Annual Report • Mar 27, 2009
Annual Report
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EBIT
in Mio. €
Ergebnis je Aktie
in €
Free Cash-flow und Aquisitionen
in Mio. €
in Mio. €
4 Nordeuropa 10%
5 Holding und Sonstiges -7%
3 Technology & Infrastructure 39%
| Ertragskennzahlen | 2008 | 2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Umsatz | in Mio. € | 106,21 | 98,33 | +8 |
| EBITDA | in Mio. € | 7,79 | 0,35 | >100 |
| EBIT | in Mio. € | 3,83 | -16,68 | >100 |
| Ergebnis vor Steuern | in Mio. € | 2,38 | -17,91 | >100 |
| Ergebnis nach Steuern | in Mio. € | -2,10 | -19,91 | +89 |
| Free Cash-flow1) | in Mio. € | 3,86 | -4,64 | >100 |
| Investitionen | in Mio. € | 2,45 | 2,82 | -13 |
| Akquisitionen2) | in Mio. € | 2,22 | 10,05 | -78 |
| Mitarbeiter3) | 1.153 | 1.164 | -1 |
| Bilanzkennzahlen | 2008 | 2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Eigenkapital | in Mio. € | 24,15 | 26,27 | -8 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 4,89 | 6,53 | -25 |
| Capital Employed | in Mio. € | 28,86 | 32,62 | -12 |
| Working Capital | in Mio. € | 5,38 | 4,77 | +13 |
| Bilanzsumme | in Mio. € | 66,31 | 74,34 | -11 |
| Gearing | in % | 20 | 25 | - |
| Börsekennzahlen4) | 2008 | 2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis je Aktie | in € | -0,14 | -1,29 | +89 |
| Ergebnis je Aktie bereinigt5) | in € | 0,09 | -0,47 | >100 |
| Dividende je Aktie | in € | 0,00 | 0,00 | - |
| Höchstkurs der Aktie | in € | 2,58 | 3,46 | -25 |
| Tiefstkurs der Aktie | in € | 1,01 | 1,76 | -43 |
| Ultimokurs der Aktie | in € | 1,89 | 1,92 | -2 |
| Gewichtete Aktienanzahl | in Tsd. | 15.387 | 15.387 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 29,08 | 29,54 | -2 |
| Geschäftsbereiche 2008 in Mio. € |
Deutschland | Zentral-Osteuropa | Süd-Westeuropa | Nordeuropa | Sonstiges | Holding und | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 51,25 | (+10%) | 15,48 | (+5%) | 28,42 | (+4%) | 11,06 | (+17%) | 0 | - |
| EBITDA | 3,92 | (>100%) | 1,54 | (+69%) | 1,76 | (-19%) | 1,11 | (+6%) | -0,53 | (+87%) |
| EBIT | 2,47 | (>100%) | 0,50 | (>100%) | 1,07 | (+24%) | 0,40 | (>100%) | -0,60 | (+85%) |
| Investitionen | 0,65 | (-54%) | 0,24 | (-98%) | 0,82 | (+35%) | 0,65 | (-5%) | 0,09 | (>100% ) |
| Mitarbeiter3) | 492 | (+5%) | 166 | (-5%) | 393 | (-6%) | 92 | (+2%) | 10 | (-23%) |
1) Cash-fl ow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-fl ow plus Akquisitionen
2) inklusive Zahlungen mit eigenen Aktien
3) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode
4) Wiener Börse
5) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge, vgl. dazu Erläuterungen Seite 44 und 45
Als führendes IT-Unternehmen liefern wir Softwarelösungen und Services. Das Unternehmen ist spezialisiert auf die Integration von Business Lösungen und die Optimierung von ITK-Infrastrukturen:
…denn IT ist unser Geschäft. Nicht Ihres. Sie wissen mit Ihrer Zeit und Ihrem Geld sicher Besseres anzufangen.
liefern eine perfekt abgestimmte Front-End-Lösung für
Projektstart: 2004
setzen den Microsoft Offi ce Communications Server 2007 für das Krankenhaus und seine Niederlassungen auf und schaffen damit:
verbesserten sich die Kommunikation und die Zusammenarbeit zwischen den Pfl egeteams in den verschiedenen Niederlassungen. Das bedeutet:
Projektdauer: 4 Monate
Ideales Wetter für eine Videokonferenz. Die Autofahrt kann man sich ersparen.
bieten den richtigen Mitarbeiter zur richtigen Zeit mit der
Hier wächst das Geld. Mit sorgsamer Pfl ege und Support der Risk-Management-Software.
implementieren eine individuell zugeschnittene Business Intelligence-Lösung auf Basis von Cognos für:
ermöglichen die zentral integrierten Business-Daten und die dadurch beschleunigte Planung:
Projektstart: 2007
Kühlschrank leer? An der Verkaufsplanung liegt es nicht.
stellen Mitarbeiter, die seit Jahren kompetente Dienstleistungen in den verschiedensten Bereichen erbringen:
ergeben sich daraus eine höhere Flexibilität und ein Kompetenzgewinn sowie eine verbesserte Planbarkeit und Durchführung des laufenden IT-Betriebs mit:
Rundum-Betreuung: BRAIN FORCE übernimmt die Administration
fl exibler Zusammenstellung von Projekten
Projektstart: 2004
Strom muss sein. Sonst ist das IT-Team fl exibel. Den Überblick behalten. Das Mautsystem über den Verkehr. Wir über das Mautsystem.
liefern mit SD.cube die unternehmensweite Integrationsplattform für IT Service Management:
ermöglicht das den zentralen schnellen Zugriff auf Informationen aus verschiedensten Systemen für konzernweit steuerbare Serviceprozesse:
Projektstart: 2006
Wir haben nichts Besseres zu tun, als unseren Kunden Zeit und Geld zu ersparen. Das zahlt sich aus. Auch für uns.
2008 haben wir den Umsatz um 8% auf 106,21 Mio. € und das EBITDA von 0,35 auf 7,79 Mio. € gesteigert. Durch einen starken operativen Cash-fl ow konnten wir auch die Bilanzstruktur erheblich verbessern.
BRAIN FORCE blickt auf eines der erfolgreichsten Jahre ihrer Firmengeschichte zurück. Der Konzern konnte in 2008 die operativen Kennzahlen und die Bilanzstruktur deutlich verbessern. Der Umsatz ist um 8% auf 106,21 Mio. €, das EBITDA von 0,35 auf 7,79 Mio. € und das EBIT von -16,68 auf +3,83 Mio. € gestiegen. Aufgrund eines starken operativen Cash-fl ows ging das Gearing von 25 auf 20% zurück und das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA lag zum Bilanzstichtag bei soliden 0,6x.
Trotz der guten operativen Performance mussten wir in 2008 ein negatives Nettoergebnis von -2,10 Mio. € ausweisen, was auf zwei nicht wiederkehrende Effekte zurückzuführen war: die Abschreibung der vom früheren Vorstand gezeichneten KEMP Wandelanleihe (-0,63 Mio. €) und die gesetzlich geforderte Ausbuchung der deutschen Verlustvorträge (-2,90 Mio. €) nach der Übernahme durch die Cross/Beko Gruppe. Beide Maßnahmen sind jedoch nicht zahlungswirksam und damit relativ leicht zu verkraften.
Die Wirtschaftskrise wird auch an BRAIN FORCE nicht spurlos vorbeiziehen. Trotzdem blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Wir haben in 2008 eine neue Unternehmensstrategie mit Fokus auf Business Solutions und Infrastructure Optimization entwickelt und umgehend mit der Umsetzung begonnen. Unser Ziel ist es, auch in 2009 ein positives operatives Ergebnis zu erwirtschaften und den Konzern nach dem Ende der Krise nachhaltig auf Wachstum auszurichten. Im laufenden Jahr werden wir uns vor allem auf die Optimierung des operativen Cash-fl ows konzentrieren.
BRAIN FORCE liefert intelligente IT-Lösungen in den Bereichen Business Solutions (Lösungen für geschäftskritische Prozesse) und Infrastructure Optimization (Lösungen, die unseren Kunden zu einer besser managebaren und effi zienteren IT-Infrastruktur verhelfen). Professional Services (Body Leasing) ergänzen das Angebot durch die Bereitstellung und Rekrutierung der richtigen IT-Experten zum richtigen Zeitpunkt. Unsere Kunden profi tieren so von maßgeschneiderten Serviceangeboten, fl exiblen Lösungen und Produkten.
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Konzernabschluss
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die BRAIN FORCE HOLDING AG blickt auf eines der erfolgreichsten Jahre ihrer Firmengeschichte zurück. Der Konzern konnte in 2008 die operativen Kennzahlen und die Bilanzstruktur deutlich verbessern und nach den Verlusten 2007 wieder Gewinne erwirtschaften. Die im dritten Quartal 2007 gestartete Restrukturierung war in 2008 ein großer Erfolg, so dass wir unsere Guidance für das Geschäftsjahr übertreffen konnten. Einziger Wehrmutstropfen war die bilanzielle Ausbuchung unserer deutschen Verlustvorträge, die das Ergebnis nach Steuern negativ beeinfl usst hat. Ausgesprochen positiv hat sich unser operativer Cash-fl ow entwickelt, wodurch wir die Bilanzkennzahlen deutlich verbessern konnten und über einen hohen Zahlungsmittelstand verfügen.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2008 waren in unseren Märkten über weite Strecken zufriedenstellend, obwohl wir in der zweiten Jahreshälfte erste Anzeichen der Wirtschaftkrise zu spüren bekamen. Vor allem in Italien hat sich die Nachfrage auch in der IT-Branche bereits gegen Ende des Jahres abgeschwächt. Die Märkte in Deutschland, Österreich und den Niederlanden konnten sich dagegen bis zum Jahresende gut behaupten, schwächten sich jedoch im Vergleich zum Jahresbeginn ebenfalls ab.
In diesem Umfeld haben sich die bereits 2007 eingeleitete Restrukturierung und Konsolidierung des Unternehmens bewährt. Für die gute operative Performance der BRAIN FORCE Gruppe in 2008 waren folgende Maßnahmen verantwortlich: Wir haben die Buy-and-Build-Strategie gestoppt und die in der Vergangenheit akquirierten Unternehmen integriert. Gleichzeitig wurde das bestehende Produktund Service-Portfolio optimiert und der Fokus auf ertragsstarke Geschäftsbereiche gelegt sowie Kosteneinsparungen in allen Ländern umgesetzt. Das hat dazu geführt, dass alle Gesellschaften, die in 2007 vor allem aufgrund von Firmenwertabschreibungen und Restrukturierungskosten in Höhe von 14,15 Mio. € Verluste produzierten, in 2008 wieder die Gewinnzone erreichten.
In Deutschland, dem für BRAIN FORCE größten Markt, haben wir den Umsatz um 10% auf 51,25 Mio. € gesteigert und ein EBIT von +2,47 Mio. € (nach -11,51 Mio. € im Vorjahr) erzielt. Die Region Zentral-Osteuropa erwirtschaftete ein Umsatzplus von 5% auf 15,48 Mio. €. Auch hier konnte ein positives EBIT von 0,50 Mio. € erreicht werden nach -0,18 Mio. € in 2007. Stark verbessert hat sich auch die Region Nord-Europa, die mit einem Umsatz von 11,06 Mio. € ein Wachstum von 17% erzielte, das EBIT stieg von -1,74 auf +0,40 Mio. €. Süd-Westeuropa konnte den Umsatz um 4% auf 28,42 Mio. € steigern und das EBIT von 0,86 auf 1,07 Mio. € verbessern.
Der Konzernumsatz stieg um 8% auf 106,21 Mio. € und überschritt damit erstmals die 100 Mio. € Umsatzgrenze. Das EBITDA lag nach 0,35 Mio. € in 2007 bei 7,79 Mio. € und das EBIT verbesserte sich auf 3,83 Mio. €, nachdem wir im Restrukturierungsjahr 2007 noch
einen Verlust von 16,68 Mio. € ausweisen mussten. Damit haben wir unsere eigene Guidance von 2 bis 3 Mio. € EBIT übertroffen und die bisher höchsten operativen Ergebnisse in 25 Jahren BRAIN FORCE erwirtschaftet. Besonders hervorheben möchte ich, dass wir den operativen Cash-fl ow von -2,02 auf +6,28 Mio. € verbessern konnten, wodurch die Nettoverschuldung trotz 4,64 Mio. € Investitionen von 6,53 auf 4,89 Mio. € gesunken ist. Die Zahlungsmittel beliefen sich zum Stichtag auf 8,80 Mio. € und das Gearing (Nettoverschuldung zu Eigenkapital) konnte von 25 auf 20% gesenkt werden. In Summe hat sich die Bilanzstruktur des BRAIN FORCE Konzerns sehr gut entwickelt und zeigt ein solides Bild.
Trotz der guten operativen Performance mussten wir in 2008 ein negatives Nettoergebnis von -2,10 Mio. € ausweisen, was auf zwei nicht wiederkehrende Effekte zurückzuführen war: Zum einen haben wir die vom früheren Vorstand gezeichnete Wandelanleihe der KEMP Technologies Inc. (New York) vorsichtshalber abgeschrieben, wodurch das Finanzergebnis mit 0,63 Mio. € belastet wurde. Unsere eigene Finanzierung ist davon völlig unabhängig und gesichert. Zum anderen fallen aufgrund einer Novelle im deutschen Körperschaftssteuerrecht nach der Übernahme durch die BF Informationstechnologie-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (BFIB) die Verlustvorträge für unsere Tochtergesellschaft in Deutschland weg und der latente Steueraufwand musste um 2,90 Mio. € erhöht werden. Beide bilanziellen Maßnahmen sind jedoch nicht zahlungswirksam und damit relativ
BRAIN FORCE blickt auf eines der erfolgreichsten Jahre der Firmengeschichte zurück.
leicht zu verkraften. Der Vorstand wird außerdem der Hauptversammlung am 14. Mai 2009 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2008 keine Dividende auszuschütten, um zur Umsetzung der Strategie ausreichend Liquidität im Unternehmen zu halten.
Im März 2008 erhielten die Aktionäre der BRAIN FORCE HOLDING AG ein Übernahmeangebot der BFIB, eine Tochter der CROSS Industries AG und der Unternehmens Invest AG, über 2,40 € je Aktie. Nach Ablauf des Übernahmeangebots am 22. Juli besaß die BFIB 46,82% der BRAIN FORCE Aktien. Die BFIB wurde dann von ihren Eigentümern im September 2008 in die BEKO HOLDING AG eingebracht. Heute ist BRAIN FORCE ein Teil des Beko Konzerns, der nach den uns vorliegenden Meldungen 53,85% der BRAIN FORCE Aktien hält. Zusätzlich besitzt die CROSS Industries AG (die Muttergesellschaft der BEKO HOLDING AG) 0,63% der BRAIN FORCE Aktien. Die neue Aktionärsstruktur gibt dem Konzern die notwendige Stabilität auf der Eigentümerseite. Der Rechtsstreit mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Helmut Fleischmann konnte Ende November im Wege eines Vergleichs beigelegt werden.
BRAIN FORCE sieht sich trotz der Wirtschaftkrise gut gewappnet und schaut zuversichtlich in die Zukunft. Wir haben auf Basis des bestehenden Portfolios eine neue Unternehmensstrategie entwickelt und unverzüglich mit der Umsetzung begonnen. Unsere Strategie konzentriert sich in Zukunft auf Business Solutions und Infrastructure Optimization, zwei Bereiche die laut Gartner überdurchschnittlich hohes Wachstumspotenzial aufweisen. Im Bereich Infrastructure Optimization bieten wir unseren Kunden Lösungen, die ihnen zu einer besser managebaren und effi zienteren IT Infrastruktur verhelfen und so die Produktivität steigern. Im Bereich Business Solutions fassen wir Lösungen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse unserer Kunden zusammen, mit deren Hilfe sie Wettbewerbsvorteile erzielen. Ergänzt werden diese Angebote durch Professional Services ("Body Leasing") in Deutschland und Österreich, wo BRAIN FORCE IT-Spezialisten für Kundenanforderungen rekrutiert und bereitstellt. Durch unsere neue strategische Ausrichtung soll eine klar erkennbare Kernkompetenz zur stärkeren Wahrnehmung der BRAIN FORCE Gruppe am Markt geschaffen, größere Umsatzpotenziale eröffnet und eine verbesserte Kostenstruktur erreicht werden. Nach den zahlreichen Akquisitionen der Vergangenheit liegt nunmehr der Fokus auf der Integration der neuen Unternehmen und der Nutzung von Synergien. Damit soll das erfolgreich laufende Geschäft weiter gestärkt und die Basis für den Auf- bzw. Ausbau neuer zukunftsweisender Bereiche gelegt werden.
Trotz der sich im zweiten Halbjahr 2008 abzeichnenden Konjunkturabschwächung verfügte BRAIN FORCE zum Jahresende über einen Auftragsbestand von 32,64 Mio. € und damit den höchsten Stand, den ich bisher gesehen habe. Die allgemeine Unsicherheit über die Konjunkturentwicklung in den kommenden Quartalen ist jedoch offensichtlich und wir sehen wirtschaftlich schwierigeren Zeiten entgegen. Die aktuellen Einschätzungen von Experten scheinen uns zu optimistisch und wir bereiten uns durch konsequente Kosteneinsparungen auf Umsatzrückgänge vor. Eine seriöse Aussage zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist meiner Meinung nach derzeit unmöglich. Das Unternehmen ist jedoch gut aufgestellt und verfügt über ausreichend Liquidität. Unser Ziel ist es, auch in 2009 ein positives operatives Ergebnis zu erzielen und den Konzern langfristig auf Wachstum auszurichten. Im laufenden Jahr werden wir uns vor allem auf die Optimierung des operativen Cash-fl ows konzentrieren.
Ich möchte mich an dieser Stelle bei unseren Kunden und Geschäftspartnern für die gute Zusammenarbeit und das in uns gesetzte Vertrauen bedanken. Unseren Mitarbeitern danke ich für ihren Einsatz und die guten Ergebnisse im abgelaufenen Jahr und dem Aufsichtsrat für die effi ziente Behandlung der strategischen Themen. Sie, geschätzte Aktionäre, bitte ich um objektive Beurteilung unserer operativen Performance. Messen Sie uns in Zeiten fallender Börsen nicht nur am Aktienkurs!
Ihr
Günter Pridt
Rasche und konsequente Restrukturierung führt zu erfolgreichem Jahr 2008
Rekordergebnisse erzielt und die 100 Mio. € Umsatzgrenze übertroffen
Ausbuchung der deutschen Verlustvorträge und Abschreibung einer Anleihe führen zu Nettoverlust
Gesunde BRAIN FORCE Bilanz und deutliche Verbesserung des operativen Cash-flows
Strategische Ausrichtung auf die Wachstumsbereiche Business Solutions und Infrastructure Optimization
Günter Pridt: Als ich im September 2007 den Vorstandsvorsitz übernahm, war mir rasch klar, dass BRAIN FORCE ein substanziell gut aufgestellter Konzern ist, der vorübergehend ins Schlingern kam. Als langjähriger Aufsichtsrat des Unternehmens kannte ich die Stärken und Schwächen des Unternehmens sehr gut. Wir mussten dann rasch einschneidende Entscheidungen treffen und diese zügig umsetzen: Akquisitionsstop und Integration der übernommenen Unternehmen, Optimierung des Produktportfolios mit Fokus auf ertragsstarke Bereiche, Schließung unrentabler Standorte, umfassende Kosteneinsparungen sowie last but not least Stabilisierung der Organisation und Motivation unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Rückblickend kann ich festhalten, dass diese Maßnahmen gewirkt haben und 2008 sehr erfolgreich verlaufen ist. Alle Geschäftsbereiche konnten sich gegenüber dem Restrukturierungsjahr 2007 deutlich verbessern.
Günter Pridt: BRAIN FORCE hat in 2008 operativ wirklich eine super Performance gezeigt, zu der alle Landesgesellschaften ihren Beitrag geleistet haben. So konnten wir mit 106,21 Mio. € den höchsten Umsatz der Firmengeschichte und ein Wachstum von 8% erzielen. Auch das EBITDA lag mit 7,79 Mio. € deutlich über dem Vorjahresergebnis von 0,35 Mio. €. Beim EBIT haben wir mit 3,83 Mio. € nicht nur die Guidance klar übertroffen, sondern so wie beim EBITDA einen neuen Bestwert erzielt.
Thomas Melzer: Aufgrund des Übernahmeangebotes, das letztlich zu einer Mehrheitsbeteiligung von Beko an BRAIN FORCE geführt hat, fallen nach einer Novelle im deutschen Körperschaftssteuerrecht die Verlustvorträge für unsere deutsche Tochtergesellschaft weg. Wir mussten diese Position in Abstimmung mit dem Wirtschaftsprüfer vorsichtig bilanzieren. Das führte dazu, dass der latente Steueraufwand aus dem guten Vorsteuerergebnis einen Verlust machte. Ich möchte jedoch darauf hinweisen, dass dies kein cash-wirksamer Effekt ist und somit die Auswirkungen auf unsere Konzernbilanz überschaubar und leicht zu verkraften sind. Außerdem besteht mittelfristig die Möglichkeit einer Reaktivierung dieser Verlustvorträge, da Steuerexperten in Deutschland die Verfassungsmäßigkeit dieses Gesetzes anzweifeln. Um eine weitere Altlast zu bereinigen, haben wir auch die vom früheren Vorstand gezeichnete Wandelanleihe der KEMP Technologies Inc. (New York) abgeschrieben und damit das Finanzergebnis mit 0,63 Mio. € belastet. Auch das war eine vorsichtige buchhalterische Maßnahme, die keine unmittelbare Cash-Auswirkung hat. Unsere eigene Finanzierung ist gesichert und davon völlig unabhängig.
Thomas Melzer: Die BRAIN FORCE Bilanz ist gesund, das zeigen alle Kennzahlen, wie wir in der Bilanzanalyse ab Seite 46 auch darlegen. Unsere solide Bilanzstruktur ist vor allem auf die starke Verbesserung des operativen Cash-fl ows von -2,02 auf +6,28 Mio. € zurückzuführen, wodurch die Nettoverschuldung unter 5 Mio. € gesunken ist. Zusätzlich zum starken Cash-fl ow konnten wir uns ausreichende Banklinien zur laufenden Betriebsmittelfi nanzierung sichern. Kurz- oder mittelfristigen Refi nanzierungsbedarf sehe ich derzeit nicht. Wichtig war mir auch, die Investor Relations und die damit zusammenhängenden Kosten zu optimieren. Für 2009 haben wir die Voraussetzungen für ein konzernweites Cash-Pooling geschaffen und das Risikomanagement gestärkt. Angesichts der Wirtschaftskrise wollen wir im laufenden Jahr Verbesserungspotenziale im Working Capital und weitere Kosteneinsparungen realisieren.
Günter Pridt: In 2008 haben wir die Weichen für die Zukunft gestellt und BRAIN FORCE auf Basis des existierenden Portfolios auf Themen mit hohem Wachstumspotenzial fokussiert. Die zwei Standbeine des Unternehmens bilden in Zukunft die Bereiche Business Solutions und Infrastructure Optimization. Das Angebot in diesen Wachstumsbereichen wird künftig nicht nur in einzelnen Ländern, sondern konzernweit durch die lokalen Geschäftseinheiten abgedeckt, wodurch wir den Wiedererkennungswert der Marke BRAIN FORCE
Günter Pridt, CEO Thomas Melzer, CFO
international verbessern wollen. Um Know-how zu bündeln und Kosten zu sparen, vermarkten wir das bestehende Angebot in den Bereichen Finanzdienstleister, Service Management und ICT Suite auf Basis einer Competence Center Struktur nach dem "do-once-Prinzip" von einer zentralen Stelle aus. Zusätzlich stellt BRAIN FORCE unabhängig von Softwareprodukten geeignete Experten für Kundenprojekte zur Verfügung. Dafür bestehen in Österreich und Deutschland eigene strategische Competence Center im Bereich Professional Services ("Body Leasing").
Günter Pridt: BRAIN FORCE wird zukünftig sowohl organisch als auch anorganisch wachsen. Organisch werden wir den Bereich Infrastructure Optimization ausbauen. Anorganisches Wachstum wollen wir durch gezielte Akquisitionen von Unternehmen im Bereich Business Solutions mit Fokus auf Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM) und Corporate Performance Management bzw. Business Intelligence (CPM/BI) erzielen.
Thomas Melzer: Unser Auftragsbestand lag zum Jahresende bei 32,64 Mio. € und damit um 24% über jenem von 2007. Die allgemeine Unsicherheit über die weitere Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Quartalen ist jedoch evident. Daher erscheinen uns die aktuellen Einschätzungen von Experten als zu positiv und wir bereiten uns durch konsequente Optimierung der Kosten auf Umsatzrückgänge in allen Landesgesellschaften vor. Eine seriöse Aussage zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung halten wir aktuell für unmöglich. Das Unternehmen ist jedoch gut aufgestellt und hat derzeit keinen Finanzierungsengpass. Unser erklärtes Ziel ist es, auch in 2009 ein positives operatives Ergebnis zu erwirtschaften und den Konzern nach dem Ende der Krise auf Wachstum auszurichten. Im laufenden Jahr werden wir uns vor allem auf die Optimierung des operativen Cash-fl ows konzentrieren.
Günter Pridt: Die Zusammenarbeit mit Beko in Österreich läuft gut. Unsere Holding und die österreichische Gesellschaft sind zum Jahreswechsel in dasselbe Bürogebäude wie Beko gezogen, um einerseits Kosten zu sparen und andererseits durch räumliche Nähe und kurze Wege die Kommunikation mit dem Mehrheitsaktionär zu erleichtern. BRAIN FORCE ist jetzt Teil einer größeren IT-Gruppe und wir loten gemeinsam Synergien und Potenziale aus, um möglichst viel Wert für alle Aktionäre zu schaffen.
Organisches Wachstum sowie Akquisitionen im Rahmen der Strategie
Ziel für 2009: positives operatives Ergebnis
Zusammenarbeit innerhalb der Beko Gruppe läuft gut
Vorstandsvorsitzender, bestellt bis Dezember 2009, geb. 1951, verheiratet
Günter Pridt trat 1973 in die IBM Österreich ein. Nach verschiedenen Beratungsaufgaben im Großkundenbereich sowie Managementpositionen in Vertrieb und Marketing übernahm er die Gesamtverantwortung für den Dienstleistungsbereich der IBM Österreich, Zentraleuropa und Russland. In dieser Funktion war er auch Mitglied der Geschäftsleitung. Von November 1997 bis Oktober 2000 war er Generaldirektor und alleiniger Geschäftsführer der IBM Österreich. Im Jahr 2001 wechselte er als Mitglied des Vorstandes zur BRAIN FORCE SOFTWARE AG, wo er bis 2004 als COO das operative Geschäft leitete und vor allem die Entwicklung des Servicegeschäfts vorantrieb. Danach war er als Aufsichtsrat der Gesellschaft tätig. Seit September 2007 ist er Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG.
Finanzvorstand, bestellt ab April 2008 bis März 2011, geb. 1970, verheiratet
Thomas Melzer ist Betriebswirt und seit April 2008 Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG. Davor war er bei der Wienerberger AG, dem weltweit größten Ziegelproduzenten, in verschiedenen Funktionen tätig: von 1997 bis 1999 im Controlling und Konzernrechnungswesen, ab dem Jahr 2000 als Leiter der Bereiche Investor Relations und Corporate Communications. Von 2001 bis 2008 agierte Thomas Melzer auch als Mitglied des Management Committee der Wienerberger AG und von Juni 2007 bis Februar 2008 als Aufsichtsrat der Pipelife Group. Darüber hinaus war er sieben Jahre lang Mitglied im Vorstand des Cercle Investor Relations Austria (C.I.R.A.), von Oktober 2004 bis September 2007 als Vorsitzender des Vorstandes.
Von beiden Vorstandsmitgliedern gemeinsam wahrgenommen werden:
Weder Günter Pridt noch Thomas Melzer haben Aufsichtsratsmandate oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften.
Im Folgenden sind die Geschäftsführer der wichtigsten Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns mit ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen angeführt.
Karl Haas, Deutschland, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für
Günter Pridt, Deutschland, Mitglied der Geschäftsführung
Franco Righini, Italien, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für
Stefania Donnabella, Italien, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für
Walter Campi, Italien, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für
X Finance & Administration
Jean Renes, Niederlande, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für
(bis 2. März 2009), zuständig für
Günter Pridt und Karl Haas, Niederlande, Mitglieder der Geschäftsführung
Bojan Damnjanovic, Österreich, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für
zuständig im Bereich Technology & Infrastructure (SolveDirect) für
Marcus Oppitz, Österreich, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig im Bereich Technology & Infrastructure (SolveDirect) für
Hannes Griesser, Österreich, Mitglied der Geschäftsführung,
Drahomír Hrubý, Tschechien / Slowakei, alleiniger Geschäftsführer
Karl Haas, Schweiz, alleiniger Geschäftsführer
Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr in sieben Sitzungen intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Ereignisse und Investitionen beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichts über die Geschäfts- und Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen sowie die Personalsituation unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert.
Ein wichtiger Arbeitsschwerpunkt des Aufsichtsrates liegt auf der Ertragssituation des Konzerns. Die konsequente Restrukturierung der vergangenen eineinhalb Jahre zeigte in 2008 deutliche Erfolge. BRAIN FORCE konnte mit einem Umsatz von 106,21 Mio. € (+8% zum Vorjahr), einem EBITDA von 7,79 Mio. € (gegenüber 0,35 Mio. € in 2007) und 3,83 Mio. € EBIT (nach -16,68 Mio. € in 2007) die bisher besten operativen Ergebnisse seit der Gründung im Jahr 1983 erzielen. Trotz dieser guten operativen Performance musste die Gesellschaft aufgrund der Abschreibung einer vom früheren Vorstand gezeichneten Wandelanleihe sowie eines hohen latenten Steueraufwandes – aufgrund des Wegfalls der Verlustvorträge in den deutschen Konzerngesellschaften nach Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung durch die Cross/Beko Gruppe – einen Nettoverlust von 2,10 Mio. € ausweisen. Diese Effekte hatten jedoch keinen unmittelbaren Einfl uss auf den Cash-fl ow, der sich im Berichtsjahr so wie die operativen Ergebnisse sehr gut entwickelt hat. Auch die Bilanzstruktur des Unternehmens ist gesund und die Finanzierungssituation gibt keinen Anlass zur Sorge.
In den Sitzungen am 15. Februar und 26. März 2008 hat sich der Aufsichtsrat mit dem Übernahmeangebot der BF Informationstechnologie-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (BFIB), an welcher die Unternehmens Invest AG und die CROSS Industries AG mehrheitlich beteiligt waren, ausführlich auseinandergesetzt. Der Aufsichtsrat hat gemeinsam mit dem Vorstand am 2. April 2008 eine Äußerung zum öffentlichen Pfl ichtangebot der BFIB abgegeben und mit dem Übernahmeangebot auf der Website des Unternehmens (www.brainforce.com) veröffentlicht. Nach Ablauf der Annahmefrist per 22. Juli 2008 hielt die Bieterin 46,82% der BRAIN FORCE Anteile. Im September 2008 wurde die BFIB von ihren Gesellschaftern in die BEKO HOLDING AG eingebracht, die nunmehr über 53,85% der Anteile und Stimmrechte des Unternehmens verfügt. Außerdem wurde mitgeteilt, dass die CROSS Industries AG eine kontrollierende Beteiligung an der BEKO HOLDING AG erworben hat. Zur aktuellen Aktionärsstruktur der BRAIN FORCE wird auf Seite 42 des Geschäftsberichtes verwiesen.
In der Sitzung am 26. März 2008 hat sich der Aufsichtsrat auch mit dem Antrag eines wesentlichen Aktionärs (der Helmut Fleischmann Privatstiftung) auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung mit den Tagesordnungspunkten "Antrag auf Durchführung von Sonderprüfungen" und "Veränderungen im Aufsichtsrat (Abberufung und Neuwahlen)" befasst und es wurde beschlossen, die Punkte dieses Antrages auf die Agenda der ordentlichen Hauptversammlung am 28. Mai 2008 zu nehmen. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsrat laufend über den Stand des Gerichtsverfahrens zwischen der BRAIN FORCE HOLDING AG und dem ehemaligen Vorstand Helmut Fleischmann informiert. Im November 2008 konnte der Vorstand mit Genehmigung des Aufsichtsrates dieses Verfahren durch einen außergerichtlichen Vergleich beenden.
In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Der Prüfungsausschuss tagte dreimal, der Vergütungsausschuss trat einmal zusammen. Zusätzlich hat sich das Präsidium des Aufsichtsrates vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen. Vom Vergütungsausschuss wurde die Erfolgsbeteiligung der Vorstände geprüft. Die Kriterien der variablen Vergütung, die Grundsätze der Altersversorgung und die Ansprüche bei Beendigung der Funktion sowie der Einzelausweis der Vorstandsbezüge sind im Vergütungsbericht auf Seite 28 dargestellt. Kein Aufsichtsratsmitglied war bei mehr als der Hälfte der Sitzungen abwesend. Der Prüfungsausschuss und der Vergütungsausschuss sind mit Ausnahme von einer Sitzung vollzählig zusammengetreten.
Zur Behandlung des Jahresabschlusses 2007 hat der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 26. März 2008 den Wirtschaftsprüfer hinzugezogen. In der anschließenden Sitzung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG erörtert und festgestellt sowie den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes geprüft und den Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung beschlossen. Weiters wurde durch den Aufsichtsratsvorsitzenden eine Erklärung über den vorgesehenen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2008 ausgearbeitet, dessen Rechtsbeziehungen mit der BRAIN FORCE Gruppe sowie deren Organmitgliedern überprüft und das Honorar für die Abschlussprüfung verhandelt. In der Sitzung vom 20. Mai 2008 hat der Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung erarbeitet. In der Sitzung am 18. September 2008 behandelte der Prüfungsausschuss das Risikomanagement im Unternehmen und fand dabei keinen Grund zur Kritik. Als weiterer Punkt der Tagesordnung wurden Ablauf, Zeitplan und Prüfung des Jahresabschlusses 2008 sowie die konkreten zusätzlichen Aufgaben des Prüfungsausschusses aufgrund der kommenden Gesetzesänderungen diskutiert und festgelegt.
Mit Schreiben vom 27. Mai 2008 haben die Aufsichtsratsmitglieder Christian Wolff und Christian Schamburek ihren Rücktritt als Mitglieder des Aufsichtsrates mit Wirkung zu jenem Zeitpunkt mitgeteilt, zu dem die Wahl von neuen Aufsichtsratsmitgliedern im Rahmen der 10. ordentlichen Hauptversammlung erfolgt ist. In der Hauptversammlung vom 28. Mai 2008 kam es zur Wiederwahl von Wolfgang Hickel sowie zur erstmaligen Wahl von Josef Blazicek, Michael Hofer, Stefan Pierer und Friedrich Roithner in den Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG bis zur 14. ordentlichen Hauptversammlung. In der darauf folgenden konstituierenden Aufsichtsratssitzung wurde Christoph Senft als Vorsitzender des
Die Bilanzstruktur des Unternehmens ist gesund.
Aufsichtsrates bestätigt und Friedrich Roithner zum Vorsitzenden-Stellvertreter gewählt. Da sich der Aufsichtsrat aufgrund der Neuwahlen personell stark verändert hat und nunmehr aus sieben Mitgliedern zusammensetzt, wurde im Juni 2008 einerseits der Prüfungsausschuss mit drei Mitgliedern (Friedrich Roithner als Vorsitzender, Christoph Senft als Vorsitzender-Stellvertreter und Josef Blazicek als weiteres Mitglied) neu besetzt sowie zusätzlich ein kombinierter Vergütungs- und Nominierungsausschuss mit Christoph Senft als Vorsitzenden und Friedrich Roithner als stellvertretendem Vorsitzenden eingerichtet.
In der Sitzung am 28. August 2008 hat sich der Aufsichtsrat mit der vom Management erarbeiteten neuen Unternehmensstrategie 2009+ befasst und den Vorstand ermächtigt, die präsentierte Strategie umzusetzen. Die Strategie 2009+ wird auf Seite 36 erläutert. Weiters wurden in dieser Sitzung die Unabhängigkeitskriterien für den Aufsichtsrat gemäß Regel 53 des Österreichischen Corporate Governance Kodex festgelegt und die Aufsichtsratsmitglieder haben ihre Unabhängigkeitserklärungen anhand dieser Kriterien abgegeben. Die Unabhängigkeitskriterien können auf der Website des Unternehmens sowie auf Seite 30 eingesehen werden. Auf Seite 27 wird über die Verantwortungsbereiche der Aufsichtsratsausschüsse berichtet. Die Aufsichtsratsmitglieder, ihre Funktionen sowie die Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrates sind auf den folgenden Seiten angeführt. Ein weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung vom 28. August war der Verkauf der BRAIN FORCE Hamburg GmbH, einer Tochtergesellschaft der BRAIN FORCE Software GmbH, München. Dem Antrag des Vorstandes zum Verkauf dieser Gesellschaft wurde stattgegeben.
In der Aufsichtsratssitzung am 27. November 2008 wurde intensiv über die aktuelle Geschäftslage, die Vorschau auf das Jahresergebnis 2008 sowie über das Budget 2009 und die Mittelfristplanung
diskutiert. Der Vorstand hat dabei auf das schwieriger werdende wirtschaftliche Umfeld hingewiesen und einen detaillierten Plan für Kosteneinsparungen im Jahr 2009 vorgelegt. Das Budget wurde vom Aufsichtsrat genehmigt.
Der Jahresabschluss und Lagebericht der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie der Konzernabschluss 2008 nach IFRS wurden durch die PwC INTER-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss eingehend mit dem Prüfer behandelt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Wir haben die Unterlagen gemäß § 96 AktG geprüft und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 125 Abs. 2 des AktG festgestellt ist. Wir schließen uns weiters dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Jahresergebnisses an.
Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und den Mitarbeitern für ihren Einsatz und die guten operativen Ergebnisse im abgelaufenen Jahr.
Wien, am 26. März 2009
Christoph Senft, Vorsitzender des Aufsichtsrates
Mit Beschluss der Aktionäre im Rahmen der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 28. Mai 2008 wurde der Aufsichtsrat auf sieben Mitglieder erweitert.
Christian Wolff, geb. 1972, und Christian Schamburek, geb. 1961, haben ihr Aufsichtsratsmandat jeweils mit 27. Mai 2008 zurückgelegt.
Friedrich Roithner (Vorsitzender), Christoph Senft (Stellvertreter), Josef Blazicek
Die Aufgaben des Prüfungsausschusses umfassen:
Im Geschäftsjahr 2008 wurden drei Prüfungsausschusssitzungen abgehalten, in denen die folgenden Sachverhalte behandelt wurden:
Mit Beschluss des Aufsichtsrates wurde im Juni 2008 ein kombinierter Nominierungs- und Vergütungsausschuss gebildet.
Christoph Senft (Vorsitzender), Friedrich Roithner (Stellvertreter)
Die Aufgaben des Nominierungs- und Vergütungsausschusses umfassen:
Im Geschäftsjahr 2008 wurde eine Vergütungsausschusssitzung abgehalten, in der die Vergütung des Vorstandes behandelt wurde. Vergütungsbericht
Nominierungsausschuss übertragen.
Konzerns abstellt.
Transparente Darstellung der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge im Vergütungsbericht
Ziel des Vergütungssystems ist eine adäquate und leistungsorientierte Vergütung
Jahresbonus der Vorstände orientiert sich am Ergebnis vor Steuern (EGT) und ist mit 100% vom Fixum begrenzt
Das fi xe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds und wird, wie in Österreich üblich, in vierzehn Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt. Die Folge sind differenzierte Basisgehälter je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung. Der Jahresbonus ist eine variable Barvergütung, deren Höhe direkt vom Ergebnis vor Steuern (= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bzw. EGT) der BRAIN FORCE Gruppe abhängt. Der erfolgsabhängige Gehaltsbestandteil ist für die Vorstandsmitglieder mit einer Obergrenze von 100% des Jahresfi xbezuges festgelegt. Fixes Gehalt und Jahresbonus gelangen bei unterjähriger Beschäftigung aliquot zur Auszahlung.
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG angewendet werden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Die Festlegung der Vergütung des BRAIN FORCE Vorstandes hat der Aufsichtsrat dem Vergütungs- und
Der Vorstand ist im Rahmen der Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes für eine bestimmte Dauer bestellt (Bestellung von Günter Pridt bis 31. Dezember 2009, Thomas Melzer bis 31. März 2011). Für diesen Zeitraum wurden die Dienstverträge der einzelnen BRAIN FORCE Vorstandsmitglieder abgeschlossen sowie Höhe und Struktur der Bezüge defi niert. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstände im nationalen und internationalen Vergleich (IT Branche) gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten. Ein wichtiges Element dabei ist eine entsprechende variable Komponente, die den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Dazu teilen sich die Gesamtbezüge in fi xe und erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die erfolgsabhängige Komponente auf das jeweilige Ergebnis vor Steuern des
25% der Gesamtbezüge sind variabel
Die gesamten Barbezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2008 betrugen 592.692 €, (Vorjahr: 632.851 €). Davon entfallen 75% auf fi xe sowie 25% auf variable Gehaltsbestandteile, die 2009 zahlungswirksam werden.
| Barbezüge Vorstand | 2008 | 2007 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| in € | Fix | Variabel Gesamt |
Fix | Variabel | Gesamt | ||
| Günter Pridt | 280.000 | 92.967 | 372.967 | 91.041 | 0 | 91.041 | |
| Thomas Melzer | 165.000 | 54.725 | 219.725 | 0 | 0 | 0 | |
| Helmut Fleischmann | 0 | 0 | 0 | 254.335 | 0 | 254.335 | |
| Wolfgang Lippert | 0 | 0 | 0 | 287.475 | 0 | 287.475 | |
| Gesamt | 445.000 | 147.692 | 592.692 | 632.851 | 0 | 632.851 |
Vorstände üben keine Nebentätigkeiten aus
Abfertigungsansprüche für den Vorstand entsprechen der gesetzlichen Regelung in Österreich
Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen die Vorstandsmitglieder die Zustimmung des Aufsichtsrates. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konfl ikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führt. Die BRAIN FORCE Vorstände haben in 2008 keine Nebentätigkeiten in Form von Aufsichtsratsmandaten oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften ausgeübt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.
Im Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses der Vorstände bestehen Abfertigungsansprüche gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich. An Mitarbeitervorsorgekassen wurden Zahlungen in Höhe von 6.758 € (Vorjahr: 1.121 €) geleistet. Für den Finanzvorstand existiert eine Pensionskassenregelung, welche erstmals für das Geschäftsjahr 2009 zur Anwendung gelangt. Für frühere Mitglieder des Vorstandes wurden Aufwendungen von 76.664 € (Vorjahr: 0 €) erfasst.
Die Hauptversammlung am 28. Mai 2008 hat das folgende Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen: Gestaffelt nach Funktionen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008 neben dem Ersatz der Barauslagen eine feste Vergütung. So erhält der Vorsitzende 10.000 € p.a., sein Stellvertreter 8.000 € p.a. und jedes andere Mitglied 6.000 € p.a. Zusätzlich stehen den Aufsichtsräten als Anwesenheitsgeld für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrates 600 € pro Sitzung bzw. dem Vorsitzenden 1.000 € und seinem Stellvertreter 800 € zu. Für die Mitwirkung in Ausschüssen erhält der Ausschussvorsitzende 500 €, dessen Stellvertreter im Ausschuss 400 € und jedes andere Mitglied 300 € je Sitzung und Teilnahme. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrates in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine besondere Vergütung bewilligt werden. Für 2008 (Auszahlung im Jahr 2009) und 2007 (Auszahlung im Jahr 2008) betrug die Aufsichtsratsvergütung insgesamt 70.067 € bzw. 66.600 €.
Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wurden keine Vergütungen gewährt. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG haben keine Pensionszusagen.
Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden gemäß § 48 Börsegesetz der Finanzmarktaufsicht gemeldet und auf der BRAIN FORCE Website unter "Investoren/Corporate Governance/Directors' Dealings" veröffentlicht.
BRAIN FORCE verfolgt eine Strategie zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effi zienten Systems der Unternehmenskontrolle sind das Ziel des neuen Vorstandes und Aufsichtsrates. Das soll Vertrauen in das Unternehmen schaffen und die Basis für langfristige Wertschöpfung sein.
Zur Vermeidung von Insiderhandel wurde ein Compliance Code im Unternehmen installiert, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht umsetzt. Seine Einhaltung wird vom Compliance Offi cer kontinuierlich überwacht.
BRAIN FORCE bekennt sich zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) und hat sich zur Beachtung der Regelungen verpfl ichtet. Dementsprechend orientierte sich das Unternehmen bereits in 2008 an der neu überarbeiteten Version des ÖCGK, obwohl diese Kodexversion erstmals für Geschäftsjahre gilt, welche nach dem 31.12.2008 beginnen. Neben den verbindlich einzuhaltenden "L-Regeln" wurde der aktuelle Kodex unter Berücksichtigung der nachstehenden Erklärungen zu den "C-Regeln" ("Comply or Explain") im Geschäftsjahr 2008 eingehalten. Der ÖCGK in der jeweils aktuellen Fassung sowie der Corporate Governance Bericht stehen online unter www.brainforce.com unter der Rubrik "Investoren" zur Verfügung.
Aufgrund der großen Anzahl der Aktionäre der BRAIN FORCE HOLDING AG fühlt sich das Unternehmen zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpfl ichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten, auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die BRAIN FORCE HOLDING AG informiert ihre Aktionäre mit Ad-hoc-Meldungen oder Corporate News zu allen unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir bereits frühzeitig im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website unter der Rubrik "Investoren" veröffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.
Die Gesellschaft hat 15.386.742 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien. Wir bekennen uns zum Grundsatz "One share – one vote". Die in § 13 Abs. 2 unserer Satzung enthaltene Regelung, welche wie folgt lautet: "Hält ein Aktionär mittelbar oder unmittelbar mehr als 70% der gesamten Aktien, so Beschluss der Hauptversammlung zum Vergütungssystem für den Aufsichtsrat
Keine Pensionszusagen für den Aufsichtsrat
Veröffentlichung von Transaktionen in eigenen Aktien auf der Website
Umsetzung strenger Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz
Richtlinien zur Vermeidung von Insiderhandel installiert
Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Kodex
Verpflichtung zu Transparenz und "True and Fair View"
Schutz der Kleinaktionäre durch Satzungsregelung
Laufende und intensive Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Unabhängigkeitskriterien für den Aufsichtsrat laut Kodex Alle Aufsichtsratsmitglieder sind unabhängig im Sinne des Kodex Bericht über Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen im Anhang Offenlegung der Honorare des wird der diesen Prozentsatz übersteigende Anteil bei der Ermittlung der Stimmrechte nicht berücksichtigt", ist als Schutz der Interessen der Kleinaktionäre zu verstehen. Die Aktionärsstruktur ist auf Seite 42 des Geschäftsberichtes dargestellt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen (mindestens eine pro Quartal). Hinzu kommen weitere Sitzungen aus besonderem Anlass: zum Beispiel zur Vorbereitung einer Hauptversammlung, zur Budgetberatung oder zur Diskussion aktueller strategischer Entscheidungen. Damit stehen dem Aufsichtsrat sämtliche Informationen zur Verfügung, die er zur Wahrnehmung seiner Beratungs- und Kontrollfunktion benötigt. Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat auch in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Funktion je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch Ausschüsse aus. Der Aufsichtsrat hat auf Grundlage der Generalklausel in Punkt 53 des ÖCGK die nachfolgend dargestellten Unabhängigkeitskriterien für Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG festgelegt: X Kriterium 1: Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstan des oder leitender Angestellter der BRAIN FORCE HOLDING AG oder eines Tochterunternehmens der BRAIN FORCE HOLDING AG. X Kriterium 2: Das Aufsichtsratsmitglied unterhält beziehungsweise unterhielt in den letzten fünf Jahren zur BRAIN FORCE HOLDING AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß Regel 48 des ÖCGK führt nicht automatisch zur Qualifi kation als nicht unabhängig. X Kriterium 3: Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft. X Kriterium 4: Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vor standsmitglied der BRAIN FORCE HOLDING AG Aufsichtsratsmitglied ist. X Kriterium 5: Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer Beteili gung von mehr als 10% sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten. X Kriterium 6: Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehe gatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkeln, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitglie des der BRAIN FORCE HOLDING AG oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punk ten 1. - 5. beschriebenen Position befi nden. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sind als unabhängig im Sinne der oben angeführten Kriterien anzusehen. Entsprechende Erklärungen wurden von allen Aufsichtsräten abgegeben. Die Hauptaufgabe des Aufsichtsrates stellt gemäß § 95 Aktiengesetz die Überwachung der Geschäftsführung dar. Diese Aufgabe wird von den derzeit bestellten Aufsichtsräten voll inhaltlich wahrgenommen. Die Gesellschaft weist einen Streubesitz von mehr als 20% und weniger als 50% auf. Zwei Aufsichtsratsmitglieder sind keine Anteilseigner mit einer Beteiligung an der Gesellschaft von mehr als 10% oder vertreten die Interessen eines Großaktionärs. Die Mitarbeiter haben keinen Betriebsrat für die BRAIN FORCE HOLDING AG gewählt. Aus diesem Grund ist auch kein Mitarbeitervertreter Mitglied des Aufsichtsrates. Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat weder Kredite an Aufsichtsratsmitglieder noch an Vorstände vergeben, noch Verträge mit Ihnen abgeschlossen. Über Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen berichten wir im Anhang auf Seite 82. Hinsichtlich Zusammensetzung und Arbeitsweise des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie seiner Ausschüsse wird auf die Ausführungen im Kapitel Corporate Governance dieses Geschäftsberichtes verwiesen. Die PwC Inter-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der 10.
Wirtschaftsprüfers ordentlichen Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG für 2008 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist PwC mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Im Jahr 2008 lagen die Beratungshonorare von PwC für die BRAIN FORCE HOLDING AG bei 0,12 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und prüfungsnahe Leistungen wurden 0,18 Mio. € verrechnet. Vertragliche Vereinbarungen über die Erbringung von projektbezogenen Beratungsleistungen im Jahr 2008 bestehen derzeit mit der Konzernholding zur Optimierung des Working Capital innerhalb der Gruppe.
Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Weitere Informationen zum Risikomanagement fi nden sich auf dieser Seite unten sowie im Anhang auf Seite 79.
Inhalte zu den meldepfl ichtigen Angaben nach § 243a UGB sind in folgenden Kapiteln zu fi nden: "Zur Zusammensetzung des BRAIN FORCE Kapitals", "Aktiengattungen", "Beschränkungen und Rechte", "Befugnisse der Mitglieder des Vorstandes zur Aktienausgabe und zum Aktienrückkauf" auf Seite 29 sowie im Konzernanhang auf Seite 73, unter Punkt 18, "Direkte oder indirekte Beteiligungen am BRAIN FORCE Kapital" im Kapitel BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer auf Seite 42. Es existieren weder eine Mitarbeiterbeteiligungsaktion noch ein Aktienoptionsplan im BRAIN FORCE Konzern. "Change of Control Klauseln" sind in den Vorstandsverträgen und im Schuldscheindarlehen der Deutschen Bank (siehe Anhang Seite 79) enthalten. Im Kapitel Vergütungsbericht auf Seite 28 sind die Grundsätze der Vergütungspolitik sowie eine Aufstellung über die Einzelbezüge der Vorstandsmitglieder angeführt. Auf der Unternehmenswebsite www. brainforce.com wird unter der Rubrik "Investoren/Corporate Governance/Directors' Dealings" laufend über Kauf und Verkauf eigener Aktien durch Organmitglieder berichtet.
Der BRAIN FORCE Konzern ist im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Erreichung der Ziele zur Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. Um der gewachsenen Konzerngröße (erstmals über 100 Mio. € Umsatz) und dem geänderten wirtschaftlichen Umfeld Rechnung zu tragen, hat BRAIN FORCE in 2008 das Risikomanagement verstärkt und einen zentral gesteuerten konzernweiten Prozess initiiert. Das Ziel ist es, die Risiken innerhalb der Gruppe regelmäßig und systematisch zu identifi zieren, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß zu bewerten sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung zu treffen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die TOP 10 Risiken des Konzerns gelegt.
Gemäß der dezentralen Struktur des BRAIN FORCE Konzerns liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Holdingebene wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Gesamtvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.
Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controllingprozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das 14-tägig roulierende Forecasting. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich im Rahmen der Jahresabschlussprüfung unter anderem auch die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand.
Risikomanagement und Kontrollsystem aber keine Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet
Konzernweiter Risikomanagement-Prozess mit Fokus auf die TOP 10 Risiken initiiert
Lokale Verantwortung aber zentrale Steuerung des Risikomanagements
Wichtigstes Instrument zur Risikoüberwachung ist das Berichtswesen
Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen
Aktuell keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken identifiziert
Aufbau eines gruppenweiten Cash Pools zur optimalen Konzernfinanzierung bei geringeren Kosten
Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe gesichert
Firmenwert von SolveDirect bestätigt
Währungsrisiko spielt derzeit kaum eine Rolle, wird jedoch beobachtet
Zinsänderungsrisiko wird durch das Treasury der Holding gesteuert
Fokus auf Kernkompetenzen und ertragsstarke Bereiche soll Risiko der künftigen Ergebnisentwicklung minimieren Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie fi nanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.
Nach unserer aktuellen Einschätzung weist der Konzern keine einzelnen bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf. Das größte Einzelrisiko beträgt weniger als 10% des Konzern-EBITDA 2008. Die Bewertung aller Top 10-Risiken beläuft sich in Summe auf rund 15% des Eigenkapitals. Im Folgenden werden die relevanten Risiken beschrieben und die defi nierten Gegenmaßnahmen erläutert.
Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. In 2008 wurden die Voraussetzungen für einen Cash Pool geschaffen, in den die wichtigsten Gesellschaften in Österreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden einbezogen sind. Das Cash Pooling startet zu Jahresbeginn 2009 und ermöglicht der Holding einen aktuellen Saldenabgleich, bessere Konditionen in der Veranlagung von Zahlungsmittelüberschüssen sowie eine Optimierung der Konzernfi nanzierung durch internen Liquiditätsausgleich und niedrigere Finanzierungskosten.
Der frühere Vorstand hat am 30. September 2005 eine Wandelanleihe der KEMP Technologies Inc., New York, in Höhe von 900.000 US-Dollar (fällig am 30. Juni 2009) gezeichnet, die im Rahmen des Jahresabschlusses 2008 vorsichtshalber wertberichtigt wurde. Die Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe ist aufgrund der sehr positiven Entwicklung des operativen Cash-fl ows sowie einem hohen Zahlungsmittelstand und ausreichender Banklinien gesichert und von der Rückzahlung dieser Anleihe unabhängig.
Eine Abschreibung des Firmenwertes von SolveDirect (Stand 31.12.2008: 4,68 Mio. €) war im Geschäftsjahr 2008 nicht angezeigt. In 2009 müssen Ergebnissteigerungen im Vergleich zu 2008 bei dieser Tochtergesellschaft erzielt werden, um den vom früheren Vorstand ausverhandelten hohen Kaufpreis zu rechtfertigen.
Wegen der nahezu ausschließlichen Marktpräsenz im Euroraum spielt das Währungsrisiko in der BRAIN FORCE Gruppe aktuell eine untergeordnete Rolle. Im Rahmen des geplanten Ausbaus der Geschäftsbeziehungen mit Kunden in den USA wird die Holding das Wechselkursrisiko EUR/USD beobachten und gegebenenfalls absichern.
Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten infolge einer Änderung der Marktzinssätze ergibt. Die Finanzverbindlichkeiten des BRAIN FORCE Konzerns sind zu 82% fi x und zu 18% variabel verzinst. Die Veranlagung von liquiden Mitteln erfolgt im Rahmen des Cash Pools kurzfristig und wird vom Treasury der Holding gesteuert. Eine nähere Beschreibung der Finanzierungssituation fi ndet sich im Anhang auf Seite 77.
Der BRAIN FORCE Konzern agiert in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld, zudem unterliegen Software und IT-Dienstleistungen konjunkturellen Schwankungen. Diesen Faktoren wird zum einen durch die Fokussierung auf Kernkompetenzen sowie ertragsstarke Bereiche und zum anderen durch die gezielte Erschließung neuer Technologien und Märkte im Rahmen der Strategie 2009+ (siehe Seite 36) Rechnung getragen. Ein Überangebot an IT-Beratern kann zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen. Um in diesem Bereich fl exibel agieren zu können und die Auswirkungen auf unsere Ertragslage möglichst gering zu halten, arbeiten wir im Segment Professional Services zu 46% mit freien Mitarbeitern.
Die vom BRAIN FORCE Konzern angebotene Produktpalette ist vielfältig und unterliegt einem anhaltenden, rasch ablaufenden Technologiewandel. Sie ist von einer ebenso in kurzen Zyklen ablaufenden, kontinuierlichen Veränderung der Kundenanforderungen gekennzeichnet. Durch laufende Weiterentwicklung der Produkte und Anpassung an die Marktbedürfnisse soll diesem Risiko vorgebeugt werden. Das Wachstum des BRAIN FORCE Konzerns ist zudem von Faktoren wie der Ausschöpfung des Kundenpotenzials und dem Erfolg in neuen Märkten abhängig. Um das Risiko einer Abweichung von diesen Zielfaktoren zu minimieren, erfolgt eine laufende Beobachtung und Analyse der Märkte durch die lokalen Geschäftsleiter, die ausnahmslos über langjährige Erfahrung in der IT-Branche verfügen. Zusätzlich werden zur Einschätzung künftiger Trends Studien von renommierten Marktforschungsinstituten herangezogen, um fundierte Entscheidungen über die Ausrichtung des Konzerns treffen zu können.
Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis gibt es in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifi kante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Für die Gruppe ist dieses Risiko deutlich gemindert, da die fünf größten Kunden nur rund 30% des Konzernumsatzes ausmachen. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung für BRAIN FORCE zu minimieren, wird laufend an der Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung der Abhängigkeiten gearbeitet. Zusätzlich legen wir in 2009 einen Schwerpunkt auf die Beobachtung des Forderungsausfallsrisikos und haben ein Projekt zur Optimierung des Working Capital gestartet.
Hochqualifi zierte Fach- und Führungskräfte sind in unserer Branche ein wichtiger Erfolgsfaktor. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen und um unsere Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, bieten wir attraktive, erfolgsorientierte Vergütungssysteme und Weiterbildungsprogramme an.
Der BRAIN FORCE Konzern arbeitet entweder gemeinsam mit seinen Kunden an der Erstellung und Integration von Individualsoftware oder verkauft Standardsoftwarelösungen, die zumeist selbst (weiter)entwickelt werden. Um mögliche Haftungsbelastungen aus Programmfehlern frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen, werden sowohl Entwicklung als auch Implementierung der jeweiligen Produkte qualitätsgesichert auf Basis defi nierter Prozesse durchgeführt. Nach Fertigstellung erfolgt ein Abnahmetest durch den Kunden, entweder mit der Bestätigung der ordnungsgemäßen Arbeitsweise der Programme oder mit Mängelerfassung und notwendigen Korrekturen. Programmfehler werden im Rahmen der Gewährleistungsfrist beseitigt. Durch laufendes Projekt-Controlling sollen eventuelle Haftungsrisiken aus Projekten minimiert werden. Je nach Größe und Risikopotenzial der Projekte ist ein Risiko- und Änderungsmanagement im Rahmen der Projektabwicklung installiert. Eine rechtliche Überprüfung aller wesentlichen Verträge ist verpfl ichtend vorgeschrieben. Für spezifi sche Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zur Versicherungsprämie ausgerichtet wird.
Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen und rechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.
Im Zusammenhang mit der im September 2007 erfolgten Abberufung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, Helmut Fleischmann, und den beiderseits bei Gericht eingereichten Klagen besteht kein Risiko mehr, da im November 2008 ein außergerichtlicher Vergleich geschlossen wurde.
Angebotspalette orientiert sich am Kundenbedarf sowie erwarteten Trends und wird laufend adaptiert
Top 5 Kunden sind für rund 30% des Konzernumsatzes verantwortlich
Mitarbeiterbindung durch erfolgsorientierte Vergütung und Trainings
Für spezifische Haftungen aus Verträgen werden Versicherungen abgeschlossen
Entscheidungen werden auf Basis von internen und externen Beratungen getroffen
Vergleich mit ehemaligem CEO
Führende IT-Service-Gruppe mit 1.153 Mitarbeitern in sieben Ländern Europas
BRAIN FORCE wurde 1983 gegründet
BRAIN FORCE ist eine führende IT-Service-Gruppe mit 1.153 Mitarbeitern an 12 Standorten in sieben europäischen Ländern. Die Konzernzentrale des an der Wiener Börse notierten Unternehmens befi ndet sich in Wien, Österreich. Der größte Umsatzanteil wird in Deutschland mit 48% erwirtschaftet, gefolgt von Süd-Westeuropa (vor allem Italien) mit 27%, Zentral-Osteuropa (vor allem Österreich) mit 15% und Nordeuropa (in den Niederlanden) mit 10%.
Gegründet 1983 hat BRAIN FORCE seit dem Börsegang im Jahr 1999 (am Neuen Markt in Frankfurt) ihr Angebotsportfolio deutlich ausgebaut. Das Kerngeschäft basiert aktuell auf zwei Säulen.
X Im Bereich Business Solutions werden Lösungen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse von Unter nehmen zusammengefasst, mit deren Hilfe sie Wettbewerbsvorteile erzielen.
X Im Bereich Infrastructure Optimization werden Lösungen angeboten, die Unternehmen zu einer besser managebaren und effi zienteren IT Infrastruktur verhelfen und so die Produktivität der Kunden steigern sowie die Kosten senken.
Ergänzt werden diese Angebote durch Professional Services ("Body Leasing") in Deutschland und Österreich, wo BRAIN FORCE IT-Spezialisten für Kundenanforderungen rekrutiert und bereitstellt.
BRAIN FORCE ist an folgenden Standorten vertreten:
BRAIN FORCE liefert intelligente IT-Lösungen auf Basis von Best Practices, effektiven Services und innovativen Produkten in den Bereichen Business Solutions und Infrastructure Optimization. Professional Services ergänzen das Angebot durch die Bereitstellung und das Rekrutieren der richtigen IT-Experten zum richtigen Zeitpunkt. Kunden profi tieren so von maßgeschneiderten Serviceangeboten, fl exiblen Lösungen und Produkten.
| Business Solutions | Infrastructure Optimization | |
|---|---|---|
| Enterprise Resource Planning Customer Relationship Management Corporate Performance Management / Business Intelligence |
Implementierung in jedem Land mit Hilfe von Business Units vor Ort |
Server and Data Management Workspace Management Application Provisioning and Control Communication and Collaboration |
| Financial Services Solutions | gesteuert durch Competence Center ("do once-Prinzip") |
IT Service Management Solutions Network Management & Billing |
Rekrutierung und Einsatzplanung von IT-Spezialisten in ausgewählten Ländern
Intelligente IT-Lösungen tragen zum wirtschaftlichen Erfolg der Kunden bei
BRAIN FORCE liefert optimierte Lösungen für geschäftskritische Prozesse
Wir verhelfen Kunden zu einer besser managebaren und effizienteren IT Infrastruktur
Unternehmensstruktur
Fusion der deutschen Tochtergesellschaften zur Nutzung von Synergien und engeren Zusammenarbeit
Im August des Geschäftsjahres 2008 hat die deutsche BRAIN FORCE Software GmbH mit der BRAIN FORCE Frankfurt GmbH fusioniert, um die Zusammenarbeit beider Gesellschaften noch weiter zu vertiefen und zudem die Kostenstruktur zu optimieren. Des Weiteren wurde die BRAIN FORCE Hamburg GmbH, eine 100%-ige Tochter der deutschen BRAIN FORCE Software GmbH, an den Thalanx-Konzern verkauft und eine weitere, tiefe Zusammenarbeit auf Projektbasis mit diesem Kunden vereinbart.
Die folgende Grafi k stellt zum Bilanzstichtag die bestehende Konzernstruktur dar:
*) wird zu 85% von der Brain Force Software s.r.o., Tschechien, und zu 15% von der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Österreich, gehalten.
Nach der erfolgreichen Konsolidierung des Unternehmens hat das Management die Weichen für die weitere Zukunft gestellt und BRAIN FORCE auf Basis des existierenden Gesamt-Portfolios auf Themen mit hohem Wachstumspotenzial fokussiert. Die zwei Standbeine des Unternehmens werden in Zukunft die Bereiche Business Solutions und Infrastructure Optimization sein.
Das Angebot in diesen beiden Wachstumsbereichen wird künftig nicht nur in einzelnen Ländern sondern konzernweit über lokale Geschäftseinheiten abgedeckt, wodurch der Wiedererkennungswert der Marke BRAIN FORCE auf internationaler Ebene gesteigert werden soll. Darüber hinaus vermarktet BRAIN FORCE das bestehende Angebot (FINAS Suite, Rebecca, Jupiter, SolveDirect, ICT Suite) auf Basis einer Competence Center Struktur nach dem "do-once-Prinzip" von einer zentralen Stelle aus, um Know-how zu bündeln und Kosten zu sparen.
Zur Stärkung der Position im Bereich Business Solutions werden einerseits Übernahmemöglichkeiten von bereits am Markt etablierten Anbietern in den Bereichen ERP, CRM und CPM/BI geprüft. Andererseits wird die Vermarktung eigener Softwarelösungen wie FINAS Suite (Vertriebs- und Beratungslösungen für Finanzdienstleister) von München aus, Rebecca (Hypothekenverwaltung) und Jupiter (Asset Management) von Tschechien bzw. Slowakei aus entsprechend dem jeweiligen Marktpotenzial forciert.
Das Augenmerk im Bereich Infrastructure Optimization liegt darauf, Dienstleistungen und Software-Produkte mit Wachstumspotenzial, die bereits heute im Konzern in einzelnen Ländern erfolgreich vermarktet werden und internationalisierbar sind, auch in anderen Märkten anzubieten. Dazu zählen insbesondere die Lösungen Workspace Management sowie Server und Data Management für User-orientierte, dynamische Arbeitsplätze und das Angebot im Bereich Application Provisioning & Control für hochverfügbare und kom-
Konzentration auf Lösungen mit hohem Wachstumspotenzial
Schaffung einer klaren Kernkompetenz und Steigerung des Wiedererkennungswertes
Ausbau der Position bei Business Solutions durch Akquisitionen angestrebt
Organischer Aufbau von Infrastructure Optimization Lösungen in allen BRAIN FORCE Märkten
patible Applikationen. Dieser Geschäftsbereich soll organisch in allen bestehenden lokalen Märkten weiter aus- bzw. aufgebaut werden.
Ergänzt wird das Portfolio in diesem Bereich durch Lösungen zu den Themen IT Service Management (SolveDirect Solutions vom Standort Wien, Österreich), Network Management & Billing (ICT Suite aus Berlin, Deutschland) und Communication & Collaboration (aus Veenendaal, Niederlande), die jeweils von einem zentralen Standort aus vermarktet werden.
Die BRAIN FORCE Lösungen fokussieren auf effi ziente Beratung hinsichtlich der Auswahl, Implementierung und Wartung geeigneter Produkte. Teilweise werden diese Produkte im Haus entwickelt und teilweise von Partnern bezogen. BRAIN FORCE stellt auch unabhängig von Softwareprodukten geeignete Experten für Kundenprojekte zur Verfügung. Dafür bestehen in Österreich und Deutschland eigene strategische Competence Center im Bereich Professional Services ("Body Leasing").
Durch die neue strategische Ausrichtung soll eine klar erkennbare Kernkompetenz zur stärkeren Wahrnehmung der BRAIN FORCE Gruppe am Markt geschaffen, größere Umsatzpotenziale eröffnet und eine verbesserte Kostenstruktur erreicht werden. Nach den zahlreichen Akquisitionen in der Vergangenheit liegt nunmehr der Fokus auf der effi zienten Integration der neuen Unternehmen sowie der Nutzung von Synergien. Damit soll das erfolgreich laufende Geschäft weiter gestärkt und die Basis für den Auf- bzw. Ausbau neuer zukunftsweisender Bereiche gelegt werden.
Die optimale Kombination von Software und Services zum Nutzen unserer Kunden ist für den Erfolg von BRAIN FORCE ausschlaggebend und die laufende Verbesserung unserer Angebote deshalb unerlässlich. Forschung und Entwicklung des Konzerns konzentriert sich auf die Bereiche Business Solutions und Infrastructure Optimization. Im Geschäftsjahr 2008 hat BRAIN FORCE insgesamt 1,30 Mio. € in Eigenentwicklungen von Softwareprodukten investiert.
Im Bereich Business Solutions wurden im abgelaufenen Jahr von unserer Tochtergesellschaft in Deutschland neue Software-Lösungen aus dem FINAS-Umfeld entwickelt und den Marktbedingungen im Banken und Versicherungsbereich angepasst. Mit BRAIN FORCE Abgeltungsteuer Plus wurde eine Lösung auf den Markt gebracht, die eine verbesserte Anlageberatung ermöglicht, um das Portfolio von Privatkunden im Zuge der deutschen Steuernovellierung zu optimieren. Mit der Lösung BRAIN FORCE Wohnriester haben wir zusätzlich eine Lösung entwickelt, die Beratungsgespräche zur Altersvorsorge in Deutschland deutlich vereinfacht. Mit BRAIN FORCE Basisrente direkt wurde zudem eine weitere Beraterlösung zur Berechnung der Altersvorsorge eingeführt, die einen effi zienten Abgleich zwischen dem alten und dem neuen Steuerrecht in Deutschland aufzeigt. Zusätzlich hat BRAIN FORCE Deutschland die Software BRAIN FORCE Vorsorgeoptimierung von der technischen Prüforganisation TÜV Süd zertifi zieren und als rechtssichere sowie effi ziente Beraterlösung bestätigen lassen.
In Italien hat unsere Tochtergesellschaft für MS Dynamics NAV eine neue Add-on Version auf den Markt gebracht, die eine signifi kante Erweiterung im Vergleich zur Standardversion bedeutet und Funktionalitäten wie Bankauskunftsmanagement, Kostenstellen-Umgliederung und Periodenrechnung einschließt. Der Verkaufsstart wurde dabei terminlich so gewählt, dass unsere Kunden rechtzeitig den neuen Anforderungen der italienischen Finanzgesetzgebung entsprechen können. Für die ERP-Eigenentwicklung Visual Space hat BRAIN FORCE Italien im vierten Quartal die Release 8.8 präsentiert, womit zum einen die Benutzeroberfl äche an das Look and Feel von MS Outlook angepasst und zum anderen funktionelle sowie schnittstellentechnische Erweiterungen berücksichtigt wurden. Außerdem konnte mit dem Erwerb des Produktes MyPlan und der Rekrutierung eines kleinen Teams die Kompetenz im Bereich Supply Chain Management neu aufgebaut und die Angebotspalette im Bereich der ERP-Add-ons ergänzt werden.
Zentrale Vermarktung bestehender Lösungen
Ergänzung des Kerngeschäftes durch Professional Services in Deutschland und Österreich
Schaffung von Umsatzpotenzialen und Verbesserung der Kostenstruktur
Forschung und Entwicklung im Bereich Business Solutions und Infrastructure Optimization
Weitere Beraterlösung im FINAS-Umfeld, TÜV Süd zertifiziert BRAIN FORCE Vorsorgeoptimierung
Neue Versionen für ERP-Lösungen sowie Aufbau einer Supply Chain Management Kompetenz in Italien
BRAIN FORCE Packaging Robot 2.1 macht Einführung von neuen Systemen noch schneller und kostengünstiger
Neue SolveDirect-Lösungen verbessern die IT Service-Qualität
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE
Schulungen und Wissenstransfer sorgen für Mitarbeiterzufriedenheit
Im Bereich Technology & Infrastructure wurde in den Niederlanden eine neue Version des BRAIN FORCE Desktop Manager auf den Markt gebracht. Damit lassen sich in Unternehmen Server und PCs noch besser steuern und überwachen. Ergänzt wurde auch ein Softgrid Support, der die Administration von Konfi guration, Anwendungen und Nutzerprofi len von einem zentralen Server auf einzelne PCs erleichtert, was den Aufwand für die Verwaltung der IT-Infrastruktur innerhalb eines Unternehmens deutlich reduziert und Kosten spart. Mit der Vermarktung der Version Packaging Robot 2.1 wurde im vierten Quartal 2008 gestartet. Unternehmen, die ihre Softwareapplikationen virtualisieren wollen, haben damit nun die Möglichkeit, VMware ThinApp Pakete zu generieren. Bestehende Formate können so virtualisiert werden, was die Einführung von neuen Softwarelösungen und -systemen in Firmennetzwerken noch schneller und kostengünstiger macht.
Die BRAIN FORCE Division SolveDirect in Österreich hat das Produkt SD.cube ML (ML steht für Multi Level) den neuen Anforderungen des Marktes angepasst. Der SD.cube ML ermöglicht einen standardisierten und automatisierten Serviceprozess zwischen mehreren Teilnehmern (Service Customer und Service Provider) und schafft so einen transparenten Serviceprozess. Ein wichtiger Baustein des SD.cube ML zur effi zienten Steuerung des Service Managements im Unternehmen bildet dabei das SD.cockpit. Es liefert einen Überblick über die wichtigsten IT Service Management Kennzahlen, womit die Qualität der IT Services verbessert und Entscheidungen durch "real-time monitoring" optimiert werden können. Ende 2008 hat SolveDirect seinen Winter Release 5.0 veröffentlicht. Diese IT Service Management Plattform bietet neben Vereinfachungen für schnelleres, effi zienteres Arbeiten drei spezielle Funktionen für Service Customer und Service Provider: SD.calendar zur Optimierung der Techniksteuerung im Helpdesk, SD.survey zur Messung der IT Service-Qualität und SD.cockpit zur Steuerung der gesamten Service Supply Chain mit allen eingebundenen Service-Partnern.
Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE. Ihr Know-how und Engagement sind für den Unternehmenserfolg ausschlaggebend. Unseren Mitarbeitern ist es zu verdanken, dass wir in 2008 sehr gute operative Ergebnisse erzielt haben und BRAIN FORCE wieder zu einem erfolgreichen Wachstumsunternehmen ausrichten konnten. Um den ständigen Veränderungen und Innovationen in der schnelllebigen IT-Branche gerecht zu werden, ist die kontinuierliche Schulung und fachliche Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unerlässlich – angefangen bei den IT Consultants, die für den Kunden arbeiten, bis zur Belegschaft in Verwaltung und Vertrieb.
Regelmäßige Trainingsprogramme auf Basis von Microsoft, VMware und Citrix, wie in den Niederlanden, sorgen einerseits für hohe Kundenakzeptanz und gewährleisten andererseits eine überdurchschnittliche Mitarbeiterzufriedenheit, wie eine interne Umfrage ergab. Um in Italien eine bessere Marktdurchdringung zu gewährleisten, müssen sich unsere Mitarbeiter kontinuierlich gemäß den neuesten Technologien von Microsoft Dynamics, Oracle, Symantec oder Cisco schulen und zertifi zieren lassen. Einen hohen Stellenwert im Konzern genießt auch der Wissenstransfer innerhalb der Gruppe. Die BRAIN FORCE Academy in Österreich bietet hierfür einen fachlichen Austausch zwischen den Bereichen Professional Services und SolveDirect. Mit dem Friday Dashboard Meeting werden zudem im monatlichen Turnus wichtige Projekte dargestellt und diskutiert. In Deutschland fi nden Roundtable-Gespräche unter der Leitung des Managements statt, die ebenfalls darauf ausgerichtet sind, den Austausch zwischen den Mitarbeitern und deren Tätigkeitsfeldern zu verbessern.
Der intensive Austausch unserer Mitarbeiter untereinander sowohl auf Geschäftsbereichsebene wie auch international, ist Teil der neuen Unternehmensstrategie. Sie sieht vor, das BRAIN FORCE Angebot in den Bereichen Business Solutions und Infrastructure Optimization auch international und auf Basis einheitlicher Vorgehensweisen zu vermarkten. Darüber hinaus werden bestehende Angebote in den Bereichen Finanzdienstleister, Service Management und ICT Suite auf Basis einer Competence Center Struktur nach dem "do-once-Prinzip" von einer zentralen Stelle aus angeboten, um Know-how zu bündeln und Kosten zu sparen. Beide Vermarktungsansätze setzen eine enge Zusammenarbeit unserer Mitarbeiter auch über Landesgrenzen voraus.
Der Personalstand im Konzern belief sich zum 31.12.2008 auf 816 angestellte Mitarbeiter, was im Konsolidierungsjahr 2008 einem Rückgang um 5% im Vergleich zu 2007 entspricht. Zusätzlich wurden zum Stichtag 313 freie Mitarbeiter in zahlreichen Kundenprojekten eingesetzt, was einem Zuwachs um 11% zum Vorjahr entspricht. In Summe waren per 31.12.2008 1.129 Mitarbeiter für BRAIN FORCE tätig, ein leichter Rückgang um 1% im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres.
Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2008 846 (Vorjahr: 854) angestellte und 307 (Vorjahr: 310) freie Mitarbeiter bei BRAIN FORCE beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter ist damit so wie der Stichtagswert um 1% gesunken und belief sich auf 1.153.
Intensiver Austausch zwischen den Mitarbeitern über Landesgrenzen hinweg als Teil der Unternehmensstrategie
Leichter Rückgang des Personalstandes im Konsolidierungsjahr 2008
Die Europäische Kommission rechnet aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise für 2009 mit einer deutlichen Konjunkturabschwächung. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der Europäischen Union soll im laufenden Jahr um 1,8% zurückgehen – eine Entwicklung die sich auch in den wichtigsten BRAIN FORCE Landesgesellschaften widerspiegeln wird. So wird aktuell mit einem Rückgang des BIP in Österreich um 1,2%, in Deutschland um 2,3% sowie in Italien und den Niederlanden um jeweils 2,0% gerechnet. Noch erwartet die Kommission europaweit eine leichte Erholung gegen Jahresende, so dass 2010 bereits wieder ein geringer Anstieg von 0,5% im BIP vorhergesagt ist. Die Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte, die Lockerung der Geldpolitik und die zahlreichen Konjunkturprogramme sollen dafür sorgen, die wirtschaftliche Situation in der Europäischen Union zu unterstützen und die schrittweise Erholung in der zweiten Jahreshälfte einzuläuten – eine Einschätzung, die das BRAIN FORCE Management nicht teilt und sich daher auf eine bis ins Jahr 2010 sehr schwache Konjunkturentwicklung einstellt.
Informationstechnologie soll in Europa auch in 2009 wachsen
BRAIN FORCE bezweifelt die aktuellen Konjunkturprognosen und stellt sich auf schwieriges Umfeld ein
Prognosen in Deutschland werden laufend nach unten korrigiert
Experten erwarten Rückgänge in der IT in Italien sowie Wachstum in Österreich und den Niederlanden
BRAIN FORCE rechnet in ihren Märkten frühestens im Laufe des Jahres 2010 mit einer Erholung der IT-Ausgaben
Jahr 2009 um 2% auf rund 315 Mrd. € steigen. Das Institut sieht die Informationstechnik für Unternehmen in einer Krisensituation von strategischer Bedeutung, weil sie die Betriebe effi zienter und wirtschaftlicher macht. Deswegen sollen laut EITO in Westeuropa die Anbieter von Software und IT Services auch im kommenden Jahr mit einem Umsatzplus von 3,2% auf 228 Mrd. € zulegen können. In Deutschland musste der Hightech-Verband BITKOM seine Umsatzerwartungen für 2009 nach unten
Wachstumsmotor in der EU soll die Informationstechnologie bleiben, die trotz einer Abschwächung der Weltwirtschaft im laufenden Jahr weiter zulegen könnte. Nach der Prognose des internationalen Marktforschungsinstituts EITO wird der Umsatz mit Computern, Software und IT Dienstleistungen in Westeuropa im
korrigieren. Nach einem erwarteten Anstieg von 1,2% in 2008 wird der Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Unterhaltungselektronik nach den jüngsten Einschätzungen im laufenden Jahr mit einem Volumen von 144,6 Mrd. € auf Vorjahresniveau bleiben. Im Bereich der Informationstechnik sieht die BITKOM-Prognose für 2009 jedoch einen Zuwachs von 1,5% auf 67 Mrd. € vor. Getragen wird das Wachstum im IT Sektor von den Anbietern von Software und IT Services, denen im Jahr 2009 ein Zuwachs um 3,1% auf 48,5 Mrd. € zugetraut wird.
In Italien rechnet die IT-Branche für 2009 mit einem Umsatzrückgang. Besser sieht es jedoch im Software-Umfeld aus, wo das Niveau vom Vorjahr gehalten werden soll. In Österreich wird gemäß Marktanalysten ein Wachstum von 4,2% erwartet, in den Niederlanden eines von 1,1%, wobei im Bereich Software sogar mit einem Plus von 5,0% und im Bereich Services mit einem Zuwachs von 4,0% gerechnet wird.
Die Einschätzungen von Experten für die IT-Branche in den Ländern Deutschland, Italien, Österreich und den Niederlanden sind nach Ansicht des BRAIN FORCE Managements zu optimistisch und wir gehen aktuell in allen unseren Märkten von leichten Rückgängen der IT Ausgaben in 2009 aus. Frühestens im Laufe des Jahres 2010 erwartet BRAIN FORCE wieder ein Anziehen der Umsätze im IT Umfeld, bis dahin werden sich die Investitionen der Kunden auf Lösungen zur Optimierung ihrer IT Infrastruktur fokussieren – Services, die BRAIN FORCE in allen Ländern anbietet.
Das Jahr 2008 war geprägt von der weltweiten Finanzkrise und massiven Einbrüchen aller relevanten Leitbörsen. Während sich im ersten Halbjahr die Börsen trotz eines massiven Anstiegs der Rohstoffpreise noch gut behaupten konnten, sorgten in der zweiten Jahreshälfte die Auswirkungen der Subprime-Krise am amerikanischen Immobilienmarkt für heftige Turbulenzen an den Kapitalmärkten. Der damit einhergehende Kollaps einiger Finanz- und Investmenthäuser – insbesondere jener von Lehman Brothers – ließ ab September die Kurse nahezu aller Branchen einbrechen. Der Wiener Leitindex ATX verlor von seinem Hoch bei 4.549 Punkten zu Jahresbeginn bis Jahresende rund 62% seines Wertes (Stand 31.12: 1.751). Eine ähnliche Situation war auch beim deutschen DAX zu beobachten, der von seinem Hoch bei 7.949 im Januar 39% einbüsste und am Jahresende mit 4.810 Punkten den Handel schloss. Aber nicht nur die Probleme zahlreicher Finanzinstitute auch die wegen der Kreditklemme erwartete Rezession in 2009 führte zu einem Rückgang aller wesentlichen Indizes. So verlor der Dow Jones Industrial in 2008 33% und die für die IT-Branche relevanten Benchmarks Nasdaq 100 sowie der TECDAX verzeichneten im Jahresverlauf Rückgänge von 41% bzw. 48%.
Die Entwicklung der BRAIN FORCE Aktie war in den ersten Monaten 2008 vom Übernahmeangebot der BF Informationstechnologie-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. geprägt. Das Delisting der Aktie in Deutschland per 13. Mai und die damit verbundene Konzentration auf die Wiener Börse hatten dagegen keine nachvollziehbaren Auswirkungen auf den Kurs. Die Aktie startete 2008 an der Wiener Börse mit einem Kurs von 1,92 € und legte mit dem Übernahmeangebot, das Ende Jänner zuerst auf 2,30 Euro je Aktie lautete und Mitte Februar auf 2,40 Euro angehoben wurde, deutlich zu. Anfang April erreichte der Kurs ein Jahreshoch von 2,58 €. Bis Oktober bewegte sich der Wert ohne größere Ausschläge um den Preis des im Juli abgelaufenen Übernahmeangebots und musste erst mit der Verschärfung der Finanzkrise im Oktober trotz der inzwischen absehbaren hervorragenden Geschäftsentwicklung starke Kursverluste bis auf ein Jahrestief von 1,01 € Ende November hinnehmen. Im Dezember erholte sich der Kurs wieder deutlich und schloss zum Jahresende bei 1,89 €, was einer Börsekapitalisierung von rund 29 Mio. € entspricht.
Die Börseumsätze der BRAIN FORCE Aktie in Wien verzeichneten im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Rückgang um rund 70% auf 3,53 Mio. € oder durchschnittlich 8.166 Aktien pro Tag (Einzelzählung), was in erster Linie auf das Übernahmeangebot durch eine Tochtergesellschaft der CROSS Industries AG und den dadurch verringerten Streubesitz zurückzuführen war. Allerdings lag der außerbörsliche Umsatz am Wiener Kapitalmarkt in 2008 bei beachtlichen 12,7 Mio. € und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht (2007: 4,0 Mio. €). Damit wurden rund 78% des gesamten Handels in BRAIN FORCE Aktien im Jahr 2008 außerbörslich durchgeführt und die Gesamtumsätze (Börse und OTC) sind 2008 sogar um 1% angestiegen.
Die weltweite Finanzkrise führt zu starken Einbrüchen aller relevanten Leitindizes
Kursentwicklung der BRAIN FORCE Aktie war in 2008 stark durch das Übernahmeangebot geprägt
Börseumsatz der Aktie durch Übernahmeangebot gesunken, OTC-Handel stark gestiegen
ATX – Austrian Traded
Index (indexiert)
| Kennzahlen je Aktie | 2008 | 2007 | Vdg. in % | |
|---|---|---|---|---|
| Ergebnis | in € | -0,14 | -1,29 | +89 |
| Ergebnis bereinigt1) | in € | 0,09 | -0,47 | >100 |
| Dividende | in € | 0,00 | 0,00 | - |
| Free Cash-flow2) | in € | 0,25 | -0,30 | >100 |
| Eigenkapital | in € | 1,57 | 1,71 | -8 |
| Höchstkurs | in € | 2,58 | 3,46 | -25 |
| Tiefstkurs | in € | 1,01 | 1,76 | -43 |
| Ultimokurs | in € | 1,89 | 1,92 | -2 |
| Höchst KGV3) | 27,8 | -7,4 | - | |
| Tiefst KGV3) | 10,9 | -3,8 | - | |
| Ultimo KGV3) | 20,3 | -4,1 | - | |
| Gewichtete Aktienzahl | in Tsd. € | 15.387 | 15.387 | 0 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 29,08 | 29,54 | -2 |
| Ø Börseumsatz/Tag | in Tsd. € | 36,67 | 98,05 | -63 |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge, vgl. dazu Erläuterungen Seite 44 und 45 2) Cash-fl ow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-fl ow plus Akquisitionen
3) bezogen auf bereinigtes Ergebnis je Aktie
Für das Geschäftsjahr 2008 wird der Vorstand der Hauptversammlung am 14. Mai 2009 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten, um Cash- und Finanzierungsreserven zur Umsetzung der Wachstumsstrategie aufzubauen.
Vorstand schlägt vor, keine Dividende auszuschütten
1 BEKO HOLDING AG 53,85%
2 CROSS Industries AG 0,63%
3 Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR) 11,40%
4 Free Float 34,12%
Am 20. März 2008 hat die BF Informationstechnologie-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (BFIB), eine Tochtergesellschaft der Unternehmens Invest AG und der CROSS Industries AG, ein Pfl ichtangebot an die BRAIN FORCE Aktionäre in Höhe von 2,40 € je Aktie zur Übernahme aller Anteile an der BRAIN FORCE HOLDING AG gelegt. Nach Ablauf des Übernahmeangebotes am 22. Juli 2008 hielt die BFIB 46,82% am Grundkapital des Unternehmens und verfügte durch einen Stimmbindungsvertrag mit der BEKO HOLDING AG über Stimmrechte in Höhe von 53,14%. Die Helmut Fleischmann Privatstiftung hat per Ende Juli ihren Anteil auf unter 5% reduziert.
Im September wurde die BFIB zu 100% in die BEKO HOLDING AG eingebracht, die aktuell 53,85% an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält. Die CROSS Industries AG, die Muttergesellschaft von BEKO hat weitere 0,63 % der Aktien unseres Unternehmens in ihrem Besitz. Weiters wurden wir informiert, dass der Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR), Köln, Deutschland per 21. Jänner 2009 über 11,40% der Stimmrechte an der BRAIN FORCE HOLDING AG verfügt. Gesellschafter dieses Investmentclubs sind rund 1.000 deutsche Privataktionäre. Darüber hinaus befi ndet sich das Grundkapital in Höhe von 15.386.742 € bzw. Stückaktien im Streubesitz.
Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verfolgt in seiner Investor Relations Arbeit eine transparente und professionelle Kommunikation. Dabei ist es unser Bestreben, bei allen kapitalmarktrelevanten Zielgruppen Vertrauen in das Unternehmen zu schaffen. Die Funktion der Investor Relations ist dem Finanzvorstand bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Das Ziel unserer IR-Arbeit ist es, ein richtiges Bild des Unternehmens zu vermitteln, um so eine korrekte Bewertung der BRAIN FORCE Aktie zu ermöglichen.
Das BRAIN FORCE Management hat das Unternehmen im vergangenen Jahr bei zwei Investorenkonferenzen und mehreren Einzelgesprächen präsentiert. Dabei war das Eigenkapitalforum in Frankfurt am 12. November ein wichtiger Event, um den Investoren und Analysten die sehr guten Ergebnisse zum 3. Quartal 2008 und eine höhere Prognose für das Gesamtjahr bekanntzugeben sowie die neue Unternehmensstrategie vorzustellen. Zudem wurde im Zuge des Relaunch der Website auch der Investoren-Bereich neu gestaltet, um allen am Unternehmen und der Aktie Interessierten eine übersichtliche Plattform mit allen relevanten Informationen zu bieten.
Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG wurde am 3. März 2009 von der Wiener Börse AG informiert, dass die Aktien des Unternehmens per 23. März 2009 aus dem Prime Market Segment ausscheiden. Die Wiener Börse begründete diese Entscheidung ausschließlich damit, dass BRAIN FORCE das Kriterium der Mindestkapitalisierung des Streubesitzes nicht mehr erfüllt. Ab 23. März 2009 werden die Stammaktien der BRAIN FORCE HOLDING AG daher im Standard Market Continuous der Wiener Börse gehandelt. Unsere Aktionäre können sich darauf verlassen, dass BRAIN FORCE trotz des Wechsels in ein anderes Marktsegment weiterhin die strengen Corporate Governance- und Transparenzstandards des Prime Markets erfüllt.
Die BRAIN FORCE Aktie (15.386.742 ausgegebene Stückaktien, nennwertlos) wird aktuell von SES Research (Hamburg, Deutschland) gecovert. Alle Analysen zum Unternehmen stehen im IR-Bereich unserer Website ab dem Jahr 2005 zum Download bereit.
Investor Relations: Thomas Melzer Telefon: +43 1 263 09 09 12 E-Mail: [email protected] Internet: www.brainforce.com Wiener Börse: BFC Reuters: BFC.VI Bloomberg: BFC AV Datastream: O:BFS ISIN: AT0000820659
Ziel der IR ist es, bei allen Kapitalmarktteilnehmern Vertrauen zu schaffen
Nach Relaunch der Website und des IR-Bereiches stehen alle relevanten Informationen zum Download bereit
BRAIN FORCE notiert ab 23. März im Standard Market Continuous
Analysen zum Unternehmen sind auf der Website verfügbar Ergebnis- und Bilanzanalyse
Sehr gute operative Entwicklung in 2008
1 Deutschland 51,25 Mio. €
2 Zentral-Osteuropa 15,48 Mio. €
3 Süd-Westeuropa 28,42 Mio. €
4 Nordeuropa 11,06 Mio. €
Das Geschäftsjahr 2008 ist aus operativer Sicht sehr positiv verlaufen. Dafür waren die konsequent und rasch umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen der letzten eineinhalb Jahre sowie die Konzentration auf ertragsstarke Geschäftsbereiche verantwortlich.
Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um 8% auf 106,21 Mio. € gestiegen, wobei in sämtlichen Regionen Umsatzzuwächse erwirtschaftet werden konnten. Bereinigt um die im Juli 2007 akquirierte SolveDirect.com Internet-Service GmbH, Wien, sowie der per 30.09.2008 endkonsolidierten BRAIN FORCE Hamburg GmbH, belief sich das organische Wachstum auf 6%. Die Region Deutschland hat trotz des Verkaufs der BRAIN FORCE Hamburg GmbH den Umsatz um 10% auf 51,25 Mio. € gesteigert und 48% zum Konzernumsatz beitragen. In Zentral-Osteuropa hat sich der Umsatz um 5% auf 15,48 Mio. € erhöht und das Segment erwirtschaftete 15% Umsatzanteil. Die Region Süd-Westeuropa verzeichnete einen Anstieg um 4% auf 28,42 Mio. €, was einem Anteil von 27% am Konzernumsatz entspricht. Mit +17% auf 11,06 Mio. € zeigte die Region Nordeuropa ein zweistelliges Umsatzwachstum und kam auf 10% Umsatzanteil. Eine stärkere Nachfrage nach IT-Services und -Produkten sowie zufriedenstellende wirtschaftliche Rahmenbedingungen haben sich trotz einer Straffung des Produkt- und Leistungsportfolios positiv auf den Geschäftserfolg der BRAIN FORCE Gruppe ausgewirkt.
| Rentabilitätskennzahlen | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| in % | in % | |
| Bruttoergebnis zu Umsatz | 25,8 | 19,6 |
| Vertriebskosten zu Umsatz | 10,9 | 12,1 |
| Verwaltungskosten zu Umsatz | 10,3 | 14,5 |
| EBITDA-Marge operativ 1) | 7,3 | 2,5 |
| EBIT-Marge operativ 1) | 3,6 | -2,6 |
1) bereinigt um nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge
Das Berichtsjahr 2008 ist auch ergebnismäßig äußerst positiv verlaufen. Das Konzern-EBITDA stieg von 0,35 auf 7,79 Mio. € und das EBIT (operatives Ergebnis) von -16,68 auf 3,83 Mio. €. Im EBIT des Vorjahres waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 11,74 Mio. € sowie Restrukturierungskosten von 2,41 Mio. € enthalten. Auch der rein operative Vergleich zeigt einen signifi kanten Ergebnisanstieg um 6,36 Mio. €, den alle operativen Gesellschaften mitgetragen haben. Auch die Konzernholding lieferte mit Kosteneinsparungen in Höhe von 0,73 Mio. € einen wesentlichen Beitrag dazu.
| EBIT nach Regionen | 2008 | 2007 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Deutschland | 2,47 | -11,51 | >100 |
| Zentral-Osteuropa | 0,50 | -0,18 | >100 |
| Süd-Westeuropa | 1,07 | 0,86 | +24 |
| Nordeuropa | 0,40 | -1,74 | >100 |
| Holding und Sonstiges | -0,60 | -4,12 | +85 |
| BRAIN FORCE Gruppe | 3,83 | -16,68 | >100 |
Deutliche Ergebnissteigerung in Deutschland
Die Region Deutschland steigerte das EBIT nach einem von Abschreibungen und Restrukturierungen geprägten Vorjahr von -11,51 auf +2,47 Mio. €. Im Vorjahresergebnis waren 9,16 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen und Restrukturierungskosten in Höhe von 0,93 Mio. € enthalten. Der operative Vergleich zeigt somit einen Anstieg um 3,89 Mio. €.
Positives EBIT in Zentral-Osteuropa
Das EBIT in Zentral-Osteuropa stieg von -0,18 auf +0,50 Mio. €. Im Vorjahr waren 0,13 Mio. € außerplanmäßige Abschreibungen sowie Restrukturierungskosten von 0,20 Mio. € angefallen. Im Vorjahresvergleich konnte das operative EBIT somit um 233% gesteigert werden.
In Süd-Westeuropa erreichte das EBIT 1,07 Mio. €, während das Betriebsergebnis in 2007 mit 0,86 Mio. € aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen (0,38 Mio. €) sowie Restrukturierungskosten (0,55 Mio. €) deutlich geringer ausfi el.
Die Region Nordeuropa konnte in 2008 das EBIT von -1,74 auf +0,40 Mio. € erhöhen. Das Vorjahr war durch außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 2,07 Mio. € belastet. Restrukturierungskosten waren in Nordeuropa keine angefallen.
Vom Konzernumsatz 2008 entfallen 26,20 Mio. € (Vorjahr: 26,15 Mio. €) oder 25% auf das Geschäftsfeld Professional Services, der Bereich Business Solutions erwirtschaftete 38,21 Mio. € (Vorjahr: 38,16 Mio. €) oder 36% und 41,80 Mio. € (Vorjahr: 34,02 Mio. €) oder 39% sind dem Bereich Technology & Infrastructure zuzuschreiben. Im Vorjahresvergleich zeigten sich die Umsätze der Geschäftsfelder Professional Services und Business Solutions nahezu unverändert, während der Bereich Technology & Infrastructure deutliches Wachstum erwirtschaftete. Die beschriebene Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus zweistelligen Umsatzsteigerungen der BRAIN FORCE B.V., Niederlande und der Frankfurter Geschäftsstelle der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Deutschland.
| Gewinn- und Verlustrechnung | 2008 | 2007 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Umsatzerlöse | 106,21 | 98,33 | +8 |
| Herstellungskosten | -78,79 | -79,06 | -0 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 27,41 | 19,28 | +42 |
| Vertriebskosten | -11,53 | -11,90 | -3 |
| Verwaltungskosten | -10,98 | -14,24 | -23 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -1,75 | -1,71 | +13 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 0,69 | 0,53 | +71 |
| Firmenwertabschreibung | 0 | -8,65 | -100 |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 3,83 | -16,68 | >100 |
| Finanzergebnis | -1,45 | -0,71 | >100 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | -0,51 | -100 |
| Ergebnis vor Steuern | 2,38 | -17,91 | >100 |
| Ertragsteuern | -4,48 | -2,00 | >100 |
| Ergebnis nach Steuern | -2,10 | -19,91 | +89 |
Leichte Verbesserung in Süd-Westeuropa
EBIT-Turnaround in Nordeuropa
Umsatz nach Geschäftsfeldern
Interest Cover von 9x in 2008
Das Finanzergebnis verschlechterte sich von -0,71 auf -1,45 Mio. €. Vom Rückgang in Höhe von 0,73 Mio. € entfallen 0,63 Mio. € auf die Abschreibung der KEMP-Wandelanleihe und der Rest auf höhere Zinsaufwendungen zur Finanzierung der variablen Kaufpreisanteile (Earn-out) aus Vorperioden. Der Interest Cover (Verhältnis von EBITDA zu Zinsergebnis) belief sich in 2008 auf 9x.
Das Ergebnis vor Steuern erreichte +2,38 Mio. € nach -17,91 Mio. € im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern stieg von -19,91 auf -2,10 Mio. €. Es konnte zwar eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden, aufgrund einer Änderung in der deutschen Steuergesetzgebung musste allerdings eine Abschreibung von aktivierten Verlustvorträgen in Höhe von 2,90 Mio. € vorgenommen werden, woraus das negative Ergebnis resultierte.
Das Ergebnis je Aktie (EPS nach IFRS) verbesserte sich von -1,29 auf -0,14 €. Nach Bereinigung um die im Geschäftsjahr 2008 angefallenen einmaligen Aufwendungen für die Abschreibung der KEMP-Wandelanleihe sowie der deutschen Verlustvorträge errechnet sich ein bereinigtes EPS von +0,09 €, dem ein um Restrukturierungskosten und außerplanmäßige Abschreibungen bereinigtes EPS 2007 von -0,47 € gegenübersteht.
Negatives Nachsteuerergebnis durch Gesetzesänderung und Übernahme
Bereinigtes EPS verbessert sich von -0,47 auf +0,09 €
Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 11% auf 66,31 Mio. €. Dies ist in erster Linie auf eine Verbesserung des Working Capital, auf geringere Rückstellungen für Kaufpreiszahlungen und die damit verbundene Reduktion der Firmenwerte sowie auf die Ausbuchung der Verlustvorträge in Deutschland zurückzuführen. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen verringerte sich auf 43% (Vorjahr: 47%). Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 2,45 Mio. € getätigt, wovon 1,30 Mio. € auf Entwicklungskosten entfallen. Zum Stichtag 31.12.2008 summieren sich die bilanzierten Entwicklungskosten auf 2,92 Mio. € (Vorjahr: 3,31 Mio. €) und betragen somit 4% (Vorjahr: 4%) vom Gesamtvermögen. Die Firmenwerte verringerten sich vor allem durch ergebnisneutrale Anpassungen der variablen Kaufpreisverpfl ichtungen (Earn-out-Zahlungen) um 1,35 Mio. €. Auf die Akquisition der BRAIN FORCE B.V., Niederlande (vormals VAI B.V.) entfallen davon 0,32 Mio. €, auf die Akquisition der SolveDirect.com Internet-Service GmbH 0,90 Mio. €. Bilanzsumme geht um 11% zurück Aktivierte Eigenleistungen betragen 4% vom Gesamtvermögen Erfolgsneutrale Verringerung der Firmenwerte
Abschreibung der KEMP-Wandelanleihe
Ausbuchung der deutschen Verlustvorträge wurde nach Gesetzesänderung und Übernahme notwendig
Zum 31.12.2008 betragen die latenten Steueransprüche 0,05 Mio. €. Diese liegen somit um 2,58 Mio. € unter dem Vorjahreswert. Der Rückgang und somit auch der erhöhte Ertragsteueraufwand der abgelaufenen Periode sind auf die Abschreibung von aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von 2,90 Mio. € innerhalb der BRAIN FORCE Software GmbH, München, zurückzuführen. Trotz der guten Ergebnisentwicklung war die Abschreibung der steuerlichen Verlustvorträge aufgrund einer Novelle zum deutschen Körperschaftsteuergesetz vorzunehmen. Mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 wurde die Verlustabzugsbeschränkung deutlich verschärft. Ab Beginn des Geschäftsjahres 2008 sieht die Regelung im Falle von mittelbaren oder unmittelbaren Anteils- oder Stimmrechtsübertragungen eine Einschränkung des Verlustabzuges vor. Durch das Übernahmeangebot der BF Informationstechnologie-Beteiligungsgesellschaft m.b.H. (BFIB) und der anschließenden Einbringung dieser Gesellschaft in die BEKO HOLDING AG fand im Jahr 2008 eine mehrheitliche Übernahme der BRAIN FORCE HOLDING AG statt. Nach IFRS mussten daher die Verlustvorträge ausgebucht werden. Die Verfassungsmäßigkeit dieser Verlustvortragsregelung wird von Rechtsexperten jedoch bezweifelt, was zu einer Gesetzesänderung und in weiterer Folge zu einer Reaktivierung der Verlustvorträge führen könnte. BRAIN FORCE wird bis zu einer allfälligen Entscheidung des Höchstgerichts die Veranlagungen durch die deutschen Steuerbehörden bekämpfen.
| Bilanzkennzahlen | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| Eigenkapital | in Mio. € | 24,15 | 26,27 |
| Eigenkapitalquote | in % | 36,4 | 35,3 |
| Nettoverschuldung | in Mio. € | 4,89 | 6,53 |
| Gearing | in % | 20,2 | 24,9 |
| Working Capital | in Mio. € | 5,38 | 4,77 |
| Working Capital zu Umsatz | in % | 5,1 | 4,9 |
| Nettoverschuldung / EBITDA | 0,6 | 18,7 | |
| EBITDA / Zinsergebnis | 9,3 | 0,5 | |
| EBIT / Zinsergebnis | 4,6 | n.a. | |
| FFO1) / Nettoverschuldung | in % | 98,2 | n.a. |
1) FFO = Funds from Operations = Cash-fl ow aus dem Ergebnis
Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um 1,89 Mio. € auf 37,63 Mio. € und betragen 57% (Vorjahr: 53%) des Gesamtvermögens. Der absolute Rückgang ist im Wesentlichen auf den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Trotz des Umsatzanstiegs von 8% konnten durch gezieltes Management die Forderungen um 5% reduziert werden. Die Außenstandsdauer der Kundenforderungen (DSO) reduzierte sich zum Jahresende von 84 auf 80 Tage. Dieser hohe Wert ist vor allem auf die Zahlungsmoral in Italien zurückzuführen.
Die Zahlungsmittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, verringerten sich um 7% auf 8,80 Mio. €. Durch den deutlichen Anstieg des operativen Cash-fl ows konnten die Zahlungsmittel trotz Investitionen von 4,64 Mio. € und einem Rückgang der Finanzverbindlichkeiten um 2,28 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau gehalten werden.
Zum 31.12.2008 beträgt das Konzerneigenkapital 24,15 Mio. € und liegt um 8% unter dem Vorjahreswert. Trotz der sehr guten Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2008 reduzierte sich das Eigenkapital ausschließlich aufgrund von Einmaleffekten (Abschreibung KEMP-Wandelanleihe 0,63 Mio. €, Abschreibung latente Steuern Deutschland 2,90 Mio. €). Bedingt durch die Reduktion der Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote von 35 auf 36%.
Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) gingen um 2,28 auf 13,69 Mio. € zurück, davon entfallen 10,98 Mio. € (Vorjahr: 11,31 Mio. €) auf langfristige Finanzverbindlichkeiten. Von den Finanzverbindlichkeiten sind 82% fi x und der Rest variabel verzinst. Eine Analyse der Fälligkeitsstruktur zeigt, dass 9,94 Mio. € der Finanzverbindlichkeiten eine Laufzeit bis 2014 aufweisen, 1,03 Mio. € sind zwischen 2010 und 2012 rückzuführen. Von den verbleibenden 2,71 Mio. € (kurzfristige Finanzverbindlichkeiten) entfallen 0,26 Mio. € auf Darlehen mit vereinbartem Tilgungsplan, 2,45 Mio. € entfallen auf ausgenützte Kontokorrent-Kreditlinien.
| Berechnung der Nettoverschuldung | 2008 | 2007 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 10,98 | 11,31 | -3 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 2,71 | 4,66 | -42 |
| - Zahlungsmittel | -8,80 | -9,44 | -7 |
| Nettoverbindlichkeiten | 4,89 | 6,53 | -25 |
Zum 31.12.2008 betrug die Nettoverschuldung 4,89 Mio. € und lag damit um 25% unter dem Vorjahreswert von 6,53 Mio. €. Die Nettoverschuldung verringerte sich durch den höheren operativen Cash-fl ow. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu EBITDA betrug 0,6x nach 18,7x im Vorjahr.
Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Stichtag 1,17 Mio. € nach 4,16 Mio. € im Vorjahr. Der Rückgang resultiert mit 2,34 Mio. € aus variablen Kaufpreiszahlungen (Earn-out-Zahlungen) aus in Vorjahren getätigten Unternehmensakquisitionen (SolveDirect und BRAIN FORCE Niederlande). Weiters führten Anpassungen für erwartete Kaufpreiszahlungen zu einer erfolgsneutralen Reduktion um 1,22 Mio. €. Für Gewährleistungen und sonstige Rückstellungen wurden in Summe 0,90 Mio. € dotiert. Die sonstigen Rückstellungen sind zur Gänze kurzfristig (Vorjahr: 2,56 Mio. €).
Reduktion der DSO von 84 auf 80 Tage
Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten
Signifikante Steigerung des operativen Cash-flows
Durch die deutliche Verbesserung des operativen Ergebnisses konnte der Cash-fl ow aus dem Ergebnis auf 4,80 Mio. € (Vorjahr: -3,96 Mio. €) gesteigert werden. Unter Berücksichtigung des Zahlungsmittelzufl usses aus dem Abbau des Working Capital wurde ein Cash-fl ow aus laufender Geschäftstätigkeit (= operativer Cashfl ow) von 6,28 Mio. € (Vorjahr: -2,02 Mio. €) erwirtschaftet. Der Cash-fl ow aus der Investitionstätigkeit erreichte -4,64 Mio. € (Vorjahr: -9,55 Mio. €). Der Free Cash-fl ow (Zahlungsmittelzufl uss aus dem operativen Cash-fl ow abzüglich Cash-fl ow aus Investitionstätigkeit zuzüglich Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen) erreichte 3,86 Mio. € (Vorjahr: -4,64 Mio. €). Aus dem Verkauf der BRAIN FORCE Hamburg GmbH, Deutschland, resultiert ein Zahlungsmittelabfl uss von 0,09 Mio. €. Der Cash-fl ow aus der Finanzierungstätigkeit zeigt einen Saldo aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von -2,28 Mio. €.
| Cash-flow Statement | 2008 | 2007 | Vdg. |
|---|---|---|---|
| in Mio. € | in Mio. € | in % | |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 6,28 | -2,02 | >100 |
| Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | -2,45 | -2,82 | +13 |
| Auszahlungen für Akquisitionen | -2,22 | -6,93 | +68 |
| Devestitionen und Sonstiges | 0,03 | 0,20 | -85 |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | -4,64 | -9,55 | +51 |
| Akquisitionen | +2,22 | +6,93 | -68 |
| Free Cash-flow | +3,86 | -4,64 | >100 |
BRAIN FORCE gliedert die Geschäftsaktivitäten in folgende Primärsegmente bzw. Regionen auf:
Die Region Deutschland steigerte den Umsatz im Geschäftsjahr 2008 um 10% auf 51,25 Mio. € und hält mit 48% den größten Anteil am Konzernumsatz. Das EBITDA stieg nach 0,26 Mio. € im Restrukturierungsjahr 2007 auf 3,92 Mio. €. Das EBIT fi el nach -11,51 Mio. € im Vorjahr mit +2,47 Mio. € wieder deutlich positiv aus. 2007 war das Ergebnis noch durch außerplanmäßige Abschreibungen und Restrukturierungskosten in Höhe von 10,09 Mio. € belastet.
Im Bereich Professional Services konnte das Auftragsvolumen bei Bestandskunden ausgebaut werden, was sich positiv auf die Auslastung der festen und freien Projektmitarbeiter auswirkte. So haben wir die Anzahl von IT-Consultants bei einem Unternehmen der Mobilfunkbranche deutlich erhöht und zwei Großkunden im Technologieumfeld gewonnen. Gleichwohl reduzierte sich der Auftragsbestand bei einem langjährigen Kunden der Halbleiterbranche, der wegen der Wirtschaftskrise ein striktes Kosteneinsparungsprogramm starten musste. Das Geschäftsjahr war geprägt von einem hart umkämpften Personalmarkt, der eine deutlich höhere Kundennachfrage nach IT-Experten vorsah als Consultants verfügbar waren.
Die Geschäftseinheit Infrastructure Optimization konnte das langjährige Roll-out-Projekt bei einer international agierenden Fluglinie nicht nur intensivieren, sondern die zukünftige Zusammenarbeit langfristig fi xieren. Weiters hat BRAIN FORCE ihre starke Position im Öffentlichen Dienst untermauert und zahlreiche Neukunden für die Netzwerkdokumentationslösung Net Organizer gewonnen sowie die erste Version des BRAIN FORCE ICT Bill bei einem Energiekonzern implementiert.
Der Bereich Business Solutions konnte zum einen bei Bestandskunden weiteres Geschäft generieren und zum anderen etliche Neukunden gewinnen. So entschied sich eine Hamburger Versicherungsgruppe neben dem BRAIN FORCE Customer Relationship Management System auch für das gesamte BRAIN FORCE Finanzanalyse Center. Darüber hinaus wurden neue Tools wie BRAIN FORCE Abgeltungsteuer Plus, BRAIN FORCE Wohnriester und BRAIN FORCE Basisrente direkt erfolgreich verkauft. Die renommierte Prüfgesellschaft TÜV Süd hat zudem die Lösung BRAIN FORCE Vorsorgeoptimierung geprüft und zertifi ziert, was die zukünftigen Vermarktungspotenziale deutlich verbessert.
Zur Jahresmitte wurden die beiden deutschen Gesellschaften in München und Frankfurt fusioniert, um eine noch engere Zusammenarbeit herbeizuführen und die Kostenstruktur weiter zu optimieren. Nach dem Auslaufen des Managed Services Vertrages mit der Thalanx-Gruppe haben wir die BRAIN FORCE Hamburg GmbH mit einem kleinen Buchgewinn an diesen Kunden verkauft.
In der Region Zentral-Osteuropa ist der Umsatz um 5% auf 15,48 Mio. € gewachsen, was einem Anteil am Konzernumsatz von rund 15% entspricht. Das EBITDA stieg um 69% auf 1,54 Mio. €. Das EBIT ist trotz der höheren Abschreibungen durch die Kaufpreisallokationen im Zuge der SolveDirect Akquisition mit +0,50 Mio. € (Vorjahr: -0,18 Mio. €) wieder positiv ausgefallen.
Im Geschäftsbereich Business Solutions (Service-Management- und Integrations-Lösungen von SolveDirect) konnten etliche Folgeaufträge bei Bestandskunden gewonnen werden. So wurde unter anderem bei einem IT-Infrastrukturdienstleister das Premium-Produkt SD.cube eingeführt und die Lösung auf die Bedürfnisse eines Anbieters für Verkehrstelematiksysteme angepasst. Nach einem leicht schleppenden Geschäftsverlauf in der ersten Hälfte 2008 konnte sich die Geschäftseinheit deutlich steigern und einen positiven Ergebnisbeitrag leisten.
Der Bereich Payroll Services (RZ-Lohn) konnte nach der Verlustsituation im Vorjahr wieder positiv bilanzieren und trug durch Kosteneinsparungen positiv zum Ergebnis bei. Auch der Bereich Professional Services zeigte trotz einer leicht rückläufi gen Anzahl der im Einsatz befi ndlichen IT-Consultants nach den durchgeführten Kosteneinsparungen eine sehr solide EBIT-Entwicklung. Neben einem größeren Auftrag eines bedeutenden Mobilfunkunternehmens in Österreich wurden mehrere kleine Projekte im Java-Umfeld realisiert.
In Tschechien wurde die erste BRAIN FORCE Net Organizer Lizenz an eine Großbank verkauft. In der Slowakei entschied sich ein Finanzdienstleister sowie ein Versicherungsunternehmen für die Asset Management Lösung Jupiter Pro.
Die Region Süd-Westeuropa erzielte einen Umsatz von 28,42 Mio. € und damit ein leichtes Plus von 4% zum Vorjahr. Der Anteil dieses Segments am Konzernumsatz belief sich auf rund 27%. Das EBITDA erreichte 1,76 nach 2,17 Mio. € im Vorjahr. Hier kamen Restrukturierungen im Segment Infrastructure Optimization in Italien und höhere Konzernverrechnungen zum Tragen. Das EBIT belief sich auf 1,07 Mio. €, während es im Vorjahr aufgrund außerplanmäßiger Abschreibungen und Restrukturierungskosten mit +0,86 Mio. € noch geringer ausfi el.
In Italien konnten etliche Kunden im Healthcare-Umfeld gewonnen werden, wobei sowohl Lösungen aus dem Infrastructure Optimization Bereich (auf Basis von VMWare) als auch aus dem Bereich Business Solutions (auf Basis von Microsoft CRM) zum Einsatz kamen. Darüber hinaus konnte BRAIN FORCE Italien seine Kompetenz im metallverarbeitenden Gewerbe unterstreichen und für die Lösung Microsoft Dynamics AX weitere Kunden gewinnen.
Fusion der Gesellschaften in München und Frankfurt
Leichter Umsatzanstieg in Zentral-Osteuropa und EBIT wieder positiv
SolveDirect legt in zweiter Jahreshälfte stark zu
Kosteneinsparungen bringen bei Payroll Services positives Ergebnis
Verkaufserfolge auch in Tschechien und der Slowakei
Schwächeres EBITDA wegen Restrukturierungskosten und höherer Konzernverrechnung
Kompetenz im metallverarbeitenden Gewerbe ausgebaut
Restrukturierung in Infrastructure Optimization sorgt für verbesserte Projekt-Pipeline
Verbessertes EBITDA und EBIT
Position im Öffentlichen Sektor weiter ausgebaut; Spitzenposition im Gesundheitswesen
Massive Kosteneinsparungen sowie Konzernverrechnung verbessern Ergebnis der Holding
Deutlicher Anstieg der Auftragslage zum Jahresende
Auftragsbestand nach Regionen
1 Deutschland 57% 2 Zentral-Osteuropa 22% 3 Süd-Westeuropa 14%
4 Nordeuropa 7%
Der Bereich Infrastructure Optimization erfuhr zu Beginn des Jahres 2008 eine grundlegende strukturelle Veränderung. Bereits im zweiten Quartal konnten viel versprechende Neuaufträge im Großkundenbereich (Large Accounts) gewonnen werden, so dass sich die Projekt-Pipeline stark verbesserte. Auch die personelle Verstärkung im Management zur optimierten Pre-Sales- und Projektabwicklung zeigte im weiteren Jahresverlauf erste Erfolge.
Die Region Nordeuropa hat den Umsatz im Berichtszeitraum um 17% auf 11,06 Mio. € gesteigert und hat einen Anteil von rund 10% am Konzernumsatz. Das EBITDA legte im gleichen Zeitraum um 6% auf 1,11 Mio. € zu und das EBIT verbesserte sich von -1,74 auf +0,40 Mio. €.
Die niederländische Gesellschaft hat ihre starke Position im Öffentlichen Sektor weiter ausgebaut und zahlreiche Kundenprojekte gewonnen. So kam die Lösung BRAIN FORCE Packaging Robot bei Stadtverwaltungen wie auch bei einem lokalen Versorger zum Einsatz. Daneben konnte BRAIN FORCE Niederlande seine Spitzenposition im Gesundheitswesen unter Beweis stellen. Der größte niederländische Krankenhausverbund setzt bei der Paketierung von Software und Systemen auf die Kompetenz von BRAIN FORCE. Zudem konnte die enge Partnerschaft mit dem IT Dienstleister Atos Origin weiter ausgebaut und gemeinsam etliche Paketierungs- und Migrationsprojekte abgeschlossen werden.
Das EBITDA hat sich im Bereich Holding und Sonstiges von -4,05 auf -0,53 Mio. € und das EBIT von -4,12 auf -0,60 Mio. € signifi kant verbessert. Kosteneinsparungen von 0,73 Mio. € in der Holding-Gesellschaft zeigten eine deutliche Wirkung auf die Ergebnisentwicklung in diesem Segment, obwohl außerplanmäßige Aufwendungen im Zuge der Übernahme anfi elen. Zusätzlich trug die Weiterverrechnung von Markenlizenzkosten an die operativen Geschäftseinheiten dazu bei, das Ergebnis dieses Segments stark zu verbessern. Zur weiteren Optimierung der Holdingkosten in 2009 wurde zum Jahreswechsel das Headquarter inklusive der österreichischen operativen Gesellschaft in ein neues Bürogebäude verlegt und somit die Mietkosten deutlich reduziert.
Der Auftragsbestand erreichte zum 31.12.2008 auf Konzernebene 32,64 Mio. € und lag damit um 24% über dem Vorjahresniveau von 26,32 Mio. €, was im Wesentlichen auf den Eingang eines Großauftrages in Deutschland zurückzuführen ist. Auch in Süd-Westeuropa konnte ein Zuwachs im Auftragsbestand registriert werden. Leichte Rückgänge waren dagegen in Zentral-Osteuropa und Nordeuropa zu verzeichnen.
Der Auftragsbestand verteilt sich zum Stichtag auf die Regionen wie folgt:
Der deutliche Zuwachs im Auftragsbestand in Deutschland resultiert aus einem neuerlichen Großauftrag einer weltweit operierenden Fluggesellschaft für unsere Niederlassung in Frankfurt, die sich auf den Bereich Managed Services spezialisiert hat. Auf Konzernebene ist der Auftragsbestand zum 31.12.2008 angesichts der schwierigen Konjunkturlage in Europa als sehr erfreulich anzusehen, auch wenn es im dritten und vierten Quartal bereits zu Verschiebungen im Auftragseingang gekommen ist.
Die BRAIN FORCE HOLDING AG hatte für das Geschäftsjahr 2008 als Guidance einen Umsatz von zumindest 100 Mio. € sowie ein EBITDA von 6 bis 7 Mio. € und ein EBIT von 2 bis 3 Mio. € ausgegeben. Diese Zielsetzung konnten wir mit einem Umsatz von 106,21 Mio. €, einem EBITDA von 7,79 Mio. € und einem EBIT von 3,83 Mio. € nicht nur erreichen, sondern deutlich übertreffen.
Es ist festzuhalten, dass die Guidance für 2008 auf Basis einer stabilen Konjunkturprognose im November 2007 abgegeben wurde und sich die Geschäftsentwicklung von BRAIN FORCE in 2008 von der Finanzund Wirtschaftskrise weitgehend unbeeindruckt zeigte. Das hat sich im ersten Quartal 2009 geändert. Die allgemeine Unsicherheit über die weitere Wirtschaftsentwicklung in den kommenden Quartalen ist evident. Die im Kapitel Wirtschaftliches Umfeld auf Seite 40 getroffenen Einschätzungen von Experten scheinen aus heutiger Sicht ein zu positives Bild zu zeichnen. BRAIN FORCE bereitet sich daher durch weitere Restrukturierungsmaßnahmen auf Umsatzrückgänge in allen Landesgesellschaften vor und wird konsequent die Kosten optimieren.
Eine seriöse Aussage zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung halten wir aktuell für unmöglich. Das Unternehmen ist jedoch gut aufgestellt und hat derzeit keinen Finanzierungsengpass. Die Cash-fl ow Entwicklung des letzten Jahres war sehr positiv, woraus zum 31.12.2008 solide Bilanzkennzahlen resultieren:
Der klare Fokus des BRAIN FORCE Managements für 2009 lautet "Optimierung des operativen Cash-fl ows". Dazu haben wir ein Working Capital Projekt gestartet, das bis zum Sommer umgesetzt wird. Unser erklärtes Ziel ist es, auch in 2009 ein positives operatives Ergebnis zu erzielen und den Konzern langfristig auf Wachstum auszurichten.
Guidance für 2008 deutlich übertroffen
BRAIN FORCE bereitet sich auf sehr schwieriges Umfeld durch weitere Restrukturierung vor
BRAIN FORCE ist gut aufgestellt, eine seriöse Aussage zur Ergebnisentwicklung derzeit unmöglich
Fokus für 2009: Optimierung des operativen Cash-flows
| Gewinn- und Verlustrechnung in EUR | Note | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 1 | 106.207.702 | 98.333.257 |
| Herstellungskosten | 2 | -78.793.977 | -79.056.321 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 27.413.725 | 19.276.936 | |
| Vertriebskosten | 2 | -11.533.529 | -11.898.283 |
| Verwaltungskosten | 2 | -10.981.742 | -14.241.460 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 2 | -1.754.501 | -1.705.580 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3 | 687.944 | 531.134 |
| Firmenwertabschreibung | 0 | -8.645.810 | |
| Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) | 3.831.897 | -16.683.063 | |
| Finanzerträge | 6 | 37.491 | 71.924 |
| Finanzaufwendungen | 6 | -1.485.745 | -785.330 |
| Finanzergebnis | 6 | -1.448.254 | -713.406 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | -513.346 | |
| Ergebnis vor Steuern | 2.383.643 | -17.909.815 | |
| Ertragsteuern | 7 | -4.484.543 | -2.004.895 |
| Ergebnis nach Steuern | -2.100.900 | -19.914.710 | |
| Ergebnis zurechenbar der Muttergesellschaft | -2.100.900 | -19.914.710 | |
| Ergebnis je Aktie | 30 | -0,14 | -1,29 |
| Kennzahlen nach geografischen Segmenten 2008 in EUR |
Deutschland | Zentral Osteuropa |
Süd Westeuropa |
Nordeuropa | Holding und Sonstiges |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (konsolidiert) | 51.248.971 | 15.482.742 | 28.420.407 | 11.055.582 | 0 | 106.207.702 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 3.922.116 | 1.536.174 | 1.756.380 | 1.113.219 | -534.597 | 7.793.292 |
| Abschreibungen | -1.448.196 | -1.040.115 | -688.432 | -715.105 | -69.548 | -3.961.396 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 2.473.920 | 496.059 | 1.067.948 | 398.114 | -604.144 | 3.831.897 |
| Finanzergebnis | -1.448.254 | |||||
| Gewinnanteil an assoziierten Unternehmen | 0,00 | |||||
| Ergebnis vor Steuern | 2.383.643 | |||||
| Ertragsteuern | -4.484.543 | |||||
| Ergebnis nach Steuern | -2.100.900 | |||||
| Vermögenswerte | 20.963.975 | 17.356.800 | 18.865.834 | 8.571.605 | 552.393 | 66.310.607 |
| Verbindlichkeiten | 9.326.613 | 4.017.122 | 11.306.432 | 1.721.014 | 15.790.308 | 42.161.489 |
| Investitionen | 651.988 | 242.588 | 816.432 | 646.675 | 94.987 | 2.452.670 |
| Kennzahlen nach geografischen Segmenten 2007 in EUR |
Deutschland | Zentral Osteuropa |
Süd Westeuropa |
Nordeuropa | Holding und Sonstiges |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (konsolidiert) | 46.778.152 | 14.780.004 | 27.332.922 | 9.442.179 | 0 | 98.333.257 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 263.591 | 911.078 | 2.172.683 | 1.052.643 | -4.053.966 | 346.029 |
| Abschreibungen | -11.771.782 | -1.089.880 | -1.308.219 | -2.789.683 | -69.528 | -17.029.092 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | -11.508.191 | -178.802 | 864.464 | -1.737.040 | -4.123.494 | -16.683.063 |
| Finanzergebnis | -713.406 | |||||
| Gewinnanteil an assoziierten Unternehmen | -513.346 | -513.346 | ||||
| Ergebnis vor Steuern | -17.909.815 | |||||
| Ertragsteuern | -2.004.895 | |||||
| Ergebnis nach Steuern | -19.914.710 | |||||
| Vermögenswerte | 20.859.777 | 19.494.599 | 19.278.768 | 9.346.013 | 5.363.253 | 74.342.410 |
| Verbindlichkeiten | 8.258.702 | 4.892.526 | 14.099.246 | 2.270.253 | 18.556.261 | 48.076.988 |
| Investitionen | 1.432.162 | 14.543.936 | 602.778 | 678.594 | 43.062 | 17.300.532 |
| ٠ ۰. w ٠ × $\sim$ |
× |
|---|---|
| Bilanz in EUR | Note | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Sachanlagen | 8 | 2.493.383 | 2.328.060 |
| Firmenwerte | 9 | 14.516.571 | 15.861.876 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 10 | 11.328.281 | 13.065.053 |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 11 | 11.466 | 11.466 |
| Finanzanlagen | 12 | 183.128 | 179.781 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 16 | 101.712 | 750.912 |
| Latente Steueransprüche | 13 | 50.723 | 2.628.433 |
| Langfristige Vermögenswerte | 28.685.264 | 34.825.581 | |
| Vorräte | 14 | 185.787 | 268.534 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 15 | 26.898.432 | 28.168.703 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 16 | 1.741.880 | 1.638.649 |
| Zahlungsmittel | 17 | 8.799.244 | 9.440.943 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 37.625.343 | 39.516.829 | |
| Summe Aktiva | 66.310.607 | 74.342.410 | |
| PASSIVA | |||
| den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital | |||
| Grundkapital | 18 | 15.386.742 | 15.386.742 |
| Rücklagen | 18 | 15.245.099 | 15.260.503 |
| Angesammelte Ergebnisse | -6.482.723 | -4.381.823 | |
| Eigenkapital | 24.149.118 | 26.265.422 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 20 | 10.975.548 | 11.308.022 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 22 | 144.891 | 73.605 |
| Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen | 19 | 2.271.221 | 2.559.369 |
| Sonstige Rückstellungen | 24 | 0 | 1.603.503 |
| Latente Steuerschulden | 13 | 2.613.772 | 2.561.714 |
| Langfristige Schulden | 16.005.432 | 18.106.213 | |
| Finanzverbindlichkeiten | 20 | 2.713.156 | 4.664.467 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 21 | 8.340.473 | 9.780.848 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 22 | 13.105.463 | 12.206.583 |
| Steuerrückstellungen | 23 | 824.561 | 762.239 |
| Sonstige Rückstellungen | 24 | 1.172.404 | 2.556.638 |
| Kurzfristige Schulden | 26.156.057 | 29.970.775 | |
| Summe Passiva | 66.310.607 | 74.342.410 |
| den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar | ||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Entwicklung des Eigenkapitals in EUR | Note | Grund kapital |
Kapital rücklage |
sonstige Rücklagen |
ange sammelte Ergebnisse |
eigene Anteile |
gesamtes Eigenkapital |
|
| Stand 1.1.2007 | 15.386.742 | 24.750.604 | -275.134 | 8.365.027 | -134.737 | 48.092.502 | ||
| Marktbewertung von Wertpapieren | 0 | 0 | -4.506 | 0 | 0 | -4.506 | ||
| Differenzen aus Währungsumrechnung | 0 | 0 | 4.123 | 0 | 0 | 4.123 | ||
| Übertragung von Rücklagen | 0 | -9.162.973 | 0 | 9.162.973 | 0 | 0 | ||
| Ergebnis aus direkt im Eigenkapital erfassten Posten |
0 | -9.162.973 | -383 | 9.162.973 | 0 | -383 | ||
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | -19.914.710 | 0 | -19.914.710 | ||
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | -9.162.973 | -383 | -10.751.737 | 0 | -19.915.093 | ||
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | 0 | -1.505.546 | 0 | -1.505.546 | ||
| Veränderung eigener Anteile | 0 | -51.611 | 0 | 0 | 134.737 | 83.126 | ||
| Sonstige Veränderungen Minderheiten | 0 | 0 | 0 | -489.567 | 0 | -489.567 | ||
| Stand 31.12.2007 | 18 | 15.386.742 | 15.536.020 | -275.517 | -4.381.823 | 0 | 26.265.422 | |
| Marktbewertung von Wertpapieren | 0 | 0 | 3.734 | 0 | 0 | 3.734 | ||
| Differenzen aus Währungsumrechnung | 0 | 0 | -19.138 | 0 | 0 | -19.138 | ||
| Ergebnis aus direkt im Eigenkapital erfassten Posten |
0 | 0 | -15.404 | 0 | 0 | -15.404 | ||
| Ergebnis nach Steuern | 0 | 0 | 0 | -2.100.900 | 0 | -2.100.900 | ||
| Gesamtergebnis der Periode | 0 | 0 | -15.404 | -2.100.900 | 0 | -2.116.304 | ||
| Stand 31.12.2008 | 18 | 15.386.742 | 15.536.020 | -290.921 | -6.482.723 | 0 | 24.149.118 |
| __ | |
|---|---|
| ٠ ۰. ×. |
|
| I × I $\sim$ |
|
| Cash-flow-Statement in EUR | Note | 2008 | 2007 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 2.383.643 | -17.909.815 | |
| Abschreibungen | 3.961.396 | 17.029.092 | |
| Finanzergebnis | 1.448.254 | 713.406 | |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 0 | 513.346 | |
| Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | 35.314 | 1.714 | |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge | -250.000 | 0 | |
| Veränderung langfristiger Rückstellungen und Schulden | -351.326 | -1.364.416 | |
| Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen | -769.504 | -543.072 | |
| Gezahlte Ertragsteuern | -1.655.296 | -2.404.279 | |
| Cash-flow aus dem Ergebnis | 25 | 4.802.481 | -3.964.024 |
| Veränderungen Vorräte | 82.747 | 74.679 | |
| Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 984.059 | 1.633.660 | |
| Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.453.993 | 1.218.229 | |
| Veränderungen übriger kurzfristiger Vermögenswerte und Schulden | 1.851.991 | -973.059 | |
| Differenzen aus der Währungsumrechnung | 13.341 | -6.684 | |
| Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit | 25 | 6.280.626 | -2.017.199 |
| Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen | -2.215.220 | -6.929.734 | |
| Netto-Auszahlungen für Unternehmensveräußerungen | -87.116 | 0 | |
| Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte | -2.452.670 | -2.820.623 | |
| Einzahlungen / Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte | 37.491 | 143.848 | |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten | 78.974 | 53.765 | |
| Cash-flow aus Investitionstätigkeit | 26 | -4.638.541 | -9.552.744 |
| Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten | 884.769 | 12.577.314 | |
| Tilgung von Finanzverbindlichkeiten | -3.168.553 | -231.845 | |
| Gezahlte Dividende | 0 | -1.505.546 | |
| Kapitalerhöhung | 0 | 0 | |
| Erwerb eigener Aktien | 0 | -3.032.962 | |
| Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit | 27 | -2.283.784 | 7.806.961 |
| Veränderung der Zahlungsmittel | 28 | -641.699 | -3.762.982 |
| Zahlungsmittelbestand zum Jahresanfang | 9.440.943 | 13.203.925 | |
| Veränderung der Zahlungsmittel | -641.699 | -3.762.982 | |
| Zahlungsmittelbestand zum Jahresende | 28 | 8.799.244 | 9.440.943 |
Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, hat sich in den vergangenen Jahren als mittelständisches IT-Unternehmen vom reinen Projektdienstleister zum IT-Lösungsanbieter gewandelt. Der BRAIN FORCE Konzern bietet seine Produkte und Dienstleistungen auf den für ihn relevanten Märkten über einzelne Tochtergesellschaften, vorwiegend in den Branchen Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Telekommunikation sowie Industrie, an. Der Sitz der Muttergesellschaft ist Karl-Farkas-Gasse 22, 1030 Wien, Österreich.
Die BRAIN FORCE HOLDING AG ist mehrheitlich im Besitz der BEKO HOLDING AG, Nöhagen. Die oberste Konzerngesellschaft ist die CROSS Industries AG mit Sitz in Wels.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Berichtswährung ist der Euro.
Die bei der Erstellung des Konzernabschlusses herangezogenen Bewertungsgrundlagen basieren auf historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten, mit der Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten und zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren, die mit dem beizulegenden Zeitwert zum Bilanzstichtag bewertet werden.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den allgemein anerkannten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden nach IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, verlangt die Anwendung von Schätzungen und Annahmen, die die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie die offen gelegten Eventualvermögenswerte und -schulden am Bilanzstichtag sowie die bilanzierten Erträge und Aufwendungen während der Berichtsperiode beeinfl ussen. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen des Vorstandes auf den laufenden Transaktionen basieren, können die tatsächlichen Werte letztendlich von diesen Schätzungen abweichen.
Folgende Standards und Interpretationen sind ab 2008 in Kraft:
Der IASB bzw. IFRIC hat weitere Standards und Änderungen von Standards und Interpretationen verabschiedet, die bis zum Erstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses von der EU übernommen und im offi ziellen Journal veröffentlicht wurden. Diese Standards und Interpretationen sind im Geschäftsjahr 2008 noch nicht verpfl ichtend anzuwenden und wurden durch BRAIN FORCE auch nicht frühzeitig angewandt. Die Auswirkung dieser Bestimmungen ist unwesentlich bzw. kann teilweise noch nicht verlässlich eingeschätzt werden.
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden alle auf den einheitlichen Konzernbilanzstichtag 31. Dezember 2008 erstellt. In den Konzernabschluss sind, neben der BRAIN FORCE HOLDING AG, inländische und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%.
Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Tag, ab dem die Kontrolle über das Unternehmen besteht, und endet mit dem Tag, an dem die Kontrolle endet.
Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2007 wie folgt geändert: Die BRAIN FORCE Frankfurt GmbH, Langen, Deutschland, wurde gemäß Verschmelzungsvertrag vom 21. August 2008 als übertragende Gesellschaft mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, verschmolzen. Weiters wurden mit Kauf- und Übertragungsvertrag vom 14. August 2008 sämtliche Anteile an der BRAIN FORCE Hamburg GmbH, München, Deutschland, verkauft. Als Vollzugstag der Übertragung der Anteile wurde der 30. September 2008 festgelegt. Die BRAIN FORCE Hamburg wurde mit 30. September 2008 endkonsolidiert.
Der Konzernabschluss umfasst somit die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, und die angeführten Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen:
| Gesellschaft | Konsolidierungsart | Anteil in % |
|---|---|---|
| BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien | V | 100 |
| BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland | V | 100 |
| BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien | V | 100 |
| BRAIN FORCE Network Solutions B.V., Veenendaal, Niederlande | V | 100 |
| BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande | V | 100 |
| BFS Brain Force Software AG, Kloten, Schweiz | V | 100 |
| BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien | V | 100 |
| Brain Force Software s.r.o., Bratislava, Slowakei 1) | V | 100 |
| NSE Capital Venture GmbH, München, Deutschland 2) | V | 100 |
| CONSULTING CUBE s.r.l., Bologna, Italien 3) | E | 25 |
| KEMP Technologies Inc., New York, USA | E | 30 |
V... Vollkonsolidierung
E... Equity-Bewertung
Die Konsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IFRS 3. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. des Übergangs der Kontrolle verrechnet.
Immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifi zierbar, einer eigenständigen Bilanzierung zugeführt. Sie werden planmäßig abgeschrieben. Der verbleibende Firmenwert wird auf die zahlungsmittelgenerierende(n) Einheit(en) aufgeteilt und mindestens einmal jährlich auf dieser Ebene auf Werthaltigkeit getestet.
Im Falle eines Überschusses des erworbenen anteiligen Reinvermögens über die Anschaffungskosten sind sowohl die erworbenen Vermögenswerte und Schulden und Eventualverbindlichkeiten, aber auch die Anschaffungskosten nochmals zu bewerten, und ein bestehender Überschuss ist danach erfolgswirksam zu erfassen.
Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge, Aufwendungen und eventuelle Zwischenergebnisse sind eliminiert.
Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis der Währung bewertet, die der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, entspricht (funktionale Währung). Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung.
Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung der Muttergesellschaft und die Berichtswährung des Konzerns darstellt.
Die aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Tochterunternehmen resultierenden Differenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Bewertung von Forderungen und Schulden in fremder Währung zum Kurs am Bilanzstichtag resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, die eine von der Konzernberichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden zum jeweiligen Bilanzstichtag entsprechend umgerechnet.
Die Euro-Wechselkurse wichtiger Währungen sind in der folgenden Tabelle angeführt:
| Währung | Stichtagskurs 2008 | Stichtagskurs 2007 |
|---|---|---|
| 1 EUR | 1 EUR | |
| CHF Schweizer Franken | 1,4955 | 1,6560 |
| GBP Britisches Pfund | 0,9745 | 0,7355 |
| CZK Tschechische Kronen | 26,600 | 26,600 |
| SKK Slowakische Kronen | 30,126 | 33,620 |
| USD Amerikanischer Dollar | 1,4160 | 1,4725 |
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen werden linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis ab dem Monat, in dem der Vermögenswert zur Verfügung steht.
Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Sachanlagevermögen | Nutzungsdauer |
|---|---|
| bauliche Investitionen in fremden Betriebsgebäuden | 10 Jahre |
| EDV-Anlagen | 3 bis 5 Jahre |
| Büromaschinen | 4 bis 5 Jahre |
| Büroeinrichtung | 5 bis 10 Jahre |
Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag.
Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.
Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasingverhältnisse klassifi ziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasingverhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet werden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die aus der Erwerbskonsolidierung entstandenen Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 keiner planmäßigen Abschreibung unterzogen.
Die im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanzierten Vermögenswerte werden wie folgt abgeschrieben:
Sonstige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibungen, angesetzt. Diese beträgt für Software in der Regel 3 bis 5 Jahre, für Lizenz- und Vertriebsrechte 3 Jahre und für eingetragene Markenrechte 10 Jahre.
Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag. Der Firmenwert ist darüber hinaus verpfl ichtend einmal jährlich auf Wertminderung zu überprüfen.
Ausgaben für Forschung werden als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten, sowohl fremdbezogene Güter und Dienstleistungen als auch interne Entwicklungskosten, die aus Entwicklungsprojekten entstehen, werden gemäß IAS 38 als Vermögenswerte aus Entwicklung (sonstige immaterielle Vermögenswerte) bei Erfüllung der erforderlichen Kriterien maximal in dem Ausmaß angesetzt, als von diesen Ausgaben zukünftige Gewinne erwartet werden. Einmal als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden jedoch in einer späteren Periode nicht als Vermögenswert ausgewiesen.
Aktivierte Entwicklungskosten werden je nach der erwarteten Nutzungsdauer des jeweiligen Produktes, derzeit 3 bis 5 Jahre, linear abgeschrieben.
Die Anteile an assoziierten Unternehmen, also jener Unternehmen, an denen der Konzern direkt oder indirekt mit mehr als 20% der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig maßgeblichen Einfl uss auf die Geschäftspolitik des assoziierten Unternehmens ausüben kann, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Dabei werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten gebucht und in der Folge entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am sich ändernden Reinvermögen des assoziierten Unternehmens berichtigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt den Anteil am Erfolg des assoziierten Unternehmens.
Unter den Finanzanlagen werden neben Beteiligungen jene Wertpapiere ausgewiesen, deren Besitz für unbestimmte Zeit gedacht ist und die infolge eines Liquiditätsbedarfs oder aufgrund von Änderungen der Zinssätze gegebenenfalls verkauft werden. Sie sind in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte" eingestuft.
Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten (basierend auf den Kursinformationen) bewertet, wobei nicht realisierte Wertänderungen im Eigenkapital innerhalb der sonstigen Rücklagen erfasst werden.
Beteiligungen gelten zwar auch als zur Veräußerung verfügbare fi nanzielle Vermögenswerte, die Bewertung erfolgt jedoch grundsätzlich zu Anschaffungskosten, da für diese Gesellschaften ein aktiver Markt nicht existiert und die jeweiligen Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können. Soweit Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert bestehen, wird dieser angesetzt.
Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Sofern Wertminderungen eintreten, werden die erforderlichen Abschreibungen jedenfalls ergebniswirksam berücksichtigt.
Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.
Sachanlagen, Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Nettoverkaufspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, wo separate Geldzufl üsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Im Falle des Wegfalls der Wertminderung wird, ausgenommen bei Firmenwerten, eine entsprechende Zuschreibung durchgeführt.
Vorräte werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.
Der Gewinn eines Fertigungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Der Arbeitsfortschritt wird dargestellt als das Verhältnis von bereits angefallenen Arbeitsstunden bis zum Bilanzstichtag und den gesamten Arbeitsstunden für das jeweilige Projekt. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung bilanziert. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen bilanziert.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen (bei Wertminderung) bilanziert. Forderungen in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.
Soweit langfristige Forderungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind, erfolgt der Ausweis unter den kurzfristigen Vermögenswerten.
Die fl üssigen Mittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben in Fremdwährungen werden mit dem am 31. Dezember 2008 gültigen Stichtagskurs bewertet.
Verbindlichkeiten werden mit dem Entstehungswert oder einem abweichenden Rückzahlungsbetrag angesetzt. Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.
Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpfl ichtung aus vorangegangenen Ereignissen hat und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpfl ichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann.
Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.
Die Rückstellungen für langfristige Personalverpfl ichtungen beinhalten Pensionen und Abfertigungen, welche auf Basis von versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 berechnet werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpfl ichtung (Defi ned Benefi t Obligation = DBO) wird aufgrund der zurückgelegten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und (im Falle der Pensionen) der Rentenanpassung berechnet. Die sich nach der Methode der laufenden Einmalprämien ergebende Verpfl ichtung wird bei Pensionen bei Vorliegen eines fondsfi nanzierten Versorgungssystems in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Soweit das Fondsvermögen die Verpfl ichtung nicht deckt, wird die Nettoverpfl ichtung unter den Rückstellungen für Pensionen passiviert.
Der zu erfassende Periodenaufwand beinhaltet Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand und Aufwand bzw. Ertrag aus der Amortisation von Vergangenheitskosten und von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Im Rahmen der Berechnung der Verpfl ichtungen werden versicherungsmathematische Annahmen getroffen, vor allem hinsichtlich des anzuwendenden Zinssatzes für die Abzinsung, der Steigerungsrate für Gehälter bzw. Pensionen, des Pensionseintrittsalters und der Wahrscheinlichkeiten betreffend Fluktuation und Inanspruchnahme. Der Berechnung werden die lokalen biometrischen Grundlagen zugrunde gelegt.
Für die Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpfl ichtung kommt ein Zinssatz zur Anwendung, der in Anlehnung an die durchschnittliche Verzinsung von Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit gewählt wurde.
Die zur Anwendung kommende Steigerungsrate der Gehälter wurde aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.
Die verwendeten Abschläge für Fluktuation und Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Vorperioden.
Das zur Anwendung kommende Pensionseintrittsalter wird bei den Berechnungen der Pensionsverpfl ichtungen den zugrunde liegenden Zusagen entnommen; im Rahmen der Abfertigungsverpfl ichtungen wird auf das voraussichtliche Pensionseintrittsalter abgestellt.
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht berücksichtigt, sofern sie den höheren Wert aus 10% des Verpfl ichtungsumfanges oder eines etwaigen Planvermögens (Korridor) nicht übersteigen. Der den Korridor übersteigende Betrag wird über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Belegschaft ergebniswirksam verteilt und bilanziell erfasst.
Die Abfertigungen betreffen Verpfl ichtungen nach österreichischem bzw. italienischem Recht. Die Abfertigungen nach österreichischem Recht sind einmalige Abfi ndungen, die aufgrund von arbeitsrechtlichen Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber sowie regelmäßig bei Pensionseintritt bezahlt werden müssen. Ihre Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.
| Anzahl Dienstjahre | 3 | 5 | 10 | 15 | 20 | 25 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl Monatsbezüge | 2 | 3 | 4 | 6 | 9 | 12 |
Für seit Anfang 2003 in ein österreichisches Unternehmen eingetretene Mitarbeiter kommt ein beitragsorientiertes Modell zur Anwendung. Der Dienstgeber hat ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses einen laufenden Beitrag in Höhe von 1,53% des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) zu leisten. Eine weitere Verpfl ichtung des Unternehmens besteht nicht mehr. Der Anspruch der Arbeitnehmer richtet sich gegen die jeweilige MVK, während die laufenden Beitragszahlungen im Personalaufwand ausgewiesen werden.
Die Abfertigungen nach italienischem Recht (TFR) sind einmalige Abfi ndungen, die fällig werden, sobald der Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt. Die Höhe der Abfi ndung ermittelt sich aus der Anzahl der Monatsgehälter (indexiert), wobei pro Dienstjahr ein Monatsgehalt (Jahresgehalt dividiert durch 13,5) verdient wird. Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. für die Schaffung eines Eigenheimes bzw. medizinische Versorgung, kann der Arbeitnehmer einen Vorschuss von bis zu 70% des Anspruches erhalten. Ab dem Geschäftsjahr 2007 sind die erdienten Beträge in die staatliche Sozialversicherung oder eine vom Mitarbeiter genannte Versorgungseinrichtung abzuführen.
Die Erfassung der Erlöse erfolgt mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden, wobei Rabatte und sonstige Erlösschmälerungen abgezogen werden. Umsätze, die sich auf Dienstleistungsgeschäfte gemäß IAS 18 beziehen, werden nach der Teilgewinnrealisierungsmethode bewertet.
Fremdkapitalkosten werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam gebucht.
Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.
Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden anhand der Verbindlichkeiten-Methode unter Anwendung der jeweils landesspezifi schen Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steueransprüche bzw. Begleichung der latenten Steuerschuld erwartet wird. Latente Steuerschulden werden unter den langfristigen Schulden, latente Steueransprüche unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.
Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus der Aktivierung von Entwicklungskosten und sonstigen im Rahmen der Kaufpreisallokation nach IFRS 3 identifi zierten Vermögenswerten und Schulden, der Abschreibung von Sachanlagen, Forderungen, steuerlich gebildeten Rückstellungen, Fertigungsaufträgen, Rückstellungen für Pensionen und anderen langfristigen Personalverpfl ichtungen. Latente Steueransprüche, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen zukünftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.
In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat der BRAIN FORCE Konzern zu einem gewissen Grad zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen zum Anlagevermögen, zu Wertberichtigungen von Forderungen, Rückstellungen und latenten Steuern getroffen. Die tatsächlichen Werte können letztendlich von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.
Die Auswirkung einer nachteiligen Veränderung der im Rahmen der jährlichen Wertminderungstests getroffenen Schätzungen des Zinssatzes um plus 10% bzw. des Zahlungsmittelfl usses um minus 10% würde zu keinen Wertminderungen der bilanzierten Firmenwerte führen.
Sollten die künftigen steuerpfl ichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern defi nierten Planperiode um 10% von den zum Bilanzstichtag getroffenen Annahmen nach unten abweichen, wäre die bilanzierte Nettoposition an latenten Steueransprüchen voraussichtlich um TEUR 32 (Vorjahr: TEUR 347) zu verringern.
Im BRAIN FORCE Konzern werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im Falle von Pensionen und Abfertigungen nach österreichischem Recht unter Berücksichtigung der Korridorregelung in der Gewinn- und Verlustrechnung über die durchschnittliche restliche Dienstzeit, im Falle der Abfertigungen nach italienischem Recht sofort in voller Höhe erfasst.
Der Barwert der Verpfl ichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Aufwendungen verwendeten Annahmen schließen die Steigerungsrate der Gehälter und den Zinssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen hat Auswirkungen auf den Barwert der Verpfl ichtung und auf die noch nicht verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste. Bei Anwendung der Korridormethode ist der Betrag an versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors entsprechend der durchschnittlichen restlichen Dienstzeit der Begünstigten ergebniswirksam zu verteilen. Die Steigerungsrate der Gehälter wird aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.
Der Konzern ermittelt den angemessenen Zinssatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabfl üsse zur Begleichung der Verpfl ichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Zinssatzes wird der Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde gelegt, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeit denen der Pensions- bzw. Abfertigungsverpfl ichtung entsprechen. Weitere wesentliche Annahmen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten.
Wenn den Annahmen ein Diskontierungszinssatz zugrunde gelegt würde, der um 10% von den Schätzungen des Managements nach unten abweicht, wäre der Barwert der Verpfl ichtung für Pensionen und Abfertigungen um TEUR 105 (Vorjahr: TEUR 105) zu erhöhen.
Bei den übrigen Bilanzposten ergeben sich durch Änderungen der Schätzungen bzw. Annahmen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das folgende Geschäftsjahr.
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Dienstleistungen laufend | 69.326.440 | 70.940.432 |
| Fertigungs-/Dienstleistungsaufträge | 15.408.860 | 8.392.666 |
| Produkte | 21.472.402 | 19.000.159 |
| Umsatzerlöse | 106.207.702 | 98.333.257 |
Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Nachfolgende Darstellung zeigt eine Aufgliederung nach Aufwandsarten.
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Veränderung Bestand an noch nicht abrechenbaren Leistungen | 97.768 | 91.645 |
| Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen | 35.053.565 | 33.222.591 |
| Aktivierte Eigenleistungen | -1.299.486 | -1.317.257 |
| Personalaufwand | 49.415.490 | 49.944.772 |
| Abschreibungen | 3.961.396 | 8.383.282 |
| Firmenwertabschreibungen | 0 | 8.645.810 |
| Mieten und Energiekosten | 3.725.579 | 3.446.687 |
| Kfz-Aufwand | 2.514.640 | 2.612.995 |
| Fahrt- und Reisespesen | 2.158.630 | 1.780.047 |
| Werbe- und Marketingaufwendungen | 856.364 | 1.502.489 |
| Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen | 2.092.084 | 2.839.396 |
| Post und Kommunikation | 671.930 | 720.313 |
| Forderungsausfälle und Wertberichtigungen | 357.803 | 531.153 |
| Sonstiger Aufwand | 3.457.986 | 3.143.531 |
| Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungs- sowie sonstige Aufwendungen | 103.063.749 | 115.547.454 |
In den Abschreibungen des Vorjahres in Höhe von EUR 8.383.282 sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 3.091.475 enthalten.
Zu den sonstigen betrieblichen Erträgen zählen:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Abstands- und Entschädigungsleistungen | 100.000 | 0 |
| Erträge aus der Endkonsolidierung BRAIN FORCE Hamburg GmbH | 250.000 | 0 |
| Übrige | 337.944 | 531.134 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 687.944 | 531.134 |
Die Aufwendungen sind dem Funktionsbereich Herstellungskosten zugeordnet und gliedern sich wie folgt:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Wareneinsatz | 4.143.337 | 4.511.116 |
| Wartung | 889.010 | 750.630 |
| Lizenzen | 2.320.175 | 1.796.063 |
| Aufwendungen für Material | 7.352.522 | 7.057.809 |
| Subunternehmer | 27.701.043 | 26.164.782 |
| Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen | 35.053.565 | 33.222.591 |
In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Gehälter | 39.937.239 | 40.623.175 |
| Aufwendungen für Abfertigungen | 715.713 | 387.585 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 52.211 | 36.337 |
| Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Pflichtbeiträge | 8.710.327 | 8.897.675 |
| Personalaufwand | 49.415.490 | 49.944.772 |
Die Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten neben den Aufwendungen im Rahmen der gesetzlichen Ansprüche (siehe Note 19) auch die in die Mitarbeitervorsorgekasse einzuzahlenden Beiträge in Höhe von EUR 80.558 (Vorjahr: EUR 62.690).
Das Finanzergebnis errechnet sich wie folgt:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren | 37.491 | 71.924 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -843.871 | -705.044 |
| Abschreibung Wandelanleihe | -626.741 | 0 |
| Nettoverluste aus Fremdwährungsumrechnung | -15.133 | -80.286 |
| Finanzergebnis | -1.448.254 | -713.406 |
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Laufender Steueraufwand | 1.794.119 | 1.351.005 |
| Latenter Steueraufwand | 2.690.424 | 653.890 |
| Ertragsteuern | 4.484.543 | 2.004.895 |
Die Ertragsteuern des Jahres sind um EUR 3.888.632 höher (Vorjahr: EUR 6.482.349 niedriger) als der rechnerische Ertragsteueraufwand in Höhe von EUR 595.911 (Vorjahr: EUR -4.477.454), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25% (Vorjahr: 25%) auf das Ergebnis vor Steuern ergeben würde, wobei der Steuersatz dem auf die Muttergesellschaft anwendbaren Körperschaftsteuersatz entspricht. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem rechnerischen und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellen sich folgendermaßen dar:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Steuern | 2.383.643 | -17.909.815 |
| davon 25% = rechnerischer Ertragsteueraufwand | 595.911 | -4.477.454 |
| Auswirkungen ausländischer Steuersätze | 778.763 | 273.112 |
| Auswirkungen von Steuersatzänderungen | 0 | 794.179 |
| Steuerfreie Erträge | -1.838 | -341.813 |
| Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen | 29.444 | 804.968 |
| Sonstige permanente Differenzen | -108.609 | -2.607 |
| Abschreibung von latenten Steueransprüchen | 3.070.729 | 1.663.914 |
| Verwendung und nachträgliche Aktivierung von im Jahr des Entstehens nicht angesetzten temporären | ||
| Differenzen und steuerlichen Verlusten | -306.641 | -217.065 |
| Steuerliche Verluste, für die keine latenten Steueransprüche gebildet wurden | 437.441 | 3.175.207 |
| Ertragsteueraufwand der laufenden Periode | 4.555.862 | 1.672.441 |
| Aperiodischer Ertragsteueraufwand/-ertrag | -71.319 | 332.454 |
| Ausgewiesener Ertragsteueraufwand/-ertrag | 4.484.543 | 2.004.895 |
Die Sachanlagen entwickelten sich wie folgt:
| in EUR | Bauliche Investi tionen in fremden Betriebsgebäuden |
Büromaschinen, EDV-Anlagen, Büroeinrichtung |
Summe |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.1.2008 | 1.380.124 | 5.089.037 | 6.469.161 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 0 | 235 | 235 |
| Zugänge | 273.183 | 824.102 | 1.097.285 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -9.634 | -189.450 | -199.084 |
| Abgänge | -10.829 | -295.658 | -306.487 |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 31.12.2008 | 1.632.844 | 5.428.266 | 7.061.110 |
| Kumulierte Abschreibungen 1.1.2008 | 688.722 | 3.452.379 | 4.141.101 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 0 | 174 | 174 |
| Abschreibungen 2008 | 161.742 | 710.866 | 872.608 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -3.635 | -182.618 | -186.253 |
| Abgänge | -837 | -259.066 | -259.903 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2008 | 845.992 | 3.721.735 | 4.567.727 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 786.852 | 1.706.531 | 2.493.383 |
| in EUR | Bauliche Investi tionen in fremden Betriebsgebäuden |
Büromaschinen, EDV-Anlagen, Büroeinrichtung |
Summe |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.1.2007 | 877.568 | 4.486.243 | 5.363.811 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 386 | 366 | 752 |
| Zugänge | 505.912 | 825.273 | 1.331.185 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 8.323 | 247.741 | 256.064 |
| Abgänge | -12.065 | -470.586 | -482.651 |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 31.12.2007 | 1.380.124 | 5.089.037 | 6.469.161 |
| Kumulierte Abschreibungen 1.1.2007 | 558.969 | 3.190.774 | 3.749.743 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 77 | 348 | 425 |
| Abschreibungen 2007 | 132.468 | 689.072 | 821.540 |
| Abgänge | -2.792 | -427.815 | -430.607 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2007 | 688.722 | 3.452.379 | 4.141.101 |
| Buchwerte 31.12.2007 | 691.402 | 1.636.658 | 2.328.060 |
Die Firmenwerte entwickelten sich wie folgt:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Buchwert 1.1. | 15.861.876 | 21.304.952 |
| Zugang | 0 | 5.576.569 |
| Abgang aufgrund Kaufpreisanpassung | -1.345.305 | -2.373.835 |
| Abschreibungen | 0 | -8.645.810 |
| Buchwert 31.12. | 14.516.571 | 15.861.876 |
Die Firmenwerte zum 1.1. des Geschäftsjahres resultierten aus den in der Vergangenheit durchgeführten Akquisitionen der entsprechenden Anteile für die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien (vormals: TEMA Studio di Informatica S.p.A.), die beusen Solutions GmbH, Berlin, Deutschland (mittlerweile verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland), die Brain Force Financial Solutions AG, München, Deutschland (vormals: NSE Software AG, im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland), die INDIS S.p.A., Mailand, Italien (im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien), die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande (vormals VAI B.V.), sowie die BRAIN FORCE Frankfurt GmbH, Langen, Deutschland (vormals SYSTEAM Ingenieurbüro für Datenkommunikation und Informatik GmbH im Geschäftsjahr verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland).
Der Zugang des Vorjahres resultiert aus dem Erwerb der SolveDirect.com Internet-Service GmbH, die im Vorjahr mit der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, verschmolzen wurde.
Der Abgang resultiert überwiegend aus der Anpassung der Verpfl ichtung zur Leistung eines variablen Kaufpreisanteils betreffend die BRAIN FORCE B.V. sowie die SolveDirect.com Internet-Service GmbH aufgrund nicht erreichter Ziele bzw. geänderter Einschätzungen.
Die Wertminderungstests im Geschäftsjahr 2008 wurden auf Basis folgender zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt:
| in EUR | zugeordnete Firmenwerte |
|---|---|
| BRAIN FORCE S.p.A. – Segment SWE, Bereich BS | 1.783.670 |
| BRAIN FORCE S.p.A. – Segment SWE, Bereich TI | 1.014.887 |
| BRAIN FORCE Software GmbH – Segment DE, BS, Bereich Financial Solutions | 1.172.812 |
| BRAIN FORCE B.V. – Segment NE | 3.842.616 |
| BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH (SolveDirect.com Internet Services GmbH – Segment CEE, Bereich TI) | 4.676.009 |
| BRAIN FORCE Frankfurt GmbH (vormals SYSTEAM) – Segment DE, Bereich TI – Aviation | 2.026.577 |
| Buchwert 31.12.2008 | 14.516.571 |
Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde jeweils auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Die Berechnung der Nutzungswerte basiert auf den erwarteten Zahlungsströmen, die sich aus dem vom Vorstand beschlossenen Budget für 2009 und der daraus abgeleiteten Mittelfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre ergeben. Die wesentlichen Annahmen des Managements bei der Berechnung der Nutzungswerte sind die geplanten Umsatzerlöse, EBIT-Margen und Diskontierungszinssätze. Der Berechnung wurde eine angemessene EBIT-Marge auf Basis der regionalen bereichsbezogenen Performance zugrunde gelegt.
Die Zahlungsströme nach der vierjährigen Periode werden mit den unten angegebenen Wachstumsraten extrapoliert, die die langfristige durchschnittliche Wachstumsrate der betreffenden Geschäftsfelder nicht übersteigen. Die Berechnungen haben keinen Abschreibungsbedarf ergeben.
| in % | Wachstumsrate | Diskontrate vor Steuern |
Diskontrate nach Steuern |
|---|---|---|---|
| BRAIN FORCE S.p.A. – Segment SWE, Bereich BS | 0,0 | 29,2 | 10,5 |
| BRAIN FORCE S.p.A. – Segment SWE, Bereich TI | 0,0 | 34,4 | 10,5 |
| BRAIN FORCE Software GmbH – Segment DE, BS, Bereich Financial Solutions | 0,0 | 12,8 | 11,5 |
| BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH (SolveDirect.com Internet Services GmbH – Segment CEE, Bereich TI) |
1,0 | 13,6 | 11,1 |
| BRAIN FORCE B.V. – Segment NE | 0,0 | 13,0 | 10,3 |
| BRAIN FORCE Frankfurt GmbH (vormals SYSTEAM) – Segment DE, Bereich TI – Aviation | 0,0 | 17,0 | 11,5 |
Die jeweiligen Diskontraten vor Steuern wurden iterativ auf Basis der Zahlungsströme vor Steuern unter Verwendung des Nutzungswertes ermittelt. Der Nutzungswert errechnet sich unter Anwendung von Diskontraten nach Steuern auf Zahlungsströme nach Steuern. Die Diskontraten berücksichtigen die verwertbaren steuerlichen Verlustvorträge. Die Abweichungen gegenüber den Diskontraten nach Steuern sind durch die effektive Steuerbelastung der jeweiligen Einheit begründet.
Als Diskontrate wurden die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC; Weighted Average Cost of Capital), berechnet nach dem CAPM-Modell (Capital Asset Pricing Modell), ermittelt, die die Finanzierungsstruktur sowie die Marktrisiken der Geschäftsfelder refl ektieren.
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:
| in EUR | Entwicklungs kosten |
sonstige | Immaterielle Vermögenswerte |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.1.2008 | 11.561.027 | 14.937.488 | 26.498.515 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 0 | 0 | 0 |
| Zugänge | 1.299.486 | 55.899 | 1.355.385 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | -83.286 | -83.286 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 31.12.2008 | 12.860.513 | 14.910.101 | 27.770.614 |
| Kumulierte Abschreibungen 1.1.2008 | 8.250.384 | 5.183.078 | 13.433.462 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 0 | 0 | 0 |
| Abschreibungen 2008 | 1.690.428 | 1.398.360 | 3.088.788 |
| Außerplanmäßige Abschreibung | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | -79.917 | -79.917 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2008 | 9.940.812 | 6.501.521 | 16.442.333 |
| Buchwerte 31.12.2008 | 2.919.701 | 8.408.580 | 11.328.281 |
| in EUR | Entwicklungs kosten |
sonstige | Immaterielle Vermögenswerte |
|---|---|---|---|
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.1.2007 | 10.851.712 | 6.113.251 | 16.964.963 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 5.095 | 4.781 | 9.876 |
| Zugänge | 1.317.257 | 172.181 | 1.489.438 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 8.647.275 | 8.647.275 |
| Abgänge | -613.037 | 0 | -613.037 |
| Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 31.12.2007 | 11.561.027 | 14.937.488 | 26.498.515 |
| Kumulierte Abschreibungen 1.1.2007 | 4.450.785 | 2.026.802 | 6.477.587 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | 2.498 | 4.666 | 7.164 |
| Abschreibungen 2007 | 2.555.132 | 1.915.135 | 4.470.267 |
| Außerplanmäßige Abschreibung | 1.855.000 | 1.236.475 | 3.091.475 |
| Abgänge | -613.031 | 0 | -613.031 |
| Kumulierte Abschreibungen 31.12.2007 | 8.250.384 | 5.183.078 | 13.433.462 |
| Buchwerte 31.12.2007 | 3.310.643 | 9.754.410 | 13.065.053 |
Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten neben angeschaffter Software und Rechten auch im Rahmen der bei Erwerben nach IFRS 3 durchgeführten Kaufpreisallokation identifi zierte sonstige immaterielle Vermögenswerte, wie Markenrechte, Vertriebsrechte, Auftragsbestände und Kundenbeziehungen mit einem Buchwert von EUR 8.107.573 (Vorjahr: EUR 9.479.884).
Die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen entwickelten sich wie folgt:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Buchwert 1.1. | 11.466 | 536.857 |
| Zugang durch Akquisition | 0 | 0 |
| Ausschüttung | 0 | 0 |
| Ergebnisanteil nach Steuern | 0 | -13.063 |
| Eliminierung interner Transaktionen | 0 | -12.045 |
| Wertminderungsaufwand | 0 | -500.283 |
| Abgang | 0 | 0 |
| Buchwert 31.12. | 11.466 | 11.466 |
Auf Basis der vorliegenden Informationen sowie der Einschätzung der zukünftigen Entwicklung wurde im Geschäftsjahr 2007 hinsichtlich des Anteiles an der KEMP Technologies Inc., USA, ein Wertminderungsbedarf festgestellt und im Ergebnis erfasst. Der Buchwert des Anteiles an der KEMP beträgt EUR 0. Der im vorliegenden Konzernabschluss bilanzierte Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen betrifft ausschließlich den 25%-Anteil an der CONSULTING CUBE s.r.l., Italien.
Die Finanzdaten des zum Bilanzstichtag ausgewiesenen assoziierten Unternehmens stellen sich wie folgt dar:
| in EUR | 31.12.2008 |
|---|---|
| Vermögenswerte | 203.704 |
| Schulden | 157.839 |
| Umsatzerlöse | 407.308 |
| Periodenergebnis | 12.359 |
Die Finanzanlagen entwickelten sich wie folgt:
| in EUR | Wertpapiere |
|---|---|
| Buchwert 1.1.2008 | 179.781 |
| Abgang | -387 |
| Anpassung an Marktwert | 3.734 |
| Buchwert 31.12.2008 | 183.128 |
Bei den Wertpapieren handelt es sich um Anteile an Investmentfonds, die als veräußerbar klassifi ziert und zum Marktwert (Börsenkurs zum Bilanzstichtag) bewertet werden.
Die latenten Steueransprüche werden unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, die latenten Steuerschulden sind Bestandteil der langfristigen Schulden.
Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:
| in EUR | 1.1.2008 | Währungs umrechnung |
Zugang durch Akquisition |
GuV Veränderung |
31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen | 134.646 | 0 | 0 | -5.062 | 129.584 |
| Verlustvorträge | 3.471.310 | 0 | 0 | -3.148.834 | 322.476 |
| Sonstige | 260.966 | 0 | 0 | 22.347 | 283.313 |
| Latente Steueransprüche | 3.866.922 | 0 | 0 | -3.131.549 | 735.373 |
| Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 773.495 | 0 | 0 | -112.254 | 661.241 |
| Sonstiges Anlagevermögen | 2.594.858 | 6 | 0 | -370.405 | 2.224.459 |
| Forderungen | 332.124 | 0 | 0 | -34.536 | 297.588 |
| Sonstige | 99.726 | 0 | 0 | 15.408 | 115.134 |
| Latente Steuerschulden | 3.800.203 | 6 | 0 | -501.787 | 3.298.422 |
| in EUR | 1.1.2007 | Währungs umrechnung |
Zugang durch Akquisition |
GuV Veränderung |
31.12.2007 |
|---|---|---|---|---|---|
| Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen | 150.786 | 0 | 0 | -16.139 | 134.647 |
| Verlustvorträge | 5.974.564 | -2.374 | 0 | -2.500.880 | 3.471.310 |
| Sonstige | 377.364 | 0 | 0 | -116.399 | 260.965 |
| Latente Steueransprüche | 6.502.714 | -2.374 | 0 | -2.633.418 | 3.866.922 |
| Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte | 2.021.734 | 0 | 0 | -1.248.238 | 773.496 |
| Sonstiges Anlagevermögen | 1.397.709 | 0 | 2.157.999 | -960.850 | 2.594.858 |
| Forderungen | 147.886 | 0 | 0 | 184.238 | 332.124 |
| Sonstige | 54.404 | 0 | 0 | 45.321 | 99.725 |
| Latente Steuerschulden | 3.621.733 | 0 | 2.157.999 | -1.979.529 | 3.800.203 |
Aktive latente Steuern und passive latente Steuern werden in der Bilanz saldiert als Aktivum oder Passivum erfasst, soweit ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und die latenten Steueransprüche und Steuerschulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.
Folgende Beträge wurden nach Aufrechnung in der konsolidierten Bilanz dargestellt:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Latente Steueransprüche | 50.723 | 2.628.433 |
| Latente Steuerschulden | -2.613.772 | -2.561.714 |
| Buchwert 31.12. | -2.563.049 | 66.719 |
Innerhalb der nächsten 12 Monate wird eine Realisierung der latenten Steueransprüche im Ausmaß von EUR 198.026 bzw. eine Erfüllung der latenten Steuerschulden im Ausmaß von EUR 627.433 erwartet.
Latente Steueransprüche für Verlustvorträge werden nur in dem Ausmaß angesetzt, in dem eine Verwertung als wahrscheinlich erscheint. Im Rahmen der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit stellt das Unternehmen auf die vorhandenen Plandaten ab.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden auf Verlustvorträge aktivierte latente Steueransprüche in Höhe von EUR 2.903.834 abgeschrieben. Die Abschreibung war aufgrund einer Novelle zum deutschen Körperschaftsteuergesetz vorzunehmen. Mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 wurde die Verlustabzugsbeschränkung in Deutschland deutlich verschärft. Ab Beginn des Geschäftsjahres 2008 sieht die Regelung im Falle von mittelbaren oder unmittelbaren Anteils- oder Stimmrechtsübertragungen eine Einschränkung des Verlustabzuges vor. Durch das Übernahmeangebot der BF Informationstechnologie-Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wels (BFIB) und die anschießenden Einbringung dieser Gesellschaft in die BEKO HOLDING AG, Nöhagen, fand im Jahr 2008 eine mehrheitliche Übernahme der BRAIN FORCE HOLDING AG statt.
Im Konzern sind für folgende noch nicht genutzten steuerlichen Verluste bzw. für abzugsfähige Differenzen keine latenten Steueransprüche angesetzt:
| in EUR | Basis | latenter Steueranspruch |
|---|---|---|
| Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit | 28.525.938 | 7.131.485 |
| Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit | 1.444.218 | 357.188 |
| Abzugsfähige temporäre Differenzen | 5.013.860 | 1.253.465 |
| 31.12.2008 | 34.984.016 | 8.742.138 |
| in EUR | Basis | latenter Steueranspruch |
|---|---|---|
| Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit | 76.063.992 | 22.641.840 |
| Abzugsfähige temporäre Differenzen | 5.938.020 | 1.484.505 |
| 31.12.2007 | 82.002.012 | 24.126.345 |
Der deutliche Rückgang der nicht angesetzten Verlustvorträge ist auf die Gesetzesänderung in Deutschland zurückzuführen, wonach bei Anteils- oder Stimmrechtsübertragung von mehr als 50% die Verlustvorträge zur Gänze verloren gehen. Der Betrag der abzugsfähigen Differenzen betrifft im Wesentlichen durchgeführte außerplanmäßige Abschreibungen, die steuerlich gleichmäßig über sieben Jahre zu verteilen sind.
Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Eine Abwertung auf den Nettoveräußerungswert war in den Geschäftsjahren nicht erforderlich.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Noch nicht abrechenbare Leistungen | 14.443 | 12.743 |
| Handelswaren | 171.344 | 255.791 |
| Vorräte | 185.787 | 268.534 |
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen | 27.344.522 | 27.184.992 |
| Abzüglich Wertberichtigung | -2.386.002 | -2.217.338 |
| Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen | 626.362 | 2.673.303 |
| Forderungen aus Fertigungs-/Dienstleistungsaufträgen | 1.313.550 | 527.746 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 26.898.432 | 28.168.703 |
Für das geschätzte Ausfallrisiko der Forderungen wurde durch Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt, welche sich wie folgt entwickeln:
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Forderungswertberichtigung Stand 1.1. | 2.217.338 | 1.843.405 |
| Zugang durch Akquisition | 0 | 7.230 |
| Verwendung | 0 | -29.570 |
| Auflösung | -244.344 | -56.946 |
| Zuführung | 413.008 | 453.219 |
| Forderungswertberichtigung Stand 31.12. | 2.386.002 | 2.217.338 |
Folgende nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag überfällig:
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Bis zu 30 Tage | 4.252.389 | 3.838.657 |
| Über 30 Tage | 3.703.125 | 3.183.479 |
| Überfällige nicht wertgeminderte Forderungen | 7.955.514 | 7.022.136 |
Die Summe der angefallenen Kosten und ausgewiesenen Gewinne für am Bilanzstichtag laufende Projekte beträgt EUR 1.679.386 (Vorjahr: EUR 1.287.455). Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf EUR 587.105 (Vorjahr: EUR 62.336).
Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Depots | 87.750 | 84.742 |
| Wandelanleihe | 0 | 611.208 |
| Sonstige | 13.962 | 54.962 |
| Langfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 101.712 | 750.912 |
| Geleistete Anzahlungen | 51.531 | 51.057 |
| Finanzbehörden | 187.209 | 266.650 |
| Wartungsverträge und sonstige Abgrenzungen | 910.441 | 892.354 |
| Sonstige | 592.699 | 428.588 |
| Kurzfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 1.741.880 | 1.638.649 |
Gemeinsam mit dem Abschluss des Kaufvertrages über den Erwerb der Anteile an der KEMP Technologies Inc., New York, USA, wurde im Jahr 2005 eine von KEMP begebene Wandelanleihe in Höhe von USD 900.000 gezeichnet. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2009 und ist mit 12% verzinst. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der KEMP Technologies Inc., New York, USA wurde die Wandelanleihe vollständig abgeschrieben.
Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Kassenbestände | 10.244 | 12.991 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 8.789.000 | 9.427.952 |
| Zahlungsmittel | 8.799.244 | 9.440.943 |
Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742 (Vorjahr: EUR 15.386.742) und ist in 15.386.742 nennwertlose, auf Inhaber lautende Stückaktien aufgeteilt.
Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse, nachdem die Gesellschaft am 29. Jänner 2008 den Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG zum regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse stellte, welcher aufgrund eines Beschlusses mit Ablauf des 13. Mai 2008 wirksam wurde.
Zum Bilanzstichtag beträgt das genehmigte Kapital EUR 7.693.371 (Vorjahr: EUR 7.693.371).
Die in der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Mai 2007 erteilte Genehmigung zum Rückkauf eigener Aktien endete am 9. November 2008.
Die Entwicklung des Grundkapitals und der Rücklagen ist in folgender Tabelle dargestellt:
| in EUR | Grundkapital | Rücklagen |
|---|---|---|
| Stand 1.1.2008 | 15.386.742 | 15.260.503 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | -15.404 |
| Stand 31.12.2008 | 15.386.742 | 15.245.099 |
| in EUR | Grundkapital | Rücklagen |
| Stand 1.1.2007 | 15.386.742 | 24.475.470 |
| Verwendung zur Verlustabdeckung | 0 | -9.162.973 |
| Sonstige Veränderungen | 0 | -51.994 |
Die sonstigen Rücklagen setzen sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Rücklage aus Marktbewertung von Wertpapieren | -2.774 | -6.508 |
| Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen | -288.147 | -269.009 |
| Sonstige Rücklagen | -290.921 | -275.517 |
Die Rückstellungen für langfristige Personalverpfl ichtungen teilen sich wie folgt auf:
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Rückstellungen für Pensionen | 60.806 | 77.590 |
| Rückstellungen für Abfertigungen | 405.815 | 383.780 |
| Rückstellungen für Abfertigungen (TFR) | 1.804.600 | 2.097.999 |
| Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen | 2.271.221 | 2.559.369 |
Auf Basis von Einzelvereinbarungen wurde drei Mitarbeitern der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung die Gewährung eines Pensionszuschusses zugesagt. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert.
Die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen wurden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt und setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Versicherungsmathematischer Barwert der Pensionsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) | 170.845 | 199.245 |
| Zeitwert des Planvermögens | -164.008 | -137.786 |
| 6.837 | 61.459 | |
| Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 53.969 | 16.131 |
| Bilanzansatz Pensionsrückstellungen | 60.806 | 77.590 |
Das Planvermögen im Sinne des IAS 19 bildet das Deckungskapital der an die Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsleistungen. Es werden keine erwarteten Erträge aus dem Planvermögen erfasst.
Die Entwicklung des versicherungsmathematischen Barwerts der Pensionsverpfl ichtung stellt sich folgendermaßen dar:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 199.245 | 479.615 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 9.531 | 14.967 |
| Zinsaufwand | 7.057 | 15.886 |
| Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste | -31.865 | -36.030 |
| Plankürzungen/-abgeltungen | -13.123 | -275.193 |
| Stand 31.12. | 170.845 | 199.245 |
Die Entwicklung des Zeitwerts des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 137.786 | 294.969 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) | 6.976 | -1.361 |
| Auswirkung von Plankürzungen/-abgeltungen | 0 | -214.605 |
| Bezahlte Beiträge | 19.246 | 58.783 |
| Stand 31.12. | 164.008 | 137.786 |
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand/Ertrag für leistungsorientierte Verpfl ichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 9.531 | 14.967 |
| Zinsaufwand | 7.057 | 15.886 |
| Amortisation von versicherungsmathematischen Gewinnen | -14.126 | 0 |
| Auswirkung von Plankürzungen/-abgeltungen | 0 | -43.307 |
| Aufwand/Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen | 2.462 | -12.454 |
Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpfl ichtungen EUR -4.595 (Vorjahr: TEUR -28).
Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Zinssatz | 6% | 5,25% |
| Gehaltssteigerung | 3% | 3% |
| Rentensteigerung | 2% | 2% |
| Pensionseintrittsalter | 60, 62 Jahre | 60, 62 Jahre |
| Sterbetafeln Deutschland | Heubeck 2005 | Heubeck 2005 |
Neben den leistungsorientierten Verpfl ichtungen werden in Österreich für einige Arbeitnehmer im Rahmen von Altersversorgungszusagen fi xe Beiträge an Pensionskassen bezahlt; die Zahlungen der Gesellschaft werden entsprechend IAS 19 für beitragsorientierte Pläne im Aufwand für Altersversorgung ausgewiesen.
Der in den Personalkosten erfasste Aufwand für Altersversorgung (exklusive Zinsaufwand) setzt sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Aufwand für leistungsorientierte Verpflichtungen | -4.595 | -28.340 |
| Aufwand für beitragsorientierte Verpflichtungen | 56.807 | 64.677 |
| Aufwand für Altersversorgung (exkl. Zinsaufwand) | 52.212 | 36.337 |
Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen wurden nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt:
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Versicherungsmathematischer Barwert der Abfertigungs verpflichtung (Defined Benefit Obligation) | 315.257 | 308.750 |
| Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 90.558 | 75.030 |
| Bilanzansatz Abfertigungsrückstellungen | 405.815 | 383.780 |
Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 383.780 | 410.030 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 69.274 |
| Abfertigungsaufwand | 46.440 | 75.460 |
| Abfertigungszahlungen | -24.405 | -170.984 |
| Stand 31.12. | 405.815 | 383.780 |
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 33.028 | 51.769 |
| Zinsaufwand | 16.138 | 21.787 |
| Amortisation von versicherungsmathematischen Verlusten | -2.726 | 1.904 |
| Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Österreich) | 46.440 | 75.460 |
Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpfl ichtungen EUR 30.302 (Vorjahr: TEUR 54).
Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Zinssatz | 6% | 5,25% |
| Gehaltssteigerung | 3% | 3% |
| Fluktuation im Durchschnitt | altersabhängig | altersabhängig |
| Pensionseintrittsalter | gemäß Pensionsreform 2004 | gemäß Pensionsreform 2004 |
| Sterbetafeln | AVÖ 2008-P, Angestellte | AVÖ 1999-P, Angestellte |
Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen (TFR - Italien) wurden im Geschäftsjahr 2008 nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt. Der zum 31. Dezember 2008 erfasste Bilanzansatz in Höhe von EUR 1.804.600 entspricht dem versicherungsmathematischen Barwert der Abfertigungsverpfl ichtung (Defi ned Benefi t Obligation).
Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Stand 1.1. | 2.097.999 | 3.322.670 |
| Abfertigungsaufwand | 24.793 | -211.957 |
| Abfertigungszahlungen | -318.192 | -1.012.714 |
| Stand 31.12. | 1.804.600 | 2.097.999 |
Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Laufender Dienstzeitaufwand | 0 | 18.892 |
| Zinsaufwand | 104.821 | 115.932 |
| Ertrag aufgrund Planänderung | 0 | -319.707 |
| Ansatz von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten | -80.028 | -27.074 |
| Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Italien) | 24.793 | -211.957 |
Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Erträge für leistungsorientierte Verpfl ichtungen EUR 80.028 (Vorjahr: EUR 8.182).
Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| Zinssatz | 6% | 5% |
| Gehaltssteigerung | 3% | 3% |
| Inflation | 2% | 2% |
| Fluktuation | 12,5% | 12,5% |
| Pensionseintrittsalter | 65 Jahre | 65 Jahre |
| Sterbetafeln | ISTAT 2002 | ISTAT 2002 |
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Langfristige Darlehen | 10.975.548 | 11.308.022 |
| Kurzfristige Darlehen | 263.520 | 425.500 |
| Kontokorrentkredite | 2.449.636 | 4.238.967 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 2.713.156 | 4.664.467 |
In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ist ein im Geschäftsjahr 2007 aufgenommenes Schuldscheindarlehen in Höhe von 10 Mio. € enthalten. Das endfällige mit 5,17% verzinste Darlehen hat eine Laufzeit bis März 2014.
Die Verzinsung der übrigen Darlehen liegt bei 2 bis 5,5% und jene der Kontokorrentkredite bei 4,75 bis 8,875% (2007: 5 bis 9,5%).
Am Bilanzstichtag standen dem Konzern insgesamt Kreditlinien über EUR 7,0 Mio. zur Verfügung.
Der Zeitwert der Darlehen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 11.336.025 (Vorjahr: EUR 11.505.166).
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Verbindlichkeiten aus verrechneten Lieferungen und Leistungen | 6.706.827 | 6.412.185 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 74.014 | 1.391.133 |
| Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen | 1.559.632 | 1.977.530 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.340.473 | 9.780.848 |
Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| in EUR | 31.12.2008 | 31.12.2007 |
|---|---|---|
| Langfristige sonstige Verbindlichkeiten | 144.891 | 73.605 |
| Aus Steuern | 2.752.879 | 2.859.286 |
| Aus sozialer Sicherheit | 1.274.461 | 1.451.812 |
| Verpflichtungen aus Urlauben und Überstunden | 1.833.806 | 1.763.086 |
| Verpflichtungen aus Prämien | 1.553.230 | 933.445 |
| Verbindlichkeiten Personalverrechnung | 1.327.755 | 2.021.472 |
| Abgrenzung von Wartungsverträgen | 2.915.005 | 2.082.443 |
| Sonstige | 1.448.327 | 1.095.039 |
| Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten | 13.105.463 | 12.206.583 |
| Stand 1.1.2008 | Verwendung | Zugang durch Akquisition | Zuführung/Auflösung | Stand 31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| 762.239 | -852.051 | 0 | 914.373 | 824.561 |
| in EUR | Stand 1.1.2008 |
Verwendung | Umgliederung | Auflösung | Zugang durch Akquisition |
Zuführung | Stand 31.12.2008 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Offene Kaufpreisverpflichtungen aus Anteilserwerb |
1.469.039 | 0 | -1.469.039 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Drohverluste | 74.854 | 0 | -74.854 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Sonstige | 59.610 | -59.610 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Langfristig | 1.603.503 | -59.610 | -1.543.893 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Offene Kaufpreisverpflichtungen aus Anteilserwerb |
2.334.287 | -2.345.671 | 1.469.039 | -1.218.926 | 0 | 0 | 238.729 |
| Nacharbeiten | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 668.675 | 668.675 |
| Drohverluste | 135.351 | 0 | 74.854 | -175.205 | 0 | 0 | 35.000 |
| Sonstige | 87.000 | 0 | 0 | -87.000 | 0 | 230.000 | 230.000 |
| Kurzfristig | 2.556.638 | -2.345.671 | 1.543.893 | -1.481.131 | 0 | 898.675 | 1.172.404 |
Die offenen Kaufpreisverbindlichkeiten aus Anteilserwerb betreffen zum 1. Jänner 2008 die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande, und die SolveDirect.com Internet-Service GmbH, Wien. Davon wurden EUR 2.345.671 verwendet und aufgrund von geänderten Planannahmen bzw. nicht erreichten Zielen (Earn-out Verpfl ichtungen) EUR 1.218.926 gegen Firmenwert aufgelöst. Der verbleibende Restbetrag betrifft nur die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande.
Das Cash-fl ow-Statement wurde nach der indirekten Methode erstellt.
Aus ihr ist die Veränderung der Zahlungsmittel im Konzern aufgrund der Mittelzu- und -abfl üsse im Laufe des Berichtsjahres ersichtlich, wobei zwischen Cash-fl ow aus dem Ergebnis, laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden wird.
Der Cash-fl ow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt, ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, korrigiert um nicht aus(ein)zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge, nach Veränderung der Mittelbindung im Working Capital und nach Berücksichtigung der bezahlten Zinsen (saldiert mit den erhaltenen Zinsen), der erhaltenen Dividenden und Ertragsteuern, den Zufl uss/Abfl uss von fl üssigen Mitteln aus der betrieblichen Tätigkeit.
Dieser Bereich zeigt alle Zu- und Abfl üsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen sowie fi nanziellen Vermögenswerten.
Die Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen in 2008 gliedern sich wie folgt:
| in EUR | 2008 |
|---|---|
| Begleichung variable Kaufpreisverpflichtung Erwerb SolveDirect.com Internet-Service GmbH, Wien | 2.016.600 |
| Begleichung variable Kaufpreisverpflichtung BRAIN FORCE B.V. (vormals VAI B.V.), Veenendaal, Niederlande | 325.599 |
| Nachträgliche Kaufpreisanpassung SYSTEAM | -126.979 |
| Auszahlungen für Akquisitionen | 2.215.220 |
In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abfl üsse im Rahmen der Eigenkapital- und Fremdkapitalfi nanzierung erfasst.
Als Zahlungsmittelbestand werden jene Zahlungsmittel festgelegt, welche den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten umfassen, soweit diese kurzfristig und uneingeschränkt abrufbar sind.
Der BRAIN FORCE Konzern ist Finanzrisiken (Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Währungsrisiko, Zinsänderungsrisiko) in unterschiedlichem Ausmaß ausgesetzt. Die risikopolitischen Grundsätze der BRAIN FORCE Gruppe werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Risikostrategie erfolgt dezentral in den jeweiligen Gesellschaften und wird zentral koordiniert. Notwendige Sicherungsmaßnahmen wie bspw. Versicherungen werden für den Konzern so weit wie möglich zentral verhandelt und abgeschlossen. Das Liquiditäts-, Währungs- und Zinsänderungsrisiko wird gemäß den Vorgaben des Vorstandes zentral gesteuert und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.
Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufbringen zu können. Finanzplanungen werden auf Ebene der Unternehmensleitung kontinuierlich überwacht. Zusätzlich erfolgen quartalsweise detaillierte Analysen und Vorschaurechnungen. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds in der IT-Branche werden laufend ausreichend ungenutzte Kreditlinien vorgehalten, um in der Finanzierung des Konzerns fl exibel zu sein.
Im Geschäftsjahr 2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit bis 2014 in Höhe von EUR 10 Mio. zu einer fi xen Verzinsung von 5,17% p.a. aufgenommen. Seitens der fi nanzierenden Bank wurde zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung auf Basis des Konzernabschlusses 2005 eine Bewertung unter Anwendung eines internationalen Bewertungssystems vorgenommen. Die Bewertung wird jährlich erneuert. Sollte sich die Bewertung um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres verschlechtern oder eine festgelegte Rasterstufe unterschritten werden, so sind die Gläubiger berechtigt, den Darlehensvertrag zu kündigen. Dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist.
Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpfl ichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifi kante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird verstärkt an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet. Die im Jahr 2008 verbuchten Forderungsausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen betragen rund 1,5% des Forderungsbestandes.
Das Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten bzw. anderen Bilanzposten und/oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen ergibt, wird als Währungsrisiko bezeichnet. Das Risiko besteht insbesondere dort, wo Geschäftsvorfälle in einer anderen als der lokalen Währung einer Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen können.
Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Die Erlöse werden zu 99% innerhalb der Eurozone erzielt, der Rest in der Schweiz, in Tschechien und der Slowakei. Das Währungsrisiko auf der Aktivseite bei den Lieferungen und Leistungen resultiert aus nicht auf Euro lautenden Forderungen mit einem Anteil von 1%. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert das Währungsrisiko aus nicht auf Euro lautenden Verbindlichkeiten mit einem Anteil von unter 1%.
Eine Absicherung dieser oder anderer Fremdwährungspositionen mittels derivativer Finanzinstrumente wurde aufgrund der Geringfügigkeit des Risikos zum Bilanzstichtag nicht eingegangen. Eine weitere Untersuchung nach Sensitivitäten wird somit als nicht erforderlich erachtet.
Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und/oder zinsbedingten Zahlungsströmen infolge von Schwankungen von Marktzinssätzen ergibt. Das Zinsänderungsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Bilanzposten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Bilanzposten.
Bei Finanzinstrumenten mit fester Zinsbindung wird über die gesamte Laufzeit ein Marktzinssatz vereinbart. Das Risiko besteht darin, dass sich bei schwankendem Zinssatz der Kurswert (Barwert der künftigen Zahlungen, das sind Zinsen und Rückzahlungsbetrag, abgezinst mit dem zum Stichtag für die Restlaufzeit gültigen Marktzinssatz) des Finanzinstruments verändert. Das zinsbedingte Kursrisiko führt dann zu einem Verlust oder Gewinn, wenn das festverzinsliche Finanzinstrument vor Ende der Laufzeit veräußert wird. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird der Zinssatz zeitnah angepasst und folgt dabei in der Regel dem jeweiligen Marktzinssatz. Hier besteht das Risiko, dass der Marktzinssatz schwankt und infolgedessen veränderte Zinszahlungen fällig werden.
Die Finanzverbindlichkeiten beliefen sich am Ende des Geschäftsjahres 2008 auf 21% der Bilanzsumme. Der überwiegende Teil der Finanzverbindlichkeiten stellt das 2007 aufgenommene langfristige endfällige Darlehen über EUR 10 Mio. dar, welches grundsätzlich eine fi xe Verzinsung aufweist, die nur bei einer wesentlichen Veränderung der Bonität angepasst werden kann (siehe unter Liquiditätsrisiko). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen 4% der Bilanzsumme und waren vorwiegend variabel verzinst.
Die Erträge bzw. operativen Cash-fl ows des BRAIN FORCE Konzerns sind weitgehend unbeeinfl usst von Änderungen in den Marktzinsen. Die Veranlagung der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und nur in wertgesicherte Instrumente von Geschäftspartnern einwandfreier Bonität.
Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalrisikomanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 36% (Vorjahr: 35%).
Im Geschäftsjahr 2008 hat der Konzern keine derivativen Finanzprodukte eingesetzt.
Eingebettete derivative Finanzinstrumente liegen vor, wenn die wirtschaftlichen Charakteristika und Risiken des Derivats mit jenen des Grundgeschäfts nicht eng verbunden sind, ein unter gleichen Bedingungen abgeschlossenes derivatives Finanzinstrument gesondert auszuweisen wäre und das hybride Finanzinstrument nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewertet wird.
Der im BRAIN FORCE Konzern vorliegende Anwendungsfall eines eingebetteten derivativen Finanzinstruments ist eine in Verbindung mit der KEMP-Wandelanleihe stehende Call-Option für BRAIN FORCE. Bei dem Grundgeschäft handelt es sich um ein originäres Finanzinstrument, welches zur Veräußerung verfügbar ist, aber mangels Notierung und des Vorliegens eines aktiven Markts zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei verlässlicher Bestimmbarkeit vom jeweiligen Grundgeschäft abgetrennt, gesondert zu Zeitwerten bewertet und im Aufwand bzw. Ertrag erfasst.
In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.
Bei BRAIN FORCE sind die Geschäftsbereiche der primären Segmentberichterstattung nach Regionen strukturiert. Die Aufteilung von Umsatz, EBITDA und EBIT sowie des Vermögens und der Verbindlichkeiten erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften und ist in folgende Regionen aufgeteilt:
Für die sekundäre Berichterstattung sind folgende Geschäftsfelder defi niert:
Das Geschäftsfeld Professional Services bietet die Erfahrung und das Know-how seiner IT- und Telekommunikations-Spezialisten in Form von temporären Beratungs- und Dienstleistungseinsätzen an. Dabei werden alle Projektphasen, von Planung über Realisierung, Test und Integration bis hin zum Betrieb abgedeckt. Die Bandbreite der angebotenen Dienstleistungen umfasst: Consulting, Programming, Infrastructure, Integration, Migration, Rollout, Operation, Support und Maintenance.
Das Geschäftsfeld Business Solutions bietet optimierte Lösungen für geschäftskritische Prozesse in folgenden Bereichen an: Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Corporate Performance Management/Business Intelligence (CPM/BI) sowie Financial Services Solutions.
Das Geschäftsfeld Technology & Infrastructure (auch Infrastructure Optimization genannt) bietet Lösungen für eine besser managebare und effi zientere IT-Infrastruktur in folgenden Bereichen an: Server and Data Management, Workspace Management, Application Provisioning and Control, Communication and Collaboration sowie IT Service Management und Network Management & Billing.
Die Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2008 und das Vorjahr sind im Anschluss an die Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.
| Kennzahlen 2008 in EUR |
Professional Services |
Business Solutions |
Technology & Infrastructure |
Holding und Sonstiges |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (konsolidiert) | 26.197.510 | 38.213.841 | 41.796.351 | 0 | 106.207.702 |
| Vermögenswerte | 6.227.688 | 24.334.438 | 30.541.093 | 5.207.388 | 66.310.607 |
| Investitionen | 185.413 | 990.187 | 1.182.083 | 94.987 | 2.452.670 |
| Kennzahlen 2007 in EUR |
Professional Services |
Business Solutions |
Technology & Infrastructure |
Holding und Sonstiges |
Konzern |
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (konsolidiert) | 26.152.450 | 38.162.068 | 34.018.739 | 0,00 | 98.333.257 |
| Vermögenswerte | 13.536.814 | 17.258.681 | 38.183.663 | 5.363.252 | 74.342.410 |
| Investitionen | 348.939 | 1.008.525 | 15.900.007 | 43.061 | 17.300.532 |
Im Jahr 2008 erfolgte innerhalb der Geschäftsfelder eine teilweise Neuzuordnung der Leistungen. Die Vorjahreswerte wurden angepasst.
Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Ergebnisses nach Steuern durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, bereinigt um anteilig gehaltene eigene Aktien, berechnet.
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern | -2.100.900 | -19.914.710 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (unverwässert und verwässert) | 15.386.742 | 15.386.742 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,14 | -1,29 |
Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in der Aufsichtsratssitzung am 26. März 2009 behandelt. Der mit dem Bericht des Aufsichtsrates vorzulegende Vorschlag zur Gewinnverteilung unterliegt der Beschlussfassung durch die ordentliche Hauptversammlung.
Als nahe stehende Unternehmen und Personen werden die wesentlichen Eigentümer und die Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie jene von assoziierten Unternehmen betrachtet.
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2008 betrugen EUR 592.692 davon EUR 147.692 variabler Anteil (Vorjahr: EUR 632.851 davon EUR 0 variabler Anteil). Die angegebenen Bezüge beinhalten die im Jahr 2008 erworbenen und im Aufwand erfassten Ansprüche der Vorstandsmitglieder. Im Konzernabschluss 2007 wurden die im jeweiligen Jahr ausbezahlten Bezüge berichtet. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst.
Darüber hinaus wurden für Vorstandsmitglieder Aufwendungen für Abfertigungen (Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen) und Pensionen in Höhe von EUR 6.758 (Vorjahr: EUR -443) erfolgswirksam erfasst.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 70.067 (Vorjahr: EUR 66.600) aufwandsmäßig erfasst.
Es wurden an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder weder Darlehen gewährt noch Garantien abgegeben.
Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat mit Kauf- und Abtretungsvertrag vom 6. Juli 2007 sämtliche Geschäftsanteile an der SolveDirect.com Internet-Service GmbH, Wien, übernommen. Der Kaufpreis wurde teilweise in BRAIN FORCE-Aktien bezahlt, welche gemäß Kauf- und Abtretungsvertrag einem stufenweisen Lockup unterliegen.
In einer Nebenvereinbarung vom 6. Juli 2007, abgeschlossen zwischen den Verkäufern und der BRAIN FORCE HOLDING AG, stimmte die BRAIN FORCE HOLDING AG - bei Erfüllung bestimmter Voraussetzungen – der Übertragung der dem Lockup unterliegenden Aktien an die march.sixteen Finance Services LLP, London, Großbritannien (M16) zu.
In einer separaten Vereinbarung zwischen den Verkäufern und der M16 verpfl ichten sich die Verkäufer, unter Aufgabe bisher wirksamer Rahmenvereinbarungen, jeweils 7,5% des Kaufpreises, den die Verkäufer für die Abtretung der Geschäftsanteile der SolveDirect.com Internet-Service GmbH von der BRAIN FORCE HOLDING AG erhalten, an die M16 abzutreten. Die Auszahlung der 7,5% Bonus-Vereinbarung durch die Verkäufer an die M16 erfolgt unter Maßgabe der Bezahlung des Kaufpreises durch die BRAIN FORCE HOLDING AG an die Altgesellschafter, somit aufgeteilt in Fix-Kaufpreis, Earn Out 2007 und Earn Out 2008. Im Geschäftsjahr 2008 wurde der Earn Out 2007, basierend auf dem EBITDA 2007 nach UGB der SolveDirect.com Internet-Service GmbH, ausbezahlt. Nachdem der Bereich SolveDirect die im Kaufvertrag defi nierten Ziele für das Geschäftsjahr 2008 nicht erreicht hat wird kein Earn Out 2008 zur Auszahlung fällig.
Das ehemalige Aufsichtsratsmitglied Christian Wolff ist Gesellschafter und Geschäftsführer der M16.
Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im Geschäftsjahr 2005 eine vom assoziierten Unternehmen KEMP Technologies Inc., New York, USA, begebene Wandelanleihe in Höhe von USD 900.000 gezeichnet. Diese Wandelanleihe ist mit 12% verzinst. Der im Geschäftsjahr 2008 erzielte Finanzertrag vor Eliminierung interner Transaktionen beläuft sich auf EUR 76.271 (USD 108.000) (Vorjahr: EUR 73.345 (USD 108.000)).
Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG. Zum Bilanzstichtag halten somit weder Vorstands- noch Aufsichtsratsmitglieder Optionsrechte.
Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, Beteiligungen, fl üssige Mittel und Bankkonten, Forderungen und Lieferantenkredite bzw. Finanzverbindlichkeiten. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.
Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte / Finanzanlagen | 183.128 | 179.781 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 26.898.432 | 28.168.703 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 754.996 | 1.193.316 |
| Zahlungsmittel | 8.799.244 | 9.440.943 |
| Kredite und Forderungen | 36.452.672 | 38.802.962 |
| Finanzverbindlichkeiten | 13.688.704 | 15.972.489 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 8.266.459 | 8.389.559 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 6.163.118 | 5.886.647 |
| Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten | 28.118.281 | 30.248.694 |
Die Buchwerte und Zahlungsströme der Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar.
| Buchwerte in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | 10.975.548 | 11.308.022 |
| Kurzfristiger Anteil | 263.520 | 425.500 |
| Finanzverbindlichkeiten Restlaufzeit >1 Jahr | 11.239.068 | 11.733.522 |
| Zahlungsströme in EUR | 2008 | 2007 | |
|---|---|---|---|
| 2009 Tilgung | 263.520 | 2008 Tilgung | 425.500 |
| 2009 Zinsen | 566.957 | 2008 Zinsen | 596.116 |
| 2010 Tilgung | 256.520 | 2009 Tilgung | 439.562 |
| 2010 Zinsen | 552.106 | 2009 Zinsen | 572.774 |
| 2011 Tilgung | 409.956 | 2010 Tilgung | 482.383 |
| 2011 Zinsen | 531.785 | 2010 Zinsen | 548.053 |
| 2012 Tilgung | 365.000 | 2011 Tilgung | 452.716 |
| 2012 Zinsen | 520.438 | 2011 Zinsen | 525.820 |
| 2013 Tilgung | 0 | 2012 Tilgung | 0 |
| 2013 Zinsen | 517.000 | 2012 Zinsen | 517.000 |
| Nach 2013 Tilgung | 9.944.073 | Nach 2012 Tilgung | 9.933.361 |
| Nach 2013 Zinsen | 114.889 | Nach 2012 Zinsen | 631.889 |
Die Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst:
| in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Ausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Betriebsergebnis netto |
357.803 | 531.153 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 45.060 | 72.994 |
| Kredite und Forderungen | -343.529 | 233.758 |
| Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten | -1.021.769 | -1.020.158 |
| Finanzergebnis netto | -1.320.238 | -713.406 |
| Verpflichtungen aus operativem Leasing bzw. Miete in EUR | 2008 | 2007 |
|---|---|---|
| Bis zu einem Jahr | 3.809.032 | 3.678.766 |
| Zwischen 1 und 5 Jahren | 10.427.760 | 8.163.414 |
| Über 5 Jahre | 3.529.113 | 4.790.428 |
| Durchschnitt | Stichtag 31.12. | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 2008 | 2007 | 2008 | 2007 | ||
| Anzahl der Arbeitnehmer (Angestellte) | 846 | 854 | 816 | 863 |
Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG wurde am 3. März 2009 von der Wiener Börse AG informiert, dass die Aktien des Unternehmens per 23. März 2009 aus dem Prime Market Segment der Wiener Börse ausscheiden. Die Wiener Börse begründete diese Entscheidung ausschließlich damit, dass BRAIN FORCE das Kriterium der Mindestkapitalisierung des Streubesitzes nicht mehr erfüllt. Ab 23. März 2009 werden die Stammaktien der BRAIN FORCE HOLDING AG daher im Standard Market Continuous der Wiener Börse gehandelt.
Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem Datum der Unterfertigung vom Vorstand aufgestellt und freigegeben. Der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird gemeinsam mit dem vorliegenden Konzernabschluss am 26. März 2009 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und hinsichtlich des Einzelabschlusses auch zur Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Aktionäre können den Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinfl usst.
Im Geschäftsjahr 2008 waren folgende Personen als Vorstand tätig:
Im Geschäftsjahr 2008 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:
Wien, den 11. März 2009 Der Vorstand:
Günter Pridt Thomas Melzer
Der im Folgenden angeführte Bestätigungsvermerk enthält auch eine Aussage zum Konzernlagebericht, dessen einzelne Teile im Geschäftsbericht in unterschiedlichen Bereichen dargestellt sind. Die betroffenen Abschnitte des Geschäftsberichtes sind im Inhaltsverzeichnis mit einem * gekennzeichnet. Der untenstehende Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den Konzernabschluss und alle Teile des Konzernlageberichtes als Ganzes.
Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 31. Dezember 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzerngeldfl ussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 31. Dezember 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.
Der gesetzliche Vertreter der Gesellschaft ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.
Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pfl ichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch, um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben.
Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der vom gesetzlichen Vertreter vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.
Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.
Utat at. Ut am, conse vulput ing ea ad el eu faci tate tatiscidunt prat. Ut lut in euipsuscilla alisl dolendre vero odigna faccumm olobor adip et, con utpat. Der Konzernlagebericht ist aufgrund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.
Tie minim nis nullutem augait, quipissenit nisl inibh enibh ea facip eum eraesed duismodigna facing ea feuipit et ate magna faccum velesti Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.
praesse consequ amcommod min henisl ullam, vullamc ommolor ercinciduis ate te conse con hendre modolobore facidunt am, sectet eu Wien, den 11. März 2009
core do commy nostrud dolor alismol orpero odigna conum nonse modipit ip exerilisim euguerostrud elit la feuis nullandiam augiat augue tem nummoluptate magna facin vullan ent lortie eugait ulla facipit verostrud diat ing ea core conullaoreet alit aciduismodo consecte del elenim iriustrud dolorem dunt nullutat. Met at wiscing estrud tatin ut wis nos adignibh eriuscidunt ut voluptatin volore commodolor iliquat. Nos PwC INTER-TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
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BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Chorvatska 1 811 00 Bratislava 1 Telefon: +420 224 817 424 - 6 Fax: +420 224 817 427 [email protected] http://www.brainforce.cz
Abschreibungen: Wert, der jährlich erwirtschaftet werden muss, um am Ende der Nutzungsdauer die Ausgaben für Ersatzinvestitionen zur Verfügung zu haben
Akquisitionen: Ausgaben für den Kauf eines Unternehmens bzw. einer Beteiligung
ATX: "Austrian Traded Price Index"; Leitindex der Wiener Börse
Body Leasing: Rekrutierung und Einsatz von IT-Experten
BRAIN FORCE Abgeltungssteuer Plus: Beraterlösung zur Optimierung der Altersvorsorge gemäß der deutschen Steuernovellierung
BRAIN FORCE Basisrente direkt: Beraterlösung zur Berechnung der Altersvorsorge
BRAIN FORCE Desktop Manager: Lösung zur vollautomatischen Administration von Konfigurationen, Anwendungen und Nutzerprofilen
BRAIN FORCE Finanzanalyse Center: Ganzheitliche Analyselösung zur Finanzberatung von Privat- und Firmenkunden
BRAIN FORCE FINAS Suite: Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister
BRAIN FORCE ICT Suite: Gesamtlösung zur Dokumentation und Organisation von ITK-Netzwerken
BRAIN FORCE Net Organizer: Dokumentation und Organisation der ITK-Infrastruktur
BRAIN FORCE Packaging Robot: Lösung aus Best-Practice-Methodiken und Software-Tools für automatisierte Software-Paketierung
BRAIN FORCE Vorsorgeoptimierung: Beraterlösung zur Ermittlung von Vorsorgelücken
BRAIN FORCE Wohnriester: Beraterlösung zur Nutzung von staatlichen Fördermitteln
Business Solutions: Anwendungslösungen und Dienstleistungen zur Unterstützung von Geschäftsprozessen
Capital Employed: Eigenkapital + verzinsliches Fremdkapital (inkl. Konzernsaldo) - liquider Mittel und Finanzanlagevermögen; das gesamte verzinsliche im Unternehmen eingesetzte Kapital
Cash-flow: Gewinnkennzahl zur Unternehmensanalyse; beschreibt den Zugang an flüssigen Mitteln in einer Abrechnungsperiode
Corporate Governance: Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen, festgehalten im Österreichischen Corporate Governance Kodex; der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar
DAX: "Deutscher Aktien Index"; Leitindex der deutschen Börse
Do-once-Prinzip: Flächendeckende Vertriebsorganisation mit einer zentralen Produktentwicklung
DSO: "Day Sales Outstanding"; Außenstandsdauer der Kundenforderungen
EBIT: "Earnings Before Interest and Tax"; Betriebsergebnis
EBITDA: "Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortization"; Betriebsergebnis vor Abschreibungen = Brutto-Cash-flow
EBITDA-Marge: EBITDA im Verhältnis zum Umsatz
Eigenkapitalquote: Kennzahl, die das Eigenkapital ins Verhältnis zu den gesamten Vermögenswerten setzt
EPS: "Earnings Per Share", Ergebnis je Aktie; Konzernergebnis dividiert durch die gewichtete Anzahl der Aktien abzüglich eigener Anteile
Equity-Methode: Bewertungsmethode in der Konzernrechnungslegung für Beteiligungen zwischen 20% und 50%
FFO: "Funds From Operations"; Cash-flow aus dem Ergebnis
Free Cash-flow: Operativer Cash-flow - Investitions-Cash-flow + Akquisitionen; gibt die Höhe der flüssigen Mittel an, die im Jahr erwirtschaftet werden und für Dividenden, Kredittilgung oder Aktienrückkauf zur Verfügung stehen
Gearing: Verschuldungsgrad; Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital
Goodwill: Firmenwert; positiver Unterschied zwischen dem Preis und dem Reinvermögen eines erworbenen Unternehmens
IFRS: "International Financial Reporting Standards", internationale Rechnungslegungsstandards
Infrastructure Optimization: Lösungen, die Unternehmen zu einer besser managebaren und effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen
Interest Cover: EBITDA im Verhältnis zum Zinsergebnis; zeigt, wie oft das Unternehmen sein Zinsergebnis durch das operative Ergebnis bezahlen kann
Investitionen: Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögensgegenständen
ITK: Informations- und Kommunikationstechnologie
Jupiter: Asset Management Lösung für Banken
KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; Maß für die Bewertung einer Aktie am Kapitalmarkt
Latente Steuern: Zeitlich abweichende Wertansätze in IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und aus Konsolidierungsvorgängen führen zu latenten Steuern
Managed Services: Übernahme der IT-Prozesse von Kunden
Microsoft Dynamics: ERP-Lösungen von Microsoft speziell für den Mittelstand
Nettoverschuldung: Saldo aus Finanzverbindlichkeiten - liquider Mittel
OTC: "Over the Counter"; außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern
Payroll Services: Übernahme der Personal- und Saläradministration
Professional Services: Dienstleistungen aus den Bereichen Business Solutions und Infrastructure Solutions ergänzt durch IT-Recruiting
Rebecca: Lösung zur Kreditsachbearbeitung
SD.cube ML: Zentrale Applikation für alle internen und externen IT-Serviceabläufe
TECDAX: deutscher Aktienindex für Technologieunternehmen
Treasury: Unternehmensfunktion zur Sicherstellung der Finanzierung, des Finanzrisiko- und Cash-Managements des Konzerns
Visual Space: Software zur Ressourcenplanung für kleine und mittelständische Unternehmen
VMware ThinApp: Software zur Virtualisierung von Anwendungsprogrammen
WACC: "Weight Average Cost of Capital", durchschnittliche Kapitalkosten, die das Unternehmen für sein Fremd- und Eigenkapital auf den Finanzmärkten zahlen muss
Working Capital: Betriebsmittel; kurzfristige Vermögenswerte exklusive Zahlungsmittel - kurzfristige Schulden exklusive Finanzverbindlichkeiten
Der Vorstand erklärt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ebenso stellt der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns so dar, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.
Der Vorstand erklärt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. Ebenso stellt der Lagebericht den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens so dar, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.
Wien, den 11. März 2009
Der Vorstand:
gez.
Günter Pridt Thomas Melzer Vorsitzender Stv. Vorsitzender
zum 31. Dezember 2008 nach UGB der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien
| 31.12.2008 | 31.12.2007 | 31.12.2008 | 31.12.2007 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR | TEUR | EUR | TEUR | |||
| A. Anlagevermögen | A. Eigenkapital | |||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
I. Grundkapital |
15.386.742,00 | 15.387 | |||
| Software und Markenrechte | 62.693,18 | 153 | II. Kapitalrücklagen | |||
| gebundene | 19.568.310,46 | 19.568 | ||||
| II. Sachanlagen | III. Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag EUR 0 | 530.420,87 | 0 | |||
| 1. Bauten auf fremdem Grund | 58.343,40 | 3 | (Vorjahr: TEUR 2.188) | |||
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 64.374,86 | 95 | 35.485.473,33 | 34.955 | ||
| 122.718,26 | 98 | |||||
| III. Finanzanlagen | B. Rückstellungen | |||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 43.394.538,74 | 44.740 | 1. Rückstellungen für Abfertigungen | 49.232,00 | 48 | |
| 2. Beteiligungen | 0,00 | 0 | 2. sonstige Rückstellungen | 904.091,78 | 4.380 | |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein | 953.323,78 | 4.428 | ||||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 0,00 | 609 | ||||
| 4. Wertpapiere des Anlagevermögens | 32.748,00 | 33 | C. Verbindlichkeiten | |||
| 43.427.286,74 | 45.382 | 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 11.058.848,95 | 10.511 | ||
| 43.612.698,18 | 45.633 | 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 238.210,21 | 112 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 656.838,71 | 469 | ||||
| B. Umlaufvermögen | 4. sonstige Verbindlichkeiten, | 470.234,10 | 282 | |||
| I. | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | davon aus Steuern EUR 35.526,72 (Vorjahr: TEUR 50), | ||||
| 1. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen | 4.852.888,61 | 3.100 | davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 13.615,69 | |||
| 2. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände | 242.462,49 | 150 | (Vorjahr: TEUR 17) | |||
| 5.095.351,10 | 3.250 | 12.424.131,97 | 11.374 | |||
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 58.045,29 | 1.734 | ||||
| 5.153.396,39 | 4.984 | |||||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 96.834,51 | 140 | ||||
| 48.862.929,08 | 50.757 | 48.862.929,08 | 50.757 |
Eventualverbindlichkeiten 1.225.145,24 1.409
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| 1. Umsatzerlöse | 3.172.663,22 | 921 |
| 2. sonstige betriebliche Erträge | ||
| a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 0,00 | 80 |
| b) übrige | 515.282,87 | 365 |
| 515.282,87 | 445 | |
| 3. Personalaufwand | ||
| a) Gehälter | -1.224.273,91 | -1.273 |
| b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an | ||
| betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen | -13.325,78 | -28 |
| c) Aufwendungen für Altersversorgung | -4.834,66 | -5 |
| d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozial | ||
| abgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und | ||
| Pflichtbeiträge | -170.386,82 | -233 |
| e) sonstige Sozialaufwendungen | -1.104,48 | 1 |
| -1.413.925,65 | -1.538 | |
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlage | ||
| vermögens und Sachanlagen | -130.598,85 | -132 |
| 5. sonstige betriebliche Aufwendungen | ||
| a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 13 fallen | -13.872,37 | -32 |
| b) übrige | -2.782.997,22 | -3.850 |
| -2.796.869,59 | -3.882 | |
| 6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) | -653.448,00 | -4.186 |
| 7. Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen | 2.000.000,00 | 0 |
| 8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbun | ||
| denen Unternehmen EUR 112.460,85 (Vorjahr: TEUR 136) | 251.031,02 | 368 |
| 9. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren | ||
| des Umlaufvermögens, davon | -609.380,70 | -6.959 |
| a) Abschreibungen EUR 609.120 (Vorjahr: TEUR 6.892) | ||
| b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen EUR 0 | ||
| (Vorjahr TEUR 6.251) | ||
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -627.287,19 | -601 |
| 11. Zwischensumme aus Z 7 bis 10 (Finanzergebnis) | 1.014.363,13 | -7.192 |
| 12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 360.915,13 | -11.378 |
| 13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, | 169.505,74 | -108 |
| davon Steuerumlage an Gruppenmitglied EUR 169.505,74 | ||
| (Vorjahr: TEUR 108) | ||
| 14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag | 530.420,87 | -11.486 |
| 15. Auflösung von Kapitalrücklagen | 0,00 | 9.163 |
| 16. Auflösung von Gewinnrücklagen | 0,00 | 135 |
| 17. Jahresgewinn/-verlust | 530.420,87 | -2.188 |
| 18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 0,00 | 2.188 |
| 19. Bilanzgewinn | 530.420,87 | 0 |
Auf den vorliegenden Jahresabschluss zum 31. Dezember 2008 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung angewandt.
Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.
Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.
Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
Die Bewertung der ausschließlich entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.
Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.
Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die halbe Jahresabschreibung verrechnet.
Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungswerten von bis zu EUR 400 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang dargestellt.
Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei wesentlicher Wertminderung mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet.
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Risiken erforderliche Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden und der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.
Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung niedrigeren Stichtagskurs bewertet.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bilanziert.
Die Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.
Die Bilanzierung der Rückstellungen für Abfertigungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen erfolgt gemäß den Richtlinien der "International Financial Reporting Standards" (IFRS) nach der sogenannten "Methode der laufenden Einmalprämien" nach IAS 19.
Die Berechnung erfolgt auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 6% (Vorjahr: 5,25%) und einer wie im Vorjahr 3%-igen Gehaltssteigerung. Für die Berechnung der Rückstellungen wurden die Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008-P verwendet. Das Pensionseintrittsalter wurde bei den Rückstellungen für Abfertigungen gemäß Pensionsreform 2004 angesetzt. Die Annahmen für die Fluktuation erfolgten auf Basis von Erfahrungswerten.
Auf Basis der getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen wurde der Barwert der leistungsorientierten zukünftigen Verpflichtungen errechnet. Im Rahmen der Bewertung und Erfassung der Rückstellung sieht IAS 19 vor, dass im Rahmen der Bewertung aufgetretene versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste nicht berücksichtigt werden müssen, soweit der Gesamtbetrag der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste 10% (= Korridor) des Barwertes der Verpflichtung nicht übersteigt. Übersteigt der Betrag der nicht angesetzten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste den Korridor, so ist der übersteigende Betrag erfolgswirksam verteilt über die Restdienstzeit der aktiven Dienstnehmer zu buchen.
Die Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 führte bei den Rückstellungen für Abfertigungen zu im Bilanzansatz nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von EUR 32.459 (Vorjahr: EUR 33.124).
Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht.
Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag angesetzt.
Entwicklung des Anlagevermögens:
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | kumulierte Restbuchwerte |
Abschreibungen | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1.1.2008 |
Zugänge | Abgänge | Stand 31.12.2008 |
Abschrei- bungen |
Stand 31.12.2008 |
Stand 31.12.2007 |
des laufenden Geschäftsjahres |
|
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände Software und Markenrechte |
471.490,63 | 4.020,00 | 0,00 | 475.510,63 | 412.817,45 | 62.693,18 | 152.890,97 | 94.217,79 |
| II. Sachanlagen 1. Bauten auf fremdem Grund 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts ausstattung *) |
2.920,00 332.922,79 |
66.252,72 24.714,00 |
10.829,32 66.654,33 |
58.343,40 290.982,46 |
0,00 226.607,60 |
58.343,40 64.374,86 |
2.774,00 95.389,68 |
1.082,93 35.298,13 |
| 335.842,79 | 90.966,72 | 77.483,65 | 349.325,86 | 226.607,60 | 122.718,26 | 98.163,68 | 36.381,06 | |
| III. Finanzanlagen 1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2. Beteiligungen |
63.524.748,07 583.278,65 |
0,00 0,00 |
1.345.304,94 0,00 |
62.179.443,13 583.278,65 |
18.784.904,39 583.278,65 |
43.394.538,74 0,00 |
44.739.843,68 0,00 |
0,00 0,00 |
| 3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4. Wertpapiere des Anlagevermögens |
751.590,00 35.405,28 |
0,00 0,00 |
0,00 380,70 |
751.590,00 35.024,58 |
751.590,00 2.276,58 |
0,00 32.748,00 |
609.120,00 33.128,70 |
609.120,00 0,00 |
| 64.895.022,00 65.702.355,42 |
0,00 94.986,72 |
1.345.685,64 | 63.549.336,36 1.423.169,29 64.374.172,85 |
20.122.049,62 20.761.474,67 |
43.427.286,74 43.612.698,18 |
45.382.092,38 45.633.147,03 |
609.120,00 739.718,85 |
*) davon geringwertige Vermögensgegenstände
gemäß § 13 EStG 6.587,90 6.587,90 6.587,90
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen werden als Nutzungsdauern im Falle von Markenrechten 10 Jahre bzw. bei Software 4 - 5 Jahre angenommen.
Im Geschäftsjahr wurden keine immateriellen Vermögensgegenstände von verbundenen Unternehmen erworben (Vorjahr: keine).
Den linear vorgenommenen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Jahre | |
|---|---|
| EDV-Anlagen | 3 - 5 |
| Büromaschinen | 4 - 5 |
| sonstige Büroeinrichtung | 4 - 10 |
Im Bereich der Anteile an verbundenen Unternehmen setzen sich die Abgänge in Höhe von EUR 1.345.304,94 (Vorjahr: TEUR 2.389) wie folgt zusammen:
| 31.12.2008 EUR |
|
|---|---|
| Anpassung der Anschaffungskosten der BRAIN FORCE B.V. (vormals VAI B.V.) Veenendaal, Niederlande |
318.366,00 |
| Anpassung der Anschaffungskosten der SolveDirect.com Internet Service GmbH, Wien (im Geschäftsjahr 2007 verschmolzen mit der |
|
| BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien) Anpassung der Anschaffungskosten der BRAIN FORCE Frankfurt GmbH |
900.560,00 |
| (vormals SYSTEAM Ingenieurbüro für Datenkommunikation und In formatik GmbH) (im Geschäftsjahr 2008 verschmolzen mit der BRAIN |
|
| FORCE Software GmbH, München, Deutschland) | 126.378,94 |
| 1.345.304,94 |
Die Anpassungen der Anschaffungskosten der BRAIN FORCE B.V. und der SolveDirect.com Internet-Service GmbH erfolgten aufgrund nicht erreichter Ziele bzw. geänderter Einschätzungen und der damit zusammenhängenden Reduktion der variablen Kaufpreisverpflichtungen. Die Anpassung der BRAIN FORCE Frankfurt GmbH resultiert aus einer Haftungsinanspruchnahme der Alteigentümer und der darauf folgenden anteiligen Rückzahlung.
Im Geschäftsjahr 2007 wurde im Posten Beteiligungen der 30%-Anteil an der KEMP Technologies Inc., New York, USA, aufgrund einer eingetretenen Wertminderung vollständig abgeschrieben.
Die Ausleihungen beinhalten die im Geschäftsjahr 2005 von der KEMP Technologies Inc. ausgegebene Wandelanleihe in Höhe von USD 900.000. Die Anleihe hat eine Laufzeit bis 30. Juni 2009 und ist mit 12 % verzinst. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und der schwierigen Rahmenbedingungen in den USA wird die Rückzahlung durch die KEMP Technologies Inc. am 30. Juni 2009 als unsicher betrachtet und zu 100 % abgeschrieben.
In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 815.074,63 (Vorjahr: TEUR 1.142) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 2.379.908,45 (Vorjahr: TEUR 362) aus Darlehen sowie aus einer Forderung in Höhe von EUR 900.000 (Vorjahr: TEUR 1.642) aus unbaren Entnahmen im Rahmen eines Umgründungsvorganges. Die restlichen Forderungen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.497.813,98 (Vorjahr: TEUR 1.096) sowie eine Forderung aus Steuerumlage in Höhe von EUR 75.166,18 (Vorjahr: TEUR 0).
In den sonstigen Forderungen sind Erträge in Höhe von EUR 175.151,04 (Vorjahr: TEUR 73) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 15.386.742 und ist in 15.386.742 nennwertlose Stückaktien, welche auf Inhaber lauten, aufgeteilt.
Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse.
Die Gesellschaft hat am 29. Jänner 2008 einen Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien der BRAIN FORCE HOLDING AG zum regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse gestellt, welcher aufgrund eines Beschlusses mit Ablauf des 13. Mai 2008 wirksam wurde.
Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.693.371 (Vorjahr: TEUR 7.693).
Das Grundkapital und die Kapitalrücklagen sind gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Die in der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Mai 2007 erteilte Genehmigung zum Rückkauf von eigenen Aktien endete am 9. November 2008.
Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:
| 31.12.2008 EUR |
31.12.2007 TEUR |
|
|---|---|---|
| nicht konsumierte Urlaube | 23.813,42 | 22 |
| Prämien | 193.825,00 | 14 |
| Wirtschaftsprüfung und Beratung | 109.275,00 | 337 |
| offene Kaufpreisverpflichtungen aus Anteilserwerb | 238.729,00 | 3.803 |
| übrige | 338.449,36 | 204 |
| 904.091,78 | 4.380 | |
Am 6. März 2007 wurde ein endfälliges Darlehen über EUR 10 Mio. aufgenommen, welches am 20. März 2014 zurückzuführen ist.
Die restlichen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 656.838,71 (Vorjahr: TEUR 469, davon TEUR 94 aus Steuerumlage).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 470.234,10 (Vorjahr: TEUR 282) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und aus der Verrechnung von Markenlizenzentgelten an Beteiligungsunternehmen erzielt.
Von den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 3.172.663,22 (Vorjahr: TEUR 921) wurden EUR 458.089,86 (Vorjahr: TEUR 124) im Inland erwirtschaftet. Weitere EUR 2.705.498,85 (Vorjahr: TEUR 793) wurden in übrigen Ländern der Europäischen Union bzw. EUR 9.074,51 (Vorjahr: TEUR 4) in Nicht-EU-Ländern erzielt.
Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe nach § 9 KStG und hat mit dem Gruppenmitglied, der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, einen Steuerumlagevertrag geschlossen. Die auf Basis der Belastungsmethode ermittelte Steuerumlage für das Geschäftsjahr 2008 sieht eine Belastung an das Gruppenmitglied in Höhe von EUR 169.505,74 (Vorjahr: Erstattung von TEUR 108) vor.
Der in der steuerlichen Gruppe aufgrund der zeitlichen Differenzen gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt ohne Berücksichtigung des steuerlich entstandenen Verlustes bzw. der voraussichtlichen Nutzbarkeit EUR 1.312.405 (Vorjahr: TEUR 1.584) und resultiert vorwiegend aus der unterschiedlichen Behandlung von außerplanmäßigen Abschreibungen auf Beteiligungen.
| Name/Sitz | Anteil am Kapital |
Eigenkapital zum 31.12.2008 |
Jahres ergebnis |
|---|---|---|---|
| % | EUR | EUR | |
| BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien BRAIN FORCE Software GmbH, München, |
100 | 2.805.180 | 419.446 |
| Deutschland 1) | 100 | 5.680.312 | 2.046.587 |
| BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien | 100 | 1.785.428 | 164.233 |
| BFS Brain Force Software AG, Kloten, | |||
| Schweiz 2) | 100 | -1.803 | 69.879 |
| BRAIN FORCE B.V. (vormals VAI B.V.), | |||
| Veenendaal, Niederlande | 100 | 2.178.570 | 269.655 |
| BRAIN FORCE Network Solutions B.V., | |||
| Veenendaal, Niederlande | 100 | -255.493 | 1.190 |
| BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, | |||
| Tschechien 2) | 100 | 200.930 | 62.454 |
| KEMP Technologies Inc., New York, USA 3) | 30 | 32.763 | -81.385 |
1) inkl. der im Geschäftsjahr 2008 verschmolzenen BRAIN FORCE Frankfurt GmbH (vormals SYSTEAM Ingenieurbüro für Datenkommunikation und Informatik GmbH), Langen, Deutschland
2) Dabei handelt es sich um vorläufige Zahlen zum Jahresabschluss 2008.
3) Dabei handelt es sich um Zahlen zum 31. Dezember 2007.
Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs. 3 UGB sind alle Unternehmen, die zum Konzern der CROSS Industries AG, Wels, gehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.
Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist mehrheitlich im Besitz der BEKO HOLDING AG, Nöhagen. Die oberste Konzerngesellschaft ist die CROSS Industries AG mit Sitz in Wels.
Mit der BFS Brain Force Software AG, Kloten, Schweiz, wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung basierend auf Forderungen der BRAIN FORCE HOLDING AG abgeschlossen. Der Umfang des vom Rangrücktritt erfassten Betrages ist EUR 83.849,99. Eine Begleichung der Forderung durch die BFS Brain Force Software AG, Kloten, Schweiz, ist nach Schweizer Recht erst möglich, wenn keine Besorgnis der Überschuldung mehr vorliegt.
Weiters hat die BRAIN FORCE HOLDING AG gegenüber der Deutsche Bank AG, München, Deutschland, eine unwiderrufliche und unbedingte Zahlungsgarantie für eine Finanzierungsverbindlichkeit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, in Höhe von EUR 750.000 übernommen.
Gegenüber der Volksbank Dreieich eG hat die BRAIN FORCE HOLDING AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft zur Sicherung der bestehenden Forderungen der Bank gegenüber der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, übernommen. Zum 31. Dezember 2008 beträgt die Forderung der Volksbank Dreieich eG EUR 391.295,25 (Vorjahr: TEUR 548).
Finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 443.633,06 (Vorjahr: TEUR 495) und der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf insgesamt EUR 2.057.450,44 (Vorjahr: TEUR 2.365).
Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (= Angestellte) betrug im Geschäftsjahr 2008 9 Personen (Vorjahr: 11).
Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG.
Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte im Sinne des § 80 AktG betragen EUR 9.755 (Vorjahr: TEUR 0) und für andere Arbeitnehmer EUR 8.405 (Vorjahr: TEUR 47). Von den Gesamtaufwendungen sind EUR 783 (Vorjahr: TEUR 14) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.
Der Posten "Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen" enthält Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 385 (Vorjahr: TEUR 17).
Die Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2008 betrugen EUR 592.692 (Vorjahr: TEUR 633 , davon TEUR 44 von verbundenen Unternehmen). Die angegebenen Bezüge beinhalten die im Jahr 2008 erworbenen und im Aufwand erfassten Ansprüche der Vorstandsmitglieder. Im Jahresabschluss 2007 wurden die im jeweiligen Jahr ausbezahlten Bezüge berichtet. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst.
In den Bezügen sind variable Anteile in Höhe von EUR 147.692 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
Im Geschäftsjahr 2008 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 70.067 (Vorjahr: TEUR 67) aufwandsmäßig erfasst.
Im Geschäftsjahr 2008 waren folgende Personen als Vorstand tätig:
Günter Pridt, Wien, Vorsitzender, vertritt selbständig Mag. Thomas Melzer, vertritt seit 1. April 2008 selbständig
Im Geschäftsjahr 2008 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:
Dr. Christoph Senft, Angerberg, Vorsitzender Mag. Friedrich Roithner, Linz (seit 28. Mai 2008), Vorsitzender-Stellvertreter Josef Blazicek, Perchtoldsdorf (seit 28. Mai 2008) Mag. Wolfgang M. Hickel, Wien Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck (seit 28. Mai 2008) Prof. Ing. Peter Kotauczek, Breitenbrunn am Neusiedler See Dipl. Ing. Stefan Pierer, Wels (seit 28. Mai 2008)
Mag. Christian Schamburek, Brunn am Gebirge (bis 27. Mai 2008) Christian Wolff, Schweiz (bis 27. Mai 2008)
Wien, den 11. März 2009
Der Vorstand:
gez.:
gez.:
Günter Pridt
Thomas Melzer
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 2008 waren in den Märkten, in denen BRAIN FORCE tätig ist, weitgehend zufriedenstellend. Erste Anzeichen der Wirtschaftskrise waren in der zweiten Jahreshälfte zu spüren.
Die Europäische Kommission rechnet aufgrund der Wirtschafts- und Finanzkrise für 2009 mit einer deutlichen Konjunkturabschwächung. Das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in der Europäischen Union soll im laufenden Jahr um 1,8% zurückgehen – eine Entwicklung die sich auch in den wichtigsten BRAIN FORCE Landesgesellschaften widerspiegeln wird. So wird aktuell mit einem Rückgang des BIP in Österreich um 1,2%, in Deutschland um 2,3% sowie in Italien und den Niederlanden um jeweils 2% gerechnet. Noch erwartet die Kommission europaweit eine leichte Erholung gegen Jahresende, so dass 2010 bereits wieder ein Anstieg von 0,5% im BIP vorhergesagt ist. Die Maßnahmen zur Stabilisierung der Finanzmärkte, die Lockerung der Geldpolitik und die zahlreichen Konjunkturprogramme sollen dafür sorgen, die wirtschaftliche Situation in der Europäischen Union zu unterstützen und die schrittweise Erholung in der zweiten Jahreshälfte einzuläuten – eine Einschätzung, die das BRAIN FORCE Management nicht teilt und sich daher auf eine bis ins Jahr 2010 sehr schwache Konjunkturentwicklung einstellt.
In Deutschland musste der Hightech-Verband BITKOM seine Umsatzerwartungen für 2009 nach unten korrigieren. Nach einem erwarteten Anstieg von 1,2% in 2008 wird der Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Unerhaltungselektronik nach den jüngsten Einschätzungen im laufenden Jahr mit einem Volumen von 144,6 Mrd. €auf Vorjahresniveau bleiben. Im Bereich der Informationstechnik sieht die BITKOM-Prognose für 2009 jedoch einen Zuwachs von 1,5% auf 67 Mrd. €vor. Getragen wird das Wachstum im IT-Sektor von den Anbietern von Software und IT-Services, denen im Jahr 2009 ein Zuwachs um 3,1% auf 48,5 Mrd. €zugetraut wird.
In Italien rechnet die IT-Branche für 2009 mit einem Umsatzrückgang. Besser sieht es jedoch im Software-Umfeld aus, wo das Niveau des Vorjahres gehalten werden soll. In Österreich wird gemäß Marktanalysten ein Wachstum von 4,2% erwartet, in den Niederlanden eines von 1,1%, wobei im Bereich Software sogar mit einem Plus von 5% und im Bereich Services mit einem Zuwachs von 4% gerechnet wird.
Vor diesem Hintergrund ist der Geschäftsverlauf der BRAIN FORCE HOLDING AG zu sehen, die als Mutterunternehmen zahlreicher verbundener Unternehmen im Euroraum agiert. Diese Einschätzungen von Experten für die IT-Branche in den Ländern Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden sind nach Ansicht des BRAIN FORCE Managements zu optimistisch und wir gehen aktuell in allen unseren Märkten von leichten Rückgängen der IT-Ausgaben in 2009 aus. Frühestens im Laufe des Jahres 2010 erwartet BRAIN FORCE wieder ein Anziehen der Umsätze im IT-Umfeld, bis dahin werden sich die Investitionen der Kunden auf Lösungen zur Optimierung ihrer IT-Infrastruktur fokussieren – Services, die BRAIN FORCE in allen Ländern anbietet.
Unternehmensgegenstand der BRAIN FORCE HOLDING AG ist unter anderem der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen, die geschäftsführende Verwaltung dieser Unternehmen und die Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen sowie die Verwaltung und Verwertung von Patenten, Lizenzen und Urheberrechten. Die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungsunternehmen und die ab dem Geschäftsjahr 2008 verrechneten Markenlizenzentgelte werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.
Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Aufgliederung der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Umsatzerlöse | 3.173 | 921 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 515 | 445 |
| Personalaufwand | -1.414 | -1.538 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.797 | -3.882 |
| Beteiligungsergebnis | 2.000 | -6.819 |
| Sonstiges Finanzergebnis | -985 | -373 |
| Auflösung von Kapitalrücklagen | 0 | 9.163 |
Die Umsatzerlöse beinhalten Dienstleistungserträge und Markenlizenzentgelte gegenüber Beteiligungsunternehmen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultiert aus den ab 2008 verrechneten Markenlizenzentgelten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen die Weiterverrechnung von Sachkosten an Konzerngesellschaften.
Der Personalaufwand des Geschäftsjahres 2008 reduzierte sich um 8% auf TEUR 1.414, was auf die Reduktion der durchschnittlichen Mitarbeiteranzahl von 11 auf 9 zurückzuführen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um TEUR 1.085 auf TEUR 2.797. Dabei reduzierten sich insbesondere die Werbeaufwendungen durch das Einstellen der Sponsoringaktivitäten. Zusätzlich reduzierten sich im Wesentlichen die Reisekosten, die Kosten für Personalsuche sowie die Rechts- und Beratungskosten. Einen Anstieg zeigen die Mietaufwendungen.
Das Beteiligungsergebnis des Geschäftsjahres 2008 beinhaltet eine Gewinnausschüttung der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland.
Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet den Zinsensaldo in Höhe von TEUR -376 (Vorjahr: TEUR -233) sowie die Abschreibung der Wandelanleihe der KEMP Technologies Inc. (US\$ 900.000). Das Finanzergebnis der BRAIN FORCE HOLDING AG beträgt TEUR +1.015 (Vorjahr: TEUR -7.192).
Im Geschäftsjahr 2008 konnte ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 531 (Vorjahr: Jahresfehlbetrag TEUR -11.486) erwirtschaftet werden.
Durch die Anzahl der im In- und Ausland gehaltenen Beteiligungen stellt die Einbeziehung der wirtschaftlichen Lage dieser Unternehmen einen wesentlichen Leistungsindikator der BRAIN FORCE HOLDING AG dar. Nachfolgende Aufstellung zeigt aussagekräftige Kennzahlen auf Ebene der Muttergesellschaft:
| 2008 | 2007 | Änderung | |
|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | in % | |
| Konzernumsatz | 106.208 | 98.333 | +8 |
| Konzern-EBITDA | 7.793 | 346 | >100 |
| Konzern-EBIT | 3.832 | -16.683 | >100 |
| Konzernergebnis vor Steuern | 2.384 | -17.910 | >100 |
| Konzernergebnis nach Steuern | -2.101 | -19.915 | +89 |
Der Konzern konnte im Jahr 2008 die operativen Kennzahlen und die Bilanzstruktur deutlich verbessern. Zusätzlich konnte ein sehr starker operativer Cash-flow erwirtschaftet werden , wodurch die Nettoverschuldung um 25% von 6,53 Mio. €auf 4,89 Mio. €reduziert werden konnte.
Trotz der guten operativen Performance aller Konzerngesellschaften musste in 2008 ein negatives Nettoergebnis von -2,10 Mio. € ausgewiesen werden. Dies ist auf zwei nicht wiederkehrende Effekte zurückzuführen: die Abschreibung (-0,61 Mio. €) der vom früheren Vorstand gezeichneten Wandelanleihe, ausgegeben von der KEMP Technologies Inc., New York, USA, und die Abschreibung von latenten Steueransprüchen (-2,90 Mio. €) durch eine Änderung des deutschen Körperschaftsteuerrechts.
Die Bilanzsumme der BRAIN FORCE HOLDING AG reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 4% auf TEUR 48.863 (Vorjahr: TEUR 50.757).
Die nachfolgende Aufstellung zeigt die wesentlichen Bilanzposten:
| 31.12.2008 TEUR |
31.12.2007 TEUR |
Veränderung in % |
|
|---|---|---|---|
| AKTIVA | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| und Sachanlagen | 186 | 251 | -26 |
| Finanzanlagen | 43.427 | 45.382 | -4 |
| Forderungen gegenüber | |||
| verbundenen Unternehmen | 4.853 | 3.100 | +57 |
| Kassenbestand, Guthaben bei | |||
| Kreditinstituten | 58 | 1.734 | -97 |
| PASSIVA | |||
| Eigenkapital | 35.486 | 34.955 | +2 |
| Rückstellungen | 953 | 4.428 | -78 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||
| Kreditinstituten | 11.059 | 10.511 | +5 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen | |||
| und Leistungen | 238 | 112 | >100 |
| Verbindlichkeiten gegenüber | |||
| verbundenen Unternehmen | 657 | 469 | +40 |
Der Rückgang der Finanzanlagen um TEUR 1.955 resultiert überwiegend aus der erfolgsneutralen Anpassung der Anschaffungskosten der Beteiligungen an der BRAIN FORCE B.V., Niederlande, und an der SolveDirect.com Internet-Service GmbH (im Geschäftsjahr 2007 verschmolzen mit der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien). Die Anpassungen wurden aufgrund geänderter Verpflichtungen zur Leistung der variablen Kaufpreisanteile vorgenommen. Zusätzlich reduzierten sich die Finanzanlagen durch die Abschreibung der Wandelanleihe der KEMP Technologies Inc.
Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich vorrangig durch konzerninterne Finanzierungsaktivitäten.
Der Rückgang der liquiden Mittel zeigt die Verwendung für den konzerninternen Liquiditätsausgleich.
Das Eigenkapital erhöhte sich um 2% auf TEUR 35.486, was einer Eigenkapitalquote von 73% (Vorjahr: 69%) entspricht.
Die Rückstellungen reduzierten sich um TEUR 3.475 auf TEUR 953. Im Wesentlichen ist der Rückgang auf die Bezahlung von Kaufpreisverpflichtungen aus Anteilserwerben in Höhe von TEUR 2.342 zurückzuführen. Aufgrund der Anpassungen der erwarteten Kaufpreisverpflichtungen erfolgten ergebnisneutrale Auflösungen in Höhe von TEUR 1.219.
Die Finanzlage ist durch folgende Netto-Geldflüsse gekennzeichnet:
| 2008 | 2007 | |
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.322 | 30 |
| Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit | -3.546 | -9.754 |
| Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit | 548 | 8.682 |
| Veränderung Kassenbestand und liquide Mittel | -1.676 | -1.042 |
| Finanzmittelbestand zum 31.12. | 58 | 1.734 |
Vorrangig durch die Verrechnung der Markenlizenzentgelte verbesserte sich das Jahresergebnis und damit verbunden der Zufluss aus laufender Geschäftstätigkeit. Von wesentlicher Relevanz ist der Geldfluss aus Investitionstätigkeit. Dieser zeigt im Geschäftsjahr 2008 Auszahlungen für Finanzanlagen und sonstige Finanzinvestitionen in Höhe von TEUR 4.255 (Vorjahr: TEUR 10.711). Demgegenüber stehen Einzahlungen aus Finanzanlagenabgang und sonstigen Finanzinvestitionen in Höhe von TEUR 804 (Vorjahr: TEUR 999). Die Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen TEUR 95 (Vorjahr: TEUR 42).
Der Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit zeigt die Erhöhung der Finanzverbindlichkeiten um TEUR 548 (Vorjahr: TEUR 8.682).
Als kapitalmarktorientiertes Unternehmen werden in weiterer Folge relevante Börsekennzahlen dargestellt:
| 2008 | 2007 | ||
|---|---|---|---|
| Höchstkurs | in € | 2,58 | 3,46 |
| Tiefstkurs | in € | 1,01 | 1,76 |
| Ultimokurs | in € | 1,89 | 1,92 |
| Ultimo Börsekapitalisierung | in Mio. € | 29,08 | 29,54 |
| Durchschnittlicher Börseumsatz/Tag | in Tsd. € | 36,67 | 98,05 |
Wertpapierkennnummer (ISIN): AT0000820659 Börsenkürzel: BFC
Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Forschung und Entwicklung getätigt.
Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.
Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG wurde am 3. März 2009 von der Wiener Börse AG informiert, dass die Aktien des Unternehmens per 23. März 2009 aus dem Prime Market Segment der Wiener Börse ausscheiden. Die Wiener Börse begründete diese Entscheidung ausschließlich damit, dass BRAIN FORCE das Kriterium der Mindestkapitalisierung des Streubesitzes nicht mehr erfüllt. Ab 23. März 2009 werden die Stammaktien der BRAIN FORCE HOLDING AG daher im Standard Market Continuous der Wiener Börse gehandelt.
Nach dem überaus erfolgreichen Geschäftsjahr 2008 stellt sich BRAIN FORCE in 2009 auf ein wirtschaftlich schwieriges Marktumfeld ein. Trotz laufender Senkung der von Experten getroffenen Einschätzungen scheinen diese aus heutiger Sicht ein zu positives Bild zu zeichnen. BRAIN FORCE bereitet sich daher durch weitere Restrukturierungsmaßnahmen auf Umsatzrückgänge in allen Landesgesellschaften vor und wird konsequent die Kosten optimieren.
Eine seriöse Aussage zu Umsatz- und Ergebnisentwicklung halten wir aktuell für unmöglich. Das Unternehmen ist jedoch gut aufgestellt und hat derzeit keinen Finanzierungsengpass. Der klare Fokus des BRAIN FORCE Managements für 2009 lautet "Optimierung des operativen Cash-flows". Erklärtes Ziel ist es, auch 2009 ein positives operatives Ergebnis zu erzielen und das Unternehmen langfristig auf Wachstum auszurichten.
Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR): 11,40%
b) Erwerb eigener Aktien: Derzeit besteht keine Genehmigung zum Rückkauf eigener Aktien.
Als Muttergesellschaft von im In- und Ausland ansässigen und europaweit tätigen Unternehmen sieht sich die Unternehmensführung mit übergreifenden internationalen Risiken im Zusammenhang mit Finanzierung und Wertentwicklung des Konzerns, einheitlicher Markenführung und Produktentwicklung konfrontiert. Um der gewachsenen Konzerngröße und dem geänderten wirtschaftlichen Umfeld Rechnung zu tragen, hat BRAIN FORCE im Jahr 2008 das Risikomanagement verstärkt und einen zentral gesteuerten konzernweiten Prozess initiiert. Ziel ist es, die Risiken regelmäßig und systematisch zu identifizieren, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß zu bewerten sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung zu treffen.
Gemäß der dezentralen Struktur liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Ebene der BRAIN FORCE HOLDING AG wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Gesamtvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.
Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungsund Controllingprozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das 14-tägig rolierende Forecasting.
Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert.
Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. In 2008 wurden die Voraussetzungen für einen Cash Pool geschaffen, in den die wichtigsten Gesellschaften einbezogen werden sollen. Die Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe ist aufgrund der sehr positiven Entwicklung des operativen Cash-flows und ausreichender Banklinien gesichert.
Das Währungsrisiko spielt eine untergeordnete Rolle. Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten infolge einer Änderung der Marktzinssätze ergibt. Das Schuldscheindarlehen in Höhe von 10 Mio. €ist fix verzinst.
Im Zusammenhang mit der im September 2007 erfolgten Abberufung des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden, Helmut Fleischmann, und den beiderseits bei Gericht eingereichten Klagen besteht kein Risiko mehr, da im November 2008 ein außergerichtlicher Vergleich geschlossen wurde.
Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BRAIN FORCE HOLDING AG spielen Umweltbelange eine untergeordnete Rolle.
Für die strategische Absicherung und Entwicklung des wirtschaftlichen Erfolges zeichnet maßgeblich der derzeitige Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verantwortlich. Eine entscheidende Rolle in der Geschäftstätigkeit nehmen auch einzelne Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ein. Daher ist es ein erklärtes Ziel, dieses Humankapital zu halten und zu motivieren.
Wien, am 11. März 2009
Der Vorstand:
gez.:
gez.:
Günter Pridt
Thomas Melzer
Wir haben den Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.
Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Gemäß den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Unternehmens zum 31. Dezember 2008 sowie der Ertragslage des Unternehmens für das Geschäftsjahr vom 1. Jänner bis 31. Dezember 2008 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.
Wien, den 11. März 2009
PwC INTER-TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft
gez.:
Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer
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