marktforschungsagentur Gartner vom November 2012 werden in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) die IT-Ausgaben 2012 um 3,6% sinken und erst 2013 wieder um 1,4% ansteigen. Die weltweiten IT-Ausgaben sollen 2013 um 4,4% wachsen.

Die BITKOM (Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) erwartet, wie im Oktober 2012 veröffentlicht, dass die Umsätze der Branche Informations- und Telekommunikationstechnologie 2012 in Deutschland um 2,8% ansteigen werden. Damit fällt das Wachstum der ITK-Branche deutlich stärker aus als der gesamtwirtschaftliche Trend. In den Bereichen Software und IT-Services sehen die Experten für dieses Jahr Wachstumsraten von 4,4% (Software) und 2,1% (IT-Services). Für 2013 gehen die Branchenbeobachter bei den Umsätzen in Deutschland von einem Zuwachs von 1,6% für die gesamte ITK-Branche aus. Für den Bereich Software wird ein Anstieg um 5,1% und für den Bereich IT-Services um 3,0% erwartet.

Der Geschäftsverlauf der BRAIN FORCE HOLDING AG, die als Mutterunternehmen verbundener Unternehmen vor allem in den Ländern Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden agiert, wird von der tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung maßgeblich beeinflusst werden.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Unternehmensgegenstand der BRAIN FORCE HOLDING AG ist unter anderem der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen, die geschäftsführende Verwaltung dieser Unternehmen und die Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen sowie die Verwaltung und Verwertung von Patenten, Lizenzen und Urheberrechten. Die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungsunternehmen und die verrechneten Markenlizenzentgelte werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Aufgliederung der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

2011/12 2010/11
TEUR TEUR
1.270 1.274
459 495
-699 -779
-58 -59
-1.346 -1.575
-374 -644
-1.522 0
-344 -479
-2.240 -1.123
2.240 1.123

Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 1.270 (Vorjahr: TEUR 1.274) entfallen TEUR 1.179 (Vorjahr: TEUR 1.213) auf Konzerndienstleistungserträge und Markenlizenzentgelte, TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 61) betreffen die Weiterverrechnung von Beratungshonoraren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen weiterverrechnete Sachkosten an Konzerngesellschaften sowie Mieterträge aus der Untervermietung an Dritte.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2011/12 reduzierte sich um 10% auf TEUR 699, was im Wesentlichen auf die Reduktion der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von sechs auf vier Angestellte zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von TEUR 1.575 auf TEUR 1.346. Der Rückgang ist in erster Linie auf gesunkene Reisekosten sowie auf die im Vorjahr enthaltene Forderungswertberichtigung in Höhe von TEUR 143 zurückzuführen.

Das Beteiligungsergebnis des Geschäftsjahres 2011/12 setzt sich aus einer erforderlichen Abschreibung auf die Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, in Höhe von TEUR -1.522 zusammen.

Das sonstige Finanzergebnis in Höhe von TEUR -344 (Vorjahr: TEUR -479) beinhaltet den Saldo aus erhaltenen und bezahlten Zinsen. Die Verbesserung ist auf einen Anstieg der Zinsenerträge gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 264 (Vorjahr: TEUR 141) zurückzuführen.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2011/12 beläuft sich auf TEUR -2.240 (Vorjahr: TEUR -1.123). Nach Rücklagenbewegung schließt die BRAIN FORCE HOLDING AG das Geschäftsjahr 2011/12 mit einem Bilanzergebnis von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Durch die Anzahl der im In- und Ausland gehaltenen Beteiligungen stellt die Einbeziehung der wirtschaftlichen Lage dieser Unternehmen einen wesentlichen Leistungsindikator der BRAIN FORCE HOLDING AG dar. Nachfolgende Aufstellung zeigt aussagekräftige Kennzahlen auf Ebene des BRAIN FORCE Konzerns.

2011/12 2010/11 Änderung
TEUR TEUR in %
Konzernumsatz 76.007 71.087 +7
Konzern-EBITDA operativ 1) 2.738 3.133 -13
Konzern-EBIT operativ 1) 789 1.040 -24
Restrukturierungsaufwendungen -677 0 -100
Konzern-EBITDA 2.061 3.133 -34
Konzern-EBIT 112 1.040 -89
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -1.494 -1.632 +8
Konzernergebnis vor Steuern -2.207 -1.382 -60
Konzernergebnis nach Steuern -2.133 -1.369 -56

1) vor Restrukturierungsaufwendungen

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2011/12 um 7% auf TEUR 76.007 gestiegen, wobei in allen Regionen Umsatzsteigerungen erzielt werden konnten. In dem für BRAIN FORCE größten Markt Deutschland erhöhte sich der Umsatz um 4%, in Italien konnte ein Wachstum von 9% und in den Niederlanden ein Anstieg um 18% erzielt werden. Die Region Zentral-Osteuropa steigerte den Umsatz um 0,3%.

Das operative Konzern-EBITDA von TEUR 2.738 lag um 13% oder TEUR 395 unter dem Vorjahreswert. Das operative Konzern-EBIT reduzierte sich auf TEUR 789. Der Rückgang in Höhe von TEUR 251 ist insbesondere auf die im Vorjahr enthaltenen sonstigen betrieblichen Erträge aus dem Eingang abgeschriebener Forderungen (TEUR 481) zurückzuführen.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/12 angefallene Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 677 belasten das Gesamtergebnis des Konzerns, wodurch sich ein Konzern-EBIDTA von TEUR 2.061 und ein Konzern-EBIT von TEUR 112 ergibt.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 30.9.2012 der BRAIN FORCE HOLDING AG reduzierte sich im Vergleich zum 30.9.2011 um 6,8% auf TEUR 38.662 (Vorjahr: TEUR 41.471).

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die wesentlichen Bilanzposten:

30.9.2012
TEUR
30.9.2011
TEUR
Veränderung
in %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 70 84 -17
Finanzanlagen 31.289 32.737 -4
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen 7.153 8.395 -15
Kassenbestand, Guthaben bei Kredit-
Instituten 10 95 -90
PASSIVA
Eigenkapital 27.089 29.329 -8
Rückstellungen 119 261 -54
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 11.268 11.600 -3
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 102 164 -38
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 28 40 -30

Die Finanzanlagen reduzierten sich um TEUR 1.448 auf TEUR 31.289. Die Veränderung ist auf die Abschreibung der Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, um TEUR 1.522 auf TEUR 9.664 sowie den Zugang des 74%-Anteils an der Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, in Höhe von TEUR 74 zurückzuführen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen zum 30.9.2012 TEUR 7.153 (Vorjahr: TEUR 8.395) und verminderten sich insbesondere durch die teilweise Darlehensrückzahlung der BRAIN FORCE S.p.A., Italien, in Höhe von TEUR 1.000.

Ergebnisbedingt verringerte sich das Eigenkapital um 8% auf TEUR 27.089. Durch den Rückgang der Bilanzsumme weist die BRAIN FORCE HOLDING AG zum Bilanzstichtag 30. September 2012 eine Eigenkapitalquote von 70% (Vorjahr: 71%) aus.

Die Finanzlage ist durch folgende Netto-Geldflüsse gekennzeichnet:

2011/12 2010/11
TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -981 -563
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit 1.228 129
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit -332 -1.559
Veränderung Kassenbestand und liquide Mittel -85 -1.993
Finanzmittelbestand zum Periodenende 10 95

Der Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -563 auf TEUR -981 reduziert. Dies ist insbesondere auf den Anstieg der Forderungen aus der Verrechnung der Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen gegenüber den verbundenen Unternehmen zurückzuführen.

Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR 1.228 (Vorjahr: TEUR 129). Darin enthalten sind die Veränderung der an die Konzerngesellschaften gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 1.344 (Vorjahr: TEUR -450) sowie die Investitionen in Finanzanlagen mit TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 25) und jene in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen mit TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 13). Zusätzlich waren im Vorjahr Zahlungszuflüsse in Höhe von TEUR 617 aus der teilweisen Kaufpreistilgung aus dem Verkauf der BRAIN FORCE B.V., Niederlande, an die BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, enthalten.

Der Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit zeigt die Tilgung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 765). Zusätzlich waren im Vorjahr Rückzahlungen der Cash-Pooling-Guthaben an die Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 794 enthalten.

Als börsennotiertes Unternehmen werden im Folgenden relevante Börsekennzahlen dargestellt:

2011/12 2010/11
Höchstkurs in € 0,95 1,10
Tiefstkurs in € 0,55 0,72
Ultimokurs in € 0,65 0,94
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 9,99 14,46

Forschung und Entwicklung

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Forschung und Entwicklung getätigt.

Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Am 5. Oktober 2012 gab die BRAIN FORCE HOLDING AG die Verlängerung des Vorstandsvertrages mit Herrn Dr. Michael Hofer bis zum 31. Dezember 2013 bekannt.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hatte sich aus Konzernsicht für das Geschäftsjahr 2011/12 ein weiteres Umsatzwachstum und ein positives operatives Ergebnis als Ziele gesetzt. Mit einem Umsatzanstieg von 7% und einem operativen EBIT in Höhe von TEUR 789 wurden diese Ziele erreicht. Somit hat sich gezeigt, dass die Konzerngesellschaften in Deutschland, Italien und den Niederlanden, mit Umsatzwachstumsraten zwischen 4% und 18% sich gegen (prognostizierte) schrumpfende Wirtschaftsleistungen (Italien, Niederlande) behaupten konnten. Die Ertragslage hat sich nach einem operativ negativen Ergebnis im ersten Quartal (Oktober bis Dezember 2011) in den folgenden drei Quartalen deutlich verbessert. Die operativen Betriebsergebnisse konnten kontinuierlich gesteigert werden, wodurch auch das Betriebsergebnis nach Restrukturierungsaufwendungen mit TEUR 112 positiv ausfiel.

Als nicht zufriedenstellend zeigte sich allerdings die Entwicklung der im Konzernabschluss at equity bilanzierten Beteiligung an der SolveDirect Service Management GmbH. Zwar konnten die anteiligen negativen Ergebnisbeiträge von TEUR -995 im Vorjahr auf TEUR -341 deutlich reduziert werden, doch führten die gemäß Beteiligungsvertrag erfolgten Kapitalerhöhungen durch den 3TS Cisco Growth Fund zu weiteren Verwässerungen in Höhe von TEUR 1.153. Dadurch ergab sich ein negatives Ergebnis aus assoziierten Unternehmen von TEUR 1.494 und – unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses – ein negatives Ergebnis vor Steuern von TEUR -2.207.

Die Prognosen der Europäischen Kommission lassen auch für 2013 keine spürbare Erholung der Wirtschaftsleistung erwarten. Der BRAIN FORCE Konzern erwartet weiterhin eine erfolgreiche Umsetzung der Marktbearbeitung und entgegen dieser Prognosen ein operatives Wachstum (Umsatz, Betriebsergebnis) für das Geschäftsjahr 2012/13, das über dem europäischen Durchschnitt liegt. Das Gesamtergebnis der BRAIN FORCE wird maßgeblich von einer neuerlichen Verbesserung der operativen Ergebnisse der SolveDirect Service Management GmbH – insbesondere in Bezug auf die US-Expansion – sowie der geplanten Strategieumsetzung abhängig sein.

Angaben gemäß § 243a UGB

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742. Es ist zerlegt in 15.386.742 Stück auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30. September 2012 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der BRAIN FORCE HOLDING AG, die zumindest 10 von Hundert beträgt:

CROSS Informatik GmbH: 55,73%.

Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR): 16,97%

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Im BRAIN FORCE Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie den Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% überoder unterschreiten darf. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, ihre Konzernunternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder außerhalb davon erfolgen.

Weiters wurde beschlossen, die Ermächtigung des Vorstandes für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn diese Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Erwerbes von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden. Diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt werden und gilt für die höchste gesetzlich zulässige Dauer. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen.

b) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.03.2016 um bis zu weitere EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen [Genehmigtes Kapital 2011].

Weiters wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden oder die Kapitalerhöhung zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes erfolgt oder um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

  • c) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag dieser Beschlussfassung Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen, Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 15.000.000,00, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 7.693.371 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben, und zwar auch mittelbar im Wege der Garantie für die Emission von Finanzinstrumenten durch ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mit Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft. Für die Bedienung kann der Vorstand das bedingte Kapital oder eigene Aktien verwenden. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sowie der etwaige Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf die emittierten Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.
  • d) In der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde beschlossen: Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 2. März 2011, soweit die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugsund/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben eine Dividendenberechtigung, die den zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Weiters wurde die Änderung der Satzung durch Einfügung einer neuen Bestimmung "§ 5a Bedingtes Kapital" beschlossen.

    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Ändern sich die Beteiligungsverhältnisse der Gesellschaft dermaßen, dass ein Dritter, welcher nicht als Konzernunternehmen im Sinne des § 15 AktG zu qualifizieren ist, eine unmittelbare oder mittelbare kontrollierende Beteiligung gemäß § 22ff UebG erlangt, ist das Vorstandsmitglied Hannes Griesser berechtigt, sein Vorstandsmandat binnen einer Frist von zwei Monaten ab Anzeige der Kontrollerlangung an die Übernahmekommission mit sofortiger Wirkung zurückzulegen. Die Gesellschaft hat sich in diesem Fall verpflichtet, die Entgeltansprüche des Vorstandsmitglieds, die ihm bis zum Ende der seiner Tätigkeit bei voller vereinbarter Laufzeit seines Vorstandsvertrages zustünden, in Form einer Einmalzahlung als Abfertigung innerhalb von vier Wochen ab dem Austrittsdatum auszubezahlen. Für den Fall eines "Kontrollwechsels" wurde mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer vertraglich vereinbart, dass die CROSS Informatik GmbH (bis 30. September 2012) bzw. die HOFER Management GmbH (ab 1. Oktober 2012) das Recht hat, den Überlassungsvertrag, den sie mit der BRAIN FORCE HOLDING AG unter Beitritt von Herrn Michael Hofer abgeschlossen hat, einseitig unter Wahrung aller Ansprüche aufzulösen. Dieses begünstigte Auflösungsrecht ist spätestens zum Zeitpunkt des Closings (Rechtswirksamkeit) betreffend des den Kontrollwechsel auslösenden Anteilserwerbs wahrzunehmen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn die CROSS Industries AG nicht mehr a) direkt oder b) indirekt über eine Tochtergesellschaft, die zumindest zu 50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG beteiligt ist, die Stimmenmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems und die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Rechnungslegung und Berichterstattung der BRAIN FORCE HOLDING AG wird in den beiden Organisationseinheiten "Accountancy & Group Consolidation", zuständig für das externe Berichtswesen, und "Financial Controlling", zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, wahrgenommen. Beide Bereiche unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Die Buchhaltung der Gesellschaft wird auf Basis unternehmensrechtlicher und sonstiger relevanter Vorschriften sowie unter Beachtung der für die wesentlichen Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung vorgegebenen Regeln des BRAIN FORCE-Bilanzierungshandbuchs ("Accounting Manual") durchgeführt. Die Erfassung, Buchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle erfolgt mit der Anwendersoftware BMD. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management-Meetings sichergestellt. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf die Wahrnehmung von Holding-Aufgaben und die aktive Beratung und Steuerung der Beteiligungsgesellschaften. Managementdienstleistungen sowie Marken- und andere Lizenzgebühren werden auf Grund von in der Gesellschaft geführten Aufzeichnungen und entsprechenden Verträgen laufend an die Konzerngesellschaften weiterverrechnet. Die von den Mitarbeitern/-innen im Rechnungswesen geführten Aufzeichnungen und Verbuchungen werden dabei von dem Verantwortlichen der Organisationseinheit "Accountancy & Group Consolidation" regelmäßig überwacht und kontrolliert.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware verwendet. Für die Übernahme der Ist-Daten aus dem BMD gibt es eine automatisierte Schnittstelle. Die Eingabe der Werte für Vorschaurechnungen erfolgt in einem standardisierten Prozess. Die Berichterstattung auf Konzernebene ist dabei nach Regionen, pro Gesellschaft und auch nach den Bereichen Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services aufgebaut. Konzerninterne Verrechnungen und Transaktionen werden abgestimmt und eliminiert. Die Berichterstattung über die operative Ergebnisentwicklung erfolgt monatlich. Eine eventuell notwendige Anpassung der Gesamtjahres-Vorschau erfolgt nach jedem abgeschlossenem Quartal. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, des Vorjahreszeitraumes sowie der jeweils vorangegangenen Vorschaurechnung und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen, bestehend aus Segmentberichterstattung, Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüssen, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen, informiert.

Risikoberichterstattung

Als Muttergesellschaft von im In- und Ausland ansässigen und europaweit tätigen Unternehmen sieht sich die Unternehmensführung mit übergreifenden internationalen Risiken konfrontiert. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Erreichung der Ziele zur Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. BRAIN FORCE verfügt über zentral gesteuerte, konzernweite Risikomanagement-Prozesse. Dabei werden die Risiken innerhalb der Gruppe regelmäßig und systematisch identifiziert, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß bewertet sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Top-10-Risiken des Konzerns gelegt. Die jährliche Aktualisierung der Risikobewertung findet im Zuge des Budgetierungsprozesses statt.

Gemäß der dezentralen Struktur liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Ebene der BRAIN FORCE HOLDING AG wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Konzernvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungsund Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das quartalsweise adaptierte Forecasting.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. Die Finanzierung des BRAIN FORCE Konzerns basiert aktuell auf einer soliden Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 36% zum 30. September 2012. Die Zahlungsmittel im Konzern betragen TEUR 5.617, die Nettoverschuldung beläuft sich auf TEUR 5.984. Die im Konzern zur Verfügung stehenden Kreditlinien belaufen sich auf TEUR 5.150, wovon TEUR 1.617 ausgenutzt waren. Die Aufrechterhaltung ausreichender Kreditlinien, insbesondere in Zeiten restriktiver Kreditvergabe der Banken, hat für die Gesellschaft oberste Priorität. Die Refinanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in den aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beachtung gewisser Ratings.

2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 10.000 mit einer Laufzeit bis 20. März 2014 aufgenommen. Dafür wird jährlich eine Bewertung des Konzernabschlusses nach Moody's KMV RiskCalc vorgenommen. Eine Verschlechterung der Bewertung nach diesem System um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres berechtigt den Gläubiger zur Kündigung, wenn die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist. Weiters berechtigt eine Verschlechterung unter Ba3 jeden Gläubiger zur Kündigung. Die von der Erste Bank zur Verfügung gestellte Betriebsmittellinie sieht eine Konzerneigenkapitalquote von über 30% vor. Die beschriebenen Covenants werden von BRAIN FORCE laufend beobachtet und bei allen wesentlichen geschäftspolitischen Überlegungen simuliert. Nicht eingehaltene Covenants können dazu führen, dass die zu zahlenden Zinsen durch höhere Risikozuschläge teurer oder Kredite fällig gestellt werden.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern im Wesentlichen nur in den Tochtergesellschaften Network Performance Channel GmbH, Langen, Deutschland, und Network Performance Channel GmbH, Vöcklabruck, Österreich, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses ausgesetzt. Die Gesellschaften kaufen dabei Produkte in US-Dollar und verkaufen diese in Europa, den Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Teilweise werden die Umsätze durch die Gesellschaften auch in US-Dollar fakturiert. Im Geschäftsjahr 2011/12 erfolgte innerhalb der Network Performance Channel GmbH, Deutschland, eine Absicherung des EUR/USD-Wechselkursrisikos. Die Absicherung der Fremdwährungspositionen erfolgte mittels Devisenterminkontrakten. Aufgrund des Anstiegs der in USD fakturierten Umsatzerlöse, ist davon auszugehen, dass das Fremdwährungsrisiko im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD-Wechselkurses zukünftig eine geringere Bedeutung für den BRAIN FORCE Konzern darstellen wird.

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass sich infolge der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten eine Änderung der Marktzinssätze ergibt. Das Schuldscheindarlehen in Höhe von TEUR 10.000 ist fix verzinst. Die Kontokorrentkreditvereinbarungen unterliegen einer variablen Verzinsung.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BRAIN FORCE HOLDING AG spielen Umweltbelange eine untergeordnete Rolle.

Für die strategische Absicherung und Entwicklung des wirtschaftlichen Erfolges zeichnet maßgeblich der derzeitige Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verantwortlich. Eine entscheidende Rolle in der Geschäftstätigkeit nehmen einzelne Mitarbeiter, insbesondere in Schlüsselpositionen der Konzernunternehmen, ein. Daher ist es ein erklärtes Ziel, dieses Humankapital zu halten und zu motivieren.

Wien, am 26. November 2012

Der Vorstand:

gez.:

gez.:

Dr. Michael Hofer

Mag. Hannes Griesser

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2012 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. September 2012, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. September 2012 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2012 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2011 bis zum 30. September 2012 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 26. November 2012

PwC Wirtschaftsprüfung GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Jürgen Schauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 29. November 2012

Der Vorstand:

Michael Hofer Hannes Griesser Vorsitzender Finanzvorstand

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