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pferdewetten.de AG — Management Reports 2016
Jul 27, 2017
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Management Reports
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pferdewetten.de AG
Düsseldorf
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016
Bericht des Aufsichtsrats
Bericht über die Tätigkeit des Aufsichtsrats im Jahr 2016
Der Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG informiert im nachfolgenden Bericht die Aktionäre über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016.
Der Aufsichtsrat hat im vergangenen Jahr den Vorstand intensiv dabei begleitet, die erklärte Expansionsstrategie erfolgreich umzusetzen.
Zentrale Bestandteile der Beratungen des Gremiums waren die Geschäftsentwicklung, Entwicklungsstatus der Technologieplattform und Aufbau einer eigenen IT-Abteilung, sowie Erweiterung der internationalen Geschäftstätigkeiten. Auch spielte die Beobachtung der Wettbewerbersituation eine gewichtige Rolle.
Grundlage für einen intensiven und effizienten Informationsaustausch sind die regelmäßigen Aufsichtsratssitzungen, in denen der Vorstand laufend über die Lage und die Entwicklung des pferdewetten.de-Konzerns berichtet. In diesen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat mit wichtigen geschäftlichen Einzelvorgängen und mit zustimmungspflichtigen Maßnahmen des Vorstands beschäftigt. Nach gründlicher Prüfung und Beratung hat der Aufsichtsrat zu den Berichten und den Beschlussvorschlägen des Vorstands, soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, sein Votum abgegeben. In der Zeit zwischen diesen Sitzungen wurde der Aufsichtsrat stringent durch schriftliche und mündliche Informationen über wichtige Entscheidungen, Projekte und Geschäftsvorfälle unterrichtet.
Die vier turnusmäßigen Aufsichtsratssitzungen im Geschäftsjahr 2016 fanden am 21.03.2016,08.06.2016,19./20.09.2016 und am 26.10.2016 statt. Drei Außerordentliche Sitzungen wurden im Geschäftsjahr 2016 in Form von Telefonkonferenzen abgehalten.
In Ergänzung zu den Aufsichtsratssitzungen hat der Vorstand mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden und einzelnen Aufsichtsratsmitgliedern regelmäßig persönliche Gespräche geführt, die sich als sinnvolles Forum für einen aktuellen Informationsaustausch bewährt haben. Ferner wurde der Aufsichtsrat monatlich in schriftlichen Berichten, sowie die wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennziffern (Bilanz und Gewinn- und Verlust Rechnung) über die jüngste Geschäftsentwicklung informiert.
Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2016
Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand fortlaufend und zeitnah über alle wesentlichen Maßnahmen und Ergebnisse informiert. Einen Schwerpunkt in den Beratungen bildeten die Einführung der Softwareneuentwicklung, sowie der Auslotung von weiteren Wachstumspotentialen der Gesellschaft, damit einhergehend die lizenzierungsrechtlichen Auswirkungen.
Nach einem abermaligen sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2015 richtete die Gesellschaft ihr Augenmerk verstärkt auf Chancen der weiteren Expansion. Hierzu hat der Vorstand dem Aufsichtsrat über die Situation des deutschen Rennsports informiert. Herr Hofer zeigte dem Gremium geeignete Marketingmaßnahmen zur Neukundengewinnung und der Aktivierung von Bestandskunden, sowie über Plandetails zur Ausweitung der Wettvermittlung in andere europäische Märkte auf. Auf den Österreichischen Markteintritt wurde ein besonderer Fokus gelegt.
Die erklärte Strategie der Gesellschaft ist weiterhin eine aktive Rolle im Konsolidierungsprozess des Pferdesport Wettmarktes zu spielen. In diesem Zusammenhang erörterte der Vorstand gemeinsam mit dem Aufsitzrat sich ergebende Opportunitäten in Deutschland und Europa.
Eine Sondersituation ergab sich im Geschäftsjahr 2016 mit dem Entschluss der Mehrheitsaktionärin mybet Holding SE ihren Mehrheitsanteil von über 50% an der Pferdewetten.de AG zu verkaufen.
Aufgrund der deutlich überschüssigen Nachfrage am zum Verkauf stehenden Aktien und der Notwendigkeit zur Refinanzierung der weitere Expansion (Lizenzgebühren), sowie Know-how Integrierung bisheriger ausgelagerter Kompetenzen (Personalaufstockung) beschoss der Aufsichtsrat am 28.06.2016 die Durchführung einer 10%igen Kapitalerhöhung. Im Zuge dessen gelang es den betat-home.com Co-Gründer Herr Jochen Dickinger und Herr Guido Schmitt Ex-Vorstand bet-athome.com, als Investoren zu gewinnen.
Im Zuge der Hauptversammlung vom 20. September 2016 wurde der Aufsichtsrat von drei Sitzen auf vier Sitze erhöht. Das Mitglied Markus Peuler legte mit Beendigung der Hauptversammlung sein Mandat nieder. Er hat einen sehr wertvollen Beitrag, als Vertreter der ehemaligen Mehrheitsgesellschafterin geleistet.
Der Aufsichtsrat hat bei der Neubesetzung der Aufsichtsratsmandate, gemäß den Richtlinien des DCGK, nach intensiven Prüfungen, Gesprächen und Beratungen über und mit geeigneten Kandidaten und Kandidatinnen der Hauptversammlung am 20. September 2016 zwei Kandidaten zur Aufsitzratswahl vorgeschlagen.
Die Auswahl der geeigneten Kandidaten, entfiel aufgrund des vom Aufsichtsrat definierten Qualifikationsprofils „Branchenerfahrung Sportwettgeschäft“ ausschließlich auf Männer.
Die neugewählten Mitglieder Herr Lars Wilhelm Baumgarten und Herr Jochen Dickinger sind im internationalen Wettgeschäft renommierte Fachleute und erfolgreiche Unternehmer. Das Gremium wird durch sie in seiner Aufsichts- und Beratungsfunktion extrem verstärkt.
Nach erfolgter erstmaliger Dividendenausschüttung in Höhe von 0,10 EUR per Aktie, wurde im nächsten Schritt der Vorstand beauftragt die Voraussetzungen für die Zusammenlegung der ausstehenden drei Aktiengattungen zu schaffen.
Ausschüsse
Der Prüfungsausschuss befasste sich mit den Abschlüssen der pferdewetten.de AG und des Konzerns und erörterte intensiv die Planung der Gesellschaft. Nach der Wahl durch die Hauptversammlung beauftragte das Plenum den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses der pferdewetten.de AG. Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses, der sich im Geschäftsjahr 2016 telefonisch und schriftlich abstimmte, gehörten auch die Überwachung der Unabhängigkeit und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die Festlegung seiner Vergütung. Die Prüfungsschwerpunkte stimmte der Vorsitzende des Prüfungsausschusses in einem gesonderten Gespräch mit dem Abschlussprüfer ab. Schwerpunkte für die Prüfung des Konzernabschlusses 2016 waren, wie in Vorjahren, die Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte und der aktivierten latenten Steuern sowie die bilanzielle Abbildung von Assets, Rückstellungen für anhängige (und schwebende) Rechtsverfahren.
Mitglieder des Prüfungsausschusses sind alle drei Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitzender ist Sergey Lychak, der sich für diese Funktion durch seine Ausbildung und seine umfangreichen Erfahrungen im Finanzwesen, unter anderem als Certified International Investment Analyst, als Finanzexperte qualifiziert.
Angemessene Vorstandsvergütung
Der gesamte Aufsichtsrat hat sich, wie in den Vorjahren, von der Angemessenheit der Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2016 überzeugt. Er hat ausführlich über die Angemessenheit der Vorstandsvergütung diskutiert und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass diese nach den gesetzlichen Kriterien derzeit angemessen erscheint.
Zum Ende des Jahres 2012 hatte der Aufsichtsrat für die Gesellschaft mit dem Vorstand einen neuen 5-Jahres-Vertrag abgeschlossen, der im Juli 2013 in Kraft trat. Die Grundzüge des Vergütungssystems werden im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichts und des Corporate-Governance-Berichts ist, erläutert. Die Gesamtvergütung des Vorstands der pferdewetten.de AG steht in einem angemessenen Verhältnis zu den Leistungen des Vorstands. Im Vergleich zu landesüblichen Gehältern liegt die Vergütung des pferdewetten.de-Vorstands weiterhin im unteren Bereich. Auch im vertikalen Vergleich innerhalb des Unternehmens erscheint die Gesamtvergütung angemessen. Aufgrund des positiven Ergebnisses des pferdewetten.de-Konzerns im Geschäftsjahr 2016 wurde dem Vorstand eine Tantieme in Höhe 140 Tsd. Euro aus kurz- und mittelfristigen Zielen gezahlt und 32 Tsd. EUR für langfristige Ziele zurückgestellt, die erst beim Erreichen der Ziele der Folgejahre ausgezahlt werden.
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten gemäß Beschluss der Hauptversammlung eine Vergütung. Dabei erhalten der Aufsichtsratsvorsitzende 7.750 Euro pro Jahr und die weiteren Aufsichtsratsmitglieder je 6.750 Euro, die sich aus Aufwandsentschädigung (5.000,-- €AR-Vors. und 4000,-- € AR Mitglied) und Sitzungsgeldern zusammensetzen. Aufsichtsräte, die nicht über den gesamten Zeitraum im Amt waren, bekommen eine anteilige Vergütung. Die Aufsichtsratsmitglieder verzichten auf eine variable Vergütung.
Corporate Governance
Der Aufsichtsrat behandelt regelmäßig in seinen Sitzungen die Anwendung der CorporateGovernance-Grundsätze des Unternehmens. Der Aufsichtsrat hat sich davon überzeugt, dass die pferdewetten.de AG die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 05.05.2015 gemäß der Entsprechenserklärung erfüllt hat. Vorstand und Aufsichtsrat haben im Februar 2017 gemeinsam eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben, die den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich ist. Die Entsprechenserklärung enthält wenige Ausnahmen, die aufgrund der geringen Größe und der Struktur der pferdewetten.de AG notwendig erscheinen. Über die Corporate Governance bei pferdewetten.de berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex im Corporate-Governance-Berich.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten bei keinem der Aufsichtsratsmitglieder Interessenkonflikte aufgrund von Beratungsmandaten oder Organfunktionen bei Geschäftspartnern auf.
Feststellung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach IFRS sowie der zusammengefasste Lagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von dem durch die Hauptversammlung gewählten Abschlussprüfer, Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen worden. Die Prüfungsaufträge hatte der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016 vergeben.
Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand fristgerecht vorgelegten Abschlüsse und den zusammengefassten Lagebericht geprüft und ausführlich diskutiert. Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden die Abschlüsse, der zusammengefasste Lagebericht sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zur Verfügung gestellt.
Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2016 wurden ebenfalls vom Abschlussprüfer geprüft und mit der uneingeschränkten Bestätigung versehen, das die tatsächlichen Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch im Sinne des Gesetzes war.
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands geprüft und sich in der Sitzung am 21. März 2016 die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung durch den Abschlussprüfer berichten lassen und weiterführende Fragen beantwortet. Gegen den Bericht des Vorstands und dessen Prüfung durch den Abschlussprüfer haben sich seitens des Aufsichtsrats keine Bedenken ergeben. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss wurde durch Beschluss des Aufsichtsrats am 21. März 2016 gebilligt und somit gemäß § 172 Aktiengesetz festgestellt.
Der Vorstand hat Instrumente zur Früherkennung implementiert, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig auf- zeigen sollen. Die Prüfung hat ergeben, dass der Vorstand die entsprechend § 91 Abs. 2 AktG erforderlichen Maßnahmen insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Form getroffen hat und dass das Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Hinsichtlich des auf das Rechnungslegungssystem bezogenen internen Kontrollsystems ist festzustellen, dass die eingerichteten Kontrollen für Art und Umfang der Geschäftsvorfälle als an- gemessen zu bewerten sind.
Es bestanden und bestehen - mit Ausnahme der Abschlussprüferleistung - keine geschäftlichen, persönlichen oder sonstige Beziehungen zwischen dem Prüfer und seinen Organen und seinen Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits. Mögliche Ausschluss- und/oder Befangenheitsgründe lagen weder zu Beginn der Prüfung vor noch sind sie während der Prüfung oder danach aufgetreten.
Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss gebilligt, die damit gemäß § 172 AktG fest-gestellt sind.
Die Aufsichtsratsmitglieder danken allen Mitarbeitern sowie dem Vorstand der pferdewetten.de AG und sprechen ihnen ihren vollsten Respekt für den Einsatz und ihre sehr erfolgreiche Leistung im zurückliegenden Geschäftsjahr aus.
Düsseldorf, den 21. März 2017
Zusammengefasster Lagebericht für den Jahres- und Konzernabschluss vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016
der pferdewetten.de AG
Die pferdewetten.de AG, ansässig in Düsseldorf, hat sich in den vergangenen Jahren zu einer festen Größe im Markt für Pferdewetten in Deutschland etabliert. Das Angebot umfasst dabei insbesondere Online-Pferdewetten, die durch stationäre Pferde-Wettcenter flankiert werden.
Das Flaggschiff der Holding, die Internet-Plattform www.pferdewetten.de, mit ca. 31.000 registrierten Kunden zählt zu den Marktführern im Bereich der deutschen Online-Pferdewette. Angeboten werden Wetten auf Pferderennen in 30 (Vorjahr 34) Ländern, von denen der überwiegende Teil live im Internet übertragen wird. Für unser Wettbüro in München verfügen wir über eine Lizenz in Deutschland und für unser Onlineangebot über die in Malta erteilte Lizenz an unsere Tochter- gesellschaft, die netX Betting Ltd. Mit der im Geschäftsjahr neu gegründeten Tochtergesellschaft pferdewetten.at GmbH wird zukünftig auch die Vermarktung des Wettgeschäftes in Österreich erfolgen.
Die pferdewetten.de AG berät nicht nur ihre Tochtergesellschaften, sondern auch andere in der Wettbranche tätige Firmen und Rennvereine. In ihrer Funktion als Managementholding koordiniert die pferdewetten.de AG sämtliche Business-Aktivitäten der Tochterunternehmen.
Die pferdewetten.de AG ist seit Juli 2000 börsennotiert. Die Aktien werden an der Deutschen Börse und im Freiverkehr gehandelt (ISIN DE000A1K0409, ISIN DE000A1K05B4 und ISIN DE000A2AA4P1).
Der Jahresabschluss der pferdewetten.de AG wird nach handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen (HGB) aufgestellt. Der Konzernabschluss der pferdewetten.de AG wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie diese in der EU anzuwenden sind, und ergänzend nach den gemäß § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.
1 Das Geschäftsjahr 2016
1.1 Geschäftsverlauf Konzern
Auch im Geschäftsjahr 2016 haben sich die Geschäfte des pferdewetten.de AG-Konzerns positiv entwickelt. Ein hinsichtlich der Anzahl von Rennveranstaltungen relativ stabiles Umfeld im In- und Ausland legte die Basis für ein erfolgreiches Jahr.
Die seit 2012 verfolgte Wachstumsstrategie wurde auch in 2016 fortgesetzt. So wurde der operative Bereich nachhaltig gestärkt und intensiv in Kundengewinnungsmaßnahmen investiert. Die daraus resultierende Aktivierung inaktiver Kundenstämme, wie auch die Gewinnung neuer Kunden mit durchschnittlich ca. 10%, hat unsere Erwartungen mehr als erfüllt.
Eine erneut positive Tendenz zeigt die internationale Pferdewettseite „betbird.com“, die in den nicht deutschsprachigen Ländern eingesetzt wird. Hier nahm die aktive Kundenzahl im Vergleich zum Vorjahr weiter zu.
Die Umsatzerlöse aus Pferdewetten nach Wettsteuern und Kundenboni (Hold) sanken trotz deutlich gestiegener Wetteinsätze von T€ 4.729 in 2015 auf T€ 4.020 in 2016. Die Reduzierung von fast 15 % resultiert aus 3 Ereignissen. Als erstes hat sich die Marge in 2016 aufgrund höherer Gewinnauszahlungen ungewöhnlich deutlich um fast 2% verschlechtert. Des Weiteren wurden erhöhte Boni (T€ 2.473; 2015: T€ 2.263) an die Kunden ausgeschüttet. Der letzte Punkt ist eine weiterhin starke Verlagerung in die Vermittlungswetten. Die Provisionserträge aus der Vermittlung von Wetten an Totalisatoren haben sich von T€ 1.936 in 2015 auf T€ 2.484 in 2016 deutlich erhöht. Auch der Provisionssatz, im Verhältnis zum vermittelten Umsatz, konnte wieder von durchschnittlich ca. 10,8 % auf durchschnittlich ca. 12,2 % im Geschäftsjahr gesteigert werden.
Der prognostizierte Prozess der Kooperationen mit Partnern im In- und Ausland musste erneut wegen der Priorisierung anderer operativer und geschäftsrechtlicher Themen verschoben werden. Neben der schon seit Jahren gelebten Partnerschaft mit einem international agierenden Unternehmen mit Sitz in England, konnten in 2016 weitere Kooperationen mit Partnern außerhalb Deutschlands verhandelt werden. Diese Kooperationen starten im ersten Quartal 2017. Weitere Gespräche und bereits erste Testphasen sind angelaufen. Umgesetzt werden diese Kooperationen im ersten Halbjahr 2017.
Die netX Casino Ltd. i.L. auf Malta und die PLB Poker Lounge Baden GmbH i.L. sind die letzten Konzerngesellschaften in Liquidation. Ihre Geschäftstätigkeit wurde bereits in Vorjahren eingestellt. Eine Löschung der Firmen erfolgte bisher noch nicht.
Das Konzerngesamtergebnis sank im Vergleich zum Vorjahr (2015: T€ 2.743) um T€ 993 auf T€ 1.750. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis vor allem durch die Aktivierung von bis dato nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge auf Ebene der pferdewetten.de AG in Höhe von T€ 883 positiv beeinflusst war. Im Geschäftsjahr 2016 betrug dagegen der vergleichbare Effekt T€ 185. Das Betriebsergebnis von T€ 1.951 (2015: T€ 1.931) ist nahezu unverändert zum Vorjahr.
1.2 Geschäftsverlauf pferdewetten.de AG
Die pferdewetten.de AG hat im Jahr 2016 ein Jahresüberschuss von T€ 756 (2015: T€ 1.566) erzielt. Der Rückgang resultiert neben einem Sondereffekt aus der Auflösung von Einzelwertberichtigungen in Höhe von T€ 508 im Vorjahr aus höheren Rechts- und Beratungskosten sowie höheren Verwaltungskosten aufgrund der Börsennotierung und Rechtsform der pferdewetten.de AG im Geschäftsjahr 2016. Zudem sank der abgeführte Gewinn der pferdewetten-service.de GmbH um T€ 190 auf T€ 1.021. Aufgrund vorhandener steuerlicher Verlustvorträge auf Ebene der pferdewetten.de AG fielen auch unter Berücksichtigung der in Deutschland geltenden Mindestbesteuerungsregeln keine Steuern von Einkommen und vom Ertrag an.
1.3 Markteinschätzung und Änderungen im rechtlichen Umfeld
Der internationale Pferderennsport zeigte sich in der Entwicklung und im Angebot in 2016 leicht rückläufig. Ein unverändert wichtiger Markt ist Frankreich. Hier ist insbesondere für deutsche Pferde bzw. deren Besitzer aufgrund der räumlichen Nähe und der höheren Rennpreise Erlöspotenzial gegeben. Zudem werden über die französische Wettgesellschaft Pari Mutuel Urbain GIE (PMU), Paris, zusätzlich auch Rennen in Deutschland promotet, was wieder zu einer leichten Erhöhung des Wettangebotes hierzulande führte.
Die zahlreichen Starts deutscher Pferde in Frankreich locken auch den Wettkunden zum Angebot der französischen Bahnen und fördern die Unabhängigkeit der Gesellschaft vom deutschen Rennsport. Die Märkte in den USA, Asien und Australien sind für ein 24-Stunden-Wettangebot weiterhin von großer Bedeutung. Das Kernprodukt sind jedoch weiterhin Wetten auf deutsche Veranstaltungen. Hier sind aber die Veranstalter gefordert, dauerhaft ein ansprechendes Veranstaltungsportfolio bereitzustellen. Sowohl die Anzahl der deutschen Rennen und Rennveranstaltungen als auch der Bestand an Rennpferden sank in 2016. Dies führt zwangsläufig zu kleineren Starterfeldern pro Rennen und zu entsprechend kleineren Wettumsätzen.
Die Vermittlung von Wetten in den Totalisator als Gegenleistung für die Bereitstellung von Liveübertragungen hat die Umsätze und Ergebnisse von der pferdewetten.de AG bereits in der Vergangenheit beeinflusst. Die Mitte 2012 eingeführte Spieleinsatzsteuer auf Buchmacherwetten und die damit verbundene Weitergabe an die deutschen Kunden im Ausmaß von 5% des jeweiligen Wetteinsatzes führte auch in 2016 zu einer merklichen Verlagerung hin zur margenschwächeren Totalisatorwette. Dies zeigt sich deutlich in der Zunahme der vermittelten Wettumsätze von € 17,9 Mio. auf € 20,4 Mio. in 2016.
Die Zugangsbeschränkungen in andere europäische Märkte sind häufig unverändert hoch. In Österreich ist es allerdings dem Konzern gelungen, über die neu gegründete Gesellschaft pferdewetten.at GmbH eine Totalisatorenbewilligung für die Dauer von zunächst zwei Jahren bis 27. September 2018 zu erhalten. Die Gesellschaft wird im 1. Quartal 2017 operativ tätig werden. In anderen Ländern werden aktuell die Möglichkeiten eines Markteintritts weiterhin geprüft, damit die pferdewetten.de AG bei sich bietender Gelegenheit den Wettbewerb im Ausland aufnehmen und die Kundenbasis verbreitern kann. Die aus der im Geschäftsjahr 2016 durchgeführten Barkapitalerhöhung zugeflossenen Mittel sollen vorrangig als Sicherheitsleistung für neue Wettlizenzen sowie im Rahmen der geplanten Internationalisierungsstrategie verwendet werden.
Das Wettgeschäft des Konzerns wird sich daher auch zukünftig weiterhin an die Bedürfnisse des Marktes anpassen. Besonders Wettangebote abseits der klassischen Wettformen werden weiterhin forciert werden. Zusätzlich prüft die Geschäftsleitung ständig die Erweiterung des Wettangebotes um Rennen aus unterschiedlichen Kontinenten. Solche Angebote erhöhen die Attraktivität der Plattform für neue Kundenschichten, vornehmlich aus dem Ausland. Ausgehend von diesen Maßnahmen wird der Konzern seine derzeitige Position am Markt weiterhin behaupten.
Der gesetzliche Rahmen in Deutschland hat sich in 2016 gegenüber der Berichterstattung im Vorjahr kaum verändert. Nachdem die EU-Kommission in Brüssel den deutschen Glücksspielstaatsvertrag aus 2007 im September 2010 abgelehnt hatte, wurde dieser von den 15 Bundesländern überarbeitet und trotz weiterhin bestehender Bedenken der EU-Kommission mit Wirkung zum 1. Juli 2012 novelliert.
Schleswig-Holstein war als einziges Bundesland dem Glücksspielstaatsvertrag zunächst nicht beigetreten und hatte ein eigenes auf einem Lizenzmodell basierendes Glücksspielgesetz im September 2011 verabschiedet. Mit dem Regierungswechsel ist Schleswig-Holstein ebenso dem neuen Glücksspieländerungsstaatsvertrag am 23. Januar 2013 als 16. Bundesland beigetreten.
Insbesondere die im Glücksspieländerungsstaatsvertrag (GlüÄndStV) geregelten Voraussetzungen für die Zulassung von Internetwetten ließen zunächst vermuten, dass in Deutschland nunmehr Rechtssicherheit für das Anbieten von Internetwetten besteht. So waren in der Vergangenheit Internetwetten und deren Vermittlung von Buchmachern und Rennvereinen (Totalisatoren) rechtlich umstritten und durch die deutschen Behörden nur in Erwartung einer Neuregelung des Glücksspielstaatsvertrages geduldet worden. Allerdings bleibt festzuhalten, dass weiterhin europarechtliche Bedenken gegen den aktuellen Glücksspieländerungsstaatsvertrag bestehen und damit das Rechtschaos der vergangenen Jahre weiterhin besteht. Dies bestätigt sich in dem EuGH-Urteil in der Rechtssache Ince (C-336/14) vom 4. Februar 2016. Demnach private Anbieter wegen illegalen Wettangebote (Anbieter von Sportwetten) wohl nicht in Deutschland betraft werden können, solange keine Sportwettkonzessionen in Deutschland vergeben werden. Zudem erging am 15. April 2016 ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Wiesbaden, demnach die zahlenmäßige Begrenzung der Sportwettenkonzessionen auf 20 Lizenzen im Glücksspielstaatsvertrag unionsrechtswidrig ist. Abzuwarten bleibt, inwieweit diese Entscheidungen und die aktuellen Gespräche der Ministerpräsidenten zu einer reformierten Glücks- und Sportwettenregulierung Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit, nämlich das Anbieten und Vermitteln von Pferdewetten im Internet, haben werden.
Das Anbieten und das Vermitteln von Pferdewetten im Internet bedarf gemäß § 27 Glücksspieländerungsstaatsvertrag einer Erlaubnis (Lizenz). Zuständig für die Gewährung einer Erlaubnis ist das Land Hessen. Hier hat unser Buchmacher auf Malta bereits in 2012 einen Antrag auf Lizenzerteilung gestellt. Seit Anfang 2014 wird mit den Behörden konstruktiv und regelmäßig an den Lizenzbedingungen und allgemeinen Voraussetzungen gearbeitet. Mit Schreiben vom 22. Juni 2015 wurde der Gesellschaft eine Grunderlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Pferdewetten im Inland durch die zuständige Behörde bis 30. Juni 2019 erteilt. Diese Grunderlaubnis ist Voraussetzung für die Erteilung einer Interneterlaubnis (Lizenz), die derzeit jedoch noch nicht gewährt wurde, da wir weiterhin noch in laufenden Verhandlungen mit der Behörde über die mit der Erlaubnis verbundenen Auflagen stehen. Ausgehend von unseren Planungen wollen wir diese Verhandlungen in 2017 beenden und gehen daher von einer Lizenzerteilung in 2017 aus. Da die Zulassung und Lizensierungsfähigkeit von ausländischen Gesellschaften mittlerweile geklärt ist, hat der Konzern beschlossen, das Verfahren betreffend einer für den deutschen Buchmacher (pferdewetten-service.de) begehrten Lizenz einzustellen.
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die Tochtergesellschaften sowie die Entwicklungen im Wettmarkt und der Wettbewerber wirken analog auf die Muttergesellschaft, die pferdewetten.de AG.
1.4 Investitionen
Aus dem Bereich der Investitionstätigkeit ergibt sich für den Konzern im Berichtsjahr ein Mittelabfluss von T€ -88 (2015: T€ -2.116). Dieser resultiert vor allem aus den nachträglichen Herstellungskosten für die Buchmachersoftware (T€ 152), der Gewährung von langfristigen Darlehen an Mitarbeiter (T€ 426), der Investition in Kapitalmarktpapiere (T€ 983) und der unterjährlichen Vergabe eines weiteren Darlehens an die mybet Holding SE (T€ 300). Dem gegenüber steht der Mittelzufluss aus der Rückzahlung der Darlehen durch die mybet Holding SE von insgesamt T€ 1.300 sowie aus dem Verkauf von Anteilen an zwei Investmentfonds. Der Kaufpreis der im Geschäftsjahr erworbenen Domains „sportwetten.de“ und „sportwetten.com“ bestimmte sich nach der Höhe der zum 4. Mai 2016 bestandenen Darlehensforderungen aus dem Domainübertragungs- und Domainlizensierungsvertrag und valutierte in Höhe von T€ 691.
Für die kurzfristige Zukunft ist vorgesehen, weitere finanzielle Mittel des Konzerns vor allem in die Modernisierung mit kontinuierlicher Weiterentwicklung der Software sowohl im Bereich von Wettkassen wie auch dem Online-Produkt zu investieren. Für die lang- bis mittelfristige Planung sollen finanzielle Mittel vorrangig als Sicherheitsleistung für neue Wettlizenzen sowie im Rahmen der geplanten Internationalisierungsstrategie investiert werden.
1.5 Finanzmanagement
Das Finanzmanagement des Konzerns erfolgt zentral über das Mutterunternehmen, der pferdewetten.de AG. Primäres Ziel unseres Finanzmanagements ist die Sicherung der kurz- und mittelfristigen Liquidität zur Unterstützung der operativen Geschäftstätigkeit und damit der Unternehmensfortführung. Zur Unterstützung unserer Internationalisierungsstrategie diente die im Geschäftsjahr 2016 durchgeführte Barkapitalerhöhung.
Der Konzern hat zum Bilanzstichtag mit Ausnahme von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditkartenunternehmen (T€ 3) keine Bankverbindlichkeiten. Dies gilt ebenso für die pferdewetten.de AG.
Das Volumen von Zahlungsströmen aus dem operativen Betrieb kann, bedingt durch saisonale Einflüsse bei den im Wettbetrieb angebotenen Veranstaltungen, aufgrund vertraglicher Verpflichtungen von den Auszahlungserfordernissen abweichen. Diesem begegnet der Konzern mit einem Liquiditätsmanagement, indem Einzahlungserwartungen und Auszahlungserfordernisse sowie die verfügbaren liquiden Mittel täglich überwacht und mittelfristig im Rahmen eines Liquiditätsplans gesteuert werden.
Unter Berücksichtigung der vorhandenen frei verfügbaren Mittel zum Bilanzstichtag sowie der geplanten Umsätze in 2017 und den Folgejahren weist der Liquiditätsplan einen Zahlungsmittelüberschuss aus, so dass ausreichend Liquidität und Kapital vorhanden sind, um die Unternehmensfortführung der pferdewetten.de AG und des Konzerns weiterhin zu gewährleisten. Unsere Finanzlage schätzen wir daher als gut ein.
2 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
2.1 Vermögenslage
Das Eigenkapital des Konzerns hat sich um T€ 3.875 von T€ 7.859 in 2015 auf T€ 11.734 erhöht und beträgt per 31. Dezember 2016 79,0% der Bilanzsumme (Vorjahr: 73,3%). Die Erhöhung zum Vorjahr resultiert neben dem Konzerngesamtergebnisses in Höhe von T€ 1.750 vor allem aus der Barkapitalerhöhung in Höhe von insgesamt T€ 2.017 und der Ausübung von gewährten Bezugsrechten im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes 2012 in Höhe von T€ 400. Beide Transaktionen fanden im Juli 2016 statt. Demgegenüber stand die Auszahlung und damit Minderung des Eigenkapitals durch die auf der Hauptversammlung am 20. September 2016 beschlossene Dividendenzahlung in Höhe von insgesamt T€ 360.
Das Konzernvermögen hat sich von T€ 10.727 in 2015 auf T€ 14.860 erhöht. Diese Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus der Erhöhung der Zahlungsmittel in Höhe von T€ 3.729 und aus einer Erhöhung der immateriellen Vermögenswerte um T€ 590. Letztere erhöhten sich durch den Rückerwerb der Domains „sportwetten.de“ und „sportwetten.com“. Der Kaufpreis bestimmte sich dabei nach der Höhe der zum 4. Mai 2016 bestandenen Darlehensforderungen der pferdewetten.de AG aus dem Domainübertragungs- und Domainlizensierungsvertrag und valutierte in Höhe von T€ 691. Durch die Übertragung der Domains und die Rückzahlung einer weiteren Darlehensforderung durch den ehemaligen Mehrheitsaktionär, die mybet Holding SE, Kiel, kam es zum Rückgang der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte. Demgegenüber stand die Investition von freien finanziellen Mitteln in jederzeit veräußerbare Kapitalmarktpapiere in Höhe von insgesamt T€ 983.
Die Zunahme der sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte ist insbesondere auf höhere Umsatzsteuerforderungen der pferdewetten-service.de GmbH zurückzuführen (T€ 211,2015 T€ 50). Die erhöhten Umsatzsteuerforderungen ergaben sich aufgrund einer umgestellten Abrechnung von Provisionserlösen während des Geschäftsjahres innerhalb des Konzerns.
Die Zunahme der aktivierten latenten Steuern begründet sich aus der aktuellen Unternehmensplanung der in Deutschland ansässigen Gesellschaften des Konzerns, die eine erneute Aktivierung von bisher nicht aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge um T€ 433 ermöglicht. Der erneuten Aktivierung stand der Verbrauch von in Vorjahren aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge in Höhe von T€ 248 gegenüber. Der Verbrauch ist auf die Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung der beiden in Deutschland ansässigen Gesellschaften des Konzerns zurückzuführen.
Die Zunahme der finanziellen Mittel um T€ 3.729 begründet sich vor allem durch das Konzernergebnis in Höhe von T€ 1.749 sowie der Kapitalerhöhung gegen Bareinlage.
Die Schulden des Konzerns nahmen insgesamt um T€ 258 zu. Hierbei zeigte sich die Zunahme im Wesentlichen bei den Ertragsteuerverbindlichkeiten, die insgesamt um T€ 351 zunahmen. Die Zunahme ist auf höhere Ertragsteuerbelastungen (T€ + 376) bei den maltesischen Tochtergesellschaften aufgrund höherer Ergebnisse zurückzuführen. Demgegenüber stand der Ausgleich von Steuerverbindlichkeiten aus Vorjahren in Höhe von insgesamt T€ 82.
2.2 Finanzlage
Der Bestand an liquiden Mitteln abzüglich Kreditkartenverbindlichkeiten beträgt im Konzern per 31. Dezember 2016 T€ 6.944 (2015: T€ 3.217), wovon dem Konzern T€ 5.942 (2015: T€ 2.267) zur freien Verfügung standen, während T€ 968 als Sicherheit für die Verbindlichkeiten gegenüber Wettkunden und T€ 34 als Sicherheit für Bankavale dienen.
Ausgehend von der Kapitalflussrechnung sind dem Konzern im Geschäftsjahr aus der operativen Geschäftstätigkeit finanzielle Mittel in Höhe von T€ 1.760 zugeflossen. Gegenüber dem Vorjahr ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit um T€ 911 gesunken. Dies ist vor allem auf das rückläufige Konzernergebnis zurückzuführen.
Im Rahmen des Cashflows aus der Investitionstätigkeit sind dem Konzern finanzielle Mittel für die weitere Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und in das Sachanlagevermögen von insgesamt T€ 166 (2015: T€ 618) sowie für die Gewährung von langfristigen Darlehen an Mitarbeiter (T€ 426), für die Investition in Kapitalmarktpapiere (T€ 983) und für eine unterjährig erhöhte Darlehensgewährung an die mybet Holding SE (T€ 300) abgeflossen. Der Kaufpreis der im Geschäftsjahr erworbenen Domains „sportwetten.de“ und „sportwetten.com“ in Höhe von T€ 691 bestimmte sich nach dem Buchwert der Darlehensforderungen der pferdewetten.de AG aus dem Domainübertragungs- und Domainlizensierungsvertrag zum Zeitpunkt der Übertragung am 4. Mai 2016. Demzufolge war dieser Erwerb mit keinen Auszahlungen verbunden.
Der Mittelabfluss wurde im Wesentlichen durch zugeflossene Mittel aus der Rückzahlung der Darlehen durch die mybet Holding SE von insgesamt T€ 1.300 sowie aus dem Verkauf von Anteilen an zwei Investmentfonds in Höhe von T€ 487 finanziert.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit setzt sich aus der erstmaligen Auszahlung einer Dividende aufgrund des am 20. September 2016 ergangenen Hauptversammlungsbeschlusses in Höhe von insgesamt T€ -360, dem Zufluss von finanziellen Mitteln aus der Barkapitalerhöhung (T€ 2.015) und aus der Ausübung des Aktienprogramms 2012 (T€ 400) zusammen.
Insgesamt flossen damit dem Konzern liquide Mittel von T€ 3.727 (2015: T€ 555) im Geschäftsjahr zu.
Die immateriellen Vermögenswerte, das Sachanlagevermögen und die langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte sind vollständig langfristig durch das Eigenkapital und die langfristigen sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten finanziert. Das Eigenkapital beträgt 79,0% (Vorjahr 73,3%) der Bilanzsumme zum 31. Dezember 2016.
Zum Bilanzstichtag besteht eine Kreditlinie bei Kreditkartenunternehmen in Höhe von insgesamt T€ 10, die in Höhe von T€ 3 am Bilanzstichtag in Anspruch genommen wurde. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich stichtagsbezogen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 252.
2.3 Ertragslage
Die Wetteinsätze beim konzerneigenen Buchmacher nach Abzug der Wettsteuer stiegen auf T€ 57.594 (2015: T€ 54.548) und die vermittelten Wettumsätze auf T€ 20.381 (2015: T€ 17.874).
Ausgehend von dieser um ca. 7,7% verbesserten Gesamtleistung (Wetteinsätze und Wettvermittlung) ist ein Rückgang der Umsatzerlöse um insgesamt ca. 2 % auf T€ 6.562 im Vergleich zum Vorjahr (2015: T€ 6.693) eingetreten. Innerhalb der Umsatzerlöse verbesserten sich erneut die Provisionserlöse um T€ 547 auf T€ 2.484. Deren Zunahme ist neben einer Sonderprovision in Höhe von T€ 357 vor allem auf eine erneute Zunahme der vermittelten Wetten an Totalisatoren um ca. 14 % auf T€ 20.381 zurückzuführen. Der Anteil der vermittelten Wetteinsätze an der Gesamtleistung liegt leicht über dem des Vorjahres bei ca. 25% (Vorjahr 24%). Seine Entwicklung ist auf die ebenso gestiegenen Wetteinsätze bei unserem Buchmacher zurückzuführen. Die dennoch aufgezeigte Steigerung der vermittelten Wettumsätze erklärt sich vor allem mit der Tatsache, dass die Wettkunden bei Wetten in den Totalisator nicht mit Wettsteuer, wie sie bei Buchmacherwetten in Höhe von 5% auf den Wetteinsatz anfallen, belastet werden. Ohne Berücksichtigung der Sonderprovision beträgt der durchschnittliche Provisionssatz ca. 10,4 % (Vorjahr 10,8 %). Die Umsatzerlöse aus dem Wettgeschäft nahmen dagegen um T€ 709 vor allem aufgrund höherer Gewinnauszahlungen und aufgrund höherer Kundenrückvergütungen (T€ 2.473,2015: T€ 2.263) ab. Ihre Abnahme kompensierte die Zunahme der Provisionserlöse vollständig.
Die Abnahme der Materialaufwendungen um T€ 414 betrifft vor allem die Aufwendungen für bezogene Leistungen. Deren Rückgang steht vor allem im Zusammenhang mit geringeren Werbeleistungen (T€ -254), geringeren Provisionsaufwendungen gegenüber Dritten (T€ -70) und geringeren Informationsdienstleistungen (T€ -53). Die geringeren Werbeaufwendungen resultieren vor allem aus geplanten aber nicht umgesetzten Marketingmaßnahmen.
Der Personalaufwand erhöhte sich in 2016 um T€ 531 auf T€ 2.054. Die Zunahme ist vor allem auf eine Zunahme der durchschnittlich Beschäftigten auf 28 (2015: 23) Mitarbeiter und auf höhere Aufwendungen für Sachbezüge (T€ +288) zurückzuführen. Die höheren Sachbezüge stehen in Zusammenhang mit der Versteuerung des geldwerten Vorteils infolge der Ausübung der gewährten Bezugsrechte aus dem Aktienoptionsprogramm 2012. Die durchschnittlichen Personalkosten je Mitarbeiter betrugen T€ 73 (2015: T€ 66).
Die Abschreibungen sind mit T€ 294 fast auf dem Vorjahresniveau. Sie betreffen im Wesentlichen die im Frühjahr 2015 begonnene Abschreibung der neuen Wettplattform „Challenger“.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um T€ 29 auf T€ 1.393 in 2016 gesunken und somit nahezu konstant geblieben. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen nahmen vor allem die Beratungs-, Abschluss- und Prüfungskosten um insgesamt T€ 47, die Wartungs- und Instandhaltungskosten um insgesamt T€ 54 und die Kursverluste um T€ 33 zu. Demgegenüber sanken vor allem die Aufwendungen aus Wertminderungen und Abschreibungen von kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten um T€ 131.
Für das Jahr 2016 ergibt sich im Konzern ein EBITDA (Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit abzüglich Finanzergebnis und Abschreibungen) von T€ 2.245 (2015: T€ 2.222) und ein EBIT (EBITDA abzüglich Abschreibungen) von T€ 1.951 (2015: T€ 1.931).
Der Rückgang des Finanzergebnisses von T€ 96 auf T€ 76 ist vor allem auf die Rückführung von gewährten Darlehen an die mybet Holding SE im Geschäftsjahr 2016 zurückzuführen.
Aufgrund der verbesserten Ertragslage bei den maltesischen Tochtergesellschaften war das Ergebnis im Berichtsjahr vor allem durch laufende Ertragsteuern in Höhe von insgesamt T€ 434 (2015: T€ 172) belastet. Demgegenüber standen positive Effekte aus der Veränderung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträgen von T€ 159 (2015: T€ 883).
Unter Berücksichtigung des Finanzergebnisses und der Steuerbelastung ist das Konzernergebnis gegenüber T€ 2.743 für 2015 auf T€ 1.749 gesunken. Dies entspricht einem unverwässerten Ergebnis je Aktie von € 0,44 (2015: € 0,76) und einem verwässerten Ergebnis von € 0,43 (2015: € 0,71).
Bei einem nahezu gleichbleibenden Betriebsergebnis von T€ 1.951 (2015: T€ 1.931) begründet sich der Rückgang des Konzernergebnisses um T€ 994 vor allem aus dem Steuerergebnis, das im Vorjahr vor allem durch positive Effekte aus der Aktivierung von Verlustvorträgen beeinflusst war und im Geschäftsjahr 2016 nicht in dem Ausmaß eingetroffen sind.
Das Konzerngesamtergebnis von T€ 1.750 (2015: T€ 2.743) berücksichtigt zusätzlich die erfolgsneutral erfassten Wertänderung von Kapitalmarktpapieren, die zum aktuellen Börsenkurs am Bilanzstichtag bewertet sind.
3 Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der pferdewetten.de AG
3.1 Vermögenslage
Das Eigenkapital der Konzern-Muttergesellschaft, der pferdewetten.de AG, beträgt per 31.12.2016 T€ 8.659 (2015: T€ 5.774). Diese Veränderung ist neben dem erzielten Jahresergebnis in Höhe von T€ 756 (2015: T€ 1.566) auf die im Geschäftsjahr durchgeführte Kapitalerhöhung gegen Bareinlage (T€ 2.022) und auf die Ausübung von gewährten Bezugsrechten durch Mitarbeiter im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes 2012 (T€ 400) zurückzuführen. Zusätzlich bewirkte die zeitanteilige Erfassung des beizulegenden Zeitwertes der am 17. Mai 2012 gewährten Aktienoptionen in Höhe von T€ 16 (2015: T€ 45) und die zeitanteilige Erfassung des beizulegenden Zeitwertes der am 21. September 2016 neu gewährten Aktienoptionen in Höhe von T€ 52 (2015: T€ 0) an Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften in die Kapitalrücklage eine Erhöhung des Eigenkapitals. Demgegenüber stand die Auszahlung und damit Minderung des Eigenkapitals durch die auf der Hauptversammlung am 20. September 2016 beschlossene Dividendenzahlung in Höhe von insgesamt T€ 360.
Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 2.829 auf T€ 9.824 erhöht.
Auf der Aktivseite nahmen vor allem die Guthaben bei Kreditinstituten um T€ 2.221 zu. Ihre Zunahme ist im Wesentlichen auf die durchgeführte Barkapitalerhöhung zurückzuführen. Dem steht die Abnahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um insgesamt T€ 1.147 gegenüber. Ihre Entwicklung berücksichtigt vor allem die Rückführung von Ansprüchen der pferdewetten.de AG gegenüber dem ehemaligen Hauptaktionär, der mybet Holding SE, aus der Gewährung von Darlehen. Diese wurden in Höhe von T€ 1.000 getilgt und durch die Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an den Domains „sportwetten.de“ und „sportwetten.com“ ausgeglichen. Zugleich begründet sich hieraus die Zunahme der immateriellen Vermögenswerte um T€ 691. Der Kaufpreis der im Geschäftsjahr erworbenen Domains „sportwetten.de“ und „sportwetten.com“ in Höhe von T€ 691 bestimmte sich nach dem Buchwert der Darlehensforderungen der pferdewetten.de AG aus dem Domainübertragungs- und Domainlizensierungsvertrag zum Zeitpunkt der Übertragung am 4. Mai 2016.
Dem stand die Entwicklung der Forderungen gegen die pferdewetten-service.de GmbH, die um insgesamt T€ 465 stichtagsbedingt zunahmen, gegenüber. Die Abführung des Gewinns 2015 in Höhe von T€ 1.211 erfolgt im Geschäftsjahr 2016 durch die pferdewetten-service.de GmbH.
Die von der mybet Holding SE zugeflossenen Mittel wurden in jederzeit veräußerbare Kapitalmarktpapiere in Höhe von T€ 969 investiert, die unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesen werden.
Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen blieben nahezu auf Vorjahresniveau.
3.2 Finanzlage
Die pferdewetten.de AG verfügt per 31. Dezember 2016 über liquide Mittel in Höhe von T€ 2.365 (2015: T€ 144). Diese sind frei verfügbar. Die Forderungen und Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen kurzfristig fällig und in der Berichtswährung zu begleichen bzw. zurückzuzahlen. Es bestehen keine Kreditlinien. Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber Tochtergesellschaften werden nicht verzinst und haben eine Laufzeit von unter einem Jahr. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von T€ 969 sind jederzeit veräußerbar.
3.3 Ertragslage
Die Konzern-Muttergesellschaft finanziert sich über Beratungen und Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften. In 2016 erzielte sie hieraus Umsatzerlöse in Höhe von T€ 911 (2015: T€ 876).
Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres beinhalten vor allem Erträge aus der Zuschreibung von in Vorjahren vorgenommenen Einzelwertberichtigungen auf die Forderungen gegen die pferdewetten-service.de GmbH in Höhe von T€ 508. Derartige Erträge sind im Geschäftsjahr 2016 entfallen, da durch die Zuschreibung im Vorjahr die vorhandenen Einzelwertberichtigungen komplett eliminiert wurden. Anders als im Vorjahr nahmen die Erträge aus Sachbezügen um T€ 244 zu. Hintergrund der Zunahme ist die Versteuerung von geldwerten Vorteilen im Zusammenhang mit der Ausübung der gewährten Bezugsrechte im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes 2012 im Juli 2016.
Letzteres begründet ebenso im Wesentlichen die Zunahme des Personalaufwandes um T€ 288. Er enthält Aufwendungen aus Sachbezügen in Höhe von T€ 281 (2015: T€ 38). Daneben begründet sich die Zunahme des Personalaufwands auf der Neueinstellung eines Mitarbeiters.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind bei der pferdewetten.de AG im Vergleich zum Vorjahr um T€ 167 auf T€ 659 gestiegen. Wesentliche Ursache hierfür waren höhere administrative Aufwendungen und Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit den Veränderungen in der Aktionärsstruktur und den Änderungen im Eigenkapital. Daneben begründet sich die Zunahme der administrativen Aufwendungen vor allem aus Börsennotierung und Rechtsform der pferdewetten.de AG.
Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren wie im Vorjahr aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der pferdewetten-service.de GmbH. Das Jahresergebnis der pferdewetten-service.de GmbH nahm von T€ 1.712 in 2015 vor Abzug eines handelsrechtlichen Verlustvortrags von T€ 700 auf T€ 1.021 im Geschäftsjahr 2016 ab. Der Rückgang resultiert dabei vor allem aus der Umstellung des Abrechnungsweges von Vermittlungsprovisionen gegenüber einem Rennverein während des Geschäftsjahres 2016. Vor diesem Hintergrund begründet sich daher auch die Abnahme der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen um T€ 190.
Wegen der Nutzung von Verlustvorträgen sind keine Ertragsteuern auf das Ergebnis 2016 angefallen.
Das Jahresergebnis nach Steuern hat sich bei der Konzern-Muttergesellschaft, der pferdewetten.de AG, in 2016 auf T€ 756 vermindert (2015: T€ 1.566). Wesentliche Ursache für den Rückgang sind Sondereffekte aus der Zuschreibung von Forderungen im Vorjahr (T€ 508), höhere Personalkosten sowie sonstige betriebliche Aufwendungen und ein Rückgang der Erträge aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der pferdewetten-service.de GmbH.
4 Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage
Die wirtschaftliche Lage des Konzerns zeigte im Jahr 2016 eine weiterhin positive Entwicklung. Der Rückgang im eigenen Wettgeschäft konnte nahezu vollständig durch eine Zunahme der Provisionserlöse aus der Wettvermittlung kompensiert werden. Die Kostensituation blieb trotz zunehmender Personalkosten aufgrund von Einsparungen im Bereich der Marketingaufwendungen konstant zum Vorjahr, sodass Betriebsergebnis daher mit T€ 1.951 fast auf dem Niveau des Vorjahres (T€ 1.931) blieb. Der Rückgang des Konzerngesamtergebnisses um T€ 993 ist daher vor allem auf Sondereffekte im Vorjahr im Bereich der latenten Steuern zurückzuführen, die im Geschäftsjahr nicht in der Höhe des Vorjahreseffektes zu verzeichnen sind.
Die Liquiditätslage verbesserte sich insbesondere infolge der positiven Geschäftsentwicklung sowie aufgrund der im Berichtsjahr durchgeführten Barkapitalerhöhung und aufgrund der im Berichtsjahr ausgeübten Bezugsrechte der Mitarbeiter im Rahmen des Aktienoptionsprogrammes 2016. So verfügt der Konzern am Bilanzstichtag unter der Berücksichtigung von bereits abgezogenen treuhänderisch verwalteten Kundengeldern (2016: T€ 968; 2015: T€ 916) und verpfändeten Festgeldguthaben (T€ 34) über freie liquide Mittel in Höhe von T€ 5.942 (2015: T€ 2.267). Daneben ist zu berücksichtigen, dass der Konzern weitere finanzielle Mittel in Kapitalmarktpapiere in Höhe von T€ 983 angelegt hat, die jederzeit veräußerbar sind. Mit dem Verkauf sämtlicher Anteile der mybet Holding SE an der pferdewetten.de AG Anfang Juni 2016 besteht kein Abhängigkeitsverhältnis und damit keine Verbundbeziehung mehr zur mybet-Gruppe. Mit der Trennung vom Konzern erfolgte die Rückführung von in Vorjahren gewährten Darlehen und zugleich der Rückerwerb der Domains „sportwetten.de“ und „sportwetten.com“, die im Konzern unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen werden.
Die pferdewetten.de AG ist aufgrund des Konzernaufbaus als Muttergesellschaft von der Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungsunternehmen abhängig. Sie kann jedoch ihren eigenen Beitrag zum Erfolg der Gruppe leisten, indem sie zum einen ihre Strukturen und zum anderen die Kostenentwicklung permanent optimiert. Zugleich ist diese seit Mai 2016 rechtlicher und wirtschaftlicher Eigentümer der Domains „sportwetten.de“ und „sportwetten.com“.
Mit Ausnahme langfristiger Tantiemeverpflichtungen von 94 T€ (2015: 63 T€) verfügen weder die pferdewetten.de AG noch die Tochtergesellschaften über weitere langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.
Die Eigenkapitalquote des Konzerns stieg auf 79,0% (2015: 73,3%). Die Eigenkapitalquote der Muttergesellschaft ist aufgrund des Jahresergebnisses und der im Berichtsjahr erfolgten Kapitalerhöhungen bei nahezu gleichbleibenden Verbindlichkeiten von 82,5% in 2015 auf 88,1% in 2016 gestiegen.
Insgesamt lässt sich die wirtschaftliche Lage des Konzerns und der Muttergesellschaft, insbesondere auch vor dem Hintergrund des positiven Trends der operativen Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf 2016 und der Erwartungen an die Folgejahre, als solide bezeichnen.
5 Unternehmenssteuerung
Die Steuerung des pferdewetten.de AG-Konzerns erfolgt im Wesentlichen auf der Basis der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzerlöse und EBIT.
Die Umsatzerlöse resultieren aus dem Wettgeschäft, d.h. den Wettumsätzen aus Pferdewetten nach Wettsteuern und Kundenbonus (sog. „Hold“), aus den Wettprovisionen für die Vermittlung von Wetten und sonstigen Umsatzerlösen.
Das EBIT entspricht dem in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung dargestellten Betriebsergebnis.
Ausgehend von unserer ursprünglichen Umsatzprognose für das Jahr 2016 (Umsatzwachstum von 8% bzw. ein Umsatzanteil von € 7,0 bis € 7,5 Mio.) konnte ein Umsatz von € 6,6 Mio. erreicht werden. Die Umsatzerlöse waren in Höhe von 2% rückläufig. Die tatsächliche Umsatzentwicklung begründet sich aus unerwartet hohen Gewinnauszahlungen im Geschäftsjahr 2016, die vor allem das Hold aus dem eigenen Wettgeschäft um T€ 709 verringerte. Auch die ebenso unerwartete Zunahme der Provisionserlöse um T€ 547 konnte diesen Rückgang nicht kompensieren. Das geplante EBIT von € 1,5 Mio. bis € 1,9 Mio. konnte dennoch in Höhe von € 2,0 Mio. erreicht bzw. leicht übertroffen werden. Dies ist insbesondere auf ursprünglich geplante aber tatsächlich nicht durchgeführte Marketingmaßnahmen zurückzuführen. Ebenso waren die Kostenbelastungen in Zusammenhang mit der Erlangung einer Lizenz in Deutschland nicht so hoch wie erwartet.
Die Steuerung der pferdewetten.de AG als Holdingfunktion orientiert sich am Jahresergebnis als einzigen finanziellen Leistungsindikator.
Für das Geschäftsjahr 2016 wurde vor Berücksichtigung des Gewinnabführungsvertrages mit der pferdewetten-service.de GmbH ein ausgeglichenes Jahresergebnis erwartet. Das um diesen Effekt bereinigte Ergebnis der pferdewetten.de AG in 2016 beträgt demnach € -0,3 Mio. Der Betrag ermittelt sich aus dem Ergebnis von EUR 0,8 Mio. abzüglich des abgeführten Gewinns aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der pferdewetten-service.de GmbH in Höhe von € 1,0 Mio. Die Abweichung zum prognostizierten Wert liegt vor allem an der nicht erfolgten Weiterbelastung von gestiegenen Kosten im personellen und administrativen Bereich an verbundene Unternehmen im Rahmen der vertraglich vereinbarten Umlage. Mit Berücksichtigung des Ergebnisses der pferdewetten-service.de GmbH wurde ein Ergebnis der pferdewetten.de AG von ca. € 0,9 Mio. bis € 1,2 Mio. im Geschäftsjahr 2016 erwartet. Ausgehend vom tatsächlichen Ergebnis in Höhe von € 0,8 Mio. begründet sich die Nichterreichung aus einem geringeren Ergebnisbeitrag der pferdewetten-service.de GmbH. Das Ergebnis der pferdewetten-service.de GmbH war geringer als erwartet, da während des Geschäftsjahres 2016 die Abrechnung eines Teils der Provisionserlöse mit einem Rennverein umgestellt wurde. Hierdurch reduzierten sich die Provisionserlöse der pferdewetten-service.de GmbH um ca. € 0,9 Mio.
6 Bericht über das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem
Für die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts sowie des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG ist der Vorstand der pferdewetten.de AG verantwortlich. Der Konzernabschluss wird unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Der Einzelabschluss wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung des HGB und den handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktienrechts erstellt.
Die bestehenden internen Kontroll- und Risikomanagementsysteme sollen die Ordnungsmäßigkeit und die Übereinstimmung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses sowie des zusammengefassten Lageberichts mit den gesetzlichen Vorschriften gewährleisten. Um diese Vorgaben einzuhalten, werden kontinuierlich Maßnahmen zur gezielten Weiterbildung der Mitarbeiter im Bereich Finanzen durchgeführt. Die Einhaltung der Richtlinien und die Funktionsfähigkeit der Kontrollsysteme werden regelmäßig geprüft. Die Einhaltung konzernweit einheitlicher Buchungssystematiken in der Finanzbuchhaltung wird permanent von der kaufmännischen Leitung überwacht. Regelmäßige Abstimmungen der Zahlungsströme mit den Belegen der Finanzbuchhaltung sowie ständige Kommunikation zwischen den in diese Prozesse eingebundenen Personen gewährleisten die Missbrauchsprävention. Die Finanzbuchhaltung wird von externen Steuerberatungsbüros betreut bzw. unterstützt und unterliegt somit einer zusätzlichen externen Kontrollinstanz. Die Erstellung der Jahres- und Zwischenabschlüsse erfolgt ebenfalls mit Unterstützung von externen Steuerberatungsbüros, wodurch auch in diesem Bereich die Einhaltung der aktuellen rechtlichen Vorgaben gewährleistet ist.
Zur Steuerung des Unternehmens und zur Überwachung, Analyse sowie Dokumentation von Unternehmensrisiken setzt der Vorstand der pferdewetten.de AG verschiedene Systeme und Verfahren ein. Über spezielle Tools können tagesaktuell Auswertungen über die wichtigsten Kennzahlen im Konzern vorgenommen werden, so dass sich der Vorstand sowohl regelmäßig als auch stichprobenartig ein Bild machen kann. Die Monatsberichte der Konzerngesellschaften und des Konzerns bilden die Geschäftsentwicklung periodisch ab und werden regelmäßig einer Analyse seitens des Vorstands unterzogen.
Der Aufsichtsrat ist mit prozessunabhängigen Prüfungsmaßnahmen in das interne Überwachungssystem eingebunden.
7 Risikomanagement
Das Risikomanagementsystem der pferdewetten.de AG ist entsprechend des Aktienrechts darauf ausgerichtet, dass der Vorstand mögliche Risiken frühzeitig erkennen und Gegenmaßnahmen rechtzeitig einleiten kann. Es umfasst die Beurteilung der Wirksamkeit der internen Aufbau- und Ablauforganisation, einschließlich der Prozesse und der IT-Unterstützung des Unternehmens. Neben der Identifizierung und Quantifizierung der operativen Risiken zielt der Vorgang auf die Definition und Implementierung wirkungsvoller Management-Informationssysteme, einschließlich Frühwarnsystemen und Risikoindikatoren ab.
Auf Basis des internen Risikoberichtes wird über die Entwicklung bestehender Risiken oder deren Hinzukommen oder Wegfall berichtet und erfolgt zugleich deren Überwachung. In diesem Zusammenhang werden entsprechende Maßnahmen eingeführt, um die wesentlichen Risiken des Konzerns innerhalb dessen eigenen Einflussbereichs zu minimieren. Je Risiko erfolgt eine Beschreibung sowie Bewertung des Risikos hinsichtlich Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit.
Klassifizierung der Eintrittswahrscheinlichkeit
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| Eintrittswahrscheinlichkeit | Beschreibung |
|---|---|
| 1% bis 5% | Sehr gering |
| 6% bis 25% | Gering |
| 26% bis 50% | Mittel |
| 51% bis 100% | Hoch |
Klassifizierung nach Auswirkungsgrad
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| Erwartete Auswirkung in T€ | Grad der Auswirkung |
|---|---|
| T€ 0 bis T€ 25 | Niedrig |
| >T€ 25 bis T€ 75 | Moderat |
| >T€ 75 bis T€ 125 | Wesentlich |
| >T€ 125 bis T€ 750 | Gravierend |
Aus der Kombination der erwarteten Eintrittswahrscheinlichkeit und der erwarteten Auswirkung des Risikos erfolgt die Klassifizierung des Risikos in hoch, mittel und gering.
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| Auswirkung | ||||
|---|---|---|---|---|
| Gravierend | Mittel | Mittel | Hoch | Hoch |
| Wesentlich | Mittel | Mittel | Mittel | Hoch |
| Moderat | Gering | Mittel | Mittel | Mittel |
| Niedrig | Gering | Gering | Mittel | Mittel |
| Eintrittswahrscheinlichkeit | Sehr gering | Gering | Mittel | Hoch |
7.1 Wesentliche Risiken
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns ist grundsätzlich einer Reihe von Risiken ausgesetzt, deren Eintritt einzeln oder zusammen mit anderen Umständen die Geschäftstätigkeit des Konzerns erheblich beeinträchtigen und unter Umständen erhebliche bis existenzgefährdende nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können.
Dabei geht das Management des Konzerns gemäß der Risikopolitik grundsätzlich nur solche Risiken ein, die im Rahmen der Wertschaffung unvermeidbar, jedoch kontrollierbar sind. Das dazu erforderliche Risikomanagement ist in den Kerngeschäftsprozess und in die eingesetzten Systeme des Konzerns eingebunden.
Hinsichtlich der Art der Risiken, ihrer Auswirkungen und der Eintrittswahrscheinlichkeit werden nachfolgend nur die als wesentlich erachteten Risiken beschrieben, die das Geschäft sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage maßgeblich beeinflussen können.
Die pferdewetten.de AG ist als Mutterunternehmen mittelbar den Wirkungen von Risiken unterworfen, denen die Konzern-Tochtergesellschaften ausgesetzt sind. Die nachstehend beschriebenen Risiken gelten somit, wenn nicht explizit angeführt, in ihrer mittelbaren Wirkung auch für die pferdewetten.de AG.
7.1.1 Rechtliche und regulatorische Risiken
Der Konzern bietet zum Bilanzstichtag Wetten auf Pferderennen an bzw. vermittelt den Abschluss von Wetten. Der Rechtsrahmen für das Anbieten und Vermitteln von Pferdewetten in Deutschland ist seit dem Inkrafttreten des Glücksspieländerungsstaatsvertrages im Juli 2012 in vielen Punkten noch ungeklärt. Zudem schaffen europarechtliche Entscheidungen und Urteile deutscher Gerichte in 2016 weitere Unsicherheiten in die bestehende Sportwetten- und Glücksspielregulierung mit möglicher Ausstrahlungswirkung auch auf das Pferdewettgeschäft. Für das Veranstalten von Pferdewetten für deutsche Kunden im Internet ist nach derzeit geltenden § 27 Glücksspieländerungsstaatsvertrag eine Genehmigung (Lizenz) erforderlich. Zuständig für die Gewährung einer Lizenz ist das Land Hessen. Hier hat unser Buchmacher auf Malta bereits in 2012 einen Antrag auf Lizenzerteilung gestellt. Seit Anfang 2014 wird mit den Behörden konstruktiv und regelmäßig an den Lizenzbedingungen und allgemeinen Voraussetzungen gearbeitet. Mit Schreiben vom 22. Juni 2015 wurde der Gesellschaft eine Grunderlaubnis zur Veranstaltung und Vermittlung von Pferdewetten im Inland durch die zuständige Behörde bis 30. Juni 2019 erteilt. Sie enthält Auflagen betreffend der Vermittlung von Pferdewetten an bestimmte Veranstalter im Inland und Ausland aber noch keine Bedingungen, wie z.B. die Höhe der zulässigen monatlichen Wetteinsätze für deutsche Kunden. Die Grunderlaubnis ist Voraussetzung für die Erteilung einer Interneterlaubnis (Lizenz), die derzeit jedoch noch nicht gewährt wurde, da wir weiterhin noch in laufenden Verhandlungen mit der Behörde über die mit der Erlaubnis verbundenen Auflagen stehen. Hier wollen wir vor allem eine Ausnahmeregelung betreffend der im Glücksspielstaatsvertrag geregelten Wetteinsatzbeschränkung (monatlich T€ 1 je deutscher Kunde) erzielen.
Eine Beschränkung des monatlichen Wetteinsatz je deutscher Kunde von T€ 1 würde die Entwicklung des Konzerns mit der heutigen Ausrichtung stark beeinträchtigen, da ca. 56% der Umsätze mit Kunden erfolgt, die sich über das Länderkennzeichen Deutschland auf unserer Wettplattform registrieren. Wir haben das Risiko einer Wetteinsatzbeschränkung in der von uns erwarteten Höhe in unsere Unternehmensplanung einkalkuliert und hoffen diese auch durchzusetzen. Gestützt werden unsere Erwartungen von unseren Kenntnissen über die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen bei unseren Mitbewerbern, die bereits eine Lizenz erhalten haben.
Ein weiterer kritischer Punkt des gültigen Glücksspieländerungsstaatsvertrages 2012 ist das Verbot für die Vermittlung an ausländische Rennvereine. Dies würde für den Konzern besonders die Vermittlung in die nordeuropäischen Länder und die USA betreffen.
Feststellbar ist jedoch, dass die bisherigen lizensierten Anbieter in Deutschland weiterhin die Vermittlung in ausländische Totalisatoren im Angebot haben. Dies lässt vermuten, dass auf der Basis von einzelvertraglichen Ausnahmegenehmigungen die Möglichkeit besteht, auch weiterhin das Angebot für die ausländische Vermittlung für den Konzern beizubehalten.
In der am 22. Juni 2015 erteilten Grunderlaubnis des Landes Hessen wurde uns die Vermittlung von Pferdewetten an bestimmte Veranstalter in die USA und in Kanada zugesagt. Insoweit das Risiko nur noch in der Vermittlung zu den nordeuropäischen Ländern besteht. Ob die bisher erteilten Zusagen allerdings noch in der ausstehenden Interneterlaubnis Bestand haben werden, bleibt abzuwarten. Hier befinden wir uns in Verhandlungen.
Wegen der weiterhin fehlenden Lizenz zur Veranstaltung und Vermittlung von Pferdewetten im Internet wird das Angebot des Konzerns in Deutschland weiterhin geduldet. Auch wenn das Management des Konzerns davon ausgeht, eine Lizenz zu erhalten, besteht hier weiterhin ein Risiko hinsichtlich der damit verbundenen Auflagen. Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr weiterhin als hoch klassifiziert.
Das rechtliche und regulatorische Risiko der pferdewetten.de AG ist durch Investitionen und Standorte im Ausland vermindert, da dort das rechtliche Umfeld für Glücksspielunternehmen deutlich besser strukturiert ist als in Deutschland.
Die vorhandenen Lizenzen (Malta Gaming Authority (MGA) Lizenz des Buchmachers in Malta, die Totalisatorenlizenz der pferdewetten.at GmbH und die Buchmacherlizenz für das Wettbüro München), mit denen die Pferdewetten angeboten werden können, sind zudem teilweise befristet. Es besteht grundsätzlich ein Risiko, dass diese Lizenzen nicht verlängert werden. Die Lizenz des Buchmachers in Malta ist 2016 erneuert worden und bis zum 30. März 2021 gültig. Die Totalisatorenlizenz der pferdewetten.at GmbH ist zeitlich auf 2 Jahre bis 27. September 2018 und auf das Bundesland Steiermark begrenzt.
Mit Schreiben vom 27. November 2014 haben wir eine Erlaubnis zum Betrieb eines Buchmachergewerbes für das Wettbüro in München für einen Zeitraum von vier Jahren bis zum 26. November 2018 von der zuständigen Behörde in München erhalten. Entgegen der jahrzehntelangen Jurisdiktion und Praxis in Buchmacherläden sowohl Totalisator- als auch Buchmacherwetten anzubieten, hat die zuständige Behörde allerdings die Möglichkeit der Veranstaltung und Vermittlung von Buchmacherwetten deutlich eingeschränkt. Mit Klageschrift vom 29. Dezember 2014 haben wir eine Reihe von Nebenabreden angefochten. Das Klageverfahren konnte noch nicht beendet werden.
Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.
7.1.2 Aktienrecht
Die pferdewetten.de AG unterliegt als börsennotierte Aktiengesellschaft dem Aktienrecht und der Aufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Hieraus ergeben sich vor allem Pflichten über die fristgerechte Veröffentlichung und Mitteilung von Finanzmarktdaten und bestimmten Tatsachen, die den Börsenkurs der zugelassenen Wertpapiere erheblich beeinflussen (§§ 15 und 26 des Wertpapierhandelsgesetzes). Wegen zwei Veröffentlichungen in 2012 und 2013 befindet sich die pferdewetten.de AG weiterhin mit der BaFin in zwei laufenden Verfahren:
Gemäß Anhörungsschreiben der BaFin hat die pferdewetten.de AG versäumt, die positiven Halbjahreszahlen des Konzerns für 2012 per ad-hoc-Meldung vorab zu veröffentlichen. Dieses stellt einen Verstoß gegen den Emittenten-Leitfaden dar, da die Ergebnisse deutlich besser als in den Vorjahren waren und somit alle Marktteilnehmer vorzeitig von der positiven Entwicklung hätten unterrichtet werden müssen. Auch wenn das Management des Konzerns anderer Meinung ist, droht im Falle eines Verstoßes theoretisch ein Bußgeld bis zu einer maximalen Höhe von € 1 Mio. für das entstandene Insiderwissen. Bei leichten Verstößen eines sog. „Emittenten D“, d.h. einer Marktkapitalisierung von unter € 10,0 Mio. wie bei der pferdewetten.de AG zum Zeitpunkt des behaupteten Verstoßes, geht die BaFin in ihren WpHG-Bußgeldleitlinien allerdings von einem Grundbußgeld-betrag von T€ 80 und bei Leichtfertigkeit von T€ 40 aus. Mit Schreiben vom 12. November 2012 haben wir gegenüber der BaFin rechtlich Stellung genommen. Wir stellen uns hierin auf den Standpunkt, dass zwar formal die im Emittenten-Leitfaden ausgewiesenen Regelbeispiele für eine ad-hoc-Publizität gegeben sind, aufgrund der kontinuierlichen Entwicklung der Geschäfte der Gesellschaft aber im konkreten Einzelfall kein Preisbeeinflussungspotenzial zu erkennen war. Wir halten es daher für überwiegend wahrscheinlich, dass die Ba-Fin eine Abmahnung ausspricht. Im Mai 2015 kam zu einer schriftlichen Anhörung zu der wir im Juli 2015 Stellung bezogen haben. Seit dem haben wir keine Rückmeldung seitens der BaFin erhalten und haben daher unsere bilanzielle Vorsorge beibehalten.
Im Juli 2013 hat die BaFin ein zweites Verfahren wegen des Verdachts der verspäteten ad hoc-Mitteilung über den Kauf der „equi8“-Plattform eingeleitet. Nach der Anhörung des Konzerns wurde die Angelegenheit Anfang September 2013 an das für die Verfolgung von Ordnungsmäßigkeiten zuständige Referat weitergegeben. Auch hier ist die pferdewetten.de AG der Meinung, dass sie den Pflichten ausreichend nachgekommen ist. Ein Risiko besteht aber auch hier von bis zu T€ 80 bzw. T€ 40 bei Leichtfertigkeit. Im Mai 2015 kam es zu einer schriftlichen Anhörung, zu der wir im Juli 2015 Stellung bezogen haben. Seit dem haben wir keine Rückmeldung seitens der BaFin erhalten und haben daher unsere bilanzielle Vorsorge beibehalten.
Ausgehend von dem Stand der beiden Verfahren wurde das Risiko im Rahmen unseres internen Risikoberichts als mittel klassifiziert. Neben diesen Verfahren wurde die pferdewetten.de AG im August 2016 von der BaFin wegen der verspäteten Veröffentlichung von Mitteilungen nach § 26 Abs. 1 WphG gerügt. Nach erfolgter Stellungnahme durch die pferdewetten.de AG wurde das Verfahren eingestellt. Weitere Verfahren mit der BaFin bestehen nicht.
7.1.3 Wettbewerbsumfeld
Der Pferderennsport befindet sich in Deutschland weiterhin in einer schwierigen Lage. Rennbahn-Schließungen und die schlechte wirtschaftliche Situation der Rennvereine und Dachverbände können zu einer weiteren Verringerung des Rennangebotes führen. Dadurch können weniger in Deutschland stattfindende Wetten von den Konzerngesellschaften angeboten werden, was sich negativ auf die Umsätze im Pferdewettbereich der Gesellschaft auswirken kann.
Die Anzahl der Pferdewettanbieter im Internet war in 2016 unverändert. Die Gesellschaft geht aber davon aus, dass immer wieder neue Wettbewerber in den Markt eintreten können, da keine technischen Zugangsbarrieren für diesen Markt bestehen. Denkbar ist insbesondere der Markteintritt ressourcen- und markenstarker Unternehmen, die bereits außerhalb Deutschlands Internet-Wetten veranstalten oder auch auf anderen Gebieten des e-commerce tätig sind. Dies könnte es ihnen ermöglichen, mehr Mittel als die Gesellschaft in die Entwicklung und Förderung ihrer Dienstleistungen zu investieren. In diesem Zusammenhang ist der größte Wettbewerber, der Betreiber der Domain racebets.com, von einem großen schwedischen Sportwettanbieter in 2016 übernommen worden. Ob dies zu negativen Auswirkungen führt, kann noch nicht abschließend beurteilt werden.
Die Wettbewerber könnten außerdem mehr Mittel in die Entwicklung neuer Dienste investieren, weiterreichende Marketingkampagnen durchführen, eine aggressivere Preispolitik einführen und den Nutzern, den vorhandenen und potenziellen Mitarbeitern, Werbekunden und sonstigen Partnern attraktivere Angebote unterbreiten. Die Konkurrenten der Gesellschaft könnten Produkte entwickeln, die den von der Gesellschaft angebotenen ähnlich oder ihnen überlegen sind oder aus sonstigen Gründen eine größere Marktakzeptanz erreichen als die Angebote der Gesellschaft.
Des Weiteren können die Margen aufgrund zunehmenden Wettbewerbes unter Druck kommen.
Das Risiko der pferdewetten.de AG wird vermindert durch den Ausbau des Angebots von internationalen Rennveranstaltungen und den verstärkten Eintritt in den internationalen Markt, teilweise auch durch Kooperationen mit dort führenden Anbietern, die über die ausländischen Tochtergesellschaften für ausländische Kunden angeboten werden.
Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.
7.1.4 Steuerliche Risiken
Steuerliche Außenprüfungen haben bisher bei der pferdewetten.de AG und der pferdewetten-service.de GmbH vollumfänglich stattgefunden. Hieraus ergaben sich keine wesentlichen Beanstandungen. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die Gesellschaft und/oder ihre Tochtergesellschaften von nennenswerten Nachzahlungsverpflichtungen in Zukunft betroffen sein könnten.
Zudem kann es nach dem Bilanzstichtag durch mittelbare oder unmittelbare Anteilserwerbe am Grundkapital der pferdewetten.de AG zur Anwendung des § 8c KStG und damit zum Wegfall von aktivierten und nicht aktivierten steuerlichen Verlustvorträgen kommen. Sollten aus derartigen schädlichen Anteilserwerben steuerliche Verlustvorträge nicht mehr nutzbar sein, so könnte dies wegen der zum Bilanzstichtag im Konzern noch vorhandenen und teilweise aktivierten latenten Steuern auf Verlustvorträge negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben bzw. auf Ebene des Mutterunternehmens zu steuerlichen Mehrbelastungen führen.
Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko daher wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.
7.1.5 IT-Risiken
Für die Abwicklung der angebotenen Wetten ist die Gesellschaft auf das Funktionieren der dabei verwendeten, automatisch ablaufenden technischen Systeme und Strukturen angewiesen. Die Gesellschaft ist deshalb in Bezug auf ihre Geschäftstätigkeit und die Durchführung ihrer Expansionspläne gerade auch in technologischer Hinsicht in hohem Maße von Partnerschaften mit Dritten abhängig.
Die Funktionsfähigkeit dieser Systeme ist deshalb für die gesamte Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, aber auch für ihre Attraktivität für die Kunden, von entscheidender Bedeutung. Allerdings können Fehler in der Funktionsweise dieser Systeme jederzeit auftreten, so dass die damit verbundenen Beeinträchtigungen die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft, aber auch ihren Ruf bei den Kunden, negativ beeinflussen können.
Server-Technologie:
Die Gesellschaft ist in Bezug auf die Unterbringung und die Bereitstellung von Internetanbindungen auf Dritte angewiesen. Sie muss sich darauf verlassen, dass diese konzernfremden Serviceanbieter („Provider“) ihre Ausrüstung vor menschlichem Versagen, Feuer, Hochwasser, Stromausfall, Telekommunikationsausfall, Sabotage, Vandalismus, Eindringen Unbefugter in das System und vor ähnlichen Ereignissen, so z. B. auch Denial-of-Service-Angriffen, geschützt haben. Die Leistung der Server sowie von Hardware und von Software der Netzwerk-Infrastruktur der Gesellschaft ist ausschlaggebend für die ordnungsgemäße Abwicklung der Geschäfte und den Ruf der Gesellschaft sowie ihre Fähigkeit, Nutzer - und damit auch Kunden und Kooperationspartner - zu gewinnen. Ein unerwarteter und/oder beträchtlicher Anstieg der Nutzung der Web-Site der Gesellschaft könnte die Kapazität ihres Systems stark beanspruchen, was unter Umständen zu einer längeren Reaktionszeit oder zu Systemausfällen führen könnte. Verlangsamungen oder Systemausfälle wirken sich negativ auf die Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit der Web-Site der Gesellschaft aus. Sie würden die Funktionalität ihrer Wettangebote und die daraus resultierenden Erfahrungen der Nutzer beeinträchtigen, damit die Umsätze der Gesellschaft reduzieren und ihre Attraktivität als Kooperationspartner mindern.
Risiko von Mängeln der eigenen IT-Infrastruktur:
Die Pflege und Weiterentwicklung der bestehenden Hardware-Systeme wird vorrangig durch eine Tochtergesellschaft der pferdewetten.de AG betrieben. Bestandteil der Betreuungsleistungen ist außerdem die Pflege der Datenbanken und der Internetseiten sowie die Versorgung der Internetseiten mit aktuellen Informationen zu Sportereignissen und Sportergebnissen. Der Konzern reduziert das Risiko, indem interne wie auch externe (durch Vereinbarung mit geeigneten Dienstleistungsunternehmen) Back-up-Systeme schnell einsetzbar sind. Durch den kontinuierlichen Aufbau einer eigenen IT-Abteilung seit 2015 soll der Abhängigkeit von Dritten bzw. durch eigene Überwachungshandlungen Risiken im IT-Betrieb entgegen gewirkt werden.
Risiken aus der Nutzung des Internets:
Aufgrund der Nutzung des Internets als Hauptvertriebskanal für die Angebote der Gesellschaft und von deren Tochtergesellschaften ist nicht ausgeschlossen, dass die Gesellschaft bei dessen weiterer Entwicklung den Anschluss verliert oder sich technische Beschränkungen negativ auf den Geschäftsbetrieb der Gesellschaft auswirken.
Der Konzern reduziert die IT-Risiken, indem interne wie auch externe (durch Vereinbarung mit geeigneten Dienstleistungsunternehmen) Back-up-Systeme schnell einsetzbar sind. Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir die IT-Risiken wie im Vorjahr als gering klassifiziert.
7.1.6 Risiko von Mängeln wesentlicher Software:
Für die Abwicklung der Wettvorgänge nutzen die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften bestimmte, für ihre Zwecke speziell entwickelte Software. Der Bestand, zumindest die ungestörte Fortentwicklung der Gesellschaft, hängt davon ab, dass die Software im Wesentlichen fehlerfrei funktioniert. Sich etwa zeigende erhebliche Defekte der Software können dazu führen, dass die Funktionalität der Internet-Seiten der Gesellschaft beeinträchtigt oder gar aufgehoben wird oder die Wettvorgänge nicht mehr abgewickelt werden können.
Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.
7.1.7 Operative Risiken
Es besteht ein Risiko, dass aufgrund unausgewogener Gewinnentwicklungen bei den Buchmacher-wetten Kunden signifikante Gewinne erzielen und daraus resultierend Deckungsbeiträge nicht in ausreichender Höhe erzielt werden können. Diesem begegnet der Konzern mit entsprechenden Limitierungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie einem Risikomanagement, bei dem die Relation der Wetteinsätze und potenziellen Gewinnauszahlungen überwacht und gesteuert wird.
Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko wie im Vorjahr als mittel klassifiziert.
7.1.8 Liquiditätsrisiken
Die Gesellschaft ist als Wachstumsunternehmen in einem risikobehafteten Marktumfeld einzuordnen, womit insbesondere die Aufnahme von Fremdmitteln erschwert werden könnte, oder der Konzern womöglich in der Zukunft nicht ausreichende Finanzierungsquellen in erforderlicher Höhe erschließen kann.
Das Volumen von Zahlungsströmen aus dem operativen Betrieb kann, bedingt durch saisonale Einflüsse bei den im Wettbetrieb angebotenen Veranstaltungen, aufgrund vertraglicher Verpflichtungen von den Auszahlungserfordernissen abweichen. Diesem begegnet der Konzern mit einem Liquiditätsmanagement, indem Einzahlungserwartungen und Auszahlungserfordernisse sowie die verfügbaren liquiden Mittel permanent überwacht und gesteuert werden.
Unter Berücksichtigung der vorhandenen freien Mittel zum Bilanzstichtag sowie den geplanten Umsätzen in 2017 und den Folgejahren weist der Liquiditätsplan einen Zahlungsmittelüberschuss aus, so dass ausreichend Liquidität und Kapital vorhanden sind, um die Unternehmensfortführung der pferdewetten.de AG und des Konzerns weiterhin zu gewährleisten. Voraussetzung hierfür ist jedoch, dass die geplante Umsatz- und Ertragserwartung sowie die erwarteten Zahlungsmittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit nicht deutlich unterschritten werden.
Im Rahmen unseres internen Risikoberichts haben wir das Risiko daher wie im Vorjahr als gering klassifiziert.
Da der Wettumsatz in Höhe von ca. 56% (2015: 53%) mit Kunden in Deutschland erzielt wird, könnte sich die Nichterteilung einer Ausnahmegenehmigung bzgl. der vorgegebenen Wetteinsatzbeschränkung negativ auf die Geschäftsentwicklung und damit Liquidität auswirken. Wir verweisen auf die Erläuterungen im Abschnitt 7.1.1 sowie auf die dortigen Erläuterungen zur Risikoklassifizierung.
7.1.9 Angaben nach § 315 Abs. 2 Nr. 2b HGB
Die Risiken aus Wechselkursveränderungen werden als geringfügig eingestuft. Im operativen Bereich werden Transaktionen fast ausschließlich in Euro abgerechnet und Fremdwährungstransaktionen innerhalb einer so kurzen Zeitspanne abgewickelt, die - auch aufgrund des Volumens dieser Transaktionen - lediglich ein geringfügiges Risiko enthalten.
Zinsrisiken werden ebenfalls als geringfügig eingestuft, weil Darlehensgewährungen entweder mit festen Zinsvereinbarungen abgeschlossen worden sind oder aufgrund ihrer geringen Restlaufzeit nur Risiken von untergeordneter Bedeutung aus Veränderungen des Zinssatzes erfahren können. Der Konzern hat keine zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.
Risiken bezüglich des Zahlungsausfalls von wesentlichen Forderungen werden fortlaufend überwacht und gesteuert. Die kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Wesentlichen Forderungen gegen Kreditkartenunternehmen und Online-Zahlungsdienstleister, die aus der Abwicklung des Zahlungsverkehrs im Rahmen des Wettgeschäftes resultieren sowie Forderungen gegenüber Mitarbeiter. Diese sind wie auch die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte in der Regel kurzfristig zwischen 30 und 90 Tagen oder innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nach 30 Tagen fällig. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind, erfolgt grundsätzlich eine Wertberichtigung. Der wesentliche Teil der langfristigen Forderungen besteht aus Darlehen an den Vorstand und einen Mitarbeiter des Konzerns in Höhe von insgesamt T€ 426, die zusätzlich ausreichend besichert sind.
Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der derzeit vorhandenen frei verfügbaren Mittel und auf Basis des aktuellen Liquiditätsplans nicht. Es wird insoweit auf die Erläuterungen unter Abschnitt 7.1.8 verwiesen.
Überschüssige finanzielle Mittel in Höhe von T€ 983 wurden im Berichtsjahr in Kapitalmarktpapiere investiert. Insoweit ist der Konzern auch Marktpreisänderungsrisiken (Aktienkurse) ausgesetzt. Diese können sich auf die Bewertung der unter den kurzfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Kapitalmarktpapiere (Anteile an Investmentfonds und Rentenfonds, Zertifikate, Anleihen) auswirken. In Höhe von ca. 93 % des bilanzierten Betrages (T€ 983) betreffen die Papiere Anteile an Fonds (Rentenfonds, Mischfonds, Investmentfonds) mit breiter Risikostreuung. Ausgehend von der Fondstruktur und der Performance des jeweiligen Fonds in 2016 wird das Preisänderungsrisiko als gering eingestuft. Für den Fonds selbst können abhängig von deren Anlagestrategie Kreditrisiken, Liquiditätsrisiken, Währungsrisiken, Kontrahentenrisiken, Risiken aus dem Derivateneinsatz, operationelle Risiken und Verwahrrisiken von Bedeutung sein. Ebenso kann jeder Fonds politischen und wirtschaftlichen Risiken unterliegen. So kann jeder Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung der Eurozone die Wertentwicklung und Volatilität der Fonds beeinträchtigen. Ziel der Investitionen ist eine sicherheitsorientierte kurzfristige Anlage von frei verfügbaren überschüssigen finanziellen Mitteln in alternative Anlageformen mit einer mittelfristig erwarteten positiven Rendite aufgrund des aktuellen Niedrigzinsumfeldes.
7.1.10 Angaben nach § 289 Abs. 2 Nr. 2b HGB
Für die pferdewetten.de AG besteht das Risiko, dass die bilanzierten Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausfallen könnten. Sie betragen ca. 45 % des Vermögens der pferdewetten.de AG und entfallen in Höhe von T€ 4.025 (2015: T€ 3.560) vor allem auf die pferdewetten-service.de GmbH, mit der ein Gewinnabführungsvertrag besteht. Die Werthaltigkeit der Forderungen gegen Tochtergesellschaften wird auf der Basis der Unternehmensplanung der Tochtergesellschaften regelmäßig überwacht. Auf der Basis der Unternehmensplanung ergaben sich keine Hinweise auf eine Wertminderung der Forderungen. Zugleich ergeben sich daraus keine Hinweise auf eine Wertminderung der Anteile an verbundene Unternehmen, die in Höhe von T€ 728 bilanziert sind.
Infolge der Anlage von finanziellen Mitteln in kurzfristig veräußerbare Kapitalmarktpapiere, unterliegt die pferdewetten.de AG ebenso Preisänderungsrisiken (Aktienkursschwankungen), die sich auf die Bewertung der unter den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesenen Kapitalmarktpapieren auswirken können. Zum Bilanzstichtag erfolgte eine Abwertung auf den Börsenwert in Höhe von T€ 13. Ausgehend von der Fondstruktur und der Performance des jeweiligen Fonds in 2016 wird die im Berichtsjahr vorgenommenen Abwertung als nicht langfristig angesehen. Neben der erfolgten Abwertung konnte festgestellt werden, dass der Zeitwert einiger Papiere im Depot über den Anschaffungskosten lagen. Die damit verbundene Aufwertung in Höhe von T€ 13 wurde aufgrund des Realisationsprinzips im handelsrechtlichen Einzelabschluss nicht erfasst. Insoweit wird das Preisänderungsrisiko als gering eingestuft.
Liquiditätsrisiken bestehen aufgrund der derzeit vorhandenen frei verfügbaren Mittel und auf Basis des aktuellen Liquiditätsplans nicht. Es wird insoweit auf die Erläuterungen unter Abschnitt 7.1.8 verwiesen.
Zinsrisiken werden ebenfalls als geringfügig eingestuft, weil Darlehen entweder mit festen Zinsvereinbarungen abgeschlossen worden sind oder aufgrund ihrer geringen Restlaufzeit nur Risiken von untergeordneter Bedeutung aus der Veränderungen des Zinssatzes erfahren können. Zudem sind die unter den sonstigen Ausleihungen erfassten Darlehensansprüche gegenüber den Vorstand und einen Mitarbeiter ausreichend besichert. Der pferdewetten.de AG hat keine zinstragenden Verbindlichkeiten gegenüber Dritten.
8 Chancenbericht
Die aktuelle pferdewetten.de-Seite und lotos-wetten.de-Seite sprechen hauptsächlich Kunden im deutschsprachigen Raum an. Die im Frühjahr 2015 in Betrieb genommene Wettplattform „Challenger“ wird zusammen mit der betbird. com-Seite in den Folgejahren durch unterschiedliche Sprachen und ggf. auch Währungen oder Wettarten neue Möglichkeiten der internationalen Kundenansprache bieten. Diese Möglichkeiten kombiniert mit gezielten Marketing- und Vertriebsaktivitäten in ausländischen Kundenmärkten bieten dem Konzern die Chance, sich weltweit einem 100 Mrd. Euro Markt zu öffnen.
Zusätzlich bietet die neue Wettplattform Schnittstellen, wodurch weiteren potenziellen Partnern das Angebot der pferdewetten.de zu Verfügung gestellt werden kann, um zusätzliche Kundengruppen zu akquirieren.
Weitere Chancen sehen wir in der erlangten Totalisatorenlizenz der pferdewetten.at GmbH, die es dem Konzern ermöglichen wird, über die Vermarktung des Wettgeschäfts in Österreich weitere Umsätze zu erzielen. Chancen zur möglichen Ausweitung des Onlinewettgeschäftes könnten sich zudem aus den im Geschäftsjahr erworbenen Domains „sportwetten.de“ und „sportwetten.com“ ergeben.
Daneben besteht die Möglichkeit, durch gezielte Marketing- und Vertriebsaktivitäten sowie gleichfalls technische Neuerungen auch auf dem heimischen Markt weitere Marktanteile zu gewinnen.
9 Erklärung zur Unternehmensführung
9.1 Berichterstattung und Entsprechenserklärung zur Corporate Governance
Der im Jahr 2002 von einer Regierungskommission des Bundesjustizministeriums erlassene und seither regelmäßig erweiterte Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar. Er enthält überdies international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance-System transparent und nachvollziehbar machen und will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) gilt in der Fassung vom 5. Mai 2015. Er enthält neben gesetzlichen Vorschriften anerkannte Corporate Governance-Standards in Form von Empfehlungen und Anregungen. Eine gesetzliche Pflicht zur Befolgung dieser Standards besteht nicht, sondern dient als Messlatte für eine Selbstregulierung der Wirtschaft. Nach § 161 Aktiengesetz sind jedoch Vorstand und Aufsichtsrat aller börsennotierten Aktiengesellschaften in Deutschland dazu verpflichtet, eine jährliche Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Kodex abzugeben.
Die pferdewetten.de AG beschäftigt sich intensiv und verantwortungsvoll mit dem Thema Corporate Governance. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Größe und der Struktur der pferdewetten.de AG sind jedoch nicht sämtliche Kodex-Empfehlungen sinnvoll umzusetzen. Die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG im Februar 2017 auf der Website der pferdewetten.de AG veröffentlicht. Ebenso sind im Internet sämtliche bisherigen Entsprechenserklärungen dauerhaft zugänglich.
Wortlaut der Entsprechenserklärung 2017
Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG erklären, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 05. Mai 2015 seit der letzten Erklärung im Februar 2016 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:
1. Selbstbehalt bei D&O Versicherung
(Ziffer 3.8. Absatz 2 des Kodex):
Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht in Ziffer 3.8 Abs. 2 vor, dass bei Abschluss einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10 % des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds und für den Aufsichtsrat ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden soll.
Die für die Organe der pferdewetten.de AG abgeschlossene D&O-Versicherung sieht seit 01. Februar 2011 für den Vorstand nach den Regelungen des § 93 Abs. 2, S. 3 AktG einen Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstands vor.
Für den Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält für sich einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung nicht für ein adäquates Mittel zur Erreichung der Ziele des Deutschen Corporate Governance Kodex. Solche Selbst-behalte werden typischerweise ihrerseits versichert, wodurch die eigentliche Funktion des Selbstbehalts unterlaufen wird.
2. Alleinvorstand
(Ziffer 4.2.1. Satz 1 des Kodex):
Aufgrund der Größe der pferdewetten.de AG und den damit verbundenen Aufgaben des Vorstands wurde ein Alleinvorstand bestellt. Eine Geschäftsordnung zur Regelung der Ressortzuständigkeiten ist daher bei mehreren Vorständen entbehrlich. Unabhängig davon unterliegt der Vorstand einer Geschäftsordnung.
3. Vergütung des Vorstandes
(Ziffer 4.2.2. und 4.2.3. des Kodex):
Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 sollen variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen.
Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 S. 6 bezüglich der Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variablen Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen vorsehen.
Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll ein Abfindungs-Cap im Falle der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrags vorgesehen werden (Ziffer 4.2.3 Abs. 4)
Die Vorstandsvergütung umfasst nicht nur fixe und variable Bestandteile, deren Zahlung von der Erreichung jährlicher, mittelfristiger und langfristiger Ziele abhängig ist, sondern der Vorstand kann darüber hinaus über die Gewährung von Aktienoptionen an einer positiven Entwicklung der Gesellschaft teilhaben.
Eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) ist im bestehenden Vergütungsmodell nur teilweise, und zwar für einen Teil der variablen Vergütung, vorgesehen. Ferner tragen die variablen Vergütungsbestandteile einer negativen Entwicklung derzeit keine Rechnung.
Die Vorstandsverträge enthalten keine Abfindungsregelung und damit auch kein Abfindungs-Cap für das vorzeitige Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds. Die Gesellschaft geht davon aus, dass geschlossene Verträge auch erfüllt werden. Der Aufsichtsrat hält die Vergütung des Vorstands trotz der vorstehend genannten Abweichungen vom Kodex für angemessen.
Die Empfehlung des Kodex (Ziffer 4.2.2 Abs. 2 S. 3) verpflichtet den Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung zu berücksichtigen.
Bei der Neubestellung im Dezember 2012 wurde die Vorstandsvergütung angepasst. Dabei spielten die wesentliche Rolle die Leistungen, die der heutige Vorstand der Gesellschaft bereits erbracht hat. Auch auf Grund der geringen Unternehmensgröße und der Anzahl der Beschäftigten erscheint die Ermittlung der Vorstandsvergütung auf Grund des Vergleichs zur Vergütung des oberen Führungskreises als nicht zweckmäßig.
4. Nachfolgeplanung, Diversity und Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratmitglieder
(Ziffer 5.1.2., 5.4.1. des Kodex):
Der Aufsichtsrat soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Vielfalt (Diversity), insbesondere eine angemessenen Berücksichtigung von Frauen achten und mit dem Vorstand, diesen betreffend, für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Der Aufsichtsrat entscheidet bei der Besetzung des Vorstands allein nach Sachverstand und Kompetenz. Der Vorstand besteht aus einer Person.
Eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand ist auf Grund des Alters des Vorstands und der Größe des Unternehmens bisher nicht angezeigt.
Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.1.2 Absatz 2 ferner die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder sowie in Ziffer 5.4.1 die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder. Bei der pferdewetten.de AG bestehen für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats derzeit keine Altersgrenzen, da die Festlegung einer bestimmten Altersgrenze nicht adäquat ist, sondern vor allem die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen relevant sind.
5. Bildung von Ausschüssen
(Ziffer 5.3.1. Satz 1; 5.3.2. Satz 1 und 2,5.3.3. des Kodex):
Mit Blick auf die Größe der Gesellschaft und die damit verbundene Größe der Besetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit vier Mitgliedern besteht bei der pferdewetten.de AG derzeit lediglich ein Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).
6. Zusammensetzung des Aufsichtsrats
(5.4.1. Abs.2 und Abs. 3 des Kodex):
Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele - mit Ausnahme der nach dem Gleichstellungsgesetz geforderten Festlegung einer Zielgröße für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat - für seine Zusammensetzung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 festgelegt. Er hat bereits in der Vergangenheit bei seinen Personalvorschlägen allein nach Sachverstand und Kompetenz entschieden. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, bei zukünftigen Wahlvorschlägen weiterhin vorrangig die fachliche und persönliche Kompetenz für die Entscheidung zu Grunde zu legen. Bedingt durch die geringe Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern und das Geschäftsfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, sieht der Aufsichtsrat auch weiterhin von konkreten Zielsetzungen (mit Ausnahme des Anteils von Frauen im Aufsichtsrat) nach Ziffer 5.4.1. Abs. 2 des Kodex ab.
7. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Ziffer 5.4.6 des Kodex):
Gemäß Ziffer 5.4.6 Abs. 1 sollen bei der Festlegung der Aufsichtsratvergütung der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden.
Die heutige Vergütungsstruktur sieht die erhöhte Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats vor, allerdings nicht für den stellvertretenden Vorsitz und auch nicht für die Tätigkeit in Ausschüssen. Auf Grund der Unternehmensgröße und der damit verbundenen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit vier Mitgliedern wurde nur ein Ausschuss nämlich ein Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, in dem alle Aufsichtsratsmitglieder tätig sind. Mit der für sie vorgesehenen Aufsichtsratsvergütung ist die Mitarbeit im Audit Committee berücksichtigt.
Eine erfolgsorientierte Vergütung soll auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein (Ziffer 5.4.6 Abs. 2).
Der Aufsichtsrat hat derzeit neben einer festen Vergütung auch Anspruch auf ein Sitzungsgeld und eine erfolgsorientierte Vergütung, die sich am erreichten EBIT der Gesellschaft orientiert und die damit nur mittelbar auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist.
Der Aufsichtsrat vertritt die Ansicht, dass die heutige Vergütungsstruktur der Größe und der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens entspricht.
9.2 Unternehmensführungspraktiken
Die Einhaltung von Verhaltensmaßregeln, Gesetzen und Richtlinien ist zentraler Bestandteil des unternehmerischen Handelns bei der pferdewetten.de AG.
Hierzu zählt neben der Beachtung von Recht, Gesetz und Satzung vor allem auch die Einhaltung der internen Regelwerke sowie der freiwillig eingegangenen Selbstverpflichtungen. Die Integrität im Umgang mit Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Aktionären und der Öffentlichkeit ist für die pferdewetten.de AG ein unternehmerisches Selbstverständnis.
Als Unternehmen der Glücksspielbranche ist sich die Gesellschaft sehr wohl bewusst, dass die Teilnahme an Geschicklichkeits- und Glücksspielen auch zu problematischem Verhalten bei unseren Kunden führen kann. Durch Präventionsmaßnahmen und Aufklärung verfolgen wir konsequent das Ziel, unsere Kunden zu schützen und zum verantwortungsvollen Spielen anzuhalten. Des Weiteren führt ein professionelles Selbstlimitierungstool auf unserer Online-Wettplattform zu einer Vermeidung von unkontrollierten hohen Verlusten. Diese wichtige Aufgabe nehmen wir sehr ernst.
Die pferdewetten.de AG veröffentlicht regelmäßig und zeitnah Informationen über die wirtschaftliche Lage des Konzerns sowie alle wesentliche Neuigkeiten, die das Geschäft der pferdewetten.de-Gruppe betreffen. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Konzernzwischenmitteilungen im ersten und zweiten Halbjahr werden im Rahmen der dafür vorgegebenen Fristen veröffentlicht. Aktuelle Ereignisse werden in Form von Presseinformationen und, falls erforderlich, Ad-hoc-Mitteilungen den Kapitalmarktteilnehmern und der Öffentlichkeit über geeignete elektronische Medien zugänglich gemacht.
9.3 Beschreibung von Arbeitsweise und Zusammensetzung von Vorstand, Aufsichtsrat und Ausschüssen
Vorstand
Allein-Vorstand der pferdewetten.de AG ist Pierre Hofer. Der Vorstand führt als Leitungsorgan die Geschäfte der Gesellschaft mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung und im Unternehmensinteresse.
Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens einschließlich des Risikomanagements sowie über Compliance-Sachverhalte. Für herausragende Geschäftsvorgänge wie Planungsverabschiedung, größere Akquisitionen oder Kapitalmaßnahmen beinhaltet die Geschäftsordnung für den Vorstand Zustimmungsvorbehalte des Aufsichtsrats.
Der Anstellungsvertrag mit dem Vorstand Herrn Hofer wurde im Dezember 2012 vom Aufsichtsrat mit Wirkung zum 15. Juli 2013 um weitere 5 Jahre verlängert.
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Er wird in die Strategie und Planung sowie in Fragen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Gremiums nach außen wahr.
Der Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG setzt sich aus dem Aufsichtsratsvorsitzenden Markus A. Knoss (seit 22. August 2014) und seinem Stellvertreter Sergey Lychak zusammen. Im Rahmen einer gesetzlichen Bestellung wurde Herr Markus Peuler, Finanzvorstand der mybet Holding SE, als weiteres Aufsichtsratsmitglied am 6. Januar 2016 bis zur Hauptversammlung am 20. September 2016 bestellt. Eine Neuwahl von Herrn Peuler erfolgte nicht. Die letzte Wahl des Aufsichtsrats erfolgte auf der Hauptversammlung am 18. Juni 2013 für eine Amtsdauer von fünf Jahren. Durch personelle Veränderungen im Aufsichtsrat in 2014 erfolgten Ergänzungswahlen, durch die Herr Markus A. Knoss in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Seine Amtsdauer geht daher - wie die von Herrn Sergey Lychak bis zum 18. Juni 2018. Die Hauptversammlung hat am 20. September 2016 beschlossen, den Aufsichtsrat von 3 auf 4 Mitglieder zu erhöhen. Anschließend wurden die Herren Lars-Wilhelm Baumgarten und Jochen Dickinger in den Aufsichtsrat gewählt, dessen Amtszeit bis zur Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2020 befristet ist. Aufgrund der Satzungsänderung ist Herrn Jochen Dickinger als viertes Mitglied des Aufsichtsrates mit Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister am 3. November 2016 wirksam bestellt worden.
Der Aufsichtsrat wird vom Vorstand zeitnah und umfassend sowohl schriftlich als auch mündlich informiert. In den turnusmäßigen Sitzungen wird über die Planung, die Geschäftsentwicklung und die Lage des Konzerns einschließlich des Risikomanagements berichtet. Bei wesentlichen Ereignissen wird gegebenenfalls eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung einberufen.
Zurzeit besteht bei der pferdewetten.de AG lediglich ein für Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).
Die pferdewetten.de AG hat für alle Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (D&O-Versicherung) abgeschlossen.
Vorstand und Aufsichtsrat sind dem Unternehmensinteresse der pferdewetten.de AG verpflichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr traten keine Interessenskonflikte auf, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen waren. Kein Vorstandsmitglied hielt mehr als drei Aufsichtsratsmandate bei nicht zum Konzern gehörenden börsennotierten Aktiengesellschaften.
Angaben zu Zielgrößen und Fristen gemäß § 289a Abs. 2 Nr. 4 HGB
Die pferdewetten.de AG hat einen Alleinvorstand, dem zum Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße keine Frau angehörte. Der Vorstand, Herr Pierre Hofer, hat einen Dienstvertrag bis zum 14. Juli 2018. Weiter hat die pferdewetten.de AG nur eine weitere Ebene unter dem Vorstand. Auch diese besteht nur aus einer männlichen Person mit einem unbefristeten Arbeitsvertrag. Es ist nicht geplant und wirtschaftlich auch nicht angezeigt, den Vorstand oder die 1. Ebene zu erweitern. Die pferdewetten.de AG hat gemäß der Satzung einen vierköpfigen Aufsichtsrat, dem zum Zeitpunkt der Festlegung der Zielgröße ebenfalls keine Frau angehört. Der Aufsichtsrat ist bis zum Ablauf der Hauptversammlung, die über das Geschäftsjahr 2018 bzw. 2020 beschließt, gewählt. Da sowohl der Vorstand einen gültigen Dienstvertrag über den 30. Juni 2017 hinaus besitzt als auch der Aufsichtsrat über den 30. Juni 2017 hinaus von der Hauptversammlung gewählt ist, hat der Aufsichtsrat am 30. September 2015 beschlossen, eine Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand, der 1. Ebene und im Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG von 0% festzusetzen. Diese Zielgröße soll bis zum 30. Juni 2017 gehalten werden. Allerdings wurde ebenso beschlossen, dass sich bei vorzeitigen personellen Änderungen erneut mit der Frauenquote beschäftigt wird. Im Vorwege der am 20. September 2016 durchgeführten Hauptversammlung, bei der die Aufstockung des Aufsichtsrates von 3 auf 4 Mitglieder erfolgte und die gerichtliche Bestellung von Herrn Markus Peuler endete, wurde sich daher erneut intensiv mit der Frauenquote im Aufsichtsrat befasst. Aufgrund des vorgegebenen Qualifikationsprofils standen bei der Auswahl der zwei neu besetzten Posten im Aufsichtsrat die Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in der Branche Sportwettgeschäft im Vordergrund. Die Frauenquote wurde erneut auf 0 % festgesetzt.
Aktionäre und Hauptversammlung
Die Aktionäre üben ihre Rechte in der Hauptversammlung der Gesellschaft aus. Bei der Beschlussfassung entspricht jede Aktie einem Stimmrecht. Die Hauptversammlung wählt den Aufsichtsrat und stimmt über die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats ab. Ferner wählt die Hauptversammlung den vom Aufsichtsrat vorgeschlagenen Wirtschaftsprüfer. Sie entscheidet über die Verwendung des Bilanzgewinns, über Kapitalmaßnahmen, über zustimmungspflichtige Unternehmensverträge sowie über die Aufsichtsratsvergütung und Satzungsänderungen. Die ordentliche Hauptversammlung der pferdewetten.de AG findet jährlich statt; in besonderen Fällen sieht das Aktienrecht die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung vor.
Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich teilnehmen können, haben die Möglichkeit, ihr Stimmrecht durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung, die von der pferdewetten.de AG eingesetzten weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter oder einen sonstigen Bevollmächtigten ihrer Wahl ausüben zu lassen.
Die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen werden den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend veröffentlicht und auf der Internetseite der pferdewetten.de AG zur Verfügung gestellt.
9.4 Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht der pferdewetten.de AG erläutert die Grundlagen der Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat sowie deren Struktur und Höhe. Ferner werden Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat sowie zu den meldepflichtigen Wertpapiergeschäften („Directors Dealings“) gemacht.
Vergütung des Vorstands
Das Vergütungssystem für den Vorstand sieht grundsätzlich neben einem Fixum erfolgsabhängige Komponenten vor, die sich am Unternehmenserfolg bemessen. Die Vorstandsvergütung wird vom Aufsichtsratsplenum beraten und festgelegt sowie regelmäßig überprüft.
Vergütungsstruktur
Mit Vereinbarung vom 21. Dezember 2012 wurde die Amtszeit des Vorstandes Pierre Hofer vom 15. Juli 2013 bis zum 14. Juli 2018 verlängert.
Ab dem 15. Juli 2013 erhält Herr Hofer eine jährliche erfolgsunabhängige Vergütung von € 180.000,00. Die erfolgsunabhängige Festvergütung wird monatlich als Gehalt gezahlt.
Die Höhe der erfolgsabhängigen Vergütung (Tantieme) ist von der Erreichung jährlicher, mittelfristiger und langfristiger Ziele abhängig. Als kurzfristige Anreizkomponente erhält der Vorstand 3% des jeweiligen Jahres-EBIT des Konzerns nach IFRS. Zusätzlich erhält der Vorstand eine Umsatzprovision von 1,5% auf den bereinigten Jahresumsatz pro Jahr. Der Umsatz bemisst sich nach Wetteinsätzen abzüglich Gewinnauszahlungen, Bonifikationen, Umsatzbeteiligungen Dritter sowie sonstiger Marketingaufwendungen. Die kurzfristige und mittelfristige variable Vergütung wird nach Erreichen des jeweiligen Zieles und der Feststellung des erreichten Jahresergebnisses durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Zahlung an den Vorstand fällig. Sie ist auf jährlich maximal € 140.000,00 begrenzt.
Als langfristige Komponente erhält der Vorstand eine Vergütung in Abhängigkeit des Ergebniswachstums (EBIT) der Jahre 2013 bis 2017. Dabei wird eine Zielwachstumsrate von 20% auf Basis der Plandaten 2012 unterstellt. Bei Erreichen einer höheren Zielwachstumsrate für den Zeitraum 2013 bis 2017 erhält der Vorstand weitere 1,5% des Jahres-EBIT pro Jahr für jedes Jahr im Nachhinein vergütet. Die langfristige variable Vergütung wird nach Erreichen des jeweiligen Zieles und der Feststellung des letzten für die Zielerreichung zählenden Jahresergebnisses durch den Aufsichtsrat der Gesellschaft zur Zahlung an den Vorstand fällig. Sie ist betraglich nicht begrenzt.
Für die Dauer eines einjährigen nachvertraglichen Wettbewerbsverbots erhält Herr Hofer als Entschädigung 50% der zuletzt gewährten Bezüge. Auf die Entschädigung wird angerechnet, was Herr Hofer während der Dauer des Wettbewerbsverbots durch anderweitige Verwendung seiner Arbeitskraft erwirbt, soweit die Entschädigung durch Hinzurechnung der anderweitigen Einkünfte das zuletzt bezogene monatliche Bruttogehalt übersteigen würde.
Sonstige Leistungen
Mit Beschluss des Aufsichtsrates vom 17. Juni 2015 wurde die bisherige Firmenwagenregelung im Dienstvertrag von Herrn Hofer ergänzt. Demnach wird Herrn Hofer ein angemessener Dienstwagen zur dienstlichen und privaten Nutzung auf Kosten der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Herr Hofer kann anstelle eines Dienstwagens eine Mobilitätszulage (Car Allowance) in Höhe von € 1.500 (brutto) monatlich in Anspruch nahmen. Zuvor wurde Herrn Hofer bis Mai 2014 ein monatlich geldwerter Vorteil aus einer Car Allowance in Höhe von € 1.300,00 gewährt. Seit Juni 2014 fährt Herr Hofer einen Firmenwagen.
Im Rahmen der im Geschäftsjahr 2012 gewährten Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften wurden dem Vorstand insgesamt 165.000 Bezugsrechte gewährt. Grundlage der Gewährung ist der Beschluss der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011, demnach die Erfüllung der gewährten Aktienoptionen aus dem bedingten Kapital 2011/I erfolgt. Die Optionen sind mit Hilfe des Black-Scholes-Modells zum Börsenkurs bei Begebung (€ 1,11) bewertet worden. Bei der Bewertung wurde die Ausübungshürde und die Sperrfrist (4 Jahre) berücksichtigt. Die Optionen können nur ausgeübt werden, wenn der Kurs der Aktie bei Ausübung mindestens 115 vom Hundert des Kurses der Aktie bei Begebung erreicht. Dabei ist ebenfalls der gewichtete Durchschnittkurs der vorangegangenen drei Monate maßgeblich. Herr Hofer hat diese Optionen am 18. Juli 2016 vollständig ausgeübt.
Im Rahmen der im Geschäftsjahr 2016 gewährten Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften wurden dem Vorstand insgesamt 86.900 Bezugsrechte gewährt. Grundlage der Gewährung ist der Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016, demnach die Erfüllung der gewährten Aktienoptionen aus dem bedingten Kapital 2016/I erfolgt. Die Optionen sind mit Hilfe des Black-Scholes-Modells zum Börsenkurs bei Begebung (EUR 8,03) bewertet worden. Bei der Bewertung wurden die Ausübungshürde und die Sperrfrist (4 Jahre) berücksichtigt. Die Optionen können nur ausgeübt werden, wenn der Kurs der Aktie bei Ausübung mindestens 120 vom Hundert des Kurses der Aktie bei Begebung erreicht. Dabei ist ebenfalls der gewichtete Durchschnittkurs der vorangegangenen drei Monate maßgeblich.
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| Anzahl | |
|---|---|
| Ausstehende Optionen zum 1.1.2016 | 165.000,00 |
| Gewährte Optionen in 2016 | 86.900,00 |
| Ausgeübte Optionen in 2016 | 165.000,00 |
| Ausstehende Optionen zum 31.12.2016 | 86.900,00 |
| Ausübbare Optionen zum 31.12.2016 | 0,00 |
| Gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit in Jahren: | 3,7 |
| Ausübungspreis in Euro je Aktien | 8,03 |
Der auf dem Vorstand entfallende Anteil am erfassten Gesamtaufwand für die gewährten Aktienoptionen beträgt T€ 30 (2015: T€ 21).
Vergütungshöhe
Für das Geschäftsjahr 2016 hat der Vorstand die folgende Vergütung erhalten:
Vorstandsvergütung 2016
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| Gewährte Zuwendungen (alle Beträge in €) |
Pierre Hofer, Alleinvorstand Eintritt: 15. Juli 2010 | |||
|---|---|---|---|---|
| 2015 | 2016 | 2016 (Min) | 2016 (Max) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 180,000 | 180.000 | 180.000 | 180.000 |
| Nebenleistungen | 23.919 | 19.048 | 19.048 | 19.048 |
| Summe | 203.919 | 199.048 | 199.048 | 199.048 |
| Einjährige variable Vergütung | 140.000 | 140.000 | 0 | 140.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung langfristige Tantieme (bis 2017) | 24.934 | 31.761 | 0 | 94.339 |
| Aktienoptionsprogramm 2016 (Zeitwert der Bezugs- rechte) | 0 | 415.382 | 415.382 | 415.382 |
| Summe | 164.934 | 587.143 | 415.382 | 649.721 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 368.853 | 786.191 | 614.430 | 848.769 |
Bei der Festvergütung handelt es sich um das jeweilige Jahres-Bruttogehalt des Vorstands. Die Nebenleistungen umfassen geldwerte Vorteile aus Sachbezügen. Die Tantieme aus dem kurzfristigen Anreizsystem wird unter der einjährigen variablen Vergütung ausgewiesen. Die Tantieme aus dem langfristigen Anreizprogramm (1,5% des Jahres-EBIT’s bei Überschreitung der Zielwachstumsrate von 20% für den Zeitraum 2013 bis 2017) wird unter der mehrjährigen variablen Vergütung (Programm: „langfristige Tantieme“) erfasst. Daneben handelt es sich bei der mehrjährigen variablen Vergütung um den beizulegenden Zeitwert der Gewährung von Aktienoptionen aus dem im 2016 abgeschlossenen Aktienoptionsprogramm. Im Geschäftsjahr 2016 wurden dem Vorstand 86.900 Aktienoptionen gewährt.
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| Zufluss gewährte Zuwendungen (alle Beträge in €) |
Pierre Hofer, Alleinvorstand Eintritt: 15. Juli 2010 | |
|---|---|---|
| 2015 | 2016 | |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung | 180.00 | 180.00 |
| Nebenleistungen | 23.919 | 19.048 |
| Summe | 203.919 | 199.048 |
| Einjährige variable Vergütung | 125.435 | 140.000 |
| Mehrjährige variable Vergütung langfristige Tantieme (bis 2017) | 0 | 0 |
| Aktienoptionsprogramm 2012 (steuerlicher Sachbezug) | 0 | 146.850 |
| Summe | 125.435 | 246.850 |
| Versorgungsaufwand | 0 | 0 |
| Gesamtvergütung | 329.354 | 485.898 |
Die auf das Geschäftsjahr 2016 entfallende Tantieme für Herrn Hofer in Höhe von T€ 172 (2015: 165 T€) wird nach Feststellung des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG in Höhe von T€ 140 zur Zahlung fällig. Der verbleibende Betrag in Höhe von T€ 32 (2015: T€ 25) wird im Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses der pferdewetten.de AG für das Geschäftsjahres 2017 durch den Aufsichtsrat zur Zahlung fällig.
Die Mitglieder des Vorstands haben im Geschäftsjahr 2016 folgende Aktiengeschäfte getätigt:
Aktiengeschäfte 2016
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| Angaben in € |
Bestand 1.1.2016 | Aktienkauf | Aktienverkauf | Zugang durch Aktienoptionen | Bestand 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|---|
| Pierre Hofer | 21.333 | 0 | 0 | 165.000 | 186.333 |
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Aufsichtsratsvergütung wird von der Hauptversammlung beschlossen. Vergütungsstruktur
| • | Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare jährliche Vergütung. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält € 5.000,00, die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jeweils € 4.000,00. |
| • | Zusätzlich erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats für die Teilnahme an Aufsichtsratssitzungen ein Sitzungsgeld in Höhe von je € 500,00. Für die Teilnahme an Telefonkonferenzen wird ein Sitzungsgeld in Höhe von je € 250,00 gezahlt. |
| • | Ferner erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats eine variable Vergütung von 0,03 ‰ vom Konzern-EBIT nach IFRS. Ist das EBIT negativ, entfällt die variable Vergütung. |
Soweit die Aufsichtsratsvergütung der Umsatzsteuer unterfällt, wird diese von der Gesellschaft erstattet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören oder eine Vorsitzendenfunktion wahrgenommen haben, erhalten eine im Verhältnis der Zeit geringere Vergütung.
Sonstige Leistungen
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern Spesen und Reisekosten auf Nachweis.
Vergütungshöhe
Für das Geschäftsjahr 2016 hat der Aufsichtsrat die folgende Vergütung erhalten:
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| Angaben in € |
fixe Vergütung und Sitzungsgeld | variable Vergütung | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Markus A. Knoss | 7.750 | 0 | 7.750 |
| Sergey Lychak | 6.750 | 0 | 6.750 |
| Markus Peuler | 4.827 | 0 | 4.827 |
| Lars-Wilhelm Baumgarten | 1.922 | 0 | 1.922 |
| Jochen Dickinger | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 21.249 | 0 | 21.249 |
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben im Geschäftsjahr 2016 folgende Aktiengeschäfte getätigt oder Aktienoptionen gehalten oder erhalten.
Aktiengeschäfte 2016
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| Angaben in € |
Bestand 1.1.2016 | Aktienkauf | Aktienverkauf | Bestand 31.12.2016 |
|---|---|---|---|---|
| Aufsichtsrat | ||||
| Sergey Lychak | 70.731 | 0 | 0 | 70.731 |
| Markus A. Knoss | 1.666 | 0 | 0 | 1.666 |
| Lars-Wilhelm Baumgarten | 0 | 201.818 | 0 | 201.818 |
| Jochen Dickinger | 0 | 230.386 | 0 | 230.386 |
| Gesamt | 72.397 | 504.601 | ||
| Ehemalige Mitglieder des Aufsichtsrates | ||||
| Markus Peuler | 0 | 0 | 0 | 0 |
Der Gesamtbesitz des Vorstands und des Aufsichtsrats an Aktien der pferdewetten.de AG beträgt am Bilanzstichtag damit mehr als 1% der ausgegebenen Aktien.
10 Abhängigkeitsbericht
Die pferdewetten.de AG war seit dem 18. Januar 2008 ein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 1 AktG, da sie im Mehrheitsbesitz der mybet Holding SE stand. Am 23. Juni 2016 hat die mybet Holding SE, gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Kaistraße 4,40221 Düsseldorf, Deutschland, die Schwelle von 50% am 10. Juni 2016 unterschritten hat und seitdem 0,0% beträgt. Die pferdewetten.de AG ist daher seit dem 10. Juni 2016 kein abhängiges Unternehmen im Sinne des § 17 Abs. 1 AktG, da sie nicht mehr im Mehrheitsbesitz der mybet Holding SE steht.
Da kein Beherrschungsvertrag besteht, hat der Vorstand der pferdewetten.de AG gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen der abhängigen Gesellschaft zu den verbundenen Unternehmen aufzustellen, in dem alle Rechtsgeschäfte, welche die Gesellschaft im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum Verlust der Beherrschung am 10. Juni 2016 mit dem herrschenden Unternehmen oder einem mit ihm verbundenen Unternehmen oder auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen hat, aufgeführt sind.
Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erkläre ich als Vorstand der pferdewetten.de AG, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften nach den Umständen, die mir in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch nicht benachteiligt wurde.
12 Sonstige Angaben
a)
Vorstand und Aufsichtsräten wurden ihre Leistungen von der Gesellschaft in 2016 mit Festgehältern, -beträgen und/oder zusätzlichen, soweit im Anhang angegebenen, Entgelten vergütet.
b)
Das Grundkapital der pferdewetten.de AG von € 4.324.251 verteilt sich mit € 1.495.184 auf die WKN A1K040, mit € 2.108.681 auf die WKN A1K05B4 und mit € 720.386 auf die WKN A2AA4P1. Es ist aufgeteilt in 4.324.251 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je € 1,00.
c)
Herr Sebastian Weiss hat der Gesellschaft gem. § 22 WpHG am 27. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil infolge Stimmrechtspoolung mit anderen Aktionären an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 22. Juli 2016 die Schwelle von 15% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag gem. § 22 WpHG 19,07% (das entspricht 824.641 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat. Herrn Weiss werden Stimmrechtsanteile durch die Bettertainment GmbH, der Byrton GmbH und der weiss media GmbH zugerechnet.
Herr Patrick Byrne hat der Gesellschaft gem. § 21 und § 22 WpHG am 27. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil infolge Stimmrechtspoolung mit anderen Aktionären an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 22. Juli 2016 die Schwelle von 15% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag gem. § 21 WpHG 0,02% (das entspricht 823 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen) und gem. § 22 WpHG 19,05% (das entspricht 823.818 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat. Herrn Byrne werden Stimmrechtsanteile durch die Bettertainment GmbH, der Byrton GmbH und der weiss media GmbH zugerechnet.
Die Bettertainment GmbH, Schwaig b. Nürnberg/Deutschland, hat der Gesellschaft gem. § 21 WpHG und § 22 WpHG am 23. Juli 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil infolge Stimmrechtspoolung mit anderen Aktionären an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 22. Juli 2016 die Schwelle von 15% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag gem. § 21 WpHG 6,31% (das entspricht 272.727 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung im Juli 2016 am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen) und gem. § 22 WpHG 12,76% (das entspricht 551.914 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat. Der Bettertainment GmbH werden Stimmrechtsanteile durch die Byrton GmbH und der weiss media GmbH zugerechnet.
d)
Die Vorschriften und Regelungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und über die Änderung der Satzung ergeben sich aus dem Aktiengesetz. Die Satzung enthält keine abweichenden Regelungen.
e)
e) Das Grundkapital wurde im Berichtsjahr aufgrund der Ermächtigung zum genehmigten Kapital 2011 um € 360.386 gegen Bareinlage mit Wirkung zum 14. Juli 2016 und in Höhe von € 360.000 durch die Ausübung der Aktienoptionen (Bedingtes Kapital 2011/I) bis zum 22. Juli 2016 erhöht. Das gezeichnete Kapital der pferdewetten.de AG beträgt zum 31. Dezember 2016 € 360.000. Es ist aufgeteilt in 4.324.251 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je € 1,00.
f)
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. September 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 1.980.000 durch Ausgabe von bis zu 1.980.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen,
| a) | für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben; |
| b) | zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen, gewerblichen Schutzrechten oder sonstigen einlagefähigen Vermögensgegenständen; |
Die insgesamt aufgrund sämtlicher vorstehender Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bar- und/oder Sacheinlagen ausgegebenen Aktien dürfen 20% des zum Zeitpunkt der Eintragung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft (20%-Grenze) nicht überschreiten.
Über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrages entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.
Das genehmigte Kapital 2011 wurde im Geschäftsjahr für die durchgeführte Barkapitalerhöhung ausgenutzt. Das danach verbleibenden genehmigten Kapitals 2011 in Höhe von € 1.439.614,00 ist durch Zeitablauf am 18. Juli 2016 erloschen.
g)
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu € 197.500 durch Ausgabe von bis zu 197.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Bezugsrechte, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 9 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Rechten auf den Bezug neuer Aktien Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.6 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.
Am 21. September 2016 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Ermächtigung der Hauptversammlung zum bedingten Kapital 2016/I ausgeübt und den Mitarbeitern der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften 197.500 Aktienoptionen zum rechnerischen Nennwert von € 197.500 gewährt (Aktienoptionsprogramm 2016). Die Gewährung stand unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister, die am 3. November 2016 erfolgte. Am 31. Dezember 2016 waren keine dieser Aktienoptionen wirksam. Die Aktienoptionen können nach Erfüllung der dazu vorgesehenen Voraussetzungen zur Ausgabe von bis zu 197.500 Stück Stammaktien führen, was 4,57% des Grundkapitals am 31. Dezember 2016 entspricht.
Das bedingte Kapital 2011/I wurde in vollständiger Höhe durch die Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeitern der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften im Mai 2012 (Aktienoptionsprogramm 2012) sowie deren vollständigen Ausübung der gewährten Aktienoptionsrechte von 360.000 Aktien im Juli 2016 ausgenutzt.
Das Grundkapital ist um bis zu € 1.580.000 durch Ausgabe von bis zu 1.580.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber bzw. Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 10 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Wandlungsrechten auf Umtausch in neue Aktien Gebrauch machen oder Wandlungspflichten erfüllen und soweit die Gesellschaft die Bezugsrechte nicht in bar oder mit eigenen Aktien erfüllt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.7. der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.
Das bedingte Kapital 2011/II in Höhe von € 1.440.000 ist durch Zeitablauf am 18. Juli 2016 erloschen.
h)
Mit Beschluss der Hauptversammlung am 18. Juni 2015 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 17. Juni 2020 eigene Aktien im Umfang bis zu 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben und/oder als Pfand zu nehmen. Auf die erworbenen und die in Pfand genommenen Aktien dürfen zusammen mit anderen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr gemäß §§ 7a ff. AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals entfallen. Die Ermächtigung darf nicht zum Zwecke des Handels in eigene Aktien ausgenutzt werden. Der Vorstand wird ermächtigt mit Zustimmung des Aufsichtsrats, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben oder infolge der Realisierung eines Pfandrechtes übertragen wurden, zu jedem gesetzlich zulässigen Zweck zu verwenden; insbesondere zu den nachfolgenden aufgeführten Zwecken:
| a) | Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die Aktien einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder deren Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Sie können auch im Wege des vereinfachten Verfahrens ohne Kapitalherabsetzung durch Anpassung des anteiligen rechnerischen Betrags der übrigen Stückaktien am Grundkapital der Gesellschaft eingezogen werden. Erfolgt die Einziehung im vereinfachten Verfahren, ist der Vorstand zur Anpassung der Zahl der Stückaktien in der Satzung ermächtigt. |
| b) | Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die eigenen Aktien in anderer Weise als über die Börse oder durch ein Angebot an alle Aktionäre zu veräußern, sofern die Veräußerung gegen Bareinlage und zu einem Preis erfolgt, der den Börsenpreis von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet. In diesem Fall darf die Anzahl der zu veräußernden Aktien die Grenze von 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt der Beschlussfassung der Hauptversammlung über diese Ermächtigung oder - falls der Wert geringer ist - zum Zeitpunkt der Ausnutzung insgesamt nicht übersteigen. Das vorgenannte Ermächtigungsvolumen von 10% des Grundkapitals verringert sich um den anteiligen Betrag am Grundkapital, der auf Aktien entfällt oder auf den sich Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die nach Beginn des 18. Juni 2015 unter Bezugsrechtsausschluss in unmittelbarer, entsprechender oder sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben bzw. veräußert worden sind. |
| c) | Der Vorstand wird darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die eigenen Aktien an Dritte gegen Sacheinlage zu veräußern, insbesondere im Zusammenhang mit dem Erwerb von Unternehmen, Teilen von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen sowie Zusammenschlüssen von Unternehmen und dem Erwerb von sonstigen Vermögensgegenständen (einschließlich Forderungen). |
| d) | Der Vorstand wird zudem ermächtigt, die eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats zur Bedienung von der Gesellschaft begebener Schuldverschreibungen mit Options- oder Wandlungsrechten bzw. einer Wandlungspflicht zu verwenden, sofern die Schuldverschreibungen in entsprechender Anwendung der § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre begeben wurden oder begeben werden. Die Ermächtigungen können jeweils einmalig oder mehrmals, ganz oder in Teilen, einzeln oder gemeinsam ausgenutzt werden. Die Ermächtigung kann unmittelbar durch die Gesellschaft oder durch von der Gesellschaft beauftragte Dritte ausgeübt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf diese eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den Ermächtigungen lit. a) bis d) verwendet werden. Darüber hinaus kann der Vorstand im Falle der Veräußerung von Aktien im Rahmen eines Verkaufsangebots an die Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht ausschließen, um Spitzenbeträge auszuschließen. |
12 Zukünftige Entwicklung
Der Konzern wird sich im Wettgeschäft auch 2017 auf die Vermarktung von Wetten über Online-Vertriebskanäle fokussieren, wobei sich bietende Chancen im Shopbereich oder Übernahmen von kleineren Wettbewerbern, wie zuletzt der Kauf der Plattformen „equi8“ und „lotos-wetten“, ergriffen werden, sofern sich diese für den Konzern rentieren.
Mit der neuen Wettplattform (Buchmachersoftware) hat der Konzern die Möglichkeit, sich schneller und variabler am Markt zu bewegen und seine Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Abweichend von unserer zeitlichen Planung im Vorjahr können wir nunmehr damit beginnen unsere Wettplattform
auch an dritte Unternehmen aus der Pferde- und Sportwettbranche zu vermarkten. Hiermit wollen wir im 1. Quartal 2017 starten und erwarten hieraus vor allem weitere Umsätze und Erträge im Wettgeschäft. Die damit verbundenen zusätzlichen Mittel werden für den Vertrieb und Ausbau der Online-Wettangebote eingesetzt und bilden damit eine zusätzliche treibende Kraft für diese Aktivitäten. Zudem werden sich positive Effekte auf die Umsatzentwicklung durch die im ersten Quartal 2017 begonnene Vermarktung des Wettgeschäfts in Österreich ergeben.
Im Bewerbungsverfahren um eine deutsche Interneterlaubnis (Lizenz) stehen wir aktuell noch in Verhandlungen mit den zuständigen Behörden betreffend der zu erfüllenden Auflagen. Eine Grunderlaubnis wurde uns bereits im Juni 2015 erteilt. Ausgehend vom Stand der Verhandlungen gehen wir von einer Lizenzerteilung in 2017 aus.
Für eine Neuaufnahme der Aktivitäten im Bereich der Sportwette und dem Casino- und Pokergeschäft wird die Entwicklung der gesetzlichen Vorgaben abgewartet. Die Gesellschaft bleibt damit auch für diese Märkte in Vorbereitung, um bei sich bietenden Möglichkeiten die für die Gesellschaft enormen Wachstumschancen nutzen zu können.
Zusammenfassende Aussage des Prognoseberichts:
Unter den dargestellten Annahmen und einem unveränderten regulatorischen Umfeld geht das Management des Konzerns für das zukünftige Geschäftsjahr 2017 weiterhin von einer positiven Entwicklung aus. Aufgrund der neuen und modernisierten Wettplattform und dem Beginn von Kooperation mit Dritten erwartet der Konzern neben einer
weiterhin hohen Kundenzufriedenheit ein Umsatzwachstum in 2017 von ca. 10% bzw. ein Umsatz von € 7,0 bis € 7,5 Mio. Geplante Investitionen im Bereich der Software und weiteren Marketingaktivitäten im Auslandsgeschäft werden auch die damit zusammenhängenden Aufwendungen in 2017 deutlich steigern. Das Ergebnis (EBIT) betrug im Geschäftsjahr 2016 € 2,0 Mio. Unter Berücksichtigung der Umsatzplanung und der erhöhten Aufwendungen erwartet der Konzern folglich ein EBIT in 2017 zwischen € 1,8 Mio. und € 2,2 Mio. Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage erwarten wir keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu 2016. Überschüsse an frei verfügbaren finanziellen Mitteln werden wir vorrangig vor allem in den Ausbau des Online-Wettgeschäfts investieren. Wegen der derzeit weiterhin bestehenden Rechtsunsicherheiten, die sich zum einen aus den Bedenken der EU-Kommission zum Glücksspieländerungsstaatsvertrag aus 2012 und zum anderen aus der bisher nicht erteilten Lizenz für das Veranstalten/Vermitteln von Pferdewetten im Internet ergeben, kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von der erwarteten dargestellten Entwicklung abweichen oder Aussagen der zugrundeliegenden Annahmen sich als unzutreffend erweisen.
Für die pferdewetten.de AG erwarten wir aufgrund ihrer Holdingfunktion und ohne Berücksichtigung des Gewinnabführungsvertrages mit der pferdewetten-service.de GmbH sowie außerplanmäßiger Effekte, die aus heutige Sicht nicht absehbar sind, in 2017 ein negatives Ergebnis in Höhe von ca. € -0,2 Mio. Aus dem Gewinnabführungsvertrag mit der pferdwetten-service.de GmbH wird ausgehend von der Planung der pferdewetten-service.de GmbH ein Ertrag vor Steuern für 2017 von ca. € 1,0 Mio. bis € 1,4 Mio. erwartet.
Hinsichtlich der Vermögens- und Finanzlage erwarten wir keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zu 2016. Überschüsse an frei verfügbaren finanziellen Mitteln werden wir vorrangig vor allem in den Ausbau des Online-Wettgeschäfts investieren.
Wegen der derzeit weiterhin bestehenden Rechtsunsicherheiten, die sich zum einen aus den Bedenken der EU-Kommission zum Glücksspieländerungsstaatsvertrag aus 2012 und zum anderen aus der bisher nicht erteilten Lizenz für das Veranstalten/Vermitteln von Pferdewetten im Internet ergeben, kann die tatsächliche Entwicklung der Gesellschaft von der erwarteten dargestellten Entwicklung abweichen oder Aussagen der zugrundeliegenden Annahmen sich als unzutreffend erweisen.
Düsseldorf, 20. März 2017
Pierre Hofer, Vorstand
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG gemäß § 161 AktG
Vorstand und Aufsichtsrat der pferdewetten.de AG erklären, dass den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 05. Mai 2015 seit der letzten Erklärung im Februar 2016 mit folgenden Ausnahmen entsprochen wurde und wird:
1. Selbstbehalt bei D&O Versicherung
(Ziffer 3.8. Absatz 2 des Kodex):
Der Deutsche Corporate Governance Kodex sieht in Ziffer 3.8 Abs. 2 vor, dass bei Abschluss einer D&O-Versicherung für Vorstand und Aufsichtsrat für den Vorstand ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds und für den Aufsichtsrat ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden soll.
Die für die Organe der pferdewetten.de AG abgeschlossene D&O-Versicherung sieht seit 01. Februar 2011 für den Vorstand nach den Regelungen des § 93 Abs. 2, S. 3 AktG einen Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstands vor.
Für den Aufsichtsrat ist kein Selbstbehalt vorgesehen. Der Aufsichtsrat hält für sich einen Selbstbehalt bei der D&O-Versicherung nicht für ein adäquates Mittel zur Erreichung der Ziele des Deutschen Corporate Governance Kodex. Solche Selbst-behalte werden typischerweise ihrerseits versichert, wodurch die eigentliche Funktion des Selbstbehalts unterlaufen wird.
2. Alleinvorstand
(Ziffer 4.2.1. Satz 1 des Kodex):
Aufgrund der Größe der pferdewetten.de AG und den damit verbundenen Aufgaben des Vorstands wurde ein Alleinvorstand bestellt. Eine Geschäftsordnung zur Regelung der Ressortzuständigkeiten bei mehreren Vorständen ist daher entbehrlich. Unabhängig davon unterliegt der Vorstand einer Geschäftsordnung.
3. Vergütung des Vorstands
(Ziffer 4.2.2 und 4.2.3 des Kodex):
Gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 sollen variable Vergütungsteile grundsätzlich eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben und sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen.
Darüber hinaus soll der Aufsichtsrat gemäß Ziffer 4.2.3 Abs. 2 S. 6 bezüglich der Vergütung insgesamt und hinsichtlich ihrer variabler Vergütungsteile betragsmäßige Höchstgrenzen vorsehen.
Bei Abschluss von Vorstandsverträgen soll ein Abfindungs-Cap im Falle der vorzeitigen Beendigung des Vorstandsvertrags vorgesehen werden (Ziffer 4.2.3 Abs. 4)
Die Vorstandsvergütung umfasst nicht nur fixe und variable Bestandteile, deren Zahlung von der Erreichung jährlicher, mittelfristiger und langfristiger Ziele abhängig ist, sondern der Vorstand kann darüber hinaus über die Gewährung von Aktienoptionen an einer positiven Entwicklung der Gesellschaft teilhaben.
Eine Begrenzungsmöglichkeit (Cap) ist im bestehenden Vergütungsmodell nur teilweise, und zwar für einen Teil der variablen Vergütung, vorgesehen. Ferner tragen die variablen Vergütungsbestandteile einer negativen Entwicklung derzeit keine Rechnung.
Die Vorstandsverträge enthalten keine Abfindungsregelung und damit auch kein Abfindungs-Cap für das vorzeitige Ausscheiden eines Vorstandsmitglieds. Die Gesellschaft geht davon aus, dass geschlossene Verträge auch erfüllt werden. Der Aufsichtsrat hält die Vergütung des Vorstands trotz der vorstehend genannten Abweichungen vom Kodex für angemessen.
Die Empfehlung des Kodex (Ziffer 4.2.2 Abs. 2 S. 3) verpflichtet den Aufsichtsrat das Verhältnis der Vorstandsvergütung zur Vergütung des oberen Führungskreises und der Belegschaft insgesamt auch in der zeitlichen Entwicklung zu berücksichtigen.
Bei der Neubestellung im Dezember 2012 wurde die Vorstandsvergütung angepasst. Dabei spielten die wesentliche Rolle die Leistungen, die der heutige Vorstand der Gesellschaft bereits erbracht hat. Auch auf Grund der geringen Unternehmensgröße und der Anzahl der Beschäftigten erscheint die Ermittlung der Vorstandsvergütung auf Grund des Vergleichs zur Vergütung des oberen Führungskreises als nicht zweckmäßig.
4. Nachfolgeplanung, Diversity und Altersgrenze für Vorstandsmitglieder und Aufsichtsratsmitglieder
(Ziffer 5.1.2; 5.4.1 des Kodex):
Der Aufsichtsrat soll bei der Zusammensetzung des Vorstands auf Vielfalt (Diversity), insbesondere eine angemessenen Berücksichtigung von Frauen achten und mit dem Vorstand, diesen betreffend, für eine langfristige Nachfolgeplanung sorgen. Der Aufsichtsrat entscheidet bei der Besetzung des Vorstands allein nach Sachverstand und Kompetenz. Der Vorstand besteht aus einer Person.
Eine langfristige Nachfolgeplanung für den Vorstand ist auf Grund des Alters des Vorstands und der Größe des Unternehmens bisher nicht angezeigt.
Der Kodex empfiehlt in Ziffer 5.1.2 Absatz 2 ferner die Festlegung einer Altersgrenze für Vorstandsmitglieder sowie in Ziffer 5.4.1 die Festlegung einer Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder. Bei der pferdewetten.de AG bestehen für Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats derzeit keine Altersgrenzen, da die Festlegung einer bestimmten Altersgrenze nicht adäquat ist, sondern vor allem die erforderlichen Kenntnisse und Erfahrungen relevant sind.
5. Bildung von Ausschüssen
(5.3.1 Satz 1,5.3.2 Satz 1 und 2,5.3.3 des Kodex):
Mit Blick auf die Größe der Gesellschaft und die damit verbundene Größe der Besetzung des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit vier Mitgliedern besteht bei der pferdewetten.de AG derzeit lediglich ein Beschlüsse des Aufsichtsrats vorbereitender Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee).
6. Zusammensetzung des Aufsichtsrats
(Ziffer 5.4.1. Abs. 2 und Abs. 3 des Kodex):
Der Aufsichtsrat hat keine konkreten Ziele - mit Ausnahme der nach dem Gleichstellungsgesetz geforderten Festlegung einer Zielgröße für den Anteil von Frauen im Aufsichtsrat - für seine Zusammensetzung entsprechend der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 festgelegt. Er hat bereits in der Vergangenheit bei seinen Personalvorschlägen allein nach Sachverstand und Kompetenz entschieden. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, bei zukünftigen Wahlvorschlägen weiterhin vorrangig die fachliche und persönliche Kompetenz für die Entscheidung zu Grunde zu legen. Bedingt durch die geringe Anzahl von Aufsichtsratsmitgliedern und das Geschäftsfeld, in dem die Gesellschaft tätig ist, sieht der Aufsichtsrat auch weiterhin von konkreten Zielsetzungen (mit Ausnahme des Anteils von Frauen im Aufsichtrat) nach Ziffer 5.4.1. Abs. 2 des Kodex ab.
7. Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder
(Ziffer 5.4.6 des Kodex):
Gemäß Ziffer 5.4.6 Abs. 1 sollen bei der Festlegung der Aufsichtsratvergütung der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen berücksichtigt werden.
Die heutige Vergütungsstruktur sieht die erhöhte Vergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats vor, allerdings nicht für den stellvertretenden Vorsitz und auch nicht für die Tätigkeit in Ausschüssen. Auf Grund der Unternehmensgröße und der damit verbundenen Größe des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit vier Mitgliedern wurde nur ein Ausschuss nämlich ein Planungs- und Prüfungsausschuss (Audit Committee) gebildet, in dem alle Aufsichtsratsmitglieder tätig sind. Mit der für sie vorgesehenen Aufsichtsratsvergütung ist die Mitarbeit im Audit Committee berücksichtigt.
Eine erfolgsorientierte Vergütung soll auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet sein (Ziffer 5.4.6 Abs. 2).
Der Aufsichtsrat hat derzeit neben einer festen Vergütung auch Anspruch auf ein Sitzungsgeld und eine erfolgsorientierte Vergütung, die sich am erreichten EBIT der Gesellschaft orientiert und die damit nur mittelbar auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist.
Der Aufsichtsrat vertritt die Ansicht, dass die heutige Vergütungsstruktur der Größe und der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens entspricht.
Düsseldorf, im Februar 2017
pferdewetten.de AG
Der Vorstand
Der Aufsichtsrat
Bilanz zum 31. Dezember 2016
AKTIVA
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| EUR | EUR | Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | |||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 690.601,00 | 0 | |
| II. Sachanlagen | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 92.257,00 | 98 | |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 728.200,00 | 693 | |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 489 | |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 425.529,63 | 0 | |
| 1.153.729,63 | 1.182 | ||
| 1.936.587,63 | 1.280 | ||
| B. Umlaufvermögen | |||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | |||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 41.480,00 | 0 | |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 4.376.106,70 | 5.523 | |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 132.453,65 | 47 | |
| 4. Wertpapiere des Umlaufvermögens | 968.822,55 | 0 | |
| 5.518.862,90 | 5.570 | ||
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 2.365.288,53 | 144 | |
| 7.884.151,43 | 5.714 | ||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 2.944,53 | 1 | |
| 9.823.683,59 | 6.995 | ||
| PASSIVA | |||
| EUR | EUR | Vorjahr TEUR |
|
| A. Eigenkapital | |||
| I. Gezeichnetes Kapital | 4.324.251,00 | 3.604 | |
| (Bedingtes Kapital: EUR 1.777.500,00; Vorjahr: TEUR 1.800) | |||
| II. Kapitalrücklage | 2.279.165,96 | 510 | |
| III. Andere Gewinnrücklagen | 1.300.036,23 | 0 | |
| IV. Bilanzgewinn | 756.046,19 | 1.660 | |
| 8.659.499,38 | 5.774 | ||
| B. Rückstellungen | |||
| 1. Steuerrückstellungen | 114.886,82 | 115 | |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 465.133,43 | 439 | |
| 580.020,25 | 554 | ||
| C. Verbindlichkeiten | |||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17.341,26 | 52 | |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 498.500,00 | 553 | |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 68.322,70 | 62 | |
| 584.163,96 | 667 | ||
| 9.823.683,59 | 6.995 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
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| EUR | EUR | Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 911.000,00 | 876 | |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 303.595,54 | 568 | |
| 1.214.595,54 | 1.444 | ||
| 3. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | 832.472,98 | 548 | |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 18.750,35 | 15 | |
| 851.223,33 | 563 | ||
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 12.074,22 | 7 | |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 658.711,24 | 492 | |
| 6. Erträge aus Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 3.644,46 | 0 | |
| 7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 1.021.139,21 | 1.211 | |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 54.461,60 | 96 | |
| (davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 48.146,84 Vorjahr TEUR 93) | |||
| 9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 13.390,98 | 7 | |
| 10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1.761,43 | 0 | |
| 11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -7,58 | 115 | |
| 12. Ergebnis nach Steuern | 756.687,19 | 1.567 | |
| 13. Sonstige Steuern | 641,00 | 1 | |
| 14. Jahresüberschuss | 756.046,19 | 1.566 | |
| 15. Gewinnvortrag | 1.660.422,73 | 94 | |
| 16. Ausschüttungen | -360.386,50 | 0 | |
| 17. Einstellung in Gewinnrücklage | -1.300.036,23 | 0 | |
| 18. Bilanzgewinn | 756.046,19 | 1.660 |
ANLAGENSPIEGEL zum 31. Dezember 2016
pferdewetten.de AG Düsseldorf
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| Anschaffungskosten 01.01.2016 Euro |
Zugänge Euro |
Abgänge Euro |
Anschaffungs- kosten 31.12.2016 Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 43.103,45 | 690.600,00 | 0,00 | 733.703,45 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 43.103,45 | 690.600,00 | 0,00 | 733.703,45 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 112.537,95 | 6.666,22 | 7.370,79 | 111.833,38 |
| Summe Sachanlagen | 112.537,95 | 6.666,22 | 7.370,79 | 111.833,38 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 708.499,00 | 35.000,00 | 0,00 | 743.499,00 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 496.252,45 | 0,00 | 496.252,45 | 0,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 425.529,63 | 0,00 | 425.529,63 |
| Summe Finanzanlagen | 1.204.751,45 | 460.529,63 | 496.252,45 | 1.169.028,63 |
| Summe Anlagevermögen | 1.360.392,85 | 1.157.795,85 | 503.623,24 | 2.014.565,46 |
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| kumulierte Abschreibungen 01.01.2016 Euro |
Abschreibungen Geschäftsjahr Euro |
Abgänge Euro |
kumulierte Abschreibungen 31.12.2016 Euro |
|
|---|---|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 43.102,45 | 0,00 | 0,00 | 43.102,45 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 43.102,45 | 0,00 | 0,00 | 43.102,45 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 14.866,95 | 12.074,22 | 7.364,79 | 19.576,38 |
| Summe Sachanlagen | 14.866,95 | 12.074,22 | 7.364,79 | 19.576,38 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 15.299,00 | 0,00 | 0,00 | 15.299,00 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 6.840,25 | 0,00 | 6.840,25 | 0,00 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 22.139,25 | 0,00 | 6.840,25 | 15.299,00 |
| Summe Anlagevermögen | 80.108,65 | 12.074,22 | 14.205,04 | 77.977,83 |
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| Buchwert 31.12.2016 Euro |
Buchwert 31.12.2015 Euro |
|
|---|---|---|
| Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 690.601,00 | 1,00 |
| Summe immaterielle Vermögensgegenstände | 690.601,00 | 1,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 92.257,00 | 97.671,00 |
| Summe Sachanlagen | 92.257,00 | 97.671,00 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 728.200,00 | 693.200,00 |
| 2. Wertpapiere des Anlagevermögens | 0,00 | 489.412,20 |
| 3. Sonstige Ausleihungen | 425.529,63 | 0,00 |
| Summe Finanzanlagen | 1.153.729,63 | 1.182.612,20 |
| Summe Anlagevermögen | 1.936.587,63 | 1.280.284,20 |
Anhang zum 31. Dezember 2016
pferdewetten.de AG, Düsseldorf
I. ALLGEMEINES
Die Gesellschaft gilt als große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 264d HGB.
Der Jahresabschluss der pferdewetten.de AG mit Sitz in Düsseldorf, eingetragen im Handelsregister Düsseldorf unter der Nummer HRB 66533, wurde erstmals gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.
Die auf den vorgehenden Jahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB entsprechend den Abschlüssen der Tochterunternehmen gewählt.
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSGRUNDSÄTZE
Es wurden die folgenden Grundsätze angewandt:
1. Anlagevermögen
Die im Geschäftsjahr erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Sie beinhalten die beiden Domains „sportwetten.de“ und „sportwetten.com“, deren wirtschaftliches Eigentum im Geschäftsjahr 2016 neben dem bereits vorhandenen rechtlichen Eigentum erworben wurde. Die Domains stellen nicht abnutzbare ähnliche Rechte dar. Die restlichen immateriellen Vermögensgegenstände werden entsprechend ihrer planmäßigen Nutzungsdauer linear abgeschrieben.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen. Sie erfolgen nach der linearen Methode. Die Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Die Nutzungsdauern betragen zwischen drei und dreizehn Jahren.
Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen werden die immateriellen Vermögensgegenstände sowie die Sachanlagen auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.
Bewegliche abnutzbare Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu einem Wert von 410,00 € werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für die Wertpapiere des Anlagevermögens bestand eine mittel- bis langfristige Halteabsicht; diese wurden vollständig im Geschäftsjahr veräußert.
2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Für die im Geschäftsjahr 2016 neu erworbenen Wertpapiere des Umlaufvermögens besteht eine kurzfristige Halteabsicht. Die Bewertung erfolgt mit dem Börsenkurs am Stichtag. Sofern dieser unter den ursprünglichen Anschaffungskosten liegt, ergibt sich hieraus eine Abwertung der Anteile, die unter dem Posten „Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens“ in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wird.
3. Liquide Mittel
Die liquiden Mittel sind zu Nennwerten bilanziert.
4. Sonstige Rückstellungen
Bei der Bemessung der sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sonstige Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben worden ist, abgezinst worden. Die langfristigen Rückstellungen betreffen langfristige Tantiemeverpflichtungen, die mit einem restlaufzeitadäquaten Zinssatz von 1,59 % zum Barwert angesetzt wurden. Gehaltssteigerungen wurden nicht angesetzt.
5. Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.
III. EINZELANGABEN ZUR BILANZ
1. Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.
2. Anteile an verbundenen Unternehmen
Bei dem Buchwertausweis handelt es sich um die Anteile an der pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf, an der PLB Poker Lounge Baden GmbH i.L. (wertberichtigt in 2009), Iffezheim, an der netX International Ltd., Sliema/Malta, an der Accendere GmbH, Düsseldorf, und der im Geschäftsjahr neu gegründeten pferdewetten.at GmbH, Wien/Österreich.
3. Wertpapiere des Anlagevermögens
Die Anteile an zwei Investmentfonds (Mischfonds) wurden im Geschäftsjahr veräußert.
4. Sonstige Ausleihungen
Bei den sonstigen Ausleihungen handelt es sich um langfristige Darlehen gegenüber dem Vorstand und einem Mitarbeiter der Gesellschaft. Diese wurden zur Finanzierung der Aktien im Rahmen des ausgeübten Optionsprogrammes gewährt. Der Zinssatz beträgt 1,89%. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre, eine frühere Tilgung ist möglich, mit der jedoch derzeit nicht gerechnet wird. Die im Geschäftsjahr aus der Darlehensgewährung resultierenden Erträge werden vollständig unter den Erträgen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 3 T€ erfasst.
5. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
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| 31.12.2016 T€ |
Vorjahr T€ |
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 T€ |
Vorjahr T€ |
|||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 4.376 | 5.523 | 4.376 | 5.523 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen 3.162 T€ (Vorjahr 2.508 T€) | ||||
| davon sonstige Forderungen 1.214 T€ (Vorjahr 3.015 T€) |
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen die Forderungen gegen die Accendere GmbH in Höhe von 126 T€ (Vorjahr 135 T€), gegen die pferdewetten-service.de GmbH in Höhe von 4.025 T€ (Vorjahr 3.560 T€), gegen die netX Services Ltd. in Höhe von 32 T€ (Vorjahr 24 T€) und gegen die pferdewetten.at GmbH 193 T€ (Vorjahr 0 T€), hiervon entfallen 180 T€ auf die Gewährung eines Darlehens. Im Vorjahr enthielt der Saldo ebenso Forderungen gegen die mybet Holding SE in Höhe von 1.804 T€.
Von der Gesamtforderung gegenüber der pferdewetten-service.de GmbH entfallen 1.021 T€ (Vorjahr 1.212 T€) auf den Anspruch aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Die mybet Holding SE ist zum Bilanzstichtag nicht mehr ein verbundenes Unternehmen. Die Ansprüche der Gesellschaft gegenüber der mybet Holding SE aus der Gewährung von Darlehen wurden getilgt bzw. wurden durch die Übertragung des wirtschaftlichen Eigentums an den Domains „sportwetten.de“ und „sportwetten.com“ beglichen. Die zum Bilanzstichtag verbleibenden Ansprüche werden in Höhe von T€ 41 unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von T€ 89 unter den Sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen.
6. Sonstige Vermögensgegenstände
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| 31.12.2016 T€ |
Vorjahr T€ |
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 T€ |
Vorjahr T€ |
|||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 132 | 47 | 105 | 20 |
Im Wesentlichen handelt es sich bei den sonstigen Vermögensgegenständen um ausstehende Zinsansprüche und Ansprüche aus dem laufenden Verrechnungsverkehr mit dem früheren Mehrheitsaktionär mybet Holding SE (T€ 89) sowie um Kautionszahlungen für Mieträume (T€ 27).
7. Sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens
Unter dem Posten werden diverse Kapitalmarktpapiere (Anteile an Investmentfonds und Rentenfonds, Zertifikate, Anleihen) erfasst.
8. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital wurde im Berichtsjahr aufgrund der Ermächtigung zum genehmigten Kapital 2011 um 360.386,00 Euro gegen Bareinlage mit Wirkung zum 14. Juli 2016 und in Höhe von EUR 360.000,00 durch die Ausübung der Aktienoptionen (Bedingtes Kapital 2011/I) bis zum 22. Juli 2016 erhöht. Das gezeichnete Kapital der pferdewetten.de AG beträgt zum 31. Dezember 2016 4.324.251,00 Euro. Es ist aufgeteilt in 4.324.251 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien zu je 1,00 €.
b) Genehmigtes Kapital
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 19. September 2021 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 1.980.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.980.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2016). Die neuen Aktien sind grundsätzlich den Aktionären zum Bezug anzubieten. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in folgenden Fällen auszuschließen,
| a) | für Spitzenbeträge, die sich aufgrund des Bezugsverhältnisses ergeben; |
| b) | zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen, Beteiligungen an Unternehmen, gewerblichen Schutzrechten oder sonstigen einlagefähigen Vermögensgegenständen. |
Die insgesamt aufgrund sämtlicher vorstehender Ermächtigungen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bar-/und/oder Sacheinlagen ausgegeben Aktien dürfen 20% des zum Zeitpunkt der Eintragung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft (20 %-Grenze) nicht überschreiten.
Über den Inhalt der Aktienrechte und die weiteren Bedingungen der Aktienausgabe einschließlich des Ausgabebetrages entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.
Das genehmigte Kapital 2011 wurde im Geschäftsjahr für die durchgeführte Barkapitalerhöhung ausgenutzt. Das danach verbleibenden genehmigte Kapital 2011 in Höhe von 1.439.614,00 Euro ist durch Zeitablauf am 18. Juli 2016 erloschen.
c) Bedingtes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu 197.500,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 197.500 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber der Bezugsrechte, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 9 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Rechten auf den Bezug neuer Aktien Gebrauch machen. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Bezugsrechten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.6. der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.
Am 21. September 2016 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates die Ermächtigung der Hauptversammlung zum bedingten Kapital 2016/I ausgeübt und den Mitarbeitern der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften 197.500 Aktienoptionen zum rechnerischen Nennwert von 197.500,00 Euro gewährt (Aktienoptionsprogramm 2016). Die Gewährung stand unter der aufschiebenden Bedingung der Eintragung der Satzungsänderung in das Handelsregister, die am 3. November 2016 erfolgte. Am 31. Dezember 2016 waren keine dieser Aktienoptionen wirksam. Die Aktienoptionen können nach Erfüllung der dazu vorgesehenen Voraussetzungen zur Ausgabe von bis zu 197.500 Stück Stammaktien führen, was 4,57% des Grundkapitals am 31. Dezember 2016 entspricht.
Das bedingte Kapital 2011/I wurde in vollständiger Höhe durch die Gewährung von Aktienoptionen an Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften im Mai 2012 (Aktienoptionsprogram 2012) sowie deren vollständigen Ausübung der gewährten Aktienoptionsrechte von 360.000 Aktien im Juli 2016 ausgenutzt.
Das Grundkapital ist um bis zu 1.580.000,00 Euro durch Ausgabe von bis zu 1.580.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/II). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber bzw. Gläubiger der Wandelschuldverschreibungen, die von der Gesellschaft aufgrund der zu Tagesordnungspunkt 10 der Hauptversammlung vom 20. September 2016 beschlossenen Ermächtigung ausgegeben werden, von ihren Wandlungsrechten auf Umtausch in neue Aktien Gebrauch machen oder Wandlungspflichten erfüllen und soweit die Gesellschaft die Bezugsrechte nicht in bar oder mit eigenen Aktien erfüllt. Die neuen Aktien nehmen von Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Wandlungsrechten oder Erfüllung von Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Ziffer 3.7. der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals anzupassen.
Das bedingte Kapital 2011/II in Höhe von 1.440.000,00 Euro ist durch Zeitablauf am 18. Juli 2016 erloschen.
d) Kapitalrücklage
Im Berichtsjahr ergaben sich folgende Entwicklungen:
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| Kapitalrücklagen zum 1. Januar 2016 | 510.286,50 € | |
| Zuführung Aktienoptionsprogramm 2012 | 15.700,00 € | |
| Zuführung Aktienoptionsprogramm 2016 | 52.200,00 € | |
| 67.900,00 € | ||
| Ausübung Aktienoptionen 2012 in 2016 | ||
| (Einzahlungen über den Nennbetrag; § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) | 39.600,00 € | 107.500,00 € |
| Barkapitalerhöhung | ||
| (Einzahlungen über den Nennbetrag; § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB) | 1.661.379,46 € | |
| Kapitalrücklage zum 31. Dezember 2016 | 2.279.165,96€ |
Die Zuführungen aus den Aktienoptionsprogrammen in Höhe von 16 T€ resultiert aus der Gewährung von Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 19. Juli 2011 (Aktienoptionsprogramm 2012). In Höhe von 52 T€ resultiert die Erhöhung im Geschäftsjahr 2016 aus der Gewährung von neuen Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und ihren Tochtergesellschaften auf Basis des Beschlusses der Hauptversammlung vom 20. September 2016 (Aktienoptionsprogramm 2016).
Die Gewährung der Aktienoptionen wird nach Erfüllung der Ausübungsvoraussetzungen aus dem bedingten Kapital (so. „Equity-settled-based transaction“) erfüllt. Die Bezugsrechte wurden als Entgelt für Arbeitsleistungen zukünftiger Perioden gewährt. Insoweit erfolgt die Erfassung des beizulegenden Zeitwertes der insgesamt gewährten Bezugsrechte zeitanteilig über die Sperrfrist von vier Jahren. Da die gewährten Optionen zum Erwerb von Stammaktien an der pferdewetten.de AG berechtigen und nicht in bar beglichen werden, wurde die Kapitalrücklage erhöht (vgl. analoge Anwendung des E-DRS 11. Tz. 7).
Das Aktienoptionsprogramm 2012 wurde im Geschäftsjahr mit der vollständigen Ausübung der gewährten Aktienoptionsrechte im Juli 2016 beendet. Durch die Zahlung eines Ausübungspreises von 1,11 € und einer Stückaktie zu je 1,00 € resultierte eine weitere Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von 40 T€.
Zudem erhöhte sich die Kapitalrücklage im Berichtsjahr aufgrund der erfolgten Barkapitalerhöhung. Die hieraus resultierenden neuen Aktien wurden zu einem Preis 5,61 € ausgegeben. Die über den Nennwert geleisteten Beträge der Aktionäre in Höhe von insgesamt 1.661 T€ wurden der Kapitalrücklage gemäß § 271 Abs. 2 Nr. 1 HGB zugeführt.
e) Andere Gewinnrücklagen
Die Gewinnrücklagen resultieren aus dem Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 20. September 2016, demnach 1.300.036,23 € aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2015 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt wurden.
f) Entwicklung des Bilanzgewinns zum 31. Dezember 2016
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| Bilanzverlust zum 1. Januar 2015 | 94.008,17 € |
| Jahresüberschuss | 1.566.414,56 € |
| Bilanzgewinn zum 1. Januar 2016 | 1.660.422,73 € |
| Jahresüberschuss | 756.046,19 € |
| Dividendenausschüttung | ./. 360.386,50 € |
| Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen | ./. 1.300.036,23 € |
| Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2016 | 756.046,19 € |
Der Vorstand schlägt gemäß § 170 Abs. 2 AktG der Hauptversammlung vor, dass aus dem Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2016 eine Dividende in Höhe von € 0,12 je Aktie gezahlt wird und der verbleibende Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorgetragen wird.
9. Steuerrückstellungen
Die Rückstellungen betreffen das Vorjahr. Sie wurden für den Teil des Jahresüberschusses gebildet, welcher aufgrund gesetzlicher Beschränkungen (Mindestbesteuerung) nicht mit vorhandenen Verlustvorträgen verrechenbar ist. Die Veranlagung des Vorjahres ist noch nicht durchgeführt. Der Jahresüberschuss des Berichtsjahres ist mit den Verlustvorträgen in voller Höhe verrechenbar, so dass keine Rückstellungen für das Geschäftsjahr zu bilden sind.
10. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Tantieme- und Bonusverpflichtungen in Höhe von 279 T€ (Vorjahr 245 T€), Abschluss- und Prüfungskosten in Höhe von 60 T€ (Vorjahr 53 T€), Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten 80 T€ (Vorjahr 80 T€), Aufsichtsratsvergütungen 25 T€ (Vorjahr 32 T€) sowie Rückstellungen für bis zum Bilanzstichtag noch nicht vorliegende Rechnungen in Höhe von 13 T€ (Vorjahr 21 T€).
11. Verbindlichkeiten
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| 31.12.2016 T€ |
Vorjahr T€ |
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2016 T€ |
Vorjahr T€ |
|||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 17 | 52 | 17 | 52 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 499 | 553 | 499 | 553 |
| davon aus Lieferungen und Leistungen 200 T€ (Vorjahr 254 T€) | ||||
| davon sonstige Verbindlichkeiten 299 T€ (Vorjahr 299 T€) | ||||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 68 | 62 | 68 | 62 |
| davon aus Steuern 57 T€ (Vorjahr 57 T€) | ||||
| 584 | 667 | 584 | 667 |
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber der netX International Ltd., Sliema/Malta, in Höhe von 499 T€ (Vorjahr 499 T€).
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen Lohnsteuer- und Umsatzsteuernachzahlungen.
IV. EINZELANGABEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
1. Umsatzerlöse
Bei den ausgewiesenen Umsatzerlösen handelt es sich um erbrachte Managementleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen (876 T€) und Umsätze aus der Nutzungsüberlassung einer im Anlagevermögen aktivierten Domain (35 T€).
2. Sonstige betriebliche Erträge
Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen handelt es sich im Wesentlichen um verrechnete Sachbezüge von 276 T€ (Vorjahr 32 T€), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von 19 T€ (Vorjahr 22 T€), Erträge aus dem Abgang von Wertpapieren des Anlage- und Umlaufvermögens von jeweils 2 T€ sowie periodenfremde Erträge von 3 T€ (Vorjahr 4 T€).
3. Personalaufwand
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| 2016 T€ |
Vorjahr T€ |
|
|---|---|---|
| Gehälter | 832 | 548 |
| Sozialabgaben | 19 | 15 |
| 851 | 563 |
4. Verschiedene betriebliche Kosten
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Rechts- und Beratungskosten von 114 T€ (Vorjahr 53 T€), Abschlusserstellung von 43 T€ (Vorjahr 38 T€), Kosten für die Abschlussprüfung von 80 T€ (Vorjahr 73 T€), Buchführungskosten von 38 T€ (Vorjahr 38 T€), Raumkosten von 80 T€ (Vorjahr 67 T€), Werbe- und Reisekosten von 50 T€ (Vorjahr 47 T€), Fahrzeugkosten von 37 T€ (Vorjahr 32 T€), Versicherungen, Beiträge und Gebühren von 13 T€ (Vorjahr 8 T€), Fremdleistungen Dritter von 6 T€ (Vorjahr 8 T€) sowie periodenfremde Aufwendungen von 19 T€ (Vorjahr 14 T€). Die periodenfremden Aufwendungen beinhalten Aufwendungen für die Abschlusserstellung 4 T€ (Vorjahr 4 T€) und Aufwendungen für die Abschlussprüfung in Höhe von 8 T€ (Vorjahr 2 T€).
Ferner enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens von jeweils 4 T€.
Als Honorar für die Abschlussprüfung wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Aufwand von insgesamt 89 T€ (Vorjahr 75 T€) erfasst. In Höhe von 8 T€ entfiel dieser Aufwand auf die Abschlussprüfung des Jahres 2015.
Durch die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden keine weiteren Bestätigungsleistungen, Steuerberatungsleistungen oder sonstige Leistungen erbracht.
5. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens
Aus der Bewertung der Wertpapiere des Umlaufvermögens zum niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag resultierte eine Abwertung von 13 T€ (Vorjahr 0 T€). Im Vorjahr betrafen die Aufwendungen die Abwertung der Wertpapiere des Anlagevermögens (7 T€).
6. Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen
Im Geschäftsjahr 2015 wurde zwischen dem Tochterunternehmen pferdewetten-service.de GmbH und der pferdewetten.de AG ein Ergebnisabführungsvertrag geschlossen. Das Tochterunternehmen verpflichtet sich, während der Vertragsdauer von mindestens fünf Jahren seinen Gewinn abzuführen. Die AG ist währenddessen zur Übernahme der Verluste der Tochtergesellschaft verpflichtet. Dem Vertrag wurde in der Hauptversammlung zugestimmt und er wurde im Handelsregister in 2015 eingetragen. Er gilt mit Wirkung ab 1. Januar 2015.
7. Finanzergebnis
Den Zinserträgen in Höhe von 54 T€ (Vorjahr 96 T€) stehen Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von 2 T€ (Vorjahr 0 T€) gegenüber. Die Erträge aus den sonstigen Ausleihungen betragen 4 T€ (Vorjahr 0 T€).
V. SONSTIGE ANGABEN
1. Sonstige Verpflichtungen
Mit Datum vom 16. Oktober 2007 hat die pferdewetten.de AG eine Patronatserklärung zugunsten der netX International Ltd. und deren Tochtergesellschaften netX Betting Ltd., netX Services Ltd. und netX Casino Ltd., alle mit Firmensitz auf Malta, abgegeben.
Mit einer Inanspruchnahme der pferdewetten.de AG wird aufgrund der aktuellen Unternehmensplanungen der Tochtergesellschaften bzw. aufgrund von deren Liquidation nicht gerechnet.
Mit Datum vom 28. Januar 2011 hat die pferdewetten.de AG Rangrücktrittserklärungen zugunsten der PLB Poker Lounge Baden GmbH i.L. (95 T€) und der Accendere GmbH (117 T€) abgegeben. Die mögliche Belastung aus diesen Rangrücktrittserklärungen wurde bereits in Vorjahren durch entsprechende Wertberichtigungen der Forderungen gegen diese verbundenen Unternehmen bilanziell berücksichtigt. Grundlage waren Planungen der einzelnen Gesellschaften.
Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen für das Jahr 2017 in Höhe von 170 T€ aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen. Für den Zeitraum von 2018 bis 2021 bestehen langfristigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen in Höhe von 265 T€.
2. Latente Steuern
Unter Berücksichtigung von unterschiedlichen Wertansätzen in der Steuer- und Handelsbilanz bei Tochtergesellschaften, mit denen die pferdewetten.de AG ein ertragsteuerliches Organschaftsverhältnis hat, bestehen neben temporären Bewertungsunterschieden im Bereich des Anlagevermögens, Umlaufvermögens und der sonstigen Rückstellungen auch steuerliche Verlustvorträge. Auf diese Differenzen wurden keine aktiven latenten Steuern in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfasst. Es bestehen mithin keine temporären Bewertungsunterschiede, auf die passive latente Steuern angesetzt werden müssten. Der Steuersatz beträgt 31%.
3. Anzahl Arbeitnehmer
Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl des Geschäftsjahres setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2016 | Vorjahr | |
|---|---|---|
| Vorstand | 1 | 1 |
| Angestellte | 2 | 1 |
| Insgesamt | 3 | 2 |
4. Vorstand
Dem Vorstand gehörten während des Geschäftsjahres an:
Pierre Hofer, Kaufmann, Köln
Der Vorstand erhielt für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2016 (Vorjahreswerte in Klammern) folgende Bezüge:
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| Feste Vergütung | Erfolgsbezogene Vergütung | Komponenten | langfristiger Anreizwirkung mit | Geldwerte Vorteile aus Sachbezügen bzw. Car Allowance | Gesamt | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Gehalt Euro |
Tantieme Euro |
Aktienoptionen Stück |
Zeitwert Euro |
Sachbezug Euro |
Euro | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Pierre Hofer | 180.000 | 171.761 | 86.900 | 415.382 | 19.048 | 786.191 |
| (180.000) | (164.934) | (0) | (0) | (23.919) | (368.853) |
Die auf das Geschäftsjahr 2016 entfallende Tantieme für den Vorstand Herrn Hofer in Höhe von 172 T€ (Vorjahr 165 T€) wird nach Feststellung des Jahresabschlusses in Höhe von 140 T€ (Vorjahr 140 T€) zur Zahlung fällig. Der verbleibende Betrag in Höhe von 32 T€ (Vorjahr 25 T€) wird im Zeitpunkt der Feststellung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2017 durch den Aufsichtsrat zur Zahlung fällig.
Im Rahmen der am 17. Mai 2012 gewährten Aktienoptionen an die Mitarbeiter der pferdewetten.de AG und deren Tochtergesellschaften (Aktienoptionsprogramm 2012) wurden dem Vorstand insgesamt 165.000 Bezugsrechte gewährt, welche im Juli 2016 in voller Höhe ausgeübt wurden. Am 21. September 2016 wurden 86.900 neue Bezugsrechte (Aktienoptionsprogramm 2016) gewährt. Diese gewährten Bezugsrechte bleiben für jedes volle Jahr der Sperrfrist, das im Zeitpunkt der Beendigung des Dienstverhältnisses verstrichen ist, jeweils zu 25% der Optionen bestehen, sofern der Vorstand das Dienstverhältnis während der Sperrfirst kündigt oder es auf Betreiben des Vorstands zur Aufhebung des Dienstverhältnisses kommt. Sie verfallen nicht, wenn es zur Kündigung oder Aufhebung des Dienstverhältnisses durch den Vorstand aufgrund eines Kontrollwechsels kommt.
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| Anzahl | |
|---|---|
| Ausstehende Optionen zum 1.1.2016 | 165.000,00 |
| Gewährte Optionen in 2016 | 86.900,00 |
| Ausgeübte Optionen in 2016 | 165.000,00 |
| Ausstehende Optionen zum 31.12.2016 | 86.900,00 |
| Ausübbare Optionen zum 31.12.2016 | 0,00 |
Aktienoptionsprogramm 2016
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| Gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit in Jahren: | 3,7 |
| Ausübungspreis in Euro je Aktien | 8,03 |
Der auf den Vorstand entfallende Anteil am erfassten Gesamtaufwand für die gewährten Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2012 und 2016 beträgt 30 T€ (Vorjahr 21 T€).
Details zu den Vergütungen gemäß § 285 Nr. 9 Buchstabe a Sätze 5 bis 8 HGB sind im zusammengefassten Lagebericht angegeben.
Dem Vorstand wurde im Geschäftsjahr ein langfristiges Darlehen in Höhe von insgesamt EUR 252.532,22 zur Finanzierung des Gesamtausübungspreises der gewährten Bezugsrechte (165.000 Stück) im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2012 und der auf den geldwerten Vorteil voraussichtlich anfallenden Steuern gewährt. Das Darlehen ist am 30. Juni und 10. September 2016 zur Auszahlung gelangt. Es hat eine Laufzeit von 6 Jahren und wird mit 1,89% p.a. verzinst. Wird das Dienstverhältnis mit der Gesellschaft beendet und kein Dienst- oder Arbeitsverhältnis mit der Gesellschaft oder einem mit dieser im Sinne des § 15 AktG verbundenen Unternehmen fortgesetzt, ist das Darlehen zum Zeitpunkt der Beendigung nebst Zinsen fällig. Bei Verkauf der finanzierten Aktien sind die daraus resultierenden Verkaufserlöse binnen 14 Tagen in Höhe des Anteils der verkauften Aktien an der Gesamtzahl der finanzierten Aktien als Sondertilgung auf das gewährte Darlehen zu leisten. Darüber hinaus ist der Darlehensgeber berechtigt, das Darlehen jederzeit teilweise oder vollständig zurückzuzahlen. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt nicht an. Der Anspruch ist durch ein Pfandrecht in Höhe von 63.133 Stück der finanzierten Aktien gesichert. Bei Verkauf der finanzierten Aktien sind zunächst die nicht verpfändeten Aktien zu verkaufen. Im Falle der Insolvenz der Darlehensnehmerin tritt die pferdewetten.de AG mit ihren Ansprüchen auf Rückzahlung des Darlehens hinter die Ansprüche aller sonstigen Gläubiger des Darlehensnehmers. Das Pfandrecht gilt nicht im Falle der Insolvenz des Darlehensnehmers.
5. Aufsichtsrat
Mitglieder des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr waren:
Markus A. Knoss (seit 22. August 2014), Betriebswirt, Ludwigsburg
Manager Corporate Trading & Corporate Sales der Bank M - Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG, Frankfurt am Main
-Vorsitzender-
Sergey Lychak (seit 18. Juni 2013), CFA, CIIA, MMgt, Eidg. dipl. Finanzanalytiker und Vermögensverwalter, Zürich/Schweiz
-Stellvertreter-
Markus Peuler (vom 6. Januar 2016 bis 20. September 2016), Diplom-Kaufmann, Kleinmachnow
Finanzvorstand der mybet Holding SE, Kiel
Lars-Wilhelm Baumgarten (seit 20. September 2016), Diplom-Jurist, Bad Harzburg Geschäftsführer der baumgarten sports & more GmbH, Göttingen, und der arena11 sports group GmbH, München
Jochen Dickinger (seit 3. November 2016), Ingenieur, Gramastetten/Österreich
Für das Geschäftsjahr 2016 wurde für die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung in Höhe von insgesamt 21 T€ (Vorjahr 19 T€) erfasst. Die Vergütung legt die Hauptversammlung fest.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben darüber hinaus folgende Mandate in anderen Aufsichtsräten bzw. vergleichbaren Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG:
Markus A. Knoss:
| • | Mitglied des Aufsichtsrates der mybet Holding SE, Kiel |
Sergey Lychak:
| • | Mitglied des Verwaltungsrates der SIGNIA FINANCIAL MANAGEMENT AG, Zürich/Schweiz |
Jochen Dickinger:
| • | Mitglied des Aufsichtsrates der Athos AG, Linz/Österreich |
6. Konzernabschluss
Die Gesellschaft ist Mutterunternehmen für die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen i. S. d. § 290 HGB, die damit auch verbundene Unternehmen i. S. d. § 271 Abs. 2 HGB sind:
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| Anteile in % |
Eigenkapital zum 31.12.2016 T€ |
Jahresergebnis 2016 T€ |
|
|---|---|---|---|
| pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf | 100 | 25 | 0 |
| Accendere GmbH, Düsseldorf | 100 | -133 | -1 |
| netX International Ltd., Malta 1 | 100 | 822 | -2 |
| netX Services Ltd., Malta 3 | 100 | -237 | 204 |
| netX Betting Ltd., Malta 2 | 100 | 635 | 603 |
| netX Casino Ltd. i.L., Malta 2 | 100 | -1 | 0 |
| PLB Poker Lounge Baden GmbH i.L., Iffezheim 4 | 51 | 0 | 0 |
| pferdewetten.at GmbH, Österreich | 100 | 20 | -15 |
1 99,92% direkt und 0,08% über die pferdewetten-service.de GmbH, Düsseldorf
2 99,99% indirekt über die netX International Ltd., Malta, und 0,01% über die pferdewetten-service.de GmbH
3 99,98% indirekt über die netX International Ltd., Malta, und 0,02% über die pferdewetten-service.de GmbH
4 Bilanz zum 31.12.2011; Löschung noch nicht erfolgt
Die Gesellschaft stellt einen Konzernabschluss nach International Financial Reporting Standards (IFRS) auf. Sie ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
7. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG
Im Zusammenhang mit der Gewährung von zwei Darlehen an den Vorstand und den Prokuristen der pferdewetten.de AG, wurden an insgesamt 106.382 Aktien, die diese Mitarbeiter an der pferdewetten.de AG halten, der pferdeewetten.de AG ein Pfandrecht eingeräumt. Ausgehend von 4.324.251 (31.Dezember 2015: 3.603.865 Aktien) nennwertlosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu je 1,00 € beträgt der Anteil der in Pfand genommenen Aktien am Grundkapital 2,46 % bzw. 2,95%. Auf die in Pfand genommenen Aktien entfällt ein Grundkapital von 106.382,00 €.
8. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Herr Lars-Wilhem Baumgarten hat der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 WpHG am 15. Juni 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 10. Juni 2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,60% (das entspricht 201.818 Stimmrechten vor erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016) betragen hat. 5,6% der Stimmrechte sind Herrn Baumgarten gem. § 22 Abs. 1 WpHG über die Hochkönig Investment GmbH zuzurechnen.
Die iVestos AG hat der Gesellschaft gemäß § 22 Abs. 1 WpHG am 16. Juni 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 15. Juni 2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 8,53% (das entspricht 307.416 Stimmrechten vor erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016) betragen hat. 8,53% der Stimmrechte sind der iVestos AG gem. § 22 Abs. 1 WpHG über dicons AG zuzurechnen.
Die IFM Independent Fund Management AG, Vaduz/Liechtenstein, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 20. Juni 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 10. Juni 2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 8,32% (das entspricht 300.000 Stimmrechten vor erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016) betragen hat.
Die mybet Holding SE, Kiel/Deutschland, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. Juni 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 10. Juni 2016 die Schwelle von 50% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 0,00% (das entspricht 0 Stimmrechten vor erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016) betragen hat.
Die Axxion S.A., Grevenmacher/Lichtenstein, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Juli 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 14. Juli 2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,71% (das entspricht 186.773 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016, jedoch vor Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat.
Herr Jochen Dickinger, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 14. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 14. Juli 2016 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,8116% (das entspricht 230.386 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016, jedoch vor Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat.
Herr Pierre Hofer, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 27. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 22. Juli 2016 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,31% (das entspricht 186.333 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat.
Herr Sebastian Weiss, hat der Gesellschaft gem. § 22 WpHG am 27. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil infolge Stimmrechtspoolung mit anderen Aktionären an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 22. Juli 2016 die Schwelle von 15% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag gem. § 22 WpHG 19,07% (das entspricht 824.641 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat. Herrn Weiss werden Stimmrechtsanteile durch die Bettertainment GmbH, der Byrton GmbH und der weiss media GmbH zugerechnet.
Herr Patrick Byrne, hat der Gesellschaft gem. § 21 und § 22 WpHG am 27. Juli 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil infolge Stimmrechtspoolung mit anderen Aktionären an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 22. Juli 2016 die Schwelle von 15% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag gem. § 21 WpHG 0,02% (das entspricht 823 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen) und gem. § 22 WpHG 19,05% (das entspricht 823.818 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat. Herrn Byrne werden Stimmrechtsanteile durch die Bettertainment GmbH, der Byrton GmbH und der weiss media GmbH zugerechnet.
Die Bettertainment GmbH, Schwaig b. Nürnberg/Deutschland, hat der Gesellschaft gem. § 21 WpHG und § 22 WpHG am 23. Juli 2016 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil infolge Stimmrechtspoolung mit anderen Aktionären an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 22. Juli 2016 die Schwelle von 15% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag gem. § 21 WpHG 6,31% (das entspricht 272.727 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung im Juli 2016 am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen) und gem. § 22 WpHG 12,76% (das entspricht 551.914 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen im Juli
2016) betragen hat. Der Bettertainment GmbH werden Stimmrechtsanteile durch die Byrton GmbH und der weiss media GmbH zugerechnet.
Herr Guido Schmitt, hat der Gesellschaft gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 03. August 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der pferdewetten.de AG, Düsseldorf/Deutschland, am 02. August 2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,52% (das entspricht 238.884 Stimmrechten nach erfolgter Kapitalerhöhung am 14. Juli 2016 und nach Ausübung der Aktienoptionen im Juli 2016) betragen hat.
9. Entsprechenserklärung nach § 161 AktG
Eine nach § 161 AktG geforderte Entsprechenserklärung zum deutschen Corporate Governance Codex wurde von Vorstand und Aufsichtsrat abgegeben und auf der Homepage der pferdewetten.de AG (www.pferdewetten.ag) öffentlich zugänglich gemacht.
10. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.
Düsseldorf, den 20. März 2017
Pierre Hofer, Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung und Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungs-grundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der pferdewetten.de AG, Düsseldorf, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hamburg, den 20. März 2017
**Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Reiher, Wirtschaftsprüfer
Presser, Wirtschaftsprüferin
Impressum/Kontakt
Sitz der Gesellschaft:
pferdewetten.de AG
Kaistr. 4
40221 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 211 781782-10
Telefax: +49 211 7817821-19
E-Mail: [email protected]
Internet: www.pferdewetten.ag
Vorstand: Pierre Hofer
Aufsichtsrat: Markus A. Knoss (Vorsitz)