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Annual Report Dec 21, 2011

801_10-k_2011-12-21_f531e76f-4919-4cd7-889e-2b54521f0342.pdf

Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2010/11

aufwärts

Jahresfinanzbericht 2010/11 – Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Konzerngeschäftsbericht

  • 12 Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • 14 Bericht des Aufsichtsrates
  • 16 Corporate Governance Bericht
  • 22 Das Unternehmen
  • 29 Konzernlagebericht
  • 45 Konzernabschluss
  • 46 Geamtergebnisrechnung
  • 47 Cash-flow Statement
  • 48 Konzernbilanz
  • 49 Konzernanhang
  • 78 Service

Teil 2: Einzelabschluss nach österreichischem UGB

Bilanz Anlage 1 Gewinn- und Verlustrechnung Anlage 2 Anhang Anlage 3 Lagebericht Anlage 4 Bestätigungsvermerk

Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z3 BörseG

Geschäftsbericht 2010/11

aufwärts

Der Turnaround ist geschafft

Organisches Umsatzwachstum von 6% Operatives EBIT von -1,65 auf +1,04 Mio. € verbessert Free Cash-flow von 3,54 Mio. € erwirtschaftet Nettoverschuldung deutlich reduziert

BRAIN FORCE in Zahlen

Umsatz und EBITDA-Marge

EBITDA in Mio. €

EBIT

Umsatz nach Regionen

  • 1 Deutschland 54%
  • 2 Italien 29%
  • 3 Niederlande 13%
  • 4 Zentral-Osteuropa 4%

Free Cash-flow und Akquisitionen

EBITDA operativ

EBITDA operativ nach Regionen

  • 2 Italien 24%
  • 3 Niederlande 19%
  • 3 Süd-Westeuropa 14% 4 Nordeuropa 10% 4 Zentral-Osteuropa 4%

Eigenkapital und Nettoverschuldung

Nettoverschuldung

Mitarbeiter nach Segmenten

  • 3 Niederlande 10%
  • 4 Zentral-Osteuropa 4%
  • 4 Nordeuropa 10% 5 Holding und Sonstiges 1%
Ertragskennzahlen 1) 2010/11 2009/10 Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 71,09 69,59 +2
EBITDA in Mio. € 3,13 5,66 -45
EBITDA operativ 2) in Mio. € 3,13 1,15 >100
EBIT in Mio. € 1,04 2,86 -63
EBIT operativ 2) in Mio. € 1,04 -1,65 >100
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -1,38 0,33 >100
Ergebnis nach Steuern in Mio. € -1,37 0,92 >100
Free Cash-flow 3) in Mio. € 3,54 -2,17 >100
Investitionen in Mio. € 1,51 1,53 -1
Akquisitionen in Mio. € 0,00 1,11 -100
Mitarbeiter 4) 733 779 -6
Bilanzkennzahlen 30.9.2011 30.9.2010 Vdg. in %
Eigenkapital in Mio. € 18,72 20,11 -7
Nettoverschuldung in Mio. € 5,82 9,04 -36
Capital Employed in Mio. € 24,50 29,10 -16
Working Capital in Mio. € 1,34 4,63 -71
Bilanzsumme in Mio. € 49,43 51,05 -3
Eigenkapitalquote in % 38 39 -
Gearing in % 31 45 -
Mitarbeiter 5) 786 713 +10
Börsekennzahlen 2010/11 2009/10 Vdg. in %
Ergebnis je Aktie in € -0,09 0,05 >100
Ergebnis je Aktie bereinigt 6) in € -0,09 -0,26 +65
Dividende je Aktie in € 0,00 0,00 -
Eigenkapital je Aktie in € 1,22 1,31 -7
Höchstkurs der Aktie in € 1,10 1,40 -21
Tiefstkurs der Aktie in € 0,72 0,91 -21
Ultimokurs der Aktie in € 0,94 1,00 -6
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 14,46 15,39 -6
Geschäftsbereiche 2010/11
in Mio. €
Deutschland Italien Niederlande Zentral-Osteuropa Holding und
Sonstiges
Umsatz 38,24 (+6%) 20,71 (-4%) 8,95 (+30%) 3,19 (-40%) 0,00 -
EBITDA operativ 2,54 (>100%) 1,15 (-14%) 0,92 (>100%) 0,21 (-66%) -1,69 (+4%)
EBIT operativ 1,78 (>100%) 0,44 (-6%) 0,42 (>100%) 0,14 (-58%) -1,74 (+4%)
Investitionen 0,46 (0%) 0,75 (+46%) 0,20 (-45%) 0,08 (-41%) 0,01 (-72%)
Mitarbeiter 4) 346 (-5%) 279 (-3%) 73 (+9%) 28 (-47%) 7 (-21%)

1) der fortgeführten Geschäftsbereiche

2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge

3) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode

5) Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) zum Stichtag

6) bereinigt um nicht-wiederkehrende Posten sowie dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

Wir tauchen auf

Die Ergebnisentwicklung des letzten Jahres belegt die erfolgreiche strategische Neuausrichtung des Unternehmens und die Wirksamkeit der umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen. Alle operativen Bereiche verzeichneten im vierten Quartal zum Teil deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Diesen Trend wollen wir auch in Zukunft fortsetzen.

Tendenz steigend

Erfreulich ist auch die Entwicklung des Personalstandes. Die Mitarbeiterzahl wuchs erstmals seit 2007 wieder im Vergleich zum Vorjahr, und zwar um 10% auf in Summe 786 Mitarbeiter. Ein weiteres Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Auf dem Weg nach oben

Seit 2008 konzentriert sich unsere langfristige Wachstumsstrategie auf die Geschäftsfelder Process und Infrastructure Optimization. Dieses Portfolio vermarkten wir erfolgreich in den lokalen Märkten und steigern den Wiedererkennungswert der Marke BRAIN FORCE auf internationaler Ebene. Damit es weiter aufwärts geht.

Gute Aussicht

Nach dem operativen Turnaround im abgelaufenen Jahr wollen wir auch im Geschäftsjahr 2011/12 Umsatz und Ergebnis steigern. Wir werden alles daran setzen, unsere operative Performance und das Leistungsportfolio des BRAIN FORCE Konzerns kontinuierlich zu verbessern, um Werte für unsere Aktionäre zu schaffen.

Das Geschäftsjahr 2010/11 im Überblick

Die BRAIN FORCE HOLDING AG schaffte im abgelaufenen Geschäftsjahr den Turnaround und erwirtschaftete mit einem operativen EBITDA von 3,13 Mio. € (Vorjahr: 1,15 Mio. €) und einem operativen EBIT von 1,04 Mio. € (Vorjahr: -1,65 Mio. €) deutlich positive operative Ergebnisse. Außerdem ist BRAIN FORCE auch umsatzseitig wieder auf Wachstumskurs. Der Umsatz stieg um 2% auf 71,09 Mio. €. Organisch bzw. bereinigt um Konsolidierungskreisänderungen wurde ein Umsatzwachstum von 6% erzielt.

Die operativen Ergebnisse des Geschäftsjahres 2010/11 belegen die erfolgreiche strategische Neuausrichtung des Unternehmens und die Wirksamkeit der umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen. Die Umsatzsteigerungen der Quartale 3 und 4 von 11% bzw. 21% zeigen einen klar positiven Trend. Erfreulich war auch die Entwicklung des Personalstandes. Die Anzahl der angestellten und freien Mitarbeiter erhöhte sich zum Bilanzstichtag um 10% auf in Summe 786 Mitarbeiter und lag erstmals seit 2007 wieder über dem Vorjahreswert.

Für den BRAIN FORCE Konzern ergibt sich nach dem operativen Turnaround in 2010/11 und unter der Annahme einer positiven Konjunkturentwicklung in unseren Märkten für das Geschäftsjahr 2011/12 das Ziel einer weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerung.

BRAIN FORCE im Überblick

BRAIN FORCE liefert smarte IT-Lösungen auf Basis von Best-Practice-Procedures, effektiven Serviceleistungen und führenden Produkten in den Geschäftsfeldern Process Optimization und Infrastructure Optimization. Professional Services ergänzen das Angebot durch das Rekrutieren und die Bereitstellung der richtigen IT-Spezialisten zum richtigen Zeitpunkt. Kunden reduzieren so ihre Kosten, erhöhen die Produktivität und steigern ihren Geschäftserfolg.

  • BRAIN FORCE ist ein mittelständisches IT-Unternehmen, gegründet 1983
  • mit 786 Mitarbeitern an 15 Standorten in sieben europäischen Ländern (DE, IT, AT, NL, CZ, SK, CH) sowie einer Niederlassung in Kalifornien, USA
  • Sitz und Konzernzentrale in Wien, Österreich, notiert an der Wiener Börse

Inhalt

Vorwort

  • Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • Bericht des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

  • Corporate Governance bei BRAIN FORCE
  • Vorstand
  • Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates
  • Vergütungsbericht

  • Das Unternehmen
  • Unternehmensprofil
  • Produkte und Services
  • Unternehmensstrategie
  • Unternehmensstruktur
  • Operatives Management
  • BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer

  • Wirtschaftliches Umfeld
  • Ergebnis- und Bilanzanalyse
  • Entwicklung der Geschäftsbereiche
  • Forschung und Entwicklung
  • Human Resources
  • Auftragslage

Lagebericht *

  • Ausblick und Ziele
  • Risikomanagement
  • Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

Konzernabschluss *

  • Inhaltsverzeichnis
  • Konzernabschluss
  • Konzernanhang
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Service

Standorte

  • Glossar
  • Bestellkarte
  • Finanzkalender
  • Impressum
  • Kennzahlen 2006 2010/11

* vom Wirtschaftsprüfer geprüft

Vorwort

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2010/11 hat BRAIN FORCE den operativen Turnaround geschafft, ein organisches Umsatzwachstum von 6% erreicht und einen Free Cash-flow von 3,54 Mio. € erwirtschaftet. Diese Fakten belegen aus meiner Sicht die erfolgreiche strategische Neuausrichtung des Unternehmens und die Wirksamkeit der in den letzten Jahren umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen. Insbesondere die starken Umsatz- und Ergebniszuwächse in den Quartalen 3 und 4 geben Anlass zu weiterem Optimismus, auch wenn wir natürlich weitere, vor allem vertriebsseitige Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Profitabilität setzen müssen.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Geschäftsjahr 2010/11 waren in den BRAIN FORCE Märkten Deutschland, Österreich, Tschechien und den Niederlanden bis Juli durchwegs gut, in Italien von Anfang an schwierig. Während sich in vielen Branchen eine deutlich stärkere Nachfrage nach IT-Dienstleistungen und Software zeigte, blieben die Margen unter Druck, auch in den sich positiv entwickelnden Märkten. Die Verschärfung der Staatsschuldenkrise im August hatte keinen unmittelbaren Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung, obwohl sich zum Bilanzstichtag am 30. September 2011 der Auftragsstand leicht abschwächte. In den nächsten Quartalen dürfte sich die Konjunktur in unseren wichtigsten Märkten eintrüben, die meisten Experten erwarten jedoch weiterhin Wachstum, wenn auch nur moderates.

Aktuell konzentrieren wir uns in der Strategieumsetzung darauf, das Unternehmen und ihre Geschäftsbereiche weiter zu homogenisieren, größere Einheiten zu schaffen und Geschäftsfelder ohne langfristige Wachstumsperspektive einzustellen oder abzugeben. In langfristige Wachstumsbereiche wie den Channel-Vertrieb von Netzwerkprodukten werden wir dagegen investieren, da wir durch den Trend zu Cloud Computing eine laufend steigende Bedeutung von Datennetzen und das Monitoring von diesen Netzwerken erwarten. Wir stellen dazu Mitarbeiter an, bilden sie aus und intensivieren die Marktbearbeitung in Europa, dem Mittleren Osten und Indien über ein internationales Reseller-Netzwerk. In Österreich haben wir unsere Microsoft Dynamics Aktivitäten durch Gründung einer Niederlassung in Oberösterreich ausgeweitet und dort bereits erste Kunden in der Industrie gewonnen. Unsere Tochtergesellschaft in den Niederlanden wurde organisatorisch und gesellschaftsrechtlich mit der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, verschränkt, um den Austausch von Know-how und die Nutzung gemeinsamer Ressourcen voranzutreiben.

Unsere Beteiligung SolveDirect Service Management GmbH fokussiert seit dem Einstieg des Finanzinvestors 3TS Cisco Growth Fund auf die Expansion ihres Geschäftes in den USA. SolveDirect konnte sich in den letzten Jahren mit innovativen Cloud Lösungen für B2B-

Integration und als Anbieter der weltweit größten IT-Service-Management-Plattform auf Basis SaaS (Software as a Service) etablieren. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 23% auf 6,43 Mio. € gesteigert werden. Das EBITDA war aufgrund der Expansionskosten negativ, aber wie im Vorjahr besser als geplant.

Nach der erfolgreichen Restrukturierung des Konzerns hat der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG in der Sitzung vom 24. Oktober 2011 die einvernehmliche Beendigung des Vertrages von Finanzvorstand Thomas Melzer zum 31. Dezember 2011 beschlossen. Nachdem bis Jahresende auch die Anpassung der Holdinggesellschaft an die optimierten Konzernstrukturen abgeschlossen ist, kann der bis 30.9.2012 laufende Vorstandsvertrag von Herrn Melzer vorzeitig aufgelöst werden. Ich bedanke mich bei Thomas Melzer für die konstruktive Zusammenarbeit in den letzten Jahren und wünsche ihm für die Zukunft alles Gute.

Weiters möchte ich Sie darüber informieren, dass in der Hauptversammlung der BEKO HOLDING AG am 4. Februar 2011 beschlossen wurde, 53,6% der BRAIN FORCE-Anteile von der BEKO HOLDING AG im Zuge einer Abspaltung auf die CROSS Informatik GmbH zu übertragen. Für uns ergeben sich dadurch keine direkten Konsequenzen: Die CROSS Industries AG bleibt unser mittelbarer Mehrheitseigentümer und unsere Unternehmensstrategie werden wir konsequent weiter umsetzen.

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 weist die BRAIN FORCE HOLDING AG eine Umsatzsteigerung um 2% auf 71,09 Mio. € aus. Bereinigt um die Konsolidierungskreisänderungen des Vorjahres errechnet sich ein solides organisches Wachstum von 6%. Diese Geschäftsausweitung sowie die erfolgreiche Restrukturierung ermöglichten eine Verbesserung des operativen EBITDA um 172% auf 3,13 Mio. € und des operativen EBIT von -1,65 auf + 1,04 Mio. €. Dabei verzeichneten im vierten Quartal alle operativen Bereiche zum Teil deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen und im Gesamtjahr liegt nur unsere Gesellschaft in Italien operativ leicht unter dem Vorjahr. Vor allem die gute Performance der neu gegründeten Network Performance Channel GmbH und von BRAIN FORCE Niederlande, die im Geschäftsjahr 2009/10 noch schmerzhafte Einschnitte vornehmen musste, möchte ich an dieser Stelle herausstreichen.

Trotz der guten operativen Entwicklung lag das Ergebnis vor Steuern bei -1,38 nach +0,33 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres, in dem hohe Einmalerträge aus den strategischen Transaktionen (Buchgewinne aus dem Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich und der Realisierung einer stillen Reserve bei SolveDirect) verbucht werden konnten. Der Nettoeffekt aus diesen nicht-wiederkehrenden Posten belief sich in 2009/10 auf +4,51 Mio. € und führte zu einem Gesamtergebnis von +0,79 Mio. €. In 2010/11

drehte das Gesamtergebnis auf -1,39 Mio. €. Wenn man jedoch die aus BRAIN FORCE Sicht nicht cash-wirksamen und bewusst in Kauf genommenen Verluste aus der SolveDirect Expansion bereinigt (at equity Ergebnis von -1,63 Mio. €), würde sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives Ergebnis vor Steuern von +0,25 Mio. € und ein Nettoergebnis von +0,26 Mio. € ergeben.

Was mich sehr freut, ist die Entwicklung unseres Personalstandes. Nachdem wir in den letzten Jahren harte und für alle Beteiligten schmerzhafte Einsparungen vornehmen mussten, können wir zum Bilanzstichtag erstmals seit 2007 wieder eine Erhöhung der Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr bekannt geben. Die Anzahl unserer angestellten und freien Mitarbeiter ist zuletzt um 10% auf in Summe 786 Personen gestiegen, und das nur im produktiven Bereich. Ein weiteres Anzeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Im Zuge des operativen Turnarounds hat sich auch unser Cashflow deutlich positiv entwickelt. Der operative Cash-flow erreichte beachtliche 5,04 Mio. € und der Free Cash-flow verbesserte sich von -2,17 auf +3,54 Mio. €. Dadurch konnten wir die liquiden Mittel zum Bilanzstichtag von 4,12 auf 5,81 Mio. € steigern und unsere Nettoverschuldung von 9,04 auf 5,82 Mio. € verringern. Ein Blick auf die Bilanzkennzahlen zeigt sowohl für die Eigenkapitalquote mit 38% als auch für das Gearing mit 31% solide Werte. Wir haben das Geschäftsjahr dazu genutzt, Factoring-Vereinbarungen in Deutschland, Italien und den Niederlanden abzuschließen, um unsere operativen Gesellschaften weitgehend eigenständig zu finanzieren und die Abhängigkeit von Bankkrediten zu reduzieren – eine wichtige Maßnahme in Zeiten knapper finanzieller Ressourcen.

Nachdem wir im abgelaufenen Jahr unser Ziel eines positiven operativen Ergebnisses übertreffen konnten und die Konjunkturprognosen zur Jahresmitte noch kräftiges Wirtschaftswachstum in unseren Kernmärkten für 2012 indizierten, haben unsere operativen Gesellschaften im Juni mit entsprechend positiven Erwartungen ihre Budgets erstellt. Für den BRAIN FORCE Konzern ergibt sich daraus für das Geschäftsjahr 2011/12 das Ziel einer weiteren Umsatz- und Ergebnissteigerung. Mit ihrer Herbstprognose hat die Europäische Kommission jedoch die Wachstumserwartungen in der Union für 2012 von bisher 1,9% auf nur noch 0,6% deutlich zurückgeschraubt und unser Auftragsstand zeigte zum Bilanzstichtag einen Rückgang um 9% gegenüber dem Vorjahr. Sollte sich der seit den Sommermonaten 2011 gesehene Wachstumseinbruch im Zuge der Staatsschuldenkrise und die damit einhergehende Verunsicherung von Konsumenten und Unternehmen weiter verschärfen, muss auch BRAIN FORCE ihre Unternehmensziele für das Geschäftsjahr 2011/12 überdenken.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei unseren Mitarbeitern für ihren Einsatz in den letzten Jahren bedanken, die für uns alle eine große Herausforderung waren. Unseren Kunden und Geschäftspartnern danke ich für das in uns gesetzte Vertrauen, wir arbeiten mit vollem Einsatz daran, Ihre Erwartungen zu übertreffen. Sie, geschätzte Aktionäre, ersuche ich, uns weiterhin zu unterstützen. Wir werden alles daran setzen, unsere operative Performance kontinuierlich zu verbessern, um so die Basis für eine zufriedenstellende Aktienkursund Dividendenentwicklung in Zukunft zu legen.

Ihr

Michael Hofer

Bericht des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr in fünf Sitzungen intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Ereignisse und Investitionen beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichts über die Geschäftsund Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen sowie die Personalsituation unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert.

In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Das Präsidium des Aufsichtsrates hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen. Der Prüfungsausschuss tagte zweimal, der Vergütungs- und Nominierungsausschuss trat ebenfalls zweimal zusammen. Die Kriterien der Erfolgsbeteiligung, die Grundsätze der Altersversorgung und die Ansprüche bei Beendigung der Funktion sowie der Einzelausweis der Vorstandsund Aufsichtsratsbezüge sind im Vergütungsbericht ab Seite 20 dargestellt. Es existiert kein Aktienoptionsplan für Führungskräfte des Konzerns. Kein Aufsichtsratsmitglied war bei mehr als der Hälfte der Sitzungen abwesend. Prüfungs- und Vergütungsausschuss sind jeweils vollzählig zusammengetreten.

Wesentliche Arbeitsschwerpunkte hat der Aufsichtsrat im abgelaufenen Wirtschaftsjahr auf die Pläne des Vorstandes zur Ergebnisverbesserung und die strategische Neuausrichtung des BRAIN FORCE Konzerns gelegt. Das Unternehmen erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010/11 einen um 2% höheren Umsatz von 71,09 Mio. €, wobei organisch ein Umsatzanstieg von 6% erzielt wurde. Das operative EBIT hat sich um 2,69 auf 1,04 Mio. € erhöht. Damit hat BRAIN FORCE den operativen Turnaround geschafft. Bedingt durch den Umsatzanstieg ist auch der Personalstand zum Bilanzstichtag von 713 auf in Summe 786 angestellte und freie Mitarbeiter gewachsen. Durch den bewusst in Kauf genommenen negativen Ergebnisbeitrag des assoziierten Unternehmens Solve-Direct in Höhe von -1,63 Mio. € schließt die BRAIN FORCE HOLDING AG das Geschäftsjahr 2010/11 mit einem Nettoverlust von -1,37 Mio. €. Dieser negative Ergebnisbeitrag ist auf die Expansion der SolveDirect Service Management GmbH in den USA zurückzuführen, die von unserem Joint-venture Partner, dem 3TS Cisco Growth Fund, finanziert werden.

BRAIN FORCE verfügt zum 30.9.2011 über liquide Mittel in Höhe von 5,81 Mio. €. Durch einen Free Cash-flow in Höhe von 3,54 Mio. € konnte die Nettoverschuldung von 9,04 auf 5,82 Mio. € deutlich reduziert werden. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag solide 38%.

In der Aufsichtsratssitzung am 19. Oktober 2010 erstattete der Vorstand einen Bericht über die zu erwartenden Ergebnisse des Geschäftsjahres 2009/10 und des ersten Quartals 2010/11. Zusätzlich präsentierte der Vorstand ein Update zur laufenden Strategieumsetzung und die damit zusammenhängenden Maßnahmen.

Zur Behandlung des Jahresabschlusses über das Geschäftsjahr 2009/10 zog der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 16. Dezember 2010 den Wirtschaftsprüfer hinzu, der auch einen Management-Letter über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems vorlegte und gemeinsam mit den Mitgliedern des Prüfungsausschusses die wesentlichsten Erkenntnisse diskutierte. In der anschließenden Sitzung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG erörtert und festgestellt sowie den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Corporate Governance Bericht, den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes geprüft und den Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung beschlossen. Weiters wurde ein Vorschlag an die Hauptversammlung für die Wahl des Abschlussprüfers erarbeitet sowie die Tagesordnung der Hauptversammlung festgelegt. Weitere Tagesordnungspunkte der Sitzung betrafen den Status der Strategieumsetzung, die aktuelle Geschäftsentwicklung, die Darstellung der Finanzierungssituation des Konzerns sowie die Verlängerung der Verträge mit den Vorstandsmitgliedern Michael Hofer und Thomas Melzer bis zum 30. September 2012.

In der Sitzung am 15. Februar 2011 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Vorbereitung der 13. ordentlichen Hauptversammlung der BRAIN FORCE HOLDING AG, welche am 2. März 2011 wie geplant stattfand. Zusätzlich berichtete der Vorstand in dieser Sitzung über die Ergebnisse des ersten Quartals, die aktuelle Erwartung für das zweite Quartal, die Finanzierungssituation sowie den Status der Strategieumsetzung.

In der Sitzung am 10. Mai 2011 legte der Vorstand dem Aufsichtsrat jeweils einen detaillierten Bericht über den Status der Strategieumsetzung, die Ergebnisentwicklung des zweiten Quartals, den Ausblick für das dritte Quartal und das Gesamtjahr sowie eine Analyse der Kostenstruktur der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, vor.

In der Prüfungsausschusssitzung am 24. August 2011 wurden unter Beiziehung des Abschlussprüfers die Ergebnisse der Vorprüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2011 behandelt sowie der Ablauf, Zeitplan und die Schwerpunkte der Hauptprüfung diskutiert. Weiters hat der Prüfungsausschuss beschlossen, dem Aufsichtsrat die PwC INTER-TREUHAND GmbH als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2011/12 vorzuschlagen und bis zur nächsten Ausschusssitzung ein Angebot für die Jahresabschlussprüfung

des nächsten Geschäftsjahres einzuholen. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung informierte sich der Aufsichtsrat detailliert über die aktuelle Geschäftslage, die Ergebnisse des dritten Quartals, die Vorschau auf das Ergebnis des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 sowie über das Budget 2011/12 und die Mittelfristplanung. Das Budget wurde nach intensiver Diskussion vom Aufsichtsrat genehmigt.

In der Sitzung vom 24. Oktober 2011 hat der Aufsichtsrat weitere Einsparungen in der Konzernholding und die damit zusammenhängende einvernehmliche Beendigung des Vorstandsvertrages von Herrn Mag. Thomas Melzer zum 31. Dezember 2011 beschlossen. Thomas Melzer ist seit 1. April 2008 Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG und war maßgeblich an der erfolgreichen Restrukturierung und strategischen Neuausrichtung des BRAIN FORCE Konzerns in den letzten Jahren beteiligt. Die Anpassung der Holdingstruktur wird bis 31. Dezember 2011 abgeschlossen und somit kann der bis 30. September 2012 laufende Vorstandsvertrag von Herrn Melzer vorzeitig aufgelöst werden. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Herrn Melzer für seine wertvolle Arbeit in den letzten Jahren und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.

Der Jahresabschluss und Lagebericht der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie der Konzernabschluss zum 30. September 2011 nach IFRS wurden durch die PwC INTER-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden

im Prüfungsausschuss am 7. Dezember 2011 eingehend mit dem Prüfer behandelt und in der anschließenden Sitzung gemeinsam mit den vom Vorstand aufgestellten Lageberichten sowie dem Corporate Governance Bericht, dem Aufsichtsrat vorgelegt. Wir haben die Unterlagen gemäß § 96 AktG geprüft und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 96 Abs. 4 des AktG festgestellt ist. Wir schließen uns weiters dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Jahresergebnisses an. Weiters wurde der Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung sowie ein Vorschlag zur Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011/12 und die Agenda für die ordentliche Hauptversammlung am 1. März 2012 vorbereitet.

Der Aufsichtsrat dankt dem Management sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz und die Erreichung des operativen Turnaround im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Wien, am 7. Dezember 2011

Stefan Pierer Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate Governance bei BRAIN FORCE

BRAIN FORCE verfolgt eine Strategie zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sind das Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat. Das soll Vertrauen in das Unternehmen schaffen und die Basis für langfristige Wertschöpfung bilden.

BRAIN FORCE bekennt sich zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) und hat sich zur Beachtung der Regelungen verpflichtet. Dementsprechend orientierte sich das Unternehmen im Geschäftsjahr 1.10.2010 bis 30.9.2011 am ÖCGK in der Fassung von Jänner 2010. Neben den verbindlich einzuhaltenden "L-Regeln" wurde der aktuelle Kodex unter Berücksichtigung der nachstehenden Erklärungen im Geschäftsjahr eingehalten.

"C-Regel 18": Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Ein Management Letter des Abschlussprüfers wurde dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates vorgelegt und im Aufsichtsrat behandelt. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich auf den Seiten 38 ff und 73 f.

"C-Regel 36": Der Aufsichtsrat ist bestrebt, seine Organisation, Arbeitsweise und Effizienz ständig zu verbessern. Eine explizite Selbstevaluierung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden.

"C-Regel 45": Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist zugleich Aufsichtsrat der update Software AG, welche wie die BRAIN FORCE Software GmbH, München, für gleiche Geschäftssparten Front Office Business Lösungen anbietet.

"C-Regel 83": Der Konzernabschlussprüfer hat im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2009/10 unter anderem auch die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern beurteilt und darüber an Aufsichtsrat und Vorstand berichtet. Im Hinblick auf die Unternehmensgröße haben wir dies im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2010/11 ausgesetzt.

Der ÖCGK in der jeweils aktuellen Fassung sowie der Corporate Governance Bericht stehen online unter www.brainforce.com in der Rubrik "Investoren" zur Verfügung. Zur Vermeidung von Insiderhandel wurde ein Compliance Code im Unternehmen installiert, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der

österreichischen Finanzmarktaufsicht umsetzt. Seine Einhaltung wird vom Compliance Officer kontinuierlich überwacht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG fühlt sich zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpflichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten, auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die BRAIN FORCE HOLDING AG informiert ihre Aktionäre mit Adhoc- oder Pressemeldungen zu allen unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir frühzeitig im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website in der Rubrik "Investoren" ver-öffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat 15.386.742 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (öffentliches Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine BRAIN FORCE Aktien erhält. Die Aktionärsstruktur ist auf Seite 28 des Geschäftsberichtes dargestellt.

Der Vorstand leitet unter eigener Verantwortung die Geschäfte der Gesellschaft im Einklang mit den relevanten Gesetzen, der Satzung der BRAIN FORCE HOLDING AG und der Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung enthält im Wesentlichen den Geschäftsverteilungsplan sowie einen Katalog von Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen (mindestens eine pro Quartal). Hinzu kommen weitere Sitzungen aus besonderem Anlass: zum Beispiel zur Vorbereitung einer Hauptversammlung, zur Budgetberatung oder zur Diskussion aktueller strategischer Entscheidungen. Damit stehen dem Aufsichtsrat sämtliche Informationen zur Verfügung, die er zur Wahrnehmung seiner Beratungs- und Kontrollfunktion benötigt. Im Geschäftsjahr 1.10.2010 bis 30.09.2011 fanden insgesamt fünf Aufsichtsratssitzungen statt. Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat auch in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Funktion je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch Ausschüsse aus. Mitglieder und Verantwortungsbereiche der Aufsichtsratsausschüsse sind auf Seite 19 dargestellt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates

hat im Berichtszeitraum an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat auf Grundlage der Generalklausel in Punkt 53 des ÖCGK die nachfolgend dargestellten Unabhängigkeitskriterien für Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG festgelegt:

  • Kriterium 1: Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der BRAIN FORCE HOLDING AG oder eines Tochterunternehmens der BRAIN FORCE HOLDING AG.
  • Kriterium 2: Das Aufsichtsratsmitglied unterhält beziehungsweise unterhielt in den letzten fünf Jahren zur BRAIN FORCE HOLDING AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß Regel 48 des ÖCGK führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
  • Kriterium 3: Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
  • Kriterium 4: Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied der BRAIN FORCE HOLDING AG Aufsichtsratsmitglied ist.
  • Kriterium 5: Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten.
  • Kriterium 6: Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes der BRAIN FORCE HOLDING AG oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten 1. - 5. beschriebenen Position befinden.

Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sind als unabhängig im Sinne der oben angeführten Kriterien anzusehen. Entsprechende Erklärungen wurden von allen Aufsichtsräten abgegeben. Die Hauptaufgabe des Aufsichtsrates stellt gemäß § 95 Aktiengesetz die Überwachung der Geschäftsführung dar. Diese Aufgabe wird von den derzeit bestellten Aufsichtsräten voll inhaltlich wahrgenommen. Die Gesellschaft weist einen Streubesitz von mehr als 20% und weniger als 50% auf. Zumindest zwei Aufsichtsratsmitglieder (Christoph Senft und Wolfgang M. Hickel) sind keine Anteilseigner mit einer Beteiligung an der Gesellschaft von mehr als 10%

oder vertreten die Interessen eines Großaktionärs. Die Mitarbeiter haben keinen Betriebsrat für die BRAIN FORCE HOLDING AG gewählt. Aus diesem Grund ist auch kein Mitarbeitervertreter Mitglied des Aufsichtsrates.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat weder Kredite an Aufsichtsratsmitglieder noch an Vorstände vergeben. Mit Genehmigung des Aufsichtsrates (bei Stimmenthaltung von Josef Blazicek) hat die Gesellschaft im August 2011 mit der Ocean Advisory GmbH, Wien, einen Mandatsvertrag zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen abgeschlossen. Das Entgelt entspricht branchenüblichen Standards. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der Ocean Advisory GmbH. Zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der Hofer Management GmbH, Vöcklabruck, einer Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, bestand bis zum 31. März 2011 eine Überlassungsvereinbarung über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Seit 1. April 2011 besteht zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der CROSS Informatik GmbH, Wels, ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Die CROSS Informatik ist Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG. Mit dem assoziierten Unternehmen SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage nur unwesentlich beeinflussen.

Im BRAIN FORCE Konzern werden alle Stellen ungeachtet des Geschlechts und nach objektiven Qualifikationskriterien besetzt. Ein spezifisches Programm zur Förderung von Frauen in diesem Zusammenhang gibt es nicht.

Die PwC Inter-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der 13. o. Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG für das Geschäftsjahr vom 1.10.2010 bis 30.9.2011 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist PwC mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Im Geschäftsjahr vom 1.10.2010 bis 30.9.2011 lagen die Beratungshonorare von PwC für die BRAIN FORCE HOLDING AG bei 0,05 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und prüfungsnahe Leistungen wurden 0,12 Mio. € verrechnet. Vertragliche Vereinbarungen über die Erbringung von projektbezogenen Beratungsleistungen im neuen Wirtschaftsjahr bestehen derzeit nicht.

Vorstand

In der Sitzung vom 24. Oktober 2011 hat der Aufsichtsrat die einvernehmliche Beendigung des Vorstandsvertrages von Herrn Mag. Thomas Melzer zum 31. Dezember 2011 beschlossen. Thomas

Melzer war von 1. April 2008 bis 31. Dezember 2011 Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Michael Hofer

Vorstandsvorsitzender seit 19. Oktober 2009, bestellt bis 30.09.2012, geb. 1960, verheiratet

Dr. Michael Hofer ist promovierter Betriebswirt und seit 19. Oktober 2009 Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG. Seine berufliche Karriere begann er 1983 mit einem Ordinariat für Werbewissenschaften und Markforschung an der Universität Wien. 1991 wurde er Produktmanager bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG und wechselte 1994 als Geschäftsführer

zur Trumag Trunkenbolz VertriebsgmbH. Von 1996 an war Michael Hofer im Vorstand der Welsermühl Holding AG und ging 1997 zur KTM Sportmotorcycle AG. Dort war er bis 2005 in den Bereichen Organisation, IT, Rechnungswesen, Human Resources sowie Vertriebslogistik tätig, davon zweieinhalb Jahre als Vorstand. Vor seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden der BRAIN FORCE HOLDING AG war er rund vier Jahre Alleinvorstand bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG sowie seit 28. Mai 2008 Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Aufgabengebiet von Michael Hofer seit 19. Oktober 2009:

  • Operations
  • Marketing
  • Legal Management
  • Public Relations

Thomas Melzer

Finanzvorstand, Funktionsperiode bis 31. Dezember 2011, geb. 1970, verheiratet

Mag. Thomas Melzer ist Betriebswirt und seit 1. April 2008 Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG. Davor war er bei der Wienerberger AG, dem weltweit größten Ziegelproduzenten, in verschiedenen Funktionen tätig: von 1997 bis 1999 im Controlling und Konzernrechnungswesen, ab dem Jahr 2000 als Leiter der Bereiche Investor Relations und Corporate Communications.

Von 2001 bis 2008 agierte Thomas Melzer auch als Mitglied des Management Committee der Wienerberger AG und von Juni 2007 bis Februar 2008 als Aufsichtsrat der Pipelife Group. Darüber hinaus war er sieben Jahre lang Mitglied im Vorstand des Cercle Investor Relations Austria (C.I.R.A.), von Oktober 2004 bis September 2007 als Vorsitzender des Vorstandes.

Aufgabengebiet von Thomas Melzer:

  • Finance & Administration
  • Investor Relations
  • Human Resources
  • Internal Communications

Von den Vorstandsmitgliedern gemeinsam wahrgenommen werden:

  • Business Strategy
  • Strategic Projects

Die Vorstandsmitglieder üben keine Aufsichtsratsmandate oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften aus.

Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG setzte sich im Geschäftsjahr vom 1.10.2010 bis 30.9.2011 aus folgenden von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen.

Stefan Pierer, Vorsitzender

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010/11, erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1956

  • Vorstandsvorsitzender der KTM Power Sports AG
  • Vorstandsvorsitzender der CROSS Industries AG
  • Vorstand der Unternehmens Invest AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsrat der BEKO HOLDING AG (bis 11. März 2011)

Friedrich Roithner, Stellvertreter des Vorsitzenden

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010/11, erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1963

  • Vorstand der CROSS Industries AG
  • Vorstand der KTM Power Sports AG (ab 1. Jänner 2011)
  • Aufsichtsrat der BEKO HOLDING AG (bis 11. März 2011)

Christoph Senft

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2013/14, erstmalig gewählt: 12. Juni 2003, geb. 1961

Eigentümer und Beirat der MWS Industrieholding GmbH

Josef Blazicek

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010/11, erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1964

  • Vorsitzender-Stv. des Aufsichtsrates der CROSS Industries AG
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der BEKO HOLDING AG
  • Aufsichtsrat der update software AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsrat der All for One Midmarket AG
  • Aufsichtsrat der Triplan AG (ab 10. März 2011)

Wolfgang M. Hickel

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010/11, erstmalig gewählt: 14. Juni 2000, geb. 1949

Direktor der Höheren Technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt Spengergasse in Wien

Prüfungsausschuss

Mitglieder: Friedrich Roithner (Vorsitzender), Christoph Senft (Stellvertreter), Josef Blazicek

Die Aufgaben des Prüfungsausschusses umfassen:

  • Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses
  • Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers
  • Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlages für die Gewinnverteilung und des Lageberichtes
  • Prüfung des Konzernabschlusses
  • Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers
  • Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Im Geschäftsjahr vom 1.10.2010 bis 30.9.2011 wurden zwei Prüfungsausschusssitzungen abgehalten, in denen im Wesentlichen die folgenden Sachverhalte behandelt wurden:

  • Dezember 2010: Bericht des Abschlussprüfers über die Abschlussprüfung zum 30.9.2010
  • Bericht des Vorstandes zur Finanzierungssituation des Konzerns August 2011: Vorbesprechung zur Jahresabschlussprüfung zum
  • 30.9.2011

Bericht des Vorstandes zum Budget für das Wirtschaftsjahr 2011/12

Vergütungs- und Nominierungsausschuss

Mitglieder: Stefan Pierer (Vorsitzender), Friedrich Roithner (Stellvertreter)

Die Aufgaben des Nominierungs- und Vergütungsausschusses umfassen:

  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Besetzung frei werdender Mandate in Vorstand und Aufsichtsrat
  • Vergütung der Vorstandsmitglieder
  • Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern

Im Geschäftsjahr vom 1.10.2010 bis 30.9.2011 wurden zwei Vergütungs- und Nominierungsausschusssitzung abgehalten, in denen im Wesentlichen die Verlängerung der Vorstandsverträge mit Michael Hofer und Thomas Melzer sowie die variable Vergütung für die Vorstandsmitglieder behandelt wurden.

Vergütungsbericht

Transparente Darstellung der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge im Vergütungsbericht

Ziel des Vergütungssystems ist eine adäquate und leistungsorientierte Vergütung Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG angewendet werden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Die Festlegung der Vergütung des BRAIN FORCE Vorstandes hat der Aufsichtsrat dem Vergütungs- und Nominierungsausschuss übertragen.

Der Vorstand ist im Rahmen der Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes für eine bestimmte Dauer bestellt (Bestellung von Michael Hofer und Thomas Melzer bis 30. September 2012, einvernehmliche Auflösung des Vorstandsvertrages von Thomas Melzer per 31. Dezember 2011). Für diese Zeiträume wurden die Verträge der einzelnen BRAIN FORCE Vorstandsmitglieder abgeschlossen beziehungsweise abgeändert sowie Höhe und Struktur der Bezüge definiert. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstände im nationalen und internationalen Vergleich (IT Branche) gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten. Ein wichtiges Element dabei ist eine entsprechende variable Komponente, die den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Dazu teilen sich die Gesamtbezüge in fixe und erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die erfolgsabhängige Komponente auf das jeweilige operative EBIT des Konzerns abstellt.

Jahresbonus der Vorstände orientiert sich am operativen EBIT

Die fixe Vergütung orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds. Die Folge sind differenzierte Bezüge je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung. Der Jahresbonus ist eine variable Barvergütung, deren Höhe direkt vom operativen EBIT (= Betriebsergebnis vor Buchgewinnen) der BRAIN FORCE Gruppe abhängt. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in 2009 haben die Vorstände auf einen Teil ihrer Fixbezüge verzichtet und von der Erreichung der Budgetziele abhängig gemacht. Die variablen Gehaltsbestandteile sind nicht gedeckelt. Fixes Gehalt und Jahresbonus gelangen bei unterjähriger Beschäftigung aliquot zur Auszahlung.

19% der Gesamtbezüge sind variabel

Die gesamte Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2010/11 betrug 586.782 €, (Vorjahr: 558.232 €). Davon entfallen 81% auf fixe und 19% auf variable Bezüge.

Vorstandsvergütung in € 2010/11 2009/10
Fix Variabel Gesamt Fix Variabel Gesamt
Michael Hofer 275.000 64.716 339.716 261.696 3.268 264.964
Thomas Melzer 200.000 47.066 247.066 200.000 18.268 218.268
Günter Pridt 0 0 0 60.000 15.000 75.000
Total 475.000 111.782 586.782 521.696 36.536 558.232

Vorstände üben keine Nebentätigkeiten aus

Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen die Vorstandsmitglieder die Zustimmung des Aufsichtsrates. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führt. Die BRAIN FORCE Vorstände haben im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Nebentätigkeiten in Form von Aufsichtsratsmandaten oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften ausgeübt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Im Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses eines Vorstandsmitgliedes bestehen Abfertigungsansprüche gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich. An Mitarbeitervorsorgekassen wurden Zahlungen in Höhe von 3.660 € (Vorjahr: 5.364 €) geleistet. Für den Finanzvorstand werden ab ab 2010 10% des Jahresfixbezuges vom Dienstgeber in eine Pensionskasse eingezahlt. Weitere Pensionskassenregelungen bestehen nicht. Für frühere Mitglieder des Vorstandes wurden keine Aufwendungen erfasst (Vorjahr: 0 €).

Die Hauptversammlung am 2. März 2011 hat das folgende, im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen: Gestaffelt nach Funktionen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2009/10 neben dem Ersatz der Barauslagen eine feste Vergütung. So erhält der Vorsitzende 10.000 € p.a., sein Stellvertreter 8.000 € p.a. und jedes andere Mitglied 6.000 € p.a. Zusätzlich stehen den Aufsichtsräten als Anwesenheitsgeld für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrates 600 € pro Sitzung bzw. dem Vorsitzenden 1.000 € und seinem Stellvertreter 800 € zu. Für die Mitwirkung in Ausschüssen erhält der Ausschussvorsitzende 500 €, dessen Stellvertreter im Ausschuss 400 € und jedes andere Mitglied 300 € je Sitzung und Teilnahme. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrates in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine besondere Vergütung bewilligt werden. Für das Geschäftsjahr 2010/11 (Auszahlung im Geschäftsjahr 2011/12) wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 57.100 € aufwandsmäßig erfasst. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 58.100 € für das Geschäftsjahr 2009/10 ausbezahlt.

Aufsichtsratsvergütung in € 2010/11 2009/10
Stefan Pierer, Vorsitzender 16.000 11.600
Friedrich Roithner, Vorsitzender-Stellvertreter 13.300 13.300
Josef Blazicek 9.600 8.700
Wolfgang Hickel 9.000 8.400
Peter Kotauczek 0 3.600
Christoph Senft 9.200 12.200
Michael Hofer 0 300
Gesamt 57.100 58.100

Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wird auf die Ausführungen im Corporate Governance Bericht auf Seite 16 f verwiesen. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG haben keine Pensionszusagen.

Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden gemäß § 48 Börsegesetz der Finanzmarktaufsicht gemeldet und auf der BRAIN FORCE Website unter "Investoren/Corporate Governance/Directors' Dealings" veröffentlicht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat für Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer des Konzerns eine "Directors and Officers" (D&O) Versicherung abgeschlossen und trägt dafür die Kosten.

Abfertigungsansprüche für den Vorstand entsprechen der gesetzlichen Regelung in Österreich

Beschluss der Hauptversammlung zum Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Keine Pensionszusagen für den Aufsichtsrat

Veröffentlichung von Transaktionen in eigenen Aktien auf der Website

Unternehmen trägt die Kosten der D&O-Versicherung

Das Unternehmen

Führende IT-Service-Gruppe mit 786 Mitarbeitern in sieben Ländern Europas und den USA

BRAIN FORCE wurde 1983 gegründet

Unternehmensprofil

BRAIN FORCE ist ein führendes IT-Service-Unternehmen mit 786 Mitarbeitern an 15 Standorten in sieben europäischen Ländern sowie einer Niederlassung in Kalifornien, USA. Die Konzernzentrale des an der Wiener Börse und im Xetra-Fließhandel notierten Unternehmens befindet sich in Wien, Österreich. Der größte Umsatzanteil wird in Deutschland mit 54% erwirtschaftet, gefolgt von Italien mit 29%, den Niederlanden mit 13% und Zentral-Osteuropa (vor allem Österreich) mit 4%.

Gegründet 1983 hat BRAIN FORCE seit dem Börsegang im Jahr 1999 (am Neuen Markt in Frankfurt, aktuelle Börsenotiz in Wien) ihr Angebotsportfolio deutlich ausgebaut und an die Markterfordernisse angepasst. Das Kerngeschäft basiert aktuell auf zwei Säulen:

Process Optimization

Im Geschäftsfeld Process Optimization fassen wir IT-Services und Softwarelösungen für geschäftskritische Prozesse zusammen, mit deren Hilfe unsere Kunden Wettbewerbsvorteile erzielen.

Infrastructure Optimization

Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization bieten wir IT-Lösungen an, die unseren Kunden zu einer besser managebaren bzw. effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen. So steigern wir die Produktivität unserer Kunden und senken gleichzeitig ihre Kosten.

Ergänzt werden diese Angebote durch Professional Services in Deutschland und den Niederlanden, wo BRAIN FORCE IT-Spezialisten für Kundenforderungen rekrutiert und bereitstellt.

Unsere Kunden profitieren von smarten IT-Lösungen, die auf Best-Practice-Procedures, effektiven Serviceleistungen und innovativen Produkten basieren. Diese Lösungen reduzieren die Kosten unserer Kunden, erhöhen die Produktivität und steigern ihren Geschäftserfolg.

BRAIN FORCE ist an folgenden Standorten vertreten:

Produkte und Services

BRAIN FORCE liefert smarte IT-Lösungen auf Basis von Best-Practice-Procedures, effektiven Serviceleistungen und führenden Produkten in den Geschäftsfeldern Process Optimization und Infrastructure Optimization. Professional Services ergänzen das Angebot durch das Rekrutieren und die Bereitstellung der richtigen IT-Spezialisten zum richtigen Zeitpunkt. Unsere Kunden reduzieren so ihre Kosten, erhöhen die Produktivität und steigern ihren Geschäftserfolg.

Zu Process Optimization zählen wir IT-Services und Softwarelösungen im Bereich

  • Enterprise Resource Planning (ERP): Verbesserung der Wettbewerbsposition durch optimierte Abstimmung und Integration der Geschäftsprozesse basierend auf umfassendem Branchen Know-how.
  • Customer Relationship Management (CRM): Steigerung von Vertriebserfolg und Kundenzufriedenheit mit Hilfe einer optimal auf die Abläufe im Tagesgeschäft abgestimmten Lösung.
  • Business Analytics: Corporate Performance Management (CPM) und Business Intelligence (BI) Prozesse, Methoden und Kennzahlensysteme zur Ausrichtung operativer und strategischer Prioritäten sowie Bereitstellung zielgruppenspezifischer Berichte.
  • Softwarelösungen für Finanzdienstleister: Geschäftsprozess-Optimierungen mit Hilfe maßgeschneiderter IT-Lösungen für den Front- und Backoffice-Bereich von Versicherungen, Banken und Maklern in der DACH-Region bzw. in Zentral-Osteuropa.

Zu Infrastructure Optimization zählen wir IT-Lösungen im Bereich:

  • IT-Consulting: Beratung bei der Umsetzung strategischer Ziele wie der Kosten- und Risikoreduktion bzw. eines effizienten IT-Betriebs sowie der Einführung neuer Technologien für moderne Arbeitsplatzkonzepte.
  • Server and Data Management: Aufbau einer gut managebaren, dynamischen, sicheren und zuverlässigen Server- und Dateninfrastruktur.
  • Desktop Management: Schaffung dynamischer, anwenderfokussierter Infrastrukturen durch Implementierung führender Technologien unter Verwendung von Best Practices sowie Erzielung von Kosteneinsparungen durch Automatisierung und Virtualisierung.
  • Application Management: Best-Practice-Procedures und intelligente Tools, um die Kompatibilität von Applikationen sicherzustellen und die Verfügbarkeit jederzeit und überall zu gewährleisten.
  • Communication and Collaboration: Erhöhung der User Produktivität durch Integration führender Technologien in den Bereichen Kommunikation und Zusammenarbeit in die bestehende ITK-Infrastruktur.
  • IT Service Management Solutions: Integration, Verwaltung und Steuerung aller Serviceprozesse, Systeme und Partner auf einer einzigen Plattform.
  • Network Performance: Innovative Lösungen für eine verbesserte Produktivität, gesteigerte Verfügbarkeit und zur Vermeidung von Ausfällen von Netzwerkapplikationen.
Kerngeschäft
IT-Optimierung Consulting Projects Staffing
Produkte und Handel
Process Optimization Infrastructure Optimization SolveDirect (at equity)
Service Management in Europa und USA
BF Österreich
ERP
BF Italien FINAS Suite
BF Italien
ERP, CRM, BA
BF Deutschland Front-Office-Lösungen für
Finanzdienstleister in DE und AT
BF CZ + SK
Hypotheken u. Asset Management
BF Niederlande NPC
Channel-Vertrieb von Netzwerk-Produkten in
Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Indien
Professional Services
Rekrutierung/Einsatz von IT-Spezialisten in DE und NL

Strategische Geschäftsfelder, BF = BRAIN FORCE

Smarte IT-Lösungen von BRAIN FORCE tragen zur Kostenreduktion und dem Erfolg unserer Kunden bei

BRAIN FORCE liefert Lösungen zur Unterstützung geschäftskritischer Prozesse

Wir verhelfen Kunden zu einer besser managebaren und effizienteren IT-Infrastruktur

Forcierung der langfristigen Wachstumsbereiche Process und Infrastructure Optimization

Reorganisation und Profitcenter-orientierte Marktbearbeitung in Italien, Aktivitäten in Österreich regional ausgeweitet

Zukunftsthemen Desktop-Virtualisierung, Cloud Computing und Network Performance

Gestiegene Vertriebspipeline, neuer Großkunde Continentale Versicherung

Cloud-Lösung funktionell erweitert, Umsatz seit US-Expansion deutlich gesteigert

Unternehmensstrategie

Seit 2008 konzentriert sich die langfristige BRAIN FORCE Wachstumsstrategie auf die Standbeine Process Optimization und Infrastructure Optimization. Diese Kerngeschäftsfelder wurden nach eingehender Untersuchung des Marktumfeldes in den BRAIN FORCE Ländern und auf Basis externer Analysen der Gartner Group als zukunftsträchtige und überdurchschnittlich wachsende Bereiche der IT-Branche identifiziert. Das Angebot in diesen Wachstumsbereichen wird konzernweit über lokale Geschäftseinheiten abgedeckt, was den Wiedererkennungswert der Marke BRAIN FORCE auf internationaler Ebene steigert und ein homogenes Unternehmen bilden soll. Darüber hinaus vermarktet BRAIN FORCE einzelne lokale Angebote wie die FINAS Suite (Vertriebs- und Beratungslösungen für Finanzdienstleister) in der DACH-Region, Rebecca (Programm zur Hypothekenverwaltung) und Jupiter (Asset Management Lösung) vor allem in Zentral-Osteuropa sowie die Cloud-Lösungen von SolveDirect (Servicemanagement und B2B-Integration) weltweit.

Process Optimization

Zur Stärkung unserer Marktposition im Geschäftsfeld Process Optimization haben wir Anfang 2009 die INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., einen am österreichischen Markt etablierten ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen, übernommen und erfolgreich in den Konzern integriert. In Italien wurde die Organisation restrukturiert und die Marktbearbeitung profitcenter-orientiert aufgesetzt. In Österreich werden derzeit die Aktivitäten vom Standort Neulengbach in Niederösterreich (Osten) Richtung Westen auf Oberösterreich (Industriefokus) ausgeweitet. Weitere Vorteile ergeben sich aus der intensiven Zusammenarbeit zwischen Italien und Österreich bei der gemeinsamen Nutzung und Vermarktung eigenentwickelter Add-ons sowie dem intensiven Know-how Austausch und der gemeinsamen Einkaufs- und Entwicklungspolitik.

In Tschechien und der Slowakei verfolgen wir die Strategie, unser Geschäft in der Kernzielgruppe Banken und Versicherungen u.a. mit dem Network Performance Angebot auszuweiten.

Infrastructure Optimization / Professional Services

In den Geschäftsfeldern Infrastructure Optimization und Professional Services werden zum Großteil idente Zielgruppen und Kunden bearbeitet, bei denen sich die inhaltlichen Aufgabenstellungen auf Infrastrukturoptimierung, u.a. mit den Zukunftsthemen Desktop-Virtualisierung, Cloud Computing und Network Performance konzentrieren. Dabei verstehen wir das Professional Services Geschäft als eine Art der Dienstleistungen für unsere Kunden (Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Experten). Das Professional Services Geschäft wird derzeit an den Standorten Frankfurt, München und Veenendaal (Niederlande) ausgebaut.

Produkte und Handel

Neben den Kerngeschäftsfeldern, die in jedem Land angeboten werden, vertreibt BRAIN FORCE eigene Softwarelösungen und Drittprodukte. Die eigene FINAS Suite, eine Vertriebs- und Beratungslösung für Finanzdienstleister (Versicherungen, Banken und Makler), wird vor allem in Deutschland von der Versicherungsbranche geschätzt. Wachstumspotenzial sehen wir bei diesem Produkt durch die stärkere Bearbeitung der Märkte Österreich und Schweiz sowie der Zielgruppe Banken. Nach einem Investitionsstau in den Jahren 2009 und 2010 ist die Vertriebspipeline zuletzt stark angestiegen, und mit der Continentale Versicherung konnte im zweiten Quartal 2010/11 ein neuer Großkunde gewonnen werden.

Die SolveDirect Service Management GmbH (67% Beteiligung, at equity konsolidiert) mit Ihrer Cloud-Lösung für Service-Integration und -Management betreibt die weltweit größte Service Management Plattform auf Basis SaaS. Die Lösung erhielt funktionelle Erweiterungen und wird inzwischen von mehr als 200 Kunden wie Cisco, IBM, Siemens, T-Systems, Lufthansa etc. eingesetzt. Seit dem Start der US-Expansion 2010 mit dem Support des 3TS Cisco Growth Fund ist der Umsatz deutlich gestiegen. In Europa wird die Akquise bei Large Accounts insbesondere in Deutschland und der Schweiz verstärkt. Wir erwarten uns in den nächsten Jahren weiteres starkes Wachstum in diesem Geschäftsbereich.

Der BRAIN FORCE Channel wurde Anfang 2011 in die Network Performance Channel GmbH ausgegliedert und die Aktivitäten als Großhändler für Net Optics Taps (Netzwerk-Produkte zur Messung des "Durchflusses" von Leitungen) in Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Indien deutlich ausgeweitet. Nach einer sehr positiven Umsatz- und Ergebnis-Entwicklung schon in den letzten Jahren hat sich der Jahresumsatz im zurückliegenden Geschäftsjahr durch den Ausbau des Vertriebs innerhalb eines Geschäftsjahres nahezu verdoppelt. Auch in Zukunft wird ein profitables Umsatzwachstum erwartet. Für die Expansion wird sowohl die Organisation als auch das Reseller-Netzwerk weiter ausgebaut. Nachhaltige Wachstumsimpulse erwarten wir in den nächsten Jahren durch den Trend zum Cloud Computing.

IT-Consulting

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den Zugang der Unternehmen zu IT-Aufgaben grundlegend verändert. Während früher die IT-Manager Investitionen im Rahmen ihrer Budgets eigenverantwortlich umsetzten, hat sich die Entscheidungskompetenz stärker zum Top-Management verlagert. Daraus entstand eine neue Zielsetzung für die IT-Abteilungen in den Unternehmen: Früher war IT performanceorientiert, jetzt ist sie kostenorientiert.

Zusätzlich verändert das Cloud Computing und der Trend zum mobilen Arbeiten die IT-Landschaft nachhaltig: die Vielfalt der eingesetzten Endgeräte nimmt zu, das Server-Management wird vielseitiger und alle Applikationen werden zentralisiert. Die Unternehmen (Kunden) werden zunehmend mehr IT-Aufgaben outsourcen, da sie die fachliche Qualifikation ihrer Mitarbeiter intern nicht mehr sicherstellen können. Die Administration der IT-Infrastruktur bleibt im Unternehmen, die Technik kommt von außen.

In Zukunft wird sich BRAIN FORCE daher auf IT-Consulting konzentrieren. Wir wollen der Partner in den Bereichen Process und Infrastructure Optimization mit einer klaren Ausrichtung auf Kosteneinsparungen für unsere Kunden sein.

Jahresumsatz innerhalb eines Jahres fast verdoppelt, weitere Expansion bei profitablem Wachstum

Zugang der Unternehmen zu IT-Aufgaben grundlegend verändert

Trends Cloud Computing und mobiles Arbeiten verändern IT-Landschaft

Konzentration auf smartes IT-Consulting mit Fokus auf Kosteneinsparungen

Unternehmensstruktur

Die folgende Grafik stellt zum Bilanzstichtag die bestehende Konzernstruktur dar:

BRAIN FORCE HOLDING AG (Anteile in %)

1) wird zu 99,5% von der Brain Force Software s.r.o., Tschechien, und zu 0,5% von der BRAIN FORCE Holding AG, Österreich, gehalten.

Operatives Management

Deutschland Martin Friedrich, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für Professional Services, FINAS,
Interne IT, Marketing
Winfried Hubrich, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Finance & Administration
Michael Hofer, Mitglied der Geschäftsführung
Sander Cornelissens, Mitglied der Geschäftsführung
Michael Hofer, Geschäftsführer, Network Performance Channel GmbH
Italien Franco Righini, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für Infrastructure Optimization,
Niederlassung Rom, Human Resources
Stefania Donnabella, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Process Optimization, Marketing
Walter Campi, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Finance & Administration
Michael Hofer, Mitglied der Geschäftsführung
Niederlande Sander Cornelissens, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Sales & Marketing,
Produktentwicklung, Finance & Administration
Henk van Wijnen, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Operations und Human Resources
Michael Hofer, Mitglied der Geschäftsführung
Österreich Reinhold Brunner, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Operations und Sales
Michael Hofer, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Marketing, Finance & Administration
Martin Bittner, Sprecher der Geschäftsführung der SolveDirect Service Management GmbH
Marcus Oppitz, Mitglied der Geschäftsführung der SolveDirect Service Management GmbH
Schweiz Peter Brogle, Verwaltungsrat
Slowakei Ondrej Lipovsky, Geschäftsführer
Tschechien Drahomír Hrubý, Geschäftsführer
USA Thomas Werner, Geschäftsführer der SolveDirect Service Management Inc.

Kursentwicklung

Alle relevanten Leitbörsen starteten in das Berichtsjahr mit einer Fortsetzung der Kursanstiege im Zuge der Erholungsrallye nach der Finanzkrise 2008/09. Dieser Aufwärtstrend wurde jedoch im März 2011 durch das Erdbeben und die damit verbundene Umweltkatastrophe in Japan gestoppt und es kam weltweit zu massiven Kurseinbrüchen. Für erneute Verunsicherung an den Finanzmärkten sorgten dann ab Mai die weitere Rückstufung des Ratings für Griechenland, die Schuldenkrisen einiger anderer EU-Staaten sowie die drohende Gefahr einer Zahlungsunfähigkeit der USA nach Erreichen der Schuldenobergrenze. Das Quartal Juli bis September 2011 war von Kursrückgängen geprägt, die sich insbesondere im August noch einmal deutlich verschärften.

Der Wiener Leitindex ATX lag zu Beginn unseres Geschäftsjahres (1. Oktober 2010) bei einem Kurs von 2.542, erreichte im Februar 2011 kurzfristig die 3.000 Punkte Marke um danach bis 30. September kontinuierlich auf 1.948 Punkte zu fallen. Von Oktober 2010 bis September 2011 gab der ATX somit in Summe um 23% nach. In der gleichen Zeitspanne verlor der DAX 17% und der TECDAX 15%. Der Dow Jones Industrial stieg dagegen im selben Zeitraum um 1%, der für die IT-Branche relevante NASDAQ 100 legte um 2% zu.

Die BRAIN FORCE Aktie, die im Standard Market Continuous der Wiener Börse notiert, begann das Geschäftsjahr 2010/11 mit einem Kurs von 1,00 €. Im April 2011 folgte ein Rückgang bis auf 0,80 €. Seit BRAIN FORCE im Mai 2011 über die positive Ergebnisentwicklung des 1. Halbjahres berichtet hat, befindet sich der Aktienkurs wieder im Aufwärtstrend. Nach einem kurzen Durchhänger im August 2011 – ausgelöst durch die Verschärfung der Staatsschuldenkrise – schloss die BRAIN FORCE Aktie das Geschäftsjahr bei 0,94 €. Getragen von der positiven Ergebnisentwicklung konnte die BRAIN FORCE Aktie im Berichtsjahr den ATX klar outperformen.

Nach gutem Start der Leitbörsen ins Berichtsjahr kam es ab März 2011 zu deutlichen Kursverlusten

Rückgang des ATX im Jahresverlauf um 23%

Performance der BRAIN FROCE Aktie deutlich besser als ATX

  • BRAIN FORCE HOLDING AG
  • TecDax (indexiert) ATX – Austrian Traded
  • Index (indexiert)

Dividendenpolitik

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG wird der Hauptversammlung am 1. März 2012 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten, um die Liquidität im Unternehmen zu halten.

Eigentümer

Im Zuge der Spaltung der BEKO HOLDING AG, welche am 4. Februar 2011 in der BEKO Hauptversammlung beschlossen wurde, ist die kontrollierende Beteiligung an der BRAIN FORCE HOLDING AG auf die CROSS Informatik GmbH übergegangen. Der Cross Informatik GmbH wurden im Wege der Gesamtrechtsnachfolge unter anderem rund 8,24 Mio. Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG (entspricht rund 53,6% des Grundkapitals) übertragen. Bei der BEKO HOLDING AG sind 153.868 Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG verblieben (entspricht rund 1% des Grundkapitals). An der mittelbaren kontrollierenden Beteiligung der CROSS Industries AG an der BRAIN FORCE HOLDING AG hat sich durch die Spaltung nichts geändert.

Weiters wurde die Gesellschaft darüber informiert, dass nach Beendigung der Wertpapierleihe und Übertragung der Aktien auf den 'Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR)' 2.611.015 Stückaktien Vorstand schlägt vor, keine Dividende auszuschütten

CROSS Industries AG unverändert mittelbarer Mehrheitsaktionär von BRAIN FORCE

Aktionärsstruktur

1 CROSS Industries AG 53,6%

2 Erster Privater Investmentclub

Börsebius Zentral (GbR) 16,97%

3 BEKO HOLDING AG 1,0%

4 Free Float 27,75%

der BRAIN FORCE HOLDING AG (dies entspricht einem Anteil am Grundkapital und an den Stimmrechten von rund 16,97 %), nunmehr nicht mehr der ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG zuzurechnen sind, sondern direkt der 'Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR)'. Gesellschafter dieses Investmentclubs sind rund 1.000 deutsche Privataktionäre. Darüber hinaus befindet sich das Grundkapital in Höhe von 15.386.742 € bzw. Stückaktien in Streubesitz. 4 3 1

Kennzahlen je Aktie 2010/11 2009/10 Vdg. in %
1 Deutschland 52%
Ergebnis
in € -0,09 0,05 >100
2 Zentral-Osteuropa 24%
Ergebnis bereinigt 1)
in € -0,09 -0,26 >100
Dividende
3 Süd-Westeuropa 14%
in € 0,00 0,00 -
Free Cash-flow 2)
4 Nordeuropa 10%
in € 0,23 -0,14 >100
Eigenkapital in € 1,22 1,31 -7
Höchstkurs in € 1,10 1,40 -21
Tiefstkurs in € 0,72 0,91 -27
Ultimokurs in € 0,94 1,00 -6
Höchst KGV n.a. 28,0 -
Tiefst KGV n.a. 18,2 -
Ultimo KGV n.a. 20,0 -
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 +0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 14,46 15,39 -6
Ø Börseumsatz/Handelstag an der Wiener Börse in Tsd. € 5,50 3,79 +45

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches sowie um sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

Investor Relations

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verfolgt in seiner Investor Relations Arbeit eine transparente und professionelle Kommunikationspolitik. Dabei ist es unser Bestreben, bei allen kapitalmarktrelevanten Zielgruppen Vertrauen in das Unternehmen zu schaffen. Die Funktion der Investor Relations ist dem Finanzvorstand bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Das Ziel unserer IR-Arbeit ist es, ein richtiges Bild des Unternehmens zu vermitteln, um so eine korrekte Bewertung der BRAIN FORCE Aktie zu ermöglichen.

Das BRAIN FORCE Management hat das Unternehmen im vergangenen Jahr bei Investorenkonferenzen und mehreren Einzelgesprächen präsentiert. Beim Small Cap Day der Wiener Börse am 16. Juni und bei der Small Cap Konferenz in Frankfurt am 31. August 2011 präsentierte der Finanzvorstand die aktuelle Ergebnisentwicklung, die Strategie und die langfristigen Wachstumsperspektiven des Unternehmens vor zahlreichen in- und ausländischen Investoren.

Die BRAIN FORCE Aktie (15.386.742 ausgegebene Stückaktien, nennwertlos) wird aktuell von Warburg Research (Deutschland) gecovert. Alle Analysen zum Unternehmen stehen im IR-Bereich unserer Website ab dem Jahr 2005 zum Download bereit. Analysen zum Unternehmen sind auf der Website verfügbar

Informationen zur BRAIN FORCE Aktie

Investor Relations: Hannes Griesser Telefon: +43 1 263 09 09 0 E-Mail: [email protected] Internet: www.brainforce.com Wiener Börse: BFC Reuters: BFCG Bloomberg: BFC:AV Datastream: O:BFS ISIN: AT0000820659

Ziel der IR ist es, bei allen Kapitalmarktteilnehmern Vertrauen zu schaffen

Aktive IR Arbeit durch Einzelgespräche und Konferenzen

Lagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Nach dem starken Einbruch der Weltwirtschaft im Jahr 2009 und einer kräftigen Erholung in 2010 erwartet die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose vom November 2011 für dieses Jahr eine Steigerung der globalen Wirtschaftsleistung um 3,7%. Für den Euroraum wird in 2011 ein Wachstum von nur 1,5% prognostiziert. In Deutschland, dem für BRAIN FORCE wichtigsten Markt, und in Österreich soll das Plus bei jeweils 2,9% liegen, in Italien bei 0,5% und in den Niederlanden bei 1,8%. Während das Wachstum in der EU im ersten Quartal noch kräftig ausgefallen war, wird es nach der jüngsten Einschätzung der Kommission bis zum Jahresende fast zum Erliegen kommen. Die Verschärfung der Staatsschuldenkrise einiger EU-Länder und die damit einhergehenden Turbulenzen an den Finanzmärkten gelten als Ursache für den rasanten Wachstumseinbruch im Laufe des Jahres 2011.

Für das Jahr 2012 erwartet die Europäische Kommission aktuell ein Wachstum von moderaten 0,5% im Euroraum, so wie auch in den Niederlanden. In Deutschland und in Österreich soll der Anstieg leicht über dem europäischen Durchschnitt liegen. In Italien wird nur mit einem Wachstum von 0,1% gerechnet. Die Aussichten für die europäische Konjunkturentwicklung 2012 haben sich zuletzt deutlich verschlechtert. Durch die Verlangsamung der globalen Handelsdynamik sind keine Wachstumsimpulse vom Außenhandel mehr zu erwarten. Infolge der notwendigen Budgetkonsolidierung wurden in mehreren Ländern weitere Sparpakete verabschiedet, wodurch der öffentliche Konsum als Wachstumsstimulator ausfällt. Ein starker Unsicherheitsfaktor bleibt der fragliche Ausgang der Staatsschuldenkrise und mögliche Auswirkungen auf den internationalen Bankensektor.

Nach einer Einschätzung der Marktforschungsagentur Gartner vom November 2011 werden in der Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) die IT-Ausgaben in 2011 um 1,4% sinken und erst 2012 wieder um 2,3% ansteigen. Die weltweiten IT-Ausgaben sollen 2012 um 3,9% wachsen.

Während in Italien in 2011 laut einem Bericht von ASSINTEL (Associazione Nazionale Imprese ICT) vom Juni 2011 mit einem Rückgang der IT-Ausgaben von 1,3% gerechnet wird, erwartet BITKOM (Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) wie im März 2011 veröffentlicht, dass die Umsätze der Branche Informations- und Telekommunikationstechnologie 2011 in Deutschland um 2,3% ansteigen. Damit fällt das Wachstum der ITK-Branche etwas geringer aus als der gesamtwirtschaftliche Trend. In den Bereichen Software und IT-Services sehen die Experten für dieses Jahr Wachstumsraten von 4,5% (Software) und 3,5% (IT-Services). In 2012 gehen die Branchenbeobachter bei den Umsätzen in Deutschland von einem Zuwachs von 2,4% für die gesamte ITK-Branche aus. Für den Bereich Software wird ein Anstieg um 4,9% und für den Bereich IT-Services um 3,8% erwartet.

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Ertragslage

BRAIN FORCE hat im Geschäftsjahr 2010/11 den operativen Turnaround geschafft. Maßgeblich hierfür waren die strategische Neuausrichtung des Konzerns und die in den letzten Jahren konsequent durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen. Andererseits wirkte sich auch die Konjunkturerholung positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Seit dem ersten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt das operative EBIT über dem jeweiligen Vergleichswert des Vorjahres. Im letzten Quartal betrug die Verbesserung sogar mehr als 1,2 Mio. €, im Gesamtjahr 2,7 Mio. €.

Der Konzernumsatz ist im Wirtschaftsjahr 2010/11 um 2% auf 71,09 Mio. € gestiegen. Bereinigt um die Konsolidierungskreiseffekte aus den drei strategischen Transaktionen des Vorjahres (Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich, Änderung der Konsolidierungsmethode bei SolveDirect auf at equity und die Akquisition von Inisys) betrug das organische Plus 6% und es konnte in sämtlichen Regionen außer Italien Umsatzwachstum erzielt werden. Die Region Deutschland zeigte mit 38,24 Mio. € einen um 6% höheren Umsatz, was auf die deutliche Geschäftsausweitung der Tochtergesellschaft Network Performance Channel GmbH (kurz: NPC = Vertriebschannel für Netzwerk-Produkte) zurückzuführen war.

Die EU-Kommmission prognostiziert für 2011 ein Wachstum von 1,5% im Euroraum

Nur leicht positive BIP-Entwicklung in den BRAIN FORCE Märkten für 2012 erwartet

2011 Rückgang der IT-Ausgaben in EMEA und Erholung des IT-Marktes erst in 2012

In Deutschland wächst die ITK-Branche 2011 geringer als der Gesamtmarkt

Deutliche Ergebnisverbesserung infolge strategischer Neuausrichtung und erfolgreicher Restrukturierung

Organisches Umsatzwachstum von 6%

Umsatz nach Regionen

1 Deutschland 38,24 Mio. €

2 Italien 20,71 Mio. €

3 Niederlande 8,95 Mio. €

4 Zentral-Osteuropa 3,19 Mio. €

Deutschland trug 54% zum Konzernumsatz bei. Im Segment Italien ging der Umsatz vor allem bedingt durch das schwierige wirtschaftliche Umfeld um 4% auf 20,71 Mio. € zurück, was einem Anteil von 29% am Konzernumsatz entspricht. In der Region Niederlande stieg der Umsatz aufgrund des erfolgreichen Starts mit Professional Services Leistungen um beachtliche 30% auf 8,95 Mio. €. Dieses Segment trug damit 13% zum Konzernumsatz bei. In Zentral-Osteuropa sank der Umsatz um 40% auf 3,19 Mio. €, was einem Anteil von 4% am Konzernumsatz entspricht. Der Rückgang in dieser Region ist ausschließlich auf Konsolidierungskreisänderungen zurückzuführen. Auf vergleichbarer Basis betrug das Umsatzwachstum in dieser Region 32% und resultierte aus der Gewinnung einiger neuer Großkunden unserer österreichischen Tochtergesellschaft (ehemalige Inisys), die auf Microsoft Dynamics Lösungen spezialisiert ist. 1 Deutschland 52% 2 3 1

3 Süd-Westeuropa 14%
Rentabilitätskennzahlen 1)
2010/11 2009/10
4 Nordeuropa 10% in % in %
Bruttoergebnis zu Umsatz 21,2 18,7
Vertriebskosten zu Umsatz 9,2 10,6
Verwaltungskosten zu Umsatz 10,4 10,1
EBITDA-Marge operativ 4,4 1,6
EBIT-Marge operativ 1,5 -2,4

Durch den Anstieg der Produktumsätze sowie die verbesserte Auslastung der Mitarbeiter erhöhte sich das Bruttoergebnis zum Umsatz von 18,7 auf 21,2%. Im 12-Monatsvergleich gelang es, die Vertriebskosten um rund 12% zu senken. Die Verwaltungskosten blieben weitgehend unverändert, nachdem in dieser Position schon in den Vorjahren einschneidende Schritte gesetzt wurden. Insgesamt konnte der BRAIN FORCE

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge

Konzern die operative EBIT-Marge um fast vier Prozentpunkte auf 1,5% verbessern.

FORCE ein EBITDA von 5,66 Mio. € und ein EBIT von 2,86 Mio. € erzielen konnte.

Starke Verbesserung der operativen Margen

Operativer Turnaround im Geschäftsjahr 2010/11 geschafft

Durch das Umsatzwachstum und die weiter optimierte Kostenstruktur wurde das operative EBITDA um 173% auf 3,13 Mio. € (Vorjahr: 1,15 Mio. €) und das operative EBIT von -1,65 auf +1,04 Mio. € verbessert. Im Vorjahr waren nicht-wiederkehrende Posten in Höhe von +4,51 Mio. € angefallen, wodurch BRAIN

EBIT operativ 1) nach Segmenten 2010/11 2009/10 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Deutschland 1,78 0,11 >100
Italien 0,44 0,47 -6
Niederlande 0,42 -0,74 >100
Zentral-Osteuropa 0,14 0,32 -58
Holding und Sonstiges -1,74 -1,81 +4
BRAIN FORCE Konzern 1,04 -1,65 >100

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge

In Deutschland stieg das operative EBITDA um 177% auf 2,54 Mio. € und das operative EBIT von 0,11 auf 1,78 Mio. €. Sehr positiv haben sich dabei die deutlichen Ergebniszuwächse der NPC, der Turnaround im FINAS-Geschäft sowie Erträge aus in Vorperioden abgeschriebener Forderungen ausgewirkt. Aufwendungen für den Abbau von Mitarbeitern im Bereich Infrastructure Optimization, der am Standort München eingestellt wurde, verringerten das operative EBIT des abgelaufenen Geschäftsjahres. Im Vorjahr waren noch Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,65 Mio. € angefallen, die zu einem EBITDA von 0,27 Mio. € und einem EBIT von -0,53 Mio. € geführt hatten.

Im Segment Italien lag das operative EBITDA mit 1,15 Mio. € um 14% unter dem Vorjahresniveau. Das operative EBIT blieb trotz des geringeren Umsatzes mit 0,44 Mio. € gegenüber dem Vorjahr nahezu gleich. Der Umsatz- und EBITDA-Rückgang resultierte in erster Linie aus unter den Erwartungen liegenden Lizenzverkäufen von Microsoft Dynamics und Cognos Lösungen sowie dem Margendruck für Infrastrukturoptimierungsleistungen. Im Vorjahr waren in dieser Region Restrukturierungsaufwendungen von 0,30 Mio. € angefallen, das EBITDA betrug 1,04 Mio. € und das EBIT 0,17 Mio. €.

Hohe EBIT-Zuwächse in Deutschland durch Ergebnisverbesserungen in allen Bereichen

Stabiles EBIT trotz Umsatzrückgängen in Italien

In den Niederlanden führte der deutliche Umsatzanstieg und die damit einhergehenden positiven Skaleneffekte zu einer starken Verbesserung des operativen EBITDA von 0,02 auf 0,92 Mio. €. Das operative EBIT drehte von -0,74 auf +0,42 Mio. €, ein klarer Beweis für die Wirksamkeit der gesetzten Maßnahmen des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2009/10 waren in dieser Region noch Restrukturierungsaufwendungen von 0,87 Mio. € angefallen. Das Segment-EBITDA erreichte in der Vergleichsperiode -0,85 Mio. € und das EBIT -1,61 Mio. €.

Zentral-Osteuropa verzeichnete nur nominell einen Rückgang des operativen EBITDA um 66% auf 0,21 Mio. € und des operativen EBIT um 58% auf 0,14 Mio. €. Bereinigt um die Effekte aus den oben erläuterten strategischen Transaktionen des Vorjahres haben sich die operativen Ergebnisse im Jahresvergleich mehr als verdoppelt. Diese positive Entwicklung war auf die Gewinnung einiger neuer Großkunden zurückzuführen, wodurch die Mitarbeiteranzahl der österreichischen Tochtergesellschaft erhöht und die Auslastung gesteigert werden konnte. In Tschechien und der Slowakei konnte solides Umsatzwachstum erzielt und erneut eine überdurchschnittliche EBIT-Marge erwirtschaftet werden.

Gesamtergebnisrechnung (verkürzt) 2010/11 2009/10 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Umsatzerlöse 71,09 69,59 +2
Herstellungskosten -55,99 -56,58 +1
Bruttoergebnis vom Umsatz 15,10 13,01 +16
Vertriebskosten -6,51 -7,39 +12
Verwaltungskosten -7,38 -7,03 -5
Sonstige betriebliche Aufwendungen -0,79 -0,67 -19
Sonstige betriebliche Erträge 0,63 0,43 +47
EBIT operativ 1,04 -1,65 >100
Restrukturierungsaufwendungen 0 -1,82 +100
Nicht-wiederkehrende Erträge 0 6,33 -100
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten 1,04 2,86 -64
Finanzergebnis -0,79 -0,72 -9
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -1,63 -1,81 +10
Ergebnis vor Steuern -1,38 0,33 >100
Ertragsteuern 0,01 0,60 -98
Ergebnis nach Steuern -1,37 0,92 >100

Das Finanzergebnis verschlechterte sich leicht von -0,72 auf -0,79 Mio. €. Dies resultierte aus einem Anstieg der Finanzierungskosten für das im abgelaufenen Geschäftsjahr eingeführte Factoring in Deutschland, den Niederlanden und Italien. Durch Factoring sollen sich die operativen Gesellschaften in Zukunft weitgehend eigenständig finanzieren können und die Abhängigkeit von Kreditfinanzierung reduziert werden. Der Interest Cover (Verhältnis operatives EBITDA zu Zinsergebnis) verbesserte sich in 2010/11 deutlich auf 4,0x (Vorjahr: 1,6x).

Die BRAIN FORCE Beteiligung SolveDirect Service Management GmbH (67,39% Beteiligung per 30.9.2011) forciert seit dem Einstieg des Finanzinvestors 3TS Cisco Growth Fund die Expansion ihres IT Service Management Geschäftes in den USA. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 23% auf 6,43 Mio. € gesteigert werden. Das EBITDA war aufgrund der Expansionskosten negativ, aber wie im Vorjahr besser als geplant. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (at equity Ergebnis) resultiert aus der SolveDirect Beteiligung und verbesserte sich von -1,81 auf -1,63 Mio. €. Davon entfielen -0,99 Mio. € auf den Ergebnisbeitrag des Geschäftsjahres und -0,64 Mio. € auf den Verwässerungseffekt durch Kapitalerhöhungen des Investors in 2010/11 zur Finanzierung der US-Expansion.

Das Ergebnis vor Steuern lag bei -1,38 nach +0,33 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres, als hohe Einmalerträge aus strategischen Transaktionen verbucht werden konnten. Der Nettoeffekt aus nichtwiederkehrenden Posten belief sich in 2009/10 auf +4,51 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche betrug -1,37 nach +0,92 Mio. € im Vorjahr. Das Gesamtergebnis drehte

Hohe Umsatz- und EBIT-Steigerung in den Niederlanden nach Restrukturierung und Neuausrichtung

Positive Entwicklung in Österreich, Tschechien und der Slowakei

Leichter Anstieg der Finanzierungskosten aufgrund der Einführung von Factoring

SolveDirect steigerte den Umsatz um 23% auf 6,43 Mio. €

Ergebnis vor und nach Steuern nur aufgrund der negativen Ergebnisse von SolveDirect im Minus

von +0,79 auf -1,39 Mio. €. Wenn man jedoch die aus BRAIN FORCE Sicht nicht cash-wirksamen und bewusst in Kauf genommenen Verluste aus der SolveDirect Expansion bereinigt (at equity Ergebnis von -1,63 Mio. €), würde sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein positives Ergebnis vor Steuern von +0,25 Mio. € und ein Nettoergebnis von +0,26 Mio. € ergeben. Das Ergebnis je Aktie (EPS nach IFRS) betrug -0,09 nach +0,05 € im Vorjahr und resultierte zur Gänze aus den fortgeführten Geschäftsbereichen. Im Vorjahr belief sich das um nicht-wiederkehrende Posten und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches bereinigte Ergebnis je Aktie auf -0,26 €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind keine nicht-wiederkehrenden Posten angefallen.

Vermögens- und Finanzlage

Reduktion der Bilanzsumme um 3%

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 3% auf 49,43 Mio. €. Maßgeblich für diese Reduktion sind einerseits der Rückgang der Anteile an assoziierten Unternehmen sowie der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahlungsmittel. Andererseits verringerte sich das ausgewiesene Eigenkapital aufgrund des negativen Gesamtergebnisses.

Entwicklung der Bilanzstruktur in Mio.

Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt 53%

oder 53% (Vorjahr: 54%). Die Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich um 12% auf 4,22 Mio. €. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,51 Mio. € getätigt, wovon 0,96 Mio. € auf Entwicklungskosten entfallen. Zum Stichtag 30.9.2011 summieren sich die bilanzierten Entwicklungskosten auf 2,18 Mio. € (Vorjahr: 2,41 Mio. €) und betragen somit 4% (Vorjahr: 5%) vom Gesamtvermögen.

Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen beträgt zum Bilanzstichtag 26,07 Mio. €

Die Firmenwerte betragen unverändert 11,00 Mio. €. Die Anteile an assoziierten Unternehmen reduzierten sich aufgrund von Verlustzuweisungen und Anteilsreduktionen durch Verwässerung um 1,63 auf 8,90 Mio. €. Davon entfallen 8,89 Mio. € auf den 67,39%-Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien. Zum 30.9.2011 haben sich die latenten Steueransprüche von 1,35 auf 1,81 Mio. € erhöht, was unter anderem auf die Aktivierung von Verlustvorträgen in den Niederlanden zurückzuführen war.

Bilanzkennzahlen 30.9.2011 30.9.2010
Eigenkapital in Mio. € 18,72 20,11
Eigenkapitalquote in % 37,9 39,4
Nettoverschuldung in Mio. € 5,82 9,04
Gearing in % 31,1 44,9
Working Capital in Mio. € 1,34 4,63
Working Capital zu Umsatz in % 1,9 6,7
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 1,9 7,9
EBITDA operativ / Zinsergebnis 4,0 1,6
FFO / Nettoverschuldung 1) in % 51,3 n.a.

1) FFO = Funds from Operations = Cash-flow aus dem Ergebnis

Aktivierung von Verlustvor-

trägen in den Niederlanden

Die kurzfristigen Vermögenswerte lagen mit 23,36 Mio. € auf Vorjahresniveau und betragen 47% (Vorjahr: 46%) des Gesamtvermögens. Stichtagsbezogen reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um rund 13% auf 15,36 Mio. € (Vorjahr: 17,57 Mio. €) und stellen 31% des Gesamtvermögens dar. Im Geschäftsjahr 2010/11 haben die BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, die BRAIN FORCE B.V., Niederlande, und die BRAIN FORCE S.p.A., Italien, Factoring-Vereinbarungen mit Bankinstituten über den Ankauf von definierten Kundenforderungen abgeschlossen. Zum Stichtag 30.9.2011 beliefen sich die angekauften Kundenforderungen auf 2,86 Mio. €, was zu einer Ausbuchung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in entsprechender Höhe führte. Gleichzeitig erhöhten die im Vertrag vereinbarten Sperrbeträge (bestimmter Prozentsatz der angekauften Forderungen) den Posten sonstige Forderungen und Vermögenswerte um 0,49 Mio. €.

Die Zahlungsmittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, erhöhten sich um 1,69 auf 5,81 Mio. €. Der Anstieg ist in erster Linie auf den deutlich positiven Free Cash-flow von 3,54 Mio. € bei gleichzeitigem Abbau der Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1,52 Mio. € zurückzuführen.

Zum 30.9.2011 belief sich das Konzerneigenkapital auf 18,72 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 38% (Vorjahr: 39%) entspricht. Der leichte Rückgang ist auf das negative Gesamtergebnis durch den Ergebnisbeitrag aus assoziierten Unternehmen zurückzuführen.

Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) verringerten sich um 1,52 auf 11,63 Mio. €. Von den Finanzverbindlichkeiten entfallen 9,97 Mio. € (Vorjahr: 9,96 Mio. €) auf ein langfristiges Schuldscheindarlehen, das zu 100% fix verzinst ist. Eine Analyse der Fälligkeitsstruktur zeigt, dass 9,97 Mio. € der Finanzverbindlichkeiten eine Laufzeit bis 2014 aufweisen. Die verbleibenden 1,66 Mio. € (kurzfristige Finanzverbindlichkeiten) betreffen ausgenützte Kontokorrentkreditvereinbarungen.

Berechnung der Nettoverschuldung 30.9.2011 30.9.2010 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 9,97 9,96 0
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1,66 3,19 -48
- Zahlungsmittel -5,81 -4,12 +41
Nettofinanzverbindlichkeiten 5,82 9,04 -36

Zum 30.9.2011 betrug die Nettoverschuldung 5,82 Mio. €. Sie lag damit um 36% unter dem Vorjahreswert von 9,04 Mio. €. Diese starke Reduktion ist einerseits auf die verbesserte Ertragslage und den damit einhergehenden Anstieg des Cash-flow aus dem Ergebnis, andererseits auf die mit dem Factoring realisierten Zahlungsmittelzuflüsse zurückzuführen. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu operativem EBITDA belief sich auf solide 1,9 nach 7,9x im Jahr davor. Auch das Gearing (Eigenkapital zu Nettoverschuldung) konnte von 44,9 auf 31,1% deutlich verbessert werden.

Abbau der Lieferforderungen um 13% durch Factoring

Anstieg der Zahlungsmittel auf 5,81 Mio. €

Eigenkapitalquote von 38% zum Bilanzstichtag

Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten

Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 14% auf 8,64 Mio. € (Vorjahr: 7,60 Mio. €) und belaufen sich auf 17% der Bilanzsumme. Der Anstieg ist auf das erzielte Umsatzwachstum und die damit verbundenen zusätzlichen Leistungen von Subunternehmern zurückzuführen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 10% auf 7,57 Mio. € (Vorjahr: 6,88 Mio. €) und Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Umsatzwachstum

Anstieg des operativen Cash-flow um 8,91 Mio. € durch Ergebnisverbesserung und Reduktion des Working

Capital

beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit und Steuern, Abgrenzungen von Wartungsverträgen und Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern.

Cash-flow

Der Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr +2,99 Mio. € und lag damit um 4,18 Mio. € über jenem des Vergleichszeitraumes 2009/10 von -1,19 Mio. €. Auch der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cash-flow) drehte von -3,87 auf +5,04 Mio. € und verbesserte sich somit um beachtliche 8,91 Mio. €. Hauptverantwortlich für die starke Steigerung des Cash-flow waren die operative Ergebnisverbesserung sowie die weitere Optimierung des Working Capital. Positive Auswirkung auf das Working Capital zeigten vor allem die von den Tochtergesellschaften abgeschlossenen Factoring-Vereinbarungen. Aufgrund dieser Verträge reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 2,86 Mio. € bei gleichzeitigem Anstieg der sonstigen Forderungen um 0,49 Mio. € (Sperrkonten). Die Nettoauswirkung des Factoring auf den Zahlungsmittelbestand betrug somit +2,37 Mio. €.

Positiver Free Cash-flow von 3,54 Mio. € um 5,71 Mio. € über dem Vorjahreswert

Deutliche Reduktion der kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch den positiven Cash-flow

Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit zeigt einen Zahlungsmittelabfluss in Höhe von 1,50 Mio. € (Vorjahr: 0,59 Mio. € Zufluss). Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 1,51 Mio. € und konnten somit gegenüber dem Vorjahreswert von 1,53 Mio. € leicht reduziert werden. Im Vorjahr waren Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen von 1,11 Mio. € sowie Einzahlungen für die Veräußerung der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, in Höhe von 3,31 Mio. € im Investitions-Cash-flow enthalten. Der Free Cash-flow (Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Cash-flow abzüglich Cash-flow aus Investitionstätigkeit zuzüglich Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen) drehte von -2,17 auf +3,54 Mio. €, was insbesondere auf den deutlich positiven operativen Cash-flow zurückzuführen ist.

Der Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit von -1,52 Mio. € resultiert mit -1,36 Mio. € aus der geringeren Ausnützung von Betriebsmittellinien und mit -0,16 Mio. € aus der planmäßigen Tilgung eines Darlehens. Der positive Free Cash-flow wurde somit vor allem zur Reduktion der Finanzverbindlichkeiten verwendet. Zum 30.9.2011 verfügt der BRAIN FORCE Konzern über einen Zahlungsmittelbestand von 5,81 Mio. € (Vorjahr: 4,12 Mio. €).

Cash-flow Statement 2010/11 2009/10 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 5,04 -3,87 >100
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1,51 -1,53 +1
Auszahlungen für Akquisitionen 0 -1,11 +100
Devestitionen und Sonstiges 0,01 3,23 -100
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1,50 0,59 >100
Akquisitionen 0 +1,11 -100
Free Cash-flow 3,54 -2,17 >100

Umsatz nach Regionen

  • 1 Deutschland 54%
  • 2 Italien 29%
  • 3 Niederlande 13%
  • 4 Zentral-Osteuropa 4%

3 Entwicklung der Geschäftsbereiche

2 Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach den folgenden geografischen Segmenten bzw. Regionen:

  • Deutschland
  • Italien
  • Niederlande
    • 3 Süd-Westeuropa 14% 4 Nordeuropa 10% Zentral-Osteuropa mit Österreich, Tschechien und der Slowakei

Deutschland

In Deutschland stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2010/11 um 6% auf 38,24 Mio. €. Die Region trägt mit 54% den größten Teil zum Konzernumsatz bei. Das operative EBITDA betrug 2,54 Mio. € und lag um 177% über dem Vorjahr. Das operative EBIT stieg von 0,11 auf 1,78 Mio. €.

Das Geschäftsfeld Professional Services in der Business Unit München war durch die schwierige Lage am Personalmarkt und eine teilweise verhaltene Kundennachfrage geprägt. Im Bereich Professional Services Frankfurt, der sich hauptsächlich mit dem Thema Infrastructure Optimization beschäftigt, konnte das Geschäftsvolumen mit einem Großkunden aus dem Aviation-Bereich wieder deutlich zulegen. In Summe ist das Geschäftsfeld Professional Services seit dem dritten Quartal wieder auf Wachstumskurs, und es konnte eine deutliche Ergebnisverbesserung erreicht werden.

Die Nachfrage nach Produkten und Services im Geschäftsfeld FINAS hat sich nach einem Investitionsstau in den Jahren 2009 und 2010 positiv entwickelt. Es konnten Lizenzverträge mit verschiedenen Kunden abgeschlossen und mit der Continentale Versicherung im zweiten Quartal 2010/11 ein neuer strategischer Großkunde gewonnen werden.

Die Network Performance Channel-Aktivitäten haben sich sehr erfolgreich entwickelt und einen deutlichen Umsatz- sowie Ergebnisanstieg verzeichnet. Um die Weiterentwicklung dieses Bereiches zu beschleunigen, wurde eine eigene Gesellschaft, die Network Performance Channel GmbH (NPC), gegründet. Die Geschäftsaktivitäten der NPC sollen in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden, um die steigende Nachfrage nach Produkten zur Messung des Durchflusses von Leitungen zu befriedigen. NPC ist der Distributor unter anderem für Net Optics Taps in Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Indien.

Italien

Die Region Süd-Westeuropa erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010/11 einen Umsatz von 20,71 Mio. €, was einem Rückgang um 4% zum Vorjahr und 29% des Konzernumsatzes entspricht. Das operative EBITDA ist mit 1,15 Mio. € um 14% gesunken. Das operative EBIT ging um 6% auf 0,44 Mio. € zurück.

Die Investitionszurückhaltung in Italien blieb auch im abgelaufenen Geschäftsjahr bestehen. Im Geschäftsfeld Process Optimization konnten die meisten Lizenzerlöse mit der ERP-Lösung Microsoft Dynamics AX erzielt werden. Als einer der ersten Microsoft Partner nahm BRAIN FORCE am Private Beta-Programm für Dynamics AX 2012 teil und testete die neue Version im Rahmen eines Kundenmigrationsprojekts. Weitere Lizenz- oder Projektaufträge konnten mit Microsoft Dynamics NAV, Microsoft Dynamics CRM und BRAIN FORCE Visual SPACE gewonnen werden.

Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization haben wir verschiedene Projekte in den Bereichen mit Server Management, Virtualisierung, Service Level Management und mit der Einführung von Microsoft-Technologien erbracht. Zu den Kunden gehörten unter anderem Unternehmen aus den Bereichen Finanzdienstleistung und Telekommunikation. Der Margendruck in diesem Bereich hat weiter zugenommen.

Niederlande

Die Region Niederlande erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2010/11 einen Umsatz von 8,95 Mio. € und damit um 30% mehr als im Vorjahr. Die Region trug 13% zum Konzernumsatz bei. Das operative EBITDA stieg von 0,02 auf 0,92 Mio. €, das operative EBIT lag bei 0,42 nach -0,74 Mio. € im Vorjahr.

In den Niederlanden hat sich das Geschäft nach der Restrukturierung im Vorjahr äußerst positiv entwickelt. Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization wurden zahlreiche Projekte zur Einführung der neuesten Client-/Server-Technologie wie Windows 7, Office 2010, Exchange 2010, SCCM, Microsoft Server 2008 Hyper-V, XenDesktop bzw. zur Virtualisierung und Rationalisierung von Applikationen realisiert. Die Kunden kamen vor allem aus den Bereichen der Bauwirtschaft, dem Gesundheitswesen und dem öffentlichen Bereich. Die Erweiterung des Angebots um Professional Services Leistungen hat schon im ersten Jahr zu einem wesentlichen Umsatz- und Ergebnisbeitrag geführt und ergänzt die Geschäftstätigkeit um die Vermittlung und Bereitstellung von IT-Experten.

EBITDA operativ nach

Regionen

  • 1 Deutschland 53%
  • 2 Italien 24%
  • 3 Niederlande 19%
  • 4 Zentral-Osteuropa 4%

Leichter Umsatz- und Ergebnisrückgang

Zahlreiche Projekte auf Basis Microsoft Dynamics AX und NAV

Implementierung neuer Technologien für verschiedene Kunden

Deutlicher Umsatz- und Ergebniszuwachs

Implementierung innovativer Client-/Server-Technologie und Erweiterung um Professional Services Leistungen in den Niederlanden

Operative Ergebnisse mehr als

Rückgang um 40% im Vergleich zum Vorjahr und einem Anteil von 4% am Konzernumsatz entspricht. Das operative EBITDA betrug 0,21 Mio. € und lag um 66% unter dem Vorjahr. Bereinigt um die Effekte aus den drei strategischen Transaktionen des Vorjahres haben sich die operativen Ergebnisse gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Das operative Geschäft in Österreich (Geschäftsfeld Process Optimization) war geprägt von einer verhaltenen Nachfrage insbesondere im Hinblick auf die Implementierung neuer Softwarelizenzen. Dennoch konnten wir im Jahresverlauf mehrere strategische Neukunden für die Einführung von Microsoft Dynamics NAV gewinnen, was zu einem erfreulichen Umsatzzuwachs führte. In Tschechien wurden bei mehreren Kunden aus dem Finanzdienstleistungssektor Projekte realisiert. Das Portfolio in Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei ist um den Vertrieb von Net Optics Produkten erweitert worden, der in den nächsten Jahren deutlich ausgebaut werden soll. Holding und Sonstiges verdoppelt Mehrere Neukunden für Microsoft Dynamics NAV Erweiterung um den Vertrieb von Net Optics Produkten

Im Bereich Holding und Sonstiges verbesserte sich das operative EBITDA von -1,76 auf -1,69 Mio. € und das operative EBIT von -1,81 auf -1,74 Mio. €. Diese Verbesserung resultierte aus weiteren Kosteneinsparungen der Holdinggesellschaft.

Die Region Zentral-Osteuropa hat im Berichtszeitraum einen Umsatz von 3,19 Mio. € erzielt, was einem

Forschung und Entwicklung

Zentral-Osteuropa

Die optimale Kombination von Software und Services zum Nutzen unserer Kunden ist für den nachhaltigen Erfolg von BRAIN FORCE ausschlaggebend. Deshalb arbeiten wir gezielt daran, unsere Angebote in den Bereichen Process und Infrastructure Optimization an die Kundenbedürfnisse anzupassen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden 0,96 Mio. € in die Eigenentwicklung von Softwareprodukten investiert.

In Deutschland sind die FINAS-Module CRM, Risikoabsicherung sowie Vorsorgeoptimierung erweitert worden, um die Vertriebsprozesse unserer Kunden noch besser zu unterstützen. Die Entwicklung des Fördercenters wurde erfolgreich abgeschlossen und neben der bestehenden Lösung in Swing eine HTML-Version fertiggestellt. Der bAV-Vorteilsrechner erweitert unser Portfolio um ein verkaufsunterstützendes Tool, das die steuerlichen Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge transparent darstellt. Mit dem Projektstart von smart FINAS haben wir begonnen, die Benutzerführung der FINAS Suite für eine noch intuitivere Bedienbarkeit anzupassen. Damit reagieren wir auf den Trend hin zu sehr einfach bedienbaren Softwarelösungen und die stärkere Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs. Das Anwendungsframework für die FINAS-Produktfamilie wurde erweitert, um die Entwicklung zu optimieren und Wartungsaufwände zu reduzieren.

In den Niederlanden erhielt das Infrastructure Framework Aktualisierungen zu zentralen Technologien wie Windows Server 2008 R2, System Center Suite, Windows 7 und Citrix XenDesktop. Die ID-Suite wurde im Rahmen der Wartung aktualisiert. Die Software Packaging Robot unterstützt nun die Paketierung im Thin-App-Format sowie das Editieren von App-V-Paketen mit Hilfe eines Tools der Firma GridMagic. Packaging Robot ist nun auch für den Einsatz auf 64-Bit-Plattformen verfügbar. Das Produkt Workspace Manager wurde für den Einsatz in virtuellen Desktopinfrastrukturen weiter optimiert.

Unsere Tochtergesellschaft in Italien hat die Add-ons für Microsoft Dynamics AX und NAV im Rahmen der Wartung aktualisiert und um weitere branchenspezifische Funktionalitäten für die Stahlindustrie erweitert. Als einer der ersten Microsoft Partner nahm BRAIN FORCE Italien am Private Beta-Programm für Dynamics AX 2012 teil und testete die neue Version im Rahmen eines Kundenmigrationsprojekts. Die Umstellung unserer eigenen ERP-Software Visual Space auf .Net-Technologie wurde fortgesetzt. Die BRAIN FORCE Lösung NG4 für den Börsenhandel haben wir funktional erweitert, um sie zukünftig besser eigenständig vermarkten zu können. Die Software ist aus einem Kundenprojekt entstanden. Sie managt Handelsaufträge und leitet diese über Schnittstellen an Post Trading sowie Position Keeping Systeme weiter.

Optimale Kombination von Software und Services für hohen Kundennutzen

Ergebnisverbesserung durch konsequente Kostensenkung

Entwicklung Fördercenter abgeschlossen, neues Tool bAV-Vorteilsrechner, Entwicklungsstart smart FINAS

Infrastructure Framework aktualisiert, Workspace Manager für virtuelle Desktopinfrastrukturen optimiert

Add-ons für Microsoft Dynamics erweitert, Teilnahme am Beta-Programm für Dynamics AX 2012

SolveDirect hat das Projekt Collaborative Service Management, das über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) teilfinanziert wurde, mit der Integration der Module SD.Calendar, SD.Dialog und SD.Survey in die Releases 5.0 und 5.6 erfolgreich abgeschlossen. Mit der Funktionsgruppe SD.Calendar entstand ein optimiertes Kalendermodul zur Planung von Serviceeinsätzen. SD.Dialog verbessert die Kommunikation im Serviceprozess durch Funktionen für Chat, Blog und einer Schnittstelle zu Workflow- und Wiki-Inhalten. SD.Survey liefert konfigurierbare Umfragefunktionen, mit denen End-User-Profile erstellt und nach unterschiedlichen Kriterien ausgewertet werden können. Mit dem Release 5.7 erhielten Kunden in der Standardversion eine Passwort-Policy, erweiterte Kalenderfunktionalitäten und XML-Webservices, ein beschleunigtes Setup von Verbindungen zu BMC Remedy sowie einen noch besseren Überblick über die Auftragshistorie. In der Folge wurde mit der Entwicklung der IT Service Management Lösung Service Grid begonnen, welche mit Predictive SLAs Serviceengpässe antizipiert und die Integration der an der Wertschöpfungskette beteiligten Partner weiter erhöht.

Human Resources

Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE und entscheidend für den Erfolg. Durch ihr Wissen und Engagement kann sich das Unternehmen weiterentwickeln und seine Ziele erreichen.

Im Vorjahresvergleich stieg der Personalstand im Konzern erstmalig seit dem 30.09.2007 wieder an. Er belief sich zum 30.9.2011 auf 530 angestellte Mitarbeiter. Zusätzlich wurden 256 freie Mitarbeiter in verschiedenen Kundenprojekten eingesetzt. In Summe waren zum Stichtag 786 Mitarbeiter für BRAIN FORCE tätig, was einem Anstieg um 10% im Vergleich zum 30.9.2010 entspricht.

In unserem größten Markt Deutschland stieg die Mitarbeiterkapazität um 9% an, wovon 4% aus dem Auslaufen der Kurzarbeit resultieren. In der Region Italien blieb die Mitarbeiterzahl unverändert. In den Niederlanden war ein sehr starker Anstieg von 71% zu verzeichnen, was auf den erfolgreichen Aufbau des Professional Services Geschäftes und eine verbesserte Auftragslage im Geschäftsbereich Infrastructure Optimization zurückzuführen ist. Der Personalstand in der Region Zentral-Osteuropa lag 9% über dem Vorjahresniveau. Jener im Segment Holding und Sonstiges wurde um einen Mitarbeiter reduziert.

Die Mitarbeiter (angestellte und freie) verteilen sich zum 30.9.2011 wie folgt auf die einzelnen Regionen:

  • Deutschland: 369 (30.9.2010: 338 / Vdg.: +9%)
  • Italien: 287 (30.9.2010: 285 / Vdg.: 0%)
  • Niederlande: 95 (30.9.2010: 55 / Vdg.: +71%)
  • Zentral-Osteuropa: 29 (30.9.2010: 27 / Vdg.: +9%)
  • Holding und Sonstiges: 7 (30.9.2010: 8 / Vdg.: -13%)

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2010/11 505 (2009/10: 553) angestellte und 228 (2009/10: 226) freie Mitarbeiter bei BRAIN FORCE beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag bei 733 und damit um 6% unter dem Wert des Vorjahres. Dieser Rückgang ist auf den Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich und die Konsolidierungsänderung von SolveDirect auf at equity zurückzuführen.

Um den ständigen Veränderungen und Innovationen in der schnelllebigen IT-Branche gerecht zu werden, ist die kontinuierliche Schulung und fachliche Ausbildung der Mitarbeiter wichtig – angefangen bei den IT-Consultants bis zur Belegschaft in Verwaltung und Vertrieb. In den Niederlanden nehmen Mitarbeiter laufend an Trainingseinheiten zu den neuesten Entwicklungen von Microsoft, VMWare oder Citrix teil. Dadurch verfügen sie über einen technologischen Vorsprung und zählen so zu den ersten Ansprechpartnern beispielsweise bei der Einführung neuer Technologien wie im Bereich Desktop-Virtualisierung. In Italien werden Mitarbeiter in den neuesten Technologien von Microsoft Dynamics, Oracle, Symantec oder Cisco geschult und zertifiziert. In Deutschland nutzen Mitarbeiter die Möglichkeit, sich in regelmäßigen abteilungsbezogenen Meetings sowie bei Mitarbeiterveranstaltungen auszutauschen.

Integration der Module, SD.Calendar, SD.Dialog, SD.Survey, Entwicklungsstart für Lösung Service Grid

Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE

786 Mitarbeiter zum Stichtag beschäftigt

Mitarbeiter nach Segmenten (zum Stichtag)

  • 1 Deutschland 47%
  • 2 Italien 36%
  • 3 Niederlande 12%
  • 4 Zentral-Osteuropa 4%
  • 5 Holding und Sonstiges 1%

Kontinuierliche Schulungen und Wissenstransfer in allen Ländern

Auftragsbestand nach Regionen

3 Niederlande 11%

4 Zentral-Osteuropa 3%

Das Ziel eines positiven operativen Ergebnisses wurde erreicht

Weiteres Umsatz- und Ergebniswachstum als Ziel unter der Annahme einer positiven Konjunkturentwicklung in unseren Märkten

Konzernweiter Risikomanagement-Prozess mit Fokus auf die TOP 10 Risiken

Auftragslage

Der Auftragsbestand erreichte zum 30.9.2011 auf Konzernebene 15,90 Mio. € und lag damit um 9% hinter dem Vorjahresniveau von 17,43 Mio. €. Das war vor allem auf niedrigere Werte in Deutschland (-20%) zurückzuführen, wo vom Wert eines 4-Jahresvertrags planmäßig weitere 1,5 Mio. € abgearbeitet wurden. In Italien blieb der Auftragsbestand relativ stabil (-4%). In den Niederlanden (+106%) und Zentral-Osteuropa (+13%) stieg der Auftragsbestand im Vergleich zum Vorjahr jeweils deutlich an. 3 4 3

Der Auftragsbestand teilt sich zum 30.9.2011 auf die Regionen wie folgt auf:

  • Deutschland hält einen Auftragsbestand von 9,51 Mio. € (30.9.2010: 11,81 Mio. €) 2
  • Italien hält einen Auftragsbestand von 4,20 Mio. € (30.9.2010: 4,39 Mio. €)
  • Die Niederlande verfügen über einen Auftragsbestand von 1,80 Mio. € (30.9.2010: 0,88 Mio. €) 1 Deutschland 55%
  • Zentral-Osteuropa verfügt über einen Auftragsbestand von 0,39 Mio. € (30.9.2010: 0,35 Mio. €) 2 Zentral-Osteuropa 23%

Ausblick und Ziele

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hatte sich für das Geschäftsjahr 2010/11 ein positives operatives Ergebnis als Ziel gesetzt und dies im letzten Geschäftsbericht entsprechend kommuniziert. Dieses Ziel wurde mit einem operativen EBIT von über 1 Mio. € erreicht. Auch die Umsatzentwicklung war mit +2% auf über 71 Mio. € ansprechend. Auf vergleichbarer Basis, also nach Bereinigung der Konsolidierungskreisänderungen des Vorjahres, konnte ein Wachstum von 6% erzielt werden.

Die operativen Bereiche verzeichneten im letzten Quartal zum Teil deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Im Gesamtjahr lag nur BRAIN FORCE Italien operativ leicht unter dem Vorjahr, was vor allem auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld zurückführen ist. Die Ergebnisentwicklung des letzten Jahres belegt somit die erfolgreiche strategische Neuausrichtung des Unternehmens und die Wirksamkeit der umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen. Mit entsprechend positiven Erwartungen haben daher die operativen Gesellschaften in den Sommermonaten ihre Budgets erstellt. Für den BRAIN FORCE Konzern ergibt sich daraus für das Geschäftsjahr 2011/12 die Zielsetzung eines weiteren Umsatzwachstums und einer neuerlichen Verbesserung der operativen Ergebnisse.

Diese Zielsetzung basiert jedoch auf der Annahme einer positiven Konjunkturentwicklung in den BRAIN FORCE Märkten Deutschland, Italien, Niederlande, Österreich, Tschechien und Slowakei. Mit ihrer Herbstprognose hat die Europäische Kommission die Wachstumserwartungen in der Union für 2012 von bisher 1,9% auf nur noch 0,6% deutlich zurückgeschraubt. Sollte sich der seit den Sommermonaten 2011 gesehene Wachstumseinbruch im Zuge der Staatsschuldenkrise und die damit einhergehende Verunsicherung von Konsumenten und Unternehmen weiter verschärfen, muss auch BRAIN FORCE ihre Unternehmensziele für das Geschäftsjahr 2011/12 überdenken.

Risikomanagement

Der BRAIN FORCE Konzern ist im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. In 2008 hat BRAIN FORCE das Risikomanagement verstärkt und einen zentral gesteuerten konzernweiten Prozess initiiert. Dieser Prozess wurde 2009 abgeschlossen. Seither werden die Risiken innerhalb der Gruppe regelmäßig und systematisch identifiziert, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß bewertet sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die TOP 10 Risiken des Konzerns gelegt. Die jährliche Aktualisierung der Risikobewertung findet im Zuge des Budgetierungsprozesses statt.

Gemäß der dezentralen Struktur des BRAIN FORCE Konzerns liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Holdingebene wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Gesamtvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das rollierende Forecasting. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilte im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2009/10 unter anderem auch die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern und berichtete darüber an Aufsichtsrat und Vorstand. Nachdem die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern bestätigt worden ist und auch im Hinblick auf die Unternehmensgröße haben wir die Beurteilung durch den Konzernabschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung 2010/11 ausgesetzt.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Nach aktueller Einschätzung weist der Konzern keine einzelnen bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf. Die Bewertung aller Top 10-Risiken beläuft sich in Summe auf rund 20% des Eigenkapitals. Im Folgenden werden die relevanten Risiken beschrieben und die definierten Gegenmaßnahmen erläutert.

Finanzielle Risiken

Die wesentlichsten finanziellen Risiken sind unzureichende Liquidität und Finanzierung. Die Vorhaltung ausreichender Liquidität hat für BRAIN FORCE so wie für jedes andere Unternehmen insbesondere in Zeiten angespannter Finanzmärkte oberste Priorität. Diesem Risiko begegnet BRAIN FORCE durch die Maximierung des Free Cash-flow mittels Kostensenkungen, aktivem Working Capital Management und einer Minimierung der Investitionsausgaben. Dazu wurden in den letzten Jahren die Kostenstrukturen dem gesunkenen Umsatzniveau angepasst, die "Order to Cash"- und "Purchase to Pay"-Prozesse optimiert und die Aktivierung von Eigenleistungen zurückgefahren. Neben diesen Maßnahmen hat BRAIN FORCE in 2009 eine Kreditversicherung für Kunden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden abgeschlossen, um dem Forderungsausfallsrisiko Rechnung zu tragen und die Basis für Factoring zu schaffen.

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. Das Liquiditätsmanagement der großen operativen Gesellschaften in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Österreich wird durch das Konzern-Treasury unterstützt.

Die Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe basiert auf einer soliden Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 38% zum 30.9.2011. Der Zahlungsmittelstand hat sich vor allem infolge des positiven Free Cashflow im abgelaufenen Geschäftsjahr von 4,1 auf 5,8 Mio. € erhöht. Positiv wirkten sich dabei der operative Turnaround sowie die Einführung von Factoring in Deutschland, Italien und den Niederlanden aus.

Die Refinanzierungsmöglichkeiten von BRAIN FORCE sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich teilweise dem Einfluss des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG entziehen. Die sonstigen Einflussgrößen umfassen Kreditbedingungen (Covenants) in den aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beachtung gewisser Ratings.

Lokale Verantwortung aber zentrale Steuerung des Risikomanagements

Wichtigstes Instrument zur Risikoüberwachung ist das Berichtswesen

Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen

Aktuell keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken identifiziert

Maximierung des Free Cashflow durch Kostensenkungen, aktives Working Capital Management und Minimierung der Investitionsausgaben

Laufende Finanzplanungen zur Überwachung des Liquiditätsrisikos

Anstieg der Zahlungsmittel durch positiven Free Cashflow

Kreditvereinbarungen beinhalten Covenant- und Ratingkriterien

Erfüllung aller Covenant- und Ratingkriterien

In 2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen in Höhe von 10 Mio. € mit einer Laufzeit bis 20. März 2014 aufgenommen. Dafür wird jährlich eine Bewertung des Konzernabschlusses nach Moody´s KMV RiskCalc vorgenommen. Eine Verschlechterung der Bewertung nach diesem System um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres berechtigt jeden Gläubiger zur Kündigung, wenn die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist. Weiters berechtigt eine Verschlechterung unter Ba3 jeden Gläubiger zur Kündigung. Die von der Erste Bank zur Verfügung gestellte Betriebsmittelline sieht eine Eigenkapitalquote von über 30% vor. Die beschriebenen Covenants werden von BRAIN FORCE laufend beobachtet und bei allen wesentlichen geschäftspolitischen Überlegungen simuliert. Nicht eingehaltene Covenants können dazu führen, dass die zu zahlenden Zinsen durch höhere Risikozuschläge steigen oder Kredite fällig gestellt werden.

Eine Abschreibung der Firmenwerte des Konzerns war im Geschäftsjahr 2010/11 nicht angezeigt.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern nur in der Tochtergesellschaft Network Performance Channel GmbH (NPC), Deutschland, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD Wechselkurses ausgesetzt. Die NPC kauft dabei Produkte in US-Dollar und verkauft diese in Europa, dem Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Das Einkaufsvolumen betrug im Geschäftsjahr 2010/11 5,86 Mio. US-Dollar. Teilweise werden die Umsätze durch NPC auch in US-Dollar fakturiert, der Großteil des Umsatzes wird jedoch in EUR erwirtschaftet. Eine Absicherung dieser oder anderer Fremdwährungspositionen mittels derivativer Finanzinstrumente wurde zum Bilanzstichtag nicht eingegangen. Aufgrund der steigenden Bedeutung des NPC-Geschäftes für den BRAIN FORCE Konzern, erfolgte zu Beginn des

Firmenwerte bestätigt

Währungsrisiko spielt nur in der Tochtergesellschaft NPC eine Rolle

Zinsänderungsrisiko wird durch das Treasury der Holding gesteuert

Abschluss einer Kreditversicherung zur Verringerung des Ausfallsrisikos

Eigenkapitalquote von 38% zum Bilanzstichtag

Fokus auf Kernkompetenzen und profitable Bereiche

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten infolge einer Änderung der Marktzinssätze ergibt. Die Finanzverbindlichkeiten des BRAIN FORCE Konzerns zum Bilanzstichtag von 11,6 Mio. € sind zu 86% fix und zu 14% variabel verzinst. Zahlungsmittel werden nicht veranlagt, sondern als Guthaben auf Bankkonten gehalten, um ausreichend Liquidität vorzuhalten.

Geschäftsjahres 2011/12 eine teilweise Absicherung des EUR/USD Wechselkursrisikos.

Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallsrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpflichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden durch die lokalen Gesellschaften. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet. Zusätzlich wurde per 1. September 2009 eine Kreditversicherung für Kunden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden abgeschlossen und damit das Ausfallsrisiko verringert. Kunden der italienischen Tochtergesellschaft sind von der Kreditversicherung nicht gedeckt. Die im Jahr 2010/11 verbuchten Forderungsausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen betragen rund 1,0% des Forderungsbestandes zum 30. September 2011.

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Management des Kapitalrisikos liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer kostenseitig optimierten Kapitalstruktur. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 38 % (Vorjahr: 39%).

Markt- und Wettbewerbsrisiko

Der BRAIN FORCE Konzern agiert in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld, zudem unterliegen Software und IT-Dienstleistungen konjunkturellen Schwankungen. Diesen Faktoren wird zum einen durch die Fokussierung auf Kernkompetenzen sowie profitable Bereiche und zum anderen durch die gezielte Erschließung neuer Technologien und Märkte Rechnung getragen. Ein Überangebot an IT-Beratern kann zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen. Durch einen Rückgang der Nachfrage kann es zu einer

Unterauslastung bei unseren angestellten IT-Mitarbeitern kommen. Im Fall eines nachhaltigen Konjunktureinbruches muss der Konzern Maßnahmen wie Kurzarbeit und Abbau von Mitarbeitern treffen. Die Beendigung von Dienstverhältnissen ist teilweise mit hohen Abfindungskosten verbunden und kann die Profitabilität bzw. das Bilanzbild negativ beeinflussen.

Hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte sind in der IT-Branche ein wichtiger Erfolgsfaktor. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen bzw. die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, werden attraktive, erfolgsorientierte Vergütungssysteme und Weiterbildungsprogramme angeboten.

Rechtliche Risiken

Durch laufendes Projekt-Controlling sollen eventuelle Haftungsrisiken aus Projekten minimiert werden. Je nach Größe und Risikopotenzial der Projekte ist ein Risiko- und Änderungsmanagement im Rahmen der Projektabwicklung installiert. Eine rechtliche Überprüfung aller wesentlichen Verträge ist verpflichtend vorgeschrieben. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zur Versicherungsprämie ausgerichtet wird.

Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen und rechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll-

und Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems und für die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Konzernrechnungslegung der BRAIN FORCE Gruppe liegt organisatorisch in der BRAIN FORCE HOLDING AG: die beiden Organisationseinheiten Accountancy Countries & Group Consolidation, zuständig für das externe Berichtswesen, und Financial Controlling, zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Grundlage der Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung ist ein Bilanzierungshandbuch (Accounting Manual), das von der BRAIN FORCE HOLDING AG herausgegeben und regelmäßig aktualisiert wird. Darin werden die wesentlichen auf IFRS basierenden Bilanzierungs- und Berichterstattungserfordernisse konzerneinheitlich vorgegeben. Dies betrifft insbesondere Vorgaben zur Bilanzierung und Berichterstattung von langfristigen Vermögenswerten, Kundenforderungen und Abgrenzungen, Finanzinstrumenten und Rückstellungen sowie die Überleitung der latenten Steueransprüche und -schulden.

Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der Gruppe sind vor allem die Vorgaben betreffend der Umsatzrealisierung sowie Aufzeichnungen über Projektabrechnungen von besonderer Bedeutung. Diese Prozesse werden in allen BRAIN FORCE Gesellschaften weitgehend automatisiert durchgeführt. Die regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und Gruppen von Vermögenswerten, die einzelnen Geschäftssegmenten zugerechnet sind, erfolgt in der Konzernzentrale. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management Meetings und im Einzelfall unter direkter Einbeziehung der zentralen Stabstelle sichergestellt.

Die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle im Konzern erfolgt mit unterschiedlichen Softwarelösungen. In manchen Ländern ist aufgrund der Größe der Tochterunternehmen das Rechnungswesen an lokale Steuerberater ausgelagert. Die Gesellschaften liefern quartalsweise an die Holding Berichtspakete (sogenannte Reporting Packages) mit allen relevanten Buchhaltungsdaten zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cash-Flow. Diese Daten werden dann in das zentrale Konsolidierungssystem eingepflegt. Soweit in den Konzerngesellschaften das gleiche System wie in der Konzernmutter verwendet wird, erfolgt die Datenübertragung automatisiert, nur in Landesgesellschaften mit anderen Systemen muss die Erfassung manuell durchgeführt werden. Diese Finanzinformationen werden auf Konzernebene

Mitarbeiterbindung durch erfolgsorientierte Vergütung und Trainings

Umfassendes Projekt Controlling und Abschluss von Versicherungen zur Minimierung eventueller Haftungsrisiken

Entscheidungen werden auf Basis von internen und externen Beratungen getroffen

Verantwortung für internes Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand

Bilanzierungshandbuch regelt die wesentlichen Berichtserfordernisse nach IFRS

Einhaltung der Vorgaben wird regelmäßig überprüft

Weitgehend automatisierte Übernahme der Daten in die Konsolidierung

Keine eigene Stabstelle Interne Revision eingerichtet

Ausgereiftes laufendes Reportingsystem mit rollierender 3-Monats-Vorschau

Regelmäßige und umfangreiche Information des Aufsichtsrates ist sichergestellt

in der Stabstelle Accountancy Countries & Group Consolidation überprüft und bilden die Basis für die Quartalsberichterstattung der BRAIN FORCE Gruppe nach IFRS.

Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle Interne Revision eingerichtet. Die oben dargestellte interne Kontroll- und Reportingsystematik ist jedoch in einer Weise aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware verwendet. Für die Übernahme der Ist-Daten aus den Primärsystemen wurden automatisierte Schnittstellen geschaffen, die Eingabe der Werte für Vorschaurechnungen erfolgt in einem standardisierten Prozess. Die Berichterstattung erfolgt nach Regionen, weiters pro Gesellschaft und auch nach den Geschäftsfeldern Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services. Neben einer Berichterstattung über die operative Ergebnisentwicklung für den jeweils abgelaufenen Monat erfolgte im Geschäftsjahr 2010/11 einmal im Monat eine rollierende 3-Monats-Vorschau. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, des Vorjahreszeitraumes sowie der jeweils vorangegangenen Vorschaurechnung und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen, bestehend aus Segmentberichterstattung, Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüsse, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen informiert.

Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital beträgt 15.386.742 €. Es ist zerlegt in 15.386.742 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30.9.2011 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der BRAIN FORCE HOLDING AG, die zumindest 10 von Hundert beträgt: CROSS Informatik GmbH: 53,58%
  • ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG: 16,97%
    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Im BRAIN FORCE-Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs.1 Z 4 und 8 AktG zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie den Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% über- oder unterschreiten darf. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, ihre Konzernunternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder außerhalb davon erfolgen.

Weiters wurde beschlossen, die Ermächtigung des Vorstandes für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung, mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Aus schluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen fest zusetzen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn

diese Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Erwerbes von Unternehmen, Betrieben, Teilbe trieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zur Bedie nung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden. Diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt werden und gilt für die höchste gesetzlich zulässige Dauer. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die dem Vorstand zuletzt erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG mit Hauptversammlungsbeschluss vom 14.05.2009 zum 6. Punkt der Tagesordnung wurde aufgehoben.

b) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.03.2016 um bis zu weitere 7.693.371,- € durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen (Genehmigtes Kapital 2011).

Weiters wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn

  • die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden, oder
  • die Kapitalerhöhung zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes erfolgt, oder
  • um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen, oder

– um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen. Weiters wurde beschlossen, das bestehende Genehmigte Kapital 2006 aufzuheben und die Satzung entsprechend anzupassen.

  • c) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag dieser Beschlussfassung Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinn schuldverschreibungen, Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu 15.000.000,- €, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 7.693.371 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, aus zugeben, und zwar auch mittelbar im Wege der Garantie für die Emission von Finanzinstrumenten durch ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mit Wandlungsrechten auf Aktien der Gesell schaft. Für die Bedienung kann der Vorstand das bedingte Kapital oder eigene Aktien verwenden. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sowie der etwaige Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf die emittierten Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichts rates festzulegen.
  • d) In der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde beschlossen: Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu 7.693.371,- € durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 02.03.2011, soweit die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugs- und/oder Umtausch recht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhält nis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben eine Dividendenberechtigung, die den zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustim mung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitaler höhung festzusetzen.

Weiters wurde die Änderung der Satzung durch Einfügung einer neuen Bestimmung "§5a Bedingtes Kapital" beschlossen.

    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Für den Fall einer "feindlichen" Übernahme der Gesellschaft im Sinne des Übernahmegesetzes wurde mit dem Vorstandsmitglied Thomas Melzer vertraglich vereinbart, dass das Vorstandsmitglied das einseitige Recht hat, jederzeit innerhalb einer Frist von zwei Monaten ab dem Zeitpunkt der rechtskräftigen Übernahme der Gesellschaft per sofort und ohne weitere Frist seinen Vorstandsvertrag mit der Gesellschaft aufzulösen und sein Amt sofort niederzulegen. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, wenn das Vorstandsmitglied dieses vorstehende Recht ausübt, dem Vorstandsmitglied ausschließlich seine fixe Vergütung, die ihm bis zum Ende seiner Tätigkeit bei voller vereinbarter Laufzeit seines Vorstandsvertrages zustünde, in Form einer Einmalzahlung als Abfertigungszahlung innerhalb von vier Wochen ab seinem Austrittsdatum anzuweisen. Für den Fall eines "Kontrollwechsels" wurde mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer vertraglich vereinbart, dass die CROSS Informatik GmbH, das Recht hat, den Überlassungsvertrag, den sie mit der BRAIN FORCE HOLDING AG unter Beitritt von Herrn Michael Hofer abgeschlossen hat, einseitig unter Wahrung aller Ansprüche aufzulösen. Dieses begünstigte Auflösungsrecht ist spätestens zum Zeitpunkt des Closings (Rechtswirksamkeit) betreffend des den Kontrollwechsel auslösenden Anteilserwerbes wahrzunehmen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn die CROSS Industries AG nicht mehr a) direkt oder b) indirekt über eine Tochtergesellschaft, die zumindest zu 50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG beteiligt ist, die Stimmenmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält.

Konzernabschluss

45 Konzernabschluss

  • 46 Gesamtergebnisrechnung
  • 46 Segmentberichterstattung
  • 47 Cash-flow Statement
  • 48 Bilanz
  • 48 Entwicklung des Eigenkapitals

58 49 Konzernanhang

  • 49 Die Gesellschaft
  • 49 Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

  • 56 Umsatzerlöse (1)
  • 56 Aufwandsarten (2)
  • 57 Sonstige betriebliche Erträge (3)
  • 57 Nicht-wiederkehrende Posten (4)
  • 57 Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (5)
  • 57 Personalaufwand (6)
  • 58 Finanzergebnis (7)
  • 58 Ertragsteuern (8)
  • 58 Segmentinformation (9)

59 Erläuterungen zum Cash-flow Statement

  • 60 Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (10)
  • 60 Cash-flow aus Investitionstätigkeit (11)
  • 60 Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit (12)
  • 60 Zahlungsmittelbestand (13)

Erläuterungen zur Bilanz

  • 60 Sachanlagen (14)
  • 61 Firmenwerte (15)
  • 62 Sonstige immaterielle Vermögenswerte (16)
  • 63 Anteile an assoziierten Unternehmen (17)
  • 64 Finanzanlagen (18)
  • 64 Latente Steuern (19)
  • 65 Vorräte (20)
  • 65 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (21)
  • 66 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (22)
  • 66 Zahlungsmittel (23)
  • 66 Eigenkapital (24)
  • 67 Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen (25)
  • 70 Finanzverbindlichkeiten (26)
  • 70 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (27)
  • 71 Sonstige Verbindlichkeiten (28)
  • 71 Eventualverbindlichkeiten (29)
  • 71 Steuerrückstellungen (30)
  • 71 Sonstige Rückstellungen (31)
  • 71 Finanzinstrumente (32)
  • 72 Aufgegebener Geschäftsbereich (33)
  • 73 Finanzrisikomanagement (34)
  • 74 Aufwendungen für den Abschlussprüfer (35)
  • 74 Ergebnis je Aktie (36)
  • 75 Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (37)
  • 75 Mitarbeiterbeteiligungen (38)
  • 75 Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (39)
  • 75 Angaben über Arbeitnehmer (40)
  • 75 Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag (41)
  • 76 Freigabe zur Veröffentlichung (42)
  • 76 Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates (43)
Gesamtergebnisrechnung in EUR Note 1.10.2010 - 30.9.2011 1.10.2009 - 30.9.2010
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Umsatzerlöse 1 71.086.916 69.589.385
Herstellungskosten 2 -55.989.017 -56.584.695
Bruttoergebnis vom Umsatz 15.097.899 13.004.690
Vertriebskosten 2 -6.514.172 -7.390.425
Verwaltungskosten 2 -7.381.622 -7.025.554
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 -790.771 -665.112
Sonstige betriebliche Erträge 3 628.735 427.133
Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT operativ) 1.040.069 -1.649.268
Restrukturierungsaufwendungen 4 0 -1.815.519
Nicht-wiederkehrende Erträge 4 0 6.325.381
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT) 1.040.069 2.860.594
Finanzerträge 7 1.290 14.622
Finanzaufwendungen 7 -791.638 -736.659
Finanzergebnis 7 -790.348 -722.037
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 17 -1.631.858 -1.811.806
Ergebnis vor Steuern -1.382.137 326.751
Ertragsteuern 8 13.515 597.408
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen -1.368.622 924.159
Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches 33 0 -132.887
Ergebnis nach Steuern -1.368.622 791.272
Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente 24 -3.940 -3.589
Währungsumrechnungsdifferenzen 24 -19.498 7.028
Sonstiges Ergebnis -23.438 3.439
Gesamtergebnis -1.392.060 794.711
Ergebnis je Aktie 1) 36 -0,09 0,05
Ergebnis je Aktie bereinigt 2) -0,09 -0,26
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen -0,09 0,06
Ergebnis je Aktie des aufgegebenen Geschäftsbereiches 0,00 -0,01

1) Ergebnisse sind ausschließlich den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar

2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge sowie dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

Kennzahlen nach Segmenten
2010/11 in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 38.243.645 20.705.727 8.949.070 3.188.474 0 71.086.916
EBITDA 2.541.309 1.146.513 919.378 212.195 -1.686.337 3.133.058
EBITDA operativ 1) 2.541.309 1.146.513 919.378 212.195 -1.686.337 3.133.058
Abschreibungen -758.591 -704.875 -495.881 -75.179 -58.463 -2.092.989
EBIT operativ 1) 1.782.718 441.638 423.497 137.016 -1.744.800 1.040.069
Nicht-wiederkehrende Aufwendungen / Erträge 0 0 0 0 0 0
EBIT 1.782.718 441.638 423.497 137.016 -1.744.800 1.040.069
Kennzahlen nach Segmenten
2009/10 in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 35.911.458 21.476.043 6.861.772 5.340.112 0 69.589.385
EBITDA 272.904 1.035.865 -852.087 632.431 4.567.406 5.656.519
EBITDA operativ 1) 917.904 1.336.384 17.913 632.431 -1.757.975 1.146.657
Abschreibungen -804.590 -864.864 -762.626 -309.940 -53.904 -2.795.924
EBIT operativ 1) 113.314 471.520 -744.713 322.490 -1.811.878 -1.649.268
Nicht-wiederkehrende Aufwendungen / Erträge -645.000 -300.519 -870.000 0 6.325.381 4.509.862
EBIT -531.686 171.001 -1.614.713 322.490 4.513.503 2.860.594

1) bereinigt um nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

Cash-flow Statement in EUR Note 1.10.2010 - 30.9.2011 1.10.2009 - 30.9.2010
Ergebnis vor Steuern -1.382.137 326.751
Abschreibungen 2.092.989 2.795.924
Finanzergebnis 790.348 722.037
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 1.631.858 1.811.806
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 10.652 -4.473
Eliminierung Erträge aus Unternehmensveräußerung und sonstige zahlungsunwirksame
Erträge
0 -6.658.079
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und Schulden -156.236 -188.051
Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 2.987.474 -1.194.085
Veränderungen Vorräte -100.321 41.133
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.193.514 -1.146.693
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.051.371 677.646
Veränderungen übriger kurzfristiger Vermögenswerte und Schulden 249.232 -1.183.901
Differenzen aus der Währungsumrechnung -19.250 22.861
Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen -714.650 -594.215
Gezahlte Ertragsteuern -607.253 -495.677
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 10 5.040.117 -3.872.931
Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen 0 -1.111.079
Netto-Einzahlungen für Unternehmensveräußerungen 0 3.305.233
Auszahlungen aus Abgang von verbundenen Unternehmen 0 -77.243
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.512.285 -1.529.290
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 10.379 4.473
Einzahlungen / Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte 0 528
Cash-flow aus Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 11 -1.501.906 592.622
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 10.716 3.096.406
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Bankkontokorrentkrediten -1.533.676 -156.519
Gezahlte Dividende 0 0
Kapitalerhöhung 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 12 -1.522.960 2.939.887
Veränderung der Zahlungsmittel aus fortgeführten Geschäftsbereichen 2.015.251 -340.422
Veränderung der Zahlungsmittel aus aufgegebenem Geschäftsbereich 33 -324.212 -1.087.508
Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang 4.115.563 5.543.493
Veränderung der Zahlungsmittel 1.691.039 -1.427.930
Zahlungsmittelbestand am Periodenende 13, 23 5.806.602 4.115.563
Bilanz in EUR Note 30.9.2011 30.9.2010
AKTIVA
Sachanlagen 14 1.593.534 1.885.838
Firmenwerte 15 11.001.151 11.001.151
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 16 2.626.407 2.936.087
Anteile an assoziierten Unternehmen 17 8.896.890 10.528.748
Finanzanlagen 18 45.351 49.291
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 22 91.229 74.191
Latente Steueransprüche 19 1.813.823 1.345.698
Langfristige Vermögenswerte 26.068.385 27.821.004
Vorräte 20 304.529 204.208
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21 15.357.699 17.571.459
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 22 1.892.131 1.339.590
Zahlungsmittel 23 5.806.602 4.115.563
Kurzfristige Vermögenswerte 23.360.961 23.230.820
Summe Aktiva 49.429.346 51.051.824
PASSIVA
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 24 15.386.742 15.386.742
Rücklagen 24 9.599.679 10.746.071
Angesammelte Ergebnisse -6.268.916 -6.023.248
Eigenkapital 18.717.505 20.109.565
Finanzverbindlichkeiten 26 9.973.541 9.962.825
Sonstige Verbindlichkeiten 28 151.150 141.514
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 25 1.440.583 1.530.710
Latente Steuerschulden 19 136.736 120.592
Langfristige Schulden 11.702.010 11.755.641
Finanzverbindlichkeiten 26 1.657.000 3.190.676
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 8.643.602 7.602.483
Sonstige Verbindlichkeiten 28 7.574.840 6.878.531
Steuerrückstellungen 30 872.755 1.065.006
Sonstige Rückstellungen 31 261.634 449.922
Kurzfristige Schulden 19.009.831 19.186.618
Summe Passiva 49.429.346 51.051.824
den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar
Entwicklung des Eigenkapitals
in EUR
Note Grundkapital Kapitalrücklage Sonstige Rücklagen Angesammelte
Ergebnisse
Gesamtes
Eigenkapital
Stand 1.10.2009 15.386.742 12.376.066 -290.678 -8.157.276 19.314.854
Übertragung von Rücklagen 0 -1.342.756 0 1.342.756 0
Gesamtergebnis der Periode 0 0 3.439 791.272 794.711
Stand 30.9.2010 24 15.386.742 11.033.310 -287.239 -6.023.248 20.109.565
Übertragung von Rücklagen 0 -1.122.954 0 1.122.954 0
Gesamtergebnis der Periode 0 0 -23.438 -1.368.622 -1.392.060
Stand 30.9.2011 24 15.386.742 9.910.356 -310.677 -6.268.916 18.717.505

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011

Die Gesellschaft

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist ein führendes IT-Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, den Niederlanden, Tschechien, der Slowakei und den USA. BRAIN FORCE entwickelt eigene Softwarelösungen bzw. implementiert Produkte führender Technologieanbieter. Das Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services. Der Sitz der Muttergesellschaft ist Karl-Farkas-Gasse 22, 1030 Wien, Österreich.

Im Geschäftsjahr 2010/11 fand ein Wechsel des Mehrheitseigentümers der BRAIN FORCE HOLDING AG statt. Der bisherige Hauptaktionär, die BEKO HOLDING AG, Nöhagen, Österreich, hat im Rahmen einer Spaltung 53,58% der Anteile an der BRAIN FORCE HOLDING AG auf die CROSS Informatik GmbH, Wels, Österreich übertragen. Zum Bilanzstichtag hält somit die CROSS Informatik GmbH, an der die CROSS Industries AG, Wels, Österreich, wesentlich beteiligt ist, die Mehrheit der Anteile an der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet.

Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss zum 30. September 2011 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis des historischen Anschaffungskostenprinzips, mit Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden (einschließlich Derivaten), die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Die Aufstellung von im Einklang mit IFRS stehenden Konzernabschlüssen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erfordert Schätzungen. Außerdem verlangt die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaft, dass das Management Annahmen trifft. Bereiche mit höheren Ermessensspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, werden unter der Erläuterung "Ermessensspielräume und Schätzungen" aufgeführt.

Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit gerundet und – soweit angegeben – in Tausend Euro ausgewiesen. Für Berechnungen werden dennoch die genauen Beträge einschließlich nicht dargestellter Ziffern verwendet, sodass dadurch Rechendifferenzen auftreten können.

Neue und geänderte Standards und Interpretationen, die von der EU übernommen wurden und im Geschäftsjahr erstmals angewendet wurden

Alle neu anzuwendenden Regelungen (Standardänderungen, neue und geänderte Interpretationen), die im Geschäftsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden waren, hatten keine oder keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Standards, Interpretationen und Änderungen zu publizierten Standards, die noch nicht angewendet wurden

Eine Reihe von Änderungen von Standards, neue Standards und Interpretationen wurden bereits publiziert, aber wurden von der Europäischen Union noch nicht übernommen oder sind noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft sind nicht wesentlich und werden daher im Detail nicht dargestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden alle auf den einheitlichen Konzernbilanzstichtag 30. September 2011 erstellt.

In den Konzernabschluss sind neben der BRAIN FORCE HOLDING AG inländische und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%.

Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Tag, ab dem die Kontrolle über das Unternehmen besteht, und endet mit dem Tag, an dem die Kontrolle endet.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2010 wie folgt geändert:

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat mit Notariatsakt vom 9. Dezember 2010 die Firma Network Performance Channel GmbH, Langen, Deutschland, gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und die Entwicklung von IT-Produkten sowie die Erbringung von Servicedienstleistungen im IT-Bereich. Die Gesellschaft wurde am 7. Jänner 2011 in das Handelsregister eingetragen und wird im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.

Der Konzernabschluss umfasst somit die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, und die angeführten Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen:

Gesellschaft Konsolidierungsart Anteil in %
BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich V 100
BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland V 100
Network Performance Channel GmbH, Langen, Deutschland V 100
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien V 100
BRAIN FORCE Network Solutions B.V., Veenendaal, Niederlande V 100
BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande 1) V 100
BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz V 100
BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien V 100
Brain Force Software s.r.o., Bratislava, Slowakei 2) V 100
NSE Capital Venture GmbH, München, Deutschland 1) V 100
SolveDirect Service Management GmbH, Wien 3) E 67,39
CONSULTING CUBE s.r.l., Bologna, Italien 4) E 25

V... Vollkonsolidierung

  • E... Equity-Bewertung
  • 1) Der Anteil wird durch die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, gehalten.
  • 2) 0,5% des Anteils werden durch die BRAIN FORCE HOLDING AG, 99,5% durch die BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien, gehalten.
  • 3) Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der SolveDirect Service Management Inc., San Francisco, USA. Die Gesellschaften wurden als Teilkonzern at equity in den Konzernabschluss einbezogen.
  • 4) Der Anteil wird durch die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien, gehalten.

Konsolidierungsmethoden

Die Konsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IFRS 3. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. des Übergangs der Kontrolle verrechnet.

Immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifizierbar, einer eigenständigen Bilanzierung zugeführt. Sie werden planmäßig abgeschrieben. Der verbleibende Firmenwert wird auf die zahlungsmittelgenerierende(n) Einheit(en) aufgeteilt und mindestens einmal jährlich auf dieser Ebene auf Werthaltigkeit getestet.

Im Falle eines Überschusses des erworbenen anteiligen Reinvermögens über die Anschaffungskosten sind sowohl die erworbenen Vermögenswerte und Schulden und Eventualverbindlichkeiten als auch die Anschaffungskosten nochmals zu bewerten, und ein bestehender Überschuss ist danach erfolgswirksam zu erfassen. Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge, Aufwendungen und eventuelle Zwischenergebnisse sind eliminiert.

Währungsumrechnung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis jener Währung bewertet, die der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, entspricht (funktionale Währung). Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung der Muttergesellschaft und die Berichtswährung des Konzerns darstellt.

Die aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Tochterunternehmen resultierenden Differenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Bewertung von Forderungen und Schulden in fremder Währung zum Kurs am Bilanzstichtag resultieren, werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, die eine von der Konzernberichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden zum jeweiligen Bilanzstichtag entsprechend umgerechnet.

Die Euro-Wechselkurse wichtiger Währungen sind in der folgenden Tabelle angeführt:

Währung Stichtagskurs
30.9.2011
Stichtagskurs
30.9.2010
1 EUR 1 EUR
Schweizer Franken (CHF) 1,2185 1,3445
Tschechische Kronen (CZK) 24,6400 24,4000
US-Dollar (USD) 1,3520 1,3720

Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen werden linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis ab dem Monat, in dem der Vermögenswert zur Verfügung steht.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
bauliche Investitionen in fremden Betriebsgebäuden 5 bis 10 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre
Büromaschinen 4 bis 5 Jahre
Büroeinrichtung 5 bis 10 Jahre

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag.

Instandhaltungsaufwendungen

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet werden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Die aus der Erwerbskonsolidierung entstandenen Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 keiner planmäßigen Abschreibung unterzogen.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanzierten Vermögenswerte werden linear wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer
Produktentwicklungen 3 Jahre
Kundenbeziehungen 7 Jahre

Sonstige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibungen, angesetzt. Diese beträgt für:

Nutzungsdauer
Software 3 bis 5 Jahre
Lizenz- und Vertriebsrechte 3 Jahre
Eingetragene Markenrechte 10 Jahre

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag. Der Firmenwert ist darüber hinaus verpflichtend einmal jährlich auf Wertminderung zu überprüfen.

Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung werden als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten, sowohl fremdbezogene Güter und Dienstleistungen als auch interne Entwicklungskosten, die aus Entwicklungsprojekten entstehen, werden gemäß IAS 38 als Vermögenswerte aus Entwicklung (sonstige immaterielle Vermögenswerte) bei Erfüllung der erforderlichen Kriterien maximal in jenem Ausmaß angesetzt, in dem von diesen Ausgaben zukünftige Gewinne erwartet werden. Einmal als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden jedoch in einer späteren Periode nicht als Vermögenswert ausgewiesen.

Aktivierte Entwicklungskosten werden nach Beendigung des Entwicklungsprojektes in der Bilanz als sonstige immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen und nach der erwarteten Nutzungsdauer des jeweiligen Produktes, derzeit 3 bis 5 Jahre, linear abgeschrieben.

Assoziierte Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, also jener Unternehmen, an denen der Konzern direkt oder indirekt mit mehr als 20% der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftspolitik des assoziierten Unternehmens ausüben kann, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Dabei werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten gebucht und in der Folge entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am sich ändernden Reinvermögen des assoziierten Unternehmens berichtigt. Die Gesamtergebnisrechnung zeigt den Anteil am Erfolg des assoziierten Unternehmens.

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde durch den Abschluss eines Beteiligungsvertrages mit dem 3TS Cisco Growth Fund die alleinige Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, aufgegeben. Die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, wurde bis zum 31. Dezember 2009 im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. Per 1. Jänner 2010 wurde die Gesellschaft endkonsolidiert und der beizulegende Zeitwert der Anteile als Anteile an assoziierten Unternehmen erstmals erfasst. Der Anteil an der at equity bilanzierten SolveDirect Service Management GmbH, Wien, beträgt zum Bilanzstichtag 30. September 2011 67,39% (Vorjahr: 81,42%).

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden neben Beteiligungen jene Wertpapiere ausgewiesen, deren Besitz für unbestimmte Zeit gedacht ist und die infolge eines Liquiditätsbedarfs oder aufgrund von Änderungen der Zinssätze gegebenenfalls verkauft werden. Sie sind in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" eingestuft.

Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten (basierend auf den Kursinformationen) bewertet, wobei nicht realisierte Wertänderungen im Eigenkapital innerhalb der sonstigen Rücklagen erfasst werden.

Beteiligungen gelten zwar auch als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die Bewertung erfolgt jedoch grundsätzlich zu Anschaffungskosten, da für diese Gesellschaften ein aktiver Markt nicht existiert und die jeweiligen Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können. Soweit Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert bestehen, wird dieser angesetzt.

Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Sofern Wertminderungen eintreten, werden die erforderlichen Abschreibungen jedenfalls ergebniswirksam berücksichtigt.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen, Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereig-

nisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Nettoverkaufspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, wo separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Im Falle des Wegfalls der Wertminderung wird, ausgenommen bei Firmenwerten, eine entsprechende Zuschreibung durchgeführt.

Vorräte

Vorräte werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Fertigungsaufträge

Der Gewinn eines Fertigungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Der Arbeitsfortschritt wird dargestellt als das Verhältnis von bereits angefallenen Arbeitsstunden bis zum Bilanzstichtag und den gesamten Arbeitsstunden für das jeweilige Projekt. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung bilanziert. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen (bei Wertminderung) bilanziert. Forderungen in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.

Soweit langfristige Forderungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind, erfolgt der Ausweis unter den kurzfristigen Vermögenswerten.

Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben in Fremdwährungen werden mit dem am 30. September 2011 gültigen Stichtagskurs bewertet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Entstehungswert oder einem abweichenden Rückzahlungsbetrag angesetzt. Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aus vorangegangenen Ereignissen hat und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen beinhalten Pensionen und Abfertigungen, welche auf Basis von versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 berechnet werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation = DBO) wird aufgrund der zurückgelegten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und (im Falle der Pensionen) der Rentenanpassung berechnet. Die sich nach der Methode der laufenden Einmalprämien ergebende Verpflichtung wird bei Pensionen bei Vorliegen eines fondsfinanzierten Versorgungssystems in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Rückstellungen für Pensionen passiviert.

Der zu erfassende Periodenaufwand beinhaltet Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand und Aufwand bzw. Ertrag aus der Amortisation von Vergangenheitskosten und von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Im Rahmen der Berechnung der Verpflichtungen werden versicherungsmathematische Annahmen getroffen, vor allem hinsichtlich des anzuwendenden Zinssatzes für die Abzinsung, der Steigerungsrate für Gehälter bzw. Pensionen, des Pensionseintrittsalters und der Wahrscheinlichkeiten betreffend Fluktuation und Inanspruchnahme. Der Berechnung werden die lokalen biometrischen Grundlagen zugrunde gelegt.

Für die Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung kommt ein Zinssatz zur Anwendung, der in Anlehnung an die durchschnittliche Verzinsung von Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit gewählt wurde.

Die zur Anwendung kommende Steigerungsrate der Gehälter wurde aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Die verwendeten Abschläge für Fluktuation und Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Vorperioden.

Das zur Anwendung kommende Pensionseintrittsalter wird bei den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen den zugrunde liegenden Zusagen entnommen; im Rahmen der Abfertigungsverpflichtungen wird auf das voraussichtliche Pensionseintrittsalter abgestellt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht berücksichtigt, sofern sie den höheren Wert aus 10% des Verpflichtungsumfanges oder eines etwaigen Planvermögens (Korridor) nicht übersteigen. Der den Korridor übersteigende Betrag wird über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Belegschaft ergebniswirksam verteilt und bilanziell erfasst.

Die Abfertigungen betreffen Verpflichtungen nach österreichischem bzw. italienischem Recht.

Die Abfertigungen nach österreichischem Recht sind einmalige Abfindungen, die aufgrund von arbeitsrechtlichen Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber sowie regelmäßig bei Pensionseintritt bezahlt werden müssen. Ihre Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.

Anzahl Dienstjahre 3 5 10 15 20 25
Anzahl Monatsbezüge 2 3 4 6 9 12

Für nach 2002 in ein österreichisches Unternehmen eingetretene Mitarbeiter kommt ein beitragsorientiertes Modell zur Anwendung. Der Dienstgeber hat ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses einen laufenden Beitrag in Höhe von 1,53% des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) zu leisten. Eine weitere Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht mehr. Der Anspruch der Arbeitnehmer richtet sich gegen die jeweilige MVK, während die laufenden Beitragszahlungen im Personalaufwand ausgewiesen werden.

Die Abfertigungen nach italienischem Recht (TFR) sind einmalige Abfindungen, die fällig werden, sobald der Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt. Die Höhe der Abfindung ermittelt sich aus der Anzahl der Monatsgehälter (indexiert), wobei pro Dienstjahr ein Monatsgehalt (Jahresgehalt dividiert durch 13,5) verdient wird. Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. für die Schaffung eines Eigenheimes bzw. medizinische Versorgung, kann der Arbeitnehmer einen Vorschuss von bis zu 70% des Anspruches erhalten. Ab dem Geschäftsjahr 2007 sind die erdienten Beträge in die staatliche Sozialversicherung oder eine vom Mitarbeiter genannte Versorgungseinrichtung abzuführen.

Umsatzerlöse

Die Erfassung der Erlöse erfolgt mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden, wobei Rabatte und sonstige Erlösschmälerungen abgezogen werden. Umsätze, die sich auf Dienstleistungsgeschäfte gemäß IAS 18 beziehen, werden nach der Teilgewinnrealisierungsmethode bewertet.

Fremdkapitalkosten

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden, wie im Vorjahr, mangels Erfordernis keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden anhand der Verbindlichkeiten-Methode unter Anwendung der jeweils landesspezifischen Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steueransprüche bzw. Begleichung der latenten Steuerschuld erwartet wird. Latente Steuerschulden werden unter den langfristigen Schulden, latente Steueransprüche unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus der Aktivierung von Entwicklungskosten und sonstigen im Rahmen der Kaufpreisallokation nach IFRS 3 identifizierten Vermögenswerten und Schulden, der Abschreibung von Sachanlagen, Forderungen, steuerlich gebildeten Rückstellungen, Fertigungsaufträgen, Rückstellungen für Pensionen und anderen langfristigen Personalverpflichtungen. Latente Steueransprüche, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen zukünftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

Ermessensspielräume und Schätzungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat der BRAIN FORCE Konzern zu einem gewissen Grad zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen zum Anlagevermögen, zu Wertberichtigungen von Forderungen, Rückstellungen und latenten Steuern getroffen. Die tatsächlichen Werte können letztendlich von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Verrechnungspreise

Zwischen den Segmenten bestehen in geringem Ausmaß konzerninterne Leistungsbeziehungen. Die Verrechnung erfolgt zu marktüblichen Bedingungen nach der Kostenaufschlagsmethode.

Wertminderung von Firmenwerten

Die Auswirkung einer nachteiligen Veränderung der im Rahmen der jährlichen Wertminderungstests getroffenen Schätzungen des Zinssatzes um plus 10% bzw. des Zahlungsmittelflusses um minus 10% würde zu einem Wertminderungsbedarf in Höhe von TEUR 45 bzw. TEUR 307 (Vorjahr: kein Wertminderungsbedarf) der bilanzierten Firmenwerte führen.

Latente Steuern

Sollten die künftigen steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode um 10% von den zum Bilanzstichtag getroffenen Annahmen nach unten abweichen, wäre die bilanzierte Nettoposition an latenten Steueransprüchen voraussichtlich um TEUR 187 (Vorjahr: TEUR 179) zu verringern.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Im BRAIN FORCE Konzern werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im Falle von Pensionen und Abfertigungen nach österreichischem Recht unter Berücksichtigung der Korridorregelung in der Gesamtergebnisrechnung über die durchschnittliche restliche Dienstzeit, im Falle der Abfertigungen nach italienischem Recht sofort in voller Höhe erfasst.

Der Barwert der Verpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Aufwendungen verwendeten Annahmen schließen die Steigerungsrate der Gehälter und den Zinssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen hat Auswirkungen auf den Barwert der Verpflichtung und auf die noch nicht verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste. Bei Anwendung der Korridormethode ist der Betrag an versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors entsprechend der durchschnittlichen restlichen Dienstzeit der Begünstigten ergebniswirksam zu verteilen. Die Steigerungsrate der Gehälter wird aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Der Konzern ermittelt den angemessenen Zinssatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Zinssatzes wird der Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde gelegt, die auf jene Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, und deren Laufzeit jener der Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung entspricht. Weitere wesentliche Annahmen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten.

Wenn den Annahmen ein Diskontierungszinssatz zugrunde gelegt würde, der um 10% von den Schätzungen des Managements nach unten abweicht, wäre der Barwert der Verpflichtung für Pensionen und Abfertigungen um TEUR 73 (Vorjahr: TEUR 79) zu erhöhen.

Übrige Bilanzposten

Bei den übrigen Bilanzposten ergeben sich durch Änderungen der Schätzungen bzw. Annahmen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Die Tätigkeit des per Ende des Rumpfgeschäftsjahres 2009 aufgegebenen Geschäftsbereiches am Standort Berlin wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 vollständig beendet. Aufgrund der Verwendung der Rückstellung für die Schließung des Standortes wirkt sich der aufgegebene Geschäftsbereich ergebnismäßig nicht mehr auf die Gesamtergebnisrechnung aus. Auch zukünftig werden keine Ergebnisbeiträge des Standortes Berlin erwartet, lediglich im Cash-flow Statement werden die Zahlungsmittelabflüsse im Zuge der Verwendung der verbleibenden Rückstellung dargestellt werden.

Im ersten Quartal (1. Oktober bis 31. Dezember 2009) des Vergleichszeitraumes des Vorjahres waren die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, und die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, als vollkonsolidierte Unternehmen im Konsolidierungskreis enthalten. Die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, wurde mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 16. Dezember 2009 verkauft und per 31. Dezember 2009 endkonsolidiert. Die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, wurde nach dem Einstieg eines Finanzinvestors und dem damit einhergehenden Kontrollverlust über die Gesellschaft per 1. Jänner 2010 endkonsolidiert und als assoziiertes Unternehmen at equity bilanziert. Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 25. Februar 2010 wurde die INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, übernommen. Im Zeitraum vom 1. Oktober 2009 bis 28. Februar 2010 war die Gesellschaft nicht im Konsolidierungskreis enthalten. Per 5. August 2010 wurde die Gesellschaft in BRAIN FORCE GmbH umfirmiert.

Im Vergleich zur Gesamtergebnisrechnung des Vorjahres reduzierten diese Veränderungen des Konsolidierungskreises die Umsatzerlöse um 2,72 Mio. €, das EBIDTA verringerte sich um 0,47 Mio. €.

Die folgenden Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche.

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in EUR 2010/11 2009/10
Dienstleistungen laufend 44.839.066 42.721.903
Fertigungssaufträge 9.762.787 11.341.926
Produkte 16.485.063 15.525.556
Umsatzerlöse 71.086.916 69.589.385

(2) Aufwandsarten

Die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Nachfolgende Darstellung zeigt eine Aufgliederung nach Aufwandsarten.

in EUR 2010/11 2009/10
Veränderung Bestand an noch nicht abrechenbaren Leistungen -54.053 -2.735
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (siehe Note 5) 28.846.094 26.839.268
Aktivierte Eigenleistungen -960.011 -970.869
Personalaufwand (siehe Note 6) 30.829.013 32.934.314
Abschreibungen 2.092.989 2.795.924
Mieten und Energiekosten 2.686.098 2.488.125
Kfz-Aufwand 2.106.174 2.190.334
Fahrt- und Reisespesen 1.085.466 1.161.576
Werbe- und Marketingaufwendungen 383.368 477.041
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 1.363.256 1.397.411
Post und Kommunikation 579.317 631.236
Forderungsausfälle und Wertberichtigungen 131.888 156.782
Betriebsversicherungen 128.693 153.560
Sonstiger Aufwand 1.457.290 1.413.819
Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen 70.675.582 71.665.786

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Ausbildungskosten, Recruitingkosten sowie Aufwendungen für Instandhaltungen und Wartungen interner Anlagen.

(3) Sonstige betriebliche Erträge

Zu den sonstigen betrieblichen Erträgen zählen:

in EUR 2010/11 2009/10
Erträge Auflösung Rückstellungen 0 18.813
Entschädigungsleistung 0 90.000
Überrechnung Geschäftsbereich Payroll Services 0 103.406
Ertrag aus Eingang abgeschriebener Forderungen 481.093 0
Übrige 147.642 214.914
Sonstige betriebliche Erträge 628.735 427.133

(4) Nicht-wiederkehrende Posten

Die Aufwendungen und Erträge setzten sich wie folgt zusammen:

in EUR 2010/11 2009/10
Restrukturierungsaufwendungen 0 -1.815.519
Ertrag Endkonsolidierung BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien 0 2.469.237
Ertrag Endkonsolidierung SolveDirect Service Management GmbH, Wien 0 3.856.144
Nicht-wiederkehrende Posten 0 4.509.862

Die Restrukturierungsaufwendungen des Vorjahres betrafen Kosten im Zusammenhang mit den durchgeführten Mitarbeiterabbaumaßnahmen.

Der Ertrag aus der Endkonsolidierung der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, entsprach dem Buchgewinn aus dem Verkauf der Gesellschaft abzüglich Abfindungszahlungen.

Der Ertrag aus der Endkonsolidierung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, ergab sich aus dem Übergang von Vollkonsolidierung auf den erstmaligen Ansatz der beizulegenden Werte als assoziiertes Unternehmen.

(5) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

Die Aufwendungen sind dem Funktionsbereich Herstellungskosten zugeordnet und gliedern sich wie folgt:

in EUR 2010/11 2009/10
Wareneinsatz 5.473.442 4.937.601
Wartung 1.433.768 1.218.965
Lizenzen 1.530.834 1.367.537
Aufwendungen für Material 8.438.044 7.524.103
Subunternehmer 20.408.050 19.315.165
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen 28.846.094 26.839.268

(6) Personalaufwand

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in EUR 2010/11 2009/10
Gehälter 24.686.585 26.020.932
Aufwendungen für Abfertigungen 550.197 649.997
Aufwendungen für Altersversorgung 21.432 38.012
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Pflichtbeiträge 5.570.799 6.225.373
Personalaufwand 30.829.013 32.934.314

Die Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten neben den Aufwendungen im Rahmen der gesetzlichen Ansprüche (siehe Note 25) auch die in die Mitarbeitervorsorgekasse einzuzahlenden Beiträge in Höhe von EUR 21.256 (Vorjahr: EUR 36.683).

(7) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis errechnet sich wie folgt:

in EUR 2010/11 2009/10
Erträge aus Wertpapieren 1.290 7.854
Nettoergebnis aus Fremdwährungsumrechnung -4.628 6.768
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -787.010 -736.659
Finanzergebnis -790.348 -722.037

(8) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern der fortgeführten Geschäftsbereiche setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 2010/11 2009/10
Laufender Steueraufwand 438.466 444.793
Latenter Steuerertrag -451.981 -1.042.201
Ertragsteuern -13.515 -597.408

Die Ertragsteuern des Jahres sind um EUR 332.019 höher (Vorjahr: EUR 679.096 geringer) als der rechnerische Ertragsteueraufwand in Höhe von EUR -345.534 (Vorjahr: EUR 81.688), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25% (Vorjahr: 25%) auf das Ergebnis vor Steuern ergeben würde, wobei der Steuersatz dem auf die Muttergesellschaft anwendbaren Körperschaftsteuersatz entspricht. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem rechnerischen und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellen sich folgendermaßen dar:

in EUR 2010/11 2009/10
Ergebnis vor Steuern -1.382.137 326.751
davon 25% = rechnerischer Ertragsteueraufwand -345.534 81.688
Auswirkungen ausländischer Steuersätze 458.387 155.902
Steuerfreie Erträge -76.897 -988.028
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 7.963 33.408
Sonstige permanente Differenzen -2.762 -106.492
Steuerliche Verluste, für die keine latenten Steueransprüche gebildet wurden 709.541 608.669
Verwendung sowie nachträgliche Aktivierung von nicht angesetzten temporären Differenzen und Verlusten -861.744 -398.685
Latente Steueransprüche aus Verlusten in bzw. Anpassungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
(siehe Note 33)
0 -84.173
Ertragsteueraufwand/-ertrag der laufenden Periode -111.046 -697.711
Aperiodischer Ertragsteueraufwand/-ertrag 97.531 100.303
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand/-ertrag -13.515 -597.408

(9) Segmentinformation

Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (operatives EBITDA und operatives EBIT vor Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrenden Erträgen) erfolgt dabei ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA und EBIT sowie der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften und ist in folgende Regionen aufgeteilt:

  • Deutschland
  • Italien (vormals Süd-Westeuropa mit Ialien und der Schweiz)
  • Niederlande
  • Zentral Osteuropa mit Österreich, Tschechien und der Slowakei

Die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt im Anschluss an die Gesamtergebnisrechnung. Von den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2010/11 entfallen EUR 1,79 Mio. (Vorjahr: EUR 4,82 Mio.) auf Österreich, EUR 69,30 Mio. (Vorjahr: EUR 64,77 Mio.) entfallen auf andere Länder.

Kennzahlen 2010/11
in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Investitionen 464.787 752.394 202.968 79.094 13.042 1.512.285
Vermögenswerte 14.794.318 12.943.821 8.169.643 2.467.979 11.053.585 49.429.346
Schulden 6.894.545 7.481.972 2.361.392 870.845 13.103.087 30.711.841

Bei der Region Deutschland sind Schulden in Höhe von EUR 106.670 in den Kennzahlen 2010/11 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen (siehe Note 33).

Kennzahlen 2009/10
in EUR
Deutschland Italien Niederlande Zentral
Osteuropa
Holding und
Sonstiges
Konzern
Investitionen 466.029 516.166 367.522 133.733 45.840 1.529.290
Vermögenswerte 12.970.838 15.159.593 6.649.571 1.961.565 14.310.257 51.051.824
Schulden 6.525.459 8.775.052 1.168.025 486.517 13.987.206 30.942.259

Bei der Region Deutschland sind Vermögenswerte in Höhe von EUR 21.686 und Schulden in Höhe von EUR 452.567 in den Kennzahlen 2009/10 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen (siehe Note 33).

Die in den einzelnen Regionen tätigen Konzerngesellschaften sind in den Bereichen Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services tätig.

Der Bereich Process Optimization bietet optimierte Lösungen für geschäftskritische Prozesse in folgenden Bereichen an: Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Corporate Performance Management/Business Intelligence (CPM/BI) sowie Financial IT Services.

Der Bereich Infrastructure Optimization bietet Lösungen für eine besser managebare und effizientere IT-Infrastruktur in folgenden Bereichen an: Server and Data Management, Workspace Management, Application Provisioning and Control, Communication and Collaboration sowie IT Service Management Solutions. Weiters bietet der Bereich Network Performance innovative Lösungen für eine verbesserte Produktivität, gesteigerte Verfügbarkeit und zur Vermeidung von Ausfällen von Netzwerkapplikationen.

Der Bereich Professional Services bietet die Erfahrung und das Know-how seiner IT- und Telekommunikations-Spezialisten in Form von temporären Beratungs- und Dienstleistungseinsätzen an. Dabei werden alle Projektphasen, von Planung über Realisierung, Test und Integration bis hin zum Betrieb, abgedeckt. Die Bandbreite der angebotenen Dienstleistungen umfasst: Consulting, Programming, Infrastructure, Integration, Migration, Rollout, Operation, Support und Maintenance.

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Das Cash-flow Statement des BRAIN FORCE Konzerns wurde nach der indirekten Methode erstellt.

Daraus ist die Veränderung der Zahlungsmittel im Konzern aufgrund der Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Berichtszeitraums ersichtlich, wobei zwischen Cash-flow aus dem Ergebnis, aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden wird.

Im Vergleich zum Jahresabschluss per 30. September 2010 wurde die Darstellung insofern geändert, als der Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen sowie die Position gezahlte Ertragsteuern nicht mehr im Cash-flow aus dem Ergebnis, sondern im Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit ausgewiesen werden. Die Eliminierung der Erträge aus Unternehmensveräußerung des vorangegangenen Geschäftsjahres erfolgt dagegen im Cash-flow aus dem Ergebnis. Die Vorjahresgliederung wurde entsprechend angepasst.

In einem gesonderten Posten wird die Veränderung der Zahlungsmittel des aufgegebenen Geschäftsbereiches angeführt.

(10) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt, ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, korrigiert um nicht aus-(ein-)zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge, nach Veränderung der Mittelbindung im Working Capital und nach Berücksichtigung der bezahlten Zinsen (saldiert mit den erhaltenen Zinsen) sowie der bezahlten Ertragsteuern, den Zufluss/Abfluss von flüssigen Mitteln aus der betrieblichen Tätigkeit.

(11) Cash-flow aus Investitionstätigkeit

Dieser Bereich zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen sowie finanziellen Vermögenswerten.

Im Vorjahr betrugen die Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen EUR 1.111.079 und betrafen die Kaufpreisverpflichtung im Zusammenhang mit dem Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, Österreich. Die Netto-Einzahlungen des Geschäftsjahres 2009/10 in Höhe von EUR 3.305.233 resultierten aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, abzüglich Abfindungszahlungen.

(12) Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

(13) Zahlungsmittelbestand

Als Zahlungsmittelbestand werden jene Zahlungsmittel festgelegt, welche den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten umfassen, soweit diese kurzfristig und uneingeschränkt abrufbar sind.

Erläuterungen zur Bilanz

(14) Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich wie folgt:

in EUR bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2010 1.778.515 5.358.633 7.137.148
Währungsumrechnungsdifferenz -17 -389 - 406
Zugänge 47.899 386.312 434.211
Abgänge 0 -936.513 -936.513
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2011 1.826.397 4.808.043 6.634.440
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2010 1.080.517 4.170.793 5.251.310
Währungsumrechnungsdifferenz -1 -156 - 157
Abschreibungen 2010/11 160.017 545.219 705.236
Abgänge 0 -915.483 -915.483
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2011 1.240.533 3.800.373 5.040.906
Buchwerte 30.9.2011 585.864 1.007.670 1.593.534
in EUR bauliche Investi
tionen in fremden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Summe
Betriebsgebäuden Büroeinrichtung
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2009 1.848.432 5.606.600 7.455.032
Währungsumrechnungsdifferenz 57 805 862
Zugänge 51.196 417.554 468.750
Zugang Änderung Konsolidierungskreis 10.839 33.744 44.583
Abgänge 0 -203.456 -203.456
Abgänge Änderung Konsolidierungskreis -132.009 -496.614 -628.623
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2010 1.778.515 5.358.633 7.137.148
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2009 929.060 4.061.561 4.990.621
Währungsumrechnungsdifferenz 3 385 388
Abschreibungen 2009/10 177.856 578.396 756.252
Abgänge 0 -179.439 -179.439
Abgänge Änderung Konsolidierungskreis -26.402 -290.110 -316.512
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2010 1.080.517 4.170.793 5.251.310
Buchwerte 30.9.2010 697.998 1.187.840 1.885.838

(15) Firmenwerte

Die Firmenwerte entwickelten sich wie folgt:

in EUR 2010/11 2009/10
Buchwert Periodenanfang 11.001.151 14.516.571
Zugang 0 1.160.589
Abgang 0 -4.676.009
Buchwert Periodenende 11.001.151 11.001.151

Die Firmenwerte zum 30. September des Geschäftsjahres resultieren aus den in der Vergangenheit durchgeführten Akquisitionen der entsprechenden Anteile für die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien (vormals: TEMA Studio di Informatica S.p.A.), die Brain Force Financial Solutions AG, München, Deutschland (vormals: NSE Software AG, im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland), die INDIS S.p.A., Mailand, Italien (im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien), die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande (vormals VAI B.V.), die BRAIN FORCE Frankfurt GmbH, Langen, Deutschland (vormals SYSTEAM Ingenieurbüro für Datenkommunikation und Informatik GmbH, im Geschäftsjahr 2008 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland) sowie die BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich (vormals: INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H.).

Der Zugang des Vorjahres resultierte aus dem Erwerb der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, Österreich, die per 5. August 2010 in BRAIN FORCE GmbH umfirmiert wurde.

Der Abgang des Vorjahres resultierte aus der Endkonsolidierung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, Österreich.

Die Wertminderungstests im Geschäftsjahr 2010/11 wurden auf Basis folgender zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt:

in EUR zugeordnete
Firmenwerte
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Process Optimization 1.783.670
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Infrastructure Optimization 1.014.887
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Process Optimization 1.172.812
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization 2.026.577
BRAIN FORCE B.V. – Segment Niederlande, Bereich Infrastructure Optimization 3.842.616
BRAIN FORCE GmbH – Segment Zentral-Osteuropa, Bereich Process Optimization 1.160.589
Buchwert der Firmenwerte per 30.9.2011 11.001.151

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde jeweils auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Die Berechnung der Nutzungswerte basiert auf den erwarteten Zahlungsströmen, die sich aus dem vom Vorstand beschlossenen Budget für 2011/12 und der daraus abgeleiteten Mittelfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre ergeben. Die wesentlichen Annahmen des Managements bei der Berechnung der Nutzungswerte sind die geplanten Umsatzerlöse, EBIT-Margen und Diskontierungszinssätze. Der Berechnung wurde eine angemessene EBIT-Marge auf Basis der regionalen bereichsbezogenen Performance zugrunde gelegt.

Die Zahlungsströme nach der vierjährigen Periode werden mit den unten angegebenen Wachstumsraten extrapoliert, die die langfristige durchschnittliche Wachstumsrate der betreffenden Geschäftsbereiche nicht übersteigen. Die Berechnungen haben keinen Abschreibungsbedarf ergeben.

Wichtigste Annahmen zur Berechnung der Nutzungswerte:

in % Wachstumsrate Diskontrate
vor Steuern
Diskontrate
nach Steuern
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Process Optimization 1,0 20,1 8,2
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Italien, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 21,1 8,2
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Process Optimization 1,0 12,1 8,5
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 10,9 7,8
BRAIN FORCE B.V. – Segment Niederlande, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 11,1 8,7
BRAIN FORCE GmbH – Segment Zentral-Osteuropa, Bereich Process Optimization 1,0 11,1 8,7

Die jeweiligen Diskontraten vor Steuern wurden iterativ auf Basis der Zahlungsströme vor Steuern unter Verwendung des Nutzungswertes ermittelt. Der Nutzungswert errechnet sich unter Anwendung von Diskontraten nach Steuern auf Zahlungsströme nach Steuern. Die Diskontraten berücksichtigen die verwertbaren steuerlichen Verlustvorträge. Die Abweichungen gegenüber den Diskontraten nach Steuern sind durch die effektive Steuerbelastung der jeweiligen Einheit begründet.

Als Diskontrate wurden die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC; Weighted Average Cost of Capital), berechnet nach dem CAPM-Modell (Capital Asset Pricing Modell), ermittelt, die die Finanzierungsstruktur sowie die Marktrisiken der Geschäftsfelder reflektieren. Hinsichtlich der Auswirkungen von Schätzungsänderungen verweisen wir auf die Erläuterungen zu "Ermessungsspielräume und Schätzungen".

(16) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:

in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2010 12.230.190 6.013.366 18.243.556
Währungsumrechnungsdifferenz -1.689 -208 -1.897
Zugänge 960.011 118.062 1.078.073
Abgänge -211.357 -190.680 -402.037
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2011 12.977.155 5.940.540 18.917.695
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2010 9.823.358 5.484.111 15.307.469
Währungsumrechnungsdifferenz -1.689 -208 -1.897
Abschreibungen 2010/11 1.184.781 202.972 1.387.753
Abgänge -211.357 -190.680 -402.037
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2011 10.795.093 5.496.195 16.291.288
Buchwerte 30.9.2011 2.182.062 444.345 2.626.407
in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2009 11.191.550 14.958.990 26.150.540
Währungsumrechnungsdifferenz 5.471 675 6.146
Zugänge 970.869 90.702 1.061.571
Zugang Änderung Konsolidierungskreis 62.300 0 62.300
Abgänge 0 -65.964 -65.964
Abgang Änderung Konsolidierungskreis 0 -8.971.037 -8.971.037
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2010 12.230.190 6.013.366 18.243.556
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2009 8.354.796 7.582.174 15.936.970
Währungsumrechnungsdifferenz 5.470 675 6.145
Abschreibungen 2009/10 1.463.092 577.611 2.040.703
Abgänge 0 -65.964 -65.964
Abgang Änderung Konsolidierungskreis 0 -2.610.385 -2.610.385
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2010 9.823.358 5.484.111 15.307.469
Buchwerte 30.9.2010 2.406.832 529.255 2.936.087

In den Entwicklungskosten sind noch nicht fertiggestellte Entwicklungsleistungen in Höhe von EUR 431.304 enthalten. Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten neben angeschaffter Software und Rechten auch im Rahmen der bei Erwerben nach IFRS 3 durchgeführten Kaufpreisallokation identifizierte sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Entwicklungskosten und Kundenbeziehungen mit einem Buchwert von EUR 358.410 (Vorjahr: EUR 408.596).

Der deutliche Rückgang im vorangegangenem Geschäftsjahr 2009/10 ist einerseits auf den mit der Endkonsolidierung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, zusammenhängenden Abgang an immateriellen Vermögenswerten von EUR 6.350.731 und andererseits auf die angefallene Abschreibung zurückzuführen.

(17) Anteile an assoziierten Unternehmen

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen entwickelten sich wie folgt:

in EUR 2010/11 2009/10
Buchwert Periodenanfang 10.528.748 9.809
Zugang 0 12.330.745
Ergebnisanteil nach Steuern -1.631.858 -1.811.806
Buchwert Periodenende 8.896.890 10.528.748

Der Zugang des Vorjahres resultiert aus dem erstmaligen Ansatz der Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, zum beizulegenden Zeitwert.

Der Ergebnisanteil nach Steuern betrifft die Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH und beinhaltet die laufende Ergebnisübernahme sowie Verwässerungseffekte aus den durchgeführten Kapitalerhöhungen.

Der im vorliegenden Konzernabschluss bilanzierte Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen betrifft den 67,39%-Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH und den 25%-Anteil an der CONSULTING CUBE s.r.l., Italien.

Die Finanzdaten der zum Bilanzstichtag ausgewiesenen assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

in EUR SolveDirect Service
Management GmbH
Consulting
Cube s.r.l.
30.9.2011 30.9.2010
Vermögenswerte 16.075.176 243.811 16.318.987 16.523.337
Schulden 2.890.097 199.456 3.089.553 5.964.766
Umsatzerlöse 6.432.989 271.368 6.704.357 5.456.953
Periodenergebnis -1.595.416 4.721 -1.590.695 -659.891

(18) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen entwickelten sich wie folgt:

in EUR Wertpapiere
Buchwert 1.10.2010 49.291
Anpassung an Marktwert -3.940
Buchwert 30.9.2011 45.351

Bei den Wertpapieren handelt es sich um Anteile an Investmentfonds, die als veräußerbar klassifiziert und zum Marktwert (Börsekurs zum Bilanzstichtag) bewertet werden.

(19) Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche werden unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, die latenten Steuerschulden sind Bestandteil der langfristigen Schulden.

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in EUR 1.10.2010 Änderung
Konsolidie
rungskreis
GuV
Veränderung
30.9.2011
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 39.599 0 390 39.989
Verlustvorträge 2.087.533 0 -215.281 1.872.252
Sonstige 422.684 0 349.656 772.340
Latente Steueransprüche 2.549.816 0 134.765 2.684.581
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 561.055 0 -236.207 324.848
Sonstiges Anlagevermögen 168.888 0 -91.355 77.533
Forderungen 536.072 0 -69.124 466.948
Sonstige 58.695 0 79.470 138.165
Latente Steuerschulden 1.324.710 0 -317.216 1.007.494
in EUR 1.10.2009 Änderung
Konsolidie
rungskreis
GuV
Veränderung
30.9.2010
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 129.257 -71.417 -18.241 39.599
Verlustvorträge 1.358.033 0 729.500 2.087.533
Sonstige 224.079 0 198.605 422.684
Latente Steueransprüche 1.711.369 -71.417 909.864 2.549.816
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 652.914 15.575 -107.434 561.055
Sonstiges Anlagevermögen 1.961.082 -1.601.348 -190.846 168.888
Forderungen 343.502 -18.060 210.630 536.072
Sonstige 103.382 0 -44.687 58.695
Latente Steuerschulden 3.060.880 -1.603.833 -132.337 1.324.710

Von der Veränderung der latenten Steuern entfallen wie im Vorjahr keine latenten Steuern auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Aktive latente Steuern und passive latente Steuern werden in der Bilanz saldiert als Aktivum oder Passivum erfasst, soweit ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und die latenten Steueransprüche und Steuerschulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Folgende Beträge wurden nach Aufrechnung in der konsolidierten Bilanz dargestellt:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Latente Steueransprüche 1.813.823 1.345.698
Latente Steuerschulden -136.736 -120.592
Buchwert 1.677.087 1.225.106

Innerhalb der nächsten 12 Monate wird eine Realisierung der latenten Steueransprüche im Ausmaß von EUR 476.451 bzw. eine Erfüllung der latenten Steuerschulden im Ausmaß von EUR 97.391 erwartet.

Latente Steueransprüche für Verlustvorträge werden nur in jenem Ausmaß angesetzt, in dem eine Verwertung als wahrscheinlich erscheint. Im Rahmen der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit stellt das Unternehmen auf die vorhandenen Plandaten ab.

Im Konzern sind für folgende noch nicht genutzte steuerliche Verluste bzw. für abzugsfähige Differenzen keine latenten Steueransprüche angesetzt:

in EUR Basis latenter
Steueranspruch
Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit 27.744.034 6.936.008
Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit 550.528 133.624
Abzugsfähige temporäre Differenzen 4.496.264 1.124.066
30.9.2011 32.790.826 8.193.698
in EUR Basis latenter
Steueranspruch
Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit 24.325.476 6.081.369
Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit 2.917.972 727.422
Abzugsfähige temporäre Differenzen 7.439.677 1.439.277
30.9.2010 34.683.125 8.248.068

Der Betrag der abzugsfähigen Differenzen betrifft durchgeführte außerplanmäßige Abschreibungen, die steuerlich gleichmäßig über sieben Jahre zu verteilen sind.

(20) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Eine Abwertung auf den Nettoveräußerungswert war in den Geschäftsjahren nicht erforderlich.

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Noch nicht abrechenbare Leistungen 44.473 38.200
Handelswaren 260.056 166.008
Vorräte 304.529 204.208

(21) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen 14.759.278 16.844.622
Abzüglich Wertberichtigung -1.272.095 -1.149.925
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 551.316 616.769
Forderungen aus Fertigungs-/Dienstleistungsaufträgen 1.159.442 1.196.547
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen 155.015 63.446
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten Unternehmen 4.743 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.357.699 17.571.459

Im Vorjahr entfielen von den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen EUR 20.246 auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Für das geschätzte Ausfallrisiko der Forderungen wurde durch Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

in EUR 2010/11 2009/10
Forderungswertberichtigung zum Periodenanfang 1.149.925 1.007.975
Zugang Änderung Konsolidierungskreis 0 2.054
Verwendung -4.151 -16.886
Zuführung 126.321 156.782
Forderungswertberichtigung zum Periodenende 1.272.095 1.149.925

Folgende nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag überfällig:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Bis zu 30 Tage 1.019.132 980.864
Über 30 Tage 2.706.333 2.806.288
Überfällige nicht wertgeminderte Forderungen 3.725.465 3.787.152

Für Kunden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden wurde eine Kreditversicherung abgeschlossen die das Ausfallrisiko der überfälligen Forderungen deutlich reduziert.

Die Summe der angefallenen Kosten und ausgewiesenen Gewinne für am Bilanzstichtag laufende Projekte beträgt EUR 1.079.969 (Vorjahr: EUR 1.196.547). Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf EUR 360.725 (Vorjahr: EUR 61.851).

(22) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Depots 89.598 72.301
Sonstige 1.631 1.890
Langfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 91.229 74.191
Geleistete Anzahlungen 178.366 116.351
Finanzbehörden 123.146 151.655
Wartungsverträge und sonstige Abgrenzungen 768.158 854.180
Forderungen gegenüber Dienstnehmern 81.512 82.537
Forderungen Factoring (Sperrkonten) 490.093 0
Sonstige 250.856 134.867
Kurzfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.892.131 1.339.590

In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten waren im Vorjahr EUR 1.440 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfielen.

(23) Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Kassenbestände 10.147 8.483
Guthaben bei Kreditinstituten 5.796.455 4.107.080
Zahlungsmittel 5.806.602 4.115.563

(24) Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742 (Vorjahr: EUR 15.386.742) und ist in 15.386.742 nennwertlose, auf Inhaber lautende Stückaktien aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse im Marktsegment Standard Market Continuous.

Zum Bilanzstichtag beträgt das genehmigte Kapital EUR 7.693.371 (Vorjahr: EUR 7.693.371).

Die 13. o. Hauptversammlung am 2. März 2011 hat ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 10% des Grundkapitals genehmigt. Von dieser Genehmigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Weiters wurde in der Hauptversammlung ein bedingtes Kapital gemäß § 159 (2) Z1 AktG in Höhe von bis zu EUR 7.693.371 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) beschlossen.

Die Entwicklung des Grundkapitals und der Rücklagen ist in folgender Tabelle dargestellt:

in EUR Grundkapital Rücklagen
Stand 1.10.2010 15.386.742 10.746.071
Verwendung zur Verlustabdeckung 0 -1.122.954
Sonstige Veränderungen 0 -23.438
Stand 30.9.2011 15.386.742 9.599.679
in EUR Grundkapital Rücklagen
Stand 1.10.2009 15.386.742 12.085.388
Verwendung zur Verlustabdeckung 0 -1.342.756
Sonstige Veränderungen 0 3.439
Stand 30.9.2010 15.386.742 10.746.071

Die sonstigen Rücklagen setzen sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Rücklage aus Marktbewertung von Wertpapieren -55 3.885
Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen -310.622 -291.124
Sonstige Rücklagen -310.677 -287.239

(25) Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen teilen sich wie folgt auf:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Rückstellungen für Pensionen 80.275 73.502
Rückstellungen für Abfertigungen 97.932 90.206
Rückstellungen für Abfertigungen (TFR) 1.262.376 1.367.002
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 1.440.583 1.530.710

Rückstellungen für Pensionen

Auf Basis von Einzelvereinbarungen wurde drei Mitarbeitern der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung die Gewährung eines Pensionszuschusses zugesagt. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert. Von den anspruchsberechtigten Personen sind zwei vorzeitig (vor Pensionseintritt) aus dem Unternehmen ausgeschieden, wobei der anteilige Anspruch gegenüber dem Unternehmen weiterhin besteht.

Die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen wurden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt und setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) 244.911 245.916
Zeitwert des Planvermögens -164.420 -155.786
80.491 90.130
Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -216 -16.628
Bilanzansatz Pensionsrückstellungen 80.275 73.502

Das Planvermögen im Sinne des IAS 19 bildet das Deckungskapital der an die Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsleistungen. Es werden keine erwarteten Erträge aus dem Planvermögen erfasst.

Die Entwicklung des versicherungsmathematischen Barwerts der Pensionsverpflichtung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2010/11 2009/10
Stand Periodenanfang 245.916 198.550
Laufender Dienstzeitaufwand 2.214 1.803
Zinsaufwand 11.681 10.920
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste -14.900 34.643
Stand Periodenende 244.911 245.916

Die Entwicklung des Zeitwerts des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2010/11 2009/10
Stand Periodenanfang 155.786 147.610
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) 7.762 7.304
Bezahlte Beiträge 872 872
Stand Periodenende 164.420 155.786

Der in der Gesamtergebnisrechnung gebuchte Aufwand/Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2010/11 2009/10
Laufender Dienstzeitaufwand 2.214 1.803
Zinsaufwand 11.681 10.920
Auswirkung von Plankürzungen/-abgeltungen -6.250 0
Aufwand/Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen 7.645 12.723

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR -4.036 (Vorjahr: EUR 1.803).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2010/11 2009/10
Zinssatz 5,00% 4,75%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Rentensteigerung 2% 2%
Pensionseintrittsalter 60, 62 Jahre 60, 62 Jahre
Sterbetafeln Deutschland Heubeck 2005 Heubeck 2005

Neben den leistungsorientierten Verpflichtungen werden in Österreich für einige Arbeitnehmer im Rahmen von Altersversorgungszusagen fixe Beiträge an Pensionskassen bezahlt; die Zahlungen der Gesellschaft werden entsprechend IAS 19 für beitragsorientierte Pläne im Aufwand für Altersversorgung ausgewiesen.

Der in den Personalkosten erfasste Aufwand für Altersversorgung (exklusive Zinsaufwand) setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2010/11 2009/10
Aufwand für leistungsorientierte Verpflichtungen -4.036 1.803
Aufwand für beitragsorientierte Verpflichtungen 25.468 36.209
Aufwand für Altersversorgung (exkl. Zinsaufwand) 21.432 38.012

Rückstellungen für Abfertigungen (Österreich)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen wurden nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Versicherungsmathematischer Barwert der Abfertigungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) 67.393 64.965
Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 30.539 25.241
Bilanzansatz Abfertigungsrückstellungen 97.932 90.206

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2010/11 2009/10
Stand Periodenanfang 90.206 408.171
Änderung Konsolidierungskreis 0 -337.292
Abfertigungsaufwand 8.885 19.327
Abfertigungszahlungen -1.159 0
Stand Periodenende 97.932 90.206

Der in der Gesamtergebnisrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2010/11 2009/10
Laufender Dienstzeitaufwand 7.019 13.947
Zinsaufwand 3.082 6.852
Amortisation von versicherungsmathematischen Verlusten -1.216 -1.472
Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Österreich) 8.885 19.327

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR 5.803 (Vorjahr: EUR 12.475).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2010/2011 2009/10
Zinssatz 5,00% 4,75%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Fluktuation im Durchschnitt altersabhängig altersabhängig
Pensionseintrittsalter gemäß Pensionsreform 2004 gemäß Pensionsreform 2004
Sterbetafeln AVÖ 2008-P, Angestellte AVÖ 2008-P, Angestellte

Rückstellungen für Abfertigungen (TFR – Italien)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen (TFR – Italien) wurden im Geschäftsjahr 2010/11 nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt. Der zum 30. September 2011 erfasste Bilanzansatz in Höhe von EUR 1.262.376 entspricht dem versicherungsmathematischen Barwert der Abfertigungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation).

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2010/11 2009/10
Stand Periodenanfang 1.367.002 1.494.317
Abfertigungsaufwand 61.707 154.034
Abfertigungszahlungen -166.333 -281.349
Stand Periodenende 1.262.376 1.367.002

Der in der Gesamtergebnisrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2010/11 2009/10
Zinsaufwand 60.982 82.187
Ansatz von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten 725 71.847
Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Italien) 61.707 154.034

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR 725 (Vorjahr: EUR 71.847).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2010/11 2009/10
Zinssatz 5,00% 4,75%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Inflation 2% 2%
Fluktuation 10% 10%
Pensionseintrittsalter 65 Jahre 65 Jahre
Sterbetafeln RG48 RG48

(26) Finanzverbindlichkeiten

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Langfristige Darlehen 9.973.541 9.962.825
Kurzfristige Darlehen 0 156.516
Kontokorrentkredite 1.657.000 3.034.160
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 1.657.000 3.190.676

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ist ein im Geschäftsjahr 2007 aufgenommenes Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10.000.000 enthalten. Das endfällige, mit 5,17% verzinste Darlehen hat eine Laufzeit bis März 2014.

Die Verzinsung der Kontokorrentkredite liegt bei 3,60 bis 4,90% (Vorjahr: 3,51 bis 6,00%; übrige Darlehen Vorjahr: 4,85%).

Am Bilanzstichtag standen dem Konzern insgesamt Kreditlinien über EUR 5,80 Mio. zur Verfügung.

Der Zeitwert der Darlehen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 8.843.138 (Vorjahr: EUR 8.599.045).

(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Verbindlichkeiten aus verrechneten Lieferungen und Leistungen 7.286.578 6.886.027
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 360.725 61.851
Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 956.644 599.223
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.655 54.860
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 0 522
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.643.602 7.602.483

Von den im Vorjahr ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfielen EUR 10.252 auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 151.150 141.514
Aus Steuern 1.412.160 951.579
Aus sozialer Sicherheit 643.034 617.804
Verpflichtungen aus Urlauben und Überstunden 1.146.281 1.121.548
Verpflichtungen aus Prämien 654.309 406.926
Verbindlichkeiten Personalverrechnung 1.291.993 1.302.897
Abgrenzung von Wartungsverträgen 1.845.010 1.961.210
Sonstige 582.053 516.567
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 7.574.840 6.878.531

In den sonstigen Verbindlichkeiten des Vorjahres waren EUR 61.730 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen.

(29) Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten gegenüber Dritten.

(30) Steuerrückstellungen

Stand 1.10.2010 Verwendung Zuführung/Auflösung Stand 30.9.2011
EUR EUR EUR EUR
1.065.006 -525.976 333.725 872.755

(31) Sonstige Rückstellungen

in EUR Stand
1.10.2010
Verwendung Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung /
Auflösung
Stand
30.9.2011
Langfristig 0 0 0 0 0
Restrukturierung und Abfindungen 11.077 -11.077 0 118.800 118.800
Gewährleistungen 58.259 -25.871 0 3.776 36.164
Schließungskosten aufgegebener Geschäftsbereich (siehe Note 33) 380.586 -273.916 0 0 106.670
Kurzfristig 449.922 -310.864 0 122.576 261.634

(32) Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, Beteiligungen, flüssige Mittel und Bankkonten, Forderungen und Lieferantenkredite bzw. Finanzverbindlichkeiten. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte / Finanzanlagen 45.351 49.291
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.202.684 17.508.013
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 919.774 295.337
Zahlungsmittel 5.806.602 4.115.563
Kredite und Forderungen 21.929.060 21.918.913
Finanzverbindlichkeiten 11.630.541 13.153.501
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.243.222 7.485.771
Sonstige Verbindlichkeiten 3.674.637 3.347.938
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten 23.548.400 23.987.210

Die Buchwerte und Zahlungsströme der Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar.

Buchwerte in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 9.973.541 9.962.825
Kurzfristiger Anteil 0 0
Finanzverbindlichkeiten Restlaufzeit > 1 Jahr 9.973.541 9.962.825
Zahlungsströme in EUR: 30.9.2011 30.9.2010
2011/12 Tilgung 0 2010/11 Tilgung 0
2011/12 Zinsen 517.000 2010/11 Zinsen 517.000
2012/13 Tilgung 0 2011/12 Tilgung 0
2012/13 Zinsen 517.000 2011/12 Zinsen 517.000
2013/14 Tilgung 9.973.541 2012/13 Tilgung 0
2013/14 Zinsen 244.139 2012/13 Zinsen 517.000
2014/15 Tilgung 0 2013/14 Tilgung 9.962.825
2014/15 Zinsen 0 2013/14 Zinsen 244.139
2015/16 Tilgung 0 2014/15 Tilgung 0
2015/16 Zinsen 0 2014/15 Zinsen 0

Die Finanzinstrumente wurden in der Gesamtergebnisrechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst:

in EUR 2010/11 2009/10
Ausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Betriebsergebnis netto
131.888 156.782
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 1.290 7.854
Kredite und Forderungen 51.410 48.005
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten -767.303 -688.857
Finanzergebnis netto -714.603 -632.998

(33) Aufgegebener Geschäftsbereich

Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches (Standort Berlin) setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2010/11 2009/10
Umsatzerlöse aus aufgegebenen Geschäftsbereich 0 383.036
Herstellungskosten 0 -297.986
Vertriebskosten 0 -108.723
Verwaltungskosten 0 -81.066
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge 0 -28.148
EBIT 0 -132.887
Ertragsteuern 0 0
Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches 0 -132.887

Die dem aufgegebenen Geschäftsbereich zuordenbaren Verlustvorträge wurden auf die fortgeführten Geschäftsbereiche übertragen (siehe Note 8).

Die Aktiva und Passiva stellen sich wie folgt dar:

in EUR 30.9.2011 30.9.2010
Langfristige Vermögenswerte 0 0
Kurzfristige Vermögenswerte 0 21.686
Vermögenswerte aus aufgegebenem Geschäftsbereich 0 21.686
Langfristige Schulden 0 0
Kurzfristige Schulden 106.670 452.567
Schulden aus aufgegebenem Geschäftsbereich 106.670 452.567

Die kurzfristigen Schulden per 30.9.2011 beinhalten eine Rückstellung für Schließungskosten in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 381).

Cash-flow aus aufgegebenem Geschäftsbereich:

in EUR 2010/11 2009/10
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -324.212 -1.086.477
Cash-flow aus Investitionstätigkeit 0 -1.031
Cash-flow aus aufgegebenem Geschäftsbereich -324.212 -1.087.508

(34) Finanzrisikomanagement

Der BRAIN FORCE Konzern ist Finanzrisiken (Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Währungsrisiko, Zinsänderungsrisiko) in unterschiedlichem Ausmaß ausgesetzt. Die risikopolitischen Grundsätze der BRAIN FORCE Gruppe werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Risikostrategie erfolgt dezentral in den jeweiligen Gesellschaften und wird zentral koordiniert. Notwendige Sicherungsmaßnahmen wie bspw. Versicherungen werden für den Konzern so weit wie möglich zentral verhandelt und abgeschlossen. Das Liquiditäts-, das Währungs- und das Zinsänderungsrisiko werden gemäß den Vorgaben des Vorstandes zentral gesteuert und man zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllt werden können. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds in der IT-Branche hat die Vorhaltung ausreichender Liquidität und freier Kreditlinien für BRAIN FORCE oberste Priorität, um in der Finanzierung des Konzerns flexibel zu sein. Eine Liquiditätsvorschau auf monatlicher Basis wird jährlich im Rahmen des Budgets durchgeführt, weiters erstellen die operativen Gesellschaften monatliche Finanzplanungen, die in der Holding überwacht und konsolidiert werden. Zur Optimierung der Liquiditätssituation wird auf ein aktives Management des Working Capital geachtet.

Im Geschäftsjahr 2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10 Mio. mit einer Laufzeit bis 20. März 2014 aufgenommen. Dafür wird jährlich eine Bewertung des Konzernabschlusses nach Moody´s KMV RiskCalc vorgenommen. Eine Verschlechterung der Bewertung nach diesem System um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres berechtigt jeden Gläubiger zur Kündigung, wenn die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist. Weiters berechtigt eine Verschlechterung unter Ba3 jeden Gläubiger zur Kündigung. Die von der Erste Bank zur Verfügung gestellte Betriebsmittelline sieht eine Eigenkapitalquote von über 30% vor.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpflichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet. Zusätzlich wurde per 1. September 2009 eine Kreditversicherung für Kunden in Deutschland, Österreich und den Niederlanden abgeschlossen und damit das Ausfallrisiko weiter verringert. Kunden der italienischen Tochtergesellschaft sind von der Kreditversicherung nicht gedeckt.

Die im Geschäftsjahr 2010/11 verbuchten Forderungsausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen betragen rund 1,0% des Forderungsbestandes zum 30. September 2011.

Währungsrisiko

Das Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten bzw. anderen Bilanzposten und/oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen ergibt, wird als Währungsrisiko bezeichnet. Das Risiko besteht insbesondere dort, wo Geschäftsvorfälle in einer anderen als der lokalen Währung einer Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen können.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern nur in der Tochtergesellschaft Network Performance Channel GmbH (NPC), Deutschland, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD Wechselkurses ausgesetzt. Die Network Performance Channel GmbH kauft dabei Produkte in US-Dollar und verkauft diese in Europa, den Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Das Einkaufsvolumen betrug im Geschäftsjahr 2010/11 5,86 Mio. US-Dollar. Teilweise werden die Umsätze durch NPC auch in US-Dollar fakturiert, der Großteil des Umsatzes wird jedoch in Euro erwirtschaftet. Eine Absicherung dieser oder anderer Fremdwährungspositionen mittels derivativer Finanzinstrumente wurde zum Bilanzstichtag nicht eingegangen. Aufgrund der steigenden Bedeutung des NPC-Geschäftes für den BRAIN FORCE Konzern, erfolgte zu Beginn des Geschäftsjahres 2011/12 eine teilweise Absicherung des EUR/USD Wechselkursrisikos.

Die Konzernerlöse werden zu rund 95% in Euro erzielt, der Rest in US-Dollar und Tschechischen Kronen. Das Währungsrisiko auf der Aktivseite bei den Lieferungen und Leistungen resultiert aus nicht auf Euro lautende Forderungen mit einem Anteil von rund 5%. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert das Währungsrisiko aus nicht auf Euro lautende Verbindlichkeiten mit einem Anteil von unter 10%.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und/oder zinsbedingten Zahlungsströmen infolge von Schwankungen von Marktzinssätzen ergibt. Das Zinsänderungsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Bilanzposten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Bilanzposten.

Bei Finanzinstrumenten mit fester Zinsbindung wird über die gesamte Laufzeit ein Marktzinssatz vereinbart. Das Risiko besteht darin, dass sich bei schwankendem Zinssatz der Kurswert (Barwert der künftigen Zahlungen, das sind Zinsen und Rückzahlungsbetrag, abgezinst mit dem zum Stichtag für die Restlaufzeit gültigen Marktzinssatz) des Finanzinstruments verändert. Das zinsbedingte Kursrisiko führt dann zu einem Verlust oder Gewinn, wenn das festverzinsliche Finanzinstrument vor Ende der Laufzeit veräußert wird. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird der Zinssatz zeitnah angepasst und folgt dabei in der Regel dem jeweiligen Marktzinssatz. Hier besteht das Risiko, dass der Marktzinssatz schwankt und infolgedessen veränderte Zinszahlungen fällig werden.

Die Finanzverbindlichkeiten beliefen sich am Ende des Geschäftsjahres 2010/11 auf 24% der Bilanzsumme. Der überwiegende Teil der Finanzverbindlichkeiten stellt das 2007 aufgenommene langfristige endfällige Darlehen über EUR 10.000.000 dar, welches grundsätzlich eine fixe Verzinsung aufweist, die nur bei einer wesentlichen Veränderung der Bonität angepasst werden kann (siehe unter Liquiditätsrisiko). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen 3% der Bilanzsumme und weisen eine variable Verzinsung auf.

Die Erträge bzw. operativen Cash-flows des BRAIN FORCE Konzerns sind weitgehend unbeeinflusst von Änderungen in den Marktzinsen. Die Veranlagung der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und nur in wertgesicherte Instrumente von Geschäftspartnern einwandfreier Bonität.

Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalrisikomanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur zur Minimierung der Kapitalkosten. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 38% (Vorjahr: 39%).

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2010/11 hat der Konzern keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

(35) Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Konzernabschluss EUR 29.000 (Vorjahr: EUR 28.000), sonstige Prüfungsleistungen EUR 13.200 (Vorjahr: EUR 9.000) und sonstige Leistungen EUR 0 (Vorjahr: EUR 10.975).

(36) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Ergebnisses nach Steuern durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, bereinigt um anteilig gehaltene eigene Aktien, berechnet.

in EUR 2010/11 2009/10
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern -1.368.622 791.272
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (unverwässert und verwässert) 15.386.742 15.386.742
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,09 0,05

rates vorzulegende Vorschlag zur Gewinnverteilung unterliegt der Beschlussfassung durch die ordentliche Hauptversammlung.

(37) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen werden die wesentlichen Eigentümer und die Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie jene von assoziierten Unternehmen betrachtet.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in der Aufsichtsratssitzung am 7. Dezember 2011 behandelt. Der mit dem Bericht des Aufsichts-

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2010/11 betrugen EUR 586.782, davon EUR 111.782 variabler Anteil (Vorjahr: EUR 558.232, davon EUR 36.536 variabler Anteil). Die angegebenen Bezüge beinhalten die im Geschäftsjahr erworbenen und im Aufwand erfassten Ansprüche der Vorstandsmitglieder.

Darüber hinaus wurden für Vorstandsmitglieder Aufwendungen für Abfertigungen (Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen) und Pensionen in Höhe von EUR 23.378 (Vorjahr: EUR 22.867) erfolgswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 59.500 (Vorjahr: EUR 56.600) aufwandsmäßig erfasst.

Es wurden an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder weder Darlehen gewährt noch Garantien abgegeben.

Zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, einer Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, bestand bis zum 31. März 2011 eine Überlassungsvereinbarung über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Seit 1. April 2011 besteht zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und der CROSS Informatik GmbH, Wels, ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Die CROSS Informatik GmbH, Wels, ist Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Mit Genehmigung des Aufsichtsrates (bei Stimmenthaltung von Josef Blazicek) hat die Gesellschaft im August 2011 mit der OCEAN Advisory GmbH, Wien, einen Mandatsvertrag zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen abgeschlossen. Das Entgelt entspricht branchenüblichen Standards. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der OCEAN Advisory GmbH.

Mit dem assoziierten Unternehmen SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage nur unwesentlich beeinflussen.

(38) Mitarbeiterbeteiligungen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG. Zum Bilanzstichtag halten somit weder Vorstands- noch Aufsichtsratsmitglieder Optionsrechte.

(39) Verpflichtungen aus Leasinggeschäften

Verpflichtungen aus operativem Leasing bzw. Miete in EUR 30.9.2011 30.9.2010
bis zu einem Jahr 2.990.481 3.249.663
zwischen 1 und 5 Jahren 7.533.426 9.309.876
über 5 Jahre 2.121.332 2.167.491

(40) Angaben über Arbeitnehmer

Durchschnitt Stichtag
2010/11 2009/10 30.9.2011 30.9.2009
Anzahl der Arbeitnehmer (Angestellte) 505 553 530 496

(41) Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

In den Gesellschafterversammlungen der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, am 5. Oktober und 15. November 2011 wurden weitere Kapitalerhöhungen beschlossen. Nach Eintragung der Kapitalerhöhungen ins Firmenbuch reduziert sich der Anteil der BRAIN FORCE HOLDING AG an der SolveDirect Service Management GmbH von 67,39 auf 57,57%.

Am 24. Oktober 2011 gab die BRAIN FORCE HOLDING AG die einvernehmliche Beendigung des Vorstandsvertrages von Herrn Mag. Thomas Melzer zum 31. Dezember 2011 bekannt. Der bis 30. September 2012 laufende Vorstandsvertrag wird somit vorzeitig beendet.

(42) Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem Datum der Unterfertigung vom Vorstand aufgestellt und freigegeben. Der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird gemeinsam mit dem vorliegenden Konzernabschluss am 7. Dezember 2011 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und hinsichtlich des Einzelabschlusses auch zur Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Aktionäre können den Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

(43) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, Vorsitzender
  • Mag. Thomas Melzer, Wien, Finanzvorstand

Im Geschäftsjahr 2010/11 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

  • Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels, Vorsitzender
  • Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter
  • Dr. Christoph Senft, Angerberg
  • Josef Blazicek, Perchtoldsdorf
  • Mag. Wolfgang M. Hickel, Wien

Wien, den 22. November 2011

Der Vorstand:

Dr. Michael Hofer Mag. Thomas Melzer

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2011, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2011 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 22. November 2011

PwC INTER-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Jürgen Schauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

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BRAIN FORCE Software GmbH Wilhelm-Wagenfeld-Str. 30 80807 München Telefon: +49 89 74 833 0 Fax: +49 89 74 833 920 [email protected] www.brainforce.de

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BRAIN FORCE GmbH Wiener Str. 51 3040 Neulengbach Telefon: +43 2772 55464 40 Fax: +43 2772 55464 91 [email protected] www.brainforce.at

BRAIN FORCE GmbH Wartburger Str. 1A 4840 Vöcklabruck Telefon: +43 7672 30601 35 Fax: +43 7672 30601 20 [email protected] www.brainforce.at

SolveDirect Service Management GmbH Karl-Farkas-Gasse 22 1030 Wien Telefon: +43 1 585 3555 - 0 Fax: +43 1 585 3555 - 111 [email protected] www.solvedirect.com

Schweiz

BFS BRAIN FORCE SOFTWARE AG Haldenstr. 7 8124 Maur Telefon: +41 44 810 2550 Fax: +43 1 263 0909 40 [email protected] www.brainforce.ch

Slowakei

BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Chorvatska 1 811 00 Bratislava 1 Telefon: +420 224 817 424 - 6 Fax: +420 224 817 427 [email protected] www.brainforce.cz

Tschechische Republik

BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Malá Štepánská 1929 120 00 Prag 2 Telefon: +420 296 331 11 Fax: +420 296 331 112 [email protected] www.brainforce.cz

U.S.A.

SolveDirect Service Management Inc. 440 N Wolf Road Sunnyvale, CA 94085 Telefon: +1 408 524 1676 Fax: +1 408 762 2010 [email protected] www.solvedirect.com

Glossar

ATX: "Austrian Traded Price Index"; Leitindex der Wiener Börse

BRAIN FORCE CRM: CRM-Lösung für Finanzdienstleister, setzt sich aus den Modulen Kampagnenmanagement und Vertriebsinformationssystem zusammen

BRAIN FORCE Finanzanalyse Center: Ganzheitliche Analyselösung zur Finanzberatung von Privat- und Firmenkunden

BRAIN FORCE FINAS Suite: Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister

BRAIN FORCE Fördercenter: Software zur Ermittlung der staatlichen Fördermöglichkeiten bei Vorsorgefinanzprodukten

BRAIN FORCE Infrastructure Framework: Sammlung von Best-Practice-Vorgehensweisen zur optimierten Einrichtung einer Basisinfrastruktur

BRAIN FORCE Packaging Robot: Lösung aus Best-Practice-Methoden und Software-Tools für automatisierte Softwarepaketierung und -virtualisierung

BRAIN FORCE Workspace Manager: Lösung zur Standardisierung von Arbeitsumgebungen auf PCs, Notebooks und Servern

Capital Employed: Eigenkapital + verzinsliches Fremdkapital - liquider Mittel und Finanzanlagevermögen; das gesamte verzinsliche im Unternehmen eingesetzte Kapital

Cash-flow: Kennzahl zur Unternehmensanalyse; beschreibt die Veränderung der flüssigen Mittel in einer Periode

CFROI: "Cash-flow Return on Investment"; Verhältnis operatives EBITDA zu durchschnittlichem historischen Capital Employed

Cloud Computing: Beschreibt den Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen.

Corporate Governance: Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen, festgehalten im Österreichischen Corporate Governance Kodex; der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar

CRM: "Customer Relationship Management"; Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen

DAX: "Deutscher Aktien Index"; Leitindex der deutschen Börse

EBIT: "Earnings Before Interest and Tax"; Betriebsergebnis

EBITDA: "Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortization"; Betriebsergebnis vor Abschreibungen = Brutto-Cash-flow

EBITDA-Marge: EBITDA im Verhältnis zum Umsatz

Eigenkapitalquote: Kennzahl, die das Eigenkapital ins Verhältnis zu den gesamten Vermögenswerten setzt

Eigenkapitalrendite: Kennzahl; Verhältnis Ergebnis nach Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital

EPS: "Earnings Per Share", Ergebnis je Aktie; Konzernergebnis dividiert durch die gewichtete Anzahl der Aktien abzüglich eigener Anteile

Equity-Methode: Bilanzierungsmethode von Anteilen an Unternehmen bei welchen der Anteilseigner über maßgeblichen Einfluss verfügt, üblicherweise für Beteiligungen zwischen 20% und 50%

ERP: "Enterprise Resource Planning"; Anwendungssoftware zur Ressourcenplanung in Unternehmen

FFO: "Funds From Operations"; Cash-flow aus dem Ergebnis

Free Cash-flow: Operativer Cash-flow - Investitions-Cash-flow + Akquisitionen; gibt die Höhe der flüssigen Mittel an, die im Jahr erwirtschaftet werden und für Dividenden, Kredittilgung, Akquisitionen oder Aktienrückkauf zur Verfügung stehen

Gearing: Verschuldungsgrad; Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Historisches Capital Employed: Capital Employed + kumulierte Abschreibungen

IFRS: "International Financial Reporting Standards", internationale Rechnungslegungsstandards

Infrastructure Optimization: BRAIN FORCE Geschäftsfeld mit Lösungen, die Unternehmen zu einer besser managebaren bzw. effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen

Interest Cover: operatives EBITDA im Verhältnis zum Zinsergebnis; zeigt, wie oft das Unternehmen sein Zinsergebnis durch das operative Ergebnis bezahlen kann

ITK: Informations- und Kommunikationstechnologie

Jupiter: BRAIN FORCE Asset Management Lösung für Banken

KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; Maß für die Bewertung einer Aktie am Kapitalmarkt

Latente Steuern: Zeitlich abweichende Wertansätze in IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und aus Konsolidierungsvorgängen führen zu latenten Steuern

Microsoft Dynamics: Business Lösungen von Microsoft (ERP und CRM)

Microsoft Dynamics AX: "Microsoft Dynamics Axapta", ERP-Lösung für Großunternehmen

Microsoft Dynamics NAV: "Microsoft Dynamics Navision", ERP-Lösung für mittelständische Betriebe

Nettoverschuldung: Finanzverbindlichkeiten liquide Mittel

NOPAT: "Net Operating Profit After Tax"; Betriebsergebnis nach Steuern

Process Optimization: BRAIN FORCE Geschäftsfeld mit Lösungen für geschäftskritische Prozesse

Professional Services: BRAIN FORCE Geschäftsfeld mit Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Experten

Rebecca: BRAIN FORCE Lösung zur Kreditsachbearbeitung (Hypothekenverwaltung)

ROCE: "Return on Capital Employed"; Verhältnis NOPAT zu durchschnittlichem Capital Employed

SaaS: "Software as a Service"; ein Geschäftsmodell mit der Philosophie, Software als Dienstleistung basierend auf Internettechniken bereitzustellen

SolveDirect: Die Beteiligung SolveDirect ist der Experte für Smart Service Integration und bietet innovative Service Management Lösungen auf SaaS Basis.

Tap: "Test Access Port"; Lösung zur Analyse von Hochgeschwindigkeitsnetzwerken

TECDAX: deutscher Aktienindex für Technologieunternehmen

Treasury: Unternehmensfunktion zur Sicherstellung der Finanzierung, des Finanzrisikos und Cash-Management des Konzerns

WACC: "Weight Average Cost of Capital"; durchschnittliche Kapitalkosten, die das Unternehmen für sein Fremd- und Eigenkapital auf den Finanzmärkten bezahlen muss

Working Capital: Betriebsmittel; Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen + sonstige kurzfristige Forderungen - Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Xetra: "Exchange Electronic Trading"; elektronisches Handelssystem der Deutsche Börse AG, das auch von der Wiener Börse AG eingesetzt wird

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Geschäftsberichte, Quartalsberichte und die Möglichkeit, sich auf den Verteiler setzen zu lassen, gibt es auch unter: T +43 (1) 263 09 09 0 oder [email protected]

Finanzkalender

Datum Event
21. Dezember 2011 Veröffentlichung Jahresabschluss 2010/11 und Jahresfinanzbericht
16. Februar 2012 Veröffentlichung Bericht zum 1. Quartal 2011/12
01. März 2012 14. o. Hauptversammlung
05. März 2012 Ex-Tag für Dividende 2011
07. März 2012 Auszahlungstag für Dividende 2011
15. Mai 2012 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2011/12
14. August 2012 Veröffentlichung Bericht zum 3. Quartal 2011/12
19. Dezember 2012 Veröffentlichung Jahresabschluss 2011/12 und Jahresfinanzbericht

Impressum

Für den Inhalt verantwortlich:

BRAIN FORCE HOLDING AG Karl-Farkas-Gasse 22, 1030 Wien, Österreich

Erstellt durch:

BRAIN FORCE Software GmbH Wilhelm-Wagenfeld-Straße 30, 80807 München, Deutschland

Konzept:

BRAIN FORCE HOLDING AG

Fotos:

BRAIN FORCE HOLDING AG, Franz Pflügl, Shutterstock

Druck:

Gutenberg Druck GmbH

Unser Dank für die Unterstützung im Rahmen der Erstellung dieses Geschäftsberichtes gilt den beteiligten Mitarbeitern.

Sie brauchen noch zusätzliche Geschäftsberichte oder wollen auf unseren IR-Verteiler? Karte bitte umseitig ausfüllen und portofrei zusenden. www.brainforce.com

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  • Bitte nehmen Sie mich in Ihren IR-Verteiler auf (nur per E-Mail)
  • Bitte streichen Sie mich von Ihrer Verteilerliste
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Porto zahlt Empfänger

BRAIN FORCE HOLDING AG Investor Relations Karl-Farkas-Gasse 22 / 4. OG 1030 Wien Österreich

Kennzahlen 2006 – 2010/11

Ertragskennzahlen 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
2009/10 2010/11
Umsatz in TEUR 88.531 98.333 106.208 61.690 69.589 71.087
EBITDA in TEUR 6.514 346 7.793 -200 5.657 3.133
EBITDA operativ 2) in TEUR 7.463 2.457 7.793 1.183 1.147 3.133
EBITDA-Marge operativ in % 8,4 2,5 7,3 1,9 1,6 4,4%
EBIT in TEUR 2.918 -16.683 3.832 -2.886 2.861 1.040
EBIT operativ 2) in TEUR 3.867 -2.526 3.832 -1.503 -1.649 1.040
EBIT-Marge operativ in % 4,4 -2,6 3,6 -2,4 -2,4 1,5%
Ergebnis vor Steuern in TEUR 3.230 -17.910 2.384 -3.147 327 -1.382
Ergebnis nach Steuern 3) in TEUR 4.173 -19.915 -2.1014) -2.407 924 -1.369
Free Cash-flow in TEUR 4.517 -4.640 3.857 68 -2.169 3.538
Bilanzkennzahlen 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
2009/10 2010/11
Eigenkapital in TEUR 48.093 26.265 24.149 19.315 20.110 18.718
Nettoverschuldung in TEUR -10.987 6.532 4.889 5.647 9.038 5.824
Gesamtinvestitionen in TEUR 13.973 9.750 4.668 2.125 2.640 1.512
Working Capital in TEUR 9.276 8.088 7.380 4.079 4.634 1.336
Capital Employed in TEUR 36.922 32.617 28.855 24.769 29.098 24.496
Bilanzsumme in TEUR 81.580 74.342 66.311 54.450 51.052 49.429
Gearing in % -22,8 24,9 20,2 29,2 44,9 31,1
Interest Cover 5) 56,1 3,5 9,3 4,4 1,6 4,0
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 5) -1,5 2,7 0,6 1,6 7,9 1,9
Mitarbeiter (Stichtag) 1.172 1.146 1.129 978 713 786
Performance-Kennzahlen 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
2009/10 2010/11
Eigenkapitalrendite in % 10,4 -53,6 -8,3 n.s.
7)
4,7 -7,0
ROCE in % 12,2 -54,3 6,1 6) n.s.
7)
12,2 3,2
CFROI in % 16,2 0,7 13,3 n.s.
7)
10,0 5,6
Börsekennzahlen 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
2009/10 2010/11
Ergebnis je Aktie in € 0,30 -1,29 -0,14 -0,31 0,05 -0,09
Ergebnis je Aktie bereinigt 8) in € 0,34 -0,47 0,09 -0,11 -0,26 -0,09
Dividende je Aktie in € 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende in TEUR 1.506 0 0 0 0 0
Free Cash-flow je Aktie in € 0,32 -0,30 0,25 0,00 -0,14 0,23
Eigenkapital je Aktie in € 3,13 1,71 1,57 1,26 1,31 1,22
Ultimokurs je Aktie in € 3,15 1,92 1,89 1,20 1,00 0,94
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 14.025 15.387 15.387 15.387 15.387 15.387
Ultimo Börsekapitalisierung in TEUR 44.179 29.543 29.081 18.464 15.387 14.464

1) wie in 2008 berichtet, Zahlen inklusive in 2009 aufgegebenem Geschäftsbereich

2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen sowie um sonstige nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

3) der fortgeführten Geschäftsbereiche

4) inklusive einmaligem Steuereffekt von -2,9 Mio. €

5) Berechnung bezogen auf operatives EBITDA der letzten 12 Monate

6) bereinigt um einmaligen Steuereffekt von -2,9 Mio. €

7) nicht sinnvoll wegen verkürztem Wirtschaftsjahr

8) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen sowie um sonstige nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge sowie in 2009 auch um das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

www.brainforce.com

Einzelabschluss zum 30. September 2011 BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien

Einzelabschluss nach österreichischem UGB

Inhalte

Bilanz – Anlage 1 Gewinn- und Verlustrechnung – Anlage 2 Anhang – Anlage 3 Lagebericht – Anlage 4 Bestätigungsvermerk Erklärung des Vorstands gemäß § 82 (4) BörseG

Bilanz zum 30. September 2011

A k t i v a P a s s i v a

30.9.2011 30.9.2010 30.9.2011 30.9.2010
EUR TEUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
I.
Grundkapital
15.386.742,00 15.387
Software und Markenrechte 2.167,04 5 II. Kapitalrücklagen
gebundene 13.942.646,54 15.065
II. Sachanlagen III. Bilanzgewinn 0,00 0
1. Bauten auf fremdem Grund 40.196,03 58 29.329.388,54 30.452
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.865,62 67
82.061,65 125 B. Rückstellungen
III. Finanzanlagen 1. Rückstellungen für Abfertigungen 62.329,00 58
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.518.183,83 26.610 2. sonstige Rückstellungen 198.321,66 184
2. Beteiligungen 11.185.507,81 11.185 260.650,66 242
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 32.753,70 33
32.736.445,34 37.828 C. Verbindlichkeiten
32.820.674,03 37.958 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.599.901,50 12.365
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 163.519,37 175
B. Umlaufvermögen 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 39.655,10 1.224
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
4. sonstige Verbindlichkeiten, 57.581,54 61
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.209,77 26 davon aus Steuern EUR 18.379,77 (Vorjahr: TEUR 20),
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 8.395.075,99 4.295 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 9.391,85
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 87.011,67 98 (Vorjahr: TEUR 11)
8.506.297,43 4.419
11.860.657,51 13.825
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 94.710,68 2.088
8.601.008,11 6.507 D. Rechnungsabgrenzungsposten 20.174,81 20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 49.189,38 74
41.470.871,52 44.539 41.470.871,52 44.539

Eventualverbindlichkeiten 2.356.820,00 699

1.10.2010 - 1.10.2009 -
30.9.2011 30.9.2010
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.273.914,36 1.941
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 2.300,00 53
b) übrige 492.853,17 638
495.153,17 691
3. Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen 0,00 -80
4. Personalaufwand
a) Gehälter -620.125,65 -870
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -9.180,31 -14
c) Aufwendungen für Altersversorgung -25.467,84 -24
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozial
abgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge -118.774,33 -183
e) sonstige Sozialaufwendungen -5.723,45 -8
-779.271,58 -1.099
5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlage
vermögens und Sachanlagen -58.635,77 -64
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag fallen -1.711,07 -4
b) übrige -1.573.542,26 -1.819
-1.575.253,33 -1.823
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebsergebnis) -644.093,15 -434
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbun
denen Unternehmen EUR 141.131,83 (Vorjahr: TEUR 112) 142.232,34 113
9. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 0,20 1.565
10. Aufwendungen aus Finanzanlagen, davon 0,00 -1.963
a) Abschreibungen EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 1.963)
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
EUR 0,00 (Vorjahr: TEUR 1.963)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon aus verbun
denen Unternehmen EUR 1.000,88 (Vorjahr: TEUR 5) -621.093,58 -624
12. Zwischensumme aus Z 8 bis 11 (Finanzergebnis) -478.861,04 -909
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit =
Jahresfehlbetrag -1.122.954,19 -1.343
14. Auflösung von Kapitalrücklagen 1.122.954,19 1.343
15. Bilanzgewinn 0,00 0

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 30. September 2011 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung angewandt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Anlagevermögen

Die Bewertung der ausschließlich entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungswerten von bis zu EUR 400 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang dargestellt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei wesentlicher Wertminderung mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Risiken erforderliche Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden und der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.

Die Bilanzierung der Rückstellungen für Abfertigungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen erfolgt gemäß den Richtlinien der "International Financial Reporting Standards" (IFRS) nach der sogenannten "Methode der laufenden Einmalprämien" nach IAS 19.

Die Berechnung erfolgte auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 5,00 % (Vorjahr: 4,75 %) und einer wie im Vorjahr 3%igen Gehaltssteigerung. Für die Berechnung der Rückstellungen wurden die Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008-P Angestellte verwendet. Das Pensionseintrittsalter wurde bei den Rückstellungen für Abfertigungen gemäß Budgetbegleitgesetz 2003, Artikel 73 vom 20. August 2003 angesetzt. Die Annahmen für die Fluktuation erfolgten auf Basis von Erfahrungswerten.

Auf Basis der getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen wurde der Barwert der leistungsorientierten zukünftigen Verpflichtungen errechnet. Im Rahmen der Bewertung und Erfassung der Rückstellung sieht IAS 19 vor, dass im Rahmen der Bewertung aufgetretene versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste nicht berücksichtigt werden müssen, soweit der Gesamtbetrag der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste 10 % (= Korridor) des Barwertes der Verpflichtung nicht übersteigt. Übersteigt der Betrag der nicht angesetzten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste den Korridor, so ist der übersteigende Betrag erfolgswirksam verteilt über die Restdienstzeit der aktiven Dienstnehmer zu buchen.

Die Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 führte bei den Rückstellungen für Abfertigungen zu im Bilanzansatz nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von EUR 22.737 (Vorjahr: EUR 24.878).

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Anschaffungs-/Herstellungskosten Restbuchwerte
kumulierte
Abschreibungen
Stand Zugänge Abgänge Stand Abschrei- Stand Stand des laufenden
1.10.2010 30.9.2011 bungen 30.9.2011 30.9.2010 Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
II.
Software und Markenrechte 481.210,36 0,00 0,00 481.210,36 479.043,32 2.167,04 5.356,26 3.189,22
III.
Sachanlagen
Bauten auf fremdem Grund
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
90.177,59 0,00 0,00 90.177,59 49.981,56 40.196,03 58.231,55 18.035,52
ausstattung $*$ ) 351.172.48 13.041.07 1.193.64 363.019.91 321.154.29 41.865.62 66.369.58 37.411,03
441.350,07 13.041,07 1.193,64 453.197,50 371.135,85 82.061,65 124.601,13 55.446,55
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 51.290.526.94 25.000.00 10.080.754,80 41.234.772,14 19.716.588,31 21.518.183,83 26.610.038,63 0,00
2. Beteiligungen 11.185.507,81 0,00 0.001 11.185.507,81 0,00 11.185.507.81 11.185.507,81 0,00
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 35.030,28 0,00 0,00 35.030,28 2.276.58 32.753,70 32.753,70 0,00
62.511.065,03 25.000.00 10.080.754.80 52.455.310,23 19.718.864,89 32.736.445,34 37.828.300.14 0,00
63.433.625,46 38.041.07 10.081.948.44 53.389.718.09 20.569.044.06 32.820.674.03 37.958.257.53 58.635,77

Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen werden als Nutzungsdauern im Falle von Markenrechten 10 Jahre bzw. bei Software 4 bis 5 Jahre angenommen.

Im Geschäftsjahr wurden keine immateriellen Vermögensgegenstände von verbundenen Unternehmen erworben (Vorjahr: TEUR 3).

Sachanlagen

Den linear vorgenommenen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
Bauten auf fremdem Grund 5
Personenkraftwagen 2 - 4
EDV-Anlagen 2 - 5
sonstige Büroeinrichtung 5 - 10

Finanzanlagen

Der Zugang im Bereich der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 25.000 (Vorjahr: TEUR 2.532) betrifft das einbezahlte Stammkapital an der Network Performance Channel GmbH, Langen, Deutschland. Die Gesellschaft wurde mit Notariatsakt vom 9. Dezember 2010 gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel und die Entwicklung von IT-Produkten sowie die Erbringung von Servicedienstleistungen im IT-Bereich. Die Gesellschaft wurde am 7. Jänner 2011 in das Handelsregister eingetragen.

Der Buchwertabgang im Bereich der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 5.116.855 betrifft den Verkauf der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, an die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland. Mit Abtretungsvertrag vom 28. Juni 2011 wurden sämtliche Anteile an der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, verkauft.

Der Posten Beteiligungen setzt sich aus dem 67,39-%-Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, zusammen. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurde mit dem 3TS Cisco Growth Fund ein Beteiligungsvertrag geschlossen. Das Investment des auf Wachstumsunternehmen spezialisierten Fonds erfolgt durch mehrere Kapitalerhöhungen in der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bei denen die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, nicht mitzieht. Aufgrund der im Beteiligungsvertrag festgelegten Aufsichts- und Kontrollbefugnisse erfolgt ab dem Geschäftsjahr 2009/10 der Ausweis der an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, gehaltenen Anteile als Beteiligung.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 4.150.000 (Vorjahr: TEUR 543) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 3.155.692 (Vorjahr: TEUR 2.903) aus Darlehen. Die restlichen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 5.239.384 (Vorjahr: TEUR 1.091), davon entfallen EUR 4.500.000 auf die offenen Kaufpreisforderungen aus dem Verkauf der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, an die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland. Im Vorjahreswert war eine in Verbindung mit Cash-Pooling-Vereinbarungen stehende Forderung in Höhe von EUR 300.198 enthalten.

In den sonstigen Forderungen sind wie im Vorjahr keine Erträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

P a s s i v a

Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 15.386.742 und ist in 15.386.742 nennwertlose Stückaktien, welche auf Inhaber lauten, aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse.

Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.693.371 (Vorjahr: TEUR 7.693).

Die 13. o. Hauptversammlung am 2. März 2011 hat ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 10% des Grundkapitals genehmigt. Von dieser Genehmigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Weiters wurde in der Hauptversammlung ein bedingtes Kapital gemäß § 159 Abs. 2 Z 1 AktG in Höhe von bis zu EUR 7.693.371 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautende neue Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) beschlossen.

Das Grundkapital und die Kapitalrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Grundkapital
EUR
gebundene
Kapital
rücklagen
EUR
Stand 1.10.2010
Auflösung der gebundenen Kapitalrücklage zur
15.386.742 15.065.601
Verlustabdeckung 0 -1.122.954
Stand 30.9.2011
Rückstellungen
15.386.742 13.942.647
Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:
30.9.2011
EUR
30.9.2010
TEUR
gesetzliche Sonderzahlungen
noch nicht konsumierte Urlaube
Prämien
Wirtschaftsprüfung und Beratung
23.388
14.303
69.787
32.700
27
10
53
38
übrige 58.144
198.322
56
184

Verbindlichkeiten

Am 6. März 2007 wurde ein endfälliges Darlehen über EUR 10 Mio. aufgenommen, welches am 20. März 2014 zurückzuführen ist.

Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 39.655 (Vorjahr: TEUR 129), die wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr ausweisen. Im Vorjahr entfielen EUR 1.094.442 auf Verbindlichkeiten in Verbindung mit Cash-Pooling-Vereinbarungen, deren Laufzeiten unter 12 Monaten lagen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 57.582 (Vorjahr: TEUR 61) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

C. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und aus der Verrechnung von Markenlizenzentgelten an Beteiligungsunternehmen erzielt.

Von den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 1.273.914 (Vorjahr: TEUR 1.941) wurden EUR 44.192 (Vorjahr: TEUR 202) im Inland und EUR 1.229.722 (Vorjahr: TEUR 1.738) in den übrigen Ländern der Europäischen Union erwirtschaftet. Im Vorjahr wurden TEUR 1 in Nicht-EU-Ländern erzielt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe nach § 9 KStG und hat mit dem Gruppenmitglied, der BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, einen Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

Der aufgrund der zeitlichen Differenzen gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt ohne Berücksichtigung des steuerlich entstandenen Verlustes bzw. der voraussichtlichen Nutzbarkeit EUR 503.977 (Vorjahr: TEUR 918) und resultiert vorwiegend aus der unterschiedlichen Behandlung von außerplanmäßigen Abschreibungen auf Beteiligungen.

D. Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse

Name/Sitz Anteil
am
Kapital
Eigenkapital
zum
30.9.2011
Jahres
ergebnis
% EUR EUR
BRAIN FORCE Software GmbH, München,
Deutschland 100 1.956.131 1.048.899
Network Performance Channel GmbH, Langen,
Deutschland 100 122.427 97.427
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien 100 524.572 -450.557
BFS Brain Force Software AG, Maur,
Schweiz 100 -329.384 -11.048
BRAIN FORCE Network Solutions B.V.,
Veenendaal, Niederlande 100 -203.783 -5.201
BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag,
Tschechien 100 361.827 76.557
BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach 100 52.820 1.051
SolveDirect Service Management GmbH, Wien 67,39 2.729.389 -884.224

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Im Geschäftsjahr 2010/11 fand ein Wechsel des Mehrheitseigentümers der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, statt. Der bisherige Hauptaktionär, die BEKO HOLDING AG, Nöhagen, Österreich, hat im Rahmen einer Spaltung 53,58% der Anteile an der BRAIN FORCE HOLDING AG auf die CROSS Informatik GmbH, Wels, Österreich übertragen. Zum Bilanzstichtag hält somit die CROSS Informatik GmbH, Wels, an der die CROSS Industries AG, Wels, Österreich, wesentlich beteiligt ist, die Mehrheit der Anteile an der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien. Geschäfte mit den verbundenen Unternehmen werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Jahresabschluss EUR 10.000 (Vorjahr: TEUR 9), sonstige Prüfungsleistungen (Konzern) EUR 32.200 (Vorjahr: TEUR 28) und sonstige Leistungen EUR 0 (Vorjahr: TEUR 11).

Konsolidierungskreis

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist mehrheitlich im Besitz der CROSS Informatik GmbH, Wels. Mehrheitseigentümer der CROSS Informatik GmbH, Wels, ist die CROSS Industries AG, Wels, die die oberste Konzerngesellschaft darstellt.

Haftungsverhältnisse und Garantien

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, hat gegenüber der Deutschen Factoring GmbH & Co., Bremen, Deutschland, eine gesamtschuldnerische Haftungserklärung abgegeben. Die Haftung besteht für alle Ansprüche der Deutschen Factoring GmbH & Co., Bremen, Deutschland, gegenüber der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, und der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, aus den im Geschäftsjahr 2010/11 abgeschlossenen Factoringvereinbarungen. Der maximale Finanzierungsrahmen beläuft sich auf EUR 5.000.000. Zum Stichtag 30. September 2011 betragen die von der Bank angekauften Kundenforderungen (abzüglich Sperrbeträge) EUR 1.956.820.

Mit der BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung basierend auf Forderungen der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, abgeschlossen. Der Umfang des vom Rangrücktritt erfassten Betrages ist EUR 142.578 (Vorjahr: TEUR 143). Eine Begleichung der Forderung durch die BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, ist nach Schweizer Recht erst möglich, wenn keine Besorgnis der Überschuldung mehr vorliegt. Die Forderung gegenüber der BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, wurde im Geschäftsjahr 2010/11 wertberichtigt.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, hat der BRAIN FORCE B.V., Veendendaal, Niederlande, zur Finanzierung der Restrukturierungsmaßnahmen im Geschäftsjahr 2009/10 ein nachrangiges Darlehen in Höhe von EUR 400.000 gewährt.

Die selbstschuldnerische Bürgschaft gegenüber der Volksbank Dreieich eG, Langen, Deutschland, ist mit Tilgung der Forderungen der Bank gegenüber der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, aufgehoben (Vorjahr: TEUR 157).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 133.475 (Vorjahr: TEUR 177) und der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf insgesamt EUR 279.235 (Vorjahr: TEUR 1.156).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, und der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, einer Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, bestand bis zum 31. März 2011 eine Überlassungsvereinbarung über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes.

Seit 1. April 2011 besteht zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, und der CROSS Informatik GmbH, Wels, ein Überlassungsvertrag über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes. Die CROSS Informatik GmbH, Wels, ist Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien.

Mit Genehmigung des Aufsichtsrates (bei Stimmenthaltung von Josef Blazicek) hat die Gesellschaft im August 2011 mit der OCEAN Advisory GmbH, Wien, einen Mandatsvertrag zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen abgeschlossen. Das Entgelt entspricht branchenüblichen Standards. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der OCEAN Advisory GmbH, Wien.

Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (= Angestellte) betrug im Geschäftsjahr 2010/11 sechs Personen (Vorjahr: 8).

Eingeräumte Aktienoptionen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte im Sinne des § 80 AktG betragen EUR 27.034 (Vorjahr: TEUR 28) und für andere Arbeitnehmer EUR 9.199 (Vorjahr: TEUR 11). Von den Gesamtaufwendungen sind EUR 1.585 (Vorjahr: TEUR 1) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Der Posten "Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen" enthält Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 2.434 (Vorjahr: TEUR 2).

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2010/11 betrugen EUR 586.782 (Vorjahr: TEUR 558). Die angegebenen Bezüge beinhalten die erworbenen und im Aufwand erfassten Ansprüche der Vorstandsmitglieder. In den Bezügen sind variable Anteile in Höhe von EUR 111.782 (Vorjahr: TEUR 37) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 59.500 (Vorjahr: TEUR 57) aufwandsmäßig erfasst.

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, Vorsitzender Mag. Thomas Melzer, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden Im Geschäftsjahr 2010/11 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels, Vorsitzender Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter Dr. Christoph Senft, Angerberg Josef Blazicek, Perchtoldsdorf Mag. Wolfgang M. Hickel, Wien

Wien, den 21. November 2011

Der Vorstand:

gez.:

gez.:

Dr. Michael Hofer

Mag. Thomas Melzer

BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011

Bericht über die wirtschaftliche Lage und den Geschäftsverlauf

Wirtschaftliche Lage

Nach dem starken Einbruch der Weltwirtschaft im Jahr 2009 und einer kräftigen Erholung in 2010 erwartet die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose vom November 2011 für dieses Jahr eine Steigerung der globalen Wirtschaftsleistung um 3,7%. Für den Euroraum wird in 2011 ein Wachstum von nur 1,5% prognostiziert. In Deutschland, dem für BRAIN FORCE wichtigsten Markt, und in Österreich soll das Plus bei jeweils 2,9% liegen, in Italien bei 0,5% und in den Niederlanden bei 1,8%. Während das Wachstum in der EU im ersten Quartal noch kräftig ausgefallen war, wird es nach der jüngsten Einschätzung der Europäischen Kommission bis zum Jahresende fast zum Erliegen kommen. Die Verschärfung der Staatsschuldenkrise einiger EU-Länder und die damit zusammenhängenden Turbulenzen an den Finanzmärkten gelten als Ursache für den rasanten Wachstumseinbruch im Laufe des Jahres 2011.

Für das Jahr 2012 erwartet die Europäische Kommission aktuell ein Wachstum von moderaten 0,5% im Euroraum, sowie in den Niederlanden. In Deutschland und in Österreich soll der Anstieg leicht über dem europäischen Durchschnitt liegen. In Italien wird nur mit einem Anstieg von 0,1% gerechnet. Die Aussichten für die europäische Konjunkturentwicklung 2012 haben sich zuletzt deutlich verschlechtert. Durch die Verlangsamung der globalen Handelsdynamik sind keine Wachstumsimpulse vom Außenhandel mehr zu erwarten. Infolge der notwendigen Budgetkonsolidierung wurden in mehreren Ländern weitere Sparpakete verabschiedet, wodurch der öffentliche Konsum als Wachstumsstimulator ausfällt. Ein starker Unsicherheitsfaktor ist dabei der fragliche Ausgang der Staatsschuldenkrise und mögliche Auswirkungen auf den internationalen Bankensektor.

Nach einer Einschätzung der Marktforschungsagentur Gartner vom November 2011 werden in der Region EMEA die IT-Ausgaben in 2011 um 1,4% sinken und erst 2012 wieder um 2,3% ansteigen. Die weltweiten IT-Ausgaben sollen 2012 um 3,9% wachsen.

Während in Italien in 2011 laut eines Berichtes von ASSINTEL (Associazione Nazionale Imprese ICT) vom Juni 2011 mit einem Rückgang der IT-Ausgaben von 1,3% gerechnet wird, erwartet BITKOM (Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) wie im März 2011 veröffentlicht, dass die Umsätze der Branche Informations- und Telekommunikationstechnologie 2011 in Deutschland um 2,3% ansteigen. Damit fällt das Wachstum der ITK-Branche etwas geringer aus als der gesamtwirtschaftliche Trend. In den Bereichen Software und IT-Services sehen die Experten für dieses Jahr Wachstumsraten von 4,5% (Software) und 3,5% (IT-Services). 2012 gehen die Branchenbeobachter bei den Umsätzen in Deutschland von einem Zuwachs von 2,4% für die gesamte ITK-Branche aus. Für den Bereich Software wird ein Anstieg um 4,9% und für den Bereich IT-Services um 3,8% erwartet.

Der Geschäftsverlauf der BRAIN FORCE HOLDING AG, die als Mutterunternehmen verbundener Unternehmen vor allem in den Ländern Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden agiert, wird von der tatsächlichen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung maßgeblich beeinflusst werden.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Unternehmensgegenstand der BRAIN FORCE HOLDING AG ist unter anderem der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen, die geschäftsführende Verwaltung dieser Unternehmen und die Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen sowie die Verwaltung und Verwertung von Patenten, Lizenzen und Urheberrechten. Die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungsunternehmen und die ab dem Geschäftsjahr 2008 verrechneten Markenlizenzentgelte werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009/10 erzielte die BRAIN FORCE HOLDING AG darüber hinaus Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Process Optimization.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Aufgliederung der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

2010/11
TEUR
2009/10
TEUR
Umsatzerlöse 1.274 1.941
Sonstige betriebliche Erträge 495 691
Aufwendungen für sonstige bezogene
Leistungen 0 -80
Personalaufwand -779 -1.099
Abschreibungen -59 -64
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.575 -1.823
Betriebsergebnis -644 -434
Beteiligungsergebnis 0 -398
Sonstiges Finanzergebnis -479 -510
Jahresfehlbetrag -1.123 -1.343
Auflösung von Kapitalrücklagen 1.123 1.343

Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 1.274 (Vorjahr: TEUR 1.941) entfallen TEUR 1.213 (Vorjahr: TEUR 1.823) auf Konzerndienstleistungserträge und Markenlizenzentgelte, TEUR 61 betreffen die Weiterverrechnung von Beratungshonoraren.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen weiterverrechnete Sachkosten an Konzerngesellschaften, Mieterträge sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2010/11 reduzierte sich um 29% auf TEUR 779. Der Rückgang ist auf die Reduktion der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von acht auf sechs Angestellte zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von TEUR 1.823 auf TEUR 1.575. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die im Vorjahr enthaltenen Abfindungskosten von TEUR 332 zurückzuführen.

Das Beteiligungsergebnis des Vorjahres setzte sich aus dem Ertrag aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, in Höhe von TEUR 1.565 sowie aus einer erforderlichen Abschreibung auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR -1.963 zusammen.

Das sonstige Finanzergebnis in Höhe von TEUR -479 (Vorjahr: TEUR -510) beinhaltet den Saldo aus erhaltenen und bezahlten Zinsen.

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2010/11 beläuft sich auf TEUR -1.123 (Vorjahr: TEUR -1.343). Nach Rücklagenbewegung schließt die BRAIN FORCE HOLDING AG das Geschäftsjahr 2010/11 mit einem Bilanzergebnis von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Durch die Anzahl der im In- und Ausland gehaltenen Beteiligungen stellt die Einbeziehung der wirtschaftlichen Lage dieser Unternehmen einen wesentlichen Leistungsindikator der BRAIN FORCE HOLDING AG dar. Nachfolgende Aufstellung zeigt aussagekräftige Kennzahlen auf Ebene der Muttergesellschaft.

2010/11 2009/10 Änderung
TEUR TEUR in %
Konzernumsatz 71.087 69.589 +2
Konzern-EBITDA operativ 1) 3.133 1.147 >100
Konzern-EBIT operativ 1) 1.040 -1.649 >100
Restrukturierungsaufwendungen 0 -1.816 -
Nicht-wiederkehrende Erträge 0 6.325 -
Konzern-EBITDA 3.133 5.656 -45
Konzern-EBIT 1.040 2.861 -63
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -1.632 -1.812 +10
Konzernergebnis vor Steuern 2) -1.382 327 >100
Konzernergebnis nach Steuern 2) -1.369 924 >100

1) vor Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrenden Erträgen

2) bezogen auf fortgeführte Geschäftsbereiche

BRAIN FORCE hat im Geschäftsjahr 2010/11 den operativen Turnaround geschafft. Maßgeblich hierfür waren die strategische Neuausrichtung des Konzerns und die konsequent durchgeführten Restrukturierungsmaßnahmen. Andererseits wirkte sich auch die Konjunkturerholung positiv auf die Geschäftsentwicklung aus. Seit dem ersten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres liegt das operative EBIT über dem jeweiligen Vergleichswert des Vorjahres. Im letzten Quartal betrug die Verbesserung sogar mehr als 1,2 Mio. €, im Gesamtjahr 2,7 Mio. €.

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2010/11 um 2% auf 71,09 Mio. € gestiegen. Bereinigt um die Effekte aus den drei strategischen Transaktionen des Vorjahres (Verkauf des Professional-Services-Geschäftes in Österreich, Änderung der Konsolidierungsmethode bei SolveDirect und der Akquisition von Inisys) betrug das organische Plus 6% und es konnten in sämtlichen Regionen bis auf Italien Umsatzsteigerungen erzielt werden.

Durch den Anstieg der Produktumsätze sowie die verbesserte Auslastung der Mitarbeiter erhöhte sich das Bruttoergebnis zu Umsatz von 18,7 auf 21,2%. Im 12-Monatsvergleich gelang es die Vertriebskosten um rund 12% senken. Die Verwaltungskosten blieben weitgehend unverändert. Insgesamt konnte sich dadurch die operative EBIT-Marge um fast vier Prozentpunkte auf 1,5% verbessern.

Durch das Umsatzwachstum und die optimierte Kostenstruktur konnte das operative EBITDA um 173% auf 3,13 Mio. € (Vorjahr: 1,15 Mio. €) und das operative EBIT auf +1,04 Mio. € (Vorjahr: -1,65 Mio. €) gesteigert werden. Im Vorjahr sind nicht-wiederkehrende Posten in Höhe von 4,51 Mio. € angefallen, wodurch BRAIN FORCE ein positives EBITDA von 5,66 Mio. € und ein EBIT von 2,86 Mio. €. erzielen konnte.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 30.9.2011 der BRAIN FORCE HOLDING AG reduzierte sich im Vergleich zum 30.9.2010 um 6,9% auf TEUR 41.471 (Vorjahr: TEUR 44.539).

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die wesentlichen Bilanzposten:

30.9.2011
TEUR
30.9.2010
TEUR
Veränderung
in %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 84 130 -34
Finanzanlagen 32.736 37.828 -13
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen 8.395 4.295 +95
Kassenbestand, Guthaben bei Kredit-
instituten 95 2.088 -95
PASSIVA
Eigenkapital 29.329 30.452 -4
Rückstellungen
Verbindlichkeiten gegenüber
261 242 +8
Kreditinstituten 11.600 12.365 -6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 164 175 -7
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 40 1.224 -97

Der Rückgang der Finanzanlagen zeigt den Verkauf der Anteile an der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, an die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland. Weiters wurde im Geschäftsjahr 2010/11 die Network Performance Channel GmbH, Langen, Deutschland, gegründet. Die BRAIN FORCE HOLDING AG hält 100% der Anteile an der Network Performance Channel GmbH.

Der Anstieg der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.100 resultiert im Wesentlichen aus der offenen Kaufpreisforderung gegenüber der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, aus dem Verkauf der BRAIN FORCE B.V., Niederlande.

Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde die mit den wesentlichen Konzerngesellschaften geschlossene Cash-Pooling-Vereinbarung suspendiert. Dadurch erfolgt aktuell kein Pooling der Liquidität auf Ebene der Muttergesellschaft, was zu einer Reduktion der liquiden Mittel auf Holding-Ebene in Höhe von TEUR 2.088 auf TEUR 95 führte. Gleichzeitig reduzierten sich dadurch auch die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 1.224).

Ergebnisbedingt verringerte sich das Eigenkapital um 4% auf TEUR 29.329. Durch den Rückgang der Bilanzsumme weist die BRAIN FORCE HOLDING AG zum Bilanzstichtag 30. September 2011 eine Eigenkapitalquote von 71% (Vorjahr: 68%) aus.

Die Finanzlage ist durch folgende Netto-Geldflüsse gekennzeichnet:

2010/11 2009/10
TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -563 -1.987
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit 579 2.465
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit -2.009 700
Veränderung Kassenbestand und liquide Mittel -1.993 1.178
Finanzmittelbestand zum Periodenende 95 2.088

Der Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR -1.987 auf TEUR -563 verbessert. Dies ist insbesondere auf die im Geschäftsjahr 2010/11 erfolgte Reduzierung der Konzernforderungen zurückzuführen.

Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR +579 (Vorjahr: TEUR +2.465). Darin enthalten ist der Zufluss aus der teilweisen Tilgung des Kaufpreises aus dem Verkauf der BRAIN FORCE B.V., Niederlande, an die BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland. Die Investitionen in Finanzanlagen betragen TEUR 25 und jene in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 68).

Der Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit zeigt die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 765 (Vorjahr: Aufnahme TEUR 2.365) sowie die Rückzahlung der Cash-Pooling-Guthaben an die Konzerngesellschaften in Höhe von TEUR 794. Zusätzlich resultiert ein Zahlungsmittelabgang von TEUR 450 aus der Veränderung der an Konzerngesellschaften gewährten Darlehen.

Als börsennotiertes Unternehmen werden im Folgenden relevante Börsekennzahlen dargestellt:

2010/11 2009/10
Höchstkurs in € 1,10 1,40
Tiefstkurs in € 0,72 0,91
Ultimokurs in € 0,94 1,00
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 14,46 15,39

Forschung und Entwicklung

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Forschung und Entwicklung getätigt.

Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

In den Gesellschafterversammlungen der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, am 5. Oktober bzw. 15. November 2011 wurden weitere Kapitalerhöhungen beschlossen. Nach Eintragung der Kapitalerhöhungen ins Firmenbuch reduziert sich der Anteil der

BRAIN FORCE HOLDING AG an der SolveDirect Service Management GmbH von 67,39 auf 57,57%.

Am 24. Oktober 2011 gab die BRAIN FORCE HOLDING AG die einvernehmliche Beendigung des Vorstandsvertrages von Herrn Mag. Thomas Melzer zum 31. Dezember 2011 bekannt. Der bis 30. September 2012 laufende Vorstandsvertrag wird somit vorzeitig beendet.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hatte sich aus Konzernsicht für das Geschäftsjahr 2010/11 ein positives operatives Ergebnis als Ziel gesetzt und dies im letzten Geschäftsbericht entsprechend kommuniziert. Dieses Ziel wurde erreicht. Es ist gelungen, ein operatives EBIT von über 1 Mio. € zu erwirtschaften. Auch die Umsatzentwicklung war mit +2% auf über 71 Mio. € ansprechend. Auf vergleichbarer Basis, also nach Bereinigung der Konsolidierungskreisänderungen des Vorjahres, konnte ein Wachstum von 6% erzielt werden.

Die operativen Bereiche verzeichneten im letzten Quartal zum Teil deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerungen. Im Gesamtjahr lag nur BRAIN FORCE Italien operativ leicht unter dem Vorjahr, was vor allem auf das schwierige wirtschaftliche Umfeld zurückführen ist. Die Ergebnisentwicklung des letzten Jahres belegt somit die erfolgreiche strategische Neuausrichtung des Unternehmens und die Wirksamkeit der umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen. Mit entsprechend positiven Erwartungen haben daher die operativen Gesellschaften in den Sommermonaten ihre Budgets erstellt. Für den BRAIN FORCE Konzern ergibt sich daraus für das Geschäftsjahr 2011/12 die Zielsetzung eines weiteren Umsatzwachstums und einer neuerlichen Verbesserung der operativen Ergebnisse.

Diese Zielsetzung basiert jedoch auf der Annahme einer positiven Konjunkturentwicklung in den BRAIN FORCE-Märkten Deutschland, Italien, Niederlande, Österreich, Tschechien und Slowakei. Mit ihrer Herbstprognose hat die Europäische Kommission die Wachstumserwartungen in der Union für 2012 von bisher 1,9% auf nur noch 0,6% deutlich zurückgeschraubt. Sollte sich der seit den Sommermonaten 2011 gesehene Wachstumseinbruch im Zuge der Staatsschuldenkrise und die damit einhergehende Verunsicherung von Konsumenten und Unternehmen weiter verschärfen, muss auch BRAIN FORCE ihre Unternehmensziele für das Geschäftsjahr 2011/12 überdenken.

Angaben gemäß § 243a UGB

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742. Es ist zerlegt in 15.386.742 Stück auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30. September 2011 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der BRAIN FORCE HOLDING AG, die zumindest 10 von Hundert beträgt:

CROSS Informatik GmbH: 53,58%.

ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG: 16,97%

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Im BRAIN FORCE Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG zum Erwerb eigener Aktien ermächtigt, wobei der Anteil der zu erwerbenden Aktien am Grundkapital mit 10% begrenzt ist, die Ermächtigung für einen Zeitraum von 30 Monaten ab Beschlussfassung gilt und der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie den Durchschnittskurs der jeweils letzten fünf Börsetage nicht mehr als 20% überoder unterschreiten darf. Die Ermächtigung kann ganz oder in mehreren Teilbeträgen und in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke durch die Gesellschaft, ihre Konzernunternehmen oder für deren Rechnung durch Dritte ausgeübt werden. Der Erwerb eigener Aktien kann über die Börse oder außerhalb davon erfolgen.

Weiters wurde beschlossen, die Ermächtigung des Vorstandes für die Dauer von fünf Jahren ab Beschlussfassung mit Zustimmung des Aufsichtsrates für die Veräußerung eigener Aktien eine andere Art der Veräußerung als über die Börse oder durch ein öffentliches Angebot unter Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre zu beschließen und die Veräußerungsbedingungen festzusetzen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre nur dann ausgeschlossen werden kann, wenn diese Aktien als Gegenleistung im Rahmen eines Erwerbes von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- oder Ausland oder zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes ausgegeben werden. Diese Ermächtigung kann einmal oder mehrmals ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgeübt werden und gilt für die höchste gesetzlich zulässige Dauer. Weiters wurde der Vorstand ermächtigt, die eigenen Aktien ohne weiteren Hauptversammlungsbeschluss einzuziehen. Die dem Vorstand zuletzt erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 65 Abs. 1 Z 4 und 8 AktG mit Hauptversammlungsbeschluss vom 14.05.2009 zum 6. Punkt der Tagesordnung wurde aufgehoben.

b) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand gemäß § 169 AktG ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis 01.03.2016 um bis zu weitere EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neue, auf Inhaber oder Namen lautende Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlage – allenfalls in mehreren Tranchen – zu erhöhen und den Ausgabebetrag, die Ausgabebedingungen und die weiteren Einzelheiten der Durchführung der Kapitalerhöhung im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen [Genehmigtes Kapital 2011].

Weiters wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, wenn die Kapitalerhöhung gegen Sacheinlagen erfolgt, das heißt Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Betrieben, Teilbetrieben oder Anteilen an einer oder mehreren Gesellschaften im In- und Ausland ausgegeben werden oder die Kapitalerhöhung zur Bedienung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes erfolgt oder um Spitzenbeträge vom Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen oder um eine den Emissionsbanken eingeräumte Mehrzuteilungsoption zu bedienen.

Weiters wurde beschlossen, das bestehende genehmigte Kapital 2006 aufzuheben und die Satzung entsprechend anzupassen.

  • c) Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis einschließlich fünf Jahre ab dem Tag dieser Beschlussfassung Finanzinstrumente im Sinne des § 174 AktG, insbesondere Wandelschuldverschreibungen, Gewinnschuldverschreibungen, Genussrechte mit einem Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 15.000.000,00, die auch das Bezugs- und/oder das Umtauschrecht auf den Erwerb von insgesamt bis zu 7.693.371 Aktien der Gesellschaft einräumen können und/oder so ausgestaltet sind, dass ihr Ausweis als Eigenkapital erfolgen kann, auch in mehreren Tranchen und in unterschiedlicher Kombination, auszugeben, und zwar auch mittelbar im Wege der Garantie für die Emission von Finanzinstrumenten durch ein verbundenes Unternehmen der Gesellschaft mit Wandlungsrechten auf Aktien der Gesellschaft. Für die Bedienung kann der Vorstand das bedingte Kapital oder eigene Aktien verwenden. Ausgabebetrag und Ausgabebedingungen sowie der etwaige Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre auf die emittierten Finanzinstrumente sind vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates festzulegen.
  • d) In der Hauptversammlung vom 2. März 2011 wurde beschlossen: Die bedingte Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft gemäß § 159 (2) Z 1 AktG um bis zu EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück auf Inhaber lautender neuer Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) zur Ausgabe an Gläubiger von Finanzinstrumenten im Sinne des Hauptversammlungsbeschlusses vom 2. März 2011, soweit die Gläubiger von Finanzinstrumenten von ihrem Bezugsund/oder Umtauschrecht auf Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen. Der Ausgabebetrag und das Umtauschverhältnis sind nach Maßgabe anerkannter finanzmathematischer Methoden sowie des Kurses der Aktien der Gesellschaft in einem anerkannten Preisfindungsverfahren zu ermitteln. Die neu ausgegebenen Aktien der bedingten Kapitalerhöhung haben eine Dividendenberechtigung, die den zum Zeitpunkt der Ausgabe an der Börse gehandelten Aktien entspricht. Der Vorstand ist ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Durchführung der bedingten Kapitalerhöhung festzusetzen. Weiters wurde die Änderung der Satzung durch Einfügung einer neuen Bestimmung "§ 5a Bedingtes Kapital" beschlossen.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Für den Fall einer "feindlichen" Übernahme der Gesellschaft im Sinne des Übernahmegesetzes wurde mit dem Vorstandsmitglied Thomas Melzer vertraglich vereinbart, dass das Vorstandsmitglied das einseitige Recht hat, jederzeit innerhalb einer Frist von zwei Monaten ab dem Zeitpunkt der rechtskräftigen Übernahme der Gesellschaft per sofort und ohne weitere Frist seinen Vorstandsvertrag mit der Gesellschaft aufzulösen und sein Amt sofort niederzulegen. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, wenn das Vorstandsmitglied dieses vorstehende Recht ausübt, dem Vorstandsmitglied ausschließlich seine fixe Vergütung, die ihm bis zum Ende seiner Tätigkeit bei voller vereinbarter Laufzeit seines Vorstandsvertrages zustünde, in Form einer Einmalzahlung als Abfertigungszahlung innerhalb von vier Wochen ab seinem Austrittsdatum anzuweisen. Für den Fall eines "Kontrollwechsels" wurde mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer vertraglich vereinbart, dass die CROSS Informatik GmbH das Recht hat, den Überlassungsvertrag, den sie mit der BRAIN FORCE HOLDING AG unter Beitritt von Herrn Michael Hofer abgeschlossen hat, einseitig unter Wahrung aller Ansprüche aufzulösen. Dieses begünstigte Auflösungsrecht ist spätestens zum Zeitpunkt des Closings (Rechtswirksamkeit) betreffend des den Kontrollwechsel auslösenden Anteilserwerb wahrzunehmen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn die CROSS Industries AG nicht mehr a) direkt oder b) indirekt über eine Tochtergesellschaft, die zumindest zu 50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG beteiligt ist, die Stimmenmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems und die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Rechnungslegung und Berichterstattung der BRAIN FORCE HOLDING AG wird in den beiden Organisationseinheiten "Accountancy Countries & Group Consolidation", zuständig für das externe Berichtswesen, und "Financial Controlling", zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, wahrgenommen. Beide Bereiche unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Die Buchhaltung der Gesellschaft wird auf Basis unternehmensrechtlicher und sonstiger relevanter Vorschriften sowie unter Beachtung der für die wesentlichen Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung vorgegebenen Regeln des BRAIN FORCE-Bilanzierungshandbuchs ("Accounting Manual") durchgeführt. Die Erfassung, Buchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle erfolgt mit der Anwendersoftware BMD. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management-Meetings sichergestellt. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf die Wahrnehmung von Holding-Aufgaben und die aktive Beratung und Steuerung der Beteiligungsgesellschaften. Managementdienstleistungen sowie Marken- und andere Lizenzgebühren werden auf Grund von in der Gesellschaft geführten Aufzeichnungen und entsprechenden Verträgen laufend an die Konzerngesellschaften weiterverrechnet. Die von den Mitarbeitern/-innen im Rechnungswesen geführten Aufzeichnungen und Verbuchungen werden dabei von dem Verantwortlichen der Organisationseinheit "Accountancy Countries & Group Consolidation" regelmäßig überwacht und kontrolliert.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware verwendet. Für die Übernahme der Ist-Daten aus dem BMD gibt es eine automatisierte Schnittstelle. Die Eingabe der Werte für Vorschaurechnungen erfolgt in einem standardisierten Prozess. Die Berichterstattung auf Konzernebene ist dabei nach Regionen, pro Gesellschaft und auch nach den Bereichen Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services aufgebaut. Konzerninterne Verrechnungen und Transaktionen werden abgestimmt und eliminiert. Neben einer Berichterstattung über die operative Ergebnisentwicklung für den jeweils abgelaufenen Monat erfolgte einmal im Monat eine rollierende 3-Monats-Vorschau. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, des Vorjahreszeitraumes sowie der jeweils vorangegangenen Vorschaurechnung und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen, bestehend aus Segmentberichterstattung, Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüssen, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen, informiert.

Risikoberichterstattung

Als Muttergesellschaft von im In- und Ausland ansässigen und europaweit tätigen Unternehmen sieht sich die Unternehmensführung mit übergreifenden internationalen Risiken konfrontiert. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Erreichung der Ziele zur Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. 2008 hat BRAIN FORCE das Risikomanagement verstärkt und einen zentral gesteuerten konzernweiten Prozess initiiert. Dieser Prozess wurde 2009 abgeschlossen. Seither werden die Risiken innerhalb der Gruppe regelmäßig und systematisch identifiziert, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß bewertet sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Top-10- Risiken des Konzerns gelegt. Die jährliche Aktualisierung der Risikobewertung findet im Zuge des Budgetierungsprozesses statt.

Gemäß der dezentralen Struktur liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Ebene der BRAIN FORCE HOLDING AG wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Konzernvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungsund Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das monatlich rollierende Forecasting.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. Das im Jahr 2009 in den drei größten operativen Gesellschaften in Deutschland, Italien und den Niederlanden geschaffene Cash-Pooling wurde im Geschäftsjahr 2010/11 suspendiert. Die Finanzierung des BRAIN FORCE Konzerns basiert auf einer soliden Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 38% zum 30. September 2011. Der Zahlungsmittelbestand der BRAIN FORCE HOLDING AG hat sich infolge der Suspendierung des Cash-Poolings reduziert. Auf Konzernebene konnte im Geschäftsjahr 2010/11 ein deutlich positiver Free Cash-flow von 3,54 Mio. € erwirtschaftet werden, wodurch die Zahlungsmittel im Konzern um 41% auf 5,81 Mio. € angestiegen sind. Die Refinanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in den aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beachtung gewisser Ratings.

2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10 Mio. mit einer Laufzeit bis 20. März 2014 aufgenommen. Dafür wird jährlich eine Bewertung des Konzernabschlusses nach Moody's KMV RiskCalc vorgenommen. Eine Verschlechterung der Bewertung nach diesem System um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres berechtigt den Gläubiger zur Kündigung, wenn die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist. Weiters berechtigt eine Verschlechterung unter Ba3 jeden Gläubiger zur Kündigung. Die von der Erste Bank zur Verfügung gestellte Betriebsmittellinie sieht eine Konzerneigenkapitalquote von über 30% vor. Die beschriebenen Covenants werden von BRAIN FORCE laufend beobachtet und bei allen wesentlichen geschäftspolitischen Überlegungen simuliert. Nicht eingehaltene Covenants können dazu führen, dass die zu zahlenden Zinsen durch höhere Risikozuschläge teurer oder Kredite fällig gestellt werden.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern nur in der Tochtergesellschaft Network Performance Channel GmbH (NPC), Langen, Deutschland, Fremdwährungsrisiken im Hinblick auf die Entwicklung des EUR/USD Wechselkurses ausgesetzt. Die Network Performance Channel GmbH kauft dabei Produkte in US-Dollar und verkauft diese in Europa, den Mittleren Osten, Nordafrika und Indien weiter. Teilweise werden die Umsätze durch NPC auch in US-Dollar fakturiert, der Großteil des Umsatzes wird jedoch in EUR erwirtschaftet. Eine Absicherung dieser oder anderer Fremdwährungspositionen mittels derivativer Finanzinstrumente wurde zum Bilanzstichtag nicht eingegangen. Aufgrund der steigenden Bedeutung des NPC-Geschäftes für den BRAIN FORCE Konzern erfolgte zu Beginn des Geschäftsjahres 2011/12 eine teilweise Absicherung des EUR/USD-Wechselkursrisikos.

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, dass sich infolge der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten eine Änderung der Marktzinssätze ergibt. Das Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10 Mio. ist fix verzinst. Die Kontokorrentkreditvereinbarungen unterliegen einer variablen Verzinsung.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BRAIN FORCE HOLDING AG spielen Umweltbelange eine untergeordnete Rolle.

Für die strategische Absicherung und Entwicklung des wirtschaftlichen Erfolges zeichnet maßgeblich der derzeitige Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verantwortlich. Eine entscheidende Rolle in der Geschäftstätigkeit nehmen auch einzelne Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ein. Daher ist es ein erklärtes Ziel, dieses Humankapital zu halten und zu motivieren.

Wien, am 21. November 2011

Der Vorstand:

gez.:

gez.:

Dr. Michael Hofer

Mag. Thomas Melzer

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. September 2011, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. September 2011 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und

Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2011 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis zum 30. September 2011 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 21. November 2011

PwC INTER-TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Jürgen Schauer Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 22. November 2011

Der Vorstand:

Michael Hofer Thomas Melzer

Vorsitzender Finanzvorstand

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