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PIERER Mobility AG

Annual Report Dec 21, 2010

801_10-k_2010-12-21_cbccd237-00fc-484e-a54c-c55d2a1ad875.pdf

Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2009/10

halb voll oder halb leer?

Jahresfinanzbericht 2009/10 – Inhaltsverzeichnis

Teil 1: Konzerngeschäftsbericht

  • 12 Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • 14 Bericht des Aufsichtsrates
  • 16 Corporate Governance Bericht
  • 22 Das Unternehmen
  • 29 Konzernlagebericht
  • 45 Konzernabschluss
  • 46 Geamtergebnisrechnung
  • 47 Cash-flow Statement
  • 48 Konzernbilanz
  • 49 Konzernanhang
  • 80 Service

Teil 2: Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG

nach österreichischem UGB Bilanz Anlage 1 Gewinn- und Verlustrechnung Anlage 2 Anhang Anlage 3 Lagebericht Anlage 4 Bestätigungsvermerk

Teil 3: Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z3 BörseG

Geschäftsbericht 2009/10

halb voll oder halb leer?

Ansichts sache

  • Restrukturierung
  • Negatives operatives EBIT

    • 3 strategische Transaktionen
    • Positives Nettoergebnis

BRAIN FORCE in Zahlen

Umsatz und EBITDA-Marge

in Mio. € und %

EBITDA in Mio. €

Umsatz nach Regionen

  • 2 Zentral-Osteuropa 7%
  • 3 Süd-Westeuropa 31%
  • 4 Niederlande 10%

Free Cash-flow und Akquisitionen

EBITDA operativ nach Regionen

1 Deutschland 52% 1 Deutschland 31%

  • 2 Zentral-Osteuropa 24% 2 Zentral-Osteuropa 22%
  • 3 Süd-Westeuropa 14% 3 Süd-Westeuropa 46%
  • 4 Niederlande 1%

in Mio. €

Eigenkapital und Nettoverschuldung

Umsatz nach Geschäftsfeldern

2 Zentral-Osteuropa 24% 2 Infrastructure Optimization 46%

  • 3 Süd-Westeuropa 14% 3 Professional Services 31%
Ertragskennzahlen 1) 2009/10 2008/09 2) Vdg. in %
Umsatz in Mio. € 69,59 89,20 -22
EBITDA in Mio. € 5,66 2,05 >100
EBITDA operativ 3) in Mio. € 1,15 3,44 -67
EBIT in Mio. € 2,86 -1,59 >100
EBIT operativ 3) in Mio. € -1,65 -0,21 >100
Ergebnis vor Steuern in Mio. € 0,33 -2,65 >100
Ergebnis nach Steuern in Mio. € 0,92 -5,46 >100
Free Cash-flow 4) in Mio. € -2,17 5,06 >100
Investitionen in Mio. € 1,53 2,64 -42
Akquisitionen in Mio. € 1,11 0,14 >100
Mitarbeiter 5) 779 1.049 -26
Bilanzkennzahlen 30.9.2010 30.9.2009 Vdg. in %
Eigenkapital in Mio. € 20,11 19,31 +4
Nettoverschuldung in Mio. € 9,04 5,65 +60
Capital Employed in Mio. € 29,10 24,77 +17
Working Capital in Mio. € 3,30 2,83 +17
Bilanzsumme in Mio. € 51,05 54,45 -6
Eigenkapitalquote in % 39 35 -
Gearing in % 45 29 -
Mitarbeiter 6) 713 978 -27
Börsekennzahlen 2009/10 1-9/2009 Vdg. in %
Ergebnis je Aktie in € 0,05 -0,31 >100
Ergebnis je Aktie bereinigt 7) in € -0,26 -0,11 >100
Dividende je Aktie in € 0,00 0,00 -
Eigenkapital je Aktie in € 1,31 1,26 +4
Höchstkurs der Aktie in € 1,40 2,19 -36
Tiefstkurs der Aktie in € 0,91 1,02 -11
Ultimokurs der Aktie in € 1,00 1,20 -17
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 15,39 18,46 -17
Geschäftsbereiche 2009/10
in Mio. €
Deutschland Zentral-Osteuropa Süd-Westeuropa Niederlande Sonstiges Holding und
Umsatz 35,91 (-15%) 5,34 (-59%) 21,48 (-13%) 6,86 (-24%) 0,00 -
EBITDA operativ 3) 0,92 (-62%) 0,63 (-47%) 1,34 (-0%) 0,02 (-98%) -1,76 (+26%)
EBIT operativ 3) 0,11 (-92%) 0,32 (>100%) 0,47 (-14%) -0,74 (>100%) -1,81 (+26%)
Investitionen 0,47 (-29%) 0,13 (-56%) 0,52 (-42%) 0,37 (-46%) 0,05 (-55%)
Mitarbeiter 5) 364 (-16%) 53 (-65%) 287 (-18%) 67 (-16%) 9 (-10%)

1) der fortgeführten Geschäftsbereiche

2) Zeitraum 1.10.2008 bis 30.9.2009, ungeprüft 1

3) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge

4) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

5) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode

6) Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) zum Stichtag

7) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen, nicht-wiederkehrende Erträge sowie dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches 1 Deutschland 52%

Es ist viel zu kalt.

– 15% organischer Umsatzrückgang

+ Optimierte Kostenstruktur

Für mittelständische IT-Dienstleister waren die Rahmenbedingungen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr herausfordernd. Dies hat bei BRAIN FORCE in einigen Bereichen erneut zu organischen Umsatzrückgängen geführt.

Wir haben jedoch hart an der Restrukturierung gearbeitet und mit einer zweiten Optimierungswelle unsere Kostenstrukturen weiter verbessert. Gegenüber dem operativen Rekordjahr 2008 wurde die Kostenbasis um rund 23 Mio. € gesenkt!

Es ist ein wunderschöner Wintertag.

Wir haben knapp verloren.

Wir haben gut gespielt.

– Restrukturierung

+ 3 strategische Transaktionen

Mit einer zweiten Restrukturierungswelle mussten wir uns von weiteren Mitarbeitern trennen und uns noch stärker auf unsere Kernkompetenzen fokussieren.

Gleichzeitig haben wir im abgelaufenen Geschäftsjahr drei strategische Transaktionen umgesetzt: den Verkauf unseres Professional Services Geschäftes in Österreich, den Einstieg eines Investors bei SolveDirect zur Finanzierung der US-Expansion und die Akquisition von Inisys, eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich.

Es gibt noch viel zu tun.

– Negatives operatives EBIT

+ Positives Nettoergebnis

Die Umsatzrückgänge insbesondere im Bereich Infrastructure Optimization am Standort Frankfurt und in den Niederlanden sowie das schwierige Umfeld in der Finanzbranche führten zu einem negativen operativen EBIT.

Durch den Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich und die Realisierung einer stillen Reserve bei SolveDirect haben wir jedoch die Restrukturierungsaufwendungen und das operative Minus mehr als kompensiert und in Summe ein positives Nettoergebnis erwirtschaftet.

Wir sind gut vorangekommen.

Keine Ansichtssache: Wir haben gute Aussichten

Dank der konsequenten Restrukturierung und unserer geschärften strategischen Ausrichtung sind wir für die Zukunft gut aufgestellt.

Unser Ziel ist es, im laufenden Geschäftsjahr wieder positive operative Ergebnisse zu erzielen und Werte für unsere Eigentümer zu schaffen. Damit deren Glas im nächsten Jahr wieder voll ist.

Das Geschäftsjahr 2009/10 im Überblick

Das abgelaufene Geschäftsjahr war vom schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägt und die operative Ergebnisentwicklung von BRAIN FORCE insbesondere durch geringe Lizenzerlöse, Auftragsverschiebungen sowie Preisdruck unserer Kunden beeinträchtigt. Trotz weiterer Restrukturierungsmaßnahmen konnten wir aufgrund von Buchgewinnen aus zwei strategischen Transaktionen deutlich positive Ergebnisse erwirtschaften. In Kombination mit der Übernahme eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich haben wir im abgelaufenen Jahr wesentliche Schritte in der Schärfung unseres Profils und der Fokussierung auf das Kerngeschäft gemacht.

BRAIN FORCE hat in 2009/10 einen um 22% geringeren Konzernumsatz von 69,59 Mio. € erwirtschaftet. Bereinigt um die drei strategischen Transaktionen betrug das organische Minus 15%. Durch harte Einsparungen konnte der absolute Umsatzrückgang im Ergebnis deutlich abgemildert werden. Das operative EBITDA ist trotzdem um 67% auf +1,15 Mio. € zurückgegangen. Obwohl Restrukturierungskosten von 1,82 Mio. € anfielen, können wir aufgrund von 6,33 Mio. € an Buchgewinnen ein positives EBITDA von 5,66 Mio. € und ein EBIT von 2,86 Mio. € ausweisen. Das Nettogesamtergebnis war im abgelaufenen Wirtschaftsjahr mit 0,79 Mio. € ebenfalls deutlich positiv.

Im Zuge der Restrukturierung der vergangenen zwei Jahre hat das Management der BRAIN FORCE Gruppe die Kostenstrukturen konsequent an das stark gesunkene Umsatzniveau angepasst. Seit September 2010 ist außerdem ein deutlicher Anstieg der Vertriebspipeline in mehreren Geschäftsfeldern festzustellen. Dies wollen wir nutzen, um im Wirtschaftsjahr 2010/11 ein positives operatives Ergebnis zu erwirtschaften.

BRAIN FORCE im Überblick

BRAIN FORCE liefert smarte IT-Lösungen auf Basis von Best-Practice-Vorgehensweisen, effektiven Services und führenden Produkten in den Geschäftsfeldern Process Optimization und Infrastructure Optimization. Professional Services ergänzen das Angebot durch das Rekrutieren und die Bereitstellung der richtigen IT-Spezialisten zum richtigen Zeitpunkt. Unsere Kunden reduzieren so ihre Kosten, erhöhen die Produktivität und steigern ihren Geschäftserfolg.

  • BRAIN FORCE ist ein mittelständisches IT-Unternehmen, gegründet 1983
  • mit aktuell 713 Mitarbeitern an 12 Standorten in sieben europäischen Ländern (DE, IT, AT, NL, CZ, SK, CH) sowie einer Niederlassung in Kalifornien, USA
  • Sitz und Konzernzentrale in Wien, Österreich, notiert an der Wiener Börse

Inhalt

Vorwort

  • Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • Bericht des Aufsichtsrates

  • Corporate Governance Bericht Corporate Governance bei BRAIN FORCE
  • Vorstand
  • Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates
  • Vergütungsbericht

  • Das Unternehmen
  • Unternehmensprofil
  • Produkte und Services
  • Unternehmensstrategie
  • Unternehmensstruktur
  • Operatives Management
  • BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer

Lagebericht *

  • Wirtschaftliches Umfeld
  • Ergebnis- und Bilanzanalyse
  • Entwicklung der Geschäftsbereiche
  • Forschung und Entwicklung
  • Human Resources
  • Auftragslage
  • Ausblick und Ziele
  • Risikomanagement
  • Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

Konzernabschluss *

  • Inhaltsverzeichnis
  • Konzernabschluss
  • Konzernanhang
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Service

  • Standorte
  • Glossar
  • Bestellkarte
  • Finanzkalender
  • Impressum
  • Kennzahlen 2005 2009/10

* vom Wirtschaftsprüfer geprüft

Vorwort

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2009/10 war vom schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in unseren Märkten geprägt und die operative Ergebnisentwicklung von BRAIN FORCE insbesondere durch geringe Lizenzerlöse, Auftragsverschiebungen sowie Preisdruck von Seiten unserer Kunden beeinträchtigt. Trotz weiterer Restrukturierungsmaßnahmen konnten wir aufgrund von Buchgewinnen aus zwei strategischen Transaktionen deutlich positive Ergebnisse erwirtschaften. In Kombination mit der Akquisition eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich haben wir im abgelaufenen Jahr wesentliche Schritte in der Schärfung unseres Profils und der Fokussierung auf das Kerngeschäft gemacht.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unseren Kernmärkten Deutschland, Italien, Österreich und den Niederlanden waren das ganze Jahr schlechter als noch im Herbst 2009 erwartet. Wir hatten insbesondere mit beständiger Zurückhaltung einiger Großkunden aus der Finanzbranche, der Luftfahrt und dem öffentlichen Sektor im Hinblick auf neue IT-Investitionen zu kämpfen. Der damit einhergehende weitere Rückgang der Lizenzerlöse und Preisdruck

wie auch die laufende Verschiebung von neuen Aufträgen haben sich letztlich negativ auf die operative Umsatz- und Ergebnisentwicklung ausgewirkt. Seit September 2010 zeigt sich jedoch eine erste Entspannung der Lage. Dies hat zuletzt auch zu einer stark gestiegenen Vertriebspipeline geführt. Diese Chancen gilt es, in den nächsten Monaten in messbare Ergebnisse umzuwandeln. Darauf konzentrieren wir uns.

Wie bereits erwähnt, haben wir im vergangenen Jahr wesentliche Fortschritte bei der Neustrukturierung des Konzerns gemacht. Im Dezember 2009 wurde das Professional Services Geschäft in Österreich an die BEKO Engineering & Informatik AG um 3,80 Mio. € in Cash veräußert und daraus ein Buchgewinn von 2,47 Mio. € erzielt. Diese Transaktion war eine Win-Win-Situation: BEKO kann durch die Integration der übernommenen Gesellschaft Synergien aus Skaleneffekten erzielen und wir erhielten Cash, der für Restrukturierungsmaßnahmen und den Ausbau des Bereiches Process Optimization verwendet wurde. Dazu konnten wir Ende Februar die INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H. in Neulengbach, einen ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich, erwerben. Der Kaufpreis inklusive Anschaffungsnebenkosten belief sich auf 1,27 Mio. €. Das Unternehmen verfügt über ein eigenes branchenunabhängiges Kostenrechnungsmodul und genießt einen sehr guten Ruf für seine lösungsorientierte Projektabwicklung. In 2009 erzielte Inisys einen Umsatz von 1,60 Mio. €. Die Integration wurde innerhalb weniger Wochen erfolgreich umgesetzt und die Gesellschaft per 5. August in BRAIN FORCE GmbH umfirmiert. Sie erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr bei stabilen Umsätzen ein positives operatives Ergebnis.

Ein wichtiger strategischer Schritt war auch die Beteiligung des 3TS Cisco Growth Funds an unserer Tochtergesellschaft SolveDirect Service Management GmbH. Der auf Wachstumsunternehmen der IT-Branche in Zentral-Osteuropa spezialisierte Fonds investiert gemeinsam mit dem SolveDirect Management innerhalb der nächsten Jahre bis zu 6 Mio. € in die Gesellschaft, um die Expansion des Unternehmens in den USA zu finanzieren. SolveDirect konnte sich in den letzten Jahren mit innovativen Lösungen für B2B-Integration und als Anbieter der weltweit größten IT-Service-Management-Plattform auf Basis Saas (Software as a Service) etablieren und sieht großes Potenzial in der Bearbeitung des amerikanischen IT-Marktes.

Durch das Investment des Finanzinvestors sowie die strategische und operative Unterstützung des 3TS-Netzwerkes in den USA plant SolveDirect innerhalb der nächsten Jahre im US-Markt eine relevante Position aufzubauen und die Umsätze der Gesellschaft mehr als zu verdreifachen. Dazu wurden eine Tochtergesellschaft mit Sitz in Kalifornien gegründet und die ersten Mitarbeiter angestellt. Mit Abschluss des Beteiligungsvertrages und der ersten Kapitalerhöhung im März 2010 fand nach IFRS-Definition ein Kontrollwechsel statt und wir mussten die Konsolidierungsform von SolveDirect auf at equity umstellen. Durch die langfristig höheren Umsatz- und Ergebniserwartungen aus der Bearbeitung des amerikanischen Marktes konnten wir dabei eine stille Reserve in Höhe von 3,86 Mio. € aufdecken. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat SolveDirect

den Umsatz um 6% auf 5,25 Mio. € gesteigert. Das EBITDA war aufgrund der höheren Personal- und Expansionskosten wie erwartet negativ, aber deutlich besser als geplant.

Im operativen Geschäft hat sich unser Professional Services Bereich in Deutschland während der Krise als relativ stabil und nachhaltig profitabel erwiesen, wenn auch die Margen durch Preisdruck der Kunden rückläufig waren. Der Bereich Process Optimization war dagegen von der Zurückhaltung deutscher Versicherungen und Banken beim Erwerb neuer Softwarelizenzen geprägt. Der Vertrieb von Network Performance Hardware entwickelte sich gegen den Konjunkturtrend ausgesprochen positiv und leistete einen wesentlichen Beitrag zum Ergebnis. Im Bereich Infrastructure Optimization am Standort Frankfurt mussten dagegen aufgrund deutlich gekürzter Projektaufträge von maßgeblichen Kunden der Luftfahrtbranche 22 Mitarbeiter abgebaut werden, wofür Abfindungszahlungen in Höhe von 0,65 Mio. € aufgewendet wurden. Im Segment Süd-Westeuropa sind Restrukturierungskosten von 0,30 Mio. € insbesondere in der Schweizer Landesgesellschaft angefallen. Die Region profitierte jedoch von der im letzten Jahr durchgeführten Restrukturierung in Italien und konnte trotz eines schwierigen Marktumfeldes positiv bilanzieren. In den Niederlanden musste aufgrund des deutlichen Nachfragerückganges die Anzahl der Mitarbeiter um 29% bzw. 23 Personen reduziert werden, um auch in diesem Segment die Kostenstrukturen dem gesunkenen Umsatzniveau anzupassen. Dies führte zu Restrukturierungsaufwendungen von 0,87 Mio. €.

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG einen um 22% geringeren Konzernumsatz von 69,59 Mio. € erwirtschaftet. 7,62 Mio. € des Umsatzrückganges entfallen davon auf Konsolidierungskreisänderungen. Bereinigt um die drei strategischen Transaktionen betrug das organische Minus 15%. Durch harte Einsparungs- und Restrukturierungsmaßnahmen konnte der absolute Umsatzrückgang im Ergebnis deutlich abgemildert werden. Das operative EBITDA ist trotzdem um 67% auf +1,15 Mio. € und das operative EBIT von -0,21 auf -1,65 Mio. € zurückgegangen. Obwohl Restrukturierungskosten von in Summe 1,82 Mio. € anfielen, können wir aufgrund der beschriebenen Buchgewinne von 6,33 Mio. € ein positives EBITDA von 5,66 Mio. € und ein EBIT von 2,86 Mio. € ausweisen. Das Nettogesamtergebnis inklusive des aufgegebenen Geschäftsbereichs war im abgelaufenen Wirtschaftsjahr mit 0,79 Mio. € ebenfalls deutlich positiv.

Durch das positive Nettogesamtergebnis hat sich die Eigenkapitalquote von 35 auf 39% verbessert. BRAIN FORCE verfügt zum 30.9.2010 über liquide Mittel in Höhe von 4,12 Mio. €, die Nettoverschuldung ist von 5,65 auf 9,04 Mio. € gestiegen. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf den operativen Verlust, die Abfindungszahlungen für den Mitarbeiterabbau in den Niederlanden und Frankfurt sowie den aufgegebenen Geschäftsbereich Berlin zurückzuführen. Aufgrund des Rückgangs der liquiden Mittel und der höheren Nettoverschuldung wird der Vorstand der Hauptversammlung am 2. März 2011 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten, um die Liquidität im Unternehmen zu halten.

Die Kostenstrukturen wurden konsequent an das gesunkene Umsatzniveau angepasst.

Im Zuge der umfassenden Restrukturierungs- und Sparmaßnahmen der vergangenen zwei Jahre hat das Management der BRAIN FORCE Gruppe die Kostenstrukturen an das deutlich gesunkene Umsatzniveau angepasst. Dazu mussten seit Ende 2008 konzernweit rund 200 angestellte Mitarbeiter (das sind rund 30% der Belegschaft) abgebaut werden, woraus sich eine Personalkostenreduktion in Höhe von jährlich mehr als 10 Mio. € ergibt. Zusätzliche Einsparungen konnten durch Intensivierung der Kurzarbeit in Deutschland, die Anpassung der freien Mitarbeiter sowie aller sonstigen Kostenpositionen realisiert werden. Einen wesentlichen Beitrag hat auch die Holdinggesellschaft mit massiven Ausgabenkürzungen geleistet.

Seit September ist ein deutlicher Anstieg der Vertriebspipeline in den Niederlanden, im ERP-Geschäft in Österreich und vor allem in den Bereichen Infrastructure Optimization am Standort Frankfurt, Process Optimization in München sowie Network Performance Hardware festzustellen. Die sich abzeichnende Konjunkturerholung in Deutschland sollte eine nachfrageseitige Erholung bewirken und in mehreren Bereichen wieder Umsatzwachstum ermöglichen. Unter diesen Voraussetzungen wollen wir im neuen Wirtschaftsjahr 2010/11 ein positives operatives Ergebnis erwirtschaften. Langfristig werden wir intensiv an der Verbesserung der Ertragskraft der BRAIN FORCE Gruppe weiterarbeiten, um endlich wieder Werte für unsere Aktionäre zu schaffen. Ich hoffe und gehe davon aus, dass sich positive operative Ergebnisse in Zukunft auch auf die Entwicklung unseres Aktienkurses positiv auswirken werden.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Mitarbeitern und Management für ihren Einsatz und die harte Arbeit im letzten Jahr bedanken, das uns aufgrund der stürmischen Zeiten alles abverlangt hat. Unseren Kunden und Geschäftspartnern danke ich für die gute Kooperation und das in uns gesetzte Vertrauen. Sie, geschätzte Aktionäre, ersuche ich, uns weiterhin Ihr Vertrauen zu schenken. Wir arbeiten hart daran, dieses zu rechtfertigen.

Ihr

Michael Hofer

Aufgrund der konsequenten Restrukturierungs- und Kostensparmaßnahmen ist BRAIN FORCE heute deutlich fitter als vor Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.

Bericht des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr in vier Sitzungen intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Ereignisse und Investitionen beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichts über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen sowie die Personalsituation unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert.

In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Das Präsidium des Aufsichtsrates hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen. Der Prüfungsausschuss tagte zweimal, der Vergütungs- und Nominierungsausschuss trat ebenfalls zweimal zusammen. Die Kriterien der Erfolgsbeteiligung, die Grundsätze der Altersversorgung und die Ansprüche bei Beendigung der Funktion sowie der Einzelausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sind im Vergütungsbericht ab Seite 20 dargestellt. Es existiert kein Aktienoptionsplan für Führungskräfte des Konzerns. Kein Aufsichtsratsmitglied war bei mehr als der Hälfte der Sitzungen abwesend. Prüfungs- und Vergütungsausschuss sind mit Ausnahme einer Sitzung jeweils vollzählig zusammengetreten.

Wesentliche Arbeitsschwerpunkte hat der Aufsichtsrat im abgelaufenen Wirtschaftsjahr auf die Pläne des Vorstandes zur weiteren Restrukturierung und strategischen Entwicklung des BRAIN FORCE Konzerns gelegt. Aufgrund der Umsatzrückgänge in den Niederlanden und in Frankfurt hat das Management mit Genehmigung des Aufsichtsrates Maßnahmen ergriffen, um die Kostenstrukturen an diesen Standorten dem deutlich gesunkenen Umsatzniveau anzupassen. Zusätzlich wurden nach intensiven Diskussionen drei strategische Transaktionen beschlossen und vom Aufsichtsrat genehmigt: der Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich an die Beko Engineering & Informatik AG, die Beteiligung eines Finanzinvestors bei der SolveDirect Service Management GmbH zur Finanzierung der US-Expansion dieses Tochterunternehmens sowie die Akquisition der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich, zur Stärkung des Bereiches Process Optimization.

Per Saldo hat sich der Personalstand der BRAIN FORCE HOLDING AG im abgelaufenen Geschäftsjahr von 978 auf 713 reduziert, wovon ein Minus um 115 Mitarbeiter auf die strategischen Transaktionen zurückzuführen war. Das Unternehmen erwirtschaftete einen um 22% geringeren Umsatz von 69,59 Mio. €. Der organische, um die strategischen Transaktionen bereinigte, Umsatzrückgang betrug 15%. Das operative EBITDA hat sich um 67% auf +1,15 Mio. € und das operative EBIT von -0,21 auf -1,65 Mio. € verringert. Für Restrukturierungsmaßnahmen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 1,82 Mio. € angefallen, die durch Buchgewinne von 6,33 Mio. € jedoch deutlich überkompensiert wurden.

Unter Berücksichtigung dieser nicht-wiederkehrenden Positionen konnte die BRAIN FORCE HOLDING AG ein positives EBITDA von 5,66 Mio. € und ein EBIT von 2,86 Mio. € erzielen. Das Nettoergebnis inklusive des aufgegebenen Geschäftsbereichs erreichte +0,79 Mio. €.

BRAIN FORCE verfügt zum 30.9.2010 über liquide Mittel in Höhe von 4,12 Mio. €, die Nettoverschuldung hat sich vor allem aufgrund der Abfindungszahlungen für den Mitarbeiterabbau in Frankfurt und den Niederlanden sowie den Cash-out für den aufgegebenen Geschäftsbereich Berlin von 5,65 auf 9,04 Mio. € erhöht. Durch das positive Nettogesamtergebnis konnte die Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 35 auf 39% weiter verbessert werden.

Zur Behandlung des Jahresabschlusses des Rumpfwirtschaftsjahres 2009 zog der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 16. Dezember 2009 den Wirtschaftsprüfer hinzu, der auch einen Management-Letter über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems vorlegte und gemeinsam mit den Mitgliedern des Prüfungsausschusses die wesentlichsten Erkenntnisse diskutierte. In der anschließenden Sitzung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG erörtert und festgestellt sowie den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes geprüft und den Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung beschlossen. Weiters wurde durch den Aufsichtsratsvorsitzenden eine Erklärung über den vorgesehenen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009/10 ausgearbeitet, dessen Rechtsbeziehungen mit der BRAIN FORCE Gruppe sowie deren Organmitgliedern überprüft und das Honorar für die Abschlussprüfung verhandelt. In derselben Sitzung hat der Aufsichtsrat einen Vorschlag an die Hauptversammlung für die Wahl des Abschlussprüfers erarbeitet.

In der Sitzung am 11. Februar 2010 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Vorbereitung der 11. ordentlichen Hauptversammlung der BRAIN FORCE HOLDING AG, welche am 24. Februar 2010 wie geplant stattfand. Zusätzlich berichtete der Vorstand in dieser Sitzung über die Ergebnisse des ersten Quartals, die aktuelle Erwartung für das Gesamtjahr sowie die weitere Strategie des Unternehmens. Nach intensiver Erörterung der Fakten wurde vom Aufsichtsrat die Akquisition der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H. genehmigt.

In der konstituierenden Sitzung des Aufsichtsrates im Anschluss an die 11. ordentliche Hauptversammlung am 24. Februar 2010 wurde Stefan Pierer zum Vorsitzenden gewählt und Friedrich Roithner als Vorsitzender-Stellvertreter bestätigt. Der Vergütungs- und Nominierungsausschuss wurde analog zum neuen Präsidium besetzt. Die Zusammensetzung des Prüfungsausschusses blieb unverändert.

In der Sitzung am 10. Mai 2010 legte der Vorstand dem Aufsichtsrat jeweils einen detaillierten Bericht über die Ergebnisentwicklung des ersten Halbjahres, den Ausblick für das dritte Quartal und das Gesamtjahr, die Finanzierungssituation und die Strategie des Unternehmens sowie mögliche weitere Kosteneinsparungen der Holdinggesellschaft vor.

In der Prüfungsausschusssitzung am 25. August 2010 wurden unter Beiziehung des Abschlussprüfers die Ergebnisse der Vorprüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2010 behandelt sowie der Ablauf, Zeitplan und die Schwerpunkte der Hauptprüfung diskutiert. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung hat sich der Aufsichtsrat detailliert über die aktuelle Geschäftslage, die Ergebnisse des dritten Quartals, die Vorschau auf das Ergebnis des Geschäftsjahres vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 sowie über das Budget 2010/11 und die Mittelfristplanung informieren lassen. Das Budget wurde nach intensiver Diskussion vom Aufsichtsrat genehmigt.

Der Jahresabschluss und Lagebericht der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie der Konzernabschluss zum 30. September 2010 nach IFRS wurden durch die PwC INTER-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss am 16. Dezember 2010 eingehend mit dem Prüfer behandelt und in der anschließenden Sitzung dem Aufsichtsrat vorgelegt. Wir haben die Unterlagen gemäß § 96 AktG geprüft und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 125 Abs. 2 des AktG festgestellt ist. Wir schließen uns weiters dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Jahresergebnisses an.

Um Kontinuität in der Unternehmensleitung sicherzustellen, hat der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Vergütungs- und Nominierungsausschusses in der Sitzung vom 16. Dezember 2010 die Verträge der Vorstandsmitglieder Michael Hofer und Thomas Melzer bis 30. September 2012 verlängert. Mit Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2009 endeten die Funktionsperioden der Aufsichtsratsmitglieder Christoph Senft und Peter Kotauczek. Die Hauptversammlung vom 24. Februar 2010 hat auf Vorschlag des Aufsichtsrates aus Kostengründen eine Verringerung der Anzahl der Mitglieder auf fünf Kapitalvertreter beschlossen, nachdem Peter Kotauczek nicht für eine Wiederwahl zur Verfügung stand. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Peter Kotauczek für seine wertvolle Mitarbeit in den letzten Jahren. Christoph Senft wurde bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2013/14 beschließt, wiedergewählt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Management sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz in einem durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der IT-Branche schwierigen Jahr. Aufgrund der konsequenten Restrukturierungs- und Kostensparmaßnahmen ist BRAIN FORCE heute deutlich fitter als vor Beginn der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.

Wien, am 16. Dezember 2010

Stefan Pierer

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate Governance bei BRAIN FORCE

BRAIN FORCE verfolgt eine Strategie zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sind das Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat. Das soll Vertrauen in das Unternehmen schaffen und die Basis für langfristige Wertschöpfung sein.

BRAIN FORCE bekennt sich zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) und hat sich zur Beachtung der Regelungen verpflichtet. Dementsprechend orientierte sich das Unternehmen im Geschäftsjahr 1.10.2009 bis 30.9.2010 am ÖCGK in der Fassung von Jänner 2010. Neben den verbindlich einzuhaltenden "L-Regeln" wurde der aktuelle Kodex unter Berücksichtigung der nachstehenden Erklärungen im Geschäftsjahr eingehalten.

"C-Regel 18": Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Ein Management Letter des Abschlussprüfers sowie dessen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern wurde dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates vorgelegt und im Aufsichtsrat behandelt. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich auf den Seiten 40 und 74.

"C-Regel 36": Der Aufsichtsrat ist bestrebt, seine Organisation, Arbeitsweise und Effizienz ständig zu verbessern. Eine explizite Selbstevaluierung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht stattgefunden.

"C-Regel 45": Das Aufsichtsratsmitglied Peter Kotauczek (Funktionsperiode bis 24. Februar 2010) ist aufgrund seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der BEKO HOLDING AG auch Aufsichtsratsmitglied in deren Tochtergesellschaft, der BEKO Engineering & Informatik AG, welche ebenso wie die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, im Bereich Professional Services operativ tätig ist. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist zugleich Aufsichtsrat der update software AG, welche wie die BRAIN FORCE Software GmbH, München, für gleiche Geschäftssparten Front Office Business Lösungen anbietet.

Der ÖCGK in der jeweils aktuellen Fassung sowie der Corporate Governance Bericht stehen online unter www.brainforce.com unter der Rubrik "Investoren" zur Verfügung. Zur Vermeidung von Insiderhandel wurde ein Compliance Code im Unternehmen installiert, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht umsetzt. Seine Einhaltung wird vom Compliance Officer kontinuierlich überwacht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG fühlt sich zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpflichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten, auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die BRAIN FORCE HOLDING AG informiert ihre Aktionäre mit Adhoc- oder Pressemeldungen zu allen unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir bereits frühzeitig im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website unter der Rubrik "Investoren" veröffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat 15.386.742 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (öffentliches Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine BRAIN FORCE Aktien erhält. Die Aktionärsstruktur ist auf den Seiten 27 und 28 des Geschäftsberichtes dargestellt.

Der Vorstand leitet unter eigener Verantwortung die Geschäfte der Gesellschaft im Einklang mit den relevanten Gesetzen, der Satzung der BRAIN FORCE HOLDING AG und der Geschäftsordnung. Die Geschäftsordnung enthält im Wesentlichen den Geschäftsverteilungsplan sowie einen Katalog von Maßnahmen, die der Zustimmung des Aufsichtsrates bedürfen. Der Aufsichtsrat führt seine Geschäfte nach Maßgabe der Gesetze, der Satzung und seiner Geschäftsordnung.

Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen (mindestens eine pro Quartal). Hinzu kommen weitere Sitzungen aus besonderem Anlass: zum Beispiel zur Vorbereitung einer Hauptversammlung, zur Budgetberatung oder zur Diskussion aktueller strategischer Entscheidungen. Damit stehen dem Aufsichtsrat sämtliche Informationen zur Verfügung, die er zur Wahrnehmung seiner Beratungs- und Kontrollfunktion benötigt. Im Geschäftsjahr 1.10.2009 bis 30.09.2010 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen statt. Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat auch in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Funktion je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch Ausschüsse aus. Mitglieder und Verantwortungsbereiche der Aufsichtsratsausschüsse sind auf Seite 19 dargestellt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates hat im Berichtszeitraum an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat auf Grundlage der Generalklausel in Punkt 53 des ÖCGK die nachfolgend dargestellten Unabhängigkeitskriterien für Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG festgelegt:

  • Kriterium 1: Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der BRAIN FORCE HOLDING AG oder eines Tochterunternehmens der BRAIN FORCE HOLDING AG.
  • Kriterium 2: Das Aufsichtsratsmitglied unterhält beziehungsweise unterhielt in den letzten fünf Jahren zur BRAIN FORCE HOLDING AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß Regel 48 des ÖCGK führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
  • Kriterium 3: Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
  • Kriterium 4: Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied der BRAIN FORCE HOLDING AG Aufsichtsratsmitglied ist.
  • Kriterium 5: Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten.
  • Kriterium 6: Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes der BRAIN FORCE HOLDING AG oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten 1. – 5. beschriebenen Position befinden.

Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sind als unabhängig im Sinne der oben angeführten Kriterien anzusehen. Entsprechende Erklärungen wurden von allen Aufsichtsräten abgegeben. Die Hauptaufgabe des Aufsichtsrates stellt gemäß §95 Aktiengesetz die Überwachung der Geschäftsführung dar. Diese Aufgabe wird von den derzeit bestellten Aufsichtsräten voll inhaltlich wahrgenommen. Die Gesellschaft weist einen Streubesitz von mehr als 20% und weniger als 50% auf. Zumindest zwei Aufsichtsratsmitglieder (Christoph Senft und Wolfgang M. Hickel) sind keine Anteilseigner mit einer Beteiligung an der Gesellschaft von mehr als 10% oder vertreten die Interessen eines Großaktionärs. Die Mitarbeiter haben keinen Betriebsrat für die BRAIN FORCE HOLDING AG gewählt. Aus diesem Grund ist auch kein Mitarbeitervertreter Mitglied des Aufsichtsrates.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat weder Kredite an Aufsichtsratsmitglieder noch an Vorstände vergeben. Mit Genehmigung des Aufsichtsrates (bei Stimmenthaltung von Josef Blazicek) hat die Gesellschaft im August 2009 mit der Ocean Consulting GmbH, ein Unternehmen, an welchem Josef Blazicek als Gesellschafter beteiligt ist, einen Mandatsvertrag zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen abgeschlossen. Das Entgelt entsprach branchenüblichen Standards und wurde mit Abschluss der Transaktion im Geschäftsjahr 2009/10 abgerechnet. BRAIN FORCE hat von der Hofer Management GmbH, eine Gesellschaft, an der Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, von September 2009 bis März 2010 einen Mitarbeiter zu marktüblichen Konditionen zur Verfügung gestellt bekommen. Weiters wurde unserer deutschen Gesellschaft zur Abwicklung eines Kundenprojektes ein Mitarbeiter zu marktüblichen Konditionen zur Verfügung gestellt. Seit Oktober 2009 besteht mit der Hofer Management GmbH eine Überlassungsvereinbarung über die Zurverfügungstellung eines Vorstandsmitgliedes. Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 16.12.2009 wurden sämtliche Anteile der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, an die BEKO Engineering & Informatik AG, Nöhagen, verkauft. Dieser Verkauf entsprach den branchenüblichen Standards. Der Verkaufspreis lag innerhalb der Bandbreite, die von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater objektiviert ermittelt wurde. Mit dem assoziierten Unternehmen SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen, deren Umfang die Finanzlage nur unwesentlich beeinflussen.

Im BRAIN FORCE Konzern werden alle Stellen ungeachtet des Geschlechts und nach objektiven Qualifikationskriterien besetzt. Ein spezifisches Programm zur Förderung von Frauen im Unternehmen gibt es nicht.

Die PwC Inter-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der 12. o. Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG für das Geschäftsjahr vom 1.10.2009 bis 30.9.2010 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist PwC mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Im Geschäftsjahr vom 1.10.2009 bis 30.9.2010 lagen die Beratungshonorare von PwC für die BRAIN FORCE HOLDING AG bei 0,07 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und prüfungsnahe Leistungen wurden 0,12 Mio. € verrechnet.

Vorstand

Der seit 4. September 2007 agierende Vorstandsvorsitzende Günter Pridt hat den Aufsichtsrat aus gesundheitlichen Gründen um Auflösung seines Vertrages mit Jahresende 2009 gebeten. Günter Pridt war von 2005 bis 2007 Aufsichtsrat der BRAIN FORCE

HOLDING AG, bevor er im September 2007 zum CEO bestellt wurde. Per 19. Oktober 2009 wurde Michael Hofer als neuer Vorstandsvorsitzender vom Aufsichtsrat bestellt.

Michael Hofer

Vorstandsvorsitzender seit 19.10.2009, bestellt bis 30.9.2012, geb. 1960, verheiratet

Dr. Michael Hofer ist promovierter Betriebswirt und seit 19. Oktober 2009 Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG. Seine berufliche Karriere begann er 1983 mit einem Ordinariat für Werbewissenschaften und Markforschung an der Universität Wien. 1991 wurde er Produktmanager bei der EternitWerke Ludwig Hatschek AG und wechselte 1994 als Geschäftsführer zur Trumag Trunkenbolz VertriebsgmbH. Von 1996 an war Michael Hofer im Vorstand der Welsermühl Holding AG und ging 1997 zur KTM Sportmotorcycle AG. Dort war er bis 2005 in den Bereichen Organisation, IT, Rechnungswesen, Human Resources sowie Vertriebslogistik tätig, davon zweieinhalb Jahre als Vorstand. Vor seiner Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden der BRAIN FORCE HOLDING AG war er rund vier Jahre Alleinvorstand bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG sowie seit 28. Mai 2008 Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Aufgabengebiet von Michael Hofer seit 19. Oktober 2009:

  • Operations
  • Marketing
  • Legal Management
  • Public Relations

30.9.2012, geb. 1970, verheiratet

Thomas Melzer

Finanzvorstand, bestellt bis

Thomas Melzer ist Betriebswirt und seit 1. April 2008 Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG. Davor war er bei der Wienerberger AG, dem weltweit größten Ziegelproduzenten, in verschiedenen Funktionen tätig: von 1997 bis 1999 im Controlling und Konzernrechnungswesen, ab dem Jahr 2000 als Leiter der Bereiche Investor Relations und

Günter Pridt

Vorstandsvorsitzender bis 19. Oktober 2009, Vorstandsmitglied bis 31.12.2009, geb. 1951, verheiratet

Corporate Communications. Von 2001 bis 2008 agierte Thomas Melzer auch als Mitglied des Management Committee der Wienerberger AG und von Juni 2007 bis Februar 2008 als Aufsichtsrat der Pipelife Group. Darüber hinaus war er sieben Jahre lang Mitglied im Vorstand des Cercle Investor Relations Austria (C.I.R.A.), von Oktober 2004 bis September 2007 als Vorsitzender des Vorstandes.

Aufgabengebiet von Thomas Melzer:

  • Finance & Administration
  • Investor Relations
  • Human Resources
  • Internal Communications

Von den Vorstandsmitgliedern gemeinsam wahrgenommen werden Business Strategy und Strategic Projects.

Die Vorstandsmitglieder üben keine Aufsichtsratsmandate oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften aus.

Mitglieder und Ausschüsse des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG setzte sich im Geschäftsjahr vom 1.10.2009 bis 30.9.2010 aus folgenden von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen.

Stefan Pierer, Vorsitzender ab 24. Februar 2010

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010/11, erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1956

  • Vorstandsvorsitzender der CROSS Industries AG
  • Vorstandsvorsitzender der KTM Power Sports AG
  • Vorstand der Unternehmens Invest AG (ab 12. Februar 2010)
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG
  • Vorsitzender-Stv. des Aufsichtsrates der Unternehmens Invest AG (bis 12. Februar 2010)
  • Aufsichtsrat der BEKO HOLDING AG
  • Aufsichtsrat der Austria Email Aktiengesellschaft (bis 30. Juni 2010)

Friedrich Roithner, Stellvertreter des Vorsitzenden

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010/11, erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1963

  • Vorstand der CROSS Industries AG (ab 1. Juli 2010)
  • Vorstand der Unternehmens Invest AG (bis 30. Juni 2010)
  • Aufsichtsrat der BEKO HOLDING AG

Christoph Senft, Vorsitzender bis 24. Februar 2010

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2013/14, erstmalig gewählt: 12. Juni 2003, geb. 1961

  • Geschäftsführer der MWS Industrieholding GmbH
  • Geschäftsführer der MWS Aluguss GmbH

Josef Blazicek

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010/11, erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1964

  • Vorsitzender-Stv. des Aufsichtsrates der CROSS Industries AG (ab 30. April 2010, vorher Vorsitzender)
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der BEKO HOLDING AG
  • Aufsichtsrat der Unternehmens Invest AG (bis 21. Juli 2010)
  • Aufsichtsrat der update software AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsrat der All for One Midmarket AG

Wolfgang M. Hickel

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2010/11, erstmalig gewählt: 14. Juni 2000, geb. 1949

Direktor der Höheren Technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt Spengergasse in Wien

Michael Hofer

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zum 19. Oktober 2009, erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1960

Peter Kotauczek

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zum 24. Februar 2010, erstmalig gewählt: 22. Dezember 2006, geb. 1939

  • Vorstandsvorsitzender der BEKO HOLDING AG
  • Aufsichtsrat der TeleTrader Software AG

Prüfungsausschuss

Mitglieder sind: Friedrich Roithner (Vorsitzender), Christoph Senft (Stellvertreter), Josef Blazicek

Die Aufgaben des Prüfungsausschusses umfassen:

  • Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses
  • Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers
  • Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlages für die Gewinnverteilung und des Lageberichtes
  • Prüfung des Konzernabschlusses
  • Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers
  • Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Im Geschäftsjahr vom 1.10.2009 bis 30.9.2010 wurden zwei Prüfungsausschusssitzungen abgehalten, in denen im Wesentlichen die folgenden Sachverhalte behandelt wurden:

  • Dezember 2009: Bericht des Abschlussprüfers über die Abschlussprüfung zum 30.9.2009
  • August 2010: Vorbesprechung zur Jahresabschlussprüfung zum 30.9.2010, Bericht des Vorstandes zur Finanzierungssituation des Konzerns

Vergütungs- und Nominierungsausschuss

Mitglieder: bis 24. Februar 2010: Christoph Senft (Vorsitzender), Friedrich Roithner (Stellvertreter); ab 24. Februar 2010: Stefan Pierer (Vorsitzender), Friedrich Roithner (Stellvertreter)

Die Aufgaben des Nominierungs- und Vergütungsausschusses umfassen:

  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Besetzung frei werdender Mandate in Vorstand und Aufsichtsrat
  • Vergütung der Vorstandsmitglieder
  • Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern

Im Geschäftsjahr vom 1.10.2009 bis 30.9.2010 wurden zwei Vergütungs- und Nominierungsausschusssitzungen abgehalten, in denen im Wesentlichen die Bedingungen für den Vertrag mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer behandelt wurden.

Vergütungsbericht

Transparente Darstellung der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge im Vergütungsbericht

Ziel des Vergütungssystems ist eine adäquate und leistungsorientierte Vergütung

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG angewendet werden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Die Festlegung der Vergütung des BRAIN FORCE Vorstandes hat der Aufsichtsrat dem Vergütungs- und Nominierungsausschuss übertragen.

Der Vorstand ist im Rahmen der Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes für eine bestimmte Dauer bestellt (Bestellung von Günter Pridt bis 31. Dezember 2009, Michael Hofer bis 30. September 2012, Thomas Melzer bis 30. September 2012). Für diesen Zeitraum wurden die Verträge der einzelnen BRAIN FORCE Vorstandsmitglieder abgeschlossen sowie Höhe und Struktur der Bezüge definiert. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstände im nationalen und internationalen Vergleich (IT Branche) gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten. Ein wichtiges Element dabei ist eine entsprechende variable Komponente, die den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Dazu teilen sich die Gesamtbezüge in fixe und erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die erfolgsabhängige Komponente auf das jeweilige Ergebnis vor Steuern des Konzerns abstellt.

Jahresbonus der Vorstände orientiert sich am Ergebnis vor Steuern (EGT)

Die fixe Vergütung orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds. Die Folge sind differenzierte Bezüge je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung. Der Jahresbonus ist eine variable Barvergütung, deren Höhe direkt vom Ergebnis vor Steuern (= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bzw. EGT) der BRAIN FORCE Gruppe abhängt. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung in 2009 haben die Vorstände auf einen Teil ihrer Fixbezüge verzichtet und von der Erreichung der Budgetziele abhängig gemacht. Der ursprüngliche erfolgsabhängige Gehaltsbestandteil ist für die Vorstandsmitglieder Günter Pridt und Thomas Melzer mit einer Obergrenze von 100% des Jahresfixbezuges festgelegt. Für das Vorstandsmitglied Michael Hofer ist die variable Vergütung mit 127% gedeckelt. Fixe Vergütung und Jahresbonus gelangen bei unterjähriger Beschäftigung aliquot zur Auszahlung.

7% der Gesamtbezüge sind variabel

Die gesamte Vergütung der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2009/10 betrug 558.232 €, (Vorjahr 1-9/2009: 364.286 €). Davon entfallen 93% auf fixe und 7% auf variable Bezüge.

Vorstandsvergütung in € 10/2009-9/2010 1-9/2009
Fix Variabel Gesamt Fix Variabel Gesamt
Michael Hofer 261.696 3.268 264.964 0 0 0
Thomas Melzer 200.000 18.268 218.268 164.286 0 164.286
Günter Pridt 60.000 15.000 75.000 200.000 0 200.000
Gesamt 521.696 36.536 558.232 364.286 0 364.286

Vorstände üben keine Nebentätigkeiten aus

Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen die Vorstandsmitglieder die Zustimmung des Aufsichtsrates. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führt. Die BRAIN FORCE Vorstände haben im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Nebentätigkeiten in Form von Aufsichtsratsmandaten oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften ausgeübt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Im Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses eines Vorstandsmitgliedes bestehen Abfertigungsansprüche gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich. An Mitarbeitervorsorgekassen wurden Zahlungen in Höhe von 5.364 € (Vorjahr: 7.154 €) geleistet. Für den Finanzvorstand werden ab 2009 5% und ab 2010 10% des Jahresfixbezuges vom Dienstgeber in eine Pensionskasse eingezahlt. Weitere Pensionskassenregelungen bestehen nicht. Für frühere Mitglieder des Vorstandes wurden keine Aufwendungen erfasst (Vorjahr: 0 €).

Die Hauptversammlung am 24. Februar 2010 hat das folgende, im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen: Gestaffelt nach Funktionen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für ihre Tätigkeit im verkürzten Geschäftsjahr 2009 neben dem Ersatz der Barauslagen eine feste Vergütung. So erhält der Vorsitzende 7.500 €, sein Stellvertreter 6.000 € und jedes andere Mitglied 4.500 €. Zusätzlich stehen den Aufsichtsräten als Anwesenheitsgeld für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrates 600 € pro Sitzung bzw. dem Vorsitzenden 1.000 € und seinem Stellvertreter 800 € zu. Für die Mitwirkung in Ausschüssen erhält der Ausschussvorsitzende 500 €, dessen Stellvertreter im Ausschuss 400 € und jedes andere Mitglied 300 € je Sitzung und Teilnahme. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrates in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine besondere Vergütung bewilligt werden. Für das Geschäftsjahr 2009/10 (Auszahlung im Geschäftsjahr 2010/11) wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 56.600 € aufwandsmäßig erfasst. Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 63.733 € für das verkürzte Geschäftsjahr 2009 ausbezahlt.

Aufsichtsratsvergütung in € 10/2009-9/2010 1-9/2009
Stefan Pierer, Vorsitzender 11.200 6.900
Friedrich Roithner, Vorsitzender-Stellvertreter 12.900 10.433
Josef Blazicek 8.700 7.800
Wolfgang Hickel 7.800 7.500
Michael Hofer 300 7.500
Peter Kotauczek 3.600 8.100
Christoph Senft 12.100 15.500
Gesamt 56.600 63.733

Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wird auf die Ausführungen im Corporate Governance Bericht auf Seite 17 verwiesen. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG haben keine Pensionszusagen.

Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden gemäß § 48 Börsegesetz der Finanzmarktaufsicht gemeldet und auf der BRAIN FORCE Website unter "Investoren/Corporate Governance/Directors' Dealings" veröffentlicht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat für Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer des Konzerns eine "Directors and Officers" (D&O) Versicherung abgeschlossen und trägt dafür die Kosten.

Abfertigungsansprüche für den Vorstand entsprechen der gesetzlichen Regelung in Österreich

Beschluss der Hauptversammlung zum Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Keine Pensionszusagen für den Aufsichtsrat

Veröffentlichung von Transaktionen in eigenen Aktien auf der Website

Unternehmen trägt die Kosten der D&O-Versicherung

Das Unternehmen

Führende IT-Service-Gruppe mit 713 Mitarbeitern in sieben Ländern Europas und den USA

BRAIN FORCE wurde 1983 gegründet

Unternehmensprofil

BRAIN FORCE ist ein führendes IT-Service-Unternehmen mit 713 Mitarbeitern an 12 Standorten in sieben europäischen Ländern sowie einer Niederlassung in Kalifornien, USA. Die Konzernzentrale des an der Wiener Börse notierten Unternehmens befindet sich in Wien, Österreich. Der größte Umsatzanteil wird in Deutschland mit 52% erwirtschaftet, gefolgt von Süd-Westeuropa (vor allem Italien) mit 31%, Zentral-Osteuropa (vor allem Österreich) mit 7% und den Niederlanden mit 10%.

Gegründet 1983 hat BRAIN FORCE seit dem Börsegang im Jahr 1999 (am Neuen Markt in Frankfurt) ihr Angebotsportfolio deutlich ausgebaut. Das Kerngeschäft basiert aktuell auf zwei Säulen:

Process Optimization (früher: Business Solutions)

Im Geschäftsfeld Process Optimization werden IT-Lösungen für geschäftskritische Prozesse zusammengefasst, mit deren Hilfe Unternehmen Wettbewerbsvorteile erzielen und ihre Kosten reduzieren.

Infrastructure Optimization

Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization werden IT-Lösungen angeboten, die Unternehmen zu einer besser managebaren bzw. effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen. So steigern wir die Produktivität unserer Kunden und senken gleichzeitig ihre Kosten.

Ergänzt werden diese Angebote durch Professional Services in Deutschland und seit Oktober 2010 auch in den Niederlanden, wo BRAIN FORCE IT-Spezialisten für Kundenanforderungen rekrutiert und bereitstellt.

Kunden profitieren von smarten IT-Lösungen, die auf Best-Practice-Vorgehensweisen, effektiven Services und innovativen Produkten basieren. Diese Lösungen reduzieren ihre Kosten, erhöhen die Produktivität und steigern den Geschäftserfolg.

BRAIN FORCE ist an folgenden Standorten vertreten:

BRAIN FORCE liefert smarte IT-Lösungen auf Basis von Best-Practice-Vorgehensweisen, effektiven Services und führenden Produkten in den Geschäftsfeldern Process Optimization und Infrastructure Optimization. Professional Services ergänzen das Angebot durch das Rekrutieren und die Bereitstellung der richtigen IT-Spezialisten zum richtigen Zeitpunkt. Unsere Kunden reduzieren so ihre Kosten, erhöhen die Produktivität und steigern ihren Geschäftserfolg.

Zu Process Optimization zählen wir IT-Lösungen im Bereich

  • Enterprise Resource Planning (ERP): Verbesserung der Wettbewerbsposition durch optimierte Abstimmung und Integration der Geschäftsprozesse basierend auf umfassendem Branchen Know-how.
  • Customer Relationship Management (CRM): Steigerung von Vertriebserfolg und Kundenzufriedenheit mit Hilfe einer optimal auf die Abläufe im Tagesgeschäft abgestimmten Lösung.
  • Business Analytics: Corporate Performance Management (CPM) und Business Intelligence (BI) Prozesse, Methoden und Kennzahlensysteme zur Ausrichtung operativer und strategischer Prioritäten sowie Bereitstellung zielgruppenspezifischer Berichte.
  • IT-Lösungen für Finanzdienstleister: Geschäftsprozess-Optimierungen mit Hilfe von maßgeschneiderten IT-Lösungen für den Front- und Backoffice-Bereich von Versicherungen, Banken und Maklern in der DACH-Region.

Zu Infrastructure Optimization zählen wir IT-Lösungen im Bereich

  • IT-Consulting: Beratung bei der Umsetzung strategischer Ziele wie der Kosten- und Risikoreduktion bzw. eines effizienten IT-Betriebs sowie der Einführung neuer Technologien für moderne Arbeitsplatzkonzepte.
  • Server and Data Management: Aufbau einer gut managebaren, dynamischen, sicheren und zuverlässigen Server- und Dateninfrastruktur.
  • Desktop Management: Schaffung dynamischer, anwenderfokussierter Infrastrukturen durch Implementierung führender Technologien unter Verwendung von Best Practices sowie Erzielung von Kosteneinsparungen durch Automatisierung und Virtualisierung.
  • Application Management: Best-Practice-Vorgehensweisen und intelligente Tools, um die Kompatibilität von Applikationen sicherzustellen und die Verfügbarkeit jederzeit und überall zu gewährleisten.
  • Communication and Collaboration: Erhöhung der User Produktivität durch Integration führender Technologien in den Bereichen Kommunikation und Zusammenarbeit in die bestehende Infrastruktur.
  • IT Service Management Solutions: Integration, Verwaltung und Steuerung aller Serviceprozesse, Systeme und Partner auf einer einzigen Plattform.
  • Network Performance Hardware: Innovative Lösungen für eine verbesserte Produktivität, gesteigerte Verfügbarkeit und zur Vermeidung von Ausfällen von Netzwerkapplikationen.
Kerngeschäft
IT-Optimierung Service Consulting
Produkte und Sonstiges
Process Optimization Infrastructure Optimization SolveDirect
Service Management weltweit
Inisys / BF Österreich
ERP
BF Italien FINAS Suite
Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister in DE
BF Italien
ERP, CRM, BA
BF Deutschland Rebecca Jupiter
Hypothekenverwaltung Asset Mgmt. in CZ und SK
BF Niederlande Network Performance Hardware
Europa, Naher Osten
Professional Services
Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Spezialisten in DE und NL

Smarte IT-Lösungen tragen zur Kostenreduktion und dem wirtschaftlichen Erfolg der Kunden bei

BRAIN FORCE liefert Lösungen zur Unterstützung geschäftskritischer Prozesse

Wir verhelfen Kunden zu einer besser managebaren und effizienteren IT-Infrastruktur

Strategie an die geänderten Rahmenbedingungen angepasst

Konsequente Restrukturierung und Kosteneinsparungen in allen Bereichen

Unternehmensstrategie

Das BRAIN FORCE Management hat die 2009 begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen konsequent fortgesetzt, um die operative Performance rasch und nachhaltig zu verbessern. Für das Geschäftsjahr 2009/10 wurden drei Schwerpunkte definiert:

1. Restrukturierung und Kosteneinsparungen

Das abgelaufene Geschäftsjahr war vom anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld beeinflusst. Dies äußerte sich bei BRAIN FORCE vor allem durch deutlich geringere Lizenzerlöse und Preisdruck im Servicegeschäft. Während einige Branchen seit dem Frühjahr 2010 merkliche Auftragszuwächse verzeichneten, war in unseren Geschäftseinheiten bis einschließlich August bestenfalls eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau zu registrieren. Wir haben daher weitere Restrukturierungsmaßnahmen durchgeführt, um die Kostenstruktur an das gesunkene Umsatzniveau anzugleichen und die operative Performance rasch und nachhaltig zu verbessern. Seit Ende 2008 mussten konzernweit rund 200 angestellte Mitarbeiter (das sind rund 30% der Belegschaft) abgebaut werden. Zusätzliche Einsparungen wurden durch Kurzarbeit in Deutschland, die Anpassung der freien Mitarbeiter sowie aller sonstigen Kostenpositionen realisiert.

2. Fokussierung und Kundennähe

Aus strategischer Sicht war das Geschäftsjahr 2009/10 geprägt von drei wesentlichen Transaktionen: dem Verkauf unseres Professional Services Geschäftes in Österreich, dem Einstieg eines Investors bei SolveDirect zur Finanzierung der US-Expansion und der Akquisition von Inisys, eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich. Damit einher ging eine noch stärkere Ausrichtung auf die Bedürfnisse unserer Kunden, die wir durch die konsequente Fokussierung auf die künftigen Kernkompetenzen der BRAIN FORCE Gruppe zum Ausdruck bringen: Lösungen in den Bereichen Process und Infrastructure Optimization mit einem Schwerpunkt auf Kosteneinsparungen und Produktivitätssteigerungen unserer Kunden, ergänzt durch Professional Services in Deutschland und den Niederlanden.

3. Stärkung der Innenfinanzierungskraft

Unter dem Motto "Cash is King" wurde das im Vorjahr gestartete Projekt zur Optimierung des Working Capital erneuert, um die internen Prozesse und Systeme weiter und nachhaltig zu verbessern. Damit konnten die externen Finanzierungserfordernisse reduziert, Zinsaufwendungen gespart und die Bilanzstruktur verbessert werden.

Seit 2008 konzentriert sich die langfristige BRAIN FORCE Wachstumsstrategie auf die Standbeine Process Optimization (früher: Business Solutions) und Infrastructure Optimization. Diese Geschäftsfelder wurden nach eingehender Untersuchung des Marktumfeldes in den BRAIN FORCE Ländern und auf Basis externer Analysen der Gartner Group als zukunftsträchtige und überdurchschnittlich wachsende Bereiche der IT-Branche identifiziert. Das Angebot in diesen Wachstumsbereichen wird nicht nur in einzelnen Ländern, sondern konzernweit über lokale Geschäftseinheiten abgedeckt, was den Wiedererkennungswert der Marke BRAIN FORCE auf internationaler Ebene steigert. Darüber hinaus vermarktet BRAIN FORCE lokale Angebote wie die FINAS Suite in der DACH-Region, Rebecca und Jupiter vor allem in Zentral-Osteuropa und die Lösungen von SolveDirect weltweit.

3 strategische Transaktionen zur weiteren Fokussierung des Geschäftsmodells

Nachhaltige Verbesserung der internen Prozesse und Systeme

Forcierung der langfristigen Wachstumsbereiche Process und Infrastructure Optimization

Zur Stärkung der Position im Geschäftsfeld Process Optimization haben wir Anfang des Jahres die INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., einen am österreichischen Markt etablierten ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen, übernommen und erfolgreich in den Konzern integriert. Im Vordergrund steht seither die gemeinsame Nutzung und Vermarktung eigenentwickelter Add-ons auf Basis von Microsoft-Technologie durch unsere Gesellschaften in Italien und Österreich sowie ein intensiver Know-how Austausch und eine gemeinsame Einkaufs- und Entwicklungspolitik.

Andererseits forcieren wir die Vermarktung eigener Softwarelösungen wie der FINAS Suite (Vertriebs- und Beratungslösungen für Finanzdienstleister in der DACH-Region) von München aus, Rebecca (Hypothekenverwaltung) und Jupiter (Asset Management) von Tschechien bzw. der Slowakei entsprechend dem jeweiligen Marktpotenzial.

Infrastructure Optimization

Das Augenmerk im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization liegt darauf, IT-Dienstleistungen und Softwareprodukte mit Wachstumspotenzial international zu vermarkten. Dazu zählen insbesondere die Lösungen Server and Data Management, Desktop Management sowie Communication and Collaboration für moderne, mobile Arbeitsplatzkonzepte, das Angebot im Bereich Application Management (z.B. BRAIN FORCE Packaging Robot und BRAIN FORCE Application Manager für Softwaremanagement aus den Niederlanden) für hochverfügbare und kompatible Applikationen. Ergänzt wird das Portfolio im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization durch Lösungen zu den Themen B2B-Integration und IT-Servicemanagement (SolveDirect Solutions vom Standort Wien, Österreich).

Die BRAIN FORCE Lösungen zeichnen sich durch effiziente Beratung unter Berücksichtigung der IT-Strategie des Kunden sowie Auswahl bzw. Implementierung geeigneter Produkte aus. Teilweise werden diese Produkte im Haus entwickelt oder von Partnern zugekauft. BRAIN FORCE stellt auch unabhängig von Softwareprodukten geeignete Experten für Kundenprojekte zur Verfügung. Dafür besteht in Deutschland ein eigenes Competence Center im Geschäftsfeld Professional Services (Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Spezialisten). In den Niederlanden werden wir aufgrund der Nachfrage von Kundenseite dieses Geschäftsfeld mit Unterstützung unseres Competence Centers in Deutschland neu aufbauen.

Smartes IT-Consulting

Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat den Zugang der Unternehmen zu IT-Aufgaben grundlegend verändert. Während früher die IT-Manager Investitionen im Rahmen ihrer Budgets eigenverantwortlich umsetzten, hat sich die Entscheidungskompetenz stärker zum Top-Management verlagert. Daraus entstand eine neue Zielsetzung für die IT-Abteilungen in den Unternehmen: Bisher war IT performanceorientiert, künftig ist sie kostenorientiert.

Zusätzlich verändert die Desktop-Virtualisierung die IT-Landschaft nachhaltig: die Nutzungsdauer der Hardware steigt, das Server-Management wird vielseitiger und alle Applikationen werden zentralisiert. Die Unternehmen (Kunden) werden zunehmend mehr IT-Aufgaben outsourcen, da sie die fachliche Qualifikation ihrer Mitarbeiter intern nicht mehr sicherstellen können. Die Administration der IT-Infrastruktur bleibt im Unternehmen, die Technik kommt von außen.

In Zukunft wird sich BRAIN FORCE daher auf smartes IT-Consulting konzentrieren. Wir wollen der Partner in den Bereichen Process und Infrastructure Optimization mit einer klaren Ausrichtung auf Kosteneinsparungen für unsere Kunden sein.

Ausbau der Marktposition durch Übernahme eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics

Fokus auf moderne und mobile Arbeitsplatzkonzepte

Ergänzung des Kerngeschäfts durch Professional Services in Deutschland und den Niederlanden

Die Krise hat den Zugang der Unternehmen zu IT-Aufgaben grundlegend verändert

Konzentration auf smartes IT-Consulting mit starker Ausrichtung auf Kosteneinsparungen

Aus strategischer Sicht war das Geschäftsjahr von drei wesentlichen Transaktionen geprägt: dem Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich, dem Einstieg eines Investors bei SolveDirect zur Finanzierung der US-Expansion und der Akquisition von Inisys, eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich.

Die folgende Grafik stellt zum Bilanzstichtag die bestehende Konzernstruktur dar:

BRAIN FORCE HOLDING AG (Anteile in %)

1) wird zu 99,5% von der Brain Force Software s.r.o., Tschechien, und zu 0,5% von der BRAIN FORCE Holding AG, Österreich, gehalten.

Operatives Management

Deutschland Martin Friedrich, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für Professional Services, Process und
Infrastructure Optimization, Interne IT, Marketing
Winfried Hubrich, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Finance & Administration
Italien Franco Righini, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für Infrastructure Optimization, Niederlassung
Rom, Human Resources
Stefania Donnabella, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Process Optimization, Marketing
Walter Campi, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Finance & Administration
Michael Hofer, Mitglied der Geschäftsführung
Niederlande Sander Cornelissens, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Sales & Marketing, Produktentwicklung,
Finance & Administration
Henk van Wijnen, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Operations und Human Resources
Michael Hofer, Mitglied der Geschäftsführung
Österreich Reinhold Brunner, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Operations und Sales
Michael Hofer, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für Marketing, Finance & Administration
Martin Bittner, Sprecher der Geschäftsführung der SolveDirect Service Management GmbH
Marcus Oppitz, Mitglied der Geschäftsführung der SolveDirect Service Management GmbH
Schweiz Peter Brogle, Verwaltungsrat
Slowakei Ondrej Lipovsky, alleiniger Geschäftsführer
Tschechien Drahomír Hrubý, alleiniger Geschäftsführer

BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer

Kursentwicklung

Nachdem die Aktienkurse aller relevanten Leitbörsen im März 2009 seit Jahren nicht mehr gesehene Tiefstände erreichten, schlossen sie das Jahr 2009 mit deutlichen Kursgewinnen. Negative Wirtschaftsdaten und die Finanzprobleme Griechenlands sowie anderer EU-Staaten beendeten jedoch Anfang des Jahres 2010 die positive Stimmung an den Börsen abrupt. Durch ein Hilfspaket der EU zur Refinanzierung von Staatsanleihen konnten die teilweise starken Kursverluste an den Aktienmärkten schließlich gestoppt werden. Zu Beginn des zweiten Kalenderquartals 2010 wurden die bisherigen Jahreshöchststände erreicht, im weiteren Verlauf gaben die Kurse jedoch erneut nach. Im dritten Quartal 2010 führten dann durchwegs über den Erwartungen liegende Unternehmensergebnisse trotz teilweise schwächerer makroökonomischer Daten wieder zu Kursgewinnen an den internationalen Leitbörsen.

Der Wiener Leitindex ATX lag zu Beginn unseres Geschäftsjahres (1. Oktober 2009) bei einem Kurs von 2.637, erreichte vorübergehend 2.700 Punkte, um Anfang Februar 2010 auf 2.400 Punkte zu fallen. Danach stieg er bis Mitte April binnen zwei Monaten auf knapp 2.800 Punkte und fiel dann bis Juni auf den Jahrestiefstwert von knapp über 2.200 Punkten. Im dritten Quartal legte der ATX um über 10% zu und schloss am 30.9.2010 bei 2.541 Punkten. Von Oktober 2009 bis September 2010 hat der ATX somit in Summe um 4% nachgegeben. In der gleichen Zeitspanne legte der DAX 10%, der Dow Jones Industrial 11%, der für die IT-Branche relevante NASDAQ 100 16% sowie der TECDAX 3% zu.

Die BRAIN FORCE Aktie, die im Standard Market Continuous der Wiener Börse notiert, begann das Geschäftsjahr 2009/10 mit einem Kurs von 1,20 €. Nach einem Rückgang auf 1,10 € Anfang November 2009, einem Anstieg auf 1,25 € Mitte Februar 2010 und einem abermaligen Rückgang auf 1,10 € Anfang April 2010, stieg der Kurs dann bis Ende April 2010 auf 1,40 €. Dem folgte ein Rückgang bis Mitte Juli 2010 auf 1,00 €, ein Wert, zu dem der Kurs unserer Aktie auch am 30.9.2010 schloss. Von Oktober 2009 bis September 2010 hat der Kurs der BRAIN FORCE Aktie somit um 17% nachgegeben.

Die dramatischen Kurseinbrüche zu Jahresbeginn konnten durch staatliche Hilfe gestoppt werden

Starke Zuwächse aller relevanten Leitindizes von den Tiefständen im März

Bisher keine Erholung der BRAIN FORCE Aktie nach dem Kursrückgang zu Jahresbeginn

  • BRAIN FORCE HOLDING AG
  • TecDax (indexiert)
  • ATX Austrian Traded Index (indexiert)

Dividendenpolitik

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG wird der Hauptversammlung am 2. März 2011 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten, um die Liquidität im Unternehmen zu halten.

Eigentümer

Die BEKO HOLDING AG ist nach der Einbringung jener Cross-Gesellschaft, die in 2008 ein Übernahmeangebot für alle BRAIN FORCE Aktien gelegt hat, mit 54,65% (Stichtag: 30. September 2010) Mehrheitsaktionär an der BRAIN FORCE HOLDING AG. Zusätzlich hält die Cross Industries AG (eine Muttergesellschaft der BEKO HOLDING AG) 0,63% der BRAIN FORCE Aktien. Weiters wurde die Gesellschaft darüber informiert, dass die ABAG AKTIENMARKT BETEILIGUNGS AG, Köln, Deutschland, seit 15. Dezember 2009 16,97% der Stimmrechte an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält. Gesellschafter dieses Investmentclubs sind rund 1.000 deutsche Privataktionäre. Darüber hinaus befindet sich das Grundkapital in Höhe von 15.386.742 € bzw. Stückaktien in Streubesitz.

Vorstand schlägt vor, keine Dividende auszuschütten

BEKO ist zum Bilanzstichtag mit knapp 55% Mehrheitsaktionär von BRAIN FORCE

Aktionärsstruktur

1 BEKO HOLDING AG 54,65%

2 CROSS Industries AG 0,63%

3 ABAG AKTIENMARKT BETEILIGUNGS AG 16,97%

Ziel der IR ist es, bei allen Kapitalmarktteilnehmern Vertrauen zu schaffen

Aktive IR Arbeit durch Einzelgespräche und Konferenzen

Analysen zum Unternehmen sind auf der Website verfügbar

4 Free Float 27,75%

Kennzahlen je Aktie 2009/10 1-9/2009 Vdg. in %
4
Ergebnis
in € 0,05 -0,31 >100
3
Ergebnis bereinigt 1)
in € -0,26 -0,11 >100
1
Ergebnis fortgeführte Geschäftsbereiche
in € 0,06 -0,15 >100
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereich in € -0,01 -0,16 +94
2
Dividende
in € 0,00 0,00 -
Free Cash-flow 2) in € -0,14 0,00 -
1 Deutschland 52%
Eigenkapital
in € 1,31 1,26 +4
2 Zentral-Osteuropa 24%
Höchstkurs
in € 1,40 2,19 -36
3 Süd-Westeuropa 14%
Tiefstkurs
in € 0,91 1,02 -11
4 Nordeuropa 10%
Ultimokurs
in € 1,00 1,20 -17
Höchst KGV 28,0 n.a. -
Tiefst KGV 18,2 n.a. -
Ultimo KGV 20,0 n.a. -
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 15,39 18,46 -17
Ø Börseumsatz/Handelstag an der Wiener Börse in Tsd. € 3,79 3,91 -3

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches sowie um sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

2) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

Investor Relations

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verfolgt in seiner Investor Relations Arbeit eine transparente und professionelle Kommunikation. Dabei ist es unser Bestreben, bei allen kapitalmarktrelevanten Zielgruppen Vertrauen in das Unternehmen zu schaffen. Die Funktion der Investor Relations ist dem Finanzvorstand bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Das Ziel unserer IR-Arbeit ist es, ein richtiges Bild des Unternehmens zu vermitteln, um so eine korrekte Bewertung der BRAIN FORCE Aktie zu ermöglichen.

Das BRAIN FORCE Management hat das Unternehmen im vergangenen Jahr bei einer Investorenkonferenz und mehreren Einzelgesprächen präsentiert. Am 20. Mai 2010 hat der Finanzvorstand bei der Börse-Express Roadshow in Wien die Ergebnisentwicklung zum Halbjahr 2009/10, die Strategie, die umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und die langfristigen Wachstumsperspektiven des Unternehmens vor rund 200 Privatanlegern und Analysten präsentiert.

Die BRAIN FORCE Aktie (15.386.742 ausgegebene Stückaktien, nennwertlos) wird aktuell von SES Research (Hamburg, Deutschland) gecovert. Alle Analysen zum Unternehmen stehen im IR-Bereich unserer Website ab dem Jahr 2005 zum Download bereit.

Informationen zur BRAIN FORCE Aktie

Investor Relations: Thomas Melzer
Telefon: +43 1 263 09 09 12
E-Mail: [email protected]
Internet: www.brainforce.com
Wiener Börse: BFC
Reuters: BFCG
Bloomberg: BFC:AV
Datastream: O:BFS
ISIN: AT0000820659

Lagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Nach dem Rückgang der Weltwirtschaft im Jahr 2009 im Zuge der Finanzkrise erwartet der Internationale Währungsfonds für 2010 ein Wachstum von 4,8%. Für den Euroraum wird in 2010 ein Wachstum von 1,7% prognostiziert. In Deutschland, dem für BRAIN FORCE wichtigsten Markt, soll das Plus bei 3,3% liegen, in Österreich bei 1,6%, in Italien bei 1,0% und in den Niederlanden bei 1,8%. Auch nach Einschätzung der EU-Kommission erholt sich die europäische Konjunktur zunehmend. Im zweiten Halbjahr 2010 werde laut Kommission die Weltwirtschaft zwar an Fahrt verlieren und auch der Aufschwung nach der schweren Wirtschaftskrise ist noch zaghaft, ein erneuter Rückfall in die Rezession sei allerdings nicht zu befürchten. Sorge bereiten weiterhin das hochverschuldete Griechenland, Irland, das seinen Bankensektor sanieren muss, und Spanien, das sich nach Einschätzung der EU-Behörde heuer noch nicht aus der Rezession befreien kann.

Für das Jahr 2011 erwartet der Internationale Währungsfonds erneut ein Wachstum von 1,7% im Euroraum. In Deutschland soll der Anstieg mit 2,0% über dem europäischen Durchschnitt liegen. In Österreich wird im kommenden Jahr mit einem Wachstum von 1,6%, in Italien mit 1,0% und in den Niederlanden mit 1,7% gerechnet. Die rasche Erholung der Wirtschaft ist jedoch weiterhin mit einigen Risiken behaftet. So sind neue Erschütterungen des internationalen Finanz- und Bankensystems keineswegs ausgeschlossen und auch die Auswirkungen der stark gestiegenen Arbeitslosenrate und der Staatsverschuldung lassen sich nicht verlässlich abschätzen. Auch das Auslaufen der zahlreichen Konjunkturprogramme und Beihilfen, die dem Abschwung kurzfristig erfolgreich entgegengewirkt haben, könnten wieder zu einem Rückschlag führen.

Die Erholung der Wirtschaft ist auch in der Branche für Informations- und Telekommunikationstechnologie bemerkbar. Nach Einschätzung der Marktforschungsagentur Gartner werden 2010 die weltweiten IT-Ausgaben (auf Dollarbasis) wieder um 2,4% ansteigen. Für 2011 wird ein Wachstum von 3,1% prognostiziert. Europa ist nach Gartner weltweit die einzige Region, in der sowohl 2009 als auch 2010 die IT-Investitionen rückläufig sind. Erst 2011 wird wieder mit einem leichten Anstieg der IT-Ausgaben in Europa gerechnet.

Während in Italien in 2010 laut einem Bericht von ASSINTEL (Associazione Nazionale Imprese ICT) mit einem Rückgang der IT-Ausgaben von 7,6% gerechnet wird, sollen laut BITKOM (Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) die Umsätze der Branche Informations- und Telekommunikationstechnologie 2010 in Deutschland wieder ansteigen. Mit einem Plus von 1,4% fällt das Wachstum der ITK-Branche jedoch deutlich geringer aus als der gesamtwirtschaftliche Trend. In den Bereichen Software und IT-Services sehen die Experten für dieses Jahr Wachstumsraten von 2,4% bzw. 1,4%. 2011 gehen die Branchenbeobachter bei den Umsätzen in Deutschland von einem Zuwachs von 2% für die gesamte ITK-Branche und 4,2% für den Bereich Software und IT-Services aus.

Ergebnis- und Bilanzanalyse

Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2009/10 war vom anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in der IT-Branche geprägt und die operative Umsatz- und Ergebnisentwicklung des BRAIN FORCE Konzerns insbesondere durch geringe Lizenzerlöse sowie verschobene Aufträge und Preisdruck seitens der Kunden beeinträchtigt. Als Konsequenz der weiteren Auftrags- und Umsatzrückgänge waren zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich. Nachdem im Vorjahr in Italien die Kapazitäten deutlich zurückgefahren und mit der Schließung des Standortes Berlin ein langjähriger Verlustbringer geschlossen wurden, mussten im Geschäftsjahr 2009/10 Restrukturierungsschritte in den Niederlanden und am Standort Frankfurt gesetzt werden.

Zusätzlich war 2009/10 von drei strategischen Transaktionen geprägt: dem Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich, dem Einstieg eines Finanzinvestors bei SolveDirect und der Akquisition von Inisys, eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich. Aufgrund von Buchgewinnen aus den beiden erstgenannten Transaktionen erzielte BRAIN FORCE im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich positive Ergebnisse.

Der IWF prognostiziert für 2010 ein Wachstum im Euroraum von 1,7%

Positive BIP-Entwicklung in allen BRAIN FORCE Märkten für 2011 erwartet

2010 Anstieg der weltweiten IT-Ausgaben, in Europa Erholung des IT-Marktes erst in 2011

In Deutschland wächst die ITK-Branche 2010 deutlich geringer als der Gesamtmarkt

Umsatzrückgänge erforderten Restrukturierungen an zwei weiteren Standorten

Deutlich positive Ergebnisse aufgrund strategischer Transaktionen und daraus resultierender Einmaleffekte

Pro forma 12-Monatsvergleich der Ertragskennzahlen wegen verkürztem Vorjahresgeschäftsjahr

Umsatz nach Regionen

2 Zentral-Osteuropa 5,34 Mio. €

3 Süd-Westeuropa 21,48 Mio. €

4 Niederlande 6,86 Mio. €

Im Vorjahr wurde der Bilanzstichtag konzerneinheitlich auf den 30. September umgestellt. Das Geschäftsjahr umfasste somit nur die Periode vom 1. Jänner bis 30. September 2009. Da der Vorjahresvergleich mit neun Berichtsmonaten hinsichtlich der Ergebnisanalyse nur sehr eingeschränkt aussagekräftig wäre, wird an dieser Stelle als Vorjahresvergleich die Periode vom 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 (Pro forma) dargestellt. Diese Angaben im Lagebericht beziehen sich somit auf eine ungeprüfte und keiner prüferischen Durchsicht unterzogene Berichtsperiode und sind entsprechend gekennzeichnet.

Der Konzernumsatz ist im Wirtschaftsjahr 2009/10 um 22% auf 69,59 Mio. € gesunken, wobei in sämtlichen Regionen Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen waren. Bereinigt um die drei strategischen Transaktionen betrug das organische Minus 15%. Die Region Deutschland zeigte mit 35,91 Mio. € einen um 15% niedrigeren Umsatz und trug 52% zum Konzernumsatz bei. In Zentral-Osteuropa sank der Umsatz um 59% auf 5,34 Mio. €, was einem Anteil von 7% am Konzernumsatz entspricht. Der Rückgang in dieser Region ist ausschließlich auf die per 31. Dezember 2009 erfolgte Endkonsolidierung der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, und die per 1. Jänner 2010 endkonsolidierte SolveDirect Service Management GmbH, Wien, zurückzuführen. In der Region Süd-Westeuropa ging der Umsatz um 13% auf 21,48 Mio. € zurück, was einem Anteil von 31% am Konzernumsatz entspricht. In der Region Niederlande (vormals Nordeuropa) sank der Umsatz um 24% auf 6,86 Mio. €. Dieses Segment trug damit 10% zum Konzernumsatz bei. Durch den Rückgang der Lizenzumsätze und den Preisdruck seitens der Kunden sowie die teilweise Unterauslastung der Mitarbeiter reduzierte sich das Bruttoergebnis zu Umsatz von 22,1 auf 18,7%. Im 12-Monatsvergleich gelang es, die Vertriebskosten um rund 23% und die Verwaltungskosten um 21% zu senken, der Rückgang des operativen Ergebnisses konnte aber auch dadurch nicht kompensiert werden. 2 Zentral-Osteuropa 24% 3 Süd-Westeuropa 14% 4 Nordeuropa 10% 1 Deutschland 52% 2 3 1

Rentabilitätskennzahlen 2009/10 2008/09
ungeprüft
in % in %
Bruttoergebnis zu Umsatz 18,7 22,1
Vertriebskosten zu Umsatz 10,6 10,7
Verwaltungskosten zu Umsatz 10,1 10,0
EBITDA-Marge operativ 1) 1,6 3,9
EBIT-Marge operativ 1) -2,4 -0,2

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge

Durch weitreichende Einsparungs- und Restrukturierungsmaßnahmen konnte der absolute Umsatzrückgang in Höhe von 19,61 Mio. € deutlich abgemildert werden und das operative EBITDA ist um 67% auf 1,15 Mio. € (Vorjahr: 3,44 Mio. €) und das operative EBIT auf -1,65 Mio. € (Vorjahr: -0,21 Mio. €) zurückgegangen. Für Restrukturierungsmaßnahmen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr zusätzlich Aufwendungen in Höhe von 1,82 Mio. € (Vorjahr: 1,38 Mio. €) angefallen, die jedoch durch den Buchgewinn aus dem Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich von 2,47 Mio. € und der Aufdeckung einer stillen Reserve im Zuge der erstmaligen at equity Konsolidierung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, von 3,86 Mio. € deutlich überkompensiert wurden. Unter Berücksichtigung der Restrukturierungskosten und der nicht-wiederkehrenden Erträge konnte BRAIN FORCE ein positives EBITDA von 5,66 Mio. € (Vorjahr: 2,05 Mio. €) und ein EBIT von 2,86 Mio. € (Vorjahr: -1,59 Mio. €) erzielen.

In Deutschland ging das operative EBITDA um 62% auf 0,92 Mio. € und das operative EBIT von 1,67 auf 0,11 Mio. € zurück. Dabei hat sich das Geschäftsfeld Professional Services auch in der Krise als stabil und nachhaltig profitabel erwiesen, wenn auch die Margen durch den Preisdruck der Kunden rückläufig waren. Der Bereich Process Optimization (früher Business Solutions) war dagegen von der Zurückhaltung der Kunden im Hinblick auf Investitionen in neue Softwarelizenzen geprägt und konnte nur ein leicht positives EBITDA ausweisen. Die Hardware Vertriebsaktivitäten im Bereich Network Performance in der Region EMEA, vor allem mit NetOptics Produkten, haben sich gegen den Konjunkturtrend ausgespro-

Negatives operatives Ergebnis dreht durch nicht-wiederkehrende Erträge deutlich ins Plus

Positives operatives EBIT in Deutschland durch stabile Professional Services und stark verbesserten Network Performance Hardware Vertrieb

chen positiv entwickelt und einen deutlich positiven Beitrag zum Ergebnis geleistet. Im Geschäftsbereich Infrastructure Optimization am Standort Frankfurt ist ein großes Projekt ausgelaufen, das kurzfristig nicht durch Zusatzgeschäft kompensiert werden konnte. Auf die daraus resultierende Unterauslastung der Mitarbeiter wurde notwendigerweise mit Freisetzungen reagiert. In diesem Zusammenhang sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 0,65 Mio. € angefallen.

Zentral-Osteuropa verzeichnete einen Rückgang des operativen EBITDA um 47% auf 0,63 Mio. € bei gleichzeitigem Anstieg des operativen EBIT von 0,14 auf 0,32 Mio. €. Die mit Kaufvertrag vom 25. Februar 2010 übernommene INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H. verzeichnete bei stabilen Umsätzen ein positives operatives Ergebnis und wurde per 5. August 2010 in BRAIN FORCE GmbH umfirmiert. Die BRAIN FORCE Gesellschaften in Tschechien und der Slowakei erwirtschafteten wie im Vorjahr zufriedenstellende positive Ergebnisse.

In der Region Süd-Westeuropa lag das operative EBITDA mit 1,34 Mio. € auf Vorjahresniveau. Das operative EBIT hingegen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr geringfügig von 0,55 auf 0,47 Mio. €. Die Region profitierte von den im letzten Geschäftsjahr frühzeitig eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen in Italien und konnte so den weiteren Umsatzrückgang von 13% im Ergebnis deutlich abfedern. In diesem Segment sind Restrukturierungsaufwendungen von 0,30 Mio. €, insbesondere in der Schweizer Landesgesellschaft, angefallen.

In den Niederlanden führte der deutliche Nachfragerückgang zu einer Reduktion des operativen EBITDA von 0,91 auf 0,02 Mio. €. Das operative EBIT drehte mit -0,74 Mio. € ins Minus (Vorjahr: 0,13 Mio. €). Die Anzahl der Mitarbeiter musste stichtagsbezogen um 29% bzw. 23 Personen reduziert werden, wodurch zusätzlich Restrukturierungsaufwendungen von 0,87 Mio. € angefallen sind.

EBIT operativ 1) nach Regionen 2009/10 2008/09
ungeprüft
Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Deutschland 0,11 1,43 -92
Zentral-Osteuropa 0,32 0,14 >100
Süd-Westeuropa 0,47 0,55 -14
Niederlande -0,74 0,13 >100
Holding und Sonstiges -1,81 -2,45 +26
BRAIN FORCE Konzern -1,65 -0,21 >100

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge

Vom Konzernumsatz 2009/10 entfielen 15,91 Mio. € (Vorjahr: 23,51 Mio. €) oder 23% auf das Geschäftsfeld Process Optimization (früher Business Solutions), der Bereich Infrastructure Optimization erwirtschaftete 32,38 Mio. € (Vorjahr: 40,76 Mio. €) oder 46% und 21,30 Mio. € (Vorjahr: 24,93 Mio. €) oder 31% sind dem Bereich Professional Services zuzurechnen. Im Vorjahreswert des Geschäftsfeldes Professional Services sind für den Zeitraum 1. Jänner bis 30. September 2009 5,31 Mio. € Umsatzerlöse enthalten, die auf die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, entfallen. Diese Gesellschaft wurde per 31. Dezember 2009 endkonsolidiert. Im Vorjahreswert des Geschäftsfeldes Infrastructure Optimization sind für den Zeitraum 1. Jänner bis 30. September 2009 3,11 Mio. € Umsatzerlöse enthalten, die auf die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, entfallen. Diese Gesellschaft wurde per 1. Jänner 2010 endkonsolidiert.

Positiver Ergebnisbeitrag durch Inisys in Österreich

In Süd-Westeuropa auch nach Restrukturierungen positives EBIT

Niederlande mit deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgängen

Gesamtergebnisrechnung 2009/10 2008/09
ungeprüft
Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Umsatzerlöse 69,59 89,20 -22
Herstellungskosten -56,58 -69,49 +19
Bruttoergebnis vom Umsatz 13,01 19,71 -34
Vertriebskosten -7,39 -9,54 +23
Verwaltungskosten -7,03 -8,95 +21
Sonstige betriebliche Aufwendungen -0,67 -1,65 +60
Sonstige betriebliche Erträge 0,43 0,22 +90
EBIT operativ -1,65 -0,21 >100
Restrukturierungsaufwendungen -1,82 -1,38 -31
Nicht-wiederkehrende Erträge 6,33 0 -
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten 2,86 -1,59 >100
Finanzergebnis -0,72 -1,06 +32
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -1,81 0 -
Ergebnis vor Steuern 0,33 -2,65 >100
Ertragsteuern 0,60 -2,81 >100
Ergebnis nach Steuern 0,92 -5,46 >100
Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches -0,13 -2,57 +95
Sonstiges Ergebnis 0,00 -0,02 >100
Gesamtergebnis 0,79 -8,05 >100

Cash Pooling führte zu geringerem Zinsaufwand SolveDirect im Umsatz und im Ergebnis besser als geplant Negatives Ergebnis aus assoziierten Unternehmen vor allem durch Verwässerungseffekt bei SolveDirect Gesamtergebnis drehte deutlich ins Plus EPS mit +0,05 € leicht positiv Das Finanzergebnis verbesserte sich von -1,06 auf -0,72 Mio. €, was in erster Linie auf die im Vorjahr enthaltenen Aufwendungen aus der Abschreibung der KEMP-Wandelanleihe zurückzuführen ist. Zusätzlich positiv haben sich die gesunkenen Zinsaufwendungen durch die Einführung des Cash Pools ausgewirkt. Der Interest Cover (Verhältnis operatives EBITDA zu Zinsergebnis) belief sich in 2009/10 auf 1,6x (Vorjahr: 4,4x). Die BRAIN FORCE Beteiligung SolveDirect Service Management GmbH (81,4% Beteiligung per 30.9.2010) konzentriert sich seit dem Einstieg des Finanzinvestors 3TS Cisco Growth Fund auf die Expansion ihres IT Service Management Geschäftes in den USA. Dazu wurde eine amerikanische Tochtergesellschaft gegründet und die Mitarbeiteranzahl von 35 auf 62 erhöht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte der Umsatz um 6% auf 5,25 Mio. € gesteigert werden. Das EBITDA war aufgrund der gestiegenen Personal- und Expansionskosten negativ, aber deutlich besser als geplant. Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen beläuft sich auf -1,81 Mio. € und betrifft die SolveDirect Service Management GmbH. Davon entfallen -0,66 Mio. € auf den Ergebnisbeitrag des Geschäftsjahres und -1,15 Mio. € auf den Verwässerungseffekt durch den Einstieg des Investors nach zwei durchgeführten Kapitalerhöhungen. Das Ergebnis vor Steuern lag bei +0,33 nach -2,65 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche verbesserte sich von -5,46 Mio. € auf +0,92 Mio. €. Im Vorjahresergebnis sind Abschreibungen von aktivierten latenten Steueransprüchen auf Verlustvorträge in Höhe von -2,90 Mio. € enthalten. Das Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches betrug -0,13 Mio. € (Vorjahr: -2,57 Mio. €). Das Gesamtergebnis drehte von -8,05 auf +0,79 Mio. €. Das Ergebnis je Aktie (EPS nach IFRS) verbesserte sich von -0,31 auf +0,05 €, wobei auf die fortgeführten Geschäftsbereiche 0,06 € je Aktie und auf den aufgegebenen Geschäftsbereich -0,01 € je Aktie entfielen. Das um Restrukturierungskosten, nicht-wiederkehrende Erträge und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,26 € (Vorjahr: -0,11 €).

Die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 6% auf 51,05 Mio. €. Aufgrund der Änderungen des Konsolidierungskreises – Endkonsolidierung BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, und SolveDirect Service Management GmbH, Wien, Erstkonsolidierung INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, Österreich, sowie erstmaliger Ansatz der Anteile am assoziierten Unternehmen SolveDirect zum beizulegenden Zeitwert – zeigen einzelne Bilanzposten wesentliche Veränderungen.

Reduktion der Bilanzsumme durch Änderung des Konsolidierungskreises

Entwicklung der Bilanzstruktur in Mio.

Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen erhöhte sich auf 54% (Vorjahr: 51%). Sie betragen zum Stichtag 27,82 Mio. €. Die Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte reduzierten sich aus der Konsolidierungskreisänderung um 6,57 Mio. €. Die fortgeführten Geschäftsbereiche haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,53 Mio. € getätigt, wovon 0,97 Mio. € auf Entwicklungskosten entfallen. Zum Stichtag 30.9.2010 summieren sich die bilanzierten Entwicklungskosten auf 2,41 Mio. € (Vorjahr: 2,92 Mio. €) und betragen somit 5% (Vorjahr: 5%) vom Gesamtvermögen.

Die Reduktion der Firmenwerte um 3,52 Mio. € ist auf den Abgang des Firmenwertes SolveDirect von 4,69 Mio. € und den Zugang aus dem Erwerb der Inisys von 1,16 Mio. € zurückzuführen. Durch die Änderung der Konsolidierungsart der Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH erhöhten sich die Anteile an assoziierten Unternehmen auf 10,53 Mio. €, wovon 10,52 Mio. € auf SolveDirect entfallen.

Zum 30.9.2010 belaufen sich die latenten Steueransprüche auf 1,35 Mio. € (Vorjahr: 0,43 Mio. €), wobei der Anstieg mit 0,73 Mio. € auf die Aktivierung von latenten Steueransprüchen entfällt.

Die nachfolgenden Bilanzkennzahlen beziehen sich auf die Stichtage 30.9.2010 im Vergleich zum 30.9.2009. Den Ergebniszahlen wurden die Zeiträume 1.10.2009 bis 30.9.2010 bzw. 1.10.2008 bis 30.9.2009 (Pro forma) zugrunde gelegt, jeweils bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Bilanzkennzahlen 30.9.2010 30.9.2009
Eigenkapital in Mio. € 20,11 19,31
Eigenkapitalquote in % 39,4 35,5
Nettoverschuldung in Mio. € 9,04 5,65
Gearing in % 44,9 29,3
Working Capital in Mio. € 3,30 2,83
Working Capital zu Umsatz in % 4,7 3,1
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 7,9 1,6
EBITDA operativ / Zinsergebnis 1,6 4,4
FFO / Nettoverschuldung 1) in % 5,7 12,3

1) FFO = Funds from Operations = Cash-flow aus dem Ergebnis der letzten 12 Monate

Langfristige Vermögenswerte auf Vorjahresniveau, jedoch relativer Anstieg wegen niedrigerer Bilanzsumme

Änderung der Firmenwerte und Anteile an assoziierten Unternehmen durch strategische Transaktionen

Pro forma Darstellung der Ergebniszahlen für 2008/09 zur besseren Vergleichbarkeit Abbau von Forderungen führt zu Rückgang der Bilanzsumme

Über 4 Mio. € Zahlungsmittel zum 30.9.2010

Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um 3,29 auf 23,23 Mio. € und betragen 46% (Vorjahr: 49%) des Gesamtvermögens. Der absolute Rückgang ist mit 1,89 Mio. € auf den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 1,42 Mio. € auf den Rückgang der Zahlungsmittel zurückzuführen.

Die Zahlungsmittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, verringerten sich um 1,42 auf 4,12 Mio. €. Vom Rückgang der Zahlungsmittel entfallen 0,34 Mio. € auf die fortgeführten Geschäftsbereiche, 1,09 Mio. € betreffen den aufgegebenen Geschäftsbereich. In der Veränderung der Zahlungsmittel sind Einzahlungen für den Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, sowie Zuflüsse aus der Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten enthalten. Auszahlungen wurden insbesondere für den Erwerb der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, und für Investitionen in Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten getätigt.

Anstieg der Eigenkapitalquote auf 39%

Zum 30.9.2010 beträgt das Konzerneigenkapital 20,11 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 39% (Vorjahr: 35%) entspricht. Der deutliche Anstieg ist auf das positive Gesamtergebnis und die Reduktion der Bilanzsumme zurückzuführen.

Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten

Fristigkeit der Finanzverbind-

Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) erhöhten sich um 1,96 auf 13,15 Mio. €, davon entfallen 9,96 Mio. € (Vorjahr: 10,88 Mio. €) auf langfristige Finanzverbindlichkeiten. Die Finanzverbindlichkeiten sind zu 77% fix verzinst, 23% weisen eine variable Verzinsung auf. Eine Analyse der Fälligkeitsstruktur zeigt, dass 9,96 Mio. € der Finanzverbindlichkeiten eine Laufzeit bis 2014 aufweisen. Die verbleibenden 3,19 Mio. € (kurzfristige Finanzverbindlichkeiten) entfallen mit 0,16 Mio. € auf ein kurzfristig fälliges Darlehen und mit 3,03 Mio. € auf ausgenützte Kontokorrentkreditvereinbarungen.

Berechnung der Nettoverschuldung 30.9.2010 30.9.2009 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 9,96 10,88 -8
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 3,19 0,31 >100
- Zahlungsmittel -4,12 -5,54 -26
Nettofinanzverbindlichkeiten 9,04 5,65 +60

Zum 30.9.2010 betrug die Nettoverschuldung 9,04 Mio. € und lag damit um 60% über dem Vorjahreswert von 5,65 Mio. €. Der Anstieg ist einerseits auf den mit dem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld verbundenen Ergebnisrückgang zurückzuführen, andererseits mussten hohe Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit dem notwendigen Mitarbeiterabbau getätigt werden. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu operativem EBITDA der letzten 12 Monate belief sich auf 7,9x nach 1,6x im Jahr davor.

Reduktion der sonstigen Rückstellungen durch Verwendung für den aufgegebenen Standort Berlin

Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Stichtag 0,45 nach 2,05 Mio. € im Vorjahr. Die Reduktion ist insbesondere auf die Verwendung für den aufgegebenen Geschäftsbereich in Höhe von 1,22 Mio. € zurückzuführen. In den Rückstellungen sind weiterhin Vorsorgen für erwartete Kosten im Zusammenhang mit der Aufgabe des Standortes Berlin (aufgegebener Geschäftsbereich) in Höhe von 0,38 Mio. € enthalten. Der Rest entfällt mit 0,07 Mio. € auf Rückstellungen für Restrukturierung und für Gewährleistungen. Die sonstigen Rückstellungen sind zur Gänze kurzfristig.

Cash-flow

Nachfolgende Darstellung bezieht sich auf die Zeiträume 1.10.2009 bis 30.9.2010 im Vergleich zu 1.10.2008 bis 30.9.2009 (Pro forma), jeweils bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Der Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr +0,52 Mio. € und lag damit um 0,38 Mio. € über jenem des Pro forma Vergleichszeitraumes 2008/2009. Der Cash-flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit war mit -3,87 Mio. € deutlich geringer als im Vorjahr, wo noch +6,08 Mio. € erwirtschaftet wurden. Mit ausschlaggebend für den deutlichen Rückgang des operativen Cash-flow waren einerseits die Reduktion der Rückstellungen nach Auszahlung der Restrukturierungskosten und andererseits die im Vorjahr generierten, erstmaligen Effekte aus einem Working Capital Optimierungsprojekt. Durch die Optimierung der internen Prozesse, insbesondere bei der Projektabrechnung, der Rechnungsstellung und des Mahnwesens, wurde das Working Capital deutlich reduziert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 konnten diese – teilweise einmaligen – Effekte aus dem Vorjahr erwartungsgemäß nicht wiederholt werden. Stichtagsbezogen zeigt sich zum 30.9.2010 ein Aufbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,15 Mio. €, wohingegen im Vorjahr eine Reduktion der Forderungen um 8,89 Mio. € erzielt werden konnte.

Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit weist einen Zufluss an liquiden Mitteln in Höhe von 0,59 Mio. € (Vorjahr: -1,16 Mio. €) aus. Darin enthalten sind Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen von 1,11 Mio. € (Vorjahr: 0,14 Mio. €) sowie Nettoeinzahlungen für die Veräußerung der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, in Höhe von 3,31 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 1,53 Mio. €, was einer Reduktion gegenüber dem Vorjahr um 1,11 Mio. € entspricht. Der Free Cash-flow (Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Cash-flow abzüglich Cash-flow aus Investitionstätigkeit zuzüglich Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen) war bedingt durch den negativen operativen Cash-flow mit -2,17 Mio. € (Vorjahr: +5,06 Mio. €) negativ. Der Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit zeigt einen Zahlungsmittelzufluss von 2,94 Mio. €, während im Vorjahr Finanzverbindlichkeiten im Ausmaß von 3,55 Mio. € abgebaut wurden.

Cash-flow Statement 2009/10 2008/09 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -3,87 6,08 >100
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1,53 -2,64 +42
Auszahlungen für Akquisitionen -1,11 -0,14 >100
Devestitionen und Sonstiges 3,23 1,62 +99
Cash-flow aus Investitionstätigkeit 0,59 -1,16 >100
Akquisitionen +1,11 +0,14 >100
Free Cash-flow -2,17 5,06 >100

Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit durch hohe Auszahlungen für Restrukturierungen belastet

In Summe positiver Cash-flow aus Investitionstätigkeit durch Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH

Entwicklung der Geschäftsbereiche

Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach den folgenden geografischen Segmenten bzw. Regionen:

  • Deutschland
  • Zentral-Osteuropa mit Österreich, Tschechien und der Slowakei
  • Süd-Westeuropa mit Italien und der Schweiz
  • Niederlande

Deutschland

In Deutschland ging der Umsatz im Geschäftsjahr 2009/10 um 15% auf 35,91 Mio. € zurück. Die Region trägt mit 52% den größten Teil zum Konzernumsatz bei. Das operative EBITDA vor Restrukturierungsaufwendungen sank um 62% auf 0,92 Mio. € und das operative EBIT reduzierte sich um 92% auf 0,11 Mio. €. In den operativen Ergebnissen sind einmalige Restrukturierungsaufwendungen von 0,65 Mio. € nicht enthalten, die auf Abfindungszahlungen für den notwendigen Mitarbeiterabbau im Bereich Infrastructure Optimization am Standort Frankfurt zurückzuführen waren.

Umsatz nach Regionen

  • +L[ZJOSHUK
  • ALU[YHS6Z[L\YVWH
  • :K>LZ[L\YVWH
  • 5PLKLYSHUKL

EBITDA operativ nach Regionen

4 Niederlande 1%

Neukundenakquise im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization schwierig, Network Performance Hardware steigert Umsatz und Ergebnis deutlich

Umsatzrückgang nach Neuausrichtung der operativen Aktivitäten in Österreich

Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich, Einstieg eines Investors bei SolveDirect, Akquisition von Inisys

Verhaltene Nachfrage im Geschäftsfeld Process Optimization

Realisierung verschiedener Projekte

Operatives EBITDA auf Vorjahresniveau trotz Umsatzrückgang

Im Geschäftsfeld Professional Services entwickelte sich die Nachfrage nach einem schwierigen Start sehr positiv. Dies führte im Berichtszeitraum zu einem Zuwachs an produktiven IT-Consultants um 8%, womit die festgelegten Umsatzziele nahezu erreicht wurden. Die strategische Zusammenarbeit mit Microsoft konnte im Laufe des Jahres verstärkt werden: BRAIN FORCE ist nunmehr als "Preferred Vendor" einer von deutschlandweit 27 Dienstleistern, über die Microsoft Experten für ihre Projekte bezieht. 3

Nachdem sich die Gesamtnachfrage nach Produkten und Services im Geschäftsfeld Process Optimization in Deutschland aufgrund der weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Banken- und Versicherungsbereich bisher nicht erholt hat, wurde die Kurzarbeit ausgeweitet. Neben Folgeaufträgen von Bestandskunden konnten trotzdem einige Neukunden gewonnen werden, unter anderem für die Einführung der CRM-Lösung und die Realisierung einer Bausparberatung. Das Modul BRAIN FORCE Fördercenter haben wir kürzlich fertiggestellt und bereits implementiert. Negativ ausgewirkt hat sich jedoch die Reduktion des jährlichen Auftragsvolumens eines langjährigen Großkunden im Versicherungsumfeld. 2 Zentral-Osteuropa 24% 3 Süd-Westeuropa 14% 4 Nordeuropa 10% 1 Deutschland 52% 2

Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization blieb die Neukundenakquise schwierig. Mit der Microsoft Zertifizierung als Services Ready Partner für den Bereich Desktop Optimization für Windows und Office-Produkte wird belegt, dass wir die Implementierung der modernsten Technologien beherrschen und dies mehrfach erfolgreich unter Beweis gestellt haben. Im Jahresverlauf beriet BRAIN FORCE verschiedene Unternehmen bei der zukünftigen Ausrichtung ihrer IT-Infrastruktur sowie ihrer Servicemanagementprozesse. Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization ist ein Rollout-Projekt ausgelaufen, was zur Unterauslastung unserer IT-Berater führte. Wegen des deutlich reduzierten Umsatzvolumens bei unserem größten Kunden mussten am Standort Frankfurt personelle Anpassungen vorgenommen werden, was in den Folgemonaten wieder zu Ergebnisverbesserungen führte. Der Vertrieb von Network Performance Hardware in Frankfurt hat sich sehr erfolgreich entwickelt, und der Bereich verzeichnete einen deutlichen Umsatz- und Ergebnisanstieg. Dies war unter anderem auf eine erhöhte Nachfrage von Firmen aus dem mittleren Osten zurückzuführen.

Zentral-Osteuropa

Das Segment Zentral-Osteuropa hat im Berichtszeitraum einen Umsatz von 5,34 Mio. € erzielt, was einem Rückgang um 59% im Vergleich zum Vorjahr und einem Anteil von 7% am Konzernumsatz entspricht. Das operative EBITDA betrug 0,63 Mio. € und lag um 47% unter dem Vorjahr. Der Umsatz- und EBITDA-Rückgang war auf die unten beschriebenen Transaktionen zurückzuführen. Das operative EBIT konnte dagegen von 0,14 auf 0,32 Mio. € mehr als verdoppelt werden.

Die Aktivitäten in Österreich waren im abgelaufenen Geschäftsjahr von drei strategischen Transaktionen geprägt: dem Verkauf des Professional Services Geschäftes in Österreich, dem Einstieg eines Investors bei SolveDirect zur Finanzierung der US-Expansion und der Akquisition von Inisys, eines ERP-Spezialisten für Microsoft Dynamics Lösungen in Österreich. Damit verstärkte BRAIN FORCE ihr Geschäftsfeld Process Optimization und positioniert sich in Österreich als Spezialist für die ERP-Softwarelösungen Microsoft Dynamics NAV und AX sowie CRM. Die Umfirmierung in BRAIN FORCE GmbH erfolgte im vierten Quartal.

Das operative Geschäft in Österreich (Geschäftsfeld Process Optimization) war geprägt von einer verhaltenen Nachfrage insbesondere im Hinblick auf die Implementierung neuer Softwarelizenzen. Während das Bestandskundengeschäft weitgehend stabil blieb, erwies sich die Neukundengewinnung als schwierig.

In Tschechien wurden bei mehreren Kunden Anpassungen unseres Jupiter-Systems vorgenommen sowie das Kernbankenmodul Rebecca auf die Microsoft Datenbank-Plattform erweitert. Auch konnte ein größerer Auftrag zur Entwicklung einer webbasierenden Applikation unterschrieben werden.

Süd-Westeuropa

Die Region Süd-Westeuropa erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009/10 einen Umsatz von 21,48 Mio. €, was einem Rückgang um 13% zum Vorjahr und 31% des Konzernumsatzes entspricht. Das operative EBITDA ist mit 1,34 Mio. € gleich geblieben. Das operative EBIT ging um 14% auf 0,47 Mio. € zurück. In dieser Region sind zusätzlich einmalige Restrukturierungsaufwendungen von 0,30 Mio. € angefallen.

Die Investitionszurückhaltung in Italien war im Geschäftsfeld Process Optimization auch im zurückliegenden Geschäftsjahr spürbar. Die meisten Lizenzerlöse konnten mit der ERP-Lösung Microsoft Dynamics NAV erzielt werden. Zu den Kunden gehörten unter anderem Unternehmen aus den Branchen Produktion, Nahrungsmittel und Medizin. Darüber hinaus konnten einige Implementierungen mit den Partnerprodukten IBM Cognos, Microsoft Dynamics CRM und Sharepoint durchgeführt werden.

Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization haben wir bei verschiedenen Unternehmen EMC-Produkte für Storage und Backup eingeführt. Weitere Projekte wurden im Zusammenhang mit der Systemmanagement Lösung SCCM von Microsoft bzw. Altiris von Symantec realisiert, genauso wie im Server- und Virtualisierungsumfeld mit VMware-Technologie. Auch konnte BRAIN FORCE Italien ihre gute Position im Bankenumfeld weiter stärken und bei der italienischen Tochtergesellschaft einer Schweizer Großbank einen neuen Service Desk einführen und bei einem der größten italienischen Finanzinstitute eine Handelsplattform implementieren.

Niederlande

Die Region Niederlande erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009/10 einen Umsatz von 6,86 Mio. € und damit um 24% weniger als im Vorjahr. Die Region trug 10% zum Konzernumsatz bei. Das operative EBITDA ging um 98% auf 0,02 Mio. € zurück, das operative EBIT lag bei -0,74 Mio. €. Die zusätzlichen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von -0,87 Mio. € sind auf die notwendige Anpassung des Mitarbeiterstandes und damit zusammenhängende Abfindungen zurückzuführen. Insgesamt mussten 23 Mitarbeiter (-29%) freigesetzt werden.

Bei der niederländischen Tochtergesellschaft wirkten sich der Rückgang der Lizenzerlöse sowie das deutlich geringere Auftragsvolumen eines Großkunden des öffentlichen Bereiches stark negativ aus. Dennoch konnten zahlreiche Projekte zur Einführung der neuesten Microsoft Client- bzw. Server-Technologie wie Windows 7, Office 2010, SCCM/SCVMM, App-V, Server 2008 Hyper-V und Exchange 2010 realisiert werden. Auch die eigenen Produkte Packaging Robot und Application Manager waren Teil dieser Implementierungen. In weiteren Projekten hat BRAIN FORCE Niederlande verschiedene Paketierungsdienstleistungen erbracht und Rollout-Projekte gemanagt. Die Kunden kamen vielfach aus dem öffentlichen Bereich und dem Gesundheitswesen.

Mit der Microsoft Zertifizierung als Services Ready Partner für den Bereich Desktop Optimization für Windows und Office-Produkte belegt unsere niederländische Tochtergesellschaft, dass sie die Implementierung der modernsten Technologien beherrscht und dies mehrfach erfolgreich unter Beweis gestellt hat. Damit erweitert BRAIN FORCE B.V. ihre Serviceleistungen und kann beim Kunden höherwertiges Projektgeschäft generieren.

Holding und Sonstiges

Im Bereich Holding und Sonstiges verbesserte sich das operative EBITDA von -2,38 auf -1,76 Mio. € und das operative EBIT von -2,45 auf -1,81 Mio. €. Diese Verbesserung resultierte aus strikten Kosteneinsparungen und weiterem Mitarbeiterabbau der Holdinggesellschaft. Inklusive des Buchgewinnes aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Österreich und der Aufdeckung der stillen Reserve bei SolveDirect erzielte das Segment ein positives EBIT von 4,51 Mio. €.

Forschung und Entwicklung

Die optimale Kombination von Software und Services zum Nutzen unserer Kunden ist für den nachhaltigen Erfolg von BRAIN FORCE ausschlaggebend. Deshalb arbeiten wir gezielt daran, unsere Angebote in den Bereichen Process und Infrastructure Optimization an die Kundenbedürfnisse anzupassen. In der Krise musste BRAIN FORCE jedoch die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten dem reduzierten Umsatzniveau angleichen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden dennoch 0,97 Mio. € in die Eigenentwicklung von Softwareprodukten investiert.

Investitionszurückhaltung im Geschäftsfeld Process Optimization

Stabile Entwicklung im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization

Anpassung der niederländischen Organisation an das gesunkene Projektvolumen

Zahlreiche Projekte zur Implementierung aktueller Microsoft-Technologien

Microsoft Services Ready Zertifizierung durchgeführt

Operatives EBIT durch Kostensenkungen deutlich verbessert, Ergebnis positiv

F&E-Ausgaben in den Bereichen Process und Infrastructure Optimization angepasst

Weiterentwicklung von BRAIN FORCE CRM, neues FINAS-Modul Fördercenter

BRAIN FORCE Microsoft als Services Ready Partner zertifiziert und Packaging Robot 3.0 verfügbar

Controlling Modul auf .net-Technologie umgestellt und um Funktionalitäten für Finanzplanung erweitert

SD.dialog für effektives Wissensmanagement und beschleunigte Serviceprozesse

Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE

Personalreduktion aufgrund notwendiger Restrukturierungen

Mitarbeiterzahl musste in den letzten zwei Jahren an das deutlich geringere Umsatzniveau angepasst werden

713 Mitarbeiter zum Stichtag beschäftigt

In Deutschland haben wir das BRAIN FORCE CRM an die Bedürfnisse für mittelständische Banken angeglichen und anschließend erfolgreich am Markt eingeführt. Die Entwicklung des neuen FINAS-Moduls BRAIN FORCE Fördercenter, mit dem alle staatlichen Fördermöglichkeiten übersichtlich dargestellt werden und Kunden ein steuerlich optimiertes Vorsorgeangebot erhalten, konnte abgeschlossen werden. Bei weiteren FINAS-Modulen wurden im Rahmen der Wartung Anpassungen an die aktuelle Gesetzgebung vorgenommen. Außerdem begann die Entwicklung eines Prototypen für neue Bedienkonzepte mittels Touch-Technologie, die der stärkeren Verbreitung von Smart Phones Rechnung tragen soll.

In den Niederlanden wurde das BRAIN FORCE Infrastructure Framework an die neuesten Microsoft Technologien Windows 7, Windows Server 2008 R2, System Center Suite, Remote Desktop und Exchange angepasst. Zusätzlich haben wir die Produkte BRAIN FORCE ID-Suite und Workspace Manager im Rahmen der Wartung aktualisiert. Die Entwicklung des Packaging Robot 3.0 konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr abgeschlossen und die Paketierungssoftware erfolgreich am Markt eingeführt werden. Dadurch erhoffen wir uns in Zukunft eine verstärkte Nachfrage nach unseren Paketierungsdienstleistungen.

Die österreichische Gesellschaft hat ihr Controlling-Modul, das auf Microsoft Dynamics basiert, auf neueste .NET-Technologie migriert und um Finanzplanungsfunktionalitäten erweitert. Mit den neuen Planungsregeln lässt sich aus der Kostenrechnungs- und Investitionsplanung sehr schnell eine Cash-flow Planung erstellen. Gleichzeitig arbeiten wir laufend an der Entwicklung des Addons Fibu+ für Microsoft Dynamics NAV weiter.

SolveDirect hat das Modul SD.dialog mit einer Enzyklopädie, sogenannten Wikis, für effektives Wissensmanagement erweitert. Ergänzend dazu wurde das Instant-Messaging Tool Skype integriert und damit die Produktinitiative "Web 2.0" für beschleunigte Serviceprozesse abgeschlossen. Mit der Funktionsgruppe SD.calendar, das in Zusammenarbeit mit einer Kundengruppe designt wurde, entstand ein optimiertes Kalendermodul zur Planung von Serviceeinsätzen. Die neuen Funktionen wurden in der SolveDirect Version 5.5 ausgeliefert.

Human Resources

Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE und entscheidend für den Erfolg. Durch ihr Wissen und Engagement kann sich das Unternehmen weiterentwickeln und seine Ziele erreichen.

Das Management war aufgrund des herausfordernden Marktumfeldes und den weiteren Umsatzrückgängen vor allem im Infrastructure Optimization Bereich in Deutschland und den Niederlanden gezwungen, die Mitarbeiterzahl nach unten anzupassen. Wir haben dabei in Verhandlungen mit den Betriebsräten versucht, Härtefälle abzumildern. Per 30.9.2010 lag die Zahl der Mitarbeiter der BRAIN FORCE Gruppe im Vergleich zum 30.9.2009, bereinigt um die Endkonsolidierung der veräußerten BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Österreich, der nunmehr at equity konsolidierten SolveDirect Service Management GmbH sowie der Akquisition von Inisys, insgesamt um 18% unter dem Vorjahr.

Im Vergleich zum 31.12.2008, bevor die Auswirkungen der Krise für BRAIN FORCE spürbar wurden, beträgt die Personalreduktion 29%. Am höchsten war der Rückgang seither mit 37% in den Niederlanden. Auch in unserem größten Markt Deutschland musste die Mitarbeiterkapazität durch Abbau und Kurzarbeit um 30% reduziert werden. Die Region Zentral-Osteuropa hatte seit dem 31.12.2008 einen Rückgang um 29% (bereinigt um die strategischen Transaktionen) zu verzeichnen und die Region Süd-Westeuropa weist einen um 26% geringeren Personalstand aus. Jener im Segment Holding und Sonstiges ging um 22% zurück.

Der Personalstand im Konzern belief sich zum 30.9.2010 auf 496 angestellte Mitarbeiter. Zusätzlich wurden 217 freie Mitarbeiter in verschiedenen Kundenprojekten eingesetzt. In Summe waren zum Stichtag 713 Mitarbeiter für BRAIN FORCE tätig, was einem Rückgang um 27% zum 30.9.2009 entspricht.

Die Mitarbeiter (angestellte und freie) verteilen sich zum 30.9.2010 wie folgt auf die einzelnen Regionen:

  • Deutschland: 338 (30.9.2009: 422 / Vdg.: -20%)
  • Zentral-Osteuropa: 27 (30.9.2009: 144 / Vdg.: -82%)
  • Süd-Westeuropa: 285 (30.9.2009: 324 / Vdg.: -12%)
  • Niederlande: 55 (30.9.2009: 78 / Vdg.: -29%)
  • Holding und Sonstiges: 8 (30.9.2009: 10 / Vdg.: -22%)

Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2009/10 553 (1-9/09: 761) angestellte und 226 (1-9/09: 265) freie Mitarbeiter bei BRAIN FORCE beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag bei 779 und damit um 24% unter dem Wert des Rumpfwirtschaftsjahres 2009.

Um den ständigen Veränderungen und Innovationen in der schnelllebigen IT-Branche gerecht zu werden, ist die kontinuierliche Schulung und fachliche Ausbildung unserer Mitarbeiter unerlässlich – angefangen bei den IT-Consultants bis zur Belegschaft in Verwaltung und Vertrieb. In den Niederlanden nehmen Mitarbeiter laufend an Trainingseinheiten zu den neuesten Entwicklungen von Microsoft, VMware oder Citrix teil. Dadurch verfügen sie über einen technologischen Vorsprung und zählen so zu den ersten Ansprechpartnern beispielsweise bei der Einführung neuer Technologien im Bereich Desktop-Virtualisierung. In Italien werden Mitarbeiter in den neuesten Technologien von Microsoft Dynamics, Oracle, Symantec oder Cisco geschult und zertifiziert. In Deutschland nutzen Mitarbeiter die Möglichkeit, sich in regelmäßigen abteilungsbezogenen Meetings sowie bei Mitarbeiterveranstaltungen auszutauschen. Durch die internationale Services Ready Partnerschaft mit Microsoft erhalten die Mitarbeiter der Landesgesellschaften Zugang zu Schulungen und umfangreichen Wissensdatenbanken.

Auftragslage

Der Auftragsbestand erreichte zum 30.9.2010 auf Konzernebene 16,04 Mio. € und lag damit um 32% hinter dem Vorjahresniveau von 23,43 Mio. €. Bereinigt um den Wegfall des Auftragsbestandes der veräußerten BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Österreich, und der nunmehr at equity konsolidierten SolveDirect Service Management GmbH sowie des geschlossenen Standortes Berlin zeigt sich zum Stichtag ein Rückgang um 12%, was vor allem auf niedrigere Werte im Bereich Infrastructure Optimization in den Niederlanden und Deutschland zurückzuführen ist. In anderen Segmenten war die Entwicklung weitgehend stabil und teilweise positiv. Im Vergleich zum 30.6.2010 blieb der Auftragsbestand auf dem gleichen Niveau.

Der Auftragsbestand teilt sich zum 30.9.2010 auf die Regionen wie folgt auf:

  • Deutschland hält einen Auftragsbestand von 11,81 Mio. € (30.9.2009: 13,01 Mio. €)
  • Zentral-Osteuropa verfügt über einen Auftragsbestand von 0,35 Mio. € (30.9.2009: 5,37 Mio. € / bereinigt 30.9.2009: 0,20 Mio. €)
  • Süd-Westeuropa hält einen Auftragsbestand von 3,00 Mio. € (30.9.2009: 2,79 Mio. €)
  • Die Niederlande verfügen über einen Auftragsbestand von 0,88 Mio. € (30.9.2009: 2,26 Mio. €)

Ausblick und Ziele

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hatte sich im Rahmen der Budgetierung für das Geschäftsjahr 2009/10 einen Umsatz von über 80 Mio. € und ein positives operatives Ergebnis als Ziel gesetzt und dies im letzten Geschäftsbericht entsprechend kommuniziert. In den ersten Monaten des Geschäftsjahres zeichnete sich jedoch weiterer Restrukturierungsbedarf im Bereich Infrastructure Optimization in Frankfurt und in den Niederlanden ab, der konsequent bereinigt wurde. Die damit zusammenhängenden Restrukturierungskosten sowie die operativen Verluste dieser Geschäftseinheiten konnten durch zwei strategische Transaktionen mehr als kompensiert werden. Zum einen ist aus dem Verkauf des Professional Services Geschäfts in Österreich ein Buchgewinn von 2,47 Mio. € entstanden, und zum anderen konnten wir durch den Einstieg eines Finanzinvestors bei SolveDirect eine stille Reserve in Höhe von 3,86 Mio. € bei dieser Tochtergesellschaft aufdecken. Diese positiven Effekte haben trotz Restrukturierungsaufwendungen von 1,82 Mio. € und

Mitarbeiter nach Regionen

  • 1 Deutschland 47%
  • 2 Zentral-Osteuropa 4%
  • 3 Süd-Westeuropa 40%
  • 4 Niederlande 8%
  • 5 Holding und Sonstiges 1%

Auftragsbestand nach Regionen

  • 1 Deutschland 74%
  • 2 Zentral-Osteuropa 2%
  • 3 Süd-Westeuropa 19%
  • 4 Niederlande 5%

Zielerreichung durch Buchgewinne aus strategischen Transaktionen trotz operativem Verlust und Restrukturierungsaufwand

eines operativen Verlustes von 1,65 Mio. € zu einem EBIT von +2,86 Mio. € und einem Nettogewinn von 0,79 Mio. € geführt. Das Umsatzziel von 80 Mio. € konnte nur durch die Abgabe bzw. Konsolidierungsänderung von zwei wichtigen Tochtergesellschaften nicht erreicht werden. Wenn man diese Effekte bereinigt, ergibt sich eine leichte Übererfüllung.

Anpassung der Kostenstrukturen an das deutlich gesunkene Umsatzniveau erfolgt

Umsatzwachstum und positives operatives Ergebnis als Ziel für 2010/11

Konzernweiter Risikomanagement-Prozess mit Fokus auf die TOP 10 Risiken

Lokale Verantwortung aber zentrale Steuerung des Risikomanagements

Wichtigstes Instrument zur Risikoüberwachung ist das Berichtswesen

Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen

Im Zuge der umfassenden Restrukturierungs- und Sparmaßnahmen der vergangenen zwei Jahre hat das Management der BRAIN FORCE Gruppe die Kostenstrukturen an das deutlich gesunkene Umsatzniveau angepasst. Dazu haben wir seit Ende 2008 konzernweit rund 200 angestellte Mitarbeiter (das sind rund 30% der Belegschaft) abgebaut, woraus sich eine Personalkostenreduktion in Höhe von jährlich über 10 Mio. € ergibt. Zusätzliche Einsparungen wurden durch Kurzarbeit in Deutschland, die Anpassung der freien Mitarbeiter sowie aller sonstigen Kostenpositionen realisiert.

Seit September ist zudem ein deutlicher Anstieg der Vertriebspipeline in den Niederlanden, im ERP-Geschäft in Österreich und vor allem in den Bereichen Infrastructure Optimization, Process Optimization und Network Performance Hardware in Deutschland zu verzeichnen. Die sich abzeichnende Konjunkturerholung in Deutschland, unseres größten Marktes, sollte somit auch eine nachfrageseitige Erholung bewirken und Umsatzwachstum ermöglichen. Damit will BRAIN FORCE im neuen Wirtschaftsjahr 2010/11 wieder ein positives operatives Ergebnis erwirtschaften.

Risikomanagement

Der BRAIN FORCE Konzern ist im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Erreichung der Ziele zur Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. In 2008 hat BRAIN FORCE das Risikomanagement verstärkt und einen zentral gesteuerten konzernweiten Prozess initiiert. Dieser Prozess wurde 2009 abgeschlossen. Seither werden die Risiken innerhalb der Gruppe regelmäßig und systematisch identifiziert, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß bewertet sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die TOP 10 Risiken des Konzerns gelegt. Die jährliche Aktualisierung der Risikobewertung findet im Zuge des Budgetierungsprozesses statt.

Gemäß der dezentralen Struktur des BRAIN FORCE Konzerns liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Holdingebene wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Gesamtvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das monatlich rollierende Forecasting. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich im Rahmen der Jahresabschlussprüfung unter anderem auch die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Nach aktueller Einschätzung weist der Konzern keine einzelnen bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf. Die Bewertung aller Top 10-Risiken beläuft sich in Summe auf weniger als 15% des Eigenkapitals. Im Folgenden werden die relevanten Risiken beschrieben und die definierten Gegenmaßnahmen erläutert.

Finanzielle Risiken

Die wesentlichsten finanziellen Risiken sind unzureichende Liquidität und Finanzierung. Die Vorhaltung ausreichender Liquidität hat für BRAIN FORCE sowie für jedes andere Unternehmen insbesondere in Zeiten angespannter Finanzmärkte oberste Priorität. Diesem Risiko begegnet BRAIN FORCE durch die Maximierung des Free Cash-flow mittels Kostensenkungen, aktivem Working Capital Management und einer Minimierung der Investitionsausgaben. Dazu wurden in den letzten zwei Jahren die Kostenstrukturen dem gesunkenen Umsatzniveau angepasst, die "Order to Cash"- und "Purchase to Pay"-Prozesse optimiert und die Aktivierung von Eigenleistungen zurückgefahren. Neben diesen Maßnahmen hat BRAIN FORCE in 2009 auch eine gruppenweit einheitliche Kreditversicherung abgeschlossen, um dem in der Krise zu erwartenden steigenden Kreditrisiko Rechnung zu tragen und die Basis für Factoring zu schaffen.

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. In 2009 wurde ein Cash Pool geschaffen, in den die drei größten operativen Gesellschaften in Deutschland, Italien und den Niederlanden einbezogen wurden.

Die Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe basiert auf einer soliden Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 39% zum 30.9.2010. Der Zahlungsmittelstand hat sich infolge des operativen Verlustes, der Zahlungen für Restrukturierungsmaßnahmen und dem Erwerb eines österreichischen ERP-Dienstleistungsunternehmens reduziert. Demgegenüber steht eine Einzahlung aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFT-WARE GmbH, Österreich. Durch den negativen Free Cash-flow und den Wegfall von zwei Banklinien ist die freie Liquidität in den letzten Monaten gesunken, wobei zum 30.9.2010 rund 4,1 Mio. € an Zahlungsmitteln (30.9.2009: 5,5 Mio. €) zur Verfügung standen.

Die Refinanzierungsmöglichkeiten von BRAIN FORCE sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in den aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beachtung gewisser Ratings.

In 2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen in Höhe von 10 Mio. € mit einer Laufzeit bis 20. März 2014 aufgenommen. Dafür wird jährlich eine Bewertung des Konzernabschlusses nach Moody´s KMV RiskCalc vorgenommen. Eine Verschlechterung der Bewertung nach diesem System um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres berechtigt jeden Gläubiger zur Kündigung, wenn die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist. Weiters berechtigt eine Verschlechterung unter Ba3 jeden Gläubiger zur Kündigung. Die von der Erste Bank zur Verfügung gestellte Betriebsmittelline sieht eine Eigenkapitalquote von über 30% vor. Die beschriebenen Covenants werden von BRAIN FORCE laufend beobachtet und bei allen wesentlichen geschäftspolitischen Überlegungen simuliert. Nicht eingehaltene Covenants können dazu führen, dass die zu zahlenden Zinsen durch höhere Risikoaufschläge steigen oder Kredite fällig gestellt werden.

Eine Abschreibung der Firmenwerte des Konzerns war im Geschäftsjahr 2009/10 nicht angezeigt.

Wegen der vorwiegenden Marktpräsenz im Euroraum spielt das Währungsrisiko in der BRAIN FORCE Gruppe aktuell eine untergeordnete Rolle. Im Rahmen des geplanten Ausbaus der Geschäftsbeziehungen mit Kunden aus dem US-Dollar-Raum, wird die Holding das Wechselkursrisiko EUR/USD beobachten und gegebenenfalls absichern.

Aktuell keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken

Maximierung des Free Cashflow durch Kostensenkungen, aktives Working Capital Management und Minimierung der Investitionsausgaben

Laufende Finanzplanungen zur Überwachung des Liquiditätsrisikos

Geringere Zahlungsmittel durch operativen Verlust, Zahlungen für Restrukturierungsmaßnahmen und Erwerb eines Unternehmens

Kreditvereinbarungen beinhalten Covenantund Ratingkriterien

Erfüllung aller Covenantund Ratingkriterien

Währungsrisiko spielt derzeit eine untergeordnete Rolle

Zinsänderungsrisiko wird durch das Treasury der Holding gesteuert

Abschluss einer Kreditversicherung zur Verringerung des Ausfallsrisikos

Eigenkapitalquote von 39% zum Bilanzstichtag

Fokus auf Kernkompetenzen und profitable Bereiche

Mitarbeiterbindung durch erfolgsorientierte Vergütung und Trainings

Umfassendes Projekt-Controlling und Abschluss von Versicherungen zur Minimierung eventueller Haftungsrisiken

Entscheidungen werden auf Basis von internen und externen Beratungen getroffen Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten infolge einer Änderung der Marktzinssätze ergibt. Die Finanzverbindlichkeiten des BRAIN FORCE Konzerns zum Bilanzstichtag von 13,2 Mio. € sind zu 77% fix und zu 23% variabel verzinst. Die Veranlagung von liquiden Mitteln erfolgt im Rahmen des Cash Pools kurzfristig und wird vom Treasury der Holding gesteuert.

Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallsrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpflichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet. Zusätzlich wurde per 1. September 2009 eine Kreditversicherung abgeschlossen und damit das Ausfallsrisiko weiter verringert. Die im Geschäftsjahr 2009/10 verbuchten Forderungsausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen betragen rund 1% des Forderungsbestandes zum 30. September 2010.

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Management des Kapitalrisikos liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 39% (Vorjahr: 35%).

Markt- und Wettbewerbsrisiko

Der BRAIN FORCE Konzern agiert in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld, zudem unterliegen Software und IT-Dienstleistungen konjunkturellen Schwankungen. Diesen Faktoren wird zum einen durch die Fokussierung auf Kernkompetenzen sowie profitable Bereiche und zum anderen durch die gezielte Erschließung neuer Technologien und Märkte Rechnung getragen. Ein Überangebot an IT-Beratern kann zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen. Durch einen Rückgang der Nachfrage kann es zu einer Unterauslastung bei unseren angestellten IT-Mitarbeitern kommen. Im Fall eines nachhaltigen Konjunktureinbruches muss der Konzern Maßnahmen wie Kurzarbeit und Abbau von Mitarbeitern treffen. Die Beendigung von Dienstverhältnissen ist teilweise mit hohen Abfindungskosten verbunden und kann die Profitabilität bzw. das Bilanzbild negativ beeinflussen.

Hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte sind in der IT-Branche ein wichtiger Erfolgsfaktor. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen bzw. die Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, werden attraktive, erfolgsorientierte Vergütungssysteme und Weiterbildungsprogramme angeboten.

Rechtliche Risiken

Durch laufendes Projekt-Controlling sollen eventuelle Haftungsrisiken aus Projekten minimiert werden. Je nach Größe und Risikopotenzial der Projekte ist ein Risiko- und Änderungsmanagement im Rahmen der Projektabwicklung installiert. Eine rechtliche Überprüfung aller wesentlichen Verträge ist verpflichtend vorgeschrieben. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zur Versicherungsprämie ausgerichtet wird.

Die in der Bilanz per 30. September 2009 ausgewiesenen Rückstellungen für Risiken aus der Schließung des Standortes Berlin haben sich als ausreichend erwiesen.

Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen und rechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems und für die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Konzernrechnungslegung der BRAIN FORCE Gruppe liegt organisatorisch in der BRAIN FORCE HOLDING AG: die beiden Organisationseinheiten Accountancy Countries & Group Consolidation, zuständig für das externe Berichtswesen, und Financial Controlling, zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Grundlage der Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung ist ein Bilanzierungshandbuch (Accounting Manual), das von der BRAIN FORCE HOLDING AG herausgegeben und regelmäßig aktualisiert wird. Darin werden die wesentlichen auf IFRS basierenden Bilanzierungs- und Berichterstattungserfordernisse konzerneinheitlich vorgegeben. Dies betrifft insbesondere Vorgaben zur Bilanzierung und Berichterstattung von langfristigen Vermögenswerten, Kundenforderungen und Abgrenzungen, Finanzinstrumenten und Rückstellungen sowie die Überleitung der latenten Steueransprüche und -schulden.

Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der Gruppe sind vor allem die Vorgaben betreffend der Umsatzrealisierung sowie Aufzeichnungen über Projektabrechnungen von besonderer Bedeutung. Diese Prozesse werden in allen BRAIN FORCE Gesellschaften weitgehend automatisiert durchgeführt. Die regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und Gruppen von Vermögenswerten, die einzelnen Geschäftssegmenten zugerechnet sind, erfolgt in der Konzernzentrale. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management Meetings und im Einzelfall unter direkter Einbeziehung der zentralen Stabstelle sichergestellt.

Die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle im Konzern erfolgt mit unterschiedlichen Softwarelösungen. In manchen Ländern ist aufgrund der Größe der Tochterunternehmen das Rechnungswesen an lokale Steuerberater ausgelagert. Die Gesellschaften liefern quartalsweise an die Holding Berichtspakete (sogenannte Reporting Packages) mit allen relevanten Buchhaltungsdaten zu Gesamtergebnisrechnung, Bilanz und Cash-flow. Diese Daten werden dann in das zentrale Konsolidierungssystem eingepflegt. Soweit in den Konzerngesellschaften das gleiche System wie in der Konzernmutter verwendet wird, erfolgt die Datenübertragung automatisiert, nur in Landesgesellschaften mit anderen Systemen muss die Erfassung manuell durchgeführt werden. Diese Finanzinformationen werden auf Konzernebene in der Stabstelle Accountancy Countries & Group Consolidation überprüft und bilden die Basis für die Quartalsberichterstattung der BRAIN FORCE Gruppe nach IFRS.

Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle Interne Revision eingerichtet. Die oben dargestellte interne Kontroll- und Reportingsystematik ist jedoch in einer Weise aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware verwendet. Für die Übernahme der Ist-Daten aus den Primärsystemen wurden automatisierte Schnittstellen geschaffen, die Eingabe der Werte für Vorschaurechnungen erfolgt in einem standardisierten Prozess. Die Berichterstattung erfolgt nach Regionen, weiters pro Gesellschaft und auch nach den Geschäftsfeldern Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services. Neben einer Berichterstattung über die operative Ergebnisentwicklung für den jeweils abgelaufenen Monat erfolgt einmal im Monat eine rollierende 3-Monats-Vorschau. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, des Vorjahreszeitraumes sowie der jeweils vorangegangenen Vorschaurechnung und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen, bestehend aus Segmentberichterstattung, Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüssen, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen informiert.

Verantwortung für internes Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand

Bilanzierungshandbuch regelt die wesentlichen Berichterstattungserfordernisse nach IFRS

Einhaltung der Vorgaben wird regelmäßig überprüft

Weitgehend automatisierte Übernahme der Daten in die Konsolidierung

Keine eigene Stabstelle Interne Revision eingerichtet

Ausgereiftes laufendes Reportingsystem mit rollierender 3-Monats-Vorschau

Regelmäßige und umfangreiche Information des Aufsichtsrates ist sichergestellt

Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital beträgt 15.386.742 €. Es ist zerlegt in 15.386.742 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30.9.2010 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der BRAIN FORCE HOLDING AG, die zumindest 10 von Hundert beträgt: BEKO HOLDING AG: 54,65%

ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG: 16,97%

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Im BRAIN FORCE Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, inner halb von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch das Grundkapital in einer oder mehreren Tranchen um bis zu weitere 7.693.371 € durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neuer, auf Inhaber lautender Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/ oder Sacheinlagen, und zwar jeweils mit oder ohne Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre im Falle von Bar- und/oder Sacheinlagen und/oder der Ausgabe von Aktien an Dienstnehmer der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen, zu erhöhen und den Ausgabebetrag sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
  • b) Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 besteht die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von bis zu 10% des Grundkapitals innerhalb von 30 Monaten ab Beschluss fassung. Der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie darf den Börsenkurs nicht mehr als 20% unter- oder überschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt dabei der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktien der jeweiligen Wertpapierbörse innerhalb der letzten 5 Börsentage vor dem Erwerb der Aktien.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Für den Fall einer "feindlichen" Übernahme der Gesellschaft im Sinne des Übernahmegesetzes wurde mit den Vorstandsmitgliedern Günter Pridt und Thomas Melzer vertraglich vereinbart, dass das Vorstandsmitglied das einseitige Recht hat, jederzeit innerhalb einer Frist von zwei Monaten ab dem Zeitpunkt der rechtskräftigen Übernahme der Gesellschaft per sofort und ohne weitere Frist seinen Vorstandsvertrag mit der Gesellschaft aufzulösen und sein Amt sofort niederzulegen. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, wenn das Vorstandsmitglied dieses vorstehende Recht ausübt, dem Vorstandsmitglied ausschließlich seine fixe Vergütung, die ihm bis zum Ende seiner Tätigkeit bei voller vereinbarter Laufzeit seines Vorstandsvertrages zustünde, in Form einer Einmalzahlung als Abfertigungszahlung innerhalb von vier Wochen ab seinem Austrittsdatum anzuweisen. Für den Fall eines "Kontrollwechsels" wurde mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer vertraglich vereinbart, dass die HOFER Management GmbH, das Recht hat, den Überlassungsvertrag, den sie mit der BRAIN FORCE HOLDING AG unter Beitritt von Herrn Michael Hofer abgeschlossen hat, einseitig unter Wahrung aller Ansprüche aufzulösen. Dieses begünstigte Auflösungsrecht ist spätestens zum Zeitpunkt des Closings (Rechtswirksamkeit) betreffend des den Kontrollwechsel auslösenden Anteilserwerbes wahrzunehmen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn die CROSS Industries AG nicht mehr a) direkt oder b) indirekt über eine Tochtergesellschaft, die zumindest zu 50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG beteiligt ist, die Stimmenmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält.

Konzernabschluss

Konzernabschluss

  • Gesamtergebnisrechnung
  • Segmentberichterstattung
  • Cash-flow Statement
  • Bilanz
  • Entwicklung des Eigenkapitals

Konzernanhang

  • Die Gesellschaft
  • Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

  • Umsatzerlöse (1)
  • Aufwandsarten (2)
  • Sonstige betriebliche Erträge (3)
  • Nicht-wiederkehrende Posten (4)
  • Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (5)
  • Personalaufwand (6)
  • Finanzergebnis (7)
  • Ertragsteuern (8)
  • Segmentinformation (9)

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

  • Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (10)
  • Cash-flow aus Investitionstätigkeit (11)
  • Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit (12)
  • Zahlungsmittelbestand (13)

Erläuterungen zur Bilanz

  • Sachanlagen (14)
  • Firmenwerte (15)
  • Sonstige immaterielle Vermögenswerte (16)
  • Anteile an assoziierten Unternehmen (17)
  • Finanzanlagen (18)
  • Latente Steuern (19)
  • Vorräte (20)
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (21)
  • Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (22)
  • Zahlungsmittel (23)
  • Eigenkapital (24)
  • Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen (25)
  • Finanzverbindlichkeiten (26)
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (27)
  • Sonstige Verbindlichkeiten (28)
  • Eventualverbindlichkeiten (29)
  • Steuerrückstellungen (30)
  • Sonstige Rückstellungen (31)
  • Akquisition (32)
  • Finanzinstrumente (33)
  • Aufgegebener Geschäftsbereich (34)
  • Finanzrisikomanagement (35)
  • Aufwendungen für den Abschlussprüfer (36)
  • Ergebnis je Aktie (37)
  • Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (38)
  • Mitarbeiterbeteiligungen (39)
  • Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (40)
  • Angaben über Arbeitnehmer (41)
  • Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag (42)
  • Freigabe zur Veröffentlichung (43)
  • Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates (44)

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Gesamtergebnisrechnung in EUR Note 1.10.2009 - 30.9.2010 1.1. - 30.9.2009
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Umsatzerlöse 1 69.589.385 61.689.964
Herstellungskosten 2 -56.584.695 -49.321.249
Bruttoergebnis vom Umsatz 13.004.690 12.368.715
Vertriebskosten 2 -7.390.425 -6.704.514
Verwaltungskosten 2 -7.025.554 -6.555.618
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 -665.112 -786.841
Sonstige betriebliche Erträge 3 427.133 175.945
Betriebsergebnis vor nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT operativ) -1.649.268 -1.502.313
Restrukturierungsaufwendungen 4 -1.815.519 -1.383.523
Nicht-wiederkehrende Erträge 4 6.325.381 0
Betriebsergebnis nach nicht-wiederkehrenden Posten (EBIT) 2.860.594 -2.885.836
Finanzerträge 7 14.622 367.876
Finanzaufwendungen 7 -736.659 -627.678
Finanzergebnis 7 -722.037 -259.802
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 17 -1.811.806 -1.657
Ergebnis vor Steuern 326.751 -3.147.295
Ertragsteuern 8 597.408 740.669
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen 924.159 -2.406.626
Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches 34 -132.887 -2.427.881
Ergebnis nach Steuern 791.272 -4.834.507
Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente 24 -3.589 10.248
Währungsumrechnungsdifferenzen 24 7.028 -10.005
Sonstiges Ergebnis 3.439 243
Gesamtergebnis 794.711 -4.834.264
Ergebnis je Aktie 1) 37 0,05 -0,31
Ergebnis je Aktie bereinigt 2) -0,26 -0,11
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen 0,06 -0,15
Ergebnis je Aktie des aufgegebenen Geschäftsbereiches -0,01 -0,16

1) Ergebnisse sind ausschließlich den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar

2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge sowie dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

Kennzahlen nach Segmenten
2009/10 in EUR
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Niederlande Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 35.911.458 5.340.112 21.476.043 6.861.772 0 69.589.385
EBITDA 272.904 632.431 1.035.865 -852.087 4.567.406 5.656.519
EBITDA operativ 1) 917.904 632.431 1.336.384 17.913 -1.757.975 1.146.657
Abschreibungen -804.590 -309.940 -864.864 -762.626 -53.904 -2.795.924
EBIT operativ 1) 113.314 322.490 471.520 -744.713 -1.811.878 -1.649.268
Nicht-wiederkehrende Aufwendungen / Erträge -645.000 0 -300.519 -870.000 6.325.381 4.509.862
EBIT -531.686 322.490 171.001 -1.614.713 4.513.503 2.860.594
Kennzahlen nach Segmenten
1-9/2009 in EUR
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Niederlande Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 28.898.457 9.077.692 17.234.423 6.479.392 0 61.689.964
EBITDA 916.654 255.895 -414.134 671.562 -1.630.338 -200.361
EBITDA operativ 1) 1.076.711 342.466 722.761 671.562 -1.630.338 1.183.162
Abschreibungen -650.557 -782.858 -606.605 -592.193 -53.261 -2.685.475
EBIT operativ 1) 426.154 -440.392 116.156 79.368 -1.683.599 -1.502.313
Restrukturierungsaufwendungen -160.057 -86.571 -1.136.895 0 0 -1.383.523
EBIT 266.097 -526.963 -1.020.739 79.368 -1.683.599 -2.885.836

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrende Erträge sowie dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

Cash-flow Statement in EUR Note 1.10.2009 - 30.9.2010 1.1. - 30.9.2009
Ergebnis vor Steuern 326.751 -3.147.295
Abschreibungen 2.795.924 2.685.475
Finanzergebnis 722.037 259.802
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 1.811.806 1.657
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -4.473 64.089
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge -3.856.144 0
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und Schulden -188.051 -393.809
Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen -594.215 -368.129
Gezahlte Ertragsteuern -495.677 -164.715
Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 517.958 -1.062.925
Veränderungen Vorräte 41.133 -65.287
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.146.693 7.216.701
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 677.646 -824.977
Veränderungen übriger kurzfristiger Vermögenswerte und Schulden -1.183.901 -3.708.042
Eliminierung Erträge aus Unternehmensveräußerung -2.801.935 0
Differenzen aus der Währungsumrechnung 22.861 -8.921
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 10 -3.872.931 1.546.549
Auszahlungen für Unternehmensakqusitionen -1.111.079 -266.406
Netto-Einzahlungen für Unternehmensveräußerungen 3.305.233 0
Auszahlungen aus Abgang von verbundenen Unternehmen -77.243 0
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.529.290 -1.859.042
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 4.473 12.880
Einzahlungen aus Abgang von Anteilen und Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 0 355.164
Einzahlungen / Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte 528 12.713
Cash-flow aus Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 11 592.622 -1.744.691
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 3.096.406 148.366
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Bankkontokorrentkrediten -156.519 -2.646.221
Gezahlte Dividende 0 0
Kapitalerhöhung 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 12 2.939.887 -2.497.855
Veränderung der Zahlungsmittel aus fortgeführten Geschäftsbereichen -340.422 -2.695.997
Veränderung der Zahlungsmittel aus aufgegebenem Geschäftsbereich 34 -1.087.508 -559.754
Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang 5.543.493 8.799.244
Veränderung der Zahlungsmittel -1.427.930 -3.255.751
Zahlungsmittelbestand am Periodenende 13, 23 4.115.563 5.543.493
Bilanz in EUR Note 30.9.2010 30.9.2009
AKTIVA
Sachanlagen 14 1.885.838 2.464.411
Firmenwerte 15 11.001.151 14.516.571
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 16 2.936.087 10.213.570
Anteile an assoziierten Unternehmen 17 10.528.748 9.809
Finanzanlagen 18 49.291 193.376
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 22 74.191 100.252
Latente Steueransprüche 19 1.345.698 433.899
Langfristige Vermögenswerte 27.821.004 27.931.888
Vorräte 20 204.208 267.256
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 21 17.571.459 19.457.294
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 22 1.339.590 1.249.600
Zahlungsmittel 23 4.115.563 5.543.493
Kurzfristige Vermögenswerte 23.230.820 26.517.643
Summe Aktiva 51.051.824 54.449.531
Passiva
den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 24 15.386.742 15.386.742
Rücklagen 24 10.746.071 12.085.388
Angesammelte Ergebnisse -6.023.248 -8.157.276
Eigenkapital 20.109.565 19.314.854
Finanzverbindlichkeiten 26 9.962.825 10.877.500
Sonstige Verbindlichkeiten 28 141.514 138.273
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 25 1.530.710 1.964.139
Latente Steuerschulden 19 120.592 1.783.410
Langfristige Schulden 11.755.641 14.763.322
Finanzverbindlichkeiten 26 3.190.676 313.349
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 7.602.483 7.526.871
Sonstige Verbindlichkeiten 28 6.878.531 9.368.320
Steuerrückstellungen 30 1.065.006 1.113.692
Sonstige Rückstellungen 31 449.922 2.049.123
Kurzfristige Schulden 19.186.618 20.371.355
Summe Passiva 51.051.824 54.449.531
den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar
Entwicklung des Eigenkapitals
in EUR
Note Grundkapital Kapital
rücklage
Sonstige
Rücklagen
Angesammelte
Ergebnisse
Gesamtes
Eigenkapital
Stand 1.1.2009 15.386.742 15.536.020 -290.921 -6.482.723 24.149.118
Übertragung von Rücklagen 0 -3.159.954 0 3.159.954 0
Ergebnis nach Steuern 0 0 243 -4.834.507 -4.834.264
Gesamtergebnis der Periode 0 -3.159.954 243 -1.674.553 -4.834.264
Stand 30.9.2009 24 15.386.742 12.376.066 -290.678 -8.157.276 19.314.854
Übertragung von Rücklagen 0 -1.342.756 0 1.342.756 0
Ergebnis nach Steuern 0 0 3.439 791.272 794.711
Gesamtergebnis der Periode 0 -1.342.756 3.439 2.134.028 794.711
Stand 30.9.2010 24 15.386.742 11.033.310 -287.239 -6.023.248 20.109.565

Die Gesellschaft

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist ein führendes IT-Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, den Niederlanden, Tschechien und der Slowakei. BRAIN FORCE entwickelt eigene Softwarelösungen bzw. implementiert Produkte führender Technologieanbieter. Das Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Process Optimization (vormals Business Solutions), Infrastructure Optimization und Professional Services. Der Sitz der Muttergesellschaft ist Karl-Farkas-Gasse 22, 1030 Wien, Österreich.

Zum Bilanzstichtag hält die BEKO HOLDING AG, Nöhagen, Österreich, die Mehrheit der Anteile an der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Im Vorjahr wurde der Bilanzstichtag konzerneinheitlich auf den 30. September umgestellt und umfasste somit nur das Rumpfgeschäftsjahr für die Periode 1. Jänner bis 30. September 2009. Ein Vergleich, insbesondere jener der Ertragskennzahlen, ist daher im vorliegenden Konzernanhang nur eingeschränkt aussagekräftig.

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet.

Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss zum 30. September 2010 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis des historischen Anschaffungskostenprinzips, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden (einschließlich Derivaten), die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Die Aufstellung von im Einklang mit IFRS stehenden Konzernabschlüssen, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erfordert Schätzungen. Außerdem verlangt die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaft, dass das Management Annahmen trifft. Bereiche mit höheren Ermessensspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, werden unter der Erläuterung "Ermessensspielräume und Schätzungen" aufgeführt.

Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit gerundet und – soweit angegeben – in Tausend Euro ausgewiesen. Für Berechnungen werden dennoch die genauen Beträge einschließlich nicht dargestellter Ziffern verwendet, sodass dadurch Rechendifferenzen auftreten können.

Neue und geänderte Standards und Interpretationen, die von der EU übernommen wurden und im Geschäftsjahr erstmals angewendet wurden

IFRS 3 (überarbeitet und Änderung) "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 (Änderung) "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen) wurde für Unternehmenszusammenschlüsse nach dem 1. Oktober 2009 angewendet. Im Geschäftsjahr gab es einen Unternehmenszusammenschluss (siehe Note 32), auf den die neuen Bestimmungen angewandt wurden.

Alle anderen neu anzuwendenden Regelungen (Standardänderungen, neue und geänderte Interpretationen), die im Geschäftsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden waren hatten keine, oder keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Standards, Interpretationen und Änderungen zu publizierten Standards, die noch nicht angewendet wurden

Eine Reihe von Änderungen von Standards, neue Standards und Interpretationen wurden bereits publiziert, aber wurden von der Europäischen Union noch nicht übernommen oder sind noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft sind nicht wesentlich und werden daher im Detail nicht dargestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden alle auf den einheitlichen Konzernbilanzstichtag 30. September 2010 erstellt.

In den Konzernabschluss sind neben der BRAIN FORCE HOLDING AG inländische und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%.

Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Tag, ab dem die Kontrolle über das Unternehmen besteht, und endet mit dem Tag, an dem die Kontrolle endet.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 30. September 2009 wie folgt geändert: Am 25. November 2009 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG als Alleingesellschafter der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung die Abspaltung des Teilbetriebes SolveDirect auf eine neu entstehende Kapitalgesellschaft beschlossen. Die Eintragung der Gesellschaft, SolveDirect Service Management GmbH, Wien, ins Firmenbuch erfolgte am 3. Dezember 2009. Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 16. Dezember 2009 wurden in weiterer Folge sämtliche Anteile der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, an die BEKO Engineering & Informatik AG, Nöhagen, verkauft. Die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, wurde per 31. Dezember 2009 endkonsolidiert.

Nach Abspaltung des Teilbetriebes SolveDirect hat die BRAIN FORCE HOLDING AG am 21. Dezember 2009 die Unterzeichnung eines Beteiligungsvertrages mit dem 3TS Cisco Growth Fund bezüglich ihrer Tochtergesellschaft SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bekanntgegeben. Der auf Wachstumsunternehmen spezialisierte Fonds wird innerhalb der nächsten Jahre bis zu 6 Mio. € in SolveDirect investieren. Das Investment soll je nach Kapitalbedarf zur Finanzierung der US-Expansion durch mehrere Kapitalerhöhungen der SolveDirect Service Management GmbH erfolgen, bei denen die BRAIN FORCE HOLDING AG nicht mitzieht. Aufgrund der im Beteiligungsvertrag festgelegten Aufsichts- und Kontrollbefugnisse wurde die SolveDirect Service Management GmbH zum Zeitpunkt des Closings des Beteiligungsvertrages endkonsolidiert und als assoziiertes Unternehmen at equity bilanziert. Das maßgebliche Datum für die Endkonsolidierung und at equity Bilanzierung war der 1. Jänner 2010.

Mit Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 25. Februar 2010 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG sämtliche Geschäftsanteile an der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, übernommen. Die INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H. wurde ab 1. März 2010 in den Konzernabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG einbezogen und per 5. August 2010 in BRAIN FORCE GmbH umfirmiert.

Der Konzernabschluss umfasst somit die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, und die angeführten Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen:

Gesellschaft Konsolidierungsart Anteil in %
BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach, Österreich V 100
BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland V 100
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien V 100
BRAIN FORCE Network Solutions B.V., Veenendaal, Niederlande V 100
BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande V 100
BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz V 100
BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien V 100
Brain Force Software s.r.o., Bratislava, Slowakei 1) V 100
NSE Capital Venture GmbH, München, Deutschland 2) V 100
SolveDirect Service Management GmbH, Wien 3) E 81,42
CONSULTING CUBE s.r.l., Bologna, Italien 4) E 25

V ... Vollkonsolidierung

E ... Equity-Bewertung

  • 1) 0,5% des Anteils werden durch die BRAIN FORCE HOLDING AG, 99,5% durch die BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien, gehalten.
  • 2) Der Anteil wird durch die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, gehalten.
  • 3) Die Gesellschaft hält 100% der Anteile an der SolveDirect Service Management Inc., San Francisco, USA. Die Gesellschaften wurden als Teilkonzern at equity in den Konzernabschluss einbezogen.
  • 4) Der Anteil wird durch die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien, gehalten.

Die Konsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IFRS 3. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. des Übergangs der Kontrolle verrechnet.

Immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifizierbar, einer eigenständigen Bilanzierung zugeführt. Sie werden planmäßig abgeschrieben. Der verbleibende Firmenwert wird auf die zahlungsmittelgenerierende(n) Einheit(en) aufgeteilt und mindestens einmal jährlich auf dieser Ebene auf Werthaltigkeit getestet.

Im Falle eines Überschusses des erworbenen anteiligen Reinvermögens über die Anschaffungskosten sind sowohl die erworbenen Vermögenswerte und Schulden und Eventualverbindlichkeiten als auch die Anschaffungskosten nochmals zu bewerten, und ein bestehender Überschuss ist danach erfolgswirksam zu erfassen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge, Aufwendungen und eventuelle Zwischenergebnisse sind eliminiert.

Währungsumrechnung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis jener Währung bewertet, die der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, entspricht (funktionale Währung). Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung der Muttergesellschaft und die Berichtswährung des Konzerns darstellt.

Die aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Tochterunternehmen resultierenden Differenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Bewertung von Forderungen und Schulden in fremder Währung zum Kurs am Bilanzstichtag resultieren, werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, die eine von der Konzernberichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden zum jeweiligen Bilanzstichtag entsprechend umgerechnet.

Die Euro-Wechselkurse wichtiger Währungen sind in der folgenden Tabelle angeführt:

Währung Stichtagskurs
30.9.2010
Stichtagskurs
30.9.2009
1 EUR 1 EUR
CHF Schweizer Franken 1,3445 1,5100
CZK Tschechische Kronen 24,4000 25,1950
USD US-Dollar 1,3720 1,4650

Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen werden linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis ab dem Monat, in dem der Vermögenswert zur Verfügung steht.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
Bauliche Investitionen in fremden Betriebsgebäuden 5 bis 10 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre
Büromaschinen 4 bis 5 Jahre
Büroeinrichtung 5 bis 10 Jahre

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag.

Instandhaltungsaufwendungen

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet werden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Die aus der Erwerbskonsolidierung entstandenen Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 keiner planmäßigen Abschreibung unterzogen.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanzierten Vermögenswerte werden linear wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer
Produktentwicklungen 3 Jahre
Kundenbeziehungen 7 Jahre

Sonstige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibungen, angesetzt. Diese beträgt für:

Nutzungsdauer
Software 3 bis 5 Jahre
Lizenz- und Vertriebsrechte 3 Jahre
Eingetragene Markenrechte 10 Jahre

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag. Der Firmenwert ist darüber hinaus verpflichtend einmal jährlich auf Wertminderung zu überprüfen.

Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung werden als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten, sowohl fremdbezogene Güter und Dienstleistungen als auch interne Entwicklungskosten, die aus Entwicklungsprojekten entstehen, werden gemäß IAS 38 als Vermögenswerte aus Entwicklung (sonstige immaterielle Vermögenswerte) bei Erfüllung der erforderlichen Kriterien maximal in jenem Ausmaß angesetzt, in dem von diesen Ausgaben zukünftige Gewinne erwartet werden. Einmal als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden jedoch in einer späteren Periode nicht als Vermögenswert ausgewiesen.

Aktivierte Entwicklungskosten werden je nach der erwarteten Nutzungsdauer des jeweiligen Produktes, derzeit 3 bis 5 Jahre, linear abgeschrieben.

Assoziierte Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, also jener Unternehmen, an denen der Konzern direkt oder indirekt mit mehr als 20% der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftspolitik des assoziierten Unternehmens ausüben kann, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Dabei werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten gebucht und in der Folge entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am sich ändernden Reinvermögen des assoziierten Unternehmens berichtigt. Die Gesamtergebnisrechnung

zeigt den Anteil am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Durch den Abschluss des Beteiligungsvertrages mit dem 3TS Cisco Growth Fund wurde die alleinige Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, aufgegeben. Das bisher im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen wurde endkonsolidiert und der beizulegende Zeitwert der Anteile als Anteile an assoziierten Unternehmen erstmals erfasst. Der Anteil an der at equity bilanzierten SolveDirect Service Management GmbH, Wien, beträgt zum Bilanzstichtag 81,42%.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden neben Beteiligungen jene Wertpapiere ausgewiesen, deren Besitz für unbestimmte Zeit gedacht ist und die infolge eines Liquiditätsbedarfs oder aufgrund von Änderungen der Zinssätze gegebenenfalls verkauft werden. Sie sind in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" eingestuft.

Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten (basierend auf den Kursinformationen) bewertet, wobei nicht realisierte Wertänderungen im Eigenkapital innerhalb der sonstigen Rücklagen erfasst werden.

Beteiligungen gelten zwar auch als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die Bewertung erfolgt jedoch grundsätzlich zu Anschaffungskosten, da für diese Gesellschaften ein aktiver Markt nicht existiert und die jeweiligen Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können. Soweit Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert bestehen, wird dieser angesetzt.

Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Sofern Wertminderungen eintreten, werden die erforderlichen Abschreibungen jedenfalls ergebniswirksam berücksichtigt.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen, Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Nettoverkaufspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, wo separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Im Falle des Wegfalls der Wertminderung wird, ausgenommen bei Firmenwerten, eine entsprechende Zuschreibung durchgeführt.

Vorräte

Vorräte werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Fertigungsaufträge

Der Gewinn eines Fertigungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Der Arbeitsfortschritt wird dargestellt als das Verhältnis von bereits angefallenen Arbeitsstunden bis zum Bilanzstichtag und den gesamten Arbeitsstunden für das jeweilige Projekt. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung bilanziert. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen (bei Wertminderung) bilanziert. Forderungen in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.

Soweit langfristige Forderungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind, erfolgt der Ausweis unter den kurzfristigen Vermögenswerten.

Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben in Fremdwährungen werden mit dem am 30. September 2010 gültigen Stichtagskurs bewertet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Entstehungswert oder einem abweichenden Rückzahlungsbetrag angesetzt. Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aus vorangegangenen Ereignissen hat und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen beinhalten Pensionen und Abfertigungen, welche auf Basis von versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 berechnet werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation = DBO) wird aufgrund der zurückgelegten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und (im Falle der Pensionen) der Rentenanpassung berechnet. Die sich nach der Methode der laufenden Einmalprämien ergebende Verpflichtung wird bei Pensionen bei Vorliegen eines fondsfinanzierten Versorgungssystems in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Rückstellungen für Pensionen passiviert.

Der zu erfassende Periodenaufwand beinhaltet Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand und Aufwand bzw. Ertrag aus der Amortisation von Vergangenheitskosten und von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Im Rahmen der Berechnung der Verpflichtungen werden versicherungsmathematische Annahmen getroffen, vor allem hinsichtlich des anzuwendenden Zinssatzes für die Abzinsung, der Steigerungsrate für Gehälter bzw. Pensionen, des Pensionseintrittsalters und der Wahrscheinlichkeiten betreffend Fluktuation und Inanspruchnahme. Der Berechnung werden die lokalen biometrischen Grundlagen zugrunde gelegt.

Für die Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung kommt ein Zinssatz zur Anwendung, der in Anlehnung an die durchschnittliche Verzinsung von Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit gewählt wurde.

Die zur Anwendung kommende Steigerungsrate der Gehälter wurde aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Die verwendeten Abschläge für Fluktuation und Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Vorperioden.

Das zur Anwendung kommende Pensionseintrittsalter wird bei den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen den zugrunde liegenden Zusagen entnommen; im Rahmen der Abfertigungsverpflichtungen wird auf das voraussichtliche Pensionseintrittsalter abgestellt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht berücksichtigt, sofern sie den höheren Wert aus 10% des Verpflichtungsumfanges oder eines etwaigen Planvermögens (Korridor) nicht übersteigen. Der den Korridor übersteigende Betrag wird über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Belegschaft ergebniswirksam verteilt und bilanziell erfasst.

Die Abfertigungen betreffen Verpflichtungen nach österreichischem bzw. italienischem Recht.

Die Abfertigungen nach österreichischem Recht sind einmalige Abfindungen, die aufgrund von arbeitsrechtlichen Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber sowie regelmäßig bei Pensionseintritt bezahlt werden müssen. Ihre Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.

Anzahl Dienstjahre 3 5 10 15 20 25
Anzahl Monatsbezüge 2 3 4 6 9 12

Für nach 2002 in ein österreichisches Unternehmen eingetretene Mitarbeiter kommt ein beitragsorientiertes Modell zur Anwendung. Der Dienstgeber hat ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses einen laufenden Beitrag in Höhe von 1,53% des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) zu leisten. Eine weitere Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht mehr. Der Anspruch der Arbeitnehmer richtet sich gegen die jeweilige MVK, während die laufenden Beitragszahlungen im Personalaufwand ausgewiesen werden.

Die Abfertigungen nach italienischem Recht (TFR) sind einmalige Abfindungen, die fällig werden, sobald der Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt. Die Höhe der Abfindung ermittelt sich aus der Anzahl der Monatsgehälter (indexiert), wobei pro Dienstjahr ein Monatsgehalt (Jahresgehalt dividiert durch 13,5) verdient wird. Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. für die Schaffung eines Eigenheimes bzw. medizinische Versorgung, kann der Arbeitnehmer einen Vorschuss von bis zu 70% des Anspruches erhalten. Ab dem Geschäftsjahr 2007 sind die erdienten Beträge in die staatliche Sozialversicherung oder eine vom Mitarbeiter genannte Versorgungseinrichtung abzuführen.

Umsatzerlöse

Die Erfassung der Erlöse erfolgt mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden, wobei Rabatte und sonstige Erlösschmälerungen abgezogen werden. Umsätze, die sich auf Dienstleistungsgeschäfte gemäß IAS 18 beziehen, werden nach der Teilgewinnrealisierungsmethode bewertet.

Fremdkapitalkosten

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden, wie im Vorjahr, keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden anhand der Verbindlichkeiten-Methode unter Anwendung der jeweils landesspezifischen Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steueransprüche bzw. Begleichung der latenten Steuerschuld erwartet wird. Latente Steuerschulden werden unter den langfristigen Schulden, latente Steueransprüche unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus der Aktivierung von Entwicklungskosten und sonstigen im Rahmen der Kaufpreisallokation nach IFRS 3 identifizierten Vermögenswerten und Schulden, der Abschreibung von Sachanlagen, Forderungen, steuerlich gebildeten Rückstellungen, Fertigungsaufträgen, Rückstellungen für Pensionen und anderen langfristigen Personalverpflichtungen. Latente Steueransprüche, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen zukünftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

Ermessensspielräume und Schätzungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat der BRAIN FORCE Konzern zu einem gewissen Grad zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen zum Anlagevermögen, zu Wertberichtigungen von Forderungen, Rückstellungen und latenten Steuern getroffen. Die tatsächlichen Werte können letztendlich von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Verrechnungspreise

Zwischen den Segmenten bestehen in geringem Ausmaß konzerninterne Leistungsbeziehungen. Die Verrechnung erfolgt zu marktüblichen Bedingungen nach der Kostenaufschlagsmethode.

Wertminderung von Firmenwerten

Die Auswirkung einer nachteiligen Veränderung der im Rahmen der jährlichen Wertminderungstests getroffenen Schätzungen des Zinssatzes um plus 10% bzw. des Zahlungsmittelflusses um minus 10% würde zu keinen Wertminderungen der bilanzierten Firmenwerte führen.

Latente Steuern

Sollten die künftigen steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode um 10% von den zum Bilanzstichtag getroffenen Annahmen nach unten abweichen, wäre die bilanzierte Nettoposition an latenten Steueransprüchen voraussichtlich um TEUR 179 (Vorjahr: keine Abweichung) zu verringern.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Im BRAIN FORCE Konzern werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im Falle von Pensionen und Abfertigungen nach österreichischem Recht unter Berücksichtigung der Korridorregelung in der Gesamtergebnisrechnung über die durchschnittliche restliche Dienstzeit, im Falle der Abfertigungen nach italienischem Recht sofort in voller Höhe erfasst.

Der Barwert der Verpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Aufwendungen verwendeten Annahmen schließen die Steigerungsrate der Gehälter und den Zinssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen hat Auswirkungen auf den Barwert der Verpflichtung und auf die noch nicht verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste. Bei Anwendung der Korridormethode ist der Betrag an versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors entsprechend der durchschnittlichen restlichen Dienstzeit der Begünstigten ergebniswirksam zu verteilen. Die Steigerungsrate der Gehälter wird aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Der Konzern ermittelt den angemessenen Zinssatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Zinssatzes wird der Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde gelegt, die auf jene Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeit jener der Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung entspricht. Weitere wesentliche Annahmen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten.

Wenn den Annahmen ein Diskontierungszinssatz zugrunde gelegt würde, der um 10% von den Schätzungen des Managements nach unten abweicht, wäre der Barwert der Verpflichtung für Pensionen und Abfertigungen um TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 109) zu erhöhen.

Übrige Bilanzposten

Bei den übrigen Bilanzposten ergeben sich durch Änderungen der Schätzungen bzw. Annahmen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das folgende Geschäftsjahr.

Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

Der Vorjahresvergleich ist nur eingeschränkt aussagekräftig, da dieser das vorangegangene Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 beinhaltet. Mit Ende des Vorjahres wurde im BRAIN FORCE Konzern ein Geschäftsbereich aufgegeben. Dabei handelt es sich um die Business Unit Infrastructure Optimization am Standort Berlin. Weiters wirken sich die Änderungen des Konsolidierungskreises negativ auf die Vergleichbarkeit der Geschäftsjahre aus.

Die folgenden Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche.

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Dienstleistungen laufend 42.721.903 39.188.452
Fertigungs-/Dienstleistungsaufträge 11.341.926 11.361.185
Produkte 15.525.556 11.140.327
Umsatzerlöse 69.589.385 61.689.964

(2) Aufwandsarten

Die Darstellung der Gesamtergebnisrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Nachfolgende Darstellung zeigt eine Aufgliederung nach Aufwandsarten.

in EUR 2009/10 1-9/2009
Veränderung Bestand an noch nicht abrechenbaren Leistungen -2.735 3.379
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (siehe Note 5) 26.839.268 21.676.987
Aktivierte Eigenleistungen -970.869 -1.097.341
Personalaufwand (siehe Note 6) 32.934.314 31.099.747
Abschreibungen 2.795.924 2.685.475
Mieten und Energiekosten 2.488.125 2.116.059
Kfz-Aufwand 2.190.334 1.752.157
Fahrt- und Reisespesen 1.161.576 1.021.740
Werbe- und Marketingaufwendungen 477.041 442.966
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 1.397.411 1.195.891
Post und Kommunikation 631.236 526.079
Forderungsausfälle und Wertberichtigungen 156.782 204.185
Betriebsversicherungen 153.560 131.052
Sonstiger Aufwand 1.413.819 1.609.846
Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen 71.665.786 63.368.222

Im Vorjahr erfolgte im Posten "Aufwandsarten" der Ausweis der Restrukturierungsaufwendungen. Zur Verbesserung der Darstellung der im Rahmen der operativen Tätigkeit angefallenen Aufwendungen wurden diese umgegliedert und nunmehr in den nicht-wiederkehrenden Posten (siehe Note 4) ausgewiesen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Ausbildungskosten, Recruitingkosten sowie Aufwendungen für Instandhaltungen und Wartungen interner Anlagen.

(3) Sonstige betriebliche Erträge

Zu den sonstigen betrieblichen Erträgen zählen:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Erträge Auflösung Rückstellungen 18.813 0
Entschädigungsleistung 90.000 0
Überrechnung Geschäftsbereich Payroll Services 103.406 0
Übrige 214.914 175.945
Sonstige betriebliche Erträge 427.133 175.945

(4) Nicht-wiederkehrende Posten

Die Aufwendungen und Erträge setzten sich wie folgt zusammen:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Restrukturierungsaufwendungen -1.815.519 -1.383.523
Ertrag Endkonsolidierung BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien 2.469.237 0
Ertrag Endkonsolidierung SolveDirect Service Management GmbH, Wien 3.856.144 0
Nicht-wiederkehrende Posten 4.509.862 -1.383.523

Die Restrukturierungsaufwendungen beinhalten wie im Vorjahr Kosten im Zusammenhang mit den durchgeführten Mitarbeiterabbaumaßnahmen. Der Ertrag aus der Endkonsolidierung der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, entspricht dem Buchgewinn aus dem Verkauf der Gesellschaft abzüglich Abfindungszahlungen. Der Ertrag aus der Endkonsolidierung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, ergibt sich aus dem Übergang von Vollkonsolidierung auf den erstmaligen Ansatz der beizulegenden Werte als assoziiertes Unternehmen.

(5) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

Die Aufwendungen sind dem Funktionsbereich Herstellungskosten zugeordnet und gliedern sich wie folgt:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Wareneinsatz 4.937.601 2.766.564
Wartung 1.218.965 742.792
Lizenzen 1.367.537 885.105
Aufwendungen für Material 7.524.103 4.394.461
Subunternehmer 19.315.165 17.282.526
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen 26.839.268 21.676.987

(6) Personalaufwand

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Gehälter 26.020.932 24.691.315
Aufwendungen für Abfertigungen 649.997 509.455
Aufwendungen für Altersversorgung 38.012 52.054
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Pflichtbeiträge 6.225.373 5.846.923
Personalaufwand 32.934.314 31.099.747

Die Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten neben den Aufwendungen im Rahmen der gesetzlichen Ansprüche (siehe Note 25) auch die in die Mitarbeitervorsorgekasse einzuzahlenden Beiträge in Höhe von EUR 36.683 (Vorjahr: EUR 58.621)

(7) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis errechnet sich wie folgt:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Erträge aus Wertpapieren 7.854 12.713
Ertrag aus dem Abgang von Anteilen an assoziierten Unternehmen 0 52.396
Ertrag Auflösung Wandelanleihe 0 302.768
Nettoergebnis aus Fremdwährungsumrechnung 6.768 9.867
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -736.659 -637.546
Finanzergebnis -722.037 -259.802

(8) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern der fortgeführten Geschäftsbereiche setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Laufender Steueraufwand 444.793 399.908
Latenter Steuerertrag/-aufwand -1.042.201 -1.140.577
Ertragsteuern -597.408 -740.669

Die Ertragsteuern des Jahres sind um EUR 679.096 geringer (Vorjahr: EUR 46.155 höher) als der rechnerische Ertragsteueraufwand in Höhe von EUR 81.688 (Vorjahr: EUR -786.824), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25% (Vorjahr: 25%) auf das Ergebnis vor Steuern ergeben würde, wobei der Steuersatz dem auf die Muttergesellschaft anwendbaren Körperschaftsteuersatz entspricht. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem rechnerischen und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellen sich folgendermaßen dar:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Ergebnis vor Steuern 326.751 -3.147.295
davon 25% = rechnerischer Ertragsteueraufwand 81.688 -786.824
Auswirkungen ausländischer Steuersätze 155.902 173.525
Steuerfreie Erträge -988.028 0
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 33.408 75.470
Sonstige permanente Differenzen -106.492 24.940
Steuerliche Verluste, für die keine latenten Steueransprüche gebildet wurden 608.669 127.724
Abschreibung von aktiven latenten Steuern 0 156.000
Verwendung sowie nachträgliche Aktivierung von nicht angesetzten temporären Differenzen und Verlusten -398.685 -10.615
Latente Steueransprüche aus Verlusten in bzw. Anpassungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
(siehe Note 34)
-84.173 -622.431
Ertragsteueraufwand/-ertrag der laufenden Periode -697.711 -862.211
Aperiodischer Ertragsteueraufwand/-ertrag 100.303 121.542
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand/-ertrag -597.408 -740.669

(9) Segmentinformation

Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (operatives EBITDA und operatives EBIT vor Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrenden Erträgen) erfolgt dabei ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA und EBIT sowie der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften und ist in folgende Regionen aufgeteilt:

  • Deutschland
  • Zentral-Osteuropa mit Österreich, Tschechien und der Slowakei
  • Süd-Westeuropa mit Italien und der Schweiz
  • Niederlande

Die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt im Anschluss an die Gesamtergebnisrechnung. Von den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2009/10 entfallen EUR 4,82 Mio. (Vorjahr: EUR 8,78 Mio.) auf Österreich, EUR 64,77 Mio. (Vorjahr: EUR 52,91 Mio.) entfallen auf andere Länder.

Die Investitionen, Vermögenswerte und Schulden teilen sich auf die Regionen wie folgt auf:

Kennzahlen 2009/10
in EUR
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Niederlande Holding und
Sonstiges
Konzern
Investitionen 466.029 133.733 516.166 367.522 45.840 1.529.290
Vermögenswerte 12.970.838 1.961.565 15.159.593 6.649.571 14.310.257 51.051.824
Schulden 6.525.459 486.517 8.775.052 1.168.025 13.987.206 30.942.259

Bei der Region Deutschland sind Vermögenswerte in Höhe von EUR 21.686 und Schulden in Höhe von EUR 452.567 in den Kennzahlen 2009/10 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen (siehe Note 34).

Kennzahlen 1-9/2009
in EUR
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Niederlande Holding und
Sonstiges
Konzern
Investitionen 568.291 128.844 692.544 433.715 35.648 1.859.042
Vermögenswerte 15.624.385 15.165.343 14.287.931 7.734.160 1.637.712 54.449.531
Schulden 7.934.804 3.549.737 8.483.836 1.319.504 13.846.796 35.134.677

Bei der Region Deutschland sind Vermögenswerte in Höhe von EUR 382.170 und Schulden in Höhe von EUR 1.767.673 in den Kennzahlen 1-9/2009 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen (siehe Note 34).

Die in den einzelnen Regionen tätigen Konzerngesellschaften erwirtschaften die Erlöse in den Geschäftsfeldern Process Optimization (vormals Business Solutions), Infrastructure Optimization und Professional Services.

Der Bereich Process Optimization bietet optimierte Lösungen für geschäftskritische Prozesse in folgenden Bereichen an: Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Corporate Performance Management/Business Intelligence (CPM/BI) sowie Financial IT Services.

Der Bereich Infrastructure Optimization bietet Lösungen für eine besser managebare und effizientere IT-Infrastruktur in folgenden Bereichen an: Server and Data Management, Workspace Management, Application Provisioning and Control, Communication and Collaboration sowie IT Service Management.

Der Bereich Professional Services bietet die Erfahrung und das Know-how seiner IT- und Telekommunikations-Spezialisten in Form von temporären Beratungs- und Dienstleistungseinsätzen an. Dabei werden alle Projektphasen, von Planung über Realisierung, Test und Integration bis hin zum Betrieb abgedeckt. Die Bandbreite der angebotenen Dienstleistungen umfasst: Consulting, Programming, Infrastructure, Integration, Migration, Rollout, Operation, Support und Maintenance.

Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern:

in EUR Process
Optimization
Infrastructure
Optimization
Professional
Services
Konzern
Umsatzerlöse 2009/10 15.910.815 32.382.073 21.296.497 69.589.385
Umsatzerlöse 1-9/2009 14.078.522 27.900.258 19.711.184 61.689.964

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Das Cash-flow Statement des BRAIN FORCE Konzerns wurde nach der indirekten Methode erstellt.

Daraus ist die Veränderung der Zahlungsmittel im Konzern aufgrund der Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Berichtszeitraums ersichtlich, wobei zwischen Cash-flow aus dem Ergebnis, aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitionstätigkeit und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden wird.

In einem gesonderten Posten wird die Veränderung der Zahlungsmittel des aufgegebenen Geschäftsbereiches angeführt.

(10) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt, ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, korrigiert um nicht aus(ein)zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge, nach Veränderung der Mittelbindung im Working Capital und nach Berücksichtigung der bezahlten Zinsen (saldiert mit den erhaltenen Zinsen), der erhaltenen Dividenden und Ertragsteuern, den Zufluss/Abfluss von flüssigen Mitteln aus der betrieblichen Tätigkeit.

(11) Cash-flow aus Investitionstätigkeit

Dieser Bereich zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen sowie finanziellen Vermögenswerten.

Die Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen im Geschäftsjahr 2009/10 betragen EUR 1.111.079 und betreffen die Kaufpreisverpflichtung im Zusammenhang mit dem Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, Österreich. Die Netto-Einzahlungen in Höhe von EUR 3.305.233 resultieren aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, abzüglich Abfindungszahlungen.

(12) Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

(13) Zahlungsmittelbestand

Als Zahlungsmittelbestand werden jene Zahlungsmittel festgelegt, welche den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten umfassen, soweit diese kurzfristig und uneingeschränkt abrufbar sind.

Erläuterungen zur Bilanz

(14) Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich wie folgt:

in EUR Bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2009 1.848.432 5.606.600 7.455.032
Währungsumrechnungsdifferenz 57 805 862
Zugänge 51.196 417.554 468.750
Zugang Änderung Konsolidierungskreis 10.839 33.744 44.483
Abgänge 0 -203.456 -203.456
Abgänge Änderung Konsolidierungskreis -132.009 -496.614 -628.623
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2010 1.778.515 5.358.633 7.137.148
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2009 929.060 4.061.562 4.990.622
Währungsumrechnungsdifferenz 3 385 388
Abschreibungen 2009/10 177.856 578.396 756.252
Abgänge 0 -179.439 -179.439
Abgänge Änderung Konsolidierungskreis -26.401 -290.110 -316.512
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2010 1.080.517 4.170.794 5.251.311
Buchwerte 30.9.2010 697.998 1.187.840 1.885.838
in EUR Bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.1.2009 1.632.844 5.428.266 7.061.110
Währungsumrechnungsdifferenz 92 625 717
Zugänge 338.493 374.715 713.208
Abgänge -122.997 -197.006 -320.003
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2009 1.848.432 5.606.600 7.455.032
Kumulierte Abschreibungen 1.1.2009 845.992 3.721.735 4.567.727
Währungsumrechnungsdifferenz 5 624 629
Abschreibungen 1-9/2009 148.727 506.679 655.406
Abgänge -65.664 -167.477 -233.141
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2009 929.060 4.061.561 4.990.621
Buchwerte 30.9.2009 913.372 1.545.039 2.464.411

(15) Firmenwerte

Die Firmenwerte entwickelten sich wie folgt:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Buchwert Periodenanfang 14.516.571 14.516.571
Zugang 1.160.589 0
Abgang -4.676.009 0
Buchwert Periodenende 11.001.151 14.516.571

Die Firmenwerte zum 30. September des Geschäftsjahres resultieren aus den in der Vergangenheit durchgeführten Akquisitionen der entsprechenden Anteile für die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien (vormals: TEMA Studio di Informatica S.p.A.), die Brain Force Financial Solutions AG, München, Deutschland (vormals: NSE Software AG, im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland), die INDIS S.p.A., Mailand, Italien (im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien), die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande (vormals VAI B.V.), die BRAIN FORCE Frankfurt GmbH, Langen, Deutschland (vormals SYSTEAM Ingenieurbüro für Datenkommunikation und Informatik GmbH, im Geschäftsjahr 2008 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland) sowie die INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, Österreich.

Der Zugang resultiert aus dem Erwerb der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, Österreich, die per 5. August 2010 in BRAIN FORCE GmbH umfirmiert wurde.

Der Abgang resultiert aus der Endkonsolidierung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, Österreich.

Die Wertminderungstests im Geschäftsjahr 2009/10 wurden auf Basis folgender zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt:

in EUR zugeordnete
Firmenwerte
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Süd-Westeuropa, Bereich Process Optimization 1.783.670
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Süd-Westeuropa, Bereich Infrastructure Optimization 1.014.887
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Process Optimization 1.172.812
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization 2.026.577
BRAIN FORCE B.V. – Segment Niederlande, Bereich Infrastructure Optimization 3.842.616
BRAIN FORCE GmbH – Segment Zentral-Osteuropa, Bereich Process Optimization 1.160.589
Buchwert der Firmenwerte 30.9.2010 11.001.151

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde jeweils auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Die Berechnung der Nutzungswerte basiert auf den erwarteten Zahlungsströmen, die sich aus dem vom Vorstand beschlossenen Budget für 2010/11 und der daraus abgeleiteten Mittelfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre ergeben. Die wesentlichen Annahmen des Managements bei der Berechnung der Nutzungswerte sind die geplanten Umsatzerlöse, EBIT-Margen und Diskontierungszinssätze. Der Berechnung wurde eine angemessene EBIT-Marge auf Basis der regionalen bereichsbezogenen Performance zugrunde gelegt.

Die Zahlungsströme nach der vierjährigen Periode werden mit den unten angegebenen Wachstumsraten extrapoliert, die die langfristige durchschnittliche Wachstumsrate der betreffenden Geschäftsfelder nicht übersteigen. Die Berechnungen haben keinen Abschreibungsbedarf ergeben.

Wichtigste Annahmen zur Berechnung der Nutzungswerte:

in % Wachstumsrate Diskontrate
vor Steuern
Diskontrate
nach Steuern
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Süd-Westeuropa, Bereich Process Optimization 1,0 21,1 9,1
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Süd-Westeuropa, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 21,8 9,1
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Process Optimization 1,0 13,1 9,3
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 12,0 8,6
BRAIN FORCE B.V. – Segment Niederlande, Bereich Infrastructure Optimization 1,0 12,3 9,5
BRAIN FORCE GmbH – Segment Zentral-Osteuropa, Bereich Process Optimization 1,0 12,2 9,6

Die jeweiligen Diskontraten vor Steuern wurden iterativ auf Basis der Zahlungsströme vor Steuern unter Verwendung des Nutzungswertes ermittelt. Der Nutzungswert errechnet sich unter Anwendung von Diskontraten nach Steuern auf Zahlungsströme nach Steuern. Die Diskontraten berücksichtigen die verwertbaren steuerlichen Verlustvorträge. Die Abweichungen gegenüber den Diskontraten nach Steuern sind durch die effektive Steuerbelastung der jeweiligen Einheit begründet.

Als Diskontrate wurden die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC; Weighted Average Cost of Capital), berechnet nach dem CAPM-Modell (Capital Asset Pricing Modell), ermittelt, die die Finanzierungsstruktur sowie die Marktrisiken der Geschäftsfelder reflektieren.

(16) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:

in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.10.2009 11.191.550 14.958.990 26.150.540
Währungsumrechnungsdifferenz 5.471 675 6.146
Zugänge 970.869 90.702 1.061.571
Zugang Änderung Konsolidierungskreis 62.300 0 62.300
Abgänge 0 -65.964 -65.964
Abgang Änderung Konsolidierungskreis 0 -8.971.037 -8.971.037
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2010 12.230.190 6.013.366 18.243.556
Kumulierte Abschreibungen 1.10.2009 8.354.796 7.582.174 15.936.970
Währungsumrechnungsdifferenz 5.470 675 6.145
Abschreibungen 2009/2010 1.463.092 577.611 2.040.703
Abgänge 0 -65.964 -65.964
Abgang Änderung Konsolidierungskreis 0 -2.610.385 -2.610.385
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2010 9.823.358 5.484.111 15.307.469
Buchwerte 30.9.2010 2.406.832 529.255 2.936.087
in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.1.2009 12.860.513 14.910.101 27.770.614
Währungsumrechnungsdifferenz 8.872 1.094 9.966
Zugänge 1.112.275 49.045 1.161.320
Abgänge -2.790.110 -1.250 -2.791.360
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2009 11.191.550 14.958.990 26.150.540
Kumulierte Abschreibungen 1.1.2009 9.940.812 6.501.521 16.442.333
Währungsumrechnungsdifferenz 8.872 1.094 9.966
Abschreibungen 1-9/2009 1.103.707 978.008 2.081.715
Umbuchungen -102.800 102.800 0
Abgänge -2.595.795 -1.249 -2.597.044
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2009 8.354.796 7.582.174 15.936.970
Buchwerte 30.9.2009 2.836.754 7.376.816 10.213.570

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten neben angeschaffter Software und Rechten auch im Rahmen der bei Erwerben nach IFRS 3 durchgeführten Kaufpreisallokation identifizierte sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Entwicklungskosten und Kundenbeziehungen mit einem Buchwert von EUR 408.596 (Vorjahr: EUR 7.207.270). Der deutliche Rückgang ist einerseits auf den mit der Endkonsolidierung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, zusammenhängenden Abgang an immateriellen Vermögenswerten von EUR 6.350.731 und andererseits auf die im Geschäftsjahr 2009/10 angefallene Abschreibung zurückzuführen.

(17) Anteile an assoziierten Unternehmen

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen entwickelten sich wie folgt:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Buchwert Periodenanfang 9.809 11.466
Zugang 12.330.745 0
Ergebnisanteil nach Steuern -1.811.806 -1.657
Buchwert Periodenende 10.528.748 9.809

Der Zugang resultiert aus dem erstmaligen Ansatz der Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, zum beizulegenden Zeitwert. Der Ergebnisanteil nach Steuern betrifft die Anteile an der SolveDirect Service Management GmbH und beinhaltet die laufende Ergebnisübernahme sowie Verwässerungseffekte aus den durchgeführten Kapitalerhöhungen.

Der im vorliegenden Konzernabschluss bilanzierte Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen betrifft den 81,42%-Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH und den 25%-Anteil an der CONSULTING CUBE s.r.l., Italien.

Die Finanzdaten der zum Bilanzstichtag ausgewiesenen assoziierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

in EUR SolveDirect Service
Management GmbH
Consulting
Cube s.r.l.
30.9.2010 30.9.2009
Vermögenswerte 5.328.727 198.486 5.527.213 226.744
Schulden 3.388.797 158.854 3.547.651 187.508
Umsatzerlöse 5.246.501 210.452 5.456.953 626.891
Periodenergebnis -659.495 -396 -659,099 -6.627

(18) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen entwickelten sich wie folgt:

in EUR Wertpapiere
Buchwert 1.10.2009 193.376
Zugang Änderung Konsolidierungskreis 12.183
Abgang Änderung Konsolidierungskreis -152.679
Anpassung an Marktwert -3.589
Buchwert 30.9.2010 49.291

Bei den Wertpapieren handelt es sich um Anteile an Investmentfonds, die als veräußerbar klassifiziert und zum Marktwert (Börsekurs zum Bilanzstichtag) bewertet werden.

(19) Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche werden unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, die latenten Steuerschulden sind Bestandteil der langfristigen Schulden.

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in EUR 1.10.2009 Änderung
Konsolidie
rungskreis
GuV
Veränderung
30.9.2010
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 129.257 -71.417 -18.241 39.599
Verlustvorträge 1.358.033 0 729.500 2.087.533
Sonstige 224.079 0 198.605 422.684
Latente Steueransprüche 1.711.369 -71.417 909.864 2.549.816
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 652.914 15.575 -107.434 561.055
Sonstiges Anlagevermögen 1.961.082 -1.601.348 -190.846 168.888
Forderungen 343.502 -18.060 210.630 536.072
Sonstige 103.382 0 -44.687 58.695
Latente Steuerschulden 3.060.880 -1.603.833 -132.337 1.324.710
in EUR 1.1.2009 Änderung
Konsolidie
rungskreis
GuV
Veränderung
30.9.2009
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 129.584 0 -327 129.257
Verlustvorträge 322.476 0 1.035.557 1.358.033
Sonstige 283.313 0 -59.234 224.079
Latente Steueransprüche 735.373 0 975.996 1.711.369
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 661.241 0 -8.327 652.914
Sonstiges Anlagevermögen 2.224.459 0 -263.377 1.961.082
Forderungen 297.588 0 45.914 343.502
Sonstige 115.134 0 -11.752 103.382
Latente Steuerschulden 3.298.422 0 -237.542 3.060.880

Die Darstellung der Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Berücksichtigung des aufgegebenen Geschäftsbereiches. Von der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von EUR 1.042.201 entfallen keine latenten Steuern (Vorjahr: latenter Steuerertrag EUR 72.960) auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Aktive latente Steuern und passive latente Steuern werden in der Bilanz saldiert als Aktivum oder Passivum erfasst, soweit ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und die latenten Steueransprüche und Steuerschulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Folgende Beträge wurden nach Aufrechnung in der konsolidierten Bilanz dargestellt:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Latente Steueransprüche 1.345.698 433.899
Latente Steuerschulden -120.592 -1.783.410
Buchwert 1.225.106 -1.349.511

Innerhalb der nächsten 12 Monate wird eine Realisierung der latenten Steueransprüche im Ausmaß von EUR 373.997 bzw. eine Erfüllung der latenten Steuerschulden im Ausmaß von EUR 192.867 erwartet.

Latente Steueransprüche für Verlustvorträge werden nur in jenem Ausmaß angesetzt, in dem eine Verwertung als wahrscheinlich erscheint. Im Rahmen der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit stellt das Unternehmen auf die vorhandenen Plandaten ab.

Im Konzern sind für folgende noch nicht genutzte steuerliche Verluste bzw. für abzugsfähige Differenzen keine latenten Steueransprüche angesetzt:

in EUR Basis latenter
Steueranspruch
Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit 24.325.476 6.081.369
Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit 2.917.972 727.422
Abzugsfähige temporäre Differenzen 7.439.677 1.439.277
30.9.2010 34.683.125 8.248.068
in EUR Basis latenter
Steueranspruch
Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit 29.897.141 7.474.284
Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit 2.082.149 507.390
Abzugsfähige temporäre Differenzen 7.455.773 1.863.943
30.9.2009 39.435.063 9.845.617

Der Betrag der abzugsfähigen Differenzen betrifft im Wesentlichen durchgeführte außerplanmäßige Abschreibungen, die steuerlich gleichmäßig über sieben Jahre zu verteilen sind.

(20) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Eine Abwertung auf den Nettoveräußerungswert war in den Geschäftsjahren nicht erforderlich.

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Noch nicht abrechenbare Leistungen 38.200 29.149
Handelswaren 166.008 238.107
Vorräte 204.208 267.256

Vom Vorjahreswert entfallen EUR 16.777 auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

(21) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen 16.844.622 17.730.689
Abzüglich Wertberichtigung -1.149.925 -1.007.975
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 616.769 1.438.802
Forderungen aus Fertigungs-/Dienstleistungsaufträgen 1.196.547 1.250.841
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen 63.446 44.937
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.571.459 19.457.294

Von den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen EUR 20.246 (Vorjahr: EUR 359.115) auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Für das geschätzte Ausfallrisiko der Forderungen wurde durch Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Forderungswertberichtigung zum Periodenanfang 1.007.975 2.386.002
Zugang Änderung Konsolidierungskreis 2.054 0
Verwendung -16.886 -1.482.287
Auflösung 0 -112.433
Zuführung 156.782 216.693
Forderungswertberichtigung zum Periodenende 1.149.925 1.007.975

Folgende nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag überfällig:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Bis zu 30 Tage 980.864 1.486.387
Über 30 Tage 2.806.288 4.545.357
Überfällige nicht wertgeminderte Forderungen 3.787.152 6.031.744

Innerhalb des BRAIN FORCE Konzerns wurde eine Kreditversicherung abgeschlossen, die das Ausfallrisiko der überfälligen Forderungen deutlich reduziert.

Die Summe der angefallenen Kosten und ausgewiesenen Gewinne für am Bilanzstichtag laufende Projekte beträgt EUR 1.196.547 (Vorjahr: EUR 2.291.466). Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf EUR 61.851 (Vorjahr: EUR 866.913).

(22) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Depots 72.301 91.994
Sonstige 1.890 8.258
Langfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 74.191 100.252
Geleistete Anzahlungen 116.351 76.489
Finanzbehörden 151.655 195.540
Wartungsverträge und sonstige Abgrenzungen 854.180 708.818
Forderungen gegenüber Dienstnehmern 82.537 83.236
Sonstige 134.867 185.517
Kurzfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.339.590 1.249.600

In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten sind EUR 1.440 (Vorjahr: EUR 6.379) enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen.

(23) Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Kassenbestände 8.483 9.716
Guthaben bei Kreditinstituten 4.107.080 5.533.777
Zahlungsmittel 4.115.563 5.543.493

(24) Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742 (Vorjahr: EUR 15.386.742) und ist in 15.386.742 nennwertlose, auf Inhaber lautende Stückaktien aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse im Marktsegment Standard Market Continuous.

Zum Bilanzstichtag beträgt das genehmigte Kapital EUR 7.693.371 (Vorjahr: EUR 7.693.371).

Die 11. o. Hauptversammlung am 14. Mai 2009 hat ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 10% des Grundkapitals genehmigt. Von dieser Genehmigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Die Entwicklung des Grundkapitals und der Rücklagen ist in folgender Tabelle dargestellt:

Grundkapital Rücklagen
15.386.742 12.085.388
0 -1.342.756
0 3.439
15.386.742 10.746.071
in EUR Grundkapital Rücklagen
Stand 1.1.2009 15.386.742 15.245.099
Verwendung zur Verlustabdeckung 0 -3.159.954
Sonstige Veränderungen 0 243
Stand 30.9.2009 15.386.742 12.085.388

Die sonstigen Rücklagen setzen sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Rücklage aus Marktbewertung von Wertpapieren 3.885 7.474
Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen -291.124 -298.152
Sonstige Rücklagen -287.239 -290.678

(25) Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen teilen sich wie folgt auf:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Rückstellungen für Pensionen 73.502 61.651
Rückstellungen für Abfertigungen 90.206 408.171
Rückstellungen für Abfertigungen (TFR) 1.367.002 1.494.317
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 1.530.710 1.964.139

Rückstellungen für Pensionen

Auf Basis von Einzelvereinbarungen wurde drei Mitarbeitern der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung die Gewährung eines Pensionszuschusses zugesagt. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert. Von den anspruchberechtigen Personen sind zwei vorzeitig (vor Pensionseintritt) aus dem Unternehmen ausgeschieden wobei der anteilige Anspruch gegenüber dem Unternehmen weiterhin besteht.

Die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen wurden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt und setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) 245.916 198.550
Zeitwert des Planvermögens -155.786 -147.610
90.130 50.940
Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste -16.628 10.711
Bilanzansatz Pensionsrückstellungen 73.502 61.651

Das Planvermögen im Sinne des IAS 19 bildet das Deckungskapital der an die Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsleistungen. Es werden keine erwarteten Erträge aus dem Planvermögen erfasst.

Die Entwicklung des versicherungsmathematischen Barwerts der Pensionsverpflichtung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Stand Periodenanfang 198.550 170.845
Laufender Dienstzeitaufwand 1.803 1.153
Zinsaufwand 10.920 7.579
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 34.643 21.399
Plankürzungen/-abgeltungen 0 -2.426
Stand Periodenende 245.916 198.550

Die Entwicklung des Zeitwerts des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Stand Periodenanfang 147.610 164.008
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) 7.304 -18.143
Bezahlte Beiträge 872 1.745
Stand Periodenende 155.786 147.610

Der in der Gesamtergebnisrechnung gebuchte Aufwand/Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Laufender Dienstzeitaufwand 1.803 1.153
Zinsaufwand 10.920 7.579
Amortisation von versicherungsmathematischen Gewinnen 0 -2.951
Auswirkung von Plankürzungen/-abgeltungen 0 -3.192
Aufwand/Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen 12.723 2.589

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR 1.803 (Vorjahr: EUR -4.990).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Zinssatz 4,75% 5,5%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Rentensteigerung 2% 2%
Pensionseintrittsalter 60, 62 Jahre 60, 62 Jahre
Sterbetafeln Deutschland Heubeck 2005 Heubeck 2005

Neben den leistungsorientierten Verpflichtungen werden in Österreich für einige Arbeitnehmer im Rahmen von Altersversorgungszusagen fixe Beiträge an Pensionskassen bezahlt; die Zahlungen der Gesellschaft werden entsprechend IAS 19 für beitragsorientierte Pläne im Aufwand für Altersversorgung ausgewiesen.

Der in den Personalkosten erfasste Aufwand für Altersversorgung (exklusive Zinsaufwand) setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Aufwand für leistungsorientierte Verpflichtungen 1.803 -4.990
Aufwand für beitragsorientierte Verpflichtungen 36.209 57.044
Aufwand für Altersversorgung (exkl. Zinsaufwand) 38.012 52.054

Rückstellungen für Abfertigungen (Österreich)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen wurden nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Versicherungsmathematischer Barwert der Abfertigungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) 64.965 361.224
Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 25.241 46.947
Bilanzansatz Abfertigungsrückstellungen 90.206 408.171

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Stand Periodenanfang 408.171 405.815
Änderung Konsolidierungskreis -337.292 0
Abfertigungsaufwand 19.327 33.444
Abfertigungszahlungen 0 -31.088
Stand Periodenende 90.206 408.171

Der in der Gesamtergebnisrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Laufender Dienstzeitaufwand 13.947 23.186
Zinsaufwand 6.852 14.101
Amortisation von versicherungsmathematischen Verlusten -1.472 -3.843
Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Österreich) 19.327 33.444

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR 12.475 (Vorjahr: EUR 19.343).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2009/2010 1-9/2009
Zinssatz 4,75% 5,5%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Fluktuation im Durchschnitt altersabhängig altersabhängig
Pensionseintrittsalter gemäß Pensionsreform 2004 gemäß Pensionsreform 2004
Sterbetafeln AVÖ 2008-P, Angestellte AVÖ 2008-P, Angestellte

Rückstellungen für Abfertigungen (TFR – Italien)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen (TFR – Italien) wurden im Geschäftsjahr 2009/10 nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt. Der zum 30. September 2010 erfasste Bilanzansatz in Höhe von EUR 1.367.002 entspricht dem versicherungsmathematischen Barwert der Abfertigungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation).

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Stand Periodenanfang 1.494.317 1.804.600
Abfertigungsaufwand 154.034 52.191
Abfertigungszahlungen -281.349 -362.474
Stand Periodenende 1.367.002 1.494.317

Der in der Gesamtergebnisrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Zinsaufwand 82.187 72.184
Ansatz von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten 71.847 -19.993
Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Italien) 154.034 52.191

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR 71.847 (Vorjahr: EUR -19.993).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

2009/10 1-9/2009
Zinssatz 4,75% 5,5%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Inflation 2% 2%
Fluktuation 10% 10%
Pensionseintrittsalter 65 Jahre 65 Jahre
Sterbetafeln RG48 ISTAT 2002

(26) Finanzverbindlichkeiten

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Langfristige Darlehen 9.962.825 10.877.500
Kurzfristige Darlehen 156.516 313.220
Kontokorrentkredite 3.034.160 129
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 3.190.676 313.349

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ist ein im Geschäftsjahr 2007 aufgenommenes Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10.000.000 enthalten. Das endfällige, mit 5,17% verzinste Darlehen hat eine Laufzeit bis März 2014.

Die Verzinsung der übrigen Darlehen liegt bei 4,85% und jene der Kontokorrentkredite bei 3,51 bis 6,00% (Vorjahr: 1,70 bis 6,50%).

Am Bilanzstichtag standen dem Konzern insgesamt Kreditlinien über EUR 6,0 Mio. zur Verfügung.

Der Zeitwert der Darlehen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 8.599.045 (Vorjahr: EUR 11.231.127).

(27) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Verbindlichkeiten aus verrechneten Lieferungen und Leistungen 6.886.027 6.252.555
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 61.851 4.696
Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 599.223 1.260.839
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 54.860 8.781
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 522 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.602.483 7.526.871

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen EUR 10.252 (Vorjahr: EUR 8.934) auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

(28) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 141.514 138.273
Aus Steuern 951.579 1.359.780
Aus sozialer Sicherheit 617.804 873.751
Verpflichtungen aus Urlauben und Überstunden 1.121.548 1.572.220
Verpflichtungen aus Prämien 406.926 582.626
Verbindlichkeiten Personalverrechnung 1.302.897 1.699.571
Abgrenzung von Wartungsverträgen 1.961.210 2.356.068
Sonstige 516.567 924.304
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 6.878.531 9.368.320

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 61.730 (Vorjahr: EUR 149.616) enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen.

(29) Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten gegenüber Dritten.

(30) Steuerrückstellungen

Stand 1.10.2009 Verwendung Zuführung/Auflösung Stand 30.9.2010
EUR EUR EUR EUR
1.113.692 -484.275 435.589 1.065.006

(31) Sonstige Rückstellungen

in EUR Stand
1.10.2009
Verwendung Änderung
Konsolidie
rungskreis
Zuführung /
Auflösung
Stand
30.9.2010
Langfristig 0 0 0 0 0
Restrukturierung 190.000 -190.000 0 11.077 11.077
Gewährleistungen 250.000 -236.129 51.201 -6.813 58.259
Schließungskosten aufgegebener Geschäftsbereich (siehe Note 34) 1.609.123 -1.228.537 0 0 380.586
Kurzfristig 2.049.123 -1.654.666 51.201 4.264 449.922

(32) Akquisition

Am 25. Februar 2010 wurde ein Anteilskauf- und Abtretungsvertrag über den Erwerb sämtlicher Geschäftsanteile an der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, Österreich, geschlossen. In weiterer Folge wurde die INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H. per 5. August 2010 in BRAIN FORCE GmbH umfirmiert. Der Kaufpreis beläuft sich auf EUR 1.266.160. Der erworbene Firmenwert bestimmt sich wie folgt:

in EUR
Gesamtkaufpreis 1.266.160
Abzüglich Zeitwert des erworbenen Reinvermögen -105.571
Firmenwert 1.160.589

Folgende Aktiva und Passiva wurden erworben:

in EUR Zeitwerte Buchwerte
Langfristige Vermögenswerte 119.065 56.765
Kurzfristige Vermögenswerte (ohne Zahlungsmittel) 229.425 229.425
Zahlungsmittel 155.081 155.081
Langfristige Schulden -42.173 -26.598
Kurzfristige Schulden -355.827 -355.827
Zeitwert des übernommenen Reinvermögens 105.571 58.846

Der Nettozahlungsstrom aus dem Erwerb des Tochterunternehmens stellt sich wie folgt dar:

in EUR
Gesamtkaufpreis 1.266.160
Abzüglich erworbene Zahlungsmittel -155.081
Nettozahlungsstrom aus Akquisition 1.111.079

Die erworbene Gesellschaft trug zum Ergebnis der Berichtsperiode wie folgt bei: Es wurden in der Zeit vom 1. März bis 30. September 2010 Umsatzerlöse (gegenüber Dritten) in Höhe von EUR 1.165.784 und ein Periodenergebnis von EUR 29.323 erwirtschaftet.

Die Gesamtaktiva (ohne Firmenwert) betrugen zum 30. September 2010 EUR 610.215, das Fremdkapital EUR 472.228. Vor der Akquisition durch die BRAIN FORCE HOLDING AG hat das Tochterunternehmen nicht nach IFRS bilanziert. Daher ist die Angabe des Konzernumsatzes und des Konzernergebnisses unter der Betrachtung, als wäre das Unternehmen bereits zu Jahresbeginn erworben worden, nicht ohne unverhältnismäßig hohen Aufwand ermittelbar und unterbleibt somit.

(33) Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, Beteiligungen, flüssige Mittel und Bankkonten, Forderungen und Lieferantenkredite bzw. Finanzverbindlichkeiten. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte / Finanzanlagen 49.291 193.376
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.508.013 19.412.357
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 295.337 395.583
Zahlungsmittel 4.115.563 5.543.493
Kredite und Forderungen 21.918.913 25.351.433
Finanzverbindlichkeiten 13.153.501 11.190.849
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.485.771 7.513.395
Sonstige Verbindlichkeiten 3.347.938 4.778.720
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten 23.987.210 23.482.964

Die Buchwerte und Zahlungsströme der Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar.

Buchwerte in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 9.962.825 10.877.500
Kurzfristiger Anteil 0 313.220
Finanzverbindlichkeiten Restlaufzeit > 1 Jahr 9.962.825 11.190.720
Zahlungsströme in EUR: 30.9.2010 30.9.2009
2010/11 Tilgung 0 2009/10 Tilgung 313.220
2010/11 Zinsen 517.000 2009/10 Zinsen 559.457
2011/12 Tilgung 0 2010/11 Tilgung 557.116
2011/12 Zinsen 517.000 2010/11 Zinsen 543.357
2012/13 Tilgung 0 2011/12 Tilgung 291.700
2012/13 Zinsen 517.000 2011/12 Zinsen 526.914
2013/14 Tilgung 9.962.825 2012/13 Tilgung 56.575
2013/14 Zinsen 244.139 2012/13 Zinsen 518.556
2014/15 Tilgung 0 2013/14 Tilgung 9.952.109
2014/15 Zinsen 0 2013/14 Zinsen 114.889

Die Finanzinstrumente wurden in der Gesamtergebnisrechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Ausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen Betriebsergebnis netto
156.782 216.693
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 7.854 12.713
Kredite und Forderungen 48.005 355.741
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten -688.857 -586.787
Finanzergebnis netto -632.998 -218.333

(34) Aufgegebener Geschäftsbereich

Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches (Standort Berlin) setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Umsatzerlöse aus aufgegebenen Geschäftsbereich 383.036 813.041
Herstellungskosten -297.986 -872.410
Vertriebskosten -108.723 -324.538
Verwaltungskosten -81.066 -209.877
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge -28.148 23.076
Schließungskosten 0 -1.930.134
EBIT -132.887 -2.500.842
Ertragsteuern 0 72.961
Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches -132.887 -2.427.881

Die Schließungskosten des Vorjahres betrafen im Wesentlichen Personalkosten im Rahmen der Mitarbeiterfreisetzung (TEUR 870), Mietleerstandskosten (TEUR 329) sowie Kosten für erwartete Garantie- und Gewährleistungsansprüche (TEUR 410).

Die dem aufgegebenen Geschäftsbereich zuordenbaren Verlustvorträge werden auf die fortgeführten Geschäftsbereiche übertragen (siehe Note 8).

Die Aktiva und Passiva stellen sich wie folgt dar:

in EUR 30.9.2010 30.9.2009
Langfristige Vermögenswerte 0 0
Kurzfristige Vermögenswerte 21.686 382.170
Vermögenswerte aus aufgegebenem Geschäftsbereich 21.686 382.170
Langfristige Schulden 0 4.803
Kurzfristige Schulden 452.567 1.762.870
Schulden aus aufgegebenem Geschäftsbereich 452.567 1.767.673

Die kurzfristigen Schulden per 30.9.2010 beinhalten im Wesentlichen eine Rückstellung für Schließungskosten in Höhe von TEUR 381 (Vorjahr: TEUR 1.609).

Cash-flow aus aufgegebenem Geschäftsbereich:

in EUR 2009/10 1-9/2009
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -1.086.477 -544.268
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1.031 -15.486
Cash-flow aus aufgegebenem Geschäftsbereich -1.087.508 -559.754

(35) Finanzrisikomanagement

Der BRAIN FORCE-Konzern ist Finanzrisiken (Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Währungsrisiko, Zinsänderungsrisiko) in unterschiedlichem Ausmaß ausgesetzt. Die risikopolitischen Grundsätze der BRAIN FORCE-Gruppe werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Risikostrategie erfolgt dezentral in den jeweiligen Gesellschaften und wird zentral koordiniert. Notwendige Sicherungsmaßnahmen wie bspw. Versicherungen werden für den Konzern so weit wie möglich zentral verhandelt und abgeschlossen. Das Liquiditäts-, das Währungs- und das Zinsänderungsrisiko werden gemäß den Vorgaben des Vorstandes zentral gesteuert und man zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, dass die finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllt werden können. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds in der IT-Branche hat die Vorhaltung ausreichender Liquidität und freier Kreditlinien für die BRAIN FORCE oberste Priorität, um in der Finanzierung des Konzerns flexibel zu sein. Eine Liquiditätsvorschau auf monatlicher Basis wird jährlich im Rahmen des Budgets durchgeführt, weiters erstellen die operativen Gesellschaften monatliche Finanzplanungen, die in der Holding überwacht und konsolidiert werden. Zur Optimierung der Liquiditätssituation wird auf ein aktives Management des Working Capital geachtet.

Im Geschäftsjahr 2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10 Mio. mit einer Laufzeit bis 20. März 2014 aufgenommen. Dafür wird jährlich eine Bewertung des Konzernabschlusses nach Moody´s KMV RiskCalc vorgenommen. Eine Verschlechterung der Bewertung nach diesem System um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres berechtigt jeden Gläubiger zur Kündigung, wenn die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist. Weiters berechtigt eine Verschlechterung unter Ba3 jeden Gläubiger zur Kündigung. Die von der Erste Bank zur Verfügung gestellte Betriebsmittelline sieht eine Eigenkapitalquote von über 30% vor.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpflichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet. Zusätzlich wurde per 1. September 2009 eine Kreditversicherung abgeschlossen und damit das Ausfallrisiko weiter verringert.

Die im Geschäftsjahr 2009/10 verbuchten Forderungsausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen betragen rund 1,0% des Forderungsbestandes zum 30. September 2010.

Währungsrisiko

Das Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten bzw. anderen Bilanzposten und/oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen ergibt, wird als Währungsrisiko bezeichnet. Das Risiko besteht insbesondere dort, wo Geschäftsvorfälle in einer anderen als der lokalen Währung einer Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen können.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Die Erlöse werden zu rund 99% innerhalb der Eurozone erzielt, der Rest in der Schweiz, in Tschechien und in den USA. Das Währungsrisiko auf der Aktivseite bei den Lieferungen und Leistungen resultiert aus nicht auf Euro lautenden Forderungen mit einem Anteil von rund 1%. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert das Währungsrisiko aus nicht auf Euro lautenden Verbindlichkeiten mit einem Anteil von unter 1%.

Eine Absicherung dieser oder anderer Fremdwährungspositionen mittels derivativer Finanzinstrumente wurde aufgrund der Geringfügigkeit des Risikos zum Bilanzstichtag nicht eingegangen. Eine weitere Untersuchung nach Sensitivitäten wird somit als nicht erforderlich erachtet.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und/oder zinsbedingten Zahlungsströmen infolge von Schwankungen von Marktzinssätzen ergibt. Das Zinsänderungsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Bilanzposten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Bilanzposten.

Bei Finanzinstrumenten mit fester Zinsbindung wird über die gesamte Laufzeit ein Marktzinssatz vereinbart. Das Risiko besteht darin, dass sich bei schwankendem Zinssatz der Kurswert (Barwert der künftigen Zahlungen, das sind Zinsen und Rückzahlungsbetrag, abgezinst mit dem zum Stichtag für die Restlaufzeit gültigen Marktzinssatz) des Finanzinstruments verändert. Das zinsbedingte Kursrisiko führt dann zu einem Verlust oder Gewinn, wenn das festverzinsliche Finanzinstrument vor Ende der Laufzeit veräußert wird. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird der Zinssatz zeitnah angepasst und folgt dabei in der Regel dem jeweiligen Marktzinssatz. Hier besteht das Risiko, dass der Marktzinssatz schwankt und infolgedessen veränderte Zinszahlungen fällig werden.

Die Finanzverbindlichkeiten beliefen sich am Ende des Geschäftsjahres 2010 auf 26% der Bilanzsumme. Der überwiegende Teil der Finanzverbindlichkeiten stellt das 2007 aufgenommene langfristige endfällige Darlehen über EUR 10.000.000 dar, welches grundsätzlich eine fixe Verzinsung aufweist, die nur bei einer wesentlichen Veränderung der Bonität angepasst werden kann (siehe unter Liquiditätsrisiko). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen 6% der Bilanzsumme und weisen bis auf eine Ausnahme eine variable Verzinsung auf.

Die Erträge bzw. operativen Cash-flows des BRAIN FORCE Konzerns sind weitgehend unbeeinflusst von Änderungen in den Marktzinsen. Die Veranlagung der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und nur in wertgesicherte Instrumente von Geschäftspartnern einwandfreier Bonität.

Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalrisikomanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur zur Minimierung der Kapitalkosten. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 39% (Vorjahr: 35%).

Derivative Finanzinstrumente

Im Geschäftsjahr 2009/10 hat der Konzern keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

(36) Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Konzernabschluss EUR 28.000 (Vorjahr: EUR 32.000), sonstige Prüfungsleistungen EUR 9.000 (Vorjahr: EUR 19.000, davon BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien: EUR 10.000) und sonstige Leistungen EUR 10.975 (Vorjahr: EUR 15.600).

(37) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Ergebnisses nach Steuern durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, bereinigt um anteilig gehaltene eigene Aktien, berechnet.

in EUR 2009/10 1-9/2009
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern 791.272 -4.834.507
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (unverwässert und verwässert) 15.386.742 15.386.742
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,05 -0,31

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in der Aufsichtsratssitzung am 16. Dezember 2010 behandelt. Der mit dem Bericht des Aufsichtsrates vorzulegende Vorschlag zur Gewinnverteilung unterliegt der Beschlussfassung durch die ordentliche Hauptversammlung.

(38) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Unternehmen und Personen werden die wesentlichen Eigentümer und die Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie jene von assoziierten Unternehmen betrachtet.

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2009/10 betrugen EUR 558.232, davon EUR 36.536 variabler Anteil (Vorjahr 1-9/2009: EUR 364.286, davon EUR 0 variabler Anteil). Die angegebenen Bezüge beinhalten die im Geschäftsjahr erworbenen und im Aufwand erfassten Ansprüche der Vorstandsmitglieder.

Darüber hinaus wurden für Vorstandsmitglieder Aufwendungen für Abfertigungen (Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen) und Pensionen in Höhe von EUR 22.867 (Vorjahr 1-9/2009: EUR 15.407) erfolgswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 56.600 (Vorjahr 1-9/2009: EUR 63.733) aufwandsmäßig erfasst.

Es wurden an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder weder Darlehen gewährt noch Garantien abgegeben.

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 16. Dezember 2009 wurden sämtliche Anteile der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, an die BEKO Engineering & Informatik AG, Nöhagen, Österreich, verkauft. Der Verkaufspreis in Höhe von EUR 3,8 Mio. lag innerhalb der Bandbreite die von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater objektiviert ermittelt wurde. Die BEKO Engineering & Informatik AG, Nöhagen, Österreich, ist eine Tochtergesellschaft der BEKO HOLDING AG, dem Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG.

BRAIN FORCE hat von der Hofer Management GmbH, Vöcklabruck, eine Gesellschaft, an der der Vostandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, von September 2009 bis März 2010 zur Erbringung von Vertriebsleistungen einen Mitarbeiter zu marktüblichen Konditionen zur Verfügung gestellt bekommen. Weiters wurde zur Abwicklung eines Kundenprojektes ein Mitarbeiter zu marktüblichen Konditionen zur Verfügung gestellt. Mit der Hofer Management GmbH besteht seit Oktober 2009 eine Überlassungsvereinbarung über die Bereitstellung eines Vorstandsmitgliedes.

Mit Genehmigung des Aufsichtsrates (bei Stimmenthaltung von Josef Blazicek) hat die Gesellschaft im August 2009 mit der Ocean Consulting GmbH, Wien, einen Mandatsvertrag zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen abgeschlossen. Das Entgelt entsprach branchenüblichen Standards und wurde mit Abschluss der Transaktion im Geschäftsjahr 2009/10 abgerechnet. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der Ocean Consulting GmbH.

Mit dem assoziierten Unternehmen SolveDirect Service Management GmbH, Wien, bestehen vereinzelt Leistungsbeziehungen deren Umfang die Finanzlage nur unwesentlich beeinflussen.

(39) Mitarbeiterbeteiligungen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG. Zum Bilanzstichtag halten somit weder Vorstands- noch Aufsichtsratsmitglieder Optionsrechte.

(40) Verpflichtungen aus Leasinggeschäften

Verpflichtungen aus operativem Leasing bzw. Miete in EUR 30.9.2010 30.9.2009
bis zu einem Jahr 3.249.663 3.942.481
zwischen 1 und 5 Jahren 9.309.876 10.275.483
über 5 Jahre 2.167.491 2.529.000

(41) Angaben über Arbeitnehmer

Durchschnitt Stichtag
2009/10 1-9/2009 30.9.2010 30.9.2009
Anzahl der Arbeitnehmer (Angestellte) 553 761 496 714

(42) Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschafterversammlung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, hat am 30. August 2010 eine Kapitalerhöhung beschlossen. Die Eintragung der Kapitalerhöhung ins Firmenbuch erfolgte am 13. Oktober 2010. Dadurch reduziert sich der Anteil der BRAIN FORCE HOLDING AG von 81,42 auf 76,67%. Am 12. November 2010 wurde eine weitere Kapitalerhöhung der SolveDirect Service Management GmbH in Höhe von EUR 500.000 beschlossen. Nach Eintragung dieser Kapitalerhöhung wird der Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH 72,45% betragen.

(43) Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem Datum der Unterfertigung vom Vorstand aufgestellt und freigegeben. Der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird gemeinsam mit dem vorliegenden Konzernabschluss am 16. Dezember 2010 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und hinsichtlich des Einzelabschlusses auch zur Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung die Aktionäre können den Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

(44) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, Vorsitzender ab 19. Oktober 2009
  • Mag. Thomas Melzer, Wien, Finanzvorstand
  • Günter Pridt, Wien, Vorsitzender bis 19. Oktober 2009, Vorstandsmitglied bis 31. Dezember 2009

Im Geschäftsjahr 2009/10 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

  • Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels, Mitglied bis 24. Februar 2010, Vorsitzender ab 24. Februar 2010
  • Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter
  • Dr. Christoph Senft, Angerberg, Vorsitzender bis 24. Februar 2010, Mitglied ab 24. Februar 2010
  • Josef Blazicek, Perchtoldsdorf
  • Mag. Wolfgang M. Hickel, Wien
  • Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, bis 19. Oktober 2009
  • Prof. Ing. Peter Kotauczek, Breitenbrunn am Neusiedler See, bis 24. Februar 2010

Wien, den 30. November 2010

Der Vorstand:

Dr. Michael Hofer Mag. Thomas Melzer

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2010, die Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2010 sowie der Ertragslagen des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 30. November 2010

PwC INTER-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Service

Standorte

Deutschland

BRAIN FORCE Software GmbH Wilhelm-Wagenfeld-Str. 30 80807 München Telefon: +49 89 74 833 0 Fax: +49 89 74 833 920 [email protected] www.brainforce.de

BRAIN FORCE Software GmbH Ohmstr. 12 63225 Langen bei Frankfurt Telefon: +49 6103 906 767 Fax: +49 6103 906 789 [email protected] www.brainforce.de

BRAIN FORCE Software GmbH Im Mediapark 4d 50670 Köln Telefon: +49 221 160 20 0 Fax: +49 221 160 20 13 [email protected] www.brainforce.de

Italien

BRAIN FORCE S.p.A. Via Alessandro Volta, 16 20093 Cologno Monzese, MI (Mailand) Telefon: +39 02 254 427 1 Fax: +39 02 273 009 01 [email protected] www.brainforce.it

BRAIN FORCE S.p.A. Via Ticino, 26 35030 Sarmeola di Rubano, PD (Padua) Telefon: +39 049 897 680 0 Fax: +39 049 897 538 4 [email protected] www.brainforce.it

BRAIN FORCE S.p.A. Via Francesco Gentile, 135 00173 Rom Telefon: +39 06 72 910 119 Fax: +39 06 72 159 74 [email protected] www.brainforce.it

Niederlande

BRAIN FORCE B.V. Kantorenpark de Vendel Vendelier 69 3905 PD Veenendaal Telefon: +31 318 560 360 Fax: +31 318 560 370 [email protected] www.brainforce.nl

Österreich

BRAIN FORCE HOLDING AG Karl-Farkas-Gasse 22 1030 Wien Telefon: +43 1 263 0909 0 Fax: +43 1 263 0909 40 [email protected] www.brainforce.com

BRAIN FORCE GmbH Wiener Str. 51 3040 Neulengbach Telefon: +43 2772 55 464 40 Fax: +43 2772 55 464 911 [email protected] www.brainforce.at

SolveDirect Service Management GmbH Karl-Farkas-Gasse 22 1030 Wien Telefon: +43 1 585 3555 - 0 Fax: +43 1 585 3555 - 111 [email protected] www.solvedirect.com

Schweiz

BFS BRAIN FORCE SOFTWARE AG Haldenstr. 7 8124 Maur Telefon: +41 44 810 2550 Fax: +43 1 263 0909 40 [email protected] www.brainforce.ch

Slowakei

BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Chorvatska 1 811 00 Bratislava 1 Telefon: +420 224 817 424 6 Fax: +420 224 817 427 [email protected] www.brainforce.cz

Tschechische Republik

BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Malá Štepánská 1929 120 00 Prag 2 Telefon: +420 296 331 11 Fax: +420 296 331 112 [email protected] www.brainforce.cz

USA

SolveDirect Service Management Inc. 440 N Wolf Road Sunnyvale, CA 94085 Telefon: +1 408 524 1676 Fax: +1 408 762 2010 [email protected] www.solvedirect.com

Glossar

ATX: "Austrian Traded Price Index"; Leitindex der Wiener Börse

BRAIN FORCE CRM: CRM-Lösung für Finanzdienstleister, setzt sich aus den Modulen Kampagnenmanagment und Vertriebsinformationssystem zusammen

BRAIN FORCE Finanzanalyse Center: Ganzheitliche Analyselösung zur Finanzberatung von Privat- und Firmenkunden

BRAIN FORCE FINAS Suite: Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister

BRAIN FORCE Fördercenter: Software zur Ermittlung der staatlichen Fördermöglichkeiten bei Vorsorgefinanzprodukten

BRAIN FORCE Infrastructure Framework: Sammlung von Best-Practice-Vorgehensweisen zur optimierten Einrichtung einer Basisinfrastruktur

BRAIN FORCE Packaging Robot: Lösung aus Best-Practice-Methoden und Software-Tools für automatisierte Softwarepaketierung und -virtualisierung

BRAIN FORCE Workspace Manager: Lösung zur Standardisierung von Arbeitsumgebungen auf PCs, Notebooks und Servern

Capital Employed: Eigenkapital + verzinsliches Fremdkapital - liquider Mittel und Finanzanlagevermögen; das gesamte verzinsliche im Unternehmen eingesetzte Kapital

Cash-flow: Kennzahl zur Unternehmensanalyse; beschreibt die Veränderung der flüssigen Mittel in einer Periode

CFROI: "Cash-flow Return on Investment"; Verhältnis operatives EBITDA zu durchschnittlichem historischen Capital Employed

Corporate Governance: Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen, festgehalten im Österreichischen Corporate Governance Kodex; der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar

CRM: "Customer Relationship Management"; Dokumentation und Verwaltung von Kundenbeziehungen

DAX: "Deutscher Aktien Index"; Leitindex der deutschen Börse

DSO: "Day Sales Outstanding"; durchschnittliche Außenstandsdauer der Kundenforderungen

EBIT: "Earnings Before Interest and Tax"; Betriebsergebnis

EBITDA: "Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortization"; Betriebsergebnis vor Abschreibungen = Brutto-Cash-flow

EBITDA-Marge: EBITDA im Verhältnis zum Umsatz

Eigenkapitalquote: Kennzahl, die das Eigenkapital ins Verhältnis zu den gesamten Vermögenswerten setzt

Eigenkapitalrendite: Kennzahl; Verhältnis Ergebnis nach Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital

EPS: "Earnings Per Share", Ergebnis je Aktie; Konzernergebnis dividiert durch die gewichtete Anzahl der Aktien abzüglich eigener Anteile

Equity-Methode: Bilanzierungsmethode von Anteilen an Unternehmen bei welchen der Anteilseigner über maßgeblichen Einfluss verfügt. Üblicherweise für Beteiligungen zwischen 20% und 50%

ERP: "Enterprise Resource Planning"; Anwendungssoftware zur Ressourcenplanung in Unternehmen

FFO: "Funds From Operations"; Cash-flow aus dem Ergebnis

Free Cash-flow: Operativer Cash-flow - Investitions-Cash-flow + Akquisitionen; gibt die Höhe der flüssigen Mittel an, die im Jahr erwirtschaftet werden und für Dividenden, Kredittilgung oder Aktienrückkauf zur Verfügung stehen

Gearing: Verschuldungsgrad; Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Goodwill: Firmenwert; positiver Unterschied zwischen dem Preis und dem Reinvermögen eines erworbenen Unternehmens

Historisches Capital Employed: Capital Employed + kumulierte Abschreibungen

IFRS: "International Financial Reporting Standards", internationale Rechnungslegungsstandards

Infrastructure Optimization: BRAIN FORCE Geschäftsfeld mit Lösungen, die Unternehmen zu einer besser managebaren bzw. effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen

Interest Cover: operatives EBITDA im Verhältnis zum Zinsergebnis; zeigt, wie oft das Unternehmen sein Zinsergebnis durch das operative Ergebnis bezahlen kann

ITK: Informations- und Kommunikationstechnologie

Jupiter: Asset Management Lösung für Banken

KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; Maß für die Bewertung einer Aktie am Kapitalmarkt

Latente Steuern: Zeitlich abweichende Wertansätze in IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und aus Konsolidierungsvorgängen führen zu latenten Steuern

Microsoft Dynamics: Business Lösungen von Microsoft (ERP und CRM)

Microsoft Dynamics NAV: "Microsoft Dynamics Navision", ERP-Lösung für mittelständische Betriebe

Nettoverschuldung: Saldo aus Finanzverbindlichkeiten - liquider Mittel

NOPAT: "Net Operating Profit After Tax"; operativer Gewinn nach Steuern

OTC: "Over the Counter"; außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern

Process Optimization: BRAIN FORCE Geschäftsfeld, indem Lösungen für geschäftskritische Prozesse zusammengefasst werden

Professional Services: Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Experten

Rebecca: Lösung zur Kreditsachbearbeitung

ROCE: "Return on Capital Employed"; Verhältnis NOPAT zu durchschnittlichem Capital Employed

SaaS: "Software as a Service"; ein Geschäftsmodell mit der Philosophie, Software als Dienstleistung basierend auf Internettechniken bereitzustellen

SD.bridge: Zentrale Applikation zur Anbindung von Servicepartnern

SD.cube: Zentrale Applikation für alle internen und externen IT-Serviceabläufe

ServiceDesk SD²: Komplettlösung zur effizienten Steuerung von Kundenanfragen

Tap: "Test Access Port"; Lösung zur Analyse von Hochgeschwindigkeitsnetzwerken

TECDAX: deutscher Aktienindex für Technologieunternehmen

Treasury: Unternehmensfunktion zur Sicherstellung der Finanzierung, des Finanzrisikos und Cash-Managements des Konzerns

WACC: "Weight Average Cost of Capital"; durchschnittliche Kapitalkosten, die das Unternehmen für sein Fremd- und Eigenkapital auf den Finanzmärkten bezahlen muss

Working Capital: Betriebsmittel; Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten

Falls Sie mehr über BRAIN FORCE wissen wollen und hier keine Bestellkarte mehr finden:

Geschäftsberichte, Quartalsberichte und die Möglichkeit, sich auf den Verteiler setzen zu lassen, gibt es auch unter: T +43 (1) 263 09 09 0 oder [email protected]

Finanzkalender

Datum Event
21. Dezember 2010 Veröffentlichung Jahresabschluss 2009/10 und Bilanzpressekonferenz
16. Februar 2011 Veröffentlichung Bericht zum 1. Quartal 2010/11
02. März 2011 13. o. Hauptversammlung
04. März 2011 Ex-Tag für Dividende 2010
07. März 2011 Auszahlungstag für Dividende 2010
12. Mai 2011 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2010/11
18. August 2011 Veröffentlichung Bericht zum 3. Quartal 2010/11
21. Dezember 2011 Veröffentlichung Jahresabschluss 2010/11 und Bilanzpressekonferenz

Impressum

Für den Inhalt verantwortlich:

BRAIN FORCE HOLDING AG Karl-Farkas-Gasse 22, 1030 Wien, Österreich

Erstellt durch:

BRAIN FORCE Software GmbH Wilhelm-Wagenfeld-Straße 30, 80807 München, Deutschland

Konzept: BRAIN FORCE HOLDING AG

Fotos:

BRAIN FORCE HOLDING AG, gettyimages, Shutterstock, Fotolia, Franz Pflügl

Druck: Gutenberg Druck GmbH

Unser besonderer Dank für die freundliche Unterstützung im Rahmen der Erstellung dieses Geschäftsberichtes gilt den beteiligten Mitarbeitern.

Kennzahlen 2005 – 2009/10

Ertragskennzahlen 2005 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
2009/10
Umsatz in TEUR 76.618 88.531 98.333 106.208 61.690 69.589
EBITDA in TEUR 6.048 6.514 346 7.793 -200 5.657
EBITDA operativ 2) in TEUR 6.048 7.463 2.457 7.793 1.183 1.147
EBITDA-Marge operativ in % 7,9 8,4 2,5 7,3 1,9 1,6
EBIT in TEUR 3.581 2.918 -16.683 3.832 -2.886 2.861
EBIT operativ 2) in TEUR 3.581 3.867 -2.526 3.832 -1.503 -1.649
EBIT-Marge operativ in % 4,7 4,4 -2,6 3,6 -2,4 -2,4
Ergebnis vor Steuern in TEUR 3.678 3.230 -17.910 2.384 -3.147 327
Ergebnis nach Steuern 3) in TEUR 3.028 4.173 -19.915 -2.1014) -2.407 924
Free Cash-flow in TEUR 1.587 4.517 -4.640 3.857 68 -2.169
Bilanzkennzahlen 2005 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
2009/10
Eigenkapital in TEUR 32.108 48.093 26.265 24.149 19.315 20.110
Nettoverschuldung in TEUR -5.603 -10.987 6.532 4.889 5.647 9.038
Gesamtinvestitionen in TEUR 8.179 13.973 9.750 4.668 2.125 2.640
Working Capital in TEUR 7.703 7.141 6.450 5.638 2.829 3.295
Capital Employed in TEUR 26.505 37.106 32.797 29.039 24.962 29.148
Bilanzsumme in TEUR 63.624 81.580 74.342 66.311 54.450 51.052
Gearing in % -17,4 -22,8 24,9 20,2 29,2 44,9
Interest Cover 5) 405,1 56,1 3,5 9,3 4,4 1,6
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 5) -0,9 -1,5 2,7 0,6 1,6 7,9
Mitarbeiter (Stichtag) 1.101 1.172 1.146 1.129 978 713
Performance-Kennzahlen 2005 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
2009/10
Eigenkapitalrendite in % 9,8 10,4 -53,6 -8,3 n.s.
7)
4,0
ROCE in % 15,1 15,0 -13,5 5,7
6)
n.s.
7)
n.s.
7)
CFROI in % 22,7 18,5 4,6 14,7 n.s.
7)
2,0
Börsekennzahlen 2005 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
2009/10
Ergebnis je Aktie in € 0,30 0,30 -1,29 -0,14 -0,15 0,05
Ergebnis je Aktie bereinigt 8) in € 0,30 0,34 -0,47 0,09 -0,11 -0,26
Dividende je Aktie in € 0,08 0,10 0,00 0,00 0,00 0,00
Dividende in TEUR 820 1.506 0 0 0 0
Free Cash-flow je Aktie in € 0,16 0,32 -0,30 0,25 0,00 -0,14
Eigenkapital je Aktie in € 3,13 3,13 1,71 1,57 1,26 1,31
Ultimokurs je Aktie in € 3,45 3,15 1,92 1,89 1,20 1,00
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 10.162 14.025 15.387 15.387 15.387 15.387
Ultimo Börsekapitalisierung in TEUR 35.058 44.179 29.543 29.081 18.464 15.387

1) wie in 2008 berichtet, Zahlen inklusive in 2009 aufgegebenem Geschäftsbereich

2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen sowie um sonstige nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

3) den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar

4) inklusive einmaligem Steuereffekt von -2,9 Mio. €

5) Berechnung bezogen auf operatives EBITDA der letzten 12 Monate

6) bereinigt um einmaligen Steuereffekt von -2,9 Mio. €

7) nicht sinnvoll wegen verkürztem Wirtschaftsjahr

8) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen sowie um sonstige nicht-wiederkehrende Aufwendungen und Erträge sowie in 2009 auch um das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

www.brainforce.com

Jahresabschluss zum 30. September 2010 nach österreichischem UGB

BRAIN FORCE HOLDING AG

Inhalte

Bilanz – Anlage 1 Gewinn- und Verlustrechnung – Anlage 2 Anhang – Anlage 3 Lagebericht – Anlage 4 Bestätigungsvermerk Erklärung des Vorstands gemäß § 82 (4) BörseG

Bilanz zum 30. September 2010

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Eventualverbindlichkeiten 699.093,64 1.897

1.10.2009 - 1.1.-
30.9.2010 30.9.2009
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.941.371,40 1.831
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 52.477,00 160
b) übrige 638.202,00 645
690.679,00 805
3. Aufwendungen für sonstige bezogene Leistungen -79.976,09 0
4. Personalaufwand
a) Gehälter -870.411,63 -855
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -13.928,79 -18
c) Aufwendungen für Altersversorgung -23.798,89 -13
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozial
abgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge -182.934,41 -158
e) sonstige Sozialaufwendungen -8.079,38 -3
-1.099.153,10 -1.047
5. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlage
vermögens und Sachanlagen -64.138,94 -94
6. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 14 fallen -3.663,11 -23
b) übrige -1.819.407,43 -1.050
-1.823.070,54 -1.073
7. Zwischensumme aus Z 1 bis 6 (Betriebsergebnis) -434.288,27 422
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbun
denen Unternehmen EUR 111.999,69 (Vorjahr: TEUR 102) 113.659,73 102
9. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 1.564.650,00 355
10. Aufwendungen aus Finanzanlagen, davon -1.963.000,00 -3.933
a) Abschreibungen EUR 1.963.000,00 (Vorjahr: TEUR 3.933)
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
EUR 1.963.000,00 (Vorjahr: TEUR 3.933)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon aus verbun
denen Unternehmen EUR 4.984,01 (Vorjahr: TEUR 10) -623.777,47 -472
12. Zwischensumme aus Z 8 bis 11 (Finanzergebnis) -908.467,74 -3.948
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.342.756,01 -3.526
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, 0,00 -164
davon Steuerumlage an Gruppenmitglied EUR 0,00
(Vorjahr: TEUR -164)
15. Jahresfehlbetrag -1.342.756,01 -3.690
16. Auflösung von Kapitalrücklagen 1.342.756,01 3.160
17. Jahresverlust 0,00 -530
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 530
19. Bilanzgewinn 0,00 0

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 30. September 2010 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung angewandt.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Der Vorjahresvergleich ist nur beschränkt aussagekräftig, da die vorangegangene Berichtsperiode ein Rumpfgeschäftsjahr (1. Jänner bis 30. September 2009) darstellte.

Anlagevermögen

Die Bewertung der ausschließlich entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungswerten von bis zu EUR 400 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang dargestellt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei wesentlicher Wertminderung mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Risiken erforderliche Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden und der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.

Die Bilanzierung der Rückstellungen für Abfertigungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen erfolgt gemäß den Richtlinien der "International Financial Reporting Standards" (IFRS) nach der sogenannten "Methode der laufenden Einmalprämien" nach IAS 19.

Die Berechnung erfolgte auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 4,75 % (Vorjahr: 5,50 %) und einer wie im Vorjahr 3%igen Gehaltssteigerung. Für die Berechnung der Rückstellungen wurden die Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008-P verwendet. Das Pensionseintrittsalter wurde bei den Rückstellungen für Abfertigungen gemäß Pensionsreform 2004 angesetzt. Die Annahmen für die Fluktuation erfolgten auf Basis von Erfahrungswerten.

Auf Basis der getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen wurde der Barwert der leistungsorientierten zukünftigen Verpflichtungen errechnet. Im Rahmen der Bewertung und Erfassung der Rückstellung sieht IAS 19 vor, dass im Rahmen der Bewertung aufgetretene versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste nicht berücksichtigt werden müssen, soweit der Gesamtbetrag der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste 10 % (= Korridor) des Barwertes der Verpflichtung nicht übersteigt. Übersteigt der Betrag der nicht angesetzten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste den Korridor, so ist der übersteigende Betrag erfolgswirksam verteilt über die Restdienstzeit der aktiven Dienstnehmer zu buchen.

Die Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 führte bei den Rückstellungen für Abfertigungen zu im Bilanzansatz nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von EUR 24.878 (Vorjahr: EUR 28.316).

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

B. Erläuterungen zu Posten der Bilanz

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Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens:

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1.3
21,
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2.0
27
.13
8
,94

*) davon geringwertige Vermögensgegenstände

gemäß § 13 EStG 1.912,93 1.912,93 1.912,93

Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen werden als Nutzungsdauern im Falle von Markenrechten 10 Jahre bzw. bei Software 4 bis 5 Jahre angenommen.

Im Geschäftsjahr wurden immaterielle Vermögensgegenstände zu Anschaffungskosten in Höhe von EUR 3.037 von verbundenen Unternehmen erworben (Vorjahr: TEUR 0).

Sachanlagen

Den linear vorgenommenen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
3 - 5
3 - 5
5 - 10

Finanzanlagen

Im Bereich der Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich die Zugänge in Höhe von EUR 2.532.084 (Vorjahr: TEUR 0) wie folgt zusammen:

30.9.2010
EUR
Erwerb 100 % Anteile an der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H.,
Neulengbach 1.266.160
Erwerb 0,5 % Anteile an der Brain Force Software s.r.o., Bratislava,
Slowakei 924
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien 1.265.000
2.532.084

Mit Anteilskauf- und Abtretungsvertrag vom 25. Februar 2010 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG sämtliche Geschäftsanteile an der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H. übernommen. Mit Eintragung ins Firmenbuch per 5. August 2010 wurde die Gesellschaft in BRAIN FORCE GmbH umfirmiert.

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden die bisher von der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, gehaltenen 0,5-%-Anteile an der Brain Force Software s.r.o., Bratislava, Slowakei, erworben.

Die Erhöhung des Anteils an der BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, resultiert aus einer sonstigen Zuzahlung durch die BRAIN FORCE HOLDING AG.

Der Abgang im Bereich der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 2.235.350 betrifft den Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, die mit Abtretungsvertrag vom 16. Dezember 2009 an die BEKO Engineering & Informatik AG, Nöhagen, verkauft wurde.

Die Abschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 1.963.000 resultiert aus der Anpassung an einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert der Anteile an der BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande. Aufgrund der deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen musste die niederländische Gesellschaft weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen setzen. Dadurch ist in den zukünftigen Perioden mit einer deutlich geringeren Ergebnisentwicklung zu rechnen.

Der Posten Beteiligungen setzt sich aus dem 81,42-%-Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, zusammen. Am 25. November 2009 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG als Alleingesellschafter der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung die Abspaltung des Teilbetriebes "SolveDirect" auf eine neu entstehende Kapitalgesellschaft beschlossen. Die Eintragung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, ins Firmenbuch erfolgte am 3. Dezember 2009. In weiterer Folge wurde mit dem 3TS Cisco Growth Fund ein Beteiligungsvertrag geschlossen. Das Investment des auf Wachstumsunternehmen spezialisierten Fonds wird durch mehrere Kapitalerhöhungen in der SolveDirect Service Management GmbH erfolgen, bei denen die BRAIN FORCE HOLDING AG nicht mitzieht. Aufgrund der im Beteiligungsvertrag festgelegten Aufsichts- und Kontrollbefugnisse erfolgt im Geschäftsjahr 2009/10 der Ausweis der an der SolveDirect Service Management GmbH gehaltenen Anteile als Beteiligung.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 542.578 (Vorjahr: TEUR 746) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 2.903.269 (Vorjahr: TEUR 2.473) aus Darlehen. Im Vorjahr war eine Forderung in Höhe von TEUR 601 aus unbaren Entnahmen im Rahmen eines Umgründungsvorganges enthalten. Die restlichen Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.091.283 (Vorjahr: TEUR 2.030) sowie in Verbindung mit Cash-Pooling-Vereinbarungen stehende Forderungen in Höhe von EUR 300.198 (Vorjahr: TEUR 0).

In den sonstigen Forderungen sind wie im Vorjahr keine Erträge enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

Anlage 3/7

P a s s i v a

Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 15.386.742 und ist in 15.386.742 nennwertlose Stückaktien, welche auf Inhaber lauten, aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse.

Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.693.371 (Vorjahr: TEUR 7.693).

Das Grundkapital und die Kapitalrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Grundkapital
EUR
gebundene
Kapital
rücklagen
EUR
Stand 1.10.2009 15.386.742 16.408.357
Auflösung der gebundenen Kapitalrücklage zur
Verlustabdeckung
0 -1.342.756
Stand 30.9.2010 15.386.742 15.065.601

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:

30.9.2010
EUR
30.9.2009
TEUR
gesetzliche Sonderzahlungen 27.117 43
nicht konsumierte Urlaube 10.473 13
Prämien 52.806 109
Wirtschaftsprüfung und Beratung 37.660 111
übrige 55.773 115
183.829 391

Verbindlichkeiten

Am 6. März 2007 wurde ein endfälliges Darlehen über EUR 10 Mio. aufgenommen, welches am 20. März 2014 zurückzuführen ist.

Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 129.067 (Vorjahr: TEUR 238), die wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr ausweisen. EUR 1.094.442 (Vorjahr: TEUR 2.681) entfallen auf Verbindlichkeiten in Verbindung mit Cash-Pooling-Vereinbarungen, deren Laufzeiten unter 12 Monaten liegen. Im Vorjahr war zudem eine Verbindlichkeit aus Steuerumlage in Höhe von TEUR 88 enthalten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 60.726 (Vorjahr: TEUR 332) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

C. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und aus der Verrechnung von Markenlizenzentgelten an Beteiligungsunternehmen sowie Wartungsund Projekterlöse im Bereich Process Optimization erzielt.

Von den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 1.941.371 (Vorjahr: TEUR 1.831) wurden EUR 201.563 (Vorjahr: TEUR 280) im Inland erwirtschaftet. Weitere EUR 1.738.442 (Vorjahr: TEUR 1.544) wurden in übrigen Ländern der Europäischen Union bzw. EUR 1.366 (Vorjahr: TEUR 7) in Nicht-EU-Ländern erzielt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft war bis zum 30. September 2009 Gruppenträger einer Unternehmensgruppe nach § 9 KStG und hatte mit dem Gruppenmitglied, der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, einen Steuerumlagevertrag geschlossen. Aufgrund des Verkaufs der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, war der Steuerumlagevertrag aufzulösen. Die auf Basis der Belastungsmethode ermittelte Steuerumlage für das vorangegangene Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 sah eine Steuerentlastung an das Gruppenmitglied in Höhe von EUR 163.563 vor.

Der aufgrund der zeitlichen Differenzen gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt ohne Berücksichtigung des steuerlich entstandenen Verlustes bzw. der voraussichtlichen Nutzbarkeit EUR 918.224 (Vorjahr: TEUR 1.843) und resultiert vorwiegend aus der unterschiedlichen Behandlung von außerplanmäßigen Abschreibungen auf Beteiligungen.

D. Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse

Name/Sitz Anteil
am
Kapital
Eigenkapital
zum
30.9.2010
Jahres
ergebnis
% EUR EUR
BRAIN FORCE Software GmbH, München,
Deutschland 100 907.232 -1.478.284
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien 100 975.129 -858.800
BFS Brain Force Software AG, Maur,
Schweiz 1) 100 -255.072 -203.472
BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande 100 565.366 -1.472.840
BRAIN FORCE Network Solutions B.V.,
Veenendaal, Niederlande 100 -198.582 25.353
BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag,
Tschechien 100 288.076 69.030
BRAIN FORCE GmbH, Neulengbach 100 46.170 -73.830
SolveDirect Service Management GmbH, Wien 81,42 1.931.795 -861.033

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs. 3 UGB sind alle Unternehmen, die im Geschäftsjahr 2009/10 dem Konzern der BEKO HOLDING AG, Nöhagen, angehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Jahresabschluss EUR 9.000 (Vorjahr: TEUR 9), sonstige Prüfungsleistungen (Konzern) EUR 28.000 (Vorjahr: TEUR 32) und sonstige Leistungen EUR 10.975 (Vorjahr: TEUR 16).

Konsolidierungskreis

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist mehrheitlich im Besitz der BEKO HOLDING AG, Nöhagen, die die oberste Konzerngesellschaft darstellt.

Haftungsverhältnisse

Mit der BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung basierend auf Forderungen der BRAIN FORCE HOLDING AG abgeschlossen. Der Umfang des vom Rangrücktritt erfassten Betrages ist EUR 142.578 (Vorjahr: TEUR 84). Eine Begleichung der Forderung durch die BFS Brain Force Software AG, Maur, Schweiz, ist nach Schweizer Recht erst möglich, wenn keine Besorgnis der Überschuldung mehr vorliegt.

Im Geschäftsjahr 2009/10 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG der BRAIN FORCE B.V., Veendendaal, Niederlande, zur Finanzierung der Restrukturierungsmaßnahmen ein nachrangiges Darlehen in Höhe von EUR 400.000 gewährt.

Gegenüber der Volksbank Dreieich eG hat die BRAIN FORCE HOLDING AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft zur Sicherung der bestehenden Forderungen der Bank gegenüber der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, übernommen. Zum 30. September 2010 beträgt die Forderung der Volksbank Dreieich eG EUR 156.516 (Vorjahr: TEUR 313).

Die per 30. September 2009 gegenüber der Deutsche Bank AG, München, Deutschland, abgegebene Zahlungsgarantie für eine Finanzierungsverbindlichkeit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, in Höhe von EUR 1.500.000 wurde aufgelöst.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 176.848 (Vorjahr: TEUR 442) und der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf insgesamt EUR 1.156.108 (Vorjahr: TEUR 1.927).

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 16. Dezember 2009 wurden sämtliche Anteile der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, an die BEKO Engineering & Informatik AG, Nöhagen, Österreich, verkauft. Der Verkaufspreis betrug EUR 3,8 Mio. und lag innerhalb der Bandbreite, die von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer und Steuerberater objektiviert ermittelt wurde. Die BEKO Engineering & Informatik AG, Nöhagen, Österreich, ist eine Tochtergesellschaft der BEKO HOLDING AG, dem Mehrheitseigentümer der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat von der HOFER Management GmbH, Vöcklabruck, Österreich, einer Gesellschaft, an der der Vorstandsvorsitzende Dr. Michael Hofer zu 100 % beteiligt ist, von Dezember 2009 bis Februar 2010 zur Erbringung von Vertriebsleistungen einen Mitarbeiter zu marktüblichen Konditionen zur Verfügung gestellt bekommen. Weiters besteht mit der HOFER Management GmbH seit Oktober 2009 eine Überlassungsvereinbarung über die Zurverfügungstellung eines Vorstandsmitgliedes. Das im Geschäftsjahr 2009/10 abgerechnete Beratungshonorar beläuft sich auf EUR 265.232 und wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Beratungsleistungen) ausgewiesen.

Mit Genehmigung des Aufsichtsrates (bei Stimmenthaltung von Josef Blazicek) hat die Gesellschaft im August 2009 mit der OCEAN Consulting GmbH, Wien, einen Mandatsvertrag zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen abgeschlossen. Das Entgelt entsprach branchenüblichen Standards und wurde mit Abschluss der Transaktion im Geschäftsjahr 2009/10 abgerechnet. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der

OCEAN Consulting GmbH.

Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (= Angestellte) betrug im Geschäftsjahr 2009/10 acht Personen (Vorjahr: 10).

Eingeräumte Aktienoptionen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte im Sinne des § 80 AktG betragen EUR 27.720 (Vorjahr: TEUR 18) und für andere Arbeitnehmer EUR 11.485 (Vorjahr: TEUR 13). Von den Gesamtaufwendungen sind EUR 1.477 (Vorjahr: TEUR 1) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Der Posten "Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen" enthält Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 1.624 (Vorjahr: TEUR 5).

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2009/10 betrugen EUR 558.232 (Vorjahr 1-9/2009: TEUR 364). Die angegebenen Bezüge beinhalten die erworbenen und im Aufwand erfassten Ansprüche der Vorstandsmitglieder. In den Bezügen sind variable Anteile in Höhe von EUR 36.536 (Vorjahr 1-9/2009: TEUR 0) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 56.600 (Vorjahr 1-9/2009: TEUR 64) aufwandsmäßig erfasst.

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, Vorsitzender, ab 19. Oktober 2009 Mag. Thomas Melzer, Wien, Stellvertreter des Vorsitzenden Günter Pridt, Wien, Vorsitzender bis 19. Oktober 2009, Vorstandsmitglied bis 31. Dezember 2009

Im Geschäftsjahr 2009/10 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels, Mitglied bis 24. Februar 2010, Vorsitzender ab 24. Februar 2010

Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter

Dr. Christoph Senft, Angerberg, Vorsitzender bis 24. Februar 2010, Mitglied ab 24. Februar 2010

Josef Blazicek, Perchtoldsdorf

Mag. Wolfgang M. Hickel, Wien

Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck, bis 19. Oktober 2009

Prof. Ing. Peter Kotauczek, Breitenbrunn am Neusiedler See, bis 24. Februar 2010

Mit der Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden per 19. Oktober 2009 ist Dr. Michael Hofer aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Wien, den 30. November 2010

Der Vorstand:

gez.:

gez.:

Dr. Michael Hofer

Mag. Thomas Melzer

BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010

Bericht über die wirtschaftliche Lage und den Geschäftsverlauf

Wirtschaftliche Lage

Nach dem Rückgang der Weltwirtschaft im Jahr 2009 im Zuge der Finanzkrise erwartet der Internationale Währungsfonds für 2010 ein Wachstum von 4,8%. Für den Euroraum wird für 2010 ein Wachstum von 1,7% prognostiziert. In Deutschland, dem für BRAIN FORCE wichtigsten Markt, soll das Plus bei 3,3% liegen, in Österreich bei 1,6%, in Italien bei 1,0% und in den Niederlanden bei 1,8%. Auch nach Einschätzung der Europäischen Kommission erholt sich die europäische Konjunktur zunehmend. Im zweiten Halbjahr werde laut Kommission die Weltwirtschaft zwar an Fahrt verlieren und auch der Aufschwung nach der schweren Wirtschaftskrise ist noch zaghaft, ein erneuter Rückfall in die Rezession sei allerdings nicht zu befürchten. Sorge bereiten weiterhin das hochverschuldete Griechenland, Irland, das seinen Bankensektor sanieren muss, und Spanien, das sich nach Einschätzung der EU-Behörde heuer noch nicht aus der Rezession befreien kann.

Für das Jahr 2011 erwartet der Internationale Währungsfonds erneut ein Wachstum von 1,7% im Euroraum. In Deutschland soll der Anstieg mit 2,0% über dem europäischen Durchschnitt liegen. In Österreich wird im kommenden Jahr mit einem Wachstum von 1,6%, in Italien mit 1,0% und in den Niederlanden mit 1,7% gerechnet. Die rasche Erholung der Wirtschaft ist jedoch weiterhin mit einigen Risiken behaftet. So sind neue Erschütterungen des internationalen Finanz- und Bankensystems keineswegs ausgeschlossen und auch die Auswirkungen der stark gestiegenen Arbeitslosenrate und der Staatsverschuldung lassen sich nicht verlässlich abschätzen. Auch das Auslaufen der zahlreichen Konjunkturprogramme und Beihilfen, die dem Abschwung kurzfristig erfolgreich entgegengewirkt haben, könnten wieder zu einem Rückschlag führen.

Die Erholung der Wirtschaft ist auch in der Branche für Informations- und Telekommunikationstechnologie bemerkbar. Nach Einschätzung der Marktforschungsagentur Gartner werden 2010 die weltweiten IT-Ausgaben (auf Dollarbasis) wieder um 2,4% ansteigen. Für 2011 wird ein Wachstum von 3,1% prognostiziert. Europa ist nach Gartner weltweit die einzige Region, in der sowohl 2009 als auch 2010 die IT-Investitionen rückläufig sind. Erst 2011 wird wieder mit einem leichten Anstieg der IT-Ausgaben in Europa gerechnet.

Der Geschäftsverlauf der BRAIN FORCE HOLDING AG, die als Mutterunternehmen verbundener Unternehmen vor allem in den Ländern Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden agiert, war von den äußerst schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr betroffen.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Unternehmensgegenstand der BRAIN FORCE HOLDING AG ist unter anderem der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen, die geschäftsführende Verwaltung dieser Unternehmen und die Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen sowie die Verwaltung und Verwertung von Patenten, Lizenzen und Urheberrechten. Die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungsunternehmen und die ab dem Geschäftsjahr 2008 verrechneten Markenlizenzentgelte werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2009/10 erzielte die BRAIN FORCE HOLDING AG darüber hinaus Umsatzerlöse im Geschäftsbereich Process Optimization.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Aufgliederung der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

2009/10 1-9/2009
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 1.941 1.831
Sonstige betriebliche Erträge 691 805
Aufwendungen für sonstige bezogene
Leistungen -80 0
Personalaufwand -1.099 -1.047
Abschreibungen -64 -94
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.823 -1.073
Betriebsergebnis -434 422
Beteiligungsergebnis -398 -3.933
Sonstiges Finanzergebnis -510 -16
Jahresfehlbetrag -1.343 -3.690
Auflösung von Kapitalrücklagen 1.343 3.160

Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 1.941 entfallen TEUR 1.823 (Vorjahr: TEUR 1.831) auf Konzerndienstleistungserträge und Markenlizenzentgelte, TEUR 101 wurden im Bereich Process Optimization erwirtschaftet. Obwohl das Vorjahr ein Rumpfgeschäftsjahr mit 9 Berichtsmonaten war, liegen die Dienstleistungsumsätze und Markenlizenzentgelte nur um 6% über dem Vorjahresniveau. Dies ist auf den Rückgang der Konzernumsätze zurückzuführen und damit verbunden mit geringeren Markenlizenzentgelten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen weiterverrechnete Sachkosten an Konzerngesellschaften, Mieterträge sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2009/10 erhöhte sich im Vergleich zum 9- Monats-Bericht des Vorjahres lediglich um 5% auf TEUR 1.099. Der geringe Anstieg ist auf die Reduktion der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von zehn auf acht Angestellte zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von TEUR 1.073 auf TEUR 1.823. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Beratungskosten sowie auf einmalige Abfindungskosten von TEUR 332 im Zusammenhang mit dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, zurückzuführen. Die gestiegenen Beratungskosten resultieren aus der Überlassungsvereinbarung über die Zurverfügungstellung eines Vorstandsmitgliedes mit der HOFER Management GmbH.

Das Beteiligungsergebnis des Geschäftsjahres 2009/10 setzt sich aus dem Ertrag aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, in Höhe von TEUR 1.565 sowie aus einer notwendigen Abschreibung auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR -1.963 zusammen. Die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingung deutliche Ergebnisrückgänge und musste weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen setzen. Die durchgeführten Maßnahmen, insbesondere der Abbau von Mitarbeitern, werden sich auch auf die zukünftigen Erwartungen auswirken.

Das sonstige Finanzergebnis in Höhe von TEUR 510 beinhaltet den Zinssaldo. Im Vorjahr setzte sich das sonstige Finanzergebnis aus TEUR -370 Zinssaldo und TEUR 355 Ertrag aus der Auflösung einer gezeichneten Anleihe zusammen. Das Finanzergebnis der BRAIN FORCE HOLDING AG beträgt TEUR -908 (Vorjahr: TEUR -3.948).

Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2009/10 beläuft sich auf TEUR -1.343 (Vorjahr: TEUR -3.690). Nach Rücklagenbewegung schließt die BRAIN FORCE HOLDING AG das Geschäftsjahr 2009/10 mit einem Bilanzergebnis von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Durch die Anzahl der im In- und Ausland gehaltenen Beteiligungen stellt die Einbeziehung der wirtschaftlichen Lage dieser Unternehmen einen wesentlichen Leistungsindikator der BRAIN FORCE HOLDING AG dar. Nachfolgende Aufstellung zeigt aussagekräftige Kennzahlen auf Ebene der Muttergesellschaft. Um die Aussagekraft zu erhöhen, werden aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres 2009 (Jänner bis September 2009) die Vorjahreswerte für den Zeitraum 1. Oktober 2008 bis 30. September 2009 (Pro forma) dargestellt. Die Werte für diesen Pro-forma-Zeitraum wurden weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen:

2009/10 2008/09 1) Änderung
TEUR TEUR in %
Konzernumsatz 69.589 89.197 -22
Konzern-EBITDA operativ 2) 1.147 3.436 -67
Konzern-EBIT operativ 2) -1.649 -208 >100
Restrukturierungsaufwendungen -1.816 -1.384 -31
Nicht-wiederkehrende Erträge 6.325 0 -
Konzern-EBITDA 5.656 2.052 >100
Konzern-EBIT 2.861 -1.591 >100
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen -1.812 -2 >100
Konzernergebnis vor Steuern 3) 327 -2.650 >100
Konzernergebnis nach Steuern 3) 924 -5.462 >100

1) ungeprüft, keine prüferische Durchsicht

2) vor Restrukturierungsaufwendungen und nicht-wiederkehrenden Erträgen

3) bezogen auf fortgeführte Geschäftsbereiche

Das Geschäftsjahr 2009/10 war vom anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Umfeld in der IT-Branche geprägt und die operative Umsatz- und Ergebnisentwicklung des BRAIN FORCE Konzerns insbesondere durch geringe Lizenzerlöse sowie verschobene Aufträge und Preisdruck seitens der Kunden beeinträchtigt. Als Konsequenz der weiteren Auftragsund Umsatzrückgänge waren zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen erforderlich. Nachdem im Vorjahr in Italien die Kapazitäten deutlich zurückgefahren wurden und mit der Schließung des Standortes Berlin ein langjähriger Verlustbringer geschlossen wurde, mussten im Geschäftsjahr 2009/10 Restrukturierungsschritte in den Niederlanden und am Standort Frankfurt gesetzt werden.

Zusätzlich war 2009/10 von drei strategischen Transaktionen geprägt: dem Verkauf des Professional-Services-Geschäftes in Österreich, dem Einstieg eines Finanzinvestors bei SolveDirect und der Akquisition von Inisys, eines ERP-Spezialisten für Microsoft-Dynamics-Lösungen in Österreich. Aufgrund von Buchgewinnen aus den beiden erstgenannten Transaktionen erzielte der BRAIN FORCE Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich positive Ergebnisse.

Der Konzernumsatz ist im Geschäftsjahr 2009/10 um 22% auf EUR 69,59 Mio. gesunken, wobei in sämtlichen Regionen Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen waren. Bereinigt um die drei strategischen Transaktionen betrug das organische Minus 15%. Durch weitreichende Einsparungs- und Restrukturierungsmaßnahmen konnte der absolute Umsatzrückgang in Höhe von EUR 19,61 Mio. deutlich abgemildert werden und das operative EBITDA ist um 67% auf EUR 1,15 Mio. und das operative EBIT auf EUR -1,65 Mio. von EUR -0,21 Mio. zurückgegangen. Für Restrukturierungsmaßnahmen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr zusätzlich Aufwendungen in Höhe von EUR 1,82 Mio. (Vorjahr: EUR 1,38 Mio.) angefallen, die durch den Buchgewinn aus dem Verkauf des Professional-Services-Geschäftes in Österreich von EUR 2,47 Mio. und die Aufdeckung einer stillen Reserve im Zuge der erstmaligen At-equity-Konsolidierung die SolveDirect Service Management GmbH, Wien, von EUR 3,86 Mio. deutlich überkompensiert wurden. Unter Berücksichtigung der Restrukturierungskosten und der nicht-wiederkehrenden Erträge konnte BRAIN FORCE ein positives EBITDA von EUR 5,66 Mio. (Vorjahr: EUR 2,05 Mio.) und ein EBIT von EUR 2,86 Mio. (Vorjahr: EUR -1,59 Mio.) erzielen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 30.9.2010 der BRAIN FORCE HOLDING AG reduzierte sich im Vergleich zum 30.9.2009 um 3% auf TEUR 44.539 (Vorjahr: TEUR 45.800).

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die wesentlichen Bilanzposten:

30.9.2010
TEUR
30.9.2009
TEUR
Veränderung
in %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 130 127 +2
Finanzanlagen 37.828 39.494 -4
Forderungen gegenüber verbundenen
Unternehmen 4.295 5.104 -16
Kassenbestand, Guthaben bei Kredit-
instituten 2.088 910 >100
PASSIVA
Eigenkapital 30.452 31.795 -4
Rückstellungen 242 446 -46
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 12.365 10.000 +24
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 175 123 +43
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 1.224 3.007 -59

Die Veränderung der Finanzanlagen setzt sich aus dem Zugang durch die Akquisition der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Österreich, aus dem Erwerb von 0,5% Anteilen an der Brain Force Software s.r.o., Slowakei, und einer Erhöhung der Anteile an der BRAIN FORCE S.p.A., Italien, im Rahmen einer Zuzahlung zusammen. Reduziert haben sich die Finanzanlagen durch den Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Österreich, sowie die Abschreibung von Anteilen an der BRAIN FORCE B.V., Niederlande.

Die liquiden Mittel zeigen einen Anstieg um TEUR 1.178, die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich um TEUR 2.365, wodurch sich die Nettofinanzverbindlichkeiten um TEUR 1.187 auf TEUR 10.277 erhöhten.

Ergebnisbedingt verringerte sich das Eigenkapital um 4% auf TEUR 30.452, was einer Eigenkapitalquote von 68% (Vorjahr: 69%) entspricht.

Die Finanzlage ist durch folgende Netto-Geldflüsse gekennzeichnet:

2009/10 1-9/2009
TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -1.987 -1.028
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit 2.465 258
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 700 1.622
Veränderung Kassenbestand und liquide Mittel 1.178 852
Finanzmittelbestand zum Periodenende 2.088 910

Durch die deutlich gesunkenen Umsätze aus Konzerndienstleistungen und Markenlizenzentgelten reduzierte sich der Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf TEUR -1.987 (Vorjahr: TEUR -1.028).

Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR +2.465 (Vorjahr: TEUR +258). Darin enthalten ist der Zufluss aus dem Verkauf der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, in Höhe von TEUR 3.800 sowie Auszahlungen von TEUR 1.267 für Erwerb der INISYS Software-Consulting Ges.m.b.H., Neulengbach, und des Anteils an der Brain Force Software s.r.o., Slowakei. Die Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 36).

Der Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit zeigt einerseits die Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.365 (Vorjahr: Tilgung TEUR 1.059), andererseits die Auszahlungen an Konzernunternehmen von TEUR 1.665 (Vorjahr: Einzahlungen TEUR 2.681), insbesondere im Rahmen des Cash-Pooling.

Als börsenotiertes Unternehmen werden im Folgenden relevante Börsekennzahlen dargestellt:

2009/10 1-9/2009
Höchstkurs in 1,40 2,19
Tiefstkurs in 0,91 1,02
Ultimokurs in 1,00 1,20
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. 15,39 18,46

Forschung und Entwicklung

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Forschung und Entwicklung getätigt.

Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Die Gesellschafterversammlung der SolveDirect Service Management GmbH, Wien, hat am 30. August 2010 eine Kapitalerhöhung beschlossen. Die Eintragung der Kapitalerhöhung ins Firmenbuch erfolgte am 13. Oktober 2010. Dadurch reduziert sich der Anteil der BRAIN FORCE HOLDING AG von 81,42 auf 76,67%. Am 12. November 2010 wurde eine weitere Kapitalerhöhung der SolveDirect Service Management GmbH in Höhe von EUR 500.000 beschlossen. Nach Eintragung dieser Kapitalerhöhung wird der Anteil an der SolveDirect Service Management GmbH 72,45% betragen.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Das Management des BRAIN FORCE Konzerns hat in den vergangenen zwei Jahren durch umfassende Restrukturierungs- und Sparmaßnahmen die Kostenstrukturen an das deutlich gesunkene Umsatzniveau angepasst. Dazu wurden seit Ende 2008 konzernweit rund 200 angestellte Mitarbeiter (das sind rund 30% der Belegschaft) abgebaut, woraus sich eine Personalkostenreduktion in Höhe von jährlich über EUR 10 Mio. ergibt. Zusätzliche Einsparungen wurden durch Kurzarbeit in Deutschland, die Anpassung der freien Mitarbeiter sowie aller sonstigen Kostenpositionen realisiert. Einen wesentlichen Beitrag hat auch die Holdinggesellschaft mit massiven Ausgabenkürzungen geleistet.

Seit September ist ein deutlicher Anstieg der Vertriebspipeline in den Niederlanden, im ERP-Geschäft in Österreich und vor allem in den Bereichen Infrastructure Optimization, Process Optimization und Channel in Deutschland zu verzeichnen. Die sich abzeichnende Konjunkturerholung in Deutschland, unseres größten Marktes, sollte somit auch eine nachfrageseitige Erholung bewirken und Umsatzwachstum ermöglichen. Damit will BRAIN FORCE im neuen Geschäftsjahr 2010/11 wieder ein positives operatives Ergebnis erwirtschaften.

Angaben gemäß § 243a UGB

    1. Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742. Es ist zerlegt in 15.386.742 Stück auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen bekannt, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30. September 2010 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital der BRAIN FORCE HOLDING AG, die zumindest 10 von Hundert beträgt: BEKO HOLDING AG: 54,65%.

ABAG Aktienmarkt Beteiligungs AG: 16,97%

  1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

    1. Im BRAIN FORCE-Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  2. a) Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 11. Mai 2006 wurde der Vorstand ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung ins Firmenbuch das Grundkapital in einer oder mehreren Tranchen um bis zu weitere EUR 7.693.371,00 durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neuer, auf Inhaber lautender Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, und zwar jeweils mit oder ohne Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre im Falle von Bar- und/oder Sacheinlagen und/oder der Ausgabe von Aktien an Dienstnehmer der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen, zu erhöhen und den Ausgabebetrag sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
  3. b) Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 besteht die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von bis zu 10% des Grundkapitals innerhalb von 30 Monaten ab Beschlussfassung. Der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie darf den Börsenkurs nicht mehr als 20% unter- oder überschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt dabei der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktien der jeweiligen Wertpapierbörse innerhalb der letzten fünf Börsentage vor dem Erwerb der Aktien.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Für den Fall einer "feindlichen" Übernahme der Gesellschaft im Sinne des Übernahmegesetzes wurde mit den Vorstandsmitgliedern Günter Pridt und Thomas Melzer vertraglich vereinbart, dass das Vorstandsmitglied das einseitige Recht hat, jederzeit innerhalb einer Frist von zwei Monaten ab dem Zeitpunkt der rechtskräftigen Übernahme der Gesellschaft per sofort und ohne weitere Frist seinen Vorstandsvertrag mit der Gesellschaft aufzulösen und sein Amt sofort niederzulegen. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, wenn das Vorstandsmitglied dieses vorstehende Recht ausübt, dem Vorstandsmitglied ausschließlich seine fixe Vergütung, die ihm bis zum Ende seiner Tätigkeit bei voller vereinbarter Laufzeit seines Vorstandsvertrages zustünde, in Form einer Einmalzahlung als Abfertigungszahlung innerhalb von vier Wochen ab seinem Austrittsdatum anzuweisen. Für den Fall eines "Kontrollwechsels" wurde mit dem Vorstandsmitglied Michael Hofer vertraglich vereinbart, dass die HOFER Management GmbH das Recht hat, den Überlassungsvertrag, den sie mit der BRAIN FORCE HOLDING AG unter Beitritt von Herrn Michael Hofer abgeschlossen hat, einseitig unter Wahrung aller Ansprüche aufzulösen. Dieses begünstigte Auflösungsrecht ist spätestens zum Zeitpunkt des Closings (Rechtswirksamkeit) betreffend des den Kontrollwechsel auslösenden Anteilserwerb wahrzunehmen. Ein Kontrollwechsel liegt vor, wenn die CROSS Industries AG nicht mehr a) direkt oder b) indirekt über eine Tochtergesellschaft, die zumindest zu 50% an der BRAIN FORCE HOLDING AG beteiligt ist, die Stimmenmehrheit an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems und die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Rechnungslegung und Berichterstattung der BRAIN FORCE HOLDING AG wird in den beiden Organisationseinheiten "Accountancy Countries & Group Consolidation", zuständig für das externe Berichtswesen, und "Financial Controlling", zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, wahrgenommen. Beide Bereiche unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Die Buchhaltung der Gesellschaft wird auf Basis unternehmensrechtlicher und sonstiger relevanter Vorschriften sowie unter Beachtung der für die wesentlichen Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung vorgegebenen Regeln des BRAIN FORCE Bilanzierungshandbuchs ("Accounting Manual") durchgeführt. Die Erfassung, Buchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle erfolgt mit der Anwendersoftware BMD. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management-Meetings sichergestellt. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf die Wahrnehmung von Holding-Aufgaben und die aktive Beratung und Steuerung der Beteiligungsgesellschaften. Managementdienstleistungen sowie Marken- und andere Lizenzgebühren werden auf Grund von in der Gesellschaft geführten Aufzeichnungen und entsprechenden Verträgen laufend an die Konzerngesellschaften weiterverrechnet. Die von den Mitarbeitern/-innen im Rechnungswesen geführten Aufzeichnungen und Verbuchungen werden dabei von dem Verantwortlichen der Organisationseinheit "Accountancy Countries & Group Consolidation" regelmäßig überwacht und kontrolliert.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware verwendet. Für die Übernahme der Ist-Daten aus dem BMD gibt es eine automatisierte Schnittstelle. Die Eingabe der Werte für Vorschaurechnungen erfolgt in einem standardisierten Prozess. Die Berichterstattung auf Konzernebene ist dabei nach Regionen, pro Gesellschaft und auch nach den Geschäftsfeldern Process Optimization, Infrastructure Optimization und Professional Services aufgebaut. Konzerninterne Verrechnungen und Transaktionen werden abgestimmt und eliminiert. Neben einer Berichterstattung über die operative Ergebnisentwicklung für den jeweils abgelaufenen Monat erfolgt einmal im Monat eine rollierende 3-Monats-Vorschau. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, des Vorjahreszeitraumes sowie der jeweils vorangegangenen Vorschaurechnung und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen, bestehend aus Segmentberichterstattung, Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüssen, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen informiert.

Risikoberichterstattung

Als Muttergesellschaft von im In- und Ausland ansässigen und europaweit tätigen Unternehmen sieht sich die Unternehmensführung mit übergreifenden internationalen Risiken konfrontiert. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Erreichung der Ziele zur Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. 2008 hat BRAIN FORCE das Risikomanagement verstärkt und einen zentral gesteuerten konzernweiten Prozess initiiert. Dieser Prozess wurde 2009 abgeschlossen. Seither werden die Risiken innerhalb der Gruppe regelmäßig und systematisch identifiziert, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß bewertet sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die Top-10- Risiken des Konzerns gelegt. Die jährliche Aktualisierung der Risikobewertung findet im Zuge des Budgetierungsprozesses statt.

Gemäß der dezentralen Struktur liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Ebene der BRAIN FORCE HOLDING AG wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Gesamtvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungsund Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das monatlich rollierende Forecasting.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. 2009 wurde ein Cash-Pool geschaffen, in den die drei größten operativen Gesellschaften in Deutschland, Italien und den Niederlanden einbezogen sind. Die Finanzierung des BRAIN FORCE Konzerns basiert auf einer soliden Bilanzstruktur mit einer Eigenkapitalquote von 39% zum 30. September 2010. Der Zahlungsmittelbestand hat sich infolge des operativen Verlustes, der Zahlungen für Restrukturierungsmaßnahmen und dem Erwerb eines österreichischen ERP-Dienstleistungsunternehmens reduziert. Durch den negativen Free Cash-flow auf Konzernebene und den Wegfall von zwei Banklinien ist die freie Liquidität in den letzten Monaten gesunken, wobei zum 30. September 2010 rund EUR 4,1 Mio. an Zahlungsmitteln zur Verfügung standen. Die Refinanzierungsmöglichkeiten des Unternehmens sind durch zahlreiche finanzielle, gesamtwirtschaftliche und sonstige Einflussgrößen bestimmt, die sich dem Einfluss des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG entziehen. Diese Einflussgrößen beinhalten Kreditbedingungen (Covenants) in den aktuellen und zukünftigen Kreditvereinbarungen sowie die Beachtung gewisser Ratings.

2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10 Mio. mit einer Laufzeit bis 20. März 2014 aufgenommen. Dafür wird jährlich eine Bewertung des Konzernabschlusses nach Moody's KMV RiskCalc vorgenommen. Eine Verschlechterung der Bewertung nach diesem System um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres berechtigt den Gläubiger zur Kündigung, wenn die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist. Weiters berechtigt eine Verschlechterung unter Ba3 jeden Gläubiger zur Kündigung. Die von der Erste Bank zur Verfügung gestellte Betriebsmittellinie sieht eine Konzerneigenkapitalquote von über 30% vor. Die beschriebenen Covenants werden von BRAIN FORCE laufend beobachtet und bei allen wesentlichen geschäftspolitischen Überlegungen simuliert. Nicht eingehaltene Covenants können dazu führen, dass die zu zahlenden Zinsen durch höhere Risikozuschläge oder Kredite fällig gestellt werden.

Wegen der nahezu ausschließlichen Marktpräsenz im Euroraum spielt das Währungsrisiko aktuell eine untergeordnete Rolle.

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten infolge einer Änderung der Marktzinssätze ergibt. Das Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10 Mio. ist fix verzinst. Die Kontokorrentkreditvereinbarungen unterliegen einer variablen Verzinsung.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BRAIN FORCE HOLDING AG spielen Umweltbelange eine untergeordnete Rolle.

Für die strategische Absicherung und Entwicklung des wirtschaftlichen Erfolges zeichnet maßgeblich der derzeitige Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verantwortlich. Eine entscheidende Rolle in der Geschäftstätigkeit nehmen auch einzelne Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ein. Daher ist es ein erklärtes Ziel, dieses Humankapital zu halten und zu motivieren.

Wien, am 30. November 2010

Der Vorstand:

gez.:

gez.:

Dr. Michael Hofer

Mag. Thomas Melzer

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis 30. September 2010 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. September 2010, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. September 2010 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2010 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2009 bis zum 30. September 2010 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 30. November 2010

PwC INTER-TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 BörseG

Erklärung aller gesetzlichen Vertreter

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, am 30. November 2010

Der Vorstand:

Michael Hofer Thomas Melzer

Vorsitzender Finanzvorstand

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