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Annual Report Dec 22, 2009

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2009

Wir verkürzen die Krise …

… denn sie hat lang genug gedauert.

BRAIN FORCE in Zahlen

Umsatz und EBITDA-Marge

Ergebnis je Aktie in €

Umsatz nach Regionen

Free Cash-flow und Akquisitionen

in Mio. €

EBITDA operativ nach Regionen

2 Zentral-Osteuropa 24% 2 Zentral-Osteuropa 12%

  • 3 Süd-Westeuropa 14% 3 Süd-Westeuropa 26%
  • 4 Nordeuropa 10% 4 Nordeuropa 24%

Eigenkapital und Nettoverschuldung

in Mio. €

Umsatz nach Geschäftsfeldern

3 Süd-Westeuropa 14% 3 Professional Services 32%

0

Ertragskennzahlen 1-9/2009 1-9/20081) Vdg. in % 1-12/2008
Umsatz in Mio. € 61,69 77,00 -20 104,51
EBITDA in Mio. € -0,20 5,94 >100 8,19
EBITDA operativ 2) in Mio. € 1,18 5,94 -80 8,19
EBIT in Mio. € -2,89 3,00 >100 4,30
EBIT operativ 2) in Mio. € -1,50 3,00 >100 4,30
Ergebnis vor Steuern in Mio. € -3,15 2,35 >100 2,85
Ergebnis nach Steuern in Mio. € -2,41 1,48 >100 -1,58
Free Cash-flow 3) in Mio. € 0,07 0,68 -90 4,83
Investitionen in Mio. € 1,86 1,45 +28 2,23
Akquisitionen in Mio. € 0,27 2,34 -88 2,22
Mitarbeiter 4) 1.026 1.136 -10 1.153
Bilanzkennzahlen 30.9.2009 31.12.2008 Vdg. in %
Eigenkapital in Mio. € 19,31 24,15 -20
Nettoverschuldung in Mio. € 5,65 4,89 +16
Capital Employed in Mio. € 24,77 28,86 -14
Working Capital in Mio. € 2,83 5,64 -50
Bilanzsumme in Mio. € 54,45 66,31 -18
Eigenkapitalquote in % 35 36 -
Gearing in % 29 20 -
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 5) 1,6 0,6 -
Börsekennzahlen 1-9/2009 1-12/2008 Vdg. in %
Ergebnis je Aktie in € -0,31 -0,14 >100
Ergebnis je Aktie bereinigt 6) in € -0,11 0,13 >100
Dividende je Aktie in € 0,00 0,00 -
Eigenkapital je Aktie in € 1,26 1,57 -20
Höchstkurs der Aktie in € 2,19 2,58 -15
Tiefstkurs der Aktie in € 1,02 1,01 +1
Ultimokurs der Aktie in € 1,20 1,89 -37
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 18,46 29,08 -37
Geschäftsbereiche 1-9/2009
in Mio. €
Deutschland Zentral-Osteuropa Süd-Westeuropa Nordeuropa Holding und
Sonstiges
Umsatz 28,90 (-20%) 9,08 (-20%) 17,23 (-18%) 6,48 (-24%) 0,00 -
EBITDA operativ 2) 1,08 (-75%) 0,34 (-69%) 0,72 (-61%) 0,67 (-43%) -1,63 (+36%)
EBIT operativ 2) 0,43 (-87%) -0,44 (>100%) 0,12 (-91%) 0,08 (-88%) -1,68 (+35%)
Investitionen 0,57 (+66%) 0,13 (>100%) 0,69 (+13%) 0,43 (+7%) 0,04 (+27%)
Mitarbeiter 4) 436 (-5%) 151 (-12%) 351 (-12%) 79 (-15%) 10 (+0%)

1) ungeprüfte Ergebnisse aus Quartalsbericht

2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen, vgl. Erläuterungen Seite 37 und 38

3) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

4) durchschnittlicher Mitarbeiterstand (Angestellte und freie Mitarbeiter) während der Periode

5) Berechnung bezogen auf operatives EBITDA der letzten 12 Monate

6) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches sowie um sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Kürzen vereinfacht den Überblick

Wir haben die Kostenstruktur optimiert.

BRAIN FORCE hat frühzeitig auf die Finanz- und Wirtschaftskrise reagiert. Durch konsequente Maßnahmen wurde die Kostenbasis im Vergleich zum Rekordjahr 2008 um rund 20 Mio. € reduziert und dem geringeren Umsatzniveau angepasst.

Damit haben wir den Grundstein gelegt, gestärkt aus der Krise hervorzugehen und in den kommenden Jahren wieder positive Ergebnisse zu erwirtschaften.

Kürzen verbessert die Aussicht

Wir haben unser Portfolio fokussiert.

BRAIN FORCE hat in 2009 ihr Portfolio verstärkt auf die Bereiche Business Solutions und Infrastructure Optimization ausgerichtet sowie das unprofitable Geschäftsfeld Netzwerkmanagement in Berlin aufgegeben. Ergänzt durch Professional Services konzentrieren wir uns nunmehr auf unsere Kernkompetenzen und die erfolgversprechenden Bereiche der IT-Branche.

In Zukunft soll BRAIN FORCE mit genau diesen IT-Dienstleistungen identifiziert und so nachhaltig profitables Wachstum erzielt werden.

Kürzen schärft das Profil

Wir sind am Markt gut aufgestellt.

BRAIN FORCE wurde vor über 25 Jahren gegründet und ist heute in Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden eines der führenden IT-Dienstleistungsunternehmen. Durch die konsequente Umsetzung der Competence Center Strategie in 2009 bieten wir unser gesamtes Leistungsangebot länderübergreifend durch die jeweiligen Experten an.

So gewährleisten wir für jeden Kunden die beste Lösung.

Kürzen erleichtert den Fortschritt

Wir sorgen für Innovation bei unseren Kunden.

Innovation steigert die Effizienz und ermöglicht Wachstum. BRAIN FORCE ist Technologieführer beim Rollout des neuen Microsoft Betriebssystems Windows 7. Gemeinsam mit unserer eigenen Lösung zur Softwarepaketierung reduzieren wir die IT-Kosten unserer Kunden deutlich. Der Einsatz und die laufende Weiterentwicklung unserer Business Lösungen wiederum steigern den Geschäftserfolg von Unternehmen.

Damit bieten wir klare Mehrwerte und sorgen dafür, dass unsere Kunden zu den Gewinnern gehören.

Uns reichen diesmal 9 Monate

Neues Geschäftsjahr ab 1. Oktober 2009

Die Restrukturierung ist erfolgreich umgesetzt und die Krise verkürzt.

Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und starten bereits nach 9 Monaten durch.

Wir sind bereit für die Zukunft.

Das Rumpfgeschäftsjahr 2009 im Überblick

BRAIN FORCE hat 2009 die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise deutlich zu spüren bekommen und musste im verkürzten Wirtschaftsjahr einen Umsatzrückgang um 20% auf 61,69 Mio. € hinnehmen. Durch harte Einsparungs- und Restrukturierungsmaßnahmen konnten jedoch die Auswirkungen des rückläufigen Geschäfts auf die Ergebnisse teilweise abgefedert werden. Das operative EBITDA hat sich um 80% auf +1,18 Mio. € und das operative EBIT von +3,00 auf -1,50 Mio. € verschlechtert. Inklusive nicht wiederkehrender Restrukturierungsaufwendungen von 1,38 Mio. € betrug das EBITDA -0,20 Mio. € und das EBIT -2,89 Mio. €. Zusätzlich wurde der Standort Berlin aufgegeben, woraus sich in Summe ein Nettogesamtergebnis von -4,83 Mio. € in den ersten neun Monaten 2009 ergibt.

Im neuen Wirtschaftsjahr werden wir wieder eine aktive Wachstumsstrategie verfolgen und uns dazu auch in Deutschland als Spezialist für IT-Infrastrukturlösungen, insbesondere für Softwarepaketierung und den Windows 7 Rollout, etablieren. Zusätzlich bauen wir eine schlagkräftige Unit für ERP-Lösungen auf Basis Microsoft Dynamics in Österreich auf und forcieren die US-Expansion unserer IT-Servicemanagement-Lösungen von Solve-Direct. Wir rechnen in den nächsten Monaten mit einer leichten Besserung des Auftragseingangs, sehen jedoch noch keine Entspannung beim Preisniveau. Durch die Restrukturierung der vergangenen Monate haben wir die Kostenbasis im Vergleich zu 2008 um 20 Mio. € gesenkt, um dem geringeren Umsatzvolumen Rechnung zu tragen. Damit wollen wir im neuen Wirtschaftsjahr (ab 1.10.2009) wieder ein positives operatives Ergebnis erzielen.

BRAIN FORCE im Überblick

BRAIN FORCE liefert intelligente IT-Lösungen in den Geschäftsfeldern Business Solutions (Lösungen für geschäftskritische Prozesse) und Infrastructure Optimization (Lösungen, die unseren Kunden zu einer besser managebaren und effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen). Professional Services (Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Experten) ergänzen das Angebot. Unsere Kunden profitieren so von maßgeschneiderten Serviceangeboten, flexiblen Lösungen und innovativen Produkten.

  • u BRAIN FORCE ist ein mittelständisches IT-Unternehmen, gegründet 1983
  • u mit 978 Mitarbeitern an 11 Standorten in sieben europäischen Ländern (DE, IT, AT, NL, CZ, SK, CH)
  • u Sitz und Konzernzentrale in Wien, Österreich, notiert an der Wiener Börse

Inhalt

Vorwort

  • Brief des Vorstandsvorsitzenden
  • Interview mit dem Vorstand
  • Bericht des Aufsichtsrates

Corporate Governance Bericht

  • Corporate Governance bei BRAIN FORCE
  • Vorstand
  • Mitglieder des Aufsichtsrates
  • Ausschüsse des Aufsichtsrates
  • Vergütungsbericht

Das Unternehmen

  • Unternehmensprofil
  • Produkte und Services
  • Unternehmensstrategie
  • Unternehmensstruktur
  • Operatives Management
  • BRAIN FORCE Aktie und Eigentümer

Lagebericht *

  • Wirtschaftliches Umfeld
  • Ergebnis- und Bilanzanalyse
  • Entwicklung der Geschäftsbereiche
  • Forschung und Entwicklung
  • Human Resources
  • Auftragslage
  • Ausblick und Ziele
  • Risikomanagement
  • Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

Konzernabschluss *

  • Inhaltsverzeichnis
  • Konzernabschluss
  • Konzernanhang
  • Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Service

  • Standorte
  • Glossar
  • Bestellkarte
  • Finanzkalender
  • Impressum
  • Kennzahlen 2004 2009

* vom Wirtschaftsprüfer geprüft

Vorwort

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionäre,

2009 war für die BRAIN FORCE HOLDING AG aufgrund des Konjunktureinbruchs das erwartet schwierige Jahr. Wir haben deshalb gemeinsam mit dem lokalen Management frühzeitig die notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, um das Unternehmen möglichst unbeschadet durch die Krise zu steuern. Trotz des 20%igen Umsatzrückganges und eines relativ hohen Verlustes ist es uns gelungen, einen positiven operativen Cash-flow von 1,55 Mio. € zu erwirtschaften und die Bilanzstruktur solide zu halten. Auch die weitere Finanzierung ist gesichert und BRAIN FORCE ist heute deutlich fitter als noch vor einigen Jahren. Dieser Geschäftsbericht beschreibt das Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unseren Kernmärkten Deutschland, Italien, Österreich und den Niederlanden waren in den ersten neun Monaten schlecht, und wir hatten mit starker Zurückhaltung unserer Kunden bei IT-Investitionen zu kämpfen. Insbesondere der damit einhergehende Rückgang der Lizenzerlöse und zunehmender Preisdruck wie auch die laufende Verschiebung von neuen Aufträgen haben sich letztlich negativ auf die Ergebnisse ausgewirkt. Während wir in den ersten Monaten des Jahres vom hohen Auftragsbestand zum Jahresende 2008 zehrten und die Sommermonate Juli und August vor allem in Italien sehr schwierig waren, hat sich die Konjunkturlage im September und Oktober wieder etwas aufgehellt.

Bereits zu Beginn des Jahres haben wir begonnen, die Strategie an die Rezession anzupassen. Dazu wurden für 2009 drei Schwerpunkte definiert: 1. Restrukturierung und Kosteneinsparung in allen Bereichen, 2. Stärkung der Innenfinanzierungskraft im Konzern durch Working Capital Optimierung und Cash Pooling, 3. Lösungen zur Realisierung von Kosteneinsparungspotenzialen in der IT unserer Kunden.

Im operativen Geschäft wurde schon zu Jahresbeginn eine Vielzahl an Sparmaßnahmen eingeleitet. Dazu zählen die Kürzung der Beratungs-, Reise- und Marketingkosten, ein konzernweiter Stopp von Gehaltserhöhungen sowie die Übersiedlung der österreichischen Gesellschaften in ein günstigeres Bürogebäude und die Untervermietung nicht genutzter Flächen in Deutschland. Zudem wurden in Italien harte Restrukturierungsmaßnahmen zur Reduktion der Mitarbeiterzahl umgesetzt und in Deutschland Kurzarbeit eingeführt. Insgesamt mussten in den ersten neun Monaten des Jahres konzernweit 151 Mitarbeiter bzw. 13% der Belegschaft abgebaut werden. Davon waren alle Länder, insbesondere aber Italien mit einem Rückgang von 16% des Personals betroffen. Zudem wurde der verlustreiche Standort Berlin zum 30. September 2009 aufgegeben. Insgesamt sind durch diese Maßnahmen Restrukturierungsaufwendungen in den fortgeführten Geschäftsbereichen von 1,38 Mio. € angefallen, die Schließung Berlin hatte zusätzlich einen Nettoeffekt auf das Ergebnis von -1,81 Mio. €. Positiv anzumerken ist, dass wir

unsere Beteiligung an der KEMP Technologies Inc. (New York) an die Gesellschaft zurückverkaufen und die damit zusammenhängende Wandelanleihe auflösen konnten. Daraus resultierte ein nicht mehr erwarteter Zahlungseingang von 0,36 Mio. €.

In allen Regionen konnte BRAIN FORCE trotz Umsatzeinbrüchen ein positives operatives EBITDA erzielen. In Deutschland, dem für BRAIN FORCE größten Markt, ging der Umsatz im Berichtszeitraum um 20% auf 28,90 Mio. € und das operative EBITDA von 4,35 auf 1,08 Mio. € zurück. Die Region Zentral-Osteuropa verzeichnete ebenfalls ein Umsatzminus von 20% auf 9,08 Mio. €, und das operative EBITDA reduzierte sich von 1,11 auf 0,34 Mio. €. In Nordeuropa lag der Umsatz bei 6,58 Mio. € und damit 24% hinter dem Vorjahr. Dabei wurde ein operatives EBITDA von 0,67 Mio. € (Vorjahr: 1,17 Mio. €) erzielt. In Süd-Westeuropa reduzierte sich der Umsatz um 18% auf 17,23 Mio. € und das operative EBITDA ging von 1,86 auf 0,72 Mio. € zurück. Die Konzernholding konnte im verkürzten Wirtschaftsjahr Kosten in Höhe von 0,92 Mio. € einsparen.

Der Konzernumsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche verringerte sich im Geschäftsjahr 2009 um 20% auf 61,69 Mio. €. Das operative EBITDA hat sich um 80% auf +1,18 Mio. € und das operative EBIT von +3,00 auf -1,50 Mio. € verschlechtert. Nach Restrukturierung betrug das EBITDA -0,20 Mio. € und das EBIT -2,89 Mio. €. Das Nettogesamtergebnis inklusive des aufgegebenen Geschäftsbereichs lag bei -4,83 nach 1,09 Mio. € im Vorjahr, der Gewinn je Aktie bei -0,31 €.

Hervorzuheben ist, dass trotz der negativen Ergebnisentwicklung der Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr einen positiven operativen Cash-flow von 1,55 Mio. € erwirtschaftete und eine relativ geringe Nettoverschuldung von 5,65 Mio. € (31.12.2008: 4,89 Mio. €) aufweist. BRAIN FORCE verfügt über ausreichende Zahlungsmittel und Kreditlinien. Das Gearing (Nettoverschuldung zu Eigenkapital) liegt bei 29%, die Eigenkapitalquote bei 35% (31.12.2008: 36%). Damit verfügt der Konzern über eine solide Bilanzstruktur und hat keinen absehbaren Finanzierungsengpass. Aufgrund des negativen Gesamtergebnisses wird der Vorstand der Hauptversammlung am 24. Februar 2010 vorschlagen, keine Dividende auszuschütten.

Nach der notwendigen Restrukturierung im abgelaufenen Geschäftsjahr verfolgen wir nun wieder einen aktiven Wachstumskurs. Dazu werden wir unsere im letzten Jahr definierte Strategie vorantreiben. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der verstärkten internationalen Vermarktung des Geschäftsfeldes Infrastructure Optimization. Wir haben dazu einen Gesamtverantwortlichen für dieses Geschäftsfeld bestimmt und mit der Verbreitung unserer Lösungen zur Softwarepaketierung und den Windows 7 Rollout in Deutschland und den

Niederlanden begonnen. Ein erster großer Erfolg konnte in Deutschland durch den Großauftrag eines multinationalen Hardware- und Serviceanbieters bereits erzielt werden. Ziel ist es, unsere Technologieführerschaft bei Microsoft-Lösungen weiter auszubauen und die Absatzpotenziale in unseren Kernmärkten stärker zu nutzen.

Ein weiteres Augenmerk liegt im Auf- und Ausbau einer Microsoft Dynamics Unit in Österreich, wo wir Synergien mit unserer italienischen Landesgesellschaft nutzen wollen und erste Kunden in der Automotive Branche gewinnen konnten. Gleichzeitig streben wir die Akquisition eines oder mehrerer kleiner Unternehmen zu wirtschaftlichen Konditionen an, um unsere Marktposition in diesem Bereich rasch zu verstärken. Zusätzlich werden wir die weitere Expansion von SolveDirect in den USA forcieren, um das große Potenzial für IT-Servicemanagement-Lösungen in diesem Markt zu realisieren. Der weltweit größte Netzwerkausrüster Cisco Systems konnte bereits als Großkunde gewonnen und erste Projekte erfolgreich umgesetzt werden.

Nach dem Rezessionsjahr 2009 sehen wir Anzeichen, dass die Talsohle erreicht ist und sich die Nachfrage wieder leicht beleben könnte. Wir rechnen jedoch auch weiterhin mit einem schwierigen Preisniveau und keiner raschen Erholung der IT-Investitionen. Unsere Restrukturierungsmaßnahmen werden jedoch im neuen Geschäftsjahr erste positive Auswirkungen zeigen. Unsere Angebotspalette ist heute deutlich fokussierter und wir haben die Kostenbasis im Vergleich zum operativen Rekordjahr 2008 um rund 20 Mio. € gesenkt. Damit ist es unser klares Ziel, im Geschäftsjahr 2009/10 wieder ein positives operatives Ergebnis zu erwirtschaften. Langfristig werden

wir intensiv an der Verbesserung der Ertragskraft der BRAIN FORCE Gruppe weiterarbeiten.

Ich bin per 19. Oktober 2009 aus gesundheitlichen Gründen von meinem Amt als CEO der BRAIN FORCE HOLDING AG zurückgetreten und werde am 31. Dezember aus dem Unternehmen ausscheiden. Der Aufsichtsrat hat rasch eine optimale Nachfolgeregelung getroffen und Herrn Michael Hofer zum neuen Vorstandsvorsitzenden bestellt. Ich wünsche ihm und seinem Kollegen, Finanzvorstand Thomas Melzer, für die Zukunft viel Erfolg.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei unseren Kunden und Geschäftspartnern für die gute Kooperation und das in uns gesetzte Vertrauen bedanken. Unseren Mitarbeitern danke ich für ihren Einsatz in dem zuletzt sehr schwierigen Umfeld und die intensive Zusammenarbeit in den letzten beiden Jahren. Ihnen, geschätzte Aktionäre, möchte ich für Ihr Vertrauen und den Glauben an die solide Substanz des Unternehmens danken. Begleiten Sie BRAIN FORCE auch weiterhin auf dem Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

Ihr Günter Pridt

Interview mit dem Vorstand

Herr Pridt, 2009 wird als das größte Krisenjahr seit den 1920ern in die Geschichte eingehen. Wie hat sich BRAIN FORCE im abgelaufenen Geschäftsjahr geschlagen?

Das Jahr 2009 war geprägt von einer starken Zurückhaltung der Kunden bei IT-Investitionen in allen unseren Märkten. Insbesondere die Lizenzerlöse sind eingebrochen und im Servicegeschäft herrschte großer Preisdruck. Am Höhepunkt der Krise war unser Geschäft vor allem von Aufträgen unserer Bestandskunden geprägt, während die Gewinnung von Neukunden deutlich schwieriger geworden ist. Wir haben diese Entwicklung jedoch erwartet und trotz eines Rekordauftragsbestandes zum Jahresende 2008 rasch Schritte eingeleitet, um die Strukturen dem geringeren Umsatzniveau anzupassen. Dazu war in einigen Ländern ein schmerzhafter Mitarbeiterabbau notwendig, der zur Verlustsituation im Rumpfgeschäftsjahr beigetragen hat. Mittlerweile sehen wir wieder eine leichte Entspannung der Auftragslage und sind zuversichtlich, mit den getroffenen Maßnahmen gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Welche Maßnahmen haben Sie getroffen, um der Finanz- und Wirtschaftskrise wirksam zu begegnen?

Auf allen Geschäftsebenen wurden harte Sparmaßnahmen umgesetzt. Wir haben unsere Marketing-, Reise- und Beratungskosten radikal gekürzt, die österreichischen Gesellschaften in ein deutlich günstigeres Bürogebäude verlegt und einen Stopp bei Gehaltserhöhungen erwirkt. Zudem verzichteten die Geschäftsführer und der Vorstand auf rund 10 bis 15% ihres Fixgehalts. Zusätzlich mussten wir den Mitarbeiterstand in allen Ländern reduzieren, in Deutschland Kurzarbeit einführen und den seit Jahren verlustreichen Standort Berlin schließen. Aus dem Verkauf unserer Beteiligung an der KEMP Technologies Inc. in den USA konnten wir einen nicht mehr erwarteten Buchgewinn von 0,36 Mio. € erzielen. In Summe haben wir unser Portfolio stärker auf die profitablen Bereiche fokussiert und die internen Prozesse weiter optimiert. Besonders wichtig war es uns, mit unseren Kunden in intensivem Kontakt zu bleiben und ihnen Einsparungsmöglichkeiten im Bereich ihrer IT aufzuzeigen. BRAIN FORCE verfügt dazu über eine Reihe führender Lösungen, die wir in der Krise gut vermarkten konnten.

Herr Melzer, wie haben sich die Ergebnisse angesichts der harten Restrukturierungsmaßnahmen entwickelt?

Der Umsatz der fortgeführten Geschäftsbereiche ist im verkürzten Wirtschaftjahr um 20% auf 61,69 Mio. € zurückgegangen. Organisch, d.h. ohne die veräußerte Tochtergesellschaft in Hamburg lag das Umsatzminus bei 17%. Erschwerend kam hinzu, dass das traditionell gute vierte Quartal im Rumpfwirtschaftsjahr nicht enthalten ist, da wir nun am 30. September bilanzieren. Dennoch erzielten wir ein positives operatives EBITDA von 1,18 nach 5,94 Mio. € im Vorjahr.

Das operative EBIT lag bei -1,50 Mio. €, inklusive Restrukturierungsaufwand bei -2,89 nach +3,00 Mio. € in den ersten neun Monaten 2008. Es gab jedoch auch positive Entwicklungen: So konnten wir in der Konzernholding 0,92 Mio. € an Kosten einsparen und das Finanzergebnis durch die Einführung eines Cash Pools, die Optimierung des Working Capital sowie den Verkauf unserer Kemp-Beteiligung und die Auflösung der Wandelanleihe deutlich verbessern. Das Gesamtergebnis nach Steuern inklusive Restrukturierungsaufwand und dem aufgegebenen Geschäftsbereich Berlin war leider deutlich negativ und belief sich auf -4,83 Mio. €.

Wie hat sich der hohe Verlust auf die Bilanz 2009 ausgewirkt?

Trotz des hohen Verlustes ist unsere Bilanzstruktur gesund. Die Eigenkapitalquote liegt bei 35% und ist damit nahezu unverändert geblieben. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu operativem EBITDA beträgt 1,6x und auch die anderen Kennzahlen sind solide. Wir verfügen über ausreichend Cash und Kreditlinien zur Betriebsmittelfinanzierung und haben erst im Jahr 2014 einen größeren Refinanzierungsbedarf. Hervorheben möchte ich, dass wir im Wirtschaftjahr 2009 trotz der negativen Ergebnisse einen positiven operativen Cash-flow von 1,55 Mio. € erwirtschaften konnten. Das ist uns vor allem durch die Optimierung der internen Prozesse in der Projektsteuerung, der Fakturierung und im Mahnwesen gelungen. Wir haben auch die Investitionen auf ein Minimum reduziert, so dass der Free Cash-flow mit 0,07 Mio. € sogar leicht positiv ausgefallen ist. Die Optimierung der Kostenstrukturen und der internen Prozesse muss jedoch kontinuierlich fortgesetzt werden und wir verbessern dazu das Reporting laufend weiter, um die Entwicklungen im Konzern noch transparenter zu machen.

Herr Dr. Hofer, 2008 wurde die BRAIN FORCE Strategie auf die zukünftigen Wachstumsbereiche der IT-Branche ausgerichtet, dann ist die Wirtschaftskrise dazwischen gekommen. Wie beurteilen Sie das Potenzial des Unternehmens?

Meine Vorstandskollegen haben im abgelaufenen Geschäftsjahr harte aber notwendige Restrukturierungen im Konzern durchgeführt und dabei gute Fortschritte erzielt. Dafür möchte ich ihnen meinen Dank aussprechen. Als ehemaliger Aufsichtsrat war ich in die strategischen Entscheidungen involviert und über die Entwicklung des Unternehmens informiert. Die länderübergreifende Vermarktung unseres Know-hows ist erfolgversprechend, wie der Start des Geschäftsfeldes Infrastructure Optimization in Deutschland oder der Aufbau einer Microsoft Dynamics Einheit in Österreich zeigen. Ein weiteres großes Potenzial sehe ich in den IT-Servicemanagement-Lösungen unserer Tochtergesellschaft SolveDirect. Hier werden wir die Expansion in den USA vorantreiben. Für den langfristigen Erfolg von BRAIN FORCE ist entscheidend, dass wir unsere Kernkompetenzen klar herausarbeiten und in diese investieren. Randbereiche oder margenschwache Services werden wir mittelfristig ab- bzw. aufgeben.

Wo sehen Sie in den nächsten Monaten und Jahren Wachstumsperspektiven für BRAIN FORCE?

Die Vermarktung des Geschäftsfeldes Infrastructure Optimization in Deutschland ist vielversprechend angelaufen. Wir haben einen mehrjährigen Auftrag eines großen multinationalen Hardware- und Serviceanbieters erhalten und werden unser Know-how im Bereich Softwarepaketierung für Kunden dieses Konzerns einbringen. Das hat im deutschen Markt sehr rasch große Aufmerksamkeit für die Paketierungslösungen von BRAIN FORCE erzeugt. Einen zusätzlichen Wachstumsmotor sehe ich im Rollout des neuen Betriebssystems Windows 7. Als wichtiger Microsoft-Partner gehören wir über unser Competence Center in den Niederlanden zu den Technologieführern in diesem Umfeld und werden unsere Kompetenz länderübergreifend nutzen. Zuletzt möchte ich auch auf den erfolgreichen Start unserer neuen Unit Business Solutions in Österreich verweisen, wo wir erste Microsoft Dynamics Projekte umsetzen. Zusätzlich planen wir hier kurzfristig die ein oder andere Akquisition, um in diesem interessanten Marktumfeld rasch weiter zu wachsen.

Welche Erwartungen haben Sie an das neue Geschäftsjahr 2009/2010?

Auch das kommende Jahr wird für BRAIN FORCE eine Herausforderung, davon bin ich überzeugt. Die Wirtschaftskrise ist noch nicht überwunden und wir rechnen mit einem anhaltend schwierigen Umfeld. Zwar zeichnet sich eine leichte Erholung der Nachfrage durch die Auflösung des Investitionsstaus ab, aber der Preisdruck seitens der Kunden bleibt bestehen. Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und die Kostenbasis im Vergleich zum Rekordjahr 2008 um rund 20 Mio. Euro gesenkt. Ich bin daher zuversichtlich, dass wir mit Leistung und Engagement zu den Gewinnern gehören werden. Hierzu gehört eine schlagkräftige Mannschaft, der ich meinen Dank für die Anstrengungen und das Durchhaltevermögen im vergangenen Jahr aussprechen möchte. Unser klares Ziel ist es, im Geschäftsjahr 2009/2010 wieder einen operativen Gewinn zu erwirtschaften und langfristig Wert für unsere Aktionäre zu schaffen.

Bericht des Aufsichtsrates

Aufsichtsrat und Vorstand haben sich im Berichtsjahr in vier Sitzungen intensiv über die wirtschaftliche Lage und die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens sowie wesentliche Ereignisse und Investitionen beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Rahmen der laufenden Berichterstattung sowie in allen Sitzungen anhand eines ausführlichen Berichts über die Geschäftsund Finanzlage des Konzerns und seiner Beteiligungen sowie die Personalsituation unterrichtet. Über besondere Vorgänge wurde zusätzlich informiert.

In den Ausschüssen wurden einzelne Sachgebiete vertiefend behandelt und anschließend dem Aufsichtsrat berichtet. Das Präsidium des Aufsichtsrates hat sich vom Vorstand laufend über die aktuelle Geschäftslage informieren lassen. Der Prüfungsausschuss tagte dreimal, der Vergütungsausschuss trat einmal zusammen. Die Kriterien der Erfolgsbeteiligung, die Grundsätze der Altersversorgung und die Ansprüche bei Beendigung der Funktion sowie der Einzelausweis der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge sind im Vergütungsbericht auf Seite 26 dargestellt. Es existiert kein Aktienoptionsplan für Führungskräfte des Konzerns. Kein Aufsichtsratsmitglied war bei mehr als der Hälfte der Sitzungen abwesend. Der Prüfungsausschuss und der Vergütungsausschuss sind mit Ausnahme von zwei Sitzungen vollzählig zusammengetreten.

Einen wesentlichen Arbeitsschwerpunkt hat der Aufsichtsrat im abgelaufenen Wirtschaftsjahr auf die Restrukturierungspläne des Vorstandes gelegt. Nachdem sich aufgrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes bereits für Jänner ein deutlicher Umsatzeinbruch abzeichnete, wurden unverzüglich Einsparungs- und Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, um das Unternehmen weitgehend unbeschadet durch die Krise zu steuern. Diese Maßnahmen konzentrierten sich vor allem auf die Anpassung der Organisation und des Mitarbeiterstandes in Italien, die Schließung des Standortes Berlin, Kurzarbeit in Deutschland sowie die Kürzung von Aufwendungen in Verwaltung und Vertrieb. In Summe hat dies zu einer 13%igen Reduktion des Personalstandes um 151 Mitarbeiter geführt und die Kostenbasis für das im Oktober beginnende neue Wirtschaftsjahr um 20 Mio. € entlastet – Maßnahmen, die angesichts eines 20%igen Umsatzrückganges im Rumpfwirtschaftsjahr 2009 erforderlich waren. Durch die Ausgabenkürzungen konnte die Auswirkung des Umsatzrückganges auf das Ergebnis deutlich gemildert werden. Das operative EBIT exklusive einmaliger Restrukturierungsaufwendungen ist trotzdem von +3,00 auf -1,50 Mio. € zurückgegangen und das Nettogesamtergebnis des Konzerns inklusive aufgegebenen Geschäftsbereichs belief sich auf -4,83 Mio. €.

Das im Jänner gestartete Projekt zur Optimierung des Working Capital hat erfreulicherweise dazu geführt, dass trotz der negativen Ergebnisse ein deutlich positiver operativer Cash-flow von 1,55 Mio. € er-

wirtschaftet wurde. Obwohl sich das Eigenkapital von 24,15 auf 19,31 Mio. € reduzierte, ist die Bilanzstruktur des Unternehmens gesund und auch die Finanzierungssituation gibt keinen Anlass zur Sorge. Das zeigen die entsprechenden Kennzahlen und die Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten, die Sie auf Seite 41 des Geschäftsberichtes nachlesen können.

Zur Behandlung des Jahresabschlusses 2008 zog der Prüfungsausschuss in der Sitzung vom 26. März 2009 den Wirtschaftsprüfer hinzu. In der anschließenden Sitzung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG erörtert und festgestellt sowie den Konzernabschluss, den Lagebericht, den Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes geprüft und den Bericht des Aufsichtsrates an die Hauptversammlung beschlossen. Weiters wurde durch den Aufsichtsratsvorsitzenden eine Erklärung über den vorgesehenen Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2009 ausgearbeitet, dessen Rechtsbeziehungen mit der BRAIN FORCE Gruppe sowie deren Organmitgliedern überprüft und das Honorar für die Abschlussprüfung verhandelt. In derselben Sitzung hat der Aufsichtsrat einen Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers an die Hauptversammlung erarbeitet.

In der Sitzung am 7. Mai 2009 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Vorbereitung der 11. ordentlichen Hauptversammlung der BRAIN FORCE HOLDING AG, welche am 14. Mai 2009 stattfand.

In der Sitzung am 30. Juni 2009 behandelte der Prüfungsausschuss das Risikomanagement im Unternehmen und fand dabei keinen Grund zur Kritik. Als weiterer Punkt der Tagesordnung wurden Ablauf, Zeitplan und Prüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2009 diskutiert und festgelegt.

In der Sitzung am 24. August 2009 hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die geplante strategische Weiterentwicklung des Geschäftsbereiches SolveDirect der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Österreich, informiert und anhand eines Business Plans die Potenziale aufgezeigt, die sich aus der Expansion in den USA ergeben würden. Es wurde intensiv über die Möglichkeiten zur Finanzierung dieses wichtigen Wachstumsschrittes diskutiert und der Vorstand beauftragt, alle dafür notwendigen Schritte in die Wege zu leiten.

In der Prüfungsausschusssitzung am 24. September 2009 wurden unter Beiziehung des Abschlussprüfers die Ergebnisse der Vorprüfung des Jahresabschlusses zum 30. September 2009 behandelt. In der anschließenden Aufsichtsratssitzung hat sich der Aufsichtsrat detailliert über die aktuelle Geschäftslage, die Vorschau auf das Ergebnis des Rumpfgeschäftsjahres 1. Jänner bis 30. September 2009 sowie über das Budget 2009/2010 und die Mittelfristplanung informieren lassen. Das Budget wurde nach intensiver Diskussion vom Aufsichtsrat genehmigt.

Der Jahresabschluss und Lagebericht der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie der Konzernabschluss zum 30. September 2009 nach IFRS wurden durch die PwC INTER-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Sämtliche Abschlussunterlagen, der Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstandes und die Prüfberichte des Abschlussprüfers wurden im Prüfungsausschuss eingehend mit dem Prüfer behandelt und dem Aufsichtsrat vorgelegt. Wir haben die Unterlagen gemäß § 96 AktG geprüft und stimmen dem Ergebnis der Abschlussprüfung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss gebilligt, der damit gemäß § 125 Abs. 2 des AktG festgestellt ist. Wir schließen uns weiters dem Vorschlag des Vorstandes für die Verwendung des Jahresergebnisses an.

Mitte Oktober 2009 bat der Vorstandsvorsitzende Günter Pridt aus gesundheitlichen Gründen den Aufsichtsrat überraschend um Auflösung seines Vertrages per Jahresende 2009. Daraufhin hat der Aufsichtsrat per 19. Oktober 2009 aus seinen Reihen Herrn Michael Hofer als neuen Vorstandsvorsitzenden der BRAIN FORCE HOLDING AG bestellt. Michael Hofer war seit 1991 in verschiedenen Managementfunktionen innerhalb der Cross-Gruppe tätig, zuletzt von 2005 bis 2009 als Alleinvorstand der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG und als IT-Verantwortlicher des Cross-Konzerns sowie seit Mai 2008 als Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei Günter Pridt für seinen wertvollen Einsatz in den letzten beiden Jahren. Gleichzeitig wünschen wir dem neuen Vorstandsvorsitzenden, Michael Hofer, und seinem Kollegen, Finanzvorstand Thomas Melzer, viel Erfolg bei der weiteren Umsetzung der Wachstumsstrategie.

Der Aufsichtsrat dankt der Unternehmensleitung und den Mitarbeitern für ihren Einsatz in einem durch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sehr schwierigen Jahr und sieht BRAIN FORCE gut gerüstet, gestärkt aus der Krise hervorzugehen.

Wien, am 16. Dezember 2009

Christoph Senft Vorsitzender des Aufsichtsrates

Corporate Governance bei BRAIN FORCE

Umsetzung strenger Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz Bekenntnis zum Österreichischen Corporate Governance Ausgereiftes Risikomanagement und Kontrollsystem aber keine Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet Funktionen von Aufsichtsräten in Konkurrenzunternehmen BRAIN FORCE verfolgt eine Strategie zur langfristigen Steigerung des Unternehmenswertes. Strenge Grundsätze guter Unternehmensführung und Transparenz sowie die ständige Weiterentwicklung eines effizienten Systems der Unternehmenskontrolle sind das Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat. Das soll Vertrauen in das Unternehmen schaffen und die Basis für langfristige Wertschöpfung sein. BRAIN FORCE bekennt sich zum Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) und hat sich zur Beachtung der Regelungen verpflichtet. Dementsprechend orientierte sich das Unternehmen im Rumpfgeschäftsjahr 1.1. bis 30.9.2009 am ÖCGK in der Fassung von Jänner 2009. Neben den verbindlich einzuhaltenden "L-Regeln" wurde der aktuelle Kodex unter Berücksichtigung der nachstehenden Erklärungen zu "C-Regel 18" sowie "C-Regel 45" (Comply or Explain) eingehalten. "C-Regel 18": Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle "Interne Revision" eingerichtet. Es ist jedoch eine interne Kontroll- und Reportingsystematik aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren. Der Aufsichtsrat, insbesondere der Prüfungsausschuss, wird regelmäßig über die internen Kontrollmechanismen und das Risikomanagement im Konzern informiert. Ein Management Letter des Abschlussprüfers sowie dessen Bericht über die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern wurde dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates vorgelegt und im Aufsichtsrat behandelt. Weitere Informationen zum Risikomanagement finden sich auf den Seiten 47 bis 50. "C-Regel 45": Das Aufsichtsratsmitglied Peter Kotauczek ist aufgrund seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der BEKO HOLDING AG auch Aufsichtsratsmitglied in deren Tochtergesellschaft, der BEKO Engineering & Informatik AG, welche ebenso wie die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, im Geschäftsfeld Professional Services operativ tätig ist. Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist zugleich Aufsichtsrat der update software AG, welche wie die BRAIN FORCE Software GmbH, München, für gleiche Geschäftssparten Front Office Business Lösungen anbietet.

Richtlinien zur Vermeidung von Insiderhandel installiert

Verpflichtung zu Transparenz und "True and Fair View"

Das Prinzip "One share – one vote" kommt voll zum Tragen

Im Sinne der Aktionäre der BRAIN FORCE HOLDING AG fühlt sich das Unternehmen zu Transparenz und der Zielsetzung "True and Fair View" für alle Eigentümer verpflichtet. Alle relevanten Informationen veröffentlichen wir im Geschäftsbericht, in den Quartalsberichten, auf der Unternehmenswebsite und im Rahmen unserer laufenden Pressearbeit. Die Berichte werden nach international anerkannten Grundsätzen der Rechnungslegung (IFRS) erstellt. Die BRAIN FORCE HOLDING AG informiert ihre Aktionäre mit Adhoc-Meldungen oder Corporate News zu allen

Der ÖCGK in der jeweils aktuellen Fassung sowie der Corporate Governance Bericht stehen online unter www.brainforce.com in der Rubrik "Investoren" zur Verfügung. Zur Vermeidung von Insiderhandel wurde ein Compliance Code im Unternehmen installiert, der die Bestimmungen der Emittenten-Compliance-Verordnung der österreichischen Finanzmarktaufsicht umsetzt. Seine Einhaltung wird vom Compliance Officer überwacht.

unternehmensrelevanten Themen. Auf wichtige Termine weisen wir bereits frühzeitig im Finanzkalender hin. Sämtliche Informationen werden auf der Website in der Rubrik "Investoren" veröffentlicht. Sie stehen damit allen Aktionären zeitgleich zur Verfügung.

Die Gesellschaft hat 15.386.742 Stammaktien ausgegeben. Es existieren keine Vorzugsaktien oder Einschränkungen für die Stammaktien. Das Prinzip "One share – one vote" kommt somit voll zum Tragen. Gemäß österreichischem Übernahmegesetz ist sichergestellt, dass im Falle eines Übernahmeangebotes (öffentliches Pflichtangebot) jeder Aktionär den gleichen Preis für seine BRAIN FORCE Aktien erhält. Die Aktionärsstruktur ist auf Seite 34 des Geschäftsberichtes dargestellt.

Laufende und intensive Abstimmung zwischen Vorstand und Aufsichtsrat Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat in regelmäßigen Sitzungen (mindestens eine pro Quartal). Hinzu kommen weitere Sitzungen aus besonderem Anlass: zum Beispiel zur Vorbereitung einer Hauptversammlung, zur Budgetberatung oder zur Diskussion aktueller strategischer Entscheidungen. Damit stehen dem Aufsichtsrat sämtliche Informationen zur Verfügung, die er zur Wahrnehmung seiner Beratungs- und Kontrollfunktion benötigt. Im Rumpfgeschäftsjahr 1.1. bis 30.09.2009 fanden insgesamt vier Aufsichtsratssitzungen statt. Im Sinne des Kodex stehen Vorstand und Aufsichtsrat auch in laufender, über die Aufsichtsratssitzungen hinausgehender

Kodex

Diskussion zur Entwicklung und strategischen Ausrichtung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat übt seine Funktion je nach Bedeutung und fachlicher Zuordnung auch durch Ausschüsse aus. Mitglieder und Verantwortungsbereiche der Aufsichtsratsausschüsse sind nachfolgend dargestellt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrates hat im Rumpfgeschäftsjahr an mehr als der Hälfte der Aufsichtsratssitzungen teilgenommen.

Der Aufsichtsrat hat auf Grundlage der Generalklausel in Punkt 53 des ÖCGK die nachfolgend dargestellten Unabhängigkeitskriterien für Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG festgelegt:

  • Kriterium 1: Das Aufsichtsratsmitglied war in den vergangenen fünf Jahren nicht Mitglied des Vorstandes oder leitender Angestellter der BRAIN FORCE HOLDING AG oder eines Tochterunternehmens der BRAIN FORCE HOLDING AG.
  • Kriterium 2: Das Aufsichtsratsmitglied unterhält beziehungsweise unterhielt in den letzten fünf Jahren zur BRAIN FORCE HOLDING AG kein Geschäftsverhältnis in einem für das Aufsichtsratsmitglied bedeutenden Umfang. Dies gilt auch für Geschäftsverhältnisse mit Unternehmen, an denen das Aufsichtsratsmitglied ein erhebliches wirtschaftliches Interesse hat. Die Genehmigung einzelner Geschäfte durch den Aufsichtsrat gemäß Regel 48 des ÖCGK führt nicht automatisch zur Qualifikation als nicht unabhängig.
  • Kriterium 3: Das Aufsichtsratsmitglied war in den letzten drei Jahren nicht Abschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG oder Beteiligter oder Angestellter der prüfenden Prüfungsgesellschaft.
  • Kriterium 4: Das Aufsichtsratsmitglied ist nicht Vorstand in einer anderen Gesellschaft, in der ein Vorstandsmitglied der BRAIN FORCE HOLDING AG Aufsichtsratsmitglied ist.
  • Kriterium 5: Das Aufsichtsratsmitglied gehört nicht länger als 15 Jahre dem Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG an. Dies gilt nicht für Aufsichtsratsmitglieder, die Anteilseigner mit einer Beteiligung von mehr als 10% sind oder die Interessen eines solchen Anteilseigners vertreten.
  • Kriterium 6: Das Aufsichtsratsmitglied ist kein enger Familienangehöriger (direkte Nachkommen, Ehegatten, Lebensgefährten, Eltern, Onkel, Tanten, Geschwister, Nichten, Neffen) eines Vorstandsmitgliedes der BRAIN FORCE HOLDING AG oder von Personen, die sich in einer in den vorstehenden Punkten 1. - 5. beschriebenen Position befinden.

Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sind als unabhängig im Sinne der oben angeführten Kriterien anzusehen. Entsprechende Erklärungen wurden von allen Aufsichtsräten abgegeben. Die Hauptaufgabe des Aufsichtsrates stellt gemäß § 95 Aktiengesetz die Überwachung der Geschäftsführung dar. Diese Aufgabe wird von den derzeit bestellten Aufsichtsräten voll inhaltlich wahrgenommen. Die Gesellschaft weist einen Streubesitz von mehr als 20% und weniger als 50% auf. Zumindest zwei Aufsichtsratsmitglieder (Christoph Senft und Wolfgang M. Hickel) sind keine Anteilseigner mit einer Beteiligung an der Gesellschaft von mehr als 10% oder vertreten die Interessen eines Großaktionärs. Die Mitarbeiter haben keinen Betriebsrat für die BRAIN FORCE HOLDING AG gewählt. Aus diesem Grund ist auch kein Mitarbeitervertreter Mitglied des Aufsichtsrates.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat weder Kredite an Aufsichtsratsmitglieder noch an Vorstände vergeben. Mit Genehmigung des Aufsichtsrates (bei Stimmenthaltung von Josef Blazicek) hat die Gesellschaft im August 2009 mit der Ocean Consulting GmbH, ein Unternehmen, an welchem Josef Blazicek als Gesellschafter beteiligt ist, einen Mandatsvertrag zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen abgeschlossen. Das Entgelt ist ortsüblich und wurde zum Bilanzstichtag noch nicht endabgerechnet. BRAIN FORCE hat von der Hofer Management GmbH, eine Gesellschaft, an der Michael Hofer zu 100% beteiligt ist, seit Anfang September 2009 einen Mitarbeiter zu marktüblichen Konditionen zur Verfügung gestellt bekommen.

Die PwC Inter-Treuhand GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der 11. o. Hauptversammlung zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der BRAIN FORCE HOLDING AG für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1.1. bis 30.9.2009 bestellt. Neben dieser Tätigkeit ist PwC mit ihren weltweiten Partnerbüros vereinzelt auch im Bereich der Steuer- und Finanzberatung für den Konzern tätig. Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1.1. bis 30.9.2009 lagen die Beratungshonorare von PwC für die BRAIN FORCE HOLDING AG bei 0,11 Mio. €. Für die Abschlussprüfung des Konzerns und prüfungsnahe Leistungen wurden 0,13 Mio. € verrechnet. Vertragliche Vereinbarungen über die Erbringung von projektbezogenen Beratungsleistungen im neuen Wirtschaftsjahr bestehen derzeit nicht.

Unabhängigkeitskriterien für den Aufsichtsrat laut Kodex

Alle Aufsichtsratsmitglieder sind unabhängig im Sinne des Kodex

Bericht über Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen

Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Vorstand

Der seit 4. September 2007 agierende Vorstandsvorsitzende Günter Pridt hat den Aufsichtsrat aus gesundheitlichen Gründen um Auflösung seines Vertrages mit Jahresende 2009 gebeten. Günter Pridt war von 2005 bis 2007 Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG, bevor er im September 2007 zum CEO bestellt wurde. Per 19. Oktober 2009 wurde Michael Hofer als neuer Vorstandsvorsitzender vom Aufsichtsrat bestellt.

Günter Pridt Michael Hofer Thomas Melzer

Vorstandsvorsitzender seit 19.10.2009, bestellt bis 31.12.2010, geb. 1960, verheiratet

Dr. Michael Hofer ist promovierter Betriebswirt und seit 19. Oktober 2009 Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG. Seine berufliche Karriere begann er 1983 mit einem Ordinariat für Werbewissenschaften und Marktforschung an der Universität Wien. 1991 wurde er Produktmanager bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG und wechselte 1994 als Geschäftsführer zur Trumag Trunkenbolz VertriebsgmbH. Von 1996 an war Michael Hofer im Vorstand der Welsermühl Holding AG und ging 1997 zur KTM Sportmotorcycle AG. Dort war er bis 2005 in den Bereichen Organisation, IT, Rechnungswesen, Human Resources sowie Vertriebslogistik tätig, davon zweieinhalb Jahre als Vorstand. Vor seiner Bestellung zum BRAIN FORCE CEO war er rund vier Jahre Alleinvorstand bei der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG sowie seit 28. Mai 2008 Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Aufgabengebiet von Michael Hofer seit 19.10.2009:

  • Operations
  • Marketing
  • Legal Management
  • Public Relations

Günter Pridt

Vorstandsvorsitzender bis 19.10.2009, Vorstandsmitglied bis 31.12.2009, geb. 1951, verheiratet

Günter Pridt trat 1973 in die IBM Österreich ein. Nach verschiedenen Beratungsaufgaben im Großkundenbereich sowie Managementpositionen in Vertrieb und Marketing übernahm er die Gesamtverantwortung für den Dienstleistungsbereich der IBM Österreich, Zentraleuropa und Russland. In dieser Funktion war er auch Mitglied der Geschäftsleitung. Von November 1997 bis Oktober 2000 war er Generaldirektor und alleiniger Geschäftsführer der IBM Österreich. Im Jahr 2001 wechselte er als Mitglied des Vorstandes zur BRAIN FORCE SOFTWARE AG, wo er bis 2004 als COO das operative Geschäft leitete und vor allem die Entwicklung des Servicegeschäfts vorantrieb. Danach war er als Aufsichtsrat der Gesellschaft tätig. Von 4. September 2007 bis 19. Oktober 2009 war er Vorstandsvorsitzender, bis 31. Dezember 2009 Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Aufgabengebiet von Günter Pridt bis 19.10.2009:

  • Operations
  • Marketing
  • Legal Management
  • Public Relations

Thomas Melzer

Finanzvorstand, bestellt bis 31.3.2011, geb. 1970, verheiratet

Thomas Melzer ist Betriebswirt und seit 1. April 2008 Finanzvorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG. Davor war er bei der Wienerberger AG, dem weltweit größten Ziegelproduzenten, in verschiedenen Funktionen tätig: von 1997 bis 1999 im Controlling und Konzernrechnungswesen, ab dem Jahr 2000 als Leiter der Bereiche Investor Relations und Corporate Communications. Von 2001 bis 2008 agierte Thomas Melzer auch als Mitglied des Management Committee der Wienerberger AG und von Juni 2007 bis Februar 2008 als Aufsichtsrat der Pipelife Group. Darüber hinaus war er sieben Jahre lang Mitglied im Vorstand des Cercle Investor Relations Austria (C.I.R.A.), von Oktober 2004 bis September 2007 als Vorsitzender des Vorstandes.

Aufgabengebiet von Thomas Melzer:

  • Finance & Administration
  • Investor Relations
  • Human Resources
  • Internal Communications

Von den Vorstandsmitgliedern gemeinsam wahrgenommen werden:

  • Business Strategy
  • Strategic Projects

Die Vorstandsmitglieder üben keine Aufsichtsratsmandate oder Vorstandsfunktionen in anderen konzernexternen Gesellschaften aus.

Mitglieder des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat der BRAIN FORCE HOLDING AG setzte sich im Rumpfgeschäftsjahr vom 1.1. bis 30.9.2009 aus sieben von der Hauptversammlung gewählten Mitgliedern zusammen.

Christoph Senft, Vorsitzender

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2009, erstmalig gewählt: 12. Juni 2003, geb. 1961

  • Geschäftsführer der MWS Industrieholding GmbH
  • Geschäftsführer der MWS Aluguss GmbH

Friedrich Roithner, Stellvertreter des Vorsitzenden

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2011, erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1963

  • Vorstand der Unternehmens Invest AG
  • Aufsichtsrat der BEKO HOLDING AG

Josef Blazicek

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2011, erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1964

  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der CROSS Industries AG
  • Vorsitzender des Aufsichtsrates der BEKO HOLDING AG
  • Aufsichtsrat der Unternehmens Invest AG
  • Aufsichtsrat der update software AG
  • Aufsichtsrat der Pankl Racing Systems AG
  • Aufsichtsrat der All for One Midmarket AG

Wolfgang M. Hickel

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2011, erstmalig gewählt: 14. Juni 2000, geb. 1949

Direktor der Höheren Technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt Spengergasse in Wien

Michael Hofer

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zum 19. Oktober 2009 , erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1960

bis 2. Juli 2009 Alleinvorstand der Eternit-Werke Ludwig Hatschek AG

Peter Kotauczek

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2009, erstmalig gewählt: 22. Dezember 2006, geb. 1939

  • Vorstandsvorsitzender der BEKO HOLDING AG
  • Aufsichtsrat der TeleTrader Software AG

Stefan Pierer

Unabhängig im Sinne von Punkt 53 ÖCGK, Funktionsperiode bis zur Beendigung der o. Hauptversammlung zum Geschäftsjahr 2011, erstmalig gewählt: 28. Mai 2008, geb. 1956

  • Vorstandsvorsitzender der KTM Power Sports AG
  • Vorstand der CROSS Industries AG
  • Aufsichtsratsvorsitzender der Pankl Racing Systems AG
  • Vorsitzender-Stv. des Aufsichtsrates der Unternehmens Invest AG
  • Aufsichtsrat der BEKO HOLDING AG
  • Aufsichtsrat der Austria Email Aktiengesellschaft

Prüfungsausschuss

Mitglieder sind: Friedrich Roithner (Vorsitzender), Christoph Senft (Stellvertreter), Josef Blazicek

Die Aufgaben des Prüfungsausschusses umfassen:

  • Überwachung des (Konzern-)Rechnungslegungsprozesses
  • Überwachung der Arbeit des Abschlussprüfers
  • Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses, des Vorschlages für die Gewinnverteilung und des Lageberichtes
  • Prüfung des Konzernabschlusses
  • Vorschlag für die Auswahl des Abschlussprüfers
  • Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1.1. bis 30.9.2009 wurden drei Prüfungsausschusssitzungen abgehalten, in denen im Wesentlichen die folgenden Sachverhalte behandelt wurden:

  • März 2009: Bericht des Abschlussprüfers über die Abschlussprüfung zum 31.12.2008
  • Juni 2009: Vorbesprechung zur Jahresabschlussprüfung zum 30.9.2009
  • September 2009: Bericht des Abschlussprüfers zu den Ergebnissen der Vorprüfung des Jahresabschlusses zum 30.9.2009

Vergütungs- und Nominierungsausschuss

Mitglieder sind: Christoph Senft (Vorsitzender), Friedrich Roithner (Stellvertreter)

Die Aufgaben des Nominierungs- und Vergütungsausschusses umfassen:

  • Erarbeitung von Vorschlägen zur Besetzung frei werdender Mandate in Vorstand und Aufsichtsrat
  • Vergütung der Vorstandsmitglieder
  • Anstellungsverträge mit Vorstandsmitgliedern

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1.1. bis 30.9.2009 wurde eine Vergütungs- und Nominierungsausschusssitzung abgehalten, welche ein Evaluierungsgespräch für die mögliche Besetzung einer Vorstandsfunktion in der Gesellschaft zum Inhalt hatte.

Vergütungsbericht

Nominierungsausschuss übertragen.

Transparente Darstellung der Vorstands- und Aufsichtsratsbezüge im Vergütungsbericht

Ziel des Vergütungssystems ist eine adäquate und leistungsorientierte Vergütung

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung des Vorstandes der BRAIN FORCE HOLDING AG angewendet werden und erläutert Höhe und Struktur der Vorstandseinkommen. Darüber hinaus werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben.

Der Vorstand ist im Rahmen der Bestimmungen des österreichischen Aktiengesetzes für eine bestimmte Dauer bestellt (Funktionsperiode von Günter Pridt bis 31. Dezember 2009, Thomas Melzer bis 31. März 2011). Für diesen Zeitraum wurden die Dienstverträge der einzelnen BRAIN FORCE Vorstandsmitglieder abgeschlossen sowie Höhe und Struktur der Bezüge definiert. Zielsetzung des Vergütungssystems ist es, die Vorstände im nationalen und internationalen Vergleich (IT-Branche) gemäß ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten. Ein wichtiges Element dabei ist eine entsprechende variable Komponente, die den Unternehmenserfolg berücksichtigt. Dazu teilen sich die Gesamtbezüge in fixe und erfolgsabhängige Bestandteile, wobei die erfolgsabhängige Komponente auf das jeweilige Ergebnis vor Steuern des Konzerns abstellt.

Die Festlegung der Vergütung des BRAIN FORCE Vorstandes hat der Aufsichtsrat dem Vergütungs- und

Jahresbonus der Vorstände orientiert sich am Ergebnis vor Steuern (EGT)

Das fixe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstandsmitglieds und wird, wie in Österreich üblich, in vierzehn Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt. Die Folge sind differenzierte Basisgehälter je Zuständigkeit unter Berücksichtigung der damit verbundenen strategischen und operativen Verantwortung. Der Jahresbonus ist eine variable Barvergütung, deren Höhe direkt vom Ergebnis vor Steuern (= Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit bzw. EGT) der BRAIN FORCE Gruppe abhängt. Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung haben die Vorstände auf einen Teil ihrer fixen Jahresbruttobezüge verzichtet (Günter Pridt: -40.000 €, Thomas Melzer: -20.000 €) und von der Erreichung der Budgetziele 2009/2010 abhängig gemacht. Der ursprüngliche erfolgsabhängige Gehaltsbestandteil ist für die Vorstandsmitglieder mit einer Obergrenze von 100% des Jahresfixbezuges festgelegt. Fixes Gehalt und Jahresbonus gelangen bei unterjähriger Beschäftigung aliquot zur Auszahlung.

Kein Anspruch auf einen Jahresbonus für die Vorstände im verkürzten Wirtschaftsjahr

Die gesamten Barbezüge der Vorstandsmitglieder für das verkürzte Geschäftsjahr 2009 betrugen 364.286 €, (Vorjahr: 592.692 €). Aufgrund der Ergebnisse im abgelaufenen Jahr wurden keine Ansprüche auf die Auszahlung eines Jahresbonus erworben.

1-9/2009 1-12/2008
Barbezüge Vorstand in € Fix Variabel Gesamt Fix Variabel Gesamt
Günter Pridt 200.000 0 200.000 280.000 92.967 372.967
Thomas Melzer 164.286 0 164.286 165.000 54.725 219.725
Gesamt 364.286 0 364.286 445.000 147.692 592.692

Vorstände üben keine Nebentätigkeiten aus

Zur Aufnahme von Nebentätigkeiten benötigen die Vorstandsmitglieder die Zustimmung des Aufsichtsrates. So ist sichergestellt, dass weder der zeitliche Aufwand noch die dafür gewährte Vergütung zu einem Konflikt mit den Aufgaben für das Unternehmen führt. Die BRAIN FORCE Vorstände haben im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Nebentätigkeiten in Form von Aufsichtsratsmandaten oder Vorstandsfunktionen in anderen in- und ausländischen konzernexternen Gesellschaften ausgeübt. Für die Übernahme von Mandaten in Konzerngesellschaften erfolgt keine Vergütung.

Im Fall der Beendigung des Dienstverhältnisses der Vorstände bestehen Abfertigungsansprüche gemäß den gesetzlichen Bestimmungen in Österreich. An Mitarbeitervorsorgekassen wurden Zahlungen in Höhe von 7.154 € (Vorjahr: 6.758 €) geleistet. Für den Finanzvorstand werden ab 2009 5% und ab 2010 10% des Jahresfixbezuges vom Dienstgeber in eine Pensionskasse eingezahlt. Weitere Pensionskassenregelungen bestehen nicht. Für frühere Mitglieder des Vorstandes wurden keine Aufwendungen erfasst (Vorjahr: 76.664 €).

Die Hauptversammlung am 14. Mai 2009 hat das folgende, im Vergleich zum Vorjahr unveränderte Vergütungssystem für den Aufsichtsrat beschlossen: Gestaffelt nach Funktionen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrates für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008 neben dem Ersatz der Barauslagen eine feste Vergütung. So erhält der Vorsitzende 10.000 € p.a., sein Stellvertreter 8.000 € p.a. und jedes andere Mitglied 6.000 € p.a. Zusätzlich stehen den Aufsichtsräten als Anwesenheitsgeld für die Teilnahme an Sitzungen des Aufsichtsrates 600 € pro Sitzung bzw. dem Vorsitzenden 1.000 € und seinem Stellvertreter 800 € zu. Für die Mitwirkung in Ausschüssen erhält der Ausschussvorsitzende 500 €, dessen Stellvertreter im Ausschuss 400 € und jedes andere Mitglied 300 € je Sitzung und Teilnahme. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrates in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine besondere Vergütung bewilligt werden. Für 1.1. bis 30.9.2009 (Auszahlung im Jahr 2010) und für 1.1. bis 31.12.2008 (Auszahlung im Jahr 2009) wurden Aufsichtsratsvergütungen von insgesamt 63.733 bzw. 70.067 € aufwandsmäßig erfasst.

Aufsichtsratsvergütung in € 1-9/2009 1-12/2008
Christoph Senft 15.500 17.800
Friedrich Roithner 10.433 8.500
Josef Blazicek 7.800 5.650
Wolfgang Hickel 7.500 9.600
Michael Hofer 7.500 5.350
Peter Kotauczek 8.100 9.600
Stefan Pierer 6.900 5.350
Christian Schamburek 0 5.167
Christian Wolff 0 3.050
Gesamt 63.733 70.067

Für Leistungen außerhalb der oben beschriebenen Aufsichtsratstätigkeit, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, wird auf die Ausführungen im Corporate Governance Bericht auf Seite 21 verwiesen. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG haben keine Pensionszusagen.

Käufe und Verkäufe von Mitgliedern des Vorstandes und des Aufsichtsrates werden gemäß §48 Börsegesetz der Finanzmarktaufsicht gemeldet und auf der BRAIN FORCE Website unter "Investoren/Corporate Governance/Directors' Dealings" veröffentlicht.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat für Aufsichtsräte, Vorstände und Geschäftsführer des Konzerns eine "Directors and Officers" (D&O) Versicherung abgeschlossen und trägt dafür die Kosten.

Abfertigungsansprüche für den Vorstand entsprechen der gesetzlichen Regelung in Österreich

Beschluss der Hauptversammlung zum Vergütungssystem für den Aufsichtsrat

Keine Pensionszusagen für den Aufsichtsrat

Veröffentlichung von Transaktionen in eigenen Aktien auf der Website

Unternehmen trägt die Kosten der D&O-Versicherung

Das Unternehmen

Unternehmensprofil

Führende IT-Service-Gruppe mit 978 Mitarbeitern in sieben Ländern Europas

BRAIN FORCE ist eine führende IT-Service-Gruppe mit 978 Mitarbeitern an 11 Standorten in sieben europäischen Ländern. Die Konzernzentrale des an der Wiener Börse notierten Unternehmens befindet sich in Wien, Österreich. Der größte Umsatzanteil wird in Deutschland mit 47% erwirtschaftet, gefolgt von Süd-Westeuropa (vor allem Italien) mit 28%, Zentral-Osteuropa (vor allem Österreich) mit 15% und Nordeuropa (die Niederlande) mit 10%.

BRAIN FORCE wurde 1983 gegründet

Gegründet 1983 hat BRAIN FORCE seit dem Börsegang im Jahr 1999 (am Neuen Markt in Frankfurt) ihr Angebotsportfolio deutlich ausgebaut. Das Kerngeschäft basiert aktuell auf zwei Säulen:

Business Solutions

Im Geschäftsfeld Business Solutions werden Lösungen zur Unterstützung der Geschäftsprozesse von Unternehmen zusammengefasst, mit deren Hilfe sie Wettbewerbsvorteile erzielen.

Infrastructure Optimization

Im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization werden Lösungen angeboten, die Unternehmen zu einer besser managebaren und effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen und so die Produktivität der Kunden steigern sowie die Kosten senken.

Ergänzt werden diese Angebote durch Professional Services in Deutschland und Österreich, wo BRAIN FORCE IT-Spezialisten für Kundenanforderungen rekrutiert und bereitstellt.

Kunden und Partner profitieren so von intelligenten Lösungen, langjähriger Kompetenz, hoher Kosteneffizienz sowie starkem Engagement der BRAIN FORCE Mitarbeiter, um erfolgreich in ihren Märkten zu sein.

BRAIN FORCE ist an folgenden Standorten vertreten:

BRAIN FORCE liefert intelligente IT-Lösungen auf Basis von Best Practices, effektiven Services und führenden Produkten in den Geschäftsfeldern Business Solutions und Infrastructure Optimization. Professional Services ergänzen das Angebot durch die Bereitstellung und das Rekrutieren der richtigen IT-Experten zum richtigen Zeitpunkt. Kunden profitieren so von maßgeschneiderten Serviceangeboten, flexiblen Lösungen und innovativen Produkten.

Zu Business Solutions zählen Lösungen im Bereich

  • Enterprise Resource Planning (ERP): Verbesserung der Wettbewerbsposition durch optimierte Abstimmung und Integration der Geschäftsprozesse basierend auf umfassendem Branchen Know-how
  • Customer Relationship Management (CRM): Steigerung von Vertriebserfolg und Kundenzufriedenheit mit Hilfe einer optimal auf die Abläufe im Tagesgeschäft abgestimmten Lösung
  • Corporate Performance Management (CPM) / Business Intelligence (BI): Prozesse, Methoden und Kennzahlensysteme zur Ausrichtung operativer und strategischer Prioritäten sowie Bereitstellung zielgruppenspezifischer Berichte
  • Lösungen für Finanzdienstleister: Geschäftsprozessoptimierungen mit Hilfe maßgeschneiderter Lösungen. Hochqualitative Services und Lösungen für den Front- und Backoffice-Bereich forcieren das Geschäft von Kunden in der Finanzindustrie

Zu Infrastructure Optimization zählen Lösungen im Bereich

  • Server and Data Management: Aufbau einer gut managebaren, dynamischen, sicheren und zuverlässigen Server- und Dateninfrastruktur
  • Workspace Management: Schaffung dynamischer, anwenderfokussierter Infrastrukturen durch Implementierung führender Technologien unter Verwendung von Best Practices sowie Erzielung von Kosteneinsparungen durch Automatisierung manueller Tätigkeiten
  • Application Provisioning and Control: Best Practices, Application Management Processes und intelligente Tools, um Anwendern die jeweils richtigen Applikationen zur richtigen Zeit zur Verfügung zu stellen
  • Communication and Collaboration: Erhöhung der User Produktivität durch Integration führender Technologien in den Bereichen Kommunikation und Zusammenarbeit in die bestehende Infrastruktur
  • IT Service Management Solutions: Integration, Verwaltung und Steuerung aller Serviceprozesse, Systeme und Partner auf einer einzigen Plattform
  • Network Analysis: Innovative Lösungen für eine verbesserte Produktivität, gesteigerte Verfügbarkeit und zur Vermeidung von Ausfällen von Netzwerkapplikationen.
Business Solutions Infrastructure Optimization
Enterprise Resource Planning
Customer Relationship Management
Corporate Performance Management
/ Business Intelligence
Implementierung in
jedem Land mit Hilfe
von Business Units
vor Ort
Server and Data Management
Workspace Management
Application Provisioning and Control
Communication and Collaboration
Financial Services Solutions gesteuert durch
Competence Center
("do once-Prinzip")
IT Service Management Solutions
Network Analysis
Professional Services

Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Spezialisten in ausgewählten Ländern

Intelligente IT-Lösungen tragen zum wirtschaftlichen Erfolg der Kunden bei

BRAIN FORCE liefert optimierte Lösungen für geschäftskritische Prozesse

Wir verhelfen Kunden zu einer besser managebaren und effizienteren IT-Infrastruktur

Anpassung der Strategie an das schwierige wirtschaftliche Umfeld

Restrukturierung und Kosteneinsparung in allen Bereichen Das BRAIN FORCE Management hat zu Jahresbeginn unverzüglich auf den Einbruch des Auftragseingangs reagiert und die langfristige – im Jahr 2008 definierte – Wachstumsstrategie kurzfristig an das schwierige wirtschaftliche Umfeld angepasst. Für das Rezessionsjahr 2009 wurden drei Schwerpunkte definiert:

1. Restrukturierung und Kosteneinsparungen

Unternehmensstrategie

Neben einem konzernweiten Stopp bei Gehaltserhöhungen und Kapazitätsanpassungen bei Subunternehmern wurden deutliche Kürzungen bei Marketing-, Reise- und Beratungskosten vorgenommen, ein schmerzhafter aber notwendiger Mitarbeiterabbau mit Fokus auf Italien vollzogen sowie in Deutschland Kurzarbeit eingeführt. Zusätzlich musste der seit Jahren verlustbringende Standort Berlin aufgegeben und unser Portfolio damit um die Netzwerklösung ICT Suite bereinigt werden.

2. Stärkung der Innenfinanzierungskraft

Unter dem Motto "Cash is King" wurde ein Projekt zur Optimierung des Working Capital umgesetzt sowie ein konzernweites Cash Pooling implementiert. Damit konnten die externen Finanzierungserfordernisse reduziert und Zinsaufwendungen eingespart sowie die Bilanzstruktur verbessert werden.

3. Fokus auf Kundennähe

Wir haben uns in diesem schwierigen Jahr noch stärker auf die aktuellen Markt- und Kundenanforderungen ausgerichtet und dazu unser Angebot im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization (z.B. Lösungen zur Softwarepaketierung aus den Niederlanden) insbesondere auf Deutschland ausgedehnt. Unseren Kunden wollen wir dadurch helfen, Kosteneinsparungen in ihrer IT zu realisieren, um sich in der Krise besser behaupten zu können. Durch den Eingang eines Großauftrages eines multinationalen Hardwareund Serviceunternehmens konnte in Deutschland ein erster schöner Erfolg aus der Umsetzung dieser Strategie eingefahren werden.

Seit Mitte 2008 konzentriert sich die langfristige BRAIN FORCE Wachstumsstrategie auf die zwei Standbeine Business Solutions und Infrastructure Optimization. Diese Geschäftsfelder wurden nach eingehender Untersuchung des Marktumfeldes in den bestehenden BRAIN FORCE Ländern und auf Basis externer Analysen der Gartner Group als zukunftsträchtige und überdurchschnittlich wachsende Bereiche der IT-Branche identifiziert. Das Angebot in diesen Wachstumsbereichen wird nicht nur in einzelnen Ländern, sondern konzernweit über lokale Geschäftseinheiten abgedeckt, was den Wiedererkennungswert der Marke BRAIN FORCE auf internationaler Ebene steigert. Darüber hinaus vermarktet BRAIN FORCE das bestehende Angebot (FINAS Suite, Rebecca, Jupiter, SolveDirect) auf Basis einer Competence Center Struktur nach dem "do-once-Prinzip" von einer zentralen Stelle aus, um Know-how zu bündeln und Kosten zu sparen.

Business Solutions

Zur Stärkung der Position im Geschäftsfeld Business Solutions werden einerseits Übernahmemöglichkeiten von bereits am Markt etablierten Anbietern in den Bereichen ERP, CRM und CPM/BI geprüft. Andererseits wird die Vermarktung eigener Softwarelösungen wie FINAS Suite (Vertriebs- und Beratungslösungen für Finanzdienstleister) von München aus, Rebecca (Hypothekenverwaltung) und Jupiter (Asset Management) von Tschechien bzw. Slowakei aus entsprechend dem jeweiligen Marktpotenzial forciert.

Zur organischen Umsetzung der Strategie im Bereich ERP wurde zur Jahresmitte in Österreich eine eigene dezidierte Microsoft Dynamics Einheit aufgebaut. Aktuell arbeiten wir an der Akquisition eines kleineren Unternehmens, um die beschriebenen Leistungen rasch in größerem Umfang anbieten zu können.

Infrastructure Optimization

Das Augenmerk im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization liegt darauf, Dienstleistungen und Softwareprodukte mit Wachstumspotenzial, die bereits im Konzern in einzelnen Ländern erfolgreich vermarktet werden und internationalisierbar sind, auch in anderen Märkten anzubieten. Dazu zählen insbesondere die Lösungen Workspace Management sowie Server and Data Management für User-orientierte, dynamische Arbeitsplätze

Optimierung des Working Capital und Cash Pooling

Erster Großauftrag im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization in Deutschland

Schaffung einer klaren Kernkompetenz und Steigerung des Wiedererkennungswertes

Ausbau der Position bei Business Solutions durch Akquisition angestrebt

Organischer Aufbau von Infrastructure Optimization Lösungen in allen BRAIN FORCE Märkten

und das Angebot im Bereich Application Provisioning and Control (z.B. BRAIN FORCE Packaging Robot = Softwarepaketierungslösung aus den Niederlanden) für hochverfügbare und kompatible Applikationen. Dieser Bereich soll organisch in allen bestehenden lokalen Märkten weiter aus- bzw. aufgebaut werden.

Ergänzt wird das Portfolio im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization durch Lösungen zu den Themen IT-Servicemanagement (SolveDirect Solutions vom Standort Wien, Österreich) und Communication and Collaboration (aus Veenendaal, Niederlande), die jeweils von einem zentralen Standort aus vermarktet werden.

Die BRAIN FORCE Lösungen zeichnen sich durch effiziente Beratung hinsichtlich der Auswahl, Implementierung und Wartung geeigneter Produkte aus. Teilweise werden diese Produkte im Haus entwickelt oder von Partnern zugekauft. BRAIN FORCE stellt auch unabhängig von Softwareprodukten geeignete Experten für Kundenprojekte zur Verfügung. Dafür bestehen in Österreich und Deutschland eigene Competence Center im Geschäftsfeld Professional Services (Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Experten).

Ziel der neuen strategischen Ausrichtung ist es, eine klar erkennbare Kernkompetenz zur stärkeren Wahrnehmung der BRAIN FORCE Gruppe am Markt zu schaffen, größere Umsatzpotenziale zu eröffnen und die Kostenstruktur zu erweitern. Nach den zahlreichen Akquisitionen in der Vergangenheit konzentriert sich das aktuelle Management auf die nachhaltige Verbesserung der Ertragskraft durch Nutzung von Synergien im Konzern. Damit wird das bestehende Geschäft gestärkt und die Basis für den Auf- bzw. Ausbau neuer zukunftsweisender Bereiche gelegt.

Unternehmensstruktur

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im Juli des Geschäftsjahres 2009 ihre 30%-Beteiligung an der KEMP Technologies, Inc., in den USA um 500.000 USD Cash (0,36 Mio. €) an die Gesellschaft zurückverkauft. Gleichzeitig wurde die KEMP Wandelanleihe aufgelöst. BRAIN FORCE erzielte dadurch einen Buchgewinn von 0,36 Mio. € und verzeichnete einen nicht mehr erwarteten Zahlungsmitteleingang aus diesem Titel.

Die folgende Grafik stellt zum Bilanzstichtag die bestehende Konzernstruktur dar:

BRAIN FORCE HOLDING AG (Anteile in %)

1) wird zu 99,5% von der Brain Force Software s.r.o., Tschechien, und zu 0,5% von der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Österreich, gehalten.

Zentrale Vermarktung bestehender Lösungen

Ergänzung des Kerngeschäfts durch Professional Services in Deutschland und Österreich

Schaffung von neuen Umsatzpotenzialen und Konzentration auf die Verbesserung der Ertragskraft

Verkauf der Kemp Technologies Beteiligung

Operatives Management

Im Folgenden sind die Geschäftsführer der Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns mit ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen zum Bilanzstichtag angeführt.

Deutschland

Martin Friedrich, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für

  • Professional Services
  • Infrastructure Optimization
  • Recruiting
  • Marketing
  • Finance & Administration

Karl Haas, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für

  • Business Solutions
  • Infrastructure Optimization, Berlin
  • Interne IT

Günter Pridt, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für

  • Infrastructure Optimization, Frankfurt
  • Channel, Frankfurt

Italien

Franco Righini, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für

  • Infrastructure Optimization
  • Niederlassung Rom
  • Human Resources

Stefania Donnabella, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für

  • Business Solutions
  • Marketing

Walter Campi, Italien, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für

Finance & Administration

Niederlande

Jean Renes, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für

  • Operations
  • Sales
  • Human Resources
  • Finance & Administration
  • Internationale Zusammenarbeit Infrastructure Optimization

Günter Pridt und Karl Haas, Mitglieder der Geschäftsführung

Österreich

Bojan Damnjanovic, Sprecher der Geschäftsführung, zuständig für

  • Professional Services
  • Business Solutions
  • Administration

Hannes Griesser, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig für

Finanzen

Martin Bittner, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization (SolveDirect) für

  • Sales
  • Contract Management
  • Organisation & Structure
  • Budget

Marcus Oppitz, Mitglied der Geschäftsführung, zuständig im

Geschäftsfeld Infrastructure Optimization (SolveDirect) für

  • Operations
  • Projektplanung und -abwicklung
  • Technik, Produktentwicklung
  • Support
  • Human Resources

Tschechien

Drahomír Hrubý, alleiniger Geschäftsführer

Slowakei

Ondrej Lipovsky, alleiniger Geschäftsführer

Schweiz

Karl Haas, alleiniger Geschäftsführer

Kursentwicklung

spüren bekamen.

Die Aktienkurse aller relevanten Leitbörsen setzten zu Beginn 2009 den im Vorjahr begonnenen Abwärtstrend fort und erreichten im März seit Jahren nicht mehr gesehene Tiefstände. Immer pessimistischer ausfallende Konjunkturprognosen und schlechte Unternehmensnachrichten aus fast allen Branchen, sowie der Verlust des Vertrauens in das Funktionieren des Kapitalmarktes an sich führten zu einer Art "Weltuntergangsstimmung". Im zweiten Quartal wurden die weiterhin negativen Prognosen für 2009 entgegen dem bisherigen Trend erstmalig nach oben revidiert. Die zahlreichen Konjunkturprogramme und Unterstützungshilfen (z.B. Bankenhilfspakete oder Abwrackprämien) einzelner Staaten ließen die Anleger wieder Hoffnung schöpfen. Die Unsicherheit der Investoren über Ausmaß und Dauer der Krise verringerte sich und die ausreichend vorhandene Liquidität floss wieder stärker in Aktieninvestments und sorgte so für einen Stimmungswechsel an den Börsen. Das historisch niedrige Zinsniveau wirkte dabei zusätzlich unterstützend.

Der Wiener Leitindex ATX startete das Börsenjahr 2009 bei 1.752 Punkten und erreichte am 9. März sein Jahrestief bei 1.380 Punkten. Bis 30. September erholte sich der Kurs deutlich und schloss bei 2.637 Punkten, was einem Plus von 91% gegenüber seinem Jahrestief entspricht bzw. einem Plus von 51% gegenüber dem Jahresschlusswert 2008. Eine ähnliche Entwicklung verzeichnete auch der TECDAX mit +49%. In der gleichen Zeitspanne legte der DAX 18%, der Dow Jones Industrial 11% und der für die IT-Branche relevante NASDAQ 100 42% zu.

Die BRAIN FORCE Aktie begann das Jahr 2009 mit einer Fortsetzung ihrer Aufwärtsbewegung von Ende 2008 und verzeichnete am 5. Jänner ihren Jahreshöchststand von 2,19 €, basierend auf den guten Ergebnissen 2008. Danach folgte der miserablen Börsestimmung entsprechend ein rascher Rückschlag auf den Jahrestiefststand von 1,02 € am 23. Februar. Während jedoch die meisten Indizes und Aktien von ihren Tiefständen im ersten Quartal wieder deutlich zulegen konnten, hat sich die BRAIN FORCE Aktie Ende März nur kurzfristig auf 1,65 erholt und ist danach auf ein Niveau von 1,10 € gefallen. Der Ultimo-Kurs per Ende September betrug 1,20 €.

Wir sehen für diese unbefriedigende Kursentwicklung mehrere Gründe. Einerseits sind die Börseumsätze

Die dramatischen Kurseinbrüche zu Jahresbeginn konnten durch staatliche Hilfe gestoppt werden

Starke Zuwächse aller relevanten Leitindizes von den Tiefständen im März

Bisher keine Erholung der BRAIN FORCE Aktie nach dem Kursrückgang zu Jahresbeginn

  • BRAIN FORCE HOLDING AG
  • TecDax (indexiert)
  • ATX Austrian Traded Index (indexiert)

der BRAIN FORCE Aktie seit Juli 2008 – also seit dem Ende des Übernahmeangebotes durch eine Gesellschaft der CROSS Gruppe – um mehr als 90% zurückgegangen und der Streubesitz hat sich von 79% Ende 2007 auf rund 45% reduziert. Der durchschnittliche Umsatz pro Handelstag an der Wiener Börse betrug in den ersten neun Monaten 2009 knapp 4.000 €. Im entsprechenden Vergleichszeitraum 2008 waren es – verzerrt durch die Übernahmephase – 78.000 und in 2007 56.000 €. Seit dem Delisting von der Frankfurter Börse im Mai 2008 ist natürlich auch der Xetra-Handel de facto zum Erliegen gekommen. Die sehr geringe Liquidität der Aktie dürfte zum einen auf den gesunkenen Streubesitz zurückzuführen sein, der jedoch für eine börsenotierte Gesellschaft unserer Größe keineswegs gering ist. Zum anderen haben die weltweiten Kurseinbrüche zu einer starken Risikoaversion der Anleger geführt, was vor allem Small-Caps zu

Gesunkener Streubesitz führt zu deutlichem Rückgang der Börseumsätze

Schlechte Ergebnisentwicklung von BRAIN FORCE in 2009 führt zu Kursrückgängen Der Hauptgrund für den Rückgang des Aktienkurses dürfte jedoch in erster Linie an den schlechten Ergebnissen liegen, die BRAIN FORCE im Rumpfwirtschaftsjahr 2009 aufgrund der Restrukturierungsmaßnahmen erwirtschaftet hat. Zur Erklärung, warum die BRAIN FORCE Aktie in 2009 deutlich underperformt hat, ist ein Blick auf die Kursentwicklung in 2008 erforderlich. In 2008 entzog sich unsere Aktie weitgehend dem Trend der internationalen Börsen und legte nach Veröffentlichung von operativen Rekordergebnissen eine fulminante Jahresendrallye hin. BRAIN FORCE belegte damit in der Kursperformance 2008 aller Werte der Wiener Börse (Prime Market und Standard Market Continuous) mit -2% den zweiten Platz. Der ATX verlor in diesem Zeitraum 61%. Betrachtet man also den Zeitraum von 31. Dezember 2007 bis 30. September 2009, so hat sich die BRAIN FORCE Aktie sogar leicht besser als der ATX entwickelt (-38% im Vergleich zu -42%).

Kennzahlen je Aktie 1-9/2009 1-12/2008 Vdg. in %
Ergebnis in € -0,31 -0,14 >100
Ergebnis bereinigt 1) in € -0,11 0,13 >100
Ergebnis fortgeführte Geschäftsbereiche in € -0,15 -0,10 -50
Ergebnis aufgegebener Geschäftsbereich in € -0,16 -0,04 >100
Dividende in € 0,00 0,00 -
Free Cash-flow 2) in € 0,00 0,31 -99
Eigenkapital in € 1,26 1,57 -20
Höchstkurs in € 2,19 2,58 -15
Tiefstkurs in € 1,02 1,01 +1
Ultimokurs in € 1,20 1,89 -37
Höchst KGV 3) n.a. 20,3 -
Tiefst KGV 3) n.a. 8,0 -
Ultimo KGV 3) n.a. 14,9 -
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 15.387 15.387 0
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 18,46 29,08 -37
Ø Börseumsatz/Handelstag an der Wiener Börse in Tsd. € 3,91 64,62 -94

1) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches sowie um sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG wird der Hauptversammlung am 24. Februar 2010 aufgrund des negativen Ergebnisses vorschlagen, keine Dividende auszuschütten, um Cash- und Finanzierungsreser-

2) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit minus Investitions-Cash-flow plus Akquisitionen

3) bezogen auf bereinigtes Ergebnis

ven zur Umsetzung der Wachstumsstrategie vorzuhalten.

4

Dividendenpolitik

Aktionärsstruktur

  • 1 BEKO HOLDING AG 54,65%
  • 2 CROSS Industries AG 0,63%
  • 3 Erster Privater Investmentclub
  • Börsebius Zentral (GbR) 16,97% 4 Free Float 27,75%

Eigentümer

Die BEKO HOLDING AG ist nach der Einbringung jener Cross-Gesellschaft, die in 2008 ein Übernahmeangebot für alle BRAIN FORCE Aktien gelegt hat, mit 54,65% (Stichtag: 30. September 2009) Mehrheitsaktionär an der BRAIN FORCE HOLDING AG. Zusätzlich hält die Cross Industries AG (die Muttergesellschaft der BEKO HOLDING AG) 0,63% der BRAIN FORCE Aktien. Weiters wurde die Gesellschaft darüber informiert, dass der Erste Private Investmentclub Börsebius Zentral (GbR), Köln, Deutschland, am 22. Oktober 2009 16,97% der Stimmrechte an der BRAIN FORCE HOLDING AG hält. Gesellschafter dieses Investmentclubs sind rund 1.000 deutsche Privataktionäre. Darüber hinaus befindet sich das Grundkapital in Höhe von 15.386.742 € bzw. Stückaktien in Streubesitz. 2 Zentral-Osteuropa 24% 3 Süd-Westeuropa 14% 4 Nordeuropa 10% 1 Deutschland 52% 2

Der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verfolgt in seiner Investor Relations Arbeit eine transparente und professionelle Kommunikation. Dabei ist es unser Bestreben, bei allen kapitalmarktrelevanten Zielgruppen Vertrauen in das Unternehmen zu schaffen. Die Funktion der Investor Relations ist dem Finanzvorstand bei starker Einbindung des Vorstandsvorsitzenden unterstellt. Das Ziel unserer IR-Arbeit ist es, ein richtiges Bild des Unternehmens zu vermitteln, um so eine korrekte Bewertung der BRAIN FORCE Aktie zu ermöglichen.

Das BRAIN FORCE Management hat das Unternehmen im vergangenen Jahr bei einer Investorenkonferenz und mehreren Einzelgesprächen präsentiert. Am 7. September hat der Finanzvorstand bei der Börse-Express Roadshow in Wien die Ergebnisentwicklung zum Halbjahr 2009, die Strategie im Rezessionsjahr 2009, die umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen und die langfristigen Wachstumsperspektiven des Unternehmens vor rund 200 Privatanlegern und Analysten präsentiert. Zudem wurde eine Prognose für das verkürzte Wirtschaftsjahr (1.1.2009 - 30.9.2009) abgegeben.

Am 3. März 2009 wurde der Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG von der Wiener Börse AG informiert, dass die Aktien des Unternehmens per 23. März 2009 aus dem Prime Market Segment ausscheiden. Die Wiener Börse begründete diese Entscheidung ausschließlich damit, dass BRAIN FORCE das Kriterium der Mindestkapitalisierung des Streubesitzes nicht mehr erfüllt. Seit 23. März 2009 werden die Stammaktien der BRAIN FORCE HOLDING AG daher im Standard Market Continuous der Wiener Börse gehandelt. Unsere Aktionäre können sich darauf verlassen, dass BRAIN FORCE trotz des Wechsels des Marktsegments weiterhin die strengen Corporate Governance- und Transparenzstandards des Prime Markets erfüllt. Wir streben die Wiederaufnahme in den Prime Market an.

Die BRAIN FORCE Aktie (15.386.742 ausgegebene Stückaktien, nennwertlos) wird aktuell von SES Research (Hamburg, Deutschland) gecovert. Alle Analysen ab dem Jahr 2005 zum Unternehmen stehen im IR-Bereich unserer Website zum Download bereit.

Informationen zur BRAIN FORCE Aktie

Investor Relations: Thomas Melzer Telefon: +43 1 263 09 09 12 E-Mail: [email protected] Internet: www.brainforce.com Wiener Börse: BFC Reuters: BFC.VI Bloomberg: BFC AV Datastream: O:BFS ISIN: AT0000820659

Ziel der IR ist es, bei allen Kapitalmarktteilnehmern Vertrauen zu schaffen

Aktive IR Arbeit durch Einzelgespräche und Konferenzen

Seit 23. März 2009 notiert BRAIN FORCE im Standard Market Continuous der Wiener Börse

Analysen zum Unternehmen sind auf der Website verfügbar

Lagebericht

Wirtschaftliches Umfeld

Strategie definiert.

Aufgrund der Finanzkrise nach dem Zusammenbruch von Lehman Brothers wird die Weltwirtschaft im Jahr 2009 das erste Mal seit 1945 einen Rückgang von rund 2% hinnehmen müssen. Auch die europäische Wirtschaft bleibt von der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit fast einem Jahrhundert nicht verschont. Laut ihrer Herbstprognose erwartet die Europäische Kommission in 2009 einen Einbruch des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in der EU um 4,1%. In Deutschland, dem für BRAIN FORCE wichtigsten Markt, soll das Minus bei rund 5% liegen, in Österreich bei 3,7%, in Italien bei 4,7% und in den Niederlanden bei 4,5%. Der Wirtschaftsabschwung ist vor allem auf den Einbruch des Welthandels und die deutlich gesunkenen Investitionen zurückzuführen. Für das Jahr 2010 erwartet die Europäische Kommission bereits wieder ein BIP-Wachstum in der EU von 0,7%. In Deutschland soll der Anstieg mit 1,2% über dem europäischen Durchschnitt liegen. In Österreich wird im kommenden Jahr mit einem Wachstum von 1,1%, in Italien von 0,7% und in den Niederlanden von 0,3% gerechnet. Die rasche Erholung der Wirtschaft ist jedoch mit einigen Risiken behaftet. So sind Ökonomen zufolge neue Erschütterungen des internationalen Finanz- und Bankensystems keineswegs ausgeschlossen und auch die Auswirkungen der stark steigenden Arbeitslosenrate und der Staatsverschuldung lassen sich nicht verlässlich abschätzen. Auch könnte ein Auslaufen der zahlreichen Konjunkturprogramme und Beihilfen, die dem Abschwung kurzfristig erfolgreich entgegengewirkt haben, wieder zu einem Rückschlag führen. Von der Wirtschaftkrise ist auch die Branche für Informations- und Telekommunikationstechnologie nicht verschont geblieben. Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner wird 2009 das Jahr mit dem höchsten Rückgang bei den weltweiten IT-Ausgaben (5,2% auf Dollarbasis). Für 2010 prognostiziert Gartner jedoch wieder ein Wachstum von 3,3%. Für den europäischen IT-Markt liegen die Einschätzungen für 2009 innerhalb einer großen Bandbreite. Das internationale Marktforschungsinstitut (EITO) European Information Technology Observatory sagt für 2009 ein Schrumpfen des europäischen IT-Marktes (Hardware, Software und IT-Services) von 2,6% voraus und sieht für 2010 eine leichte Erholung von 0,7%. Der Marktforscher Forrester sieht für den zentral- und westeuropäischen IT-Markt heuer sogar einen Einbruch von währungsneutralen 8% und für den osteuropäischen IT-Markt von 5%. In Deutschland, dem größten BRAIN FORCE Markt, werden laut BITKOM (Branchenverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) die Umsätze in der Informationstechnik 2009 um 2,6% auf 65,4 Mrd. € zurückgehen. Das größte Umsatzminus wird im Bereich Hardware erwartet (6,5%). In den Bereichen Software und IT-Services sehen die Experten für dieses Jahr Rückgänge von 3,2 bzw. 0,2%. 2010 soll der IT-Markt in Deutschland wieder um 1% wachsen. Wir erwarten, dass sich der aktuelle Investitionsstau in allen BRAIN FORCE Regionen in den nächsten zwei Jahren schrittweise auflöst, auch wenn aktuell keine rasche Erholung absehbar ist. Unternehmen sollten wieder verstärkt in ihre IT-Infrastruktur investieren und somit die Effizienz ihrer IT-Landschaft erhöhen bzw. die damit zusammenhängenden Kosten senken (Infrastructure Optimization). Insbesondere der Rollout des neuen Microsoft Betriebssystems Windows 7 könnte in diesem Bereich zu einer spürbaren Marktbelebung führen. Gleichzeitig werden wieder vermehrt geschäftskritische Lösungen (Business Solutions) nachgefragt, mit denen Firmen ihr Geschäft optimieren und Wettbewerbsvorteile erzielen. Diese beiden Geschäftsfelder – Infrastructure Optimization und Business Solutions – hat BRAIN FORCE als zentrale Wachstumssäulen ihrer Starker Einbruch der europäischen Konjunktur in 2009 Leicht positive BIP-Entwicklung in allen BRAIN FORCE Märkten für 2010 erwartet IT-Markt in Europa bricht 2009 ein und soll sich 2010 erholen Positive Prognose für Deutschland in 2010 Zunehmende IT-Investitionen für 2010 erwartet

Ertragslage

Die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise im Allgemeinen und die damit verbundene Zurückhaltung bei Investitionen sowie massive Einsparungen vieler Unternehmen bei den IT-Ausgaben im Besonderen haben sich deutlich negativ auf die Ergebnisentwicklung des BRAIN FORCE Konzerns ausgewirkt. Als Reaktion wurden konsequente Restrukturierungsmaßnahmen gesetzt und in weiterer Folge mit dem Standort Berlin auch ein Geschäftsbereich aufgegeben. Die Analyse der operativen Ergebnisentwicklung in diesem Kapitel bezieht sich jeweils auf die fortgeführten Geschäftsbereiche, außer es ist etwas Anderes explizit angegeben.

Durch die Änderung des Bilanzstichtages umfasst der Jahresabschluss die Periode vom 1. Jänner bis 30. September 2009. Da der Vorjahresvergleich mit 12 Berichtsmonaten hinsichtlich der Ergebnisanalyse nur sehr eingeschränkt aussagekräftig wäre, wird als Vorjahresvergleich die Periode vom 1. Jänner bis 30. September 2008 dargestellt. Diese Angaben im Lagebericht beziehen sich somit auf eine ungeprüfte und keiner prüferischen Durchsicht unterzogenen Berichtsperiode und sind entsprechend gekennzeichnet.

Der Konzernumsatz ist in den ersten neun Monaten 2009 um 20% auf 61,69 Mio. € gesunken, wobei in sämtlichen Regionen Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen waren. Bereinigt um die per 30.09.2008 endkonsolidierte BRAIN FORCE Hamburg GmbH, belief sich der Umsatzrückgang auf 17%. Die Region Deutschland zeigte mit 28,90 Mio. € einen um 20% niedrigeren Umsatz und trug 47% zum Konzernumsatz bei. In Zentral-Osteuropa sank der Umsatz ebenfalls um 20% auf 9,08 Mio. € und das Segment erwirtschaftete 15% Umsatzanteil. In der Region Süd-Westeuropa ging der Umsatz um 18% auf 17,23 Mio. € zurück, was einem Anteil von 28% am Konzernumsatz entspricht. In der Region Nordeuropa war mit 24% auf 6,48 Mio. € die deutlichste Umsatzreduktion zu verzeichnen. Diese Region trägt 10% zum Konzernumsatz bei. Insbesondere der Rückgang der Lizenzerlöse und der spürbare Preisdruck wirkten sich negativ auf die Ertragslage aus und führten zu einer Reduktion des Bruttoergebnisses zu Umsatz von 25,7 auf 20,0%. Im 9-Monatsvergleich gelang es, die Vertriebskosten um rund 18% und die Verwaltungskosten um 21% zu senken, der Rückgang des Bruttoergebnisses konnte jedoch dadurch nicht vollständig kompensiert werden.

Rentabilitätskennzahlen 1-9/2009 1-9/2008
ungeprüft
in % in %
Bruttoergebnis zu Umsatz 20,0 25,7
Vertriebskosten zu Umsatz 10,9 10,6
Verwaltungskosten zu Umsatz 10,6 10,8
EBITDA-Marge operativ 1) 1,9 7,7
EBIT-Marge operativ 1) -2,4 3,9

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Restrukturierungsaufwendungen

Im Berichtsjahr 2009 verringerte sich das operative Konzern-EBITDA von 5,94 auf 1,18 Mio. € und das operative EBIT von 3,00 auf -1,50 Mio. €. Auch hier zeigt der Vorjahresvergleich einen signifikanten Ergebnisrückgang in allen Regionen, was vor allem auf deutlich geringere Lizenzerlöse und Preisdruck im Servicegeschäft zurückzuführen war. Zusätzlich sind in den fortgeführten Geschäftsbereichen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1,38 Mio. € (Vorjahr: 0 €) angefallen. Nach Restrukturierung lag das EBITDA bei -0,20 Mio. € (Vorjahr: 5,94 Mio. €) und das EBIT bei -2,89 Mio. € (Vorjahr: 3,00 Mio. €).

Konsequente Restrukturierung und Aufgabe eines verlustbringenden Geschäftsbereiches

9-Monatsvergleich durch Änderung des Bilanzstichtages auf 30.9.

Umsatz nach Regionen

1 Deutschland 28,90 Mio. €

  • 2 Zentral-Osteuropa 9,08 Mio. €
  • 3 Süd-Westeuropa 17,23 Mio. €
  • 4 Nordeuropa 6,48 Mio. €

Ergebnisrückgang in allen Regionen durch geringere Lizenzerlöse und Preisdruck

In Deutschland auch nach Restrukturierungen positives EBIT

In Deutschland ging das operative EBITDA um 75% auf 1,08 Mio. € und das operative EBIT von 3,28 auf 0,43 Mio. € zurück. Dabei war das Geschäftsfeld Professional Services von einer geringeren Anzahl eingesetzter IT-Spezialisten und Margendruck seitens der Kunden gekennzeichnet. Im Geschäftsfeld Business Solutions wurde die schwächere Nachfrage zur Weiterentwicklung der FINAS Suite genutzt, was ebenfalls zu einer geringeren Marge führte. Nach dem Auslaufen eines großen Rollout-Projektes für eine weltweit agierende Fluglinie verzeichnete unsere Zweigstelle in Frankfurt nach einem guten ersten Halbjahr im dritten Quartal ebenfalls deutliche Ergebnisrückgänge. Im Segment Deutschland sind in 2009 zusätzlich nicht wiederkehrende Restrukturierungsaufwendungen in den fortgeführten Bereichen von 0,16 Mio. € angefallen.

Positive Ergebnisse in Österreich bei Professional Services Zentral-Osteuropa verzeichnete einen Rückgang des operativen EBITDA um 69% auf 0,34 Mio. € und des operativen EBIT von 0,33 auf -0,44 Mio. €. Während das Professional Services Geschäft in Österreich sowie die Gesellschaft in Tschechien positive Ergebnisse erwirtschaften konnten, führten deutlich geringere Lizenzerlöse im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization (SolveDirect IT-Servicemanagement) zu einem insgesamt negativen operativen EBIT dieses Segments. Zusätzlich wurden Restrukturierungskosten von 0,09 Mio. € in Zentral-Osteuropa aufgewendet.

Im Segment Süd-Westeuropa ging das operative EBITDA um 61% auf 0,72 Mio. € zurück und das operative EBIT verschlechterte sich von 1,36 auf 0,12 Mio. €. Insbesondere unsere Gesellschaft in Italien war mit einem spürbaren Nachfragerückgang bei ERP- und CRM-Lizenzen sowie rückläufigen IT-Investitionen und den damit einhergehenden Serviceleistungen konfrontiert. Als Konsequenz wurde in Italien ein hartes Restrukturierungsprogramm durchgeführt, das zusätzlich zu Aufwendungen für den notwendigen Abbau

In Süd-Westeuropa dreht EBIT durch Restrukturierungen ins Minus

In Nordeuropa positives EBIT trotz des signifikanten Umsatzrückganges

In Nordeuropa hat unsere Tochtergesellschaft in den Niederlanden trotz des signifikanten Umsatzrückganges positive Ergebnisse erwirtschaftet. Das operative EBITDA verschlechterte sich um 43% auf 0,67 Mio. € und das operative EBIT um 88% auf 0,08 Mio. €. Um dem schwächeren Geschäft Rechnung zu tragen, wurde ein Großteil der freien Mitarbeiter abgebaut. Restrukturierungsaufwendungen sind in diesem Segment nicht angefallen.

EBIT operativ 1) nach Regionen 1-9/2009 1-9/2008
ungeprüft
Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Deutschland 0,43 3,28 -87
Zentral-Osteuropa -0,44 0,33 >100
Süd-Westeuropa 0,12 1,36 -91
Nordeuropa 0,08 0,65 -88
Holding und Sonstiges -1,68 -2,60 +35
BRAIN FORCE Konzern -1,50 3,00 >100

Umsatz nach Geschäftsfeldern

1 Business Solutions 23%

2 Infastructure Optimization 45%

3 Professional Services 32%

1) bereinigt um nicht wiederkehrende Restrukturierungsaufwendungen

von Mitarbeitern in Höhe von 1,14 Mio. € geführt hat.

2 Zentral-Osteuropa 24% 3 Süd-Westeuropa 14% 1 Deutschland 52% 4 2 3 1 Vom Konzernumsatz 2009 entfielen 14,08 Mio. € (Vorjahr: 24,88 Mio. €) oder 23% auf das Geschäftsfeld Business Solutions, der Bereich Infrastructure Optimization erwirtschaftete 27,90 Mio. € (Vorjahr: 31,14 Mio. €) oder 45% und 19,71 Mio. € (Vorjahr: 20,98 Mio. €) oder 32% sind dem Bereich Professional Services zuzuschreiben. Im Vorjahreswert des Geschäftsfeldes Business Solutions waren 2,28 Mio. € Umsatzerlöse der BRAIN FORCE Hamburg GmbH enthalten. Der zusätzliche Umsatzrückgang in diesem Bereich ist im Wesentlichen auf die BRAIN FORCE Software GmbH, München, und die BRAIN FORCE S.p.a., Italien, zurückzuführen. Im Bereich Infrastructure Optimization verzeichneten die BRAIN FORCE S.p.A., Italien, und die BRAIN FORCE B.V., Niederlande, Umsatzrückgänge. Am besten hat sich das Geschäftsfeld Professional Services mit einem Umsatzrückgang von rund 6% gehalten, allerdings sind die Margen stark unter Druck geraten.

Gesamtergebnisrechnung 1-9/2009 1-9/2008
ungeprüft
Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Umsatzerlöse 61,69 77,00 -20
Herstellungskosten -49,32 -57,24 +14
Bruttoergebnis vom Umsatz 12,37 19,76 -37
Vertriebskosten -6,70 -8,14 +18
Verwaltungskosten -6,56 -8,34 +21
Sonstige betriebliche Aufwendungen -0,79 -0,88 +11
Sonstige betriebliche Erträge 0,18 0,60 -71
EBIT operativ -1,50 3,00 >100
Restrukturierungsaufwendungen -1,38 0 -
Betriebsergebnis nach Restrukturierungsaufwendungen -2,89 3,00 >100
Finanzergebnis -0,26 -0,65 +60
Ergebnis vor Steuern -3,15 2,35 >100
Ertragsteuern 0,74 -0,87 >100
Ergebnis nach Steuern -2,41 1,48 >100
Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches -2,43 -0,38 >100
Sonstiges Ergebnis 0,01 -0,00 -
Gesamtergebnis -4,83 1,10 >100

Die Verbesserung des Finanzergebnisses von -0,65 auf -0,26 Mio. € ist in erster Linie auf den Verkauf des 30%-Anteiles der KEMP Beteiligung und dem Ertrag aus der Auflösung der Wandelanleihe zurückzuführen. Zusätzlich positiv haben sich die gesunkenen Zinsaufwendungen durch die Einführung des Cash Pools ausgewirkt. Der Interest Cover (Verhältnis operatives EBITDA zu Zinsergebnis) belief sich in 2009 auf 4,4x (Vorjahr: 9,7x).

Das Ergebnis vor Steuern lag bei -3,15 nach +2,35 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis nach Steuern der fortgeführten Geschäftsbereiche verschlechterte sich von 1,48 auf -2,41 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches betrug -2,43 Mio. € (Vorjahr: -0,38 Mio. €). Das Gesamtergebnis drehte von 1,10 auf -4,83 Mio €.

Das Ergebnis je Aktie (EPS nach IFRS) verschlechterte sich von -0,14 auf -0,31 €, wobei auf die fortgeführten Geschäftsbereiche -0,15 € je Aktie und auf den aufgegebenen Geschäftsbereich -0,16 € je Aktie entfielen. Das um Restrukturierungskosten und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches bereinigte Ergebnis je Aktie belief sich auf -0,11 (Vorjahr: 0,13 €).

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 18% auf 54,45 Mio. €. Maßgeblich für diesen Rückgang ist der Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 28% auf 19,46 Mio. €. Dies ist einerseits auf die Optimierung im Rahmen des Working Capital Projektes zurückzuführen, andererseits auf den gesunkenen Umsatz

Die Impairment Tests haben keine Abschreibung der Firmenwerte angezeigt.

Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen erhöhte sich auf 51% (Vorjahr: 43%). Die fortgeführten Geschäftsbereiche haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,86 Mio. € getätigt, wovon 1,10 Mio. € auf Entwicklungskosten entfallen. Zum Stichtag 30.09.2009 summieren sich die bilanzierten Entwicklungskosten auf 2,84 Mio. € (Vorjahr: 2,92 Mio. €) und betragen somit 5% (Vorjahr: 4%) vom Gesamtvermögen.

Deutliche Verbesserung des Finanzergebnisses

Negatives Gesamtergebnis durch Restrukturierung und Schließung Berlin

Bereinigtes EPS 2009 leicht negativ

Reduktion der Bilanzsumme durch Working Capital Optimierung

Anteil der langfristigen Vermögenswerte steigt infolge des Abbaus der Forderungen

Entwicklung der Bilanzstruktur in Mio.

Geringere Zugänge als Abschreibungen bei den immateriellen Vermögenswerten

Positiver Steuereffekt durch Aufgabe eines Geschäftsbereiches

Pro forma Darstellung der Ergebniszahlen für 2009 zur besseren Vergleichbarkeit

Die langfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um 3% auf 27,93 Mio. €, was in erster Linie auf den Rückgang der sonstigen immateriellen Vermögenswerte zurückzuführen ist. Den Zugängen an sonstigen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 1,15 Mio. € stehen Abschreibungen in Höhe von 2,04 Mio. € gegenüber.

Zum 30.09.2009 belaufen sich die latenten Steueransprüche auf 0,43 Mio. €. Die Erhöhung beträgt somit 0,38 Mio. € und resultiert im Wesentlichen aus der Aktivierung latenter Steueransprüche aus Verlustvorträgen nach der Aufgabe des Standortes Berlin (aufgegebener Geschäftsbereich).

Die nachfolgenden Bilanzkennzahlen beziehen sich auf die Stichtage 30.09.2009 im Vergleich zum 31.12.2008. Den Ergebniszahlen wurden die Zeiträume 1.10.2008 bis 30.9.2009 (pro forma) bzw. 1.1. bis 31.12.2008 zugrundegelegt, jeweils bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Bilanzkennzahlen 30.9.2009 31.12.2008
Eigenkapital in Mio. € 19,31 24,15
Eigenkapitalquote in % 35,5 36,4
Nettoverschuldung in Mio. € 5,65 4,89
Gearing in % 29,3 20,2
Working Capital in Mio. € 2,83 5,64
Working Capital zu Umsatz in % 3,1 5,3
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 1) 1,6 0,6
EBITDA operativ / Zinsergebnis 1) 4,4 9,7
EBIT operativ / Zinsergebnis 1) n.a. 5,1
FFO / Nettoverschuldung 2) in % 12,3 106,5

1) Berechnung bezogen auf das EBITDA bzw. EBIT der letzten 12 Monate

2) FFO = Funds from Operations = Cash-flow aus dem Ergebnis der letzten 12 Monate

Geänderte Berechnung des Working Capital

Reduktion der kurzfristigen Vermögenswerte durch Optimierung von internen Prozessen

Zahlungsmittelabbau vor allem durch Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten Die Berechnung des Working Capital wurde gegenüber dem Vorjahr geändert und errechnet sich nunmehr folgendermaßen: Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst.

Die kurzfristigen Vermögenswerte reduzierten sich um 11,11 auf 26,52 Mio. € und betragen 49% (Vorjahr: 57%) des Gesamtvermögens. Der absolute Rückgang ist mit 7,44 Mio. € auf den Abbau der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit 3,26 Mio. € auf den Rückgang der Zahlungsmittel zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnten durch eine Optimierung der internen Prozesse, insbesondere bei der Projektabrechnung, der Rechnungsstellung und des Mahnwesens, deutlich reduziert werden.

Die Zahlungsmittel, bestehend aus Kassa und Bankguthaben, verringerten sich um 3,26 auf 5,54 Mio. €. Vom Rückgang der Zahlungsmittel entfallen 2,70 Mio. € auf die fortgeführten Geschäftsbereiche. Darin enthalten sind Einzahlungen aus der operativen Geschäftstätigkeit mit 1,55 Mio. € sowie Auszahlungen

für Investitionen in Höhe von 1,86 Mio. € und die Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten von 2,65 Mio. Der Zahlungsmittelabfluss aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich beträgt 0,56 Mio.

Zum 30.09.2009 beträgt das Konzerneigenkapital 19,32 Mio. €, was einer Eigenkapitalquote von 35% (Vorjahr: 36%) entspricht. Durch die Reduktion der Bilanzsumme im Zuge der Working Capital Optimierung und des Cash Poolings konnte die Eigenkapitalquote trotz des negativen Ergebnisses beinahe auf Vorjahresniveau gehalten werden.

Die verzinslichen Verbindlichkeiten (Finanzverbindlichkeiten) gingen um 2,50 auf 11,19 Mio. € zurück, davon entfallen 10,88 Mio. € (Vorjahr: 10,98 Mio. €) auf langfristige Finanzverbindlichkeiten. Die Finanzverbindlichkeiten sind zu 100% fix verzinst. Eine Analyse der Fälligkeitsstruktur zeigt, dass 9,95 Mio. € der Finanzverbindlichkeiten eine Laufzeit bis 2014 aufweisen, 0,93 Mio. € sind in den Geschäftsjahren 2010/2011 und 2012/2013 rückzuführen. Die verbleibenden 0,31 Mio. € (kurzfristige Finanzverbindlichkeiten) entfallen auf Darlehen mit vereinbartem Tilgungsplan im Geschäftsjahr 2009/2010.

Berechnung der Nettoverschuldung 30.9.2009 31.12.2008 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 10,88 10,98 -1
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 0,31 2,71 -89
- Zahlungsmittel -5,54 -8,80 -7
Nettoverbindlichkeiten 5,65 4,89 +16

Eigenkapitalquote durch Asset Liability Management auf Vorjahresniveau

Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten

Fristigkeit der Finanzverbindlichkeiten

Anstieg der sonstigen Rückstellungen im Zusammenhang mit der Aufgabe des Standortes Berlin

Positiver Free Cash-flow durch Working Capital Optimierung

Zum 30.09.2009 betrug die Nettoverschuldung 5,65 Mio. € und lag damit um 16% über dem Vorjahreswert von 4,89 Mio. €. Der Anstieg ist vor allem auf die Ergebnisrückgänge zurückzuführen. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu operativem EBITDA der letzten 12 Monate (pro forma) belief sich auf 1,6x nach 0,6x im Jahr davor.

Die sonstigen Rückstellungen betragen zum Stichtag 2,05 nach 1,17 Mio. € im Vorjahr. In den Rückstellungen sind Vorsorgen für erwartete Kosten im Zusammenhang mit der Aufgabe des Standortes Berlin (aufgegebener Geschäftsbereich) in Höhe von 1,61 Mio. € enthalten. Der Rest entfällt mit 0,19 Mio. € auf Rückstellungen für Restrukturierung und mit 0,25 Mio. € für Gewährleistungen. Die sonstigen Rückstellungen sind zur Gänze kurzfristig.

Cash-flow

Nachfolgende Darstellung bezieht sich auf die Zeiträume 1.1. bis 30.9.2009 im Vergleich zu 1.1. bis 31.12.2008 jeweils bereinigt um den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Durch das negative Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche betrug der Cash-flow aus dem Ergebnis im Rumpfwirtschaftsjahr -1,06 Mio. € (Vorjahr: +5,21 Mio. €). Unter Berücksichtigung des Zahlungsmittelzuflusses aus der Optimierung des Working Capital wurde ein Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (= operativer Cash-flow) von 1,55 Mio. € (Vorjahr: 7,03 Mio. €) erwirtschaftet. Der Cash-flow aus der Investitionstätigkeit erreichte -1,75 Mio. € (Vorjahr: -4,42 Mio. €). Darin enthalten sind Auszahlungen für in Vorjahren getätigte Unternehmensakquisitionen (Earn-out Zahlungen) mit 0,27 Mio. € sowie Einzahlungen für die Veräu-

ßerung der Kemp-Anteile und die Auflösung der Wandelanleihe in Höhe von 0,36 Mio. €. Der Free Cash-flow (Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Cash-flow abzüglich Cash-flow aus Investitionstätigkeit zuzüglich Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen) war trotz der deutlichen Ergebnisrückgänge in den ersten neun Monaten mit 0,07 Mio. € positiv (Vorjahr: 4,83 Mio. €). Der Cash-flow aus der Finanzierungstätigkeit zeigt einen Saldo aus der Aufnahme und Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von -2,50 Mio. € (Vorjahr: -2,28 Mio. €) und resultiert in erster Linie aus der Rückführung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten nach Einführung des Cash Poolings.

Cash-flow Statement 1-9/2009 1-12/2008 Vdg.
in Mio. € in Mio. € in %
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit 1,55 7,03 -78
Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte -1,86 -2,23 +17
Auszahlungen für Akquisitionen -0,27 -2,22 +88
Devestitionen und Sonstiges 0,38 0,03 >100
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -1,75 -4,42 +60
Akquisitionen +0,27 +2,22 -88
Free Cash-flow 0,07 4,83 -99

Umsatz nach Regionen

1 Deutschland 47%

2 Zentral-Osteuropa 15%

3 Süd-Westeuropa 28%

4 Nordeuropa 10%

EBITDA operativ nach Regionen

1 Deutschland 38%

2 Zentral-Osteuropa 12%

3 Süd-Westeuropa 26%

4 Nordeuropa 24%

Relativ stabile Entwicklung im Geschäftsfeld Business Solutions

Entwicklung der Geschäftsbereiche

BRAIN FORCE gliedert die Geschäftsaktivitäten in folgende Segmente bzw. Regionen auf:

  • Deutschland
  • Zentral-Osteuropa mit Österreich, Tschechien und der Slowakei 1
  • Süd-Westeuropa mit Italien und der Schweiz 2
  • Nordeuropa mit den Niederlanden

Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (EBITDA und EBIT) erfolgt seit 2009 ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenrechte und Konzerndienstleistungen. In der Vorjahresberichterstattung waren diese Kosten in den einzelnen Segmenten noch enthalten. Die Vorjahreswerte wurden in der laufenden Darstellung entsprechend angepasst. 2 Zentral-Osteuropa 24% 3 Süd-Westeuropa 14% 4 Nordeuropa 10% 1 Deutschland 52%

Deutschland

In Deutschland ging der Umsatz im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20% auf 28,90 Mio. € zurück. Die Region trägt mit 47% den größten Anteil zum Konzernumsatz bei. Das operative EBITDA vor Restrukturierungsaufwendungen sank um 75% auf 1,08 Mio. € und das operative EBIT reduzierte sich um 87% auf 0,43 Mio. €. In den operativen Ergebnissen sind einmalige Restrukturierungsaufwendungen von 0,16 Mio. € nicht enthalten, die auf Abfindungszahlungen für ausgeschiedene Mitarbeiter zurückzuführen sind. 4 3 1

Das Geschäftsfeld Professional Services war im abgelaufenen Geschäftsjahr von einer zurückhaltenden Nachfrage geprägt. Zahlreiche Kunden verzichteten auf Investitionen in IT-Services oder verschoben Projekte auf einen späteren Zeitpunkt. Zur Jahresmitte erfuhr der Bereich eine leichte Besserung der Nachfragesituation, so dass wieder etliche IT-Consultants in Kundenprojekte vermittelt werden konnten. BRAIN FORCE konnte dabei sowohl bei seinen Bestandskunden im Bankenumfeld, in der Luftfahrt- bzw. Mobilfunkbranche als auch bei einigen Neukunden beispielsweise aus der Telematikbranche Projekte mit Spezialisten besetzen. Das Geschäftsfeld ist jedoch mit erheblichem Margendruck konfrontiert und die erzielten Abschlüsse liegen unter dem Niveau der Vorjahre. 2 Zentral-Osteuropa 24% 3 Süd-Westeuropa 14% 4 Nordeuropa 10% 1 Deutschland 52%

Auch das Geschäftsfeld Business Solutions (FINAS Suite) war im Berichtszeitraum von einer Kaufzurückhaltung seitens der Kunden geprägt, konnte sich jedoch aufgrund der wirtschaftlichen Stabilität im Versicherungsumfeld relativ gut behaupten. So hat ein langjähriger Versicherungskunde sein jährlich abgerufenes Dienstleistungskontingent zwar reduziert, aber die weitere Zusammenarbeit für die kommenden

Jahre bestätigt. Für einen international agierenden Versicherungskonzern wurde die BRAIN FORCE Lösung Vorsorgeoptimierung den aktuellen Erfordernissen angepasst. Die neuen Rechenkerne sind vom Markt gut angenommen worden und es konnten etliche Lizenzen verkauft werden. Bei einem Neukunden hat BRAIN FORCE Deutschland erstmals ausschließlich Consultingleistungen verkauft und bei einer österreichischen Großbank den Wartungsauftrag für die Beratersoftware FINAS Suite erneuert.

Seit Jahresbeginn vermarktet auch BRAIN FORCE Deutschland im Geschäftsfeld Infrastructure Optimization die Paketierungslösungen der niederländischen Schwestergesellschaft. Bereits in den Anfangsmonaten konnten etliche kleinere Projekte gewonnen werden. Im zweiten Quartal entschieden sich zwei Unternehmen aus dem IT-Serviceumfeld und aus dem Nahrungsmittelbereich für die BRAIN FORCE Lösung Packaging Robot und sorgten so für erste Lizenzerlöse. Im dritten Quartal konnte dann eine weitreichende Kooperation mit einem weltweit führenden Hardware- und Serviceanbieter abgeschlossen werden. Als Subunternehmen wird BRAIN FORCE für diesen multinationalen Player Paketierungsleistungen für Kunden und neben fachlichem Know-how auch die eigene Software zur Verfügung stellen. Unsere Zweigniederlassung in Frankfurt hat das Rollout Projekt mit einer führenden Fluggesellschaft erfolgreich weiter geführt. Da die Luftfahrtbranche ebenfalls von der weltweiten Wirtschaftkrise betroffen ist, wurde jedoch das Auftragsvolumen den aktuellen Bedingungen angepasst.

Die Channel-Aktivitäten mit den Tap Produkten von NetOptics für die Analyse von Hochgeschwindigkeitsnetzwerken und mit den Load Balancer Produkten von Kemp zur Überwachung und Steuerung des Internetverkehrs haben sich auch in diesem Jahr sehr positiv entwickelt.

Das deutsche Management hat in Abstimmung mit dem Konzernvorstand die ebenfalls zum Geschäftsbereich Infrastructure Optimization gehörenden Softwareangebote und Leistungen rund um die Netzwerkmanagementlösung ICT Suite aufgrund der anhaltend schlechten wirtschaftlichen Entwicklung zum 30.9.2009 vom Markt genommen und 18 Mitarbeiter gekündigt. Der Standort Berlin wurde nach IFRS als aufgegebener Geschäftsbereich definiert und ist in den operativen Ergebnissen nicht enthalten.

Zentral-Osteuropa

Das Segment Zentral-Osteuropa hat in den ersten neun Monaten einen Umsatz von 9,08 Mio. € erzielt, was einem Rückgang um 20% zum Vorjahreszeitraum und einem Anteil von 15% am Konzernumsatz entspricht. Das operative EBITDA betrug 0,34 Mio. € und lag um 69% unter dem Vorjahr. Das operative EBIT betrug -0,44 nach +0,33 Mio. € in 2008. In Österreich wurden zusätzlich Restrukturierungsaufwendungen von 0,09 Mio. € angesetzt.

Die BRAIN FORCE Division SolveDirect (Infrastructure Optimization) konnte zwar im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Service- und Wartungsgeschäft weiter optimieren, blieb jedoch wegen der wirtschaftlichen Gesamtlage und schwachen Lizenzerlösen hinter den Erwartungen zurück. Die Servicemanagement Software SD.cube wurde bei einem internationalen IT-Unternehmen eingerichtet. Zudem konnte Cisco Systems, ein führender multinationaler Hersteller von Netzwerkstrukturen in den USA, als neuer Großkunde gewonnen und mehrere SD.bridges implementiert sowie Serviceleistungen verkauft werden. Auch ein großer Medienkonzern setzt neuerdings auf die Servicemanagementlösung ServiceDesk SD².

Das Geschäftsfeld Professional Services stellte bei einem IT-Unternehmen BRAIN FORCE Experten für ein Infrastrukturprojekt zur Verfügung. Auch haben sich zwei Kunden aus dem Öffentlichen Sektor sowie ein Lebensmittelhersteller für die Dienste von BRAIN FORCE entschieden. Bei einem langjährigen Kunden aus der IT-Branche kamen etliche Consultants für die Infrastrukturwartung, Kleinserverbetreuung sowie weitere Supportdienste bei den Betriebssystemen, Netzwerken und Applikationen des Unternehmens zum Einsatz.

Zudem hat die österreichische Tochtergesellschaft im Geschäftsfeld Business Solutions die Vermarktung der Microsoft Business Solutions Dynamics NAV und AX gestartet, eine schlagkräftige Unit dafür aufgebaut und erste Aufträge von Kunden aus der Automotive Branche erhalten. In Tschechien konnten in der Finanzdienstleisterbranche einige Microsoft Projekte gewonnen werden, wo SQL-Datenbanken auf die neueste Version migriert und den aktuellen Umgebungen angepasst wurden.

Vielversprechender Start mit Infrastructure Optimization Lösungen in Deutschland

Erfolgreiche Channel-Aktivitäten

Aufgabe des Standortes Berlin wegen anhaltender Verlustsituation

Positives EBITDA und geringe Restrukturierungsaufwendungen in Österreich

Cisco als Großkunden in den USA gewonnen

Besserung der Auftragslage bei Professional Services gegen Jahresende

Neue Business Unit in Österreich mit ersten Kunden aus der Automobilbranche

Anpassung der italienischen Organisation an das gesunkene Umsatzvolumen

Starker Nachfragerückgang am italienischen IT Markt führt zu deutlich geringeren Lizenzerlösen

Relativ bessere Performance bei Infrastructure Optimization in Italien

Positive operative Ergebnisse in den Niederlanden trotz starkem Umsatzrückgang

Starke Position im Öffentlichen Dienst der BRAIN FORCE Niederlande

Technologieführerschaft bei Microsoft Lösungen und erste Windows 7 Rollouts durchgeführt

Stark verbesserte Kostenstruktur durch Sparmaßnahmen der Holding

Süd-Westeuropa

Die Region Süd-Westeuropa erwirtschaftete im Berichtszeitraum einen Umsatz von 17,23 Mio. €, was einem Rückgang von 18% zum Vorjahr und 28% des Konzernumsatzes entspricht. Das operative EBITDA lag mit 0,72 Mio. € um 61% hinter dem Vorjahreswert. Das operative EBIT ging um 91% auf 0,12 Mio. € zurück. Die Restrukturierungsaufwendungen in der Region in Höhe von 1,14 Mio. € sind auf Abfindungszahlung für die notwendige Anpassung des Mitarbeiterstandes zurückzuführen. Insgesamt mussten 2009 in Italien 62 Mitarbeiter (-16%) abgebaut werden, um dem Umsatzrückgang Rechnung zu tragen.

Die italienische Tochtergesellschaft war 2009 geprägt von einem starken Einbruch des gesamten IT-Marktes in Italien und einer erheblichen Investitionszurückhaltung seitens der Kunden, was zu einem deutlichen Rückgang der Lizenzerlöse vor allem im Geschäftsfeld Business Solutions geführt hat. Dennoch konnte BRAIN FORCE Italien ihre gute Position in der Finanzdienstleisterbranche weiter ausbauen. Eine bedeutende Bank setzt zukünftig die ERP-Lösungen von BRAIN FORCE ein. Auch wurden weitere Microsoft Dynamics AX Lizenzen verkauft, die nun bei einem Industrieunternehmen, einem Beratungshaus sowie einem bedeutenden Finanzinstitut genutzt werden.

Das Geschäftsfeld Infrastructure Optimization hat sich vergleichsweise stabiler entwickelt als die Business Solutions und es konnten Abschlüsse bei zwei Firmen der Gesundheitsbranche, zwei Bankkunden sowie einem Transportunternehmen getätigt werden. Hier erstrecken sich die Leistungen von der Optimierung der Hardware und Software bis hin zur Virtualisierung der gesamten IT-Infrastruktur.

Nordeuropa

Die Region Nordeuropa (Geschäftsfeld Infrastructure Optimization) erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2009 einen Umsatz von 6,48 Mio. €, der 24% unter dem Vorjahr lag. Die Region trug damit 10% zum Konzernumsatz bei. Das EBITDA ging um 43% auf 0,67 Mio. € zurück, das EBIT lag bei 0,08 Mio. €, was einem Rückgang von 88% entspricht. Restrukturierungsaufwendungen sind in diesem Segment keine angefallen.

Auch die niederländische Tochtergesellschaft ist von der aktuell schwierigen Wirtschaftslage betroffen, zumal ihr Geschäftsmodell in erster Linie auf der Gewinnung von Neukunden basiert. BRAIN FORCE Niederlande konnte jedoch auch in 2009 etliche Neukunden akquirieren, die zukünftig auf die Lösungen Packaging Robot, Workspace Manager und Infrastructure Framework setzen. Dabei stellte die Tochtergesellschaft ihre starke Position im öffentlichen Dienst erneut unter Beweis, nachdem sie vier neue Kunden in diesem Segment überzeugen konnte. Zusätzlich wurden größere Projekte bei einem Energieunternehmen sowie einem Unternehmen des Gesundheitswesens gewonnen, für das BRAIN FORCE Niederlande die gesamte Server- und Softwarelandschaft virtualisiert.

Ein wegweisendes Projekt konnte die niederländische Gesellschaft mit dem Kinderwagenhersteller Bugaboo realisieren. Für diesen Kunden hat BRAIN FORCE als eines der ersten IT-Unternehmen das neue Microsoft Betriebssystem Windows 7 noch vor der offiziellen Markteinführung im Oktober dieses Jahres implementiert und damit seine Technologieführerschaft bei Microsoft Lösungen erneut unter Beweis gestellt. BRAIN FORCE Niederlande stellt ihr Know-how in diesem Bereich auch den Schwestergesellschaften in Deutschland, Italien und Österreich zur Verfügung.

Holding und Sonstiges

Im Bereich Holding und Sonstiges hat sich das EBITDA im verkürzten Wirtschaftsjahr 2009 von -2,55 auf -1,63 Mio. € und das EBIT von -2,60 auf -1,68 Mio. € signifikant verbessert. Kosteneinsparungen der Holdinggesellschaft vor allem in den Bereichen Miete, Reisekosten, Rechtsberatung, Betriebsversicherungen und Investor Relations von in Summe 0,92 Mio. € zeigten eine deutlich positive Wirkung auf die Ergebnisentwicklung in diesem Segment.

Die optimale Kombination von Software und Services zum Nutzen unserer Kunden ist für den nachhaltigen Erfolg von BRAIN FORCE ausschlaggebend. Deshalb verbessern wir laufend unsere Angebote in den Geschäftsbereichen Business Solutions und Infrastructure Optimization. Im Geschäftsjahr 2009 wurden insgesamt 1,11 Mio. € (Vorjahr: 1,07 Mio. €) in die Eigenentwicklung von Softwareprodukten investiert.

Im Bereich Business Solutions hat unsere Tochtergesellschaft in Deutschland im abgelaufenen Berichtsjahr die Finanzanalyse Software FINAS Suite weiterentwickelt. Die Module Finanzanalyse Center, Risikoabsicherung sowie Gesundheitsvorsorge wurden für eine HTML-Anbindung angepasst und somit die Onlinefähigkeit der Systeme geschaffen. Finanzdienstleister haben damit die Möglichkeit, bei der Beratung vor Ort auf alle relevanten Kundendaten online zuzugreifen, was die Beratungsgespräche verbessert und die Kundenzufriedenheit erhöht. Desweiteren wurden eine Lösung zur Vorsorge von Beamten und eine Anwendung zur deutschen Novelle des Bürgerentlastungsgesetzes entwickelt. Zudem konnten verschiedene Tools zur Verkaufsunterstützung von Versicherungspolizzen am Markt eingeführt werden, die Finanzdienstleistern im Beratungsgespräch einen hohen Mehrwert bieten.

In Italien wurde im Geschäftsjahr 2009 im Bereich Business Solutions die neue Suite BRAIN FORCE Biz entwickelt. Sie unterstützt Unternehmen bei Analysen und Vorhersagen von Geschäftsentwicklungen und gibt Entscheidungshilfen für zukünftige Marktpotenziale. Zur Suite gehören der BRAIN FORCE Control Manager zur Prozessoptimierung von Jahresabrechnungen sowie der Plan Manager, ein Tool zur besseren Planung und Kontrolle von Produktionsabläufen und Wareneingängen wie auch zur Steuerung von Inventuren. Mit dem Margin Manager können Arbeitsprozesse noch schneller und flexibler gesteuert und die erwarteten Produktgewinne berechnet werden.

In den Niederlanden hat unsere Tochtergesellschaft die kontinuierliche Weiterentwicklung der Infrastrukturlösungen Packaging Robot, Workspace Manager und Infrastructure Framework fortgeführt und für die Einführung des neuen Microsoft Betriebssystem Windows 7 im Oktober 2009 vorbereitet. Zudem wurden die neuen Anforderungen an die MSI-Paketierung umgesetzt und die Oberflächen der Anwendungen den neuen Bedingungen angeglichen. Es wurde der BRAIN FORCE Process Manager sowie das Produkt System Setup geschaffen, die eine verbesserte Performanceleistung sowie eine optimierte Oberflächengestaltung der Anwendungslandschaft in Unternehmen ermöglichen.

In Österreich hat die Divison SolveDirect (IT-Servicemanagement) eine neue Version der SD-Produktreihe auf den Markt gebracht. Neben einer übersichtlicheren Darstellung von Servicekosten und Arbeitszeiten verfügt die Erweiterung über eine effektivere Verarbeitung der Inbound Nachrichten via SD.bridge sowie über schnellere und effizientere Prozesse durch eine verbesserte Benutzerführung.

Human Resources

Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE und entscheidend für den Erfolg. Durch ihr Wissen und Engagement kann sich das Unternehmen weiterentwickeln und seine Ziele erreichen.

Leider war das Management aufgrund der schwierigen Marktlage und den signifikanten Umsatzrückgängen in allen Ländern gezwungen, die Mitarbeiterzahl deutlich nach unten anzupassen. Wir haben dabei in Verhandlungen mit den Gewerkschaften in Italien und Deutschland umfangreiche Sozialpläne ausgearbeitet und versucht, Härtefälle abzumildern. Zwischen 1.1. und 30.9.2009 mussten im Konzern insgesamt 13% der Mitarbeiter (Angestellte und Subunternehmer) freigesetzt werden. Am stärksten betroffen war unsere Tochtergesellschaft in Italien, wo der Personalstand nach intensiven Verhandlungen mit der Gewerkschaft im Vergleich zum 31.12.2008 um 16% reduziert wurde. In Österreich wurde die Belegschaft um 12% verkleinert, während die Niederlande einen Rückgang von 11% verzeichneten. In Deutschland musste die Anzahl der Mitarbeiter um 12% verkleinert werden, wofür in erster Linie die Aufgabe des Standortes Berlin ausschlaggebend war. Zudem wurde zur Jahresmitte am Standort München Kurzarbeit eingeführt.

Forschung und Entwicklung in den Bereichen Business Solutions und Infrastructure Optimization

Zukunftsweisende Weiterentwicklung der Beratersoftware FINAS Suite

Neue Lösung zur Prozesssteuerung in Italien entwickelt

Kontinuierliche Anpassung der bestehenden Microsoft Systeme in den Niederlanden

SolveDirect Lösung mit besserer Darstellung und Benutzerführung

Mitarbeiter sind das Kapital von BRAIN FORCE

Starker Mitarbeiterabbau in allen Regionen aufgrund deutlicher Umsatzrückgänge Personalstand im Rumpfwirtschaftsjahr um 13% zurückgegangen

Mitarbeiter nach Regionen

1 Deutschland 43%

  • 2 Zentral-Osteuropa: 15%
  • 3 Süd-Westeuropa 33%
  • 4 Nordeuropa 8%
  • 5 Holding und Sonstiges 1%

Austausch von konzerninternem Know-how über Landesgrenzen hinweg

Geringerer Auftragsbestand wegen Wirtschaftskrise und Auslaufen eines Großauftrages

Auftragsbestand nach Regionen

  • 3 Süd-Westeuropa 12%
  • 4 Nordeuropa 10%

Der Personalstand im Konzern belief sich zum 30.09.2009 auf 714 angestellte Mitarbeiter. Zusätzlich wurden 264 freie Mitarbeiter beschäftigt. In Summe waren zum Stichtag 978 Mitarbeiter für BRAIN FORCE tätig, ein Rückgang um 13% zum 31.12.2008.

Die Mitarbeiter (angestellte und freie) verteilen sich zum 30.09.2009 wie folgt auf die einzelnen Regionen:

  • Deutschland: 422 (Vorjahr: 481 / Vdg. zum 31.12.08: -12%)
  • Zentral-Osteuropa: 144 (Vorjahr: 163 / Vdg. zum 31.12.08: -12%) 4
  • Süd-Westeuropa: 324 (Vorjahr: 387 / Vdg. zum 31.12.08: -16%) 3
  • Nordeuropa: 78 (Vorjahr: 88 / Vdg. zum 31.12.08: -11%) 1
  • Holding und Sonstiges: 10 (Vorjahr: 10 / Vdg. zum 31.12.08: 0%) 2

Durchschnittlich waren im Rumpfwirtschaftsjahr vom 1.1. bis 30.9.2009 761 (1-9/08: 835) angestellte und 265 (1-9/08: 301) freie Mitarbeiter bei BRAIN FORCE beschäftigt. Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag somit bei 1.026 oder 10% unter dem Vorjahr. 2 Zentral-Osteuropa 24% 1 Deutschland 52%

Um den ständigen Veränderungen und Innovationen in der schnelllebigen IT-Branche gerecht zu werden, ist die kontinuierliche Schulung und fachliche Ausbildung der Mitarbeiter unerlässlich – angefangen bei den IT-Consultants bis zur Belegschaft in Verwaltung und Vertrieb. In den Niederlanden nehmen Mitarbeiter laufend an Trainingseinheiten zu den neuesten Entwicklungen von Microsoft, VMWare oder Citrix teil. Dadurch verfügen sie über einen technologischen Vorsprung und zählen so zu den ersten Ansprechpartnern beispielsweise bei der Einführung neuer Systeme wie dem Betriebssystem Windows 7. In Italien werden Mitarbeiter auf den neuesten Technologien von Microsoft Dynamics, Oracle, Symantec oder Cisco geschult und zertifiziert. Die BRAIN FORCE Academy oder der Friday Dashboard in Österreich sorgen für einen kontinuierlichen Wissenstransfer zu aktuellen Projekten. In Deutschland nutzen Mitarbeiter die Möglichkeit, sich in Roundtable Gesprächen zwischen den einzelnen Geschäftseinheiten auszutauschen. 4 Nordeuropa 10%

Mit der Einführung der Competence Center Struktur im Konzern ist es gelungen, lokales Wissen über Landesgrenzen hinweg zu vermitteln und dadurch neue Umsatzpotenziale zu eröffnen. Der erfolgreiche Start der Geschäftseinheit Infrastructure Optimization mit der Vermarktung unseres niederländischen Paketierungs-Know-hows in Deutschland oder der Aufbau einer Microsoft Dynamics Einheit in Österreich und die enge diesbezügliche Zusammenarbeit mit der italienischen Tochtergesellschaft sind Teil dieser Strategie.

Auftragslage

Der Auftragsbestand erreichte zum 30.9.2009 auf Konzernebene 23,43 Mio. € und lag damit um 19% hinter dem Vorjahresniveau von 28,96 Mio. €. Das reduzierte Auftragsvolumen resultiert in erster Linie aus der schwierigen Wirtschaftslage und der Zurückhaltung der Kunden im Hinblick auf IT-Investitionen. Zusätzlich ist ein Großauftrag im Bereich Managed Services einer weltweit operierenden Fluggesellschaft für unsere Niederlassung in Frankfurt ausgelaufen und nicht im gleichen Ausmaß erneuert worden.

Der Auftragsbestand verteilt sich zum Stichtag auf die Regionen wie folgt:

  • Deutschland hält einen Auftragsbestand von 13,01 Mio. € (30.09.2008: 16,61 Mio. €)
  • Zentral-Osteuropa verfügt über einen Auftragsbestand von 5,37 Mio. € (30.09.2008: 6,94 Mio. €)
  • Süd-Westeuropa zählt einen Auftragsbestand von 2,79 Mio. € (30.09.2008: 4,10 Mio. €) 4
  • Nordeuropa hält einen Auftragsbestand von 2,26 Mio. € (30.09.2008: 1,31 Mio. €) 3

Die Region Nordeuropa konnte im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Zugewinn von 72% beim Auftragsbestand erzielen, nachdem der Vermarktungsstart des neuen Microsoft Betriebssystems Windows 7 für einen erheblichen Nachfrageschub seitens der Kunden sorgte. BRAIN FORCE ist einer der führenden Implementierungspartner von Microsoft in dieser Region und profitiert somit überproportional vom angelaufenen Nachholbedarf im Bereich Workspace Management. Dennoch konnte dieser Zuwachs den Rückgang des Auftragsbestandes in anderen Regionen, vor allem in unserem größten Markt Deutschland, nicht kompensieren. Eine leichte Erholung der Konjunkturlage sollte jedoch in den nächsten Quartalen wieder für einen wachsenden Auftragsbestand sorgen. 2 Zentral-Osteuropa 24% 3 Süd-Westeuropa 14% 4 Nordeuropa 10% 1 Deutschland 52% 2

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hatte sich im Rahmen der Budgetierung für das Geschäftsjahr 2009 ein positives operatives Ergebnis als Ziel gesetzt und dies im letzten Geschäftsbericht entsprechend kommuniziert. Zum Halbjahr wurde deutlich, dass aufgrund der starken Umsatzrückgänge und der Restrukturierung dieses Ziel im verkürzten Wirtschaftsjahr 2009 außer Reichweite ist. Die neue Guidance im Halbjahresbericht lautete daher auf ein EBIT nach Restrukturierungsaufwendungen von ca. -4,0 Mio. €. Tatsächlich hat BRAIN FORCE ein EBIT von -2,89 Mio. € in den fortgeführten Geschäftsbereichen erwirtschaftet. Das Nettogesamtergebnis des Konzerns beläuft sich auf -4,83 Mio. € und enthält einen Nettoeffekt aus dem aufgegebenem Geschäftsbereich Berlin von -1,81 Mio. €.

Trotz des negativen Ergebnisses hat BRAIN FORCE in 2009 einen operativen Cash-flow von 1,55 Mio. € erwirtschaftet. Das Unternehmen verfügt über eine solide Bilanzstruktur – Eigenkapitalquote von 35%, Gearing von 29% – und hat keinen absehbaren Finanzierungsengpass, wie die Fälligkeitsstruktur der Finanzverbindlichkeiten zeigt. Zur Betriebsmittelfinanzierung stehen per 30.9.2009 5,54 Mio. € Zahlungsmittel und rund 8 Mio. € freie Kreditlinien mehrerer Banken zur Verfügung.

Nach der Restrukturierung der vergangenen Monate wird das BRAIN FORCE Management im neuen Wirtschaftsjahr wieder eine aktive Wachstumsstrategie verfolgen. Dazu positionieren wir uns mit der niederländischen Angebotspalette nun auch in Deutschland als der Spezialist für IT-Infrastrukturlösungen, insbesondere zur Softwarepaketierung und zum Windows 7 Rollout. Ein erster Erfolg konnte durch den Abschluss eines Großauftrages für Kunden eines multinationalen Hardware- und Servicekonzerns zur Softwarepaketierung in Deutschland bereits erzielt werden. Zusätzlich baut BRAIN FORCE eine schlagkräftige Unit für ERP-Lösungen auf Basis Microsoft Dynamics in Österreich auf und forciert die US-Expansion ihrer SolveDirect Servicemanagement Lösungen.

Wir rechnen zwar in den nächsten Monaten mit einer leichten Besserung des Auftragseingangs, sehen jedoch noch keine Entspannung beim Preisniveau. Im Zuge der Restrukturierung der vergangenen neun Monate wurde die Kostenbasis im Vergleich zum Wirtschaftsjahr 2008 um rund 20 Mio. € gesenkt, um dem geringeren Umsatzvolumen Rechnung zu tragen. Damit soll im neuen Wirtschaftsjahr 2009/10 ein Umsatz von mehr als 80 Mio. € und ein positives operatives Ergebnis erzielt werden.

Risikomanagement

Der BRAIN FORCE Konzern ist im Rahmen seiner internationalen Tätigkeit unterschiedlichen Risiken ausgesetzt. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Erreichung der Ziele zur Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. In 2008 hat BRAIN FORCE das Risikomanagement verstärkt und einen zentral gesteuerten konzernweiten Prozess initiiert. Die Implementierung dieses Prozesses wurde 2009 mit der Einführung einer konzernweiten Risikomanagement Richtlinie abgeschlossen. Seither werden die Risiken innerhalb der Gruppe regelmäßig und systematisch identifiziert, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß bewertet sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Der Schwerpunkt wird dabei auf die TOP 10 Risiken des Konzerns gelegt. Die jährliche Aktualisierung der Risikobewertung findet im Zuge des Budgetierungsprozesses statt.

Gemäß der dezentralen Struktur des BRAIN FORCE Konzerns liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Holdingebene wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Gesamtvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.

Das Ziel eines positiven operativen Ergebnisses konnte nicht erreicht werden

Solide Bilanzstruktur und ausreichende Kreditlinien zur Betriebsmittelfinanzierung

Aktive Wachstumsstrategie im neuen Wirtschaftsjahr

Positives operatives Ergebnis als Ziel für 2009/10

Konzernweiter Risikomanagement-Prozess mit Fokus auf die TOP 10 Risiken

Lokale Verantwortung aber zentrale Steuerung des Risikomanagements

Wichtigstes Instrument zur Risikoüberwachung ist das Berichtswesen

Risiken werden nur im operativen Geschäft eingegangen

Aktuell keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken

Gruppenweiter Cash Pool zur optimalen Konzernfinanzierung bei geringeren Kosten

Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe gesichert

Firmenwerte durch Impairmenttests bestätigt

Währungsrisiko spielt derzeit eine untergeordnete Rolle

Zinsänderungsrisiko wird durch das Treasury der Holding gesteuert

identifiziert

implementiert

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungs- und Controlling-Prozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das 14-tägig rollierende Forecasting. Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken des laufenden Geschäfts kommt dem Berichtswesen eine besondere Bedeutung zu. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich im Rahmen der Jahresabschlussprüfung unter anderem auch die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements im Konzern und berichtet darüber an Aufsichtsrat und Vorstand.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Nach unserer aktuellen Einschätzung weist der Konzern keine einzelnen bestandsgefährdenden Risiken mit nennenswerter Eintrittswahrscheinlichkeit auf. Die Bewertung aller TOP 10 Risiken beläuft sich in Summe auf rund 12% des Eigenkapitals. Im Folgenden werden die relevanten Risiken beschrieben und die definierten Gegenmaßnahmen erläutert.

Finanzielle Risiken

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. In 2009 wurde ein Cash Pool geschaffen, in den die wichtigsten Gesellschaften in Österreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden einbezogen sind. Das Cash Pooling startete zu Jahresbeginn 2009 und ermöglicht der Holding einen aktuellen Saldenabgleich, bessere Konditionen in der Veranlagung von Zahlungsmittelüberschüssen sowie eine Optimierung der Konzernfinanzierung durch internen Liquiditätsausgleich und niedrigere Finanzierungskosten.

Die Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe ist aufgrund der soliden Bilanzstruktur sowie einem hohen Zahlungsmittelstand und ausreichender Banklinien gesichert. BRAIN FORCE hat keinen nennenswerten kurzfristigen Refinanzierungsbedarf.

Eine Abschreibung der Firmenwerte des Konzerns war im Geschäftsjahr 2009 nicht angezeigt. Detaillierte Erläuterungen dazu finden sich im Konzernanhang (Note 14).

Wegen der nahezu ausschließlichen Marktpräsenz im Euroraum spielt das Währungsrisiko in der BRAIN FORCE Gruppe aktuell eine untergeordnete Rolle. Im Rahmen des geplanten Ausbaus der Geschäftsbeziehungen mit Kunden in den USA wird die Holding das Wechselkursrisiko EUR/USD beobachten und gegebenenfalls absichern.

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten infolge einer Änderung der Marktzinssätze ergibt. Die Finanzverbindlichkeiten des BRAIN FORCE Konzerns sind zum Bilanzstichtag zu 100% fix verzinst. Die Veranlagung von liquiden Mitteln erfolgt im Rahmen des Cash Pools kurzfristig und wird vom Treasury der Holding gesteuert. Eine nähere Beschreibung der Finanzierungssituation findet sich im Konzernanhang (Note 25).

Markt- und Wettbewerbsrisiko

Der BRAIN FORCE Konzern agiert in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld, zudem unterliegen Software und IT-Dienstleistungen konjunkturellen Schwankungen. Diesen Faktoren wird zum einen durch die Fokussierung auf Kernkompetenzen sowie ertragsstarke Bereiche und zum anderen durch die gezielte Erschließung neuer Technologien und Märkte im Rahmen der Strategie 2009+ Rechnung getragen. Ein Überangebot an IT-Beratern kann zu Preisdruck und ungedeckten Kosten führen. Um in diesem Bereich flexibel agieren zu können und die Auswirkungen auf unsere Ertragslage möglichst gering zu halten, arbeiten wir im Segment Professional Services teilweise mit freien Mitarbeitern.

Fokus auf Kernkompetenzen und ertragsstarke Bereiche

Die vom BRAIN FORCE Konzern angebotene Produktpalette ist vielfältig und unterliegt einem anhaltenden, rasch ablaufenden Technologiewandel. Sie ist von einer ebenso in kurzen Zyklen ablaufenden, kontinuierlichen Veränderung der Kundenanforderungen gekennzeichnet. Durch laufende Weiterentwicklung der Produkte und Anpassung an die Marktbedürfnisse soll diesem Risiko vorgebeugt werden. Das Wachstum des BRAIN FORCE Konzerns ist zudem von Faktoren wie der Ausschöpfung des Kundenpotenzials und dem Erfolg in neuen Märkten abhängig. Um das Risiko einer Abweichung von diesen Zielfaktoren zu minimieren, erfolgt eine laufende Beobachtung und Analyse der Märkte durch die lokalen Geschäftsleiter, die ausnahmslos über langjährige Erfahrung in der IT-Branche verfügen. Zusätzlich werden zur Einschätzung künftiger Trends Studien von renommierten Marktforschungsinstituten herangezogen, um fundierte Entscheidungen über die Ausrichtung des Konzerns treffen zu können.

Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis gibt es in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Für die Gruppe ist dieses Risiko deutlich gemindert, da die fünf größten Kunden nur rund 30% des Konzernumsatzes ausmachen. Um dieses Klumpenrisiko zu minimieren, wird laufend an der Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung der Abhängigkeiten gearbeitet. Das Kreditrisiko durch den Ausfall von Forderungen ist im Konzernanhang im Abschnitt Finanzrisikomanagement beschrieben. Mit 1. September 2009 wurde eine Kreditversicherung abgeschlossen.

Hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte sind in unserer Branche ein wichtiger Erfolgsfaktor. Um neue Mitarbeiter zu gewinnen und um unsere Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden, bieten wir attraktive, erfolgsorientierte Vergütungssysteme und Weiterbildungsprogramme an.

Rechtliche Risiken

Der BRAIN FORCE Konzern arbeitet entweder gemeinsam mit seinen Kunden an der Erstellung und Integration von Individualsoftware oder verkauft Standardsoftwarelösungen, die zumeist selbst (weiter)entwickelt werden. Um mögliche Haftungsbelastungen aus Programmfehlern frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen, werden sowohl Entwicklung als auch Implementierung der jeweiligen Produkte qualitätsgesichert auf Basis definierter Prozesse durchgeführt. Nach Fertigstellung erfolgt ein Abnahmetest durch den Kunden, entweder mit der Bestätigung der ordnungsgemäßen Arbeitsweise der Programme oder mit Mängelerfassung und notwendigen Korrekturen. Programmfehler werden im Rahmen der Gewährleistungsfrist beseitigt. Durch laufendes Projekt Controlling sollen eventuelle Haftungsrisiken aus Projekten minimiert werden. Je nach Größe und Risikopotenzial der Projekte ist ein Risiko- und Änderungsmanagement im Rahmen der Projektabwicklung installiert.

Eine rechtliche Überprüfung aller wesentlichen Verträge ist verpflichtend vorgeschrieben. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden Versicherungen abgeschlossen, deren Umfang laufend überprüft und am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zur Versicherungsprämie ausgerichtet wird.

Für mögliche Risiken aus der Aufgabe des Standortes Berlin wurden in der Bilanz zum 30.9.2009 entsprechende Rückstellungen gebildet.

Um Risiken zu begegnen, die aus den vielfältigen steuerlichen und rechtlichen Regelungen und Gesetzen resultieren, trifft das Management Entscheidungen auf Basis interner und externer Beratungen. Die konsequente Befolgung der Regeln und die Kontrolle der Mitarbeiter im Umgang mit Risiken gehören zu den grundlegenden Aufgaben aller Verantwortlichen im Konzern.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystem und für die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Konzernrechnungslegung der BRAIN FORCE Gruppe liegt organisatorisch in der BRAIN FORCE HOLDING AG: die beiden Organisationseinheiten Accountancy Countries & Group

Angebotspalette orientiert sich am Kundenbedarf sowie erwarteten Trends und wird laufend adaptiert

Top 5 Kunden sind für rund 30% des Konzernumsatzes verantwortlich

Mitarbeiterbindung durch erfolgsorientierte Vergütung und Trainings

Umfassendes Projekt Controlling zur Minimierung eventueller Haftungsrisiken

Für spezifische Haftungen aus Verträgen werden Versicherungen abgeschlossen

Entscheidungen werden auf Basis von internen und externen Beratungen getroffen

Verantwortung für internes Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand

Consolidation, zuständig für das externe Berichtswesen, und Financial Controlling, zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Bilanzierungshandbuch regelt die wesentlichen Berichterstattungserfordernisse nach IFRS

Einhaltung der Vorgaben wird regelmäßig überprüft

Weitgehend automatisierte Übernahme der Daten in die Konsolidierung

Keine eigene Stabstelle Interne Revision eingerichtet

Ausgereiftes laufendes Reportingsystem mit rollierender 3-Monats-Vorschau

Regelmäßige und umfangreiche Information des Aufsichtsrates ist sichergestellt

Grundlage der Prozesse in der Konzernrechnungslegung und -berichterstattung ist ein Bilanzierungshandbuch (Accounting Manual), das von der BRAIN FORCE HOLDING AG herausgegeben und regelmäßig aktualisiert wird. Darin werden die wesentlichen auf IFRS basierenden Bilanzierungs- und Berichterstattungserfordernisse konzerneinheitlich vorgegeben. Dies betrifft insbesondere Vorgaben zur Bilanzierung und Berichterstattung von langfristigen Vermögenswerten, Kundenforderungen und Abgrenzungen, Finanzinstrumenten und Rückstellungen sowie die Überleitung der latenten Steueransprüche und -schulden.

Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der Gruppe sind vor allem die Vorgaben betreffend der Umsatzrealisierung sowie Aufzeichnungen über Projektabrechnungen von besonderer Bedeutung. Diese Prozesse werden in allen BRAIN FORCE Gesellschaften weitgehend automatisiert durchgeführt. Die regelmäßige Überprüfung der Werthaltigkeit von Firmenwerten und Gruppen von Vermögenswerten, die einzelnen Geschäftssegmenten zugerechnet sind, erfolgt in der Konzernzentrale. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management Meetings und im Einzelfall unter direkter Einbeziehung der zentralen Stabstelle sichergestellt.

Die Erfassung, Verbuchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle im Konzern erfolgt mit unterschiedlichen Softwarelösungen. In manchen Ländern ist aufgrund der Größe der Tochterunternehmen das Rechnungswesen an lokale Steuerberater ausgelagert. Die Gesellschaften liefern quartalsweise an die Holding Berichtspakete (sogenannte Reporting Packages) mit allen relevanten Buchhaltungsdaten zu Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz und Cash-Flow. Diese Daten werden dann in das zentrale Konsolidierungssystem eingepflegt. Soweit in den Konzerngesellschaften das gleiche System wie in der Konzernmutter verwendet wird, erfolgt die Datenübertragung automatisiert, nur in Landesgesellschaften mit anderen Systemen muss die Erfassung manuell durchgeführt werden. Diese Finanzinformationen werden auf Konzernebene in der Stabstelle Accountancy Countries & Group Consolidation überprüft und bilden die Basis für die Quartalsberichterstattung der BRAIN FORCE Gruppe nach IFRS.

Im Hinblick auf die Unternehmensgröße wurde keine eigene Stabstelle Interne Revision eingerichtet. Die oben dargestellte interne Kontroll- und Reportingsystematik ist jedoch in einer Weise aufgesetzt, die den Vorstand in die Lage versetzt, Risiken zu erkennen und rasch darauf zu reagieren.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware verwendet. Für die Übernahme der Ist-Daten aus den Primärsystemen wurden automatisierte Schnittstellen geschaffen, die Eingabe der Werte für Vorschaurechnungen erfolgt in einem standardisierten Prozess. Die Berichterstattung erfolgt nach Regionen, weiters pro Gesellschaft und auch nach den Geschäftsfeldern Business Solutions, Infrastructure Optimization und Professional Services. Neben einer Berichterstattung über die operative Ergebnisentwicklung für den jeweils abgelaufenen Monat erfolgt zweimal im Monat eine rollierende 3-Monats-Vorschau. Diese Berichte bieten auch eine Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, des Vorjahreszeitraumes sowie der jeweils vorangegangenen Vorschaurechnung und gegebenenfalls eine aktualisierte Bewertung einzelner Risiken.

Die beschriebenen Finanzinformationen sind in Zusammenhang mit den Quartalszahlen Basis der Berichterstattung des Vorstandes an den Aufsichtsrat. Der Aufsichtsrat wird in den regelmäßigen Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung in Form von konsolidierten Darstellungen, bestehend aus Segmentberichterstattung, Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüsse, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen informiert.

Angaben nach § 243a Abs. 1 UGB

    1. Das Grundkapital setzt sich aus 15.386.742 nennwertlosen Stückaktien, welche auf Inhaber lauten, zusammen. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30.9.2009 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital, die zumindest 10 von Hundert beträgt: BEKO HOLDING AG: 54,65% Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR), Köln, Deutschland: 11,40% (ab 22. Oktober 2009: 16,97%)
  • Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

    1. Im BRAIN FORCE-Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es gibt keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch das Grundkapital in einer oder mehreren Tranchen um bis zu weitere EUR 7.693.371,-- durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neuer, auf Inhaber lautender Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, und zwar jeweils mit oder ohne Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre im Falle von Bar- und/oder Sacheinlagen und/oder der Ausgabe von Aktien an Dienst nehmer der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen, zu erhöhen und den Ausgabe betrag sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.
  • b) Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 besteht die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von bis zu 10% des Grundkapitals innerhalb von 30 Monaten ab Beschluss fassung. Der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie darf den Börsenkurs nicht mehr als 20% unter- oder überschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt dabei der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktien der jeweiligen Wertpapierbörse innerhalb der letzten fünf Börsen tage vor dem Erwerb der Aktien.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Für den Fall einer "feindlichen" Übernahme der Gesellschaft im Sinne des Übernahmegesetzes wurde mit den Vorstandsmitgliedern Günter Pridt und Thomas Melzer vertraglich vereinbart, dass das Vorstandsmitglied das einseitige Recht hat, jederzeit innerhalb einer Frist von zwei Monaten ab dem Zeitpunkt der rechtskräftigen Übernahme der Gesellschaft per sofort und ohne weitere Frist seinen Vorstandsvertrag mit der Gesellschaft aufzulösen und sein Amt sofort niederzulegen. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, wenn das Vorstandsmitglied dieses vorstehende Recht ausübt, dem Vorstandsmitglied ausschließlich seine fixe Vergütung, die ihm bis zum Ende seiner Tätigkeit bei voller vereinbarter Laufzeit seines Vorstandsvertrages zustünde, in Form einer Einmalzahlung als Abfertigungszahlung innerhalb von vier Wochen ab seinem Austrittsdatum anzuweisen.

Konzernabschluss

Konzernabschluss

  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Segmentberichterstattung
  • Cash-flow Statement
  • Bilanz
  • Entwicklung des Eigenkapitals

Konzernanhang

  • Die Gesellschaft
  • Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
  • Konsolidierungskreis / Konzernunternehmen

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

  • Umsatzerlöse (1)
  • Aufwandsarten (2)
  • Sonstige betriebliche Erträge (3)
  • Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen (4)
  • Personalaufwand (5)
  • Finanzergebnis (6)
  • Ertragsteuern (7)
  • Segmentinformation (8)

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

  • Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit (9)
  • Cash-flow aus Investitionstätigkeit (10)
  • Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit (11)
  • Zahlungsmittelbestand (12)

Erläuterungen zur Bilanz

  • Sachanlagen (13)
  • Firmenwerte (14)
  • Sonstige immaterielle Vermögenswerte (15)
  • Anteile an assoziierten Unternehmen (16)
  • Finanzanlagen (17)
  • Latente Steuern (18)
  • Vorräte (19)
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (20)
  • Sonstige Forderungen und Vermögenswerte (21)
  • Zahlungsmittel (22)
  • Eigenkapital (23)
  • Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen (24)
  • Finanzverbindlichkeiten (25)
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (26)
  • Sonstige Verbindlichkeiten (27)
  • Eventualverbindlichkeiten (28)
  • Steuerrückstellungen (29)
  • Sonstige Rückstellungen (30)
  • Finanzinstrumente (31)
  • Aufgegebener Geschäftsbereich (32)

Sonstige Angaben

  • Finanzrisikomanagement
  • Aufwendungen für den Abschlussprüfer (33)
  • Ergebnis je Aktie (34)
  • Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen (35)
  • Mitarbeiterbeteiligungen (36)
  • Verpflichtungen aus Leasinggeschäften (37)
  • Angaben über Arbeitnehmer (38)
  • Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag (39)
  • Freigabe zur Veröffentlichung (40)
  • Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates (41)
Gesamtergebnisrechnung in EUR Note 1.1. - 30.9.2009 1.1. - 31.12.2008
Fortgeführte Geschäftsbereiche
Umsatzerlöse 1 61.689.964 104.505.377
Herstellungskosten 2 -49.321.249 -77.407.875
Bruttoergebnis vom Umsatz 12.368.715 27.097.502
Vertriebskosten 2 -6.704.514 -10.976.013
Verwaltungskosten 2 -6.555.618 -10.735.361
Sonstige betriebliche Aufwendungen 2 -786.841 -1.742.300
Sonstige betriebliche Erträge 3 175.945 652.894
Betriebsergebnis vor Restrukturierungsaufwendungen (EBIT operativ) -1.502.313 4.296.722
Restrukturierungsaufwendungen 2 -1.383.523 0
Betriebsergebnis nach Restrukturierungsaufwendungen (EBIT) -2.885.836 4.296.722
Finanzerträge 6 367.876 37.491
Finanzaufwendungen 6 -627.678 -1.485.745
Finanzergebnis 6 -259.802 -1.448.254
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 16 -1.657 0
Ergebnis vor Steuern -3.147.295 2.848.468
Ertragsteuern 7 740.669 -4.427.098
Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen -2.406.626 -1.578.630
Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches 32 -2.427.881 -522.270
Ergebnis nach Steuern -4.834.507 -2.100.900
Marktwertänderungen zur Veräußerung verfügbarer Finanzinstrumente 23 10.248 3.734
Währungsumrechnungsdifferenzen 23 -10.005 -19.138
Sonstiges Ergebnis 243 -15.404
Gesamtergebnis -4.834.264 -2.116.304
Ergebnis je Aktie 1) 34 -0,31 -0,14
Ergebnis je Aktie bereinigt 2) -0,11 0,13
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen -0,15 -0,10
Ergebnis je Aktie des aufgegebenen Geschäftsbereiches -0,16 -0,04

1) Ergebnisse sind ausschließlich den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar

2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen und dem Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

Kennzahlen nach Segmenten
1-9/2009 in EUR
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Nordeuropa Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 28.898.457 9.077.692 17.234.423 6.479.392 0 61.689.964
EBITDA operativ 1) 1.076.711 342.466 722.761 671.562 -1.630.338 1.183.162
EBITDA 916.654 255.895 -414.134 671.562 -1.630.338 -200.361
Abschreibungen -650.557 -782.858 -606.605 -592.193 -53.261 -2.685.475
EBIT operativ 1) 426.154 -440.392 116.156 79.368 -1.683.599 -1.502.313
Restrukturierungsaufwendungen -160.057 -86.571 -1.136.895 0 0 -1.383.523
EBIT 266.097 -526.963 -1.020.739 79.368 -1.683.599 -2.885.836
Kennzahlen nach Segmenten
1-12/2008 in EUR
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Nordeuropa Holding und
Sonstiges
Konzern
Umsatzerlöse (konsolidiert) 49.546.646 15.482.742 28.420.407 11.055.582 0 104.505.377
EBITDA 5.657.477 1.947.274 2.473.917 1.412.352 -3.301.724 8.189.296
Abschreibungen -1.448.196 -1.040.115 -688.432 -715.105 -69.548 -3.961.396
EBIT 4.278.103 907.159 1.785.485 697.247 -3.371.272 4.296.722

1) vor Restrukturierungaufwendungen

Cash-flow Statement in EUR Note 1.1. - 30.9.2009 1.1. - 31.12.2008
Ergebnis vor Steuern -3.147.295 2.848.468
Abschreibungen 2.685.475 3.892.574
Finanzergebnis 259.802 1.448.254
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 1.657 0
Gewinne / Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 64.089 35.314
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge 0 -250.000
Veränderungen langfristiger Rückstellungen und Schulden -393.809 -343.091
Saldo aus gezahlten und erhaltenen Zinsen -368.129 -769.504
Gezahlte Ertragsteuern -164.715 -1.655.296
Cash-flow aus dem Ergebnis der fortgeführten Geschäftsbereiche 9 -1.062.925 5.206.719
Veränderungen Vorräte -65.287 83.242
Veränderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.216.701 1.025.500
Veränderungen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -824.977 -1.405.309
Veränderungen übriger kurzfristiger Vermögenswerte und Schulden -3.708.042 2.109.136
Differenzen aus der Währungsumrechnung -8.921 13.341
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 9 1.546.549 7.032.629
Auszahlungen für Unternehmensakqusitionen -266.406 -2.215.220
Netto-Auszahlungen für Unternehmensveräußerungen 0 -87.116
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte -1.859.042 -2.234.282
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerten 12.880 78.974
Einzahlungen aus Abgang von Anteilen und Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen 355.164 0
Einzahlungen / Auszahlungen für finanzielle Vermögenswerte 12.713 37.491
Cash-flow aus Investitionstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 10 -1.744.691 -4.420.153
Aufnahme von Finanzverbindlichkeiten 148.366 884.769
Tilgung von Finanzverbindlichkeiten und Bankkontokorrentkredite -2.646.221 -3.168.553
Gezahlte Dividende 0 0
Kapitalerhöhung 0 0
Erwerb eigener Aktien 0 0
Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit der fortgeführten Geschäftsbereiche 11 -2.497.855 -2.283.784
Veränderung der Zahlungsmittel aus fortgeführten Geschäftsbereichen -2.695.997 328.692
Veränderung der Zahlungsmittel aus aufgegebenem Geschäftsbereich 32 -559.754 -970.391
Zahlungsmittelbestand zum Periodenanfang 8.799.244 9.440.943
Veränderung der Zahlungsmittel -3.255.751 -641.699
Zahlungsmittelbestand am Periodenende 12, 22 5.543.493 8.799.244
Bilanz in EUR Note 30.9.2009 31.12.2008
AKTIVA
Sachanlagen 13 2.464.411 2.493.383
Firmenwerte 14 14.516.571 14.516.571
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 15 10.213.570 11.328.281
Anteile an assoziierten Unternehmen 16 9.809 11.466
Finanzanlagen 17 193.376 183.128
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 21 100.252 101.712
Latente Steueransprüche 18 433.899 50.723
Langfristige Vermögenswerte 27.931.888 28.685.264
Vorräte 19 267.256 185.787
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 20 19.457.294 26.898.432
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 21 1.249.600 1.741.880
Zahlungsmittel 22 5.543.493 8.799.244
Kurzfristige Vermögenswerte 26.517.643 37.625.343
Summe Aktiva 54.449.531 66.310.607
Passiva
den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Eigenkapital
Grundkapital 23 15.386.742 15.386.742
Rücklagen 23 12.085.388 15.245.099
Angesammelte Ergebnisse -8.157.276 -6.482.723
Eigenkapital 19.314.854 24.149.118
Finanzverbindlichkeiten 25 10.877.500 10.975.548
Sonstige Verbindlichkeiten 27 138.273 144.891
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 24 1.964.139 2.271.221
Latente Steuerschulden 18 1.783.410 2.613.772
Langfristige Schulden 14.763.322 16.005.432
Finanzverbindlichkeiten 25 313.349 2.713.156
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 26 7.526.871 8.340.473
Sonstige Verbindlichkeiten 27 9.368.320 13.105.463
Steuerrückstellungen 29 1.113.692 824.561
Sonstige Rückstellungen 30 2.049.123 1.172.404
Kurzfristige Schulden 20.371.355 26.156.057
Summe Passiva 54.449.531 66.310.607
Entwicklung des Eigenkapitals den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar
in EUR Note Grundkapital Kapital
rücklage
Sonstige
Rücklagen
Angesammelte
Ergebnisse
Gesamtes
Eigenkapital
Stand 1.1.2008 15.386.742 15.536.020 -275.517 -4.381.823 26.265.422
Gesamtergebnis der Periode 0 0 -15.404 -2.100.900 -2.116.304
Stand 31.12.2008 23 15.386.742 15.536.020 -290.921 -6.482.723 24.149.118
Übertragung von Rücklagen 0 -3.159.954 0 3.159.954 0
Ergebnis nach Steuern 0 0 0 -4.834.507 -4.834.507
Gesamtergebnis der Periode 0 -3.159.954 243 -1.674.553 -4.834.264
Stand 30.9.2009 23 15.386.742 12.376.066 -290.678 -8.157.276 19.314.854

Konzernanhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009

Die Gesellschaft

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist ein führendes IT-Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, den Niederlanden, Tschechien und der Slowakei. BRAIN FORCE entwickelt eigene Softwarelösungen bzw. implementiert Produkte führender Technologieanbieter. Das Portfolio umfasst Produkte und Dienstleistungen in den Bereichen Business Solutions, Infrastructure Optimization und Professional Services. Der Sitz der Muttergesellschaft ist Karl-Farkas-Gasse 22, 1030 Wien, Österreich.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG ist mehrheitlich im Besitz der BEKO HOLDING AG, Nöhagen, Österreich. Die oberste Konzerngesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr die CROSS Industries AG mit Sitz in Wels, Österreich.

Aufgrund eines Beschlusses in der ordentlichen Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 wurde der Bilanzstichtag konzerneinheitlich vom 31. Dezember auf den 30. September geändert. Somit beinhaltet der vorliegende Jahresabschluss ein Rumpfgeschäftsjahr. Ein Vergleich, insbesondere jener der Ertragskennzahlen, ist daher im vorliegenden Konzernanhang nur eingeschränkt aussagekräftig.

Zusammenfassung wesentlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernabschlusses angewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt. Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestellten Berichtsperioden angewendet.

Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss zum 30. September 2009 wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 245a UGB zu beachtenden unternehmensrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis des historischen Anschaffungskostenprinzips, mit der Ausnahme von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten, finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden (einschließlich Derivaten), die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wurden.

Die Aufstellung von im Einklang mit den IFRS, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, stehenden Konzernabschlüssen erfordert Schätzungen. Außerdem verlangt die Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der Gesellschaft, dass das Management Annahmen trifft. Bereiche mit höheren Ermessensspielräumen oder höherer Komplexität oder Bereiche, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind, werden unter der Erläuterung "Ermessensspielräume und Schätzungen" aufgeführt.

Beträge werden zum Zweck der Übersichtlichkeit gerundet und - soweit angegeben - in Tausend Euro ausgewiesen. Für Berechnungen werden dennoch die genauen Beträge einschließlich nicht dargestellter Ziffern verwendet, sodass dadurch Rechendifferenzen auftreten können.

Neue und geänderte Standards und Interpretationen, die von der EU übernommen wurden und im Geschäftsjahr erstmals angewendet wurden

IFRS 8 "Geschäftssegmente" ersetzt IAS 14 "Segmentberichterstattung". Der neue Standard sieht die Anwendung des "Management Approach" vor, wonach Geschäftssegmente wie bei der internen Berichterstattung des Managements verwendet werden. Durch die Anwendung des neuen Standards ergibt sich keine Auswirkung auf den Konzernabschluss.

IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" ersetzt den bestehenden IAS 1. Die wesentlichen Änderungen gegenüber der Vorversion bestehen darin, dass ein Unternehmen a) alle Veränderungen des Eigenkapitals, die nicht aufgrund der Eigentümerstellung erfolgen, entweder in einer Aufstellung des Gesamtergebnisses oder in zwei Aufstellungen (einer eigenständigen Gewinn- und Verlustrechnung und einer Darstellung des sonstigen Ergebnisses) ausweisen muss, Komponenten des sonstigen Ergebnisses dürfen nicht in der Eigenkapitalveränderungsrechnung gezeigt werden, und b) eine Darstellung der Vermögenslage (Bilanz) zu Beginn der frühesten Vergleichsperiode als Teil eines vollständigen Abschlusses zeigen muss, wenn das Unternehmen eine Bilanzierungs- oder Bewertungsmethode rückwirkend anwendet oder es sich für eine rückwirkende Neudarstellung entscheidet, und c) die Ertragsteuer in Bezug auf jede Komponente des sonstigen Ergebnisses angeben muss und d) Anpassungen infolge von Umgliederungen im Hinblick auf Komponenten des sonstigen Ergebnisses angeben muss. Durch die erstmalige Anwendung kam es zu geänderten Darstellungen, die jedoch keinen Einfluss auf das Konzernergebnis haben.

Alle anderen neu anzuwendenden Regelungen (Standards, Standardänderungen, Interpretationen), die im Geschäftsjahr erstmals verpflichtend anzuwenden waren, hatten keine wesentliche Auswirkung auf den Konzernabschluss.

Standards, Interpretationen und Änderungen zu publizierten Standards, die noch nicht angewendet wurden

IFRS 3 (überarbeitet) "Unternehmenszusammenschlüsse" und IAS 27 (Änderung) "Konzern- und separate Einzelabschlüsse" (gültig für Berichtsperioden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 beginnen) wird für Unternehmenszusammenschlüsse nach dem 1. Oktober 2009 angewendet werden.

Eine Reihe von Änderungen von Standards, neue Standards und Interpretationen wurden bereits publiziert, aber wurden von der Europäischen Union noch nicht übernommen oder sind noch nicht verpflichtend anzuwenden. Die Auswirkungen dieser Regelungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft sind nicht wesentlich und werden daher im Detail nicht dargestellt.

Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse wurden alle auf den einheitlichen Konzernbilanzstichtag 30. September 2009 erstellt.

In den Konzernabschluss sind, neben der BRAIN FORCE HOLDING AG, inländische und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen der Konzern die Kontrolle über die Finanz- und Geschäftspolitik innehat, regelmäßig begleitet von einem Stimmrechtsanteil von mehr als 50%.

Die Konsolidierung der Tochterunternehmen erfolgt ab dem Tag, ab dem die Kontrolle über das Unternehmen besteht, und endet mit dem Tag, an dem die Kontrolle endet.

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2008 wie folgt geändert: Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat per 3. Juli 2009 ihre 30%-Beteiligung an der KEMP Technologies Inc., New York, USA verkauft.

Der Konzernabschluss umfasst somit die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, und die angeführten Tochtergesellschaften und assoziierten Unternehmen:

Gesellschaft Konsolidierungsart Anteil in %
BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien V 100
BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland V 100
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien V 100
BRAIN FORCE Network Solutions B.V., Veenendaal, Niederlande V 100
BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande V 100
BFS Brain Force Software AG, Kloten, Schweiz V 100
BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien V 100
Brain Force Software s.r.o., Bratislava, Slowakei 1) V 100
NSE Capital Venture GmbH, München, Deutschland 2) V 100
CONSULTING CUBE s.r.l., Bologna, Italien 3) E 25

V ... Vollkonsolidierung

E ... Equity-Bewertung

1) 99,5% des Anteils werden durch die BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o., Prag, Tschechien, 0,5% durch die BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, gehalten. 2) Der Anteil wird durch die BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, gehalten.

3) Der Anteil wird durch die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien, gehalten.

Konsolidierungsmethoden

Die Konsolidierung erfolgt nach den Bestimmungen des IFRS 3. Alle Unternehmenszusammenschlüsse werden nach der Erwerbsmethode bilanziert. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen zuzüglich der dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt des Erwerbes bzw. des Übergangs der Kontrolle verrechnet.

Immaterielle Vermögenswerte werden, soweit identifizierbar, einer eigenständigen Bilanzierung zugeführt. Sie werden planmäßig abgeschrieben. Der verbleibende Firmenwert wird auf die zahlungsmittelgenerierende(n) Einheit(en) aufgeteilt und mindestens einmal jährlich auf dieser Ebene auf Werthaltigkeit getestet.

Im Falle eines Überschusses des erworbenen anteiligen Reinvermögens über die Anschaffungskosten sind sowohl die erworbenen Vermögenswerte und Schulden und Eventualverbindlichkeiten als auch die Anschaffungskosten nochmals zu bewerten, und ein bestehender Überschuss ist danach erfolgswirksam zu erfassen.

Konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten, Erträge, Aufwendungen und eventuelle Zwischenergebnisse sind eliminiert.

Währungsumrechnung

Die im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenen Posten werden auf Basis jener Währung bewertet, die der Währung des primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, entspricht (funktionale Währung). Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung.

Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung der Muttergesellschaft und die Berichtswährung des Konzerns darstellt.

Die aus der Umrechnung von Jahresabschlüssen einbezogener Tochterunternehmen resultierenden Differenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden Fremdwährungstransaktionen mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Bewertung von Forderungen und Schulden in fremder Währung zum Kurs am Bilanzstichtag resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Tochterunternehmen, die eine von der Konzernberichtswährung abweichende funktionale Währung haben, werden zum jeweiligen Bilanzstichtag entsprechend umgerechnet.

Die Euro-Wechselkurse wichtiger Währungen sind in der folgenden Tabelle angeführt:

Währung Stichtagskurs
30.9.2009
Stichtagskurs
31.12.2008
1 EUR 1 EUR
CHF Schweizer Franken 1,5100 1,4955
CZK Tschechische Kronen 25,1950 26,600
USD US-Dollar 1,4650 1,4160

Sachanlagen

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen. Die Sachanlagen werden linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Abschreibung erfolgt pro rata temporis ab dem Monat, in dem der Vermögenswert zur Verfügung steht.

Der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen liegen konzerneinheitlich folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer
Bauliche Investitionen in fremden Betriebsgebäuden 5 bis 10 Jahre
EDV-Anlagen 3 bis 5 Jahre
Büromaschinen 4 bis 5 Jahre
Büroeinrichtung 5 bis 10 Jahre

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag.

Instandhaltungsaufwendungen

Instandhaltungsaufwendungen werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam erfasst.

Leasingverhältnisse

Leasingverhältnisse, bei denen ein wesentlicher Anteil der Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbunden sind, beim Leasinggeber verbleibt, werden als Operating-Leasing-Verhältnisse klassifiziert. Im Zusammenhang mit einem Operating-Leasing-Verhältnis geleistete Zahlungen (netto nach Berücksichtigung von Anreizzahlungen, die vom Leasinggeber geleistet werden) werden linear über die Dauer des Leasingverhältnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte

Die aus der Erwerbskonsolidierung entstandenen Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 keiner planmäßigen Abschreibung unterzogen.

Die im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanzierten Vermögenswerte werden linear wie folgt abgeschrieben:

Nutzungsdauer
Markenrechte 10 Jahre
Produktentwicklungen 5 Jahre
Kundenbeziehungen 5 bis 7 Jahre
Auftragsbestand über die entsprechende Laufzeit der Abarbeitung

Sonstige entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen linearen Abschreibungen, angesetzt. Diese beträgt für:

Nutzungsdauer
Software 3 bis 5 Jahre
Lizenz- und Vertriebsrechte 3 Jahre
Eingetragene Markenrechte 10 Jahre

Bei Vorliegen einer Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den erzielbaren Betrag. Der Firmenwert ist darüber hinaus verpflichtend einmal jährlich auf Wertminderung zu überprüfen.

Forschung und Entwicklung

Ausgaben für Forschung werden als Aufwand erfasst. Entwicklungskosten, sowohl fremdbezogene Güter und Dienstleistungen als auch interne Entwicklungskosten, die aus Entwicklungsprojekten entstehen, werden gemäß IAS 38 als Vermögenswerte aus Entwicklung (sonstige immaterielle Vermögenswerte) bei Erfüllung der erforderlichen Kriterien maximal in jenem Ausmaß angesetzt, in dem von diesen Ausgaben zukünftige Gewinne erwartet werden. Einmal als Aufwand erfasste Entwicklungskosten werden jedoch in einer späteren Periode nicht als Vermögenswert ausgewiesen.

Aktivierte Entwicklungskosten werden je nach der erwarteten Nutzungsdauer des jeweiligen Produktes, derzeit 3 bis 5 Jahre, linear abgeschrieben.

Assoziierte Unternehmen

Die Anteile an assoziierten Unternehmen, also jener Unternehmen, an denen der Konzern direkt oder indirekt mit mehr als 20% der Stimmrechte beteiligt ist oder anderweitig maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftspolitik des assoziierten Unternehmens ausüben kann, werden nach der Equity-Methode bilanziert. Dabei werden die Anteile zunächst mit den Anschaffungskosten gebucht und in der Folge entsprechend dem Anteil des Anteilseigners am sich ändernden Reinvermögen des assoziierten Unternehmens berichtigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung zeigt den Anteil am Erfolg des assoziierten Unternehmens.

Finanzanlagen

Unter den Finanzanlagen werden neben Beteiligungen jene Wertpapiere ausgewiesen, deren Besitz für unbestimmte Zeit gedacht ist und die infolge eines Liquiditätsbedarfs oder aufgrund von Änderungen der Zinssätze gegebenenfalls verkauft werden. Sie sind in die Kategorie "zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" eingestuft.

Die zur Veräußerung verfügbaren Wertpapiere werden im Rahmen der Folgebewertung zu Zeitwerten (basierend auf den Kursinformationen)

Beteiligungen gelten zwar auch als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, die Bewertung erfolgt jedoch grundsätzlich zu Anschaffungskosten, da für diese Gesellschaften ein aktiver Markt nicht existiert und die jeweiligen Zeitwerte nicht mit vertretbarem Aufwand verlässlich ermittelt werden können. Soweit Hinweise auf einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert bestehen, wird dieser angesetzt.

Liegen Anzeichen für eine Wertminderung vor, wird eine Werthaltigkeitsprüfung durchgeführt. Sofern Wertminderungen eintreten, werden die erforderlichen Abschreibungen jedenfalls ergebniswirksam berücksichtigt.

Alle Käufe oder Verkäufe werden zum Erfüllungstag erfasst; die Kosten der Anschaffung inkludieren Transaktionskosten.

bewertet, wobei nicht realisierte Wertänderungen im Eigenkapital innerhalb der sonstigen Rücklagen erfasst werden.

Wertminderung von bestimmten langfristigen Vermögenswerten

Sachanlagen, Firmenwert und sonstige immaterielle Vermögenswerte werden dahingehend überprüft, ob geänderte Umstände und Ereignisse darauf hinweisen, dass der aktuelle Buchwert nicht erzielbar ist. Eine Abwertung für Wertminderungen wird um den Betrag durchgeführt, um den der Buchwert den erzielbaren Betrag des Vermögenswertes übersteigt. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren Betrag aus Nettoverkaufspreis und Nutzungswert eines Vermögenswertes. Zum Zwecke der Ermittlung von Wertminderungen werden Vermögenswerte bis zu der niedrigsten Ebene gruppiert, wo separate Geldzuflüsse realisierbar sind (zahlungsmittelgenerierende Einheiten). Im Falle des Wegfalls der Wertminderung wird, ausgenommen bei Firmenwerten, eine entsprechende Zuschreibung durchgeführt.

Vorräte

Vorräte werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zum niedrigeren Nettoveräußerungswert angesetzt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten.

Fertigungsaufträge

Der Gewinn eines Fertigungsauftrages wird, sobald er verlässlich geschätzt werden kann, bilanziert. Der Konzern verwendet die Teilgewinnrealisierungsmethode (percentage of completion method), um den angemessenen Betrag einer Periode bestimmen zu können. Der Arbeitsfortschritt wird dargestellt als das Verhältnis von bereits angefallenen Arbeitsstunden bis zum Bilanzstichtag und den gesamten Arbeitsstunden für das jeweilige Projekt. Verluste werden ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt der Erkennung bilanziert. Von den Forderungen aus Fertigungsaufträgen werden die erhaltenen Anzahlungen abgesetzt. Ein daraus gegebenenfalls resultierender negativer Saldo für einen Fertigungsauftrag wird als Verbindlichkeit aus Fertigungsaufträgen bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte werden zu Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Wertberichtigungen (bei Wertminderung) bilanziert. Forderungen in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.

Soweit langfristige Forderungen innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig sind, erfolgt der Ausweis unter den kurzfristigen Vermögenswerten.

Zahlungsmittel

Die flüssigen Mittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Guthaben in Fremdwährungen werden mit dem am 30. September 2009 gültigen Stichtagskurs bewertet.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten werden mit dem Entstehungswert oder einem abweichenden Rückzahlungsbetrag angesetzt. Finanzschulden werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert und nach Abzug von Transaktionskosten angesetzt. In den Folgeperioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet; jede Differenz zwischen dem Auszahlungsbetrag (nach Abzug von Transaktionskosten) und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden mit dem gültigen Stichtagskurs bewertet.

Rückstellungen

Rückstellungen werden bilanziert, wenn der Konzern eine gegenwärtige gesetzliche oder faktische Verpflichtung aus vorangegangenen Ereignissen hat und es wahrscheinlich ist, dass Ressourcen notwendig sein werden, um dieser Verpflichtung nachkommen zu können, und der Betrag verlässlich geschätzt werden kann.

Langfristige Rückstellungen werden, sofern der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich ist, mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert.

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen beinhalten Pensionen und Abfertigungen, welche auf Basis von versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 berechnet werden. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (Defined Benefit Obligation = DBO) wird aufgrund der zurückgelegten Dienstzeit, der erwarteten Gehaltsentwicklung und (im Falle der Pensionen) der Rentenanpassung berechnet. Die sich nach der Methode der laufenden Einmalprämien ergebende Verpflichtung wird bei Pensionen bei Vorliegen eines fondsfinanzierten Versorgungssystems in Höhe des Vermögens des Fonds gekürzt. Soweit das Fondsvermögen die Verpflichtung nicht deckt, wird die Nettoverpflichtung unter den Rückstellungen für Pensionen passiviert.

Der zu erfassende Periodenaufwand beinhaltet Dienstzeitaufwand, Zinsaufwand und Aufwand bzw. Ertrag aus der Amortisation von Vergangenheitskosten und von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten. Im Rahmen der Berechnung der Verpflichtungen werden versicherungsmathematische Annahmen getroffen, vor allem hinsichtlich des anzuwendenden Zinssatzes für die Abzinsung, der Steigerungsrate für Gehälter bzw. Pensionen, des Pensionseintrittsalters und der Wahrscheinlichkeiten betreffend Fluktuation und Inanspruchnahme. Der Berechnung werden die lokalen biometrischen Grundlagen zugrunde gelegt.

Für die Ermittlung des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung kommt ein Zinssatz zur Anwendung, der in Anlehnung an die durchschnittliche Verzinsung von Industrieanleihen mit entsprechender Laufzeit gewählt wurde.

Die zur Anwendung kommende Steigerungsrate der Gehälter wurde aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Die verwendeten Abschläge für Fluktuation und Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit basieren auf Erfahrungswerten vergleichbarer Vorperioden.

Das zur Anwendung kommende Pensionseintrittsalter wird bei den Berechnungen der Pensionsverpflichtungen den zugrunde liegenden Zusagen entnommen; im Rahmen der Abfertigungsverpflichtungen wird auf das voraussichtliche Pensionseintrittsalter abgestellt.

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nicht berücksichtigt, sofern sie den höheren Wert aus 10% des Verpflichtungsumfanges oder eines etwaigen Planvermögens (Korridor) nicht übersteigen. Der den Korridor übersteigende Betrag wird über die durchschnittliche Restdienstzeit der aktiven Belegschaft ergebniswirksam verteilt und bilanziell erfasst.

Die Abfertigungen betreffen Verpflichtungen nach österreichischem bzw. italienischem Recht.

Die Abfertigungen nach österreichischem Recht sind einmalige Abfindungen, die aufgrund von arbeitsrechtlichen Vorschriften bei Kündigung der Arbeitnehmer durch den Dienstgeber sowie regelmäßig bei Pensionseintritt bezahlt werden müssen. Ihre Höhe richtet sich nach der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe der Bezüge.

Abfertigungen nach österreichischem Recht (alt)
Anzahl Dienstjahre 3 5 10 15 20 25
Anzahl Monatsbezüge 2 3 4 6 9 12

Für seit Anfang 2003 in ein österreichisches Unternehmen eingetretene Mitarbeiter kommt ein beitragsorientiertes Modell zur Anwendung. Der Dienstgeber hat ab dem zweiten Monat des Arbeitsverhältnisses einen laufenden Beitrag in Höhe von 1,53% des monatlichen Entgelts sowie allfälliger Sonderzahlungen an eine Mitarbeitervorsorgekasse (MVK) zu leisten. Eine weitere Verpflichtung des Unternehmens besteht nicht mehr. Der Anspruch der Arbeitnehmer richtet sich gegen die jeweilige MVK, während die laufenden Beitragszahlungen im Personalaufwand ausgewiesen werden.

Die Abfertigungen nach italienischem Recht (TFR) sind einmalige Abfindungen, die fällig werden, sobald der Arbeitnehmer das Unternehmen verlässt. Die Höhe der Abfindung ermittelt sich aus der Anzahl der Monatsgehälter (indexiert), wobei pro Dienstjahr ein Monatsgehalt (Jahresgehalt dividiert durch 13,5) verdient wird. Unter bestimmten Voraussetzungen, z.B. für die Schaffung eines Eigenheimes bzw. medizinische Versorgung, kann der Arbeitnehmer einen Vorschuss von bis zu 70% des Anspruches erhalten. Ab dem Geschäftsjahr 2007 sind die erdienten Beträge in die staatliche Sozialversicherung oder eine vom Mitarbeiter genannte Versorgungseinrichtung abzuführen.

Umsatzerlöse

Die Erfassung der Erlöse erfolgt mit Erbringung der Leistung bzw. mit Übergang der Gefahren auf den Kunden, wobei Rabatte und sonstige Erlösschmälerungen abgezogen werden. Umsätze, die sich auf Dienstleistungsgeschäfte gemäß IAS 18 beziehen, werden nach der Teilgewinnrealisierungsmethode bewertet.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode des Anfalls erfolgswirksam gebucht.

Ertragsteuern

Die Ertragsteuern werden verursachergemäß erfasst und basieren auf dem entsprechenden Gewinn des Geschäftsjahres.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt auf Basis aller temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Werten und den IFRS-Werten aller Vermögenswerte und Schulden anhand der Verbindlichkeiten-Methode unter Anwendung der jeweils landesspezifischen Steuersätze, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steueransprüche bzw. Begleichung der latenten Steuerschuld erwartet wird. Latente Steuerschulden werden unter den langfristigen Schulden, latente Steueransprüche unter den langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen.

Die wichtigsten temporären Differenzen ergeben sich aus der Aktivierung von Entwicklungskosten und sonstigen im Rahmen der Kaufpreisallokation nach IFRS 3 identifizierten Vermögenswerten und Schulden, der Abschreibung von Sachanlagen, Forderungen, steuerlich gebildeten Rückstellungen, Fertigungsaufträgen, Rückstellungen für Pensionen und anderen langfristigen Personalverpflichtungen. Latente Steueransprüche, die sich auf steuerliche Verlustvorträge und auf abzugsfähige temporäre Differenzen beziehen, werden bilanziert, wenn es wahrscheinlich ist, dass dem Unternehmen zukünftig ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung zur Verfügung stehen werden.

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

Ermessensspielräume und Schätzungen

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden hat der BRAIN FORCE Konzern zu einem gewissen Grad zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen zum Anlagevermögen, zu Wertberichtigungen von Forderungen, Rückstellungen und latenten Steuern getroffen. Die tatsächlichen Werte können letztendlich von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen.

Verrechnungspreise

Zwischen den Segmenten bestehen in geringem Ausmaß konzerninterne Leistungsbeziehungen. Die Verrechnung erfolgt zu marktüblichen Bedingungen nach der Kostenaufschlagsmethode.

Wertminderung von Firmenwerten

Die Auswirkung einer nachteiligen Veränderung der im Rahmen der jährlichen Wertminderungstests getroffenen Schätzungen des Zinssatzes um plus 10% bzw. des Zahlungsmittelflusses um minus 10% würde zu keinen Wertminderungen der bilanzierten Firmenwerte führen.

Latente Steuern

Sollten die künftigen steuerpflichtigen Gewinne innerhalb der für die Bilanzierung und Bewertung latenter Steuern definierten Planperiode um 10% von den zum Bilanzstichtag getroffenen Annahmen nach unten abweichen, ergäbe sich keine Abweichung für die bilanzierte Nettoposition an latenten Steueransprüchen (Vorjahr: Reduktion um TEUR 32).

Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Im BRAIN FORCE Konzern werden versicherungsmathematische Gewinne und Verluste im Falle von Pensionen und Abfertigungen nach österreichischem Recht unter Berücksichtigung der Korridorregelung in der Gewinn- und Verlustrechnung über die durchschnittliche restliche Dienstzeit, im Falle der Abfertigungen nach italienischem Recht sofort in voller Höhe erfasst.

Der Barwert der Verpflichtung hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die auf versicherungsmathematischen Annahmen beruhen. Die bei der Ermittlung der Aufwendungen verwendeten Annahmen schließen die Steigerungsrate der Gehälter und den Zinssatz mit ein. Jede Änderung dieser Annahmen hat Auswirkungen auf den Barwert der Verpflichtung und auf die noch nicht verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste. Bei Anwendung der Korridormethode ist der Betrag an versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten außerhalb des Korridors entsprechend der durchschnittlichen restlichen Dienstzeit der Begünstigten ergebniswirksam zu verteilen. Die Steigerungsrate der Gehälter wird aus einer Durchschnittsbetrachtung der vergangenen Jahre ermittelt, die auch für die Zukunft als realistisch angesehen wird.

Der Konzern ermittelt den angemessenen Zinssatz zum Ende eines jeden Jahres. Dies ist der Zinssatz, der bei der Ermittlung des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelabflüsse zur Begleichung der Verpflichtung verwendet wird. Bei der Ermittlung des Zinssatzes wird der Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität zugrunde gelegt, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden und deren Laufzeit denen der Pensions- bzw. Abfertigungsverpflichtung entsprechen. Weitere wesentliche Annahmen basieren teilweise auf Marktgegebenheiten.

Wenn den Annahmen ein Diskontierungszinssatz zugrunde gelegt würde, der um 10% von den Schätzungen des Managements nach unten abweicht, wäre der Barwert der Verpflichtung für Pensionen und Abfertigungen um TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 105) zu erhöhen.

Übrige Bilanzposten

Bei den übrigen Bilanzposten ergeben sich durch Änderungen der Schätzungen bzw. Annahmen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das folgende Geschäftsjahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Mit Ende des Rumpfgeschäftsjahres 1-9/2009 wurde im BRAIN FORCE Konzern ein Geschäftsbereich aufgegeben. Dabei handelt es sich um die Business Unit Infrastructure Optimization am Standort Berlin.

Die folgenden Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich auf die fortgeführten Geschäftsbereiche.

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Dienstleistungen laufend 39.188.452 60.183.121
Fertigungs-/Dienstleistungsaufträge 11.361.185 23.550.390
Produkte 11.140.327 20.771.866
Umsatzerlöse 61.689.964 104.505.377

Im Vorjahresvergleich erfolgte eine Anpassung der Zuordnung, wobei EUR 8.524.556 von den Dienstleistungen laufend in die Dienstleistungsaufträge umgegliedert wurden.

(2) Aufwandsarten

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Nachfolgende Darstellung zeigt eine Aufgliederung nach Aufwandsarten.

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Veränderung Bestand an noch nicht abrechenbaren Leistungen 3.379 98.263
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen 21.676.987 34.735.944
Aktivierte Eigenleistungen -1.097.341 -1.083.724
Personalaufwand 31.099.747 47.818.500
Abschreibungen 2.685.475 3.892.574
Restrukturierungsaufwendungen 1.383.523 0
Mieten und Energiekosten 2.116.059 3.573.122
Kfz-Aufwand 1.752.157 2.461.624
Fahrt- und Reisespesen 1.021.740 2.087.462
Werbe- und Marketingaufwendungen 442.966 822.075
Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 1.195.891 2.086.058
Post und Kommunikation 526.079 641.227
Forderungsausfälle und Wertberichtigungen 204.185 357.803
Betriebsversicherungen 131.052 282.588
Sonstiger Aufwand 1.609.846 3.088.034
Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungs- sowie sonstige Aufwendungen 64.751.745 100.861.550

Die Restrukturierungsaufwendungen enthalten Kosten im Zusammenhang mit den durchgeführten Mitarbeiterabbaumaßnahmen.

Die sonstigen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Ausbildungskosten, Recruitingkosten sowie Aufwendungen für Instandhaltungen und Wartungen interner Anlagen.

(3) Sonstige betriebliche Erträge

Zu den sonstigen betrieblichen Erträgen zählen:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Abstands- und Entschädigungsleistungen 0 100.000
Erträge aus der Endkonsolidierung BRAIN FORCE Hamburg GmbH 0 250.000
Übrige 175.945 302.894
Sonstige betriebliche Erträge 175.945 652.894

(4) Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen

Die Aufwendungen sind dem Funktionsbereich Herstellungskosten zugeordnet und gliedern sich wie folgt:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Wareneinsatz 2.766.564 4.127.995
Wartung 742.792 858.200
Lizenzen 885.105 2.297.867
Aufwendungen für Material 4.394.461 7.284.062
Subunternehmer 17.282.526 27.451.882
Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen 21.676.987 34.735.944

(5) Personalaufwand

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Gehälter 24.691.315 38.576.899
Aufwendungen für Abfertigungen 509.455 715.713
Aufwendungen für Altersversorgung 52.054 52.211
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Abgaben und Pflichtbeiträge 5.846.923 8.473.677
Personalaufwand 31.099.747 47.818.500

Die Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten neben den Aufwendungen im Rahmen der gesetzlichen Ansprüche (siehe Note 24) auch die in die Mitarbeitervorsorgekasse einzuzahlenden Beiträge in Höhe von EUR 58.621 (Vorjahr: EUR 80.558).

(6) Finanzergebnis

Das Finanzergebnis errechnet sich wie folgt:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren 12.713 37.491
Ertrag aus dem Abgang von Anteilen an assoziierten Unternehmen (siehe Note 16) 52.396 0
Ertrag Auflösung Wandelanleihe 302.768 0
Abschreibung Wandelanleihe 0 -626.741
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -637.546 -843.871
Nettoergebnis aus Fremdwährungsumrechnung 9.867 -15.133
Finanzergebnis -259.802 -1.448.254

(7) Ertragsteuern

Die Ertragsteuern der fortgeführten Geschäftsbereiche setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Laufender Steueraufwand 399.908 1.794.119
Latenter Steuerertrag/-aufwand -1.140.577 2.632.979
Ertragsteuern -740.669 4.427.098

Die Ertragsteuern des Jahres sind um EUR 46.155 höher (Vorjahr: EUR 3.714.981) als der rechnerische Ertragsteueraufwand in Höhe von EUR -786.824 (Vorjahr: EUR 712.117), der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25% (Vorjahr: 25%) auf das Ergebnis vor Steuern ergeben würde, wobei der Steuersatz dem auf die Muttergesellschaft anwendbaren Körperschaftsteuersatz entspricht. Die Ursachen für den Unterschied zwischen dem rechnerischen und dem ausgewiesenen Ertragsteueraufwand stellen sich folgendermaßen dar:

In der nachfolgenden Steuerüberleitungsrechnung ist bei den Vorjahreszahlen der Effekt aus der geänderten Darstellung aufgrund eines nicht fortgeführten Geschäftsbereiches in einem Korrekturposten dargestellt.

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Ergebnis vor Steuern -3.147.295 2.848.468
davon 25% = rechnerischer Ertragsteueraufwand -786.824 712.117
Auswirkungen ausländischer Steuersätze 173.525 778.763
Steuerfreie Erträge 0 -1.838
Steuerlich nicht abzugsfähige Aufwendungen 75.470 29.444
Sonstige permanente Differenzen 24.940 -108.609
Steuerliche Verluste, für die keine latenten Steueransprüche gebildet wurden 127.724 437.441
Abschreibung von aktiven latenten Steuern 156.000 3.070.729
Verwendung sowie nachträgliche Aktivierung von nicht angesetzten temporären Differenzen und Verlusten -10.615 -306.641
Latente Steueransprüche aus Verlusten in bzw. Anpassungen aus aufgegebenen Geschäftsbereichen
(siehe Note 32)
-622.431 -173.651
Ertragsteueraufwand der laufenden Periode -862.211 4.437.755
Aperiodischer Ertragsteueraufwand/-ertrag 121.542 -10.657
Ausgewiesener Ertragsteueraufwand/-ertrag -740.669 4.427.098

(8) Segmentinformation

Den Anforderungen des IFRS 8 (Management Approach) folgend berichtet die BRAIN FORCE HOLDING AG nach geografischen Segmenten. Der Ausweis der Segmentergebnisse (operatives EBITDA und operatives EBIT nach Restrukturierungsaufwendungen) erfolgt dabei ohne Berücksichtigung der verrechneten Kosten für Markenlizenzentgelte und Konzerndienstleistungen. In der Vorjahresberichterstattung waren diese Kosten in den einzelnen Segmenten enthalten. Die Vorjahreswerte wurden in der laufenden Berichterstattung angepasst. Die Aufteilung

von Umsatz, EBITDA und EBIT sowie der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten erfolgt nach dem Sitz der Gesellschaften und ist in folgende Regionen aufgeteilt:

  • Deutschland
  • Zentral-Osteuropa mit Österreich, Tschechien und der Slowakei
  • Süd-Westeuropa mit Italien und der Schweiz
  • Nordeuropa mit den Niederlanden

Die Darstellung der Segmentergebnisse erfolgt im Anschluss an die Gewinn- und Verlustrechnung. Von den Umsatzerlösen des Rumpfgeschäftsjahres 1-9/2009 entfallen EUR 8,78 Mio. (Vorjahr: EUR 14,95 Mio.) auf Österreich, EUR 52,91 Mio. (Vorjahr: EUR 89,56 Mio.) entfallen auf andere Länder.

Die Investitionen, Vermögenswerte und Schulden teilen sich auf die Regionen wie folgt auf:

Kennzahlen 1-9/2009
in EUR
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Nordeuropa Holding und
Sonstiges
Konzern
Investitionen 568.291 128.844 692.544 433.715 35.648 1.859.042
Vermögenswerte 15.624.385 15.165.343 14.287.931 7.734.160 1.637.712 54.449.531
Schulden 7.934.804 3.549.737 8.483.836 1.319.504 13.846.796 35.134.677

In der Region Deutschland sind Vermögenswerte in Höhe von EUR 382.170 und Schulden in Höhe von EUR 1.767.673 in den Kennzahlen 1-9/2009 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen.

Kennzahlen 1-12/2008
in EUR
Deutschland Zentral
Osteuropa
Süd
Westeuropa
Nordeuropa Holding und
Sonstiges
Konzern
Investitionen 433.600 242.588 816.432 646.675 94.987 2.234.282
Vermögenswerte 20.963.975 17.356.800 18.865.834 8.571.605 552.393 66.310.607
Schulden 9.326.613 4.017.122 11.306.432 1.721.014 15.790.308 42.161.489

In der Region Deutschland sind Vermögenswerte in Höhe von EUR 881.820 und Schulden in Höhe von EUR 399.196 in den Kennzahlen 2008 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen.

Die in den einzelnen Regionen tätigen Konzerngesellschaften erwirtschaften die Erlöse in den Geschäftsfeldern Business Solutions, Infrastructure Optimization und Professional Services.

Der Bereich Business Solutions bietet optimierte Lösungen für geschäftskritische Prozesse in folgenden Bereichen an: Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM), Corporate Performance Management/Business Intelligence (CPM/BI) sowie Financial Services Solutions.

Der Bereich Infrastructure Optimization bietet Lösungen für eine besser managebare und effizientere IT-Infrastruktur in folgenden Bereichen an: Server and Data Management, Workspace Management, Application Provisioning and Control, Communication and Collaboration sowie IT Service Management.

Der Bereich Professional Services bietet die Erfahrung und das Know-how seiner IT- und Telekommunikations-Spezialisten in Form von temporären Beratungs- und Dienstleistungseinsätzen an. Dabei werden alle Projektphasen, von Planung über Realisierung, Test und Integration bis hin zum Betrieb abgedeckt. Die Bandbreite der angebotenen Dienstleistungen umfasst: Consulting, Programming, Infrastructure, Integration, Migration, Rollout, Operation, Support und Maintenance.

Umsatzerlöse nach Geschäftsfeldern:

in EUR Business
Solutions
Infrastructure
Optimization
Professional
Services
Konzern
Umsatzerlöse 1-9/2009 14.078.522 27.900.258 19.711.184 61.689.964
Umsatzerlöse 1-12/2008 32.474.024 45.833.844 26.197.509 104.505.377

Erläuterungen zum Cash-flow Statement

Das Cash-flow Statement des BRAIN FORCE Konzerns wurde nach der indirekten Methode erstellt.

Daraus ist die Veränderung der Zahlungsmittel im Konzern aufgrund der Mittelzu- und -abflüsse im Laufe des Berichtszeitraums ersichtlich, wobei zwischen Cash-flow aus dem Ergebnis, laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit unterschieden wird.

In einem gesonderten Posten wird die Veränderung der Zahlungsmittel des aufgegebenen Geschäftsbereiches angeführt.

(9) Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit

Der Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit zeigt, ausgehend vom Ergebnis vor Steuern, korrigiert um nicht aus(ein)zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge, nach Veränderung der Mittelbindung im Working Capital und nach Berücksichtigung der bezahlten Zinsen (saldiert mit den erhaltenen Zinsen), der erhaltenen Dividenden und Ertragsteuern, den Zufluss/Abfluss von flüssigen Mitteln aus der betrieblichen Tätigkeit.

(10) Cash-flow aus Investitionstätigkeit

Dieser Bereich zeigt alle Zu- und Abflüsse im Zusammenhang mit dem Zu- und Abgang von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Finanzanlagen sowie finanziellen Vermögenswerten.

Die Auszahlungen für Unternehmensakquisitionen im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 betragen EUR 266.406 und betreffen die Begleichung einer variablen Kaufpreisverpflichtung im Zusammenhang mit der Erwerb der BRAIN FORCE B.V. (vormals VAI B.V.), Veenendaal, Niederlande.

Die Einzahlungen aus dem Abgang von Anteilen und Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen betreffen mit EUR 52.396 den Verkauf des 30%-Anteiles an der KEMP Technologies Inc., New York, USA, und EUR 302.768 entfallen auf die Auflösung der von KEMP begebenen Wandelanleihe.

(11) Cash-flow aus Finanzierungstätigkeit

In diesem Bereich werden sämtliche Zu- und Abflüsse im Rahmen der Eigenkapital- und Fremdkapitalfinanzierung erfasst.

(12) Zahlungsmittelbestand

Als Zahlungsmittelbestand werden jene Zahlungsmittel festgelegt, welche den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten umfassen, soweit diese kurzfristig und uneingeschränkt abrufbar sind.

Erläuterungen zur Bilanz

(13) Sachanlagen

Die Sachanlagen entwickelten sich wie folgt:

2009 in EUR Bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.1.2009 1.632.844 5.428.266 7.061.110
Währungsumrechnungsdifferenz 92 625 717
Zugänge 338.493 374.715 713.208
Abgänge -122.997 -197.006 -320.003
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2009 1.848.432 5.606.600 7.455.032
Kumulierte Abschreibungen 1.1.2009 845.992 3.721.735 4.567.727
Währungsumrechnungsdifferenz 5 624 629
Abschreibungen 1-9/2009 148.727 506.679 655.406
Abgänge -65.664 -167.477 -233.141
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2009 929.060 4.061.561 4.990.621
Buchwerte 30.9.2009 919.372 1.545.039 2.464.411
2008 in EUR Bauliche Investi
tionen in fremden
Betriebsgebäuden
Büromaschinen,
EDV-Anlagen,
Büroeinrichtung
Summe
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.1.2008 1.380.124 5.089.037 6.469.161
Währungsumrechnungsdifferenz 0 235 235
Zugänge 273.183 824.102 1.097.285
Veränderung Konsolidierungskreis -9.634 -189.450 -199.084
Abgänge -10.829 -295.658 -306.487
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 31.12.2008 1.632.844 5.428.266 7.061.110
Kumulierte Abschreibungen 1.1.2008 688.722 3.452.379 4.141.101
Währungsumrechnungsdifferenz 0 174 174
Abschreibungen 2008 161.742 710.866 872.608
Veränderung Konsolidierungskreis -3.635 -182.618 -186.253
Abgänge -837 -259.066 -259.903
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2008 845.992 3.721.735 4.567.727
Buchwerte 31.12.2008 786.852 1.706.531 2.493.383

(14) Firmenwerte

Die Firmenwerte entwickelten sich wie folgt:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Buchwert Periodenanfang 14.516.571 15.861.876
Abgang aufgrund Kaufpreisanpassung 0 -1.345.305
Buchwert Periodenende 14.516.571 14.516.571

Die Firmenwerte zum 30.9. des Geschäftsjahres resultieren aus den in der Vergangenheit durchgeführten Akquisitionen der entsprechenden Anteile für die BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien (vormals: TEMA Studio di Informatica S.p.A.), die Brain Force Financial Solutions AG, München, Deutschland (vormals: NSE Software AG, im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland), die INDIS S.p.A., Mailand, Italien (im Geschäftsjahr 2006 verschmolzen mit der BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien), die BRAIN FORCE B.V., Veenendaal, Niederlande (vormals VAI B.V.), die BRAIN FORCE Frankfurt GmbH, Langen, Deutschland (vormals SYS-TEAM Ingenieurbüro für Datenkommunikation und Informatik GmbH, im Geschäftsjahr 2008 verschmolzen mit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland) sowie die SolveDirect.com Internet-Service GmbH, Wien (im Geschäftsjahr 2007 verschmolzen mit der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien).

Der Abgang des Vorjahres resultiert überwiegend aus der Anpassung der Verpflichtung zur Leistung eines variablen Kaufpreisanteils betreffend die BRAIN FORCE B.V. sowie die SolveDirect.com Internet-Service GmbH aufgrund nicht erreichter Ziele bzw. geänderter Einschätzungen.

Die Wertminderungstests im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 wurden auf Basis folgender zahlungsmittelgenerierender Einheiten durchgeführt:

in EUR zugeordnete
Firmenwerte
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Süd-Westeuropa, Bereich Business Solutions 1.783.670
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Süd-Westeuropa, Bereich Infrastructure Optimization 1.014.887
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Business Solutions – Financial Solutions 1.172.812
BRAIN FORCE B.V. - Segment Nordeuropa 3.842.616
BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH (SolveDirect.com Internet-Service GmbH) – Segment Zentral-Osteuropa,
Bereich Infrastructure Optimization
4.676.009
BRAIN FORCE Software GmbH (SYSTEAM GmbH) – Segment Deutschland, Bereich Infrastructure Optimization – Aviation 2.026.577
Buchwert 30.9.2009 14.516.571

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde jeweils auf Basis des Nutzungswertes ermittelt. Die Berechnung der Nutzungswerte basiert auf den erwarteten Zahlungsströmen, die sich aus dem vom Vorstand beschlossenen Budget für 2009/2010 und der daraus abgeleiteten Mittelfristplanung für die darauf folgenden drei Jahre ergeben. Die wesentlichen Annahmen des Managements bei der Berechnung der Nutzungswerte sind die geplanten Umsatzerlöse, EBIT-Margen und Diskontierungszinssätze. Der Berechnung wurde eine angemessene EBIT-Marge auf Basis der regionalen bereichsbezogenen Performance zugrunde gelegt.

Die Zahlungsströme nach der vierjährigen Periode werden mit den unten angegebenen Wachstumsraten extrapoliert, die die langfristige durchschnittliche Wachstumsrate der betreffenden Geschäftsfelder nicht übersteigen. Die Berechnungen haben keinen Abschreibungsbedarf ergeben.

Wichtigste Annahmen zur Berechnung der Nutzungswerte:

in % Wachstumsrate Diskontrate
vor Steuern
Diskontrate
nach Steuern
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Süd–Westeuropa, Bereich Business Solutions 0,0 24,1 10,2
BRAIN FORCE S.p.A. – Segment Süd–Westeuropa, Bereich Infrastructure Optimization 0,0 23,8 10,2
BRAIN FORCE Software GmbH – Segment Deutschland, Bereich Business Solutions –
Financial Solutions
0,0 13,7 10,5
BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH – (SolveDirect.com Internet Services GmbH) –
Segment Zentral–Osteuropa, Bereich Infrastructure Optimization
1,0 10,9 10,7
BRAIN FORCE B.V. – Segment Nordeuropa 0,0 12,6 10,0
BRAIN FORCE Software GmbH (SYSTEAM GmbH) – Segment Deutschland,
Bereich Infrastructure Optimization – Aviation
0,0 13,4 10,5

Die jeweiligen Diskontraten vor Steuern wurden iterativ auf Basis der Zahlungsströme vor Steuern unter Verwendung des Nutzungswertes ermittelt. Der Nutzungswert errechnet sich unter Anwendung von Diskontraten nach Steuern auf Zahlungsströme nach Steuern. Die Diskontraten berücksichtigen die verwertbaren steuerlichen Verlustvorträge. Die Abweichungen gegenüber den Diskontraten nach Steuern sind durch die effektive Steuerbelastung der jeweiligen Einheit begründet.

Als Diskontrate wurden die durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten (WACC; Weighted Average Cost of Capital), berechnet nach dem CAPM-Modell (Capital Asset Pricing Modell), ermittelt, die die Finanzierungsstruktur sowie die Marktrisiken der Geschäftsfelder reflektieren.

(15) Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:

in EUR Entwicklungs
kosten
sonstige Immaterielle
Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.1.2009 12.860.513 14.910.101 27.770.614
Währungsumrechnungsdifferenz 8.872 1.094 9.966
Zugänge 1.112.275 49.045 1.161.320
Abgänge -2.790.110 -1.250 -2.791.360
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 30.9.2009 11.191.550 14.958.990 26.150.540
Kumulierte Abschreibungen 1.1.2009 9.940.812 6.501.521 16.442.333
Währungsumrechnungsdifferenz 8.872 1.094 9.966
Abschreibungen 1-9/2009 1.103.707 978.008 2.081.715
Umbuchungen -102.800 102.800 0
Abgänge -2.595.795 -1.249 -2.597.044
Kumulierte Abschreibungen 30.9.2009 8.354.796 7.582.174 15.936.970
Buchwerte 30.9.2009 2.836.754 7.376.816 10.213.570
in EUR Entwicklungs sonstige Immaterielle
kosten Vermögenswerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 1.1.2008 11.561.027 14.937.488 26.498.515
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 0
Zugänge 1.299.486 55.899 1.355.385
Veränderung Konsolidierungskreis 0 -83.286 -83.286
Abgänge 0 0 0
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten 31.12.2008 12.860.513 14.910.101 27.770.614
Kumulierte Abschreibungen 1.1.2008 8.250.384 5.183.078 13.433.462
Währungsumrechnungsdifferenz 0 0 0
Abschreibungen 2008 1.690.428 1.398.360 3.088.788
Abgänge 0 -79.917 -79.917
Kumulierte Abschreibungen 31.12.2008 9.940.812 6.501.521 16.442.333
Buchwerte 31.12.2008 2.919.701 8.408.580 11.328.281

Die sonstigen immateriellen Vermögenswerte enthalten neben angeschaffter Software und Rechten auch im Rahmen der bei Erwerben nach IFRS 3 durchgeführten Kaufpreisallokation identifizierte sonstige immaterielle Vermögenswerte wie Markenrechte, Vertriebsrechte, Auftragsbestände und Kundenbeziehungen mit einem Buchwert von EUR 7.207.270 (Vorjahr: EUR 8.107.573).

(16) Anteile an assoziierten Unternehmen

Die nach der Equity-Methode bilanzierten Anteile an assoziierten Unternehmen entwickelten sich wie folgt:

in EUR 2009 2008
Buchwert Periodenanfang 11.466 11.466
Ergebnisanteil nach Steuern -1.657 0
Buchwert Periodenende 9.809 11.466

Im Geschäftsjahr 2007 wurde betreffend den 30%-Anteil an der KEMP Technologies Inc., USA, ein Wertminderungsbedarf festgestellt und entsprechend auf einen Buchwert von EUR 0 abgeschrieben. Im abgelaufenen Rumpfgeschäftsjahr 1-9/2009 wurde der 30%-Anteil um EUR 52.396 verkauft und im Finanzergebnis als Ertrag aus dem Abgang von Anteilen an assoziierten Unternehmen erfasst.

Der im vorliegenden Konzernabschluss bilanzierte Buchwert der Anteile an assoziierten Unternehmen betrifft ausschließlich den 25%-Anteil an der CONSULTING CUBE s.r.l., Italien.

Die Finanzdaten des zum Bilanzstichtag ausgewiesenen assoziierten Unternehmens stellen sich wie folgt dar:

in EUR 30.9.2009
Vermögenswerte 226.744
Schulden 187.508
Umsatzerlöse 626.891
Periodenergebnis -6.627

(17) Finanzanlagen

Die Finanzanlagen entwickelten sich wie folgt:

in EUR Wertpapiere
Buchwert 1.1.2009 183.128
Anpassung an Marktwert 10.248
Buchwert 30.9.2009 193.376

Bei den Wertpapieren handelt es sich um Anteile an Investmentfonds, die als veräußerbar klassifiziert und zum Marktwert (Börsenkurs zum Bilanzstichtag) bewertet werden.

(18) Latente Steuern

Die latenten Steueransprüche werden unter den sonstigen langfristigen Vermögenswerten ausgewiesen, die latenten Steuerschulden sind Bestandteil der langfristigen Schulden.

Die latenten Steuern ermitteln sich wie folgt:

in EUR 1.1.2009 Währungs
umrechnung
GuV
Veränderung
30.9.2009
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 129.584 0 -327 129.257
Verlustvorträge 322.476 0 1.035.557 1.358.033
Sonstige 283.313 0 -59.234 224.079
Latente Steueransprüche 735.373 0 975.996 1.711.369
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 661.241 0 -8.327 652.914
Sonstiges Anlagevermögen 2.224.459 0 -263.377 1.961.082
Forderungen 297.588 0 45.914 343.502
Sonstige 115.134 0 -11.752 103.382
Latente Steuerschulden 3.298.422 0 -237.542 3.060.880
in EUR 1.1.2008 Währungs
umrechnung
GuV
Veränderung
31.12.2008
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 134.646 0 -5.062 129.584
Verlustvorträge 3.471.310 0 -3.148.834 322.476
Sonstige 260.966 0 22.347 283.313
Latente Steueransprüche 3.866.922 0 -3.131.549 735.373
Entwicklungskosten und sonstige immaterielle Vermögenswerte 773.495 0 -112.254 661.241
Sonstiges Anlagevermögen 2.594.858 6 -370.405 2.224.459
Forderungen 332.124 0 -34.536 297.588
Sonstige 99.726 0 15.408 115.134
Latente Steuerschulden 3.800.203 6 -501.787 3.298.422

Die Darstellung der Ermittlung der latenten Steuern erfolgte unter Berücksichtigung des aufgegebenen Geschäftsbereiches. Von der Veränderung der latenten Steuern in Höhe von EUR 1.213.538 entfällt ein latenter Steuerertrag von EUR 72.960 (Vorjahr: latenter Steueraufwand EUR 57.445) auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Aktive latente Steuern und passive latente Steuern werden in der Bilanz saldiert als Aktivum oder Passivum erfasst, soweit ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und die latenten Steueransprüche und Steuerschulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Folgende Beträge wurden nach Aufrechnung in der konsolidierten Bilanz dargestellt:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Latente Steueransprüche 433.899 50.723
Latente Steuerschulden -1.783.410 -2.613.772
Buchwert -1.349.511 -2.563.049

Innerhalb der nächsten 12 Monate wird eine Realisierung der latenten Steueransprüche im Ausmaß von EUR 438.785 bzw. eine Erfüllung der latenten Steuerschulden im Ausmaß von EUR 560.574 erwartet.

Latente Steueransprüche für Verlustvorträge werden nur in jenem Ausmaß angesetzt, in dem eine Verwertung als wahrscheinlich erscheint. Im Rahmen der Einschätzung der Wahrscheinlichkeit stellt das Unternehmen auf die vorhandenen Plandaten ab.

Im Geschäftsjahr 2008 wurden auf Verlustvorträge aktive latente Steueransprüche in Höhe von EUR 2.903.834 abgeschrieben. Die Abschreibung war aufgrund einer Novelle zum deutschen Körperschaftsteuergesetz vorzunehmen. Mit dem Unternehmensteuerreformgesetz 2008 wurde die Verlustabzugsbeschränkung in Deutschland deutlich verschärft. Ab Beginn des Geschäftsjahres 2008 sieht die Regelung im

Falle von mittelbaren oder unmittelbaren Anteils- oder Stimmrechtsübertragungen eine Einschränkung des Verlustabzuges vor. Durch das Übernahmeangebot der BF Informationstechnologie-Beteiligungsgesellschaft m.b.H., Wels (BFIB) und die anschließende Einbringung dieser Gesellschaft in die BEKO HOLDING AG, Nöhagen, fand im Jahr 2008 eine mehrheitliche Übernahme der BRAIN FORCE HOLDING AG statt.

Im Konzern sind für folgende noch nicht genutzte steuerliche Verluste bzw. für abzugsfähige Differenzen keine latenten Steueransprüche angesetzt:

in EUR Basis latenter
Steueranspruch
Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit 29.897.141 7.474.284
Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit 2.082.149 507.390
Abzugsfähige temporäre Differenzen 7.455.773 1.863.943
30.9.2009 39.435.063 9.845.617
in EUR Basis latenter
Steueranspruch
Verlustvorträge ohne zeitliche Beschränkung der Vortragsfähigkeit 28.525.938 7.131.485
Verlustvorträge mit zeitlicher Beschränkung der Vortragsfähigkeit 1.444.218 357.188
Abzugsfähige temporäre Differenzen 5.013.860 1.253.465
31.12.2008 34.984.016 8.742.138

Der Betrag der abzugsfähigen Differenzen betrifft im Wesentlichen durchgeführte außerplanmäßige Abschreibungen, die steuerlich gleichmäßig über sieben Jahre zu verteilen sind.

(19) Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Eine Abwertung auf den Nettoveräußerungswert war in den Geschäftsjahren nicht erforderlich.

Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Noch nicht abrechenbare Leistungen 29.149 14.443
Handelswaren 238.107 171.344
Vorräte 267.256 185.787

In den Vorräten sind EUR 16.677 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen.

(20) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Forderungen aus abgerechneten Lieferungen und Leistungen 17.730.689 27.344.522
Abzüglich Wertberichtigung -1.007.975 -2.386.002
Forderungen aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 1.438.802 626.362
Forderungen aus Fertigungs-/Dienstleistungsaufträgen 1.250.841 1.313.550
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen 44.937 0
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.457.294 26.898.432

Von den ausgewiesenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfallen EUR 359.115 auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Für das geschätzte Ausfallrisiko der Forderungen wurde durch Bildung von Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgesorgt. Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Forderungswertberichtigung zum Periodenanfang 2.386.002 2.217.338
Verwendung -1.482.287 0
Auflösung -112.433 -244.344
Zuführung 216.693 413.008
Forderungswertberichtigung zum Periodenende 1.007.975 2.386.002

Folgende nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Bilanzstichtag überfällig:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Bis zu 30 Tage 1.486.387 4.252.389
Über 30 Tage 4.545.357 3.703.125
Überfällige nicht wertgeminderte Forderungen 6.031.744 7.955.514

Die Summe der angefallenen Kosten und ausgewiesenen Gewinne für am Bilanzstichtag laufende Projekte beträgt EUR 2.291.466 (Vorjahr: EUR 1.679.386). Die erhaltenen Anzahlungen belaufen sich auf EUR 866.913 (Vorjahr: EUR 587.105).

(21) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich aus folgenden Posten zusammen:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Depots 91.994 87.750
Sonstige 8.258 13.962
Langfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 100.252 101.712
Geleistete Anzahlungen 76.489 51.531
Finanzbehörden 195.540 187.209
Wartungsverträge und sonstige Abgrenzungen 708.818 910.441
Forderungen gegenüber Dienstnehmern 83.236 108.350
Sonstige 185.517 484.349
Kurzfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte 1.249.600 1.741.880

In den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten sind EUR 6.379 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen.

(22) Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Kassenbestände 9.716 10.244
Guthaben bei Kreditinstituten 5.533.777 8.789.000
Zahlungsmittel 5.543.493 8.799.244

(23) Eigenkapital

Das Grundkapital beträgt EUR 15.386.742 (Vorjahr: EUR 15.386.742) und ist in 15.386.742 nennwertlose, auf Inhaber lautende Stückaktien aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse im Marktsegment Standard Market Continuous.

Zum Bilanzstichtag beträgt das genehmigte Kapital EUR 7.693.371 (Vorjahr: EUR 7.693.371).

Die 11. o. Hauptversammlung hat ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 10% des Grundkapitals genehmigt. Von dieser Genehmigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

Die Entwicklung des Grundkapitals und der Rücklagen ist in folgender Tabelle dargestellt:

in EUR Grundkapital Rücklagen
Stand 1.1.2009 15.386.742 15.245.099
Verwendung zur Verlustabdeckung 0 -3.159.954
Sonstige Veränderungen 0 243
Stand 30.9.2009 15.386.742 12.085.388
in EUR Grundkapital Rücklagen
Stand 1.1.2008 15.386.742 15.260.503
Sonstige Veränderungen 0 -15.404
Stand 31.12.2008 15.386.742 15.245.099

Die sonstigen Rücklagen setzen sich zum jeweiligen Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Rücklage aus Marktbewertung von Wertpapieren 7.474 -2.774
Rücklage für Währungsumrechnungsdifferenzen -298.152 -288.147
Sonstige Rücklagen -290.678 -290.921

(24) Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen

Die Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen teilen sich wie folgt auf:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Rückstellungen für Pensionen 61.651 60.806
Rückstellungen für Abfertigungen 408.171 405.815
Rückstellungen für Abfertigungen (TFR) 1.494.317 1.804.600
Rückstellungen für langfristige Personalverpflichtungen 1.964.139 2.271.221

Rückstellungen für Pensionen

Auf Basis von Einzelvereinbarungen wurde drei Mitarbeitern der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, ab dem Zeitpunkt ihrer Pensionierung die Gewährung eines Pensionszuschusses zugesagt. Die Höhe dieser Pension ist grundsätzlich leistungsorientiert.

Die Wertansätze der Rückstellungen für Pensionen wurden zum jeweiligen Bilanzstichtag durch versicherungsmathematische Gutachten unter Zugrundelegung der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt und setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Versicherungsmathematischer Barwert der Pensions verpflichtung (Defined Benefit Obligation) 198.550 170.845
Zeitwert des Planvermögens -147.610 -164.008
50.940 6.837
Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 10.711 53.969
Bilanzansatz Pensionsrückstellungen 61.651 60.806

Das Planvermögen im Sinne des IAS 19 bildet das Deckungskapital der an die Mitarbeiter verpfändeten Rückdeckungsversicherungen für die Pensionsleistungen. Es werden keine erwarteten Erträge aus dem Planvermögen erfasst.

Die Entwicklung des versicherungsmathematischen Barwerts der Pensionsverpflichtung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Stand Periodenanfang 170.845 199.245
Laufender Dienstzeitaufwand 1.153 9.531
Zinsaufwand 7.579 7.057
Versicherungsmathematische (Gewinne)/Verluste 21.399 -31.865
Plankürzungen/-abgeltungen -2.426 -13.123
Stand Periodenende 198.550 170.845

Die Entwicklung des Zeitwerts des Planvermögens stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Stand Periodenanfang 164.008 137.786
Versicherungsmathematische Gewinne/(Verluste) -18.143 6.976
Bezahlte Beiträge 1.745 19.246
Stand Periodenende 147.610 164.008

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand/Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Laufender Dienstzeitaufwand 1.153 9.531
Zinsaufwand 7.579 7.057
Amortisation von versicherungsmathematischen Gewinnen -2.951 -14.126
Auswirkung von Plankürzungen/-abgeltungen -3.192 0
Aufwand/Ertrag für leistungsorientierte Verpflichtungen 2.589 2.462

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR -4.990 (Vorjahr: EUR -4.595).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Zinssatz 5,5% 6%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Rentensteigerung 2% 2%
Pensionseintrittsalter 60, 62 Jahre 60, 62 Jahre
Sterbetafeln Deutschland Heubeck 2005 Heubeck 2005

Neben den leistungsorientierten Verpflichtungen werden in Österreich für einige Arbeitnehmer im Rahmen von Altersversorgungszusagen fixe Beiträge an Pensionskassen bezahlt; die Zahlungen der Gesellschaft werden entsprechend IAS 19 für beitragsorientierte Pläne im Aufwand für Altersversorgung ausgewiesen.

Der in den Personalkosten erfasste Aufwand für Altersversorgung (exklusive Zinsaufwand) setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Aufwand für leistungsorientierte Verpflichtungen -4.990 -4.595
Aufwand für beitragsorientierte Verpflichtungen 57.044 56.806
Aufwand für Altersversorgung (exkl. Zinsaufwand) 52.054 52.211

Rückstellungen für Abfertigungen (Österreich)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen wurden nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Versicherungsmathematischer Barwert der Abfertigungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation) 361.224 315.257
Noch nicht gebuchte versicherungsmathematische Gewinne/Verluste 46.947 90.558
Bilanzansatz Abfertigungsrückstellungen 408.171 405.815

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Stand Periodenanfang 405.815 383.780
Abfertigungsaufwand 33.444 46.440
Abfertigungszahlungen -31.088 -24.405
Stand Periodenende 408.171 405.815

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Laufender Dienstzeitaufwand 23.186 33.028
Zinsaufwand 14.101 16.138
Amortisation von versicherungsmathematischen Verlusten -3.843 -2.726
Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Österreich) 33.444 46.440

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Aufwendungen für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR 19.343 (Vorjahr: TEUR 30).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

1-9/2009 1-12/2008
Zinssatz 5,5% 6%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Fluktuation im Durchschnitt altersabhängig altersabhängig
Pensionseintrittsalter gemäß Pensionsreform 2004 gemäß Pensionsreform 2004
Sterbetafeln AVÖ 2008-P, Angestellte AVÖ 2008-P, Angestellte

Rückstellungen für Abfertigungen (TFR - Italien)

Die Wertansätze der Rückstellungen für Abfertigungen (TFR - Italien) wurden im Rumpfgeschäftsjahr 1. Jänner bis 30. September 2009 nach demselben Verfahren wie die Rückstellungen für Pensionen ermittelt. Der zum 30. September 2009 erfasste Bilanzansatz in Höhe von EUR 1.494.317 entspricht dem versicherungsmathematischen Barwert der Abfertigungsverpflichtung (Defined Benefit Obligation).

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Rückstellung stellt sich folgendermaßen dar:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Stand Periodenanfang 1.804.600 2.097.999
Abfertigungsaufwand 52.191 24.793
Abfertigungszahlungen -362.474 -318.192
Stand Periodenende 1.494.317 1.804.600

Der in der Gewinn- und Verlustrechnung gebuchte Aufwand setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Zinsaufwand 72.184 104.821
Ansatz von versicherungsmathematischen Gewinnen/Verlusten -19.993 -80.028
Aufwand für Abfertigungsrückstellungen (Italien) 52.191 24.793

Der Zinsaufwand wird innerhalb des Finanzergebnisses erfasst. Somit betragen die im Personalaufwand erfassten Erträge für leistungsorientierte Verpflichtungen EUR 19.993 (Vorjahr: EUR 80.028).

Die grundsätzlichen versicherungsmathematischen Annahmen stellen sich wie folgt dar:

1-9/2009 1-12/2008
Zinssatz 5,5% 6%
Gehaltssteigerung 3% 3%
Inflation 2% 2%
Fluktuation 10% 12,5%
Pensionseintrittsalter 65 Jahre 65 Jahre
Sterbetafeln ISTAT 2002 ISTAT 2002

(25) Finanzverbindlichkeiten

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Langfristige Darlehen 10.877.500 10.975.548
Kurzfristige Darlehen 313.220 263.520
Kontokorrentkredite 129 2.449.636
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 313.349 2.713.156

In den langfristigen Finanzverbindlichkeiten ist ein im Geschäftsjahr 2007 aufgenommenes Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10.000.000 enthalten. Das endfällige, mit 5,17% verzinste Darlehen hat eine Laufzeit bis März 2014.

Die Verzinsung der übrigen Darlehen liegt bei 2 bis 5,5% und jene der Kontokorrentkredite bei 1,7 bis 6,5% (2008: 4,75 bis 8,875%).

Am Bilanzstichtag standen dem Konzern insgesamt Kreditlinien über EUR 8,25 Mio. zur Verfügung.

Der Zeitwert der Darlehen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 11.231.127 (Vorjahr: EUR 11.336.025).

(26) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Verbindlichkeiten aus verrechneten Lieferungen und Leistungen 6.252.555 6.706.827
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.696 74.014
Verbindlichkeiten aus noch nicht abgerechneten Lieferungen und Leistungen 1.260.839 1.559.632
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.781 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.526.871 8.340.473

Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen EUR 8.934 auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

(27) Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Langfristige sonstige Verbindlichkeiten 138.273 144.891
Aus Steuern 1.359.780 2.752.879
Aus sozialer Sicherheit 873.751 1.274.461
Verpflichtungen aus Urlauben und Überstunden 1.572.220 1.833.806
Verpflichtungen aus Prämien 582.626 1.553.230
Verbindlichkeiten Personalverrechnung 1.699.571 1.327.755
Abgrenzung von Wartungsverträgen 2.356.068 2.915.005
Sonstige 924.304 1.448.327
Kurzfristige sonstige Verbindlichkeiten 9.368.320 13.105.463

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind EUR 149.616 enthalten, die auf den aufgegebenen Geschäftsbereich entfallen.

(28) Eventualverbindlichkeiten

Es bestehen keine Eventualverbindlichkeiten gegenüber Dritten.

(29) Steuerrückstellungen

Stand 1.1.2009 Verwendung Zuführung/Auflösung Stand 30.9.2009
EUR EUR EUR EUR
824.561 0 289.131 1.113.692
in EUR Stand
1.1.2009
Verwendung Auflösung Zuführung Stand
30.9.2009
Langfristig 0 0 0 0 0
Offene Kaufpreisverpflichtungen aus Anteilserwerb 238.729 -238.729 0 0 0
Restrukturierung 0 0 0 190.000 190.000
Gewährleistungen 0 0 0 250.000 250.000
Schließungskosten aufgegebener Geschäftsbereich (siehe Note 32) 0 0 0 1.609.123 1.609.123
Nacharbeiten 668.675 -668.675 0 0 0
Drohverluste 35.000 0 -35.000 0 0
Sonstige 230.000 -69.672 -160.328 0 0
Kurzfristig 1.172.404 -977.076 -195.328 2.049.123 2.049.123

(31) Finanzinstrumente

Bei den in der Bilanz angeführten Finanzinstrumenten handelt es sich um Wertpapiere, Beteiligungen, flüssige Mittel und Bankkonten, Forderungen und Lieferantenkredite bzw. Finanzverbindlichkeiten. Für die originären Finanzinstrumente gelten die bei den jeweiligen Bilanzposten angeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze.

Informationen zu Finanzinstrumenten nach Kategorien:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte / Finanzanlagen 193.376 183.128
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 19.412.357 26.898.432
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 395.583 754.996
Zahlungsmittel 5.543.493 8.799.244
Kredite und Forderungen 25.351.433 36.452.672
Finanzverbindlichkeiten 11.190.849 13.688.704
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.513.395 8.266.459
Sonstige Verbindlichkeiten 4.778.720 6.163.118
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten 23.482.964 28.118.281

Die Buchwerte und Zahlungsströme der Finanzverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar.

Buchwerte in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 10.877.500 10.975.548
Kurzfristiger Anteil 313.220 263.520
Finanzverbindlichkeiten Restlaufzeit > 1 Jahr 11.190.720 11.239.068
Zahlungsströme in EUR: 30.9.2009 31.12.2008
2009/2010 Tilgung 313.220 2009 Tilgung 263.520
2009/2010 Zinsen 559.457 2009 Zinsen 566.957
2010/2011 Tilgung 577.116 2010 Tilgung 256.520
2010/2011 Zinsen 543.357 2010 Zinsen 552.106
2011/2012 Tilgung 291.700 2011 Tilgung 409.956
2011/2012 Zinsen 526.914 2011 Zinsen 531.785
2012/2013 Tilgung 56.575 2012 Tilgung 365.000
2012/2013 Zinsen 518.556 2012 Zinsen 520.438
2013/2014 Tilgung 9.952.109 2013 Tilgung 0
2013/2014 Zinsen 114.889 2013 Zinsen 517.000
nach 2013/2014 Tilgung 0 nach 2013 Tilgung 9.944.073
nach 2013/2014 Zinsen 0 nach 2013 Zinsen 114.889

Die Finanzinstrumente wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen erfasst:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Ausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen Betriebsergebnis netto
216.693 357.803
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte 12.713 45.060
Kredite und Forderungen 355.741 -343.529
Zu (fortgeführten) Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten -586.787 -1.021.769
Finanzergebnis netto -218.333 -1.320.238

(32) Aufgegebener Geschäftsbereich

Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches setzt sich wie folgt zusammen:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Umsatzerlöse aus aufgegebenen Geschäftsbereich 813.041 1.702.325
Herstellungskosten -872.410 -1.386.102
Vertriebskosten -324.538 -557.516
Verwaltungskosten -209.877 -246.381
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge 23.076 22.849
Schließungskosten -1.930.134 0
EBIT -2.500.842 -464.825
Ertragsteuern 72.961 -57.445
Ergebnis nach Steuern des aufgegebenen Geschäftsbereiches -2.427.881 -522.270

Die Schließungskosten beinhalten im Wesentlichen Personalkosten im Rahmen der Mitarbeiterfreisetzung (TEUR 870), Mietleerstandskosten (TEUR 329) sowie Kosten für erwartete Garantie- und Gewährleistungsansprüche (TEUR 410).

Von den Ertragsteuern in Höhe von EUR 72.961 entfallen EUR 7.720 auf die gewöhnliche Tätigkeit des aufgegebenen Geschäftsbereichs, EUR 65.241 entfallen auf den aufgegebenen Bereich. Die aufgrund der Schließungskosten entstandenen Verlustvorträge werden auf die fortgeführten Geschäftsbereiche übertragen (siehe Note 7).

Die Aktiva und Passiva stellen sich wie folgt dar:

in EUR 30.9.2009 31.12.2008
Langfristige Vermögenswerte 0 240.368
Kurzfristige Vermögenswerte 382.170 641.453
Vermögenswerte aus aufgegebenem Geschäftsbereich 382.170 881.821
Langfristige Schulden 4.803 83.940
Kurzfristige Schulden 1.762.870 315.256
Schulden aus aufgegebenem Geschäftsbereich 1.767.673 399.196

Die kurzfristigen Schulden per 30.9.2009 beinhalten im Wesentlichen eine Rückstellung für Schließungskosten in Höhe von TEUR 1.609.

Cash-flow aus aufgegebenem Geschäftsbereich:

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit -544.268 -752.003
Cash-flow aus Investitionstätigkeit -15.486 -218.388
Cash-flow aus aufgegebenem Geschäftsbereich -559.754 -970.391

Finanzrisikomanagement

Der BRAIN FORCE-Konzern ist Finanzrisiken (Liquiditätsrisiko, Kreditrisiko, Währungsrisiko, Zinsänderungsrisiko) in unterschiedlichem Ausmaß ausgesetzt. Die risikopolitischen Grundsätze der BRAIN FORCE-Gruppe werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Risikostrategie erfolgt dezentral in den jeweiligen Gesellschaften und wird zentral koordiniert. Notwendige Sicherungsmaßnahmen wie bspw. Versicherungen werden für den Konzern so weit wie möglich zentral verhandelt und abgeschlossen. Das Liquiditäts-, Währungs- und Zinsänderungsrisiko wird gemäß den Vorgaben des Vorstandes zentral gesteuert und zielt darauf ab, die potenziell negativen Auswirkungen auf die Finanzlage des Konzerns zu minimieren.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko bezeichnet das Risiko, jederzeit die erforderlichen Finanzmittel zur fristgerechten Begleichung eingegangener Verbindlichkeiten aufbringen zu können. Finanzplanungen werden auf Ebene der Unternehmensleitung kontinuierlich überwacht. Zusätzlich erfolgen quartalsweise detaillierte Analysen und Vorschaurechnungen. Aufgrund der Dynamik des Geschäftsumfelds in der IT-Branche werden laufend ausreichend ungenutzte Kreditlinien vorgehalten, um in der Finanzierung des Konzerns flexibel zu sein. 2009 wurde ein Cash Pool geschaffen, in den die wichtigsten Gesellschaften in Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden einbezogen sind. Der Cash Pool ermöglicht der Holding einen aktuellen Saldenabgleich, bessere Konditionen in der Veranlagung von Zahlungsmittelüberschüssen sowie eine Optimierung der Konzernfinanzierung durch internen Liquiditätsausgleich und niedrigere Finanzierungskosten.

Im Geschäftsjahr 2007 hat BRAIN FORCE ein endfälliges Schuldscheindarlehen mit einer Laufzeit bis 2014 in Höhe von EUR 10.000.000 zu einer fixen Verzinsung von 5,17% p.a. aufgenommen. Seitens der finanzierenden Bank wurde zum Zeitpunkt der Darlehensgewährung auf Basis des Konzernabschlusses 2005 eine Bewertung unter Anwendung eines internationalen Bewertungssystems vorgenommen. Die Bewertung wird jährlich erneuert. Sollte sich die Bewertung um mehr als drei Rasterstufen innerhalb eines Jahres verschlechtern oder eine festgelegte Rasterstufe unterschritten werden, so sind die Gläubiger berechtigt, den Darlehensvertrag zu kündigen. Dies allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Kündigung unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse insgesamt angemessen ist.

Kreditrisiko

Das Kreditrisiko umfasst insbesondere das Ausfallrisiko, also die Gefahr, dass eine Vertragspartei ihre Verpflichtungen nicht erfüllt und es zu einem Ausfall einer Kundenforderung kommt. Trotz einer breit gestreuten Kundenbasis im Konzern bestehen in den operativen Landesgesellschaften des BRAIN FORCE Konzerns zum Teil signifikante Abhängigkeiten von einzelnen großen Kunden. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine laufende Überprüfung der Bonität der Kunden. Um bei etwaigen kundenseitigen Ausfällen die damit verbundene Ergebnisbelastung minimieren zu können, wird verstärkt an der weiteren Verbreiterung der Kundenbasis zur Verringerung dieser Abhängigkeiten gearbeitet. Per 1. September 2009 wurde im Konzern eine Kreditversicherung abgeschlossen, die eine Deckungsquote von über 90% zum Zeitpunkt des Erstantrages ergab.

Die in den neun Monaten des Jahres 2009 verbuchten Forderungsausfälle und Wertberichtigungen von Forderungen betragen rund 1,0% des Forderungsbestandes.

Währungsrisiko

Das Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten bzw. anderen Bilanzposten und/oder Zahlungsströmen infolge von Wechselkursschwankungen ergibt, wird als Währungsrisiko bezeichnet. Das Risiko besteht insbesondere dort, wo Geschäftsvorfälle in einer anderen als der lokalen Währung einer Gesellschaft bestehen bzw. bei planmäßigem Geschäftsverlauf entstehen können.

Im Rahmen der operativen Tätigkeit ist der BRAIN FORCE Konzern keinen wesentlichen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. Die Erlöse werden rund 99% innerhalb der Eurozone erzielt, der Rest in der Schweiz, in Tschechien und in den USA. Das Währungsrisiko auf der Aktivseite bei den Lieferungen und Leistungen resultiert aus nicht auf Euro lautenden Forderungen mit einem Anteil von rund 1%. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultiert das Währungsrisiko aus nicht auf Euro lautenden Verbindlichkeiten mit einem Anteil von unter 1%.

Eine Absicherung dieser oder anderer Fremdwährungspositionen mittels derivativer Finanzinstrumente wurde aufgrund der Geringfügigkeit des Risikos zum Bilanzstichtag nicht eingegangen. Eine weitere Untersuchung nach Sensitivitäten wird somit als nicht erforderlich erachtet.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten, anderen Bilanzposten und/oder zinsbedingten Zahlungsströmen infolge von Schwankungen von Marktzinssätzen ergibt. Das Zinsänderungsrisiko beinhaltet das Barwertrisiko bei fest verzinsten Bilanzposten und das Zahlungsstromrisiko bei variabel verzinsten Bilanzposten.

Bei Finanzinstrumenten mit fester Zinsbindung wird über die gesamte Laufzeit ein Marktzinssatz vereinbart. Das Risiko besteht darin, dass sich bei schwankendem Zinssatz der Kurswert (Barwert der künftigen Zahlungen, das sind Zinsen und Rückzahlungsbetrag, abgezinst mit dem zum Stichtag für die Restlaufzeit gültigen Marktzinssatz) des Finanzinstruments verändert. Das zinsbedingte Kursrisiko führt dann zu einem Verlust oder Gewinn, wenn das festverzinsliche Finanzinstrument vor Ende der Laufzeit veräußert wird. Bei variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird der Zinssatz zeitnah angepasst und folgt dabei in der Regel dem jeweiligen Marktzinssatz. Hier besteht das Risiko, dass der Marktzinssatz schwankt und infolgedessen veränderte Zinszahlungen fällig werden.

Die Finanzverbindlichkeiten beliefen sich am Ende des Geschäftsjahres 2009 auf 21% der Bilanzsumme. Der überwiegende Teil der Finanzverbindlichkeiten stellt das 2007 aufgenommene langfristige endfällige Darlehen über EUR 10.000.000 dar, welches grundsätzlich eine fixe Verzinsung aufweist, die nur bei einer wesentlichen Veränderung der Bonität angepasst werden kann (siehe unter Liquiditätsrisiko). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten betrugen unter 1% der Bilanzsumme und weisen ebenfalls eine fixe Verzinsung auf.

Die Erträge bzw. operativen Cash-flows des BRAIN FORCE Konzerns sind weitgehend unbeeinflusst von Änderungen in den Marktzinsen. Die Veranlagung der liquiden Mittel erfolgt kurzfristig und nur in wertgesicherte Instrumente von Geschäftspartnern einwandfreier Bonität.

Kapitalrisikomanagement

Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalrisikomanagement liegen zum einen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiterhin Erträge und allen anderen Stakeholdern die ihnen zustehenden Leistungen bereitzustellen, zum anderen in der Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur zur Minimierung der Kapitalkosten. BRAIN FORCE unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 35% (Vorjahr: 36%).

Derivative Finanzinstrumente

Im Rumpfgeschäftsjahr 1-9/2009 hat der Konzern keine derivativen Finanzprodukte eingesetzt.

Zeitwerte

In der Bilanz ausgewiesene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmittel entsprechen aufgrund der kurzen Laufzeit im Wesentlichen den Zeitwerten. Die angegebenen Zeitwerte der Finanzverbindlichkeiten werden als Barwert der diskontierten zukünftigen Zahlungsströme unter Verwendung der für Finanzschulden mit entsprechender Laufzeit und Risikostruktur anwendbaren Marktzinssätze ermittelt.

(33) Aufwendungen für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Konzernabschluss EUR 32.000, sonstige Prüfungsleistungen EUR 19.000 (davon BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien: EUR 10.000) und sonstige Leistungen EUR 15.600. Für die Abschlussprüfung des Konzerns wurden von PwC mit ihren Partnerbüros EUR 127.000 verrechnet.

(34) Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird durch Division des Ergebnisses nach Steuern durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien, bereinigt um anteilig gehaltene eigene Aktien, berechnet.

in EUR 1-9/2009 1-12/2008
Den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbares Ergebnis nach Steuern -4.834.507 -2.100.900
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (unverwässert und verwässert) 15.386.742 15.386.742
Ergebnis je Aktie (in EUR) -0,31 -0,14

Der Konzernabschluss der Gesellschaft wird in der Aufsichtsratssitzung am 16. Dezember 2009 behandelt. Der mit dem Bericht des Aufsichtsrates vorzulegende Vorschlag zur Gewinnverteilung unterliegt der Beschlussfassung durch die ordentliche Hauptversammlung.

Als nahestehende Unternehmen und Personen werden die wesentlichen Eigentümer und die Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitglieder der BRAIN FORCE HOLDING AG sowie jene von assoziierten Unternehmen betrachtet.

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 betrugen EUR 364.286, davon EUR 0 variabler Anteil (Vorjahr: EUR 592.692, davon EUR 147.692 variabler Anteil). Die angegebenen Bezüge beinhalten die im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 erworbenen und im Aufwand erfassten Ansprüche der Vorstandsmitglieder.

Darüber hinaus wurden für Vorstandsmitglieder Aufwendungen für Abfertigungen (Beiträge an Mitarbeitervorsorgekassen) und Pensionen in Höhe von EUR 15.407 (Vorjahr: EUR 6.758) erfolgswirksam erfasst.

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 63.733 (Vorjahr: EUR 70.067) aufwandsmäßig erfasst.

Es wurden an Vorstandsmitglieder oder Aufsichtsratsmitglieder weder Darlehen gewährt noch Garantien abgegeben.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im August 2009 mit der Ocean Consulting GmbH, Wien, einen Mandatsvertrag zur Erbringung von M&A-Beratungsleistungen abgeschlossen. Die im Vertrag vorgesehene Vergütung erfolgt zu fremdüblichen Konditionen.

Das Aufsichtsratsmitglied Josef Blazicek ist Gesellschafter der Ocean Consulting GmbH. Der Vertrag mit der Ocean Consulting GmbH wurde vom Aufsichtsrat unter Stimmenthaltung von Josef Blazicek genehmigt.

Innerhalb des BRAIN FORCE Konzerns besteht seit September 2009 ein Vertrag zur Erbringung von Vertriebsleistungen mit der Hofer Management GmbH, Vöcklabruck. Die Vereinbarung regelt Vertriebsaktivitäten für den Bereich Business Solutions in Österreich und ist zu fremdüblichen Bedingungen abgeschlossen. Herr Dr. Michael Hofer ist Geschäftsführer und Gesellschafter der Hofer Management GmbH.

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im Rumpfgeschäftsjahr 1-9/2009 die im Jahr 2005 vom assoziierten Unternehmen KEMP Technologies Inc., New York, USA, begebene Wandelanleihe in Höhe von USD 900.000 aufgelöst. Der Rückzahlungsbetrag für die im vorangegangenen Geschäftsjahr vollständig abgeschriebene Anleihe beläuft sich auf EUR 302.768 (USD 426.237).

(36) Mitarbeiterbeteiligungen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG. Zum Bilanzstichtag halten somit weder Vorstands- noch Aufsichtsratsmitglieder Optionsrechte.

(37) Verpflichtungen aus Leasinggeschäften

Verpflichtungen aus operativem Leasing bzw. Miete in EUR 1-9/2009 1-12/2008
bis zu einem Jahr 3.942.481 3.809.032
zwischen 1 und 5 Jahren 10.275.483 10.427.760
über 5 Jahre 2.529.000 3.529.113

(38) Angaben über Arbeitnehmer

Durchschnitt Stichtag
1-9/2009 1-12/2008 30.9.2009 31.12.2008
Anzahl der Arbeitnehmer (Angestellte) 761 846 714 816

(39) Geschäftsvorfälle nach dem Bilanzstichtag

Am 16. Oktober 2009 gab die BRAIN FORCE HOLDING AG bekannt, dass der Vorstandsvorsitzende Günter Pridt aus gesundheitlichen Gründen den Aufsichtsrat um Auflösung seines Vertrages per Jahresende 2009 gebeten hat. Als neuen Vorstandsvorsitzenden hat der Aufsichtsrat per 19. Oktober 2009 Herrn Dr. Michael Hofer bestellt. Herr Hofer war seit Mai 2008 als Mitglied des Aufsichtsrats tätig und hat sein Aufsichtsratsmandat per 19. Oktober 2009 zurückgelegt.

Mit 24. November 2009 hat die CROSS Industries AG, Mehrheitsaktionärin der BEKO HOLDING AG, 3.333.333 Stück Aktien der BEKO HOLDING AG an die Opportunity Beteiligungs AG abgetreten, was einer Beteiligung am Grundkapital von rund 14,44% entspricht. In Ansehung von 1.794.625 Stück Aktien der BEKO HOLDING AG, was einer Beteiligung im Ausmaß von rund 7,77% am Grundkapital entspricht, verbleiben die Stimmrechte bei CROSS Industries AG, sodass CROSS Industries AG weiterhin über rund 48,0% der Stimmrechte an der BEKO HOLDING AG verfügt.

Am 25. November 2009 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG als Alleingesellschafter der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung die Abspaltung des Teilbetriebes "SolveDirect" auf eine neu entstehende Kapitalgesellschaft beschlossen. Die Eintragung der Gesellschaft im Firmenbuch erfolgte am 3. Dezember 2009.

(40) Freigabe zur Veröffentlichung

Der vorliegende Konzernabschluss wurde mit dem Datum der Unterfertigung vom Vorstand aufgestellt und freigegeben. Der Einzelabschluss des Mutterunternehmens, der nach Überleitung auf die anzuwendenden Rechnungslegungsstandards auch in den Konzernabschluss einbezogen ist, wird gemeinsam mit dem vorliegenden Konzernabschluss am 16. Dezember 2009 dem Aufsichtsrat zur Prüfung und hinsichtlich des Einzelabschlusses auch zur Feststellung vorgelegt. Der Aufsichtsrat und, im Falle einer Vorlage an die Hauptversammlung, die Aktionäre können den Einzelabschluss in einer Weise ändern, die auch die Präsentation des Konzernabschlusses beeinflusst.

(41) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

  • Günter Pridt, Wien, Vorsitzender
  • Mag. Thomas Melzer, Stellvertreter des Vorsitzenden

Mit Beschluss des Aufsichtsrates wurde per 19. Oktober 2009 Herr Dr. Michael Hofer als Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG bestellt.

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

  • Dr. Christoph Senft, Angerberg, Vorsitzender
  • Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter
  • Josef Blazicek, Perchtoldsdorf
  • Mag. Wolfgang M. Hickel, Wien
  • Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck
  • Prof. Ing. Peter Kotauczek, Breitenbrunn am Neusiedler See
  • Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels

Mit der Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden per 19. Oktober 2009 ist Herr Dr. Michael Hofer aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Wien, den 4. Dezember 2009

Der Vorstand:

Günter Pridt Mag. Thomas Melzer

Dr. Michael Hofer

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. September 2009, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. September 2009 endende Rumpfgeschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung sowie der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. September 2009 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 30. September 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen. Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 4. Dezember 2009, PwC INTER-TREUHAND GmbH, Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Dr. Aslan Milla, Wirtschaftsprüfer

Service

Standorte

Deutschland

BRAIN FORCE Software GmbH Wilhelm-Wagenfeld-Straße 30 80807 München Telefon: +49 89 74 833 0 Fax: +49 89 74 833 920 [email protected] www.brainforce.de

BRAIN FORCE Software GmbH Ohmstraße 12 63225 Langen bei Frankfurt Telefon: +49 6103 906 767 Fax: +49 6103 906 789 [email protected] www.brainforce.de

BRAIN FORCE Software GmbH Im Mediapark 4d 50670 Köln Telefon: +49 221 160 20 0 Fax: +49 221 160 20 13 [email protected] www.brainforce.de

Italien

BRAIN FORCE S.p.A. Via Alessandro Volta, 16 20093 Mailand – Cologno Monzese Telefon: +39 02 254 427 1 Fax: +39 02 273 009 01 [email protected] www.brainforce.it

BRAIN FORCE S.p.A. Via Francesco Gentile, 135 00173 Rom Telefon: +39 0672 910 119 Fax: +39 0672 159 74 [email protected] www.brainforce.it

BRAIN FORCE S.p.A. Via Ticino, 26 35030 Padua – Sarmeola di Rubano Telefon: +39 049 897 680 0 Fax: +39 049 897 538 4 [email protected] www.brainforce.it

Niederlande

BRAIN FORCE B.V. Kantorenpark de Vendel Vendelier 69 3905 PD Veenendaal Telefon: +31 318 560 360 Fax: +31 318 560 370 [email protected] www.brainforce.nl

Österreich

BRAIN FORCE HOLDING AG Karl-Farkas-Gasse 22 / 4. OG 1030 Wien Telefon: +43 1 263 09 09 0 Fax: +43 1 263 09 09 40 [email protected] www.brainforce.com

BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH

Karl-Farkas-Gasse 22 / 2. OG 1030 Wien Telefon: +43 1 5 99 51 0 Fax: +43 1 5 99 51 13 [email protected] www.brainforce.at

SolveDirect Service Management GmbH Karl-Farkas-Gasse 22 / 2. OG 1030 Wien Telefon: +43 1 585 3555 0 Fax: +43 1 585 3555 111 [email protected] www.solvedirect.com

Schweiz

BFS BRAIN FORCE SOFTWARE AG Balsberg 8058 Zürich-Flughafen Telefon: +41 43 813 3310 Fax: +41 43 813 3312 [email protected] www.brainforce.ch

Tschechien

BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Malá Štepánská 1929 120 00 Praha 2 Telefon: + 420 296 331 111 Fax: + 420 296 331 112 [email protected] www.brainforce.cz

Slowakei

BRAIN FORCE SOFTWARE s.r.o. Chorvatska 1 811 00 Bratislava 1 Telefon: +420 224 817 424 - 6 Fax: +420 224 817 427 [email protected] www.brainforce.cz

Glossar

ATX: "Austrian Traded Price Index"; Leitindex der Wiener Börse

BRAIN FORCE Biz Suite: Gesamtlösung zur Analyse und besseren Planung von Geschäftsentwicklungen

BRAIN FORCE Desktop Manager: Lösung zur vollautomatischen Administration von Konfigurationen, Anwendungen und Nutzerprofilen

BRAIN FORCE Finanzanalyse Center: Ganzheitliche Analyselösung zur Finanzberatung von Privat- und Firmenkunden

BRAIN FORCE FINAS Suite: Front-Office-Lösungen für Finanzdienstleister

BRAIN FORCE Infrastructure Framework: Lösung zur standardisierten Einrichtung von Betriebssystemen

BRAIN FORCE Packaging Robot: Lösung aus Best-Practice-Methodiken und Software-Tools für automatisierte Softwarepaketierung

BRAIN FORCE Vorsorgeoptimierung: Beraterlösung zur Ermittlung von Vorsorgelücken

BRAIN FORCE Workspace Manager: Lösung zur Standardisierung von Arbeitsumgebungen auf PCs, Notebooks und Servern

Business Solutions: Anwendungslösungen und Dienstleistungen zur Unterstützung von Geschäftsprozessen

Capital Employed: Eigenkapital + verzinsliches Fremdkapital - liquider Mittel und Finanzanlagevermögen; das gesamte verzinsliche im Unternehmen eingesetzte Kapital

Cash-flow: Kennzahl zur Unternehmensanalyse; beschreibt die Veränderung der flüssigen Mittel in einer Periode

CFROI: "Cash-flow Return on Investment"; Verhältnis operatives EBITDA zu durchschnittlichem historischen Capital Employed

Corporate Governance: Verhaltensregeln für die verantwortungsvolle Führung und Kontrolle von Unternehmen, festgehalten im Österreichischen Corporate Governance Kodex; der Inhalt stellt ein freiwilliges Regelwerk dar

DAX: "Deutscher Aktien Index"; Leitindex der deutschen Börse

DSO: "Day Sales Outstanding"; durchschnittliche Außenstandsdauer der Kundenforderungen

EBIT: "Earnings Before Interest and Tax"; Betriebsergebnis

EBITDA: "Earnings Before Interest, Tax, Depreciation and Amortization"; Betriebsergebnis vor Abschreibungen = Brutto-Cash-flow

EBITDA-Marge: EBITDA im Verhältnis zum Umsatz

Eigenkapitalquote: Kennzahl, die das Eigenkapital ins Verhältnis zu den gesamten Vermögenswerten setzt

Eigenkapitalrendite: Kennzahl; Verhältnis Ergebnis nach Steuern zu durchschnittlichem Eigenkapital

EPS: "Earnings Per Share", Ergebnis je Aktie; Konzernergebnis dividiert durch die gewichtete Anzahl der Aktien abzüglich eigener Anteile

Equity-Methode: Bewertungsmethode in der Konzernrechnungslegung für Beteiligungen zwischen 20% und 50%

ERP: "Enterprise Resource Planning"; Anwendungssoftware zur Ressourcenplanung in Unternehmen

FFO: "Funds From Operations"; Cash-flow aus dem Ergebnis

Free Cash-flow: Operativer Cash-flow - Investitions-Cash-flow + Akquisitionen; gibt die Höhe der flüssigen Mittel an, die im Jahr erwirtschaftet werden und für Dividenden, Kredittilgung oder Aktienrückkauf zur Verfügung stehen

Gearing: Verschuldungsgrad; Verhältnis Nettoverschuldung zu Eigenkapital

Goodwill: Firmenwert; positiver Unterschied zwischen dem Preis und dem Reinvermögen eines erworbenen Unternehmens

Historisches Capital Employed: Capital Employed + kumulierte Abschreibungen

IFRS: "International Financial Reporting Standards", internationale Rechnungslegungsstandards

Infrastructure Optimization: Lösungen, die Unternehmen zu einer besser managebaren und effizienteren IT-Infrastruktur verhelfen

Interest Cover: operatives EBITDA im Verhältnis zum Zinsergebnis; zeigt, wie oft das Unternehmen sein Zinsergebnis durch das operative Ergebnis bezahlen kann

ITK: Informations- und Kommunikationstechnologie

Jupiter: Asset Management Lösung für Banken

KGV: Kurs-Gewinn-Verhältnis; Maß für die Bewertung einer Aktie am Kapitalmarkt

Latente Steuern: Zeitlich abweichende Wertansätze in IFRS- und Steuerbilanz der Einzelgesellschaften und aus Konsolidierungsvorgängen führen zu latenten Steuern

Load Balancer: Lösung zur Überwachung und Steuerung des Internetverkehrs

Managed Services: Übernahme der IT-Prozesse von Kunden

Microsoft Dynamics: Business Lösungen von Microsoft (ERP und CRM)

Nettoverschuldung: Saldo aus Finanzverbindlichkeiten - liquider Mittel

NOPAT: "Net Operating Profit After Tax"; operativer Gewinn nach Steuern

OTC: "Over the Counter"; außerbörslicher Handel zwischen Finanzmarktteilnehmern

Payroll Services: Übernahme der Personal- und Saläradministration

Professional Services: Rekrutierung und Bereitstellung von IT-Experten

Rebecca: Lösung zur Kreditsachbearbeitung

ROCE: "Return on Capital Employed"; Verhältnis NOPAT zu durchschnittlichem Capital Employed

SD.bridge: Zentrale Applikation zur Anbindung von Servicepartnern

SD.cube: Zentrale Applikation für alle internen und externen IT-Serviceabläufe

ServiceDesk SD2: Komplettlösung zur effizienten Steuerung von Kundenanfragen

Tap: "Test Access Port"; Lösung zur Analyse von Hochgeschwindigkeitsnetzwerken

TECDAX: deutscher Aktienindex für Technologieunternehmen

Treasury: Unternehmensfunktion zur Sicherstellung der Finanzierung, des Finanzrisikos und Cash-Managements des Konzerns

VMware ThinApp: Software zur Virtualisierung von Anwendungsprogrammen

WACC: "Weight Average Cost of Capital", durchschnittliche Kapitalkosten, die das Unternehmen für sein Fremd- und Eigenkapital auf den Finanzmärkten bezahlen muss

Windows 7: Aktuelles Betriebssystem von Microsoft

Working Capital: Betriebsmittel; Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen + sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten

Falls Sie mehr über BRAIN FORCE wissen wollen und hier keine Bestellkarte mehr finden:

Geschäftsberichte, Quartalsberichte und die Möglichkeit, sich auf den Verteiler setzen zu lassen, gibt es auch unter: T +43 (1) 263 09 09 0 oder [email protected]

Finanzkalender

Datum Event
22. Dezember 2009 Veröffentlichung Jahresabschluss 2009 (verkürztes Wirtschaftsjahr zum 30. September 2009)
16. Februar 2010 Veröffentlichung Bericht zum 1. Quartal 2009/2010
24. Februar 2010 12. o. Hauptversammlung
25. Februar 2010 Ex-Tag für Dividende 2009
01. März 2010 1. Auszahlungstag für Dividende 2009
12. Mai 2010 Veröffentlichung Halbjahresfinanzbericht 2009/2010
12. August 2010 Veröffentlichung Bericht zum 3. Quartal 2009/2010
21. Dezember 2010 Veröffentlichung Jahresabschluss 2009/2010 und Bilanzpressekonferenz

Impressum

Für den Inhalt verantwortlich: BRAIN FORCE HOLDING AG

Karl-Farkas-Gasse 22, 1030 Wien, Österreich Erstellt durch:

BRAIN FORCE Software GmbH Wilhelm-Wagenfeld-Straße 30, 80807 München, Deutschland

Konzept: BRAIN FORCE HOLDING AG

Fotos:

BRAIN FORCE HOLDING AG, gettyimages, Shutterstock, Franz Pflügl

Druck: Gutenberg Druck GmbH

Unser besonderer Dank für die freundliche Unterstützung im Rahmen der Erstellung dieses Geschäftsberichtes gilt den beteiligten Mitarbeitern.

Kennzahlen 2004 – 2009

Ertragskennzahlen 2004 2005 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
Umsatz in TEUR 64.421 76.618 88.531 98.333 106.208 61.690
EBITDA in TEUR 4.133 6.048 6.514 346 7.793 -200
EBITDA operativ 2) in TEUR 4.133 6.048 7.463 2.457 7.793 1.183
EBITDA-Marge operativ in % 6,4 7,9 8,4 2,5 7,3 1,9
EBIT in TEUR 2.390 3.581 2.918 -16.683 3.832 -2.886
EBIT operativ 2) in TEUR 2.390 3.581 3.867 -2.526 3.832 -1.503
EBIT-Marge operativ in % 3,7 4,7 4,4 -2,6 3,6 -2,4
Ergebnis vor Steuern in TEUR 3.361 3.678 3.230 -17.910 2.384 -3.147
Ergebnis nach Steuern 3) in TEUR 1.775 3.028 4.173 -19.915 -2.1014) -2.407
Free Cash-flow in TEUR -4.3175) 1.587 4.517 -4.640 3.857 68
Bilanzkennzahlen 2004 2005 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
Eigenkapital in TEUR 29.858 32.108 48.093 26.265 24.149 19.315
Nettoverschuldung in TEUR -16.006 -5.603 -10.987 6.532 4.889 5.647
Gesamtinvestitionen in TEUR -2.195 -8.179 -13.973 -9.750 -4.668 -1.859
Working Capital in TEUR 4.773 7.703 7.141 6.450 5.638 2.829
Capital Employed in TEUR 13.852 26.505 37.106 32.797 29.039 24.962
Bilanzsumme in TEUR 48.474 63.624 81.580 74.342 66.311 54.450
Gearing in % -53,6 -17,4 -22,8 24,9 20,2 29,2
Interest Cover 6) 137,5 405,1 56,1 3,5 9,3 4,4
Nettoverschuldung / EBITDA operativ 6) -3,9 -0,9 -1,5 2,7 0,6 1,6
Mitarbeiter (Stichtag) 856 1.101 1.172 1.146 1.129 978
Performance-Kennzahlen 2004 2005 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
Eigenkapitalrendite in % 8,3 9,8 10,4 -53,6 -8,3 n.s.
8)
ROCE in % 9,9 15,1 15,0 -13,5 5,7
7)
n.s.
8)
CFROI in % 19,6 22,7 18,5 4,6 14,7 n.s.
8)
Börsekennzahlen 2004 2005 2006 2007 2008 1) Verkürztes WJ
1-9/2009
Ergebnis je Aktie in € 0,21 0,30 0,30 -1,29 -0,14 -0,15
Ergebnis je Aktie bereinigt 9) in € 0,21 0,30 0,34 -0,47 0,09 -0,11
Dividende je Aktie in € 0,06 0,08 0,10 0,00 0,00 0,00
Dividende in TEUR 0 606 820 1.506 0 0
Free Cash-flow je Aktie in € -0,514) 0,16 0,32 -0,30 0,25 0,00
Eigenkapital je Aktie in € 2,91 3,13 3,13 1,71 1,57 1,26
Ultimokurs je Aktie in € 2,89 3,45 3,15 1,92 1,89 1,20
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 8.393 10.162 14.025 15.387 15.387 15.387
Ultimo Börsekapitalisierung in TEUR 24.256 35.058 44.179 29.543 29.081 18.464

1) wie in 2008 berichtet, Zahlen inklusive in 2009 aufgegebenem Geschäftsbereich

2) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen sowie um sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge

3) den Anteilsinhabern der Muttergesellschaft zurechenbar

4) inklusive einmaligem Steuereffekt von -2,9 Mio. € bzw. von -0,39 € je Aktie

5) inklusive Investitionen in kurzfristige fi nanzielle Vermögenswerte in Höhe von netto -3,3 Mio. €

6) Berechnung bezogen auf operatives EBITDA der letzten 12 Monate

7) bereinigt um einmaligen Steuereffekt von -2,9 Mio. €

8) nicht sinnvoll wegen verkürztem Wirtschaftsjahr

9) bereinigt um Restrukturierungsaufwendungen sowie um sonstige nicht wiederkehrende Aufwendungen und Erträge sowie in 2009 auch um das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereiches

Nicht wiederzuerkennen, diese Krise.

Jahresabschluss

zum 30. September 2009 nach UGB der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien

Inhalte

  • 1 Bilanz
  • 2 Gewinn- und Verlustrechnung
  • 3 Anhang
  • 4 Lagebericht
  • 5 Bestätigungsvermerk
  • 6 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 (4) BörseG

Bilanz zum 30. September 2009

A k t i v a P a s s i v a

30.9.2009 31.12.2008 30.9.2009 31.12.2008
EUR TEUR EUR TEUR
A. Anlagevermögen A. Eigenkapital
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände
I.
Grundkapital
15.386.742,00 15.387
Software und Markenrechte 8.076,96 63 II. Kapitalrücklagen
gebundene 16.408.356,74 19.568
II. Sachanlagen III. Bilanzgewinn, davon Gewinnvortrag EUR 530.420,87 0,00 530
1. Bauten auf fremdem Grund 63.555,07 58 (Vorjahr: TEUR 0)
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.123,70 65 31.795.098,74 35.485
118.678,77 123
III. Finanzanlagen B. Rückstellungen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 39.461.812,47 43.394 1. Rückstellungen für Abfertigungen 55.209,00 50
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 32.753,70 33 2. sonstige Rückstellungen 390.755,05 904
39.494.566,17 43.427 445.964,05 954
39.621.321,90 43.613
C. Verbindlichkeiten
B. Umlaufvermögen 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.000.129,44 11.059
I.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 122.192,82 238
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 23.138,76 0 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.007.231,20 657
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 5.104.239,36 4.853 4. sonstige Verbindlichkeiten, 410.015,69 470
3. sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 50.619,78 242 davon aus Steuern EUR 41.859,64 (Vorjahr: TEUR 36),
5.177.997,90 5.095 davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 15.575,40
(Vorjahr: TEUR 14)
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 909.694,79 58
6.087.692,69 5.153 13.539.569,15 12.424
C. Rechnungsabgrenzungsposten 90.899,65 97 D. Rechnungsabgrenzungsposten 19.282,30
45.799.914,24 48.863 45.799.914,24 48.863

Eventualverbindlichkeiten 1.896.884,99 1.225

1.1.-30.9.2009 1.1.-
31.12.2008
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 1.831.033,07 3.173
2. sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 160.328,14 0
b) übrige 644.727,19 515
805.055,33 515
3. Personalaufwand
a) Gehälter -855.224,26 -1.224
b) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an
betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen -17.583,91 -13
c) Aufwendungen für Altersversorgung -12.671,64 -5
d) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozial
abgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeiträge -158.141,26 -171
e) sonstige Sozialaufwendungen -2.913,82 -1
-1.046.534,89 -1.414
4. Abschreibungen auf immaterielle Gegenstände des Anlage
vermögens und Sachanlagen -94.303,54 -131
5. sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern, soweit sie nicht unter Z 14 fallen -23.024,38 -14
b) übrige -1.050.594,72 -2.783
-1.073.619,10 -2.797
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) 421.630,87 -654
7. Erträge aus Beteiligungen an verbundenen Unternehmen 0,00 2.000
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge, davon aus verbun
denen Unternehmen EUR 101.586,96 (Vorjahr: TEUR 112) 101.633,37 251
9. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 355.163,69 0
10. Aufwendungen aus Finanzanlagen, -3.932.726,27 -609
a) Abschreibungen EUR 3.932.726,27 (Vorjahr: TEUR 609)
b) Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen
EUR 3.932.726,27 (Vorjahr: TEUR 0)
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen, davon aus verbun
denen Unternehmen EUR 9.557,38 (Vorjahr: TEUR 0) -472.513,06 -627
12. Zwischensumme aus Z 7 bis 11 (Finanzergebnis) -3.948.442 1.015
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -3.526.811,40 361
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, -163.563,19 169
davon Steuerumlage an Gruppenmitglied EUR -163.563,19
(Vorjahr: TEUR 169)
15. Jahresfehlbetrag/-überschuss -3.690.374,59 530
16. Auflösung von Kapitalrücklagen 3.159.953,72 0
17. Jahresverlust/-gewinn -530.420,87 530
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 530.420,87 0
19. Bilanzgewinn 0,00 530

Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009

A. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeine Grundsätze

Auf den vorliegenden Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 wurden die Rechnungslegungsbestimmungen des Unternehmensgesetzbuches in der geltenden Fassung angewandt. Aufgrund des Rumpfgeschäftsjahres ist der Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum (1. Jänner bis 31. Dezember 2008) nur eingeschränkt möglich.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen werden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Anlagevermögen

Die Bewertung der ausschließlich entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden planmäßigen Abschreibungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Für Zugänge während der ersten Hälfte des Geschäftsjahres wird die volle Jahresabschreibung, für Zugänge während der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres die halbe Jahresabschreibung verrechnet.

Geringwertige Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Einzelanschaffungswerten von bis zu EUR 400 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang dargestellt.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten bzw. bei wesentlicher Wertminderung mit den niedrigeren Börsenkursen bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert zum Bilanzstichtag bewertet.

Umlaufvermögen

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet, soweit nicht im Fall erkennbarer Risiken erforderliche Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden und der niedrigere beizulegende Wert angesetzt wird.

Forderungen in Fremdwährung werden mit dem Entstehungskurs oder mit dem für die Bilanzierung niedrigeren Stichtagskurs bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert bewertet. Auf Fremdwährung lautende Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Entstehungskurs oder dem niedrigeren Kurs zum Bilanzstichtag bilanziert.

Rückstellungen

Die Rückstellungen werden unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der unternehmerischen Vorsicht in Höhe des voraussichtlichen Anfalls gebildet.

Die Bilanzierung der Rückstellungen für Abfertigungen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen erfolgt gemäß den Richtlinien der "International Financial Reporting Standards" (IFRS) nach der sogenannten "Methode der laufenden Einmalprämien" nach IAS 19.

Die Berechnung erfolgt auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 5,50 % (Vorjahr: 6 %) und einer wie im Vorjahr 3%igen Gehaltssteigerung. Für die Berechnung der Rückstellungen wurden die Rechnungsgrundlagen AVÖ 2008-P verwendet. Das Pensionseintrittsalter wurde bei den Rückstellungen für Abfertigungen gemäß Pensionsreform 2004 angesetzt. Die Annahmen für die Fluktuation erfolgten auf Basis von Erfahrungswerten.

Auf Basis der getroffenen versicherungsmathematischen Annahmen wurde der Barwert der leistungsorientierten zukünftigen Verpflichtungen errechnet. Im Rahmen der Bewertung und Erfassung der Rückstellung sieht IAS 19 vor, dass im Rahmen der Bewertung aufgetretene versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste nicht berücksichtigt werden müssen, soweit der Gesamtbetrag der versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste 10 % (= Korridor) des Barwertes der Verpflichtung nicht übersteigt. Übersteigt der Betrag der nicht angesetzten versicherungsmathematischen Gewinne oder Verluste den Korridor, so ist der übersteigende Betrag erfolgswirksam verteilt über die Restdienstzeit der aktiven Dienstnehmer zu buchen.

Die Anwendung der Korridormethode gemäß IAS 19 führte bei den Rückstellungen für Abfertigungen zu im Bilanzansatz nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinnen in Höhe von EUR 28.316 (Vorjahr: EUR 32.459).

Verbindlichkeiten

Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgte mit dem Rückzahlungsbetrag unter Bedachtnahme auf den Grundsatz der Vorsicht.

Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit dem Entstehungskurs oder mit dem höheren Kurs zum Bilanzstichtag angesetzt.

Anschaffungs-/Herstellungskosten kumulierte Restbuchwerte Abschreibungen
Stand Zugänge Abgänge Stand Abschrei- Stand Stand des laufenden
. 1.2009 30.9.2009 bungen 30.9.2009 31.12.2008 Geschäftsjahres
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
II.
Software und Markenrechte 475.510,63 0,00 0,00 475.510,63 467.433,67 8.076,96 62.693,18 54.616,22
II.
Sachanlagen
1. Bauten auf fremdem Grund 58.343,40 19.122,19 0,00 77.465,59 13.910,52 63.555,07 58.343,40 13.910,52
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung $*$ ) 290.982,46 16.525,64 3.351,56 304.156,54 249.032,84 55.123,70 64.374,86 25.776,80
349.325,86 35.647,83 3.351,56 381.622,13 262.943,36 118.678,77 122.718,26 39.687,32
IIII. Finanzanlagen
. Anteile an verbundenen Unternehmen 62.179.443.13 0,00 142,35 62.179.300.78 22.717.488.31 39.461.812,47 43.394.538.74 3.932.726,27
2. Beteiligungen 583.278,65 0,00 583.278,65 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen
ein Beteiligungsverhältnis besteht 751.590.00 0,00 751.590.00 0,00 0,00 0.00 0.00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 35.024,58 5,70 0,00 35.030,28 2.276.58 32.753,70 32.748,00 0,00
63.549.336,36 5,70 1.335.011,00 62.214.331,06 22.719.764,89 39.494.566,17 43.427.286,74 3.932.726,27
64.374.172.85 35.653,53 1.338.362.56 63.071.463,82 23.450.141.92 39.621.321.90 43.612.698.18 4.027.029,81

Immaterielle Vermögensgegenstände

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen werden als Nutzungsdauern im Falle von Markenrechten 10 Jahre bzw. bei Software 4 bis 5 Jahre angenommen.

Im Geschäftsjahr wurden wie im Vorjahr keine immateriellen Vermögensgegenstände von verbundenen Unternehmen erworben.

Sachanlagen

Den linear vorgenommenen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Jahre
EDV-Anlagen 3 - 5
Büromaschinen 3 - 5
sonstige Büroeinrichtung 5 - 10

Finanzanlagen

Der Abgang im Bereich der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 142,35 betrifft die BRAIN FORCE SOFTWARE Ltd. Cambridge, UK, die nach abgeschlossener Liquidation per 12. Mai 2009 im Handelsregister gelöscht wurde.

Die Abschreibung von Anteilen an verbundenen Unternehmen des laufenden Geschäftsjahres resultiert aus der Anpassung an einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert und betrifft folgende Unternehmen:

1-9/2009
EUR
BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland 1.588.735
BRAIN FORCE S.p.A., Mailand, Italien 1.935.000
BFS Brain Force Software AG, Kloten, Schweiz 408.992
3.932.727

Die Anpassung an den niedrigeren beizulegenden Zeitwert der Beteiligung an der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, war erforderlich, da im Rahmen der Restrukturierungen im abgelaufenen Geschäftsjahr der Standort Berlin geschlossen wurde. Der Abschreibungsbetrag entspricht jenem Anteil der Beteiligung, der aus der Akquisition des Standortes Berlin resultiert.

Aufgrund der deutlichen Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen musste auch die BRAIN FORCE S.p.A., Italien, weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen setzen. Dadurch ist in den zukünftigen Perioden mit einer deutlich geringeren Ergebnisentwicklung zu rechnen.

Die Geschäftstätigkeit der BFS Brain Force Software AG, Schweiz, wurde nahezu eingestellt. Aus heutiger Sicht wird auf Dauer keine wesentliche Belebung der Aktivitäten geplant. Der Beteiligungsansatz war somit zur Gänze abzuschreiben.

Die im Geschäftsjahr 2007 vollständig wertberichtigte Beteiligung an der KEMP Technologies Inc., New York, USA, wurde im Rumpfgeschäftsjahr 1-9/2009 veräußert. Der Ertrag für den Verkauf des 30%-Anteils beläuft sich auf EUR 52.396.

Die im Geschäftsjahr 2008 zu 100 % abgeschriebene Ausleihung betraf die von der KEMP Technologies Inc. ausgegebene Wandelanleihe in Höhe von USD 900.000. Die Anleihe mit einer Laufzeit bis 30. Juni 2009 wurde im laufenden Geschäftsjahr aufgelöst. Der Rückzahlungsbetrag belief sich auf EUR 302.768.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von EUR 745.651 (Vorjahr: TEUR 815) enthalten, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von EUR 2.473.095 (Vorjahr: TEUR 2.380) aus Darlehen sowie aus einer Forderung in Höhe von EUR 601.500 (Vorjahr: TEUR 900) aus unbaren Entnahmen im Rahmen eines Umgründungsvorganges. Die restlichen Forderungen betreffen Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2.029.644 (Vorjahr: TEUR 1.498 sowie Forderungen aus Steuerumlagen in Höhe von TEUR 75).

In den sonstigen Forderungen sind keine Erträge (Vorjahr: TEUR 175) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

P a s s i v a

Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 15.386.742 und ist in 15.386.742 nennwertlose Stückaktien, welche auf Inhaber lauten, aufgeteilt.

Die Aktien der Gesellschaft notieren an der Wiener Börse.

Das genehmigte Kapital beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.693.371 (Vorjahr: TEUR 7.693).

Das Grundkapital und die Kapitalrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

Grundkapital
EUR
gebundene
Kapital
rücklagen
EUR
Stand 1.1.2009 15.386.742 19.568.310
Auflösung der gebundenen Kapitalrücklage zur
Verlustabdeckung 0 -3.159.954
Stand 30.9.2009 15.386.742 16.408.356

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten folgende Posten:

30.9.2009
EUR
31.12.2008
TEUR
gesetzliche Sonderzahlungen 43.054 0
nicht konsumierte Urlaube 13.192 24
Prämien 108.515 194
Wirtschaftsprüfung und Beratung 111.406 109
offene Kaufpreisverpflichtungen aus Anteilserwerb 0 239
übrige 114.588 338
390.755 904

Verbindlichkeiten

Am 6. März 2007 wurde ein endfälliges Darlehen über EUR 10 Mio. aufgenommen, welches am 20. März 2014 zurückzuführen ist.

Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Dritten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 237.900 (Vorjahr: TEUR 657), die wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr ausweisen. Weiters ist darin eine Verbindlichkeit aus Steuerumlage in Höhe von EUR 88.397 enthalten, deren Restlaufzeit mehr als 1 Jahr beträgt. EUR 2.680.934 entfallen auf Verbindlichkeiten in Verbindung mit Cash-Pooling-Vereinbarungen, deren Laufzeiten unter 12 Monaten liegen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Aufwendungen in Höhe von EUR 331.759 (Vorjahr: TEUR 470) enthalten, die erst nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam werden.

C. Erläuterungen zu Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 wurden Umsatzerlöse aus Dienstleistungen und aus der Verrechnung von Markenlizenzentgelten an Beteiligungsunternehmen erzielt.

Von den Umsatzerlösen in Höhe von EUR 1.831.033 (Vorjahr: TEUR 3.173) wurden EUR 280.004 (Vorjahr: TEUR 458) im Inland erwirtschaftet. Weitere EUR 1.543.893 (Vorjahr: TEUR 2.706) wurden in übrigen Ländern der Europäischen Union bzw. EUR 7.136 (Vorjahr: TEUR 9) in Nicht-EU-Ländern erzielt.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Gesellschaft ist Gruppenträger einer Unternehmensgruppe nach § 9 KStG und hat mit dem Gruppenmitglied, der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, einen Steuerumlagevertrag geschlossen. Die auf Basis der Belastungsmethode ermittelte Steuerumlage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 sieht eine Steuerentlastung an das Gruppenmitglied in Höhe von EUR 163.563 (Vorjahr: Erstattung TEUR 169) vor.

Der in der steuerlichen Gruppe aufgrund der zeitlichen Differenzen gemäß § 198 Abs. 10 UGB aktivierbare Betrag beträgt ohne Berücksichtigung des steuerlich entstandenen Verlustes bzw. der voraussichtlichen Nutzbarkeit EUR 1.843.129 (Vorjahr: TEUR 1.312) und resultiert vorwiegend aus der unterschiedlichen Behandlung von außerplanmäßigen Abschreibungen auf Beteiligungen.

D. Sonstige Angaben

Beteiligungsverhältnisse

Anteil
am
Kapital
Eigenkapital
zum
30.9.2009
Jahres
ergebnis
% EUR EUR
100 -391.292
100 2.385.516 -3.294.796
100 568.929 -1.216.499
100 -45.944 -63.082
100 2.038.206 -137.497
100 -223.935 31.558
100 215.161 3.027
2.413.888

Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Verbundene Unternehmen im Sinne des § 228 Abs. 3 UGB sind alle Unternehmen, die im Rumpfgeschäftsjahr 1-9/2009 dem Konzern der CROSS Industries AG, Wels, angehören. Geschäfte mit diesen Gesellschaften werden wie mit unabhängigen Dritten abgewickelt.

Honorare für den Abschlussprüfer

Die Aufwendungen für den Abschlussprüfer setzen sich zusammen aus: Prüfung Jahresabschluss EUR 9.000, sonstige Prüfungsleistungen (Konzern) EUR 32.000 und sonstige Leistungen EUR 15.600.

Konsolidierungskreis

Die BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, ist mehrheitlich im Besitz der BEKO HOLDING AG, Nöhagen. Zum Bilanzstichtag 30. September 2009 war die CROSS Industries AG, Wels, oberste Konzerngesellschaft.

Haftungsverhältnisse

Mit der BFS Brain Force Software AG, Kloten, Schweiz, wurde eine Rangrücktrittsvereinbarung basierend auf Forderungen der BRAIN FORCE HOLDING AG abgeschlossen. Der Umfang des vom Rangrücktritt erfassten Betrages ist EUR 83.850. Eine Begleichung der Forderung durch die BFS Brain Force Software AG, Kloten, Schweiz, ist nach Schweizer Recht erst möglich, wenn keine Besorgnis der Überschuldung mehr vorliegt.

Weiters hat die BRAIN FORCE HOLDING AG gegenüber der Deutsche Bank AG, München, Deutschland, eine unwiderrufliche und unbedingte Zahlungsgarantie für eine Finanzierungsverbindlichkeit der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, in Höhe von EUR 1.500.000 übernommen.

Gegenüber der Volksbank Dreieich eG hat die BRAIN FORCE HOLDING AG eine selbstschuldnerische Bürgschaft zur Sicherung der bestehenden Forderungen der Bank gegenüber der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, übernommen. Zum 30. September 2009 beträgt die Forderung der Volksbank Dreieich eG EUR 313.035 (Vorjahr: TEUR 391).

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Finanzielle Verpflichtungen der Gesellschaft aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen des folgenden Geschäftsjahres betragen EUR 442.100 (Vorjahr: TEUR 444) und der Gesamtbetrag der folgenden fünf Jahre beläuft sich auf insgesamt EUR 1.927.082 (Vorjahr: TEUR 2.057).

Pflichtangaben über Organe und Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer (= Angestellte) betrug im Rumpfgeschäftsjahr 1-9/2009 10 Personen (Vorjahr: 9).

Eingeräumte Aktienoptionen

Derzeit besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm in der BRAIN FORCE HOLDING AG.

Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Pensionen für Vorstandsmitglieder und leitende Angestellte im Sinne des § 80 AktG betragen EUR 18.260 (Vorjahr: TEUR 10) und für andere Arbeitnehmer EUR 12.749 (Vorjahr: TEUR 8). Von den Gesamtaufwendungen sind EUR 754 (Vorjahr: TEUR 1) unter dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Der Posten "Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen" enthält Aufwendungen für Abfertigungen in Höhe von EUR 5.223 (Vorjahr: EUR 385).

Gesamtbezüge des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Die Bezüge der Vorstandsmitglieder für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 betrugen EUR 364.286 (Vorjahr: TEUR 593). Die angegebenen Bezüge beinhalten die erworbenen und im Aufwand erfassten Ansprüche der Vorstandsmitglieder. In den Bezügen sind variable Anteile in Höhe von EUR 0 (Vorjahr: TEUR 148) enthalten.

Im Rumpfgeschäftsjahr 1-9/2009 wurden Vergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von EUR 63.733 (Vorjahr: TEUR 70) aufwandsmäßig erfasst.

Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 waren folgende Personen als Vorstand tätig:

Günter Pridt, Wien, Vorsitzender Mag. Thomas Melzer, Stellvertreter des Vorsitzenden

Mit Beschluss des Aufsichtsrates wurde per 19. Oktober 2009 Herr Dr. Michael Hofer als Vorstandsvorsitzender der BRAIN FORCE HOLDING AG bestellt.

Im Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 waren folgende Personen als Aufsichtsrat tätig:

Dr. Christoph Senft, Angerberg, Vorsitzender Mag. Friedrich Roithner, Linz, Vorsitzender-Stellvertreter Josef Blazicek, Perchtoldsdorf Mag. Wolfgang M. Hickel, Wien Dr. Michael Hofer, Vöcklabruck Prof. Ing. Peter Kotauczek, Breitenbrunn am Neusiedler See Dipl.-Ing. Stefan Pierer, Wels

Mit der Bestellung zum Vorstandsvorsitzenden per 19. Oktober 2009 ist Herr Dr. Michael Hofer aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden.

Wien, den 4. Dezember 2009

Der Vorstand:

gez.:

gez.:

Günter Pridt

Mag. Thomas Melzer

gez.:

Dr. Michael Hofer

BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009

Bericht über die wirtschaftliche Lage und den Geschäftsverlauf

Wirtschaftliche Lage

Die bereits zur Jahresmitte 2008 spürbare Abschwächung der Konjunktur hat in den neun Monaten des Jahres 2009 sämtliche Volkswirtschaften und Wirtschaftszweige erfasst. Der damit zusammenhängende Nachfragerückgang hat auch auf die Ergebnisse vieler Unternehmen des IT-Sektors deutliche Auswirkungen. Auch die europäische Wirtschaft bleibt von der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise seit fast einem Jahrhundert nicht verschont. Laut ihrer Herbstprognose erwartet die Europäische Kommission in 2009 einen Einbruch des Bruttoinlandsproduktes (BIP) in der EU um 4,1%. In Deutschland, dem für BRAIN FORCE wichtigsten Markt, soll das Minus bei rund 5% liegen, in Österreich bei 3,7%, in Italien bei 4,7% und in den Niederlanden bei 4,5%. Der Wirtschaftsabschwung ist vor allem auf den Einbruch des Welthandels und die deutlich gesunkenen Investitionen zurückzuführen.

Nach Einschätzung der Marktforschungsfirma Gartner wird 2009 das Jahr mit dem höchsten Rückgang bei den weltweiten IT-Ausgaben (-5,2% auf Dollarbasis). Für 2010 prognostiziert Gartner jedoch wieder ein Wachstum von 3,3%. Für den europäischen IT-Markt liegen die Einschätzungen für 2009 innerhalb einer großen Bandbreite. Das internationale Marktforschungsinstitut (EITO) European Information Technology Observatory sagt für 2009 ein Schrumpfen des europäischen IT-Marktes (Hardware, Software und IT-Services) von 2,6% voraus und sieht für 2010 eine leichte Erholung von +0,7%. Der Marktforscher Forrester sieht für den zentral- und westeuropäischen IT-Markt heuer sogar einen Einbruch von währungsneutralen 8% und für den osteuropäischen IT-Markt von 5%.

Für das Jahr 2010 erwartet die Europäische Kommission bereits wieder ein BIP-Wachstum in der EU von 0,7%. In Deutschland soll der Anstieg mit 1,2% deutlich über dem europäischen Durchschnitt liegen. In Österreich wird im kommenden Jahr mit einem Wachstum von 1,1%, in Italien von 0,7% und in den Niederlanden von 0,3% gerechnet. Die rasche Erholung der Wirtschaft ist jedoch mit einigen Risiken behaftet. So sind Ökonomen zufolge neue Erschütterungen des internationalen Finanz- und Bankensystems keineswegs ausgeschlossen, und auch die Auswirkungen der stark steigenden Arbeitslosenrate und der Staatsverschuldung lassen sich nicht verlässlich abschätzen. Auch könnte ein Auslaufen der zahlreichen Konjunkturprogramme und Beihilfen, die dem Abschwung kurzfristig erfolgreich entgegengewirkt haben, wieder zu einem Rückschlag führen.

Der Geschäftsverlauf der BRAIN FORCE HOLDING AG, die als Mutterunternehmen verbundener Unternehmen vor allem in den Ländern Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden agiert, war von den äußerst schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich betroffen.

Geschäftsverlauf

Ertragslage

Unternehmensgegenstand der BRAIN FORCE HOLDING AG ist unter anderem der Erwerb, das Halten, die Verwaltung und die Verwertung von Beteiligungen, die geschäftsführende Verwaltung dieser Unternehmen und die Erbringung von entgeltlichen Dienstleistungen sowie die Verwaltung und Verwertung von Patenten, Lizenzen und Urheberrechten. Die entgeltlich erbrachten Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungsunternehmen und die ab dem Geschäftsjahr 2008 verrechneten Markenlizenzentgelte werden in den Umsatzerlösen ausgewiesen.

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die Aufgliederung der wesentlichen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung:

1-9/2009 1-12/2008
TEUR TEUR
Umsatzerlöse 1.831 3.173
Sonstige betriebliche Erträge 805 515
Personalaufwand -1.047 -1.414
Abschreibungen -94 -131
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.074 -2.797
Betriebsergebnis 422 -654
Beteiligungsergebnis -3.933 2.000
Sonstiges Finanzergebnis -16 -985
Auflösung von Kapitalrücklagen 3.160 0

Die Umsatzerlöse beinhalten Dienstleistungserträge und Markenlizenzentgelte gegenüber Beteiligungsunternehmen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist in erster Linie auf das Rumpfwirtschaftsjahr 2009 zurückzuführen, zusätzlich reduzierten sich die Markenlizenzentgelte aufgrund gesunkener Konzernumsätze.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen weiterverrechnete Sachkosten an Konzerngesellschaften, Mieterträge sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Der Personalaufwand des Rumpfgeschäftsjahres 2009 reduzierte sich um 26% auf TEUR 1.047, wobei sich die durchschnittliche Mitarbeiteranzahl von 9 auf 10 erhöht hat.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich um TEUR 1.723 auf TEUR 1.074. Auch bereinigt um die Auswirkung des verkürzten Geschäftsjahres konnten deutliche Kosteneinsparungen, insbesondere bei den Mietaufwendungen, Betriebsversicherungen und Reisespesen erzielt werden.

Das Beteiligungsergebnis des Geschäftsjahres 2009 ist mit Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.933 belastet. Durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise mussten in einigen Landesgesellschaften weitreichende Restrukturierungsmaßnahmen gesetzt werden, die sich auch auf die zukünftigen Erwartungen auswirken werden. Zusätzlich wurde mit dem Standort Berlin ein Geschäftsbereich der BRAIN FORCE Software GmbH, München, Deutschland, geschlossen.

Das sonstige Finanzergebnis beinhaltet den Zinsensaldo in Höhe von TEUR -370 (Vorjahr: TEUR -376) sowie Erträge von TEUR 355 aus dem Verkauf des 30%-Anteiles an der KEMP Technologies Inc., New York, USA, und der Auflösung der von KEMP begebenen Anleihe. Das Finanzergebnis der BRAIN FORCE HOLDING AG beträgt TEUR -3.948 (Vorjahr: TEUR +1.015).

Der Jahresfehlbetrag des Rumpfgeschäftsjahres 2009 beläuft sich auf TEUR -3.690 (Vorjahr: Jahresüberschuss TEUR 530).

Nach Rücklagenbewegung und unter Berücksichtigung des Ergebnisvortrages schließt die BRAIN FORCE HOLDING AG das Rumpfgeschäftsjahr 2009 mit einem Bilanzergebnis von TEUR 0 (Vorjahr: Bilanzgewinn TEUR 530).

Durch die Anzahl der im In- und Ausland gehaltenen Beteiligungen stellt die Einbeziehung der wirtschaftlichen Lage dieser Unternehmen einen wesentlichen Leistungsindikator der BRAIN FORCE HOLDING AG dar. Nachfolgende Aufstellung zeigt aussagekräftige Kennzahlen auf Ebene der Muttergesellschaft:

1-9/2009 1-9/2008 Änderung
TEUR TEUR in %
Konzernumsatz 61.690 76.998 -20
Konzern-EBITDA operativ 1) 1.183 5.937 -80
Konzern-EBIT operativ 1) -1.502 3.002 >100
Restrukturierungsaufwendungen -1.384 0 -100
Konzernergebnis vor Steuern 2) -3.147 2.351 >100
Konzernergebnis nach Steuern 2) -2.407 1.477 >100

1) Vor nicht wiederkehrenden Restrukturierungsaufwendungen

2) Bezogen auf fortgeführte Geschäftsbereiche

Der Konzern verzeichnete im Rumpfgeschäftsjahr 2009 deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge, wobei davon alle geografischen Regionen betroffen waren. Die Umsatzrückgänge in Höhe von 20% konnten nur teilweise durch Kosteinsparungsmaßnahmen kompensiert werden. Die gesetzten Restrukturierungsmaßnahmen werden sich zukünftig positiv auf eine niedrigere Umsatzbasis auswirken. Der operative Konzern-Cash-flow mit TEUR 1.547 sowie der Free Cash-flow mit TEUR 68 sind trotz der Ergebnisrückgänge positiv. Darin zeigen sich die Auswirkungen eines konzernweiten Working Capital Projektes.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme zum 30.9.2009 der BRAIN FORCE HOLDING AG reduzierte sich im Vergleich zum 31.12.2008 um 6% auf TEUR 45.800 (Vorjahr: TEUR 48.863).

Die nachfolgende Aufstellung zeigt die wesentlichen Bilanzposten:

30.09.2009
TEUR
31.12.2008
TEUR
Veränderung
in %
AKTIVA
Immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen 127 186 -32
Finanzanlagen 39.495 43.428 -9
Forderungen gegenüber
verbundenen Unternehmen 5.104 4.853 +5
Kassenbestand, Guthaben bei
Kreditinstituten 910 58 >100
PASSIVA
Eigenkapital 31.795 35.485 -10
Rückstellungen 446 953 -53
Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten 10.000 11.059 -10
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 122 238 -49
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen 3.007 657 >100

Der Rückgang der Finanzanlagen um TEUR 3.933 resultiert aus der Abschreibung von Anteilen an der BRAIN FORCE Software GmbH, Deutschland, der BRAIN FORCE S.p.A., Italien, und der BFS Brain Force Software AG, Schweiz.

Der Anstieg der liquiden Mittel sowie die Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zeigen die Auswirkungen des im Geschäftsjahr 2009 eingeführten Cash Poolings.

Ergebnisbedingt verringerte sich das Eigenkapital um 10% auf TEUR 31.795, was einer Eigenkapitalquote von 69% (Vorjahr: 73%) entspricht.

Die Rückstellungen reduzierten sich um TEUR 507 auf TEUR 446. Im Wesentlichen ist der Rückgang auf die Bezahlung von Kaufpreisverpflichtungen aus Anteilserwerben in Höhe von TEUR 266 und auf die Auflösung nicht benötigter Rückstellungen für erwartete Mietleerstände und vertragliche Instandsetzungsarbeiten zurückzuführen.

Die Finanzlage ist durch folgende Netto-Geldflüsse gekennzeichnet:

1-9/2009 1-9/2008
TEUR TEUR
Netto-Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -1.028 1.322
Netto-Geldfluss aus Investitionstätigkeit 258 -3.546
Netto-Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit 1.622 548
Veränderung Kassenbestand und liquide Mittel 852 -1.676
Finanzmittelbestand zum Periodenende 910 58

Durch die deutlich gesunkenen Umsätze aus Konzerndienstleistungen und Markenlizenzentgelten reduzierte sich der Geldfluss aus laufender Geschäftstätigkeit auf TEUR -1.028 (Vorjahr: TEUR +1.322).

Der Geldfluss aus Investitionstätigkeit beträgt TEUR +258 (Vorjahr: TEUR -3.546). Darin enthalten sind Zuflüsse aus Finanzanlagenabgängen und sonstigen Finanzinvestitionen in Höhe von TEUR 560. Demgegenüber stehen Auszahlungen für in Vorjahren getätigte Unternehmensakquisitionen mit TEUR 266. Die Investitionen für immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen TEUR 36 (Vorjahr: TEUR 95).

Der Geldfluss aus Finanzierungstätigkeit zeigt einerseits die Tilgung von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.059 (Vorjahr: TEUR 548), andererseits Einzahlungen der Konzernunternehmen von TEUR 2.681 im Rahmen des Cash Poolings.

Als kapitalmarktorientiertes Unternehmen werden in weiterer Folge relevante Börsekennzahlen dargestellt:

2009 2008
Höchstkurs in € 2,19 2,58
Tiefstkurs in € 1,02 1,01
Ultimokurs in € 1,20 1,89
Ultimo Börsekapitalisierung in Mio. € 18,46 29,08
Durchschnittlicher Börseumsatz/Tag 1) in Tsd. € 3,91 64,62

1) Wiener Börse Wertpapierkennnummer (ISIN): AT0000820659 Börsenkürzel: BFC

Forschung und Entwicklung

Die BRAIN FORCE HOLDING AG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr keine Forschung und Entwicklung getätigt.

Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft verfügt über keine Zweigniederlassungen.

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag

Am 16. Oktober 2009 gab die BRAIN FORCE HOLDING AG bekannt, dass der Vorstandsvorsitzende Günter Pridt aus gesundheitlichen Gründen den Aufsichtsrat um Auflösung seines Vertrages per Jahresende 2009 gebeten hat. Als neuen Vorstandsvorsitzenden hat der Aufsichtsrat per 19. Oktober 2009 Herrn Dr. Michael Hofer bestellt. Herr Hofer war seit Mai 2008 als Mitglied des Aufsichtsrats tätig und hat sein Aufsichtsratsmandat per 19. Oktober 2009 zurückgelegt.

Mit 24. November 2009 hat die CROSS Industries AG, Mehrheitsaktionärin der BEKO HOLDING AG 3.333.333 Stück Aktien der BEKO HOLDING AG an die Opportunity Beteiligungs AG abgetreten, was einer Beteiligung am Grundkapital von rund 14,44% entspricht. In Ansehung von 1.794.625 Stück Aktien der BEKO HOLDING AG, was einer Beteiligung im Ausmaß von rund 7,77% am Grundkapital entspricht, verbleiben die Stimmrechte bei CROSS Industries AG, sodass CROSS Industries AG weiterhin über rund 48,0% der Stimmrechte an der BEKO HOLDING AG verfügt.

Am 25. November 2009 hat die BRAIN FORCE HOLDING AG als Alleingesellschafter der BRAIN FORCE SOFTWARE GmbH, Wien, im Rahmen einer außerordentlichen Generalversammlung die Abspaltung des Teilbetriebes "SolveDirect" auf eine neu entstehende Kapitalgesellschaft beschlossen. Die Eintragung der Gesellschaft im Firmenbuch erfolgte am 3. Dezember 2009.

Voraussichtliche Entwicklung des Unternehmens

Nach der Restrukturierung der vergangenen Monate wird das BRAIN FORCE Management im neuen Wirtschaftsjahr wieder eine aktive Wachstumsstrategie verfolgen. Dazu positionieren wir uns mit der Angebotspalette der niederländischen Konzerngesellschaft nun auch in Deutschland als der Spezialist für IT-Infrastrukturlösungen, insbesondere zur Software-Paketierung und zum Windows 7 Rollout. Ein erster Erfolg konnte durch den Abschluss eines Großauftrages für Kunden eines multinationalen Hardware- und Servicekonzerns zur Software-Paketierung in Deutschland bereits erzielt werden. Zusätzlich baut BRAIN FORCE eine schlagkräftige Unit für ERP-Lösungen auf Basis MS Dynamics NAV und AX in Österreich auf und forciert die US-Expansion ihrer SolveDirect Servicemanagement-Lösungen.

Aus Konzernsicht rechnen wir zwar in den nächsten Monaten mit einer leichten Besserung des Auftragseingangs, sehen jedoch noch keine Entspannung beim Preisniveau. Im Zuge der Restrukturierung der vergangenen neun Monate wurde die Kostenbasis im Konzern deutlich gesenkt, um dem geringeren Umsatzvolumen Rechnung zu tragen.

Wir erwarten, dass sich der aktuelle Investitionsstau in allen BRAIN FORCE Regionen in den nächsten zwei Jahren schrittweise auflöst, auch wenn aktuell keine rasche Erholung absehbar ist. Unternehmen sollten wieder verstärkt in ihre IT-Infrastruktur investieren und somit die Effizienz ihrer IT-Landschaft erhöhen bzw. die damit zusammenhängenden Kosten senken.

Angaben gemäß § 243a UGB

    1. Das Grundkapital setzt sich aus 15.386.742 nennwertlosen Stückaktien, welche auf Inhaber lauten, zusammen. Das Grundkapital wurde voll einbezahlt.
    1. Dem Vorstand sind keine Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bekannt.
    1. Nach Kenntnis der Gesellschaft bestand per 30. September 2009 folgende direkte oder indirekte Beteiligung am Kapital, die zumindest 10 von Hundert beträgt: BEKO HOLDING AG: 54,65%. Erster Privater Investmentclub Börsebius Zentral (GbR), Köln, Deutschland:

11,40% (ab 22. Oktober 2009: 16,97%)

    1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.
    1. Im BRAIN FORCE-Konzern besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsmodell.
    1. Es bestehen keine über das Gesetz hinausgehenden Bestimmungen hinsichtlich der Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates.
    1. Möglichkeiten, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen:
  • a) gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 9. Mai 2007 wurde der Vorstand ermächtigt, innerhalb von fünf Jahren nach Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung im Firmenbuch das Grundkapital in einer oder mehreren Tranchen um bis zu weitere EUR 7.693.371,-- durch Ausgabe von bis zu 7.693.371 Stück neuer, auf Inhaber lautender Stammaktien (Stückaktien) gegen Bar- und/oder Sacheinlagen, und zwar jeweils mit oder ohne Ausschluss des Bezugsrechtes der Aktionäre im Falle von Bar- und/oder Sacheinlagen

und/oder der Ausgabe von Aktien an Dienstnehmer der Gesellschaft und mit ihr verbundener Unternehmen, zu erhöhen und den Ausgabebetrag sowie die Ausgabebedingungen im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat festzusetzen. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

  • b) Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Mai 2009 besteht die Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien von bis zu 10% des Grundkapitals innerhalb von 30 Monaten ab Beschlussfassung. Der Gegenwert (Erwerbskurs) je zu erwerbender Stückaktie darf den Börsenkurs nicht mehr als 20% unteroder überschreiten. Als maßgeblicher Börsenkurs gilt dabei der Mittelwert der Schlusskurse für die Aktien der jeweiligen Wertpapierbörse innerhalb der letzten fünf Börsentage vor dem Erwerb der Aktien.
    1. Vereinbarungen der Gesellschaft, die bei einem Kontrollwechsel infolge eines Übernahmeangebotes wirksam werden, sich ändern oder enden, sowie deren Wirkungen werden seitens der Gesellschaft mit Ausnahme der Angaben in Punkt 9 nicht bekannt gegeben, da dies der Gesellschaft erheblich schaden würde.
    1. Für den Fall einer "feindlichen" Übernahme der Gesellschaft im Sinne des Übernahmegesetzes wurde mit jedem Vorstandsmitglied vertraglich vereinbart, dass das Vorstandsmitglied das einseitige Recht hat, jederzeit innerhalb einer Frist von zwei (2) Monaten ab dem Zeitpunkt der rechtskräftigen Übernahme der Gesellschaft per sofort und ohne weitere Frist seinen Vorstandsvertrag mit der Gesellschaft aufzulösen und sein Amt sofort niederzulegen. Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, wenn das Vorstandsmitglied dieses vorstehende Recht ausübt, dem Vorstandsmitglied ausschließlich seine fixe Vergütung, die ihm bis zum Ende seiner Tätigkeit bei voller vereinbarter Laufzeit seines Vorstandsvertrages zustünde, in Form einer Einmalzahlung als Abfertigungszahlung innerhalb von vier Wochen ab seinem Austrittsdatum anzuweisen.

Berichterstattung zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem

Die Verantwortung für die Einrichtung und Ausgestaltung des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontroll- und Risikomanagementsystem und die Sicherstellung der Einhaltung aller rechtlichen Anforderungen liegt beim Vorstand. Die Rechnungslegung und Berichterstattung der BRAIN FORCE HOLDING AG wird in den beiden Organisationseinheiten "Accountancy Countries & Group Consolidation", zuständig für das externe Berichtswesen, und "Financial Controlling", zuständig für das konzerninterne Berichtswesen, wahrgenommen. Beide Bereiche unterstehen direkt dem Finanzvorstand.

Die Buchhaltung der Gesellschaft wird auf Basis unternehmensrechtlicher und sonstiger relevanter Vorschriften sowie unter Beachtung der für die wesentlichen Prozesse in der Konzernrechnungslegung und –berichterstattung vorgegebenen Regeln des BRAIN FORCE Bilanzierungshandbuchs ("Accounting Manual") durchgeführt. Die Erfassung, Buchung und Bilanzierung aller Geschäftsfälle erfolgt mit der Anwendersoftware BMD. Die Einhaltung der entsprechenden Vorgaben wird regelmäßig in Management Meetings sichergestellt. Die wirtschaftliche Tätigkeit der Gesellschaft beschränkt sich auf die Wahrnehmung von Holding Aufgaben und die aktive Beratung und Steuerung der Beteiligungsgesellschaften. Managementdienstleistungen sowie Marken- und andere Lizenzgebühren werden auf Grund von in der Gesellschaft geführten Aufzeichnungen und entsprechenden Verträgen laufend an die Konzerngesellschaften weiterverrechnet. Die von den Mitarbeitern/innen im Rechnungswesen geführten Aufzeichnungen und Verbuchungen werden dabei von dem Verantwortlichen der Organisationseinheit "Accountancy Countries & Group Consolidation" regelmäßig überwacht und kontrolliert.

Für das interne Management-Reporting wird eine gängige Planungs- und Reportingsoftware verwendet. Für die Übernahme der Ist-Daten aus dem BMD gibt es eine automatisierte Schnittstelle. Die Eingabe der Werte für Vorschaurechnungen erfolgt in einem standardisierten Prozess. Die Berichterstattung auf Konzernebene ist dabei nach Regionen, pro Gesellschaft und auch nach den Geschäftsfeldern Business Solutions, Infrastructure Optimization und Professional Services aufgebaut. Konzerninterne Verrechnungen und Transaktionen werden abgestimmt und eliminiert. Die operative Ergebnisentwicklung sowie eine rollierende 3-Monats-Vorschau und eine Darstellung der wichtigsten Ereignisse bzw. Abweichungen zu den Werten des Budgets, des Vorjahreszeitraumes sowie der jeweils vorangegangenen Vorschaurechnung sind gemeinsam mit den Konzern-Quartalszahlen Basis der Berichterstattung im Vorstand und an den Aufsichtsrat. In den regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die wirtschaftliche Entwicklung wird in Form von zusammengefassten Darstellungen, bestehend aus Segmentberichterstattung, Ergebnisentwicklung mit Budget- und Vorjahresvergleich, Vorschaurechnungen, Konzernabschlüsse, Personal- und Auftragsentwicklung sowie ausgewählten Finanzkennzahlen informiert.

Risikoberichterstattung

Als Muttergesellschaft von im In- und Ausland ansässigen und europaweit tätigen Unternehmen sieht sich die Unternehmensführung mit übergreifenden internationalen Risiken konfrontiert. BRAIN FORCE sieht in einem effektiven Risikomanagement einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die nachhaltige Sicherung des Unternehmenserfolges und die Erreichung der Ziele zur Schaffung von Shareholder Value. Als Risiko wird daher nicht nur die Möglichkeit der negativen Abweichung von Unternehmenszielen verstanden, sondern auch die Nichtrealisierung von potenziellen Gewinnen. Um der gewachsenen Konzerngröße und dem geänderten wirtschaftlichen Umfeld Rechnung zu tragen, hat BRAIN FORCE im Jahr 2008 das Risikomanagement verstärkt und einen zentral gesteuerten konzernweiten Prozess initiiert. Die Implementierung diese Prozesses wurde 2009 mit der Einführung einer konzernweiten Risikomanagement-Richtlinie abgeschlossen. Seither werden die Risiken der Gruppe regelmäßig und systematisch identifiziert, hinsichtlich ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und dem möglichen Schadensausmaß bewertet sowie geeignete Maßnahmen zur Risikosteuerung getroffen. Die jährliche Aktualisierung der Risikobewertung findet im Zuge des Budgetierungsprozesses statt.

Gemäß der dezentralen Struktur liegt die Verantwortung für das Management der operativen Risiken bei den jeweils zuständigen lokalen Geschäftsleitern. Auf Ebene der BRAIN FORCE HOLDING AG wird die Einhaltung der Prozesse überwacht und ein gruppenweiter Risikobericht erstellt. Die Ergebnisse werden an den Gesamtvorstand und von diesem weiter an den Aufsichtsrat berichtet.

Die wichtigsten Instrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind der Planungsund Controllingprozess, konzernweite Richtlinien sowie die laufende Berichterstattung und das 14-tägig rolierende Forecasting.

Zur Risikovermeidung und -bewältigung werden in den lokalen Gesellschaften Risiken bewusst nur im operativen Geschäft eingegangen und dabei immer im Verhältnis zum möglichen Gewinn analysiert. Insbesondere sind Spekulationen außerhalb der operativen Geschäftstätigkeit unzulässig. Risiken außerhalb der operativen Tätigkeit, wie finanzielle Risiken, werden zusätzlich von der Holding beobachtet und im notwendigen Maße abgesichert.

Das Liquiditätsrisiko wird durch laufende Finanzplanungen auf Ebene der lokalen Geschäftsführungen und zusätzlich von der Konzernholding überwacht. In 2009 wurde ein Cash Pool geschaffen, in den die wichtigsten Gesellschaften in Deutschland, Österreich, Italien und den Niederlanden einbezogen werden. Der Cash Pool startete zu Jahresbeginn 2009 und ermöglicht der Holding einen aktuellen Saldenabgleich, bessere Konditionen in der Veranlagung von Zahlungsmittelüberschüssen sowie eine Optimierung der Konzernfinanzierung durch internen Liquiditätsausgleich und niedrigere Finanzierungskosten. Die Finanzierung der BRAIN FORCE Gruppe ist aufgrund der soliden Bilanzstruktur sowie eines hohen Zahlungsmittelbestands und ausreichender Banklinien gesichert. BRAIN FORCE hat keinen nennenswerten kurzfristigen Refinanzierungsbedarf.

Das Währungsrisiko spielt eine untergeordnete Rolle. Das Zinsänderungsrisiko stellt das Risiko dar, das sich aus der Änderung von Wertschwankungen von Finanzinstrumenten infolge einer Änderung der Marktzinssätze ergibt. Das Schuldscheindarlehen in Höhe von EUR 10 Mio. ist fix verzinst.

Umwelt- und Arbeitnehmerbelange

Aufgrund der Geschäftstätigkeit der BRAIN FORCE HOLDING AG spielen Umweltbelange eine untergeordnete Rolle.

Für die strategische Absicherung und Entwicklung des wirtschaftlichen Erfolges zeichnet maßgeblich der derzeitige Vorstand der BRAIN FORCE HOLDING AG verantwortlich. Eine entscheidende Rolle in der Geschäftstätigkeit nehmen auch einzelne Mitarbeiter in Schlüsselpositionen ein. Daher ist es ein erklärtes Ziel, dieses Humankapital zu halten und zu motivieren.

Wien, am 4. Dezember 2009

Der Vorstand:

gez.:

gez.:

Günter Pridt

Mag. Thomas Melzer

gez.:

Dr. Michael Hofer

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der BRAIN FORCE HOLDING AG, Wien, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis 30. September 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. September 2009, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. September 2009 endende Rumpfgeschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und für die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2009 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Jänner bis zum 30. September 2009 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, den 4. Dezember 2009

PwC INTER-TREUHAND GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

gez.:

Mag. Dr. Aslan Milla Wirtschaftsprüfer

Eine von den gesetzlichen Vorschriften abweichende Offenlegung, Veröffentlichung und Vervielfältigung im Sinne des § 281 Abs. 2 UGB in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form unter Beifügung unseres Bestätigungsvermerks ist nicht zulässig. Im Fall des bloßen Hinweises auf unsere Prüfung bedarf dies unserer vorherigen schriftlichen Zustimmung.

Erklärung des Vorstands gemäß § 82 (4) BörseG

Der Vorstand erklärt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ebenso stellt der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns so dar, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Der Vorstand erklärt nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt. Ebenso stellt der Lagebericht den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens so dar, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Wien, den 11. März 2009

Der Vorstand:

bis 19. Oktober 2009 ab 19. Oktober 2009

Günter Pridt Michael Hofer Thomas Melzer Vorsitzender Vorsitzender Stv. Vorsitzender

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